# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e51243eb-48e1-53b6-9e69-75815a0cbaa4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.06.2021 725 20 289 / 159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-289---159_2021-06-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. Juni 2021 (725 20 289 / 159) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Auf die Frage nach der rechtmässigen Einstellung der vorübergehenden Leistungen bzw. 

nach dem Vorliegen unfallkausaler somatischer Ursachen der persistierenden Be-

schwerden ist nicht mehr zurückzukommen. Adäquanzprüfung nach der sog. Psycho-

Praxis. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Martin Kaiser, Ad-
vokat, Bordeaux-Strasse 5, 4053 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen / Rückweisung BG (Urteil v. 11.8.2020) 
 
 
 
A.a Die 1963 geborene A.____ arbeitete als Reinigungsmitarbeiterin bei der B.____ AG 
und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obli-
gatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 24. Mai 2017 
verfehlte A.____ beim Treppensteigen mit einem Wäschekorb in der Hand eine Stufe und stürz-

 

 
 
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te. Hierbei zog sie sich eine Prellung an der rechten Hand zu. Die Suva gewährte in der Folge 
die gesetzlichen Leistungen (Taggelder und Heilungskosten). Nach Abklärung der gesundheitli-
chen Verhältnisse stellte sie mit Verfügung vom 31. Januar 2019 bzw. Einspracheentscheid 
vom 12. August 2019 die gesetzlichen Leistungen rückwirkend per 15. Dezember 2018 ein. Als 
Begründung führte sie im Wesentlichen an, dass die noch persistierenden Beschwerden an der 
rechten Hand nicht mehr kausal auf dieses Ereignis zurückzuführen seien.  
 
A.b Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte, vertreten durch Dr. Martin 
Kaiser, Advokat, Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht), welches die Beschwerde mit Urteil vom 23. Januar 2020 abwies. 
Die Versicherte zog dieses Urteil weiter vor das Bundesgericht, welches mit Urteil vom 11. Au-
gust 2020 (8C_254/2020) in teilweiser Gutheissung der Beschwerde den Entscheid des Kan-
tonsgerichts vom 23. Januar 2020 aufhob und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an dieses 
zurückwies. Es erwog, dass mit dem Kantonsgericht keine weiteren Abklärungen in handchirur-
gischer Sicht angezeigt gewesen seien. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes liege 
nicht vor. Das Kantonsgericht habe demnach hinsichtlich der somatischen Unfallfolgen auf die 
Darlegungen des Kreisarztes Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates, vom 17. Januar 2019 abstellen dürfen. Indessen habe es das 
Kantonsgericht unterlassen, eine besondere Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
nach den zu psychischen Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelten Grundsätzen ge-
mäss BGE 115 V 133 vorzunehmen. Zwar würden keine psychischen Beschwerden geltend 
gemacht. Bei der (verdachtsweise) als neuropathisches autonom unterhaltenes Schmerzsyn-
drom bezeichneten Restsymptomatik handle es sich indessen um keine organisch objektiv aus-
gewiesene Unfallfolge im Sinne der Rechtsprechung. Dem Einwand der Beschwerdeführerin 
folgend könne auch bei fehlenden objektivierten Beschwerden eine Leistungspflicht des Unfall-
versicherers bestehen. 
 
B. Die Parteien erhielten in der Folge Gelegenheit, sich zur Kausalitätsfrage der anhal-
tenden Schmerzproblematik zu äussern, die nicht auf ein pathologisches Substrat zurückgeführt 
werden kann.  
 
C. In ihrer Stellungnahme vom 22. September 2020 führte die Suva im Wesentlichen aus, 
dass das in Frage stehende Ereignis vom 24. Mai 2017 den leichten Unfällen zuzuordnen sei, 
womit ein adäquater Kausalzusammenhang ohne Weiteres verneint werden könne. An diesem 
Ergebnis würde sich selbst dann nichts ändern, wenn von einem mittelschweren Unfall im 
Grenzbereich zu den leichten Ereignissen ausgegangen würde. Diesfalls müssten entweder 
mehrere der rechtsprechungsgemässen Kriterien in gehäufter Weise oder aber ein einzelnes 
Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein. Vorliegend sei indessen keines dieser 
Kriterien erfüllt, womit die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen sei.  
 
D. Mit Eingabe vom 26. Oktober 2020 beantragte die Beschwerdeführerin, es sei ein po-
lydisziplinäres Gutachten in psychologischer bzw. neuropsychologischer, radiologischer, neuro-
logischer und rheumatologischer Hinsicht anzuordnen. Im Übrigen hielt sie an den mit Be-
schwerde vom 6. September 2019 gestellten Rechtsbegehren fest. In verfahrensrechtlicher 

 

 
 
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Hinsicht wurde die Durchführung einer Parteiverhandlung und die Befragung der beiden Kinder 
D.____ und E.____ als Zeugen beantragt. Sie sei wegen den Beschwerden an der rechten 
Hand noch immer in Behandlung. Die aktuellen Erkenntnisse würden im Sinne von neuen Tat-
sachen/Beweismittel auch im Sinne einer Revision/Wiedererwägung darauf schliessen lassen, 
dass eine Progredienz im ehemaligen traumatisierten Gebiet bestehe, die mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf das damalige Unfallereignis zurückzuführen sei. Die entsprechende Un-
fallkausalität habe demnach bereits im Zeitpunkt des Kantonsgerichtsurteils vom 23. Januar 
2020 vorgelegen. Dessen ungeachtet seien mit Ausnahme von zwei sämtliche Adäquanzkrite-
rien erfüllt. 
 
E. In ihrer Eingabe vom 18. November 2020 hielt die Suva vollumfänglich an ihrem 
Standpunkt fest. Ergänzend brachte sie vor, dass die gestellten Anträge nicht Streitgegenstand 
des vorliegenden Verfahrens bilden würden. Dessen ungeachtet bestehe aufgrund der neu bei-
gebrachten ärztlichen Berichte kein Anlass, an der kantons- sowie bundesgerichtlich bestätigten 
medizinischen Beurteilung der Suva zu zweifeln. 
 
F. In einer weiteren Eingabe vom 31. März 2021 legte die Beschwerdeführerin einen Be-
richt der Klinik F.____ vom 25. März 2021 ins Recht.  
 
G. Mit Verfügung vom 20. April 2021 wies die instruierende Präsidentin des Kantonsge-
richts den Antrag auf Durchführung einer Parteiverhandlung − unter Vorbehalt des urteilenden 
Dreiergerichts − ab. Gleichzeitig wurde zur Urteilsberatung geladen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Das Kantonsgericht erachtete sich im Urteil vom 23. Januar 2020 zuständig für die 
Behandlung der Beschwerde vom 6. September 2019. Im Rückweisungsentscheid des Bun-
desgerichts vom 11. August 2020 wurde die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts nicht in Frage gestellt und die Sache zu neuer Beurteilung an dieses zurückgewiesen. 
Auf die Beschwerde ist daher unbestrittenermassen einzutreten. 
 
2. In formeller Hinsicht ist zunächst der Verfahrensantrag, es sei eine öffentliche Partei-
verhandlung durchzuführen, zu beurteilen. 
 
2.1.1 Ein solcher Antrag kann zum einen auf die Durchführung einer öffentlichen Verhand-
lung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK abzielen. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung be-
darf es hierfür im Sozialversicherungsprozess grundsätzlich eines klaren und unmissverständli-
chen Parteiantrags (BGE 120 V 8 E. 3d, 119 V 381 E. 3b/dd, je mit Hinweisen; vgl. auch 
BGE 121 I 38 E. 5f). Fehlt es an einem solchen, lässt sich in der Regel gegen ein ausschliess-
lich schriftliches Verfahren nichts einwenden. Insbesondere in Verfahren, die nach der Praxis 
des betroffenen Kantons üblicherweise ausschliesslich in Schriftform durchgeführt werden, 
muss sich die Partei, die eine öffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK 

 

 
 
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wünscht, der Notwendigkeit eines entsprechenden Antrags bewusst sein, weshalb dessen Feh-
len als Verzicht zu werten ist (BGE 121 I 40 f. E. 6a, 119 Ib 329 ff.).  
 
2.1.2 Ein Antrag auf Durchführung einer Parteiverhandlung kann sodann aber auch zum 
Zwecke einer Parteibefragung oder -anhörung gestellt werden oder im Zusammenhang mit wei-
teren Beweisanträgen wie der Einvernahme eines Zeugen, der Anhörung eines Sachverständi-
gen oder der Vornahme eines Augenscheins erfolgen. In all diesen Fällen handelt es sich beim 
Antrag auf Durchführung einer Parteiverhandlung lediglich um einen Beweisantrag. Aus ihm 
allein ist denn auch (noch) nicht auf den Wunsch nach einer konventionskonformen Verhand-
lung mit Publikums- und Presseanwesenheit zu schliessen (BGE 122 V 55 E. 3a mit Hinwei-
sen). 
 
2.2 Vorliegend beantragt die Beschwerdeführerin nicht die Durchführung einer öffentlichen 
Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK, sondern sie begründet ihren Antrag ausschliess-
lich damit, dass ihre beiden Kinder im Rahmen einer Parteiverhandlung direkt zur Sache befragt 
werden bzw. ihr massiv eingeschränktes Aktivitätsniveau im Alltag bezeugen könnten. Unter 
Berücksichtigung des vorstehend Dargelegten handelt es sich beim entsprechenden Begehren 
somit lediglich um einen Beweisantrag. Es wird indessen weder aus der Begründung des Be-
weisantrags noch sonst ersichtlich, welche entscheidrelevanten Umstände nur im Rahmen ei-
ner Befragung durch das Gericht vorgebracht werden könnten. Dies umso weniger, als sich die 
Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 26. Oktober 2020 hinreichend zu den vorliegend um-
strittenen Fragen äussern konnte. Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, ist der 
entscheidwesentliche Sachverhalt anhand der vorliegenden Akten rechtsgenüglich erstellt. Die 
wesentlichen Aspekte für die Beurteilung der einschlägigen Fragen lassen sich bereits den Ak-
ten entnehmen. Vor diesem Hintergrund kann in antizipierter Beweiswürdigung und in Bestäti-
gung der Verfügung der Instruktionsrichterin vom 20. April 2021 von der Durchführung einer 
Parteiverhandlung mit Abnahme von Beweisen abgesehen werden.  
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die ver-
sicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 
Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der 
vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. 
Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn 
sie infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist.  
 
3.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer nur unter der Voraussetzung auf-
zukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krank-
heit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang 
besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 

 

 
 
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sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam-
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, 
das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre-
tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen ei-
nem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde − die Verwaltung 
oder im Streitfall das Gericht − im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin-
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leis-
tungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.3 Um eine Leistungspflicht des Unfallversicherers begründen zu können, muss zwischen 
dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, son-
dern auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der wiederkehrenden Formu-
lierung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache 
eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge-
meinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen her-
beizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt er-
scheint (BGE 125 V 461 E. 5a, 123 III 112 E. 3a, 123 V 103 E. 3d und 139 E. 3c, 122 V 416 
E. 2a, je mit Hinweisen). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt 
dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit 
Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versi-
cherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche 
adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach 
den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 
E. 1b).  
 
3.4 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natür-
liche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo si-
ne), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinwei-
sen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahin-
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 
dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Da es sich hierbei 

 

 
 
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um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast − anders als bei der Fra-
ge, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist − nicht bei der 
versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 
Nr. U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis 
des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursa-
chen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Be-
weis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person 
nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesund-
heitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bun-
desgerichts vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
4.1 Im angefochtenen Urteil vom 23. Januar 2020 gelangte das Kantonsgericht im Wesent-
lichen zum Schluss, dass gestützt auf die kreisärztliche Abschlussuntersuchung von Dr. C.____ 
gemäss Bericht vom 17. Januar 2019 im Einklang mit der medizinischen Aktenlage ab Dezem-
ber 2018 keine somatischen Ursachen für die bestehenden Handgelenksbeschwerden mehr 
vorlägen. Es bestehe sowohl hinsichtlich der angestammten wie auch einer leidensangepassten 
Tätigkeit eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit. Die per 15. Dezember 2018 durch die Suva erfolg-
te Leistungseinstellung sei daher zu Recht erfolgt. Wie eingangs erwähnt, hat das Bundesge-
richt diese seitens der Beschwerdeführerin bestrittenen kantonsgerichtlichen Erwägungen in 
seinem Rückweisungsurteil nicht beanstandet. Es erwog vielmehr, dass das Kantonsgericht 
hinsichtlich der somatischen Unfallfolgen auf die Darlegungen des Kreisarztes vom 17. Januar 
2019 habe abstellen dürfen. An der überzeugenden Kausalitätsbeurteilung in somatischer Hin-
sicht vermöge auch die Tatsache nichts zu ändern, dass eine von Dr. med. G.____, FMH Chi-
rurgie und Handchirurgie, wegen der weiterhin geklagten Beschwerden durchgeführte (Probe-
)Infiltration im Sinne einer Handgelenksdenervation für einige Tage eine Besserung der Be-
schwerden gebracht habe (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. August 2020, 8C_254/2020, 
E. 4.1).  
 
4.2.1 In ihrer Eingabe vom 26. Oktober 2020 macht die Beschwerdeführerin in diesem Zu-
sammenhang unter Verweis auf neu beigebrachte Berichte (Berichte von Dr. G.____ vom 
10. September 2020 und 22. Oktober 2020 und Bericht der Klinik F.____ vom 25. März 2021) 
geltend, dass aktuelle Erkenntnisse im Sinne von neuen Tatsachen/Beweismittel auch im Sinne 
einer Revision/Wiedererwägung darauf schliessen würden, dass eine Progredienz im ehemali-
gen traumatisierten Gebiet bestehe. Diese sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das 
ehemalige Unfallereignis als Folge zurückzuführen, weshalb die Unfallkausalität bereits im Zeit-
punkt des kantonsgerichtlichen Urteils vom 23. Januar 2020 vorgelegen habe.  
 
4.2.2 Im Falle eines bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids hat die mit der Neubeur-
teilung befasste kantonale Instanz nach ständiger Rechtsprechung die rechtliche Beurteilung, 
mit der die Zurückweisung begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen. Wegen die-
ser Bindung ist es den Gerichten wie auch den Parteien verwehrt, den Streitpunkt der Rückwei-
sung auszuweiten oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rück-
weisungsentscheid ausdrücklich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden 
sind. Dabei beschlägt die Verbindlichkeit sowohl Punkte, bezüglich deren keine Rückweisung 

 

 
 
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erfolgt, wie auch für diejenigen Erwägungen, welche den Rückweisungsauftrag umschreiben 
(vgl. JOHANNA DORMANN, in: Basler Kommentar BGG, Niggli, Marcel Alexander/Uebersax, Pe-
ter/Wiprächtiger, Hans/Kneubühler, Lorenz [Hrsg.], 3. Aufl., Basel 2018, Art. 107 N 18; vgl. auch 
Urteil des Bundesgerichts vom 3. August 2012, 8C_152/20212, E. 4.2). Folgerichtig sind diesen 
Rahmen überschreitende neue Vorbringen rechtlicher oder tatsächlicher Art aufgrund der Bin-
dungswirkung des bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids im Neubeurteilungsverfahren 
nicht zu berücksichtigen (vgl. DORMANN, a.a.O., Art. 107 N 18). Wird die Sache zur Ergänzung 
des Sachverhalts zurückgewiesen, so bedeutet dies nicht, dass auf verbindliche Sachverhalts-
feststellungen zurückgekommen werden könnte (vgl. BGE 135 III 334 E. 2 und E. 2.1 mit Hin-
weisen). Vielmehr beschränkt sich die Neubeurteilung auf den Rahmen und die Elemente des 
Sachverhalts, zu deren Klärung die Sache im Rückweisungsentscheid zurückgewiesen wurde 
(BGE 131 III 91 E. 5.2 mit Hinweisen).  Die Bindungswirkung steht unter dem Vorbehalt, dass 
im wieder aufzunehmenden Abklärungsverfahren (Art. 43 und Art. 61 lit. c ATSG) keine er-
heblichen neuen Tatsachen entdeckt oder Beweismittel aufgefunden werden, deren Beibrin-
gung zuvor nicht möglich war (DORMANN, a.a.O., Art. 107 N 18; Urteil des Bundesgerichts vom 
3. August 2012, 8C_152/20212, E. 4.2).  
 
4.2.3 Wie die Beschwerdegegnerin diesbezüglich zu Recht einwendet, ist demnach auf die 
Frage nach der rechtmässigen Leistungseinstellung bzw. nach dem Vorliegen unfallkausaler 
somatischer Ursachen der persistierenden Beschwerden nicht mehr zurückzukommen. Ent-
sprechend hat diesbezüglich auch eine Prüfung allfälliger neuer Tatsachen bzw. Beweismittel 
zu unterbleiben, zumal sich diese vorliegend nicht aus dem Rückweisungsverfahren ergeben 
(vgl. E. 4.2.2 hiervor). Zu beachten gilt sodann, dass in den an die Rückweisung anschliessen-
den Verfahren die Grenze der Parteibegehren im Sinne von Art. 107 Abs. 1 BGG zu berück-
sichtigen sind. Die Rückweisung soll nicht dazu führen, dass eine beschwerdeführende Person 
besser gestellt wird, als wenn das Bundesgericht reformatorisch entschieden hätte (DORMANN, 
a.a.O., Art. 107 N 18). Selbst wenn aber die diesbezüglichen Vorbringen berücksichtigt werden 
könnten, würde eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG vorliegend bereits am 
Fehlen neuer Tatsachen scheitern. Bei der mit Berichten vom 10. September 2020 und 22. Ok-
tober 2020 festgestellten Progredienz der Arthrose sowie dem am 25. März 2021 diagnostizier-
ten chronifizierten Schmerzsyndrom handelt es sich unstreitig um Tatsachen, die zum Zeitpunkt 
der kantonsgerichtlichen Beurteilung vom 23. Januar 2020 bereits bekannt waren.  
 
5.1 Im bundesgerichtlichen Rückweisungsurteil beanstandet wurde indessen die fehlende 
Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs nach den zu psychischen Fehlentwicklungen 
nach einem Unfall entwickelten Grundsätzen gemäss BGE 115 V 133. Damit folgte das Bun-
desgericht dem beschwerdeführerischen Einwand, wonach auch bei fehlenden objektivierten 
Beschwerden eine Leistungspflicht des Unfallversicherers bestehen könne, sofern die Be-
schwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall stehen wür-
den. Zur Beurteilung der weiterhin bestehenden Schmerzproblematik liege keine hinreichende 
Entscheidungsgrundlage vor. Bei der von Dr. G.____ (verdachtsweise) als neuropathisches 
autonom unterhaltenes Schmerzsyndrom bezeichneten Restsymptomatik handle es sich jeden-
falls um keine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge im Sinne der Rechtsprechung, wes-
halb eine Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Sinne von BGE 115 V 133 zu er-

 

 
 
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folgen habe. Das Kantonsgericht habe sich hierzu in Verneinung der natürlichen Kausalität nicht 
geäussert. Im Falle der Verneinung der adäquaten Kausalität könne die Frage nach dem natür-
lichen Kausalzusammenhang zwischen der Schmerzproblematik und dem Unfall offengelassen 
werden. Weitere medizinische Abklärungen wären diesfalls nicht erforderlich.  
 
5.2 Nach der Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfallereignis bzw. einer unfallähnlichen Körperschä-
digung und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung im Einzelfall vo-
raus, dass dem fraglichen Ereignis für die Entstehung der psychisch bedingten Arbeits- bzw. 
Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objek-
tiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt 
(BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). 
 
5.3 Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei − aus-
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf − folgende Einteilung der Unfälle in drei Gruppen 
zweckmässig erscheint: banale bzw. leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und 
schliesslich der dazwischenliegende mittlere Bereich (vgl. BGE 115 V 133 E. 6). Während bei 
leichten bzw. banalen Unfällen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres 
verneint werden kann, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Ein-
bezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Un-
fall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen, ist der adäquate 
Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Folgen bei schweren Unfällen in der Regel zu be-
jahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfah-
rung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewir-
ken. Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Fol-
gen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalls allein schlüssig 
beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem 
Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folge davon erscheinen, in eine 
Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind nach der Rechtsprechung (vgl. 
BGE 115 V 133 E. 6c/aa) zu nennen: 
 
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

 

die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, 

psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 

 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

 

körperliche Dauerschmerzen; 

 

ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 

 

Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 133 E. 6c/aa). 

 

 
 
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Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall er-
forderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Das trifft einerseits dann zu, wenn es sich um 
einen Unfall handelt, der zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich oder sogar als Grenz-
fall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Be-
reich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. 
Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen 
mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Handelt es sich beispielsweise um 
einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten der Unfällen zu-
zuordnen ist, so müssen mehrere, das heisst mindestens vier der sieben unfallbezogenen Krite-
rien bejaht werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2018, 
8C_414/2017, E. 3.4). Diese Würdigung des Unfalls zusammen mit den objektiven Kriterien 
führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs. Damit entfällt die 
Notwendigkeit, nach anderen Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychische Fehl-
reaktion mitbegünstigt haben könnten (vgl. BGE 115 V 140 E. 6c/bb). 
 
5.4.1 Der Schadenmeldung UVG vom 30. Mai 2017 zufolge verfehlte die Versicherte am 
24. Mai 2017 beim Treppensteigen mit einem Wäschekorb in der Hand eine Stufe und stürzte. 
Weitere Angaben zum Geschehensablauf anlässlich des Sturzes lassen sich den Akten nicht 
entnehmen. Die Beschwerdegegnerin vertritt die Auffassung, dass der Treppensturz vom 
24. Mai 2017, ausgehend vom allein massgeblichen augenfälligen Geschehensablauf her be-
trachtet, den leichten Unfällen zuzuordnen sei, weshalb der Kausalzusammenhang zwischen 
diesem und den organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden ohne Weiteres zu 
verneinen sei. An diesem Ergebnis würde sich selbst dann nichts ändern, wenn von einem mit-
telschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen ausgegangen würde. Die Be-
schwerdeführerin äussert sich nicht zur Qualifikation des Unfallereignisses. Sie macht indessen 
geltend, dass mit Ausnahme der dramatischen Begleitumstände und der Schwere der zugezo-
genen Verletzungen sämtliche rechtsprechungsgemässen Kriterien im Sinne von 
BGE 115 V 133 ff. erfüllt seien.  
 
5.4.2 Gewöhnliche Stürze werden nach der Praxis grundsätzlich den leichten Unfällen zuge-
ordnet. So hat das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 2007: 
sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) in BGE 115 V 133 E. 6a einen gewöhnlichen 
Sturz und ein Ausrutschen als Beispiele für ein leichtes Unfallereignis aufgeführt. Leichte Unfäl-
le wurden auch angenommen bei einem Sturz auf einer Eisfläche mit Kopfanprall (Urteil des 
EVG vom 25. Februar 2003, U 78/02), bei einem Sturz nach einer Auseinandersetzung (Urteil 
des Bundesgerichts vom 28. September 2015, 8C_896/2014) oder bei einem Sturz beim Aus-
steigen aus dem Auto (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009). Dem-
gegenüber werden Treppenstürze in der Regel als mittelschwere Unfälle im Grenzbereich zu 
den leichten Ereignissen betrachtet (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 15. Mai 2014, 
8C_899/2013, E. 5.1.2 mit zahlreichen Hinweisen). 
 

 

 
 
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5.4.3 Wenngleich das Bundesgericht Treppenstürze vereinzelt den leichten Unfällen zuord-
net (Urteil des EVG vom 7. April 2005, U 221/04) ist fraglich, ob das stattgehabte Ereignis ei-
nem gewöhnlichen Sturz entspricht. Der hier zu beurteilende Unfall ist im Lichte der dargelegten 
Präjudizien, namentlich mit Blick auf die Tatsache, dass es sich um einen Treppensturz handelt, 
wohl eher den mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten zuzuordnen. Damit ist 
der durch die Beschwerdegegnerin im Sinne einer Eventualbegründung anerkannten Qualifika-
tion des Ereignisses zu folgen. Wie sich anhand der nachfolgenden Beurteilung der relevanten 
Adäquanzkriterien ergibt, vermag diese Zuordnung an der im Ergebnis zu verneinenden Adä-
quanz nichts zu ändern. Es müssten mindestens vier Kriterien in der einfachen Form − oder 
aber eines in ausgeprägter Weise − erfüllt sein, damit der adäquate Kausalzusammenhang be-
jaht werden könnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2018, 8C_414/2017 und 
E. 5.3 hiervor).  
 
5.5.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Ein-
drücklichkeit des Unfalls − welches nach objektiven Gesichtspunkten zu beurteilen ist (vgl. statt 
vieler BGE 140 V 356 E. 5.6) − ist vorliegend unbestrittenermassen nicht erfüllt. Die Versicherte 
verfehlte beim Treppensteigen mit einem Wäschekorb in der Hand eine Stufe und stürzte. Die 
Beschwerdeführerin macht denn auch nicht geltend, dass mit dem Unfallereignis besondere 
Begleitumstände einhergegangen wären oder diesem eine besondere Eindrücklichkeit innege-
wohnt hätte. 
 
5.5.2 Ebenso wenig zog sich die Versicherte durch den Unfall schwere Verletzungen oder 
solche zu, die erfahrungsgemäss geeignet sind, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. 
Die von der Versicherten beim Sturz erlittene Prellung des Handgelenks ist keine Verletzung 
von besonderer Art und es liegen auch keine Erfahrungen vor, dass diese speziell geeignet 
wäre, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Etwas Gegenteiliges wird von der Beschwer-
deführerin denn auch hinsichtlich dieses Kriteriums nicht vorgebracht.  
 
5.5.3 Was das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung angeht, 
so ist zunächst darauf hinzuweisen, dass dieses Kriterium nicht allein nach einem zeitlichen 
Massstab zu beurteilen ist. Von Bedeutung sind auch Art und Intensität der Behandlung sowie 
inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft 
betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des 
Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorlie-
gen. Manualtherapeutische Massnahmen zur Erhaltung des Zustandes und medikamentöse 
Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht (Urteil des Bundesgerichts 
vom 9. Februar 2015, 8C_765/2014, E. 11.3). Ein am 4. Juli 2017 veranlasstes CT zeigte zwei 
kleine Ossikel bei Status nach alter Verletzung. Dr. G.____ hielt im Rahmen seiner ersten Un-
tersuchung vom 16. August 2017 hierzu fest, dass die im CT beschriebenen knöchernen Frag-
mente suggestiv für eine stattgehabte perilunäre Verletzung seien, klinisch aktuell jedoch keine 
karpale Instabilität fassbar sei (vgl. Suva-act. 18). Ein weiteres Spect-CT vom 23. August 2018 
ergab im Bereich der Handwurzelknochen keine Hinweise auf einen lokalisierten aktivierten 
Befund. Seit September 2017 stand zudem im weiteren Verlauf der ärztlichen Behandlungen 
die Durchführung von Ergotherapie im Vordergrund (vgl. Suva-act. 35). Nach einer erfolgten 

 

 
 
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Handgelenksarthroskopie (Abtragung der Knochenneubildungen am 30. April 2018) konnte 
Dr. G.____ am 29. August 2018 keine organische Ursache für die trotz gut verlaufener Rehabili-
tationsphase festgestellten Bewegungseinschränkungen mit konsekutiver Schonhaltung aus-
machen. Schliesslich wurde im Austrittsbericht der Rehaklinik H.____ vom 31. Oktober 2018 
von einer erheblichen Symptomausweitung berichtet (vgl. Suva-act. 100). Das Ausmass der 
demonstrierten physischen Einschränkungen könne mit den objektivierbaren pathologischen 
Befunden, der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen 
nicht erklärt werden. Angesichts dieser Tatsachen sowie insbesondere aufgrund der mehrfach 
festgestellten Diskrepanz zwischen dem Ausmass des (chronifizierten) Schmerzsyndroms und 
dem verhältnismässig guten radiologischen Befund, kann somit − entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin − nicht von einer mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung 
des Gesundheitszustands gerichteten ärztlichen Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer 
gesprochen werden.  
 
5.5.4 Seit dem Unfallereignis bzw. namentlich seit dem Zeitpunkt der komplikationslos ver-
laufenen Handgelenksarthroskopie klagt die Beschwerdeführerin über persistierende Schmer-
zen. Wie bereits dargelegt, lassen sich diese aber nicht vollumfänglich objektivieren und sie 
stehen insbesondere in einem Missverhältnis zu den objektivierbaren pathologischen Befunden 
und den bildgebenden Abklärungen. Unter Berücksichtigung, dass im Rahmen des Kriteriums 
der körperlichen Dauerschmerzen nur physisch bedingte bzw. organisch nachweisbare Be-
schwerden zu beachten sind, ist auch dieses Kriterium vorliegend nicht erfüllt. Soweit die Be-
schwerdeführerin in diesem Zusammenhang geltend macht, dass im Rahmen von aktuellen 
Untersuchungen ein objektiver Befund für die geklagten Beschwerden habe ausgemacht wer-
den können, kann vollständig auf das in Erwägung 4.2.3 hiervor dargelegte verwiesen werden.  
 
5.5.5 Auch das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 
verschlimmert hat, ist unbestrittenermassen nicht erfüllt. Die Beschwerdeführerin stellt in die-
sem Zusammenhang die Behauptung in den Raum, wonach sie nicht richtig bzw. vollständig 
untersucht und entsprechend auch nicht richtig behandelt worden sei. Sie unterlässt es indes 
diesen pauschalen Vorwurf näher darzulegen, geschweige denn mit konkreten Berichten zu 
untermauern. Jedenfalls trifft es nicht zu, dass die Ansichten des Behandlers Dr. G.____ im 
vorherigen Verfahren ausser Acht geblieben sind, zumal nicht ersichtlich ist, inwiefern aus die-
sem Einwand auf eine ärztliche Fehlbehandlung geschlossen werden könnte. 
 
5.5.6 Aus der ärztlichen Behandlung und allfälligen erheblichen Beschwerden kann nicht 
schon auf ein Erfüllen des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufes und der erheblichen 
Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hierzu besonderer Gründe, welche die Heilung 
beeinträchtigt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 21. November 2014, 8C_496/2014, 
E. 4.6). Solche Gründe sind vorliegend nicht ersichtlich. Wie bereits dargelegt (vgl. E. 5.5.3 
hiervor), geht aus den medizinischen Unterlagen hervor, dass im Anschluss an das Unfallereig-
nis keine karpale Instabilität erhoben werden konnte und spätestens nach erfolgter Handge-
lenksarthroskopie am 30. April 2018 keine organischen Ursachen mehr für die beklagten Be-
schwerden zu verzeichnen waren. Vielmehr bildeten die Verdachtsdiagnose eines neuropathi-
schen Schmerzsyndroms und die Bewegungseinschränkungen, welche insbesondere die 

 

 
 
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Durchführung von Ergotherapie bedingten, zentrale Bestandteile der weiteren ärztlichen Unter-
suchungen. Ferner finden sich weder Hinweise auf erhebliche Komplikationen noch werden 
solche von der Beschwerdeführerin geltend gemacht. Dieses Kriterium ist somit ebenfalls zu 
verneinen.  
 
5.5.7 Schliesslich ist hinsichtlich des Kriteriums des Grads und der Dauer der physisch be-
dingten Arbeitsunfähigkeit festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin bereits im Zeitpunkt ihres 
Austritts aus der Rehaklinik H.____ ab 1. November 2018 ihre angestammte Tätigkeit wieder 
zumutbar war. Demnach ist auch dieses Kriterium nicht erfüllt. 
 
5.6 Somit ist festzuhalten, dass keines der Adäquanzkriterien nach der massgebenden 
Rechtsprechung erfüllt ist. Im Ergebnis ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfallereignis vom 24. Mai 2017 und den anhaltend geklagten, organisch nicht hinreichend 
nachweisbaren Beschwerden daher zu verneinen. Entsprechend kann auch die Frage nach 
dem natürlichen Kausalzusammenhang bezüglich dieser Beschwerden offengelassen werden 
(vgl. SVR 1995 U 23 S 68 E. 3c; BGE 135 V 465 E. 5.1 und E. 5.1 hiervor). 
 
6. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 12. August 2019 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzu-
weisen.  
 
7. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. Januar 2021) hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Es sind demnach für das vorliegen-
de Verfahren keine Kosten zu erheben. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat die 
Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung zulasten der 
Beschwerdegegnerin.  
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.  
 

 

 

 

 
Gegen diesen Entscheid wurde am 13. September 2021 Beschwerde beim Bundesgericht (Ver-
fahren-Nr. 8C_620/2021) erhoben.  
 
 
 
 
 
 
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