# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4b9d5f8-3267-50ef-b229-efc0ec84d2a1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-03-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.03.2012 E-1074/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1074-2012_2012-03-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-1074/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 .  M ä r z  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 

mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;   

Gerichtsschreiberin Aglaja Schinzel. 

   Parteien 
 

A._______, 

B._______, 

und deren Sohn 

C._______, 

Ukraine,  

(…), 

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 

Verfügung des BFM vom 10. Februar 2012 / N (…). 

 

 

E-1074/2012 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden ihren Heimatstaat eigenen Angaben zu-

folge im Jahre 1997 verliessen und nach Deutschland gelangten, wo sie 

am 2. Dezember 1997 als Flüchtlinge im Sinne des Abkommens vom 

28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) 

anerkannt wurden und Asyl erhielten, 

dass sie am 9. Juni 2011 erstmals in der Schweiz Asylgesuche einreich-

ten, auf welche das BFM mit Verfügung vom 18. Oktober 2011 gestützt 

auf Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 

142.31) nicht eintrat, ihre Wegweisung aus der Schweiz und den Weg-

weisungsvollzug anordnete, 

dass eine gegen die vorinstanzliche Verfügung eingereichte Beschwerde 

vom 25. Oktober 2011 mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 

1. November 2011 abgewiesen wurde, 

dass die Beschwerdeführenden am 31. Dezember 2011 ein zweites Mal 

um Asyl in der Schweiz nachsuchten, 

dass ihnen am 10. Januar 2012 das rechtliche Gehör zu einem möglichen 

Nichteintretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG gewährt 

wurde, 

dass die Beschwerdeführenden dabei geltend machten, sie seien nach 

dem negativen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts weder nach 

Deutschland noch in die Ukraine zurückgekehrt, sondern hätten sich in 

Belgien und Frankreich beziehungsweise in Belgien und Luxemburg auf-

gehalten, 

dass sie ihre Angaben, die sie anlässlich des ersten Asylverfahrens ge-

macht hatten, bestätigten, 

dass sie weiter geltend machten, ihr Kind sei krank und (…), sie es des-

halb (…) wollten, was in Deutschland nicht erlaubt sei, weshalb sie dort 

nicht leben könnten, 

dass der Beschwerdeführer ausserdem einige Briefe vom (…) erhalten 

habe, welche bestätigen würden, dass er in der Schweiz gebraucht wer-

de, 

E-1074/2012 

Seite 3 

dass er in der Schweiz zwei (…) habe und in D._______ eine Erbschaft 

gemacht habe, 

dass die Beschwerdeführerin weiter geltend machte, von der deutschen 

Botschaft in Luxemburg sei ihnen mitgeteilt worden, dass ihre Sicherheit 

in Deutschland nicht garantiert werden könne, 

dass die Beschwerdeführenden anlässlich der Gewährung des rechtli-

chen Gehörs ihre Heiratsurkunde, ihre Flüchtlingspässe, ihre Asylbe-

scheide aus Deutschland, ihre ukrainischen Pässe, acht Schreiben an di-

verse Behörden und bekannte Persönlichkeiten sowie zwei Antwort-

schreiben (alles in Kopie), den Taufschein und die Taufurkunde ihres 

Sohnes zu den Akten reichten, 

dass das BFM mit Verfügung vom 10. Februar 2012 – eröffnet am 18. 

Februar 2012 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf die 

Asylgesuche nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 

den Vollzug anordnete, 

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, das am 9. Ju-

ni 2011 eingeleitete erste Asylverfahren sei seit dem 2. November 2011 

rechtskräftig abgeschlossen, 

dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden, warum sie die Ukraine 

und Deutschland verlassen hätten, im Rahmen der ersten Asylgesuche 

sowohl vom BFM als auch vom Bundesverwaltungsgericht gewürdigt 

worden seien und beide Instanzen zum Schluss gekommen seien, dass 

die Beschwerdeführenden als anerkannte Flüchtlinge in Deutschland in 

einen sicheren Drittstaat nach Artikel 6 Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren 

könnten und keine Ausnahmetatbestände nach Art. 34 Abs. 3 Bst. a-c 

AsylG vorliegen würden, 

dass die Beschwerdeführenden anlässlich des vorliegenden Asylverfah-

rens angeführt hätten, dass sie die zweiten Asylgesuche aus denselben 

Gründen eingereicht hätten wie die ersten, wobei hinzugekommen sei, 

dass sie in der Schweiz Stellen in Aussicht und eine Erbschaft gemacht 

hätten,  

dass der Beschwerdeführer ausserdem über (…) Informationen bezüglich 

(…) verfüge und die Beschwerdeführenden (…) Hilfe benötigen würden,  

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Seite 4 

dass weitere, als neue Asylgründe erwähnte Vorbringen ((…) in der 

Schweiz; das Problem mit dem Sohn, (…)) schon im Rahmen der ersten 

Asylgesuche geltend gemacht worden seien,  

dass die bereits im vorhergehenden Verfahren gemachten Vorbringen der 

Beschwerdeführenden nicht gehört werden könnten, da sie im ersten 

Asylverfahren beurteilt und auf die Asylgesuche rechtskräftig nicht einge-

treten worden sei, 

dass es den Beschwerdeführenden im Weiteren zuzumuten sei, allfällige 

Erbschaftsangelegenheiten, Kontakte mit Schweizer Behörden und Stel-

lenbewerbungen in der Schweiz von Deutschland aus zu regeln bezie-

hungsweise wahrzunehmen, 

dass sich aus den Akten somit keine Hinweise ergeben würden, wonach 

nach Abschluss des letzten Asylverfahrens Ereignisse eingetreten seien, 

die geeignet wären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für 

die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant wären, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 24. Februar 2012 ge-

gen die vorinstanzliche Verfügung vom 10. Februar 2012 beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde erhoben und dabei beantragten, die Ver-

fügung sei aufzuheben und den Beschwerdeführenden sei als in 

Deutschland anerkannte Flüchtlinge in der Schweiz Asyl zu gewähren 

(bezeichnet als "Asylumregistrierung"), 

dass der Beschwerde eine Fotografie, eine Einstellungsverfügung in Ko-

pie sowie Kopien von verschiedenen Dokumenten zu den Themen Zweit-

asyl, Verfahren und Kriterien zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 

sowie Wohlfahrt als Beweismittel beilagen, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 28. Februar 2012 beim Bundesver-

waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM 

entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

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Seite 5 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-

instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 

S. 116), 

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintre-

tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mate-

riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sa-

che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 

2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-

zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), 

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-

riell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 

volle Kognition zukommt, 

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Seite 6 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf Asylgesuche nicht eingetre-

ten wird, wenn Asylsuchende in der Schweiz bereits ein Asylverfahren er-

folglos durchlaufen haben oder während des hängigen Asylverfahrens in 

den Heimat- oder Herkunftsstaat zurückgekehrt sind, ausser es gebe 

Hinweise, dass in der Zwischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die ge-

eignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die 

Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind, 

dass gemäss konstanter und nach wie vor gültiger Praxis der ARK im 

Nachgang zu einem erfolglos durchlaufenen Asylverfahren eingereichte 

Gesuche um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und Gewährung von 

Asyl, in denen keine Revisionsgründe geltend gemacht werden, nach der 

Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu behandeln sind,  

dass die Vorinstanz die am 31. Dezember 2011 eingereichten Gesuche 

zu Recht als zweite Asylgesuche behandelt hat, 

dass nach Prüfung der Akten – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz – 

festzustellen ist, dass sich keine Hinweise dafür ergeben, dass nach Ab-

schluss des letzten Asylverfahrens Ereignisse eingetreten sind, die ge-

eignet wären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die 

Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant wären, 

dass den Erwägungen der Vorinstanz, wonach die im zweiten Asylverfah-

ren geltend gemachten Vorbringen nicht gehört werden könnten, soweit 

sie bereits im Rahmen der ersten Asylgesuche behandelt worden seien 

und die neu vorgebrachten Gründe keine Hinweise im oben erwähnten 

Sinne beeinhalten, da die deutschen Behörden sich bei der Unterbrin-

gung und der medizinischen Betreuung von Flüchtlingen an die von der 

Europäischen Union vorgeschriebenen Mindeststandards halten würden, 

gefolgt werden kann, 

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Seite 7 

dass, um Wiederholungen zu vermeiden, im Wesentlichen auf die vo-

rinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden kann, 

dass bezüglich dem Vorbringen der Beschwerdeführenden, wonach alle 

Staaten, die die FK ratifiziert haben, den in einem anderen Land aner-

kannten Flüchtlingen im gleichen Umfang beizustehen hätten wie den ei-

genen Staatsangehörigen, festzustellen ist, dass die Flüchtlingskonventi-

on keinen solchen Anspruch statuiert,  

dass es den weiteren Vorbringen in der Beschwerde teilweise am Reali-

tätsbezug fehlt, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist und diese am 

Ausgang des Verfahrens nichts zu ändern vermögen, 

dass auf die diversen sowohl bei der Vorinstanz als auf Beschwerdeebe-

ne eingereichten Beweismittel ebenfalls nicht weiter einzugehen ist, zu-

mal sie im Wesentlichen der Bestätigung bekannter und unbestrittener 

Tatsachen dienen und sie im Übrigen keine Hinweise dafür beinhalten, 

dass nach Abschluss des letzten Asylverfahrens Ereignisse eingetreten 

sind, die geeignet wären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder 

die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant wären, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu 

Recht auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten 

ist, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli-

gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen be-

steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733), weshalb die verfügte Wegweisung 

im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom 

Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, 

wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, 

SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen ge-

mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Be-

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Seite 8 

weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind 

zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigs-

tens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Ueber-

sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, 

Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass sich der Vollzug der Wegweisung nach Deutschland als zulässig er-

weist, weil – wie bereits im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 1. 

November 2011 festgestellt – dieser Staat die von ihm ratifizierten FK und 

die Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrech-

te und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) beachtet und namentlich keine 

Hinweise darauf vorliegen, dass den Beschwerdeführenden ein unzuläs-

siges Refoulement droht, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass das BFM den Vollzug der Wegweisung nach Deutschland zutreff-

enderweise als zumutbar qualifiziert hat und nicht ersichtlich ist, inwiefern 

eine adäquate medizinische Betreuung der Beschwerdeführenden dort 

nicht möglich sein sollte, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden nach 

Deutschland schliesslich möglich ist, da sie dort als Flüchtlinge im Sinne 

der FK anerkannt sind und Deutschland einer Rückübernahme zuge-

stimmt hat (Art. 83 Abs. 2 AuG), 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der 

Wegweisung nach Deutschland zu bestätigen ist, 

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, 

inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-

gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

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Seite 9 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- 

(Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 

Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die zu-

ständige kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regula Schenker Senn Aglaja Schinzel 

 

 

Versand: