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**Case Identifier:** 6bc8fbe4-597c-5503-83f6-d67d563e1f77
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-02-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.02.2018 B-5160/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5160-2017_2018-02-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-5160/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  F e b r u a r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Daniel Willisegger (Vorsitz), 

Richter Ronald Flury, Richter Stephan Breitenmoser, 

Gerichtsschreiber Pascal Waldvogel. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Bildung,  

Forschung und Innovation SBFI,  

handelnd durch Eidgenössische  

Berufsmaturitätskommission EBMK,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Berufsmaturitätsprüfung, kaufmännische Richtung. 

 

 

 

B-5160/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Im Sommer 2017 absolvierte der Beschwerdeführer die eidgenössischen 

Berufsmaturitätsprüfungen der kaufmännischen Richtung. In der Folge 

stellte ihm die Eidgenössische Berufsmaturitätskommission (EBMK; nach-

folgend: Prüfungskommission) im Namen und im Auftrag der Vorinstanz 

das Notenblatt, datiert vom 5. September 2017, der abgelegten Berufsma-

turitätsprüfung zu. Daraus geht hervor, dass seine Leistungen in den Fä-

chern Mathematik (2.5), Finanz- und Rechnungswesen (3.5), Geschichte 

und Staatslehre (3.5), Ergänzungsfach Biologie (3.5), 1. Landessprache 

Deutsch (3.8) und Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft und Recht (3.5) mit 

ungenügenden Noten bewertet wurden, weshalb er die Prüfung nicht be-

standen hat. 

B.  

Mit Eingabe vom 12. September 2017 erhob der Beschwerdeführer beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte sinngemäss, die 

Noten in den Fächern Biologie, Deutsch und Volkswirtschaft, Betriebswirt-

schaft und Recht seien mindestens auf die Note 4 zu erhöhen, womit er 

die Berufsmaturitätsprüfungen bestanden habe. 

Zur Begründung führte er aus, gegen die Noten in den Fächern Mathema-

tik, Finanz- und Rechnungswesen sowie Geschichte habe er nichts einzu-

wenden. In den anderen ungenügenden Fächern habe er mindestens die 

Note 4.0 verdient. Damit würde sich ein Notendurchschnitt von 4.09 erge-

ben, womit er die Matura erfolgreich bestanden hätte.  

C.  

Mit Vernehmlassung vom 10. November 2017 beantragte die Prüfungs-

kommission die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie 

aus, eine Erhöhung der Noten in den Fächern Biologie, Deutsch und Volks-

wirtschaft, Betriebswirtschaft und Recht sei weder möglich noch gerecht-

fertigt. Ausserdem hätte der Beschwerdeführer die Prüfung selbst dann 

nicht bestanden, wenn alle in seiner Beschwerde beanstandeten Noten als 

genügend beurteilt werden würden, da die Notenabweichungen von 4.0 

nach unten nach wie vor mehr als 2.0 Notenpunkte betragen würden. 

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 13. November 2017 stellte der zuständige In-

struktionsrichter dem Beschwerdeführer die Vernehmlassung der Vor-

instanz inklusive einer Kopie des Beilagenverzeichnisses und Kopien der 

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Stellungnahmen der Prüfungsexperten zu den beanstandeten Fächern zu. 

Gleichzeitig wurde ihm Frist zur Stellungnahme angesetzt. Eine Stellung-

nahme des Beschwerdeführers ging nicht ein. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 61 Abs. 2 BBG [SR 412.10] i.V.m. Art. 31 f.  

sowie Art. 33 Bst. d VGG). Die Beschwerde hat einen Prüfungsentscheid, 

der dem Beschwerdeführer mit Notenblatt mitgeteilt wurde, zum Gegen-

stand. Das Notenblatt wurde praxisgemäss durch die Prüfungskommission 

im Namen und Auftrag der Vorinstanz ausgestellt (vgl. BVGE 2010/60 

E. 2.2). Der Beschwerdeführer hat den einverlangten Kostenvorschuss be-

zahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die Beschwerde frist- und formgerecht ein-

gereicht (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG).  

1.2 Der Beschwerdeführer richtet sich mit seiner Beschwerde einerseits 

gegen das Nichtbestehen der Berufsmaturitätsprüfungen und andererseits 

ficht er drei Einzelnoten an. Anfechtungsobjekt ist das Prüfungsergebnis 

als solches; Einzelnoten sind grundsätzlich nicht selbständig anfechtbar, 

es sei denn, dass ein schutzwürdiges Interesse an der Anfechtung besteht. 

Ein Rechtsschutzinteresse an der Anfechtung wird ausnahmsweise bejaht, 

wenn aufgrund einzelner Noten das Nichtbestehen, eine andere Rechts-

folge (wie der Ausschluss von der Weiterbildung) oder ein Prädikat in Frage 

steht, für das die Prüfungsordnung vorgibt, wie es zu bestimmen ist (BGE 

136 I 229 E. 2.2 und 2.6; vgl. dazu Urteil des BVGer B-385/2012 vom 8. Mai 

2012 E. 3.2; PATRICIA EGLI, Gerichtlicher Rechtsschutz bei Prüfungsfällen: 

Aktuelle Entwicklungen, ZBl 112/2011, S. 538 ff., insbesondere S. 546 ff.). 

Die Anfechtbarkeit hängt damit von der Beschwerdelegitimation ab.  

1.3 Die Beschwerdelegitimation im Verfahren vor Bundesverwaltungs-

gericht richtet sich nach Art. 48 Abs. 1 VwVG. Nach dieser Bestimmung ist 

zur Beschwerde berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren 

teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat 

(Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist (Bst. b) 

und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderungen 

hat (Bst. c). Diese Voraussetzungen müssen im Zeitpunkt des Urteils 

kumulativ erfüllt sein (vgl. ISABELLE HÄNER, in: Auer/Müller/ Schindler 

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[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren 

[VwVG], Zürich 2008, Art. 48 Rz. 3). Die Geltendmachung bloss mittelbarer 

beziehungsweise ausschliesslich allgemeiner Interessen legitimiert nicht 

zur Beschwerdeführung. Vielmehr muss das schutzwürdige Interesse in 

einem praktischen Nutzen, wie beispielsweise der Abwendung eines 

ideellen oder materiellen Nachteils, bestehen (vgl. BGE 125 I 7 E. 3c).  

Nach der Rechtsprechung besteht an der selbständigen Anfechtbarkeit 

einzelner Noten kein schutzwürdiges tatsächliches Interesse, wenn damit 

die "reine Hoffnung" verbunden ist, durch eine höhere Benotung dieser 

Prüfung in den anderen zu wiederholenden Prüfungen eine weniger hohe 

Note erreichen zu müssen, um insgesamt zu bestehen; die Höhe der Noten 

müsse vielmehr an Rechtsfolgen geknüpft sein (vgl. Urteile des BVGer B-

385/2012 vom 8. Mai 2012 E. 3.2 und 3.5 sowie A-100/2011 vom 24. Mai 

2011 E. 3.1). Die selbständige Anfechtbarkeit einer Einzelnote wird bejaht, 

wenn sie nach dem jeweils einschlägigen Prüfungsreglement dazu führt, 

dass die Prüfung nicht wiederholt werden muss (BVGE 2009/10 E. 6.2.1 

ff.; Urteil des BVGer vom 8. April 2014 E. 1.2.3). 

Nach Art. 20 des Reglements über die eidgenössischen Berufsmaturitäts-

prüfungen vom 22. September 2009 (nachfolgend: Prüfungsreglement) ist 

die Berufsmaturitätsprüfung bestanden, wenn kumulativ folgende Voraus-

setzungen gegeben sind: a) die Gesamtnote muss mindestens 4.0 betra-

gen; b) es dürfen nicht mehr als drei Fachnoten unter 4.0 erteilt worden 

sein; c) die Notenabweichungen unter der Note 4.0 dürfen insgesamt nicht 

mehr als 2.0 Punkte betragen; und d) die IDPA genügend ist (Art. 20 i.V.m. 

Art. 16 Abs. 4 bis 6 des Prüfungsreglements). Art. 22 Abs. 2 des Prüfungs-

reglements hält fest, dass Kandidatinnen und Kandidaten, die sich auf ei-

nen höchstens zwei Jahre nach ihrem Misserfolg liegenden Termin anmel-

den, die Prüfung in den Fächern erlassen wird, in welchen sie das erste 

Mal mindestens die Note 4 erreicht haben. Die genügenden Noten aus der 

ersten Prüfung werden bei der zweiten angerechnet. 

Der Beschwerdeführer führt in der Beschwerde aus, gegen die Bewertung 

in den Fächern Mathematik (2.5), Finanz- und Rechnungswesen (3.5) so-

wie Geschichte und Staatslehre (3.5) sei nichts einzuwenden. Er bean-

trage einzig, dass die Bewertungen in den Fächern Ergänzungsfach Biolo-

gie, 1. Landessprache: Deutsch sowie Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft 

und Recht mindestens auf die Note 4 angehoben werde. Damit habe er die 

Prüfung bestanden. 

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Soweit der Beschwerdeführer das Nichtbestehen der Prüfung durch die 

Gesamtbeurteilung anficht, fehlt es an einem schutzwürdigen Interesse. 

Durch die beantragten Anhebungen wären zwar die Voraussetzungen der 

Bestimmungen a), b) und d) von Art. 20 des Prüfungsreglements erfüllt; 

nicht erfüllt wäre aber die Voraussetzung der Bestimmung c). Die Noten-

abweichungen unter der Note 4 in den Fächern Mathematik (2.5), Finanz- 

und Rechnungswesen (3.5) sowie Geschichte und Staatslehre (3.5) erge-

ben zusammen 2.5 Punkte und damit mehr als die maximal erlaubte Ab-

weichung von 2.0 Punkten. Aus diesem Grund fehlt es dem Beschwerde-

führer an einem schutzwürdigen Interesse an der beantragten Änderung 

des Gesamtergebnisses der Prüfung (vgl. Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG).  

Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.  

Soweit der Beschwerdeführer die Einzelnoten in den Fächern Biologie 

(3.5), Deutsch (3.8) sowie Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft und Recht 

(3.5) anficht, ist ein schutzwürdiges Interesse dennoch zu bejahen. Das 

Prüfungsreglement hält fest, dass der Beschwerdeführer jene Fächer, in 

denen er eine Note von 4 und höher erreicht hat, bei einer allfälligen Wie-

derholungsprüfung nicht mehr ablegen muss (Art. 22 Abs. 2 des Prüfungs-

reglements). Da er die Prüfung erstmalig nicht bestanden hat, bestimmen 

die Noten nicht nur das Resultat der Gesamtprüfung, sondern legen gleich-

falls den Umfang einer allfälligen Wiederholungsprüfung fest. Die Noten 

dienen also nicht nur der Begründung, sondern wirken sich direkt auf den 

Umfang einer zu wiederholenden Prüfung aus. Aus diesem Grund hat der 

Beschwerdeführer ein schutzwürdiges Interesse an der Überprüfung die-

ser drei Einzelnoten (vgl. Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG). Insoweit ist auf die 

Beschwerde einzutreten.  

2.  

2.1 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verlet-

zung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch 

des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-

erheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit der angefochte-

nen Verfügung gerügt werden (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft Entscheide über Ergebnisse 

von Prüfungen grundsätzlich mit uneingeschränkter Kognition (Art. 49 

VwVG; vgl. auch ZIBUNG/HOFSTETTER, in: Waldmann/Weissenberger 

[Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, Art. 49 N 43). Indes haben 

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Prüfungen oftmals Spezialgebiete zum Gegenstand, in denen die Rechts-

mittelbehörde in der Regel über keine eigenen Fachkenntnisse verfügt. Der 

Rechtsmittelbehörde ist es oft nicht möglich, sich ein zuverlässiges Bild 

über die Gesamtheit der Leistungen einer Beschwerdepartei und der Leis-

tungen der übrigen Kandidaten zu machen. Eine freie und umfassende 

Überprüfung der Examensbewertung würde die Gefahr von Ungerechtig-

keiten und Ungleichheiten gegenüber den anderen Prüfungskandidaten in 

sich bergen, und es ist auch nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz, die Be-

wertung der Prüfungsleistungen gewissermassen zu wiederholen (vgl. statt 

vieler BVGE 2008/14 E. 3.1). In ständiger Rechtsprechung auferlegt sich 

das Bundesverwaltungsgericht daher bei der Bewertung von Prüfungsleis-

tungen und spezifischen Fragen, die seitens der Gerichte nur schwer über-

prüfbar sind, eine gewisse Zurückhaltung. Auf die Rüge der Unangemes-

senheit der Bewertung von Prüfungsleistungen ist nur dann detailliert ein-

zugehen, wenn der Beschwerdeführer selbst substantiierte Anhaltspunkte 

mit den entsprechenden Beweismitteln dafür liefert, dass das Ergebnis ma-

teriell nicht vertretbar ist, eindeutig zu hohe Anforderungen gestellt wurden 

oder die Prüfungsleistungen offensichtlich unterbewertet wurden 

(vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1 m.w.H.; kritisch dazu PATRICIA EGLI, a.a.O., 

S. 553 ff., insb. S. 555 f. m.w.H.). 

Die Experten, deren Notenbewertung beanstandet wird, nehmen jeweils im 

Rahmen der Vernehmlassung der Vorinstanz Stellung. Dabei überprüfen 

sie in der Regel ihre Bewertung nochmals und geben bekannt, ob sie eine 

Korrektur als gerechtfertigt erachten oder an der ursprünglichen Bewertung 

festhalten (vgl. BVGE 2008/14 E. 3.2). 

In Bezug auf die relative Gewichtung der verschiedenen Aufgaben, der 

Überlegungen oder Berechnungen, die zusammen die korrekte und voll-

ständige Antwort auf eine bestimmte Prüfungsfrage darstellen, kommt den 

Experten ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu. Dies gilt insbesondere 

auch bei der Beurteilung der Frage, wie viele Punkte für eine konkrete  

abweichende oder nur teilweise richtige Antwort erteilt werden. Das Ermes-

sen der Experten ist lediglich eingeschränkt, wenn die Prüfungsorgane ein 

verbindliches Bewertungsraster vorgegeben haben, in dem die genaue 

Punkteverteilung für einzelne Teilantworten klar definiert ist. In einem sol-

chen Fall hat jeder einzelne Kandidat entsprechend dem Grundsatz der 

Gleichbehandlung den Anspruch darauf, dass er diejenigen Punkte erhält, 

die ihm gemäss Bewertungsraster für eine richtige Teilleistung zustehen 

(vgl. BVGE 2008/14 E. 4.3.2 m.H.).  

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2.3 Zusammenfassend weicht das Bundesverwaltungsgericht nicht ohne 

Not von der Beurteilung der Experten ab. Voraussetzung ist, dass die Ex-

perten zu den Parteivorbringen Stellung genommen haben und ihre Auf-

fassung, insbesondere soweit sie von derjenigen der Partei abweicht, 

nachvollziehbar und einleuchtend ist (vgl. BVGE 2010/11 E. 4.2 und BVGE 

2008/14 E. 3.1 f. und 4.3.2, je m.w.H.; kritisch PATRICIA EGLI, a.a.O., S. 556 

m.w.H.; vgl. auch allgemein ZIBUNG/HOFSTETTER, a.a.O., Art. 49 N 45 ff.). 

Diese Zurückhaltung gilt aber nur für die materielle Bewertung der Prü-

fungsleistungen. Ist die Auslegung oder Anwendung von Rechtsvorschrif-

ten streitig oder werden Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt, so 

hat das Bundesverwaltungsgericht die erhobenen Einwendungen mit um-

fassender Kognition zu prüfen (vgl. BVGE 2008/14 E. 3.3 m.H.). Hierbei 

nehmen all jene Einwände auf Verfahrensfragen Bezug, die den äusseren 

Ablauf der Prüfung, die Aufgabenstellung oder das Vorgehen bei der Be-

wertung betreffen (Urteil des BGer 2D_6/2010 vom 24. Juni 2010 E. 5.2; 

Urteil des BVGer B-6256/2009 vom 14. Juni 2010 E. 3 m.w.H.). Die Be-

weislast für allfällige Verfahrensfehler obliegt dem Beschwerdeführer  

(vgl. Urteil des BVGer B-6256/2009 vom 14. Juni 2010 E. 5.5). 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer rügt eine Unangemessenheit in der Beurteilung 

der Fächer Biologie, Deutsch sowie Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft und 

Recht. Seine Leistungen seien unterbewertet. Er habe in den genannten 

Fächern die Note 4 verdient.  

3.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, im Fach Biologie sei mindestens die 

Note 4 angebracht. Die schriftliche Arbeit habe er einer Biologielehrerin ge-

geben und diese habe ihm mitgeteilt, dass die Arbeit gut geschrieben und 

informativ sei. Er könne deshalb nicht verstehen, dass er die Note 3.5 er-

halten habe. Bei der mündlichen Prüfung sei er nervös gewesen und habe 

ein Blackout gehabt, weshalb er nicht alle Fragen habe beantworten kön-

nen. Trotzdem sei seine Leistung besser als die Note 3.5 gewesen. 

Das Dossier im Fach Biologie wurde von den Experten mit der Note 4.5 

bewertet. Die Arbeit wurde gemäss den Kriterien Formelles, Gliederung, 

Inhalt, Darstellung und Eigenständigkeit beurteilt und für einzelne Unterka-

tegorien wurden jeweils begründet Punkte vergeben. Zur mündlichen Prü-

fung führen die Experten in ihrer Stellungnahme aus, zusammenfassend 

könne festgehalten werden, dass der Kandidat trotz Vorbereitungszeit auf 

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die schriftlich gestellten Fragen keine sinnvollen und durchdachten Antwor-

ten habe geben können. Er sei teilweise vage geblieben, er habe Frage-

stellungen nicht verstanden, Fragen nur mit grosser Hilfeleistung beant-

worten können oder einzelne Begriffe anstelle von ganzen Sätzen als Ant-

wort gegeben. Auch im Vergleich mit den übrigen Kandidaten habe er für 

seine mündliche Prüfungsleistung keine bessere Note als eine 2.5 ver-

dient. 

Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, erfüllt die Anforderungen 

an eine hinreichende Substantiierung seiner Rügen nicht. Zur schriftlichen 

Arbeit führt er einzig aus, er habe diese einer befreundeten Biologielehrerin 

gegeben und diese habe die Arbeit als gut und informativ bewertet. Der 

Beschwerdeführer führt jedoch nicht aus, mit welcher Punktzahl er warum 

in welchem Teilbereich seiner Arbeit nicht einverstanden ist. Die Prüfungs-

experten begründen nachvollziehbar für jede einzelne Bewertungskatego-

rie, warum er wie viele Punkte erhalten hat. Gleiches gilt für die Bewertung 

seiner mündlichen Prüfung. Prüfungsnervosität kann jedenfalls kein Grund 

für eine Verbesserung seiner Bewertung sein. Demgegenüber führen die 

Experten für jede Frage einzeln auf, welche Fehler der Beschwerdeführer 

bei der Beantwortung gemacht hat. 

Der Beschwerdeführer hat die ihm eingeräumte Gelegenheit, eine Stel-

lungnahme zur Vernehmlassung der Vorinstanz und der Stellungnahme 

der Experten einzureichen, nicht wahrgenommen. Dies hat zur Folge, dass 

er keine substantiierten Rügen vorbringt, welche die Stellungnahme der 

Experten und die darin erfolgte Begründung der Bewertung der schriftli-

chen Projektarbeit und der diesbezüglichen mündlichen Prüfung im Fach 

Biologie in Frage stellen würden. 

Die Bewertung im Fach Biologie mit der erteilten Note (3.5) ist nicht zu 

beanstanden.  

3.3 Der Beschwerdeführer führt in Bezug auf die Bewertung im Fach 

Deutsch aus, er fände die Note 4 angebracht. Seine Präsentation und die 

Diskussionsrunde seien sehr informativ gewesen. Hinzu komme, dass er 

unterbrochen worden sei, da die Zeit nicht mehr gereicht habe. Bei der 

Befragung habe er von sechs Fragen lediglich zwei nicht beantworten kön-

nen, weil er sie nicht verstanden habe. 

Die Experten führen zum Prüfungsergebnis im Fach Deutsch aus, die Leis-

tung des Beschwerdeführers im Aufsatz sei durchgehend mit „genügend“ 

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bewertet worden. Eine Ausnahme bilde der Hauptteil, welcher mit „besser 

als genügend“ bewertet worden sei, sowie die Leistung im Bereich Recht-

schreibung, welche klar „ungenügend“ gewesen sei. In der mündlichen 

Prüfung habe der Beschwerdeführer 33 von 60 Punkten erreicht. Während 

er im schwach gewichteten Bereich „Kommunikatives Verhalten“ 5 von 6 

Punkten erreicht habe, sei er in den Bereichen „Sprache und Wortschatz“, 

„Gesprächsleitung und Reaktionen“ sowie „Gesprächsbeiträge“ knapp ge-

nügend gewesen. Die beiden Bereiche „Referat“ und „Fachliche Kompe-

tenzen“ seien hingegen klar ungenügend gewesen. So sei das Referat er-

heblich zu kurz gewesen; der Hauptteil und der Schluss seien sehr unbe-

friedigend ausgefallen. Die fachliche Kompetenz müsse als stark ungenü-

gend bewertet werden, da er die zentrale Botschaft des ersten behandelten 

Buches nicht auf den Punkt habe bringen können. Beim zweiten Buch habe 

er den Inhalt nur ansatzweise gekannt. 

Auch hier substantiiert der Beschwerdeführer nicht näher, weshalb die 

Note unangemessen sei. Er bezieht sich in seinen Ausführungen offen-

sichtlich auf die mündliche Prüfung. In seiner Kritik der Bewertung bleibt er 

jedoch oberflächlich. Inwieweit die Präsentation und Diskussion sehr infor-

mativ gewesen seien und welche Fragen er richtig beantwortet habe, legt 

er nicht dar. Zudem vernachlässigt er die weiteren Bewertungskriterien. Die 

Prüfungsexperten hingegen führen nachvollziehbar aus, warum die Note 

der mündlichen Prüfung im Fach Deutsch ungenügend ausgefallen sei. 

Dem kann der Beschwerdeführer nichts entgegenhalten. 

Die Bewertung im Fach Deutsch mit der erteilten Note (3.8) ist nicht zu 

beanstanden.  

3.4 Der Beschwerdeführer beansprucht auch im Fach Volkswirtschaft, Be-

triebswirtschaft und Recht die Note 4. Bei der mündlichen Befragung habe 

er auf alle Fragen zufriedenstellende Antworten gegeben, die inhaltlich und 

fachlich aussagekräftig gewesen seien. Da er mit den Prüfungsthemen täg-

lich zu tun habe, wisse er genau, welche Antworten die Prüfer hätten hören 

wollen. 

Die Prüfungsexperten bringen hierzu in ihrer Stellungnahme vor, es sei un-

klar, ob der Beschwerdeführer die schriftliche oder die mündliche Prüfung 

meine und auf welche Teilfächer er sich beziehe. Die schriftliche Prüfung 

sei mit Teilnote 3, die mündliche mit Teilnote 4 bewertet worden, was eine 

Gesamtnote von 3.5 ergebe. Da der Beschwerdeführer im weiteren Verlauf 

seiner Beschwerdeausführungen dann die mündliche Prüfung im Teilfach 

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Volkswirtschaft nennt, nehme man vorab zu den mündlichen Prüfungen 

Stellung. So sei die mündliche Prüfung Betriebswirtschaft mit 4.5, der Teil 

Volkswirtschaft mit 4.0 und die Prüfung Recht mit 3.0 bewertet worden. 

Dies ergebe eine Gesamtnote von 4.0. In der schriftlichen Prüfung habe 

der Beschwerdeführer 49 von 120 möglichen Punkten erreicht, was der 

gerundeten Note 3 entspreche. Die Prüfungsexperten ergänzen ihre Aus-

führungen mit detaillierten Angaben zu den einzelnen mündlichen Teilprü-

fungen. Sie führen aus, welche Antworten des Beschwerdeführers korrekt 

waren, wo dieser falsche Angaben gemacht hat und welche Fragen er nicht 

beantworten konnte. 

Wiederum legt der Beschwerdeführer nicht substantiiert dar, weshalb die 

Bewertung im Fach Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft und Recht nicht an-

gemessen sei. Aus seinen Ausführungen geht in der Tat nicht klar hervor, 

in welchem Teilbereich des Fachs er die Note als nicht gerechtfertigt findet. 

Alleine mit dem pauschalen Vorbringen, er habe auf alle Fragen zufrieden-

stellende Antworten gegeben, kann er die recht detaillierten Ausführungen 

der Prüfungsexperten zu den einzelnen mündlichen Teilnoten nicht in 

Frage stellen. Dass er mit den Themen der mündlichen Prüfung vertraut 

sei, ändert nichts an den nachvollziehbaren Ausführungen der Prüfungsex-

perten. 

Die Bewertung im Fach Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft und Recht mit 

der erteilten Noten (3.5) ist nicht zu beanstanden. 

3.5 Zusammenfassend erweist sich die Rüge der Unangemessenheit als 

unbegründet, ein anderer Beschwerdegrund macht der Beschwerdeführer 

nicht geltend und lässt sich auch nicht annehmen.  

4.  

Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtenen 

Verfügung kein Bundesrecht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden 

ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einge-

treten werden kann.  

5.  

Entsprechend dem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer die Ver-

fahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Spruchge-

bühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der 

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Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (Art. 63 Abs. 4bis VwVG 

und Art. 2 Abs. 1 VGKE). Sie ist auf Fr. 600.– festzusetzen. Der einbe-

zahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwen-

det. Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung 

zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

6.  

Gemäss Art. 83 Bst. t BGG kann dieses Urteil nicht mit Beschwerde in öf-

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Schweizerische Bundesge-

richt weitergezogen werden. Der vorliegende Entscheid ist demnach end-

gültig. 

 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 600.– wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

  

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4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: Beschwerdebeilagen 

zurück) 

– die Vorinstanz (Einschreiben; Beilagen: Vorakten zurück) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Daniel Willisegger Pascal Waldvogel 

 

 

 

Versand: 5. Februar 2018