# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a0f42d5-9bfd-5601-a4c7-d886246f62d6
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-30
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 30.01.2018 608 2016 176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2016-176_2018-01-30.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2016 176
608 2016 182

Urteil vom 30. Januar 2018

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher 
Richterinnen: Daniela Kiener

Anne-Sophie Peyraud
Gerichtsschreiberin: Angelika Spiess 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Lorenz 
Fivian    

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG,
Vorinstanz

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenanspruch)

Beschwerde vom 2. September 2016 gegen die Verfügung vom 1. Juli 2016 
(608 2016 176)

Gesuch vom 2. September 2016 um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege (608 2016 182)

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1975 und wohnhaft in B.________, arbeitete ab September 2008 als 
Disponent und kaufmännischer Angestellter bei der C.________ AG in D.________. Seit 2010 litt 
er zunehmend unter Rücken- und Nackenschmerzen und wurde aufgrund von mehreren Band-
scheibenprotrusionen 2010, 2012 und 2013 an der Wirbelsäule operiert. Aufgrund der weiterhin 
anhaltenden Rücken- und Nackenschmerzen ist er seit April 2013 krank geschrieben.

B. Der Versicherte stellte am 24. Juli 2013 (Eingangsdatum 8. August 2013) ein Leistungsge-
such bei der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (IV-Stelle). Ab Februar 2014 
besuchte er ein Belastbarkeitstraining, das infolge der geringen Fortschritte des Versicherten Ende 
Juli 2014 vorzeitig abgebrochen werden musste.

Im Auftrag der Taggeldversicherung E.________ wurde der Versicherte am 17. März 2014 durch 
Dr. med. F.________, Facharzt für Neurochirurgie FMH, begutachtet, der für die bisherige beruf-
liche Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter eine 50-prozentige Arbeitsfähigkeit, in Schritten von 
10-20 Prozent alle 3-4 Wochen steigerbar, attestierte. Die IV-Stelle beauftragte ihrerseits im Juni 
2015 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie FMH, mit 
der Begutachtung des Versicherten. Laut diesem Gutachten vom 28. November 2015 verfügte der 
Versicherte für die bisherige oder jede andere leichte Tätigkeit retrospektiv ab dem 1. April 2014 
über eine 80-prozentige Arbeitsfähigkeit, ohne Leistungseinschränkung. 

Die IV-Stelle erliess am 2. Mai 2016 einen negativen Vorbescheid, wogegen der Versicherte 
Einwände erhob. Mit Verfügung vom 1. Juli 2016 wurde das Leistungsbegehren des Versicherten 
abgewiesen.

C. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Lorenz Fivian, 
am 2. September 2016 Beschwerde ans Kantonsgericht Freiburg. Der Beschwerdeführer bean-
tragt, unter Kosten- und Entschädigungsfolge, dass die Verfügung aufzuheben und die Angele-
genheit an die IV-Stelle zur Neuverfügung über den Rentenanspruch zurückzuweisen sei. Sodann 
sei ihm die vollständige unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. Zur Begründung bringt der 
Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, dass das Gutachten G.________ unvollständig sei, da es 
das Gutachten F.________ sowie die Arztberichte der Dres. med. H.________, Facharzt für 
Neurochirurgie FMH, und I.________, Facharzt für Anästhesiologie FMH und Interventionelle 
Schmerztherapie SSIPM, nicht berücksichtige. Zudem würde im Gutachten G.________ auf 
bildgebende Untersuchungsbefunde abgestellt, die grösstenteils über ein Jahr alt seien, obschon 
diese gemäss Leitlinien für die Begutachtung rheumatologischer Krankheiten und Unfallfolgen der 
Schweizerischen Gesellschaft für Rheumatologie maximal 6 Monate zurückliegen dürften. Zudem 
seien die Äusserungen des Gutachters zum Arbeitsbelastungstest und den Rehabilitationsmass-
nahmen nicht richtig. Da im Grunde eine polydisziplinäre Begutachtung notwendig gewesen wäre, 
welche auch orthopädische, psychiatrische sowie arbeitsmedizinische Aspekte berücksichtige, 
müsse die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung nachholen.

Die IV-Stelle beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 27. Oktober 2016 die Abweisung der 
Beschwerde und äussert sich, gestützt auf die Stellungnahme des Regionalärztlichen Dienstes 
Bern/Freiburg/Solothurn (RAD) vom 6. Oktober 2016, zur Kritik am Gutachten G.________. 

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In seinen Gegenbemerkungen vom 11. November 2016 macht der Beschwerdeführer insbeson-
dere geltend, dass für die Würdigung des Gutachtens G.________ entscheidend sei, ob das darin 
fehlende Gutachten F.________ nicht in den Akten enthalten oder ob es aktenmässig dokumen-
tiert, aber dennoch im Gutachten G.________ nicht erwähnt worden sei. Weiter fehle es dem 
RAD-Arzt an der fachlichen Kompetenz und Erfahrung im Bereich der Rheumatologie, um die 
Bedeutung der Leitlinien für die Begutachtung beurteilen zu können.

Die IV-Stelle reichte keine Schlussbemerkungen ein.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts werden, soweit für die Urteilsfindung notwendig, im Rah-
men der rechtlichen Erwägungen dargelegt.

Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde wurde durch den rechtsgültig vertretenen Beschwerdeführer 
frist- und formgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht. Der 
Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse daran, dass der zweite Sozialversicherungs-
gerichtshof des Kantonsgerichts prüft, ob die Verfügung der IV-Stelle, die einen Leistungsanspruch 
des Beschwerdeführers ablehnt, rechtens war.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Im Sinne von Art. 8 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur Anwen-
dung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsge-
brechen, Krankheit oder Unfall sein.

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 
70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, 
wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 
40 Prozent invalid sind. 

b) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
der Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(Befunderhebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch 

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das Leiden eingeschränkt, das heisst arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4; 115 V 133 E. 2; 107 V 
17 E. 2b; 105 V 156 E. 1). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird laut der Rechtsprechung nach dem 
Mass bestimmt, in welchem die versicherte Person aus gesundheitlichen Gründen an ihrem ange-
stammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann. Nicht massge-
bend ist hingegen die bloss medizinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit (BGE 111 
V 235 E. 1b mit Hinweisen). Bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf hat die 
versicherte Person andere ihr offen stehende Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen (BGE 115 V 
403 E. 2; 114 V 281 E. 1d). Auch die Zumutbarkeit einer Invalidentätigkeit ist vor allem aus medizi-
nischer Sicht zu beurteilen, wobei dieser Sachverhalt aufgrund des objektiven Befundes durch die 
Ärzte bestimmt wird (BGE 107 V 17 E. 2b; OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, 1995, S. 201). Insbesondere ist dabei nicht auf das subjektive Empfinden der versicher-
ten Person abzustellen, hätte es doch diese ansonsten in der Hand, ihren Invaliditätsgrad selbst zu 
bestimmen.

Bei der Folgenabschätzung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit 
kommt der Arztperson somit keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die 
Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine wichtige Grundlage 
für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 
werden können (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.2). Wenn die behandelnden Ärzte eine abwei-
chende Meinung zur Arbeitsunfähigkeit äussern, sind Administrativgutachten und RAD-Stellung-
nahmen nur dann in Frage zu stellen, wenn objektive Anhaltspunkte vorliegen, welche den Sach-
verständigen der MEDAS und/oder den RAD-Ärzten entgangen sind (statt vieler: Urteil BGer 
9C_495/2012 vom 4. Oktober 2012 E. 2.4, auszugsweise publ. in Plädoyer 2012/6 S. 67).

c) Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versi-
cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung 
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Für diesen Einkommensvergleich 
sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des – möglichen – Rentenanspruchs massgebend, 
wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige 
rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des Einspracheentschei-
des zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 129 V 222).

d) Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen, und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander wider-
sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweis-
material zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). In Bezug auf Berichte von Hausärzten 
darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im 

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Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen). Dies gilt für den allgemein praktizie-
renden Hausarzt wie den behandelnden Spezialarzt (Urteil EVGer I 655/05 vom 20. März 2006 
E. 5.4 mit Hinweisen).

3. Vorliegend streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle den Leistungsanspruch des 
Beschwerdeführers zu Recht verneint hat. Zur Beurteilung dieser Frage sind zunächst die mass-
gebenden medizinischen Akten darzulegen. 

a) Der Beschwerdeführer musste sich insgesamt drei Operationen an der Halswirbelsäule 
im Bereich C5/C6 unterziehen, die alle Dr. med. J.________, Facharzt für Neurochirurgie FMH, 
durchführte. Die erste Operation am 29. April 2010 erfolgte aufgrund der Diagnose eines 
mässiggradigen chronifizierten C6-Reiz- und Ausfall-Syndroms links bei zervikaler Diskushernie 
C5/C6 (mikrochirurgische vordere Diskektomie von rechts C5/C6, Foraminotomie und Neurolyse 
der Wurzel C6 links, dynamisches Stabilisation DCI-Cage M6) (Vorakten S. 60 f.). Die zweite Ope-
ration wurde am 14. März 2012 aufgrund der Diagnose eines radikulären Reiz- und sensiblen 
Ausfallsyndroms C6 links bei Foramenstenose C6 links (leichtgradige Sinterung der Prothese) 
durchgeführt (1. Revision C5/6 mit Metallentfernung, anteriorer Zugang, 2. Foraminotomien C6 bds 
und Einlage DCI-Prothese XL7) (Vorakten S. 29 f.). Schliesslich war am 30. Mai 2013 eine Revisi-
onsoperation notwendig (Revisionsspondylodese, Entfernung der DCI-Prothese, Debridement, 
Einlage Cornerstone 8mm und Venture-Vierlochplatte 32,5mm C5/6) (Vorakten S. 33 f.). 

Da auch nach der dritten Operation die Rückenschmerzen im Schulter- und Kreuzbereich anhiel-
ten, konsultierte der Beschwerdeführer anfangs Juli 2013 Dr. med. K.________, Facharzt für 
orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH. Dieser diagnostizierte 
nach Röntgenaufnahmen ein chronisches thorakales und lumbales Schmerzsyndrom (Arztbericht 
vom 5. Juli 2013, Vorakten S. 35 f.). Nach einer MRI der Lendenwirbelsäule zeigte sich, dass 
ausser einer leichten Discopathie L5/S1 ein völlig normaler Befund vorlag, der im Vergleich zum 
Zustand vor drei Jahren stationär war und damit die Bandscheibenveränderung L5/S1 nicht die 
entscheidende Pathologie sein konnte (Arztbericht vom 11. Juli 2013, Vorakten S. 37).

Trotz der ausgebauten Schmerztherapie beklagte der Beschwerdeführer weiterhin persistierende 
panvertebrale Muskelschmerzen im Bereich der Halswirbelsäule sowie gelegentlich im Bereich der 
Lendenwirbelsäule mit zeitweiser Ausstrahlung in beide dorsalen Oberschenkel. Der behandelnde 
Neurochirurge und Operateur, Dr. med. J.________, leitete deswegen Ende Oktober 2013 weitere 
Abklärungen ein. Eine Computertomographie (CT) der Halswirbelsäule vom 3. Dezember 2013 
brachte keine neuen Befunde ans Licht. Das MRI der Hals- und Brustwirbelsäule vom 21. Januar 
2014 zeigte ebenfalls regelrechte postoperative Verhältnisse (Arztberichte vom 30. Oktober 2013, 
3. Dezember 2013 und 11. Januar 2014, Vorakten S. 153 f., 156 f., 159 f.). Aufgrund der 
depressiven Verstimmung riet der behandelnde Neurochirurge dem Beschwerdeführer im Januar 
2014, sich psychiatrische Hilfe zu holen. Anlässlich einer weiteren Kontrolle im März 2014 notierte 
der Neurologe, dass die nach wie vor persistierenden Nackenschmerzen mit teilweiser 
interskapulärer medialer Ausstrahlung schwierig einzuordnen seien (Arztbericht vom 5. März 2014, 
Vorakten S. 160 f.). Auch die daraufhin vorgenommenen periradikulären Infiltrationen C6 links und 
rechts konnten die Schmerzen des Beschwerdeführers nicht lindern (Arztbericht vom 24. Juni 
2014, Vorakten S. 168 f.).

In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit attestierte der behandelnde Neurochirurge dem Beschwerde-
führer vom 11. April 2013 bis am 30. Oktober 2013 eine 100-prozentige und ab dem 1. November 

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2013 eine 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit (Vorakten S. 94 f., 93). Diese Einschätzung wurde 
auch vom Hausarzt, Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, geteilt 
(Verlaufsbericht vom 20. August 2013, Vorakten S. 41 ff. sowie vom 3. Oktober 2013, Vorakten 
S. 116 f.). Aufgrund der anhaltenden nuchalen Schmerzen erhöhte er rückwirkend die 50-
prozentige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. November 2013 auf 70 Prozent (Arztbericht vom 
3. Dezember 2013, Vorakten S. 156 f.). Am 22. Januar 2014 attestierte er erneut eine 100-
prozentige Arbeitsunfähigkeit bis zum 31. März 2014, die aber darüber hinaus aus neurochirurgi-
scher Sicht nicht mehr begründbar sei (Arztbericht vom 22. Januar 2014, Vorakten S. 159 f.; Arzt-
bericht vom 5. März 2014, Vorakten S. 160 f.). Vom 1. Mai 2014 bis am 1. Juni 2014 attestierte 
Dr. med. M.________, stellvertretende Hausärztin ohne Fachspezialisierung, eine 100-prozentige 
Arbeitsunfähigkeit (Arztzeugnis vom 12. Mai 2014, Vorakten S. 150), deren Gründe mangels Arzt-
bericht dieser Allgemeinpraktikerin nicht dokumentiert sind.

b) Im Auftrag der Taggeldversicherung E.________ erstellte Dr. med. F.________, 
Facharzt für Neurochirurgie FMH, am 14. März 2014 ein Gutachten mit folgenden Diagnosen: 
1. Chronifizierte Nackenschmerzen/interskapuläre Schmerzen nach dreifachem Eingriff auf Höhe 
C5/6 mit schliesslich Fusion C5/6, 2. Thorakaler Morbus Scheuermann (gemäss MRI der Brustwir-
belsäule vom Januar 2014). In der Untersuchung stellte der Gutachter eine Einschränkung der 
HWS-Rotation nach rechts und links endgradig um einen Drittel sowie der Flexion und der Exten-
sion um einen Drittel fest, was ein möglicher Indikator für die Schmerzen sein könne. Trotz aktuell 
stationärem Verlauf rechnete der Gutachter mit einer Verbesserung, da weder eine relevante 
Deformität, Neurokompression oder Infektion vorliege. Er attestierte dem Beschwerdeführer in der 
beruflichen Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter eine 50-prozentige Arbeitsfähigkeit ab März 
2014, die graduell in Schritten von 10-20 Prozent alle 3-4 Wochen gesteigert werden könne, wobei 
eine körperlich mittlere bis höhere Belastung zu vermeiden sei und eine Wechselbelastung 
(Sitzen/Gehen/Stehen) ideal wäre. Er empfahl eine psychologische Unterstützung zur Schmerz-
verarbeitung (Vorakten S. 141 ff.).

Im April 2014 begab sich der Beschwerdeführer bei Dr. med. N.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, in Behandlung. Dieser bezeichnete es als sehr unwahrscheinlich, dass 
das Schmerzsyndrom des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit dessen Lebensgeschichte 
(Ereignissen, Traumata) stehe. Zudem sei aus psychiatrischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit 
gegeben (Verlaufsbericht vom 26. August 2014, Vorakten S. 177 ff.). 

Ende August 2014 wechselte der Beschwerdeführer von seinem bisherigen Neurochirurgen und 
Operateur, Dr. med. J.________, zu Dr. med. H.________, Facharzt für Neurochirurgie FMH. 
Dieser attestierte ihm ab dem 28. August 2014 bis zum 14. Dezember 2014 eine 100-prozentige 
Arbeitsunfähigkeit (Vorakten S. 181, 189, 200, 210), da der Verdacht auf ein Adjacent Segment 
Disease HWS C4/5 und WH6/7 bestehe. Er meldete den Beschwerdeführer zur Schmerztherapie 
im O.________ in P.________ an und regte eine Arbeitsabklärung mit Arbeitsversuch an, zumal 
der Beschwerdeführer bei Anschlagen der Schmerztherapie (Radiofrequenz) die berufliche 
Tätigkeit voraussichtlich wieder aufnehmen könne (Verlaufsbericht vom 24. November 2014, 
Vorakten S. 199 ff.). In der Schmerztherapie, durchgeführt von Dr. med. I.________, Facharzt für 
Anästhesiologie FMH und Interventionelle Schmerztherapie SSIPM, wurden laut Verlaufsbericht 
von Mitte Dezember 2014 folgende drei Diagnosen gestellt: 1. Chronisches zervikales 
Schmerzsyndrom mit Verdacht auf Anschluss-Segmentproblematik HWK4/5 und HWK6/7, 
2. Chronisches thorakovertebrales Schmerzsyndrom links ca. BWK6 mit Verdacht auf fazettäre 
oder costatransversale Schmerzproblematik, 3. Chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyn-
drom linksbetont. Der Schmerztherapeut bestätigte eine Arbeitsfähigkeit von 2-4h/Tag ohne Leis-

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tungseinschränkung, sofern eine Wechselbelastung sowie die Möglichkeit, sich regelmässig 
hinzulegen, gegeben seien. Die geplante Schmerztherapie führe zur Schmerzverbesserung, habe 
aber keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Vorakten S. 333 ff.). 

c) Am 23. Juni 2015 gab die IV-Stelle eine rheumatologische Begutachtung bei Dr. med. 
G.________, Facharzt Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie FMH, in Auftrag (Vorakten 
S. 279). Das am 28. November 2015 erstellte Gutachten beruhte auf einer Anamnese, einer klini-
schen Untersuchung sowie Labor- und Röntgenuntersuchungen. In der Anamnese erfasste der 
Gutachter sämtliche vorstehend erwähnten Arztberichte – mit Ausnahme des Gutachtens 
F.________ vom 14. März 2014 (Vorakten S. 141 ff.). Er  stellte zwei Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit: 1. ein chronisches Cervicovertrebralsyndrom, 2. Status nach Diskektomie 
C5/C6 und Implantation einer DCI–Prothese (29. April 2010), einer Neuimplantation einer DCI-
Prothese (14. März 2012), einer Revisionsspondylodese und Einlage einer Corner Stone und 
ventralen Vierlochplatte (30. Mai 2013). Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
werden genannt:  1. chronische unspezifische Lumbalgien, 2. Verdacht auf eine wesentliche 
Schmerzperzeptions- und Verarbeitungsstörung (Vorakten S. 303). Die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers liege für die bisherige leichte Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter 
retrospektiv ab dem 1. April 2014 bei 80 Prozent – ohne wesentliche objektivierbare 
Leistungseinschränkung (Vorakten S. 301). Rehabilitationsmassnahmen seien nicht mehr 
angezeigt, zumal der Arbeitsbelastungstest von Februar bis August 2015 wegen der Schmerzen – 
die objektiv nicht nachvollziehbar seien – misslungen sei (Vorakten S. 300).

4. a) Vorliegend herrscht bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 
eine weitgehende Übereinstimmung zwischen dem Gutachter G.________ (80 Prozent ohne Leis-
tungsminderung seit 1. April 2014), dem Neurochirurgen und Operateur J.________ und dem 
Hausarzt L.________ (0 Prozent vom 11. April 2013 bis 30. Oktober 2013, 30 Prozent vom 
1. November 2013 bis 21. Januar 2014, 0 Prozent vom 22. Januar 2014 bis 31. März 2014, 100 
Prozent seit 1. April 2014) sowie dem Gutachter F.________ (50 Prozent seit März 2014, 
steigerbar um 10-20 Prozent alle 3-4 Wochen). 

Abweichend davon beurteilte die Arbeitsfähigkeit der seit Ende August 2014 konsultierte Neurochi-
rurge H.________, der dem Beschwerdeführer ab Ende August bis Mitte Dezember 2014 eine 
100-prozentige Arbeitsunfähigkeit bescheinigte, ohne diese in den entsprechenden Arztberichten 
substantiiert zu begründen. Gleiches gilt auch für die durch Dr. med. M.________ attestierte 
vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 1. Mai 2014 bis 1. Juni 2014. Von einer maximal 50-prozenti-
gen Arbeitsfähigkeit schien der ab Herbst 2014 behandelnde Schmerztherapeut I.________ im 
Verlaufsbericht vom Dezember 2014 auszugehen. Wenn der Schmerztherapeut festhält, dass 
durch die geplante interventionelle Schmerztherapie eine Verbesserung der Schmerzen mit einer 
gewissen Wahrscheinlichkeit zu erwarten sei, diese Schmerzverbesserung sich jedoch nicht auf 
die Arbeitsfähigkeit auswirken werde, ist dies widersprüchlich und nicht nachvollziehbar, wird doch 
die attestierte Arbeitsunfähigkeit einzig mit den beklagten Schmerzen begründet. Insgesamt 
vermag der Bericht des Schmerztherapeuten den Beweiswert der beiden Gutachten.

b) Was die Kritik des Beschwerdeführers am Gutachten G.________ anbelangt, so ist, wie 
der RAD-Arzt in seiner Stellungnahme vom 6. Oktober 2016 zu Recht darlegte, die Qualität eines 
Gutachtens nicht alleine davon abhängig, ob der Gutachter einen Fähigkeitsausweis oder eine 
Zertifizierung als Gutachter vorzuweisen hat, zumal bei einem langjährigen Gutachter dessen 
Erfahrung ins Gewicht fällt. Weiter ist dem RAD-Arzt auch darin beizupflichten, dass neue bildge-
bende Untersuchungen (MRI oder CT) im Rahmen der Begutachtung nur bei Bedarf zu erstellen 

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sind, ohne dass die diesbezüglichen Leitlinien für die Begutachtung rheumatologischer Krankhei-
ten und Unfallfolgen der Schweizerischen Gesellschaft für Rheumatologie verbindlich sind. Ohne 
Belang für den vorliegenden Fall ist sodann, dass das Gutachten G.________ die im Gutachten 
F.________ gestellte Diagnose (Thorakaler Morbus Scheuermann) nicht erwähnt, da diese sich 
auf eine Erkrankung im Jugendalter bezieht und ohne Auswirkungen auf die hier zu beurteilende 
Arbeitsfähigkeit zu sein scheint. Für diese Sichtweise spricht denn auch, dass diese Diagnose von 
keinem der beiden behandelnden Neurochirurgen aufgenommen oder diskutiert wurde.

Weiter kann dem Beschwerdeführer auch darin nicht gefolgt werden, dass eine polydisziplinäre 
Abklärung wegen orthopädischen, psychiatrischen sowie arbeitsmedizinischen Fragen nachzuho-
len sei. Von psychiatrischer Seite her wurde durch Dr. med. N.________ belegt, dass beim 
Beschwerdeführer weder psychiatrische Diagnosen vorlagen noch Behandlungsbedarf bestand. 
Auch aus arbeitsmedizinischer Sicht wurden bereits hinlänglich Abklärungen getroffen, so etwa 
durch den fast fünfmonatigen Belastbarkeitstest sowie die Ergotherapie. Schliesslich finden sich in 
den Vorakten auch die Einschätzungen von Dr. med. K.________ als Vertreter der orthopädischen 
Disziplin. Vor diesem Hintergrund besteht daher kein weiterer Abklärungsbedarf. 

c) Damit ist festzustellen, dass das Gutachten G.________ für die streitigen Belange 
umfassend ist, die vom Beschwerdeführer beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) erfolgte und sich in den Schlussfolgerungen als einleuchtend, nachvollzieh-
bar und schlüssig erweist. Weiter ist festzustellen, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch 
den Gutachter von den Dres. med. F.________ und J.________, beides Fachärzte für Neuro-
chirurgie FMH, bestätigt wird und auch der RAD-Arzt Dr. med. Q.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, das Gutachten als schlüssig und nachvollziehbar erachtet 
(Stellungnahmen vom 6. Oktober 2016, Beilage zur Vernehmlassung vom 27. Oktober 2016, und 
vom 7. Dezember 2015, Vorakten S. 320 f.). In der Tat ist es für das Gericht nachvollziehbar, wenn 
der Experte – dem die Rolle zukommt, als neutrale Fachperson die Arbeitsfähigkeit zu bestimmen 
– es als medizinisch zumutbar erachtet, dass der Explorand in einer den Beschwerden angepass-
ten und mithin körperlich leichten Arbeit tätig ist. Er berücksichtigt dabei trotzdem eine gewisse 
Leistungseinbusse im Umfang von 20 Prozent. Auch der Beginn der 80-prozentigen Arbeitsfähig-
keit  per 1. April 2014 ist angesichts der klaren Aussage des Operateurs J.________ zu bestäti-
gen.

Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz gestützt auf das Gutachten G.________ 
davon ausging, der Beschwerdeführer sei seit 1. April 2014 zu 80 Prozent ohne Leistungsminde-
rung arbeitsfähig.

5. Hinsichtlich der Berechnung des Invaliditätsgrads bringt der Beschwerdeführer keine kon-
krete Kritik vor. Die Sichtweise der Vorinstanz, welche auf die „Schweizerische Lohnstrukturerhe-
bung 2012“ (TA1, tirage skill level Sektor 3, Pos. 49-52, Kat. 2) abstellte und einen Invaliditätsgrad 
von 25,7 Prozent ermittelte, ist nicht zu beanstanden. 

6. Zusammenfassend ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, dass der Beschwerde-
führer bei einem Invaliditätsgrad von unter 40 Prozent keinen Rentenanspruch hat. Die 
Beschwerde ist demzufolge abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu bestätigen.

7. Das Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht ist für Streitigkeiten betreffend die Bewilli-
gung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 
1bis IVG). Die Verfahrenskosten sind auf CHF 800.- festzusetzen und dem unterliegenden 
Beschwerdeführer aufzuerlegen.

Kantonsgericht KG
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a) Mit Gesuch vom 2. September 2016 beantragt der Beschwerdeführer die vollständige 
unentgeltliche Rechtspflege.

Gemäss Art. 61 lit. f ATSG hat die beschwerdeführende Person Anspruch darauf, dass ihr ein 
unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt wird, wo die Verhältnisse es rechtfertigen. Nach dem 
kantonalen Gesetz vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1) haben 
Personen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, die nicht genügend Mittel besitzen, um ohne 
Beschränkung des notwendigen Lebensunterhaltes für sich oder ihre Familie die Kosten eines 
Verfahrens bestreiten zu können (Art. 142 Abs. 1 VRG). Die unentgeltliche Rechtspflege wird nicht 
gewährt, wenn das Verfahren von vornherein aussichtslos erscheint (Art. 142 Abs. 2 VRG). Ist es 
aufgrund der Schwierigkeit der Angelegenheit nötig, so umfasst die unentgeltliche Rechtspflege 
auch die Zuweisung eines Rechtsbeistands aus den zur Parteivertretung befugten Personen 
(Art. 143 Abs. 2 VRG). Für das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege werden keine Gerichts-
kosten erhoben (Art. 145 Abs. 3 VRG).

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelten Prozessbegehren als aussichtslos, bei 
denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb 
kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, 
wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig 
geringer sind als diese (BGE 129 I 129 E. 2.3.1; 133 III 614 E. 5). Im Sozialversicherungsrecht wird 
aufgrund der Komplexität der Fragestellungen die Aussichtslosigkeit nur zurückhaltend angenom-
men (KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, 2015, Art. 61 N. 182).

b) Aus den eingereichten Unterlagen sowie der Tatsache, dass der Beschwerdeführer 
Sozialhilfe bezieht, ist ohne weiteres auf seine finanzielle Bedürftigkeit zu schliessen. Seine 
Begehren im vorliegenden Verfahren waren nicht zum Vornherein als aussichtslos zu beurteilen. 
Die Vertretung des Beschwerdeführers durch einen Rechtsanwalt war angesichts der Komplexität 
der Materie und der fehlenden Kenntnisse des Beschwerdeführers auf dem Gebiet der Sozialver-
sicherungen notwendig. Es rechtfertigt sich somit, dem Beschwerdeführer ab dem Tag der 
Gesuchseinreichung die vollständige unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und Rechtsanwalt 
Lorenz Fivian als amtlichen Rechtsbeistand zu ernennen.

c) Für seinen Aufwand wird Rechtsanwalt Lorenz Fivian gemäss der am 4. Januar 2018 
eingereichten Honorarnote sowie nach dem Tarif vom 17. Dezember 1991 über die Verfahrens-
kosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz (Tarif VJ; SGF 150.12) vom Staat 
entschädigt. Rechtsanwalt Lorenz Fivian macht einen Aufwand von 15h 30min sowie Auslagen in 
der Höhe von 3% des Honorars zuzüglich der Mehrwertsteuer geltend. Laut den gesetzlichen 
Anforderungen an die unentgeltliche Rechtspflege werden nur die ausgeführten Verrichtungen, 
nicht aber Pauschalspesen abgegolten (vgl. Art. 8 ff. und insbesondere Art. 11 Abs. 1 TarifVJ). Die 
Entschädigung ist vorliegend anhand der aufgewendeten Stunden auf CHF 3‘121.20 festzusetzen, 
bestehend aus einem Honorar von CHF 2‘790.- (15h 30min à CHF 180.-), der ex aequo et bono 
auf CHF 100.- festgesetzten Auslagen sowie einer Mehrwertsteuer von CHF 231.20 (8 Prozent 
von CHF 2‘890.-).

d) Wegen der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird darauf verzichtet, die 
Verfahrenskosten von CHF 800.- zulasten des Beschwerdeführers zu erheben.

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen (608 2016 176).

II. A.________ wird die vollständige unentgeltliche Rechtspflege gewährt und Rechtsanwalt 
Lorenz Fivian zu seinem amtlichen Rechtsbeistand ernannt (608 2016 182).

III. Der Staat entschädigt Rechtsanwalt Lorenz Fivian für das vorliegende Verfahren mit 
CHF 3‘121.20, bestehend aus einem Honorar von CHF 2‘790.-, einer Auslagenpauschale 
von CHF 100.- sowie einer Mehrwertsteuer von CHF 231.20.

IV. Die Verfahrenskosten werden auf CHF 800.- festgesetzt, aber infolge der gewährten 
unentgeltlichen Rechtspflege nicht erhoben.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Ent-
scheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht 
ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 30. Januar 2018/asp

Präsident Gerichtsschreiberin