# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ed66898-54e5-5e1d-9286-6d384ed4881f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.10.2021 720 21 108/290
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-108-290_2021-10-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. Oktober 2021 (720 21 108 / 290) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Hilfsmittel / Med. Massnahmen; Rückweisung zur weiteren Abklärung aufgrund von Zwei-

feln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin als mass-

geblich erachteten versicherungsinternen Beurteilung sowie an den vom Beschwerdefüh-

rer beigebrachten ärztlichen Berichten. 

 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiber i.V. Benjamin Appius 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Hilfsmittel / Med. Massnahmen  

 
 
 
A. Dem 2015 geborenen A.____ wurden aufgrund der Geburtsgebrechen Ziff. 182 (Pes 
equinovarus congenitus) und Ziff. 323 (angeborene hämolytische Anämien) diverse Leistungen 
in Form von medizinischen Massnahmen und Hilfsmittel durch die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-
Stelle) erbracht. Mit Verfügung vom 28. November 2019 stellte die IV-Stelle fest, dass das Ge-
burtsgebrechen Ziff. 182 nicht mehr vorliege, weshalb nunmehr kein Anspruch auf medizinische 

 

 
 
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Massnahmen bzw. Physiotherapie bestehe. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechts-
kraft. Am 26. Oktober 2020 wurde ein Gesuch um Verlängerung der Kostengutsprache im Zu-
sammenhang mit dem Geburtsgebrechen Ziff. 182 eingereicht. Nach Rücksprache mit Dr. med. 
C.____, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und Dr. med. D.____, Facharzt für Physikali-
sche und Rehabilitative Medizin sowie Orthopädie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), und 
Durchführung des Vorbescheidverfahrens wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 2. März 2021 die 
Kostengutsprache für medizinische Massnahmen sowie mit Verfügung vom 8. März 2021 einen 
Anspruch auf Hilfsmittel in Form von Schuhzurichtungen ab. 
 
B. Gegen diese Verfügungen erhob A.____, vertreten durch seine Mutter B.____, am 
18. März 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sinngemäss beantragte er, dass die Verfügungen vom 2. 
März 2021 und vom 8. März 2021 aufzuheben seien und die IV-Stelle zu verpflichten sei, die 
Kosten für die medizinischen Massnahmen sowie die beantragte Schuhzurichtung zu überneh-
men. Zur Begründung wurde ein Bericht von Dr. med. E.____, FMH Orthopädie und Unfallchirur-
gie, Oberarzt am Spital X.____, vom 18. März 2021 beigelegt, wonach das Geburtsgebrechen 
Ziff. 182 weiterhin fortbestehe. 

 

C. Mit Gesuch vom 27. April 2021 beantragte der Beschwerdeführer, es sei ihm die unent-
geltliche Prozessführung zu bewilligen. Mit Verfügung vom 26. Mai 2021 gewährte das Kantons-
gericht dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung für das vorliegende Verfahren. 

 

D. In ihrer Vernehmlassung vom 31. Mai 2021 schloss die IV-Stelle unter Berufung auf die 
erneute Bewertung durch Dr. D.____ vom 8. April 2021 und 20. Mai 2021 auf Abweisung der 
Beschwerde. 

 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 
1959 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Verfügungen der IV-Stelle beim 
Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Zur 
Beurteilung der Beschwerde sachlich zuständig ist im Kanton Basel-Landschaft, gemäss § 54 
Abs. 1 lit. d des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Auf die beim zu-
ständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 18. März 2021 kann dem-
nach eingetreten werden. 

 

 

 
 
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2. Zu prüfen ist, ob die IV-Stelle den Anspruch von A.____ auf Kostengutsprache für medi-
zinische Massnahmen sowie Schuhzurichtungen im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen 
Ziff. 182 zu Recht abgelehnt hat.  

 

3. Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung 
von Geburtsgebrechen (Art. 3 Abs. 2 ATSG) notwendigen medizinischen Massnahmen (Art. 13 
Abs. 1 IVG). Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, für welche diese Massnahmen gewährt 
werden (Art. 13 Abs. 2 IVG). Als Geburtsgebrechen gelten diejenigen Krankheiten, die bei voll-
endeter Geburt bestehen (Art. 3 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 Satz 1 der Verord-
nung über Geburtsgebrechen [GgV] vom 9. Dezember 1985). Die blosse Veranlagung zu einem 
Leiden gilt nicht als Geburtsgebrechen. Die Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang zur 
GgV aufgeführt. Ziffer 182 des Anhangs zur GgV umfasst den sog. Klumpfuss. Es handelt sich 
bei der Fussfehlstellung in Form des Klumpfusses (Pes equinovarus congenitus) um ein zu Las-
ten der Invalidenversicherung zu behandelndes Geburtsgebrechen (GgV-Anhang Ziff. 182; vgl. 
BGE 142 V 58 E. 2.1). 

 

4.1 Die medizinischen Massnahmen im Sinne von Art. 13 IVG umfassen die Behandlung, die 
vom Arzt selbst oder auf seine Anordnung durch medizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder 
Hauspflege vorgenommen wird und die Abgabe der vom Arzt verordneten Arzneien (Art. 14 
Abs. 1 IVG). Als medizinische Massnahmen, die für die Behandlung eines Geburtsgebrechens 
notwendig sind, gelten sämtliche Vorkehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen 
Wissenschaft angezeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckmässiger 
Weise anstreben (Art. 2 Abs. 3 GgV). 

 

4.2 In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist darauf hinzuweisen, dass das sozialversicherungs-
rechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrund-
satz beherrscht sind. Danach haben Versicherungsträger und das Gericht von Amtes wegen für 
die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Die 
Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache 
nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversi-
cherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren Entscheid, sofern das Gesetz nicht et-
was Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 
nicht. Verwaltung und Gericht haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie 
von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (vgl. BGE 
138 V 218 E. 6 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Sowohl bei der Feststellung des Gesundheitszustandes einer versicherten Person als 
auch bei dessen rechtlicher Beurteilung ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und 
im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur 
Verfügung zu stellen sind. Es ist deren Aufgabe, den Gesundheitszustand zu beurteilen (vgl. BGE 
105 V 156 E. 1 in fine, 140 V 193 E. 3.2, 132 V 93 E. 4, 115 V 133 E. 2, je mit weiteren Hinweisen). 

 

 
 
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Die ärztlichen Stellungnahmen bilden eine wichtige Grundlage für die Beurteilung, ob und allen-
falls welche Leistungen einer versicherten Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zustehen. Das Gericht hat die ihm vorliegenden medizinischen Unterlagen nach dem für 
den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c 
ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungs-
gericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b mit 
zahlreichen Hinweisen). Stützt sich ein Entscheid im Wesentlichen auf versicherungsinterne ärzt-
liche Feststellungen, und wurden durch die versicherungsinterne Fachperson keine eigenen Un-
tersuchungen durchgeführt, handelt es sich weder um ein medizinisches Gutachten nach Art. 44 
ATSG noch um Untersuchungsberichte des RAD im Sinne von Art. 49 Abs. 2 IVV. In diesen Fäl-
len werden nicht selber medizinische Befunde erhoben, sondern die vorhandenen Befunde wer-
den von einem praktischen Arzt mit fachärztlicher Spezialisierung gewürdigt. Ihre Funktion be-
steht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen 
Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei-
den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen. Es handelt 
sich dabei mithin um eine Empfehlung zur weiteren Bearbeitung des Leistungsbegehrens aus 
medizinischer Sicht im Sinne von Art. 59 Abs. 2bis IVG und Art. 49 Abs. 1 IVV (vgl. BGE 142 V 
58, E. 5.1; vgl. auch die Urteile des Bundesgerichts vom 24. Juli 2012, 8C_724/2011, E. 5.3.3 
und vom 4. Juni 2009, 8C_756/2008, E. 4.4). Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversi-
cherungsgericht nicht verwehrt, im Wesentlichen gestützt auf solche versicherungsinternen Be-
richte zu entscheiden. In diesen Fällen sind jedoch an die Beweiswürdigung strenge Anforderun-
gen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln der Zuverlässigkeit und Schlüs-
sigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen eine versicherungsexterne Begutach-
tung anzuordnen ist (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 in fine; vgl. auch das Urteil des 
Bundesgerichts vom 12. April 2017, 8C_839/2016, E. 3.2). Die Stellungnahmen haben den allge-
meinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht zu genügen und die Arzt-
person hat über die notwendigen fachlichen Qualifikationen zu verfügen. Bezüglich dieser mate-
riellen und formellen Anforderungen sind sie im Beschwerdefall gerichtlich überprüfbar (vgl. BGE 

 

 
 
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137 V 210 E. 1.2.1; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juli 2009, 9C_323/2009, 
E. 4.3.1). 
 
4.5 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel 
auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung eingetretenen Sach-
verhalt ab; vorliegend also auf den 2. bzw. 8. März 2021. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seit-
her verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein 
(vgl. BGE 143 V 409 E. 2.1, 134 V 392 E. 6, 121 V 362 E. 1b). Tatsachen, die sich erst später 
verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in einem 
engen Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfü-
gungserlasses zu beeinflussen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 12. Juni 2007, 
9C_101/2007, E. 3.1 und vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.1). Medizinische Berichte und 
Gutachten, die nach Erlass der angefochtenen Verfügung vorgebracht werden und in einem en-
gen Sachzusammenhang mit dem streitigen Leistungsanspruch stehen, sind daher zu berück-
sichtigen, soweit sie Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand zur Zeit des Verfügungserlasses 
zulassen (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. April 2016, C-2263/2014, E. 2.1 
und vom 16. November 2015, C-3733/2014, E. 2.2). 
 
5. Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts liegen zahlreiche ärztliche Unterlagen 
vor, welche vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Nachfolgend werden die für den vorlie-
genden Fall entscheidrelevanten Berichte aufgeführt. 
 
5.1 Am 23. März 2017 berichtete das Spital X.____, dass ein Status nach Klumpfüsse beid-
seitig sowie ein Status nach Ponseti-Therapie ohne Tenotomie vorliege. Der Explorand setze die 
Füsse flach auf und habe ein relativ breitbasiges, jedoch flüssiges Gangbild. Er habe sehr schöne 
weiche Füsse mit einer Dorsalextension von 30 Grad und einer Aussenrotation von 45 Grad. Die 
Füsse seien weiterhin sehr schön korrigiert, wobei kein Hinweis auf ein Rezidiv bestehe. Hinsicht-
lich des Laufens bedürfe er keiner physiotherapeutischen Unterstützung. 
 
5.2 Oberarzt Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, Spital X.____, beschrieb im Bericht vom 3. Januar 2019, teilweise falle die Ten-
denz zum Zehenspitzengang auf, jedoch sei der Fersenballengang gut möglich. Der Versicherte 
habe leichte Knicksenkfüsse beidseitig mit abgeflachtem Fusslängsgewölbe und verbreiterte la-
terale Fersenfettpolster. Im Zehenspitzgang sei eine komplette Aufrichtung des Fusslängsgewöl-
bes möglich. Es bestünde eine Dorsalextension beidseitig von 20 Grad und eine Aussenrotation 
von 60 Grad, mithin liege kein Hinweis auf ein Rezidiv vor. Die Nachtschienen könnten nun weg-
gelassen werden. 
 
5.3 Im Bericht vom 9. Mai 2019 führte Dr. F.____ aus, dass der Versicherte im Zweibeinstand 
eine annährend normale Fussform aufweise, eine leicht vermehrte Fussabflachung habe, im Ze-
henspitzgang eine komplette Aufrichtung möglich sei, die Fussaussenränder gerade seien und 
kein Hinweis auf ein Klumpfussrezidiv bestehe. Während der Untersuchung sei er überwiegend 
auf Zehenspitzen gegangen. Die Kombination von Zehenspitzengang und Klumpfuss erhöhe et-

 

 
 
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was das Risiko auf ein Rezidiv. Deshalb sei Physiotherapie im Rahmen der allgemeinen Förde-
rung angebracht, wobei auch die Achillessehnenlänge gefördert werde. Ansonsten seien keine 
besonderen Massnahmen notwendig. 
 
5.4 Mit Verlaufsbericht vom 11. November 2020 stellten Oberarzt Dr. E.____ und 
Dr. med. G.____, Spital X.____, folgende Diagnosen fest: habitueller Zehenspitzgang, Klump-
füsse beidseitig (Geburtsgebrechen Ziff. 182) mit Verkürzung des Musculus triceps surae beid-
seitig und Status nach Ponseti-Therapie ohne Tenotomie, kombinierte Entwicklungsverzögerung 
(Sprachentwicklungsverzögerung, kognitive Entwicklungsverzögerung, fein- und grobmotorische 
Entwicklungsverzögerung), Status nach hämolytischer Anämie unklarer Ätiologie, persistieren-
des Foramen ovale, kleine Bronchialarterie ohne hämodynamische Relevanz sowie Status nach 
physiologischer peripherer Pulmonalstenose. Die dynamische Untersuchung habe sich als 
schwierig gestaltet, da der Explorand den Aufforderungen nicht Folge habe leisten können. Er 
gehe kontinuierlich auf den Zehenspitzen, obwohl die Mutter angegeben habe, dass dies zu 
Hause nur intermittierend der Fall sei. Beide Füsse würden eine gute Konfiguration mit geradem 
Fussaussenrand, nicht übermässig akzentuiertem Fusslängsgewölbe und sehr guter subtalarer 
Abduktion zeigen. Die Dorsalextension im oberen Sprunggelenk beidseitig sei knapp bei 90 Grad 
Knieflexion bei ca. 0 - 5 Grad mit weichem Widerstand. Somit würden eine generalisierte Verkür-
zung des Musculus triceps surae beidseitig, gerade Beinachsen, ausgeglichene Beinlängen, freie 
Beweglichkeit in Hüft- und Kniegelenken bestehen. Zwar bestehe bis auf die Verkürzung des 
Musculus triceps surae beidseitig eine sehr gute Konfiguration beider Füsse, allerdings gehe der 
Junge meistens auf Zehenspitzen, was sich ungünstig auf die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs 
bei Klumpfuss auswirke. Deshalb werde zur Rezidivprophylaxe nach Klumpfuss beidseitig ortho-
pädische Schuhzurichtungen mit einer Pyramide unter dem Vorfuss empfohlen. Des Weiteren 
solle in der Winterzeit ausprobiert werden, mit stabilen knöchelübergreifenden Schuhen das Ze-
henspitzengehen zu vermeiden. Insgesamt solle die Physiotherapie fortgeführt werden. 
 
5.5 Mit Aktennotiz vom 14. Januar 2021 hielt die IV-Stelle fest, dass gemäss Rücksprache mit 
der RAD-Ärztin Dr. C.____ vom 13. Januar 2021 keine Verlängerung der Kostengutsprache für 
das Geburtsgebrechen Ziff. 182 erfolgen könne. Die Anpassung der Schuhe sei eine rezidive 
Profilaxe. Der habituelle Zehenspitzgang und die Entwicklungsverzögerung stünden nicht im Zu-
sammenhang mit dem Geburtsgebrechen. 
 
5.6 Der Aktennotiz der IV-Stelle vom 21. Januar 2021 ist zu entnehmen, dass gemäss Rück-
sprache mit RAD-Arzt Dr. D.____ kein Grund für eine Hilfsmittelversorgung bestehe. Eine ortho-
pädische Schuhzurichtung aufgrund des Klumpfusses könne klar ausgeschlossen werden. Re-
zidiv prophylaktische Behandlungen würden nicht zu Lasten der Invalidenversicherung gehen. 
Weiter habe sich der Zehenspitzgang seit 2017 aufgrund einer falschen Gangart entwickelt. Die-
ser liege vermutlich in der Entwicklungsverzögerung begründet. Die Schuhzurichtung sei nicht 
notwendig, vielmehr könne die Problematik mit einer funktionellen Behandlung (z.B. Physiothe-
rapie) therapiert werden oder es würde ein Konfektionsschuh ausreichen, weil der Fuss normal 
aussehe. Damit handle es sich um einen Zustand, der verbessert werden könne, weshalb emp-
fohlen werde, die Leistung abzulehnen. 
 

 

 
 
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5.7 Zusammen mit der Beschwerde reichte die Mutter ein Schreiben von Oberarzt Dr. E.____, 
Spital X.____, vom 18. März 2021 ein. Darin führte dieser aus, dass die Klumpfüsse nicht geheilt 
seien. Der Klumpfuss sei eine genetisch determinierte Erkrankung und beziehe sich nicht auf 
eine Fussfehlstellung, sondern auf eine generalisierte Hypoplasie der Unterschenkelmuskulatur, 
Fibrosierung der Sehnen und Bänder sowie des Kapselapparates. Deshalb sei der Klumpfuss 
eine Diagnose, welche bis zum Lebensende bestehen bleibe. Nicht jeder Klumpfuss rezidiviere. 
Die Behandlung müsse allerdings gerade im Laufe des Wachstumsalters darauf abzielen, ein 
Rezidiv zu vermeiden, damit aufwändige Operationen nicht mehr nötig seien. Weiter sei die Be-
gleiterkrankung des habituellen Zehenspitzengangs bereits unter physiotherapeutischer Behand-
lung. Dabei verbessere sich die Situation nicht, sondern werde eher schlimmer. Es bestehe eine 
strukturelle Verkürzung der Wadenmuskulatur, welche durch den Klumpfuss mitbedingt sein 
könne. Eine Verkürzung trete aber auch im Rahmen des Zehenspitzengangs ein. Somit sei nicht 
klar, ob diese eine Folge des Klumpfusses oder des Zehenspitzengangs sei. Jedoch könne eine 
strukturelle Verkürzung der Achillessehne im Sinne eines Spitzfusses zu einem Rezidiv des 
Klumpfusses führen. Deshalb sei die ausgedehntere Behandlung des habituellen Zehenspitz-
gangs empfohlen, um ein Rezidiv des Klumpfusses zu vermeiden. Läge die Diagnose der Klump-
füsse beidseitig nicht vor, wären diese Überlegungen so nicht erforderlich – der Klumpfuss sei 
conditio sine qua non. 
 
5.8 Mit Bericht vom 8. April 2021 nahm der RAD-Arzt Dr. D.____ Stellung dazu. Es hätten 
sich in der orthopädischen Kontrolle des Spital X.____ vom 23. März 2017 sehr schöne weiche 
Füsse, aber keine Hinweise auf ein Rezidiv, Spitzfuss oder eine verkürzte Achillessehne gezeigt. 
Folgerichtig sei von einem Status nach Klumpfüssen beidseitig gesprochen worden. Auch die 
Kontrolle des Spital X.____ vom 3. Januar 2019 habe keine Hinweise auf ein Rezidiv der Klump-
füsse gezeigt. Damit sei die Klumpfussbehandlung nach der Ponseti-Therapie erfolgreich abge-
schlossen worden. Der vermehrte Zehenspitzgang sei in der kombinierten Entwicklungsverzöge-
rung begründet. Dr. D.____ führte aus, wenn sich der Befund des habituellen Zehenspitzgangs 
unter der Therapie verschlechtere, müsse über die Technik und die Durchführung der Physiothe-
rapie nachgedacht werden. Gegebenenfalls müssten auch Aspekte der Neurophysiologie berück-
sichtigt werden. Weiter würden sich keine Hinweise finden lassen, dass sich die Wadenmuskula-
tur aufgrund der Klumpfüsse verkürzt habe. Schliesslich sei die Achillessehne nicht verkürzt. 
Hierzu hätte sich in der Untersuchung des Spital X.____ ein harter Endanschlag bei maximaler 
Dorsalextension finden lassen müssen. 
 
5.9 Am 20. Mai 2021 nahm Dr. D.____ein weiteres Mal Stellung zur Beschwerde des Versi-
cherten vom 18. März 2021, wobei er im Wesentlichen seine Ausführungen vom 8. April 2021 
wiederholte. In Bezug auf die Kostengutsprache für Schuhzurichtungen führte er aus, dass keine 
Argumente für eine Verlängerung der Kostengutsprache des Geburtsgebrechens Ziff. 182 be-
stünden, weshalb auch eine Kostengutsprache für Schuhzurichtungen entfalle, die sich auf die-
ses Krankheitsbild bezögen. Schliesslich habe die orthopädische Schuhzurichtung mit einer Py-
ramide unter dem Vorfuss eher einen experimentellen Charakter, wobei versucht werde, einen 
schmerzhaften Druckpunkt unter den Fussballen zu platzieren, um zu verhindern, dass überhaupt 
auf Zehenspitzen gegangen werde. Dieser Therapieansatz müsste zuerst im Rahmen einer kon-
trollierten Physiotherapie auf ihre Alltagstauglichkeit/Akzeptanz überprüft werden. 

 

 
 
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6.1 Die IV-Stelle lehnte den Anspruch auf medizinische Massnahmen sowie Schuhzurichtung 
im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Ziffer 182 gestützt auf die Rücksprache mit den 
Dres. C.____ und D.____ ab. Diese begründeten ihre Schlussfolgerungen auf der Basis der ihnen 
vorliegenden Aktenlage. Eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers durch den RAD 
hat weder vor noch nach Einreichung des Gesuchs um Kostengutsprache stattgefunden. Nach 
den in Erwägung 4.4 dargelegten Prinzipien sind in diesen Fällen strenge Anforderungen an den 
versicherungsinternen Bericht zu stellen, sodass auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit genügen, um von der Einschätzung der RAD-Ärzte abzuweichen.  
 
6.2 Die Frage, ob der Beschwerdeführer weiterhin am Geburtsgebrechen der Klumpfüsse lei-
det und dazu ein unmittelbarer Zusammenhang zum habituellen Zehenspitzengang besteht, lässt 
sich anhand der vorliegenden medizinischen Berichte nicht zuverlässig klären. Es handelt sich 
um einen veritablen Expertenstreit, bei welchem die Meinungen weit auseinandergehen und we-
der auf die eine noch auf die andere vorbehaltslos abgestellt werden kann. 

Erstens herrschen unterschiedliche Auffassungen über das Vorliegen der Klumpfüsse. Die Be-
schwerdegegnerin stützte sich auf die Einschätzung des RAD, wonach keine Klumpfüsse mehr 
vorliegen würden. So sei den Akten zu entnehmen, dass das Spital X.____ im Bericht vom 23. 
März 2017 von einem Status nach Klumpfüssen beidseitig ausging und in den beiden späteren 
Berichten vom 3. Januar 2019 sowie vom 9. Mai 2019 keinen Hinweis auf ein Rezidiv erblickte. 
Indessen revidierte das Spital X.____ mit Verlaufsbericht vom 11. November 2020 ihre Einschät-
zung, indem erneut Klumpfüsse diagnostiziert wurden. Dazu hielt Dr. E.____ im Schreiben vom 
18. März 2021 an dieser Diagnose fest und führte ausdrücklich aus, dass die Klumpfüsse nicht 
geheilt seien. Dennoch ist auch seine Begründung nur allgemein und summarisch gehalten und 
legt nicht hinreichend nachvollziehbar dar, inwiefern beim Beschwerdeführer Klumpfüsse vorlie-
gen. Demnach stehen sich diagnostisch die fachärztliche Aktenbeurteilung des RAD und die Ein-
schätzung des Spital X.____ – wiedergegeben durch Dr. E.____– gegenüber. In diesem Zusam-
menhang fällt auf, dass der RAD sich vollumfänglich auf die älteren Berichte des Spital X.____ 
abstützt, während er den neueren keine Bedeutung zumisst. Eine diesbezügliche Begründung ist 
vorliegend jedoch nicht ersichtlich. Zweitens besteht Unklarheit über den Zusammenhang zwi-
schen den Klumpfüssen und dem habituellen Zehenspitzgang. In den von einer verwaltungsin-
ternen Sachbearbeiterin verfassten Aktennotizen habe die RAD-Ärztin Dr. C.____ diesen verneint 
und RAD-Arzt Dr. D.____ habe den Grund für den Zehenspitzengang in der Entwicklungsverzö-
gerung vermutet. In der Stellungnahme vom 8. April 2021 geht Dr. D.____ davon aus, dass der 
vermehrte Zehenspitzgang in der kombinierten Entwicklungsverzögerung begründet sei. 
Dr. E.____ vermag jedoch geringe Zweifel an dieser Einschätzung zu wecken, indem er einen 
diesbezüglichen Zusammenhang nicht ausschliesst. So bezeichnet er den habituellen Zehen-
spitzgang als Begleiterkrankung. Auch führt er aus, die Verkürzung der Wadenmuskulatur könne 
durch den Klumpfuss mitbedingt sein, diese könne auch ein Rezidiv des Klumpfusses verursa-
chen, weshalb der Klumpfuss conditio sine qua non für seine Überlegungen sei. Da bereits diese 
Zweifel genügen, um die Beweistauglichkeit einer internen Aktenbeurteilung ausser Kraft zu set-
zen, fehlt vorliegend eine rechtsgenügliche Grundlage für die Beantwortung der vorliegenden 
Fragen. Schliesslich fällt auf, dass sich die Verfügungen vom 2. und 8. März 2021 lediglich auf 

 

 
 
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die eher kurz gehaltenen verwaltungsinternen Aktennotizen vom 14. und 21. Januar 2021 ab-
stützten. Dabei ist fraglich, ob die Aktennotiz, welche die Einschätzung von Dr. C.____ wiedergibt, 
den bundesgerichtlichen formellen Anforderungen hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztbe-
richts genügt (vgl. E. 4.3 hiervor). Da bereits aus den genannten Gründen die hier entscheiden-
den geringen Zweifel an der Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit der RAD-Beurteilungen vorliegen, 
kann diese Frage offen bleiben. 

 

6.3 Da Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin ein-
geholten und als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilung von Dres. C.____ 
und D.____ bestehen, kann nach dem oben Gesagten bei diesem Beweisergebnis nicht darauf 
abgestellt werden. So wie sich die Aktenlage präsentiert, kann keine verlässliche Aussage zu den 
entscheidenden Fragen gemacht werden, ob die Klumpfüsse geheilt sind und ob der habituelle 
Zehenspitzengang in unmittelbaren Zusammenhang mit der Diagnose der Klumpfüsse steht. Die 
Angelegenheit ist daher zu weiteren Abklärungen und Neuverfügung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen. 

 
6.4 Zusammenfassend ist die Beschwerde demnach in dem Sinne gutzuheissen, als die an-
gefochtenen Verfügungen aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Abklärung im Sinne der 
Erwägung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 
 
7. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung 
von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden 
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bun-
desrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die 
Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. 
Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es die Angelegen-
heit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung 
an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (voll-
ständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei (vgl. BGE 137 V 57  E. 2.1 und 
2.2, BGE 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen). Beim vorliegenden Prozessausgang sind deshalb 
die Verfahrenskosten der IV-Stelle zu auferlegen. Eine Parteientschädigung wird dem nicht an-
waltlich vertretenen Beschwerdeführer nicht ausgerichtet. 
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 

 

 
 
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damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (vgl. BGE 133 V 477  E. 4.2). 
 
8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde vom 18. März 2021 wird in dem Sinne gutgeheissen, 
dass die angefochtenen Verfügungen vom 2. und 8. März 2021 aufge-
hoben werden und die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zu-
rückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der 
Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu 
verfüge. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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