# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 658a71b4-8dc3-52f2-9957-427be677e9f2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.02.2015 IV 2013/186
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-186_2015-02-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/186

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 11.05.2020

Entscheiddatum: 25.02.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 25.02.2015
Anspruch auf Invalidenrente. Ausreichende Aktenlage. Berechnung des 
Invaliditätsgrades. Tabellenlohnabzug von 15%. (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Februar 2015, IV 
2013/186).

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und

Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Ahmet Birguel

Entscheid vom 25. Februar 2015

in Sachen

A.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Nathalie Glaus, MLaw, Glaus & Partner, Obergasse 28, 

Postfach 133, 8730 Uznach,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ ist gelernter Käser und arbeitete seit seinem Lehrabschluss in der 

Milchwirtschaft. Am 30. November 2005 meldete er sich wegen eines 

Bandscheibenvorfalls bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Wegen seiner Rückenschmerzen 

ersuchte er um eine Umschulung zum Kaufmann, damit er in einem Büro arbeiten 

könne. Allerdings, so der Hinweis des Versicherten in einem Ergänzungsblatt, werde 

auch die Arbeit im Büro schwierig sein, da er Sitzprobleme habe. Nach circa ein bis 

zwei Stunden müsse er aufstehen, weil er grosse Rückenschmerzen bekomme (IV-act. 

11).

A.b  Das Kantonsspital St. Gallen (ehemals Spitalregion St. Gallen; nachfolgend KSSG), 

namentlich Chefarzt Prof. Dr. med. B.___ und Oberassistenzarzt Dr. med.

C.___, stellten mit Bericht vom 3. März 2006 beim Versicherten persistierende be­

lastungsabhängige Kreuzschmerzen fest und erachteten ihn in seiner bisherigen 

Tätigkeit seit Mai 2005 zu 100% arbeitsunfähig. Seine Arbeitsfähigkeit am alten 

Arbeitsplatz könne wahrscheinlich auch nicht verbessert werden (IV-act. 15; bestätigt 

in einem weiteren Schreiben vom 30. März 2006, IV-act. 17). Vom 18. April bis 12. Mai 

2006 wurde der Versicherte in der Klinik Valens behandelt. Die Klinik diagnostizierte 

beim Versicherten mit Bericht vom 17. Mai 2007 ein therapierefraktäres 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom. Als Käser sei der Versicherte seit Mai 2005 zu 

mindestens 70% nicht mehr arbeitsfähig, eine angepasste Tätigkeit könne zeitlich im 

Rahmen von mindestens vier Stunden erbracht werden (IV-act. 21).

A.c  Gestützt auf diese Arztberichte gewährte die IV-Stelle dem Versicherten eine 

Umschulung zum Technischen Kaufmann (siehe Mitteilungen vom 4. Oktober 2006 [IV-

act. 32] und 22. März 2007 [IV-act. 42]). Der Versicherte besuchte ab Oktober 2006 

zunächst den Vorbereitungskurs und ab März 2007 den Umschulungskurs, welcher bis 

Oktober 2008 dauern sollte.

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A.d  Mit Verlaufsbericht vom 1. Oktober 2008 zeigte das KSSG der IV-Stelle an, dass 

die Kernspintomographie beim Versicherten einen neuen Bandscheibenvorfall gezeigt 

habe. Der Versicherte sei daher am 24. Juli 2008 operiert worden. Die Diagnose habe 

sich zu einer kaudal sequestrierten Diskushernie L2/3 rechts mit [insbesondere] 

interlaminärer Fensterung und Persistieren von belastungsabhängigen Kreuzschmerzen 

geändert. Der Versicherte habe weiterhin Probleme, mehr als 2 Stunden zu sitzen (IV-

act. 53).

A.e  Der erneute Bandscheibenvorfall und die notfallmässig anberaumte 

Rückenoperation kurz vor der Abschlussprüfung zum Technischen Kaufmann wirkten 

sich auf das Prüfungsergebnis negativ aus. In der Folge gewährte die IV-Stelle dem 

Versicherten mit Mitteilung vom 27. November 2008 eine Verlängerung der 

Umschulung um ein Jahr. Zudem wurde ab 1. Dezember 2008 ein berufsbegleitendes 

Praktikum bei der D.___ GmbH vorgesehen (IV-act. 60). Im Oktober 2009 schloss der 

Versicherte die Berufsprüfung zum Technischen Kaufmann mit eidgenössischem 

Fachausweis erfolgreich ab (IV-act. 67, 84).

A.f Am 25. November 2009 hielt die Berufsberaterin der IV-Stelle fest, der Versicherte 

sei seit 4. Oktober 2009 bei der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) angemeldet, 

nachdem er die Umschulung erfolgreich absolviert habe. Die D.___ GmbH sei bereit, 

den Versicherten längerfristig zu beschäftigen, sofern die IV-Stelle die Teilkosten für die 

notwendige Einarbeitung übernehme. Der Versicherte habe sich zudem "auf eigenes 

Risiko" für einen Kurs zum Sachbearbeiter Rechnungswesen angemeldet, um seine 

Aussichten auf eine Anstellung zu verbessern. Die D.___ GmbH bestehe auf diesem 

Kursbesuch, da sie den Versicherten vielseitig einsetzen wolle (IV-act. 71). Mit 

Mitteilung vom 13. Januar 2010 bewilligte die IV-Stelle die Kostenübernahme für die 

praktische Einarbeitung, stellte aber zugleich fest, dass die Umschulung zum 

Technischen Kaufmann definitiv abgeschlossen sei (IV-act. 74).

B.

B.a  Am 28. Februar 2010 meldete sich der Versicherte wegen seiner 

Rückenschmerzen erneut bei der IV-Stelle und ersuchte um eine Rente (IV-act. 77). Er 

reichte einen Untersuchungsbericht der Neurochirurgie des KSSG, namentlich vom 

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leitenden Arzt Dr. med. E.___ und von Oberarzt Dr. C.___, vom 8. Februar 2010 ein. Die 

Ärzte erklärten darin, dass der Versicherte sie wegen rezidivierend auftretender 

Kreuzschmerzen, welche zeitweise von rechtsseitigen Ausstrahlungen ins Bein 

begleitet würden, aufgesucht habe. Die Schmerzen machten ihm auch psychisch sehr 

zu schaffen. Es stelle sich - trotz der Umschulung - die Frage nach einer allfälligen 

Berentung von 50%. Die Ärzte diagnostizierten ein lumbovertebragenes 

Schmerzsyndrom bei/mit zeitweise auftretenden Beinschmerzen, Status nach 

interlaminärer Fensterung und Status nach Operation einer extraforaminalen 

Diskushernie (IV-act. 78).

B.b  Mit Bericht vom 29. Mai 2010 teilte der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. F.___, 

FMH Allgemeine Medizin, dem KSSG mit, dass sich die Schmerzen des Versicherten 

an Arbeitstagen sowie durch die lange Autofahrt (Arbeitsweg) verstärkten. Er habe den 

Versicherten deswegen für zwei bis drei Wochen zu 100% aus dem Arbeitsplatz 

nehmen müssen. Man werde versuchen, mit schmerzlindernden Massnahmen den 

Rücken wieder "etwas in den Griff zu kriegen" (IV-act. 87).

B.c  Die Berufsberaterin der IV-Stelle hielt nach einem Telefongespräch mit dem Ver­

sicherten im Schlussbericht vom 3. Juni 2010 fest, dass sich das Rückenleiden 

inzwischen sehr verschlechtert hätte. Der Versicherte sehe sich daher ausserstande, 

seine Tätigkeit bei der D.___ GmbH weiterhin auszuüben. Er beantrage daher die 

Rentenprüfung. Im Weiteren hielt die Berufsberaterin ein Telefongespräch mit der D.___ 

GmbH fest. Die Arbeitgeberin habe erklärt, dass sich der Versicherte bei der Arbeit sehr 

bemüht habe. Er sei trotz seiner Schmerzen immer zur Arbeit erschienen und habe sich 

nicht von sich aus krankschreiben lassen. Es sei unwahrscheinlich, dass der 

Versicherte bei ihnen jemals wieder zu 50% einsetzbar sein werde (IV-act. 88).

B.d  Mit Mitteilung vom 8. Juni 2010 stellte die IV-Stelle fest, dass die beruflichen 

Massnahmen abgeschlossen seien. Betreffend Rente werde später eine separate 

Verfügung erlassen (IV-act. 90). Danach holte die IV-Stelle weitere Arztberichte ein. Dr. 

F.___ erklärte in seinem Bericht vom 8. September 2010, dass der Versicherte wegen 

lumboischialgieformen Schmerzen zu 100% arbeitsunfähig sei. Er hoffe aber, dass der 

Versicherte seiner neuen Tätigkeit wieder zu 50% nachgehen könne (IV-act. 94). Dr. 

B.___ und Dr. C.___ vom KSSG erklärten, dass sie in Anbetracht der Beschwerden 

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nicht davon ausgingen, dass der Versicherte in seiner neuen Tätigkeit, trotz der leichten 

Arbeit, mehr als zu 20-30% arbeitsfähig sei. Daran werde sich weder durch 

medikamentöse noch durch chirurgische Massnahmen etwas wesentlich ändern 

(Bericht vom 20. September 2010; IV-act. 98).

B.e  Alsdann wurde der Versicherte vom Zentrum für Medizinische Begutachtung ZMB 

vom 12. bis 16. September 2011 stationär allgemeinmedizinisch/internistisch, 

rheumatologisch und psychiatrisch untersucht. Im Gutachten vom 24. November 2011 

hielt das ZMB dafür, dass für den Versicherten eine Tätigkeit als Käser nicht mehr 

möglich sei. Generell seien sie jedoch der Ansicht, dass eine rückenadaptierte leichte 

Tätigkeit zu 50% noch zumutbar sei (IV-act. 102). Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) 

kam zum Schluss, dass auf das ZMB-Gutachten vollständig abgestellt werden könne 

(IV-act. 103).

B.f Die IV-Stelle teilte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 8. Juni 2012 mit, dass er 

gemäss den Abklärungen seit 21. Oktober 2004 in erheblichem Ausmass in seiner 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Die Erwerbstätigkeit als Kaufmann sei ihm deshalb 

nicht mehr zumutbar. Leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne nach vorn 

gebeugte Körperhaltung und ohne lumbale Drehbewegungen seien ihm hingegen im 

Rahmen von 50% zumutbar. Gestützt darauf errechnete die IV-Stelle einen 

Invaliditätsgrad von 54% und stellte ab 1. Mai 2011 eine halbe Invalidenrente in 

Aussicht (IV-act. 110).

B.g  Mit Einwand vom 16. August 2012 beantragte der Versicherte mindestens eine 

Dreiviertelsrente ab 1. Mai 2010. Er verwies insbesondere auf den Arztbericht von Dr. 

F.___ vom 12. Juni 2012, wonach die starken belastungsabhängigen 

Rückenschmerzen einen Einsatz an einem Arbeitsplatz verunmöglichen würden. Der 

Versicherte müsse immer wieder eine Pause machen und er (Dr. F.___) kenne keinen 

Arbeitsplatz, der diese Situation zulassen würde (IV-act. 115-1 ff.).

B.h  Der RAD hielt mit Stellungnahme vom 26. Oktober 2012 fest, dass im Einwand 

gegen das ZMB-Gutachten inhaltlich keine nachvollziehbaren Ausführungen gemacht 

würden. Dass behandelnde Ärzte gelegentlich ärztlichen Gutachten widersprächen, sei 

dagegen gerichtsnotorisch (IV-act. 120). Gestützt auf diese Stellungnahme hielt die IV-

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Stelle an ihren Ausführungen gemäss Vorbescheid fest. Das Datum des 

Rentenanspruchs sei dagegen fälschlicherweise auf den 1. Mai 2011 festgesetzt 

worden. Der Anspruch auf eine halbe Rente bestehe ab 1. Mai 2010. Mit Verfügung 

vom 8. März 2013 sprach sie dem Versicherten daher eine halbe Invalidenrente zu (IV-

act. 126 f.).

C.

C.a  Mit Eingabe vom 26. April 2013 erhebt der Beschwerdeführer gegen die Verfügung 

vom 8. März 2013 Beschwerde und beantragt, die Verfügung sei aufzuheben und die 

Sache zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; der 

Invaliditätsgrad sei auf mindestens 60% festzulegen und es sei mindestens eine 

Dreiviertelsrente zu bezahlen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Er bringt im 

Wesentlichen vor, dass im ZMB-Gutachten der Sachverhalt unrichtig festgestellt 

worden sei. Die gutachterlich festgehaltene zumutbare Arbeitsfähigkeit weiche von 

seinem tatsächlichen Leiden ab; es sei ihm lediglich möglich, zwei bis drei Stunden pro 

Tag zu arbeiten. Das ZMB-Gutachten stünde im Widerspruch zu den Arztberichten des 

KSSG und von Dr. F.___. Zudem sei in der Zwischenzeit ein beidseitiges Schulterleiden 

hinzugekommen, welches ebenfalls einer Begutachtung bedürfe (act. G 1).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 3. Juli 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Dem Gutachten komme volle Beweiskraft zu. Der sehr 

knapp gehaltene Bericht von Dr. F.___ vermöge daran keine Zweifel zu wecken. Die 

Schulterleiden seien ihr zum Verfügungszeitpunkt nicht bekannt gewesen, weshalb 

diese Beschwerden nicht im Rahmen des vorliegenden Verfahrens beurteilt werden 

könnten (act. G 4).

C.c  Mit Replik vom 3. September 2013 ändert der Beschwerdeführer sein 

Rechtsbegehren ab und verlangt, die Verfügung sei aufzuheben und es sei ein 

Invaliditätsgrad von mindestens 60% festzulegen sowie mindestens eine 

Dreiviertelsrente zu bezahlen; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Er hält 

daran fest, dass am ZMB-Gutachten erhebliche Zweifel bestünden, weshalb eine 

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erneute unabhängige Begutachtung erforderlich sei (act. G 6). Die Beschwerdegegnerin 

verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 8).

Erwägungen:

1.

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente.

1.1 Die Beschwerdegegnerin stützt die von ihr zu Grunde gelegte Arbeitsfähigkeit auf 

das ZMB-Gutachten vom 24. November 2011. Die Abklärungen hätten ergeben, dass 

dem Beschwerdeführer eine adaptierte Tätigkeit von 50% zumutbar sei. Dem im 

Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezial­

ärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, sei bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange keine konkreten Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit 

vorlägen. Eine medizinische Administrativexpertise könne dagegen nicht allein durch 

eine andere Ansicht von behandelnden Ärzten in Frage gestellt werden. Die Berichte 

des behandelnden Hausarztes oder Spezialarztes seien zudem aufgrund der 

auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen. Der 

Beschwerdeführer mache gegen das Gutachten schliesslich keine inhaltlichen 

Ausführungen (siehe insbesondere Verfügung vom 6. November 2011 [IV-act. 121] 

sowie Beschwerdeantwort vom 3. Juli 2013 [act. G 4]).

1.2 Der Beschwerdeführer wendet ein, die im ZMB-Gutachten festgehaltene zumutbare 

Arbeitsfähigkeit weiche aufgrund seines Leidens von der tatsächlichen Arbeitsfähigkeit 

ab. Wegen seines ausgewiesenen Rückenleidens sei es ihm nur möglich, zwei bis drei 

Stunden pro Tag zu arbeiten. Dabei müsse er abwechslungsweise stehend und sitzend 

arbeiten können, da es ihm nicht möglich sei, länger als eine Viertelstunde zu stehen 

bzw. eine Stunde zu sitzen. Dies werde auch im Arztbericht vom 20. September 2010 

durch zwei Fachpersonen (Dr. C.___ und Dr. B.___) festgehalten und vom betreuenden 

Hausarzt bestätigt. Auch sei der Sachverhalt im Gutachten unrichtig festgestellt 

worden. Die ZMB-Ärzte seien fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die 

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Arbeitstätigkeit bei der D.___ GmbH allenfalls eine Zwangshandlung der Wirbelsäule 

zur Folge gehabt hätte. Dies treffe nicht zu. Der Schaltkasten befinde sich auf 

Beckenhöhe. Daher sei es zu keinem Zeitpunkt zu einer Zwangshaltung gekommen. 

Das Gutachten treffe damit eine Annahme, ohne den Sachverhalt umfassend abgeklärt 

zu haben. Es würden damit mehrere Indizien vorliegen, die erhebliche Zweifel am ZMB-

Gutachten weckten (act. G 1 und 6).

2. 

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Sie kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]).

2.2 Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die a.) ihre Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.) 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind; und c.) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht ein 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 

70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine halbe Rente, 

wenn sie mindestens zu 50%, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% 

invalid ist.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung bzw. das Gericht 

auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute 

zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeit die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren 

sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können 

(BGE 125 V 256 E. 4).

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2.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind 

(BGE 125 V 351 E. 3a).

3.

Zu prüfen ist zunächst, ob die vorliegende medizinische Aktenlage eine hinreichende 

Grundlage für die Beurteilung eines allfälligen Rentenanspruches bietet und ob sich 

daraus ein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ergibt.

3.1 Hausarzt Dr. F.___ stellt in seinem Bericht vom 29. Mai 2010 ein chronisches 

Lumbalgieschmerzsyndrom mit Reduzierung des allgemeinen Zustands fest und 

erklärt, dass mittelfristig von einer Leistungsfähigkeit von 50% auszugehen sei (IV-act. 

87). In seinem Bericht vom 8. September 2010 bestätigt er diese Diagnose und betont, 

dass eine halbe IV-Rente dringend angezeigt sei. Der Beschwerdeführer bekomme 

schon nach zehn Minuten stehen oder nach einer halben Stunde sitzen zunehmende 

Schmerzen im rechten Bein (IV-act. 94). Mit Schreiben vom 12. Juni 2012 weist er 

schliesslich erneut auf die belastungsabhängigen Rückenschmerzen hin, die einen 

Einsatz an einem Arbeitsplatz verunmöglichten. Er kenne keinen Arbeitsplatz, der diese 

Situation zulasse (IV-act. 115-4).

3.2 Die Neurochirurgie des KSSG, namentlich Dr. E.___ und Dr. C.___, stellen sich im 

Bericht vom 8. Februar 2010 ebenfalls die Frage einer Berentung von 50%, in 

Anbetracht der progredienten und intermittierend auftretenden Kreuzschmerzen, 

welche den Beschwerdeführer massiv beeinträchtigten. Die Berentung könne dem 

Beschwerdeführer die notwendige Verschnaufpause verschaffen (IV-act. 78).

3.3 Im Bericht vom 20. September 2010, worin die Neurochirurgie des KSSG, diesmal 

Dr. B.___ und Dr. C.___, den ganzen Behandlungszeitraum vom 22. Februar 2005 bis 

17. Juni 2010 würdigen, weisen die Ärzte auf die starken, belastungsabhängigen 

Kreuzschmerzen hin, welche seit Mai 2005 bestünden. Die Schmerzen hätten trotz 

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intensiver Physiotherapie zugenommen. Der Versicherte könne eine Viertel- bis 

maximal eine Stunde sitzen. Im Stehen sei es ähnlich, wobei er maximal fünf bis zehn 

Minuten an Ort und Stelle stehen bleiben könne, bis die Kreuzschmerzen 

exazerbierten. Seit seiner Umschulung arbeite der Beschwerdeführer bei der D.___ 

GmbH. Obwohl er da keine körperlich schwere Tätigkeit ausüben müsse, könne er 

kaum eine Viertelstunde stehen und maximal eine Stunde sitzen. In Anbetracht der 

Beschwerden gingen die behandelnden Ärzte nicht davon aus, dass der 

Beschwerdeführer an seinem Arbeitsplatz bei der D.___ GmbH mehr als zu 20-30%, 

trotz leichter Tätigkeit, arbeitsfähig sei. An dieser Situation werde sich weder durch 

medikamentöse noch durch chirurgische Massnahmen etwas ändern (IV-act. 98).

3.4

3.4.1 Das ZMB untersuchte den Beschwerdeführer während eines stationären 

Aufenthalts vom 12. bis 16. September 2011 interdisziplinär in den Bereichen 

Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Rheumatologie und Psychiatrie. Die Untersuchung 

ergab folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: "Chronisches 

rechtsbetontes Lumbovertebralsyndrom mit pseudoradikulärer Ausstrahlung rechts bei 

ausgeprägten panlumbalen degenerativen LWS-Veränderungen und progredienter 

Intervertebralraumverschmälerung L2/3 und L4/5 bei St. n. interlaminärer Fenestrierung 

L2/3 rechts mit Nukleotomie 07/2008 [und] St. n. Operation einer extraforaminalen 

Diskushernie L4/5 rechts 05/2005". Sowohl aus allgemeinmedizinischer und 

internistischer Sicht als auch aus psychiatrischer Sicht stellte das ZMB keine 

Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest. Aus rheumatologischer Sicht 

seien die Befunde und die Beurteilung der Situation weitgehend übereinstimmend mit 

der Beurteilung der Neurochirurgie des KSSG. Die vom Beschwerdeführer 

angegebenen Beschwerden seien weitgehend nachvollziehbar; die Prognose sei 

ungünstig. Medizinische und berufliche Massnahmen würden sich vermutlich nicht 

relevant auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Wegen der verminderten Belastbarkeit des 

Achsenskelettes seien insbesondere längere stehende oder sitzende Tätigkeiten nicht 

zumutbar. Am geeignetsten seien leichte wechselbelastende, rückenadaptierte 

Tätigkeiten. Das repetitive Heben von Lasten bis 5 kg, intermittierend auch bis 10 kg, 

sei noch zumutbar. Generell waren die Gutachter der Ansicht, dass der 

Beschwerdeführer rückenadaptierte wechselbelastende Tätigkeiten zu 50% ausführen 

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könne. Die Neurochirurgie des KSSG gehe dagegen von einer Restarbeitsfähigkeit von 

20-30% aus. Sie stütze sich dabei auf die Angaben des Beschwerdeführers, die im 

Rahmen der Bildgebung auch plausibel erschienen. Dennoch seien sie (die 

beurteilenden ZMB-Ärzte) der Ansicht, dass unter Aufbietung allen guten Willens eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% erreicht werden könne. Diesbezüglich sei zu erwähnen, dass 

der Beschwerdeführer beispielsweise angegeben habe, im Rahmen des Nordic 

Walking eine deutliche Verminderung seiner Beschwerden zu erleben (IV-act. 102-28 

f.).

3.5 Der RAD hält zum ZMB-Gutachten fest, dass es ausführlich, konsistent und 

nachvollziehbar sei. Auf das Gutachten könne vollständig abgestellt werden; eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% in einer ideal leidensadaptierten Tätigkeit sei ausgewiesen. 

Betreffend die Tätigkeit bei der D.___ GmbH hätten die ZMB-Gutachter darauf 

hingewiesen, dass gemäss Aussage des Beschwerdeführers möglicherweise eine 

Wirbelsäulen-Zwangshaltung eingenommen würde, was den üblichen Kriterien einer 

ideal wirbelsäulenadaptierten Tätigkeit widerspräche. Es müsse daher angenommen 

werden, dass dieses Belastungsprofil vermutlich nicht als ideal leidensadaptiert gelten 

und folglich keine Arbeitsfähigkeit von 50% erreicht werden könne (RAD-

Stellungnahme vom 18. April 2012; IV-act. 103).

4.

4.1 Ausschlaggebend sind einerseits die Berichte der Neurochirurgie des KSSG und 

andererseits das ZMB-Gutachten. Der Auffassung des Beschwerdeführers, wonach 

mehrere Indizien bestünden, die erhebliche Zweifel am ZMB-Gutachten weckten, kann 

nicht gefolgt werden - stimmen doch die Befunde im Gutachten mit jenen der 

Neurochirurgie überein. Einzige Diskrepanz ist die Folgerung bzw. Beurteilung der 

Restarbeitsfähigkeit. Die Gutachter gingen auch nicht von einem falschen Sachverhalt 

aus, indem sie eine allfällige Zwangshaltung des Beschwerdeführers an seinem 

Arbeitsplatz bei der D.___ GmbH vermuteten. Mit dieser Vermutung versuchten die 

ZMB-Ärzte bloss die abweichende Einschätzung der Neurochirurgie zu erklären. Ob die 

Arbeit bei der D.___ GmbH letztlich dem Belastungsprofil entspräche, liessen die Ärzte 

offen (IV-act. 102-27). Der Bericht der Neurochirurgie vom 20. September 2010 bezog 

sich bei der Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit hingegen ausdrücklich allein auf die 

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Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der D.___ GmbH. "Hier" sei der Beschwerdeführer 

nicht mehr als zu 20-30% arbeitsfähig (IV-act. 98). Eine generelle Arbeitsfähigkeit von 

20-30% (für jegliche Art von Tätigkeit) wird von der Neurochirurgie dagegen nicht 

attestiert. Demgegenüber attestiert das ZMB-Gutachten generell in leidensadaptierter 

Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50%.

4.2 Das ZMB-Gutachten, worauf die Beschwerdegegnerin ihre Verfügung vom 8. März 

2013 massgeblich stützt, beruht auf umfassenden Untersuchungen, einschliesslich 

einer rheumatologischen sowie einer psychiatrischen Untersuchung, und wurde in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) erstellt. Zu den vom Beschwerdeführer geklagten 

Beschwerden wird sowohl im rheumatologischen und psychiatrischen Teilgutachten 

als auch im Gesamtgutachten Stellung genommen.

4.3 Aus psychiatrischer Sicht geht dabei hervor, dass keine invaliditätsrelevanten 

Erkrankungen vorliegen - was insoweit auch unbestritten blieb. Die Ausführungen von 

Dr. F.___ widersprechen den Befunden und der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im 

ZMB-Gutachten, entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers, nicht. Dr. F.___ 

attestiert in keinem Bericht eine höhere Arbeitsunfähigkeit als 50%. Er macht auch 

keine Ausführungen dazu, wie die verbleibende Restarbeitsfähigkeit zu gestalten sei. Er 

hinterfragt lediglich, ob sich für die Leidenssituation des Beschwerdeführers überhaupt 

eine Arbeitsstelle finden lasse. Deswegen schlägt er eine Eingliederungsberatung vor. 

Danach sei die Invalidität erneut zu beurteilen.

4.4 Im Ergebnis erfüllt das ZMB-Gutachten sämtliche rechtsprechungsgemässen 

Kriterien, denen ein beweistaugliches Gutachten zu genügen hat (vgl. E. 2.4). Es stellt 

eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage dar. Für weitere medizinische Abklärungen 

besteht insoweit kein Anlass. Gestützt auf das Gutachten ist davon auszugehen, dass 

dem Beschwerdeführer schwere und mittelschwere Tätigkeiten nicht zugemutet 

werden können. Auch längere stehende oder sitzende Tätigkeiten sind nicht zumutbar. 

Hingegen besteht danach für leichte, wechselbelastende, rückenadaptierte Tätigkeiten 

eine Arbeitsfähigkeit von 50%.

5. 

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Ausgehend von der bescheinigten Arbeitsfähigkeit von 50% ist nachfolgend die 

erwerbliche Auswirkung der festgestellten Einschränkung auf die Arbeitsfähigkeit bzw. 

der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

5.1 Die Ermittlung des Invaliditätsgrades erfolgt aufgrund eines Einkommensvergleichs 

(vgl. Art. 16 ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 

nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der 

Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen 

ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, 

worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. 

allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit 

Hinweisen).

5.2

Zu ermitteln ist demnach zunächst das Valideneinkommen.

5.2.1 Für die Ermittlung des ohne invalidisierenden Gesundheitsschadens erzielbaren 

Einkommens (Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person 

aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ohne den Gesundheitsschaden, aber sonst bei unveränderten 

Verhältnissen verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 E. 3b). Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt - das heisst grundsätzlich vor dem Beginn der ganzen oder 

teilweisen Arbeitsunfähigkeit - erzielten (Brutto-) Verdienst auszugehen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. September 2009, 8C_143/2009, E. 2.2.1).

5.2.2 Die Beschwerdegegnerin geht bei der Ermittlung des Valideneinkommens davon 

aus, dass der Beschwerdeführer bei Gesundheit nach wie vor als Käser bei der G.___ 

AG tätig wäre (IV-act. 108). Gemäss den Angaben der damaligen Arbeitgeberin hätte 

der Beschwerdeführer bei voller Gesundheit im Jahr 2005 brutto Fr. 5'725.-- im Monat 

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bzw. Fr. 74'425.-- im Jahr (inkl. 13. Monatslohn) verdient (IV-act. 12). Der Nominalwert 

dieses Einkommens auf der Grundlage des Jahres 2010 (Vergleichsjahr) beträgt 

sodann Fr. 80'366.-- ([Fr. 74'425.-- / 1992] x 2151).

5.3

Zu prüfen ist als Nächstes das Invalideneinkommen.

5.3.1 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist 

kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 

herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 

E. 3b/aa f.; BGE 129 V 472 E. 4.2.1).

5.3.2 Seit der Beschwerdeführer seine (neue) Tätigkeit als Technischer Kaufmann bei 

der D.___ GmbH wegen Rückenschmerzen aufgeben musste, ist er nicht mehr 

erwerbstätig. Für die Ermittlung des Invalideneinkommens ist daher vom Tabellenlohn 

auszugehen, und zwar im Bereich Dienstleistungen, nachdem der Beschwerdeführer 

die Umschulung zum technischen Kaufmann erfolgreich abgeschlossen hat. Dieser 

betrug im Jahr 2010 Fr. 72'434.- (LSE 2010, Tabelle TA1, Sektor 3 Dienstleistungen, 

Anforderungsniveau 3 Männer: 5'804.--:40x41.6x12; vgl. IV-act. 108). Angepasst an die 

Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 50% resultiert damit ein 

hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 36'217.- (Fr. 72'434.- x 0.5).

5.4

5.4.1 Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens hinzukommend zu berücksichtigen 

ist, dass versicherte Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen selbst bei 

zumutbaren Verweisungstätigkeiten oft das Lohnniveau gesunder Arbeitnehmerinnen 

und Arbeitnehmer nicht erreichen. Nebst gesundheitlichen Problemen können sich 

persönliche Merkmale der versicherten Person wie Art und Ausmass der Behinderung, 

Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

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Beschäftigungsgrad auf das hypothetische Invalideneinkommen auswirken (BGE 124 V 

321 E. 3b). Je nach Ausprägung kann die versicherte Person deswegen die 

verbleibende (Rest-) Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur 

mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b). Es 

handelt sich um einen allgemeinen behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 75 E. 

5a/bb). Dabei ist der Abzug unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 

25% zu begrenzen (BGE 134 V 322 E. 5.2).

5.4.2 Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang, dass der Beschwerdeführer 

aus verschiedenen Gründen auf dem Arbeitsmarkt in Konkurrenz mit einem gesunden 

Mitbewerber benachteiligt ist, was sich erfahrungsgemäss auf das Lohnniveau 

auswirkt. Der Beschwerdeführer vermag seine Restarbeitsfähigkeit lediglich noch in 

einem eingeengten Spektrum möglicher Bereiche zu verwerten. So kann er nur noch 

einer leichten, wechselbelastenden, rückenadaptierten Teilzeit-Tätigkeit nachgehen, 

dies zudem in einem Tätigkeitsgebiet, in welchem er noch kaum über berufliche 

Erfahrung verfügt. Er kann zudem während der Arbeit weder längere Zeit stehen noch 

sitzen. Zumutbar ist schliesslich nur noch das repetitive Heben von Lasten bis 5 kg, 

intermittierend auch bis 10 kg. Insgesamt erscheint unter den gegebenen Umständen 

ein Abzug von 15% angemessen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. August 2008, 

8C_404/2007, E. 4.2.2). Damit resultiert - bei einem Tabellenlohnabzug von 15% - ein 

hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 30'784.-- (Fr. 36'217.- x 0.85).

5.5 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 80'366.-- (vgl. vorstehende E. 5.2.2) und 

einem Invalideneinkommen von Fr. 30'784.-- (vgl. vorstehende E. 5.4.2) beträgt die 

Erwerbseinbusse Fr. 49'582.-- (Fr. 80'366.-- - Fr. 30'784.--). Der Invaliditätsgrad ergibt 

demnach 62% ([Fr. 49'582.-- / Fr. 80'366.--] x 100). Damit hat der Beschwerdeführer 

einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, anerkanntermassen ab 1. Mai 2010.

6. 

6.1 Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, dass in der Zwischenzeit ein 

beidseitiges Schulterleiden hinzugekommen sei. Er sei deswegen im Herbst 2012 und 

im April 2013 in der Klinik H.___ operiert worden. Dabei handelt es sich, wie der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

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Beschwerdeführer einräumt, um ein echtes Novum. In dieser Hinsicht ist der 

Sachverhalt noch nicht ausreichend abgeklärt. Ob und wieweit durch die geltend 

gemachten Schulterleiden die Arbeitsfähigkeit rentenrelevant eingeschränkt ist, bedarf 

der weiteren Abklärung.

6.2 Gegenstand von Beschwerdeverfahren in sachverhaltlicher Hinsicht sind 

grundsätzlich einzig die bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung 

vorgelegenen Verhältnisse (BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1). Der Umstand, dass die 

Schulterleiden des Beschwerdeführers noch vor der angefochtenen Verfügung vom 8. 

März 2013 hinzukamen, führt nicht dazu, dass diese erstmals im Beschwerdeverfahren 

näher zu prüfen sind. Vielmehr ist in dieser Hinsicht die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zu überweisen, damit sie den Sachverhalt in dieser Hinsicht 

ergänzend abkläre.

7. 

7.1 Damit ist in Gutheissung der Beschwerde die Verfügung vom 8. März 2013 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab 1. Mai 2010 eine Dreiviertelsrente 

zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zugleich ist die Sache zur ergänzenden 

Abklärung der im Herbst 2012 aufgetretenen Schulterleiden an die 

Beschwerdegegnerin zu überweisen.

7.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Praxisgemäss ist die Gerichtsgebühr für das 

vorliegende Verfahren auf Fr. 600.-- festzulegen und der vollständig unterliegenden

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der vom Beschwerdeführer geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten.

7.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin verzichtete auf das Einreichen einer 

Kostennote. Der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand erscheint eine 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.  In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 8. März 2013 aufgehoben 

und dem Beschwerdeführer ab 1. Mai 2010 eine Dreiviertelsrente zugesprochen. Zur 

Festsetzung der Rentenhöhe wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.  Die Sache wird zur Abklärung der ab Herbst 2012 neu aufgetretenen Schulter­

beschwerden an die Beschwerdegegnerin überwiesen.

3.  Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

4.  Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 25.02.2015
	Anspruch auf Invalidenrente. Ausreichende Aktenlage. Berechnung des Invaliditätsgrades. Tabellenlohnabzug von 15%. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Februar 2015, IV 2013/186).

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	"9001 St.Gallen"
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