# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9ed5320-73c0-56f8-ad56-ade3fc2672f9
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-14
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 14.09.2016 608 2014 127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2014-127_2016-09-14.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2014 127

Urteil vom 14. September 2016

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher
Richter: Anne-Sophie Peyraud,

Marc Sugnaux
Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin: Daniela Kiener

Parteien A.________, Beschwerdeführer     

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz     

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenanspruch)

Beschwerde vom 3. Juli 2014 gegen die Verfügung vom 5. Juni 2014

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren im Jahr 1960, verheiratet, Vater von zwei volljährigen Kindern 
(Jahrgänge 1994 und 1996), wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem Jahr 1984 als Saisonnier 
im Strassen- und Tiefbau. Aufgrund von zunehmenden Rückenbeschwerden (Diagnose: 
lumboradikuläres Schmerzsyndrom links bei paramedianer Diskushernie L5/S1 links mit 
Kompromittierung der Wurzel S1) bestand seit dem 12. August 1996 eine 100-prozentige 
Arbeitsunfähigkeit.

B. Am 1. September 1997 meldete sich A.________ ein erstes Mal bei der damals zuständigen 
Invalidenversicherungsstelle des Kantons Graubünden zum Leistungsbezug an. Zu seiner 
gesundheitlichen Beeinträchtigung gab der behandelnde Arzt, Dr. med. C.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, an, dass der Versicherte unter einer Diskushernie leide und 
ausserdem wegen Abdominalbeschwerden und Bagatellunfällen in seiner ärztlichen Behandlung 
stehe.

Nach medizinischen und beruflichen Abklärungen wurde dem Versicherten mit Verfügung vom 
30. Mai 2002 eine vom 1. August 1997 bis 30. November 2000 befristete ganze IV-Rente 
zugesprochen. Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung bestehe nicht. Zur Begründung wurde 
ausgeführt, dass in der bisherigen Tätigkeit als Strassen-/Tiefbauarbeiter eine 100-prozentige 
Arbeitsunfähigkeit bestehe, dem Versicherten aber zugemutet werden könne, eine leichte, 
angepasste Tätigkeit (z.B. als Kontrolleur in einem Industriebetrieb oder als Stanzer/Abkanter) 
auszuführen. Ab dem 1. Dezember 2000 (Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 
über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201], in der damals gültigen Fassung) bestehe damit 
kein Rentenanspruch mehr. Diese Verfügung blieb unangefochten.

Am 14. Februar 2003 stellte der Versicherte bei der nunmehr zuständigen 
Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle) ein Gesuch um 
Arbeitsvermittlung, welchem mit Verfügung vom 4. März 2003 entsprochen wurde. Im Oktober 
2004 wurde die Hilfe aber wieder eingestellt, nachdem sich der Versicherte längere Zeit nicht mehr 
bei seinem Berufsberater gemeldet hatte und beim RAV auch nicht mehr als Stellensuchender 
gemeldet war.

C. Am 21. März 2006 meldete sich der Versicherte ein zweites Mal bei der IV-Stelle zum 
Rentenbezug an. Er gab an, seit August 1996 unter Rücken- und Nackenproblemen sowie 
Magenbeschwerden zu leiden. Mit Verfügung vom 6. Juni 2006 trat die IV-Stelle auf das 
Rentenbegehren nicht ein, da eine erhebliche und andauernde Verschlechterung des 
gesundheitlichen Zustandes mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nicht eingetreten sei. Eine 
gegen diese Verfügung am 16. Juni 2006 erhobene Einsprache wurde mit rechtskräftigem 
Einspracheentscheid vom 7. Januar 2008 abgewiesen.

Nachdem der Versicherte am 25. März 2008 ein erneutes Gesuch um Arbeitsvermittlung gestellt 
und sich am 4. April 2008 einverstanden erklärt hatte, mit der IV-Stelle zusammenzuarbeiten, 
wurde dem Gesuch ein weiteres Mal entsprochen. In der Folge erteilte die IV-Stelle dem 
Versicherten Kostengutsprachen für berufliche Massnahmen (mehrmonatige Praktika in der 
Institution D.________, E.________ und bei F.________, B.________). Daraufhin verzichtete der 
Versicherte auf weitere berufliche Massnahmen.

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D. Am 27. Dezember 2010 meldete sich der Versicherte ein drittes Mal bei der IV-Stelle zum 
Rentenbezug an. Zu seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung gab er an, seit dem Jahr 1996 unter 
Problemen im Bereich der Wirbelsäule und Kopfschmerzen zu leiden.

Die IV-Stelle trat auf das neue Leistungsbegehren ein, holte diverse Arztberichte ein und liess den 
Versicherten rheumatologisch (Dr. med. G.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine 
Innere Medizin FMH) und psychiatrisch (Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH) begutachten. Nachdem die Gutachten erstattet worden waren, forderte die 
IV-Stelle den Versicherten mit Mitteilung vom 23. November 2011 zur Schadensminderung und 
Mitwirkung auf. Gemäss den spezialärztlichen Abklärungen seien eine Gewichtsreduktion und 
genügend Bewegung sowie eine Psychopharmakotherapie geeignet, die Lebensqualität und 
Arbeitsfähigkeit des Versicherten zu verbessern.

Nachdem die IV-Stelle weitere medizinische Verlaufsberichte und bei Dr. med. H.________ ein 
psychiatrisches Nachgutachten eingeholt hatte, unterbreitete sie das Dossier dem Regionalen 
Ärztlichen Dienst Bern/Freiburg/Solothurn, Zweigstelle Freiburg (nachfolgend: RAD) zur 
Stellungnahme.

Mit Vorentscheid vom 29. August 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung des 
Rentenbegehrens in Aussicht. Dagegen erhob der Versicherte am 20. September 2013 schriftliche 
Einwände, worauf die IV-Stelle eine weitere fachpsychiatrische Begutachtung bei Dr. med. 
I.________, Facharzt für Neurologie FMH sowie Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in Auftrag 
gab.

Mit Verfügung vom 5. Juni 2014 wies die IV-Stelle auch das dritte Rentenbegehren des 
Versicherten ab. Sie erwog, dass kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden im Sinne 
des Gesetzes vorliege. Auch habe sich der Gesundheitszustand des Versicherten nicht in 
massgeblicher Weise geändert. Invaliditätsfremde Faktoren könnten nicht mitberücksichtigt 
werden.

E. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 3. Juli 2014 Beschwerde an das 
Kantonsgericht Freiburg. Er stellt sinngemäss das Begehren, es sei die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventualiter sei ein 
Gerichtsgutachten anzuordnen. Schliesslich sei ihm für das Beschwerdeverfahren die 
unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, 
dass er täglich während maximal zwei Stunden arbeiten könne, was einer Arbeitsfähigkeit von 25 
Prozent resp. einer Arbeitsunfähigkeit von 75 Prozent entspreche. Die Vorinstanz stelle lediglich 
auf medizinische Berichte ab; berufliche Abklärungen seien nie durchgeführt worden. Weiter wird 
beantragt, dass sämtliche Aktenstücke, welche in deutscher Sprache verfasst seien, auf 
Französisch übersetzt würden.

Am 18. August 2014 äusserte sich die Vorinstanz zur Vorfrage der Verfahrenssprache sowie zum 
Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, dessen Beurteilung in die Kompetenz 
des Kantonsgerichts falle.

Am 19. September 2014 wurde Deutsch als Verfahrenssprache festgelegt und mit Verfügung vom 
26. November 2014 dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege für das vorliegende 
Beschwerdeverfahren erteilt (608 2014 128).

In ihren Bemerkungen vom 23. Januar 2015 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der 
Beschwerde.

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Der Beschwerdeführer reichte keine Gegenbemerkungen ein.

Mit Schreiben vom 18. August 2016 erhielten die BVG-Versicherungen Gelegenheit, sich zum 
ergangenen Schriftenwechsel resp. zum Streitgegenstand zu äussern, worauf sie aber 
verzichteten.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 3. Juli 2014 gegen die Verfügung vom 5. Juni 2014 ist durch den 
Beschwerdeführer frist- und formgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen 
Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse 
daran, dass das Kantonsgericht, II. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob er Anspruch auf eine 
Invalidenrente hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Die höchstrichterliche Rechtsprechung hat in dem Sinne einen Anspruch auf Durchführung 
medizinischer Abklärungsmassnahmen in der Muttersprache des Exploranden oder der 
Explorandin im Verfahren der Invalidenversicherung bejaht, dass es grundsätzlich Sache der 
versicherten Person ist, rechtzeitig einen entsprechenden Antrag bei der Verwaltung oder allenfalls 
beim Richter zu stellen. In Bezug auf die Untersuchung und Begutachtung durch eine medizinische 
Abklärungsstelle (MEDAS) im Besonderen ist gemäss BGE 127 V 219 dem Gesuch des oder der 
Versicherten um Durchführung der Massnahme in einer ihr geläufigen Amtssprache des Bundes 
(Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch [Art. 70 Abs. 1 BV]) grundsätzlich zu 
entsprechen, wenn und soweit nicht objektive Gründe dem entgegen stehen. Andernfalls besteht 
Anspruch auf den Beizug eines Dolmetschers und auf eine kostenlose Übersetzung der Expertise. 
Diese Regelung gilt ausdrücklich nicht für andere Sprachen (BGE 127 V 219 E. 2b/bb, bestätigt in 
BGE 128 V 34 E. 2a und Urteil BGer 8C_90/2014 vom 19. Dezember 2014 E. 2; Urteile EVGer 
I 245/00 vom 30. Dezember 2003 E. 4.1.1 und I 664/01 vom 16. Januar 2004 E. 5.1.1).

Für das vorliegende Gerichtsverfahren wurde mit unbeanstandet gebliebener Zwischenverfügung 
vom 19. September 2014 Deutsch als Verfahrenssprache festgelegt, nachdem bereits das 
Verwaltungsverfahren auf Deutsch durchgeführt und auch die angefochtene Verfügung vom 5. 
Juni 2014 in deutscher Sprache verfasst worden waren. Da die deutschen Aktenstücke in der 
Verfahrenssprache ergangen sind und der Beschwerdeführer weder je den Antrag gestellt hatte, 
das Verwaltungsverfahren sei auf Französisch durchzuführen, noch entsprechende Einwände 
erhoben hat, als ihm die Namen der Gutachter bekannt gegeben worden waren und ihm klar sein 
musste, dass die Begutachtungen (mit Hilfe eines Dolmetschers) auf Deutsch durchgeführt und die 
entsprechenden Expertisen in deutscher Sprache verfasst würden, kann seinem Antrag auf 
Übersetzung der deutschen Aktenstücke in die französische Sprache nicht entsprochen werden.

3. a) Im Sinne von Art. 8 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur 
Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein.

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Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG; der am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Abs. 2 hat allerdings den bisher geltenden 
Begriff der Erwerbsunfähigkeit nicht modifiziert, BGE 135 V 215 E. 7.3).

Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 
70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, 
wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Pro-
zent invalid sind.

b) Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie 
körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit 
Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit 
invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, 
welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende 
Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Förderbaren wird dabei 
weitgehend objektiv bestimmt (Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG; BGE 141 V 281 E. 3.7.1 mit 
Hinweisen).

Gemäss bisheriger Rechtsprechung begründeten eine diagnostizierte anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung und vergleichbare psychosomatische Leiden als solche noch keine Invalidität. Es 
bestand die Vermutung, die Störung oder ihre Folgen seien mit einer zumutbaren 
Willensanstrengung überwindbar. Dennoch wurde bei solchen Leiden ausnahmsweise eine 
Invalidität angenommen, was anhand der sogenannten Förster-Kriterien geprüft wurde. Im 
Vordergrund stand die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, 
Ausprägung und Dauer. Massgebend sein konnten auch folgende weitere Faktoren: chronische 
körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit 
unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozialer 
Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer 
innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden 
Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; „Flucht in die Krankheit“); das Scheitern einer 
konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem 
therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person (BGE 130 V 352). 
Diese Rechtsprechung wurde mit BGE 132 V 65 auf die Fibromyalgie und mit Urteil BGer I 70/07 
vom 14. April 2008, bestätigt durch Urteil BGer 9C_662/2009 vom 17. August 2010, auf das 
Chronic Fatigue Syndrom ausgeweitet.

Im vorgenannten BGE 141 V 281 wurde diese Rechtsprechung teilweise geändert und dabei 
namentlich die Überwindbarkeitsvermutung aufgehoben. Anstelle des bisherigen 
Regel/Ausnahme-Modells trat ein strukturiertes, normatives Prüfraster. In dessen Rahmen wird im 
Regelfall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das 
tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beurteilt, indem 
gleichermassen den äusseren Belastungsfaktoren wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung 
getragen wird. Die an die Ärzte gestellten Anforderungen wurden dahingehend konkretisiert, dass 
aus den medizinischen Unterlagen genauer als bisher ersichtlich sein muss, welche funktionellen 
Ausfälle in Beruf und All-tag aus den versicherten Gesundheitsschäden resultieren. 

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Diagnosestellung und Invaliditätsbemessung haben somit stärker als bis anhin die entsprechenden 
Auswirkungen der diagnoserelevanten Befunde zu berücksichtigen. Medizinisch muss schlüssig 
begründet sein, inwiefern sich aus den funktionellen Ausfällen bei objektivierter 
Zumutbarkeitsbeurteilung anhand der Standardindikatoren eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
ergibt. Wo dies nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan werden kann, trägt weiterhin 
die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen. Eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung und vergleichbare Leiden können somit eine Invalidität begründen, sofern 
funktionelle Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im 
Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit zumindest 
überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem anspruchserheblichen Ausmass nachgewiesen sind. 
Die auf Begrifflichkeiten des medizinischen Klassifikationssystems abstellende Diagnose einer 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung oder eines vergleichbaren psychosomatischen 
Leidens kann indes von vornherein nur zu einer invalidenversicherungsrechtlich erheblichen 
Gesundheitsbeeinträchtigung führen, wenn sie unter dem Gesichtspunkt der – bis anhin in der 
Praxis zu wenig beachteten – Ausschlussgründe nach BGE 131 V 49 standhält. Beruht die 
Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation, liegt regelmässig 
keine versicherte Gesundheitsschädigung vor. Dies trifft namentlich zu, wenn eine erhebliche 
Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der 
Anamnese besteht, wenn intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt, wenn keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen 
wird, wenn demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken 
oder wenn schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld 
jedoch weitgehend intakt ist. Ob die ärztlichen Feststellungen auf einen Ausschlussgrund folgern 
lassen, ist als Rechtsfrage frei überprüfbar (Urteil BGer 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 2.2, 3 
und 4.1 mit zahlreichen Hinweisen).

In intertemporalrechtlicher Hinsicht hielt das Bundesgericht fest, dass in Bezug auf „altrechtliche“ 
Gutachten sinngemäss wie in BGE 137 V 210 vorzugehen sei. Nach diesem Entscheid verlieren 
gemäss altem Verfahrensstand eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist 
im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten 
und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen 
Beweisgrundlagen vor Bundesgericht standhält. In sinngemässer Anwendung auf die nunmehr 
materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die 
beigezogenen administrativen und/oder gerichtlichen Sachverständigengutachten – 
gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung im 
Licht der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann 
zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (Urteil BGer 9C_492/2014 vom 3. 
Juni 2015 E. 8).

c) Wurde gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV eine Rente, eine Hilflosenentschädigung oder ein 
Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflosigkeit oder 
weil aufgrund des zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, 
verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Absatz 
2 erfüllt sind. Dieser Absatz sieht vor, dass, wenn ein Gesuch um Revision eingereicht wird, darin 
glaubhaft zu machen ist, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die Höhe des 
invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs der versicherten Person in einer für 
den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.

Art. 87 Abs. 3 IVV beruht auf dem Gedanken, dass die Rechtskraft der früheren Verfügung einer 
neuen Prüfung so lange entgegensteht, als der seinerzeit beurteilte Sachverhalt sich in der 

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Zwischenzeit nicht verändert hat. Damit soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach 
vorangegangener rechtskräftiger Anspruchsbegründung immer wieder mit gleichlautenden und 
nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen 
befassen muss (BGE 130 V 64 E. 5.2.3). Daraus ergibt sich, dass die versicherte Person mit dem 
Revisionsgesuch oder der Neuanmeldung die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft 
machen muss. 

Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die 
Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind. Ist im gesamten für die 
Anspruchsberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum eine Änderung glaubhaft gemacht, ist die 
Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie 
auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b). Die Verwaltung hat in 
diesem Fall in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 86ter bis Art. 88bis IVV 
vorzugehen. Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen 
Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine 
rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Richter (BGE 109 V 108 E. 2b).

Die zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung im Sinne von 
Art. 87 Abs. 3 IVV bildet bei der Neuanmeldung – wo eine staatliche Leistungspflicht erst 
behauptet wird und es mithin an einer ursprünglichen rentenzusprechenden Verfügung fehlt – wie 
auch bei der Rentenrevision die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige 
Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des geltend gemachten Rentenanspruchs mit 
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 
Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen 
des Gesundheitszustandes) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung 
und prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.3 und 5.4; 130 V 71 E. 3.2.3).

d) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
der Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(Befunderhebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch 
das Leiden eingeschränkt, das heisst arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4; 115 V 133 E. 2; 107 V 
17 E. 2b; 105 V 156 E. 1). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird laut der Rechtsprechung nach dem 
Mass bestimmt, in welchem die versicherte Person aus gesundheitlichen Gründen an ihrem 
angestammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann. Nicht 
massgebend ist hingegen die bloss medizinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit 
(BGE 111 V 235 E. 1b mit Hinweisen). Bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten 
Beruf hat die versicherte Person andere ihr offen stehende Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen 
(BGE 115 V 403 E. 2; 114 V 281 E. 1d). Auch die Zumutbarkeit einer Invalidentätigkeit ist vor allem 
aus medizinischer Sicht zu beurteilen, wobei dieser Sachverhalt aufgrund des objektiven Befundes 
durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 107 V 17 E. 2b; OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen 
Unfallversicherung, 1995, S. 201). Insbesondere ist dabei nicht auf das subjektive Empfinden der 
versicherten Person abzustellen, hätte es doch diese ansonsten in der Hand, ihren Invaliditätsgrad 
selbst zu bestimmen.

e) Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen, und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

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Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also 
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des 
Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). In Bezug auf Berichte von 
Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen).

4. Eingangs ist festzustellen, dass die Vorinstanz auf die Neuanmeldung eingetreten ist und 
das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers materiell geprüft hat. Streitig ist vorliegend, ob 
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verschlechtert und er daher einen Anspruch 
auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung der 
anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades ist die letzte materiell-rechtliche Verfügung 
der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 30. Mai 2002.

a) Als Vorbemerkung ist festzuhalten, dass der vorliegende Fall genügend abgeklärt wurde 
und das medizinische Dossier komplett ist. Auch erübrigen sich weitere berufliche Abklärungen. 
Der Beschwerdeführer absolvierte im Rahmen der ihm gewährten Hilfe bei der Arbeitsvermittlung 
in den Jahren 2008 und 2009 in der D.________, E.________ sowie bei F.________, B.________ 
mehrmonatige Praktika (Kostengutsprachen vom 3. November 2008, Vorakten S. 304 f. und 
9. Februar 2009, Vorakten S. 324 f.). Weitere berufliche Massnahmen wurden von ihm mit 
Schreiben vom 14. Mai 2009 (Vorakten S. 337) abgelehnt.

Da der Fall sowohl in medizinischer als auch in beruflicher Hinsicht umfassend abgeklärt wurde, 
kann abschliessend darüber entschieden werden.

b) Zunächst ist auf die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers näher 
einzugehen, wie sie sich zum Zeitpunkt der letzten materiell-rechtlichen Verfügung der IV-Stelle 
des Kantons Graubünden vom 30. Mai 2002 darstellte. Diese berief sich zur Begründung ihrer vom   
1. August 1997 bis 30. November 2000 befristeten Rentenzusprache mit Leistungsverweigerung 
ab dem 1. Dezember 2000 auf eine berufliche Abklärung im J.________, welche vom 29. Mai 2000 
bis 27. August 2000 stattfand (Vorakten S. 158 ff., insbesondere S. 156). Gemäss dem 
Schlussbericht vom 25. August 2000 (Vorakten S. 139 ff.) sei der Beschwerdeführer nach einer 
Einarbeitungsphase in der Lage, in einer angepassten Tätigkeit (z.B. einfache industrielle 
Produktion) zu 100 Prozent mit einer um 30 Prozent verminderten Leistungsfähigkeit (Pausen; 
Positionswechsel) zu arbeiten (Vorakten S. 137).

Die Beurteilung basierte ferner auf folgenden medizinischen Grundlagen: Seit dem Jahr 1995 leide 
der Beschwerdeführer unter zunehmenden Rückenschmerzen sowie Abdominalbeschwerden. Es 
wurde die Diagnose eines lumboradikulären Schmerzsyndroms links bei paramedialer 
Diskushernie L5/S1 links mit Kompromittierung der Wurzel S1 links gestellt. Seit dem 12. August 
1996 bestehe in der bisherigen Tätigkeit eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit. In einer 
angepassten, rückenschonenden Tätigkeit (z.B. Kontroll- und Überwachungsfunktion) ohne Heben 

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und Tragen von Gewichten über 10 kg und mit regelmässigen Positionswechseln bestehe eine 
100-prozentige Arbeitsfähigkeit (u.a. K.________ Kantons- und Regionalspital, statt vieler: 
Berichte vom 21. Oktober 1997, Vorakten S. 64 f. [Rückenbeschwerden] und vom 5. Juni 1997, 
Vorakten S. 29 ff. [Abdominalbeschwerden]; L.________, Austrittsbericht vom 11. Dezember 1996, 
Vorakten S. 17 ff.; Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, Arztbericht 
vom 10. September 1997, Vorakten S. 45 f.; Dr. med. M.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, Bericht vom 19. Januar 2000, Vorakten S. 102; Dr. med. N.________, 
Facharzt für Gastroenterologie FMH, Bericht vom 3. Dezember 1999, Vorakten S. 99 ff.). 

c) Seit Erlass der letzten materiell-rechtlichen Verfügung der IV-Stelle des Kantons 
Graubünden vom 30. Mai 2002 entwickelte sich die gesundheitliche Situation des 
Beschwerdeführers wie folgt:

aa) Am 1. März 2006 diagnostizierte Dr. med. O.________, Facharzt für Rheumatologie und 
Allgemeine Innere Medizin FMH, ein mässiges Zervikalsyndrom bei Diskopathie C6/C7, ein 
massives Lumbalsyndrom bei Diskopathie L5/S1 sowie Zeichen der Nichtorganizität bei 
psychosozialer Belastung im Sinne einer somatoformen Schmerzstörung. Aufgrund der 
Wirbelsäulenbeschwerden könnte eine Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent als gerechtfertigt 
erscheinen (Vorakten S. 221; vgl. auch Bericht vom 18. Oktober 2002, Vorakten S. 220 f.).

Am 18. März 2006 bestätigte auch Dr. med. P.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, neu auftretende Zervikalgien sowie persistierende Lumbalgien und verwies auf die von 
Dr. med. O.________ attestierte 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit (Vorakten S. 207). In einem 
Schreiben vom 5. April 2006 an die Vorinstanz betonte der Arzt zudem, dass ein Vergleich der 
Arztberichte von Dr. med. O.________ vom 1. März 2006 und 18. Oktober 2002 auf eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes schliessen lasse, welche sich auch in seiner 
Arbeitsfähigkeit niederschlage (Vorakten S. 222).

Der RAD-Arzt Dr. med. Q.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, hielt am 
29. Mai 2006 und 10. Oktober 2006 dafür, es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass eine 
erhebliche und andauernde Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eingetreten sei. Es würden weitgehend dieselben Beschwerden angegeben 
wie früher; auch die psychosoziale Problematik scheine anzudauern (Vorakten S. 224, 237).

Dr. med. R.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, beschrieb 
im Arztbericht vom 20. Juni 2008 chronische Zervikalgien und Lumboischialgien bei degenerativen 
Veränderungen und einer Diskushernie L5/S1. Der Beschwerdeführer sei in einer leichten Tätigkeit 
zu 100 Prozent arbeitsfähig mit einer Leistungsminderung von 50 Prozent (Vorakten S. 286).

Dr. msc. S.________, Chiropraktiker ASC, diagnostizierte am 21. Oktober 2010 ein chronisches 
Lumbal- und Zervikalsyndrom bei muskulärer Dysbalance, statischer Störung und degenerativen 
Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule, Diskopathien C4/5, C5/6, L4/5 und L5/S1 sowie eine 
fazettäre Arthrose L4/5 und L5/S1. Die Schmerzsymptomatik habe sich verstärkt, der 
Beschwerdeführer sei vollständig arbeitsunfähig (Vorakten S. 345). Aufgrund dieses Berichts ging 
auch der RAD-Arzt Dr. med. Q.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, in seiner 
Stellungnahme vom 30. November 2010 von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
aus (subjektiv seit Mai 2009, objektiv seit August 2010) (Vorakten S. 356).

Auch Dr. med. T.________, Fachärztin für Anästhesiologie FMH und Interventionelle 
Schmerztherapie SSIPM, beschrieb am 4. November 2010 eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes. Als Diagnosen werden genannt: chronisches, invalidisierendes zervikales 

Kantonsgericht KG

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und lumbales Schmerzsyndrom, Schmerzverarbeitungsstörung bei Depression und St.n. 
Cholezystektomie 1997. Eine mögliche Arbeit müsse körperlich leicht sein (kein Heben/Tragen von 
Lasten, kein Bücken), müsse einen regelmässigen Wechsel der Körperposition erlauben und 
müsse unbedingt begleitet erfolgen. Im Idealfall sei während des ersten Jahres eine 
Arbeitsfähigkeit von maximal 
50 Prozent vorstellbar, mit einer Leistungseinschränkung während der ersten Monate von 
mindestens 50 Prozent (Vorakten S. 353).

Am 1. November 2010 bestätigte Dr. med. U.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, dass der Beschwerdeführer seit dem 18. September 2009 in seiner 
Behandlung stehe. Es wird die Diagnose „Angst und Depression gemischt (ICD-10: F41.2)“ 
gestellt. Die Arbeitsunfähigkeit betrage aus psychiatrischer Sicht 40 bis 50 Prozent (Vorakten S. 
355).

Dr. med. R.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, 
diagnostizierte am 10. Januar 2011 chronische und invalidisierende Zervikodorsolumbalgien bei 
radiologisch degenerativen Veränderungen (Spondylodiskarthrose C6/7) mit Unkarthrose beidseits 
C5/6 und C6/7, Skoliose dorsolumbal mässigen Grades, Diskopathie L5/S1 mit medianer 
Diskushernie und Arthose L5/S1, PSH der rechten Schulter. Es bestehe eine 100-prozentige 
Arbeitsunfähigkeit (Vorakten S. 377 ff.; vgl. auch Arztzeugnis vom 7. November 2011, Vorakten S. 
546). Am 14. Mai 2012 bestätigte der Arzt einen stationären Gesundheitszustand bei gleicher 
Diagnose und mit fortwährender 100-prozentiger Arbeitsunfähigkeit (Vorakten S. 499 ff.).

Am 1. Februar 2011 äusserte sich Dr. med. T.________, Fachärztin für Anästhesiologie FMH und 
Interventionelle Schmerztherapie SSIPM, wie folgt: Der Beschwerdeführer leide unter einem 
chronischen invalidisierenden zervikalen und lumbalen Schmerzsyndrom sowie unter einer 
gemischten anxio-depressiven Störung (ICD-10: F41.2). Die gesundheitlichen Einschränkungen 
(Schmerzen, muskuläre Dysbalance, Wirbelsäulenfehlhaltung, Dekonditionierung) seien sehr 
einschränkend; eine langsame betreute Wiedereingliederung sei notwendig (10 bis 20 Prozent ab 
sofort mit langsamer Steigerung) (Vorakten S. 396 ff.). Am 28. April 2011 bestätigte die Ärztin, 
dass der Beschwerdeführer zu 100 Prozent arbeitsunfähig sei (Vorakten S. 547).

Im Arztbericht vom 3. März 2011 bestätigt Dr. med. U.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, die Diagnose „Angst und Depression gemischt (ICD-10: F41.2)“. Es bestehe 
eine Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent bei einer verminderten Leistungsfähigkeit von 10 Prozent 
(Vorakten S. 401 ff.). Bei stationärem Gesundheitszustand wurden diese Angaben in den 
Verlaufsberichten vom 5. Juni 2012 und 12. Dezember 2012 bestätigt (Vorakten S. 509 ff., 527 ff.).

bb) Am 12. Mai 2011 gab die Vorinstanz ein rheumatologisch-psychiatrisches Gutachten in 
Auftrag:

Das rheumatologische Gutachten wurde am 5. September 2011 von Dr. med. G.________, 
Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, erstattet (Vorakten S. 436 ff.). 
Es wurden die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (Vorakten 
S. 431):

1. langjähriges chronisches diffuses Schmerzsyndrom
- weit vordergründig psychosozial konditionierte Schmerzperzeptions- und Verarbeitungsstörung

2. chronisches bis chronifiziertes Panvertebralsyndrom
- altersentsprechende mässiggradige degenerative Veränderungen

Kantonsgericht KG

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- kein Anhalt für Neurokompression

3. Periarthropathia humeroscapularis rechts bei Bursitis subacromialis
- arthrosonographisch degenerative Veränderungen im Supraspinatus-Bereich ohne Rupturzeichen

4. Fersensporn links mit Enthesitis plantaris links

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden Adipositas und arterielle 
Hypertonie genannt.

In seiner Beurteilung hielt der Rheumatologe fest, dass die grundsätzlich objektivierbaren Gründe 
für zumindest einen Teil der angegebenen Beschwerden grundsätzlich häufig und therapeutisch 
angehbar seien. Das subjektiv als vollinvalidisierend empfundene Beschwerdebild und die 
bisherige absolute Therapierefraktärität könnten mit den objektiven Befunden keinesfalls erklärt 
werden. Zusammen mit den im Status deutlichen Waddel-Zeichen müsse von einer weit 
vordergründigen psychosozial konditionierten Schmerzperzeptions- und Verarbeitungsstörung 
ausgegangen werden (Vorakten S. 430). Eine körperlich leichte Tätigkeit ohne übermässige 
Haltungs- und Bewegungsmonotonien und mit der Möglichkeit, die Arbeitsposition zu wechseln, 
sei aus rein rheumatologischer Sicht grundsätzlich zu 100 Prozent ohne Leistungsminderung 
zumutbar (Vorakten S. 429 f.).

Das psychiatrische Gutachten von Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, datiert vom 18. Oktober 2011 (Vorakten S. 459 ff.). Es wurde die folgende 
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt (Vorakten S. 448):

1. chronifizierende ängstlich-depressive Entwicklung, aktuell mittleren Grades, mit somatischem Syndrom 
(ICD-10: F32.11), DD ausgeprägte Dysthymie (ICD-10: F34.1), medikamentös insuffizient behandelt, mit/bei
- objektivierten Diskopathien C6/7 und L5/S1
- Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung resp. chronische Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41)

Der Beginn des mittleren Depressionsgrades sei unbekannt (etwa Oktober 2010); die Diskopathie 
L5/S1 bestehe aktenmässig seit Oktober 1996, die Diskopathie C6/7 seit März 2006.

Aktuell seien die Behandlungsmöglichkeiten der Depression nicht ausgeschöpft, würden doch laut 
Plasmaspiegelkontrolle der Spiegel sowohl für Saroten als auch für Cipralex weit unterhalb des 
therapeutisch wirksamen Bereichs liegen (Vorakten S. 446). Bevor eine optimale (und 
spiegelmässig verifizierte) antidepressive Therapie wirksam installiert sei, könne die Frage nach 
einer allfälligen Invalidität und Arbeitsfähigkeit psychiatrisch nicht abschliessend beurteilt werden 
(Vorakten S. 443).

cc) In der Folge kam es – unter ärztlicher Kontrolle – zu einer Gewichtsreduktion sowie 
einer Anpassung der Psychopharmakotherapie. Nichts desto trotz bestätigten sowohl der 
behandelnde Rheumatologe wie auch der behandelnde Psychiater einen stationären 
Gesundheitszustand bei gleichbleibender Diagnose und fortwährender, 100- bzw. 50-prozentiger 
Arbeitsunfähigkeit (Berichte vom 14. Mai 2012 [Vorakten S. 499 ff.], 5. Juni 2012 [Vorakten S. 509 
ff.] und 9. Januar 2013 [Vorakten S. 527 ff.]). Am 22. August 2012 bestätigte auch der RAD, dass 
keine Anhaltspunkte für eine veränderte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den 
begutachtenden Psychiater vorliegen würden (Vorakten S. 518).

Am 13. Februar 2013 gab die Vorinstanz bei Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, ein psychiatrisches Nachgutachten in Auftrag, welches am 25. April 2013 

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erstattet wurde (Vorakten S. 571 ff.). Darin werden die bereits im ersten Gutachten gestellten 
Diagnosen bestätigt (Vorakten S. 563). Die Blutplasmaspiegel der eingenommenen Antidepressiva 
würden unterhalb des therapeutischen Bereichs liegen; Ziel müsse das Erreichen suffizienter 
Spiegel sein. Die Arbeitsfähigkeit betrage – bei immer noch mittelgradigem depressivem Zustand – 
aus psychiatrischer Sicht weiterhin 50 Prozent und sei potentiell durch Optimierung der 
Psychopharmakotherapie besserbar. Auch liege das Gewicht heute nur um einen BMI-Punkt tiefer 
und immer noch im Bereich einer Adipositas I. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor zu passiv 
(keine körperliche Aktivität, keine Mithilfe im Haushalt). Seine ungenügende Motivation könne 
immerhin teilweise dem Depressionsgrad angelastet werden. Dessen Reduktion sei deshalb 
oberstes Ziel (Vorakten S. 563 ff.).

dd) Am 1. Mai 2013 äusserte sich der RAD-Arzt Dr. med. V.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, wie folgt: Zwar seien monatliche Plasmaspiegel zumutbar, es 
stelle sich aber die Frage, ob der Beschwerdeführer nicht stationär (mit einem Beschäftigungs-, 
Ergo- und Physiotherapieprogramm) behandelt werden sollte, um eine multidisziplinäre 
Behandlung durchzuführen und bessere Eingliederungschancen erreichen zu können. Da 
Adipositas I per se nicht invalidisierend sei, seien nur gesundheitliche Empfehlungen zu 
kommunizieren. Die mittlere depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) 
könne sich mit einer optimalen Behandlung zwar verbessern, sie könne aber auch als 
invalidisierende Diagnose, die für eine 
50-prozentige Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit verantwortlich sei, verbleiben. Der Zustand sollte 
6 Monate nach Umstellung der Psychopharmakotherapie (Schadensminderungspflicht) überprüft 
werden. Mit einer prekären finanziellen Situation des Beschwerdeführers und seiner Familie, einer 
extremen Dekonditionierung und Akkulturationsproblemen seien stark 
wiedereingliederungshemmende Faktoren vorhanden (Vorakten S. 575).

In seiner Stellungnahme vom 12. August 2013 hielt der RAD-Arzt Dr. med. W.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, dafür, dass aus dem neuen Gutachten hervorgehe, dass 
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nicht in massgeblicher Weise geändert habe 
(Vorakten S. 578).

ee) Schliesslich wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. I.________, Facharzt für 
Neurologie FMH sowie Psychiatrie und Psychotherapie FMH, begutachtet. Das Gutachten wurde 
am 2. Juni 2014 erstattet (Vorakten S. 638 ff.). Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
werden keine gestellt. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit werden genannt 
(Vorakten S. 619 f.):

1. anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
- bestehend spätestens seit dem Jahr 1999

2. Persönlichkeit mit akzentuierten narzisstischen, emotional unreifen und impulsiven Zügen (ICD-10: Z73.1)
- die akzentuierten Persönlichkeitszüge bestehend bereits seit der Adoleszenz

3. Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10: F68.0)
- bestehend spätestens seit dem Jahre 2000

Trotz der bestehenden psychischen Störungen mit den geschilderten Symptomen wäre der 
Beschwerdeführer aus rein psychiatrischer Sicht noch in der Lage, seine bisherige Tätigkeit im 
Strassenbau und jede andere, dem Alter und Ausbildungsstand sowie den tatsächlichen 
körperlichen Beeinträchtigungen angepasste Tätigkeit weiterhin auszuüben. Aufgrund seiner 
psychischen Symptomatik wäre allenfalls eine geringe Minderung der Leistungsfähigkeit von 

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maximal 20 Prozent anzuerkennen, welche durch seine starke Fixierung auf seine eigenen 
Probleme und die hierdurch leicht verminderte Konzentrationsfähigkeit und ein etwas langsameres 
Arbeitstempo bedingt werde. Die Aufnahme sozialer Kontakte werde ihm bei entsprechender 
Willensanstrengung nicht schwerer fallen (Vorakten S. 608). Die vom behandelnden Psychiater 
postulierte Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent sei aus rein psychiatrisch-gutachterlicher Sicht nicht 
zu rechtfertigen und auch absolut nicht durch die vom Psychiater gestellte Diagnose zu begründen 
(Vorakten S. 608 ff.). 

5. a) Vorliegend ist festzustellen, dass das rheumatologische Gutachten vom 5. September 
2011 von Dr. med. G.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin FMH 
(Vorakten S. 436 ff.) zu keinen Beanstandungen Anlass gibt, da es umfassend, gut begründet, 
logisch und nachvollziehbar ist. Weder der RAD (Vorakten S. 518, 575, 578) noch der 
behandelnde Rheumatologe (Vorakten S. 499 ff.) oder der Beschwerdeführer äussern eine 
begründete Kritik am rheumatologischen Gutachten, weshalb vollumfänglich darauf abgestellt 
werden kann. In somatischer Hinsicht ist somit von folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit auszugehen: chronisches diffuses Schmerzsyndrom, chronisches bis 
chronifiziertes Panvertebralsyndrom, Periarthropathia humeroscapularis rechts bei Bursitis 
subacromialis sowie Fersensporn links mit Enthesitis plantaris links (Vorakten S. 431). Eine 
körperlich leichte Tätigkeit ohne übermässige Haltungs- und Bewegungsmonotonien und mit der 
Möglichkeit, die Arbeitsposition zu wechseln, ist dem Beschwerdeführer aus rein 
rheumatologischer Sicht grundsätzlich zu 100 Prozent ohne Leistungsminderung zumutbar 
(Vorakten S. 429 f.).

b) aa) In psychiatrischer Hinsicht wurde der Beschwerdeführer insgesamt dreimal 
begutachtet. Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, erstattete 
am 
18. Oktober 2011 ein erstes Gutachten (Vorakten S. 459 ff.). Er stellte die folgenden Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: chronifizierende ängstlich-depressive Entwicklung, aktuell 
mittleren Grades, mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11), DD ausgeprägte Dysthymie (ICD-
10: F34.1), medikamentös insuffizient behandelt, mit/bei objektivierten Diskopathien C6/7 und 
L5/S1 sowie Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung resp. chronische Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) (Vorakten S. 448). Diese Diagnosen 
bestätigte er in seinem Nachgutachten vom 25. April 2013 (Vorakten S. 563). Zur Arbeitsfähigkeit 
konnte sich der Gutachter nicht abschliessend äussern, da die Blutplasmaspiegel der 
eingenommenen Antidepressiva unterhalb des therapeutischen Bereichs lagen (Vorakten S. 443). 
Im Nachgutachten wurde dem Beschwerdeführer dennoch ohne weitere Begründung eine 
Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent attestiert, obschon die Psychopharmakotherapie noch immer 
nicht optimal eingestellt war (Vorakten S. 562).

Am 2. Juni 2014 erstattete Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie FMH sowie Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, ein weiteres psychiatrisches Fachgutachten (Vorakten S. 638 ff.). Er 
stellte die folgenden Diagnosen: anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), 
Persönlichkeit mit akzentuierten narzisstischen, emotional unreifen und impulsiven Zügen (ICD-10: 
Z73.1) sowie Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10: F68.0). Der 
Beschwerdeführer sei aus rein psychiatrischer Sicht in der Lage, seine bisherige Tätigkeit im 
Strassenbau sowie jede andere angepasste Tätigkeit weiterhin zu 100 Prozent mit einer 
Leistungsminderung von maximal 20 Prozent auszuüben. In seiner Beurteilung zeigte sich der 
Gutachter erstaunt darüber, dass die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung weder vom 
Vorgutachter noch vom behandelnden Psychiater gestellt worden sei. Die gesamte Symptomatik 
des Beschwerdeführers habe eindeutig mit der körperlichen Erkrankung und den seither 

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anhaltenden Klagen über die Schmerzen mit pathologischer Schmerzfixierung und 
Selbstlimitierung begonnen, was nicht zuletzt im Hinblick auf die schwierige soziale Situation 
eindeutig zur Entwicklung einer somatoformen Störung geführt habe. In Anbetracht der anhaltend 
schwierigen finanziellen Situation der Familie und der angesichts fehlender Ausbildung, 
fortgeschrittenen Alters und marginaler Sprachkenntnisse geringen Aussichten des 
Beschwerdeführers auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei auch nach Erhalt einer 
Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz von fortbestehenden psychosozialen Belastungen und 
emotionalen Konflikten auszugehen, welche die Entwicklung und Persistenz der anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung mühelos erklären würden. Die Definition der ICD-10 einer 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung sei beim Beschwerdeführer geradezu 
lehrbuchmässig erfüllt (Vorakten S. 614, 612).

bb) Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie FMH sowie Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, legt in einlässlicher und überzeugender Würdigung der medizinischen 
Sachlage dar, weshalb vorliegend von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: 
F45.4) auszugehen ist und die vom psychiatrischen Vorgutachter diagnostizierte ängstlich-
depressive Entwicklung, aktuell mittleren Grades, mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) 
sowie die vom behandelnden Psychiater gestellte Diagnose „Angst und Depression gemischt (ICD-
10: F41.2)“ nicht zutreffen können. Der absolut überzeugenden Argumentation von Dr. med. 
I.________ ist nichts entgegenzuhalten. Da sich das Gutachten zudem auf eine ausführliche 
Exploration sowie das dem Gutachter zur Verfügung gestellte Dossier mit sämtlichen bisherigen 
ärztlichen Zeugnissen stützt, die vom Beschwerdeführer beklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurde sowie in der Beurteilung der medizinischen 
Situation sowie der medizinischen Zusammenhänge absolut einleuchtend ist, ist ohne Weiteres 
darauf abzustellen und aus psychiatrischer Sicht von einer grundsätzlich vollen Arbeitsfähigkeit mit 
einer Leistungsminderung von maximal 20 Prozent auszugehen.

Der Beschwerdeführer ficht das Gutachten von Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie FMH 
sowie Psychiatrie und Psychotherapie FMH, nicht im Detail an. Vielmehr kritisiert er in pauschaler 
Art und Weise, dass sich der Gutachter nicht mit den vom Beschwerdeführer beigebrachten 
Arztzeugnissen auseinandergesetzt habe. Dies trifft aber nicht zu. Dr. med. I.________ hat sowohl 
die Arztzeugnisse des behandelnden Psychiaters als auch die beiden psychiatrischen 
Vorgutachten in umfassender und absolut nachvollziehbarer Weise diskutiert und gewürdigt. Der 
Vorhalt des Beschwerdeführers entbehrt damit jeglicher Grundlage. Was die vom 
Beschwerdeführer gerügte fehlende Unabhängigkeit von Dr. med. I.________ anbelangt, so wird 
diese Rüge erstmals im vorliegenden Beschwerdeverfahren vorgebracht. Da Ausstands- und 
Befangenheitsgründe umgehend geltend zu machen sind, d.h. grundsätzlich sobald der Betroffene 
Kenntnis von den entsprechenden Tatsachen erhält (vgl. Urteil BGer 9C_87/2011 vom 1. 
September 2011 E. 4.2 mit Hinweisen), der Beschwerdeführer aber nicht behauptet, die gerügte 
Befangenheit des Gutachters sei ihm erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung der 
Vorinstanz bekannt geworden, ist er mit der Rüge der Befangenheit nicht mehr zu hören. Auch 
bestreitet er die Unabhängigkeit des Gutachters nur in allgemeiner Weise und nicht spezifiziert auf 
den Fall bezogen.

Weiter ist festzustellen, dass die beiden Gutachten von Dr. med. H.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, weniger überzeugend sind. Dies deshalb, weil der Gutachter 
von der gestellten Diagnose einer ängstlich-depressiven Entwicklung, aktuell mittleren Grades, auf 
eine Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent schliesst. Nach konstanter bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung werden leicht-mittelgradige Episoden einer Depression und selbst mittelgradige 
depressive Episoden regelmässig nicht als von depressiven Verstimmungszuständen klar 

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unterscheidbare andauernde Depression im Sinne eines verselbstständigten 
Gesundheitsschadens betrachtet; dies selbst dann, wenn die depressive Episode vor dem 
Hintergrund einer rezidivierenden depressiven Störung diagnostiziert worden ist (vgl. Urteil BGer 
8C_104/2014 vom 26. Juni 2014 E. 3.3.4 mit weiteren Hinweisen). Schon vom Schweregrad der 
Depression her kann dieser keine invalidisierende Beeinträchtigung beigemessen werden (vgl. 
Urteil BGer 8C_581/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). Auch die vom 
behandelnden Psychiater gestellte Diagnose „Angst und Depression gemischt (ICD-10: F41.2)“ 
findet bei gleichzeitigem Bestehen von Angst und Depression nur dann Verwendung, wenn keine 
der beiden Störungen eindeutig vorherrscht und keine für sich genommen eine eigenständige 
Diagnose rechtfertigt. Treten ängstliche und depressive Symptome in so starker Ausprägung auf, 
dass sie einzelne Diagnosen rechtfertigen, werden beide Diagnosen eigenständig gestellt und auf 
diese gemischte Diagnose verzichtet. Entsprechend hat das Bundesgericht wiederholt erkannt, 
dass die Diagnose „Angst und depressive Störung gemischt“ im Lichte der offiziellen ICD-
klassifikatorischen Umschreibung ganz allgemein im Grenzbereich dessen zu situieren sei, was 
überhaupt noch als krankheitswertig im Sinne des Gesetzes und potentiell invalidisierendes Leiden 
gelten könne (Urteile BGer 9C_958/2011 vom 
3. Februar 2012 E. 4.3 und 9C_636/2007 vom 28. Juli 2008 E. 3.3.2; bestätigt in Urteil BGer 
8C_55/2014 vom 27. Februar 2014 E. 4.3). Auf die von den Dres. med. H.________ und 
U.________, beides Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, attestierte 
Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent kann vor diesem Hintergrund nicht abgestellt werden.

cc) Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie FMH sowie Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, hat die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers anhand der sogenannten 
Förster-Kriterien beurteilt. In BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht seine bisherige 
Rechtsprechung aber teilweise geändert und dabei namentlich die Überwindbarkeitsvermutung 
aufgehoben. Anstelle des bisherigen Regel/Ausnahme-Modells trat ein strukturiertes, normatives 
Prüfraster. Wie nachfolgend aufgezeigt wird, führt auch die neue Rechtsprechung zu den 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden 
gemäss BGE 141 V 281 zu keiner anderen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit:

Nachdem im Jahr 1996 die ersten gesundheitlichen Probleme aufgetreten waren, welche eine 
anhaltende Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatten, war der Beschwerdeführer motiviert, wieder eine 
berufliche Tätigkeit aufzunehmen. Er meldete sich als Stellensuchender beim RAV an, stellte bei 
der IV-Stelle ein Gesuch um Stellenvermittlung und absolvierte diverse Praktika. Die 
Zusammenarbeit mit dem Beschwerdeführer gestaltete sich aber schwierig, da der 
Beschwerdeführer wenig Selbstverantwortung an den Tag legte, sondern darauf wartete, dass ihm 
eine passende Stelle angeboten wird. Es folgte eine Zunahme der bestehenden Schmerzen und 
Beeinträchtigungen und ein Verzicht seitens des Beschwerdeführers auf weitere berufliche 
Massnahmen.

Zum Komplex „Gesundheitsschädigung“ gilt es zu sagen, dass der Beschwerdeführer neben der 
somatoformen Schmerzstörung unter körperlichen Begleiterkrankungen leidet. Gemäss dem 
rheumatologischen Gutachter handelt es sich beim diagnostizierten Panvertebralsyndrom um 
altersentsprechende mässiggradige degenerative Veränderungen und bei der Periarthropathia 
humeroscapularis rechts um degenerative Veränderungen ohne Rupturzeichen (Vorakten S. 431). 
In einer angepassten Tätigkeit (körperlich leichte Arbeit ohne übermässige Haltungs- und 
Bewegungsmonotonien und mit der Möglichkeit, die Arbeitsposition zu wechseln) vermögen die 
rheumatologischen Befunde weder eine Arbeitsunfähigkeit noch eine Leistungsminderung zu 
begründen (Vorakten S. 429 f.). Eine echte psychiatrische Komorbidität von erheblicher Schwere, 
Ausprägung und Dauer besteht nicht (Vorakten S. 611). Kommt hinzu, dass die 

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psychopharmakologischen Optionen nicht vollständig ausgeschöpft sind (ungenügende 
Blutplasmaspiegel; kein stationärer Aufenthalt) (Vorakten S. 611). Weiter ist der Beschwerdeführer 
trotz bestehender Schmerzen in der Lage, sich am Familienleben zu beteiligen, das Haus alleine 
zu verlassen und seine Familie im Heimatland zu besuchen (Vorakten S. 265, 611, 622 f., 626). Es 
besteht zwar eine Rückzugstendenz, diese ist jedoch massgeblich durch krankheitsfremde, soziale 
und finanzielle Aspekte bedingt (Vorakten S. 609). Hinweise auf einen krankheitsbedingten 
Autonomieverlust bestehen nicht. Eine schwere Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und 
Symptome (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1) fällt vor diesem Hintergrund ausser Betracht.

In Bezug auf die im Komplex „Persönlichkeit“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.2) zu prüfenden Merkmale 
liegen sodann gemäss gutachterlicher Beurteilung keine produktiv psychotischen Phänomene vor, 
insbesondere besteht kein Wahn. Auch Wahrnehmungsstörungen oder Halluzinationen sind nicht 
objektivierbar. Ebenso besteht kein Anhalt für eine Ich-Störung oder Einzelphänomene wie 
Derealisations- oder Depersonalisationserleben. Die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit 
sind nicht beeinträchtigt, die Gedächtnisleistungen intakt, der formale Gedankengang geordnet, 
das Abstraktionsvermögen erhalten. Es bestehen keinerlei Hinweise für eine Lernbehinderung 
oder Intelligenzminderung (Vorakten S. 620). Damit verfügt der Beschwerdeführer über gute 
persönliche Primärressourcen. Schliesslich gilt es in Bezug auf den Komplex „Sozialer Kontext“ 
(BGE 141 V 281 E. 4.3.3) darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer über ein intaktes 
soziales Netzwerk verfügt. Er lebt in einer Familie und nimmt am Familienleben teil. Ein 
krankheitsbedingter sozialer Rückzug liegt nicht vor.

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass sich in den medizinischen Berichten Hinweise auf eine 
Aggravationstendenz sowie eine starke Schmerzfixierung und –ausgestaltung mit 
Symptomausweitung finden. Der Beschwerdeführer sei bezüglich der geschilderten Beschwerden 
suggestibel, seine Selbstlimitierung nicht adäquat und übertrieben (Vorakten S. 565, 610, 617, 
619, 624). Zudem bestehen diverse krankheitsfremde Faktoren: finanzielle Probleme, 
Verdienstaussichten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, familiäre Belastungen, narzisstische 
Kränkungen sowie der Wunsch nach Anerkennung (Vorakten S. 610).

dd) In der Gesamtbetrachtung fehlt es am erforderlichen funktionellen Schweregrad der 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung. Die Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 zeigt 
weder im Komplex „Gesundheitsschaden“ noch in den Komplexen „Persönlichkeit“ und „Sozialer 
Kontext“ eine negative Beeinflussung. Eine Konsistenzprüfung (BGE 141 V 281 E. 4.4) erübrigt 
sich vor diesem Hintergrund. Das psychiatrische Fachgutachten von Dr. med. I.________, 
Facharzt für Neurologie FMH sowie Psychiatrie und Psychotherapie FMH, hält auch unter der 
geänderten Rechtsprechung vor Bundesrecht stand, weshalb sich die Durchführung eines 
strukturierten Beweisverfahrens nach den Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 erübrigt 
(vgl. in diesem Sinne Urteile BGer 9C_173/2015 vom 29. Juni 2015 E. 4.2.3 ff.; 8C_491/2015 vom 
24. September 2015 E. 4.2.2; 8C_562/2014 vom 29. September 2015 E. 8.3).

c) Damit kann zusammenfassend festgehalten werden, dass im vorliegenden Fall von 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) mit/bei chronischem bis 
chronifiziertem Panvertebralsyndrom, Periarthropathia humeroscapularis rechts bei Bursitis 
subacrominalis und Fersensporn links mit Enthesitis plantaris links, einer Persönlichkeit mit 
akzentuierten narzisstischen, emotional unreifen und impulsiven Zügen (ICD-10: Z73.1) sowie der 
Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10: F68.0) auszugehen ist. 
Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ist in einer angepassten Tätigkeit (körperlich leichte 
Tätigkeit ohne übermässige Haltungs- und Bewegungsmonotonien und mit der Möglichkeit, die 
Arbeitsposition zu wechseln) aus psychiatrisch-rheumatologischer Sicht nicht eingeschränkt, es 

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besteht aber aufgrund einer starken Fixierung auf die eigenen Probleme und die hierdurch leicht 
verminderte Konzentrationsfähigkeit sowie ein etwas langsameres Arbeitstempo aus 
psychiatrischer Sicht eine verminderte Leistungsfähigkeit von maximal 20 Prozent.

6. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Für diesen Einkommensvergleich 
sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des – möglichen – Rentenanspruchs massgebend, 
wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige 
rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des 
Einspracheentscheides zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 129 V 222).

a) Bis zum Beginn seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung arbeitete der Beschwerdeführer 
als Saisonnier im Strassen- und Tiefbau. Es ist davon auszugehen, dass er ohne 
Gesundheitsschaden weiterhin in diesem Bereich tätig wäre. Gemäss der „Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung 2010“ (Tabelle TA1, Position 42 [Tiefbau], Anforderungsniveau 4 [einfache 
und repetitive Tätigkeiten], Männer) wird für diese Arbeiten ein monatlicher Bruttolohn von CHF 
5‘621.- bezahlt. Die Summe wurde aufgrund einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden 
berechnet, die durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr 2010 betrug jedoch 41.9 Stunden 
(betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Positionen 41-42, Jahr 2010). Mit dieser 
Arbeitszeit berechnet beträgt das monatliche Einkommen deshalb CHF 5‘888.-. Wäre der 
Beschwerdeführer, welcher in den Jahren 1995 und 1996 jeweils während 9 Monaten in der 
Schweiz arbeitete (vgl. Fragebogen für den Arbeitgeber, Vorakten S. 48 ff.), weiterhin in diesem 
Umfang arbeitstätig, könnte er ein jährliches Einkommen von CHF 52‘992.- (9 Monate x CHF 
5‘888.-) erzielen. Aufgerechnet auf das ganze Jahr beträgt das Valideneinkommen CHF 70‘656.- 
(12 Monate x CHF 5‘888.-).

Die psychiatrisch-rheumatologische Begutachtung des Beschwerdeführers hat ergeben, dass in 
einer angepassten Tätigkeit (körperlich leichte Arbeit ohne übermässige Haltungs- und 
Bewegungsmonotonien und mit der Möglichkeit, die Arbeitsposition zu wechseln) eine 100-
prozentige Arbeitsfähigkeit mit einer um 20 Prozent verminderten Leistungsfähigkeit besteht. 
Gemäss der „Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2010“ (Tabelle TA1, Position 82 
[wirtschaftliche Dienstleistungen für Unternehmen], Anforderungsniveau 4 [einfache und repetitive 
Tätigkeiten], Männer) wird für diese Arbeiten ein monatlicher Bruttolohn von CHF 4‘400.- bezahlt. 
Die Summe wurde aufgrund einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden berechnet, die 
durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr 2010 betrug jedoch 42.1 Stunden (betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen, Positionen 77+79-82, Jahr 2010). Mit dieser Arbeitszeit berechnet 
beträgt das monatliche Einkommen deshalb CHF 4‘631.-, was einem jährlichen Einkommen von 
CHF 55‘572.- (12 Monate x CHF 4‘631.-) entspricht.

Somit ist dem Valideneinkommen von CHF 52‘992.- (9-monatige Arbeitstätigkeit) resp. 
CHF 70‘656.- (ganzjährige Arbeitstätigkeit) ein Invalideneinkommen von CHF 55‘572.- gegenüber 
zu stellen. Im ersten Fall resultiert keine Erwerbseinbusse und der Invaliditätsgrad beträgt 0 
Prozent; im zweiten Fall beträgt die Erwerbseinbusse CHF 15‘084.-, was einem Invaliditätsgrad 
von 21.3 Prozent entspricht. Da der Beschwerdeführer bei beiden Varianten keinen Anspruch auf 
eine Invalidenrente hat, kann letztendlich offen bleiben, ob er ohne Gesundheitsschaden nach wie 
vor bloss während einigen Monaten pro Jahr im Strassen- und Tiefbau arbeiten würde oder ob er 
mittlerweile ganzjährig arbeitstätig wäre.

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b) Damit ist die Beschwerde abzuweisen und die angefochtene Verfügung der Vorinstanz 
vom 5. Juni 2014 zu bestätigen.

7. Die Gerichtskosten werden auf CHF 800.- festgesetzt, aber aufgrund der dem 
Beschwerdeführer mit Verfügung vom 26. November 2014 (608 2014 128) gewährten 
unentgeltlichen Rechtspflege nicht erhoben.

Obschon die Vorinstanz obsiegt, hat sie keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (KIESER, 
ATSG-Kommentar, 3. Auflage, 2015, Art. 61 N. 199).

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten werden auf CHF 800.- festgesetzt, aber aufgrund der gewährten 
unentgeltlichen Rechtspflege nicht erhoben.

III. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 14. September 2016/dki

Präsident Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin