# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b34a7774-4398-59eb-9ac0-98592abdd899
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 24.01.2024 UV 2023/40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2023-40_2024-01-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/40

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 19.02.2024

Entscheiddatum: 24.01.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 24.01.2024
Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Art. 16 UVG. Spätestens im Zeitpunkt der 
Leistungseinstellung lagen überwiegend wahrscheinlich keine 
unfallkausalen somatischen Beschwerden mehr vor. Verneinung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs der organisch nicht objektivierbaren 
Beschwerden in Anwendung der Kriterien der sogenannten "Psycho-
Praxis" (BGE 115 V 133). Die Leistungseinstellung ist nicht zu beanstanden. 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 24. Januar 2024, UV 2023/40).

Entscheid vom 24. Januar 2024

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterinnen

Mirjam Angehrn und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Katja Blättler

Geschäftsnr.

UV 2023/40

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Marcel Strehler, S-E-K Advokaten, 

Zürcherstrasse 96, 8500 Frauenfeld,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ AG als Maschinenführer tätig und dadurch obligatorisch 

bei der Schweizerischen Unfallversicherung (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als er am 19. Mai 2021 auf dem Weg ins Lager auf der Treppe 

ausrutschte (Suva-act. III/2). Die erstbehandelnden Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen 

(nachfolgend: KSSG), wo sich der Versicherte vom 19. bis 20. Mai 2021 stationär 

befand, diagnostizierten unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT) Grad 1 mit 

Kontusion der Hals- und Lendenwirbelsäule (HWS und LWS) nach Treppensturz sowie 

eine Diskusprotrusion LWK5/SWK1 mit rezessaler Kompression S1 rechts und 

attestierten dem Versicherten vom 19. Mai bis 10. Juni 2021 eine Arbeitsunfähigkeit 

von 100 % (Suva-act. III/9). Der behandelnde Hausarzt bescheinigte dem Versicherten 

darüber hinaus (bis 31. Juli 2021) eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (vgl. Suva-act. III/

6, III/12). Die Suva bestätigte dem Versicherten mit Schreiben vom 27. Mai 2021, dass 

er für die Folgen des Berufsunfalls Versicherungsleistungen (Taggeld und 

Heilkostenleistungen) erhalte (Suva-act. III/5).

A.a. 

Nachdem ein in der Radiologie C.___ am 19. Mai 2021 durchgeführtes CT des 

Neurocraniums ein kleinvolumiges subgaleales Hämatom frontal bis okzipital links 

hervorgebracht hatte (Suva-act. III/16), zeigte sich das MRI vom 12. Juli 2021 als 

altersentsprechend normal ohne Nachweis von Shearing Injuries (Suva-act. III/44). 

Gleichentags wurde der Versicherte im KSSG neurochirurgisch untersucht. Die 

A.b. 

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zuständigen Ärzte beurteilten, aus neurochirurgischer Sicht gebe es derzeit keine 

Indikation für eine operative Therapie und die neurochirurgischen Kontrollen seien 

derzeit abgeschlossen (Suva-act. III/21). Aufgrund von weiterhin bestehenden 

Beschwerden (Kopfschmerzen und Schwindel) erfolgte am 14. Juli 2021 im KSSG eine 

neuropsychologische Untersuchung. Die zuständige medizinische Fachperson 

beurteilte, aus rein neuropsychologischer Sicht stünden eine starke 

Belastbarkeitsminderung, Störungen im Antrieb und in der Affektivität sowie eine 

Kopfschmerzsymptomatik im Vordergrund. Insgesamt sei derzeit von einer 

mittelgradigen neuropsychologischen Störung auszugehen (Suva-act. III/22).

Mit Schreiben vom 29. Juli 2021 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis 

des Versicherten auf den nächstmöglichen Termin, welcher vom "Unfallverlauf" 

abhängig sei (Suva-act. III/26).

A.c. 

Nach einer ambulanten Untersuchung in der Klinik für Psychosomatik und 

Konsiliarpsychiatrie des KSSG am 12. August 2021 diagnostizierte Dr. D.___, 

Oberärztin, eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) und äusserte einen Verdacht auf 

eine Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst; ICD-10: F41.0). Der Versicherte litt 

nach wie vor unter starken Kopfschmerzen und Schwindel und berichtete zudem über 

Sehstörungen in Form von Doppelbildern. Dr. D.___ empfahl die Etablierung einer 

antidepressiv-schmerzmodulierenden sowie einer schlafanstossenden Medikation und 

eine neurologische Rehabilitation (Suva-act. III/29).

A.d. 

Im Auftrag der Suva wurde der Versicherte am 15. Oktober 2021 durch Dr. med. 

E.___, Fachärztin für Neurologie, neurologisch abgeklärt. Sie hielt gleichentags als 

Diagnosen ein SHT Grad 1 am 19. Mai 2021 mit posttraumatischer Anpassungsstörung 

und Panikattacken sowie eine Kontusion der HWS und LWS im Rahmen des Sturzes 

mit derzeit lumbalen Rückenschmerzen mit pseudoradikulärer Ausstrahlung ins rechte 

Bein fest. Eine stationäre psychiatrische/psychosomatische Rehabilitation sei dringend 

indiziert (Suva-act. III/51).

A.e. 

Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie, Versicherungsmedizin der Suva, beurteilte 

am 19. Oktober 2021, der Unfall habe zu keinen zusätzlichen objektivierbaren 

strukturellen Läsionen geführt. Spätestens seit 15. Oktober 2021 spielten Unfallfolgen 

A.f. 

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im Beschwerdebild überwiegend wahrscheinlich keine Rolle mehr. Es liege einzig eine 

psychische Gesundheitsstörung und Beschwerdeursache vor (Suva-act. III/54). 

Aufgrund von weiterhin bestehendem Schwindel (vgl. Suva-act. III/56) erfolgte am 23. 

November 2021 in der Hals-Nasen-Ohrenklinik (nachfolgend HNO-Klinik) des KSSG 

eine Vestibularisabklärung. Die untersuchenden Ärzte beurteilten, derzeit lasse sich 

keine Schwindelursache peripher-vestibulärer Genese nachweisen. Sie gingen am 

ehesten von einem multifaktoriellen Schwindel mit phobischer Komponente im Rahmen 

der Panikstörung aus (Suva-act. III/61). Dr. med. univ. G.___, Fachärztin für 

Ophthalmologie und Ophthalmochirurgie, Versicherungsmedizin der Suva, befand am 

27. Januar 2022, nach einem SHT könnten aufgrund einer vorübergehenden 

Akkommodationsschwäche intermittierende Doppelbilder auftreten. Diese seien in der 

Regel nach einem Jahr spontan regredient (Suva-act. III/79).

Vom 9. Februar bis 1. März 2022 befand sich der Versicherte stationär in der Klinik 

H.___. Während seines dortigen Aufenthalts stürzte der Versicherte am 28. Februar 

2022 in der Dusche und zog sich dabei ein SHT Grad 1 sowie eine Kniekontusion 

rechts zu. Die behandelnden medizinischen Fachpersonen der Klinik H.___ hielten in 

ihrem Austrittsbericht vom 30. März 2022 als psychiatrische Diagnose eine 

mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) fest und attestierten dem 

Versicherten vom 9. Februar bis 15. März 2022 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % 

(Suva-act. III/113; vgl. auch den Bericht des bezüglich des SHT und des rechten Knies 

behandelnden Spitals I.___ vom 3. März 2022 [Suva-act. II/7]).

A.g. 

Vom 21. bis 28. März 2022 befand sich der Versicherte in tagesklinischer 

Behandlung in der Psychiatrie J.___. Der dort zuständige Oberarzt hielt in seinem 

Austrittsbericht vom 22. April 2022 als Diagnosen einen Verdacht auf eine Panikstörung 

(episodisch paroxysmale Angst, ICD-10: F41.0), einen Verdacht auf eine mittelgradige 

depressive Episode (ICD-10: F32.1) und als Differentialdiagnose eine Angst und 

depressive Störung, gemischt (ICD-10: F41.2), fest (Suva-act. III/128).

A.h. 

Am 26. April 2022 stürzte der Versicherte auf der nassen Strasse (Suva-act. I/3). Er 

befand sich vom 26. bis 27. April 2022 stationär im Spital K.___. Die dort zuständigen 

medizinischen Fachpersonen diagnostizierten unter anderem eine leichte traumatische 

Hirnverletzung (LTHV) Grad 2 nach Stolpersturz (Suva-act. I/1, I/20). Die Suva 

A.i. 

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B.  

bestätigte dem Versicherten mit Schreiben vom 9. Juni 2022, dass er für die Folgen 

des Nichtberufsunfalls vom 26. April 2022 Versicherungsleistungen erhalte (Suva-act. I/

11).

Dr. E.___ beurteilte am 26. September 2022, es scheine eine schwere 

Anpassungsstörung vorzuliegen, in deren Rahmen auch die körperlichen Symptome zu 

interpretieren seien (Suva-act. III/146).

A.j. 

Dr. med. L.___, Facharzt für Neurologie, Versicherungsmedizin der Suva, beurteilte 

am 21. November 2022, es sei von einem schweren psychosomatischen Krankheitsbild 

auszugehen. Der Versicherte habe sich bei den Stürzen vom 19. Mai 2021 und 28. 

Februar 2022 keine strukturellen Unfallfolgen zugezogen, welche einer weiteren 

Diagnostik oder Behandlung bedürften (Suva-act. II/14). Tags darauf befand Dr. L.___, 

auch falls beim Unfall vom 26. April 2022 tatsächlich eine LTHV stattgefunden habe, 

seien die Unfallfolgen nun abgeklungen. Die noch vorliegenden Beschwerden seien 

unfallfremd (Suva-act. I/40).

A.k. 

Mit Verfügungen vom 29. November 2022 stellte die Suva ihre bisherigen 

Versicherungsleistungen betreffend die Unfälle vom 19. Mai 2021 sowie vom 28. 

Februar und 26. April 2022 bei organisch nicht ausreichend erklärbaren Beschwerden 

und mangels Adäquanz der im Vordergrund stehenden psychischen Störung per 15. 

Dezember 2022 ein. Die Suva verneinte mangels adäquater Unfallfolgen auch einen 

Anspruch auf weitere Geldleistungen in Form einer Invalidenrente und/oder einer 

Integritätsentschädigung (Suva-act. III/161, II/24, I/56).

A.l. 

Die Assura, die Krankenversicherung des Versicherten, erhob am 6. 

Dezember 2022 dagegen Einsprache (Suva-act. II/27), zog diese jedoch am 8. 

Dezember 2022 wieder zurück (Suva-act. III/170).

B.a. 

Der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw M. Strehler, Frauenfeld, liess 

am 16. Januar 2023 ebenfalls Einsprache erheben und diverse Stellungnahmen von 

behandelnden medizinischen Fachpersonen einreichen (Suva-act. III/174 ff.).

B.b. 

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C.  

Erwägungen

1.

Vorerst ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zwar die Aufhebung der 

Verfügungen vom 29. November 2022 beantragen liess (act. G1). Es ist jedoch davon 

auszugehen, dass er die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 15. Mai 2023 

Mit Entscheid vom 15. Mai 2023 wies die Suva die Einsprache des Versicherten ab 

(Suva-act. III/185).

B.c. 

 Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch 

Rechtsanwalt Strehler, am 19. Juni 2023 Beschwerde und beantragte, die Verfügungen 

vom 29. November 2022 seien aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen 

Leistungen, insbesondere Heilungskosten sowie Taggeldleistungen, auch über den 15. 

Dezember 2022 hinaus zu erbringen. Eventualiter sei ihm mit Wirkung ab dem 15. 

Dezember 2022 basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100 % eine Rente 

auszurichten. Es sei ihm eine Integritätsentschädigung nach Massgabe der Ergebnisse 

von noch vorzunehmenden medizinischen Abklärungen auszurichten; alles unter 

Entschädigungsfolgen. Weiter beantragte er, das Verfahren sei bis zum Vorliegen des 

von der Krankentaggeldversicherung Groupe Mutuel beim Universitätsspital Basel 

(asim) in Auftrag gegebenen polydisziplinären Gutachtens zu sistieren (act. G1).

C.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 28. Juni 2023 die Abweisung des 

Sistierungsgesuchs (act. G3). Mit Schreiben vom 30. Juni 2023 wies die 

Verfahrensleitung das Gesuch um Sistierung des Verfahrens ab (act. G4).

C.b. 

Mit Eingabe vom 5. Juli 2023 liess der Beschwerdeführer das Gutachten des asim 

vom 19. Juni 2023 einreichen (act. G5, G5.1).

C.c. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 30. August 2023 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G7).

C.d. 

Der Beschwerdeführer liess am 12. September 2023 auf die Einreichung einer 

Replik verzichten und an seinen Ausführungen in der Beschwerde festhalten (act. G9).

C.e. 

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(Suva-act. III/185), welchem die Verfügungen vom 29. November 2022 (Suva-act. III/

161, II/24, I/56) zugrunde liegen, beantragen wollte (vgl. dazu Art. 56 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]). Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend primär zu prüfen ist der 

Anspruch des Beschwerdeführers auf vorübergehende Leistungen (Heilbehandlung 

und Taggelder) gegenüber der Beschwerdegegnerin über den 15. Dezember 2022 

hinaus.

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig 

(Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem Anspruch auf die 

zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Die vorübergehenden 

Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) sind einzustellen und der Anspruch auf eine 

Invalidenrente zu prüfen, wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG).

1.1. 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 2018 

[nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 66 zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-

Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre 

Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer 

[Hrsg.], Rechtsprechung zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.).

1.2. 

 1.3. 

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers endet, wenn der Unfall nicht mehr 

eine natürliche und adäquate Ursache der fortdauernden Beschwerden darstellt, d.h. 

wenn die Beschwerden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 

beruhen. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 

muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich 

1.3.1. 

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fehlender Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4; 

Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 

Bern 2014, § 70 N. 58). Da es sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 

handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 

natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer (Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2017, 

8C_766/2016, E. 2.2). Allerdings greift die vorgenannte Beweisregel erst dann Platz, 

wenn die Verwaltung und – im Beschwerdefall – das Gericht dem 

Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. es sich als 

unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 

für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55; BGE 

117 V 264 E. 3b mit Hinweis; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 1).

Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfall ist in 

erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. August 2015, 8C_331/2015, E. 2.2.3.1, KOSS UVG-Nabold Rz 

53 zu Art. 53, BSK UVG-Hofer Rz 66 zu Art. 6). Die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den 

von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 

123 III 110, 112 V 30). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 

5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).

1.3.2. 

Bei Unfällen mit klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz 

als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei 

ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres sowohl bezüglich vorübergehender 

als auch dauerhafter Gesundheitsschäden zu bejahen (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 

103 E. 5b/bb; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch 

nicht (hinreichend) nachweisbar, ist betreffend Dauerschäden (Invalidität und 

1.4. 

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2.

Vorerst ist zu prüfen, ob zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 15. Dezember 

2022 noch organisch objektivierbare Unfallfolgen vorhanden waren, welche die 

fortdauernd geklagten Beschwerden verursachen konnten.

Integritätsschaden) eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei 

welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte 

Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, eine dem Schleudertrauma 

äquivalente Verletzung oder ein SHT (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juni 

2016, 8C_12/2016, E. 7.1 mit Hinweisen; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) erlitten hat. Ist 

dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa 

(sogenannte "Psycho-Praxis") zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen dagegen, 

dass eine versicherte Person eine der erwähnten Verletzungen erlitten hat, muss 

geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung 

gehörenden Beeinträchtigungen zwar (teilweise) vorliegen, im Vergleich zur 

psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), 

andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 

festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien (sogenannte 

"Schleudertrauma-Praxis").

Bezüglich des vom Beschwerdeführer am 28. Februar 2022 erlittenen Sturzes 

konnte eine ossäre Verletzung des rechten Knies mittels konventionell radiologischer 

Bildgebung ausgeschlossen werden (Suva-act. II/7-4). Der Beschwerdeführer erlitt 

hingegen eine Kniekontusion rechts (Suva-act. II/7). Am 26. April 2022 stürzte der 

Beschwerdeführer ebenfalls auf das Knie rechts (Suva-act. I/3, I/20). Eine MRT des 

rechten Kniegelenks vom 1. Juni 2022 zeigte jedoch keine neue traumatische 

Knieverletzung (Suva-act. I/22). Die Kniebeschwerden wurden unter anderem mit einer 

Infiltration behandelt (vgl. Suva-act. II/5). Anlässlich einer Kontrolle bei Dr. med. M.___, 

Orthopädie N.___, vom 7. November 2022 klagte der Beschwerdeführer noch über 

gewisse Beschwerden im Bereich des rechten Kniegelenks. Er habe nach der 

Infiltration eine Beschwerdebesserung gehabt, welche sich nun wieder etwas 

verschlechtert habe. Dr. M.___ hielt fest, theoretisch könnte die Infiltration im Bereich 

des rechten Kniegelenks wiederholt werden. Der Beschwerdeführer wolle derzeit 

zuwarten und werde sich melden, falls er die Infiltration wünsche (Suva-act. III/149). 

Spätere medizinische Berichte bezüglich der Kniebeschwerden sind nicht aktenkundig 

2.1. 

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und der Beschwerdeführer liess in seinen Rechtsschriften auch keine diesbezüglichen 

Beschwerden mehr geltend machen. Es ist folglich davon auszugehen, dass 

spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 15. Dezember 2022 keine 

(organisch objektivierbaren) Kniebeschwerden mehr bestanden.

Die nach dem Unfall vom 19. Mai 2021 erstbehandelnden Ärzte des KSSG hatten 

in ihrem Austrittsbericht vom 21. Mai 2021 als Diagnosen unter anderem eine 

Kontusion der HWS und LWS sowie eine Diskusprotrusion LWK5/SWK1 festgehalten 

(Suva-act. III/9). Bezüglich letzterer ist nicht von einer Unfallfolge im Sinne eines neuen 

unfallbedingten strukturellen Gesundheitsschadens auszugehen. Es entspricht einer 

medizinischen Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien/-protrusionen 

degenerativ entstehen. Ein Unfall im Rechtssinne kann nur ausnahmsweise als 

eigentliche Ursache in Betracht fallen. Voraussetzung dafür ist in der Regel, dass das 

fragliche Ereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der 

Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie/-protrusion 

(vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger 

Arbeitsunfähigkeit auftreten (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193, E. 2a mit Hinweisen; Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 

3; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 f.). Diese Voraussetzungen sind vorliegend 

unbestritten nicht erfüllt. Damit ist höchstens von einer vorübergehenden 

Verschlimmerung einer vorbestehenden Diskusprotrusion auszugehen. Entsprechend 

spricht auch Dr. L.___ in seiner Beurteilung vom 21. November 2022 von einer 

Bandscheibendegeneration LWK5/SWK1 (Suva-act. II/14). Bezüglich der 

Rückenbeschwerden war der Beschwerdeführer mit Analgetika, Physiotherapie und 

einer Infiltration behandelt worden. Die behandelnden Ärzte des KSSG berichteten am 

23. Juli 2021, die Infiltration sei kaum wirksam gewesen. Als letzte Option bleibe die 

mikrochirurgische Sequestrektomie/Dekompression. Der Beschwerdeführer sei einer 

Operation gegenüber jedoch sehr abgeneigt. Er werde sich dies weiter überlegen und 

gegebenenfalls mit dem Hausarzt besprechen (Suva-act. III/140-11 f.). Der 

Beschwerdeführer entschied sich in der Folge – soweit aktenkundig – gegen die 

Operation (vgl. Suva-act. III/149) und auch andere spezifische Behandlungen von 

Rückenbeschwerden sind nach dem Sommer 2021 nicht bekannt. Dies steht im 

Einklang mit der medizinischen Erfahrungstatsache, wonach im Allgemeinen 

Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen der Wirbelsäule ohne strukturelle Läsionen 

in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr, abheilen 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2020, 8C_552/2020, E. 3.2, 3. 

September 2020, 8C_319/2020, 8C_346/2020, E. 6.6, und 26. August 2019, 

8C_408/2019, E. 3.3; vgl. dazu auch BSK UVG-Hofer, N 72 zu Art. 6; KOSS UVG-

2.2. 

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Nabold, N 57 zu Art. 6). Zudem ist darauf hinzuweisen, dass Dr. E.___ bereits am 15. 

Oktober 2021 beurteilte, die beklagten Rückenschmerzen vor allem lumbal zum Teil mit 

Ausstrahlung ins rechte Bein hätten derzeit keinen klaren Dermatombezug und es 

fehlten auch sensomotorische Ausfälle, so dass die im Vorfeld festgestellte 

Diskusprotrusion LWK5/SWK1 diesbezüglich nur eine untergeordnete Rolle spielen 

dürfte und anzunehmen sei, dass diese Beschwerden mit der Anpassungsstörung in 

Zusammenhang stünden (Suva-act. III/51). Folglich ist davon auszugehen, dass 

spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 15. Dezember 2022 bezüglich der 

Rückenbeschwerden keine organisch objektivierbare Unfallfolge mehr bestand. Dafür 

spricht auch die Beurteilung des rheumatologischen Teilgutachters des asim vom 19. 

Juni 2023. Dieser befand, aus rheumatologischer Sicht imponierten klinisch diffuse 

myotendinotische Verspannungen auch im Bereich der HWS und der LWS im Rahmen 

einer muskulären Dysbalance der Muskulatur des axialen Skeletts ohne 

entsprechendes organisches Korrelat. Es handle sich eher um die Folge einer 

psychosomatischen Fehlentwicklung nach dem erlittenen Polytrauma vom 19. Mai 

2021. Er hielt eine Restitutio ad integrum bezüglich des Status nach HWS und LWS 

Kontusion fest und diagnostizierte ein chronisches mytendinotisches zerviko- und 

thorakolumbales Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.5, M54.15) (act. G5.1, S. 10 f. des 

rheumatologischen Teilgutachtens; vgl. im Übrigen auch die Urteile des 

Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008, 8C_124/2008, E. 6 mit vielen Hinweisen, und 

vom 7. Februar 2008, U 13/07, E. 3.2 f.).

Der Beschwerdeführer hatte beim Unfall vom 19. Mai 2021 ausserdem ein SHT 

Grad 1 erlitten. Das gleichentags erstellte CT ergab ein kleinvolumiges subgaleales 

Hämatom frontal bis okzipital links ohne weitere Traumafolge (Suva-act. III/9). Ein am 

12. Juli 2021 durchgeführtes MRI des Neurocraniums war jedoch altersentsprechend 

normal ohne Nachweis von Shearing Injuries (Suva-act. III/44). Dr. F.___ hielt am 

19. Oktober 2021 folgerichtig fest, dass keine strukturell objektivierbaren Folgen des 

Unfalls vom 19. Mai 2021 mehr vorliegen würden (Suva-act. III/54; vgl. auch die 

Beurteilung von Dr. L.___ vom 21. November 2022 [Suva-act. II/14]). Am 28. Februar 

2022 zog sich der Beschwerdeführer erneut ein SHT Grad 1 zu (Suva-act. II/7). Eine 

gleichentags durchgeführte CT des Neurocraniums und der Wirbelsäule ergab keinen 

Nachweis von akuten Traumafolgen (Suva-act. II/8). Die behandelnden Ärztinnen des 

Spitals I.___ hielten in ihrem Untersuchungsbericht vom 3. März 2022 fest, es hätten 

sich keine Hinweise auf eine intrakranielle Blutung oder eine Verletzung des 

Viszerocraniums ergeben (Suva-act. II/7). Dr. L.___ beurteilte am 21. November 2022 

überzeugend, der Unfall vom 28. Februar 2022 habe zu keinen strukturell 

objektivierbaren Folgen geführt. Die Folgen des Unfalls seien nach wenigen Tagen bis 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/23

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maximal drei Wochen abgeheilt gewesen (Suva-act. II/14). Bezüglich der im konkreten 

Fall vorliegenden Unfalldiagnose eines leichten Schädelhirntraumas wird von Seiten der 

medizinischen Forschung (Gerhard Jenzer, Klinische Aspekte bei HWS-Belastungen 

durch Kopfanprall oder Beschleunigungsmechanismus; Grenzbereich zum leichten 

Schädel-Hirn-Trauma, SZS 40/1996, S. 462 ff. und insbesondere S. 467) festgehalten, 

dass der typische posttraumatische Verlauf nach einer Commotio cerebri bzw. einem 

leichten Schädelhirntrauma einer Erholung innert sechs bis zwölf Wochen entspreche. 

Auch diese Zeitspanne wäre bei der Beurteilung durch Dr. L.___ längst abgelaufen 

gewesen. Beim Sturz vom 26. April 2022 kam es sodann zu einer LTHV Grad 2 (Suva-

act. I/1, I/20; bzgl. des Schweregrades vgl. nachfolgend E. 3.1). Gemäss Angaben des 

Spitals K.___, wo der Beschwerdeführer nach dem Unfall für 24 Stunden überwacht 

worden war, wurde eine CT des Craniums und der HWS erstellt (Suva-act. I/20). Deren 

Ergebnis ist zwar nicht aktenkundig, es ist jedoch davon auszugehen, dass allfällige 

Auffälligkeiten festgehalten worden wären oder zu einer anderen Diagnose als einer 

LTHV geführt hätten. Dr. L.___ interpretierte die Angaben des Spitals K.___ sodann 

auch als eine unauffällige CT und beurteilte plausibel, es lägen keine strukturell 

objektivierbaren Folgen des Unfalls vom 26. April 2022 vor (Suva-act. I/40). Mangels 

ausreichend vorliegender Dokumentation des Unfalls vom 26. April 2022 bezüglich der 

anscheinenden Erstbehandlung im Spital K.___ (Suva-act. I/1) stellte Dr. L.___ in seiner 

Beurteilung vom 22. November 2022 die Diagnose einer LTHV offenbar in Frage. Er 

hielt jedoch fest, auch unter der Prämisse, dass tatsächlich eine LTHV stattgefunden 

habe, seien die Folgen ein halbes Jahr nach dem Unfall vom 26. April 2022 

abgeklungen. Die noch vorliegenden Beschwerden seien unfallfremd (Suva-act. I/40).

Bezüglich des geltend gemachten Schwindels ist festzuhalten, dass für diesen 

keine organisch objektivierbare Ursache vorliegt. Die abklärenden Ärzte der HNO-Klinik 

des KSSG befanden am 30. November 2021, beim Beschwerdeführer lasse sich 

derzeit keine Schwindelursache peripher-vestibulärer Genese nachweisen. Sie gingen 

am ehesten von einem multifaktoriellen Schwindel mit phobischer Komponente im 

Rahmen der Panikstörung aus (Suva-act. III/61). Dr. E.___ beurteilte am 26. September 

2022 ebenfalls, es scheine eine schwere Anpassungsstörung vorzuliegen, in deren 

Rahmen auch die körperlichen Symptome zu interpretieren seien. Der Schwindel habe 

eine stark phobische Komponente, Anhaltspunkte für eine neurologische oder 

vestibuläre Ursache derselben ergäben sich aufgrund der Anamnese und der 

derzeitigen klinischen Befunde nicht (Suva-act. III/146; vgl. auch die frühere Beurteilung 

von Dr. E.___ in Suva-act. III/51).

2.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/23

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3.

Weiter bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Leistungseinstellung 

noch unter natürlich und adäquat kausalen organisch nicht objektivierbaren 

Unfallfolgen litt. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Adäquanz sei gemäss der 

Schleudertrauma-Praxis zu prüfen, während die Beschwerdegegnerin eine analoge 

Anwendung derselben verneint (act. G1, G7).

Dr. med. O.___, Oberarzt mbF, Augenklinik des KSSG, untersuchte den 

Beschwerdeführer am 17. Dezember 2021 aufgrund der geklagten intermittierend 

vorhandenen Doppelbilder. Er beurteilte gleichentags, aus ophthalmologischer Sicht 

habe sich kein morphologisches oder funktionelles Korrelat für dieselben ergeben. 

Differenzialdiagnostisch könne es sich um Doppelbilder bei Akkommodations-

Konvergenzspasmus nach SHT oder um zerebral bedingte Doppelbilder nach SHT 

handeln (Suva-act. III/68). Dr. G.___ befand am 27. Januar 2022 ebenfalls, nach einem 

SHT könnten aufgrund einer vorübergehenden Akkommodationsschwäche 

intermittierende Doppelbilder auftreten. Diese seien in der Regel nach einem Jahr 

spontan regredient (Suva-act. III/79). Demnach hatten die Doppelbilder überwiegend 

wahrscheinlich spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 15. Dezember 

2022 keine organisch objektivierbare Ursache mehr.

2.5. 

Insgesamt sind die geklagten Beschwerden entsprechend der genannten 

überzeugenden medizinischen Beurteilungen spätestens seit dem Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung vom 15. Dezember 2022 nicht mehr mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit durch einen klar ausgewiesenen organischen Unfallschaden 

erklärbar.

2.6. 

Vorerst ist festzuhalten, dass gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung bei 

einem SHT die analoge Anwendung der Schleudertrauma-Praxis nur dann 

gerechtfertigt ist, wenn die erlittene Hirnerschütterung mindestens im Grenzbereich 

zwischen einer Commotio cerebri (SHT Grad 1) und einer Contusio cerebri (SHT Grad 

2) liegt. Leichte Hirnerschütterungen reichen hingegen hierfür nicht aus (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 14. August 2014, 8C_358/2014, E. 2.4.1, vgl. auch Urteile des 

EVG vom 13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.2.1, und 6. Mai 2003, U 6/03). Die Schwere 

eines SHT wird üblicherweise nach dem Punktwert in der Glasgow Coma Scale 

(nachfolgend: GCS) eingeteilt. In dieser Skala erhält ein Patient für bestimmte 

Reaktionen wie Augenöffnen, Reaktion auf Schmerzreize und sprachliche Äusserungen 

eine Anzahl von Punkten, welche addiert werden. Der schlechteste Wert beträgt 3, der 

beste 15. Von einer Commotio cerebri bzw. einem SHT Grad 1 spricht man bei einem 

3.1. 

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GCS-Wert von 14-15. Auch bei einer solchen kann initial eine kurzzeitige, nicht länger 

als 15 Minuten dauernde, Bewusstlosigkeit einsetzen (Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch, 269. Aufl. 2023, S. 334 und 638). Vorliegend wurde nach dem Unfall vom 

19. Mai 2021 ein SHT Grad 1 diagnostiziert und während des nachfolgenden 

stationären Spitalaufenthalts ein steter GCS-Wert von 15 dokumentiert (Suva-act. III/9). 

Der Beschwerdeführer gab gegenüber der Beschwerdegegnerin am 26. August 2021 

an, er sei nach dem Sturz vom 19. Mai 2021 bewusstlos gewesen (Suva-act. III/27). 

Diese Angabe lässt sich den ärztlichen Berichten nicht entnehmen und es ist davon 

auszugehen, dass eine allfällige Bewusstlosigkeit nur kurz dauerte. Nach dem Unfall 

vom 28. Februar 2022 wurde im Spital I.___ ebenfalls ein SHT Grad 1 diagnostiziert und 

anamnestisch nur eine kurze Episode von Bewusstlosigkeit (wenige Sekunden) 

festgehalten (Suva-act. II/7). Die nach dem Unfall vom 26. April 2022 erstbehandelnden 

Ärzte des Spitals K.___ diagnostizierten eine "LTHV Grad 2" und berichteten, der 

Beschwerdeführer habe einen Bewusstseinsverlust von ca. 20 Sekunden angegeben 

(Suva-act. I/20). Eine LTHV (leichte traumatische Hirnverletzung) entspricht vom 

Schweregrad her einem leichten SHT bzw. einer Commotio cerebri (vgl. https://

www.kssg.ch/system/files/media_document/2020-05/Merkblatt_Leichte_Traumati­

sche_Hirnverletzung_%2024082018_SRM%201008388.pdf.ch, abgerufen am 22. 

Januar 2024). Die vorliegend vom Spital K.___ erwähnte Einstufung als "Grad 2" 

widerspricht in gewisser Weise der Definition einer LTHV als leicht und ist insofern nicht 

nachvollziehbar, als keine Hinweise auf eine schwerere Ausprägung des Traumas 

bestehen. Der von den Erstbehandelnden festgehaltene Bewusstseinsverlust von 20 

Sekunden (Suva-act. I/20) spricht für ein SHT Grad 1 (Commotio Cerebri). Dr. L.___ 

stellte am 22. November 2022 sodann – wie erwähnt (E. 2.3) –  offenbar gar in Frage, 

ob es beim Unfall vom 26. April 2022 überhaupt zu einer LTHV gekommen war (Suva-

act. I/40). Es ist folglich auch beim Unfall vom 26. April 2022 maximal von einer 

Verletzung entsprechend einem SHT Grad 1 auszugehen. Der Schweregrad der 

vorliegenden SHT spricht damit gegen das Vorliegen einer schleudertraumaähnlichen 

Verletzung. Demnach ist der adäquate Kausalzusammenhang rechtsprechungsgemäss 

grundsätzlich nicht nach den Regeln der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 209 E. 10 

mit Hinweisen), sondern nach denjenigen der Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) zu 

beurteilen. Die Gutachter des asim hielten als Diagnose zwar zudem einen Status nach 

HWS Distorsion QTF I-II am 19. Mai 2021 fest (act. G5.1, S. 9 der interdisziplinären 

Gesamtbeurteilung; vgl. auch S. 10 des neurologischen Teilgutachtens), wobei es sich 

grundsätzlich um eine schleudertraumaähnliche Verletzung handeln könnte. Selbst 

wenn davon ausgegangen würde, dass der Beschwerdeführer eine solche erlitten hat, 

hätte jedoch – wie nachfolgend ausgeführt – aufgrund der im Vordergrund stehenden 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/23

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psychischen Problematik die Adäquanzprüfung nach den Regeln der Psycho-Praxis zu 

erfolgen (vgl. E. 3.2). 

 3.2. 

Nach dem Unfall vom 19. Mai 2021 befand sich der Beschwerdeführer bis am 

folgenden Tag stationär im KSSG. Die dort zuständigen Ärzte hielten in ihrem 

Austrittsbericht vom 21. Mai 2021 fest, der Beschwerdeführer habe nach Überwachung 

auf der neurochirurgischen Normalstation am 20. Mai 2021 in kardiopulmonal stabilem 

Zustand, ohne fokal neurologische Defizite nach Hause entlassen werden können. Die 

initialen Kopf- und Nackenschmerzen seien regredient gewesen (Suva-act. III/9). Am 

23. Juni 2021, mithin rund einen Monat nach dem Unfall, fand eine Kontrolle im KSSG 

statt. Die behandelnden Ärzte berichteten unter anderem, der Beschwerdeführer habe 

über eine Drehschwindel-Symptomatik berichtet. Zudem habe er noch bioccipital bis 

bifrontal auftretende Kopfschmerzen angegeben. Intermittierend verspüre er noch ein- 

bis zweimal wöchentlich eine Übelkeit ohne Erbrechen. Beim Lesen oder beim Blick in 

die Ferne bemerke er intermittierend Doppelbilder, welche teilweise selbstlimitierend 

seien. Sie beurteilten, sie sähen die beschriebene Beschwerdesymptomatik am 

ehesten im Rahmen des post-concussion Syndroms nach dem SHT vom 19. Mai 2021. 

Aufgrund der generellen Antriebsminderung und der dysthymen Verstimmung sowie 

der kognitiven Defizite werde ein psychosomatisches Gespräch sowie eine 

neuropsychologische Beurteilung im Verlauf empfohlen (Suva-act. III/139-1 ff.). Daraus 

ergibt sich, dass ein Monat nach dem SHT zwar gewisse Beschwerden vorhanden 

waren, jedoch bereits damals eine gewisse psychische Komponente bestand. 

Anlässlich einer neuropsychologischen Untersuchung vom 14. Juli 2021 machte der 

Beschwerdeführer weiterhin gewisse Beschwerden (u.a. Kopfschmerzen, Schwindel, 

Müdigkeit) geltend. Die untersuchende Fachpsychologin für Neuropsychologie 

beurteilte, aktuell stünden die Auffälligkeiten in der Antriebs-, Affekt- und 

Selbstregulation im Vordergrund. Es zeigten sich eine deutlich reduzierte 

psychophysische Belastbarkeit und erhöhte Müdigkeit sowie ein ängstliches und 

depressives Zustandsbild mit somatischem Syndrom. Die Art des Störungsbildes sei 

grundsätzlich mit den zu erwartenden Minderleistungen nach dem erlittenen SHT mit 

Contré-Coup Verletzungen rechts vereinbar. Beim Beschwerdeführer sei jedoch 

aufgrund der Schwere der Symptome mit deutlicher Beeinträchtigung im basalen Alltag 

bei gleichzeitig fehlender bildgebender Bestätigung von Verletzungen des Gehirns eine 

multifaktorielle Ätiologie mit einer Anpassungsproblematik anzunehmen. Die kognitiven 

Störungen, die Angst und Depression sowie die verminderte Belastbarkeit seien so 

ausgeprägt, dass die Alltagsaktivitäten und die Teilhabe stark eingeschränkt seien 

3.2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/23

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(Suva-act. III/22). Nach einer ambulanten Untersuchung vom 12. August 2021 

diagnostizierte Dr. D.___ eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) und äusserte einen 

Verdacht auf eine Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst; ICD-10: F41.0 [Suva-

act. III/29]). Dr. E.___ beurteilte sodann am 15. Oktober 2021, die diagnostizierte 

Anpassungsstörung erkläre den derzeitigen Beschwerdekomplex sehr gut. Das SHT 

selbst spiele hingegen derzeit wahrscheinlich nur noch eine untergeordnete Rolle 

(Suva-act. III/51). Folglich standen spätestens in diesem Zeitpunkt die psychischen 

Beschwerden im Vordergrund. Damit übereinstimmend beurteilte Dr. F.___ am 19. 

Oktober 2021, spätestens ab dem Zeitpunkt der Untersuchung durch Dr. E.___ sei 

keine unfallkausale Behandlung mehr begründbar. Es sei ein somatischer Zustand 

erreicht, wie dieser auch ohne das Unfallereignis vom 19. Mai 2021 vorgelegen hätte 

(Suva-act. III/54).

Nach dem während des Aufenthalts in der Klinik H.___ erlittenen Unfall vom 

28. Februar 2022 wurde der Beschwerdeführer gleichentags im Spital I.___ untersucht. 

Die zuständigen Ärztinnen hielten in ihrem Bericht vom 3. März 2022 anamnestisch 

fest, der Beschwerdeführer leide seit dem Unfall an zunehmender Übelkeit, 

Kopfschmerzen und Doppelbildern. Mit analgetischer Behandlung habe eine deutliche 

Beschwerdeverbesserung des Beschwerdeführers auf der Notaufnahme erreicht 

werden können. Er werde in die Klinik H.___, wo er sich derzeit stationär befinde, 

zurückverlegt (Suva-act. II/7). In der Folge stand die Behandlung der psychischen 

Beschwerden weiter im Vordergrund (vgl. Suva-act. III/113, III/128).

3.2.2. 

Nach dem Unfall vom 26. April 2022 gab der Beschwerdeführer gemäss Bericht 

des (vom 26. bis 27. April 2022) erstbehandelnden Spitals K.___ vom 10. Juli 2022 an, 

seit dem Unfall vom 19. Mai 2021 unter einer chronischen Cephalgie und Schwindel zu 

leiden (Suva-act. I/1, I/19 f.). Dr. E.___ befand am 26. September 2022, obwohl sich in 

der Zwischenzeit zwei neue Stürze ereignet hätten, habe sich an ihrer 

Gesamteinschätzung der Situation vom 15. Oktober 2021 (vgl. Suva-act. III/51) nichts 

geändert. Es scheine eine schwere Anpassungsstörung vorzuliegen, in deren Rahmen 

auch die körperlichen Symptome zu interpretieren seien. Zu einem wesentlichen SHT 

scheine es auch infolge der erneuten Ereignisse vom 28. Februar und 26. April 2022 

nicht gekommen zu sein (Suva-act. III/146; vgl. auch die Beurteilung von Dr. L.___ vom 

22. November 2022 [Suva-act. I/40]).

3.2.3. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass beim Beschwerdeführer bereits einen 

Monat nach dem ersten Unfall vom 19. Mai 2021 psychische Beschwerden bestanden, 

welche sich in der Folge intensivierten und deutlich im Vordergrund standen. Damit 

3.2.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/23

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4.

Der behandelnde Hausarzt Dr. P.___, Praktischer Arzt, die Physiotherapeutin Q.___, 

und die behandelnden medizinischen Fachpersonen der Psychiatrie J.___ stellten in 

ihren Stellungnahmen vom Dezember 2022 die vorhandenen Beschwerden in einen 

kausalen Zusammenhang zu den Unfällen. Diesbezüglich ist jedoch festzuhalten, dass 

diese ihre Ansicht lediglich damit begründen, dass der Beschwerdeführer vor den 

Unfällen keine psychischen Beschwerden gehabt habe (Suva-act. III/175 ff.). Die 

sinngemäss vorgebrachte Formel "post hoc ergo propter hoc" ist jedoch nach 

ständiger Rechtsprechung für sich allein nicht ergiebig (vgl. SVR 2009 UV Nr. 13 

[8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). 

Zudem ist festzuhalten, dass lediglich das Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge mittels der Angaben medizinischer Fachpersonen geführt wird 

(KOSS UVG-Nabold Rz 53 zu Art. 53, BSK UVG-Hofer Rz 66 zu Art. 6), der kumulativ 

zu erfüllende adäquate Kausalzusammenhang jedoch vom Gericht nach den von 

Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 

110, 112 V 30). Dies ist nachfolgend zu klären.

5.  

übereinstimmend hielten die Gutachter des asim in ihrem Gutachten vom 19. Juni 2023 

lediglich psychiatrische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest und 

befanden, es lägen keine Unfallfolgen mehr vor (act. G5.1, S. 8 der interdisziplinären 

Gesamtbeurteilung). Sowohl der neuropsychologische Teilgutachter als auch die 

neurologische Teilgutachterin des asim hielten fest, die psychiatrische Problematik sei 

derzeit führend bzw. im Vordergrund (act. G5.1, S. 8 des neuropsychologischen und S. 

10 des neurologischen Teilgutachtens). Nachfolgend hat die Adäquanzprüfung der im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 15. Dezember 2022 noch geklagten 

gesundheitlichen Beschwerden daher anhand der Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) zu 

erfolgen.

Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall 

und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung 

der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 133) vom 

Unfallereignis auszugehen. Dabei ist im Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit 

und der rechtsgleichen Behandlung der Versicherten eine objektivierte 

Betrachtungsweise angezeigt (BGE 115 V 139 E. 6 mit Hinweisen). Ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall besteht, wenn dem 

Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden zukommt. In 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/23

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objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle nach ihrer erfahrungsgemässen 

Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in banale und leichte Unfälle 

einerseits, schwere Unfälle andererseits und in einen dazwischenliegenden Bereich der 

mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne 

weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung davon 

ausgegangen werden kann, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen 

invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren 

Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel zu bejahen, 

denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken.

Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen dem Unfall und 

der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, 

objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 

stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders 

dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie der Grad und die 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 139 ff. E. 6a-c). Um die 

adäquate Kausalität bejahen zu können, müssen nicht alle Umstände gegeben sein. 

Vielmehr genügt ein Kriterium, wenn es sich um einen schweren Unfall im mittleren 

Bereich handelt. Kommt keinem Einzelkriterium ein besonders bzw. 

ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien 

herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Diese Würdigung 

führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs, ohne dass 

nach weiteren Ursachen geforscht werden muss, die eine psychisch bedingte 

Erwerbsunfähigkeit begünstigt haben könnten (SVR 1999 UV Nr. 10 S. 32). Hat die 

versicherte Person mehr als einen Unfall erlitten, ist die Adäquanz prinzipiell für jeden 

Unfall gesondert zu beurteilen. In diesem Rahmen ist es nach der Rechtsprechung 

jedoch nicht generell ausgeschlossen, die wiederholte Betroffenheit desselben 

Körperteils bei der Adäquanzprüfung zu berücksichtigen. Letzteres ist insbesondere 

5.2. 

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dann denkbar, wenn die Auswirkungen der verschiedenen Ereignisse auf gewisse 

Beschwerden und/oder auf Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht voneinander 

abgegrenzt werden können (Urteil des EVG vom 25. Januar 2008, U 56/07, E. 5.2 mit 

Hinweisen). 

Vorliegend trug der Beschwerdeführer am 19. Mai 2021 Werkzeug in beiden 

Händen, als er auf dem Weg ins Lager seiner Arbeitgeberin auf der Treppe ausrutschte 

und rückwärts stürzte (Suva-act. III/2, III/27). Am 28. Februar 2022 rutschte der 

Beschwerdeführer in der Dusche aus und schlug den Kopf am Heizkörper an sowie mit 

dem rechten Knie am Boden auf (Suva-act. II/1, II/7). Am 26. April 2022 überquerte der 

Beschwerdeführer eine nasse Strasse, rutschte bei einem Bordstein aus und stürzte. 

Dabei schlug er sich den Kopf und das rechte Knie an (Suva-act. I/3). Diese Ereignisse 

sind maximal als mittelschwere Unfälle im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu 

qualifizieren.

5.3. 

Bei solchen Unfällen müssen für die Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs mindestens vier der relevanten Kriterien oder ein einzelnes 

Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein. Bei der Prüfung dieser Kriterien 

sind psychische Aspekte ausser Acht zu lassen (BGE 115 V 140 E. 6c/aa; vgl. auch 

Urteil des Bundesgerichts vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009 E. 5 mit Hinweis).

5.4. 

Bei der Beurteilung des Kriteriums der dramatischen Begleitumstände oder der 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sind objektive Massstäbe anzuwenden. Nicht 

was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch vorgeht, soll 

entscheidend sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr 

psychische Vorgänge auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Zu beachten 

ist auch, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit 

eigen ist, die noch nicht für die Bejahung dieses Adäquanzkriteriums ausreichen kann 

(vgl. SVR 2009 UV Nr. 41 S. 142). Vorliegend bestehen keine Hinweise auf dramatische 

Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit der Unfälle im Sinne der 

Rechtsprechung.

5.4.1. 

Der Beschwerdeführer erlitt beim Unfall vom 19. Mai 2021 ein SHT Grad 1 mit 

Kontusion der HWS und LWS sowie allenfalls eine vorübergehende Verschlimmerung 

einer Diskusprotrusion LWK5/SWK1 mit rezessaler Kompression S1 rechts (Suva-

act. III/9). Beim Unfall vom 28. Februar 2022 kam es zu einem SHT Grad 1 und einer 

Kniekontusion rechts (Suva-act. II/7) und beim Unfall vom 26. April 2022 zu einer LTHV 

Grad 2 (Suva-act. I/1, I/20). Die Kontusionen sowie die allfällige vorübergehende 

Verschlimmerung der Diskusprotrusion können unbestritten weder als besonders 

5.4.2. 

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schwer noch als Verletzungen besonderer Art eingestuft werden. Auch sind derartige 

Verletzungen in der Regel nicht geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. 

Bezüglich der SHT bzw. der LTHV kam es – wie bereits ausgeführt (E. 2.2 f.) – zu 

keinen strukturellen Verletzungen. Dementsprechend ist das Kriterium einer besonders 

schweren Verletzung oder einer Verletzung besonderer Art auch bezogen darauf zu 

verneinen. Soweit der Beschwerdeführer vorbringen lässt, das Kriterium sei gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung in Anbetracht der Häufung der Beschwerden und 

ihrer schwerwiegenden Auswirkungen erfüllt, ist darauf hinzuweisen, dass dem 

angeführten Bundesgerichtsentscheid BGE 117 V 369 ein anderer Sachverhalt 

zugrunde lag. Im Gegensatz zum vorliegenden Fall hatte das Bundesgericht einen 

Unfall mit SHT zu beurteilen, bei welchem es zu einer neuropsychologisch 

nachgewiesenen hirnorganischen (bifronto-temporalen) Funktionsstörung mit 

entsprechenden Beschwerden gekommen war (BGE 117 V 369, E. 5.b). Die 

Erwägungen des Bundesgerichts können damit nicht ohne Weiteres auf den 

vorliegenden Fall übertragen werden.

Zur Beantwortung der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung ist nicht allein 

der zeitliche Massstab entscheidend. Ebenfalls in die Prüfung einzubeziehen sind die 

Art und Intensität der Behandlung sowie die Frage, inwieweit davon noch eine 

Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten war (Urteil des EVG vom 20. Oktober 

2006, U 488/05, E. 3.2.3; BGE 134 V 128, E. 10.2.3). Eine Behandlung, die lediglich 

noch der Erhaltung des Gesundheitszustands und nicht der Heilung dient, ist im 

Rahmen der Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht relevant. Abklärungsmassnahmen 

und blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht die Qualität einer regelmässigen, 

zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 

11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Nach dem Unfall vom 19. Mai 2021 wurde der 

Beschwerdeführer bis am folgenden Tag stationär im KSSG überwacht. Während des 

Aufenthalts wurde ein CT Polyblessé und ein MRI der LWS/HWS erstellt. Der 

Beschwerdeführer wurde analgetisch behandelt und es erfolgte ein ambulantes 

Aufgebot für eine periradikuläre Therapie (PRT) S1 rechts (Suva-act. III/9, III/14 ff.). 

Darauf erfolgten Kontrollen beim Hausarzt, welcher den Beschwerdeführer analgetisch 

behandelte und ihm Arbeitsunfähigkeitsatteste ausstellte (Suva-act. III/6, III/12). Nach 

Durchführung eines MRI des Neurocraniums am 12. Juli 2021 (Suva-act. III/44), fand 

gleichentags eine neurochirurgische Untersuchung im KSSG statt (Suva-act. III/21). Am 

14. Juli 2021 wurde der Beschwerdeführer im KSSG neuropsychologisch untersucht 

(Suva-act. III/22). Die ab August 2021 erfolgten psychiatrischen Abklärungen und 

Behandlungen (vgl. Suva-act. III/29) können vorliegend nicht berücksichtigt werden. 

5.4.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/23

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Dies gilt auch für den stationären Aufenthalt in der Klinik H.___ vom 9. Februar bis 

1. März 2022, welcher primär der Behandlung der psychischen Beschwerden diente 

(vgl. Suva-act. III/113). Während des dortigen Aufenthalts erlitt der Beschwerdeführer 

am 28. Februar 2022 einen weiteren Unfall. Diesbezüglich erfolgte gleichentags 

lediglich eine ambulante Untersuchung im Spital I.___. Die dort zuständigen Ärztinnen 

liessen ein CT erstellen und verschrieben dem Beschwerdeführer Schmerzmittel sowie 

eine Salbe zur lokalen Behandlung der Kniekontusion (Suva-act. II/7). Die 

tagesklinische Behandlung in der Psychiatrie J.___ vom 21. bis 28. März 2022 (Suva-

act. III/128) ist für die Beurteilung der Adäquanz nicht relevant. Nach dem Unfall vom 

26. April 2022 wurde der Beschwerdeführer sodann für 24 Stunden im Spital K.___ 

überwacht und analgetisch behandelt (Suva-act. I/20). Im Mai und Juni 2022 erfolgten 

Untersuche bezüglich der Beschwerden am Knie rechts sowie eine Infiltration im 

Bereich der LWS (Suva-act. II/3, III/130). Die behandelnden Ärzte des KSSG schlugen 

am 13. Juli 2021 als letzte Option eine mikrochirurgische Sequestrektomie/

Dekompression zur Linderung der Beschwerden an der HWS vor, was der 

Beschwerdeführer jedoch ablehnte (Suva-act. III/140-11 f.). Am 7. November 2022 fand 

aktenkundig die letzte Kontrolle bezüglich der Kniebeschwerden statt (Suva-act. III/

149). Somit erfolgten in somatischer Hinsicht – abgesehen von den Behandlungen 

unmittelbar nach den drei Unfällen – im Wesentlichen lediglich Kontroll- und 

Abklärungsuntersuchungen (Suva-act. III/51, III/61, III/68). Daneben befand sich der 

Beschwerdeführer in physiotherapeutischer Behandlung (Suva-act. III/73, 77, 80, 84, 

95, 95, 127, 129, 137, 143 f., 148, 152, 171, 176, 179). Aufgrund der wenig intensiven 

Behandlungsmassnahmen und der mehrheitlich nur aus Kontroll- und 

Abklärungsuntersuchungen bestehenden ärztlichen Konsultationen, ist das Kriterium 

der langen Dauer der ärztlichen Behandlung insgesamt zu verneinen.

Der Beschwerdeführer klagte seit dem Unfall vom 19. Mai 2021 praktisch 

durchgehend über Kopf- und initial auch über Nackenschmerzen (Suva-act. III/9, III/29, 

III/139-1 ff.). Zudem berichteten die zuständigen Ärzte des KSSG am 23. Juli 2021, 

unverändert zu Ende Juni 2021 bestünden teils Rückenschmerzen im Bereich der HWS 

(Suva-act. III/21). Spätestens seit dem Bericht von Dr. E.___ vom 19. Oktober 2021 

standen jedoch die psychischen Beschwerden, welche auch mindestens teilweise die 

Schmerzproblematik erklärten, im Vordergrund (Suva-act. III/51, vgl. auch E. 3.3.2). 

Auch nach den Unfällen vom 22. Februar und 26. April 2022 klagte der 

Beschwerdeführer gegenüber den erstbehandelnden Ärzten über Kopfschmerzen 

(Suva-act. II/7, I/19). Von Mai bis November 2022 sind sodann Behandlungen und 

Abklärungen bezüglich der Knie- und Rückenschmerzen aktenkundig (Suva-act. II/3, 

5.4.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/23

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III/130, III/140-11 f., III/149). Das Kriterium der Dauerschmerzen ist insofern zu 

verneinen, als die hauptsächlich beklagten Kopf- und Nackenschmerzen mindestens 

teilweise psychisch bedingt waren.

Es liegen keine Hinweise für eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, vor.

5.4.5. 

Die Dauer der ärztlichen Behandlung und die geklagten Beschwerden deuten 

alleine nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf hin. Das entsprechende 

Kriterium erfordert besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt und verzögert 

haben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Februar 2008, U 590/06, E. 4.3.2, und 

vom 10. Juli 2008, 8C_61/2008, E. 7.6). Vorliegend liegen keine Hinweise auf einen in 

somatischer Hinsicht schwierigen Heilungsverlauf vor. Soweit der Beschwerdeführer 

vorbringen lässt, das Kriterium sei erfüllt, weil es im Laufe der Heilbehandlung infolge 

von Schwindel zu zwei weiteren Unfallereignissen gekommen sei (act. G1), ist dies 

vorliegend nicht entscheidend. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass keine organische 

Ursache für den Schwindel vorliegt (vgl. Suva-act. III/51, III/146). Zudem führten die 

Unfallereignisse vom 22. Februar und 26. April 2022 zu keiner wesentlichen 

Verschlechterung des damals vorliegenden Gesundheitszustandes oder Verzögerung 

des Heilverlaufs in somatischer Hinsicht. Das Kriterium des schwierigen 

Heilungsverlaufs ist damit zu verneinen.

5.4.6. 

Die behandelnden Ärzte attestierten dem Beschwerdeführer vom 19. Mai 2021 

bis zum 10. Januar 2023 durchgehend eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. III/

6, III/9, III/12, III/25, III/38, III/55, III/60, III/66, III/74, III/86, III/93, III/116, III/131, III/138, 

III/141, III/145, III/147, III/162). Die meisten dieser Arbeitsunfähigkeitsatteste stammen 

von Hausarzt Dr. P.___, welcher die Atteste nicht begründete und sich auch nicht zu 

einer allfälligen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit äusserte. Es ist jedoch 

davon auszugehen, dass die Arbeitsunfähigkeit bereits wenige Monate nach dem 

Unfall vom 19. Mai 2021 mindestens teilweise und im weiteren Verlauf (abgesehen von 

vorübergehenden kurzzeitigen Phasen der Rekonvaleszenz nach den Unfällen vom 28. 

Februar und 26. April 2022) ausschliesslich durch die psychischen Beschwerden 

begründet war. Das Kriterium der langen Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit ist damit zu verneinen.

5.4.7. 

Da somit keines der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt ist, ist der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen den Unfällen vom 19. Mai 2021, 28. Februar 2022 

sowie 26. April 2022 und den geklagten organisch nicht objektivierbaren Beschwerden 

zu verneinen.

5.4.8. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/23

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6.

Zusammengefasst lagen damit spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 

15. Dezember 2022 keine unfallkausalen Beschwerden mehr vor, weshalb die 

Leistungseinstellung nicht zu beanstanden ist. Allfällige Ansprüche auf eine 

Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung fallen mangels unfallkausaler 

Beschwerden ausser Betracht, weshalb sich eine weitergehende Prüfung sowie 

diesbezügliche Abklärungen erübrigen.

7.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Im Sinne der Erwägungen ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 

15. Mai 2023 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist 

abzuweisen.

7.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

7.2. 
bis

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

7.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.01.2024
	Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Art. 16 UVG. Spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung lagen überwiegend wahrscheinlich keine unfallkausalen somatischen Beschwerden mehr vor. Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs der organisch nicht objektivierbaren Beschwerden in Anwendung der Kriterien der sogenannten "Psycho-Praxis" (BGE 115 V 133). Die Leistungseinstellung ist nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Januar 2024, UV 2023/40).

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