# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9087bd22-cb43-5135-af5b-25389fad8d38
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.05.2015 200 2014 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-59_2015-05-11.pdf

## Full Text

200 14 59 IV
KNB/SCC/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Mai 2015

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Mai 2015, IV/14/59, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1974 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
welche als ... arbeitete, meldete sich erstmals im Juni 2001 aufgrund einer 
„MS-Diagnose“ bei der IV-Stelle Bern (IVB) zum Bezug von Leistungen an 
(Antwortbeilage [AB] 1). Die IVB gewährte eine Umschulung zur ... (AB 10, 
20, 22). Nach dem erfolgreichen Abschluss nahm die Versicherte eine 
Tätigkeit als ... im G.________ zu 100 % auf (AB 27). Verfügungsweise 
wurde eine Rente abgelehnt, da der Einkommensvergleich einen Invali-
ditätsgrad von unter 40 % ergab (AB 29). Ab Mai 2006 arbeitete sie im 
H.________ (AB 31 S. 5). Ab September 2007 meldete sie der IVB eine 
Pensumsreduktion auf 80 % (AB 30) und im März 2008 erfolgte eine Neu-
anmeldung (AB 31). Im Schlussbericht der beruflichen Eingliederung vom 
24. Juli 2008 wurde ausgeführt, aus ärztlicher Sicht werde langfristig von 
einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Die Versicherte sei am jetzi-
gen Arbeitsplatz gut eingegliedert (AB 34). Nach Abklärungen gewährte die 
IVB mit Verfügung vom 26. März 2009 – wie mit Vorbescheid vom 14. Ok-
tober 2008 in Aussicht gestellt (AB 45) – ab dem 1. September bis Ende 
November 2008 eine Viertelsrente und ab dem 1. Dezember 2008 bis auf 
weiteres eine halbe Rente (AB 47).

B.

Anlässlich einer Revision im September 2011 gab die Versicherte an, der 
Gesundheitszustand sei gleich geblieben (AB 50). Die IVB holte einen IK-
Auszug (AB 51), einen Fragebogen Arbeitgebende (AB 52) und einen Ver-
laufsbericht des behandelnden Hausarztes Dr. med. D.________, Allge-
meine Innere Medizin FMH, vom 30. November 2011 ein (AB 54). Nach 
Einholung einer Stellungnahme von Dr. med. E.________, Fachärztin für 
Neurologie FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 15. Dezember 
2011 (AB 55) und von Lohnunterlagen für die Jahre 2011 und 2012 (Januar 
bis April; AB 59) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 8. August 2012 die 
Herabsetzung der bisherigen halben Rente auf eine Viertelsrente, bei ei-

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nem Invaliditätsgrad von 43 %, in Aussicht (AB 60). Hiergegen erhob die 
Versicherte am 1. September 2012 Einwände und reichte eine Berechnung 
des Einkommens für das Jahr 2012 ein (AB 62). Die IVB holte weiter die 
Lohnblätter für die Jahre 2012 und 2013 (AB 70) sowie einen neuen IK-
Auszug (AB 71) ein.

Mit neuem Vorbescheid vom 9. Oktober 2013 stellte die IVB bei einem In-
validitätsgrad von 46 % die Herabsetzung von einer halben auf eine Vier-
telsrente mit dem ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Ver-
fügung in Aussicht (AB 72). Hiergegen erhob die Versicherte Einwände. Sie 
beanstandete die Höhe des von der IVB ermittelten Invalideneinkommens 
und reichte den Lohnausweis für das Jahr 2012 ein (AB 73). Mit Verfügung 
vom 2. Dezember 2013 setzte die IVB per Ende Januar 2014 die halbe 
Rente auf eine Viertelsrente herab. Sie ermittelte bei einem Validenein-
kommen von Fr. 60‘580.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 32‘717.-- 
eine Einbusse von Fr. 27‘863.-- einen Invaliditätsgrad von gerundet 46 % 
(AB 75).

C.

Am 20. Januar 2014 erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
Dr. iur. C.________, B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern Beschwerde. Sie beantragt, die Rentenverfügung sei aufzuheben und 
es sei ihr weiterhin eine halbe IV-Rente zuzusprechen, unter Entschädi-
gungsfolge. 

Am 14. Februar 2014 reichte die Versicherte den Lohnausweis für das Jahr 
2013 ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2014 beantragte die IVB die Ab-
weisung der Beschwerde.

In den Schlussbemerkungen vom 3. Juni 2014 äusserte sich die Versicher-
te zum Verdienst und reichte die Kostennote ein.

Mit prozessleitender Verfügung vom 5. Juni 2014 liess der Instruktionsrich-
ter der IVB die Schlussbemerkungen zukommen.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 
2. Dezember 2013. Streitig und zu prüfen ist der IV-Rentenanspruch und 
dabei insbesondere die Herabsetzung der bisherigen halben Rente auf 
eine Viertelsrente per Ende Januar 2014.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein 
Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine 

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andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine 
Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 
S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1).

2.5

2.5.1 Kann eine rentenberechtigte Person neu ein Erwerbseinkommen 
erzielen oder ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen, so wird die 
Rente nur dann im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG revidiert, wenn die Ein-
kommensverbesserung jährlich mehr als Fr. 1'500.-- beträgt (Art. 31 Abs. 1 
IVG).

2.5.2 Art. 31 IVG findet nur auf Revisionsfälle Anwendung, in denen die 
betroffene Person ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt tatsäch-
lich verwertet und dadurch – durch erneute Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit oder Erweiterung des bisherigen Arbeitspensums – ein entsprechen-
des Einkommen erwirtschaftet. Nicht heranzuziehen ist die Bestimmung 
demgegenüber in Fällen, in welchen dem Rentenbezüger oder der Renten-
bezügerin im Rahmen des Einkommensvergleichs lediglich ein hypotheti-
sches, auf der Basis von Tabellenlöhnen ermitteltes (erhöhtes) Invaliden-
einkommen angerechnet wird (BGE 136 V 216 E. 5.6.1 S. 223).

Art. 31 Abs. 1 IVG regelt einzig die Frage, ob eine Rentenrevision durchzu-
führen ist. Dies ist gestützt auf diese Bestimmung der Fall, wenn die Ein-
kommensverbesserung jährlich mehr als Fr. 1‘500.-- beträgt. Sind die Vor-
aussetzungen für eine Rentenrevision erfüllt und wird das Invalidenein-
kommen gestützt auf das effektiv erzielte Einkommen ermittelt, so ist die 
Revisionsschwelle von Fr. 1‘500.-- unter der seit 1. Januar 2012 geltenden 
Rechtslage nicht mehr zusätzlich in Abzug zu bringen (BVR 2013 S. 579).

2.6 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

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3.

3.1 Die IVB gewährte der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 
26. März 2009 ab dem 1. September 2008 eine Viertelsrente und ab dem 
1. Dezember 2008 bis auf weiteres eine halbe Rente (AB 47). Im Rahmen 
einer Revision hat die Beschwerdegegnerin nunmehr mit der angefochte-
nen Verfügung vom 2. Dezember 2013 die halbe Rente per Ende Januar 
2014 auf eine Viertelsrente herabgesetzt (AB 75). Zu prüfen ist, ob im  
massgeblichen Vergleichszeitraum zwischen der Verfügung vom 26. März 
2009 (AB 47) und der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 2. De-
zember 2013 (AB 75) in den tatsächlichen Verhältnissen eine Änderung 
eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten-
anspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.4 hiervor).

3.2 Vorab ist zu prüfen, ob in medizinischer Hinsicht ein Revisionsgrund 
vorliegt.

3.2.1 Bei der Rentenzusprechung mit Verfügung vom 26. März 2009 
(AB 47) stellte die Beschwerdegegnerin auf die folgenden Berichte ab:

Am 14. September 2007 diagnostizierte Dr. med. F.________, Neurologie 
FMH, eine schubförmige Multiple Sklerose (MS). In der Beurteilung hielt er 
fest, das Leiden sei seit neun Jahren bekannt. Insgesamt sei es zu vier 
schubförmigen Ereignissen gekommen, zuletzt im Juni 2007 mit Auftreten 
eines zentralen vestibulären Schwindels (AB 38 S. 14). 

Im Bericht vom September 2008 zuhanden der IVB führte der Hausarzt Dr. 
med. D.________ aus, im Arbeitsbereich bestehe als Einschränkung eine 
Leistungs- und Konzentrationsschwäche; weiter attestierte er ab dem 
15. Januar 2008 bis auf weiteres eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (AB 38 
S. 1 f.; vgl. auch AB 42 S. 9, 12).

3.2.2 In der angefochtenen Verfügung vom 2. Dezember 2013 (AB 75) 
stellte die IVB auf die folgenden Berichte ab:

Im ärztlichen Zwischenbericht vom 30. November 2011 führte der Hausarzt 
aus, der Gesundheitszustand sei stationär. Er attestierte weiterhin eine 
50%ige Arbeitsfähigkeit (AB 54).

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In der Stellungnahme vom 15. Dezember 2011 hielt die RAD-Neurologin 
Dr. med. E.________ fest, die Beschwerdeführerin leide seit 13 Jahren an 
einer schubförmigen MS. An Symptomen werde eine verminderte Belast-
barkeit, eine Fatigue, Stressintoleranz, leichte Verlangsamung, wie auch 
eine leichte Gangstörung erwähnt, es handle sich dabei um typische Sym-
ptome. Die Beschwerdeführerin stehe nicht unter immunmodulatorischer 
Behandlung. Aufgrund der relativen Wirkung dieser Medikamente und der 
Nebenwirkungen sei es durchaus vertretbar, dass sie auf diese Behand-
lung verzichte, da die Schubfrequenz eher tief sei. Die Prognose sei 
grundsätzlich offen, bestenfalls trete keine weitere Verschlechterung ein. 
Sie hielt weiter fest, dass Versicherte mit MS häufig dazu neigten, sich zu 
überfordern und zu überschätzen, so würde sich auch die höhere Arbeits-
tätigkeit von 2009 erklären. Zum Zumutbarkeitsprofil führte sie aus, ein ma-
ximal 60 %iges Pensum mit 10 % Leistungsminderung für Pausen sei in 
der aktuellen Tätigkeit zumutbar. Aufgrund der Fatigue sei es sinnvoll, die 
Tätigkeit relativ gleichmässig auf die Arbeitstage zu verteilen und die 
Hauptarbeitszeit auf den Morgen zu legen. Eine wechselbelastende oder 
sitzende Tätigkeit, ebenso Büroarbeiten und Bedienen von Telefonen wie 
auch persönliches Bedienen von Kunden, seien zumutbar. Die Restarbeits-
fähigkeit könne aktuell nicht besser verwertet werden (AB 55 S. 2 f.).

3.3 Es ist erstellt, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerde-
führerin im massgebenden Vergleichszeitraum nicht verändert hat. Die 
leicht unterschiedlichen Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit durch den 
Hausarzt, welcher bei einem stationären Gesundheitszustand weiterhin 
eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit attestiert, und durch die RAD-Neurologin, 
welche von einem Pensum von 60 % und einer Leistungsminderung von 
10 % ausgeht, sind nicht wesentlich, sondern im Grossen und Ganzen 
übereinstimmend. Die RAD-Neurologin erklärt im Übrigen die vorüberge-
hend erhöhte Arbeitstätigkeit mit der Neigung von MS-Patienten, sich zu 
überfordern, und hält damit diese vorübergehende Steigerung implizit für 
auf Dauer nicht zumutbar. Aus medizinischen Gründen liegt somit kein Re-
visionsgrund vor.

Zu prüfen ist weiter, ob sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben.

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4.

4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon-
kret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 110 
E. 4.1). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Er-
werbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhält-
nisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Ar-
beitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 110 E. 4.1).

4.2 Im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenzusprechung mit Verfügung 
vom 26. März 2009 ging die IVB von einem Valideneinkommen von 
Fr. 54‘272.-- aus, dabei stützte sie sich auf die Angaben des Arbeitgebers 
der Beschwerdeführerin (AB 44). Das Invalideneinkommen ermittelte die 
IVB auf Fr. 27‘136.-- für die Tätigkeit ... in einem Pensum von 50 % (ohne 
zusätzliche Leistungsminderung; 50 % von Fr. 54‘272.--). Damit resultierte 
ein Invaliditätsgrad von 50 % (AB 47).

Im Rahmen einer Revision im September 2011 holte die IVB verschiedene 
Unterlagen ein: aus dem IK-Auszug und den Lohnblättern ist ersichtlich, 
dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2011 einen Bruttolohn von 
Fr. 34‘330.70 (AB 59 S. 3) und im Jahr 2012 von Fr. 30‘940.95 (AB 70 S. 3, 
73 S. 2) erzielte. Für das Jahr 2013 reichte die Beschwerdeführerin im vor-
liegenden Verfahren den Lohnausweis ein, wonach sie einen Bruttolohn 
von Fr. 27‘918.-- hatte (Beschwerdebeilage [BB] 4).

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Es ist erstellt, dass sich das Valideneinkommen nicht wesentlich verändert 
hat, denn der Basiswert (gestützt auf die Tätigkeit als ...) bleibt gleich. Beim 
Invalideneinkommen liegt im massgeblichen Vergleichszeitraum (vgl. E. 3.1 
hiervor) keine Einkommensverbesserung von jährlich mehr als Fr. 1‘500.-- 
vor (vgl. E. 2.5.1 hiervor), denn die Beschwerdegegnerin ging im Jahr 2009 
von einem Invalideneinkommen von Fr. 27‘136.-- aus (AB 47 S. 3) und die 
Beschwerdeführerin erzielte in der Tätigkeit ... im Jahr 2013 Fr. 27‘918.-- 
(BB 4). Es besteht somit auch in erwerblicher Hinsicht kein Revisionsgrund. 

4.3 In Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 2. Dezember 2013 aufzuheben. Die Beschwerdeführe-
rin hat weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Gestützt auf die angemessene Kostennote von Rechtsanwältin Dr. iur. 
C.________, B.________, vom 3. Juni 2014 ist die Parteientschädigung 
auf Fr. 1‘573.-- (12.1 Stunden x Fr. 130.--), zuzüglich Auslagen von Fr. 38.- 

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und Mehrwertsteuer von Fr. 128.90 (8 % auf Fr. 1‘611.--), somit auf 
Fr. 1‘739.90, festzusetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 2. Dezember 2013 aufgehoben. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘739.90 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

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4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.