# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b84992b3-d064-5605-81c1-54e5a7755ac6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 24.08.2010 B 2010/77
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2010-77_2010-08-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2010/77

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 24.08.2010

Entscheiddatum: 24.08.2010

Urteil des Verwaltungsgerichts vom 24. August 2010
Privater Einzelunterricht, Art. 13 UNO-Pakt I (SR 0.103.1), Art. 19 und Art. 62 
Abs. 2 BV (SR 101), Art. 2 lit. m und Art. 3 lit. a KV (sGS 111.1), Art. 123 VSG 
und Art. 117 Abs. 1 (sGS 213.1). Es besteht kein direkt einklagbarer Anspruch 
darauf, privaten Einzelunterricht (homeschooling) erteilen zu können mit 
dem Ziel, ein Kind weder an einer öffentlichen Schule noch an einer 
anerkannten Privatschule beschulen zu lassen. Die Sozialisierung eines 
Kindes, das mit privatem Einzelunterricht beschult werden soll, kann nur 
gewährleistet werden, wenn es ausserhalb des Bekannten- und 
Verwandtenkreises der Eltern regelmässig und in bedeutendem Umfang 
Erfahrungen im Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen sammeln 
kann (Verwaltungsgericht, B 2010/77).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiberin lic. iur. 

R. Haltinner-Schillig

_______________

 

Aus den Erwägungen:

........... 

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Die Beschwerdeführer reichten am 20. Juli 2010, nach Abschluss des 

Schriftenwechsels, unaufgefordert eine weitere Eingabe mit Beilage ein. Eingaben, die 

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nach dem zweiten Schriftenwechsel eingereicht werden, werden nach der 

Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts aus dem Recht gewiesen. Dies gilt zwar 

nicht uneingeschränkt. Es liegen aber keine Gründe vor, die es rechtfertigen würden, 

eine neuerliche Stellungnahme der Beschwerdeführer zuzulassen (vgl. dazu Cavelti/

Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 955 mit 

Hinweisen).

3. Art. 123 Abs. 1 des Volksschulgesetzes (sGS 213.1, abgekürzt VSG) sieht vor, dass 

die Vorschriften dieses Gesetzes über die Privatschulen für den privaten 

Einzelunterricht sachgemäss angewendet werden (Art. 115 ff. VSG). Danach setzt die 

Erteilung einer Bewilligung voraus, dass ein der öffentlichen Schule gleichwertiger, auf 

Dauer angelegter Unterricht gewährleistet ist (Art. 117 Abs. 1 VSG) und dass dieser von 

einer Person erteilt wird, die für die vorgesehene Lehrtätigkeit eine ausreichende 

Ausbildung nachweist und die persönlichen Voraussetzungen erfüllt (Art. 120 Abs. 1 

VSG in Verbindung mit Art. 62 VSG). Der Erziehungsrat erteilt die Bewilligung nach Art. 

123 Abs. 2 VSG sodann nur, wenn die Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit 

sichergestellt ist. Nach Art. 117 Abs. 2 VSG kann der Erziehungsrat die Bewilligung mit 

Auflagen verbinden, um die Gleichwertigkeit des Unterrichts sicherzustellen.

4. Die Beschwerdeführer vertreten den Standpunkt, die Art und Weise, wie die 

Vorinstanz Art. 123 VSG anwende, halte einer völker- und verfassungsrechtlichen 

Überprüfung nicht stand. Sie begründen dies damit, die Schulfreiheit, zu der auch der 

durch Eltern erteilte private Einzelunterricht gehöre, sei ein Grundrecht, das nur 

beschränkt werden dürfe, wenn eng umgrenzte Voraussetzungen vorliegen würden. 

Art. 62 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) gewährleiste das Recht 

zum Betrieb von Privatschulen.

4.1. Art. 19 BV statuiert den grundrechtlichen Anspruch auf ausreichenden und 

unentgeltlichen Grundschulunterricht. Er besteht grundsätzlich nur auf Bildung an 

Schulen, d.h. im Klassenverband (GVP 2005 Nr. 9 mit Hinweis auf R. Kägi-Diener, in: 

St. Galler Kommentar, Zürich 2002, N 15 zu Art. 19 BV). Diese Vorschrift belässt den 

Kantonen im übrigen bei der Regelung des Grundschulwesens einen erheblichen 

Gestaltungsspielraum. Die Ausbildung muss aber für jeden Einzelnen angemessen und 

geeignet sein (BGE 129 I 16 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 117 Ia 27 E. 6a). Dieser 

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Anspruch wird verletzt, wenn die Chancengleichheit nicht mehr gewahrt ist, d.h. wenn 

das Kind Lehrinhalte nicht vermittelt erhält, die in der hiesigen Wertordnung als 

unverzichtbar gelten (BGE 129 I 17 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 119 Ia 178 E. 8a).

4.1.1. Art. 19 BV wird durch Art. 62 BV konkretisiert. Art. 62 Abs. 2 BV verpflichtet die 

Kantone, für einen ausreichenden Grundschulunterricht zu sorgen, der allen Kindern 

offen steht. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch und untersteht staatlicher 

Leitung oder Aufsicht. An öffentlichen Schulen ist er unentgeltlich. Die 

Bundesverfassung statuiert im Bereich des Grundschulunterrichts kein staatliches 

Monopol. Angesprochen sind einerseits die öffentlichen Schulen, andererseits die 

Privatschulen (Ehrenzeller/Schott, in: St. Galler Kommentar, Zürich 2008, N 29 zu 

Art. 62 BV; Müller/Schefer, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl. Bern 2008, S. 794 mit 

Hinweisen). Staatliche Aufsicht gegenüber Privatschulen heisst, dass der 

Grundschulunterricht in Privatschulen von staatlichen Behörden überwacht werden 

muss. Der Staat muss sicherstellen, dass der angebotene Unterricht im Sinn von Art. 

19 BV "ausreichend" ist und die Schulpflicht eingehalten wird. Zahlreiche Kantone, so 

auch der Kanton St. Gallen, gestatten den privaten Einzelunterricht (durch die Eltern). 

Auch dieser Unterricht muss den Anforderungen des "ausreichenden" Unterrichts von 

Art. 19 BV genügen, der nicht nur auf die Heranbildung intellektueller Fähigkeiten, 

sondern auch sozialer Kompetenzen zielt. Dies wird regelmässig dann nicht der Fall 

sein, wenn mit dem Privatunterricht eine soziale Isolation des Kindes einhergeht 

(Müller/Schefer, a.a.O., S. 796 mit Hinweisen).

4.1.2. Die Verantwortung der Kantone für den privaten Grundschulunterricht wird durch 

Bewilligungspflichten für den Betrieb einer Privatschule, durch ein Berichtswesen, 

insbesondere in Bezug auf die Qualitätskontrolle, durch Inspektionen, Untersuchungen 

und die Überprüfung von Entscheiden ausgeübt (Ehrenzeller/Schott, in: St. Galler 

Kommentar, a.a.O., N 31 zu Art. 62 BV mit Hinweis auf B. Mascello, Elternrecht und 

Privatschulfreiheit, Diss. St. Gallen 1995, S. 151 ff.).

4.1.3. Die Pflicht der Kantone nach Art. 62 Abs. 2 BV korrespondiert mit dem 

Obligatorium des Schulbesuchs für das Kind. Unmittelbar verpflichtet sind neben den 

Kindern auch die Eltern; sie dürfen ihrem Kind den Grundschulunterricht nicht verbieten 

oder es dabei behindern. Es besteht indessen keine Verpflichtung, eine staatliche 

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Schule zu besuchen. Auch die Absolvierung einer privaten Grundschule, die unter 

staatlicher Aufsicht steht, ist im Einklang mit dem verfassungsrechtlichen 

Schulobligatorium (Ehrenzeller/Schott, in: St. Galler Kommentar, a.a.O., N 25 und 28 zu 

Art. 62 BV). Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass Erziehung zu einem 

wesentlichen Teil Fremdbestimmung ist. Diese hat ihre Grenzen am verfassungsmässig 

garantierten Persönlichkeitsrecht des Kindes. Das Selbstbestimmungsrecht des Kindes 

bzw. das Kindeswohl (Art. 301 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs, SR 210) 

stellen die Schranke sowohl für das elterliche als auch für das staatliche 

Erziehungsrecht dar (Mascello, a.a.O., S. 94 mit Hinweisen).

4.2. Für das Schulwesen sind verschiedene Garantien in internationalen 

Menschenrechtsübereinkommen von Bedeutung. Art. 13 des Internationalen Pakts 

über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (SR 0.103.1, abgekürzt UNO-Pakt I, 

vgl. BBl 1991 I 1197 ff.) verpflichtet die Vertragsstaaten zur Anerkennung und 

Verwirklichung eines allgemeinen Rechts auf Bildung. Ziff. 3 dieser Vorschrift, auf die 

sich die Beschwerdeführer berufen, garantiert die Elternrechte auf freie Schulwahl und 

Bestimmung der religiösen und sittlichen Erziehung bzw. der Privatschulfreiheit 

(Ehrenzeller/Schott, in: St. Galler Kommentar, a.a.O., N 5 zu Art. 62 mit Hinweisen). 

Diese Vorschrift darf nach Art. 13 Ziff. 4 UNO-Pakt I nicht dahingehend ausgelegt 

werden, dass die Freiheit beeinträchtigt wird, Bildungseinrichtungen zu schaffen und zu 

leiten (Mascello, a.a.O., S. 183). Die Beschwerdeführer wollen indessen keine 

Privatschule bzw. keine Bildungseinrichtung im Sinn dieser Vorschrift gründen und 

betreiben, um ihre Kinder zu beschulen, sondern sie wollen diesen privaten 

Einzelunterricht erteilen. Hinzu kommt, dass fraglich ist, ob Art. 13 Ziff. 3 UNO-Pakt I 

direkt anwendbar ist bzw. ob sich daraus ein individualrechtlicher Anspruch auf eine 

bestimmte Beschulungsart ableiten lässt. Das Bundesgericht hat sich seit 1995 in 

mehreren Entscheiden weitgehend restriktiv zur direkten Anwendbarkeit der 

Paktgarantien geäussert (vgl. dazu D. Wüger, Anwendbarkeit und Justiziabilität 

völkerrechtlicher Normen im schweizerischen Recht: Grundlagen, Methoden und 

Kriterien, Bern 2005, S. 419; H. Plotke, Schweizerisches Schulrecht, 2. Aufl., Bern 

2003, S. 87; kritisch Müller/Schefer, a.a.O., S. 796). So ist das Bundesgericht am 

8. April 2004 auf eine Beschwerde im Zusammenhang mit Studiengebühren, mit der ein 

Verstoss gegen Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I gerügt wurde, mit der Begründung nicht 

eingetreten, diese Bestimmung habe programmatischen Charakter und könne nur im 

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Zusammenhang mit der Anwendung anderer Normen über den allgemeinen Zugang 

zum Hochschulstudium angerufen und berücksichtigt werden (BGE 130 I 113 ff.; vgl. 

auch P. Richli, in: Gächter/Jaag, Das neue Zürcher Volksschulrecht, Zürich/St. Gallen 

2007, S. 18). Im Gegensatz zum UNO-Pakt I enthält die Europäische 

Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK) keine spezielle Garantie 

betreffend das Schulwesen. In Art. 2 des Zusatzprotokolls Nr. 1 zur EMRK, aus dem 

die Beschwerdeführer Rechte ableiten, werden allerdings der gleiche Zugang zur 

Bildung wie mit dem UNO-Pakt I sowie das Erziehungsrecht der Eltern gewährleistet. 

Es ist von der Schweiz zwar unterzeichnet, bisher aber nicht ratifiziert worden 

(Ehrenzeller/Schott, in: St. Galler Kommentar, a.a.O., N 5 zu Art. 62 BV; vgl. auch 

Mascello, a.a.O., S. 195).

4.3. Die Verfassung des Kantons St. Gallen vom 16. November 1890 (nGS 25-61) sah 

in Art. 3 Abs. 4 vor, dass die Freiheit des Privatunterrichts unter Vorbehalt gesetzlicher 

Bestimmungen gewährleistet sei. Dieser verfassungsrechtliche Anspruch auf privaten 

Einzelunterricht wurde entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer insofern 

abgeschwächt, als er in der neuen Verfassung vom 10. Juni 2001 (sGS 111.1, 

abgekürzt KV) keinen Niederschlag mehr findet. Art. 2 lit. m KV wiederholt den 

grundrechtlichen Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen 

Grundschulunterricht und Art. 3 lit. a KV gewährleistet das Recht, Privatschulen zu 

gründen und zu führen sowie zu besuchen. Das kantonale Verfassungsrecht statuiert 

damit ein kantonales, selbständiges Grundrecht auf Errichtung, Führung und Besuch 

privater Schulen (GVP 2005 Nr. 9), nicht aber ein solches auf "homeschooling". Wer 

privaten Einzelunterricht erteilen will, kann sich somit nicht auf die Privatschulfreiheit 

berufen. Daran ändert nichts, dass in der Botschaft der Regierung zum Entwurf eines 

Volksschulgesetzes vom 23. Juni 1981 (ABl 1981/1073 ff.) festgehalten wird, 

Privatschulen und Privatunterricht seien in Art. 3 Abs. 4 KV verankert (ABl 1981/1108), 

zumal heute die Vorgaben der KV vom 10. Juni 2001 gelten.

4.4. Die Beschwerdeführer berufen sich weiter darauf, der angefochtene Entscheid 

verletze ihr in Art. 10 Abs. 2 BV garantiertes Recht der persönlichen Freiheit, welches 

unter anderem auch ihre individuelle Lebensgestaltung schütze. Sodann werde ihr 

Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens im Sinn von Art. 13 Abs. 1 BV 

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missachtet, das ihre spezifische Lebensweise bzw. den gewählten Lebensstil 

gewährleiste.

Art. 10 Abs. 2 BV gewährleistet ein umfassendes Recht, das eigene Leben in seinen 

elementaren Ausprägungen selber zu bestimmen. Art. 13 Abs. 1 BV schützt zwar 

ebenfalls die selbstbestimmte Entfaltung der Persönlichkeit, aber in einem gegenüber 

Art. 10 Abs. 2 BV bedeutend engeren Sinn. Das Recht auf Privatleben garantiert einen 

von äusseren Eingriffen geschützten Bereich individueller Persönlichkeitsentfaltung. 

Art. 10 Abs. 2 und Art. 13 Abs. 1 BV gewährleisten nur jene Aspekte persönlicher 

Lebensgestaltung, welche für die Persönlichkeit des Betroffenen von elementarer 

Bedeutung sind (Müller/Schefer, a.a.O., S. 139 und S. 141, je mit Hinweisen).

Schwere Eingriffe in die persönliche Freiheit müssen verhältnismässig sein, verlangen 

ein Gesetz im formellen Sinn und ein öffentliches Interesse, das die Einschränkung 

rechtfertigt (R.J. Schweizer, in: St. Galler Kommentar, a.a.O., Rz. 38 zu Art. 10 BV mit 

Hinweisen).

Es ist nicht ersichtlich und wird nicht näher begründet, inwieweit die 

verfassungsmässigen Rechte der persönlichen Freiheit und des Rechts auf Privat- und 

Familienleben einen Anspruch der Eltern begründen sollten, ihre Kinder mittels 

privatem Einzelunterricht selber zu unterrichten, ohne dass konkrete 

Rahmenbedingungen bezüglich Ausbildung der Lehrpersonen und Erziehung der 

Kinder zur Gemeinschaftsfähigkeit erfüllt sein müssten. Die Vorinstanz weist in ihrer 

Stellungnahme vom 12. Mai 2010 zudem mit Recht darauf hin, dass diese 

Grundrechte, aus denen die Beschwerdeführer für sich Rechte ableiten, gegenüber 

dem Anspruch ihrer Kinder auf ausreichenden Grundschulunterricht keinen Vorrang 

haben und dass dieser Anspruch und das Kindeswohl unter Umständen zu 

Interessenkonflikten führen können (vgl. dazu Mascello, a.a.O., S.99 f. mit Hinweisen).

4.5. Es ergibt sich somit, dass die Rüge, der angefochtene Entscheid sei mit 

verfassungs- oder völkerrechtlichen Vorgaben nicht vereinbar, unbegründet ist. Daraus 

lässt sich zum einen ein Anspruch auf Anerkennung einer Privatschule ableiten, wenn 

bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, und, zum andern, auf Beschulung eines 

Kindes an einer anerkannten Privatschule (vgl. Ziff. 2 des Dispositivs des 

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angefochtenen Entscheids). Es besteht indessen kein direkt einklagbarer Anspruch 

darauf, privaten Einzelunterricht erteilen zu können, mit dem Ziel, ein Kind weder an der 

öffentlichen Schule noch an einer anerkannten Privatschule beschulen zu lassen. 

Sodann ist nicht ersichtlich, inwieweit die von den Beschwerdeführern angerufenen 

Grundrechte weitergehende Ansprüche gewähren sollen.

5. Die Beschwerdeführer werfen der Vorinstanz vor, sie habe ihr Ermessen 

überschritten bzw. missbraucht, weil sie für die Erteilung einer Bewilligung für privaten 

Einzelunterricht eine abgeschlossene Lehrerausbildung verlange, was das Gesetz nicht 

vorsehe. An Privatschulen dürfe nach Art. 120 VSG Unterricht erteilen, wer eine 

Lehrbewilligung für Privatschulen besitze, die vom Amt für Volksschule in 

sachgemässer Anwendung von Art. 62 VSG erteilt werde. Obwohl die Vorschriften 

dieses Gesetzes über die Privatschulen für privaten Einzelunterricht sachgemäss 

Anwendung fänden und die Voraussetzungen von Art. 115 ff. VSG nicht unbesehen 

übernommen werden dürften, stelle sich die Vorinstanz ohne nähere Begründung auf 

den Standpunkt, im Rahmen des "homeschooling" sei für die Sicherstellung der 

Gleichwertigkeit des Unterrichts eine umfassende methodisch-didaktische 

(Lehrer-)Ausbildung von zentraler Bedeutung und letztlich unabdingbar. Sodann habe 

die Vorinstanz den Sachverhalt unrichtig und unvollständig festgestellt, weil sie sich mit 

leicht zugänglichen Studien, die diesen Standpunkt widerlegten, nicht auseinander 

gesetzt habe.

5.1. Wie ausgeführt, sieht Art. 123 Abs. 1 VSG vor, dass die Vorschriften dieses 

Gesetzes über die Privatschulen für den privaten Einzelunterricht sachgemäss 

angewendet werden.

Die Errichtung und die Führung einer Privatschule ist bewilligungspflichtig. Der 

Erziehungsrat erteilt die Bewilligung nach Art. 117 Abs. 1 VSG, wenn: Schulleitung, 

fachliche Führung, Organisation und Schulräumlichkeiten einen der öffentlichen Schule 

gleichwertigen, auf Dauer angelegten Unterricht gewährleisten (lit. a); die 

obligatorischen Unterrichtsbereiche der öffentlichen Schule unterrichtet werden (lit. b). 

Der Erziehungstat kann die Bewilligung mit Auflagen verbinden, um die Gleichwertigkeit 

des Unterrichts sicherzustellen (Art. 117 Abs. 2 VSG).

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Wie die Errichtung und Führung einer Privatschule ist die Bewilligung zur Erteilung von 

privatem Einzelunterricht bewilligungspflichtig. Es handelt sich um eine 

Polizeibewilligung, auf deren Erteilung Anspruch besteht, wenn die gesetzlichen 

Voraussetzungen erfüllt sind (GVP 2005 Nr. 9 mit Hinweisen; vgl. auch Häfelin/Müller/

Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2008, Rz. 2534 mit 

Hinweisen).

Nach Art. 120 Abs. 1 VSG darf Unterricht an Privatschulen nur erteilen, wer eine 

Lehrbewilligung für Privatschulen besitzt. Die zuständige Stelle des Staates erteilt die 

Lehrbewilligung in sachgemässer Anwendung von Art. 62 dieses Gesetzes. Sie kann 

die Lehrbewilligung befristen (Art. 120 Abs. 2 VSG). Nach Art. 60 Abs. 1 VSG ist 

wahlfähig, wer ein st. gallisches oder ein anderes vom Staat anerkanntes Lehrdiplom 

oder einen gleichwertigen Ausweis besitzt. Der Erziehungsrat entscheidet über die 

Gleichwertigkeit (Art. 60 Abs. 2 VSG). Nach Art. 62 VSG kann einen Lehrauftrag 

erhalten, wer für die vorgesehene Lehrtätigkeit eine ausreichende Ausbildung 

nachweist und die persönlichen Voraussetzungen erfüllt.

5.2. Sachgemässe Rechtsanwendung, wie sie Art. 123 Abs. 1 und Art. 120 Abs. 2 VSG 

vorschreiben, bedeutet, dass die Voraussetzungen der entsprechenden Vorschrift nicht 

unbesehen übernommen werden können. Vielmehr haben die Gesuchsteller 

darzulegen, dass ihr Gesuch den nämlichen Voraussetzungen unter Berücksichtigung 

der Besonderheiten des privaten Einzelunterrichts zu genügen vermag (GVP 2005 Nr. 9 

mit Verweis auf GVP 1981 Nr. 25).

5.3. Die Vorinstanz stellt sich im angefochtenen Entscheid auf den Standpunkt, weder 

die Beschwerdeführerin noch der Beschwerdeführer würden über die für die Erteilung 

einer Bewilligung zur Erteilung von privatem Einzelunterricht erforderliche ausreichende 

Ausbildung im Sinn von Art. 62 VSG verfügen. Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführer sei eine solche indessen Bewilligungsvoraussetzung, weil die 

Gleichwertigkeit des Unterrichts auch bei einer Beschulung mittels privatem 

Einzelunterricht nur sichergestellt sei, wenn die betreffenden Personen über eine 

umfassende methodisch-didaktische Ausbildung verfügen würden. In ihrer 

Stellungnahme vom 12. Mai 2010 erläutert die Vorinstanz mit Hinweis auf einen 

Entscheid vom 15. Dezember 2004 (GVP 2004 Nr. 82), sie nehme nach konstanter 

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Praxis nur dann eine Gleichwertigkeit der Ausbildung im Sinn von Art. 62 VSG an, wenn 

die Lehrperson aufgrund ihres Lebenslaufs den Nachweis erbringe, berufsrelevante, 

insbesondere auch stufenspezifische Methodik und Didaktik beinhaltende Aus- bzw. 

Weiterbildungen in bedeutender Quantität und Qualität abgeschlossen zu haben. Die 

einzelnen Aus- und Weiterbildungen könnten zwar für sich betrachtet partikulären 

Charakter haben. Als Ganzes betrachtet müssten sie sich jedoch zu einer 

Gesamtwürdigung im Sinn einer für den aktuellen Einsatz zureichenden 

Nachqualifikation zusammenfügen lassen. Die auf diese Weise erworbene 

Nachqualifikation müsse die fehlende spezifische Lehrerausbildung ersetzen.

5.4. Am 15. Dezember 2004 hatte die Vorinstanz darüber zu befinden, ob 

Berufserfahrung und Nachqualifikation in einem konkreten Fall einem vom Staat 

anerkannten Diplom im Sinn von Art. 60 Abs. 1 VSG gleichwertig seien bzw. ob sie die 

fehlende spezifische Lehrerausbildung zu ersetzen vermögen. Die für die Beurteilung 

dieser Frage massgebenden Kriterien wendet die Vorinstanz offensichtlich auch dann 

an wenn, wie im vorliegenden Fall, die sachgemässe Anwendung von Art. 62 VSG zur 

Diskussion steht. Bezüglich der fachlichen Qualifikation für die Erteilung eines 

Lehrauftrags bzw. für die Wählbarkeit als Lehrbeauftragte (Art. 56 VSG) stellt diese 

Vorschrift in fachlicher Hinsicht indessen geringere Anforderungen. Sie wurde mit dem 

II. NG zum VSG vom 22. Juni 1995 (nGS 30-71) erlassen, weil die Voraussetzungen zur 

Erteilung eines Lehrauftrags mit jenen zur Verleihung eines Wahlfähigkeitszeugnisses 

weitgehend identisch waren, was dazu führte, dass Inhabern eines Diploms, für die die 

Wahlfähigkeit befristet ausgesetzt werden musste, kaum eine Möglichkeit hatten, eine 

Lehrbewilligung zu erlangen (ABl 1994/1669). Es ist deshalb unzulässig, im Fall der 

sachgemässen Anwendung von Art. 62 VSG zwecks Prüfung der Frage, ob die 

fachlichen Voraussetzungen für die Erteilung einer Lehrbewilligung für Privatschulen 

bzw. einer Bewilligung zur Erteilung von privatem Einzelunterricht erfüllt sind, eine 

umfassende methodisch-didaktische Ausbildung im Sinn von Art. 60 Abs. 1 VSG zu 

verlangen. An dieser Beurteilung ändert nichts, dass die Vorinstanz geltend macht, weil 

die Vorschriften über die Privatschulen bezüglich des privaten Einzelunterrichts nur 

sachgemäss anzuwenden seien, sei es zulässig, im Zusammenhang mit der 

Bewilligung von privatem Einzelunterricht bezüglich der Ausbildung der unterrichtenden 

Personen strengere Massstäbe zu setzen als beim Lehrpersonal einer Privatschule. Der 

Vorinstanz ist zwar beizupflichten, dass sich an Privatschulen aus der 

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Kundenbeziehung mit den Eltern Qualitätssteuerungsmechanismen ergeben, die beim 

privaten Einzelunterricht fehlen, zumal dann, wenn Eltern ihre Kinder unterrichten. 

Zudem ist anzunehmen, dass die gesetzlichen Vorschriften die fachliche Führung einer 

Privatschule gewährleisten. Für privaten Einzelunterricht sind nach Art. 123 Abs. 1 VSG 

indessen nur die Vorschriften über die Privatschulen sachgemäss anwendbar und 

bezüglich des Lehrpersonal an Privatschulen kommt gemäss Art. 120 Abs. 2 VSG 

einzig Art. 62 VSG sachgemäss zur Anwendung.

5.5. Der Vorwurf der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe ihr Ermessen 

überschritten, indem sie davon ausgehe, privater Einzelunterricht könne nur bewilligt 

werden, wenn in fachlicher Hinsicht die Anforderungen an eine Lehrperson im Sinn von 

Art. 60 Abs. 1 VSG erfüllt seien, erweist sich somit als begründet. Daraus kann 

indessen nicht gefolgert werden, die Beschwerdeführer würden bei sachgemässer 

Anwendung von Art. 62 VSG über eine ausreichende Ausbildung verfügen, um ihre 

Töchter privat zu unterrichten, zumal sie nicht bestreiten, dass ein qualitativ 

hochstehender Grundschulunterricht im öffentlichen Interesse liegt. Die 

Beschwerdeführer stellen sich zwar auf den Standpunkt, ihre (Fach-)-

Hochschulausbildungen sowie die periodischen Kontrollen durch eine Person mit 

abgeschlossener Lehrerausbildung würden hinreichend Gewähr für die Gleichwertigkeit 

der im Rahmen des "homeschooling" vermittelten Bildung, die sich von der 

Wissensvermittlung im Klassenverband unterscheide, bieten, zumal sie als Mitglieder 

des Vereins "Bildung zu Hause" in regem Austausch mit anderen Familien stehen 

würden. Es erscheint indessen sachgerecht, zwecks Qualitätssicherung des 

Unterrichts auch dann eine vertiefte methodisch-didaktische Ausbildung zu verlangen, 

wenn Eltern ihre Kinder zu Hause unterrichten (vgl. auch § 69 Abs. 3 des 

Volsschulgesetzes des Kantons Zürich, 412.100, wonach der Privatunterricht von einer 

Person mit abgeschlossener Lehrerausbildung erteilt werden muss, wenn der 

Privatunterricht länger als ein Jahr dauert). Kontakte mit Dritten in Form von 

periodischen Kontrollen durch eine Person mit abgeschlossener Lehrerausbildung und 

Austausch mit Eltern, die ebenfalls privaten Einzelunterricht erteilen oder erteilen wollen 

und somit denselben Lebensstil pflegen, sowie die Aufsicht durch die Schulbehörde 

vermögen Grundkenntnisse dieser Art nicht zu ersetzen. Die Qualität bzw. die 

Gleichwertigkeit des Unterrichts wird damit nicht gesichert, zumal keine kontinuierliche 

Überprüfung erfolgt, wie sie dank der Beziehung zwischen Eltern und Schule an einer 

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öffentlichen Schule und an anerkannten Privatschulen möglich ist. Den 

Beschwerdeführern ist zwar beizupflichten, dass Charakter, Hingabe, Begabung und 

Berufung der unterrichtenden Person für die Qualität des Unterrichts von grosser 

Bedeutung sind. Abgesehen davon, dass es nicht angeht, diese Eigenschaften 

ausgebildeten Lehrpersonen abzusprechen, bieten sie für sich allein aber keine 

Gewähr, dass Eltern ohne methodisch-didaktische Kenntnisse in der Lage sind, ihren 

Kindern die vorgeschriebenen Lernziele erfolgreich zu vermitteln, auch wenn die 

Beschwerdeführer den Standpunkt vertreten, der Stoff werde den Kindern auf diese 

Weise individueller und kinderbezogener beigebracht. Im weiteren ist der Umstand, 

dass die Beschwerdeführer geltend machen, die Eltern-Kind-Beziehung sei gut bzw. 

ihre Kinder würden in einer gesunden Familienstruktur mit normal intelligenten Eltern 

aufwachsen, nicht geeignet, fehlende einschlägige Fachkenntnisse wettzumachen. 

Dasselbe gilt für ihren Hinweis, es sei offensichtlich, dass Eltern, welche sich persönlich 

mit der Beschulung ihrer Kinder abgeben würden, dazu bereit seien, einen 

ausserordentlichen Einsatz zu leisten, um ihnen die bestmögliche Bildung zu 

ermöglichen, was einen eindrücklichen Kontrast zur vorherrschenden 

gesellschaftlichen Anspruchshaltung und Passivität setze. Das persönliche 

Engagement der Beschwerdeführer ist zwar positiv zu würdigen, es ist indessen nicht 

gerechtfertigt, die vielen Eltern, deren Kinder in der öffentlichen Schule oder in einer 

anerkannten Privatschule ausgebildet werden, zu bezichtigen, sie würden ihren Kindern 

bezüglich Beschulung die bestmöglichen Rahmenbedingungen vorenthalten.

An dieser Beurteilung ändert nichts, dass sich die Beschwerdeführer auf zahlreiche 

Studien zum Thema "homeschooling" berufen und geltend machen, damit werde das 

Vorurteil wiederlegt, dass die Erteilung von privatem Einzelunterricht voraussetze, dass 

die unterrichtenden Eltern-(teile) methodisch-didaktisch ausgebildet seien. So wird in 

einer Studie "Bildung zuhause: Vom Extrem zum Anerkannten" (Basham, Merrifield, 

Hepburn) des Fraser Institute, Vancouver, Kanada, ausgeführt, zuhause ausgebildete 

Kinder hätten keinerlei signifikanten Vorteil, wenn ein Elternteil oder beide Eltern 

ausgebildete Lehrer seien. Abgesehen davon, dass damit nicht ausgeschlossen wird, 

dass die berufsspezifische Qualifikation der Eltern von Vorteil sein kann, bezieht sich 

diese Studie auf Kanada und auf die USA. Auch die anderen von den 

Beschwerdeführern ins Recht gelegten Abhandlungen betreffen mit Ausnahme einer 

Erhebung des Vereins "Bildung zu Hause" andere Länder mit anderen Schulstrukturen, 

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weshalb die dort enthaltenen Thesen und Feststellungen nicht ohne weiteres auf 

schweizerische oder auf st. gallische Verhältnisse umgesetzt werden können. Aus Sicht 

der Beschwerdeführer belegen die Studien zwar, dass es sich bei "homeschooling" um 

eine universell einsetzbare Bildungsalternative handelt, bei der keine Lehrerausbildung 

vonnöten und eine gute Sozialisierung ohne weiteres gewährleistet ist. Diese These ist 

in der Schweiz indessen umstritten (vgl. Müller/Schefer, a.a.O., S. 796 mit Hinweisen 

und Plotke, a.a.O., S. 163 f. und S. 476 f.). Hinzu kommt, dass die Feststellung der 

Vorinstanz im angefochtenen Entscheid unbestritten geblieben ist, wonach diesen 

Studien (auch) privater Einzelunterricht in Kombination mit durch eine Privatschule 

organisiertem Fernunterricht zu Grunde liegt. Der Vorwurf der Beschwerdeführer, die 

Vorinstanz wäre aus bildungspolitischer, wissenschaftlicher und intellektueller Sicht 

gehalten gewesen, sich mit den von ihnen ins Recht gelegten Studien und ihren 

Ergebnissen vertieft auseinanderzusetzten bzw. sie hätte unter deren Berücksichtigung 

prüfen müssen, wann eine Ausbildung in sachgemässer Anwendung von Art. 62 VSG 

für die Erteilung von privatem Einzelunterricht ausreichend sei, erweist sich somit als 

unbegründet. Die Dokumentation "Privatunterricht und Sozialisation, Eine schweizweite 

Erhebung über privat gebildete Schulabgänger und deren berufliche Laufbahn" des 

Vereins "Bildung zu Hause", welchem die Beschwerdeführer angehören, basiert auf 58 

Rückmeldungen von "uns bekannten Familien innerhalb und ausserhalb des Vereins". 

Darin wird u.a. gefolgert, die Chancengleichheit in der "homeschoolbewegung" werde 

in sehr hohem Ausmass verwirklicht, obwohl unter den Eltern nur wenige Lehrer (17 %) 

seien bzw. "die Effizienz der Bildungsanstrengung stehe offenbar in einem direkten 

Verhältnis zur Anzahl Jahre, in denen unter elterlicher Anleitung gelernt worden sei". 

Dieser Erhebung kommt im Kontext des Bildungswesens indessen keine 

entscheidende Aussagekraft zu, auch wenn die Bewegung gemäss Angaben der 

Beschwerdeführer derzeit etwa 130 Mitgliederfamilien umfasst. Aus der Erhebung kann 

deshalb nicht gefolgert werden, es sei in sachgemässer Anwendung von Art. 62 VSG 

unzulässig, im Rahmen eines Bewilligungsverfahrens betreffend privaten 

Einzelunterricht nur dann von einer ausreichenden Ausbildung auszugehen, wenn der 

oder die Gesuchsteller eine methodisch-didaktische Ausbildung nachzuweisen 

vermögen.

6. Die Beschwerdeführer rügen, die Vorinstanz habe ihr Ermessen auch deshalb 

überschritten bzw. missbraucht, weil sie die Auffassung vertrete, eine Sozialisierung 

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von Kindern, die mittels privatem Einzelunterricht beschult würden, allein im Rahmen 

von Freizeitaktivitäten genüge den Anforderungen von Art. 123 Abs. 2 VSG nicht. Durch 

Studien sei widerlegt, dass sich Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit und privater 

Einzelunterricht ausschliessen würden bzw. dass zu Hause geschulte Kinder 

psychologischen Schaden erleiden könnten, weil sie an Vereinzelung litten und weil 

ihnen die beruflichen Chancen verbaut würden. Zu Hause unterrichtete Kinder hätten 

Studien zufolge oft ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und würden sich aktiv in 

unterschiedlichste Gruppen, Vereine und Parteien einbringen. Mittlerweile sei bekannt, 

dass die Integration und Sozialisation durch die öffentliche Schule trotz aller 

Bemühungen nur beschränkt greife. Namentlich die Studie Jugenddelinquenz im 

Kanton St. Gallen vom 17. August 2009 zeige auf, "dass in der Familie die zentralen 

Basiskomponenten für den Umgang mit der Welt und dem eigenen Selbst erworben 

werden". Studien würden belegen, dass zu Hause geschulte Kinder nicht nur durch 

überdurchschnittlich hohe schulische Leistungen hervorstechen würden, sondern auch 

in Bezug auf ihre hohe Sozialkompetenz und ihre Bereitschaft, sich im öffentlichen 

Leben zu engagieren. Die Behauptung, wonach die Ablösung vom Elternhaus 

erschwert werde, wenn die Eltern selber unterrichten würden, und wonach es an einer 

intensiveren Auseinandersetzung mit aussenstehenden Erwachsenen fehle, wie dies 

beim Unterricht im Klassenverband durch den Kontakt mit den Lehrern der Fall sei, 

lasse sich nicht belegen.

6.1. Wie ausgeführt, sieht Art. 123 Abs. 2 VSG vor, dass der Erziehungsrat die 

Bewilligung erteilt, wenn zudem die Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit 

sichergestellt ist. Offen ist, wie dies zu erfolgen hat. Die Vorschrift wurde ins VSG 

aufgenommen, weil der Erziehungsrat in zunehmendem Mass festgestellt hatte, dass 

Gesuche um privaten Einzelunterricht gestellt wurden, weil Kinder von den Einflüssen 

anderer Schulkinder ferngehalten werden sollten bzw. weil eine völlige Isolierung im 

Rahmen des privaten Einzelunterrichts nicht im Interesse des Kindes liege und der 

Formulierung des Erziehungs- und Bildungsauftrags gemäss Art. 3 VSG widerspreche. 

Aus diesem Grund habe der Gesuchsteller nachzuweisen, dass auch bei privatem 

Einzelunterricht die Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit sichergestellt sei (GVP 2005 

Nr. 9 mit Hinweis auf ABl 1994/1673 f.). Nach Art. 3 Abs. 1 VSG unterstützt die 

Volksschule die Eltern in der Erziehung des Kindes zu einem lebensbejahenden, 

tüchtigen und gemeinschaftsfähigen Menschen. Sie wird nach christlichen 

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Grundsätzen geführt. Sie fördert die unterschiedlichen und vielfältigen Begabungen 

und die Gemütskräfte der Schülerin und des Schülers. Sie vermittelt die grundlegenden 

Kenntnisse und Fertigkeiten, öffnet den Zugang zu den verschiedenen Bereichen der 

Kultur und leitet zu selbständigem Denken und Handeln an (Art. 3 Abs. 2 VSG). Sie 

erzieht die Schülerin und den Schüler nach den Grundsätzen von Demokratie, Freiheit 

und sozialer Gerechtigkeit im Rahmen des Rechtsstaates zu einem 

verantwortungsbewussten Menschen und Bürger (Art. 3 Abs. 3 VSG).

6.2. Für Plotke (a.a.O., S. 163 f.) gibt es einen Teil der Enkulturation, den die Eltern 

nicht leisten können. Dieser ist für das Dasein als Erwachsener so wichtig, dass er in 

einem bedeutenden Ausmass möglichst alle Kinder erfassen soll. Privater Unterricht zu 

Hause ist deshalb mit dem Nachteil verbunden, dass die intellektuelle Förderung in den 

Vordergrund rückt und die soziale Enkulturation vernachlässigt bleibt. Bewilligungen 

sollen nur erteilt werden, wenn die besondere Situation des Kindes (Behinderung, 

Fremdsprachigkeit) für Unterricht ausserhalb der Schule spricht (Plotke, a.a.O., S. 476 

f.).

6.3. Das Verwaltungsgericht hat am 25. Oktober 2005 entschieden, die Einschätzung 

des Gesetzgebers, wonach beim Einzelunterricht die Gefahr der Isolierung der Kinder 

bestehe, sei sachlich begründet und nachvollziehbar. Die Erziehung der Kinder zu 

gemeinschaftsfähigen Menschen sei ein zentrales Anliegen des schulischen Bildungs- 

und Erziehungsauftrags. Um dieses Anliegen sicherstellen zu können, sei namentlich 

der Kontakt zu gleichaltrigen Kindern von besonderer Bedeutung. Dieser Kontakt sei 

beim Einzelunterricht nicht gewährleistet, weshalb die Gefahr bestehe, dass die 

Vermittlung sozialer Kompetenzen nicht oder nur ungenügend umgesetzt werde (GVP 

2005 Nr. 9 mit Hinweis auf Plotke, a.a.o., S. 164 und Kägi-Diener, St. Galler 

Kommentar, a.a.O., N 15 zu Art. 19 BV). Das Gericht erwog, dieser Gefahr müsse mit 

geeigneten Massnahmen begegnet werden, welche die integrative Funktion des 

Unterrichts im Klassenverband zu ersetzen vermöchten. Dabei sei davon auszugehen, 

dass allein die Teilnahme an Freizeitaktivitäten zusammen mit anderen Kindern nicht 

genüge, um den Anforderungen von Art. 123 Abs. 2 VSG gerecht zu werden. Diese 

Aktivitäten seien anders als der Schulunterricht freiwilliger Natur und selbst gewählt. 

Sie stellten nicht die gleichen Anforderungen an soziale Fähigkeiten wie 

Rücksichtnahme und Toleranz, wie dies der obligatorische Unterricht im 

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Klassenverband tue. Die Hinweise der Beschwerdeführer auf Studien aus dem 

angelsächsischen Raum, wonach zu Hause unterrichtete Kinder in ihrer Freizeit 

überdurchschnittlich häufig ehrenamtlich tätig seien, würden deshalb an der Sache 

vorbeigehen. Hinzu komme, dass der Einzelunterricht als ungewöhnliche 

Schulalternative bei anderen Eltern und Kindern häufig auf Unverständnis stossen 

würde. So werde denn auch in einem Erfahrungsbericht in einem Bildungsbrevier des 

Vereines "Bildung zu Hause" ausgeführt, dass Rückzug, Verschlossenheit und 

Ablehnung die üblichen Reaktionen auf den häuslichen Unterricht gewesen seien. Es 

bestehe die Gefahr, dass Nachbarschaftskontakte zu kurz kämen. Dies zeige, dass der 

Einzelunterricht unter Umständen auch ausserschulische Kontakte der betroffenen 

Kinder erschwere. Die Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit im Sinn von Art. 123 Abs. 

2 VSG müsse deshalb nicht nur durch entsprechende Freizeitgestaltung, sondern 

zusätzlich auch durch spezifische Massnahmen und Vorkehren der 

Unterrichtsgestaltung sichergestellt werden. Diese Anforderungen seien nicht leicht zu 

erfüllen, mit Blick auf die Wichtigkeit des erzieherischen Anliegens sowohl für das Kind 

als auch für die Gesellschaft aber ohne weiteres gerechtfertigt (GVP 2005 Nr. 9).

6.4. Im angefochtenen Entscheid wird im Sinn des Urteils des Verwaltungsgerichts vom 

25. Oktober 2005 argumentiert. Im Zusammenhang mit der Erziehung der Kinder zu 

gemeinschaftsfähigen Menschen wird ausgeführt, allein die Teilnahme an 

Freizeitaktivitäten zusammen mit anderen Kindern werde den Anforderungen von Art. 

123 Abs. 2 VSG nicht gerecht. Privater Einzelunterricht gewährleiste die Sozialisierung 

in der Regel nicht, wenn die eigenen Eltern, unabhängig von ihrer fachlichen 

Qualifikation, den Unterricht erteilten. Eine solche Unterrichtssituation erschwere die 

Ablösung vom Elternhaus und die Einbindung in die Gesellschaft. Deshalb sei privater 

Einzelunterricht nur in absoluten Ausnahmefällen, in welchen insbesondere die 

Integration in einen Klassenverbund aus objektiven Gründen unmöglich sei, zu 

gewähren. Eine solche Ausnahmesituation bestehe auch deshalb nicht, weil die 

Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit von B. und C. durch Kontakte innerhalb der 

Familie und in der Freizeit sichergestellt werden solle. Dies gehe nicht über das hinaus, 

was auch Kinder, welche die Volksschule besuchten, üblicherweise neben dem 

Zusammensein mit gleichaltrigen Kindern im Klassenverband erfahren würden.

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6.5. Dem Gesuch vom 19. Dezember 2009 kann entnommen werden, dass B. und C. 

nach dem Bildungs- und Lehrplan Volksschule St. Gallen hauptsächlich von der 

Beschwerdeführerin unterrichtet werden sollen, während sich der Beschwerdeführer im 

Rahmen seiner zeitlichen Möglichkeiten am Unterricht zu beteiligen gedenkt. Der 

Unterricht soll von Montag bis Freitag jeweils am Morgen zu Hause stattfinden. Die 

Beschwerdeführer beabsichtigen, in absehbarer Zeit zusammen mit anderen 

homeschoolenden Familien eine Lerngruppe zu bilden, die sich einmal je Woche zum 

gemeinsamen Lernen trifft. B. wird seit Januar 2010 von einem ausgebildeten 

Musiklehrer Klavierunterricht erteilt. Die Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit findet 

gemäss Gesuch vorab in der sechsköpfigen Familie der Beschwerdeführer statt. 

Zudem besucht B. einmal je Woche den Jugendsportverein in E. und trainiert einmal je 

Woche mit dem Schwimmverein X., wo sie sich mit anderen Kindern ihres Alters 

sportlich betätigt. B. ist nach Angaben der Beschwerdeführer im Jugendsportverein gut 

integriert, wird regelmässig zu Geburtstagsfesten eingeladen und trifft sich auch sonst 

mit Kindern aus dem Dorf und der Region. C. besucht seit einigen Monaten ebenfalls 

Schwimmkurse mit Kindern ähnlichen Alters. Weiter besuchen B. und C. jeweils am 

Sonntag mit Kindern ähnlichen Alters die Sonntagsschule der Kirchgemeinde. Hinzu 

kommen zahlreiche Unternehmungen mit und Besuche bei Verwandten und Freunden 

der Familie. Namentlich Gottis und Göttis sowie Eltern befreundeter Kinder sind 

gemäss Ausführungen der Beschwerdeführer wichtige Bezugspersonen. Sie vertreten 

den Standpunkt, dass die sozialen Kompetenzen von B. und C. und der Austausch mit 

Gleichaltrigen mit den beschriebenen, inner- und ausserfamiliären Aktivitäten 

ausreichend gefördert werden.

6.6. Die Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit von B. und C. besteht somit in 

Freizeitaktivitäten und in familiären und freundschaftlichen Kontakten zu Kindern und 

Erwachsenen. Es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht, dass diese 

Begegnungen über das hinausgehen, was auch Kinder, die eine öffentliche Schule oder 

eine anerkannte Privatschule besuchen, üblicherweise neben dem Zusammensein mit 

gleichaltrigen Kindern im Klassenverband erleben. Hinzu kommt, dass B. und C. durch 

ihre Eltern, in erster Linie durch die Beschwerdeführerin und in zweiter Linie durch den 

Beschwerdeführer, unterrichtet werden sollen. Eine intensivere Auseinandersetzung mit 

aussenstehenden Erwachsenen, wie sie beim Unterricht im Klassenverband durch den 

Kontakt mit den Lehrern ohne weiteres entsteht, kann deshalb nicht erfolgen. Eine 

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Ausnahme ergibt sich einzig beim Klavierunterricht, der B. durch einen Klavierlehrer 

erteilt wird. Die Beschwerdeführer sehen zwar vor, mit anderen "homeschoolenden" 

Familien eine Lerngruppe zu bilden, damit die Kinder einmal je Woche gemeinsam 

lernen können. Abgesehen davon, dass nicht feststeht, ob ein derartiges Projekt 

verwirklicht werden könnte, wäre der gemeinsame Unterricht auf einen Tag je Woche 

beschränkt. Hinzu kommt, dass B. und C. ausschliesslich mit Kindern von Eltern und 

mit Eltern in Kontakt kämen, die der Bildungsform des privaten Unterrichts gegenüber 

öffentlichen Schulen und anerkannten Privatschulen den Vorzug geben. Der Kontakt 

unter Mitgliedern von Familien, die insbesondere bezüglich der Erziehung und 

Beschulung der Kinder einen ähnlichen Lebensstil pflegen und gleichgesinnt sind, ist 

indessen nicht geeignet, die Sozialisierung von Kindern, die privat unterrichtet werden, 

entscheidend zu fördern. Dazu ist erforderlich, dass Kinder in die Lage versetzt werden, 

auch ausserhalb des Bekannten- und Verwandtenkreises der Eltern regelmässig und in 

bedeutendem Umfang Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Erwachsenen zu 

sammeln. An dieser Beurteilung ändert nichts, dass die Beschwerdeführer unter 

Berufung auf verschiedene Studien, die sich wie ausgeführt nicht mit schweizerischen 

Verhältnissen befassen, geltend machen, Befürchtungen, wonach zu Hause geschulte 

Kinder in ihrer Entwicklung psychologischen Schaden erleiden könnten, weil sie an 

Vereinzelung litten und beruflich keine Chancen hätten, seien widerlegt. Im weiteren 

weist die Vorinstanz mit Recht darauf hin, dass privater Einzelunterricht zu Hause im 

Familienkreis nicht nur die Gefahr in sich birgt, dass sich Kinder nicht oder zu wenig 

mit den gesellschaftlichen Realitäten auseinandersetzen können, sondern auch, dass 

es ihnen mangels Integration in einen Klassenverband erschwert wird, sich nach und 

nach aus der engen Bindung zum Elternhaus zu lösen und sich in die Gesellschaft auch 

ausserhalb ihres angestammten Umfelds zu integrieren. Umgekehrt kann auch nicht 

ausgeschlossen werden, dass es Eltern, die ihre Kinder privat unterrichten wollen, aus 

welchen Gründen immer, nicht leicht fällt, diese zwecks Schulbesuchs und anderer 

Aktivitäten aus dem häuslichen Umfeld zu entlassen. Die Behauptung der 

Beschwerdeführer, der besondere Lebensstil, den die Bildungsalternative des privaten 

Einzelunterrichts mit sich bringe, könne das Kindeswohl nicht gefährden, erscheint in 

dieser allgemeinen Form jedenfalls unzutreffend. Auch in dieser Hinsicht hilft den 

Beschwerdeführern nicht weiter, dass sie geltend machen, gemäss Studien fehle es am 

wissenschaftlichen Nachweis, wonach die Ablösung des Kindes vom Elternhaus 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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erschwert werde, wenn es nicht im Rahmen des "Gleichaltrigen-Klassenraum-Prinzips" 

gebildet werde.

6.7. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass das Vorhaben der Beschwerdeführer 

auch bezüglich der Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit den Anforderungen von 

Art. 123 Abs. 2 VSG nicht genügt. Es fehlt am Nachweis, wonach die integrative 

Funktion des Unterrichts im Klassenverband durch geeignete Massnahmen ersetzt 

werden kann. Unbeachtlich ist in diesem Zusammenhang, dass es die lokale 

Schulbehörde geduldet hat, dass B. in Zusammenarbeit mit einer Privatschule, deren 

Schulbetrieb in der Zwischenzeit eingestellt worden ist, während mehr als eineinhalb 

Jahren in Form des "homeschooling" unterrichtet worden ist. Ebenfalls zu keinem 

anderen Ergebnis führt der Hinweis der Beschwerdeführer darauf, dass in 

Publikationen zum Ausdruck gebracht werde, dass die Beschulung der Kinder im 

Klassenverband bezüglich Sozialisation und Integration mit Nachteilen verbunden sein 

könne und dass die familiäre Sozialisation für die psychische Stabilität, die sozialen 

Einstellungen und die soziale Kompetenz des Kindes von grosser Bedeutung sei. Die 

Tatsache, dass ein Kind eine öffentliche Schule oder eine anerkannte Privatschule 

besucht, hat nicht zur Folge, dass die Bedeutung des familiären Umfelds für dessen 

Entwicklung in den Hintergrund gedrängt wird. Es ist vielmehr so, dass sich die 

Beschulung im Klassenverband und das Leben in der Familie ergänzen. Auch ein 

kommunikatives Familienleben mit Eltern, Geschwistern und anderen 

Familienangehörigen, in dessen Rahmen Empathie, Toleranz und Respekt vermittelt 

werden, vermag die Erfahrungen, die ein Kind im Klassenverband macht, in der Regel 

aber nicht zu ersetzen, zumindest dann, wenn diesem Defizit, wie im vorliegenden Fall, 

nicht durch geeignete Massnahmen begegnet wird.

7. Die Beschwerdeführer beantragen weiter, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens 

sei die ihnen von der Vorinstanz auferlegte Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- um 

mindestens die Hälfte herabzusetzen. Sie begründen dies damit, die Vorinstanz habe 

sich mit der Argumentation im Gesuch nur oberflächlich auseinandergesetzt und ohne 

plausible Begründung an ihrer restriktiven Praxis festgehalten.

Das Verwaltungsgericht übt lediglich eine Rechtskontrolle aus (Art. 61 Abs. 1 und 2 

VRP). Im Streitfall kann somit nur geprüft werden, ob die Verwaltung ihren 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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Beurteilungsspielraum überschritten oder missbraucht hat und damit rechtswidrig 

handelte. Dabei ist zu beachten, dass den Behörden bei der Bemessung der Höhe der 

Entscheidgebühr ein weiter Ermessenspielraum zukommt (R. Hirt, Die Regelung der 

Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 54 

f.).

Für den Erlass einer Verfügung werden eine Minimal- und eine Maximalgebühr von Fr. 

50.-- bis Fr. 5'000.-- festgelegt (Nr. 10.01 des Gebührentarifs für die Kantons- und 

Gemeindeverwaltung, sGS 821.5). Die erhobene Gebühr von Fr. 1'000.-- erweist sich 

somit ohne weiteres als tarifkonform. Bestehen für die Gebühr ein Mindest- und ein 

Höchstansatz, so ist sie innerhalb dieses Rahmens nach dem Wert und der Bedeutung 

der Amtshandlung, dem Zeit- und Arbeitsaufwand und der erforderlichen Sachkenntnis 

zu bemessen (Art. 11 der Verwaltungsgebührenverordnung, sGS 821.1). Es ist nicht 

ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz mit Blick auf diese Kriterien ihren 

Ermessenspielraum bei der Festlegung der Gebühr verletzt haben soll. Die Beschwerde 

ist somit auch in dieser Hinsicht als unbegründet abzuweisen.

8. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Die Vorinstanz 

hat das Gesuch der Beschwerdeführer um Erteilung der Bewilligung, ihren Töchtern B. 

und C. privaten Einzelunterricht erteilen zu dürfen, mit Recht abgewiesen. Der 

angefochtene Entscheid beruht auf einer gesetzlichen Grundlage, liegt im öffentlichen 

Interesse und ist verhältnismässig.

Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- erscheint angemessen (Art. 13, Ziff. 622 

Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Sie wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe verrechnet.

Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 98bis VRP).

 

Demnach hat das Verwaltungsgericht

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zu Recht erkannt:

1./ Die Eingabe der Beschwerdeführer vom 20. Juli 2010 wird aus dem Recht 

gewiesen.

2./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

3./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.-- bezahlen die 

Beschwerdeführer unter Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe.

4./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V.          R.           W.

 

Der Präsident:              Die Gerichtsschreiberin:

 

Versand dieses Entscheides an:

-   die Beschwerdeführer (durch Rechtsanwalt G.)

-   die Vorinstanz

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

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Sofern eine Verletzung von Art. 116 BGG geltend gemacht wird, kann gegen diesen 

Entscheid gestützt auf Art. 113 f. BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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	Urteil des Verwaltungsgerichts vom 24. August 2010
	Privater Einzelunterricht, Art. 13 UNO-Pakt I (SR 0.103.1), Art. 19 und Art. 62 Abs. 2 BV (SR 101), Art. 2 lit. m und Art. 3 lit. a KV (sGS 111.1), Art. 123 VSG und Art. 117 Abs. 1 (sGS 213.1). Es besteht kein direkt einklagbarer Anspruch darauf, privaten Einzelunterricht (homeschooling) erteilen zu können mit dem Ziel, ein Kind weder an einer öffentlichen Schule noch an einer anerkannten Privatschule beschulen zu lassen. Die Sozialisierung eines Kindes, das mit privatem Einzelunterricht beschult werden soll, kann nur gewährleistet werden, wenn es ausserhalb des Bekannten- und Verwandtenkreises der Eltern regelmässig und in bedeutendem Umfang Erfahrungen im Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen sammeln kann (Verwaltungsgericht, B 2010/77).

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