# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f49b17ef-a329-59bb-9e3e-8afe8fb4aadd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 03.09.2014 S 2014 50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-50_2014-09-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 50

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuarin ad hoc Parolini

URTEIL
vom 3. September 2014

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war seit dem 1. Februar 2007 als Lastwagenführer bei der Firma 

B._____ AG in O.1._____ angestellt und im Zusammenhang mit diesem 

Arbeitsverhältnis obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversiche-

rungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfäl-

len versichert. Am 13. Februar 2007 erlitt A._____ einen Unfall, als er mit 

der rechten Hand einen rollenden Rolli aufhielt. Bei der Erstbehandlung 

im Kantonsspital O.2._____ wurde eine „Beckenkontusion, Kontusion 

Hand rechts, DD: Scaphoidfraktur, Vd. a. Ausriss Kollateralband MP-

Gelenk radial Dig I Hand links“ diagnostiziert. Wegen einer scapholunären 

Bandläsion rechts wurde er am 11. Mai 2007 (Revision und Brunnelli-

Bandplastik) und am 6. August 2007 (Entfernung Kirschnerdrähte) ope-

riert. Es folgten weitere Eingriffe am 9. Mai 2008 (partielle Gelenksdener-

vation, Exzision des dislozierten Mikro-Mitek-Ankers) und am 1. Juli 2009 

(four-corner-Arthrodese Handgelenk). Die SUVA erbrachte die gesetzli-

chen Versicherungsleistungen und stellte mit Schreiben vom 30. Juni 

2010 die Heilkosten- und Taggeldleistungen (letztere per 31. August 

2010) ein. Mit Verfügung vom 7. Juli 2010 sprach die SUVA A._____ eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 10'680.-- aufgrund einer Integritätsein-

busse von 10 % für die verbliebenen Beeinträchtigungen an der rechten 

Hand zu.

2. Am 6. Februar 2012 meldete sich A._____ bei der SUVA und teilte mit, er 

habe seit eineinhalb Monaten wieder vermehrt Schmerzen im rechten 

Handgelenk, die ohne Grund aus dem Nichts aufgetreten seien. Die SU-

VA anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte angesichts einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit ab dem 16. Februar 2012 Taggeldzahlun-

gen. Mangels Anstellung unmittelbar vor dem Rückfall wurden die Leis-

tungen auf der Basis des gesetzlich garantierten Mindesttaggeld-

Ansatzes von Fr. 27.65 pro Tag berechnet. 

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3. Mit Gesuch vom 4. Dezember 2013 beantragte A._____ die rückwirkende 

Erhöhung der Taggelder. Er begründete dies damit, dass kein Rückfall 

vorliege, weshalb der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn massgebend 

und ein Taggeld in der Höhe von mindestens Fr. 126.85 pro Tag auszu-

richten sei. Mit Verfügung vom 31. Dezember 2013 wies die SUVA das 

Gesuch ab. 

4. Die seitens von A._____ am 15. Januar 2014 dagegen erhobene Ein-

sprache wurde mit Einspracheentscheid vom 18. März 2014 abgewiesen.

5. Gegen den Einspracheentscheid reichte A._____ (nachfolgend Be-

schwerdeführer) am 22. April 2014 beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden Beschwerde ein. Er stellt folgendes Rechtsbegehren:

„1. Die angefochtene Verfügung vom 18. März 2014 sei aufzuheben.

2. Das Gesuch vom 4. Dezember 2013 sei gutzuheissen und es seien 
die Taggelder des Versicherten mit Wirkung seit dem 16.02.2012 auf 
mindestens CHF 126.85/Tag anzusetzen und rückwirkend seit dem 
16.02.2012 auszurichten.

3. Es sei ein umfassendes, interdisziplinäres ärztliches Gutachten zur 
Krankengeschichte und zur Frage, ob ein Rückfall beim Versicherten 
vorlag, bei einem unabhängigen, neutralen Gutachter einzuholen.

4. Dem Versicherten sei die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen 
und der Unterzeichnete als Rechtsvertreter zu bestellen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

6. Mit Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2014 beantragt die SUVA (nachfol-

gend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und die 

Bestätigung des Einspracheentscheids vom 18. März 2014. Sie hielt an 

ihrer Begründung, es handle sich bei der im Februar 2012 gemeldeten 

Beschwerdeproblematik um einen Rückfall, fest. 

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7. Mit Verfügung vom 19. Mai 2014 wurde dem Beschwerdeführer die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt und ihm wurde in der 

Person von Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Martin Allemann ein 

unentgeltlicher Anwalt (auf Kosten des Staates) bestellt. Dieser teilte dem 

Gericht mit Schreiben vom 29. Oktober 2014 mit, dass er den 

Beschwerdeführer nicht mehr vertrete.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften wird, 

soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 56 Abs. 1 i.V.m. Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 

kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde beim Versicherungsge-

richt desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person 

zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorliegend hat der Be-

schwerdeführer Wohnsitz im Kanton Graubünden, weshalb die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gege-

ben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich 

aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Ver-

waltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Der Einspracheentscheid vom 

18. März 2014, mit dem die Beschwerdegegnerin die Einsprache des 

heutigen Beschwerdeführers abwies, stellt demnach ein taugliches An-

fechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht dar. Als 

Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerde-

führer berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-

bung auf (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde ist somit einzutreten.

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b) Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 18. März 2014 

(Akten des Beschwerdeführers [Bf-act.] 2, Akten der Beschwerdegegnerin 

[Bg-act.] 327). Strittig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerde-

gegnerin bei der im Februar 2012 erneut gemeldeten Beschwerdepro-

blematik zu Recht von einem Rückfall ausging und das Taggeld gestützt 

darauf nach Massgabe von Art. 23 Abs. 8 der Verordnung über die Un-

fallversicherung (UVV; SR 832.202) korrekt bemessen hat.

2. a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt nach dem ATSG sowie 

der Spezialgesetzgebung im UVG zunächst voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem geklagten Gesundheitsschaden ein natürlicher 

und adäquater Kausalzusammenhang besteht.

b) Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhanges sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

verwirklicht gedacht werden kann. Ob zwischen einem schädigenden Er-

eignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusam-

menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Be-

schwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 

blosse Möglichkeit eines Sachzusammenhanges genügt für die Begrün-

dung eines Leistungsanspruches noch nicht (vgl. BGE 129 V 177 E.3.1).

c) Als adäquate oder rechtserhebliche Ursache eines Erfolges hat ein Ereig-

nis dann zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und 

nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg 

von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges 

also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 

177 E.3.2). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177 E.3.3, 

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125 V 456 E.5c, 123 V 98 E.3b). Sie hat bei allen Gesundheitsschädigun-

gen, die aus ärztlicher Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als 

natürliche Unfallfolgen gelten, Platz zu greifen (SVR 2002 UV Nr. 11 

E.2b). Die Frage der Adäquanz ist eine Rechtsfrage (vgl. BGE 117 V 369 

E.4a); sie ist nicht von medizinischen Sachverständigen, sondern vom 

Richter zu beurteilen.

d) Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; 

SR 832.202) werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und 

Spätfolgen gewährt. Laut Rechtsprechung handelt es sich bei einem 

Rückfall um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Verlet-

zung, sodass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu weiterer 

Arbeitsunfähigkeit kommt (BGE 118 V 293 E.2c, 105 V 31 E.1c). Von 

Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe 

längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu 

einem anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und 

Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis 

an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des Unfallversicherers 

nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwer-

den und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheits-

schädigungen ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang be-

jaht werden kann (SVR 2003 UV Nr. 14 E.4 S. 43; BGE 118 V 293 E.2c; 

RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E.2). Mit Bezug auf Rückfälle oder Spätfol-

gen kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs beim Grundfall und bei früheren Rückfällen be-

haftet werden, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen 

können. Vielmehr obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem als Rückfall oder Spät-

folge postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur 

wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt 

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ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers. Je grös-

ser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der ge-

sundheitlichen Beeinträchtigung, desto strengere Anforderungen sind an 

den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs 

zu stellen (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E.1c in fine). Bei Beweislosigkeit 

fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (RKUV 1994 

Nr. U 206 S. 32).

e) Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und so-

lange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion 

steht (BGE 132 V 412 E.4; vgl. auch Art. 124 UVV). Erlässt der Versiche-

rer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel 

jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person 

nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 134 V 145). Standen 

zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Leistungen mehr zur Diskussion, 

kann ein Rückfall auch vorliegen, ohne dass der versicherten Person mit-

geteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle die Leis-

tungen ein. In dieser Konstellation ist entscheidend, ob zum damaligen 

Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine Behand-

lungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Dies ist im 

Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten 

Umstände zu beurteilen. Dabei kommt der Art der Verletzung und dem 

bisherigen Verlauf eine entscheidende Rolle zu: Lag ein vergleichsweise 

harmloser Unfall mit günstigem Heilungsverlauf vor, welcher nur während 

relativ kurzer Zeit einen Anspruch auf Leistungen begründete, wird ten-

denziell eher von einem stillschweigend erfolgten Abschluss auszugehen 

sein als nach einem kompliziert verlaufenen Heilungsprozess. Anderer-

seits ist der Leistungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalls und 

nicht unter demjenigen eines Rückfalls zu prüfen, wenn die versicherte 

Person während der leistungsfreien Zeit weiterhin an den nach dem Unfall 

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aufgetretenen Beschwerden gelitten hat beziehungsweise wenn Brücken-

symptome gegeben sind, die das Geschehen über das betreffende Inter-

vall hinweg als Einheit kennzeichnen (vgl. hierzu Urteile des Bundesge-

richts 8C_102/2008 vom 26. September 2008 E.4.1, 8C_433/2007 vom 

26. August 2008 E.2.3).

3. a) Der Beschwerdeführer begründet seine Beschwerde damit, dass kein 

Rückfall vorliege, weshalb bei der Bemessung des Taggeldes vom letzten 

vor dem Unfall bezogenen Lohn auszugehen sei. Der Fallabschluss sei-

tens der Beschwerdegegnerin per Ende August 2010 mit der Begrün-

dung, eine Behandlung sei nicht mehr notwendig bzw. es könne keine 

wesentliche Besserung mehr erwartet werden, sei nicht korrekt gewesen. 

Die neuerliche Untersuchung am Kantonsspital O.3._____ habe ergeben, 

dass das Knochengefüge in der Hand nicht ordentlich zusammenge-

wachsen sei. Die vorgesehene Operation sei notwendig, um eine wesent-

liche Besserung zu erreichen. Es handle sich daher nicht um das Wieder-

aufflackern einer vermeintlich geheilten Unfallfolge.

Die Beschwerdegegnerin verweist auf den angefochtenen Einspracheent-

scheid, an dem sie unverändert festhält. Sie erachtet die Argumentation 

des Beschwerdeführers als nicht überzeugend und führt aus, dass die 

Behauptung, es liege eine durchgehende Krankengeschichte vor, falsch 

und aktenwidrig sei. Dass eine Periode der Beschwerdefreiheit bestanden 

habe, gehe aus den ärztlichen Akten und den eigenen Angaben des Be-

schwerdeführers hervor. Es liege somit klarerweise ein Rückfall im Sinne 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vor. Daran ändere nichts, dass 

die Leistungseinstellung im Jahr 2010 anhand eines formlosen Schrei-

bens ergangen sei. Dieses sei unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

Das dem Beschwerdeführer ab dem Rückfall zustehende Taggeld sei kor-

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rekt berechnet worden, zumal dieser kurz davor keiner Arbeit nachging 

und keinen Lohn bezog.

b) Die Beschwerdegegnerin teilte dem Beschwerdeführer in einem 

formlosen Schreiben vom 30. Juni 2010 (Bg-act. 154) mit, dass sie die 

Heilkostenleistungen sowie die Ausrichtung der Taggelder einstelle. Dies 

erfolgte gestützt auf die ärztliche Abschlussbeurteilung durch den 

Kreisarzt Dr. med. C._____ vom 28. Mai 2010 (Bg-act. 149), wonach sich 

das Zustandsbild im letzten Halbjahr nicht mehr wesentlich verändert ha-

be und von weiteren Behandlungsmassnahmen keine wesentliche weitere 

Verbesserung mehr zu erwarten sei. In seinem ursprünglichen Beruf sei 

der Versicherte weiterhin arbeitsunfähig und diese Tätigkeit sei daher 

nicht mehr zumutbar. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine ganztäti-

ge Arbeitsfähigkeit. Gegen dieses Schreiben der Beschwerdegegnerin 

vom 30. Juni 2010 ging der Beschwerdeführer nicht vor, obwohl er, wäre 

er mit der Leistungseinstellung nicht einverstanden gewesen, den Erlass 

einer anfechtbaren Verfügung hätte verlangen können (Art. 51 Abs. 2 

ATSG). Der Beschwerdeführer blieb bis zur Rückfallmeldung am 6. Fe-

bruar 2012 und somit über mehr als eineinhalb Jahre untätig, weshalb der 

Entscheid der Beschwerdegegnerin, selbst wenn er in Verfügungsform 

hätte ergehen müssen (Art. 49 Abs. 1 ATSG), in Rechtskraft erwuchs (vgl. 

dazu BGE 134 V 145 E.5.3). Die Rüge des Beschwerdeführers, dieser 

Entscheid sei nicht korrekt gewesen, kann nicht gehört werden.

Auch der Behauptung des Beschwerdeführers, er sei seit Fallabschluss 

nicht beschwerdefrei gewesen, weshalb es sich um eine durchgehende 

Krankengeschichte handle, kann nicht gefolgt werden. Aus der Kranken-

geschichte des Kantonsspitals Graubünden (vom 5. Oktober 2009 bis 13. 

März 2012) geht hervor, dass der Beschwerdeführer zwischen dem 1. 

März 2010 und dem 16. Februar 2012 keine ärztlichen Leistungen in An-

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spruch genommen hat (Bg-act. 184). Gemäss einem Telefonprotokoll 

vom 6. Februar 2012 (Bg-act. 176) sowie den Gesprächsprotokollen vom 

28. Februar 2012 (Bg-act. 178) und vom 3. Mai 2012 (Bg-act. 189) sprach 

der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin von seit 

Herbst des vergangenen Jahres respektive November/Dezember 2011 

erneut aufgetretenen Beschwerden. In einem Mail vom 16. Februar 2012 

an die Beschwerdegegnerin (Bg-act. 177) führte er aus, er sei „fast das 

ganze letzte Jahr so gut wie Beschwerde frei“ gewesen. Beschwerdefrei-

heit auch ohne Schmerzmedikation zwischen Frühjahr 2011 und ca. No-

vember 2011 bestätigte auch der behandelnde Arzt Dr. med. D._____ im 

Bericht vom 17. Februar 2012 (Bg-act. 179) und im Operationsbericht 

vom 15. Mai 2012 (Bg-act. 201). Der Kreisarzt Dr. med. C._____ bestätig-

te schliesslich am 2. März 2013 (Bg-act. 180) das Vorliegen eines Rück-

falls und die Kausalität zum Unfall vom 13. Februar 2007. 

Aufgrund dieser Angaben und gestützt auf die Abschlussbeurteilung des 

Kreisarztes Dr. med. C._____ vom 28. Mai 2010, wonach der Endzustand 

per Juni 2010 erreicht sei (Bg-act. 149), durfte die Beschwerdegegnerin 

zu Recht von einer, zumindest zwischen Frühjahr 2011 bis ca. November 

2011 bestehenden Beschwerdefreiheit und einer seit Juni 2010 beste-

henden Arbeitsfähigkeit ausgehen. Immerhin widersprach der Beschwer-

deführer der Feststellung nicht, dass er während beinahe zwei Jahren 

keine ärztlichen Behandlungen in Anspruch genommen und dass keine 

Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe. Jedenfalls machte er nicht geltend, 

dass er sich anderweitig habe behandeln lassen. Dass die Beschwerde-

gegnerin unter all diesen Umständen das Wiederauftreten der Beschwer-

den im rechten Handgelenk bzw. die Wiederaufnahme der ärztlichen Be-

handlung im Februar 2012 als Rückfall zum Unfall aus dem Jahr 2007 

und nicht als Grundfall beurteilte, erweist sich als korrekt und ist nicht zu 

beanstanden. Auch die erneute Operation am 11. Mai 2012 (Bg-act. 201) 

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vermag daran nichts zu ändern, erfolgte diese doch nach Wiederauftreten 

der Beschwerden im rechten Handgelenk, also nach dem Rückfall. Die 

Argumentation im angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. März 

2014 als auch in der Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2014 ist überzeu-

gend. Weitere medizinische Abklärungen, insbesondere auch die bean-

tragte Einholung eines interdisziplinären Gutachtens sind bei dieser Ak-

tenlage nicht erforderlich, der entsprechende Beweisantrag wird deshalb 

in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b) 

abgewiesen.

4. a) Wird die Rückfallkausalität bejaht, so steht dem Beschwerdeführer ein 

Taggeld zu. Der Anspruch selbst ist vorliegend nicht bestritten, strittig ist 

lediglich, auf welcher Grundlage das Taggeld zu berechnen ist.

b) Als versicherter Verdienst für die Bemessung des Taggeldes gilt gemäss 

Art. 15 Abs. 2 UVG der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn. Gemäss 

Art. 11 UVV werden Versicherungsleistungen grundsätzlich auch für 

Rückfälle gewährt. Art. 23 Abs. 8 UVV regelt die Grundlage für die Tag-

geldberechnung beim Rückfall und definiert für diesen Fall den 

unmittelbar zuvor bezogenen Lohn, mindestens aber einen 

Tagesverdienst von 10 % des Höchstbetrages des versicherten 

Tagesverdienstes, als massgebend (ausgenommen bei Rentnern der 

Sozialversicherung).

Der Beschwerdeführer ist seit dem 16. Februar 2012 zu 100 % 

arbeitsunfähig (Bg-act. 177 und 182) und hat somit ab diesem Zeitpunkt 

Anspruch auf Taggelder nach UVG. Diese bemessen sich, da ein Rückfall 

vorliegt, nach Art. 23 Abs. 8 UVV und nicht wie beantragt nach Art. 15 

Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 22 Abs. 3 UVV (letzter vor dem Unfall bezogener 

Lohn). Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er unmittelbar vor 

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dem Rückfall keiner Erwerbstätigkeit nachging und keinen Lohn bezog. 

Ausgewiesen ist, dass er seit August 2011 auf Sozialhilfe angewiesen ist 

(Bg-act. 178). Damit ist für die Berechnung des Taggeldes, wie die 

Beschwerdegegnerin dies gemacht hat, von einem Mindesttagesansatz 

von Fr. 27.65, nämlich von 10 % des Höchstbetrages des versicherten 

Tagesverdienstes (Fr. 346.-- x 10 % x 80 % [Art. 17 UVG]), auszugehen. 

Die seitens der Beschwerdegegnerin vorgenommene Berechnung erweist 

sich als korrekt und ist nicht zu beanstanden.

5. a) Zusammenfassend kommt das Gericht zum Schluss, dass es sich beim 

Wiederauftreten der Beschwerdeproblematik im rechten Handgelenk des 

Beschwerdeführers um einen Rückfall handelt und das Taggeld damit 

aufgrund des Mindestansatzes von Fr. 27.65 zu berechnen ist. Der ange-

fochtene Einspracheentscheid erweist sich als rechtens, die Beschwerde 

ist demnach abzuweisen.

b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen - ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung - für die Parteien kostenlos. Demnach werden für das 

vorliegende Beschwerdeverfahren keine Kosten erhoben. Das entspre-

chende, gleichzeitig mit der Beschwerde vom 22. April 2014 gestellte Ge-

such des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege wird damit - in Bezug auf die Verfahrenskosten - gegenstandslos.

c) Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht praxisgemäss kein Anspruch 

auf Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

6. a) Die Behörde kann durch verfahrensleitende Verfügung oder mit dem 

Entscheid in der Hauptsache einer Partei auf Antrag die unentgeltliche 

Prozessführung und Verbeiständung bewilligen (Art. 76 VRG). Vorliegend 

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wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 19. Mai 2014 die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt und ihm wurde in der 

Person von Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Martin Allemann ein 

unentgeltlicher Anwalt (auf Kosten des Staates) bestellt.

Die Entschädigung richtet sich nach der Anwaltsgesetzgebung (Art. 76 

Abs. 3 VRG). Gemäss Art. 5 der Verordnung über die Bemessung des 

Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverord-

nung, HV; BR 310.250) wird für den berechtigten Aufwand der unentgelt-

lichen Vertretung ein Honorar von Fr. 200.-- pro Stunde zuzüglich not-

wendige Barauslagen und Mehrwertsteuer ausgerichtet.

b) Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Martin Allemann reichte mit Schreiben vom 

24. Mai 2014 seine Kostennote ein. Das geltend gemachte Honorar um-

fasst einen Zeitaufwand von 5.50 Stunden zum reduzierten Tarif von 

Fr. 200.-- (Fr. 1'100.--), die Barauslagen von pauschal Fr. 50.-- (keine Ho-

norarvereinbarung/Angaben zu den Barauslagen in der Vollmacht vom 

21. Januar 2013; Bf-act. 1) und die Mehrwertsteuer von 8 % (Fr. 92.--) 

und beträgt total Fr. 1'242.--. Der Aufwand erscheint angemessen und der 

geltend gemachte Betrag ist korrekt bemessen. Damit geht das entspre-

chende Honorar als Auslage für die unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

zu Lasten der Gerichtskasse. 

Der Beschwerdeführer ist gemäss Art. 77 VRG verpflichtet, die ihm vor-

geschossenen Vertretungskosten (Fr. 1'242.--) zurückzuerstatten, falls er 

dazu dereinst aufgrund verbesserter Einkommens- oder Vermögensver-

hältnisse im Stande sein sollte.

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. a) Der in der Person von Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Martin Allemann auf 

Kosten des Staates bestellte Rechtsvertreter wird durch die Gerichtskasse 

mit Fr. 1'242.-- (inkl. MWSt) entschädigt. 

b) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A._____ 

gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er die Kosten der 

Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 VRG). 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]