# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 11255b49-802d-509f-af38-c2da5597b16a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.11.2025 D-7942/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7942-2025_2025-11-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-7942/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  N o v e m b e r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richter Lukas Müller;   

Gerichtsschreiberin Leslie Werne. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch Revsan Deniz Yildirim Cobanoglu,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 6. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

D-7942/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 12. August 2025 gemeinsam mit seiner 

Partnerin, dessen Verfahren ebenfalls am Bundesverwaltungsgericht an-

hängig gemacht worden ist (Geschäftsnummer D-7937/2025, N […]), in 

der Schweiz um Asyl nachsuchte,  

dass er am 25. September 2025 im Beisein seiner damaligen Rechtsver-

tretung zu seinen Gesuchsgründen angehört wurde,  

dass er geltend machte, er sei türkischer Staatsangehöriger kurdischer 

Ethnie und habe vor seiner Ausreise in B._______ gelebt, wo er an einem 

Flughafen als Mitglied des Bodenpersonals tätig gewesen sei,  

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machte, er habe seine Ehefrau und Kinder verlassen, weshalb er nunmehr 

von verschiedenen Personen aus seinem familiären Umfeld sowie dem sei-

ner neuen Partnerin bedroht werde, 

dass die damalige Rechtsvertretung des Beschwerdeführers am 3. Okto-

ber 2025 Stellung zum Entscheidentwurf der Vorinstanz nahm, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 6. Oktober 2025 – gleichentags er-

öffnet – die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneinte, sein 

Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Voll-

zug anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe der rubrizierten Rechtsvertretung 

vom 14. Oktober 2025 gegen diese Verfügung Beschwerde beim Bundes-

verwaltungsgericht erhob und beantragte, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben, seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu ge-

währen,  

dass er eventualiter vorläufig aufzunehmen sei,  

dass die Sache subeventualiter an die Vorinstanz zurückzuweisen sei, 

dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und amtlichen Rechtsverbeiständung ersuchte, 

dass er zudem im Fliesstext der Beschwerde beantragte, sein Beschwer-

deverfahren sei mit dem seiner Partnerin (N […]) zu koordinieren und ihm 

sei im Falle seines Obsiegens eine Parteientschädigung auszurichten, 

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dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

16. Oktober 2025 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 1 

AsylG),  

und zieht in Erwägung,  

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer als Verfügungsadressat zur Einreichung der 

Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein- 

zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich – wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 

verzichtet wurde,  

dass das vorliegende Verfahren antragsgemäss mit dem der Partnerin des 

Beschwerdeführers (Geschäftsnummer D-7937/2025, N […]) koordiniert 

behandelt wird, 

dass der Beschwerdeführer sein Rückweisungsbegehren nicht ansatz- 

weise begründet und mangels konkreter anderweitiger Hinweise von 

einem ausreichend erstellten, spruchreifen Sachverhalt auszugehen ist, 

weshalb das entsprechende Begehren abzuweisen ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

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Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass das SEM seinen Asylentscheid im Wesentlichen damit begründet, die 

Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft nicht stand, wobei auf die zutreffenden Ausführun-

gen der Vorinstanz zu verweisen ist,  

dass dem in der Rechtsmitteleingabe nichts Wesentliches entgegenge-

setzt wird, nachdem sie sich nicht mit den Erwägungen der Vorinstanz aus-

einandersetzt und (fast ausschliesslich) auf allgemeine Ausführungen zur 

Situation von Frauen in der Türkei sowie Femiziden, beschränkt, 

dass eine Verfolgung durch nichtstaatliche Dritte – wie sie der Beschwer-

deführer geltend macht – aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtli-

chen Schutzes nur dann flüchtlingsrechtlich relevant ist, wenn die be-

troffene Person in ihrem Heimatland keinen ausreichenden Schutz finden 

kann,  

dass der Schutz vor privater (beziehungsweise nichtstaatlicher) Verfolgung 

als hinreichend zu qualifizieren ist, wenn die betroffene Person effektiven 

Zugang zu einer funktionierenden und effizienten Schutzinfrastruktur hat 

und ihr die Inanspruchnahme eines solchen innerstaatlichen Schutzsys-

tems individuell zumutbar ist (vgl. zur sogenannten Schutztheorie: BVGE 

2011/51 E. 7),  

dass das Bundesverwaltungsgericht in ständiger Praxis von der grundsätz-

lichen Schutzfähigkeit und Schutzwilligkeit der türkischen Strafverfolgungs- 

und Justizbehörden ausgeht (vgl. statt vieler Urteil des BVGer  

E-1997/2025, E-2000/2025, E-2002/2025 vom 24. Juni 2025 S. 8 m.w.H.),  

dass vorliegend keine Veranlassung besteht von dieser konstanten Recht-

sprechung abzuweichen, zumal der Beschwerdeführer durch seine Aussa-

gen bestätigt, dass sich behördliche Stellen seiner Anliegen annahmen, ihn 

anhörten und Massnahmen einleiteten (vgl. A17/15 F45 und F48 ff.), 

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dass aus dem beschriebenen Verhalten der heimatlichen Behörden folglich 

nicht auf eine Verweigerung der Schutzgewährung geschlossen werden 

kann, 

dass ohnehin keine Garantie für einen langfristigen individuellen Schutz 

vor nichtstaatlicher Verfolgung verlangt werden kann, gelingt es doch kei-

nem Staat, jederzeit und überall die absolute Sicherheit seiner Bürgerinnen 

und Bürger zu gewährleisten (vgl. Urteil des BVGer D-6923/2025 vom 

25. September 2025 S. 5 m.w.H.), 

dass darüber hinaus davon auszugehen ist, dass die ihn angeblich bedro-

henden Familienangehörigen nicht über landesweite Strukturen verfügen 

und ihm daher auch eine zumutbare innerstaatliche Schutzalternative in 

anderen Teilen seines Heimatstaates offensteht, 

dass dem Beschwerdeführer auch zuzumuten ist, im Bedarfsfall den 

Schutz seines Heimatstaates vor nichtstaatlicher Verfolgung auszuschöp-

fen, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die 

Vorinstanz das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwer-

deführer insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz 

noch über einen Anspruch auf Erteilung eines solchen verfügt (Art. 44 [ers-

ter Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach den vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf 

eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten 

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Anhaltspunkte für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige 

Behandlung (im Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass gemäss konstanter Praxis des Bundesverwaltungsgerichts in der ge-

samten Türkei nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt oder bürger-

kriegsähnlichen Verhältnissen auszugehen ist, dies auch nicht für Angehö-

rige der kurdischen Ethnie (vgl. statt vieler Urteile des BVGer E-4459/2025 

vom 14. Juli 2025 E.9.3.2; Referenzurteil des BVGer E-4103/2024 vom  

8. November 2024 E. 13.2), 

dass hinsichtlich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs im Übrigen 

vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen 

Verfügung verwiesen werden kann (vgl. A24/10 S. 7 f.), welchen der Be-

schwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe nichts Substantielles entge-

gensetzt,  

dass sich der Vollzug der Wegweisung somit in allgemeiner wie auch in 

individueller Hinsicht als zumutbar erweist,  

dass es dem Beschwerdeführer obliegt, sich die für seine Rückkehr allen-

falls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist,  

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

amtlichen Rechtsverbeiständung abzuweisen sind, da sich die Be-

schwerde nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen 

hat,  

dass dem Beschwerdeführer demnach die Kosten des Verfahrens – wel-

che praxisgemäss auf Fr. 1’000.– zu bestimmen sind – aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]).  

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und amt-

lichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Leslie Werne 

 

 

Versand: