# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18304952-e608-5ca0-b27c-b9b833255fc6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.10.2011 E-841/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-841-2008_2011-10-31.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­841/2008

U r t e i l   v om   3 1 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Gabriela Freihofer (Vorsitz),
Richter Hans Schürch, Richter Maurice Brodard,   
Gerichtsschreiberin Blanka Fankhauser.

Parteien A._______, geboren am (…),
Georgien,  
vertreten durch Sararard Arquint, Fürsprecher, 
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), vormals Bundesamt für 
Flüchtlinge (BFF), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 28. Januar 
2008 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
A.a  Gemäss  eigenen  Angaben  verliess  der  Beschwerdeführer,  ein 
Georgier, mit  letztem Wohnsitz in B._______ seinen Heimatstaat am 10. 
Dezember 2003 und  reiste  in einem Lkw durch  ihm unbekannte Länder 
unter  Umgehung  der  Grenzkontrolle  am  16.  Dezember  2003  in  die 
Schweiz  ein,  wo  er  gleichentags  in  der  Empfangsstelle  C._______  (…) 
ohne  Einreichung  von  Identitätspapieren  sein  erstes  Asylgesuch  stellte. 
Zur Begründung seines Asylgesuchs machte er im Wesentlichen geltend, 
er habe im eigenen (…) zusammen mit seiner Ehefrau und seiner Mutter 
sowie weiteren (…) gearbeitet. Alle seien Mitglieder der Bürgerunion des 
ehemaligen  Präsidenten  Schewardnaze.  Deswegen  seien  sie  von  den 
Anhängern  der  neuen  Regierung  bedroht  worden.  Es  habe  wegen  der 
politischen  Unruhen  Chaos  geherrscht,  weshalb  er  mit  seiner  Familie 
geflüchtet  sei.  Er  habe  sie  unterwegs  verloren  und  wisse  nicht,  wo  sie 
sich aufhalte. 

A.b Das Bundesamt trat mit Verfügung vom 29. Januar 2004 (eröffnet am 
3.  Februar  2004)  gemäss  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asylgesuch  nicht  ein  und 
ordnete  gleichzeitig  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der 
Schweiz  sowie  den  Wegweisungsvollzug  an.  Gleichzeitig  wurde  einer 
allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  entzogen.  Dieser 
Entscheid erwuchs unangefochten  in Rechtskraft. Gemäss Meldung der 
Polizeistation  D._______  vom  2.  April  2004  war  der  Beschwerdeführer 
seit dem 8. März 2004 unbekannten Aufenthalts. 

B.
Am  22.  November  2007  ging  eine  Interpolanzeige  aus  (...)  beim  Swiss 
Afis ein.

C.
Am  26.  November  2007  reichte  der  Beschwerdeführer  unter  einer 
anderen  Identität  im  EVZ  E._______  ein  zweites  Asylgesuch  ein  und 
nachdem  eine  daktyloskopische  Abklärung  ergab,  dass  es  sich  hierbei 
um  dieselbe  Person  (N  (…))  handelte,  wurde  er  in  Auslieferungshaft 
genommen.

D.
Eine  Befragung  des  Beschwerdeführers  durch  einen  Mitarbeiter  der 
Kantonspolizei  F._______  vom  7.  Dezember  2007  ergab,  dass  der 

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Beschwerdeführer  einer  vereinfachten  Auslieferung  nach  (...)  zustimme 
und  dort  eine  allfällige  Strafe  verbüssen  wolle,  sofern  das  BFM  eine 
Rückreisebestätigung in die Schweiz mit der Zusicherung ausstelle, dass 
das Asylverfahren wieder aufgenommen werde.

E.
Am 20. Dezember 2007 wurde aufgrund des  internationalen Haftbefehls 
vom  4.  Dezember  2007  ein  Auslieferungsgesuch  der  (...)  wegen 
Verdachts  auf  (…)  bei  der  zuständigen  Schweizerischen  Behörde 
eingereicht.

