# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 307a5e11-1eb5-5ad5-a9fb-3578e19880f6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.08.2011 D-4593/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4593-2011_2011-08-25.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­4593/2011

U r t e i l   v om   2 5 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli,
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;  
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

Parteien A._______, geboren (…),
Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik, 
alias B._______, geboren (…), Republik Kosovo,  
dessen Ehefrau C._______, geboren (…),
Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik, 
alias D._______, geboren (…),
Republik Kosovo, und deren Kinder E._______,
geboren (…), Mazedonien, ehemalige jugoslawische 
Republik, alias F._______, geboren (…),
und G._______, geboren (…),
Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik, 
alias H._______, geboren (…),
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin­Verfahren); Verfügung des BFM vom
12. August 2011 / N _______.

D­4593/2011

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführenden  angaben,  sie  seien  nach  einem  rund 
siebenmonatigen  Aufenthalt  in  Deutschland  in  ihr  Heimatland 
zurückgekehrt, welches sie im März 2011 verlassen hätten,

dass  sie  am  7.  März  2011  illegal  in  die  Schweiz  gelangten,  wo  sie 
gleichentags  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  I._______  um  Asyl 
nachsuchten,

dass  die  Beschwerdeführenden  anlässlich  der  Einreichung  der 
Asylgesuche geltend machten, kosovarische Staatsangehörige zu sein,

dass  ihre  Personalien  B._______,  geboren  (…),  beziehungsweise 
D._______,  geboren  (…),  und  diejenigen  ihrer  Kinder  F._______, 
geboren (…), beziehungsweise H._______, geboren (…), lauten würden,

dass sie  ihre  Identitätsangaben mit der Einreichung einer kosovarischen 
Heiratsurkunde  und  zwei  kosovarischen  Geburtsscheinen  der  Kinder 
untermauerten,

dass der Beschwerdeführer bei der Befragung zur Person vom 16. März 
2011 erklärte, die eingereichten kosovarischen Dokumente stünden ihnen 
nicht zu; sie stammten aus Mazedonien,

dass  seine  richtigen  Personalien  A._______,  geboren  (…),  diejenigen 
seiner Ehefrau C._______, geboren (…), sowie diejenigen seiner Kinder 
E._______,  geboren  (…),  beziehungsweise  G._______,  geboren  (…), 
lauteten,

dass  die  Beschwerdeführerin  diese  Personalienänderungen  bei  ihrer 
anschliessenden Befragung bestätigte,

dass die Beschwerdeführenden dem BFM im Nachgang Faxkopien  ihrer 
mazedonischen Geburtsscheine und ihrer Heiratsurkunde einreichten,

dass  ein  Abgleich  mit  der  europäischen  Fingerabdruck­Datenbank 
(Zentraleinheit  Eurodac)  ergab,  dass  die  Beschwerdeführenden  am  10. 
März 2010 in Deutschland um Asyl nachgesucht hatten,

dass  das BFM den Beschwerdeführenden  anlässlich  der Befragung  zur 
Person  das  rechtliche  Gehör  zur  Zuständigkeit  Deutschlands  für  die 

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Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens,  zum 
Nichteintretensentscheid gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  sowie  zur  Wegweisung  nach 
Deutschland gewährte und ihnen Gelegenheit gab, sich dazu zu äussern,

dass  der  Beschwerdeführer  in  diesem  Zusammenhang  erklärte,  sie 
hätten ihm in Deutschland nicht geglaubt; er hoffe, man werde ihm hier in 
der Schweiz glauben,

dass die Beschwerdeführerin angab, sie wolle nicht nach Deutschland,

dass man ihnen dort ihre Vorbringen nicht geglaubt habe und ihnen kein 
Asyl gewährt worden sei, sie jedoch Asyl möchten,

dass das BFM gestützt auf den Eurodac­Treffer vom 10. März 2010 am
5.  August  2011  an  Deutschland  ein  Ersuchen  um  Übernahme  der 
Beschwerdeführenden im Sinne von Art. 16 Abs. 1 Bst. e der Verordnung 
[EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  (Dublin­II­
Verordnung) zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 
des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags 
zuständig ist, stellte (vgl. A12 und A14),

dass  die  deutschen  Behörden  einer  Übernahme  mit  Schreiben  vom
10. August 2011 gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin­II­Verordnung 
zustimmten (vgl. A16),

dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  12.  August  2011  –  eröffnet  am  15. 
August  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  die 
Asylgesuche der Beschwerdeführenden vom 7. März 2011 nicht eintrat, 
die Wegweisung nach Deutschland verfügte, die Beschwerdeführenden – 
unter  Androhung  von  Zwangsmitteln  im Unterlassungsfall  –  aufforderte, 
die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu 
verlassen,  den  Kanton  J._______  verpflichtete,  die 
Wegweisungsverfügung  zu  vollziehen,  den  Beschwerdeführenden  die 
editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis  aushändigte,  und 
feststellte,  eine  allfällige  Beschwerde  gegen  die  Verfügung  habe  keine 
aufschiebende Wirkung,

dass  das  BFM  zur  Begründung  insbesondere  ausführte,  die 
Beschwerdeführenden hätten keinen Nachweis für die angeblich erfolgte 
Rückkehr in ihr Heimatland erbringen können,

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dass  die  deutschen  Behörden  das  Ersuchen  des  BFM  um  Übernahme 
der  Beschwerdeführenden  gestützt  auf  Art.  16  Abs.  1  Bst.  e  Dublin­II­
Verordnung gutgeheissen hätten, weshalb gemäss dem Abkommen vom 
26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und 
der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur 
Bestimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in  einem 
Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­
Assoziierungsabkommen, SR 0.142.392.68) die Zuständigkeit, das Asyl­ 
und Wegweisungsverfahren durchzuführen, bei Deutschland liege,

dass die anlässlich des rechtlichen Gehörs gemachten Ausführungen der 
Beschwerdeführenden die Zuständigkeit Deutschlands zur Durchführung 
des Asyl­ und Wegweisungsverfahrens nicht zu widerlegen vermöchten, 
da  die  Beschwerdeführenden  ihre  behauptete Rückkehr  ins Heimatland 
nach ihrem Aufenthalt in Deutschland nicht hätten beweisen können,

dass  es  den  deutschen  Behörden  obliege,  den  Aufenthaltsstatus  der 
Beschwerdeführenden  zu  regeln oder  gegebenenfalls  eine Wegweisung 
ins Heimatland anzuordnen,

dass keine Anhaltspunkte vorliegen würden, wonach Deutschland seinen 
völkerrechtlichen  Verpflichtungen  nicht  nachgekommen  wäre  und  das 
Asyl­ und Wegweisungsverfahren nicht korrekt durchgeführt hätte,

dass  die  Überstellung  an  Deutschland  –  vorbehältlich  einer  allfälligen 
Unterbrechung oder Verlängerung  (Art. 19  f. Dublin­II­Verordnung) – bis 
spätestens am 10. Februar 2012 zu erfolgen habe,

dass somit auf die Asylgesuche nicht eingetreten werde,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 19. August 2011 gegen 
diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben 
und  beantragten,  es  sei  die  Verfügung  des  BFM  aufzuheben  und  das 
BFM sei anzuweisen, auf die Asylgesuche einzutreten,

dass auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten sei,

dass  als  Beweismittel  ein  Schreiben  der  K._______,  L._______,  vom
27. September 2010 zu den Akten gereicht wurde,

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dass  auf  die  Beschwerdebegründung,  soweit  entscheidrelevant,  in  den 
Erwägungen eingegangen wird,

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  den  Vollzug  der  Wegweisung 
gestützt  auf Art.  56  des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968 über 
das Verwaltungsverfahren  (VwVG, SR 172.021) mit Verfügung  vom 22. 
August 2011 vorsorglich aussetzte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  gleichentags  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 
1 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 

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Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden  gemäss  dem  Eurodac­Treffer  am
10. März 2010 in M._______ ein Asylgesuch einreichten,

dass sie sich während rund sieben Monaten  in Deutschland aufgehalten 
haben  wollen  (vgl.  Befragungsprotokolle  vom  16. März  2011,  A1,  S.  2; 
A2, S. 6),

dass die deutschen Behörden darüber hinaus dem Übernahmeersuchen 
des  BFM  vom  5.  August  2011  mit  Schreiben  vom  10.  August  2011 
gestützt auf Art.  16 Abs. 1 Bst.  e Dublin­II­Verordnung zustimmten  (vgl. 
A16),

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dass  das  BFM  bei  dieser  Sachlage  zu  Recht  von  der  Zuständigkeit 
Deutschlands für die Durchführung des Asylverfahrens ausging,

dass  die  Beschwerdeführenden  in  der  Rechtsmitteleingabe  unter 
Bezugnahme  auf  das  als  Beweismittel  eingereichte  Schreiben  der 
K._______  im  Wesentlichen  geltend  machen,  sie  seien  per  Ende 
September  2010  mit  Unterstützung  der  K._______  aus  Deutschland 
ausgereist, nachdem ihr Asylgesuch dort abgelehnt worden sei,

dass die Einreise in die Schweiz erst am 7. März 2011 erfolgt sei, mithin 
mehr als drei Monate später,

dass damit die Zuständigkeit Deutschlands gemäss Art. 16 Abs. 3 Dublin­
II­Verordnung  erloschen  sei,  weshalb  das  BFM  auf  ihre  Asylgesuche 
eintreten müsse,

dass  diese  Einwände  an  der  Zuständigkeit  Deutschlands  für  die 
Durchführung des Asylverfahrens nichts ändern und auch keinen Anlass 
zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz (Art. 3 Abs. 2 Dublin­
II­Verordnung,  Art.  29a  Abs.  3  der  Asylverordnung  1  vom  11.  August 
1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]) begründen,

dass  das  auf  Beschwerdeebene  eingereichte Dokument  der  K._______ 
einzig  umschreibt,  inwiefern  die  Beschwerdeführenden  bei  einer 
allfälligen  Ausreise  aus  Deutschland  nach  Mazedonien  finanziell 
unterstützt würden, die behauptete Heimatreise  jedoch nicht zu belegen 
vermag,

dass  die  Beschwerdeführenden  daraus  infolgedessen  –  entgegen 
anderslautender  Einschätzung  –  nichts  zu  ihren  Gunsten  ableiten 
können,

dass  sie  auch  dem  BFM  keine  die  angebliche  Ausreise  bestätigenden 
Beweismittel vorlegten,

dass  im Übrigen davon auszugehen  ist, die deutschen Behörden hätten 
dem Übernahmeersuchen nicht zugestimmt, würde Art. 16 Abs. 3 erster 
Halbsatz Dublin­II­Verordnung tatsächlich zur Anwendung gelangen,

dass auch sonst keine Gründe zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der 
Schweiz  (Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­Verordnung)  ersichtlich  sind,  zumal 
Deutschland Signatarstaat  des Abkommens  vom 28.  Juli  1951 über  die 

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Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  und  des  Übereinkommens  vom  10. 
Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder 
erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist, und sich aus 
den Akten keine konkreten Hinweise ergeben, wonach Deutschland sich 
nicht  an  die  daraus  resultierenden  massgebenden  völkerrechtlichen 
Bestimmungen,  insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot  oder  die 
einschlägigen Normen der EMRK, halten würde,

dass die Beschwerdeführenden bei einer Rückführung nach Deutschland 
vielmehr  den  dortigen  Behörden  übergeben  werden,  die  damit  die 
Möglichkeit  haben,  sich  um  sie  gebührend  zu  kümmern  und  ihre 
Vorbringen  im Rahmen der Durchführung des Asylverfahrens eingehend 
zu überprüfen,

dass  es  ihnen  zudem  offensteht,  bei  einem  allfälligen  negativen 
Asylentscheid den Rechtsweg zu beschreiten,

dass  schliesslich  davon  auszugehen  ist,  Deutschland  komme  seinen 
Verpflichtungen  im  Rahmen  der  Dublin­II­Verordnung  auch  in 
medizinischer Hinsicht nach,

dass  die  Beschwerdeführenden  somit  die  Möglichkeit  haben,  die 
angeblichen, jedoch durch nichts belegten Herzprobleme ihrer Tochter in 
Deutschland behandeln zu lassen,

dass  das  BFM  angesichts  der  gesamten  Umstände  zu  Recht  in 
Anwendung  von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  die  Asylgesuche  nicht 
eingetreten ist,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK 2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuchs 
zuständigen  Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für 

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Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 
1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20),

dass  die  Prüfung  von  allfälligen  Wegweisungshindernissen  vielmehr 
bereits  im  Rahmen  des  Nichteintretensentscheides  selber  stattzufinden 
hat, namentlich unter dem Blickwinkel der Souveränitätsklausel von Art. 3 
Abs.  2  Dublin­II­Verordnung  i.V.m.  Art.  29a  Abs.  3  AsylV  1,  welche 
jedoch, wie vorstehend erwähnt, nicht zur Anwendung gelangen,

dass  der  vom  Bundesamt  verfügte  Wegweisungsvollzug  nach 
Deutschland somit zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden nach dem Gesagten nicht gelungen 
ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, 
den  rechtserheblichen Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung 
von  Verfahrenskosten  unbesehen  einer  allfälligen  Bedürftigkeit  der 
Beschwerdeführenden abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  von  Verfahrenskosten  wird 
abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

Versand: