# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1fbb8a9d-baed-5d4e-ba1d-a1dd1d6ca018
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.08.2025 E-6105/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6105-2025_2025-08-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6105/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Constance Leisinger, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;   

Gerichtsschreiberin Saskia Eberhardt. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch Marek Wieruszewski, 

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 31. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

E-6105/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge ihren Heimatstaat 

am 9. November 2024 verliess und am 12. November 2024 in die Schweiz 

einreiste, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass die Vorinstanz zunächst ein Dublin-Verfahren einleitete, und mit Ver-

fügung vom 13. Dezember 2024 auf das Asylgesuch der Beschwerdefüh-

rerin nicht eintrat, sie in den für sie zuständigen Dublin-Mitgliedstaat (Ita-

lien) wegwies und den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der Wegwei-

sung beauftragte, 

dass aufgrund des Ablaufs der Frist zur Überstellung nach Italien die Vo-

rinstanz mit Verfügung vom 17. Juni 2025 ihre Verfügung vom 13. Dezem-

ber 2024 aufhob, das nationale Asylverfahren aufnahm und die Beschwer-

deführerin dem zuständigen Kanton zuwies,  

dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Anhörung zu den Asylgründen 

vom 22. Juli 2025 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen gel-

tend machte, sie sei sri-lankische Staatsangehörige tamilischer Ethnie, hin-

duistischen Glaubens und habe ihre ersten Lebensjahre in der Nordprovinz 

im Distrikt Jaffna verbracht, 

dass im Jahr 2007, als sie (…) Jahre alt gewesen sei, ihr Vater, ein 

Buschauffeur, eines Nachts zu Hause behördlich aufgesucht, in einem 

weissen Van mitgenommen und am nächsten Tag im Beisein dieser Män-

ner mit verbundenen Augen sowie einem gebrochenen Arm zurückgeführt 

worden sei, 

dass Ausgrabungen auf ihrem Landstück vorgenommen worden seien, 

weil man den Vater der Unterstützung der Liberation Tigers of Tamil Eelam 

(LTTE) verdächtigt habe,   

dass nichts gefunden worden sei, die Männer ihren Vater jedoch wieder 

mitgenommen hätten und dieser seither als verschollen gelte,  

dass ihre Grossmutter väterlicherseits die Mitnahme des Vaters bei einer 

Menschenrechtsbehörde gemeldet habe, 

dass ihre Mutter sie etwa einen Monat nach der Mitnahme des Vaters ihren 

Grosseltern väterlicherseits in Obhut gegeben habe, sie mit diesen, ihrer 

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Tante väterlicherseits und später auch deren Ehemann und dem gemein-

samen Sohn zusammengelebt habe,  

dass der Kontakt zu ihrer Mutter aus ihr unbekannten Gründen abgebro-

chen sei, 

dass ihre Grosseltern in den Jahren 2012 und 2013 zwei oder drei Mal vom 

Criminal Investigation Department (CID) aufgesucht und nach dem Ver-

bleib ihres Vaters befragt worden seien,  

dass ihre Grossmutter im Jahr 2014 verstorben sei und sie in der Folge 

durch jeweils dieselben vier Beamten vom CID zunächst nach dem Ver-

bleib ihrer Grossmutter und dann regelmässig zum Verbleib ihres Vaters 

befragt worden sei,  

dass besagte Männer sie zu Beginn ein bis zwei Mal im Monat jeweils 

nachts behelligt hätten, bis sich die Behelligungen zuletzt auf zwei Besu-

che wöchentlich erhöht hätten, 

dass ihr dabei insbesondere ein Vorfall stark in Erinnerung geblieben sei, 

als die Beamten ihre Unwissenheit bezüglich des Verbleibs ihres Vaters 

nicht geglaubt und ihr vorgeworfen hätten, sie unterstütze die Bewegung 

möglicherweise selbst, woraufhin sie verbal bedroht und unsittlich berührt 

worden sei; zu diesem Zeitpunkt sei sie 17-jährig gewesen, 

dass sie nach diesem Vorfall erstmals über eine Ausreise aus ihrem Hei-

matstaat nachgedacht habe und sich hilfesuchend an ihren in B._______ 

wohnhaften Onkel väterlicherseits gewandt habe, 

dass sie sich sodann im Alter von 18 Jahren in einen Mann verliebt habe, 

dessen Mutter die Beziehung missbilligt, sie deshalb beschimpft und belei-

digt habe, sobald sie sich auf der Strasse angetroffen hätten,  

dass dieses Verhalten der Mutter auch noch nach Beendigung der zwei-

jährigen Beziehungen, welche im Jahr 2022 durch ihren Freund erfolgt sei, 

angehalten habe, 

dass ihr Grossvater pflegebedürftig geworden sei und sie dessen Pflege 

übernommen habe, zumal ihre Tante und deren Ehemann sich mehrheitlich 

im Elternhaus des Ehemannes aufgehalten hätten, sie somit mehr oder 

weniger auf sich alleine gestellt gewesen sei, 

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dass es immer wieder Situation gegeben hätte, in welchen sie mit dem 

Ehemann ihrer Tante allein gewesen sei, was dieser ausgenutzt habe, in-

dem er sie wiederholt «seltsam» angeschaut, angeschubst sowie unsittlich 

berührt habe, 

dass sie sich nach dem Tod ihres Grossvaters im Jahr 2023 schliesslich 

zur Ausreise entschieden habe und mit Hilfe ihres in B._______ lebenden 

Onkels die Ausreise vorbereitet habe, zumal ihr aufgrund der zuvor ge-

nannten Vorfälle zwischenzeitlich alles zu viel geworden sei,  

dass sie die Ausreise mit dem Verkauf eines von den Grosseltern geerbten 

Landstücks sowie mit Hilfe von Verwandten finanziert habe,  

dass die Vorinstanz das Asylgesuch der Beschwerdeführerin unter Vernei-

nung der Flüchtlingseigenschaft mit Verfügung vom 31. Juli 2025 (glei-

chentags eröffnet) ablehnte sowie die Wegweisung aus der Schweiz und 

den Vollzug anordnete, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 12. August 2025 durch den 

rubrizierten Rechtsvertreter gegen diesen Entscheid beim Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragt, die angefochtene 

Verfügung sei vollumfänglich aufzuheben, ihr sei die Flüchtlingseigen-

schaft anzuerkennen und Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Sache zur 

weiteren Abklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

subeventualiter sei ihr die vorläufige Aufnahme zu gewähren, 

dass sie in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

ersuchte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht den Eingang der Beschwerde am 

14. August 2025 bestätigte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

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dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

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dass die Vorinstanz zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Mit-

nahme des Vaters der Beschwerdeführerin durch die sri-lankischen Behör-

den im Jahr 2007 sowie der Umstand, dass er seither verschollen sei, 

werde unter Berücksichtigung der diesbezüglich eingereichten Beweismit-

tel nicht in Abrede gestellt, 

dass zwischen dem Beginn der geltend gemachten Behelligungen seitens 

des CID im Jahr 2014 und ihrer Ausreise im November 2024 jedoch weder 

ein inhaltlicher noch ein zeitlicher Zusammenhang festgestellt werden 

könne, zumal der für die Beschwerdeführerin bedrohlichste Vorfall im Jahr 

2019, mithin mehrere Jahre vor ihrer Ausreise stattgefunden habe,  

dass aufgrund der fehlenden flüchtlingsrechtlichen Relevanz dieses Vor-

bringens darauf verzichtet werden könne, auf die in den Aussagen der Be-

schwerdeführerin enthaltenen Unglaubhaftigkeitselementen näher einzu-

gehen, 

dass es aber seltsam anmute, dass die Behörden die Beschwerdeführerin 

erst sieben Jahre nach dem Verschwinden des Vaters und über viele Jahre 

hinweg mit der von ihr geschilderten Intensität nach dessen Verbleib be-

fragt haben sollten, obwohl sie zum Zeitpunkt des Verschwindens ihres Va-

ters erst (…) Jahre alt gewesen sei, und ihre Grossmutter bis zu deren Tod 

nur zwei oder drei Mal vom CID aufgesucht worden sein soll, sie hingegen 

monatlich, zuletzt gar zwei Mal wöchentlich,  

dass das Vorbringen, wonach der Ehemann ihrer Tante  sie wiederholt «ko-

misch» angeschaut und unsittlich berührt habe, für sich allein offensichtlich 

kein Grund für ihre Ausreise gewesen sei, entsprechend fehle es mit Blick 

auf ihre Ausreisegründe sowohl an der gebotenen Kausalität als auch an 

der geforderten flüchtlingsrechtlich relevanten Intensität, ebenso könne 

von ihr als erwachsene Frau erwartet werden, sich bei einer Rückkehr in 

ihren Heimatstaat bei Bedarf zur Wehr zu setzen und gegebenenfalls an 

ihre Tante, ihre Verwandten und/oder an die Behörden zu wenden, 

dass ebenso die Beschimpfungen durch die Mutter ihres Ex-Freundes kein 

flüchtlingsrechtlich relevantes Mass an Intensität erlangen würden und die 

Beziehung im Jahr 2022 beendet worden sei, so dass auch zwischen der 

geltend gemachten Verfolgungshandlung sowie der Ausreise kein Kausal-

zusammenhang hergestellt werden könne, 

dass ferner die Befürchtungen, künftig Verfolgungsmassnahmen ausge-

setzt zu sein, nur dann flüchtlingsrechtlich relevant seien, wenn 

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begründeter Anlass zur Annahme bestehe, dass sich die Verfolgung mit 

beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft verwirklichen 

würde,  

dass Rückkehrende, die illegal ausgereist seien, über keine gültigen Iden-

titätsdokumente verfügen würden, im Ausland ein Asylverfahren durchlau-

fen hätten oder behördlich gesucht würden, am Flughafen zu ihrem Hinter-

grund befragt werden könnten, wobei die Befragung für sich gesehen so-

wie eine allfällige Eröffnung eines Strafverfahrens wegen illegaler Ausreise 

keine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgungsmassnahme darstelle, 

ebenso auch nicht die Kontrollmassnahmen – Aufsuchen zwecks Regist-

rierung am Herkunftsort, Erfassung der Identität bis hin zur Überwachung 

der Aktivitäten der Person – am Herkunftsort,  

dass den Akten keine Hinweise zu entnehmen seien, dass die Beschwer-

deführerin bei einer Rückkehr in ihrem Heimatstaat in den Fokus der Be-

hörden geraten könnte und in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise verfolgt 

würde, 

dass die aktuelle politische Situation mit der Wahl von Anura Kumara 

Dissanayake am 21. September 2024 zum neuen Präsidenten, den Parla-

mentswahlen am 14. November 2024 und der Bildung des neuen Kabinetts 

am 18. November 2024 diese Einschätzung nicht umstossen könne,  

dass es zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anlass zur Annahme gebe, dass 

ganze Volks- oder Berufsgruppen nach der Wahl des neuen Präsidenten 

kollektiv einer Verfolgungsgefahr ausgesetzt seien, auch wenn unter der 

neuen Regierung weiterhin Überwachungen und Einschüchterungen von 

Minderheiten, Menschenrechtsaktivistinnen und Menschenrechtsaktivis-

ten, Journalistinnen und Journalisten, Demonstrierenden und weiteren re-

gierungskritischen Personen nicht gänzlich ausgeschlossen werden könn-

ten, 

dass die Beschwerdeführerin weder politisch aktiv noch anderweitig auf-

grund persönlicher Merkmale oder Aktivitäten gegenüber der sri-lanki-

schen Regierung auf irgendeine Art und Weise exponiert gewesen sei, 

dass somit kein begründeter Anlass zur Annahme bestehe, sie werde bei 

einer Rückkehr in ihren Heimatstaat mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

und in absehbarer Zukunft flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgungs-

massnahmen ausgesetzt sein, 

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dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift im Wesentlichen 

ihre Vorbringen zu den Asylgründen wiederholt und der angefochtenen 

Verfügung im Wesentlichen entgegenhält, sie sei nicht nur aufgrund ihres 

Vaters im Visier der CID, sondern auch als alleinstehende junge Frau eine 

«einfache Beute» für CID-Offiziere und den Ehemann ihrer Tante, sie 

könne «ohne Mann im Haus» einfach eingeschüchtert und missbraucht 

werden, und sei durch einen Angehörigen des CID im Alter von 17/18 Jah-

ren und danach weitere vier bis fünf Mal denn auch vergewaltigt worden,    

dass sie aufgrund der Reflexverfolgung in Bezug auf ihren Vater, den dar-

aus resultierenden Vergewaltigungen, den Drohungen durch die CID-An-

gehörigen sowie den Drohungen der Mutter ihres Ex-Freundes und der se-

xuellen Belästigungen durch den Ehemann ihrer Tante in schwerer Weise 

an Leib und Leben gefährdet sei, 

dass sie bei einer Rückkehr befürchte, zwecks Überwachung wieder auf-

gesucht, befragt und vergewaltigt zu werden, sie demnach eine begrün-

dete Furcht vor künftigen Verfolgungsmassnahmen habe, 

dass das Gericht zum Schluss gelangt, dass die Vorinstanz das Asylge-

such der Beschwerdeführerin zu Recht unter Verneinung ihrer Flüchtlings-

eigenschaft abgelehnt hat,  

dass auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung 

vollumfänglich zu verweisen ist (vgl. angefochtene Verfügung, SEM-act. 

42/13 Ziff. II), 

dass die Behelligung des Vaters und dessen Verschwinden im Jahr 2007, 

als die Beschwerdeführerin noch im Kleinkindalter war, sicher ein prägen-

des Ereignis darstellen, jedoch nicht ursächlich für die im Jahr 2024 er-

folgte Ausreise der Beschwerdeführerin waren,  

dass die geltend gemachten regelmässigen Behelligungen der Beschwer-

deführerin durch Angehörige des CID seit dem Tod der Grossmutter im 

Jahr 2014 bis zur Ausreise im Jahr 2024 auch nach Ansicht des Gerichts 

in Zweifel zu ziehen sind, da sie weder plausibel sind noch substanziiert 

wurden (SEM-act. A36/14 F55 S. 7, F58 ff. F68-F72),  

dass nunmehr auf Beschwerdeebene erstmals geltend gemacht wurde, die 

Beschwerdeführerin sei mehrfach durch einen der CID-Angehörigen ver-

gewaltigt worden (Beschwerde S. 3), ohne dass dies weiter konkretisiert 

oder ausgeführt wurde, warum es der Beschwerdeführerin im Rahmen der 

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Anhörung nicht möglich gewesen sein soll, über diese Übergriffe zu spre-

chen, waren sexualisierte Behelligungen durch die CID-Angehörigen und 

den Mann der Tante doch Thema in der Anhörung (vgl. SEM act. A36/14 

F55 S. 7, F71, F79 f.),  

dass dieses Vorbringen daher als nachgeschoben zu erachten ist und es 

der Beschwerdeführerin überdies auch bei unterstellter Glaubhaftmachung 

unter Verweis auf die Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes zu-

zumuten gewesen wäre, sich bezüglich des fehlbaren Verhaltens des CID-

Beamten an die Behörden zu wenden oder im Sinne einer innerstaatlichen 

Zufluchtsalternative bei ihrem Onkel väterlicherseits in B._______ Wohn-

sitz zu nehmen, zumal dieser sie bei der Ausreise unterstützt haben soll 

und in der Beschwerde nicht näher konkretisiert wird, warum er die Be-

schwerdeführerin nicht aufnehmen kann oder will,  

dass ohne das unangebrachte Verhalten des Ehemanns ihrer Tante sowie 

der Mutter ihres Ex-Freundes zu verkennen, dieses nicht flüchtlingsrecht-

lich relevant ist, es namentlich an einem Motiv im Sinne von Art. 3 Abs. 2 

AsylG fehlt und die beschriebenen Handlungen auch keine Intensität er-

reicht haben, aufgrund derer darauf zu schliessen wäre, dass der Be-

schwerdeführerin ein weiterer Verbleib im Heimatstaat nicht zugemutet 

werden kann, die Beschwerdeführerin aber auch diesbezüglich gehalten 

wäre, zunächst die sich im Heimatstaat zur Verfügung stehenden Schutz-

möglichkeiten auszuschöpfen,    

dass sodann, wie bereits durch die Vorinstanz erwähnt, bei einer Rückkehr 

in ihren Heimatstaat nicht anzunehmen ist, dass die Beschwerdeführerin 

mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit zukünftig flüchtlingsrechtlich relevan-

ten staatlichen Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt sein wird, da sie über 

kein exponiertes Profil verfügt, mit dem sie in den Fokus der heimatlichen 

Behörden geraten könnte, 

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die 

Vorinstanz das Asylgesuch zurecht abgewiesen hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

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verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

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wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass gemäss nach wie vor gültiger Rechtsprechung der Wegweisungsvoll-

zug in die Nordprovinz zumutbar ist, wenn das Vorliegen von individuellen 

Zumutbarkeitskriterien (insbesondere Existenz eines tragfähigen familiä-

ren oder sozialen Beziehungsnetzes sowie Aussichten auf eine gesicherte 

Einkommens- und Wohnsituation) bejaht werden kann (vgl. Referenzurteil 

des Bundesverwaltungsgerichts E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 E. 13.2–

13.4),  

dass dies auch unter Berücksichtigung der aktuellen politischen und wirt-

schaftlichen Entwicklungen in Sri Lanka gilt (Stabilisierung der Wirtschaft 

seit 2022, Präsidentschaftswahl am 21. September 2024, Parlamentswah-

len am 14. November 2024), die nicht dazu führen, dass der Wegweisungs-

vollzug generell als unzumutbar angesehen werden müsste, und auch in 

individueller Hinsicht keine Gründe ersichtlich sind, welche gegen den Voll-

zug der Wegweisung sprechen könnten,  

dass die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, dass die Beschwerdeführerin 

über ein tragfähiges soziales Beziehungsnetz verfügt, indem sowohl ihre 

Tante als auch ihr Onkel väterlicherseits im Heimatstaat leben, sie auch 

nach ihrer Ausreise mit ihrer Tante gelegentlich in Kontakt steht (vgl. SEM-

act. A36/14 F40 f.), 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben gemäss bis zu ihrer Aus-

reise im Haus der Grosseltern wohnhaft war und entgegen ihren Ausfüh-

rungen in ihrer Beschwerdeschrift bereits vor ihrer Ausreise mehr oder we-

niger auf sich alleine gestellt gewesen sein will (vgl. SEM-act. A36/14 F55, 

F58 und F83 f.),  

dass sie ferner die Schule mit einem A-Level abgeschlossen hat (vgl. SEM-

act. A36/14 F46 f.) und auch keine relevanten gesundheitlichen Beschwer-

den vorliegen (vgl. auch Beschwerde S. 5 mit dem nicht näher konkretisier-

ten Hinweis auf psychische Belastungen der Beschwerdeführerin) die ge-

gen einen Vollzug der Wegweisung sprechen würden,   

dass der Vollzug der Wegweisung daher zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei der 

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Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG 

und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der von der Vorinstanz verfügte Vollzug der Weg-

weisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass auch der nicht näher substanziierte Eventualantrag (Rechtsbegehren 

2), wonach das Verfahren an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung zurück-

zuweisen sei, abzuweisen ist, da keine Verfahrenspflichtverletzungen er-

sichtlich sind und der Sachverhalt als erstellt geltend kann,  

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ab-

zuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägun-

gen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) 

dass mit dem vorliegenden Urteil das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Saskia Eberhardt 

 

 

Versand: