# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b54d9773-3e4b-57d9-a05c-c934de54c827
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 04.10.2018 ZK1 2016 165
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-165_2018-10-04.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 04. Oktober 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 165 08. Januar 2019

Urteil 
I. Zivilkammer

Vorsitz Pedrotti
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuarin Richter

In der zivilrechtlichen Berufung

des X._____, Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Regula 
Tomaschett-Murer, Kornplatz 2, 7001 Chur, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 27. Juni 2016, mitgeteilt am 
10. Oktober 2016, in Sachen des Berufungskläger gegen die Y._____, Berufungs-
beklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andreas Edelmann, Bahnhofstras-
se 1, 5330 Bad Zurzach,

betreffend Nebenfolgen Ehescheidung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____, geboren am _____ 1962, und Y._____, geboren am _____ 1962, 
heirateten am _____ 1986 vor dem Zivilstandesamt O.1_____. Aus ihrer Ehe gin-
gen die beiden Söhne A._____ (1986) und B._____ (1990) hervor. Y._____ ist 
ausserdem Mutter des vorehelich geborenen Sohnes C._____ (1981). Seit dem 
_____ 2013 leben die Parteien getrennt.

B. Im Rahmen des von Y._____ eingeleiteten Eheschutzverfahrens verpflich-
tete das Gerichtspräsidium O.2_____ mit Entscheid vom 26. September 2013 
X._____, Y._____ monatliche Unterhaltszahlungen von CHF 2'750.00 ab dem 
1. Februar 2013 bis zum 31. Januar 2014 zu leisten. Gegen diesen Eheschutzent-
scheid erhob Y._____ Berufung ans Obergericht des Kantons K.1_____. Mit Ent-
scheid vom 17. Februar 2014 hiess das Obergericht des Kantons K.1_____ die 
Berufung teilweise gut und verpflichtete X._____ zu monatlichen Unterhaltszah-
lungen an Y._____ in der Höhe von CHF 2'750.00 ab dem 1. Februar 2013 bis 
zum 31. Januar 2014 sowie CHF 910.00 ab dem 1. Februar 2014. Dieser Ent-
scheid blieb unangefochten.

C. Gestützt auf Art. 114 ZGB reichte X._____ am 2. Februar 2015 (Datum 
Eingang; persönlich überbracht) beim Bezirksgericht Hinterrhein (ab dem 1. Janu-
ar 2017 Regionalgericht Viamala) eine unbegründete Scheidungsklage im Sinne 
von Art. 290 ZPO ein und beantragte, was folgt:

1. Die am _____ 1986 geschlossene Ehe sei zu scheiden.

2. Es sei festzustellen, dass kein gegenseitiger nachehelicher Unterhalt 
geschuldet sei.

3. Es sei festzustellen, dass dem Kläger ein güterrechtlicher Anspruch in 
der Höhe von CHF 32'161.45 und der Klägerin einen in der Höhe von 
CHF 67'817.75 zustehe. Das Liegenschaftskonto bei der D._____ sei 
nach Auszahlung dieser Beträge zu saldieren. Eine Anpassung der 
Ausgleichszahlen wird aufgrund des Beweisergebnisses ausdrücklich 
vorbehalten.

4. Die Pensionskassenguthaben der Parteien seien im Sinne des Geset-
zes hälftig zu teilen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.

D. Anlässlich der Einigungsverhandlung vom 25. März 2015 schlossen die 
Parteien vor dem Bezirksgericht Hinterrhein eine Teilkonvention über sämtliche 
Nebenfolgen (Ausgleich der während der Ehe geäufneten Austrittsguthaben aus 
beruflicher Vorsorge; güterrechtliche Auseinandersetzung) mit Ausnahme des 

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nachehelichen Unterhalts. Zudem einigten sich die Parteien über die Kosten- und 
Entschädigungsfolgen bis zur Einigungsverhandlung.

E. Im Nachgang zur Einigungsverhandlung ersuchten beide Parteien die Ein-
zelrichterin in Zivilsachen am Bezirksgericht Hinterrhein um Erlass vorsorglicher 
Massnahmen, X._____ mit Eingabe vom 28. März 2015 (Datum Poststempel: 
30. März 2015) und Y._____ mit Eingabe vom 13. Mai 2015. Dabei beantragten 
beide Parteien die Abänderung der mit Entscheid des Obergerichts des Kantons 
K.1_____ vom 17. Februar 2014 festgesetzten Unterhaltsbeiträge. Mit Entscheid 
vom 21. April 2016 wies die Einzelrichterin beide Gesuche um Erlass vorsorglicher 
Massnahmen ab. Ein Rechtsmittel gegen diesen Entscheid erhob keine der Par-
teien.

F. Mit Eingabe vom 23. April 2015 begründete X._____ seine Scheidungskla-
ge in Bezug auf den nachehelichen Unterhalt. Er stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Es sei festzustellen, dass kein gegenseitiger nachehelicher Unterhalt 
geschuldet sei.

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

G. Y._____ erstattete am 29. Juni 2015 innert zweimal erstreckter Frist die 
Klageantwort mit folgenden Rechtsbegehren:

1.a) Es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten als nachehelichen Un-
terhalt einen Betrag von monatlich CHF 2'000.00 bis zum Eintritt des 
ordentlichen Pensionierungsalters des Klägers jeweils monatlich vor-
schüssig zu bezahlen.

  b) Dieser Unterhaltsbeitrag sei gerichtsüblich zu indexieren bzw. dem 
Landesindex der Konsumentenpreise anzupassen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Klägers.

H. Einen zweiten Schriftenwechsel ordnete das Bezirksgericht Hinterrhein 
nicht an. Am 10. Dezember 2015 erging die Beweisverfügung.

I. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 27. Juni 2016 hielten beide Parteien 
an ihren jeweiligen Anträgen fest. 

J. Nach Durchführung der Hauptverhandlung erkannte das Bezirksgericht Hin-
terrhein mit Entscheid vom 27. Juni 2016, mitgeteilt am 10. Oktober 2016 in be-
gründeter Form, was folgt:

1. Die zwischen X._____, geb. am _____ 1962, von O.3_____, und 
Y._____, geb. am _____ 1962 [recte: _____ 1962], von O.3_____, am 
_____ 1986 vor dem Zivilstandesamt O.1_____ geschlossene Ehe 
wird geschieden.

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2.a. X._____ ist verpflichtet, Y._____ folgenden nachehelichen Unterhalt 
gemäss Art. 125 ZGB, zahlbar monatlich vorschüssig je auf den ersten 
Arbeitstag eines jeden Monats, zu leisten:

– CHF 950.00 ab Vollstreckbarkeit des Scheidungsurteils für 
sechs nachfolgende Monate und danach

– CHF 1'750.00 bis zum Eintritt von X._____ ins ordentliche Pen-
sionsalter.

b. Dieser nacheheliche Unterhalt basiert auf dem Landesindex für Kon-
sumentenpreise des BFS per Vollstreckbarkeit des Scheidungsurteils. 
Er ist jährlich auf den 01. Januar dem Indexstand per Ende November 
des Vorjahres anzupassen, erstmals per 01. Januar 2017, es sei denn, 
der Unterhaltsschuldner beweise, dass sein Einkommen nicht mit der 
Teuerung Schritt gehalten hat und die Indexanpassung daher nicht 
oder nur in entsprechendem reduziertem Umfang möglich ist. Die Be-
rechnung erfolgt nach der Formel: Ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x 
neuer Indexstand November ÷ ursprünglicher Indexstand.

3. Die Vorsorgeeinrichtung des Ehemannes _____ wird angewiesen, von 
seinem Konto den Betrag von CHF 216'398.05 auf das Konto der Ehe-
frau bei der _____ zu überweisen.

4. Die güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Ziff. 3 der Teilkon-
vention vom 25. März 2015 mit folgendem Wortlaut wird gerichtlich 
genehmigt und damit verbindlich:

3.1. Das Liegenschaftskonto _____ bei der D._____, lautend auf 
X._____ und Y._____ wird saldiert. Das Guthaben wird wie folgt 
aufgeteilt:

– X._____ erhält einen Betrag von CHF 15'000.00.

– Y._____ erhält den Restbetrag, ca. CHF 85'000.00.

Beide Parteien erteilen der D._____ innert 30 Tagen seit Unter-
zeichnung dieser Teilkonvention den Auftrag zur Saldierung des 
Kontos.

3.2. Die Parteien halten fest, dass der Unterhalt an Y._____ bis und 
mit März 2015 bezahlt ist.

3.3. Im Übrigen sind die Parteien güterrechtlich per Saldo aller An-
sprüche auseinandergesetzt, d.h. jede Partei behält, was in ihrem 
Besitz ist bzw. auf ihren Namen lautet. Jede Partei trägt die Schul-
den, die sie eingegangen ist.

5.a. Die Gerichtskosten von CHF 6'000.00 gehen im Umfang von 
CHF 4'687.50 zu Lasten von X._____ und im Umfang von 
CHF 1'312.50.00 [recte: 1'312.50] zu Lasten von Y._____ und werden 
mit dem von X._____ geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3'500.00 
verrechnet. X._____ hat den Fehlbetrag von CHF 1'187.50 und 
Y._____ einen solchen von CHF 1'312.50 dem Gericht innert 30 Ta-
gen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.

b. X._____ ist verpflichtet, Y._____ eine Parteientschädigung von 
CHF 4'811.40 zu bezahlen.

6. [Rechtsmittelbelehrungen]

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7. [Mitteilung]

Hinsichtlich des nachehelichen Unterhalts erwog die Vorinstanz im Wesentlichen, 
dass X._____ die Lebensprägung der Ehe der Parteien ausdrücklich anerkannt 
habe. Die Ehe habe dreissig Jahre gedauert, aus ihr seien zwei gemeinsame Kin-
der hervorgegangen und grundsätzlich sei eine klassische Rollenverteilung mit 
bloss geringfügiger Erwerbstätigkeit von Y._____ gelebt worden. Entsprechend 
bestimmte die Vorinstanz zunächst den während der Ehe gelebte Standard und 
ermittelte den gebührenden Unterhalt. Danach prüfte sie die Eigenversorgungska-
pazität von Y._____ sowie die Leistungsfähigkeit von X._____ und legte einen 
Unterhaltsbeitrag fest. 

K. Gegen diesen Entscheid des Bezirksgerichts Hinterrhein liess X._____ 
(fortan Ehemann) mit Eingabe vom 14. November 2016 (Datum Eingang; persön-
lich überbracht) beim Kantonsgericht von Graubünden Berufung erheben. Er stell-
te folgende Anträge:

1. Es seien die Dispositivziffer

– 2 lit. a und b

des angefochtenen Urteils aufzuheben.

2. Unter voller Kosten-und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beru-
fungsbeklagten für das Verfahren vor Berufungsinstanz.

Der Ehemann bringt mit seiner Berufung zusammengefasst vor, mit Erkenntnis 
vom 28. September 2016 sei über seine ehemalige Arbeitgeberin den Konkurs 
eröffnet worden. Infolgedessen habe er seine Anstellung verloren. Er sei bemüht, 
eine neue Anstellung zu finden. Es müsse jedoch davon ausgegangen werden, 
dass er angesichts seines Alters keine Anstellung mehr finden werde, bei welcher 
er das ihm von der Vorinstanz angerechnete hypothetische Einkommen werde 
erzielen können.

L. Den in der Folge mit Verfügung vom 15. November 2016 einverlangten 
Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 4'000.00 leistete der Ehemann fristgerecht.

M. Im Nachgang zur Berufung reichte der Ehemann am 2. Dezember 2016 
diverse Urkunden zu den Akten. Y._____ (fortan Ehefrau) erhielt diese neueinge-
reichten Urkunden mit Schreiben vom 5. Dezember 2016 zur Kenntnisnahme und 
Vervollständigung ihrer Akten zugestellt.

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N. Mit Berufungsantwort vom 15. Dezember 2016 beantragte die Ehefrau, die 
Berufung sei vollumfänglich abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
zulasten des Ehemannes.

O. Der Ehemann legte sodann mit Eingaben vom 16. Dezember 2016 und 
4. Januar 2017 erneut Urkunden ins Recht. Darunter befand sich insbesondere ein 
Anstellungsvertrag vom 8. Dezember 2016 zwischen ihm und der E._____. Das 
Kantonsgericht von Graubünden stellte die Eingaben samt Beilagen der Ehefrau 
mit Schreiben vom 20. Dezember 2016 respektive vom 6. Januar 2017 zu, unter 
Ansetzung einer Frist zur Einreichung einer Stellungnahme.

P. Die Stellungnahme der Ehefrau zu den Noveneingaben vom 16. Dezember 
2016 sowie vom 4. Januar 2017 des Ehemannes datiert vom 19. Januar 2017 und 
wurde dem Ehemann zur Kenntnisnahme zugestellt.

Q. Mit Berufungsreplik vom 23. Februar 2017 sowie mit Berufungsduplik vom 
29. März 2017 bestätigten beide Parteien ihre jeweiligen Anträge im Berufungsver-
fahren.

R. Auf die weitergehenden Ausführungen in den Akten, im angefochtenen Ent-
scheid sowie in den Rechtsschriften ist, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen einzugehen.

