# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58c904eb-8303-5205-9afa-2ab2e0bf4f36
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-13
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 13.02.2018 603 2017 196
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2017-196_2018-02-13.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2017 196

Urteil vom 13. Februar 2018

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Johannes Frölicher

Dominique Gross 
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Stephanie Gruntz

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Bernard 
Ayer

gegen

KOMMISSION FÜR ADMINISTRATIVMASSNAHMEN IM STRASSEN-
VERKEHR, Vorinstanz     

Gegenstand Strassenverkehr und Transportwesen

Warnungsentzug des Führerausweises

Beschwerde vom 11. Dezember 2017 gegen die Verfügung vom 
8. November 2017

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführer), geboren im Jahr 1951, ist seit 2001 im Besitz des 
Führerausweises der Kategorie B. Im automatisierten Datensystem für Administrativmassnahmen 
(ADMAS; vgl. Art. 104b des Bundesgesetzes über den Strassenverkehr vom 19. Dezember 1958 
[SVG; SR 741.01] und die ADMAS-Register-Verordnung vom 18. Oktober 2000 [SR 741.55]) ist er 
nicht verzeichnet. 

B. Am 6. Dezember 2016, um ca. 13 Uhr, lenkte er einen Personenwagen auf B.________ in 
C.________ stadteinwärts, ohne die gemäss seinem Führerausweis vorgeschriebene Sehhilfe zu 
tragen. Mit Strafbefehl vom 27. Februar 2017 hat ihn die Staatsanwaltschaft des Kantons 
C.________ deshalb mit einer Busse von CHF 200.- bestraft. Der Beschwerdeführer erhob 
hiergegen Einsprache. Da er jedoch der auf den 20. Juli 2017 angesetzten Einvernahme fern 
blieb, galt seine Einsprache gestützt auf Art. 355 Abs. 2 der Strafprozessordnung vom 5. Oktober 
2007 (StPO; SR 312.0) als zurückgezogen und der Strafbefehl erwuchs zu einem rechtskräftigen 
Urteil (vgl. die Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons C.________ vom 17. August 2017).

C. Überdies wollte der Beschwerdeführer am 21. August 2017 gegen 10.40 Uhr mit seinem 
Personenwagen von D.________ in Freiburg links in die Avenue E.________ (in Richtung Route 
F.________) einbiegen, wobei er gemäss der Signalisation bei der Einfahrt in diese Hauptstrasse 
nicht vortrittsberechtigt ist. Dabei kam es zu einem heftigen Zusammenprall mit dem Wagen einer 
Automobilistin, die auf der Avenue E.________ in Richtung Route F.________ fuhr; die Front des 
Wagens des Beschwerdeführers kollidierte mit der vorderen linken Seite des zweiten Autos. In 
Folge dieses Zusammenpralls gelangte der Wagen des Beschwerdeführers auf die linke Strassen-
seite und stiess auf der D.________ mit einer Strassenlaterne zusammen; der Wagen kam 
daraufhin an einem Geländer entlang des Trottoirs zum Stehen. Der Beschwerdeführer erklärte 
danach der Polizei, dass er gemeint habe, es reiche noch, um vor der Automobilistin einzufädeln. 
Das Oberamt des Saanebezirks hat den Beschwerdeführer am 17. November 2017 wegen 
Nichtgewährung des Vortrittsrechts zu einer Busse von CHF 400.- verurteilt. Der Beschwerdefüh-
rer hat hiergegen kein Rechtsmittel erhoben.  

D. Am 5. Oktober 2017 informierte die Vorinstanz den Beschwerdeführer, dass wegen dieser 
Kollision ein Administrativverfahren gegen ihn eröffnet werde und die beiden Vorfälle gemeinsam 
behandelt würden. Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Stellungnahme.

E. Mit Verfügung vom 8. November 2017 hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den Füh-
rerausweis für einen Monat entzogen, wegen Nichttragens der medizinisch vorgeschriebenen 
Sehhilfe, begangen am 6. Dezember 2016, und wegen Unaufmerksamkeit, Nichtgewährung des 
Vortritts und Nichbeherrschen des Fahrzeugs mit Unfallfolge, begangen am 21. August 2017. 

F. Am 11. Dezember 2017 hat der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung Beschwerde an 
das Kantonsgericht erhoben. Er beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Anstelle 
des Führerausweisentzuges sei lediglich eine Verwarnung auszusprechen. 

G. Die Vorinstanz beantragt am 29. Januar 2018 die Abweisung der Beschwerde.

H. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die Ent-
scheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.   

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Erwägungen

1. Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 12 des kantonalen 
Gesetzes vom 12. November 1981 zur Ausführung der Bundesgesetzgebung über den Strassen-
verkehr [AGSVG; SGF 781.1] in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes 
vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Der Beschwerdeführer ist 
zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten 
(Art. 79 Abs. 1 VRG). Auch wurde der Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG). Auf die 
Beschwerde ist daher einzutreten.

2. Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliess-
lich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit 
ist vorliegend ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

3. a) Nach der Rechtsprechung darf die Verwaltungsbehörde von den tatsächlichen Feststel-
lungen im Strafurteil nur abweichen, wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid zugrunde 
legt, die dem Strafrichter unbekannt waren, oder wenn sie zusätzliche Beweise erhebt, sowie wenn 
der Strafrichter bei der Rechtsanwendung auf den Sachverhalt nicht sämtliche Rechtsfragen 
abgeklärt hat (vgl. BGE 137 I 363 E. 2.3.2). Die Verwaltungsbehörde hat vor allem auf die Tatsa-
chen im Strafurteil abzustellen, wenn dieses im ordentlichen Verfahren mit öffentlicher Verhand-
lung unter Anhörung von Parteien und Einvernahme von Zeugen ergangen ist, es sei denn, es 
bestünden klare Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit dieser Tatsachenfeststellung; in diesem Fall 
hat die Verwaltungsbehörde nötigenfalls selbständige Beweiserhebungen durchzuführen (BGE 
136 II 447 E. 3.1). Die Verwaltungsbehörde ist aber auch an einen Strafentscheid gebunden, der 
im Strafbefehlsverfahren ergangen ist, bei dem die Behörde auf einen Polizeibericht abstellt, der 
auf Wahrnehmungen der Polizeibeamten an Ort und Stelle beruht und sich auf Aussagen von Be-
teiligten stützt, die unmittelbar nach dem Vorfall eingeholt wurden und für den Führerausweisent-
zug massgebend sind. Dies gilt namentlich, wenn der Betroffene weiss oder davon ausgehen 
muss, dass neben dem Strafverfahren ein Administrativverfahren eröffnet wird. Entsprechend dem 
Grundsatz von Treu und Glauben muss der Betroffene allfällige Verteidigungsrechte und Beweis-
anträge im Strafverfahren vorbringen und dort ggf. alle Rechtsmittel ausschöpfen (BGE 123 II 97 
E. 3c/aa; 121 II 214 E. 3a). Anders als bei der tatsächlichen Würdigung des Sachverhaltes ist die 
Verwaltungsbehörde bei der rechtlichen Würdigung frei, ausser die rechtliche Qualifikation hängt 
stark von der Würdigung von Tatsachen ab, die der Strafrichter besser kennt, etwa weil er die Be-
schuldigten persönlich einvernommen hat (BGE 136 II 447 E. 3.1).

b) Hinsichtlich des Unfallereignisses vom 21. August 2017 in Freiburg wurde in tatsächli-
cher Hinsicht im Strafbefehl vom 17. November 2017 insbesondere festgehalten, dass der Be-
schwerdeführer bei der Einfahrt in die Avenue E.________ den Vortritt der auf dieser Strasse 
fahrenden Automobilistin missachtete, weshalb es zu einer heftigen Kollision zwischen den zwei 
Fahrzeugen kam. Dieser Strafbefehl ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen, obwohl der 
Beschwerdeführer (namentlich aufgrund des Schreibens der Vorinstanz vom 5. Oktober 2017) 
wusste, dass ein Administrativverfahren gegen ihn eröffnet wird. Entsprechend ist die Vorinstanz in 
ihrer Verfügung vom 8. November 2017 im Ergebnis zu Recht namentlich von einer 
Nichtgewährung des Vortritts und Nichtbeherrschen des Fahrzeugs mit Unfallfolge ausgegangen 
(wobei jedoch eine Sistierung des Administrativverfahrens bis zum rechtskräftigen Entscheids im 

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Strafverfahren jedenfalls wünschenswert gewesen wäre). Der Beschwerdeführer bringt denn auch 
keine relevanten Anhaltspunkte vor, welche ein Abweichen vom vorerwähnten Sachverhalt 
implizieren. 

4. a) In rechtlicher Hinsicht ist insbesondere darauf hinzuweisen, dass nach Art. 36 Abs. 2 
SVG auf Strassenverzweigungen das von rechts kommende Fahrzeug den Vortritt hat. Fahrzeuge 
auf gekennzeichneten Hauptstrassen haben den Vortritt, auch wenn sie von links kommen. Ge-
mäss Art. 14 Abs. 1 der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 (VRV; SR 741.11) 
darf, wer zur Gewährung des Vortritts verpflichtet ist, den Vortrittsberechtigten in seiner Fahrt nicht 
behindern. Er hat seine Geschwindigkeit frühzeitig zu mässigen und, wenn er warten muss, vor 
Beginn der Verzweigung zu halten. Der Fahrzeugführer muss zudem nach Art. 31 Abs. 1 SVG das 
Fahrzeug ständig so beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind insbesondere Vortrittsverletzungen und Kollisionen als 
Verletzungen dieser Norm zu qualifizieren (siehe statt vieler Urteile BGer 6B_826/2011 vom 
13. April 2012; 1C_575/2012 vom 5. Juli 2013; 6B_718/10 vom 2. Mai 2012; vgl. zum Ganzen 
WEISSENBERGER, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl. 2015, Art. 31 N. 13, mit Hinweisen auf die 
Rechtsprechung).

b) Wie erwähnt, ist der Beschwerdeführer vorliegend von D.________ in die 
vortrittsberechtigte Hauptstrasse (Avenue E.________) eingebogen und hat dabei den Vortritt der 
von rechts auf dieser Strasse kommenden Automobilistin missachtet, weshalb es zu einer heftigen 
Kollision zwischen den zwei Fahrzeugen kam. Dadurch wurden nach dem Vorgesagten namentlich 
Art. 36 Abs. 2 SVG, Art. 14 Abs. 1 VRV und Art. 31 Abs. 1 SVG verletzt. 

5. a) Nach Art. 16 Abs. 2 SVG wird bei Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschrif-
ten, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 (OBG; SR 
741.03) ausgeschlossen ist, der Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. 
Bei der oben beschriebenen vom Beschwerdeführer begangenen Widerhandlung kommt ein Ver-
fahren nach dem OBG aufgrund von Art. 2 lit. a und Art. 3 Abs. 1 OBG in Verbindung mit der Ord-
nungsbussenverordnung vom 4. März 1996 (OBV; SR 741.031; e contrario) nicht in Frage. Die 
Vorinstanz schloss in der angefochtenen Verfügung, dass hinsichtlich des Vorfalles vom 
21. August 2017 eine mittelschwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften vor-
liege, und hat folglich dem Beschwerdeführer den Führerausweis für einen Monat entzogen. Der 
Beschwerdeführer argumentiert hingegen, dass er lediglich eine leichte Widerhandlung begangen 
habe, welche vorliegend zu einer Verwarnung führe. Nachfolgend ist deshalb die Schwere dieser 
Widerhandlung zu prüfen.    

b) Das Gesetz unterscheidet zwischen der leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren 
(Art. 16b SVG) und schweren Widerhandlung (Art. 16c SVG). Laut Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG 
begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr 
für die Sicherheit anderer hervorruft, sofern ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft. Nach der 
Rechtsprechung müssen eine geringe Gefahr und ein leichtes Verschulden kumulativ gegeben 
sein (BGE 135 II 138). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Ver-
kehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 
lit. a SVG). Sie stellt einen Auffangtatbestand dar. Sie liegt vor, wenn nicht alle privilegierenden 
Elemente einer leichten und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung 
gegeben sind. Ist die Gefährdung gering, aber das Verschulden hoch, oder umgekehrt die Gefähr-
dung hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere Widerhandlung vor (Urteil BGer 
1C_746/2013 vom 12. Dezember 2013 E. 2.3). Ist die Verletzung von Verkehrsregeln grob und 

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wird dadurch eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genom-
men, ist die Widerhandlung schwer (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG). Eine ernstliche Gefahr für die Si-
cherheit anderer ist nicht erst bei einer konkreten, sondern bereits bei einer erhöhten abstrakten 
Gefährdung zu bejahen. Ob eine solche vorliegt, hängt von den jeweiligen Verhältnissen des Ein-
zelfalls ab (BGE 135 II 138 E. 2.2.2 f.; 131 IV 133 E. 3.2).

c) Die vorliegend vom Beschwerdeführer verletzten Verkehrsregeln – nämlich dass er sein 
Fahrzeug ständig so beherrschen muss, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann und 
den Vortritt der weiteren Fahrzeugführer achten muss – sind objektiv wichtige Verkehrsvorschriften 
(siehe WEISSENBERGER, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl. 2015, Art. 31 N. 2); deren Verletzung 
kann zu schweren Unfällen führen. Durch das vorschriftswidrige und unvorsichtige Einbiegen in die 
Hauptstrasse – unter Missachtung des signalisierten Vortrittsrechts – hat der Beschwerdeführer 
die übrigen Verkehrsteilnehmer erheblich gefährdet. Die konkrete und erhebliche Gefahr hat sich 
denn auch in einem Verkehrsunfall realisiert, bei dem der Beschwerdeführer verletzt wurde und es 
nur dem glücklichen Zufall zu verdanken ist, dass nicht auch die Automobilistin durch den Aufprall 
in die vordere linke (Fahrer-)seite des Fahrzeuges ernstlich verletzt wurde (vgl. Urteile BGer 
1C_218/2009 vom 26. November 2009 E. 7; 1C_267/2010 vom 14. September 2010; siehe zu 
Kollisionen ferner auch BGE 135 II 138; Urteil BGer 1C_75/2007 vom 13. September 2007).

Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde darlegt, dass sich der Unfall bei geringer Ge-
schwindigkeit und auf einer notorisch heiklen Kreuzung ereignet habe, ist ihm entgegenzuhalten, 
dass er – selbst wenn er selbst mit einer eher geringen Geschwindigkeit in die Avenue 
E.________ eingebogen sein sollte – damit rechnen muss, dass sich die Autos auf der Avenue 
E.________ mit Geschwindigkeiten von 50 km/h fortbewegen können. Auch ist zu berücksichtigen, 
dass sein Wagen mit der Front in die vordere linke Seite des zweiten Fahrzeuges 
zusammenstiess. Dies ergibt einen "halbfrontalen" Zusammenprall, bei der sich die 
Geschwindigkeiten der Fahrzeuge potenzieren, so dass auch das Gefahrenpotential entsprechend 
erhöht wird. Auch durch das Vorbringen, dass auf dieser schwierigen Kreuzung sämtliche 
Fahrzeugführer ein vorsichtiges Verhalten an den Tag legen müssten, kann der Beschwerdeführer 
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie erwähnt ist er seitlich in den Wagen der Automobilistin 
geprallt, und gestützt auf die Akten ist nicht davon auszugehen, dass diese mit überhöhter 
Geschwindigkeit fuhr. 

Aufgrund der erhöhten Gefährdung der übrigen Verkehrsteilnehmer und insbesondere der be-
troffenen Automobilistin kann die fragliche Widerhandlung nicht als leicht qualifiziert werden; viel-
mehr ist auf eine mittelschwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG zu schlies-
sen. Dem steht auch nicht entgegen, dass das fragliche Ereignis im Strafbefehl als einfache Ver-
kehrsregelverletzung bewertet wurde: So umfasst doch die einfache Verkehrsregelverletzung nach 
Art. 90 Abs. 1 SVG administrativrechtlich sowohl die leichte als auch die mittelschwere Wider-
handlung nach Art. 16a und 16b SVG. Das straf- und das administrativrechtliche Sanktionensys-
tem sind insofern nicht deckungsgleich (siehe Urteil BGer 1C_259/2011 vom 27. September 2011 
E. 3.4; BGE 135 II 138 E. 2.4). Der Einwand des Beschwerdeführers, dass im Strafbefehl keine 
schwere Widerhandlung erstellt worden sei und lediglich eine Busse von CHF 400.- ausgespro-
chen wurde, stösst demnach ins Leere.  

6. a) Hinsichtlich des Ereignisses vom 6. Dezember 2016 in C.________ ist vorerst auf die 
Erwägung 3a zur Bindung an die tatsächlichen Feststellungen im Strafurteil zu verweisen. Gestützt 
auf diese Erwägungen hat die Vorinstanz aufgrund des Strafbefehls der Staatsanwaltschaft des 
Kantons C.________ vom 27. Februar 2017 zu Recht geschlossen, dass der Beschwerdeführer 

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bei diesem Vorfall die medizinisch vorgeschriebene Sehhilfe nicht getragen hat. Der 
Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde insbesondere vor, dass er sich im Verlaufe des 
Jahres 2016 ("dans le courant de l'année 2016") einer Kataraktoperation unterzogen habe. Dem 
Arztzeugnis von Dr. med. G.________ vom 7. Dezember 2017 sei zu entnehmen, dass er 
aufgrund dieser Operation keine Brille mehr benötige, folglich sei der Verkehr durch das 
Nichttragen der Brille in keiner Weise gefährdet worden. Der Beschwerdeführer ist darauf 
hinzuweisen, dass der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons C.________ in Rechtskraft 
erwachsen ist. Auch fällt auf, dass das Datum der Kataraktoperation weder im Bericht des 
Augenarztes, welcher (erst) ein Jahr nach dem fraglichen Vorfall erstellt wurde, erwähnt wird, noch 
in den Eingaben des Beschwerdeführers; die Argumentation des Beschwerdeführers wird 
demnach durch die Akten nicht schlüssig gestützt.  

b) In rechtlicher Hinsicht ist darauf hinzuweisen, dass nach Art. 95 Abs. 3 lit. a SVG mit 
Busse bestraft wird, wer die mit dem Führerausweis im Einzelfall verbundenen Beschränkungen 
oder Auflagen missachtet, und dass ein Verfahren nach dem OBG aufgrund von Art. 2 und Art. 3 
Abs. 1 OBG in Verbindung mit der OBV (e contrario) nicht in Frage kommt. Es kann demnach nicht 
beanstandet werden, dass die Vorinstanz dieses Ereignis als leichte Widerhandlung gegen die 
Strassenverkehrsvorschriften qualifizierte. 

c) Selbst wenn überdies der Vorfall vom 6. Dezember 2016 nicht als (leichte) Widerhand-
lung gegen die Strassenverkehrsvorschriften bewertet würde, hätte die Vorinstanz (allein) infolge 
des Ereignisses vom 21. August 2017, welches wie erwähnt eine mittelschwere Widerhandlung 
darstellt, einen Führerausweisentzug verfügen müssen, wie nachfolgend aufgezeigt wird. 

7. a) Für die Dauer des Führerausweisentzuges sind nach Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände 
des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Ver-
schulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motor-
fahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden. Nach einer 
mittelschweren Widerhandlung ist der Führerausweis gemäss Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG für min-
destens einen Monat zu entziehen. 

b) Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung den Führer-
ausweis nur für die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdauer entzogen (dies, obwohl neben der 
mittelschweren Widerhandlung noch eine leichte Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvor-
schriften vorlag). Die verfügte Entzugsdauer von einem Monat ist damit nicht zu beanstanden und 
darf – obwohl der Beschwerdeführer eine langjährige Fahrpraxis und einen guten Leumund besitzt 
und zudem darlegt, dass er wegen ungenügender Anbindung an den öffentlichen Verkehr auf den 
Führerausweis angewiesen sei – gemäss dem Gesetz nicht unterschritten werden. Dem Antrag 
des Beschwerdeführers, es sei anstelle des Führerausweisentzuges lediglich eine Verwarnung 
auszusprechen, kann deshalb nicht gefolgt werden. 

8. Im Ergebnis erweist sich damit der von der Vorinstanz verfügte Warnungsentzug des Führer-
ausweises für die Dauer von einem Monat als gerechtfertigt. Die Beschwerde ist folglich abzuwei-
sen und die Verfügung der Vorinstanz vom 8. November 2017 ist zu bestätigen. 

9. a) Die Verfahrenskosten, die auf CHF 600.- festgelegt werden, sind dem Verfahrensaus-
gang entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvor-
schuss zu verrechnen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 
1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz; TarifVJ; SGF 150.12). 

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b) Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG).  

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von CHF 600.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg,13. Februar 2018/dgr

Präsidentin Gerichtsschreiberin-Praktikantin