# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9211313-db5d-5c74-b63e-da989397eb8c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 14.12.2018 510 18 48 (510 2018 48)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-18-48_2018-12-14.pdf

## Full Text

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Entscheid vom 14. Dezember 2018 (510 18 48) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Revision 

 

Besetzung Vizepräsident Dr. L. Schneider, Steuerrichter S. Schmid (Ref.), 
P. Salathe, J. Felix, M. Angehrn, Gerichtsschreiber D. Brügger 
 
 

Parteien A.____, vertreten durch Deloitte AG, Herr P. Businger, Steinengraben 
22, 4002 Basel 
 
 Rekurrent 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2014 (Revisionsentscheid) 
 
 

 
 
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Sachverhalt: 
 
A. 
Mit Verfügung der Staatssteuer 2014 vom 24. März 2016 wurde der Pflichtige zu einer Ein-
kommenssteuer von Fr. 48‘902.25 und einer Vermögenssteuer von Fr. 699.20 veranlagt. 
 
 
B. 
Mit Revisionsgesuch vom 29. Dezember 2017 beantragte die Vertreterin, der Steuerpflichtige 
sei der Quellensteuer zu unterstellen. Zur Begründung führte sie aus, der Wohnsitz des Pflichti-
gen befinde sich seit April 2013 in Grossbritannien, wo er den grössten Teil seiner Arbeits- und 
Freizeittage bei seiner Partnerin und seinem im Jahr 2012 geborenen Sohn verbracht habe.  
Mit Revisionsentscheid vom 18. Mai 2018 wies die Steuerverwaltung das Gesuch ab und führte 
aus, bei zumutbarer Sorgfalt wäre es möglich gewesen, die behauptete Wohnsitzverlegung im 
Rahmen des ordentlichen Veranlagungsverfahrens geltend zu machen.  
 
 
C. 
Mit Rekurs vom 20. Juni 2018 machte die Vertreterin geltend, die Überprüfung des Reisekalen-
ders des Pflichtigen habe erst im Zuge der Mandatierung für die britische Steuererklärung statt-
gefunden; überdies verfüge der Steuerpflichtige mit seiner Partnerin über ein gemeinsames 
Konto.  
Mit Vernehmlassung vom 2. August 2018 beantragte die Steuerverwaltung die Abweisung des 
Rekurses. Zur Begründung führte sie aus, die Abmeldung aus der Schweiz und die Anmeldung 
in Grossbritannien seien erst im Jahr 2016 erfolgt. Die Eröffnung eines gemeinsamen ausländi-
schen Bankkontos und der nachträglich selber erstellte Reisekalender würden keinen neuen 
Wohnsitz begründen.  
Anlässlich der heutigen Verhandlung hält die Steuerverwaltung an ihrem Begehren fest. 
 
 
 
 
Erwägungen: 
 
1.  
Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die Staats- und 
Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses 
zuständig. Gemäss § 129 Abs. 3 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im 
vorliegenden Fall Fr. 8'000.-- pro Steuerjahr übersteigt, vom Präsidenten und vier Richterinnen 
und Richtern des Steuergerichts beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stel-
lenden Anforderungen erfüllt sind, ist auf das Rechtsmittel einzutreten. 
 
 
2. 
Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob die Voraussetzungen der Revision gegeben sind. 
 
2.1. Gemäss § 132 Abs. 1 StG kann eine rechtskräftige Veranlagung oder ein rechtskräftiger 
Entscheid auf Antrag oder von Amtes wegen zugunsten des Steuerpflichtigen revidiert werden, 

 
 
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wenn erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel entdeckt werden (lit. a), wenn die 
erkennende Behörde erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel, die ihr bekannt 
waren oder bekannt sein mussten, ausser Acht gelassen oder in anderer Weise wesentliche 
Verfahrensgrundsätze verletzt (lit. b) oder wenn ein Verbrechen oder Vergehen die Verfügung 
oder den Entscheid beeinflusst hat (lit. c). Eine Revision ist gemäss § 132 Abs. 2 StG ausge-
schlossen, wenn der Antragsteller als Revisionsgrund vorbringt, was er bei der ihm zumutbaren 
Sorgfalt schon im ordentlichen Verfahren hätte geltend machen können.  
 
2.2. Unabhängig vom Revisionsgrund darf der Gesuchsteller es nicht während des ursprüngli-
chen Verfahrens an der gebotenen Sorgfalt fehlen lassen. An die Sorgfalt der steuerpflichtigen 
Person bei der Wahrung ihrer Rechte im Veranlagungsverfahren dürfen einige Anforderungen 
gestellt werden. Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass sie ihre eigenen finanziellen Ver-
hältnisse kennt, und dass sie die Veranlagungsverfügung nach Erhalt überprüft und allfällige 
Mängel rechtzeitig rügt. Sie kann nicht die Revision verlangen, um im Rechtsmittelverfahren 
Versäumtes nachzuholen. Die Revision ist beispielsweise ausgeschlossen, wenn aus Nachläs-
sigkeit des Steuerpflichtigen oder seines Vertreters wesentliche Sachverhaltselemente im or-
dentlichen Veranlagungs- oder Rechtsmittelverfahren nicht vorgebracht worden sind oder wenn 
der Steuerpflichtige bei Prüfung der ihm eröffneten Veranlagung, allenfalls unter Beizug eines 
Sachverständigen, den Sachverhalts- oder Rechtsirrtum der Behörde sofort hätte entdecken 
können. Die Revision ist demnach ausgeschlossen, wenn der Steuerpflichtige sich bei der De-
klaration seiner Steuerfaktoren schlicht geirrt hat. Das Revisionsverfahren kann nicht dazu die-
nen, von der steuerpflichtigen Person zu verantwortende Nachlässigkeiten nachträglich zu be-
reinigen (vgl. zum Ganzen: Entscheid des Steuergerichts [StGE] vom 9. Juni 2017, 510 17 27, 
E. 3b, m.w.H., www.bl.ch/steuergericht). 
 
2.3. Die gesetzliche Umschreibung der Revisionsgründe ist keine abschliessende. Verlet-
zungen von Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) der Schweiz mit anderen Staaten können 
unbekümmert um die Rechtskraft einer kantonalen Einschätzung im Sinne eines übergesetzli-
chen Revisionsgrundes gerügt werden. Allerdings ist auch in diesem Zusammenhang der Aus-
schlussgrund der „zumutbaren Sorgfalt“ im ordentlichen Verfahren zu beachten. Das Bundesge-
richt verlangt denn auch im Bereich der internationalen Doppelbesteuerung, dass der Pflichtige 
seine steuerrechtlich bedeutsamen subjektiven und objektiven Verhältnisse kennt und den ihm 
zugestellten Einschätzungsentscheid zumindest in den Grundzügen auf seine Übereinstimmung 
damit überprüft (vgl. zum Ganzen: StGE vom 19. September 2014, 530 14 16, E. 3c, m.w.H. 
www.bl.ch/steuergericht). 
 
 
3. 

Es stellt sich zunächst die Frage, ob ein Revisionsgrund gemäss § 132 Abs. 1 lit. a StG gege-
ben ist. 
 
3.1. Gemäss § 132 Abs. 1 lit. a StG kann eine rechtskräftige Veranlagung revidiert werden, 
wenn erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel entdeckt werden. Als Tatsachen 
gelten Zustände oder Vorgänge, die den gesetzlichen Steuertatbestand betreffen. Anlass für 
eine Revision sind nicht irgendwelche Tatsachen, sondern nur erhebliche. Eine Tatsache ist 
erheblich, wenn sie geeignet ist, den dem angefochtenen Entscheid seinerzeit zugrunde geleg-

 
 
Seite 4   

ten Sachverhalt wesentlich zu verändern, und dadurch zu einer andern Entscheidung Anlass zu 
geben. Die Tatsachen, welche geeignet sind, eine Revision auszulösen, müssen grundsätzlich 
im Zeitpunkt des ursprünglichen Entscheids oder Urteils bereits gegeben sein. Nachträglich 
eingetretene Tatsachen können nur berücksichtigt werden, wenn sie auf die tatbeständliche 
Grundlage der zu revidierenden Verfügung zurückwirken. Um im Sinne der Bestimmung als neu 
zu gelten, dürfen die Tatsachen erst nachträglich entdeckt worden sein. Als erheblich gilt dem-
nach eine Tatsache, die früher unbekannt war, aber bereits bestanden hat, und die zu einer 
rechtserheblichen Veränderung des Sachverhalts führt. Beweismittel sind Erkenntnisquellen, 
die sich dazu eignen, den rechtserheblichen Sachverhalt festzustellen, also die Behörden vom 
Vorliegen der rechtserheblichen Tatsachen zu überzeugen. Neue Beweismittel können geeignet 
sein, das Vorliegen erheblicher Tatsachen im Zeitpunkt der Verfügung oder Entscheidung oder 
von Tatsachen zu beweisen, die zwar im Veranlagungsverfahren schon behauptet worden wa-
ren, aber keine Berücksichtigung fanden, weil sie unbewiesen blieben. Die neu angebotenen 
Beweismittel müssen von entscheidender Bedeutung sein, um die frühere, auf mangelhafter 
Grundlage getroffene Entscheidung umzustossen. Der Gesuchsteller hat zudem darzutun, dass 
er die neuen Beweismittel im früheren Verfahren nicht beibringen konnte. Im Regelfall sollen 
neue Beweismittel Tatsachen beweisen, die zum Zeitpunkt der Verfügung oder des Entscheids 
schon bestanden haben. Daher kann je nach Standpunkt dieser Revisionsgrund als mit dem 
der neuen Tatsache verknüpft gesehen werden. Somit liegt der Revisionsgrund der erhebli-
chen, neuen Tatsache vor, wenn zum Nachweis einer neuen Tatsache ein neues Beweismittel 
angerufen wird (vgl. zum Ganzen: StGE vom 9. Juni 2017, a.a.O., E. 4a ff., m.w.H., 
www.bl.ch/steuergericht). 
 
3.2. Vorliegend hat der Rekurrent die von einem fachkundigen Treuhänder erstellte Steuerklä-
rung 2014 mit Datum vom 15. September 2015, ohne irgendwelchen Hinweis auf die behaupte-
te Wohnsitzverlegung nach Grossbritannien im April 2013, also 2 ½ Jahre früher, vorbehaltlos 
eingereicht. Auch das im Jahr 2012 geborene Kind wurde nicht erwähnt, blieb die entsprechen-
de Rubrik in der Steuererklärung doch leer. Daran hat sich bis zur Veranlagung am 24. März 
2016 nichts geändert. Zudem reichte der Rekurrent keine Einsprache ein, so dass die Einschät-
zung in Rechtskraft erwuchs. Unklar bleibt, wieso der Rekurrent erst mit Revisionsgesuch vom 
29. Dezember 2017, also 5 Jahre nach Geburt des Kindes, geltend macht, er habe bereits im 
Jahr 2013 den Wohnsitz verlegt. Zudem ist offenkundig, dass die Führung eines ausländischen 
Bankkontos zusammen mit der Lebenspartnerin keinen neuen Wohnsitz zu begründen vermag. 
Dasselbe gilt für den nachträglich erstellten Reisekalender, zumal derselbe, augenscheinlich im 
Hinblick auf das Revisionsgesuch vom selben Tag, auf Briefpapier der Vertreterin angefertigt 
wurde. Dabei handelt es sich um eine Parteibehauptung. Nach dem allgemeinen Grundsatz der 
Beweislastverteilung im Steuerrecht hat der Pflichtige die von ihm geltend gemachten steuer-
mindernden Tatsachen nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen. Festzustellen ist da-
mit, dass seit der Veranlagung weder erhebliche Tatsachen noch entscheidende Beweismittel 
entdeckt wurden. Zudem hätte die behauptete Wohnsitzverlegung bereits im ordentlichen Ver-
anlagungsverfahren geltend gemacht werden müssen. 
 
  

 
 
Seite 5   

4. 
Dass Revisionsgründe gemäss § 132 Abs. 1 lit. b oder c StG gegeben sein könnten, wird von 
der Vertreterin des Rekurrenten zu Recht nicht geltend gemacht, zumal solche auch nicht er-
kennbar sind. 
 
 
5. 
Damit stellt sich abschliessend die Frage, ob der übergesetzliche Revisionsgrund der Verlet-
zung von DBA gegeben ist. Ein Besteuerungsnachweis dafür, dass das in der Schweiz veran-
lagte Einkommen in Grossbritannien besteuert worden wäre, liegt nicht vor. Daran ändert auch 
die ins Recht gelegte, nicht einmal unterzeichnete Kopie der britischen Steuererklärung nichts, 
umso mehr als unklar ist, ob dieselbe überhaupt eingereicht wurde. Überdies war dem Rekur-
renten die behauptete Wohnsitzverlegung, wie bereits weiter oben dargetan, bereits im Zeit-
punkt des ordentlichen Veranlagungsverfahrens bekannt, so dass er damals seiner zumutbaren 
Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen ist. Letztlich bleibt aber unklar, wieso überhaupt ein Revi-
sionsverfahren angestrengt worden ist, sieht doch Art. 24 des Abkommens zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Vereinigten Königreich von Grossbritannien und 
Nordirland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkom-
men vom 8. Dezember 1977 (DBA CH-UK; SR 0.672.936.712) ein Verständigungsverfahren 
vor, wonach eine Person, wenn sie der Auffassung ist, dass Massnahmen eines Vertragsstaats 
oder beider Vertragsstaaten für sie zu einer Besteuerung führen oder führen werden, die die-
sem Abkommen nicht entspricht, ihren Fall unbeschadet der nach dem innerstaatlichen Recht 
dieser Staaten vorgesehenen Rechtsmittel der zuständigen Behörde des Vertragsstaats, in dem 
sie ansässig oder, allenfalls der zuständigen Behörde des Vertragsstaats, dessen Staatsange-
höriger sie ist, unterbreiten kann. Dafür zuständig wäre in der Schweiz das Staatssekretariat für 
internationale Finanzfrage SIF (vgl. www.sif.admin.ch). 
 
 
6. 
Der Rekurs erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. 
 
 
Ausgangsgemäss hat der Rekurrent gemäss § 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes 
vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (Verwal-
tungsprozessordnung, VPO; SGS 271) Verfahrenskosten von Fr. 1‘500.-- zu bezahlen und es 
ist ihm gestützt auf § 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 3 VPO keine Parteientschädigung auszurichten.  

 
 
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Demgemäss erkennt das Steuergericht: 
 
1.  
Der Rekurs wird abgewiesen. 
 
2.  
Der Rekurrent hat Verfahrenskosten von Fr. 1‘500.-- (inkl. Auslagen von pauschal Fr. 100.--) zu 
bezahlen, welche mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 
 
3. 
Der Antrag auf Ausrichtung einer Parteientschädigung wird abgewiesen. 
 
4.  
Mitteilung an die Vertreterin, für sich und den Rekurrenten (2), die Gemeinde B.____ (1) und die 
Rekursgegnerin (3).