# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f790ac1c-54ff-5d7c-b4c0-8ba50844b5df
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.04.2025 F-2133/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2133-2025_2025-04-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2133/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Basil Cupa, 

mit Zustimmung von Richterin Aileen Truttmann;   

Gerichtsschreiberin Nathalie Schmidlin. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Irak,   

vertreten durch Idris Hajo, (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

(…), 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 19. März 2025 / (…). 

 

 

 

F-2133/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) suchte am 5. März 2025 

in der Schweiz um Asyl nach. Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der 

europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass er am 21. 

Dezember 2017 bereits in Ungarn und am 12. November 2019 in Deutsch-

land um Asyl ersucht hatte. Die Mutter und die Schwester des Beschwer-

deführers wurden am 12. August 2024 in der Schweiz vorläufig aufgenom-

men. 

A.b Die Vorinstanz gewährte dem Beschwerdeführer am 17. März 2025 

das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid und der 

Möglichkeit der Überstellung nach Deutschland, dessen Zuständigkeit für 

die Behandlung des Asylgesuchs grundsätzlich in Frage komme. Das glei-

chentags gestellte Wiederaufnahmeersuchen der Vorinstanz hiessen die 

deutschen Behörden am 19. März 2025 gut gestützt auf Art. 18 Abs. 1 

Bst. d der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-

stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: 

Dublin-III-VO). 

A.c Mit Verfügung vom 19. März 2025, am Folgetag eröffnet, trat die Vor-

instanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein und ordnete 

seine Überstellung nach Deutschland an. 

B.  

B.a Dagegen liess der Beschwerdeführer am 27. März 2025 Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht erheben und beantragen, in Aufhebung 

der angefochtenen Verfügung sei das Asylgesuch in der Schweiz zu be-

handeln. Das Dublin-Verfahren sei aufzuheben und die Zuständigkeit der 

Schweiz für die Durchführung des Asylverfahrens sei festzuhalten. Über-

dies liess er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ersuchen.  

B.b Am 28. März 2025 setzte der Instruktionsrichter den Wegweisungsvoll-

zug gestützt auf Art. 56 VwVG einstweilen aus. 

 

 

F-2133/2025 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG 

[SR 142.31]; Art. 31 ff. VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind er-

füllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, 

Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.2. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer 

zweiten Richterin beziehungsweise eines zweiten Richters (Art. 111 

Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit sum-

marischer Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.  

2.1. Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gestützt auf Art. 18 Abs. 1 

Bst. d Dublin-III-VO grundsätzlich Deutschland für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens des Beschwerdeführers zuständig ist, 

dass das deutsche Asylsystem rechtsprechungsgemäss keine systemi-

schen Mängel aufweist (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer F-2196/2025 vom 

21. März 2025 E. 3.1 m.H.), aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 

Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz überginge, und dass vorliegend keine 

völkerrechtlichen Wegweisungsvollzugshindernisse ersichtlich sind, wel-

che die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO 

verpflichten würden. Sie hat zu Recht festgestellt, dass die Mutter und 

Schwester des volljährigen Beschwerdeführers nicht als Familienangehö-

rige gemäss Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO gelten. Darüber hinaus hat sie mit 

zutreffender Begründung ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen dem Be-

schwerdeführer und seiner Mutter im Sinn von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO 

verneint. Schliesslich hat sie in rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr nach 

Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 

11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukommenden Ermessens von ei-

nem Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Sie ist demnach zu Recht in 

Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers nicht eingetreten und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG 

dessen Wegweisung nach Deutschland angeordnet. Zur näheren Begrün-

dung ist auf die ausführlichen vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen. 

2.2.  

2.2.1. Die Ausführungen auf Beschwerdeebene vermögen an der Richtig-

keit der angefochtenen Verfügung nichts zu ändern. Zunächst ist festzu-

halten, dass das Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Beschwerde-

F-2133/2025 

Seite 4 

führer und seiner Mutter weder nachgewiesen noch glaubhaft gemacht ist. 

Darüber hinaus sind den auf Beschwerdeebene eingereichten Arztberich-

ten betreffend die Mutter des Beschwerdeführers keine Diagnosen (Pango-

narthrose links, moderate Gonarthrose medial betont rechts, generalisier-

tes Schmerzsyndrom, Platt-/Senkfuss beidseits, metabolisches Syndrom, 

Gastritis) zu entnehmen, welche auf eine schwere Erkrankung im Sinn von 

Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO hinweisen würden. Folglich ist ein rechtlich re-

levantes Abhängigkeitsverhältnis, welches auf Ausnahmesituationen be-

sonderer Hilfsbedürftigkeit beschränkt ist (vgl. Urteile des BVGer  

F-3236/2024 vom 30. Januar 2025 E. 4.3; F-1440/2024 vom 12. März 2024 

E. 6.2; je m.H.; siehe ferner FILZWIESER/SPRUNG, Dublin III-Verordnung, 

2014, K3 zu Art. 16), zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Mutter 

zu verneinen.  

2.2.2. Soweit der Beschwerdeführer eine flüchtlingsrechtlich relevante Ge-

fährdung im Irak geltend macht, ist festzuhalten, dass die Prüfung von 

Fluchtgründen nicht Gegenstand des vorliegenden, einzig auf die Prüfung 

der Zuständigkeit des für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungs-

verfahrens zuständigen Staates gerichteten Dublin-Verfahrens sein kann 

(vgl. statt vieler: Urteil des BVGer F-1796/2025 vom 21. März 2025 E. 3.2), 

weshalb sich Weiterungen dazu erübrigen. Entgegen seiner Ansicht stellt 

der negative Asylentscheid und die angeordnete Wegweisung durch die 

deutschen Behörden kein Überstellungshindernis dar. Deutschland bleibt 

auch nach rechtskräftigem Abschluss des Asyl- und Wegweisungsverfah-

rens gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO bis zu einem allfälligen 

Wegweisungsvollzug aus dem Dublin-Raum zuständig (vgl. Urteile des 

BVGer F-2011/2024 vom 5. April 2024 E. 4.3; F-2037/2023 vom 19. Ap-

ril 2023 E. 4.3).  

3.  

Im Ergebnis ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden 

(Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen. Mit dem vorliegenden 

Urteil fällt der angeordnete Vollzugsstopp dahin.  

4.  

Die Begehren waren – wie gezeigt – von vornherein aussichtslos, weshalb 

das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 65 

Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist. Die Verfahrenskosten sind dem unterliegen-

den Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insge-

samt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

F-2133/2025 

Seite 5 

5.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

 

(Dispositiv: nachfolgende Seite) 

  

F-2133/2025 

Seite 6 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Basil Cupa Nathalie Schmidlin 

 

 

Versand: