# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52677d86-9ad8-5418-8063-4880a334b7db
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 14.05.2025 SB240556
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB240556_2025-05-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240556-O/U/cwo

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, Oberrichter lic. iur. R. Faga 

und Oberrichterin lic. iur. M. Knüsel sowie Gerichtsschreiber 

MLaw W. Dharshing

Urteil vom 14. Mai 2025

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und I. Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

B._____, 
Privatklägerin und II. Berufungsklägerin (Nichteintreten)

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Y._____

sowie

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, 
Anklägerin

betreffend Betrug etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 
10. Abteilung - Einzelgericht, vom 7. Oktober 2024 (GG240151)

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Anklage

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 26. Juni 2024 ist 

diesem Urteil beigeheftet (Urk. 33).

Urteil der Vorinstanz
(Urk. 64 S. 33 f.)

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte ist nicht schuldig und wird vollumfänglich freigesprochen.

2. Die Zivilklage der Privatklägerschaft wird auf den Zivilweg verwiesen.

3. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beschuldigte ausdrücklich auf eine 

Entschädigung oder Genugtuung verzichtete.

4. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidi-

ger des Beschuldigten – neben der bereits erfolgten Akontozahlung vom 9. Februar 

2023 in der Höhe von Fr. 4'934.60 – zusätzlich mit pauschal Fr. 17'100.– (inkl. Bar-

auslagen und 7.7% bzw. 8.1% MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.

5. Die Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz; die übrigen Kosten (insb. Gebühr für das 

Vorverfahren von Fr. 3'000.– sowie die Auslagen im Vorverfahren von Fr. 273.35), 

ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden auf die Gerichts-

kasse genommen.

6. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden vorerst auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung beim Beschuldigten gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO.

7. (Mitteilungssatz)

8. (Rechtsmittel)"

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Berufungsanträge

Des Beschuldigten (Urk. 66 S. 2):

Disp. Ziff. 5 und 6 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Einzelge-

richt vom 7. Oktober 2024 seien teilweise aufzuheben und es seien die "übrigen 

Kosten", inkl. derjenigen der amtlichen Verteidigung, vollumfänglich auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. Von einer Nachforderung im Sinne von Art. 135 Abs. 4 

StPO sei abzusehen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse.

Erwägungen:

I.  Prozessgeschichte, Berufungsumfang, Prozessuales

1. Prozessgeschichte

1.1. Das vorstehend wiedergegebene Urteil vom 7. Oktober 2024 wurde den 

Parteien am 7. bzw. 9. Oktober 2024 eröffnet (Prot. I S. 62; Urk. 56/1+2). Der 

Beschuldigte und die Privatklägerin B._____ meldeten fristgerecht Berufung an 

(Urk. 58+59).

1.2. Nach Zustellung des begründeten Urteils (Urk. 61; Urk. 63/1-3) reichte der 

Beschuldigte mit Eingabe vom 30. Dezember 2024 fristgerecht die Berufungserklä-

rung ein (Urk. 66). Die Privatklägerin reichte keine Berufungserklärung ein, weshalb 

auf ihre Berufung mit Präsidialverfügung vom 13. Januar 2025 nicht eingetreten 

wurde (Urk. 67). Mit Präsidialverfügung vom 17. Januar 2025 wurde die Berufungs-

erklärung des Beschuldigten in Anwendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 und Art. 401 

StPO der Staatsanwaltschaft und der Privatklägerin zugestellt, um gegebenenfalls 

Anschlussberufung zu erheben oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantra-

gen. Gleichzeitig wurde dem Beschuldigten Frist angesetzt, um sich zum Vorliegen 

der Voraussetzungen der amtlichen Verteidigung zu äussern (Urk. 69). Nachdem 

die Voraussetzungen der amtlichen Verteidigung mit Blick auf die sich stellenden 

Rechtsfragen erfüllt waren (und weiterhin sind), wurde diese nicht widerrufen. Die 

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Staatsanwaltschaft und die Privatklägerin verzichteten auf Anschlussberufung 

(Urk. 71+72). Mit Präsidialverfügung vom 12. Februar 2025 wurde die schriftliche 

Durchführung des Berufungsverfahrens angeordnet (Urk. 75). Unter Hinweis auf 

die Berufungsbegründung des Beschuldigten vom 10. Februar 2025 (Urk. 73 S. 2 

ff.) wurde der Privatklägerin und der Staatsanwaltschaft Frist zur Berufungsantwort 

angesetzt. Die Privatklägerin und die Staatsanwaltschaft liessen sich nicht verneh-

men.

2. Umfang der Berufung

2.1. Der Beschuldigte stellt im Berufungsverfahren folgende Anträge (Urk. 66 

S. 2): "Disp. Ziff. 5 und 6 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Ein-

zelgericht vom 7. Oktober 2024 seien teilweise aufzuheben und es seien die "übri-

gen Kosten", inkl. derjenigen der amtlichen Verteidigung, vollumfänglich auf die Ge-

richtskasse zu nehmen. Von einer Nachforderung im Sinne von Art. 135 Abs. 4 

StPO sei abzusehen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 

Staatskasse."

2.2. Unangefochten blieben der Freispruch (Dispositivziffer 1), die Verweisung 

der Zivilklage auf den Zivilweg (Dispositivziffer 2), die Vormerknahme des Verzichts 

des Beschuldigten auf Entschädigung und Genugtuung (Dispositivziffer 3) sowie 

die Entschädigung des amtlichen Verteidigers (Dispositivziffer 4). In diesem 

Umfang ist der vorinstanzliche Entscheid in Rechtskraft erwachsen, was vorab vor-

zumerken ist (Art. 399 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 437 StPO).

3. Verletzung rechtliches Gehör

3.1. Der Beschuldigte moniert zunächst eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, 

indem die Vorinstanz ihm die Kosten der amtlichen Verteidigung auferlegt habe, 

ohne ihm die Möglichkeit zu geben, sich dazu zu äussern (Urk. 73 S. 2).

3.2. Das rechtliche Gehör erstreckt sich grundsätzlich nicht auf die ins Auge 

gefasste Entscheidung. Die Behörde ist nicht gehalten, den Parteien zum Voraus 

die Überlegungen, die sie anstellen wird, zur Stellungnahme zu unterbreiten. Wenn 

sie indessen ihren Entscheid mit einem Rechtssatz oder einem Rechtstitel zu 

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begründen beabsichtigt, der im bisherigen Verfahren nicht herangezogen wurde, 

auf den sich die Parteien nicht berufen haben und mit dessen Erheblichkeit sie im 

konkreten Fall nicht rechnen konnten, haben die Parteien Anspruch auf eine dies-

bezügliche Anhörung (vgl. zum Ganzen BGE 145 I 167 E. 4.1 S. 171 m.w.H.)

3.3. Der Einwand des Beschuldigten ist unberechtigt. Dem anwaltlich vertretenen 

Beschuldigten stand es offen, sich anlässlich der Hauptverhandlung zu den Kosten- 

und Entschädigungsfolgen zu äussern. Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, 

dass mit dem Endentscheid von Amtes wegen über die Auflage der Verfahrens-

kosten zu entscheiden ist und eine Kostenauflage auch im Falle eines Freispruchs 

zur Disposition steht (vgl. Art. 426 StPO). Eine Einladung zur Stellungnahme 

betreffend Kostenauflage trotz Freispruchs ist nicht erforderlich. Mithin liegt keine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. 

II.  Kostenfolgen

1.

1.1. In der Sache rügt der Beschuldigte zunächst, dass dem vorinstanzlichen 

Dispositiv eine Kostenauflage an ihm nicht entnommen werden könne, weshalb 

eine Rückerstattung der Kosten der amtlichen Verteidigung ausgeschlossen sei 

(Urk. 73 S. 3). 

1.2. Das Vorbringen des Beschuldigten überzeugt nicht. Die Entschädigung der 

amtlichen Verteidigung gehört zwar als Auslage zu den Verfahrenskosten (Art. 422 

Abs. 2 lit. a StPO). Indes gehen die Kosten der amtlichen Verteidigung gemäss 

ausdrücklichem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO in Art. 426 Abs. 1 StPO trotz 

Kostenauflage (auch) im Falle eines Schuldspruchs vorläufig nicht zulasten der 

verurteilten Person, sondern zulasten der Staatskasse. A maiore ad minus gilt dies 

ebenfalls, wenn in Anwendung von Art. 426 Abs. 2 StPO nur teilweise Kosten 

auferlegt werden. Mithin entspricht der Rückforderungsvorbehalt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO einer "Kostenauflage" im Umfang der Kosten der amtlichen 

Verteidigung. Dem vorinstanzlichen Dispositiv ist zu entnehmen:

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"[1.-4.]

5. Die Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz; die übrigen Kosten (insb. 

Gebühr für das Vorverfahren von Fr. 3'000.– sowie die Auslagen im 

Vorverfahren von Fr. 273.35), ausgenommen derjenigen der amtlichen 

Verteidigung, werden auf die Gerichtskasse genommen.

6. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden vorerst auf die Gerichts-

kasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung beim 

Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

[7.-8.]"

Mit Ziff. 5 sowie Ziff. 6 bringt das vorinstanzliche Gericht klar zum Ausdruck, 

dass die Kosten der amtlichen Verteidigung vorerst auf die Gerichtskasse 

genommen werden und die Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbe-

halten wird. Diese Formulierung entspricht der Kostenauflage im Umfang der 

Kosten der amtlichen Verteidigung. Es liegt kein unklares Dispositiv vor. Im Übrigen 

ergibt sich dasselbe Ergebnis auch zweifelsfrei aus der vorinstanzlichen Erwägung, 

wonach der Beschuldigte in Berücksichtigung der Vernachlässigung seiner obli-

gationenrechtlichen Pflichten zur "teilweisen Kostenbeteiligung" zu verpflichten sei, 

indem er nicht vom Rückforderungsvorbehalt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO zu 

befreien sei (vgl. Urk. 64 S. 32 in fine). Wenn die Vorinstanz im gleichen Zusam-

menhang erwähnt, dass dem Beschuldigten "keine Entschädigung für anwaltliche 

Verteidigung" zuzusprechen sei, mag dies mit der Verteidigung (vgl. Urk. 73 S. 3) 

zwar terminologisch unzutreffend sein, aus dem Gesamtzusammenhang der 

Erwägung sowie dem Hinweis auf Art. 135 Abs. 4 StPO ist jedoch klar, dass damit 

der Verzicht auf definitive Tragung der Kosten der amtlichen Verteidigung durch die 

Staatskasse gemeint ist. 

2.

2.1. Ferner wendet der Beschuldigte ein (Urk. 73 S. 4 f.), der Grund für die 

Einleitung der Strafuntersuchung sei nicht die Verletzung obligationenrechtlicher 

Pflichten gewesen, sondern der Umstand, dass der Beschuldigte eingetragener 

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Gesellschafter und Geschäftsführer der "C._____ GmbH" gewesen sei und 

zunächst davon ausgegangen worden sei, dass er das Kreditantragsformular 

eigenhändig unterzeichnet habe. Ebenfalls habe die Vorinstanz nicht dargelegt, 

inwiefern der Beschuldigte die Untersuchung durch sein Verhalten erschwert habe.

2.2. Wird das Verfahren eingestellt oder die beschuldigte Person freigesprochen, 

so können ihr die Verfahrenskosten ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie 

rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen 

Durchführung erschwert hat (Art. 426 Abs. 2 StPO). Nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zu Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Abs. 2 EMRK dürfen einer beschul-

digten Person bei Freispruch oder Einstellung des Verfahrens nur dann Kosten 

auferlegt werden, wenn sie durch ein unter rechtlichen Gesichtspunkten vorwerf-

bares Verhalten die Einleitung eines Strafverfahrens veranlasst (prozessuales 

Verschulden i.w.S.) oder dessen Durchführung erschwert hat (prozessuales 

Verschulden i.e.S.). Bei der Kostenpflicht der freigesprochenen oder aus dem 

Verfahren entlassenen beschuldigten Person handelt es sich nicht um eine Haftung 

für strafrechtliches Verschulden, sondern um eine zivilrechtlichen Grundsätzen 

angenäherte Haftung für ein fehlerhaftes Verhalten, durch das die Einleitung oder 

Erschwerung eines Strafverfahrens verursacht wurde (BGE 119 Ia 332 E. 1b). 

Zwischen dem zivilrechtlich vorwerfbaren Verhalten und den durch die 

Untersuchung entstandenen Kosten muss ein adäquater Kausalzusammenhang 

bestehen. Dabei muss die Kausalität für jede Verfahrensstufe gesondert geprüft 

werden. Hat die beschuldigte Person die Einleitung des Strafverfahrens schuldhaft 

veranlasst und bestand nach dem Ergebnis der Untersuchung ein hinreichender 

Anlass zur Anklageerhebung, können dieser sowohl die Untersuchungskosten als 

auch die Kosten der erstinstanzlichen Gerichtsverhandlung ganz oder teilwiese 

auferlegt werden (DOMEISEN, in: Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, N. 32 zu 

Art. 426 StPO unter Hinweis auf das Urteil 6B_175/2008 vom 20. Juni 2008 E. 2.8). 

Der adäquate Kausalzusammenhang ist zu bejahen, wenn das gegen geschrie-

bene oder ungeschriebene, kommunale, kantonale oder eidgenössische Verhal-

tensnormen klar verstossende Verhalten der beschuldigten Person nach dem 

gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Erfahrung des Lebens geeignet 

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war, den Verdacht einer strafbaren Handlung zu erwecken und damit Anlass zur 

Eröffnung eines Strafverfahrens zu geben oder die Durchführung der eröffneten 

Strafuntersuchung zu erschweren. Dabei kommt die Kostenauflage nur dann in 

Frage, wenn sich die Behörde aufgrund des normwidrigen Verhaltens der 

beschuldigten Person in Ausübung pflichtgemässen Ermessens zur Einleitung 

eines Strafverfahrens veranlasst sehen konnte.

2.3. Die zivilrechtlichen Verfehlungen des Beschuldigten waren nicht adäquat 

kausal für die Einleitung der Strafuntersuchung. Die Geldwäschereimeldung der 

D._____ vom 10. November 2021, welche via E._____ an die Staatsanwaltschaft 

weitergeleitet wurde, markierte den Beginn des Strafverfahrens (Urk. 7/2). Aus der 

Transaktionsanalyse der D._____ ergab sich gegenüber ihrer Kundin C._____ 

GmbH der Verdacht der Angabe falscher Umsatzzahlen im COVID-Kredit-Formular 

sowie der zweckwidrigen Verwendung des COVID-Kredits. Wie die Vorinstanz 

zutreffend festhielt (Urk. 64 S. 31), gründete der Anfangsverdacht gegen den 

Beschuldigten (alleine) in seiner Stellung als Gesellschafter und Geschäftsführer 

der C._____ GmbH. Die ungenügende Wahrnehmung obligationenrechtlicher 

Pflichten stand zwar in einem erweiterten Zusammenhang mit dem untersuchten 

Delikt, sie schuf aber nicht die Verdachtslage betreffend den Kreditbetrug. Mit 

anderen Worten wäre die Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten (ceteris 

paribus) auch eröffnet und durchgeführt worden, wenn er seine Oberleitungs-, 

Kontroll- und Aufsichtspflichten bezüglich der C._____ GmbH wahrgenommen 

hätte. Damit fehlt es an der Kausalität der Verletzung von obligationenrechtlichen 

Pflichten für die Eröffnung und Durchführung der Untersuchung.

2.4. Auch eine rechtswidrige Erschwerung der Untersuchung liegt nicht vor. Der 

Beschuldigte verweigerte zwar anlässlich der Untersuchung die Aussage. Wie die 

Vorinstanz zu Recht festhielt, kann dem Beschuldigten dieses Verhalten nicht zur 

Last gelegt werden, da es sich dabei um die Inanspruchnahme eines 

grundlegenden prozessualen Rechts handelt (vgl. BGE 109 IA 166 E. 2). Darüber 

hinaus weist die Verteidigung zu Recht darauf hin (vgl. Urk. 73 S. 6), dass der 

Beschuldigte zumindest insofern an der Aufklärung der Tat mitwirkte, als er im 

Rahmen der Eingabe vom 29. September 2022 erklärte, dass nicht er, sondern 

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F._____ effektiv Geschäftsführer der C._____ GmbH gewesen sei (Urk. 9/2). Mithin 

beleuchtete der Beschuldigte die tatsächlichen Gesellschaftsverhältnisse bereits 

früh in der Untersuchung. Dass er diese Äusserungen nicht im Rahmen einer 

Einvernahme sondern einer schriftlichen Eingabe tätigte, ändert nichts: Mit Fug darf 

angenommen werden, dass die Untersuchungsbehörde auch dann, wenn er diese 

Äusserung im Rahmen einer Einvernahme getätigt hätte, nicht ungeprüft darauf 

vertraut und von diesbezüglichen Beweisabnahmen abgesehen hätte (vgl. Art. 6 

Abs. 1 StPO). 

2.5. Schliesslich erscheint fraglich, ob eine vor Einleitung der Untersuchung 

begangene Pflichtverletzung als Erschwerung der Untersuchung im Sinne von 

Art. 426 Abs. 2 StPO in Frage kommen kann: Im Vordergrund des sog. 

prozessualen Verschuldens im engeren Sinne (vgl. vorstehend E. 2.2.) stehen 

jedenfalls prozessuale Verhaltensweisen im fraglichen Strafverfahren, namentlich 

krass wahrheitswidrige oder wiederholt widersprüchliche Aussagen, welche die 

Untersuchungsbehörde zwingt, unnötige Nachforschungen anzustellen (vgl. Urteil 

6B_300/2007 vom 13. November 2007 E. 3.1). Ob auch Handlungen vor Anhebung 

einer Strafuntersuchung relevant sein können, kann letztlich offengelassen werden: 

In Nachachtung des Grundsatzes, dass ein prozessuales Verschulden nur 

zurückhaltend anzunehmen ist, hat der Beschuldigte durch seinen relativ frühen 

Hinweis auf die wahren Gesellschaftsverhältnisse das Zumutbare unternommen, 

um die Untersuchung – soweit sie durch die intransparenten Gesellschaftsver-

hältnisse erschwert gewesen wäre – zu erleichtern.

2.6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einleitung der Strafuntersuch-

ung nicht durch die zivilrechtlichen Pflichtverletzungen des Beschuldigten 

verursacht wurde und der Beschuldigte seine Mitwirkung am Verfahren recht-

mässig verweigerte. Damit ist von einer Kostenauflage und einem Rückforderungs-

vorbehalt betreffend die Kosten der amtlichen Verteidigung abzusehen.

-   10   -

3.

3.1. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens haben die Parteien nach 

Massgabe ihres Obsiegens und Unterliegens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Inwiefern eine Partei im Sinne dieser Bestimmung obsiegt oder unterliegt, hängt 

davon ab, in welchem Ausmass ihre im Berufungsverfahren gestellten Anträge gut-

geheissen werden (Urteil 6B_1025/2014 vom 9. Februar 2015 E. 2.4.1.). Der 

Beschuldigte obsiegt vollständig

3.2. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren fällt ausser Ansatz. Die 

übrigen Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich jener der amtlichen 

Verteidigung, sind auf die Gerichtskasse zu nehmen.

3.3. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

macht für seine Aufwendungen und Barauslagen im Berufungsverfahren den Be-

trag von Fr. 1'662.35 (inkl. MwSt.) geltend (Urk. 78). Der Aufwand ist ausgewiesen 

und das geltend gemachte Honorar steht im Einklang mit den Ansätzen der An-

waltsgebührenverordnung, weshalb Rechtsanwalt lic. iur. X._____ mit Fr. 1'662.35 

(inkl. MwSt) aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist. 

-   11   -

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 

10. Abteilung, vom 7. Oktober 2024 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte ist nicht schuldig und wird vollumfänglich freigesprochen.

2. Die Zivilklage der Privatklägerschaft wird auf den Zivilweg verwiesen.

3. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beschuldigte ausdrücklich auf 

eine Entschädigung oder Genugtuung verzichtete.

4. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Ver-

teidiger des Beschuldigten – neben der bereits erfolgten Akontozahlung vom 

9. Februar 2023 in der Höhe von Fr. 4'934.60 – zusätzlich mit pauschal 

Fr. 17'100.– (inkl. Barauslagen und 7.7% bzw. 8.1% MwSt.) aus der Gerichts-

kasse entschädigt.

5. (…)

6. (…)

7. (Mitteilungssatz)

8. (Rechtsmittel)"

2. Schriftliche Eröffnung und Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

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Es wird erkannt:

1. Die Kosten der Untersuchung sowie des erstinstanzlichen Gerichtsver-

fahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden 

definitiv auf die Gerichtskasse genommen.

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz. Die Kosten für die 

amtliche Verteidigung im Berufungsverfahren betragen Fr. 1'662.35.

3. Die Kosten des zweitinstanzlichen Gerichtsverfahrens, einschliesslich derje-

nigen der amtlichen Verteidigung, werden definitiv auf die Gerichtskasse ge-

nommen.

4. Schriftliche Eröffnung und Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die 

Privatklägerschaft

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz.

5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen 

erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschrie-

benen Weise schriftlich einzureichen.

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Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 14. Mai 2025

Der Präsident:

lic. iur. B. Gut

Der Gerichtsschreiber:

MLaw W. Dharshing