# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae5122cd-a072-5836-8d97-71b790359496
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.01.2019 725 18 173/06
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-18-173-06_2019-01-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  10. Januar 2019 (725 18 173 / 06) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Festlegung des versicherten Verdienstes; Höhe der Integritätsentschädigung; Würdi-

gung der Arztberichte 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1965 geborene A.____ erlitt im Jahr 1996 einen Unfall und bezog seit dem 1. Mai 
2000 von der Suva eine Rente gestützt auf einen IV-Grad von 25 % und seit 1. November 2003 
gestützt auf einen IV-Grad von 19 %. Mit Verfügung vom 4. November 2014 wurde ihm zudem 
eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 10 % zugesprochen. Nach zahl-
reichen operativen Eingriffen wurde A.____ am 28. Mai 2015 schliesslich eine Knietotalprothese 
implantiert und am 22. Januar 2016 erfolgte aufgrund persistierender Knieinstabilität eine Pro-

 

 
 
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thesenanpassung. Mit Verfügung vom 7. Juni 2017 erhöhte die Suva die Invalidenrente auf 
30 % und sprach dem Versicherten eine zusätzliche Integritätsentschädigung von 10 % zu. Ei-
ne dagegen erhobene Einsprache hiess die Suva mit Entscheid vom 18. April 2018 teilweise 
gut und erhöhte den IV-Grad rückwirkend ab 1. Juli 2017 auf 34 %. Im Übrigen wurde die Ein-
sprache abgewiesen. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Da-
niel Altermatt, mit Schreiben vom 19. Mai 2018 Beschwerde am Kantonsgericht, Abteilung So-
zialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, der angefochtene Einspracheent-
scheid sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Versicherungsleis-
tungen aus dem Unfallereignis vom 2. Oktober 1996 auszurichten. Ausserdem sei dem Be-
schwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.  
 
C. Mit Verfügung vom 26. Juni 2018 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 
Verbeiständung mit Rechtsanwalt Daniel Altermatt als Rechtsvertreter bewilligt.  
 
D. In ihrer Beschwerdeantwort vom 12. Juli 2018 schloss die Suva auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
E. Die Parteien hielten mit Replik vom 11. Oktober 2018 und Duplik vom 8. November 
2018 an ihren jeweiligen Anträgen und Begründungen fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen form- und frist-
gerecht erhobene – Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin die dem Be-
schwerdeführer gestützt auf einen IV-Grad von 19 % ausgerichtete Rente zu Recht ab 1. Juli 
2017 auf eine Rente gestützt auf einen IV-Grad von 34 % erhöht und eine Integritätsentschädi-
gung im Umfang von 20 % zugesprochen hat.  

 

 
 
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3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 Prozent invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Per-
son mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi-
cherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, 
so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. 
Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der 
Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Darüber 
hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte 
Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren 
persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet 
werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät-
zung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
3.3 Die Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 
vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für 
die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in 
BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit zahlreichen Hinweisen). 
So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärz-
tinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

 

 
 
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konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 353 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Im Rahmen der freien Beweiswürdigung ist es auch ohne 
weiteres zulässig, dass Verwaltung und Gerichte ihren Entscheid in erster Linie auf versiche-
rungsinterne Entscheidungsgrundlagen abstützen (vgl. BGE 123 V 334 E. 1c).  
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet jeweils die Frage, in wel-
chem Ausmass die versicherte Person unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legaldefini-
tion von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch 
die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 
Für die Beurteilung der gesundheitlichen Situation sowie der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-
führers stehen umfangreiche Akten zur Verfügung. Entscheidrelevant sind insbesondere die 
folgenden medizinischen Unterlagen: 
 
4.1 Am 8. Februar 2017 erstattet Dr. med. B.____, Chefarzt Orthopädie Spital C.____, ein 
orthopädisches Gutachten zu Handen der Suva, wobei es inhaltlich darum ging, die Frage eines 
allfälligen ärztlichen Behandlungsfehlers zu klären. Aus dem Gutachten bzw. aus den darin auf-
geführten Angaben des Beschwerdeführers ergibt sich, dass der Versicherte immer noch 
Schmerzen im rechten Knie habe, welche vor allem am Morgen am schlimmsten seien und sich 
in Form von Anlaufschmerzen äusserten. Ausserdem kämen jetzt noch ab und zu Rücken- und 
Schulterschmerzen beidseits dazu. Seit dem Rehabilitationsaufenthalt in D.____ trage er eine 
Otto Bock-Schiene, ohne die das Knie zu instabil wäre. An zwei Stöcken könne er 200-300 Me-
ter gehen. Nur zu Hause lasse er die Stöcke weg und könne hierbei nur weniger als 50 Meter 
gehen. Jeden Tag habe er zwanzig Treppen zu steigen, wobei treppab gehen mehr Schmerzen 
bereite als treppauf. Es bestehe eine leichte Schwellneigung des rechten Knies. Schmerzmittel 
würden 2-3 mal täglich eingenommen. Weiter führt Dr. B.____ aus, der vorliegende Dauerscha-
den sei so ausgeprägt, dass in Anlehnung an die UVG Suva-Tabelle eine Pangonarthrose mit 
einer schlecht funktionierenden Knietotalprothese vorliege (40 %), die mit der zusätzlich persis-
tierenden mindestens zweidimensionalen Instabilität (10 %) bei insgesamt 40-50 % einge-
schätzt werden müsse. Eine spätere Verschlechterung sei nicht ausgeschlossen.  
 
4.2 Mit Bericht vom 21. April 2017 führt der Kreisarzt Dr. med. E.____, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, als Diagnosen einen Status nach Lei-
tersturz am 2.10.1996 aus 3 Meter Höhe mit Ruptur des vorderen Kreuzbandes, medialer Band-
insuffizienz und Meniskusläsion medial am rechten Kniegelenk sowie einen Status nach 14-
maliger Knieoperation rechts, letztmalig am 22.01.2016 (Inlay-Wechsel bei Totalendoprothese 
rechtes Kniegelenk), an. Aktuell bestehe eine Instabilität des rechten Kniegelenks vor allem 
seitlich, belastungsindizierte Beschwerden, Streck- und Beugehemmung des rechten Kniege-
lenks sowie ein Muskeldefizit am rechten Bein. Zur Frage der Arbeitsfähigkeit bzw. der Zumut-
barkeit von Verweistätigkeiten führt Dr. E.____ aus, in Würdigung der klinischen Untersu-
chungsergebnisse, in Kenntnis des gesamten Dossiers und der Bildgebung erachte er folgen-
des Profil als zumutbar: Leichte, streng selbstbestimmt wechselbelastende Tätigkeiten vorwie-
gend sitzend, kein Klettern auf Leitern und Gerüsten, keine Tätigkeiten im Knien oder in der 

 

 
 
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Hocke, Treppensteigen nur kurzzeitig und ausnahmsweise, keine Übertragung von Vibrationen 
auf das rechte Bein. Es sei zu beachten, dass aufgrund der verminderten Mobilität der Arbeits-
weg gegebenenfalls problematisch sein könne. Bei Einhaltung dieses Tätigkeitsprofils sehe er 
eine ganztägige Arbeit als möglich. Allerdings sei ein vermehrter Pausenbedarf zur Erholung 
angezeigt. Die erbrachte Leistung werde deshalb mit 80 % und somit etwas eingeschränkt ge-
schätzt.  
 
4.3 Mit separatem Bericht vom gleichen Tag führt Dr. E.____ zur Begründung seiner 
Schätzung des Integritätsschadens aus, auf den letzten Bildern vor der Implantation der Knieto-
talprothese am rechten Bein stelle sich eine mässige femorotibiale Gonarthrose rechts im mitt-
leren Bereich dar. Zusammen mit der noch klinisch vorhandenen Instabilität am rechten Kniege-
lenk sehe er in Analogie zu Tabelle 5 der Suva einen Zustand, wie er bei einer schweren Arth-
rose femorotibial im unteren Bereich gegeben wäre. Der Integritätsschaden werde deshalb mit 
20 % geschätzt. Der Zustand sei bei implantierter Knietotalendoprothese als dauerhaft und er-
heblich zu klassifizieren.  
 
4.4 Mit Bericht vom 9. Juli 2018 nimmt PD Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie, 
G.____-Kompetenzzentrum, Stellung zur Frage der Höhe der Integritätsentschädigung. Vorweg 
hält er gestützt auf die Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG heu-
te: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) fest, dass bei Endoprothesen auf den unkorri-
gierten Zustand abzustellen sei, d.h. auf den Schweregrad der Arthrose vor Prothesenimplanta-
tion. Bei Prothesen, die direkt nach dem Unfall eingesetzt würden, würden die Spalten 5 und 6 
der UVG Suva-Tabelle 5 (Endoprothesen guter bzw. schlechter Erfolg) zur Anwendung gelan-
gen. Bei dem Versicherten sei erst elf Jahre nach dem initialen Ereignis, und nachdem zahlrei-
che gelenkerhaltende Eingriffe zur Behandlung von Unfallfolgen vorgenommen worden seien, 
ein chirurgischer Gelenksersatz durchgeführt worden. Die in Tabelle 5 angegebenen Spalten 
fünf und sechs, würden somit nicht zur Anwendung gelangen und die Begründung im Gutach-
ten von Dr. B.____, es liege eine „schlecht funktionierende Knietotalprothese“ vor, sei somit für 
die Schätzung eines Integritätsschadens unzutreffend. Zur Feststellung des unkorrigierten Zu-
stands des Kniegelenks verweist PD Dr. F.____ auf die jüngsten vorliegenden Röntgenaufnah-
men vom 27.05.2015 vor Implantation hin. Darauf sei eine medial betonte, mässig ausgeprägte 
Pangonarthrose ersichtlich. Nach Verwendung des Lig. Patellae als das Kreuzband ersetzen-
des Transplantat, sei auch der femoropatellare Anteil, also nicht nur femorotibial, zu berücksich-
tigen. Tabelle 5 nenne für die mässige Form 10-30 %. Bei Instabilitäten werde gemäss Tabelle 
6 maximal eine Integritätseinbusse von 8 % berücksichtigt. Gemäss Tabelle 5 sei aber bei Vor-
liegen von Arthrose und Instabilität derjenige Zustand für die Integritätsentschädigung massge-
bend, der die höhere Schätzung aufweise. Der bildgebend durch die Pangonarthrose dokumen-
tierte Integritätsschaden sei mit 20 % einzuschätzen. Da die Instabilität gemäss Tabelle 6 selbst 
in maximaler Ausprägung einen 20%igen Integritätsschaden nicht zu überschreiten vermöge, 
bleibe es bei einem Integritätsschaden von 20 %. 
 
5.1 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bzw. der 
Zumutbarkeit auf die Beurteilung von Dr. E.____ abgestellt. Der Beschwerdeführer bringt dage-
gen vor, es seien lediglich die Beschwerden am Knie berücksichtigt worden. Er leide jedoch 

 

 
 
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infolge des Gehens mit Gehstöcken unter Rücken- und Schulterbeschwerden. Diese Be-
schwerden seien anlässlich der Untersuchung durch das Spital C.____ dokumentiert worden.  
 
Die Beschwerdegegnerin weist diesbezüglich zu Recht daraufhin, dass im Gutachten von 
Dr. B.____ lediglich festgehalten wurde, dass der Beschwerdeführer angegeben habe, ab und 
zu unter Rücken- und Schulterschmerzen zu leiden. Es sei keine diesbezügliche Untersuchung 
oder Einschätzung dieser Beschwerden als unfallkausal oder auch nur die Arbeitsfähigkeit ein-
schränkend erfolgt. Zudem liegen auch keine medizinischen Berichte vor, welche zu einer an-
deren Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bzw. des Zumutbarkeitsprofils führen könnten.  
Dr. E.____ hat den Beschwerdeführer bereits im Juni 2014 und nun anlässlich der kreisärztli-
chen Untersuchung im April 2017 erneut untersucht. Wie die Suva zu Recht ausgeführt hat, ist 
der von Dr. E.____ am 21. April 2017 verfasste Bericht bzw. das erstellte Zumutbarkeitsprofil 
sorgfältig begründet, nachvollziehbar und stellt die Einschränkungen des Beschwerdeführers 
vollumfänglich dar. Es sind keine Indizien ersichtlich, die auch nur geringe Zweifel an der Beur-
teilung durch Dr. E.____ aufkommen lassen würden. Auf das erstellte Zumutbarkeitsprofil (vgl. 
oben E. 4.2) kann demzufolge abgestellt werden und es kann festgehalten werden, dass der 
Beschwerdeführer für eine solche Tätigkeit im Umfang von 80 % arbeitsfähig ist.  
 
5.2  Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, der versicherte Verdienst sei von der 
Beschwerdegegnerin falsch festgelegt worden. Dieser sei in Analogie zu Art. 24 Abs. 2 UVV auf 
den Zeitpunkt der Rentenerhöhung neu festzusetzen.  
 
Gemäss Art. 15 Abs. 2 UVG gilt als versicherter Verdienst für die Bemessung der Renten der 
innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn. Gestützt auf Art. 15 Abs. 3 UVG hat der 
Bundesrat in Art. 24 UVV ergänzende Vorschriften erlassen. Nach Abs. 2 dieser Bestimmung 
ist, falls die Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit 
beginnt, der Lohn massgebend, den der Versicherte ohne den Unfall oder die Berufskrankheit 
im Jahre vor dem Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er höher ist als der letzte vor dem Unfall 
oder dem Ausbruch der Berufskrankheit erzielte Lohn. Vorliegend findet diese Bestimmung kei-
ne Anwendung da der Beschwerdeführer seine Rente bereits rund drei Jahre nach dem Unfall-
ereignis bezog. Mit Verfügung vom 10. Mai 2000 wurde der versicherte Verdienst gemäss 
Art. 15 Abs. 2 UVG auf Fr. 52‘891.-- festgelegt. Eine dagegen erhobene Einsprache wurde mit 
Entscheid vom 7. Juli 2000 abgewiesen. Dieser Einspracheentscheid ist in Rechtskraft erwach-
sen. Folglich findet Art. 24 UVV vorliegend keine Anwendung. Somit ist die Beschwerdeführerin 
korrekterweise von einem versicherten Verdienst von Fr. 52‘891.-- ausgegangen. Ein Anwen-
dungsfall von Art. 24 UVV liegt nicht vor.  
 
5.3  Vom Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstandet wurde die von der IV-Stelle vorge-
nommene Berechnung des Validen- und Invalideneinkommens, weshalb darauf abgestellt wer-
den kann. Insbesondere kann festgehalten werden, dass die im Einspracheentscheid der Suva 
gegenüber ihrer Verfügung – zu Gunsten des Beschwerdeführers – erfolgte Erhöhung des lei-
densbedingten Abzugs bei der Berechnung des Invalideneinkommens von 10 % auf 15 % nicht 
zu beanstanden ist. Die Suva hat zu Recht einen zusätzlichen Abzug von 5 % für die einge-
schränkte Mobilität des Beschwerdeführers vorgenommen. Ein leidensbedingter Abzug von 

 

 
 
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insgesamt 15 % erweist sich als angemessen. Folglich ist mit der Suva von einem Validenein-
kommen von Fr. 69‘390.-- sowie einem Invalideneinkommen von Fr. 45‘915.-- auszugehen, 
woraus ein IV-Grad von – gerundet – 34 % resultiert. 
 
6.1 Weiter beanstandet der Beschwerdeführer die Festsetzung der Integritätseinbusse auf 
20 %.  
 
6.2 Nach Art. 24 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-
schädigung, wenn er durch den Unfall bzw. die Berufskrankheit (vgl. Art. 9 Abs. 3 UVG) eine 
dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Nach 
Art. 36 UVV gilt ein Integritätsschaden dann als dauernd, wenn er voraussichtlich während des 
ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche 
oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträch-
tigt wird. Die Höhe der Integritätsentschädigung wird nach Art. 25 UVG entsprechend der 
Schwere des Integritätsschadens abgestuft; der Bundesrat erhält die Kompetenz zur Regelung 
der Bemessung der Entschädigung. Dementsprechend wurden Richtlinien in Anhang 3 der UVV 
erlassen. Die SUVA hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungs-
grundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese sind, soweit sie Richtwerte enthalten, mit 
denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 
zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 ff.). 
 
6.3 Die Beurteilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt den ärztlichen Sachverstän-
digen. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkundigen Diagnosen 
selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offengelassenen Bemessungs-
spielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt (RKUV 1998 Nr. U 296 S. 235 E. 2d; 
vgl. auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 191/00 vom 13. Januar 2002, 
E. 2c, wonach es sich bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beein-
trächtigung um eine Tatfrage handelt, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf 
fachärztliche Mithilfe angewiesen sind, da von einem medizinischen Laien eine zuverlässige 
Zuordnung nicht erwartet werden kann). 
 
6.4 Die Beschwerdegegnerin hat die Integritätsentschädigung gestützt auf die Schätzun-
gen bzw. Beurteilungen durch Dr. E.____ sowie Dr. F.____ auf 20 % festgesetzt. Der Be-
schwerdeführer beruft sich dagegen auf das Gutachten von Dr. B.____ vom 8. Februar 2017, 
wonach der vorliegende Dauerschaden so ausgeprägt sei, dass in Anlehnung an die UVG 
Suva-Tabelle eine Pangonarthrose mit einer schlecht funktionierenden Knietotalprothese vorlie-
ge (40 %), die mit der zusätzlich persistierenden mindestens zweidimensionalen Instabilität 
(10 %) bei insgesamt 40-50 % eingeschätzt werden müsse. Dr. F.____ hat in seinem Bericht 
vom 9. Juli 2018 ausführlich und überzeugend dargelegt, weshalb nicht auf die Einschätzung 
von Dr. B.____ abgestellt werden kann. Insbesondere ist mit Dr. F.____ davon auszugehen, 
dass gemäss Suva-Tabelle 5 bei Endoprothesen für die Schätzung der Integritätseinbusse von 
einem unkorrigierten Zustand auszugehen ist und Dr. B.____ für seine Schätzung den Zustand 
mit Endoprothese berücksichtigt hat. Ebenfalls hat Dr. F.____ zutreffend dargelegt, dass bei 
gleichzeitigem Bestehen einer Arthrose (Suva-Tabelle 5) wie auch einer Gelenksinstabilität 

 

 
 
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(Suva-Tabelle 6) derjenige Zustand massgebend ist, welcher die höhere Schätzung aufweist. 
Vorliegend ist dies der Integritätsschaden, welcher sich aus der – wie Dr. F.____ nachvollzieh-
bar begründet – mässig ausgeprägten Pangonarthrose ergibt, welche von ihm auf 20 % bezif-
fert wird (vgl. dazu oben E. 4.4). Im Gegensatz dazu hat Dr. B.____ fälschlicherweise eine Addi-
tion der durch die beiden Gesundheitsbeeinträchtigungen entstandenen Integritätsschäden vor-
genommen. Insgesamt erscheint mit Dr. F.____ und Dr. E.____ eine Integritätsentschädigung 
gestützt auf eine Integritätseinbusse von 20 % als angemessen. 
 
7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Suva zu Recht die Invalidenrente des Be-
schwerdeführers ab 1. Juli 2017 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 34 % und ausgehend 
von einem versicherten Verdienst von Fr. 52‘891.-- und den Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 20 % festgesetzt 
hat. Demzufolge ist die vorliegende Beschwerde abzuweisen.  
 
8.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
8.2 Dem Prozessausgang entsprechend wird dem Beschwerdeführer keine Parteientschä-
digung zugesprochen. Da dem Beschwerdeführer jedoch mit Verfügung vom 26. Juni 2018 die 
unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, ist dieser für 
seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tariford-
nung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unent-
geltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
hat in seiner Honorarnote vom 13. Dezember 2018 für das vorliegende Verfahren einen Zeit-
aufwand von 7,42 Stunden geltend gemacht. Dieser Aufwand erweist sich angesichts der sich 
stellenden Rechtsfragen als angemessen. Nicht zu beanstanden sind auch die geltend gemach-
ten Auslagen von Fr. 76.--. Dem Rechtsvertreter ist somit ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘680.10 (7,42 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 76.-- + 7,7 % Mehrwertsteu-
er) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
8.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 

 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘680.10 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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