# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9e0eeecc-5507-5fcb-8beb-f87d1d6b38eb
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 16.11.2018 PA180036
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA180036_2018-11-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PA180036-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichts-

schreiberin MLaw M. Schnarwiler 

Urteil vom 16. November 2018 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer, 

 

sowie 

 

1. Psychiatrische Privatklinik Sanatorium Kilchberg,  
2. Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Horgen KESB,  
Verfahrensbeteiligte, 

 
betreffend 

fürsorgerische Unterbringung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Horgen 
vom 19. Oktober 2018 (FF180042) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 
 

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1.1 Der 22-jährige Beschwerdeführer befand sich seit dem Sommer des Jahres 

2016 bereits drei Mal im Rahmen von fürsorgerischen Unterbringungen in der Lu-

zerner Psychiatrie (vgl. act. 8/24), zuletzt mittels ärztlich angeordneter fürsorgeri-

scher Unterbringung ab dem 16. August 2017, welche mit Entscheid der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde des Kreises Emmen (KESB Emmen) vom 

21. September 2017 behördlich weitergeführt wurde. Im Rahmen dieser Unter-

bringung musste der Beschwerdeführer zeitweise in die forensisch-psychiatrische 

Spezialstation B._____ der Universitären Psychiatrie … [Ortschaft] überwiesen 

werden, da es zu mehreren schwerwiegenden Angriffen auf das Betreuungsper-

sonal in Luzern gekommen war (vgl. act. 8/24/12 ff.). Nach deutlicher Reduktion 

der psychotischen Symptomatik wurde die fürsorgerische Unterbringung des Be-

schwerdeführers schliesslich mit Entscheid der KESB Emmen vom 6. März 2018 

aufgehoben (act. 8/24/6). Während dieser fürsorgerischen Unterbringung hatte 

die KESB Emmen aufgrund von Unterstützungsbedarf des Beschwerdeführers ein 

Verfahren zur Errichtung einer Beistandschaft eröffnet und mit Entscheid vom 

21. August 2018 wurde eine Begleit- und Vertretungsbeistandschaft mit Einkom-

mens- und Vermögensverwaltung errichtet (act. 8/23). Da der Beschwerdeführer, 

welcher bis dahin in der Gemeinde C._____ LU amtlich gemeldet war, nach der 

Entlassung zu seinem Vater nach D._____ zog, wurde diese Beistandschaft 

durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirks Horgen (KESB 

Horgen) mit Beschluss vom 3. Oktober 2018 zur Weiterführung übernommen und 

es wurde ein Beistand ernannt (act. 8/36–37).  

1.1.2 Nachdem der Beschwerdeführer am 23. August 2018 infolge wahnhaften 

Gedankenkreisens und psychotischen Zustandsbilds bei der Psychiatrischen Uni-

versitätsklinik Zürich vorstellig geworden war, wurde er an die Psychiatrische Kli-

nik Kilchberg (Klinik) verwiesen, wo er gleichentags freiwillig eintrat (act. 14/6–7). 

Am 26. August 2018 erfolgte ein ärztlicher Rückbehalt des Beschwerdeführers, 

nachdem er auf dem Stationsflur raptusartig einen Mitpatienten angegriffen hatte 

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(vgl. act. 14/1). Am 27. August 2018 sprach der externe Notfallpsychiater, 

Dr. med. E._____, eine ärztliche fürsorgerische Unterbringung aus (act. 14/4). Am 

24. September 2018 beantragte die Klinik bei der KESB Horgen, die bestehende 

fürsorgerische Unterbringung zu verlängern (act. 8/34 u. 14/12). Nach Einholung 

eines psychiatrischen Gutachtens bei Dr. med. F._____, Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie (act. 8/41–42) und Anhörung des Beschwerdeführers 

(act. 8/39) verlängerte die KESB Horgen mit Beschluss vom 8. Oktober 2018 die 

fürsorgerische Unterbringung in der Klinik, da die entsprechenden Voraussetzun-

gen weiterhin erfüllt seien (vgl. act. 2 = 8/44). 

1.2. Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 13. Oktober 2018 

Beschwerde beim Einzelgericht des Bezirksgerichts Horgen (fortan Vorinstanz) 

(act. 1). Nach Beizug der Akten, Einholung einer schriftlichen Vernehmlassung 

der KESB Horgen (vgl. act. 3 u. 7) und erfolgter Stellungnahme durch die Klinik 

(act. 14/1) fand am 19. Oktober 2018 die vorinstanzliche Hauptverhandlung statt, 

an welcher durch Gutachter F._____ das Gutachten erstattet wurde und der Be-

schwerdeführer sowie eine Stationsärztin der Klinik angehört wurden (Prot. Vi. 

S. 7 ff.). Mit Urteil und Verfügung vom selben Tag wies die Vorinstanz die Be-

schwerde ab und gewährte dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspfle-

ge. Der Entscheid wurde dem Beschwerdeführer im Anschluss an die Verhand-

lung im Dispositiv eröffnet (vgl. Prot. Vi. S. 16 f. act. 15 Dispositiv-Ziffer 4) und 

hernach am 30. Oktober 2018 in begründeter Ausfertigung zugestellt (act. 18 = 

act. 23, nachfolgend zitiert als act. 23; vgl. act. 19/1 für die Zustellung). 

1.3.1 Mit Schreiben vom 29. Oktober 2018 erhob der Beschwerdeführer Be-

schwerde gegen den vorinstanzlichen Entscheid (act. 26 u. 27). Der Beschwerde-

führer wurde – um ihm die umfassende Wahrung seiner Interessen zu ermögli-

chen – mit Schreiben vom 31. Oktober 2018 darauf aufmerksam gemacht, er 

könne seine Beschwerde bis zum Ablauf der Rechtsmittelfrist von zehn Tagen ab 

Zustellung des begründeten Entscheids begründen bzw. ergänzen (act. 28). Eine 

solche Ergänzung/Begründung blieb aus.  

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1.3.2 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1–21). Vom Einholen 

einer Stellungnahme bzw. von Vernehmlassungen wurde abgesehen. Das Ver-

fahren ist spruchreif. 

2. Prozessuale Vorbemerkungen 

2.1. Ein Entscheid der KESB über die fürsorgerische Unterbringung kann innert 

zehn Tagen beim zuständigen Gericht durch die betroffene Person mittels Be-

schwerde angefochten werden (Art. 450 i.V.m. 450b Abs. 2 ZGB). Das Oberge-

richt ist gemäss § 64 EG KESR für die zweitinstanzliche Beurteilung solcher Be-

schwerden zuständig. 

 Der Beschwerdeführer erhob mittels vorgefertigtem Formular innert Frist 

Beschwerde bei der Kammer. Aus der Beschwerde geht hervor, dass sich diese 

gegen die angeordnete fürsorgerische Unterbringung resp. den in diesem Zu-

sammenhang ergangenen Entscheid der Vorinstanz richtet (vgl. act. 26 u. 27). 

Die rechtzeitig erhobene Beschwerde genügt den Formerfordernissen und 

braucht mit Blick auf Art. 450e Abs. 1 ZGB insbesondere nicht begründet zu wer-

den, was mangels abweichender Regelung im EG KESR auch für das zweitin-

stanzliche Beschwerdeverfahren zu gelten hat (vgl. OGer ZH, PA170031, vom 

28. November 2017, E. 2.2 m.w.H.). 

2.2. Bei der Prüfung, ob die Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbrin-

gung erfüllt sind, verfügt die Beschwerdeinstanz über volle Kognition. Im Rahmen 

der fürsorgerischen Unterbringung geht es damit nicht bloss um die Rechtskon-

trolle des vorinstanzlichen Entscheides. Vielmehr hat die zweite Beschwer-

deinstanz selbstständig zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Massnahme 

nach den Art. 426 ff. ZGB erfüllt sind. 

3. Fürsorgerische Unterbringung 

3.1. Eine natürliche Person, die an einer psychischen Störung oder an einer 

geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten 

Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung 

nicht anders erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Eine fürsorgerische Unterbrin-

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gung setzt somit das Vorhandensein eines materiellen Einweisungsgrundes vo-

raus, d.h. eines im Gesetz genannten Schwächezustandes, aus welchem eine 

besondere Schutzbedürftigkeit des Patienten oder der Patientin resultiert, die eine 

nur in einer Anstalt erbringbare Behandlung erforderlich macht. Die fürsorgerische 

Unterbringung muss folglich stets ultima ratio sein, und sie muss sich in Würdi-

gung aller Umstände als verhältnismässig – also als geeignet, als erforderlich und 

als verhältnismässig im engeren Sinne – erweisen. Nachfolgend ist zu prüfen, ob 

diese Voraussetzungen erfüllt sind.  

3.2. Schwächezustand 

3.2.1 Damit von einer psychischen Störung im Sinne der genannten Bestimmung 

gesprochen werden kann, muss zum einen ein entsprechendes Krankheitsbild 

vorliegen. Dieses muss sich zum anderen erheblich auf das soziale Verhalten des 

Patienten auswirken. Massgeblich ist, ob die betroffene Person ihre Entschei-

dungsfreiheit behalten hat und am sozialen Leben teilnehmen kann (BSK ZGB I-

GEISER/ETZENSBERGER, 5. Aufl. 2014, Art. 426 N 15). 

3.2.2 Die Vorinstanz erachtete das Vorliegen einer psychischen Störung im Sinne 

des Gesetzes gestützt auf die Ausführungen des beigezogenen Gutachters 

(act. 17/1 u. Prot. Vi. S. 13 f.), die Stellungnahme der Klinik vom 17. Oktober 2018 

(vgl. act. 14/1) sowie aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers an der Ver-

handlung insgesamt als gegeben (act. 23 E. 2.1. f.). Dieser Einschätzung ist aus 

nachfolgend dargelegten Gründen zuzustimmen. 

3.2.3 Der von der Vorinstanz bestellte Gutachter F._____ führte aus, beim Be-

schwerdeführer finde sich seit der letzten Begutachtung vom 3. Oktober 2018 un-

verändert ein akut behandlungsbedürftiges Zustandsbild im Sinne einer akuten 

Exazerbation einer katatonen Schizophrenie (ICD-10: F20.2) mit ausgeprägter 

Positiv-Symptomatik, wobei "positiv" ein wahnhaftes Erleben und teilweise rap-

tusartige (nicht vorhersehbare) Impulsausbrüche heisse. Zwar habe sich die star-

ke affektive Beteiligung und psychomotorische Anspannung unter der gegebenen 

Behandlung zwischenzeitlich – im Vergleich zur Begutachtung vom 3. Oktober 

2018 (vgl. act. 8/41 f.) – etwas zurückgebildet. Es bestehe aber weiterhin ein 

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wahnhaftes und halluzinatorisches Erleben, ein deutlich gestörter Realitätsbezug, 

eine hohe Impulsivität, fehlende Einsichts- und Absprachefähigkeit sowie fehlende 

Kooperationsbereitschaft (vgl. act. 17/1 S. 2, Prot. Vi. S. 13).  

 Gemäss der Stellungnahme der behandelnden Ärzte leide der Beschwerde-

führer an einer paranoiden Schizophrenie (ICD-10: F20.0), welche bereits im Jahr 

2016 diagnostiziert worden sei und sich derzeit in Form von systematisierten reli-

giösen Wahninhalten und Stimmenhören manifestiere – so gebe der Beschwerde-

führer an, die Stimme Gottes, des Erzengels Gabriels resp. Michaels zu hören 

und von diesen Aufträge zu erhalten, welche er erfüllen müsse, ansonsten er in 

die Hölle komme. Die Erkrankung äussere sich ferner in Ich-Störungen in Form 

von deutlichem Fremdbeeinflussungserleben, in formalen Denkstörungen, sozia-

lem Rückzug, Gefühlsarmut resp. mangelndem affektiven Rapport, motorischer 

Unruhe, deutlichem Misstrauen sowie fehlender Krankheits- und Behandlungsein-

sicht (act. 14/1 S. 1 f.). Auch die Stationsärztin bestätigte an der Anhörung die Di-

agnose der Schizophrenie (vgl. Prot. Vi. S. 14). Der Beschwerdeführer zeigte sich 

anlässlich der Hauptverhandlung vor Vorinstanz zwar geordnet und war in der 

Lage, den Fragen zu folgen und diese adäquat zu beantworten – wobei dies als 

Erfolg der bisher erfolgten Behandlung gewertet werden kann –, zeigt aber in 

Übereinstimmung mit den Ausführungen des Gutachters und den behandelnden 

Ärzten, welche dies als weiteres Krankheitssymptom beschreiben, keine Einsicht 

bezüglich einer aktuell vorliegenden Krankheit, sondern beschreibt sich als "wie-

der gesund" (Prot. Vi. S. 7 ff., insb. S. 10). 

3.2.4 Die übereinstimmenden und anlässlich der Hauptverhandlung bestätigten 

Diagnosen einer Schizophrenie lassen indes am Vorhandensein einer psychi-

schen Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB keine Zweifel offen.  

3.3. Schutzbedürftigkeit und Verhältnismässigkeit 

3.3.1 Wie bereits erwähnt, wird für die Anordnung einer fürsorgerischen Unter-

bringung vorausgesetzt, dass die Betreuung oder die Behandlung der betroffenen 

Person nötig ist und nicht auf andere Weise als durch eine Unterbringung in einer 

Einrichtung erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Mit anderen Worten muss die 

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betroffene Person eines besonderen Schutzes bedürfen, der eben nur mit einer 

Freiheitsentziehung erbracht werden kann; die Freiheitsentziehung muss die per-

sönliche Fürsorge für den Betroffenen sicherstellen. Diese umfasst einerseits the-

rapeutische Massnahmen und andererseits jede Form von Betreuung, deren eine 

Person für ein menschenwürdiges Dasein bedarf. Darunter fallen so elementare 

Bedürfnisse wie Essen, Körperpflege, Kleidung usw. Dem Schutz der Umgebung 

kommt nur, aber immerhin, eine subsidiäre Bedeutung zu (Art. 426 Abs. 2 ZGB). 

Eine Fremdgefährdung ist damit weder eine Unterbringungsvoraussetzung, noch 

vermag sie für sich alleine eine fürsorgerische Unterbringung zu rechtfertigen. Der 

Schutz und die Belastung anderer Personen darf jedoch in die Beurteilung mitein-

bezogen werden (vgl. zum Ganzen BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., 

Art. 426 N 8, 10 und N 41 ff.). 

 Schliesslich muss die fürsorgerische Unterbringung verhältnismässig sein. 

Sie ist nur dann zulässig, wenn keine leichteren Massnahmen der betroffenen 

Person einen genügenden Schutz gewähren, mit dieser Massnahme hingegen ein 

solcher voraussichtlich erreicht werden kann (vgl. auch BSK ZGB-GEISER/ETZENS-

BERGER, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.). 

3.3.2 Nach Ansicht des Gutachters erfordere das akute Zustandsbild des Be-

schwerdeführers derzeit eine Unterbringung in einer Klinik. Der Beschwerdeführer 

neige störungsbedingt teilweise zu sehr impulsartigen Handlungen. Er höre dann 

Stimmen, welche ihm sagten, was er tun müsse, und es könne passieren, dass 

dann auch Drittpersonen zu Schaden kämen, wie dies in der Vergangenheit auch 

schon vorgekommen sei. Auch liege beim Beschwerdeführer eine persistierende 

Selbstgefährdung aufgrund des gestörten Realitätsbezugs sowie der gestörten 

Impulskontrolle und gestörten Steuerungs-, Einsichts- und Urteilsfähigkeit vor und 

es bestehe ein hohes Risiko, dass sich die beim Beschwerdeführer vorliegende 

gesundheitliche Störung ohne angemessene Behandlung weiter verschlimmere 

und chronifiziere, was insbesondere drohe, wenn die akute Phase nicht richtig 

ausgeheilt werde. Der Beschwerdeführer bedürfe der Reizabschirmung und situa-

tionsbedingt der Krisenintervention zu seinem eigenen Schutz wie auch zum 

Schutz seines Umfeldes. Weiter fehle es dem Beschwerdeführer aufgrund seiner 

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Störung an Einsichts- und Absprachefähigkeit, so dass ein geschützter und struk-

turierter stationärer Behandlungsrahmen unumgänglich sei. Ein sofortiger Klinik-

austritt wäre für den Beschwerdeführer mit erheblichen gesundheitlichen Risiken 

verbunden, namentlich bestehe das Risiko der Verschleppung der Behandlung 

und mithin weiterer Verschlimmerung bis hin zur Chronifizierung des Störungsbil-

des. Sodann befinde sich die Medikation des Beschwerdeführers in einer Umstel-

lungsphase und bei einem sofortigen Austritt sei davon auszugehen, dass diese 

erforderliche Medikamentenumstellung ausbleibe und der Beschwerdeführer sei-

ne Medikamente nicht, respektive nicht adäquat einnehmen würde. Auch wäre 

das betreuende Umfeld und wären insbesondere die Angehörigen derzeit mit den 

Anforderungen sowie der weiterhin vorliegenden krankheitsbedingten Symptoma-

tik überfordert und überlastet. Generell bestehe nach wie vor ein deutlich erhöhtes 

Risiko für Drittpersonen hinsichtlich der fremdenaggressiven Handlungstenden-

zen des Beschwerdeführers (act. 17/1 S. 3 u. Prot. Vi. S. 13 f.). 

3.3.3 Aus der Stellungnahme der Klinik ergibt sich, dass der Beschwerdeführer 

derzeit nicht in der Lage sei, ein selbständiges Leben zu führen und sich adäquat 

zu versorgen. Es sei im bisherigen Zustand nicht möglich gewesen, eine ambu-

lante Nachsorge mit dem Beschwerdeführer zu thematisieren. Eine solche sei je-

doch für den langfristigen Therapieerfolg massgebend. Eine sofortige Entlassung 

berge das sehr hohe Risiko für eine Selbst- oder Fremdgefährdung. Sodann kön-

ne es bei einer sofortigen Entlassung zu einer sofortigen Verschlechterung resp. 

Chronifizierung des Zustandsbildes bis hin zu einem völligen Rückzug von zwi-

schenmenschlicher Kommunikation oder massiven Zuständen der Angst und Wut 

sowie damit verbundenen Risiken für die Gesundheit des Beschwerdeführers und 

dessen Umfelds kommen. Die Klinik sehe keine Möglichkeit, diese Risiken bei ei-

ner sofortigen Entlassung zu mindern (act. 14/1 S. 2 f.). Auch die Stationsärztin 

wies im Rahmen der Hauptverhandlung darauf hin, seitens des Beschwerdefüh-

rers bestehe eine Selbstgefährdung. So habe dieser beispielsweise am 

7. Oktober 2018 angekündigt, er werde nichts mehr essen, bis es regne. Der Be-

schwerdeführer erhalte eine sehr hohe Dosis an Medikamenten, die Symptome 

seien aber immer noch vorhanden, indes sei eine Verbesserung zu sehen. Er sei 

aber noch nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen; es fehle noch an der Ein-

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sicht, die Medikamente zu nehmen. Auch benötige er immer wieder Reizabschir-

mungen, da die Anspannungen sehr zunehmen würden, wenn er zu viele Reize 

erlebe und es sei nicht vorhersehbar, wie er dann reagiere. Eine weitere Behand-

lung sei daher notwendig und eine Entlassung würde auch eine Überforderung für 

die Angehörigen bedeuten (Prot. Vi. S. 14 f.). 

3.3.4 Aus der Stellungnahme der Klinik und den Verlaufsberichten geht sodann 

hervor, dass der Beschwerdeführer sich bedrohlich, impulsiv und kaum steuerbar 

zeige und es wiederholt zu Entweichungen gekommen sei – so sei der Be-

schwerdeführer am 30. September und 15. Oktober 2018 entwichen und habe 

von der Mutter resp. der Polizei zurückgeführt werden müssen, wobei er bei der 

zweiten Entweichung angegeben habe, sich den Illuminatoren in Kaliforniern an-

schliessen zu wollen. Am 7. Oktober 2018 habe er geäussert, nicht mehr essen 

zu dürfen, bis es regne. Es sei zu fremdaggressivem Verhalten gekommen, so mit 

einem raptusartigen Angriff auf den Mitpatienten auf dem Flur am 26. August 

2018. Im anschliessenden Gespräch habe der Beschwerdeführer ausgeführt, vom 

Erzengel Gabriel den Auftrag erhalten zu haben, Menschen zu töten; die Aussage 

habe er dann dahingehend korrigiert, der Auftrag laute, Menschen zu schlagen. 

Am 2. Oktober und am 8. Oktober 2018 erfolgten weitere Angriffe auf Mitpatienten 

(vgl. act. 14/1). 

3.3.5 Ausgehend von den übereinstimmenden Ausführungen der involvierten 

Fachpersonen und den dargelegten Umständen ist, wie dies bereits die Vo-

rinstanz tat (vgl. act. 23 E. 2.3. ff.), davon auszugehen, dass der Beschwerdefüh-

rer aufgrund seiner Erkrankung schutzbedürftig ist und der Behandlung in der Kli-

nik bedarf. Aufgrund seines aktuellen Zustandes und seiner zumindest derzeit 

fehlenden Krankheitseinsicht (vgl. E. 3.2.3; Prot. Vi.) ist ernsthaft zu befürchten, 

dass er im Falle einer sofortigen Entlassung nicht in der Lage wäre, für sich selbst 

zu sorgen und die notwendigen Medikamente weiterhin einzunehmen, wodurch 

seine psychische Gesundheit ernsthaft der Gefahr einer erneuten Verschlimme-

rung bis hin zur Chronifizierung des Krankheitsbilds ausgesetzt würde. Die not-

wendige Behandlung erscheint damit gegenwärtig nur im Rahmen eines stationä-

ren Aufenthalts möglich. 

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 Sodann ist den Fachpersonen zu folgen, dass eine Entlassung wie gezeigt 

die Gefahr der Eigengefährdung birgt, es aber auch mit grosser Wahrscheinlich-

keit zu einem fremdgefährdenden Verhalten kommen könnte. Diese Einschätzung 

wird durch die während des Klinikaufenthalts wiederholt erfolgten Aggressionser-

eignisse bekräftigt. Auch im Hinblick auf die Belastung der Umgebung des Be-

schwerdeführers erweist sich die fürsorgerische Unterbringung als gerechtfertigt. 

3.3.6 Leichtere Massnahmen, welche dem Beschwerdeführer und seinem Umfeld 

einen genügenden Schutz gewähren würden, sah die Vorinstanz in Überstim-

mung mit den Ansichten der Fachpersonen derzeit zutreffend nicht als möglich an 

(vgl. act. 23 E. 2.7.). So führte Gutachter F._____ aus, der Behandlungs- und Be-

treuungsbedarf sowie das Schutzbedürfnis des Betroffenen und seines Umfeldes 

seien derzeit zu hoch und die Einsichts- und Kooperationsfähigkeit (noch) zu ge-

ring, als eine Behandlung auch mit umfassenden und intensiven Massnahmen in 

einem ambulanten Umfeld möglich wäre. Vor einer Entlassung aus der Klinik 

müsse insbesondere die akute schizophrene Krankheitssymptomatik entaktuali-

siert, die Impulskontrolle sowie Kooperations- und Einsichtsfähigkeit gebessert 

und die medikamentöse Einstellung abgeschlossen werden. Weiter dürften keine 

fremdaggressiven Handlungsimpulse mehr vorliegen und es müssten insbeson-

dere die Tagesstruktur, die Wohnform sowie die ambulant-psychiatrische Nach-

sorge geklärt werden – der Beschwerdeführer bedürfe einer engmaschigen und 

vertrauensvollen psychiatrischen Anbindung (act. 17/1 S. 5 f.). Auch die Klinik 

wies in ihrer Vernehmlassung darauf hin, im bisherigen Zustandsbild sei es nicht 

möglich gewesen, eine ambulante Nachsorge mit dem Beschwerdeführer zu the-

matisierten und es werde aktuell keine Möglichkeit gesehen, die ihm im Falle ei-

ner sofortigen Entlassung drohenden Risiken zu minimieren (act. 14/1 S. 2 f.). 

 Sodann ist davon auszugehen, dass mit der fürsorgerischen Unterbringung 

in der Klinik eine Verbesserung des Zustandes des Beschwerdeführers erreicht 

werden kann. Der Gutachter bezeichnet die Klinik und ihr Behandlungskonzept  

– welches indes der leicht geänderten Situation angepasst werden müsse – ins-

gesamt als geeignet (act. 17/1 S. 3 f.), weshalb sowohl die Klinik als geeignete 

Einrichtung als auch die Massnahme an sich als geeignet erscheinen. Die Auf-

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rechterhaltung der fürsorgerischen Unterbringung erweist sich nach dem Gesag-

ten als verhältnismässig. 

3.4. Fazit 

 Die Voraussetzungen für die fürsorgerische Unterbringung sind nach dem 

Gesagten im heutigen Zeitpunkt erfüllt, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 

4. Kostenfolgen 

 Bei diesem Ausgang des Verfahrens würde der Beschwerdeführer für das 

Beschwerdeverfahren kostenpflichtig. Umständehalber ist auf die Erhebung von 

Kosten zu verzichten. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz. 

3. Schriftliche Mitteilung an  

− den Beschwerdeführer, 
− den Beistand, 
− die KESB des Bezirks Horgen, 
− die verfahrensbeteiligte Klinik, 
− das Einzelgericht des Bezirksgerichts Horgen, 

je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

- 12 - 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw M. Schnarwiler 
 
versandt am: 
16. November 2018 
 
 

	Urteil vom 16. November 2018
	1. Sachverhalt und Prozessgeschichte
	2. Prozessuale Vorbemerkungen
	3. Fürsorgerische Unterbringung
	3.2. Schwächezustand
	3.3. Schutzbedürftigkeit und Verhältnismässigkeit
	3.4. Fazit
	4. Kostenfolgen
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz.
	3. Schriftliche Mitteilung an
	 den Beschwerdeführer,
	 den Beistand,
	 die KESB des Bezirks Horgen,
	 die verfahrensbeteiligte Klinik,
	 das Einzelgericht des Bezirksgerichts Horgen,

	je gegen Empfangsschein.
	4.  Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. ...