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**Case Identifier:** e8381a0d-401f-5dc3-a04d-a1f1b73744f5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 02.07.2020 720 20 4/155
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-4-155_2020-07-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 2. Juli 2020 (720 20 4 / 155) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

Rentenanspruch zu Recht verneint. In casu keine Verpflichtung der IV-Stelle, dem Versi-

cherten vor der Aufhebung seiner befristet zugesprochenen Rente berufliche Massnah-

men zuzugestehen. Das von der IV-Stelle für das Invalideneinkommen veranschlagte Kom-

petenzniveau 2 ist sachgerecht. Leidensbedingter Abzug im Umfang von 5% angemessen.  

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Anouck Zehntner, Advo-
katin, Indemnis Rechtsanwälte, Spalenberg 20, Postfach 1460, 
4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Der 1963 geborene A.____ war seit Juli 1995 als Hauswart an der Schule B.____ tätig. 
Mit Gesuch vom 10. Februar 2015 meldete er sich unter Hinweis auf eine Arthrose am rechten 
Knie ein erstes Mal zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung (IV) an. Nachdem er seine 
angestammte Tätigkeit wieder vollschichtig aufgenommen hatte, wies die IV-Stelle Basel-Land-
schaft (IV-Stelle) sein Leistungsbegehren in der Folge mit Verfügung vom 9. Juli 2015 ab. Mit 

 
 
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Schreiben vom 6. März 2016 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine Verschlechte-
rung der Knieproblematik erneut zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen 
und erwerblichen Verhältnisse, namentlich nach Einholung eines polydisziplinären MEDAS-
Gutachtens beim Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB) vom 6. Februar 2019, sprach 
die IV-Stelle dem Versicherten nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 
4. Dezember 2019 für den Zeitraum vom 1. Februar 2017 bis 31. Dezember 2018 eine befristete 
ganze IV-Rente zu. Zur Begründung hielt sie im Wesentlichen fest, dass dem ZMB-Gutachten 
vom 6. Februar 2019 voller Beweiswert zukomme. Demnach sei dem Versicherten ab 1. Oktober 
2018 wieder eine angepasste Verweistätigkeit im Umfang von 80% zumutbar. Unter Berücksich-
tigung eines leidensbedingten Abzugs vom Invalideneinkommen im Umfang von 5% resultiere ab 
1. Oktober 2018 ein IV-Grad von 38%, so dass ein Rentenanspruch ab 1. Januar 2019 entfalle. 
 
B. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokatin Anouck Zehntner, beim 
Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt), am 3. Januar 2020 Beschwerde. Er beantragte, es sei die angefochtene Verfügung dahin-
gehend abzuändern, dass ihm die IV-Stelle über den 31. Dezember 2018 hinaus weiterhin eine 
ganze IV-Rente, eventualiter ab 1. Januar 2019 mindestens eine Viertelsrente der IV auszurich-
ten habe. Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass er sich nach sechs Opera-
tionen am rechten Knie im März 2017 zusätzlich einer Rückenoperation habe unterziehen müs-
sen. Dies habe dazu geführt, dass ihm für die Dauer von beinahe zwei Jahren nunmehr eine 
ganze IV-Rente zugesprochen worden sei. Obschon er damals bereits 56 Jahre alt gewesen sei, 
sei diese Rente jedoch aufgehoben worden, ohne dass vorgängig allfällige Eingliederungsmass-
nahmen durchgeführt worden seien. Ein Verzicht auf die Durchführung von Eingliederungsmass-
nahmen sei jedoch nur zulässig, wenn die langjährige Absenz auf dem Arbeitsmarkt auf invalidi-
tätsfremden Gründen beruhe, die versicherte Person besonders agil und im gesellschaftlichen 
Leben integriert sei, oder wenn sie über einen besonders breiten Fächer an Ausbildungen und 
Berufserfahrungen verfüge. Dies treffe im konkreten Fall nicht zu, so dass dem Beschwerdeführer 
bis zum Abschluss der Eingliederungsmassnahmen weiterhin eine ganze Rente auszurichten und 
erst danach zu entscheiden sei, ob seine Restarbeitsfähigkeit überhaupt noch verwertbar sei. Im 
Weiteren sei die IV-Stelle von einem zu hohen Invalideneinkommen ausgegangen. Es sei zwar 
richtig, dass die IV-Stelle dabei auf die Tabelle der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 
TA1 Total Privater Sektor abgestellt habe. Falsch sei aber das veranschlagte Kompetenzniveau 
2. Dieses setze besondere Fertigkeiten und Kenntnisse voraus. Besondere Fertigkeit und Kennt-
nisse besitze der Beschwerdeführer aber nur in körperlich anstrengenden Tätigkeiten als Grund-
bauer, Kaminfeger und Hauswart, welche er allesamt nicht mehr ausüben könne. Folglich sei das 
Kompetenzniveau 1 anzuwenden. Schliesslich sei der leidensbedingte Abzug zu tief ausgefallen. 
Aufgrund des fortgeschrittenen Alters, seiner auf 80% beschränkten Restarbeitsfähigkeit, des zu-
sätzlich einschränkenden Anforderungsprofils, seiner Opioid-Abhängigkeit und der Persönlich-
keitsakzentuierung sowie aufgrund seiner verringerten Flexibilität nach einer 20-jährigen Anstel-
lung stets beim gleichen Arbeitgeber sei er auf dem Arbeitsmarkt gegenüber gesunden Mitbe-
werbern zusätzlich benachteiligt, weshalb ein leidensbedingter Abzug von mindestens 10% ge-
rechtfertigt sei. Damit resultiere ein IV-Grad von 44,6% und damit eventualiter ein Anspruch eine 
Viertelsrente.  
 

 
 
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C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 13. Februar 2020 auf Abweisung der 
Beschwerde. Im konkreten Fall würden besondere Umstände vorliegen, wonach ausnahmsweise 
auf die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen habe verzichtet werden dürfen. Bei der 
Bemessung des Invalideneinkommens sei zu Recht auf das Kompetenzniveau 2 abgestellt wor-
den. Auch der leidensbedingte Abzug von 5% erweise sich als angemessen.  

 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Be-
schwerde des Versicherten vom 3. Januar 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 

 
 
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2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49, E. 1.2, 130 V 396, E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwar-
tet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294, E. 5a mit Hinwei-
sen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Er-
werbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig 
ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr 
sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesell-
schaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294, E. 4c in fine). 
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, 
auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15, E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 310, E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93, E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen 

 
 
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Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-statten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 
125 V 351, E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351, E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465, E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351, E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5. Strittig ist, ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer über den 31. Dezember 
2018 hinaus Anspruch auf eine IV-Rente besitzt. Einigkeit besteht dabei hinsichtlich der Frage, 
in welchem Ausmass er seit dem 1. Oktober 2018 aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen noch arbeitsfähig ist. Gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten des ZMB vom 6. Feb-
ruar 2019 gehen die Parteien zu Recht davon aus, dass dem Beschwerdeführer seither in einer 
leidensangepassten Verweistätigkeit bezogen auf ein Ganztagespensum eine Arbeitsfähigkeit 
von 80% verbleibt (Beschwerdebegründung, Ziffer 7; Vernehmlassung, Ziffer 4). In diesem Gut-
achten mit internistischer, orthopädischer, neurochirurgischer und psychiatrischer Beteiligung 
wurde aus gesamtmedizinischer Sicht mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Status nach 
einseitigem Knietotalprothesenwechsel im April 2016 nach Implantation einer Knietotalprothese 
rechts im Juli 2014 und Kniearthroskopien rechts im Oktober 2014, August 2015 und Februar 
2016 diagnostiziert, ferner ein chronifiziertes lumbovertebrales Syndrom mit Muskelhartspann 
und Anschluss-Instabilitätszeichen oberhalb L4 bei Status nach Spondylodese L4 bis S1 im März 
2017, sodann ein Status nach Amputation des Digitus II am rechten Fuss bei diabetischem Ulcus, 
ein diabetischer Ulcus am Digitus III des rechten Fusses, eine mittelgradige depressive Episode 
und schliesslich eine iatrogene Opioid-Abhängigkeit. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien 
namentlich eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, akzen-
tuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstischen und histrionischen Anteilen sowie ein metaboli-
sches Syndrom mit Diabetes mellitus, Retinopathie, beginnender Makulopathie links, arterieller 

 
 
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Hypertonie, Dylipidämie, Hyperurikämie und eine Adipositas zu erheben. Die letzte Tätigkeit als 
Hauswart würde unter der Annahme, dass damit keine körperlich schweren oder mittelschweren 
Tätigkeiten verbunden seien, eine ideale Verweistätigkeit darstellen. In allen anderen adaptierten 
Tätigkeiten körperlich leichter Natur ohne Heben und Tragen von Gewichten über zehn Kilo-
gramm, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Verletzungsgefahr und ohne das 
Zurücklegen längerer Gehstrecken sei unter Berücksichtigung der psychiatrischen Aspekte ab 
Begutachtungsdatum im Oktober 2018 von einer noch 80%-igen Restarbeitsfähigkeit auszuge-
hen. Die quantitative und qualitative Einschränkung dieses Anforderungsprofils leiteten die Gut-
achter des ZMB einerseits aus den Rücken- und Kniebeschwerden und andererseits aus einer 
erhöhten Erschöpfbarkeit und aus den kognitiven Defiziten ab, deren Ursachen in der depressi-
ven Episode sowie in der Opioid-Abhängigkeit begründet lägen und von der Schmerzverarbei-
tungsstörung und der Persönlichkeitsakzentuierung mitbeeinflusst würden. Diese Schlussfolge-
rung ist nachvollziehbar. Die Gutachter des ZMB haben ihr Gutachten sodann in Beachtung aller 
praxisgemässen Kriterien (vorstehende Erwägung 4.2 f.) erstattet. Ihr Gutachten ist für die strei-
tigen Belange umfassend und beruht auf allseitigen Untersuchungen, und die geklagten Be-
schwerden wurden gebührend berücksichtigt. Das Gutachten des ZMB erging ausserdem in 
Kenntnis sämtlicher Vorakten und unter Erhebung einer genauen Anamnese. Schliesslich wurden 
die medizinischen Zusammenhänge erläutert, und auch die daraus gezogenen Schlussfolgerun-
gen sind begründet. Auf das entsprechende Gutachten und die darin formulierte Einschätzung 
der Restarbeitsfähigkeit kann deshalb ohne Weiteres abgestellt werden. 
 
6.1 Uneinigkeit besteht in der rechtlichen Würdigung dieser Begutachtungsergebnisse. Der 
Beschwerdeführer stellt sich in erster Linie auf den Standpunkt, dass die Rentenaufhebung per 
Ende 2018 nur unter der Voraussetzung einer vorgängigen Durchführung beruflicher Massnah-
men zulässig gewesen wäre. Wie der Beschwerdeführer zutreffend geltend macht und von der 
IV-Stelle auch grundsätzlich anerkannt ist, wird die Selbsteingliederungsfähigkeit rechtspre-
chungsgemäss dann nicht vermutet, wenn eine versicherte Person im Zeitpunkt ihrer revisions-
weisen Reduktion oder Aufhebung ihrer Rente bereits 55 Jahre alt gewesen ist (sog. «55er-Re-
gel»). In der Regel sind ihr in einem solchen Fall vor der Aufhebung oder der Reduktion ihrer 
Rente berufliche Massnahmen zuzugestehen, bis sie in der Lage ist, das medizinisch-theoretisch 
ausgewiesene Leistungspotential wieder auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten (SVR 2015 
IV Nr. 41 S. 139). Wie der Beschwerdeführer sodann zu Recht weiter vorbringt, gilt diese Praxis 
neuerdings auch dann, wenn gleichzeitig mit einer Rentenzusprache über die Befristung der 
Rente und damit über deren Aufhebung befunden wird (BGE 145 V 209 E. 5.4). Als Ausnahme 
von dieser Regel darf gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings dann auf berufliche 
Massnahmen verzichtet und damit wiederum die Selbsteingliederung vermutet werden, wenn 
eine langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt auf invaliditätsfremde Gründe zurückzuführen ist, oder 
wenn die versicherte Person besonders agil, gewandt und im gesellschaftlichen Leben integriert 
ist, oder wenn sie über besonders breite Ausbildungen und Berufserfahrungen verfügt (BGE 145 
V 209, E. 5.1). Verlangt sind stets konkrete Anhaltspunkte, die den Schluss zulassen, die versi-
cherte Person könne sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters oder der langen Rentenbezugsdauer 
mit entsprechender Absenz vom Arbeitsmarkt auch ohne Hilfestellungen wieder ins Erwerbsleben 
integrieren. Dabei trägt die IV-Stelle die Beweislast dafür, dass die versicherte Person in der Lage 

 
 
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ist, ihr medizinisch-theoretisches Leistungspotential auf dem Weg der Selbsteingliederung er-
werblich zu verwerten (Urteil des Bundesgerichts 9C_685/2019 vom 8. April 2020, E. 3.1). 
 
6.2 Vorliegend ist vorauszuschicken, dass die Rechtsprechung, wonach die Selbsteinglie-
derungsfähigkeit auch bei befristeten Renten dann nicht vermutet wird, wenn eine versicherte 
Person im Zeitpunkt der revisionsweisen Reduktion oder Aufhebung ihrer Rente bereits 55 Jahre 
alt gewesen ist, beim Erlass des Vorbescheids der IV-Stelle vom 29. Mai 2019 (IV-Dok 171) noch 
nicht ergangen war. Zumal die Frage beruflicher Massnahmen im Einwandverfahren auch seitens 
des Beschwerdeführers noch nicht thematisiert worden war (IV-Dok 176), ist deshalb anzuneh-
men, dass der fragliche Entscheid des Bundesgerichts vom 6. Juni 2019 (BGE 145 V 209) der 
IV-Stelle damals noch nicht bekannt gewesen ist und ihr unter diesen Umständen daher auch 
nicht vorgeworfen werden kann, sie habe die Durchführung beruflicher Massnahmen zu Unrecht 
nicht geprüft und keine Gründe für einen entsprechenden Verzicht in der angefochtenen Verfü-
gung aufgeführt. Nachdem die Beschwerdegegnerin dies nunmehr im Rahmen ihrer Vernehm-
lassung nachgeholt und namentlich die vergleichsweise kurze Dauer einer vollen Erwerbsunfä-
higkeit, das hohe Aktivitätsniveau im Alltag und den breiten beruflichen «Rucksack»  als Gründe 
für eine erhaltene Selbsteingliederungsfähigkeit des Versicherten vorgebracht hat, vermag der 
Umstand alleine, dass sich die angefochtene Verfügung darüber noch nicht ausgesprochen hat, 
mithin weder eine Rückweisung der Angelegenheit zur ergänzenden Prüfung dieser Rechtsfrage 
noch eine Gutheissung der Beschwerde aus formellen Gründen zu bewirken. Wie es sich damit 
verhält, ist im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen vielmehr im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren zu prüfen. 
 
6.3 Entgegen der von der IV-Stelle vertretenen Auffassung ist unsicher, ob der Beschwer-
deführer seine bisherige Tätigkeit im Hausdienst wiederaufnehmen könnte. Es trifft zwar zu, dass 
eine solche Tätigkeit von den medizinischen Experten des ZMB als ideal bezeichnet worden ist 
(IV-Dok 147, S. 9, ad Ziffer 4.9). Auch der Versicherte selbst hat im Rahmen seiner psychiatri-
schen Exploration ausgesagt, dass er sich gut vorstellen könne, weiterhin im Umfang von 50%-
80% in der bisherigen Arbeit mit einer Leitungsposition zu arbeiten (IV-Dok 147, S. 52). Ob darauf 
abgestellt werden kann, ist jedoch sehr fraglich. So sind mit der Tätigkeit als Abwart und als Leiter 
des technischen Dienstes manchmal auch mittelschwere, selten gar schwere Arbeiten verbunden 
(IV-Dok 39, S. 7). Ausserdem setzt eine solche Tätigkeit zumindest punktuell auch das Besteigen 
von Leitern voraus. Solche Arbeiten sind dem Beschwerdeführer jedoch nicht mehr zumutbar 
(oben, Erwägung 5). Damit kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer 
weiterhin in seiner angestammten Tätigkeit arbeiten kann. Nichts desto trotz ist entgegen der von 
ihm vertretenen Auffassung davon auszugehen, dass er in der Lage ist, sich selbst wieder in den 
Arbeitsmarkt zu integrieren. 
 
6.4 Der Versicherte war vom 24. Februar 2016 bis 30. September 2018 und damit während 
weniger als zwei Jahren erwerbsunfähig. Nachdem er seither keine Erwerbstätigkeit mehr aufge-
nommen hat, hat seine Absenz vom Arbeitsmarkt im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen 
Verfügung vom 4. Dezember 2019 mithin weniger als vier Jahre betragen (Abklärung Eingliede-
rung vom 17. Januar 2020, Einzelbeilage zur Vernehmlassung). Hinzu tritt, dass der am 3. De-
zember 1963 geborene Beschwerdeführer die 55er-Regel insofern nur knapp erfüllt, als er im 

 
 
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Zeitpunkt der Begutachtung durch das ZMB in der dritten Oktoberwoche 2018 das 55. Altersjahr 
noch nicht erreicht hatte und die massgebende Altersgrenze somit erst mit der Fertigstellung des 
Gutachtens am 6. Februar 2019 überschritten hat. Wie es sich damit verhält, kann letztlich da-
hingestellt bleiben. Massgebend ist, dass der Beschwerdeführer vielseitigen Interessen nach-
geht. Er trifft sich mit Freunden in Schrebergärten, liest viel, sammelt alte (Kunst-)Bücher und 
betreibt damit teilweise auch einen eigenen Handel (IV-Dok 147, S. 53). Mit Blick auf seine Aus-
bildung und seine Berufserfahrung ist relevant, dass er zwei Berufslehren absolviert hat und über 
einen Abschluss als Kaminfeger und als Grundbauer verfügt (IV-Dok 22, S. 3 f.). Damit hat sich 
der Versicherte breite handwerkliche und technische Fertigkeiten angeeignet, die er in seiner 
langjährigen Tätigkeit als Schulabwart regelmässig anwenden konnte. Dass er in technisch-me-
chanischen Dingen sehr erfahren und bewandert ist, hat der Versicherte anlässlich seiner Explo-
ration durch das ZMB auch selbst bestätigt (IV-Dok 147, S. 47, ad Ziffer 7.4). Seinem Lebenslauf 
ist darüber hinaus zu entnehmen, dass er sich während seiner beruflichen Tätigkeit stets weiter-
gebildet hat (IV-Dok 22). In handwerklicher Hinsicht hat er erfolgreich diverse Schweisser-Ausbil-
dungen und eine Weiterbildung zum Ölfeuerungskontrolleur absolviert. Andererseits hat er sich 
auch in administrativer Hinsicht weitergebildet und mehrere Informatikkurse sowie einen Perso-
nalführungskurs besucht. Zuletzt hat der Versicherte während rund 22 Jahren den technischen 
Schuldienst geleitet (IV-Dok 147, S. 52) und dabei ein Team von zehn Personen geführt (IV-Dok 
50, S. 2). Zu seinen Aufgaben gehörten nebst der Reinigung, den Wartungsarbeiten und der 
Pflege der Aussenanlage insbesondere auch die Personalführung, die Lehrlingsausbildung (IV-
Dok 21, S. 4), die Qualitätskontrolle sowie administrative Belange wie das Reporting, die Bestel-
lungen und das Erstellen von Arbeitsplänen (IV-Dok 50, S. 2; IV-Dok 147, S. 52). Schliesslich 
verfügt der Versicherte über besondere Kenntnisse im Bereich Berufsbildner Fachmann Betriebs-
unterhalt (IV-Dok 50, S. 2). Gestützt auf diese Aktenlage ist es dem Beschwerdeführer aber zu-
mutbar, sich selbst wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Seine handwerklichen Fähigkeiten 
basierend auf seinen Grundberufen haben dem Versicherten bereits in der Vergangenheit einen 
Quereinstieg im Bereich der Hauwartung in leitender Position ermöglicht. Mit Blick auf seine lang-
jährige Berufserfahrung und seine vergleichsweise nur kurze Absenz vom Arbeitsmarkt, vor allem 
aber aufgrund seiner breiten Aus- und Weiterbildung auch im administrativen Bereich, sollte er 
deshalb in der Lage sein, selbst eine Arbeitsstelle mit nur leichter körperlicher Belastung aus-
serhalb eines rein handwerklichen Bereichs zu finden. Ausserdem erscheint auch ein Wiederein-
stieg in diverse leichte körperliche Tätigkeiten möglich, welche mit Blick auf seine administrativen 
Kompetenzen und die langjährige Führungsposition zweifellos bessere Verdienstmöglichkeiten 
als blosse Hilfsarbeitertätigkeiten bieten. Insgesamt erweist sich die von der Vorinstanz vorge-
nommene Rentenaufhebung ohne Durchführung arbeitsmarktlich integrierender Massnahmen 
demnach als bundesrechtskonform (BGE 145 V 209, E. 5.1). 
 
