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**Case Identifier:** c382192a-1b02-54fc-85b0-9829a8ac963c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.02.2022 200 2021 751
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-751_2022-02-11.pdf

## Full Text

200 21 751 IV
JAP/SCC/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Februar 2022

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 23. September 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2022, IV/21/751, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 1. Oktober 2020 wegen der Folgen einer erblich bedingten 
Lungenkrankheit bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) 
zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Akten der Invali-
denversicherung, [act. II] 1, 13). Die IVB holte Berichte der behandelnden 
Ärzte (act. II 13-16, 23), einen Fragebogen …, zusammen mit Buchhal-
tungsunterlagen (act. II 22.1-22.8), einen Bericht des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD) vom 9. Dezember 2020 (act. II 24/3 ff.) sowie einen Ab-
klärungsbericht … vom 13. April 2021 (act. II 28) ein. Nach durchgeführtem 
Vorbescheidverfahren (act. II 29, 35) lehnte die IVB mit Verfügung vom 23. 
September 2021 den Anspruch des Versicherten auf eine Rente ab (act. II 
36).

B.

Am 27. Oktober 2021 erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
C.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Er 
beantragte das Folgende:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 23. September 2021 sei aufzuheben.
2. Die Angelegenheit sei zur Feststellung des richtigen und vollständigen Sach-

verhaltes an die Verwaltung zurückzuweisen.

Eventuell:

Die Invalidität sei entsprechend dem Mass der medizinischen technischen Be-
einträchtigung und dem angepassten mutmasslichen Invalideneinkommen 
festzusetzen.

- unter Kostenfolge -

Mit Beschwerdeantwort vom 11. Januar 2022 beantragte die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2022, IV/21/751, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. 
Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 23. September 2021 
(act. II 36). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente.

Soweit sich die Beschwerde auch auf berufliche Eingliederungsmassnah-
men erstreckt (Beschwerde S. 4 Ziff. III lit. B Ziff. 4), ist darauf mangels 
Anfechtungsgegenstand (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV 
Nr. 4 S. 13 E. 2.1) nicht einzutreten (vgl. auch act. II 27 sowie Beschwer-
deantwort S. 3 lit. C Ziff. 6).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG (Weite-
rentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hin-
sicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfül-
lung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-
standes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 
S. 213) und die angefochtene Verfügung vor dem Inkrafttreten der IVG-
Änderung vom 19. Juni 2020 datiert, ist der Rentenanspruch nach den bis 
31. Dezember 2021 geltenden Normen (fortan aArt.) zu prüfen.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültig 
gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 
die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsren-
te, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von 

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mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3). 

3.

3.1 Den Akten ist bezüglich des medizinischen Sachverhalts das Fol-
gende zu entnehmen:

3.1.1 Im Bericht vom 25. Februar 2020 diagnostizierte Dr. med. 
D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Pneumologie, 
Spital E.________, eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung GOLD 
Stadium 2 (Risikoklasse B) mit/bei Alpha-1-Antitrypsinmangel. Risikofakto-
ren seien Nikotin und Arbeiten in der … sowie …- und … (act. II 13/8). Es 
bestehe eine subjektiv und objektiv stabile respiratorische Situation mit 
Belastungsdyspnoe im Rahmen von grossen körperlichen Anstrengungen 
entsprechend mMRC 1 (modified Medical Research Council Dyspnea Sca-
le). In der Lungenfunktionsprüfung finde sich unverändert über die letzten 

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fünf Jahre die mittelgradige, kurzfristig nicht sensible Obstruktion mit einer 
Atemreserve von 2.67 l (72 %), die Diffusionskapazität sei knapp normal. 
Bei unspezifischer Müdigkeit, nicht aber Schläfrigkeit, finde sich ein norma-
les kleines Blutbild wie ein normales Ferritin. Anamnestische Hinweise auf 
eine Schlafapnoe ergäben sich nicht, Müdigkeit werde nicht als Nebenwir-
kung von Prolastin im Kompendium beschrieben (act. II 13/9).

Im Bericht vom 4. Juni 2020 führte Dr. med. D.________ aus, es finde sich 
eine lungenfunktionell stabile bis sogar tendenziell verbesserte Situation, 
der Obstruktionsgrad habe abgenommen und die Diffusionskapazität habe 
auf aktuell 85 % zugenommen (act. II 13/6).

Im Bericht vom 10. September 2020 hielt Dr. med. D.________ fest, es 
liege eine stabile respiratorische Situation mit Belastungsapnoe im Rahmen 
von ausserordentlichen Anstrengungen vor (act. II 13/2).

3.1.2 Die Hausärztin führte im Bericht vom 19. Oktober 2020 aus, der 
Patient arbeite auf dem eigenen …, den er komplett umgestaltet habe; er 
habe keine … mehr und mache Arbeiten mit … (…, …, …, …) nicht mehr 
selbst (act. II 16/6). Bei Weiterführen des …, so wie ihn der Patient organi-
siert habe, sei die aktuelle Arbeitsfähigkeit erhalten (act. II 16/5).

3.1.3 Im Bericht vom 13. November 2020 hielt Dr. med. D.________ fest, 
… Arbeiten sollten vermieden werden, sonst sei der Patient normal belast-
bar (act. II 23/5/6).

3.1.4 Dr. med. F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
führte im RAD-Bericht vom 9. Dezember 2020 aus, beim Beschwerdeführer 
sei im Jahr 2015 ein angeborenes Leiden eines Alpha-1-
Antitrypsinmangels festgestellt worden. Bei diesem Krankheitsbild würden 
ungehindert eiweisshaltige Strukturen des Gewebes durch entsprechende 
Enzyme (Proteasen) aufgelöst. Ursache sei der Mangel an dem o.g. En-
zym. Klinisch werde das Lungengerüst zerstört, was zur Entwicklung eines 
progredienten Lungenemphysems über eine vorgeschaltete chronisch-
obstruktive Lungenerkrankung führe. Es liege eine chronisch obstruktive 
Lungenerkrankung Stadium 2 nach GOLD (Risikoklasse A), mit Lunge-
nemphysem, mit aktuell stabiler Situation vor (act. II 24/3). Der Beschwer-
deführer sei … und habe mit Erstdiagnose der Erkrankung im Jahr 2015 

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alle Arbeiten, die ihn aufgrund seiner Erkrankung behinderten, als Lohnar-
beit für seinen … in Auftrag gegeben, sodass er keine schweren Arbeiten 
mehr in seinem … ausführen oder sich … oder … exponieren müsse. Die 
zusätzlichen … und gelegentlichen Hilfsarbeiten habe er aufgegeben. Die 
Grunderkrankung sei ein Alpha-1-Antitrypsinmangel, der auch andere Or-
gane im Laufe der Zeit angreifen könne, vordergründig die Leber. Derzeit 
bestehe jedoch nur ein Lungenbefall mit schon eingetretenem Emphysem. 
Der Beschwerdeführer könne in seiner … Tätigkeit oder auch in Erfüllung 
einer leichten Tätigkeit arbeiten. Die Prognose dieser Erkrankung sei un-
behandelt schlecht, da vor allem die Leber irreparable Schäden erleiden 
könne. Da der Beschwerdeführer jedoch spezifisch mit dem fehlenden En-
zym behandelt werde, werde sich die Prognose im Verlauf erst zeigen und 
sei im Moment nicht vorhersehbar. Die Ausübung der bisherigen Tätigkeit 
in der traditionellen Form einer schweren Arbeit und Umgang mit … im …, 
der …, und unter Einbeziehung des Aufenthaltes in kontaminierten und …-
belasteten … sei nicht mehr zumutbar, in keinem Leistungsspektrum oder 
Pensum. Zumutbar seien körperlich leichte Tätigkeiten ganztags über 8.5 
Stunden ohne zusätzliche Leistungsminderung. Zu vermeiden seien 
Zwangshaltungen, vorwiegendes Stehen oder längeres Gehen, häufiges 
Treppensteigen sowie Tätigkeiten in Kälte/Nässe, unter starken Tempera-
turschwankungen, mit gestörtem Tag-/Nacht-Rhythmus, mit atmosphäri-
schem Über-/Unterdruck. Es sei zudem die Exposition von …, …, … und … 
zu vermeiden, ebenso wie der Umgang mit infizierten Menschen oder kon-
taminiertem Material (act. II 24/4).

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

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3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.3 Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutach-
tens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anfor-
derungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverläs-
sigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellun-
gen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Insbesondere sind 
die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behandelnden 
Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Fest-
stellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvoll-
ziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so 
genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung 
(BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen.

3.2.4 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte 
und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 
S. 134 E. 4.3).

3.3 Der RAD-Aktenbericht vom 9. Dezember 2020 (act. II 24) erfüllt die 
Anforderungen an den Beweiswert eines medizinischen Berichts (vgl. 
E. 3.2.2 hiervor). Die RAD-Ärztin hatte Kenntnis der Berichte des behan-
delnden Dr. med. D.________, Spital E.________ (act. II 13/1 f. [= 13/3 f., 
15/3 f.], 23/7 f., 13/5-7 [=15/5-7], 13/8-10 [=15/8-10], 23/2-6), und der 

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Hausärztin (act. II 16). Basierend darauf hat die RAD-Ärztin die medizini-
schen Befunde, die zu stellende Diagnose und die daraus zu ziehenden 
Schlussfolgerungen nachvollziehbar und einleuchtend dargestellt. Auch 
wenn sie keine eigene Untersuchung vorgenommen hat, ist der Aktenbe-
richt nach der Praxis nicht zu beanstanden. Denn eine klinische Exploration 
war entbehrlich, ging es doch um die Beurteilung eines im Wesentlichen 
feststehenden medizinischen Sachverhalts. Der Untersuchungsbefund liegt 
hier mit Blick auf die Berichte der behandelnden Ärzte lückenlos vor und 
Dr. med. F._____ konnte sich somit ein gesamthaft vollständiges Bild ma-
chen (vgl. E. 3.2.4 hiervor). Es bestehen zwischen den involvierten Ärzten 
keine Diskrepanzen bezüglich der Befundlage sowie der Diagnose. Der 
behandelnde Pneumologie Dr. med. D.________ und die Hausärztin gin-
gen in der angestammten Tätigkeit als … von einer uneingeschränkten 
bzw. 80%igen Arbeitsfähigkeit aus, nachdem der Beschwerdeführer seinen 
…. so angepasst hatte, dass … Arbeiten durch Externe durchgeführt wer-
den (act. II 16/3 Ziff. 1.3, 16/5 Ziff. 2.7 und 3.2, 23/5 Ziff. 4.1 f.). Die RAD-
Ärztin äusserte sich zudem überzeugend und schlüssig zum Zumutbar-
keitsprofil in einer leidensadaptierten Tätigkeit, welche dem Beschwerde-
führer zu 100% zumutbar ist (act. II 24/4). Entgegen der Meinung des Be-
schwerdeführers (Beschwerde S. 4 Ziff. 3 lit. A) ist der medizinische Sach-
verhalt genügend abgeklärt; praktische Arbeitsversuche zur Festlegung der 
Restarbeitsfähigkeit sind nicht durchzuführen, kann doch letztere medizi-
nisch-theoretisch festgelegt werden. Das formulierte Zumutbarkeitsprofil 
entspricht den Angaben der behandelnden Ärzte bezüglich der nicht zu-
mutbaren Exposition durch …, …, … und … (act. II 24/4); die Kritik daran 
wird durch den Beschwerdeführer nicht substantiiert dargelegt und Mängel 
in der Beurteilung sind auch sonst nicht ersichtlich. Weitere medizinische 
Sachverhaltserhebungen erübrigen sich in antizipierter Beweiswürdigung 
(BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 
162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Damit steht fest, dass der Be-
schwerdeführer körperlich leichte Tätigkeiten ganztags über 8.5 Stunden 
ohne zusätzliche Leistungsminderung ausüben kann.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2022, IV/21/751, Seite 10

4.

4.1 Integrierender Bestandteil der angefochtenen Verfügung vom 
23. September 2021 (act. II 36) bildet der Abklärungsbericht … vom 
13. April 2021 (act. II 28/2 ff.). Dieser ist beweiskräftig, auch wenn keine 
Abklärung an Ort und Stelle erfolgte, ist doch eine solche nicht zwingend 
notwendig (Art. 69 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Im vorliegenden Fall liessen sich 
mit den eingeholten Unterlagen (Fragebogen …; act. II 22.1-22.8) die ent-
sprechenden Betriebsverhältnisse eruieren (act. II 28/4 Ziff. 3 ff.). Auf die 
Abklärung vor Ort im … konnte auch verzichtet werden, da der Beschwer-
deführer – wie nachfolgend aufgezeigt – in einer anderen Tätigkeit als der 
angestammten ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könnte 
(vgl. E. 4.4 hiernach).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2021 UV Nr. 26 S. 125 E. 6.1).

4.2.2 Das Valideneinkommen von Fr. 34'032.75 (act. II 28/6 Ziff. 8) ermit-
telte die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Buchhaltungsunterlagen 
2014 bis 2017 unter Zusammenrechnung der Einkommen aus der … und 
dem Nebenerwerb; dieses ist unbestritten und das Vorgehen der Be-
schwerdegegnerin nicht zu beanstanden; daran ändert nichts (vgl. E. 4.4 
hiernach), dass sie dieses Einkommen nicht indexierte (nach Anmeldung 
im Oktober 2020, frühestmöglicher Rentenbeginn: April 2021 [Art. 29 Abs. 
1 IVG]).

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4.3

4.3.1 Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 
297; SVR 2021 Nr. 51 S. 168 E. 3.2). Wird auf Tabellenlöhne abgestellt, 
sind grundsätzlich immer die im Zeitpunkt des angefochtenen Verwal-
tungsaktes aktuellsten statistischen Daten zu verwenden (BGE 143 V 295 
E. 2.3 S. 297; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 244 E. 4.1).

4.3.2 Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Per-
sonen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im 
Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit-
nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter-
durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist 
(nach der hier massgebenden Rechtslage bis 31. Dezember 2021) mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 

Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). 

4.3.3 Bevor eine versicherte Person Leistungen der Sozialversicherung 
verlangt, hat sie aufgrund ihrer Schadenminderungspflicht alles ihr Zumut-
bare selber vorzukehren, um die Folgen der Invalidität bestmöglich zu min-
dern. Ein Rentenanspruch ist zu verneinen, wenn sie selbst ohne Einglie-
derungsmassnahmen – nötigenfalls mit einem Berufswechsel – zumutbare-
rweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu 
erzielen. Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutba-

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ren Tätigkeit sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten 
des Einzelfalles zu berücksichtigen. Dies gilt auch, wenn es um den Wech-
sel von einer seit Jahren ausgeübten Erwerbstätigkeit zu einer bei der be-
stehenden körperlichen Beeinträchtigung unter Umständen besser geeig-
neten Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder gar um die 
Aufgabe einer als selbstständig Erwerbender ausgeübten Betätigung mit 
eigenem Betrieb geht. Im Vordergrund stehen bei den zu berücksichtigen-
den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie weite-
re persönliche Merkmale wie etwa das Alter, die berufliche Stellung oder 
eine enge Verbundenheit mit dem bisherigen Wohnort. Bei den objektiven 
Umständen sind insbesondere die Verhältnisse auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich 
(SVR 2018 IV Nr. 61 S. 197 E. 4.2, 2017 UV Nr. 45 S. 156 E. 3.3.1). Eine 
Betriebsaufgabe ist nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar, und 
es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung 
aufrechterhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von ei-
ner gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (SVR 2018 IV Nr. 61 S. 197 
E. 4.2, Nr. 16 S. 49 E. 3.1.2).

4.3.4 Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ging die Beschwerde-
gegnerin – wie nachfolgend aufgezeigt – zu Recht davon aus, dass dem 
Beschwerdeführer die Aufgabe seines … Betriebes zumutbar ist: Der Be-
schwerdeführer absolvierte eine zweijährige … Lehre (act. II 1/5, 28/4 Ziff. 
2) und ist seit 2003 nach der Übernahme des elterlichen … als selbststän-
digerwerbender … tätig; weiter arbeitete er seit 2006 zeitweise (in den Win-
termonaten) als …-… bzw. … (act. II 28/4 Ziff. 2, 28/6 Ziff. 7, 28/6 Ziff. 8). 
Aufgrund der Tätigkeit als … und in anderen Bereichen (vgl. act. II 5/3 ff.) 
hat er Kenntnisse und Fähigkeiten (… Tätigkeiten, Arbeiten mit …), welche 
in einem adaptierten Berufsumfeld seine Vermittelbarkeit erleichtern. Das 
Alter des Beschwerdeführers (im Verfügungszeitpunkt vom 23. September 
2021 58 Jahre) und mithin die noch verbleibende Aktivitätsdauer von 7 Jah-
ren sprechen nicht gegen die Aufgabe der Tätigkeit als … (vgl. etwa Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 9. Juli 2020, 9C_129/2020, E. 4.2). 
Der Beschwerdeführer hat zwar den … angepasst, schwerere Arbeiten 
müssen jedoch durch Externe erledigt werden, was kostenintensiv ist; fer-
ner hat seine Ehefrau lediglich gelegentlich auf dem … gearbeitet; sie ist zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2022, IV/21/751, Seite 13

80 % auswärts tätig (act. II 19/2). Dem Beschwerdeführer sind mit Blick auf 
das Zumutbarkeitsprofil angepasste Hilfsarbeiten zu 100 % zumutbar; er 
könnte – wie nachfolgend aufgezeigt – mit einer solchen Tätigkeit im Ver-
gleich zur jetzigen Arbeit als … und mit Nebenerwerb ein höheres Ein-
kommen erzielen. Solche Hilfsarbeiten werden im Übrigen auf dem mass-
gebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt, welcher als theo-
retischer und abstrakter Begriff die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berück-
sichtigt, altersunabhängig nachgefragt (vgl. Entscheide des BGer vom 2. 
September 2019, 9C_323/2019, E. 4.2; vom 30. Juli 2019, 9C_305, E. 
5.3.2). 

Damit ist die Festlegung des Invalideneinkommens anhand der LSE – wie 
sie von der Beschwerdegegnerin vorgenommen wurde – nicht zu bean-
standen. Gestützt auf LSE 2018, monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach 
Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, privater Sektor, 
Total, Kompetenzniveau 1, Männer, von Fr. 5'417.--, angepasst an die be-
triebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche, aufge-
rechnet auf ein Jahr und indexiert auf das Jahr 2020 (da entsprechende 
Indices für das Jahr 2021 nicht vorliegen; vom BFS herausgegebene Ta-
belle T1.1.15 Nominallohnindex, Männer, 2016-2020, Ziff. 05-96, Total, 
2018: 101.5; 2020: 103.2) resultiert ein hypothetisches Invalideneinkom-
men von Fr. 68'901.65 (Fr. 5'417.-- / 40 x 41.7 x 12 / 101.5 x 103.2). Die 
Beschwerdegegnerin berücksichtigte zudem einen leidensbedingten Tabel-
lenlohnabzug von 15 %, was mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil (vgl. 
E. 3.1.4 hiervor) nicht zu beanstanden ist. Damit ergibt sich ein hypotheti-
sches Invalideneinkommen von Fr. 58'566.40.

4.4 Aufgrund des Einkommensvergleichs mit einem Valideneinkommen 
von Fr. 34'032.75 und einem hypothetischen Invalideneinkommen von 
Fr. 58'566.40 steht fest, dass der Beschwerdeführer mit dem zumutbaren 
Einkommen in einer Hilfstätigkeit mehr verdienen würde als in der bisher 
ausgeübten … Tätigkeit, weshalb er keinen Anspruch auf eine Rente hat. 

An diesem Ergebnis ändert auch der Umstand nichts, dass der Beschwer-
deführer nach Erkrankung den … umstellte, weshalb die Einkommen als 
selbstständiger … ab 2016 davon beeinflusst sind; denn bereits vorher er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2022, IV/21/751, Seite 14

zielt er nicht viel höhere Einkommen und ging deshalb auch einem Neben-
erwerb nach (vgl. act. II 5/2).

4.5 Nach dem Dargelegten erweist sich die angefochtene Verfügung 
vom 23. September 2021 als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen, 
soweit darauf einzutreten ist.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

5.2 Es ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2022, IV/21/751, Seite 15

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.