# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6b29d70-e816-59f4-aaa5-3b6aa9fbc6c8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.10.2009 A-1182/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1182-2009_2009-10-08.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-1182/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richter Beat Forster (Vorsitz), 
Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, 
Richter André Moser, 
Gerichtsschreiber Cesar Röthlisberger.

1. F._______
2. 
3. 
4. 
5. 
6. 
7. 
8.  
9.  
10. 
alle vertreten durch T._______, 
Beschwerdeführende,

gegen

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich 
ETHZ,
Rechtsdienst, Rämistrasse 101, 8092 Zürich,
vertreten durch H._______,
Prorektor Lehre, Rämistrasse 101, 8092 Zürich,
Vorinstanz,

und

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

A-1182/2009

Universität Lausanne, Direction, Enseignement, 
bâtiment Unicentre, 1015 Lausanne,
Beschwerdegegnerin,

Titel Nachdiplomstudium in Arbeit und Gesundheit.

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Gegenstand

A-1182/2009

Sachverhalt:

A. Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (EHTZ) und die 
Universität  Lausanne (UNIL) bieten seit 1993 in Zusammenarbeit mit 
der  Eidgenössischen  Koordinationskommission  für  Arbeitssicherheit 
(EKAS) und den Sozialpartnern ein interuniversitäres Nachdiplomstu-
dium im Fach Arbeit und Gesundheit (französisch "santé  au travail"; 
nachfolgend: NDS A+G) an. Die Studienreglemente 1993 und 2000 sa-
hen vor, dass bei erfolgreichem Bestehen ein interuniversitäres Nach-
diplom  ausgestellt  wird,  welches  zum Führen  des  Titels  "Dipl.  NDS 
ETHZ/Universität Lausanne in Arbeit und Gesundheit" berechtigt. 

F._______  und  andere  (nachfolgend:  Nachdiplomstudierende)  waren 
für  das  NDS A+G  seit  dem  Wintersemester  2003/2004  (Durchgang 
2003/2005)  eingeschrieben  und  haben  alle  das  Studium  erfolgreich 
abgeschlossen.

B. Gemäss den Empfehlungen der Rektorenkonferenz der Schweizer 
Universitäten  (CRUS)  sollen  im  Rahmen  der  Bologna-Reformen  die 
bisher für die Nachdiplomstudien verliehenen Titel abgeschafft werden 
und  der  einheitlichen  Bezeichnung  "Master  of  Advanced  Studies 
(MAS) in..." weichen.

Um die Vorschläge der CRUS umzusetzen, beschloss die Schulleitung 
ETHZ am 19. April 2005, die bisherigen Nachdiplomtitel durch den ein-
heitlichen Titel "MAS" rückwirkend für Studienprogramme mit Start im 
Wintersemester 2003/2004 zu ersetzen. Da das NDS A+G von Inhalt 
und  Umfang  her  den  neuen  Bologna-Standards  genüge,  sollten  ge-
mäss Beschluss  der  Schulleitung ETHZ auch die  Nachdiplomstudie-
renden  dieses  Studienganges,  ab  Studienbeginn  im  Wintersemester 
2003/2004, den Titel "Master of Advanced Studies ETH UNIL in Arbeit 
und Gesundheit" erhalten.

C. Am 14. September 2005 bzw. am 27. März 2006 schlossen die ers-
ten beiden Studierenden des Durchgangs 2003/2005 ihr Nachdiplom-
studium erfolgreich  ab  und  erhielten  gemäss dem obgenannten  Be-
schluss der Schulleitung der ETHZ den neuen Titel "Master of Advan-
ced Studies ETH UNIL in  Arbeit  + Gesundheit". Die entsprechenden 
Diplome  wurden  von  den  Rektoren  und  den  zuständigen  Departe-
ments- bzw. Fakultätsvorstehern beider Hochschulen unterschrieben.

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D. Die  übrigen Nachdiplomstudierenden  des  Durchgangs  2003/2005 
legten  ihre  Prüfungen  am  25. September  2006,  16. April  2007  und 
28. September 2007 ab. Sie erhielten jeweils unmittelbar nach bestan-
dener Abschlussprüfung eine schriftliche Bestätigung, in welcher ihnen 
von der Kursleitung zugesichert wurde, dass sie alle Voraussetzungen 
zur Erlangung des Diploms und für den Titel "Master of Advanced Stu-
dies EHT UNIL in Arbeit + Gesundheit" erfüllt haben. Entgegen dieser 
Zusicherung weigerte sich die UNIL jedoch bei diesen Nachdiplomstu-
dierenden des Durchgangs 2003/2005, Diplome mit einem MAS-Titel 
zu unterzeichnen. In einem Schreiben vom 9. November 2006 erklärte 
der Rektor der UNIL gegenüber der ETHZ, dass keine MAS-Diplome 
in diesem Fach unterzeichnet werden könnten, solange das neue Reg-
lement (betreffend MAS) nicht fertiggestellt und in Kraft getreten sei.

E. Am 22. Februar 2008 bzw. am 19. März 2008 unterzeichneten die 
beiden Hochschulen das neue Studienreglement betreffend "Master of 
Advanced  Studies  in  Arbeit  +  Gesundheit"  (nachfolgend:  Reglement 
2008). Es trat rückwirkend auf den 1. Juli 2005 in Kraft (Art. 13 Abs. 1 
Reglement  2008).  Gemäss  Art. 13  Abs. 2  Reglement  2008  bleiben 
Studierende, welche sich vor dem 1. Juli 2005 eingeschrieben haben, 
dem alten Reglement unterstellt.

F. Hinsichtlich  der  Entstehungsgeschichte  dieser  Übergangsbestim-
mung lässt sich den Akten Folgendes entnehmen:

F.a Nach Auffassung der ETHZ ist die Formulierung der Übergangsbe-
stimmung (Art. 13 Reglement 2008), wonach der MAS-Titel erst Stu-
dierenden verliehen werden könne, welche ab Herbst 2005 (Winterse-
mester 2005/2006) eingeschrieben seien, ein Versehen. Die Rektorin 
der  EHTZ  habe  nach  verschiedenen  erfolglos  gebliebenen  Gesprä-
chen ihren Amtskollegen an der UNIL am 7. Oktober 2008 einen Brief 
mit der Bitte geschickt, angesichts des von beiden Schulen gemachten 
Fehlers  Gnade vor Recht  walten zu  lassen und den AbsolventInnen 
die MAS-Urkunde auszustellen. Es sei damals seitens der Programm-
leitung an der UNIL klar gewesen, dass die TeilnehmerInnen des Kur-
ses 2003/2004 den neuen Titel erhalten sollten, dass dies aber als Be-
stimmung oder Übergangsbestimmung im Reglement noch zu fixieren 
sei. Dies  habe ebenfalls  der  Überzeugung der  Programmleitung wie 
auch der zentralen Kursadministration an der ETHZ entsprochen. Bei 
der  Formulierung  der  Übergangsbestimmung  sei  der  Tatsache  nicht 
Rechnung getragen worden, dass bereits zwei Teilnehmer die Ausbil-

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dung mit einem Mastertitel abgeschlossen hätten. Ebenso sei nicht be-
rücksichtigt worden, dass der Studiengang von Inhalt und Umfang her 
bereits früher einem MAS-Programm entsprochen habe.

F.b Nach den Darstellungen der  UNIL sei  hingegen nie beabsichtigt 
gewesen,  den  Nachdiplomstudierenden  des  Durchgangs  2003/2005 
rückwirkend  den  MAS-Titel  zu  verleihen.  Genausowenig  handle  es 
sich bei der Übergangsbestimmung im Reglement 2008 um einen Feh-
ler. Das (rückwirkende) Inkrafttreten des Reglements sei Gegenstand 
mehrerer  Korrespondenzen  gewesen. Mit  Schreiben  vom 14. Januar 
2008 habe die  UNIL diesbezüglich eine präzisere Formulierung ver-
langt.  Die  Formulierung  in  Art. 13  Abs. 2  Reglement  2008  "à  cette 
date" sei infolgedessen durch "avant le 1er juillet 2005" ersetzt worden. 
Die ETHZ habe diese Regelung akzeptiert  und das neue Reglement 
2008 am 19. März 2008 unterschrieben.

Die Erteilung des MAS-Titels an die ersten beiden Studierenden des 
Durchgangs 2003/2005 sei ein Fehler gewesen. Dieser stelle aber kei-
nen Grund dar, bei den anderen Studierenden den Fehler fortzuführen 
und allen einen MAS-Titel zu erteilen: "...nous estimons que ce n'est 
pas parce qu'une erreur a été commise qu'il faut persister dans cette 
voie  en  délivrant  des  MAS  à  l'ensemble  des  étudiants  de  la  volée 
2003-2005."  Es sei  rechtlich unmöglich, einen Titel  zu verleihen, der 
mit dem geltenden Reglement in Widerspruch stehe.

Im Übrigen seien die Bestätigungsschreiben der Direktion für Weiter-
bildung der ETHZ, mit welchen den Nachdiplomstudierenden ein MAS-
Titel versprochen worden sei, nicht relevant, weil dieses Organ in der 
Sache gar nicht zuständig sei. Diese Kompetenz hätten vorliegend nur 
die Direktion der ETHZ und diejenige der UNIL. Zudem habe die ETHZ 
das  neue  Reglement  2008  unterzeichnet,  ohne  eine  entsprechende 
Anpassung zu verlangen und ohne ihr Versprechen (an die Nachdip-
lomstudierenden) gegenüber der Direktion der UNIL zu erwähnen.

G. Da die UNIL auf der Durchsetzung des Reglements bestand, teilte 
die ETHZ den Nachdiplomstudierenden am 13. Januar 2009 in Form 
einer Verfügung mit, dass sie sich entgegen den früheren Zusicherun-
gen gezwungen sähe, Ihnen das Nachdiplom mit dem Titel "Dipl. NDS 
ETHZ UNIL in Arbeit und Gesundheit" und nicht mit dem Titel "Master 
of Advanced Studies ETH UNIL in Arbeit + Gesundheit" auszustellen. 
Neben der Diplomurkunde erhielten die Nachdiplomstudierenden eine 

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Äquivalenzbescheinigung, in welcher bestätigt wurde, dass der NDS-
Titel dem neuen MAS-Titel gleichwertig sei.

H. Am  9. Februar  2009  erhoben  mehrere  Nachdiplomstudierende 
(nachfolgend: Beschwerdeführende) bei der EHT-Beschwerdekommis-
sion Beschwerde gegen die Verfügung der ETHZ (nachfolgend: Vorins-
tanz) vom 13. Januar 2009. Sie beantragen die Zuerkennung des Ti-
tels "Master of Advanced Studies ETH UNIL in Arbeit + Gesundheit". 
Mangels sachlicher Zuständigkeit überwies die ETH-Beschwerdekom-
mission die Beschwerde am 23. Februar 2009 an das Bundesverwal-
tungsgericht.

I. In der Vernehmlassung vom 29. April 2009 hält die Vorinstanz an ih-
rer Auffassung fest, wonach beim Erlass des Reglements 2008 (betref-
fend die Übergangsbestimmung) ein Fehler gemacht worden sei. Ihrer 
Ansicht  nach sollten jetzt  nicht  die Beschwerdeführenden für  diesen 
Fehler  büssen  müssen.  Da  sie  jedoch  aufgrund  der  Weigerung  der 
UNIL das Geschäft nicht in Wiedererwägung ziehen könne, erwarte sie 
den Entscheid des Gerichts.

J. Mit Verfügung vom 6. Mai 2009 wurde die UNIL (nachfolgend: Be-
schwerdegegnerin) als weitere Partei ins Verfahren miteinbezogen. In 
der Stellungnahme vom 25. Mai  2009 führte  sie  ihre oben erwähnte 
Sicht der Dinge aus und schliesst auf Abweisung der Beschwerde.

K. Mit Replik vom 10. Juli 2009 äusserten sich die Beschwerdeführen-
den  zur  Stellungnahme  der  Beschwerdegegnerin.  Zudem legten  sie 
auf Aufforderung des Instruktionsrichters die tatsächlichen und rechtli-
chen Nachteile dar, welche ihrer Ansicht nach aus der Verweigerung 
des MAS-Titels resultierten.

L. Auf die  übrigen Ausführungen und Unterlagen wird  –  soweit  ent-
scheiderheblich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-
gangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Bundesgesetzes  über  das  Bundesverwal-
tungsgericht  vom  17. Juni  2005  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG, 
SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden ge-
gen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Die 
ETH Zürich gehört zu den Behörden im Sinne von Art. 33 VGG und ist 
daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts. Es  fragt  sich 
jedoch, ob eine Ausnahme gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a VGG vorliegt, 
wonach die Beschwerde unzulässig ist gegen Verfügungen, die nach 
einem anderen Bundesgesetz durch Beschwerde an eine Behörde im 
Sinne von Art. 33 Bst. c-f VGG anfechtbar sind.

1.1.1 Die  Rechtsmittelbelehrung  in  der  Verfügung  vom  13. Januar 
2009 bezeichnet die ETH-Beschwerdekommission als Rechtsmittelins-
tanz. Diese hat indessen ihre sachliche Zuständigkeit verneint und die 
Sache an das Bundesverwaltungsgericht überwiesen mit der Begrün-
dung, die angefochtene Verfügung betreffe weder ein öffentlich-rechtli-
ches Arbeitsverhältnis noch die Zulassung zum Studium noch das Er-
gebnis von Prüfungen und Promotionen (Art. 37 Abs. 3 des Bundesge-
setzes  vom 4. Oktober  1991  über  die  Eidgenössischen  Technischen 
Hochschulen [ETH-Gesetz, SR 414.110]). Obwohl die ETH-Beschwer-
dekommission in einem früheren Fall auf einen Streit betreffend Titel-
vergabe eingetreten sei,  sei  sie heute in diesem Bereich nicht  mehr 
zuständig.  Die  Generalklausel  der  damals  geltenden  Fassung  von 
Art. 37 des ETH-Gesetzes (AS 2003 4273) habe derartige Streitigkeit 
noch erfasst. Dies sei heute nicht mehr der Fall. Erfasst sei nur noch 
der eigentliche Prüfungsentscheid, also die Feststellung des Prüfungs-
resultats. Da vorliegend das erfolgreiche Bestehen der Prüfung unbe-
stritten sei und es vielmehr um die Titelvergabe gehe, sei die ETH-Be-
schwerdekommission sachlich nicht zuständig.

1.1.2 Der ETH-Beschwerdekommission ist sowohl in der Begründung 
wie auch im Ergebnis zu folgen. Streitigkeiten betreffend Titelvergabe 
fallen aufgrund der klaren und abschliessenden Aufzählung der gelten-
den Fassung von Art. 37 Abs. 3 ETH-Gesetz nicht mehr in deren Zu-
ständigkeit  (vgl. Urteile  des Bundesverwaltungsgerichts  A-8231/2007 
vom 19. November 2008 und A-4236/2008 vom 1. April  2009). Damit 
liegt auch keine Ausnahme gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a VGG vor, und 

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das Bundesverwaltungsgericht  ist  sachlich zuständig zur  Beurteilung 
der vorliegenden Beschwerde. 

Bezeichnet  eine  Rechtsmittelbelehrung  eine  falsche  Rechtsmittelins-
tanz, ist das Rechtsmittel ohne weitere Folgen von Amtes wegen an 
die richtige Instanz zur Behandlung zu überweisen (vgl. FELIX UHLMANN/
ALEXANDRA SCHWANK,  in:  VwVG,  Praxiskommentar  zum  Bundesverwal-
tungsverfahren,  Bernhard  Waldmann/Philippe Weissenberger  (Hrsg.), 
[hienach:  Praxiskommentar  VwVG],  Zürich  2008,  Rz. 20  zu  Art. 38). 
Den Beschwerdeführenden ist somit aus der falschen Rechtsmittelbe-
lehrung kein Nachteil erwachsen.

1.2 Im  Übrigen  richtet  sich  das  vorliegende  Beschwerdeverfahren 
nach den Bestimmungen des VwVG, soweit das VGG nichts anderes 
bestimmt (Art. 37 Abs. 1 ETH-Gesetz i.V.m. Art. 37 VGG).

1.3 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfah-
ren teilgenommen hat,  durch die angefochtene Verfügung besonders 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3.1 Als  materielle  Verfügungsadressaten  einer  belastenden  Verfü-
gung haben die Beschwerdeführenden notwendigerweise am vorins-
tanzlichen Verfahren teilgenommen (lit. a). Zudem sind sie stärker als 
jedermann betroffen und in  einer besonderen,  beachtenswerten,  na-
hen Beziehung zur Streitsache, d.h. besonders berührt (lit. b). Neben 
der  formellen  Beschwer  und  der  spezifischen  Beziehungsnähe  zur 
Streitsache müssen die Beschwerdeführenden ein schutzwürdiges In-
teresse an  der  Aufhebung oder  Änderung  der  angefochtenen Verfü-
gung  nachweisen  (lit. c).  Das  schutzwürdige  Interesse  kann  rechtli-
cher,  aber  auch  bloss  tatsächlicher  Natur  sein.  Letzteres  bedeutet, 
dass  die  Beschwerdeführenden  einen  praktischen  Nutzen  aus  einer 
allfälligen  Aufhebung  oder  Änderung  des  angefochtenen  Entscheids 
ziehen, d.h. ihre Situation muss durch den Ausgang des Verfahrens in 
tatsächlicher,  praktischer,  wirtschaftlicher  oder  ideeller  Weise  beein-
flusst werden können (vgl. dazu BGE 135 II 172 E. 21; ULRICH ZIMMERLI/
WALTER KÄLIN/REGINA KIENER,  Grundlagen  des  öffentlichen  Verfahrens-
rechts,  Bern  2004,  S. 102 f.).  Das  schutzwürdige  Interesse  und  das 
besondere Berührtsein lassen sich nicht klar voneinander unterschei-
den. Einerseits setzt das schutzwürdige Interesse voraus, dass sich je-
mand in einer besonderen Beziehungsnähe zur Streitsache befindet. 
Andererseits ist bei einer besonderen Beziehungsnähe zur Streitsache 

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in  der  Regel  auch das schutzwürdige Interesse zu bejahen,  d.h. die 
materiellen Verfügungsadressaten haben im Normalfall ein schutzwür-
diges  Interesse  (vgl.  VERA MARANTELLI-SONANINI/SAID HUBER,  Praxiskom-
mentar VwVG, Rz. 8 ff. zu Art. 48).

1.3.2 Der vorliegende Fall ist insofern atypisch, als die besondere Be-
ziehungsnähe, nicht aber das schutzwürdige Interesse ohne weiteres 
bejaht  werden  kann.  Im  Bestätigungsschreiben  vom  11. November 
2008 wird den Beschwerdeführenden nämlich die Gleichwertigkeit des 
NDS-Titels  mit  dem neuen MAS-Titel  bescheinigt. Angesichts  dieser 
Tatsache ist  nicht von vornherein klar, ob den Beschwerdeführenden 
überhaupt  noch  tatsächliche  Nachteile  durch  die  Verweigerung  des 
MAS-Titels entstehen können. Berücksichtigt man, dass das Erforder-
nis des schutzwürdigen Interesses in erster Linie dem Ausschluss der 
Popularbeschwerde dient,  sind bei  materiellen Verfügungsadressaten 
indessen keine allzu hohen Anforderungen zu stellen. Es reicht, wenn 
die Beschwerdeführenden überzeugend darlegen, dass sie eigene und 
nicht bloss allgemeine Interessen, wie z.B. die richtige Anwendung des 
Verwaltungsrechts,  verfolgen  (vgl.  MARANTELLI-SONANINI/HUBER,  Praxis-
kommentar  VwVG,  Rz. 9  zu  Art. 48;  ZIMMERLI/KÄLIN/KIENER,  a.a.O., 
S. 102).

1.3.3 Die Beschwerdeführenden bringen vor, durch die gesamteuropä-
ische  Einführung  des  MAS-Titels  im  Rahmen  der  Bologna-Reform 
habe  der  alte  NDS-Titel  bereits  heute  einen  verminderten  Wert  auf 
dem  Arbeitsmarkt.  Beispielsweise  würde  in  Stellenausschreibungen 
explizit ein MAS-Titel verlangt. Ohne MAS-Titel würden sie deshalb ei-
nem sachlich nicht begründeten Wettbewerbsnachteil unterliegen. Auf-
grund des geringen Werts des NDS-Titels befänden sie sich zudem in 
einer  verschlechterten  Ausgangslage  bei  Gehalts-  und  Honorarver-
handlungen. Angesichts der mangelnden Bekanntheit bzw. Erklärungs-
bedürftigkeit  des  NDS-Titels  sei  schliesslich  bei  der  Akquisition  von 
Aufträgen, Kontakten mit Kunden, wissenschaftlichen Vorträgen und in 
der Unterrichtstätigkeit an Hochschulen mit Statusverlust zu rechnen.

1.3.4 Die  Vorbringen  der  Beschwerdeführenden  zeigen,  dass  ein 
NDS-Titel  trotz  Äquivalenzbescheinigung  nicht  dasselbe  ist,  wie  ein 
MAS-Titel. Zumindest  im europäischen Raum können Nachteile  ent-
stehen,  indem  die  Gleichwertigkeit  des  Titels  erklärt  werden  muss. 
Und da den Beschwerdeführenden das Führen des MAS-Titels nicht 
erlaubt ist, entstehen ihnen insbesondere auch in Situationen Nachtei-

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le, in welchen sie keine Gelegenheit haben, die Gleichwertigkeit zu er-
klären oder eine Erklärung unangebracht oder sonderlich wirken wür-
de. Zu denken ist dabei beispielsweise an Visitenkarten oder wissen-
schaftliche Vorträge. Damit werden durch die Verweigerung des MAS-
Titels  schützenswerte  Interessen der  Beschwerdeführenden tangiert. 
Die Legitimationsvoraussetzungen sind insofern erfüllt.

1.3.5 Nach herrschender Lehre und stetiger Rechtsprechung des Bun-
desgerichts ist das Interesse nur dann schutzwürdig, wenn es aktuell 
und praktisch ist, d.h. der mit der angefochtenen Verfügung verbunde-
ne  strittige  Nachteil  muss  im  Urteilszeitpunkt  noch  bestehen  (vgl. 
BGE 131 II 361  E. 1.2;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-8104/2007 vom 12. Juni 2008 E. 2;  MARANTELLI-SONANINI/HUBER,  Pra-
xiskommentar VwVG,  Rz. 15 zu  Art. 48). Da den Beschwerdeführen-
den bis heute der MAS-Titel in Arbeit und Gesundheit nicht erteilt wor-
den ist, haben sie weiterhin ein aktuelles und praktisches Interesse an 
der  Aufhebung  oder  Änderung  der  angefochtenen  Verfügung.  Damit 
sind alle Voraussetzungen von Art. 48 VwVG erfüllt und die Beschwer-
deführenden sind zur Beschwerde legitimiert.

1.4 Im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht kann sich eine Partei 
durch jede beliebige natürliche oder juristische Person vertreten las-
sen, soweit sie nicht persönlich zu handeln hat oder die Dringlichkeit 
einer  amtlichen  Untersuchung  es  nicht  ausschliesst  (Art. 11  VwVG; 
vgl.  MARANTELLI-SONANINI/HUBER,  Praxiskommentar  VwVG,  Rz. 13  zu 
Art. 11). Vorliegend steht einer Vertretung durch eine der Beschwerde-
führenden nichts entgegen. Die entsprechenden Vollmachten wurden 
mit der Beschwerde vom 9. Februar 2009 eingereicht.

1.5 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
(Art. 50 und 52 VwVG) ist einzutreten.

2.

2.1 Gegenstand des vorliegenden Streites bildet  die Frage,  auf  wel-
chen  Titel  die  Beschwerdeführenden  nach  erfolgreichem  Abschluss 
des Nachdiplomstudiums in Arbeit und Gesundheit Anspruch haben. In 
der angefochtenen Verfügung vom 13. Januar 2009 wurde ihnen der 
NDS-, nicht aber der MAS-Titel zugesprochen. Die Beschwerdeführen-
den berufen sich darauf, dass ihnen der MAS-Titel von den Programm-
direktoren beider Hochschulen zugesichert worden sei. Zudem fordern 
sie  die  Gleichbehandlung  mit  denjenigen  Studierenden  ihres  Durch-

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gangs, welchen der MAS-Titel bereits verliehen wurde. Die Vorinstanz 
schützt die Beschwerdeführenden in ihrem Anliegen. Beim Erlass des 
neuen Reglements sei ein Fehler gemacht worden, für den jetzt nicht 
die Beschwerdeführenden büssen sollen. Die Beschwerdegegnerin be-
ruft  sich hingegen auf  Art. 13 Abs. 2 des Reglements 2008,  wonach 
Studierenden, die vor dem 1. Juli 2005 eingeschrieben waren, der alte 
NDS-Titel zu erteilen sei. Die Beschwerdeführenden könnten sich we-
der auf den Vertrauensschutz noch auf das Gleichheitsgebot berufen.

2.2 Nachfolgend ist somit zu untersuchen, welches Reglement auf die 
Beschwerdeführenden Anwendung findet und welcher Titel  ihnen bei 
Anwendung dieses Reglements zusteht. Sollte sich dabei herausstel-
len, dass die Beschwerdeführenden bei Anwendung des massgeben-
den Reglements keinen Anspruch auf den MAS-Titel haben, sind auch 
der Vertrauensschutz und das Gleichbehandlungsgebot zu prüfen.

3.

3.1 Art. 13  Abs. 2  des  heute  geltenden  Reglements  2008 unterstellt 
Studierende, die vor dem 1. Juli 2005 eingeschrieben waren, dem vor-
angehenden  Reglement.  Vor  Erlass  des  Reglements  2008  war  seit 
Wintersemester 1999/2000 das Reglement 2000 in Kraft, welches das 
erste  Reglement  von  1993  ablöste.  Sämtliche  Beschwerdeführende 
haben sich im Wintersemester 2003/2004 (Durchgang 2003/2005) ein-
geschrieben. Für sie ist somit das Reglement 2000 massgebend.

3.2 Gemäss  Art. 11  des  Reglements  2000  wird  nach  erfolgreichem 
Bestehen des NDS A+G ein gemeinsames Nachdiplom von der ETHZ 
und der UNIL ausgestellt,  das nach Art. 22 der Organisationsverord-
nung  der  ETHZ  vom  14. Mai  1998  (OV  ETHZ  von  1998;  AS  1999 
1178) zum Führen des Titels "Dipl. NDS ETHZ/Universität Lausanne in 
Arbeit  und  Gesundheit"  berechtigt.  Die  Schulleitung  ETHZ hat  aller-
dings  am  19. April  2005  beschlossen,  in  den  Weiterbildungsstudien 
den neuen MAS-Titel einzuführen. Da gemäss Einschätzung der Vorin-
stanz das NDS A+G von Inhalt und Umfang her vollumfänglich den Bo-
logna-Standards genüge, wurde auch der bisherige NDS-Titel in Arbeit 
und Gesundheit durch einen MAS-Titel ersetzt. Studierende sollen den 
Titel rückwirkend ab Studienbeginn im Wintersemester 2003/2004 er-
halten. Die Beschwerdegegnerin bringt in diesem Zusammenhang vor, 
es fehle die gesetzliche Grundlage, um den Beschwerdeführenden ei-
nen MAS-Titel zu erteilen, weil das für diese geltende Reglement die 
Erteilung eines solchen Titels nicht vorsehe. Die Vorinstanz habe unila-

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teral,  d.h. ohne die Beschwerdegegnerin um ihre Meinung zu fragen 
und sogar ohne diese zu informieren, beschlossen, den Studierenden 
des Durchganges 2003/2005 den MAS-Titel zu erteilen. Diese Vorbrin-
gen werfen die Frage auf,  ob durch den Beschluss der  Schulleitung 
ETHZ vom 19. April  2005 das Reglement 2000 rechtsgültig geändert 
wurde und ob die Beschwerdegegnerin an diesen Beschluss gebun-
den ist. Zu prüfen ist in einem ersten Schritt die Kompetenz der Schul-
leitung  ETHZ  zum  Erlass  von  Studienreglementen  (E. 3.3)  und  zur 
Verleihung akademischer Titel (E. 3.4). In einem zweiten Schritt ist auf 
die Frage der Verbindlichkeit einzugehen (E. 3.5 f.).

3.3 Gemäss  den  bis  am  31. Dezember  2003  geltenden  Fassungen 
von Art. 16  Abs. 2 und Art. 28 Abs. 4 Bst. a  des  ETH-Gesetzes (AS 
1993  210)  war  es  Aufgabe  der  Schulleitung  ETHZ,  im Rahmen der 
vom ETH-Rat festgelegten Richtlinien die Verordnungen zum Studium 
(Studienreglemente) zu erlassen und die Zulassungsbedingungen für 
Nachdiplomstudierende zu regeln. Die am 1. Januar 2004 in Kraft ge-
tretene Teilrevision des ETH-Gesetzes hat diese Kompetenz nicht ver-
ändert. Art. 16 Abs. 2 ETH-Gesetz wurde lediglich neu formuliert und 
die im ehemaligen Art. 28 Abs. 4 Bst. a des ETH-Gesetzes enthaltene 
Kompetenz zum Erlass von Studienreglementen neu auf Verordnungs-
stufe in Art. 3 Abs. 1 Bst. b der Verordnung vom 13. November 2003 
des ETH-Rates  über  die Eidgenössischen Technischen Hochschulen 
Zürich und Lausanne (ETHZ-ETHL-Verordnung, SR 414.110.37) gere-
gelt  (AS  2003  4265).  Die  Schulleitung  ETHZ  war  somit  sowohl  am 
21. März 2000 beim Beschluss des Reglementes 2000 wie auch am 
19. April 2005 beim Beschluss über die Einführung der neuen MAS-Ti-
tel kompetent, Studienreglemente zu erlassen.

3.4 Im  Rahmen der  Bologna-Reform hat  der  ETH-Rat  beschlossen, 
sog. gestufte Studiengänge (Bachelor und Master) einzuführen. Damit 
wurden  die  formellen  Voraussetzungen  dafür  geschaffen,  dass  die 
ETH Bachelor- beziehungsweise Masterabschlüsse im Sinne des Bo-
logna-Modells einführen kann (vgl. Botschaft zur Teilrevision des ETH-
Gesetzes,  BBl  2002 3485). Dementsprechend wurde die Kompetenz 
der ETH zur Verleihung von Mastertiteln mit Inkrafttreten des teilrevi-
dierten  ETH-Gesetzes  am 1. Januar  2004  eingeführt  (Art. 19  Abs. 1 
Bst. abis ETH-Gesetz). Die Schulleitung ETHZ war folglich am 19. April 
2005 kompetent, für NDS A+G den Mastertitel einzuführen.

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3.5 Rechtsetzende Erlasse werden für Private erst nach ihrer Publika-
tion in der amtlichen Sammlung verbindlich (Art. 8 des Bundesgeset-
zes vom 18. Juni 2004 über die Sammlungen des Bundesrechts und 
das Bundesblatt [PublG, SR 170.512]; vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/ 
FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/ 
Genf  2006,  Rz. 315). Der Beschluss der Schulleitung ETHZ sah vor, 
die  neuen  Mastertitel  im  Anhang  der  Allgemeinen  Verordnung  vom 
10. September 2002 über Leistungskontrollen an der Eidgenössischen 
Technischen Hochschule Zürich (AVL ETHZ, SR 414.3135.1)  bzw. in 
der Allgemeinen Prüfungsverordnung vom 8. Oktober 1996 der Eidge-
nössischen  Technischen  Hochschule  Zürich  (APRV  ETHZ, 
SR 414.132.1) zu publizieren. Zudem wurden die Beschwerdeführen-
den gemäss ihren eigenen Aussagen seit Frühjahr 2005 von der Studi-
enleitung  über  den  neuen  MAS-Titel  mehrfach  informiert.  Die  Be-
schwerdeführenden könnten sich indessen auch ohne Publikation auf 
den Beschluss berufen. Sinn und Zweck der Publikation von Erlassen 
ist der Schutz des Bürgers. Dieser soll wissen, welche Pflichten er ge-
genüber dem Staat  hat  und nicht  der Unsicherheit  unbekannter Ver-
pflichtungen ausgesetzt sein. Bringt eine Regelung dem Bürger hinge-
gen nur Vorteile bzw. räumt sie ihm nur Rechte ein, entstehen die be-
günstigenden Rechtswirkungen unter Umständen auch ohne Publikati-
on (in diesem Sinne BGE 100 Ib 341 E. 1b). Insbesondere wenn sich 
Private  auf  eine  Rechtsänderung  berufen,  wäre  es  widersprüchlich 
und verstiesse gegen Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9  der 
Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 [BV, SR 101]), diesen das neu eingeräumte Recht we-
gen einer mangelhaften Publikation zu versagen.

Als  Zwischenergebnis  kann  festgehalten  werden,  dass  der  Schullei-
tungsbeschluss vom 19. April  2005 Art. 11 des Reglements 2000 an 
sich rechtsgültig geändert hat. Es bleibt zu prüfen, ob die Beschwerde-
gegnerin an diese Änderung gebunden ist bzw. ob der Umstand, dass 
es sich um eine zusammen mit der Beschwerdegegnerin angebotene 
Ausbildung  handelt,  an  der  Verbindlichkeit  der  Reglementsänderung 
etwas ändert.

3.6 Die  Beschwerdegegnerin  bringt  implizit  vor,  dass  die  Vorinstanz 
das  Reglement  2000  bzw. den  Titel  nicht  einseitig  und  ohne  sie  zu 
konsultieren habe ändern dürfen (vgl. E. 3.2). In diesem Zusammen-
hang ist zu beachten, dass die Reglemente 1993 und 2000 alleine von 
der Vorinstanz bzw. von deren Schulleitung erlassen wurden. Die Be-

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schwerdegegnerin  hat  sich  im  Rahmen  der  Zusammenarbeit  damit 
einverstanden erklärt, gestützt auf das Reglement der Vorinstanz das 
gemeinsame  NDS  A+G  durchzuführen.  Weder  im  Reglement  1993 
noch im Reglement 2000 ist eine Klausel zu finden, wonach es für Än-
derungen  der  Zustimmung der  Beschwerdegegnerin  bedürfte.  Damit 
stand der  Vorinstanz  als  erlassende Behörde alleine  die Kompetenz 
zu, das Reglement für das NDS A+G zu ändern oder durch ein neues 
zu  ersetzen. Der  Beschwerdegegnerin  wäre  es  unbenommen gewe-
sen,  für  die  Zusammenarbeit  ein  gemeinsames  Reglement  und  ein 
Mitspracherecht für Änderungen zu fordern, so wie sie es nun erstmals 
beim Reglement 2008 getan hat (vgl. insbesondere Art. 9 der Konven-
tion "MAS Arbeit + Gesundheit" vom 22. Februar 2008 bzw. 26. März 
2008). Da  sie  aber  das  NDS A+G bis  zum Erlass  des  Reglements 
2008 gestützt auf die Reglemente der Vorinstanz anbot, muss sie sich 
auf  dem einseitig  geänderten  Reglement  2000  behaften  lassen.  Als 
mit  öffentlichen Aufgaben betraute öffentlich-rechtliche Anstalt  ist die 
Beschwerdegegnerin  in  ihrem  Handeln  an  das  Gesetz  gebunden 
(Art. 5 Abs. 1 BV).

3.7 Zusammenfassend kann der Beschwerdegegnerin insofern zuge-
stimmt werden, als Art. 13 Abs. 2 des Reglements 2008 anzuwenden 
ist  und  damit  auf  die  vor  dem  1. Juli  2005  eingeschriebenen  Be-
schwerdeführenden  das  vorangehende  Reglement  2000  zur  Anwen-
dung kommt. Letzteres Reglement wurde indessen mit Beschluss der 
Schulleitung ETHZ vom 19. April  2005 rechtsgültig geändert,  sodass 
den  seit  Wintersemester  2003/2004  eingeschriebenen  Beschwerde-
führenden der MAS-Titel gestützt auf das Reglement 2000 zu erteilen 
ist. 

3.8 Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob die Beschwerdefüh-
renden aus Gründen des Vertrauensschutzes (schriftliche und mündli-
che Zusicherungen des MAS-Titels)  oder der  Gleichbehandlung (mit 
denjenigen Studierenden desselben Durchgangs, welchen bereits ein 
MAS-Titel  erteilt  worden  ist)  einen  Anspruch  auf  die  Erteilung  des 
MAS-Titels hätten.

3.9 Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und die angefochtene Ver-
fügung aufzuheben.

Gemäss  Art. 11  des  Reglements  2000  ist  ein  gemeinsames  Diplom 
auszustellen. Das Reglement wurde gestützt auf das ETH-Gesetz er-
lassen (vgl. E. 3.3) und ist damit dem Bundesrecht zuzuordnen. Folg-

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lich ist  sowohl die Vorinstanz wie auch die Beschwerdegegnerin ge-
stützt  auf  Bundesrecht  verpflichtet,  die  Diplome der  Beschwerdefüh-
renden zu unterzeichnen. Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin 
werden  dementsprechend  angewiesen,  den  Beschwerdeführenden 
den Titel "Master of Advanced Studies ETH UNIL in Arbeit + Gesund-
heit" bzw. "Master of Advanced Studies ETH UNIL en Santé au Travail" 
zu erteilen.

4.

4.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind weder den obsiegenden 
Beschwerdeführenden noch der Vorinstanz als Bundesbehörde Verfah-
renskosten aufzuerlegen. Da nicht vermögensrechtliche Interessen im 
Streit lagen, werden zudem auch der Beschwerdegegnerin keine Ver-
fahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 1 und Abs. 2 VwVG). Der Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 1'000.-- ist den Beschwerdeführenden 
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zurückzuer-
statten.

4.2 Obsiegende  Beschwerdeführende  haben  gemäss  Art. 64  Abs. 1 
VwVG Anspruch auf  eine  Entschädigung für  die ihnen erwachsenen 
notwendigen  und  verhältnismässig  hohen  Kosten.  Zu  entschädigen 
sind dabei im Wesentlichen die Aufwendungen für die anwaltliche Ver-
tretung (Art. 8 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]).  Da  die  Beschwerdeführenden  nicht  anwaltlich  vertreten 
sind und sie auch sonst keine verhältnismässig hohen Kosten geltend 
machen, haben sie keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung der ETHZ vom 
13. Januar 2009 aufgehoben.

2.
Die ETHZ und die UNIL werden angewiesen, den Beschwerdeführen-
den den Titel "Master of Advanced Studies ETH UNIL in Arbeit + Ge-

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sundheit"  bzw. "Master of Advanced Studies ETH UNIL en Santé au 
Travail" zu erteilen und die entsprechenden Diplome auszustellen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Den Beschwerdeführen-
den wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-  nach Eintritt 
der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Forster Cesar Röthlisberger

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern  der  Ausschlussgrund  gemäss  Art.  83  Bst.  t  BGG  vorliegend 
nicht zur Anwendung gelangt, kann gegen diesen Entscheid innert 30 
Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14, 
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt  werden 
(Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache 
abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 

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beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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