# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8ba7b49-6167-5362-84ff-a2c14fbe8f74
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.04.2025 715 24 324 (715 2024 324)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-24-324_2025-04-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 15. April 2025 (715 24 324) 
 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Ungenügende Arbeitsbemühungen vor Stellenlosigkeit; anwendbares Recht bei Status 
als echter Grenzgänger während des Anstellungsverhältnisses und bei Zuzug in die 
Schweiz nach der Kündigung 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Arbeitsvermittlung, Bahnhofstrasse 32, 4133 Prat-
teln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung  

 
 
 

A. Die 1989 geborene A.____ war seit dem 9. April 2018 bei der C.____ AG als Assistentin 
HR mit Arbeitsort D.____ in der Schweiz angestellt. Aufgrund der Schliessung des französischen 
Marktes wurde ihr am 21. November 2023 per 31. Januar 2024 gekündigt. Zur Zeit der Kündigung 
war die Versicherte als französische Staatsangehörige in Frankreich wohnhaft und im Besitz einer 
Grenzgängerbewilligung G EU/EFTA. Am 31. Januar 2024 verlegte sie ihren Wohnsitz nach 
E.____ in der Schweiz und meldete sich gleichentags online beim zuständigen 

 

 
 
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Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung sowie zum Bezug von Arbeitslosenent-
schädigung ab 1. Februar 2024 an. Mit Verfügung vom 13. März 2024 stellte das RAV E.____ die 
Versicherte wegen mangelnder Arbeitsbemühungen vor Stellenlosigkeit für acht Tage ab 1. Feb-
ruar 2024 in der Anspruchsberechtigung ein. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache 
wies das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) Baselland mit Entscheid vom 8. Oktober 
2024 ab. 
 
B. Gegen den Einspracheentscheid vom 8. Oktober 2024 erhob die Versicherte am 24. Ok-
tober 2024 Beschwerde an das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt), und beantragte dessen Aufhebung. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass 
sie bis 31. Januar 2024 in Frankreich wohnhaft gewesen sei und damit französischem Recht un-
terstanden habe. Gemäss den geltenden Bestimmungen sei sie nicht verpflichtet gewesen, wäh-
rend der Kündigungsfrist Arbeitsbemühungen nachzuweisen. Die schweizerischen Behörden 
könnten keine Sanktionen für einen Zeitraum verhängen, in dem französisches Recht gegolten 
habe. Da sie erst ab dem 1. Februar 2024 in der Schweiz wohnhaft sei und Arbeitslosentaggelder 
beanspruche, würden die schweizerischen Pflichten zur Stellensuche erst ab diesem Zeitpunkt 
greifen. Für die Zeit ab 1. Februar 2024 sei sie ihren Pflichten als Stellensuchende stets nachge-
kommen.  
 
C. Das KIGA schloss in seiner Vernehmlassung vom 6. November 2024 auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 kann der Bundesrat die ört-
liche Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 
2000 regeln. Gemäss Art. 128 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 richtet sich die Beurteilung der 
Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts nach Art. 119 AVIV. Laut Art. 128 Abs. 2 
AVIV ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen (Einspracheentscheide) einer 
kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig. Anfechtungsob-
jekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Einspracheentscheid, den das KIGA als kantonale 
Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen hat, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde vom 24. Oktober 2024 ist somit einzutreten.  
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 entscheidet die präsidierende Person der Abteilung 

 

 
 
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Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von 
Fr.  20'000.-- durch Präsidialentscheid. Vorliegend wurde die Beschwerdeführerin während acht 
Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt. Bei einem Taggeld von Fr. 125.20 liegt der 
Streitwert unter der erwähnten Grenze von Fr. 20'000.--, weshalb die Angelegenheit in die Kom-
petenz der präsidierenden Person der Abteilung Sozialversicherungsrecht fällt. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zu Recht 
infolge ungenügender Arbeitsbemühungen während der Kündigungsfrist eingestellt hat.  
 
3. Es liegt ein länderübergreifender Sachverhalt vor, der auf der Grundlage von Art. 8 des 
Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsab-
kommen [FZA]; abgeschlossen am 21. Juni 1999) und Art. 1 Abs. 1 Anhang II FZA in Verbindung 
mit Art. 11 ff. der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates 
vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (VO Nr. 883/2004) und 
den diese konkretisierenden Vorgaben der Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen 
Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die 
Durchführung der VO Nr. 883/2004 (VO Nr. 987/2009) zu beurteilen ist. Die entsprechenden 
Bestimmungen finden in der Arbeitslosenversicherung durch den Verweis in Art. 121 Abs. 1 lit. a 
AVIG Anwendung (BGE 148 V 209 E. 4.1).   
 
3.1 Nach Art. 11 Abs. 1 VO Nr. 883/2004 unterliegen Personen, für die die Verordnung gilt, 
den Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedsstaates. Eine Person, die in einem Mitgliedstaat eine 
Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit ausübt, unterliegt den Rechtsvorschriften dieses 
Staates (Art. 11 Abs. 2 lit. c VO Nr. 883/2004, Tätigkeitsstaatsprinzip, lex loci laboris).  
 
3.2 Gemäss Art. 1 lit. f der VO Nr. 883/2004 bezeichnet der Ausdruck «Grenzgänger» eine 
Person, die in einem Mitgliedstaat eine Beschäftigung oder eine selbstständige Erwerbstätigkeit 
ausübt und in einem anderen Mitgliedstaat wohnt, in den sie in der Regel täglich, mindestens 
jedoch einmal wöchentlich zurückkehrt. Während des Anstellungsverhältnisses unterliegt der 
Grenzgänger oder die Grenzgängerin in Anwendung des Tätigkeitsstaatsprinzips den Rechtsvor-
schriften des Staates, in dem die versicherte Person ihre Erwerbstätigkeit ausübt. Sogenannte 
«echte» Grenzgänger und Grenzgängerinnen begründen in der Regel keinen Zweitwohnsitz im 
Staat der Tätigkeit; ihr Aufenthalt im Tätigkeitsstaat dient allein der Ausübung einer Erwerbstätig-
keit (Weisung über die Auswirkungen der Verordnungen [EG] Nr. 883/2004 und 987/2009 auf die 
Arbeitslosenversicherung [Weisung ALE 883], Stand 1. Januar 2025, Rz. A 24 [bzw. A 27 in der 
bis 31. Dezember 2024 anwendbaren Fassung] und D 21 [unverändert gegenüber Stand vom 
1. Januar 2022]). Tritt bei einer solchen Person die (Voll-)Arbeitslosigkeit ein, hat sie sich der 
Arbeitsverwaltung des Wohnmitgliedsstaats zur Verfügung zu stellen (Art. 65 Abs. 2 VO 
Nr. 883/2004). Eine Person, die bei Arbeitslosigkeit nach den Rechtsvorschriften des Wohnmit-
gliedsstaates Leistungen gemäss Art. 65 erhält, unterliegt somit den Rechtsvorschriften dieses 
Staates (Art. 11 Abs. 3 lit. c VO Nr. 883/2004).  
3.3 Ziehen Grenzgänger oder Grenzgängerinnen nach Eintritt der Arbeitslosigkeit vom 
Wohnstaat in den Staat ihrer letzten Tätigkeit, fällt der in Art. 65 Abs. 2 VO Nr. 883/2004 

 

 
 
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angeordnete Zuständigkeitswechsel dahin und der Staat der letzten Tätigkeit wird für die Leis-
tungsausrichtung zuständig (Weisung ALE 883 Rz. D 23, vgl. Art. 65 Abs. 2 Satz 3 VO Nr. 
883/2004). Sie behalten den Anspruch auf Geldleistungen im Wohnstaat unter den in Art. 64 Abs. 
1 genannten Voraussetzungen (Leistungsexport): Vor der Abreise muss die arbeitslose Person 
während mindestens vier Wochen nach Beginn der Arbeitslosigkeit bei der Arbeitsverwaltung des 
Wohnstaates als arbeitssuchende Person gemeldet gewesen sein und zur Verfügung gestanden 
haben, wobei die zuständige Arbeitsverwaltung eine frühere Abreise genehmigen kann (lit. a). 
Die arbeitslose Person muss sich (in der Regel innert sieben Tagen) bei der Arbeitsverwaltung 
des Mitgliedsstaates, in den sie sich begibt, als arbeitssuchend melden, sich den dortigen Kon-
trollvorschriften unterwerfen und die Voraussetzungen der Rechtsvorschriften des Mitgliedsstaa-
tes erfüllen (lit. b). Der Leistungsanspruch gegenüber dem ursprünglich zuständigen Wohnstaat 
wird in diesen Fällen während drei Monaten von dem Zeitpunkt an, ab welchem die versicherte 
Person der Arbeitsverwaltung des Wohnstaates nicht mehr zur Verfügung gestanden hat, auf-
rechterhalten (lit. c). Die Leistungen werden vom zuständigen Träger nach den für ihn geltenden 
Rechtsvorschriften und für seine Rechnung gewährt (lit. d; vgl. zum Ganzen auch: Weisung ALE 
883 Rz. G 1 ff.).  
 
4. Den Akten ist folgender Sachverhalt zu entnehmen: Die Beschwerdeführerin war seit 
dem 9. April 2018 bei der C.____ AG als Assistentin HR mit Arbeitsort D.____ in der Schweiz 
angestellt. Mit Schreiben vom 21. November 2023 wurde ihr aufgrund der Schliessung des fran-
zösischen Marktes per 31. Januar 2024 gekündigt. Zur Zeit der Kündigung war die Versicherte 
als französische Staatsangehörige in Frankreich wohnhaft und im Besitz einer Grenzgängerbe-
willigung G EU/EFTA. Am 31. Januar 2024 verlegte sie ihren Wohnsitz nach E.____ in der 
Schweiz (Ausstelldatum der Aufenthaltsbewilligung B: 1. Februar 2024). Gleichentags meldete 
sie sich online zur Arbeitsvermittlung sowie zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung ab 
1. Februar 2024 an.  
 
5.1 Unter den Parteien ist strittig, welcher Rechtsordnung die Beschwerdeführerin in der Zeit 
während der Kündigungsfrist unterstand. Während die Beschwerdegegnerin davon ausgeht, dass 
durchgehend Schweizer Recht anwendbar gewesen ist, vertritt die Beschwerdeführerin die Auf-
fassung, dass sie erst mit dem Zuzug in die Schweiz die Voraussetzungen des AVIG zu erfüllen 
hatte und aufgrund des Wohnorts bis zu diesem Zeitpunkt französisches Recht anwendbar ge-
wesen ist.  
 
5.2 Die Beschwerdeführerin war während des Anstellungsverhältnisses mit der C.____ AG 
als echte Grenzgängerin zu qualifizieren, da sie ihren Wohnort in Frankreich hatte, jedoch täglich 
zu ihrem Arbeitsort in der Schweiz zur Ausübung ihrer Erwerbstätigkeit reiste. Entsprechend dem 
in Art. 11 Abs. 2 lit. c VO Nr. 883/2004 festgehaltenen Tätigkeitsstaatsprinzips unterstand sie in 
sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht während der Zeit der Beschäftigung bei der C.____ AG 
dem schweizerischen Recht. Dies gilt auch für die Zeit der Kündigungsfrist, da sich die Beschwer-
degegnerin auch in dieser Zeit in einem Arbeitsverhältnis befand. Erst mit dem Ende des Arbeits-
verhältnisses per 31. Januar 2024 findet ein Zuständigkeitswechsel zum Wohnsitzstaat statt. Da 
die Beschwerdeführerin indessen unbestrittenermassen ab Beginn der Arbeitslosigkeit in der 
Schweiz angemeldet und wohnhaft war, fand dieser Zuständigkeitswechsel nicht statt bzw. führte 

 

 
 
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der Wechsel vom Tätigkeitsstaatsprinzip zum Wohnstaatsprinzip zu keiner Änderung der Zustän-
digkeit. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 6. November 2024 zu Recht 
ausführt, war die Beschwerdeführerin somit während des gesamten hier interessierenden Zeit-
raums dem schweizerischen Recht unterstellt. Da der Zeitpunkt des Wohnsitzwechsels überdies 
mit dem Beginn der Arbeitslosigkeit zusammenfiel, steht vorliegend auch ein Leistungsexport 
nach Art. 64 VO Nr. 883/2004 (vgl. E. 3.3 hiervor) nicht zur Diskussion. 
 
5.3 Nach dem Ausgeführten ist im Sinne eines Zwischenergebnisses festzustellen, dass so-
wohl während des Anstellungsverhältnisses (inklusive Kündigungsfrist) als auch während der Ar-
beitslosigkeit der Beschwerdeführerin aus arbeitslosenversicherungsrechtlicher Sicht das 
schweizerische Recht anwendbar ist. Die Beschwerdeführerin hat somit die Anspruchsvoraus-
setzungen und Pflichten des schweizerischen Arbeitslosenversicherungsrechts zu erfüllen.  
 
6.1 Nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 AVIG muss die versicherte Person mit Unterstützung des 
Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu ver-
kürzen (BGE 124 V 225 E. 2a). Im Rahmen dieser Schadenminderungspflicht ist die versicherte 
Person insbesondere verpflichtet, Arbeit (wenn nötig auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes) 
zu suchen und ihre diesbezüglichen Bemühungen nachzuweisen (Art. 17 Abs. 1 Satz 2 AVIG und 
Art. 26 AVIV; THOMAS NUSSBAUMER in: Schindler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann [Hrsg.], 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, Basel 2016, Rz. 312). 
Aus der Pflicht, den Eintritt der Arbeitslosigkeit zu verhindern, fliesst die Last für die versicherte 
Person, sich bereits vom Zeitpunkt der Kündigung des früheren Arbeitsverhältnisses an und damit 
vor Eintritt der Arbeitslosigkeit intensiv um eine neue Arbeit zu bemühen (BGE 139 V 524 E. 2.1.2 
mit Hinweisen). Die versicherte Person hat sich dementsprechend während einer allfälligen Kün-
digungsfrist, aber auch generell während der Zeit vor der Anmeldung unaufgefordert um Stellen 
zu bemühen. Sie kann sich insbesondere nicht damit exkulpieren, nicht gewusst zu haben, dass 
sie schon vor der Anmeldung zum Leistungsbezug zur ernsthaften Arbeitssuche verpflichtet war 
und nicht darauf aufmerksam gemacht worden sei (Urteil des Bundesgerichts vom 14. November 
2018, 8C_209/2018, E. 3.2). 
 
6.2 Kommt die versicherte Person der Verpflichtung, sich persönlich genügend um zumut-
bare Arbeit zu bemühen, nicht nach, kann die kantonale Amtsstelle gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c 
AVlG eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen. Auf den Erfolg der Bemühungen 
kommt es dabei nicht an, sondern nur auf deren Intensität. Die Sanktion soll arbeitslose Versi-
cherte zur Stellensuche anspornen und vor allem eine missbräuchliche Beanspruchung der Ar-
beitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung bezweckt auch 
eine angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person an jenem Schaden, den sie durch ihr 
pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosenversicherung natürlich und adäquat kausal zufügte 
(BGE 124 V 225 E. 2b). Die Einstellung hat folglich die Funktion einer Haftungsbegrenzung der 
Versicherung für Schäden, welche die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern kön-
nen. Als Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Ver-
schuldensprinzip beherrscht (vgl. Thomas Nussbaumer, a.a.O., Rz. 828). 
 

 

 
 
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6.3 Der Beschwerdeführerin wurde am 21. November 2023 per 31. Januar 2024 gekündigt. 
Der für die Stellenbemühungen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit zu berücksichtigende Zeitraum 
umfasst damit die 2 Monate und zehn Tage zwischen der Kündigung und dem Eintritt der Arbeits-
losigkeit.  
 
6.4 Aufgrund der Akten steht fest, dass die Beschwerdeführerin im zu beurteilenden Zeit-
raum zwei Stellenbewerbungen verfasst hat (Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen für 
den Monat Januar 2024, Akten der Beschwerdegegnerin S. 80). Wie die Beschwerdegegnerin im 
angefochtenen Entscheid vom 8. Oktober 2024 nachvollziehbar und zu Recht ausführt, ist die 
Beschwerdeführerin damit ihrer Schadensminderungspflicht in unentschuldigter Weise bloss un-
genügend nachgekommen. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin beschränken sich auf die 
Ausführungen zum anwendbaren Recht und stellen nicht in Abrede, dass sie bei Anwendung des 
schweizerischen Rechts ungenügende Arbeitsbemühungen getätigt hat. Weitere Ausführungen 
zum Tatbestand von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG erübrigen sich damit. Es kann diesbezüglich auf 
die zutreffenden Ausführungen in den Ziffern 9.3 und 10 des angefochtenen Einspracheent-
scheids verwiesen werden. 
 
6.5 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin die Einstelldauer zu Recht auf 8 Tage fest-
gesetzt hat.  
 
6.5.1 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 
3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem 
und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV). Bei der Festlegung der 
Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung besteht für die anwendenden Behörden ein 
relativ grosser Ermessensspielraum. Bei der Beurteilung dieses Ermessens im Einzelfall ist der 
vom Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) als Aufsichtsbehörde der Durchführungsorgane der 
Arbeitslosenversicherung herausgegebene Einstellraster zu berücksichtigen, welcher die Ge-
währung einer möglichst einheitlichen Rechtsanwendung in den Kantonen zum Ziel hat. Der Ras-
ter entbindet aber die Durchführungsstellen der Arbeitslosenversicherung nicht von einer konkre-
ten Einzelfallprüfung, sondern verpflichtet diese vielmehr dazu, von den Angaben des Rasters 
abzuweichen, wenn Umstände vorliegen, welche dies verlangen. Eine Einstellung ist jeweils für 
jeden Monat mit ungenügenden Arbeitsbemühungen vorzunehmen (vgl. NUSSBAUMER, a.a.O., 
Rz. 862 und 844). 
 
6.5.2 Der Einstellraster sieht für die ungenügende Bemühung um Arbeit während einer Kün-
digungsfrist von zwei Monaten eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 6 bis 8 Tagen 
und bei einer dreimonatigen Kündigungsfrist eine solche von 9 bis 12 Tagen vor (vgl. Weisung 
AVIG ALE [AVIG-Praxis ALE], Stand: 1. Januar 2025 [unverändert gegenüber Stand: 1. Juli 2024] 
Rz. D79 "Einstellraster" unter 1.A; vgl. auch BGE 141 V 365 E. 2.3). Die Verwaltungsweisungen 
sind für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber 
berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der 
anwendbaren gesetzlichen Bestimmunen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen 
Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der recht-
lichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne 

 

 
 
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Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 
141 V 365 E. 2.4). 
 
6.5.3 Die Vorinstanz setzte die Einstelldauer innerhalb des für ein leichtes Verschulden vor-
geschriebenen Rahmens von 1 bis 15 Tagen auf 8 Tage fest. Dabei hat sie augenscheinlich den 
Beobachtungszeitraum von zwei Monaten und zehn Tagen berücksichtigt und den höheren Wert 
für eine zweimonatige Kündigungsfrist herangezogen, was unter Berücksichtigung des Ermes-
sens der Vorinstanz nicht zu beanstanden ist. Festzustellen ist, dass die Beschwerdeführe-
rin – trotz zweier Bewerbungen im Januar 2024 – während des gesamten zu berücksichtigenden 
Zeitraums ungenügende Arbeitsbemühungen getätigt hat. Verschuldensmindernde oder  
-verschärfende Gründe wurden von der Vorinstanz nicht erkannt. Solche werden von der Be-
schwerdeführerin nicht vorgebracht und sind aus den Akten nicht ersichtlich.  
 
7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Versicherte sowohl während der Anstellung 
als auch während der Arbeitslosigkeit schweizerischem Recht unterstand. In den zwei Monaten 
und zehn Tagen vor der Anmeldung bei der Arbeitsvermittlung vom 31. Januar 2024 tätigte sie 
bloss ungenügende Arbeitsbemühungen im Sinne von Art. 17 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 
26 AVIV und verletzte folglich ihre Schadenminderungspflicht. Die verfügte Einstellung in der An-
spruchsberechtigung von 8 Tagen ist nicht zu beanstanden, weshalb die dagegen gerichtete Be-
schwerde abzuweisen ist. 
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat.  Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.