# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d8f2d4d-078d-5633-a7ba-440ffc286b94
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.04.2008 D-7534/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7534-2007_2008-04-18.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7534/2007
{T 0/2} 

U r t e i l  v o m  1 8 .  A p r i l  2 0 0 8

Richter Martin Zoller (Vorsitz), Richter Walter Lang, 
Richter Blaise Pagan, 
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A._______, und ihr Kind B._______, Kamerun,
(Adresse),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 30. Oktober 2007 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7534/2007

Sachverhalt:

A.

A.a Die Beschwerdeführerin  verliess eigenen Angaben zufolge ihren 
Heimatstaat Mitte Mai 2007 auf dem Seeweg in Richtung  (Ausland). 
Von dort gelangte sie auf dem Luftweg am 11. Juni 2007 illegal nach 
Zürich. Gleichentags wurde sie wegen Wehen im Zusammenhang mit 
ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft im Spital (Ort 1) hospitalisiert. 
In der Folge suchte sie am 16. Juni 2007 im Flughafen Zürich-Kloten 
um  Asyl  nach.  Mit  Verfügung  des  BFM  vom  selben  Tag wurde  der 
Beschwerdeführerin  die  Einreise  in  die  Schweiz  vorläufig  verweigert 
und  für  die  Dauer  des  Asylverfahrens  der  Transitbereich  des 
Flughafens als Aufenthaltsort zugewiesen. Am 18. Juni 2007 wurde die 
Beschwerdeführerin  im  Auftrag  des  BFM durch  die  Flughafenpolizei 
angehört.  Mit  Verfügung  des  BFM vom 20. Juni  2007 wurde ihr  die 
Einreise  zur  Durchführung  des  ordentlichen  Asylverfahrens bewilligt. 
Am 21. Juni 2007 wurde sie im Empfangs- und Verfahrenszentrum (Ort 
2)  (EVZ) schriftlich aufgefordert,  innert  48 Stunden rechtsgenügliche 
Identitäts-  beziehungsweise  Reisepapiere  beizubringen. Am 27. Juni 
2007  fand im EVZ die  Befragung zur  Person statt.  Am 5. Juli  2007 
wurde die Beschwerdeführerin vom BFM direkt angehört.

Die  Beschwerdeführerin  machte  im  Wesentlichen  geltend,  sie  sei 
kamerunische Staatsangehörige vom Stamm der  (Name), geboren in 
(Ort 3) in der Südwestprovinz. Im Alter von zwölf  Jahren hätten sich 
ihre Eltern getrennt,  weil  die Mutter  sie und ihre beiden Schwestern 
vor der Tradition der Beschneidung habe bewahren wollen, woraufhin 
sie zu viert  ins Dorf der Mutter zurückgezogen seien. Seit  dem Jahr 
2001 habe sie in (Ort 4) in der Südwestprovinz gewohnt und dort eine 
Journalismus-Ausbildung  absolviert.  Im  Zeitraum  von  2004  bis 
Dezember 2006 sei sie als Journalistin für die Wochenzeitung (Name) 
in  (Ort  4)  tätig  gewesen. Im  Jahr  2004  habe  sie  einen  Artikel  über 
Beschneidungspraktiken  veröffentlicht,  woraufhin  ihr  Vater,  ein 
traditioneller Führer im Dorf (Ort 3),  wütend geworden sei, da er der 
Meinung  gewesen  sei,  dass  sie  als  älteste  Tochter  dieser  Tradition 
folgen müsse. Der Vater habe mit  der Polizei Kontakt aufgenommen, 
um  sie  zu  bestrafen,  woraufhin  sie  während  zweier  Wochen 
anstrengende  körperliche  Arbeit  habe  verrichten  müssen.  Im  Jahr 
2005 habe sie einen zweiten Artikel über Beschneidung geschrieben, 
woraufhin ihr Vater wiederum die Polizei verständigt habe, welche sie 

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festgenommen und während dreier  Tage an einem unbekannten Ort 
festgehalten habe. Auf Intervention eines von ihrer Mutter beauftragten 
Anwalts hin sei sie auf freien Fuss gesetzt worden. In der Folge habe 
sich ihr Vater zu ihrer Mutter begeben und dieser gesagt, dass sie sich 
dem Ritual der genitalen Verstümmelung unterziehen müsse. Im Jahr 
2006  habe  der  Vater  die  Mutter  und  deren  Brüder  vorgeladen,  um 
ihnen  die  von  ihr  beabsichtigte  Verheiratung  anzukündigen.  Sie  sei 
jedoch  seit  Dezember  2006  mit  C.  verheiratet  und  schwanger 
gewesen, was ihre Mutter dem Vater mitgeteilt  habe. Daraufhin habe 
sich der Vater im April 2007 an die Polizei gewandt, um gegen C. und 
sie  vorzugehen,  weil  sie  die  Tradition  missachtet  hätten. Die  Mutter 
habe sie über die beabsichtigte Verhaftung von C. informiert  und ihr 
zur Flucht mit C. geraten. Im Mai 2007 habe sie sich zusammen mit C. 
in ein Grenzdorf im Distrikt von (Ort 4) begeben, von wo aus sie mit 
einem  Boot  nach  Äquatorialguinea  gereist  seien.  Von  dort  sei  sie 
schliesslich  auf  dem Luftweg  nach  Zürich  gelangt;  ihr  Ehemann sei 
nicht mitgereist, sondern in Afrika geblieben.

Zur  Stützung  ihrer  Vorbringen  reichte  die  Beschwerdeführerin 
Faxkopien folgender Dokumente zu den Akten: Je ein Schreiben von 
D., Herausgeber von (Name der Zeitung), vom 18. Juni 2007, und der 
"Human Rights  Defence Association"  vom 18. Juni  2007 sowie  eine 
Anstellungsofferte  von  (Name  der  Zeitung)  vom  10.  Februar  2004. 
Darauf sowie auf die weiteren Aussagen der Beschwerdeführerin wird, 
soweit für den Entscheid wesentlich, auf die Protokolle bei den Akten 
verwiesen.

A.b  Bei  ihrer  Ankunft  im  Flughafen  Zürich-Kloten wurde  die 
Beschwerdeführerin an der Weiterreise nach (Land) gehindert, da eine 
umgehend vorgenommene Ausweisprüfung der Kantonspolizei Zürich 
ergab,  dass  es  sich  bei  dem  von  der  Beschwerdeführerin 
verwendeten,  mit  ihrem  Foto  versehenen,  auf  die  Personalien  E. 
ausgestellten  britischen  Reisepass  um  ein  gefälschtes  Dokument 
(Bildauswechslung) handelte. Im Übrigen war die Beschwerdeführerin 
im Besitz  eines  auf  dieselben  Personalien  lautenden  internationalen 
Impfbüchleins und Personalausweises.

Zum  Nachweis  ihrer  Identität  reichte  die  Beschwerdeführerin  im 
Flughafen  Zürich  Faxkopien  einer  Ersatzidentitätskarte  ("Recepisse 
Demande"), einer Geburtsurkunde und eines Berufsausweises ein.

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A.c Am 16. August 2007 wurde in Uster  ZH der Sohn B._______ der 
Beschwerdeführerin geboren.

B.
Mit Verfügung vom 30. Oktober 2007 - eröffnet am 7. November 2007 - 
trat das BFM gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asylgesuch  der 
Beschwerdeführerin nicht ein und ordnete deren Wegweisung aus der 
Schweiz an, wobei sie diese am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der 
Verfügung  zu  verlassen  habe.  Zur  Begründung  führte  es  im 
Wesentlichen  aus,  die  Beschwerdeführerin  habe  zum Nachweis  der 
Identität  lediglich  -  zum  Teil  beglaubigte  -  Kopien  von  teilweise 
schlechter  Qualität  einer  Geburtsurkunde,  einer  Ersatzidentitätskarte 
und  eines  Berufsausweises  eingereicht,  welche  den  Anforderungen 
von  Art.  1  Bst.  b  und  c  der  Asylverordnung 1  vom 11. August  1999 
über  Verfahrensfragen  (AsylV 1,  SR  142.311)  an  rechtsgenügliche 
Reise- oder Identitätspapiere nicht genügten. Dasselbe gelte auch für 
den  eingereichten,  unvollständigen  Verlustschein  ("Attestation  de 
Perte").  Die  Gründe  für  das  nicht  fristgerechte  Einreichen 
rechtsgenüglicher  Reise-  oder  Identitätspapiere  seien  nicht 
entschuldbar,  da  sie  auf  tatsachenwidrigen  oder  unvereinbaren 
Angaben der Beschwerdeführerin beruhten und mithin nicht glaubhaft 
seien.  Sodann seien ihre Angaben zu den Ausreisemodalitäten höchst 
unsubstanziiert, namentlich im Zusammenhang mit dem von ihr für die 
Reise von (Ausland) nach Zürich verwendeten gefälschten Reisepass. 
Daraus sei zu schliessen, dass sie Kamerun entgegen ihren Aussagen 
erst am 9. Juni 2007 über den Flughafen von (Heimatstaat) verlassen 
habe, was andere als die von ihr behaupteten Fluchtgründe impliziere. 
Im  Weiteren  erfülle  sie  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  da  ihre 
Vorbringen  in  verschiedener  Hinsicht  unglaubhaft  seien.  Bereits  die 
unzutreffenden und substanzlosen Aussagen der Beschwerdeführerin 
zu  ihrer  angeblichen  Papierlosigkeit  und  zur  Ausreise  erweckten 
Zweifel an der Glaubhaftigkeit ihrer Vorbringen. Zudem stimmten ihre 
Angaben zu den Fluchtgründen weder zeitlich noch inhaltlich mit dem 
Wortlaut  der  von  ihr  zu  den  Akten  gereichten  Beweismittel  überein. 
Abgesehen davon seien ihre Ausführungen insgesamt ohne Substanz, 
zumal  ihre  Angaben  zur  Beschneidungstradition  ihres  angeblichen 
Herkunftsorts  nebst  allgemeinen  Aussagen  höchst  undifferenziert 

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seien,  was  angesichts  ihres  angeblichen,  im  Rahmen  ihrer 
journalistischen Tätigkeit geltend gemachten Engagements gegen die 
weibliche  Genitalverstümmelung  umso  mehr  erstaune.  Schliesslich 
seien  auch  ihre  Ausführungen  zur  geltend  gemachten  Verfolgung 
durch die kamerunischen Behörden substanzlos und nicht stichhaltig. 
Vor  dem  Hintergrund  der  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen  der 
Beschwerdeführerin  seien die von ihr  eingereichten Dokumente zum 
Beweis  des  geltend  gemachten  Sachverhalts  als  untauglich  zu 
qualifizieren,  abgesehen  davon,  dass  sie  ohne  Weiteres  käuflich 
erwerbbar  seien.  Unter  diesen  Umständen  seien  aufgrund  der 
Aktenlage  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft oder  eines  Wegweisungshindernisses  nicht 
erforderlich. Der Vollzug der Wegweisung sei zulässig, zumutbar und 
möglich.

C.
Mit Eingabe vom 7. November 2007 an das Bundesverwaltungsgericht 
beantragte  die  Beschwerdeführerin  unter  Kosten-  und 
Entschädigungsfolge, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben 
und die Sache unter Anweisung, auf das Asylgesuch einzutreten, zur 
neuen  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen;  eventualiter 
sei  die Unzulässigkeit  beziehungsweise Unzumutbarkeit des Vollzugs 
der  Wegweisung  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen.  In  prozessualer  Hinsicht  wurde  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege und der Verzicht auf das Erheben eines 
Kostenvorschusses beantragt. Auf die Begründung wird, soweit für den 
Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

D.
Mit Instruktionsverfügung vom 13. November 2007 wurde der Eingang 
der Beschwerde bestätigt. Mit  Zwischenverfügung vom 14. November 
2007  wurde  der  Beschwerdeführerin  mitgeteilt,  sie  und  ihr  Sohn 
könnten  den  Ausgang  des  Verfahrens  in  der  Schweiz  abwarten; 
gleichzeitig  wurde  auf  einen  Kostenvorschuss  verzichtet  und  der 
Entscheid  über  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

E.
Mit Vernehmlassung vom 29. November 2007 beantragte das BFM die 
Abweisung der  Beschwerde. Zur  Begründung führte  es aus,  die Be-
schwerdeschrift enthalte keine neuen erheblichen Tatsachen oder Be-

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weismittel,  welche  eine  Änderung  des  Standpunkts  rechtfertigten. 
Namentlich sei der Vollzug der Wegweisung zumutbar, da in Kamerun 
weder  ein  Bürgerkrieg  noch  eine  Situation  allgemeiner  Gewalt 
herrsche. Die dortige medizinische Versorgung sei zwar nicht mit dem 
westlichen Standard zu vergleichen, in den grösseren Städten würde 
es  jedoch  über  20  Krankenhäuser  geben.  Ausserdem  stünden 
medizinische Versorgungszentren, Kliniken und private Pflegestationen 
landesweit  zur  Verfügung.  Zahnärzte,  Apotheken  und  Spitäler  finde 
man  in  den  wichtigsten  Zentren.  Wie  bereits  in  der  angefochtenen 
Verfügung  erwähnt,  verfüge  die  Beschwerdeführerin  über 
ausreichende  Ressourcen,  wie  beispielsweise  ein  soziales  Netz, 
sodass sie im Falle einer Rückkehr nicht auf sich alleine gestellt sei. 
Im  Rahmen  der  Prüfung  der  Zumutbarkeit  von  vom  Vollzug  der 
Wegweisung betroffenen  Kindern  sei  der  Gesichtspunkt  des 
Kindeswohls  von  gewichtiger  Bedeutung.  Darunter  seien  sämtliche 
Umstände einzubeziehen  und zu würdigen,  die  im Hinblick auf  eine 
Wegweisung  wesentlich  erschienen.  Diesbezüglich  könnten  im 
Rahmen  einer  gesamtheitlichen  Betrachtung  namentlich  folgende 
Kriterien von Bedeutung sein: Alter, Reife, Abhängigkeiten, Art (Nähe, 
Intensität,  Tragfähigkeit)  der  Beziehungen,  Eigenschaften  der 
Bezugspersonen  (insbesondere  Unterstützungsbereitschaft  und 
-fähigkeit). Der Sohn der Beschwerdeführerin sei drei Monate alt und 
gesund. Aufgrund des jungen Alters würde er in der Schweiz nicht aus 
seiner vertrauten Umgebung herausgerissen und entwurzelt, sondern 
es sei gewährleistet, dass er sich in Kamerun in familiärer Umgebung 
in  der  Obhut  seiner  Mutter,  seiner  Grossmutter  und  seiner  Tanten 
natürlich entwickeln könne. Aus diesen Gründen sei die Rückkehr der 
Beschwerdeführerin  mit  ihrem dreimonatigen  Sohn  als  zumutbar  zu 
erachten.

F.
Mit Schreiben vom 10. Dezember 2007 reichte die Beschwerdeführerin 
eine  Geburtsurkunde  im  Original  zu  den  Akten,  welche  sie  nach 
langen Bemühungen unlängst habe beschaffen können.

G.
In  ihrer  Stellungnahme  vom  4.  Januar  2008  hielt  die 
Beschwerdeführerin  unter  sinngemässer  Wiederholung  ihrer 
bisherigen  Vorbringen  an  der  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  fest.  Zudem  könnte  ihr  sich  nun  in  Nigeria 
befindlicher Ehemann nicht nach Kamerun zurückkehren, da auch er 

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dort verfolgt werden würde. Weder ihre Mutter noch der Staat könnten 
sie dauernd beschützen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach 
Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört  zu den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art.  32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig 
(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Die 
Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung berührt und 
hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung.  Die  Beschwerdeführerin  ist  daher  zur 
Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art.  6  AsylG  i.V.m. Art.  48 
Abs.  1  und  50  ff.  VwVG).  Auf  die  Beschwerde  ist  einzutreten.  Der 
während  des  erstinstanzlichen  Asylverfahrens  geborene  Sohn  der 
Beschwerdeführerin ist in das Beschwerdeverfahren einzubeziehen.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.

3.1  
Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 
BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32-35 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

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schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. Die Be-
schwerdeinstanz enthält sich demnach einer selbständigen materiellen 
Prüfung und hebt die angefochtene Verfügung - sofern sie den Nicht-
eintretensentscheid als unrechtmässig erachtet - auf und weist die Sa-
che zu neuer  Entscheidung an die Vorinstanz  zurück (vgl. Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK]  2004  Nr.  34  E.  2.1.  S. 240 f.).  Indessen  ist  im  Falle  des 
Nichteintretens auf ein Asylgesuch gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft 
abschliessend materiell zu entscheiden, soweit dies im Rahmen einer 
summarischen  Prüfung möglich  ist  (vgl. BVGE 2007/8  insb. E. 5.6.5 
S. 90 f.). In  einem entsprechenden Beschwerdeverfahren bildet  dem-
entsprechend  -  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines 
formellen Nichteintretensentscheides - auch die Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73).

3.2 Was  die  Frage  des  Wegweisungsvollzuges  anbelangt,  prüft  die 
Vorinstanz diese generell materiell, weshalb dem Bundesverwaltungs-
gericht als Beschwerdeinstanz diesbezüglich volle Kognition zukommt.

4.
Eine Prüfung der Akten ergibt, dass die vorinstanzliche Verfügung als 
zutreffend zu bestätigen ist.

4.1 Gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben.  Diese  Bestimmung  findet  jedoch  keine  Anwendung,  wenn 
Asylsuchende entweder glaubhaft machen können, sie seien dazu aus 
entschuldbaren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  a 
AsylG), oder auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 
AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b 
AsylG) oder aber sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzli-
che Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft  oder ei-
nes Wegweisungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG). 

4.2 Trotz entsprechender Aufforderung hat die Beschwerdeführerin in-
nerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs keinerlei 
Reisepapiere oder Identitätsdokumente im oben genannten Sinne ab-
gegeben. Die von ihr zum Nachweis der Identität im erstinstanzlichen 

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Verfahren  eingereichten  Dokumente,  welche  lediglich  in  Kopie 
vorliegen,  wurden  von der  Vorinstanz  aus  zutreffenden  Gründen als 
den Anforderungen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a  AsylG nicht  genügend 
qualifiziert. Dies gilt auch in Bezug auf den im Original eingereichten 
Verlustschein  (Attestation  de  Perte),  welcher  über  die  von  der 
Vorinstanz  erwähnten  Mängel  (fehlende  Staatsangehörigkeit, 
Unvollständigkeit)  hinaus  orthografische  Fehler  im  vorgedruckten 
Formular  aufweist.  Daran  vermag die  erst  auf  Beschwerdeebene im 
Original  eingereichte Geburtsurkunde ebenfalls nichts zu ändern,  da 
grundsätzlich  nur  Reisepapiere  (-pässe)  und  Identitätsurkunden  die 
genannten  Anforderungen  erfüllen,  nicht  aber  von  den  heimatlichen 
Behörden  zu  anderen  Zwecken  als  zum  Identitätsnachweis 
ausgestellte  Dokumente  wie  Führerausweise,  Berufs-  und 
Schulausweise sowie Geburtsurkunden (vgl. BVGE 2007/7 insb. E. 6 S. 
69  f.).  Zudem  ergeben  sich  keine  Anhaltspunkte  für  das  Vorliegen 
entschuldbarer Gründe. So sind die Angaben der Beschwerdeführerin 
im  Zusammenhang  mit  dem  Nichteinreichen  originaler 
Identitätspapiere  in  der  Tat tatsachenwidrig  und  unvereinbar  mit  der 
eingereichten  Kopie  der  provisorischen  Identitätskarte  (Recepisse 
Demande),  und  wurden  somit  vom  BFM  zu  Recht  als  unglaubhaft 
qualifiziert. Vielmehr müsste der Beschwerdeführerin,  hätte sie -  wie 
von ihr zu Protokoll gegeben - ihre Identitätskarte tatsächlich verloren, 
den  Verlust  bei  der  zuständigen  Stelle  angezeigt  und  ein  neues 
Dokument  beantragt,  dieses  längst  ausgestellt  worden sein. Sodann 
erweisen  sich  aufgrund  der  Aktenlage  auch  die  Erwägungen  der 
Vorinstanz  als  zutreffend,  wonach die  Beschwerdeführerin  zu  einem 
späteren Zeitpunkt und entgegen ihren Aussagen nicht auf dem See-, 
sondern auf dem Luftweg aus ihrem Heimatstaat ausgereist ist. Unter 
diesen Umständen vermag auch ihr Einwand in der Beschwerde, sie 
verfüge  derzeit  über  keine  weiteren  Identitäts-  beziehungsweise 
Reisepapiere, bemühe sich aber weiterhin, solche zu beschaffen, das 
Nichteinreichen der erwähnten Dokumente nicht zu entschuldigen.

4.3 Sodann konnte die Vorinstanz im vorliegenden Fall  aufgrund der 
Aktenlage,  wie  sie  sich  nach  der  Anhörung  vom 5.  Juli   2007  prä-
sentierte, unter Verzicht auf zusätzliche tatbestandliche oder rechtliche 
Abklärungen  im  Rahmen  einer  bloss  summarischen  Prüfung  den 
Schluss  ziehen,  dass  die  Beschwerdeführerin  die 
Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht erfüllt und einem Vollzug der 
Wegweisung ebenso keine Hindernisse entgegenstehen (vgl. zu den 
Anforderungen betreffend Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG: BVGE 

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2007/8 E. 5.5. und 5.6.). Bereits die Aussage der Beschwerdeführerin 
sie  habe Kamerun etwa Mitte Mai  2007 auf dem Seeweg verlassen, 
erweist  sich  angesichts  des  Eintrags  in  dem  von  ihr  verwendeten 
Reisepass, wonach die Ausreise am 9. Juni 2007 über den Flughafen 
von (Heimatstaat) erfolgt ist, als tatsachenwidrig, und erweckt Zweifel 
an den geltend gemachten Fluchtgründen. Weiter führte das BFM in 
der angefochtenen Verfügung in zutreffender Weise aus, die Angaben 
der Beschwerdeführerin zu den Fluchtgründen würden weder zeitlich 
noch inhaltlich mit dem Wortlaut der von ihr zu den Akten gereichten 
Beweismittel übereinstimmen und ihre Ausführungen seien insgesamt 
ohne Substanz, zumal ihre Angaben zur Beschneidungstradition ihres 
angeblichen  Herkunftsorts  nebst  allgemeinen  Aussagen  höchst 
undifferenziert ausgefallen seien, was angesichts ihres angeblichen im 
Rahmen  ihrer  journalistischen  Tätigkeit  geltend  gemachten 
Engagements gegen die weibliche Genitalverstümmelung umso mehr 
erstaune;  schliesslich  seien  auch  ihre  Ausführungen  zur  geltend 
gemachten  Verfolgung  durch  die  kamerunischen  Behörden 
substanzlos  und  nicht  stichhaltig.  Demgegenüber  erweisen  sich  die 
diesbezüglichen  Einwände  in  der  Beschwerde,  beispielsweise  die 
Folter  habe -  wie von der Beschwerdeführerin  bereits anlässlich der 
Befragungen erklärt - hauptsächlich darin bestanden, ohne Essen und 
Wasser in einem sehr engen Raum eingeschlossen gewesen zu sein, 
als  unbehelflich.  Bei  dieser  Sachlage  erübrigen  sich  zusätzliche 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG. Das BFM ist daher zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m.  Art.  32  Abs.  3  AsylG  auf  das  Asylgesuch  der 
Beschwerdeführerin nicht eingetreten.

5.
Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, 
so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ord-
net den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

Die  Beschwerdeführerin  und  ihr  Kind  verfügen  weder  über  eine 
fremdenpolizeiliche  Aufenthaltsbewilligung  noch  einen  Anspruch  auf 
Erteilung  einer  solchen. Die  Wegweisung  wurde  demnach  zu  Recht 
angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21). 

6.

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6.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ei-
nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Ge-
fahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 
5 Abs. 1 AsylG).

Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

6.3 Die Vorinstanz wies in  ihrer  angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl.  MARIO GATTIKER, 
Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da 
es  der  Beschwerdeführerin  nicht  gelungen ist,  eine  asylrechtlich  er-
hebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft  zu machen, kann 
das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden. 
Eine  Rückkehr  der  Beschwerführerin  und  ihres  Kindes  in  ihren 
Heimatstaat  ist  demnach  unter  dem  Aspekt  von  Art.  5  AsylG 
rechtmässig.

Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  der 
Beschwerdeführerin noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie 
und ihr Kind für den Fall einer Ausschaffung in ihren Heimatstaat dort 

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mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 
FoK verbotenen Strafe oder  Behandlung ausgesetzt  wären. Gemäss 
Praxis des Europäischen Gerichtshofes für  Menschenrechte (EGMR) 
sowie  jener  des  UN-Anti-Folterausschusses  müsste  die 
Beschwerdeführerin  eine  konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen 
oder  glaubhaft  machen,  dass  ihr  und  ihrem  Kind  im  Fall  einer 
Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde 
(vgl.  EMARK  2001  Nr.  16  S.  122,  mit  weiteren  Hinweisen;  EGMR, 
Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil  vom 6. Februar 2001, Recueil 
des  arrêts  et  décisions  2001-I,  S.  327  ff.).  Auch  die  allgemeine 
Menschenrechtssituation  in  ihrem   Heimatstaat  lässt  den 
Wegweisungsvollzug  zum  heutigen  Zeitpunkt  klarerweise  nicht  als 
unzulässig  erscheinen.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Vollzug  der 
Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen 
Bestimmungen zulässig.

6.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 
7  AuG -  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft  zum 
Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 8. März 
2002, BBl 2002 3818).

Weder die allgemeine Lage in Kamerun noch die persönliche Situation 
der  Beschwerdeführerin  und  ihres  Kindes  lassen  auf  eine  konkrete 
Gefährdung  schliessen.  Schliesslich  bestehen  auch  keine  anderen 
Hinweise,  dass  sie  bei  einer  Rückkehr  in  den  Heimatstaat  in  eine 
konkrete,  ihre  Existenz  bedrohende  Situation  geraten  könnten.  So 
verfügt  die  Beschwerdeführerin  in  ihrem  Heimatstaat  über  ein 
familiäres Beziehungsnetz. Angesichts der offenkundig unglaubhaften 
Verfolgungsvorbringen ist sodann entgegen den Ausführungen in der 
Beschwerde  nicht  davon  auszugehen,  dass  der  als  (...)  tätige 
Lebenspartner  und  Vater  des  Kindes  der  Beschwerdeführerin  im 
Zusammenhang mit der geltend gemachten Verfolgung nach (Ausland) 
geflüchtet  ist  und  nicht  mehr  nach  Kamerun  zurückkehren  kann. 
Sodann  hat  die  Beschwerdeführerin  nach  der  High  School  eine 
Ausbildung als Journalisten abgeschlossen und übte ihren Beruf in der 
Folge  während  mehrerer  Jahre  aus.  Was  schliesslich  den  in  der 
Schweiz geborenen Sohn der Beschwerdeführerin anbelangt, kann auf 

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die Ausführungen in der Vernehmlassung des BFM  (vgl. vorstehend, 
Sachverhalt Bst. E) verwiesen werden, welche sich, obwohl das Kind 
inzwischen sieben Monate alt ist, nach wie vor als zutreffend erweisen. 
Mithin  erscheint  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  unter  dem 
Gesichtspunkt des Kindeswohls als zumutbar.

6.5 Schliesslich  obliegt  es  der  Beschwerdeführerin,  sich  bei  der  zu-
ständigen  Vertretung  ihres  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (Art.  8  Abs.  4  AsylG), 
weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen 
ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).

7.
Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu bestä-
tigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig, zumut-
bar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt  eine Anordnung 
der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).

8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten auf Fr. 600.-- 
festzusetzen  (vgl.  Art.  2  und  3  des  Reglements  vom 11.  Dezember 
2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und den Beschwerdeführern auf-
zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Nachdem sich die Beschwerde 
jedoch zum Zeitpunkt ihrer Anhängigmachung zufolge während der im 
erstinstanzlichen  Verfahrens  erfolgten,  von  der  Vorinstanz 
unberücksichtigt  gebliebenen  Geburt  des  Sohnes  der 
Beschwerdeführerin  (vgl.  vorstehend,  Sachverhalt  Bst.  A.c)  als  nicht 
aussichtslos  erwiesen hat  und aufgrund der  Aktenlage von der  pro-
zessualen Bedürftigkeit der Beschwerdeführer auszugehen ist, ist das 
in  der Rechtsmitteleingabe vom 7. November 2007 gestellte Gesuch 
um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  (Art.  65  Abs.  1 
VwVG) gutzuheissen und auf die Auferlegung von Verfahrenskosten zu 
verzichten.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
In  Gutheissung  des  Gesuchs  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  werden  den  Beschwerdeführern  die  Verfahrenskosten 
erlassen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein; 
über  eine  Rückgabe  der  bei  der  Vorinstanz  eingereichten 
Unterlagen befindet das BFM auf entsprechende Anfrage hin)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- (kantonale Behörde) (in Kopie; Beilage: Geburtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: 

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