# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2206d803-9a29-5f42-ae13-9326b4f43d4d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 28.06.2019 LE180044
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE180044_2019-06-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LE180044-O/U, 

damit vereinigt Geschäfts-Nr.: LE180046-O 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter Dr. M. Kriech  

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. M. Reuss Valentini 

Beschluss und Urteil vom 28. Juni 2019 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchstellerin, Erstberufungsklägerin und Zweitberufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchsgegner, Erstberufungsbeklagter und Zweitberufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Eheschutz 
 
Berufungen gegen eine Verfügung und ein Urteil des Einzelgerichts im  
summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 16. Juli 2018 
(EE170016-G) 
 

 

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Rechtsbegehren: 

1. Der Gesuchstellerin (Urk. 28 i.V.m. Urk. 54, sinngemäss) 
 

1. Es sei der Gesuchstellerin das Getrenntleben zu bewilligen und es sei 
festzuhalten, dass die Parteien seit 15. Juni 2017 getrennt leben. 

 
2. Es sei die eheliche Liegenschaft C._____-Str. … in D._____ samt dem 

darin befindlichen Hausrat und Mobiliar sowie dem Motorfahrzeug Mer-
cedes Benz ZH … der Gesuchstellerin zur alleinigen Benützung zuzu-
weisen. 

 
3. Die Kinder 

  
- E._____, geb. tt.mm.2002; 
- F._____, geb. tt.mm.2003; 
- G._____, geb. tt.mm.2005; 
- H._____, geb. tt.mm.2005; 
- I._____, geb. tt.mm.2007; 
- J._____, geb. tt.mm.2010; 
 
seien unter die Obhut der Gesuchstellerin zu stellen. 
 

4. Der Gesuchsgegner sei für berechtigt zu erklären, die Kinder 
 

- jedes zweite Wochenende von Freitagabend bis Sonntagabend 
zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen; 

 
- jede Woche an einem Abend zu sich oder mit sich auf Besuch zu 

nehmen, wobei er der Gesuchstellerin am Sonntagabend mitteilt, 
an welchem Abend der Folgewoche er dieses Besuchsrecht 
wahrnehmen will; 

 
- alternierend Ostern oder Pfingsten bzw. Weihnachtsabend und 

Neujahr oder den zweiten Weihnachtstag und Sylvester auf eige-
ne Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen; 

 
- sowie jährlich nach vorgängiger Absprache mit der Gesuchstelle-

rin während 4 Wochen zu sich oder mit sich in die Ferien zu neh-
men. 

 
Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, die Bedürfnisse der Kinder 
angemessen und altersgerecht zu berücksichtigen und ihnen ein Mit-
spracherecht einzuräumen. 
 

5. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, für die Kinder folgende Barun-
terhaltsbeiträge zu leisten, zahlbar jeweils monatlich im Voraus auf den 
Ersten, rückwirkend ab 15. Juni 2017 wie folgt: 

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- E._____, CHF 2'136.75; 
 
- F._____, CHF 2'098.65; 
 
- G._____, CHF 1'962.95; 
 
- H._____, CHF 2'025.70; 

 
- I._____, CHF 2'022.30; 

 
- J._____, CHF 1'739.85. 

 
Eventualiter sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, pro Kind einen Ba-
runterhaltsbeitrag von CHF 2'000.– bzw. subeventualiter einen solchen 
von CHF 1'200.– zuzüglich eines Bonusanteils/Mehrverdienstanteils 
von CHF 800.– zu bezahlen. 
 
Jeweils zuzüglich gesetzliche und/oder vertragliche Kinder-, Ausbil-
dungs- und Familienzulagen. 
 

6. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin für 
J._____ einen Betreuungsunterhalt von CHF 4'000.–, zahlbar monat-
lich im Voraus jeweils auf den Monatsersten, rückwirkend ab 15. Juni 
2017 zu bezahlen. 

 
7. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin rückwir-

kend ab 6. März 2016 bis 15. Juni 2017 einen Betrag zur freien Verfü-
gung von CHF 4'088.20 monatlich, d.h. CHF 61'323.– zu bezahlen, 
zahlbar innert 10 Tagen nach Rechtskraft des Urteils. Eventualiter sei 
ein Betrag von CHF 33'306.– zuzusprechen. 

 
8. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin einen per-

sönlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 5'038.–, zahlbar monatlich im  
Voraus jeweils auf den Monatsersten, ab 15. Juni 2017 zu bezahlen. 
Eventualiter sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstelle-
rin einen persönlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 3'038.– zuzüglich ei-
nes Bonusanteils/Mehrverdienstanteils von CHF 2'000.– zu bezahlen. 

 
9. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 5, 6 und 8 seien gerichtsüblich zu 

indexieren. 
 
10. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, sich an ausserordentlichen 

Kosten für die Kinder hälftig zu beteiligen bzw. eventualiter diese voll-
umfänglich zu bezahlen. 

 
11. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, ausserordentliche Kosten für 

den Unterhalt der Liegenschaft C._____-Str. … in D._____ zu bezah-

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len, insbesondere Reparatur des Parketts (4 stark beschädigte Trep-
pentritte). Ausserdem sei er zu verpflichten, die Staubsaugeranlage der 
Liegenschaft zu ersetzen. 

 
12. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, die Gerichtskosten zu bezah-

len und der Gesuchstellerin einen Prozesskostenbeitrag von 
CHF 20'000.00 zu bezahlen. 

 
2. Des Gesuchsgegners (Urk. 35 i.V.m. Prot. S. 7 ff., sinngemäss) 
 

1. Den Parteien sei das Getrenntleben zu bewilligen und es sei davon 
Vormerk zu nehmen, dass sie ihren gemeinsamen Haushalt bereits am 
15. Juni 2017 aufgelöst haben. 

 
2. Die eheliche Liegenschaft C._____-Strasse … in D._____ sei samt 

Hausrat und Mobiliar der Gesuchstellerin und den Kindern zur alleini-
gen Benützung zuzuweisen. 

 
3. Das Motorfahrzeug (Van) Mercedes Benz ZH ... sei der Gesuchstellerin 

zur alleinigen Benutzung zuzuweisen. 
 

Dem Gesuchsgegner sei ein Betrag von CHF 85'000.– von dem im 
Februar 2018 zur Auszahlung gelangten Einmal-Bonus von 
CHF 150'000.– brutto für den Kauf eines neuen Fahrzeuges zu belas-
sen. 
 

4. Die gemeinsamen Kinder 
 

- E._____, geboren tt.mm.2002; 
 

- F._____, geboren tt.mm.2003; 
 

- G._____, geboren tt.mm.2005; 
 

- H._____, geboren tt.mm.2005; 
 

- I._____, geboren tt.mm.2007; 
 

- J._____, geboren tt.mm.2010; 
 

seien unter die Obhut der Gesuchstellerin zu stellen. 
 
5. Die Anträge der Gesuchstellerin bezüglich des Besuchsrechts des Ge-

suchsgegners seien gutzuheissen. 
 

6. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, allen Kindern jederzeit die Mög-
lichkeit einzuräumen, unbeaufsichtigt mit dem Gesuchsgegner kom-

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munizieren zu können und hierfür in allen Kinderzimmern die notwen-
digen technischen Massnahmen (z.B. WLAN) zu schaffen. 

 
7. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, für alle Kinder je einen Barun-

terhaltsbeitrag von CHF 1'000.– (zuzüglich Familienzulagen) zu be-
zahlen, zahlbar ab 15. Juni 2017 jeweils auf den Ersten eines jeden 
Monats im Voraus. 

 
Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Kinderbarunterhaltsbeiträ-
ge bis und mit 31. Januar 2018 bereits vollständig bezahlt wurden. 

 
8. Es sei festzusetzen, dass sich der Kinderbarunterhaltsbeitrag ab dem 

16. Altersjahr eines jeden Kindes um einen Drittel und ab der Volljäh-
rigkeit um die Hälfte eines allfälligen Nettoeinkommens des Kindes re-
duziert. 

 
9. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin für 

J._____ einen Betreuungsunterhalt von CHF 3'150.– zu bezahlen, 
zahlbar ab 15. Juni 2017 bis 31. Juli 2019. 

 
Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Betreuungsunterhaltsbei-
träge bis und mit 31. Januar 2018 bereits vollständig bezahlt wurden. 

 
10. Antrag 7 der Gesuchstellerin, wonach der Gesuchsgegner zu verpflich-

ten sei, ihr für die Zeit ab 6. März 2016 bis 15. Juni 2017 monatlich 
CHF 4'088.20 zu bezahlen, sei abzuweisen. 

 
11. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, für die Gesuchstellerin persön-

lich einen monatlichen, im Voraus auf den Ersten eines jeden Monates 
zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 2'000.– zu bezahlen, zahlbar ab 
15. Juni 2017. 

 
12. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die persönlichen Unterhalts-

beiträge für die Gesuchstellerin bis und mit 31. Januar 2018 bereits 
vollständig bezahlt wurden. 

 
13. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Gesuchsgegner an die Un-

terhaltsbeiträge gemäss Ziffern 7 – 11 bereits CHF 212'005.50 (davon 
CHF 67'500.– in bar [13.5 Monate à CHF 5'000.–] sowie 
CHF 144'505.50 durch Direktzahlungen an Dritte [CHF 72'766.68 bis 
31. Dezember 2017 und CHF 71'738.82 seit 1. Januar 2018]) sowie 
Steuern von insgesamt CHF 163'254.70 (CHF 128'011.45 bis 
31. Dezember 2017 und CHF 35'243.25 seit 1. Januar 2018) bezahlt 
hat. 

 
14. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, sich an den ausserordentlichen 

Kinderkosten je hälftig zu beteiligen, sofern sie vorgängig mit ihm ab-
gesprochen wurden und keine Dritten dafür aufkommen. 

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15. Der Antrag der Gesuchstellerin, wonach der Gesuchsgegner zu ver-

pflichten sei, ausserordentliche Kosten für den Unterhalt der Liegen-
schaft zu bezahlen, sei abzuweisen. 

 
16. Der Antrag, wonach der Gesuchsgegner der Gesuchstellerin einen 

Prozesskostenbeitrag von CHF 10'000.– bezahlen soll, wird anerkannt. 
Im Mehrumfang sei der Antrag abzuweisen. 

 
17. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MwSt) gemäss 

Verfahrensausgang. 
 

Verfügung und Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am 
Bezirksgericht Meilen vom 16. Juli 2018: 

(Urk. 64 S. 43 ff.) 

"1. Den Parteien wird das Getrenntleben auf unbestimmte Dauer bewilligt und 
es wird davon Vormerk genommen, dass sie seit 15. Juni 2017 getrennt le-
ben.  

 
 2. Die gemeinsamen Kinder der Parteien, E._____, geb. tt.mm.2002, F._____, 

geb. tt.mm.2003, G._____, geb. tt.mm.2005, H._____, geb. tt.mm.2005, 
I._____, geb. tt.mm.2007, und J._____, geb. tt.mm.2010, werden für die 
Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut der Gesuchstellerin gestellt. 

 
 3. Der Gesuchsgegner wird für berechtigt und verpflichtet erklärt, die gemein-

samen Kinder G._____, geb. tt.mm.2005, H._____, geb. tt.mm.2005, 
I._____, geb. tt.mm.2007, und J._____, geb. tt.mm.2010, wie folgt auf eige-
ne Kosten mit sich und zu sich auf Besuch zu nehmen: 

 
a) jedes zweite Wochenende von Freitagabend bis Sonntagabend; 
 
b) jede Woche an einem Abend, wobei er der Gesuchstellerin am Sonn-

tagabend mitteilt, an welchem Abend der Folgewoche er dieses Be-
suchsrecht wahrnehmen will; 

 
c) alternierend an Ostern oder Pfingsten bzw. am Weihnachtsabend und 

Neujahr oder am zweiten Weihnachtstag und Sylvester; 
 
d) sowie jährlich nach vorgängiger Absprache mit der Gesuchstellerin 

während 4 Wochen Ferien.  
 

E._____, geb. tt.mm.2002, und F._____, geb. tt.mm.2003 werden für 
berechtigt erklärt, zu den oben beschriebenen Besuchszeiten den Ge-
suchsgegner auf dessen Kosten nach freiem Wunsch ebenfalls zu be-
suchen. 

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 4. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die  

Dauer des Getrenntlebens für die gemeinsamen Kinder E._____, geb. 
tt.mm.2002, F._____, geb. tt.mm.2003, G._____, geb. tt.mm.2005, 
H._____, geb. tt.mm.2005, I._____, geb. tt.mm.2007, und J._____, 
geb. tt.mm.2010, nachfolgend aufgeführte Kinderunterhaltsbeiträge zu-
züglich allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinder- und Ausbil-
dungszulagen zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus, je auf den 
Monatsersten, rückwirkend ab 15. Juni 2017: 

 
- CHF 1'675.– pro Monat für E._____; 
 
- CHF 1'675.– pro Monat für F._____; 
 
- CHF 1'650.– pro Monat für G._____; 
 
- CHF 1'650.– pro Monat für H._____; 
 
- CHF 1'625.– pro Monat für I._____; 
 
- CHF 6'355.– pro Monat für J._____ (davon CHF 5'030.– als Be-

treuungsunterhalt). 
 
  5. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer 

des Getrenntlebens für sie persönlich einen Ehegattenunterhaltsbeitrag 
von CHF 2'955.– zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus, je auf den 
Monatsersten, rückwirkend ab 15. Juni 2017. 

 
 6. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Zeit 

vom 6. März 2017 bis zum 15. Juni 2017 einen Betrag zur freien Verfü-
gung von insgesamt CHF 10'500.– zu bezahlen. 

 
 7. Der Antrag der Gesuchstellerin um Zusprechung eines Betrags zur 

freien Verfügung für die Zeit vom 6. März 2016 bis 5. März 2017 wird 
abgewiesen. 

 
 8. Auf den Antrag des Gesuchsgegners um Zusprechung einer Summe 

von CHF 85'000.– aus dem Bonus Februar 2018 für die Anschaffung 
eines neuen Fahrzeuges wird nicht eingetreten. 

 
 9. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsgegner die vor-

stehend in Ziff. 4 bis 6 dieses Entscheides festgehaltenen Unterhalts-
pflichten für die Zeit seit dem 6. März 2017 bis Juli 2018 im Umfang 
von CHF 185'252.90 bereits getilgt hat.  

 
10. Die frühere eheliche Liegenschaft C._____-Str. … in D._____ wird 

samt dem darin befindlichen Hausrat und Mobiliar sowie dem Motor-

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fahrzeug Mercedes Benz ZH ... der Gesuchstellerin zur alleinigen Be-
nützung zugewiesen. 

 
11. Alle von den vorstehenden Anordnungen abweichenden oder darüber 

hinausgehenden Anträge der Parteien werden abgewiesen, soweit da-
rauf eingetreten wird. 

 
12. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 10'000.–. 
 
13. Die Gerichtskosten werden zu 60 % dem Gesuchsgegner und zu 40 % 

der Gesuchstellerin auferlegt. 
 
14. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin eine redu-

zierte Parteientschädigung von CHF 3'000.– (8 % [bis 31. Dezember 
2017] resp. 7.7 % [ab 1. Januar 2018] MWST darin enthalten) zu be-
zahlen. 

 
15. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin einen Pro-

zesskostenbeitrag von CHF 16'000.– zu bezahlen. 
 
16. [Schriftliche Mitteilung] 
 
17. [Berufung]" 

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Berufungsanträge: 

Erstberufung:  

der Gesuchstellerin, Erstberufungsklägerin und Zweitberufungsbeklagten (Urk. 63 
S. 2): 
 
"1. Dispositiv-Ziff. 9 von Verfügung und Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 

16. Juli 2018 sei aufzuheben und es sei davon Vormerk zu nehmen, dass 
der Gesuchsgegner die in Ziff. 4 bis 6 dieses Entscheides festgehaltenen 
Unterhaltspflichten für die Zeit seit dem 6. März 2017 bis Juli 2018 im Um-
fang von CHF 170'252.90 (eventualiter für den Fall einer Reduktion der Un-
terhaltsbeiträge bei entsprechender Berufung durch den Gesuchsgegner 
CHF 140'753.90) bereits getilgt hat.  

 
 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzügl. 7,7 % MwSt. zulasten des 

Berufungsbeklagten." 
 
des Gesuchsgegners, Erstberufungsbeklagten und Zweitberufungsklägers 
(Urk. 75 S. 2): 
 
"1. Prozessualer Antrag: 

Das Verfahren LE180044 sei mit dem Verfahren LE180046 zu vereinigen. 
Es seien die Akten des Verfahrens des Geschäftes LE180046 beizuziehen.  

 
 2. Die Berufung der Berufungsklägerin / Gesuchstellerin in Bezug auf Disp. 

Ziff. 9 des Urteils des Einzelgerichtes am Bezirksgericht Meilen vom 16. Juli 
2018 sei abzuweisen und es sei, wie in der Berufungsschrift des Berufungs-
beklagten / Gesuchsgegners vom 9. August 2018 beantragt, in Abänderung 
von Disp. Ziff. 9 davon Vormerk zu nehmen, dass der Berufungsbeklagte[r] / 
Gesuchsgegner seine Unterhaltspflichten für die Zeit seit 15. Juni 2017 bis 
August 2018 im Umfang von CHF 209'798.65 bereits getilgt hat.  

 
 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt) zu Lasten der 

Berufungsklägerin / Gesuchstellerin." 
 

Zweitberufung:  

des Gesuchsgegners, Erstberufungsbeklagten und Zweitberufungsklägers 
(Urk. 80/63 S. 2-4): 
 
"1. Der Entscheid des Einzelgerichtes am Bezirksgericht Meilen vom 16. Juli 

2018 (Geschäfts-Nr. EE170016-G) sei bezüglich dessen Disp. Ziff. 4 aufzu-
heben und durch folgende Fassung zu ersetzen:  

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 Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer des 
Getrenntlebens für die gemeinsamen Kinder E._____, geb. tt.mm.2002, 
F._____, geb. tt.mm.2003, G._____, geb. tt.mm.2005, H._____, geb. 
tt.mm.2005, I._____, geb. tt.mm.2007, und J._____, geb. tt.mm.2010, nach-
folgend aufgeführte Kinderunterhaltsbeiträge zuzüglich allfälliger gesetzli-
cher oder vertraglicher Kinder- und Ausbildungszulagen zu bezahlen, zahl-
bar monatlich im Voraus, je auf den Monatsersten, rückwirkend ab 15. Juni 
2017: 

 
 - CHF 1'025.00 pro Monat für E._____ 
 
 - CHF 1'025.00 pro Monat für F._____ 
 
 - CHF 1'000.00 pro Monat für G._____ 
 
 - CHF 1'000.00 pro Monat für H._____ 
 
 - CHF 1'050.00 pro Monat für I._____ 
 

- CHF 4'080.00 pro Monat für J._____ (davon CHF 3'230.00 als Betreu-
ungsunterhalt) 

 
Der Gesuchsgegner sei für berechtigt zu erklären, die obgenannten Kinder-
barunterhaltsbeiträge ab dem 16. Altersjahr eines jeden Kindes um einen 
Drittel und ab der Volljährigkeit um die Hälfte eines allfälligen Nettoeinkom-
mens des jeweiligen Kindes zu reduzieren. 

 
 2. Der Entscheid des Einzelgerichtes am Bezirksgericht Meilen vom 16. Juli 

2018 sei bezüglich dessen Disp. Ziff. 5 aufzuheben und durch folgende Fas-
sung zu ersetzen:  

 
 Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer des 

Getrenntlebens für sie persönlich einen Ehegattenunterhaltsbeitrag von 
CHF 1'982.00, zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Mo-
natsersten, rückwirkend ab 15. Juni 2017.  

 
 Eventualantrag: Sollte der Betreuungsunterhalt höher als CHF 3'230.00 an-

gesetzt werden, so sei der Ehegattenunterhalt um den entsprechenden 
Mehrbetrag zu reduzieren.  

 
 3. Sollte der Gesuchsgegner einen variablen Lohnbestandteil von höher als 

CHF 48'000.00 netto im Jahr ausbezahlt erhalten, so sei er zu verpflichten, 
den Mehrbetrag bis zu einem Maximalbetrag von CHF 36'000.00 im Jahr der 
Gesuchstellerin und den Kindern zu überweisen.  

 
 4. Der Entscheid des Einzelgerichtes am Bezirksgericht Meilen vom 16. Juli 

2018 sei bezüglich dessen Disp. Ziff. 6 ersatzlos aufzuheben.  
 

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 5. Der Entscheid des Einzelgerichtes am Bezirksgericht Meilen vom 16. Juli 
2018 sei bezüglich dessen Disp. Ziff. 9 aufzuheben und durch folgende Fas-
sung zu ersetzen:  

 
 Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsgegner die vorste-

hend in Ziff. 4 und 5 dieses Entscheides festgehaltenen Unterhaltpflichten 
für die Zeit seit 15. Juni 2017 bis August 2018 im Umfang von 
CHF 209'798.65 bereits getilgt hat.  

 
 6. Der Entscheid des Einzelgerichtes am Bezirksgericht Meilen vom 16. Juli 

2018 sei bezüglich dessen Disp. Ziff. 12, 13, 14 und 15 aufzuheben und 
durch folgende Fassung zu ersetzen:  

 
 12. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 5'000.–. 
 
 13. Die Gerichtskosten werden den Parteien je hälftig auferlegt.  
 
 14. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.  
 

15. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin einen Pro-
zesskostenbeitrag von CHF 10'000.00 zu bezahlen.  

 
 7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MwSt) zulasten der 

Gesuchstellerin." 
 
der Gesuchstellerin, Erstberufungsklägerin und Zweitberufungsbeklagten 
(Urk. 80/73 S. 2): 
 
"1. Die Berufungsanträge des Berufungsklägers mit Eingabe vom 9. August 

2018 seien vollumfänglich abzuweisen und Verfügung und Urteil des Einzel-
gerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 16. Juli 
2018 (EE170016-G) vollumfänglich zu bestätigen;  

 
 2. Es sei vorzumerken, dass der Berufungsbeklagte im August 2018 eine wei-

tere anrechenbare Zahlung von CHF 5'000.– geleistet hat.  
 
 3. der Vollständigkeit halber wird festgehalten, dass an der eigenen Berufung 

und den damit gestellten Anträgen festgehalten wird und um deren Gutheis-
sung weiterhin ersucht wird (Geschäfts-Nr. LE180044-G);  

 
 4. Bei Vereinigung der beiden Berufungsverfahren LE180046 und LE180044 

sei das Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksge-
richt Meilen vom 16. Juli 2018 (EE170016-G) zu korrigieren und es sei fest-
zuhalten, dass der Gesuchsgegner die in Ziff. 4 bis 6 dieses Entscheides 
festgehaltenen Unterhaltspflichten für die Zeit seit dem 6. März 2017 bis 
26. Juli 2018 im Umfang von CHF 175'252.90 getilgt hat. 

 

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 5. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MwSt.) zulasten des 
Berufungsklägers." 

 

Erwägungen: 

A. Sachverhalt / Prozessgeschichte 

1. Mit Eingabe vom 6. März 2017 machte die Gesuchstellerin, Erstberufungs-
klägerin und Zweitberufungsbeklagte (fortan Gesuchstellerin) beim Einzelgericht 

im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen ein Eheschutzverfahren 

anhängig, wobei sie um Zusprechung eines Haushaltsgeldes ersuchte (Urk. 1). Im 

Einverständnis der Parteien wurde das Verfahren mit Verfügung vom 23. Mai 

2017 - im Hinblick auf eine aussergerichtliche Mediation - sistiert (Urk. 21 und 

Urk. 22). Mittels Verfügung vom 26. Oktober 2017 wurde das Verfahren wieder 

aufgenommen, die Gesuchstellerin kautioniert und ihr Frist anberaumt, um das 

Eheschutzbegehren schriftlich zu begründen (Urk. 25). Das begründete Ehe-

schutzgesuch datiert vom 19. November 2017 (Urk. 28), die (nach mehrmaliger 

Fristerstreckung [Urk. 33 und Urk. 34] erstattete) Gesuchsantwort vom 1. Februar 

2018 (Urk. 35). Am 21. März 2018 wurden die sechs gemeinsamen Kinder der 

Parteien durch die Vorinstanz angehört (Urk. 50). Am 9. Juli 2018 fand die vor-

instanzliche Hauptverhandlung statt (Urk. 56). Der detaillierte Prozessverlauf lässt 

sich im Übrigen dem angefochtenen Entscheid entnehmen (Urk. 64 S. 6 f.). Am 

16. Juli 2018 fällte die Vorinstanz den eingangs zitierten Entscheid (Urk. 64).  

2. Mit Eingabe vom 6. August 2018 liess die Gesuchstellerin gegen den vor-
instanzlichen Entscheid rechtzeitig (vgl. Urk. 61/1) Erstberufung erheben und die 

eingangs erwähnten Anträge stellen (Urk. 63). Mittels Schreiben vom 7. August 

2018 wurde die Gegenseite vom Eingang der Erstberufung in Kenntnis gesetzt 

(Urk. 65). Nachdem aussergerichtliche Vergleichsgespräche der Parteien ge-

scheitert waren (vgl. Urk. 66, 67 und 68), wurde die Gesuchstellerin mit Präsidial-

verfügung vom 10. September 2018 kautioniert (Urk. 69). Antragsgemäss 

(Urk. 70) wurde der Gesuchstellerin alsdann die Frist zur Leistung des Kostenvor-

schusses mittels Präsidialverfügung vom 25. September 2018 letztmalig bis zum 

- 13 - 

4. Oktober 2018 erstreckt (Urk. 71). Mit Präsidialverfügung vom 10. Oktober 2018 

wurde der Gesuchstellerin mangels Leistung des ihr auferlegten Kostenvorschus-

ses von Fr. 3'000.– eine einmalige fünftägige Nachfrist zur Bezahlung desselben 

anberaumt (Urk. 71). In der Folge bezahlte die Gesuchstellerin den einverlangten 

Kostenvorschuss rechtzeitig (Urk. 73). Mit Präsidialverfügung vom 13. November 

2018 wurde dem Gesuchsgegner, Erstberufungsbeklagten und Zweitberufungs-

kläger (fortan Gesuchsgegner) Frist angesetzt, um die Erstberufung zu beantwor-

ten (Urk. 74). Mit Eingabe vom 23. November 2018 erstattete der Gesuchsgegner 

fristwahrend seine Erstberufungsantwort und stellte die eingangs zitierten Anträge 

(Urk. 75). Mit Präsidialverfügung vom 4. Dezember 2018 wurde die Berufungs-

antwort der Gesuchstellerin zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 77). Mittels Zu-

schrift vom 27. Dezember 2018 reichte der Gesuchsgegner eine Noveneingabe 

samt Beilage ins Recht (Urk. 78 und Urk. 79). Mittels Beschluss vom 16. Januar 

2019 wurde das Berufungsverfahren Geschäfts-Nr. LE180046 (vgl. Ziffer 3 unten) 

mit dem vorliegenden Berufungsverfahren Geschäfts-Nr. LE180044 vereinigt und 

unter dieser Nummer weitergeführt. Das Berufungsverfahren Geschäfts-Nr. 

LE180046 wurde als dadurch erledigt abgeschrieben. Ferner wurde der Gesuch-

stellerin Frist angesetzt, um zur Noveneingabe des Gesuchsgegners Stellung zu 

nehmen (Urk. 81 und Urk. 82). Mit Zuschrift vom 29. Januar 2019 liess der Ge-

suchsgegner eine neuerliche Noveneingabe samt Beilagen einreichen (Urk. 83 

und Urk. 84/1-2). Mit Eingabe vom 31. Januar 2019 (Urk. 85) bezog die Gesuch-

stellerin rechtzeitig Stellung zur Noveneingabe des Gesuchsgegners vom 27. De-

zember 2018 samt Beilage (Urk. 78 und Urk. 79). Mittels Präsidialverfügung vom 

7. Februar 2019 wurde der Gesuchstellerin Frist angesetzt, um zur neuerlichen 

Noveneingabe des Gesuchsgegners vom 29. Januar 2019 samt Beilagen (Urk. 83 

und Urk. 84/1-2) Stellung zu nehmen. Sodann wurde die Eingabe der Gesuchstel-

lerin (Urk. 85) dem Gesuchsgegner zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 86). Mit-

tels Zuschrift vom 21. Februar 2019 erstattete der Gesuchsgegner erneut eine 

Noveneingabe samt Beilage (Urk. 87 und Urk. 88). Mit Eingabe vom 22. Februar 

2019 bezog die Gesuchstellerin fristgerecht Stellung zu Urk. 83 und Urk.  84/1-2 

(Urk. 89). Mittels Präsidialverfügung vom 28. Februar 2019 wurde der Gesuchstel-

lerin Frist angesetzt, um sich zur neuerlichen Noveneingabe des Gesuchsgegners 

- 14 - 

vom 21. Februar 2019 samt Beilage (Urk. 87 und Urk. 88) zu äussern, und es 

wurde die Stellungnahme der Gesuchstellerin (Urk. 85) dem Gesuchsgegner zur 

Kenntnisnahme zugesandt (Urk. 90). Mit Brief vom 14. März 2019 liess die 

Rechtsvertreterin des Gesuchsgegners ihre Ferienabwesenheit vom 21. März 

2019 bis 2. April.2019 mitteilen und bat um Absehen von der Zustellung von frist-

auslösenden Entscheiden in dieser Zeit (Urk. 91). Mit Zuschrift vom 18. März 

2019 bezog die Gesuchstellerin rechtzeitig Stellung (Urk. 92). Mit Brief vom 

13. Mai 2019 teilte die Rechtsvertreterin des Gesuchsgegners ihre Ferienabwe-

senheit vom 3. bis 14. Juni 2019 mit und ersuchte darum, ihr den Endentscheid 

nicht mehr vor Pfingsten 2019 zuzustellen (Urk. 93). Mittels Stempelverfügung 

vom 15. Mai 2019 wurde die Stellungnahme der Gesuchstellerin vom 18. März 

2019 dem Gesuchsgegner zur Kenntnisnahme zugesandt (Prot. II S. 12; Urk. 92 

S. 1). Mit Zuschrift vom 15. Mai 2019 erstattete der Gesuchsgegner aufs Neue ei-

ne Noveneingabe samt Beilagen (Urk. 95 und Urk. 96/1-3). Mit Präsidialverfügung 

vom 16. Mai 2019 wurde der Gesuchstellerin Frist zur Stellungnahme hierzu an-

beraumt (Urk. 97). Die Gesuchstellerin äusserte sich rechtzeitig mittels Eingabe 

vom 31. Mai 2019 (Urk. 98). Diese Eingabe wurde dem Gesuchsgegner mit Prä-

sidialverfügung vom 3. Juni 2019 zugesandt. Gleichzeit wurde den Parteien der 

Eintritt der Urteilsberatungsphase angezeigt (Urk. 99). Mit Schreiben vom 18. Juni 

2019 liess der Gesuchsgegner mitteilen, dass er mit Eingabe vom gleichen Datum 

bei der Vorinstanz die Scheidungsklage samt Gesuch um vorsorgliche Massnah-

men rechtshängig gemacht habe (Urk. 100 und Urk. 101).  

3. Mit Eingabe vom 9. August 2018 erhob auch der Gesuchsgegner rechtzeitig 
(vgl. Urk. 61/2) Zweitberufung gegen den erstinstanzlichen Entscheid vom 16. Juli 

2018 (Urk. 80/63). Mittels Schreiben vom 10. August 2018 wurde die Gesuchstel-

lerin vom Eingang der Zweitberufung in Kenntnis gesetzt (Urk. 80/67). Nachdem 

aussergerichtliche Vergleichsgespräche gescheitert waren (vgl. Urk. 80/69), wur-

de dem Gesuchsgegner mit Präsidialverfügung vom 11. September 2018 Frist 

anberaumt, um einen Gerichtskostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'500.– zu 

leisten (Urk. 80/70), welchen der Gesuchsgegner innert Frist bezahlte 

(Urk. 80/71). Mit Präsidialverfügung vom 13. November 2018 wurde der Gesuch-

stellerin Frist angesetzt, um die Zweitberufung zu beantworten (Urk. 80/72). Mit 

- 15 - 

Eingabe vom 26. November 2018 erstattete die Gesuchstellerin rechtzeitig ihre 

Zweitberufungsantwort (Urk. 80/73). Mit Präsidialverfügung vom 4. Dezember 

2018 wurde die Zweitberufungsantwort dem Gesuchsgegner zur Kenntnisnahme 

zugesandt (Urk. 80/75). Mittels Zuschrift vom 27. Dezember 2018 reichte der Ge-

suchsgegner eine Noveneingabe samt Beilage ins Recht (Urk. 80/76 und 

Urk. 80/77). Mittels Beschluss vom 16. Januar 2019 wurden die beiden Beru-

fungsverfahren mit den Geschäfts-Nrn. LE180044 und LE180046 vereinigt und 

unter der Geschäfts-Nr. LE180044 weitergeführt. Das Berufungsverfahren Ge-

schäfts-Nr. LE180046 wurde als dadurch erledigt abgeschrieben (Urk. 80/78).  

B. Vorbemerkungen / Prozessuales 

1. Mit den vorliegenden Berufungen nicht angefochten werden die Dispositivzif-
fern 1 bis 3, 7, 8, 10 und 11 des vorinstanzlichen Entscheides vom 16. Juli 2018 

(Urk. 63 S. 2; Urk. 80/63 S. 2-4). Die Rechtskraft der nicht angefochtenen Disposi-

tivziffern ist vorzumerken.  

2. Betreffend die summarische Natur des vorliegenden Eheschutz(berufungs)-
verfahrens und die Mitwirkungsobliegenheit der Parteien kann vorweg auf die zu-

treffenden vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden (Urk. 64 S. 7). Weil 

die betreffenden Tatsachen mithin lediglich glaubhaft zu machen sind, ist es zu-

lässig, auf die Zusicherungen eines Ehegatten abzustellen, wenn dieser glaub-

würdig erscheint und seine Darstellung plausibel ist (Six, Eheschutz, Ein Hand-

buch für die Praxis, 2. A., Bern 2014, S. 1 mit weiteren Hinweisen). Die Mitwir-

kungsobliegenheit gilt im Übrigen verstärkt bei anwaltlicher Vertretung beider Par-

teien (OGer ZH LY120054 vom 27.05.2013, E. 1.5; vgl. auch BGE 141 III 569 

E. 2.3.1 und 2.3.2).  

3. Das Berufungsverfahren ist ein eigenständiges Verfahren (BGE 142 III 413 
E. 2.2.1). Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine un-

richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und 

Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-

senheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1).  

- 16 - 

4. Im Berufungsverfahren sind neue Vorbringen lediglich beschränkt zulässig. 
Zulässig sind neue Tatsachenbehauptungen und Beweismittel nur dann, wenn sie 

trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konn-

ten (und ohne Verzug vorgebracht werden; Art. 317 Abs. 1 ZPO). Dies gilt nicht 

für Verfahren, welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unterstehen. Hier 

können die Parteien Noven vorbringen, selbst wenn die Voraussetzungen von 

Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349 E.4.2.1).  

5. Sind, wie vorliegend, sowohl Kinder- als auch Ehegattenunterhaltsbeiträge 
festzulegen, ist eine gemeinsame Berechnung durchzuführen (Six, a.a.O., S. 104, 

N 2.61), zumal die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners nur 

einheitlich ermittelt werden kann. Daran ändert nichts, dass im Ergebnis unter 

neuem Unterhaltsrecht der Unterhaltsanspruch des Ehegatten nach Art. 163 ZGB 

klar vom Unterhaltsanspruch der Kinder nach Art. 276 i.V.m. Art. 285 ZGB zu un-

terscheiden ist (vgl. Urk. 64 S. 13). Somit schlägt die uneingeschränkte Untersu-

chungsmaxime auch hinsichtlich der Ermittlung der (möglichen) Ehegattenunter-

haltsbeiträge durch (vgl. OGer ZH LE170035 vom 8.12.2017, S. 11). Damit gilt die 

gelockerte Novenschranke vorliegend umfassend. Somit sind im Berufungsver-

fahren sämtliche Noven zu hören, auch wenn sie bereits vor Vorinstanz hätten 

vorgebracht werden können.  

C. Unterhaltsbeiträge 

1. Einkommen der Gesuchstellerin 

1.1. Die Vorinstanz erwog, es könne keine Rede davon sein, dass die vorhande-
nen finanziellen Mittel für die Befriedigung der Bedürfnisse der Familie nicht aus-

reichten. Demnach könne der Gesuchstellerin kein hypothetisches Einkommen 

angerechnet werden. Selbst wenn die finanziellen Mittel nicht ausreichten, könne 

der Gesuchstellerin als Hauptbetreuungsperson von sechs Kindern nicht zugemu-

tet werden, einer Nebenbeschäftigung nachzugehen. Dies zumindest solange 

nicht, als dass das jüngste Kind noch nicht 12-jährig sei. Zu diesem Zeitpunkt 

werde die Gesuchstellerin sich hingegen in einem Alter befinden, da ihr die Auf-

nahme einer Arbeit mit Blick auf die Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr mög-

- 17 - 

lich sein werde. Ebenfalls nicht anzurechnen seien der Gesuchstellerin die Ein-

künfte von der Kinderkleiderbörse in K._____, welche sie nach glaubhafter Dar-

stellung nur deshalb erwirtschaftet habe, weil die vom Gesuchsgegner bezahlten 

Unterhaltsbeiträge zu knapp gewesen seien. Für den vorliegenden Entscheid sei 

der Gesuchstellerin entsprechend kein monatliches Erwerbseinkommen anzu-

rechnen (Urk. 64 S. 15).  

1.2. Der Gesuchsgegner akzeptiert nunmehr, dass der Gesuchstellerin jedenfalls 
für das Eheschutzverfahren kein hypothetisches Einkommen angerechnet werden 

soll. Er beanstandet hingegen, dass die Vorinstanz ihr das bereits erwirtschaftete 

Einkommen nicht angerechnet habe. Laut eigenen Angaben verfüge die Gesuch-

stellerin über ein monatliches Einkommen von Fr. 200.– im Rahmen von Aushil-

feeinsätzen in der Kinderkleiderbörse in K._____. Gemäss ihrer Steuererklärung 

habe sie für das Jahr 2017 ein Jahresnettoeinkommen von Fr. 4'000.–, mithin 

Fr. 333.– pro Monat ausgewiesen. Da sie selber angebe, auch weiterhin in der 

Kinderkleiderbörse tätig zu sein, und es ausgewiesen sei, dass sie bereits im Jahr 

2017 Fr. 333.– pro Monat erwirtschaftet habe, sei ihr dieser Lohn auch weiterhin 

anzurechnen (Urk. 80/63 S. 4 f.).  

1.3. Die Gesuchstellerin hält demgegenüber daran fest, dass ihr das minimale 
Einkommen von Fr. 200.– monatlich nicht angerechnet werde, weil es ihr als 

Hauptbetreuungsperson von sechs Kindern nicht zugemutet werden könne, einer 

Nebenbeschäftigung nachzugehen (Urk. 80/73 S. 3).  

1.4. Laut Steuererklärung 2017 erzielte die Gesuchstellerin in diesem Jahr 
Fr. 4'040.– (Urk. 55/15 S. 2) bzw. gerundet Fr. 337.– pro Monat. Aus der Bestäti-

gung der Kinderkleiderbörse K._____ vom 31. Oktober 2017 geht hervor, dass 

der Gesuchstellerin für ihre Aushilfe in der Börse seit Ende August 2018 (recte: 

2017 [vgl. Urk. 28 S. 13]) Fr. 2'380.– ausbezahlt worden seien (Urk. 30/24). Vor 

Vorinstanz bezog die Gesuchstellerin dieses Einkommen jedenfalls in der Höhe 

von Fr. 200.– in ihre Unterhaltsberechnung mit ein (Urk. 28 S. 13 f.). Zudem stell-

te sie nicht in Abrede, diese Einkünfte weiterhin zu generieren (Urk. 80/73 S. 3). 

Das Jüngste der sechs Kinder der Parteien, J._____, geboren am tt.mm.2010, ist 

mittlerweile achtjährig. Gemäss der Schulstufenregel des Bundesgerichts wäre 

- 18 - 

der Gesuchstellerin ab der obligatorischen Einschulung, d.h. im Kanton Zürich ab 

Kindergarteneintritt, ein 50 %-iges Arbeitspensum zuzumuten (BGE 144 III 481, 

E. 4.7). Allerdings haben die Parteien sechs Kinder im Alter zwischen acht und 

bald 17 Jahren, weshalb vorliegend ein halbes Pensum übersetzt wäre. Es recht-

fertigt sich jedoch, der Gesuchstellerin wenigstens das von ihr anerkannte Ein-

kommen von Fr. 200.– pro Monat anzurechnen, zumal sie dieses weiterhin erzielt. 

Dies nicht zuletzt auch angesichts der Einkommensreduktion seitens des Ge-

suchsgegners per Juni 2019 (vgl. nachstehend). Es erscheint im Übrigen glaub-

haft, dass die Gesuchstellerin das höhere Einkommen im Jahr 2017 deshalb ge-

nerierte, weil die vom Gesuchsgegner bezahlten Unterhaltsbeiträge zu knapp ge-

wesen seien (Urk. 28 S. 13 Rz. 42). 

2. Einkommen des Gesuchsgegners 

2.1. Die Vorinstanz zog in Betracht, das Einkommen des Gesuchsgegners sei in 
den vergangenen Jahren schwankend gewesen. Im Jahr 2014 habe er monatlich 

rund Fr. 34'900.–, im Jahr 2015 rund Fr. 33'000.– und im Jahr 2016 gerundet 

Fr. 32'250.– verdient. Im Jahr 2017 habe er die Stelle gewechselt. Bis und mit 

August 2017 habe er rund Fr. 29'000.– pro Monat (einschliesslich Cash Bonus) 

eingenommen. Seit September 2017 arbeite er bei der L._____ AG (fortan 

L._____), wo er ein Einkommen von rund Fr. 21'000.– monatlich generiere. Da-

neben erziele er noch ein Einkommen von zirka Fr. 1'500.– pro Monat bei der 

M._____ SA. Das ergebe gerundet ein durchschnittliches Monatseinkommen von 

Fr. 27'800.– im Jahr 2017. Bezüglich des Jahres 2018 lägen noch keine definiti-

ven Zahlen vor. Laut Arbeitsvertrag und Zusatzvereinbarung erhalte der Ge-

suchsgegner ein Einkommen von jährlich Fr. 300'000.– brutto, zuzüglich eines 

Cash Bonus von Fr. 150'000.– und einer Entschädigung für entgangene Mitarbei-

teraktien im Wert von Fr. 50'000.–. Gestützt auf die eingereichten Lohnabrech-

nungen werde dem Gesuchsgegner hochgerechnet ein monatliches Nettoein-

kommen von gerundet Fr. 36'000.– ausbezahlt. Weil der Gesuchsgegner, auch 

auf entsprechende Nachfrage des Einzelrichters, nicht habe darlegen können, in 

welchem Umfang den an ihn ausbezahlten Pauschalspesen effektive Kosten ge-

genüberstünden, seien diese Spesen entsprechend als Einkommen zu berück-

- 19 - 

sichtigen. Da davon auszugehen sei, dass der Gesuchsgegner seine gut bezahlte 

Stelle bei der N._____ AG nicht gekündigt hätte, wenn er nicht mit einer Steige-

rung seines Einkommens gerechnet hätte, sei davon auszugehen, dass sich sein 

Einkommen in Zukunft, d.h. für die Jahre 2019 und folgende, in der Nähe des im 

Jahr 2018 zu erwirtschaftenden Einkommens bewegen werde. Selbst wenn dies 

nicht der Fall wäre, was der Gesuchsgegner nicht habe glaubhaft machen kön-

nen, werde er alleine im Jahr 2019 bereits mit Sicherheit sein Jahreseinkommen 

von Fr. 300'000.– brutto sowie abermals eine Entschädigung für entgangene Mit-

arbeiteraktien erhalten, womit er alleine dadurch rund Fr. 26'250.– monatlich er-

wirtschafte. Damit sei er aber in der Lage, den Bedarf der Gesuchstellerin und der 

Kinder ohne weiteres zu decken. Sollte sein Einkommen nachweislich unter 

Fr. 25'000.– pro Monat fallen, stehe es ihm frei, eine Abänderung des vorliegen-

den Entscheides zu beantragen. Bis zu dieser Schwelle sollte es ihm jedoch mög-

lich sein, den erweiterten Bedarf aller Familienmitglieder zu decken. Es sei nicht 

glaubhaft, dass der Gesuchsgegner, wie er geltend gemacht habe, gezwungen 

gewesen sei, eine neue Stelle zu finden, zumal nicht ersichtlich sei, weshalb die 

L._____ für die Übernahme eines Mitarbeiters, der ohnehin gekündigt hätte, eine 

Ablösungssumme bezahlen sollte. Was die vorgebrachte schlechte wirtschaftliche 

Lage der L._____ betreffe, gehe aus den eingereichten Unterlagen hervor, dass 

die Firma im ersten Halbjahr 2018 keinerlei operativen Umsätze erwirtschaftet 

habe. Sobald das Geschäft jedoch operative Umsätze erwirtschafte, was jederzeit 

sein könne, werde der Umsatz voraussichtlich massiv steigen. Nicht stichhaltig 

seien auch die Ausführungen des Gesuchsgegners, wonach der Bonus 2018 

nicht als Einkommen berücksichtigt werden könne, weil er für den Kauf eines 

Fahrzeuges und die Bezahlung von Steuern verwendet worden sei. Das Geld sei 

dem Gesuchsgegner als Einkommen zugeflossen. Wenn dieser seine liquiden 

Mittel zur Anschaffung von illiquiden Vermögenswerten (vorliegend ein Fahrzeug) 

verwenden wolle, stehe ihm das frei, könne aber nicht zu einer Reduktion des an-

rechenbaren Einkommens führen. Nach dem Gesagten sei dem Gesuchsgegner 

für das Jahr 2017 ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 27'800.– pro Monat 

und für die Zeit ab dem 1. Januar 2018 ein Einkommen von Fr. 36'000.– pro Mo-

nat anzurechnen (Urk. 64 S. 15 ff.).  

- 20 - 

2.2. Der Gesuchsgegner beanstandet im Wesentlichen, auf seine Einkommens-
verhältnisse bei der N._____ dürfe - entgegen der Vorinstanz - nicht mehr abge-

stellt werden. Er könne nicht mehr zur N._____ zurückkehren und den gleichen 

Lohn verdienen wie in den Jahren 2014, 2015 und 2016. Massgebend für das vor-

liegende Verfahren sei einzig und allein das bei der L._____ seit September 2017 

erwirtschaftete Einkommen. Er habe eine neue Stelle suchen müssen, weil er an-

sonsten bei der N._____ entlassen worden wäre. Es sei notorisch, dass Gross-

banken zahlreiche Stellen im mittleren und oberen Kader strichen, um dadurch 

Einsparungen zu bewirken. Richtig sei, dass er von seiner aktuellen Arbeitgebe-

rin, der L._____, einen Einmalbonus von Fr. 150'000.– brutto zugesichert erhalten 

habe. Die Argumentation der Vorinstanz leuchte jedoch nicht ein, wonach nicht 

ersichtlich sei, weshalb die L._____ für die Übernahme eines Mitarbeiters, der 

ohnehin gekündigt hätte, eine Ablösesumme hätte bezahlen sollen. Selbstver-

ständlich habe er der L._____ nicht erzählt, dass seine Anstellung bei der 

N._____ auf der Kippe gestanden habe. Die Aktien zum Marktwert von 

Fr. 50'000.– seien ihm lediglich dreimal je per 30. Juni 2018, 2019 und 2020 zu-

gesichert worden, wobei er bis heute die erste Tranche nicht erhalten habe. Es 

könne, entgegen der vorinstanzlichen Auffassung, daher nicht für sämtliche 

Folgejahre von der Zuteilung dieser Aktien ausgegangen werde. Die monatlichen 

Pauschalspesen im Umfang von Fr. 1'750.– könnten ihm nicht als Einkommen 

angerechnet werden, da dieser Betrag für Spesen unter Fr. 50.– effektiv ver-

braucht werde und er gerade nicht verpflichtet sei, dafür Quittungen zu sammeln. 

Solches sei notorisch. Entgegen der Vorinstanz seien vom Bruttoeinkommen ins-

gesamt Abzüge von 19.5 % vorzunehmen. Damit belaufe sich sein monatliches 

Nettoeinkommen auf Fr. 18'716.25. Im Februar 2018 habe er einen Nettobonus 

von Fr. 120'539.05 ausbezahlt erhalten, womit er ein grösseres Fahrzeug für 

Fr. 61'624.– gekauft habe. Er habe glaubhaft gemacht, dass er nach der Tren-

nung der Familie auf dieses Fahrzeug angewiesen sei, um mit den sechs Kindern 

nicht nur in die Ferien nach Silvaplana zu verreisen, sondern auch sonst umher-

zufahren. Insgesamt sei somit seinerseits von einer verbleibenden Leistungsfä-

higkeit von Fr. 23'716.25 pro Monat und nicht Fr. 36'000.– auszugehen. Sollte er 

die vertraglich zugesicherten Aktien im Marktwert von Fr. 50'000.– noch erhalten, 

- 21 - 

wäre ihm ein Nettobetrag von Fr. 3'886.45 pro Monat für die Jahre 2018, 2019 

und 2020 als Einkommen anzurechnen. Entgegen der Vorinstanz seien ihm die 

Nebeneinkünfte aus seiner Tätigkeit für die Liquidation der Gesellschaft M._____ 

SA im Umfang von zirka Fr. 1'500.– pro Monat nicht zusätzlich als Einkommen 

anzurechnen. Für das Jahr 2017 könne nicht auf einen Durchschnittswert seiner 

Einkünfte bei seiner alten Arbeitgeberin, der N._____, und jener der L._____ ab 

September 2017 abgestellt werden, zumal das Eheschutzbegehren den Zeitraum 

ab 15. Juni 2017 beschlage. Der im Februar 2017 ausbezahlte Cash Bonus von 

Fr. 100'800.– habe hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit im vorliegenden Ehe-

schutzverfahren ab 15. Juni 2017 keine Bedeutung. Ab Auflösung des gemein-

samen Haushalts bis 31. Dezember 2017 habe sein Einkommen Fr. 17'882.00 

monatlich betragen. Für das Jahr 2018 sei von einem Einkommen von 

Fr. 27'602.– pro Monat, für die Jahre 2019 und 2020 von einem solchen von 

Fr. 22'602.– und ab Januar 2021 von Fr. 18'716.– auszugehen. Bonuszahlungen 

für die Jahre 2019 ff. seien nicht zugesichert und vollkommen unsicher. Er habe 

glaubhaft dargetan, dass die Zahlen der L._____ aktuell defizitär seien und daher 

eine Bonuszahlung äusserst unwahrscheinlich sei. Dem Umstand, dass ein Bo-

nus inskünftig gleichwohl bezahlt werden könnte, sei mit einer Bonusklausel 

Rechnung zu tragen, wonach die Gesuchstellerin und die Kinder daran zu einem 

bestimmten Anteil partizipieren sollten, namentlich bis zur Erreichung der Ober-

grenze ihres gebührenden Bedarfes (Urk. 80/63 S. 5-11). Im Verlauf des Beru-

fungsverfahrens führte der Gesuchsgegner mit Schreiben vom 27. Dezember 

2018 neu aus, es sei ihm seitens der L._____ im Rahmen einer Sitzung am 

29. November 2018 die Kündigung seines Arbeitsverhältnisses in der ersten Hälf-

te des Jahres 2019 in Aussicht gestellt worden, was in der Folge mit Schreiben 

vom 4. Dezember 2018 schriftlich bestätigt worden sei. Angesichts seines Alters 

von 57 Jahren sowie mit Blick auf die Bankenkrise werde er keine neue Anstel-

lung finden und das Maximum an Arbeitslosenentschädigung (Fr. 8'794.– netto 

pro Monat) erhalten (Urk. 78; Urk. 79). Ferner brachte der Gesuchsgegner vor, 

dass ihm im Januar 2019 Fr. 46'875.– netto von der L._____ ausbezahlt worden 

seien. Weitere Beiträge oder die Überweisung von Aktien im Umfang von 

Fr. 50'000.– würden von der L._____ hingegen nicht anerkannt, so dass diese 

- 22 - 

Beträge nicht als Einkommen berücksichtigt werden dürften (Urk. 83; Urk. 84/1-2). 

Mit Schreiben vom 21. Februar 2019 teilte der Gesuchsgegner alsdann mit, dass 

ihm nunmehr tatsächlich mit Kündigungsschreiben vom 21. Februar 2019 auf den 

31. Mai 2019 von der L._____ gekündigt worden sei. Er sei per sofort freigestellt 

worden und werde bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses seinen Fixlohn 

bei der L._____ einschliesslich anteilsmässigem Anteil am 13. Monatslohn bezie-

hen. Weitere Vergütungen erfolgten nicht mehr. Per 1. Juni 2019 werde er ar-

beitslos sein. Die Kündigung stelle für ihn, wobei ihm vor rund zwei Jahren bereits 

bei der N._____ die Kündigung nahegelegt worden sei, einen bedeutsamen fi-

nanziellen und auch emotionalen Einschnitt dar. Mit Blick auf das Kontaktverbot 

der L._____ zu potentiellen Geschäftspartnern und Kunden derselben sowie die 

schlechte Marktlage im Bankensektor und sein Alter sehe er im aktuellen Zeit-

punkt kaum Chancen für sich auf dem Arbeitsmarkt (Urk. 87; Urk. 88). Mit Zu-

schrift vom 15. Mai 2019 gab der Gesuchsgegner schliesslich seine Anmeldung 

zur Arbeitsvermittlung vom 7. Mai 2019 bekannt (Urk. 95; Urk. 96/1-3).  

2.3. Die Gesuchstellerin hält entgegen, die Umstände des Stellenwechsels des 
Gesuchsgegners von der N._____ zur L._____ seien nicht relevant, weil er nach 

wie vor leistungsfähig sei und insbesondere in den ersten Monaten des Jahres 

2018 in der Lage gewesen sei, Fr. 16'956.– Unterhaltsbeiträge pro Monat zu be-

zahlen. Die aktuelle Arbeitgeberin habe einen Bonus von Fr. 150'000.– brutto zu-

gesichert und in der Folge im Betrag von Fr. 138'000.– brutto bereits ausbezahlt. 

Der Gesuchsgegner habe nicht glaubhaft machen können, dass er ab 2021 keine 

Aktienzuteilungen im Wert von jährlich Fr. 50'000.– mehr erhalten werde. Der Ar-

beitnehmer müsse denn auch nicht davon ausgehen, dass sich seine Entlohnung 

im Laufe der Anstellung insgesamt verringere. Auch aus der Berufungseingabe 

sei nicht ersichtlich, weshalb Pauschalspesen im Umfang von Fr. 1'750.– pro Mo-

nat nicht als Einkommensbestandteil angerechnet werden sollten, zumal nicht ge-

nau dargelegt worden sei, für welche effektiven Kosten diese verwendet würden. 

Der im Jahr 2018 ausbezahlte Bonus von Fr. 150'000.– sei vollumfänglich als 

Einkommen anzurechnen. Investitionen in ein neues Auto seien nicht aus dem 

Einkommen zu finanzieren. Für das Jahr 2018 sei daher am vorinstanzlich ermit-

telten monatlichen Einkommen von Fr. 36'000.– festzuhalten. Die Vorinstanz ha-

- 23 - 

be einzig für das Jahr 2017 festgehalten, dass das Einkommen der M._____ SA 

im Jahr 2017 Fr. 1'500.– pro Monat betragen habe. Für das Jahr 2018 sei keine 

Anrechnung mehr erfolgt. Es sei nicht ersichtlich, weshalb für das Jahr 2017 nicht 

insgesamt auf das Jahreseinkommen abgestellt werden sollte. Es habe nicht 

glaubhaft gemacht werden können, weshalb die vertraglich zugesicherten Boni 

bereits für das Jahr 2019 ff. unsicher sein sollten. Insbesondere könne aus dem 

dazu einzig ins Recht gelegten Dokument zum aktuellen Geschäftsgang der Ar-

beitgeberin keine Prognose für die Zukunft abgeleitet werden (Urk. 80/73 S. 4 ff.). 

Es sei nicht davon auszugehen, dass der Gesuchsgegner, sollte ihm tatsächlich 

gekündigt werden, bald arbeitslos werden würde. Mit der Anstellung bei der 

L._____ habe er nämlich den Nachweis erbracht, dass ein Stellenwechsel in der 

Bankenbranche auch im Jahr 2018 (recte: 2017) noch möglich gewesen sei. Auf-

grund der im Raum stehenden Kündigung habe der Gesuchsgegner ab sofort den 

Nachweis zu erbringen, dass er sich - für den Fall der tatsächlichen Kündigung - 

um eine adäquate Anschlusslösung, d.h. eine Anstellung mit denselben Anstel-

lungsbedingungen bemühe (Urk. 85). Wohl sei nunmehr die Kündigung durch die 

L._____ per 31. Mai 2019 tatsächlich erfolgt, das heisse aber noch lange nicht, 

dass der Gesuchsgegner ab Juni 2019 tatsächlich arbeitslos sei. Vielmehr sei er 

freigestellt und dementsprechend aufgefordert, sich ab sofort um eine Arbeit zu 

bemühen, um weiterhin dasselbe Einkommen zu erzielen (Urk. 92). Hätte der Ge-

suchsgegner sich hinreichend um eine Arbeitsstelle bemüht, hätte er zweifelsoh-

ne eine solche gefunden. Arbeitsbemühungen, die dem RAV genügten, damit Ar-

beitslosengeld ausgerichtet würde, genügten jedoch nicht, um der Anrechnung 

eines hypothetischen Einkommens, das für eine achtköpfige Familie benötigt 

werde, auszuweichen. Zudem sei das Begehren des Gesuchsgegners unsubstan-

tiiert geblieben. Insbesondere habe er in keiner Weise dargetan, wie seiner Mei-

nung nach die Kündigung betragsmässig zu berücksichtigen wäre (Urk. 98).  

2.4.1. Zwar sind die Unterhaltsbeiträge ab dem Getrenntleben der Parteien 
per 15. Juni 2017 festzulegen. Zur Berechnung der massgeblichen Einkünfte des 

Gesuchsgegners ist indes, wie dies die Vorinstanz richtigerweise getan hat 

(Urk. 64 S. 15), gleichwohl auf das durchschnittliche Einkommen abzustellen, 

welches der Gesuchsgegner von Januar 2017 bis und mit August 2017 bei der 

- 24 - 

N._____ (einschliesslich eines Cash Bonus; Urk. 36/11) und hernach ab Septem-

ber 2017 bei der L._____ erzielte. Zum Nettoeinkommen gehören nicht nur der 

feste Lohnbestandteil, sondern auch effektiv bezahlte Boni. Ein 13. Monatslohn ist 

anteilsmässig zum monatlichen Nettoeinkommen hinzuzurechnen, unabhängig 

davon, wann er ausbezahlt wird. Das gilt auch für Bonuszahlungen (Six, a.a.O., 

S. 132 f., Rz. 2.128 m.w.H.).  

2.4.2. Die Vorinstanz rechnete dem Gesuchsgegner die an ihn durch die 
L._____ ausbezahlten Pauschalspesen in der Höhe von Fr. 1'750.– monatlich als 

Einkommen an, weil er - trotz entsprechender Nachfrage - nicht dargetan habe, in 

welchem Umfang diesen Spesen effektive Kosten gegenüberstünden (Urk. 64 

S. 16). Spesen gehören dann nicht zum Einkommen, wenn damit reale Auslagen 

ersetzt werden, die dem Arbeitnehmer-Ehegatten entstehen. Ist das nicht der Fall, 

so muss der Spesenersatz unabhängig von der arbeitsvertraglichen Regelung wie 

ein Lohnbestandteil behandelt werden (ZK-ZGB-Bräm/Hasenböhler, N 72 zu 

Art. 163). Pauschalspesen können bei leitenden Angestellten zur Deckung von 

mit der Arbeit, insbesondere Repräsentationspflichten und Kundenakquisition, 

verbundenen Kleinauslagen dienen, deren detaillierte Belegung einen unverhält-

nismässigen Aufwand erfordern würde. In diesem Fall stellen Pauschalspesen als 

blosser Auslagenersatz grundsätzlich keinen Einkommensbestandteil dar. Bei 

Pauschalspesenvergütungen kann es sich aber immer auch um verdeckte Lohn-

zahlungen (frei von Abzügen und Steuern) handeln. Auf jeden Fall muss substan-

tiiert und hinreichend glaubhaft gemacht werden, was für Auslagen tatsächlich an-

fallen. Dazu genügt die Einreichung eines generellen Spesenreglements allein 

nicht. Der Gesuchsgegner führte vor Vorinstanz lediglich in pauschaler Art und 

Weise aus, alles unter Fr. 50.– müsse er selber berappen, und da er viel reise, sei 

das relativ viel. Jedes Taxi, jedes Uber-Fahrzeug und jeden Kaffee. Auch Essen 

unter Fr. 50.– müsse er selbst bezahlen (Prot. I = Urk. 56 S. 16; vgl. auch Urk.  35 

S. 32). Im Berufungsverfahren liess er ergänzend darlegen, er sei für die L._____ 

mehrmals im Monat in den USA und in verschiedenen Ländern Europas. Er ver-

bringe viel Zeit an den Flughäfen, wo er esse und trinke und aus den Spesenpau-

schalen diese Ausgaben begleiche. Des Weiteren fahre er mit unterschiedlichen 

Transportmitteln in den USA umher, welche Kosten ebenfalls von diesen Pau-

- 25 - 

schalspesen berappt werden müssten. Dasselbe gelte für Taxifahrten. Zudem ge-

he er mit Kunden, anderen Kundenberatern und Mitarbeitenden der L._____ so-

wohl in Amerika wie auch in der Schweiz Mittagessen. Auch diese Kosten, welche 

unter Fr. 50.– pro Ereignis fielen, seien von diesen Pauschalspesen zu bezahlen. 

Dies gehe aus dem Zusatzreglement in Bezug auf die Pauschalspesen hervor 

und sei im Übrigen bei auslandreisenden Bankangestellten notorisch (Urk. 80/63 

S. 7).  

Spätestens nach dem abschlägigen Entscheid der Vorinstanz vom 16. Juli 2018 

hätte der Gesuchsgegner seine angeblichen tatsächlichen Auslagen näher kon-

kretisieren sowie (wenigstens beispielhaft) einige aktuellen Quittungen betreffend 

diese - im Rahmen seines Arbeitsverhältnisses nicht zu belegenden - Kleinstspe-

sen unter Fr. 50.– beibringen können. Die dem Gesuchsgegner von der L._____ 

monatlich ausbezahlte Spesenpauschale in der Höhe von Fr. 1'750.– erscheint 

sodann reichlich hoch. Es ist allerdings auch notorisch, dass dem Gesuchsgegner 

mit Blick auf seine häufigen Geschäftsauslandreisen gewisse von der L._____ 

nicht vergütete Kleinspesen anfallen dürften. So steht denn auch im Zusatzspe-

senreglement geschrieben, dass den leitenden Angestellten im Rahmen ihrer ge-

schäftlichen Tätigkeit vermehrt Auslagen für Repräsentation und Pflege von Kun-

denbeziehungen erwachsen würden (Urk. 36/16 S. 1). Mangels Belegen rechtfer-

tigt es sich ermessens- und erfahrungsgemäss, dem Gesuchsgegner hierfür je-

denfalls einen pauschalen Betrag von Fr. 500.– pro Monat zuzugestehen. Die 

restlichen Fr. 1'250.– der vergüteten Pauschalspesen sind ihm demgegenüber als 

Einkommen anzurechnen.  

2.4.3. Betreffend das Jahr 2017 rechnete die Vorinstanz dem Gesuchsgegner 
das von diesem erzielte Nebeneinkommen bei der M._____ SA von zirka 

Fr. 1'500.– pro Monat als zusätzliches Einkommen an (Urk. 64 S. 15). Der Ge-

suchsgegner war neun Jahre im Verwaltungsrat dieser Firma tätig (Prot. I = 

Urk. 56 S. 16). Weil er diese Nebeneinkünfte jahrelang tatsächlich erzielte 

(Urk. 36/18; Urk. 6/4, /19), sind sie ihm jedenfalls betreffend das Jahr 2017 auch 

als Einkommen anzurechnen (Effektivitätsprinzip). Zwar war er im Zeitpunkt der 

vorinstanzlichen Hauptverhandlung vom 9. Juli 2018 immer noch für die M._____ 

- 26 - 

tätig, jedoch sollte er lediglich noch deren Liquidation abschliessen (Prot. I = 

Urk. 56 S. 16). Es rechtfertigt sich daher, ihm dieses Nebeneinkommen mit der 

Vorinstanz lediglich - aber immerhin - für das Jahr 2017, nicht aber das Jahr 2018 

in Anrechnung zu bringen, was die Gesuchstellerin denn auch nicht beanstandete 

(Urk. 80/73 S. 8).  

2.4.4. Bei der N._____ erzielte der Gesuchsgegner durchschnittliche Einkünf-
te (ohne Kinderzulagen) in der Höhe von gerundet Fr. 29'000.– pro Monat 

(Urk. 64 S. 15; Urk. 36/11). Darin enthalten sind Fr. 1'200.– Pauschalspesen, zu-

mal der anwaltlich vertretene Gesuchsgegner mit keinem Wort dargetan hat, in-

wiefern diesen Spesen effektive Auslagen im Rahmen seiner Tätigkeit bei der 

N._____ gegenüberstanden, und auch kein Spesenreglement beibrachte 

(Urk. 80/63 S. 10; Urk. 35 S. 31). Bei der L._____ verdiente der Gesuchsgegner 

von September bis Ende Dezember 2017 gemäss Lohnausweis insgesamt 

Fr. 78'163.– netto (Urk. 36/14). Dazu sind die Pauschalspesen von insgesamt 

Fr. 5'000.– (4 mal Fr. 1'250.–) hinzuzuzählen. Dementsprechend ist von einem 

monatlichen Einkommen des Gesuchsgegners in der Höhe von Fr. 20'790.– pro 

Monat auszugehen (Fr. 83'163.– : 4). Ausserdem ist das bei der M._____ erzielte 

Zusatzeinkommen in der Höhe von Fr. 1'500.– pro Monat hinzuzuzählen. Insge-

samt bleibt es somit bei dem von der Vorinstanz ermittelten durchschnittlichen ge-

rundeten Monatseinkommen von Fr. 27'800.– im Jahr 2017 (Fr. 244'000.– [8 x 

{Fr. 29'000.– + Fr. 1'500.–}] + Fr. 89'160.– [4 x {Fr. 20'790.– + Fr. 1'500.–}] = 

Fr. 333'160.– : 12 = Fr. 27'763.–).  

2.4.5. Betreffend das Jahr 2018 ist von folgenden Einkünften auszugehen: 
Gemäss Arbeitsvertrag und Zusatzvereinbarung mit der L._____ erhielt der Ge-

suchsgegner ein jährliches Einkommen von Fr. 300'000.– brutto zuzüglich eines 

einmaligen Cash Bonus von Fr. 150'000.– (Urk. 36/12; Urk. 36/17). Vom Brutto-

einkommen sind Fr. 6'000.– (12 x Fr. 500.–) für effektive Auslagen in Abzug zu 

bringen. Eine Entschädigung für entgangene Mitarbeiteraktien im Wert von 

Fr. 50'000.– brutto erhielt der Gesuchsgegner demgegenüber erst mit dem Janu-

arlohn 2019 ausbezahlt (vgl. Urk. 36/17, Ziffer 2.b; Urk. 83 und Urk. 84/1, /2). Für 

das Jahr 2018 ist diese Entschädigung - entgegen der Vorinstanz (Urk. 64 S. 16) - 

- 27 - 

somit nicht miteinzubeziehen. Dem Gesuchsgegner ist sodann dahingehend bei-

zupflichten, dass die Vorinstanz die Sozialabzüge mit zirka 10 % zu gering be-

messen hat (Urk. 64 S. 16). Diese belaufen sich vielmehr auf 19,5 % (Urk. 80/63 

S. 8; Urk. 53/26). Es ergibt sich somit für das Jahr 2018 ein massgebliches Netto-

einkommen von rund Fr. 29'785.– pro Monat (Fr. 444'000.– Bruttojahreseinkom-

men - Fr. 86'580.– [19.5 % Sozialabgaben] : 12).  

Wenn der Gesuchsgegner bezüglich des ihm im Februar 2018 ausbezahlten Bo-

nus(anteils) von Fr. 138'750.– brutto (Urk. 53/26), wie bereits vor Vorinstanz, gel-

tend machen will, er habe daraus für Fr. 61'624.– ein familientaugliches Fahrzeug 

der Marke Hyundai gekauft, mit welchem er mit seinen sechs Kindern nicht nur in 

die Ferien nach Silvaplana verreisen, sondern auch sonst umherfahren könne, 

womit er sicher nicht über die Stränge geschlagen habe, weshalb ihm dieser Be-

trag vom Einkommen abzuziehen sei (Urk. 80/63 S. 8; Prot. I = Urk. 56 S. 10 und 

17; Urk. 53/24), ist er damit nicht zu hören. Vielmehr ist mit der Vorinstanz 

(Urk. 64 S. 17 unten) davon auszugehen, dass der Bonus dem Gesuchsgegner 

als Einkommen zugeflossen ist, zumal es sich beim angeschafften Auto nicht um 

ein Kompetenzstück handelt. Das neue grossfamilientaugliche Fahrzeug hätte der 

Gesuchsgegner aus seinem Vermögen finanzieren können und müssen. Ob er für 

sich und die sechs Kinder nach dem Getrenntleben tatsächlich ein grösseres 

Fahrzeug anschaffen musste (vgl. Urk. 80/63 S. 8; Urk. 80/73 S. 7 f.), kann somit 

dahingestellt bleiben. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist denn auch vom 

vertraglich vereinbarten Cash Bonus von Fr. 150'000.– brutto (Urk. 36/17) auszu-

gehen und nicht von dem im Februar 2018 vergüteten Anteil von Fr. 138'750.– 

brutto (Urk. 80/63 S. 8; Urk. 80/73 S. 5). Die Vorinstanz rechnete daher (im Rah-

men des anhand der aktenkundigen Lohnabrechnungen Februar, März, April und 

Juni 2018 [Urk. 53/26] hochgerechneten Jahreseinkommens) zu Recht den Bo-

nusausstand von Fr. 11'250.– mit ein (Urk. 64 S. 16). Dies drängt sich nicht zu-

letzt deshalb auf, weil der Gesuchsgegner die Lohnabrechnungen für das Jahr 

2018 nicht vollständig edierte, obschon ihm dies im Berufungsverfahren und be-

züglich der Lohnabrechnungen Januar und Mai 2018 auch bereits vor Vorinstanz 

möglich gewesen wäre (vgl. auch Prot. I = Urk. 56 S. 18).  

- 28 - 

2.4.6. Mit Schreiben der L._____ vom 21. Februar 2019 wurde dem Ge-
suchsgegner, wie bereits anfangs Dezember 2018 in Aussicht gestellt (vgl. 

Urk. 79; Urk. 84/1), nunmehr per 31. Mai 2019 gekündigt (Urk. 88). Mit dem Janu-

arlohn 2019 erhielt er unpräjudiziell die ihm gemäss side letter vom 31. Mai 2017 

(Urk. 36/17, Ziffer 2.b) zugesicherte, per 30. Juni 2018 fällig gewordene Entschä-

digung für entgangene Mitarbeiteraktien im Wert von Fr. 50'000.– brutto bzw. 

Fr. 46'875.– netto ausbezahlt (Urk. 83 und Urk. 84/1, 2). Wie es sich mit den Bo-

nuszahlungen und weiteren Entschädigungen für entgangene Mitarbeiteraktien 

verhält, braucht nach der Kündigung nun nicht mehr geprüft zu werden, zumal 

solche Vergütungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr ge-

schuldet sind (vgl. Urk. 36/17, Ziffer 2.a und 3; Urk. 78 S. 2). Den 13. Monatslohn 

bekommt der Gesuchsgegner bis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit der 

L._____ per 31. Mai 2019 hingegen anteilsmässig vergütet (Urk. 88 Ziffer 3).  

Im Januar 2019 erhielt der Gesuchsgegner Fr. 67'174.05 ausbezahlt (Urk. 84/2). 

Davon sind, wie erwähnt, ermessensgemäss Fr. 500.– glaubhafte tatsächliche 

Auslagen in Abzug zu bringen, womit von Fr. 66'674.– auszugehen ist. Weitere 

Lohnabrechnungen für das Jahr 2019 sind nicht aktenkundig. Der Jahreslohn be-

trägt gerundet Fr. 279'000.– brutto (13 x Fr. 21'461.55 [Urk. 84/2] ohne Spesen-

pauschale von Fr. 21'000.–) bzw. Fr. 224'595.– netto (19,5 % Abgaben = 

Fr. 54'405.–). Das sind Fr. 18'716.– netto pro Monat (vgl. auch Urk. 80/63 S. 10). 

Im Februar 2019 sind Fr. 1'250.– Pauschalspesen als verdeckter Lohn hinzuzu-

rechnen, womit von Fr. 19'966.– auszugehen ist. Für die Dauer der Freistellung, 

praktikabilitätshalber von März bis und mit Mai 2019, sind hingegen Fr. 1'750.– 

Pauschalspesen zum Lohn hinzuzurechnen, womit je Fr. 20'466.– monatliche 

Einkünfte resultieren. Einerseits fallen dem freigestellten Gesuchsgegner keine 

Arbeitsauslagen mehr an. Andererseits ist davon auszugehen, dass er die Spe-

senpauschale gleichwohl weiterhin ausbezahlt erhält, zumal sich dem Schreiben 

der L._____ vom 21. Februar 2019 nichts Anderes entnehmen lässt (vgl. Urk. 88 

Ziffer 3) und der Gesuchsgegner auch nichts Gegenteiliges konkret behaupten 

liess, führte er doch lediglich aus, er werde bis zum 31. Mai 2019 seinen Fix-Lohn 

bei der L._____ inkl. pro rata 13. Monatslohn beziehen. Weitere Vergütungen er-

folgten nicht (Urk. 87 S. 1). Unter "gross salary" sind denn auch die Fr. 300'000.– 

- 29 - 

brutto pro Jahr (einschliesslich der Spesenpauschale) zu verstehen (Urk. 36/12 S. 

3 Article 5). Es ergibt sich somit von Januar bis und mit Mai 2019 ein massgebli-

ches durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von rund Fr. 29'608.– 

(Fr. 66'674.– + Fr. 19'966.– + Fr. 61'398.– [3 x Fr. 20'466.–] = Fr. 148'038.– Ge-

samteinkommen : 5).  

2.4.7. Der Gesuchsgegner macht geltend, per 1. Juni 2019 arbeitslos zu sein 
und das Maximum der Arbeitslosenentschädigung in der Höhe von Fr. 9'880.– 

brutto bzw. nach Abzug der Sozialleistungen von rund 11 % Fr. 8'794.– netto zu 

erhalten. Mit Blick auf sein 57. Altersjahr und den Umstand, dass auf dem 

Schweizer Arbeitsmarkt für die US-Bankenbranche, auf welche er spezialisiert 

sei, seit einigen Jahren der Bankenkrise kaum Neuanstellungen erfolgten, werde 

er keine neue Anstellung finden (Urk. 78; Urk. 87 S. 1). Weil er trotz 35 Such-

bemühungen im März und April 2019 keine Arbeitsstelle gefunden habe, habe er 

sich am 7. Mai 2019 nunmehr arbeitslos gemeldet (Urk. 95). Die Gesuchstellerin 

lässt entgegnen, mit der Anstellung bei der L._____ habe der Gesuchsgegner den 

Nachweis erbracht, dass ein Stellenwechsel in der Bankenbranche auch im Jahr 

2018 (recte: 2017) noch möglich gewesen sei. Der (freigestellte) Gesuchsgegner 

habe ab sofort den Nachweis zu erbringen, dass er sich um eine adäquate An-

schlusslösung bemühe, um weiterhin dasselbe Einkommen zu erzielen (Urk. 85 

S. 2; Urk. 92). Mangels hinreichender Stellensuchbemühungen sei ihm ein hypo-

thetisches Einkommen in der bisherigen Höhe anzurechnen (Urk. 98).  

Der Gesuchsgegner weiss seit Dezember 2018 (Urk. 78 S. 1), dass er seine An-

stellung bei der L._____ voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 verlieren wird. 

Aktenkundig ist eine "Auswahl" vergeblicher Stellensuchbemühungen betreffend 

die Monate März und April 2019 (Urk. 95 S. 2; Urk. 96/3). Der Gesuchsgegner hat 

sich hier vergeblich als COO, CEO und Business Manager beworben und suchte 

auch einen Headhunter auf. Ausserdem gibt er an, nebst den schriftlichen Bewer-

bungen auch zahlreiche persönliche Kontakte in der Bankenbranche anzugehen. 

Bislang jedoch erfolglos (Urk. 95 S. 2; Urk. 96/3). Der Gesuchsgegner verfügt of-

fenbar über gute berufliche Qualifikationen sowie langjährige Berufserfahrung im 

internationalen Bankenbereich, insbesondere auch in Front- und Führungspositi-

- 30 - 

onen (Urk. 96/3). Allerdings wird der Gesuchsgegner am tt. Juni 2019 57-jährig. 

Es ist notorisch, dass es in diesem fortgeschrittenen Alter und insbesondere in 

der Bankenbranche äusserst schwierig ist, überhaupt eine Anstellung, geschwei-

ge denn eine solche mit einer vergleichbaren Entlöhnung wie bisher zu finden. Es 

kann dabei auf die vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich im Sep-

tember 2016 publizierte Studie "50plus Chancen und Risiken auf dem Zürcher 

Arbeitsmarkt" hingewiesen werden (abrufbar unter: www.awa.zh.ch/inter-

net/volkswirtschaftsdirektion/awa/de/ueber_uns/organisation/fachstelle_volkswirts

chaft/_jcr_content/contentPar/downloadlist_1383846923943/downloaditems/_50pl

us_chancen_und_.spooler.download.1477299698622.pdf/50plus_chancen+und+r

isiken+auf+dem+zuercher+arbeitsmarkt.pdf). Diese in der Presse einlässlich be-

sprochene Studie kann als bekannt vorausgesetzt werden. Gemäss dieser Studie 

sind über 50-jährige Angestellte in der Finanzbranche deutlich untervertreten 

(S. 4, 9 und 34). Das Risiko, arbeitslos zu werden, ist im Bereich der Finanz-

dienstleistungen hoch (S. 11). Im Gegensatz zu den meisten Wirtschaftszweigen 

ist die Arbeitslosenquote bei den über 50-Jährigen im Finanzbereich höher als bei 

den unter 50-Jährigen (S. 12). Bei den Kaderarbeitskräften stammt die grösste 

Anzahl Arbeitsloser aus der Berufsgruppe "Unternehmer, Direktoren und leitende 

Beamte", was "hauptsächlich mit dem Wandel auf dem Bankenplatz verbunden" 

ist (S. 14). Die Zahl der Ausgesteuerten der über 50-Jährigen ist höher als jene 

der unter 50-Jährigen (S. 19). Die Einstellungsrate von Personen im höheren Er-

werbsalter ist im Finanzbereich "auffallend tief" (S. 23 f.). Diese Ausführungen 

lassen die Aussichten des Gesuchsgegners, im Finanzbereich erneut eine Anstel-

lung zu finden, als nicht gerade rosig erscheinen. Indessen gelang es dem Ge-

suchsgegner im fortgeschrittenen Alter von 55 Jahren, nachdem ihm die N._____ 

AG, wo er rund 17 Jahre angestellt war, die Kündigung nahelegt hatte (Prot. I = 

Urk. 56 S. 8, 11 f.; Urk. 35 S. 18), per September 2017 die sehr gut entlöhnte An-

stellung bei der L._____ zu bekommen. Solches rückt seine Anstellungschancen 

wiederum in ein positiveres Licht. Trotz seines Alters und den schwierigen Bedin-

gungen im Bankenbereich erscheinen die beruflichen Möglichkeiten des Ge-

suchsgegners jedenfalls nicht aussichtslos. Für die Stellensuche bzw. allfällige 

berufliche Neuorientierung ist dem Gesuchsgegner jedoch hinreichend Zeit einzu-

- 31 - 

räumen. Die Parteien werden per Mitte Juni 2019 zwei Jahre getrennt sein (vgl. 

Urk. 64 S. 43, Dispositivziffer 1) und dementsprechend einen Scheidungsan-

spruch haben (vgl. Art. 114 ZGB). Laut Gesuchsgegner werde spätestens am 

15. Juni 2019 eine der Parteien die Scheidung klageweise einleiten, sofern nicht 

zuvor bereits ein gemeinsames Begehren eingereicht werde (Urk. 80/63 S. 27). 

Es kann daher davon ausgegangen werden, dass der vorliegende Eheschutzbe-

rufungsentscheid nur für eine beschränkte Dauer Gültigkeit hat, zumal eine Wie-

dervereinigung der Parteien nicht in Frage kommt (Urk. 35 S. 17). Ab Rechtshän-

gigkeit der Scheidungsklage kann der Eheschutzentscheid im Rahmen vorsorgli-

cher Massnahmen abgeändert bzw. an neue Verhältnisse angepasst werden 

(vgl. Art. 276 Abs. 2 ZPO). Vor diesem Hintergrund ist die Frage der Anrechnung 

eines hypothetischen Einkommens auf Seiten des Gesuchsgegners dem Schei-

dungsrichter zu überlassen. Der Gesuchsgegner ist jedoch - vor allem mit Blick 

auf seine Unterhaltspflichten gegenüber den sechs unmündigen Kindern - ein-

dringlich anzuhalten, sich (weiterhin) intensiv und engmaschig um eine adäquate 

Anstellung zu bemühen. Allenfalls hätte er auch eine selbstständige Erwerbstätig-

keit in Betracht zu ziehen. Zur Not käme sodann auch eine Tätigkeit als Contrac-

tor für bestimmte, zeitlich limitierte Projekte bei der O._____ AG in Frage 

(Urk. 96/3; [E-Mailverkehr vom 11. März 2019]).  

Für die Zeit ab Juni 2019 ist beim Gesuchsgegner daher einstweilen von den 

mutmasslichen Arbeitslosentaggeldern auszugehen. Der maximale versicherte 

Bruttoverdienst beträgt Fr. 148'200.– jährlich bzw. Fr. 12'350.– monatlich. Davon 

erhält der unterhaltspflichtige Gesuchsgegner 80 % bzw. Fr. 9'880.– brutto pro 

Monat (Art. 22 Abs. 1 AVIG; Art. 23 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 18 ATSG; Art. 27 

Abs. 2 lit. c AVIG; Urk. 78; Urk.  87 S. 1). In Abzug zu bringen sind Sozialabzüge 

von geschätzt zirka rund 9 % (AHV/IV/EO: 5.125 %; NBU zwischen 1 und 3 %; 

BVG-Risikoprämie), womit eine mutmassliche Nettoarbeitslosenentschädigung in 

der Höhe von gerundet Fr. 9'000.– resultiert.  

Damit vermag der Gesuchsgegner zwar seinen eigenen gebührenden monatli-

chen Bedarf in der Höhe des von der Gesuchstellerin anerkannten Betrages von 

rund Fr. 8'731.– (ohne Ferienwohnung in Silvaplana à Fr. 2'750.– pro Monat und 

- 32 - 

mit einem reduzierten Betrag für die laufenden Steuern von Fr. 1'000.– monatlich; 

vgl. Urk. 54 S. 15; Urk. 80/63 S. 19 Rz. 47; Urk. 35 S. 35 Rz. 125; Urk. 80/73 

S. 13) zu bezahlen, nicht aber die Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge. Vor 

diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob zur Deckung des Familienunterhalts 

vorübergehend auf das Vermögen des Gesuchsgegners zu greifen ist. Die für die 

Unterhaltsberechnung massgeblichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Ehegatten 

beurteilen sich zwar in erster Linie nach deren Erwerbseinkommen und Vermö-

genserträgen. Wenn das eheliche Einkommen für die Bestreitung des gebühren-

den Familienunterhaltes nicht ausreicht, haben die Ehegatten unter Umständen 

keinen Anspruch mehr darauf, ihr Vermögen zu schonen. Dann können sie für ei-

ne kurze Zeit aufgrund der Beistandspflicht gehalten sein, für die Bestreitung des 

Unterhaltes der Familie ihr Vermögen anzugreifen. Es muss einem Ehegatten un-

ter Umständen auch zugemutet werden, nicht liquides Vermögen zur Ausschöp-

fung von Kreditmöglichkeiten einzusetzen, z.B. ein Hypothekardarlehen aufzu-

nehmen oder aufzustocken (Hausheer/Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, 

2. Auflage 2010, Rz. 03.142; ZK ZGB-Bräm/Hasenböhler, Art. 163 N 104; BK 

ZGB-Hausheer/Reusser/Geiser, Art. 163 N 22). Ob und in welchem Umfang es 

als zumutbar erscheint, Vermögen für den laufenden Unterhalt einzusetzen, ist 

anhand sämtlicher Umstände des konkreten Einzelfalls zu beurteilen. Von Bedeu-

tung hierfür sind insbesondere der bisherige Lebensstandard, der allenfalls zu-

sätzlich eingeschränkt werden kann und muss, die Grösse des Vermögens und 

die Dauer, für die ein Rückgriff auf das Vermögen nötig sein wird (BGer 

5P.472/2006 vom 15. Januar 2007, E. 3.2).  

Der Gesuchsgegner liess betreffend die Jahre 2011 bis und mit 2016 hohe Spar-

quoten behaupten (vgl. Urk. 35 S. 17, 21 ff.; Urk. 80/63 S. 12) und die Gesuch-

stellerin führte in ihrem Schreiben vom 22. Juni 2017 selbst aus, wie bescheiden 

und sparsam sie gelebt habe (Urk. 53/23 [Keine Putzfrau, kein Gärtner, Second-

handkleider und -spielsachen, nie auswärts Essen etc.]). Per Ende 2016 versteu-

erten die Parteien Wertschriften und Guthaben in der Höhe von Fr. 493'678.– 

(Urk. 6/1), per Ende 2017 waren es Fr. 409'403.– (Urk. 55/15). Der Gesuchsgeg-

ner führte indes glaubhaft aus, bei einem Teil davon handle es sich um unantast-

bares Kindsvermögen, nämlich Aktiendepots im Wert von Fr. 50'000.– bis 

- 33 - 

Fr. 60'000.– pro Kind, welche von seinen Eltern für die Ausbildung der sechs Kin-

der angelegt worden seien (Urk. 35 S. 5; vgl. auch Urk. 36/7-10; Urk. 6/1, /9). Er 

hält weiter dafür, per 31. Dezember 2017 hätten sich die Saldi seiner Konti auf 

Fr. 17'036.77 belaufen und der Wert seines Aktiendepots der P._____ Holding 

AG (300 Namenaktien) habe noch Fr. 48'180.– betragen (per 31. Dezember 2016 

waren es noch Fr. 129'500.– [Urk. 35 S. 5; Urk. 6/1]). Sein Auszug am 15. Juni 

2017 aus der ehelichen Liegenschaft habe Geld gekostet. Er habe sich neues 

Mobiliar anschaffen müssen. Die liquiden Mittel seien geschrumpft und er habe 

auch auf das Depot greifen müssen (Urk. 35 S. 5 f.; Urk. 36/1, /2). Dies wurde von 

der Gesuchstellerin nicht bestritten (Urk. 54 S. 4 f.). Wie gesehen, erzielte der 

Gesuchsgegner bei der L._____ jedoch im Jahr 2018 ein durchschnittliches Ein-

kommen von Fr. 29'785.– pro Monat und von Januar bis und mit Mai 2019 ein 

solches von Fr. 29'608.–. Nach Bezahlung der monatlichen Unterhaltsbeiträge 

von insgesamt Fr. 14'685.– verblieb ihm, selbst nach Abzug des von ihm geltend 

gemachten gebührenden Bedarfs (einschliesslich der Ferienwohnung in Silvapla-

na von Fr. 2'750.– monatlich und eines Betrages von Fr. 2'000.– für die laufenden 

Steuern) in der Höhe von gerundet Fr. 12'274.– (Urk. 35 S. 35), immer noch eine 

Sparquote von Fr. 2'826.– bzw. Fr. 2'649.– pro Monat, insgesamt mithin von Ja-

nuar 2018 bis und mit Mai 2019 eine solche von Fr. 47'157.–. Zudem brauchte er 

das angesparte Vermögen in dieser Zeit nicht weiter anzuzehren. Es ist mithin 

davon auszugehen, dass genügend Vermögen vorhanden und es dem Gesuchs-

gegner zuzumuten ist, vorübergehend jedenfalls für eine kurze Zeit zur Bestrei-

tung des Unterhalts der Familie auf das Vermögen zurückzugreifen. Jedoch ha-

ben die Parteien mit Blick auf den Umfang des Vermögens ihren bisherigen Le-

bensstandard ab Juni 2019 einzuschränken (vgl. nachstehend).  

Sollte der Gesuchsgegner trotz intensivsten belegten Stellensuchbemühungen 

und Unterstützung des RAVs länger als drei bis vier Monate arbeitslos und sein 

Vermögen damit (bis auf einen Notgroschen) aufgebraucht sein, wäre er auf die 

Möglichkeit eines Abänderungsverfahrens zu verweisen. Auch hätte er dann sei-

ne eigenen Mietkosten in der Höhe von Fr. 4'900.– pro Monat (Urk. 80/63 S. 19) 

erheblich zu senken.  

- 34 - 

3. Einkommen der Kinder 

E._____, geborgen am tt.mm.2002, und F._____, geboren am tt.mm.2003, erhal-

ten monatliche Kinderzulagen in der Höhe von Fr. 250.–. G._____ und H._____, 

beide geboren am tt.mm.2005, erhielten zunächst Kinderzulagen von Fr. 200.– 

und mit Vollendung des 12. Altersjahres bzw. ab September 2017 erhalten auch 

sie je Fr. 250.– pro Monat. Mit Blick auf die sehr guten finanziellen Verhältnisse 

bis Ende Mai 2019 rechtfertigt es sich indes praktikabilitätshalber, für G._____ 

und H._____ bereits ab 15. Juni 2017 die erhöhten Kinderzulagen in Abzug zu 

bringen, wie dies denn auch die Vorinstanz getan hat (vgl. Urk. 64 S. 18, 24) und 

von den Parteien nicht beanstandet wurde (Urk. 80/63 S. 13, 21 f.; Urk. 80/73 

S. 14). I._____, geboren am tt.mm.2007, erhielt zunächst Kinderzulagen von 

Fr. 200.– pro Monat. Ab Mai 2019 bekommt sie ebenfalls Fr. 250.–, wobei dieser 

höhere Betrag aus praktischen Gründen erst per Juni 2019 (neue Bedarfsberech-

nung) zu berücksichtigen ist. J._____, geboren am tt.mm.2010, bekommt Kinder-

zulagen in der Höhe von Fr. 200.– monatlich (Urk. 64 S. 43; Urk. 36/11; 

Urk. 36/15). Die Kinderzulagen sind vom Bedarf der Kinder in Abzug zu bringen.  

E._____ hat im August 2018 eine dreijährige Lehre als Detailhandelsfachmann 

EFZ begonnen und verdient damit einen Lehrlingsbruttolohn von Fr. 750.– pro 

Monat im ersten Lehrjahr, Fr. 1'000.– im 2. Lehrjahr und Fr. 1'250.– im 3. Lehrjahr 

(Urk. 55/7; Urk. 50 S. 1). Die Vorinstanz rechnete diesen Lehrlingslohn nicht, wie 

vom Gesuchsgegner beantragt (Urk. 35 S. 3 Ziff. 10 und Prot. I = Urk. 56 S. 13), 

anteilsmässig an den Bedarf von E._____ an, weil solches mit Blick auf die sehr 

guten finanziellen Verhältnisse und die Tatsache, dass der Gesuchsgegner 

E._____ - im Gegensatz zu den anderen Kindern - keinerlei Gelegenheitsge-

schenke mache, als überspitzt erscheine. Der Lehrlingslohn sei vielmehr E._____ 

vollumfänglich für die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse zu belassen, zumal 

ohnehin der Grossteil des Lohnes für die entsprechenden Gestehungskosten 

(SBB-Ticket, auswärtige Verpflegung, Arbeitskleidung etc.) aufgewendet werden 

müsse (Urk. 64 S. 18). Der Gesuchsgegner hält an der Anrechnung des Lehr-

lingslohnes fest. Er will namentlich für berechtigt erklärt werden, die Kinderbarun-

terhaltsbeiträge ab dem 16. Altersjahr eines jeden Kindes um einen Drittel und ab 

- 35 - 

der Volljährigkeit um die Hälfte eines allfälligen Nettoeinkommens des jeweiligen 

Kindes zu reduzieren. Dass er E._____ keine Gelegenheitsgeschenke mache, 

während er die anderen Kinder beschenke, sei bestritten (Urk. 80/63 S. 2 unten, 

S. 21 f.; Prot. I = Urk. 56 S. 14). 

In Anbetracht der vorliegenden sehr guten finanziellen Lebensverhältnisse recht-

fertigt es sich, jedenfalls bis Ende Mai 2019, keine anteilsmässige Anrechnung 

des Lehrlingslohns von E._____ vorzunehmen. Danach ist E._____ jedoch ein 

Anteil seines Lehrlingslohns anzurechnen. In der Regel beläuft sich der Betrag 

des noch nicht mündigen Kindes an seinen Unterhalt auf einen Drittel seines um 

die Ausbildungskosten (Schulmaterial, Arbeits- und Schulweg, auswärtige Ver-

pflegung) verringerten Nettoeinkommens. Bei der Festsetzung des Beitrages an 

die Haushaltskosten sind auch die ausgewiesenen Gestehungskosten zu berück-

sichtigen (Auslagen des Kindes für auswärtige Verpflegung, Arbeitsweg und Aus-

bildungskosten; vgl. Six, a.a.O., S. 95, N 2.46). Vorliegend wurden die Geste-

hungskosten nicht beziffert (Urk. 80/73 S. 14; Prot. I = Urk. 56 S. 21). Sie sind 

pflichtgemäss zu schätzen. Es rechtfertigt sich dementsprechend, E._____ einen 

Viertel seines Lehrlingslohns bzw. im ersten Lehrjahr rund Fr. 185.–, im zweiten 

Lehrjahr, d.h. ab September 2019, Fr. 250.– und im dritten Lehrjahr, d.h. ab Sep-

tember 2020, gerundet Fr. 315.– von seinem Bedarf in Abzug zu bringen. Die üb-

rigen Kinder befinden sich noch in schulischer Ausbildung (vgl. Urk. 50). Zudem 

braucht im vorliegenden, nur für eine beschränkte Zeit wirksamen Eheschutzent-

scheid, nachdem die Parteien mit Blick auf das zweijährige Getrenntleben einen 

Scheidungsanspruch haben, noch keine Regelung im Hinblick auf die Anrech-

nung allfälliger Einkünfte bei Volljährigkeit der Kinder getroffen zu werden.  

4. Unterhaltsberechnungsmethode 

4.1. Ab dem 1. Januar 2018 rechnete die Vorinstanz dem Gesuchsgegner ein 
Einkommen von monatlich Fr. 36'000.– an. Weil damit selbst unter Berücksichti-

gung des Umstandes, dass die Parteien sechs gemeinsame Kinder hätten, ein 

sehr hohes Einkommen vorliege, stellte die erste Instanz auf die einstufige Unter-

haltsberechnungsmethode ab und ermittelte den Bedarf der Gesuchstellerin und 

- 36 - 

der Kinder gestützt auf den während der Ehe gelebten Lebensstandard (Urk. 64 

S. 19).  

4.2. Der Gesuchsgegner beanstandet dies. Er macht geltend, mit Blick auf die 
erhebliche Sparquote und die inskünftig nicht gesicherten Bonuszahlungen könne 

nicht unbesehen die einstufig konkrete Berechnungsmethode zur Anwendung ge-

langen. Vielmehr sei sein fixes Einkommen zweistufig unter den Parteien und den 

Kindern zu verteilen. Alsdann sei gemäss der einstufigen Berechnungsmethode 

die Obergrenze des Bedarfes der Kinder und der Gesuchstellerin gemäss ge-

meinsam gelebtem Lebensstandard zu ermitteln und der Differenzbetrag von ei-

nem allfälligen variablen Lohnbestandteil zu bezahlen (Urk. 80/63 S. 12).  

4.3. Bei sehr guten finanziellen Verhältnissen wird der Unterhaltsbeitrag praxis-
gemäss einstufig ermittelt, indem die einzelnen Bedarfspositionen der unterhalts-

berechtigten Partei, die auch nach Auflösung des gemeinsamen Haushaltes den 

bisherigen Lebensstandard sicherzustellen vermögen, addiert werden. Anstelle 

der einzelnen Posten des familienrechtlichen Existenzminimums treten die effekti-

ven (höheren) Ausgaben (Wohnen, Krankenkasse, Versicherungen, Vorsorge, 

Fahrzeug, Kleider, Essen, Steuern, Hobby und Freizeit usw.). Ist das nicht ohne 

weiteres oder nur teilweise möglich, kann hilfsweise von einem erweiterten 

Grundbetrag ausgegangen werden (Six, a.a.O., S. 107, N 2.68). Dies im Gegen-

satz zur sogenannt zweistufigen Methode, bei der zuerst bei beiden Parteien ba-

sierend auf dem betreibungsrechtlichen Bedarf - allenfalls um weitere Positionen 

des familienrechtlichen Bedarfs erweitert - ein Grundbedarf ermittelt und an-

schliessend das überschüssige Einkommen (Freibetrag) auf beide Parteien auf-

geteilt wird. Der Bedarf der Kinder ist dabei separat zu ermitteln. Der Entscheid 

über die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge erfolgt jedenfalls nach Recht und Bil-

ligkeit und stellt nicht das Ergebnis exakter Berechnungen auf genauen Grundla-

gen dar. Gerade bei der Ermittlung des Bedarfs der Parteien sind gewisse Pau-

schalisierungen zulässig und erforderlich, was auch bei der einstufigen Methode 

gilt (vgl. auch Urk. 64 S. 19).  

Das Gesetz schreibt keine bestimmte Methode zur Unterhaltsbemessung vor. 

Nach bundesgerichtlicher Praxis ist die einstufige Methode ab einem Haushalts-

- 37 - 

einkommen von Fr. 10'000.– pro Monat und mehr zulässig. In der Zürcher Praxis 

wird sie bei Haushaltseinkommen von über Fr. 15'000.– angewandt (vgl. Maier, 

Die konkrete Berechnung von Unterhaltsansprüchen im Familienrecht, dargestellt 

anhand der Praxis der Zürcher Gerichte seit Inkraftsetzung der neuen ZPO, in: 

FamPra.ch 2014 S. 302, 314 m.w.H.). Weil die Parteien sechs Kinder haben, 

rechtfertigt sich die Anwendung der einstufigen Methode allerdings erst ab einem 

Einkommen von mindestens Fr. 20'000.–. Vorliegend ist, wie dargetan, für das 

Jahr 2017 von durchschnittlichen monatlichen Einkünften der Parteien in der Hö-

he von Fr. 28'000.–, für das Jahr 2018 von solchen von Fr. 29'985.– und für die 

fünf Monate von Januar bis Ende Mai 2019 von Fr. 29'808.– auszugehen. Damit 

ist grundsätzlich in Übereinstimmung mit der ersten Instanz die einstufige Metho-

de anzuwenden. Ob die ein- oder zweistufige Berechnungsmethode Anwendung 

findet, ist eine von Amtes wegen zu entscheidende Rechtsfrage. Es spielt daher 

keine Rolle, welche Methode die Parteien jeweils favorisier(t)en (vgl. Urk. 80/63 

S. 11 f.; Urk. 80/73 S. 3, 10; Urk. 35 S. 30; Urk. 54 S. 11). Ab Juni 2019 liegt 

demgegenüber angesichts der markanten Einkommenseinbusse beim Gesuchs-

gegner ein Mankofall vor und die Parteien werden zur Bestreitung ihres Unterhalts 

vorübergehend ihr Vermögen anzehren und entsprechend ihren bisherigen Le-

bensstandard einschränken müssen.  

5. Unterhaltsbeiträge vom 15. Juni 2017 bis Ende Mai 2019  

5.1. Barbedarf der sechs Kinder 

a) Die Vorinstanz berechnete auf die Grundbeträge (Fr. 400.– bzw. Fr. 600.– 
ab dem 10. Altersjahr, vgl. Kreisschreiben der Verwaltungskommission des Ober-

gerichts des Kantons Zürich betreffend die Richtlinien für die Berechnung des be-

treibungsrechtlichen Existenzminimums vom 16. September 2009, Ziffer II.4) je 

einen Zuschlag von 50 % (Urk. 64 S. 21), womit sich diese auf je Fr. 900.– für 

E._____, F._____, G._____, H._____ und I._____ und auf Fr. 600.– für J._____ 

beliefen (Urk. 64 S. 20, 23 f.).  

Der Gesuchsgegner moniert, es sei nicht zwingend, dass der Grundbetrag bei der 

einstufigen Methode mindestens um 50 % zu erhöhen sei, wie die Vorinstanz dies 

- 38 - 

aus OGer ZH LE170016 vom 13. Juli 2017 ableiten wolle (Urk. 64 S. 21, E. 4.2.1). 

Es sei hier auf jeden Fall zu berücksichtigen, dass die Parteien nicht die durch-

schnittliche Anzahl von einem oder zwei Kindern hätten, sondern sechs gemein-

same Kinder. Eine lineare Erhöhung aller Grundbeträge für sieben Köpfe (Kinder 

und Gesuchstellerin) um 50 % führe bei einer Grossfamilie zu einem unangemes-

senen Resultat (vgl. Rabatte Grosspackungen etc.). Hinzu komme, dass die Fa-

milie - mit Ausnahme des luxuriösen Einfamilienhauses - bescheiden gelebt habe, 

was die Gesuchstellerin in ihrem Schreiben vom 22. Juni 2017 explizit bestätigt 

habe. Die Vorinstanz habe zudem Extrabeträge für Ferien, Freizeit und Hobbys in 

der Höhe von insgesamt Fr. 3'265.– pro Monat veranschlagt, obschon die sehr 

teuren Auslandferien in den beiden Jahren 2015 und 2016 Ausnahmecharakter 

gehabt hätten. Als Obergrenze des Bedarfs seien die Grundbeträge für die sechs 

Kinder und die Gesuchstellerin somit lediglich um 25 % zu erhöhen (Urk. 80/63 

S. 15 f.).  

Die Gesuchstellerin lässt entgegnen, die Vorinstanz habe in Anlehnung an die 

Praxis der I. Zivilkammer auf die Grundbeträge einen minimalen Zuschlag von 

50 % gewährt. Sie hätte auch einen höheren Zuschlag vornehmen können. Der 

speziellen Situation einer Grossfamilie habe sie somit bereits Rechnung getragen. 

Auch wenn sie selbst ihren eigenen Lebensstandard als "sparsam" empfinde, sei 

dies gemessen an objektiven Kriterien bei den Ausgaben, die sie für sich und die 

Kinder getätigt habe, sicher nicht der Fall. Im Übrigen habe der Gesuchsgegner 

während der Trennungszeit nebst dem Barbetrag von Fr. 5'000.– weitere Zahlun-

gen über Fr. 10'000.– pro Monat für die Gesuchstellerin und die Kinder getätigt 

(Urk. 80/73 S. 10 f.).  

Bei der Anwendung der einstufigen Methode treten, wie bereits erwähnt, anstelle 

der einzelnen Posten des familienrechtlichen Existenzminimums die effektiven 

(höheren) Ausgaben (Wohnen, Krankenkasse, Versicherungen, Vorsorge, Fahr-

zeug, Kleider, Essen, Steuern, Hobby und Freizeit usw.). Ist das nicht ohne weite-

res oder nur teilweise möglich, kann hilfsweise von einem um 50 % bis 100 % er-

weiterten Grundbetrag ausgegangen werden (Six, a.a.O., S. 108, Rz. 2.68). Eine 

Vervielfachung des Grundbetrages erfolgt mithin nur, wenn die konkreten bisheri-

- 39 - 

gen Ausgaben nicht restlos dargetan und dokumentiert werden können und daher 

auch bei der einstufigen Berechnungsmethode eine gewisse Pauschalisierung 

vonnöten ist. Aus dem Hinweis in OGer ZH LE170016 vom 13. Juli 2017, S. 23, 

ist nicht zu schliessen, dass die Grundbeträge bei der einstufigen Methode zwin-

gend um mindestens 50 % zu erhöhen sind. Massgeblich sind immer auch die 

konkreten Verhältnisse des Einzelfalls. Vorliegend werden den Kindern unter dem 

Titel "Hobbys/Freizeit/Ferien" bereits monatliche Beträge von Fr. 450.– bzw. 

Fr. 375.– zugestanden (Urk. 64 S. 20, 24 f. sowie nachstehend). Der Gesuchstel-

lerin werden pro Monat für "Hobbys/Freizeit" Fr. 115.– und für "Ferien" Fr. 600.– 

einberechnet (Urk. 64 S. 24 f. sowie nachstehend). Damit wurden konkrete Positi-

onen, welche im Grundbetrag enthalten wären, separat berücksichtigt. In ihrem 

Schreiben an den Gesuchsgegner vom 22. Juni 2017 (worin es um die nachträgli-

che Geltendmachung eines Betrages zur freien Verfügung ging) führte die Ge-

suchstellerin zudem explizit aus, sie habe sehr sparsam gelebt. Sie habe insbe-

sondere keine Putzfrau und keinen Gärtner gehabt. Die Kleider und Schuhe für 

sich und die Kinder habe sie fast nur aus Secondhandläden und auf Flohmärkten 

erworben, ebenso die Spielsachen etc. (Urk. 53/23). Weiter haben die Parteien 

sechs gemeinsame Kinder. Dies ist angemessen zu berücksichtigen, indem eine 

gewisse Reduktion des Vervielfachungsfaktors pro Kind vorzunehmen ist. Mit 

Blick auf diese Begebenheiten rechtfertigt es sich im konkreten Fall ermessens-

gemäss, die Grundbeträge der Gesuchstellerin und der sechs Kinder lediglich um 

je 25 % zu erhöhen. Damit resultieren Grundbeträge von Fr. 750.– für E._____, 

F._____, G._____, H._____ und I._____, welche im Zeitpunkt der Trennung per 

15. Juni 2017 alle bereits das 10. Altersjahr überschritten hatten, und Fr. 500.– für 

J._____ (vgl. auch Urk. 80/63 S. 13 f.).  

b) Unangefochten blieb, dass den Kindern keine Kommunikationskosten im 
Bedarf eingesetzt wurden. Einerseits seien diese im (erweiterten) Grundbetrag 

enthalten, andererseits habe die Gesuchstellerin keine solchen Kosten glaubhaft 

zu machen vermocht. Ebenso wenig wurde im Berufungsverfahren die fehlende 

Anrechnung von Gesundheitskosten kritisiert (Urk. 64 S. 22; Urk. 80/73 S. 9 ff.).  

- 40 - 

c) Die anteilsmässigen Wohnkosten, bestehend aus Fr. 130.– (Hypothek) und 
Fr. 325.– (Nebenkosten) pro Kind (je 1/8 der Kosten) sind unbestritten (Urk. 64 

S. 21; Urk. 80/63 S. 13 f.; Urk. 80/73 S. 9 ff.). Nicht angefochten sind auch die 

monatlichen Krankenkassenprämien von je Fr. 120.– für E._____ und F._____ 

und je Fr. 95.– für G._____, H._____, I._____ und J._____ (Urk. 64 S. 20, 22, 24; 

Urk. 80/63 S. 13 f.; Urk. 80/73 S. 9 ff.).  

d) Unter dem Titel "Hobbys/Freizeit/Ferien" veranschlagte die Vorinstanz für 
E._____, F._____, G._____ und H._____ je Fr. 450.– und für I._____ und 

J._____ je Fr. 375.–. Sie erwog dabei, es erscheine angemessen, auf einen Pau-

schalbetrag pro Kind abzustellen, weil Kosten für Hobbys von Kindern naturge-

mäss gewissen Schwankungen unterlägen. Die Kinder würden zudem mit beiden 

Elternteilen Ferien machen. In der näheren Vergangenheit seien gemäss ge-

suchsgegnerischen Ausführungen denn auch beträchtliche Ausgaben für Ferien 

getätigt worden, nämlich gesamthaft Fr. 138'000.– in den Jahren 2015 und 2016. 

Es rechtfertige sich im vorliegenden summarischen Verfahren die Vergleichswerte 

der sog. Zürcher Kinderkosten-Tabelle vom 1. Januar 2017 der Bildungsdirektion 

Kanton Zürich heranzuziehen. Auf diesen Wert sei, aufgrund der guten finanziel-

len Verhältnisse, ein Aufschlag von 25 % vorzunehmen (Urk. 64 S. 20, 22 ff., 29).  

Der Gesuchsgegner will E._____, F._____, G._____ und H._____ für diese Posi-

tion lediglich Fr. 200.– und I._____ und J._____ Fr. 150.– zugestehen. Er habe 

vor Vorinstanz substantiiert dargelegt, dass die sehr teuren Auslandferien in den 

beiden Jahren 2015 und 2016 Ausnahmecharakter gehabt hätten. Einerseits habe 

er damit seine Ehe retten wollen. Andererseits seien diese Reisen nur deshalb 

möglich gewesen, weil er von seiner damaligen Arbeitgeberin, der N._____, einen 

einmaligen Sabbatical von acht Wochen erhalten habe. Ansonsten habe die acht-

köpfige Familie praktisch nie Auslandferien gemacht, sondern nahezu immer in 

der gemieteten Ferienwohnung in Silvaplana Ferien verbracht (Urk. 80/63 S. 13 

ff.). Die Gesuchstellerin lässt erwidern, es sei nicht glaubhaft dargetan, weshalb 

nun gerade in den zwei Jahren vor der Trennung jegliche Ferienreisen Ausnah-

mecharakter gehabt haben sollten. Die Familie habe immer Ferien gemacht, unter 

anderem auch in Silvaplana in einer Ferienwohnung. Sie habe sehr wohl darge-

- 41 - 

legt, dass Ferien im Ausland zum gelebten Lebensstandard gehört hätten 

(Urk. 80/73 S. 11).  

Ab Frühjahr 2011 verbrachte die Familie die Ferien hauptsächlich in der ganzjäh-

rig für Fr. 33'000.– gemieteten Ferienwohnung in Silvaplana (Urk. 35 S. 17; 

Urk. 28 S. 14; Urk. 36/4). Bis ins Jahr 2014 war man dreimal im Ausland, nämlich 

eine Woche Mallorca im Jahr 2002, eine Woche Ibiza im Jahr 2004 und 1 Woche 

Italien im Jahr 2007 (Urk. 35 S. 17). In den Jahren 2015 und 2016 waren die Par-

teien, wie der Gesuchsgegner selbst ausführte, für gesamthaft Fr. 138'000.– in 

den Ferien im Ausland (Urk. 35 S. 26-28; Urk. 64 S. 29). In Übereinstimmung mit 

der Vorinstanz sind diese kostspieligen Auslandreisen als gelebter Standard zu 

berücksichtigen (Urk. 64 S. 19). Aus welchen Motiven diese Reisen unternommen 

wurden, spielt keine Rolle. Tatsache ist, dass sie zwei Jahre vor dem Trennungs-

jahr getätigt wurden. Dies reicht für die Bejahung der Zugehörigkeit zum bisheri-

gen gelebten Lebensstandard, zumal es sich dabei jedenfalls nicht um eine einzi-

ge, einmalige, ausserordentliche Reise handelte. Dass 2017 keine Ferien mehr 

geplant waren, versteht sich in Anbetracht der sich abzeichnenden Trennung. 

Nicht bestritten ist, dass die Kinder weiterhin teure und viele Hobbys betreiben 

(Urk. 80/73 S. 10). Gesamthaft erscheint die von der Vorinstanz vorgenommene 

Erhöhung der Werte der Zürcher Tabellen somit angemessen, weshalb es bei den 

vorinstanzlichen Beträgen bleibt.  

e) Zusammengefasst präsentiert sich der Bedarf der Kinder somit folgender-
massen:  

 E._____ F._____ G._____ H._____ I._____ J._____ 
Grundbetrag Fr. 750 Fr. 750 Fr. 750 Fr. 750 Fr. 750 Fr. 500 
Hypothek (1/8) Fr. 130 Fr. 130 Fr. 130 Fr. 130 Fr. 130 Fr. 130 
Nebenkosten (1/8) Fr. 325 Fr. 325 Fr. 325 Fr. 325 Fr. 325 Fr. 325 
Krankenkasse Fr. 120 Fr. 120 Fr. 95 Fr. 95 Fr. 95 Fr. 95 
Hobbys/Freizeit/ 
Ferien 

Fr. 450 Fr. 450 Fr. 450 Fr. 450 Fr. 375 Fr. 375 

Total Fr. 1'775 Fr. 1'775 Fr. 1'750 Fr. 1'750 Fr. 1'675 Fr. 1'425 
abzüglich  
Kinderzulagen 

- Fr. 250 - Fr. 250 - Fr. 250 - Fr. 250 - Fr. 200 - Fr. 200 

zu decken-
der Barbedarf 

Fr. 1'525 Fr. 1'525 Fr. 1'500 Fr. 1'500 Fr. 1'475 Fr. 1'225 

- 42 - 

Der Gesuchsgegner ist somit zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab 15. Juni 

2017 bis 31. Mai 2019 monatliche Kinderunterhaltsbeiträge in der Höhe des zu 

deckenden Barbedarfs zu bezahlen.  

5.2. Betreuungsunterhalt (J._____) 

Der Betreuungsunterhalt bemisst sich nach der Lebenshaltungskostenmethode. 

Danach ist als Kriterium die Differenz zwischen dem Nettoverdienst aus der Er-

werbstätigkeit und den Lebenshaltungskosten des betreuenden Elternteils mass-

gebend, wobei hierfür im Grundsatz auf das (allenfalls erweiterte) familienrechtli-

che Existenzminimum abzustellen ist (BGE 144 III 377 E. 7). Es besteht eine 

Tendenz in der Praxis, den gesamten geschuldeten Betreuungsunterhalt jeweils 

dem jüngsten gemeinsamen Kind anzurechnen (vgl. z.B. Arndt, Berechnung des 

Betreuungsunterhalts - ein Lösungsansatz aus der Praxis, in: FamPra.ch 2017 

S. 236, 242). Dies hat die Vorinstanz vorliegend denn auch getan (Urk. 64 S. 25-

27) und wurde von den Parteien nicht beanstandet (Urk. 80/63 S. 17; Urk. 80/73 

S. 12).  

Die Vorinstanz bezifferte den Betreuungsunterhalt mit Fr. 5'030.–, wobei sie für 

die Steuern Fr. 2'000.– einberechnete. Sie zog dabei in Betracht, für die Steuern 

sei auf den Bar- und Betreuungsunterhalt abzustellen. Das sich so ergebende 

Jahreseinkommen belaufe sich auf Fr. 168'360.–, was zu Steuern von Fr. 2'000.– 

führe (Urk. 64 S. 26 f.). Dies kritisiert der Gesuchsgegner zu Recht (Urk. 80/63 

S. 17). Bei den Lebenshaltungskosten ist praxisgemäss von einer Steuerpauscha-

le in der Höhe von Fr. 100.– bis Fr. 150.– auszugehen, basierend auf einem (fikti-

ven) Einkommen in der Höhe der Lebenshaltungskosten (vgl. Arndt, a.a.O., 

S. 238 und FN 14; Obergericht des Kantons Zürich, Leitfaden neues Unterhalts-

recht [Version 2017], S. 10 FN 1). Gestützt auf die Offizial- und Untersuchungs-

maxime und ungeachtet des Umstands, dass der Gesuchsgegner eine Steuer-

pauschale von maximal Fr. 200.– anerkennen will (Urk. 80/63 S. 17), ist der Ge-

suchstellerin eine Steuerpauschale in der Höhe von Fr. 150.– anzurechnen, womit 

sich ihre Lebenshaltungskosten auf Fr. 3'180.– belaufen (Fr. 3'030.– nicht ange-

fochtener Lebensbedarf [Urk. 80/63 S. 18; Urk. 80/73 S. 12; Urk. 64 S. 25 f.] + 

Fr. 150.– Steuerpauschale). Davon ist das der Gesuchstellerin anzurechnende 

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eigene Einkommen von Fr. 200.– pro Monat in Abzug zu bringen. Es verbleibt 

somit ein vom Gesuchsgegner zu deckender Betreuungsunterhalt für J._____ 
in der Höhe von Fr. 2'980.– pro Monat. Anzumerken bleibt, dass die Lebenshal-
tungskosten gerade nicht dem gelebten Standard des jeweils betreuenden Eltern-

teils gleichzustellen sind, weil dies zum stossenden - und von der Botschaft expli-

zit verworfenen - Ergebnis führte, wonach besser verdienende betreuende Eltern-

teile, die in der Regel auch höhere Lebensstandards aufweisen, höhere Betreu-

ungsunterhaltsansprüche (zu Gunsten ihrer Kinder) hätten, womit ihre Betreu-

ungsleistung als "mehr wert" qualifiziert würde, als jene weniger gut verdienender 

Elternteile. Für das Kind ist einzig entscheidend, dass der Elternteil die notwendi-

ge Betreuung und damit seine Anwesenheit finanzieren kann (vgl. den erwähnten 

Leitfaden S. 8; demgegenüber: Urk. 80/73 S. 12).  

5.3. Bedarf der Gesuchstellerin 

a) Nicht strittig sind die Hypothekar- und Nebenkosten (Fr. 260.– [2/8] + 
Fr. 650.– [2/8]), die Krankenkasse KVG und VVG (Fr. 300.– + Fr. 85.–), die Billag 

(Fr. 40.–), die Kommunikationskosten (Fr. 160.–), die Mobilitätskosten (Fr. 600.–) 

und die Kosten für die Haustiere (Fr. 150.–) (vgl. Urk. 64 S. 27 f.; Urk. 80/63 

S. 18; Urk. 80/73 S. 12).   

b) Wie vorstehend dargetan, ist auch der Grundbetrag der Gesuchstellerin vor-
liegend lediglich um 25 % und nicht um 50 % und damit auf Fr. 1'688.– zu erhö-

hen [Fr. 1'350.–+ Fr. 338.–]).  

c) Hinsichtlich der Positionen Hobbys/Freizeit und Ferien bleibt es bei den von 
der Vorinstanz veranschlagten Fr. 115.– und Fr. 600.– (Urk. 64 S. 28 f.), nachdem 

insbesondere die von den Parteien in den Jahren 2015 und 2016 verbrachten Fe-

rien, wie dargetan, als gelebter Standard zu berücksichtigen sind.   

d) Der Gesuchsgegner rügt den von der Vorinstanz für die (laufenden) Steuern 
veranschlagten Betrag von Fr. 3'000.– pro Monat als zu hoch und anerkennt le-

diglich einen Betrag von Fr. 1'700.– bzw. Fr. 2'000.– als Obergrenze (Urk. 80/63 

S. 18 f.).  

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Im summarischen Eheschutzverfahren kann nicht verlangt werden, dass das Ge-

richt eine exakte Berechnung der zu bezahlenden Steuern vornimmt; bei Einbe-

zug der Steuern in den Notbedarf könnte ohnehin nur vom mutmasslichen Resul-

tat der Unterhaltsbeitragsberechnung ausgegangen werden, was eine genaue Be-

rechnung von vornherein ausschliesst (ZK-ZGB-Bräm/Hasenböhler N 118 A II Zif-

fer 12 zu Art. 163 ZGB). Die erste Instanz ging von einem steuerbaren Einkom-

men von zirka Fr. 200'000.– pro Jahr aus (Urk. 64 S. 29). Selbst bei der Annahme 

eines solchen steuerbaren Einkommens wären Fr. 3'000.– pro Monat bzw. 

Fr. 36'000.– pro Jahr beim anwendbaren Einelterntarif und dem Steuerfuss in 

D._____ von 78 % jedoch zu hoch. Mit Blick auf die Einkünfte der Gesuchstellerin 

(eigenes Einkommen, Kinderzulagen und mutmassliche Unterhaltsbeiträge) und 

die möglichen Steuerabzüge für die sechs Kinder in der Höhe von insgesamt 

Fr. 54'000.– erscheinen die vom Gesuchsgegner anerkannten Fr. 1'700.– pro 

Monat für die Steuern jedenfalls angemessen.  

e) Somit präsentiert sich der gebührende Bedarf der Gesuchstellerin folgen-
dermassen:  

Grundbetrag Fr. 1'688 
Hypothek (2/8) Fr. 260 
Nebenkosten (2/8) Fr. 650 
Krankenkasse KVG Fr. 300 
Krankenkasse VVG Fr. 85 
Billag Fr. 40 
Kommunikationskosten Fr. 160 
Mobilität Fr. 600 
Hobbys/Freizeit/Ferien Fr. 715 
Haustiere Fr. 150 
Steuern Fr. 1'700 
Subtotal Fr. 6'348 
- Betreuungsunterhalt - Fr. 2'980 
Total Fr. 3'368 

Als Gegenstand des nachehelichen Unterhaltes verbleiben die Nachteile, welche 

durch die Kinderbetreuung entstehen und quantitativ nicht durch den wirtschaftlich 

dem betreuenden Elternteil zugedachten Betreuungsunterhalt abgedeckt sind. 

Dazu gehört namentlich die Differenz zwischen dem für den Betreuungsunterhalt 

relevanten familienrechtlichen Existenzminimum (Lebenshaltungskosten) und 

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dem gebührenden Unterhalt. Es geht bei diesem um die Fortführung des bisheri-

gen Lebensstandards (vgl. BGE 144 III 481 E. 4.8.3). Vom obigen gebührenden 

Bedarf ist somit der Betreuungsunterhalt in der Höhe von Fr. 2'980.– abzuziehen 

(vgl. Urk. 64 S. 28). Insgesamt, d.h. persönliche Unterhaltsbeiträge von 

Fr. 3'368.– pro Monat und Betreuungsunterhalt von Fr. 2'980.–, erhält die Ge-

suchstellerin somit weniger als vor Vorinstanz (vgl. Fr. 2'955.– persönliche Unter-

haltsbeiträge und Fr. 5'030.– Betreuungsunterhalt). Das Verschlechterungsverbot 

ist daher nicht verletzt.  

6. Unterhaltsbeiträge ab 1. Juni 2019 

6.1. Barbedarf der sechs Kinder 

Angesichts der markanten Einkommenseinbusse und des Umstands, dass vor-

übergehend zur Bestreitung der Unterhaltsbeiträge auf das Vermögen zurückge-

griffen werden muss, sind die üblichen Grundbeträge gemäss Kreisschreiben ein-

zusetzen. Die Anteile an der Hypothek und den Nebenkosten sowie die Kranken-

kassenbeiträge bleiben gleich. Bezüglich Hobbys/Freizeit/Ferien bleibt es bei den 

Beträgen gemäss der Zürcher Kinderkosten-Tabellen und damit bei je Fr. 360.– 

für E._____, F._____, G._____ und H._____ sowie Fr. 300.– für I._____ und 

J._____. Zusammengefasst präsentiert sich der Bedarf der Kinder ab Juni 2019 

somit folgendermassen:  

 
 E._____ F._____ G._____ H._____ I._____ J._____ 
Grundbetrag Fr. 600 Fr. 600 Fr. 600 Fr. 600 Fr. 600 Fr. 400 
Hypothek (1/8) Fr. 130 Fr. 130 Fr. 130 Fr. 130 Fr. 130 Fr. 130 
Nebenkosten 
(1/8) 

Fr. 325 Fr. 325 Fr. 325 Fr. 325 Fr. 325 Fr. 325 

Krankenkasse Fr. 120 Fr. 120 Fr.