# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3dc5624c-af43-5df8-adc5-a4897454327d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.08.2009 C-3856/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3856-2007_2009-08-31.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3856/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 1 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richter Hans Urech (Vorsitz), Richter Beat Weber, 
Richter Marc Steiner,
Gerichtsschreiberin Beatrice Brügger.

S._______,
vertreten durch Advokat Dr. iur. Peter Bohny, 
Falknerstrasse 36, Postfach 173, 4001 Basel,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 1. Mai 2007

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3856/2007

Sachverhalt:

A.
Die  am  x._______  1978  geborene,  deutsche  Staatsbürgerin 
S._______ mit Wohnsitz in Deutschland war in Basel als Grenzgänge-
rin tätig. Sie erlitt  in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni 2000 einen 
Hirnschlag. In der Folge quälte die gelernte kaufmännische Angestellte 
rasche körperliche und geistige Ermüdbarkeit, weshalb sie gezwungen 
war, den Einsatz in Beruf und Haushalt zu reduzieren (IV-Akt. 5). Am 
17. Juli 2001 stellte sie bei der IV-Stelle Basel-Stadt einen Antrag auf 
Bezug von Leistungen der Schweizerischen Invalidenversicherung (IV-
Akt. 1). Mit Verfügung vom 16. September 2002 (IV-Akt. 22) gewährte 
die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  S._______,  rückwirkend  ab 
dem 1. Juni 2001, zuerst eine halbe und ab 1. September 2002 eine 
ganze Invalidenrente.

B.
Mit Schreiben vom 2. August 2004 (IV-Akt. 27) teilte die IV-Stelle Ba-
sel-Stadt der Versicherten mit, dass eine Rentenrevision durchgeführt 
werde.  Im  Rahmen  dieser  Revision  wurde  der  Gesundheitszustand 
von  S._______  erneut  überprüft.  Der  behandelnde  Arzt 
Dr. med. P._______ befand, dass sie weiterhin zu 75% arbeitsunfähig 
sei, hielt es jedoch für sinnvoll, seine Einschätzung durch weitere Ab-
klärungen zu untermauern (IV-Akt. 28). Sodann wurde eine Untersu-
chung durch die Medizinische Abklärungsstelle der Universitätskliniken 
Basel-Stadt  (nachfolgend: MEDAS)  angeordnet  (IV-Akt.  31).  Darüber 
hinaus wurde auch eine erneute Haushaltsabklärung durchgeführt (IV-
Akt. 33). 

C.
Gestützt auf das Gutachten der MEDAS vom 23. Dezember 2005 (Ein-
gangsdatum, IV-Akt. 36),  die Expertise von Dr. med. W._______ vom 
30. März 2006 (IV-Akt. 39)  und den Abklärungsbericht  Haushalt  vom 
22. September  2004  (IV-Akt. 33)  kam  die  IV-Stelle  Basel-Stadt  zum 
Schluss, dass S._______ die Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit als 
kaufmännische  Angestellte  nicht  mehr  möglich  sei.  Da  sich  ihre 
Gesundheit aber stabilisiert und verbessert habe, sei ihr die Arbeit als 
Sekretärin  oder  eine  andere  entsprechende  administrative  oder 
alternative  Tätigkeit  im  Umfang  von  65%  zumutbar.  Im  haus-
hälterischen Bereich wurde bei der Versicherten eine Einschränkung 
von 51% festgestellt, was bei einem Arbeitspensum von 80% zu einem 

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rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 30% führe. Dieser Auffas-
sung folgend, verfügte die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nach-
folgend: Vorinstanz) am 1. Mai  2007,  dass ab dem 1. Juli  2007 kein 
Anspruch mehr auf eine IV-Rente bestehe (IV-Akt. 44).

D.
Gegen die Verfügung vom 1. Mai 2007 erhob S._______ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin)  am  5. Juni  2007  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht  (BVGer-Akt. 1).  Sie  beantragte,  die  ange-
fochtene Verfügung aufzuheben und ihr, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz, eine ihrer Erwerbsfähigkeitsbe-
einträchtigung  entsprechende  IV-Rente  zuzusprechen.  Des  Weiteren 
sei  ihr  die  Replikmöglichkeit  einzuräumen,  habe  sie  doch  von  der 
Vorinstanz trotz zweimaligen Ersuchens die angeforderten Akten vor 
Beschwerdeeinreichung nicht erhalten.

Zur Begründung brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, 
dass sie nicht in der Lage sei, ihrer angestammten Tätigkeit wieder in 
einem Umfang von 65% nachzugehen. Ihre effektive Leistungsfähigkeit 
im erwerblichen Bereich liege bei ca. 2,5 Stunden pro Tag, was einen 
Invaliditätsgrad von ungefähr 80% ergebe. Dies hätten die MEDAS-Ex-
perten mangels vertiefter Befragung bzw. infolge nicht die Krankenge-
schichte  betreffenden Erhebungen nicht  erkannt. Das Gutachten der 
MEDAS leide somit an fundamentalen Mängeln. Die Sachverständigen 
hätten ausserdem die Arbeitsrealität  bzw. das Anforderungsprofil  der 
Stellen, welche die Beschwerdeführerin bekleidete bzw. ohne Gesund-
heitsschaden mittlerweile einnehmen würde, sehr abstrakt und falsch 
beurteilt. Des Weiteren habe die ehemalige Arbeitgeberin anerboten, 
einen  dreimonatigen  Arbeitsversuch  mit  der  Beschwerdeführerin 
durchzuführen, um die im Gutachten behauptete Leistungsfähigkeit zu 
verifizieren. Unverständlicherweise habe die Vorinstanz auf dieses An-
gebot  aber  nicht  reagiert.  Insgesamt  erweise  sich  die  angefochtene 
Verfügung  zumindest  im  erwerblichen  Bereich  als  realitätsfern  und 
haltlos.

E.
In  ihrer  Vernehmlassung vom 27. August  2007 beantragte die Vorin-
stanz,  die Beschwerde abzuweisen und die angefochtene Verfügung 
zu bestätigen (BVGer-Akt. 4). Sie verweist auf den Umstand, dass im 
Zusammenhang  mit  der  Revision  im August  2004  ein  polyärztliches 
Gutachten durchgeführt worden sei, welches ergeben habe, dass die 

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Beschwerdeführerin im angestammten beruflichen Umfeld zu 65% ar-
beitsfähig sei. Auch habe Dr. med. W._______ in seiner Expertise vom 
30. März  2006  kein  neurologisches  Defizit  festgestellen  können, 
sondern lediglich eine leichte depressive Episode. Seiner Ansicht nach 
sei  es  schwer  nachvollziehbar,  dass  der  Beschwerdeführerin  eine 
ganze Rente ausgerichtet worden sei, sei diese doch bei zumutbarer 
Willensanstrengung  für  leichte  Frauenarbeiten,  etwa  entsprechend 
dem  Berufsbild  der  kaufmännischen  Angestellten,  vollschichtig 
leistungsfähig. Die Vorinstanz bestritt ferner nicht, dass die Beschwer-
deführerin vor dem erlittenen Hirnschlag am Anfang einer glänzenden 
beruflichen Karriere gestanden habe, machte allerdings geltend, dass 
keine bevorstehenden wesentlichen Karrieresprünge belegt seien, wel-
che aber für die Annahme eines höheren Anforderungsprofils notwen-
dig wären. Im Übrigen räumte die Vorinstanz bezüglich des Arbeitsver-
suches ein Versäumnis ein. 

F.
Mit Replik vom 14. November 2007 hielt die Beschwerdeführerin an ih-
rer Beschwerde fest (BVGer-Akt. 10). Sie brachte vor, dass das Gut-
achten der MEDAS sowie der Bericht von Dr. med. W._______ nicht zu 
überzeugen vermöchten. Darüber  hinaus  stellte  sie  die  Validität  des 
letzteren Gutachtens in Frage, mangle es Dr. med. W._______ doch an 
einer der schweizerischen Qualifikation vergleichbaren psychiatrischen 
Ausbildung und erfülle  die Beurteilung die hiesigen Standards nicht, 
habe der Arzt doch nicht einmal die Vorakten der IV gekannt und sogar 
den  Hirninfarkt  in  Zweifel  gezogen.  Mangels  Erfüllung  der 
schweizerischen  Qualitätsanforderungen  sei  die  Expertise  un-
beachtlich. Beim Gutachten der MEDAS kämen die Sachverständigen 
aufgrund  einer  zu  wenig  differenzierten  Abklärung  und  Beurteilung 
zwangsläufig zu unzutreffenden Schlüssen. Auch mangle es bezüglich 
der Arbeits- und Leistungsfähigkeit  am Bezug zu den Anforderungen 
des  realen  Arbeitsmarktes.  Die  faktischen  Leistungsgrenzen  würden 
durch  die  praktischen  Erfahrungen  klar  aufgedeckt  und  seien  leider 
bisher stabil und daher auch massgebend. Die Beschwerdeführerin sei 
selbst unter ausserordentlichem Entgegenkommen der Arbeitgeberin, 
wie  es auf  dem relevanten Arbeitsmarkt  nicht  vorausgesetzt  werden 
könne,  nicht  einmal  in  der  Lage,  an  zwei  Tagen  pro  Woche  regel-
mässig  vier  Stunden zu arbeiten. Die  Einschätzung  der  MEDAS sei 
realitätsfremd,  weshalb  die  Vorinstanz  von  unzulässigen  Annahmen 
ausgehe. Einerseits liege die zeitliche Einsatzfähigkeit der Beschwer-
deführerin  viel  tiefer  als  von  der  Vorinstanz  angenommen  und  an-

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dererseits  seien  das  Anforderungsprofil  und  die  Gehaltsperspektive 
vor  dem  Gesundheitsschaden  deutlich  höher  gewesen  als  die  Er-
werbsaussichten für einfachere Administrativarbeiten, wie sie die Be-
schwerdeführerin  gegenwärtig  ausführe.  Überdies  reichte  die  Be-
schwerdeführerin einen neuropsychologischen Abklärungsbericht  ein, 
worin Dr. phil. A._______ die Beschwerdeführerin im ausserhäuslichen 
Bereich als zu maximal 30% arbeitsfähig bezeichnet.

G.
Mit Duplik vom 20. Februar 2008 hielt die Vorinstanz an ihrer Vernehm-
lassung fest (BVGer-Akt. 14) und ergänzte, dass der neuropsychologi-
sche Bericht von Dr. phil. A._______ dem regionalen ärztlichen Dienst 
beider Basel (RAD) vorgelegt worden sei. Dieser stelle die Gültigkeit 
des  Berichts  in  Frage,  sei  doch  keine  eigene  neuropsychologisch-
kognitive Testung durchgeführt  worden, weshalb es an einer relevan-
ten  aktuellen  Datengrundlage  gefehlt  habe.  Dementsprechend  sei 
auch keine quantitative Wertung der  unauffälligen kognitiven Testbe-
funde möglich gewesen, was aber für eine solche Expertise unabding-
bare Voraussetzung gewesen wäre.

H.
Am  20. Mai  2008  reichte  die  Beschwerdeführerin  eine  Triplik  ein 
(BVGer-Akt. 21)  und hielt  an  ihren Anträgen fest. Sie  führte  sinnge-
mäss aus, dass die Vorinstanz bzw. die beigezogenen Experten den 
neuropsychologischen Bericht von Dr. phil. A._______ nicht widerlegt 
hätten,  sondern  lediglich  ihre  eigenen  Beurteilungen  zu  verteidigen 
versuchten. Ausserdem verwies sie auf die Auswertung des durchge-
führten Arbeitsversuchs,  welche ein kohärentes von mehreren unbe-
fangenen Personen gemaltes Bild ergeben habe, wonach bei der Be-
schwerdeführerin nur eine geringe Leistungsfähigkeit bestehe.

I.
In ihrer Quadruplik vom 24. Juni 2008 (BVGer-Akt. 24) hielt die Vorin-
stanz vollumfänglich an ihren Anträgen fest.

J.
Die Quadruplik der Vorinstanz vom 24. Juni 2008 wurde der Beschwer-
deführerin am 8. Juli  2008 zur Kenntnis zugestellt. Auf die  Erhebung 
eines Kostenvorschusses verzichtete das Bundesverwaltungsgericht.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1
Das Bundesverwaltungsgericht  beurteilt  gemäss  Art. 31  des  Verwal-
tungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG,  SR 173.32)  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland stellt eine Vorin-
stanz  gemäss  Art. 33  Bst. d VGG dar  und  befindet  mit  Verfügungen 
über  Rentengesuche (vgl. Art. 69  Abs. 1 Bst. b  des Bundesgesetzes 
vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). 
Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht,  ist  in casu nicht gege-
ben (Art. 32 VGG).

1.2 Das VwVG findet keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, 
soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSG,  SR 830.1)  anwendbar  ist 
(Art. 3 Bst. dbis VwVG).

1.3 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verfü-
gung der Vorinstanz vom 1. Mai 2007. Die Beschwerdeführerin ist als 
Adressatin der angefochtenen Verfügung durch diese beschwert  und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Änderung. 
Sie  ist  daher  zur  Beschwerde  legitimiert  (Art. 59 ATSG).  Die  Be-
schwerdeführerin  hat  die  Beschwerde  frist-  und  formgerecht  einge-
reicht (Art. 60 ATSG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

1.4 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Aushilfe  in  anderen  Abteilungen ver-
pflichtet.  Vorliegend  ist  der  Vorsitz  im  Beschwerdeverfahren  Mitte 
März 2009 auf die Abteilung II übergegangen. Der Spruchkörper setzt 
sich neu zusammen aus Richter Hans Urech und Richter Marc Steiner 
der Abteilung II und Richter Beat Weber der Abteilung III.

2.

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-

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messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts  und die Unangemessenheit,  wenn nicht  eine 
kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 

2.2 Gemäss Art. 40 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ist bei Grenzgängern die 
IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet die Grenzgängerin oder der Grenz-
gänger eine Erwerbstätigkeit ausübt, zur Entgegennahme und Prüfung 
der Anmeldung zuständig. Die Verfügungen werden von der IVSTA er-
lassen. 

Da  die  Beschwerdeführerin  bei  Eintritt  des  geltend  gemachten  Ge-
sundheitsschadens als Grenzgängerin im Tätigkeitsgebiet der IV-Stelle 
Basel-Stadt  gearbeitet  hatte,  war  diese  für  die  Entgegennahme und 
Prüfung der Anmeldung sowie die spätere Revision der Rente zustän-
dig. Die Verfügungen wurden hingegen zu Recht von der IVSTA erlas-
sen.

3.
Zunächst sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 
Grundsätze darzulegen. 

3.1 Die Beschwerdeführerin  ist  Staatsangehörige eines Mitgliedstaa-
tes der Europäischen Union, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 
in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schwei-
zerischen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Ge-
meinschaft  mit  ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügig-
keit (Freizügigkeitsabkommen, FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere 
dessen Anhang II, der die Koordinierung der Systeme der sozialen Si-
cherheit  regelt,  anwendbar  ist  (vgl.  Art. 80a IVG,  in  Kraft  seit  dem 
1. Juni  2002). Das  Freizügigkeitsabkommen setzt  die  verschiedenen 
bis dahin geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Euro-
päischen Union insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt 
wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der 
sozialen  Sicherheit  koordiniert,  um insbesondere  die  Gleichbehand-
lung aller Mitglieder der Vertragsstaaten zu gewährleisten. Nach Art. 3 
Abs. 1  der  Verordnung  (EWG)  Nr. 1408/71  des  Rates  vom  14. Juni 
1971 (SR 0.831.109.268.1) haben die Personen, die im Gebiet eines 
Mitgliedstaates  wohnen,  für  die  diese  Verordnung  gilt,  die  gleichen 

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Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitglied-
staates wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst,  soweit  be-
sondere  Bestimmungen dieser  Verordnung nichts  anderes vorsehen. 
Demnach richtet sich vorliegend der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf  Leistungen der Invalidenversicherung nach dem schweizerischen 
Recht, insbesondere dem IVG sowie der IVV. 

3.2 Nach der Rechtsprechung stellt  das Sozialversicherungsrecht bei 
der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeit-
punkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 1. Mai 2007) einge-
tretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, 
die  jenen  Sachverhalt  seither  verändert  haben,  sollen  im  Normalfall 
Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 
E. 1b).  Weiter  sind  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329). 

Bei  den materiellen Bestimmungen des IVG und der  IVV ist  auf  die 
Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderun-
gen  (4. IV-Revision)  abzustellen.  Nicht  zu  berücksichtigen  sind  die 
durch die 5. IV-Revision eingeführten Änderungen, welche am 1. Janu-
ar 2008 in Kraft getreten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden 
deshalb die bis Ende 2007 gültig gewesenen Bestimmungen des IVG 
und der IVV zitiert.

3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder  teilweise Erwerbsunfähigkeit  (Art. 8  Abs. 1 ATSG). 
Nach  Art. 4 IVG  kann  die  Invalidität  Folge  von  Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie 
die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erfor-
derliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2). Erwerbsunfähigkeit ist 
der durch Beeinträchtigung der  körperlichen oder  geistigen Gesund-
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 
verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 
Abs. 1 ATSG). Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung 
der körperlichen und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilwei-
se Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

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3.4 Der Begriff  der Invalidität  ist  demnach nicht  nach dem Ausmass 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung definiert, sondern nach der dar-
aus folgenden Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 
V 275 E. 4a, 102 V 166) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu 
betätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur 
im angestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern – wenn 
erforderlich –  auch  in  zumutbaren  anderen  beruflichen  Tätigkeiten 
(Verweistätigkeiten) zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätz-
lich nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen 
zu ermitteln. Das heisst,  dass  es  bei  der  Bemessung  der  Invalidität 
einzig und allein auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktio-
nellen  Behinderung  ankommt,  welche  nicht  unbedingt  mit  dem vom 
Arzt  festgelegten Grad  der  funktionellen  Einschränkung übereinstim-
men müssen (BGE 110 V 275; ZAK 1985 S. 459).

Trotzdem ist die Verwaltung und im Beschwerdefall auch das Gericht 
auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch an-
dere Fachleute zur Verfügung gestellt  haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu neh-
men, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte  Person  arbeitsunfähig  ist.  Die  ärztlichen  Auskünfte  sind  eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis-
tungen dem Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2).  Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belan-
ge umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-
klagten Beschwerden berücksichtigt,  in Kenntnis der Vorakten (Kran-
kengeschichte) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 
des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 
157  E. 1c).  Die  rein  wirtschaftlichen  und  rechtlichen  Beurteilungen, 
insbesondere im Zusammenhang mit der Bestimmung der Erwerbstä-
tigkeit, obliegen dagegen der Verwaltung und im Beschwerdefall dem 
Gericht.

3.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder 

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auf  Gesuch  hin  für  die  Zukunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt 
oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Das Institut der Revision von 
Invalidenrenten wurde vom Gesetzgeber in Weiterführung der entspre-
chenden  bisherigen  Regelungen  in  Art. 17  Abs. 1 ATSG  aufgenom-
men. Die zu aArt. 41 Abs. 1 IVG (in Kraft bis Ende 2002) entwickelte 
Rechtsprechung  ist  daher  grundsätzlich  weiterhin  anwendbar 
(BGE 130 V 343 E. 3.5.4, in BGE 133 V 108 nicht publizierte E. 2 [Ur-
teil EVG I 465/05 vom 6. November 2006]).

3.5.1 Anlass  zur  Rentenrevision  gibt  jede  wesentliche  Änderung  in 
den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad 
und damit  den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine Invalidenrente 
ist demgemäss nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die er-
werblichen  Auswirkungen  des  an  sich  gleich  gebliebenen  Gesund-
heitszustandes  erheblich  verändert  haben  (BGE 130  V  343  E. 3.5, 
BGE 117 V 198 E. 3b mit  Hinweisen). Dagegen stellt  nach ständiger 
Rechtsprechung die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkun-
gen eines im Wesentlichen unverändert  gebliebenen Gesundheitszu-
standes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi-
sionsgrund  im  Sinne  von  Art. 17  Abs. 1  ATSG  dar  (Urteil  BGer 
9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E. 3.1.2; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 
E. 2 [I 574/02]; AHI 2002 S. 65 E. 2 [I 82/01]; vgl. auch BGE 112 V 371 
E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a). 

3.5.2 Ob eine unter  revisionsrechtlichen Gesichtspunkten  erhebliche 
Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch den Vergleich des Sach-
verhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person er-
öffneten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prü-
fung  des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklä-
rung,  Beweiswürdigung  und  Durchführung  eines  Einkommensver-
gleichs  (bei  Anhaltspunkten  für  eine  Änderung  in  den  erwerblichen 
Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht,  mit  demjenigen zur 
Zeit  der streitigen Revisionsverfügung respektive des Einspracheent-
scheides; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung 
und prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4).

4.
Im vorliegenden Verfahren ist demnach zu prüfen, ob sich der Gesund-
heitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit der 
rechtskräftigen Rentenverfügung vom 16. September 2002 bis zum Er-

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lass des hier streitigen Entscheides vom 1. Mai 2007 insoweit gebes-
sert  hat, dass die Aufhebung der ganzen IV-Rente gerechtfertigt  war 
(vgl. BGE 117 V 198 E. 3a, BGE 133 V 108 und BGE 130 V 71).

4.1 Im Jahr 2002 war der Beschwerdeführerin  aufgrund langdauern-
der Krankheit  eine halbe IV-Rente rückwirkend ab dem 1. Juni  2001 
und eine ganze IV-Rente  ab dem 1. September  2002 zugesprochen 
worden. Im Rahmen einer von Amtes wegen im Jahr 2004 eingeleite-
ten Revision wurde ihr Gesundheitszustand erneut geprüft. Dabei kam 
die  Vorinstanz  unter  Berücksichtigung  des  umfassenden  Gutachtens 
der MEDAS vom 23. Dezember 2005 (Eingangsdatum, IV-Akt. 36) und 
der Expertise von Dr. med. W._______ vom 30. März 2006 (IV-Akt. 39) 
zum Schluss,  dass  sich  die  Arbeitsfähigkeit  der  Beschwerdeführerin 
verbessert  habe,  und verfügte am 1. Mai  2007,  dass ab dem 1. Juli 
2007  kein  Anspruch auf  eine  Rente  der  Invalidenversicherung mehr 
bestehe.

4.2 Die einzelnen Fachexpertisen für das Gutachten der MEDAS wur-
den zwischen dem 11. Mai 2005 und dem 26. Oktober 2005 durchge-
führt. Das Gesamtgutachten ging bei der Vorinstanz am 23. Dezember 
2005 ein, die Verfügung wurde aber erst am 1. Mai 2007 erlassen. Es 
liegen somit zirka eineinhalb bis zwei Jahre zwischen der Erstellung 
der einzelnen Untergutachten und dem Verfügungszeitpunkt. Der Ge-
sundheitszustand  der  Beschwerdeführerin  mag sich  zur  Zeit  der  Er-
stellung der Gutachten (Mai bis Oktober 2005) bzw. bei Eingang der 
Gesamtexpertise  bei  der  IV-Stelle  Basel-Stadt  (Dezember  2005) 
durchaus insoweit verbessert gehabt haben, dass sie zu diesem Zeit-
punkt 65% arbeitsfähig war. In casu ist allerdings der Gesundheitszu-
stand zum Verfügungszeitpunkt  relevant. Bis  zu diesem rund einein-
halb Jahre späteren Zeitpunkt konnte sich der Gesundheitszustand der 
Beschwerdeführerin  durchaus  wieder  verschlechtert  haben.  Folglich 
war das Gutachten der MEDAS zum Verfügungszeitpunkt nicht mehr 
aktuell,  weshalb auf  diese Expertise im vorliegenden Fall  nur einge-
schränkt abgestellt werden kann.

Im Übrigen geht aus dem Gutachten der MEDAS nicht klar hervor, aus 
welchen Gründen sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführe-
rin im Vergleich zur letzten Beurteilung stark verbessert habe. Es fehlt 
eine  eingehende  Begründung,  weshalb sie  neu  eine  mehr  als  40% 
höhere  Arbeitsfähigkeit  aufweise  (Steigerung  der  Arbeitsfähigkeit  im 
beruflichen  Bereich  gemäss  der  Vorinstanz  von  23%  auf  65%)  als 

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früher. Eine  bloss  anders  ausfallende  Beurteilung  der  Auswirkungen 
eines  im  Wesentlichen  unverändert  gebliebenen  Gesundheitszu-
standes auf die Arbeitsfähigkeit, stellt  für sich alleine genommen ge-
mäss Rechtsprechung nämlich noch keinen Revisionsgrund im Sinne 
von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (vgl. E. 3.5.1).

4.3 Von der Beschwerdeführerin wurde ein Arbeitsversuch ins Recht 
gelegt. Die ehemalige Arbeitgeberin  der  Beschwerdeführerin  bot  der 
IV-Stelle  Basel-Stadt  am  27. März  2007  (IV-Akt. 42),  nachdem  sie 
Kenntnis  des  Vorbescheides  erhalten  hatte,  die  Durchführung  eines 
Arbeitsversuchs in der Höhe der von der Vorinstanz festgestellten Ar-
beitsfähigkeit an. Der Arbeitsversuch wurde aufgrund eines Versäum-
nisses seitens der Vorinstanz nicht sofort, sondern erst vom 3. Oktober 
bis zum 19. Dezember 2007 durchgeführt.

Gemäss  dem  Protokoll  des  Auswertungsgesprächs  (BVGer-Akt. 16) 
arbeitete die Beschwerdeführerin zu Beginn des Arbeitsversuchs, zu-
sätzlich zu den zweimal vier Stunden bei der heutigen Arbeitgeberin, 
noch  zweimal  vier  Stunden  bei  der  früheren  Arbeitgeberin,  was zu-
sammen 16 Stunden pro Woche bzw. ein 40%-Pensum ergibt. Die Ar-
beitszeit bei der ehemaligen Arbeitgeberin wurde aber nach drei Wo-
chen aufgrund einer Konsultation beim Betriebsarzt Dr. S._______ auf 
zweimal drei Stunden reduziert, da sich die Beschwerdeführerin über 
ihre Kräfte eingesetzt habe. Eine Woche später sah sich der Betriebs-
arzt erneut gezwungen das Pensum bei der früheren Arbeitgeberin zu 
reduzieren,  diesmal  auf  nur noch drei  Stunden pro Woche, da auch 
das reduzierte Pensum bereits zu einer Überbelastung geführt  habe. 
Gemäss  Dr. S._______  habe  die  Praxis  somit  gezeigt,  dass  die 
Beschwerdeführerin  zu  keiner  höheren  Leistung  in  der  Lage  sei, 
weshalb die neuropsychologische Untersuchung der MEDAS in Frage 
zu stellen sei. Der Arbeitsversuch ist  schlecht dokumentiert,  existiert 
doch lediglich  ein  Protokoll  des  Auswertungsgesprächs der  IV-Stelle 
Basel-Stadt,  jedoch  kein  Bericht.  Es  fehlen  somit  wichtige 
Informationen  (genaue  Beschreibung  der  Arbeit  der 
Beschwerdeführerin,  exakte  Begründung  für  die  Herabsetzung  des 
Pensums,  Gesamteindruck  der  Arbeitsfähigkeit,  usw.),  die  für  eine 
gerichtliche  Beurteilung  wichtig  wären.  Wegen  der  mangelnden 
Dokumentation des Arbeitsversuches ist das Protokoll nicht geeignet, 
den Sachverhalt vollständig zu klären und als Entscheidgrundlage zu 
dienen.  Somit  bleibt  lediglich  festzustellen,  dass  durch  den  Arbeits-

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versuch  zusätzliche  Zweifel  an  der  in  der  angefochtenen  Verfügung 
festgelegten Höhe der Arbeitsfähigkeit von 65% aufkommen.

4.4 Die Vorinstanz stützte die angefochtene Verfügung auch auf das 
Gutachten von Dr. med. W._______  vom 30. März  2006  (IV-Akt. 39). 
Nach der Rechtsprechung kommt einer medizinischen Stellungnahme 
schon  dann  kein  voller  Beweiswert  zu,  wenn  Indizien  gegen  ihre 
Zuverlässigkeit sprechen; es muss nicht feststehen, dass der Bericht 
oder das Gutachten effektiv nicht den Tatsachen entspricht, was nicht 
mit  medizinischen  Fachpersonen  besetzte  Behörden  oft  nicht 
beurteilen  könnten  (Urteil  BGer  I 142/07  vom  20. November  2007 
E. 3.2.1  mit  Hinweis). Ein  Indiz  gegen die Zuverlässigkeit  und damit 
den Beweiswert der Stellungnahme von Dr. med. W._______ stellt das 
Schreiben der Beschwerdeführerin vom 13. Juni 2007 (IV-Akt. 49) dar, 
in  welchem sie  den  Arztbesuch  als  allerhöchstens  zwanzig  Minuten 
über  die  Mittagszeit  dauernd  und  mit  einer  eingehenden 
nervenärztlichen  Untersuchung  nicht  vergleichbar  kritisiert.  Da 
Dr. med. W._______ andererseits  keine Kenntnis  der  Vorakten hatte, 
erfüllt sein Bericht auch die nach der Rechtsprechung massgebenden 
materiellen  Anforderungen  (vgl.  E. 3.4)  an  eine  beweiskräftige 
medizinische Expertise nicht. Auf seine Beurteilung kann daher nicht 
abgestellt werden.

5.
Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG stellt die IV-Stelle den rechtserheblichen 
Sachverhalt  von Amtes wegen fest. Der  Untersuchungsgrundsatz gilt 
auch im Rentenrevisionsverfahren, sofern die Verwaltung auf ein Revi-
sionsbegehren eingetreten ist (vgl. Art. 87 Abs. 3 IVV) oder von Amtes 
wegen  eine  Revision  einleitet  (vgl.  Urteil  BGer  9C_552/2007  vom 
17. Januar 2008 E. 5). Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis 
über  die  für  die  Beurteilung  des  streitigen  Anspruchs  erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrundsatz 
weist  enge Bezüge zum Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung auf. 
Danach ist die Verwaltung (und das Gericht) verpflichtet, die Beweise 
– ohne Bindung an förmliche Regeln – umfassend, pflichtgemäss und 
objektiv zu würdigen und insbesondere die Gründe anzugeben, warum 
sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen. 
Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes we-
gen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger (oder das 
Gericht) bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener 
Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1)  zur  Überzeugung, ein be-

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stimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 353 
E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen) und es könnten weitere 
Beweismassnahmen an diesem feststehenden  Ergebnis  nichts  mehr 
ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine 
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Beweis-
würdigung; vgl. SVR 2001 IV Nr. 10  E. 4). Bleiben jedoch erhebliche 
Zweifel  an Vollständigkeit  und/oder Richtigkeit  der bisher getroffenen 
Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zu-
sätzlichen  Abklärungsmassnahmen  noch  neue  wesentliche  Erkennt-
nisse zu erwarten sind (Urteil  BGer 8C_364/2007 vom 19. November 
2007 E. 3.2 mit Hinweisen).

5.1 Da die Akten Hinweise enthalten, dass die medizinischen Gutach-
ten der MEDAS im Zeitpunkt des Verfügungserlasses den Sachverhalt 
nicht richtig wiedergaben und bei der Beschwerdeführerin aufgrund ih-
res Gesundheitszustandes immer noch eine stark verminderte Arbeits-
fähigkeit vorliegen könnte, durfte die Vorinstanz nicht gestützt auf die 
beiden Gutachten entscheiden.

5.2 Näherer Abklärung bedarf insbesondere die Frage, wieso die Pra-
xis (Arbeitsversuch) und Theorie (Gutachten) zwei völlig verschiedene 
Ergebnisse liefern bzw. ob die Beschwerdeführerin im Überprüfungs-
zeitraum  voll  oder  teilweise  eingeschränkt  war,  aufgrund  ihres  Ge-
sundheitszustandes im bisherigen Beruf  zumutbare  Arbeit  zu leisten 
(Art. 6 ATSG). Wird diese Frage bejaht, so ist weiter zu prüfen, ob bzw. 
welche Verweistätigkeiten in welchem Umfang auf einem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt  in  Frage kommen (Art. 7 ATSG). Aufgrund der  ihm 
vorliegenden Akten geht das Bundesverwaltungsgericht zwar nicht da-
von aus,  dass sich die gesundheitliche Verfassung der  Beschwerde-
führerin  im Mai  2007  so  stark  verbessert  hat,  dass  zum damaligen 
Zeitpunkt kein Anspruch mehr auf eine Rente bestand, als Entscheid-
grundlage  benötigt  es  jedoch  einen  klaren  Sachverhalt.  Ein  solcher 
setzt  die  Einholung  eines  aktuellen  medizinischen Gutachtens  unter 
Würdigung der medizinischen Vorakten und wenn möglich die Durch-
führung eines erneuten Arbeitsversuchs, über welchen sinnvollerweise 
ein umfassender Bericht zu erstellen ist, voraus.

6.
Nach  der  höchstrichterlichen  Rechtsprechung  hat  das  Gericht,  das 
den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, die Wahl, die Sa-
che zur weiteren Beweiserhebung an die Verwaltung zurückzuweisen 

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oder selber die nötigen Instruktionen vorzunehmen (ZAK 1987 S. 264 
E. 2a). Bei festgestellter Abklärungsbedürftigkeit verletzt die Rückwei-
sung  der  Sache  an  die  Verwaltung  als  solche  weder  den  Untersu-
chungsgrundsatz noch das Gebot eines einfachen und raschen Verfah-
rens. Anders verhielte es sich nur dann, wenn die Rückweisung an die 
Verwaltung  einer  Verweigerung  des  gerichtlichen  Rechtsschutzes 
gleichkäme (beispielsweise  dann,  wenn  aufgrund  besonderer  Gege-
benheiten nur ein Gerichtsgutachten bzw. andere gerichtliche Beweis-
massnahmen geeignet wären, zur Abklärung des Sachverhalts beizu-
tragen), oder wenn die Rückweisung nach den konkreten Umständen 
als  unverhältnismässig  bezeichnet  werden  müsste  (BGE 122  V  163 
E. 1d). Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die der Rückweisung 
der Sache zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz entgegenstehen 
würden. 

7.
Die Beschwerde ist somit insofern gutzuheissen, als die angefochtene 
Verfügung vom  1. Mai 2007 aufzuheben und die Sache zur weiteren 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts  an die  Vorinstanz zu-
rückzuweisen ist. Diese ist namentlich anzuweisen, ein aktuelles medi-
zinisches  Gutachten  inklusive  einer  neuropsychologischen  Expertise 
einzuholen,  das  sich  unter  Mitberücksichtigung  der  medizinischen 
Vorakten  und  der  sich  teilweise  widersprechenden  arbeitsmedi-
zinischen Beurteilungen über den Gesundheitszustand der Beschwer-
deführerin und dessen Auswirkung auf ihre Arbeitsfähigkeit ausspricht. 
Zudem ist  nach Möglichkeit  ein neuer Arbeitsversuch durchzuführen, 
inklusive einer Analyse desselben und der Erstellung eines umfassen-
den Berichtes. Im Falle verminderter  Arbeitsfähigkeit  ist  ein  Einkom-
mensvergleich durchzuführen und anschliessend eine neue Verfügung 
zu erlassen.

8.
Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Partei-
entschädigung.

8.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art. 63 
Abs. 1 VwVG  die  Verfahrenskosten  in  der  Regel  der  unterliegenden 
Partei. Keine Verfahrenskosten werden jedoch Vorinstanzen auferlegt 
(Art. 63 Abs. 2 VwVG). Im vorliegenden Fall  sind somit  keine Verfah-
renskosten zu erheben.

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8.2 Der Beschwerdeführerin, die sich im Beschwerdeverfahren anwalt-
lich hat vertreten lassen, ist für die ihr angefallenen notwendigen und 
verhältnismässig  hohen  Kosten  eine  Parteientschädigung  zu  Lasten 
der Vorinstanz zuzusprechen (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) 
Da  keine  Kostennote  eingereicht  wurde,  ist  die  Entschädigung  auf 
Grund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). In Würdi-
gung der massgeblichen Faktoren erscheint eine Parteientschädigung 
von Fr. 2'000.- (exkl. MWST) angemessen. Die Mehrwertsteuer ist nur 
für Dienstleistungen geschuldet, die im Inland gegen Entgelt erbracht 
werden, nicht jedoch im vorliegenden Fall,  in dem die Dienstleistung 
des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin mit Wohnsitz im Ausland 
erbracht  worden  ist  (Art.  5  Bst.  b  des  Bundesgesetzes  vom 
2. September  1999  über  die  Mehrwertsteuer  [Mehrwertsteuergesetz, 
MWSTG, SR 641.20] in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG 
und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung 
vom 1. Mai 2007 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurück-
gewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Er-
wägungen über den Rentenanspruch neu verfüge. 

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 
von Fr. 2'000.- (exkl. MWST) zu bezahlen.

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 797.78.566.155)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Urech Beatrice Brügger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid  kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6,  6004 Luzern,  Beschwerde in  öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-
mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, 
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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