F.
In  der  Folge  fand  am  17.  Januar  2008  im  Gefängnis  F._______  die 
direkte Bundesanhörung statt.

Dabei  machte  der  Beschwerdeführer  im Wesentlichen  geltend,  dass  er 
A._______  (im  ersten  Asylverfahren  G._______)  heisse  und  im  ersten 
Asylverfahren  in Bezug auf  seine Asylgründe nicht  die Wahrheit  gesagt 
habe,  weil  er  damals  so  beraten  worden  sei.  In  Wirklichkeit  habe  er 
Probleme wegen der (…)firma seines Vaters gehabt. So sei er  im Jahre 
2001  nach H._______  gegangen  und  ins Geschäft  der  (…)firma  seines 
Vaters  eingestiegen.  Wegen  der  (…)  und  er  habe  nach  Georgien 
zurückkehren  müssen.  Sein  Vater  habe  in  Georgien  noch  drei  (…) 
besessen. Vor der Revolution habe der Vater an die damalige Regierung 
Schmiergeld bezahlt und sei von dieser in Ruhe gelassen worden. Nach 
der  Revolution  sei  er  erpresst  und  schikaniert  worden.  Er  sei  vom 
Finanzministerium aufgefordert worden, seine Betriebe zu schliessen. Es 
hätten  Hausdurchsuchungen  stattgefunden,  bei  welchen  man  (…)  und 
viele  Sachen  zerstört  habe.  Ausserdem  habe  er  eine  Busse  zahlen 
sollen, die  jedoch seine  finanziellen Möglichkeiten überstiegen habe.  Im 
Winter 2004 sei sein Vater mit einigen Männern, die Geld gewollt hätten, 
weggegangen und drei Tage später habe man  ihn  tot  aufgefunden. Die 
Obduktion  habe  ergeben,  dass  er  eines  natürlichen  Todes,  nämlich  an 
einem  Hirnschlag  gestorben  sei.  Der  Beschwerdeführer  glaube,  dass 
man  nachgeholfen  habe.  Daraufhin  sei  er  erpresst  worden.  Da  er  das 
Geld nicht habe zahlen können und auch nicht habe zahlen wollen, sei er 
nach  (...)  geflüchtet.  Dort  habe  man  ihn  (…)  bezichtigt,  dann  jedoch 
freigesprochen. Man habe ihm gesagt, er soll (...) verlassen, was er auch 
getan habe. Daher sei es  ihm unverständlich, weshalb er durch  Interpol 
gesucht werde.  Im Übrigen habe er einige Tage nach der Einreise nach 
(...) einen Anruf aus Georgien erhalten. Dabei sei er aufgefordert worden, 

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das Geld zu zahlen. Eine Woche später sei er durch die  (…) Behörden 
festgenommen  worden.  Im  Übrigen  habe  er  kein  Vertrauen  in  die  (…) 
Behörden  und  möchte  nicht  dorthin  ausgewiesen  werden.  Nach  dem 
Nichteintreten  auf  sein  Asylgesuch  sei  er  im  April  2004  nach Georgien 
zurückgekehrt,  weil  er  erfahren  habe,  dass  seine  Mutter  krank  sei.  Er 
habe bei Freunden gelebt, weshalb die Leute, die ihn gesucht hätten, von 
seiner Anwesenheit nichts erfahren hätten. In B._______ habe er (…), die 
seiner Mutter gehört habe, verkauft und  ihr Ausreisepapiere besorgt. Da 
er  viele  Freunde  in  I._______  habe,  habe  er  seine  Mutter  dorthin 
geschickt,  damit man  sie  dort  operiere.  Er  sei  dann  noch  einige  Zeit  in 
Georgien geblieben und sei in der Folge im Dezember 2006 erneut in die 
Schweiz eingereist. Er habe während drei bis vier Monaten entweder  in 
J._______ oder K._______ gelebt und  fast  jeden Monat seine Mutter  in 
I._______  besucht.  Das  letzte  Mal  sei  dies  etwa  vor  fünf  Monaten 
gewesen.  Er  habe  das  Asylgesuch  deswegen  nicht  gleich  eingereicht, 
weil  er  diesfalls  im  Empfangszentrum  hätte  bleiben  müssen  und  nicht 
nach  I._______  reisen  können. Erst  als  es  seiner Mutter  gesundheitlich 
besser gegangen sei, habe er auch Sicherheit  für sich gebraucht, da er 
nicht  dauernd  illegal  in  der  Schweiz  habe  leben  wollen,  und  ein 
Asylgesuch eingereicht.

G.
Mit Verfügung vom 28. Januar 2008 (eröffnet am 4. Februar 2008) stellte 
das  Bundesamt  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht, und  lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig 
verfügte  es  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der  Schweiz 
und ordnete den Vollzug an,  den es  für  zulässig  zumutbar  und möglich 
befand.  Er  habe  die  Schweiz  –  unter  Androhung  von  Zwangsmittel  im 
Unterlassungsfall  –  bis  27.  Februar  2008  zu  verlassen.  Vorbehalten 
bleibe  ein  allfälliger  Auslieferungsentscheid  der  zuständigen 
Auslieferungsbehörde (...). Der Kanton F._______ wurde mit dem Vollzug 
der Wegweisung beauftragt. 

Zur Begründung  ihrer Verfügung stellte die Vorinstanz vorerst  fest, dass 
das  Vorgehen  des  Beschwerdeführers,  auf  Anraten  anderer 
Asylsuchender  anlässlich  des  ersten  Asylverfahrens  die  Behörden  über 
seine Identität zu täuschen, und auch  in Bezug auf die Asylgründe nicht 
die  Wahrheit  gesagt  zu  haben,  nicht  dem  Verhalten  einer  tatsächlich 
verfolgten  Person  entspreche  und  der  Glaubhaftigkeit  insgesamt 
abträglich  sei.  Des  Weiteren  begründete  sie  ihren  Entscheid  im 
Wesentlichen  damit,  dass  die  Vorbringen  –  soweit  sie  aufgrund 

