# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f440fa23-a24a-5ce4-97dc-2b040a557756
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.07.2009 E-4218/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4218-2009_2009-07-07.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4218/2009/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiber Peter Jaggi.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 17. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4218/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Nigeria im (...) 
auf dem Luftweg verliess und am (...) illegal in die Schweiz gelangte, 
wo er am (...) um Asyl nachsuchte,

dass er  am 9. Juni 2008 im B._______ summarisch befragt  und am 
5. Juni 2009 (...) vom BFM zu seinen Asylgründen angehört wurde,

dass er zur Begründung seines Asylgesuches geltend machte, er sei 
nigerianischer  Staatsangehöriger  und  ethnischer  (...)  katholischen 
Glaubens mit letztem Wohnsitz in C._______ (...),

dass  er  bis  Ende  (...)  mit  seiner  Mutter,  die  (...)  sei,  in  D._______ 
gelebt habe,

dass  er  nach  einer  (...)-Operation  nach  Hause  zurückgekehrt  und 
seine Mutter verschwunden gewesen sei,

dass er nach ihrem Verschwinden nach C._______ gegangen sei und 
als Strassenhändler gearbeitet habe, weil er die Miete für die Wohnung 
in D._______ nicht habe bezahlen können,

dass er zusammen mit anderen Männern unter einer Brücke gewohnt 
habe,

dass  sie  den  (...),  einer  Gang,  regelmässig  Geld  hätten  bezahlen 
müssen und diese mit ihnen sexuell hätten verkehren wollen,

dass er  eines Tages im Jahr (...)  die Beherrschung verloren und ein 
Gangmitglied mit einer Flasche zu Boden geschlagen habe, worauf die 
anderen  Mitglieder  der  Gang  ihn  hätten  zusammenschlagen  wollen, 
sein Freund ihn zu retten versucht habe und dabei selber zusammen-
geschlagen worden sei, 

dass er geflüchtet sei und Unterschlupf bei einem Fahrer gefunden ha-
be, der ihn über die Ermordung seines Freundes durch die Gang infor-
miert und zu einem Mann gebracht habe, der die Ausreise organisiert 
und finanziert habe,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

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dass der  Beschwerdeführer  im erstinstanzlichen Verfahren trotz  wie-
derholter Aufforderungen keine Reise- oder Identitätspapiere, sondern 
lediglich eine Geburtsurkunde zu den Akten reichte,

dass das BFM mit Verfügung vom 17. Juni 2009 – eröffnet am 24. Juni 
2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer 
habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  ihm  eingeräumten  Frist  von 
48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

dass keine entschuldbaren Gründe vorlägen, weil seine diesbezüglich-
en Vorbringen unglaubhaft seien,

dass insbesondere die Aussagen des Beschwerdeführers,  er  sei  mit 
dem Flugzeug in ein unbekanntes Land und von dort weiter in ein wei-
teres  unbekanntes  europäisches  Land  geflogen,  er  habe  bis  zuletzt 
nicht  gewusst,  in  welches  Land  er  vom  Schlepper  gebracht  werde, 
nicht glaubhaft seien, weil sowohl beim Einchecken als auch im Flug-
zeug selber über Anzeigetafeln und Lautsprecher mehrsprachige An-
gaben zum jeweiligen Zielort gemacht würden,

dass  seine  Vorbringen  nicht  erstaunten,  zumal  sie  den  stereotypen 
Vorbringen asylsuchender Personen entsprächen, die nicht bereit sei-
en, ihren Reiseweg preiszugeben und ihre Identität mit Ausweispapie-
ren zu belegen,

dass seine Aussage, ein unbekannter Mann habe für ihn die Ausreise 
organisiert und bezahlt, realitätsfremd sei,

dass die eingereichte Geburtsurkunde kein Reise- oder Identitätspa-
pier sei, aus der sich die Identität des Beschwerdeführers ergebe,

dass bei Papierlosigkeit zu prüfen sei, ob auf Grund der Anhörung so-
wie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft fest-
gestellt werden könne, oder ob zusätzliche Abklärungen zur Feststel-
lung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshin-
dernisses nötig seien,

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dass  die  gesuchsbegründenden  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
widersprüchlich, unsubstanziiert und nicht nachvollziehbar seien,

dass er bei der Erstbefragung ausgesagt habe, seine Mutter habe ihm 
nach  der  Beendigung  der  Primarschule  von  ihrer  Krankheit  erzählt, 
wogegen er anlässlich der Anhörung zu seinen Asylgründen geltend 
gemacht habe, seine Mutter habe ihm Ende (...) gesagt, sie sei (...),

dass  er  in  Bezug  auf  seine  (...)erkrankung  im  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum  ausgesagt  habe,  er  sei  eines  Tages  von  einem 
Mann  angegriffen  und  in  den  Bauch  geschlagen  worden,  worauf  er 
ohnmächtig geworden und in ein Spital verbracht worden sei, wo er er-
fahren habe, dass sein (...) „explodiert“ sei,

dass er im Unterschied dazu bei der Anhörung geltend gemacht habe, 
er sei krank geworden und habe immer Bauchschmerzen gehabt, die 
er  anfänglich mit  Medikamenten behandelt  habe, eines Tages indes-
sen unterwegs zu Boden gefallen und ohnmächtig geworden sei, wo-
rauf  er  in  ein  Spital  gebracht  worden  sei,  wo  er  von  seiner  (...)-
erkrankung erfahren habe,

dass es dem Beschwerdeführer mit seinen Ausführungen nicht gelun-
gen sei, den von ihm geltend gemachten Sachverhalt angemessen zu 
konkretisieren,  zumal  er  oft  abweichend  und  erst  auf  wiederholte 
Nachfragen hin geantwortet habe,

dass  seine  Aussagen  insgesamt  unsubstanziiert  seien  und  es  ihm 
nicht gelungen sei, die Geschehnisse in einen zeitlichen Rahmen zu 
setzen,

dass nicht nachvollziehbar sei, dass der Beschwerdeführer trotz regel-
mässiger Vergewaltigungen durch Gangmitglieder insgesamt drei Jah-
re unter einer Brücke gewohnt und nicht versucht habe, an einem an-
deren Ort in C._______ Unterschlupf zu finden,

dass er somit die Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 und Art. 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses aufgrund der Akten nicht erforderlich seien,

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dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle und der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich 
sei,

dass am 29. Juni und 30. Juni 2009 zwei Unterstützungsschreiben für 
den Beschwerdeführer beim BFM eintrafen,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Rechtsmitteleingabe  vom  30.  Juni 
2009 (Poststempel) in materieller Hinsicht die vollumfängliche Aufhe-
bung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  und  die  Gewährung  von  Asyl, 
eventualiter unter Anordnung der vorläufigen Aufnahme die Aufhebung 
des  Wegweisungsvollzugs  und  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege beantragt,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am 3. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
-  mit  Ausnahme  des  Antrags  auf  Gutheissung  des  Asylgesuchs 
(vgl. Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylre-
kurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.) - einzutreten ist 
(Art. 108 Abs. 2 und 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit dar-
auf beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an 
die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (a.a.O. S. 240 f.),

dass indessen bei Nichteintretensentscheiden, die gestützt auf Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen werden, das BFM im Rahmen einer sum-
marischen  Prüfung  das  offenkundige  Nichterfüllen  der  Flüchtlingsei-
genschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von 
Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat  (vgl. Entscheide 
des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  2007/8 
E. 2.1),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbe-
züglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird  (Art. 111  Abs. 1  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

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dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass es sich gemäss dem Urteil  BVGE 2007/7 beim Begriff  "Reise- 
und  Identitätspapiere"  um  Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  ein-
wandfreie Feststellung der Identität als auch die sichere Durchführung 
der Rückschaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsu-
chenden bestehen (a.a.O. E. 5.3 in fine),

dass keine zum Nachweis der Identität tauglichen Reise- oder Identi-
tätspapiere  eingereicht  wurden  und  das  BFM  in  der  angefochtenen 
Verfügung in rechtsgenüglicher Weise dargelegt hat, weshalb für das 
Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren keine entschuldba-
ren Gründe vorliegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass aufgrund der realitätsfremden Ausführungen des Beschwerdefüh-
rers zum Ablauf seiner Reise davon auszugehen ist, er habe für seine 
Reise authentische Reise- und Identitätspapiere verwendet, welche er 
jedoch in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 
Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorenthalte,

dass an dieser Beurteilung weder die erst am 5. Juni 2009 eingereich-
te  Geburtsurkunde  noch  die  nachträgliche  Einreichung  von  gültigen 
Reise- oder Identitätspapieren etwas ändert respektive ändern würde, 
weil  es  bei  der  Frist  von 48 Stunden  gemäss  Art.  32  Abs. 2  Bst. a 
AsylG nicht um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abga-
be der schon existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten 
Papiere geht,

dass somit  die Identität  des Beschwerdeführers bis heute nicht  fest-
steht  und  dadurch  auch  seine  persönliche  Glaubwürdigkeit  in  Frage 
gestellt ist,

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dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richt-
linien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungshindernisses  noch  zur  direkten 
Feststellung der Flüchtlingseigenschaft  (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c 
AsylG),

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu den Verfolgungs- und 
Fluchtgründen als haltlos zu bezeichnen sind und sich die Ausführun-
gen in der Rechtsmitteleingabe in einer Wiederholung der mündlichen 
Aussagen zur Begründung seines Asylgesuchs erschöpfen, ohne auch 
nur ansatzweise zu den Erwägungen der Vorinstanz in der angefoch-
tenen Verfügung Stellung zu nehmen,

dass deshalb an dieser Stelle mangels substanziierter Entgegnungen 
in  der  Beschwerde zur  Vermeidung von Wiederholungen vollumfäng-
lich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz in der angefoch-
tenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass festzustellen ist, dass keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG auf-
geführten,  dem Regelfall  des  Nichteintretens bei  Erfüllen des Tatbe-
standes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG entgegenstehenden Gründe 
vorliegt,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-

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desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schut-
ze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  er-
sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in Nigeria keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht (vgl. dazu 
die  zutreffenden  Ausführungen  in  der  vorinstanzlichen  Verfügung), 
weshalb der Wegweisungsvollzug in genereller Hinsicht als zumutbar 
zu erachten ist,

dass auch keine individuellen Gründe ersichtlich sind, die dem Vollzug 
der Wegweisung entgegenstehen könnten,

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dass die Behörden grundsätzlich von Amtes wegen verpflichtet sind, 
den Sachverhalt  hinsichtlich  des  Bestehens allfälliger  Wegweisungs-
vollzugshindernisse abzuklären,

dass solche Abklärungen im vorliegenden Fall indessen nicht möglich 
sind, da die Vorbringen des Beschwerdeführers im Asylpunkt unglaub-
haft  sind  (vgl.  die  vorstehenden  Erwägungen)  und  die  eingereichte 
Geburtsurkunde nicht geeignet ist, seine Identität zu belegen,

dass es bei dieser Sachlage nicht Sache der Asylbehörden sein kann, 
nach allfälligen Wegweisungsvollzugshindernissen zu forschen, zumal 
die  Untersuchungspflicht  der  Behörden  nach Treu und Glauben  ihre 
Grenzen  an  der  Mitwirkungspflicht  der  asylsuchenden  Person  findet 
(vgl. Art. 8 AsylG), welche im Übrigen auch die Substanziierungslast 
trägt (vgl. Art. 7 AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer ohne weiteres zumutbar und möglich 
gewesen wäre, bei der Feststellung des rechtserheblichen Sachverhal-
tes mitzuwirken,

dass er  angesichts  dieser  Sachlage die Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung respektive Verheimlichung seiner wahren persönlichen Ver-
hältnisse  zu  tragen  hat,  indem vermutungsweise  davon  auszugehen 
ist, er habe bei einer Rückkehr nach Nigeria keine individuell begrün-
dete,  konkrete  Gefährdung  zu  gewärtigen  (vgl.  EMARK  2005  Nr.  1 
E. 3.2.2 S. 4 f.),

dass zudem mit der Vorinstanz festzustellen ist,  dass er über Bezie-
hungen  und  ausreichende  finanzielle  Mittel  verfügte,  um  in  die 
Schweiz zu gelangen, weshalb entgegen seinen diesbezüglichen Vor-
bringen hinreichende Anhaltspunkte dafür bestehen, dass er nach sei-
ner Rückkehr in sein Heimatland nicht auf sich allein gestellt sein wird 
und auf Ressourcen zurückgreifen kann,

dass  sich  aufgrund vorstehender  Erwägungen der  Wegweisungsvoll-
zug als zumutbar erweist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung des Beschwerdeführers  in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG) und auch dies-
bezüglich keine zusätzlichen Abklärungen notwendig sind,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen und bei die-
sem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.− (Art. 16 Abs. 1 
Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.− werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zustän-
dige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Peter Jaggi

Versand:

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