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**Case Identifier:** dc28ed0d-40f3-5516-9e80-f1b0e10c4280
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 08.12.2023 B 2023/162, B 2023/163
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2023-162--B-2023-1_2023-12-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/162, B 2023/163

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 29.02.2024

Entscheiddatum: 08.12.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 08.12.2023
Steuerrecht, Nachsteuern, neue Tatsache, Art. 151 Abs.1 DBG und Art. 199 
Abs. 1 StG. Als neu im Sinn des gesetzlichen Tatbestands der 
unvollständigen rechtskräftigen Veranlagung gelten Tatsachen und 
Beweismittel, die zum Zeitpunkt der Veranlagung bereits bestanden haben, 
aber während des ordentlichen Veranlagungsverfahrens oder eines allenfalls 
sich daran anschliessenden Rechtsmittelverfahrens nicht aktenkundig 
waren also erst nach der rechtskräftigen Veranlagung eines 
Steuerpflichtigen zum Vorschein gekommen sind. Massgebend ist der 
Aktenstand im Zeitpunkt jener Veranlagung. Der Kausalzusammenhang 
zwischen der nicht gehörigen Deklaration des Steuerpflichtigen und dem 
Steuerausfall wird unterbrochen, wenn die Unzuverlässigkeit der 
Steuererklärung und der ihr beigefügten Belege der Veranlagungsbehörde 
bekannt war oder hätte bekannt sein müssen, und von dieser wider 
besseres Wissen oder aus Nachlässigkeit nicht beachtet wurde. Dies war 
vorliegend der Fall. (Verwaltungsgericht, B 2023/162, B 2023/163).

Entscheid vom 8. Dezember 2023

Besetzung

Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiberin Schmid Etter

Verfahrensbeteiligte

A.__,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. David Brassel, Mätzler & Partner Rechtsanwälte, 

Grossfeldstrasse 45, 7320 Sargans,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen,

Unterstrasse 28, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Nachsteuern (Kantons- und Gemeindesteuern 2008, 2009, 2010, 2011 und 2012 

sowie direkte Bundessteuer 2011 und 2012)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

A.__ war in den Jahren 2006 bis 2012 zusammen mit seinem Bruder B.__ Eigentümer 

mehrerer Grundstücke in Z.__ (hälftiges Miteigentum) und damit beschränkt 

steuerpflichtig im Kanton St. Gallen. Bis ins Jahr 2011 besass er zudem mehrere 

Grundstücke in Y.__. In den Jahren 2008 bis 2012 wurde er vom Kantonalen Steueramt 

mit folgenden satzbestimmenden Steuerfaktoren rechtskräftig veranlagt:

Kantons- und Gemeindesteuern

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                          2008               2009               2010               2011                 2012

Einkommen       272'400           194'400            255'400         221'200            231'300

Vermögen       5'168'000        6'484'000        11'454'000      8'837'000        10'613'000

Direkte Bundessteuer

                         2008                2009                 2010                  2011             2012

Einkommen     durch Kt. GR    durch Kt. GR    durch Kt. GR     227'700        231'100

B.

Im Rahmen der Neuschätzung einer der Liegenschaften in Z.__ im Jahr 2013 gelangte 

das Kantonale Steueramt zur Feststellung, dass die Mieteinnahmen in der 

Steuererklärung 2013 falsch deklariert worden waren. Aufgrund dieser Erkenntnis 

ersuchte der zuständige Steuerkommissär das Team Nachsteuern des Kantonalen 

Steueramts am 21. Mai 2015 unter Beilage der Steuerakten der Jahre 2005 bis 2013 

um Prüfung, ob allenfalls auch in den Vorjahren zu tiefe Mieteinnahmen deklariert und 

veranlagt worden seien.

Mit Schreiben vom 26. Juli 2016 teilte die Abteilung Nachsteuern A.__ (nachfolgend 

auch: der Steuerpflichtige) mit, aufgrund einer steueramtlichen Meldung bestehe die 

Möglichkeit, dass die Mietzinseinnahmen der Liegenschaften in Z.__ sowie früher in 

Y.__ nicht vollständig erfasst worden seien, weshalb ein Nachsteuerverfahren für die 

Kantons- und Gemeindesteuern und die direkte Bundessteuer eingeleitet werde. Der 

Steuerpflichtige wurde aufgefordert, sämtliche Mietverträge vom 1. Januar 2006 bis 

Ende 2013 einzureichen;  dieser Aufforderung kam er am 9. August 2016 nach.

Am 30. November 2016 teilte das Kantonale Steueramt dem Steuerpflichtigen mit, 

aufgrund einer ersten Prüfung der Belege könne davon ausgegangen werden, dass die 

festgestellte Differenz der Mieterträge darin begründet liege, dass effektiv höhere 

Betriebskosten angefallen seien, als den Mietern über die Nebenkosten weiterbelastet 

worden seien; diese Tatsache sei kein Grund für ein Nachsteuerverfahren. Allerdings 

seien die aufgeführten Betriebskosten noch näher zu prüfen; insbesondere sei zu 

beurteilen, ob die Abgrenzung von Liegenschafsunterhalt und Betriebskosten korrekt 

vorgenommen worden sei. Diese Überprüfung werde durch die Abteilung NP Plus 

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vorgenommen, an welche die Akten weitergeleitet worden seien. Das 

Nachsteuerverfahren bleibe bis zum Abschluss der Prüfung pendent.

Am 4. Juli 2017 wurde A.__ für die Kantons- und Gemeindesteuern 2013 mit einem 

satzbestimmenden Einkommen von CHF 393'400 und einem satzbestimmenden 

Vermögen von CHF 11'272'000 veranlagt. Unter Ziff. 6.3 Übrige Einkünfte wurde ein 

Betrag von CHF 3'443 aufgerechnet. Der Vermerk dazu lautete: 

"Einmalerledigungsverfahren, gemäss eingereichte[r] Aufstellung". Auf einer weiteren 

Zeile stand: "Kosten Grundbuchamt und Handänderungsgebühren sind kein 

Liegenschaftsunterhalt (Steuerperiode 2006 und 2007)".

C.

Mit Schreiben vom 1. Dezember 2017 an A.__ stellte die Abteilung NP Plus des 

Kantonalen Steueramts fest, dass in den Steuerperioden 2007 bis 2011 Erträge aus 

Eigennutzung sowie Miet- und Pachtzinsen steuerlich noch nicht erfasst worden seien, 

weshalb ein Nachsteuerverfahren (Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte 

Bundessteuer) eröffnet werde. Mit einem weiteren Schreiben vom 8. Januar 2018 

wurde derselbe Sachverhalt für das Steuerjahr 2012 festgestellt und ein 

Nachsteuerverfahren (Kantons- und Gemeindesteuer sowie direkte Bundessteuer) auch 

für diese Steuerperiode eingeleitet. A.__ bestritt daraufhin mit Schreiben vom 

11. Januar 2018 das Vorliegen einer neuen Tatsache für die Einleitung eines weiteren 

Nachsteuerverfahrens, da das Nachsteuerverfahren der Jahre 2006 bis 2012 mittels 

Einmalerledigung im Rahmen der Veranlagung des Steuerjahres 2013 

abgeschlossen worden sei.

Am 12. Juli 2019 veranlagte das Kantonale Steueramt A.__ im Nachsteuerverfahren für 

die Jahre 2008 bis 2012 mit folgenden Steuerfaktoren:

Kantons- und Gemeindesteuern

                         2008            2009            2010            2011               2012

Einkommen      286'800       220'500       276'100        241'500          249'600

Vermögen        5'168'000    6'484'000    11'454'000    8'837'000        10'613'000

Direkte Bundessteuer

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                               2011                       2012

Einkommen           240'600                   249'400

Auch für das Jahr 2007 wurde eine Nachsteuer veranlagt.

Die gegen sämtliche Nachsteuerveranlagungen von A.__ erhobenen Einsprachen 

wurden mit Entscheiden vom 25. Mai 2022 für die Nachsteuer des Jahres 2007 

vollständig (Verzicht auf Nachbesteuerung) und für die Nachsteuern der Jahre 2008 bis 

2012 teilweise gutgeheissen, indem die nachzubesteuernden Einkünfte aus 

Liegenschaften wegen Erhöhung der Unterhaltskosten wie folgt reduziert wurden:

Kantons- und Gemeindesteuern

                     2008                  2009                  2010                2011              2012

Einkommen  279'100             206'100              262'100           231'400         244'500

Vermögen    5'168'000          6'484'000           11'454'000       8'837'000       10'613'000

Direkte Bundessteuer

                      2011                         2012

Einkommen   230'500                    244'300

D.

Mit Eingaben vom 15. und 20. Juni 2022 focht A.__ die Einsprache-Entscheide vom 25. 

Mai 2022 bei der Verwaltungsrekurskommission an. Diese hiess den Rekurs in Bezug 

auf die Nachsteuer des Jahres 2010 (Kantons- und Gemeindesteuer) mit Entscheid 

vom 3. Juli 2023 teilweise gut (Reduktion des steuerbaren Einkommens um CHF 1'475) 

und wies die Sache zu neuer Verfügung im Sinn der Erwägungen an das Kantonale 

Steueramt zurück. Die Rekurse in Bezug auf die Nachsteuern der Jahre 2008, 2009, 

2011 und 2012 (Kantons- und Gemeindesteuern) sowie die Beschwerden hinsichtlich 

der Nachsteuern der Jahre 2011 und 2012 (direkte Bundessteuer) wurden abgewiesen.

E.

E.a.

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Mit Eingabe vom 9. August 2023 erhob A.__ (Beschwerdeführer) gegen den Entscheid 

der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom 3. Juli 2023 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und 

die Angelegenheit zur Neubeurteilung an das Kantonale Steueramt 

(Beschwerdegegner) zurückzuweisen; eventualiter seien die Nachsteuerverfügungen 

hinsichtlich der Kantons- und Gemeindesteuern 2008 bis 2012 und der direkten 

Bundessteuer 2011 und 2012 aufzuheben und mit CHF Null zu veranlagen, gleichzeitig 

seien dem Beschwerdeführer die als Nachsteuern bereits geleisteten Zahlungen 

zurückzuerstatten und auf die Neueröffnung sowie Weiterführung von 

Nachsteuerverfahren hinsichtlich der Kantons- und Gemeindesteuern 2008, 2009, 

2010, 2011 und 2012 sowie die Nachsteuern hinsichtlich der direkten Bundessteuer 

2011 zu verzichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer 

zulasten des Staates. 

E.b.

Die Vorinstanz verzichtete am 15. August 2023 auf eine Vernehmlassung. Der 

Beschwerdegegner beantragte die Abweisung der Beschwerden. Die Eidgenössische 

Steuerverwaltung (Beschwerdebeteiligte) verzichtete stillschweigend auf eine 

Vernehmlassung.

E.c.

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 19. September 2023 forderte das 

Verwaltungsgericht den Beschwerdegegner auf, zusätzliche Akten einzureichen bzw. 

Auskünfte zu erteilen. Der Beschwerdegegner kam dieser Aufforderung mit Eingabe 

vom 27. September 2023 teilweise nach. Der Beschwerdeführer nahm zu dieser 

Eingabe am 30. Oktober 2023 Stellung.

E.d.

Auf die von den Beteiligten gemachten Ausführungen und die Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

 

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Veranlagung 

der Nachsteuer und der Einkommens- und Vermögensbesteuerung natürlicher 

Personen vereinheitlicht sind, durfte die Vorinstanz den Rekurs betreffend die Kantons- 

und Gemeindesteuern 2008 bis 2012 einerseits und die Beschwerde betreffend die 

direkte Bundessteuer 2011 und 2012 anderseits im gleichen Entscheid, aber mit 

getrennten Dispositivziffern erledigen. Unter diesen Umständen durfte auch der 

Beschwerdeführer die Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE 

135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die 

Beschwerden im gleichen Urteil entscheidet (vgl. BGer 2C_440/2014 und 2C_441/2014 

vom 10. Oktober 2014 E. 1.2).

2.

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 196 Abs. 1 des 

Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 145 des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer, SR 641.11, DBG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum 

Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1, Vo DBG). Der 

Beschwerdeführer ist zur Erhebung der Beschwerden befugt (Art. 196 Abs. 1 StG und 

Art. 50 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der 

Kantone und Gemeinden, SR 642.14, StHG; Art. 145 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 141 

Abs. 1 DBG sowie Art. 1 Abs. 1 Vo DBG). Die Beschwerden gegen den am 7. Juli 2023 

versandten Entscheid der Vorinstanz wurden mit Eingabe vom 9. August 2023 

rechtzeitig erhoben (Art. 196 Abs. 1 StG; Art. 145 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 140 

Abs. 1 DBG) und erfüllen in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 161 StG und Art. 64 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 

Abs. 2 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Darauf ist einzutreten. Dies gilt 

auch mit Blick auf die Nachsteuer des Jahres 2010. Diesbezüglich hat die Vor-instanz 

zwar kassatorisch entschieden und die Sache zur neuen Beurteilung an die 

Veranlagungsbehörde zurückgewiesen. Solche Entscheide sind grundsätzlich als Vor- 

bzw. Zwischenentscheide zu qualifizieren (BGE 145 II 168 E. 2, 144 III 253 E. 1.3), die 

(auch im kantonalen Rechtsmittelverfahren) grundsätzlich nur unter den 

Voraussetzungen von Art. 93 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (SR 

173.110, BGG) angefochten werden können (vgl. VerwGE B 2018/227 vom 19. August 

2019 E. 1.4 und 1.5). Da die Rückweisung aber vorliegend einzig noch der 

(rechnerischen) Umsetzung des durch die Vorinstanz Angeordneten dient und dem 

Kantonalen Steueramt daher keinerlei Entscheidungsspielraum verbleibt, liegt gemäss 

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Praxis des Bundesgerichts ein anfechtbarer (Quasi-)Endentscheid 

vor (BGE 145 III 42 E. 2.1, 144 V 280 E. 1.2).

Nicht einzutreten ist hingegen auf den Antrag des Beschwerdeführers, ihm seien die 

bereits geleisteten Zahlungen zurückzuerstatten, da diese Angelegenheit den 

Steuerbezug betrifft und ausserhalb des Streitgegenstands liegt.  

3.  

Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid aus, der Beschwerdeführer habe 

hinsichtlich des Nachsteuerverfahrens insgesamt vier Schreiben erhalten, was nicht 

notwendig gewesen wäre. Das Vorgehen des Beschwerdegegners sei zwar verwirrend, 

ändere aber nichts an der Tatsache, dass der Beschwerdeführer formell korrekt über 

das Nachsteuerverfahren informiert worden sei. Es treffe zwar zu, dass im Rahmen der 

Steuerveranlagung 2013 auch zu hoch deklarierte Kosten aus vergangenen 

Steuerperioden korrigiert worden seien. Dabei handle es sich jedoch nicht um Erträge 

aus Eigennutzung sowie Miet- und Pachtzinsen, sondern um Grundbuch- und 

Handänderungsgebühren. Zudem hätten jene Korrekturen die Jahre 2006 und 2007 

betroffen. Es sei nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdegegner nur jene beiden 

Jahre aufgeführt haben sollte und die restlichen nicht. Es bestünden keinerlei Hinweise 

darauf, dass die hier streitigen Jahre 2008 bis 2012 von der Veranlagungsverfügung 

ebenfalls erfasst worden wären. Somit stehe fest, dass mit der Verfügung vom 4. Juli 

2017 nicht das am 26. Juli 2016 eröffnete Nachsteuerverfahren abgeschlossen worden 

sei (act. 2, E. 4.a.cc).

3.1. 

Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen einer neuen Tatsache für die 

Nachbesteuerung von nicht versteuerten Einkünften aus Grundeigentum in den Jahren 

2008 bis 2012. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, gemäss Vorgabe des 

Steuerkommissärs C.__ habe die Steuerveranlagung des Jahres 2013 erst nach 

Abschluss des Nachsteuerverfahrens der Jahre 2006 bis 2012 vorgenommen werden 

dürfen. Zusammen mit der Veranlagung 2013 sei das Nachsteuerverfahren im 

Einmalerledigungsverfahren am 4. Juli 2017 von Steuerkommissär D.__ von der 

Abteilung NP Plus abgeschlossen worden. Am 12. September 2017 sei der 

Beschwerdeführer vom Steuerkommissär C.__ für das Jahr 2014 veranlagt worden, 

was ebenfalls zeige, dass das Nachsteuerverfahren der Vorjahre damals 

abgeschlossen gewesen sei. Bei der Prüfung der fraglichen Steuerjahre betreffend 

nicht versteuerte Einkünfte aus Liegenschaften habe sich der zuständige Mitarbeiter 

3.2. 

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https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=endentscheid+dbg+zwischenentscheid+kalkulatorisch&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-V-280%3Ade&number_of_ranks=0#page280

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der Abteilung NP Plus auf einige kleinere Punkte (z.B. abzugsfähige Grundbuchkosten 

in den Jahren 2006 und 2007) beschränkt. Die Konsequenzen der fehlerhaften 

Zuteilung von Betriebs- und Unterhaltskosten habe er wohl nicht erkannt. 

Wahrscheinlich habe C.__ den zu tiefen Einmalerledigungsbetrag bei Vornahme der 

Veranlagung 2014 bemerkt, worauf die Abteilung NP Plus mittels widerrechtlicher 

Neueröffnung des Nachsteuerverfahrens versucht habe, den Fehler zu beseitigen. 

Wäre das Nachsteuerverfahren für die Steuerjahre 2008 bis 2012 nicht abgeschlossen 

gewesen, hätte es nicht mit Schreiben vom 1. Dezember 2017 bzw. 8. Januar 2018 

erneut eröffnet werden müssen. Zwischen dem 4. Juli 2017 und dem 1. Dezember 

2017 seien keine neuen Tatsachen ans Licht gekommen. Diese Darstellung sei vom 

Beschwerdegegner im vorinstanzlichen Verfahren nicht bestritten worden. Es sei 

aufgrund der Aktenlage nicht glaubhaft, dass die Steuerbehörde am 4. Juli 2017 die 

Nachsteuer der Perioden 2006 und 2007 mittels Einmalerledigungsverfahren und die 

Nachsteuer der Perioden 2008 bis 2012 mit der üblichen Methode habe erledigen 

wollen. Ein solches Vorgehen würde gegen Treu und Glauben verstossen. Die 

Aktenzusammenstellung durch die Veranlagungsbehörde sei sodann nicht vollständig. 

Der Beschwerdegegner habe die definitive Veranlagung des Jahres 2013 mit dem 

Einmalerledigungsverfahren nicht eingereicht. Die Beilagen zum Schreiben des 

Beschwerdeführers vom 9. August 2016, namentlich die Aufstellungen zu den 

Nebenkosten aus dem Liegenschaftsunterhalt, fehlten. Ohne diese Unterlagen habe 

gar nicht festgestellt werden können, dass die tatsächlichen Nettomietzinse höher 

gewesen seien als die deklarierten Mietzinse, da fehlerhafterweise 

Liegenschaftsunterhalt als Betriebskosten taxiert und damit direkt vom Bruttomietzins 

abgezogen worden sei. Ebenso fehle die Berechnung zur Zusammensetzung des 

Betrages, welcher mittels Einmalerledigungsverfahren in die Veranlagung 2013 

eingeflossen sei. Ohne diese Unterlagen habe die Vorinstanz den Sachverhalt 

unvollständig und unrichtig festgestellt. Es mache den Anschein, dass der 

Beschwerdegegner bewusst für ihn nachteilige Dokumente nicht eingereicht habe. 

Entgegen der Ansicht der Vorinstanz sei es mehr als verwirrend, nämlich nicht korrekt, 

dasselbe Nachsteuerverfahren mehrmals zu eröffnen. Die Verwaltung müsse auf ihre 

Erklärungen in amtlichen Dokumenten behaftet werden. Ein Nachsteuerverfahren 

könne nur dann ein zweites Mal eröffnet werden, wenn im Vergleich zum ersten 

rechtskräftig abgeschlossenen Nachsteuerverfahren neue Tatsachen zum Vorschein 

gekommen seien, was vorliegend nicht der Fall sei. Auch wenn die Einmalerledigung im 

Rahmen der Veranlagung einer anderen Steuerperiode erfolgt sei, handle es sich in der 

Sache trotzdem um die Nachbesteuerung von Steuerfaktoren einer bereits früher 

veranlagten Steuerperiode. Die Nachbesteuerung für die Jahre 2006 und 2007 sei wohl 

darüberhinausgehend ohnehin nicht zulässig gewesen, da jene Kosten in den 

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4.  

Steuerdeklarationen 2006 und 2007 aufgeführt gewesen seien und somit keine neuen 

Tatsachen dargestellt hätten. Der Verweis im Text ("gemäss eingereichter Aufstellung") 

weise darauf hin, dass auch die weiteren Jahre in die Einmalerledigung einbezogen 

worden seien. Dass der Beschwerdegegner dabei mangelnde Sorgfalt angewandt 

habe, dürfe sich nicht zulasten des Steuerpflichtigen auswirken. Die vom 

Beschwerdegegner eingereichte Zusammenstellung (act. 13/9) beruhe auf den 

Aufstellungen zum Liegenschaftsunterhalt und den Nebenkosten, die der 

Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner am 9. August 2016 eingereicht habe. Im 

Einmalerledigungsverfahren seien sämtliche Steuerperioden 2006 bis 2012 geprüft 

worden. Lediglich in drei Jahren (2006, 2007 und 2009) habe es Korrekturen beim 

Liegenschaftsunterhalt gegeben. Die aus den überhöhten Pauschalabzügen beim 

Liegenschaftsunterhalt resultierenden Unterbesteuerungen seien offenbar nicht 

bemerkt worden. In den Jahren 2006 und 2009 seien gemäss der Berechnung 

ebenfalls Aufrechnungen bei den Liegenschaftskosten gemacht worden. Da jedoch 

insgesamt ein negatives Einkommen resultiert habe, hätten sich die veranlagten 

Steuerfaktoren nach der Ausscheidung nicht verändert.

Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der Steuerbehörde nicht 

bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine 

rechtskräftige Veranlagung unvollständig ist, oder ist eine unterbliebene oder 

unvollständige Veranlagung auf ein Verbrechen oder Vergehen gegen die 

Steuerbehörde zurückzuführen, so wird die nicht erhobene Steuer samt Zins als 

Nachsteuer eingefordert (Art. 151 Abs. 1 DBG). In Art. 53 StHG und Art. 199 Abs. 1 StG 

ist der Tatbestand der Nachsteuer in gleicher Weise geregelt. Damit eine Nachsteuer 

erhoben werden kann, muss die in Frage stehende rechtskräftige Veranlagung 

ungenügend ausgefallen sein, was auf eine im Veranlagungszeitpunkt nicht bekannte 

neue Tatsache zurückzuführen ist (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar 

DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 151 N 4). Vorausgesetzt ist mithin, dass sich die 

Unterbesteuerung aus neuen Tatsachen oder Beweismitteln ergibt. Als neu im Sinn des 

gesetzlichen Tatbestands der unvollständigen rechtskräftigen Veranlagung gelten 

Tatsachen und Beweismittel, die zum Zeitpunkt der Veranlagung bereits bestanden 

haben, aber während des ordentlichen Veranlagungsverfahrens oder eines allenfalls 

sich daran anschliessenden Rechtsmittelverfahrens nicht aktenkundig waren, d.h. also 

erst nach der rechtskräftigen Veranlagung eines Steuerpflichtigen zum Vorschein 

gekommen sind. Massgebend ist der Aktenstand im Zeitpunkt jener Veranlagung (vgl. 

4.1. 

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Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, S. 415; M. E. 

Looser, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 

DBG, 4. Aufl. 2022, Art. 151 N 13; VerwGE B 2014/242 und B 2014/243 vom 19. Juli 

2016 E. 2.1, bestätigt in BGer 2C_839/2016 und 2C_840/2016 vom 12. April 2017, 

VerwGE B 2014/212 und B 2014/213 vom 27. April 2016, bestätigt in BGer 

2C_473/2016 und 2C_474/2016 vom 22. August 2016). Der Kausalzusammenhang 

zwischen der nicht gehörigen Deklaration des Steuerpflichtigen und dem Steuerausfall 

wird unterbrochen, wenn die Unzuverlässigkeit der Steuererklärung und der ihr 

beigefügten Belege der Veranlagungsbehörde bekannt war oder hätte bekannt sein 

müssen, und von dieser wider besseres Wissen oder aus Nachlässigkeit nicht beachtet 

wurde (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 151 N 15). Ein Verschulden des 

Steuerpflichtigen bildet nicht Voraussetzung des Nachsteuerverfahrens, vielmehr 

kommt es auf die Würdigung der Obliegenheiten an, welche den Pflichtigen einer- und 

die Steuerverwaltung andererseits bei der Veranlagung treffen (vgl. zum Ganzen BGer 

2C_458/2014 und 2C_459/2014 vom 26. März 2015 E. 2.1 = StE 2015 B 97.14 Nr. 29).

Es ist nicht ausgeschlossen, dass nach einem abgeschlossenen Nachsteuerverfahren 

ein weiteres Nachsteuerverfahren eingeleitet wird; dafür müssen jedoch im Vergleich 

zum bereits abgeschlossenen Nachsteuerverfahren wiederum neue Tatsachen 

vorliegen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 151 N 20).

Gemäss Art. 153 Abs. 3 DBG bzw. Art. 201 Abs. 3 StG sind im Nachsteuerverfahren 

die Vorschriften über die Verfahrensgrundsätze sowie das Veranlagungs- und das 

Beschwerdeverfahren sinngemäss anwendbar. Damit gelten auch im 

Nachsteuerverfahren die allgemeinen Grundsätze zur Beweisführungslast und 

Mitwirkungspflicht im System der gemischten Veranlagung (vgl. Art. 123 ff. DBG, Art. 

168 ff. StG; BGE 121 II 273 E. 3c/aa; Looser, a.a.O., Art. 151 N 24). Art. 130 Abs. 1 

DBG und Art. 176 Abs. 1 StG statuieren eine primäre Untersuchungspflicht der 

Steuerbehörde. Die Steuerbehörden haben demnach den gesamten Sachverhalt zu 

untersuchen, einschliesslich von Tatsachen, die sich zugunsten des Steuerpflichtigen 

auswirken (BGE 147 II 209 E. 5.1.3, in: StE 2021 B 23.44.2 Nr. 9). Sie tragen also für 

sämtliche relevanten Tatsachen die sogenannte Beweisführungs- oder subjektive 

Beweislast. Dieser Untersuchungspflicht stehen Mitwirkungspflichten des 

Steuerpflichtigen gegenüber (vgl. auch Art. 123 Abs. 1 DBG, wonach die 

Veranlagungsbehörden zusammen mit dem Steuerpflichtigen die für eine vollständige 

und richtige Besteuerung massgebenden tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse 

feststellen). Die Mitwirkungspflichten des Steuerpflichtigen greifen im 

4.2. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=mitwirkungspflicht+steuern+untersuchung&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-II-273%3Ade&number_of_ranks=0#page273

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5.  

Nachsteuerverfahren erst, wenn das Vorliegen einer neuen Tatsache erwiesen ist und 

gewichtige Indizien den Schluss auf eine unrichtige 

Versteuerung zulassen (Looser, a.a.O., Art. 151 N 26).

Nach der im Steuerrecht herrschenden Normentheorie trägt die Steuerbehörde die 

objektive Beweislast für die steuerbegründenden und -erhöhenden Tatsachen. 

Dagegen ist der Steuerpflichtige für die steueraufhebenden und -mindernden 

Tatsachen beweisbelastet (analog Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs, SR 

210, ZGB; BGE 138 II 57 E. 7.1, BGE 133 II 153 E. 4.3).

Nach Art. 52 VRP ist die erstverfügende Behörde zur Überweisung der Akten 

verpflichtet. Sie hat sämtliche Akten einzureichen, die ihr zum Entscheid zur Verfügung 

standen. Es ist das vollständige Dossier mit allen Beilagen einzureichen. Ob ein 

Aktenstück entscheidrelevant ist, entscheidet im Zweifelsfall die Rekurs- bzw. 

Beschwerdeinstanz und nicht die verfügende Behörde bzw. Vorinstanz. 

Dementsprechend hat die erstverfügende Behörde sämtliche Aktenstücke 

einzureichen, die von der Rekurs- oder Beschwerdeinstanz ausdrücklich verlangt 

werden (T. Zuber-Hagen, in Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die 

Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, 2020, Art. 52 N 5). Die Rekurs- und 

Beschwerdeinstanzen sind nicht nur berechtigt, sondern können mit Blick auf die 

gehörsrechtlich (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft, SR 101, BV) fundierte Aktenführungspflicht sogar gehalten sein, 

nachträglich Akten einzuverlangen, die der Verwaltungsbehörde vorlagen und deshalb 

zur Sache gehören (vgl. BGer 2C_779/2019 vom 29. Januar 2020 E. 3.3.2).

4.3. 

Im Rahmen der Schätzung einer der Liegenschaften des Beschwerdeführers in Z.__ im 

Jahr 2013 stellte der Beschwerdegegner fest, dass die Höhe der Mietzinsen gemäss 

Mieterspiegel (CHF 110'000) nicht mit der Deklaration der Mieterträge in der 

Steuererklärung 2013 (CHF 89'100) übereinstimmte. In der Folge eröffnete das Team 

Nachsteuern am 26. Juli 2016 ein Nachsteuerverfahren wegen nicht vollständig 

erfasster Mietzinseinnahmen und forderte den Beschwerdeführer auf, sämtliche 

Mietverträge über die Mietverhältnisse vom 1. Januar 2006 bis Ende 2013 sowie 

Gutschriftanzeigen bzw. detaillierte Kontoauszüge der entsprechenden Bank, worauf 

die Erträge geflossen seien, einzureichen (vi-act. 8/76). Der Beschwerdeführer kam 

dieser Aufforderung in Erfüllung seiner Mitwirkungspflichten (vgl. E. 4.2 hiervor) nach 

5.1. 

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und reichte am 9. August 2016 die Mietverträge samt dazugehörigen 

Bankkontoauszügen, eine Zusammenstellung der Mietzinskontrollen der Jahre 2006 bis 

2013 sowie für jede Liegenschaft die Arbeitsblätter inkl. Details der Kosten und 

Abzüge, die zur Erstellung der Steuererklärungen jeweils verwendet worden waren, ein 

(vi-act. 8/77). In den im vorinstanzlichen Verfahren nachgereichten Nachsteuerakten 

waren weder die damals eingereichten Mietverträge und Bankkontoauszüge noch die 

Arbeitsblätter der einzelnen Liegenschaften enthalten. Die Arbeitsblätter der 

Wohnungen in Z.__ reichte der Beschwerdeführer im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens selber nochmals ein (act. 3/3). Eine Mitarbeiterin des Teams 

Nachsteuern nahm aufgrund der vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen eine 

erste Prüfung vor. Diese ergab, dass die Differenz der Mieterträge vermutlich darin 

begründet sei, dass der Beschwerdeführer effektiv höhere Betriebskosten gehabt 

habe, als er mit den Nebenkosten den Mietern weiterbelastet habe, was kein Grund für 

ein Nachsteuerverfahren wäre. Dies teilte sie dem Beschwerdeführer mit Schreiben 

vom 30. November 2016 mit; in jenem Schreiben hielt sie weiter fest, in dem noch 

offenen Nachsteuerverfahren werde nun näher geprüft, ob die Abgrenzung von 

Liegenschaftsunterhalt und Betriebskosten korrekt vorgenommen worden sei. Diese 

vertiefte Prüfung werde durch die Abteilung NP Plus vorgenommen, an welche die 

Akten weitergeleitet worden seien. Das Nachsteuerverfahren bleibe bis zum Abschluss 

der Prüfung pendent (vgl. vi-act. 8/79).

Am 4. Juli 2017 veranlagte die mit den vertieften Abklärungen im Nachsteuerverfahren 

betraute Abteilung NP Plus den Beschwerdeführer für das Steuerjahr 2013. Unter Ziff. 

6.3 Übrige Einkünfte wurde der Betrag von CHF 3'443 aufgerechnet. Der Vermerk dazu 

lautete: "Einmalerledigungsverfahren, gemäss eingereichte[r] Aufstellung. Kosten 

Grundbuchamt und Handänderungsgebühren sind kein Liegenschaftsunterhalt 

(Steuerperiode 2006 und 2007)". Die Berechnung dieses Betrags lässt sich aufgrund 

der vom Beschwerdegegner im 

vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Steuerakten nicht nachvollziehen.

Der Beschwerdegegner wurde im Beschwerdeverfahren mit Schreiben vom 19. 

September 2023 aufgefordert, die vom Steuerpflichtigen mit Schreiben vom 9. August 

2016 eingereichten Beilagen, die Unterlagen betreffend die vertiefte Prüfung durch die 

Abteilung NP Plus sowie sämtliche Akten der Steuerperiode 2013 einzureichen (act. 

11). Eingereicht wurde in der Folge ein Teil der Beilagen, die der Beschwerdeführer im 

Nachsteuerverfahren am 9. August 2016 eingereicht hatte, wobei die 

Zusammenstellungen der Mietzinseinnahmen (vom Beschwerdeführer als Arbeitsblätter 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/21

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gemäss Veranlagung      2006       2007       2008        2009       2010      2011       2012

Liegenschaftserträge      69'840    78'000     83'640     63'180    84'180    84'540  

  86'700

Liegenschaftskosten       -43'033   -32'797   -16'728   -69'856    -38'248   -24'316 

  -18'864

Schuldzinsen                   -30'192   -45'203   -34'219  -17'630   -12'223     -5'655  

  -4'505

Steuerbares Einkommen -3'385        –           32'693   -24'306   33'709    54'569  

 63'331

gemäss Aufstellung        2006        2007        2008         2009       2010        2011       

 2012

bezeichnet) nur Liegenschaften in Y.__ und nicht die vorliegend interessierenden 

Grundstücke in Z.__ betrafen (act. 13/6 bis 8). Zur Zusammensetzung des Betrags von 

CHF 3'443 wurde eine "Zusammenstellung" beigebracht (act. 13/9). Unterlagen zur 

vertieften Prüfung durch die Abteilung NP Plus wurden hingegen nicht eingereicht. Es 

ist daher davon auszugehen, dass die vertiefte Prüfung im Nachsteuerverfahren 

anhand der Zusammenstellungen der Mietzinseinnahmen und Arbeitsblätter der Jahre 

2006 bis 2012 des Beschwerdeführers erfolgte und in die "Zusammenstellung" des 

Beschwerdegegners (act. 13/9) mündete. Diese enthält nämlich nicht nur die 

Berechnung des bei der Veranlagung 2013 aufgerechneten Betrags von CHF 3'443, 

sondern eine vollständige Aufstellung über sämtliche Steuerjahre (2006 bis 2012), für 

welche ein Nachsteuerverfahren eröffnet worden war und das Vorliegen eines 

Nachsteuertatbestands zu prüfen war. Dass die Veranlagung des Jahres 2013 nicht 

Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bilden würde und sie somit für das 

Nachsteuerverfahren der Jahre 2006 bis 2012 ohne Belang sei, wie der 

Beschwerdegegner geltend macht, trifft vor diesem Hintergrund nicht zu.

Die "Zusammenstellung" enthält für die Jahre 2006 bis 2012 eine Gegenüberstellung 

der Liegenschaftserträge, Liegenschaftskosten, Schuldzinsen und steuerbaren 

Einkommen, das eine Mal mit Blick auf die (rechtskräftig) veranlagten Beträge, das 

andere Mal mit Blick auf die Beträge "gemäss Aufstellung". Aus der Differenz ergibt 

sich in der untersten Zeile das neue (nachzubesteuernde) Einkommen. Einen Hinweis 

auf oder einen Vorbehalt für weitere Untersuchungen enthält die "Zusammenstellung" 

nicht.

5.3. 

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Liegenschaftserträge        69'840      78'000     83'640      63'180     84'180     84'540     

86'700

Liegenschaftskosten        -41'305     -29'354   -16'728     -68'595    -38'248   -24'316    

-18'864

Schuldzinsen                   -30'192     -45'203   -34'219     -17'630    -12'223     -5'655    

  -4'505

Steuerbares Einkommen -1'657        3'443      32'693     -24'045     33'709     54'569     

63'331

neues St. Einkommen   -1'657        3'443         –           -23'045         –               –            

  –

Auf welche "Aufstellung" in der Tabelle Bezug genommen wird, wurde vom 

Beschwerdegegner nicht näher ausgeführt (act. 12). Die Abteilung NP Plus war mit der 

vertieften Prüfung im Nachsteuerverfahren hinsichtlich der Differenzen bei den 

Mieterträgen, resultierend aus einer allenfalls nicht korrekten Abgrenzung von 

Liegenschaftsunterhalt und Betriebskosten, betraut und nahm auch die Veranlagung 

für das Steuerjahr 2013 vor. Sie verfügte über die vom Beschwerdeführer eingereichten 

Unterlagen, insbesondere die Zusammenstellungen der Mieteinnahmen (vi-act. 8/78) 

und die Arbeitsblätter (vi-act. 3/3), die ihr mit Schreiben vom 30. November 2016 vom 

Team Nachsteuern weitergeleitet worden waren (vi-act. 8/79). Es ist deshalb davon 

auszugehen, dass sich der Hinweis "gemäss Aufstellung" auf diese vom 

Beschwerdeführer eingereichten Dokumente bezog. In den Steuerperioden 2006, 2007 

und 2009 wurden die Liegenschafts(-unterhalts-)kosten gegenüber den Veranlagungen 

reduziert. Es handelte sich dabei um in jenen Jahren verbuchte Kosten des 

Grundbuchamts im Zusammenhang mit Handänderungen (2006: CHF 2'092.05, 2007: 

CHF 2'000.90, 2009: CHF 2'158.20 und CHF 332.95, jeweils der Gesamtanteil der 

beiden Brüder, vgl. act. 3/3), die nicht als Unterhaltskosten gelten. Bei den 

Liegenschaftserträgen wurden gegenüber den Veranlagungen hingegen keine 

Änderungen vorgenommen, obschon gerade diese aufgrund des Verdachts einer nicht 

korrekten Abgrenzung von Unterhalts- und Betriebskosten vertieft zu überprüfen und 

sämtliche Unterlagen dafür vorhanden waren. Offenbar gelangte jener Mitarbeiter oder 

jene Mitarbeiterin der Abteilung NP Plus, welcher oder welche die "Zusammenstellung" 

verfasste, zu dem – wie sich später herausstellte – unzutreffenden Schluss, dass die 

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Besteuerung der Erträge aus Liegenschaften, ausser in den Jahren 2006, 2007 und 

2009, korrekt erfolgt war. Darauf lässt auch die Veranlagung für das Jahr 2013 

schliessen, welche nach eingehender Prüfung entsprechend der Deklaration des 

Beschwerdeführers mit CHF 89'100 erfolgte (act. 13/1), obschon zuvor der Vorwurf 

erhoben worden war, dass die Deklaration mit Liegenschaftserträgen CHF 89'100 nicht 

mit den tatsächlichen Mieteinnahmen von CHF 110'280 übereinstimme, was letztlich 

die Grundlage dafür bildete, dass für die Vorjahre überhaupt ein Nachsteuerverfahren 

eingeleitet worden war (vi-act. 8/75). In den Steuerperioden 2008 sowie 2010 bis 2012 

resultierte somit kein neues (nachzubesteuerndes) steuerbares Einkommen, was in der 

"Zusammenstellung" mit einem Strich klar gekennzeichnet wurde; in den Jahren 2006 

und 2009 war das korrigierte steuerbare Einkommen aus Liegenschaften im Kanton 

St. Gallen trotz geringfügiger Aufrechnungen nach wie vor negativ, weshalb es dort 

ebenfalls nichts nachzubesteuern gab. Einzig im Steuerjahr 2007 wurden 

nachzubesteuernde Einkünfte in der Höhe von CHF 3'443 ermittelt. Diese setzten sich 

aus der Aufrechnung von Handänderungsgebühren (CHF 1'000) und einer Reduktion 

des pauschalen Unterhaltskostenabzugs von 25 auf 20 Prozent (CHF 2'463) 

zusammen. Die Reduktion wegen eines angeblich zu hohen pauschalen 

Unterhaltskostenabzugs erfolgte indessen zu Unrecht, da der Pauschalabzug in der 

Veranlagung 2007 korrekt 20 Prozent betrug (act. 18/6). Der Verweis in der 

Veranlagungsberechnung 2013 "Einmalerledigungsverfahren, gemäss eingereichte[r] 

Aufstellung. Kosten Grundbuchamt und Handänderungsgebühren sind kein 

Liegenschaftsunterhalt (Steuerperiode 2006 und 2007)" trifft zudem auf die 

Steuerperiode 2006 nicht zu, da für jenes Steuerjahr keine Aufrechnung erfolgte.

Die für die Steuerperiode 2007 festgestellte, um CHF 3'443 zu tiefe 

Einkommensbesteuerung wurde in der Folge nicht, wie gesetzlich vorgesehen, mit 

einer entsprechenden Nachsteuerveranlagung korrigiert, sondern in einem 

vereinfachten Nachbezug im Rahmen der Steuerveranlagung 2013 zu den Einkünften 

hinzugerechnet (vi-act. 13/1). Weshalb damals das Nachsteuerverfahren nur für das 

Jahr 2007 mittels "Einmalerledigung" mit der Veranlagung 2013, nicht aber für die 

übrigen Jahre, hätte abgeschlossen werden sollen, nachdem die Untersuchung in 

Kenntnis der einschlägigen Unterlagen durchgeführt worden war, erschliesst sich nicht, 

und wird vom Beschwerdegegner trotz expliziter Aufforderung durch das 

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Verwaltungsgericht (act. 11) auch nicht schlüssig erklärt. Hätten die Steuerbehörden 

bei der Prüfung, ob es im Zusammenhang mit den Erträgen aus Grundeigentum in den 

Jahren 2006 bis 2012 zu Unterbesteuerungen gekommen war, solche festgestellt, wäre 

es nichts anderes als konsequent gewesen, das gleiche Verfahren wie für die 

Steuerperiode 2007 anzuwenden. Auch die Tatsache, dass die Steuerveranlagung 

2013 vorgenommen wurde, deutet auf den Abschluss des Nachsteuerverfahrens hin. In 

der Regel wird mit der Vornahme künftiger Veranlagungen nämlich zugewartet, bis ein 

pendentes Nachsteuerverfahren abgeschlossen ist; zu einer solchen Vorgehensweise 

hatte auch der Steuerkommissär in seiner Aufforderung zur Einleitung eines 

Nachsteuerverfahrens aufgefordert (vi-act. 8/75).

5.4.

Nachdem die Steuerveranlagung des Beschwerdeführers vom 4. Juli 2017 für das Jahr 

2013 in Rechtskraft erwachsen und zwischenzeitlich am 12. September 2017 auch jene 

für das Jahr 2014 vorgenommen worden war, teilte der Beschwerdegegner dem 

Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1. Dezember 2017 bzw. 8. Januar 2018 mit, bei 

der Überprüfung der Steuerakten sei festgestellt worden, dass in den Steuerperioden 

2007 bis 2011 (vi-act. 8/80) bzw. 2012 (vi-act. 8/81 und vi-act. 2/4) Ertrag aus 

Eigennutzung, Miet- und Pachtzinsen steuerlich noch nicht erfasst worden sei. Hiermit 

werde das Nachsteuerverfahren eingeleitet. Den Schreiben lagen die 

Veranlagungsvorschläge bei. Seit Vornahme der Steuerveranlagung 2013 waren 

allerdings weder neue Tatsachen oder Beweismittel hinzugekommen noch weitere 

Untersuchungen getätigt worden. Jedenfalls ergibt sich solches nicht aus den im Recht 

liegenden Akten. Die Frage nach dem Grund für die erneute Einleitung blieb im 

Beschwerdeverfahren trotz expliziter Nachfrage durch das Verwaltungsgericht (act. 11) 

unbeantwortet (act. 12). Wäre das am 26. Juli 2016 eingeleitete Nachsteuerverfahren 

nach wie vor hängig und nicht abgeschlossen gewesen, wovon der Beschwerdegegner 

wie auch die Vorinstanz ausgehen, hätte keine erneute Eröffnung erfolgen müssen. 

Obschon das Nachsteuerverfahren für das Steuerjahr 2007 gemäss (korrekter) 

Auffassung des Beschwerdegegners mit der Einmalerledigung abgeschlossen war, 

wurde auch für dieses Jahr erneut ein solches eröffnet. Der Beschwerdeführer erhob 

am 11. Januar 2018 schliesslich umgehend den Einwand, dass die Nachbesteuerung 

der Jahre 2006 bis 2012 mittels Einmalerledigung in der mittlerweile rechtskräftigen 

Veranlagung des Jahres 2013 bereits erfolgt sei (vi-act. 8/82). Ohne darauf einzugehen, 

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veranlagte der Beschwerdegegner (eineinhalb Jahre später) am 12. Juli 2019 

Nachsteuern für die Jahre 2007 bis 2012. Im darauffolgenden (knapp drei Jahre 

dauernden) Einspracheverfahren verzichtete der Beschwerdegegner auf die 

Nachbesteuerung für die Jahre 2006 und 2007 und anerkannte damit, dass der 

Nachbezug im Rahmen der Steuerveranlagung 2013 der späteren bzw. nochmaligen 

Nachsteuererhebung ohne Vorliegen zwischenzeitlich neuer Tatsachen entgegenstand. 

Mit E-Mail vom 21. Dezember 2021 führte der Steuerkommissär aus, die 

Steuerperioden 2006 und 2007 seien zum Thema Liegenschaften beurteilt und in der 

Steuerperiode 2013 abgeschlossen worden (vi-act. 8/88). Nach der Leseart des 

Beschwerdegegners würde dies dann allerdings auch für das Steuerjahr 2009 

zutreffen, in welchem gemäss der "Zusammenstellung" ebenfalls eine Aufrechnung bei 

den Unterhaltskosten vorgenommen wurde, die wie im Jahr 2006 aber nicht zu einem 

nachzubesteuernden Einkommen geführt hatte.

5.5.

Trotz verwaltungsgerichtlicher Aufforderung im Beschwerdeverfahren (act. 12) konnte 

der dem Nachsteuerverfahren zugrundeliegende massgebende Sachverhalt nicht 

restlos aufgeklärt werden. Nach wie vor hat der Beschwerdegegner nicht sämtliche 

Akten offengelegt. Aufgrund des bestehenden Aktenstands geht das 

Verwaltungsgericht jedoch davon aus, dass das am 26. Juli 2016 eröffnete 

Nachsteuerverfahren hinsichtlich nicht versteuerter Einkünfte aus Liegenschaften in 

den Jahren 2006 bis 2012 mit der Steuerveranlagung 2013 seinen Abschluss fand. Wie 

aus der "Zusammenstellung" hervorgeht, auf welche sich die Einmalerledigung stützte, 

erfolgte die steuerliche Beurteilung zum Thema Liegenschaften über den gesamten 

Nachbesteuerungszeitraum im Rahmen der Steuerveranlagung 2013. Aus dem 

Umstand, dass in Kenntnis der erforderlichen Unterlagen lediglich im Jahr 2007 eine 

Einkommensaufrechnung erfolgte, ergibt sich als Umkehrschluss, dass in den 

streitgegenständlichen Jahren 2008 bis 2012 keine Unterbesteuerungen und somit 

keine Nachsteuertatbestände festgestellt worden sind. Folgerichtig gab es in der 

Steuererklärung 2013 zu diesen Jahren auch nichts zu erwähnen. Es verhält sich daher 

gleich wie für das Steuerjahr 2007. Auch für die Jahre 2008 bis 2012 steht das am 

4. Juli 2017 rechtskräftig abgeschlossene Nachsteuerverfahren einem erneuten 

Nachsteuerverfahren ohne seither bekannt gewordene neue Tatsache entgegen (vgl. E. 

4.1 hiervor).

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5.6.

Aufgrund vorstehender Erwägungen sind die Beschwerden gemäss dem 

Eventualantrag des Beschwerdeführers gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist; der 

angefochtene Entscheid der Vorinstanz vom 3. Juli 2023 sowie die diesem 

zugrundeliegenden Einsprache-Entscheide des Beschwerdegegners vom 25. Mai 2022 

sind ersatzlos aufzuheben. Wie es sich mit der formellen Rüge des Beschwerdeführers 

verhält, wonach sowohl der Beschwerdegegner (in den Einsprache-Entscheiden) als 

auch die Vorinstanz (im angefochtenen Rekurs- bzw. Beschwerdeentscheid) das 

rechtliche Gehör in Form der Begründungspflicht verletzt hätten, kann angesichts 

dieses Verfahrensausgangs dahingestellt bleiben.

6.

6.1.

Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten der Beschwerde- und Re­

kursverfahren vom Staat (Beschwerdegegner) zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 145 in 

Verbindung mit Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr für die 

Beschwerdeverfahren von CHF 2'000 ist angemessen (Art. 145 in Verbindung mit 

Art. 144 Abs. 5 DBG; Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12, GKV). 

Die amtlichen Kosten für die Rekurs- und Beschwerdeverfahren von CHF 2'800 

bewegen sich innerhalb des vorinstanzlichen Ermessensspielraums (Art. 7 Ziff. 122 

GKV). Auf die Erhebung der in den beiden Rechtsmittelverfahren angeordneten Kosten 

ist nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Die vom Beschwerdeführer geleisteten 

Kostenvorschüsse von CHF 2'000 in den Beschwerdeverfahren und von CHF 2'800 in 

den vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren sind ihm zurückzuerstatten.

6.2.

Entsprechend der Verlegung der amtlichen Kosten ist der Beschwerdeführer für das 

Rekurs- und die Beschwerdeverfahren ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 

und 2 und Art. 98  VRP). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ersuchte um 

Aufforderung zum Einreichen einer Honorarnote vor der gerichtlichen Behandlung 

seines Falls (act. 1, S. 3). Zu einem solchen Vorgehen ist das Verwaltungsgericht 

jedoch selbst bei explizitem Antrag nicht verpflichtet (VerwGE B 2016/184 vom 

15. August 2017 E. 7). Anwaltlich vertretene Parteien wissen, dass ihre Entschädigung 

bis

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bei Nichteinreichung einer Kostennote nach gerichtlichem Ermessen festgesetzt wird 

(vgl. Art. 6 und 19 der Honorarordnung, sGS 963.75, HonO; VerwGE B 2016/184 vom 

15. August 2017, E. 7), und es ihnen unbenommen ist, entsprechende Eingaben 

jederzeit zu tätigen. Hinzu kommt, dass das Honorar in der Verwaltungsrechtspflege 

nicht nach Aufwand, sondern pauschal bemessen wird. Es beträgt vor 

Verwaltungsrekurskommission und Verwaltungsgericht zwischen CHF 1'500 und 

CHF 15'000 (Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO). Innerhalb dieses Rahmens wird das 

Grundhonorar nach den besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der 

Bemühungen, der Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der 

Beteiligten, bemessen (Art. 19 HonO). Auf die Einforderung einer Kostennote für die 

Beschwerdeverfahren kann vor diesem Hintergrund verzichtet werden. Vor der 

Vorinstanz war der Beschwerdeführer durch einen diplomierten Steuerexperten einer 

Treuhandfirma vertreten, wofür praxisgemäss ebenfalls der Tarif nach HonO 

angewendet wird (VerwGE B 2015/80 vom 25. Februar 2016 E. 4.1; VRKE I/

1-2018/190, 191 vom 28. Oktober 2019 E. 4b).

Im Rekurs- und in den Beschwerdeverfahren entstand im Zusammenhang mit 

Nachsteuerverfahren über mehrere Jahre und aufgrund der unzureichenden Aktenlage 

ein im Vergleich zu gängigen Rechtsmittelverfahren in Steuerangelegenheiten 

überdurchschnittlicher Aufwand. Entsprechend wird die ausseramtliche Entschädigung 

für die vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren und für die 

Beschwerdeverfahren zusammen ermessensweise auf CHF 7'000 zuzüglich CHF 280 

Barauslagen (vier Prozent von CHF 7'000) zuzüglich beantragter Mehrwertsteuer 

festgesetzt (Art. 30 lit. b Ziff. 1, Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70, 

AnwG; Art. 6, Art. 19, Art. 22 Abs. 1 lit. b, Art. 28 sowie Art. 29 HonO).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerdeverfahren B 2023/162 und B 2023/163 werden vereinigt.

2.

Die Beschwerde betreffend Kantons- und Gemeindesteuer (Nachsteuern der Jahre 

bis 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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2008 bis 2012) wird gutgeheissen und der angefochtene Entscheid der Vorinstanz vom 

3. Juli 2023 sowie die diesem zugrundeliegenden Einsprache-Entscheide des 

Beschwerdegegners vom 25. Mai 2022 werden aufgehoben.

3.

Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer (Nachsteuern der Jahre 2011 bis 

2012) wird gutgeheissen und der angefochtene Entscheid der Vorinstanz vom 3. Juli 

2023 sowie die diesem zugrundeliegenden Einsprache-Entscheide des 

Beschwerdegegners vom 25. Mai 2022 werden aufgehoben. 

4.

Der Staat (Beschwerdegegner) trägt die amtlichen Kosten des Rekurs- und 

Beschwerdeverfahrens von CHF 2'800 und der Beschwerdeverfahren von CHF 2'000.

Die Vorinstanz wird angewiesen, dem Beschwerdeführer die in den vorinstanzlichen 

Rekurs- und Beschwerdeverfahren geleisteten Kostenvorschüsse von CHF 2'800 

zurückzuerstatten. Dem Beschwerdeführer werden die in den Beschwerdeverfahren 

geleistete Kostenvorschüsse von CHF 2'000 zurückerstattet.

5.

Der Beschwerdegegner entschädigt den Beschwerdeführer für die Rekurs- und 

Beschwerdeverfahren mit insgesamt CHF 7'280 (zuzüglich Mehrwertsteuer).

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 08.12.2023
	Steuerrecht, Nachsteuern, neue Tatsache, Art. 151 Abs.1 DBG und Art. 199 Abs. 1 StG. Als neu im Sinn des gesetzlichen Tatbestands der unvollständigen rechtskräftigen Veranlagung gelten Tatsachen und Beweismittel, die zum Zeitpunkt der Veranlagung bereits bestanden haben, aber während des ordentlichen Veranlagungsverfahrens oder eines allenfalls sich daran anschliessenden Rechtsmittelverfahrens nicht aktenkundig waren also erst nach der rechtskräftigen Veranlagung eines Steuerpflichtigen zum Vorschein gekommen sind. Massgebend ist der Aktenstand im Zeitpunkt jener Veranlagung. Der Kausalzusammenhang zwischen der nicht gehörigen Deklaration des Steuerpflichtigen und dem Steuerausfall wird unterbrochen, wenn die Unzuverlässigkeit der Steuererklärung und der ihr beigefügten Belege der Veranlagungsbehörde bekannt war oder hätte bekannt sein müssen, und von dieser wider besseres Wissen oder aus Nachlässigkeit nicht beachtet wurde. Dies war vorliegend der Fall. (Verwaltungsgericht, B 2023/162, B 2023/163).

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