# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 141d7fc4-e023-56e7-b402-d24aafab9cc2
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-09-12
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 12.09.2019 BB.2019.107
**Docket/Reference:** BB.2019.107
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2019-107_2019-09-12

## Full Text

Ausstand der Bundesanwaltschaft (Art. 59 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 56 StPO).;;Ausstand der Bundesanwaltschaft (Art. 59 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 56 StPO).;;Ausstand der Bundesanwaltschaft (Art. 59 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 56 StPO).;;Ausstand der Bundesanwaltschaft (Art. 59 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 56 StPO).

Beschluss vom 12. September 2019 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Patrick Robert-Nicoud und Stephan Blättler,  
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Nathan Landshut,  

 
Gesuchsteller 

 
 gegen 
   

1. B., Bundesanwalt, Bundesanwaltschaft,  
 
2. MITGLIEDER DER «TASKFORCE (FIFA) DER 
BUNDESANWALTSCHAFT»,  

 
Gesuchsgegner 

 
 

Gegenstand  Ausstand der Bundesanwaltschaft 
(Art. 59 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 56 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2019.107 
 
 
 

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Sachverhalt: 
 

A. Am 6. November 2015 eröffnete die Bundesanwaltschaft die Strafuntersu-
chung Nr. SV.15.1462 gegen unbekannte Täterschaft wegen des Verdachts 
der ungetreuen Geschäftsbesorgung und der Geldwäscherei (Akten BA, 
pag. 01.100-0001 f.). Mit Verfügung vom 5. Juli 2016 wurde diesbezüglich 
die Strafverfolgung u. a. auf A. ausgedehnt wegen des Verdachts des Be-
trugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung und der Veruntreuung (Akten 
BA, pag. 01.100-0003 ff.). Am 1. Mai 2017 verfügte die Bundesanwaltschaft, 
die Fédération Internationale de Football Association (nachfolgend «FIFA») 
werde im Verfahren als Privatklägerin zugelassen (Akten BA, pag. 15.002-
0083 ff.). 
 
 

B. Am 26. Februar 2016 wurde C. zum neuen Präsidenten der FIFA gewählt 
(vgl. act. 3, S. 2). In der Folge kam es am 22. März 2016 und am 22. April 
2016 zu zwei persönlichen Treffen zwischen C. und dem Bundesanwalt B. 
Zu diesen Treffen besteht weder Protokoll noch Gesprächsnotiz (vgl. act. 3, 
S. 2). Hierzu ergingen zu Beginn des Monats November 2018 erste Presse-
artikel (vgl. act. 3.1.3, Beilagen 3 und 4). B. nahm am 21. November 2018 
vor den Medien zu diesen beiden Treffen Stellung (vgl. hierzu den Beschluss 
des Bundesstrafgerichts BB.2018.197 vom 17. Juni 2019, Sachverhalt lit. C). 
 
 

C. Am 6. Februar 2019 liess die Bundesanwaltschaft A. ein Schreiben zugehen. 
Dieses betraf nebst anderem D., den ehemaligen Leiter der Abteilung Wirt-
schaftskriminalität der Bundesanwaltschaft, und dessen Kontakte mit E., 
dem ehemaligen Leiter Rechtsdienst und stellvertretenden Generalsekretär 
der FIFA. Ebenso äusserte sich die Bundesanwaltschaft zur in diesem Zu-
sammenhang gegen D. geführten und mit Verfügung vom 9. November 2018 
eingestellten Strafuntersuchung. Eine geschwärzte Kopie dieser Einstel-
lungsverfügung wurde der Stellungnahme beigelegt, wobei den Parteien die 
Möglichkeit angeboten wurde, die ungeschwärzte Kopie in den Räumlichkei-
ten der Bundesanwaltschaft einzusehen (Akten BA, pag. 16.004-0301 ff.). 
 
 

D. Mitte April 2019 berichteten verschiedene Medien, es sei am 16. Juni 2017 
offenbar zu einem dritten persönlichen Treffen zwischen B. und C. gekom-
men (vgl. hierzu den Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2018.197 vom 
17. Juni 2019, Sachverhalt lit. C). Auch hierzu besteht weder Protokoll noch 
Gesprächsnotiz (vgl. act. 3, S. 2). Die Bundesanwaltschaft nahm diesbezüg-
lich den Medien gegenüber am 12. April 2019 schriftlich Stellung. Dabei 

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führte sie aus, sie sei auf Nachfrage des a.o. Staatsanwaltes des Kantons 
Wallis auf Hinweise gestossen, welche auf ein weiteres Treffen zwischen B. 
und C. im Juni 2017 schliessen lassen (act. 3.1.3, Beilage 12). Bezugneh-
mend auf die entsprechende Medienberichterstattung ersuchte A. die Bun-
desanwaltschaft am 23. April 2019 um Zustellung der vom a.o. Staatsanwalt 
des Kantons Wallis erlassenen Einstellungsverfügung in Sachen F. 
(act. 3.1.3, Beilage 8).  
 
 

E. Am 26. April 2019 liess A. dem Leiter des Verfahrens Nr. SV.15.1462, 
Staatsanwalt des Bundes G., ein Ausstandsgesuch zugehen (act. 1). Darin 
beantragt er Folgendes: 
 
Es haben alle Staatsanwälte und Assistenz-Staatsanwälte des Bundes in den Ausstand zu 

treten, die allfällig im Verfahren SV.15.1462 involviert waren resp. sind (insbesondere G., H., 

I., J., K., L., M.). 

 

Es habe Bundesanwalt B. im Strafverfahren SV.15.1462 in den Ausstand zu treten. 

 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

 
Nach Einsichtnahme in die F. betreffende Einstellungsverfügung ergänzte A. 
sein Gesuch mit Eingabe vom 10. Mai 2019 (act. 2). 
 
B. nahm mit Schreiben vom 20. Mai 2019 zum Gesuch Stellung. Er beantragt 
dessen kostenpflichtige Abweisung (act. 3). Am 17. Mai 2019 liess Staats-
anwalt des Bundes N., der aktuelle Leiter der Taskforce (FIFA) der Bundes-
anwaltschaft, der Beschwerdekammer die persönlichen Stellungnahmen der 
betroffenen Mitarbeitenden der Bundesanwaltschaft mit dem Antrag zukom-
men, das Gesuch kostenpflichtig abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei 
(act. 3.1). Persönlich Stellung nahmen der Stv. Bundesanwalt L. (act. 3.1.1), 
die Leitende Staatsanwältin des Bundes M. (act. 3.1.2), die Staatsanwälte 
des Bundes G. (act. 3.1.3) und J. (act. 3.1.4), die Assistenz-Staatsanwältin-
nen des Bundes H. (act. 3.1.5) und I. (act. 3.1.6). 
 
Mit Replik vom 24. Juni 2019 ersucht A. nochmals um Gutheissung seines 
Ausstandsgesuchs (act. 7). Am 2. Juli 2019 liess er diesbezüglich wegen neu 
bekannt gewordenen Vorkommnissen eine weitere Eingabe folgen (act. 10). 
G. reagierte darauf mit unaufgeforderter Eingabe vom 5. Juli 2019. Darin hält 
er an seinen bisherigen Anträgen und Ausführungen vollumfänglich fest und 
erneuert seinen Antrag auf kostenpflichtige Abweisung des Gesuchs, soweit 

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darauf einzutreten sei (act. 12). Diese Eingabe wurde A. am 12. Juli 2019 
zur Kenntnis gebracht (act. 13). 
 
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-
men. 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Will eine Partei den Ausstand einer in einer Strafbehörde tätigen Person ver-

langen, so hat sie der Verfahrensleitung ohne Verzug ein entsprechendes 
Gesuch zu stellen, sobald sie vom Ausstandsgrund Kenntnis hat; die den 
Ausstand begründenden Tatsachen sind dabei glaubhaft zu machen. Die be-
troffene Person nimmt zum Gesuch Stellung (Art. 58 StPO). Wird ein Aus-
standsgrund nach Art. 56 lit. a oder f StPO geltend gemacht oder widersetzt 
sich eine in einer Strafbehörde tätige Person einem Ausstandsgesuch einer 
Partei, das sich auf Art. 56 lit. b – e StPO abstützt, so entscheidet ohne wei-
teres Beweisverfahren und endgültig die Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts, wenn die Bundesanwaltschaft betroffen ist (Art. 59 Abs. 1 
lit. b StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG). Der Entscheid ergeht schriftlich und 
ist zu begründen (Art. 59 Abs. 2 StPO). Bis zum Entscheid übt die betroffene 
Person ihr Amt weiter aus (Art. 59 Abs. 3 StPO). 
 

1.2 Will eine Partei den Ausstand einer in einer Strafbehörde tätigen Person ver-
langen, so hat sie gemäss Art. 58 Abs. 1 StPO der Verfahrensleitung «ohne 
Verzug» ein entsprechendes Gesuch zu stellen, sobald sie vom Ausstands-
grund Kenntnis hat. Nach der Rechtsprechung muss der Gesuchsteller den 
Ausstand in den nächsten Tagen nach Kenntnis des Ausstandsgrunds ver-
langen. Andernfalls verwirkt er den Anspruch (BGE 143 V 66 E. 4.3 S. 69 
m.w.H.). Ein sechs bis sieben Tage nach Kenntnis des Ausstandsgrunds ge-
stelltes Ausstandsgesuch ist rechtzeitig. Wartet der Gesuchsteller damit zwei 
Wochen zu, ist es dagegen verspätet (Urteil des Bundesgerichts 
1B_47/2019 vom 20. Februar 2019 E. 3.3 mit Hinweis). Bei der Annahme 
der Verwirkung des Rechts, den Ausstand zu verlangen, ist Zurückhaltung 
geboten (Urteil des Bundesgerichts 1B_418/2014 vom 15. Mai 2015 E. 4.5 
mit Hinweis; vgl. zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts 1B_22/2019 
vom 17. April 2019 E. 3.2). 
 

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1.3 Pauschale Ausstandsgesuche gegen eine Behörde als Ganzes sind grund-
sätzlich nicht zulässig. Rekusationsersuchen haben sich auf einzelne Mit-
glieder der Behörde zu beziehen, und der Gesuchsteller hat eine persönliche 
Befangenheit der betreffenden Personen aufgrund von Tatsachen konkret 
glaubhaft zu machen (Art. 58 Abs. 1 StPO). Ein formal gegen eine Gesamt-
behörde gerichtetes Ersuchen kann daher in aller Regel nur entgegenge-
nommen werden, wenn im Ausstandsbegehren Befangenheitsgründe gegen 
alle Einzelmitglieder ausreichend substanziiert werden. Das Gesetz (vgl. 
Art. 56 – 60 StPO) spricht denn auch (ausschliesslich und konsequent) von 
Ausstandsgesuchen gegenüber «einer in einer Strafbehörde tätigen Per-
son» (Urteil des Bundesgerichts 1B_97/2017 vom 7. Juni 2017 E. 3.2 
m.w.H.). 

 
 
2.  
2.1 Das Ausstandsgesuch richtet sich namentlich gegen Bundesanwalt B. sowie 

gegen alle Staatsanwälte und Assistenz-Staatsanwälte des Bundes, die all-
fällig im Verfahren Nr. SV.15.1462 involviert waren resp. sind (insbesondere 
G., H., I., J., K., L. und M.). Im Rahmen der Begründung bezeichnete der 
Gesuchsteller auch D. als befangen (siehe act. 1, S. 3 f.).  
 

2.2 Soweit sich das Gesuch gegen Bundesanwalt B. richtet, wird es vom Ge-
suchsteller mit den verschiedenen, nicht protokollierten Geheimtreffen zwi-
schen B. und C. begründet (vgl. act. 1, S. 2 f.; act. 2; act. 7, S. 2 f. und 4). 
Dazu ist festzuhalten, dass diese Treffen in den Medien bereits im November 
2018 einlässlich diskutiert worden sind. Bundesanwalt B. selber nahm dies-
bezüglich am 21. November 2018 vor den Medien persönlich Stellung (siehe 
oben Sachverhalt, lit. B). Selbst wenn man davon ausgehen würde, der Ge-
suchsteller habe die entsprechende Berichterstattung in den Medien nicht 
zur Kenntnis genommen, so wurden ihm spätestens mit der am 6. Februar 
2019 erfolgten Zustellung der Einstellungsverfügung vom 9. November 2018 
in Sachen D. auch eindeutige Informationen zu den Treffen zwischen B. und 
C. im Jahr 2016 zur Kenntnis gebracht (siehe Akten BA, pag. 16.004-0315). 
Das gegen B. erhobene Ausstandsbegehren datiert demgegenüber vom 
26. April 2019, erfolgte über zwei Monate nach Kenntnisnahme der mit er-
wähntem Gesuch vorgebrachten Ausstandsgründe und damit offensichtlich 
verspätet (siehe dazu oben E. 1.2). Der Gesuchsteller reagierte mit seinem 
Gesuch offenbar nach Kenntnisnahme der Medienberichterstattung zu 
einem dritten Treffen zwischen B. und C. im Jahr 2017 (vgl. act. 1, S. 2). 
Hierzu ist zu bemerken, dass es für die Beurteilung des Ausstandsgrunds 
nicht weiter relevant ist, ob es zwischen den Beteiligten zu zwei oder drei 
solcher Treffen gekommen ist. Die vom Gesuchsteller kritisierten Umstände 

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dieser Treffen waren mehr oder weniger immer identisch (Gespräche aus-
serhalb des Rahmens eines spezifischen Verfahrens; fehlende Protokollie-
rung; siehe zum Beispiel act. 1, S. 3; act. 7, S. 2). Auch das in der Eingabe 
vom 2. Juli 2019 thematisierte vierte Treffen findet bereits Erwähnung in der 
genannten Einstellungsverfügung (Akten BA, pag. 16.004-0315). Nach dem 
Gesagten erweist sich das gegen Bundesanwalt B. gerichtete Ausstandsbe-
gehren als verspätet, weshalb darauf nicht einzutreten ist. 
 

2.3 Auch die vom Gesuchsteller D. gegenüber erhobenen Vorwürfe ergeben 
sich bereits aus der diesen betreffenden Einstellungsverfügung, welche dem 
Gesuchsteller über zwei Monate vor dessen Ausstandsgesuch zur Kenntnis 
gebracht worden ist (Akten BA, pag. 16.004-0306 ff.). Auch auf das gegen 
D. gerichtete Ausstandsbegehren ist daher nicht einzutreten.  
 

2.4 Sofern sich das Gesuch gegen die weiteren namentlich genannten Vertreter 
der Bundesanwaltschaft aber auch gegen «alle Staatsanwälte und Assis-
tenz-Staatsanwälte des Bundes» richtet, die allfällig im Verfahren 
Nr. SV.15.1462 involviert waren resp. sind, ist auf dieses mangels hinrei-
chender Substanziierung nicht einzutreten. Diese Personen betreffend leitet 
der Gesuchsteller deren angebliche Befangenheit lediglich aus dem Um-
stand ab, dass Bundesanwalt B. bzw. D. ihnen gegenüber gestützt auf 
Art. 13 Abs. 1 lit. a und b StBOG Weisungen erlassen können bzw. konnten 
(so in act. 1, S. 4; act. 7, S. 6). Selbst eine allfällige Befangenheit der Füh-
rungsverantwortlichen führt jedoch nicht automatisch zur Annahme einer sol-
chen auf Seiten der in den einzelnen Verfahren ermittelnden Staatsanwälte 
sowie den diesen unterstellten Personen (vgl. hierzu den Beschluss des 
Bundesstrafgerichts BB.2018.197 vom 17. Juni 2019 E. 3.4). Anderweitige 
Umstände in den genannten Personen, welche deren angebliche Befangen-
heit begründen könnten, macht der Gesuchsteller in seinem Gesuch keine 
geltend. 
 

2.5 Erst im Rahmen seiner Replik erhebt der Gesuchsteller konkrete Vorwürfe 
an die Adressen von J. und G., auf welche nachfolgend kurz einzugehen ist. 
J. betreffend bezieht sich der Gesuchsteller hauptsächlich auf den Beschluss 
des Bundesstrafgerichts BB.2018.197 vom 17. Juni 2019, mit welchem ein 
gegen J. gerichtetes Ausstandsbegehren eines Beschuldigten in einer ande-
ren die FIFA betreffenden Strafuntersuchung gutgeheissen wurde (act. 7, 
S. 1). Die dort gemachten Feststellungen haben nach Ansicht des Gesuch-
stellers Geltung auch im vorliegenden Verfahren (act. 7, S. 2). Auf das vom 
Gesuchsteller gegen J. gerichtete Ausstandsbegehren ist jedoch nicht ein-
zutreten. J. war zu keinem Zeitpunkt in die Führung des vorliegenden Straf-
verfahrens eingebunden. Seine konkrete Mitwirkung am Verfahren be-

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schränkte sich auf die Stellvertretung des Verfahrensleiters G. bzw. des vor-
maligen Verfahrensleiters, wenn diese büroabwesend, an einem anderen 
Standort oder anderweitig verhindert waren oder falls mehrere Massnahmen 
zeitgleich durchgeführt werden mussten (so z.B. eine Einvernahme; vgl. 
hierzu act. 3.1.4, S. 2 f.; act. 12, S. 2), und ist damit lediglich von marginaler 
Bedeutung. Auf das Gesuch ist in diesem Punkt nicht einzutreten (vgl. hierzu 
auch den Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2018.197 vom 17. Juni 
2019 E. 3.3 und 7.4). 
 

2.6 Der Gesuchsteller wirft G. demgegenüber vor, dieser beachte die Be-
schlüsse des Bundesstrafgerichts BB.2018.190 und BB.2018.197 vom 
17. Juni 2019 nicht. Es sei auch im vorliegenden Verfahren gestützt auf 
Art. 60 Abs. 1 StPO beantragt worden, dass Amtshandlungen, an welchen 
B., D. oder J. mitgewirkt haben, aufgehoben und wiederholt werden. G. wei-
gere sich, dies zu tun (act. 10, S. 3). Dazu ist festzuhalten, dass der vom 
Gesuchsteller verlangte Entscheid – wenn überhaupt – erst nach dem vor-
liegenden Entscheid über den Ausstand erfolgen kann, da die vom Gesuch-
steller angeführten Beschlüsse keine automatischen Auswirkungen auf das 
Strafverfahren gegen den Gesuchsteller entfalten (vgl. hierzu den Beschluss 
des Bundesstrafgerichts BB.2019.144 vom 12. Juli 2019). Der Gesuchsteller 
begründet die angeblich fehlende Distanz und Neutralität des Verfahrenslei-
ters schliesslich mit einer zu kurz angesetzten bzw. mit einer nicht hinrei-
chend erstreckten Frist nach Art. 318 Abs. 1 StPO (act. 10, S. 3). Selbst 
wenn dem so wäre, muss festgehalten werden, dass materielle oder pro-
zessuale Rechtsfehler nur dann einen Ausstandsgrund darstellen, wenn sie 
besonders krass sind und wiederholt auftreten, sodass sie einer schweren 
Amtspflichtverletzung gleichkommen (BGE 143 IV 69 E. 3.2 S. 74 f.) und sich 
einseitig zulasten einer der Prozessparteien auswirken. Andernfalls begrün-
den sie objektiv keinen Anschein der Befangenheit (vgl. hierzu das Urteil des 
Bundesgerichts 1B_164/2015 vom 5. August 2015 E. 3.2 m.w.H.). Die ein-
zige vom Gesuchsteller vorgebrachte konkrete Kritik an der Verfahrensfüh-
rung durch G. stellt nach dem Ausgeführten keinen Ausstandsgrund dar. 
Schliesslich vermag der alleinige Umstand, dass ein Mitbeschuldigter gegen 
G. eine Strafanzeige erhoben haben soll (vgl. act. 2, S. 3), grundsätzlich kei-
nen hinreichenden Ausstandsgrund zu setzen (Urteile des Bundesgerichts 
1B_48/2019 vom 28. Mai 2019 E. 3.4; 1B_524/2018 vom 1. März 2019 
E. 3.1). Wenn dem so wäre, läge es in der Macht eines jeden Beschuldigten, 
durch die Einreichung einer Strafanzeige gegen den zuständigen Staatsan-
walt die gegen ihn gerichtete Untersuchung zu unterbrechen und deren Fort-
gang zu behindern (Urteil des Bundesgerichts 1B_524/2018 vom 1. März 
2019 E. 3.1). 

 

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3. Das Gesuch erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet, sofern es 

ihm nicht schon an der Zulässigkeit fehlt. Es ist abzuweisen, soweit darauf 
einzutreten ist. 
 
 

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Gesuchsteller dessen Kosten 
zu tragen (Art. 59 Abs. 4 StPO). Die entsprechende Gerichtsgebühr ist auf 
Fr. 2‘000.– festzusetzen (vgl. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 2 des 
Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, 
Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; 
SR 173.713.162]). 

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Das Gesuch wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2‘000.– wird dem Gesuchsteller auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 12. September 2019 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Vizepräsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Nathan Landshut 
- Bundesanwalt B., Bundesanwaltschaft 
- G., Staatsanwalt des Bundes, Bundesanwaltschaft 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.