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unsubstanziierter,  widersprüchlicher  und  realitätsfremder  Aussagen 
überhaupt geglaubt werden könnten – nicht asylrelevant seien, da es sich 
bei  den  dargelegten  Vorfällen  um  Amtsmissbrauch  durch  einzelne 
Beamte,  das  heisse  um  Verfolgung  durch  Dritte  handle.  Derartige 
Verfehlungen  würden  jedoch  durch  den  georgischen  Staat  weder 
unterstützt  noch  gebilligt.  Die  georgischen  Justizbehörden  hätten  in  der 
letzten  Zeit  verschiedentlich  Verfahren  gegen  hohe  Beamte,  denen 
illegale Tätigkeiten nachgesagt worden seien, aufgenommen und würden 
sich  somit  im Rahmen  des Möglichen  für  einen  rechtstaatlichen Schutz 
der Bevölkerung einsetzen. Sollte sich die Polizei weigern, eine Anzeige 
entgegenzunehmen  oder  eine  Ermittlung  durchzuführen,  bestehe  die 
Möglichkeit, sich – allenfalls unter Hilfe einer rechtskundigen Person – an 
eine  übergeordnete  Instanz  zu  wenden.  Dadurch,  dass  der 
Beschwerdeführer  sich  nie  an  die  Behörden  gewandt  habe,  habe  er 
seinem  Heimatstaat  die  Möglichkeit  genommen,  zu  seinen  Gunsten 
einzugreifen. Im Übrigen könne der Beschwerdeführer allfälligen weiteren 
Verfolgungsmassnahmen  des  fehlbaren  (…)beamten,  durch  geeignete 
Wahl  seines  Aufenthaltsortes  innerhalb  seines  Heimatstaates 
ausweichen,  wie  er  dies  bereits  seit  der  Rückkehr  nach  Georgien  im 
Jahre 2004 erfolgreich getan habe. So habe er sich unbehelligt bei seiner 
Mutter  aufhalten  und  verschiedene Transaktionen  zu Veräusserung des 
Vermögens seiner Mutter und zur Organisation von derer wie auch später 
seiner eigenen Ausreise im Jahre 2006 tätigen können. Schliesslich lasse 
auch  das  Verhalten  des  Beschwerdeführers  darauf  schliessen,  dass  er 
sich nicht unmittelbar an Leib und Leben bedroht gesehen habe, habe er 
doch  nach  seiner  Einreise  in  die  Schweiz  mit  der  Einreichung  seines 
Asylgesuchs noch fast ein Jahr zugewartet.

Ferner  sei  die  Behauptung  des  Beschwerdeführers,  die  georgischen 
Behörden  hätten  die  (…)  Behörden  auf  seine  Person  aufmerksam 
gemacht,  wenig  plausibel,  da  dem  Beschwerdeführer  in  Georgien  trotz 
Drohungen nichts Konkretes zugestossen sei. Schliesslich sei er eigenen 
Angaben  zufolge  freigesprochen  und  wieder  auf  freien  Fuss  gesetzt 
worden.  Zudem  sei  (...)  ein  Rechtsstaat  und  sollte  das  dem 
Auslieferungsbegehren  zugrundeliegende  Strafverfahren  gegen  den 
Beschwerdeführer  in  (...)  tatsächlich  zu  Unrecht  eingeleitet  worden  sei, 
könne er den Rechtsweg beschreiten. 

Bezüglich  des Wegweisungsvollzugs  hielt  die Vorinstanz  fest,  dass  aus 
den  Akten  Hinweise  auf  einen  möglichen  (…)  bestünden,  was  in 
Georgien einen Straftatbestand darstelle, und ein Strafverfahren in seiner 

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Heimat  nicht  ausgeschlossen  werden  könne.  Die  Akten  würden  jedoch 
keine  objektiven  Anhaltspunkte  für  die  Annahme  einer  durch  Art.  3  der 
Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte 
und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  verbotenen  Strafe  oder 
Behandlung  im  Rahmen  eines  allfälligen  legitimen  Strafverfahrens 
enthalten.  Auch  eine  allfällige  (…)  stehe  dem  Vollzug  der Wegweisung 
nicht  entgegen.  Eine  (…)  sei  mit  einem  stationären  Aufenthalt  in 
staatlichen Institutionen oder ambulant in privaten Einrichtungen möglich, 
weshalb der Vollzug auch zumutbar sei.

H.
Die  in  kyrillischer Handschrift  abgefasste Eingabe  vom 4. Februar  2008 
an  das  BFM,  wurde  am  12.  Februar  2008  zuständigkeitshalber  an  das 
Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet.

I.
Mit  Zwischenverfügung  vom  15.  Februar  2008  wurde  der 
Beschwerdeführer  von  der  damals  zuständigen  Instruktionsrichterin  zu 
einer  Übersetzung  respektive  falls  notwendig  zu  einer 
Beschwerdeverbesserung  und  zur  Zahlung  eines  Kostenvorschusses – 
alles  unter  Androhung  des Nichteintretens  im Unterlassungsfall  –  innert 
noch laufender Beschwerdefrist bis am 3. März 2008 aufgefordert.

J.
Mit  Auslieferungsentscheid  vom  21.  Februar  2008  bewilligte  das 
Bundesamt  für  Justiz  (BJ)  die  Auslieferung  nach  (...)  für  die  dem 
Auslieferungsgesuch  des  (…)  Justizministeriums  vom  7.  Februar  2008 
zugrundeliegenden Straftaten. 

K.
Mit Eingabe vom 26. Februar 2008 (Poststempel: 3. März 2008) ersuchte 
der  Beschwerdeführer  um  Aufschub  der  Bezahlung  eines 
Kostenvorschusses, weil er sich im Gefängnis befinde und dort kein Geld 
habe. 

L.
Mit Zwischenverfügung vom 7. März 2008 wurde der Beschwerdeführer 
von  der  damals  zuständigen  Instruktionsrichterin  aufgefordert,  innert 
sieben Tagen  eine  rechtsgenügliche Beschwerde  einzureichen  und  den 
Kostenvorschuss von Fr. 600.­ einzuzahlen. Ansonsten werde auf seine 
Beschwerde ohne Ansetzen einer Nachfrist nicht eingetreten.

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M.
Mit  Nachtragsauslieferungsersuchen  vom  10.  März  2008  ersuchte  das 
(…)  Justizministerium  das  Bundesamt  für  Polizeiwesen  über  die 
beantragte Auslieferung  zu  entscheiden  und  es  darüber  zu  informieren. 
Das BJ übermittelte dieses Schreiben mit Verfügung vom 31. März 2008 
der  Kantonspolizei  F._______  mit  dem  Auftrag,  den  Beschwerdeführer 
über  die  vereinfachte  Auslieferung  zu  befragen  und  ein 
Einvernahmeprotokoll zu erstellen. 

N.
Mit Eingabe vom 15. März 2008 ersuchte der mandatierte Rechtsvertreter 
um  unentgeltliche  Prozessführung  und  stellte  in  Aussicht,  sich  am 
Montag,  17.  März  2008,  mit  der  Instruktionsrichterin  in  Verbindung  zu 
setzen, um eine mögliche Vorgehensweise zu besprechen.

O.
Mit Zwischenverfügung vom 18. März 2008 wurde der Beschwerdeführer 
von der damals zuständigen  Instruktionsrichterin aufgefordert,  innert der 
in  der  Verfügung  vom  7. März  2008  angesetzten  Frist  –  das  heisst  bis 
zum  19.  März  2008  –  den  Kostenvorschuss  zu  leisten  und  eine 
Beschwerdeverbesserung  einzureichen.  Gleichzeitig  wurden  dem 
Rechtsvertreter Kopien der bisher ergangenen Korrespondenz zwischen 
dem Bundesverwaltungsgericht und dem Beschwerdeführer zugestellt. 

P.
Mit  Beschwerdeverbesserung  vom  19.  März  2008  liess  der 
Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter die BFM­Verfügung vom 
28. Januar 2008 anfechten und beantragen, diese sei aufzuheben, es sei 
ihm die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen, eventuell sei die Sache an 
die  Vorinstanz  zur  weiteren  Sachverhaltsabklärung  zurückzuweisen, 
subeventuell sei die Unzulässigkeit beziehungsweise Unzumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzuges  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen.  In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragte  er  weiter,  die 
der Beschwerde zukommende aufschiebende Wirkung zu bestätigen und 
ihm  die  unentgeltliche  Prozessführung  beziehungsweise  das  Recht  auf 
einen  unentgeltlichen  Rechtsvertreter  unter  Beiordnung  des 
unterzeichneten Anwaltes zu gewähren. Des Weiteren sei ihm Einsicht in 
die Akten und die Gelegenheit zur Beschwerdeergänzung zu gewähren.

Zur  Begründung  seiner  Beschwerde  machte  der  Beschwerdeführer 
geltend,  dass  aus  der  Verfügung  nicht  hervorgehe,  ob  die  Vorinstanz 

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seine  Ethnie,  Religion,  die  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen 
Gruppe  abgeklärt  habe  beziehungsweise  näher  nach  den  Gründen  der 
von  ihm  genannten  behördlichen  Schikanen,  Erpressungen  und 
Bedrohungen  gefragt  und  in  diese Richtung  untersucht  habe. Georgien 
sei  ein  Staat,  in  welchem  nach  wie  vor  Menschenrechtsverletzungen 
vorkommen  würden,  in  welchem  die  Korruption  weit  verbreitet  und  ein 
funktionierendes  Polizei­  und  Justizsystem  erst  im  Aufbau  sei.  Somit 
hätte  die  Vorinstanz  zu  weiteren  Nachforschungen  Anlass  gehabt. 
Gerade Übergriffe  durch Dritte,  auch behördlicherseits,  vor welchen der 
Staat  keinen  Schutz  gewähre,  würden  zu  den  Problemen  in  Georgien 
gehören.  Es  seien  auch  Fälle  von  willkürlichen  Festnahmen  und 
Gewaltübergriffen durch Behörden bekannt. So sei der Beschwerdeführer 
von  einem  (…)beamten  zur  Bezahlung  von  bestimmten  Beträgen 
gedrängt  beziehungsweise  von  diesem  für  den  Fall  der  Nichtzahlung 
sinngemäss mit  dem Tode  bedroht  worden.  Bereits  sein  Vater  sei  vom 
selben  (…)beamten  in  entsprechender Weise  angegangen  worden  und 
dann  unter  mysteriösen  Umständen  gestorben.  Die  Angaben  des 
Beschwerdeführers  würden  auf  eine  staatliche  Verfolgung  hinweisen. 
Aufgrund  der  fehlenden  Akteneinsicht  sei  es  weiter  nicht  möglich, 
konkrete Rügen betreffend weiter zu treffenden Sachverhaltsabklärungen 
vorzubringen. Bezüglich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sei 
unklar,  inwieweit  die Vorinstanz  die  Frage  des  (…)  und  der Möglichkeit 
eines damit verbundenem Strafverfahrens effektiv abgeklärt habe. 

Q.
Mit  Zwischenverfügung  vom  28.  März  2008  wurde  dem 
Beschwerdeführer  die  beantragte  Akteneinsicht  gewährt  und  ihm  die 
Gelegenheit  gegeben,  bis  zum  4.  April  2008  seine  Beschwerde  zu 
ergänzen.  Ferner  wurde  ihm  mitgeteilt,  dass  über  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  und  2  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  zu einem späteren Zeitpunkt 
befunden werde. 

R.
Mit  Telefax  vom  4.  April  2008  wurde  um  Fristerstreckung  für  die 
Beschwerdeergänzung ersucht. Dieses Gesuch wurde gleichentags  von 
der  damaligen  Instruktionsrichterin  mit  Hinweis  auf  bereits  mehrmalige 
Fristerstreckungen  im  vorliegenden  Fall  und  auf  Art.  32  Abs.  2  VwVG 
telefonisch abgewiesen. 

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S.
Mit  Instruktionsverfügung  vom  8.  April  2008  wurden  die  telefonisch 
erfolgte Abweisung der Fristerstreckung und der Hinweis auf Art. 32 Abs. 
2 VwVG schriftlich bestätigt.

T.
Mit  einem  zweiten  Auslieferungsentscheid  vom  21.  Mai  2008  bewilligte 
das BJ die Auslieferung nach (...) für die dem Auslieferungsersuchen des 
(…)  Justizministeriums  vom  10.  März  2008  zugrunde  liegenden 
Straftaten.  Gegen  diesen  Entscheid  erhob  der  Beschwerdeführer 
Beschwerde beim Schweizerischen Bundesstrafgericht  in Bellinzona, die 
mit  Entscheid  vom  8.  Juli  2008  abgewiesen  wurde.  Auf  die  dagegen 
erhobene  Beschwerde,  trat  das  Bundesgericht  mit  Entschied  vom  8. 
August 2008 nicht ein. 

U.
Am 2. September 2008 wurde der Beschwerdeführer an (...) ausgeliefert. 

V.
Mit  Wiederaufnahmeentscheid  des  BFM  vom  24.  Oktober  2008 
(readmission  en  Suisse),  wurde  der  Beschwerdeführer  am  29.  Oktober 
2008 in der Schweiz wieder aufgenommen.

W.
Mit  Schreiben  vom  5.  Januar  2009  ersuchte  der  Beschwerdeführer  um 
Zustellung seines im Original eingereichten (…).

X.
Mit  Schreiben  vom  7.  Januar  2009 wurden  dem Beschwerdeführer  alle 
seine Dokumente  in Kopien zugestellt und für den Arbeitgeber bestätigt, 
dass es sich dabei um Kopien aus den dem Bundesverwaltungsgericht im 
Original vorliegenden Dokumenten handelt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 

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Seite 10

Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt  (Art. 37 VGG; Art. 105 
und Art. 6 AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 105  und  Art.  108  Abs.  1  AsylG,  Art.  37  VGG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Im  vorliegenden  Verfahren  wurde  aufgrund  der  Aktenlage  auf  die 
Einholung einer Vernehmlassung verzichtet (vgl. Art. 111a Abs. 1 AsylG).

4. 
Der Beschwerdeführer  rügte  vorab  in  formeller Hinsicht,  dass  das BFM 
das  rechtliche  Gehör  und  die  Begründungspflicht  verletzt  habe,  da  es 
bloss  abstrakt  auf  seine  unsubstanziierten,  widersprüchlichen  und 
realitätsfremden  Aussagen  verwiesen  habe,  ohne  sie  näher  zu 
bezeichnen.

4.1. 
Dazu  ist  Folgendes  festzustellen:  Art.  32  Abs.  1  VwVG  gebietet  der 
Behörde eine Würdigung aller  erheblichen und  rechtzeitigen Vorbringen 
der  Parteien,  bevor  sie  verfügt.  Die  Pflicht  zur  Begründung  einer 

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Seite 11

Verfügung  ergibt  sich  aus  Art.  35  VwVG.  Gemäss  der  Praxis  des 
Bundesgerichts  ist  eine  Begründung  grundsätzlich  so  abzufassen,  dass 
der  Betroffene  diese  gegebenenfalls  sachgerecht  anfechten  kann  (BGE 
122  II  363).  Sowohl  die  Betroffenen  als  auch  die  Rechtsmittelinstanz 
müssen sich von der Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. 
Es müssen deshalb wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, 
von  denen  sich  die  Behörde  hat  leiten  lassen  und  auf  die  sich  ihr 
Entscheid stützt  (BGE 122  IV 14  f.; EMARK 1995 Nr. 12 E. 12C S. 114 
ff.).  Dies  bedeutet  jedoch  nicht,  dass  sich  die  Behörde  mit  jeder 
tatbeständlichen  Behauptung,  jedem  rechtlichen  Einwand  und  jedem 
Beweismittel auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für 
den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (EMARK 1993, 
Nr.  3,  E.  4b,  S.  16  ff.,  mit  Hinweisen;  BGE  117  Ib  492).  Soweit 
weitergehend,  richten sich die Anforderungen an die Begründungsdichte 
nach  dem  Verfügungsgegenstand,  den  Verfahrensumständen  und  den 
Interessen  der  Betroffenen.  Bei  schwerwiegenden  Eingriffen  in  die 
rechtlich geschützten  Interessen des Betroffenen − und um solche kann 
es  insbesondere  bei  der  Frage  der  Gewährung  des  Asyls  gehen – 
verlangt  die  bundesgerichtliche  Rechtsprechung  eine  sorgfältige 
Begründung  (BGE  112  Ia  110).  Tatsächlich  hat  die  Vorinstanz  nicht 
genau  erklärt,  warum  sie  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers 
unsubstanziiert,  realitätsfremd  und  widersprüchlich  erachtet  hat,  stellte 
jedoch  anfangs  fest,  dass  der  Beschwerdeführer  selbst  angab,  bei 
seinem  ersten  Asylverfahren  die  Asylbehörden  über  seine  Identität 
getäuscht und  in Bezug auf seine Asylgründe nicht die Wahrheit gesagt 
zu  haben,  was  seiner  Glaubhaftigkeit  insgesamt  abträglich  sei.  In  ihrer 
Würdigung  entschied  sie  sich  jedoch,  auf  die  Glaubhaftigkeit  der 
Vorbringen  nicht  weiter  einzugehen,  und  wies  das  Asylgesuch  lediglich 
aufgrund  der  fehlender  asylrechtlichen  Relevanz  ab.  An  diesem 
Vorgehen ist nichts auszusetzen. Dem Beschwerdeführer war es möglich, 
zu  diesen  Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung  Stellung  zu 
nehmen,  weshalb  die  Rüge  der  Verletzung  der  Begründungspflicht  und 
des  rechtlichen  Gehörs  unbegründet  ist.  Aus  den  Akten  ergeben  sich 
denn auch  keine Hinweise,  dass der  rechtserhebliche Sachverhalt  nicht 
genügend erstellt worden wäre und weitere Abklärungen der Vorinstanz 
nötig  gewesen  wären.  Der  Antrag  auf  Rückweisung  der  Sache  an  die 
Vorinstanz wird demnach abgewiesen.

4.2.  Der  Vollständigkeit  halber  ist  in  diesem  Zusammenhang  darauf 
hinzuweisen,  dass  dem  Beschwerdeführer  mit  Zwischenverfügung  vom 
27. März 2008 Einsicht in die Akten gewährt wurde, nachdem er in seiner 

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Beschwerdeergänzung vom 19. März 2008 fehlende Akteneinsicht gerügt 
und festgestellt hatte, bis anhin keine konkreten Rügen betreffend weiter 
zu treffenden Sachverhaltsabklärungen vorbringen zu können. Allerdings 
hat  er  nach  gewährter  Akteneinsicht  bis  heute  keine  weitere 
Beschwerdeergänzung  eingereicht,  um  seine  Rügen  zu  konkretisieren 
beziehungsweise  neue  vorzubringen,  wie  er  dies  in  Aussicht  gestellt 
hatte.

4.3.    Nach  dem  Gesagten  besteht  kein  Anlass  zur  Aufhebung  der 
angefochtenen  Verfügung  aus  formellen  Gründen.  Es  ist  daher  im 
Folgenden  in materieller  Hinsicht  zu  prüfen,  ob  das  BFM  zu  Recht  die 
Ausführungen  des  Beschwerdeführers  als  asylrechtlich  nicht  relevant 
bezeichnete,  ihn  nicht  als  Flüchtling  anerkannte  und  sein  Asylgesuch 
ablehnte. 

5. 
Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen  psychischen  Druck  bewirken.  Den  frauenspezifischen 
Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).

6. 
Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht gestützt 
auf die nachfolgenden Ausführungen zum Schluss, dass die Erwägungen 
der  Vorinstanz  zur  fehlenden  Flüchtlingseigenschaft  des 
Beschwerdeführers  zutreffen.  Entsprechend  kann  die  Frage 
offengelassen werden, ob die Vorbringen im Sinne von Art. 7 AsylG auch 
glaubhaft sind. Übereinstimmend mit den vorinstanzlichen Ausführungen 
sowie gestützt auf die Vorbringen des Beschwerdeführers kann zunächst 
festgehalten  werden,  dass  es  sich  bei  der  Erpressung  durch  einen 
Beamten  aus  dem  Finanzministerium  um  einen  Amtsmissbrauch,  das 
heisst  um  Behelligung  durch  Dritte  handelt.  Diesbezüglich  hat  die 
Vorinstanz zu Recht ausgeführt, dass der georgische Staat grundsätzlich 
willens  ist, Personen, die von Dritten bedroht bzw.  verfolgt würden, den 
erforderlichen Schutz zu gewähren.

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Mit  dem  Grundsatzentscheid  der  ARK  vom  8.  Juni  2006  (vgl.  EMARK 
2006  Nr.  18)  wurde  im  schweizerischen  Asylrecht  anstelle  der 
Zurechenbarkeitstheorie  die  sogenannte  Schutztheorie  anerkannt, 
wonach  Verfolgung  im  flüchtlingsrechtlichen  Sinne  nicht  mehr  von  der 
Frage ihres Urhebers, sondern vom Vorhandensein adäquaten Schutzes 
durch  den  Heimatstaat  abhängt.  Nach  dieser  heute  massgeblichen 
Theorie  kann  eine  Verfolgung  durch  nichtstaatliche  Akteure 
flüchtlingsrechtlich  relevant  sein.  Diese  würde  ­  auf  Grund  der 
Subsidiarität  des  flüchtlingsrechtlichen  Schutzes  ­  aber  voraussetzen, 
dass  es  der  betroffenen  Person  nicht möglich  ist,  im Heimatland  davor 
Schutz  zu  finden. Der  Schutz  ist  dann  als  ausreichend  zu  qualifizieren, 
wenn  die  betroffene  Person  effektiv  Zugang  zu  einer  funktionierenden 
Infrastruktur hat und ihr deren Inanspruchnahme zumutbar ist, wobei von 
einem  Staat  nicht  erwartet  werden  kann,  dass  er  jederzeit  präventiv  in 
alle Lebensbereiche seiner Bürger eingreifen kann. Ist kein ausreichender 
Schutz möglich, setzt die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft zudem 
voraus,  dass  die  betroffene  Person  einer  landesweiten  Verfolgung 
ausgesetzt ist und sich nicht in einem anderen Teil ihres Heimatstaates in 
Schutz bringen kann (vgl. EMARK 2006 Nr. 18). 

Den  Erwägungen  der  Vorinstanz  zur  Frage  der  Schutzfähigkeit  und 
Schutzwilligkeit  der  georgischen  Behörden  wurde  in  der 
Beschwerdeschrift  nichts  Substanzielles  entgegengehalten,  sondern 
lediglich  pauschal  ausgeführt,  korrupte  oder  fehlende  staatliche 
Strukturen  würden  eine  Schutzgewährung  vor  Übergriffen  Dritter 
verunmöglichen. Dieser Aussage kann – zumindest in dieser Form – nicht 
zugestimmt  werden,  auch  wenn  nicht  in  Abrede  zu  stellen  ist,  dass 
Korruption  eine  grosse  Herausforderung  für  den  georgischen  Staat 
darstellt. Der Beschwerdeführer  führte  in seinen Schilderungen sowie  in 
seiner  Eingabe  widerholt  aus,  dass  er  keine  Anzeige  gegen  den 
(…)beamten  erstattet  habe,  weil  er  sich  bedroht  gefühlt  habe.  Es  kann 
jedoch – entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung – nicht 
davon  ausgegangen  werden,  die  Behörden  hätten  nichts  zu  seinen 
Gunsten unternommen, falls er offiziell eine Anzeige erstattet hätte. Auch 
wäre  es  ihm  grundsätzlich  zumutbar  und  möglich  gewesen,  sich  einen 
Anwalt zu nehmen und an eine übergeordnete Behörde zu wenden, falls 
die Polizei eine Anzeige nicht entgegengenommen hätte,  zumal es sich 
hier  offensichtlich  um  kriminelle  Handlungen  einer  Einzelperson,  deren 
Namen er kannte, handelte, weshalb eine Anzeige durchaus Aussicht auf 
Erfolg gehabt hätte. Dies umso mehr, als es sich beim Beschwerdeführer 
um eine unpolitische Person handelte. 

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Vor  diesem  Hintergrund  ist  festzuhalten,  dass  für  das  Bundesamt ­ 
entgegen  anderer  Auffassung  auf  Beschwerdeebene  ­  keine 
Veranlassung bestand, das Motiv der geltend gemachten Erpressung des 
Beschwerdeführers  in Zusammenhang mit dessen Ethnie, Religion oder 
Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe  im Sinne von Art. 3 
Abs.  1  AsylG  zu  bringen,  zumal  der  Beschwerdeführer  in  den 
Befragungen  zu  keinem  Zeitpunkt  auf  eine  asylrechtlich  relevante 
Motivation der Erpressung hinwies. Vielmehr steht fest, dass die Gründe 
für die geltend gemachte Behelligung rein pekuniärer Natur waren. 

Es  kann  überdies  nicht  davon  ausgegangen  werden,  dass  der 
Finanzbeamte ihn auch ausserhalb seines Wohnortes suchen würde. Der 
Beschwerdeführer hat auch bei seiner Rückkehr nach dem Nichteintreten 
auf  sein  Asylgesuch  vom  29.  Januar  2004  offenbar  ohne  Probleme 
während  mehr  als  zwei  Jahren  in  Georgien  gelebt,  diverse  Geschäfte 
getätigt,  wie  den  Verkauf  der  (…)  seiner  Mutter  und  die  Organisation 
deren  Reise  und  später  seiner  eigenen  Ausreise.  Auch  hat  er  in 
L._______  bei  einer  Abteilung  des  Innenministeriums  problemlos  einen 
Pass beantragen können und diesen in der Folge erhalten. 

Zusammenfassend  folgt,  dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
keine  Verfolgung  nachzuweisen  und  die  vorinstanzlichen  Erwägungen 
nicht  umzustossen  vermögen.  Es  erübrigt  sich  daher,  auf  die  weiteren 
Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift  näher  einzugehen,  weil  sie  am 
Ergebnis  nichts  ändern  können.  In Würdigung  der  gesamten Umstände 
folgt,  dass  der  Beschwerdeführer  keine  Gründe  nach  Art.  3  AsylG 
nachweisen  oder  glaubhaft  machen  konnte.  Die  Vorinstanz  hat  das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers demnach zu Recht abgelehnt.

7.

7.1  Lehnt  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

7. 2. Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9).

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Seite 15

8. 
8.1  Ist  der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig,  nicht  zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  der 
vormaligen  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 
WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.], 
Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148).

8.2 Der Vollzug  ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 
den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art.  83 
Abs. 3 AuG).

So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

8.3  Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement 
nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 
Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 

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Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5 
AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des 
Beschwerdeführers  nach  Georgien  ist  demnach  unter  dem  Aspekt  von 
Art. 5 AsylG rechtmässig.

8.4  Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des 
Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für 
den  Fall  einer  Ausschaffung  nach  Georgien  dort  mit  beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  einer  nach Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des 
Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener 
des  UN­Anti­Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine 
konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass 
ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung 
drohen würde  (vgl. EGMR  [Grosse Kammer], Saadi gegen  Italien, Urteil 
vom  28. Februar  2008,  Beschwerde  Nr. 37201/06,  §§ 124 – 127,  mit 
weiteren  Hinweisen).  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in 
Georgien lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als 
unzulässig  erscheinen.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Vollzug  der 
Wegweisung  sowohl  im  Sinne  der  asyl­  als  auch  der  völkerrechtlichen 
Bestimmungen zulässig.

8.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat­ oder Herkunftsstaat auf 
Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete 
Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83  Abs. 7  AuG – 
die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz 
über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom  8.  März  2002,  BBl  2002 
3818).

8.5  Eine  Rückkehr  nach  Georgien  ist  vor  dem  Hintergrund  der  dort 
herrschenden  Situation  bezüglich  Sicherheit,  medizinischer  Versorgung 
und wirtschaftlicher Lage im Allgemeinen zumutbar. Vorliegend sprechen 
auch keine individuellen, in der Person des Beschwerdeführers liegenden 
Gründe  gegen  den  Vollzug  der Wegweisung,  handelt  es  sich  doch  um 
einen noch  relativ  jungen Mann mit einem  familiären Beziehungsnetz  in 
L._______  und  B._______  und  einem  breiten  Freundeskreis.  Überdies 
hat  er  eine  sehr  gute  Ausbildung  als  (…)  und  berufliche  Erfahrung. 
Ausser  georgische  beherrscht  er  auch  die  russische  Sprache  gut. 

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Angesichts  dieser  Ausgangslage  dürfte  es  dem  Beschwerdeführer  bei 
entsprechenden  Bemühungen  möglich  sein,  im  Heimatland  eine  neue 
Existenzgrundlage  für  sich  aufzubauen.  Die  Andeutung  in  der 
Beschwerde  auf  ein  allfälliges  Strafverfahren  wegen  (…)  findet  in  den 
Akten keine Stütze und der Beschwerdeführer selbst hat diesbezüglich in 
seinen  Anhörungen  nichts  erwähnt.  Der  einzige  Hinweis  auf  einen 
möglichen  (…)  befindet  sich  im  Formular  "segnalazione  di  casi  medici" 
vom 27. November 2007, welchem sich entnehmen lässt, dass er sich am 
26. November  2007  einer  ärztlichen  Untersuchung  unterzogen  hat,  und 
wo festgestellt wurde, dass der Beschwerdeführer auf (…) sei. Hinweise 
auf (…) zum heutigen Zeitpunkt sind keine vorhanden. In Würdigung der 
gesamten Umstände muss nicht davon ausgegangen werden, er gerate 
bei einer Rückkehr in eine existenzbedrohende Situation. Ein Vollzug der 
Wegweisung erweist sich somit als zumutbar.

8.6.  Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der 
zuständigen  Vertretung  seines  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG 
und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug 
der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu  bezeichnen  ist  (Art. 83  Abs. 2 
AuG).

9.
Insgesamt  ist  die  durch  die  Vorinstanz  verfügte  Wegweisung  zu 
bestätigen.  Die  Vorinstanz  hat  deren  Vollzug  zu  Recht  als  zulässig, 
zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung 
der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1­4 AuG).

11.
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist folglich abzuweisen.

12.
Der  Beschwerdeführer  ersuchte  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG. Gemäss dieser 
Bestimmung befreit die Beschwerdeinstanz eine Partei, die nicht über die 
erforderlichen  Mittel  verfügt,  auf  Antrag  von  der  Bezahlung  der 
Verfahrenskosten,  sofern  ihr  Begehren  nicht  aussichtslos  erscheint.  Im 
vorliegenden Fall erscheinen die Anträge des Beschwerdeführers ex post 

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Seite 18

als aussichtslos. Da zudem die Bedürftigkeit nicht nachgewiesen  ist und 
es  aufgrund  der  Akten  Hinweise  gibt,  dass  der  Beschwerdeführer  über 
ein  gewisses  Vermögen  verfügt  (gemäss  eigenen  Aussagen  lebte  er 
teilweise in verschiedenen Hotels in K._______ und J._______ und hatte 
genug Geld [vgl. B25/17, S. 8 unten]),  ist das Gesuch um unentgeltliche 
Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen. Mangels 
Erfüllung der Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist ebenfalls das 
Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtsverbeiständung  im  Sinne  von  Art. 65 
Abs. 2  VwVG  abzuweisen.  Bei  dieser  Sachlage  –  und  unter 
Berücksichtigung des Ausgangs des vorliegenden Verfahrens – sind die 
Kosten  in Höhe  von Fr. 600.­  dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 
63 Abs. 1 und 5 VwVG; Art. 1­3 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

E­841/2008

Seite 19

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Blanka Fankhauser

Versand: