# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e669a59-1320-52cf-a086-ecf70bfd69df
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-17
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 17.03.2015 603 2015 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2015-24_2015-03-17.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2015 24
603 2015 25

Urteil vom 17. März 2015

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Gabrielle Multone
Richter: Josef Hayoz, Marianne Jungo
Gerichtsschreiber-Praktikant: Alkis Passas

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Marc 
Ursenbacher

gegen

KOMMISSION FÜR ADMINISTRATIVMASSNAHMEN IM STRASSEN-
VERKEHR, Vorinstanz

Gegenstand Strassenverkehr

Entzug des Führerausweises / Sicherungsentzug

Beschwerde vom 19. Februar 2015 gegen den Entscheid der Kommission 
für Administrativmassnahmen im Strassenverkehr vom 8. Januar 2015

Gesuch um Erlass von vorsorglichen Massnahmen

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. Der Motorfahrzeuglenker A.________, geboren 1982, wurde am 21. August 2014, um 23.30 
Uhr, in Kallnach von der Polizei zur Kontrolle angehalten. Da er Alkoholmundgeruch aufwies, 
führte die Polizei einen Atemlufttest durch, der einen Wert von 1,46 Promille ergab. Daraufhin 
wurde eine Blutentnahme angeordnet. Das Institut für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Bern 
stellte fest, dass A.________ zum Zeitpunkt der Fahrt eine Blutalkoholkonzentration von 1,71 
Gewichtspromillen (Mittelwert; minimal: 1,62 ‰, maximal: 2,15 ‰) hatte. Die Polizei nahm ihm den 
Führerausweis auf der Stelle ab.

B. Am 5. September 2014 erliess die Kommission für Administrativmassnahmen im Strassen-
verkehr (Vorinstanz) einen vorsorglichen Führerausweisentzug ab dem 21. August 2014 für eine 
unbestimmte Zeit bis zur Abklärung der Ausschlussgründe. Gleichzeitig ordnete sie ein Fahr-
eignungsgutachten an, das in der Folge vom IRM der Universität Zürich durchgeführt wurde. 
A.________ wurde am 6. November 2014 verkehrsmedizinisch untersucht. Dem entsprechenden 
Untersuchungsbericht vom 4. Dezember 2014 ist zu entnehmen, dass A.________ aufgrund einer 
ersten Haaranalyse für den Zeitraum von Anfang Juni bis Ende Oktober 2014 einen deutlichen 
Alkoholüberkonsum zeige. Eine Konzentration von 48 pg/mg Ehtylglucuronid in den Haaren sei 
nicht nur mit einem Genusstrinken zu erklären. Aufgrund der Tatsache, dass bei der ersten 
Haaranalyse auch der Ereigniszeitpunkt (August 2014) miteingeschlossen sei, seien die Haare 
segmentiert untersucht worden, um allfällige Trinkverhaltensänderungen danach zu dokumentie-
ren. Anhand der zweiten Haaranalyse habe sich gezeigt, dass in beiden untersuchten Segmenten 
sowohl für die Zeit von Anfang Juli bis Ende August 2014 als auch für jene von Ende August bis 
Ende Oktober 2014 ein übermässiger Alkoholkonsum festzustellen sei. Es müsse davon ausge-
gangen werden, dass, sofern A.________ sein Trinkverhalten nicht ändere, bei ihm mehr als bei 
jeder anderen Person von einem erhöhten Risiko eines erneuten Vorfalls mit Fahren in alko-
holisiertem Zustand auszugehen sei. Somit könne die Fahreignung zum jetzigen Zeitpunkt nicht 
befürwortet werden. Eine Neubeurteilung sei frühestens nach Einhaltung einer mindestens sechs-
monatigen Alkoholabstinenz sinnvoll, wobei bei der nächsten Untersuchung zur definitiven Festle-
gung der Auflagen (Alkoholabstinenz-, beziehungsweise allfällige Fahrabstinenz-Auflage) eine 
verkehrspsychologische Untersuchung durchgeführt werden müsse, um die Frage zu klären, wie 
weit A.________ fähig sei, Autofahren und Trinken zu trennen.

C. Nachdem die Vorinstanz A.________ das rechtliche Gehör gewährt hatte, annullierte sie mit 
Verfügung vom 8. Januar 2015 jene vom 5. September 2014 und entzog ihm den Führerausweis 
für eine unbestimmte Dauer, mindestens jedoch für drei Monate (Mindestdauer der Sperrfrist), 
gerechnet ab dem 21. August 2014. Einer allfälligen Beschwerde entzog sie die aufschiebende 
Wirkung. Nebstdem bestimmte sie, dass die Rückerstattung des Führerausweises nach Ablauf der 
Sperrfrist in Erwägung gezogen werden könne, wenn eine mindestens sechsmonatige absolute 
Alkoholabstinenz eingehalten werde, die anhand einer Haaranalyse bestätigt werden müsse. 

D. Gegen diesen Entscheid lässt A.________ am 19. Februar 2015 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht führen und beantragen, es sei im Rahmen von vorsorglichen Massnahmen festzu-
stellen, dass die gesetzliche dreimonatige Sperrfrist eingehalten und seit dem 21. November 2014 
überschritten sei. Nebstdem sei ihm der Führerausweis fristlos zurückzuerstatten und er sei sofort 
zu einer Alkoholabstinenz-Abklärung zu bestellen mit Analyse ab dem 20. Dezember 2014. In der 

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Sache selbst sei die Verfügung vom 8. Januar 2015 aufzuheben und festzustellen, dass die ge-
setzliche dreimonatige Sperrfrist eingehalten und seit dem 21. November 2014 überschritten sei. 
Infolgedessen sei ihm der Führerausweis fristlos zurückzuerstatten. Eventualiter sei der Begriff 
Alkoholabstinenz zu definieren und die Verfügung mit dem definierten Begriff Alkoholabstinenz 
anzupassen.

Die Vorinstanz schliesst mit ihrer Vernehmlassung vom 9. März 2015 auf Abweisung der Be-
schwerde.

Erwägungen

1. Die Zuständigkeit der verwaltungsrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts zur Beurteilung 
der Beschwerde ist gegeben (Art. 12 Abs. 2 des Gesetzes vom 12. November 1981 zur Ausfüh-
rung der Bundesgesetzgebung über den Strassenverkehr [AGSVG; SGF 781.1] in Verbindung mit 
Art. 114 Abs. 1 lit. a des Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 
150.1]). Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG) und 
die Fristen zur Einreichung der Beschwerde (Art. 79 VRG) und zur Bezahlung des Kostenvor-
schusses wurden gewahrt. Die Beschwerde erfüllt inhaltlich sowie formal die gesetzlichen Voraus-
setzungen (Art. 80 f. VRG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. Immerhin ist mit dem sofortigen 
Entscheid in der Sache das Gesuch um Erlass von vorsorglichen Massnahmen gegenstandslos.

2. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung des Rechts, einschliesslich der 
Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, gerügt sowie eine unrichtige und unvoll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 77 Abs. 1 
lit. a und b VRG). Die Unangemessenheit kann vor dem Kantonsgericht nur gerügt werden, wenn 
die Angelegenheit das Gebiet der öffentlichen Abgaben oder der Sozialversicherungen betrifft oder 
sie der Beschwerde an eine zur Überprüfung dieser Rüge befugte Behörde unterliegt oder ein Ge-
setz diesen Beschwerdegrund ausdrücklich vorsieht (Art. 78 Abs. 2 lit. a-c VRG). Solange die Vor-
instanz ihr Ermessen pflichtgemäss ausübt, ist es dem Gericht verwehrt, sein eigenes Ermessen 
anstelle der Vorinstanz zu setzen (vgl. BVR 2012 S. 193 E. 1.2 S. 195). Das Gericht wendet das 
Recht von Amtes wegen an und prüft von Amtes wegen oder auf Antrag die Gültigkeit der auf den 
Einzelfall anwendbaren Vorschriften (Art. 10 Abs. 1 und 2 VRG). 

3. a) Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzli-
chen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes über den Strassenverkehr vom 19. Dezember 1958 [SVG; SR 741.01]). Art. 16d Abs. 1 
SVG regelt den Führerausweisentzug wegen fehlender Fahreignung. Danach wird der Lernfahr- 
oder Führerausweis einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie an einer Sucht leidet, 
welche die Fahreigung ausschliesst (lit. b) oder wenn sie auf Grund ihres bisherigen Verhaltens 
nicht Gewähr bietet, dass sie künftig beim Führen eines Motorfahrzeuges die Vorschriften beach-
ten und auf die Mitmenschen Rücksicht nehmen wird (lit. c). 

b) Im Bereich der eigentlichen Alkoholsuchterkrankung rechtfertigt sich die Ablehnung der 
Fahreignung bereits bei Vorliegen eines verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs. Als Diagnose 
aufgrund der medizinischen Begutachtung kommt neben einer Alkoholabhängigkeit im medizi-

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nischen Sinn auch ein die Fahreignung ebenfalls ausschliessender verkehrsrelevanter Alkohol-
missbrauch in Frage. Dieser liegt vor, wenn das Führen von Motorfahrzeugen und ein die Fahreig-
nung beeinträchtigender Alkoholkonsum nicht hinreichend sicher getrennt werden können oder zu 
erwarten ist, dass die untersuchte Person zukünftig ein Motorfahrzeug unter Alkoholeinfluss lenken 
wird oder als Folge eines unkontrollierten Alkoholkonsums Beeinträchtigungen vorliegen, die das 
sichere Führen eines Motorfahrzeuges in Frage stellen. Die Beurteilung der Fahreignung bei Alko-
holproblemen beruht folglich nicht ausschliesslich auf einem Suchtnachweis, sondern berücksich-
tigt auch die übrigen gesetzlich festgelegten Anforderungen. Die Fahreignung ist – insbesondere 
nach bereits erfolgter Trunkenheitsfahrt – auch ohne Vorliegen einer Suchterkrankung abzu-
lehnen, falls Verhaltens- und Charakterauffälligkeiten (vgl. Art. 14 Abs. 2 lit. d und Art. 16d Abs. 1 
lit. c SVG) zu einer erhöhten Gefahr des erneuten Fahrens in angetrunkenem Zustand führen. In 
einzelnen Fällen kann eine verkehrspsychologische Beurteilung als Zusatzabklärung bei der Be-
gutachtung hilfreich sein (vgl. ROLF SEEGER, Alkohol und Fahreignung, in  Handbuch der ver-
kehrsmedizinischen Begutachtung, Bern 2005, S. 26).

c) Gemäss Art. 17 Abs. 3 SVG kann der auf unbestimmte Zeit entzogene Lernfahr- oder 
Führerausweis bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige gesetzliche 
oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels 
nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat. Die an die Wiedererteilung des Führeraus-
weises regelmässig geknüpften Auflagen sind Nebenbestimmungen, die dazu dienen, Unsicher-
heiten beim Nachweis Rechnung zu tragen, dass der jeweilige Fahreignungsmangel tatsächlich 
behoben ist und die Fahrfähigkeit der betroffenen Person stabil ist. Auflagen müssen den konkre-
ten Umständen angepasst und verhältnismässig sein (PHILIPPE WEISSENBERGER, Kommentar zum 
Strassenverkehrsgesetz, 2. A., 2015 Rz. 13 ff. zu Art. 17).

4. a) Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben. Er 
sei nicht darüber orientiert worden, wie die verkehrsmedizinische Begutachtung ablaufen werde, 
und das IRM der Universität Zürich hätte ihn nicht darauf aufmerksam gemacht, dass er sich einer 
Blut- und Haarprobe werde unterziehen müssen. Zwischen dem Ereignis vom 21. August 2014 
und der Zustellung der verkehrsmedizinischen Begutachtung vom 4. Dezember 2014 habe er hin-
sichtlich seiner Trinkgewohnheiten keine besonderen Massnahmen getroffen. Er habe ohnehin 
nicht mehr fahren dürfen und nach seinem Empfinden sei es ihm nicht bewusst gewesen, dass er 
nach dem 21. August 2014 seinen Alkoholkonsum an eine eventuelle Fahrfähigkeit anpassen 
müsse. Er sei schliesslich nicht als Fahrer unterwegs gewesen. Auch halte die Verfügung vom 
5. September 2014 nicht fest, dass er seine Trinkgewohnheiten anpassen, ändern oder überhaupt 
alkoholabstinent sein müsse. Es sei ihm nicht mitgeteilt worden, dass er nach dem 21. August 
2014, als ihm der Führerausweis abgenommen wurde, in Bezug auf den Alkoholkonsum auf Be-
währung stehe. Der Verstoss gegen Treu und Glauben durch die Behörde hätte ihm insofern einen 
Nachteil gebracht, als die Begutachtung sich auch auf die Zeitspanne nach dem Ereignis bis Ende 
Oktober 2014 bezog und daraus negative und zu seinem Nachteil gereichende Beschlüsse gezo-
gen worden seien, die nicht oder nur schwer wieder rückgängig gemacht werden könnten. Somit 
sei sein Vertrauen in die Behörde zu seinem Nachteil enttäuscht worden. Er hätte als Laie nicht 
wissen können, dass das Gutachten sich auf Fakten beziehen werde, die vor dem 6. November 
2014 entstanden seien. Es werde ihm vorgeworfen, er hätte sein Trinkverhalten nach dem Ereignis 
vom 21. August 2014 nicht angepasst und es sei bei ihm von einem erhöhten Risiko eines erneu-
ten Vorfalles mit Fahren in alkoholisiertem Zustand auszugehen. Es sei ihm aber nie die Gelegen-
heit gegeben worden, sein Verhalten anzupassen.

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b) Demgegenüber bringt die Vorinstanz vor, dass dem Beschwerdeführer mit der Verfügung 
vom 5. September 2014 klar mitgeteilt worden sei, dass seine Alkoholkonsumgewohnheiten durch 
einen Experten abgeklärt werden müssten. Im Übrigen hätten die Abklärungen des Experten jene 
Untersuchungen zu beinhalten, die nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft zur Beantwortung 
der Fragestellung notwendig seien. Dass der Beschwerdeführer seinen Alkoholkonsum als un-
problematisch erachte und diesen im Hinblick auf das durchzuführende Gutachten nicht reduzierte 
- nur weil er in dieser Zeit kein Motorfahrzeug lenkte - spreche für eine beim ihm vorhandene Alko-
holproblematik.

c) Von einer Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben kann keine Rede sein. Der 
Beschwerdeführer wurde mit der unangefochten gebliebenen Verfügung vom 5. September 2014 
ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, was mit dem Fahreignungsgutachten bezweckt wird, 
nämlich die Prüfung seiner Gewohnheiten hinsichtlich des Alkoholkonsums sowie der Frage, ob 
eine chronische oder periodische Alkoholabhängigkeit und/oder andere, die Fahreinigung beein-
trächtigende Faktoren (zum Beispiel Persönlichkeitsstörungen) vorliegen. Bei vernünftiger Überle-
gung musste der Beschwerdeführer davon ausgehen, dass die Gutachter hierzu verschiedene 
Analysen durchführen werden, wie etwa Blut-, Urin- oder Haarproben. Die Vorinstanz ist nicht ge-
halten, einen betroffenen Fahrzeuglenker darüber zu informieren, wie die Gutachter eine ver-
kehrsmedizinische Untersuchung durchführen werden. Dass der Beschwerdeführer seine Trink-
gewohnheiten nach dem Ereignis vom 21. August 2014, als er ein Fahrzeug mit mindestens 
1,62 ‰ und maximal 2,15 ‰ lenkte, nicht änderte, mutet im Übrigen sehr merkwürdig an. Sein 
Verhalten zeugt von Uneinsichtigkeit und Gleichgültigkeit und ist ein starkes Indiz dafür, dass er 
seinen Alkoholkonsum offensichtlich nicht im Griff hat.

5. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, dass ihm der genaue Wert der Blutalkoholkon-
zentration nie mitgeteilt worden sei. Was er mit diesem Einwand zu seinen Gunsten ableiten will, 
ist nicht nachvollziehbar. Abgesehen davon, sind in der Verfügung vom 9. September 2014 sowie 
im Fahreignungsgutachten, das ihm ebenfalls zugestellt wurde, die Werte angegeben. Überdies 
hat er zu keinem Zeitpunkt den Bericht über die Alkoholbestimmung zur Einsicht verlangt.

6. a) Sodann rügt der Beschwerdeführer eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts. Die Vorinstanz habe die Schlussfolgerung des Gutachtens voll-
ständig und kommentarlos integriert und übernommen, weshalb die verwaltungsrechtlichen 
Grundsätze auch für das Gutachten gelten würden. In diesem werde sein automobilistischer Leu-
mund unrichtig festgestellt. Es sei zwar richtig, dass er im Jahre 2009 wegen Fahrens mit über-
setzter Geschwindigkeit verwarnt worden sei. Jedoch werde nicht vermerkt, dass gegen ihn nie 
eine Administrativmassnahme wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand angeordnet werden 
musste. Mit der Übernahme der Schlussfolgerung des Gutachtens habe die Vorinstanz willkürlich 
gehandelt, weil sie, ohne dass frühere Vorfälle vorlägen, davon ausgehe, dass ein erhöhtes Risiko 
von einem neuen Vorfall der gleicher Art bestehe. Er fahre seit über zehn Jahren Auto und hätte 
bis zum Ereignis vom 21. August 2014 kein bekanntes und bewiesenes Alkoholproblem am Steuer 
gehabt. Auch seien die Resultate der Haarprobe nicht den Umständen entsprechend bewertet 
worden. Er hätte nicht gewusst, dass sein Alkoholverhalten auch nach dem Ereignis vom 21. Au-
gust 2014 beachtet werde. Demnach könne nicht rechtmässig festgehalten werden, dass er nicht 
in der Lage gewesen sei, sein Trinkverhalten anzupassen, da er dies nicht wusste und nicht habe 
wissen können. Die Beurteilung und Qualifizierung als überdurchschnittlicher Trinker seien nur 
durch eine Haarprobe und eine knapp einstündige Befragung durch eine Ärztin begründet und 
entsprächen nicht den effektiven Tatsachen. Eine solche Schlussfolgerung sei rechtsmissbräuch-

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lich und könnte nur rechtmässig sein, wenn er vorgängig auf den Verzicht oder auf die Folgen ei-
nes fortgesetzten Alkoholkonsums aufmerksam gemacht worden wäre, was nicht der Fall gewesen 
sei.

b) Auch diese Einwände helfen dem Beschwerdeführer nicht weiter. Es trifft zu, dass im Gut-
achten auf die Verwarnung von 2009 hingewiesen wird. Immerhin wird eine weitere Administrativ-
massnahme aus dem Jahre 2006 (Entzug des Führerausweises für die Dauer eines Monats we-
gen einer mittelschweren Widerhandlung) nicht erwähnt. Auch ist dem Gutachten zu entnehmen, 
dass keine weiteren Vorfälle im Strassenverkehr vermerkt seien. Damit wird implizit gesagt, dass 
bis zum Vorfall vom 21. August 2014 keine Massnahmen wegen Fahrens in angetrunkenem Zu-
stand angeordnet werden mussten. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer nach dem 
Ereignis vom 21. August 2014 mit seinem Alkoholkonsum unverändert fortfuhr, kann er, wie schon 
gesagt, nichts zu seinen Gunsten ableiten. 

7. a) Mit Verweis auf die angefochtene Verfügung bringt der Beschwerdeführer des Weiteren 
vor, dass die Dauer des Entzugs mittlerweile sechs Monate betrage. Somit sei die gesetzliche 
Sperrfrist von drei Monaten längst überschritten. Durch die in der Verfügung erwähnte Frist von 
sechs Monaten für die Rückerstattung des Führerausweises werde die Entzugsdauer auf mindes-
tens ein Jahr bestimmt. Eine solche Dauer sei schon aufgrund der Sperrfrist nicht verhältnismässig 
und somit unzulässig. Wenn die Vorinstanz ihn nach dem Ereignis vom 21. August 2014 über die 
Konsequenzen eines weiteren Alkoholkonsums informiert hätte, hätte er sich schnellstmöglich an-
passen können. Es könne dem Bürger nicht zugemutet werden, für eine nicht erhaltene Informa-
tion und die daraus resultierenden Folgen (falsche Beurteilung der Ärztin und damit Fehlinforma-
tion der Behörde) die Konsequenzen zu tragen mit allen negativen Folgen. Eine Information nach 
dem 21. August 2014 sei nicht erfolgt und er sei von der Vorinstanz als Risikofaktor und Alkoholi-
ker abgestempelt worden. Das Handeln der Verwaltungsbehörde überschreite das gesetzliche 
Mindestmass von Art. 16d SVG und sei somit unverhältnismässig. Nebstdem sei die Behörde nicht 
an ein Mindestmass in Sachen Alkoholabstinenz gebunden und hätte auch so gut einen Monat 
statt sechs Monate anordnen können. Dies hätte den Vorteil gehabt, die Sperrfrist nicht zu über-
schreiten.

b) Es ist nicht ersichtlich, welche falsche Beurteilung die Gutachterin vorgenommen und in-
wiefern sie die Vorinstanz fehl informiert hatte.

c) Der Beschwerdeführer hat nach dem Ereignis vom 21. August 2014 seinen Alkohol-
konsum nicht reduziert. Offenbar war er dazu nicht bereit und nicht fähig, obwohl er wusste, dass 
seine Fahreignung überprüft werden wird. Es wurde bereits ausgeführt, dass übermässiger Alko-
holkonsum die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt. Wenn die Vorinstanz vor diesem Hintergrund eine 
sechsmonatige Alkoholabstinenz verlangt, lässt sich eine solche Anordnung nicht beanstanden.

8. a) Der Beschwerdeführer erachtet die Massnahme der Vorinstanz als unverhältnismässig. 
Der Führerausweis sei ihm am 21. August 2014 abgenommen worden. Mittlerweile betrage die 
Entzugsdauer über sechs Monate und die gesetzliche Sperrfrist von drei Monaten sei längst über-
schritten. Mit der zusätzlich angeordneten sechsmonatigen Frist werde die Entzugsdauer auf min-
destens ein Jahr festgesetzt, was schon aufgrund der Sperrfrist nicht verhältnismässig und somit 
unzulässig sei. Sodann wiederholt der Beschwerdeführer den Vorwurf, die Vorinstanz hätte ihn 
nach dem Ereignis vom 21. August 2014 nicht über die Konsequenzen eines weiteren Alkohol-
konsums informiert.

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b) Aufgrund von Art. 17 Abs. 3 SVG kommt es nicht allein darauf an, dass die Sperrfrist, de-
ren Dauer vorliegend unbestritten ist, abgelaufen ist. Nebstdem muss der Beschwerdeführer seine 
Alkoholabstinenz nachweisen. Hierzu wurde ihm eine sechsmonatige Frist gesetzt. Ohnehin liegt 
die Wiedererteilung des Führerausweises im pflichtgemässen Ermessen der Entzugsbehörde 
(WEISSENBERGER, Rz. 12 ff. zu Art. 17). Im vorliegenden Fall ist die Alkoholabstinenz des Be-
schwerdeführers in keiner Weise belegt. Bei der verkehrsmedizinischen Begutachtung wurde ein 
deutlicher Alkoholüberkonsum diagnostiziert. Dass unter diesen Umständen erst nach einer länge-
ren Probezeit, hier sechs Monate, eine allfällige Rückgabe des Führerausweises in Betracht zu 
ziehen ist, liegt auf der Hand. Insofern kann die angefochtene Verfügung nicht als unverhältnis-
mässig bezeichnet werden.

9. a) Abschliessend bringt der Beschwerdeführer vor, dass der Begriff "Alkoholabstinenz" nir-
gends gesetzlich definiert sei. Im Gutachten des IRM der Universität Zürich werde im Zusammen-
hang mit der Haarprobe auf eine Richtlinie der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin 
verwiesen. Diese Richtlinie habe jedoch keine allgemeine Geltung, da nicht von einem Gesetz 
darauf direkt hingewiesen werde. Somit sei der Begriff Alkoholabstinenz für den Bürger nicht be-
legt. Das Gutachten verweise auf "ETG-Messewerte", die unter anderem vorsehen würden, dass 
ein moderater Alkoholkonsum dann vorliege, wenn die Werte zwischen 7-30 pg/mg vorlägen. Bei 
Messwerten unter 7 pg/mg werde auf keinen regelmässigen relevanten Alkoholkonsum geschlos-
sen. Danach werde gesagt, dass, wenn kein" ETG Nachweis" vorliegt, dies nicht im Widerspruch 
zu einer Alkoholabstinenz stehe. Mit anderen Worten, wenn kein "ETG Nachweis" vorliegt und der 
Messwert nicht 7pg/mg erreicht, könne nicht von einer Alkoholabstinenz gesprochen werden. In-
folgedessen gebe es keine gesetzliche Grundlage, welche den Begriff der Alkoholabstinenz um-
schreibe, und das Erfordernis einer Alkoholabstinenz, mit der Bedingung einer Haarprobe, die 
nach den erwähnten Richtlinien bewertet werde, sei nicht gesetzkonform und mehr als fraglich. 
Nebstdem seien im vorliegenden Fall die Werte getrennt ermittelt und dann ein Mittelwert von 
48 pg/mg als Basis genommen worden. Mit diesem System werde nicht die Testperiode allein be-
rücksichtigt, sondern ein Mittelwert über die ganze Periode. Damit könne der Bürger nicht wissen, 
ob der Wert, welcher als Alkoholabstinenz gelte, der Mittelwert über die Länge des Haares sei, und 
dieser Mittelwert unter 7pg/mg oder sogar bei 0pg/mg sein müsse, oder ob nur der Wert der Test-
periode unter 7pg/mg oder 0 liegen müsse. Wiederum gebe es keine Rechtsicherheit und die 
Rückerstattungsbedingungen seien nicht im Gesetz geschrieben und somit widerrechtlich. Die 
Behörde habe ihr Ermessen überschritten.

b) Dem angefochtenen Entscheid ist zu entnehmen, dass vom Beschwerdeführer eine 
"absolute Alkoholabstinenz" verlangt wird. Das bedeutet nichts anderes als einen vollständigen 
Verzicht auf Alkohol. Wer zur Totalabstinenz verpflichtet ist, darf gar keinen Alkohol konsumieren, 
unabhängig davon, wie die Nachweisgrenze festgesetzt ist (BGE 140 III 334 E. 7 S. 341, E. 8 S. 
342). Demnach stellt selbst der gelegentliche Alkoholkonsum einen Verstoss gegen eine angeord-
nete Alkoholabstinenz dar.

Der Nachweis, dass eine Alkoholtotalabstinenz eingehalten wird, erfolgt durch Blut- und Haarpro-
ben. Neuerdings findet zum Nachweis der Abstinenz regelmässig die Haaranalyse Anwendung. 
Art. 55 Abs. 7 lit. c SVG erwähnt sie ausdrücklich. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung aner-
kennt die Haaranalyse als geeignetes Mittel sowohl zum Nachweis eines übermässigen Alkohol-
konsums als auch der Einhaltung einer Abstinenzverpflichtung (BGE 140 II 334 E. 3 S. 332 f.). 
Insofern erübrigen sich weitere Ausführungen zu den Vorbringen des Beschwerdeführers. Im Übri-
gen dürfen die Behörden von den Gutachterergebnissen nicht ohne triftige Gründe abweichen; ein 

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Abweichen ist nur zulässig, wenn die Glaubwürdigkeit des Gutachtens durch die Umstände ernst-
haft erschüttert ist (BGE 132 II 257 E. 4.4.1 S. 269). Solche Gründe sind nicht ersichtlich und wer-
den vom Beschwerdeführer auch gar nicht geltend gemacht. 

10. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist dementsprechend 
abzuweisen. Die Kosten, die auf 600 Franken festgelegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet werden, sind dem Verfahrensausgang entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerle-
gen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten 
und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]). Eine Parteientschädigung 
ist nicht geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG).

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Das Gesuch um Anordnung von vorsorglichen Massnahmen wird als gegenstandslos erle-
digt abgeschrieben.

III. Die dem Staat Freiburg geschuldeten Gerichtskosten von 600 Franken werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

IV. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht, 
Lausanne, eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 
30 Tagen die Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des 
Entscheides angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 17. März 2015/jha

Präsidentin Gerichtsschreiber-Praktikant