# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 62376094-a393-53b0-b768-1f601fd30799
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.04.2016 PC160016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PC160016_2016-04-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PC160016-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. M. Schaffitz und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. K. Montani Schmidt 

Urteil vom 21. April 2016 

in Sachen 

 

A._____,  
Klägerin und Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Beklagter und Beschwerdegegner 1  

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

sowie 

 

Kanton Zürich,  
Beschwerdegegner 2 

 

vertreten durch Bezirksgericht Dietikon, Einzelgericht im ordentlichen Verfahren 

 

betreffend Ehescheidung  
(Prozesskostenvorschuss, unentgeltliche Rechtspflege) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen  
Verfahren am Bezirksgericht Dietikon vom 11. März 2016 (FE150252-M) 

- 2 - 

 
 

__________________________________ 
 
 

Erwägungen: 

1.1 Am 7. Dezember 2015 reichte die Klägerin und Beschwerdeführerin 
(fortan Klägerin) bei der Vorinstanz die Scheidungsklage ein (Urk. 9/1-4/3-36). 

Gleichzeitig ersuchte sie um Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses in 

der Höhe von Fr. 8'000.–, eventualiter um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters (Urk. 1 S. 3). 

Mit Verfügung vom 16. Dezember 2015 setzte die Vorinstanz dem Beklagten und 

Beschwerdegegner 1 (fortan Beklagter) Frist zum Erstatten einer Stellungnahme 

zum Gesuch um Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses an (Urk. 5 S. 2). 

Innert einmal erstreckter Frist ging die entsprechende Stellungnahme mit dem An-

trag auf kostenfällige Abweisung des Begehrens um Zusprechung eines Kosten-

vorschusses sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ein. Sodann 

stellte der Beklagte verschiedene Editionsbegehren (Urk. 11 S. 2). In der Folge 

entschied die Vorinstanz mit Verfügung vom 11. März 2016 wie folgt (Urk. 14 

S. 4 f.): 

1. Auf die Scheidungsklage wird nicht eingetreten, soweit die Klägerin namens der voll-

jährigen Tochter C._____, geb. tt.mm.1993, Anträge stellt.  

2. Der Antrag der Klägerin betreffend Verpflichtung des Beklagten um Zahlung eines 

Prozesskostenvorschusses wird abgewiesen. 

3. Der Antrag der Klägerin betreffend Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wird abgewiesen. 

4. Der Klägerin wird eine nicht erstreckbare Frist von 20 Tagen ab Zustellung dieser 
Verfügung angesetzt, um für die Gerichtskosten bei der Bezirksgerichtskasse Diet-

ikon (85-403306-8) einen Kostenvorschuss von Fr. 4'500.-- zu leisten. 
Die Zahlung ist rechtzeitig erfolgt, wenn der Betrag spätestens am letzten Tag der Frist der Post zur 
Einzahlung zugunsten des Gerichts übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz 
belastet wird. 

Bei Säumnis innert einer noch anzusetzenden kurzen Nachfrist wird auf die 
Klage nicht eingetreten. 

- 3 - 

Sollte gegen Ziffer 2 bzw. Ziffer 3 hiervor Beschwerde erhoben werden, gilt diese 

Frist als einstweilen abgenommen.  

5. Das Verfahren wird nach Eingang des Kostenvorschusses durch Einholung eines 

ersten Schriftenwechsels fortgeführt, sofern die Parteien nicht innert 10 Tagen nach 
Zustellung dieser Verfügung schriftlich die Durchführung einer Einigungsverhandlung 

verlangen.  

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage eines Einzah-

lungsscheins und an die Bezirksgerichtskasse Dietikon. 

7. Eine Berufung gegen Ziffer 1 dieses Entscheids kann innert 30 Tagen von der Zustel-

lung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kan-

tons Zürich, Zivilkammer, Postfach 2401, 8021 Zürich, erklärt werden. In der Beru-

fungsschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden sind 

mit zweifachem Verzeichnis beizulegen. 

 Im Übrigen kann gegen diesen Entscheid innert 10 Tagen von der Zustellung an im 

Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zürich, 

Zivilkammer, Postfach 2401, 8021 Zürich, Beschwerde erklärt werden. In der Be-

schwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden 

sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen. 

1.2 Hiergegen erhob die Klägerin mit Schreiben vom 24. März 2016 (glei-
chentags zur Post gegeben, eingegangen am 29. März 2016) innert Frist Beru-

fung mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 1 f.):  

"1. Die Verfügung des Bezirksgerichts Dietikon sei aufzuheben und es sei der Beklagte 

zu verpflichten, der Klägerin einen Prozesskostenvorschuss von CHF 10'000 zu be-

zahlen, eventualiter sei ihr die unentgeltliche Prozessführung sowie die Bestellung 

von RA X._____ als unentgeltlicher Rechtsbeistand im Scheidungsverfahren zu ge-

währen.  

 2. Für dieses Berufungsverfahren sei der Berufungsklägerin die unentgeltliche Prozess-

führung zu gewähren und es sei ihr RA X._____ als unentgeltlicher Rechtsbeistand 

zu bestellen.  

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer zulasten des Be-

rufungsbeklagten, eventualiter zulasten der Staatskasse." 

2.1 Die Klägerin bezeichnet ihre Eingabe fälschlicherweise als Berufung. 
So hat sie vor Vorinstanz lediglich um Zusprechung eines Prozesskostenvor-

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schusses in der Höhe von Fr. 8'000.– ersucht (Urk. 1 S. 3). Für die Frage, wel-

ches Rechtsmittel in vermögensrechtlichen Angelegenheiten zulässig ist, ist auf 

den Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren abzustellen 

(Art. 308 Abs. 2 ZPO). Dies war vor Vorinstanz hinsichtlich der hier zur Diskussion 

stehenden Frage ein Prozesskostenvorschuss in der Höhe von weniger als 

Fr. 10'000.–. Damit aber ist diesbezüglich lediglich die Beschwerde zulässig. 

2.2 Gegen die Abweisung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege ist ohnehin lediglich die Beschwerde gemäss Art. 121 ZPO in 

Verbindung mit Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO gegeben. 

2.3 Entsprechend ist die vorinstanzliche Rechtsmittelbelehrung korrekt und 
die vorliegende Berufung ist als Beschwerde entgegenzunehmen.  

3.1 Die Vorinstanz wies das Gesuch um Zusprechung eines Kostenvor-
schusses sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab, da sie die 

Klägerin nicht als bedürftig ansah. Sie hielt fest, dass dem Gesuch und den damit 

eingereichten Unterlagen der Klägerin zu entnehmen sei, dass sie Ende 2014 

über liquides Vermögen in Höhe von Fr. 58'636.– sowie über eine Lebensversi-

cherung mit Steuer– respektive Rückkaufswert in Höhe von Fr. 43'996.– verfügt 

habe (Urk. 2 S. 3 mit Verweis auf Urk. 9/4/20). Angaben zur seitherigen Vermö-

gensentwicklung seien nicht gemacht worden, jedoch sei aufgrund des Mailver-

kehrs zwischen den Parteien davon auszugehen, dass zumindest die Lebensver-

sicherung auch heute noch bestehe und damit verpfändet oder zurückgekauft 

werden könnte. Weiter sei ihren Ausführungen zu entnehmen, dass die Klägerin 

Miteigentümerin der ehelichen Liegenschaft sei, deren Hypothekarbelastung wäh-

rend der Ehe um rund Fr. 100'000.– habe reduziert werden können. Mithin sei da-

von auszugehen, dass eine erneute Aufstockung der Hypothek um diesen Betrag 

zur Prozessfinanzierung möglich sein sollte, zumal bei dieser Überlegung der no-

torische Wertzuwachs von Liegenschaften in den letzten Jahren nicht einmal be-

rücksichtigt sei. Bei dieser Sachlage sei die Klägerin dementsprechend nicht als 

bedürftig anzusehen, weshalb ihr weder ein Prozesskostenvorschuss noch das 

Armenrecht zu bewilligen seien (Urk. 2 S. 3). 

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3.2 Die Klägerin rügt beschwerdeweise die Verletzung des Grundsatzes 
des rechtlichen Gehörs, namentlich der richterlichen Fragepflicht, indem sie aus-

führt, dass ihr keine Gelegenheit gegeben worden sei, Stellung zu nehmen, weil 

der Entscheid betreffend Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege noch vor 

der Einigungsverhandlung ergangen sei. Da die Vorinstanz sofort entschieden 

habe, ohne eine Einigungsverhandlung durchzuführen, anlässlich welcher praxis-

gemäss das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege noch wei-

ter begründet werden könne, habe die Vorinstanz der Klägerin die Möglichkeit be-

schnitten, weitere Unterlagen einzureichen und Fragen zu beantworten. Dies ge-

he nicht an. So habe die Vorinstanz gemäss Art. 5 EMRK auch über die Frage der 

unentgeltlichen Rechtspflege eine öffentliche Verhandlung durchzuführen. So-

dann ist sie der Ansicht, dass in Bezug auf das Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege die Offizialmaxime gelte, weshalb im Rechtsmittelver-

fahren neue Unterlagen eingereicht werden könnten. Zu ihren finanziellen Ver-

hältnissen führt sie zudem Folgendes aus: Seit dem 3. März 2016 erhalte sie kei-

ne Krankentaggeldleistungen mehr und habe mittlerweile einen Antrag auf Zu-

sprechung einer Invalidenrente gestellt. Dieses Gesuch sei noch hängig. Damit 

erhalte sie derzeit lediglich den Unterhalt für sich und die beiden Kinder C._____ 

und D._____ in der gesamten Höhe von Fr. 6'300.–, wobei der Beklagte hiervon 

immer wieder eigenmächtig Abzüge von Fr. 300.– bis Fr. 400.– tätige. Sodann 

habe sich ihr Bedarf zwischenzeitlich erhöht, so dass von einem Notbedarf von ihr 

und den beiden Kindern von Fr. 9'400.– pro Monat auszugehen sei. In Bezug auf 

ihr Vermögen führt die Klägerin aus, dass die Feststellung der Vorinstanz, wo-

nach sie über freie Mittel verfüge, nicht zutreffe. Die aktuellen Bankguthaben wür-

den sich auf wenige Hundert Franken belaufen und die Lebensversicherung kön-

ne nicht belehnt werden, da diese keinen Rückkaufswert aufweise. Weiter habe 

die Klägerin ein Grundstück in Graubünden zur Verfügung, wobei aus dem Beleg 

"öffentliche Urkunde/Erbvertrag/Abtretungsvertrag auf [recte:] Rechnung an künf-

tiger Erbschaft" (Urk. 9/4/35) hervorgehe, dass nur ein Teil dieses Grundstücks 

auf die Klägerin übergegangen sei. Zudem sei das Grundstück mit einer lebens-

langen Nutzniessung zugunsten ihrer Eltern belastet, weshalb notorisch sei, dass 

hierauf keine Hypothek aufgenommen werden könne. Weiter sei sie Miteigentü-

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merin der ehelichen Liegenschaft. Auch diese sei aber vollends mit Hypotheken 

belastet und der zuständige Kundenberater habe es bereits abgelehnt, auch nur 

Gespräche über eine mögliche Erhöhung einer Hypothek zu führen, da die Kläge-

rin über kein Einkommen verfüge. Eine schriftliche Bestätigung habe der Kunden-

berater nicht erstattet, da der Beklagte offenbar der Bank verboten habe, in ir-

gendeiner Form mit der Klägerin zu kommunizieren. Sollte dies bezweifelt wer-

den, werde das Gericht ersucht, bei der Hypothekarbank eine entsprechende An-

frage zu stellen (Urk. 1 S. 2 ff.). 

4.1 Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Die Beschwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an 

welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststel-

lung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. 

Was nicht beanstandet wird, braucht grundsätzlich nicht geprüft zu werden. Wer-

den keine, unzulässige oder ungenügende Rügen erhoben, stellt dies einen nicht 

behebbaren Mangel dar (vgl. Art. 132 ZPO), d.h. ist nicht eine Nachfrist zur er-

gänzenden Begründung anzusetzen, sondern ist die Beschwerde abzuweisen 

bzw. ist darauf nicht einzutreten. Sodann sind neue Anträge, neue Tatsachenbe-

hauptungen und neue Beweismittel im Beschwerdeverfahren grundsätzlich aus-

geschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Dies wird mit dem Charakter der Beschwerde 

begründet, die sich als ausserordentliches Rechtsmittel auf die Rechtskontrolle 

beschränkt und nicht das erstinstanzliche Verfahren fortsetzen soll. Das Noven-

verbot ist umfassend und gilt sowohl für echte wie auch für unechte Noven (Frei-

burghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur 

Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, 

Art. 326 N 3 f.). 

4.2 Die Klägerin erhöht ihren Antrag auf Zusprechung eines Prozesskos-
tenvorschusses im Beschwerdeverfahren von Fr. 8'000.– auf Fr. 10'000.–. Auf die 

diesbezügliche Beschwerde ist im Fr. 8'000.– übersteigenden Umfang nicht ein-

zutreten, da aufgrund des umfassenden Novenverbots im Beschwerdeverfahren 

für eine Klageänderung von vornherein kein Raum bleibt (Leuenberger in: Sutter-

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Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 

2016, Art. 227 N 30). Dementsprechend ist die vorliegende Klageänderung von 

Fr. 8'000.– auf Fr. 10'000.– nicht zulässig und somit unbeachtlich. Ohnehin fehlte 

es an einer Begründung für die getätigte Klageänderung. 

4.3 Des Weiteren sind nach dem Gesagten die erstmals im Beschwerde-
verfahren eingereichten Unterlagen (Schreiben der E._____ AG vom 26. Novem-

ber 2015 [Urk. 4/1] sowie vom 1. März 2016 [Urk. 4/2]) neu und damit unzulässig 

und unbeachtlich. Daran ändert auch nichts, dass im Verfahren betreffend unent-

geltliche Rechtspflege die (durch die umfassende Mitwirkungspflicht beschränkte) 

Untersuchungsmaxime (nicht wie von der Klägerin fälschlicherweise ausgeführt 

die Offizialmaxime) zur Anwendung gelangt, da das umfassende Novenverbot 

auch in Verfahren mit (beschränkter) Untersuchungsmaxime gilt (BGer 

5A_405/2011 vom 27. September 2011 [teilweise publiziert in: BGE 137 III 470]; 

Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., Art. 326 N 4, Emmel, a.a.O., Art. 119 N 13). Dem-

entsprechend trifft es gerade nicht zu, dass der Klägerin im Beschwerdeverfahren 

die Möglichkeit offensteht, das vor Vorinstanz Versäumte nachzuholen und unbe-

schränkt Noven vorzubringen. 

4.4 Schliesslich reichte die Klägerin nach Ablauf der Beschwerdefrist (Da-
tum Fristablauf: 24. März 2016) mit Schreiben vom 29. März 2016 (gleichentags 

zur Post gegeben) weitere Unterlagen ein (Urk. 5-7/1-7). Diese sind in zweierlei 

Hinsicht verspätet: Einerseits sind sie nach Ablauf der gesetzlichen und damit 

nicht erstreckbaren Beschwerdefrist gemäss Art. 314 Abs. 1 ZPO in Verbindung 

mit Art. 144 Abs. 1 ZPO und andererseits erstmals im Beschwerdeverfahren ein-

gereicht worden. Dementsprechend sind sie unzulässig und unbeachtlich.  

4.5 Ebenso sind die über die vor Vorinstanz hinausgehenden Tatsachen-
behauptungen, wonach die Klägerin seit dem 3. März 2016 keine Krankentag-

geldversicherungsleistungen mehr erhält, sich der Bedarf der Klägerin mit den 

Kindern nun auf Fr. 9'400.– erhöht hat, die Möglichkeit zur Erhöhung der Hypo-

thek auf die eheliche Liegenschaft fehle und die Lebensversicherung unverkäuf-

lich sei, im Beschwerdeverfahren neu und damit unzulässig und unbeachtlich. So 

hatte die Klägerin vor Vorinstanz ihren Bedarf noch mit Fr. 8'985.– beziffert (Urk. 1 

- 8 - 

S. 9) und hat sich in Bezug auf ihre Vermögensverhältnisse – insbesondere aus 

welchen Gründen sie nicht in der Lage sein sollte, die Kosten für die Finanzierung 

des Prozesses durch Erhöhung der auf der ehelichen Liegenschaft lastenden Hy-

pothek oder durch Liquidation der Lebensversicherung aufbringen zu können – 

nicht geäussert (vgl. Urk. 1 S. 14 ff.). Entsprechend ist auf diese Ausführungen 

nicht weiter einzugehen; ebenso wenig ist es Sache des Gerichts, bei der Hypo-

thekarbank entsprechende Abklärungen zu tätigen, zumal es der gesuchstellen-

den Partei obliegt, zur Darlegung ihrer Bedürftigkeit ihre Einkommens- und Ver-

mögensverhältnisse umfassend offenzulegen und möglichst zu belegen. Indes 

stellt sich die Frage, ob die Vorinstanz verpflichtet gewesen wäre, der Klägerin bei 

zu wenig aufschlussreichen Ausführungen oder unzureichender Dokumentation in 

Nachachtung der richterlichen Fragepflicht Frist zur Mitwirkung und Nachreichung 

entsprechender Unterlagen anzusetzen bzw. sie zur mündlichen Befragung vor-

zuladen, wie dies von ihr geltend gemacht wird. 

4.6.1 Wie erwähnt, gilt im Verfahren betreffend die unentgeltliche Rechts-
pflege ein durch die umfassende Mitwirkungsobliegenheit eingeschränkter Unter-

suchungsgrundsatz. Der Gesuchsteller hat zur Erfüllung seiner Mitwirkungsoblie-

genheit zunächst seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse darzulegen 

und zu belegen. Die mit dem Gesuch befasste Behörde hat danach weder den 

Sachverhalt von sich aus nach jeder Richtung hin abzuklären, noch unbesehen 

alles, was behauptet wird, von Amtes wegen zu überprüfen. Sie muss den Sach-

verhalt nur dort (weiter) abklären, wo noch Unsicherheiten und Unklarheiten be-

stehen, sei es, dass sie von einer Partei auf solche hingewiesen wird, sei es, dass 

sie sie selbst feststellt. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum ver-

fassungsmässigen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege hat das Gericht al-

lenfalls unbeholfene Personen auf die Angaben hinzuweisen, die es zur Beurtei-

lung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege benötigt. Wer durch einen 

Rechtsanwalt vertreten wird, kann nicht als unbeholfen gelten. Entsprechend hat 

das Gericht gemäss Art. 97 ZPO nur die nicht anwaltlich vertretene Partei über 

die unentgeltliche Rechtspflege aufzuklären. Die Gerichte laden daher insbeson-

dere nicht anwaltlich vertretene Gesuchsteller ein, unvollständige Angaben und 

Belege zu ergänzen. Von der Ausübung der richterlichen Fragepflicht kann abge-

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sehen werden, wenn einem Gesuchsteller aus einem früheren Verfahren bekannt 

ist, dass er seine finanziellen Verhältnisse umfassend offen- und belegen muss, 

und er dies später unterlässt. Dies entspricht dem Grundsatz, dass die richterliche 

Fragepflicht weder die zumutbare Mitwirkung der Parteien bei der Feststellung 

des Sachverhalts ersetzen noch prozessuale Nachlässigkeiten ausgleichen soll 

(BGer 4A_114/2013 vom 20. Juni 2013 E. 4.3 m.w.H.). Das Gesuch kann man-

gels ausreichender Substantiierung oder mangels Bedürftigkeitsnachweises ab-

gewiesen werden, wenn der Gesuchsteller seinen Obliegenheiten nicht (genü-

gend) nachkommt (BGer 4A_641/2015 vom 22. Januar 2016 E. 3.1 m.w.H.). 

4.6.2 Die anwaltlich vertretene Klägerin unterliess es vor Vorinstanz, ihr 
Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege vom 3. Dezember 2015 

ausführlich zu begründen. Sie führte lediglich aus, dass ihr jetziger Unterhalt es 

ihr ermögliche, ihren Notbedarf zu decken, nicht aber, um noch Gerichts- und 

Anwaltskosten zu bezahlen. Sie verfüge unter Berücksichtigung ihrer Lebenshal-

tungskosten nicht über genügend Mittel, um für die Kosten des vorliegenden Pro-

zesses aufzukommen und ihren Rechtsbeistand zu vergüten. Auch verfüge sie 

über kein Vermögen (Urk. 1 S. 17 Rz. 75). Darüber hinaus unterliess sie es darzu-

legen, inwiefern es ihr – trotz der von ihr geltend gemachten Reduktion der Hypo-

thek auf der ehelichen Liegenschaft von rund Fr. 100'000.– seit dem Kauf dersel-

ben (vgl. Urk. 1 S. 15 Rz. 62) und der von ihr eingereichten Steuererklärung be-

treffend das Jahr 2014 mit Angaben über vorhandenes Vermögen und der Le-

bensversicherung (Urk. 9/4/20) – nicht möglich sein sollte, die anfallenden Pro-

zesskosten aus diesem Vermögen zu begleichen. Wie ausgeführt, kann von der 

Ausübung der richterlichen Fragepflicht abgesehen werden, wenn einem Gesuch-

steller aus einem früheren Verfahren bekannt ist, dass er seine finanziellen Ver-

hältnisse umfassend offen- und belegen muss und er dies später unterlässt. Vor-

liegend musste dem Rechtsvertreter der Klägerin aufgrund seiner Tätigkeit als im 

Familienrecht prozessierender Rechtsanwalt bewusst gewesen sein, dass er die 

aktuellen finanziellen Verhältnisse bzw. geltend gemachte Mittellosigkeit der Klä-

gerin hätte begründen und belegen müssen. Die Vorinstanz war somit nicht ver-

pflichtet, hierzu die richterliche Fragepflicht auszuüben, und hat die Vorausset-

zung der Mittellosigkeit zu Recht verneint und sowohl das Gesuch um Zuspre-

- 10 - 

chung eines Prozesskostenvorschusses als auch dasjenige um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen.  

4.7 Sodann kann der Vorinstanz – entgegen den Ausführungen der Kläge-
rin – auch nicht vorgehalten werden, den Sachverhalt in Bezug auf die Liegen-

schaft im Kanton Graubünden offensichtlich falsch festgestellt zu haben, indem ihr 

hieraus liquidierbares Vermögen angerechnet worden wäre (Urk. 1 S. 2); zur 

diesbezüglichen Vermögenssituation hat sich die Vorinstanz nicht geäussert 

(Urk. 2 S. 3). Die Vorinstanz beschränkte sich denn ausschliesslich darauf festzu-

stellen, dass die Klägerin im Jahre 2014 über liquides Vermögen und eine Le-

bensversicherung verfügt habe und Miteigentümerin der ehelichen Liegenschaft 

sei, deren Hypothekarbelastung sich während der Ehe um rund Fr. 100'000.– re-

duziert habe (Urk. 2 S. 3). Damit aber hat sich die Vorinstanz lediglich auf die von 

der Klägerin selber getätigten Angaben und eingereichten Belege gestützt (Urk. 1 

S. 14 f.; Urk. 9/4/20). Entsprechend liegt keine offensichtlich unrichtige Sachver-

haltsfeststellung vor.  

4.8 Das soeben Ausgeführte gilt umso mehr für die Beschwerde betreffend 
Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses in der Höhe von Fr. 8'000.–, da 

diesbezüglich lediglich die Dispositionsmaxime zur Anwendung gelangt. Sodann 

begründete die Klägerin ihre Beschwerde ausnahmslos mit dem Umstand, dass 

ihr im Verfahren betreffend unentgeltliche Rechtspflege das rechtliche Gehör da-

hingehend nicht gewährt worden sei, als die Vorinstanz die diesbezügliche richter-

liche Fragepflicht nicht ausgeübt habe. Zur Frage, inwiefern die Vorinstanz den 

Sachverhalt in Bezug auf die Mittellosigkeit im Sinne der Voraussetzung zur Zu-

sprechung eines Prozesskostenvorschusses unrichtig festgestellt haben soll, 

kann auf die vorangehenden, auch diesbezüglich zutreffenden Erwägungen ver-

wiesen werden. 

4.9 Damit erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unzulässig bzw. 
unbegründet, weshalb auf das Einholen einer Beschwerdeantwort der Gegenpar-

tei verzichtet werden kann (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde ist abzuwei-

sen, soweit darauf einzutreten ist. 

- 11 - 

5.1 Im Verfahren betreffend unentgeltliche Rechtspflege werden grund-
sätzlich keine Kosten erhoben (Art. 119 Abs. 6 ZPO). Nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung gilt dies allerdings nur für das Gesuchsverfahren, nicht jedoch für 

ein gegen den abschlägigen Gesuchsentscheid gerichtetes Beschwerdeverfahren 

(BGE 137 III 470). Demgemäss sind für das vorliegende Beschwerdeverfahren 

Gerichtskosten festzusetzen. Diese sind in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 

GebV OG in Verbindung mit § 4 Abs. 1 und 2 GebV OG und § 8 Abs. 1 GebV OG 

auf Fr. 1'200.– festzusetzen. 

5.2 Die Klägerin unterliegt sowohl betreffend Zusprechung eines Prozess-
kostenvorschusses als auch betreffend unentgeltlicher Rechtspflege, weshalb ihr 

die vollen Kosten des Verfahrens aufzuerlegen sind (Art. 106 Abs.1 ZPO). 

5.3 Die Klägerin hat für das Beschwerdeverfahren ein Gesuch um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege gestellt (Urk. 1 S. 2). Dieses ist jedoch zu-

folge Aussichtslosigkeit der Beschwerde (vgl. vorstehende Erwägungen) abzu-

weisen (Art. 117 lit. b ZPO). 

5.4 Dem Beklagten ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerdeverfah-
ren keine Parteientschädigung zuzusprechend (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO).  

Es wird erkannt: 

1. Das Gesuch der Klägerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

für das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.  

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt. 

4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin aufer-

legt. 

- 12 - 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage je ei-

nes Doppels von Urk. 1, Urk. 3, Urk. 4/1-2 und Urk. 5-7/1-7, je gegen Emp-

fangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  

Es handelt sich in der Hauptsache um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 21. April 2016 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Montani Schmidt 

 
 
versandt am: 
rl 

	Urteil vom 21. April 2016
	Erwägungen:
	1. Auf die Scheidungsklage wird nicht eingetreten, soweit die Klägerin namens der volljährigen Tochter C._____, geb. tt.mm.1993, Anträge stellt.
	2. Der Antrag der Klägerin betreffend Verpflichtung des Beklagten um Zahlung eines Prozesskostenvorschusses wird abgewiesen.
	3. Der Antrag der Klägerin betreffend Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wird abgewiesen.
	4. Der Klägerin wird eine nicht erstreckbare Frist von 20 Tagen ab Zustellung dieser Verfügung angesetzt, um für die Gerichtskosten bei der Bezirksgerichtskasse Dietikon (85-403306-8) einen Kostenvorschuss von Fr. 4'500.-- zu leisten. Die Zahlung ist ...
	Bei Säumnis innert einer noch anzusetzenden kurzen Nachfrist wird auf die Klage nicht eingetreten.
	Sollte gegen Ziffer 2 bzw. Ziffer 3 hiervor Beschwerde erhoben werden, gilt diese Frist als einstweilen abgenommen.
	5. Das Verfahren wird nach Eingang des Kostenvorschusses durch Einholung eines ersten Schriftenwechsels fortgeführt, sofern die Parteien nicht innert 10 Tagen nach Zustellung dieser Verfügung schriftlich die Durchführung einer Einigungsverhandlung ver...
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage eines Einzahlungsscheins und an die Bezirksgerichtskasse Dietikon.
	7. Eine Berufung gegen Ziffer 1 dieses Entscheids kann innert 30 Tagen von der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammer, Postfach 2401, 8021 Zürich, erklärt werden. In der Berufungssc...
	3.1 Die Vorinstanz wies das Gesuch um Zusprechung eines Kostenvorschusses sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab, da sie die Klägerin nicht als bedürftig ansah. Sie hielt fest, dass dem Gesuch und den damit eingereichten Unterlagen der...
	3.2 Die Klägerin rügt beschwerdeweise die Verletzung des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs, namentlich der richterlichen Fragepflicht, indem sie ausführt, dass ihr keine Gelegenheit gegeben worden sei, Stellung zu nehmen, weil der Entscheid betreffen...
	4.4 Schliesslich reichte die Klägerin nach Ablauf der Beschwerdefrist (Datum Fristablauf: 24. März 2016) mit Schreiben vom 29. März 2016 (gleichentags zur Post gegeben) weitere Unterlagen ein (Urk. 5-7/1-7). Diese sind in zweierlei Hinsicht verspätet:...
	4.5 Ebenso sind die über die vor Vorinstanz hinausgehenden Tatsachenbehauptungen, wonach die Klägerin seit dem 3. März 2016 keine Krankentaggeldversicherungsleistungen mehr erhält, sich der Bedarf der Klägerin mit den Kindern nun auf Fr. 9'400.– erhöh...

	Es wird erkannt:
	1. Das Gesuch der Klägerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.
	2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt.
	4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin auferlegt.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage je eines Doppels von Urk. 1, Urk. 3, Urk. 4/1-2 und Urk. 5-7/1-7, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...