7. Der Beschwerdeführer kritisiert ferner das Kompetenzniveau, das von der Vorinstanz für 
das Invalideneinkommen veranschlagt worden ist. Während die IV-Stelle unter Hinweis auf seine 
Führungserfahrung für das Invalideneinkommen das Kompetenzniveau 2 berücksichtigt hat, wen-
det dieser ein, dass dieses Anforderungsniveau besondere Fertigkeiten und Kenntnisse voraus-
setze. Solche besitze er aber nur in körperlich anstrengenden Tätigkeiten als Grundbauer, Ka-
minfeger und als Hauswart, die er alle nicht mehr ausüben könne. Es trifft zwar zu, dass die 

 
 
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Grundausbildungen des Versicherten in körperlich mittelschweren bis schweren Tätigkeitsberei-
chen anzusiedeln sind. Indessen ermöglichen die zahlreichen Weiterbildungen des Beschwerde-
führers im organisatorischen und administrativen Bereich zweifellos auch berufsfremde Tätigkei-
ten ausserhalb des Hilfsarbeiterbereichs. Es kann in dieser Hinsicht auf das oben Gesagte ver-
wiesen werden (Erwägung 6.4), wonach sich der Versicherte in administrativer Hinsicht weiter-
gebildet und mehrere Informatikkurse sowie einen Personalführungskurs besucht und an seiner 
letzten Stelle ein Team von zehn Personen geführt hat (IV-Dok 50, S. 2). In der Eigenschaft als 
Leiter des technischen Dienstes gehörten zu seinen Aufgaben nebst administrativen Belangen 
(IV-Dok 50, S. 2; IV-Dok 147, S. 52) insbesondere auch die Personalführung und die Lehrlings-
ausbildung (IV-Dok 21, S. 4), für welche der Versicherte denn auch über entsprechende Kennt-
nisse im Bereich Berufsbildner Fachmann Betriebsunterhalt (IV-Dok 50, S. 2) verfügt. Mit Blick 
auf diese vielseitigen Kompetenzen kann nicht davon gesprochen werden, dem Beschwerdefüh-
rer wären künftig nur noch Hilfsarbeitertätigkeiten zumutbar, wie sie oftmals nur für Arbeitskräfte 
ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung in Frage kommen. Alleine bereits die Tatsache, 
dass der Versicherte während vieler Jahre in einer Führungsposition tätig war und dabei ein Team 
von zehn Personen geleitet hat, verbietet das Heranziehen eines Anforderungsprofils, wie es für 
einfache Tätigkeiten ausschliesslich körperlicher oder handwerklicher Natur vorgesehen ist. Ent-
gegen der von ihm vertretenen Auffassung trifft es mit anderen Worten gerade nicht zu, dass sich 
seine berufliche Praxiserfahrung auf die Tätigkeit als Kaminbauer oder als Grundbauer be-
schränkt. Damit aber kann auch nicht gesagt werden, er besitze Fertigkeiten ausschliesslich in 
körperlich anstrengenden Tätigkeiten, die er nicht mehr ausüben könne. Seine Weiterbildungen 
im organisatorischen und administrativen Bereich ermöglichen es dem Beschwerdeführer viel-
mehr, künftig auch berufsfremde Tätigkeiten ausserhalb des Hilfsarbeiterbereichs wahrzuneh-
men. Damit ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle für das Invalideneinkommen in der an-
gefochtenen Verfügung das Kompetenzniveau 2 herangezogen hat.  
 
8. Der Beschwerdeführer beanstandet schliesslich die Höhe des von der IV-Stelle vorge-
nommenen leidensbedingten Abzugs (BGE 126 V 75). Der Abzug von 5% sei zu tief und müsse 
mindestens 10% betragen. Entgegen der von ihm vertretenen Auffassung ist diese Rüge jedoch 
nicht stichhaltig. Im vorliegenden Fall lässt sich ein leidensbedingter Abzug von mehr als 5%, wie 
ihn die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 4. Dezember 2019 vorgenommen hat, nicht 
begründen. So ist die Tatsache, dass dem Beschwerdeführer lediglich noch leichte Verweistätig-
keiten zumutbar sind (oben, Erwägung 5), noch kein Grund für einen leidensbedingten Abzug. 
Dies gilt im vorliegenden Fall umso mehr, weil die Weiterbildungen im organisatorischen und 
administrativen Bereich es zweifellos ermöglichen, künftig auch berufsfremde Tätigkeiten wahr-
zunehmen (oben, Erwägung 7). Ferner wurden die kognitiven Defizite und die erhöhte Erschöpf-
barkeit des Versicherten wegen seiner Opioid-Abhängigkeit bereits bei der Zumutbarkeitsbeur-
teilung mit einem um 20% eingeschränkten Rendement berücksichtigt (oben, Erwägung 5, IV-
Dok 147, S. 9). Da der Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit mithin noch vollschichtig 
ausführen kann, ist bei dieser Konstellation kein leidensbedingter Abzug zulässig (Urteil des Bun-
desgerichts 9C_158/2016 vom 5. April 2016, E. 4.2.2), andernfalls diese Einschränkungen dop-
pelt berücksichtigt würden. Unabhängig davon hat das Bundesgericht in der Vergangenheit selbst 
eine durch eine Teilzeitbeschäftigung im Bereiche von 50-74% verursachte Lohneinbusse nicht 
als überproportional gewertet und deshalb auch nicht mit einem Leidensabzug korrigiert (Urteil 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

des Bundesgerichts 8C_699/2017 vom 26. April 2018, E. 3.1). Auch das Alter des Versicherten, 
soweit ihm aus diesem Grund die Stellensuche erschwert wird, ist kein Grund für einen leidens-
bedingten Abzug, weil das Bundesgericht die altersbedingte Erschwernis bei der Stellensuche 
unlängst wieder als invaliditätsfremden Faktor qualifiziert hat (Urteil des Bundesgerichts 
8C_558/2017 vom 1. Februar 2018, E. 5.3.2). Schliesslich kann auch nicht gesagt werden, die 
langjährige Anstellung des Versicherten stets beim gleichen Arbeitgeber würde sich lohnmin-
dernd auswirken. Eine konstante Arbeitsbiographie und die einhergehende, breite Berufserfah-
rung des Beschwerdeführers dürften eher das Gegenteil bewirken. Insgesamt ist demnach kein 
Grund ersichtlich, wonach die IV-Stelle mit dem von ihr gewährten leidensbedingten Abzug von 
5% ihr Ermessen, in welches ohnehin nur zurückhaltend einzugreifen ist, nicht korrekt ausgeübt 
hätte.  
 
9. Mit Blick auf den zwischen den Parteien im Übrigen zu Recht unbestritten gebliebenen 
Einkommensvergleich bleibt es damit für die Zeit ab 1. Januar 2019 (oben, Erwägung 5; Art. 88a 
Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV, vom 17. Januar 1961) bei einem IV-
Grad unter 40%. Die Vorinstanz hat den Rentenanspruch des Versicherten ab 1. Januar 2019 im 
Ergebnis somit zu Recht aufgehoben, und die hiergegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.  
 
10.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwer-
deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens-
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei 
Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, 
setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrah-
mens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Be-
schwerdeführer unterliegende Partei, weshalb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihm 
ist allerdings mit Verfügung vom 7. Januar 2020 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt wor-
den. Aus diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genom-
men.  
 
10.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  
Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 7. Januar 2020 auch die unentgeltliche Verbei-
ständung mit seiner Rechtsvertreterin bewilligt worden ist, ist dieser für seine Bemühungen aus 
der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und 
Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 
Fr. 200.-- pro Stunde. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat in ihrer Honorarnote vom 
21. Februar 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 7 Stunden und 40 Minu-
ten geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen 
als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die ausgewiesenen Auslagen im 
Umfang von Fr. 45.10. Der Rechtsvertreterin ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 1'700.-
- (7 Stunden und 40 Minuten à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 45.10 zuzüglich 7,7% Mehrwert-
steuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 

 
 
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10.3 Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1’700.-- (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet.