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**Case Identifier:** 3bd6d6c5-05a7-5fe2-8c56-acb0ba7ea784
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.06.2019 720 18 177/163
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-177-163_2019-06-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. Juni 2019 (720 18 177 / 163) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung  

 

 

Befristung des Rentenanspruchs aufgrund gutachterlich prognostizierter Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit; Rückweisung der Angelegenheit zur Neufestsetzung der Rentenleistun-

gen für die Zeit nach dem befristeten Rentenanspruch.  

 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Erich Züblin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A.  Der 1977 geborene A.____ meldete sich am 27. Januar 2015 (Eingang) unter Hinweis 
auf eine chronische Depression bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse wurden dem 
Versicherten verschiedene berufliche Massnahmen zugesprochen. Mit Mitteilung der IV-Stelle 

 
 
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Basel-Landschaft (IV-Stelle) vom 29. November 2016 mussten die beruflichen Massnahmen auf-
grund fehlender Eingliederungsfähigkeit abgebrochen werden. In der Folge lehnte die IV-Stelle 
nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 24. April 2018 einen Rentenan-
spruch von A.____ aufgrund Nichterfüllens des Wartejahres ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Erich Züblin, Advokat, mit Ein-
gabe vom 25. Mai 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozial-
versicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die Verfügung vom 24. April 
2018 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm eine Invalidenrente bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung 
brachte er im Wesentlichen vor, dass das von der IV-Stelle in Auftrag gegebene Gutachten von 
Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, aus verschiedenen Gründen nicht be-
weiskräftig sei. 
 
C. Am 18. Juni 2018 reichte der Beschwerdeführer eine ergänzende Stellungnahme sowie 
sein Schreiben vom 25. Mai 2018 an Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und 
Dipl.-Psych. D.____ und die entsprechende Antwort von Dr. C.____ und Dipl.-Psych. E.____ vom 
13. Juni 2018 ein.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 7. August 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab-
weisung der Beschwerde.  
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 18. Oktober 2018 gelangte das Kantonsgericht zur 
Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhande-
nen medizinischen Akten nicht möglich sei. Das Gericht beschloss deshalb, den Fall auszustellen 
und zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein Gerichtsgutachten einzuholen.  
 
F. Mit Schreiben vom 24. Oktober 2018 beauftragte das Kantonsgericht PD Dr. med. 
F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit einem monodisziplinären Gutachten, welches 
am 30. Januar 2019 erstattet wurde. Die Parteien erhielten in der Folge Gelegenheit, sich zum 
Inhalt des Gutachtens und zur Frage zu äussern, wie sich dessen Ergebnisse auf den Leistungs-
anspruch des Versicherten auswirken würden. Der Beschwerdeführer machte am 7. Februar 
2019 hiervon Gebrauch, wobei er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, dass die zustän-
dige Pensionskasse und die Stiftung X.____ zum Beschwerdeverfahren beizuladen seien, da die 
rentenrelevante Arbeitsunfähigkeit in Abweichung zu den gutachterlichen Ausführungen spätes-
tens im Juni 2013 eingetreten sei. Die IV-Stelle wiederum liess sich am 20. Februar 2019 zum 
Gutachten und dessen Auswirkungen auf den Leistungsanspruch vernehmen, wobei sie eine 
weitere Beurteilung von Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärzt-
licher Dienst beider Basel (RAD), vom 19. Februar 2019 ins Recht legte.  
 
G. Mit prozessleitender Verfügung vom 25. Februar 2019 lehnte die instruierende Präsiden-
tin des Kantonsgerichts den Antrag des Beschwerdeführers auf Beiladung der zuständigen Pen-
sionskasse und der Stiftung X.____ ab. Mit Blick auf die Anmeldung zum Leistungsbezug vom 
27. Januar 2015 sei die IV-Stelle nicht gehalten gewesen, die Arbeitsfähigkeit des Versicherten 

 
 
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vor dem 14. Juli 2014 einer näheren Prüfung zu unterziehen. Hinsichtlich weiter zurückliegender 
Zeiten würden verbindlichkeitsrechtlich massgebende Feststellungen und Beurteilungen der IV-
Organe rechtsprechungsgemäss von vornherein ausser Betracht fallen.  
 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
(lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Bei einem Invalidi-
tätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf 
eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente 
(Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht entschieden, 
dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren 
nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwickelte Vorgehen 
definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leistungshindernden 
äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) ander-
seits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 

 
 
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E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einord-
nung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer recht-
lich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die 
materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 
E. 3.7.2). 
 
3. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; bereits für den Zeitraum vor 1. Januar 2003: BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 
E. 2a und b). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 
E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 

 
 
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4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So führte das Bundesgericht zu den Gerichtsgutachten aus, 
dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizinischen 
Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfü-
gung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen (BGE 125 V 352 f. 
E. 3b/aa). Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern 
im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung 
entsprechen, darf das Gericht insbesondere einem von ihm eingeholten Gerichtsgutachten vollen 
Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit" der Exper-
tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). Schliesslich lässt es die Natur des Begutach-
tungsauftrags eines amtlich bestellten fachmedizinischen Experten nicht zu (BGE 124 I 170 E. 4 
S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b), ein Administrativ- oder Gerichtsgut-
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn andere 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 
2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die 
Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in 
überzeugender Weise zu anderen Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung 
kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachleute 
dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu 
stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch eine weitere Fachperson im Rahmen einer Ober-
expertise für angezeigt hält, sei es, dass es ohne eine solche vom Ergebnis des Gerichtsgutach-
tens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/aa mit Hinweisen). 
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 24. April 2018 bei der 
Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes im Wesentlichen auf das Gutachten von Dr. B.____ 
vom 11. Juli 2017. Sie ging demzufolge davon aus, dass dem Beschwerdeführer seit Januar 2015 
eine Arbeitstätigkeit im Umfang von 80% in einem ähnlichen Bereich wie bisher zuzumuten sei, 
weshalb die Bedingungen des Wartejahres nicht erfüllt seien. Den im Rahmen des Verwaltungs-
verfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund einge-
hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten 
und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweis-
würdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverläs-
sigkeit der Expertise sprechen (vgl. E. 4.3 hiervor). Anlässlich der in dieser Angelegenheit erfolg-
ten Urteilsberatung vom 18. Oktober 2018 gelangte das Kantonsgericht nun allerdings zur Auf-
fassung, dass diesem Gutachten keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. Anlass, an den 
entsprechenden Schlussfolgerungen des Gutachtens zu zweifeln, gab in erster Linie der Um-
stand, dass sich Dr. B.____ bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hauptsächlich auf die beruf-
liche Vergangenheit des Versicherten stützte. Dabei gelangte er zur Auffassung, dass es dem 
Versicherten bis 2013 trotz seiner seit der Jugend bestehenden Persönlichkeitsstörung möglich 
gewesen sei, im Umfang von 80-100% einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Demgegenüber 
konnten anhand der Aktenlage einige Anhaltspunkte dafür ausgemacht werden, denen zufolge 

 
 
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es dem Versicherten aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung nicht mehr möglich war, sich der 
Arbeitswelt anzupassen. Ferner hat der Versicherte auch im Rahmen der beruflichen Massnah-
men erhebliche Probleme gehabt. Schliesslich mangelte es dem Gutachten auch an einer Aus-
einandersetzung mit der Argumentation der behandelnden Psychologin D.____, wonach das wie-
derholte benannte „nicht Willens sein“ des Versicherten zu grossen Teilen als störungsimmanen-
tes Verhalten im Rahmen der Persönlichkeitsstörung anzusehen sei. Nachdem sich mit Be-
schluss des Kantonsgerichts vom 18. Oktober 2018 die Einholung eines psychiatrischen Gutach-
tens somit als unerlässlich erwiesen hatte, steht nunmehr das gerichtliche Gutachten von Dr. 
F.____ im Zentrum der medizinischen Beurteilung.  
 
5.2 In seinem Gutachten vom 30. Januar 2019 diagnostiziert Dr. F.____ mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit anankastischen, selbstunsiche-
ren und narzisstischen Anteilen (ICD-10 F61.0) sowie eine rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diag-
nostiziert er Störungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtiger Substanzgebrauch 
(ICD-10 F10.24), Störungen durch Sedativa oder Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig 
abstinent, Vollremission (ICD-10 F13.202) sowie einen Status nach Panikstörung (ICD-10 F41.0), 
2013. Zur Entwicklung der innerpsychischen Struktur des Exploranden hätten das idealisierte Bild 
seines beruflich sehr erfolgreichen, introvertierten Vaters und der protegierende überbehütende 
Erziehungsstil der Mutter insofern beigetragen, als dadurch ein gewisser narzisstischer Überbau 
begünstigt worden sei. Die fehlende Auseinandersetzung mit der äusseren Welt habe es ihm 
verunmöglicht, sich als stabiles Subjekt in der Gesellschaft zu erleben. Damit habe sich ein fal-
sches Selbst entwickelt, welches sich immer abheben müsse von anderen Personen und deren 
Leistungen. Trotz des zurückgezogenen Einzelgängertums des Exploranden sei eine Störung 
aus dem Autismus-Spektrum auszuschliessen. Die Berufsanamnese mute zunächst unauffällig 
an, bei genauerer Betrachtung falle aber auf, dass der Explorand immer das Gefühl gehabt habe, 
bessere Informatikkenntnisse zu besitzen als seine Arbeitskollegen, gleichzeitig aber immer 
Zweifel gehabt habe, ob seine Arbeit genüge, was zu ständiger Nachkontrolle seiner Arbeit ge-
führt habe, um allfällige Kritik, die er nicht adäquat hätte verarbeiten können, zu vermeiden. 
Dadurch habe sich sein Arbeitstempo verlangsamt, was zu Kritik und zu Abmahnungen seitens 
seiner Vorgesetzten geführt habe. Den dadurch entstandenen Druck habe er jeweils durch die 
eigene Kündigung beendet. Der Beschwerdeführer habe konstant einen grossen Aufwand betrei-
ben müssen, um im ersten Arbeitsmarkt integriert zu bleiben. Um etwas Entlastung zu gewinnen, 
habe er stets in einem reduzierten Pensum von 80% gearbeitet. Personen mit einer Persönlich-
keitsstörung seien nicht selten in der Lage, im ersten Arbeitsmarkt über Jahre zu bestehen, bis 
das labile Gleichgewicht derart erschüttert werde, dass die Bewältigungsstrategien nicht mehr 
greifen könnten. Die Omnipotenz des Vaters habe einerseits die Insuffizienz des Exploranden 
zwar unterhalten, andererseits habe die Identifikation mit  seinem Vater den Exploranden auch 
befähigt, im ersten Arbeitsmarkt zu bestehen. Erst die Stellenkündigung im Juli 2012 zusammen 
mit dem Tod des Vaters habe zum Einsturz des narzisstischen Überbaus und zur depressiven 
Symptomformation geführt. Ähnlich auffällig wie die Berufsanamnese sei die Beziehungsanam-
nese des Exploranden. Er habe seit 22 Jahren keine partnerschaftliche Beziehung mehr gepflegt 
und auch kein anderweitiges Beziehungsnetz aufgebaut. Kontakte pflege er einzig zu seiner Mut-
ter und zu seinem Bruder, von denen er wisse, dass sie ihm wohlgesinnt seien. Es liege somit 

 
 
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eine regelrechte Bindungsstörung vor. Die Kardinalkriterien für eine Persönlichkeitsstörung, wo-
nach ab verhältnismässig frühem Alter zentrale Bereiche der privaten, sozialen und beruflichen 
Anamnese nachhaltig und relevant tangiert seien, seien beim Exploranden zweifelsohne erfüllt. 
Für eine anankastische Persönlichkeitsstörung seien sieben der acht möglichen und vier der er-
forderlichen Kriterien und für eine narzisstische Persönlichkeitsstörung seien vier bis fünf der 
sechs möglichen und der vier erforderlichen Kriterien erfüllt. Damit liege eine kombinierte Per-
sönlichkeitsstörung mit anankastischen, selbstunsicheren und narzisstischen Anteilen vor. Was 
die Affektpathologie angehe, so hätten sich im objektiven Psychostatus zunächst keine Auffällig-
keiten gezeigt, im Verlauf der weiteren Begutachtung sei aber eine depressive Grundstimmung 
und eine Affektverarmung deutlich hervorgetreten. Der Explorand habe zunehmend hilf- und rat-
los, verloren und in seinem affektiven Leiden vollkommen authentisch imponiert. Die gegenwär-
tige Affektpathologie entspreche einer mittelgradigen depressiven Episode, wobei sie im Ver-
gleich zur zugrundeliegenden primären Persönlichkeitspathologie sowohl klinisch als auch hin-
sichtlich der Arbeitsfähigkeit eine untergeordnete Relevanz habe. Die psychosozialen Belas-
tungsfaktoren der seit über zwei Jahren bestehenden Arbeitslosigkeit und des fehlenden sozialen 
Netzwerkes seien nicht invaliditätsfremd, da der Explorand aufgrund seiner Persönlichkeitsstö-
rung nicht in der Lage sei, ein Einkommen zu generieren und ein soziales Netz zu etablieren.  
 
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit hält der Gutachter fest, dass beim Exploranden eine gewichtige 
Dekonditionierung bestehe und er zurzeit zu 100% arbeitsunfähig sei. Er benötige berufliche Mas-
snahmen, um in den ersten Arbeitsmarkt zurückzukehren, wobei nach einem Zeitraum von sechs 
Monaten sich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Situation präsentieren werde, in welcher beim 
Exploranden Funktionsfähigkeiten aus psychiatrischer Sicht in der Höhe von 50% bezogen auf 
den ersten Arbeitsmarkt reetabliert sein sollten. Dabei seien aber hauptsächliche Gruppenarbei-
ten zu vermeiden. Vielmehr sei eine Arbeit im Backoffice-Bereich zu ermöglichen ohne Kunden-
kontakte und ohne allzu häufige Kontakte mit Mitarbeitern. Ausserdem müsse der Vorgesetzte 
über die Problematik des Exploranden informiert sein und dafür Verständnis aufbringen. Mul-
titask-Aufgaben seien zu vermeiden. Ferner müsse dem Exploranden ermöglicht werden, Arbei-
ten zu Ende zu führen, bevor ihm neue Aufgaben übertragen würden. Aufgaben mit höherer Ver-
antwortung seien zu vermeiden. Eine Arbeit mit diesen Einschränkungen sei dem Exploranden 
sowohl im angestammten Bereich der Informatik wie auch in jeder Verweistätigkeit nach einer 
sechsmonatigen beruflichen Massnahme im Umfang von 50% zumutbar. Inwiefern es im weiteren 
Krankheitsverlauf möglich sei, diese Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt zu steigern, könne 
zum aktuellen Zeitpunkt nicht beurteilt werden. Anlässlich der Begutachtung sei der Explorand 
sehr kooperativ gewesen, es gebe keine Hinweise auf Inkonsistenzen. Der Explorand sei zuletzt 
bis im Dezember 2016 im ersten Arbeitsmarkt tätig gewesen, wobei fraglich sei, ob die letzte 
Anstellung von Mai 2015 bis September 2016 als Äquivalent einer Arbeitsstelle im ersten Arbeits-
markt einzustufen sei. Unklar sei ferner, wie sich die Arbeitsfähigkeit seit März 2012 entwickelt 
habe. Diesbezüglich seien die Akten nicht ausreichend. Dr. C.____ habe eine Arbeitsunfähigkeit 
seit Juni 2014 attestiert, wobei unklar bleibe, wieso dieser Zeitpunkt ausgewählt worden sei. Ins-
gesamt könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festgehalten werden, dass die aktuelle Ar-
beitsunfähigkeit im Umfang von 100% seit Januar 2017 bestehe.  
6.1 Mit Stellungnahme vom 7. Februar 2019 macht der Beschwerdeführer geltend, dass ge-
stützt auf das Gutachten von Dr. F.____ von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen 

 
 
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sei, wobei er in Abweichung zu den gutachterlichen Ausführungen die Ausrichtung einer ganzen 
Invalidenrente bereits mit Wirkung ab Juni 2013 beantragt. Demgegenüber stellt sich die IV-Stelle 
mit Eingabe vom 20. Februar 2019 mit Verweis auf die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. 
G.____ vom 19. Februar 2019 auf den Standpunkt, dass aus mehreren Gründen nicht darauf 
abgestellt werden könne.  
 
6.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nicht 
ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen Aufgabe 
es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten 
Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Vorliegend besteht kein Anlass, von den Ergebnissen des 
zitierten Gutachtens von Dr. F.____ abzuweichen. Das Gutachten ist umfassend und die darin 
dargelegten medizinischen Zusammenhänge sowie die jeweils vorgenommenen Schlussfolge-
rungen sind nachvollziehbar und überzeugend. Der Gutachter hat den Versicherten persönlich 
untersucht, eine umfassende Anamnese erhoben und geht einlässlich auf seine Angaben und 
Beschwerden ein. Er setzt sich zudem fundiert mit den bei den Akten liegenden medizinischen 
Berichten, namentlich mit dem Gutachten von Dr. B.____, auseinander und begründet abwei-
chende Einschätzungen in überzeugender Weise.  
 
6.3 Der Gutachter vermag insbesondere anhand einer ausführlichen Diskussion der in-
nerpsychischen Struktur des Versicherten und einer eingehenden Würdigung der Berufsanam-
nese schlüssig zu begründen, dass die für eine Persönlichkeitsstörung zentralen Kriterien erfüllt 
und erheblich tangiert sind. Entgegen der von der IV-Stelle mit Verweis auf die Stellungnahme 
des RAD-Arztes Dr. G.____ vertretenen Auffassung trifft es dabei gerade nicht zu, dass der Be-
rufsanamnese des Versicherten keinerlei Auffälligkeiten entnommen werden können. Dieser Ein-
wand gründet vielmehr auf einem Ersteindruck, wie er auch vom Gutachter beschrieben wird. 
Eine Auseinandersetzung mit den vom Gutachter differenziert aufgezeigten Schwierigkeiten hin-
sichtlich des beruflichen Werdegangs wird dabei vollständig ausgeblendet. Wenn zur Bekräfti-
gung dieses Standpunktes vorgebracht wird, der Versicherte sei es jeweils selbst gewesen, der 
die Arbeitsverhältnisse aufgelöst habe, so werden dabei die gutachterlichen Ausführungen aus-
ser Acht gelassen, wonach der Versicherte nach bereits erfolgten Abmahnungen damit stets einer 
drohenden Kündigung zuvorkommen wollte. Gleichermassen verhält es sich mit dem neben der 
Berufstätigkeit verfolgten Wirtschaftsstudium, welches von der IV-Stelle ebenfalls als einer auf-
fälligen Berufsanamnese entgegenstehend angeführt wird. So bleibt dabei unberücksichtigt, dass 
der Versicherte das Studium nach nur einem Jahr abgebrochen, gleichwohl aber auch im Rah-
men seiner darauffolgenden Stellen sein Pensum nie über 80% gesteigert hat. Dabei bekräftigt 
der Gutachter wiederholt, dass relevante Beeinträchtigungen in der Berufsanamnese nicht zwin-
gend bedeuten würden, dass keine Berufstätigkeit vorliege, sondern vielmehr mit hohem Auf-
wand eine Berufsfähigkeit aufrechterhalten werde. Unter diesen Umständen läuft denn auch zu-
gleich die in diesem Zusammenhang vorgebrachte Kritik ins Leere, wonach sich der Gutachter 
mit der Berufsanamnese des Versicherten nicht wirklich auseinandergesetzt habe.  
 
6.4 Auch die weiteren Vorbringen der IV-Stelle vermögen die ausschlaggebende Beweis-
kraft des Gerichtsgutachtens nicht in Frage zu stellen. Auf der Grundlage der RAD-Beurteilung 
beanstandet wird ferner, dass die klassifikatorischen Vorgaben zur Stellung der Diagnose einer 

 
 
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mittelgradigen Depression nicht erfüllt seien. Es ist der IV-Stelle zwar dahingehend beizupflich-
ten, als die Voraussetzungen für das Vorliegen der Diagnose einer Depression mittelgradiger 
Ausprägung nicht allzu ausführlich begründet werden. Der Gutachter konnte aber eines der af-
fektive Störungen kennzeichnenden Hauptsymptome, nämlich eine Veränderung der Affektivität 
in Form einer Affektverarmung und pathologisch ausgelenkter Befunde im Rahmen der die in-
nerpsychische Vitalität widerspiegelnden Parametern (Mimik und Gestik, Psycho- und Sprach-
motorik, Denktempo, kognitive Leistungen etc.) nachweisen (vgl. hierzu Gerichtsgutachten, S. 
36). In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, dass für die Belange der Invalidenversiche-
rung ohnehin nicht die Diagnose, sondern vielmehr die sozial-praktische Auswirkung der Erkran-
kung, mithin die gutachterlichen Feststellungen zur Arbeitsfähigkeit massgebend sind (vgl. BGE 
141 V 281 E. 7; Urteil des Bundesgericht vom 23. April 2019, 9C_184/2019, E. 4.2 und vom 27. 
September 2017, 8C_820/2016, E. 5.4). Was diese funktionellen Auswirkungen anbelangt, so gilt 
es der IV-Stelle zunächst entgegenzuhalten, dass die dem Versicherten noch möglichen Aktivi-
täten der Diagnose einer Depression mittelgradigen Ausmasses nicht zwingend entgegenstehen, 
zumal mit den angeführten Aktivitäten – tägliches Autofahren, mehr als fünf Stunden vor dem PC 
verbringen und Kontakt zur Mutter pflegen – der Alltag des Versicherten bereits erschöpfend be-
schrieben ist. Letztlich kommt der Frage, ob die festgestellten Aktivitäten sich mit der besagten 
Diagnose vereinbaren lassen, aber keine ausschlaggebende Bedeutung zu. So weist der Gut-
achter wiederholt darauf hin, dass die depressive Symptomatik sekundäre Folge der Persönlich-
keitsstörung sei und sowohl klinisch als auch bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keine bzw. 
eine geringe Relevanz habe. Er präzisiert hierzu weiter, dass es nachvollziehbar sei, wenn Dr. 
B.____ die Affektpathologie als ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufgelistet habe, 
wenn sie vollständig remittiert sei. Da es sich um eine rezidivierende depressive Störung handle, 
die bislang immer wieder exazerbiert sei, habe sie rein formal bei vorausgesetztem ausreichend 
hohem Schweregrad eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gehabt (Gerichtsgutachten, S. 36, 
37). Funktionelle Beeinträchtigungen bestehen im Wesentlichen durch die diagnostizierte Per-
sönlichkeitsstörung. Soweit die IV-Stelle schliesslich vorbringt, es würde dem Gutachten diesbe-
züglich an einer bundesrechtskonformen Prüfung der Standardindikatoren mangeln, kann ihr 
ebenfalls nicht beigepflichtet werden. Es trifft zwar zu, dass der Gutachter in formeller Hinsicht 
nicht den vom Bundesamt für Gesundheit entworfenen Fragenkatalog verwendet. Dessen unge-
achtet lassen sich dem Gutachten alle erforderlichen Angaben für die Prüfung der Frage entneh-
men, ob sich ein invalidisierender Gesundheitszustand anhand der Standardindikatoren verifizie-
ren lässt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2018, 8C_449/2017, E. 4.2.2 und 4.3). Der 
Gutachter setzt sich mit der Biographie, dem beruflichen Werdegang, der sozialen Anamnese 
und der Familienanamnese sowie den Alltagsaktivitäten des Versicherten hinreichend auseinan-
der und es werden die verbleibenden Ressourcen und Fähigkeiten im Rahmen der ausführlichen 
Prüfung der ICF-APP-Kriterien aufgeführt und gewichtet (vgl. Gerichtsgutachten, S. 39 ff.). Ins-
gesamt erlaubt das Gutachten von Dr. F.____ eine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im 
Lichte der massgeblichen Indikatoren. 
 
7. Nach dem Gesagten ist im Sinne eines Zwischenergebnisses festzuhalten, dass für die 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf das über-
zeugende Gutachten von Dr. F.____ abgestellt werden kann.  
 

 
 
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8.1 Was die im Weiteren zu prüfende Frage nach dem Beginn der anspruchsrelevanten Aus-
wirkung des psychischen Leidens auf die Arbeitsfähigkeit angeht, so sind vorliegend – entgegen 
der Auffassung des Beschwerdeführers – ebenso keine Gründe ersichtlich, die es rechtfertigen 
würden, von den überzeugenden gutachterlichen Ausführungen abzuweichen. Der Gutachter ge-
langt im Rahmen einer ausführlichen Auseinandersetzung zu dieser Frage nachvollziehbar zum 
Ergebnis, dass der besagte Zeitpunkt auf den 1. Januar 2017 festzulegen sei, weil die vorliegen-
den medizinischen Unterlagen hierzu kein schlüssiges Ergebnis präsentieren würden (vgl. Ge-
richtsgutachten, S. 43, 44 und E. 6.2 hiervor). Die Auffassung des Beschwerdeführers, wonach 
er in seiner Arbeitsfähigkeit seit Ende März 2012, spätestens jedoch seit Juni 2013, erheblich 
eingeschränkt sei, lässt sich anhand der medizinischen Aktenlage nicht stützen. So ändert auch 
die Tatsache, derzufolge der Gutachter die Kündigung des Arbeitsverhältnisses per März 2012 
als in einem Zusammenhang stehend zur Persönlichkeitsstörung erachtet, nichts daran, dass es 
in diesem Zeitraum an einer nachvollziehbar begründeten echtzeitlich dokumentierten Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit fehlt. In Übereinstimmung mit den schlüssigen gutachterlichen Aus-
führungen bleibt unklar, weshalb Dipl.-psych. D.____ und Dr. C.____ in ihrem Bericht vom 7. April 
2015 den Beginn der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auf Juni 2014 festlegen. 
Gleichermassen verhält es sich für die vom Beschwerdeführer angerufene RAD-Beurteilung vom 
26. Juli 2017, aus der nicht hervorgeht, worauf die darin attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100% 
in der Zeit von Juni 2013 bis Dezember 2016 gründet. Mit dem Gutachter ist somit davon auszu-
gehen, dass der Beschwerdeführer seit 1. Januar 2017 in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich ein-
geschränkt ist. Weil ein allfälliger Rentenanspruch erst entsteht, nachdem der Versicherte wäh-
rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens im Umfang von 
40% arbeitsunfähig gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), ist damit zugleich gesagt, dass der 
frühestmögliche Rentenbeginn vorliegend auf den 1. Januar 2018 zu liegen kommt.  
 
8.2 Der Beschwerdeführer beantragt schliesslich gestützt auf das Gutachten von Dr.  F.____ 
die Ausrichtung einer (unbefristeten) ganzen Rente (vgl. E. 6.1 hiervor). Dies unter Berufung auf 
die Ungewissheit der darin prognostizierten Steigerung der Arbeitsfähigkeit. Dem Beschwerde-
führer ist zwar dahingehend beizupflichten, als jeder Prognose eine gewisse Unsicherheit inhä-
rent ist. Gestützt auf seine umfassende Beurteilung äussert der Gutachter jedoch ohne jeglichen 
Vorbehalt seine Prognose, wonach zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der invaliditätsbedingten De-
konditionierung eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit bestehe, dem Versicherten aber nach 
Durchführung von beruflichen Massnahmen während einer Dauer von sechs Monaten eine lei-
densadaptierte Tätigkeit im Ausmass von 50% zumutbar sei. Angesichts dieser präzisen Aussa-
gen hinsichtlich der ziffernmässigen Höhe einer künftigen Steigerung der Arbeitsfähigkeit recht-
fertigt es sich, den aus der vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit resultierenden Anspruch auf eine 
ganze Invalidenrente bis zum Zeitpunkt der Beendigung der beruflichen Massnamen binnen einer 
sechsmonatigen Dauer von vornherein zu befristen. Dabei haben vom Beschwerdeführer zu ver-
tretene zeitliche Verzögerungen administrativer oder organisatorischer Natur bei dieser Frist aus-
ser Acht zu bleiben. Dem Gesagten zufolge hat der Beschwerdeführer somit vom 1. Januar 2018 
bis zum Abschluss einer mindestens sechs Monate dauernden beruflichen Massnahme Anspruch 
auf eine befristete ganze Invalidenrente.  
 

 
 
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8.3 Nachdem die Beschwerdegegnerin von der Nichterfüllung des Wartejahres ausgegan-
gen war, hat sie in ihrer Verfügung vom 24. April 2018 auf Abklärungen in erwerblicher Hinsicht 
mit entsprechender Durchführung eines Einkommensvergleichs verzichtet. Was den Leistungs-
anspruch im Anschluss an die befristete ganze Invalidenrente anbelangt, so ist die Angelegenheit 
daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach Durchführung der entspre-
chenden beruflichen Massnahmen den Invaliditätsgrad auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 
50% neu berechnet. Gestützt darauf wird sie erneut über den Leistungsanspruch des Beschwer-
deführers zu befinden haben. Die Frage, ob und in welchem Umfang dem Beschwerdeführer 
zusätzlich ein leidensbedingter Abzug zu gewähren ist, liegt dabei im Ermessen der IV-Stelle.  
 
9. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. Die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle ist aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer vom 1. Januar 2018 
bis zum Abschluss der mindestens sechs Monate dauernden beruflichen Massnahmen Anspruch 
auf eine ganze Rente hat. Für die Zeit danach ist die Angelegenheit im Sinne vorstehender Er-
wägungen zur Neufestsetzung der Rentenleistungen an die IV-Stelle zurückzuweisen.  
 
10. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden.  
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Ver-
fahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei die 
Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.- sind somit der IV-
Stelle aufzuerlegen. Der Beschwerdeführer erhält seinen bereits geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet.  
 
10.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtliche Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 
ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der Ab-
klärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen 
angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die 
Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener 
Leistungen bildeten. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in jenen 
Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnah-
men an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung 
der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen MEDAS-
Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend ist das Kan-
tonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 18. Oktober 2018 zum Ergebnis gelangt, dass 
ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Es kann in 
dieser Hinsicht vollumfänglich auf die Erwägungen im Beschluss des Kantonsgerichts vom 18. 

 
 
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Oktober 2018 verwiesen werden. In Anbetracht der dort erwogenen Umstände war die gerichtli-
che Begutachtung durch Dr. F.____ nicht nur angezeigt, sondern unerlässlich. Es tritt hinzu, dass 
das gerichtliche Gutachten nunmehr zweifellos die Grundlage für die dem Beschwerdeführer zu-
zusprechende Invalidenrente bildet. Im Lichte der geschilderten Rechtsprechung sind die daraus 
resultierenden Kosten, welche sich gemäss den Honorarrechnungen vom 29. und 30. Januar 
2019 auf insgesamt Fr. 6‘570.10 belaufen, demnach der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.  
 
10.3 Gemäss § 21 Abs. 1 VPO steht dem obsiegenden Beschwerdeführer eine Parteient- 
schädigung zu. Der Honorarnote vom 4. März 2019 zufolge beläuft sich der geltend gemachte 
Aufwand für das vorliegende Beschwerdeverfahren auf insgesamt 18 Stunden und 35 Minuten, 
was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen grundsätzlich als an-
gemessen erweist. Der der Honorarnote beigelegten Deservitenkarte ist allerdings zu entneh-
men, dass sich darunter kleinere Bemühungen befinden, welche auf den Kontakt des Rechtsver-
treters mit der Rechtsschutzversicherung zurückzuführen sind. Dieser Aufwand würde im Falle 
einer nicht Rechtsschutz versicherten Person nicht anfallen und kann daher nicht berücksichtigt 
werden. Aus diesem Grund sind die Bemühungen im Zusammenhang mit der Rechtsschutzver-
sicherung im Umfang von insgesamt 1 Stunde und 10 Minuten sowie die damit verbundenen 
Auslagen in Abzug zu bringen. Damit ergibt sich ein zu berücksichtigender Aufwand von insge-
samt 17 Stunden und 25 Minuten. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozes-
sen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu entschädigen. Dem Beschwerdeführer ist demnach eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 4‘820.80 (17 Stunden und 25 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 122.-
- sowie 7.7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 24. April 2018 wird aufgehoben und es 
wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer vom 1. Januar 2018 bis 
zum Abschluss der mindestens sechs Monate dauernden beruflichen 
Massnahmen Anspruch auf eine ganze Rente hat. Für die Zeit danach 
ist die Angelegenheit zur Festsetzung der Rentenleistungen im Sinne 
der Erwägungen an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückzuweisen.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 6‘570.10 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 4‘820.80 (inkl. Auslagen und Mehr-
wertsteuer zu bezahlen).