# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb8af5f3-ea47-5ded-8d59-c4d25fa924c3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 17.08.2017 S 2016 161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2016-161_2017-08-17.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 161

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Audétat, Stecher 

Aktuar Paganini

URTEIL

vom 17. August 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war als Brandmeldeprüfer im technischen Aussendienst bei der 

B._____ AG tätig und dadurch obligatorisch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert. Am 11. Januar 2012 löste sich bei der 

Arbeit eine Isolationsplatte von der Decke und traf ihn dabei am linken 

Vorderarm. Anlässlich der Erstbehandlung diagnostizierte Dr. med. 

C._____ gleichentags eine Vorderarmkontusion links mit Schürfwunde 

und Prellung ohne Hinweise auf eine ossäre Läsion oder neuronale 

Schädigung. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen. 

2. Im weiteren Verlauf persistierten die Beschwerden am linken Handgelenk. 

Eine eindeutige Pathologie bzw. ein eindeutiges Schmerzkorrelat konnte 

bildgebend aber nicht festgestellt werden.

3. Während Prof. Dr. med. D._____ anlässlich der Untersuchung vom 18. 

Februar 2013 keine neurologische Erklärung für die geklagten 

Vorderarmschmerzen fand, wurde in der Uniklinik Balgrist anlässlich der 

Konsultation vom 20. November 2013 eine postkontusionelle Neuropathie 

am Nervus ulnaris links diagnostiziert. Die Untersuchung vom 9. Juli 2014 

durch Prof. Dr. med. D._____ ergab weiterhin keine relevante 

neurologische Pathologie, welche die geklagten Beschwerden erklären 

könnte.

4. Mit Beurteilung vom 21. Juli 2014 hielt Kreisarzt Dr. med. E._____ fest, 

dass keine organischen Unfallfolgen mehr vorlägen. Aus somatischer 

Sicht sei A._____ in seiner angestammten Tätigkeit voll arbeitsfähig. 

5. Im Bericht vom 26. Dezember 2014 über die psychotherapeutische 

Behandlung im Zeitraum vom 30. Juni bis zum 9. Dezember 2014 

diagnostizierte Dr. med. F._____ eine posttraumatische 

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Belastungsstörung sowie eine ängstlich-depressive Anpassungsstörung 

bei psychosozialer Belastung.

6. Mit Beurteilung vom 9. Februar 2015 und Ergänzung vom 28. April 2015 

gelangten die Versicherungsmediziner der Suva, Dres. med. G._____ und 

H._____, zum Schluss, dass weder auf neurologischem noch 

chirurgischem Fachgebiet strukturell fassbare Unfallfolgen mehr vorlägen. 

Weder von neurologischer noch chirurgischer Seite sei eine 

Beeinträchtigung der beruflichen Leistungsfähigkeit gegeben. Es bestehe 

auch kein Integritätsschaden. 

7. Mit Verfügung vom 15. Mai 2015 stellte die Suva die 

Versicherungsleistungen per 31. Mai 2015 ein. Begründend führte sie 

aus, dass die geklagten Beschwerden organisch nicht hinreichend 

nachweisbar seien und die Adäquanz der psychischen Beschwerden zu 

verneinen sei. Diese Verfügung wurde mit Einspracheentscheid vom 10. 

November 2016 bestätigt. 

8. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 12. 

Dezember 2016 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids. Weiter beantragte er, es sei der Invaliditätsgrad zu 

ermitteln und ihm eine entsprechende Rente zu gewähren. Zudem sei der 

Integritätsschaden zu ermitteln und ihm eine entsprechende 

Integritätsentschädigung zuzusprechen. Schliesslich sei ein neutrales 

umfassendes polydisziplinäres Gutachten über die Ursachen der 

Beschwerden und der Unfallkausalität und deren Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit und zur Ermittlung des Integritätsschadens einzuholen. 

Zur Begründung trug er im Wesentlichen vor, die Einholung eines 

neutralen Gutachtens sei ihm zu Unrecht verweigert worden, weshalb 

sein Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sei. Er leide heute 

noch unverändert an den Beschwerden am linken Arm und stehe daher 

im Spital in Behandlung. Anhaltende Schmerzen seien erst seit dem 

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Unfall aufgetreten, weshalb die Kausalität gegeben sei. Seit dem Unfall 

habe er nicht nur mit den Armbeschwerden zu kämpfen, sondern auch mit 

Platzangst und Angstzuständen, welche auch ärztlich hätten behandelt 

werden müssen. Dr. med. D._____ habe auch eine diskrete Hyperpathie 

und Allodynien in den Fingern festgestellt und eine Form von 

Carpaltunnelsyndrom. Beides scheine einen Zusammenhang mit dem 

Unfall zu haben. Dr. med. I._____ habe zudem den Verdacht auf eine 

TFCC-Läsion geäussert. Um die Zusammenhänge der Beschwerden zu 

erörtern und deren Auswirkungen auf die Erwerbsarbeit zu ermitteln, 

bedürfte es des erwähnten Gutachtens. Ohne dieses sei auch die 

Beurteilung der Adäquanz nicht möglich. Unter Hinweis auf das 

einzuholende Gutachten werde auch bestritten, dass die übrigen noch 

vorhandenen Beschwerden, welche sich direkt auf die Erwerbsfähigkeit 

auswirkten, nicht mehr unfallkausal sein sollen.

9. Mit Beschwerdeantwort vom 18. Januar 2017 beantragte die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. 

Begründend führte sie im Wesentlichen aus, dass die Beschwerden des 

Beschwerdeführers medizinisch einlässlich abgeklärt worden seien. 

Zuletzt habe die Abteilung Versicherungsmedizin sowohl in 

neurologischer als auch chirurgischer Hinsicht Stellung genommen. In 

beiden Fachgebieten hätten keine strukturell fassbaren Unfallfolgen 

festgestellt werden können. Die Ausführungen der beiden 

Versicherungsmediziner seien voll beweiskräftig, weshalb darauf 

abzustellen sei. Den Akten seien keine Dokumente zu entnehmen, die 

auch nur geringe Zweifel an dieser Beurteilung aufkommen liessen. Die 

Ausführungen des Beschwerdeführers reichten nicht aus, um diese 

Beurteilung umzustossen bzw. weitergehende Untersuchungen zu 

veranlassen. Da der Beschwerdeführer einen leichten Unfall erlitten habe, 

müsse ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen diesem und den 

psychischen Beschwerden verneint werden.

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10. Mit Replik vom 1. Februar 2017 reichte der Beschwerdeführer zwei 

Arztberichte von Dr. med. K._____ vom 6. Januar 2017 sowie von Dr. 

med. L._____ vom 15. Januar 2017 ein. Diese Stellungnahmen zeigten, 

dass die Abklärungen der Beschwerdegegnerin ungenügend gewesen 

seien und die Beschwerden glaubhaft vorhanden seien, die den 

Beschwerdeführer stark in seiner Erwerbsfähigkeit einschränkten und 

adäquat kausal auf den Unfall zurückgingen. Folglich sei die geforderte 

Begutachtung unerlässlich. Insgesamt würden von beiden Ärzten 

körperliche und psychische Beschwerden diagnostiziert und medizinisch 

begründet. Auch der negative Einfluss dieser Beschwerden auf die 

Arbeitsfähigkeit als Monteur und Chauffeur liege nach deren Ansicht auf 

der Hand. Gestützt auf die Begutachtung von Dr. med. K._____ habe die 

Beschwerdegegnerin auch einen Integritätsschaden zu prüfen und 

festzulegen. Dr. med. K._____ schätze den Integritätsschaden unter 

Berücksichtigung der physischen und psychischen Einschränkungen auf 

50 %. 

11. Mit Duplik vom 15. Februar 2017 entgegnete die Beschwerdegegnerin, 

dass die neu eingereichten Arztberichte an der Schlüssigkeit der 

versicherungsmedizinischen Feststellungen nichts änderten.

12. Mit Eingabe vom 12. April 2017 stellte der Beschwerdeführer dem 

Verwaltungsgericht persönlich eine Eingabe zu, worin er seinen 

gesundheitlichen Zustand nach dem Unfall schilderte.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

auf den angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

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1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen 

Einspracheentscheide Beschwerde beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person zur 

Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorliegend hat der 

Beschwerdeführer Wohnsitz in Y._____ (GR), weshalb die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Der Einspracheentscheid vom 10. November 

2016 stellt demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren 

vor dem Verwaltungsgericht dar. Als formeller und materieller Adressat 

des angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer 

berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf 

(Art. 59 ATSG). Auf die überdies frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten.

2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht ihre 

Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) per 31. Mai 2015 

eingestellt hat. 

3. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen, soweit 

das Gesetz nichts anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt gemäss 

Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, 

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die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

der gesundheitlichen Schädigung ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E.3).

b) Als Ursache im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs gelten alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der in Frage stehende Erfolg nicht 

als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur 

gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 

oder unmittelbare Ursache einer gesundheitlichen Störung ist. Es genügt, 

dass er als schädigendes Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen 

die körperliche, geistige oder psychische Gesundheit der Versicherten 

beeinträchtigt hat, mithin der Unfall nicht weggedacht werden kann, ohne 

dass die eingetretene gesundheitliche Beeinträchtigung entfiele (vgl. 

BGE 129 V 177 E.3.1, 119 V 335 E.1, 118 V 286 E.1b; ARMESTO, in: 

STEIGER-SACKMANN/MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen Sicherheit, 

Basel 2014, Rz. 18.27 ff.).

c) Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage. 

Darüber haben die Verwaltung sowie das im Beschwerdefall angerufene 

Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden. Die blosse Möglichkeit 

eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruches nicht (vgl. BGE 129 V 177 E.3.1 mit Hinweisen; 

RUMO-JUNGO/HOLZER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/St. Gallen 2012, Art. 6 S. 54). 

Dasselbe gilt für den Wegfall eines einmal bestehenden 

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Kausalzusammenhangs. Während bei der Frage, ob ein 

Kausalzusammenhang existiert, der Versicherte die objektive Beweislast 

trägt, liegt die objektive Beweislast für den behaupteten Wegfall der 

Kausalität aufgrund des Erreichens des Status quo sine vel ante beim 

Unfallversicherer (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2013 vom 

28. Januar 2014 E.4.2.1 mit weiteren Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, 

a.a.O., Art. 6 S. 54). 

4. a) Nachfolgend ist zu klären, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die 

neurologische und chirurgische Beurteilung ihrer Versicherungsmediziner 

vom 9. Februar 2015 samt Ergänzung vom 28. April 2015 

(beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 238 und 273), wonach weder 

auf neurologischem noch chirurgischem Fachgebiet strukturell fassbare 

Unfallfolgen festgestellt werden könnten, abgestellt hat, oder diese 

versicherungsmedizinische Beurteilung durch die übrige medizinische 

Aktenlage derart erschüttert wird, dass weitere Abklärungen erforderlich 

sind. 

b) Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit 

Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). 

Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) als vereinbar erachtet, in Bezug auf 

bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für 

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die Beweiswürdigung aufzustellen. So kommt den Berichten und 

Gutachten versicherungsinterner Ärzte voller Beweiswert zu, sofern sie 

als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

sprechen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon 

auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 

E. 3b/ee). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 

E.4.4; Urteile des Bundesgerichts 8C_245/2011 vom 25. August 2011 

E.5.3, 8C_854/2016 vom 21. April 2017 E.2.4). In Bezug auf Berichte von 

Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung 

tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E.3a mit Hinweisen).

c) Mit der vorliegenden Angelegenheit befassten sich zuletzt die 

Versicherungsmediziner Dr. med. G._____, Fachärztin FMH für Chirurgie, 

und Dr. med. H._____, Facharzt FMH für Neurologie. Diese kamen in 

ihrer Beurteilung vom 9. Februar 2015 zum Schluss, dass weder auf 

neurologischem noch chirurgischem Fachgebiet strukturell fassbare 

Unfallfolgen festgestellt werden könnten. Sie stützten ihre Beurteilung auf 

die bisherige umfangreiche medizinische Aktenlage samt den 

bildgebenden Abklärungen (vgl. dazu Vorgeschichte und Aktenlage [Bg-

act. 238 S. 1 ff.]) und setzten sich mit dieser ausführlich auseinander. Sie 

führten insbesondere aus, dass aktuell auf neurologischem und 

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chirurgischem Fachgebiet eine unfallbedingte Diagnose nicht mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

angenommen werden könne. Somit lägen auf neurologischem sowie 

chirurgischem Fachgebiet keine Unfallfolgen vor, die eine 

Beeinträchtigung der beruflichen und der zumutbaren Leistungsfähigkeit 

begründen könnten (vgl. Bg-act. 238 S. 6 ff.). Eine persönliche 

Untersuchung war im Übrigen nicht notwendig, da ein lückenloser Befund 

vorlag und es im Wesentlichen nur um eine ärztliche Beurteilung eines an 

sich feststehenden medizinischen Sachverhalts ging (vgl. zum 

Beweiswert eines Aktengutachtens Urteil des Bundesgerichts 

8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E.3.3.3 und 8C_723/2010 vom 25. 

März 2011 E.4.1). Dazu kommt, dass die versicherungsmedizinischen 

Abklärungen am 2. März 2015 durch eine radiologische Untersuchung 

des linken Ellbogens ergänzt wurden, die unauffällige 

Knochenverhältnisse ohne Hinweis auf eine stattgehabte Fraktur zeigte 

und keine Arthrose abbildete, weshalb Dr. med. G._____ im ergänzenden 

Bericht vom 28. April 2015 zum Schluss kam, dass eine durch den Unfall 

primär als möglich diskutierte ossäre Kombinationsverletzung definitiv 

ausgeschlossen werden könne (vgl. Bg-act. 273). Die Beurteilung der 

Versicherungsmediziner vom 9. Februar 2015 samt Ergänzung vom 28. 

April 2015 erscheint schlüssig, ausführlich und nachvollziehbar 

begründet, weshalb dieser voller Beweiswert zukommt. 

d) Sodann ist zu prüfen, ob sich in den Akten medizinische Berichte 

befinden, welche auch nur geringe Zweifel an der 

versicherungsmedizinischen Beurteilung wecken könnten.

d/aa) Der behandelnde Arzt, Dr. med. K._____, Facharzt FMH für 

Anästhesiologie, führt in seiner Beurteilung vom 6. Januar 2017 als 

Diagnose ein chronisches Schmerzsyndrom mit überwiegend 

neuropathischem Anteil bedingt durch postkontusionelle Neuropathie des 

Ramus dorsalis des Nervus ulnaris am Handgelenk links nach dem 

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Trauma vom 11. Januar 2012 an. Er begründet einen 

Kausalzusammenhang zwischen den angeblichen gegenwärtigen und 

noch zu erwartenden organischen Beschwerden und dem Unfallereignis 

damit, dass der Beschwerdeführer nach seinen Angaben vor dem 

Unfallereignis keine Beschwerden im Bereich des linken Armes gehabt 

habe (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 2/Replik). Des Weiteren 

geht der Hausarzt Dr. med. L._____, Facharzt FMH für allgemeine Innere 

Medizin, in seinem Bericht vom 15. Januar 2017 (Bf-act. 3/Replik) davon 

aus, dass die Beschwerden einzig durch den Unfall verursacht worden 

seien. Zufolge des Hausarztes habe der Beschwerdeführer bis zum 

Unfalldatum an keinen Beschwerden gelitten und sei voll arbeitsfähig 

gewesen. Durch die Folgen der Kontusion des Unterarmes sei nun der 

Einsatz des linken Armes limitiert. Schliesslich hätten die Beschwerden 

angeblich mittels Lokal- bzw. Regionalanästhesie für eine Zeit zum 

Verschwinden gebracht werden können, was klar für eine körperliche 

Ursache spreche.

d/bb) Mit der Beschwerdegegnerin ist festzuhalten, dass entgegen der Ansicht 

des Beschwerdeführers die neu eingereichten Arztberichte nichts an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsmedizinischen 

Feststellungen ändern. Weder Dr. med. K._____ noch Dr. med. L._____ 

stellten strukturelle Veränderungen fest. Dr. med. L._____ bestätigte gar, 

dass bis anhin mittels bildgebenden Verfahrens kein struktureller Defekt 

habe nachgewiesen werden können. Dass die vom Beschwerdeführer 

beklagten Schmerzen organisch nicht (hinreichend) nachgewiesen 

werden konnten, bestätigte nebst den versicherungsinternen Ärzten auch 

Dr. med. D._____, Facharzt FMH für Neurologie, in seinem Bericht vom 

19. Februar 2013 (Bg-act. 46). Soweit der für die Schmerztherapie 

zuständige Dr. med. K._____ sowie der Hausarzt Dr. med. L._____ die 

belastungsabhängigen Schmerzen am linken Unterarm in einem kausalen 

Zusammenhang zum Unfall sehen, kann ihnen nicht gefolgt werden. 

Denn zur Begründung führen sie bloss aus, dass der Beschwerdeführer 

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vor dem Unfall keine Beschwerden im Bereich des linken Armes gehabt 

habe. Der Einwand, vor dem Unfall sei der linke Arm symptomlos 

gewesen, kommt aber der Argumentation "post hoc, ergo propter hoc" 

gleich. Nach deren Bedeutung gilt eine gesundheitliche Schädigung 

schon dann als durch den Unfall verursacht, weil sie nach diesem 

aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b/bb). Das genügt in 

beweisrechtlicher Hinsicht jedoch nicht (Urteil des Bundesgerichts 

8C_151/2012 vom 12. Juli 2012 E.5.4). Auf die Beurteilung von Dr. med. 

K._____ kann zudem nicht abgestellt werden, weil er sich nicht auf die 

Belange der Unfallversicherung beschränkt und in seiner Stellungnahme 

immer wieder die klar krankheitsbedingte Diagnose des Diabetes mellitus 

miteinbezieht. Sodann setzten sich die Dres. med. K._____ und L._____ 

in keiner Weise mit den zuvor ergangenen Berichten, insbesondere der 

versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 9. Februar 2015 und deren 

Ergänzung vom 28. April 2015 auseinander. Zudem ist in Bezug auf 

Berichte von Hausärzten und behandelnden Ärzten der 

Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte und 

behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (BGE 125 V 351 E.3b/cc). 

d/cc) Den Akten sind sodann keine Dokumente zu entnehmen, die auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsmedizinischen Feststellungen aufkommen liessen. 

Insbesondere gibt es keine ärztlichen Feststellungen über strukturelle 

Veränderungen oder neurologische Probleme. Die diesbezüglichen 

Ausführungen des Beschwerdeführers namentlich die von ihm mit der 

Replik eingereichten, ärztlichen Stellungnahmen vom 6. Januar 2017 und 

15. Januar 2017 reichen nicht aus, um die fundierte Beurteilung der 

Versicherungsmediziner  umzustossen bzw. weitergehende 

Untersuchungen zu veranlassen. Insgesamt sind keine ärztlichen 

Stellungnahmen ersichtlich, welche die schlüssige und nachvollziehbare 

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neurologische und chirurgische versicherungsmedizinische Beurteilung 

vom 9. Februar 2015 samt Ergänzung vom 28. April 2015 erschüttern 

könnten. Damit ist die Beschwerdegegnerin zu Recht gestützt auf die 

versicherungsmedizinische Beurteilung davon ausgegangen, dass keine 

organischen Unfallfolgen (mehr) vorliegen.

5. Ferner ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin für die psychischen 

Beschwerden des Beschwerdeführers eine Leistungspflicht trifft.

a) Der von der Beschwerdegegnerin für eine ausführliche Berichterstattung 

beauftragte Dr. med. F._____, Facharzt FMH für Psychiatrie und 

Psychotherapie, diagnostizierte in seinem Arztbericht vom 26. Dezember 

2014 eine posttraumatische Belastungsstörung nach Arbeitsunfall sowie 

eine ängstlich-depressive Anpassungsstörung bei psychosozialer 

Belastung (Rechtsstreit nach Arbeitsunfall; vgl. Bg-act. 230). Die 

Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, da der 

Beschwerdeführer einen leichten Unfall erlitten habe, sei ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen 

Beschwerden zu verneinen.

b) Für die Bejahung eines adäquaten Kausalzusammenhangs nach der 

Praxis zu den psychischen Unfallfolgen (sog. Psychopraxis, BGE 115 V 

133) ist gemäss Rechtsprechung im Einzelfall zu verlangen, dass dem 

Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. 

Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse 

Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für 

die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei 

– ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen banalen 

bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und 

schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden 

wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei 

schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen 

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verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus 

dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein 

schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, 

welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als 

direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall 

einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in 

besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere 

herangezogen werden (BGE 115 V 133 E.6 f., Urteil des Bundesgerichts 

8C_806/2009 vom 15. Januar 2010 E.4.1.1). Die Unfallschwere ist 

aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei 

entwickelnden Kräften zu beurteilen. Nicht zu berücksichtigen sind die 

Folgen des Unfalls oder Begleitumstände, die nicht direkt dem 

Unfallgeschehen zugeordnet werden können; derartigen Faktoren ist 

gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_41/2016 vom 23. Juni 2016 E.4.1). 

c) Vorliegend wurde der Beschwerdeführer am 11. Januar 2012 von einer 

von der Decke herabgefallenen Isolationsplatte am linken Vorderarm 

getroffen. Dr. med. M._____ berichtete am 26. April 2013 von einem rund 

0.5 m x 1.5 m grossen und 15 kg schweren Stück, welches sich aus der 

Decke löste und aus rund 40 cm Höhe auf den Vorderarm des 

Beschwerdeführers schlug (vgl. Bg-act. 60). Die Qualifikation dieses 

Unfallereignisses durch die Beschwerdegegnerin als banalen Unfall wird 

vom Beschwerdeführer an sich nicht in Zweifel gezogen, er wendet 

jedoch ein, dass die Adäquanz durch ein umfassendes medizinisches 

Gutachten zu klären sei. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die 

Adäquanz eine Rechtsfrage und mithin nicht von einem Mediziner zu 

beurteilen ist (vgl. BGE 113 V 307 E.3b).

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d) Zu klären ist, ob die Beschwerdegegnerin zutreffend davon ausgeht, dass 

der Beschwerdeführer einen leichten Unfall erlitten hat und damit ein 

adäquater Kausalzusammenhang zwischen diesem und den psychischen 

Beschwerden zu verneinen ist. Das Bundesgericht stufte folgende 

gleichgelagerte Fälle als leichte Unfälle ein: Eine Versicherte bekam von 

einer Person, die von einer anderen beim Turnen über die Schulter 

geworfen wurde, mit den beschuhten Füssen einen Schlag von rechts an 

den Hals, Nacken und Kopf. Danach fiel sie zu Boden und erbrach (Urteil 

8C_41/2016 vom 23. Juni 2016 E.4.2.1); ein Versicherter erlitt eine 

Rückenkontusion, als er von einem umfallenden Betonschalungselement 

im Rücken getroffen wurde (Urteil U 202/99 vom 25. April 2000 E.2b/bb); 

ein Versicherter war bei seinen Betonfräsarbeiten von einem zirka 600 kg 

schweren Betonblock am rechten Oberarm getroffen worden, war aber 

gemäss seinen eigenen Angaben nach dem Unfall noch in der Lage, 

selber mit dem Auto von X nach Y zu fahren, bevor er sich in ärztliche 

Behandlung begab (Urteil U 5/01 vom 15. Oktober 2001 E.5); beim 

Fussballtraining prallte ein Versicherter mit einem Gegenspieler 

zusammen, worauf er das Training abbrach (Urteil U 126/04 vom 30. 

September 2004 Sachverhalt lit. A sowie E.3.2 und 4.1); ein Versicherter 

wurde von einem umkippenden Gerüstelement am Kopf getroffen (Urteil 

8C_177/2009 vom 12. August 2009 E.7.2).

Die Qualifikation des vorliegenden Ereignisses vom 11. Januar 2012 als 

leichter Unfall ist gestützt auf die angeführte Rechtsprechung somit nicht 

zu beanstanden. Leichte Unfälle sind in der Regel nicht geeignet, einen 

invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen (vgl. 

oben E.5c). Die Beschwerdegegnerin hat einen adäquaten 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 11. Januar 2012 

und den psychischen Beschwerden somit zu Recht verneint.

e/aa) Die Adäquanz wäre aber selbst dann zu verneinen, wenn vorliegend von 

einem mittleren Unfall an der Grenze zu einem leichten ausgegangen 

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werden könnte. Diesfalls müssten folgende Kriterien erfüllt sein: (1) 

besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit 

des Unfalls; (2) die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, 

psychische Fehlentwicklungen auszulösen; (3) ungewöhnlich lange Dauer 

der ärztlichen Behandlung; (4) körperliche Dauerschmerzen; (5) ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; (6) 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; (7) Grad und 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (vgl. BGE 115 V 133 

E.6c/aa). Dabei ist nicht in jedem Fall der Einbezug sämtlicher Kriterien in 

die Gesamtwürdigung erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 

kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein 

einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich 

um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren 

Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu 

qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein 

einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise 

erfüllt ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. 

ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene 

Kriterien herangezogen werden. Handelt es sich beispielsweise um einen 

Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten 

Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden 

Kriterien in gehäufter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht 

werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den 

objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs (Urteil des Bundesgerichts 8C_806/2009 vom 15. 

Januar 2010 E.4.1.1).

e/bb) Im vorliegenden Fall waren weder dramatische Begleitumstände noch 

eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls zu verzeichnen (Kriterium 1); 

die erlittene Verletzung (Vorderarmkontusion) war zudem weder schwer 

noch von besonderer Art und insbesondere auch nicht geeignet, 

- 17 -

psychische Fehlentwicklungen auszulösen (Kriterium 2); weiter dauerte 

die ärztliche Behandlung nicht ungewöhnlich lange (Kriterium 3); 

schliesslich ist eine ärztliche Fehlbehandlung (Kriterium 5) ebenso zu 

verneinen wie ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen (Kriterium 6). Einzig das Kriterium von körperlichen – hier 

jedoch neurologisch und chirurgisch nicht objektivierten – 

Dauerschmerzen (Kriterium 4) könnte gerade noch bejaht werden. Ob 

schliesslich das Kriterium 7 "Grad und Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit" zu verneinen oder zu bejahen wäre, kann offen 

bleiben, da ohnehin nur ein Kriterium als knapp gegeben zu betrachten 

wäre, was für die Bejahung der Adäquanz gemäss der vorgenannten 

Rechtsprechung in diesem Fall nicht ausreicht, zumal die betreffenden 

Kriterien für einen Unfall im mittleren Bereich an der Grenze zu einem 

leichten  in gehäufter Weise erfüllt sein müssen. Die Verneinung der 

Adäquanz war somit in jeder Hinsicht rechtens.

6. Schliesslich gilt noch zu untersuchen, ob dem Beschwerdeführer infolge 

des Unfallereignisses eine Integritätsentschädigung zusteht, wie er 

gestützt auf die Begutachtung von Dr. med. K._____ geltend macht.

a) Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung, wenn er durch den Unfall eine 

dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität erleidet. Gemäss Art. 36 Abs. 1 der Verordnung 

über die Unfallversicherung (UVV) gilt ein Integritätsschaden als dauernd, 

wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens im 

gleichen Umfang besteht. Erheblich ist er, wenn die körperliche, geistige 

oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, 

augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. 

b) Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach den 

Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV (Art. 36 Abs. 2 UVV). Darin hat der 

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Bundesrat in einer nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und 

typische Schäden prozentual gewichtet (BGE 124 V 29 E.1b mit 

Hinweisen). Gemäss Ziff. 1 Abs. 2 der Richtlinien im Anhang 3 wird die 

Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden 

nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet. In 

Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala hat die SUVA in diesem 

Zusammenhang weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

erarbeitet. Diese Tabellen stellen keine Rechtssätze dar. Soweit sie 

lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller 

Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur 

UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E.1c mit Hinweis).

c) Gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG darf die Integritätsentschädigung den am 

Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes 

nicht übersteigen (vgl. Art. 22 Abs. 1 UVV) und wird entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Dabei wird die Schwere des 

Integritätsschadens nach dem medizinischen Befund beurteilt. Der 

Integritätsschaden wird abstrakt und egalitär bemessen. Er ist bei 

identischem medizinischem Befund für alle Versicherten gleich. Somit 

hängt die Bemessung des Integritätsschadens nicht von den besonderen 

Umständen des Einzelfalls ab. Es obliegt den ärztlichen 

Sachverständigen, die einzelnen Integritätseinbussen zu beurteilen. Da 

die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelassenen 

Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt, ist 

es dem Gericht nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der 

aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen (Urteil des 

Bundesgerichts U 121/06 vom 23. April 2007 E.4). Somit handelt es sich 

bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen 

Beeinträchtigung um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung 

und Gericht auf fachärztliche Mithilfe angewiesen sind (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts U 191/00 vom 14. Januar 2002 E.2c).

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d) Die Versicherungsmediziner haben nach einer umfassenden Beurteilung 

des medizinischen Sachverhalts festgestellt, dass die Voraussetzungen 

für einen Integritätsschaden auf neurologischem und chirurgischem 

Fachgebiet nicht erfüllt seien (vgl. Bg-act. 238 S. 10). Soweit Dr. med. 

K._____ in seiner Stellungnahme vom 6. Januar 2017 (Bf-act. 2/Replik) 

einen Integritätsschaden von ca. 50 % schätzt, ist festzuhalten, dass er 

für seine Diagnose (postkontusionelle Neuropathie im Handgelenk links 

nach Trauma vom 11. Januar 2012, die eine chronische 

Schmerzkrankheit mit somatischen und psychischen Anteilen, 

insbesondere neuropathischem Schmerz zur Folge habe) – wie oben 

bereits ausgeführt (E.4d/aa und 4d/bb) – keine Begründung liefert und 

sich in keiner Weise mit der versicherungsmedizinischen Beurteilung 

auseinandersetzt. Überdies bezieht er bei der Schätzung des 

Integritätsschadens den unfallfremden   Diabetes mellitus Typ 2 sowie 

das damit verbundene metabolische Syndrom mit ein. Ein 

Integritätsschaden ist demnach nicht ausgewiesen und demzufolge 

besteht auch kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.

7. Aufgrund der bereits vorgenommenen Abklärungen ist der massgebliche 

Sachverhalt als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten. Auf die 

Abnahme weiterer Beweise, insbesondere auf das vom 

Beschwerdeführer beantragte polydisziplinäre Gutachten, ist in 

antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten, da davon angesichts der 

bereits umfassend getroffenen Abklärungen keine entscheidrelevanten 

Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 124 V 90 E.4b, 

122 II 464 E.4a). Im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise, 

namentlich auf die Einholung des beantragten neutralen Gutachtens, liegt 

keine – vom Beschwerdeführer gerügte – Verletzung des Anspruchs auf 

rechtliches Gehörs vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_879/2014 vom 

26. März 2015 E.5.1 m.w.H.). 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-134-I-140
http://links.weblaw.ch/de/BGE-124-V-90
http://links.weblaw.ch/de/BGE-122-II-464

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8. Zusammenfassend erweist sich die Einstellung der 

Versicherungsleistungen per 31. Mai 2015 als rechtens, weshalb der 

angefochtene Einspracheentscheid zu bestätigen und die dagegen 

erhobene Beschwerde abzuweisen ist.

9. Für das vorliegende Beschwerdeverfahren werden in Anwendung von 

Art. 61 lit. a ATSG keine Verfahrenskosten erhoben. Die 

Beschwerdegegnerin, die in ihrer Eigenschaft als zuständige 

Sozialversicherungsträgerin obsiegt hat, kann keine Parteientschädigung 

beanspruchen (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]