# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c2edd63-3fc5-512f-b56c-5395e966f5ab
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 07.07.2021 UV 2020/37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2020-37_2021-07-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/37

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 29.03.2022

Entscheiddatum: 07.07.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 07.07.2021
Art. 6 UVG: Die von der Beschwerdegegnerin hinsichtlich des 
Unfallereignisses vom 18. Oktober 2018 vorgenommene 
Leistungseinstellung per 15. August 2019 ist nicht zu beanstanden. 
Unfallkausale Beschwerden im Sinne eines Rückfalls zum Unfall vom 30. 
April 2015 sind nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, sodass 
die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid auch eine 
erneute Leistungspflicht für die Folgen des Unfalls vom 30. April 2015 zu 
Recht verneint hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 7. Juli 2021, UV 2020/37).

Entscheid vom 7. Juli 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Miriam 

Lendfers und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2020/37

Parteien

A.__,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenz Gmünder, Schwager Mätzler Schneider, 

Poststrasse 23, Postfach 1936, 9001 St. Gallen,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.__ (nachfolgend: Versicherter) war über die B.__ GmbH obligatorisch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) unfallversichert, als er am 30. April 

2015 bei der Arbeit von einem Hausdach aus der Höhe von etwa sechs oder sieben 

Metern stürzte (Suva-act. I-1, 20, 24 und 28). (…) wurde der Versicherte mit der Rega 

ins Kantonsspital St. Gallen (KSSG) eingeliefert (Suva-act. I-20), wo eine Commotio 

cerebri, ein Psoashämatom rechtsseitig, Frakturen der 10. und 12. Rippe dorsal rechts, 

Frakturen der Processi transversi BWK 11 und LWK 1-4 rechts, eine Zungenverletzung 

mit Fremdkörper in der Zunge sowie im Verlauf eine posttraumatische 

Anpassungsstörung diagnostiziert wurden. Am ___. Mai 2015 konnte der Versicherte in 

gebessertem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden (Suva-act. I-13). Mit 

Schreiben vom 7. Mai 2015 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie für die 

Folgen des Berufsunfalls vom 30. April 2015 die Versicherungsleistungen übernehme 

(Suva-act. I-5).

A.a. 

Vom 28. Juli bis 31. August 2015 nahm der Versicherte an einer stationären 

Rehabilitation in der Rehaklinik I.___ teil. Im Austrittsbericht vom 1. September 2015 

nannten die Behandlenden im Wesentlichen dieselben somatischen Diagnosen, wie sie 

bereits im Austrittsbericht des KSSG aufgeführt waren. Als psychiatrische Diagnosen 

erwähnten sie eine Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen und 

Sozialverhalten sowie impulsive, passiv-aggressive Persönlichkeitszüge. Weiter wurde 

A.b. 

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festgehalten, dass eine erhebliche Symptomausweitung beobachtet worden sei. Infolge 

Selbstlimitierung und ungenügender Kooperation im Behandlungsprogramm hätten die 

zu erwartenden Verbesserungen bezüglich Funktion und Belastbarkeit nicht erreicht 

werden können. Die Resultate der physischen Leistungstests seien für die Beurteilung 

der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit daher nicht verwertbar. Das Ausmass der 

demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren 

pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und der bildgebenden 

Abklärung sowie den Diagnosen nur zum Teil erklären. Die Beurteilung der 

Zumutbarkeit stütze sich deshalb primär auf medizinisch-theoretische Überlegungen 

unter Berücksichtigung der Beobachtungen bei den Leistungstests und im 

Behandlungsprogramm. Aus medizinisch-theoretischer Sicht und unter 

ausschliesslicher Berücksichtigung der Unfallfolgen sei die berufliche Tätigkeit als (…) 

infolge zu hoher Anforderungen (sehr schwere Arbeit) nicht zumutbar. Andere leichte 

Tätigkeiten seien ganztags zumutbar. Es sollte sich um wechselbelastende Tätigkeiten 

ohne wiederholte Rumpfrotationen und ohne Zwangshaltungen für die Wirbelsäule 

handeln. Die festgestellte psychische Störung begründe keine arbeitsrelevante 

Leistungsminderung (Suva-act. I-42).

Mit Schreiben vom 21. September 2015 stellte die Suva ihre Taggeldleistungen 

unter Berücksichtigung einer dreimonatigen Anpassungsfrist mit dem 1. Januar 2016 

ein, da gemäss Austrittsbericht der Rehaklinik I.___ eine ganztägige Beschäftigung 

zumutbar sei (Suva-act. I-43). In einem Telefonat vom 6. Januar 2016 erklärte der 

Versicherte, dass er noch immer erhebliche Schmerzen habe und der Ansicht sei, dass 

nochmals eine Abklärung in die Wege geleitet werden sollte. Die Suva informierte ihn, 

dass gemäss dem Austrittsbericht der Rehaklinik I.___ durch weitere Behandlungen 

keine Besserung mehr zu erwarten sei. Auch sei im Bericht Stellung dazu genommen 

worden, welche Tätigkeiten ihm noch zumutbar seien. Die Suva habe eine 

angemessene Übergangsfrist gewährt. Weitere Taggeldleistungen würden nicht mehr 

ausgerichtet. Von Seiten der Suva werde der Fallabschluss geprüft. Zu diesem Zweck 

werde noch eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung durchgeführt werden (Suva-act. 

I-46).

A.c. 

Im Bericht zur kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 18. Januar 2016 hielt 

med. pract. C.__, Fachärztin für Chirurgie FMH, fest, dass noch eine gewisse 

A.d. 

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B.  

muskuläre Insuffizienz und auch ein gewisser paravertebraler Hartspann rechts lumbal/

lumbosacral ohne neurologische Auffälligkeiten beständen. In der Rehaklinik I.___ habe 

sich der Versicherte provoziert gefühlt, was wohl seiner Persönlichkeitsstruktur 

geschuldet sei. Daher habe wohl auch eine gewisse Incompliance bezüglich der 

Therapie bestanden. Aufgrund der Gesamtsituation und der erhobenen Befunde sei 

aber eine weitere Serie medizinische Trainingstherapie (MTT) zu befürworten. 

Anschliessend sei durch die zuständige Sachbearbeitung der Suva noch eine 

Beteiligung an einem Fitnessabo im Umfang von Fr. 300.-- zu erwägen. Der Versicherte 

könne sich dadurch mit hoher Wahrscheinlichkeit betreffend Haltung und Belastbarkeit 

doch noch etwas verbessern. Gesamthaft sei aber von einem Endzustand auszugehen. 

Gegebenenfalls müsse allerdings noch eine Zahnbehandlung durchgeführt werden. 

Aus unfallchirurgisch-orthopädischer Sicht werde die Erheblichkeitsgrenze zur 

Ausrichtung einer Integritätsentschädigung nicht erreicht. Ganztägig zumutbar seien 

dem Versicherten mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten, die keine 

wiederholten Rumpfrotationen und keine Zwangshaltungen für die Wirbelsäule 

erforderten (Suva-act. I-49). Am 27. Januar 2016 leistete die Suva Kostengutsprache 

für eine weitere Serie MTT (Suva-act. I-50).

Mit Schadenmeldung UVG vom 26. Oktober 2018 meldete die D.__ GmbH, bei 

welcher der Versicherte seit .___ als (…) angestellt war, der Suva einen Unfall vom 18. 

Oktober 2018. Dem Versicherten sei etwas auf den Kopf gefallen, woraufhin er 

hingefallen sei. Dabei hätten sich Schrauben, die sich in der Nageltasche des 

Versicherten befunden hätten, in dessen Rücken gebohrt (Suva-act. II-3). Noch am 

Unfalltag war eine ca. 15 cm lange Schraube, die ca. 10 cm in die Weichteile 

paravertebral links bis in den Musculus iliacus eingedrungen war, operativ entfernt 

worden (Suva-act II-2). Organverletzungen waren mittels CT ausgeschlossen worden 

(Suva-act. II-2 und II-20). Bei problemlosem postoperativem Verlauf war der 

Versicherte am ___. Oktober 2018 aus dem KSSG entlassen worden, wobei im 

Austrittsbericht angemerkt worden war, dass im Falle eines weiterhin problemlosen 

Verlaufs keine weiteren Kontrollen im Spital mehr geplant seien (Suva-act. II-8). Mit 

Schreiben vom 30. Oktober 2018 teilte die Suva dem Versicherten mit, für die Folgen 

des Berufsunfalls vom 18. Oktober 2018 die Versicherungsleistungen auszurichten 

B.a. 

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(Suva-act. II-5). Anfangs November 2018 nahm der Versicherte seine Arbeit wieder in 

vollem Pensum auf (Suva-act. II-9 ff.).

In einem Telefonat vom 30. Januar 2019 teilte der Versicherte der Suva mit, dass 

er wieder starke Beschwerden habe, weshalb er einen Arzt aufgesucht habe. Der Arzt 

habe ihm empfohlen, die Arbeit nochmals auszusetzen und Physiotherapie zu 

absolvieren. Bis zum aktuellen Zeitpunkt habe er aber noch kein Arztzeugnis erhalten, 

da er gedacht habe, es würde mit der Arbeit schon irgendwie klappen (Suva-act. II-15).

B.b. 

Am 19. Februar 2019 ging bei der Suva ein Kostenvoranschlag für die Behandlung 

eines Zahnfolgeschadens des Unfalls vom 30. April 2015 ein (Suva-act. I-53 f.). Am 27. 

Februar 2019 erteilte die Suva für die entsprechende Zahnbehandlung 

Kostengutsprache (Suva-act. I-55).

B.c. 

In einem Bericht vom 5. März 2019 erläuterte Dr. med. E.__, Allgemeine Innere 

Medizin FMH, dass die Behandlung der Folgen des Unfalls vom 18. Oktober 2018 nach 

der Fadenentfernung in seiner Praxis am 2. November 2018 abgeschlossen gewesen 

sei. Am 23. Januar 2019 habe der Versicherte einen Rückfall gemeldet. Er habe über 

lumbovertebrale Schmerzen links im Bereich der früheren Schraubenverletzung 

paravertebral links geklagt. Die Einstichstelle habe sich reizlos präsentiert, die LWS 

habe keine Fehlhaltung aufgewiesen, die Lateralreflexion sei leicht eingeschränkt 

gewesen mit Endschmerz, die Extension ohne Endschmerz. Der Neurostatus der 

unteren Extremität sei blande gewesen. Als Diagnosen nannte Dr. E.__ rezidivierende 

lumbovertebrale Schmerzen links bei Status nach tiefer Schraubenverletzung vom 18. 

Oktober 2018 sowie eine muskuläre Dysbalance bei Schonungsverhalten nach dem 

Unfall. Er verordnete Physiotherapie sowie MTT, attestierte jedoch keine 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. II-18 und I-57).

B.d. 

Am 9. April 2019 wurde im Auftrag der Suva (Suva-act. II-21) eine MRT-

Untersuchung der Wirbelsäule und der Abdominalwand des Versicherten durchgeführt. 

Der untersuchende Radiologe hielt in seiner Beurteilung folgende Befunde fest: feine, 

nur direkt subepidermal geringfügig gereizte Schleifspuren auf Höhe der ehemaligen 

Schrauben-Inokulation, kein Abszess, keine massive Raumforderung und regelrechte 

muskuläre Anteile. Eine feine granuläre Reaktion bzw. ein kleines Narbengranulom sei 

B.e. 

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nicht auszuschliessen. Die LWS sei unauffällig, ebenso seien es die 

Zwischenwirbelräume. Aktuell gebe es keine Hinweise auf ein unfallunabhängiges 

lumbales Geschehen (Suva-act. II-24 und I-58).

In seiner Beurteilung vom 29. April 2019 kam Kreisarzt Dr. med. F.__, Facharzt für 

Chirurgie, zum Schluss, dass die geltend gemachten Rückenbeschwerden 

wahrscheinlich auf den Unfall vom 18. Oktober 2018 zurückzuführen seien, da in der 

MRT-Untersuchung noch ein leichter Reizzustand nachgewiesen worden sei. Dieser 

dürfte sich jedoch innerhalb weniger Wochen zurückbilden. Die von Dr. E.__ 

festgestellte muskuläre Dysbalance werde bereits adäquat therapiert, sodass die 

Vornahme des Fallabschlusses nach Beendigung der Physiotherapie bzw. der MTT 

empfohlen werde (Suva-act. II-25).

B.f. 

In einem Verlaufsbericht vom 4. Juni 2019 hielt Dr. E.__ fest, dass der Versicherte 

von weiter andauernden Schmerzen im Bereich der Schraubeneinstichstelle 

paravertebral links berichtet habe. Daneben habe er auch über Beschwerden infolge 

älterer Unfälle im Bereich des AC-Gelenks links, der Rippen rechts und des Knies links 

geklagt. Dr. E.__ empfahl eine kreisärztliche Untersuchung, um das weitere Prozedere 

festzulegen (Suva-act. II-29 und I-59). In einem Telefonat vom 30. Juli 2019 teilte der 

Versicherte der Suva mit, dass die Physiotherapie sowie die MTT abgeschlossen 

worden seien. Dies aber nicht aufgrund von Beschwerdefreiheit, sondern weil sie nicht 

den erwünschten Erfolg gebracht hätten. Nun stelle sich die Frage nach dem weiteren 

Vorgehen. Er denke, dass wohl die Behandlung durch einen Chiropraktiker am 

sinnvollsten wäre. Dies sei auch der Grund, weshalb sowohl Dr. E.__ als auch er eine 

kreisärztliche Untersuchung wünschten (Suva-act. II-30).

B.g. 

Am 14. August 2019 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. F.__. 

Dieser hielt im gleichentags verfassten Bericht fest, dass subjektiv Schmerzen im 

unteren Rückenbereich mit Ausstrahlungen in die Oberschenkel dorsal, rechts mehr als 

links, und teils Gefühlsstörungen sowie Einschlafgefühle im Bereich der Beine 

persistierten. Objektiv fänden sich reizlose Wundverhältnisse im Bereich der 

Einstichstelle links paravertebral (klinisch ohne Anhalt für ein Granulom) sowie 

ausgeprägte muskuläre Verspannungen paravertebral entlang der gesamten LWS und 

BWS. Mit dem Versicherten sei besprochen worden, dass die von ihm geklagten 

B.h. 

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Beschwerden nicht auf die Fremdkörper-Inkorporation zurückzuführen seien. Diese 

Verletzung sei abgeheilt. Die geklagten Leiden seien überwiegend wahrscheinlich 

muskulärer Natur bei ausgeprägtem muskulärem Hartspann paravertebral beidseits. 

Insbesondere aufgrund des im Jahr 2015 stattgehabten Unfallereignisses empfahl Dr. 

F.__ aber eine neurologische Untersuchung zum Ausschluss einer radikulären 

Symptomatik (Suva-act. II-36 und I-60).

Am ___. Oktober 2019 sprach der Versicherte bei der Suva vor und erklärte, dass 

die Arbeitgeberin den Termin für die neurologische Untersuchung verschoben habe, da 

bei der Arbeit zu viel zu tun gewesen sei. Er könne nicht mehr in seinem Beruf arbeiten. 

Er möchte die neurologische Untersuchung nun endlich durchführen. Er könne mit 

seinen Beschwerden die Arbeit nicht mehr verrichten und das Verhältnis zu seiner 

Arbeitgeberin sei aktuell nicht gut. Noch am selben Tag werde er die Anstellung 

kündigen (Suva-act. II-50). Gleichentags wurde das Arbeitsverhältnis seitens der 

Arbeitgeberin infolge nicht mehr tragbarer Arbeitseinstellung des Versicherten fristlos 

gekündigt (Suva-act. II-49). Mit Schreiben vom 4. November 2019 bat die Suva die 

Krankenversicherung des Versicherten (in Kopie an den Versicherten) um Vorleistung 

bis zum Abschluss der Abklärungen (Suva-act. II-54). In einem Arztzeugnis vom 6. 

November 2019 erklärte Dr. E.__, dass der Versicherte ihn am .___ 2019 aufgesucht 

und angegeben habe, nicht mehr am bisherigen Arbeitsplatz arbeiten zu können. Er 

wolle kündigen, jedoch sei ihm seitens der Suva davon abgeraten worden. Dr. E.__ 

schrieb den Versicherten für ca. drei Wochen zu 100 % arbeitsunfähig und gab an, 

dass nicht ausschliesslich Unfallfolgen, sondern vermutlich auch anderweitige 

Probleme mit der Arbeitgeberin vorlägen (Suva-act. II-56). Am 21. November 2019 

orientierte der Versicherte die Suva über die Kündigung der Arbeitgeberin, die er als 

nicht rechtmässig erachte (Suva-act. II-63; vgl. ferner Suva-act. II-62). In einem 

Telefonat vom 25. November 2019 erkundigte sich der Versicherte nach dem Stand 

des Verfahrens und erklärte, dass die Beschwerden vom Unfall aus dem Jahr 2015 

herrührten (Suva-act. II-66). In einer gleichentags verfassten E-Mail beteuerte der 

Versicherte erneut, dass er nicht wegen des Unfalls vom Jahr 2018, sondern wegen 

des Unfalls aus dem Jahr 2015 starke Schmerzen an den Beinen und am Rücken habe 

(Suva-act. II-69). Gleichentags antwortete die Suva per E-Mail, dass sie das Dossier 

betreffend den Unfall vom 30. April 2015 nochmals ihrem ärztlichen Dienst vorgelegt 

B.i. 

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habe. Erst wenn dieser definitiv beurteilen könne, ob die Beschwerden Folgen des 

Unfalls vom 30. April 2015 seien, könne die Suva den Rückfall anerkennen oder 

allenfalls definitiv ablehnen (Suva-act. II-70). Kurze Zeit später teilte die Suva dem 

Versicherten in einer weiteren E-Mail mit, dass der interne ärztliche Dienst soeben 

geantwortet habe (zur ärztlichen Stellungnahme vgl. Suva-act. I-66). Zur definitiven 

Stellungnahme sei die geplante neurologische Abklärung notwendig. Bis dahin könne 

die Suva keine Leistungen erbringen (Suva-act. II-71 und I-67).

Am 11. Dezember 2019 fand die im Auftrag der Suva durch Dr. E.__ veranlasste 

konsiliarische Beurteilung durch Dr. med. G.__, Facharzt Neurologie FMH, statt. In 

seiner Beurteilung vom 12. Dezember 2019 hielt Dr. G.__ fest, dass die vom 

Versicherten beschriebenen wiederkehrenden und zum Teil belastungsabhängigen 

Schmerzen thorako-lumbal rechts mit Ausstrahlung über das Gesäss in den rechten 

dorsolateralen Oberschenkel neurologisch nicht erklärt werden könnten. Insbesondere 

bestünden klinisch und elektrodiagnostisch keine Anhaltspunkte für ein 

lumboradiukläres Reiz- oder sensomotorisches Ausfallsyndrom. Im bereits 

durchgeführten Kernspintomogramm der LWS und der Abdominalwand vom 9. April 

2019 zeigten sich ebenfalls keine Besonderheiten, sondern ein unauffälliger Befund der 

LWS ohne Kompression neuraler Strukturen und ohne Auffälligkeit der Stichverletzung 

durch die Schraube in der Flanke links. Am ehesten sei davon auszugehen, dass die 

aktuellen rechtsseitigen thorako-lumbalen Schmerzen mit Ausstrahlung in das rechte 

Bein muskulo-skelettal bedingt seien, dies posttraumatisch durch die nicht 

unerheblichen Verletzungen durch den Sturz am 30. April 2015. Nicht auszuschliessen 

sei, dass auch eine psychische Komponente (mit der von der Rehaklinik I.___ 

beschriebenen Anpassungsstörung und den Persönlichkeitszügen) mit anhaltenden 

Symptomen zu berücksichtigen sei (Suva-act. II-89 und I-72).

B.j. 

In seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 23. Dezember 2019 kam Dr. F.__ zum 

Schluss, dass die geltend gemachten Rücken- und Beinbeschwerden nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 30. April 2015 zurückzuführen 

seien (Suva-act. II-90 und I-73).

B.k. 

Mit Verfügung vom 3. Januar 2020 stellte die Suva ihre Versicherungsleistungen 

rückwirkend per 15. August 2019 ein, wobei sie auf die Rückforderung der bereits 

B.l. 

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C.  

D.  

bezahlten Rechnung von Dr. E.__ vom 16. August 2019 verzichtete und beteuerte, die 

Kosten der von ihr in Auftrag gegebenen neurologischen Untersuchung 

selbstverständlich zu übernehmen. Zur Begründung führte sie an, dass gemäss der 

Beurteilung ihres ärztlichen Dienstes bereits am 14. August 2019 kein wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang mehr zwischen dem Ereignis vom 18. Oktober 2018 und den 

gemeldeten Beschwerden bestanden habe. Auch seien die Beschwerden nicht 

überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 30. April 2015 zurückzuführen 

(Suva-act. II-93 und I-74).

Gegen die Verfügung vom 3. Januar 2020 liess der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. iur. L. Gmünder, St. Gallen, am 3. Februar 2020 Einsprache erheben 

(Suva-act. II-106).

C.a. 

Mit Einspracheentscheid vom 29. April 2020 wies die Suva die Einsprache vom 3. 

Januar 2020 ab (Suva-act. II-113 und Suva-act. I-77).

C.b. 

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der weiterhin durch Rechtsanwalt 

Gmünder vertretene Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 2. Juni 2020 

Beschwerde. Er beantragte, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben 

und ihm seien weiterhin die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Eventualiter seien 

weitere medizinische Abklärungen durchzuführen. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) (act. G 

1). In der Beschwerdeergänzung vom 5. Juni 2020 hielt er an den bereits gestellten 

Anträgen fest. In prozessualer Hinsicht beantragte er eine mündliche, öffentliche 

Verhandlung (act. G 2).

D.a. 

Mit Eingabe vom 28. August 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin die 

Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zum Vorliegen eines durch die IV-Stelle in 

Auftrag gegebenen polydisziplinären Gutachtens (act. G 6). Am 2. September 2020 

erklärte sich der Beschwerdeführer mit einer Sistierung des Verfahrens, einverstanden 

(act. G 8). Am 3. September 2020 entsprach der verfahrensleitende Richter dem 

Gesuch um Sistierung des Verfahrens, bis die durch die Invalidenversicherung (IV) 

D.b. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre 

Versicherungsleistungen zu Recht per 15. August 2019 eingestellt hat bzw. ob sie eine 

über den 15. August 2019 hinausgehende Leistungspflicht trifft (Suva-act. II-93 und 

I-74).

2.  

veranlasste polydisziplinäre Begutachtung abgeschlossen sei, vorläufig jedoch 

längstens bis Ende Dezember 2020 (act. G 9).

Mit Eingabe vom 10. November 2020 reichte der Beschwerdeführer das durch die 

IV-Stelle veranlasste polydisziplinäre Gutachten sowie weitere Unterlagen ein (act. G 10 

und 10.1 ff.).

D.c. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 1. Dezember 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 2. Juni 2020 und die 

Bestätigung des Einspracheentscheids vom 29. April 2020 (act. G 12).

D.d. 

In seiner Replik vom 22. März 2021 hielt der Beschwerdeführer an den bisher 

gestellten Anträgen fest (act. G 20).

D.e. 

Mit Schreiben vom 6. Mai 2021 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihren Antrag 

auf Abweisung der Beschwerde und verzichtete auf die Einreichung einer umfassenden 

Duplik (act. G 22).

D.f. 

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet somit die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre 

Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer 

[Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 

2.1. 

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2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 123 III 110, 

112 V 30 und 107 V 173, Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Bei physischen 

Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 mit Hinweisen; SRV 2000 UV Nr. 14 S. 45).

Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, wobei 

Rückfälle und Spätfolgen besondere revisionsrechtliche Tatbestände darstellen (vgl. 

BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Praxisgemäss handelt es sich bei einem 

Rückfall um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit bzw. 

vermeintlich geheilter Unfallfolgen, sodass es erneut zu ärztlicher Behandlung und 

möglicherweise zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen wird dann 

gesprochen, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Lauf längerer Zeit organische oder 

psychische Folgen bewirkt, die zu einem andersgearteten Krankheitsbild führen 

können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an ein bestehendes 

Unfallereignis an. Dementsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) 

Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut vorgebrachten 

Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 118 V 296 f. E. 2c).

2.2. 

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a und 121 V 210 E. 6c). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsrecht tragen mithin die Parteien in der 

Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). Während bei der Frage, 

ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben ist, die versicherte Person 

beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für einen behaupteten Wegfall der Kausalität 

2.3. 

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3.  

der Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326; Urteil des Bundesgerichts vom 6. 

August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; BGE 117 V 264 E. 3b; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., 

S. 54 f.). Bei einem Rückfall trägt der Leistungsansprecher hinsichtlich der Kausalität 

des als Rückfall postulierten Beschwerdebildes die Beweislast (vgl. Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 20. Februar 2006, U 249/05, E. 1).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

2.4. 

Zunächst ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zwei Unfälle erlitten hat, für 

deren Folgen die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht initial anerkannt hat (vgl. 

Suva-act. I-5 und II-5).

3.1. 

Für den Unfall vom 30. April 2015 hat die Beschwerdegegnerin die 

Taggeldleistungen mit Schreiben vom 21. September 2015 auf den 1. Januar 2016 

eingestellt (vgl. Suva-act. I-43). In einem Telefonat vom 6. Januar 2016 hat sie dem 

Beschwerdeführer sodann erläutert, dass in einer kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung der Fallabschluss geprüft werde (Suva-act. I-46). Anlässlich 

der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 18. Januar 2016 hat med. pract. C.__ - 

abgesehen von allfällig noch notwendigen Zahnbehandlungen und einer Serie MTT - 

den medizinischen Endzustand festgestellt (Suva-act. I-49). Mit Ausnahme einer Serie 

MTT, für welche die Beschwerdegegnerin am 27. Januar 2016 Kostengutsprache 

geleistet hat (vgl. Suva-act. I-50), sind bis zu den zahnärztlichen Behandlungen des 

Zahnfolgeschadens anfangs des Jahres 2019 (vgl. Suva-act. I-53 ff.) keine weiteren 

medizinischen Behandlungen der Folgen des Unfalls vom 30. April 2015 mehr 

dokumentiert, sodass grundsätzlich von einem formlosen Fallabschluss nach Ende der 

MTT-Serie auszugehen ist.

3.2. 

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Das zweite Unfallereignis hat sich am 18. Oktober 2018 ereignet (vgl. Suva-act. 

II-3). Anfangs November 2018 hat der Beschwerdeführer seine Arbeitstätigkeit wieder 

voll aufgenommen (vgl. Suva-act. II-9 ff.) und die Behandlung der Folgen des Unfalls 

vom 18. Oktober 2018 scheint zu diesem Zeitpunkt gemäss Angaben von Dr. E.__ 

abgeschlossen gewesen zu sein (vgl. Suva-act. II-18). Von einem bereits damals 

erfolgten Fallabschluss ist jedoch nicht auszugehen, da der Beschwerdeführer schon 

im Januar 2019 telefonisch mitgeteilt hat, dass er wieder starke Beschwerden habe 

und zum Arzt müsse (Suva-act. II-15). Gemäss dem Bericht von Dr. E.__ vom 5. März 

2019 hat es sich um eine Beschwerdezunahme in jenem Bereich gehandelt, der durch 

die beim Unfallereignis vom 18. Oktober 2018 erlittene Schraubenverletzung links 

betroffen war (vgl. Suva-act. II-18). Nach der Durchführung einer MRT-Untersuchung, 

welche im Wesentlichen lediglich leichte Schleifspuren auf der Höhe der Einstichstelle 

links gezeigt hatte (vgl. Suva-act. II-24), ist Dr. F.__ am 29. April 2019 zum Schluss 

gekommen, dass die geltend gemachten Rückenbeschwerden aufgrund des in der 

MRT-Bildgebung sichtbaren leichten Reizzustandes überwiegend wahrscheinlich auf 

das Unfallereignis vom 18. Oktober 2018 zurückzuführen seien (Suva-act. II-25).

3.3. 

Ein Rückfall zum Unfall vom April 2015 ist (abgesehen von den Zahnbehandlungen, 

deren Kostenübernahme bereits in der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 18. 

Januar 2016 in Aussicht gestellt worden ist, weshalb es sich dabei nicht wirklich um 

einen Rückfall handeln dürfte; vgl. Suva-act. I-53 ff. und I-49) erstmals im Arztbericht 

von Dr. E.__ vom 4. Juni 2019 implizit geltend gemacht worden. Dr. E.__ hat darin 

ausgeführt, der Beschwerdeführer habe auch über Beschwerden betreffend frühere 

Unfälle geklagt (vgl. Suva-act. II-29 und I-59). Anlässlich der kreisärztlichen 

Untersuchung vom 14. August 2019 hat Dr. F.__ sodann festgestellt, dass die 

Fremdkörperverletzung des Unfalls vom 18. Oktober 2018 abgeheilt sei. Gleichzeitig 

hat er zum Ausschluss allfälliger neurologischer Unfallfolgen, namentlich aufgrund des 

Ereignisses vom Jahr 2015, noch eine neurologische Abklärung empfohlen (Suva-act. 

II-36 und I-60). Im Anschluss an die kreisärztliche Untersuchung vom 14. August 2019 

hat der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin neuerdings betont, er 

sei der Ansicht, dass seine Beschwerden auf das Unfallereignis aus dem Jahr 2015 

zurückzuführen seien (vgl. Suva-act. II-66 und II-69). Aus der Aktenlage geht indes 

nicht hervor, dass die Beschwerdegegnerin bezüglich der Rücken- und 

Beinbeschwerden einen Rückfall zum Ereignis vom Jahr 2015 jemals anerkannt hätte. 

Vielmehr hat sie den Beschwerdeführer in der E-Mail-Korrespondenz vom 25. 

November 2019 darauf hingewiesen, dass sie den Rückfall erst anerkennen oder 

allenfalls definitiv ablehnen könne, wenn der ärztliche Dienst definitiv beurteilen könne, 

ob die Beschwerden Folgen des Unfalls vom 30. April 2015 seien (vgl. Suva-act. II-70 f. 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/21

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4.  

und I-66 f.). Aus diesem Grund hat sie auch die Krankenversicherung um Vorleistung 

gebeten (vgl. Suva-act. II-54).

Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin zwar 

die Beweislast für die Einstellung der Versicherungsleistungen in Bezug auf das 

Unfallereignis vom 18. Oktober 2018 trägt. Mangels Anerkennung eines Rückfalls 

durch die Beschwerdegegnerin ist der Beschwerdeführer jedoch hinsichtlich des 

kausalen Zusammenhangs der Beschwerden zum Unfallereignis vom April 2015 

beweisbelastet (vgl. E. 2.3).

3.5. 

Zunächst zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen für 

das Unfallereignis vom 18. Oktober 2018 zu Recht per 15. August 2019 eingestellt hat. 

Hierzu ist zunächst festzustellen, welche objektivierbaren Unfallrestfolgen im Zeitpunkt 

der Leistungseinstellung noch vorgelegen haben.

4.1. 

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und 

von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. 

Von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen Unfallfolgen kann grundsätzlich 

erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/

bildgebenden Untersuchungsmethoden bestätigt worden sind und die dabei 

angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (vgl. BGE 

134 V 121 f. E. 9, 134 V 232 f. E. 5.1 mit Hinweisen und 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 

UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]; Urteil des Bundesgerichts vom 7. 

August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen). Verhärtungen und 

Verspannungen der Muskulatur können gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

für sich allein grundsätzlich nicht als klar ausgewiesenes organisches Substrat der 

Beschwerden qualifiziert werden (Urteile des Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008, 

8C_124/2008, E. 6 mit vielen Hinweisen, und 7. Februar 2008, U 13/07, E. 3.2 und 3.3).

4.2. 

Als objektivierbaren Befund haben sich in einer MRT-Untersuchung vom 9. April 

2019 auf der Höhe der unfallbedingten ehemaligen Schrauben-Inokulation geringfügig 

gereizte Schleifspuren gezeigt. Eine granuläre Reaktion bzw. ein kleines 

Narbengranulom hat der untersuchende Radiologe nicht ausschliessen können. 

Ansonsten haben sich die Wirbelsäule sowie die Zwischenwirbelräume unauffällig 

dargestellt (Suva-act. II-24). Aufgrund dieses objektivierbaren MRT-Befundes hat Dr. 

F.__ in seiner Beurteilung vom 29. April 2019 in nachvollziehbarer Weise ausgeführt, 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/21

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dass die geltend gemachten Rückenbeschwerden wahrscheinlich auf den Unfall vom 

18. Oktober 2018 zurückzuführen seien, da ein leichter Reizzustand nachgewiesen 

worden sei. Dr. F.__ ist aber bereits damals davon ausgegangen, dass sich dieser 

Reizzustand innert weniger Wochen zurückbilden dürfte (Suva-act. II-25). Mit anderen 

Worten hat die MRT-Untersuchung gemäss Dr. F.__ keinen strukturellen Schaden zur 

Darstellung gebracht, sondern lediglich einen vorübergehenden Reizzustand. Diese 

Einschätzung hat denn grundsätzlich auch zu derjenigen von Dr. E.__ vom 5. März 

2019 gepasst, wonach rezidivierende lumbovertebrale Schmerzen links bei Status nach 

tiefer Schraubenverletzung vom 18. Oktober 2018 sowie eine muskuläre Dysbalance 

bei Schonungsverhalten nach dem Unfall bestünden, während sich die Einstichstelle 

reizlos präsentiert und die LWS keine Fehlhaltung aufgewiesen habe (Suva-act. II-18). 

Auch die übrige medizinische Aktenlage enthält keine Hinweise für durch den Unfall 

vom 18. Oktober 2018 bewirkte bleibende strukturelle Schädigungen, welche die 

geklagten Beschwerden objektivieren könnten. Vielmehr haben die Sachverständigen 

der Neurologie Toggenburg AG im interdisziplinären Konsens des Gutachtens vom 

August 2020 festgehalten, dass sich aus orthopädischer und neurologischer Sicht 

durchwegs normale Befunde gezeigt hätten. Die beklagten lokalen und lumbalen 

Beschwerden könnten im Lichte allgemeingültiger fachärztlicher Erfahrungswerte nicht 

auf strukturelle Ursachen abgestützt werden, obwohl lokal natürlich Narben bzw. 

abgeheilte Läsionen von den Unfällen vorhanden seien (act. G 10.2 S. 5). 

Übereinstimmend dazu hat auch Dr. G.__ in seiner Untersuchung vom 11. Dezember 

2019 keine neurologischen Diagnosen erhoben (Suva-act. II-89). Schliesslich weisen 

auch die vom Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren eingereichten medizinischen 

Berichte der Behandler keine strukturellen Unfallfolgen aus, sondern beschreiben im 

Wesentlichen muskuläre Verspannungen und Schmerzzustände (vgl. act. G 10.1 ff. und 

2.6). Folglich bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon 

ausgegangen ist, dass der durch die MRT-Untersuchung vom 9. April 2019 

objektivierte unfallkausale Reizzustand im Zeitpunkt der Leistungseinstellung vom 15. 

August 2019 überwiegend wahrscheinlich abgeklungen ist bzw. dass die über den 15. 

August 2019 hinaus geklagten Beschwerden überwiegend wahrscheinlich nicht mehr 

auf das Unfallereignis vom 18. Oktober 2018 zurückzuführen sind.

Wie bereits erwähnt, hat Dr. F.__ in seiner Beurteilung vom 29. April 2019 zwar 

einen Reizzustand angenommen, ist jedoch bereits damals davon ausgegangen, dass 

sich dieser innert weniger Wochen zurückbilden dürfte (Suva-act. II-25). Diese 

Beurteilung erscheint angesichts des Heilungsverlaufs bis zu diesem Zeitpunkt, der 

durch Dr. F.__ veranlassten MRT-Untersuchung vom April 2019 (Suva-act. II-24) sowie 

der Einschätzung von Dr. E.__ vom 5. März 2019 (Suva-act. II-18) plausibel.

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/21

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In einem Verlaufsbericht vom 4. Juni 2019 hat Dr. E.__ sodann festgehalten, dass 

der Beschwerdeführer neben den andauernden Schmerzen im Bereich der 

Schraubeneinstichstelle paravertebral links neu auch über Beschwerden infolge älterer 

Unfälle berichtet habe (Suva-act II-29). Die Beschwerden scheinen sich also nach der 

MRT-Untersuchung vom April 2019 auf andere Bereiche des Körpers, die vom Unfall 

vom 18. Oktober 2018 nicht nachweislich betroffen gewesen sind bzw. nicht mit dem 

bildgebend nachgewiesenen Reizzustand übereinstimmen, ausgedehnt zu haben.

4.5. 

Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 14. August 2019 scheinen 

sodann ebenfalls nicht mehr die linksseitigen Beschwerden im Bereich der Schrauben-

Inokulation im Vordergrund gestanden zu haben. Dr. F.__ hat in seiner Beurteilung 

nämlich festgehalten, dass subjektiv Schmerzen im unteren Rückenbereich mit 

Ausstrahlungen in die Oberschenkel dorsal, rechts mehr als links, teilweise mit 

Gefühlsstörungen, und Einschlafgefühle im Bereich der Beine persistierten. Objektiv 

fänden sich reizlose Wundverhältnisse im Bereich der Einstichstelle links paravertebral, 

klinisch ohne Anhalt für ein Granulom, und ausgeprägte muskuläre Verspannungen 

paravertebral entlang der gesamten LWS und BWS. Mit dem Beschwerdeführer sei 

besprochen worden, dass die von ihm geklagten Beschwerden nicht auf die 

Fremdkörper-Inkorporation zurückzuführen seien, diese Verletzung sei abgeheilt. Die 

geklagten Beschwerden seien überwiegend wahrscheinlich muskulärer Natur bei 

ausgeprägtem muskulärem Hartspann paravertebral beidseits (Suva-act. II-36). Diese 

Schlussfolgerung erscheint angesichts des bereits im April 2019 von Dr. F.__ 

angenommenen vorübergehenden Reizzustandes mit Abheilung innert weniger 

Wochen (vgl. Suva-act. II-25) sowie der anlässlich der Untersuchung vom 14. August 

2019 erhobenen unauffälligen objektiven Befunde und der neu rechtsseitig dominanten 

Beschwerden (vgl. Suva-act. II-36) durchaus einleuchtend. In seiner kreisärztlichen 

Beurteilung vom 23. Dezember 2019 hat Dr. F.__ übereinstimmend mit seiner 

Einschätzung vom 14. August 2019 nochmals festgehalten, dass die muskulären 

Verspannungen nicht auf das Trauma vom 18. Oktober 2018 zurückgeführt werden 

könnten. Wie auch Dr. G.__ festgestellt habe, habe die MRT-Untersuchung vom 9. April 

2019 einen unauffälligen Befund in Bezug auf die muskulären Anteile, die LWS und die 

Zwischenwirbelräume gezeigt (Suva-act. II-90).

4.6. 

Die vom Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte stehen 

der Einschätzung von Dr. F.__ nicht entgegen. Dr. H.__ hat die über den 15. August 

2019 hinaus geklagten Beschwerden in Übereinstimmung mit Dr. F.__ nicht auf das 

Unfallereignis vom 18. Oktober 2018 zurückgeführt, ist er doch von einer 

Unfallkausalität zum Ereignis vom April 2015 ausgegangen (vgl. act. G 10.1). Dr. E.__ 

4.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/21

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hat in seinem Bericht vom 30. September 2020 zwar festgehalten, dass seit den 

Arbeitsunfällen in den Jahren 2015 und 2018 belastungsabhängige Schmerzen 

thorako-lumbal rechts bestünden, ohne sich jedoch näher zu deren Kausalität zu 

äussern (act. G 10.4). Im Übrigen sprechen die rechtsseitigen Schmerzen vermutlich 

eher gegen einen Zusammenhang zu den im Januar 2019 geltend gemachten 

linksseitigen Schmerzen im Bereich der Einstichstelle (vgl. Suva-act. II-18). Im Bericht 

des KSSG vom .___ September 2020 ist zwar ein Thorakolumbovertebralsyndrom 

diagnostiziert worden, ohne dass jedoch zu dessen Unfallkausalität Stellung 

genommen worden wäre (act. 10.3). Schliesslich ist bemerkenswert, dass selbst der 

Beschwerdeführer seine über den 15. August 2019 hinaus bestehenden Beschwerden 

nicht auf den Unfall vom 18. Oktober 2018 zurückzuführen, mithin die kreisärztliche 

Beurteilung von Dr. F.__ vom 14. August 2019 zu teilen scheint. Er hat in der 

Korrespondenz mit der Beschwerdegegnerin nämlich mehrfach darauf hingewiesen, 

dass er und Dr. E.__ die Beschwerden nicht auf den Unfall vom 18. Oktober 2018, 

sondern auf denjenigen im April 2015 zurückführen würden (vgl. Suva-act. II-66 und 

II-69). Allerdings kann vom Beschwerdeführer als medizinischen Laien selbstredend 

nicht erwartet werden, dass er die Ursachen der Beschwerden zutreffend einordnen 

kann.

Die Gutachter der Neurologie Toggenburg AG sind retrospektiv davon 

ausgegangen, dass die Unfallfolgen höchstens (gemeint wohl: spätestens) ein Jahr 

nach dem Unfallereignis vom 18. Oktober 2018, sprich am 18. Oktober 2019, abgeheilt 

gewesen seien, und spätestens ab dann auch wieder eine volle Arbeitsfähigkeit 

bestanden habe (vgl. act. G 10.2 S. 6). Damit steht ihre retrospektive Einschätzung der 

echtzeitlichen Beurteilung von Dr. F.__, wonach die Verletzungen des Unfalls vom 18. 

Oktober 2018 bereits am 14. August 2019 abgeheilt gewesen seien (vgl. Suva-act. 

II-36), grundsätzlich ebenfalls nicht entgegen.

4.8. 

Soweit der Beschwerdeführer psychische Beschwerden auf das Unfallereignis vom 

18. Oktober 2018 zurückführen sollte, ist dem entgegenzuhalten, dass gemäss dem 

Gutachten der Neurologie Toggenburg AG keine psychiatrischen Diagnosen gestellt 

worden sind (act. G 10.2 S. 5 und 77) und auch die übrige medizinische Aktenlage 

keine Anhaltspunkte für eine massgebende psychische Störung liefert, zumal im 

Anschluss an das Unfallereignis vom 18. Oktober 2018 keine psychiatrischen 

Behandlungen dokumentiert sind.

4.9. 

Nach dem Gesagten ist die von der Beschwerdegegnerin hinsichtlich des Unfall­

ereignisses vom 18. Oktober 2018 vorgenommene Leistungseinstellung per 15. August 

2019 nicht zu beanstanden.

4.10. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/21

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5.  

Weiter zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Kausalzusammenhang 

zwischen den über den 15. August 2019 hinaus geklagten Beschwerden und dem 

Unfallereignis vom 30. April 2015 zu Recht abgelehnt hat, mithin ob sie einen Rückfall 

zum Unfall vom April 2015 zu Recht verneint hat.

5.1. 

Hinsichtlich des Unfallereignisses vom April 2015 ist aufgrund der Aktenlage von 

keinen unfallkausalen strukturellen Schädigungen auszugehen, welche die geklagten 

Beschwerden erklären könnten (vgl. E. 4.3). So haben namentlich die Gutachter der 

Neurologie Toggenburg AG ausgeführt, dass die beklagten lokalen und lumbalen 

Beschwerden (auch im Sinne tiefsitzender banaler Rückenschmerzen bzw. im Sinne 

eines lumboradikulären Syndroms) im Lichte allgemeingültiger fachärztlicher 

Erfahrungswerte nicht auf strukturelle Ursachen abgestützt werden könnten, obwohl 

natürlich lokal Narben bzw. abgeheilte Läsionen von den Unfällen aus den Jahren 2015 

und 2018 vorhanden seien (act. G 10.2 S. 5). Die seitens des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers aus der Sicht eines medizinischen Laiens gemachten 

Ausführungen zur allfälligen Unfallkausalität einer Facettengelenksarthrose vermögen 

daran nichts zu ändern (vgl. act. G 2 S. 7 f.). Der in den Akten auftauchende strukturelle 

Befund eines Narbenhernienrezidivs (vgl. act. G 10.2 S. 5) scheint ebenfalls in keinem 

Kausalzusammenhang zu den Unfallereignissen zu stehen, hat der Beschwerdeführer 

doch bereits im Jahr 2005 eine Nabelbruch-OP gehabt (vgl. act. G 10.2 S. 18) und wird 

ein entsprechender unfallkausaler Zusammenhang, soweit ersichtlich, weder von den 

Ärzten noch vom Beschwerdeführer behauptet. In dem vom Beschwerdeführer im 

Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht von Dr. H.__ vom 28. Februar 2020 (act. G 

10.1), demjenigen des KSSG vom .___ September 2020 (act. G 10.3) sowie demjenigen 

von Dr. E.__ vom 30. September 2020 (act. G 10.4) werden ebenfalls keine strukturellen 

Schädigungen, sondern Schmerzsyndrome und muskuläre Verspannungen 

beschrieben.

5.2. 

Zwar ist es nicht ausgeschlossen, dass allfällige nach dem 15. August 2019 

aufgetretene bzw. bestehende muskuläre Verspannungen und Beschwerden in einem 

kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis vom 30. April 2015 stehen könnten. Dr. 

G.__ hat in seiner Beurteilung vom 12. Dezember 2019 die rechtsseitigen thorako-

lumbalen Schmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein am ehesten als muskulo-

skelettal bedingt aufgrund der nicht unerheblichen Verletzungen durch den Sturz vom 

30. April 2015 eingestuft (Suva-act. II-89) und Dr. H.__ hat in seinem Bericht vom 28. 

Februar 2020 den mechanischen Teil des Beschwerdebildes auf den Unfall 

zurückgeführt (act. G 10.1). Eine Begründung, warum diese Beschwerden zunächst 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/21

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abgeklungen und nun plötzlich wieder aufgetreten sein sollen, haben diese Ärzte 

jedoch nicht angeführt. Auch hat Dr. G.__ in seinem Bericht vom 12. Dezember 2019 

durch die Wortwahl "am ehesten" bereits zum Ausdruck gebracht, dass in Bezug auf 

die Unfallkausalität der Beschwerden Unsicherheiten bestehen. Er hat namentlich auch 

darauf aufmerksam gemacht, dass eine psychische Komponente das Beschwerdebild 

beeinflussen könnte (Suva-act. II-89), mithin hat Dr. G.__ also auch unfallfremde 

Ursachen für die geklagten Beschwerden in Erwägung gezogen. Zumindest bei den 

von Dr. G.__ angesprochenen Persönlichkeitszügen dürfte es sich um einen 

unfallfremden Aspekt handeln (vgl. Suva-act. II-89). Dazu passend hatte Dr. E.__ 

bereits in seinem Arztzeugnis vom 6. November 2019 erklärt, dass es sich bei den 

geklagten Beschwerden nicht ausschliesslich um Unfallfolgen handle, sondern 

vermutlich auch anderweitige Probleme mit der Arbeitgeberin vorlägen (Suva-act. 

II-56). Dr. F.__ ist in seiner Beurteilung vom 23. Dezember 2019, in welcher er sich auch 

mit der Einschätzung von Dr. G.__ auseinandergesetzt hat, sodann zum Schluss 

gelangt, dass die geltend gemachten muskulären Verspannungen sowie die Rücken- 

und Beinbeschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 

30. April 2015 zurückzuführen seien (Suva-act. II-90). Gestützt wird die Beurteilung von 

Dr. F.__ sodann in gewisser Weise auch durch das Gutachten der Neurologie 

Toggenburg AG vom August 2020, in welchem abgesehen von der Diagnose "Neigung 

zu lumbalen Rückenbeschwerden" keine Diagnosen bezüglich der geltend gemachten 

Beschwerden/Verspannungen im Bereich des Rückens und der Beine gestellt worden 

sind. Vielmehr haben die Sachverständigen in ihrem interdisziplinären Konsens 

festgehalten, dass sich aus orthopädischer und neurologischer Sicht durchwegs 

normale Befunde gezeigt hätten (vgl. act. G 10.2 S. 5). Erklärend dazu ist im 

orthopädischen Fachgutachten ausgeführt worden, dass im Rahmen der 

Befunderhebung keine wesentlichen Funktionsstörungen im Bereich des Achsenorgans 

festgestellt worden seien. Sowohl HWS, BWS als auch LWS seien in allen Ebenen frei 

beweglich gewesen. Die segmentale Entfaltung von BWS und LWS sei 

uneingeschränkt gewesen. Eine schmerzbedingte Tonuserhöhung der an der 

Wirbelsäule gelegenen Muskulatur habe nicht bestanden. 

Nervenwurzelreizerscheinungen hätten weder im Bereich der oberen noch im Bereich 

der unteren Extremitäten vorgelegen. Sämtliche Extremitätengelenke seien frei 

beweglich und ohne erkennbare Beeinträchtigung gewesen. Schliesslich hätten sich 

die Umfänge der beiden oberen und unteren Extremitäten seitengleich und ohne 

schonungsbedingtes Muskelmindermass präsentiert (act. G 10.2 S. 54 f.). Weiter hat 

der internistische Gutachter in seinem Fachgutachten ausgeführt, dass aufgrund der 

Aktenlage, der aktuellen Angaben zur effektiven Leistung am Arbeitsplatz nach den 

beiden Unfällen und der Alltagsaktivitäten nach den Unfällen aus somatischer Sicht 

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keine objektivierbaren Einschränkungen bestünden. Der Beschwerdeführer habe denn 

auch während der gut einstündigen Beobachtung keine Schmerzäusserungen gezeigt, 

was seiner Angabe, er würde den ganzen Tag an Schmerzen leiden, widerspreche (act. 

G 10.2 S. 22). Psychiatrische Diagnosen, die auf das Unfallereignis zurückgehen und 

die Schmerzsituation allenfalls beeinflussen könnten, liegen gemäss dem Gutachten 

der Neurologie Toggenburg AG ebenfalls nicht vor (vgl. act. G 10.2 S. 5 und S. 77).

Zusammenfassend können zwar muskuläre Verspannungen oder subjektive 

Beschwerden, die auf das Unfallereignis vom 30. April 2015 zurückgehen könnten, 

nicht ausgeschlossen werden, jedoch sind sie bzw. eine durch entsprechende 

Beschwerden ausgelöste Arbeitsunfähigkeit oder Behandlungsbedürftigkeit aufgrund 

der vorliegenden Aktenlage nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Von 

weiteren diesbezüglichen Abklärungen sind keine namhaften Erkenntnisse mehr zu 

erwarten, zumal subjektive Beschwerden und deren Kausalität zu einem Unfallereignis 

naturgemäss schwierig zu beweisen sind. Dies dürfte umso mehr gelten, wenn es sich 

wie vorliegend um einen zu beurteilenden Rückfall zu einem Unfallereignis, das bereits 

Jahre zuvor stattgefunden hat, handelt. Auf weitere Abklärungen kann folglich in 

antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (vgl. BGE 122 V 162 E. 1d). Dies gilt 

auch für die seitens des Beschwerdeführers beantragten Befragungen (vgl. act. G 2), 

zumal namentlich von Dr. E.__ und Dr. G.__ bereits Berichte aktenkundig sind. Der vom 

Beschwerdeführer in der Beschwerdeergänzung vom 5. Juni 2020 gestellte und nicht 

weiter begründete Antrag auf eine mündliche Verhandlung mit Parteibefragung ist 

offenkundig mit dem Ziel weiterer Beweiserhebung und nicht unter dem Gesichtspunkt 

der Gewährleistung des in Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der 

Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) verankerten 

Öffentlichkeitsprinzips erfolgt (vgl. act. G 2 S. 2 f.). Da von einer solchen 

Parteibefragung ebenfalls keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind und kein 

Anspruch auf die Durchführung einer Verhandlung primär im Hinblick auf eine 

Beweisabnahme besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. Oktober 2018, 

9C_321/2018, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen), ist auch darauf zu verzichten (vgl. 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Dezember 2019, 

UV 2020/37, E. 3.9).

5.4. 

Nach dem Gesagten sind unfallkausale Beschwerden im Sinne eines Rückfalls 

zum Unfall vom 30. April 2015 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Die 

Folgen der Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen (vgl. E. 2.3). 

Ausführungen zum adäquaten Kausalzusammenhang erübrigen sich damit. Die 

Beschwerdegegnerin hat in ihrer Verfügung vom 3. Januar 2020 (Suva-act. I-74) bzw. 

5.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/21

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6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

im Einspracheentscheid vom 29. April 2020 (Suva-act. I-77) eine erneute 

Leistungspflicht für die Folgen des Unfalls vom 30. April 2015 demnach zu Recht 

verneint.

Zusammenfassend ist die Beschwerde im Sinne der Erwägungen abzuweisen.6.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in der bis 31. 

Dezember 2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch 

anwendbaren Fassung). In Anbetracht des Verfahrensausgangs hat der 

Beschwerdeführer auch keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

6.2. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.07.2021
	Art. 6 UVG: Die von der Beschwerdegegnerin hinsichtlich des Unfallereignisses vom 18. Oktober 2018 vorgenommene Leistungseinstellung per 15. August 2019 ist nicht zu beanstanden. Unfallkausale Beschwerden im Sinne eines Rückfalls zum Unfall vom 30. April 2015 sind nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, sodass die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid auch eine erneute Leistungspflicht für die Folgen des Unfalls vom 30. April 2015 zu Recht verneint hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Juli 2021, UV 2020/37).

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