# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5102c154-e15e-52b3-80aa-3260be18ea2d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 01.07.2021 720 20 346/184
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-346-184_2021-07-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 1. Juli 2021 (720 20 346 / 184) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Beweistauglichkeit eines bidisziplinären Verwaltungsgutachtens 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Ozan Polatli, Advokat, 
Advokatur Gysin & Roth, Zeughausplatz 34, Postfach 375, 
4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1965 geborene A.____ ist deutscher Staatsangehöriger. Er ist verheiratet, seine Ehe-
frau und seine drei Kinder leben jedoch in X.____. Seit 2009 war er als Buschauffeur bei der 
B.____ AG angestellt und in diesem Zusammenhang bei der Schweizerischen Unfallversiche-
rungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 7. Ok-
tober 2014 rutschte er bei sich zu Hause auf der Treppe aus, fiel auf den Rücken und verletzte 
sich dabei an der Brustwirbelsäule. Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen in Form von Taggeldern und Heilbehandlung. Mit Verfügung vom 24. Februar 

 
 
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2015 stellte die Suva ihre Versicherungsleistungen per 28. Februar 2015 mit der Begründung ein, 
die noch geklagten Beschwerden seien nicht mehr auf den Unfall vom 7. Oktober 2014 zurück-
zuführen. Eine hiergegen erhobene Einsprache des Versicherten wies sie mit Einspracheent-
scheid vom 10. August 2016 insofern teilweise gut, als die Versicherungsleistungen neu per 
31. Juli 2015 eingestellt wurden. Eine hiergegen erhobene Beschwerde vom 14. September 2016 
wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), 
mit Urteil vom 22. Juni 2017 rechtskräftig ab. 
 
B. Nachdem A.____ seit der Leistungseinstellung durch die Suva keine Tätigkeit mehr auf-
genommen hatte, meldete er sich im Januar 2018 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhält-
nisse, namentlich nach Einholung eines bidisziplinären Gutachtens von Dr. med. C.____, FMH 
Innere Medizin und Rheumatologie, und von Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychothe-
rapie, vom 18. August 2019 lehnte die IV-Stelle nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit 
Verfügung vom 16. Juli 2020 einen Rentenanspruch gestützt auf einen ermittelten IV-Grad von 
20% ab. 

 
C. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Ozan Polatli, am 14. Septem-
ber 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantragte, die angefochtene Verfügung sei auf-
zuheben und es sei ihm ab 1. Januar 2018 eine ganze IV-Rente zuzusprechen, eventualiter sei 
die Angelegenheit in Aufhebung der angefochtenen Verfügung zur Neubeurteilung an die Vo-
rinstanz zurückzuweisen, unter o/e-Kostenfolge, wobei ihm für das vorliegende Beschwerdever-
fahren die unentgeltliche Rechtspflege mit seinem Rechtsvertreter zu bewilligen sei. In verfah-
rensrechtlicher Hinsicht beantragte er, dass ein neuropsychologisches Gutachten und eine neu-
rochirurgische Beurteilung mit schmerztherapeutischem Management sowie ein Obergutachten, 
eventualiter unter Gewährung des rechtlichen Gehörs ein Ergänzungsgutachten, einzuholen 
seien. Zur Begründung liess er im Wesentlichen ausführen, dass das bidisziplinäre Gutachten 
der Dres. C.____ und D.____ mangelhaft ausgefallen sei. Die Erhebungen der Anamnesen durch 
die Gutachter hätten lediglich 65 bis 90 Minuten gedauert. Dies reiche nicht aus, um eine umfas-
sende Begutachtung durchzuführen. Namentlich der psychiatrische Gutachter stelle den Versi-
cherten falsch dar und gehe zu Unrecht von einem erheblich relativierten Leidensdruck aus. Er 
lasse neuropsychologische Fragestellungen ausser Acht. Die behandelnde Psychologin habe 
festgestellt, dass der Versicherte deutlich erkennbare Konzentrationsschwierigkeiten aufweise 
und stark auf negative Kognitionen eingegrenzt sei. Es sei deshalb ein neuropsychologisches 
Gutachten einzuholen. Die rheumatologischen Begutachtungsergebnisse widersprächen der Zu-
mutbarkeitsbeurteilung des behandelnden Hausarztes, der von einer angepassten Verweistätig-
keit im Umfang von lediglich etwa 50% ausgehe. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb der rheu-
matologische Gutachter eine volle Arbeitsunfähigkeit als Busfahrer annehme, in einer Verweistä-
tigkeit jedoch eine volle Arbeitsfähigkeit bejahe. Schliesslich habe sich der aktuelle Gesundheits-
zustand des Versicherten seit seiner Begutachtung deutlich verschlechtert. Er leide mittlerweile 
wieder stärker an Rückenschmerzen. Zu rügen sei sodann eine falsche Berechnung des IV-
Grads. Das Valideneinkommen sei auf das Jahr 2020 anzupassen und betrage mit Blick auf die 
zuletzt erzielten Jahreslöhne der Jahre 2010 bis 2013 durchschnittlich Fr. 82'730.—. Die Bemes-
sung des Invalideneinkommens erweise sich insofern als falsch, als dem Beschwerdeführer eine 

 
 
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lediglich 50%-ige Arbeitsfähigkeit zuzumuten sei. Schliesslich sei beim Invalideneinkommen ein 
leidensbedingter Abzug im Umfang von mindestens 25% zu gewähren.  
 
D. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 15. September 2020 wurde dem Beschwerdefüh-
rer für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege mit seinem Rechts-
vertreter bewilligt. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 29. Oktober 2020 unter Hinweis 
auf einen Bericht ihres regional-ärztlichen Dienstes (RAD) vom 7. Oktober 2020 auf Abweisung 
der Beschwerde.  
 
E. Mit Eingabe vom 6. Januar 2021 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest und 
machte mit Blick auf seine behandelnde Psychologin erneut geltend, dass seine kognitiven Fä-
higkeiten nicht genügend abgeklärt worden seien. Weiter wies er auf Widersprüchlichkeiten, na-
mentlich hinsichtlich der Alltagsgestaltung, im psychiatrischen Gutachten von Dr. D.____ hin. 
Schliesslich machte er geltend, dass Dr. D.____ befangen sei. Die IV-Stellen seien angewiesen 
worden, Aufträge für bidisziplinäre Gutachten nicht mehr dem Institut J.____ zu vergeben. 
Dr. D.____ sei aber für dieses Institut tätig.  

 
F. Die IV-Stelle verzichtete mit Eingabe vom 8. Februar 2021 auf weitere Ausführungen. Auf 
die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.  Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 in der nach dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung kann gegen Verfügungen der kan-
tonalen IV-Stellen bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 
innerhalb von 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ist deshalb gemäss § 54 Abs. 1 lit. d des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ört-
lich und sachlich zuständig. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 14. Sep-
tember 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. Zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist dabei der 
Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16. Juli 2020 entwi-
ckelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
2.1  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40 % invalid ist. Invalidität im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall 

 
 
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verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit (Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). 
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 
 
3. Prozessthema bildet in erster Linie die Frage, in welchem Ausmass der Versicherte auf-
grund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen noch arbeitsfähig ist.  
 
3.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2).  
 
3.2 Die Annahme insbesondere einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheits-
beeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissen-
schaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398  E. 5.3 und 
E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden be-
lastenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen allerdings kein Krank-
heitswert zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Ver-
bindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt deshalb in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das 
die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von 

 
 
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Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und in-
wiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz 
des Leidens willensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen 
(BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheits-
beeinträchtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Per-
son nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwer-
tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Vo-
raussetzung – sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 127 V 294 E. 4c in fine). Zu den psy-
chischen Gesundheitsschäden gehören neben den eigentlichen Geisteskrankheiten auch seeli-
sche Abwegigkeiten mit Krankheitswert. Nicht als Auswirkungen einer krankhaften seelischen 
Verfassung und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten indessen jene Be-
einträchtigungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, Arbeit in ausreichendem Masse zu verrichten, zu vermeiden vermöchte, wobei das Mass 
des Forderbaren weitgehend objektiv bestimmt werden muss (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 353 
E. 2.2.1; je mit Hinweisen). Ebenfalls kein versicherter Gesundheitsschaden liegt dann vor, wenn 
die Leistungseinschränkung auf einer Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht. 
Bloss verdeutlichendes Verhalten weist indes noch nicht per se auf eine Aggravation hin (BGE 
141 V 281 E. 2.2.1). Eine Aggravation liegt gemäss Bundesgericht namentlich dann vor, wenn 
eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Einschränkungen und dem gezeigten 
Verhalten besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch 
vage bleibt; keine Therapie bzw. keine medizinische Behandlung in Anspruch genommen wurde; 
demonstrativ vorgetragene Klagen unglaubwürdig wirken oder wenn schwere Einschränkungen 
im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld  jedoch weitgehend intakt geblieben ist 
(Urteil des Bundesgerichts 9C_659/2017 vom 20. September 2018, E. 4.1).  
 
3.3 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse hat das Gericht die ihm von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellenden Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Be-
weismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge-
mäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat-
ten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 
den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c mit Hinweisen).  
 

 
 
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3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Nur wenn ein Versicherungsfall ohne die Ein-
holung eines externen Gutachtens entschieden werden soll, sind an die Beweiswürdigung stren-
gere Anforderungen zu stellen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundes-
gerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  
 
3.5  Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit diversen Hin-
weisen). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen die not-
wendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn es 
sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweis-
würdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozialversiche-
rungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im Zweifel zu 
Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn 
die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 1983 S. 259). 
 
4.1 Die IV-Stelle hat bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf das von ihr in 
Auftrag gegebene bidisziplinäre Verwaltungsgutachten der Dres. C.____ und D.____ vom 18. Au-
gust 2019 abgestellt. Aus dem psychiatrischen Teilgutachten von Dr. D.____ vom 11. Juni 2019 
(IV-Dok 45) geht nach einer umfassenden Aktendarstellung in anamnestischer Hinsicht hervor, 
dass der Versicherte andauernd unter Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule auf Brusthöhe 
leide. Ausstrahlungen habe er keine. Kälte, regnerisches Wetter und viel Bewegung würden hin-
gegen zu einer Zunahme der Beschwerden führen. Er könne zwei Stunden ruhig sitzen, dann 
gehe es besser, auch im Liegen gehe es ihm besser. Vor seinem Unfall habe er keine Probleme 
gehabt. Er habe keine psychischen Probleme, weshalb er die Behandlung beim Psychologen 
nicht mehr habe fortsetzen wollen. Hoffnung auf Besserung habe er keine. Das Ganze belaste 
ihn, er könne nicht mehr arbeiten und sehe für sich keine Zukunft mehr. In der Familienanamnese 
und in den Schilderungen zur Entwicklung seit der Kindheit werden keine Auffälligkeiten geschil-
dert. In der sozialen Anamnese wird im psychiatrischen Teilgutachten darauf hingewiesen, dass 
die Ehefrau mit den Kindern nach X.____ zurückgekehrt sei, da der Versicherte keine finanzielle 

 
 
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Unterstützung mehr habe erbringen können. Die Beziehung zu seiner Familie sei aber nach wie 
vor gut. Im psychiatrischen Befund beschreibt Dr. D.____, dass die Klagen über die Schmerzen 
und die nach Meinung des Versicherten ungerechte Behandlung durch die Versicherung im Vor-
dergrund gestanden hätten. Die Stimmung sei etwas herabgesetzt gewesen, leicht klagsam, aber 
nicht depressiv. Die Psychomotorik sei lebhaft gewesen. Affektiv hätten keine Einschränkungen 
festgestellt werden können. Konzentrationsstörungen seine keine eruierbar gewesen. Insgesamt 
wird der objektive psychiatrische Befund als bland beschrieben. Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit werden keine diagnostiziert. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei 
eine Schmerzverarbeitungsstörung zu erheben. In der Ableitung dieser Diagnose verneint Dr. 
D.____ insbesondere eine somatoforme Schmerzstörung. Er begründet dies damit, dass der Ver-
sicherte nicht unter quälenden Schmerzen im Alltag leide. Dr. D.____ nimmt dabei Stellung zu 
früheren Berichten und verweist darauf, dass auch die behandelnden Ärzte keine schwergradige 
depressive Störung begründet hätten. Das Ausmass der geklagten Beschwerden und die subjek-
tive Krankheitsüberzeugung, nicht mehr arbeiten zu können, seien durch die somatischen Be-
funde nicht hinreichend objektivierbar, so dass eine psychiatrische Überlagerung angenommen 
werden müsse. Der Explorand leide unter der Trennung von seiner Familie und sei belastet durch 
die Tatsache, dass er seine Familie finanziell nicht unterstützen könne. Er sei jedoch in der Lage, 
alle zwei bis drei Monate in seine Heimat X.____ zu fliegen, um dort seine Ehefrau und seine 
Kinder zu besuchen. Nach wie vor pflege er zu ihnen eine sehr gute Beziehung. Er führe den 
Haushalt selbständig, unternehme Spaziergänge und pflege auch Kontakte zu Kollegen. In psy-
chiatrischer Hinsicht bestehe für jede berufliche Tätigkeit eine Restarbeitsfähigkeit von 100%. 
Hinweise dafür, dass die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht jemals während längerer Zeit 
beeinträchtigt gewesen wäre, würden sich keine finden lassen.  
 
Das rheumatologische Teilgutachten von Dr. C.____ vom 18. August 2019 (IV-Dok 51) beruht 
ebenfalls auf einer umfassenden Aktendarstellung. Es folgen die Schilderungen des Versicher-
ten, der die Schmerzen in der Mitte seiner Brustwirbelsäule lokalisiere. Er verspüre Schmerzen 
beim Husten sowie bei jeder Bewegung des Rückens in Extension oder Inflexion. Im Sitzen habe 
er ebenfalls konstant Schmerzen. Wegen der Schmerzen könne er nicht schlafen und berichte, 
vorsichtig mit langsamen, kleinen Schritten gehen zu müssen. Nach zwei Stunden sitzen müsse 
er sich bewegen. Nach dem Unfall seien die Schmerzen stetig schlimmer geworden. Gestützt auf 
die unter Berücksichtigung aktueller radiologischer Bildgebungen erhobenen objektiven Befunde 
diagnostiziert Dr. C.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches cervicothoraka-
les Schmerzsyndrom. Imponiert hätten die klinischen Zeichen einer muskulären Dysbalance und 
einer Insuffizienz der paravertebralen und abdominalen Muskulatur mit einer funktionellen Fehl-
haltung der Wirbelsäule mit Zunahmen einer thorakalen Kyphose, einer lumbalen Lordose und 
einer Protraktion des Bauches nach vorne infolge einer Insuffizienz der paravertebralen und ab-
dominalen Muskulatur. Weiter hätten eine ausgedehnte und diffuse Druckdolenz sämtlicher Seg-
mente der Brustwirbelsäule imponiert. Der Versuch, die Lendenwirbelsäule und die Brustwirbel-
säule passiv zu mobilisieren, habe zu einer prompten, jedoch nicht schmerzbedingten Gegenin-
nervation geführt. Es handle sich somit um ein Schmerzverhalten nach Angstvermeidungsmodell 
mit chronifizierenden Rückenschmerzen. Unter den erschwerten klinischen Untersuchungsum-
ständen sei es nicht möglich gewesen, eine segmentale Dysfunktion der Wirbelsäule zu erfassen, 

 
 
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allerdings stehe eine solche auch nicht im Vordergrund. Die Klinik und die Beobachtungen hin-
sichtlich des Verhaltens des Exploranden ausserhalb der Untersuchungssituation würden auf 
keine relevanten segmentalen Dysfunktionen der Brustwirbelsäule hinweisen. Ein Schmerzver-
halten habe sich auch insofern bestätigen lassen, als der Versuch, auf den Fersen und den Fuss-
spitzen zu gehen, an einer diffusen, nicht organisch-bedingten Minderinnervierung scheiterte, 
wobei der Explorand beim spontanen Gehen überhaupt keine Probleme beim Abrollen seiner 
Fersen gezeigt habe. Ein neues MRI der Wirbelsäule zeige ebenfalls keine Veränderungsdyna-
mik im Bereich der Brustwirbelsäule bei sonst normal erhaltener Hinterkante des BWK 12. Als 
Busfahrer bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Dr. C.____ zieht diese Schlussfolgerung 
aufgrund der ausgeprägten muskulären Dysbalance und der Insuffizienz der Muskulatur sowie 
der Unmöglichkeit des Verharrens in monotonen Körperhaltungen. Eine körperlich adaptierte Tä-
tigkeit wie beispielsweise eine leichte Tätigkeit ohne Notwendigkeit, Lasten mit einem Gewicht 
von über 10 Kilogramm zu heben, und ohne die Notwendigkeit zu monotoner Körperhaltung sei 
jedoch vollzeitlich möglich. Eine Einschränkung in der Leistungsfähigkeit bestehe dabei nicht. 
 
Im Rahmen ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung vom 18. August 2019 gelangten die beiden 
Gutachter zum Schluss, dass dem Versicherten eine leidensangepasste Tätigkeit mit Blick auf 
seine rheumatologischen Einschränkungen im Umfang eines Pensums von 100% zumutbar sei.  
 
4.2 Den übrigen medizinischen Akten von Relevanz ist zunächst ein Bericht von Dr. med. 
E.___, FMH Allgemeine Medizin, vom 8. Februar 2018 (IV-Dok 15) zu entnehmen. Als Diagnosen 
erhebt der behandelnde Hausarzt des Versicherten eine chronische Schmerzkrankheit bei chro-
nisch rezidivierenden thorako-lumbalen Schmerzen und psychosozialer Belastungssituation so-
wie bei depressiver Episode. Aktuell läge nebst chronischen Schmerzen an der Lendenwirbel-
säule eine depressive Stimmungslage mittlerer bis schwerer Ausprägung vor. Infolge der Chro-
nifizierung der Schmerzen und der psychosozialen Situation des Patienten sei die Prognose un-
günstig. Weder die bisherige noch eine alternative Verweistätigkeit seien zumutbar. Einer Ein-
gliederung stünde ein mangelndes Durchhaltevermögen im Wege.  
 
4.3. Im Weiteren geht aus dem Bericht von Dr. E.____ vom 7. Februar 2020 (IV-Dok 67, S. 7) 
hervor, dass der Versicherte täglich über Schmerzen klage, welche sich regelmässig einstellen 
würden, sobald er sich aufrichte, sowohl beim Aufstehen als auch beim Gehen. Die Schmerzen 
seien belastungsabhängig und würden keinen Rückgang zeigen, was auf eine nicht entzündliche, 
mechanische Symptomatik hindeute. Zu empfehlen sei deshalb eine höchstens hälftige Arbeits-
fähigkeit, da der Patient nicht lange sitzen, stehen oder gehen könne. Die Schmerzen seien irre-
versibel. Es sei einfühlbar, dass der Patient so weder arbeiten noch alternative Tätigkeiten aus-
führen könne. Er müsse immer wieder aufstehen und seine Körperposition ändern. Die chroni-
schen Schmerzen seien psychologisch eine grosse Belastung, welche die Lebensqualität des 
Versicherten erheblich einschränke. Diese Aspekte seien ebenfalls zu berücksichtigen. Es bleibe 
ein mechanischer Schaden an der Wirbelsäule, der zwar gelindert, nicht aber geheilt werden 
könne.  
 

 
 
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4.4 Sodann liegt ein Bericht von Dr. med. F.____, FMH Innere Medizin, vom 31. August 2020 
vor (Beilage 5 zur Beschwerdebegründung). Als Diagnosen erhebt der behandelnde Arzt   insbe-
sondere eine neuropsychologische Störung im Rahmen opiatbedürftiger chronischer Schmerzen 
und einer Insomnie sowie ein opiatbedürftiges, chronisches Cervikobrachial- und Lumboverteb-
ralsyndrom. Die Funktionsfähigkeit im Alltag sowie unter beruflichen Anforderungen sei deutlich 
eingeschränkt. Es könnten nur noch einfache Arbeiten unter Supervision ausgeführt werden. Auf-
grund dessen bestünde für jegliche Tätigkeit und insbesondere für die zuletzt ausgeführte Tätig-
keit als Busfahrer keine Arbeitsfähigkeit mehr. 
 
4.5 Dem Bericht von Frau G.____, M Sc. Psychologin, vom 31. August 2020 (Beilage 6 zur 
Beschwerdebegründung) zufolge sei das Fähigkeitsniveau des Versicherten gemäss Mini-ICF-
App aktuell mässig bis stark eingeschränkt. Der Patient habe ernsthafte Schwierigkeiten, seine 
fachlichen Kompetenzen und sein früher erworbenes Wissen anzuwenden. Er könne sich bei-
spielsweise nicht mehr genug konzentrieren, um selbst Auto zu fahren, und sei bei der Haushalt-
führung auf die Hilfe von Angehörigen angewiesen. Einfache, alltägliche Aufgaben würden ihn 
überfordern, so dass er zunehmend inaktiv und zurückgezogen lebe und nur noch selten die 
eigene Wohnung verlasse. Der Patient sei stark eingegrenzt auf negative Kognitionen und be-
richte von einem Gedankenkreisen und einem Gefühl der inneren Leere, weshalb er seinen Alltag 
nur schwer selbständig bewältigen könne. Anlässlich der Exploration vom 21. August 2020 habe 
er sehr depressiv, niedergeschlagen und hoffnungslos gewirkt. Während des Gesprächs sei er 
wiederholt den Tränen nahe gewesen. Sein Denken habe verlangsamt gewirkt, inhaltlich jedoch 
unauffällig. Formal-gedanklich seien keine Auffälligkeiten zu beobachten gewesen. Während der 
Exploration seien hingegen deutliche Konzentrationsschwierigkeiten erkennbar gewesen. Der 
Patient habe mit der aktuellen Situation stark überfordert gewirkt. Es scheine ihm nicht möglich, 
seinen Alltag ohne die Unterstützung von aussen zu bewältigen. Zudem hätten sich deutliche 
Hinweise auf einen niedrigen Selbstwert und eine reduzierte Selbstwirksamkeit gezeigt. Hinweise 
auf eine akute Suizidalität hätten keine bestanden. Jedoch habe der Patient von einem passiven 
Todeswunsch ohne Intension zur Umsetzung berichtet.  
 
4.6 Schliesslich ist dem Bericht des RAD vom 7. Oktober 2020 (Einzelbeilage zur Vernehm-
lassung der IV-Stelle vom 29. Oktober 2020) zu entnehmen, dass die von Dr. F.____in dessen 
Bericht vom 31. August 2020 aufgeführten Diagnosen und Befunde bereits im Gutachten von Dr. 
C.____ erwähnt und bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit mitberücksichtigt worden seien, 
indem dem Versicherten aufgrund seines Gesundheitsschadens eine bleibende und vollständige 
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Busfahrer attestiert worden sei. Nichts an-
deres mache auch Dr. F.____ geltend, wobei allerdings unklar bleibe, was der behandelnde Arzt 
damit meine, wenn er ausführe, der Versicherte könne nur noch einfache Arbeiten unter Super-
vision ausführen. Weder werde ein Verweisprofil beschrieben, noch würden Argumente vorge-
bracht, die von Dr. C.____ somatisch begründete Verweistätigkeit grundlegend zu hinterfragen. 
Weder seien eine massgebliche Verschlechterung noch Argumente ersichtlich, welche das rheu-
matologische Gutachten in Zweifel ziehen würden. In der Beurteilung durch die Psychologin 
G.____ würde zwar ein mässig bis stark eingeschränktes Fähigkeitsniveau postuliert. Es würden 
Konzentrationsschwierigkeiten geltend gemacht, jedoch werde nicht beschrieben, wie diese fest-
gestellt und quantifiziert worden seien. Die Beurteilung orientiere sich über weite Strecken am 

 
 
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subjektiven Beschwerdebild des Versicherten. Eine explizite Diagnose werde nicht gestellt bzw. 
sei zumindest nicht klar erkennbar, demgegenüber aus dem psychiatrischen Teilgutachten von 
Dr. D.____ weder Konzentrationsschwierigkeiten noch ein verlangsamtes Denken oder eine Un-
terstützungsbedürftigkeit hervorgehen würden. 
 
5.1 Das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten der Dres. C.____ und D.____ erfüllt zwei-
felsohne die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien an ein beweiskräftiges verwal-
tungsexternes Verwaltungsgutachten. Wie bereits ausgeführt (oben, Erwägung 3.3 f.), ist den im 
Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -
ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelan-
gen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 
gegen die Zuverlässigkeit ihrer Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das 
bidisziplinäre Verwaltungsgutachten von Dr. C.____ und Dr. D.____ beruht auf allseitigen Unter-
suchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden des Versicherten und ist in Kenntnis aller 
relevanten Vorakten abgegeben worden. In rheumatologischer Hinsicht basiert es auf detaillierten 
Untersuchungen sowie insbesondere auf aktuellen bildgebenden Befunden.  Bei der vergleichen-
den Analyse kommt der rheumatologische Gutachter zum Schluss, dass im Bereich der durch 
den Unfall in Mitleidenschaft gezogenen Brustwirbelsäule keine Veränderungsdynamik, sondern 
eine weiterhin normal erhaltene Hinterkante des vom Unfall betroffenen Wirbelkörpers BWK 12 
festzustellen ist. Diese Analyse ist durch den behandelnden Hausarzt unwidersprochen geblie-
ben. Die aktuellen Beschwerden des Versicherten sind in somatischer Hinsicht offenbar nicht auf 
allfällige ossäre Probleme an der ursprünglich verletzten Brustwirbelsäule, sondern vielmehr auf 
eine mittlerweile ausgeprägte muskuläre Dysbalance und eine damit verbundene Insuffizienz der 
Muskulatur des Versicherten zurückzuführen. Diese Beurteilung überzeugt deshalb, weil sowohl 
die Klinik als auch namentlich die Beobachtungen hinsichtlich des Verhaltens des Exploranden 
ausserhalb der Untersuchungssituation keine relevanten segmentalen Dysfunktionen der Brust-
wirbelsäule ergeben haben. Weil es dem Versicherten aufgrund der erhobenen Befunde nicht 
mehr möglich ist, in monotonen Körperhaltungen zu verharren, ist zu Recht unbestritten geblie-
ben, dass er in seiner angestammten Tätigkeit als Busfahrer nicht mehr arbeitsfähig ist. Bei der 
Diagnose eines Schmerzverhaltens nach Angstvermeidungsmodell ist es trotz der derart chroni-
fizierten Rückenschmerzen indes nachvollziehbar, dass er in einer wechselseitigen adaptierten 
leichten Tätigkeit in somatischer Hinsicht weiterhin vollständig arbeitsfähig ist. Daran ändert die 
in somatischer Hinsicht vorgebrachte Kritik in der Beschwerde nichts. Dass die geklagten Be-
schwerden nicht hinreichend objektiviert werden können, wie dies auch der psychiatrische Gut-
achter zu Recht festhält, ist insbesondere bereits mit Blick auf das Urteil des Kantonsgerichts 
vom 22. Juni 2017 im Zusammenhang mit der Leistungseinstellung der Suva schlüssig. Schon 
dazumal waren sich die beteiligten Ärzte einig, dass die fortbestehenden Beschwerden organisch 
nicht hinreichend nachweisbar waren. So hielt bereits Dr. med. H.____, FMH Rheumatologie und 
Allgemeine Innere Medizin, in ihrem Bericht vom 18. Oktober 2016 fest, dass die erlittene Fraktur 
an der Brustwirbelsäule verheilt war (vgl. Urteil des Kantonsgerichts vom 22. Juni 2017, E. 7.1). 
Zudem berichteten sowohl Dr. H.____ als auch Dr. med. I.____, FMH Physikalische Medizin und 
Rehabilitation sowie Allgemeine Innere Medizin, dass die verbliebene Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit des Versicherten auf einer chronischen Schmerzverarbeitungsstörung und damit auf 

 
 
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psychischen Gründen beruhte. Namentlich Dr. I.____ erhob in seinem Bericht bereits vom 6. Au-
gust 2015 letztlich dieselben Befunde, wie sie nunmehr auch Dr. C.____ festhält, nämlich, dass 
die andauernden Beschwerden muskulär bedingt auf eine Dekonditionierung und eine Symptom-
ausweitung zurückzuführen waren (vgl. Urteil des Kantonsgerichts vom 22. Juni 2017, E. 5.3). 
Wenn Dr. C.____ in seiner nunmehr im Zentrum stehenden Beurteilung zum Schluss kommt, 
dass keine Veränderungsdynamik im Bereich der Brustwirbelsäule festzustellen sei, ist dies 
schlüssig. In Bezug auf die rheumatologischen Explorationsergebnisse ist denn auch festzustel-
len, dass keine anderslautenden Meinungen behandelnder Fachexpertinnen oder Fachexperten 
in den Akten liegen. Dass sich der aktuelle Gesundheitszustand seit seiner Begutachtung in rheu-
matologischer Hinsicht – wie der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde geltend machen lässt 
– deutlich verschlechtert hätte, ist bei dieser Aktenlage weder dargetan noch wahrscheinlich.  
 
5.2 Der Streit zwischen den Parteien dreht sich vielmehr um die Diagnose einer psychisch 
bedingten Schmerzproblematik und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. In psychiatri-
scher Hinsicht hält Dr. D.____ mit Blick auf die im präsentierten Ausmass somatisch nicht objek-
tivierbaren Beschwerden zu Recht fest, dass der Versicherte an einer Schmerzverarbeitungsstö-
rung, nicht aber an einer somatoformen Schmerzstörung leidet. Der Versicherte berichtet im 
Längsverlauf zwar von dauerhaften, indessen nicht eigentlich permanent quälenden Schmerzen, 
wie dies für die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung vorausgesetzt wäre; aus seiner 
Anamnese geht vielmehr hervor, dass er zwei Stunden ruhig sitzen kann. Auch im Liegen geht 
es ihm jeweils besser. Wenn Dr. D.____ in Übereinstimmung mit den übrigen medizinischen Ak-
ten (oben, Erwägungen 4.2 f.) eine Schmerzverarbeitungsstörung diagnostiziert, ist dies mithin 
schlüssig. Nicht zu beanstanden ist aber auch, dass Dr. D.____ in Bezug auf den von ihm erho-
benen psychopathologischen Befund eine depressive Störung ausschliesst. Der psychiatrische 
Gutachter nimmt dabei Bezug auf frühere Berichte, aus welchen teilweise die Diagnose einer 
Depression hervorgeht. Namentlich der behandelnde Hausarzt Dr. E.____ und Dr. I.____ hatten 
in der Vergangenheit über eine depressive Stimmungslage mittlerer bis schwerer Ausprägung 
(oben, Erwägung 4.2) bzw. von einer schwergradigen depressiven Störung berichtet (vgl. Urteil 
des Kantonsgerichts vom 22. Juni 2017, E. 5.7), diese Diagnosen jedoch durch keine konkreten 
psychiatrischen Befunde objektiviert. Festzustellen ist vielmehr, dass die untersuchenden Ärzte 
der Klinik Y.____ schon damals keine psychiatrische Diagnose, sondern wie anlässlich der aktu-
ellen Exploration nunmehr auch Dr. D.____, lediglich eine familiäre Belastungssituation erhoben 
hatten (IV-Dok 15, S. 7 f.). Es ist unbestritten, dass der Versicherte belastet ist, weil er seine im 
Ausland lebende Familie finanziell nicht zu unterstützen ist der Lage ist. Aus diesen psychosozi-
alen Belastungen eine psychiatrische Diagnose mit Krankheitswert ableiten zu wollen, verbietet 
sich aber. Weil der Versicherte selber nie länger in psychiatrischer Behandlung gestanden ist, 
lässt sich jedenfalls nicht beanstanden, dass Dr. D.____ in seinem aktuellen Teilgutachten rück-
wirkend eine Depression ausgeschlossen hat. Ebenso wenig ist zu beanstanden, wenn der psy-
chiatrische Teilgutachter gestützt auf die anlässlich seiner Exploration erhobenen psychopatho-
logischen Befunde eine solche auch aktuell verneint hat. Zumal der Versicherte selbst angegeben 
hat, dass es ihm psychisch nicht schlecht gehe, liegen letztlich keine fachärztlichen Berichte in 
den Akten, welche ihm eine psychiatrische Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
attestieren. Er klagt über Schmerzen. Dennoch ist er in der Lage, mehrmals im Jahr zu seiner 
Familie nach X.____ zu reisen und trotz dieser nachvollziehbar durch die Trennung belasteten 

