# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2549b253-3ba4-579d-8589-c4da73bdbcc8
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-04-05
**Language:** de
**Title:** Abenteuerspielplatz in einer Erholungszone. Zonenkonformität. Lärmschutz.
**Docket/Reference:** BRGE IV Nr. 0046/2018
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/entscheidauszug_aus_brge_iv_nr._0046-2018_vom_5._april_2018.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 

4. Abteilung 

G.-Nr. 
BRGE IV Nr. 

R4.2017.00088 
0046/2018 

Entscheid vom 5. April 2018 

Mitwirkende 

Abteilungspräsident  Reto  Philipp,  Baurichter  Alexander  Seiler,  Baurichter 
Urs Hany, Gerichtsschreiberin Christine Suter-Pfannes     

in Sachen 

Rekurrentin 

Stockwerkeigentümergemeinschaft X, [….]  

gegen 

Rekursgegner 

1.  Bauausschuss der Stadt Winterthur, Pionierstrasse 7, 8403 Winterthur  
2.  Verein YZ, [….]  

betreffend 

Bauausschussbeschluss vom 13. Juni 2017; Baubewilligung für Abenteuer-
spielplatz, Winterthur-Veltheim 
______________________________________________________ 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
hat sich ergeben: 

A. 

Mit Beschluss vom 13. Juni 2017 erteilte der Bauausschuss der Stadt Win-

terthur dem Verein YZ unter Nebenbestimmungen die baurechtliche Bewil-

ligung  für  die  Errichtung  eines  Abenteuerspielplatzes  [….]  in  Winterthur-

Veltheim.  

B. 

Hiergegen  wandte  sich  die  Stockwerkeigentümergemeinschaft  X  mit  Ein-

gabe vom 15. Juli 2017 fristgerecht an das Baurekursgericht und stellte fol-

gende Anträge: 

"1.  Der  Beschluss  des  Bauausschusses  vom  13.  Juni  2017  sei  aufzuhe-

ben.  

2.  Eventualiter seien die Betriebszeiten auf das USG/LSV-konforme Mass 

zu beschränken. 

3.  Es sei ein Augenschein durchzuführen. 

4.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolge." 

C. 

Mit  Präsidialverfügung  vom  20.  Juli  2017  wurde  vom  Rekurseingang  Vor-

merk  genommen  und  das  Vernehmlassungsverfahren  antragsgemäss  sis-

tiert.  Gleichzeitig  wurde  die  Stockwerkeigentümergemeinschaft  aufgefor-

dert,  innert  30  Tagen  entweder  nachzuweisen,  dass  sämtliche  Stockwer-

keigentümer  den  Rechtsvertreter  oder  den  Verwalter  zur  Rekurserhebung 

bevollmächtigt hätten, oder den Nachweis zu erbringen, dass über die Re-

kurserhebung ein nach Verwaltungsreglement und Art. 712 m ff. des Zivil-

gesetzbuches  (ZGB)  gültiger  Beschluss  der  Versammlung  der  Stockwer-

keigentümer gefasst worden sei.  

Am 11. August 2017 reichte die Rekurrentin Zustimmungserklärungen von 
11  der  insgesamt  14  Eigentümer  ein  und  teilte  mit,  die  Stockwerkeigentü-

mergemeinschaft habe mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, einen 
Rekurs gegen die Bewilligung des Abenteuerspielplatzes zu erheben.  

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D. 

Auf  entsprechendes  Gesuch  der  Bauherrschaft  vom  13.  September  2017 

hin wurde das Rekursverfahren mit Präsidialverfügung vom 15. September 

2017 fortgesetzt und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet.  

Der private Rekursgegner schloss in seiner Stellungnahme vom 6. Oktober 

2017  auf Abweisung  des  Rekurses,  sofern  darauf  einzutreten  sei. Die  Vo-

rinstanz beantragte in ihrer Rekursantwort, es sei der Rekurs abzuweisen, 

unter Kostenfolge zu Lasten der Rekurrentin.  

E. 

Sowohl  die  Rekurrentin  in  ihrer  Replik  vom  13.  November  2017  als  auch 

die Vorinstanz und Bauherrschaft in ihren Dupliken vom 6. Dezember 2017 

bzw.  7.  Dezember  2017  hielten  an  ihren  Anträgen  fest.  Die  Rekurrentin 

reichte am 22. Dezember 2017 unaufgefordert eine Triplik ein.  

F. 

Am 22. Januar 2018 führte  die 4. Abteilung des Baurekursgerichts im Bei-

sein der Parteien einen Augenschein auf dem Lokal durch. 

G. 

Auf  die  Vorbringen  der  Parteien  und  die  Ergebnisse  des  Augenscheins 

wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  in  den  nachstehenden 

Erwägungen Bezug genommen. 

Es kommt in Betracht: 

1. 

Das im Naherholungsgebiet Schützenweiher situierte und eine Fläche von 
4'760  m2  aufweisende  Baugrundstück  liegt  nach  der  geltenden  Bau-  und 
Zonenordnung  der  Stadt  Winterthur  (BZO)  in  der  Erholungszone  E2.  Ge-

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plant ist die Errichtung eines Abenteuerspielplatzes für Kinder und Jugend-

liche  im  Alter  zwischen  vier  und  14  Jahren  (vgl.  Projektbeschrieb  in 

act. 21.7).  Ihnen  soll  die  Möglichkeit  geboten  werden,  unter  Aufsicht  und 

professioneller  Begleitung  im  Freien  Hütten  zu  bauen  sowie  mit  Holz  und 

anderen  Materialien  zu  werken.  Das  mehrheitlich  aus  Wiese  bestehende 

Spielplatzareal  soll  von  einem  1,80  m  hohen  Zaun  aus  Diagonalgeflecht 

umgeben werden. Neben den 25 Baufeldern im südlichen Bereich des Are-

als  sind  die  Errichtung  eines  Unterstandes  mit  Containerboxen  für  Werk-

zeuge, ein Büro und eine WC-Anlage geplant. Im westlichen Gebiet soll ei-

ne als Gemeinschaftsraum dienende Jurte erstellt und ein 4 m hoher Hügel 

aufgeschüttet werden. Weiter soll der Abenteuerspielplatz durch eine Was-

ser-/Sandanlage  und  einen  weiteren  Unterstand  ergänzt  werden.  Die  ver-

schiedenen  Spielbereiche  und  Bauten  sind  mit  Wegen  verbunden.  Als 

emissionsbegrenzende Massnahme ist entlang der südlichen Grundstücks-

grenze  ein  4  m  hoher,  mit  Forstgehölzen  bepflanzter  Lärmschutzwall  ge-

plant. Erschlossen wird der Spielplatz über die Eichliwaldstrasse, welche ab 

der Einfahrt zum Campingplatz mit einem Fahrverbot für den motorisierten 

Verkehr  belegt  ist.  Neben  dem  Eingang  sollen  35  Veloabstellplätze  ge-

schaffen  werden.  Auf  die  Erstellung  von  Fahrzeugabstellplätzen  wird  ver-

zichtet.  

2.1. 

Die  Bauherrschaft  bestreitet  vorab  die  gehörige  Einleitung  des  Rekurses, 

da nicht alle Stockwerkeigentümer der Rekurserhebung zugestimmt hätten, 

dies aber bei Zirkularbeschlüssen nach Art. 712 m Abs. 2 in Verbindung mit 

Art. 66 Abs. 2 ZBG zwingend sei.  

Ein  gültiger  Rekurs  der  Stockwerkeigentümergemeinschaft  liegt  vor,  wenn 

alle Stockwerkeigentümer selber Rekurs einreichen, d.h. den Rekurs unter-

zeichnen, wenn alle Stockwerkeigentümer ihren Verwalter (Art. 712 t ZBG), 

einen  Rechtsanwalt,  einen  sonstigen  Dritten  (Treuhänder  etc.)  oder  einen 

Stockwerkeigentümer  bevollmächtigen  oder  wenn  ein  nach  Verwaltungs-

reglement  und  Art.  712  m  ZBG  konformer  (Mehrheits-)Beschluss  zur  Re-

kurserhebung vorliegt.  

Im vorliegenden Fall steht unbestrittenermassen fest, dass auf die Einberu-

fung einer Eigentümerversammlung verzichtet worden ist. Vielmehr erfolgte 
der  Entscheid  über die  Einleitung  des  Rekurses  auf  dem  Zirkularweg.  Am 

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11.  August  2017  reichte  die  Rekurrentin  die  Zustimmungserklärungen  von 

11  der insgesamt 14 Eigentümer ein.  Mit  der Replik  wurden die  restlichen 

drei  Zustimmungserklärungen  der  Stockwerkeigentümer  nachgereicht.  Da 

nunmehr das Einverständnis aller Eigentümer vorliegt und zudem aus den 

eingereichten  Zustimmungserklärungen  hervorgeht,  dass  einzelne  Eigen-

tümer auch bereit gewesen wären, im eigenen Namen gegen das Bauvor-

haben  zu  rekurrieren  (vgl.  die  Miteigentümerumfrage  in  act.  9.1),  erwiese 

sich  ein  Nichteintretensbeschluss als überspitzt  formalistisch.  Dabei ist  er-

heblich, dass – anders als in den von Art. 712 t Abs. 2 ZGB anvisierten Fäl-

len, in denen es um Prozesshandlungen der Stockwerkeigentümergemein-

schaft als solche geht – auch jeder einzelne Stockwerkeigentümer individu-

ell  Rekurs  gegen  benachbarte  Bauvorhaben  erheben  kann.  Es  besteht 

diesbezüglich  keine  notwendige  Streitgenossenschaft  aller  Eigentümer. 

Folglich ist es nicht gesetzeswidrig, wenn ein im Namen der Gemeinschaft 

eingereichtes  Rechtsmittel  als  solches  einzelner  Eigentümer  behandelt 

wird. Es verhält sich nicht wesentlich anders, als wenn mehrere Personen 

gemeinsam einen Rekurs einlegen und sich nachträglich erweist, dass nur 

einige  davon  legitimiert  oder  prozessfähig  sind;  in  solchen  Fällen  ist  ohne 

weiteres  klar,  dass  auf  den  Rekurs  der  verbleibenden  Rekurrenten  einzu-

treten  ist  und  sich  der  Rekursgegner  eine  entsprechende  Korrektur  in  der 

Bezeichnung der Rekurrenten gefallen lassen muss (BGr 1P.237/2001 vom 

12. Juli 2001).  

2.2. 

Es  bleiben  die  übrigen  Prozessvoraussetzungen  zu  prüfen.  Die  Mitglieder 

der  rekurrierenden  Stockwerkeigentümergemeinschaft  sind  Eigentümer 

[….] des Mehrfamilienhauses S.-Strasse. Sie sind angesichts [….] der dar-

gelegten  engen  nachbarlichen  Beziehung  und  der  vorgebrachten  Rügen 

(u.a. fehlende Zonenkonformität, übermässige Lärmimmissionen, mangeln-

de Einordnung) zur Rekursergreifung ohne weiteres legitimiert (§ 338a des 

Planungs-  und  Baugesetzes  [PBG]).  Da  auch  die  weiteren  formellrechtli-

chen Voraussetzungen, insbesondere die Rechtzeitigkeit des Rekurses und 

die  Begehrensstellung  gemäss  §  315  f.  PBG  erfüllt  sind,  ist  auf  das 

Rechtsmittel grundsätzlich einzutreten.  

Das heisst allerdings nicht, dass die Rekurrentin mit jeder beliebigen Rüge 

zu  hören  ist.  Die  Anfechtenden  dürfen  sich  auf  alle  Argumente  und 
Rechtssätze berufen, die im Ergebnis zur Gutheissung ihres Antrages füh-

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ren  oder  zumindest  auf  den  ersten  Blick  hierzu  geeignet  erscheinen.  Wer 

aufgrund seines Rechtsschutzinteresses Zugang zum Verfahren findet, hat 

Anspruch  darauf,  dass  die  geltend  gemachten  Rechtsverletzungen  über-

prüft werden (RB 1980 Nr. 7, auch zum Folgenden). Die Grenze für die Zu-

lassung ist die Eignung des Verfahrens, dem Anfechtenden die angestrebte 

Entlastung  zu  bringen.  Das  Rechtsschutzinteresse fehlt etwa  dort, wo  von 

vornherein feststeht, dass die Gutheissung des Rechtsmittels die behaupte-

te  Beeinträchtigung  vom  Rechtsmittelkläger  nicht  abzuwenden  vermag, 

dass  also  die  Anerkennung  der  Rechtswidrigkeit  und  die  entsprechende 

Änderung  oder  Aufhebung  des  Verwaltungsaktes  an  diesen  Einwirkungen 

auf  den  Beschwerdeführer  nichts  ändern  können.  Das  Rechtsschutzinte-

resse mangelt, wo der Entscheid dem Rekurrenten nicht verschaffen kann, 

was  er  anstrebt,  das  heisst,  wo  die  Durchsetzung  des  materiellen  Rechts 

den verfolgten Prozesszweck unzweifelhaft nicht zu erreichen vermag. Von 

einem fehlenden Rechtsschutzinteresse des Nachbarn geht die Praxis etwa 

dann  aus,  wenn  ein  Projektmangel  durch  eine  für  diesen  bedeutungslose 

Nebenbestimmung geheilt werden kann (RB 1987 Nr. 3).  

Soweit einzelne geltend gemachte Rechtsverletzungen nicht geeignet sein 

sollten, das angestrebte Rekursziel zu erreichen, wird dies bei der Behand-

lung der einzelnen Rügen festzustellen sein. 

3. 

Die  Rekurrentin  hält  in  formellrechtlicher  Hinsicht  dafür,  dass  das  Bauge-

such noch einmal hätte publiziert werden müssen, da das Projekt nach der 

öffentlichen Auflage in erheblichem Mass geändert worden sei.  

Dieser Einwand geht fehl. Die Rekurrentin hat rechtzeitig ein Zustellbegeh-

ren gemäss § 315 PBG gestellt. Sie erhielt damit Kenntnis von der erteilten 

Baubewilligung  und  ergriff  ein  Rechtsmittel  dagegen.  In  den  Erwägungen 

des baurechtlichen Entscheides wird auf das überarbeitete Lärmgutachten 

sowie  die  geänderten  Pläne  ausdrücklich  hingewiesen.  Sie  macht  denn 

auch nicht geltend, sie hätte keine Möglichkeit gehabt, sich durch Einsicht 

in  die  Auflageakten  und  die  modifizierten  Unterlagen  über  das  Bauvorha-

ben zu informieren. Insofern ist ihr kein Nachteil erwachsen und wurde ihr 

rechtliches  Gehör  nicht  verletzt.  Damit  ist  nicht  ersichtlich,  welchen  prakti-

schen Nutzen die Rekurrentin aus einer erneuten Bekanntmachung ziehen 
könnte.  Auf  ein  allfälliges  Interesse  Dritter  kann  sie  sich  nicht  berufen 

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(BGr 1C_478/2008  vom  28.  August  2009  und  1C_440/2010  vom  8.  März 

2011).  

4.1. 

In  materieller  Hinsicht  stellt  die  Rekurrentin  die  Zonenkonformität  des  ge-

planten Abenteuerspielplatzes in Abrede. Sie führt ins Feld, dass die Reali-

sierung eines lärmigen Bau- und Werkplatzes den Rahmen der Erholungs-

zone Rosenberg sprenge. Dies zeige sich auch in den Materialien der noch 

nicht lange zurückliegenden Umzonung des Grundstücks von der kantona-

len Freihaltezone in die kommunale Erholungszone E2. Der Umzonung ha-

be ein Nutzungskonzept zugrunde gelegen, welches vorgesehen habe, das 

Baugrundstück  für  die  Quartierbedürfnisse  freizuhalten.  Der  Abenteuer-

spielplatz  solle  nun  gemäss  Betriebskonzept  allen  Kindern  und  Jugendli-

chen  der  Stadt  Winterthur  dienen  (und  nicht  nur  dem  Rosenberg-Quartier 

oder allenfalls dem Stadtkreis Veltheim). Im Weiteren sei vorgesehen, das 

Areal  auch  an  weitere  Dritte  zu  vermieten.  Eine  solche  Nutzung  sprenge 

den Rahmen des Nutzungskonzepts und damit auch den Rahmen der zu-

lässigen  Nutzung  dieses  Grundstücks.  Es  widerspreche  dem  Grundsatz 

von Treu und Glauben (Art. 9 der Bundesverfassung [BV]; Art. 2 der Kan-

tonsverfassung  [KV]),  wenn  die  Stadt  bei  der  Umzonung  eine  Beschrän-

kung  auf  Quartierbedürfnisse  zusichere  und Rasenflächen  oder Spielinfra-

strukturen  in  Aussicht  stelle  und  wenige  Jahre  später  einen  lärmverursa-

chenden  Bau-  und  Werkplatz,  ästhetisch  unbefriedigende  Container  und 

erhebliche Geländeveränderungen bewillige. Da der Platz den Umfang der 

zulässigen  Nutzung  sprenge,  hätte  er  nach  Art.  24  des  Raumplanungsge-

setzes (RPG) beurteilt werden müssen. Es stünden Alternativstandorte zur 

Verfügung, welche nach Einschätzung der Rekurrentin zweckmässiger sei-

en.  

Demgegenüber  beurteilt  die  Vorinstanz  das  Bauvorhaben  als  zonenkon-

form. Auch die Bauherrschaft hält die Zonenkonformität für gegeben.  

4.2. 

Nach Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG müssen Bauten und Anlagen dem Zweck der 

Nutzungszone entsprechen. 

Die  Erholungszone  nach  zürcherischem  Recht 

ist  eine  Sonder-

nutzungszone im Sinne von Art. 18 RPG (VB.2001.00048, E. 4.b). Es han-

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delt  sich  damit  um  eine  Zone,  welche  von  vornherein  nur  auf  ganz  be-

stimmte  Nutzungen  zugeschnitten  ist  (z.B.  Spiel-  und  Sportanlagen,  Frei-

luftschwimmbäder  oder  Familiengärten).  Dementsprechend  bestimmt  §  62 

Abs.  2  PBG,  dass  in  der  Erholungszone  nur  die  den  Vorgaben  der  Richt-

planung  entsprechenden  Bauten  und  Anlagen  zulässig  sind  (Satz  1);  die 

Gemeinden  erlassen  die  nötigen  Bauvorschriften  (Satz  2).  In  der  Erho-

lungszone  dürfen  mithin  nur  diejenigen  Bauten  und  Anlagen  erstellt  wer-

den, die in den Bauordnungsvorschriften eine ausdrückliche Grundlage fin-

den.  Darin  unterscheidet  sich  die  Erholungszone  von  den  Bauzonen  im 

Sinne von Art. 15 RPG bzw. §§ 47 ff. PBG, in denen grundsätzlich sämtli-

che Bauten und Anlagen erlaubt sind, welche dem in der Regel weit weni-

ger spezifisch gefassten Zonenzweck nicht widersprechen. 

Gemäss Art. 62 Abs. 1 BZO sind in den Erholungszonen E1 und E2 nur die 

für die Gewährleistung der richtplankonformen Nutzung der Freiflächen er-

forderlichen  Infrastrukturbauten  und  -anlagen  zulässig.  Konkrete  Festle-

gungen  fehlen.  Damit  ergibt  sich  die  erlaubte  Nutzung  aus  der  Richtpla-

nung.  Im  geltenden  Siedlungs-  und  Landschaftsplan  der  Stadt  Winterthur 

sind  in  der  Erholungszone  E2  Freizeitaktivitäten,  Familiengärten,  Kleintier-

haltung, Sport, Camping, Festplatz, Allmend und dergleichen zulässig. Bau-

ten  und Anlagen  sind im  Rahmen  der bereits  bestehenden  vergleichbaren 

Areale möglich. Nach der Richtplanung ist im fraglichen Gebiet somit eine 

Widmung für Freizeitaktivitäten vorgesehen. Als zonenkonform können mit-

hin  Anlagen  mit  den  dazugehörigen  Bauten  und  Anlagen  erklärt  werden, 

welche notwendigerweise auf eine gewisse Grünfläche angewiesen sind.  

Diese Voraussetzungen sind beim strittigen Projekt erfüllt. So dient der ge-

plante  Abenteuerspielplatz,  welcher  den  Kindern  und  Jugendlichen  das 

gemeinsame  Verbringen  der  Freizeit  ermöglichen  soll,  unbestrittenermas-

sen  Erholungszwecken.  Ferner erscheint die  Situierung  eines  Spielplatzes 

am Rande des Siedlungsgebietes in unmittelbarer Nähe des bereits beste-

henden  Naherholungsgebiets  beim  Schützenweiher  zweckmässig.  Die  ge-

plante  Einrichtung  ist  zudem  auf  eine  grössere  Grünfläche  in  der  Erho-

lungszone angewiesen. Ebenso ist das Areal darauf ausgerichtet, eine Nut-

zung  der  der  ausgeschiedenen  Erholungszone  entsprechenden  Zweckbe-

stimmung zu ermöglichen. Beim projektierten Abenteuerspielplatz steht die 

Freizeitbeschäftigung als solche und nicht ein Werk- und Bauplatz im Vor-

dergrund, auch wenn der Hüttenbau Bestandteil der Aktivitäten bildet. Dass 
aus der Bewerbung des geplanten Abenteuerspielplatzes Lärmimmissionen 

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zu erwarten sind, ist nicht von der Hand zu weisen. Dies führt im vorliegen-

den  Fall  jedoch  nicht  dazu,  dass  dem  geplanten  Spielplatz  die  Zonenkon-

formität abzusprechen wäre, sondern hat vielmehr zu Folge, dass das Pro-

jekt  unter  lärmschutzrechtlichen  Aspekten  zu  prüfen  ist  (vgl.  nachfolgend 

E. 7).  

Ebenso  wenig  ist  eine  Verletzung  des  Vertrauensschutzprinzips  auszu-

machen.  Der  Grosse  Gemeinderat  hat  an  seiner  Sitzung  vom  26.  März 

2012  beschlossen,  dass  das  Erholungsgebiet  beim  Schützenweiher  west-

lich  der  Schaffhauserstrasse  von  der  kantonalen  Freihaltezone  F(k)  in  die 

kommunale  Erholungszone  E2  umgezont  wird.  Dem  Nutzungskonzept 

"Gebiet Schützenweiher" vom 28. Juni 2011 ist zwar unter dem Titel "Opti-

on Freizeitanlage" zu entnehmen, dass westlich des ehemaligen Schützen-
standes für die "Quartierbedürfnisse" eine ca. 4'000 m2 grosse Fläche frei-
gehalten  sei.  Eine  entsprechende  Einschränkung  hat  jedoch  weder  in  die 

Weisung des Stadtrates vom 1. Februar 2012 zuhanden des Grossen Ge-

meinderates,  noch  in  die  grundeigentümerverbindliche  Nutzungsplanung 

Eingang gefunden. Damit besteht für die geforderte Nutzungsbeschränkung 

keine hinreichende gesetzliche Grundlage. Abgesehen davon befriedigt die 

geplante  Freizeitanlage  durchaus  auch  Quartierbedürfnisse  und  stellt  sie 

eine Bereicherung für das  Quartierleben  dar,  selbst  wenn der Besuch  des 

Bauspielplatzes auch anderen Kindern und Jugendlichen von Winterthur of-

fen steht.  

Aus den dargelegten Gründen entspricht das geplante Projekt dem Zonen-

zweck, so dass eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG von vorn-

herein entfällt. Damit erübrigt sich auch die Prüfung von Alternativstandor-

ten.  

5.1. 

Weiter vertritt die Rekurrentin die Ansicht, dass sich das Bauvorhaben nicht 

rechtsgenügend im Sinne von § 238 Abs. 1 PBG in die Umgebung einord-

ne.  Eine  Naherholungszone  in  der  Stadt  Winterthur  solle  nicht  aussehen 

wie  eine  Baustelle  in  der  Industriezone.  Die  geplanten  sechs  Container 

würden mit einem riesigen Pultdach aus Trapezblech überdacht. Hinzu ge-

selle sich ein weiterer Unterstand. Sodann sei eine unnatürliche, 4 m hohe 

Aufschüttung an der Südgrenze geplant, welche an Erdwälle im Autobahn-
bau erinnere. Die geplanten Containerbauten seien als "hässlich" zu beur-

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teilen.  Auf  Abenteuerspielplätzen  herrschten  wegen  der  unfertigen  Bauten 

"Chaos  und  Unordnung".  Im  Weiteren  habe  die  Vorinstanz  keine  umfas-

sende  Würdigen  aller  massgebenden  Gesichtspunkte  vorgenommen.  Sie 

habe  nicht  nur  auf  die  geforderte  umfassende  Würdigung  verzichtet,  son-

dern in gestalterischer Hinsicht überhaupt keine Würdigung vorgenommen. 

Damit  habe  die  Baubehörde  das  pflichtgemässe  Ermessen  unterschritten 

und die Begründungspflicht verletzt.  

Demgegenüber hält die Rekursgegnerschaft dafür, dass sich das geplante 

Bauvorhaben  hinreichend  in  die  bauliche  und  landschaftliche  Umgebung 

einfüge.  

5.2. 

Gemäss § 238 Abs. 1 PBG sind Bauten, Anlagen und Umschwung für sich 

und  in  ihrem  Zusammenhang  mit  der  baulichen  und  landschaftlichen  Um-

gebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine 

befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird; diese Anforderung gilt auch für 

Materialien und Farben. 

Diese  Vorschrift  enthält  eine  Grundanforderung  an  Bauten,  Anlagen  und 

Umschwung. Verlangt wird sowohl eine gewisse Qualität der Gestaltung in 

sich  als  auch  der  Einordnung  in  die  bauliche  und  landschaftliche  Umge-

bung.  Dabei  erfasst die  Norm über  den Wortlaut  ihres  Randtitels  ("Gestal-

tung")  hinaus  nicht  nur  die  Gestaltungselemente  wie  beispielsweise  die 

Dach-  oder  die  Fassadengestaltung,  sondern  auch  ortsbauliche  Aspekte 

wie  etwa  die  Stellung  der  Baukörper,  soweit  jene  nicht  durch  speziellere 

Bauvorschriften  geregelt  sind.  Die  Frage,  ob  eine  befriedigende  Gesamt-

wirkung  erreicht  wird,  ist  gestützt  auf  objektive,  nachvollziehbare  Kriterien 

zu  beantworten.  Blosses  Empfinden  rechtfertigt  keinen  Eingriff  in  das  Ei-

gentum. 

Das Baurekursgericht ist bei der Anwendung von Bestimmungen des kan-

tonalen  Rechts  grundsätzlich  nicht  nur  berechtigt,  sondern  auch  verpflich-

tet, seine gesetzliche Überprüfungsbefugnis (§ 20 Abs. 1 des Verwaltungs-

rechtspflegegesetzes [VRG]) auszuschöpfen. Soweit solche Bestimmungen 

den Gemeinden als Ausfluss der Gemeindeautonomie einen gewissen Be-

urteilungsspielraum  belassen,  ist  indes  zwischen  der  Gemeindeautonomie 

einerseits und dem verfassungsmässigen Anspruch auf Ausschöpfung der 
Überprüfungsbefugnis  anderseits  im  Sinne  eines  Ausgleichs  praktische 

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Konkordanz herzustellen. In erster Linie obliegt es der örtlichen Baubewilli-

gungsbehörde, die in der Norm verwendeten offenen Formulierungen orts-

bezogen zu konkretisieren. Die Rekursinstanz hat die im konkreten Fall an-

geführten Entscheidgründe gebührend zu berücksichtigen und sich mit den 

Kriterien  auseinanderzusetzen,  welche  von  der  Baubehörde  im  Rahmen 

der  ortsbezogenen  Konkretisierung  der  Vorschrift  entwickelt  worden  sind. 

Es  steht  dem  Baurekursgericht  nicht  zu,  die  sich  stellenden  Fragen  so  zu 

beurteilen,  wie  dies  eine  rechtsanwendende  erstinstanzliche  Behörde  tun 

würde.  Abgesehen  von  der  insoweit  gebotenen  Rücksichtnahme  auf  die 

Gemeindeautonomie  rechtfertigt  sich  keine  weitergehende  Einschränkung 

der  grundsätzlich  vollen  Kognition  des  Baurekursgerichts  (VB.2013.00468 

in  BEZ  2014  Nr.  3;  VB.2014.00232  und  VB.2014.00248  vom  27.  März 

2015, E. 4.3.1 und dort zitierte Entscheide). Stets vorauszusetzen ist, dass 

die  Baubewilligungsbehörde  besagte  Konkretisierung  rechtzeitig,  d.h.  spä-

testens  mit  der  Rekursantwort,  vorgenommen  hat  (VB.2012.00365  vom 

21. November 2012). 

Ob  eine  Bestimmung  des  kantonalen  Rechts  den  Gemeinden  einen  auto-

nomen Entscheidungsspielraum einräumt, ist durch Auslegung zu ermitteln 

(Marco  Donatsch,  in:  Kommentar  VRG,  3.  Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2014, 

§ 20  Rz.  62).  Nach  ständiger  Praxis  der  kantonalen  Instanzen  betrifft  dies 

insbesondere § 238 PBG, ferner aber auch etwa § 71 PBG betreffend die 

bauliche  Gestaltung  und  Einordnung  von  Arealüberbauungen,  §  237  PBG 

betreffend  die  Beurteilung  der  Verkehrssicherheit  einer  Zufahrt  und  §  357 

Abs.  1  PBG  betreffend  die  Beurteilung  zulässiger  Änderungen  an  vor-

schriftswidrigen Bauten (Donatsch, § 20 Rz. 72). 

5.3. 

Soweit die Rekurrentin geltend macht, der angefochtene Beschluss sei un-

zureichend begründet, erweist sich der Einwand als haltlos. In der Baube-

willigung  wurde  zwar  nur  pauschal  begründet,  dass  das  Bauvorhaben  in 

gestalterischer  Hinsicht  den  Vorschriften  entspreche.  Jedoch  hat  die  Bau-

behörde in der Rekursantwort eine hinreichende Begründung nachgereicht 

und  wurde  den  Parteien  Gelegenheit  zu  einer  Stellungnahme  geboten. 

Damit wurde auch ein allfälliger Begründungsmangel geheilt (Kaspar Plüss, 

in: Kommentar VRG, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf, § 10 Rz. 36). 

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Seite 11 

 
 
5.4. 

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die von den Kindern und Jugend-

lichen projektierten und erstellten Holzhütten nicht die gleich hohen ästheti-

schen  Anforderungen  erfüllen  werden,  wie  auf  Dauer  angelegte  Kleinbau-

ten. Unter Beachtung der mit dem Bauspielplatz verfolgten Ziele (u. a. För-

derung der schöpferischen Fantasie und Kreativität) können jedoch an die 

temporären  Bauten  nicht  entsprechend  hohe  Gestaltungsanforderungen 

gestellt  werden.  Hinzu  kommt,  dass  die  Fernwirkung  der  Bauten  aufgrund 

ihrer räumlichen Dimensionen gering ist. Das gilt auch für die unter einem 

Pultdach zusammengefassten Containerbauten, den geplanten Unterstand 

und die vorgesehene Jurte. Dass sie am Rande des Siedlungsgebietes und 

in  der  Nachbarschaft  des  heterogen  in  Erscheinung  tretenden  Camping-

platzes  übermässig  störend  auffallen  oder  gar  zu  einer  Verunstaltung  der 

Umgebung führen, kann jedenfalls nicht gesagt werden. Das Nämliche gilt 

für  den  künstlich  aufgeschütteten  Erdwall,  dessen  Hauptfunktion  die  Ab-

schirmung der Nachbarschaft vor Lärmeinwirkungen ist. Als Teil der Erleb-

niswelt soll die 4 m hohe Aufschüttung mit Bäumen und Hecken bepflanzt 

werden.  Durch  die  naturnahe  Gestaltung  und  die  Begrünung  fügt  sich  der 

Wall jedenfalls befriedigend in die Landschaft ein und wird im bestehenden 

Naherholungsgebiet nicht als störender Fremdkörper wahrgenommen.  

Die Einordnungsrüge erweist sich damit als unbegründet. 

6.1. 

Weiter  moniert  die  Rekurrentin,  dass  zu  Unrecht  auf  die  Errichtung  von 

Fahrzeugabstellplätzen  verzichtet  worden  sei.  Gemäss  §  243  Abs.  1  PBG 

seien Abstellplätze im gebotenen Ausmass zu erstellen. Der Bauausschuss 

wiege sich in der (falschen) Hoffnung, der Abenteuerspielplatz würde aus-

schliesslich von Schulklassen belegt und löse deshalb keinen Autoverkehr 

aus.  Da  der  Bauspielplatz  an  den  Nachmittagen  für  sämtliche  Kinder  aus 

Winterthur  und  der  Umgebung  offen  stehe,  sei  vielmehr  davon  auszuge-

hen, dass einige Kinder mit dem Auto gebracht würden.  

Der  private  Rekursgegner  ist  demgegenüber  der  Ansicht,  der  Rekurrentin 

mangle es zur Erhebung dieser Rüge bereits an einem schutzwürdigen In-

teresse. Sie vermöchten nicht darzulegen, inwiefern genau ihr Grundstück 

durch  die  Regelung  bezüglich  der  Abstellplätze  betroffen  sei.  Dies  insbe-
sondere vor dem Hintergrund, dass auf der Eichliwaldstrasse ab der Höhe 

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Seite 12 

 
 
der Einfahrt zum Campingplatz ohnehin ein Fahrverbot für Motorfahrzeuge 

bestehe.  Allfällige  dem  Abenteuerspielplatz  zugeordnete  Fahrzeugabstell-

plätze müssten somit entlang der befahrbaren Strasse und somit in deutli-

cher Distanz zum Grundstück der Rekurrentin erstellt werden. Unabhängig 

davon erscheine die Rüge auch in materieller Hinsicht unbegründet.  

Die Vorinstanz hält dafür, dass im vorliegenden Fall zu Recht auf die Erstel-

lung von Fahrzeugabstellplätzen verzichtet worden sei. Das Naherholungs-

gebiet sei durch den öffentlichen Verkehr hinreichend erschlossen. Zudem 

würden  in  der  Nähe  zwei  grössere  Parkierungsflächen  zur  Verfügung  ste-

hen.  Obwohl  sich  der  östliche,  an  die  Schaffhauserstrasse  angrenzende 

Parkplatz  in  Privateigentum  befinde  (Restaurant  Schützenhaus),  sei  er 

grundsätzlich frei zugänglich. Der westliche, zum Campingplatz hin gelege-

ne  Platz  sei  grösstenteils  öffentlich  nutzbar.  Beide  Parkplätze  würden  be-

wirtschaftet.  Für  eine  Nutzung  des  Abenteuerspielplatzes  ausserhalb  der 

Betriebszeiten  müsse  gemäss  angefochtenem  Beschluss  ein  Parkierungs-

konzept  eingereicht  werden,  weil  sich  das  Angebot  auch  an  Erwachsene 

richte.  

Replicando führt die Rekurrentin ins Feld, dass der Abenteuerspielplatz im 

Quartier Mehrverkehr auslösen werde. Die erwähnten Parkierungsmöglich-

keiten  seien  bereits  stark  ausgelastet.  Aber  auch  wenn  die  Eltern  keinen 

Fahrzeugabstellplatz bräuchten, tangiere das Aus-/Einsteigelassen die Re-

kurrentin,  da  der  kürzeste  Fussweg  von  den  fahrverbotsfreien  Strassen 

zum  Gelände  des  Abenteuerspielplatzes  genau  vor  deren  Wohngebäude 

starte.  

6.2. 

Gemäss § 243 Abs. lit. a PBG sind bei Neuerstellung von Bauten und An-

lagen  Abstellplätze  im  gebotenen  Ausmass  zu  schaffen.  Die  erforderliche 

Zahl  der  Abstellplätze  ist  von  den  Gemeinden  in  der  Bau-  und  Zonenord-

nung festzulegen (§ 242 Abs. 1 PBG). Nach der gesetzlichen Regelung ist 

die Erstellungspflicht in erster Linie real zu erfüllen, und zwar durch Schaf-

fung  von  Abstellplätzen  auf  dem  Baugrundstück  oder  in  nützlicher  Entfer-

nung von diesem (§ 244 Abs. 1 PBG). 

Das vom Gesetz verlangte schutzwürdige Interesse setzt voraus, dass der 

rekurrierende  Nachbar  durch  das  Bauvorhaben  mehr  als  irgendein  Dritter 
oder die  Allgemeinheit  in  eigenen  qualifizierten  (tatsächlichen  oder  rechtli-

R4.2017.00088 

Seite 13 

 
 
chen)  Interessen  betroffen  ist  und  er  Mängel  rügt,  deren  Behebung  diese 

Betroffenheit  zu  beseitigen  vermag.  Im  Zusammenhang  mit  Abstellplätzen 

ist  für  die  legitimationsbegründende  Betroffenheit  des  Nachbarn  entschei-

dend,  ob  die  nach  der  Realisierung  des  Bauvorhabens  entstehende  Park-

platzsituation  eine  ernsthafte  Beeinträchtigung  von  Nachbargrundstücken 

befürchten  lässt.  Ist  dies  zu  bejahen,  hat  der  rekurrierende  Nachbar  An-

spruch darauf, die Rechtmässigkeit der Parkierungslösung überprüft zu ha-

ben. Dabei hat der Nachbar sein Anfechtungsinteresse im Einzelnen darzu-

legen. Ein solches ist namentlich gegeben, wenn Übelstände im Sinne von 

§ 243  Abs. 2  PBG  zu  befürchten  sind,  die  sich  in  spezieller Weise  zu  sei-

nen  Lasten  auswirken  (VB.2013.00118  vom  19. September  2013,  E. 2.2.1 

mit weiteren Hinweisen).  

6.3. 

Im vorliegenden Fall hat die Rekurrentin nicht in legitimationsbegründender 

Hinsicht  ausreichend glaubhaft dargelegt,  dass  durch  den Verzicht  auf  die 

Erstellung  von  Abstellplätzen  Missstände  im  Sinne  von  § 243  Abs. 2  PBG 

resultierten, die sich in spezieller Weise zu ihren Lasten auswirken könnten. 

So äussert die Rekurrentin nicht die Befürchtung, ihr Grundstück könnte in-

folge  fehlender  Parkierungsmöglichkeiten  auf  dem  Baugrundstück  von 

"wild"  parkierenden  Besuchern  des  Abenteuerspielplatzes  betroffen  sein. 

Ebenso  wenig  ist  entgegen  der  Behauptung  mit  erheblichem  Parkplatz-

such-  oder  Mehrverkehr  im  Wohnquartier  der  Rekurrentin  zu  rechnen, 

selbst  wenn  sich  einzelne  Ortskundige  via  Buchackerstrasse  über  den  an 

die  rekurrentische  Liegenschaft  anstossenden  Fussweg  zum  projektierten 

Bauspielplatz begeben sollten. Vielmehr ist davon auszugehen, dass Eltern 

ihre Kinder – sollte diese nicht zu Fuss, mit dem Velo oder den öffentlichen 

Verkehrsmitteln anreisen – auf dem öffentlich zugänglichen und gebühren-

pflichtigen  Parkplatz  bei  der  Minigolfanlage  aussteigen  lassen.  Von  dort 

lässt  sich  der  Eingang  des  Abenteuerspielplatzes  auf  direktem  Weg  über 

die Eichliwaldstrasse erreichen.  

Aus den dargelegten Gründen verfügt die Rekurrentin über kein schutzwür-

diges  Interesse  an der  Überprüfung  der von  ihr erhobenen  Einwände.  Auf 

den Rekurs ist in diesem Punkt mithin nicht einzutreten. 

Anzumerken bleibt, dass die Baubehörde für die geplante Vermietung des 
Areals  ausserhalb  der  regulären  Betriebszeiten  zu  Recht  die  Einreichung 

eines Parkierungskonzepts verlangt hat, zumal sich das zusätzliche Ange-

R4.2017.00088 

Seite 14 

 
 
bot (Kurse, Feste, Aktivitäten, Fremdvermietung usw.) auch an Erwachsene 

richten  soll  (vgl.  Dispositivziffer E.  1  des  angefochtenen  Beschlusses).  Da 

die Sache jedoch mit Bezug auf die vorgesehene Drittnutzung bzw. Fremd-

vermietung an die Vorinstanz zur weiteren Behandlung zurückzuweisen ist 

(vgl. nachfolgend E. 7), erübrigt es sich, auf die gerügten Widersprüche und 

Unklarheiten hinsichtlich des verlangten Parkierungskonzepts einzugehen.  

7.1. 

Die Rekurrentin wendet sich zur Hauptsache gegen die mit der Errichtung 

des  Abenteuerspielplatzes  verbundenen  Lärmimmissionen.  Sie  hält  dafür, 

dass sich die im Lärmgutachten getroffene Annahme von lediglich "drei ak-

tiven  Hämmern"  und  die  Probeschallmessung  von  zwei  zeitlich  hämmern-

den  Personen  nicht  mit  der  Realität  decke.  Bei  Vollausbau  mit  25  aktiven 

Baugruppen  gehe  selbst  das  im  Gutachten  abgedruckte  Betriebskonzept 

von  "10  Baugruppen  mit  max.  20  Hämmern  gleichzeitig"  aus. Weiter  hegt 

die Rekurrentin Zweifel, ob der geplante Erdwall einen genügenden Lärm-

schutz für alle Baufelder biete. Ein wirksamer Schutz werde durch den ge-

planten  Wall  lediglich  auf  den  Baufeldern  Nrn.  3  -  7  und  14  -  19  erreicht. 

Die  Baufelder  Nrn.  11  und  12  stünden  auf  dem  Hügel.  Der  Lärm,  der  auf 

diesen  Baufeldern  verursacht  werde,  könne  sich  damit  praktisch  ungehin-

dert gegen das rekurrentische Wohngebäude ausbreiten. Die Felder Nrn. 1 

und 2 sowie 20 - 25 würden durch den sanft auslaufenden Lärmschutzwall 

nur unzureichend abgeschirmt.  

Weiter seien die Betriebszeiten in der Baubewilligung gemäss Lärmgutach-

ten auf 08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr festgesetzt worden. Somit 

sei  nicht  auszuschliessen,  dass  der  Abenteuerspielplatz  während  52  Wo-

chen  im  Jahr  vormittags  und  nachmittags  je  4  Stunden  betrieben  werden 

dürfe. Das scheine dem Bauausschuss aber noch nicht genug zu sein. Ab-

weichend vom Lärmgutachten dürfe der Abenteuerspielplatz bis 19.00 Uhr 

sowie  auch  ausserhalb  der Betriebszeiten  (Vermietung) betrieben  werden. 

Verwiesen  werde  lediglich  auf  die  Gesuchstellerin,  die  abweichend  vom 

Lärmgutachten  den  Betrieb  über  die  Betriebszeiten  hinaus  und  eine  Ver-

mietung ausserhalb der Betriebszeiten vorsehe. Eine Begründung, weshalb 

der  Betrieb  auch  ausserhalb  der  regulären  Betriebszeiten  ermöglicht  wer-
den solle, finde sich im angefochtenen Beschluss nicht. 

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Seite 15 

 
 
Weiter  sei  bei  der  Beurteilung  der  Immissionen  die  bereits  bestehende 

grosse Vorbelastung zu berücksichtigen. Am Schützenweiher liege ein gut 

besuchter  Kinderspielplatz,  dessen  Emissionen  hauptsächlich  das  Haus 

der Rekurrentin träfen. Etwas weiter weg stehe das Pfadiheim, das in unre-

gelmässigen  Abständen  und  zu  verschiedenen  Zeiten  Lärm  produziere. 

"Hündeler" hätten daneben ihre Wiese zum Üben und Tollen und im Schüt-

zenhaus fänden private Feste bis in die Nachtstunden statt. Weiter fänden 

im  Restaurant  östlich  des  Schützweihers  freitags  und  samstags  von 

20.30 - 01.30  Uhr  Tanzveranstaltungen  statt.  Sodann  würden  Weiher  und 

Restaurant,  Camping  und  Minigolf  viele  Leute  anziehen.  All  dies  sei  den 

Stockwerkeigentümern bekannt gewesen, als sie vor 15 Jahren in die Lie-

genschaft eingezogen seien. Damit sei das Mass voll. Ein Abenteuerspiel-

platz bzw. ein Bau- und Werkplatz unmittelbar neben dem rekurrentischen 

Grundstück  mit  stark  tonhaltigem  Lärm  und  kaum  beschränkten  Betriebs-

zeiten bringe das berühmte Fass zum Überlaufen.  

Demgegenüber  vertritt  die  Rekursgegnerschaft  die  Ansicht,  dass  mit  der 

Umsetzung  der  im  Lärmgutachten  vorgeschlagenen  Massnahmen  vom 

Abenteuerspielplatz  keine  übermässigen  Lärmimmissionen  ausgingen.  Mit 

dem geplanten Lärmschutzwall seien die ermittelten Werte tiefer als die in 

der vorliegenden Zone zu beachtenden Planungswerte.  

7.2. 

Umweltrechtlich handelt es sich beim strittigen Spielplatz um eine Neuanla-

ge.  Das  Bundesgesetz  über  den  Umweltschutz  (USG)  will  Menschen  vor 

schädlichen  oder  lästigen  Einwirkungen  schützen.  Hierzu  gehört unter an-

derem  der  Lärm,  der  durch  den  Betrieb  von  Anlagen  erzeugt  wird  (Art.  7 

Abs.  1  USG).  Erfasst  werden  hierbei  nicht  bloss  Gewerbe-  und  Verkehrs-

lärm sowie vergleichbare Lärmarten. Vielmehr fallen in diesem Zusammen-

hang  auch  menschliche  Lautäusserungen  in  den  Anwendungsbereich  des 

Bundesumweltschutzrechtes.  

Als  Anlagen  gelten  nach  Art.  7  Abs.  7  USG  und  Art.  2  Abs.  1  der  Lärm-

schutzverordnung  (LSV)  unter  anderem  Bauten,  Verkehrsanlagen  und  an-

dere ortsfeste Einrichtungen, die beim Betrieb Aussenlärm erzeugen. Hier-

zu  sind  auch  Kinderspielplätze  zu  zählen.  Die  Lärmimmissionen  des  ge-
planten  Abenteuerspielplatzes  werden  einerseits  durch  lärmige  Arbeiten 
(Hämmern,  Sägen  usw.)  sowie  überwiegend  durch  Lautäusserungen  der 

Kinder  verursacht  (Schreien,  Lachen usw.).  Für derartigen  Lärm  lässt  sich 

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Seite 16 

 
 
nicht  aufgrund  von  Messungen  ein  Beurteilungspegel  bestimmen.  Die  in 

den Anhängen 3 bis 8 der Lärmschutzverordnung für einzelne Lärmkatego-

rien festgelegten Belastungsgrenzwerte sind – da sie völlig anders geartete 

Emissionen  betreffen –  auf 

Immissionen,  deren  Quelle  menschliche 

Lautäusserungen  sind,  nicht  anwendbar  (auch  nicht  sinngemäss).  Davon, 

dass nicht für jegliche Lärmart Belastungsgrenzwerte bestehen, geht auch 

die Lärmschutzverordnung aus, bestimmt sie doch, dass in derartigen Fäl-

len  die  Lärmimmissionen  nach  objektiven  Kriterien  danach  zu  beurteilen 

sind, ob sie nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung die Be-

völkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich stören oder nicht (Art. 40 Abs. 3 

LSV, Art. 15 USG).  

Im  Rahmen  der  Einzelfallbeurteilung  sind  der  Charakter  des  Lärms,  Zeit-

punkt und Häufigkeit seines Auftretens sowie die Lärmempfindlichkeit bzw. 

Lärmvorbelastung  der  Zone,  in  der  die  Immissionen  auftreten,  zu  berück-

sichtigen (Art. 2 Abs. 5 LSV). Bei einer solchen einzelfallweisen Würdigung 

stellt  sich  wie  auch  bei  der  Anwendung  des  Vorsorgeprinzips  (Art.  11 

Abs. 2  USG  und  7  Abs.  1  lit.  a  LSV)  häufig  die  Frage  nach  emissionsbe-

schränkenden Betriebsvorschriften. In Betracht zu ziehen sind dabei vorab 

Beschränkungen  der  Betriebs-,  Öffnungs-  oder  Benutzungszeiten,  insbe-

sondere  zum  Schutz  der  Nacht-,  Mittags-  oder  Sonntagsruhe.  Zur  Würdi-

gung der Emissionsbeschränkungsmassnahmen sind regelmässig die örtli-

chen Polizeiverordnungen beizuziehen (BGE 126 II 366 E. 4a; 118 Ib 590 

E. 3c). 

Aus  der Bewerbung des  geplanten  Abenteuerspielplatzes  sind  unbestritte-

nermassen Lärmeinwirkungen zu erwarten. Bei den fraglichen Emissionen 

handelt sich – wie bereits erwähnt – um lärmige Handwerksarbeiten sowie 

um  solche, die  aus  menschlichem  Verhalten  resultieren.  Die  Intensität  der 

Benützung  von  Spielplätzen  lässt  sich  nicht  immer  leicht  abschätzen.  So 

können  Phasen mit häufiger Benützung  solche mit  weniger Aktivitäten ab-

lösen.  Es  sind  somit  aufgrund  von  Lage,  Grösse  und  Angebot  gewisse 

prospektive Annahmen zu treffen.  

Als  neue  Anlage  hat  der  streitbetroffene  Spielplatz  die  Planungswerte  ge-

mäss Art. 25 USG zu berücksichtigen, was heisst, dass mangels unmittel-

bar  anwendbarer  Belastungsgrenzwerte  ein  Immissionsniveau  einzuhalten 

ist, bei welchen nach behördlicher Beurteilung höchstens geringfügige Stö-
rungen auftreten dürfen (BGE 123 II 325 E. 4 bb S. 335). Besteht ein über-

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Seite 17 

 
 
wiegendes  öffentliches,  namentlich  raumplanerisches  Interesse  an  der  Er-

richtung einer Neuanlage oder würde die Einhaltung der Planungswerte zu 

einer  unverhältnismässigen  Belastung  für  das  Projekt  führen,  so  können 

gemäss Art. 25 Abs. 2 USG im Einzelfall Erleichterungen gewährt werden, 

wobei  die  Obergrenze  für  solche  Erleichterungen  bei  den  Immissions-

grenzwerten liegt. Mit anderen Worten dürfen in solchen Fällen auch mehr 

als nur geringfügige Störungen der Nachbarschaft auftreten. 

7.3. 
Der strittige, rund 4'000 m2 einnehmende Abenteuerspielplatz kann von ei-
ner  grösseren  Anzahl  Kindern  gleichzeitig  benützt  werden.  Er  weist  abge-

sehen von den Containerbauten, der Jurte, den künstlichen Aufschüttungen 

und  der  Wasser-/Sandanlage  keine  Spielgeräte  und  Ausrüstungen  auf. 

Hauptaktivität  ist  vielmehr  das  gemeinsame  Bauen  von  Hütten  und  das 

Werken  mit  Holz.  Dabei  sollen  die  Sozialkompetenz,  die  handwerklichen 

Fähigkeiten  sowie  die  schöpferische  Fantasie  und  Kreativität  der  Kinder 

und Jugendlichen gefördert werden. Für den Hüttenbau ist eine auf 25 Fel-
der aufgeteilte Baufläche von ca. 300 m2 nahe am Lärmschutzwall ausge-
schieden. Der Bau erfolgt in Gruppen, bestehend aus drei bis fünf Kindern. 

Die  Hütten  sollen  über  Monate  mitunter  auch  Jahre  entstehen,  wobei  die 

Einheiten in ihrer Zusammensetzung stabil bleiben sollen. Pro Gruppe wer-

den  zwei  Hämmer,  zwei  Sägen,  zwei  Doppelmeter,  evtl.  ein  Akkuschrau-

ber, Nägel, Schrauben und Notizmaterial abgegeben (vgl. act. 21.5).  

Gemäss  Betriebskonzept  der  Bauherrschaft  vom  27.  März  2017  sind  für 

den Hüttenbau folgende Betriebszeiten vorgesehen (act. 21.5):  

"Regulärer Betrieb an 17 Wochen pro Jahr (während Schulwochen, aus-

serhalb des Winterbetriebs) 

nur nachmittags während 4,0 h innerhalb Zeitfenster von 13.00 - 18.00 

Montag:  

  Unterhaltstag ohne Kinder 

Dienstag: 

  1.-3. Klasskinder 

Mittwoch: 

  1.-3. Klasskinder + 4.-6. Klasskinder 

Donnerstag:   1.-3. Klasskinder 

Freitag:          1.3. Klasskinder 

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Seite 18 

 
 
 
Ferienbetrieb  an  9  Wochen  pro  Jahr  (während  Schulferien,  ausserhalb 

des Winterbetriebs) 

An Vormittagen während   4,0 h innerhalb Zeitfenster von 8.00 - 12.00 

und Nachmittagen während  4,0 h innerhalb Zeitfenster von 13.00-18.00 

Montag bis Freitag:        1.-3. Klasskinder + 4.-6. Klasskinder 

Samstagnachmittag: 

1.-3. Klasskinder + 4.-6. Klasskinder 

Winterbetrieb an max. 24 Wochen pro Jahr 

nur nachmittags während 4,0 h innerhalb Zeitfenster von 13.00-18.00  

Montag: 

eventuell Unterhaltstag ohne Kinder 

Mittwoch: 

1.-3. Klasskinder + 4.-6. Klasskinder 

Nach  Probebetrieb  von  2  Jahren  je  nach  Nachfrage  noch  zusätzliche  1-2 

Nachmittage: 

Dienstag:  

1.-3. Klasskinder 

Donnerstag: 

1.-3. Klasskinder 

Freitag:  

1.-3. Klasskinder" 

Weiter  ist  dem  Betriebskonzept  zu  entnehmen,  dass  der  Samstag  für  Un-

terhaltsarbeiten  am  Platz  bestimmt  ist  und  am  Sonntag  keine  Bautätigkeit 

stattfinden soll.   

In  Ergänzung  dazu  liegt  ein  undatiertes  Formular  über  den  Betrieb  des 

Abenteuerplatzes  bei  den  Akten  (act.  21.6).  Gemäss  diesem  Formular  ist 

während 

des  Sommerbetriebes 

zusätzlich 

ein  Vormittag 

von 

8.00 - 12.00 Uhr  vorgesehen,  an  welchem  zwei  Schulklassen  (insgesamt 

34  Klassenbesuche)  anwesend  sein  sollen.  Mit  Bezug  auf  das  Ferienpro-

gramm wird festgehalten, dass momentan lediglich Aktivitäten an vier Wo-

chen (Frühlings- und Herbstferien) geplant sind und die Sommerferien Re-

serve  bilden.  Sodann  sind  Feste,  Kurse,  Aktivitäten  und  Vermietung  aus-

serhalb der Betriebszeiten vorgesehen.  

Als  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  zu  erwartenden  Lärmimmissionen 

diente  der Vorinstanz  ein  von  der  M.  AG  im  Auftrag  der Bauherrschaft er-

stelltes  Gutachten.  Gestützt  auf  dieses  Gutachten  hat  die  Vorinstanz  die 

Betriebszeiten  in  Dispositivziffer  F.2.a  der Baubewilligung  wie  folgt  festge-

setzt: 

"Der Betrieb ist so zu regeln, dass für die Nachbarschaft keine übermässi-
gen  Belästigungen  erfolgen.  Die  Betriebszeiten  gemäss  Lärmgutachten 

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Seite 19 

 
 
(08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr, max. je 4.0 Stunden) sind einzu-
halten.  

Ferner sieht die Gesuchstellerin, abweichend zum Lärmgutachten, den Be-
trieb  bis  19.00  Uhr  sowie  ausserhalb  der  Betriebszeiten  (Vermietung)  vor. 
Die Abweichungen vom Lärmgutachten können seitens des Baupolizeiam-
tes  unter  Berücksichtigung  der  Vorgabe  der  Polizeiverordnung  akzeptiert 
werden.  

Bei  diesbezüglichen  Klagen  der  Nachbarschaft  bleibt  die  Anordnung  bau-
polizeilicher  und  polizeilicher  Massnahmen  (Reduktion  der  Betriebszeiten, 
Beschränkung  der  Fremdvermietung  oder  Überarbeitung  des  Lärmgutach-
tens) vorbehalten." 

7.4. 

Die benachbarten Parzellen sind der Wohnzone W2 zugeschieden, für wel-

che die Empfindlichkeitsstufe II gilt.  

Das Lärmgutachten geht davon aus, dass die Hauptlärmquelle beim Aben-

teuerspielplatz  das  Handwerken  (Hämmern, Sägen  etc.) ist.  Um  die  Quel-

lencharakteristik besser abschätzen zu können und von einem realistischen 

Lärmpegel  auszugehen,  wurden  Messungen  durchgeführt.  Dabei  wurden 

die  Geräusche  von  zwei  erwachsenen  Personen,  welche  zeitgleich  häm-

merten und sägten, aufgenommen. Dabei resultierte in einem Messabstand 

von 30 cm ein Schalldruckpegel Laeq von 92,3 dB(A). Gründe, diese schall-

technische  Untersuchung  anzuzweifeln,  sind  nicht  ersichtlich.  Ein  Blick  in 

die Dezibel-Tabelle typischer Umgebungsgeräusche ergibt, dass der ermit-

telte Messwertwert korrekt sein dürfte (vgl. act. 21, S. 23).  

Gemäss Lärmgutachten wurde für das Hämmern und Sägen der gemesse-

ne  Schalldruckpegel  während  12  Hammerstunden  für  10  Baufelder  ange-

setzt.  Ebenfalls  wurde  an  jedem  Arbeitsbereich  sonstiger  Lärm,  welcher 

durch Spielen, Reden usw. entsteht berücksichtigt. Weshalb diese Annah-

men  nicht  realistisch  sein  sollen,  ist  nicht  nachvollziehbar.  Zwar  liegt  der 

Vollausbau  bei  25  Baugruppen,  jedoch  ist  nicht  davon  auszugehen,  dass 

alle  Baugruppen  zur  gleichen  Zeit  auf  dem  Platz  anwesend  sein  werden. 

Gemäss  Betriebskonzept  werden  rund  10  Baugruppen  mit  max.  20  Häm-

mern  gleichzeitig  aktiv  sein.  Jedoch  ist  auch  hier nicht  anzunehmen,  dass 

alle Kinder zeitgleich und ununterbrochen hämmern. Vielmehr umfasst das 
Konstruieren der Hütten auch die Schulung, die Organisation, die Planung 
und  das  Zusammensuchen  des  Baumaterials.  Somit  ist  die  von  der  fach-

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Seite 20 

 
 
kundigen  Gutachterin  getroffenen  Annahme  von  drei  aktiven  Hämmern 

während vier Stunden nicht zu beanstanden.  

Ohne  flankierende  Lärmschutzmassnahmen  resultiert  gemäss  Gutachten 

an  den  massgebenden  Empfangspunkten  (nächstgelegene  Räume  mit 

lärmempfindlicher Nutzung im Wohnhaus der Rekurrentin) ein Immissions-

pegel, der übermässige Störungen erwarten lässt (vgl. act. 21.5, S. 11). Mit 

der  Umsetzung  der  vorgeschlagenen  emissionsbegrenzenden  Massnah-

men,  welche  zur  Hauptsache  einen  Lärmschutzwall  von  4  m  Höhe  sowie 

die Anordnung der Baufelder möglichst nahe am Lärmschutzwall umfassen, 

beträgt der ermittelte maximale Beurteilungspegel 54 dB(A). Wird als Wer-

tungshilfe der massgebende Planungswert für Industrie- und Gewerbeanla-

gen von 55 dB(A) herangezogen (vgl. Anhang 6 LSV), ist somit ein Immis-

sionsniveau eingehalten, bei welchem während der Tagesphase höchstens 

geringfügige Störungen zu erwarten sind.  

Soweit  die  Rekurrentin  befürchtet,  die  geplanten  Baufelder  würden  durch 

die angeordneten Schallschutzmassnahmen nicht hinreichend abgeschirmt, 

erweisen sich ihre Befürchtungen als unbegründet. So hat der Augenschein 

ergeben, dass der Lärmschutzwall auch für die oberen Wohnungen des re-

kurrentischen  Gebäudes  einen  hinreichenden  Schutz  bietet  und  selbst  die 

hinteren  Baufelder  durch  den  4  m  hohen  Wall  lärmtechnisch  abgeschirmt 

werden. Dass Baufelder auf dem Schutzwall angeordnet werden, trifft nicht 

zu.  Das  Lärmgutachten  ist  somit  nicht  zu  beanstanden.  Insgesamt  lassen 

die  Vorbringen  der  Rekurrentin  keine  Zweifel  an  der  Richtigkeit  der  im 

Lärmgutachten ermittelten Immissionen aufkommen.  

Doch selbst wenn vom Abenteuerspielplatz gelegentlich mehr als geringfü-

gige  Störungen  ausgehen  sollten  und  der  zulässige  Immissionspegel 

(Art. 25 Abs. 1 USG) überschritten würde, ist zu berücksichtigen, dass nach 

der  höchstrichterlichen  Rechtsprechung  insbesondere  das  öffentliche  Inte-

resse  an  Kinderspielplätzen  gewichtet  werden  darf  und  Spielplatzbetreiber 

nicht  allzu 

rigorosen  Einschränkungen  unterworfen  werden  dürfen 

(BGr 1A.167/2004 vom 28. Februar 2005), was zur Gewährung von Erleich-

terungen  bei  der  lärmrechtlichen  Beurteilung  führen  kann.  Kinder  und  Ju-

gendliche  müssen  Gelegenheiten  haben,  sich  aktiv  zu  betätigen  und  sich 

im  Freien  zu  bewegen.  Generell  muss  Berücksichtigung  finden,  dass  Kin-

der  und  Jugendliche  mit  allen  ihren  lauten  und  leisen  Äusserungen  zum 
Wohnen  gehören und in  einer Wohnzone  zu  akzeptieren  sind,  auch  wenn 

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sie  auf  einem  Platz  zum  Spielen  zusammenkommen  und  deshalb  mit  ei-

nem  erhöhten  Lärmpegel  zu  rechnen  ist.  Das  hat  auch  in  einer  ruhigen 

Wohngegend zu gelten.  

7.5. 

Es  bleibt  zu  prüfen, ob  die  von  der Baubehörde festgelegten  Benützungs-

zeiten den verschiedenen gegenläufigen Interessen hinreichend Rechnung 

tragen oder ob sich gestützt auf das Vorsorgeprinzip (Art. 11 Abs. 2 USG, 

Art.  7  Abs.  1  lit.  a  LSV)  weitere  flankierende  Massnahmen  aufdrängen.  In 

betrieblicher Hinsicht fällt vorab eine weitere Begrenzung der Öffnungszei-

ten in Betracht. 

Gemäss  dem  angefochtenen  Beschluss  darf  der  Abenteuerspielplatz 

grundsätzlich  von  8.00  -  12.00  Uhr  und  von  13.00  -  18.00  Uhr  betrieben 

werden, wobei jedoch in Abweichung des Lärmgutachtens auf Gesuch des 

Spielplatzbetreibers  hin  eine  Verlängerung  bis  19.00  Uhr  erlaubt  wurde. 

Unter Hinweis auf die Allgemeine Polizeiverordnung wurden zudem Aktivi-

täten  ausserhalb  der  Betriebszeiten  (Vermietung)  bewilligt  (Dispositivzif-

fer F.2.a des angefochtenen Beschlusses).  

In ihrer Stellungnahme hält die Baubehörde fest, dass die festgesetzten Be-

triebszeiten  den  nachgesuchten  Zeiten  entsprächen.  Die  Baubewilligung 

setze den maximalen Rahmen für die Betriebszeiten, wobei selbstverständ-

lich  das  Betriebskonzept  verbindlich  sei.  Mit  der  Rekursvernehmlassung 

stellt  die  Bauherrschaft  sodann  klar,  dass  der  Abenteuerspielplatz  bis 

19.00 Uhr geöffnet sein soll, in der Stunde von 18.00 - 19.00 Uhr aber kei-

ne  lärmigen  Arbeiten  aus  dem  Hüttenbau  mehr  resultieren,  sondern  nur 

Aufräumarbeiten etc. erledigt werden sollen.  

Gemäss  dem  vorne aufgeführten  Betriebskonzept  ist  hauptsächlich  in  den 

wärmeren  Jahreszeiten  an  einem  Vormittag  und  an  mehreren  Nachmitta-

gen  mit  Bautätigkeiten  zu  rechnen,  wobei  der  Hüttenbau  stets  unter  Auf-

sicht  der  Platzleitung  erfolgt.  In  den  Frühlings-,  Herbst-  und  allenfalls  den 

Sommerferien  soll  das  Spielplatzareal  zudem  im  Rahmen  von  Spezialan-

geboten auch an anderen Werktagen geöffnet sein. Gemäss den festgeleg-

ten  Betriebszeiten  konzentrieren  sich  die  Lärmimmissionen  somit  auf  eine 

Zeitspanne, in welcher auch sonst lärmintensive Tätigkeiten des Arbeitsle-

bens  vorgenommen  werden.  Weiter  garantieren  die  festgesetzten  Benut-
zungszeiten  die  Mittagsruhe.  Schliesslich  wurden  mit  dem  geplanten  Erd-

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wall  bereits  technische  Vorkehren  ergriffen,  um  eine  massgebende  Lärm-

reduktion  zu  erreichen.  Die  in  Frage  stehenden  Emissionen  (Hämmern, 

Sägen, Schreien, Lachen usw.), welche während einer begrenzten Zeit am 

Tag  auftreten,  vermögen  somit  keine  Intensität  zu  erreichen,  die  bei  einer 

objektiven  Betrachtungsweise  zu  einer  erheblichen  Beeinträchtigung  des 

Wohlbefindens führen könnte.  

Unklarheit  herrscht  jedoch  mit  Bezug  auf  die  beabsichtigte  Drittnutzung 

bzw.  Fremdvermietung  (Feste,  Kurse,  Aktivitäten  usw.).  Der  Einwand  der 

Rekurrentin, wonach durch die Vermietung des Abenteuerspielplatzes aus-

serhalb  der  regulären  Betriebszeiten  ein  faktischer  Dauerbetrieb  resultiert, 

ist nicht von der Hand zu weisen. Nachdem mit Bezug auf die Vermietung 

an Drittnutzer bislang noch kein konkretes Nutzungskonzept vorliegt, konn-

te  auch  keine  fallbezogene  Bewertung  der  lärmrechtlichen  Situation  durch 

die  Vorinstanz  getroffen  werden.  Vielmehr  begnügte  sich  die  Vorinstanz 

damit, in Dispositivziffer F.2.a des angefochtenen Beschlusses auf die All-

gemeine Polizeiverordnung der Stadt Winterthur zu verweisen. Ein solcher 

Verweis  ist  offenkundig  unzureichend  und  vermag  von  der  notwendigen 

umweltschutzrechtlichen Beurteilung nicht zu entbinden. Abgesehen davon 

gilt es vorab die mit Bezug auf den zu erwartenden Lärm wesentlichen An-

nahmen  zu  treffen  und  verbindlich  zu  erklären.  Hierzu  bedarf  es  der  Be-

kanntgabe  eines  mehr  oder  weniger  detaillierten  Nutzungskonzepts 

(Art und  Weise  der  Veranstaltungen,  Benutzungszeiten  etc.)  durch  die 

Bauherrschaft. Nur so kann beurteilt werden, ob das für die Erteilung einer 

dahingehenden  Bewilligung  massgebliche  Immissionsniveau  eingehalten 

werden  kann  bzw.  ob  es  einschränkender  Anordnungen  bedarf.  Es  reicht 

deshalb nicht aus, die gesamten Einzelheiten der Drittnutzung und Vermie-

tung erst in einem Betriebsreglement zu regeln.  

Es  ist  nicht  Sache  der  Rechtsmittelbehörde,  die  notwendigen  Feststellun-

gen  nachzuholen  und  die  lärmrechtliche  Überprüfung  vorzunehmen.  Die 

ergänzenden  Sachverhaltsermittlungen  mit  Bezug  auf  die  beabsichtigte 

Drittnutzung  bzw.  Fremdvermietung  sind  von  der  Vorinstanz  einzuholen, 

und  gestützt  darauf  wird  sie  eine  lärmschutzrechtliche  Beurteilung  vorzu-

nehmen haben.  

Demgegenüber  ist  gegen  die  verfügte  Öffnungszeit  des  Spielplatzes  bis 

19.00 Uhr nichts einzuwenden, sofern – wie von den Betreibern zugesichert 
–  ab  18.00  Uhr  auf  lärmige  Arbeiten  verzichtet  wird,  beginnt  die  sensible 

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Ruhephase lärmschutzrechtlich doch frühestens um 19.00 Uhr (vgl. hierzu 

etwa  Anhänge  LSV).  Zur  Vermeidung  von  Unklarheiten  ist  die  Baubewilli-

gung jedoch mit einer entsprechenden Auflage zu versehen.  

Schliesslich besteht nicht nur nach 19.00 Uhr, sondern auch an Sonntagen 

und allgemeinen Feiertagen ein ausgeprägtes Ruhebedürfnis der Wohnbe-

völkerung. Das Betriebskonzept sieht denn auch an Sonntagen keine Bau-

tätigkeiten  vor.  Aus  Gründen  der  Transparenz  drängt  sich  auch  hier  eine 

entsprechende einschränkende Nebenbestimmung im Dispositiv auf.  

Eine weitere zeitliche Reduktion der Betriebszeiten des Spielplatzes recht-

fertigt sich in Anbetracht der bereits getroffenen Schallschutzmassnahmen 

nicht. Insgesamt überwiegt das öffentliche Interesse an der Benutzung des 

Spielplatzes  während  des  Tages  gegenüber  dem  privaten  Ruhebedürfnis 

der  betroffenen  Nachbarn  während  dieser  Zeit.  Daran  vermag  der  Um-

stand,  dass  in  der  rekursbetroffenen  Zone  bereits  andere  Erholungs-  und 

Freizeitnutzungen bestehen, nichts zu ändern. Im Umfeld einer Erholungs-

zone  sind  gewisse  mit  der  Ausübung  der  entsprechenden  Aktivitäten  ver-

bundene  Immissionen  nicht  zu  vermeiden  und  von  den  Anstössern  hinzu-

nehmen. Im Übrigen hält der angefochtene Beschluss fest, dass bei Klagen 

der  Nachbarschaft  lärmreduzierende  Anordnungen  vorbehalten  bleiben. 

Die Spielplatzbetreiber können damit nicht nur auf das mit dem Baugesuch 

eingereichtes  Betriebskonzept  verpflichtet  werden,  sondern  es  fallen  auch 

weitere lärmbegrenzende Massnahmen (z.B. Reduktion der Betriebszeiten) 

in Betracht.  

8.1. 

Zusammenfassend ist der Rekurs dahingehend teilweise gutzuheissen, als 

der  angefochtene  Beschluss  im  Sinne  der  vorstehenden  Erwägungen  mit 

einschränkenden  Nebenbestimmungen  zu  versehen  ist  und  die  Sache  mit 

Bezug  auf  die  beabsichtigte  Drittnutzung  bzw.  Fremdvermietung  an  die 

kommunale  Baubewilligungsbehörde  zur  weiteren  Behandlung  und  zum 

Neuentscheid zurückzuweisen ist. 

Im Übrigen ist der Rekurs abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.  

[….] 

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