# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ce4c783f-84fe-57c6-b5bc-12c35ad6fa28
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-02-02
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 02.02.2018 BB.2018.1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2018-1_2018-02-02.pdf

## Full Text

Beschluss vom 2. Februar 2018 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Giorgio Bomio-Giovanascini, 

Vorsitz,  

Andreas J. Keller und Tito Ponti, 

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter  

 

 

Parteien 

  

A. Limited, vertreten durch Rechtsanwältin Laura 

Quiblier und/oder Rechtsanwalt Bernhard Isenring,  

Beschwerdeführerin 1 

 

 

B. Limited, vertreten durch Rechtsanwälte Oliver 

Kunz und/oder David Cuendet, 

Beschwerdeführerin 2  

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

 

 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummern: BB.2018.1, BB.2018.2 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Bundesanwaltschaft (nachfolgend "BA") mit Verfügungen vom 14. Ju-

li 2017 Vermögenswerte auf verschiedenen Bankverbindungen, insbeson-

dere der A. Limited und der B. Limited, beschlagnahmte; 

 

- die BA mehrmals Teilaufhebungen bzw. Beschränkungen der Beschlagnah-

men verfügte, namentlich mit Verfügungen vom 1. September 2017; 

 

- die A. Limited und die B. Limited die bis dahin in der Sache ergangenen 

Verfügungen jeweils bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

anfochten; 

 

- die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit Beschluss 

BB.2017.129 vom 27. Dezember 2017 die Beschwerden abwies, soweit 

diese nicht gegenstandslos geworden waren und soweit sie auf diese eintrat; 

 

- die BA mit Verfügungen vom 22. Dezember 2017 in der Sache erneut Be-

schlagnahmen teilweise freigab und im Übrigen aufrechterhielt (BB.2018.1, 

act. 1.1 und 1.2; BB.2018.2, act. 1.1 und 1.2); 

 

- dagegen die A. Limited, vertreten durch Rechtsanwältin Laura Quiblier, und 

die B. Limited, vertreten durch Rechtsanwälte Oliver Kunz und David Cuen-

det, je mit Eingabe vom 29. Dezember 2017 Beschwerde bei der Beschwer-

dekammer des Bundesstrafgerichts erhoben mit dem hauptsächlichen An-

trag, die Verfügungen der BA vom 22. Dezember 2017 seien aufzuheben, 

soweit darin die Beschlagnahmen aufrecht erhalten werden (BB.2018.1, 

act. 1; BB.2018.2, act. 1); 

 

- die BA mit Beschwerdeantworten je vom 16. Januar 2018 die Abweisung der 

Beschwerden beantragt, soweit auf sie einzutreten sei (BB.2018.1, act. 3; 

BB.2018.2, act. 3); 

 

- die A. Limited und die B. Limited je mit Eingabe vom 29. Januar 2018 ihre 

Beschwerde vom 29. Dezember 2017 zurückziehen; sie in Bezug auf die 

Kosten- und Entschädigungsfolgen darum ersuchen zu berücksichtigen, 

dass sie in den mit Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2017.129 vom 

27. Dezember 2017 erledigten Beschwerdeverfahren unter Berücksichti-

gung der Verfügungen der BA vom 22. Dezember 2017 nicht nur "be-

schränkt", sondern grossmehrheitlich obsiegt hätten (BB.2018.1, act. 5; 

BB.2018.2, act. 5). 

 

- 3 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- die Beschwerdeverfahren BB.2018.1 und BB.2018.2 aufgrund ihres engen 

Zusammenhangs zu vereinen sind (Art. 30 i.V.m. Art. 379 StPO); 

 

- wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, dieses bei schriftlichen Verfahren bis zum 

Abschluss des Schriftenwechsels und allfälliger Beweis- oder Aktenergän-

zungen zurückziehen kann (Art. 386 Abs. 2 lit. b StPO); 

 

- der Rückzug der Beschwerde den Rechtsstreit beendet, weshalb das Be-

schwerdeverfahren als erledigt von der Geschäftskontrolle abgeschrieben 

werden kann (vgl. hierzu sinngemäss ZIEGLER/KELLER, Basler Kommentar, 

2. Aufl. 2014, Art. 386 StPO N. 4); 

 

- mithin die Verfahren BB.2018.1 und BB.2018.2 zufolge Rückzugs der Be-

schwerden als erledigt abzuschreiben sind; 

 

- die Parteien die Kosten des Rechtmittelverfahrens nach Massgabe ihres Ob-

siegens oder Unterliegens tragen; als unterliegend auch die Partei gilt, auf 

deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurück-

zieht (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- mithin die Beschwerdeführerinnen die Kosten des Rechtmittelverfahrens zu 

tragen haben; 

 

- die Gerichtsgebühr festzusetzen ist auf das gesetzliche und reglementari-

sche Minimum von Fr. 200.– je Beschwerdeverfahren (Art. 73 StBOG i.V.m. 

Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 Reglement des Bundesstrafgerichts vom 31. August 

2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafver-

fahren [BStKR; SR 173.713.162]); 

 

- sich die Ansprüche auf Entschädigung und Genugtuung im Rechtsmittelver-

fahren nach den Art. 429–434 StPO richten (Art. 436 Abs. 1 StPO); die Ent-

schädigungsfrage den gleichen Regeln folgt wie der Kostenentscheid; bei 

Auferlegung der Kosten keine Entschädigung auszurichten ist (BGE 137 IV 

352 E. 2.4.2); 

 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Die Verfahren BB.2018.1 und BB.2018.2 werden vereint. 

 

2. Die Verfahren BB.2018.1 und BB.2018.2 werden zufolge Rückzugs der Be-

schwerden als erledigt abgeschrieben. 

 

3. Die Gerichtsgebühr für das Verfahren BB.2018.1 von Fr. 200.– wird der Be-

schwerdeführerin 1 auferlegt. 

 

4. Die Gerichtsgebühr für das Verfahren BB.2018.2 von Fr. 200.– wird der Be-

schwerdeführerin 2 auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 2. Februar 2018 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwältin Laura Quiblier und Rechtsanwalt Bernhard Isenring 

- Rechtsanwälte Oliver Kunz und David Cuendet 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktions-
richter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).