# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9bc15672-dac8-5dd2-8898-d4c55d19bc56
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 11.10.2016 S 2016 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2016-44_2016-10-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 44 und S 16 46

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuarin ad hoc Christen

URTEIL

vom 11. Oktober 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid,

Beschwerdeführerin 1
und

B._____,
vertreten durch Dr. phil et lic. iur. Karin Goy, Goy Blesi Beratungen,

Beschwerdeführer 2
gegen 

C._____ AG,
Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. B._____ war vom 18. September bis zum 11. Dezember 2015 im Rahmen 

einer Stellvertretung als Sport- und Informatiklehrer angestellt und 

dadurch bei der C._____ AG obligatorisch unfallversichert. 

Krankenversichert ist er bei der A._____ AG.

2. Mit Schadenmeldung vom 21. Oktober 2015 informierte die Arbeitgeberin 

die C._____ darüber, dass B._____ am 20. Oktober 2015 bei der 

Demonstration einer Landung mit Abrollen über die Schulter und den 

Rücken einen Schlag auf die Schulter erhalten und sich dabei am 

Schultereckgelenk verletzt habe. Mit dem „Fragebogen Unfallbegriff“ holte 

die C._____ daraufhin bei B._____ weitere Informationen über den Vorfall 

ein. Mit Arztzeugnis vom 13. November 2015 gab Dr. med. D._____ an, 

die Erstbehandlung habe am 20. Oktober 2015 stattgefunden und es liege 

eine AC-Gelenksluxation Typ Tossy III rechts vor. B._____ wurde eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 20. bis am 27. Oktober 2015 sowie 

eine Arbeitsunfähigkeit für den Sportunterricht bis am 8. Dezember 2015 

attestiert. Bis zum 11. Januar 2016 erhielt er ein Sportverbot.

3. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2015 lehnte die C._____ die Ausrichtung 

von Versicherungsleistungen ab mit der Begründung, es liege weder ein 

Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vor. 

Gesundheitsschädigungen, welche anlässlich einer sportlichen Tätigkeit 

aufträten, würden nur dann als Unfall anerkannt, wenn sie auf eine 

aussergewöhnliche äussere Ursache zurückzuführen seien. Eine solche 

fehle vorliegend, die Übung sei unter normalen Bedingungen abgelaufen. 

Gegen diese Verfügung erhob B._____ am 17. Dezember 2015 

Einsprache. Die A._____ erhob am 12. Januar 2016 vorsorglich 

Einsprache. Mit Eingabe vom 8. Februar 2016 hielt die A._____ an der 

Einsprache fest und reichte die Begründung nach. Dabei berief sie sich 

unter anderem auf die Beurteilung ihres Vertrauensarztes Dr. med. 

E._____ vom 5. Februar 2016, wonach die AC-Gelenksluxation lege artis 

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diagnostiziert worden und der vom Versicherten genannte 

Unfallmechanismus dazu passend sei.

4. Mit Einspracheentscheid vom 24. Februar 2016 wies die C._____ die 

beiden Einsprachen ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, 

nach den Angaben in der Unfallmeldung und im Fragebogen liege kein 

Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG vor. Auch die Voraussetzungen für eine 

unfallähnliche Körperschädigung seien nicht erfüllt. B._____ sei als 

Sportlehrer gewöhnt, Turnübungen durchzuführen. Die Demonstration 

einer Landung über die Schulter könne deshalb nicht als Tätigkeit mit 

gesteigertem Gefährdungspotenzial betrachtet werden, eine mehr als 

normale Beanspruchung des Körpers bestehe dabei nicht.

5. Gegen diesen Entscheid erhob die A._____ am 6. April 2016 Beschwerde 

an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (Verfahren S 16 44). 

Sie beantragte, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben 

und die C._____ sei zu verpflichten, B._____ für das Ereignis vom 20. 

Oktober 2015 die gesetzlichen Leistungen aus der Unfallversicherung zu 

erbringen. Zur Begründung machte die A._____ im Wesentlichen geltend, 

es sei von einem Sturz und damit von einem Unfall auszugehen. Auch die 

Voraussetzungen für eine unfallähnliche Körperschädigung seien erfüllt. 

Die AC-Gelenksluxation entspreche einer Listenverletzung gemäss Art. 9 

Abs. 2 lit. c und g UVV und das Ereignis entspreche einem ausserhalb 

des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen oder eben 

unfallähnlichen Vorfall.

6. Am 11. April 2016 erhob auch B._____ Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (Verfahren S 16 46). Er 

beantragte ebenfalls die Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. 

Zur Begründung machte er geltend, die Beschwerdegegnerin habe den 

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Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abgeklärt, indem sie ihn nicht 

aufgefordert habe, die Fragen im „Fragebogen Unfallbegriff“ detaillierter 

zu beantworten, und indem sie keinen der beteiligten Schüler als Zeugen 

befragt habe. Im Übrigen entsprach die Begründung im Wesentlichen 

derjenigen der A._____.

7. Mit Verfügung vom 12. April 2016 vereinigte die Instruktionsrichterin die 

beiden Beschwerdeverfahren S 16 44 und S 16 46.

8. Die C._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 

Beschwerdeantwort vom 3. Mai 2016 die Abweisung der Beschwerden. 

Sie hielt an der Begründung im Einspracheentscheid fest und ergänzte, 

von einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes könne nicht die 

Rede sein. Sie habe keinen Grund gehabt, den Versicherten um eine 

dritte Sachverhaltsschilderung zu bitten oder Zeugen zu befragen, sei er 

doch im Begleitschreiben zum „Fragebogen Unfallbegriff“ ausdrücklich auf 

die Notwendigkeit einer vollständigen und genauen Beschreibung 

hingewiesen worden. Bezüglich des Unfallbegriffs verwies die C._____ 

auf verschiedene Entscheide, in welchen das Bundesgericht ähnliche 

Vorgänge nicht als Unfälle qualifiziert hatte.

9. B._____ (Schreiben vom 12. Mai 2016) und die A._____ (Schreiben vom 

24. Mai 2016) verzichteten auf eine Replik.

Auf die weiteren Ausführungen im Einspracheentscheid und in den 

Rechtsschriften wird soweit erforderlich in den Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 6 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) kann die zuständige 

Behörde im Interesse einer zweckmässigen Erledigung die Verfahren bei 

getrennt eingereichten Eingaben zum gleichen Gegenstand vereinigen. 

Voraussetzung für eine Verfahrensvereinigung ist, dass den Eingaben 

derselbe Sachverhalt zugrunde liegt und sich die gleichen Rechtsfragen 

stellen (BGE 128 V 124 E.19). Dies trifft vorliegend bei den beiden 

Verfahren S 16 44 (Beschwerde der A._____ [nachfolgend: 

Beschwerdeführerin 1]) und S 16 46 (Beschwerde von B._____ 

[nachfolgend: Beschwerdeführer 2]) zu, so dass sie von der 

Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 12. April 2016 im Rahmen des 

Schriftenwechsels vereinigt wurden.

2. Anfechtungsobjekt ist der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin 

vom 24. Februar 2016. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) in Verbindung mit Art. 56 Abs. 1 

und Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen 

Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, in welchem die 

versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte zur Zeit der 

Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Vorliegend hat der Beschwerdeführer 

2 seinen Wohnsitz in X._____ (GR), weshalb die örtliche Zuständigkeit 

des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gegeben ist. Dessen 

sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG in 

Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG. Gemäss Art. 59 ATSG ist zur 

Beschwerde berechtigt, wer durch den angefochtenen 

Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 

dessen Aufhebung oder Änderung hat. Diese Voraussetzung erfüllt die 

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Beschwerdeführerin 1 als Krankenversicherung des Beschwerdeführers 

2, da der Leistungsansprüche verneinende Einspracheentscheid 

unmittelbar ihre prinzipielle Leistungspflicht aus der gesetzlichen 

Grundversicherung begründet (BGE 134 V 153 E.5.3.1). Der 

Beschwerdeführer 2 ist als formeller und materieller Adressat des 

angefochtenen Entscheides ebenfalls zur Beschwerde legitimiert. Auf die 

Beschwerden, welche zudem frist- und formgerecht eingereicht wurden, 

ist deshalb einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG). 

3. a) Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht zu Recht verneint hat, indem sie das Ereignis vom 20. 

Oktober 2015 weder als Unfall noch als unfallähnliche Körperschädigung 

qualifiziert hat. Gemäss Art. 6 Abs.1 UVG werden die 

Versicherungsleistungen in der Regel bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Ein Unfall ist gemäss 

Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, 

die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Einem Unfall gleichgestellt sind 

gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG und Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) die unfallähnlichen 

Körperschädigungen. Bei Knochenbrüchen, Verrenkungen von Gelenken, 

Meniskusrissen, Muskelrissen, Muskelzerrungen, Sehnenrissen, 

Bandläsionen und Trommelfellverletzungen besteht ein Anspruch auf 

Leistungen der Unfallversicherung auch dann, wenn sie ohne 

ungewöhnliche äussere Einwirkung aufgetreten sind, sofern sie nicht 

eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen 

sind.

b) Der Beschwerdeführer 2 hat bei dem streitigen Vorfall am 20. Oktober 

2015 gemäss dem Arztzeugnis von Dr. med. D._____ vom 13. November 

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2015 (Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 6) eine AC-

Gelenksluxation Typ Tossy III rechts erlitten. Dieses Verletzungsbild 

umfasst eine Verrenkung des Schultereckgelenks, also der Verbindung 

zwischen dem äusseren Ende des Schlüsselbeins und dem oberen Ende 

des Schulterblatts, und eine Komplettruptur der gesamten 

schulterstabilisierenden Bandstrukturen 

(https://de.wikipedia.org/wiki/Schultereckgelenksverrenkung; besucht am 

21. November 2016). Diese Verletzung stellt eine so genannte 

Listenverletzung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV dar, umfasst sie doch die 

Verrenkung eines Gelenkes (lit. b) und Bandläsionen (lit. g). 

c) Im Folgenden muss nicht untersucht werden, ob ein Unfall im Sinne von 

Art. 4 ATSG vorliegt, sondern es genügt zu prüfen, ob die 

Voraussetzungen für eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von 

Art. 9 Abs. 2 UVV erfüllt sind, was, wie nachfolgend aufzuzeigen sein 

wird, zu bejahen ist. Bei der unfallähnlichen Körperschädigung müssen 

vier Tatbestandsmerkmale gegeben sein, nämlich Körperverletzung, 

Plötzlichkeit, fehlende Absicht und äussere Einwirkung, und es muss ein 

Kausalzusammenhang bestehen zwischen der Körperschädigung und 

dem unfallähnlichen Ereignis. Anders als beim Unfall ist bei der 

unfallähnlichen Körperschädigung nicht erforderlich, dass die äussere 

Einwirkung ungewöhnlich ist (BGE 134 V 72 E.2.3, 129 V 466 E.2.2). 

d) Vorliegend steht fest, dass sich der Beschwerdeführer 2 am 20. Oktober 

2015 im Turnunterricht an der Schulter verletzt hat, und dass er sich 

unmittelbar nach dem Vorfall auf der Notfallaufnahme des 

Universitätsspitals Zürich behandeln liess. Die Tatbestandsmerkmale der 

Körperverletzung, der Plötzlichkeit und der fehlenden Absicht sind 

unbestrittenermassen gegeben. Streitig und zu prüfen ist das 

Tatbestandsmerkmal der äusseren Einwirkung.

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4. a) Die Parteien sind sich über den Ablauf des Vorfalls vom 20. Oktober 2015 

nicht einig. Es ist deshalb zunächst zu klären, von welchem Sachverhalt 

auszugehen ist. Dabei darf das Gericht eine Tatsache nur dann als 

bewiesen annehmen, wenn es von ihrem Bestehen überzeugt ist. 

Während im Zivil- und Strafverfahren die richterliche Überzeugung 

grundsätzlich auf dem vollen Beweis gründet, haben Sozialversicherer 

und Richter im Sozialversicherungsrecht ihren Entscheid üblicherweise 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen 

(BGE 141 V 216 E.5.2). Im Sozialversicherungsrecht ist mit anderen 

Worten jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste zu würdigen ist. Nach der 

Rechtsprechung hat die versicherte Person die einzelnen Umstände des 

als Unfall gemeldeten Ereignisses glaubhaft zu machen. Unvollständige, 

ungenaue oder widersprüchliche Angaben zum Geschehensablauf 

können die Verneinung der Leistungspflicht der Unfallversicherung zur 

Folge haben. Im Streitfall hat das Sozialversicherungsgericht zu 

entscheiden, ob die einzelnen Tatbestandsmerkmale einer 

unfallähnlichen Körperschädigung oder eines Unfalles gegeben sind. 

Hierzu hat es im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes die 

notwendigen Beweise zu erheben (Urteile des Bundesgerichts 

8C_358/2016 vom 28. September 2016 E.3.4 und 8C_50/2012 vom 1. 

März 2012 E.5.1). Bei sich widersprechenden Angaben über den 

Unfallhergang ist die Beweismaxime zu beachten, wonach die spontanen 

"Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und 

zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst 

von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer 

Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung 

im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem 

Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach 

Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 130 V 117 

E.2.2.7, 121 V 45 E.2a). 

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b) In den Akten finden sich zum Ablauf des Geschehens am 20. Oktober 

2015 folgende zeitnahe Aussagen:
Schadenmeldung vom 23. Oktober 2015 (Bg-act.1):

 Sachverhalt: Demonstration einer Landung mit Abrollen über Schulter/Rücken; beim 

Abrollen Schlag auf Schulter

Fragebogen zur Ergänzung der Schadenmeldung vom 27. Oktober 2015 (Bg-act. 3):

 Bei welcher Arbeit und unter welchen Umständen haben sie Beschwerden erlitten? 

Turnunterricht. Demonstration einer Landung mit Abrollen über Schulter

 Wann haben Sie zum ersten Mal Schmerzen gespürt? Beim Unfall (Schlag auf 

Acromion)

 Handelte es sich um eine für Sie öfters vorkommende Tätigkeit? Ist sie unter 

normalen Umständen vor sich gegangen? Oder hat sich dabei etwas 

Ausserordentliches ereignet (Schlag, Sturz, Ausrutschen, usw.)? Wenn ja, 

beschreiben Sie uns genau was vorgegangen ist. Antwort: „-„

Arztbericht von Dr. med. D._____, Klinik für Unfallchirurgie USZ vom 13. November 

2015 (Bg-act. 6):

 Angaben des Patienten: Sei beim Abrollen im Turnunterricht (als Lehrer) auf die 

rechte Schulter gestürzt.

Nachdem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht mit Verfügung 

vom 8. Dezember 2015 verneint hatte, schilderte der Beschwerdeführer 2 

den Vorfall in seiner Einsprache vom 17. Dezember 2015 (Bg-act. 9) wie 

folgt:
 Wie bereits erwähnt ereignete sich der Vorfall bei der Demonstration einer Landung 

im Turnunterricht. Bei einem Sprung über einen Schwedenkasten bin ich mit zu viel 

Schwung und voller Wucht auf die Schulter gestürzt, wodurch ich einen heftigen 

Schlag auf das Acromion erlitt. (…) Der Vorfall ereignete sich insofern nicht unter 

normalen Bedingungen, als dass ich die Demonstration ohne Matten durchführte 

und die Landung wie oben erwähnt nicht wunschgemäss verlief.

c) Die Beschwerdegegnerin hat diese Angaben in dem Sinne interpretiert, 

dass die Schmerzen bei einer „ganz normalen Demonstration eines 

Turnlehrers“ aufgetreten seien, und dass der erwähnte „Schlag“ nicht die 

Ursache sondern die Art der Schmerzen schildere. Dem kann nicht 

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gefolgt werden. Der Beschwerdeführer 2 umschrieb den fraglichen 

Vorgang in der Schadenmeldung (Bg-act. 1) und im Fragebogen (Bg-act. 

3) mit dem Begriff „Landung“. Dieser Begriff impliziert, dass das Abrollen 

nicht aus der Hocke erfolgte, sondern dass ein Sprung vorausging, kann 

man doch nur dann „landen“, wenn man zuvor keinen Bodenkontakt 

hatte. Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 2 

einen Sprung vorwärts gemacht hat mit dem Ziel, den Schwung 

kontrolliert durch ein Abrollen über die Schulter und den Rücken 

abzufedern. Ob er dabei, wie in der Einsprache vom 17. Dezember 2015 

(Bg-act. 9) behauptet, über einen Schwedenkasten gesprungen ist, oder 

ob er den Sprung ohne Hindernis ausgeführt hat, kann offen gelassen 

werden. Der Beschwerdeführer 2 spricht sodann sowohl in der 

Schadenmeldung als auch im Fragebogen von einem „Schlag“ auf die 

Schulter beziehungsweise auf das Akromion (Schultereckgelenk). 

Aufgrund der Umstände ist dieser „Schlag“ als heftiger Aufprall der 

Schulter auf dem Boden zu verstehen. Allem Anschein nach hat der 

Beschwerdeführer 2 den Sprung und die Abrollbewegung nicht gut 

koordiniert, so dass er mit der Schulter in einer ungünstigen Position auf 

dem Boden aufschlug. Dass der Beschwerdeführer 2 diesen Ablauf in der 

Schadenmeldung (Bg-act. 1) und im Fragebogen (Bg-act. 3) nicht als 

„Sturz“ bezeichnete, ist nachvollziehbar. Ein Sturz umfasst im üblichen 

Sprachgebrauch zwei Elemente, einerseits ein unbeabsichtigtes, durch 

ein Missgeschick ausgelöstes Fallen und andererseits einen 

unkontrollierten Aufprall. Vorliegend fehlt der Aspekt des unbeabsichtigten 

Fallens, war der Sprung doch in Erwartung einer kontrollierten Landung 

gewollt. Dass der Beschwerdeführer 2 den Vorfall dann später in der 

Einsprache als Sturz umschrieb, und Dr. med. D._____ in ihrem 

Arztbericht vom 26. Oktober 2015 (Bg-act. 6) einen Sturz erwähnte, steht 

nicht in unlösbarem Widerspruch mit den Aussagen der ersten Stunde, 

war doch bei der missglückten Landung der Aspekt des unkontrollierten 

Aufpralls, mithin der Hauptaspekt eines Sturzes, gegeben. Somit vermag 

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der Beschwerdeführer 2 den Geschehensablauf in genügender Weise 

glaubhaft zu machen, und es ist nachfolgend davon auszugehen, dass 

sich der Beschwerdeführer 2 bei einer missglückten Landung durch ein 

Aufschlagen der Schulter am Boden verletzte, ohne dass ein eigentlicher 

Sturz vorlag. 

d) Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG nimmt der Versicherungsträger die 

notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die 

erforderlichen Auskünfte ein. Damit weist das Gesetz dem 

Versicherungsträger die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt 

nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, so dass gestützt darauf 

über den Leistungsanspruch mindestens mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (BGE 137 V 

210 E.1.2.1; KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, 2015, Rz. 20 zu Art. 

43). Dieser Abklärungspflicht ist die Beschwerdegegnerin entgegen der 

Ansicht des Beschwerdeführers 2 nachgekommen. Nachdem der 

Sachverhalt in der Schadenmeldung nur grob geschildert war, holte die 

Beschwerdegegnerin mit dem Fragebogen weitere Informationen ein. Im 

Begleitschreiben vom 26. Oktober 2015 (Bg-act. 3bis) wies sie den 

Beschwerdeführer 2 darauf hin, dass der Fragebogen vollständig 

auszufüllen sei und dass es darum gehe, das Ereignis vom 20. Oktober 

2015 genauer zu beschreiben. Auch aus dem Fragebogen selbst war klar 

ersichtlich, dass es in den Fragen 1 bis 5 um die Präzisierung des 

Sachverhaltes ging. Obwohl die Antworten des Beschwerdeführers 2 eher 

knapp ausfielen, ergab sich insgesamt ein kohärentes Bild. Da der 

Beschwerdeführer 2 die klar und verständlich formulierte Frage nach 

ausserordentlichen Umständen mit der Antwort „-„ verneint hatte, durfte 

die Beschwerdegegnerin ohne Weiteres davon ausgehen, dass der 

Ablauf der Turnübung nicht durch ein Ausrutschen oder etwas Ähnliches 

gestört worden war. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 2 war 

die Beschwerdegegnerin deshalb nicht verpflichtet, nochmals bei ihm 

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nachzufragen oder die in der Turnstunde anwesenden Schüler als 

Zeugen zu befragen.

5. a) Es kann nun geprüft werden, ob die missglückte Landung des 

Beschwerdeführers 2 nach einem Sprung als unfallähnliche 

Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV zu qualifizieren ist, 

beziehungsweise ob vorliegend nebst den unbestrittenen Aspekten auch 

das Tatbestandsmerkmal der äusseren Einwirkung gegeben ist. Nach der 

Rechtsprechung besteht die äussere Einwirkung bei einer unfallähnlichen 

Körperschädigung in einem ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv 

feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfall (BGE 135 V 194 

E.3.1, 129 V 466 E.2.2). Die äussere Einwirkung ist das Gegenstück zur 

inneren Ursache, welche den Krankheitsbegriff konstituiert (BGE 134 V 

72 E.4.1.1). Typischerweise besteht der äussere Faktor in einem 

Geschehen, das von aussen auf die geschädigte Person einwirkt. Nach 

der Rechtsprechung kann der äussere Faktor aber auch in einer 

körpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E.4.1). Dabei ist 

entweder ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gesteigertes 

Gefährdungspotenzial innewohnt, beziehungsweise bei dem eine mehr 

als physiologisch normale Beanspruchung des Körpers auftritt. Oder es 

kann eine alltägliche Lebensverrichtung sein, bei welcher ein von dieser 

Verrichtung unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt, welches die 

alltägliche Lebensverrichtung zu einem gewissen Mass unkontrollierbar 

macht (BGE 129 V 466 E.4.2.2, Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 

vom 8. Mai 2014 E.2.2.3). Nach der Rechtsprechung ist bei sportlichen 

Aktivitäten in der Regel von einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage 

auszugehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom 8. Mai 2014 

E.2.2.3). Allerdings genügt die sportliche Aktivität allein nicht für die 

Bejahung des hinsichtlich des äusseren Faktors erforderlichen 

gesteigerten Gefahrenpotenzials. Zu beurteilen ist zudem, ob der im 

konkreten Fall zur Diskussion stehende Bewegungsablauf mit einer mehr 

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als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten 

Beanspruchung des Körpers, insbesondere der Gliedmassen, verbunden 

war (Urteil des Bundesgerichts 8C_147/2014 vom 16. Juli 2014 E.3.3). 

b) Vorliegend ist die Verletzung bei einer Turnübung, mithin also bei einer 

sportlichen Aktivität aufgetreten. Beim Turnen geht die Beanspruchung 

des Körpers bei den meisten Übungen deutlich über diejenige bei 

alltäglichen Lebensverrichtungen hinaus. Eine Turnübung stellt in Sachen 

Beweglichkeit, Koordination und Kraft in der Regel deutlich höhere 

Anforderungen als Alltagsbewegungen wie zum Beispiel Gehen, Sitzen 

oder Treppensteigen. Gegenüber der alltäglichen körperlichen Belastung 

wohnt dem Turnen eine erhöhte Verletzungsgefahr inne. Dies zeigt sich 

anschaulich an der vorliegend zur Debatte stehenden Übung des 

Abrollens am Boden über die Schulter und den Rücken nach einem 

Sprung. Beim Aufprall auf dem Boden treten nämlich beträchtliche Kräfte 

auf, welche der Körper nur bei einem korrekten Ablauf der Übung auf eine 

unschädliche Weise absorbieren kann. Stimmt die Position bei der 

Landung nicht, so treten Kräfte auf, welche die physiologisch normale und 

psychologisch beherrschte Beanspruchung des Körpers übersteigen, weil 

das Abrollen nach einem Sprung zwangsläufig mit einer beträchtlichen 

Geschwindigkeit erfolgt. Die gesteigerte Gefahrenlage resultiert aus dem 

anspruchsvollen, nicht alltäglichen Bewegungsablauf. Sie besteht 

grundsätzlich unabhängig davon, ob die Landung auf einer Matte oder auf 

dem Turnhallenboden erfolgt, wobei die Verletzungsgefahr ohne Matte 

natürlich grösser ist. Ob der Beschwerdeführer die Turnübung tatsächlich 

ohne Matte durchgeführt hat, wie in der Einsprache behauptet (Bg-act. 9), 

kann deshalb offen bleiben. Nicht von Bedeutung ist sodann die Frage, 

wie häufig der Betroffene den entsprechenden Bewegungsablauf 

ausführt, wird doch nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein 

Bewegungsablauf mit erhöhtem Gefährdungspotenzial allein durch 

häufige Ausübung nicht zu einer gewohnten Lebensverrichtung (Urteil des 

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Bundesgerichts 8C_147/2014 vom 16. Juli 2014 E.3.6). In diesem 

Zusammenhang sei der Vollständigkeit halber darauf hingewiesen, dass 

der Beschwerdeführer 2 vor dem Ereignis vom 20. Oktober 2015 nur 

unregelmässig und jeweils nur mit sehr kleinem Pensum Sport 

unterrichtet hatte, so dass für ihn ein Sprung mit Abrollen wohl ohnehin 

keine häufig ausgeübte Tätigkeit war. Entgegen der Ansicht der 

Beschwerdegegnerin ist deshalb vorliegend das Einwirken eines 

äusseren Faktors zu bejahen.

c) Dieses Ergebnis steht in Übereinstimmung mit der Praxis des 

Bundesgerichts. So wurde das Einwirken eines äusseren Faktors bejaht 

bei einem von einer Fitness-Instruktorin ausgeführten Squat-Jump 

(Sprung aus der Hocke ohne Ausholbewegung mit den Armen; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_40/2014 vom 8. Mai 2014), bei einem Radschlag 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2015 vom 21. November 2014), bei 

einer Partnerübung im Rahmen eines Selbstverteidigungstrainings (Urteil 

des Bundesgerichts 8C_147/2014 vom 16. Juli 2014), beim einbeinigen 

Hüpfen und Schlagen der Knie in die Hände des Trainers beim 

Fitnesstraining (Urteil des Bundesgerichts 8C_295/2015 vom 8. 

September 2015), bei einem Zweikampf beim Fussball (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_186/2011 vom 26. Juli 2011), beim Skifahren im 

Tiefschnee (Urteil des Bundesgerichts 8C_843/2015 vom 26. Februar 

2016), beim Skifahren auf der Piste (Urteil des Bundesgerichts 

8C_610/2015 vom 11. Januar 2016), beim Fangen eines Balles im 

Rahmen eines Netzballturniers (Urteil des Bundesgerichts 8C_532/2007 

vom 9. Juni 2008), beim Herabspringen aus einer Höhe von rund 60 cm 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_158/2007 vom 13. November 2007) und 

beim Carving-Skifahren durch einen Skilehrer (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 223/05 vom 27. Oktober 

2005).

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d) Die von der Beschwerdegegnerin ins Feld geführten 

Bundesgerichtsurteile stehen der Qualifikation des Ereignisses vom 20. 

Oktober 2015 als unfallähnliche Körperschädigung nicht entgegen. Die 

Urteile 8C_189/2010 vom 9. Juli 2010 und U 322/02 vom 7. Oktober 2003 

beschlagen die Frage, ob ein Unfall im Rechtssinne vorlag, mithin die 

Frage, ob der einwirkende äussere Faktor ungewöhnlich gewesen war. 

Diese Frage stellt sich bei einer unfallähnlichen Körperschädigung, wie 

sie vorliegend Thema ist, nicht (vgl. vorne E.3). Und in den Urteilen U 

98/01 vom 28. Juni 2002 und U 134/00 vom 21. September 2001 geht es 

zwar um eine unfallähnliche Körperschädigung, aber nicht um das 

vorliegend streitige Tatbestandsmerkmal des äusseren Faktors, sondern 

um die Frage, ob eine Listenverletzung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV 

gegeben war.

e) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Ereignis vom 20. 

Oktober 2015 entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin als 

unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. b und g 

UVV zu qualifizieren ist. Der Kausalzusammenhang zwischen diesem 

Ereignis und der dabei aufgetretenen Schulterverletzung ist von ärztlicher 

Seite mit genügender Beweiskraft bestätigt. Im Ärztlichen Zeugnis des 

Universitätsspitals Zürich vom 26. Oktober 2015 (Bg-act. 6) wurde 

angegeben, es lägen ausschliesslich Unfallfolgen vor. Und Dr. med. 

E._____, der Vertrauensarzt der Beschwerdeführerin 1, führte in seiner 

Beurteilung vom 5. Februar 2016 (Akten der Beschwerdeführerin 1 [Bf1-

act.] 15) aus, eine AC-Gelenksluxation sei eine häufige Verletzungsform, 

deren Ursache typischerweise Stürze auf die Schulter seien. Der vom 

Beschwerdeführer 2 geschilderte Unfallmechanismus passe zu der 

Diagnose. In den Akten finden sich sodann keinerlei Hinweise auf eine 

Krankheit, was nicht weiter überrascht, da eine Verrenkung des 

Schultereckgelenks mit vollständiger Ruptur der schulterstabilisierenden 

Bandstrukturen als Folge einer Krankheit schwer vorstellbar ist. Die 

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Beschwerdegegnerin hat somit in Zusammenhang mit dem Ereignis vom 

20. Oktober 2015 die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen.

6. a) Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich damit als 

rechtswidrig und die dagegen erhobenen Beschwerden sind 

gutzuheissen.

b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen - ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung - kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben 

werden. 

c) Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende 

Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom 

Versiche-rungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 

nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 2 

macht mit Honorarnote vom 12. Mai 2016 einen Betrag von total Fr. 

1‘940.40 (inkl. MWST) geltend. Sie geht dabei von einem Aufwand von 8 

Stunden und 10 Minuten bei einem Stundenansatz von Fr. 220.-- aus, 

was nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerdegegnerin hat den 

Beschwerdeführer 2 demnach mit Fr. 1‘940.40 (inkl. MWST) zu 

entschädigen.

d) Der Beschwerdeführerin 1 steht kein Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

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1. Die Beschwerden werden gutgeheissen, der Einspracheentscheid der 

C._____ AG vom 24. Februar 2016 wird aufgehoben und die C._____ AG 

wird verpflichtet, B._____ im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 20. 

Oktober 2015 die gesetzlichen Versicherungsleistungen gemäss UVG zu 

erbringen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die C._____ AG entschädigt B._____ aussergerichtlich mit Fr. 1‘940.40 

(inkl. MWST).

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]