# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a316e37-e415-5fb7-a4cb-9a1ceaa03cca
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.10.2010 A-4474/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4474-2009_2010-10-11.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-4474/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Markus Metz (Vorsitz), Richter Beat Forster, 
Richter André Moser, 
Gerichtsschreiberin Yvonne Wampfler Rohrer.

1. Flughafen Zürich AG, Postfach, 8058 Zürich,
2. Kanton Zürich, Baudirektion, Immobilienamt, 
Abteilung Landerwerb, Postfach, 8090 Zürich,
beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
Roland Gfeller, Florastrasse 44, Postfach 1709, 
8032 Zürich,
Beschwerdeführende,

gegen

A._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Ettler, 
Grüngasse 31, Postfach 1138, 8026 Zürich,
Beschwerdegegnerin,

und

Eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10,
p. A. Rechtsanwalt Albert Staffelbach, Präsident, 
Stampfenbachstrasse 125, 8006 Zürich,
Vorinstanz.

Enteignung nachbarlicher Abwehrrechte.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-4474/2009

Sachverhalt:

A.
A._______  stellte  mit  Eingabe  vom  29. Dezember 1998  folgendes 
Rechtsbegehren  an  die  Baudirektion  des  Kantons  Zürich,  Büro  für 
Landerwerb:

1. Die Stadt Zürich als Flughafenhalterin, vertreten durch die Baudi-

rektion des Kantons Zürich,  Büro für  Landerwerb (nachfolgend: 

Enteigner), habe das Enteignungsverfahren bei der zuständigen 

Eidgenössischen Schätzungskommission einzuleiten.

2. Der  Enteigner  sei  zu  verpflichten,  A._______  angemessen  für 

den  Verlust  der  Abwehrrechte  gegen  übermässigen  Fluglärm 

sowie  für  die  aus  der  physischen  und  psychischen  Bedrohung 

durch  tiefe  Überflüge  von  Flugzeugen  resultierende 

Wertminderung  ihres  Grundstücks  Kat. Nr. (...),  in  Opfikon  zu 

entschädigen.

3. Es  sei  davon  Vormerk  zu  nehmen,  dass  sich  A._______  eine 

nachträgliche  Entschädigungsforderung  für  den  Wert  des  nach 

dem 1.1.1961 erstellten Einfamilienhauses vorbehält,  sofern der 

in  den  Flughafenentscheiden  Genf  im  Sinne  eines  Präjudizes 

festgesetzte  Stichtag  1.1.1961  für  die  Bestimmung  der 

Voraussehbarkeit  in  Anbetracht  der  besonderen  Situation  in 

Opfikon revidiert werden sollte.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Enteig-

ners.

B.
Im Juni 1999 ersuchte der Kanton Zürich als damaliger Flughafenhal-
ter die Eidgenössische Schätzungskommission, Kreis 10 (ESchK 10), 
um Eröffnung formeller Enteignungsverfahren zur Beurteilung der ein-
gegangenen  Entschädigungsforderungen  für  übermässige  Fluglärm-
Immissionen. Diese Forderungen betreffen unter anderem zahlreiche 
Grundstücke in Opfikon-Glattbrugg, die im Bereich der Abflugschneise 
der Piste 16 liegen. Am 25. Mai 2001 wurde die unique zurich airport  
Flughafen Zürich AG (Flughafen Zürich AG) als neue Flughafenhalterin 
auf ihr Gesuch hin unter Zuerkennung der Parteistellung zum Verfah-
ren beigeladen. Der Kanton Zürich und die Flughafen Zürich AG erho-

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ben  als  Flughafenhalter  und  Enteigner  in  den  Fällen  von  Opfikon-
Glattbrugg die Einrede der Verjährung und verlangten, dass darüber in 
einem  Teilentscheid  befunden  werde.  Die  Verjährungseinrede  wurde 
vom Präsidenten der Schätzungskommission am 11. Juni 2003 abge-
wiesen. Das Bundesgericht wies die von den Enteignern dagegen er -
griffene Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit Urteil  vom 27. Juni 2004 
ab (BGE 130 II  394). In  der  Folge bestimmten die Parteien und der 
Präsident der Schätzungskommission 18 Verfahren, die als sogenann-
te  Pilotfälle  vorweg behandelt  werden sollten. Zu  diesen gehört  das 
Verfahren um die Einfamilienhaus-Parzelle Kat. Nr. (...) von A._______.

C.
Mit Schätzungsentscheid vom 17. November 2006 wies die ESchK 10 
die Entschädigungsforderung von A._______ ab. Gegen diesen Ent-
scheid erhob diese am 31. Januar 2007 Verwaltungsgerichtsbeschwer-
de beim Bundesgericht.

D.
Das Bundesgericht hiess die Beschwerde mit Urteil  1E.11/2007 vom 
14. April 2008 gut und hob den Entscheid der Schätzungskommission 
vom 17. November 2008 auf. Es wies die Sache an die Schätzungs-
kommission zurück,  welche eine neue Schätzung des Verkehrswerts 
sowie des fluglärmbedingten Minderwerts der Gesamtliegenschaft der 
Beschwerdegegnerin vorzunehmen und schliesslich den zu ersetzen-
den, auf den Landwertanteil entfallenden Schaden zu bestimmen habe 
(E. 12).

E.
Mit Entscheid vom 27. Mai 2009 verpflichtete die ESchK 10 die Flug-
hafen Zürich AG und den Kanton Zürich, A._______ als Eigentümerin 
der Liegenschaft (...) in Opfikon, Kat.- Nr. (...), für die Enteignung der 
nachbarlichen Abwehrrechte infolge übermässiger  Lärmeinwirkungen 
aus dem Betrieb des Landesflughafens Zürich-Kloten seit Beginn der 
4. Welle  im Herbst 1996  eine  Minderwertentschädigung  in  der  Höhe 
von Fr. 82'977.- zu bezahlen, welche seit dem 1. Januar 1997 zu den 
vom  Bundesgericht  festgesetzten  Zinssätzen  gemäss  Erwägung 
Ziffer 5  zu  verzinsen  ist  (Dispositiv  Ziff. 1).  Die  weitergehenden 
Entschädigungsforderungen  wurden  abgewiesen  (Dispositiv  Ziff. 2). 
Die  Verfahrenskosten  wurden  der  Flughafen  Zürich  AG  und  dem 
Kanton Zürich auferlegt (Dispositiv Ziff. 3). Sie wurden verpflichtet, der 
Enteigneten  eine  Parteientschädigung  von  Fr. 4'000.-  zu  bezahlen 

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(Dispositiv Ziff. 4), wobei sie für die ihnen auferlegten finanziellen Ver-
pflichtungen solidarisch haften (Dispositiv Ziff. 5).

F.
Mit Eingabe vom 10. Juli 2009 führen die Flughafen Zürich AG und der 
Kanton Zürich (nachfolgend: Beschwerdeführende) Beschwerde beim 
Bundesverwaltungsgericht.  Darin  beantragen  sie,  der  angefochtene 
Entscheid sei gemäss der nachstehenden Begründung insofern aufzu-
heben, als die Enteigner in Ziffer 1 des angefochtenen Entscheids vom 
27. Mai 2009 zur Zahlung einer Minderwertentschädigung in der Höhe 
von Fr. 82'977.- verpflichtet worden seien, welche vom 1. Januar 1997 
bis zum 31. Dezember 2005 zu den vom Bundesgericht festgesetzten 
Zinssätzen zu verzinsen sei. In prozessualer Hinsicht stellen sie den 
Antrag auf Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels.

Zur Begründung führen sie im Wesentlichen aus, es bestehe kein Ent -
schädigungsanspruch  für  die  nur  vorübergehend  notwendige  Unter-
drückung  nachbarlicher  Abwehrrechte  gegenüber  Fluglärmeinwirkun-
gen, welche vom Flughafen Zürich ausgehen. Als Eventualbegründung 
führen sie an, die mögliche Enteignungsentschädigung sei wegen der 
nur vorübergehenden Beeinträchtigung zu reduzieren. Zudem sei vom 
massgebenden Gebäudevolumen die Gebäudekubatur der Doppelga-
rage abzuziehen.

G.
A._______ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragt mit Eingabe 
vom 23. September 2009,  auf  die  Beschwerde  sei  nicht  einzutreten, 
eventualiter  sei  sie vollumfänglich abzuweisen und der angefochtene 
Entscheid vom 27. März (recte: Mai) 2009 zu bestätigen.

Sie bringt im Wesentlichen vor, die von den Beschwerdeführenden er-
hobene Rüge der vorübergehenden Unterdrückung nachbarlicher Ab-
wehrrechte sei verspätet vorgebracht bzw. vom Bundesgerichts bereits 
entschieden worden. Im Weiteren bestreitet sie, dass der massgebli -
che Immissionsgrenzwert (IGW) auf ihrem Grundstück seit 2006 unter-
schritten wurde. Sie macht entsprechend geltend, die Entschädigung 
sei  nicht  zu reduzieren wegen angeblicher nur vorübergehender Be-
einträchtigung, und es sei kein Abzug der Gebäudekubatur der Dop-
pelgarage vom Gebäudevolumen vorzunehmen.

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H.
Die ESchK 10 (nachfolgend: Vorinstanz) beantragt mit Schreiben vom 
2. September 2009 die Abweisung der Beschwerde.

I.
In ihrer Replik vom 5. Februar 2010 bestätigen die Beschwerdeführen-
den die in der Beschwerde vom 10. Juli 2009 gestellten Rechtsbegeh-
ren und nehmen ergänzend zu den Vorbringen der Beschwerdegegne-
rin Stellung.

J.
In  den  Schlussbemerkungen  vom  25. März 2010  bestätigt  auch  die 
Beschwerdegegnerin die in der Beschwerdeantwort vom 23. Septem-
ber 2009 gestellten Anträge.

K.
Mit  Eingabe  vom  16. Februar 2010  verzichtet  die  Vorinstanz  auf 
Schlussbemerkungen.

L.
Auf die übrigen Ausführungen der Beteiligten wird, soweit entscheider-
heblich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Die  Zuständigkeit  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde 
ergibt sich aus Art. 77 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1930 
über die Enteignung (EntG, SR 711). Danach können Entscheide der 
Schätzungskommission  beim  Bundesverwaltungsgericht  angefochten 
werden. Das Verfahren richtet sich nach dem Verwaltungsgerichtsge-
setz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32), soweit das EntG nichts an-
deres bestimmt (Art. 77  Abs. 2 EntG). Das VGG verweist  in  seinem 
Art. 37  ergänzend  auf  das Bundesgesetz  vom  20. Dezember  1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021).

1.2 Die Beschwerdelegitimation richtet sich nach Art. 78 Abs. 1 EntG. 
Im Übrigen gelten die allgemeinen Voraussetzungen gemäss Art. 48 
Abs. 1 VwVG. Obschon das allgemeine Beschwerderecht  hauptsäch-
lich auf Private zugeschnitten ist, kann es auch öffentlich-rechtlichen 

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Körperschaften  sowie  anderen  Verwaltungseinheiten  mit  Rechtsper-
sönlichkeit (Gemeinwesen) zukommen, wenn sie - als materielle Verfü-
gungsadressaten oder Dritte - in eigenen vermögensrechtlichen Inter-
essen betroffen sind oder wenn hoheitliche Befugnisse infrage stehen, 
an  denen  sie  ein  eigenes  schutzwürdiges  Interesse  haben  (VERA 
MARANTELLI-SONANINI/SAID HUBER,  in:  Praxiskommentar  VwVG, 
Waldmann/Weissenberger  (Hrsg.),  Zürich  2009,  Art. 48  N 21).  Die 
Flughafen  Zürich  AG als  Aktiengesellschaft,  welche  im  Auftrag  des 
Bundes  den  Flughafen  Zürich  betreibt,  und  der  Kanton  Zürich  sind 
Adressaten des angefochtenen Entscheids und werden durch diesen 
beschwert. Sie sind folglich zur Beschwerde berechtigt.

1.3 Die  Beschwerdeführenden  beantragen,  der  angefochtene  Ent-
scheid sei gemäss der nachstehenden Begründung insofern aufzuhe-
ben, als die Enteigner in dessen Ziffer 1 zur Zahlung einer Minderwert-
entschädigung in der Höhe von Fr. 82'977.- verpflichtet worden seien, 
die vom 1. Januar 1997 bis zum 31. Dezember 2005 zu den vom Bun-
desgericht festgesetzten Zinssätzen zu verzinsen sei.

Die Beschwerdegegnerin rügt,  die Beschwerdeführenden hätten kein 
Rechtsbegehren gestellt, das durch das angerufene Gericht ohne Wei-
teres in ganzer oder teilweiser Gutheissung zum Urteil  erhoben wer-
den  könnte.  Sinngemäss  verlangten  die  anwaltlich  vertretenen  Be-
schwerdeführenden  die  Aufhebung  von  Ziff.  1  des  vorinstanzlichen 
Entscheids, ohne zu spezifizieren,  ob sie ein reformatorisches Urteil 
oder eine Rückweisung an die Vorinstanz verlangen würden. Aus dem 
gestellten  Antrag  werde  nicht  ersichtlich,  in  welchem  Verhältnis  die 
verschiedenen, in der Beschwerde vertretenen Standpunkte zueinan-
der stehen.

Das Rechtsbegehren der Beschwerdeführenden genügt den Anforde-
rungen von Art. 52 Abs. 1 VwVG, denn an ein solches Begehren sind 
keine allzu hohen Anforderungen zu stellen; es genügt, wenn aus der 
Beschwerde zumindest implizit ersichtlich ist, in welchen Punkten der 
angefochtene Entscheid beanstandet wird. Aus der Beschwerde muss 
der  unmissverständliche Wille  einer  individualisierten  Person hervor-
gehen, als Beschwerdeführende auftreten zu wollen und die Änderung 
einer  bestimmten, sie betreffenden und mittels  Verfügung geschaffe-
nen  Rechtslage  anzustreben  (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ 
KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel 
2008, S. 94 f. Rz. 2.211). Beantragt der Beschwerdeführende die Auf-

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hebung des vorinstanzlichen Entscheids, so ist ein zusätzlicher Antrag 
zu  einem neuen Entscheid  in  der  Sache nicht  zwingend notwendig. 
Verzichtet der Beschwerdeführende auf einen entsprechenden Antrag, 
stellt er die Rechtsfolge (vgl. Art. 61 VwVG) in das Ermessen der Be -
hörde  (FRANK SEETHALER/FABIA BOCHSLER,  in:  Praxiskommentar  VwVG, 
Waldmann/Weissenberger  (Hrsg.),  Zürich  2009,  Art. 52  N 49).  Auch 
wenn für Beschwerdeeingaben eines Rechtsanwalts strengere Anfor-
derungen gelten, genügt das vorliegende Rechtsbegehren somit den 
minimalen Anforderungen.

1.4 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
(Art.  50  und  52  VwVG)  ist  daher  einzutreten.  Auf  den  Antrag  der 
Beschwerdeführenden, die Enteignungsentschädigung sei wegen der 
nur vorübergehenden Beeinträchtigung (um 20%) zu kürzen, ist nicht 
einzutreten, da das Bundesgericht diesen Punkt bereits abschliessend 
beurteilt hat (Urteil des Bundesgerichts 1E.11/2007 vom 14. April 2008 
E. 11.4).

2.
Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-
schränkter Kognition. Gerügt werden kann nicht nur die Verletzung von 
Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-
messens,  oder  die  unrichtige  bzw.  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen Sachverhalts, sondern auch die Unangemessenheit 
des angefochtenen Entscheids (Art. 49 VwVG).

3.
Als erstes gilt es zu prüfen, ob der Beschwerdegegnerin ein Entschä-
digungsanspruch  für  die  Unterdrückung ihrer  nachbarlichen Abwehr-
rechte  gegenüber  Lärmeinwirkungen zusteht. Ein solcher  setzt  nach 
der Rechtsprechung voraus, dass – kumulativ – die Unvorhersehbar-
keit der Lärmimmissionen, die sog. Spezialität der Immissionen sowie 
die Schwere des immissionsbedingten Schadens gegeben sind (Urtei-
le des Bundesgerichts 1C_284/2009, 1C_288/2009, 1C_290/2009 vom 
8. Juni  2009  E.  7  und  Urteil  des  Bundesgerichts  1E.11/2007  vom 
14. April  2008 E. 5  mit  Hinweisen; Urteil  des  Bundesverwaltungsge-
richts A-6004/2008 vom 22. April 2009 E. 6).

3.1 Die Beschwerdeführenden bestreiten die Unvorhersehbarkeit  der 
Lärmimmissionen vorliegend nicht. Hingegen bringen sie vor, die Spe-
zialität der Einwirkungen sei nur zeitweise erfüllt, da der massgebende 
IGW nur  vorübergehend,  d.h.  während  maximal  neun  Jahren,  über-

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schritten  worden  sei.  Die  Lärmbelastung  im  fraglichen  Gebiet  habe 
zwischen dem 1. Januar 1997 und 31. Dezember 2005 unbestrittener-
massen über dem massgeblichen IGW von 60 dB(A) gelegen, welcher 
im  Anhang  5  zur  Lärmschutzverordnung  vom  15. Dezember  1986 
(LSV, SR 814.41) für die ES II  während des Tages (06.00 bis 22.00 
Uhr)  festgelegt  worden  sei.  Seither  habe  die  Lärmbelastung  jedoch 
massiv abgenommen und liege heute unter dem erwähnten IGW von 
60 dB(A). Die von der Vorinstanz nicht beachtete, nur vorübergehend 
bestehende übermässige Lärmbelastung führe dazu, dass auch – ent-
gegen der  Ansicht  der  Vorinstanz –  die  Voraussetzung der  Schwere 
des immissionsbedingten Schadens  nicht gegeben sei.

3.1.1 Weiter  führen  sie  aus,  das  Bundesgericht  habe  im  Urteil 
1E.25/2005 (recte: 1E.25/2007) vom 30. April 2008 E. 7.4 erwogen, es 
lasse  sich  aus der  bisherigen Praxis  der  Entschädigungsgrundsätze 
bei vorübergehenden Beeinträchtigungen durch den Bau oder Betrieb 
öffentlicher  Werke auch für  Streitigkeiten über  die  Enteignung nach-
barlicher Abwehransprüche infolge Fluglärm ableiten, dass den Nach-
barn öffentlicher Werke in der Regel zugemutet werden dürfe, vorüber-
gehende übermässige Einwirkungen "während längerer Zeit" entschä-
digungslos hinzunehmen. Sodann werde ausgeführt, es könne nicht in 
genereller Weise bestimmt werden, wie lange die Unterdrückung der 
nachbarlichen Abwehrrechte dauern müsse, um abgeltbar zu werden. 
Ob und wann ein Entschädigungsanspruch entstehe, hänge – wie in 
der Rechtsprechung zu den Bauarbeiten ausgeführt worden sei – nicht 
nur von der Dauer, sondern auch von der Art und Stärke der Beein-
trächtigungen sowie vom Ausmass des bleibenden Schadens ab. Des-
halb  sei  zu  prüfen,  ob die  vorübergehende  Immissionsbelastung die 
Nutzung der Liegenschaft  schwer beeinträchtige und eine erhebliche 
Vermögenseinbusse verursacht  habe. Diese Überlegungen des Bun-
desgerichts würden offensichtlich auch auf den in BGE 113 Ia 353 E. 3 
(= Pra 77 Nr. 190) gemachten Feststellungen basieren, wonach eine 
Entschädigung für  eine vorübergehende Störung nur  geschuldet  sei, 
wenn Art, Stärke oder Dauer derselben aussergewöhnlich waren und – 
kumulativ – dem Nachbarn einen beträchtlichen Schaden zufügten.

Im  Urteil  des  Bundesgerichts  1E.25/2007  vom 30. April 2008  E. 7.4 
habe  das  Bundesgericht  eine  Überschreitung  der  Immissions-
grenzwerte  während  gut  fünf  Jahren  als  vorübergehend  qualifiziert.  
Eine Entschädigung habe es mangels Schadens, d.h. mangels Schwe-
re,  nicht  zugesprochen  (E.  5 - 8).  Auch  im  Urteil  1E.13/2007  vom 

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30. April 2008 habe es in einem zweiten Fall von nur vorübergehender 
Überschreitung der Immissionsgrenzwerte eine Entschädigungspflicht 
für die gut fünfjährige Beeinträchtigung verneint.

3.1.2 Im vorliegenden Fall sei zu beachten, dass die Immissionswert -
überschreitung ab 1997 bis 2005 geringer gewesen sei. Zudem handle 
es sich um die Empfindlichkeitsstufe ES II, wobei von vornherein der 
strenge Tagesgrenzwert  von 60 dB(A) zu beachten sei. Die konkrete 
Belästigung durch die Fluglärmbelastung sei hier deshalb insbesonde-
re im Vergleich mit der in der ES III (65 dB[A]) entschädigungslos zu 
duldenden Beeinträchtigung nicht als sehr gravierend zu bezeichnen. 
Hinzu  komme,  dass  die  Fluglärmimmissionen,  die  auf  das  fragliche 
Grundstück einwirkten, ausschliesslich von den Starts ab Piste 16 mit 
anschliessendem  Left  Turn  verursacht  würden.  Aus  diesem  Grund 
gebe es  sowohl  am Morgen  als  auch am Nachmittag  immer wieder 
längere Ruhephasen, in denen gar kein Fluglärm zu verzeichnen sei.  
Es könne somit nicht gesagt werden, die Stärke und Dauer der über -
mässigen  Immissionen  sei  in  den  Jahren  1997  bis  2005  ausserge-
wöhnlich und von besonderer, d.h. entschädigungspflichtiger Intensität 
gewesen.

Somit habe die Vorinstanz die nur vorübergehende Überschreitung der 
Immissionsgrenzwerte und die sich daraus ergebenden Konsequenzen 
nicht beachtet. Die vorinstanzlich zugesprochene Enteignungsentschä-
digung sei deshalb in Abweichung von den vom Bundesgericht vorge-
gebenen Grundsätzen und mithin zu Unrecht erfolgt.

In der Replik  vom 5. Februar 2010 halten die Beschwerdeführenden 
ergänzend  fest,  entgegen  der  Ansicht  der  Beschwerdegegnerin  sei 
zwar eine Entschädigung ausgeschlossen, wenn eine der Vorausset-
zungen der Spezialität, der Unvorhersehbarkeit und der Schwere am 
dies estimandi nicht erfüllt sei. Daraus könne aber umgekehrt nicht ab-
geleitet werden, bei grundsätzlicher Bejahung dieser Voraussetzungen 
habe die konkrete Schätzung bzw. die Feststellung des Minderwerts 
keine Rückwirkung mehr  auf  diese Voraussetzungen. So stehe etwa 
erst nach erfolgter Schätzung fest, ob das Kriterium der Schwere tat-
sächlich erfüllt sei: Ergebe sich aus der Schätzung ein konkreter Min-
derwert aufgrund von Fluglärm, der unter 10% liege, entfalle eine Ent -
schädigung grundsätzlich vollständig.

3.2 Die  Beschwerdegegnerin  wendet  in  ihrer  Vernehmlassung  vom 
23. September 2009  ein,  die  von  den  Beschwerdeführenden  vorge-

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brachte Rüge der vorübergehenden Unterdrückung nachbarlicher Ab-
wehrrechte sei verspätet vorgebracht bzw. vom Bundesgericht bereits 
entschieden  worden.  Die  Beschwerdeführenden  hätten  im  vorange-
gangenen Verfahren vor dem Bundesgericht vorgebracht, es sei entge-
gen  der  planungsrechtlichen  Zuordnung  des  Grundstücks  zu  einer 
Zone mit ES II von der Massgeblichkeit  der ES III  auszugehen. Ent -
sprechend hätten sie dort behauptet, es habe nur eine vorübergehen-
de  Enteignung  während  4  Jahren  vorgelegen,  die  nicht  entschädi-
gungspflichtig sei. An diesem Standpunkt hätten die Beschwerdefüh-
renden  in  ihrer  Duplik  vom 5.  Dezember  2007  festgehalten.  Diesen 
habe  das  Bundesgericht  in  seinem Urteil  1E.11/2007  vom 14. April 
2008 E. 7 zu Recht zurückgewiesen und die Massgeblichkeit der ES II 
bestätigt.  Weiter  würden  die  Beschwerdeführenden  erstmals  in  ihrer 
Beschwerde  vom 10. Juli  2009  ans  Bundesverwaltungsgericht  argu-
mentieren,  die  Lärmbelastung  habe  seit  2006  massiv  abgenommen 
und liege bei der Liegenschaft der Beschwerdegegnerin seit 2006 bis 
heute unterhalb des massgeblichen IGW der ES II. Im Verfahren vor 
Bundesgericht hätten sich die Beschwerdeführenden in ihren Rechts-
schriften vom April und Dezember 2007 dagegen nicht auf eine Unter-
schreitung des massgeblichen IGW der ES II berufen, sondern allein 
auf die fruchtlose Behauptung vertraut, massgeblich sei der IGW der 
ES III. Bereits  während der  Dauer des vorangegangenen bundesge-
richtlichen  Verfahrens  (Anhängigmachung  mit  Beschwerdeschrift  der 
Beschwerdegegnerin vom 31. Januar 2007, Abschluss mit  Urteil  des 
Bundesgerichts vom 14. April 2008), hätten die Beschwerdeführenden 
jedoch davon Kenntnis erlangt haben müssen, dass der IGW der ES II 
bei  der  Liegenschaft  der  Beschwerdegegnerin  angeblich  nicht  mehr 
überschritten werde. Aufgrund der Entwicklung der Lärmentwicklung in 
den Vorjahren hätten die Beschwerdeführenden mit einer weiteren Re-
duktion der Fluglärmbelastung und Unterschreitung des IGW ab 2005 
rechnen müssen.

Die Beschwerdeführenden würden keine Gründe nennen, die ihr ver-
spätetes  Vorbringen  rechtfertigen  können. Dass  es  ihnen  unmöglich 
gewesen sei,  die erforderlichen Beweise im bundesgerichtlichen Ver-
fahren beizubringen, werde zu Recht nicht behauptet. Bei den Daten 
über  die  Fluglärmbelastung  in  der  Flughafenregion  handle  es  sich 
zweifellos um beweisbedürftige Tatsachen im Einflussbereich der Be-
schwerdeführenden. Entsprechend treffe sie eine umfassende Mitwir-
kungspflicht bei der Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts. Es 

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handle sich darum bei  den neuerlichen Vorbringen der Beschwerde-
führenden um unzulässige Noven.

Im Übrigen hätte  das Bundesgericht  aufgrund der  Mitwirkungspflicht 
die aktuelle Lärmbelastung im Urteilszeitpunkt auch nicht von Amtes 
wegen erheben müssen. Vom Bundesgericht als Rechtsmittelbehörde 
könne nicht verlangt werden, dass es in komplexen Verfahren wie den 
vorliegenden Grunddaten auf eigene Initiative erheben lasse. Hinsicht-
lich dieser Datenlage würden die Beschwerdeführenden selbst als Ver-
ursacher  des übermässigen Lärms und der  Entwertung von Liegen-
schaften Dritter in der Pflicht stehen.

Dies ergebe sich ebenfalls aus dem Grundsatz der Eventualmaxime, 
wonach die Parteien alles, was ihnen im Haupt-  und Eventualstand-
punkt dienen könne, in den Prozess einzubringen hätten, insbesonde-
re auch jene Argumente, die in Frage kämen, falls ihre ersten Vorbrin-
gen vor der Rechtsmittelbehörde keinen Erfolg hätten. Demnach hät-
ten die Beschwerdeführenden die neuerlichen Argumente spätestens 
vor dem Bundesgericht thematisieren müssen.

In der Sache versuchten sie daher, vom Bundesgericht bereits rechts-
kräftig erledigte Bestandteile des ursprünglichen Streitgegenstands er-
neut  zum Gegenstand der  gerichtlichen Auseinandersetzung zu ma-
chen. Der Streitgegenstand könne sich aber im Verfahrenslauf nur ver-
engen und nicht wieder ausdehnen. Es sei deshalb auf die verbindli -
chen  Erwägungen  des  Bundesgerichts  zu  den  Anspruchsvorausset-
zungen zu verweisen. Das Bundesgericht habe sich mit  den Voraus-
setzungen  der  Unvorhersehbarkeit,  der  Spezialität  der  Immissionen 
und mit  jener der Schwere des Schadens befasst,  sich mit  den Ein-
wendungen  der  Parteien  auseinandergesetzt  und  im  konkreten  Fall 
alle Voraussetzungen bejaht. In diesen Punkten sei das kassatorische 
Urteil des Bundesgerichts in Rechtskraft erwachsen.

Im Weiteren bestreitet die Beschwerdegegnerin, dass der massgebli-
che IGW an ihrem Standort seit 2006 unterschritten werde. Der angeb-
liche Rückgang der Lärmbelastung sei nicht das Ergebnis einer nach-
haltigen  Entwicklung. Entgegen  der  Darstellung  der  Beschwerdefüh-
renden  werde  der  Fluglärm  in  absehbarer  Zeit  aufgrund  steigender 
Verkehrszahlen wieder zunehmen und der IGW auf ihrem Grundstück 
würde  wieder  überschritten  werden  (vgl.  Entscheid  des  Bundesge-
richts 1E.11/2007 vom 14. April 2008 E. 11.4).

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Selbst  wenn  die  Behauptungen  der  Beschwerdeführenden  über  die 
Unterschreitungen  des  IGW  zutreffen  sollten,  was  bestritten  werde, 
könne aus der  bisherigen bundesgerichtlichen Praxis  zur  Entschädi-
gungspflicht für vorübergehende Belastungen nichts gefolgert werden.

Schliesslich  liege  eine  Grundrechtsverletzung  (Art.  29  BV)  vor.  Der 
übermässig  langen  Verfahrensdauer  sei  kompensatorisch  dadurch 
Rechnung zu tragen, dass für  die Beurteilung der Anspruchsvoraus-
setzungen nicht  die Situation im Zeitpunkt  des Entscheids zugrunde 
zu legen sei, sondern jene im Zeitpunkt der Schätzungsverhandlung. 
Eventuell käme auch in Frage, auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem 
das  Verfahren  unter  der  Voraussetzung  einer  angemessenen  Dauer 
zum Abschluss hätte kommen müssen. In jedem Fall müssten die Ent-
wicklungen der Lärmbelastung nach Ablauf einer angemessenen Ver-
fahrensdauer unberücksichtigt bleiben, da sie sich einseitig zugunsten 
der Beschwerdeführenden auswirken würden.

3.3 Vorab ist  zu prüfen, ob auf  die Rüge der Beschwerdeführenden, 
der  massgebende Immissionswert  sei  nur  vorübergehend,  d.h. wäh-
rend  maximal  neun  Jahren  (1. Januar 1997 – 31. Dezember 2005), 
überschritten worden, einzutreten ist.

3.3.1 Hat das Bundesgericht über eine Streitfrage (Rechts- und Tatfra-
ge) entschieden, kann diese infolge der  materiellen Rechtskraft  (res 
iudicata) nicht noch einmal aufgeworfen werden. Nach den allgemei-
nen Grundsätzen kommt nur dem Dispositiv materielle Rechtskraft zu; 
tatsächliche  Feststellungen  und  rechtliche  Erwägungen,  Feststellun-
gen zu präjudiziellen Rechtsverhältnissen, sonstige Vorfragen und wei-
tere  Rechtsfolgen,  die  sich  aus der  Urteilsbegründung mit  logischer 
Notwendigkeit ergeben, erwachsen für sich allein nicht in Rechtskraft.  
Bei  zurückweisenden  Bundesgerichtsentscheiden  ist  demgegenüber 
die Bindungswirkung zumindest  de facto stärker,  weil  sich die Vorin-
stanz an die Erwägungen des Bundesgerichts halten muss, ansonsten 
eine erneute Rückweisung droht (STEFAN HEIMGARTNER/HANS WIPRÄCHTIGER, 
in: Marcel Alexander Niggli/Peter Uebersax/Hans Wiprächtiger [Hrsg.], 
Bundesgerichtsgesetz, Basel 2008, Art. 61 N 18 S. 540).

3.3.2 Im  vorliegenden  Verfahren  hat  das  Bundesgericht  im  Urteil 
1E.11/2007 vom 14. April  2008 E. 12 die Sache an die Schätzungs-
kommission  zurückgewiesen,  welche  eine  neue  Schätzung  des  Ver-
kehrswerts  sowie des fluglärmbedingten Minderwerts  der  Gesamtlie-
genschaft der Beschwerdegegnerin vorzunehmen und schliesslich den 

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zu ersetzenden, auf den Landwertanteil entfallenden Schaden zu be-
stimmen habe. Bei der Minderwertermittlung dürfe, da es sich um von 
der  Beschwerdegegnerin  selbst  genutztes  Wohneigentum  handle, 
gemäss BGE 134 II 49 auf die mithilfe des MIFLU-Modells ermittelten 
Resultate abgestellt werden. Die Entschädigung sei als Kapitalzahlung 
zu  leisten  und  ab  dem  Stichtag  zu  verzinsen.  Die  Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde wurde somit im Sinne der Erwägungen gut-
geheissen,  der  angefochtene  Entscheid  der  Vorinstanz  aufgehoben 
und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen 
(Dispositiv Ziff. 1).

3.3.3 Aus dem Urteil 1E.11/2007 vom 14. April 2008 E. 5.2 geht her -
vor, dass die Beschwerdeführenden bereits im Verfahren vor dem Bun-
desgericht geltend gemacht haben, die Bedingung der Spezialität der 
Immissionen  sei  nur  vorübergehend  erfüllt  gewesen. Zwar  seien  bei 
der Liegenschaft  der Beschwerdegegnerin die Immissionsgrenzwerte 
der ES II auch heute noch überschritten. Für das Gemeindegebiet Op-
fikon-Glattbrugg müsse jedoch angesichts der seit langem bestehen-
den Fluglärmvorbelastung enteignungsrechtlich der Immissionsgrenz-
wert  für die ES III  massgeblich sein. Das Bundesgericht  hat diesbe-
züglich in E. 7 die ES II als massgeblich erklärt. Darauf ist vorliegend 
nicht zurückzukommen.

3.3.4 Bei der Prüfung der Spezialität der Einwirkungen hat das Bun-
desgericht zwar die Frage der erst im vorliegenden Verfahren von den 
Beschwerdeführenden geltend gemachten nur vorübergehenden Über-
schreitung des IGW (1. Januar 1997 - 31. Dezember 2005) nicht expli-
zit  geprüft,  hingegen  die  Spezialität  bejaht.  Die  Spezialität  ist  nach 
ständiger  Praxis  insbesondere dann gegeben,  wenn die Lärmimmis-
sionen eine Intensität erreichen, die das Mass des Üblichen und Zu-
mutbaren  übersteigen. Dies  ist  nach neuerer  Rechtsprechung regel-
mässig anzunehmen, falls die in der eidgenössischen Umweltschutz-
gesetzgebung  festgelegten  Immissionsgrenzwerte  überschritten  sind 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1E.25/2007 vom 30. April 2008 E. 6 mit 
Verweis auf BGE 130 II 394 E. 12.2 S. 415 mit Hinweisen; Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-6004/2008 vom 22. April  2009 E. 7.1). 
Mit  der  Bejahung  der  Spezialität  durch  das  Bundesgericht  im  Urteil 
1E.11/2007 vom 14. April 2008, verbunden mit der Beschränkung des 
Anfechtungsgegenstandes auf den Inhalt der Rückweisung, ist auf die 
diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführenden nicht einzutre-
ten.

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4.
4.1 Betreffend die Schwere des immissionsbedingten Schadens brin-
gen die Beschwerdeführenden vor, die Beschwerdegegnerin habe we-
der  im  Verfahren vor  Vorinstanz noch im anschliessenden  Verfahren 
vor Bundesgericht näher zu begründen vermocht, welcher Schaden ihr 
konkret  durch  die  maximal  neunjährige  übermässige  Lärmbelastung 
ihrer  Liegenschaft  entstanden sei. Ferner sei nicht  einmal  behauptet 
worden, durch die vorübergehende Beeinträchtigung seien beispiels-
weise  Verkaufsabsichten  durchkreuzt  oder  bessere  Nutzungen  des 
Grundstücks behindert worden. Die Beschwerdegegnerin könne somit 
in keiner Art und Weise belegen, inwiefern die vorübergehende Immis-
sionsbelastung ihre  Liegenschaft  schwer beeinträchtige und eine er-
hebliche und dauernde Vermögenseinbusse verursacht habe. Auch die 
schwerwiegende Vermögenseinbusse sei somit nicht ansatzweise be-
legt.

4.2 Das Bundesgericht hat im Urteil 1E.11/2007 vom 14. April 2008 in 
E. 12 mit Verweis auf E. 6 festgehalten, dass die Schwere des lärmbe-
dingten Schadens auch dann mit Blick auf die Gesamtliegenschaft zu 
beurteilen sei, wenn dem Eigentümer nur ein Entschädigungsanspruch 
für das Land zustehe. Erweise sich die Beeinträchtigung der Gesamt-
liegenschaft als schwer, so sei der Schaden in einen auf das Gebäude 
entfallenden und in einen auf  den Boden entfallenden Teil aufzuglie-
dern und nur letzterer abzugelten. Bei dieser Aufteilung sei der Wert 
des Bodens mit Bezug auf die am Stichtag konkret bestehende Nut-
zung als relativer Landwert zu bestimmen, der in der Regel unter dem 
Baulandwert,  d.h. dem Wert  eines unüberbauten Grundstücks, liege. 
Das Bundesgericht hat vorliegend die Sache an die Schätzungskom-
mission zurückgewiesen, welche eine neue Schätzung des Verkehrs-
wertes  sowie  des  fluglärmbedingten  Minderwerts  der  Gesamtliegen-
schaft der Beschwerdegegnerin vornahm und schliesslich den zu er-
setzenden, auf den Landwertanteil entfallenen Schaden bestimmt hat. 
Bei  der  Minderwertermittlung  darf,  da  es  sich  hier  um von  der  Be-
schwerdegegnerin  selbst  genutztes  Wohneigentum  handelt,  gemäss 
BGE 134 II 49 auf die mithilfe des MIFLU-Modells ermittelten Resulta-
te abgestellt werden.

4.3 Die Vorinstanz hat gestützt auf die dargestellten bundesgerichtli -
chen Vorgaben im angefochtenen Entscheid vom 27. Mai 2009 einen 
relativen Landwert von Fr. 434'437.- ermittelt. Sie bediente sich hierfür 
der  Lageklassenmethode  und  wendete  die  Landwertanteil-Tabellen 

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des Schätzerhandbuches (SVKG, SEK/SVIT 2005) mit den fünf Haupt-
kriterien  Standort,  Nutzung,  Wohnlage,  Erschliessung  und  Marktver-
hältnisse an. Die Vorinstanz ermittelte den Minderwert wegen Fluglärm 
nach dem MIFLU-Modell. Wie die Vorinstanz richtig festgehalten hat, 
ist der Minderwert von 19.1% lediglich auf dem Landwert zu entschä-
digen, da das Wohnhaus der Beschwerdegegnerin nach dem 1. Janu-
ar 1961 erstellt wurde. Der zu entschädigende Minderwert belief sich 
somit auf Fr. 82'977.-.

4.4 Nach bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  ist  die  Voraussetzung 
der  Schwere  des  immissionsbedingten  Schadens  so  zu  verstehen, 
dass der Schaden eine gewisse Höhe oder einen gewissen Prozent-
satz des Gesamtwerts einer Liegenschaft erreichen muss, damit eine 
Ersatzpflicht entsteht. Eine feste, allgemein gültige Grenzziehung ist in  
der Praxis ausgeschlossen worden. In BGE 101 Ib 405 und BGE 102 
Ib 271 wurde anerkannt, dass auch eine Liegenschaftsentwertung von 
10% bereits einen schweren Schaden im enteignungsrechtlichen Sinn 
darstellen kann. In neueren Urteilen hielt das Bundesgericht fest, dass 
das  Vorliegen  eines  schweren  Schadens  bei  einem Minderwert  von 
10% nicht allein mit  dem Hinweis auf das Schätzungsermessen ver-
neint  werden  könne  (Urteil  des  Bundesgerichts  1E.11/2007  vom 
14. April 2008 E. 9 mit Hinweisen; BGE 134 II 49 E. 11; vgl. auch Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  A-6004/2008  vom  22. April  2008 
E. 7.3;  ROLAND GFELLER,  Immissions-  und  Überflugsenteignungen  am 
Beispiel  des Flughafens Zürich,  Zürich/Basel/Genf 2006, S. 34 f. mit 
Hinweisen auf die Rechtsprechung).

Wie  dargestellt  ermittelte  die  Vorinstanz  nach  dem  MIFLU-Modell 
einen Minderwert  von 19.1%. Weder die Beschwerdeführenden noch 
die Beschwerdegegnerin bestreiten diese Berechnung. Angesichts der 
oben  dargelegten  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung,  dass  ein 
schwerer Schaden bereits bei einem Minderwert von 10% bejaht wer-
den  kann,  ist  somit  bei  einem  Minderwert  von  19.1%  offensichtlich 
vom Vorliegen eines schweren Schadens auszugehen.

Als  Zwischenergebnis  kann  daher  festgehalten  werden,  dass  vorlie-
gend  sämtliche  Voraussetzungen  für  einen  Entschädigungsanspruch 
für  die  Unterdrückung  nachbarlicher  Abwehrrechte  gegenüber  Lärm-
einwirkungen zu bejahen sind.

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5.
5.1 Die Beschwerdeführenden machen als Eventualbegründung eine 
Reduktion einer möglichen Enteignungsentschädigung wegen der nur 
vorübergehenden Beeinträchtigung sowie einen Abzug der Gebäude-
kubatur der Doppelgarage vom massgebenden Gebäudevolumen gel-
tend.

Sie bringen vor, die Minderwertentschädigung verstehe sich als Ersatz 
für bereits entstandene und künftige Wertverminderungen von Liegen-
schaften  durch  übermässigen  Fluglärm. Die  Lärmimmissionen  seien 
im vorliegenden Fall nur vorübergehend während höchstens neun Jah-
ren zu verzeichnen gewesen. Im Zuge der Rechtsprechung habe sich 
eine  Berechnung  einer  Minderwertentschädigung  entwickelt,  welche 
sich "auf ewig" bzw. dauernd belastete Liegenschaften beziehe. Diese 
Entschädigungsbemessung sei im vorliegenden Fall deshalb in keiner 
Art und Weise gerechtfertigt. Der für die Bestimmung des Werts (oder 
des Minderwerts) einer Liegenschaft zu beachtende ökonomische Ho-
rizont sei auf 50 bis 75 Jahre festzusetzen, wobei die ersten 25 Jahre 
die wichtigste Zeitspanne darstellen würden, in denen zwei Drittel des 
aktuellen Werts einer Liegenschaft entstehen würde. Müssten aber in 
einem Fall wie dem vorliegenden nicht 50 bzw. 75, sondern neun Jah-
re entschädigt werden, sei dies entsprechend zu berücksichtigen. Mit 
anderen Worten sei  in  einem solchen Fall  zwingend eine Reduktion 
der  vorinstanzlich  zugesprochenen  Minderwertentschädigung  von 
Fr. 82'977.-  vorzunehmen.  Vorgeschlagen  werde  eine  Reduktion  um 
zwei Drittel.

Die Beschwerdeführenden bringen weiter vor, die Vorinstanz habe für 
die Ermittlung des Verkehrswerts das heranzuziehende Gebäudevolu-
men mit 1'055 m3 angegeben. In diesem Volumen sei zu Unrecht die 
Gebäudekubatur der Doppelgarage der Beschwerdegegnerin von rund 
115 m3 berücksichtigt worden. Bei Garagen handle es sich um soge-
nannte "besondere Gebäude",  die nicht  dem Wohnen, Arbeiten oder 
sonst dem dauernden Aufenthalt dienten oder hierfür verwendbar sei-
en. Dies gelte in erster Linie für freistehende oder dem Wohngebäude 
angegliederte Garagen, wie dies vorliegend der Fall sei. Gemäss be-
währter Praxis des Bundesgerichts seien solche Garagen oder andere 
nicht  dem dauernden Aufenthalt  dienende Gebäude nicht  entschädi-
gungspflichtig,  mithin  von  der  Gebäudekubatur  abzuziehen  (vgl. 
BGE 122 II 337 E. 4c). Bei Einzel- und Doppelgaragen, die bei selbst 
genutztem Wohneigentum unterirdisch angelegt seien, hätten die Be-

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schwerdeführenden hingegen bei den einvernehmlich erledigten Fällen 
bisher  im Sinn eines unpräjudiziellen  Entgegenkommens keine Sub-
straktion der Garagenkubatur vorgenommen, obwohl  auch in  diesem 
Fall  grundsätzlich von einem nicht  entschädigungspflichtigen "beson-
deren  Gebäude"  auszugehen  sei.  Hier  greife  aber  die  Überlegung, 
dass die Enteigneten beim Bau ihrer Liegenschaft ohnehin einen Aus-
hub  hätten  machen  müssen  und  sie,  wenn  sie  damals  nicht  eine 
Garage gebaut, den zur Verfügung stehenden Platz mit grosser Wahr-
scheinlichkeit mit Kellerräumlichkeiten besetzt hätten. Diese wiederum 
wären jedoch in die Gebäudekubatur hineinzurechnen.

Es sei daher wie folgt vorzugehen: Die von der Vorinstanz gestützt auf 
die Schätzungsanzeige der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich 
vom 5. Oktober 1994 herangezogene Gebäudekubatur von 1'055 m3 
umfasse das "Wohnhaus mit Garage". Somit sei gestützt auf die obi-
gen Überlegungen die 115 m3 Garagengebäudekubatur zu subtrahie-
ren. Bei Baukosten von durchschnittlich 665.00/m3 ergebe dies einen 
abzuziehenden Betrag von Fr. 76'475.-, mithin einen Gebäudewert von 
Fr. 625'100.-. Zähle man wie die Vorinstanz die Kosten für die Umge-
bung und die Baunebenkosten im Umfang von 15% dazu, erhalte man 
einen Gebäudewert  von Fr. 718'865.-. Der  relative Landwert  betrage 
gemäss den anerkannten Berechnungen der Vorinstanz 35% des Ge-
bäudeneuwerts,  was  einen  Betrag  von  Fr. 387'081.-  ausmache. Der 
Minderwert betrage gemäss den MIFLU-Berechnungen 19.1%, mithin 
in Franken ausgedrückt  Fr. 73'932.-. Dieser Minderwert  wäre nur bei 
einer dauernden IGW-Überschreitung und bei Vorliegen der Vorausset-
zung der Schwere zu berücksichtigen. Dies sei konkret nicht der Fall.  
Aus diesem Grund sei namentlich im Sinn der Eventualbegründung zu 
berücksichtigen,  dass  übermässige  Lärmimmissionen  vorliegend  nur 
vorübergehend während höchstens neun Jahren zu verzeichnen gewe-
sen sei.

Zusammenfassend  könne  festgehalten  werden,  dass  die  ermittelte 
Minderwertentschädigung  nicht  für  "ewig"  auszurichten  sei,  sondern 
nur anteilmässig und für einen ganz beschränkten Zeitraum von neun 
Jahren.  Es  habe  deshalb  eine  Kürzung  des  Minderwerts  von 
Fr. 73'932.- zu erfolgen. Diese soll nach Auffassung der Beschwerde-
führenden mindestens zwei Drittel betragen. Somit betrage der zu ent-
schädigende Minderwert aufgerundet höchstens Fr. 24'650.-.

Seite 17

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5.2 Die Beschwerdegegnerin bestreitet,  dass der massgebliche IGW 
überhaupt je unterschritten wurde. Auch was die Eventualbegründung 
der  Beschwerdeführenden  betreffe,  sei  entgegenzuhalten,  dass  sie 
diesen  neuerlichen  Standpunkt  verspätet  vorbringen  würden. Davon 
abgesehen sei der Beschwerdegegnerin in Anbetracht der vorherseh-
baren Bewegungs- und Lärmzunahme eine volle Entschädigung zuzu-
sprechen.

In Bezug auf den von den Beschwerdeführenden geltend gemachten 
Abzug der Kubatur der Doppelgarage vom massgebenden Gebäude-
volumen  hält  die  Beschwerdegegnerin  fest,  dass  die  von  den  Be-
schwerdeführenden zitierte Rechtsprechung des Bundesgerichts vor-
liegend  nicht  anwendbar  sei.  Im  Unterschied  zum vorliegenden  Fall 
habe BGE 122 II 337 ein hochherrschaftliches, weitläufiges Anwesen 
betroffen. Die Nebengebäude seien gewiss nicht angebaut, und in sol -
chen Verhältnissen sei wohl die Garage nicht einfach ein Unterstand 
für 1 bis 2 Personenwagen, sondern etwas Grösseres gewesen. Sol -
che  Gebäude  seien  durchaus  gewerblichen  Bauten  gleichzustellen, 
welche nach bundesgerichtlicher Praxis nicht zu entschädigen seien. 
Demgegenüber sei die Garage im vorliegenden Fall direkt an das Ein-
familienhaus angebaut. Auf dem Vorplatz könne ein weiterer Personen-
wagen abgestellt werden. Es handle sich um Pflichtabstellplätze nach 
der Parkplatzverordnung der Stadt Opfikon (PPV). Nach Art. 7 PPV sei 
zudem mindestens 60% der Abstellplätze "unterirdisch oder im Gebäu-
de" anzuordnen. Der Garagenanbau erfülle diese Vorgabe. Er sei so-
mit der Kubatur der Wohnliegenschaft hinzuzurechnen. Entsprechend 
habe das Bundesgericht im Urteil 1E.15 / 1E.16/2007 vom 8. Februar 
2008 die unter Niveau ans Haus angebaute Garage nach MIFLU ent-
schädigt. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden könne da-
bei auch nicht eine Unterscheidung getroffen werden, ob eine Garage 
unter Niveau angelegt oder dem Wohnhaus auf Parterre-Niveau direkt 
angebaut  wurde.  Gerade  angebaute  Garagen  würden  häufig  umge-
nutzt (Werkstatt, Hobbyraum usw.) und stellten auch als solche einen 
grossen Mehrwert für eine Liegenschaft dar, der in keiner Weise gerin-
ger sei als jener eines Kellerraums.

5.3 Das  Bundesgericht  hat  in  seinem  Entscheid  1E.11/2007  vom 
14. April 2008 die hier für die Berechnung relevante Gebäudekubatur 
nicht  festgelegt.  Auf  die  Rüge  der  Beschwerdeführenden  betreffend 
den Abzug der Gebäudekubatur der Doppelgarage vom massgeben-
den Gebäudevolumen von 1'055 m3 ist daher einzutreten.

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Vorliegend ist aus den Akten ersichtlich, dass die Garage nicht direkt 
an das Einfamilienhaus der  Beschwerdegegnerin  angebaut,  sondern 
mit diesem durch ein Schrägdach über der Eingangstreppe verbunden 
ist.

Wie die Beschwerdeführenden zu Recht festhalten, hatte das Bundes-
gericht in BGE 122 II 344 E. 4c im Zusammenhang mit einer Parzelle 
von 24'935 m2 entschieden, dass Nebengebäude (Garage, Treibhaus), 
die nicht Wohnzwecken dienten, für die Schätzung der Entschädigung 
unbeachtlich  seien,  da  deren  Benutzung  durch  den  Fluglärm  nicht 
beeinträchtigt werde. Aus diesem Entscheid geht jedoch nicht hervor, 
ob  die  Garage  alleinstehend  oder  an  das  Hauptgebäude  angebaut 
war.

Die Vorinstanz ermittelte vorerst den Gebäudewert  gestützt auf Bau-
kosten von Fr. 665.-/m3 und ein Gebäudevolumen von 1'055 m3. 15% 
dieses Werkes von Fr. 701'575.- addierte sie dann als Wert für Umge-
bung und Baunebenkosten hinzu, was einen Neuwert der Gesamtlie-
genschaft von Fr. 806'811.- ergab. Zur Ermittlung des relativen Land-
wertes bediente sich die Vorinstanz anschliessend der Lageklassen-
methode und wendete dabei  Lageklassenschlüssel  und Landwertan-
teil-Tabellen  des  Schätzerhandbuches  (SVKG,  SEK/SVIT  2005)  mit 
den fünf  Hauptkriterien Standort,  Nutzung,  Wohnlage,  Erschliessung 
und Marktverhältnisse an. Als Durchschnittswert der fünf Hauptkriteri -
en ergaben die Erhebungen der Vorinstanz eine massgebende Lage-
klasse von 5,55. Gemäss Vorinstanz entspricht dies einem Landwert 
von 35%. Nach deren Berechnungen beträgt der relative Landwert ge-
messen am Neuwert der Gesamtliegenschaft  von Fr. 806'811.- somit 
Fr.  434'437.-.  Gestützt  auf  einen  Minderwert  wegen  Fluglärm  von 
19.1% gemäss MIFLU-Modell  berechnete  die  Vorinstanz schliesslich 
einen zu entschädigenden Landminderwert von Fr. 82'977.- .

Die Beschwerdeführenden stellen diese Berechnungen einzig hinsicht-
lich der massgebenden Gebäudekubatur in Frage. Ihrer Ansicht nach 
hätte  beim Gebäudevolumen von 1'055  m3 die  Garage  mit  115  m3 
nicht  berücksichtigt  werden dürfen. Sie  begründen dies im Wesentli -
chen damit, dass Garagen nicht zum dauernden Aufenthalt verwend-
bar seien und übermässige Immissionen den Wert solcher lärmunemp-
findlicher  Räume  ausserhalb  des  Hauptgebäudes  nicht  vermindern 
würden. Zwar habe das Fehlen einer Garage einen Einfluss auf  den 
Wert  der  Liegenschaft;  dieser  sei  jedoch  mit  und  ohne  Fluglärm 

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identisch. Die Beschwerdegegnerin stellt sich demgegenüber auf den 
Standpunkt, die Garage sei nicht nur baulich Teil des Gebäudes, son-
dern  gemäss  öffentlichem Baurecht  und  heutigen  Wertvorstellungen 
ein unabdingbarer Bestandteil der Liegenschaft und deshalb entschä-
digungsberechtigt. Der Verkäufer einer Liegenschaft im Fluglärmgebiet 
werde auch für die Garage weniger lösen können.

Die Argumentation der Parteien zielt an der Sache vorbei. Denn vorlie-
gend ist nicht der Minderwert des Gebäudes, sondern jener des Lan-
des zu bestimmen. Hierfür hat das Bundesgericht verbindlich angeord-
net, es sei vorab "eine neue Schätzung des Verkehrswertes sowie des 
fluglärmbedingten  Minderwertes  der  Gesamtliegenschaft  vorzuneh-
men" (Urteil 1E.11/2007 E. 12). Der Wert einer angebauten Garage ist  
nach  allgemeinem Verständnis  in  den  Verkehrswert  der  "Gesamtlie-
genschaft" einzubeziehen. Bereits deshalb ist nicht einzusehen, wes-
halb beim Wert der Gesamtliegenschaft die Garage in Abzug gebracht 
werden soll. Gegen den Einbezug des Umgebungswertes haben die 
Beschwerdeführenden  ja  auch  keine  Einwände  vorgebracht.  Zudem 
schreibt  die  seit  dem 18. Februar  2004  gültige  Parkplatzverordnung 
Opfikon auch  für  private  Wohnliegenschaften  Mindestparkfeldflächen 
(Abstellplätze oder Einstellgaragen) vor, die im Übrigen nicht  zweck-
entfremdend genutzt werden dürfen (Art. 9 PP-VO). Dass solche Vor-
schriften  bereits  im  Zeitpunkt  der  Erstellung  der  fraglichen  Liegen-
schaft im Jahr 1994 galten, wird zwar nicht behauptet. Dennoch deutet  
diese  kommunale  Bauvorschrift  –  wie  die  Beschwerdegegnerin  zu 
Recht  ausführt  und  was  die  Beschwerdeführenden  nicht  in  Abrede 
stellen – darauf hin, dass der Wert solcher Abstellplätze, Unterstände 
oder Einstellgaragen zumindest nach heutigen Vorstellungen Bestand-
teil des Liegenschaftswertes sein muss. In welchem Umfang sich der 
Garagenwert auf die lärmbedingte Entwertung des Gebäudes nieder-
schlägt, ist vorliegend hingegen nicht zu untersuchen.

6.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass auch die Subsidi-
ärbegründung der Beschwerdeführenden nichts an der Abweisung der 
Beschwerde zu ändern vermag. Im Übrigen deutet nichts darauf hin, 
dass die Höhe der Entschädigung von der Vorinstanz unrichtig festge-
setzt worden wäre.

Seite 20

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7.
Die Kosten des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht, einsch-
liesslich einer Parteientschädigung an den Enteigneten, trägt der Ent-
eigner. Werden die Begehren des Enteigneten ganz oder zum grösse-
ren Teil abgewiesen, so können die Kosten auch anders verteilt  wer-
den;  unnötige  Kosten  trägt  in  jedem  Fall,  wer  sie  verursacht  hat 
(Art. 116 Abs. 1 EntG). Den Beschwerdeführenden sind daher die Ver-
fahrenskosten im Umfang von Fr. 3'000.- aufzuerlegen; sie werden mit 
dem Kostenvorschuss gleicher Höhe verrechnet. Die Beschwerdefüh-
renden haben der obsiegenden Beschwerdegegnerin in solidarischer 
Haftung eine Parteientschädigung von Fr. 4'500.- zu bezahlen.

Seite 21

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die Verfahrenskosten von  Fr. 3'000.- werden den Beschwerdeführen-
den auferlegt. Sie werden mit  dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 3000.- verrechnet. 

3.
Die Beschwerdeführenden haben der Beschwerdegegnerin in solidari-
scher Haftung eine Parteientschädigung von Fr. 4'500.- zu entrichten.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde)
- die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Markus Metz Yvonne Wampfler Rohrer

Seite 22

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten geführt  werden,  sofern  die  Voraussetzungen 
gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff. und  100  des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110)  gegeben  sind.  Die  Rechts-
schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, de-
ren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, so-
weit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen 
(vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 23