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**Case Identifier:** 93cba47c-5f87-5283-822d-007c40682dad
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.01.2018 200 2017 651
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-651_2018-01-24.pdf

## Full Text

200 17 651 IV
KOJ/SHE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Januar 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Fürsprecher und Notar B.________ und/oder Frau Rechts-
anwältin C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. Juni 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Jan. 2018, IV/17/651, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 12. Juni 2015 unter Hinweis auf seit dem 
10. Februar 2015 bestehende psychiatrische Probleme und eine seitherige 
vollständige Arbeitsunfähigkeit bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB 
oder Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Ant-
wortbeilage [AB] 2). Diese führte berufliche und medizinische Abklärungen 
durch. Insbesondere erfolgte eine Untersuchung durch med. pract. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie vom Regionalen 
Ärztlichen Dienst (RAD), welcher im Bericht vom 30. Mai 2016 (AB 47) eine 
interdisziplinäre Begutachtung empfahl. Diese erfolgte am 28. und 30. Sep-
tember sowie 4. Oktober 2016 in der MEDAS E.________ (MEDAS; ME-
DAS-Gutachten vom 7. März 2017 [AB 79.1]). Gestützt hierauf stellte die 
IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 23. März 2017 (AB 80) in Aus-
sicht, mangels invalidenversicherungsrelevanter gesundheitlicher Beein-
trächtigung einen Anspruch auf IV-Leistungen zu verneinen. Nach hierge-
gen erhobenen Einwänden (AB 82, 85) entschied sie mit Verfügung vom 
13. Juni 2017 (AB 86) dem Vorbescheid entsprechend. 

B.

Mit Eingabe vom 11. Juli 2017 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin C.________ und Fürsprecher B.________, hiergegen Be-
schwerde. Er beantragt, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung seien 
die Akten zur Sachverhaltsergänzung und zur neuen Entscheidung an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 25. August 
2017 auf Abweisung der Beschwerde.

In einem zweiten Schriftenwechsel hielten die Parteien an ihren Rechtsbe-
gehren fest. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Jan. 2018, IV/17/651, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. Juni 2017 (AB 86). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Invalidenrente und in diesem Zusammenhang die Vollständigkeit der Sach-
verhaltsabklärung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbsmö-
glichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Er-
werbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Be-
einträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur 
vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). 

2.3 Liegt eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vor, sind die 
nachfolgenden Grundsätze zu beachten, wobei diese auch für vergleichba-
re Beschwerden gelten, denn aus Gründen der Rechtssicherheit ist es ge-
boten, sämtliche psychosomatischen Leiden den gleichen sozialversiche-
rungsrechtlichen Anforderungen zu unterstellen (BGE 141 V 281 E. 4.2 
S. 298, 139 V 346 E. 2 S. 346, 137 V 64 E. 4.3 S. 69, 136 V 279 E. 3.2.3 
S. 283). Die zu den somatoformen Schmerzstörungen entwickelten Grund-

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sätze sind deshalb u.a. analog anwendbar auf ein Chronic Fatigue Syndro-
me (CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom) und eine Neurasthenie (BGE 
139 V 547 E. 2.2 S. 550, 137 V 64 E. 4.2 S. 68, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282).

2.3.1 Die Sachverständigen sollen die Diagnose einer anhaltenden soma-
toformen Schmerzstörung bzw. eines vergleichbaren psychosomatischen 
Leidens so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, 
ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 142 
V 106 E. 3.3 S. 108, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Dem diagnoseinhärenten 
Schweregrad der somatoformen Schmerzstörung ist vermehrt Rechnung 
zu tragen (BGE 142 V 106 E. 3.3 S. 108, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 286).

2.3.2 Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstren-
gung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch auch in 
Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen „Validität“ der versicherten Person auszuge-
hen ist (E. 3.7.2) und die materielle Beweislast für Invalidität bei ihr liegt 
(BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).

2.3.3 Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird durch einen strukturier-
ten, normativen Prüfungsraster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indi-
katoren erfolgt eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer-
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt 
neu im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Stan-
dardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3), welche sich in die Kategorien „funk-
tioneller Schweregrad“ (E. 4.3) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4). 
Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5). Die Anerkennung eines ren-
tenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen 
Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs-
grundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wi-
derspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge-

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wiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie 
vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (E. 6).

2.3.4 Die sachverständige Person schätzt das Leistungsvermögen an-
hand der einschlägigen Indikatoren ein. Die Rechtsanwender überprüfen 
die betreffenden Angaben frei, insbesondere dahin, ob die Ärzte sich an die 
massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das 
heisst, ob sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, 
welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (Art. 7 Abs. 2 
erster Satz ATSG), sowie, ob die versicherungsmedizinische Zumutbar-
keitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage erfolgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter 
Satz ATSG; BGE 141 V 281 E. 5.2.2 S. 307).

2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen:

3.1.1 Im Bericht der psychiatrischen Dienste F.________ vom 22. Juni 
2015 (AB 37.2/15) wurden eine Dysthymia (ICD-10 F34.1) sowie ein CFS 
(ICD-10 G93.3) diagnostiziert (S. 15). Aktuell sei der Versicherte aufgrund 
seiner Schlafstörung, dem Konzentrationsmangel und der geringen Belast-
barkeit zu 100% arbeitsunfähig. Er verfüge jedoch über eine Vielzahl an 
Ressourcen, weshalb eine Wiederaufnahme des bisherigen Berufes in Zu-
kunft nach Einleiten einer begleitenden psychotherapeutischen Unterstüt-
zung möglich sei (S. 16 Ziff. 7). 

3.1.2 Dr. med. G.________ der psychiatrischen Dienste F.________ dia-
gnostizierte im Bericht vom 30. Juni 2015 (AB 10) mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine Dysthymia (ICD-10 F34.1) sowie ein CFS (ICD-10 
G93.3), bestehend seit 2007 (S. 1 Ziff. 1.1). Weiter attestierte sie vom 8. 
Juni bis zum 11. September 2015 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (S. 3 
Ziff. 1.6). Zeitweise bestünden ein Konzentrationsverlust sowie massive Er-
schöpfungszustände mit Tagesschläfrigkeit bei ausgeprägter Schlafstörung 
und unberechenbarer, schwankender Leistungstoleranz, gelegentlich Be-
wusstseinsstörungen. Diese Einschränkungen würden den Berufsalltag des 
Versicherten erschweren (S. 3 Ziff. 1.7). Mit einer Wiederaufnahme der be-
ruflichen Tätigkeit sei ab Mitte September zu 30% zu rechnen (S. 4 Ziff. 
1.9).

3.1.3 Die behandelnde Hausärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 14. Juli 2015 
(AB 12) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische Insomnie, 
Tagesschläfrigkeit gemischter Genese bei Restless-Legs-Syndrom und 
mangelnder Schlafhygiene, eine chronisch rezidivierende depressive 
Störung, eine Panikstörung (ICD-10 F41.0), Differentialdiagnose: psychoti-
sche Entwicklung, bestehend seit 2006, einen Status nach Mononukleose 
2006 sowie eine chronische Müdigkeit seit 2006 mit Leistungsintoleranz 
und rezi-divierenden Infekten (S.1 Ziff. 1.1). Seit dem 10. Februar 2015 sei 
der Versicherte als ... zu 100% arbeitsunfähig (S. 2 Ziff. 1.6). Im Vorder-

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grund stünden eine Leistungsintoleranz und chronische Erschöpfung sowie 
gehäufte Erkältungen mit Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Deswegen 
sei es dem Versicherten seit 15. Februar 2015 nicht möglich, seiner bishe-
rigen Tätigkeit nachzugehen. Bereits früher sei er wegen ähnlicher Be-
schwerden zwischen 2013 und 2014 wiederholt krankgeschrieben gewe-
sen. Die bisherige Tätigkeit sei ihm noch vier Stunden am Tag möglich (S. 
2 Ziff. 1.7). 

3.1.4 Im undatierten, am 15. Januar 2016 (AB 25) bei der IVB eingegan-
genen Bericht diagnostizierte Dr. med. I.________, Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin, einen chronischen Erschöpfungszustand, Differenti-
aldiagnose CFS, mit/bei Status nach Epstein-Barr-Virus(EBV)-Infektion, 
chronische Schlafstörungen und depressiver Symptomatik / Dysthymia 
(ICD-10 F34.1). Weiter nannte er den Verdacht auf eine chronische Borre-
liose (S. 2 Ziff. 1.1). Hauptproblem seien die extreme körperliche Schwäche 
und Müdigkeit sowie die immer wiederkehrenden viralen Infekte. Diese 
würden sich in Form von Konzentrationsstörungen und Müdigkeit auf die 
Arbeitsfähigkeit auswirken. Wegen der Infektsymptome gebe es viele Ar-
beitsausfälle (S. 3 Ziff. 1.7). Seit dem 10. Februar 2015 und bis auf weite-
res bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). 

3.1.5 Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
diagnostizierte im Bericht vom 26. Februar 2016 (AB 31) mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit ein CFS (ICD-10 G93.3) bei Status nach infektiöser 
Mononukleose 2007 sowie eine rezidivierende depressive Störung, gegen-
wärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.01; S. 
1 Ziff. 1.1). Seit der Mononukleose im Jahre 2007 bestehe eine deutlich 
raschere Ermüdbarkeit. Bei Überanstrengung kämen regelmässig weitere 
grippeähnliche Symptome wie Kopf-, Glieder- und Halsschmerzen sowie 
Schwindel und Übelkeit dazu. Das Leistungsniveau habe in den letzten 
Jahren stetig abgenommen. Nach bereits wenigen Stunden jeglicher Tätig-
keit (Freizeit oder Arbeit) trete eine schwere körperliche Erschöpfung ein. 
Aktuell zeige der Versicherte ein Aktivitätsniveau (über die minimalen le-
benserhaltenden Aktivitäten hinausgehend) von maximal 10%. Diese nutze 
er für ein angepasstes Aufbautraining im Fitnessstudio. Maximal diese Zeit 
könnte in der angestammten Tätigkeit genutzt werden (jeweils eine bis zwei 

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Stunden pro Tag vorwiegend morgens). Die Leistungsfähigkeit sei dabei 
um ca. 50% eingeschränkt. Dabei müsse ein hohes Mass an Flexibilität 
bestehen, das die Schwankungen der Leistungsfähigkeit berücksichtigen 
würde (S. 5 Ziff. 1.7).

3.1.6 Prof. Dr. med. K.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte 
im Bericht vom 10. Mai 2016 (AB 58/2) eine Tagesschläfrigkeit und Ta-
gesmüdigkeit, eine episodisch wiederkehrende grippale Symptomatik ohne 
Fieber sowie Muskelschmerzen und eine Leistungsintoleranz (S. 2). Insge-
samt bestehe seit einer EBV-Infektion 2007 eine polymorphe Symptomatik 
mit Fatigue und Tagesschläfrigkeit, wiederholten Episoden von afebriler 
grippaler Symptomatik mit Muskelschmerzen, Leistungsintoleranz und 
Kopfschmerzen sowie depressiver Symptomatik (S. 3). 

3.1.7 Im Bericht der Klinik L.________ vom 29. Juni 2016 (AB 61/6) wur-
de ein CFS bei Status nach EBV-Infektion 2007 diagnostiziert (S. 6). Auf-
grund der Befunde fänden sich keine Hinweise für eine aktive infektiöse 
Erkrankung, welche die Beschwerden erklären könnten. Ein CFS nach 
EBV-Infektion sei gut beschrieben. Ungewöhnlich seien allerdings die 
Schwere der Symptomatik und die Progredienz der Beschwerden im Ver-
lauf (S. 7).

3.1.8 Prof. Dr. med. K.________ hielt im Bericht vom 13. Juli 2016 (AB 
61/1) fest, die Ursache der Belastungsminderung mit muskulären Schmer-
zen und rezidivierender grippeähnlicher Symptomatik bleibe weiterhin un-
klar. Die Beschreibung sei aber konsistent und bei der langen Anamnese 
und fehlenden erklärenden Elementen für eine psychogene Störung werde 
eine solche mit den bis anhin normalen Ergebnissen der neurologischen 
und metabolischen Abklärungen nicht bewiesen.

3.1.9 Im MEDAS-Gutachten vom 7. März 2017 (AB 79.1) wurde keine Di-
agnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 39 Ziff. 6.1). Oh-
ne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden u.a. ein subjektives Erschöp-
fungssyndrom unklarer Ätiologie, aktuell ohne Hinweise für eine internisti-
sche, infektiologische, neurologische oder somnologische Ursache, eine 
Dysthymia (ICD-10 F34.1) sowie ein Status nach EBV-Infektion (Ziff. 6.2). 
Was die Diagnose eines CFS betreffe, erfülle der Versicherte definitions-

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gemäss einige Kriterien eines CFS, die Diagnose könne aber nicht gestellt 
werden, zumindest liege keine invalidisierende Form der Erkrankung vor. 
Es erscheine nämlich nicht plausibel, dass er anamnestisch angebe, seit 
2007 an einem CFS zu leiden, jedoch andererseits von Juni 2007 bis Juni 
2010 eine dreijährige Lehre zum … erfolgreich abschliessen konnte. Zu-
dem habe der Versicherte angegeben, dass er nach der EBV-Infektion ca. 
alle zwei bis drei Monate (bzw. ca. viermal im Jahr) an nichtfieberhaften 
Infekten gelitten habe. Dazwischen sei es ihm gut gegangen. Dies stelle 
eine Diskrepanz zur Diagnose eines CFS dar (S. 46 Ziff. 7.5). Die klini-
schen allgemein-internistischen und neurologischen Untersuchungsbefun-
de seien unauffällig, ebenso die Zusatzuntersuchungen. Neuropsycholo-
gisch fänden sich isolierte Leistungseinbussen im Bereich der attentionalen 
Funktionen: eine ungenügende gerichtete Aufmerksamkeitsleistung sowie 
Alertness, eine verlangsamte Reaktionsgeschwindigkeit in der selektiven 
Aufmerksamkeitsleistung und eine quantitativ unterdurchschnittliche Kon-
zentrationsleistung. Die geteilte Aufmerksamkeit sei grenzwertig. Die Re-
sultate der Fragebogen zur Selbsteinschätzung bezüglich einer motori-
schen und kognitiven Fatigue würden in Richtung einer schweren Ermü-
dung weisen. Eine ebensolche schwere Ermüdung sei aber während der 
zweieinhalbstündigen neuropsychologischen Untersuchung nicht zu er-
kennen gewesen. Die Aufmerksamkeits- und Konzentrationseinbussen lies-
sen sich als leichte kognitive Störung umschreiben. Es fänden sich leichte 
Minderleistungen mehrerer kognitiver Teilfunktionen bei ein bis zwei Stan-
dardabweichungen unter dem Mittelwert. Aus versicherungspsychiatrischer 
Sicht gebe es derzeit keine Hinweise für ein rentenrelevantes Leiden, ins-
besondere könne eine Depression oder Angststörung ausgeschlossen wer-
den (S. 48 f. Ziff. 1). Die zu objektivierenden Gesundheitsschädigungen 
würden beim Versicherten zu keinen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit 
führen, weder in der angestammten noch in einer anderen entsprechenden 
Tätigkeit (S. 49 Ziff. 2). Die leichte kognitive Störung lasse sich neuropsy-
chologisch nicht abschliessend einordnen. Eine Erschöpfung, eine schlech-
te Schlafqualität wie auch psychische Symptome könnten eine ebensolche 
unspezifische Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung bedingen (Ziff. 
3). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als ... sei der Versicherte zu 100% 
arbeitsfähig. Retrospektiv könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
angenommen werden, dass er ausser den vorübergehenden krankheits-, 

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hospitalisations- und rekonvaleszenzbedingten Zeiten einer vollen oder 
teilweisen Arbeitsunfähigkeit seit 2007 stets uneingeschränkt zu 100% ar-
beitsfähig gewesen sei (S. 54 Ziff. 1).

3.1.10 Dr. med. I.________ äusserte sich im Bericht vom 24. April 2017 
(AB 85/13) zum MEDAS-Gutachten. Den darin aufgeführten internistischen, 
neurologischen und psychiatrischen Befunderhebungen könne im Wesentli-
chen nichts hinzugefügt werden. Jedoch sei die Schlussfolgerung, wonach 
dem Versicherten eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit attestiert werde, für ihn 
(Dr. med. I.________) absolut unverständlich und inakzeptabel. Er betreue 
den Versicherten seit August 2015. In dieser Zeit habe sich dessen Ge-
sundheitszustand nicht wesentlich verbessert. Bereits kleinere Anstrengun-
gen hätten immer wieder zu einer Aggravation der Symptome geführt, 
meist mit vermehrten Kopfschmerzen, extremer körperlicher Schwäche und 
teils infektähnlichen Symptomen (u.a. Glieder- und Halsschmerzen). Der 
Versicherte habe im September 2015 einen Arbeitsversuch zu 40% unter-
nommen. Bereits nach ca. drei Wochen habe er wegen Kopf- und Hals-
schmerzen sowie Schwindel mit extremer Erschöpfung erneut zu 100% 
krank geschrieben werden müssen (S. 13). Zu dieser Zeit sei er in einem 
objektiv deutlich reduzierten Allgemeinzustand gewesen. Es liege eindeutig 
ein sog. postvirales Müdigkeitssyndrom vor, da die Erkrankung im An-
schluss an einen EBV-Infekt aufgetreten sei (S. 14). Nachdem der Versi-
cherte vor der jetzigen Erkrankung aktiv viel Sport getrieben habe, sei er 
heute zeitweise kaum mehr in der Lage, einen längeren Spaziergang zu 
unternehmen. Er sei durch die Krankheit nicht nur beruflich, sondern auch 
sozial stark eingeschränkt. Mindestens sieben Nebenkriterien für das Vor-
liegen eines CFS seien erfüllt. Während der Jahre 2007 bis 2010 seien die 
Symptome noch weniger ausgeprägt gewesen, weshalb er die Ausbildung 
zum Fachbetreuer habe abschliessen können (S. 15). 

3.1.11 Prof. Dr. med. K.________ äusserte sich im Bericht vom 15. Mai 
2017 (AB 85/11) zum MEDAS-Gutachten. Bezogen auf die diagnostischen 
Überlegungen sei dieses von guter Qualität, die Dokumentation sei 
vollständig und enthalte noch umfangreichere Informationen als diejenige, 
die er bei seinen Konsultationen aufgenommen habe. Die Interpretation der 
Daten und die Schlussfolgerungen würden ihm (Prof. Dr. med. 

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K.________) kohärent erscheinen. Es stelle sich aber insbesondere die 
Frage der Bewertung der Symptomatik in Bezug auf ein CFS. Die im Zen-
trum M.________ durchgeführten Untersuchungen im Hinblick auf eine 
mitochondriale Cytopathie hätte diese Verdachtsdiagnose nicht bestätigen 
können. Eine solche bleibe aber durchaus möglich, vor allem in Anbetracht 
der weiteren Progression der Symptomatik. Der Verlauf werde diesbezüg-
lich wahrscheinlich Klärung schaffen. Einstweilen sei es sicher vernünftig, 
vorliegend von einem CFS zu sprechen. Die meisten der Kriterien seien 
hierfür erfüllt. Der weitere Verlauf müsse aber sorgfältig beobachtet werden 
(S. 11). Die Konsequenzen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit seien 
noch „etwas offen“, in den Konsultationen seien die Angaben des Versi-
cherten, dass er mit diesen Beschwerden nicht arbeiten könne, durchaus 
glaubwürdig (S. 12).

3.1.12 Am 23. Mai 2017 (AB 85/8) nahm Dr. med. J.________ Stellung 
zum MEDAS-Gutachten. Der Versicherte sei durch ihn ab dem 23. Oktober 
2017 (recte: 2015) durchgehend arbeitsunfähig geschrieben worden. Auf 
die von ihm beschriebenen „Sachverhältnisse“ würden die MEDAS-Gut-
achter in ihrer retrospektiven Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht einge-
hen. Die Krankschreibung sei erfolgt, nachdem der Versicherte im Oktober 
2015 nach erneutem Eintritt in die Arbeit nach wenigen Tagen zunächst 
unter körperlicher Erschöpfung, Kopfschmerzen, Zunahme der 
Schlafstörungen, Übelkeit mit Erbrechen, Diarrhoe, Halsschmerzen, Kälte-
gefühlen und Lärmempfindlichkeit gelitten habe. Nach weiteren Tagen un-
ter Fortführung der Arbeitstätigkeit zu 40% seien psychische Symptome 
wie Hoffnungslosigkeit, subjektive Sinnlosigkeit, Freudlosigkeit, Antriebs-
hemmung und erhöhte Irritabilität und Anspannung dazugekommen. Zu-
sätzlich seien Suizidgedanken aufgetreten, welche ausserordentliche Ab-
sprachen notwendig gemacht hätten. Aufgrund der akuten Zustandsver-
schlechterung mit körperlichen und psychischen Symptomen habe er (Dr. 
med. J.________) eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (S. 8). Die 
Diagnose eines CFS sei zu stellen, nachdem mindestens 7 Kriterien hierfür 
erfüllt seien. Aufgrund der Auswirkungen, dass der Versicherte seine Akti-
vitäten mittlerweile aufgrund der Beschwerden hauptsächlich auf seinen 
Haushalt beschränke, sei von einem schweren Grad der Erkrankung aus-
zugehen (S. 9). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Jan. 2018, IV/17/651, Seite 13

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). Eine von ande-
ren mit der versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung 
vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört 
vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenma-
terial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. 
Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Ver-
waltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweis-
würdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Jan. 2018, IV/17/651, Seite 14

3.3 Die Beschwerdegegnerin stellte in der Verfügung vom 13. Juni 2017 
(AB 86) im Wesentlichen auf das interdisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 
7. März 2017 (AB 79.1) ab, wonach der Beschwerdeführer in der zuletzt 
ausgeübten Tätigkeit als ... zu 100% arbeitsfähig ist. Das Gutachten erfüllt 
die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines 
medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen, weshalb ihm volle 
Beweiskraft zukommt (E. 3.2 hiervor). Die Fachärzte haben sich in ihren 
Beurteilungen sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen des 
Beschwerdeführers auseinandergesetzt sowie ihre Schlussfolgerungen und 
Einschätzungen gestützt auf ihre Untersuchung und die Akten in schlüssi-
ger und nachvollziehbarer Weise dargelegt. Sie hatten Kenntnis aller Vor-
akten und würdigten die ihnen zur Verfügung stehenden Informationen ein-
lässlich. Die Ausführungen in den Beurteilungen der medizinischen Zu-
sammenhänge sind einleuchtend sowie die gezogenen Schlussfolgerungen 
zum Gesundheitszustand überzeugend begründet. 

Uneinigkeit besteht zwischen den Gutachtern und den behandelnden Ärz-
ten Dres. med. J.________, K.________ und I.________ namentlich in der 
Diagnose eines CFS und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Er-
werbsfähigkeit.

Dem Beschwerdeführer ist insoweit beizupflichten (vgl. Beschwerde S. 3), 
dass die Diagnose eines CFS angesichts des potentiell progredienten Ver-
laufs der Krankheit nicht einzig mit dem Hinweis auf die Verhältnisse der 
Jahre 2007 bis 2010 verneint werden kann. Dazu ist jedoch festzuhalten, 
dass die Gutachter bei der Diskussion, ob ein CFS vorliege oder nicht, ne-
ben der in jener Zeit erfolgreich absolvierten Lehre zu Recht auch Angaben 
des Beschwerdeführers berücksichtigt haben, wonach es ihm zwischen 
den ca. viermal pro Jahr aufgetretenen EBV-Infekten jeweils gut gegangen 
sei, was gegen ein CFS spreche (AB 79.1 S. 46). Das erscheint plausibel. 

Ob die fragliche Diagnose eines CFS beim Beschwerdeführer nun jedoch 
zu stellen ist oder nicht, muss indessen nicht abschliessend beurteilt wer-
den. Soweit sie zu seinen Gunsten bejaht würde, wäre die Erkrankung, wie 
nachfolgend gezeigt, unter rechtlichen Aspekten nicht invalidisierend.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Jan. 2018, IV/17/651, Seite 15

3.4 Aufgrund des Dargelegten ist nachfolgend gemäss BGE 141 V 281 
anhand einer Prüfung der massgebenden Standardindikatoren (vgl. E. 
2.3.3 hiervor) zu prüfen, ob rechtlich die Voraussetzungen zur Annahme ei-
ner invalidisierenden Gesundheitsschädigung erfüllt sind. Ausschlussgrün-
de bestehen keine, wird doch im MEDAS-Gutachten ausgeführt, dass die 
Ergebnisse der Beschwerdevalidierung bei der durchgeführten neuropsy-
chologischen Begutachtung keine Zweifel an der Leistungsmotivation des 
Beschwerdeführers in der Untersuchung begründeten und keine Anhalts-
punkte im Sinne einer Aggravation oder Simulation vorlagen (AB 79.1 S. 49 
Ziff. 4).

3.5 In der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ ist zwischen den Kom-
plexen „Gesundheitsschädigung“ (Ausprägung der diagnoserelevanten Be-
funde und Symptome, Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resis-
tenz sowie Komorbiditäten), „Persönlichkeit“ und „Sozialer Kontext“ zu un-
terscheiden.

3.5.1 Wie im MEDAS-Gutachten eindrücklich beschrieben wird, sind die 
klinischen allgemein-internistischen und neurologischen Untersuchungsbe-
funde unauffällig, ebenso die Zusatzuntersuchungen. Neuropsychologisch 
fänden sich isolierte Leistungseinbussen im Bereich der attentionalen 
Funktionen. Jedoch sei eine schwere Ermüdung, wie sie sich aufgrund des 
Fragebogens zur Selbsteinschätzung ergeben habe, während der zweiein-
halbstündigen neuropsychologischen Untersuchung nicht zu erkennen ge-
wesen. Die Aufmerksamkeits- und Konzentrationseinbussen liessen sich 
als leichte kognitive Störung umschreiben. Es fänden sich leichte Minder-
leistungen mehrerer kognitiver Teilfunktionen bei ein bis zwei Standardab-
weichungen unter dem Mittelwert. Aus versicherungspsychiatrischer Sicht 
gebe es derzeit keine Hinweise für ein rentenrelevantes Leiden, insbeson-
dere könne eine Depression oder Angststörung ausgeschlossen werden. 
Zu diagnostizieren sei eine Dysthymia (AB 79.1 S. 48 f. Ziff. 1). Diese ist 
jedoch gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. u.a. Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 17. Mai 2017, 8C_208/2017, E. 4.2) kein Ge-
sundheitsschaden im Sinne des Gesetzes und begründet damit auch keine 
Invalidität. Daran hat auch der Entscheid des BGer vom 30. November 
2017, 8C_130/2017, nichts geändert, zumal die Voraussetzung für eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Jan. 2018, IV/17/651, Seite 16

Anspruchsberechtigung eine lege artis gestellte Diagnose mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit bleibt (E. 8.1). Der diagnostizierten Dysthymia mas-
sen die MEDAS-Gutachter jedoch keine Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit bei (AB 79.1 S. 47 Ziff. 7.5 und S. 51 Ziff. 2) und es ist nicht ersichtlich, 
inwiefern ihr ressourcenhemmende Wirkung zukäme. 

Der Beschwerdeführer gab an, neben einem Schmerzmedikament ein Me-
dikament einzunehmen, welches zur Unterstützung der Entwöhnungsbe-
handlung nach erfolgter Entgiftung von Opiat- bzw. Alkoholabhängigen 
verwendet wird. Er konsultiere ca. einmal im Monat seinen Hausarzt. Zu-
dem sei er alle zwei Wochen bei Dr. med. J.________ in psychotherapeu-
tisch-psychiatrischer Behandlung (AB 79.1 S. 19 Ziff. 3.3; vgl. auch 
www.compendium.ch). Diese wurde Ende Oktober 2017 beendet (AB 
85/8). Damit kann nicht von einer aktuell konsequent und motiviert durch-
geführten fachärztlich angeordneten intensiven Psychotherapie gesprochen 
werden und damit gilt der Beschwerdeführer keineswegs als „austhera-
piert“. Daran ändert der Umstand, dass seine Kooperation positiv bewertet 
wurde, nichts. 

3.5.2 Der Komplex „Persönlichkeit“ spricht vorliegend ebenfalls nicht für 
eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, zumal gemäss dem 
MEDAS-Gutachten für Ich-Störungen keine entsprechenden Hinweise vor-
liegen und diesbezüglich keine Auffälligkeiten vermerkt werden konnten. 
Auch konnte ein affektiver Rapport gut hergestellt werden und der Be-
schwerdeführer war im formalen Denken vollständig geordnet (AB 79.1 
S.36).

3.5.3 Zum Komplex „Sozialer Kontext“ ist festzuhalten, dass dieser Res-
sourcen beinhaltet: der Beschwerdeführer pflegt regelmässige soziale Kon-
takte zu seinem Patenkind (AB 47 S. 3), hat einen guten Kontakt mit seiner 
Familie und einen „kleinen guten Freundeskreis“ (AB 5 S. 2), besorgt den 
Haushalt selbstständig, nimmt Termine wahr (AB 79.1 S. 17 Ziff. 3.1.4) und 
repariert Computer (AB 47 S. 3).

3.6 Bezüglich der Kategorie „Konsistenz“ fällt auf, dass gestützt auf die 
bereits dargelegten Tätigkeiten des Beschwerdeführers im Alltag nicht von 
einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Jan. 2018, IV/17/651, Seite 17

gleichbaren Lebensbereichen gesprochen werden kann. Auffallend ist, 
dass er u.a. über ein Aufmerksamkeitsdefizit und eine schnelle Ermüdbar-
keit klagt (AB 79.1 S. 17 Ziff. 3.1.4), im Gegenzug jedoch in der Lage ist, 
am Abend zwei Stunden mit einem Freund Computerspiele zu spielen (S. 
53 Ziff. 1). 

3.7 Die Gutachter bescheinigen dem Beschwerdeführer eine volle Ar-
beitsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit wie auch in einer 
angepassten Verweistätigkeit (AB 79.1 S. 47). Soweit die behandelnden 
Ärzte demgegenüber eine anhaltende 100%-ige Arbeitsunfähigkeit für jegli-
che Tätigkeit postulieren, ist dem die Feststellung von Dr. med. J.________ 
im Bericht vom 23. Mai 2017 (AB 85/8) entgegenzuhalten, wonach sich die 
somatischen Beschwerden deutlich gebessert bzw. die psychiatrischen 
Auffälligkeiten deutlich reguliert hätten. Wenn dieser alsdann kritisiert, die 
Gutachter hätten den Beschwerdeführer erstmals in „diesem stabilisierten 
Zustand“ gesehen, dabei jedoch die bereits geleistete Anpassung der Le-
bensführung nicht berücksichtigt (S. 10), ist dies nicht geeignet, die gutach-
terlichen Schlüsse in Frage zu stellen. Vielmehr haben die MEDAS-
Gutachter gerade auch die aktuelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers gestützt auf die Akten und eigenen Untersuchungen festzusetzen, was 
sie denn auch zu Recht unter Berücksichtigung einer allfällig bereits einge-
tretenen Verbesserung getan haben.

3.8 Aufgrund des Dargelegten sind die Auswirkungen eines allfälligen 
CFS überwindbar und es besteht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
resp. kein invalidisierender Gesundheitsschaden. Es erübrigen sich somit 
weitere medizinische Abklärungen in diagnostischer Hinsicht bzw. zur 
Klärung der Frage, ob der Beschwerdeführer an einem CFS leidet oder 
nicht. 

Damit besteht kein Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente. Die 
Verfügung vom 13. Juni 2017 (AB 86) erweist sich daher als rechtens, 
weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Jan. 2018, IV/17/651, Seite 18

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen (Art. 
108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe entnommen.

4.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 104 
Abs. 3 VRPG sowie Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. 
g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher und Notar B.________ und/oder Frau Rechtsanwältin 

C.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Jan. 2018, IV/17/651, Seite 19

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.

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