# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6d001b6-15e1-5a06-928e-b6bb2b4ca2ed
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2000-12-31
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 31.12.2000 AGVE_2000_43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_AGVE-2000-43_2000-12-31.pdf

## Full Text

2000 Kantonales Steuerrecht 163 

Zusammenfassend erachtet das Verwaltungsgericht die darge-
stellten Mängel insgesamt für derart gewichtig, dass die Veranla-
gungsverfügung auf Grundlage der bisherigen Rechtsprechung als 
nichtig zu bezeichnen ist.  

43 Kostenauflage. 
- Kostenauflage an den obsiegenden Beschwerdeführer wegen 

verspäteten Vorbringens von Sachverhaltselementen, aber in der 
Regel nicht wegen verspäteten Vorbringens rechtlicher Argumente 
(Erw. II). 

Vgl. AGVE 2000, S. 352, Nr. 85 

44 Rechtsmittel, Formerfordernis der Schriftlichkeit. 
- Ein mittels Fax eingereichtes Rechtsmittel ist ungültig, da die 

Originalunterschrift fehlt. Eine Nachfrist zur Verbesserung ist nicht 
anzusetzen (Bestätigung der Rechtsprechung) (Erw. 1-3). 

- Dies gilt auch für die Einsprache gegen die Steuerveranlagung 
(Erw. 3/c). 

Vgl. AGVE 2000, S. 347, Nr. 79 

45 Reformatio in peius. 
- Bei Einverständnis des Steuerpflichtigen ist es trotz des Verbots der 

reformatio in peius im verwaltungsgerichtlichen Beschwerde-
verfahren zulässig, die Veranlagung wegen neuer Tatsachen zu Un-
gunsten des Steuerpflichtigen abzuändern, um so ein Nach-
steuerverfahren zu verhindern. 

Vgl. AGVE 2000, S. 347, Nr. 80