# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bc3ca5d9-eb2c-5aa8-bdf2-89bc732a5569
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-27
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 27.06.2019 605 2018 243
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2018-243_2019-06-27.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2018 243

Urteil vom 27. Juni 2019

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marc Sugnaux 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Movimentos - Deine 
Gewerkschaft     

gegen

SUVA, Vorinstanz    

Gegenstand Unfallversicherung – Schulter, Kausalität

Beschwerde vom 4. Oktober 2018 gegen den Einspracheentscheid vom 
4. September 2018

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1985, verheiratet, Vater von drei Kindern, wohnhaft in B.________, 
arbeitete ab dem 6. März 2006 als Gerüstmonteur bei der C.________ AG. Er war im Rahmen 
dieser Anstellung bei der Suva gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten 
versichert. 

Am 3. Juli 2007 meldete er der Suva Beschwerden in der rechten Schulter, aufgetreten nachdem 
er beim Heben einer Gerüstkonsole einen Schlag in den Arm erhalten habe. Mit Schreiben vom 
9. August 2007 lehnte die Suva ihre Leistungspflicht ab, weil weder ein Unfall noch eine unfall-
ähnliche Körperschädigung vorlag.

B. Am 21. Februar 2011 ersuchte der damalige Rechtsvertreter von A.________ um eine 
Wiedereröffnung des Dossiers aufgrund einer am 7. Oktober 2010 durchgeführten Schulteropera-
tion. Mit Verfügung vom 14. März 2011, bestätigt durch rechtskräftigen Einspracheentscheid vom 
9. Mai 2011, lehnte die Suva ihre Leistungspflicht erneut ab.

C. Vom 8. bis 26. Januar 2018 war A.________ als Gerüstmonteur bei der D.________ AG 
angestellt. Er war im Rahmen dieser Anstellung wiederum bei der Suva gegen Berufs- und Nicht-
berufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert.

Gemäss Unfallmeldung vom 2. Februar 2018 spielte er am 23. Januar 2018 mit seinem Kind in der 
Wohnung. Dabei sei ihm die Türe an die Schulter geknallt. Er erlitt eine ventrale Kontusion der 
rechten Schulter. Die Suva übernahm die gesetzlichen Leistungen.

Mit Verfügung vom 20. April 2018, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 4. September 2018, 
stellte die Suva ihre Leistungen per 20. April 2018 ein, da die geltend gemachten Beschwerden 
nicht mehr unfallbedingt seien.

D. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________, vertreten durch Movimentos – 
Deine Gewerkschaft, am 4. Oktober 2018 Beschwerde am Kantonsgericht Freiburg und stellt den 
Antrag, der Einspracheentscheid vom 4. September 2018 sei aufzuheben und die Suva habe auch 
nach dem 21. April 2018 sämtliche Versicherungsleistungen bis auf weiteres zu erbringen, 
eventualiter sei auf Kosten der Suva ein neutrales medizinisches Gutachten einzuholen. Zur 
Begründung bringt er vor, gemäss seinem behandelnden Arzt sei der Kausalzusammenhang 
weiterhin gegeben.

Die Suva bestätigt in ihren Bemerkungen vom 30. Oktober 2018 ihre Ausführungen im Einsprache-
entscheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Aus den Berichten des behandelnden 
Arztes ergäben sich keine Zweifel hinsichtlich der Berichte der Kreisärztin der Suva.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

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Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 4. Oktober 2018 gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 4. Septem-
ber 2018 ist fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht 
worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, 
I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Suva über den 20. April 2018 hinaus leistungs-
pflichtig ist.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Nach Art. 6 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier nach Art. 1 Abs. 1 UVG zur Anwendung 
kommt, gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnli-
chen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

2.2. Zwischen dem Unfall und der Gesundheitsschädigung muss zuerst ein natürlicher Kausal-
zusammenhang bestehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend 
dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforder-
lich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 
genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausal-
zusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Gericht 
hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die Wahrscheinlichste würdigt (Urteil BGer 8C_307/2016 vom 17. August 2016 E. 5.3 
mit Hinweis auf BGE 138 V 218 E. 6). Dabei kommt die Formel "post hoc, ergo propter hoc", 
wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn 
sie nach diesem aufgetreten ist, nicht zur Anwendung (BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

2.3. Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst mani-
fest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche 
und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krank-
hafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), 

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oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 
Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein, die Beweislast liegt hierfür beim Unfallversicherer. Der Beweis des Wegfalls 
des natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens 
ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil BGer 8C_160/2012 vom 
13. Juni 2012 E. 2 mit Hinweisen). Medizinische Erfahrungssätze können, zumindest soweit sie 
der herrschenden Lehrmeinung entsprechen, im Rahmen des Wahrscheinlichkeitsbeweises 
berücksichtigt werden (Urteil BGer 8C_346/2008 vom 11. November 2008 E. 3.2.1).

2.4. Weiter muss zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal-
zusammenhang bestehen. Ein Ereignis hat dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, 
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an 
sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2). Lehre 
und Rechtsprechung lassen den sozialen Unfallversicherer für Schäden nur dann einstehen, wenn 
diese sowohl in einem natürlichen wie auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem 
schädigenden Ereignis stehen. Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt 
dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177 E. 3.3 mit Hinweisen).

2.5. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. In Bezug auf Berichte 
von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärz-
te mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen. Auch Gutachten, welche der Unfallversicherer während des 
Administrativverfahrens von seinen eigenen Ärzten einholt, sind beweistauglich, solange ihre Rich-
tigkeit nicht durch konkrete Indizien erschüttert wird. Ebenso sind ärztliche Beurteilungen aufgrund 
der Akten nicht an sich unzuverlässig, wenn genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchun-
gen vorhanden sind (BGE 125 V 351 E. 3 mit Hinweisen).

Im Sozialversicherungsrecht besteht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung oder der Rich-
ter im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte. Vielmehr haben die Versi-
cherten die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des ihnen 
Zumutbaren zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben (BGE 
126 V 319 E. 5a; ARV 1990 Nr. 12 S. 67).

3.

Es ist streitig, ob die Suva über den 20. April 2018 hinaus leistungspflichtig ist für die geltend 
gemachten Schulterbeschwerden im Zusammenhang mit dem Unfall vom 23. Januar 2018.

3.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, es liege kein Rückfall zum Ereignis von 2007 vor. Die 
Behandlung sei 2011, nach einer im Oktober 2010 erfolgten Operation der rechten Schulter, 
erfolgreich abgeschlossen worden. Vom Januar 2011 bis zum 23. Januar 2018 habe er keine 

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Beschwerde in der rechten Schulter gehabt und habe regelmässig als Gerüstmonteur gearbeitet, 
trotz dem damit verbundenen Tragen von schweren Lasten und Ausüben von schweren Arbeitsak-
tivitäten. Sein behandelnder Arzt bestätige den Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 
Januar 2018 und den bestehenden Beschwerden.

3.2. Die Suva stützte sich für ihren Einspracheentscheid auf die ärztlichen Beurteilungen von 
Dr. med. E.________, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates der Suva, in welchen das Dossier jeweils korrekt zusammengefasst wurde. In ihrer 
ärztlichen Beurteilung vom 17. April 2018 (Suva-Akten Dossier 23.50718.18.7; Nr. 61) hielt sie fest, 
zusammenfassend ergebe sich, dass der Unfall vom 23. Januar 2018 nicht zu einer unfallbeding-
ten strukturellen Läsion an der rechten Schulter geführt habe. Es sei davon auszugehen, dass die 
erlittene ventrale Kontusion nach sechs bis acht Wochen ausgeheilt sei.

In ihrer ärztlichen Beurteilung vom 15. Mai 2018 (Suva-Akten Nr. 72), erstellt im Rahmen des 
Einspracheverfahrens, präzisierte die Suva-Ärztin ihre Angaben. Die im Bericht zum MRI vom 
22. März 2018 (Suva-Akten Nr. 46) nachgewiesene Partialruptur der Supraspinatussehne der 
rechten Schulter sei vorbestehend und nicht kausal zum Unfallereignis vom 23. Januar 2018. So 
ergebe sich sowohl aus dem Bericht zu einem MRI vom 7. April 2010 (Suva-Akten Nr. 16) sowie 
aus dem Operationsbericht vom 7. Oktober 2010 (Suva-Akten Nr. 47) von Dr. med. F.________, 
Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine Partial-
ruptur der Supraspinatussehne, weshalb ein Suva-fremder Vorschaden im Sinne einer Partialrup-
tur der Supraspinatussehne aus dem Jahr 2010 vorliege, welche am 7. Oktober 2010 durch 
Dr. med. F.________ mittels einer diagnostischen Arthroskopie, arthroskopischer intra- und 
periartikulären Débridement sowie einer Acromioplastik behandelt worden sei. Ferner könne 
generell gesagt werden, dass der direkte Schulteranprall (Sachverhalt gemäss Schadenmeldung) 
als ungeeigneter Mechanismus angesehen werde, um eine Rotatorenmanschettenruptur zu verur-
sachen.

3.3. Die Sichtweise der Kreisärztin überzeugt und steht im Einklang mit den vorhandenen medi-
zinischen Unterlagen.

Die Hausärztin, Dr. med. G.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, hielt in ihrem 
vom 23. Januar 2018 (Suva-Akten Nr. 18) datierten Bericht fest, die Erstbehandlung habe am 
25. Januar 2018 stattgefunden. Sie diagnostizierte eine ventrale Schulterkontusion rechts und 
attestierte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 23. Januar bis voraussichtlich dem 2. März 
2018.

Ebenso wurde in der Schadenmeldung UVG vom 2. Februar 2018 (Suva-Akten Nr. 1) als Verlet-
zung einzig eine Prellung der rechten Schulter vermerkt.

Gemäss der Beurteilung im Bericht zum MRI vom 22. März 2018 (Suva-Akten Nr. 46) bestand eine 
signalalterierte lange Bizepssehne intraartikulär nach der Umschlags-Stelle am Hypomochlion 
sowie eine Synovialitis des Rotatorenintervalls. Hingegen lag keine Rotatorenmanschettenruptur 
vor. Dem Befund ist weiter zu entnehmen, dass minim Flüssigkeit in der Bursa subacromialis 
vorhanden sei. Die Sehnen der Rotatorenmanschettenmuskulatur seien intakt.

Damit ergaben sich nach dem Unfallereignis vom 23. Januar 2018 eben gerade keine unfallbe-
dingten strukturellen Läsionen und es ist einzig und allein von einer Schulterkontusion auszuge-
hen. Ferner sind in der Regel degenerative Veränderungen Ursache für eine Rotatorenmanschet-
tenruptur. Gelegentlich kann diese, namentlich bei einer Schultergelenksluxation im höheren Alter, 

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auch traumatisch bedingt sein (vgl. Pschyrembel, Orthopädie und Unfallchirurgie, 2013). Dies ist 
hier aber nicht der Fall. Weder liegt eine Schultergelenksluxation vor, noch befindet sich der 
Beschwerdeführer im höheren Alter. Ferner lag beim Beschwerdeführer bereits 2010 eine Partial-
ruptur der Supraspinatussehne vor, weshalb die Suva-Ärztin zu Recht von einem Suva-fremden 
Vorzustand ausging, da die damalige Schulteroperation zu Lasten der Krankenkasse ging.

3.4. Zu keiner anderen Einschätzung führen die Berichte des behandelnden Orthopäden 
Dr. med. H.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates.

Dieser erklärte am 27. März 2018 (Suva-Akten Nr. 52), es bestehe eine leichte Bursitis subacro-
mialis mit evtl. minimaler bursaseitiger Partialruptur der Supraspinatussehne. Er nahm eine Infiltra-
tion vor und verlängerte die Arbeitsunfähigkeit bis zum 9. April 2018. In seinem Folgebericht vom 
11. April 2018 (Suva-Akten Nr. 59) ging er von einer bursaseitigen Partialruptur der Supraspinatus-
sehne rechts mit Bizepssehnentendionpathie bei einem Status nach subacromialer Infiltration 
rechts vom 26. März 2018 aus. Schliesslich gab er am 2. Mai 2018 (Suva-Akten Nr. 66), nachdem 
der Beschwerdeführer die negative Verfügung der Suva erhalten hatte, an, mit der Kontusion vom 
23. Januar 2018 hätten die Beschwerden begonnen. Ein Arthro-MRI habe eine Partialruptur der 
Supraspinatussehne mit einer Bizepstendinopathie ergeben. Für ihn sei das geschilderte Unfaller-
eignis kausal absolut mit dem MRI-Befund in Einklang zu bringen.

Auch wenn der behandelnde Orthopäde und in der Folge auch die Suva-Ärztin eine Partialruptur 
der Supraspinatussehne festhalten, so scheint sich dies nicht mit dem vorerwähnten Bericht zum 
MRI vom 23. März 2018 zu decken, in welchem explizit festgehalten wurde, es liege keine Rotato-
renmanschettenruptur vor und die Sehnen der Rotatorenmanschettenmuskulatur seien intakt. Wie 
dem auch sei, kann eine solche Partialruptur nicht auf das Unfallereignis zurückgeführt werden, bei 
welchem es direkt einzig zu einer Schulterkontusion gekommen ist, die aber, wie gesehen, nicht 
als Ursache einer Partialruptur in Frage kommt. Eine andere direkte Folge des Unfalls ist aber 
nicht belegt. So hat auch gemäss dem behandelnden Orthopäden die Problematik mit der Schul-
terkontusion begonnen.

Ebenfalls zu keiner anderen Einschätzung führt der Umstand, dass die frühere Behandlung der 
Schulterproblematik im Jahr 2011 erfolgreich abgeschlossen werden konnte und der Beschwerde-
führer bis zum Unfallereignis vom 23. Januar 2018 beschwerdefrei war. So läuft die Argumenta-
tion, vor dem Unfall vom Januar 2018 hätten keine Beschwerden bestanden, auf die Anwendung 
der Formel "post hoc, ergo propter hoc" hinaus, gemäss welcher eine gesundheitliche Schädigung 
schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist. Wie 
gesehen, genügt diese Formel aber gerade nicht für die Bejahung der Kausalität zwischen einem 
Unfallereignis und noch bestehenden Beschwerden, worauf die Suva zu Recht hinweist. Deshalb 
führen weder das Attest der Hausärztin vom 27. Juni 2018 (Suva-Akten Nr. 77), wonach sich der 
Beschwerdeführer vor dem 25. Januar 2018 nie wegen der Schulter in hausärztlicher Behandlung 
befand, noch das Zeugnis vom 28. Juni 2018 (Suva-Akten Nr. 78) von Dr. med. I.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, wonach die frühere Schulterproblematik nach der 
Konsultation bei Dr. med. F.________ vom 17. Dezember 2010 abgeschlossen gewesen war zu 
keiner anderen Einschätzung.

Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der Beschwerde-
führer beim Unfall vom 23. Januar 2018 einzig eine Schulterkontusion zugezogen hat, die gemäss 
überzeugender Einschätzung der Suva-Ärztin nach maximal acht Wochen ausgeheilt war, weshalb 

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die Leistungseinstellung per 20. April 2018, mithin drei Monaten nach dem Unfallereignis, nicht zu 
kritisieren ist. Unter diesen Umständen erübrigen sich die vom Beschwerdeführer beantragten 
weiteren Abklärungen.

4.

Zusammenfassend hat die Suva zu Recht ihre Leistungspflicht über den 20. April 2018 hinaus 
abgelehnt. Der Einspracheentscheid vom 4. September 2018 ist zu bestätigen und die Beschwer-
de abzuweisen.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesge-
richt ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 27. Juni 2019/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: