# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bc012dfe-ed8c-5ca5-acb9-df74fa6c5e34
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 27.10.2014 ZK2 2014 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2014-34_2014-10-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 27. Oktober 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 14 34 1. Dezember 2014

Urteil
II. Zivilkammer

Vorsitz Hubert
Aktuarin Aebli

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der lic. iur. X._____, Beschwerdeführerin, 

gegen

den Abschreibungsentscheid des Bezirksgerichts Landquart vom 2. Juli 2014, 
gleichentags mitgeteilt, in Sachen des lic. iur. Y._____, Beschwerdegegner, gegen 
die Beschwerdeführerin,

betreffend Forderung (Kostenentscheid),

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ reichte nach erfolglos durchgeführter Schlich-
tungsverhandlung am 10. September 2012 beim Bezirksgericht Landquart eine 
Klage betreffend Honorarforderung gegen lic. iur. X._____ ein (Proz. Nr. 115-
2012-33). Er bezifferte seine Forderung auf CHF 7'500.-- zuzüglich 5% Zins seit 
dem 1. Juli 2011 und beantragte zudem eine Entschädigung von CHF 200.-- für 
die Entbindung vom Anwaltsgeheimnis. Die Parteien wurden am 17. September 
2012 zur auf den 10. Oktober 2012 anberaumten Hauptverhandlung vorgeladen. 
Am 8. Oktober 2012 stellte lic. iur. X._____ beim Bezirksgericht Landquart unter 
anderem ein Gesuch um Verschiebung der Hauptverhandlung, welchem in der 
Folge stattgegeben wurde. Die Parteien erhielten sodann am 23. Januar 2013 ei-
ne neuerliche Vorladung zur Hauptverhandlung auf den 6. März 2013. Lic. iur. 
X._____ ersuchte am 28. Februar 2013 wiederum um eine Verschiebung der Ver-
handlung und stellte zudem einen Antrag auf Sistierung des Verfahrens und even-
tualiter, sollte dem Sistierungsbegehren nicht entsprochen werden, auf eine Über-
weisung der Streitsache an ein anderes Bezirksgericht, da ihrer Ansicht nach 
Ausstandsgründe gegen verschiedene Mitglieder des Bezirksgerichts Landquart 
bestünden. Mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten vom 1. März 2013 wur-
de der Sistierungsantrag abgewiesen und das Überweisungsgesuch gleichentags 
dem Kantonsgericht von Graubünden zur Behandlung übermittelt, weshalb auch 
die Hauptverhandlung vom 6. März 2013 abgesetzt wurde.

B. Auf die von lic. iur. X._____ gegen die ablehnende Sistierungsverfügung 
erhobene Beschwerde trat sowohl das Kantonsgericht von Graubünden (vgl. Ent-
scheid der II. Zivilkammer ZK2 13 14 vom 2. Dezember 2013) als auch das Bun-
desgericht (vgl. Urteil 4D_9/2014 vom 4. April 2014) nicht ein. Im Übrigen wurde 
das Gesuch um Ernennung eines unabhängigen Ersatzgerichts bereits vorgängig 
durch das Kantonsgericht von Graubünden abgewiesen (vgl. Beschluss der Justi-
zaufsichtskammer JAK 13 5 vom 12. August 2013). Nachdem lic. iur. X._____ ihr 
Ausstandsbegehren gegen die Mitglieder des Bezirksgerichts Landquart mit 
Schreiben vom 9. Mai 2014 zurückgezogen hatte, lud der Bezirksgerichtpräsident 
die Parteien am 19. Mai 2014 zur Hauptverhandlung auf den 11. Juni 2014 vor. 
Mit Schreiben vom 7. Juni 2014 ersuchte lic. iur. X._____ abermals um eine Ver-
schiebung der Hauptverhandlung, wobei sie zur Begründung hauptsächlich vor-
brachte, seit anfangs Mai unter akuten gesundheitlichen Problemen zu leiden. Der 
Bezirksgerichtspräsident hatte ihr bereits am Vortag telefonisch mitgeteilt, dass 
dem Verschiebungsgesuch nur entsprochen werden könne, wenn sie ihre Ver-

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handlungsunfähigkeit mittels eines Arztzeugnisses belege. Aufgrund des kurzfris-
tig gestellten Antrags und insbesondere des fehlenden Nachweises der Verhand-
lungsunfähigkeit lehnte der Gerichtspräsident mit prozessleitender Verfügung vom 
10. Juni 2014 die Verschiebung der Verhandlung ab. Als lic. iur. X._____ mit beim 
Gericht am 11. Juni 2014 eingegangenem Schreiben doch noch ein Arztzeugnis 
beibrachte, wurde die Hauptverhandlung verschoben und mit neuer Vorladung 
vom 12. Juni 2014 auf den 2. Juli 2014 angesetzt.

C. Mit Schreiben vom 26. Juni 2014 gelangte lic. iur. X._____ an den Präsi-
denten des Bezirksgerichts Landquart und bat ihn, auf seine prozessleitende Ver-
fügung vom 10. Juni 2014 zurückzukommen. Nachdem eine Reaktion ausblieb, 
führte sie am 30. Juni 2014 beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde 
gegen die vorerwähnte Verfügung mit dem Antrag um Aufhebung derselben. Das 
Kantonsgericht trat mit Entscheid vom 22. September 2014, mitgeteilt am 30. Sep-
tember 2014, auf die Beschwerde nicht ein (Entscheid der II. Zivilkammer ZK2 14 
30).

D. Zwischenzeitlich reichten die Parteien dem Bezirksgericht Landquart einen 
beidseitig unterzeichneten Vergleich, datierend vom 26. bzw. 27. Juni 2014, ein. 
Darin konnten sie sich über die der Klage von Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ zu-
grunde liegende Honorarforderung vollends einigen. Die Parteien beantragten 
dem Bezirksgericht daher die Abschreibung des unter der Proz. Nr. 115-2012-33 
geführten Verfahrens, wobei die Verfahrenskosten vollumfänglich von lic. iur. 
X._____ zu tragen seien und diese die Gegenpartei zudem mit CHF 500.-- aus-
seramtlich zu entschädigen habe. Mit Abschreibungsentscheid vom 2. Juli 2014, 
den Parteien gleichentags mitgeteilt, erkannte das Bezirksgericht was folgt:

„1. Das Verfahren wird infolge Vergleichs als erledigt ab dem Geschäfts-
verzeichnis des Bezirksgerichts Landquart abgeschrieben.

2.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'600.00 gehen zulasten von 
X._____ und werden mit dem von Y._____ geleisteten Vorschuss von 
CHF 3'000.00 verrechnet.

   b) X._____ hat Y._____ mit CHF 500.00 ausseramtlich zu entschädigen 
und ihm die Gerichtskosten von CHF 1'600.00 zu erstatten.

3. (Rechtsmittelbelehrung)

4. (Mitteilung).“

Die Gerichtskosten setzten sich aus einer ordentlichen Gerichtsgebühr von 
CHF 1'000.-- sowie zusätzlichen Kosten von CHF 600.-- für die unnützen Aufwen-
dungen infolge der kurzfristig verschobenen Hauptverhandlung vom 11. Juni 2014 
zusammen.

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E. Gegen den Kostenentscheid erhob lic. iur. X._____ mit Eingabe vom 
10. September 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden und stell-
te folgende Anträge:

„1. Gutheissung der Beschwerde und teilweise Aufhebung des Abschrei-
bungsentscheids des Bezirksgerichts Landquart vom 02.07.2014 be-
treffend Auferlegung Gerichtskosten und

a) Rückweisung der Sache ans Bezirksgericht Landquart, oder

b) Entscheidung in der Sache, d.h. Nichtauferlegung von Gerichts-
kosten in Höhe von Fr. 600.-- im Verfahren mit der Proz. Nr. 115-
2012-33 des Bezirksgerichts Landquart.

2. Sistierung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bis zum Entscheid 
im beim Kantonsgericht von Graubünden hängigen Beschwerdever-
fahren ZK2 14 30.

3. Unter voller amtlicher und ausseramtlicher Kostenfolge zulasten des 
Bezirksgerichts Landquart.“

F. Mit Schreiben vom 15. September 2014 nahm der Präsident des Bezirksge-
richts Landquart zur Beschwerde Stellung, während Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 
mit Schreiben vom 17. September 2014 ausdrücklich auf eine Vernehmlassung 
verzichtete.

G. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen ein-
gegangen.

II. Erwägungen

1.a) Anfechtungsobjekt bildet vorliegend ein in Zusammenhang mit einem Ab-
schreibungsbeschluss im Sinne von Art. 241 Abs. 3 der Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung (ZPO; SR 272) ergangener Kostenentscheid. Ein solcher Kostenent-
scheid ist gestützt auf Art. 110 in Verbindung mit Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO 
selbständig mittels Beschwerde anfechtbar (vgl. BGE 139 III 133 E. 1.2). Die Be-
schwerde ist beim Kantonsgericht von Graubünden innert 30 Tagen seit der Zu-
stellung des angefochtenen Entscheids schriftlich und begründet sowie unter Bei-
lage desselben einzureichen (Art. 321 Abs. 1 und 3 ZPO sowie Art. 7 Abs. 1 des 
kantonalen Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
[EGzZPO; BR 320.100]). Die Beschwerdeführerin nahm den am 2. Juli 2014 er-
gangenen und gleichentags mitgeteilten Abschreibungsentscheid des Bezirksge-
richts Landquart am 10. Juli 2014 in Empfang (vgl. act. E.2). Unter Berücksichti-

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gung des vom 15. Juli bis zum 15. August geltenden Fristenstillstands gemäss 
Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO erweist sich die Beschwerde vom 10. September 2014 
als fristgerecht.

b) Wird der Kostenentscheid selbständig mit Beschwerde angefochten, so ist 
der Beschwerdeantrag zu beziffern, das heisst, es muss konkret begehrt werden, 
wie die Kosten festzusetzen seien (David Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ 
Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 
2. Auflage, Zürich 2013, N 3 zu Art. 110 ZPO). Diesen Anforderungen vermag die 
vorliegende Beschwerde zu genügen, indem im Rechtsbegehren ausdrücklich die 
Nichtauferlegung der Gerichtskosten im Umfang von CHF 600.-- beantragt wird, 
woraus sich ergibt, dass die Gerichtsgebühr bei CHF 1'000.-- zu belassen ist. Die 
Beschwerde entspricht zudem auch den übrigen Formerfordernissen, so dass 
darauf eingetreten werden kann.

c) Mit der Beschwerde können gemäss Art. 320 ZPO einerseits eine unrichtige 
Rechtsanwendung (lit. a) und andererseits eine offensichtlich unrichtige Feststel-
lung des Sachverhalts (lit. b) geltend gemacht werden. Im Bereich von Rechtsfra-
gen verfügt die Beschwerdeinstanz über die gleiche, freie Kognition wie die Vor-
instanz. Unrichtige Rechtsanwendung beinhaltet dabei auch die blosse Unange-
messenheit, soweit Rechtsfolgeermessen betroffen ist, weshalb die Beschwer-
deinstanz einen erstinstanzlichen Entscheid infolge unangemessener Ausübung 
des Rechtsfolgeermessens abändern bzw. die Sache zur neuen Entscheidung an 
die erste Instanz zurückweisen kann (Art. 327 Abs. 3 ZPO). Bei der Überprüfung 
der Angemessenheit ist gemäss Lehre und Rechtsprechung jedoch eine gewisse 
Zurückhaltung geboten. Die Rechtmittelinstanz darf ihr Ermessen gegebenenfalls 
zwar an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzen, die freie Überprüfungsbefug-
nis hindert sie aber nicht daran, in Ermessensfragen einen Entscheidungsspiel-
raum der Vorinstanz zu respektieren. Hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellung gilt 
für die Beschwerde hingegen eine beschränkte Kognition. Erforderlich ist eine 
qualifiziert fehlerhafte, das heisst willkürliche, Feststellung des Sachverhalts. So-
weit es um Tatbestandsermessen geht, welches als Tatfrage qualifiziert wird, ist 
die Kognition der Beschwerdeinstanz ebenfalls auf eine offensichtlich unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts beschränkt (vgl. zum Ganzen Dieter Freiburghaus/ 
Susanne Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2013, N 3 ff. zu 
Art. 320 ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-
berger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, 
Zürich 2013, N 36 f. zu Art. 310 ZPO; Kurt Blickenstorfer, in: Brunner/Gasser/ 

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Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, Zürich 
2011, N 5 zu Art. 310 ZPO).

d) Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sind neue Anträge, neue Tatsachenbehaup-
tungen und neue Beweismittel, welche nicht bereits im vorinstanzlichen Verfahren 
vorgebracht beziehungsweise vorgelegt wurden, im Beschwerdeverfahren ausge-
schlossen. Es gilt mithin im Rahmen des Beschwerdeverfahrens ein umfassendes 
Novenverbot. Die Beschwerde bezweckt grundsätzlich eine Rechtskontrolle des 
vorinstanzlichen Entscheids, einer Fortführung des Verfahrens dient sie hingegen 
im Allgemeinen, anders als die Berufung, nicht (Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., 
N 3 f. zu Art. 326 ZPO).

2. Die Beschwerdeführerin stellt in Ziffer 2 ihres Rechtsbegehrens den Antrag, 
das vorliegende Beschwerdeverfahren zu sistieren, bis das Kantonsgericht von 
Graubünden im ebenfalls anhängigen Beschwerdeverfahren ZK2 14 30 entschie-
den habe. Die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts hat im genannten Verfahren 
am 22. September 2014 einen Entscheid gefällt, wobei auf die Beschwerde nicht 
eingetreten wurde. Dieser Entscheid ist den Parteien am 30. September 2014 mit-
geteilt worden. Damit ist jenes Verfahren vor dem Kantonsgericht abgeschlossen 
und der Antrag um Sistierung des vorliegenden Verfahrens daher gegenstandslos 
geworden und abzuschreiben.

3. Die Parteien haben wie dargelegt einen Vergleich geschlossen, was in der 
Folge zu einer Abschreibung des Verfahrens führte. Die von der Vorinstanz erho-
bene ordentliche Gerichtsgebühr von CHF 1'000.-- wird seitens der Beschwerde-
führerin nicht angefochten. Vielmehr richtet sich ihre Beschwerde ausschliesslich 
gegen die ihr auferlegten „unnützen Aufwendungen“ von CHF 600.--, welche in 
Zusammenhang mit der kurzfristigen Verschiebung der Hauptverhandlung vom 
11. Juni 2014 entstanden sein sollen.

a) Wie dargelegt lehnte der Präsident des Bezirksgerichts Landquart die Ver-
schiebung der Hauptverhandlung anfänglich mittels prozessleitender Verfügung 
vom 10. Juni 2014 insbesondere mangels Nachweis der Verhandlungsunfähigkeit 
ab. Erst als die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 10. Juni 2014, welches 
beim Gericht am Tag der geplanten Hauptverhandlung einging, ein ärztliches At-
test nachreichte, wurde die Verschiebung schliesslich gutgeheissen. Durch die 
kurzfristig erfolgte Verschiebung seien gemäss Ausführung der Vorinstanz unnöti-
ge Mehrkosten entstanden, die bei pflichtgemässem Verhalten der Beschwerde-
führerin vermeidbar gewesen wären. Im angefochtenen Entscheid wurden diese 

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Kosten auf CHF 600.-- beziffert und der Beschwerdeführerin zusätzlich zur 
ordentlichen Gerichtsgebühr auferlegt. Begründend wurde im Einzelnen ausge-
führt, dass die Beschwerdeführerin ihrem Schreiben vom 7. Juni 2014 trotz der 
ausdrücklichen Information des Bezirksgerichtspräsidenten anlässlich des Tele-
fonats vom 7. Juni [recte 6. Juni] 2014, wonach dem Verschiebungsgesuch nur 
gegen Vorlage eines Arztzeugnisses entsprochen werden könne, weder ein ärztli-
ches Attest beigelegt noch einen Hinweis angebracht habe, sie werde ein solches 
nachreichen. Da das Arztzeugnis erst mit Schreiben vom 10. Juni 2014 postalisch 
nachgereicht worden sei, sei es unmittelbar am Tag der Hauptverhandlung beim 
Bezirksgericht eingetroffen. Das Kollegialgericht sei zu diesem Zeitpunkt - zumal 
die Hauptverhandlung auf 10 Uhr angesetzt war - bereits in Dreierbesetzung an-
wesend gewesen. Dies hätte durch ein früheres Handeln der Beschwerdeführerin 
verhindert werden können, etwa indem sie das Arztzeugnis persönlich vorbeige-
bracht oder es vorab per Fax gesandt hätte. Die unnötigerweise entstandenen 
Kosten von CHF 600.-- seien daher gestützt auf das Verursacherprinzip nach 
Art. 108 ZPO der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.

b) Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Beschwerdebegründung vor, sie ha-
be erst am 10. Juni und nicht bereits am 7. Juni 2014, als sie das schriftliche Ver-
schiebungsgesuch stellte, über ein Arztzeugnis verfügt. Aufgrund der Pfingstfeier-
tage sei ihr die Einreichung des Arztzeugnisses nicht früher möglich gewesen. Der 
Bezirksgerichtspräsident habe die Ernsthaftigkeit ihres Verschiebungsgesuchs 
jedoch bereits aufgrund des Telefongesprächs vom 6. Juni 2014 erkennen müs-
sen. Ihr Verschiebungsgesuch sei entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht 
zu spät erfolgt und genüge den Anforderungen von Art. 135 ZPO. Ferner komme 
die Auferlegung der unnötigen Mehrkosten einem Anwendungsfall des überspitz-
ten Formalismus gleich. Es sei gesetzlich nicht vorgeschrieben, dass ein Arzt-
zeugnis bereits im Verschiebungsgesuch beigelegt werden müsse. Den Hinweis, 
dass sie ein Arztzeugnis nachreichen werde, habe sie in ihrem Gesuch vom 7. Ju-
ni 2014 schlicht vergessen, was ihr aber aufgrund ihrer damaligen schlechten ge-
sundheitlichen Verfassung nicht zum Vorwurf gemacht werden könne. Im Übrigen 
habe sie den Bezirksgerichtspräsidenten bereits am 6. Juni 2014 telefonisch dar-
auf hingewiesen, dass sie ihren Arzt um die Ausstellung eines entsprechenden 
Attests bitten werde. Ihren Hausarzt habe sie am 6. Juni 2014 und alsdann am 
10. Juni 2014 erneut aufgesucht, wobei sie anlässlich der zweiten Konsultation 
das ärztliche Attest erhalten habe. Der Bezirksgerichtspräsident sei grundsätzlich 
nicht bereit gewesen, die Verhandlung zu verschieben und habe krampfhaft nach 
einem Grund gesucht, um ihrem Gesuch nicht stattzugeben. Zusammenfassend 

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hielt die Beschwerdeführerin fest, dass sie die Verschiebung der Verhandlung 
rechtzeitig beantragt und ihre Verhandlungsunfähigkeit rechtsgenüglich belegt ha-
be, weshalb es angezeigt gewesen wäre, dem Gesuch zu entsprechen und die 
Verhandlung zu verschieben, womit auch keine Kosten entstanden wären. Der 
Entscheid, ihr die Kosten für die unnützen Aufwendungen zu belasten, sei willkür-
lich und unter Verletzung des rechtlichen Gehörs gefällt worden.

c)  Das Gericht kann einen Verhandlungstermin aus zureichenden Gründen 
verschieben (vgl. Art. 135 ZPO). Der zureichende Grund ist durch die gesuchstel-
lende Partei zu substantiieren und soweit möglich unter Beweis zu stellen. So sind 
insbesondere Urkunden, aus denen der angerufene Hinderungsgrund hervorgeht, 
dem Gericht zusammen mit dem Verschiebungsgesuch einzureichen (Alfred Büh-
ler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivil-
prozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, N 12 zu Art. 135 ZPO). Als zureichender 
Verschiebungsgrund gilt etwa eine durch ein Arztzeugnis belegte Krankheit, wel-
che eine Verhandlungsunfähigkeit begründet (Bühler, a.a.O., N 19 zu Art. 135 
ZPO; vgl. auch Reto M. Jenny, in: Gehri/Kramer [Hrsg.], ZPO Kommentar, Zürich 
2010, N 6 zu Art. 135 ZPO mit weiteren Verweisen). Der Bezirksgerichtspräsident 
durfte vorliegend also ohne weiteres auf die Einreichung eines ärztlichen Attests 
bestehen. Entsprechend hat er das Verschiebungsgesuch anfänglich mangels 
Substantiierung der Verhandlungsunfähigkeit abgewiesen und ist anschliessend, 
nachdem das Arztzeugnis beigebracht wurde, im Sinne einer Wiedererwägung auf 
diesen Entscheid zurückgekommen (vgl. Bühler, a.a.O., N 35 zu Art. 135 ZPO) 
und hat dem Gesuch doch noch stattgegeben. Einen Anwendungsfall des über-
spitzten Formalismus ist darin entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht 
zu sehen. Auch zielen die Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach die 
Verschiebung zu Unrecht nicht gewährt worden sei, ins Leere, da sie verkennt, 
dass ihr Gesuch schlussendlich gutgeheissen wurde. Des Weiteren übersieht sie, 
dass auch bei der Gutheissung eines Verschiebungsgesuchs Kosten entstehen 
können, gerade wenn die Vorbereitung der Verhandlung bereits weiter fortge-
schritten ist und die Verschiebung erst kurz vor der bevorstehenden Verhandlung 
erfolgt. Dies war vorliegend unbestrittenermassen der Fall, da die Verschiebung 
am Tag der geplanten Hauptverhandlung verfügt wurde. Das Kollegialgericht war 
bereits in Dreierbesetzung anwesend, um sich auf die auf 10 Uhr angesetzte Ver-
handlung vorzubereiten.

d) Gemäss in der Lehre einhellig vertretenen Auffassung sind die mit der Ver-
schiebung der Hauptverhandlung verbundenen Kosten der verursachenden und 
damit derjenigen Partei, welche die Verschiebung verlangt hat, aufzuerlegen 

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(Adrian Staehelin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2013, N 3 zu Art. 135 
ZPO; Bühler, a.a.O., N 40 zu Art. 135 ZPO; Nina J. Frei, in: Hausheer/Walter 
[Hrsg.], Berner Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Schweizerische Zi-
vilprozessordnung, Band I, Bern 2012, N 12 zu Art. 135 ZPO; Lukas Huber, in: 
Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar Schweizerische Zivilpro-
zessordnung, Zürich 2011, N 18 zu Art. 135 ZPO). Das Versursachprinzip findet 
seine Grundlage in Art. 108 ZPO. Danach hat unnötige Prozesskosten zu bezah-
len, wer sie verursacht hat. Die Kosten können der verursachenden Partei unab-
hängig von einem Verschulden auferlegt werden, das heisst, ein vorwerfbares 
Verhalten ist für die Kostensanktion nicht vorausgesetzt (Botschaft zur Schweize-
rischen Zivilprozessordnung [ZPO] vom 28. Juni 2006, BBI 7221 ff., Ziff. 5.8.2 
S. 7298; vgl. auch Adrian Urwyler, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE- 
Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, Zürich 2011, N 2 zu Art. 108 
ZPO; David Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommen-
tar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Auflage, Zürich 2013, N 4 
zu Art. 108 ZPO). Demgemäss ist die Verursachung unnötiger Kosten einzige Vor-
aussetzung für die Kostentragung. Indessen wird auch die abweichende Auffas-
sung vertreten, wonach die Kosten durch ein schuldhaftes oder wenigstens ord-
nungswidriges Verhalten und damit unter Missachtung der zumutbaren Sorgfalt 
entstanden sein müssen (Viktor Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, N 1 
zu Art. 108 ZPO). So seien unverschuldete Mehrkosten, die trotz ordnungsgemäs-
sem Prozessieren entstehen, wie etwa die Verschiebung einer Verhandlung we-
gen Krankheit, weder unnötig noch vorwerfbar und deshalb nicht dem Verursacher 
zu überbinden (Rüegg, a.a.O., N 1 zu Art. 108 ZPO). Da das Kollegialgericht im 
vorliegenden Fall bereits Vorbereitungen getroffen und sich zur Hauptverhandlung 
eingefunden hat, sind infolge der kurzfristigen Verschiebung der Verhandlung zu-
sätzliche Kosten entstanden. Diese Mehrkosten sind als unnötig zu bezeichnen, 
da sie bei früh- bzw. rechtzeitiger Verschiebung und entsprechender Information 
der Beteiligten nicht angefallen wären. Die Verschiebung der Verhandlung wurde 
durch die Beschwerdeführerin veranlasst. Daher hat sie - der Botschaft und über-
wiegenden Lehrmeinung folgend - die damit verbundenen Kosten zu tragen, selbst 
wenn ihrerseits ein zureichender Hinderungsgrund bestand und ihr kein Verschul-
den anzulasten wäre. Doch auch wenn der Auffassung von Viktor Rüegg gefolgt 
würde, wären die Mehrkosten vorliegend der Beschwerdeführerin zu überbinden. 
Denn wie die Vorinstanz in der Begründung des angefochtenen Entscheids zutref-
fend ausführt, hätte die Beschwerdeführerin das ärztliche Attest bereits früher bei-

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bringen können. Ihr war aufgrund des Telefonats mit dem Bezirksgerichtspräsi-
denten vom 6. Juni 2014 bekannt, dass ein Arztzeugnis nötig ist, um ihre Verhand-
lungsunfähigkeit zu belegen. Da sie ihren Hausarzt nach eigenen Angaben eben-
falls an diesem Tag aufsuchte und bereits zu diesem Zeitpunkt an erheblichen 
Beschwerden litt, wäre es ihr ohne weiteres möglich gewesen, den Arzt um ein 
Attest zu bitten und dieses dem Gericht zusammen mit ihrem schriftlichen Ver-
schiebungsgesuch vom 7. Juni 2014 einzureichen. Die Beschwerdeführerin hat 
die Ausstellung des Attests jedoch erst anlässlich ihrer zweiten Konsultation am 
10. Juni 2014 angefordert. Auch zu diesem Zeitpunkt wäre es noch möglich gewe-
sen, das Arztzeugnis dem Gericht gleichentags vorbeizubringen oder zu faxen, 
damit dieses rechtzeitig die erforderlichen Vorkehrungen zur Absage der Verhand-
lung hätte treffen können. Dies hat die Beschwerdeführerin allerdings unterlassen. 
Mangels rechtzeitiger Einreichung des Arztzeugnisses liegt somit ein ordnungs-
widriges und bei pflichtgemässer Sorgfalt vermeidbares Verhalten der Beschwer-
deführerin vor. Im Ergebnis hat sich die Vorinstanz jedenfalls zu Recht am Verur-
sacherprinzip orientiert und die unnötigerweise entstandenen Mehrkosten der Be-
schwerdeführerin auferlegt.

e) Schliesslich ist auch die Höhe der auferlegten Kosten im Hinblick auf den 
geltenden Gebührenrahmen gemäss der Verordnung über die Gerichtsgebühren 
in Zivilverfahren (VGZ; BR 320.210) nicht zu beanstanden. Nach Art. 4 Abs. 1 der 
erwähnten Verordnung wird für vermögensrechtliche Angelegenheiten, welche das 
Kollegialgericht im vereinfachen Verfahren beurteilt, eine Entscheidgebühr zwi-
schen CHF 1'500.-- und CHF 8'000.-- erhoben. Wird ein Verfahren durch Ver-
gleich beendigt, so ist gemäss Art. 7 Abs. 1 VGZ eine reduzierte Entscheidgebühr 
zu erheben. Die auferlegten Kosten von CHF 1'600.-- (bestehend aus der ordentli-
chen Entscheidgebühr von CHF 1'000.-- und unnützen Aufwendungen von 
CHF 600.--) entsprechen somit dem massgebenden Gebührenrahmen. Überdies 
erweist sich der vorinstanzliche Kostenspruch sowohl in seiner gesamten Höhe 
von CHF 1'600.-- als auch in seinen einzelnen Positionen als angemessen.

4. Gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO entscheidet das Kantonsgericht von 
Graubünden in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert im Rechtsmit-
telverfahren CHF 5'000.-- nicht überschreitet. Dies ist vorliegend der Fall, zumal 
der Beschwerdeführerin den Kostenspruch lediglich im Umfang von CHF 600.-- 
monierte, wohingegen die übrigen Gerichtskosten sowie die auferlegte Parteien-
tschädigung unangefochten geblieben sind.

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5. In Anwendung von Art. 10 Abs. 1 VGZ werden die Kosten des Beschwer-
deverfahrens vorliegend auf CHF 1‘000.-- festgesetzt und gestützt auf Art. 106 
Abs. 1 ZPO der unterliegenden Beschwerdeführerin auferlegt. Auf die Zuspre-
chung einer ausseramtlichen Entschädigung wird verzichtet, da sich die Gegen-
partei nicht vernehmen liess.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Das Gesuch um Sistierung des Beschwerdeverfahrens wird als gegen-
standslos abgeschrieben.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'000.-- gehen zu Lasten 
der Beschwerdeführerin und werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvor-
schuss verrechnet. Der Restbetrag des Kostenvorschusses von 
CHF 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin durch das Kantonsgericht erstat-
tet.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.-- betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, in-
nert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entschei-
dung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. 
Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vorausset-
zungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: