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**Case Identifier:** 63cf7fbb-a96f-5f98-a715-3c90137d439b
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-17
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 17.01.2022 S 2020 157
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-157_2022-01-17.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 17. Januar 2022
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft, Place de Milan, Case postale 
120, 1001 Lausanne
Beschwerdegegnerin 

weiter verfahrensbeteiligt:
D.________

betreffend

Unfallversicherung

S 2020 157

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Urteil S 2020 157

A. Die Versicherte, D.________, Jahrgang 1973, war als Dentalassistentin bei ihrem 
(zum damaligen Zeitpunkt Noch-)Ehemann A.________ angestellt und in dieser 
Eigenschaft obligatorisch bei der Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG 
(nachfolgend: Vaudoise) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 31. Januar 
2020 beim Yoga stürzte und sich das rechte Handgelenk verletzte (UV-act. 2 S. 2). Mit 
Verfügung vom 9. Juni 2020 teilte die Vaudoise der Versicherten mit, dass, gestützt auf 
die Beurteilung ihres beratenden Arztes, infolge Erreichens des Status quo sine vel ante 
nach dem 24. April 2020 keine weiteren Leistungen erbracht würden. Der Anspruch auf 
Taggelder für die ab dem 20. März 2020 attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit wurde 
ebenso verneint (UV-act. 15). Die von der Versicherten dagegen erhobene Einsprache 
(UV-act. 17) wies die Vaudoise mit Einspracheentscheid vom 13. August 2020 ab (UV-
act. 21). Dagegen wurde innert Rechtsmittelfrist keine Beschwerde eingereicht.

Mittels E-Mail vom 24. September 2020 teilte RA B.________ der Vaudoise mit, dass ihn 
der Ex-Ehemann der Versicherten, A.________, mandatiert habe. Er beantragte 
Akteneinsicht und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen, insbesondere der 
Taggelder ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres. Dabei wies er darauf hin, 
dass sein Klient als Prämienzahler und Arbeitgeber rechtsmittellegitimiert sei, weshalb er 
eine anfechtbare Verfügung verlange (UV-act. 22 S. 2). Daraufhin antwortete der 
Unfallversicherer, dass es sich um eine medizinische Angelegenheit handle, weshalb es 
aufgrund des Datenschutzes – ohne diesbezügliches Einverständnis der Versicherten – 
nicht möglich sei, Akteneinsicht zu gewähren (UV-act. 22 S. 1). Mit Verfügung vom 
6. Oktober 2020 bestätigte die Vaudoise, dass die Verfügung vom 9. Juni 2020 einzig auf 
medizinischen – und somit rein persönlichen – Grundlagen basiert und die Frage betroffen 
habe, ob die Beschwerden der Versicherten als Unfall oder Krankheit zu betrachten seien. 
Folglich sei A.________ als Arbeitgeber von diesem Entscheid nicht berührt und somit 
auch nicht zur Einsprache legitimiert. Aus diesem Grund sei er nicht Adressat der 
Verfügung vom 9. Juni 2020 gewesen und es sei nicht möglich, ihm eine Kopie davon 
sowie der gesamten Akten zu übermitteln (UV-act. 25). Die dagegen erhobene Einsprache 
(UV-act. 26) wies die Vaudoise mit Einspracheentscheid vom 6. November 2020 ab (UV-
act. 28). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 23. November 2020 liess A.________ 
beantragen, der Einspracheentscheid vom 6. November 2020 sei aufzuheben, seine 
Aktivlegitimation sei anzuerkennen und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm 
Akteneinsicht zu gewähren und ihm sämtliche Akten seiner Arbeitnehmerin zuzustellen. 

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Urteil S 2020 157

Des Weiteren sei der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 31. Januar 
2020 und der über den 24. April 2020 gemeldeten Beschwerden zu bejahen und die 
Beschwerdegegnerin habe dem Beschwerdeführer [recte: der Versicherten] die 
gesetzlichen Leistungen (insbesondere Taggelder) über den 24. April 2020 hinaus zzgl. 
5 % Zins auszurichten; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MWST) zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, 
die bundesgerichtliche Rechtsprechung bejahe grundsätzlich ein konkretes, eigenes 
Interesse des Arbeitgebers und die Beschwerdelegitimation betreffend Taggeld-Anspruch. 
Zudem weise er, der Beschwerdeführer, aufgrund der Scheidung ein weiteres Interesse 
auf, dass die Unfallversicherung (an Stelle der Krankentaggeldversicherung) Beiträge 
entrichte. Deshalb sei er als Ex-Ehemann und Arbeitgeber der Versicherten durch die 
Verfügung berührt. Im Übrigen habe die Versicherte bereits mit E-Mail vom 29. September 
2020 der Beschwerdegegnerin mitgeteilt, dass sie ihrem Arbeitgeber und seinem 
Rechtsvertreter Akteneinsicht gewähre. Dementsprechend würden die Argumente 
betreffend Datenschutz und Persönlichkeitsschutz nicht verfangen (act. 1). 

C. Mit Vernehmlassung vom 15. Dezember 2020 beantragte die Vaudoise die 
Abweisung der Beschwerde. Begründend wurde unter anderem dargelegt, eine Vollmacht 
des Arbeitnehmers ändere nichts an der Tatsache, dass ein Arbeitgeber keine Einsicht in 
die Personendaten seines Arbeitnehmers nehmen dürfe. Auch werde bezweifelt, ob das 
Einverständnis per E-Mail wirklich rechtsgültig wäre (act. 4). 

D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
Anträgen und Begründungen fest (act. 6 und 10). Auf den Inhalt der Eingaben wird – 
soweit notwendig – erwägungsweise einzugehen sein.

E. Am 23. Dezember 2020 reichte der Beschwerdeführer eine schriftliche und 
eigenhändig unterzeichnete, vom gleichen Tag datierende, Zustimmung der Versicherten 
zur Akteneinsicht ein (act. 8 und Bf-act. 8). 

F. Im Rahmen der der Versicherten eingeräumten Gelegenheit zu einer 
Stellungnahme teilte diese dem Gericht am 25. Januar 2021 mit, dass sie ausdrücklich auf 
ihr Recht nach Art. 328b OR und dem Datenschutzgesetz verzichte und sie mit einer 
vollen Akteneinsicht einverstanden sei (act. 12). 

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Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 6. November 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1). 

1.2 Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Artikel 82a ATSG sieht vor, 
dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim 
erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu 
beurteilende Beschwerde wurde am 23. November 2020 der Post übergeben, weshalb die 
bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall 
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das Versicherungsgericht 
desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte 
zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Sowohl der 
Beschwerdeführer als auch die Versicherte haben ihren Wohnsitz im Kanton Zug. Damit 
ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der 
kantonalen Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung 
(BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerdegegnerin erliess den 
vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 6. November 2020. Die 
Beschwerdeschrift wurde am 23. November 2020 der Post übergeben und traf tags darauf 
beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt die Beschwerde als reichzeitig i.S.v. Art. 60 Abs. 1 
ATSG eingereicht. Die Beschwerdeschrift entspricht sodann den formellen Anforderungen 
an eine Beschwerde. Somit ist die Beschwerde vom Gericht zu prüfen. Die Beurteilung 

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Urteil S 2020 157

erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3. Vorliegend ist aktenkundig, dass die Unfallversicherung ihre Leistungen mit 
Verfügung vom 9. Juni 2020 per 24. April 2020 infolge Erreichens des Status quo sine vel 
ante eingestellt und den Anspruch auf Taggelder für die ab dem 20. März 2020 attestierte 
100%ige Arbeitsunfähigkeit verneint hat. Als erstellt gilt sodann, dass die genannte 
Verfügung der Versicherten eröffnet wurde und eine Kopie davon die Krankenkasse und 
der behandelnde Arzt erhielten (vgl. UV-act. 15). Unbestritten ist im Übrigen, dass gegen 
die genannte Verfügung zwar Einsprache erhoben (vgl. UV-act. 17), der daraufhin 
ergangene Einspracheentscheid (UV-act. 21) innert Rechtsmittelfrist beim zuständigen 
kantonalen Versicherungsgericht – in casu dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug – 
hingegen nicht angefochten wurde. Der Beschwerdeführer stellt sich nun auf den 
Standpunkt, der Entscheid könne ihm gegenüber keine Rechtskraft entfalten, da ihm die 
Verfügung – obwohl rechtsmittellegitimiert – nicht zugestellt worden sei.

4.
4.1 Die Frage, wem eine Verfügung zu eröffnen ist, regelt Art. 49 ATSG – von der 
Zustellung an andere Versicherungsträger abgesehen (vgl. Abs. 4) – nicht. Aus der 
subsidiär anwendbaren (vgl. Art. 55 Abs. 1 ATSG) Bestimmung von Art. 34 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 
SR 172.021) – Eröffnung an die Parteien – i.V.m. Art. 34 ATSG, der wiederum die 
Parteistellung regelt, ergibt sich, dass die Verfügung auch allen Dritten, die 
beschwerdebefugt sind, zu eröffnen ist (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, 
Art. 49 N 59). Ob ein Dritter Partei i.S.v. Art. 34 ATSG ist, steht im Zeitpunkt der 
Verfügungseröffnung allerdings häufig noch nicht fest (Susanne Genner, in: Basler 
Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 49 N 17). Der 
Verwaltung kann es daher nicht zugemutet werden, bei Erlass einer Verfügung genau 
abzuklären, wer alles zu einer Beschwerde legitimiert wäre (Peter Saladin, Das 
Verwaltungsverfahrensrecht des Bundes, 1979, S. 144). Demzufolge erscheint es als 
richtig, dass die Verfügungszustellung an Dritte, die aufgrund einer beachtenswerten 
Beziehung drittbeschwerdebefugt sind, nicht von Amtes wegen ohne entsprechendes 
Ersuchen erfolgt. Vielmehr ist es den Dritten zuzumuten, die Zustellung der Verfügung an 
sich zu verlangen (Ueli Kieser, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri, Sozial-
versicherungsrechtstagung 2006, S. 88). Daraus folgt, dass die Verwaltung zunächst bloss 
verpflichtet ist, den unmittelbar Beteiligten von der Verfügung Kenntnis zu geben. Legt in 

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der Folge aber ein Dritter dar, dass er begründete Aussicht hat, ebenfalls als Partei 
anerkannt zu werden, so ist auch ihm die Verfügung zu eröffnen (Saladin, a.a.O., S. 144). 
In der Folge ist dementsprechend zunächst die Frage zu klären, ob A.________ im 
unfallversicherungsrechtlichen Verfahren betreffend Leistungsanspruch von D.________ 
Partei i.S.v. Art. 34 ATSG ist, was sich danach richtet, ob er berechtigt gewesen wäre, 
gegen die Verfügung vom 9. Juni 2020 Einsprache zu erheben. 

4.2 Die Legitimation zur Einsprache gemäss Art. 52 ATSG richtet sich analog zur 
Beschwerdelegitimation nach Art. 59 ATSG (Susanne Genner, in: Basler Kommentar, 
Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 52 N 25). Nach Art. 59 ATSG 
ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den 
Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
oder Änderung hat. Schutzwürdig ist jedes eigene praktische oder rechtliche Interesse, 
welches der von einer Verfügung oder einem Einspracheentscheid Betroffene an deren 
Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. Bloss mittelbare, faktische oder auch 
ideelle Interessen reichen nicht. Schutzwürdig ist ein Interesse folglich nur, wenn die 
Gutheissung der Beschwerde für den Beschwerdeführer einen spürbaren, praktischen und 
unmittelbaren Nutzen bewirken bzw. einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller 
oder anderweitiger Natur vermeiden würde, den die angefochtene Verfügung mit sich 
brächte. Bei Geldleistungen bedeutet dies, dass ein positiver Beschwerdeentscheid das 
Vermögen vergrössern oder einen Verlust vermindern würde. Das blosse Interesse an 
einer anderen Begründung des Einspracheentscheids bedeutet keinen praktischen Nutzen 
und vermag demnach keine Beschwerdelegitimation zu begründen (Susanne Bollinger, in: 
Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 59 N 9). 

4.3
4.3.1 Der Beschwerdeführer als zum damaligen Zeitpunkt Arbeitgeber der Versicherten 
ist weder im formellen noch im materiellen Sinn Adressat der Verfügung vom 9. Juni 2020. 
Seine Legitimation ist daher nach den für eine Drittbeschwerde geltenden Regeln zu 
beurteilen. Zu prüfen ist deshalb, ob eine besondere, beachtenswerte und nahe 
Beziehung zur Streitsache besteht; konkretisiert wird dies nach der Rechtsprechung 
dadurch, dass in der konkreten Konstellation eine hinreichende Beziehungsnähe 
respektive eine Betroffenheit von genügender Intensität vorliegt (BGE 130 V 560 E. 3.4). 

4.3.2 Mit Bezug auf die obligatorische Unfallversicherung erkannte die Rechtsprechung, 
der Arbeitgeber, welcher einen Teil der Versicherungsprämien bezahlt und nach einem 

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Unfall den Lohn vorgeschossen habe, sei durch eine Verfügung, welche dem verunfallten 
Arbeitnehmer die Versicherteneigenschaft abspreche oder einen Taggeld-Leistungs-
anspruch verneine, offensichtlich betroffen und habe ein schutzwürdiges Interesse an ihrer 
Aufhebung (BGE 106 V 219 E. 1; RKUV 1989 Nr. U 73 S. 239 E. 1b). Demgegenüber 
wurde bei einer rentenverweigernden Verfügung der IV-Stelle (BGE 130 V 560 E. 4) oder 
einer rentenzusprechenden Verfügung der Unfallversicherung (BGE 131 V 298 E. 5 und 6) 
die Rechtsmittellegitimation des Arbeitgebers abgesprochen. Entscheidend ins Gewicht 
fällt somit grundsätzlich der Zusammenhang der konkreten Leistung mit der gesetzlichen 
Lohnfortzahlungspflicht nach Art. 324a und 324b OR. Daneben ist aber auch 
datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten Rechnung zu tragen (BGE 134 V 153 E. 5.3.2.1). 
Als Zwischenfazit kann dementsprechend festgehalten werden, dass der Arbeitgeber 
insoweit zur Anfechtung eines Entscheids des Unfallversicherers legitimiert ist, als sich 
dessen zur Diskussion stehende Leistung typischerweise auf die gesetzliche 
Lohnfortzahlungspflicht auswirkt, was beim UVG-Taggeld, nicht aber bei der UVG-Rente 
zutrifft (BGer 8C_13/2007 vom 28. Januar 2008 E. 5.5 mit Hinweis auf BGE 131 V 298 
E. 5.3.2 und 5.3.3). 

4.4
4.4.1 Im vorliegenden Fall verneinte die Vaudoise einen Taggeld-Leistungsanspruch der 
Versicherten. Da sich der hier zur Diskussion stehende Unfall vom 31. Januar 2020 zu 
einem Zeitpunkt zugetragen hatte, als die Versicherte noch bei A.________ angestellt war, 
hat dieser Entscheid direkte Auswirkungen auf die Lohnfortzahlungspflicht des 
Arbeitgebers (welcher im Übrigen die Prämien für die obligatorische Unfallversicherung 
der Berufsunfälle und Berufskrankheiten vollumfänglich zu bezahlen hat [Art. 91 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, UVG; SR 832.20]). Dementsprechend 
hat der Arbeitgeber ein konkretes und eigenes Interesse bezüglich der Leistungen der 
Unfallversicherung. Mit Blick auf die bisherige Rechtsprechung ist die 
Rechtsmittellegitimation des Beschwerdeführers somit zu bejahen. Nichts anderes ergibt 
sich aus BGE 131 V 298. Es trifft zwar zu, dass das Bundesgericht in diesem Urteil die 
Rechtsmittellegitimation des Arbeitgebers mangels Vorliegens einer hinreichenden 
Beziehungsnähe zur Streitsache respektive Betroffenheit von genügender Intensität 
verneint hat. Nicht unberücksichtigt bleiben darf jedoch, dass das Bundesgericht im 
genannten Urteil explizit leistungsbezogen differenziert hat. Daraus ergibt sich Folgendes: 
Im Hinblick auf die Lohnzahlungspflicht wird ein direktes Interesse des Arbeitgebers 
bejaht, wenn es um ein Taggeld der Unfallversicherung geht (E. 5.3.2). Dreht sich der 
Streit hingegen um eine Rente, wird die Legitimation des Arbeitgebers namentlich unter 

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Hinweis darauf, dass zwischen dem Unfall und dem Übergang zur Berentung gemäss 
Statistik meist mehrere Jahre vergehen, in jenem Zeitpunkt das Arbeitsverhältnis in vielen 
Fällen schon beendet sei und demzufolge die Rente der Unfallversicherung, ebenso wie 
die Rente der Invalidenversicherung, nicht mehr in einem Zusammenhang mit dem 
Arbeitsverhältnis stehe, verneint (E. 5.3.3). Ob deshalb die bisherige Rechtsprechung im 
Bereich der Unfallversicherung geprüft und geändert werden muss, wurde vom 
Bundesgericht explizit offengelassen (E. 6.2). Im daraufhin ergangenen Urteil U 519/06 
vom 28. September 2007 hat das Bundesgericht wiederum unter Hinweis auf BGE 131 V 
298 erwähnt, dass die Legitimation des Arbeitgebers bisher bejaht worden sei, wenn der 
Streit das Taggeld betroffen habe (E. 5), ohne in der Folge von dieser Rechtsprechung 
abzuweichen. Dementsprechend kann die Vaudoise aus dem Entscheid BGE 131 V 298 
nichts zu ihren Gunsten ableiten. 

4.4.2 Wie das Nachfolgende zeigt, erscheint die Bejahung der Rechtsmittellegitimation 
des Arbeitgebers im vorliegenden Fall auch mit Blick auf die damit verbundenen 
Parteirechte, etwa bezüglich Akteneinsicht, nicht als problematisch. Das 
Akteneinsichtsrecht, welches in Art. 47 ATSG geregelt ist, steht neben der versicherten 
Person (Abs. 1 lit. a) unter anderem auch den Parteien zu (Abs. 1 lit. b). Massgebend ist 
dabei der in Art. 34 ATSG umschriebene Parteibegriff. Von der Einsicht erfasst sind nicht 
nur Personendaten, sondern alle Akten, die zur Wahrung des Anspruchs bzw. der 
Verpflichtung oder zur Einreichung eines Rechtsmittels (bzw. zum Entscheid, ob ein 
solches einzureichen ist) erforderlich sind. Angesichts dessen, dass der Parteibegriff in 
Art. 34 ATSG weit gefasst ist und alle Personen einschliesst, denen ein Rechtsmittel 
zusteht, und der Arbeitgeber in Fällen, in welchen der Unfallversicherer den Anspruch auf 
Taggelder abgelehnt hat, beschwerdelegitimiert ist (vgl. E. 4.4.1 vorstehend), ist nicht 
ersichtlich, weshalb dem Arbeitgeber das Akteneinsichtsrecht zu verwehren wäre für 
Daten, welche er benötigt, um gemäss Art. 47 Abs. 1 lit. b ATSG ein Rechtsmittel geltend 
zu machen. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts wird dem 
Verhältnismässigkeitsgrundsatz unter anderem mit Art. 97 Abs. 1 und 7 UVG Rechnung 
getragen, wonach die Organe, die mit der Durchführung sowie der Kontrolle oder der 
Beaufsichtigung der Durchführung des UVG betraut sind, nur Daten bekannt geben 
dürfen, welche für den in Frage stehenden Zweck erforderlich sind (BGer U 519/06 vom 
28. September 2007 E. 6.1). Im Übrigen ist zu berücksichtigen, dass der rechtserhebliche 
Sachverhalt im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung – jedenfalls solange die 
Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers andauert –, vergleichsweise klar begrenzt ist, 
während z.B. die Invalidenversicherung den Gesundheitszustand einer Person in seiner 

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Gesamtheit zu berücksichtigen hat. Die Akten im Bereich der obligatorischen 
Unfallversicherung weisen deshalb ein geringeres Mass an persönlichkeitsrechtlicher 
Sensibilität und Relevanz auf als in der Invalidenversicherung (vgl. BGE 130 V 560 E. 4.4; 
Susanne Bollinger, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 
2020, Art. 59 N 19). 

4.4.3 Wie das Bundesgericht im Entscheid U 519/06 vom 28. September 2007 darauf 
hingewiesen hat, kann in Konstellationen wie vorliegend entgegen der Auffassung der 
Beschwerdegegnerin gerade offenbleiben, ob datenschutzrechtliche Aspekte eine 
Einschränkung der Beschwerdelegitimation des Arbeitgebers mit sich bringen (E. 6.1). Zur 
Begründung verweist das Bundesgericht auf Art. 97 Abs. 6 lit. b UVG, wonach 
Personendaten in Abweichung von Art. 33 ATSG an Dritte bekannt gegeben werden 
dürfen, sofern die betroffene Person im Einzelfall schriftlich eingewilligt hat oder, wenn das 
Einholen der Einwilligung nicht möglich ist, diese nach den Umständen als im Interesse 
der versicherten Person vorausgesetzt werden darf (E. 6.2). In casu lag zum 
Verfügungszeitpunkt eine E-Mail der Versicherten vom 29. September 2020 vor, in der sie 
A.________ und seinem Rechtsvertreter die Ermächtigung erteilte, Einsicht in die Akten 
zu nehmen (vgl. UV-act. 24). Wie die Beschwerdegegnerin diesbezüglich zutreffend 
darauf hingewiesen hat, war das Einverständnis weder in schriftlicher Form abgefasst 
noch eigenhändig unterzeichnet. Angesichts dessen waren die Zweifel ihrerseits an der 
Rechtsgültigkeit der genannten Einwilligung verständlich. Es stellt sich jedoch die Frage, 
ob die Vaudoise unter diesen Umständen die Angelegenheit nicht weiter hätte abklären 
und bei der Versicherten nachfragen müssen. Dies kann vorliegend jedoch dahingestellt 
bleiben. Zu berücksichtigen ist, dass im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 
eine schriftliche und eigenhändig unterzeichnete Einwilligung der Versicherten eingereicht 
wurde (vgl. Bf-act. 8). Darin erteilt sie A.________ ausdrücklich die Ermächtigung, Einsicht 
in alle UVG-Akten zu nehmen, wodurch die Unfallversicherung von der gesetzlichen 
Schweigepflicht befreit wurde. Sogar wenn also mit der Vaudoise angenommen würde, 
datenschutzrechtliche Motive ständen der Beschwerdelegitimation von A.________ 
entgegen, könnte dies unter den vorliegenden Umständen nicht zur Verneinung der 
Rechtsmittellegitimation des Arbeitgebers führen, da dieser ja gerade durch die 
Versicherte selbst zur Akteneinsicht ermächtigt wurde (vgl. zum Ganzen BGer U 519/06 
vom 28. September 2007 E. 6.2). 

Nichts anderes ergibt sich aus Art. 328b OR, wonach der Arbeitgeber nur Daten über den 
Arbeitnehmer bearbeiten darf, soweit sie dessen Eignung für das Arbeitsverhältnis 

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betreffen oder zur Durchführung des Arbeitsvertrages erforderlich sind. Gestützt auf 
Art. 362 Abs. 1 OR handelt es sich bei Art. 328b OR um eine relativ zwingende Norm, das 
heisst, sie kann nur zugunsten der Arbeitnehmer abgeändert werden. Daraus folgt, dass 
eine Datenbearbeitung, die Art. 328b OR widerspricht, nur zulässig ist, wenn sie sich 
zugunsten des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin auswirkt. Demzufolge kann ein 
Arbeitnehmer nur dann gültig in eine Bearbeitung von Daten, die weder seine Eignung für 
das Arbeitsverhältnis betreffen noch zur Durchführung des Arbeitsvertrages erforderlich 
sind, einwilligen, wenn dies zu seinen Gunsten erfolgt (Portmann/Rudolph, in: Basler 
Kommentar, Obligationenrecht I, Art. 1–529 OR, 7. Aufl. 2020, Art. 328b N 26), was 
vorliegend klarerweise der Fall ist, erfolgte das Gesuch um Akteneinsicht doch mit dem 
Ziel, den unfallversicherungsrechtlichen Anspruch der Versicherten auf Taggeldleistungen 
durchzusetzen (sog. "Beschwerde pro Adressat"). 

4.4.4 Nach dem Gesagten hat die Vaudoise die Einsprachelegitimation von A.________ 
zu Unrecht verneint.

4.5 Die Bejahung der Beschwerdelegitimation hat zur Folge, dass A.________ als 
Arbeitgeber berechtigt war, die Zustellung der Verfügung vom 9. Juni 2020 zu verlangen 
und Einsicht in die Akten zu nehmen. Insofern erweist sich der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 6. November 2020 als nicht rechtmässig, was zur Folge hat, 
dass dieser aufzuheben und die Rechtsmittellegitimation von A.________ anzuerkennen 
ist. Die Beschwerdegegnerin ist somit verpflichtet, ihm Akteneinsicht zu gewähren 
(Rechtsbegehren Ziff. 1–3). 

Das soeben Dargelegte hat schliesslich auch Auswirkungen auf die Rechtskraft der 
Verfügung vom 9. Juni 2020 bzw. der diese bestätigenden Einspracheentscheid vom 
13. August 2020. Nachdem A.________ die Verfügung vom 9. Juni 2020 innert 
vernünftiger Frist infrage gestellt – am 24. September 2020 beantragte er Akteneinsicht 
und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen, insbesondere der Taggelder ab Beginn 
der Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres – und damit sinngemäss um Zustellung der 
genannten Verfügung ersucht hat, wäre die Vaudoise gehalten gewesen, auch ihm die 
Verfügung zu eröffnen. Tat sie dies in der Folge nicht, muss sich A.________ die 
Rechtskraft der Verfügung vom 9. Juni 2020 bzw. des Einspracheentscheids vom 
13. August 2020 nicht entgegenhalten lassen. Daraus folgt, dass die Angelegenheit an die 
Vaudoise zurückzuweisen ist, damit diese die Verfügung vom 9. Juni 2020 A.________ 
ordnungsgemäss eröffne und anschliessend über den Kausalzusammenhang zwischen 

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Urteil S 2020 157

dem Unfallereignis vom 31. Januar 2020 und den über den 24. April 2020 hinaus geltend 
gemachten Beschwerden der Versicherten neu entscheide. Die nachträgliche Eröffnung 
an den Arbeitgeber rechtfertigt sich auch deshalb, weil der Einbezug des Arbeitgebers zu 
Gunsten der Versicherten erfolgt, geht es A.________ doch darum, den 
unfallversicherungsrechtlichen Anspruch auf Taggeldleistungen der Versicherten 
durchzusetzen (sog. "Beschwerde pro Adressat"). Im Übrigen steht diesem Vorgehen 
auch das Gebot der Rechtssicherheit nicht entgegen, erfolgt die Neubeurteilung innert 
vernünftiger Frist. Das soeben Ausgeführte führt aber dazu, dass auf die Rechtsbegehren 
Ziff. 4 und 5 nicht eingetreten werden kann, wird dies doch gerade Gegenstand der 
Neubeurteilung durch die Vorinstanz im Zuge der Rückweisung sein. 

5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde insoweit gutzuheissen 
ist, als der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. November 2020 aufzuheben und 
die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese 
A.________ die Verfügung vom 9. Juni 2020 ordnungsgemäss eröffne und anschliessend 
über den Leistungsanspruch der Versicherten über den 24. April 2020 hinaus neu 
entscheide. Im Übrigen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

6. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos (Art. 61 
lit. a ATSG). Ausgangsgemäss ist dem Beschwerdeführer eine vom Gericht nach 
Ermessen festgesetzte Parteientschädigung von Fr. 1'700.– (inklusive Barauslagen und 
MWST) zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einspracheentscheid 
vom 6. November 2020 aufgehoben und die Angelegenheit an die 
Beschwerdegegnerin zur ordnungsgemässen Eröffnung der Verfügung vom 
9. Juni 2020 im Sinne der Erwägungen und zum anschliessenden Neuentscheid 
zurückgewiesen wird. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.  

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung im Betrage von Fr. 1'700.– (inklusive Auslagen und MWST) 
zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Beschwerdegegnerin, an die Versicherte sowie an das Bundesamt für Gesundheit, 
Bern.

Zug, 17. Januar 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin
versandt am