# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** adbf2c2f-2100-533c-ab57-11a5e308a1cc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE250185-O3
**Docket/Reference:** UE250185-O3
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE250185-O3.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer 

Geschäfts-Nr.: UE250185-O/U/GRO

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident i.V., und lic. iur. B. Stiefel, 

Oberrichterin lic. iur. C. Gerwig sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. D. Tagmann

Beschluss vom 14. August 2025

A._____, 

Beschwerdeführer

in Sachen

gegen

1.

2.

Unbekannt, 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  

Beschwerdegegner

betreffend Einstellung  

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Win-

terthur/Unterland vom 28. April 2025

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Erwägungen:

I.

1.

Am 5. April 2024 erstattete A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) Straf-

anzeige gegen Unbekannt (Urk. 12/1 S. 1). Am 12. August 2024 verfügte die 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) die 

Sistierung der Strafuntersuchung betreffend Körperverletzung (Urk. 12/9). Die 

hiergegen vom Beschwerdeführer erhobene Beschwerde hiess die III. Strafkam-

mer mit Beschluss vom 14. November 2024 gut, hob die angefochtene Sistie-

rungsverfügung auf und wies die Sache an die Staatsanwaltschaft zurück, mit der 

Begründung, die Staatsanwaltschaft habe entweder darzulegen, welche Ermitt-

lungsansätze zur Eruierung der unbekannten Täterschaft sie in naher Zukunft 

noch erwarte, und in der Konsequenz eine periodische Überprüfung der sistierten 

Strafuntersuchung vorzusehen oder das Strafverfahren zum Abschluss zu bringen 

(Urk. 12/14). Der Beschwerdeführer erhob daraufhin Beschwerde beim Bundes-

gericht; mit Urteil vom 4. Februar 2025 trat das Bundesgericht auf die Be-

schwerde nicht ein (Urk. 12/16). Am 28. April 2025 verfügte die Staatsanwalt-

schaft die Einstellung der Strafuntersuchung (Urk. 5).

2. Gegen die ihm am 6. Mai 2025 zugestellte Verfügung (Urk. 6) erhob der Be-

schwerdeführer mit Eingabe vom 16. Mai 2025 fristgerecht Beschwerde und 

stellte folgende Anträge (Urk. 2 S. 5 f.):

"1. Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Un-

terland vom 28.04.2025 sei aufzuheben.

 2. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland sei anzuweisen den 
Tatbestand anzupassen (Schwere Körperverletzung, ggf. wei-
tere).

 3. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland sei anzuweisen die 
unbekannte Täterschaft (zusätzlich) von Amtes wegen zu ermit-
teln.

 4. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland sei anzuweisen die 

Ermittlungsbemühungen auszudehnen bzw. wie in meiner Be-
schwerde vom 22.08.2024 und 20.12.2024 dargelegt (bspw. Mo-
bilfunk und Video Auswertung).

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 5. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland sei anzuweisen die 

Ermittlungsbemühungen fortzuführen und/oder von der Polizei 
fortführen zu lassen, bis der Täter gefunden bzw. ermittelt ist. 

 6. Durch das Obergericht des Kantons Zürich sei festzustellen, dass 
[es sich] bei einem Tinnitus in Folge eines Angriffes um eine 
schwere Körperverletzung handelt (oder mindestens handeln 
kann; allenfalls sei zu dieser grundsätzlichen Frage ein Gutachten 
in Auftrag zu geben).

 7. Es sei zudem durch das Obergericht des Kantons Zürich festzu-

stellen, ob eine Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung 
durch die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vorliege.

 8. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland sei bezüglich der 

Versäumnisse in den bisherigen Ermittlungen/im bisherigen Ver-
fahren zu rügen.

 9. Die Verfahrenskosten seien auf die Staatskasse zu nehmen 

(bzw., falls zutreffend, zulasten der Vorinstanzen zu verrechnen).

10. Ein etwaiger Kostenvorschuss für die vorliegende Beschwerde, 
sei, falls möglich, mit dem bereits für meine Beschwerde gegen 
die Sistierungsverfügung geleisteten (und von mir nach der teil-
weisen Gutheissung meiner Beschwerde noch nicht zurückgefor-
derten) Kostenvorschuss zu verrechnen."

3. Mit Verfügung vom 20. Mai 2025 wurde dem Beschwerdeführer Frist ange-

setzt, um eine Sicherheit in Höhe von Fr. 1'800.– zu leisten, wobei festgehalten 

wurde, dass die Rückerstattung der im Verfahren UH240274-O geleisteten Si-

cherheit mit rechtskräftigem Beschluss der III. Strafkammer vom 14. November 

2024 entschieden worden sei, weshalb im vorliegenden Beschwerdeverfahren un-

abhängig davon eine neue Sicherheit zu leisten sei (Urk. 7). Innert der angesetz-

ten Frist ging die Sicherheitsleistung ein (Urk. 10). In der Folge wurden antragsge-

mäss (Urk. 2 S. 6) die Untersuchungsakten (Urk. 12) sowie die Akten des Be-

schwerdeverfahrens betreffend die Sistierungsverfügung (Urk. 13) beigezogen. 

Hernach wurde dem Beschwerdeführer antragsgemäss Akteneinsicht gewährt 

(Urk. 17). Hinsichtlich seines darüber hinausgehenden Ersuchens um Zustellung 

von Bundesgerichtsentscheiden (Urk. 2 S. 6 N 2 und S. 18 N 4) wurde er auf die 

entsprechende Webseite des Bundesgerichts verwiesen (Urk. 14). Am 21. Juli 

2025 erging unaufgefordert eine weitere Eingabe des Beschwerdeführers 

(Urk. 19, Urk. 20/1-4).

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4.

Da sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet erweist, ist von der 

Einholung von Stellungnahmen abzusehen (Art. 390 Abs. 2 StPO).

5.

Der Beschwerdeführer stellte Strafantrag gegen die unbekannte Täterschaft 

und konstituierte sich hierdurch als Privatkläger (Urk. 12/8 S. 4 F/A 28; Art. 118 

Abs. 2 StPO). Dementsprechend ist er beschwerdelegitimiert. Allerdings ist die 

III. Strafkammer nicht die Aufsichtsbehörde der Staatsanwaltschaft. Auf das 

Rechtsbegehren Ziffer 8 betreffend die Erteilung von Rügen ist dementsprechend 

nicht einzutreten.

6.

Lediglich soweit erforderlich, d.h. entscheidrelevant, ist nachfolgend auf die 

Ausführungen des Beschwerdeführers sowie die Begründung der Staatsanwalt-

schaft näher einzugehen. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass die 

pauschalen Verweise des Beschwerdeführers in seiner Beschwerdeschrift auf frü-

here Eingaben gegenüber anderen Behörden bzw. im vorangegangenen Be-

schwerdeverfahren betreffend die Sistierungsverfügung oder die Akten (Urk. 2 

S. 3 N 1.2 und S. 19 N 4) unbeachtlich sind, da die Begründung in der Beschwer-

deschrift selbst enthalten sein muss (BGE 143 IV 122 E. 3.3). Ebenso ist die nach 

gewährter Akteneinsicht unaufgefordert eingereichte weitere Eingabe (Urk. 19) 

grundsätzlich unbeachtlich. Die Möglichkeit jederzeitiger Eingaben an die Verfah-

rensleitung gemäss Art. 109 Abs. 1 StPO besteht nämlich dort nicht, wo Verfah-

renshandlungen fristgebunden sind, wie dies bei Rechtsmitteln der Fall ist (Urteile 

des Bundesgerichts 6B_417/2016 vom 5. August 2016 E. 2.2 in fine und 

6B_1007/2021 vom 6. Januar 2022 E. 4.3). Aus der Natur der Beschwerde als or-

dentliches, vollkommenes Rechtsmittel mit eigenem freien Novenrecht ergibt sich 

kein Recht, Eingabefristen zu missachten bzw. eine Pflicht des Gerichts, Einga-

ben unabhängig von der Einhaltung der dafür angesetzten richterlichen Fristen zu 

beachten (Urteil des Bundesgerichts 1B_338/2014 vom 22. Oktober 2014 E. 2.2). 

Der Beschwerdeführer hätte bereits vor der Beschwerdeerhebung bzw. während 

laufender Beschwerdefrist (bzw. während des laufenden Strafverfahrens) Akten-

einsicht nehmen können. Gegenteiliges macht er denn auch nicht geltend. Mit 

Ausnahme des nachträglich erhältlich gemachten und mit der Eingabe eingereich-

ten Arztberichtes (Urk. 20/1) erweist sich die Eingabe somit als unbeachtlich. Der 

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Arztbericht datiert vom 27. Mai 2025 (Urk. 20/1); der Beschwerdeführer erhielt 

diesen somit erst nach der Beschwerdeerhebung. Ob dies eine erst am 21. Juli 

2025 erfolgte Nachreichung bei der III. Strafkammer rechtfertigt, kann dahinge-

stellt bleiben, da dieser für das Beschwerdeverfahren keine Relevanz aufweist. 

Anzumerken bleibt, dass selbst wenn die Voraussetzungen für eine weitere Ein-

gabe vorgelegen hätten und diese somit zu berücksichtigen gewesen wäre, diese 

nichts am Verfahrensausgang zu ändern vermocht hätte, da diese keine wesentli-

chen neuen Argumente enthält.

7.

Infolge einer internen Reorganisation der Kammer (zufolge hoher Geschäfts-

last) wird vorliegender Beschwerdeentscheid (in Anwendung von § 12 der Verord-

nung über die Organisation des Obergerichts und entgegen der ursprünglichen 

Ankündigung, vgl. Urk. 7 S. 4) unter Mitwirkung einer Stellvertretung des Kam-

merpräsidenten gefällt.

II.

1.

Die Staatsanwaltschaft verfügt gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO die vollstän-

dige oder teilweise Einstellung des Verfahrens, wenn: a) kein Tatverdacht erhärtet 

ist, der eine Anklage rechtfertigt; b) kein Straftatbestand erfüllt ist; c) Rechtferti-

gungsgründe einen Straftatbestand unanwendbar machen; d) Prozessvorausset-

zungen definitiv nicht erfüllt werden können oder Prozesshindernisse aufgetreten 

sind; e) nach gesetzlicher Vorschrift auf Strafverfolgung oder Bestrafung verzich-

tet werden kann. Der Entscheid über die Einstellung eines Verfahrens hat sich 

nach dem Grundsatz in dubio pro duriore zu richten. Danach darf eine Einstellung 

durch die Staatsanwaltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit oder offen-

sichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet werden. Hingegen ist, 

sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt, Anklage zu er-

heben, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Ist 

ein Freispruch genauso wahrscheinlich wie eine Verurteilung, drängt sich in der 

Regel, insbesondere bei schweren Delikten, eine Anklageerhebung auf. Bei zwei-

felhafter Beweis- oder Rechtslage hat nicht die Staatsanwaltschaft über die Stich-

haltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur materiel-

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len Beurteilung zuständige Gericht (BGE 143 IV 241 E. 2.2.1). Sachverhaltsfest-

stellungen sind jedoch in Berücksichtigung des Grundsatzes in dubio pro duriore 

auch bei Einstellungen zulässig, soweit gewisse Tatsachen klar beziehungsweise 

zweifelsfrei feststehen, sodass im Falle einer Anklage mit grosser Wahrscheinlich-

keit keine abweichende Würdigung zu erwarten ist. Der Staatsanwaltschaft ist es 

mithin nur bei unklarer Beweislage untersagt, der gerichtlichen Beweiswürdigung 

vorzugreifen (BGE 143 IV 241 E. 2.3.2). Bei der Beurteilung dieser Frage verfü-

gen die Staatsanwaltschaft und die Beschwerdeinstanz über einen gewissen Er-

messensspielraum (Urteil des Bundesgerichts 6B_790/2022 vom 15. Juni 2023 

E. 4.2.1).

2.

Der der Strafanzeige zu Grunde liegende Sachverhalt stellt sich im Wesentli-

chen wie folgt dar: Der Beschwerdeführer wirft einer unbekannten Täterschaft vor, 

sich ihm am 4. April 2024 am B._____ [Bahnhof] von hinten genähert und ihm ein 

Mobiltelefon oder ein anderes elektronisches Gerät an das rechte Ohr gehalten zu 

haben, wobei dieses einen sehr lauten, tiefen Ton von sich gegeben habe, was 

bei ihm einen leichten Schmerz und einen Tinnitus im rechten Ohr verursacht 

habe (Urk. 5 S. 1; siehe auch Urk. 2 S. 3 f. N 1.2.1).

3.1. Die Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung der Strafuntersuchung 

zusammengefasst damit, dass sich aus den polizeilichen Ermittlungen, den Aus-

sagen des Beschwerdeführers und seinen Angaben in seiner Eingabe vom 

9. März 2025 keine zielführenden Hinweise auf die unbekannte Täterschaft ent-

nehmen liessen. Es seien auch keine weiteren Ermittlungsansätze vorhanden, um 

die unbekannte Täterschaft zu identifizieren (Urk. 5).

3.2. Der Beschwerdeführer wendet in seiner 19-seitigen Beschwerdeschrift zu-

sammengefasst dagegen ein, dass durchaus Ermittlungsansätze vorhanden 

seien, insbesondere wenn das Vorgehen der unbekannten Täterschaft unter den 

Tatbestand der schweren Körperverletzung oder allfällige weitere Tatbestände 

subsumiert würde (Urk. 2).

4.1. Es ist der Staatsanwaltschaft beizupflichten, dass keine weiteren Ermitt-

lungsansätze ersichtlich sind, um die unbekannte Täterschaft zu identifizieren. Die 

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vom Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift vorgebrachten Einwendungen 

vermögen hieran – wie sogleich aufzuzeigen ist – nichts zu ändern.

4.2. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers reicht seine Täterbeschrei-

bung für die Identifizierung der unbekannten Täterschaft nicht aus. Aus seiner po-

lizeilichen Befragung konnten keine Informationen gewonnen werden, mit wel-

chen diese identifiziert werden könnte. Seine Umschreibung des unbekannten Tä-

ters war vage und wies keine markanten wiedererkennbaren Merkmale auf 

(Urk. 12/8 S. 2 F/A 6 f.). Der Beschwerdeführer war sich anlässlich der Befragung 

bzw. in seiner Strafanzeige gemäss seinen Ausführungen nicht einmal zu 100% 

sicher, ob der Täter männlich ist (Urk. 12/8 S. 2 F/A 6 "tendenziell männlich"; 

Urk. 12/1, im Anhang "ich glaube männlich"). Dass er nunmehr geltend macht, mit 

seiner Aussage "ich glaube männlich" eine "wohl männliche Person mit androgy-

nem Erscheinungsbild" gemeint zu haben (Urk. 2 S. 4 N 1.2.2), vermag an der für 

eine Identifizierung unzureichenden Täterbeschreibung nichts zu ändern. Auch 

die in der Beschwerdeschrift vorgenommene Beschreibung des Täters enthält 

keine Informationen, die der Identifizierung der Täterschaft dienen könnten, sind 

diese doch nach wie vor vage gehalten und hielt der Beschwerdeführer selbst be-

züglich seiner vagen Äusserungen fest, dass die Angaben bezüglich Grösse, Kör-

perbau, Haarfarbe etc. mit einer "gewissen Unsicherheit" behaftet seien (Urk. 2 

S. 4 N 1.2.2). Die Anfertigung eines Phantombildes (Urk. 2 S. 17 N 3.8.3.2), wie 

es der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vorschlägt, wäre dementspre-

chend nicht erfolgsversprechend. Die von ihm angeführte Ähnlichkeit des Erschei-

nungsbildes des Täters mit einem früheren Schulfreund (Urk. 2 S. 5 N 1.2.2) ver-

mag hieran nichts zu ändern.

4.3. Die Staatsanwaltschaft hielt des Weiteren – wie bereits in der Sistierungs-

verfügung – erneut zutreffend fest (Urk. 5 S. 1 f.), dass die Videoüberwachung 

des B._____ keine Hinweise zur Täterschaft erbringen konnte bzw. kann. So gab 

die Zentrale der SBB Transportpolizei auf entsprechende Anfrage der Stadtpolizei 

an, dass am 4. April 2024 am B._____ keine Videodaten gesichert worden seien. 

Aufgrund der Speicherfrist von 120 Stunden seien diese Daten nun nicht mehr er-

hältlich (Urk. 12/3 S. 2). Auch hatte die SBB dem Beschwerdeführer selbst bereits 

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mitgeteilt, dass der Tatortbereich (Sektor E und Personenunterführung) nicht vi-

deoüberwacht sei (Urk. 12/7). Es besteht demnach – entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers (Urk. 2 S. 16 N 3.8.3.1) – keine Veranlassung, erneut zu 

überprüfen, ob Videoaufnahmen existieren. Was Kameras allfälliger Bankomaten 

und ein- oder durchfahrender Züge anbelangt (Urk. 2 S. 13 N 3.4), so ist nicht da-

von auszugehen, dass zum heutigen Zeitpunkt, d.h. über ein Jahr nach der Tat, 

allfällige Videoaufzeichnungen hierzu noch vorliegen. Diese werden aus daten-

schutzrechtlichen Gründen nur für kurze Zeit gesichert. Ohnehin lieferte der Be-

schwerdeführer – wie bereits erwogen und entgegen seiner Ansicht (Urk. 2 S. 12 

N 3.4) – keine genaue Beschreibung des Täters, geschweige denn von dessen 

Kleidung, weshalb denn auch eine gezielte Sichtung des Videomaterials durch die 

Strafverfolgungsbehörde nicht möglich gewesen wäre. Ausserdem ist nicht einmal 

bekannt, ob der unbekannte Täter überhaupt einen Bankomaten aufgesucht hatte 

bzw. brachte der Beschwerdeführer anlässlich seiner Einvernahme nicht vor, dass 

zum Tatzeitpunkt in unmittelbarer Nähe ein Zug ein- bzw. durchgefahren war.

4.4. Der Beschwerdeführer stellte sich ferner bereits im Rahmen seiner polizeili-

chen Befragung auf den Standpunkt, dass die Täterschaft wohl mittels Auswer-

tung der Handydaten eruiert werden könnte (Urk. 12/8 S. 3 F/A 25 f.). Auch im 

Rahmen des Beschwerdeverfahrens machte er geltend, dass die Mobilfunkdaten 

herangezogen werden könnten, um den Täter zu eruieren (Urk. 2 S. 13 N 3.4). 

Damit beantragt er sinngemäss die Durchführung eines Antennensuchlaufs. Eine 

solche umfasst die rückwirkende Überwachung aller Kommunikationen, Kommu-

nikationsversuche und Netzzugänge, welche über eine bestimmte Mobilfunkzelle 

beziehungsweise über einen bestimmten öffentlichen WLAN-Zugang während ei-

nes Zeitraumes von ein bis zu zwei Stunden stattgefunden haben (Art. 66 Abs. 1 

VÜPF). Ein solcher Antennensuchlauf ist jedoch lediglich sechs Monate rückwir-

kend möglich (Art. 273 Abs. 3 StPO). Selbst wenn die Sechsmonatsfrist noch 

nicht abgelaufen gewesen wäre, käme im Übrigen ein Antennensuchlauf nicht in 

Betracht. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Antennensuchlauf ist 

streng. Voraussetzung ist im Rahmen einer Rasterfahndung gegen Unbekannt 

das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts eines Verbrechens. Zudem müssen 

bei noch unbekannter Täterschaft die Gesuchten grundsätzlich individualisierbar 

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sein, und die angepeilte verdächtige Schnittmenge der abgeglichenen Verkehrs- 

und Rechnungsdaten muss voraussichtlich klein sein (BGE 137 IV 340 E. 6.1). 

Wie bei einem Antennensuchlauf am B._____ an einem Nachmittag wochentags 

eine kleine Schnittmenge der Daten hätte resultieren sollen, ist schlichtweg nicht 

ersichtlich. Es bedürfte z.B. mehrerer bekannter Standorte, an welchen sich die 

Täterschaft zu bekannten Uhrzeiten befunden hätte. Der Beschwerdeführer hin-

gegen ist sich nicht einmal sicher, um welche genaue Uhrzeit er sich selbst auf 

dem Bahnsteig befand, geschweige denn, dass noch weitere Standorte der Täter-

schaft bekannt wären. Ausführungen zur Schwere der Tat bzw. zu deren Qualifi-

zierung können daher unterbleiben.

4.5. Was schliesslich die Ermittlung ähnlicher Vorfälle anbelangt (Urk. 2 S. 14 

N 3.5), so ist davon auszugehen, dass der Strafverfolgungsbehörde keine derarti-

gen bekannt sind. Andernfalls hätte die Stadtpolizei Winterthur, welche mit den 

Ermittlungen zur Identifizierung der Täterschaft beauftragt worden war (Urk. 12/2), 

dies in ihrem Rapport festgehalten.

5.

Zusammenfassend verfügte die Staatsanwaltschaft mangels weiterer er-

sichtlicher Ermittlungshandlungen zur Identifizierung der unbekannten Täterschaft 

zu Recht die Einstellung der Strafuntersuchung. Angesicht dessen hatte sie sich – 

entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 2 S. 14 ff. N 3.6, N 3.7 und 

N 3.8.2) – auch nicht mit der Frage zu befassen, ob die ursprünglich als einfache 

bzw. fahrlässige Körperverletzung beanzeigte Tat (vgl. Urk. 12/1, Urk. 5 S. 1) 

nicht allenfalls unter den Tatbestand der schweren Körperverletzung (vgl. Urk. 2 

S. 9 N 3.2.1) zu subsumieren wäre. Auch Abklärungen zum Gesundheitszustand 

des Beschwerdeführers (Urk. 2 S. 17 N 3.8.3.3) hatte sie dementsprechend nicht 

vorzunehmen. Eine Rechtsverweigerung liegt folglich nicht vor. Dass die Staats-

anwaltschaft im Übrigen zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 9. März 2025 

(Urk. 12/17) in der angefochtenen Einstellungsverfügung einzig pauschal festhielt, 

aus dieser ergäben sich keine zielführenden Hinweise auf die Täterschaft (Urk. 5 

S. 2), ist nicht zu beanstanden. Eine Verletzung der Begründungspflicht ergibt 

sich hieraus nicht. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist ab-

zuweisen. Der Vollständigkeit halber bleibt anzumerken, dass die Staatsanwalt-

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schaft die Einstellungsverfügung gestützt auf § 54a Abs. 1 PolG der Kantonspoli-

zei Zürich zukommen lassen wird, was einzig der Nachführung der polizeilichen 

Datenbearbeitungssysteme dient (vgl. Urk. 2 S. 14 N 3.5). 

III.

Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie des Aufwands des 

Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1'000.– fest-

zusetzen (§ 17 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 1 lit. b - d GebV OG), ausgangsgemäss 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO) und aus der Sicher-

heitsleistung zu beziehen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Rest der Sicherheitsleistung 

ist dem Beschwerdeführer – vorbehältlich eines allfälliges Verrechnungsrechts 

des Staates – nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittelverfahren zurückzuerstatten. Infolge Unterliegens ist dem Beschwer-

deführer keine Entschädigung zuzusprechen.

Es wird beschlossen:

1.

2.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt, dem Beschwerdeführer 

auferlegt und aus der Sicherheitsleistung bezogen. Der Rest der Sicher-

heitsleistung wird dem Beschwerdeführer nach Ablauf der Rechtsmittelfrist 

bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelverfahren zurückerstattet. Vor-

behalten bleibt das Verrechnungsrecht des Staats.

3.

Es werden keine Entschädigungen für das Beschwerdeverfahren zugespro-

chen.

4.

Schriftliche Mitteilung an:





den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, unter Beilage einer Kopie 
von Urk. 2 (gegen Empfangsbestätigung).

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5.

Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 14. August 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Präsident i.V.:

Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Flury

lic. iur. D. Tagmann