# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db7f9ab0-8b67-5fa2-a9d7-a425e05aa7a4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.05.2013 UV 2012/97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-97_2013-05-13.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/97

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 13.05.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 13.05.2013
Art. 6 UVG, Art. 11 UVV. Prüfung eines Rückfalls. Abschliessende Beurteilung 
der Unfallkausalität von Kniebeschwerden im Nachgang zu einer 
Knieverletzung nicht möglich. Rückweisung der Streitsache zur weiteren 
medizinischen Abklärung(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 13. Mai 2013, UV 2012/97).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Lisbeth Mattle Frei; a.o. Gerichtsschreiberin Annina Baltisser

Entscheid vom 13. Mai 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.

A.a  A.___, geboren 1978, war seit 1. März 2000 bei der B.___ AG, angestellt und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) 

obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er sich am 30. August 2008 

beim Seilziehen das Knie verdrehte (Suva-act. 1, 5). Dr. med. C.___, Facharzt FMH für 

Allgemeine Medizin, diagnostizierte in der Erstbehandlung vom 9. September 2008 eine 

Kniegelenksverletzung links (Suva-act. 2). Eine am 21. Dezember 2009 durchgeführte 

MRI-Untersuchung Kniegelenk nativ 3D links ergab eine ausgedehnte 

Aussenmeniskusvorderhornverletzung, Hinweis auf eine alte vordere 

Kreuzbandverletzung sowie eine Hoffa-Fibrose, eine laterale Verkippung der Patella bei 

Wiberg-II-Variante, in Relation zur Gelenkfläche eine Patella alata, beginnende 

Retropatellararthrose sowie begleitend ein leichtgradiger Kniegelenkserguss und eine 

flüssigkeitsmarkierte Bursa poplitei (Suva-act. 10). Am 12. Januar 2010 wurde der 

Versicherte im Spital H.___ operiert (Kniearthroskopie mit Teilmeniskektomie links; 

Suva-act. 11, 15). Am 8. Februar 2010 bejahte der Suva-Kreisarzt Dr. med. D.___, 

Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, die Rückfallkausalität (Suva-act. 17; zur Rückfallmeldung Suva-

act. 19).

A.b  Dr. med. E.___, Oberarzt Orthopädie, Spital F.___, diagnostizierte in der 

Untersuchung vom 1. Juni 2010 persistierende Beschwerden bei Status nach 

Kniearthroskopie links mit Teilmeniskektomie des lateralen Meniskus im Januar 2010. 

Am 8. Juni 2010 erhob er gestützt auf ein MRI des linken Kniegelenks vom 4. Juni 2010 

die Diagnose einer Rest- bzw. Reruptur im Vorderhorn des lateralen Meniskus links 

(Suva-act. 25, 26, 32). Daraufhin wurde im Spital F.___ am 8. September 2010 eine Re-

Kniearthroskopie links mit Teilmeniskektomie lateral durchgeführt (Suva-act. 29, 30, 

33). In der kreisärztlichen Beurteilung vom 1. Oktober 2010 führte der Suva-Kreisarzt 

Dr. D.___ aus, ein Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 30. August 2008 

und der Operation vom 8. September 2010 sei wahrscheinlich (Suva-act. 35).

A.c  Seit dem 1. April 2011 war der Versicherte bei der G.___ AG, angestellt (Suva-act. 

39). Am 5. Juli 2012 wurde im Spital H.___ ein weiteres MRI des linken Knies 

durchgeführt. Dieses ergab einen sehr diskreten Befund mit angedeutetem Ödem am 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Hoffa'schen Fettkörper unmittelbar infrapatellär, fraglich, ob in Verbindung mit den 

klinischen Beschwerden stehend; keine Fibrose des Hoffa'schen Fettkörpers, kein 

pathologischer Gelenkserguss, kein Anhalt für Plicaverdickung (Suva-act. 46). Am 9. 

Juli 2012 erfolgte durch die Arbeitgeberin des Versicherten eine Rückfallmeldung 

betreffend das Ereignis vom 30. August 2008 (Suva-act. 39). Mit Bericht vom 6. August 

2012 diagnostizierte PD Dr. med. I.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, im Wesentlichen einen Verdacht auf 

anterolaterale Hoffitis links (Suva-act. 47). Der Suva-Kreisarzt Dr. D.___ gab in der 

Beurteilung vom 10. August 2012 an, ein Kausalzusammenhang zwischen den 

Beschwerden am linken Knie und der am 30. August 2008 erlittenen Verletzung sei 

möglich. Das MRI habe einen minimalen unspezifischen Befund ergeben. Eigentlich sei 

das Beschwerdebild unklar (Suva-act. 48). Im Arztzeugnis gleichen Datums stellte Dr. 

C.___ die Diagnose einer Hoffitis anterolateral links bei Status nach Kniedistorsion links 

2008 (Suva-act. 50).

A.d  Am 13. August 2012 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass gestützt auf die 

Beurteilung des Kreisarztes die Beschwerden am linken Knie nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf den Vorfall vom 30. August 2008 zurückzuführen seien, weshalb 

keine Leistungen ausgerichtet werden könnten (Suva-act. 49). Mit Verfügung vom 31. 

August 2012 lehnte die Suva ihre Leistungspflicht auch formell ab (Suva-act. 58).

A.e  Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 18. September 2012 (Suva-

act. 60) wies die Suva nach Einholung einer ärztlichen Beurteilung von Suva-Kreisarzt 

Dr. D.___ (Suva-act. 62) mit Einspracheentscheid vom 15. November 2012 ab. Zur 

Begründung wurde in erster Linie auf die kreisärztliche Beurteilung verwiesen und im 

Weiteren angeführt, die laterale Verkippung der Kniescheibe sei gemäss MRI-Bericht 

vom 21. Dezember 2009 eindeutig vorbestehend und der Versicherte habe im Bereich 

des vorderen Kreuzbandes sowie des Hoffa'schen Fettkörpers offenbar bereits früher 

eine Verletzung erlitten (act. G 1.2).

B.

B.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 15. November 2012 richtet sich die 

vorliegende Beschwerde vom 20. November 2012 sowie die Beschwerdeergänzung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vom 31. Dezember 2012 mit dem sinngemässen Antrag auf Ausrichtung der 

gesetzlichen Leistungen (act. G 1.1, G 3).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 31. Januar 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die

Abweisung der Beschwerde unter Bestätigung des Einspracheentscheides vom 15. 

November 2012. Der Hoffa-Fettkörper sei vom Unfall vom 30. August 2008 gar nicht 

betroffen gewesen und das mehrere Jahre später aufgetretene Ödem stehe somit 

keinesfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum damaligen Unfallereignis. Die kreisärztliche Beurteilung sei 

deshalb schlüssig und nachvollziehbar. Im Weiteren seien die geltend gemachten 

Kniebeschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ein objektivierbares 

Korrelat zurückzuführen (act. G 5).

B.c  Der Beschwerdeführer liess die Frist zur Einreichung einer allfälligen Replik 

unbenutzt verstreichen, worauf der Schriftenwechsel abgeschlossen wurde (act. G 7).

Erwägungen:

1. 

Vorliegend ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht für den vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten Rückfall zu Recht verneint hat.

1.1 Die Beschwerdegegnerin legt im angefochtenen Einspracheentscheid vom 15. 

November 2012 die auch bei Rückfällen und Spätfolgen nach Art. 11 der Verordnung 

über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) geltenden rechtlichen Voraussetzungen 

zur Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbesondere jene des natürlichen und 

adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfallereignis und gesundheitlicher 

Schädigung (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 

832.20]; BGE 129 V 181 E. 3.1, mit Hinweisen), zutreffend dar. Darauf ist zu verweisen. 

Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 111 E. 2). Bei 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem natürlichen 

Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 

3a; vgl. BGE 117 V 365 unten E. 5d/bb, mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung).

1.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a und BGE 121 V 210 E. 6c, je 

mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen 

mithin die Parteien in der Regel die Beweislast nur insofern, als im Fall der 

Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b mit 

Hinweisen).

2. 

2.1 Zwischen den Parteien ist streitig, ob zwischen den Kniebeschwerden des 

Beschwerdeführers und dem Ereignis vom 30. August 2008 ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Die Beschwerdegegnerin verneint diese Frage gestützt 

auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. D.___ vom 25. September 2012 (act. G 1.2; 

Suva-act. 62).

2.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder 

der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen 

Gutachtens ist grundsätzlich weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner 

Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 

V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen 

bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - abschliessen 

(vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2, mit Hinweisen). An die Beweiswürdigung von 

Stellungnahmen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte sind jedoch strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 472 E. 4.7).

2.3 Dr. D.___ führt in seiner Beurteilung vom 25. September 2012 gestützt auf die 

medizinische Aktenlage aus, nachdem der Versicherte vor vier Jahren eine 

Kniedistorsion mit einer lateralen Meniskusläsion erlitten habe, sei im weiteren Verlauf 

eine erneute bzw. eine restliche Läsion am lateralen Meniskusvorderhorn 

nachgewiesen und entsprechend arthroskopisch therapiert worden. Es habe eine 

residuelle Beschwerdesymptomatologie mit vorderem Knieschmerz persistiert. 

Anlässlich der Erstabklärung sei eine Fehleinstellung der Patella festgestellt worden, 

passend zu einer leichten Knorpelveränderung an der Patellarückfläche und auch 

allenfalls zu einer Irritation des Hoffa-Fettkörpers. In Anbetracht dieser Konstellation sei 

die jetzt nachgewiesene Hoffa-Reizung nicht mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

auf das Unfallereignis vom 30. August 2008 zurückzuführen (Suva-act. 62).

2.4 Dr. D.___ beschränkt sich in seiner Beurteilung auf die Darstellung des bisherigen, 

aus den Akten hervorgehenden, medizinischen Verlaufs und nimmt dabei insbesondere 

auf die Diagnosen der "Erstabklärung" (wohl: MRI-Untersuchung vom 21. Dezember 

2009; Suva-act. 10) Bezug. Soweit Dr. D.___ diesbezüglich ohne weitere Begründung 

ausführt, die heute nachgewiesene Hoffa-Reizung sei in Anbetracht dieser 

Konstellation nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 30. August 2008 

zurückzuführen, fehlt eine ausreichende Begründung; insbesondere, weil eine Reizung 

des Hoffa-Fettkörpers v.a. als Folge von wiederholten Verletzungen, wie häufigen 

Traumen (z.B. Kapsel-Band-Schaden oder Meniskusverletzung), oder Entzündungen 

(vgl. hierzu Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 264. Aufl. Berlin 2013, S. 913; Roche 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 848, unter "Hoffa-Krankheit") oder 

gelegentlich auch nach arthroskopischem Eingriff entsteht (vgl. Maibaum/Braun/

Jagomast/Kucera, Therapielexikon der Sportmedizin, Berlin/Heidelberg 2001, S. 78). 

Alle diese Ursachen fallen beim Beschwerdeführer in Betracht, teilweise mehrfach. Im 

Weiteren ergeben die Ausführungen von Dr. D.___ ein nicht gebührend abgerundetes 

Bild, da er einerseits zu den anfänglichen Abklärungen aus dem Jahre 2009 Stellung 

nimmt, sich andererseits jedoch nicht näher zu den neusten Befunden des MRI vom 5. 

Juli 2012 (Suva-act. 46) und dem Bericht von Dr. I.___ vom 6. August 2012 (Suva-act. 

47) äussert. Schliesslich wird auch nicht auf die Re-Kniearthroskopie vom 8. 

September 2010 und die damalige Bejahung der Rückfallkausalität (Suva-act. 35) 

eingegangen, was die Beurteilung als unvollständig erscheinen lässt. Dies umso mehr, 

als gemäss dem Bericht von Dr. I.___ eine weitere Kniearthroskopie nicht 

ausgeschlossen scheint. Insgesamt bestehen somit Zweifel an der Schlüssigkeit der 

kreisärztlichen Aktenbeurteilung, welche auch die medizinischen Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 15. November 2012 sowie in der 

Beschwerdeantwort vom 31. Januar 2013 (act. G 1.2, G 5) nicht zu beseitigen 

vermögen.

2.5 Wie in Erwägung 1.2 dargelegt, hat die Beschwerdegegnerin von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Im Rahmen dieser Abklärungspflicht hat sie die entsprechenden medizinischen Akten 

beizuziehen und zu würdigen. Indem die Beschwerdegegnerin bei der Beurteilung des 

natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den geklagten Beschwerden und dem 

Ereignis vom 30. August 2008 ohne Weiteres auf die nicht näher begründete und 

insgesamt nicht nachvollziehbare kreisärztliche Beurteilung abstellte, hat sie den 

Untersuchungsgrundsatz verletzt.

3. 

Nach dem Gesagten ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 

sie hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Kniebeschwerden und 

der im Raum stehenden Diagnose der Hoffitis anterolateral links weitere medizinische 

Abklärungen vornehme. Danach hat die Beschwerdegegnerin über einen 

Leistungsanspruch des Beschwerdeführers erneut zu befinden.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4. 

4.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 15. November 2012 teilweise gutzuheissen und die 

Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Eine 

Parteientschädigung ist dem nicht durch einen Rechtsanwalt vertretenen 

Beschwerdeführer nicht zuzusprechen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der angefochtene 

Einspracheentscheid aufgehoben und die Angelegenheit zur Durchführung 

ergänzender medizinischer Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 13.05.2013
	Art. 6 UVG, Art. 11 UVV. Prüfung eines Rückfalls. Abschliessende Beurteilung der Unfallkausalität von Kniebeschwerden im Nachgang zu einer Knieverletzung nicht möglich. Rückweisung der Streitsache zur weiteren medizinischen Abklärung(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Mai 2013, UV 2012/97).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T10:44:14+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen