# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ed557ccf-43b2-50be-b96b-e44a007c037c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.09.2017 UV 2015/69
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-69_2017-09-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/69

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 06.09.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 06.09.2017
Art. 16 ATSG. Bestimmung des Invalideneinkommens.Für die Festsetzung 
des Invalideneinkommens ist mangels zumutbarer Ausschöpfung der 
verbleibenden Arbeitsfähigkeit nicht auf die aktuelle beruflich-erwerbliche 
Situation des Versicherten abzustellen. Nachdem aufgrund der knappen und 
unpräzisen Tätigkeitsbeschriebe in den verwendeten DAP-Profilen auch 
nicht auf diese Zahlen abgestellt werden kann, finden die Tabellenlöhne der 
LSE Anwendung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 6. September 2017, UV 2015/69).Aufgehoben durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_743/2017.

Entscheid vom 6. September 2017

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichter Ralph Jöhl, Versicherungsrichterin 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Jakob        

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/69        

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana,

Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen, 

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Invalidenrente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerdeführer), war seit dem 20. April 

2008 bei der B.___ (nachfolgend Arbeitgeberin), als Koch tätig und dadurch bei der 

Suva unfallversichert, als er sich am 18. Oktober 2010 beim Anheben und Hantieren 

eines mit Eis gefüllten Kübels am linken Oberarm und an der Schulter verletzte (UV-act. 

1, 7, 11, 14). Die Erstbehandlung fand durch Dr. med. C.___, Facharzt für Innere 

Medizin FMH, statt, welcher den Versicherten gleichentags an die Zentrale 

Notfallabteilung des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend KSSG) überwies (UV-act. 

17). Im Arztbericht vom 20. Oktober 2010 diagnostizierten die Spitalärzte Dr. med. 

D.___ und Dr. med. E.___ eine nicht dislozierte Tuberculum majus Fraktur links (DD: 

alte Fraktur) und den Verdacht auf eine Supraspinatussehnenläsion links (UV-act. 7, 10, 

11).

A.b  Am 27. Oktober 2010 erfolgte die Unfallmeldung an die Suva (UV-act. 1). Im 

Arztzeugnis vom 8. November 2010 erhob Dr. C.___ als Befund eine schmerzbedingt 

praktisch vollständig aufgehobene Beweglichkeit in der Schulter (DD über Acromion) 

und diagnostizierte eine Abrissfraktur des Tuberculum majus links (UV-act. 12). Im 

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Arztbericht vom 25. November 2010 diagnostizierten Dr. med. F.___, Oberarzt mbF, 

und Dr. med. G.___, Leitender Arzt, Klinik für Orthopädische Chirurgie, KSSG, 

basierend auf einer Arthro-MRI Untersuchung eine Tendinitis der langen Bicepssehne 

mit Pulleyläsion und eine Partialruptur der Subscapularissehne (UV-act. 15). Mit 

Schreiben vom 14. Januar 2011 sprach die Suva dem Versicherten für die Folgen des 

Berufsunfalls vom 18. Oktober 2010 Versicherungsleistungen (Taggelder, 

Heilbehandlung) zu (UV-act. 18 ff.).

A.c  Im Februar 2011 nahm der Versicherte seine bisherige Arbeit zu 50% wieder auf, 

wobei er bei schweren Arbeiten auf die Unterstützung von Arbeitskollegen angewiesen 

war (UV-act. 33). Der Arbeitsversuch scheiterte im März wegen zunehmender 

Schmerzen und der Unmöglichkeit, den linken Arm bei der Arbeit als Koch adäquat 

gebrauchen zu können (UV-act. 46). Die Arbeitgeberin kündigte dem Versicherten 

daraufhin per 30. Juni 2011 (UV-act. 47, 61, 62).

A.d  Im Arztbericht vom 9. Mai 2011 diagnostizierte Dr. med. H.___, Facharzt für 

Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, beim Versicherten u.a. eine 

rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelschwergradige bis schwergradige 

depressive Episode. Aus psychiatrischer Sicht ging er von einer 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit aus (UV-act. 45). Im Arztbericht vom 8. Juni 2011 diagnostizierten 

Dr. med. Z.___, Dr. F.___ und Dr. G.___, Klinik für Orthopädische Chirurgie, KSSG, eine 

Partialruptur der Supraspinatussehne sowie eine Bizepstendinitis mit Pulleyläsion an 

der linken Schulter (UV-act. 52). Am 27. Juni 2011 wurde beim Versicherten im KSSG 

eine arthroskopische Rotatorenmanschettennaht, eine Arthroskopie sowie eine 

subacromiale Dekompression der linken Schulter durchgeführt (UV-act. 65, 67). In 

Arztberichten vom 25. Oktober und 30. November 2011 erklärte Dr. med. I.___, 

Fachärztin für Innere Medizin FMH, dass der Versicherte trotz regelmässigem 

Analgetika-Konsum immer noch Schmerzen insbesondere bei Belastungen habe. 

Zudem leide er auch an einer Depression (UV-act. 85, 95). Im Arztbericht vom 8. 

Dezember 2011 diagnostizierte Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Orthopädie J.___, 

Restbeschwerden (DD: Reruptur) bei Status nach arthroskopischer 

Rotatorenmanschettenrekonstruktion links 06/11 und schätzte die aktuelle 

Arbeitsfähigkeit auf 0% (UV-act. 99).

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A.e  Am 15. Dezember 2011 wurde der Versicherte von Kreisarzt Dr. med. K.___, 

Facharzt für Chirurgie FHM, untersucht. Es bestehe objektiv noch eine 

Bewegungseinschränkung der linken Schulter, vor allem bei Abduktion, weniger bei 

Anteversion und eine mässige Tendinopathie der Subraspinatussehne und begleitende 

Bursitis subacromialis/subdeltoidea linksseitig. Er empfahl die Weiterführung der 

Physiotherapie. Für eine leichte bis höchstens mittelschwere körperliche Tätigkeit mit 

gesamthaft reduziertem Armeinsatz links ohne Notwendigkeit des Hebens und Tragens 

von Gewichten über Hüfthöhe, ausnahmsweise auch bis Brusthöhe, linksseitig und 

ohne Notwendigkeit von Über-Kopf-Arbeiten bestehe ab dem 19. Dezember 2011 eine 

50% und ab Januar 2012 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt (UV-act. 103).

A.f  Mit Schreiben vom 27. Dezember 2011 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

ab dem 19. Dezember 2012 (gemeint wohl: 2011) das Taggeld zu 50% ausgerichtet 

werde. Ab dem 1. Januar 2012 entfalle dann das Taggeld (UV-act. 104). Am 7. März 

2012 verlangte der Versicherte telefonisch eine anfechtbare Verfügung (UV-act. 110) 

und am 9. März 2012 eine Bestätigung für die Arbeitslosenkasse, dass er seit dem 1. 

Januar 2012 keine Taggelder mehr erhalte (UV-act. 111). Am 22. März 2012 verlangte 

er die anfechtbare Verfügung auch noch schriftlich (UV-act. 113).

A.g  Vom 21. Februar bis 23. März 2012 war der Versicherte in der Klinik L.___ 

hospitalisiert. Diagnostiziert wurde u.a. eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), und ein Status nach 

Schulteroperation links 2011, bei Zustand nach Unfall (UV-act. 173-14).

A.h  Mit Verfügung vom 4. April 2012 stellte die Suva die Taggeldleistungen per 2. 

Januar 2012 ein, da der Versicherte ab dem 1. Januar 2012 für eine leichte bis 

höchstens mittelschwere Tätigkeit mit gesamthaft reduziertem Armeinsatz links ohne 

Notwendigkeit des Hebens oder Tragens von Gewichten über Hüfthöhe linksseitig 

sowie Über-Kopf-Arbeiten zu 100% arbeitsfähig sei (UV-act. 115).

A.i   Am 15. Oktober 2012 begann ein auf drei Monate angesetzter, durch die IV-Stelle 

St. Gallen (nachfolgend IV-Stelle) organisierter Arbeitsversuch als Koch (UV-act. 128, 

136). Mit Arztbericht vom 5. November 2012 berichteten Dr. med. M.___ und Dr. med. 

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N.___, Klinik für Orthopädische Chirurgie, KSSG, über die Nachkontrolle des 

Versicherten am 30. Oktober 2012. Die Ärzte empfahlen die Durchführung einer 

nochmaligen Schulterarthroskopie für eine Bizepssehnen-Tenotomie, Reacromioplastik 

und gegebenenfalls Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion (UV-act. 127, vgl. auch UV-

act. 135). Am 17. Dezember 2012 wurde beim Versicherten im KSSG eine Schulter-

Arthroskopie links mit Bizepstenotomie und subacromialer Dekompression links 

durchgeführt (UV-act. 139 f.). Die Orthopädieärzte des KSSG attestierten dem 

Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 12. März 2013 (UV-act. 142, 144, 

145).

A.j   Im August 2013 trat der Versicherte eine aus eigner Initiative gefundene Stelle als 

Koch in einem Alterswohn- und Pflegeheim mit einem 60%-Pensum verteilt auf drei 

Arbeitstage an (UV-act. 173-25, 32, 47, UV-act. 191).

A.k  Im Konsiliarbericht vom 21. Januar 2014 stellte Dr. med. O.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, die Diagnosen anhaltende, in diesem Sinne 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: F33.1), 

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 

F45.1) und chronisches Schmerzsyndrom (UV-act. 173-22).

A.l   Im Arztbericht vom 10. März 2014 bestätigte Dr. med. P.___, Facharzt für 

Radiologie FMH, Klinik Q.___, basierend auf einer Arthro-MRI Untersuchung der 

rechten Schulter, eine Rotatorenmanschettenruptur mit Ansatzriss des ventralen 

Drittels der Supraspinatussehne, zusätzlich im mittleren Sehnendrittel, in Faserrichtung, 

längs verlaufender weiterer Einriss und keine assoziierte Atrophie des Musculus 

supraspinatus sowie eine leichte AC-Gelenksarthrose und ein Typ I Acromion (UV-act. 

173-23).

A.m Am 22. April 2014 wurde der Versicherte im Auftrag der IV-Stelle von der 

Medizinischen Abklärungsstelle, St. Gallen (nachfolgend Medas Ostschweiz), 

begutachtet. Das Gutachten von Dr. med. R.___, Fachärztin für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, und med. prakt. S.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 5. Juni 2014 wurde der Suva auf ihre 

Anfrage hin am 29. Mai 2015 zugestellt (UV-act. 173). Im psychiatrischen Teilgutachten 

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diagnostizierte med. prakt. S.___ eine rezidivierende depressive Störung, welche 

aktuell remittiert sei (ICD-10: F33.4), sowie akzentuierte leistungsorientierte 

Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1). Er empfahl eine ambulante psychiatrische oder 

psychologische Behandlung und die Abgabe von Medikamenten, um eine erneute 

depressive Episode zu verhindern. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit 

nicht eingeschränkt, weshalb der Versicherte seine aktuelle Tätigkeit als Koch (60%-

Pensum) auch in Vollzeit ausüben könnte (UV-act. 173-38 ff.). In orthopädischer 

Hinsicht diagnostizierte Dr. R.___ mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit insbesondere 

ein Impingementsyndrom Schultergelenk rechts bei Supraspinatussehnenruptur im 

ventralen Ansatz und mittleren Sehnendrittel und eine leichtgradige AC-Gelenkarthrose 

rechts (UV-act. 173-42). Hinsichtlich der angestammten Tätigkeit als Koch sei der 

Versicherte durch den ständigen Armeinsatz rechts und links handicapiert. Er könne 

schwere Töpfe und Pfannen nicht über Hüfthöhe heben und aktuell keine Tätigkeiten 

über Kopf dauerhaft durchführen. Die geklagten Beschwerden seien somatisch 

erklärbar. Es liege keine Schmerzausweitung vor (UV-act. 173-45). In der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit sei der Versicherte aus rein orthopädischer Sicht seit 18. Oktober 

2010 zu 0%, in einer adaptierten Tätigkeit ab 26. April 2013 zu 100% arbeitsfähig (UV-

act. 173-47). In Frage käme eine leichte bis mittelschwere Arbeit ohne ständigen 

Armeinsatz beidseits, ohne Überkopfarbeiten rechts bzw. ohne ständiges schweres 

Heben und Tragen von Lasten über 10 kg (UV-act. 173-47).

A.n  Mit Schreiben vom 3. Juli 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten die Ablehnung 

des Leistungsbegehrens um berufliche Massnahmen mit (UV-act. 182). Mit Verfügung 

vom 31. Juli 2015 lehnte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Rente der 

Invalidenversicherung ab. Begründet wurde dies damit, dass der Versicherte in der 

aktuellen Tätigkeit als Koch mit dem 60%-Pensum seine Restarbeitsfähigkeit nicht voll 

ausschöpfe, denn es bestehe in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit 

eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Gemäss dem anwendbaren Tabellenlohn (LSE) für 

Hilfsarbeiter könnte er Fr. 61'776.- pro Jahr verdienen. Da die Erwerbseinbusse Fr. 

5'574.- bzw. 8% betrage und damit der Invaliditätsgrad unter 40% liege, bestehe kein 

Rentenanspruch (UV-act. 187).

A.o  Am 25. August 2015 wurde der Versicherte kreisärztlich untersucht. Im 

Untersuchungsbericht erklärte Kreisarzt Dr. med. T.___: "Die Unfallfolgen an der linken 

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Schulter erreichen die Erheblichkeitsgrenze zur Ausrichtung einer 

Integritätsentschädigung knapp, unter Berücksichtigung, dass wiederholt 

Umwendbewegungen und Über-Kopf-Tätigkeiten, vor allem belastende Bewegungen 

Beschwerden verursachen. Entsprechend ist für die medizinische Zumutbarkeit für die 

Tätigkeit als Koch und auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt in Betracht zu ziehen, dass 

der Patient eingeschränkt ist für die genannten wiederholten Über-Kopf-Tätigkeiten, 

welche gewichtsabhängig auch mal für leichte selten möglich sind. Mit dem linken Arm 

sollten auch wiederholt belastende Umwendbewegungen des Vorderarms als auch das 

Heben und Tragen für über ca. 8 kg - 10 kg auf manchmal eingeschränkt bleiben. In 

einer adaptierten Tätigkeit ist der Patient vollschichtig einsatzfähig." (UV-act. 189).

A.p  Mit Verfügung vom 6. Oktober 2015 verneinte die Suva den Anspruch des 

Versicherten auf eine Invalidenrente, da keine seitens der Unfallversicherung 

massgebliche Erwerbsunfähigkeit bestehe, und sprach dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 6'300.- aufgrund einer Integritätseinbusse von 5% zu 

(UV-act. 198). Beim Validenlohn ging die Suva vom letzten Verdienst von Fr. 70'282.- 

aus. Den Invalidenlohn von Fr. 65'827.- bestimmte die Suva anhand von fünf 

ausgewählten Arbeitsplatzprofilen (DAP-Profile) aus insgesamt 633 relevanten 

Arbeitsplatzprofilen (UV-act. 196).

B.   

Die gegen die Verfügung vom 6. Oktober 2015 erhobene Einsprache vom 14. Oktober 

2015 (UV-act. 199) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2015 ab 

(act. G 1.3).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid erhob der Versicherte vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, St. Gallen, am 9. November 2015 

Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren (act. G 1): Die Verfügung vom 6. Oktober 

2015 sei aufzuheben. Es sei eine Rente zu sprechen. Unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Vorinstanz. Zur Begründung wurde insbesondere 

ausgeführt, dass sich der Beschwerdeführer selbst wieder eingegliedert habe. Er 

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arbeite in einer leidensangepassten Tätigkeit als Koch in einem Alterswohn- und 

Pflegeheim mit einem Pensum von 60%. Gerügt wurde insbesondere, dass die 

Beschwerdegegnerin bei der Rentenprüfung auf das Einkommen von fünf DAP-Profilen 

abgestellt habe. Hinzu komme, dass drei der Tätigkeiten für den Beschwerdeführer 

ungeeignet seien und der Durchschnittslohn der fünf ausgewählten DAP-Profile rund 

8% über dem Durchschnittslohn der 633 relevanten DAP-Profile liege.

C.b In der Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 2015 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 9. November 2015 - soweit 

darauf einzutreten sei - und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 27. 

Oktober 2015 (act. G 3). Zur Begründung wurde in formell-rechtlicher Hinsicht 

angeführt, dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde vom 9. November 2015 die 

Verfügung vom 6. Oktober 2015 und nicht den Einspracheentscheid vom 27. Oktober 

2015 angefochten habe, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei (act. G 3 S. 

3). Im Weiteren wird vorgebracht, dass die Einwände des Beschwerdeführers gegen 

die ausgewählten DAP-Profile unberücksichtigt bleiben müssten, da solche Einwände 

bereits im Einspracheverfahren hätten vorgetragen werden müssen (act. G 3 S. 4 f.). In 

materiell-rechtlicher Hinsicht wird geltend gemacht, dass der Beschwerdeführer mit der 

angetretenen Arbeitsstelle als Koch (60%-Pensum) seine verbliebene Arbeitsfähigkeit 

nicht voll ausschöpfe, weshalb diese Tätigkeit für die Bemessung des Invalidenlohns 

nicht als Anknüpfungspunkt dienen könne. Dem Beschwerdeführer sei es zwar 

unbenommen, im Rahmen einer Teilzeitbeschäftigung von 60% als Koch arbeitstätig zu 

sein, der dabei erzielte Lohn könne aber im Rahmen der Invaliditätsbemessung nicht 

als Invalidenlohn angerechnet werden, weil der Beschwerdeführer mit dieser Tätigkeit 

die verbliebene Arbeitsfähigkeit nicht voll ausschöpfe. Zu den ausgewählten DAP-

Profilen wird angeführt, dass es sich um Hilfsarbeiten handle, welche dem 

Beschwerdeführer alle zumutbar seien. Obwohl der Durchschnittslohn aller relevanten 

DAP-Profile rund 8% unter dem der fünf ausgewählten DAP-Profile liege, könne der 

Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten (act. G3 S. 5 ff.).

C.c In der Replik vom 21. Dezember 2015 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers unverändert an seinen Rechtsbegehren fest (act. G 5). Mit Verweis 

auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, dass beim Einkommensvergleich für das 

Invalideneinkommen in erster Linie auf den nach Eintritt der Invalidität tatsächlich 

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erzielten Verdienst abzustellen sei, wurde verlangt, dass der aktuelle Verdienst als Koch 

im Alterswohn- und Pflegeheim zu berücksichtigen sei.

C.d In der Duplik vom 29. Januar 2016 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihren Antrag 

auf Abweisung der Beschwerde (act. G 7). 

Erwägungen

1.   

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 27. Oktober 2015 (act. G 1.3).

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher 

die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

3.   

3.1  Vorerst zu prüfen ist der formelle Einwand gegen die Beschwerde. So verlangt die 

Beschwerdegegnerin, nicht auf die Beschwerde einzutreten, da sich das 

Rechtsbegehren nicht gegen den Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2015, sondern 

gegen die Verfügung vom 6. Oktober 2015 richte, diese aber durch den 

Einspracheentscheid abgelöst worden sei und daher gar nicht mehr angefochten 

werden könne (vgl. act. G 3 S. 2 f.).

3.2  In der Verfügung vom 6. Oktober 2015 erklärte die Beschwerdegegnerin aufgrund 

des ermittelten unfallbedingten Invaliditätsgrades: "Wir können daher ab dem 1.5.2014 

keine Invalidenrente ausrichten." (UV-act. 198-2). Der Beschwerdeführer stellte 

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daraufhin in der Einsprache vom 14. Oktober 2015 folgendes Rechtsbegehren: "Die 

Verfügung vom 6. Oktober 2015 sei aufzuheben. Es sei eine Rente zu sprechen. Unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge." (UV-act. 199). Ziffer 1 des Dispositiv des 

Einspracheentscheids vom 27. Oktober 2015 lautet wie folgt: "Die Einsprache wird 

abgewiesen." Das Rechtsbegehren der Beschwerde vom 9. November 2015 wurde 

darauf wie folgt formuliert: "Die Verfügung vom 6. Oktober 2015 sei aufzuheben. Es sei 

eine Rente zu sprechen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 

Vorinstanz." (act. G 1).

3.3  Hinsichtlich der Beschwerdeschrift vom 9. November 2015 ist festzustellen, dass 

sich das Anfechtungsobjekt aus der ersten Seite der Beschwerdeschrift und aus den 

Ausführungen in der Beschwerdeschrift ergibt. So steht auf der ersten Seite der 

Beschwerdeschrift geschrieben, dass "Beschwerde" erhoben wird "betreffend 

Verfügung vom 6. Oktober 2015 Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2015". 

Demzufolge wurde Beschwerde in Sinne von Art. 56 Abs. 1 ATSG (auch) gegen den 

Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2015 erhoben. Ein Nichteintreten auf die 

Beschwerde gestützt auf die Formulierung des ersten Satzes des Rechtsbegehrens 

wäre folglich überspitzt formalistisch, zumal der Streitgegenstand - der Anspruch auf 

eine Invalidenrente - stets der Gleiche war und sich dieser unmissverständlich aus dem 

zweiten Satz des Rechtsbegehren "Es sei eine Rente zuzusprechen." ergibt. Auf die 

Beschwerde ist deshalb einzutreten. Dennoch wäre von einem Rechtsanwalt zu 

erwarten, dass er die Rechtsbegehren in einer Weise formuliert, die keine Frage 

bezüglich des Eintretens zulassen.

4.   

Streitig und zu prüfen ist nachfolgend der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Invalidenrente.

4.1  Ist der Versicherte infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]).

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4.2  Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten 

Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).

4.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten.

5.   

5.1  Um das von der versicherten Person ohne Gesundheitsschaden hypothetisch 

erzielbare Valideneinkommen zu bestimmen, ist entscheidend, was diese im Zeitpunkt 

des frühestmöglichen Rentenbeginns überwiegend wahrscheinlich als Gesunde 

tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Dabei 

wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen 

von diesem Grundsatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein 

(BGE 135 V 297 E. 5.1; 134 V 322 E. 4.1; 129 V 222 E. 4.3.1; vgl. auch BGE 139 V 28 E. 

3.3.2; 135 V 58 E. 3.1).

5.2  Bezüglich der Festsetzung des Validenlohns stützte sich die Beschwerdegegnerin 

auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 11. September 2015 ab. 

Demgemäss hätte der Beschwerdeführer als Koch im Jahr 2014 ohne den Unfall einen 

monatlichen Bruttolohn von Fr. 4'950.-, zuzüglich einen 13. Monatslohn von Fr. 4'950.-, 

einer jährlichen Zulage von Fr. 5'432.- und einer anwartschaftlichen M-Partizipation von 

Fr. 500.-, insgesamt Fr. 70'282.-, erhalten (act. G 1.3 S. 9; UV-act. 195). Da die Höhe 

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des Validenlohns unbestritten ist und keine Ermittlungsfehler ersichtlich sind, ist 

nachfolgend von einem Validenlohn von Fr. 70'282.- auszugehen.

6.   

Bei der Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von 

der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person 

aktuell steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - 

kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und 

erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Erst 

wenn kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben ist, namentlich 

weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder 

jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so 

können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom 

Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 

oder die Lohnangaben aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen der Suva (sog. DAP-

Zahlen) herangezogen werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 

139 V 592). Nachfolgend ist daher zu prüfen, ob bei der Rentenberechnung hinsichtlich 

des Invalidenlohnes auf den aktuellen Verdienst abzustellen ist bzw. die 

Voraussetzungen dafür gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung vorliegend erfüllt 

sind.

6.1 

6.1.1      Zu prüfen ist insbesondere, ob der Beschwerdeführer die ihm verbleibende 

Arbeitsfähigkeit mit seiner 60%igen Anstellung als Koch im Alterswohn- und 

Pflegeheim U.___ in zumutbarer Weise voll ausschöpft. Bezüglich Arbeitsfähigkeit 

geben das bidisziplinäre Gutachten der Medas Ostschweiz vom 5. Juni 2014 (UV-act. 

173) sowie der kreisärztliche Untersuchungsbericht vom 26. August 2015 (UV-act. 189) 

schlüssig Auskunft. Gemäss Medas-Gutachten kann der Beschwerdeführer in seiner 

angestammten Tätigkeit als Koch keine schweren Töpfe und Pfannen mehr über 

Hüfthöhe heben und aktuell keine Tätigkeiten über Kopf dauerhaft durchführen (UV-act. 

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173-45). In einer adaptierten Tätigkeit sei er jedoch zu 100% arbeitsfähig. In Frage 

käme eine leichte bis mittelschwere Arbeit ohne ständigen Armeinsatz beidseits, ohne 

Überkopfarbeiten rechts bzw. ohne ständiges schweres Heben und Tragen von Lasten 

(UV-act. 173-47). Gemäss kreisärztlichem Bericht ist der Beschwerdeführer in Bezug 

auf die Tätigkeit als Koch wie auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hinsichtlich 

wiederholten Über-Kopf-Tätigkeiten, wobei diese bei leichten Arbeiten auch teils 

möglich sind, eingeschränkt. So sollten wiederholt belastende Umwendbewegungen 

des linken Vorderarms und auch das Heben und Tragen von Gewichten über ca. 8 bis 

10 kg nur manchmal vorkommen. In einer adaptierten Tätigkeit erachtete der Kreisarzt 

den Beschwerdeführer als vollschichtig einsatzfähig (UV-act. 189).

6.1.2      Aus dem kreisärztlichen Bericht ergibt sich zwar keine eindeutige 

Arbeitsfähigkeitsschätzung in Bezug auf die Tätigkeit als Koch; gestützt auf die 

funktionalen Beschreibungen bzw. negativen Anforderungsprofile ist jedoch zu folgern, 

dass die Tätigkeit als Koch grundsätzlich nicht leidensangepasst bzw. der 

Beschwerdeführer in diesem Bereich beträchtlich eingeschränkt ist. In adaptierter 

Tätigkeit ist von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Diese Einschätzungen 

überzeugen aufgrund der genannten Beeinträchtigungen im Bereich der rechten 

Schulter, des rechten Oberarmes und der trotz zweimaliger Operation noch 

verbliebenen Beschwerden im Bereich des linken Oberarms und der linken Schulter. 

Auch deckt sich diese Einschätzung des Kreisarztes mit den orthopädischen 

Beurteilungen im MEDAS-Gutachten vom 5. Juni 2014 (UV-act. 173-47).

6.1.3      Mit der Möglichkeit, leidensadaptiert 100% zu arbeiten, nützt der 

Beschwerdeführer mit der aktuellen 60%igen Anstellung als Koch seine 

Restarbeitsfähigkeit nicht gänzlich aus. Auf dem hypothetischen ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt kann der Beschwerdeführer ein höheres Einkommen erzielen, zumal keine 

Gründe ersichtlich sind, die gegen einen Stellenwechsel sprechen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 19. August 2011, 8C_237/2011, E. 2.3). In diesem 

Zusammenhang ist von Relevanz, dass der Beschwerdeführer zwar vor und nach der 

Gesundheitsschädigung im Koch- bzw. Gastronomiebereich gearbeitet hat. Diese 

Tätigkeiten hat er indes nicht als gelernter Koch im Sinne des hier geltenden 

Berufsbilds ausgeübt. Konkrete Anhaltspunkte dafür sind weder ersichtlich (UV-act. 

173-25) noch werden solche geltend gemacht. Der Beschwerdeführer hat schon vor 

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seinem Unfall immer spezifische oder nicht speziell qualifizierte Küchen- und 

Gastronomiearbeit, mithin als Hilfsarbeiten zu qualifizierende Tätigkeiten, ausgeübt. Es 

ist ihm damit zumutbar, auch in Zukunft seinen Einschränkungen angepasste 

Hilfsarbeiten im Umfang von 100% auszuüben. Bezüglich Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit ist darauf hinzuweisen, dass auf dem hypothetischen, 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt Hilfsarbeiten grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt 

werden (Urteil des Bundesgerichts vom 19. November 2010, 8C_657/2010, E. 5.2.3 mit 

Hinweisen). Damit ist nicht auf das tatsächlich erzielte Einkommen abzustellen und die 

Prüfung der weiteren Voraussetzungen gemäss vorstehender E. 6 kann unterbleiben.

6.2  Die Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Profile hat sich auf 

mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu 

machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage 

kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie 

über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil 

entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens 

ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem 

verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, 

Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige 

Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer 

Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva 

die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit 

den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit 

hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich 

des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind 

grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben, damit sich die Suva im 

Einspracheentscheid damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im 

Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf 

den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die Suva hat diesfalls im 

Einspracheentscheid die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im 

Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität 

der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den 

Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen 

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Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 139 V 595 f. E. 6.3; vgl. 

ferner BGE 129 V 472).

6.2.1      Der Beschwerdeführer liess im Einspracheverfahren zwar nicht ausdrücklich 

die Anwendbarkeit der DAP-Zahlen rügen; durch seinen Hinweis darauf, dass 

bezüglich Invalideneinkommen auf das aktuelle Einkommen abzustellen sei, bringt er 

jedoch zum Ausdruck, dass die DAP-Zahlen als bestritten gelten. Konkret trägt der 

Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren vor, dass der Durchschnittswert der fünf 

DAP-Profile 8% über dem gesamten Durchschnitt aller DAP-Stellen liege, was über 

den rechtsprechungsgemäss in einem anderen Fall hingenommenen 4% liege. Aus 

diesem Grund könne nicht auf die DAP-Zahlen abgestellt werden. Auch sei nicht 

nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin ausgerechnet diese fünf Jobprofile 

gewählt habe. Weiter sei nicht hinreichend geklärt, ob die Profile für den 

Beschwerdeführer auf Grund seiner gesundheitlichen Beschwerden überhaupt in Frage 

kommen (act. G 1 S. 5).

6.2.2      Der Umstand, dass der Durchschnittwert der fünf DAP-Arbeitsplätze 8% über 

dem Durchschnittswert aller DAP-Stellen liegt, führt nicht dazu, dass nicht auf die 

erhobenen Zahlen abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 26. April 

2007, U 594/06, E. 2.4). Dies lässt sich auch aus dem vom Beschwerdeführer zitierten 

Bundesgerichturteil vom 26. Juni 2008, 8C_72/2008, E. 5.3, nicht ableiten. Darin wird 

keine prozentuale Obergrenze bezüglich Abweichen vom Durchschnittswert gesetzt.

6.2.3      Indessen ist von Relevanz, dass vier der fünf DAP-Profile ausdrücklich 

Beidhändigkeit erfordern (UV-act. 196-28, 32, 36, 40). Eine dem Beschwerdeführer 

angepasste Tätigkeit darf indes keinen ständigen beidseitigen Armeinsatz und 

wiederholt belastende Umwendbewegungen des linken Unterarms beinhalten (vgl. 

vorstehende E. 6.1.1). Während diese Anforderung an den Arbeitsplatz bei den DAP-

Profilen 9955 und 402130 aufgrund der Arbeitsplatzbeschreibungen (UV-act. 196-38, 

42) als erfüllt angenommen werden kann, lassen die Beschreibungen der zwei weiteren 

DAP-Profile, welche Beidhändigkeit erfordern, diesen Schluss nicht zu (UV-act. 196-30 

[Zufräsen, Zuschneiden, Zuschleifen von Holz-Schalungselementen an der 

Hobelmaschine; Hobeln, Fräsen, Ablängen der Holzelemente; Zusammenbauen der 

Schalungselemente mit Nagelpistole; Wegschlagen und Neubelegen der Schalttafel], 

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196-34 [Stanzen von Metallteilen an einer Maschine]) bzw. lässt sich dies ohne weitere 

Informationen bzw. Abklärungen nicht hinreichend zuverlässig feststellen. Insgesamt ist 

festzuhalten, dass aufgrund der knappen und unpräzisen Tätigkeitsbeschriebe in den 

verwendeten Profilen betreffend die Belastungen insbesondere der linken oberen 

Extremität nicht unbesehen auf das von der Suva verwendete Invalideneinkommen 

abgestellt werden kann. Eine Rückweisung erübrigt sich, nachdem auch auf die 

Tabellenlöhne der LSE abgestützt werden kann (vgl. vorstehende E. 6.2; vgl. ferner 

BGE 139 V 595 f. E. 6.3).

6.2.4      In Anbetracht der Kenntnisse und Fähigkeiten des Beschwerdeführers und der 

im MEDAS-Gutachten sowie im kreisärztlichen Untersuchungsbericht genannten zu 

berücksichtigenden gesundheitlichen Einschränkungen ist auch mit Verweis auf die 

Ausführungen gemäss vorstehender E. 6.1.3 vom Lohn eines Hilfsarbeiters 

auszugehen. Der Totalwert für den gesamten privaten Sektor gemäss LSE-Tabelle TA1 

Sektor 1 für Männer betrug im Jahr 2014 bei 100%iger Tätigkeit Fr. 66‘453.-. Zu prüfen 

bleibt, ob von diesem Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist. Mit dem 

Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 

Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 

voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen 

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 

rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere 

persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 

E. 4.2.3). Ein Abzug vom Tabellenlohn ist angezeigt, nachdem das Spektrum an 

zumutbaren Verweistätigkeiten wegen des Erfordernisses eines nicht ständigen 

Armeinsatzes auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlicher 

Umstand anzusehen ist, der nicht bereits bei der Leistungsfähigkeit als limitierender 

Faktor berücksichtigt worden ist. Es kommt hinzu, dass ein potenzieller Arbeitgeber bei 

der Bemessung des Lohns dem Umstand Rechnung tragen wird, dass der 

Beschwerdeführer auch bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten eingeschränkt ist. Bereits 

das Risiko einer unterdurchschnittlichen Arbeitsleistung wird bei einer wirtschaftlichen 

Betrachtungsweise als zusätzlicher Lohnaufwand qualifiziert und durch die Ausrichtung 

eines entsprechend tieferen Lohns kompensiert werden. Ein Abzug ist damit auch 

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aufgrund dieses indirekt behinderungsbedingten Nachteils des Beschwerdeführers 

gegenüber einem gesunden Mitarbeiter angezeigt. Nachdem jedoch die bestehenden 

lohnsenkenden Faktoren nicht besonders ausgeprägt sind, rechtfertigt sich ein Abzug 

von 10%. Damit resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 59‘808.-.

6.3  Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 70'282.- und einem 

Invalideneinkommen von Fr. 59‘808.- hat sich das jährliche Einkommen des 

Beschwerdeführers um Fr. 10‘474.- vermindert. Dies entspricht einem Invaliditätsgrad 

von 15%. Da der Invaliditätsgrad über 10% liegt, hat der Beschwerdeführer Anspruch 

auf eine Invalidenrente nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (vgl. 

vorstehende E. 4.1).

7.   

7.1  Nach dem Gesagten ist in Gutheissung der Beschwerde der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2015 aufzuheben und dem Beschwerdeführer 

ab 1. Mai 2014 eine unbefristete Invalidenrente entsprechend einem 15%igen 

Invaliditätsgrad zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung ist 

die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

7.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

7.3  Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g 

ATSG). Die Parteientschädigung ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.- bis Fr. 12'000.-. Eine Parteientschädigung von Fr. 

4‘000.- (einschliesslich Mehrwertsteuer und Barauslagen) erscheint vorliegend als 

angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

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1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid vom 27. 

Oktober 2015 aufgehoben und dem Beschwerdeführer ab 1. Mai 2014 eine 

unbefristete Invalidenrente entsprechend einem 15%igen Invaliditätsgrad 

zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung wird die Sache an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.09.2017
	Art. 16 ATSG. Bestimmung des Invalideneinkommens.Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist mangels zumutbarer Ausschöpfung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit nicht auf die aktuelle beruflich-erwerbliche Situation des Versicherten abzustellen. Nachdem aufgrund der knappen und unpräzisen Tätigkeitsbeschriebe in den verwendeten DAP-Profilen auch nicht auf diese Zahlen abgestellt werden kann, finden die Tabellenlöhne der LSE Anwendung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. September 2017, UV 2015/69).Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_743/2017.

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