# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2188d78-3d54-5b71-acc3-2f1b2099ffc9
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 18.09.2023 ZK1 2021 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2021-28_2023-09-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 18. September 2023
ZK1 2021 28

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichter Pius Schuler, Jörg Meister,
Josef Reichlin und Jeannette Soro,
Gerichtsschreiberin Cornelia Spörri-Kessler.

In Sachen A.________,
Beklagter und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

1. C.________,
Klägerin und Berufungsgegnerin,

2. D.________,
Klägerin und Berufungsgegnerin,

beide vertreten durch Rechtsanwalt E.________,

betreffend Unterhalt / Obhut / Besuchsrecht / Beistandschaft
(Berufung gegen das Urteil der Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe vom 
23. März 2021, ZEV 2019 14);-

hat die 1. Zivilkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben 

A. D.________ (Klägerin 2) und A.________ (Beklagter) sind die unverhei-
rateten Eltern der Tochter C.________ (Klägerin 1).

B. Mit Klage vom 6. Februar 2019 (Posteingang 7. Februar 2019) stellten 
die Klägerinnen beim Bezirksgericht Höfe folgende Rechtsbegehren 
(Vi-act. A/I):

1. Der Klägerin 2 sei für die Klägerin 1 das alleinige Aufenthaltsbe-
stimmungsrecht zu übertragen.

2. Für den Beklagten sei einstweilen ein begleitetes Besuchsrecht 
festzulegen.

3. Es sei eine Besuchsrechtsbeistandschaft im Sinne von 
Art. 308 Abs. 2 ZGB zu errichten. Die Beistandsperson sei insbe-
sondere mit der Organisation der begleiteten Besuche zu be
trauen.

4. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin 1 rückwirkend ab 
11. September 2018 (Trennung der Kindseltern) angemessene 
Unterhaltsbeiträge zu bezahlen. Die Bezifferung des Begehrens er-
folgt im Sinne von Art. 85 ZPO nach Edition der entsprechenden 
Unterlagen durch den Beklagten.

5. Ferner sei der Beklagte zu verpflichten, sich an ausserordentlichen 
Kinderkosten, über die sich die Kindseltern vorgängig verständigt 
haben, nach Abzug von Kostenbeteiligungen Dritter 
(insb. Versicherungen) zu zwei Dritteln zu beteiligten.

6. Der Kinderunterhaltsbeitrag sei an die Teuerung anzupassen.

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich Mehrwert-
steuer, zulasten des Beklagten.

Das gleichzeitig gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege wurde am 14. Februar 2019 bewilligt (Vi-act. D1). 

Kantonsgericht Schwyz 3

An der Hauptverhandlung vom 18. März 2019 hielten die Klägerinnen an ihren 
Anträgen fest (Vi-act. A/II) und der Beklagte erstattete die Klageantwort 
(Vi-act. A/III). Nebst weiteren Stellungnahmen wurden die Parteien befragt 
und sie trafen für die Dauer des Verfahrens mit Bezug auf das Besuchsrecht 
des Beklagten eine nicht präjudizierende Regelung (Vi-act. D3). Die KESB 
Bern und die Parteien reichten am 10., 29. bzw. 30 April 2019 auf entspre-
chende Edition hin verschiedene Unterlagen ein (Vi-act. D4-D10). Auf die Ein-
gabe des Beklagten vom 1. Mai 2019 hin beantragte die Gegenseite neu, 
dass die Klägerin 1 unter die alleinige Sorge der Klägerin 2 zu stellen und der 
Antrag des Beklagten betreffend Verbot einer Platzierung im Hort abzuweisen 
sei (D11 und D13). Am 12. Juni 2019 verlangte der Beklagte, die Klägerin 1 
sei unter der gemeinsamen elterlichen Sorge zu belassen und es sei die alter-
nierende Obhut anzuordnen, eventualiter sei ihm die alleinige elterliche Sorge 
und Obhut zuzusprechen, unter Einräumung eines grosszügigen Besuchs-
rechts für die Klägerin 2 (Vi-act. D14). Mit (unaufgeforderter) Eingabe vom 
27. September 2019 formulierte der nunmehr anwaltlich vertretene Beklagte 
seine Anträge neu wie folgt (Vi-act. A/VI):

1. C.________ (Klägerin 1) sei unter der gemeinsamen elterlichen 
Sorge ihrer beiden Elternteile (Klägerin 2 und Beklagter) zu belas-
sen.

2. Es sei die geteilte Obhut über die Tochter C.________ (Klägerin 1) 
anzuordnen.

3. Es sei eine den Umständen angemessene Betreuungsregelung für 
C.________ (Klägerin 1) gerichtlich festzulegen.

4. Es seien die Übergabezeitpunkte und -orte klar festzulegen.

5. Es sei eine gerichtsübliche Betreuungsregelung von C.________ 
(Klägerin 1) während den Ferien und Feiertagen festzulegen, 
wobei der Beklagte berechtigt zu erklären ist, seine Tochter 
mindestens während 3 Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in 
die Ferien zu nehmen, ab dem Schuleintritt während der Hälfte der 
Schulferien.

6. Es seien den Umständen angemessene Unterhaltsbeiträge festzu-
legen.

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7. Dem Beklagten sei rückwirkend per 23. August 2019 die unentgelt-
liche Rechtspflege zu gewähren und in der Person von Rechtsan-
wältin J.________ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestel-
len.

Mit Verfügung vom 8. November 2019 gewährte der damalige Einzelrichter 
dem Beklagten die unentgeltliche Rechtspflege (Vi-act. D20). Auf dessen 
Edition hin reichten die Parteien am 7. Oktober 2020 bzw. 3. November 2020 
Urkunden zu ihrer finanziellen Situation zu den Akten (Vi-act. D31-34). 

In seinem schriftlichen Schlussvortrag vom 30. November 2020 beantragte 
der Beklagte was folgt (Vi-act. D36):

1. C.________ (Klägerin 1) sei unter der gemeinsamen elterlichen 
Sorge ihrer beiden Elternteile (Klägerin 2 und Beklagter) zu belas-
sen.

2. Es sei die geteilte Obhut über die Tochter C.________ (Klägerin 1) 
anzuordnen.

3. Es sei eine den Umständen angemessene Betreuungsregelung für 
C.________ (Klägerin 1) gerichtlich festzulegen.

4. Es seien die Übergabezeitpunkte und –orte klar festzulegen.

5. Es sei eine gerichtsübliche Betreuungsregelung von C.________ 
(Klägerin 1) während den Ferien und Feiertagen sowie für die 
Geburtstage der Klägerin 1 festzulegen, wobei der Beklagte be-
rechtigt zu erklären ist, seine Tochter mindestens während 
3 Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen, 
ab dem Schuleintritt während der Hälfte der Schulferien.

Die Regelung sei bereits für die Weihnachts- und Neujahrsfeierta-
ge 2020 vorzusehen.

6. Es seien den Umständen angemessene Unterhaltsbeiträge festzu-
legen. Die bereits geleisteten Akontozahlungen und die gemäss 
der Verfügung vom 11. August 2020 bezahlten Unterhaltsbeiträge 
seien an die im Endurteil festgelegten Unterhaltsbeiträge anzu-
rechnen.

Kantonsgericht Schwyz 5

7. Dem Beklagten sei rückwirkend per 23. August 2019 die unentgelt-
liche Rechtspflege zu gewähren und in der Person von Rechtsan-
wältin J.________ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestel-
len.

Nachdem der Einzelrichter am 16. November 2020 (Verfahren ZES 2020 506) 
für die Klägerin 1 gestützt auf Art. 308 Abs. 2 ZGB eine Beistandschaft ange-
ordnet hatte, ernannte die KESB Ausserschwyz mit Beschluss 
Nr. IIA/002/52/2020 vom 16. Dezember 2020 L.________ als Beiständin 
(unter vorläufiger Einsetzung eines Stellvertreters in der Person von 
M.________; Vi-act. D39).

Die Klägerinnen erstatteten am 15. Januar 2021 ihren Schlussvortrag mit den 
folgenden Anträgen (Vi-act. D37):

1. Die Klägerin 1 sei unter die alleinige Sorge der Klägerin 2 zu stel-
len.

2. Die Klägerin 1 sei unter die alleinige Obhut der Klägerin 2 zu stel-
len.

3. Der Beklagte sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären, die 
Klägerin 1 wie folgt zu betreuen:
a. Bis September 2023

i. Am Samstag der ungeraden Kalenderwochen von 
10 bis 18 Uhr

ii. sowie am letzten Sonntag eines jeden Monats von 
11 bis 16 Uhr

iii. Weihnachten am 25.12., 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
b. Ab September 2023 (Einschulung bzw. Kindergarteneintritt)

i. Alle 14 Tage Samstagmorgen 10.00 Uhr bis Sonntag-
abend 18.00 Uhr

ii. Während 2 Wochen Ferien pro Jahr, wobei diese 
nicht über die Feiertage Weihnachten und Neujahr 
sowie einzeln zu beziehen sind und in der Schweiz 
verbracht werden müssen.

iii. In geraden Jahren an Weihnachten vom 25.12., 
10.00 Uhr bis 26.12., 18.00 Uhr; in ungeraden Jahren 
an Neujahr vom 31.12., 10.00 Uhr bis 1.1., 18.00 Uhr

c. Die Parteien seien zu verpflichten, sich über die Aufteilung 
der Ferien jeweils Ende des Vorjahres abzusprechen. Kön-
nen sie sich bis zum 31. Dezember nicht einigen, so sei 

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festzuhalten, dass dem Vater in Jahren mit ungerader Jah-
reszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der 
Ferien zukommt; in Jahren mit gerader Jahreszahl der 
Mutter.

d. Fällt das Betreuungswochenende des Vaters auf Ostern, 
beginnt seine Betreuungsverantwortung bereits ab Grün-
donnerstag nach Schulschluss und dauert bis Ostersonntag, 
18.00 Uhr (ab September 2023).

e. Fällt das Betreuungswochenende des Vaters auf Pfingsten, 
verlängert sich seine Betreuungsverantwortung bis Pfingst-
montag, 18.00 Uhr (ab September 2023).

4. Die errichtete Besuchsrechtsbeistandschaft im Sinne von 
Art. 308 Abs. 2 ZGB sei beizubehalten.

5. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin 1 rückwirkend ab 
11. September 2018 (Trennung der Kindseltern) mindestens 
folgende im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats 
zahlbare Unterhaltsbeiträge (Barunterhalt) zu bezahlen:

11. September 2018 - 30. April 2019: CHF    887.15
1. Mai 2019 - 31. Dezember 2019: CHF 1’287.15
1. Januar 2020 - 1. März 2020: CHF 1’010.35
1. März 2020 - Urteilsdatum: CHF    887.15
Ab Urteilsdatum bis Juli 2028: CHF 1’154.15
Ab Juli 2028: CHF 1’354.15

Zusätzlich sei der Klägerin 1 ein Anteil in der Höhe von monatlich 
mindestens CHF 1’043.40 am Überschuss des Beklagten zuzu-
sprechen.

6. Ferner sei der Beklagte zu verpflichten, sich an ausserordentlichen 
Kinderkosten, über die sich die Kindseltern vorgängig verständigt 
haben, nach Abzug von Kostenbeteiligungen Dritter (insb. 
Versicherungen) zu zwei Dritteln zu beteiligen.

7. Der Kinderunterhaltsbeitrag sei an die Teuerung anzupassen.

8. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich Mehrwert-
steuer, zulasten des Beklagten.

Im Laufe des Verfahrens erfolgten seitens der Parteien diverse weitere Einga-
ben (so Vi-act. A/IV, A/V, A/VII, A/VIII A/IX, D15, D22, D24, D26, D28, D30 
und D38). Zudem wurden mehrere Massnahmeverfahren durchgeführt 
(ZES 2019 521, ZES 2019 678, ZES 2020 96, ZES 2020 506, ZES 2020 650). 

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C. Mit Urteil vom 23. März 2021 verfügte die Einzelrichterin was folgt:

1. Die Klägerin 1 wird unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der 
Klägerin 2 und des Beklagten belassen.

2. Die Klägerin 1 wird unter die alleinige Obhut der Klägerin 2 gestellt.

3. Der Beklagte ist berechtigt, die Klägerin 1 wie folgt mit sich bzw. zu 
sich zu Besuch zu nehmen:

bis Juli 2023:
- an jedem Samstag der ungeraden Kalenderwochen und am 

letzten Sonntag eines jeden Monats von 08:30 Uhr bis 
18:00 Uhr, sowie

- jeweils am 26. Dezember, am 2. Januar, am Ostermontag 
und am Pfingstmontag von 08:30 Uhr bis 18:00 Uhr

ab August 2023:
- jedes zweite Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr, bis Sonn-

tag, 18:00 Uhr (fällt das Besuchswochenende auf Ostern 
oder Pfingsten, endet es am Oster- bzw. Pfingstmontag um 
18:00 Uhr), sowie

- jeweils am 26. Dezember und am 2. Januar, sowie
- während drei Wochen Ferien pro Jahr

Die Ferien sind mindestens drei Monate im Voraus abzusprechen. 
Ist eine Absprache nicht möglich, kommt der Klägerin 2 in den ge-
raden Jahren das Entscheidungsrecht bezüglich der Ferienauf-
teilung zu, dem Beklagten in den ungeraden Jahren.

4. Die mit Verfügung vom 16. November 2020 angeordnete Bei-
standschaft betreffend C.________ ist weiterzuführen. Die KESB 
Ausserschwyz wird beauftragt, die Beistandsperson mit folgenden 
Aufgaben zu betrauen:

a. Unterstützung und Beratung der Eltern in Belangen der Be-
suchsrechtsausübung;

b. Sicherstellung und Überwachung der Besuchsrechtsausü-
bung;

c. Vermittlung zwischen den Eltern bei Konflikten betr. das Be-
suchsrecht;

d. nötigenfalls Festlegung der Modalitäten der Besuche unter 
Einbezug der Beteiligten (Übergabeort, Anordnungen über 
das Verhalten etc.);

e. nötigenfalls Organisation einer begleiteten Besuchsrechtsü-
bergabe (bei Bedarf unter Beizug von externen Fachperso-
nen wie sozialpädagogische Familienbegleitung o.ä.);

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f. Sicherstellung der Finanzierung der notwendigen Mass-
nahmen.

5.1 Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 2 an den Unterhalt 
der Klägerin 1 folgende Beträge zu bezahlen, bezahlbar monat-
lich jeweils im Voraus auf jeden Monatsanfang:

- CHF 1’189.00 von September 2018 bis und mit
                       Dezember 2018;

- CHF 1’108.00 von Januar bis und mit März 2019;
- CHF 1’190.00 von April 2019 bis und mit Februar 2020;
- CHF 1’120.00 von März 2020 bis und mit 

                       Dezember 2020;
- CHF 1’333.00 von Januar 2021 bis und mit Juli 2028;
- CHF 1’533.00 von August 2028 bis und mit Juli 2030;
- CHF 1’346.00 von August 2030 bis und mit Juli 2034
- CHF 1’096.00 ab August 2034

Der Unterhaltsbeitrag ist bis zur Volljährigkeit der Klägerin 1 
geschuldet bzw., falls sich die Klägerin 1 dannzumal noch in 
Ausbildung befindet, bis zum Abschluss einer angemessenen 
Erstausbildung der Klägerin 1.

Zusätzlich geschuldet sind die gesetzlichen Kinder- 
bzw. Ausbildungszulagen, sofern und solange der Beklagte 
diese für die Klägerin 1 bezieht.

5.2 Die Unterhaltsbeiträge basieren auf dem Landesindex der 
Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende 
Februar 2021 von 100.2 Punkten (Basis Dezember 2020 
= 100 Punkte). Sie sind inskünftig jeweils auf den 1. Januar 
jedes Jahres dem Stand des Indexes per Ende November des 
Vorjahres anzupassen, wobei die Anpassung nach folgender 
Formel erfolgt:

    Alter Unterhaltsbeitrag x Neuer Indexstand
Neuer Unterhaltsbeitrag = ------------------------------------------------------------

        Alter Indexstand

5.3. Der Beklagte ist berechtigt, von den in Dispositiv-Ziffer 5.1 fest-
gelegten Unterhaltsbeiträgen die von ihm zwischen September 
2019 und November 2020 bereits geleisteten Unterhaltszahlun-
gen in der Höhe von CHF 10’413.00 in Abzug zu bringen.

6.1 Die Gerichtskosten betragen CHF 3’000.00 und werden der 
Klägerin 2 und dem Beklagten je zur Hälfte auferlegt. Sie 

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werden infolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge vorerst auf die Gerichtskasse genommen.

6.2 [Hinweis auf Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO].

7.1 [Entschädigung von Rechtsanwältin N.________ als unentgelt-
liche Rechtsbeiständin aus Gerichtskasse].

7.2 [Entschädigung von Rechtsanwältin J.________ als unentgeltli-
che Rechtsbeiständin aus Gerichtskasse]. 

7.3 [Hinweis auf Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO].

8. [Rechtsmittel]. 

9. [Zufertigung].

D. Dagegen erhob der Beklagte am 5. Mai 2021 fristgerecht Berufung mit 
den folgenden Anträgen (KG-act. 1):

1. Das Urteil des Bezirksgericht Höfe ZEV 2019 14 vom 23. März 
2021 sei in Bezug auf Ziff. 2., 3., 4., 5.1. aufzuheben und wie folgt 
zu entscheiden:

[...]

2.

2.1.

Die Berufungsbeklagte 1 wird unter die alternierende Obhut der 
Berufungsbeklagten 2 und des Berufungsklägers mit folgenden 
Obhuts- und Betreuungszeiten gestellt:

2.1.1. Ordentlich aufgeteilte Betreuungszeiten

Kalenderwochen gerade („KW gerade")

Montag Betreuung von C.________ durch den Berufungsklä-
ger / Fremdbetreuung in Hort

Dienstag Berufungskläger bringt C.________ in den Hort / 
Fremdbetreuung in Hort / Berufungsbeklagte 2 holt 
C.________ vom Hort ab

Mittwoch Betreuung von C.________ durch die Berufungsbe-
klagte 2 / Fremdbetreuung in Hort

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Donnerstag Betreuung von C._______ durch die Berufungsbe-
klagte 2

Freitag Betreuung von C._______ durch die Berufungsbe-
klagte 2 bis 17:30 Uhr / Berufungskläger holt 
C.________ bei der Berufungsbeklagten 2 um 
17:30 Uhr ab

Samstag Betreuung von C._______ durch den Berufungskläger
Sonntag Betreuung von C._______ durch den Berufungskläger

Kalenderwochen („KW ungerade")

Montag Betreuung von C.________ durch den Berufungsklä-
ger / Fremdbetreuung in Hort

Dienstag Berufungskläger bringt C.________ in den Hort / 
Fremdbetreuung in Hort / Berufungsbeklagte 2 holt 
C.________ vom Hort ab

Mittwoch Betreuung von C.________ durch die Berufungsbe-
klagte 2 / Fremdbetreuung in Hort

Donnerstag Betreuung von C.________ durch die Berufungsbe-
klagte 2

Freitag Betreuung von C.________ durch die Berufungsbe-
klagte 2

Samstag Betreuung von C.________ durch die Berufungsbe-
klagte 2

Sonntag Betreuung von C.________ durch die Berufungsbe-
klagte 2 bis 08:30 Uhr / Berufungsbeklagte 2 bringt 
C.________ zum Berufungskläger

2.1.2. Betreuung während Ferien / Feiertagen

Jeder Elternteil verbringt mit C.________ drei Wochen Ferien pro 
Jahr. Die Ferien sind mindestens drei Monate im Voraus abzu-
sprechen. Ist eine Absprache nicht möglich, kommt der Berufungs-
beklagten 2 in den geraden Jahren das Entscheidungsrecht bezüg-
lich der Ferienaufteilung zu, dem Berufungskläger in den ungera-
den Jahren.

Die Eltern wechseln sich jeweils jährlich bei den Feiertagsblöcken 
A und B ab:

• Feiertagsblock A:
- Ostern (Karfreitag bis Ostermontag)
- Pfingsten (Pfingstsamstag bis Pfingstmontag)
- Neujahr (31. Dezember bis 2. Januar)

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• Feiertagsblock B:
- Auffahrt (Auffahrtdonnerstag bis darauf folgender Sonntag)
- Fronleichnam (Fronleichnamdonnerstag bis darauf folgender 

Sonntag)
- Weihnachten (24. bis 26. Dezember)

Im Jahr 2021 übernimmt der Berufungskläger die Betreuung an 
den Feiertagen A und die Berufungsbeklagte 2 die Betreuung an 
den Feiertagen B.

2.1.3. Vorbehalt der abweichenden Regelung durch Parteiverein-
barung

Ein weitergehendes oder abweichendes Betreuungs- und Ferien-
recht durch Parteivereinbarung ist ausdrücklich vorbehalten. Die 
Parteien haben auf das Wohl und die Bedürfnisse des Kindes 
Rücksicht zu nehmen.

2.2.

In einer Übergangsphase ab Zustellung des Urteils des Kantons-
gerichts Schwyz wird die Betreuung von C.________ wie folgt 
festgelegt:

1.-2. Monat
- Wochenende in ungeraden Wochen: Betreuung und Obhut 

durch den Berufungskläger von Samstagmorgen 08:30 Uhr 
bis Sonntagabend 17:30 Uhr

- Im Übrigen Betreuung und Obhut von C.________ durch die 
Berufungsbeklagte 2

3. Monat
- Wochenende in den ungeraden Wochen: Betreuung und 

Obhut durch den Berufungskläger von Freitagabend 
17:30 Uhr bis Sonntagabend 17:30 Uhr

- Im Übrigen Betreuung und Obhut von C.________ durch die 
Berufungsbeklagte 2 

Ferienrecht des Kindsvaters vom 6. Monat bis 31. Juli 2023 
Zweimal je eine Woche pro Jahr

4.
Die mit Verfügung vom 16. November 2020 angeordnete Bei-
standschaft betreffend C.________ ist aufzuheben.

5.1.

Der Berufungskläger wird verpflichtet, der Berufungsbeklagten 2 
an den Unterhalt der Berufungsbeklagten 1 folgende Beträge zu 

Kantonsgericht Schwyz 12

bezahlen, bezahlbar monatlich jeweils im Voraus auf jeden Mo-
natsanfang:

- von September 2018 bis Dezember 2018 CHF 939.00
- von Januar 2019 bis März 2019 CHF 858.00
- von April 2019 bis Februar 2020 CHF 940.00
- von März 2020 bis 31. Dezember 2020 CHF 827.00
- von Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 CHF 863.00
- von Januar 2022 bis Juli 2028 CHF 240.00
- von August 2028 bis Juli 2030 CHF 280.00
- von August 2030 bis Juli 2034 CHF   19.00
- ab August 2034 CHF 144.00

Der Unterhaltsbeitrag ist bis zur Volljährigkeit der Berufungsbe-
klagten 1 geschuldet bzw. falls sich die Berufungsbeklagte 1 dann-
zumal noch in Ausbildung befindet, bis zum Abschluss einer an-
gemessenen Erstausbildung der Berufungsbeklagten 1.
Zusätzlich geschuldet sind die gesetzlichen Kinder- 
bzw. Ausbildungszulagen, sofern und solange der Berufungskläger 
diese für die Berufungsbeklagte 1 bezieht.

[ ... ]

2. Es sei dem Berufungskläger die unentgeltliche Prozessführung 
und der Beizug eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes in der 
Person des Unterzeichneten zu gewähren.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt zulasten der 
Berufungsbeklagten.

Mit Berufungsantwort und Anschlussberufung vom 11. Juni 2021 beantragten 
die Klägerinnen was folgt (KG-act. 9):

1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzu-
treten sei.

2. Es sei Dispositiv-Ziffer 5.1 des angefochtenen Urteils aufzuheben 
und durch folgende Fassung zu ersetzen:

5.1 Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 2 an den Unter-
halt der Klägerin 1 folgende Beiträge zu bezahlen, zahlbar 
innert 14 Tagen nach Rechtskraft des zu erlassenden Ent-
scheides, soweit es sich um vergangene Unterhaltsbeiträge 
handelt, und jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden 
Monats, soweit es sich um künftige Unterhaltsbeiträge han-
delt:

Kantonsgericht Schwyz 13

CHF 1’320.00 von September 2018 - Dezember 2018
CHF 1’239.00 von Januar 2019 - März 2019
CHF 1’321.00 von April 2019 - Februar 2020
CHF 1’251.00 von März 2020 - Dezember 2020
CHF 1’502.00 von Januar 2021 - Juli 2028
CHF 1’702.00 von August 2028 - Juli 2030
CHF 1’579.00 von August 2030 - Juli 2034
CHF 1’389.00 ab August 2034

Der Unterhaltsbeitrag ist bis zur Volljährigkeit der Klägerin 1 
geschuldet bzw., falls sich die Klägerin 1 dannzumal noch in 
Ausbildung befindet, bis zum Abschluss einer angemesse-
nen Erstausbildung der Klägerin 1.

Zusätzlich geschuldet sind die gesetzlichen/vertraglichen 
Kinder- bzw. Ausbildungszulagen, sofern und solange der 
Beklagte diese für die Klägerin 1 bezieht.

3. Es seien der Klägerin 1 und 2 die unentgeltliche Rechtspflege und 
unentgeltliche Rechtsverbeiständung in der Person des Unter-
zeichneten zu gewähren.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten 
des Beklagten.

Mit Anschlussberufungsantwort vom 17. August 2021 ersuchte der Beklagte 
um Folgendes (KG-act. 12):

1. Das Urteil des Bezirksgericht Höfe ZEV 2019 14 vom 23. März 
2021 sei in Bezug auf Ziff. 2., 3., 4., 5.1. aufzuheben und wie folgt 
zu entscheiden:

[...]

2.

2.1.

Die Berufungsbeklagte 1 wird unter die alternierende Obhut der 
Berufungsbeklagten 2 und des Berufungsklägers mit folgenden 
Obhuts- und Betreuungszeiten gestellt:

Kantonsgericht Schwyz 14

2.1.1. Ordentlich aufgeteilte Betreuungszeiten

Kalenderwochen gerade („KW gerade")

Montag Betreuung von C._______ durch den Berufungskläger
Dienstag Betreuung von C._______ durch den Berufungskläger 
Mittwoch Berufungskläger bringt C.________ morgens in den 

Hort / Fremdbetreuung von C.________ in Hort / Be-
rufungsbeklagte 2 holt C.________ abends im Hort ab

Donnerstag Betreuung von C.________ durch die Berufungsbe-
klagte 2

Freitag Betreuung von C.________ durch die Berufungsbe-
klagte 2 bis 17:30 Uhr / Berufungskläger holt 
C.________ bei der Berufungsbeklagten 2 um 
17:30 Uhr ab

Samstag Betreuung von C._______ durch den Berufungskläger
Sonntag Betreuung von C._______ durch den Berufungskläger

Kalenderwochen („KW ungerade")

Montag Betreuung von C._______ durch den Berufungskläger
Dienstag Betreuung von C._______ durch den Berufungskläger
Mittwoch Berufungskläger bringt C.________ morgens in den 

Hort / Fremdbetreuung von C.________ in Hort / Be-
rufungsbeklagte 2 holt C.________ abends im Hort ab

Donnerstag Betreuung von C.________ durch die Berufungsbe-
klagte 2

Freitag Betreuung von C.________ durch die Berufungsbe-
klagte 2

Samstag Betreuung von C.________ durch die Berufungsbe-
klagte 2

Sonntag Betreuung von C.________ durch die Berufungsbe-
klagte 2 bis 17:30 Uhr / Berufungsbeklagte 2 bringt 
C.________ zum Berufungskläger um 17.30 Uhr

2.1.2. Betreuung während Ferien / Feiertagen

Jeder Elternteil verbringt mit C.________ drei Wochen Ferien pro 
Jahr. Die Ferien sind mindestens drei Monate im Voraus abzu-
sprechen. Ist eine Absprache nicht möglich, kommt der Berufungs-
beklagten 2 in den geraden Jahren das Entscheidungsrecht bezüg-
lich der Ferienaufteilung zu, dem Berufungskläger in den ungera-
den Jahren.

Kantonsgericht Schwyz 15

Die Eltern wechseln sich jeweils jährlich bei den Feiertagsblöcken 
A und B ab:

• Feiertagsblock A:
- Ostern (Karfreitag bis Ostermontag)
- Pfingsten (Pfingstsamstag bis Pfingstmontag)
- Neujahr (31. Dezember bis 2. Januar)

• Feiertagsblock B:
- Auffahrt (Auffahrtdonnerstag bis darauf folgender Sonntag)
- Fronleichnam (Fronleichnamdonnerstag bis darauf folgender 

Sonntag)
- Weihnachten (24. bis 26. Dezember)

Im Jahr 2021 übernimmt der Berufungskläger die Betreuung an 
den Feiertagen A und die Berufungsbeklagte 2 die Betreuung an 
den Feiertagen B.

2.1.3. Vorbehalt der abweichenden Regelung durch Parteiverein-
barung

Ein weitergehendes oder abweichendes Betreuungs- und Ferien-
recht durch Parteivereinbarung ist ausdrücklich vorbehalten. Die 
Parteien haben auf das Wohl und die Bedürfnisse des Kindes 
Rücksicht zu nehmen.

2.2.

In einer Übergangsphase ab Zustellung des Urteils des Kantons-
gerichts Schwyz wird die Betreuung von C.________ wie folgt 
festgelegt:

1.-2. Monat
- Wochenende in geraden Wochen: Betreuung und Obhut 

durch den Berufungskläger von Samstagmorgen 08:30 Uhr 
bis Sonntagabend 17:30 Uhr

- Im Übrigen Betreuung und Obhut von C.________ durch die 
Berufungsbeklagte 2

3. Monat
- Wochenende in den geraden Wochen: Betreuung und Obhut 

durch den Berufungskläger von Freitagabend 17:30 Uhr bis 
Sonntagabend 17:30 Uhr

- Im Übrigen Betreuung und Obhut von C.________ durch die 
Berufungsbeklagte 2 

Ferienrecht des Kindsvaters vom 6. Monat bis 31. Juli 2023 
Zweimal je eine Woche pro Jahr

Kantonsgericht Schwyz 16

[3. Entfällt]

4.
Die mit Verfügung vom 16. November 2020 angeordnete Bei-
standschaft betreffend C.________ ist aufzuheben.

5.1.

Der Berufungskläger wird verpflichtet, der Berufungsbeklagten 2 
an den Unterhalt der Berufungsbeklagten 1 folgende Beträge zu 
bezahlen, bezahlbar monatlich jeweils im Voraus auf jeden 
Monatsanfang:

- von September 2018 bis Dezember 2018 CHF 939.00
- von Januar 2019 bis März 2019 CHF 858.00
- von April 2019 bis Februar 2020 CHF 940.00
- von März 2020 bis Mai 2021 CHF 827.00
- von Juni 2021 bis 31. August 2021 CHF 854.00
- von September 2021 bis Dezember 2021 CHF 375.00
- von Januar 2022 bis August 2022 CHF     0.00
- von September 2022 bis Juli 2028 CHF 191.00
- von August 2028 bis Juli 2030 CHF 264.00
- von August 2030 bis Juli 2034 CHF   21.00
- ab August 2034 CHF 171.00

Der Unterhaltsbeitrag ist bis zur Volljährigkeit der Berufungsbe-
klagten 1 geschuldet bzw. falls sich die Berufungsbeklagte 1 dann-
zumal noch in Ausbildung befindet, bis zum Abschluss einer an-
gemessenen Erstausbildung der Berufungsbeklagten 1.
Zusätzlich geschuldet sind die gesetzlichen Kinder- 
bzw. Ausbildungszulagen, sofern und solange der Berufungskläger 
diese für die Berufungsbeklagte 1 bezieht.

[ ... ]

2. Die Anschlussberufung sei vollumfänglich abzuweisen.

3. Es sei dem Berufungskläger die unentgeltliche Prozessführung 
und der Beizug eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes in der 
Person des Unterzeichneten zu gewähren.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST und 
Spesen) zu Lasten der Berufungsbeklagten 1 + 2 / Anschlussberu-
fungsklägerinnen 1 + 2.

Mit Stellungnahme vom 2. November 2021 hielten die Klägerinnen an ihren 
Anträgen fest (KG-act. 17). Weitere Eingaben der Parteien datieren vom 

Kantonsgericht Schwyz 17

11. November 2021, 3. Januar 2022, 3. und 9. Februar 2022 sowie 
7. März 2022 (KG-act. 19, 25, 27, 29 und 31). Am 6. April 2022 (Posteingang: 
7. April 2022) reichte die KESB Ausserschwyz einen Antrag des Beklagten um 
Erweiterung der Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB vom 
28. März 2022 zuständigkeitshalber an das Kantonsgericht weiter (KG-act. 33 
inkl. KG-act. 33/1). Mit Eingabe vom 29. April 2022 legte der Beklagte auffor-
derungsgemäss weitere Unterlagen zu den Akten und verzichtete auf eine 
weitere Stellungnahme (KG-act. 34 und 37 inkl. KG-act. 37/1-3). Am 
16. Mai 2022 ersuchten die Klägerinnen um Abweisung des Antrags um Er-
weiterung der Beistandschaft, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten. Im Weiteren liessen sie dem 
Gericht eingeforderte Unterlagen zukommen (KG-act. 34 und KG-act. 39 in-
kl. KG-act. 39/1-10). Am 19. Mai 2022 holte die Verfahrensleitung beim Bei-
stand O.________ einen schriftlichen Erfahrungsbericht ein (KG-act. 40), 
welcher Aufforderung dieser am 2. Juni 2022 nachkam (KG-act. 44). Am 
30. Juni 2022 nahmen die Parteien hierzu Stellung (KG-act. 49 f.). Mit Einga-
be vom 16. August 2022 ersuchten die Klägerinnen in Ergänzung zu den bis-
herigen Anträgen insoweit um Einschränkung der gemeinsamen elterlichen 
Sorge, als die Klägerin 2 für berechtigt zu erklären sei, Ferien mit der Klägerin 
1 in Europa (inkl. Serbien) ohne die jeweilige vorgängige Zustimmung des 
Beklagten zu verbringen (KG-act. 54). Am 29. August 2022 beantragte der 
Beklagte unter Festhalten an seinen bisherigen Anträgen um Abweisung die-
ses neuen Antrags, soweit überhaupt darauf einzutreten sei (KG-act. 56). 
Weitere Eingaben der Klägerinnen datieren vom 12. und 19. September 2022 
sowie 17. Februar 2023 (KG-act. 58, 60 und 65) und des Beklagten vom 
3. Februar 2023 (KG-act. 63). Am 17. Februar 2023 leitete die KESB Ausser-
schwyz den Bericht des Amtsbeistandes O.________ vom 2. Februar 2023 
und die Gefährdungsmeldung des Beklagten vom 15. Februar 2023 zur Über-
prüfung der Zuständigkeit an das Kantonsgericht weiter (KG-act. 66 inkl. 
KG-act. 66/1 und 66/2). Auf entsprechende Fristansetzung hin (KG-act. 67) 
nahmen die Parteien je am 20. März 2023 hierzu sowie der Beklagte zur Ein-

Kantonsgericht Schwyz 18

gabe der Gegenseite vom 17. Februar 2023 Stellung. Zudem reichten sie 
edierte Belege ein (KG-act. 70 f.). Weitere Eingaben der Parteien erfolgten am 
3. und 17. April 2023 (KG-act. 73 und 75). Ebenfalls mit Eingabe vom 17. April 
2023 stellten die Klägerinnen den folgenden neuen Antrag (KG-act. 76, S. 7):

Dispositiv-Ziffer 3 Abs. 3 Unterabsatz 3 des angefochtenen Entscheides 
sei aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen:

Ab 1.1.2024:

Ab diesem Zeitpunkt ist der Beklagte zusätzlich berechtigt, die Klägerin 1 
während drei Wochen Ferien pro Jahr, wovon maximal zwei Wochen am 
Stück, mit sich bzw. zu sich zu Besuch zu nehmen. 

Zudem modifizierten sie ihr mit Anschlussberufung gestelltes Rechtsbegehren 
Ziffer 2 insoweit, als der Beklagte ab Rechtskraft des Berufungsentscheids bis 
Juli 2028 monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 1’502.00 zu bezahlen habe 
(Ziffer 2.1). Eventualiter forderten sie wie ursprünglich beantragt für die Zeit-
spanne von März 2020 bis Dezember 2020 Fr. 1’251.00 und von Januar 2021 
bis Juli 2028 Fr. 1’502.00 (Ziffer 2.2; KG-act. 76, S. 8 f.). Mit Stellungnahme 
vom 3. Mai 2023 hielt der Beklagte an seinen bisherigen Anträgen fest 
(KG-act. 78);-

Auf die Vorbringen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Erwägun-
gen eingegangen;-

in Erwägung:

1. a) In vorliegender Angelegenheit betreffend Kindesunterhalt wie auch 
hinsichtlich der weiteren umstrittenen Kinderbelange findet ungeachtet eines 
allfälligen Streitwerts das vereinfachte Verfahren Anwendung (Art. 295 ZPO; 

Kantonsgericht Schwyz 19

Stalder/van de Graaf, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2021, Art. 295 ZPO N 1a; Schwan-
der, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO-Kommentar, 2. A. 2015, 
Art. 295 ZPO N 2). 

b) In Kinderbelangen entscheidet das Gericht ohne Bindung an die Partei-
anträge (Art. 296 Abs. 3 ZPO) und es gilt der uneingeschränkte Untersu-
chungsgrundsatz, weshalb der Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen 
ist (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Das Gericht muss von sich aus tätig werden, auch 
wenn kein Parteiantrag vorliegt, und es ist nicht nur berechtigt, sondern eben-
so verpflichtet, alle nötigen Abklärungen zu treffen (Schweighauser, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 3. A. 2016, Art. 296 ZPO N 11). Die Parteien können 
Noven vorbringen, auch wenn die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO 
nicht erfüllt sind. Es gelten grundsätzlich keinerlei Novenschranken 
(BGE 144 III 349 E. 4.2.1, S. 351 f. = Pra 108/2019 Nr. 88; BGer, Urteil 
5A_947/2021 vom 24. März 2022 E. 4).

c) Der Beklagte wirft in seiner Anschlussberufungsantwort die Frage der 
Einsetzung eines Prozessbeistands für die Klägerin 1 auf, ohne eine solche 
konkret zu beantragen (vgl. KG-act. 12 N 26). Das Gericht ordnet gemäss 
Art. 299 Abs. 1 ZPO wenn nötig die Vertretung des Kindes an und bezeichnet 
als Beistand oder Beiständin eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen 
erfahrene Person. Es prüft die Anordnung der Vertretung – von Amtes wegen 
(Schweighauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm, Scheidung, Band II, 4. A. 
2022, Art. 299 Anh. ZPO N 11) – unter anderem insbesondere dann, wenn die 
Eltern bezüglich der Zuteilung der elterlichen Obhut oder Sorge, bezüglich 
wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs, der Aufteilung der Betreuung 
oder des Unterhaltsbeitrages unterschiedliche Anträge stellen oder wenn ein 
Elternteil eine Vertretung beantragt (Art. 299 Abs. 2 lit. a und b ZPO). Auch bei 
Vorliegen der in Abs. 2 genannten Konstellationen muss aber nicht zwingend 

Kantonsgericht Schwyz 20

eine Kindesvertretung angeordnet werden. Beim Entscheid über die Notwen-
digkeit der Anordnung einer Vertretung des Kindes hat das Gericht eine Inter-
essenabwägung vorzunehmen und sich vornehmlich am Kindeswohl zu 
orientieren. Das Gericht entscheidet nach pflichtgemässem Ermessen 
(Michel/Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2017, Art. 299 ZPO N 7 und 30). 
Im Lichte der in Kinderbelangen geltenden strengen Untersuchungsmaxime 
und der Offizialmaxime ist die Kindesvertretung grundsätzlich aber nur not-
wendig, wenn sie dem Gericht effektiv zusätzliche Unterstützung und Ent-
scheidhilfen bieten könnte bei der Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kin-
deswohl eine bestimmte Regelung oder Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder 
persönlicher Verkehr) erfordert oder einer solchen entgegensteht. Besteht 
eine Beistandschaft nach Art. 308 ZGB und liefert der Beistand dem Gericht 
ein umfassendes, elternunabhängiges und neutrales Bild von der konkreten 
Situation, bedarf es keiner Verdoppelung der Informationsquelle und entspre-
chend keines diesbezüglichen Beitrages der Kindesvertretung (BGE 142 III 
153 E. 5.1.2, S. 160; Bohnet/Droese, Zivilprozessordnung, Präjudizienbuch, 
2018, Art. 299 ZPO N 1). Vorliegend liefern die vom Beistand eingeholten Be-
richte einen ausreichenden Einblick in die Familienverhältnisse und gestützt 
auf diese besteht kein Anlass für eine zusätzliche Vertretung der Klägerin 1. 
Die Anordnung einer Kindesvertretung erscheint damit nicht notwendig.

2. Die Vorderrichterin beliess die Klägerin 1 unter der gemeinsamen elterli-
chen Sorge der Klägerin 2 und des Beklagten (angef. Urteil, Dispositivziffer 1), 
was unangefochten blieb. Umstritten ist hingegen die elterliche Obhut, welche 
die Vorderrichterin der Klägerin 2 zuteilte (angef. Urteil, Dispositivziffer 2). Der 
Beklagte fordert, dass die Klägerin 1 unter die alternierende Obhut ihrer Eltern 
zu stellen sei.

a) Unter „Obhut“ ist die Befugnis zur täglichen Betreuung des Kindes und 
die Ausübung der Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit seiner Pflege 

Kantonsgericht Schwyz 21

und laufenden Erziehung zu verstehen (BGE 142 III 612 E. 4.1). Gemäss 
Art. 298 Abs. 2ter ZGB prüft das Gericht bei gemeinsamer elterlicher Sorge im 
Sinne des Kindeswohls die Möglichkeit einer alternierenden Obhut, wenn ein 
Elternteil oder das Kind dies verlangt. Nach der bundesgerichtlichen Praxis ist 
für die Anordnung der alternierenden Obhut vorausgesetzt, dass beide Eltern 
erziehungsfähig und bereit sind, in Kinderbelangen miteinander zu kommuni-
zieren sowie im Hinblick auf die notwendigen organisatorischen Vorkehrungen 
zu kooperieren (BGE 142 III 612 E. 4.3; BGer, Urteil 5A_629/2019 vom 
13. November 2020 E. 4.2). Weitere zu berücksichtigende Kriterien sind die 
geographische Situation, namentlich die Distanz zwischen den Wohnungen 
der beiden Eltern, die Stabilität, welche die Weiterführung der bisherigen 
Regelung für das Kind gegebenenfalls mit sich bringt, die Möglichkeit der 
Eltern, das Kind persönlich zu betreuen, das Alter des Kindes, seine Bezie-
hungen zu Geschwistern und seine Einbettung in ein weiteres soziales Umfeld 
sowie sein Wunsch (BGE 142 III 612 E. 4.3; BGer, Urteil 5A_629/2019 vom 
13. November 2020 E. 4.2). Das Wohl des Kindes hat für die Zuteilung der 
Obhut Vorrang vor allen anderen Überlegungen, insbesondere vor den Wün-
schen der Eltern (BGer, Urteil 5A_157/2021 vom 24. Februar 2022 E. 3.2.1). 
Der Richter muss anhand der festgestellten Tatsachen der Gegenwart und 
Vergangenheit eine Prognose darüber stellen, ob die alternierende Obhut als 
Betreuungsmodell aller Voraussicht nach dem Wohl des Kindes entspricht 
(BGE 142 III 612 E. 4.2). Das Bundesgericht macht die alternierende Obhut 
zum Ausgangspunkt in Betreuungsfragen. Zugleich hält es den Kindesschutz 
besonders hoch, indem es in jedem Fall eine Prüfung der Risikofaktoren für 
das Kind verlangt. Sprechen im Einzelfall konkrete Gründe gegen die alternie-
rende Obhut, ist die alleinige Obhut anzuordnen, wenn dies zu einem für das 
Kind günstigeren Ergebnis führt (Widrig, „Das Bundesgericht erhebt die alter-
nierende Obhut zur Regel”, sui generis 2021, N 44, 66 und 68; kritisch: 
Schwenzer/Cottier, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivil-
gesetzbuch I, 6. A. 2018, Art. 298 ZGB N 7, wonach der Gesetzgeber davon 

Kantonsgericht Schwyz 22

ausgegangen sei, dass die alternierende Obhut nur angeordnet werden sollte, 
wenn sie im Lichte des Kindeswohls die bestmögliche Lösung darstelle). 

b) aa) Die Vorderrichterin verneinte die Anordnung einer alternierenden 
Obhut im Wesentlichen damit, dass die Besuchsrechtsübergaben in der Ver-
gangenheit regelmässig konfliktreich gewesen seien und diese trotz 
zwischenzeitlicher Beruhigung der Situation nicht als sinnvoll erscheine, weil 
dadurch noch mehr Übergaben stattfänden und die Kommunikation und Koor-
dination der Eltern auch über eine Vielzahl von Alltäglichem funktionieren 
müsste. Dass noch im September 2020 bei einer Besuchsübergabe die 
Polizei habe hinzugezogen werden müssen zeige, dass die Emotionen der 
Kindseltern auch zwei Jahre nach der Trennung noch sehr schnell hochgehen 
würden, wenn sie sich nicht einig bezüglich der Klägerin 1 seien. Die Klägerin 
2 arbeite zu 60 % und auch nach dem vom Beklagten vorgeschlagenen Be-
treuungsplan würde eine Fremdbetreuung nicht wegfallen. Zentral sei weiter 
das Kriterium der Stabilität. Übernachtungen beim Beklagten hätten bislang 
noch nicht stattgefunden. Ein direkter Übergang zu einer mehrtägigen Betreu-
ung pro Woche erscheine als zu extrem und nicht im Kindeswohl zu sein. Eine 
verlängerte Aufenthaltsdauer der Klägerin 1 beim Beklagten würde sie ange-
sichts ihres Alters und der bisherigen Betreuungssituation überfordern. Vorerst 
soll Ruhe in die gesamte Situation einkehren und die Betreuungszeiten sollten 
langsam wieder ausgebaut werden (angef. Urteil E. 3). 

bb) Gemäss den Vorbringen des Beklagten setzt die alternierende Obhut 
keine Einigung zwischen den Eltern voraus. Die Klägerin 2 habe ihre Pflicht, 
eine gute Beziehung zu ihm zu fördern, erstinstanzlich mehrfach missachtet. 
Aus Prozesstaktik habe sie mit einer Vielzahl von Eingaben den Sachverhalt 
absichtlich falsch dargestellt (so z.B. betreffend die Besuchsrechtsübergaben, 
die Gesundheit und den Entwicklungsstand der Klägerin 1, die Gespräche bei 
P.________ sowie in Bezug auf seine Erziehungsfähigkeit), um den Eindruck 
einer fehlenden bzw. ungenügenden Kommunikations- und Kooperations-

Kantonsgericht Schwyz 23

fähigkeit seinerseits zu vermitteln. Entgegen ihren Behauptungen und der 
Feststellung der Vorderrichterin bestünden zwischen ihnen seit einem Jahr 
weder Kommunikationsschwierigkeiten noch ein anhaltender Elternkonflikt. 
Sie könnten sich gut bis sehr gut über die Klägerin 1 austauschen sowie über 
die Bedürfnisse des Kindeswohls rege kommunizieren und würden sich ge-
genseitig unterstützen (mit Verweis auf KG-act. 1/3 ff. betreffend Meningokok-
ken-Impfung, COVID-19-Test, Besuche, alltägliche Dinge etc.). Die konfliktbe-
ladene Kindsübergabe vom 26. September 2020 habe die Klägerin 2 absicht-
lich provoziert. Sie habe die Klägerin 1 nicht aushändigen wollen und habe sie 
manipuliert. Erst die Polizei habe die Klägerin 2 überzeugen können, sich an 
die Verfügung vom 8. November 2019 zu halten. Am 27. September 2020 
habe sie ihm nochmals das Besuchsrecht verweigert. Ihre Anträge um Sistie-
rung des Besuchsrechts und Verhinderung des Kontakts zu ihm etc. habe die 
Vorinstanz abgewiesen und lediglich eine Besuchsrechtsbeistandschaft ange-
ordnet. Danach habe es keine weiteren Konflikte bei den Übergaben gegeben 
und der Beistand M.________ habe weder das Besuchsrecht koordinieren 
noch Übergaben der Klägerin 1 spezifisch regeln oder gar begleiten müssen. 
Dieser habe auch bestätigt, dass die Zusammenarbeit mit den Kindseltern 
reibungslos funktioniere. Im Weiteren verletze das festgesetzte Besuchsrecht 
das Recht auf Eigenbetreuung eines Elternteils vor der Fremdbetreuung. 
Zudem stelle die Vorderrichterin fälschlicherweise fest, dass er bei Übernach-
tungen an keine Rituale anknüpfen könne. So habe er solche beim Mittags-
schlaf der Klägerin 1 entwickelt. Die Vorderrichterin lasse unberücksichtigt, 
dass zwischen ihm und ihr ein enges und liebevolles Vertrauensverhältnis 
bestünde und Letztere sehr gerne Zeit mit ihm verbringe. Dass die Klägerin 1 
durch eine Übernachtung bei ihm überfordert und von Ängsten geplagt wäre, 
weil er sie seit längerem nicht mehr zu Bett gebracht habe, sei eine reine 
Vermutung und treffe nicht zu. Durch die ausserordentlich lange Verfahrens-
dauer und die Verfügung vom 8. November 2019 habe er keine Möglichkeit 
erhalten, seine Tochter zu Übernachtungen zu sich auf Besuch zu nehmen 
und ihr ein zweites, normales Zuhause zu bieten. Soweit die Vorderrichterin 

Kantonsgericht Schwyz 24

einen direkten Übergang vom bisherigen Besuchsrecht zu einer mehrtägigen 
Betreuung pro Woche als nicht mit dem Kindeswohl vereinbar bezeichne, 
hätte sie ohne Weiteres eine angemessene Übergangsfrist berücksichtigen 
können bzw. müssen. Ein längerer Verbleib mit Übernachtung helfe dem Kind, 
Nähe bzw. Vertrautheit und damit gegenseitiges Vertrauen zu fördern. Das 
Zubettgehen und Wiederaufstehen vermittle dem Kind gemäss Rechtspre-
chung im besonderen Mass das Gefühl, auch beim anderen Elternteil zu 
Hause zu sein. Er könne die Kinderbetreuung auch am Montag und Dienstag 
oder statt am Montag am unterrichtsfreien Freitag übernehmen sowie seine 
Homeofficetage mittwochs oder donnerstags. Der Beklagte hält der Klägerin 2 
sodann vor, ihn hinsichtlich gemeinsam zu treffender Entscheidungen wieder-
holt vor vollendete Tatsachen zu stellen (Anmeldung Kindergarten, zusätzli-
cher Fremdbetreuungstag im Hort, Ferienaufenthalt im Ausland). Die fehlende 
Kooperations- und Kompromissbereitschaft der Klägerin 2, die sich auch bei 
seinem geplanten Geburtstagsbesuch im Hort gezeigt habe, sei auch für den 
Beistand O.________ offensichtlich erkennbar gewesen. Mit Eingabe vom 
20. März 2023 erklärte der Beklagte als unbestritten, dass die 
Kindsübergabe vom 4. Februar 2023 nicht geklappt habe. Ansonsten bestäti-
ge auch die Klägerin 2, dass die Kindsübergaben zuletzt gut funktioniert hät-
ten. Ebenso der Ersatztermin vom 11. Februar 2023 und die weiteren Überg-
aben (18. und 26. Februar 2023 sowie 4. und 18. März 2023) hätten ohne 
Probleme geklappt. Es sei unzutreffend, dass er auf die Klägerin 1 Druck be-
treffend Übernachtungen ausüben würde. Letztere habe ihm gegenüber 
mehrmals den entsprechenden Wunsch geäussert und er müsse sie am Ende 
auch immer wieder dazu motivieren und überreden, zur Klägerin 2 zurückzu-
kehren. Die von der Klägerin 2 offensichtlich inszenierten Videoaufnahmen 
der Klägerin 1 würden deutlich eine Instrumentalisierung zeigen sowie an-
schaulich machen, dass die Klägerin 2 die Klägerin 1 massiv beeinflusse und 
sie damit einem immensen Loyalitätsdruck/-konflikt aussetze. Aufgrund des 
einseitigen Verhaltens der Klägerin 2 und der Instrumentalisierung der Kläge-
rin 1 habe er eine Gefährdungsmeldung an die KESB und den Antrag auf Er-

Kantonsgericht Schwyz 25

weiterung der Beistandschaft gestellt. Trotz stets gleichbleibender Vorwürfe 
finde zwischen den Eltern aber dennoch eine regelmässige und konstruktive 
Zusammenarbeit betreffend das Kindeswohl statt (vgl. insb. KG-act. 1 N 9 ff.; 
KG-act. 12 N 6 ff.; KG-act. 49; KG-act. 56; KG-act. 63 Ziffer 2, S. 2; 
KG-act. 71; KG-act. 78).

cc) Die Klägerinnen weisen darauf hin, dass der Beklagte noch an der 
Hauptverhandlung die Zuteilung der alleinigen Obhut an sie beantragt und den 
Massnahmeentscheid nicht angefochten habe. Ausserdem ergäben sich aus 
dem Dossier der KESB Bern über Q.________, dem Sohn des Beklagten aus 
einer früheren Beziehung, zumindest Anhaltspunkte, die an der Erziehungs-
fähigkeit zweifeln liessen, zumal der Beklagte bei seiner Tochter gleich wie bei 
seinem Sohn verfahre. Insoweit wäre die Vorderrichterin zwingend gehalten 
gewesen, dessen Erziehungsfähigkeit detailliert abklären zu lassen. Sollte die 
Anordnung der alternierenden Obhut nicht bereits aus anderen Gründen 
scheitern, wäre ein Gutachten zur Klärung der Erziehungsfähigkeit des Be-
klagten einzuholen. Bei den Behauptungen, wonach die Kindsmutter Pflichten 
verletzte und aus prozesstaktischen Gründen den Sachverhalt absichtlich 
falsch darstelle, handle es sich um haltlose Unterstellungen. Sie habe auch 
nichts im Alleingang entschieden und es sei nicht nachvollziehbar, dass und 
weshalb der Beklagte in Bezug auf die Krippe oder die Entscheidfindung be-
treffend die Einschulung übergangen worden sei. Diesbezüglich übernehme 
der Beistand unkritisch und unreflektiert unzutreffende Behauptungen des 
Beklagten. Die vergangenen Jahre und unzähligen Massnahmeverfahren 
hätten eindrücklich gezeigt, dass die Parteien weder fähig noch bereit seien, 
in Kinderbelangen miteinander zu kommunizieren und zu kooperieren, hoch-
strittige Verhältnisse vorlägen und der Beklagte nicht in der Lage sei, die 
Konflikte vor der Tochter fernzuhalten, was nur schon der Beizug der Polizei 
an der Besuchsrechtsübergabe im September 2020 gezeigt habe. Die Kläge-
rin 1 sei nach wie vor dem gravierenden Elternkonflikt ausgesetzt. In mündli-
cher Form habe die Kommunikation, Koordination und Kooperation noch nie 

Kantonsgericht Schwyz 26

geklappt. Die Gefährdungsanzeige sei ein weiterer Beleg dafür, dass der Be-
klagte offensichtlich nicht gewillt sei, seinem schikanösen Verhalten Einhalt zu 
gebieten. Es bedürfe immer viel Zeit und Überredungskünste, um die Klägerin 
1 zum Mitgehen zu bewegen, und die Übergaben seien mit sehr viel Stress, 
Anspannung und haltlosen Vorwürfen des Beklagten gegenüber der Klägerin 
2 verbunden. Die Klägerin 2 habe den ersten Beistand diesbezüglich sehn-
lichst um Unterstützung bei den Übergaben ersucht, es sei indes nichts unter-
nommen worden. Auch den zweiten Beistand habe sie kontaktiert. Während 
die Klägerin 2 in gewissen Eingaben zwar eingesteht, dass inzwischen die 
Besuchsrechtsübergaben einigermassen funktionieren würden, wenn auch 
anzunehmen sei, dass sein „Wandel“ nur prozesstaktischer Natur sei, verfällt 
der Beklagte laut ihren Ausführungen in der Eingabe vom 20. März 2023 wie-
der in alte Verhaltensmuster, sodass es zu Ausfällen des Besuchsrechts 
komme. Am 4. Februar 2023 habe der Besuchstag überhaupt nicht durchge-
führt werden können. Hierüber habe die Kindsmutter den Beistand ins Bild 
gesetzt, weshalb erstaune, dass es gemäss dessen Aussagen bei den Überg-
aben keine Probleme mehr gegeben habe. Es bestünde zwischen dem Be-
klagten und der Klägerin 1 noch kein festes, geschweige denn sehr enges 
Vertrauensverhältnis. Vielmehr würde das Übernachten ausserhalb der ver-
trauten Umgebung und ohne Kindsmutter bei der Klägerin 1 grosse (Verlust-
)Ängste auslösen. Es könne ausgeschlossen werden, dass die Klägerin 1 
Aussagen gemacht habe wie, dass sie beim Beklagten übernachten oder nicht 
mehr zur Klägerin 2 zurückwolle. Der Beklagte versuche die Tochter mit subti-
lem Druck dazu zu bewegen, bei ihm zu übernachten und er schüre den Loya-
litätskonflikt. Ein Mittagsschlaf könne sodann nicht mit einer Übernachtung 
gleichgesetzt werden und es werde mit Nichtwissen bestritten, dass der Be-
klagte konkrete Rituale entwickelt habe (vgl. insb. KG-act. 9 N 9 ff.; KG-act. 17 
N 8 ff.; KG-act. 25 N 12 und 14; KG-act. 39 N 6 ff.; KG-act. 65 N 9 und 15 ff.; 
KG-act. 70 N 2 f. und 5; KG-act. 76 N 9 f., 13 und 17).

Kantonsgericht Schwyz 27

c) aa) Erziehungsfähigkeit wird als die grundlegende Kompetenz eines 
Elternteils verstanden, die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse seines 
Kindes zu erkennen, das Kind zu versorgen und zu betreuen sowie erziehe-
risch angemessen auf die kindlichen Bedürfnisse einzugehen (Lu-
dewig/Baumer/Salzgeber/Häfeli/Albermann, Richterliche und behördliche Ent-
scheidungsfindung zwischen Kindeswohl und Elternwohl: Erziehungsfähigkeit 
bei Familien mit einem psychisch kranken Elternteil, in: FamPra.ch 3/2015, 
S. 574). Die Vorderrichterin verneinte im Rahmen der Prüfung der Zuteilung 
der elterlichen Sorge das Vorliegen ernsthafter und konkreter Anhaltspunkte, 
die auf eine beschränkte Erziehungsfähigkeit eines Elternteils hinweisen 
würden. Die von den Klägerinnen angesprochenen Vorfälle (Suizidgedanken 
des Beklagten im Jahr 2018 nach der Trennung, frühere KESB-Verfahren be-
treffend Sohn Q.________) lägen Jahre zurück und alleine aus dem Umstand, 
dass sich die Klägerin 2 und der Beklagte vor der KESB Ausserschwyz hin-
sichtlich des gemeinsamen Sorgerechts und der Obhut über die Klägerin 1 
nicht hätten einigen können, lasse sich nichts zulasten der Erziehungsfähig-
keit des Beklagten ableiten. Ebenso wenig lasse sich aus den Akten der 
KESB Bern diesbezüglich etwas Handfestes gegen den Beklagten feststellen. 
Gemäss telefonischer Auskunft habe der Beistand M.________ zudem mehr-
fach Kontakt mit beiden Eltern gehabt und die Zusammenarbeit bis anhin 
offenbar gut funktioniert. Weitere Abklärungen zur Erziehungsfähigkeit des 
Beklagten seien daher nicht erforderlich (vgl. angef. Urteil E. 2.3, S. 12). 

bb) Die Klägerinnen leiten aus den Umständen rund um die Betreuung sei-
nes Sohnes Q.________ und den beigezogenen Akten der KESB Bern Anzei-
chen für das Vorliegen einer eingeschränkten Erziehungsfähigkeit des Beklag-
ten und die Erforderlichkeit weiterer Abklärungen ab. Es handelt sich hierbei 
insbesondere um Unterlagen aus den Jahren 2013 bis 2016 und damit um 
ältere Belege. Aus den damaligen Geschehnissen mit Q.________ kann nicht 
ohne Weiteres auf die vorliegende Situation geschlossen werden, selbst wenn 
gewisse Parallelen vorhanden wären. Das Friedensgericht Sensebezirk hielt 

Kantonsgericht Schwyz 28

in seinem Entscheid vom 13. Mai 2013 davon abgesehen zwar fest, es erach-
te es im Sinne des Kindeswohls nicht als angebracht, die Obhut über 
Q.________ an den Kindsvater zu übertragen. Gleichzeitig erklärte es aber 
auch, dies würde nicht heissen, dass dem Kindesvater „Erziehungsfähigkei-
ten“ abgesprochen würden (KG-act. 9/2 E. 4, S. 5). Mangels anderweitiger 
Anhaltspunkte konnte und kann damit auf die Einholung eines Gutachtens 
über die Erziehungsfähigkeit des Beklagten verzichtet werden. Ausserdem 
mutmasst die Kindsmutter selber bloss gestützt auf die letzteren beiden von 
ihr eingereichten Videoaufzeichnungen (vgl. KG-act. 76/1), dass der Beklagte 
möglicherweise nicht adäquat mit der Tochter umgehe. Zudem handelt es sich 
bei diesen Aufzeichnungen lediglich um Momentaufnahmen und den – teilwei-
se gestützt auf die Suggestivfragen der Klägerin 2 erfolgten – Aussagen der 
Klägerin 1 kann kein Beweiswert zuerkannt werden, weil nicht bekannt ist, wie 
es zu diesen Aufnahmen kam bzw. ob oder inwieweit die Kindsmutter die Klä-
gerin 1 davor instruierte. Die Videoaufzeichnungen erwecken denn auch nicht 
den Eindruck, dass es ein Bedürfnis der Klägerin 1 gewesen wäre, sich zu 
äussern, sondern sie dies vielmehr auf Nachhaken ihrer Mutter hin tat. Im Üb-
rigen belegen die Aufnahmen nicht, dass der Beklagte Druck auf die Klägerin 
1 ausüben würde. Sie zeigen aber zumindest eine misstrauische Haltung der 
Klägerin 2 gegenüber dem Beklagten.

cc) Der Beklagte hält der Klägerin 2 in seiner Gefährdungsmeldung vom 
15. Februar 2023 vor, die Klägerin 1 für ihre eigenen Interessen zu instrumen-
talisieren. Sie setze wiederholt ihre eigenen Interessen vor die des Kindes und 
sei sich nicht bewusst, was für einen massiven Schaden sie anrichte. Sie u
nternehme Sämtliches, um den Kontakt zwischen ihm und der Klägerin 1 zu 
stören/unterbrechen und setze sie massiv unter Druck. Die Klägerin 2 rede 
sehr negativ von ihm gegenüber seiner Tochter und gebe ihr auch gut zu ver-
stehen, wie sehr sie ihn hasse. Die Klägerin 1 suche mehr und mehr den 
Kontakt zu ihm, was von der Klägerin 2 anhaltend blockiert werde. Er sehe die 
Klägerin 2 aktuell nicht im Stande, die Klägerin 1 gerecht zu behandeln, was 

Kantonsgericht Schwyz 29

eine grosse Gefahr für seine Tochter sei (KG-act. 66/2). Der Beklagte spricht 
damit insbesondere die Bindungstoleranz, also die Bereitschaft eines Eltern-
teils, mit dem anderen in Kinderbelangen zusammenzuarbeiten und insbe-
sondere die Beziehung zum anderen Elternteil zuzulassen und aktiv zu för-
dern, an (BGer, Urteil 5A_351/2018 vom 23. Oktober 2018 E. 5.2). 

Der Umstand, dass die Klägerin 2 bislang keine über die angeordnete Rege-
lung hinausgehenden Kontakte zwischen der Klägerin 1 und dem Beklagten 
zuliess, lässt ihre Bindungstoleranz nicht verneinen. Auch dass die Klägerin 1 
sich am 4. Februar 2023 sträubte, mit dem Beklagten in den Bus zu steigen, 
lässt nicht ohne Weiteres darauf schliessen, dass die Klägerin 2 die Tochter 
vorgängig verunsicherte oder manipulierte. Wie der Beistand O.________ in 
seinem Bericht vom 2. Juni 2022 festhielt, kann ein Klammern an einen Eltern-
teil auch bedeuten, dass es nicht von ihm, mit dem es gerade eine schöne 
Zeit verbrachte, weg möchte (KG-act. 44, S. 1). Und falls der Klägerin 1 ein 
Weggehen von ihrer Hauptbezugsperson, als welche die Klägerin 2 anzuse-
hen ist (vgl. auch KG-act. 12 N 41; KG-act. 17 N 47), schwerer fällt, erscheint 
dies durchaus nachvollziehbar. Der grundsätzlich funktionierende Kontakt 
zwischen Vater und Tochter lassen keine die Erziehungsfähigkeit einschrän-
kenden Instrumentalisierungen durch die Klägerin 2 vermuten. Ebenso wenig 
sind die vom Beklagten in seiner E-Mail vom 5. Februar 2023 an die Klägerin 
2 erwähnten angeblichen Aussagen der Klägerin 1, dass er laut der Klägerin 2 
böse sei etc. (vgl. KG-act. 65/4), nicht geeignet, die Bindungstoleranz ernst-
haft in Frage zu stellen, weil sich nicht abschliessend sagen lässt, wie es zu 
den besagten Aussagen der Klägerin 1 kam. Entsprechendes hat auch für die 
bereits erwähnten Videoaufzeichnungen zu gelten, in denen die Klägerin 1 
Antworten hinsichtlich des Verhaltens des Beklagten ihr gegenüber oder ihren 
Wünschen geben soll (vgl. KG-act. 76/1). Immerhin kann festgestellt werden, 
dass die Kindsmutter den Beklagten gescheiterte Besuchstage nachholen 
liess. Insgesamt sind damit auch seitens der Klägerin 2 keine relevanten Ein-

Kantonsgericht Schwyz 30

schränkungen der Erziehungsfähigkeit auszumachen. Ebenso wenig liegt in-
soweit eine Gefährdung des Kindeswohls vor.

d) Laut der Vorderrichterin spricht die Distanz zwischen den Wohnungen 
nicht gegen eine alternierende Obhut (angef. Urteil E. 3.3, S. 14), was unbe-
anstandet blieb. Aus den Akten ergibt sich nun aber nicht, dass der Beklagte 
bei seiner aktuellen Arbeitgeberin ebenfalls, wie bei der R.________ AG 
(Vi-act. D33.2; vgl. auch D37 N 54), über ein Auto verfügen würde oder er sich 
privat ein solches zugelegt hätte oder zuzulegen beabsichtigt. Vielmehr fährt 
er seinen Angaben nach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach 
S.________ (vgl. KG-act. 12 N 76). Ebenso holt er die Klägerin 1 für die Be-
suche bei ihm offenbar mit dem Bus ab (vgl. KG-act. 65 N 14; KG-act. 65/3). 
Ist davon auszugehen, dass der Beklagte über kein Auto verfügt und die Klä-
gerin 1 mit den öffentlichen Verkehrsmitteln den Kindergarten besuchen soll, 
spräche die Distanz zwischen den Wohnorten der Eltern gerade nicht für die 
alternierende Obhut. Denn vom Wohnort des Beklagten an der 
F.________strasse zz in T.________ ist der Kindergarten U.________ an der 
G.________strasse yy in V.________ (vgl. KG-act. 63/3) bestenfalls in rund 
45 Minuten zu erreichen (vgl. www.sbb.ch [hierzu BGE 149 I 91 E. 3.4]). Dies 
würde für ein Kind im Alter der Klägerin 1 gerade in Anbetracht dessen, dass 
sie mit dem Kindergarteneintritt viele Eindrücke und anderweitige Herausfor-
derungen zu bewältigen hat und haben wird, zu zusätzlicher Ermüdung und 
unnötiger Unruhe führen, gerade wenn die Strecke zweimal am Tag zurückge-
legt werden müsste (Büchler/Clausen, in: FamKomm, Scheidung, Band I, 4. A. 
2022, Art. 298 ZGB N 9h; BGer, Urteil 5A_66/2019 vom 5. November 2019 
E. 4.3). Letztlich bedarf es aber betreffend diese Prämisse aufgrund der nach-
folgenden Erwägungen zur Frage der Anordnung der alternierenden Obhut 
keiner weiteren Abklärungen.

e) aa) Ein weiteres Kriterium bildet die Kommunikations- und Kooperations-
fähigkeit. Die Kommunikation zwischen den Eltern kann auch bloss schriftlich 

Kantonsgericht Schwyz 31

erfolgen. Einer alternierenden Obhut steht auch nicht entgegen, wenn die 
Eltern zur gemeinsamen Entscheidfindung über die Kinderbelange auf die 
Vermittlung einer Drittperson angewiesen sind. Den Schwierigkeiten in der 
Kommunikation und Kooperation auf Elternebene ist beispielsweise mittels 
Errichtung einer Beistandschaft Rechnung zu tragen. Allein aus dem 
Umstand, dass ein Elternteil sich einer Regelung mit geteilter Betreuung 
widersetzt, kann nicht ohne Weiteres geschlossen werden, die nötige 
Kooperation sei nicht gewährleistet. Die obhutsberechtigte Person kann 
folglich nicht mehr durch unkooperatives Verhalten die alternierende Obhut 
einseitig verhindern. Unter diesem Aspekt ist von einer alternierenden Obhut 
nur abzusehen, wenn das Verhältnis unter den Eltern hinsichtlich anderer Kin-
derbelange von einer Feindseligkeit gezeichnet ist, die annehmen lässt, eine 
alternierende Obhut würde das Kind dem gravierenden Elternkonflikt in einer 
Weise aussetzen, die seinen Interessen offensichtlich zuwiderläuft (BGer, Ur-
teil 5A_629/2019 vom 13. November 2020 E. 4.2). Aus dem alleinigen Um-
stand, dass sich die 
Klägerin 2 einer alternierenden Betreuungsregelung widersetzt, kann mithin 
nicht telquel auf eine fehlende Kooperationsfähigkeit geschlossen werden, die 
einer alternierenden Obhut im Wege steht. Ein Zerwürfnis der Eltern bzw. ihre 
allfällige Unfähigkeit, miteinander zu kommunizieren, steht einer alternieren-
den Obhut nur dort entgegen, wo die Eltern auch in anderen Kinderbelangen 
in gravierender Weise entzweit sind und nicht miteinander kooperieren 
können, sodass das Kind im Falle einer alternierenden Obhut Gefahr läuft, in 
seinem Wohlbefinden beeinträchtigt zu werden. Ob eine solche Gefährdung 
des Kindeswohls zu befürchten ist, lässt sich nur anhand einer Prognose be-
urteilen, welche die konkreten Umstände berücksichtigt (BGer, Urteil 
5A_191/2016 vom 23. Dezember 2016 E. 4.5 und 4.6). 

bb) Im Rahmen der mit Bezug auf die elterliche Sorge erfolgten Prüfung der 
Erziehungsfähigkeit hielt die Vorderrichterin fest, den Eltern könne eine 
grundsätzliche Kommunikationsfähigkeit nicht abgesprochen werden, auch 

Kantonsgericht Schwyz 32

wenn sie dafür bisweilen die Unterstützung neutraler Drittpersonen benötigen 
würden. Die Kommunikation via E-Mail oder SMS/Whats App scheine in den 
Grundzügen zu funktionieren. Auch hätten aktuelle Gegebenheiten bestätigt, 
dass zwischen den Eltern eine zumindest minimale Kooperationsbereitschaft 
bestehe. Sie hätten es auch geschafft, einen Termin beim Kinderarzt gemein-
sam wahrzunehmen und eine Einigung bezüglich der Meningokokken-Impfung 
zu finden. Weiter hielt die Vorderrichterin fest, dass der Beistand M.________ 
gemäss dessen telefonischer Auskunft mehrfach Kontakt mit beiden Eltern 
gehabt habe und die Zusammenarbeit offenbar bis anhin gut funktioniere, 
worauf auch der Beklagte hinweist (vgl. angef. Urteil E. 2.3, S. 12; KG-act. 1 
N 12). Unter dem Titel der Obhut weist die Vorderrichterin wie erwähnt auf 
regelmässig konfliktreiche Besuchsrechtsübergaben in der Vergangenheit und 
im Speziellen auf den erforderlichen Beizug der Polizei anlässlich der Überg-
abe im September 2020 sowie darauf hin, dass bei einer alternierenden Obhut 
noch mehr Übergaben stattfänden und die Kommunikation und Kooperation 
der Eltern auch über eine Vielzahl von Alltäglichem funktionieren müsste 
(angef. Urteil E. 3.3, S. 14). 

cc) Die klägerische Seite erwähnte in ihrer Berufungsantwort verbale 
Attacken des Beklagten gegenüber der Klägerin 2 im Beisein der Klägerin 1 
und weitere konfliktgeladene Übergaben nebst derjenigen im September 
2020. Sie führte dies indes nicht näher aus (vgl. KG-act. 9 N 36). Auch 
gemäss den Ausführungen in ihrer Eingabe vom 2. November 2021 sind die 
Übergaben nach wie vor schwierig und regelmässig konfliktbeladen, so z.B. 
jene am 29. August 2021 und 4. September 2021 (KG-act. 17 N 17 f. und 21). 
Hierzu reichte sie eine entsprechende E-Mail vom 10. September 2021 an den 
Beistand zu den Akten (KG-act. 17/2). Wie der klägerische Rechtsvertreter 
aber selber Mitte Mai 2022 und die Klägerin 2 in ihrer E-Mail vom 
5. Februar 2023 an den Beistand festhielten, scheinen die Besuchsrechtsü-
bergaben grundsätzlich (einigermassen) zu funktionieren bzw. geordnet abzu-
laufen (vgl. KG-act. 39 N 12 und 20; KG-act. 65/3). In seinem Bericht vom 

Kantonsgericht Schwyz 33

2. Februar 2023 erachtet der Beistand eine Unterstützung der Eltern bei den 
Besuchsübergaben als nicht (mehr) erforderlich. Die Übergaben würden klap-
pen und seien seit eineinhalb Jahren kein Thema mehr, das bearbeitet wer-
den müsste. Er spricht sich ebenso für die Aufhebung des Auftrags betreffend 
die Organisation von begleiteten Besuchsübergaben und die Sicherstellung 
deren Finanzierung aus (KG-act. 66/1). Zwei Tage später, am 
4. Februar 2023, konnte der Besuchstag jedoch nicht durchgeführt werden 
(KG-act. 65 N 9; KG-act. 65/3 und 65/4). Die Klägerin 2 drückte diesbezüglich 
gegenüber dem Beistand ihr Bedauern aus, dass der Beklagte sich nicht dar-
um bemüht habe, die Klägerin 1 zum Mitgehen zu motivieren, als sie nicht zu 
ihm in den Bus habe einsteigen wollen, und einfach wütend ohne sie abgefah-
ren sei (KG-act. 65/3). Dies wiederum veranlasste den Beklagten, die Klägerin 
2 für die ablehnende Haltung seiner Tochter verantwortlich zu machen und ihr 
vorzuwerfen, diese zu manipulieren und für ihre Zwecke zu missbrauchen, 
welche Vorwürfe die Klägerin 2 von sich wies (vgl. KG-act. 65/4 und 65/5). 

Weil die Besuchsübergaben ansonsten funktionierten, ob nun mit vorgängig 
benötigten Überredungskünsten der Eltern, namentlich der Kindsmutter, oder 
nicht (vgl. KG-act. 1 N 35; KG-act. 17 N 17 und 45), kann der Grund der ver-
weigernden Haltung der Klägerin 1 am 4. Februar 2023 nicht in einer Instru-
mentalisierung durch die Klägerin 2 erblickt werden. Letztere bot dem Beklag-
ten denn auch erneut Hand für einen Nachholtermin (vgl. KG-act. 65/5-65/7; 
KG-act. 65 N 11 und 13). Dass sie dem Beklagten kein Besuchsrecht über ein 
ganzes Wochenende gewährte (vgl. hierzu KG-act. 65/8 und 65/9), kann ihr 
davon abgesehen nicht vorgehalten werden, zumal die Vorderrichterin Ent-
sprechendes erst per August 2023 vorsah und sich schwer sagen lässt, ob der 
Wunsch nach Übernachtungen beim Beklagten tatsächlich in erster Linie von 
der Klägerin 1 ausgeht. Die zugunsten des Beklagten ausgefallenen Bestäti-
gungen der Lebenspartnerin vom 4. August 2021 (KG-act. 12/2) wie auch sei-
ner Exfrau vom 13. Oktober 2022 (KG-act. 12/3) können hierbei nur als be-
strittene Parteibehauptungen angesehen werden. Wie bereits erwähnt, ver-

Kantonsgericht Schwyz 34

mögen die Videoaufzeichnungen der Klägerin 1 demgegenüber ebenfalls nicht 
zu belegen, dass der Beklagte Druck auf sie ausüben würde. 

dd) Gemäss den vom Beklagten mit Berufung eingereichten Nachrichten 
konnten die Parteien im Zeitraum vom Juli 2020 bis April 2021 über Krankhei-
ten, den Gesundheitszustand sowie die Besuchstage der Klägerin 1 sachlich 
miteinander kommunizieren (vgl. KG-act. 1/4-1/13). In seiner Eingabe vom 
3. Februar 2023 hielt der Beklagte fest, der Austausch zwischen den Eltern 
funktioniere gut (KG-act. 63, S. 1, mit Hinweis auf das gemeinsame Gespräch 
im Hort vom 21. Dezember 2022, die Einigung über den Kindergarteneintritt, 
den gemeinsamen Arztbesuch vom 26. Januar 2023 und die gemeinsame 
Teilnahme an der Informationsveranstaltung vom 1. Februar 2023). Die 
Kindsmutter hält dem Beklagten indes einen Gesinnungswandel gegen Ende 
des erstinstanzlichen Verfahrens aus prozesstaktischen Gründen vor. Sie will 
sich ausserdem aufgrund seiner Anfragen bezüglich des Wohlergehens der 
Klägerin 1 (vgl. KG-act. 9/18) sowie dem am 10. Dezember 2020 eingeleiteten 
Massnahmeverfahren betreffend die Festlegung eines Feiertags- und Ferien-
besuchsrechts (ZES 2020 650) unter Druck gesetzt gefühlt haben 
(KG-act. 9 N 38 und 40). Die Kindsmutter bestreitet einen gut funktionierenden 
Austausch (KG-act. 65 N 4). Gerade die Anmeldung für den Kindergartenein-
tritt, in welchem Zusammenhang der Beklagte der Klägerin 2 einen Alleingang 
vorhält (vgl. KG-act. 49, S. 2; KG-act. 50 N 7; KG-act. 65 N 1 ff.), gestaltete 
sich offensichtlich schwierig. Auf der einen Seite ist zutreffend, dass die 
Klägerin 2 sich gegenüber den Behörden, für sich, für einen Kindergartenein-
tritt per Schuljahr 2023/24 aussprach, ohne sich vorgängig mit dem Beklagten 
darüber auszutauschen. Auf der anderen Seite aber stellte sie ihm mit E-Mail 
vom 13. März 2022 das Anmeldeformular zu unter entsprechender Mitteilung 
(KG-act. 39/2; KG-act. 49/1, S. 6 f.). Der Beklagte erklärte sich denn auch 
gleichentags damit einverstanden (KG-act. 39/2), ersuchte sie aber einen Tag 
später um einen Austausch in dieser Frage (KG-act. 49/1, S. 5). Noch bevor 
sich die Klägerin 2 hierzu äusserte, wandte der Beklagte sich an den Beistand 

Kantonsgericht Schwyz 35

O.________, der wiederum auf die Eltern zukam (vgl. KG-act. 39/3). Die am 
16. März 2022 erfolgte Erklärung der Klägerin 2 war dem Beklagten zu ober-
flächlich (KG-act. 39/4, S. 1; KG-act. 49/1, S. 4 f.). Mit E-Mail vom 
18. März 2022 schilderte die Klägerin 2 erneut ihre Beweggründe unter dem 
Hinweis, dass der Beklagte die Einschätzung vom Hort (KG-act. 39/5; 
KG-act. 49/1, S. 1 f.) ebenfalls erhalten habe (KG-act. 39/4, S. 2). Dass die 
Klägerin 2 den Beklagten betreffend Kindergarteneintritt übergangen hätte, 
ergibt sich aus den Akten somit nicht. Am 13. Dezember 2022 sandte die 
Klägerin 2 dem Beklagten dann das Anmeldeformular für das Schuljahr 
2023/24 und den Informationsabend zu und teilte ihm mit, dass sie die Kläge-
rin 1 gerne anmelden würde und hoffe, dass er der gleichen Ansicht sei. Auf 
Anstoss des Beklagten konnten sie sich auf ein Gespräch mit dem Hort eini-
gen (KG-act. 65/1), nachdem der Beklagte die Antwort der Klägerin 2 wieder-
um nicht abwartete, sondern sich bereits am 14. Dezember an den Hort wand-
te (vgl. KG-act. 65/1, S. 2). Laut der Klägerin 2 entspricht das vom Beklagten 
über das später stattgefundene Gespräch eingereichte Protokoll nicht dem, 
welches den Parteien am Tag des Gesprächs mit dem Hort mitgegeben wor-
den sei. Der Beklagte versuche, den Hort wie auch den Kinderarzt für seine 
Zwecke zu instrumentalisieren (vgl. KG-act. 65 N 1 ff.). Ein Vergleich der ein-
gereichten Gesprächsprotokolle zeigt auf, dass die vom Beklagten verlangten 
Ergänzungen nur seine Beobachtungen zur Klägerin 1 betreffen, obschon in 
erster Linie Sinn der Zusammenkunft war, dass der Hort den Eltern seine Ein-
schätzung über die Tochter hinsichtlich des Kindergarteneintritts mitteilte 
(vgl. KG-act. 63/1; KG-act. 65/2). Augenfällig ist auch, dass er sich ein Jahr 
zuvor noch für den Kindergarteneintritt der Klägerin 1 aussprach. Letztlich 
stimmte er dem Kindergarteneintritt zwar zu, der Weg dorthin gestaltete sich 
aber nicht reibungslos.

ee) Im Weiteren kann dem Beklagten nicht vorgehalten werden, dass er 
seine Zustimmung für Auslandreisen der Klägerin 1 auf Destinationen be-
schränkte, die damals nicht auf der BAG-Risikoliste aufgeführt waren oder als 

Kantonsgericht Schwyz 36

Reiseziel abgeraten wurde (vgl. KG-act. 9/17; KG-act. 12/8). Die Klägerin 2 
selbst will denn auch von ihrem Plan von einer Reise nach Serbien im 2020 
abgesehen haben, als das Land auf die Risikoliste gesetzt wurde 
(KG-act. 17 N 34). Laut den klägerischen Vorbringen war der 60. Geburtstag 
der Grossmutter mütterlicherseits, gegen welche sich der Beklagte stellte und 
in welchem Zusammenhang die Klägerinnen ein Gesuch um vorsorgliche 
Massnahmen stellten (vgl. Vi-act. A/IV = KG-act. 17/4; siehe auch 
Vi-act. E/25), aber nicht im Sommer 2020, sondern im Sommer 2019 und da-
mit noch vor der Corona-Pandemie, was sich dem Mailverkehr zwischen der 
Klägerin 2 und dem Beklagten entnehmen lässt (KG-act. 17 N 33; 
KG-act. 17/4, Beilage 1). Bezüglich der Ferien der Klägerinnen im Sommer 
2021 in Serbien liess der Beklagte sodann das (ausgefüllte) Formular „Einver-
ständniserklärung für ein nur mit einem Elternteil reisendes Kind“ nicht gelten, 
sondern sandte ihr die Reisevollmacht des TCS zu und stellte seine Unter-
zeichnung des ausgefüllten Formulars im Falle der Bereitschaft der Klägerin 2, 
sich an der BAG-Risikoliste zu orientieren, in Aussicht. Hierauf informierte die 
Klägerin 2 den Beklagten über das Ferienziel und Letzterer sandte ihr das 
teilweise ausgefüllte TCS-Formular mit der Bitte um Ergänzung der ihm unbe-
kannten Daten zu. Die Klägerin 2 erwiderte, dass ihm sämtliche Angaben be-
kannt gewesen seien und sie die Flugnummer noch nicht angeben könne, weil 
sie den Flug erst buche, wenn die Einwilligung vorliege. Mit Zustellung der 
unterzeichneten Vollmacht bat der Beklagte die Klägerin 2 um Bekanntgabe 
der genauen Adresse des Zielorts, der Flugnummer des Hin- und Rückflugs 
sowie eventuell des Autokennzeichens, welcher Aufforderung die Klägerin 2 
nachkam (KG-act. 12/10-12/12; KG-act. 17/5-17/10). Hinsichtlich der im 
Sommer 2022 geplanten Ferien beharrte der Beklagte betreffend Einver-
ständniserklärung für ein mit nur einem Elternteil reisendes Kind nach ent-
sprechender Anfrage der Klägerin 2 vom 30. Mai 2022 erneut auf der Anwen-
dung des TCS-Formulars und die vorgängige Bekanntgabe der Flugnummer, 
die der Klägerin 2 mangels erfolgter Buchung noch nicht bekannt war. Nach-
dem die Klägerin 2 den Flug dieses Mal zwecks Bekanntgabe der Flugnum-

Kantonsgericht Schwyz 37

mer hatte buchen müssen, verlangte er von ihr zudem die Nennung einer ge-
nauen Adresse am Aufenthaltsort und eine Notfallkontaktperson, obwohl das 
Formular entsprechendes gar nicht vorsah und er „nur“ auf das komplette 
Ausfüllen des Formulars beharrt hatte. Die Klägerin 2 kam dieser Aufforde-
rung nach. Im gleichen Zug erkundigte sich der Beklagte nach der Möglichkeit, 
der Klägerin 1 an ihrem Geburtstag im Hort persönlich gratulieren zu können. 
Hierauf bot die Klägerin 2 ihm an, er könne dies um 18:00 Uhr bei ihnen zu 
Hause tun, sie werde kurz mit der Klägerin 1 runterkommen, welche Rück-
meldung den Beklagten dazu brachte, seine Unterschrift für den Sommerur-
laub zu verweigern. Die Klägerin 2 gestattete dem Beklagten in der Folge am 
Nachmittag des .________ einen Besuch im Hort, die Klägerin 1 war dann 
aber gemäss den Vorbringen des Beklagten vom 16.-20. Juli 2022 krankge-
schrieben. Davon abgesehen, dass der Beklagte der Klägerin 2 eine fehlende 
Rücksprache mit ihm vorwarf, obwohl er sich anfänglich nicht dagegenstellte, 
dass die Reise nach Serbien auch ein Besuchswochenende von ihm betraf, 
machte er sein Einverständnis für die Ferien weiter vom Zusenden einer Kopie 
des Tickets als PDF-Datei abhängig. Ausserdem ersuchte er die Klägerin 2 
um Bestätigung des Horts, dass er seine Tochter dort nach Voranmeldung 
jederzeit besuchen könne. Letzteres erhob er ebenfalls zur Bedingung für sei-
ne Unterschrift, nachdem die Klägerin 2 ihm die PDF-Datei zugesandt hatte. 
Nach nochmaligem Nachhaken erhielt die Klägerin 2 das unterzeichnete For-
mular schliesslich am 16. Juli 2022 per Mail und am 19. Juli 2022 per Post 
zugestellt (vgl. KG-act. 49/2; KG-act. 54/1-54/19; KG-act. 56, S. 4; 
KG-act. 56/2 und 56/3). Dass der Beklagte lediglich auf seinem Informations-
anspruch beharrte, trifft nach dem Gesagten entgegen dessen Vorbringen 
(vgl. KG-act. 56 Ziff. 1.3., S. 3) somit nicht zu. Seine Behauptung, die Klägerin 
2 habe in der Folge zur Vergeltung die Besuchstermine am 4. und 18. Juli 
2020 (und 26. September 2020) platzen lassen, bestreitet diese 
(vgl. KG-act. 12 N 31; KG-act. 17 N 35). Im Lichte dieser Feststellungen kann 
von einer Kooperation unter den Eltern jedenfalls nicht ernsthaft die Rede 
sein. 

Kantonsgericht Schwyz 38

ff) Die Kindsmutter verlangt insoweit eine Beschränkung der gemeinsamen 
elterlichen Sorge, als die Klägerin 2 für berechtigt zu erklären sei, Ferien mit 
der Klägerin 1 in Europa (inkl. Serbien) ohne die jeweilige Zustimmung des 
Beklagten zu verbringen (KG-act. 54, S. 2). Der Beklagte fordert demgegenü-
ber eine Erweiterung der Beistandschaft, weil die Klägerin 2 Gespräche beim 
Beistand verweigere und die Klägerin 1 durch das anhaltende negative und 
feindliche Verhalten ihm gegenüber inzwischen in einen massiven Loyalitäts-
konflikt geraten sei. Unter anderem beanstandet er auch, dass die Klägerin 2 
ihn bei wichtigen Entscheidungen, wie bei der Frage des Kindergarteneintritts, 
ausschliesse (KG-act. 33/1). In seiner Eingabe vom 29. August 2022 lässt der 
Beklagte durch seinen Rechtsvertreter an seinem Antrag um Erweiterung der 
Beistandschaft explizit festhalten. Er nimmt dabei Bezug auf seinen geplanten 
Geburtstagsbesuch im Hort, der schlussendlich wegen Krankschreibung der 
Klägerin 1 nicht habe stattfinden können. Die Klägerin 2 setze offensichtlich 
alles daran, den Kontakt zwischen ihm und der Klägerin 1 so gering wir nur 
irgendwie möglich zu halten (KG-act. 56, S. 3 ff.). Auch diese Anträge der 
Kindseltern und die hierzu vorgetragenen Vorbringen lassen deutlich erken-
nen, dass es mit der Kooperation unter ihnen nach wie vor nicht zum Besten 
steht und ihre Beziehung, soweit es die gemeinsame Tochter betrifft, von ei-
nem Klima des Misstrauens, vor allem beim Beklagten, beherrscht wird, wie 
die im Februar 2023 vom Beklagten erhobene Gefährdungsmeldung 
(vgl. KG-act. 66/2; siehe auch KG-act. 65/10) geradezu beispielhaft wieder-
spiegelt. 

gg) Laut dem Bericht des Beistands O.________ vom 2. Juni 2022 gibt es in 
Bezug auf die Kommunikation ebenfalls viele Stolpersteine. Die laufenden 
Gerichtsprozesse würden seiner Ansicht nach eine entspannte und alleine auf 
das Wohl des Kindes ausgerichtete Kommunikation verhindern. Seiner Ein-
schätzung nach sei sich die Klägerin 2 nicht ganz bewusst, was „geteiltes 
Sorgerecht“ beinhalte (KG-act. 44, S. 3 f.). In seinem Bericht vom 2. Februar 
2023 hielt er sodann fest, dass die Besuchsübergaben klappen würden und 

Kantonsgericht Schwyz 39

keine begleiteten Besuchsübergaben organisiert werden müssten. Hauptkon-
flikte innerhalb der letzten anderthalb Jahre habe es seinen Angaben nach 
nebst dem Bereich der gemeinsamen Sorge auch im gemeinsamen Elternsein 
gegeben. Es habe sich gezeigt, dass die Mutter gerne alleine Entscheidungen 
treffe und den Vater im Nachhinein informiere (KG-act. 66/1). 

Soweit der Beistand hiermit die Frage des Kindergarteneintritts der Klägerin 1 
per Schuljahr 2022/23 anspricht, kann ihm nach dem oben Gesagten nicht 
zugestimmt werden. Abgesehen davon, dass es sich hierbei nicht um eine 
Alltagsfrage handelt, ist auch gestützt auf die Ausführungen des Beistands 
davon auszugehen, dass ein Elternkonflikt nach wie vor vorhanden ist 
(vgl. KG-act. 66/1).

hh) Kommt schliesslich hinzu, dass bei der alternierenden Obhut der Kom-
munikations- und Kooperationsfähigkeit besondere Beachtung zu schenken 
ist, wenn das Kind schulpflichtig ist oder die geografische Entfernung zwi-
schen den Eltern ein Mehr an Organisation erfordert (BGE 142 III 612 E. 4.3; 
Büchler/Clausen, a.a.O., Art. 298 ZGB N 9a). Die Vorderrichterin ging richti-
gerweise von einem Kindergarteneintritt der Klägerin 1 im August 2023 aus 
(vgl. angef. Urteil E. 4.5, S. 19; KG-act. 63, S. 1; KG-act. 63/1-4). Dies bringt 
eine Steigerung des Organisationsaufwands mit sich, weil unter anderem Ab-
sprachen hinsichtlich des Stundenplans, für den Kindergarten erforderlicher 
Utensilien und allfälligen Ausflügen (inkl. Ausrüstung) etc. erforderlich werden. 
Ausserdem ist zwischen den Eltern eine stärkere Zusammenarbeit hinsichtlich 
sozialer Belange der Klägerin 1 wie auch ein Austausch bezüglich ihrem 
Wohlbefinden etc. angezeigt, weil beide Elternteile direkt involviert sind und 
die Klägerin 1 direkt im Kindergartenalltag erleben (Integration, Freund-
schaften, positive und negative Erfahrungen etc.). Gerade die Umstände rund 
um die Anmeldung der Klägerin 1 für den Kindergarten zeigen für das Gericht 
eindrücklich auf, dass die Eltern bereits die Entwicklung ihrer Tochter und da-
mit verbunden den Zeitpunkt des Kindergarteneintritts abweichend einstufen, 

Kantonsgericht Schwyz 40

weshalb erst recht hinsichtlich der sich stellenden Alltagsfragen insbesondere 
die Kooperationsfähigkeit des Beklagten nicht als ausreichend angesehen 
werden kann. Der Beklagte selber beruft sich hinsichtlich der Klägerin 2 mit 
Bezug auf gemeinsam zu treffende Entscheidungen auf deren fehlende 
Kooperationsbereitschaft (KG-act. 49 Ziff. 2, S. 2). So strengten die Parteien 
denn auch mehrere Massnahmeverfahren (betreffend Ob-
hut/Besuchsrecht/Besuchsrechtsbeistandschaft [ZES 2019 521], Ferien- und 
Feiertagsbesuchsrecht [ZES 2019 678 und ZES 2020 650], Auslandferi-
en/Unterhalt [ZES 2020 96] sowie Sistierung des Besuchs-
rechts/Besuchsrechtsbeistandschaft [ZES 2020 506]) an. Es ist nicht zu er-
warten, dass die Kindseltern sich längerfristig bereits betreffend Alltagsfragen 
ausreichend auszutauschen und zu 
kooperieren vermögen. Die insbesondere seitens des Beklagten gemachten 
Vorwürfe gegenüber der Klägerin 2 und sein Misstrauen ihr gegenüber ist mit 
einer erfolgreichen alternierenden Obhut nicht zu vereinbaren (vgl. auch 
KG BL, Entscheid 810 18 219 vom 19. Dezember 2018 E. 7.2). 

f) Bei der Prüfung der Möglichkeit der alternierenden Obhut ist wie er-
wähnt auch die Stabilität zu berücksichtigen, welche die Weiterführung der 
bisherigen Regelung für das Kind gegebenenfalls mit sich bringt. In diesem 
Sinne fällt die alternierende Obhut eher in Betracht, wenn die Eltern das Kind 
schon vor ihrer Trennung abwechselnd betreuten (BGer, Urteil 5A_367/2020 
vom 10. Oktober 2020 E. 3.4.3; BGE 142 III 612 E. 4.3; BGE 142 III 617 
E. 3.2.3). Die alternierende Obhut setzt damit zwar nicht voraus, dass dieses 
Modell schon während des Zusammenlebens der Ehegatten gelebt wurde. Die 
gelebte klassische Rollenteilung während des Zusammenlebens spricht aber 
grundsätzlich eher gegen eine alternierende Obhut (BGE 142 III 617 E. 3.2.3). 
Das Kriterium der Stabilität bildet gerade bei Säuglingen und Kleinkindern eine 
wichtige Rolle (BGer, Urteil 5A_17/2017 vom 25. Oktober 2017 E. 2.2.1; 
BGE 142 III 612 E. 4.3). Vorliegend trennten sich die Eltern am 11. September 
2018, als die am ________ geborene Klägerin 1 noch nicht einmal zwei 

Kantonsgericht Schwyz 41

Monate alt war, weshalb sich insofern noch kein Betreuungsmodell manifes-
tierte. An der Hauptverhandlung vom 18. März 2019 trafen die Parteien mit 
Bezug auf das Besuchsrecht eine nicht präjudizierende Regelung, wonach der 
Beklagte im Beisein der Mutter der Klägerin 2, deren Schwestern oder ihrem 
Vater berechtigt war, die Klägerin 1 jede Woche am Samstag von 14:00 bis 
16:00 Uhr mit sich zu Besuch zu nehmen (Vi-act. D3, S. 16 f.). Mit Erlass der 
Verfügung vom 8. November 2019 (ZES 2019 521) war er berechtigt, die 
Klägerin 1 während eines Monats jeden Samstag für drei Stunden, ab dem 
zweiten Monat jeden zweiten Samstag und am letzten Sonntag eines jeden 
Monats für jeweils fünf Stunden sowie ab August 2020 jeden zweiten Samstag 
für acht Stunden und am letzten Sonntag eines jeden Monats für fünf Stunden 
mit sich bzw. zu sich zu Besuch zu nehmen. Gemäss angefochtenem Urteil 
vom 23. März 2021 kann der Beklagte die Klägerin 1 bis Juli 2023 an jedem 
Samstag der ungeraden Kalenderwochen und am letzten Sonntag eines jeden 
Monats sowie an gewissen Feiertagen von 8:30 Uhr bis 18:00 und ab August 
2023 jedes zweite Wochenende sowie an gewissen Feiertagen von Freitag, 
18:00 Uhr, bis Sonntag, 18:00 Uhr, und während drei Wochen Ferien im Jahr 
mit sich bzw. zu sich zu Besuch zu nehmen. Aktuell wird die Klägerin 1 aber 
an jedem zweiten Samstag für acht Stunden und jeden letzten Sonntag im 
Monat von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr vom Beklagten betreut (vgl. KG-act. 71, 
S. 5). Übernachtungen beim Beklagten fanden bisher (unbestrittenermassen) 
nicht statt, was sich gemäss dem im angefochtenen Entscheid gewährten Be-
suchsrecht ab August 2023 ändern soll. Somit ist davon auszugehen, dass 
sich die Beziehung zwischen Vater und Tochter nach wie vor im Aufbau befin-
det. Die Umstände, dass es ab August 2023 zu ausgedehnteren Besuchen, 
d.h. mit Übernachtungen und drei Wochen Ferien pro Jahr kommen soll, ver-
mögen an den bisher gelebten Verhältnissen noch nichts zu ändern. Das 
Kriterium der Stabilität spricht vorliegend nicht für die Anordnung einer alter-
nierenden Obhut, auch wenn die Klägerin 1 zwischenzeitlich fünf Jahre alt und 
damit kein Kleinkind mehr, sondern bereits im Vorschulalter ist. 

Kantonsgericht Schwyz 42

g) Die Möglichkeit der Eltern, das Kind persönlich zu betreuen, spielt 
hauptsächlich dann eine Rolle, wenn spezifische Bedürfnisse des Kindes eine 
persönliche Betreuung notwendig erscheinen lassen oder wenn ein Elternteil 
selbst in Randzeiten (morgens, abends und an den Wochenenden) nicht 
bzw. kaum zur Verfügung stünde; ansonsten darf von der Gleichwertigkeit von 
Eigen- und Fremdbetreuung ausgegangen werden (vgl. BGE 144 III 481 
E. 4.6.3 und E. 4.7). In Anbetracht dessen sprechen die Hortbesuche der 
Klägerin 1 nicht gegen die alleinige Zuteilung der Obhut an die Klägerin 2.

h) Nach dem Gesagten lässt sich Folgendes festhalten: Die Klägerin 2 
sowie der Beklagte sind grundsätzlich als erziehungsfähig zu erachten. Das 
Verhältnis der Klägerin 1 scheint zu beiden Elternteilen gut zu sein, wenn 
auch der bisherige Kontakt zum Beklagten eingeschränkt war und die Klägerin 
2 ihre Hauptbezugsperson ist. Die geographischen Gegebenheiten sprechen 
demgegenüber nach Ansicht des Gerichts gegen eine alternierende Obhut, 
soweit die Zurücklegung der Strecke zwischen T.________ und V.________ 
mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt. Gegen die Anordnung der alter-
nierenden Obhut sprechen aber insbesondere das Kriterium der Stabilität und 
der vorhandene Elternkonflikt sowie das gegenseitige Misstrauen. Auch in 
Zukunft ist bis auf Weiteres nicht von einer wesentlichen Beruhigung des be-
reits bald fünf Jahre andauernden Elternkonflikts auszugehen. Mit zunehmen-
dem Alter dürfte die Klägerin 1 die Spannungen zwischen den Eltern vermehrt 
wahrnehmen und sich ein allfälliger Loyalitätskonflikt verstärken. Damit fällt 
die Anordnung der alternierenden Obhut unter Berücksichtigung einer ange-
messenen Übergangsfrist (vgl. KG-act. 1 N 40 und 61) für das Gericht ausser 
Betracht. Auch wenn der Gesetzgeber mit Art. 298 Abs. 2ter ZGB der alternie-
renden Obhut den Vorzug gibt (Schwenzer/Cottier, a.a.O., Art. 298 ZGB N 6), 
ist der Antrag auf Anordnung der alternierenden Obhut im Lichte des Gesag-
ten abzuweisen. Es bleibt damit bei der alleinigen Obhut der Klägerin 2 
gemäss angefochtenem Urteil (Dispositivziffer 2). 

Kantonsgericht Schwyz 43

3. a) Mit der Anordnung bzw. Bestätigung der alleinigen Obhut an die 
Klägerin 2 erübrigt sich eine Auseinandersetzung mit der vom Beklagten mit 
Berufungsantrag Ziffer 2.1.1 beantragten Betreuungsregelung. Ebenfalls ist 
keine Übergangsphase (vgl. Berufungsantrag Ziffer 2.2) anzuordnen, nach-
dem auch die Kindsmutter eine Abstufung von einer Übernachtung auf zwei 
Übernachtungen trotz des Umstandes, dass der August 2023 immer näher 
rückte, nicht beantragte. Obschon die Beziehung zwischen der Klägerin 1 und 
dem Beklagten noch im Aufbau ist, sollte ihr heutiges Verhältnis ein direktes 
Wochenendbesuchsrecht mit zwei Übernachtungen zulassen. Ob der Beklag-
te für den Fall der Bestätigung der alleinigen Obhut Einwände gegen die vor-
derrichterliche Feiertags- und Ferienbesuchsregelung erhebt (vgl. Berufungs-
antrag Ziffer 2.1.2), lässt sich seinen Anträgen und Vorbringen nicht eindeutig 
entnehmen. Jedenfalls vermag der Beklagte nicht zu begründen, weshalb ihm 
(abwechselnd) auch an Heiligabend (24.12.) und/oder am Weihnachtstag 
(25.12.) respektive an Silvester (31.12.) oder Neujahr (01.01.) ein Besuchs-
recht zustehen soll (vgl. KG-act. 1 N 57). Zu begrüssen ist, dass die Klägerin 1 
die Weihnachtstage sowohl im Umfeld der Mutter als auch demjenigen des 
Vaters verbringen kann, was mit der vorderrichterlichen Regelung erfüllt wird, 
indem die Klägerin 1 ihn am zweiten Doppelfeiertag besuchen kann. Zudem 
darf der Beklagte sie gemäss der vorderrichterlichen Regelung am 2. Januar 
sowie Oster- und Pfingstmontag (bis Juli 2023) bzw. alternierend über die 
Oster- und Pfingsttage (ab August 2023) zu sich nehmen. Die Bedeutung von 
Silvester und Neujahr dürfte mit Blick auf das derzeitige Alter der Klägerin 1 
nicht so hoch wie diejenige der Weihnachts- und Ostertage sein. Jedenfalls 
macht der Beklagte nichts Gegenteiliges geltend. Entsprechendes gilt für 
Fronleichnam und Auffahrt, zu welchen verlängerten Wochenenden er sich 
nicht näher äussert. Es ist deshalb nicht angezeigt, in das Ermessen der Vor-
derrichterin einzugreifen. Ebenso wenig drängt sich zwingend eine Regelung 
im Sinne des Rechtsbegehrens Ziffer 2.1.3 (KG-act. 1, S. 3) auf, nachdem die 
gerichtliche Besuchsregelung regelmässig als Regelung für den Konfliktfall gilt 
und die Eltern ohnehin einvernehmlich eine andere bzw. extensivere 

Kantonsgericht Schwyz 44

Regelung leben können. Dabei haben sie zu berücksichtigen, dass das Be-
suchsrecht auch ein Recht des Kindes ist und seine Meinung, Wünsche und 
Bedürfnisse miteinzubeziehen sind (Büchler, in: Fankhauser [Hrsg.], a.a.O., 
Art. 273 ZGB N 26). Die Vorderrichterin ermahnte die Eltern zu recht, gestützt 
auf Art. 307 Abs. 3 ZGB, im Zusammenhang mit der gesamten Besuchs-
rechtsregelung Toleranz, Grosszügigkeit und Augenmass walten zu lassen 
(angef. Urteil E. 4.6, S. 19). 

b) Die Klägerinnen stellen mit Eingabe vom 17. April 2023 den Antrag um 
Aufhebung von Dispositivziffer 3 Absatz 3 Unterabsatz 3 des angefochtenen 
Urteils und Ersetzung durch folgende Fassung (KG-act. 76 N 21):

Ab 1.1.2024:
Ab diesem Zeitpunkt ist der Beklagte zusätzlich berechtigt, die Klägerin 1 
während drei Wochen Ferien pro Jahr, wovon maximal zwei Wochen am 
Stück, mit sich bzw. zu sich zu Besuch zu nehmen.

Es sei unbestritten, dass die Klägerin 1 bislang noch nicht mehrere Tage beim 
Beklagten verbracht und bei ihm noch kein einziges Mal übernachtet habe. 
Entsprechend liege es nicht im Kindeswohl, wenn ein Ferienbezug möglich 
sei, obschon sie zuvor noch nicht während einer gewissen Zeit an den 
Wochenenden beim Beklagten verbracht habe (KG-act. 76 N 21). Der Beklag-
te äusserte sich in seiner Eingabe vom 3. Mai 2023 nicht hierzu, hielt aber an 
seinen Anträgen vollumfänglich fest (KG-act. 78, S. 1). Gemäss angefochte-
nem Urteil hat dies drei Monate im Voraus zu erfolgen. Es kann also davon 
ausgegangen werden, dass das Ferienrecht zum ersten Mal nicht gleichzeitig 
mit der Durchführung der ersten Wochenendbesuche vollzogen wird. Dem 
oben erwähnten Antrag betreffend Beginn des Ferienrechts ist mithin nicht zu 
entsprechen.

4. Umstritten ist weiter die angeordnete Beistandschaft und deren Kompe-
tenzen.

Kantonsgericht Schwyz 45

a) aa) Mit Verfügung vom 16. November 2020 ordnete die Einzelrichterin 
im Verfahren ZES 2020 506 gestützt auf Art. 308 Abs. 2 ZGB eine Beistand-
schaft für die Klägerin 1 an und beauftragte die KESB Ausserschwyz, eine 
Beistandsperson für sie zu ernennen und diese mit folgenden Aufträgen zu 
betrauen:

- Organisation von begleiteten Besuchsübergaben betreffend
C.________:

- Sicherstellung der Finanzierung der Besuchsübergaben;
- Unterstützung und Beratung der Eltern in Belangen betreffend Be-

suchsübergaben.

bb) Mit angefochtenem Urteil erkannte die Vorderrichterin mit Dispositiv-
ziffer 4 auf Weiterführung der angeordneten Beistandschaft und beauftragte 
die KESB Ausserschwyz, die Beistandsperson mit folgenden Aufgaben zu 
betrauen:

a. Unterstützung und Beratung der Eltern in Belangen der Besuchs-
rechtsausübung;

b. Sicherstellung und Überwachung der Besuchsrechtsausübung;
c. Vermittlung zwischen den Eltern bei Konflikten betr. das Besuchs-

recht;
d. nötigenfalls Festlegung der Modalitäten der Besuche unter Einbe-

zug der Beteiligten (Übergabeort, Anordnungen über das Verhalten 
etc.);

e. nötigenfalls Organisation einer begleiteten Besuchsrechtsübergabe 
(bei Bedarf unter Beizug von externen Fachpersonen wie sozial-
pädagogische Familienbegleitung o.ä.);

f. Sicherstellung der Finanzierung der notwendigen Massnahmen.

Die Vorderrichterin verweist auf die Erwägungen in der Verfügung vom 
16. November 2020. Um erneute Eskalationen bei der Besuchsrechtsüberg-
abe zu vermeiden, erscheine es nach wie vor erforderlich, eine neutrale Dritt-
person, die den Eltern im Zusammenhang mit der Besuchsrechtsausübung 
mit Rat und Tat zur Seite stehe, zu installieren. Es sei aufgrund der seit der 
Geburt der Klägerin 1 bestehenden Schwierigkeiten zwischen der Klägerin 2 
und dem Beklagten und den Vorfällen in der Vergangenheit nicht auszusch-

Kantonsgericht Schwyz 46

liessen, dass sich der Konflikt im Zusammenhang mit den Besuchsübergaben 
wieder aktualisieren könne (angef. Urteil E. 5.2). 

b) aa) Der Beklagte verlangte mit Berufung die Aufhebung der Besuchs-
rechtsbeistandschaft (KG-act. 1 Antrag Ziffer 4, S. 4). Der (ehemalige) Be-
suchsrechtsbeistand M.________ habe aufgrund der sehr guten direkten 
Kommunikation zwischen ihm und der Klägerin 2 im vergangenen halben Jahr 
keine Unterstützungs-, Vermittlungs- und Organisationsfunktion ausüben 
müssen. Die Beistandschaft sei daher aufzuheben (KG-act. 1 N 64; 
KG-act. 12 N 60). Demgegenüber stellte er in seiner E-Mail vom 28. März 
2022 an die KESB Ausserschwyz den Antrag um Erweiterung der Beistand-
schaft (vgl. KG-act. 33/1), an dem er mit Eingabe vom 29. August 2022 explizit 
festhielt (KG-act. 56 Antrag Ziffer 1, S. 5). 

bb) Die Klägerinnen erachten die Weiterführung der Beistandschaft als 
zwingend notwendig. Daraus, dass der erst vor kurzem eingesetzte Beistand 
noch nicht habe intervenieren müssen, könne nicht auf eine Beseitigung der 
Konflikte geschlossen werden. Die Übergaben würden nach wie vor nicht rei-
bungslos verlaufen. Zudem sei insbesondere die Kommunikationsfähigkeit 
ungenügend (KG-act. 9 N 76; KG-act. 17 N 65). Hinsichtlich der beantragten 
Erweiterung der Beistandschaft ersuchen die Klägerinnen um Abweisung der 
entsprechenden Anträge (vgl. KG-act. 39, S. 2 und N 19). 

c) aa) Wie sich seiner Eingabe vom 11. November 2021 
(vgl. KG-act. 19 N 11 ff.) entnehmen lässt, sah sich der Beklagte am 20. Sep-
tember 2021 selber (erstmals) veranlasst, an den Beistand heranzutreten mit 
der Bitte um ein gemeinsames Gespräch zusammen mit der Klägerin 2, weil 
letztere angeblich seit seiner Berufung sämtliche Kommunikation mit ihm ver-
weigere und ihm zu Unrecht Vorwürfe hinsichtlich seines Verhaltens bei den 
Besuchsrechtsübergaben sowie im Umgang mit der Klägerin 1 mache (KG-
act. 19/2). Eine weitere E-Mail datiert vom 1. November 2021 (KG-act. 19/4). 

Kantonsgericht Schwyz 47

Die Klägerin 2 wandte sich mit E-Mails vom 10. September 2021 und 24. De-
zember 2021 an den Beistand (KG-act. 17/2 = KG-act. 50/1, S. 1; KG-
act. 25/3 = KG-act. 50/4). Weitere E-Mails der Klägerin 2 an den 
Beistand handelten von der Organisation von begleiteten Besuchsübergaben 
(vgl. KG-act. 50/2-3). Mit E-Mail 28. März 2022 ersuchte der Beklagte die 
KESB Ausserschwyz zudem wie erwähnt um Erweiterung der Beistandschaft 
(KG-act. 33/1). Der Beistand sei damit zu beauftragen, der Klägerin 1 zu er-
möglichen, bei ihm über Nacht bleiben zu können. Weiter soll der Beistand, 
insbesondere hinsichtlich der Kinderkrippe, dem Kindergarten, der Schule, 
dem Urlaub und allfälliger Operationen etc., Alleingänge der Klägerin 2 ver-
hindern. Schliesslich habe er die Klägerin 2 unter Androhung von Sanktionen 
aufzufordern, ihr feindliches und aggressives Verhalten ihm gegenüber zum 
Wohle der Klägerin 1 einzustellen (KG-act. 33/1). Zudem reichte der Beklagte 
am 15. Februar 2023 eine Gefährdungsmeldung bei der KESB ein mit der 
Begründung, die Klägerin 2 instrumentalisiere die Klägerin 1 (KG-act. 66/2). 
Die KESB leitete beide Eingaben dem Kantonsgericht zur Überprüfung der 
Zuständigkeit weiter (KG-act. 33 und 66). Wird beim Gericht auf Unterhalt ge-
klagt, regelt das Gericht auch die elterliche Sorge sowie die weiteren Kinder-
belange (sog. Kompetenzattraktion; Art. 298b Abs. 3 ZGB; 
Art. 304 Abs. 2 ZPO), zu welchen die Obhut, die Betreuungsanteile oder der 
persönliche Verkehr sowie allfällige Kindesschutzmassnahmen gemäss 
Art. 307 f. ZGB gehören (Maier, Die konkrete Berechnung von Kinderunter-
haltsbeiträgen, in: FamPra 2020, S. 327 f.; Moret/Steck, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], a.a.O., Art. 304 ZPO N 6a). 

bb) Die Aufträge um Organisation von begleiteten Besuchsrechtsübergaben 
und die Sicherstellung der Finanzierung der Besuchsübergaben sind nach 
Ansicht des Beistands O.________ aufzuheben. Er erachtet überdies auch 
eine Unterstützung der Eltern bei den Besuchsrechtsübergaben nicht mehr als 
erforderlich (KG-act. 66/1). Bereits die genannten Eingaben des Beklagten 
und der am 4. Februar 2023 unterbliebene Besuch der Klägerin 1 bei ihm so-

Kantonsgericht Schwyz 48

wie die als Reaktion hierauf erfolgte Gefährdungsmeldung lassen die ange-
ordnete Besuchsrechtsbeistandschaft indes nach wie vor als erforderlich er-
scheinen. Dabei ist ebenso nicht gänzlich ausgeschlossen, dass begleitete 
Besuchsübergaben inklusive deren Übergaben wieder Thema werden. Wie 
die Vorderrichterin festhielt, hat der Beistand auch die Aufgabe, zwischen den 
Eltern zu vermitteln (angef. Urteil E. 4.6, S. 19). Es geht dabei nicht um eine 
eigentliche Erweiterung des gerichtlichen Besuchsrechts 
(vgl. KG-act. 12 N 57). Dispositivziffer 4 des angefochtenen Urteils ist damit zu 
bestätigen.

cc) Was die beantragte Erweiterung der Beistandschaft betrifft 
(vgl. KG-act. 33/1; siehe auch KG-act. 66/1), ist festzuhalten, dass die Beurtei-
lung der Besuchs- oder Betreuungszeiten im Rahmen des vorliegenden Ver-
fahrens durch das Gericht und nicht durch den Beistand erfolgt. Ein Auftrag an 
den Beistand, Übernachtungen der Klägerin 1 bei ihm zu ermöglichen, fällt 
damit ausser Betracht. Des Weiteren bleiben die angeblichen Alleingänge der 
Klägerin 2 sowohl seitens des Beistands als auch des Beklagten unsubstanzi-
iert (betreffend Kindergarteneintritt siehe E. 2e/cc oben). Der Umfang der Be-
suche bei der Kinderkrippe ist sodann nicht zu beanstanden, solange die Klä-
gerin 2 die alleinige Obhut innehat. Bezüglich geplanter Urlaube, der Schu-
le oder Operationen etc. sind schliesslich keine Anhaltspunkte gegeben, dass 
die Klägerin 2 den Beklagten übergehen könnte. Ebenso wenig ist der Bei-
stand damit zu beauftragen, das angeblich feindliche und aggressive Verhal-
ten der Klägerin 2 dem Beklagten gegenüber einzustellen, weil Entsprechen-
des unbelegt blieb und bei der Klägerin 2 auch nicht gleichzusetzen ist mit 
dem erwähnten gegenseitigen Misstrauen der Kindseltern. Ungeachtet dessen 
sind die Aussagen des Beklagten widersprüchlich, soweit er ihr Verhältnis als 
kooperativ bezeichnet. Ermahnungen oder Weisungen unter Strafandrohung 
würde das Gericht davon abgesehen direkt anordnen. Die Anordnung einer 
weitergehenden (Erziehungs-)Beistandschaft ist damit abzulehnen und die 
entsprechenden Anträge sind abzuweisen. 

Kantonsgericht Schwyz 49

5. Beide Parteien erheben Einwände gegen die vorderrichterliche Unter-
haltsregelung. 

a) Der Kindesunterhalt wird durch Pflege, Erziehung und Geldzahlung ge-
leistet (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Gemäss Art. 276 Abs. 2 ZGB sorgen die Eltern 
gemeinsam, jeder nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt des 
Kindes und tragen insbesondere die Kosten von Betreuung, Erziehung, Aus-
bildung und Kindesschutzmassnahmen. Stehen die Kinder unter der alleinigen 
Obhut eines Elternteils, so leistet der obhutsberechtigte Elternteil seinen 
Unterhaltsbeitrag bereits vollständig in natura, indem er den Kindern Pflege 
und Erziehung erweist (sog. Naturalunterhalt). Vor dem Hintergrund der 
Gleichwertigkeit von Geld- und Naturalunterhalt fällt der Geldunterhalt diesfalls 
vom Grundsatz her vollständig dem anderen Elternteil anheim. Von diesem 
Grundsatz kann und muss das Gericht jedoch ermessensweise abweichen, 
wenn der hauptbetreuende Elternteil leistungsfähiger ist als der andere 
(BGE 147 III 265 E. 5.5 und 8.1). Das Bundesgericht erklärte die Lebenshal-
tungskostenmethode bzw. die zweistufige Methode mit Überschussverteilung 
als verbindliche Berechnungsmethode für die Ermittlung des Kindesunterhalts 
(betreffend Betreuungsunterhalt: BGE 144 III 377, Regeste und E. 7; betref-
fend Barunterhalt: BGE 147 III 265 E. 6.1 und 6.6). Nach dieser Methode sind 
zum einen die finanziellen Mittel, d.h. in erster Linie die effektiven oder 
hypothetischen Einkommen, und zum anderen der Bedarf der Beteiligten (der 
sog. gebührende Unterhalt) festzustellen (BGE 147 III 265 E. 7). Der geschul-
dete Unterhaltsbeitrag ergibt sich sodann aus der Verteilung der vorhandenen 
Mittel entsprechend den ermittelten Bedarfszahlen unter Berücksichtigung der 
Betreuungsverhältnisse und weiterer Umstände des Einzelfalls (ebd. E. 7.3). 
Ein nach der Deckung des betreibungsrechtlichen bzw. bei genügenden Mit-
teln des sog. familienrechtlichen Existenzminimums verbleibender Überschuss 
ist nach der konkreten Situation ermessensweise zu verteilen (ebd. E. 7). Bei 
ungenügenden Mitteln ist hingegen das Verhältnis der zueinander in Konkur-
renz tretenden Unterhaltskategorien zu regeln. Es gilt folgende Reihenfolge: 

Kantonsgericht Schwyz 50

Zuerst ist der Barunterhalt der minderjährigen Kinder, im Anschluss der Be-
treuungsunterhalt, sodann allfälliger (nach-)ehelicher Unterhalt und abschlies-
send der Volljährigenunterhalt zu decken. Vorab ist dabei dem oder den Un-
terhaltsverpflichteten stets das eigene betreibungsrechtliche Existenzminimum 
zu belassen. Aus den weiteren Mitteln sind, jeweils berechnet auf der Basis 
des betreibungsrechtlichen Existenzminimums, die verschiedenen Unterhalts-
kategorien in der genannten Reihenfolge zu decken. Erst wenn das betrei-
bungsrechtliche Existenzminimum aller Berechtigten gedeckt ist, kann es dar-
um gehen, verbleibende Ressourcen in eine erweiterte Bedarfsrechnung auf-
zunehmen und auf das familienrechtliche Existenzminimum aufzustocken, 
wobei die verschiedenen Unterhaltskategorien in der genannten Reihenfolge 
aufzufüllen sind und etappenweise vorzugehen ist, indem z.B. in einem ersten 
Schritt allseits die Steuern