# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 194cb04a-53a1-59f6-b6be-53c5c657694b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 11.01.2022 S 2020 135
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2020-135_2022-01-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 135

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Meisser und Pedretti

Aktuar Ott

URTEIL

vom 11. Januar 2022

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A.________,

Beschwerdeführer

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden, 

Beschwerdegegner

betreffend Anspruch nach AVIG

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I. Sachverhalt:

1. A.________, Jahrgang 1986, zuletzt als Lehrer auf der Sekundarstufe II 

tätig, meldete sich am 24. Juli 2020 zum Bezug vom Arbeitslosenversiche-

rungstaggeld im Umfang von 100 % ab dem 3. August 2020 an. 

2. Am 8. September 2020 meldete A.________ dem Regionalen Arbeitsver-

mittlungszentrum (RAV) die Aufnahme eines Teilzeitstudiums an der 

Theologischen Hochschule in D._____ ab dem 14. September 2020 (Stu-

dientage Montag, Mittwoch und Donnerstag). Seine Vermittlungsfähigkeit 

reduziere sich somit auf die Tage Dienstag und Freitag. Dies während des 

Semesters bis zum 16. Dezember 2020. Mit Schreiben vom 17. Septem-

ber 2020 wurde A.________ seitens des Amts für Industrie, Gewerbe und 

Arbeit Graubünden (KIGA) im Hinblick auf seine Vermittlungsfähigkeit auf-

gefordert, detaillierte Angaben über das aufgenommene Studium beizu-

bringen. Mit Schreiben vom 25. September 2020 reichte A.________ ent-

sprechende Unterlagen zum Studium ein.

3. Mit Verfügung vom 30. September 2020 stellte das KIGA fest, dass 

A.________ vermittlungsfähig im Sinne der Arbeitslosengesetzgebung 

sei. Aufgrund seines Studiums stelle er aber seine Arbeitskraft ab dem 

3. August 2020 bis zum Abschluss des Herbstsemesters per 31. Januar 

2021 nur im Umfang von 40 % einer Vollzeitstelle zu Verfügung.

4. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 29. Oktober 2020 Einspra-

che beim KIGA. Dabei war er insbesondere der Ansicht, dass er dem Ar-

beitsmarkt während eineinhalb Monaten zu 100 % zur Verfügung gestan-

den habe. Der Schluss in der angefochtenen Verfügung beruhe auf der 

falschen Prämisse, dass er bereits geplant hätte, per Mitte September ein 

Studium zu beginnen und deshalb nicht bereit gewesen wäre, über den 

Monat September hinaus eine dauerhafte Stelle zu hohem Prozentsatz 

anzunehmen. Der Entscheid für die Aufnahme eines Studiums sei aber 

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erst am 2. September 2020 mit dem Zeitpunkt der Immatrikulation gefal-

len. Dies weil er für das Schuljahr 2020/2021 mit Beginn Anfang August 

keine Anstellung als Lehrer gefunden habe und die meisten Festanstellun-

gen für seine Qualifikation auf absehbare Zeit bereits vergeben gewesen 

seien. Mit Aufnahme des Teilzeitstudiums der Theologie habe er gehofft, 

innerhalb der katholischen Kirche eine dauerhafte Anstellung zu erlangen, 

was durchaus im Interesse des RAV sei.

5. Mit Einspracheentscheid vom 10. November 2020 wies das KIGA die Ein-

sprache von A.________ vom 29. Oktober 2020 ab. Zur Begründung 

führte das KIGA insbesondere aus, dass A.________ dem Arbeitsmarkt 

im Zeitraum vom 3. August 2020 bis zum Vorlesungsbeginn per 14. Sep-

tember 2020 während lediglich sechs Wochen uneingeschränkt zur Verfü-

gung gestanden habe. Vollzeitstellen im Tätigkeitsbereich des Versicher-

ten würden in der Regel längerfristig vergeben. Somit sei eine uneinge-

schränkte Vermittlungsfähigkeit vor Beginn der Vorlesungen per 14. Sep-

tember 2020 zu verneinen. Betreffend eine Vermittlungsfähigkeit für ein 

100 %-Pensum ab dem Vorlesungsbetriebsende per 16. Dezember 2020 

bis zur Fortsetzung des Vorlesungsbetriebs am 22. Februar 2021 hielt das 

KIGA fest, dass Studenten nur dann als vermittlungsfähig zu betrachten 

seien, wenn diese neben dem Studium bereit seien, dauernd einer Voll- 

oder Teilzeitbeschäftigung nachzugehen. Die für Kursbesuche geltende 

Rechtsprechung hinsichtlich der Vermittlungsfähigkeit, wonach eine sol-

che Person bereit und in der Lage sein müsse, den Kurs jederzeit abzu-

brechen um eine Stelle anzutreten, sei vorliegend infolge der Aufnahme 

eines Studiums nicht massgebend.

6. Mit Beschwerde vom 11. Dezember 2020 beantragte A.________ (nach-

folgend Beschwerdeführer) sinngemäss die Feststellung seiner Vermitt-

lungsfähigkeit für ein Arbeitspensum von 100 % ab dem 3. August 2020 

für den Monat August 2020. Als gelernter Lehrer für Religionskunde für 

das Gymnasium habe er sich bis zur Einschreibung zum Teilzeitstudium 

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an der Theologischen Hochschule in D._____ am 2. September 2020 zwi-

schen dem 3. August bis zum 13. September 2020 zu 100 % zur Verfü-

gung gehalten. Die Bejahung einer Vermittlungsfähigkeit (für ein Arbeits-

pensum) von bloss 40 % ab dem 3. August bis zum 13. September 2020 

sei stossend.

7. Das KIGA (nachfolgend Beschwerdegegner) beantragte in seiner Ver-

nehmlassung vom 19. Januar 2021 die Abweisung der Beschwerde unter 

gesetzlicher Kostenfolge. Der Beschwerdeführer sei dem Arbeitsmarkt nur 

während sechs Wochen uneingeschränkt zur Verfügung gestanden, so-

dass nur geringe Aussichten beständen hätten, von einem Arbeitgeber an-

gestellt zu werden. Ausserdem sei nicht ersichtlich, dass er zur Annahme 

einer Tätigkeit ausserhalb seines erlernten Berufes bereit gewesen wäre. 

Damit sei für den Zeitraum ab dem 3. August 2020 (bis zum Abschluss 

des Herbstsemesters 2020) zu Recht festgestellt worden, dass der Be-

schwerdeführer im Umfang von 40 % einer Vollzeitstelle zur Verfügung ge-

standen habe und der angefochtene Einspracheentscheid erweise sich als 

rechtens.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien in deren Eingaben, den ange-

fochtenen Einspracheentscheid vom 10. November 2020 sowie die weite-

ren Akten wird – sofern erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

des Beschwerdegegners vom 10. November 2020. Gegen Einspracheent-

scheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung kann gemäss 

Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenver-

sicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) i.V.m. Art. 2 so-

wie Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

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Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) Beschwerde beim kantona-

len Versicherungsgericht eingereicht werden. Nach Art. 100 Abs. 3 AVIG 

i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslo-

senversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIV; SR 837.02) ist für 

die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen (Einspracheent-

scheide) einer kantonalen Amtsstelle das Verwaltungsgericht desselben 

Kantons örtlich zuständig. Der angefochtene Einspracheentscheid wurde 

vom Beschwerdegegner als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 

AVIG erlassen, sodass die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Ge-

richts gegeben ist (vgl. Art. 1 Abs. 1 und Art. 5 Abs. 1 des Einführungsge-

setzes zur Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung [EG-

zAVG/AVIG; BR 545.100] und Art. 1 der Verordnung zum Einführungsge-

setz zur Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung [VOzEG-

zAVG/AVIG; BR 545.270]). Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungs-

gerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kanto-

nalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). 

Der Beschwerdeführer, welcher als Verfügungsadressat von der im Ein-

spracheentscheid bestätigten Verfügung vom 30. September 2020 berührt 

ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung 

hat, ist ohne weiteres zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 59 ATSG). So-

mit ist auf die überdies form- und fristgerechte Beschwerde (Art. 60 ATSG 

und Art. 61 lit. b ATSG) unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung 2 

einzutreten.

2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Vermittlungsfähig-

keit des Beschwerdeführers, wie sie in der Verfügung vom 30. September 

2020 festgestellt worden war (siehe Art. 8 Abs. 1 lit. f und Art. 15 AVIG), 

bzw. dessen zeitliche Verfügbarkeit zur Bestimmung des anrechenbaren 

Arbeitsausfalls (siehe Art. 8 Abs. 1 lit. b und Art. 11 AVIG).

Soweit der Beschwerdeführer die Rückforderung(-sabrechnung) der Ar-

beitslosenkasse Unia vom 25. November 2020 (siehe dazu Akten des Be-

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schwerdeführers [Bf-act.] 1) als "ungerecht" bezeichnet, ist darauf hinzu-

weisen, dass diese nicht Gegenstand des angefochtenen Einspracheent-

scheids vom 10. November 2020 bildete und somit auch – unabhängig von 

einem diesbezüglich nicht hinreichend ersichtlichen Anfechtungswillen 

des Beschwerdeführers – nicht Streitgegenstand des vorliegenden Ver-

fahrens ist. Dem genannten Schreiben bzw. der Abrechnung vom 25. No-

vember 2020, welche diejenige für den Monat August 2020 vom 2. Sep-

tember 2020 ersetzte, lässt sich denn auch entnehmen, dass innert 90 

Tagen schriftlich eine Verfügung verlangt werden könne, wenn man mit 

der Abrechnung nicht einverstanden sei, ansonsten erwachse die Abrech-

nung in Rechtskraft. Damit kann insoweit auf die Beschwerde nicht einge-

treten werden.

3. Der Beschwerdeführer bestreitet die seitens des Beschwerdegegners ab 

dem 2. September bzw. 14. September 2020 bis zum 16. Dezember 2020 

festgestellte Vermittlungsfähigkeit, wonach er seine Arbeitskraft (nur) im 

Umfang von 40 % einer Vollzeitstelle zur Verfügung stelle, nicht. Betref-

fend den Zeitraum vom 17. Dezember 2020 bis zum Beginn des Frühlings-

semesters am 22. Februar 2021 wendet sich der Beschwerdeführer eben-

falls nicht gegen den Standpunkt des Beschwerdegegners, wonach Stu-

denten nur dann als vermittlungsfähig gälten, wenn sie bereit und in der 

Lage seien, neben dem Studium dauernd einer Voll- oder Teilzeitbeschäf-

tigung nachzugehen (vgl. dazu BGE 120 V 385 E.4a ff. und Urteil des Bun-

desgerichts 8C_404/2016 vom 5. Dezember 2016 E.3.3). Umstritten ist 

hingegen, ob der Beschwerdegegner gegenüber dem Beschwerdeführer 

zu Recht entschied, dass dieser ab dem 3. August 2020 für den Monat 

August 2020 seine Arbeitskraft (nur) im Umfang von 40 % eines Vollzeit-

pensums zur Verfügung stellte und somit eine Vermittlungsfähigkeit nur 

insoweit feststellte, soweit sie sich auf ein Arbeitspensum von 40 % bezog.

4. Eine der Anspruchsvoraussetzungen für Arbeitslosenentschädigung ist 

die Vermittlungsfähigkeit der versicherten Person (siehe Art. 8 Abs. 1 lit. f 

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AVIG). Vermittlungsfähig ist, wer bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine 

zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teil-

zunehmen (siehe Art. 15 Abs. 1 AVIG). Der Begriff der Vermittlungsfähig-

keit enthält folgende Elemente, welche kumulativ erfüllt sein müssen: Die 

Vermittlungsbereitschaft (subjektives Element), die Arbeitsfähigkeit (ob-

jektives Element), die Arbeitsberechtigung (objektives Element) sowie die 

Bereitschaft zur Teilnahme an Eingliederungsmassnahmen (siehe AVIG-

Praxis ALE Rz. B215). Die Teilelemente der Vermittlungsfähigkeit sind 

aufgrund der persönlichen Umstände der betreffenden versicherten Per-

son abzuklären und zu bestimmen (siehe KUPFER BUCHER, in: STAUF-

FER/CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AVIG, 

5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2019, S. 89 f.). Eine versicherte Person, die ar-

beiten will, kann und darf, und die sich um Arbeit bemüht, gilt grundsätz-

lich, unabhängig von der arbeitsmarktabhängigen Vermittlungschance als 

vermittlungsfähig. Wenn jedoch die versicherte Person aus persönlichen, 

familiären oder zeitlichen Gründen ihre Arbeitskraft auf dem für sie in Be-

tracht fallenden allgemeinen Arbeitsmarkt nicht so einsetzen kann oder 

will, wie es ein Arbeitgeber normalerweise verlangt, liegt Vermittlungsun-

fähigkeit vor (siehe AVIG-Praxis ALE Rz. B217 und Rz. B224). Der Begriff 

der Vermittlungsfähigkeit schliesst graduelle Abstufungen prinzipiell aus 

(siehe BGE 146 V 210 E.3.2, 143 V 168 E.2 und 136 V 95 E.5.1; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_486/2021 vom 24. August 2021 E.3.2). Kann die ver-

sicherte Person nur im Umfang von weniger als 20 % einer Vollzeitbe-

schäftigung eine Arbeit annehmen, liegt Vermittlungsunfähigkeit vor (vgl. 

BGE 145 V 399 E.2.2 m.H.a. 136 V 95 E.5.1 und 120 V 385 E.4c/aa).

Von der Vermittlungsfähigkeit zu unterscheiden ist der anrechenbare Ar-

beitsausfall im Sinne von Art. 11 AVIG. Dabei handelt es sich ebenfalls um 

eine Anspruchsvoraussetzung (vgl. Art. 8 Abs. 1 lit. b AVIG), welche 

gemäss Art. 11 Abs. 1 AVIG erfüllt ist, wenn der Arbeitsausfall einen Ver-

dienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinander folgende 

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volle Arbeitstage dauert. Es kommt aber auch darauf an, in welchem zeit-

lichen Umfang die versicherte Person bereit, berechtigt und in der Lage 

ist, eine zumutbare Arbeit aufzunehmen. Arbeitnehmer, die etwa nach 

dem Verlust ihrer Vollzeitbeschäftigung, aus welchen Gründen auch im-

mer, lediglich noch teilzeitlich erwerbstätig sein wollen oder können, die 

also zwar bereit sind, eine zumutbare Arbeit anzunehmen, im Unterschied 

zu vorher jedoch nur noch in reduziertem Umfang, erleiden einen bloss 

teilweisen Arbeitsausfall. Dies hat dann Auswirkungen auf den der Ent-

schädigungsbemessung zugrunde zu legenden Verdienst (siehe BGE 143 

V 168 E.2 und 125 V 51 E.6b f.; vgl. zum Ganzen: KUPFER BUCHER, a.a.O., 

S. 89 f.). Zu Beginn der Arbeitslosigkeit gilt in der Regel eine versicherte 

Person als nicht vermittlungsfähig, wenn sie auf einen bestimmten Zeit-

punkt anderweitig disponiert hat und deshalb für eine neue Beschäftigung 

nur noch während verhältnismässig kurzer Zeit dem Arbeitsmarkt zur Ver-

fügung steht und nur noch geringe Aussichten hat, von einem Arbeitgeber 

angestellt zu werden (siehe BGE 146 V 210 E.3.1 und 126 V 520 E.3a; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_337/2019 vom 13. September 2019 E.3.3, 

8C_472/2018 vom 22. Januar 2019 E.3.2 und 8C_404/2016 vom 5. De-

zember 2016 E.4.6). Zeitliche Einschränkungen auf einen bestimmten 

Zeitpunkt ergeben sich etwa bei einer Auslandreise, Rückkehr von Aus-

ländern in ihren Heimatstaat, Militärdienst, Ausbildung, Aufnahme und 

Ausübung einer selbstständigen Erwerbstätigkeit. Steht die versicherte 

Person dem Arbeitsmarkt für mindestens drei Monate zur Verfügung, gilt 

sie als vermittlungsfähig. Liegt die Verfügbarkeit unter 3 Monaten, kann 

die Vermittlungsfähigkeit bejaht werden, sofern aufgrund der Arbeitsmarkt-

situation und der Flexibilität der versicherten Person (zum Beispiel Bereit-

schaft für Tätigkeiten auch ausserhalb des erlernten Berufes und zur An-

nahme von Temporärstellen) eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, 

von einem Arbeitgeber angestellt zu werden (siehe AVIG-Praxis ALE 

Rz. B227). Entscheidend für die Frage der Vermittlungsfähigkeit sind die 

konkreten Aussichten auf eine Anstellung auf dem für die versicherte Per-

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son in Betracht fallenden allgemeinen Arbeitsmarkt unter Berücksichti-

gung der zeitlichen Verfügbarkeit, aber auch der herrschenden konjunktu-

rellen Verhältnisse sowie aller anderen Umstände (siehe ARV 1991 Nr. 3 

S. 24). Die Vermittlungsfähigkeit beurteilt sich dabei prospektiv und somit 

grundsätzlich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse, wie sie bis zum Er-

lass des Einspracheentscheides bestanden haben (vgl. BGE 146 V 210 

E.3.2 und 143 V 168 E.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_486/2021 vom 

24. August 2021 E.3.2). Zieht sich eine versicherte Person hingegen 

während dem Bezug von Arbeitslosenentschädigung vom Arbeitsmarkt 

zurück, weil sie auf einen bestimmten Zeitpunkt disponiert hat, zum Bei-

spiel, weil sie definitiv ins Ausland abreisen will oder Militärdienst zu leisten 

hat, muss ihre Vermittlungsfähigkeit geprüft werden, wie wenn diese Um-

stände bereits bei ihrer Anmeldung bekannt gewesen wären. Es ist in die-

sen Fällen die gesamte Dauer der Arbeitslosigkeit zu berücksichtigen und 

nicht nur die bis zur Abmeldung vom Taggeldbezug verbleibende Zeit. 

Eine versicherte Person, die sich im Hinblick auf den Besuch einer Han-

delsschule nur für den Zeitraum von zwei Monaten dem Arbeitsmarkt zur 

Verfügung stellt, ist beispielsweise nicht vermittlungsfähig (siehe AVIG-

Praxis ALE Rz. B228).

4.1. Der Beschwerdegegner stellt sich bezüglich des massgebenden Zeit-

raums ab dem 3. August 2020 bis zum Vorlesungsbeginn am 14. Septem-

ber 2020 auf den Standpunkt, dass der Beschwerdeführer nicht uneinge-

schränkt vermittlungsfähig gewesen sei. Er habe zu Beginn der Arbeitslo-

sigkeit auf einen bestimmten Zeitpunkt anderweitig disponiert und habe 

deshalb für eine neue Beschäftigung nur noch während verhältnismässig 

kurzer Zeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestanden und nur noch ge-

ringe Aussichten gehabt, von einem Arbeitgeber (in einem Vollzeitpen-

sum) angestellt zu werden. Der Beschwerdegegner gesteht dem Be-

schwerdeführer zwar zu, vom 3. August 2020 bis zum Vorlesungsbeginn 

per 14. September 2020 in zeitlicher Hinsicht ohne Einschränkungen zur 

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Verfügung gestanden zu haben, dies seien aber nur sechs Wochen gewe-

sen, während Vollzeitstellen im Tätigkeitsgebiet des Beschwerdeführers 

hingegen längerfristig vergeben würden. Ausserdem gehe aus den einge-

reichten Nachweisen der Arbeitsbemühungen nicht hervor, dass der Be-

schwerdeführer bereit wäre, Tätigkeiten ausserhalb seines erlernten Be-

rufs anzunehmen. Das Argument des Beschwerdeführers, wonach er 

seine Ausbildung bei erfolgreicher Anstellung zu höherem Stellenprozent 

abgebrochen hätte, sei nicht zu hören, da es vorliegend nicht um einen 

Kursbesuch (vgl. AVIG-Praxis ALE Rz. B265), sondern um ein Studium 

gehe. Damit sei eine uneingeschränkte Vermittlungsfähigkeit vor Beginn 

der Vorlesungen per 14. September 2020 zu verneinen.

4.2. Gemäss der Bescheinigung über den Studienumfang zur Vorlage beim 

RAV, ausgestellt durch Prof. Dr. C.________, Studiendekanin an der 

Theologischen Hochschule in D._____, am 24. September 2020 (siehe 

Akten des Beschwerdegegners [Bg-act.] 7 S. 2 f.), absolvierte der Be-

schwerdeführer ab dem 14. September 2020 ein Vorsemester im Hinblick 

auf die Zulassung zum E._____-Lehrgang. Studientage seien jeweils Mon-

tag, Mittwoch und Donnerstag. An den anderen Tagen bestehe keine An-

wesenheitspflicht und auch keine Anforderung an ein mögliches Eigenstu-

dium. Für das Herbstsemester habe sich der Beschwerdeführer für kein 

Seminar eingeschrieben, für das er in der vorlesungsfreien Zeit eine 

schriftliche Arbeit erstellen müsste. Der Vorlesungsbetrieb ende am 

16. Dezember 2020. Dann stehe er dem RAV in Vollzeit zur Verfügung. 

Die Studiengebühren würden für jedes Semester CHF 790.-- betragen. 

Bei einem etwaigen Abbruch des Studiums würden keine Kosten rückver-

gütet. Es fielen auch keine zusätzlichen Gebühren an. Zudem wird be-

scheinigt, dass bei Fortsetzung des Studiums auch das Frühlingssemester 

in einem Teilzeitpensum in selbstgewähltem Umfang nach Rücksprache 

mit dem Studiendekanat möglich wäre, wobei sich die Studiendauer im 

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Teilzeitstudium – im Vergleich zur zweijährigen Studiendauer im E._____-

Lehrgang bei einem Vollzeitstudium – verlängere. 

4.3. Gemäss akademischem Kalender begann das Herbstsemester 2020 un-

bestrittenermassen am 1. August 2020 (siehe Bf-act. 4), auch wenn der 

Beschwerdeführer sich erst am 2. September 2020 immatrikulierte und der 

Vorlesungsbetrieb am 14. September 2020 anfing (siehe Bf-act. 4 f. und 

Bg-act. 7). Daraus kann der Beschwerdeführer mit Blick auf die Dauer, der 

er dem Arbeitsmarkt uneingeschränkt zur Verfügung gestanden haben 

will, aber nichts für sich ableiten, da er für eine neue Beschäftigung nur 

noch während relativ kurzer Zeit – rund sechs Wochen – zur Verfügung 

stand, und damit die Aussichten, für die verbleibende Zeit von einem an-

deren Arbeitgeber (in einem Vollpensum) angestellt zu werden, verhältnis-

mässig gering waren (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_337/2019 vom 

13. September 2019 E.3.3 und 4 und 8C_404/2016 vom 5. Dezember 

2016 E.4.6; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

[VGU] S 15 157 vom 1. März 2016 E.4d). Dies zumal das Schuljahr 

2020/2021 mit entsprechenden Anstellungen gemäss eigener Darstellung 

des Beschwerdeführers in seiner Einsprache vom 29. Oktober 2020 be-

reits Anfang August 2020 begann (siehe Bg-act. 9 S. 1). Die bundesge-

richtliche Praxis – wie auch diejenige des Verwaltungsgerichts des Kan-

tons Graubünden – zur Vermittlungsfähigkeit bei anderweitiger Disposition 

ist streng. Obwohl die (uneingeschränkte) Verfügbarkeit des Beschwerde-

führers nur bei rund sechs Wochen lag, bejahte der Beschwerdegegner 

immerhin eine Vermittlungsfähigkeit für ein Arbeitspensum von 40 %. 

Rechtsprechungsgemäss kann im Einzelfall bei einer Verfügbarkeitszeit-

spanne von weniger als drei Monaten eine Vermittlungsfähigkeit (bezogen 

auf ein bestimmtes Arbeitspensum; vgl. dazu BGE 136 V 95 E.5.1) bejaht 

werden, wenn aufgrund der Arbeitsmarktsituation und der Flexibilität der 

versicherten Person, wie etwa die Bereitschaft zur Tätigkeit auch ausser-

halb des erlernten Berufs und zur Annahme von Temporärstellen, eine ge-

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wisse Wahrscheinlichkeit besteht, von einem Arbeitgeber angestellt zu 

werden (siehe BGE 146 V 210 E.3.1 und 126 V 520 E.3a f.; AVIG-Praxis 

ALE Rz. B227). Nach der Rechtsprechung gelten solche Studierenden als 

vermittlungsfähig, welche bereit und in der Lage sind – allenfalls unter In-

kaufnahme eines zeitlich erheblich verlängerten Studienganges –, neben 

dem Studium einem dauerhaften Voll- oder Teilzeiterwerb nachzugehen 

(siehe BGE 120 V 385 E.3b,4a und 4c/cc, BGE 120 V 392 E.2a sowie Ur-

teil des Bundesgerichts 8C_404/2016 vom 5. Dezember 2016 E.3.3 und 

4.1 ff.). Dies sind namentlich Studierende, welche vor Eintritt der Arbeits-

losigkeit (voll) erwerbstätig gewesen sind, das Studium nebenbei absol-

vieren und weiterhin zu einer dauerhaften (Voll- oder Teilzeit-)Erwerbs-

tätigkeit bereit und im Stande sind. Nicht vermittlungsfähig sind hingegen 

Studierende, welche nur für kürzere Zeitspannen oder sporadisch (bei-

spielsweise während der Semesterferien) eine Arbeit ausüben wollen 

(siehe BGE 120 V 385 E.4c/cc; Urteile des Bundesgerichts 8C_404/2016 

vom 5. Dezember 2016 E.3.3 und Urteil des Eidgenössischen Versiche-

rungsgerichts [EVGE] C 274/01 vom 5. Juli 2002 E.2b; VGU S 15 69 vom 

3. Mai 2016 E.4c). Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er für den 

Zeitraum ab der Immatrikulation bzw. dem Vorlesungsbeginn am 2. bzw. 

14. September 2020 infolge der Vorlesungen an drei Tagen pro Woche 

seine Arbeitskraft nur noch zu 40 % einer Vollzeitstelle zur Verfügung 

stellt. Damit ist aber auch die Feststellung des Beschwerdegegners über 

die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers ab 3. August 2020 bis 

zum Vorlesungsbeginn am 14. September 2020 für ein Arbeitspensum 

von (nur) 40 % bzw. eine solche zeitliche Verfügbarkeit zur Bemessung 

des anrechenbaren Arbeitsausfalls gestützt auf die vorstehenden Aus-

führungen nicht zu beanstanden. 

4.4. Das Vorbringen des Beschwerdeführers in der Einsprache vom 29. Okto-

ber 2020, wonach ihm die Absolvierung des Vorsemesters bzw. – vor-

behältlich seiner Zulassung – des E.______-Lehrgangs berufliche Vorteile 

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bringe, kann vorliegend nicht entscheidend sein, da die Vermittlungsfähig-

keit für ein bestimmtes Arbeitspensums des Beschwerdeführers im August 

2020 umstritten ist und die Auswirkungen eines erworbenen Abschlusses 

auf die spätere Stellensuche dafür nicht massgebend sind (siehe Urteil 

des Bundesgerichts 8C_404/2016 vom 5. Dezember 2016 E.4.5).

4.5. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er sei willens gewesen, je-

derzeit eine geeignete Stelle anzutreten, wofür seine Bewerbungen – im 

angestammten Beruf als Lehrer in Religionskunde (Religionspädagoge) 

wie auch in verwandten Bereichen – sprächen (siehe dazu Bf-act. 6), ist 

festzuhalten, dass zur Vermittlungsfähigkeit nicht nur die subjektive Ar-

beitsbereitschaft, sondern auch die Arbeitsfähigkeit im objektiven Sinn 

gehört (siehe BGE 125 V 51 E.6.a; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 

8C_790/2008 vom 29. Dezember 2008 E.4.2). Letztere ist dem Beschwer-

deführer für den Monat August 2020 – angesichts der anstehenden zeitli-

chen Einschränkungen zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit infolge der 

Vorlesungen während drei Tagen pro Woche – zu Recht nur einge-

schränkt zugesprochen worden, weil für die verbleibende Zeit bis Vorle-

sungsbeginn nur geringe Aussichten auf Anstellung durch einen anderen 

Arbeitgeber in einem Vollpensum bestanden haben. Dabei kann auch 

nicht von der Hand gewiesen werden, dass entsprechende Vollzeitstellen 

längerfristig als für 6 Wochen vergeben würden. Dies bestätigte der Be-

schwerdeführer in seiner Einsprache vom 29. Oktober 2020 denn auch 

selbst, wenn er festhielt, dass die meisten Festanstellungen für seine Qua-

lifikation bzw. seine vormalige Tätigkeit infolge des Beginns des Schuljah-

res 2020/2021 Anfang August 2020 auf absehbare Zeit bereits vergeben 

gewesen seien (siehe Bg-act. 9 S. 1 f.). Ausserdem wird dies im Wesent-

lichen auch durch die erst im vorliegenden Verfahren aktenkundig ge-

machten Belege zu den Arbeitsbemühungen für die Monate April 2020 bis 

September 2020 bestätigt, wo etwa in den Monaten Mai, Juni und Juli 

2020 eine Reihe von Absagen für Lehrtätigkeiten namentlich infolge einer 

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anderweitigen Vergabe dieser Stellen ausgewiesen sind. Die – nach An-

gaben des Beschwerdeführers getätigten – Arbeitsbemühungen vom 

April 2020 bis September 2020 beziehen sich auf eine Spanne zwischen 

stundenweisen Einsätzen bis zu 100 % Vollzeitpensen in den beruflichen 

Tätigkeitsbereichen Religionspädagoge, Theologe, Katechet, Seelsorger, 

Jugendarbeiter, Pastoralassistent, Sakristan, Sozialarbeiter, wozu er aber 

zum Teil nicht über den nötigen (teils kirchlichen) Abschluss verfügt (siehe 

Bf-act. 6). Somit muss dem Beschwerdegegner gefolgt werden, wonach 

mit diesen Arbeitsbemühungen der Nachweis, dass der Beschwerdeführer 

auch bereit gewesen wäre, Tätigkeiten mit einer realen Anstellungschance 

ausserhalb seines erlernten Berufs anzunehmen, nicht erbracht ist.

4.6. Auch das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er für ein Vollpen-

sum vermittlungsfähig gewesen sei, weil er bei erfolgreicher Anstellung zu 

höherem Stellenprozent zum Abbruch des Studiums bereit (gewesen) 

wäre (siehe etwa Bg-act. 7 S. 1), überzeugt nicht. Denn beim in Aussicht 

genommenen Studium handelt es sich nicht nur um einen Ausbildungs-

kurs, sondern um ein Vorsemester bzw. Studium an der Theologischen 

Hochschule in D._____ im Hinblick auf den E._____-Lehrgang, wobei der 

E._____-Lehrgang bei einem Vollzeitstudium nach zwei Jahren abge-

schlossen wäre und insgesamt 120 Creditpoints umfasst. Dabei wurde an-

hand eines Vorgesprächs mit der Studiendekanin ein individuelles, teilzeit-

liches Studienprogramm für das Vorsemester im Hinblick auf die von der 

Studien- und Prüfungsordnung geforderten Studienleistungen mit Prä-

senzveranstaltungen an drei Tagen pro Woche festgelegt (siehe Bg-act. 5 

und Bg-act. 7 S. 2 ff.). Der Beschwerdegegner verweist ausserdem zu 

Recht auf die Praxis und Rechtsprechung gemäss AVIG-Praxis ALE 

Rz. B265, wonach die Vermittlungsfähigkeit während dem Besuch von ei-

nem nicht von der Arbeitslosenversicherung bewilligten Kurs nur bejaht 

werden kann, wenn feststeht, dass die versicherte Person bereit und in 

der Lage ist, den Kurs jederzeit abzubrechen um eine Stelle anzutreten. 

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Willensäusserungen des Versicherten genügten dazu aber nicht, sondern 

dies ist vielmehr anhand von objektiven Kriterien auf Basis einer überprüf-

baren Bestätigung der Schulleitung zu prüfen. In der entsprechenden 

Bestätigung sind auch die finanziellen Konsequenzen eines Kursabbru-

ches zu nennen (siehe dazu auch BGE 122 V 265 E.4 und EVGE C 132/04 

vom 11. Oktober 2004 E.2.2, EVGE C 136/02 vom 4. Februar 2003 E.1.3 

und ARV 2001 Nr. 29 E.2a). Gemäss Bescheinigung vom 24. September 

2020 wäre mit dem Abbruch des Studiums der Verlust der Studiengebühr 

für das Semester von CHF 790.-- verbunden. Ausserdem lässt die Mass-

schneiderung des Studienprogramms bei einer objektiven Betrachtungs-

weise auf eine ernsthafte und dauerhafte Absolvierung des Studiums ne-

ben einer Teilerwerbstätigkeit schliessen, welche nicht leichthin wieder ab-

gebrochen würde. 

5. Der angefochtene Einspracheentscheid ist somit nicht zu beanstanden 

und die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten 

werden kann.

6. Gemäss aArt. 61 lit. a ATSG in der bis am 31. Dezember 2020 gültigen 

Fassung, welcher infolge von Art. 82a ATSG (Übergangsbestimmungen 

zur Änderung vom 21. Juni 2019) für das vorliegende Verfahren weiterhin 

anwendbar bleibt, ist auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzich-

ten. Dem obsiegenden Beschwerdegegner steht kein Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

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III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]