# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7818836f-00c4-5dc2-945b-25c6eec7445d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.01.2021 200 2020 282
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-282_2021-01-13.pdf

## Full Text

200 20 282 BV
KOJ/BOC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Januar 2021

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Bossert

Stiftung A.________
Klägerin

gegen

B.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beklagte

D.________
vertreten durch Rechtsanwalt E.________
Beigeladener

betreffend Klage vom 15. April 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene D.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Beigela-
dener) war vom 1. Juli 2014 bis 28. Februar 2015 bei der F.________ AG 
bzw. der G.________ AG angestellt und dadurch bei der B.________ be-
rufsvorsorgerechtlich versichert (Akten der Stiftung A.________ [nachfol-
gend: Stiftung A.________ bzw. Klägerin; act. I] 5, 12). Anschliessend war 
er vom 1. März bis 30. Juni 2015 bei der H.________ AG erwerbstätig und 
dadurch bei der I.________ für die berufliche Vorsorge versichert (Akten 
der Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Ausland [IVSTA; act. 
III] 100). Daraufhin hatte der Versicherte bei der J.________ AG vom 1. Juli 
bis 31. Dezember 2015 eine Anstellung inne, wodurch er bei der Stiftung 
A.________ berufsvorsorgerechtlich versichert war (act. I 6; act. III 12). 

Am 3. November 2015 meldete sich der Versicherte bei der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung unter Hinweis auf neu zur (bestehenden) pa-
ranoiden Schizophrenie hinzugetretene Depressionen und Angst zum 
Leistungsbezug an (act. III 4). Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 (act. III 
126; vgl. auch act. III 116) sprach die IV-Stelle … dem Versicherten rück-
wirkend ab dem 1. September 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % 
eine ganze Rente zu. Der Versicherte bezieht zudem seit dem 1. Oktober 
2007 von der K.________ eine Berufsunfähigkeitspension für die weitere 
Dauer der Berufsunfähigkeit (ohne Befristung), wobei zur Deckung eines 
bestehenden Überbezuges seit dem 1. November 2018 keine Auszahlung 
erfolgt (act. I 3 f.).

Die Stiftung A.________ erklärte sich mit Schreiben vom 11. Juli 2019 (act. 
I 15) einverstanden, im Zusammenhang mit der Invalidität des Versicherten 
Vorleistungen zu erbringen, wobei sie für die Zeit vom 1. August 2017 bis 
31. März 2020 Vorleistungen im Betrag von Fr. 50'592.-- (Fr. 1'581.-- mo-
natlich) erbracht hat (act. I 16; Klage Rechtsbegehren Ziff. 3). Ihre Leis-
tungspflicht an sich verneinte die Stiftung A.________ jedoch, da der 
zeitliche Konnex zwischen der Arbeitsunfähigkeit ab dem 5. Oktober 2014 
und der inzwischen eingetretenen Invalidität gegeben sei; leistungspflichtig 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 3

sei deshalb die B.________ (act. I 15). Die B.________ ihrerseits lehnte 
mit Schreiben vom 15. August 2019 (act. I 14) im Zusammenhang mit der 
Invalidität des Versicherten eine Leistungspflicht ab, da vor dem 18. Sep-
tember 2015 keine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit gegeben gewesen 
sei.

B.

In der Folge reichte die Stiftung A.________ am 15. April 2020 gegen die 
B.________ Klage ein. Sie stellt die folgenden Rechtsbegehren:

1. Die versicherte Person, D.________, sei zum Verfahren beizuladen.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Versicherten D.________ eine 

Invalidenrente gemäss ihren reglementarischen Bestimmungen zu 
bezahlen.

3. Die Beklagte sei zur Rückzahlung der von der Klägerin geleisteten 
Vorleistungen im Zeitraum vom 1. August 2017 bis zum 31. März 
2020 im Betrag von Fr. 50'592.-- (Monatsbetreffnis Fr. 1'581.--) zu 
verurteilen, zuzüglich der bis zum Eintritt der Rechtskraft des Urteils 
angefallenen Vorleistungen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.

Am 16. April 2020 verfügte der Instruktionsrichter, über die formelle Beila-
dung des Versicherten D.________ inklusive Gelegenheit zur Stellung-
nahme werde nach Eingang der Klageantwort entschieden. 

Mit Klageantwort vom 3. Juni 2020 beantragt die Beklagte, vertreten durch 
Rechtsanwältin Dr. iur. C.________, die Ziff. 2 bis 4 der Begehren gemäss 
Klageschrift vom 15. April 2020 seien vollumfänglich abzuweisen, alles 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin.

Der Instruktionsrichter lud den Versicherten D.________ mit prozessleiten-
der Verfügung vom 9. Juni 2020 zum Verfahren bei, stellte ihm Kopien der 
Klage und der Klageantwort mit den jeweiligen Beilagen zu und gab ihm 
Gelegenheit zur Stellungnahme. Gleichzeitig holte der Instruktionsrichter 
die Akten der IV-Stelle … ein. Aufgrund der Abtretung der Akten durch die 
IV-Stelle … an die Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Ausland 
(IVSTA) gingen die Akten von dieser am 24. Juni 2020 beim Gericht ein.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 4

Mit Stellungnahme vom 7. August 2020 beantragt der Beigeladene, vertre-
ten durch Rechtsanwalt und Notar E.________, die vollumfängliche Abwei-
sung der Klage, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Klägerin.

Mit prozessleitender Verfügung vom 11. August 2020 wurden den Verfah-
rensbeteiligten im Zusammenhang mit der Einholung der IV-Akten des Bei-
geladenen die Schreiben der IV-Stelle … vom 12. Juni 2020 inklusive 
Beilage und der IVSTA vom 23. Juni 2020 zugestellt. Weiter wurden der 
Klägerin und dem Beklagten je ein Doppel der Stellungnahme des Beigela-
denen vom 7. August 2020 zugestellt. Gleichzeitig wurde den Verfahrens-
beteiligten Gelegenheit für Schlussbemerkungen gegeben.

Die Klägerin machte mit Schlussbemerkungen vom 10. September 2020 
weitere Ausführungen und bestätigte sinngemäss die gestellten Rechtsbe-
gehren.

Die Beklagte bestätigte den gestellten Antrag mit Schlussbemerkungen 
vom 5. Oktober 2020.

Der Beigeladene liess sich nicht mehr vernehmen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern ist als einzige kantona-
le Instanz sachlich und funktionell zuständig zur Beurteilung der mit Klage 
vom 15. April 2020 geltend gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- 
und Invalidenvorsorge [BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; 
BSG 155.21] und Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Ju-
ni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwalt-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 5

schaft [GSOG; BSG 161.1]). Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der 
schweizerische Sitz oder Wohnsitz des Beklagten oder der Ort des Betrie-
bes, bei dem die versicherte Person angestellt wurde. Dabei kommt es für 
den Wahlgerichtsstand nicht darauf an, ob die Vorsorgeeinrichtung, der 
Arbeitgeber oder die versicherte Person klagende Partei ist (SVR 2006 
BVG Nr. 17 S. 62 E. 2.3). Die Beklagte hat Sitz im Kanton Bern (act. I 2), 
womit das angerufene Gericht zur Behandlung der Klage örtlich zuständig 
ist. Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen sind erfüllt, insbesondere ist 
die Klage formgerecht eingelangt (Art. 32 VRPG). Auf die Klage ist somit 
einzutreten.

1.2 Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Beklagten für 
BVG-Rentenleistungen zugunsten des Beigeladenen sowie der Regres-
sanspruch der Klägerin gegen die Beklagte im Umfang der erbrachten Vor-
leistungen im Betrag von Fr. 50'592.-- (zuzüglich der bis zum Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils angefallenen Vorleistungen).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Nach Art. 73 Abs. 2 BVG sehen die Kantone ein einfaches, rasches 
und in der Regel kostenloses Verfahren vor, wobei der Richter den 
Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat. Innerhalb des Streitge-
genstandes ist das Berufsvorsorgegericht in Durchbrechung der Dispositi-
onsmaxime an die Begehren der Parteien nicht gebunden (BGE 135 V 26 
E. 3.1 mit Hinweisen, Art. 92 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG 
Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % 
invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Inva-
lidität geführt hat, versichert waren.

2.2 Das BVG definiert den Begriff der Invalidität nicht, sondern verweist 
auf die Invalidenversicherung (vgl. Art. 23 lit. a BVG und Art. 4 der Verord-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 6

nung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenvorsorge [BVV 2; SR 831.441.1]). Aus der engen Verbindung zwi-
schen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demjeni-
gen auf Invalidenleistungen nach BVG ergibt sich, dass der 
Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und 
in der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 120 V 106 
E. 3c S. 108).

Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die ausdrücklich 
oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff wie die 
Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung der IV-
Stelle oder – im Beschwerdefall – des kantonalen Sozialversicherungsge-
richts resp. des Bundesgerichts gebunden, sofern sie in das 
invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wurden, die kon-
krete Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber 
der Invalidenversicherung entscheidend war und die invalidenversiche-
rungsrechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer gesamthaften Prüfung 
der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint. Diese Bindungswir-
kung findet ihre positivrechtliche Grundlage in den Art. 23, 24 Abs. 1 und 
26 Abs. 1 BVG, welche an die Regelung des Bundesgesetzes vom 19. Juni 
1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) anknüpfen oder 
diese übernehmen (BGE 143 V 434 E. 2.2 S. 437). 

2.3 Die Invalidenleistungen nach Art. 23 lit. a BVG werden von derjeni-
gen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt 
des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Entscheidend ist dabei 
einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in 
welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invali-
denleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt 
der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise 
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. 
Für eine einmal aus – während der Versicherungsdauer aufgetretener – 
Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrich-
tung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vor-
sorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn 
auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 7

(Art. 26 Abs. 3 BVG [Umkehrschluss]; BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68; SVR 
2020 BVG Nr. 6 S. 26 E. 3.1).

Der Bestimmung von Art. 23 BVG kommt auch die Funktion zu, die Haftung 
mehrerer Vorsorgeeinrichtungen gegeneinander abzugrenzen, wenn eine 
in ihrer Arbeitsfähigkeit bereits beeinträchtigte versicherte Person ihre Ar-
beitsstelle (und damit auch die Vorsorgeeinrichtung) wechselt. Der An-
spruch auf Invalidenleistungen nach Art. 23 BVG entsteht in diesem Fall 
nicht gegenüber der neuen Vorsorgeeinrichtung, sondern gegenüber derje-
nigen, welcher die Person im Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden 
Arbeitsunfähigkeit angehört hatte (BGE 130 V 270 E. 4.1 S. 275; SVR 2018 
BVG Nr. 37 S. 138 E. 2.1.3).

2.4 Unter Arbeitsunfähigkeit ist eine erhebliche und dauerhafte Einbus-
se an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufga-
benbereich zu verstehen (BGE 134 V 20 E. 3.2.2 S. 23). Sie muss 
mindestens 20 % betragen (BGE 144 V 58 E. 4.4 S. 62; SVR 2020 BVG 
Nr. 6 S. 27 E. 3.2). Ob eine Person trotz Lohnzahlung tatsächlich erheblich 
arbeitsunfähig war, ob sie also im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses – im 
Hinblick auf den angestammten Tätigkeitsbereich – ihre übliche oder aber 
nunmehr eine behinderungsbedingt eingeschränkte Leistung erbrachte, ist 
von Amtes wegen mit aller Sorgfalt zu prüfen. Rechtsprechungsgemäss ist 
erforderlich, dass sich die behauptete Arbeitsunfähigkeit im Arbeitsverhält-
nis, das über die Vorsorgepflicht den Versicherungsschutz begründet, kon-
kret nachteilig bemerkbar gemacht hat, so etwa durch einen Abfall der 
Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Ar-
beitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich 
bedingte Arbeitsausfälle. Nur beim Vorliegen besonderer Umstände darf 
die Möglichkeit einer von der arbeitsrechtlich zu Tage tretenden Situation in 
Wirklichkeit abweichenden Lage – etwa in dem Sinne, dass ein Arbeitneh-
mer zwar zur Erbringung einer vollen Arbeitsleistung verpflichtet war und 
auch entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich aber eben doch keine volle 
Arbeitsleistung hat erbringen können – in Betracht gezogen werden (SVR 
2008 IV Nr. 11 S. 33 E. 5.1, 2005 BVG Nr. 5 S. 15 E. 2.2). Die Leistungs-
einbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen 
sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgestellte medizinisch-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 8

theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der be-
ruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur 
reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso 
wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des 
Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeu-
genden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher 
Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem 
im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch 
nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative 
Überlegungen ersetzt werden (SVR 2020 BVG Nr. 6 S. 27 E. 3.2, 2014 
BVG Nr. 6 S. 19 E. 4.2).

2.5 Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) berufli-
chen Vorsorge setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammen-
hang zwischen der während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses 
(einschliesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestande-
nen Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen Invali-
dität voraus. Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheits-
schaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, von der Art her im 
Wesentlichen derselbe ist wie derjenige, der der Erwerbsunfähigkeit zu 
Grunde liegt. Nicht erforderlich ist ein adäquater Kausalzusammenhang; 
eine Wechselwirkung im Sinne natürlicher Kausalität genügt (BGE 134 V 
20 E. 3.2 S. 22; SVR 2020 BVG Nr. 17 S. 76 E. 2.2.2, 2001 BVG Nr. 18 
S. 70 E. 5b). Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt 
voraus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, 
deren Ursache zur Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wie-
der arbeitsfähig war. Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten Um-
stände des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art 
des Gesundheitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch den 
Arzt sowie die Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wieder-
aufnahme oder Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den 
für die Beurteilung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen 
auch die in der Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhält-
nisse, wie etwa die Tatsache, dass eine voll vermittlungsfähige, Stellen 
suchende Person über längere Zeit hinweg Taggelder der Arbeitslosenver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 9

sicherung bezieht. Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeu-
tung beigemessen werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit. So 
schliesst namentlich die Vermittlungsfähigkeit im arbeitslosenversiche-
rungsrechtlichen Sinne das Vorliegen einer berufsvorsorgerechtlich rele-
vanten Arbeitsunfähigkeit nicht per se aus (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; 
SVR 2020 BVG Nr. 17 S. 76 E. 2.2.2, 2019 BVG Nr. 30 S. 118 E. 2.2).

Der zeitliche Konnex zwischen der während des Vorsorgeverhältnisses 
eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität wird unterbro-
chen, wenn während mehr als drei Monaten eine Arbeitsfähigkeit von über 
80 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist; eine Arbeitsfähig-
keit von 80 % genügt nicht (BGE 144 V 58; SVR 2020 BVG Nr. 17 S. 76 
E. 2.2.2, 2018 BVG Nr. 37 S. 138 E. 2.1.2). Anders verhält es sich, wenn 
die fragliche, allenfalls mehr als dreimonatige Tätigkeit (allenfalls auch erst 
im Rückblick) als Eingliederungsversuch zu werten ist oder massgeblich 
auf sozialen Erwägungen des Arbeitgebers beruhte und eine dauerhafte 
Wiedereingliederung unwahrscheinlich war (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; 
SVR 2014 BVG Nr. 36 S. 135 E. 1.2.2).

Eine zuverlässige Einschätzung des zeitlichen Zusammenhangs ist nur 
möglich, wenn die Entwicklung gesamthaft betrachtet wird. Die Frage, ob 
eine nachhaltige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit möglich war, ist 
somit auch im Lichte von erst später gewonnenen Erkenntnissen zu beur-
teilen (SVR 2014 BVG Nr. 36 S. 136 E. 5.3).

2.6 Bei Schubkrankheiten ist zu prüfen, ob eine länger als drei Monate 
dauernde, isoliert betrachtet unauffällige Phase von Erwerbstätigkeit 
tatsächlich mit der Perspektive einer dauerhaften Berufsausübung verbun-
den war. Selbst eine länger dauernde Phase der Erwerbstätigkeit zeigt kei-
ne gesundheitliche Erholung mit weitgehender Wiederherstellung des 
Leistungsvermögens an, wenn jegliche berufliche Belastung nach einer 
gewissen Zeit regelhaft zu schweren Krankheitssymptomen mit erheblicher 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führt. Damit soll dem Umstand Rech-
nung getragen werden, dass derartige Krankheitsbilder unterschiedliche 
Verläufe aufweisen. Dies stellt ein erhöhtes Risiko dar, dass die Krankheit 
sich erst zu einem Zeitpunkt invalidisierend manifestiert, in welchem eine 
Versicherungsdeckung fehlt, was unter dem Gesichtspunkt des (obligatori-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 10

schen) Versicherungsschutzes stossend sein kann. Daher kommt bei 
Schubkrankheiten den gesamten Umständen des Einzelfalls besondere 
Bedeutung zu (SVR 2020 BVG Nr. 21 S. 93 E. 2.1.1).

2.7 Befindet sich der Versicherte beim Entstehen des 
Leistungsanspruchs nicht in der leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung, 
so ist jene Vorsorgeeinrichtung vorleistungspflichtig, der er zuletzt angehört 
hat. Steht die leistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung fest, so kann die 
vorleistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung auf diese Rückgriff nehmen (Art. 
26 Abs. 4 BVG).

3.

3.1 Die von Amtes wegen (vgl. BGE 118 Ia 129 E. 1 S. 130) zu 
prüfende Frage, ob eine Partei als Klägerin aufzutreten berechtigt 
(Aktivlegitimation) und welche Partei einzuklagen ist (Passivlegitimation), 
bestimmt sich   – auch im öffentlich-rechtlichen Klageverfahren – nach dem 
materiellen Recht. Grundsätzlich ist der Träger des fraglichen Rechts 
aktivlegitimiert, passivlegitimiert der materiell Verpflichtete, gegen den sich 
das Recht richtet (vgl. SVR 2006 BVG Nr. 11 S. 40 E. 3.2). Aktiv- und 
Passivlegitimation sind folglich nicht Bedingungen im Sinne von 
Prozessvoraussetzungen, von denen die Zulässigkeit der Klage abhängen 
würde; sie gehören vielmehr zur materiellen Begründetheit des 
Klagebegehrens, weshalb ihr Fehlen zur Abweisung und nicht zur 
Zurückweisung der – bzw. zum Nichteintreten auf die – Klage führt (vgl. 
BGE 107 II 82 E. 2a S. 85; SVR 2010 BVG Nr. 27 S. 108 E. 3.2.1; 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 3. September 2020, 
9C_615/2019 [zur Publikation vorgesehen], E. 3.2.1).

3.2 Mit dem Rechtsbegehren Ziff. 2 beantragt die Klägerin, die Beklagte 
sei zu verpflichten, dem Beigeladenen eine Invalidenrente gemäss ihren 
reglementarischen Bestimmungen zu bezahlen. Mit dem Rechtsbegehren 
Ziff. 3 wird zudem beantragt, die Beklagte sei zur Rückzahlung der von der 
Klägerin geleisteten Vorleistungen im Zeitraum vom 1. August 2017 bis 
zum 31. März 2020 im Betrag von Fr. 50'592.-- (Monatsbetreffnis 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 11

Fr. 1'581.--) zu verurteilen, zuzüglich der bis zum Eintritt der Rechtskraft 
des Urteils angefallenen Vorleistungen. 

Da die Klägerin hinsichtlich des Rentenanspruchs des Beigeladenen nicht 
Rechtsträgerin ist, mangelt es ihr diesbezüglich an der Aktivlegitimation. 
Folglich ist die Klage hinsichtlich des Rechtsbegehrens Ziff. 2 abzuweisen. 

In Bezug auf die Rückforderung der erbrachten Vorleistungen gemäss 
Rechtsbegehren Ziff. 3 ist die Aktivlegitimation der Klägerin hingegen zu 
bejahen, da die Vorsorgeeinrichtung, welche Vorleistungen erbracht hat, 
unmittelbar von Gesetzes wegen (Art. 26 Abs. 4 Satz 2 BVG) in diesem 
Umfang einen Regressanspruch gegen die leistungspflichtige Vorsorgeein-
richtung geltend machen kann (BGE 136 V 131 E. 3.6 S. 140). Um beant-
worten zu können, ob die von der Klägerin geltend gemachte 
Regressforderung begründet ist, ist folglich als Vorfrage zu klären, ob die 
Beklagte gemäss Art. 26 Abs. 4 BVG effektiv leistungspflichtig ist (vgl. SVR 
2015 BVG Nr. 55 S. 235 E. 3.4)

3.3 Unbestritten ist, dass der Beigeladene an einer paranoiden Schizo-
phrenie leidet, welche 2002 erstmals diagnostiziert wurde (act. III 7/7 f., 16) 
und aufgrund derer er Versicherungsleistungen (Berufsunfähigkeitspensi-
on) der K.________ bezieht (act. I 3 f.). Vom 1. Juli 2014 bis 28. Februar 
2015 war er bei der F.________ AG bzw. der G.________ AG angestellt 
und damit bei der Beklagten für die berufliche Vorsorge versichert (act. I 5, 
12). Anschliessend hatte er vom 1. März bis 30. Juni 2015 eine befristete 
Anstellung bei der H.________ AG und war bei der I.________ versichert 
(act. III 100, 123; Stellungnahme des Beigeladenen, S. 3 Ziff. 3). Vom 
1. Juli bis 31. Dezember 2015 war er schliesslich bei der J.________ AG 
angestellt und damit bei der Klägerin berufsvorsorgerechtlich versichert 
(act. I 6; act. III 12).

Unter den Parteien ist vorab die Bindungswirkung der IV-Verfügung vom 
24. Januar 2019 (act. III 126; vgl. E. 2.2 hiervor), welche der Klägerin eröff-
net wurde, umstritten (Klageantwort S. 7 ff. Ziff. 16 ff.; Stellungnahme des 
Beigeladenen vom 7. August 2020 S. 4 ff. Ziff. 1 ff.). Mit dieser wurde dem 
Beigeladenen rückwirkend ab dem 1. September 2016 eine ganze Rente 
zugesprochen; der Beginn des Wartejahres wurde auf den 18. September 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 12

2015 festgesetzt (act. III 73/1, 116/3). Die entsprechende IV-Anmeldung 
war zuvor am 3. November 2015 erfolgt (act. III 4); ein Rentenanspruch 
konnte demnach frühestens per Mai 2016 entstehen (vgl. Art. 29 Abs. 1 
IVG, wonach der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs 
Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht), sofern 
in diesem Zeitpunkt das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 
abgelaufen war. Für die IV-Stelle … war somit lediglich der Verlauf der 
gesundheitlich bedingten Arbeitsunfähigkeit ab Mai 2015 von Interesse. Die 
hier zu beurteilende Frage des Eintritts der invalidisierenden 
Arbeitsunfähigkeit bereits während der Zeit der Vorsorgeversicherung bei 
der Beklagten (d.h. bis Ende Februar 2015) war mithin für die Beurteilung 
des IV-Rentenanspruchs nicht entscheidend; daran ändert nichts, dass in 
der Begründung der Verfügung vom 24. Januar 2019 (act. III 116/1 f.) u.a. 
auch auf diese Zeit eingegangen wurde. Unter diesen Umständen wäre die 
Klägerin im IV-Verfahren nicht beschwerdelegitimiert gewesen und insoweit 
ist eine Bindungswirkung der Verfügung vom 24. Januar 2019 (act. III 126) 
zu verneinen (vgl. Entscheid des BGer vom 21. November 2016, 
9C_340/2016, E. 6). Soweit die Beklagte geltend macht, die Klägerin habe 
sich entgegenhalten zu lassen, dass sie im Rahmen des 
Vorbescheidverfahrens von einer relevanten Arbeitsunfähigkeit "per März 
2015" ausgegangen sei (Klageantwort S. 8 Ziff. 17), kann ihr nicht gefolgt 
werden; die Klägerin beantragte in ihrem Einwand vom 18. August 2018 
(act. III 80) vielmehr, dass der Beginn der Wartezeit "spätestens auf März 
2015" angesetzt wird. 

Die Beklagte ihrerseits beruft sich in der Klageantwort explizit auf die 
rentenzusprechende IV-Verfügung vom 24. Januar 2019, womit – 
ungeachtet des fehlenden Miteinbezugs der Beklagten in das IV-Verfahren 
(BGE 130 V 270 E. 3.1 S. 274; SVR 2011 BVG Nr. 12 S. 46 E. 5.1) – zu 
prüfen ist, ob die Verfügung in Bezug auf sie Bindungswirkung entfaltet. 
Indes war die konkrete Fragestellung in Bezug auf die Leistungspflicht der 
Beklagten – namentlich der Eintritt der massgebenden Arbeitsunfähigkeit in 
der Zeit der Versicherungsdeckung bei der Beklagten (von 1. Juli 2014 bis 
28. Februar 2015) – für die invalidenversicherungsrechtliche Beurteilung 
nicht relevant und es bestand für sie daher keine Veranlassung, dies genau 
abzuklären. Deshalb vermögen die diesbezüglichen Feststellungen der IV-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 13

Stelle (auch) für die Beklagte keine Bindungswirkung zu entfalten (vgl. BGE 
143 V 434 E. 2.2 S. 437; Entscheid des BGer vom 9. Juni 2015, 
9C_66/2015, E. 4.2).

3.4 Da – wie eben ausgeführt – die Bindungswirkung der Verfügung 
vom 24. Januar 2019 (act. III 126) sowohl im Verhältnis zur Klägerin als 
auch in Bezug auf die Beklagte zu verneinen ist, ist die Frage, ob eine zur 
Invalidität führende Arbeitsunfähigkeit während des bestehenden Vorsor-
geverhältnisses mit der Beklagten entstanden ist, frei zu prüfen. Zum Ge-
sundheitszustand des Beigeladenen und insbesondere zum Beginn der der 
Invalidität zugrunde liegenden Arbeitsunfähigkeit lässt sich den Akten im 
Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.4.1 Im Bericht der psychiatrischen Dienste L.________ vom 4. Novem-
ber 2014 (act. III 16) wurde festgehalten, die Zuweisung innerhalb der 
psychiatrischen Dienste L.________ zur ambulanten psychiatrischen Weit-
erbehandlung sei nach stationärem Aufenthalt vom 5. bis 7. Oktober 2014 
wegen einer psychotischen Episode bei bekannter paranoider Schizophre-
nie (phasenweise remittiert) erfolgt. Zur Krankheitsanamnese wurde fest-
gehalten, seit 2002 sei eine paranoide Schizophrenie bekannt mit 
episodischem Verlauf und vollständiger Remission im Intervall. Der Beige-
ladene berichte von mehreren Hospitalisationen, zirka viermalig (2004, 
2005, 2009, 2014). Vor dem aktuellen stationären Aufenthalt in der Klinik 
M.________ habe der Beigeladene unter optischen Halluzinationen und 
Fremdbeeinflussungserleben gelitten. In der Beurteilung wurde angegeben, 
anamnestisch bestehe eine paranoide Schizophrenie, episodisch remittie-
rend (ICD-10 F20.3), aktuell belastet durch den Umzug in die Schweiz, die 
damit verbundenen finanziellen Belastungen und das Verpflichtungsgefühl 
gegenüber seiner Ehefrau. Diese scheine sehr belastet zu sein, da sie so-
zial isoliert sei (keine Ausbildung und schlechte Sprachkenntnisse).

3.4.2 Im Zusammenhang mit der Hospitalisation vom 22. Mai bis 12. Juni 
2015 in der Klinik N.________ wurden im Austrittsbericht vom 8. Juli 2015 
(act. III 7/1 - 6) als psychiatrische Diagnosen der Verdacht auf eine schi-
zoaffektive Störung, gegenwärtig manisch (F25.0), sowie psychische und 
Verhaltensstörungen durch Tabak: Abhängigkeitssyndrom (F17.2) angege-
ben. Es wurde festgehalten, der Beigeladene habe sich in der Klinik 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 14

M.________ auf Grund seit drei Tagen zunehmend psychotischer Sym-
ptomatik mit Stimmenhören vorgestellt, von wo die Überweisung stattge-
funden habe. Die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie habe er bereits 
seit 13 Jahren. Der Beigeladene lebe seit kurzer Zeit aus beruflichen Grün-
den in der Schweiz. Er habe eine Stelle als … bei einer …. Seit zwei Jah-
ren sei er mit einer aus der … stammenden Frau verheiratet, die er über 
das Internet kennengelernt habe. Sie habe ihn geheiratet, um den … Pass 
zu erhalten. Aktuell hätten sie häufiger Schwierigkeiten. Dies würde unter 
anderem auch an seinem Gesundheitszustand liegen. Bei der Heirat habe 
sie nichts von seiner Diagnose gewusst. Sein Krankheitsbild sei seiner 
Frau nur teilweise bekannt, sie habe eine oder zwei psychiatrische Hospita-
lisationen miterlebt. Seine Frau sei am 19. Mai 2015 nach … geflogen. Es 
habe einen Konflikt gegeben, eine Trennung sei thematisiert worden. 

3.4.3 Der den Beigeladenen seit 2002 in … behandelnde Dr. med. 
O.________, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, gab im Bericht vom 
15. Oktober 2015 (act. III 7/7 f.) an, zusammenfassend handle es sich dia-
gnostisch um eine paranoide Schizophrenie mit affektiver Mitbeteiligung. Im 
Verlauf der Behandlung sei es zu mehreren Rezidiven gekommen, welche 
meist mit Reduktions- und Absetzungsversuchen der Medikation in Zu-
sammenhang gestanden hätten. Die Compliance des Beigeladenen sei 
stets schwankend gewesen, eine psychische Stabilität sei während länge-
rer regelmässiger Medikamenteneinnahme aufgetreten. Andererseits seien 
gravierende Nebenwirkungen der Medikamente zu beachten. Im Lauf der 
Zeit sei es jedenfalls zu einer vermehrten Krankheitseinsicht und besseren 
Compliance gekommen. 

3.4.4 Im Bericht vom 16. November 2015 (act. III 13) führte Dr. med. 
P.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neuro-
logie, als Diagnose eine paranoide Schizophrenie, chronisch (ICD-10 
F20.0) auf. Zur Anamnese gab sie an, der Beigeladene befinde sich seit 
dem 18. September 2015 in ambulanter psychiatrisch-psychothera-
peutischer Behandlung im Q.________. Er habe sich als Notfall vorgestellt 
und berichtet, seit dem Jahr 2002 an einer chronischen paranoiden Schi-
zophrenie zu leiden. Er stamme aus … und sei im Heimatland bereits häu-
figer stationär behandelt worden. Seit 2014 lebe der Beigeladene in der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 15

Schweiz, seitdem hätten zwei stationäre Aufenthalte im November 2014 in 
der Klinik M.________ und im Mai 2015 in der Klinik N.________ stattge-
funden. Der Beigeladene habe berichtet, dass es ihm seit Anfang Septem-
ber (2015) wieder deutlich schlechter gehe. Er leide unter 
Wahrnehmungsveränderungen, Stimmenhören und Ängsten. Seiner Mei-
nung nach habe man ihm 2002 LSD in eine Limonade gemischt, seither 
werde er immer wieder unter Stress psychotisch. Der Beigeladene arbeite 
als …, nach einem Pfeifferschen Drüsenfieber im Juni 2015 sei er auch 
körperlich zunehmend geschwächt gewesen. Insgesamt sei es in der Vor-
geschichte immer wieder zu Stellenwechseln und Umzügen gekommen. Er 
habe derzeit keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern in …. Seit zwei Jahren 
sei er mit seiner aus der … stammenden Ehefrau verheiratet, von der er 
gerade getrennt lebe. Dr. med. P.________ attestierte ab dem Behand-
lungsbeginn am 18. September 2015 bis dato eine 100 %-ige Arbeitsun-
fähigkeit als …. Zudem führte sie seit dem Behandlungsbeginn stationäre 
Behandlungen vom 18. bis 21. September 2015 und vom 6. bis 9. Novem-
ber 2015 in der Klinik R.________ auf.

3.4.5 Im Bericht der Klinik R.________ vom 3. Februar 2016 (act. III 20), 
wo sich der Beigeladene vom 16. bis 23. Dezember 2015 stationär behan-
deln liess, wurde als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
F25.1 Schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv, angegeben. Es 
wurde festgehalten, es handle sich um eine geplante Zuweisung auf freiwil-
liger Basis durch die Klinik N.________, wo der Beigeladene nach einer 
Selbstzuweisung aufgrund von optischen Wahrnehmungsstörungen im 
Sinne von veränderten Wahrnehmungen des eigenen Körpers vom 13. bis 
16. Dezember 2015 hospitalisiert gewesen sei. Der Beigeladene sei gegen 
ärztlichen Revers frühzeitig aus der stationären Behandlung in der Psychia-
trischen Klinik R.________ ausgetreten, wobei eine 100 %-ige Arbeitsun-
fähigkeit bestanden habe. 

3.4.6 Dr. med. S.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, führte im Bericht vom 18. Mai 2016 (Akten der Beklagten [act. II] 5) als 
Diagnose anamnestisch Verdacht auf schizoaffektive Störung, gegenwärtig 
manisch (ICD-10 F25.0), auf. Zur Anamnese wurde angegeben, der Beige-
ladene habe vor mehreren Jahren einmal unabsichtlich anstelle von Alko-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 16

hol "mikroverkapseltes LSD" zu sich genommen. Seither sei er "paranoid", 
habe eine "gespaltene Persönlichkeit" und habe "eine oder mehrere Perso-
nen in sich". Deswegen sei er fünf Mal in einer Klinik in … hospitalisiert 
gewesen, einmal in einer Klinik in …. Wegen Überforderung mit seiner Ar-
beit (…) sei er 1 - 2/2015 in der Klinik M.________ hospitalisiert gewesen. 
Danach sei er zirka drei Mal in den psychiatrischen Diensten T.________ 
gewesen. Anschliessend sei er nach … gezügelt und habe eine unbefriedi-
gende Stelle im Stundenansatz bei der U.________ im V.________ ge-
habt. Am 19. Mai 2015 habe er wieder Stimmen gehört und vom 22. Mai 
bis 12. Juni 2015 sei in der Klinik in N.________ eine Hospitalisation er-
folgt. Weiter gab Dr. med. S.________ an, am 17. Juni 2016 seien keine 
wesentlichen depressiven, manischen oder psychotischen Symptome eru-
ierbar gewesen. Der Beigeladene habe nach seinen Angaben am 1. Juli 
2015 die Arbeit bei seiner neuen Firma ohne wesentliche Probleme aufge-
nommen. Zudem habe er nach seinen Angaben erfolgreich eine …-Prüfung 
bestanden. Die Arbeitsfähigkeit habe sie nicht beurteilt, dies sei durch die 
Klinik N.________ erfolgt, soweit ihr dies bekannt sei.

3.4.7 Der RAD-Arzt Dr. med. W.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, hielt in der Stellungnahme vom 23. Mai 2016 (act. III 28) 
fest, der Verlaufsbericht von Dr. med. P.________ vom 9. Mai 2016 sei 
fachlich korrekt und nachvollziehbar. Es könne jetzt klar vom Bestehen 
einer paranoiden Schizophrenie ausgegangen werden (ICD-10 F20.0), die 
auch unter einer fachgerechten Behandlung eine Symptomatik zeige, wel-
che eine Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt ausschliesse. Zum 
gegenwärtigen Zeitpunkt seien auch berufliche Eingliederungsmassnah-
men nicht durchführbar. Die vollständige Arbeitsunfähigkeit sei ausgewie-
sen ab dem 18. September 2015 (Beginn Wartejahr). 

3.4.8 Im Bericht der psychiatrischen Dienste L.________ vom 16. Januar 
2019 (act. II 20) wurde als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit eine anamnestisch bekannte paranoide Schizophrenie, episodisch 
remittiert (ICD-10: F20.03), angegeben. Es wurde festgehalten, der Beige-
ladene sei vom 4. November 2014 bis 27. März 2015 in den psychiatri-
schen Diensten T.________ behandelt worden. Er habe nach dem 
Erstgespräch zu möglichst wenig Konsultationen kommen wollen wegen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 17

der finanziell knappen Situation. Seine Belastung sei jedoch deutlich ge-
worden, als er sich mehrfach telefonisch gemeldet habe und am 27. Januar 
2015 zu einer Notfallkonsultation erschienen sei. Dem Beigeladenen sei 
eine Arbeitsunfähigkeit vom 12. Januar 2015 bis 27. Februar 2015 mit ei-
nem Grad von 100 % ausgestellt worden. Diese habe sowohl die bisherige 
als auch eine angepasste Tätigkeit umfasst, dies sei in der Bescheinigung 
nicht explizit erwähnt worden. 

4.

4.1

4.1.1 Die Klägerin macht geltend (Klage S. 9 f.), der Beigeladene sei am 
5. Oktober 2014 arbeitsunfähig geworden. Zwar sei es bis zum definitiven 
Eintritt der Invalidität zu mehreren Unterbrüchen in der Arbeitsunfähigkeit 
gekommen und der Beigeladene sei mehrere neue Anstellungsverhältnisse 
eingegangen. In einer gesamtheitlichen Betrachtungsweise der Art der Er-
krankung, des Krankheitsverlaufs, der Einstellung des Beigeladenen und 
seiner Beweggründe für die Aufnahme einer Arbeitstätigkeit habe aus ob-
jektiver Warte und prognostisch nicht davon ausgegangen werden können, 
dass es sich um eine nachhaltige Erholung des Gesundheitszustandes und 
der Wiedererlangung der vollen Leistungsfähigkeit gehandelt habe. Viel-
mehr hätten die mehrfachen psychosozialen Belastungen bei bestehendem 
Krankheitsbild bereits während der Versicherungszeit bei der Beklagten zu 
einer Dekompensation und stationärer Behandlungsbedürftigkeit geführt. 
Die nachfolgenden Arbeitsverhältnisse seien nicht von längerer Dauer ge-
wesen und seien nicht geeignet, eine dauerhafte Wiedererlangung der Ar-
beitsfähigkeit zu belegen. Sie seien als nicht dauerhafte Wiederein-
gliederungsversuche zu werten. Somit sei der enge zeitliche und sachliche 
Zusammenhang zwischen der am 5. Oktober 2014 erstmals aufgetretenen 
Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität zu bejahen, was zur Leis-
tungspflicht der Beklagten führe.

4.1.2 Die Beklagte macht demgegenüber im Wesentlichen geltend (Kla-
geantwort S. 15 Ziff. 37), selbst wenn das Gericht den in Rechtskraft er-
wachsenen Feststellungen der IV nicht folgen würde, wäre die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 18

massgebende Arbeitsunfähigkeit nicht während der Versicherungszeit bei 
der Beklagten eingetreten. Insbesondere habe die der Beklagten ange-
schlossene Arbeitgeberin keine durch den Gesundheitszustand bedingte 
Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen ausmachen können. Eben-
so habe der Beigeladene wiederholt bestätigt, dass die Beschwerden im 
Zusammenhang mit der paranoiden Schizophrenie seine Leistungsfähigkeit 
vor September 2015 nicht relevant beeinträchtigt hätten. Auch aus diesen 
Gründen wäre die Beklagte nicht leistungspflichtig. Selbst wenn von einer 
relevanten Arbeitsunfähigkeit während der Versicherungsunterstellung bei 
der Beklagten ausgegangen würde, wäre der zeitliche Konnex zur nachma-
ligen Invalidität infolge einer Arbeitsfähigkeit von mindestens über 80 % in 
der Zeit vom 1. März 2015 bis 5. Oktober 2015 unterbrochen worden.

4.1.3 Der Beigeladene macht im Wesentlichen geltend (Stellungnahme 
vom 7. August 2020 S. 5 f. Ziff. 2 f.), er sei von September 2011 bis am 
18. September 2015 arbeitstätig gewesen, wobei es lediglich zu kurzzeiti-
gen Arbeitsunfähigkeiten und Hospitalisationen gekommen sei. Diese seien 
insbesondere durch die schwierigen Eheverhältnisse ausgelöst worden. 
Dennoch habe er wieder reüssieren und seine ganze Leistungsfähigkeit 
einsetzen können, was zu sehr guten Arbeitsresultaten geführt habe. Erst 
als sich bei der J.________ AG neben den Eheschwierigkeiten auch durch 
die Zukunftsängste die psychische Belastung gesteigert habe, was 
schliesslich zur Dekompensation geführt habe, sei eine dauernde Arbeits- 
und Erwerbsunfähigkeit eingetreten. Eine relevante Auswirkung der vorlie-
genden Schubkrankheit sei nach dem Jahr 2011 erst wieder im September 
2015 zum Tragen gekommen. Somit sei die Klägerin leistungspflichtig, da 
sowohl der sachliche als auch der zeitliche Konnex ab dem 18. September 
2015 nicht bestritten werden könne. 

4.2 Der Beigeladene leidet seit 2002 an einer paranoiden Schizophrenie 
und in den Folgejahren kam es zu mehreren Rezidiven (act. III 7/7 f., 16). 
Trotz dieser Erkrankung war der Beigeladene vom 1. September 2011 bis 
30. Juni 2014 bei der X.________ GmbH als … mit einer wöchentlichen 
Arbeitszeit von 38.5 Stunden angestellt (act. II 2 f.). Mit der Verlegung sei-
nes Wohnsitzes in die Schweiz übte der Beigeladene ab dem 1. Juli 2014 
bis zum 28. Februar 2015 eine Tätigkeit bei der F.________ AG bzw. der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 19

G.________ AG aus (act. I 5, 12). Vom 5. bis 7. Oktober 2014 fand eine 
stationäre Behandlung statt, da der Beigeladene durch den Umzug in die 
Schweiz, die damit verbundenen finanziellen Belastungen und das Ver-
pflichtungsgefühl gegenüber seiner Ehefrau belastet war. Der Beigeladene 
litt vor dem Aufenthalt an optischen Halluzinationen und Fremdbeeinflus-
sungserleben (act. III 16). Zwar konnte er wieder an seine Arbeitsstelle 
zurückkehren und seine Tätigkeit weiter ausüben (vgl. Stellungnahme des 
Beigeladenen vom 7. August 2020 S. 2 f. Ziff. 2). Gemäss den Unterlagen 
der damaligen Arbeitgeberin kam es während der Versicherungszeit bei der 
Beklagten jedoch am 6. und 7. Januar 2015 zu einer weiteren krankheits-
bedingten Abwesenheit (act. III 113/6; vgl. auch act. III 116/2) und die be-
handelnden Ärzte der psychiatrischen Dienste L.________ attestierten vom 
12. Januar bis 27. Februar 2015 eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit (act. II 
20). In den Unterlagen der damaligen Arbeitgeberin sind in diesem Zeit-
raum krankheitsbedingte Abwesenheiten vom 13. bis 16. Januar 2015 und 
vom 28. Januar bis 27. Februar 2015 dokumentiert (act. III 113/6; vgl. auch 
act. III 116/2). Trotz dieser krankheitsbedingten Abwesenheiten hielt die 
damaligen Arbeitgeberin am 6. Juli 2016 fest, der Beigeladene sei in der 
Lage gewesen, die ihm zugeteilten Arbeiten vollumfänglich zu erbringen; 
der Lohn habe während der gesamten Anstellungsdauer der effektiven Ar-
beitsleistung entsprochen (act. II 7). Diese Anstellung kündigte der Beige-
ladene wegen einer neuen Stelle ab dem 1. März 2015 bei der H.________ 
AG (act. III 100, 113/11). Während dieses Anstellungsverhältnisses kam es 
aufgrund einer zunehmend psychotischen Symptomatik mit Stimmenhören 
zu einem weiteren stationären Aufenthalt in der Klinik N.________ vom 
22. Mai bis 12. Juni 2015 und einer zusätzlich attestierten 100 %-igen Ar-
beitsunfähigkeit vom 13. bis 18. Juni 2015 (act. II 12; act. III 7/1 ff.). Die 
H.________ AG hat am 14. Juli 2016 explizit festgehalten, dass der Beige-
ladene in der Lage gewesen sei, die ihm zugeteilte Arbeit zu 100 % (im 
Rahmen des vertraglichen Arbeitspensums) zu erbringen und der Lohn 
habe während der gesamten Anstellungsdauer der effektiven Arbeitsleis-
tung entsprochen (act. II 13). Von der Möglichkeit einer Vertragsverlänge-
rung bei der H.________ AG machte der Beigeladene nicht Gebrauch, da 
er ab dem 1. Juli 2015 bei der J.________ AG eine neue Anstellung gefun-
den hatte (act. II 13; act. III 12/1 ff.), womit die Versicherungszeit bei der 
Klägerin begann. Auch während dieser Anstellung, welche bis zum 31. De-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 20

zember 2015 dauerte (act. III 12/1), kam es gemäss den Unterlagen der 
Arbeitgeberin am 14. und 15. Juli 2015 zu einer ersten krankheitsbedingten 
Abwesenheit (act. II 16). Am 30. September 2015 teilte die J.________ AG 
dem Beigeladenen mit, aufgrund seiner sehr guten Arbeitsleistung während 
der letzten Monate habe er die Probezeit bestanden und ab 1. Oktober 
2015 werde er in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen (act. II 
14). Gemäss der J.________ AG war der Beigeladene dann ab dem 5. Ok-
tober 2015 zu 100 % arbeitsunfähig (act. II 16; act. III 12/2), wobei von ärzt-
licher Seite bereits ab dem 18. September 2015 eine 100 %-ige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (act. III 13). Sodann war der Beigelade-
ne vom 13. bis 23. Dezember 2015 wiederum hospitalisiert (act. III 20).

4.3 Die gesamthafte Betrachtung der Entwicklung, welche vorliegend zu 
erfolgen hat (vgl. E. 2.5 hiervor), zeigt, dass sich die psychische Erkran-
kung des Beigeladenen während jenen Zeiten, in welchen er arbeitsfähig 
war, nicht negativ auf die Arbeitsleistungen ausgewirkt hat. Die jeweiligen 
Arbeitgeberinnen haben dies so bestätigt (vgl. act. II 7, 13 f.) und auch den 
entsprechenden Arbeitszeugnissen ist nichts Gegenteiliges zu entnehmen 
(act. III 37/2 - 5 und 37/8). Wird jedoch die Zeitspanne vom 1. Juli 2014 bis 
31. Dezember 2015, in welche die Versicherungszeiten der Beklagten (1. 
Juli 2014 bis 28. Februar 2015) und der Klägerin (1. Juli bis 31. Dezember 
2015) fallen, gesamthaft betrachtet, kann mit Blick auf die Häufigkeit und 
die Dauer der ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeiten bzw. der stationären 
Behandlungen nicht gesagt werden, es habe keine erhebliche und dauer-
hafte Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf 
bestanden. Vielmehr lagen gehäufte, das übliche Mass übersteigende ge-
sundheitsbedingte Arbeitsausfälle vor (vgl. E. 2.4 hiervor). Zudem kann der 
zeitliche Konnex zwischen der während des Vorsorgeverhältnisses bei der 
Beklagten eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität mit 
Blick auf den Richtwert einer mehr als dreimonatigen Arbeitsfähigkeit von 
über 80 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit (vgl. E. 2.5 hiervor) nicht 
als unterbrochen gelten. Denn nach einer kurzen stationären Behandlung 
vom 5. bis 7. Oktober 2014 (act. III 16) trat nach drei Monaten am 6. und 
7. Januar 2015 (act. III 113/6; vgl. auch act. III 116/2) bereits wieder eine 
Arbeitsunfähigkeit auf; kurz darauf war der Beigeladene gar länger arbeits-
unfähig, nämlich vom 12. Januar bis 27. Februar 2015 (act. II 20). Im weite-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 21

ren Verlauf kam es bereits vor Ablauf von drei Monaten zu einem weiteren 
stationären Aufenthalt vom 22. Mai bis 12. Juni 2015 und einer zusätzlich 
attestierten 100 %-igen Arbeitsunfähigkeit vom 13. bis 18. Juni 2015 (act. II 
12; act. III 7/1 ff.). Schliesslich wurde der Beigeladene drei Monate später 
am 18. September 2015 wiederum zu 100 % arbeitsunfähig (act. III 13). 
Unter Berücksichtigung dieses Verlaufes ergibt sich rückblickend, dass das 
jeweilige Wiederaufnehmen der Erwerbstätigkeit als Eingliederungsversuch 
zu werten ist (vgl. E. 2.5 hiervor), dies umso mehr, als die paranoide Schi-
zophrenie zu den Schubkrankheiten zählt, bei welchen nicht vom Unter-
bruch des zeitlichen Konnexes ausgegangen werden kann, wenn jegliche 
berufliche Belastung wieder zu einer Dekompensation führt (vgl. E. 2.6 
hiervor).

Soweit die Beklagte geltend macht (Klageantwort S. 10 f. Ziff. 23), die 
krankheitsbedingten Abwesenheiten während der Versicherungszeit bei ihr 
seien zur Hauptsache auf erhebliche psychosoziale Belastungsfaktoren 
zurückzuführen gewesen, bei welchen es sich um invaliditätsfremde Fakto-
ren handle und die bei der Bestimmung einer relevanten Arbeitsunfähigkeit 
nicht in Betracht kämen, ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu 
den invaliditätsfremden Faktoren zu verweisen. Danach lassen sich psy-
chosoziale und soziokulturelle Faktoren oft nicht klar vom medizinisch ob-
jektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äusseren Um-
stände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des 
Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff klar 
zwischen dem Gesundheitsschaden, an dem die versicherte Person leidet, 
und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit unterscheidet. Infolge-
dessen können psychische Störungen, welche durch soziale Umstände 
verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder verschwinden, 
nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fachgerecht diagnos-
tizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Charakter nicht mit 
dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale Belastungssitua-
tion abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale und soziokultu-
relle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das 
Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich 
festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein (BGE 
127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur wenn und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 22

soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart verselbst-
ständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – unabhängig 
von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlim-
mern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (BGE 
139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem 
Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psychisch 
manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn 
auch bedeutend weniger stark als nach dem in der Medizin verbreiteten 
bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2). 
Mit Blick auf diese Rechtsprechung und die beim Beigeladenen ausgeprägt 
bestehende paranoide Schizophrenie kann den fraglichen Arbeitsunfähig-
keiten die Relevanz nicht mit Verweis auf psychosoziale Faktoren abge-
sprochen werden. Dies umso mehr, als der Beigeladene im Zusam-
menhang mit der während der Versicherungszeit bei der Beklagten 
eingetretenen Arbeitsunfähigkeit von Januar/Februar 2015 angegeben hat-
te, diese sei wegen Überforderung mit seiner Arbeit aufgetreten (act. II 5). 

4.4 Nach dem Dargelegten ist der zeitliche Zusammenhang zwischen 
der während des bei der Beklagten vom 1. Juli 2014 bis 28. Februar 2015 
bestehenden Vorsorgeverhältnisses aufgetretene Arbeitsunfähigkeit und 
der später eingetretenen Invalidität nicht unterbrochen. Der entsprechende 
sachliche Zusammenhang (vgl. E. 2.5 hiervor) ist zu Recht unbestritten 
geblieben. Folglich ist die Beklagte zuständig für die Ausrichtung von Inva-
lidenleistungen. 

4.5 Da die Leistungszuständigkeit der Beklagten zu bejahen ist (vgl. 
E. 4.4 hiervor), ist das Regressrecht der Klägerin gegenüber der Beklagten 
gemäss Art. 26 Abs. 4 Satz 2 BVG (vgl. E. 2.7 hiervor) dem Grundsatz 
nach zu bejahen. Es bleibt der Umfang der Rückforderung zu prüfen. Ent-
gegen der Auffassung der Beklagten (Klageantwort S. 14 Ziff. 34) ist der 
Rückforderungsbetrag in der Höhe von Fr. 50'592.-- für die Zeit vom 1. Au-
gust 2017 bis 30. März 2020 bzw. für 32 Monate bei monatlichen Leistun-
gen von Fr. 1'581.-- (zuzüglich der bis zum Eintritt der Rechtskraft des 
Urteils angefallenen Vorleistungen; act. I 16) hinreichend substantiiert. Zu-
dem herrscht entgegen den Ausführungen der Beklagten (Klageantwort 
S. 14 Ziff. 34) Klarheit darüber, dass es sich bei den von der Klägerin er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 23

brachten Vorleistungen um die gesetzlichen Mindestleistungen gemäss 
BVG handelt (Klage S. 4 Ziff. 2.5; act. I 16). Damit besteht dem Grundsatz 
nach ein Rückforderungsanspruch im Betrag von Fr. 50'592.--, zuzüglich 
der bis zum Eintritt der Rechtskraft des Urteils angefallenen Vorleistungen. 
Die Beklagte weist zusätzlich darauf hin (Klageantwort S. 14 Ziff. 35), dass 
die Rückerstattung der Austrittsleistung gemäss Art. 3 Abs. 2 des Bundes-
gesetzes vom 17. Dezember 1993 über die Freizügigkeit in der beruflichen 
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (FZG; SR 831.42) bisher 
unterblieben sei, was gemäss Art. 3 Abs. 3 FZG zur Kürzung der Invaliden-
leistungen der Beklagten führe. Da die Beklagte gemäss BGE 141 V 197 
die Rückerstattung der Austrittsleistung durch die Klägerin nicht erzwingen 
muss, steht der Rückforderungsanspruch der Klägerin unter dem Vorbehalt 
einer allfälligen Kürzung gemäss Art. 3 Abs. 3 FZG, sofern nicht der Beige-
ladene von der Möglichkeit Gebrauch macht, die Austrittsleistung mit eige-
nen Mitteln wieder einzubringen, um die Vorsorgelücke zu schliessen (vgl. 
BGE 141 V 197 E. 5.6 S. 2.5). Ebenso bleibt eine Kürzung gemäss Art. 34a 
BVG infolge einer allfälligen Überentschädigung vorbehalten (vgl. Kla-
geantwort S. 14 Ziff. 35). Schliesslich hat die Klägerin zu Recht keinen Ver-
zugszins auf der Rückerstattungsforderung geltend gemacht (BGE 145 V 
18).

4.6 Nach dem Dargelegten ist die Klage hinsichtlich des Rechtsbegeh-
rens Ziff. 3 gutzuheissen. Die Beklagte hat der Klägerin unter Vorbehalt 
allfälliger Kürzungen gemäss Art. 3 Abs. 3 FZG und Art. 34a BVG die er-
brachten Vorleistungen im Betrag von Fr. 50'592.-- zuzüglich der bis zum 
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils erbrachten Vorleistungen 
zurückzuerstatten. 

5.

5.1 In Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG sind keine Verfahrenskosten 
zu erheben.

5.2 Der in den meisten Sozialversicherungszweigen und im letztinstanz-
lichen Verfahren geltende Grundsatz, wonach der obsiegende Sozialversi-
cherungsträger keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, ist auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 24

im erstinstanzlichen Verfahren der beruflichen Vorsorge anzuwenden. Eine 
Ausnahme von diesem allgemeinen Prozessgrundsatz ist für Fälle vorzu-
sehen, in denen Versicherten mutwillige oder leichtsinnige Prozessführung 
vorzuwerfen ist (BGE 126 V 143 E. 4b S. 150). Soweit eine Vorsorgeein-
richtung nicht anwaltlich (oder sonst wie qualifiziert, d.h. im Rahmen eines 
den Ersatz der Verbeiständungskosten begründenden Mandatsverhältnis-
ses mit einer Fachperson) vertreten ist, müssen zusätzlich zu Mutwilligkeit 
oder Leichtsinn die für die Parteientschädigungsberechtigung massgebli-
chen Kriterien im Falle einer nicht vertretenen Partei erfüllt sein (komplexer 
Sachverhalt; hoher, notwendiger Arbeitsaufwand; Verhältnismässigkeit 
[BGE 128 V 323 E.1a S. 324, 127 V 205 E. 4b S. 207]).

Da vorliegend keine mutwillige oder leichtsinnige Prozessführung gegeben 
ist, hat weder die teilweise obsiegende Klägerin noch die teilweise obsie-
gende Beklagte einen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

Der anwaltlich vertretene, teilweise obsiegende Beigeladene hat Anspruch 
auf eine Parteientschädigung (Art. 109 Abs. 1 VRPG) und zwar im Umfang 
von 50 %. Mit Kostennote vom 13. Oktober 2020 macht Rechtsanwalt 
E.________ ein Honorar von Fr. 2'915.-- (11.66 Std. x Fr. 250.--) zuzüglich 
Auslagen von Fr. 116.60 und Mehrwertsteuer von Fr. 233.45 (7.7 % von 
Fr. 3'031.60), total Fr. 3'265.05 geltend. Da nur der im vorliegenden Verfah-
ren entstandene Aufwand entschädigt werden kann und die Kostennote 
Aufwendungen enthält, welche diese Voraussetzung nicht erfüllen, ist eine 
entsprechende Kürzung vorzunehmen. Entschädigt werden kann folglich 
nur der Aufwand ab dem 21. April 2020 ("Post von Gericht") und somit 5.43 
Stunden bzw. ein Honorar von Fr. 1'357.50 (5.43 Std. x Fr. 250.--) und Aus-
lagen von Fr. 116.60. Davon je die Hälfte ergibt ein Honorar von Fr. 678.75 
und Auslagen von Fr. 58.30; unter Hinzurechnung der Mehrwertsteuer von 
Fr. 56.75 (7.7 % von Fr. 737.05) resultiert eine Parteientschädigung von 
Fr. 793.80. Diesen Betrag hat die Klägerin dem Beigeladenen zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 25

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Klage wird hinsichtlich des Rechtsbegehrens Ziff. 2 abgewiesen. 

2. Die Klage wird hinsichtlich des Rechtsbegehrens Ziff. 3 gutgeheissen. 
Die Beklagte hat der Klägerin unter Vorbehalt allfälliger Kürzungen 
gemäss Art. 3 Abs. 3 FZG und Art. 34a BVG die erbrachten Vorleis-
tungen im Betrag von Fr. 50'592.-- zuzüglich der bis zum Eintritt der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils erbrachten Vorleistungen zurück-
zuerstatten. 

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. Die Klägerin und die Beklagte haben keinen Anspruch auf eine Partei-
entschädigung.

5. Die Klägerin hat dem Beigeladenen die Parteikosten, gerichtlich be-
stimmt auf Fr. 793.80 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu ersetzen.

6. Zu eröffnen (R):
-Stiftung A.________
- Rechtsanwältin Dr. iur. C.________ z.H. der Beklagten 
- Rechtsanwalt E.________ z.H. des Beigeladenen
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2021, BV/20/282, Seite 26

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.