# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4de4936a-ed94-5a07-a786-14338cf25ba8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 21.12.2022 R 2022 111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2022-111_2022-12-21.pdf

## Full Text

Mitgeteilt am

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 22 111
5. Kammer 

Vorsitz Meisser

RichterInnen Audétat, Pedretti, von Salis und Michael Dürst

Aktuar Ott

URTEIL

vom 21. Dezember 2022

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

B._____,

C._____,

D._____,

E._____,

F._____,

G._____,

H._____,

I._____ AG,

O._____ und P._____, 

J._____

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Christian Fey und/oder Rechtsanwalt 

G._____, 

 

Beschwerdeführer

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gegen

Kanton Graubünden, vertreten durch die Regierung,

wiedervertreten durch das Departement für Volkswirtschaft und Soziales 

Graubünden,

Beschwerdegegner

und

Gemeinde X._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Pally,

Beschwerdegegnerin

betreffend Ortsplanungsrevision (Kostenentscheid)

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I. Sachverhalt:

Mit Urteil 1C_398/2021 vom 8. November 2022 hiess das Bundesgericht 

eine am 24. Juni 2021 erhobene Beschwerde von A._____, B._____, 

C._____, D._____, E._____, F._____, G._____ und der I._____ AG gegen 

das Urteil R 20 2 des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 

15. Dezember 2020 gut und hob dieses sowie den am 19. November 2018 

vom Gemeindevorstand X._____ beschlossenen Arealplan "Bahnhof" auf 

(Dispositivziffer 1). Die Sache wurde zur Neuregelung der Kosten- und 

Entschädigungsfolgen des kantonalen Verfahrens an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zurückgewiesen 

(Dispositivziffer 2). Es wurden keine Gerichtskosten erhoben und die 

Gemeinde X._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) hat die dortigen 

Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt 

CHF 4'000.-- zu entschädigen (Dispositivziffern 3 und 4).

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch 

entscheiden, also in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber 

kassatorisch, mithin den angefochtenen Entscheid bloss aufheben oder 

die Angelegenheit an die Vorinstanz oder an die erstinstanzlich 

verfügende Behörde zur Neubeurteilung zurückweisen (Art. 107 Abs. 2 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]; vgl. 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und 

Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, 

Rz. 1640; DORMANN, in: NIGGLI/UEBERSAX/ WIPRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER 

[Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 

2018, Art. 107 Rz. 12 ff.). Dabei kann das Bundesgericht nach Art. 67 und 

Art. 68 Abs. 5 BGG auch die Kosten und/oder die Entschädigungen des 

vorangegangenen Verfahrens anders verteilen. Es weist die 

Angelegenheit dabei entweder an die Vorinstanz zurück, damit diese über 

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die (Kosten-)Verteilung entscheidet oder entscheidet selbst 

(KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1658; GEISER, in: 

NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER [Hrsg.], Basler Kommentar 

zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 67 Rz. 5 und Art. 68 

Rz. 24 f.). Bei einer Rückweisung sind die Vorgaben – insbesondere die 

entscheidwesentlichen Erwägungen – des Bundesgerichts für die Vor-

instanz verbindlich bzw. die mit der Neubeurteilung befasste (kantonale) 

Instanz hat die rechtliche Beurteilung, mit der die Zurückweisung 

begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen (siehe 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1643; DORMANN, in: 

Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler, a.a.O., Art. 107 Rz. 18; vgl. 

auch BGE 143 IV 214 E.5.3.3 m.H.a. 135 III 334 E.2.1; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_620/2021 vom 14. Januar 2022 E.4.1, 4A_197/2020 

vom 10. Dezember 2020 E.3.2.1 f., 8C_824/2017 vom 27. März 2018 

E.2.2, 2C_389/2013 vom 26. Oktober 2013 E.2.2.1, 2C_304/2013, 

2C_305/2013 vom 22. Oktober 2013 E.2.1 und 2C_1071/2012 vom 7. Mai 

2013 E.2).

2. Gemäss Dispositivziffer 2 des Urteils 1C_398/2021 vom 8. November 

2022 hat das Verwaltungsgericht die Kosten- und Entschädigungsfolgen 

des kantonalen Verfahrens (Hervorhebung durch das Gericht) neu zu 

regeln. Dabei kann eigentlich nur die aufgrund des Ausgang des 

bundesgerichtlichen Verfahrens 1C_398/2021 vorzunehmende 

Kostenverlegung und der Entscheid über eine allfällige 

Parteientschädigung zu Gunsten der Beschwerdeführer im 

verwaltungsgerichtlichen Verfahren R 20 2 gemeint sein. Andererseits 

wird in der Erwägung 5 des Urteils 1C_398/2021 vom 8. November 2022 

festgehalten, dass mit der Aufhebung des angefochtenen Urteils (R 20 2) 

des Verwaltungsgerichts vom 15. Dezember 2020 sowie des Arealplans 

"Bahnhof" vom 19. November 2018 aufgrund des Devolutiveffektes auch 

der Genehmigungsentscheid der Regierung des Kantons Graubünden 

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vom 26. November 2019 dahinfalle. Unter Hinweis auf Art. 67 und Art. 68 

Abs. 5 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 

(Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) wurde das Verwaltungsgericht 

dazu angehalten, die Kosten und Entschädigungen der vorinstanzlichen 

Verfahren (Hervorhebung durch das Gericht) neu zu verlegen. Das 

Bundesgericht geht also davon aus, dass der regierungsrätliche 

Genehmigungsentscheid (im Sinne von Art. 49 i.V.m. Art. 22 Abs. 2 des 

Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden [KRG; BR 801.100]) 

betreffend den Arealplan "Bahnhof" vom 26. November 2019 (Prot. 

Nr. 865) infolge des Devolutiveffektes dahingefallen ist. Über das 

Schicksal des Entscheides der Regierung des Kantons Graubünden vom 

26. November 2019 in der Beschwerdeangelegenheit PB Z.1._____ (Prot. 

Nr. Z.2._____), worin die am 21. Dezember 2018 von den damaligen 

Beschwerdeführern erhobene Planungsbeschwerde (im Sinne von 

Art. 101 Abs. 1 KRG) abgewiesen wurde und diesen Verfahrenskosten in 

der Höhe CHF 2'462.-- auferlegt wurden, äusserte sich das Bundesgericht 

hingegen nicht explizit. Insofern bestünde (unter dem Aspekt der Kosten- 

und Entschädigungsfolgen der kantonalen Verfahren) formell betrachtet in 

dieser Hinsicht wieder die Ausgangslage, wie sie – unter Berücksichtigung 

des Ausganges des bundesgerichtlichen Verfahrens hinsichtlich dessen 

materiellen Beurteilung des Arealplans "Bahnhof" – vor der Fällung des 

verwaltungsgerichtlichen Urteils R 20 2 am 15. Dezember 2020 bestand 

(vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] S 22 

34 vom 30. Juni 2022 E.1 m.H.a. BGE 143 IV 214 E.5.3.1 ff. sowie Urteil 

des Bundesgerichts 4A_197/2020 vom 10. Dezember 2020 E.3.2.2 m.H.a. 

BGE 61 II 358). Allerdings muss aufgrund des Ausgangs des 

bundesgerichtlichen Verfahrens davon ausgegangen werden, dass auch 

der regierungsrätliche Beschwerdeentscheid vom 26. November 2019 

(Prot. Nr. Z.2._____) keinen Bestand mehr haben kann, nachdem das 

Bundesgericht in Gutheissung der erhobenen Beschwerde neben dem 

Urteil R 20 2 auch den am 19. November 2018 vom Gemeindevorstand 

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X._____ beschlossenen Arealplan "Bahnhof" explizit aufgehoben hat. 

Vielmehr sind die Beschwerdeführer so zu stellen, wie wenn sie mit ihrer 

Beschwerde vom 13. Januar 2020 im Verfahren R 20 2 vor 

Verwaltungsgericht durchgedrungen wären (vgl. etwa VGU S 22 119 vom 

28. November 2022 E.3, R 22 60 vom 13. September 2022 E.2 und R 22 

25 vom 17. Mai 2022 E.2). Insofern muss aber auch über die im 

(Planungs-)Beschwerdeentscheid vom 26. November 2019 zu Lasten der 

nunmehr obsiegenden Beschwerdeführer auferlegten Verfahrenskosten 

für das Planungsbeschwerdeverfahren PB Z.1._____ im Betrag von 

insgesamt CHF 2'462.-- sowie die in der Planungsbeschwerde vom 

21. Dezember 2018 von den Beschwerdeführern verlangte Entschädigung 

zu Lasten der Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung des Ausgangs 

des bundesgerichtlichen Verfahrens neu entschieden werden.

3.1. Im Planungsbeschwerdeverfahren PB Z.1._____ vor der Regierung des 

Kantons Graubünden beantragten die damaligen Beschwerdeführer in 

ihrer Planungsbeschwerde vom 21. Dezember 2018 in Gutheissung ihrer 

Beschwerde die Verweigerung der Genehmigung des Arealplans 

"Bahnhof" sowie dessen Aufhebung unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Gemäss Art. 73 

Abs. 3 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100) kann die Rechtsmittelbehörde bei Aufhebung eines 

Entscheides über die Zuteilung der Kosten des Verfahrens vor der 

Vorinstanz entscheiden. Vorliegend rechtfertigt es sich aber, die 

Neufestlegung der Kostenfolge für die Beschwerdeangelegenheit 

PB Z.1._____ erstinstanzlich durch die Regierung des Kantons 

Graubünden vornehmen zu lassen, womit die Sache insoweit gestützt auf 

Art. 56 Abs. 3 VRG an diese zurückzuweisen ist (vgl. VGU R 22 25 vom 

17. Mai 2022 E.2.2, R 21 51 vom 26. Oktober 2021 E.6 und auch R 06 21 

vom 16. Juni 2006 E.2b).

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3.2. Dasselbe gilt auch für den Entscheid über die in der Planungsbeschwerde 

vom 21. Dezember 2018 durch die damaligen Beschwerdeführer 

beantragte Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Dies 

zumal in den vom Kanton Graubünden (nachfolgend Beschwerdegegner) 

im Verfahren R 20 2 eingereichten Akten zum 

Planungsbeschwerdeverfahren PB Z.1._____ keine Honorarnote des 

damaligen Rechtsvertreters vorhanden ist.

4.1. Schliesslich sind noch die im verwaltungsgerichtlichen Verfahren R 20 2 

angefallenen Gerichtskosten von CHF 5'344.-- aufgrund des Ausgangs 

des bundesgerichtlichen Verfahrens 1C_398/2021 neu zu verlegen. In der 

verwaltungsgerichtlichen Beschwerde vom 13. Januar 2020 beantragten 

die Beschwerdeführer die Gutheissung ihrer Beschwerde unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In der 

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 24. Juni 2021 

hatten die dortigen Beschwerdeführer die Aufhebung des 

verwaltungsgerichtlichen Urteils R 20 2 vom 15. Dezember 2020 und die 

Verweigerung der Genehmigung des Arealplans "Bahnhof" unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge zzgl. 7.7 % MWST zulasten der 

Beschwerdegegner beantragt. In Anwendung von Art. 66 Abs. 1 und 4 

BGG erhob das Bundesgericht zwar keine Gerichtskosten, betrachtete 

aber wohl angesichts der auf Art. 68 BGG gestützten Zusprache einer 

Parteientschädigung an die dortigen Beschwerdeführer einzig zu Lasten 

der Beschwerdegegnerin diese als unterliegend im Sinne von Art. 68 

Abs. 2 BGG. Gemäss Art. 73 Abs. 1 VRG hat im Rechtsmittelverfahren in 

der Regel die unterliegende Partei die Kosten zu tragen. Die 

Gerichtskosten aus dem verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren 

R 20 2 von insgesamt CHF 5'344.-- (bestehend aus einer Staatsgebühr 

von CHF 4'000.-- und Kanzleiauslagen von CHF 1'344.--) gehen somit 

entsprechend dem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens zu 

Lasten der Gemeinde X._____ als unterliegende Planungsträgerin. Dabei 

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ist zu berücksichtigen, dass die Regierung – auch wenn sie ein gewisses 

Interesse am Arealplan "Bahnhof" infolge des dort gemäss der kantonalen 

Immobilienstrategie vorgesehenen regionalen Verwaltungszentrums hat – 

vorliegend als Genehmigungs- und Planungsbeschwerdeinstanz (siehe 

dazu Art. 26 des Bundesgesetzes über die Raumplanung [RPG; SR 700], 

49 f. KRG und Art. 14 f. der Raumplanungsverordnung für den Kanton 

Graubünden [KRVO; BR 801.110] sowie Art. 101 Abs. 1 KRG) amtete. 

Der Kanton Graubünden bzw. die Regierung hat in dieser Eigenschaft in 

der Regel keine Verfahrenskosten zu tragen und wird auch nicht 

entschädigungspflichtig (vgl. dazu etwa VGU R 21 51 vom 26. Oktober 

2021 E.7.1, R 20 33 vom 16. Juni 2020 E.3.1, R 16 14 vom 23. Februar 

2016 E.2b, R 09 109 vom 2. März 2010 E.3, R 07 116 vom 26. August 

2008 E.3b und R 07 58 vom 11. September 2007 E.3). Davon 

abzuweichen besteht – auch angesichts des vor Bundesgericht 

zugesprochenen Parteikostenersatzes an die dortigen Beschwerdeführer 

einzig zu Lasten der Beschwerdegegnerin – trotz der erwähnten 

Interessenlage kein Anlass. Namentlich lässt sich die vorliegende 

Situation des Kantons Graubünden nicht mit derjenigen der als 

Projektantin der Sonderungsnutzungsplanung Beigeladenen vergleichen, 

welche den Urteilen R 18 60 vom 2. Dezember 2019 bzw. R 21 51 vom 

26. Oktober 2021 respektive des Urteils des Bundesgerichts 1C_86/2020 

vom 22. April 2021 zugrunde lag. Das Bundesgericht beschrieb deren 

Stellung so, dass diese derjenigen einer notwendigen Gegenpartei 

nahekomme und diese sich tatsächlich wie eine Partei verhalten habe, 

wobei sie Anträge gestellt sowie aus vermögenswerten Interessen für den 

Bestand der umstrittenen Nutzungsplanung eingetreten sei.

4.2. Dementsprechend und übereinstimmend mit der Entschädigungsregelung 

für das Verfahren vor dem Bundesgericht hat die Gemeinde X._____ 

gestützt auf Art. 78 Abs. 1 VRG die obsiegenden Beschwerdeführer für 

das verwaltungsgerichtliche Verfahren noch angemessen 

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aussergerichtlich zu entschädigen. Gemäss Art. 2 Abs. 1 und 2 der 

Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen 

und Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV; BR 310.250) setzt die 

urteilende Instanz die Parteientschädigung der obsiegenden Partei nach 

Ermessen fest, wobei sie grundsätzlich von dem der 

entschädigungsberechtigen Partei für die anwaltliche Vertretung in 

Rechnung gestellten Betrag ausgeht. Der vereinbarte Stundenansatz 

zuzüglich allfälligem Interessenwertzuschlag muss aber üblich sein, darf 

keine Erfolgszuschläge enthalten und die geforderte Entschädigung darf 

nicht zu einer von der Sache bzw. von legitimen Rechtschutzbedürfnissen 

her nicht gerechtfertigten Belastung der unterliegenden Partei führen 

(Art. 2 Abs. 2 Ziffer 1 und 3 HV). Üblich ist ein Stundenansatz zwischen 

CHF 210.-- und 270.-- (siehe Art. 3 Abs. 1 HV). Gemäss Art. 2 Abs. 2 

Ziffer 2 HV und Art. 16a Abs. 2 des Anwaltsgesetzes (BR 310.100) muss 

der geltend gemachte Aufwand zudem angemessen und für die 

Prozessführung erforderlich sein. Gemäss Art. 4 Abs. 1 HV haben die 

Parteien grundsätzlich zu Beginn des Verfahrens eine vollständige, 

unterschriebene Honorarvereinbarung einzureichen. Wenn dies 

unterlassen wird, kann die urteilende Instanz davon absehen, für die 

Festsetzung der Parteientschädigung die Anwaltsrechnung bzw. 

Honorarnote beizuziehen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer im 

Verfahren R 20 2, welcher sich dort wie auch im bundesgerichtlichen 

Verfahren 1C_398/2021 selber als Beschwerdeführer konstituierte, reichte 

weder eine Honorarvereinbarung mit seinen damaligen Mandaten noch 

eine Honorarnote ein, obwohl er vom Verwaltungsgericht am 7. Mai 2020 

zusammen mit der Zustellung der Duplik der Beschwerdegegnerin vom 

5. Mai 2020 bzw. des Duplikverzichts des Beschwerdegegners vom 6. Mai 

2020 zur entsprechenden Einreichung dieser Nachweise aufgefordert 

worden war. Damit ist die Parteientschädigung für das Verfahren R 20 2 

zugunsten der Beschwerdeführer ermessensweise festzusetzen. 

Angesichts des doppelten Schriftenwechsels ist die Parteientschädigung 

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insgesamt auf CHF 3'000.-- (inkl. Spesen und MWST) festzusetzen. In 

diesem Umfang hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführer für 

das verwaltungsgerichtliche Verfahren R 20 2 aussergerichtlich zu 

entschädigen. Bei der Bemessung der Höhe der Parteientschädigung ist 

zu berücksichtigen, dass die Beschwerde vom 13. Januar 2020 grosse 

Übereinstimmungen mit der Planungsbeschwerde vom 21. Dezember 

2018 hat und der Aufwand für die Ausarbeitung von Letzterer nicht im 

Rahmen der Parteientschädigung betreffend das verwaltungsgerichtliche 

Verfahren R 20 2 zu berücksichtigen ist, sondern dies allenfalls im 

Rahmen des regierungsrätlichen Entscheids über die Kosten- und 

Entschädigungsfolge des Planungsbeschwerdeverfahrens PB Z.1._____ 

zu erfolgen hat. Es beschlägt also insoweit die Frage nach einem 

Anspruch auf eine Entschädigung für den angemessenen und 

erforderlichen Vertretungsaufwand für das Planungsbeschwerdeverfahren 

PB Z.1._____.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Der Beschwerdeentscheid der Regierung des Kantons Graubünden vom 

26. November 2019 in der Beschwerdeangelegenheit PB Z.1._____ (Prot. 

Nr. Z.2._____) wird aufgehoben und die Angelegenheit zu neuem 

Entscheid über die Kosten- und Entschädigungsfolgen an die Regierung 

des Kantons Graubünden zurückgewiesen, damit sie auf Basis des 

Ausgangs des bundesgerichtlichen Verfahrens sowie der 

regierungsrätlichen Praxis darüber neu befinde.

2. Die Gerichtskosten des Verfahrens R 20 2 von CHF 5'344.-- gehen zu 

Lasten der Gemeinde X._____.

3. Die Gemeinde X._____ entschädigt A._____, B._____, C._____, 

D._____, E._____, F._____, G._____, H._____, die I._____ AG, O._____ 

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und P._____ sowie J._____ aussergerichtlich mit insgesamt CHF 3'000.-- 

(inkl. Spesen und MWST).

4. Für das vorliegende Verfahren werden keine Gerichtskosten erhoben und 

keine Parteientschädigungen zugesprochen.

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilung]

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

5. Kammer

Der Vorsitzende Der Aktuar

Meisser Ott