# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 509611e2-0596-5863-b8ff-444a97808934
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-08-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.08.2020 D-6677/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6677-2018_2020-08-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6677/2018 

 

 
  

  U r t e i l  v o m  1 8 .  A u g u s t  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richterin Daniela Brüschweiler (Vorsitz), 

Richter Jürg Marcel Tiefenthal, Richter Walter Lang;    

Gerichtsschreiberin Kathrin Mangold Horni. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch MLaw Vanessa Koenig,  

(…) 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (ohne Wegweisungsvollzug);  

Verfügung des SEM vom 24. Oktober 2018 / N (…). 

 

 

 

D-6677/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am 13. Dezember 2015 im damaligen 

Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ um Asyl nach. Dort 

wurde er am 30. Dezember 2015 im Rahmen der Befragung zur Person 

(BzP) zu seinen Personalien, zu seinem Reiseweg und summarisch zu sei-

nen Fluchtgründen befragt. Am 28. September 2017 wurde er zu den Asyl-

gründen vertieft angehört.  

 

A.b Anlässlich der BzP und der Anhörung gab er an, er sei afghanischer 

Staatsangehöriger von der Ethnie der Hazara und stamme aus C._______ 

(Distrikt D._______, Provinz D._______). Er sei als Kleinkind mit seiner 

Familie in den Iran gezogen, wo sie Aufenthaltsbewilligungen gehabt hät-

ten und er während elf Jahren die Schule besucht habe. Als sich die Lage 

in Afghanistan etwas stabilisiert habe, seien sie im Jahr (…) wieder in ihre 

Heimat zurückgekehrt und hätten fortan in E._______ (andere Schrei-

weise: F._______; Distrikt D._______) gelebt. In Afghanistan habe er das 

12. Schuljahr besucht und die Matura gemacht. Anschliessend habe er 

zwei Jahre lang einen Kurs für (…) besucht und während rund zehn Jahren 

als (…) und (…) gearbeitet. Zunächst sei er beim (…) angestellt gewesen, 

später habe er wegen des schlechten Lohnes die Stelle aufgegeben und 

ein eigenes (…) eröffnet. Im Jahr (…) habe er geheiratet. Seine Ehefrau 

wohne nach wie vor mit der am (…) geborenen gemeinsamen Tochter in 

E._______. 

 

In der BzP machte er geltend, seine Heimat verlassen zu haben, weil die 

Provinz von Paschtunen, von den Taliban und dem "Islamischen Staat" um-

geben sei. Als Schiite sei er für die Taliban "vogelfrei" gewesen bezie-

hungsweise er habe sich zwischen den Ortschaften kaum bewegen kön-

nen. Wenn er aufgrund seines Berufs als (…) von Stadt zu Stadt gereist 

sei oder seine rund 20 Minuten entfernt wohnenden Schwiegereltern be-

sucht habe, sei er regelmässig aus dem Auto geholt und bedroht worden. 

Einmal, auf dem Weg zur Hochzeit seiner Schwägerin, hätten die Taliban 

seine ganze Ausrüstung zerstört. Dies sei aber nicht das einzige Mal ge-

wesen, dass er Probleme gehabt habe. 

 

In der Anhörung vom 28. September 2017 verwies er auf die allgemein 

schwierige Lage der Hazara in Afghanistan und brachte weiter vor, er habe 

unter anderem für Behörden wie die Nationale Sicherheit der Provinz 

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Seite 3 

D._______ (…) und (…) von Feierlichkeiten und Sportveranstaltungen ge-

macht. Vor seiner Heirat habe er etwa zehnmal die Taliban heimlich gefilmt, 

wobei er getan habe, als ob er historische Objekte aufnehmen würde. Ein-

mal habe er vom Dach des Hauses seiner Schwiegereltern in G._______ 

(ebenfalls Distrikt D._______) Taliban-Angehörige auf Motorrädern gefilmt. 

Die Taliban hätten dies bemerkt, seien zum Haus gekommen und hätten 

ihn geohrfeigt sowie mit einem Gewehrkolben in seinen Bauch geschlagen. 

Er habe ihnen die Aufnahmen zeigen müssen, woraufhin sie seine Kamera 

mit dem Hinweis, Filmen sei in einem islamischen Staat absolut verboten, 

zerstört hätten. Zudem hätten die Taliban seinen paschtunischen Schwie-

gervater damit konfrontiert, dass er (der Beschwerdeführer) Hazara sei, 

und die Moscheen mittels Briefen darauf aufmerksam gemacht, dass das 

Filmen untersagt sei; sein Imam habe ihn deswegen mehrmals angespro-

chen. Nach seiner Heirat habe er keine Taliban mehr gefilmt; er habe nur 

noch Feierlichkeiten aufgenommen und Fotos von Personen gemacht. Im 

Juni 2015 habe ihn ein Unbekannter angerufen, der sich als Taliban zu er-

kennen gegeben und ihm vorgeworfen habe, auch Feiern von Frauen auf-

zunehmen; ausserdem habe er ihn aufgefordert, den Taliban Informationen 

und Aufnahmen über Personen der Nationalen Sicherheit auszuhändigen. 

Er habe den Anrufer jedoch nicht ernst genommen, aber rund einen Monat 

später einen zweiten Anruf erhalten. Dabei sei er gewarnt beziehungs-

weise bedroht und erneut aufgefordert worden, die verlangten Unterlagen 

zu liefern. Zehn oder fünfzehn Tage später habe er einen Brief der Taliban 

erhalten. Darin sei ihm und seiner Familie Gefahr angedroht worden, falls 

er die geforderten Informationen weiterhin nicht liefere. Nach Erhalt des 

Briefes habe er das Haus nicht mehr verlassen und sich stattdessen zur 

Ausreise entschlossen. Er habe das dafür nötige Geld organisiert und die 

Geburt seiner Tochter abgewartet, und sei dann unter Umgehung der 

Grenzkontrollen via Iran, Türkei, Griechenland und die Balkanroute nach 

Deutschland und schliesslich am 11. Dezember 2015 in die Schweiz ge-

reist.  

 

A.c Mit Schreiben vom 13. August 2018 informierte die damalige Rechts-

vertreterin des Beschwerdeführers das SEM über die neusten Entwicklun-

gen in der Heimatregion ihres Mandanten: Vor dem Taliban-Angriff auf 

D._______ am 5. August 2018 seien Angehörige des afghanischen Ge-

heimdienstes zur Familie des Beschwerdeführers gekommen, hätten das 

Haus durchsucht, Computer, Festplatten und USB-Sticks mitgenommen 

und seinen Bruder eine Nacht lang verhört; dem Bruder hätten sie überdies 

verboten, Afghanistan zu verlassen. Der afghanische Geheimdienst be-

fürchte, er – der Beschwerdeführer – habe Informationen an die Taliban 

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weitergegeben; seit seiner Flucht seien nämlich mehrere Geheimdienst-

mitarbeiter getötet worden, wofür man ihm die Schuld gebe. Gleichzeitig 

ersuchte die damalige Rechtsvertreterin um einen baldigen Asylentscheid. 

 

A.d  Im Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens reichte der Beschwerde-

führer nebst verschiedener Identitäts- und Reisepapiere (unter anderem 

ein afghanischer Pass, eine Tazkira samt Briefumschlag und ein Schulab-

schlusszeugnis) ein Referenzschreiben und ein Zertifikat des (…), zwei Ar-

beits- beziehungsweise (…)ausweise, einen Drohbrief der Taliban, zwei 

Referenzschreiben des (…), eine Urkunde betreffend Teilnahme an einem 

Sportturnier, eine Bewilligung zur Arbeit als "(…)" sowie eine Bestätigung 

für die Teilnahme an einem Workshop in der Schweiz zu den Akten. 

 

B.  

Mit Verfügung vom 24. Oktober 2018 – eröffnet am 25. Oktober 2018 – 

stellte das SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung an. 

Gleichzeitig erachtete es den Vollzug der Wegweisung zurzeit als nicht zu-

mutbar und ordnete die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers in der 

Schweiz an.  

C.  

C.a Der Beschwerdeführer erhob durch seine Rechtsvertreterin mit Ein-

gabe vom 23. November 2018 beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde. Er beantragte die Aufhebung der Ziffern 1–3 der SEM-Verfü-

gung vom 24. Oktober 2018, die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft 

und die Gewährung des Asyls, eventualiter die Aufhebung der angefochte-

nen Verfügung und die Rückweisung zwecks vollständiger Erhebung des 

Sachverhalts in Bezug auf die Frage der Flüchtlingseigenschaft und der 

Gewährung des Asyls sowie zwecks Neubeurteilung an die Vorinstanz. In 

verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege, um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und 

um Beiordnung der Unterzeichnenden als unentgeltliche Rechtsbeiständin 

ersucht. 

 

C.b Am 26. November 2018 liess der Beschwerdeführer eine Fürsorgeab-

hängigkeitsbestätigung einreichen. 

 

D.  

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Seite 5 

Die Instruktionsrichterin stellte mit Verfügung vom 29. November 2018 fest, 

der Beschwerdeführer dürfe – ungeachtet der von der Vorinstanz verfügten 

vorläufigen Aufnahme – den Abschluss des Verfahrens gestützt auf Art. 42 

AsylG (SR 142.31) in der Schweiz abwarten. Sodann wurden die Gesuche 

um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) 

sowie um Beiordnung von MLaw Vanessa Koenig als unentgeltliche 

Rechtsbeiständin (Art. 110a Abs. 1 und 3 AsylG) gutgeheissen und es 

wurde auf die Erhebung eines Kostenvorschusses (Art. 63 Abs. 4 VwVG) 

verzichtet. 

E.  

Am 14. Dezember 2018 liess der Beschwerdeführer durch seine Rechts-

vertreterin eine Beschwerdeergänzung einreichen. Die beigelegten fünf 

Bilder sollen die von ihm geltend gemachte Tätigkeit als (…) und (…) sowie 

insbesondere seine Zusammenarbeit mit den afghanischen Militärbehör-

den belegen.  

F.  

F.a Das Bundesverwaltungsgericht übermittelte die Akten am 12. Februar 

2020 an das SEM und lud dieses zur Einreichung einer Vernehmlassung 

ein.  

 

F.b Mit Vernehmlassung vom 19. Februar 2020 beantragte das SEM sinn-

gemäss die Abweisung der Beschwerde. 

 

F.c Das Bundesverwaltungsgericht liess dem Beschwerdeführer am 

21. Februar 2020 das Doppel der Vernehmlassung zukommen und gab 

ihm gleichzeitig Gelegenheit, eine Replik sowie entsprechende Beweismit-

tel einzureichen.  

 

F.d Der Beschwerdeführer nahm durch seine Rechtsvertreterin mit Replik 

vom 4. März 2020 Stellung und reichte eine Honorarnote zu den Akten. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Am 1. März 2019 ist die Teilrevision (AS 2016 3101) des Asylgesetzes 

vom 26. Juni 1998 in Kraft getreten. Für das vorliegende Verfahren gilt das 

bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung 

des AsylG vom 25. September 2015). 

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1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

 

1.3 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VwVG und Art. 6 AsylG). 

1.4 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerden legitimiert, weshalb 

auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist 

(Art. 105 und aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 

VwVG).  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

 

Eine asylsuchende Person erfüllt die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 

AsylG, wenn sie Nachteile von bestimmter Intensität erlitten hat bezie-

hungsweise mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft 

begründeterweise befürchten muss (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2). Eine bloss 

entfernte Möglichkeit künftiger Verfolgung genügt nicht; vielmehr müssen 

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konkrete Indizien die Furcht vor erwarteten Benachteiligungen realistisch 

und nachvollziehbar erscheinen lassen (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.5). 

 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaubhaft-

machen der Vorbringen in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt 

dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 

2015/3 E. 6.5.1 mit Verweisen). 

4.  

4.1 Die Vorinstanz gelangte in ihrer angefochtenen Verfügung zum 

Schluss, die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten weder den Anfor-

derungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG noch denjenigen an 

die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG stand.  

4.1.1 Das SEM stellte zur Begründung seiner angefochtenen Verfügung 

vorab fest, der Beschwerdeführer habe wesentliche Vorbringen ohne zwin-

genden Grund erst im späteren Verlauf des Verfahrens geltend gemacht. 

Ausserdem habe er im Verlauf des Verfahrens zu wesentlichen Punkten 

unterschiedliche Angaben gemacht. 

 

So habe er in der Anhörung geltend gemacht, die Taliban habe ihn telefo-

nisch und schriftlich aufgefordert, Informationen über Angehörige der Nati-

onalen Sicherheit zu liefern. Diese Schwierigkeiten mit den Taliban habe er 

in der BzP noch mit keinem Wort erwähnt, obwohl die Drohanrufe und der 

anschliessende Drohbrief angeblich der Grund für seine Ausreise gewesen 

seien. Er habe sich damals lediglich auf die allgemein schlechte Sicher-

heitslage in seiner Region bezogen und angegeben, dass er als Schiite für 

die Taliban "vogelfrei" gewesen sei, sich nicht frei zwischen den Orten habe 

bewegen können und beispielsweise auf dem Weg zu seinen Schwieger-

eltern mehrmals aus dem Auto geholt und bedroht worden sei. Diese Dis-

krepanz lasse sich auch nicht mit den Vorbringen des Beschwerdeführers, 

bei der ersten Befragung habe man ihm nicht Gelegenheit gegeben, alles 

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ausführlich zu erzählen, und er sei aufgefordert worden, nur kurze Antwor-

ten zu geben, erklären. In der BzP sei er nämlich anschliessend an seinen 

freien Bericht zu den Gesuchsgründen explizit gefragt worden, ob er nun 

alle Gründe für sein Asylgesuch genannt habe, woraufhin er lediglich er-

gänzt habe, dass die Taliban seine ganze Ausrüstung zerstört hätten, als 

er auf dem Weg zur Hochzeit seiner Schwägerin gewesen sei. Auf die 

Frage nach weiteren Gründen, die gegen eine Rückkehr in seinen Heimat-

staat sprechen könnten, habe er geantwortet, es gebe keine, man habe 

immer das Gefühl, das Leben sei in Gefahr. Spätestens an dieser Stelle 

wäre es für den Beschwerdeführer ein Leichtes gewesen, die konkreten 

Beziehungen zu den Taliban zu erwähnen.  

Zudem habe der Beschwerdeführer in der Anhörung vorgebracht, er sei auf 

dem Dach seines Schwiegervaters beim heimlichen Filmen der Taliban von 

diesen erwischt worden, woraufhin er geschlagen und seine Kamera zer-

stört worden sei. In der BzP habe er dagegen lediglich erwähnt, dass die 

Taliban seine Ausrüstung zerstört hätten, als er auf dem Weg zur Hochzeit 

seiner Schwägerin gewesen sei. Auf diese Unstimmigkeit angesprochen 

habe er den Widerspruch nicht ausräumen können. 

Im Weiteren habe der Beschwerdeführer in der BzP ausgeführt, er sei auf 

dem Weg zu seinen Schwiegereltern immer wieder aus dem Auto geholt 

und bedroht worden. Während der Anhörung habe er hingegen die Frage, 

ob es abgesehen vom Vorfall, als seine Kamera zerstört worden sei, wei-

tere Angriffe durch die Taliban oder Dritte gegeben habe beziehungsweise 

ob er persönlich als Hazara Übergriffe erlebt habe, verneint.  

Die vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismittel vermöchten an der 

Einschätzung, die Vorbringen betreffend die Bedrohung durch die Taliban 

seien nicht glaubhaft, nichts zu ändern. Dokumente wie der Drohbrief der 

Taliban seien leicht fälschbar oder könnten käuflich erworben werden, wes-

halb diesem kein Beweiswert zukomme. Die Identitätsdokumente, Zeug-

nisse, Referenzschreiben, Urkunden sowie Arbeits- und (…)ausweise 

seien lediglich geeignet, seine Angaben bezüglich seiner Identität und be-

ruflichen Tätigkeit zu stützen, würden aber keine Auskunft über eine kon-

krete Drohung geben. Vor diesem Hintergrund könne auch das Vorbringen 

im Schreiben der Rechtsvertretung vom 13. August 2018, der afghanische 

Geheimdienst werfe ihm vor, den Taliban Informationen weitergegeben zu 

haben, und es drohten ihm im Fall einer Rückkehr nach Afghanistan Re-

pressalien seitens des Geheimdienstes, nicht geglaubt werden. 

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4.1.2 Des Weiteren wies das SEM auf die Aussage des Beschwerdeführers 

hin, die Taliban hätten Briefe an die Moscheen geschickt und gesagt, dass 

es untersagt sei, Filme aufzunehmen, worauf er selber auch von seinem 

Imam angesprochen worden sei, und stellte fest, da der Beschwerdeführer 

selbst – abgesehen von den obengenannten, unglaubhaften Schwierigkei-

ten – keine weiteren Probleme mit den Taliban gehabt habe, sei nicht er-

sichtlich, dass ihm persönlich mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in 

absehbarer Zukunft ernsthafte Nachteile aufgrund seiner beruflichen Tätig-

keit als (…) und (…) drohen würden. Die rein abstrakte Möglichkeit einer 

Verfolgung wegen der genannten Tätigkeiten genüge für die Begründung 

der Flüchtlingseigenschaft nicht.  

Soweit der Beschwerdeführer geltend mache, er sei in seiner Provinz von 

Paschtunen, den Taliban und dem "Islamischen Staat" umgeben gewesen 

und habe sich deshalb nicht frei bewegen können, handle es sich um Nach-

teile, welche auf die allgemein schlechte Sicherheitslage zurückzuführen 

seien und grosse Teile der Bevölkerung in ähnlicher Weise treffen würden, 

und daher keine Verfolgung im Sinne des Asylgesetzes darstellten. 

Schliesslich vermöge auch die ethnische Zugehörigkeit des Beschwerde-

führers keine Asylrelevanz zu entfalten. Zum aktuellen Zeitpunkt lägen 

keine Anzeichen vor, dass Hazara allein aufgrund ihrer Volkszugehörigkeit 

oder ihres schiitischen Glaubens einer gezielten Verfolgung ausgesetzt 

sein könnten.  

4.2 In der Beschwerdeschrift und teilweise auch in der Beschwerde-Ergän-

zung wird der in der BzP und anlässlich der Anhörung geschilderte Sach-

verhalt wiederholt und am Wahrheitsgehalt der Aussagen festgehalten.  

In Bezug auf die von der Vorinstanz festgestellten Ungereimtheiten wird 

geltend gemacht, der Beschwerdeführer habe in der BzP keine Gelegen-

heit gehabt, ausführlich Stellung zu nehmen. So werde denn auch an di-

versen Stellen im BzP-Protokoll angemerkt, dass es sich aus Kapazitäts-

gründen und wegen Überbelegung um eine verkürzte Befragung der Asyl-

gründe handle. Auch habe die Befragung inklusive Rückübersetzung ledig-

lich eine Stunde gedauert. Deshalb und aufgrund der angespannten Lage 

während der Befragung habe vom Beschwerdeführer nicht erwartet wer-

den können, dass er sämtliche Umstände seiner Asylgründe ohne konkrete 

Fragen offenlegen würde; vielmehr sei davon auszugehen, dass er in sei-

nen Ausführungen unterbrochen worden sei. Es mute daher widersprüch-

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lich und willkürlich an, einerseits die Befragung zu den Asylgründen zu ver-

kürzen und andererseits im Asylentscheid eine lückenhafte Aussage fest-

zustellen. Ebenfalls sei bemerkenswert, dass der Beschwerdeführer, der in 

der BzP vom Übersetzer ermahnt worden sei, nur kurze Antworten zu ge-

ben, und dem keine Gelegenheit gegeben worden sei, alle seine Anliegen 

zu nennen, zu Beginn der Anhörung von sich aus den Dolmetscher darauf 

hingewiesen habe, alle seine Aussagen genau zu übersetzen; der Be-

schwerdeführer habe somit auf die Unvollständigkeit seiner Aussagen hin-

gewiesen, bevor er darauf aufmerksam gemacht worden sei. Im Übrigen 

seien die vom Beschwerdeführer in der Anhörung gemachten Ausführun-

gen detailliert und mit Realkennzeichen gekennzeichnet, realitätstreu und 

sehr ausführlich, in sich schlüssig und ohne innere Widersprüche ausge-

fallen. Er habe die Namen von Personen und Strassen, Zahlen, Emotionen 

und körperliche Reaktionen genannt, sei jedoch an verschiedenen Stellen 

vom Sachbearbeiter unterbrochen beziehungsweise gebeten worden, sich 

kürzer zu fassen. Somit sei von der Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Be-

schwerdeführers auszugehen, zumal die Aussagen in der BzP nicht dia-

metral von jenen in der Anhörung abweichen würden, in sich schlüssig 

seien und mit Beweismitteln unterlegt werden könnten (vgl. Beschwerde 

S. 3–7).  

Des Weiteren wird dargelegt, der Beschwerdeführer sei zunächst nicht si-

cher gewesen, ob es sich beim ersten Drohanruf um eine Prüfung durch 

die Nationale Sicherheit handle, da es zu jenem Zeitpunkt zu einem An-

schlag gegen diese Institution gekommen sei und diese davon ausgegan-

gen sei, jemand habe Informationen an die Taliban weitergeleitet. Aus den 

Zusatzfragen im Rahmen der Anmerkungen zur Rückübersetzung sei er-

sichtlich, dass der Beschwerdeführer grosse Kenntnisse über Personen 

und Umstände in der Nationalen Sicherheit gehabt habe, weshalb der gel-

tend gemachte Besuch des afghanischen Geheimdienstes nach dem An-

schlag vom 5. August 2018 sehr wohl glaubhaft sei. Im Fall einer Rückkehr 

drohten ihm daher massive Repressalien durch den Geheimdienst, welche 

als ernsthafte Nachteile beziehungsweise als begründete Furcht, solchen 

Nachteilen ausgesetzt zu sein, zu werten seien. Ein Schutz durch den af-

ghanischen Staat sei, da die Bedrohung – neben derjenigen durch die Ta-

liban – durch eben diesen erfolgt sei, nicht gegeben (vgl. Beschwerde S. 7 

f.). 

4.3 In seiner Vernehmlassung bekräftigt das SEM, die Vorbringen des Be-

schwerdeführers zu Anschuldigungen seitens des afghanischen Geheim-

dienstes seien oberflächlich geblieben, würden nicht belegt und seien nicht 

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überprüfbar. Es sei auch nicht plausibel, dass der Geheimdienst erst im 

August 2018 – mithin drei Jahre nach der Ausreise des Beschwerdeführers 

– dessen Elternhaus durchsucht, Computer, Festplatten sowie USB-Sticks 

beschlagnahmt und den Bruder festgenommen und verhört hätte.  

Gegen die Glaubhaftigkeit der geltend gemachten Drohungen durch die 

Taliban spreche zusätzlich, dass sich der Beschwerdeführer nach Erhalt 

des Drohbriefes noch einen Monat lang unbehelligt in seinem Haus aufge-

halten habe; es erstaune, dass er sich und seine Familie nicht sofort in 

Sicherheit gebracht habe, sondern lediglich sein Telefon abgeschaltet und 

sich nicht nach draussen begeben habe, nachdem er im Brief ein "letztes 

Mal" gewarnt und auch seine Familie bedroht worden sei. Zudem falle auf, 

dass der Beschwerdeführer – obwohl er angeblich enge Beziehungen zu 

diversen Mitarbeitern der Sicherheitsbehörden gepflegt habe – diese nicht 

über die Anwerbeversuche der Taliban unterrichtet habe. Da er offenbar 

zunächst davon ausgegangen sei, es könnte sich beim ersten Anruf um 

eine Überprüfung durch einen Mitarbeiter der Nationalen Sicherheit han-

deln, wäre zu erwarten gewesen, dass er seine Kontaktpersonen bei den 

Sicherheitsbehörden informiert hätte, um diese zu warnen und zugleich ei-

nen etwaigen Verdacht gegen sich selbst auszuräumen sowie Schutz 

durch die Behörden zu erhalten; stattdessen habe er angeblich nur mit sei-

nem Bruder darüber gesprochen.  

Die auf Beschwerdeebene eingereichten Fotos belegten lediglich, dass der 

Beschwerdeführer im Jahr 2013 bei einem offiziellen Anlass anwesend ge-

wesen und hierbei auch in Kontakt mit hochrangigen Behördenvertretern 

gekommen sei. Es möge sein, dass er als (…) und (…) auch Aufträge für 

die afghanische Regierung übernommen habe. Nach der ständigen Recht-

sprechung des Bundesverwaltungsgerichts vermöge die Zugehörigkeit zu 

einer Risikogruppe und die damit verbundene abstrakte Gefährdung allein 

die Flüchtlingseigenschaft nicht zu begründen. Erforderlich sei vielmehr, 

dass sich diese abstrakte Gefährdung individuell konkretisiere. Da die gel-

tend gemachten persönlichen Bedrohungen durch die Taliban vom Be-

schwerdeführer aber nicht glaubhaft gemacht worden seien, sei eine der-

artige individuelle Konkretisierung der Gefährdung vorliegend nicht gege-

ben. 

4.4 In der Replik werden – nebst allgemeinen Darlegungen zu den Begrif-

fen "Glaubhaftmachung" und "Plausibilität" – im Wesentlichen die bereits 

in der Beschwerde enthaltenen Ausführungen wiederholt und es wird fest-

gehalten, der Beschwerdeführer habe sich hinsichtlich der vom SEM als 

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zweifelhaft erachteten Vorbringen bereits erklärt. Der Umstand, dass er im 

Rahmen der Anhörung nicht auf die angeblich zweifelhaften Punkte ange-

sprochen worden sei, spreche vielmehr für seine Glaubhaftigkeit. Im Übri-

gen habe er auch seine (damals schwangere) Frau nicht über die Drohun-

gen informiert; er habe es für sich und seine Familie als sicherer erachtet, 

sich ruhig zu verhalten und möglichst wenig nach draussen zu gehen. Aus-

serdem hätte er sich, wenn er sich seinen Kontaktpersonen anvertraut 

hätte, aufgrund der grossen Sensibilität der Sicherheitsbehörden hinsicht-

lich des Verrats beziehungsweise der Preisgabe von Informationen an die 

Taliban mit Sicherheit einem Risiko ausgesetzt und Misstrauen geweckt. 

Unter Berücksichtigung der allgemeinen Lage in Afghanistan könne nicht 

einfach davon ausgegangen werden, dass ihn die Sicherheitsbehörden ge-

schützt hätten. Wie zudem zahlreichen Stellen in den Asylakten zu entneh-

men sei, habe der Beschwerdeführer jahrelang als (…) und (…), unter an-

derem auch für die nationalen Behörden, gearbeitet. Die Vorinstanz sei le-

diglich auf die eingereichten Fotos eingegangen, habe indessen die weite-

ren schlüssigen Aussagen zu seinen Tätigkeiten unterschlagen und wei-

tere eingereichte Beweismittel für seine Tätigkeit nicht berücksichtigt; so 

hätte sich das (…) wohl kaum für die Zusammenarbeit mit einem nicht re-

nommierten, unbekannten (…) entschieden (vgl. Replik S. 3 f.). 

5.  

5.1 Die Beschwerde (vgl. S. 8 f.) und sinngemäss auch die Beschwerde-

Ergänzung (vgl. S. 1 f.) und die Replik (vgl. 1–3) enthalten formelle Rügen, 

welche vorab zu prüfen sind, da sie allenfalls geeignet wären, eine Kassa-

tion der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken.  

 

So wird etwa beanstandet, die Tatsache, dass der Geheimdienst nun ge-

gen den Beschwerdeführer ermittle, werde im Entscheid der Vorinstanz 

nicht genügend berücksichtigt. Zudem habe sich das SEM mit der Feststel-

lung begnügt, Dokumente wie die eingereichten Beweismittel seien leicht 

fälschbar, ohne aber etwas dazu zu sagen, wieso diese tatsächlich ge-

fälscht sein sollten. Überdies sei versäumt worden, für den Fall wesentliche 

Punkte genügend abzuklären, und ihn etwa nach Materialien seiner Tätig-

keit als (…) und (…) zu fragen oder ihn auf ungereimt erscheinende Vor-

bringen bereits in der Anhörung anzusprechen. Damit habe das SEM den 

Untersuchungsgrundsatz und (folglich) das rechtliche Gehör verletzt. 

 

5.2 Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 

Gehör, welcher als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse umfasst, die einer 

Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt 

D-6677/2018 

Seite 13 

wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 135 II 286 E. 5.1; BVGE 

2009/35 E. 6.4.1 m.H.). Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der 

Behörden, die Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in 

ihrer Entscheidfindung angemessen zu berücksichtigen. Nicht erforderlich 

ist, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich aus-

einandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (vgl. 

BGE 136 I 184 E. 2.2.1). 

Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-

verhalts in Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht bildet einen 

Beschwerdegrund (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Unrichtig ist die Sachver-

haltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidriger Sach-

verhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch gewürdigt worden sind; 

unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Entscheid rechtswesentlichen 

Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwal-

tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, 

Rz. 1043). 

5.3 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung dargelegt, aufgrund 

welcher Überlegungen sie zum Schluss gekommen ist, dass die Vorbrin-

gen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit ge-

mäss Art. 7 AsylG und teilweise auch denjenigen an die Flüchtlingseigen-

schaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten (vgl. Ziff. II 1.–4.). Sie hat sich 

insbesondere auch ausreichend mit dem Beweiswert der zu den Akten ge-

gebenen Dokumenten befasst, ohne aber einzelne davon ausdrücklich als 

gefälscht zu bezeichnen. Der blosse Umstand, dass der Beschwerdeführer 

die Beurteilung seiner Aussagen durch das SEM nicht teilt, spricht nicht für 

eine ungenügende Abklärung und Feststellung des Sachverhalts. Im Übri-

gen sind den Akten auch sonst keine Hinweise zu entnehmen, dass die 

Vorinstanz den Sachverhalt nicht ausreichend erstellt oder ihre Untersu-

chungspflicht beziehungsweise das rechtliche Gehör des Beschwerdefüh-

rers verletzt haben könnte, zumal sich die Sachbearbeiterin in der Anhö-

rung vom 28. September 2017 – entgegen der in der Beschwerde vertre-

tenen Auffassung – wiederholt mit Rückfragen an den Beschwerdeführer 

wandte. Schliesslich zeigt die vorliegende Beschwerde, dass eine sachge-

rechte Anfechtung möglich war.  

5.4 Zusammenfassend erweisen sich die formellen Rügen als unbegrün-

det, weshalb dem Eventualantrag auf Rückweisung der Sache zur Neube-

urteilung an die Vorinstanz nicht stattzugeben ist. 

http://links.weblaw.ch/BVGE-2009/35
http://links.weblaw.ch/BVGE-2009/35

D-6677/2018 

Seite 14 

6.  

6.1 Materiell ist vorab festzuhalten, dass das SEM weder die Herkunft des 

Beschwerdeführers aus der Provinz D._______ noch dessen langjährige, 

mit der Einreichung zahlreicher Unterlagen untermauerte Tätigkeit als (…) 

und (…) sowie die offenbar in diesem Zusammenhang stehenden Kontakte 

mit hochrangigen Behördenvertretern grundsätzlich in Frage stellte.  

6.2 Die Vorinstanz erachtete es indessen nicht als glaubhaft, dass der Be-

schwerdeführer im Zusammenhang mit diesen Aktivitäten in seiner Heimat 

den von ihm geschilderten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt gewesen 

sein soll.  

6.2.1 Nach eingehender Prüfung der vorliegenden Akten und insbesondere 

auch unter Berücksichtigung der vorstehenden Einwendungen schliesst 

sich das Bundesverwaltungsgericht der vorinstanzlichen Einschätzung der 

Vorbringen des Beschwerdeführers an. 

 

6.2.1.1 So hat der Beschwerdeführer in der Tat im Verlauf des Asylverfah-

rens zu wesentlichen Punkten unterschiedliche Angaben gemacht oder 

wesentliche, nicht lediglich eine Konkretisierung bereits dargelegter Ereig-

nisse darstellende Vorbringen ohne zwingenden Grund erst im späteren 

Verlauf des Verfahrens vorgebracht. Um unnötige Wiederholungen zu ver-

meiden, kann grundsätzlich auf die zutreffenden Ausführungen in der an-

gefochtenen Verfügung verwiesen werden. 

 

6.2.1.2 Soweit auf Beschwerdeebene geltend gemacht wird, in der BzP 

habe nur eine verkürzte Befragung zu seinen Asylgründen stattgefunden 

und der Dolmetscher habe den Beschwerdeführer ermahnt, nur kurze Ant-

worten zu geben, ist darauf hinzuweisen, dass eine BzP in erster Linie der 

Aufnahme der Personalien sowie allenfalls des Reisewegs dient, und Asyl-

suchende die Gründe, welche sie zum Verlassen ihres Heimat- bezie-

hungsweise Herkunftslandes und zur Stellung eines Asylgesuches veran-

lasst haben, bloss aber immerhin in zusammengefasster Form zu schildern 

haben. Im vorliegenden Verfahren ist die Befragung mit einer Dauer von 

einer Stunde nicht besonders kurz ausgefallen, wobei dem Beschwerde-

führer sehr wohl Gelegenheit gegeben wurde, die wichtigsten Gesuchs-

gründe zu schildern. 

Er wurde auch nach Problemen mit den afghanischen Behörden gefragt 

und konnte sich zu allfälligen weiteren Gründen, welche gegen eine allfäl-

D-6677/2018 

Seite 15 

lige Rückkehr in seinen Heimatstaat sprechen könnten, äussern. Anhalts-

punkte dafür, dass die Vorinstanz im Rahmen der Beweiswürdigung den 

grundsätzlich beschränkten Beweiswert einer BzP (vgl. dazu Entscheidun-

gen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission  

[EMARK] 1993 Nr. 3) missachtet hätte, bestehen keine. Angesichts der ge-

samten Sachlage ist tatsächlich nicht einsehbar, wieso der Beschwerde-

führer erst in der Anhörung die konkreten, mittels Telefonanrufen und 

schriftlich erfolgten Drohungen durch die Taliban geltend gemacht hat, zu-

mal diese Drohungen in ihm den Entschluss zur Ausreise geweckt haben 

sollen. Umgekehrt hat der Beschwerdeführer – wie das SEM in seiner an-

gefochtenen Verfügung ebenfalls zu Recht bemerkte – seine in der BzP 

gemachte Aussage, von Angehörigen der Taliban "immer wieder aus dem 

Auto geholt und bedroht" worden zu sein (vgl. Akten SEM A5 Ziff. 7.01), in 

der Anhörung vom 28. September 2017 nicht mehr wiederholt; vielmehr 

verneinte er die Frage, ob er abgesehen vom Vorfall, bei dem seine Ka-

mera zerstört worden sei, irgendwann noch einmal von Taliban oder irgend-

welchen Dritten angegriffen worden sei, ausdrücklich (vgl. A23 zu F93). Die 

festgestellten Ungereimtheiten in den Vorbringen des Beschwerdeführers 

lassen sich demnach weder mit der summarischen Natur der BzP noch mit 

dem nicht weiter substanziierten Hinweis, die Schilderungen seien detail-

liert, realitätstreu und mit Realkennzeichen gekennzeichnet ausgefallen, 

erklären. 

Schliesslich kann auch der Auffassung der Vorinstanz gefolgt werden, es 

erstaune, dass der Beschwerdeführer sich angeblich bis zur Ausreise noch 

einen Monat lang zu Hause aufgehalten und sich wegen der Drohungen 

auch nicht an seine Kontaktpersonen bei den Sicherheitsbehörden ge-

wandt habe. Die entsprechenden Einwendungen in der Beschwerdeschrift 

und der Replik vermögen auch das Gericht nicht zu überzeugen. 

Angesichts der vorstehenden Erwägungen ist auch der anlässlich der Bun-

desanhörung zu den Akten gegebene, auf den 25.4.1394 (afghanische 

Zeitrechnung; abendländischer Kalender: 16. Juli 2015) datierte Drohbrief 

nicht geeignet, die Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen zu besei-

tigen, zumal – wie in der angefochtenen Verfügung zutreffend bemerkt 

wurde – derartige Dokumente ohne Weiteres gefälscht oder käuflich erwor-

ben werden können. Auch die mit der Beschwerde-Ergänzung eingereich-

ten Fotos lassen den Sachverhalt nicht in einem anderen Licht erscheinen, 

zeigen diese doch bloss, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2013 bei ei-

nem offiziellen Anlass Kontakt zu hochrangigen Behördenvertretern hatte 

(vgl. Vernehmlassung S. 2). 

D-6677/2018 

Seite 16 

6.2.1.3 Zusammengefasst gelangt das Bundesverwaltungsgericht mit der 

Vorinstanz zum Schluss, die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich 

der angeblich bis zur Ausreise erlebten Bedrohung durch die Taliban seien 

nicht glaubhaft.  

6.2.2 Was die von der damaligen Rechtsvertreterin mit Schreiben vom 

13. August 2018 geltend gemachten Vorfälle vom 5. August 2018 (Geheim-

dienstangehörige hätten – unter dem Vorwurf, der Beschwerdeführer trage 

die Schuld dafür, dass nach seiner Flucht mehrere ihrer Mitarbeiter getötet 

worden seien – das Haus seiner Familie durchsucht, verschiedene elekt-

ronische Gegenstände beschlagnahmt und seinen Bruder eine Nacht lang 

verhört) betrifft, so sind diese Vorbringen nicht nur oberflächlich und unbe-

legt geblieben, es erscheint – wie das SEM zu Recht bemerkte (vgl. insbe-

sondere Vernehmlassung S. 2) – auch bei zurückhaltender Berücksichti-

gung von Plausibilitätsüberlegungen nicht nachvollziehbar, dass der Ge-

heimdienst erst drei Jahre nach der Ausreise des Beschwerdeführers dem 

Haus seiner Familie einen Besuch abgestattet haben soll. 

Die am 14. Dezember 2018 eingereichten Fotos lassen ebenfalls keine 

Rückschlüsse zu, dass der afghanische Geheimdienst davon ausgehen 

könnte, der Beschwerdeführer habe den Taliban sensible Informationen 

weitergegeben (vgl. Beschwerde-Ergänzung S. 5), zumal die Bilder aus 

dem Jahr 2013 stammen, der Beschwerdeführer aber bald darauf seine 

Stelle beim afghanischen (…) aufgegeben und bis zu seiner Ausreise Ende 

2015 als selbständiger (…) und (…) gearbeitet haben will.  

6.3 Sodann kann sich das Bundesverwaltungsgericht auch der Auffassung 

der Vorinstanz anschliessen, die weiteren Vorbringen des Beschwerdefüh-

rers hielten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss 

Art. 3 AsylG nicht stand.  

6.3.1 Dabei ist vorab der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass die gel-

tend gemachten Nachstellungen durch die Taliban – ungeachtet der Frage 

ihrer Glaubhaftigkeit – auch keine Asylrelevanz zu entfalten vermöchten, 

soweit die Taliban vom Beschwerdeführer wegen seiner Tätigkeiten als (…) 

und (…) Auskünfte über Regierungsstellen erhältlich machen wollten. Ei-

ner kriminellen Handlung, nämlich dem Erpressen von aufgrund einer be-

ruflichen Tätigkeit erlangten Kenntnissen, kommt nach der Schweizer 

Asylpraxis keine flüchtlingsrechtliche Relevanz zu. Der vom Beschwerde-

führer ausgeübte Beruf ist nicht untrennbar mit seiner Persönlichkeit ver-

D-6677/2018 

Seite 17 

knüpft. Zwar kann ein Verfolger gleichfalls oder sogar vordergründig haupt-

sächlich auf Handlungsweisen einer Person abzielen; bedeutsam für die 

Flüchtlingseigenschaft wird der Eingriff des Verfolgers aber nur, wenn die-

ser die hinter einer Handlungsweise steckende Eigenart und Gesinnung 

der entsprechenden Person treffen will (vgl. EMARK 2006 Nr. 32 E. 8.7.1 

sowie WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], 

Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.11). 

6.3.2 Des Weiteren wurde in der angefochtenen Verfügung (vgl. Ziff. II 

2. Abschnitt; vgl. auch oben E. 4.1.2, 1. Abschnitt) zutreffend bemerkt, die 

rein abstrakte Möglichkeit, dass die Taliban den Beschwerdeführer irgend-

wann wegen seiner beruflichen Tätigkeit verfolgen könnten, genüge nicht 

für die Begründung der Flüchtlingseigenschaft.  

Das Bundesverwaltungsgericht verkennt nicht, dass es in Afghanistan zu 

gezielten Angriffen auf Mitarbeiter der afghanischen Regierung oder inter-

nationaler Organisationen kommt, und diese einem erhöhten Risiko, einem 

Gewaltakt – insbesondere durch die Hände der Taliban – ausgesetzt sein 

können (vgl. allgemein zu Risikogruppen statt vieler: Urteil des BVGer 

E-7312/2017 vom 13. Juli 2020 E. 7.2.2; vgl. auch Schweizerische Flücht-

lingshilfe, Afghanistan: Gefährdungsprofile, Update der SFH-Länderana-

lyse, 12. September 2019). Im Falle des Beschwerdeführers, der keine Vor-

verfolgung durch die Taliban glaubhaft machen konnte, ist indessen keine 

Exponiertheit anzunehmen, welche per se zu einer begründeten Furcht vor 

künftiger Verfolgung führen würde.  

6.3.3 Was die vom Beschwerdeführer in der BzP gemachte Aussage, er 

sei in seiner Provinz von Paschtunen, von den Taliban und dem "Islami-

schen Staat" umgeben gewesen und habe sich daher nicht frei bewegen 

können, betrifft, so befand das SEM zu Recht, es handle sich um Nachteile, 

welche auf die allgemein schlechte Sicherheitslage in Afghanistan zurück-

zuführen seien und von denen grosse Teile der Bevölkerung betroffen 

seien (vgl. angefochtene Verfügung Ziff. II 3. Abschnitt; vgl. auch oben 

E. 4.1.2, 2. Abschnitt). 

Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass der allgemein unsicheren Lage in 

Afghanistan seitens der Vorinstanz durch die Anordnung der vorläufigen 

Aufnahme gestützt auf Art. 83 Abs. 4 AIG (SR 142.20) Rechnung getragen 

wurde (vgl. nachfolgend E. 7.2) 

D-6677/2018 

Seite 18 

6.3.4 Soweit der Beschwerdeführer auf die schwierige Situation der Ha-

zara in Afghanistan verwiesen hatte (vgl. A23 zu F53), wurde in der ange-

fochtenen Verfügung (vgl. Ziff. II 4. Abschnitt; vgl. auch oben E. 4.1.2, 

2. Abschnitt) ausgeführt, es lägen keine Anzeichen dafür vor, dass Ange-

hörige der Volksgruppe der Hazara allein wegen ihrer ethnischen Zugehö-

rigkeit oder ihres schiitischen Glaubens einer gezielten Verfolgung unter-

liegen würden. Diese Auffassung entspricht auch der ständigen Praxis des 

Bundesverwaltungsgerichts (vgl. etwa Urteil des BVGer D-6266/2018 vom 

27. Februar 2020 E.5.4 m.w.H.). 

6.4 Nach dem Gesagten ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu 

machen. Die Vorinstanz hat folglich zu Recht die Flüchtlingseigenschaft 

des Beschwerdeführers verneint und sein Asylgesuch abgelehnt. Die Ein-

wände in der Rechtsmitteleingabe vermögen keine andere Einschätzung 

zu bewirken.  

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufent-

haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die 

Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 

E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.).  

7.2 Da das SEM in seiner Verfügung vom 24. Oktober 2018 die vorläufige 

Aufnahme des Beschwerdeführers in der Schweiz angeordnet hat, erübri-

gen sich praxisgemäss Ausführungen zur Zulässigkeit und Möglichkeit des 

Wegweisungsvollzuges.  

Es bleibt anzumerken, dass sich aus den vorstehenden Erwägungen nicht 

der Schluss ergibt, der Beschwerdeführer sei angesichts der heutigen 

Lage in Afghanistan dort nicht gefährdet. Das SEM hat dieser generellen 

Gefährdung – wie bereits vorstehend (vgl. E. 6.3.3) festgestellt wurde – 

Rechnung getragen und den Beschwerdeführer gestützt auf Art. 83 Abs. 4 

AIG wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufge-

nommen. 

D-6677/2018 

Seite 19 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da ihm jedoch mit Instruk-

tionsverfügung vom 29. November 2018 die unentgeltliche Prozessführung 

im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt wurde und weiterhin von seiner 

prozessualen Bedürftigkeit auszugehen ist, ist von der Kostenerhebung 

abzusehen. 

 

9.2 Mit Instruktionsverfügung vom 29. November 2018 wurde auch der An-

trag auf amtliche Rechtsverbeiständung gutgeheissen und MLaw Vanessa 

Koenig als amtliche Rechtsbeiständin beigeordnet. Gemäss Praxis wird bei 

amtlicher Vertretung in der Regel von einem Stundenansatz von Fr. 200.– 

bis Fr. 220.– für Anwältinnen und Anwälte und Fr. 100.– bis Fr. 150.– für 

nichtanwaltliche Vertreterinnen und Vertreter ausgegangen (vgl. Art. 12 

i.V.m. Art. 10 Abs. 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]) und nur der notwendige Aufwand entschädigt (vgl. Art. 12 

i.V.m. Art. 8 Abs. 2 VGKE). 

Die Honorarnote vom 4. März 2020 weist einen Aufwand von 13 Stunden 

zu einem Stundenansatz von Fr. 120.‒ sowie Kosten für Einschreiben und 

Kopien in der Höhe von Fr. 40.– aus. Der zeitliche Aufwand und auch die 

Auslagen erscheinen vorliegend angemessen. Der Rechtsvertreterin ist 

somit der Betrag von Fr. 1'600.– auszurichten. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-6677/2018 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3.  

MLaw Vanessa Koenig wird zulasten der Gerichtskasse ein amtliches Ho-

norar von Fr. 1'600.– ausgerichtet. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Kathrin Mangold Horni 

 

 

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