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**Case Identifier:** e3064160-66c7-56e0-87b9-e09fdf031f7d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 14.01.2022 I 2021 56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-56_2022-01-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 56

Entscheid vom 14. Januar 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Unfallkausalität)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1961) war seit dem 1. August 1990 bei der B.________ 
AG angestellt und dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Un-
fällen versichert, als er am 5. Oktober 2018 als Lenker eines in Kolonne stehen-
den Motorfahrzeuges einen Heckauffahrunfall erlitt und sich am darauf folgenden 
Tag in ärztliche Behandlung begab (vgl. Vi-act. 1).

B. Als Folge dieses Auffahrunfalls wurde bei A.________ eine HWS-
Distorsion Grad II diagnostiziert (vgl. Vi-act. 4) sowie eine 50%-ige Arbeitsun-
fähigkeit bis 21. Dezember 2018 attestiert (vgl. Vi-act. 2/6/10/12). Ab dem 22. 
Dezember 2018 bis 21. Mai 2021 schwankte seine Arbeitsunfähigkeit zwischen 
10% und 100%; am 22. Mai 2021 erreichte er wieder die volle Arbeitsfähigkeit 
(vgl. Vi-act. 159). Die Suva erbrachte die gesetzliche Versicherungsleistung bzw. 
richtete Taggeld aus und erbrachte die diesbezüglichen Heilbehandlungen (vgl. 
Einspracheentscheid vom 3.8.2021, S. 2 lit. B i.V.m. Verfügung vom 14.1.2021 S. 
1).

C. Mit Verfügung vom 14. Januar 2021 stellte die Suva ihre Leistungen per 
31.  Januar 2021 mangels adäquater Kausalität zwischen den noch bestehenden 
Beschwerden und dem Unfallereignis vom 5. Oktober 2018 ein. Dagegen erhob 
A.________ am 12. Februar 2021 Einsprache, die mit Einspracheentscheid vom 
3. August 2021 abgewiesen wurde.

D. Mit Eingabe vom 9. September 2021 (Postaufgabe: 10.9.2021) erhebt 
A.________ gegen den Einspracheentscheid vom 3. August 2021 (Postaufgabe: 
A-Plus) rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz; 
er verlangt sinngemäss dessen Aufhebung bzw. eine über den 31. Januar 2021 
hinaus fortdauernde Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen für die Folgen des 
Unfallereignisses vom 5. Oktober 2018.

E. Mit Beschwerdeantwort vom 13. Oktober 2021 beantragt die Suva die Ab-
weisung der Beschwerde - soweit darauf einzutreten sei - unter Bestätigung des 
Einspracheentscheides vom 3. August 2021. Der Beschwerdeführer nimmt mit 
Eingabe vom 8. November 2021 hierzu Stellung; gleichzeitig hält er an seiner 
Beschwerde vom 9. September 2021 fest.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Mit Verfügung vom 14. Januar 2021 - bestätigt mit vorliegend angefochte-
nem Einspracheentscheid vom 3. August 2021 - stellte die Suva die Versiche-
rungsleistungen per 31. Januar 2021 ein mit der Begründung, aufgrund der me-
dizinischen Abklärungen seien die noch geklagten Beschwerden organisch nicht 
hinreichend nachweisbar. Mangels Vorliegen adäquater Unfallfolgen bestehe 
denn auch kein Anspruch auf Ausrichtung weiterer Leistungen für die Folgen des 
Unfallereignisses vom 5. Oktober 2018 (vgl. Vi-act. 151 i.V.m. angefochtenem 
Einspracheentscheid vom 3.8.2021 lit. D-G).

1.2 Mit Beschwerde vom 9. September 2021 rügt der Beschwerdeführer im 
Wesentlichen eine unzutreffende Sachverhaltsdarstellung insbesondere hinsicht-
lich seines Gesundheitszustandes; er habe vor dem Unfall keine gesundheitli-
chen Beschwerden gehabt; es würden unfallkausale Beschwerden vorliegen, 
weshalb die Vorinstanz auch weiterhin leistungspflichtig sei.

1.3 Das vom Beschwerdeführer am 5. Oktober 2018 erlittene Unfallereignis 
(Auffahrunfall) mit HWS-Distorsion ist ebenso unbestritten wie die hieraus fol-
gende Leistungspflicht der Vorinstanz. Streitig und nachfolgend zu beurteilen ist 
demgegenüber einzig und allein, ob die Vorinstanz zu Recht den Fall abschloss 
und die Leistungen mangels adäquater Kausalität zwischen den noch geklagten 
Beschwerden und dem Unfallereignis vom 5. Oktober 2018 per 31. Januar 2021 
eingestellt hat.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines Nichtberufsunfalles 
oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] vom 20.3.1981). Nach Art. 10 Abs. 1 UVG 
hat der Versicherte Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfol-
gen. Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat er Anspruch auf ein Taggeld (vgl. Art. 16 Abs. 1 UVG). Wird der Versicherte 
infolge des Unfalles invalid, so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. Art. 
18 Abs. 1 UVG). Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebli-
che Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er 
Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

2.2.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali-
dität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 
134 V 109 Erw. 2.1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1 f.). 

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2.2.2  Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele; m.a.W. wenn der Unfall überwiegend wahrschein-
lich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist 
(BGE 142 V 435 Erw. 1; BGE 134 V 109 Erw. 2.1; Urteil BGer 8C_689/2019 vom 
9.3.2020 Erw. 5.3 je m.H.).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung 
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung (im Beschwerdefall der Richter) im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 
126 V 360 Erw. 5b m.H.). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt 
für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 Erw. 3.1; 
BGE 119 V 338 Erw. 1; BGE 118 V 289 Erw. 1b; vgl. nachstehend Erw. 2.4.2).

2.2.3  Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt des Weiteren voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäqua-
ter Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis 
dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge-
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich 
geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Ein-
tritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 Erw. 3.2; BGE 125 V 461 Erw. 5a, je m.H.). Dabei ist es Aufga-
be des Arztes, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es 
der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht obliegt, die Frage nach dem 
adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (vgl. BGE 123 III 110 Erw. 2). 

Die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausal-
zusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers spielt bei organisch 
objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die 
adäquate und natürliche Kausalität weitgehend decken (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 
2). Unfallfolgen sind dann organisch objektiv ausgewiesen, wenn die Untersu-
chungsergebnisse objektivierbar sind, d.h. reproduzierbar und von der Person 

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des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von or-
ganisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen 
werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärun-
gen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden 
wissenschaftlich anerkannt sind (vgl. BGE 138 V 248 Erw. 5.1; Urteile BGer 
8C_301/2017 vom 24.4.2018 Erw. 2; 8C_849/2011 vom 29.5.2012 Erw. 4.1).

Anders verhält es sich bei natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv 
ausgewiesenen Beschwerden. Hier bedarf es einer besonderen Adäquanzbeur-
teilung (vgl. BGE 138 V 248 Erw. 4; Urteil BGer 8C_801/2017 vom 24.4.2018 
Erw. 4.2.2). Dabei ist vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es 
sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (vgl. BGE 134 V 
109 Erw. 2.1). Hat die versicherte Person einen Unfall erlitten, welcher die An-
wendung der Schleudertrauma-Rechtsprechung rechtfertigt, so sind hierbei die 
durch BGE 134 V 109 Erw. 10 präzisierten Kriterien massgebend. Ist diese 
Rechtsprechung nicht anwendbar, so sind grundsätzlich die Adäquanzkriterien, 
welche für psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt wurden 
(vgl. BGE 115 V 133 Erw. 6c/aa; sog. Psycho-Praxis), anzuwenden (vgl. BGE 
134 V 109 Erw. 2.1 vgl. auch SVR 2017 UV Nr. 8 S. 27 und Urteil BGer 
8C_193/2016 Erw. 3.3).

2.2.4 Wenn ein allfälliger Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit nicht 
rechtsgenüglich wäre, kann die Frage, ob die geklagten, medizinisch nicht hinrei-
chend nachweisbaren Beschwerden natürlich kausal durch ein Unfallereignis 
verursacht worden sind, offen gelassen werden (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 5.1 
m.H.). Gemäss einem allgemeinen Grundsatz ist lediglich über für den Ausgang 
des Verfahrens erhebliche Tatsachen Beweis zu führen (vgl. Urteil EVGer B 
21/02 vom 11.12.2002 Erw. 3.2). Steht aufgrund einer speziellen Adäquanzprü-
fung fest, dass ein allfällig bestehender natürlicher Kausalzusammenhang nicht 
adäquat und damit nicht rechtsgenüglich wäre, ist die Frage, ob der natürliche 
Kausalzusammenhang tatsächlich besteht, nicht entscheidrelevant. Anders ist 
lediglich in jenen Fällen zu entscheiden, in denen der Sachverhalt für eine ein-
wandfreie Adäquanzprüfung nicht hinreichend abgeklärt ist (vgl. Urteil BGer 
8C_151/2009 vom 7.5.2009 Erw. 2.1).

2.3.1 Nach Gesetz und Rechtsprechung hat der Unfallversicherer den Fall (unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen Heilbehandlung und Taggeld sowie 
mit Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsent-
schädigung) abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behand-
lung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 

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der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 
109 Erw. 4; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 120, Urteil 8C 493/2018 vom 12.9.2018 Erw. 
3.2). Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere 
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Ar-
beitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des 
Begriffes "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch 
weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoff-
te Besserung ins Gewicht fallen muss (BGE 134 V 109 Erw. 4.3). Unbedeutende 
Verbesserungen genügen nicht. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines po-
sitiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von wei-
teren Massnahmen - wie etwa einer Badekur - zu erwartender geringfügiger the-
rapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem 
Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person pro-
gnostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (vgl. 
zum Ganzen: Urteil BGer 8C_548/2020 vom 18.12.2020 Erw. 4.1.1).

2.3.2 Die Prüfung der Adäquanz ist bei Anwendung der Praxis zu den psychi-
schen Unfallfolgen (vgl. BGE 115 V 133) in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in 
dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwar-
tet werden kann (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 6.1; Urteil 8C 184/2017 vom 
13.7.2017 Erw. 2.2). Bei der Schleudertrauma-Praxis ist dies der Zeitpunkt, in 
dem von der Fortsetzung der auf das Schleudertrauma-Beschwerdebild - dessen 
psychische und physische Komponenten nicht leicht zu differenzieren sind - ge-
richteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr zu erwarten ist 
(vgl. Urteil BGer 8C_548/2020 vom 18.12.2020 Erw. 4.1.2 m.w.H.).

2.4.1 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 nor-
mierten Untersuchungsgrundsatz hat der Versicherungsträger die notwendigen 
Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt 
grundsätzlich auch im Gerichtsverfahren (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auf-
lage, Art. 43 Rz. 28). Was notwendig ist, ergibt sich zum einen daraus, in wel-
chem Umfang Abklärungen vorzunehmen sind, und zum anderen daraus, in wel-
cher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind die für die zu entscheidende Frage 
massgebenden Bereiche abzustecken und in der Folge ist der Sachverhalt abzu-
klären. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Ge-
richt dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 
Bestehen überzeugt sind.

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2.4.2 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 
Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Rich-
terin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen 
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (vgl. BGE 
138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 Erw. 2). Der Unter-
suchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast 
begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der 
verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismateri-
als besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in 
der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest 
die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 
V 261 Erw. 3b; Urteil BGer 8C_663/2009 vom 27.4.2010 Erw. 2.2).

2.5.1 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

2.5.2 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlagge-
bend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 

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Erw. 3a; BGE 122 V 157 f. Erw. 1c m.H.; Weber, 'Hürden' und 'Hilfen' bei der 
richterlichen Würdigung von medizinischen Gutachten, JaSo 2020, S. 199).

Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Suva und durch UVG-
Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf 
Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in 
die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen (BGE 137 V 210 Erw. 1.3.4; BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb). 

Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungsgemäss 
Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll-
ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 
ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Ein Anstel-
lungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon 
auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be-
sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-
lung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall jedoch 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 
139 V 225 Erw. 5.2; BGE 135 V 465 Erw. 4.4 m.H.). 

In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter der Er-
fahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pa-
tienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil des BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 m.H.; BGE 
135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich nicht nur 
für Hausärzte (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezialärztlich 
behandelnde Medizinalpersonen (vgl. Urteile BGer 8C_609/2017 vom 27.3.2018 
Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die Verschie-
denheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall re-
gelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden 
(vgl. statt vieler: Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 m.H.).

2.5.3 Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (vgl. RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 
5b). Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein 

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lückenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 
gemacht werden (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3b/ee; Urteile BGer 8C_523/2018 
vom 5.11.2018 Erw. 5.2; 8C_540/2007 vom 27.3.2008 Erw. 3.2 m.H.).

3. Im Folgenden stellen sich der für die Beurteilung der Frage nach der 
Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung per 31. Januar 2021 massgebende 
Unfallhergang vom 5. Oktober 2018 sowie der medizinische Sachverhalt wie folgt 
dar:

3.1 Nach dem Auffahrunfall vom 5. Oktober 2018 begab sich der Beschwerde-
führer am darauf folgenden Tag zur Erstbehandlung in die C.________. Im Do-
kumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleuni-
gungstrauma vom 6.  Oktober 2018 wurde notiert, es sei zu einer Heckkollision 
und in der Folge zu einem Kopfanprall an der Kopfstütze gekommen; der Be-
schwerdeführer sei auf die Kollision nicht gefasst gewesen; die Kopfstellung sei 
nicht bekannt; der Beschwerdeführer habe eine aufrechte Sitzposition einge-
nommen; er habe Sicherheitsgurte getragen; der Airbag sei nicht ausgelöst wor-
den. Weder sei Bewusstlosigkeit noch eine Gedächtnislücke eingetreten, hinge-
gen eine Angst- und/oder Schreckreaktion. Der Beschwerdeführer habe nach 
dem Unfall weiterfahren und die Heimreise wieder antreten können. Zudem hält 
der Arzt unter "4) Angaben des Patienten zum Beschwerdeverlauf seit dem Un-
fallzeitpunkt" Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel sowie Hör-, Seh- und 
Schlafstörungen fest. Darüber hinaus wurde ein Tinnitus rechts sowie ein locke-
rer Schneidezahn (oben) festgehalten. Bei "5) Frühere Anamnese" wurde zudem 
auf eine Neuronitis vestibularis im Jahre 2015 hingewiesen. Beim Untersu-
chungsbefund der HWS wurden Schmerzen bei der Rechtsdrehung vermerkt. 
Schmerzen bei Flexion, Extension, der Linksdrehung und der Seitenneigung 
(rechts/links) sowie Stauchungsschmerzen wurden verneint; ein lokaler Druck-
schmerz im Nacken- und Schulterbereich (‘Trapezius li; unterer Hals re bei Be-
wegung’) sowie ein Ruheschmerz wurden angegeben; es wurden Parästhesien 
(Handkante li) festgestellt. Der GCS-Score lag bei 15. Der Arzt stellte die vorläu-
fige Diagnose eines kranio-zervikalen Beschleunigungstraumas Grad II (Skala 0-
IV) (Nackenbeschwerden und muskuloskelettale Befunde, verminderte Beweg-

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lichkeit und punktuelle Druckschmerzhaftigkeit miteingeschlossen). Es wurde ei-
ne Schmerztherapie unter Einsatz von NSAR angeordnet; dem Beschwerdefüh-
rer wurde vom 6. Oktober 2018 bis auf weiteres eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit 
attestiert (vgl. Vi-act. 3/4).

3.2.1 Mit Schadenmeldung vom 8. Oktober 2018 meldete die Arbeitgeberin des 
Beschwerdeführers bezüglich des Unfalls vom 5. Oktober 2018 was folgt:

Nach dem Mositunnel befand sich eine stehende Kolonne. Hr. A.________ und der 
Autofahrer hinter ihm konnten rechtzeitig bremsen. Doch das dritte Auto fuhr mit 
voller Geschwindigkeit auf die Kolonne auf.

Als Folge davon habe der Beschwerdeführer eine Stauchung der Wirbelsäule er-
litten und sei seit dem 5.  Oktober 2018 zu 50% arbeitsunfähig (vgl. Vi-act. 1/2).

3.2.2 Mit Rapport der Kantonspolizei Schwyz vom 14. November 2018 wurde der 
Unfallhergang im Wesentlichen bestätigt (vgl. Vi-act. 14 [S.5 und Bild Nr. 5/6]).

3.2.3 Gemäss der biomechanischen Kurzbeurteilung der D.________ vom 6. 
August 2019 erfuhr das Fahrzeug des Beschwerdeführers durch den Heckanprall 
eine Geschwindigkeitsänderung in Vorwärtsrichtung, welche unterhalb oder in-
nerhalb eines Bereiches von 10 – 15 km/h lag. Dies führte dazu, dass sich der 
Beschwerdeführer infolge der Kollision relativ zu seinem Fahrzeug in Richtung 
der Fahrzeuglängsachse nach hinten bewegte (vgl. Vi-act. 76 [S. 2/4]).

3.2.4 Mit unfallanalytischem Gutachten der E.________ vom 19. November 2019 
wurde die Schätzung des D.________ in der biometrischen Kurztriage bestätigt 
und insoweit konkretisiert, als die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung 
des Fahrzeuges des Beschwerdeführers zwischen 10.9 km/h und 13.4 km/h bzw. 
etwas tiefer (bis zu 1 km/h) betragen habe (vgl. Vi-act. 113 [S.13/23]).

3.3.1 Mit Bericht vom 9. Oktober 2018 hielt Dr.med. F.________ (Facharzt FMH 
Radiologie) zu Handen der zuweisenden C.________ nach dem am 6. Oktober 
2018 erfolgten Röntgen der Halswirbelsäule (stehend, seitlich, a.p.) folgendes 
fest (vgl. Vi-act. 18):

Befund
HWS mit Streckhaltung. Anterolisthesis von HWK3 um 3mm. Schlanke präverte-
brale Weichteile. Mehrsegmentale Unkovertebralarthrosen.

Beurteilung
Wahrscheinlich degenerativ bedingte Anterolisthesis HWK3 gegen HWK4, es sollte 
jedoch zum Frakturausschluss ein CT der HWS erfolgen.

3.3.2 Am 11. Oktober 2018 erfolgte alsdann ein CT der Halswirbelsäule (nativ). 
Befund und Beurteilung von Dr.med. G.________ (Fachärztin FMH Radiologie) 

11

vom 11. Oktober 2018 zu Handen des zuweisenden Arztes Dr.med. H.________ 
lauten wie folgt (Vi-act. 16):

Befund
Fehlhaltung der HWS bei Steilstellung und angedeuteter Kyphosierung in den 
Segmenten C3-C6.
Retrospondylose auf Segmenthöhe C4-C5.
Kein Frakturnachweis. Keine Gefügestörung.
Am ehesten Verkalkungen des Ligamentums longitudinale anterius auf Höhe C3-
C4, C5-C6 und C6-C7.
Im Weichteilfenster kein Hinweis auf intraspinale Hämatombildung.
Die prävertebralen Weichteile sind nicht erweitert.
Vertebralarthrose Osteochondrose im mittleren HWS Abschnitt mit Betonung auf 
Segmenthöhe C4-C5 und C5-C6.
In den abgebildeten Abschnitten des Thorax kein Hinweis auf Pneumothorax.

Beurteilung
Kein Frakturnachweis. Keine Gefügestörung.
Soweit CT morphologisch erkennbar kein Hinweis auf eine intraspinale Hämatom-
bildung.

3.3.3 Am 13. November 2018 erfolgte ein MRI des Schädels (mit MR-
Angiographie Circulus Willisii; Nativ und nach i.v. KM). Befund und Beurteilung 
von Dr.med. I.________ (Assistenzarzt Radiologie) und Dr.med. F.________ 
(Facharzt FMH Radiologie) vom 13. November 2018 zu Handen des zuweisen-
den Arztes Dr.med. H.________ lauten wie folgt (Vi-act. 16):

Befund
Kein Hinweis auf Hämosiderinreste in der blutungssensitiven Sequenz. Kein Hin-
weis auf Störungen der Bluthirnschranke. Keine Diffusionsrestriktion. Mittelständi-
ger Interhemisphärenspalt. Regelrechte Abgrenzbarkeit von Rinde, Mark und ba-
salen Ganglien. Altersentsprechende Weite der inneren und äusseren Liquorräu-
me. Normales altersentsprechendes supra- und infratentorielles Hirnvolumen. 
Normale Belüftung der Nasenhaupt- und Nebenhöhlen sowie des Mastoid bds. 
Unauffälliges Knochenmarksignal des Neurokraniums. Normale Darstellung der in-
trakraniellen Gefässe in der TOF Angiografie.
Normvariante: Hypoplastische Arteria vertebralis rechts. Keine Stenosen oder Ge-
fässabbrüche.

Beurteilung
Kein Nachweis auf intrakranielle Pathologien insbesondere keine Blutungen, 
Ischämien oder Raumforderungen.

3.3.4 Ebenfalls am 13. November 2018 suchte der Beschwerdeführer Dr.med. 
O.________ (Facharzt FMH für Oto-Rhino-Laryngologie, spez. Hals- und Ge-
sichtschirurgie Sonographie SGUM) in seiner Sprechstunde auf. Dr.med. 
O.________ hält diesbezüglich in seinem Arztbericht vom 13. November 2018 zu 
Handen des zuweisenden Dr.med. H.________ was folgt fest (vgl. Vi-act. 23):

12

Diagnose:
Kein Anhaltspunkt für eine periphere-vestibuläre Funktionsstörung:
Symmetrische Kalorik, Tinnitus

Anamnese:
Am 5. Oktober 2018 hatte der Patient eine Heckkollision, in dem Auto. Es erfolgte 
eine notfallmässige Vorstellung in der C.________ am 6. Oktober 2018. Das CT 
des Kopfes war unauffällig. Er klagt über einen gelegentlichen Drehschwindel und 
einen verstärkten Tinnitus, den er aber vorher schon hatte. Er habe das Gefühl wie 
betrunken zu sein, im Verlauf sei diese Symptomatik jedoch besser geworden.
Lageabhängigkeit des Schwindels wird negiert. Wenn er ins Bett liege und sich 
drehe, habe er keinen Schwindel. Es störe ihn beim Einschlafen ein Tinnitus auf 
dem rechten Ohr.

ORL-Status:
Otoskopie beidseits unauffällig, Weber nicht gehört, Rinne beidseits positiv. Endo-
nasal reizlose Schleimhaut. Epipharynx frei, Hypopharynx und Larynx unauffällig. 
Stimmlippen Funktion und Anatomie unauffällig. Hände-Halteversuch sicher. Fin-
ger-Naseversuch treffsicher. Eudiadochokinese. Cover-Test ohne Rückstellsakka-
den. Unterberger-Tretversuch frühzeitig abgebrochen, da er eine Schwäche und 
eine Unkontrolliertheit verspürte. Lage- und Lagerungsmanöver ohne Nystagmus. 
Kopfimpulstest unauffällig. Kein Spontannystagmus. Kein Kopfschütteln Nystag-
mus. Kalorik symmetrisch (Cp-Wert 21, normal <25).

Beurteilung und Prozedere:
Es bestehen keine Hinweise für eine periphere-vestibuläre Funktionsstörung.
Das Tonaudiogramm und die Kalorik sind symmetrisch. Im Weiteren besteht ein 
kompensierter Tinnitus. Der Tinnitus störe vor allem bei Ruhe, am Abend beim ins 
Bett gehen. Die Schwindelsymptomatik habe sich schon verbessert. Ich habe dem 
Patienten zusätzlich Rezirkane 240 mg über zwei Monate verschrieben.

3.4.1 Im Rahmen der Leistungsabklärung gelangte die Vorinstanz an ihren Ar-
beitsmediziner Dr.med. J.________ (Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie), wel-
cher mit ärztlicher Kurzbeurteilung vom 14. Dezember 2018 auf den ORL-Bericht 
von Dr.med. O.________ vom 13. November verwies (vgl. Vi-act. 27).

3.4.2 Anlässlich der ersten Besprechung mit der Suva - protokolliert im Erhe-
bungsblatt für die persönliche oder telefonische Abklärung von HWS- und LTHV-
Verletzungen vom 22. Dezember 2018 - führte der Beschwerdeführer bezüglich 
seines Befindens aus, zu einer Besserung seiner Beschwerden sei es nach dem 
Unfall nicht gekommen; die Schmerzintensität spüre er eher vermehrt - abwech-
selnd in der linken Schulter, in der rechten Schulter, im Nacken, im Kopf; die 
Schmerzen treten teils sehr heftig und stechend auf; am Tag nach dem Unfall 
habe er den Kopf kaum noch drehen können; dies sei zwischenzeitlich deutlich 
besser geworden; seit dem Unfall habe er ein sehr starkes Pfeifen in beiden Oh-
ren, rechts mehr als links, wodurch das Schlafen erheblich gestört werde; Ge-
dächtnisstörungen seien weiterhin vorhanden, sodass er Namen von Leuten ver-
gesse oder sich nicht mehr an Sachen erinnern könne; zudem habe die Flickstel-

13

le des Schneidezahns oben links nach dem Unfall gewackelt; Abklärungen dies-
bezüglich würden indes noch keine getätigt werden (vgl. Vi-act. 30 [S. 4 Ziff. 9]). 
Seit dem Unfall könne er nur noch eine 50%ige Arbeitsleistung erbringen; er sei 
viel weniger belastbar, sowohl im Büro als auch auswärts; er brauche immer wie-
der Pausen; teils lege er sich während der Arbeit auch hin; auswärts erledige er 
zurzeit nur noch die nötigsten Termine; auch im Büro habe er Probleme; er kön-
ne nicht längere Zeit am Computer arbeiten; nach ca. 30 Minuten komme es zu 
einem Flimmern in den Augen; täglich stünde er ca. 5-6 Stunden im Einsatz; die 
Arbeitsleistung sei reduziert; es resultiere aktuell eine Leistung von 50%; auf-
grund der vorhandenen, diversen Beschwerden sei eine Ausdehnung der Ar-
beitszeit und eine Erhöhung der Leistung nicht möglich (vgl. Vi-act. 30 [S. 5 Ziff. 
10]). Bezüglich des Vorzustandes erwähnte der Beschwerdeführer, dass die Su-
va bereits im Jahre 2004 Abklärungen u.a. bezüglich Kopf- und Nackenbe-
schwerden durchgeführt hatte. Was damals abgeklärt worden sei, daran könne 
er sich nur noch vage erinnern; seines Wissens nach waren die damaligen Be-
schwerden auf eine Schwermetallvergiftung zurückzuführen; durch die Behand-
lung bei Dr.med. K.________ sei er jedoch wieder beschwerdefrei; ca. 
2006/2007 sei er letztmals bei Dr.med. K.________ gewesen; seither seien keine 
Beschwerden im Kopf-, Nacken-, Schulter- und Rückbereich mehr aufgetreten; 
aufgrund der Schwermetallvergiftung sei er insgesamt vier Mal am Kiefer operiert 
worden und gehe zudem seit Jahren regelmässig alle drei Monate zu Dr.med. 
L.________ zur Nachkontrolle. Bezüglich weiterer Unfälle bzw. Krankheiten wies 
der Beschwerdeführer darauf hin, er habe sich im Jahre 2015 infolge eines 
Gehörsturzes im Spital Schwyz sowie bei Dr.med. H.________ in ärztlicher Be-
handlung befunden (vgl. Vi-act. 30 [S. 3 Ziff. 7 lit. a und f]). Zum Unfallhergang 
führte der Beschwerdeführer aus, er sei zum Zeitpunkt der Kollision aufrecht ge-
sessen, mit dem Oberkörper leicht nach rechts gelehnt; wie die Kopfhaltung ge-
nau gewesen sei, könne er nicht sagen; beim Heckaufprall habe es ihn nach hin-
ten ‘geschletzt’; da er leicht nach rechts gelehnt gewesen sei, sei er mit dem Hin-
terkopf gegen die senkrechte Kante der Kopfstütze geprallt; vermutlich habe es 
ihm dadurch den Kopf nach rechts hinten abgedreht (vgl. Vi-act. 30 [S. 7 Ziff. 
19/20]).

3.4.3 Anlässlich einer augenärztlichen Untersuchung stellte Dr.med. M.________ 
(Augenarzt FMH, Augenchirurgie FMH) mit Bericht vom 15.  Februar 2019 zu 
Handen der Vorinstanz folgendes fest (vgl. Vi-act. 47):

Diagnose:
Normale und altersentsprechende ophthalmologische Befunde
Passagere Flimmerskotome nach rechts oben
St.n. cervikalem Beschleunigungstrauma bei Verkehrsunfall 5.10.2018

14

…
Beurteilung und Procedere:
Es zeigen sich bei Herrn A.________ unauffällige ophthalmologische Befunde. Die 
Ursache für die Flimmerskotome haben kein morphologisches oculäres Korrelat 
und sind eher neurologischer Natur. Differenzialdiagnostisch denke ich an eine 
transiente cerebrale Durchblutungsstörung oder eine Migräne, möchte jedoch der 
neurologischen Beurteilung nicht vorgreifen.

3.4.4 Anlässlich der in der Folge veranlassten neurologischen Untersuchung 
stellte Dr.med. N.________ (Oberarzt Neurozentrum, ________) mit Bericht vom 
25. März 2019 fest (vgl. Vi-act. 52):

Diagnosen
1. HWS-Distorsionstrauma 10/2018

- Klinik: streng rechtsseitiger Kopfschmerz mit Schwindel und Gangunsi-
cherheit

- Therapie: Fortsetzung der bisherigen Physiotherapie

Anamnese
Der Patient berichtete über ein seit Oktober 2018 bestehendes Augenflimmern in 
Verbindung mit Kopfschmerzen und einem Ohrgeräusch. Die Symptomatik würde 
weiterhin auftreten. Zunächst komme es zu einer streng rechtsseitigen Hemicranie, 
der nach kurzer Zeit das Augenflimmern folgen würde. Die Symptomatik würde für 
etwa 30 Minuten anhalten, ehe sie sich komplett zurückbilde. Seit dem Unfall be-
stehe eine durchgehende Lärmempfindlichkeit, die sich während der Kopfschmer-
zen nicht verändern würde. Er fühle sich erschöpft und könne nachts aufgrund des 
Ohrgeräusches schlecht schlafen. Beim Gehen habe er das Gefühl eines Zugs 
nach rechts. Aktuell habe er weiterhin Physiotherapie.
…
Neurologische Befunde
Wach, orientiert, kooperativ. Keine Aphasie, keine Dysarthrie, kein Neglect. Kein 
Meningismus, Lhermitte-Zeichen negativ. Kein Kalottenklopfschmerz, Druck-
schmerz paravertebral rechts an der HWS, etwa C2. HN: Pupillen rund, mittelweit, 
isikor. Direkte/indirekte LRR prompt. Keine Augenbewegungsstörungen, keine fa-
ziale Parese, Hyperästhesie der rechten Gesichtshälfte angegeben, Nervenaus-
trittspunkte reizfrei, keine Zungendeviation, keine pathologischen Nystagmen. Ori-
entierend Normakusis.
Motorik: Keine latenten oder manifesten Paresen. Muskeltonus normal.
Reflexe: Allseits schwach auslösbar. Pyramidenbahnzeichen nach Babinski nega-
tiv.
Sensibilität: An den Armen Hyperästhesie rechts angegeben, sonst unauffällig. 
Pallästhesie 8/8 bimalleolär und bds. Daumengrundgelenk.
Koordination: FNV und KHV metrisch, keine Feinmotorikstörung, Eudiadochokine-
se.
Stehen und Gehen: Romberg Versuch mit ungerichtetem Schwanken, welches 
beim Rückwärtszählen sistiert. Gang mit geschlossenen Augen unsicher, sistiert 
beim Rückwärtszählen. Übrige Gang- und Standproben unauffällig.

Beurteilung
Die durch den Patienten berichteten Beschwerden sind unspezifisch und im vorlie-
genden Kontext als Folge des HWS-Distorsionstraumas zu werten. In der Durch-
sicht der vorliegenden MRI Aufnahmen zeigt sich kein Anhalt für eine Affektion des 

15

Myelons oder eine zentrale Schädigung, inklusive der Gefässe. Klinisch findet sich 
kein wegweisender Befund. Der Patient wurde über den teils protrahierten Hei-
lungsverlauf aufgeklärt. Wir empfehlen eine Fortsetzung der physiotherapeutischen 
Massnahmen. Weiterführende Abklärungen sind nicht notwendig und sollten aus 
unserer Sicht sogar vermieden werden.

3.4.5 Am 6. Juni 2019 erfolgte eine weitere ohrenärztliche Untersuchung bei 
Dr.med. O.________, welcher mit Bericht vom 6.  Juni 2019 zu Handen der 
Vorinstanz im Wesentlichen an seinem Bericht vom 13. November 2018 festhielt 
(vgl. Vi-act. 63; vorstehend Erw. 3.3.4).

3.4.6 Alsdann gelangte die Vorinstanz erneut an ihren Arbeitsmediziner Dr.med. 
J.________, welcher mit Kurzbeurteilung vom 2. Juli 2019 gestützt auf den ORL-
Bericht von Dr.med. O.________ vom 6.  Juni 2019 weiterhin von einem knapp 
kompensierten Tinnitus ausging (vgl. Vi-act. 71).

3.4.7 Anlässlich der daraufhin erfolgten zweiten Besprechung mit der Suva vom 
23. August 2019 wiederholte der Beschwerdeführer seine Beschwerden; die 
Schmerzen im Hinterkopf und Nacken seien indes nur noch in sehr geringem 
Ausmass vorhanden und stünden nicht mehr im Vordergrund; das Hauptproblem 
seien die Schlafstörungen und die ständigen, lauten Geräusche im Kopf; infolge 
Übermüdung leide er an Konzentrationsstörungen, was bei der Arbeit auch 
schon zu gravierenden Fehlentscheidungen geführt habe, wodurch das Unter-
nehmen in Schräglage geraten sei; es drohe ein Konkurs. In beiden Armen und 
Beinen habe er zudem Gefühlsstörungen (rechts deutlich stärker als links); er 
fühle sich weiterhin nicht fähig, ganztags zu arbeiten (vgl. Vi-act. 87).

3.4.8 Mit ‘Arztbericht berufliche Eingliederung/Rente’ vom 2. September 2019 
bestätigte Dr.med. P.________ (FMH für Otorhinolaryngologie) zu Handen der 
IV-Stelle die Symptomatik eines Tinnitus (rechtsbetont bei symmetrischen alters-
entsprechenden Hörschwellenverlauf); gleichzeitig wies sie darauf hin, dass kei-
ne Anhaltspunkte für eine periphere vestibuläre Funktionsstörung vorliegen wür-
den und dass die Behandlung abgeschlossen sei (vgl. Vi-act. 93).

3.4.9 Am 18. September 2019 erstatteten lic.phil. Q.________ (Fachpsychologin 
für Psychotherapie FSP) und Dr.med. R.________ (Facharzt FMH für Psychiatrie 
und Psychotherapie) von der S.________ AG der Vorinstanz Bericht unter Hin-
weis auf das Erstgespräch vom 29. August 2019 bezüglich der psychiatrischen 
Behandlung des Beschwerdeführers infolge depressiver Verstimmung, 
Schlafstörungen und Tinnitus. Sie attestierte dabei Folgendes (vgl. Vi-act. 97):

16

…

Anamnese
…
Aktuelle Problematik: In Folge des oben genannten Autoauffahrunfalles habe er an 
der Arbeit deutliche Leistungseinbussen im Bereich Konzentration und Belastbar-
keit. Er habe Existenz- und Versagensängste entwickelt. Er leide tagsüber an Pa-
nikattacken und könne nachts nicht mehr schlafen. Er schlafe zwar ein, erwache 
nach wenigen Stunden und dann beginne das «Gedankenkarussel» um die exis-
tenziellen finanziellen Sorgen von vorne. Seine Lebenspartnerin hätte ihm berich-
tet, dass er nachts kaum mehr atme, um dann nach längeren Atemaussetzern 
lautstark nach Luft zu ringen bzw. zu schnarchen, er bekomme davon nichts mit.
…

Diagnosen
Anpassungsstörung mit vorwiegender Beeinträchtigung von anderen Gefühlen, 
insbesondere Angst, Sorge, Anspannung und Ärger (ICD-10 F43.23)
…

Beurteilung/Procedere
Herr A.________ ist mit einer weiterführenden Psychotherapie in unserem Ambu-
latorium einverstanden. Es findet anfangs Oktober eine gemeinsame Konsultation 
zur medikamentösen Einstellung statt. Aufgrund der oben dargelegten Schilderun-
gen bezüglich seiner Schlafqualität empfehlen wir dringend eine Schlafabklärung in 
der Seeklinik Brunnen (Schlafapnoeverdacht).

3.5.1 Im Rahmen der Leistungsabklärung gelangte die Vorinstanz erneut an ih-
ren Arbeitsmediziner Dr.med. J.________, welcher mit seiner Kurzbeurteilung 
vom 24.  September 2019 auf den ORL-Bericht von Dr.med. P.________ vom 
2.  September 2019 und den vorgesehenen Behandlungsabschluss hinwies (vgl. 
Vi-act. 94/98 i.V.m. Vi-act. 93; vgl. vorstehend Erw. 3.4.8).

3.5.2 In Beantwortung der vorinstanzlichen Fragen vom 26. September 2019 be-
züglich der strukturellen Verletzungen (vgl. Vi-act. 99) fasste der Kreisarzt 
Dr.med. T.________ (Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates) in seiner Stellungnahme vom 14. Oktober 2019 zunächst 
den aktenmässigen Verlauf zusammen; er gelangte zur folgenden Beurteilung 
(vgl. Vi-act. 101 [S. 3f.]):

Beurteilung

Welche strukturell objektivierbaren Folgen des Unfalles vom 5. Oktober 2018 lie-
gen mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor?

Es liegen keine objektivierbaren Folgen des Unfalles vom 5. Oktober 2018 vor, 
weder das MRI des Kopfes noch das CT der HWS sowie die Röntgendiagnostik 
zeigen objektivierbare, überwiegend wahrscheinlich zusätzliche unfallbedingte 
strukturelle Läsionen. Es liegt allerdings ein degenerativer Vorzustand der HWS 
vor, wie oben beschrieben.

17

Kann von einer weiteren Behandlung der Unfallfolgen mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet 
werden?

Nein. Weitere Behandlungen sind allenfalls auf orthopädisch-unfallchirurgischem 
Gebiet nicht mehr notwendig. Bezüglich des Tinnitus siehe Beurteilung von Dr. 
J.________ vom 24.09.2019.

…

Wie beurteilen Sie in Anbetracht der beklagten Beschwerden nach dem Unfall die 
Arbeitsfähigkeit als Bauführer (am angestammten Arbeitsplatz) in zeitlicher und 
leistungsmässiger Hinsicht? Aktuell 70% arbeitsfähig.

Auf rein unfallchirurgisch-orthopädischem Fachgebiet besteht keine überwiegend 
wahrscheinlich unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit.

Wann kann mit einer Steigerung gerechnet werden? Prozent Arbeitsfähigkeit: … 
Ab: …

Bei dem Unfallereignis kam es überwiegend wahrscheinlich zu einer vorüberge-
henden Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes der HWS durch die 
HWS-Distorsion. Es ist davon auszugehen, dass ohne zusätzliche strukturelle Lä-
sion nach spätestens 6 bis 12 Wochen der degenerative Vorzustand wieder er-
reicht ist und dementsprechend ab da eine unfallbedingte volle Arbeitsfähigkeit auf 
orthopädisch-unfallchirurgischem Fachgebiet vorliegt.

3.5.3 Am 18. bzw. 31. Oktober 2019 (vgl. Vi-act. 103/105/106) ersuchte die Vor-
instanz die Kreisärztin med.pract. U.________ (Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie) durch Vorlage konkreter Fragen um eine psychiatrische Beurtei-
lung. In ihrer Aktenbeurteilung vom 22. Oktober 2019 hält diese fest (vgl. Vi-act. 
104 [S. 2]):

Beurteilung

…
Inwieweit kann von weiteren Behandlungsmassnahmen mindestens mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit eine Besserung der psychischen Unfallfolgen erwartet 
werden?

Bislang hat erst ein ambulantes psychologisch-psychotherapeutisches Erstge-
spräch stattgefunden. Eine weitere ambulante psychotherapeutische Behandlung 
ist geplant. Davon kann mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 
Besserung der psychischen Unfallfolgen erwartet werden. Bezüglich der psychi-
schen Unfallfolgen sind ansonsten keine weiteren Behandlungen erforderlich. Falls 
die ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung aufgenommen 
wurde, bitte Wiedervorlage sechs Monate nach Behandlungsbeginn mit einem ak-
tuellen Bericht.

Zusätzlich sollte die Schlafstörung abgeklärt werden, bei der es sich möglicherwei-
se um ein unfallunabhängiges Schlaf-Apnoe Syndrom handelt, welches mit ande-
ren Mitteln und zu Lasten der Krankenkasse behandelt werden müsste.

In einer weiteren Beurteilung vom 5. November 2019 verweist med.pract. 
U.________ im Wesentlichen auf ihre Beurteilung vom 22. Oktober 2019 und 

18

beantwortet die ihr gestellten, weiteren Fragen folgendermassen (vgl. Vi-act. 
108):

Beantwortung der Fragen

Litt die versicherte Person schon vor dem Unfall an einer psychischen Störung? 
Falls ja, an welcher (Diagnose nach ICD)?

Im psychologischen Bericht der S.________ vom 18.09.2019 wurden keine vorbe-
stehenden psychischen Störungen erwähnt und eine normale biographische Ent-
wicklung beschrieben. Auch im Erhebungsblatt für die persönliche oder telefoni-
sche Abklärung von HWS- und LTHV-Verletzungen vom 22.12.2018 wurde von 
dem Versicherten kein Vorzustand hinsichtlich psychischer Beschwerden angege-
ben. Somit kann davon ausgegangen werden, dass der Versicherte vor dem Unfall 
nicht an einer psychischen Störung litt.

Hat die psychische Problematik nach dem Unfall die als Folgen eines Schleuder-
traumas zu wertenden funktionellen Beeinträchtigungen eindeutig dominiert und 
gegebenenfalls ab wann?

Nein. Die vom Versicherten geklagten Schmerzen, die Ohrgeräusche sowie 
Schlaf- und Gedächtnisstörungen standen im Vordergrund. Eine hausärztliche 
Überweisung zur ambulanten psychiatrischen Behandlung erfolgte erst am 
14.08.2019, also zehn Monate nach dem Unfall vom 05.10.2018, wegen zuneh-
mend depressiver Verstimmung, Tinnitus und Schlafstörungen.

Liegt eine eigenständige sekundäre psychische Störung vor?

Nein. Die Beschwerden des Versicherten (depressive Verstimmung, Tinnitus und 
Schlafstörungen) gehen in dem typischen Beschwerdebild auf. Es wurde eine   
Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) festgestellt, die nach belastenden Lebenser-
eignissen auftreten kann, in diesem Falle nach dem Unfall bzw. den anhaltenden 
Schmerzen sowie den psychosozialen Folgen. Es liegt keine eigenständige sekun-
däre psychische Störung vor.

3.5.4 Mit Versicherungsbericht vom 9. Dezember 2019 informierte lic.phil. 
Q.________ von der S.________ AG die Vorinstanz, dass die Behandlung per 1. 
Oktober 2019 abgeschlossen sei und der Beschwerdeführer - mit Diagnose Sta-
tus nach Anpassungsstörung mit vorwiegender Beeinträchtigung der Gefühle, 
insbesondere Angst, Sorge, Anspannung und Ärger (ICD- 10 F43.23) - bei Ab-
schluss beschwerdefrei sei (vgl. Vi-act. 114).

3.5.5 Anlässlich eines Telefongesprächs vom 12. Februar 2020 informierte der 
Beschwerdeführer die Vorinstanz, man habe herausgefunden, dass die Be-
schwerden durch den schlechten Schlaf hervorgerufen worden seien; nachdem 
die Schlafapnoeabklärung erfolgt sei, habe er ein Gerät für die Nacht erhalten; 
seitdem schlafe er bedeutend besser; aktuell habe er noch Beschwerden am 
Hals, das Pfeifen im Ohr und die Kopfschmerzen; zudem habe er ab und zu Aus-
setzer bzw. Flimmern; er merke, dass es besser gehe; er möchte seine Arbeits-
fähigkeit baldmöglichst auf 80% steigern (vgl. Vi-act. 123). Dies bestätigt der Be-

19

schwerdeführer anlässlich eines weiteren Telefonats vom 1. Mai 2020; gleichzei-
tig beklagt er Lähmungserscheinungen in der Ferse, im Fussballen und in den 
Zehen; er habe indes das Gefühl es werde immer besser (vgl. Vi-act. 129).

3.5.6 Mit Zwischenbericht vom 26. Juni 2020 stellt Dr.med. H.________ zu Han-
den der Vorinstanz die Diagnose eines zervikalen Beschleunigungstraumas (bei 
unauffälligem MRT und CT und unauffälliger HNO-Beurteilung sowie persistie-
rendem Tinnitus), eines obstruktiven Schlafapnoesyndroms (mittelschwer bis 
schweren Grades) und einer Hypertonie. Bezüglich der weiteren Behandlungen 
hält Dr.med. H.________ fest, die erfolgten HNO-, ophthalmologischen- und neu-
rologischen Untersuchungen hätten bis dato keine Hinweise bezüglich das Be-
schwerdebild des Beschwerdeführers ergeben, wobei weitere Abklärungen der-
zeit nicht geplant seien und voraussichtlich von einer längerfristigen Behandlung 
ausgegangen werden müsse; er gehe bei stationärem Verlauf eher von länger-
fristigen Beschwerden aus (vgl. Vi-act. 132).

3.5.7 Anlässlich einer weiteren Besprechung mit der Suva vom 10.  Juli 2020 
wies der Beschwerdeführer darauf hin, dass es ihm im Vergleich zu vor ein paar 
Monaten schon viel besser gehe, gleichwohl beklage er weiterhin Beschwerden 
am Hinterkopf und im Nackenbereich bis zur Brustwirbelsäule hin, ein Pfeifen im 
Ohr, Schwindelerscheinungen, Gefühlsstörungen in den Extremitäten, wackeli-
gen Schneidezahn am Oberkiefer, Schlafprobleme; er sei nach wie vor nicht voll 
leistungsfähig, was sich negativ auf den Geschäftsbetrieb auswirke (vgl. Vi-act. 
135).

3.5.8 Am 31. August 2020 erfolgte auftrags der Vorinstanz eine weitere ohren-
ärztliche Verlaufskontrolle bei Dr.med. O.________, welcher mit am gleichen Tag 
verfassten Bericht darauf hinweist, dass unverändert ein in Ruhe störender Tinni-
tus bestehe; da der Beschwerdeführer seit einem halben Jahr nachts eine 
geräuschvolle CPAP-Maske trage, werde der Tinnitus damit überdeckt; mithin 
könne er wieder gut schlafen und sei mit dem Gehör zufrieden (vgl. Vi-act. 
138/143).

3.5.9 Ausgehend von dieser Verlaufskontrolle gab der Arbeitsmediziner Dr.med. 
J.________ zu Handen der Vorinstanz am 10. September 2020 einen weiteren 
ärztlichen Kurzbericht ab. Er weist dabei darauf hin, dass die Tinnitus-
Beschwerden seit den CPAP-Anwendungen nachts nicht mehr störend seien, da 
diese durch die CPAP-Therapie überdeckt würden; aus ORL-ärztlicher Sicht 
würden sich keine weiteren Konsequenzen ergeben und das Dossier könne ad 
acta gelegt werden (vgl. Vi-act. 143).

20

3.5.10 Mit einem weiteren - undatierten - Zwischenbericht an die Vorinstanz 
(Eingangsdatum: 22.10.2020) verweist Dr.med. H.________ im Wesentlichen auf 
seinen Bericht vom 26. Juni 2020 und ergänzt diesen insoweit, als ein erfolgrei-
cher auto-CPAP-Therapiestart erfolgt sei und sich bezüglich des Gesundheitszu-
standes des Beschwerdeführers nur eine leichtgradige Verbesserung unter os-
teopathischen Behandlungen ergeben habe (vgl. Vi-act. 145).

3.5.11 Im Rahmen der Leistungsprüfung gelangte die Vorinstanz erneut an den 
Kreisarzt Dr.med. T.________ unter Vorlage der bereits zuvor gestellten Fragen 
(vgl. vorstehend Erw. 3.5.2). Dieser wies am 18. November 2020 darauf hin, dass 
keine Ergänzungen oder neuen medizinischen Tatsachen vorliegen würden, wel-
che eine Änderung der Beurteilung vom 11. Oktober 2019 (recte: 14.10.2019) 
bedingen würde (vgl. Vi-act. 146).

3.6 Aus der Zusammenfassung der Arbeitsunfähigkeitszeugnisse von Dr.med. 
H.________ ergibt sich, dass dem Beschwerdeführer vom 5. Oktober 2018 bis 
21. Dezember 2018 eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Ab dem 
22.  Dezember 2018 bis 21. Mai 2021 schwankte seine Arbeitsunfähigkeit zwi-
schen 10% und 100%. Am 22. Mai 2021 erreichte der Beschwerdeführer 
schliesslich wieder seine volle Arbeitsfähigkeit (vgl. Vi-act. 159).

4. Die Vorinstanz stützt sich in ihrem angefochtenen Einspracheentscheid 
vom 3. August 2021 im Wesentlichen auf die Berichte ihrer beratenden Ärzte 
(vom 14.12.2018 [vorstehend Erw. 3.4.1], 2.7.2019 [vorstehend Erw. 3.4.6], 
24.9.2019 [vorstehend Erw. 3.5.1] und 10.9.2020 [vorstehend Erw. 3.5.9]) sowie 
auf die kreisärztlichen Berichte von Dr.med. T.________ vom 14. Oktober 2019 
bzw. vom 18. November 2020 (vgl. vorstehend Erw. 3.5.2/3.5.11) und von 
Dr.med. U.________ vom 22. Oktober 2019 bzw. 5.  November 2019 (vgl. vor-
stehend Erw. 3.5.3). Gestützt darauf ging die Vorinstanz vom Vorliegen eines ty-
pischen Beschwerdebildes nach Schleudertrauma (HWS-Distorsion) aus (vgl. 
Erw. 1) und erkannte, dass die vom Beschwerdeführer noch geklagten Be-
schwerden organisch nicht hinreichend nachweisbar seien (vgl. Erw. 3 i.V.m. 
Erw. 2 [Abs. 3]). Alsdann nahm sie eine Adäquanzbeurteilung nach der Schleu-
dertrauma-Praxis vor, verneinte dabei die adäquate Unfallkausalität der noch ge-
klagten Beschwerden (vgl. Erw. 4/5).

5.1 Zunächst rechtfertigen sich die folgenden Ausführungen: Soweit der Be-
schwerdeführer seine früheren Aussagen bezüglich seines Gesundheitszustan-
des vor Verwaltungsgericht zu relativieren versucht, indem er behauptet, sich 
dannzumal gesünder dargestellt zu haben, um Arbeiten und Autofahren zu kön-
nen, so kann nicht allein auf seine nunmehr revidierten Parteibehauptungen ge-

21

schlossen werden. Vielmehr muss sich der Gesundheitszustand aus nachvoll-
ziehbaren, fachärztlichen Beurteilungen ergeben, wie nachfolgend noch aufzu-
zeigen sein wird (vgl. u.a. Erw. 5.2ff.). Kommt hinzu, dass die sogenannten spon-
tanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässi-
ger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträgli-
chen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein 
können. Wenn der Beschwerdeführer seine früheren Aussagen nunmehr anders 
darzustellen versucht, so kommt den Angaben, die er zuvor unmittelbar gemacht 
hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungs-
verfügung des Versicherers (vgl. VGE I 2021 42 vom 19.10.2021 Erw. 6.2 m.H.a. 
BGE 121 V 45 Erw. 2a m.w.H.a. BGE 115 V 143 Erw. 8c; RKUV 1988 Nr. U 55 
S. 363 Erw. 3b/aa m.w.H.).

5.2 Bezüglich des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers ist denn auch 
aktenkundig, dass er sofort nach dem Unfall am 5.  Oktober 2018 über Kopf- und 
Nackenbeschwerden, Schwindel, sowie Hör- und Seh- sowie Schlafstörungen 
klagte (vgl. vorstehend Erw. 3.1). In der Folge arbeitete der Beschwerdeführer 
nurmehr 50%, litt dabei unter Konzentrations-, Gedächtnisstörungen, Schwindel 
sowie Lähmungserscheinungen und einem Pfeifen im Ohr. Anlässlich der Be-
sprechung vom 23.  August 2019 gab der Beschwerdeführer an, die Schmerzen 
im Hinterkopf und Nacken stünden nicht mehr im Vordergrund; problematisch 
seien vor allem die Konzentrationsstörungen infolge Schlafstörungen, welche auf 
die Ohrengeräusche zurückzuführen seien; zudem kämen Gefühlstörungen hinzu 
(vgl. vorstehend Erw. 3.4.7). Dr.med. P.________ bestätigte mit Arztbericht vom       
2. September 2019 (vgl. vorstehend Erw. 3.4.8) die Symptomatik eines Tinnitus 
und lic.phil. Q.________ und Dr.med. R.________ attestierten bezüglich der 
psychiatrischen Behandlung des Beschwerdeführers infolge depressiver Ver-
stimmung, Schlafstörung sowie Tinnitus eine Anpassungsstörung mit vorwiegen-
der Beeinträchtigung von anderen Gefühlen (insbesondere Angst, Sorge, An-
spannung und Ärger [ICD-10 F43.23]); es wurde zudem infolge Schlafapnoever-
dacht eine Schlafabklärung empfohlen (vgl. vorstehend Erw. 3.4.9/3.5.5), welche 
die Diagnose eines obstruktiven Schlafapnoesyndroms bestätigte (vgl. vorste-
hend Erw. 3.5.6). Anlässlich der Besprechung vom 10. Juli 2020 gab der Be-
schwerdeführer an, dass es im Vergleich zu vor ein paar Monaten schon viel 
besser gehe; er beklagte indes weiterhin Beschwerden am Hinterkopf und im 
Nackenbereich bis zur Brustwirbelsäule hin sowie ein Pfeifen im Ohr, Schwindel-
erscheinungen, Gefühlsstörungen, einen wackligen Schneidezahn und Schlaf-
probleme (vgl. vorstehend Erw. 3.5.7). Dr.med. O.________ (vgl. vorstehend 
Erw. 3.5.8) wie auch Dr.med. H.________ (vgl. vorstehend Erw. 3.5.10) berichte-
ten übereinstimmend, dass unverändert ein in Ruhe störender Tinnitus bestehe.

22

Bei dieser Ausgangslage ist die Diagnose eines am 5.  Oktober 2018 erlittenen 
HWS-Distorsionstraumas (Grad II) nachvollziehbar, was sich allseits denn auch 
als unbestritten erweist. Unbestritten ist ebenso das (teilweise) Vorliegen eines 
im Zusammenhang mit HWS-Verletzungen typischen Beschwerdebildes mit 
Symptomen wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ge-
dächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, 
Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 6.2.1; 
BGE 117 V 359 Erw. 4b).

5.3 Des Weiteren gilt es zu beachten, dass in keinem der ärztlichen Berichte - 
weder im Bericht des MRI des Kopfes, noch des CT der HWS sowie der Rönt-
gendiagnostik (vgl. vorstehend Erw. 3.3.1-3.3.3) - eine organische Ursache, na-
mentlich eine unfallbedingte strukturelle Läsion bestätigt werden konnte, welche 
die im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch geklagten Beschwerden zu er-
klären vermag. Entsprechendes gilt für die Berichte von Dr.med. O.________ 
(vgl. u.a. vorstehend Erw. 3.3.4). Es liegen diesbezüglich genügende Unterlagen 
von persönlichen Untersuchungen sowie lückenlose Befunde vor, wobei diese 
mehrfach bildgebend wie auch klinisch erhoben wurden. Es ist dabei nicht nach-
vollziehbar noch wird geltend gemacht, dass sich diese widersprechen würden. 
Die gesamten Beurteilungen der die Vorinstanz beratenden Ärzte, wonach keine 
unfallbedingte Läsion vorliegt, beruhen mithin auf einer überzeugenden Würdi-
gung der diesbezüglich übereinstimmenden und nachvollziehbaren, medizini-
schen Akten (vgl. vorstehend Erw. 3). Es liegen auch keine anderweitigen medi-
zinischen Berichte vor, die Zweifel an der entsprechenden versicherungsärztli-
chen Beurteilung zu wecken vermögen. Daran ändern auch die lediglich pau-
schal vorgebrachten Einwände des Beschwerdeführers nichts, wonach er vor 
dem Unfall völlig gesund bzw. zu 100% leistungsfähig gewesen sei, sein Kopf in-
folge des Aufpralls massiv zwischen die Kopfstützen aufgeschlagen sei sowie 
nach seinem Dafürhalten seine Halswirbelsäule gemäss Bildgebung leicht ver-
schoben sei. Denn von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann nur 
dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparati-
ven/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten 
Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind, was hier gerade nicht 
der Fall ist. Aus dem Vorliegen von Schmerzen bzw. Beschwerden allein kann 
jedoch nicht ohne weiteres auf organisch (hinreichend) nachweisbare Unfallfol-
gen geschlossen werden, weil sich die Feststellung von Schmerzen bzw. Be-
schwerden einer wissenschaftlichen Beweisführung entzieht (vgl. Urteil BGer 
8C_123/2018 vom 18.9.2018 Erw. 4.1.1).

23

5.4 Schlüssig und übereinstimmend mit der medizinisch vollständigen Berichts-
lage (vgl. vorstehend Erw. 3) stellten die Versicherungsärzte mithin einhellig fest, 
dass keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vorliegen, welche die 
weiterhin geklagten Beschwerden zu erklären vermöchten. Bei Fehlen organi-
scher objektiv ausgewiesener Unfallfolgen, aber Vorliegen eines Schleudertrau-
mas oder äquivalenten Verletzungen der HWS sowie Schädel-Hirntraumen ist 
daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz in der Folge vom Vorliegen ei-
nes typischen Beschwerdebildes nach Schleudertrauma bei organisch nicht 
nachweisbaren Beschwerden ausging. Bei den verbliebenen Beschwerden infol-
ge des Schleudertraumas, wozu die seit dem Unfall geklagten Kopf-, Nacken- 
und Rückenschmerzen etc. gehören, hat die Vorinstanz daher hinsichtlich dieser 
nicht objektivierbaren Beschwerden grundsätzlich zu Recht eine Adäquanzprü-
fung nach der sogenannten Schleudertrauma-Praxis vorgenommen.

6.1 Bei der Schleudertrauma-Praxis ist die Prüfung der Adäquanz in jenem 
Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf das Schleudertrau-
ma-Beschwerdebild - dessen psychische und physische Komponenten nicht 
leicht zu differenzieren sind - gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte 
Besserung mehr zu erwarten ist (vgl. vorstehend Erw. 2.3 m.H.a. BGE 134 V 109 
Erw. 4.3 und Erw. 6; Urteil BGer 8C_674/2019 vom 3.12.2019 Erw. 4.1 m.w.H.), 
wenn also im Gesamtkomplex des Schleudertrauma-Beschwerdebildes mit phy-
sischen und psychischen Komponenten von keiner realistischen Möglichkeit ei-
ner namhaften Besserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers 
durch die Fortsetzung einer gesamtheitlichen Behandlung mehr ausgegangen 
werden kann (vgl. hierzu auch Urteil BGer 8C_493/2018 vom 12.9.2018 Erw. 4). 
Die Besserung bestimmt sich dabei nach Massgabe der zu erwartenden Steige-
rung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beein-
trächtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins 
Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (vgl. Urteil 
BGer 8C_771/2017 vom 3.5.2018 Erw. 5.2.1). Die Einschätzung des Gesund-
heitszustandes bzw. der namhaften Besserung hat grundsätzlich prognostisch 
und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen zu erfolgen (vgl. Urteil BGer 
8C_388/2019 vom 20.12.2019 Erw. 3.2 m.w.H.).

6.2.1 Der Verfügung vom 14. Januar 2021 lässt sich hierzu lediglich entnehmen, 
dass die vom Beschwerdeführer noch geklagten Beschwerden organisch nicht 
hinreichend nachweisbar seien (was wie zuvor aufgezeigt nicht zu beanstanden 
ist [vgl. vorstehend Erw. 5.5]), weshalb die Adäquanz geprüft werde (vgl. Vi-act. 
151). Die Verfügung enthält indes keinerlei Begründung bezüglich Fallabschluss 
bzw. für den konkreten Zeitpunkt der Adäquanzprüfung. Auch der angefochtene 

24

Einspracheentscheid vom 3. August 2021 äussert sich hierzu nicht; es wird ein-
zig unter Hinweis auf die verschiedenen, ärztlichen Berichte sowie versiche-
rungsärztlichen Feststellungen die Adäquanzprüfung bestätigt (vgl. lit. A-G i.V.m. 
Erw. 3 i.V.m. Erw. 1).

6.2.2 Aufgrund des Unfallereignisses vom 5. Oktober 2018 war der Beschwerde-
führer bei Dr.med. H.________ in Behandlung. Dieser wies ihn Dr.med. 
O.________ von der HNO Praxis ________ zu, welcher mit ohrenärztlichem Be-
richt vom 13.  November 2018 einen Tinnitus diagnostizierte; gleichzeitig wies er 
darauf hin, dass sich die Schwindelsymptomatik verbessert habe; er habe dem 
Beschwerdeführer ein pflanzliches Arzneimittel über zwei Monate verschrieben 
(vgl. vorstehend Erw. 3.3.4). Anlässlich einer neurologischen Untersuchung vom 
25.  März 2019 äusserte sich Dr.med. N.________ dahingehend, der Beschwer-
deführer sei über den protrahierten Heilungsverlauf informiert worden, wobei er 
eine Fortsetzung der physiotherapeutischen Massnahmen empfehle; weiter-
führende Abklärungen seien indes nicht notwendig (vgl. vorstehend Erw. 3.4.4). 
Im August 2019 gab der Beschwerdeführer bekannt, die Schmerzen im Hinter-
kopf und Nacken stünden nicht mehr im Vordergrund; das Hauptproblem seien 
die Schlafstörungen und der Tinnitus; es kämen Gefühlsstörungen hinzu (vgl. 
vorstehend Erw. 3.4.7). Mit ärztlichem Verlaufsbericht vom 2.  September 2019 
zu Handen der IV-Stelle bestätigte Dr.med. P.________ von der HNO Praxis 
________ das Vorliegen eines Tinnitus; gleichzeitig hielt sie ausdrücklich den 
Abschluss der Behandlung fest (vgl. vorstehend Erw. 3.4.8). Im September 2019 
erfolgte infolge depressiver Verstimmung, Schlafstörungen und Tinnitus erstmals 
ein ambulantes, psychologisch-psychotherapeutisches Erstgespräch bei lic.phil. 
Q.________ von der S.________ AG; sie empfahl infolge Schlafapnoeverdachts 
dringend eine Schlafabklärung (vgl. vorstehend Erw. 3.4.9). Bereits im Dezember 
2019 erklärte sie den Beschwerdeführer mit Behandlungsabschluss per 1. Okto-
ber 2019 als beschwerdefrei (vgl. vorstehend Erw. 3.5.4). Sowohl der Beschwer-
deführer (vgl. vorstehend Erw. 3.5.5/3.5.7) als auch Dr.med. H.________ (vgl. 
vorstehend Erw. 3.5.6/3.5.10) wie auch Dr.med. O.________ (vgl. vorstehend 
Erw. 3.5.8) zeigen zudem übereinstimmend auf, dass nach erfolgter Schlafap-
noeabklärung zwar unverändert ein Tinnitus bestehe, jedoch mittels CPAP-
Maske eine erfolgreiche auto-CPAP-Therapie aufgenommen worden sei, sodass 
der Beschwerdeführer wieder bedeutend besser schlafen könne; weitere Ab-
klärungen seien nicht geplant. Dr.med. H.________ prognostizierte bei statio-
närem Verlauf eher längerfristige Beschwerden und eine leichtgradige Verbesse-
rung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers unter längerfristigen, 
osteopathischen Behandlungen. Gemäss Arbeitsunfähigkeitsattest von Dr.med. 

25

H.________ wurden die 90% bzw. volle Arbeitsfähigkeit schliesslich am 1. Fe-
bruar 2021 bzw. am 22. Mai 2021 erreicht (vgl. Vi-act. 159).

6.2.3 Damit zeigt sich, dass eine umfassende Abklärung und Beurteilung der 
physischen wie auch der psychischen Beschwerden stattgefunden hat. Die ent-
sprechenden HNO-/ORL-, neurologischen sowie psychologisch-psychothera-
peutischen Berichte sprachen sich denn auch nachvollziehbar und schlüssig al-
lesamt darüber aus, dass im Hinblick auf eine gesamtheitliche Betrachtung 
spätestens seit Ende 2019 bzw. anfangs 2020 (vgl. vorstehend Erw. 
3.5.5/3.5.8ff.) von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 
Besserung des unfallbedingt beeinträchtigten Gesundheitszustandes des Be-
schwerdeführers mehr zu erwarten war, bzw. dass die Behandlungen bereits ab-
geschlossen waren. Unter Verweis auf diese Berichte gingen die versicherungs-
internen Ärzte denn auch zu Recht davon aus, dass keine eigentliche ärztliche, 
hochfrequentierte Behandlung mehr stattfand und dass weder Physiotherapie, 
Osteopathie noch die CPAP-Therapie hierfür genügen. Dabei bleibt zu erwähn-
ten, dass ärztliche Verlaufskontrollen und manualtherapeutische Behandlungen 
nicht als kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf eine namhafte 
Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung im 
Sinne der Rechtsprechung gelten (vgl. hierzu auch Urteile BGer 8C_674/2019 
vom 3.12.2019       Erw. 4.3; 8C 306/2016 vom 22.9.2016 Erw. 5.3; 8C_306/2016 
vom 22.9.2016 Erw. 5.3). Eine allfällige blosse leichtgradige Verbesserung allein 
des Leidens an sich, eine nur kurzfristige Linderung, eine blosse Verbesserung 
der Befindlichkeit oder dass der Versicherte etwa von Physiotherapie bzw. Os-
teopathie sowie CPAP-Therapie profitieren kann, genügen hierfür jedenfalls nicht 
(vgl. Urteil BGer 8C_172/2018 vom 4.6.2018 Erw. 4.3 m.w.H.).

6.2.4 Für die gerichtliche Beurteilung des Fallabschluss-Zeitpunktes ist der 
Sachverhalt bezüglich des physischen sowie psychischen Gesundheitszustandes 
des Beschwerdeführers mithin genügend abgeklärt und es liegen weder wider-
sprüchliche Befunde noch ungeklärte Beschwerden vor, sodass der vorinstanzli-
che Fallabschluss denn auch ohne weitere Abklärungen möglich war bzw. sich 
als rechtens erweist.

6.3 Bleibt zu ergänzen, dass gemäss Art. 19 UVG für den Fallabschluss neben 
der Verbesserung des Gesundheitszustandes auch allfällige Eingliederungs-
massnahmen der IV zu beachten sind, wobei in casu die IV das Leistungsbegeh-
ren des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 14. Januar 2020 abgewiesen hat-
te (vgl. Vi-act. 74/82/93/102/119).

26

7. Zusammenfassend ergibt sich, dass - nachdem der Beschwerdeführer seit 
dem Unfall vom 5. Oktober 2018 keine strukturellen, traumatischen Verletzungen 
erlitt, die 90%ige bzw. volle Arbeitsfähigkeit per 1.  Februar 2021 bzw. per 22. 
Mai 2021 erlangte, die behandelnden Ärzte wie auch der Beschwerdeführer ge-
samthaft eine Besserung feststellten und nachdem, im Hinblick auf eine gesamt-
heitliche Betrachtung, keine auf eine namhafte Verbesserung des Gesundheits-
zustandes gerichtete ärztliche Behandlung im Sinne der Rechtsprechung mehr 
erfolgte und die versicherungsinternen Ärzte schliesslich einen Fallabschluss 
prognostizierten - die Vorinstanz somit per Ende Januar 2021 zu Recht die 
Adäquanzprüfung nach der Schleudertrauma-Praxis vornahm.

8.1.1 Nach der bundesgerichtlichen Schleudertraumapraxis (analog zu den bei 
psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen) wird für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall verlangt, dass 
dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. 
Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere 
aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung 
dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom au-
genfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einer-
seits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischenliegenden 
mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammen-
hang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten 
Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen 
aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig 
beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar 
mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen 
davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Je nachdem, wo im 
mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne 
dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Beja-
hung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere 
herangezogen werden (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 10.1; BGE 117 V 359 Erw. 6; 
BGE 117 V 369 Erw. 4b/c).

8.1.2 Die Vorinstanz stellte bezüglich Qualifikation des Unfallereignisses vom 
5.  Oktober 2018 fest, Auffahrkollisionen auf ein Fahrzeug würden rechtspre-
chungsgemäss in der Regel als mittelschwere Unfälle im Grenzbereich zu den 
leichten Unfällen betrachtet, wonach mindestens vier der unfallbezogenen Krite-
rien erfüllt sein müssten, um die Adäquanz zu bejahen (vgl. Erw. 4).

Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz habe das Unfal-
lereignis vom 5. Oktober 2020, namentlich den Aufprall auf den Stahlrahmen sei-

27

nes Fahrzeugs, massiv verharmlost und verweist dabei auf den Aufprall des Kop-
fes zwischen die Kopfstützen und auf die daraufhin folgenden Beschwerden.

8.1.3 Als schwer wurden vom Bundesgericht beispielsweise folgende Unfälle be-
urteilt (vgl. zum Ganzen: VGE I 2011 11 vom 20.4.2011 Erw. 4.2.2):

- eine Frontalkollision, bei welcher der Versicherte schwere Verletzungen er-
litt und ein anderer Fahrzeuginsasse starb (Urteil U 145/94 vom 
15.12.1994),

- der Zusammenstoss einer Autofahrerin mit einem Zug mit Verlust des Un-
terschenkels (Urteil U 141/94 vom 13.12.1994),

- ein Unfall auf der Autobahn mit schweren Verletzungen (Urteil U 77/89 vom 
11.1.1990),

- der Fall eines Arbeitnehmers, der von einem mit einer Geschwindigkeit von 
50 km/h vorbeifahrenden Lastwagen am Kopf getroffen und weggeschleu-
dert wurde und dabei eine schwere Commotio cerebri erlitt (Urteil U 53/86 
vom 17.10.1989).

Folgende Unfälle wurden vom Bundesgericht als mittelschwer im Grenzbereich 
zum schweren Unfall qualifiziert:

- Reifenplatzer auf der Autobahn bei ca. 95 km/h mit anschliessendem Über-
schlagen des Fahrzeugs auf das Dach (BGE 129 V 323 Erw. 3.3.2),

- Überschlagen eines Fahrzeugs infolge Reifenplatzers mit Kontusionen an 
Thorax, Schultern und Halswirbelsäule der Versicherten (Urteil U 68/91 
vom 10.11.1992),

- Herausschleudern eines Versicherten durch das Fenster eines Autos nach 
einem Frontalzusammenstoss, wobei er mit dem Bein bis zur Hüfte im um-
gestürzten Wagen eingeklemmt blieb und sich eine Gehirnerschütterung, 
eine Kopfverletzung, einen Mittelhandbruch und Verletzungen in der Leis-
tengegend zuzog (Urteil U 47/90 vom 8.4.1991),

- Verkehrsunfall, bei welchem ein Fahrzeug von einem entgegenkommenden 
Personenwagen frontal erfasst wurde und die Lenkerin eine Commotio ce-
rebri sowie eine Kontusion der linken Schulter erlitt, (Urteil U.587/06 vom 
8.2.2008).

Nicht als schwerer Unfall im mittleren Bereich, sondern als blosser mittelschwerer 
Unfall wurden vom Bundesgericht z.B. folgende Verkehrsunfälle qualifiziert:

- ein PW kam bei einer Geschwindigkeit von ca. 90 km/h auf einer Autobahn 
ins Schleudern und überschlug sich, fiel über die Mittelleitplanke und blieb 
auf der Gegenfahrbahn mit Totalschaden auf dem Dach liegen. Der Versi-
cherte wurde herausgeschleudert, zog sich aber keine lebensbedrohlichen 

28

Verletzungen zu. Eine Sekundärkollision mit anderen Fahrzeugen erfolgte 
nicht (Urteil U 492/06 vom 16.5.2007 Erw. 4.2; vgl. zum Ganzen auch 
Hardy Landolt, Kausalität und Verkehrsunfall in: Jahrbuch zum Strassen-
verkehrsrecht 2010, St. Gallen, S. 186ff.).

Einfache Auffahrunfälle werden rechtsprechungsgemäss in der Regel als mittel-
schwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen qualifiziert (SVR 2017 UV Nr. 
16 S. 53, 8C 425/2016 E. 4.3.3; Urteil BGer 8C_674/2019 vom 3.12.2019 Erw. 
5.3).

Das Verwaltungsgericht hat in VGE I 2009 46 vom 9. September 2009 (vgl. Erw. 
6.3.2) eine ungebremste Frontalkollision zweier Personenwagen mit einer Ge-
schwindigkeit von 100-110 km/h bzw. 80 km/h als Unfall im mittleren Bereich, im 
Grenzbereich zu den schweren Unfällen, qualifiziert. Eine Kollision eines Motor-
rades mit einem abbiegenden Personenwagen wurde als ein Unfall im mittleren 
Bereich gewertet (vgl. VGE I 2008 157 vom 27.11.2008 Erw. 5.3). Ein Auffahrun-
fall im Tunnel Rathausen auf der Autobahn A14, wobei eine Fahrzeuglenkerin 
von einer wegen einer Fahrbahnvereinigung ins Stocken geratene Fahrzeugko-
lonne überrascht wurde und trotz Vollbremsung gegen das Heck eines anderen 
Personenwagens prallte, wobei die Geschwindigkeitsänderung des Fahrzeugs 
des Beschwerdeführers gemäss biomechanischer Kurzbeurteilung unterhalb     
oder innerhalb eines Bereichs von 10-15 km/h lag, wurde als mittelschweres Un-
fallereignis eingestuft, wobei es innerhalb der mittelschweren Unfälle eher im 
leichteren Bereich liege (vgl. VGE I 2009 173 vom 5.7.2010 Erw. 6.3). Einen Un-
fall einer Fahrzeuglenkerin, welche mit ca. 36-42 km/h unterwegs war und von 
einem einbiegenden, nicht vortrittsberechtigten LKW (Geschwindigkeit 2-4 km/h) 
seitlich gerammt wurde, beurteilte das Verwaltungsgericht selbst bei Annahme 
einer höheren Geschwindigkeit des abbiegenden Lastwagens höchstens als mit-
telschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen (vgl. zum Ganzen: 
VGE I 2011 11 vom 10.4.2011 Erw. 4.2.2 m.w.H.; vgl. auch VGE I 2020 31 vom 
11.8.2020 Erw. 5.2.1; VGE I 2019 95 vom 14.2.2020 Erw. 8.3.2; VGE I 2016 130 
vom 16.3.2017 Erw. 4.7.1).

8.1.4 Beim Unfall vom 5. Oktober 2018 handelt es sich um einen typischen 
Heckauffahrunfall, wobei solche Ereignisse gemäss Rechtsprechung regelmäs-
sig den mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuge-
ordnet werden (vgl. hierzu Urteil BGer 8C_674/2019 vom 3.12.2019 Erw. 5.3). Es 
bestehen entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung keine An-
haltspunkte, welche dies im Sinne der oberwähnten Rechtsprechung in Frage 
stellen könnten, auch nicht unter Berücksichtigung des geltend gemachten 
Kopfanpralles sowie den am Unfalltag aufgetretenen Nackenschmerzen. Die vor-

29

instanzliche Auffassung eines mittelschweren Unfallereignisses im Grenzbereich 
zu den leichten Unfällen ist daher nicht zu beanstanden.

8.2 Die Adäquanz ist bei mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den 
leichten Ereignissen zu bejahen, wenn vier der massgeblichen Kriterien erfüllt 
sind oder ein einzelnes Kriterium in ausgeprägter Weise gegeben ist (vgl. Urteil 
BGer 8C_762/2019 vom 12.3.2020). Sind weniger als die geforderten Kriterien 
erfüllt, ist die Adäquanz des Kausalzusammenhanges zu verneinen.

Nach der Rechtsprechung gilt es dabei die folgenden Kriterien zu berücksichti-
gen (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 10.3):
- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls;
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
- erhebliche Beschwerden;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

8.3.1 Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Ein-
drücklichkeit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund des 
subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person. Zu beachten 
gilt es zudem, dass jedem - mindestens mittelschweren - Unfall eine gewisse 
Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteri-
ums ausreichen kann (vgl. VGE I 2020 31 vom 11.8.2020 Erw. 5.2.1 m.H.a. Urteil 
BGer 8C_398/2012 vom 6.11.2012 Erw. 6.1.2 m.w.H.).

8.3.2 In der Rechtsprechung wurde das Kriterium etwa bei einer Massenkaram-
bolage mit vier beteiligten Fahrzeugen und einem Reisecar bejaht. Dabei prallte 
der Personenwagen, in welchem die versicherte Person als Beifahrerin sass, auf 
einer nicht richtungsgetrennten und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 
km/h signalisierten Strasse als erstes mit entsprechend hoher Krafteinwirkung in 
einen aus der Gegenrichtung heranschleudernden Personenwagen. Die versi-
cherte Person und ihr Ehemann, welcher am Steuer sass, wurden in ihrem stark 
deformierten, totalbeschädigten Personenwagen eingeklemmt und mussten 
durch die Feuerwehr befreit werden (vgl. Urteil BGer 8C_488/2011 vom 
19.12.2011 Erw. 5.1.2). Das Kriterium wurde als erfüllt betrachtet: bei einer Auf-
fahrkollision und anschliessendem Zusammenstoss mit zwei Fussgängern, wo-
von einer auf die Kühlerhaube des Fahrzeugs gehoben und anschliessend auf 
die Strasse geschleudert wurde; bei einem Unfall wegen eines geplatzten Rei-

30

fens auf der Autobahn, wobei das Fahrzeug ins Schleudern geriet, in eine Fahr-
bahnabschrankung geriet, sich überschlug und auf dem Dach liegend zum Still-
stand kam; bei der Kollision eines Lieferwagens mit einem mit erheblich über-
setzter Geschwindigkeit herannahenden Motorradfahrer, welcher am Tag nach 
dem Unfall seinen schweren Verletzungen erlag; bei einem in der 29. Woche 
schwangeren Unfallopfer; bei einem Skifahrer, welcher kopfüber mit einem Baum 
kollidierte; bei einem Unfall, bei dem der beteiligte Motorradfahrer am Unfallort 
verstarb und der Motorraum des Autos des Versicherten in Brand geriet (vgl. 
Praxisübersicht im Urteil BGer 8C_579/2011 vom 5.12.2011 Erw. 3.5); bei einer 
Massenkarambolage auf einer Autobahn; bei einem Zusammenstoss zwischen 
einem Personenwagen und einem Lastwagen in einem Autobahntunnel mit meh-
reren sich anschliessenden Kollisionen mit der Tunnelwand; bei einem Zusam-
menprall zwischen einem Sattelschlepper und einem PW, wobei der Fahrer des 
Sattelschleppers die Kollision zunächst nicht bemerkte und den Personenwagen 
der versicherten Person noch auf einer längeren Distanz vor sich herschob, 
während die Insassen des PW verzweifelt versuchten, den Unfallverursacher auf 
sich aufmerksam zu machen; bei einem Unfall mit hoher Geschwindigkeit auf ei-
ner Autobahn, bei dem das Fahrzeug des Versicherten bei starkem Verkehr 
mehrmals über die Fahrbahn geschleudert wurde und sich dabei wiederholt 
überschlug; bei einer Autolenkerin, welche auf einer deutschen Autobahn mit ei-
ner Geschwindigkeit von 140 bis 160 km/h fuhr, als das Fahrzeug infolge über-
frierender Nässe ins Schleudern geriet, in eine Böschung stiess, sich mehrfach 
überschlug und, total beschädigt, ausserhalb der Fahrbahn auf der rechten Seite 
liegend zum Stillstand kam (vgl. Urteil BGer 8C_544/2008 vom 20.2.2009 Erw. 
6.3.3); bei einem Versicherten, dessen Fahrzeug sich mit einer angegebenen 
Geschwindigkeit von rund 90 km/h über die Mittelleitplanke hinweg überschlug 
und auf dem Dach zu liegen kam (vgl. Urteil BGer U 492/06 vom 16.5.2007 Erw. 
4.3.1). Als diskutabel wurde erachtet, ob ein Unfall, bei welchem der von der 
Versicherten gelenkte Personenwagen ausgangs einer Kurve mit einer Ge-
schwindigkeit von ca. 60 km/h ins Schleudern kam, rechts der Fahrbahn an eine 
ansteigende Böschung geriet, sich überschlug und auf dem Dach liegend auf die 
andere Seite der Fahrbahn rutschte, wo er zum Stillstand kam, das Kriterium zu 
erfüllen vermöge (vgl. Urteil BGer 8C_803/2007 vom 3.9.2008 Erw. 3.4.2).

In besonders ausgeprägter Form wurde das Kriterium bejaht: in Bezug auf einen 
Unfall, bei welchem die Lenkerin eines Personenwagens nachts bei einer Ge-
schwindigkeit von 110 bis 120 km/h wegen eines auf der Fahrbahn liegenden to-
ten Dachses die Herrschaft über das Fahrzeug verlor, welches sich zweimal um 
die eigene Achse drehte, überschlug und auf dem Dach gegen die rechte Fahr-
bahn schlitterte, dort mit einem Zweitauto kollidierte und auf dem Dach liegend 

31

auf der linken Fahrbahn zum Stillstand kam, worauf es, als die Lenkerin und die 
mitfahrende versicherte Person noch darin sassen, von einem dritten Auto ge-
rammt und einige Meter weggeschleudert wurde (vgl. Urteil BGer U 185/05 vom 
20.10.2005 Erw. 4.2); bei einem heftigen Zusammenstoss eines Personenwa-
gens mit einem entgegenkommenden, überholenden Auto, welches auf die eige-
ne Fahrbahn zurückgeworfen wurde, worauf vier weitere Personenwagen in die 
beiden Unfallfahrzeuge prallten; von den beiden Insassen des entgegenkom-
menden Personenwagens verstarb einer noch am Unfallort und der andere da-
nach (vgl. Urteil BGer U 368/01 vom 9.4.2002 Erw. 5c); bei einer Mehrfachkollisi-
on in einem Tunnel mit drei beteiligten Personenwagen, wobei der Lenker des 
vorausfahrenden Fahrzeugs getötet und derjenige des entgegenkommenden 
Fahrzeugs schwer verletzt wurden (vgl. RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 Erw. 
3b/cc).

Verneint wurde das Kriterium hingegen u.a.: bei einer Versicherten, welche mit 
ihrem Personenwagen auf einer deutschen Autobahn auf der Überholspur fuhr, 
als ein vor ihr fahrendes Auto plötzlich von der rechten auf die linke Spur aus-
scherte, weshalb die Versicherte bremste, worauf ihr Auto nach rechts schlitterte, 
sich mehrfach drehte und gegen die rechte Leitplanke prallte (vgl. Urteil BGer 
8C_938/2011 Erw. 5.3.1); beim Lenker eines Personenwagens, welcher auf einer 
Autobahn bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h aufgrund eines Reifenplatzers 
ins Schleudern geriet und von der Strasse abkommend einen Schutzzaun durch-
brach (vgl. Urteil BGer 8C_9/2010 vom 11.6.2010 Erw. 3.7.1); beim Lenker eines 
Rennrades, welcher von einem aus einer Querstrasse einmündenden, nicht vor-
trittsberechtigten Personenwagen angefahren und zu Boden geworfen wurde 
(vgl. Urteil BGer 8C_498/2011 vom 3.5.2012 Erw. 6.2.3); beim Lenker eines Per-
sonenwagens, welcher auf einer Autobahn mit einem entgegen der Fahrtrichtung 
auf dem ersten Überholstreifen stehenden Fahrzeug frontal/seitlich kollidierte 
(vgl. Urteil BGer 8C_786/2009 vom 4.1.2010 Erw. 5.2); bei der Lenkerin eines 
Personenwagens, welcher auf die Gegenfahrbahn geriet und seitlich frontal in ei-
nen entgegenkommenden Personenwagen prallte, wobei beide Fahrzeuge erst 
im an die an die Strasse angrenzenden Wiesland zum Stillstand kamen (vgl. Ur-
teil BGer 8C_70/2009 vom 31.7.2009 Erw. 3.2.3); bei der Lenkerin eines Perso-
nenwagens, der gegen ein entgegenkommendes, nach links abbiegendes Fahr-
zeug stiess, wobei ein Insasse des abbiegenden Fahrzeuges getötet und mehre-
re Personen verletzt wurden (vgl. Urteil BGer U 306/03 vom 15.11.2004 Erw. 
3.3); bei der Insassin eines Personenwagens, welcher sich auf der Autobahn bei 
einer Geschwindigkeit von ca. 95 km/h wegen eines Reifenplatzers überschlug 
und auf dem Dach liegen blieb (vgl. zum Ganzen: Urteil BGer 8C_398/2012 Urteil 
vom 6.11.2012 Erw. 6.1.2 m.w.H.).

32

8.3.3 Das vorliegend relevante Unfallereignis vom 5. Oktober 2018 war nicht ge-
kennzeichnet von besonders dramatischen Umständen. Es handelt sich um ei-
nen wenig eindrücklichen Auffahrunfall, namentlich als bei Kolonnenbildung auf 
der Axenstrasse der zwei hinter dem Beschwerdeführer fahrende PW nicht mehr 
rechtzeitig bremsen konnte und in der Folge auf das Heck des hinter dem Be-
schwerdeführer stehenden PW auffuhr, welcher durch den Aufprall in den vor 
ihm stehenden Personenwagen des Beschwerdeführers geschoben wurde (vgl. 
vorstehend Erw. 3.2). Die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung des 
Fahrzeuges des Beschwerdeführers hat denn auch lediglich zwischen 10.9 km/h 
und 13.4 km/h bzw. etwas weniger betragen (vgl. vorstehend Erw. 3.2.4). Zwar 
kam es zu einem Kopfanprall an den Kopfstützen, hingegen wurde der Airbag 
nicht ausgelöst. Der Beschwerdeführer klagte gemäss Polizei-Rapport zwar über 
Nackenschmerzen (dem Polizei-Rapport sind keine weiteren Verletzungen zu 
entnehmen), konnte jedoch seine Fahrt mit seinem Fahrzeug fortsetzen (vgl. Vi-
act. 14). Keiner der Unfallbeteiligten Personen wurde erheblich verletzt (gemäss 
Polizeirapport verletzten sich zwei Personen leicht, zwei gar nicht; Vi-act. 14). Die 
erste ärztliche Konsultation des Beschwerdeführers erfolgte denn auch erst am 
Folgetag nach dem Unfall. Das beschädigte Fahrzeug des Beschwerdeführers 
bzw. der B.________ war zudem nach dem Unfall in einem fahrfähigen Zustand 
(siehe Vi-act. 58). Die Bilder des beschädigten Fahrzeuges des Beschwerdefüh-
rers bzw. der B.________ sowie die entsprechend veranschlagten Reparaturkos-
ten (vgl. Vi-act. 58: Heckschaden Fr. 6'289.08) deuten ebenfalls nicht auf beson-
ders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Un-
falls. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass in den Verkehrs-
unfall drei Fahrzeuge involviert waren, zumal die aktenkundigen Schadensbilder 
keine hohen Krafteinwirkungen bei der zweiten Kollision mit dem beschwerdefüh-
rerischen Fahrzeug dokumentieren (vgl. Vi-act. 58). Dass der Zusammenprall 
unvermittelt kam und der Beschwerdeführer unvorbereitet traf, ändert nichts an 
der fehlenden Eindrücklichkeit. Beim vorliegenden Unfallhergang hat die Vorin-
stanz das Kriterium der besonderen Eindrücklichkeit somit zu Recht verneint.

8.4 Um das Kriterium 'Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen' 
zu erfüllen, sind Verletzungen von Nöten, die erfahrungsgemäss geeignet sind, 
psychische Fehlentwicklungen auszulösen (vgl. VGE I 2020 31 vom 11.8.2020 
Erw. 5.2.2 m.H.a. BGE 140 V 356 Erw. 5.5; Urteil SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7, Urteil 
BGer 8C_398/2012 Erw. 6.2.1 f., je m.w.H. auf die Rechtsprechung).

Der Beschwerdeführer erlitt keine strukturellen, traumatischen Verletzungen. 
Diagnostiziert wurde zwar eine HSW-Distorsion Grad II. Die Diagnose einer 
HWS-Distorsion oder einer anderen, adäquanzrechtlich gleich zu behandelnden 

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Verletzung, wie sie der Beschwerdeführer vorliegend geltend macht, genügt für 
sich allein jedenfalls nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und beson-
deren Art der erlittenen Verletzung (vgl. hierzu BGE 134 V 109 Erw. 10.2.2).

8.5 Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer einer spezifischen ärztlichen 
Behandlung ist nicht erfüllt. Dieses ist nicht allein nach einem zeitlichen Mass-
stab zu beurteilen. Von Bedeutung sind auch Art und Intensität der Behandlung 
sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes 
zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer 
gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes ge-
richtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorliegen. Manual-
therapeutische Massnahmen zur Erhaltung des Zustandes und medikamentöse 
Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht. Einzig der Ab-
klärung des Beschwerdebildes dienenden Vorkehren kommt auch nicht die Qua-
lität einer Heilmethodik in diesem Sinne zu (vgl. Urteile BGer 8C_344/2013 vom 
10.10.2013 Erw. 10 und 8C_729/2012 vom 4.4.2013 Erw. 8.3). Vorliegend be-
schränkte sich die Behandlung auf Physiotherapie sowie Osteopathie und CPAP-
Therapie sowie Verlaufskontrollen. Spezifische ärztliche Behandlungen im Sinne 
des Kriteriums erfolgten somit keine.

8.6 Beim Kriterium der Dauerbeschwerden können adäquanzrelevant nur in 
der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG 
ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein. Die 
Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Be-
einträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Le-
bensalltag erfährt. Nach dem Gesagten ist das Kriterium in der Kurzform wie folgt 
zu präzisieren: erhebliche Beschwerden (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 10.2.4).

Ohne die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden bagatellisieren zu wol-
len, ergibt sich aus den medizinischen Akten, dass der Beschwerdeführer direkt 
nach dem Unfall seine Arbeit zu 50% aufnehmen konnte und die Arbeitsunfähig-
keit in der Folge mehrheitlich zwischen 10%-50% schwankte; im Mai/Juni 2019 
wies der Beschwerdeführer einzig für rund einen Monat eine 100%-ige Arbeitsun-
fähigkeit aus. Schliesslich erlangte der Beschwerdeführer per 22. Mai 2021 un-
bestrittenermassen wieder seine volle Arbeitsfähigkeit. Soweit der Beschwerde-
führer in diesem Zusammenhang vorbringt, er habe über Monate hinweg seine 
Mitarbeiter und Kunden nicht mehr erkannt, so kann bei lediglich über Monate 
andauernden Beschwerden nicht von Dauerbeschwerden gesprochen werden. 
Entsprechendes gilt auch für die noch geklagten Lähmungen und Schmerzen im 
Hals, Händen und Füssen, zumal diese gemäss Beschwerdeführer nur noch in 
sehr geringem Ausmass vorhanden waren bzw. im Verhältnis zu den 

34

Schlafstörungen infolge des Tinnitus nicht mehr im Vordergrund standen (vgl. 
vorstehend Erw. 3.4.7/3.5.5). Hinsichtlich des Tinnitus (nachtsüber) zeigt sich 
schliesslich, dass der Beschwerdeführer infolge der CPAP-Maske wieder gut 
schlafen kann und mit seinem Gehör nunmehr denn auch zufrieden ist (vgl. vor-
stehend Erw. 3.5.5/3.5.8). Das Kriterium von besonderen, im Alltag beeinträchti-
genden Dauerbeschwerden ist damit nicht erfüllt. Selbst wenn das Kriterium als 
erfüllt beurteilt würde, wäre die Adäquanz nicht zu bejahen, ist es doch auf kei-
nen Fall in besonders ausgeprägter Weise erfüllt.

8.7 Es ist des Weiteren mit der Vorinstanz festzustellen, dass auch das Kriteri-
um einer ärztlichen Fehlbehandlung nicht erfüllt ist, was mit Recht vom Be-
schwerdeführer auch nicht geltend gemacht wird.

8.8 Zudem liegen kein schwieriger Heilungsverlauf und keine erheblichen 
Komplikationen vor; entsprechendes wird vom Beschwerdeführer ebenfalls nicht 
geltend gemacht. Es bedürfte dazu besonderer Gründe, welche die Genesung 
beeinträchtigt oder verzögert haben (vgl. Urteil BGer U 479/05 vom 6.2.2007 
Erw. 8.5 in: SVR 2007 UV Nr. 25). Vorliegend entspricht der Verlauf durchaus 
dem nach einem Auffahrunfall mit erlittenem HWS-Distorsionstrauma zu Erwar-
tenden. Im Weiteren kann auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen wer-
den (vgl. Einspracheentscheid vom 3.8.2021 Erw. 4 S. 6f).

8.9 Bleibt das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 
Anstrengungen. Dieses bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im 
angestammten Beruf (vgl. Urteil BGer 8C_632/2018 vom 10.5.2019 Erw. 10.5 
m.w.H.). Nachdem der Beschwerdeführer seine Tätigkeit bereits direkt nach dem 
Unfall, wenn auch nur teilzeitlich, wiederaufnehmen und denn auch fortwährend 
steigern konnte und die volle Arbeitsfähigkeit schliesslich per 22. Mai 2021 wie-
der erreicht hat, ist dieses Kriterium einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit nicht er-
füllt, keinesfalls in ausgeprägter Form. Soweit der Beschwerdeführer dabei vor-
bringt, er habe seine Arbeitstätigkeit früher aufgenommen, als es sein gesund-
heitlicher Zustand erlaubt hätte, damit er wieder Arbeiten und Autofahren konnte, 
so ist das vorliegende Kriterium auch unter Berücksichtigung einer allfällig ver-
frühten Wiederaufnahme der Arbeit als nicht erfüllt zu betrachten.

8.10 Mithin ergibt sich, dass von den notwendigen Kriterien der Adäquanzprü-
fung keines in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist und auch nicht mindes-
tens deren vier (bei mittelschwerem Unfallereignis im Grenzbereich zu den leich-
ten Unfällen; vgl. hierzu vorstehend Erw. 8.2) erfüllt sind. Damit ist denn auch 
nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die adäquate Unfallkausalität der über 
den 31. Januar 2021 hinaus geklagten Beschwerden verneint hat.

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9. Da zusammenfassend zwischen dem Unfall vom 5. Oktober 2018 und den 
vom Beschwerdeführer nach wie vor geklagten Beschwerden kein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht, hat die Vorinstanz mit Verfügung vom 14. Januar 
2021 - bestätigt mit vorliegend angefochtenem Einspracheentscheid vom 3. Au-
gust 2021 - ihre Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung zu Recht 
per 31. Januar 2021 eingestellt.

10. Was sodann den vorgebrachten losen Schaufelzahn betrifft, so hat die 
Vorinstanz unbestrittenermassen darüber (noch) nicht befunden (vgl. vorstehend 
Erw. 3.4.2), und verweist diesbezüglich zu Recht auf ein separates Verfahren 
(vgl. Beschwerdeantwort vom 13.10.2021 Ziff. 4.4). Da die diesbezüglichen Rü-
gen über den vorliegenden Streitgegenstand hinausgehen, braucht auf diese 
Thematik in diesem Verfahren denn auch nicht weiter eingegangen zu werden.

11. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist daher abzuwei-
sen, soweit darauf einzutreten ist.

12. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im UVG sind für das vorlie-
gende Verfahren keine Kosten zu erheben (vgl. Art. 61 lit. fbis ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 14. Januar 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 31. Januar 2022