 
 
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Situation weiterhin eine gute Beziehung zu seiner Familie zu pflegen. In X.____ pflegt der Be-
schwerdeführer offenbar weitere soziale Kontakte. Seinen anamnestischen Angaben zufolge lebt 
er in der Schweiz zwar eher zurückgezogen, berichtet aber letztlich über eine selbständige All-
tagsgestaltung, hat hier regelmässig Kontakt insbesondere zu seinem Cousin. Auch wenn ihm 
der Cousin alle zwei bis drei Wochen bei der Reinigung behilflich ist, kocht der Versicherte regel-
mässig, versorgt seinen Haushalt selbst und geht bei gutem Wetter jeweils spazieren. Dass seine 
Alltagsgestaltung im Übrigen eher passiv ausfällt, ist letztlich dem Umstand geschuldet, dass er 
seine Freizeit früher im Kreise seiner Familie verbracht hat, welche nunmehr aber in der X.____ 
wohnt. Dieser Umstand alleine ist jedoch invaliditätsfremd und beschränkt seine noch vorhande-
nen Ressourcen nicht derart, dass aus psychiatrischer Sicht teilweise oder gar gänzlich auf eine 
allfällige Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden kann. Gegen eine solche Einschränkung seiner 
Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen spricht wie bereits erwähnt alleine schon der Umstand, 
dass der Versicherte explizit berichtet hat, dass es ihm psychisch nicht schlecht gehe. Vor diesem 
Hintergrund ist die Einschätzung einer psychisch auch rückwirkend vollständig erhaltenen Ar-
beitsfähigkeit letztlich nicht zu beanstanden. 
 
5.3.1 An der Beweistauglichkeit des bidisziplinären Verwaltungsgutachtens vermag auch der 
Verweis des Beschwerdeführers auf die zusammen mit seiner Beschwerdebegründung einge-
reichten Berichte von Dr. F.____ und Frau G.____ vom 31. August 2020 nichts zu ändern. Es ist 
daran zu erinnern, dass bei der Beurteilung der vorliegenden Streitigkeit jener Sachverhalt mas-
sgebend ist, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16. Juli 2020 entwickelt 
hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss zeitliche Grenze der richterlichen Überprü-
fungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). Das Kantonsgericht kann im vorliegenden Ver-
fahren daher nur die Entwicklung bis zu diesem Datum berücksichtigen (oben, Erwägung 2). Die 
zitierten Berichte wurden aber nach Verfügungserlass erstellt und betreffen nach Erlass der an-
gefochtenen Verfügung erfolgte Untersuchungen. Bereits aus prozessualen Gründen können sie 
für die Beurteilung der hier strittigen Frage deshalb nicht berücksichtigt werden. Unabhängig da-
von erweisen sich die in diesen Berichten postulierten Konzentrationsschwierigkeiten als nicht 
nachvollziehbar, weil sie im Wesentlichen auf den subjektiven Angaben des Versicherten basie-
ren. Diese aber stehen im Widerspruch zu der von den Dres. C.____ und D.____ erhobenen 
Anamnese. Während der Versicherte anlässlich der Exploration durch die beiden Gutachter an-
gegeben hatte, seinen Alltag im Wesentlichen selbständig zu bewältigen (oben, Erwägung 5.2), 
beschreibt die behandelnde Psychologin, dass der Versicherte bei der eigenen Haushaltführung 
auf die Hilfe von Angehörigen angewiesen und es ihm nicht möglich sei, seinen Alltag ohne Un-
terstützung von aussen zu bewältigen. Sie bezieht sich dabei offenbar auf die auch im psychiat-
rischen Teilgutachten erwähnte Aussage des Versicherten, wonach dessen Cousin ihm alle zwei 
bis drei Wochen bei der Reinigung behilflich sei. Daraus alleine aber ein mässig bis stark einge-
schränktes Fähigkeitsniveau ableiten zu wollen, geht nicht an, zumal weder das allgemeine Funk-
tionsniveau noch die Befunde im psychiatrischen Teilgutachten von Dr. D.____ Anlass für Zweifel 
an den kognitiven Fähigkeiten des Beschwerdeführers geben. Anlässlich der psychiatrischen Ex-
ploration lagen jedenfalls keine Zeichen von Konzentrationsschwäche vor. Der Versicherte 
konnte im Gegenteil auf die gestellten Fragen gut eingehen, und sowohl dessen Merkfähigkeit 
als auch seine Gedächtnisleistungen waren intakt. Ebenso wenig kann davon gesprochen wer-

 
 
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den, dass Zweifel an den Explorationsergebnissen der Dres. C.____ und D.____ angebracht wä-
ren, weil der Versicherte wegen eines mangelhaften Bildungsniveaus oder einer nur ungenügen-
den Sprachfähigkeit nicht in der Lage gewesen wäre, seine Beschwerden zu schildern oder die 
an ihn gerichteten Fragen zu verstehen. Dem eingereichten Bericht von Frau G.____ vom 31. 
August 2020 ist im Gegenteil zu entnehmen, dass eine verbale Verständigung offenbar gut mög-
lich ist. Diese Aussage deckt sich mit den Feststellungen im psychiatrischen Teilgutachten von 
Dr. D.____ (a.a.O., S. 19). Auch dem eigenen Lebenslauf zufolge verfügt der Versicherte über 
gute Deutschkenntnisse. Ausserdem hat er in seiner Heimat das Gymnasium besucht und ist 
bereits im Jahr 1991 nach Deutschland gezogen (IV-Dok 25). Sein Einwand geht diesbezüglich 
deshalb fehl.  
 
5.3.2 Ebenso wenig etwas zu seinen Gunsten abzuleiten vermag der Beschwerdeführer aus 
dem Bericht von Dr. E.____ vom 7. Februar 2020. Dieser Bericht ist zwar noch vor Erlass der 
vorliegend angefochtenen Verfügung ergangen. Die Beurteilung des Hausarztes deckt sich bei 
genauerer Betrachtung jedoch mit der Einschätzung von Dr. C.____. Beide Ärzte gehen davon 
aus, dass der Versicherte über längere Zeit keine monotonen Körperpositionen mehr einzuneh-
men in der Lage ist, weshalb letztlich auch unbestritten ist, dass er seine angestammte Tätigkeit 
als Busfahrer nicht mehr ausüben kann. Dass ihm aber in einer just deshalb wechselbelastenden 
Verweistätigkeit ein nur noch hälftiges Pensum zumutbar wäre, wie dies Dr. E.____ postuliert, ist 
nicht nachvollziehbar. 
 
5.3.3 Der Beschwerdeführer lässt weiter einwenden, die Explorationen durch die Dres. C.____ 
und D.____ seien zu kurz ausgefallen. Indessen vermag er keine konkreten Hinweise anzugeben, 
dass und allenfalls welche anamnestische Details oder sonstige Eckpunkte seiner Krankheitsge-
schichte von den Gutachtern unberücksichtigt geblieben wären. Ohnehin kann aus der verhält-
nismässig nur kurzen Dauer einer psychiatrischen Exploration nicht von vornherein auf eine Sorg-
faltswidrigkeit des Gutachters geschlossen werden. Wichtigste Grundlage gutachterlicher 
Schlussfolgerungen bildet vielmehr die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symp-
tomerfassung und Verhaltensbeobachtung (SVR 2016 IV Nr. 35 S. 109 mit Hinweis). Für den 
Aussagegehalt eines medizinischen Berichts kommt es deshalb nicht in erster Linie auf die Dauer 
der Untersuchung an. Entscheidend ist, ob die fragliche Expertise inhaltlich vollständig und im 
Ergebnis schlüssig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Mai 2019, 9C_190/2019, E. 3.1). Dies 
ist hier der Fall. Die beiden Teilgutachten der Dres. C.____ und D.____ basieren auf einem um-
fassenden Aktenstudium, einer umfassenden Anamnese sowie einer sorgfältigen Untersuchung. 
Sie genügen damit den rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien an ein beweiskräftiges 
Gutachten (oben, Erwägung 5.1). Zumal die Explorationsdauer des in dieser Hinsicht insbeson-
dere kritisierten psychiatrischen Fachgutachtens mit 65 Minuten im Quervergleich zu anderen 
Gutachten nicht als kurz bezeichnet werden kann, hängt der für eine psychiatrische Untersu-
chung zu betreibende zeitliche Aufwand zudem stets von der Fragestellung und der zu beurtei-
lenden Psychopathologie ab. Im hier vorliegenden Fall, in welchem der Versicherte von sich 
selbst berichtet hat, an keinen psychischen Problemen zu leiden, liegt keine komplexe Fragestel-
lung vor, welche innert der Explorationsdauer von 65 Minuten nicht vollständig zu erfassen ge-
wesen wäre. Bei dieser Sachlage lässt sich deshalb auch nicht postulieren, der Gutachter habe 
die Ressourcenprüfung final auf eine allenfalls bereits festgelegte Meinung hin begründet. 

 
 
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5.3.4  Schliesslich macht der Beschwerdeführer eine Befangenheit von Dr. D.____ geltend. Er 
begründet diesen Einwand damit, dass der psychiatrische Teilgutachter für das Institut J.____ 
tätig sei, an welches jedoch keine bidisziplinären Aufträge mehr vergeben werden dürften. Zu-
treffend ist, dass an die Unparteilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab anzusetzen ist 
(Urteil des Bundesgerichts vom 7. Januar 2010, 8C_474/2009, E. 7.2). Indes bringt der Be-
schwerdeführer nichts vor, was den Anschein einer persönlichen Befangenheit von Dr. D.____ 
erwecken könnte. Die Tatsache alleine, dass Dr. D.____ für das vorliegend nicht beteiligte J.____ 
tätig ist, genügt hierfür jedenfalls nicht. Unbesehen der Tatsache, dass es keine Notorietät gibt, 
dass es den Sachverständigen der Gutachterstelle J.____ an fachlicher Ergebnisoffenheit man-
gelt (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Mai 2018, 8C_890/2017, E. 3.1), sind in den Akten je-
denfalls keine Anhaltspunkte ersichtlich, aufgrund derer eine ergebnisoffene Begutachtung durch 
Dr. D.____ vorliegend in Frage gestellt wäre.  
 
5.4 Bei dieser Sachlage drängen sich weitere medizinische Abklärungen, wie sie der Be-
schwerdeführer verlangt, nicht auf, und es kann von der von ihm beantragten Einholung sowohl 
eines neuropsychologischen Gutachtens als auch eines gerichtlichen Obergutachtens abgese-
hen werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu 
stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rah-
men dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, 
die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer 
Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des 
relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein 
beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Dies ist dem Gesagten zufolge hier aber der Fall. 
Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 60 E. 3.3, 122 V 157 E. 1d). Als Zwischenergebnis ist dem-
nach festzustellen, dass die IV-Stelle ihrer Rentenbemessung gestützt auf das Verwaltungsgut-
achten der Dres. C.____ und D.____ eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Ver-
weistätigkeit zu Grund legen durfte. 
 
6.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen. Wie eingangs erwähnt (oben, Erwä-
gung 2.3) ist der Invaliditätsgrad anhand der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs 
zu bestimmen (Art. 16 ATSG). Für die Ermittlung des Valideneinkommens stellt sich die Frage, 
welches Einkommen der Beschwerdeführer aufgrund seiner beruflichen Fähigkeiten und persön-
lichen Umstände zu erwarten gehabt hätte, wenn er nicht invalid geworden wäre. Dabei entspricht 
es empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden 
wäre, weshalb Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens auch im vorlie-
genden Fall sein zuletzt erzielter und der Teuerung angepasste Verdienst darstellt (BGE 129 V 
222 E. 4.3.1). Nachdem sich der Versicherte im Januar 2018 zum Leistungsbezug angemeldet 
hat (IV-Dok 1), ist für die Vornahme des Einkommensvergleichs auf die Gegebenheiten im Zeit-
punkt des frühstmöglichen Rentenbeginns (Art. 29 Abs. 1 IVG) per Juni 2018 abzustellen 
(BGE 129 V 222 E. 4.3.1). Auf der Basis der zwischen den Parteien unbestritten gebliebenen 
Valideneinkommen der Jahre 2010 bis 2013 (IV-Dok 9, S. 3) resultiert nach teuerungsbedingter 

 
 
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Anpassung dieser Jahresverdienste per 2018 ein durchschnittliches und massgebendes Validen-
einkommen von Fr. 83’136.— (Bundesamt für Statistik, Nominallohnindex Männer 2011-2020, 
Tabelle T1.1.10).  
 
6.2 Das Invalideneinkommen bestimmt sich danach, was die versicherte Person nach Eintritt 
der Invalidität und nach der Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage hypothetisch zu erzielen in der Lage 
wäre. Massgebend ist, welches die Verdienstmöglichkeiten einer versicherten Person sind, von 
der anzunehmen ist, dass sie diese Verdienstmöglichkeiten auch voll ausnützt (Urteil des Bun-
desgerichts vom 14. April 2008, 8C_664/2007, E. 6.2). Kann bei der Bemessung des Invaliden-
einkommens nicht auf das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen abgestellt werden, weil die 
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens ihre verbleibende Arbeitsfähigkeit 
nicht in zumutbarer Weise voll ausschöpft, so können nach der Rechtsprechung die Tabellen-
löhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhe-
bungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3). Praxisgemäss ist dabei von stan-
dardisierten Bruttolöhnen gemäss Tabelle TA1 auszugehen (Urteil des Bundesgerichts vom 13. 
Juni 2018, 8C_212/2018, E. 4.4.1). Nachdem er seit längerer Zeit keiner Erwerbstätigkeit mehr 
nachgegangen ist, ergibt sich auf der Basis eines weiterhin zumutbaren Vollzeitpensums unter 
Heranziehung der LSE 2018 (Tabelle TA1, Totalwert Männer, Kompetenzniveau 1, Fr. 5’417.—) 
im Zeitpunkt des mutmasslich frühestmöglichen Rentenbeginns per Juni 2018 (Art. 29 Abs. 1 
IVG) ein an die wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Bundesamt für Statistik [BFS], Doku-
ment je-d-03.02.04.19) angepasstes, hypothetisches Invalideneinkommen des Versicherten von 
Fr.  67‘767.—. Aus der Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 83’136.— resul-
tiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 15‘369.— und damit ein IV-Grad von rund 19%. Ein Renten-
anspruch ist mangels Erreichens des hierfür massgebenden Schwellenwerts (oben, Erwägung 
2.1) somit ausgeschlossen.  
 
6.3 Daran ändert nichts, dass über die ärztliche Bezeichnung der massgebenden Zumutbar-
keitsbeurteilung hinaus zusätzlichen Einschränkungen mit einem leidensbedingten Abzug bis ma-
ximal 25% Rechnung getragen werden kann. Entgegen der in der Beschwerdebegründung ver-
tretenen Auffassung lässt sich im vorliegenden Fall ein leidensbedingter Abzug in diesem Umfang 
keinesfalls begründen. Bei einem weiterhin zumutbaren Vollzeitpensum in einer Verweistätigkeit 
lässt sich insbesondere keine teilzeitbedingte Einbusse rechtfertigen. Sodann nehmen sowohl 
die Bedeutung des Alters als auch diejenige der Dienstjahre – mithin der Berufserfahrung – ab, 
je niedriger das Anforderungsprofil ist, weshalb diese Faktoren bei einfachen und repetitiven, dem 
Kompetenzniveau 1 (vormals Anforderungsprofil 4) der LSE entsprechenden Tätigkeiten grund-
sätzlich keinen Anlass zu einem Abzug vom Tabellenlohn geben (BGE 126 V 79 E. 5a/cc). Selbst 
bei einem maximal zulässigen Abzug von 25% würde indessen kein Renten begründender IV-
Grad resultieren. Das Invalideneinkommen beliefe sich diesfalls auf Fr. 50‘825.—, woraus sich 
ebenfalls ein IV-Grad unter 40% ergeben würde. Die Vorinstanz hat den Rentenanspruch des 
Versicherten im Ergebnis somit zu Recht verneint, weshalb die hiergegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen ist. 
 

 
 
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7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.— bis Fr. 1'000.— festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.— fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, wes-
halb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihm ist allerdings mit Verfügung vom 15. Sep-
tember 2020 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
7.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen.  Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 15. September 2020 auch die unentgeltliche 
Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, ist dieser für seine Bemühungen 
aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen 
und Anwälte (TO) vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeistän-
dung Fr. 200.— pro Stunde für eine Advokatin oder einen Advokaten und Fr. 120.— für Volontä-
rinnen und Volontäre. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 
23. März 2021 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 10 Stunden und 25 Minuten 
geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als 
angemessen erweist. Davon entfallen sieben Stunden auf den Rechtsvertreter und drei Stunden 
und 25 Minuten auf seine Volontärinnen. Die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von 
Fr. 305.20 sind insofern zu korrigieren, als für die 108 Massenkopien ebenfalls nur 50 Rappen 
pro Kopie verrechnet werden dürfen (§ 15 Abs. 2 TO). Dem Rechtsvertreter ist demnach ein 
Honorar in der Höhe von Fr. Fr. 2'161.75 (sieben Stunden à Fr. 200.— sowie drei Stunden und 
25 Minuten à Fr. 120.— + Auslagen von Fr. 197.20 zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse auszurichten. 
 
7.3 Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 

 

 

 

 

 

 

 

Demgemäss wird   e r k a n n t : 

 
 
Seite 17  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2'161.75 (inkl. Auslagen und 7,7% Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet.