# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 122e192a-7288-51c5-82f6-c762a92ba4d0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.12.2023 E-6574/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6574-2023_2023-12-01.pdf

## Full Text

ç  B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6574/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  D e z e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 

mit Zustimmung von Richter Gregor Chatton;   

Gerichtsschreiberin Nina Ermanni. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Marek Wieruszewski, (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 16. November 2023. 

 

 

 

E-6574/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 4. September 2023 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte und dabei unter anderem angab, noch minderjährig zu sein, 

dass er am 14. September 2023 die ihm zugewiesene Rechtsvertretung 

bevollmächtigte, 

dass er anlässlich der Erstbefragung minderjähriger Asylsuchender vom 

25. September 2023 (EB UMA) gegen eine Überstellung nach Kroatien 

vorbrachte, er habe in Kroatien kein Asyl beantragt, sei dort festgenommen 

und unter einem anderen Alter als von ihm angegeben registriert worden, 

dass er des Weiteren ausführte, in Kroatien niemanden zu haben und er 

deshalb nicht dorthin zurückkönne, 

dass er betreffend seine gesundheitliche Situation festhielt, es gehe ihm 

gut, 

dass ein Altersgutachten vom 20. Oktober 2023 zum Schluss gelangte, 

aufgrund der Untersuchung des Schlüsselbeins sei beim Beschwerdefüh-

rer von einem Mindestalter von 19 Jahren auszugehen, das angegebene 

Alter erscheine daher ausgeschlossen, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 20. Oktober 

2023 das rechtliche Gehör zu den Ergebnissen des Altersgutachtens ge-

währte, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 25. Oktober 

2023 an seiner Minderjährigkeit festhalten liess,  

dass das SEM die kroatischen Behörden am 1. November 2023 – unter 

Beilage des Altersgutachtens und Nennung des Reisewegs – um Wieder-

aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), 

ersuchte, 

E-6574/2023 

Seite 3 

dass die kroatischen Behörden dem Ersuchen des SEM am 15. November 

2023 gestützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO ausdrücklich zustimmten, 

dass das SEM mit Verfügung vom 16. November 2023 – eröffnet am 

17. November 2023 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 

142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, seine 

Überstellung nach Kroatien verfügte, ihn aufforderte, die Schweiz am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, gleichzeitig den zuständi-

gen Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte, ihm die editi-

onspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte, sein Geburts-

datum im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf den (…) 

(mit Bestreitungsvermerk) festlegte und feststellte, einer allfälligen Be-

schwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, 

dass die zugewiesene Rechtsvertretung am 17. November 2023 ihr Man-

dat niederlegte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe des rubrizierten Rechtsvertreters 

vom 17. November 2023 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-

heben liess und dabei beantragte, die Verfügung des SEM vom 16. No-

vember 2023 sei vollständig aufzuheben und das SEM sei anzuweisen, auf 

sein Asylgesuch einzutreten und das Asylverfahren in der Schweiz durch-

zuführen, 

dass eventualiter die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen sei, 

dass in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-

führung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG inklusive Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses ersucht wurde, 

dass die Instruktionsrichterin am 29. November 2023 einen superproviso-

rischen Vollzugsstopp anordnete, 

dass dem Bundesverwaltungsgericht gleichentags die vorinstanzlichen Ak-

ten in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen 

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Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass im Rahmen der Beschwerdebegründung auf die Dispositivziffer sechs 

der Verfügung vom 16. November 2023 (ZEMIS-Eintrag) oder das Alter 

des Beschwerdeführers in keiner Weise eingegangen wurde, weshalb da-

von auszugehen ist, dass betreffend die entsprechende Dispositivziffer 

sechs kein Beschwerdewille besteht, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

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Seite 5 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass der Beschwerdeführer zwar geltend macht, er habe in Kroatien nie 

beabsichtigt, Asyl zu beantragen, 

dass ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der "Eurodac"-Datenbank 

aber ergab, dass er am 31. August 2023 in Kroatien ein Asylgesuch einge-

reicht hat (vgl. SEM-Akte […]-1/1), 

dass das SEM die kroatischen Behörden daher zu Recht am 1. November 

2023 um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 

Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO ersuchte (vgl. SEM-Akte […]-21/5), zumal das 

SEM auch zu Recht von der Volljährigkeit des Beschwerdeführers ausging 

(vgl. SEM-Akte […]-15/6), was auf Beschwerdeebene auch nicht mehr be-

stritten wird, 

dass die kroatischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 15. No-

vember 2023 ausdrücklich zustimmten (vgl. SEM-Akte […]-23/2), 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Kroatiens somit gegeben ist, 

dass daran auch der Umstand nichts ändert, dass die Zustimmung gestützt 

auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO, "in order to continue to determine respon-

sibility" erfolgte (vgl. Urteil des BVGer F-1876/2023 vom 13. April 2023 S. 4 

m.w.H.), 

dass das Vorliegen systemischer Schwachstellen unter Hinweis auf die 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts zu verneinen ist (vgl. Referenzurteil 

des BVGer E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 9.5), 

dass diese Feststellung auch im Lichte der in der Beschwerde referenzier-

ten Äusserungen einer Delegation der NGOs «Centre for Peace Studies» 

und «Are You Serious?» anlässlich der Verleihung des Menschenrechts-

preises «Offene Alpen» am 15. Juni 2023 in Bern (vgl. CONSTANZE WARTA, 

Schweiz / Kroatien: Menschenrechtspreis auf der Balkanroute, 20. Juli 

2023, < https://forumcivique.org/artikel/schweiz-kroatien-menschenrechts-

preis-auf-der-balkanroute >, abgerufen am 30.11.2023) weiterhin Gültigkeit 

hat,  

dass Gleiches für die in der Beschwerde ebenfalls erwähnten kritischen 

Berichte gilt (vgl. Solidarité sans frontières und Droit de Rester, Eine 

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Seite 6 

Spirale der Gewalt. Dublin-Rückführungen nach Kroatien und die Rolle der 

Schweiz, 28. Juni 2023, < www.sosf.ch/cms/upload/230628_Sosf_Dub-

linKroatien_Spirale_der_Gewalt_DE_WEB.pdf > sowie Lighthouse Re-

ports, Europe’s Black Sites – Refugees arbitrarily detained, tortured at se-

cret facilities in EU, < https://www.lighthousereports.com/investigation/eu-

ropes-black-sites > sowie Schweizerische Flüchtlingshilfe [SFH], Juristi-

sche Analyse zu Kroatien: SFH beurteilt aktuelle Praxis der Schweiz kri-

tisch, 10. März 2023, < https://www.fluechtlingshilfe.ch/publikatio-

nen/news-und-stories/juristische-analyse-zu-kroatien-sfh-beurteilt-aktu-

elle-praxis-der-schweiz-kritisch >, sämtliche Berichte abgerufen am 

30.11.2023), 

dass auch der Hinweis auf die Rechtsprechung der deutschen Verwal-

tungsgerichte Braunschweig und Stuttgart sowie des höchsten Verwal-

tungsgerichts der Niederlande vom 13. April 2023 (202104072/1/V3) an 

der Feststellung des Referenzurteils E-1488/2020 nichts zu ändern ver-

mag, zumal namentlich die deutsche Rechtsprechung als uneinheitlich zu 

bezeichnen ist (vgl. dazu etwa Beschluss des Verwaltungsgerichts Mün-

chen vom 20. Juni 2023 [M 10 S 23.50598], N 20 f.), 

dass schliesslich auch der Hinweis auf die kroatische Asylstatistik nichts 

ändert, wonach Kroatien im Jahre 2022 lediglich fünf Asylgesuche afgha-

nischer Staatsangehöriger geprüft habe und diese Zahl kleiner sei, als die-

jenige der afghanischen Asylsuchenden, die im Rahmen des Dublin-Ver-

fahrens von der Schweiz nach Kroatien überstellt worden seien (gemäss 

Beschwerdeschrift acht), 

dass diese Zahlen kaum Rückschlüsse auf das Vorliegen oder Nichtvorlie-

gen systemischer Mängel zulassen, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

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Seite 7 

dass mangels systemischer Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-

VO vermutungsweise davon ausgegangen werden kann, dass Kroatien 

seinen völker- und gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtungen gegenüber 

Personen in der Situation des Beschwerdeführers nachkommt und insbe-

sondere die Rechte respektiert und schützt, die sich aus den Richtlinien 

des Europäischen Parlaments und des Rats 2013/32/EU vom 26. Juni 

2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung 

des internationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass diese Vermutung zwar im Einzelfall widerlegt werden kann, es hierfür 

aber konkreter und ernsthafter Hinweise bedarf, die von den Betroffenen 

glaubhaft darzutun sind (vgl. Urteil des BVGer F-1924/2023 vom 13. April 

2023 E. 7.2 m.w.H.), 

dass selbst unter der Annahme, die vom Beschwerdeführer geschilderten 

Erlebnisse entsprächen den Tatsachen, festzuhalten ist, dass er diese im 

Rahmen der illegalen Einreise erlebt hat, 

dass er sich im Falle einer Überstellung im Rahmen eines Dublin-Verfah-

rens in einer grundsätzlich anderen Situation befindet, weshalb aus den 

geschilderten Erlebnissen keine Schlüsse auf die Bedingungen gezogen 

werden können, denen er bei einer Rückführung nach Kroatien in den dor-

tigen Aufenthaltsstrukturen ausgesetzt wäre (vgl. Urteil des BVGer  

D-6041/2022 vom 16. Mai 2023 E. 8.1), 

dass namentlich nicht angenommen werden kann, die Bedingungen seien 

derart schlecht, dass sie zu einer Verletzung von Art. 3 EMRK oder Art. 3 

FoK führen könnten, 

dass Kroatien grundsätzlich ein funktionierender Rechtsstaat ist und sich 

der Beschwerdeführer bei Bedarf an die dortigen Behörden wenden könnte 

(vgl. dazu Urteil des BVGer D-2260/2023 vom 27. April 2023 E. 8.3), 

dass sich die Überstellung nach Kroatien unter Beachtung der massgebli-

chen völkerrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist, womit keine 

zwingenden Gründe für einen Selbsteintritt ersichtlich sind, 

dass dem SEM ausserhalb des Bereichs völkerrechtlicher Vollzugshinder-

nisse bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 ein Ermessensspiel-

raum zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.), 

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Seite 8 

dass die angefochtene Verfügung unter diesem Blickwinkel nicht zu bean-

standen ist, zumal sich das SEM genügend mit dem konkreten Einzelfall 

auseinandergesetzt hat, 

dass folglich kein Grund für einen Selbsteintritt der Schweiz gemäss 

Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 in Verbindung mit Art. 17 Dublin-III-VO vorliegt, 

Kroatien somit zuständiger Mitgliedstaat gemäss Dublin-III-VO bleibt und 

verpflichtet ist, den Beschwerdeführer aufzunehmen, 

dass ferner keine Gründe ersichtlich sind, die Sache zur erneuten Ent-

scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass dementsprechend das Eventualbegehren abzuweisen ist, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist und in Anwendung von 

Art. 44 AsylG die Überstellung nach Kroatien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung 

des SEM zu bestätigen ist,  

dass der angeordnete Vollzugsstopp mit vorliegendem Urteil dahinfällt, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass das Gesuch um Verzicht auf Kostenvorschuss mit Entscheid in der 

Hauptsache gegenstandslos geworden ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-6574/2023 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gabriela Freihofer Nina Ermanni 

 

 

Versand: