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**Case Identifier:** 09907da5-386d-543b-b778-c78766cfb93d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.04.2025 200 2024 668
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-668_2025-04-09.pdf

## Full Text

UV 200 2024 668 
FUE/REL/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. April 2025

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Frey, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Bischof

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin MLaw C.________
Beschwerdeführer

gegen

AXA Versicherungen AG
General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 3. September 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2025, UV 200 2024 668

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Sachverhalt:

A.

Der 1995 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der AXA Versicherungen AG (AXA bzw. Be-
schwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 
sowie Berufskrankheiten versichert, als er sich gemäss Unfall-Meldung 
vom 19. Juni 2023 am TT. Juni 2023 während eines Fussballspiels beim 
Spielen einer Flanke eine Verdrehung des linken Knies zuzog (Allgemeine 
Akten der AXA [act. II] A1, A3). Zunächst mit Mitteilung vom 27. September 
2023 (act. II A8) und nach Einwand des Versicherten (act. II A11) mit Ver-
fügung vom 31. Januar 2024 lehnte die AXA gestützt auf einen versiche-
rungsmedizinischen Bericht (Medizinische Akten der AXA [act. IIA] M6) ihre 
Leistungspflicht ab mit der Begründung, es liege weder ein Unfallereignis 
noch eine unfallähnliche Körperschädigung vor (act. II A18). Die Einspra-
che des Versicherten vom 9. Februar 2024 (act. II A20) wies die AXA mit 
Entscheid vom 3. September 2024 ab (act. II A22). 

B.

Mit Eingabe vom 27. September 2024 erhob der Versicherte – wie bereits 
im Einspracheverfahren vertreten durch Rechtsanwältin MLaw C.________ 
– Beschwerde. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Einspra-
cheentscheids und die Zusprache der gesetzlichen Leistungen. Eventuali-
ter sei die Sache zwecks Einholung eines orthopädischen und radiologi-
schen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit die-
se danach über die gesetzlichen Ansprüche entscheide.

Mit Beschwerdeantwort vom 30. Dezember 2024 beantragt die Beschwer-
degegnerin gestützt auf eine ins Recht gelegte Beurteilung ihres beraten-
den Arztes Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 12. Dezember 2024 
(act. IIA M8) die Abweisung der Beschwerde. 

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Mit unaufgeforderter Replik vom 13. Januar 2025 hält der Beschwerdefüh-
rer an seinen Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 3. Septem-
ber 2024 (act. II A22). Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom TT. Juni 2023.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Fehlt eines 
dieser Elemente, ist das Ereignis nicht als Unfall zu qualifizieren, sondern 
die durch das Ereignis verursachte Gesundheitsbeeinträchtigung gegebe-
nenfalls als Krankheit (Art. 3 Abs. 1 ATSG; BGE 150 V 229 E. 3 S. 230).

2.2

2.2.1 Der äussere Faktor ist zentrales Begriffsmerkmal eines jeden Unfall-
ereignisses; er ist Gegenstück zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden 
– inneren Ursache. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach 
einem objektiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für 
den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Das Merkmal des 
Ungewöhnlichen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. 
Einwirkungen, die aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller 
Regel nicht als Ursache einer Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund 
somit allein im Innern des Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran ändert die 
blosse Auslösung des Gesundheitsschadens durch einen äusseren Faktor 
nichts; Unfall setzt vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene Element 
so ungewöhnlich ist, dass eine endogene Verursachung ausser Betracht 
fällt (BGE 134 V 72 E. 4.1 S. 76 und E. 4.1.1 S. 77). Das Begriffsmerkmal 
der Ungewöhnlichkeit bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren Fak-
tors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Un-
gewöhnlichkeit ist insoweit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwie-

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gende, unerwartete Folgen nach sich zog. Ausschlaggebend ist also, dass 
sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den 
menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begrün-
den keine Ungewöhnlichkeit (BGE 150 V 229 E. 4.1.1 S. 231, 134 V 72 
E. 4.3.1 S. 79; SVR 2021 UV Nr. 12 S. 59, 8C_368/2020 E. 4.2, 2020 UV 
Nr. 32 S. 129, 8C_707/2019 E. 3).

2.2.2 Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann auch in 
einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt 
dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung ledig-
lich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 
natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" 
beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der unge-
wöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Verände-
rung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Pro-
grammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 
E. 2.1 S. 118; SVR 2023 UV Nr. 13 S. 40, 8C_24/2022 E. 3.2). Dies trifft 
beispielsweise dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet 
oder an einem Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu 
verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen 
versucht (SVR 2023 UV Nr. 13 S. 40, 8C_24/2022 E. 3.2; RKUV 2004 U 
502 S. 183 E. 4.1, 1999 U 345 S. 422 E. 2b).

2.2.3 Bei sportlichen Tätigkeiten ist ein Unfall im Rechtssinne dann anzu-
nehmen, wenn die sportliche Übung anders verläuft als geplant. Wenn sich 
hingegen das in einer sportlichen Übung inhärente Risiko einer Verletzung 
verwirklicht, liegt kein derartiges Unfallereignis vor. Ein solches ist auch 
dann zu verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der 
Ausführung sich aber noch in der Spannweite des Üblichen bewegt (SVR 
2024 UV Nr. 11 S. 47, 8C_159/2023 E. 3.3, 2008 UV Nr. 4 S. 13, U 411/05 
E. 3.3).

2.3

2.3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche 

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(lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelris-
se (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), 
Trommelfellverletzungen (lit. h).

2.3.2 Nach Meldung einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG hat 
der Unfallversicherer die genauen Begleitumstände abzuklären. Ist die Lis-
tenverletzung auf ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG zurückzu-
führen, so ist der Unfallversicherer solange leistungspflichtig, bis der Unfall 
nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache darstellt, der Gesundheits-
schaden also nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 
beruht. Sind hingegen nicht sämtliche Kriterien des Unfallbegriffs nach 
Art. 4 ATSG erfüllt, so wird der Unfallversicherer für eine Listenverletzung 
nach Art. 6 Abs. 2 UVG in der seit 1. Januar 2017 geltenden Fassung 
grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht den Nachweis dafür erbringt, 
dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen ist (BGE 146 V 51 E. 9.1 S. 70).

2.3.3 Für die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG ist kein äusserer Faktor 
und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein 
gesteigerte Gefahrenlage im Sinne der Rechtsprechung zu aArt. 9 Abs. 2 
der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 
(UVV; SR 832.202) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich be-
reits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Kör-
perschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um 
eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer über-
nommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG 
vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit 
der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnli-
chen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten 
Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des 
Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerli-
chen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeu-
tung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision 
relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Ab-
klärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder 
lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so verein-

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facht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfall-
versicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen 
zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum 
der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem 
Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der 
Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für 
oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizini-
scher Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der 
Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, 
dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursa-
chenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurück-
zuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für 
Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass 
der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere 
Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E. 8.6 S. 69).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen:

3.1.1 Im Bericht vom 30. August 2023 (act. IIA M4) hielten Prof. Dr. med. 
E.________ und Dr. med. F.________, beide Fachärzte für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, sowie dipl. Arzt 
G.________ die Diagnose einer lateralen Meniskusvorderhornläsion links 
bei Distorsionstrauma am TT. Juni 2023 und anamnestisch einen Status 
nach zweimaliger Kniearthroskopie mit Teilmeniskektomie rechts fest. 

3.1.2 Im versicherungsmedizinischen Bericht vom 11. Januar 2024 
(act. IIA M6) diagnostizierte Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie, 
eine laterale Meniskusvorderhornläsion links bei Distorsionstrauma am 
TT. Juni 2023 und anamnestisch einen Status nach zweimaliger Kniear-
throskopie mit Teilmeniskektomie rechts (S. 2). Es lägen mit den Meniskus-
rissen gesicherte Körperschädigungen gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vor. Die 
Körperschädigungen seien vorwiegend (> 50 %) auf Abnützung oder Er-

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krankung zurückzuführen. Im MRI vom 21. Juni 2023 hätten sich keine fri-
schen Verletzungszeichen gezeigt, es hätten sich hingegen eine Komplex-
läsion des Aussenmeniskus und ein Stressödem am seitlichen lateralen 
Femurkondylus präsentiert. Gemäss versicherungsmedizinischer Standard-
literatur existierten keine isolierten traumatischen Meniskusverletzungen, 
sondern lediglich isolierte degenerative Meniskusläsionen. Die Komplexlä-
sion des Aussenmeniskus sei vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen 
(S. 3).

3.1.3 Im Bericht vom 11. September 2024 (act. IIA M7) diagnostizierte 
PD Dr. med. I.________, Facharzt für Radiologie, nach Einsicht in die Un-
terlagen zur MRI-Untersuchung vom 21. Juni 2023 eine Läsion des Aus-
senmeniskus im Übergang der Pars intermedia zum Vorderhorn mit linea-
rer intrameniskaler Komponente ausgehend von der Meniskusbasis sowie 
Beteiligung der meniskokapsulären bzw. meniskotibialen Aufhängung. Die 
horizontale Komponente erreiche nur fraglich die Meniskusunterfläche, sie 
grenze direkt an einen diskreten radiären Spitzeneinriss des inneren Me-
niskusdrittels. Es bestehe eine moderate Ausdehnung der Läsion bis an die 
vordere Meniskuswurzel (intrameniskal) und ein diskretes angrenzendes 
subchondrales Knochenmarksödem des lateralen Femurkondylus (S. 3 
Ziff. 3). Beurteilend führte er aus, es liege keine klassische, horizontale, 
degenerativ bedingte Meniskusläsion vor. Es handle sich um einen Defekt 
an der Meniskusbasis entlang der meniskokapsulären Aufhängung unter 
Einschluss vor allem der meniskotibialen Ligamente, der vertikal verlaufe 
und der eine lineare Ausdehnung in das Meniskuskorpus ausgehend von 
dem Basisdefekt aufweise. Zusätzlich zeige sich noch eine diskrete radiäre 
Komponente an der Meniskusspitze, die aufgrund der Lokalisation (Aus-
senmeniskus, Übergang Pars intermedia/Vorderhorn) und Ausprägung 
ebenfalls vorwiegend als traumaassoziiert eingestuft werde. Des Weiteren 
zeige sich eine Fortsetzung des Defektes bis zur vorderen Meniskuswurzel 
in Form einer punktförmigen bzw. partiell linearen Signalerhöhung, wobei 
letzteres kontrovers diskutiert werden könne als Ausdehnung der Primärlä-
sion bis an die vordere Meniskuswurzel (ereigniskausal) versus eine vorbe-
stehende intrameniskale Degeneration. Es sei nicht möglich, eine dahinge-
hend vollständige Differenzierung vorzunehmen. Es liege eine umschriebe-
ne Meniskusläsion vor, die als primäre, vertikal verlaufende Läsion der me-

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niskokapsulären Aufhängung zu interpretieren sei, und die nicht einer klas-
sischen, degenerativ bedingten horizontalen Läsion entspreche, die beim 
älteren Patienten (mindestens 30 Jahre alt) auftrete. Der Beschwerdeführer 
sei deutlich unter 30 Jahre alt, sodass eine degenerative Meniskusläsion 
äusserst ungewöhnlich wäre, und es zeigten sich des Weiteren keinerlei 
anderen degenerativen Veränderungen innerhalb des Kniegelenks, keine 
Knorpelläsion, keine Degeneration der Ligamente oder der übrigen menis-
kalen Strukturen. Abgesehen von der Meniskusläsion seien die Ge-
lenkstrukturen völlig unauffällig dargestellt. Zusammenfassend liege mit 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine Meniskusver-
letzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vor, die nicht vorwiegend auf Abnutzung 
oder Erkrankung zurückzuführen sei, sondern einem vorausgegangenen 
Trauma bzw. Ereignis zuzuordnen sei (Ziff. 4).

3.1.4 Im Aktenbericht vom 12. Dezember 2024 (act. IIA M8) hielt der be-
ratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. D.________, gesamtbilan-
zierend fest, dass sich nach systematischer Analyse aller relevanten, versi-
cherungsmedizinischen Kriterien das kongruente Bild einer relevanten de-
generativen Vorschädigung anterolateral an der Prädilektionsstelle im Aus-
senmeniskus zeige (S. 4 Ziff. II). Die Interpretation der Befunde durch PD 
Dr. med. I.________ sei nicht nachvollziehbar. Der von PD Dr. med. 
I.________ beschriebene Befund eines kleinen Einrisses über einen Drittel 
der Querdistanz am Übergang zum Vorderhorn sei ein klares Indiz, dass 
keine erhebliche Rotationsbelastung stattgefunden habe und die Kontinu-
itätstrennung nicht traumatisch sei, da der Meniskus sonst hätte quer-radiär 
durchgerissen sein müssen. Wenn er von vertikalen Zusammenhangstren-
nungen in der meniskotibialen Aufhängung und von horizontalen Zusam-
menhangstrennungen eher im Vorderhorn bei dortiger SignalaIteration der 
Meniskussubstanz bis ins Wurzelgebiet spreche, kämen damit klar degene-
rative Elemente zum Ausdruck. Zudem habe PD Dr. med. I.________ 
ebenfalls ein kleines Meniskusganglion erkannt, womit alle Charakteristika 
einer vorbestehenden Meniskusabnützung im Übergangsgebiet Corpus zu 
Vorderhorn an der Prädilektionsstelle im Aussenmeniskus genannt seien, 
die für ihre Entstehung ohne Trauma ständen (Ziff. III.1). Seiner Erfahrung 
nach könnten derartige Manifestationen an dieser Stelle auch in den Zwan-
zigerjahren ohne klar nennbares Ereignis auftreten. Der Radiologe 

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PD Dr. med. I.________ könne solche Erfahrungen eines Orthopäden nicht 
mitbringen, so dass jedenfalls nicht allein auf seine Bildinterpretation abge-
stellt werden könne, zumal keine Auseinandersetzung mit den anderen 
versicherungsmedizinischen Kriterien und keine Abstützung in der Literatur 
stattgefunden habe (S. 5).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
wider-sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutach-
tens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anfor-
derungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverläs-
sigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellun-
gen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Insbesondere sind 
die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behandelnden 
Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Fest-
stellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvoll-
ziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so 

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genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 
125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Viel-
mehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder 
die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit die-
ser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 
145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 
135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des BGer 8C_434/2023, 8C_436/2023 
vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 150 V 188, aber in: SVR 
2024 UV Nr. 27 S. 107). 

3.3

3.3.1 Aufgrund der Akten steht in tatsächlicher Hinsicht fest, dass der 
Beschwerdeführer am TT. Juni 2023 etwa um 19.00 Uhr während eines 
Fussballspiels das Knie des linken Standbeines bei der Schussabgabe im 
Sinne einer Flanke bzw. eines Freistosses verdrehte (vgl. Schadenmeldung 
vom 19. Juni 2023 [act. II A1], Fragebogen vom 26. Juni 2023 [act. II A3] 
und auch Aufzeichnungen der Erstbehandler [act. IIA M3]). Hierbei ist 
gemäss seinen eigenen Aussagen – abgesehen vom Verdrehen des Knies 
– nichts Besonderes oder Spezielles wie ein Ausgleiten, Sturz, Anschlagen 
oder ähnliches geschehen. Auf diese Angaben kann abgestellt werden. 

3.3.2 Ausgehend von diesem Ablauf des Ereignisses vom TT. Juni 2023 
ist zu prüfen, ob dieses als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG (vgl. E. 2.1 
hiervor) zu qualifizieren ist und in diesem Zusammenhang insbesondere, 
ob das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors (vgl. E. 2.2.1 hier-
vor) gegeben ist. Vorliegend bestehen – anders als in der Beschwerde vor-
gebracht wird (S. 5 Rz. 9 ff.) – keine Anhaltspunkte dafür, dass ein in der 
Aussenwelt begründeter Umstand (z.B. Zusammenstoss mit einem Mitspie-
ler oder Gegenstand) den natürlichen Ablauf der Körperbewegung pro-
grammwidrig gestört hätte (vgl. E. 2.2.2 vorstehend). Nicht erstellt ist wei-
ter, dass der Bewegungsablauf ausserhalb der Spannweite des Üblichen 
abgelaufen wäre, insbesondere ist der Beschwerdeführer vor dem Verdre-
hen des Knies nicht gestürzt oder ausgeglitten (vgl. E. 2.2.3 hiervor). Allein 
der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer bei einem an sich "normalen 
Bewegungsablauf" eine Kniedistorsion zugezogen hat, vermag den Unfall-
begriff nicht zu erfüllen, denn nach der Rechtsprechung bezieht sich das 

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Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren 
Faktors, sondern nur auf diesen selber (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 S. 79; vgl. 
auch Urteile des Bundesgerichts 8C_909/2012 vom 4. Februar 2013 E. 4.2 
und 8C_802/2012 vom 29. April 2013 E. 6, in denen der Unfallbegriff im 
Zusammenhang mit Kniedistorsionen beurteilt wurde). Damit ist der Unfall-
begriff mangels eines ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht erfüllt. 

3.3.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind Abs. 1 (Unfall) 
und Abs. 2 (Listenverletzung) von Art. 6 UVG unabhängig voneinander und 
grundsätzlich jeder Tatbestand einzeln zu prüfen (BGE 146 V 51 E. 8.5 
S. 69). Damit ist nachfolgend zu prüfen, ob eine Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin nach Art. 6 Abs. 2 UVG besteht. Vorliegend ist zu Recht 
unbestritten, dass mit der diagnostizierten Meniskusvorderhornläsion (vgl. 
act. IIA M4) eine Listenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG vor-
liegt (Beschwerde S. 6 Rz. 15 ff., Beschwerdeantwort S. 1 Ziff. 2; vgl. 
E. 2.3.1 hiervor). Damit ergibt sich eine Beweiserleichterung zu Gunsten 
des Beschwerdeführers im Sinne einer gesetzlichen Vermutung: Unabhän-
gig vom Vorliegen eines äusseren Ereignisses wird eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherungsträgers bei Vorliegen einer Listenverletzung be-
gründet, von der sich dieser nur durch den Nachweis befreien kann, dass 
eine Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 
zurückzuführen ist (BGE 146 V 51 E. 8.6 S. 69; vgl. E. 2.3.2 f. hiervor).

3.4 Die Beschwerdegegnerin vertritt in der Beschwerdeantwort vom 
30. Dezember 2024 die Auffassung, dass die Meniskusläsion vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei, wobei sie sich in me-
dizinischer Hinsicht auf die Aktenbeurteilungen der Dres. med. H.________ 
vom 11. Januar 2024 (act. IIA M6) und D.________ vom 12. Dezember 
2024 (act. IIA M8) stützt. Letztere – wie im Übrigen auch der Bericht des 
PD Dr. med. I.________ vom 11. September 2024 (act. IIA M7) – wurde 
nach Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 3. September 
2024 (act. II A22) erstellt, doch erlauben beide medizinischen Dokumente 
Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsver-
fahrens bestehende Situation, weshalb sie grundsätzlich zu berücksichti-
gen sind (SVR 2008 IV Nr. 8 S. 23, I 649/06 E. 3.4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2025, UV 200 2024 668

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Dr. med. H.________ beschränkte sich im Bericht vom 11. Januar 2024 
(act. IIA M6 S. 3) in der Begründung, weshalb die Komplexläsion des Aus-
senmeniskus vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen sei, auf das Ar-
gument, es existierten gemäss versicherungsmedizinischer Standardlitera-
tur keine isolierten traumatischen Meniskusverletzungen, sondern lediglich 
isolierte degenerative Meniskusläsionen. Eine solch allgemein gehaltene 
Begründung allein kann offenkundig nicht genügen, um den Entlastungs-
beweis zu erbringen. Dies umso weniger, als diese Aussage in ihrer Abso-
lutheit gemäss der von der Beschwerdegegnerin selbst angeführten Be-
gründung im Einspracheentscheid vom 3. September 2024 unter Hinweis 
auf einschlägige Literatur (vgl. act. II A22 S. 6 Ziff. 4.2.3.3) nicht zuzutreffen 
scheint. Demgegenüber zog Dr. med. D.________ wie von der Rechtspre-
chung gefordert (vgl. E. 2.3.3 hiervor und SVR 2022 UV Nr. 37 S. 146, 
8C_593/2021 E. 2.3) weitere Elemente in seine Beurteilung vom 12. De-
zember 2024 (act. IIA M8) mit ein, wobei er – abweichend von der Beurtei-
lung des Radiologen PD Dr. med. I.________ vom 11. September 2024 
(act. IIA M7) – aus der Bildgebung vom 21. Juni 2023 (act. IIA M1) "Zei-
chen einer deutlichen Degeneration" und "klar degenerative Elemente" ab-
leitete (act. IIA M8 S. 1 Ziff. I, S. 4 Ziff. II.7 und S. 4 Ziff. III.1). PD Dr. med. 
I.________ hielt in seiner Stellungnahme vom 11. September 2024 zur MR-
Untersuchung des linken Kniegelenks vom 21. Juni 2023 (act. IIA M1) hin-
gegen fest, dass sich direkt an der Meniskusbasis eine diffuse Signaler-
höhung des Weichteilgewebes bis zum Tractus iliotibialis zeige (act. IIA M7 
S. 2 Ziff. 2), und legte diesbezüglich beurteilend dar, die Fortsetzung des 
Defektes bis zur vorderen Meniskuswurzel in Form einer punktförmigen 
bzw. partiell linearen Signalerhöhung könne kontrovers diskutiert werden: 
Entweder könne die Signalerhöhung als Ausdehnung der Primärläsion bis 
an die vordere Meniskuswurzel ereigniskausal sein oder aber als eine vor-
bestehende intrameniskale Degeneration auftreten; eine dahingehend 
vollständige Differenzierung sei nicht möglich (S. 3 Ziff. 4). Zu den Befun-
den hielt er weiter fest, dass auch die Ausbildung eines kleinen Meniskus-
ganglions an der Meniskusbasis mit einem Durchmesser von 2mm direkt 
ausgehend von der Läsion möglich sei (S. 2 Ziff. 2). Dr. med. D.________ 
legte hingegen nach Einsicht in das MRI vom 21. Juni 2023 (act. IIA M1) 
dar, die Meniskusstruktur im Vorderhorn sei mit kleinen zystischen Verän-
derungen irregulär bzw. es bestehe eine Signalalteration der Meniskussub-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2025, UV 200 2024 668

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stanz bis ins Wurzelgebiet, womit "klar degenerative Elemente zum Aus-
druck" kämen (act. IIA M8 S. 1 Ziff. I und S. 4 Ziff. II.7 und Ziff. III.1). Wes-
halb dieser Befund einzig als Degeneration zu werten ist bzw. weshalb ent-
gegen den Ausführungen des Radiologen PD Dr. med. I.________ eine 
Ausdehnung der Primärläsion bis an die vordere Meniskuswurzel ausge-
schlossen werden kann, legte Dr. med. D.________ mit keinem Wort dar 
und dies ist auch nicht ersichtlich. Insoweit besteht eine unaufgelöste dis-
krepante Beurteilung dieses Befundes. Weiter führte Dr. med. D.________ 
aus, PD Dr. med. I.________ habe "ebenfalls" ein – von ihm als Zeichen 
für eine Degeneration gewertetes – kleines Meniskusganglion festgestellt, 
womit letzterer alle Charakteristika einer Meniskusabnützung genannt ha-
be, die ohne Trauma entstehe (act. IIA M8 S. 4 Ziff. III.1). Dr. med. 
D.________ selbst hatte aber nach Einsicht in die Bildgebung kein Gangli-
on befundet (act. IIA M8 S. 4 Ziff. II.7) und auch PD Dr. med. I.________ 
hielt das Vorliegen eines Ganglions allein für "möglich" (act. IIA M7 S. 2 
Ziff. 2). Die blosse Möglichkeit eines Ganglions genügt indes nicht, um den 
Schluss auf ein degeneratives Geschehen zu ziehen. Zusammenfassend 
bestehen aufgrund der diskrepanten Einschätzung zu allfälligen degenera-
tiven Vorzuständen zumindest geringe Zweifel (vgl. E. 3.2.2 hiervor) an der 
Beurteilung der beratenden Ärzte Dres. med. H.________ vom 11. Januar 
2024 (act. IIA M 6) und D.________ vom 12. Dezember 2024 (act. IIA M8). 
Folglich sind weitere Abklärungen in Bezug auf die strittigen degenerativen 
Befunde gemäss der Bildgebung vom 21. Juni 2023 (act. IIA M1) notwen-
dig. Im Rahmen der vorzunehmenden orthopädischen Abklärungen wird 
die Beschwerdegegnerin sodann auch die bisher unzureichend abgeklärten 
Punkte (Familienanamnese hinsichtlich Meniskusschäden, Exposition in 
Sport und Beruf, Vorschädigung etc. [vgl. act. IIA M8 S. 3 Ziff. II.1 ff.]) zu 
vervollständigen haben.

4.

Zusammenfassend ist in Gutheissung der Beschwerde der Einspracheent-
scheid vom 3. September 2024 (act. II A22) aufzuheben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein orthopädisches 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2025, UV 200 2024 668

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Gutachten veranlasse und hernach über den Leistungsanspruch neu verfü-
ge.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhän-
gig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob das entsprechende Be-
gehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (SVR 2020 KV Nr. 
23 S. 107, 9C_805/2019 E. 11.1).

Mit nicht zu beanstandender Kostennote vom 13. Januar 2025 hat Rechts-
anwältin MLaw C.________ ein Honorar von Fr. 1'750.– (7 Stunden à 
Fr. 250.–), eine Auslagenpauschale von Fr. 52.50 (3 % vom Honorar) so-
wie die Mehrwertsteuer (MWST) von Fr. 146.– geltend gemacht. Der ge-
samte Parteikostenersatz ist somit auf Fr. 1'948.50 (inkl. Auslagen und 
MWST) festzusetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2025, UV 200 2024 668

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der 
AXA Versicherungen AG vom 3. September 2024 aufgehoben und die 
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach 
Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'948.50 (inkl. Auslagen, MWST), zu erset-
zen. 

4. Zu eröffnen (R):
- B.________, Rechtsanwältin MLaw C.________ z.H. des Beschwer-

deführers
- AXA Versicherungen AG 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.