II. Erwägungen

1. Nach Eingang der Berufung prüft die Rechtsmittelinstanz von Amtes wegen 
die Rechtsmittelvoraussetzungen. 

1.1. Beim angefochtenen Entscheid des Bezirksgerichts Hinterrhein (ab dem 
1. Januar 2017 Regionalgericht Viamala) handelt es sich um einen Endentscheid. 
Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet die nacheheliche Unterhaltspflicht 
des Ehemannes gegenüber der Ehefrau. Folglich liegt eine vermögensrechtliche 
Angelegenheit vor und die Berufung ist nur zulässig, wenn der Streitwert der zu-
letzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 beträgt 
(Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die erforderliche Streitwertgrenze ist ohne Weiteres er-
reicht. Auch der für den Weiterzug ans Bundesgericht massgebliche und in der 
Rechtsmittelbelehrung anzugebende Streitwert liegt über CHF 30'000.00 (Art. 74 
Abs. 1 lit. b BGG; Art. 112 Abs. 1 lit. d BGG). 

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1.2. Die Berufung ist innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Ent-
scheids beim Kantonsgericht von Graubünden einzureichen, und zwar schriftlich, 
begründet und unter Beilage des angefochtenen Entscheids (Art. 311 ZPO und 
Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
[EGzZPO; BR 320.100]). Die gerichtsinterne Zuständigkeit der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts von Graubünden ergibt sich aus Art. 6 lit. a der Verordnung über 
die Organisation des Kantonsgerichts (KGV; BR 173.100). Der Entscheid des Be-
zirksgerichts Hinterrhein ging dem Ehemann am 13. Oktober 2016 zu (act. B.3). 
Die dagegen erhobene Berufung vom 14. November 2016 (Datum Eingang; per-
sönlich überbracht) erweist sich, unter Berücksichtigung von Art. 142 Abs. 3 ZPO, 
als fristgerecht.

1.3.1. In der Berufungseingabe sind Rechtsbegehren zu stellen. Im Rechtsbegeh-
ren bringt die Partei zum Ausdruck, welche Rechtsfolge sie im Berufungsverfahren 
anstrebt (Rechtsfolgebehauptung) und inwiefern sie das Gericht hierzu – mittels 
eines Leistungs-, Gestaltungs- oder Feststellungsbegehrens – um Rechtsschutz 
ersucht (Rechtsschutzantrag). Wie alle Prozesshandlungen sind auch unklare 
Rechtsbegehren nach Treu und Glauben auszulegen, insbesondere im Lichte der 
dazu gegebenen Begründung. Tritt die Berufungsinstanz auf eine Berufung mit 
formell mangelhaften Rechtsbegehren nicht ein, obwohl sich aus der Begründung, 
allenfalls in Verbindung mit dem angefochtenen Entscheid, mit hinreichender 
Deutlichkeit ergibt, was der Berufungskläger verlangt, so läuft sie Gefahr, gegen 
das Verbot des überspitzten Formalismus zu verstossen. Daraus folgt freilich 
nicht, dass die Berufungsinstanz einer Partei gestützt auf Art. 132 ZPO Gelegen-
heit zur Verbesserung ihrer Eingabe geben muss (vgl. BGE 137 III 617; Urteile 
des Bundesgerichts 5A_929/2015 vom 17. Juni 2016 E. 3.2 und 4A_439/2014 
vom 16. Februar 2015 E. 5.4.3.1 je mit weiteren Hinweisen; Benedikt Seiler, Die 
Berufung nach ZPO, Zürich 2013, Rz. 883 f.).

1.3.2. Der Ehemann stellt lediglich den Berufungsantrag, es seien die Dispositiv-
ziffern 2 lit. a und 2 lit. b des angefochtenen Entscheids aufzuheben, unter voller 
Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Ehefrau für das Berufungsverfah-
ren (act. A.1, S. 2). Aus der Berufungsbegründung, die zur Interpretation des 
Rechtsbegehrens beigezogen werden kann, ergibt sich jedoch, dass der Ehemann 
im Berufungsverfahren, entsprechend seinem Rechtsbegehren vor Vorinstanz 
(vorinstanzliche act. II./1, S. 2; act. II./2, S. 2), beantragt, es sei festzustellen, dass 
er der Ehefrau keinen nachehelichen Unterhalt schulde. Damit bezeichnet er hin-
reichend, was er im Berufungsverfahren verlangt. Eine weitere Spezifizierung oder 
Bezifferung ist nicht erforderlich; der Berufungsantrag ist genügend bestimmt. An-

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zumerken ist, dass aus einer allfälligen Aufhebung von Dispositivziffer 2 lit. a auch 
die Aufhebung von Dispositivziffer 2 lit. b resultieren würde. Diesbezüglich kommt 
dem Berufungsantrag keine eigenständige Bedeutung zu. Im Falle einer Bestäti-
gung der Unterhaltspflicht des Ehemannes bräuchte somit die Aufhebung von 
Dispositivziffer 2 lit. b des angefochtenen Entscheids nicht geprüft werden. Da die 
Frage der Indexierung derat eng mit dem nachehelichen Unterhalt verbunden ist, 
würde es sich diesfalls jedoch rechtfertigen, eine Anpassung des Teuerungsaus-
gleiches an die aktuellen Verhältnisse vorzunehmen.

1.4. Damit ist auf die eingereichte Berufung – unter Vorbehalt der nachstehen-
den Erwägungen – einzutreten.

2. Die Berufung hemmt den Eintritt der Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit 
des angefochtenen Entscheids nur im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). 
Die Berufung richtet sich einzig gegen die nacheheliche Unterhaltspflicht. Im Übri-
gen blieb der vorinstanzliche Entscheid unangefochten. Demnach ist der Ent-
scheid in Bezug auf den Scheidungspunkt (Dispositivziffer 1) und die übrigen Ne-
benfolgen (Dispositivziffern 3 und 4) bereits in Rechtskraft erwachsen (vgl. auch 
act. D.11). 

3.1. Mit der Berufung als vollkommenes Rechtsmittel kann gemäss Art. 310 
ZPO die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a), die unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts (lit. b) und – über den Wortlaut hinaus – die Unangemessenheit gel-
tend gemacht werden. Das Berufungsgericht kann die gerügten Mängel des vor-
instanzlichen Entscheids frei und unbeschränkt überprüfen (Peter Reetz/Stefanie 
Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 5 ff. zu 
Art. 310 ZPO). Der Berufungskläger hat sich sachbezogen mit der Begründung 
des angefochtenen Entscheids im Einzelnen auseinanderzusetzen. Ein Verweis 
auf die Vorakten genügt ebenso wenig wie eine pauschale Kritik am angefochte-
nen Entscheid. Es ist konkret aufzuzeigen, weshalb und in welchen Belangen der 
angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird und welche Dokumente diese 
Argumentation stützen (Peter Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 34 ff. zu Art. 311 
ZPO mit weiteren Hinweisen). Ob einzelne Vorbringen des Ehemannes diesen 
Begründungsanforderungen zu genügen vermögen, ist im entsprechenden Sach-
zusammenhang zu erörtern.

3.2. Die Beanstandungen am angefochtenen Entscheid haben die Parteien in-
nert der Berufungs- bzw. Berufungsantwortfrist vollständig vorzutragen; ein allfälli-

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ger zweiter Schriftenwechsel oder die Ausübung des Replikrechts dienen nicht 
dazu, die bisherige Kritik zu vervollständigen oder gar neue vorzutragen. Eine Er-
gänzung im Rahmen einer Replik ist nur insoweit statthaft, als die Ausführungen in 
der Berufungsantwort dazu Anlass geben oder die Voraussetzungen von Art. 317 
Abs. 1 ZPO erfüllt sind (Benedikt Seiler, a.a.O., Rz. 1146; BGE 142 III 413 E. 2.2.4 
mit weiteren Hinweisen).

3.3. Für den nachehelichen Unterhalt gilt die Verhandlungsmaxime (Art. 277 
Abs. 1 ZPO). Folglich gelangt auch die Dispositionsmaxime zur Anwendung, da es 
sich um eine vermögensrechtliche Nebenfolge handelt (Ivo Schwander, in: Geh-
ri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2015, N 2 
zu Art. 277 ZPO; Dominik Gasser/Brigitte Rickli, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, Kurzkommentar, 2. Auflage, Zürich 2014, N 1 zu Art. 277 ZPO). Das Gericht 
ist im Rahmen der Verhandlungs- und Dispositionsmaxime an die Anträge der 
Parteien gebunden und legt seinem Entscheid den von den Parteien dargelegten 
Sachverhalt zugrunde. In prozessualer Hinsicht ist zudem zu beachten, dass nur 
der Ehemann Berufung erhoben hat, sodass das Verbot der reformatio in peius 
gilt.

3.4.1. Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachen und Beweismittel (Noven) 
nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zu-
mutbarer Sorgfalt nicht schon vor Vorinstanz vorgebracht werden konnten 
(Art. 317 Abs. 1 ZPO). Praxisgemäss ist zwischen echten und unechten Noven zu 
unterscheiden (vgl. hierzu die Legaldefinition in Art. 229 Abs. 1 ZPO). Echte No-
ven sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem Ende der Hauptver-
handlung des erstinstanzlichen Verfahrens entstanden oder gefunden worden 
sind. Sie sind im Berufungsverfahren grundsätzlich immer zulässig, wenn sie ohne 
Verzug nach ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Unechte Noven sind Tatsa-
chen und Beweismittel, die bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhand-
lung vorhanden waren. Ihre Zulassung wird im Berufungsverfahren weitergehend 
insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, wenn sie bei Beachtung zu-
mutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätten vorgebracht wer-
den können. Die Voraussetzungen der Berücksichtigung jedes neuen Vorbringens 
und jedes neuen Beweismittels hat diejenige Partei zu beweisen, welche sich auf 
das betreffende Novum beruft (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_621/2012 vom 
20. März 2013 E. 5.1; Martin H. Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Band II, Bern 2012, N 4 
ff. zu Art. 317 ZPO; Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Basel 2017, 

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N 10 zu Art. 317 ZPO; vgl. ferner Urteil des Bundesgerichts 5A_330/2013 vom 
24. September 2013 E. 3.5.1 mit weiteren Hinweisen; Peter Reetz/Sarah Hilber, 
in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 56 ff. zu Art. 317 
ZPO).

Ob die Voraussetzungen für die Einbringung neuer Tatsachen und Beweismittel 
gegeben sind, hat die Berufungsinstanz grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen 
(Art. 57 ZPO). Dieser Grundsatz erfährt indessen im Bereich der Verhandlungs-
maxime (Art. 55 Abs. 1 ZPO) eine Relativierung, da dort die explizite Zustimmung 
der Gegenpartei zu Zulässigkeit und Begründetheit des Novums beachtlich ist: Bei 
expliziter Zustimmung der Gegenpartei zu Zulässigkeit und Begründetheit des No-
vums muss daher die Berufungsinstanz ein Novum (unter Vorbehalt von Art. 153 
Abs. 2 ZPO) auch dann berücksichtigen, wenn die Voraussetzungen von Art. 317 
Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (vgl. Peter Reetz/Sarah Hilber, a.a.O., N 26 zu 
Art. 317 ZPO). Ebenso kann sich eine Zulässigkeitsprüfung erübrigen, wenn im 
Berufungsverfahren durch eine Partei neue Tatsachen vorgebracht und durch Ur-
kunden belegt werden, auf welche sich in der Folge auch die Gegenpartei stützt 
und diese sich folglich gegen die entsprechende Einlage nicht zur Wehr setzt. Ein 
solches Verhalten ist der expliziten Zustimmung der Gegenpartei zur Einbringung 
des Novums gleichzusetzen, an welche die Berufungsinstanz bei Geltung der 
Verhandlungsmaxime gebunden ist (vgl. Peter Reetz/Sarah Hilber, a.a.O., N 26 zu 
Art. 317 ZPO; Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 
15 172 und ZK1 15 173 vom 26. Juli 2017 E. 4.3). 

3.4.2. Vorliegend verlor der Ehemann infolge des Konkurses seiner Arbeitgeberin 
im Herbst 2016 seine Anstellung. In diesem Zusammenhang bringt er im Beru-
fungsverfahren neue Tatsachen vor (act. A.1; act. A.4) und reicht zahlreiche neue 
Beweismittel ins Recht (act. B.4-B.7; act. B.9-B.14; act. B.17-B.29; act B.33-B.35). 
Die Ehefrau bestreitet die Zulässigkeit der Noven im Zusammenhang mit dem 
Stellenverlust respektive der neuen Anstellung nicht (vgl. act. A.2, A.3 und A.5). 
Sowohl in ihrer Berufungsantwort, in ihrer Stellungnahme vom 19. Januar 2017 als 
auch in ihrer Berufungsduplik stützt sie sich auf diese neuen Tatsachen und Ur-
kunden. Die Noven betreffend den Stellenverlust respektive die neue Anstellung 
des Ehemannes können daher im vorliegenden Berufungsverfahren berücksichtigt 
werden, ohne dass die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zu prüfen 
wären. Anzumerken ist, dass der angefochtene Entscheid am 27. Juni 2016 erging 
und das Konkursdekret des Präsidiums des Zivilgerichts O.2_____ betreffend die 
ehemalige Arbeitgeberin des Ehemannes vom 28. September 2016 datiert. Daher 

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stellen die damit zusammenhängenden neuen Tatsachen und Beweismittel echte 
Noven dar, die auch ohne Verzug vorgebracht worden sind. Demzufolge sind im 
Berufungsverfahren auch neue Bestreitungen der Ehefrau zu hören, sofern diese 
durch die (unbestrittenen respektive zulässigen) neuen Tatsachen und Beweismit-
teln veranlasst worden sind.

3.4.3. Soweit weitere vorstehend nicht beurteilte Noven zur Diskussion stehen, ist 
auf die Frage deren prozessualen Zulässigkeit im entsprechenden Sachzusam-
menhang einzugehen.

4.1. Die Vorinstanz verpflichtete den Ehemann, der Ehefrau nacheheliche Un-
terhaltsbeiträge von CHF 950.00 für sechs Monate ab Vollstreckbarkeit des 
Scheidungsurteils und danach solche von CHF 1'750.00 bis zum Eintritt des Ehe-
mannes ins ordentliche Pensionsalter zu bezahlen. Auf den Beginn der im Beru-
fungsverfahren neu festzusetzenden Beitragspflicht ist im Anschluss an die Unter-
haltsberechnung vertieft einzugehen (nachstehend E. 14.). Indessen gilt bereits an 
dieser Stelle festzuhalten, dass aufgrund des Ermessensspielraums nach Art. 126 
ZGB sowie der sechsmonatigen Übergangsfrist, auf welche die Vorinstanz erkann-
te, lediglich die Verhältnisse ab Februar 2017, mithin ab der neuen Anstellung des 
Ehemannes, Gegenstand des Berufungsverfahrens bilden. Ausführungen der Par-
teien, welche die Verhältnisse – insbesondere das Einkommen des Ehemannes – 
vor Februar 2017 thematisieren, sind durch den Zeitablauf überholt, weshalb auf 
diese Zeitperiode nicht näher einzugehen sein wird. Entsprechend kann darauf 
verzichtet werden, die Zulässigkeit und Begründetheit der hierzu als Beweismittel 
offerierten Noven zu prüfen.

4.2. Zu den rechtlichen Prämissen des nachehelichen Unterhalts äusserte sich 
bereits die Vorinstanz zutreffend (act. B.2, S. 9 ff.). Es kann vorab darauf verwie-
sen werden. Immerhin sei noch Folgendes betont: Ein nachehelicher Unterhalts-
beitrag ist soweit geschuldet, als es dem Ehegatten ehebedingt nicht möglich ist, 
selbst für den ihm gebührenden Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen 
Altersvorsorge aufzukommen. Der Vorrang der Eigenversorgung ergibt sich direkt 
aus dem Wortlaut von Art. 125 Abs. 1 ZGB. Ist diese einem Ehegatten vorüberge-
hend oder dauerhaft nicht möglich oder zumutbar, muss ausgehend von der Leis-
tungsfähigkeit des andern ein angemessener Unterhaltsbeitrag festgesetzt wer-
den. Bei der Festsetzung des Unterhaltsbeitrages kommt den Gerichten ein weites 
Ermessen zu (BGE 134 III 145 E. 4; 134 III 577 E. 4; 137 III 102 E. 4.1.1 f. = 
Pra 2012 Nr. 27; Ingeborg Schwenzer/Andrea Büchler, in: Schwenzer/Fankhauser 

12 / 36

[Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 3. Auflage, Bern 2017, N 1 ff. zu 
Art. 125 ZGB).

Die Ehe der Parteien ist offenkundig als lebensprägend zu betrachten. Dies ist im 
vorliegenden Verfahren auch nicht umstritten (act. A.1; act. B.2, S. 10; vorinstanz-
liches act. II./2, S. 6). Die Vorinstanz ging bei der Festsetzung des infolge lebens-
prägender Ehe entstandenen Unterhaltsanspruchs gemäss Art. 125 ZGB in drei 
Schritten vor (BGE 137 III 102 E. 4.2 = Pra 2012 Nr. 27 mit Hinweisen auf 
BGE 134 III 145 E. 4 und die Präzisierung dieses Entscheids in BGE 134 III 577 
E. 3). In einem ersten Schritt ist der gebührende Unterhalt eines jeden Ehegatten 
festzulegen, und es ist der während der Ehe gelebte Standard zu bestimmen. Bei 
einer lebensprägenden Ehe haben grundsätzlich beide Parteien Anspruch auf 
Fortführung des im gegenseitigen Einverständnis gewählten Lebensstandards, 
sofern genügend Mittel vorhanden sind. Dieser bildet die Obergrenze des ge-
bührenden Unterhalts. Ist angesichts der scheidungsbedingten Mehrkosten die 
Fortführung des in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebten Standards nicht möglich, 
so hat der Unterhaltsberechtigte Anspruch auf denselben Lebensstandard wie der 
Unterhaltspflichtige. Haben die Ehegatten während der Ehe keinerlei Ersparnisse 
gebildet oder kann der Unterhaltspflichtige nicht beweisen, dass tatsächlich eine 
Sparquote bestand oder wird das Einkommen infolge der scheidungsbedingten 
Mehrkosten und allfälliger weiterer neuen Lasten von den tatsächlichen Lebens-
haltungskosten aufgebraucht, so darf von einer konkreten Unterhaltsberechnung 
unter Berücksichtigung des zuletzt gemeinsam gelebten ehelichen Standards ab-
gewichen werden (BGE 134 III 145 E. 4). Diesfalls erlaubt die Methode des erwei-
terten Existenzminimums mit Verteilung des Überschusses unter den Ehegatten 
(zweistufige Berechnungsmethode) eine angemessene Berücksichtigung des zu-
letzt gemeinsam gelebten ehelichen Standards und der Einschränkungen, welche 
dem geschiedenen Unterhaltsberechtigten nach dem Gleichheitsprinzip auferlegt 
werden können (BGE 137 III 102 E. 4.2.1.1 = Pra 2012 Nr. 27 mit weiteren Hin-
weisen). In einem zweiten Schritt ist zu prüfen, inwiefern jeder der Ehegatten den 
ihm gebührenden, im vorausgegangenen ersten Schritt berechneten Unterhalt, je 
selber finanzieren kann (BGE 134 III 145 E. 4; 134 III 577 E. 3). Kann von einem 
Ehegatten vernünftigerweise nicht erwartet werden, dass er für seinen gebühren-
den Unterhalt selber aufkommt und ist er auf Unterhaltsleistungen des anderen 
angewiesen, so ist in einem dritten Schritt die Leistungsfähigkeit des Pflichtigen zu 
ermitteln und ein angemessener Unterhaltsbeitrag festzulegen; dieser beruht auf 
dem Prinzip der nachehelichen Solidarität (BGE 134 III 145 E. 4; 137 III 102 E. 4.2 
= Pra 2012 Nr. 27).

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Eine bestimmte Berechnungsmethode ist vom Gesetz nicht vorgeschrieben. Keine 
der Parteien stellt im Berufungsverfahren das vorinstanzliche Vorgehen an sich in 
Frage (vgl. aber auch nachstehend E. 12). Unter diesen Umständen ist die vorin-
stanzliche Berechnungsmethode im Grundsatz zu übernehmen, wobei im Folgen-
den die konkreten Beanstandungen der Parteien respektive die vorgebrachten 
Noven zu prüfen sind. 

4.3. Nachstehend ist zunächst das (neue) Einkommen des Ehemannes festzu-
stellen (nachstehend E. 5). Mit seiner Berufung rügt der Ehemann sodann das 
Einkommen der Ehefrau (nachstehend E. 6). Des Weiteren beanstandet er einzel-
ne von der Vorinstanz angenommene Positionen in seinem Bedarf (nachstehend 
E. 8). Schliesslich moniert der Ehemann die Dauer der Unterhaltspflicht, auf wel-
che die Vorinstanz erkannt hatte (nachstehend E. 16). Die Ehefrau bringt als eige-
ne Rüge im Berufungsverfahren eine fehlerhafte Berechnung der Überschussver-
teilung am ehelichen Lebensstandard durch die Vorinstanz vor (nachstehend 
E. 12). 

5.1. Mit Noveneingabe vom 16. Dezember 2016 reichte der Ehemann einen 
neuen Anstellungsvertrag mit der E._____ vom 8. Dezember 2016 ins Recht 
(act. B.26; act. D.6). Der Anstellungsvertrag weist ein monatliches Bruttoeinkom-
men von CHF 7'200.00, zuzüglich 13. Monatslohn, aus. Mit Noveneingabe vom 
4. Januar 2017 legte der Ehemann zudem ein Gesuch um Bestätigung von Einar-
beitungszuschüssen zu den Akten (act. B.28; act. D.13). Wie bereits dargelegt, 
handelt sich dabei um zulässige Noven, welche zu berücksichtigen sind (vorste-
hend E. 3.4.2.).

5.2. Die Ehefrau bestreitet mit Stellungnahme vom 19. Januar 2017, dass das 
Einkommen des Ehemannes künftig derart tief liege. Der beantragte Einarbei-
tungszuschuss decke die Differenz zwischen dem vom Arbeitgeber gemäss Ar-
beitsvertrag tatsächlich bezahlten Lohn und jenem Lohn, welchen der Arbeits-
nehmer nach der Einarbeitungszeit auf normalem Niveau werde beanspruchen 
können. Beim vereinbarten Lohn von monatlich CHF 7'200.00 handle es sich des-
halb um einen gegenüber der Branchenüblichkeit bei eingearbeiteten Arbeitneh-
mern verminderten Lohn. Entsprechend würden auch die Parteien des Arbeitsver-
trages davon ausgehen, dass nach der Einarbeitungszeit mit einer Anstellung zu 
einem höheren Lohn zu rechnen sei. Sofern das Gesuch um Gewährung von Ein-
arbeitungszuschüssen bewilligt würde, würde das Einkommen des Ehemannes 
bereits ab Beginn der Arbeitstätigkeit im Februar 2017 höher liegen, als gemäss 
Arbeitsvertrag für die Einarbeitungszeit vereinbart worden sei. Des Weiteren 

14 / 36

macht die Ehefrau geltend, der Ehemann habe bereits früher mit der E._____ zu-
tun gehabt. Aufgrund seiner früheren Tätigkeit kenne er deren Führungspersonen 
persönlich. So habe sich sein ehemaliges Büro ebenfalls am _____weg 4 in 
O.4_____, mithin am Sitz der E._____, befunden. Daher seien Absprachen zwi-
schen dem Ehemann und seiner neuen Arbeitgeberin im Hinblick auf die Gestal-
tung des Arbeitsvertrages nach den Wünschen des Ehemannes durchaus möglich 
(act. A.3, S. 1 ff.). 

5.3. In seiner Berufungsreplik stützt sich der Ehemann auf seinen neuen Ar-
beitsvertrag und macht geltend, eine Anstellung zu einem Arbeitspensum von 
100 % angetreten zu sein. Der Ehemann bringt vor, er habe sich entsprechend 
den Vorgaben des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (fortan RAV) um eine 
Anstellung zu einem Arbeitspensum von 100 % bemüht und die dazugehörigen 
Arbeitsbemühungen belegt. Er müsse sich nunmehr mit einer Anstellung respekti-
ve einem Verdienst zufriedengeben, der weit unter dem von der Vorinstanz festge-
legten hypothetischen Einkommen liege. Das von der Vorinstanz festgelegte hypo-
thetische Einkommen könne er nicht mehr erreichen (act. A.4, S. 3 und 6). Der 
Stellungnahme der Ehefrau vom 19. Januar 2017 hält er entgegen, ihre Schluss-
folgerungen aus dem Gesuch um Erhalt von Einarbeitungszuschüssen seinen 
schlichtweg falsch. Aus den eingereichten Unterlagen gehe hervor, dass das RAV 
für das erste halbe Jahr 60 % und für weitere sechs Monate 40 % des Lohnes des 
Ehemannes bezahle. Der Erhalt dieser Einarbeitungszuschüsse sei mithin ein 
Grund, dass die E._____ überhaupt einen Arbeitsvertrag mit ihm abgeschlossen 
habe. Die Einarbeitungszuschüsse würden dazu dienen, dass die Arbeitgeberin 
nicht den vertraglich vereinbarten Lohn an den Arbeitnehmer auszuzahlen habe, 
sondern im Rahmen der Förderung durch das RAV überhaupt einen älteren Ar-
beitnehmer einstelle. Es könne somit keine Rede davon sein, dass der Ehemann 
und die E._____ längerfristig von einem höheren Lohn des Ehemannes ausgehen 
würden. Dies komme im Arbeitsvertrag mitnichten zum Ausdruck. Die Anspielun-
gen der Ehefrau auf Absprachen zwischen dem Ehemann und seiner neuen Ar-
beitgeberin betreffend Gestaltung des Arbeitsvertrages seien als bösartige Unter-
stellungen zu qualifizieren. Solche Absprachen seien gar nicht möglich, zumal das 
Arbeitsverhältnis der Prüfung durch das RAV standhalten müsse. Ausserdem ha-
be sich sein ehemaliges Büro in einem Container auf dem Areal der E._____ und 
nicht in deren Büroräumlichkeiten befunden (act. A.4, S. 10 f.). 

5.4. Mit Berufungsduplik macht die Ehefrau geltend, der Konzeption des Arbeits-
losenversicherungsgesetzes sei klar zu entnehmen, dass die Einarbeitungszu-
schüsse im Sinne einer Versicherung zugunsten der Arbeitnehmer gedacht seien, 

15 / 36

weil sie vom Arbeitgeber nur für einen verminderten Lohn eingestellt würden. Die 
Einarbeitungszuschüsse würden dem Arbeitnehmer kumulativ mit dem vereinbar-
ten Lohn ausbezahlt. Demgegenüber widerspräche es dieser gesetzlichen Kon-
zeption, die Einarbeitungszuschüsse quasi zugunsten der Arbeitgeber zu ge-
währen, damit sie ihren mit dem Arbeitnehmer vereinbarten bzw. ihm vertraglich 
zugesicherten Lohn nicht vollständig selber bezahlen müssen. Zudem könne dem 
vom Ehemann ins Recht gelegten Schreiben des RAV O.4_____ (act. B.34) kein 
eigentlicher Beweiswert zugebilligt werden. Dabei handle es sich schlicht um eine 
Parteibehauptung (act. A.5, S. 6 und 9).

5.5. Der Ehemann arbeitet seit dem 1. Februar 2017 in einem Arbeitspensum zu 
100 % bei der E._____. Dies ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag vom 8. Dezember 
2016 (act. B.26), blieb unbestritten und ist folglich als erstellt zu erachten. Der Ar-
beitsvertrag des Ehemannes weist einen monatlichen Bruttolohn von 
CHF 7'800.00, einschliesslich eines 13. Monatslohns, aus. Zu prüfen bleibt, ob das 
Einkommen gemäss Arbeitsvertrag dem tatsächlich erzielten Einkommen des 
Ehemannes entspricht, da die Ehefrau eine gegenteilige Auffassung vertritt. Nach 
der allgemeinen Beweisregel (Art. 8 ZGB) trifft die Ehefrau hierfür die Beweislast. 
Diesbezüglich behauptet sie zwar, der Ehemann erhalte tatsächlich ein höheres 
Einkommen. Einen Beweis dafür offeriert die Ehefrau jedoch nicht. Weder resul-
tiert aus dem Arbeitsvertrag eine Vereinbarung betreffend eine Lohnerhöhung 
nach der Einarbeitungsphase, noch bestehen Anhaltspunkte für eine Einfluss-
nahme des Ehemannes auf seine Lohngestaltung. Somit bleibt das Vorbringen, 
wonach das Einkommen des Ehemannes gemäss Arbeitsvertrag nicht seinem 
tatsächlich erzielten entspricht, eine reine Parteibehauptung. Kommt hinzu, dass 
es die Ehefrau unterliess, eigene Beweisanträge, beispielsweise in Bezug auf 
Lohnabrechnungen, Lohnausweis, Einvernahme der Organe der Arbeitgeberin, 
etc., zu stellen. 

Auch infolge der Einarbeitungszuschüsse resultiert kein höheres Einkommen des 
Ehemannes. Gemäss Art. 65 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AVIG; 
SR 837.0) können Versicherten, deren Vermittlung erschwert ist, für die Einarbei-
tung in einem Betrieb bei vermindertem Lohn Einarbeitungszuschüsse gewährt 
werden, wenn der verminderte Lohn mindestens der während der Einarbeitungs-
zeit erbrachten Arbeitsleistung entspricht (lit. b) und der Versicherte nach der Ein-
arbeitung mit einer Anstellung zu orts- und branchenüblichen Bedingungen, allen-
falls unter Berücksichtigung einer dauernd verminderten Leistungsfähigkeit, rech-
nen kann (lit. c). Im Gesuch um Gewährung von Einarbeitungszuschüssen vom 
14. Dezember 2016 wird der vereinbarte Lohn als "Angaben zur Einarbeitung" be-

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zeichnet (act. B.28). Am 22. Dezember 2016 verfügte das Amt für Industrie, Ge-
werbe und Arbeit (fortan KIGA), dass dem Ehemann vom 1. Februar 2017 bis zum 
31. Juli 2017 Einarbeitungszuschüsse ausgerichtet werden (act. B.35). Dem Ent-
scheid lässt sich folgender Wortlaut entnehmen: "Während der Einarbeitung be-
trägt der massgebende Lohn monatlich CHF 7'800.00 (inkl. 13. Monatslohn oder 
Gratifikation)". Aufgrund dieser Formulierungen könnte tatsächlich darauf ge-
schlossen werden, der Arbeitsvertrag des Ehemannes enthalte einen verminder-
ten Lohn. Dies trifft jedoch nicht zu. Einarbeitungszuschüsse sind ein Instrument 
der Arbeitsmarktbehörde, das der Wiedereingliederung von Stellensuchenden 
dient. Durch die Ausrichtung von Einarbeitungszuschüssen sollen Arbeitgeber mo-
tiviert werden, neue Arbeitsstellen auch mit Personen zu besetzen, welche nicht 
fundierte Branchenkenntnisse besitzen. Bei der Einstellung von solchen Versicher-
ten, welche in neue Berufsfelder eingearbeitet werden, kann die Arbeitslosenver-
sicherung demzufolge den Arbeitgeber mit Einarbeitungszuschüssen unterstützen. 
Benachteiligte Versicherte können so wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert 
werden. Der dem Arbeitgeber entstehende Zusatzaufwand während der Einarbei-
tungsphase wird durch eine Reduktion der Lohnkosten abgegolten. Nach dieser 
Einarbeitungsphase sollte der Versicherte ein normales Fachniveau erreichen. Der 
vereinbarte Monatslohn muss orts- und branchenüblich sein (Merkblatt Einarbei-
tungszuschüsse, KIGA, abrufbar auf: https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwal- 
tung/dvs/kiga/dokumentation/merkblaettem/Documents/P_einarbeitungszuschues-
se_de.pdf). Entgegen der Argumentation der Ehefrau ergibt sich aus Art. 90 
Abs. 4 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die 
Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsverordnung, AVIV; SR 837.02) 
sowie dem Entscheid des KIGA vom 22. Dezember 2016, dass die Einarbeitungs-
zuschüsse der E._____ als Arbeitgeberin zustehen. Beim vereinbarten Lohn 
gemäss dem Arbeitsvertrag des Ehemannes handelt es sich somit um den norma-
len und nicht um einen verminderten Lohn. Dies bestätigt auch die Höhe der aus-
gerichteten Zuschüsse. Ein Zuschuss beläuft sich nämlich auf CHF 4'680.00, was 
60 % des vereinbarten respektive des gemäss Art. 66 Abs. 1 AVIG normalen Loh-
nes entspricht (vgl. act. B.26; act. B.35).

Schliesslich ist festzuhalten, dass sich die Vorbringen der Ehefrau in Bezug auf 
eine allfällige Berücksichtigung eines hypothetischen Einkommens des Eheman-
nes als ungenügend erweisen. So behauptet sie pauschal und unsubstantiiert, 
dass es dem Ehemann zumutbar und möglich sei, eine besser bezahlte Arbeits-
stelle zu finden (act. A.3, S. 1 ff.; act. A.5, S. 9). Entsprechende Nachweise unter-
lässt sie gänzlich. Ihr Verweis auf den zuletzt erzielten Lohn des Ehemannes 

17 / 36

genügt jedenfalls nicht. Dem Ehemann war sein früheres Arbeitsverhältnis infolge 
des Konkurses seiner Arbeitgeberin gekündigt worden. In seiner Berufungsschrift 
führt der Ehemann aus, darum bemüht zu sein, dringend eine neue Arbeitsstelle 
zu finden (act. A.1, S. 8). Als Beweismittel zu dieser Behauptung legt er die Nach-
weise seiner persönlichen Arbeitsbemühungen für die Monate Oktober und No-
vember 2016 (act. B.11; act. B.12), sowie zwei Bewerbungsabsagen (act. B.13; 
act. B.14) zu den Akten. Darüber hinaus offeriert er diesbezüglich seine Beweis-
aussage respektive eine formlose richterliche Befragung (act. A.1, S. 7). Da sich 
dieses Beweismittel jedoch auf mittels Urkunden belegte Tatsachen bezieht und 
teilweise sogar unbestrittene Tatsachen betrifft, ist die Beweisofferte abzuweisen. 
Mit seiner Berufungsreplik macht der Ehemann sodann geltend, der von der Vor-
instanz der Unterhaltsberechnung zugrundeliegende hypothetische Verdienst 
könne nicht mehr erzielt werden (act. A.4, S. 6 ff.). Diesbezüglich reicht er insbe-
sondere diverse Bewerbungsabsagen (act. B.20–B.22, act. B.24; act. B.25) sowie 
eine Zusage zu einem tieferen als dem aktuellen Lohn (act. B.27) ins Recht. Damit 
legt der Ehemann rechtsgenüglich dar, dass es ihm nicht möglich ist, ein höheres 
Einkommen zu erzielen.

5.6. Nach dem Gesagten ist seitens des Ehemannes ein monatliches Bruttoein-
kommen von CHF 7'800.00, einschliesslich Anteil am 13. Monatslohn, als erstellt 
zu erachten. Entsprechend ist von einem (geschätzten) monatlichen Nettoein-
kommen von rund CHF 6'583.35 (CHF 79'000.00 / 12) auszugehen. Dieses ist der 
nachstehenden Unterhaltsberechnung zugrunde zulegen (nachstehend E. 13.). 

6.1. Mit Berufungsschrift moniert der Ehemann sodann das seitens der Vorin-
stanz berücksichtigte Einkommen der Ehefrau in der Höhe von CHF 4'120.00. 
Diese Feststellung der Vorinstanz stehe im Widerspruch zur Begründung des Ent-
scheides betreffend vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren (Proz. 
Nr. 135-2015-90). Den Erwägungen dieses Entscheides sei zu entnehmen, dass 
die Ehefrau im Jahr 2015 bereits ein Einkommen von monatlich CHF 4'400.00 er-
zielt habe. Das Einkommen der Ehefrau sei somit zu korrigieren (act. A.1, S. 9 mit 
Hinweis auf vorinstanzliches act. I./8 [Proz. Nr. 135-2015-90]). Dagegen bringt die 
Ehefrau in ihrer Berufungsantwort vor, im angefochtenen Entscheid werde aus-
drücklich festgehalten, dass ihre Behauptungen zu ihrem monatlichen Einkommen 
in der Höhe von CHF 4'120.00 vom Ehemann unbestritten geblieben seien. Eine 
diesbezügliche Rüge seitens des Ehemannes sei somit nicht zu hören. Ausser-
dem stelle der Verweis auf den Eheschutzentscheid keine ausreichende Kritik dar 
(act. A.2, S. 9). Replicando führt der Ehemann aus, es sei für ihn nicht nachvoll-
ziehbar, weshalb von der Ehefrau nicht verlangt werde, sich um eine Anstellung zu 

18 / 36

100 % zu bemühen. Die Ehefrau habe hierfür genügend Zeit zur Verfügung ge-
habt. Wie dem Protokoll der Gerichtsverhandlung vor erster Instanz entnommen 
werden könne, sei der Umstand, dass sich die Ehefrau mit einer Anstellung zu 
80 % begnüge, rechtsgenüglich gerügt worden. Der Ehefrau sei eine Anstellung 
zu 100 % respektive ein Nettoeinkommen von mindestens CHF 4'400.00 anzu-
rechnen. Der Ehemann bringt zudem weitere Argumente vor, weshalb von der 
Ehefrau eine Anstellung zu einem Arbeitspensum von 100 % zu verlangen sei 
(act. A.4, S. 6 f.). Duplicando wirft die Ehefrau ein, die (damalige) Rechtsvertrete-
rin des Ehemannes habe sich vor Vorinstanz im Rahmen des Schlussvortrages 
dahingehend geäussert, dass "[…] im Sinne der Ausführungen von RA Edelmann 
mindestens von einem Einkommen von CHF 4'120.00 auszugehen" sei. Diese 
Vorgabe des Ehemannes habe die Vorinstanz eingehalten. Es gehe nicht an, im 
Berufungsverfahren diesbezüglich nachträgliche Kritik entgegen der eigenen vor-
gängigen Sachdarstellung anzubringen. Die Kritik des Ehemannes ergehe im Üb-
rigen auch in materieller Hinsicht zu Unrecht, da die Vorinstanz ihre Schlussfolge-
rungen gestützt auf die aktuellen, seitens der Ehefrau eingereichten, Unterlagen 
gezogen habe (act. A.5, S. 5 f.).

6.2. Die Vorinstanz erwog, dass die Behauptungen der Ehefrau zu ihrem monat-
lichen Einkommen seitens des Ehemannes unbestritten geblieben seien. In seiner 
Klagebegründung vom 23. April 2015 habe der Ehemann zusammengefasst einzig 
festgehalten, von der Ehefrau könne vollständige wirtschaftliche Selbstständigkeit 
erwartet werden. Der Ehemann habe auf den Entscheid des Gerichtspräsidiums 
O.2_____ und des Obergerichts des Kantons K.1_____ verwiesen. Weiter habe er 
geltend gemacht, die Einnahmen der Ehefrau würden ausreichen, um ihren Bedarf 
zu decken. Zudem habe der Ehemann vorgebracht, aufgrund der Aktenlage könne 
nicht beurteilt werden, ob die Ehefrau über weiteren Spielraum verfüge, um ihr 
Einkommen weiter auszubauen; es sei zu prüfen, ob die Ehefrau die Pensumtei-
lung zugunsten einer Vollzeitbeschäftigung aufzugeben habe. Die Vorinstanz hält 
sodann fest, der Ehemann habe hiervon abgelassen, indem er anlässlich der 
Hauptverhandlung noch einzig habe vorbringen lassen, beim Einkommen der Ehe-
frau sei der ausgewiesene Lohn inklusive Ferien- und Feiertagsentschädigungen 
zu berücksichtigen. Sodann habe er schliesslich in seinem Schlussvortrag anläss-
lich der Hauptverhandlung anerkannt, dass mindestens von einem Einkommen 
von CHF 4'120.00 auszugehen sei. Im Entscheid betreffend vorsorgliche Mass-
nahmen sei die Einzelrichterin lediglich von einem geringfügigeren höheren Gehalt 
ausgegangen, weshalb es sich auch von jenem Gesichtspunkt her rechtfertige, 
von einer Eigenversorgungskapazität der Ehefrau im Umfang von CHF 4'120.00 

19 / 36

auszugehen. Ein weitergehendes hypothetisches Einkommen mache der Ehe-
mann nicht geltend (act. B.2, S. 15 f.).

6.3. Mit diesen Erwägungen der Vorinstanz setzt sich der Ehemann in seiner 
Berufungsschrift in keiner Weise auseinander. Auf seine entsprechende Rüge ist 
daher mangels hinreichender Substantiierung nicht einzutreten. Darüber hinaus 
gilt anzumerken, dass sich der nacheheliche Unterhalt auf eine andere Rechts-
grundlage stützt als der eheliche Unterhalt. Für seine Festsetzung gelten auch 
nicht die gleichen Grundsätze wie für den ehelichen Unterhalt. Entsprechend ist 
für das Scheidungsgericht nicht verbindlich, was der Eheschutzrichter festhält. 
Insofern kann sich der Ehemann von vornherein nicht darauf beschränken, auf 
den im Summarverfahren ergangenen Eheschutzentscheid zu verweisen. Die Rü-
ge des Ehemannes wäre somit auch aus diesem Grund nicht zu hören. Soweit der 
Ehemann mit der Berufungsreplik neue Argumente vorbringt, weshalb von der 
Ehefrau eine Anstellung zu einem Arbeitspensum von 100 % zu verlangen respek-
tive ihr ein Nettoeinkommen von mindestens CHF 4'400.00 anzurechnen sei, er-
weisen sich seine Rügen als verspätet, da sie nicht mit der Berufungsbegründung 
vorgetragen worden sind und nicht gesagt werden kann, sie seien erst durch Aus-
führungen in der Berufungsantwort veranlasst worden oder die Voraussetzungen 
von Art. 317 Abs. 1 ZPO seien erfüllt (vgl. vorstehend E. 3.2.). Davon abgesehen 
unterlässt es der Ehemann erneut, sich mit den massgeblichen Erwägungen der 
Vorinstanz auseinanderzusetzen. Auf diese Rügen ist somit nicht einzutreten. Ab-
schliessend bleibt darauf hinzuweisen, dass sich die Ehefrau trotz ihrer Beschäfti-
gung in Teilzeit ein Arbeitspensum zu 100 % anrechnen liess (vgl. vorinstanzliche 
act. II./4, S. 18; act. V./2, S. 4), und dass der Ehemann anlässlich der Hauptver-
handlung in seinem ersten Parteivortrag ausführte, beim Einkommen der Ehefrau 
sei der ausgewiesene Lohn einschliesslich Ferien- und Feiertagsentschädigung zu 
berücksichtigen (vorinstanzliches act. V./6, S. 4). Unter diesen Umständen geht es 
nicht an, im Berufungsverfahren zu beantragen, der Ehefrau sei ein höheres Ein-
kommen anzurechnen.

6.4. Zusammengefasst dringt der Ehemann mit seiner Kritik an den vorinstanzli-
chen Erwägungen, wonach das Einkommen der Ehefrau zu korrigieren sei, nicht 
durch. Für das zu fällende Urteil ist deshalb von einem monatlichen Einkommen 
der Ehefrau in der Höhe von CHF 4'120.00 auszugehen.

7. Was das anzugebende Vermögen anbelangt (Art. 282 Abs. 1 lit. a ZPO), so 
wird davon ausgegangen, dass keine der Parteien über für die Unterhaltsberech-
nung zu beachtendes Vermögen verfügt.

20 / 36

8. Zur Bedarfsberechnung der Vorinstanz erhebt der Ehemann verschiedene 
Einwendungen, auf die nachstehend im Einzelnen einzugehen ist.

8.1.1. Die Vorinstanz berücksichtigte im Bedarf des Ehemannes eine monatliche 
Krankenkassenprämie in der Höhe von CHF 338.00. Mit seiner Berufung macht 
der Ehemann nunmehr eine Krankenkassenprämie von CHF 420.00 pro Monat 
geltend (act. A.1, S. 9 f.; act. A.4, S. 9). Als Beweismittel reicht er eine Prämien-
rechnung der F._____ vom 17. Mai 2016 für den Monat Juli 2016 (act. B.15) ins 
Recht. Die Ehefrau wendet dagegen ein, die Vorinstanz habe im Bedarf des Ehe-
mannes als Kosten für die Krankenkasse ermessensweise denselben Betrag, wie 
für sie eingesetzt. Es sei notorisch, dass diese Kosten bei beiden Parteien von 
Jahr zu Jahr anstiegen. Dies rechtfertige keine Abänderung des angefochtenen 
Entscheids im Berufungsverfahren (act. A.2, S. 12).

8.1.2. Vorab ist anzumerken, dass die Vorinstanz dem Ehemann in seinem Bedarf 
einen höheren Betrag als Krankenkassenprämie anrechnete, als er selbst geltend 
gemacht hatte (act. B.2, S. 18, 21 und 22; vorinstanzliches act. V./6, S. 3). Davon 
abgesehen, stellt die Behauptung des Ehemannes, die Kosten der Krankenkas-
senprämie 2016 beliefe sich auf CHF 420.00, ein unechtes Novum dar. Dennoch 
unterlässt es der Ehemann, der Berufungsinstanz das Vorliegen der Vorausset-
zungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO substantiiert darzutun beziehungsweise zu be-
weisen (vorstehend E. 3.4.1.). Mit der Ehefrau ist festzuhalten, dass nicht ersicht-
lich ist, weshalb der Ehemann die vom 17. Mai 2016 datierende Prämienrechnung 
nicht bereits anlässlich der Hauptverhandlung vom 27. Juni 2016 der Vorinstanz 
vorzulegen vermochte. Die neu eingereichte Prämienrechnung ist daher als un-
zulässiges unechtes Novum aus den Akten zu weisen und der Ehemann ist mit 
seinen entsprechenden Vorbringen nicht zu hören. Die von der Vorinstanz berück-
sichtigten CHF 338.00 als Kosten für die Krankenkassenprämie des Ehemannes 
sind nicht zu beanstanden.

8.2.1. Die Vorinstanz gestand beiden Parteien die Steuerlast als Bedarfsposition 
zu, wobei sie deren Höhe beim Ehemann auf monatlich CHF 700.00 festlegte. Mit 
Berufung verlangt der Ehemann, es sei in seinem Bedarf ein Betrag von 
CHF 780.00 einzusetzen (act. A.1, S. 9). Zu diesen Ausführungen legt er eine 
Steuerberechnung gemäss dem elektronischen Steuerrechner des Kantons 
Graubünden vor (act. B.16). Die Ehefrau hält dem entgegen, dass die monatliche 
Steuerlast von CHF 700.00 von der Vorinstanz ermessensweise festgesetzt wor-
den sei, nachdem es der Ehemann unterlassen habe, genaue Belege zu seiner 
mutmasslichen Steuerlast vorzulegen. Da das Berufungsverfahren nicht dazu die-

21 / 36

ne, derartige Unterlagen verspätet nachzureichen, sei der entsprechende Einwand 
des Ehemannes unbeachtlich (act. A.2, S. 12). In ihrer Stellungnahme vom 
19. Januar 2017 merkt die Ehefrau zudem an, dass, sofern die Berufungsinstanz 
von einem geringeren Verdienst des Ehemannes ausgehen würde, die Steuerlast 
in der Bedarfsberechnung des Ehemannes angemessen zu reduzieren wäre 
(act. A.3, S. 3 f.). Der Ehemann wendet in seiner Berufungsreplik ein, die Steuer-
berechnung sei nicht verspätet erfolgt. Erst heute, nachdem nun sein definitives 
Einkommen mit Sicherheit feststehe, könne auch eine Steuerberechnung vorge-
nommen werden (act. A.4, S. 9). In ihrer Berufungsduplik merkt die Ehefrau an, 
der Ehemann argumentiere in der Replik zwar dahingehend, dass die Berechnung 
seiner Steuerlast ohnehin erst jetzt, nach Abschluss des neuen Arbeitsvertrages, 
vorgenommen werden könne. Dennoch unterlasse er es erneut, seine steuerliche 
Belastung anhand einer neuen Berechnung konkret darzutun (act. A.5, S. 7).

8.2.2. Der Ehemann trat am 1. Februar 2017 eine neue Arbeitsstelle an. Infolge 
seines tieferen Einkommens ist die Steuerlast des Ehemannes als Bedarfsposition 
nach Praxis der erkennenden Kammer anhand der aktuellen Steuerfaktoren zu 
schätzen. Indessen ist der vom Ehemann geltend gemachte Betrag von 
CHF 780.00 in Anwendung der Verhandlungs- und Dispositionsmaxime als 
Höchstbetrag zu erachten. Entsprechend kann die Frage nach der prozessualen 
Zulässigkeit der eingereichten Steuerberechnung (act. B.16) offen gelassen wer-
den. Bei einem geschätzten jährlichen Nettoeinkommen des Ehemannes von 
CHF 79'000.00 ist von einem steuerbaren Einkommen von CHF 53'944.00 (Kan-
ton) respektive CHF 56'930.00 (Bund) auszugehen. Gemäss dem elektronischen 
Steuerrechner des Kantons Graubünden entspricht dies einer monatlichen Steuer-
last von rund CHF 660.00.

9.1. Gestützt auf die seitens des Ehemannes vorgebrachten echten Noven be-
treffend seiner neuen Anstellung beanstandet die Ehefrau ihrerseits mit Stellung-
nahme vom 19. Januar 2017, die vorinstanzlichen Bedarfspositionen des Ehe-
mannes in Bezug auf die Kosten für ein beruflich notwendiges Fahrzeug in der 
Höhe von CHF 291.00 sowie die Kosten für auswärtige Verpflegung in der Höhe 
von CHF 200.00. Da sich nunmehr sowohl der Arbeitsplatz als auch der Sitz der 
Arbeitgeberin des Ehemannes in O.4_____ befänden, würden die entsprechenden 
Kosten im Bedarf des Ehemannes entfallen. Die diesbezüglichen Ausführungen 
der Vorinstanz seien zu korrigieren (act. A.3, S. 3). Wie dargetan, sind diese neu-
en Bestreitungen der Ehefrau im Berufungsverfahren zuzulassen, da erst die ech-
ten Noven des Ehemannes dazu Anlass gaben (vgl. vorstehend E. 3.4.2.). 

22 / 36

Dagegen wendet der Ehemann in seiner Berufungsreplik ein, er könne bei der Be-
rechnung seines Bedarfs Kosten für ein privates Fahrzeug in der Höhe von 
CHF 291.00 geltend machen, da der Ehefrau dieselben Kosten für ein Fahrzeug 
zugebilligt würden. Zudem seien diese Kosten im vorinstanzlichen Verfahren an-
erkannt worden. Was die von der Ehefrau beanstandeten Kosten für die auswärti-
ge Verpflegung anbelangt, führt der Ehemann aus, dass ihm diesbezüglich ein 
Kostenanteil von CHF 200.00 monatlich zuzugestehen sei, da sich die jeweiligen 
Baustellen nicht nur in der näheren Umgebung von O.4_____ befänden (act. A.4, 
S. 11 f.).

9.2. Die weitere Rüge des Ehemannes, es sei nicht einzusehen, weshalb die 
Ehefrau für ihre Ausübung der Berufstätigkeiten auf ein Fahrzeug angewiesen 
sein solle, da die G._____ bekanntlich ihren Mitarbeiterinnen ein Fahrzeug zur 
Verfügung stelle, ist neu und in der Berufungsreplik zufolge Verspätung nicht mehr 
zu hören (vgl. vorstehend E. 3.2.; Art. 317 Abs. 1 ZPO). Allfällige Beanstandungen 
zu den von der Vorinstanz im Bedarf der Ehefrau berücksichtigten Positionen 
wären mit der Berufungsbegründung vorzutragen gewesen. Dies hat der Ehemann 
unterlassen und die entsprechende vorinstanzliche Feststellung, wonach der 
Ehemann die Ausführungen der Ehefrau zu den Kosten ihres Berufsweges nicht 
bestritten habe, blieben ungerügt (vgl. act. A.1; act. B.2, S. 14). Es ist nicht ersicht-
lich und wird auch nicht begründet, weshalb diese Rüge nicht bereits in der Beru-
fungsbegründung hätte vorgetragen werden können.

Aus selbigem Grund ist die Rüge des Ehemannes betreffend seiner früheren Be-
rufsauslagen nicht zu hören. Der Ehemann fordert in seiner Berufungsreplik neu 
die Richtigstellung der getätigten Berufsausgaben, welche ihm bei seiner früheren 
Arbeitgeberin angefallen seien. Die Vorinstanz habe diese Berufsauslagen nicht 
berücksichtigt, obwohl sie teilweise eingereicht worden seien (act. A.4, S. 12). Der 
Ehemann offeriert der Berufungsinstanz diesbezüglich neue Urkunden als Be-
weismittel (act. B.36–B.39). Auf diese vom Ehemann erstmals mit der Berufungs-
replik neu vorgebrachte Rüge und ohne Aufforderung eingereichten Urkunden ist 
unter Hinweis auf die vorstehenden Ausführungen unter Erwägung 3.2. und 
Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht einzugehen. Der Ehemann hat nicht dargelegt, inwiefern 
die Voraussetzungen zur Berücksichtigung derselben gegeben sein sollten. 
Kommt hinzu, dass diese Beanstandungen infolge der neuen Anstellung des 
Ehemannes für die Entscheidfindung nicht mehr von Relevanz sind. Die einge-
reichten Urkunden, act. B.36–B.39, sind aus den Akten zu weisen.

23 / 36

9.3. Die Vorinstanz erwog, dass im Bedarf des Ehemannes grundsätzlich weder 
Wegkosten nach O.5_____ noch solche für den Arbeitsweg in O.4_____ zu 
berücksichtigen seien. Aufgrund der Anerkennung der Ehefrau rechnete die Vorin-
stanz jedoch in Anwendung der Verhandlungs- und Dispositionsmaxime im Bedarf 
des Ehemannes Kosten von CHF 291.00 für den Arbeitsweg ein (act. B.2, S. 21 
f.).

9.4. Es trifft zu und ist unbestritten, dass die Ehefrau im vorinstanzlichen Verfah-
ren CHF 291.00 als Kosten für den Arbeitsweg des Ehemannes anerkannte. In-
dessen gilt zu beachten, dass diese Anerkennung der Ehefrau vor dem Hinter-
grund erfolgte, dass der Ehemann damals neben seinem (Haupt)Arbeitsort in 
O.4_____ auch in O.5_____ gearbeitet hatte. Dabei entsprachen CHF 291.00 den 
Monatskosten eines Generalabonnements (CHF 3'500.00 / 12; vgl. vorinstanzliche 
act. II./2, S. 4; act. II./4, S. 7; act. III./2, S. 7; act. V./2, S. 6). Demzufolge bezog 
sich die Anerkennung der Ehefrau vor Vorinstanz einzig auf die dem Ehemann im 
Zusammenhang mit O.5_____ als Arbeitsort angefallenen Kosten. Hinsichtlich des 
Arbeitsorts in O.4_____ machte die Ehefrau nämlich bereits vor Vorinstanz gel-
tend, der Ehemann könne mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Die Distanzen seien 
vernachlässigbar (vgl. act. B.2, S. 19; vorinstanzliches act. V./2, S. 6). Aus der 
unterlassenen Bestreitung respektive der Anerkennung kann folglich nichts zu ih-
ren Ungunsten abgeleitet werden. Aufgrund seiner neuen Anstellung befindet sich 
der Arbeitsort des Ehemannes nunmehr am Sitz der E._____ am _____weg 4 in 
O.4_____. O.5_____ ist als zusätzlicher Arbeitsort des Ehemannes gänzlich weg-
gefallen. Der Ehemann wohnt in O.4_____. Sein Arbeitsweg beträgt in etwa 1.3 
km. Neue beruflich bedingte Mobilitätskosten macht der Ehemann nicht geltend 
(vgl. act. A.4). Die entsprechende Position im Bedarf des Ehemannes rechtfertigt 
sich nicht länger. Sein Bedarf ist um CHF 291.00 zu kürzen. 

9.5. Ebenfalls in Anwendung der Verhandlungs- und Dispositionsmaxime 
berücksichtigte die Vorinstanz im Bedarf des Ehemannes CHF 200.00 als Kosten 
für die auswärtige Verpflegung, da die Ehefrau diese nicht bestritten hatte 
(act. B.2, S. 22). Der Ehemann hatte im vorinstanzlichen Verfahren auswärtige 
Verpflegungskosten lediglich in Bezug auf seine Arbeitszeit in O.5_____ geltend 
gemacht (vgl. vorinstanzliches act. II./2, S. 4). Da sich die Arbeitssituation inzwi-
schen verändert hat respektive O.5_____ als Arbeitsort gänzlich entfallen ist, kann 
der Ehefrau die fehlende Bestreitung nicht von vornherein zum Nachteil gereichen; 
die Ehefrau kann die auswärtige Verpflegung als Bedarfsposition gestützt auf das 
eingereichte Novum (act. B.26 [Arbeitsvertrag]) nunmehr beanstanden. Der Ehe-
mann trägt in Bezug auf seinen eigenen Bedarf die Beweislast. Der Nachweis, 

24 / 36

dass ihm bei seiner neuen Tätigkeit nach wie vor auswärtige Verpflegungskosten 
anfallen, oblag dem Ehemann. Mit seiner reinen Parteibehauptung vermag er je-
doch dieser ihm obliegenden Substanziierungs- und Beweislast nicht hinreichend 
nachzukommen. Vielmehr hätte er mittels Urkunden belegen müssen, dass seine 
Arbeitgeberin ihm anfallende Spesen für auswärtige Verpflegung nicht entschä-
digt. Dies gilt umso mehr, als sich dem Arbeitsvertrag des Ehemannes unter Zif-
fer 7 entnehmen lässt, dass Spesen nach Beleg ausbezahlt werden (act. B.26). 
Somit sind im Bedarf des Ehemannes keine Kosten für auswärtige Verpflegung 
mehr zu berücksichtigen.

10. Die Feststellungen der Vorinstanz in Bezug auf die übrigen Bedarfspositio-
nen der Parteien werden nicht (rechtsgenüglich) beanstandet. Sie sind der nach-
stehenden Unterhaltsberechnung zugrunde zu legen.

11. Im Lichte der vorstehenden Erwägungen ergeben sich folgende Bedarfs-
zahlen der Parteien:

Ehemann (in CHF) Ehefrau (in CHF)

Grundbetrag 1'200.00 1'200.00

Mietzins 1'570.00 1'170.00

Krankenkassenprämie 338.00 338.00

Versicherung 35.00 0.00

Arbeitsweg 0.00 260.00

Auswärtige Verpflegung 0.00 0.00

Steuern 660.00 694.00

Vorsorge 0.00 600.00

Total 3'803.00 4'262.00

12. Obwohl die Ehefrau keine Anschlussberufung eingereicht hat, sondern nur 
die kostenfällige Abweisung der Berufung und somit die Bestätigung des vorin-
stanzlichen Entscheides beantragt, rügt sie in ihrer Berufungsantwort einen Be-

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rechnungsfehler seitens der Vorinstanz (act. A.2, S. 13 ff.). Dazu ist zu bemerken, 
dass auch der berufungsbeklagten Partei erlaubt ist, die Erwägungen der ersten 
Instanz zu kritisieren; entsprechend kann und muss diese sämtliche Berufungs-
gründe tatsächlicher und rechtlicher Natur in der Berufungsantwort geltend ma-
chen, um allfällige Fehler des erstinstanzlichen Entscheides zu rügen, welche ihr 
im Falle einer abweichenden Beurteilung der Sache durch die Berufungsinstanz 
nachteilig sein könnten (vgl. Peter Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 12 zu Art. 312 
ZPO). Gegenüber der Vorinstanz ist aufgrund der neuen Anstellung des Eheman-
nes bei der Unterhaltsberechnung von einem Einkommen des Ehemannes von 
CHF 6'583.35 anstatt CHF 8'260.00 auszugehen. Bereits vor Vorinstanz ermög-
lichten die finanziellen Verhältnisse der Parteien, keine uneingeschränkte Fortset-
zung des ehelichen Lebensstandards zuzüglich scheidungsbedingter Mehrkosten. 
Die nunmehr geringere Leistungsfähigkeit des Ehemannes im vorliegenden Ver-
fahren schlägt sich in einem tieferen nachehelichen Unterhaltsbeitrag an die Ehe-
frau nieder (nachstehend E. 13.2.). Entgegen der Auffassung des Ehemannes 
(act. A.4, S. 10), ist daher die selbständige Rüge der Ehefrau an den Erwägungen 
der Vorinstanz – trotz unterlassener Anschlussberufung – nachstehend zu prüfen.

Die Ehefrau rügt im Berufungsverfahren, der Vorinstanz sei bei der Aufteilung des 
Anteils am ehelichen Lebensstandard ein Fehler unterlaufen. So ergebe sich der 
von der Vorinstanz fixierte Unterhaltsbeitrag in der Höhe von CHF 1'750.00 monat-
lich aufgrund einer fehlerhaften Berechnung. Die Vorinstanz rechne zum Bedarf 
des Ehemannes in der Höhe von CHF 4'334.00 den Anteil am ehelichen Lebens-
standard in der Höhe von CHF 2'178.00 dazu. Die Summe dieser Beträge in der 
Höhe von CHF 6'512.00 im Vergleich zum Einkommen in der Höhe von 
CHF 8'260.00 führe nach Ansicht der Vorinstanz zum gerundeten Unterhaltsbei-
trag von CHF 1'750.00. Bei dieser Berechnungsweise verkenne die Vorinstanz 
jedoch, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung in der vorliegenden 
Situation beide Parteien denselben Anspruch auf die Höhe des Lebensstandards 
hätten. Indem dem Ehemann diesbezüglich der volle Betrag von CHF 2'178.00 
zugebilligt werde und daraus gemäss Vorinstanz ein Unterhaltsanspruch von 
CHF 1'750.00 resultiere, verbleibe für die Ehefrau bloss noch ein über dem Bedarf 
liegender Freibetrag von CHF 1'608.00.

Wie eingangs dargelegt (vorstehend E. 4.2.), haben bei einer lebensprägenden 
Ehe grundsätzlich beide Parteien Anspruch auf Fortführung des im gegenseitigen 
Einverständnis gewählten Lebensstandards, sofern genügend Mittel vorhanden 
sind. Ist angesichts der scheidungsbedingten Mehrkosten die Fortführung des in 
der Ehe zuletzt gemeinsam gelebten Standards nicht möglich, so hat der Unter-

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haltsberechtigte Anspruch auf denselben Lebensstandard wie der Unterhaltspflich-
tige (BGE 141 III 465 E. 3.1; 137 III 102 E. 4.2.1.1 = Pra 2012 Nr. 27). Die Partei-
en haben mit anderen Worten in gleicher Weise Abstriche an der bisherigen Le-
benshaltung hinzunehmen. Zu Recht erwog die Vorinstanz, dass die Parteien zu 
gleichen Teilen am ehelichen Überschuss partizipieren würden und dass keine 
Anhaltspunkte für eine Sparquote bestünden, wobei eine solche auch nicht be-
hauptet worden sei (act. B.2, S. 13). Im Rahmen der Unterhaltsberechnung 
berücksichtigte die Vorinstanz indessen beim Ehemann den vollen hälftigen Anteil 
am ehelichen Lebensstandard. Demgegenüber vermochte der hälftige Anteil der 
Ehefrau mangels genügender finanzieller Mittel nicht gedeckt werden. Eine dies-
bezügliche Begründung der Vorinstanz fehlt im angefochtenen Entscheid (act. B.2, 
S. 22). Das Vorgehen der Vorinstanz lässt sich daher in der Tat nicht nachvollzie-
hen. Eine andere als die hälftige Teilung des Überschusses ist zwar grundsätzlich 
möglich, bedarf jedoch einer besonderen Begründung. Dass die betragsmässig 
unterschiedliche Beteiligung an der während der Ehe gelebten Lebenshaltung zu 
einem tieferen zuerkannten Unterhaltsbeitrag führte, bedarf keiner weiteren Aus-
führungen. Die Rüge der Ehefrau ist in diesem Punkt begründet. 

Die Vorinstanz ermittelte einen Anteil am ehelichen Lebensstandard der Parteien 
von je CHF 2'178.00. Diese Feststellung blieb im Berufungsverfahren ungerügt. 
Da die Einkommen der Parteien vorliegend nicht zur Fortführung der während der 
Ehe gelebten Lebenshaltung ausreichen, hat aufgrund des Gleichbehandlungs-
grundsatzes auf beiden Seiten eine proportionale Kürzung zu erfolgen. Entspre-
chend ist eine hälftige Verteilung des effektiv verbleibenden Überschusses vorzu-
nehmen.

27 / 36

13.1. Nach dem Gesagten ergibt sich folgende Unterhaltsberechnung:

Gesamteinkommen CHF 10'703.35

./. Gesamtbedarf CHF 8'065.00

Überschuss CHF 2'638.35

Anteil Ehefrau (½ ) CHF 1'319.15

Anteil Ehemann (½ ) CHF 1'319.15

13.2. Daraus resultiert für die Ehefrau folgender Unterhaltsanspruch:

Bedarf Ehefrau CH 4'262.00

+ ½ Anteil Ehefrau Überschuss CHF 1'319.15

./. eigenes Einkommen Ehefrau CHF 4'120.00

Unterhaltsbeitrag (gerundet) CHF 1'460.00

13.3. Der mit dem vorliegenden Urteil zuzusprechende Unterhaltsbeitrag ist ge-
richtsüblich zu indexieren. Die Indexklausel ist den aktuellen Verhältnissen anzu-
passen.

14. Zu prüfen bleibt, ab wann dieser Unterhaltsbeitrag geschuldet ist. Gemäss 
Art. 126 ZGB bestimmt das Gericht den Beginn der nachehelichen Beitragspflicht. 
Diese entfaltet ihre Wirkung mit dem Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsur-
teils, es sei denn, der Richter bestimme den dies a quo nach seinem Ermessen an 
einem anderen Tag. Sinn und Zweck von Art. 126 ZGB ist es dem Gericht im Hin-
blick auf eine möglichst grosse Einzelfallgerechtigkeit bezüglich der Modalitäten 
des Unterhaltsbeitrags einen breiten Spielraum einzuräumen. Der Scheidungsrich-
ter kann die Unterhaltspflicht zum Beispiel an eine Bedingung oder an eine Befris-
tung anknüpfen. Er kann den dies a quo auch auf den Zeitpunkt des Eintritts der 
Teilrechtskraft des Scheidungsurteils festlegen, wenn dann nämlich der Grundsatz 
der Scheidung nicht mehr in Frage gestellt wird. Dies gilt auch, wenn eine Unter-
haltspflicht gestützt auf einen Massnahmeentscheid nach Eintritt der Teilrechts-
kraft besteht. Wenn der Massnahmerichter den Unterhaltsschuldner zur Bezah-

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lung eines Unterhaltsbeitrags verpflichtet hat, ist jedoch zu beachten, dass der 
Scheidungsrichter den dies a quo des Unterhaltsbeitrages nicht auf ein Datum 
festsetzen kann, das vor dem teilweisen Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsur-
teils liegt (BGE 128 III 121 E. 3.b/bb; 142 III 193 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 
5A_257/2007 vom 6. August 2007 E. 7; Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsge-
richts von Graubünden ZK1 11 16 vom 29. Oktober 2015 E. 9d mit Verweis auf 
BGE 128 III 121 E. 3b/bb). Eine begrenzte Rückwirkung in diesem Sinne kann 
sich insbesondere aufgrund der Dauer des Rechtsmittelverfahrens aufdrängen. 
Diese ist jeweils nicht absehbar und für die anspruchsberechtigte Person sollen 
dadurch keine Nachteile entstehen (Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts 
von Graubünden ZK1 11 16 vom 29. Oktober 2015 E. 9d/cc).

Vorliegend hatte bereits das Eheschutzgericht Massnahmen angeordnet. Diese 
dauern während dem Scheidungsverfahren fort. Die Gesuche beider Parteien um 
Erlass vorsorglicher Massnahmen respektive Abänderung des Eheschutzent-
scheides wurden abgewiesen (vorinstanzliche act. III./2–3; vorinstanzliches 
act. I./8 [Proz. Nr. 135-2015-90]). Auch bei Vorliegen der Teilrechtskraft gelten die 
bereits angeordneten Massnahmen in den nicht rechtskräftig entschiedenen Punk-
ten weiter bis über die entsprechende Scheidungsfolge rechtskräftig entschieden 
worden ist (Marcel Leuenberger, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm 
Scheidung, Band II: Anhänge, 3. Auflage, Bern 2017, N 11 und 13 zu Art. 276 
ZPO; vgl. Thomas Sutter-Somm/Flora Stanischewski, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 29 zu Art. 276 ZPO; Daniel 
Bähler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Basel 2017, N 12 zu Art. 276 ZPO). Wie 
dargelegt, schliesst jedoch das Bestehen von vorsorglichen Massnahmen respek-
tive weitergeltenden Eheschutzmassnahmen im Rechtsmittelverfahren es nicht 
aus, dass dem Pflichtigen im Berufungsurteil rückwirkend auf den Zeitpunkt des 
Eintritts der Rechtskraft des Scheidungspunktes eine (über die Massnahme hin-
ausgehende) nacheheliche Unterhaltspflicht auferlegt wird (vgl. Urteil der 
I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 11 16 vom 29. Oktober 
2015 E. 9d). 

Während des vorinstanzlichen Verfahrens arbeitete der Ehemann bei seiner da-
maligen Arbeitgeberin in einem auf 75 % reduzierten Arbeitspensum. Die Vorin-
stanz bejahte die Pflicht und Möglichkeit des Ehemannes zur (Wieder)Ausweitung 
seiner Erwerbstätigkeit bei seiner damaligen Arbeitgeberin. Entsprechend rechne-
te sie ihm das hypothetische Einkommen eines Arbeitspensums zu 100 % in der 

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Höhe von CHF 8'260.00 an und räumte ihm eine Übergangsfrist von sechs Mona-
ten ab Vollstreckbarkeit des Scheidungsurteils für die Erzielung dieses Einkom-
mens ein. Diese Übergangsfrist war damals angemessen; der Ehemann hätte hin-
reichend Zeit gehabt, die rechtlichen Vorgaben in die Wirklichkeit umzusetzen. Im 
Herbst 2016 verlor der Ehemann jedoch infolge des Konkurses der Arbeitgeberin 
seine Anstellung. Seit dem 1. Februar 2017 ist er nunmehr bei der E._____ in ei-
nem Arbeitspensum zu 100 % tätig. Dem Ehemann ist auch kein höheres hypo-
thetisches Einkommen anzurechnen (vgl. vorstehend E. 5.5.). Für das vorliegende 
Berufungsverfahren rechtfertigt sich die Gewährung einer Übergangsfrist somit 
von vornherein nicht mehr. 

Die Vorinstanz setzte die Übergangsfrist auf sechs Monate ab Vollstreckbarkeit 
des Scheidungsurteils fest, allerdings ohne zu präzisieren, ob damit die Rechts-
kraft des Scheidungspunktes oder jene des Endurteils gemeint ist (act. B.2, Dis-
positivziffer 2 lit. a). Angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach 
eine Übergangsfrist ihrem Zweck und den Umständen angemessen sein muss 
(BGE 129 III 417 E. 2.2.; 114 II 13 E. 5), kann die Vorinstanz kaum gewollt haben, 
dass bei Anfechtung ihres Entscheides dem Ehemann erheblich mehr Zeit als die 
eingeräumten sechs Monate zur Verfügung stehen würde. Dies gilt umso mehr, 
als die Vorinstanz in ihren Erwägungen von einer "kurzen" Übergangsfrist "ab 
Rechtskraft dieses Urteils" spricht (act. B.2, S. 24). Kommt hinzu, dass das Beru-
fungsverfahren – unabhängig vom Verhalten der Parteien – relativ lange dauerte. 
Die unglückliche Formulierung der Vorinstanz soll der Ehefrau nicht zum Nachteil 
erwachsen, insbesondere da die im vorliegenden Verfahren ermittelten nacheheli-
chen Unterhaltsbeiträge wesentlich höher ausfallen, als der Unterhaltsbeitrag 
gemäss dem angefochtenem Entscheid während der sechsmonatigen Übergangs-
frist. Die Formulierung der Vorinstanz ist deshalb einzig so zu verstehen, dass die 
Übergangsfrist für sechs Monate ab der Rechtskraft des Scheidungspunktes galt 
und nicht für sechs Monate ab eines allfälligen Rechtsmittelentscheides. Der 
Scheidungspunkt erwuchs am 17. Dezember 2016 in Rechtskraft (act. D.11). Die 
Übergangsfrist der Vorinstanz lief Mitte Juni 2017 ab. In Ausschöpfung des Er-
messensspielraums nach Art. 126 ZGB sind demzufolge die nachehelichen Unter-
haltsbeiträge mit dem zu fällenden Urteil ab dem siebten Monat nach Rechtskraft 
des Scheidungspunktes, mithin ab Juli 2017, zuzusprechen.

Anzumerken ist, dass die Ehefrau die Abweisung der Berufung und damit die 
Bestätigung der erstinstanzlich zuerkannten Unterhaltsbeiträge beantragte. An 
einem Antrag hat es deshalb nicht gefehlt, so dass die Dispositionsmaxime nicht 
verletzt sein kann. Ebenso wenig kann das Verschlechterungsverbot (Verbot der 

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reformatio in peius) verletzt sein, da der Ehemann durch das vorliegende Urteil 
nicht schlechter gestellt wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_257/2007 vom 
6. August 2007 E. 7). 

15. Für den Fall einer Reduktion ihres Unterhaltsbeitrages beantragte die Ehe-
frau die Feststellung ihrer Unterdeckung im Sinne von Art. 129 Abs. 3 ZGB 
(act. A.3, S. 4). Dieser Antrag stützt sich zum einen auf das vom Ehemann vorge-
brachte Novum in Bezug auf seine neue Verdienstsituation. Zum anderen besteht 
nach Art. 282 Abs. 1 lit. c ZPO ohnehin eine Deklarationspflicht des Fehlbetrages 
unabhängig von einem entsprechenden Antrag (Sabine Aeschlimann/Roland 
Fankhauser, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: 
Anhänge, 3. Auflage, Bern 2017, N 26 ff. zu Art. 282 ZPO). Werden durch Verein-
barung oder Entscheid Unterhaltsbeiträge festgelegt, so ist anzugeben welcher 
Betrag zur Deckung des gebührenden Unterhalts des berechtigten Ehegatten fehlt 
(Art. 282 Abs. 1 lit. c ZPO). Die Bestimmung bildet das Gegenstück zur materiell-
rechtlichen Abänderungsbestimmung des Art. 129 Abs. 3 ZGB. Die Vorinstanz 
legte einen gebührenden Unterhalt der Ehefrau in der Höhe von CHF 6'440.00 
fest. Diese Feststellung blieb im Berufungsverfahren unbeanstandet (act. B.2, 
S. 15; act. A.1; act. A.4, S. 6). In Anwendung von Art. 282 Abs. 1 lit. a ZPO ist 
deshalb festzuhalten, dass der Ehefrau bei einem Einkommen von CHF 4'120.00 
eine Unterdeckung von CHF 860.00 pro Monat verbleibt (Unterdeckung insgesamt 
von CHF 2'320.00 abzüglich nachehelicher Unterhaltsbeitrag des Ehemannes von 
monatlich CHF 1'460.00).

16.1. Die Vorinstanz hat den Unterhaltsbeitrag mit dem Zeitpunkt begrenzt, in 
dem der Ehemann ins ordentliche Pensionsalter eintritt. Der Ehemann lehnt dies 
ab und macht in der Berufung geltend, die vorinstanzliche Festsetzung der Dauer 
der Unterhaltsverpflichtung sei unangemessen. Gemäss der vorinstanzlichen Re-
gelung sei er noch für elf respektive dreizehn Jahre zu Zahlungen verpflichtet. Da-
zu komme, dass er bereits während der beinahe vier Jahre andauernden Tren-
nung zu Zahlungen verpflichtet worden sei. Zudem sei der Ehefrau bei der Ren-
tenberechnung ein Vorsorgeunterhalt von CHF 600.00 zugesprochen worden. 
Darüber hinaus sei der Ehefrau der Zuschlag für die bisherigen Lebenshaltungs-
kosten gewährt worden. Nach Auffassung des Ehemannes sei es der Ehefrau 
deshalb möglich, sich zusammen mit einer  Erwerbstätigkeit zu 100 % eine eigene 
Altersvorsorge aufzubauen. Für den Fall, dass die Berufungsinstanz eine Unter-
haltspflicht von ihm gegenüber der Ehefrau bestätige, sei der Unterhaltsbeitrag auf 
höchstens ein Jahr zu befristen. Allenfalls sei eine Abstufung nach richterlichem 
Ermessen vorzunehmen (act. A.1, S. 10 f.). Dem hält die Ehefrau in ihrer Beru-

31 / 36

fungsantwort entgegen, dass sich der Ehemann lediglich pauschal auf Unange-
messenheit berufe, fundierte Kritik am vorinstanzlichen Entschied liesse sich der 
Berufungsschrift jedoch nicht entnehmen (act. A.2, S. 13). Mit der Berufungsreplik 
bringt der Ehemann sodann vor, die Ehefrau könne mit ihrem Vorsorgeunterhalt 
die Differenz ausgleichen, welche sie dadurch erleide, dass sie durch ein niedrige-
res Einkommen weniger Einzahlungen in die Pensionskasse tätigen könne. Auf-
grund seines nunmehr niedrigen Einkommens müsse auch er mit einer verminder-
te Rentenleistung rechnen, weshalb die von der Vorinstanz festgelegte Dauer des 
nachehelichen Unterhalts unangemessen sei (act. A.4, S. 9).

16.2. Die Vorinstanz erwog, angesichts der konkreten Umstände rechtfertige es 
sich nicht, der Ehefrau für eine kürzere Dauer als bis zum Eintritt des AHV-Alters 
des Ehemannes einen nachehelichen Unterhalt zuzusprechen. So sei die Ehe der 
Parteien, aus der zwei Kinder hervorgegangen seien, bis zur Trennung während 
mehr als sechsundzwanzig Jahren gelebt worden. Während den ersten fünfzehn 
Jahren der Ehe sei die Ehefrau ausserhäuslich nicht erwerbstätig gewesen. Da-
nach habe sie verschiedene kleinere Arbeitspensen wahrgenommen. Die Ehefrau 
habe nun das dreiundfünfzigste Altersjahr erreicht. Aufgrund dessen sei von einer 
lebensprägenden Ehe auszugehen, wie auch vom Ehemann anerkannt, die der 
Ehefrau grundsätzlich Anspruch auf Weiterführung der ehelichen Lebenshaltung 
gebe. Die Ehefrau habe ihre Erwerbstätigkeit auf eine monatliche Arbeitszeit von 
durchschnittlich 168 Stunden ausgedehnt und damit das ihr Mögliche und Zumut-
bare zur Eigenversorgung unternommen. Der Ehemann habe in den Rechtsschrif-
ten nicht behauptet, dass die Ehefrau mit einer konkreten anderen Tätigkeit an 
effektiv vorhandenen Stellen in der Umgebung ihres Wohnortes mehr verdienen 
könnte. Ein hypothetisches Einkommen könne ihr daher bereits mangels Behaup-
tung nicht angerechnet werden. Der Ehefrau verbleibe somit ein Defizit, welches 
durch den Ehemann zu decken sei (act. B.2, S. 25).

16.3. Mit seinen Einwendungen setzt der Ehemann der Argumentation der Vorin-
stanz im Wesentlichen seine eigene Auffassung entgegen, ohne auf die massge-
blichen Erwägungen im angefochtenen Entscheid einzugehen. Damit verkennt er, 
dass in der Berufungsschrift eine sachbezogene und substantiierte Auseinander-
setzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen zu erfolgen hat, ansonsten die An-
forderungen an eine Berufungsbegründung nicht erfüllt sind (vgl. vorstehend 
E. 3.1.). Auf die Rüge des Ehemannes betreffend die Dauer der Unterhaltsver-
pflichtung ist aus diesem Grund nicht einzutreten. Die Rüge zur vorinstanzlich 
festgelegten Dauer der Unterhaltspflicht ist aber auch in materieller Hinsicht unbe-
rechtigt. Art. 125 ZGB sieht keine Befristung des nachehelichen Unterhalts vor. 

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Die Dauer des Unterhaltsanspruchs bestimmt sich danach, bis zu welchem Zeit-
punkt es dem Unterhaltsberechtigten nicht zumutbar ist, für seinen gebührenden 
Unterhalt selbst aufzukommen (Ingeborg Schwenzer/Andrea Büchler, a.a.O, N 49 
ff. zu Art. 125 ZGB mit weiteren Hinweisen; vgl. ferner Urteil der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 11 66 vom 13. März 2013 E. 7.b; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_288/2008 vom 27. August 2008 E. 5.6). Vorliegend beantragte 
die Ehefrau die Ausrichtung eines Unterhaltsbeitrages bis zum Eintritt des Ehe-
mannes ins AHV-Alter. Diesem Ansinnen kam die Vorinstanz mit Blick auf die Le-
bensprägung der Ehe und die fehlende Eigenversorgungskapazität der Ehefrau 
nach und verpflichtete den Ehemann, bis zu seiner ordentlichen Pensionierung 
einen Unterhaltsbeitrag zu leisten. Wie die Vorinstanz zu Recht feststellte, ver-
säumte es der Ehemann im vorinstanzlichen Verfahren, ein höheres hypotheti-
sches Einkommen der Ehefrau hinreichend zu substantiieren. Mit diesen vorin-
stanzlichen Erwägungen setzte sich der Ehemann in seiner Berufung nicht genü-
gend auseinander. Kommt hinzu, dass der Ehemann anlässlich der Hauptver-
handlung vortrug, beim Einkommen der Ehefrau sei der ausgewiesene Lohn ein-
schliesslich Ferien- und Feiertagsentschädigung zu berücksichtigen (vgl. vorin-
stanzliches act. V./6, S. 4). Darüber hinaus liess sich die Ehefrau trotz Beschäfti-
gung in Teilzeit das Einkommen eines Arbeitspensums zu 100 % anrechnen. Da 
der Ehefrau weder ab sofort noch zu einem späteren Zeitpunkt ein höheres hypo-
thetisches Einkommen anzurechnen ist, rechtfertigt es sich, unter Berücksichti-
gung der nach wie vor bestehenden Leistungsfähigkeit des Ehemannes, die nach-
ehelichen Unterhaltsleistungen erst beenden zu lassen, wenn der Ehemann ins 
ordentliche Pensionsalter eintritt. Daran ändert insbesondere auch der Einwand 
des Ehemannes im Hinblick auf den der Ehefrau zugesprochenen Vorsorgeunter-
halt nichts. Der Einwand geht an der Sache vorbei, betrifft doch der sogenannte 
Vorsorgeunterhalt im Sinne von Art. 125 Abs. 1 ZGB den Ausgleich künftiger Ein-
bussen im Vorsorgeguthaben, weil ehebedingte Nachteile auch nach der Ehe 
noch zu Einbussen im Vorsorgeguthaben führen können und es keine Möglichkeit 
eines nachehelichen Vorsorgesplittings gibt (vgl. Ingeborg Schwenzer/Andrea 
Büchler, a.a.O, N 10 ff. zu Art. 125 ZGB). Demgegenüber stellt es von vornherein 
kein ehebedingter Nachteil dar, falls der Ehemann infolge seines tieferen Ein-
kommens künftig geringere Beträge in seine eigene Altersvorsorge wird einbezah-
len können. Somit erweist sich die Dauer der Unterhaltsverpflichtung, auf welche 
die Vorinstanz erkannte, für eine lebensprägende Ehe, wie sie hier gegeben ist, 
als angemessen. 

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17. Im Ergebnis ist die Berufung damit teilweise gutzuheissen, soweit darauf 
einzutreten ist.

18.1. Zu beurteilen bleibt, ob der geänderte Verfahrensausgang eine Anpassung 
der vorinstanzlichen Kostenregelung nach sich ziehen soll. Trifft die Rechtsmittel-
instanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie gemäss Art. 318 Abs. 3 ZPO 
nämlich auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens. Nach 
Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, wozu sowohl die Gerichtskosten 
als auch die Parteientschädigungen zählen (Art. 95 Abs. 1 ZPO), der unterliegen-
den Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozess-
kosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). In famili-
enrechtlichen Verfahren kann das Gericht von diesen Verteilungsgrundsätzen ab-
weichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. c 
ZPO). Die Vorinstanz setzte die Gerichtskosten insgesamt auf CHF 6'000.00 fest. 
Davon entfielen CHF 1'500.00 auf den Zeitraum bis zur Einigungsverhandlung 
vom 25. März 2016; diese wurden entsprechend dem Parteiwillen hälftig geteilt. 
Die übrigen Gerichtskosten von CHF 4'500.00 auferlegte die Vorinstanz zu 7/8 
dem Ehemann und zu 1/8 der Ehefrau. Zudem verpflichtete sie den Ehemann in 
Anwendung der Bruchteilsverrechnungsmethode zur Bezahlung einer reduzierten 
Parteientschädigung von 6/8 respektive CHF 4'811.40 (inkl. Barauslagen und 
MwSt.) an die Ehefrau (act. B.2, S. 26 f.). Im vorinstanzlichen Verfahren beantrag-
te die Ehefrau monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 2'000.00, während der 
Ehemann eine Unterhaltspflicht gänzlich verneinte (vgl. vorinstanzliche act. II./1-
4). Die Vorinstanz sprach der Ehefrau monatliche Unterhaltsbeiträge von 
CHF 1'750.00 zu (act. B.2, S. 28). Somit obsiegte die Ehefrau im vorinstanzlichen 
Verfahren zu 7/8. Die teilweise Gutheissung der Berufung gründet auf der neuen 
Verdienstsituation des Ehemannes, mithin auf einem vom Ehemann im Beru-
fungsverfahren eingebrachten echten Novum. Unter diesen Umständen rechtfer-
tigt es sich nicht, die vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung ab-
zuändern. Aus selbigem Grund ist für die Prozesskosten des Berufungsverfahrens 
ausgangsgemäss eine andere Verteilung vorzunehmen (vgl. sogleich nachste-
hend E. 18.2.).

18.2. Abschliessend bleibt über die Prozesskosten des Berufungsverfahrens zu 
befinden. Die Gerichtskosten des vorliegenden Verfahrens werden gestützt auf 
Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VZG; BR 
320.210) auf CHF 4'000.00 festgelegt. Wie bereits erwähnt, sind die Prozesskos-
ten gemäss Art. 106 Abs. 2 ZPO, sofern keine Partei vollständig obsiegt hat, nach 
dem Verfahrensausgang zu verteilen. Namentlich in familienrechtlichen Prozessen 

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kann das Gericht von diesem Grundsatz abweichen und die Prozesskosten unter 
Berücksichtigung weiterer Faktoren nach Ermessen verlegen (Art. 107 Abs. 1 lit. c 
ZPO). Im Berufungsverfahren hielt der Ehemann daran fest, dass er der Ehefrau 
keine Unterhaltsbeiträge zu bezahlen habe. Die Ehefrau beantragte die Abwei-
sung dieses Antrages, mithin die Bestätigung der von der Vorinstanz festgesetzten 
Unterhaltsbeiträge. Diese betrugen für den im Berufungsverfahren zu beurteilen-
den Zeitraum CHF 1'750.00 pro Monat bis zum Eintritt des Ehemannes ins ordent-
liche Pensionsalter. Zuzusprechen sind nunmehr solche in der Höhe von monat-
lich CHF 1'460.00 bis zum Eintritt des Ehemannes ins ordentliche Pensionsalter. 
Mit seinem Berufungsantrag ist der Ehemann nicht durchgedrungen. Demgegenü-
ber unterliess es die Ehefrau ihren Antrag nach Eingang des neuen Arbeitsvertra-
ges des Ehemannes anzupassen, weshalb sie in Bezug auf das Novum unterliegt. 
Damit unterliegt der Ehemann im Berufungsverfahren grösstenteils; die Herabset-
zung des Unterhaltsbeitrages um CHF 290.00 ist indessen bei der Verteilung der 
Prozesskosten zu seinen Gunsten zu beachten. Unter Berücksichtigung sämtli-
cher Umstände sind 4/5 (CHF 3'200.00) der Gerichtskosten dem Ehemann und 
1/5 (CHF 800.00) der Ehefrau aufzuerlegen. Die Gerichtskosten sind mit dem vom 
Ehemann geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 4'000.00 zu verrech-
nen (act. D.1). Die Ehefrau hat dem Ehemann ihren Kostenanteil von CHF 800.00 
direkt zu ersetzen. 

Dasselbe Verhältnis wie für die Gerichtskosten muss auch für die Parteientschädi-
gung gelten. Der Ehemann hat der Ehefrau eine reduzierte Parteientschädigung 
auszurichten. Die Ehefrau hat keine Honorarnote eingereicht. Bei einem mittleren 
Stundenansatz von Fr. 240.00 (vgl. Art. 3 Abs. 1 der Verordnung über die Bemes-
sung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte [Honorarverord-
nung, HV; BR 310.250]) sowie in Anbetracht der mutmasslich notwendigen 
Bemühungen und der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen erscheint eine Ent-
schädigung von pauschal CHF 3'600.00, einschliesslich 3 % Barauslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer, als angemessen. In Anwendung der Bruchteilsverrechnungsme-
thode hat der Ehemann der Ehefrau 3/5 der Entschädigung und damit einen Be-
trag von CHF 2'160.00 zu ersetzen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird, 
und die Dispositivziffern 2 lit. a und 2 lit. b des angefochtenen Entscheids 
des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 27. Juni 2016 werden aufgehoben.

2. X._____ wird verpflichtet, Y._____ CHF 1'460.00 als nachehelicher Unter-
halt gemäss Art. 125 ZGB ab dem siebten Monat nach Rechtskraft des 
Scheidungspunktes bis zum Eintritt von X._____ ins ordentliche Pensions-
alter zu bezahlen. Die Unterhaltsbeiträge sind an Y._____ zahlbar, und 
zwar monatlich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.

Die Unterhaltsbeiträge basieren auf dem Landesindex der Konsumenten-
preise des Bundesamtes für Statistik, Stand September 2018, von 101.9 
Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind jährlich auf den 
1. Januar, erstmals auf den 1. Januar 2019, nach Massgabe des Index-
standes per November des Vorjahres wie folgt anzupassen: 

neuer Unterhaltsbeitrag = alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
alter Index

Weist X._____ nach, dass sich sein Einkommen nicht im Umfang der Teue-
rung erhöht hat, werden die Unterhaltsbeiträge nur proportional zur tatsäch-
lichen Einkommenssteigerung angepasst. Bei unverändertem Einkommen 
entfällt eine Anpassung.

3. Y._____ fehlen zur Deckung des gebührenden Unterhalts monatlich 
CHF 860.00.

4.a) Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 6'000.00 gehen im 
Umfang von CHF 4'687.50 zu Lasten von X._____ und im Umfang von 
CHF 1'312.50 zu Lasten von Y._____ und werden mit dem von X._____ ge-
leisteten Kostenvorschuss von CHF 3'500.00 verrechnet. X._____ hat den 
Fehlbetrag von CHF 1'187.50 und Y._____ einen solchen von 
CHF 1'312.50 dem Regionalgericht Viamala innert 30 Tagen seit Rechts-
kraft dieses Urteils zu bezahlen.

   b) X._____ hat Y._____ für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteien-
tschädigung von CHF 4'811.40 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

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5.a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 4'000.00 werden zu 4/5 
(CHF 3'200.00) X._____ und zu 1/5 (CHF 800.00) Y._____ auferlegt. Sie 
werden mit dem von X._____ geleisteten Kostenvorschuss von 
CHF 4'000.00 verrechnet. Y._____ wird verpflichtet, X._____ ihren Kosten-
anteil von CHF 800.00 direkt zu ersetzen.

   b) X._____ hat Y._____ für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung 
von CHF 2'160.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

6. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

7. Mitteilung an: