# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 66080680-1712-5eaf-98bd-c0492f38029b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-12-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.12.2017 D-6043/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6043-2017_2017-12-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6043/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  D e z e m b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richterin Mia Fuchs;  

Gerichtsschreiberin Kathrin Mangold Horni. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,  

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 27. September 2017 / N (…). 

 

 

 

D-6043/2017 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin am (…) legal mit einem zu Ausbildungszwe-

cken ausgestellten Visum (gültig ab […]) über den Flughafen B._______ in 

die Schweiz einreiste, 

dass sie am 11. Januar 2016 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 

C._______ um Asyl nachsuchte, 

dass sie dort am 26. Januar 2016 zu ihren Personalien, zu ihrem Reiseweg 

und summarisch zu ihren Fluchtgründen befragt wurde (Befragung zur Per-

son [BzP]),  

dass sie vom SEM für den Aufenthalt während der Dauer des Asylverfah-

rens am 2. Februar 2016 dem Kanton D._______ zugewiesen wurde,  

dass sie am 25. Juli 2017 von einer Mitarbeiterin des SEM in Bern-Wabern 

eingehend zu ihren Asylgründen angehört wurde,  

dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Befragungen im Wesentlichen 

vorbrachte, sie sei sri-lankische Staatsangehörige tamilischer Ethnie, 

stamme aus E._______ ([…], […]), habe nach dem Schulabschluss ([…]) 

ein Diplom in (…) erworben und verfüge über entsprechende langjährige 

Arbeitserfahrung in (…) in F._______ (2009-2013) und G._______ (seit Juli 

2013), 

dass ihre Mutter bis zur Pensionierung im Jahr 2008 eine Staatsstelle als 

(…) bei einem (…) gehabt habe, ihr Vater (…) betreibe und ihre Schwester, 

die mit einem (..) verheiratet sei, seit 2008 in H._______ lebe,  

dass ein Onkel die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) von 1983-1987 

unterstützt ([…]) und Sri Lanka im Jahr 1987 verlassen habe, ein Cousin, 

welcher den LTTE beigetreten sei, im Jahr 1997 im Kampf getötet worden 

sei und ihr Vater den LTTE im Jahr 1996, als diese E._______ verlassen 

hätten, ein (…) abgekauft und dieses bis 2007 geführt habe, weshalb er in 

jener Zeit einige Male verhört worden sei,  

dass sie kein LTTE-Mitglied gewesen und nicht für diese tätig gewesen sei, 

sich nicht politisch betätigt und persönlich nie Probleme mit den Behörden 

gehabt habe, und auch nie in Haft oder vor Gericht gewesen sei,  

D-6043/2017 

Seite 3 

dass ihre Eltern im Jahr 2011 ein Bauunternehmen für (…) an ihrem Haus 

engagiert und dieses 2012 wegen (…) und (…) eingeklagt hätten (zivil-

rechtliches Gerichtsverfahren hängig seit April 2012),  

dass sie in diesem Zusammenhang im Dezember 2013 eines Abends auf 

dem Heimweg von der Bushaltestelle zum Elternhaus von Männern auf 

Motorrädern angehalten, von einem der Männer am Oberarm festgehalten 

und aufgefordert worden sei, die Klage zurückzuziehen,  

dass sie sich danach auf dem Arbeitsweg nicht mehr wohl gefühlt und des-

halb ihre Stelle in G._______ Ende Januar 2014 gekündigt und fortan nur 

noch von zuhause aus gearbeitet habe (sie habe viele Kunden gehabt),  

dass sie sich aber als gut ausgebildete junge Frau zu Hause isoliert gefühlt 

und sich deshalb zu einer Weiterbildung im Ausland entschlossen habe, 

zumal sie ein ungutes Gefühl gehabt habe, nachdem manchmal Unbe-

kannte vor dem Elternhaus parkiert hätten und ihrer in H._______ leben-

den Schwester nach mehreren problemlosen Besuchen im (…) die Ein-

reise in F._______ ohne Nennung eines Grundes verweigert worden sei 

(laut anwaltlichen Abklärungen sei die Schwester offenbar auf einer Liste 

vermerkt), 

dass sie sich für einen Lehrgang bei der "(…)" in I._______ angemeldet 

habe und, nachdem ihr von den Schweizer Behörden zur Absolvierung der 

entsprechenden Ausbildung am (…) ein Einreisevisum ausgestellt worden 

sei, am (…) von F._______ aus in die Schweiz geflogen sei,  

dass sie hierzulande zwecks Ausbildung eine einjährige Aufenthaltsbewil-

ligung erhalten habe, sich nach einem Jahr aber um ein neues Visum hätte 

bemühen müssen, und gehofft habe, dass das wegen (…) initiierte Ge-

richtsverfahren bis dahin beendet wäre, so dass sie nach Sri Lanka zurück-

kehren könnte,  

dass das besagte Gerichtsverfahren jedoch immer noch hängig sei, da die 

Verhandlungen mangels Erscheinens der beklagten Seite mehrmals ver-

schoben worden seien,  

dass sie deshalb nach Ablauf der Schweizer Aufenthaltsbewilligung (…) 

erst einmal untergetaucht sei und schliesslich am 11. Januar 2016 ein Asyl-

gesuch gestellt habe, da sie sich vor einer Rückkehr nach Sri Lanka auf-

grund der genannten Probleme fürchte, 

D-6043/2017 

Seite 4 

dass die Beschwerdeführerin im Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens 

ihren sri-lankischen Reisepass sowie ein Schreiben mit deutscher Über-

setzung zu den Akten gab,  

dass das SEM mit Verfügung vom 27. September 2017 – eröffnet am 

28. September 2017 – feststellte, die Beschwerdeführerin erfülle die 

Flüchtlingseigenschaft nicht, und in der Folge deren am 11. Januar 2016 

gestelltes Asylgesuch ablehnte, 

dass das SEM gleichzeitig die Wegweisung und den Wegweisungsvollzug 

anordnete und die Beschwerdeführerin aufforderte, die Schweiz bis spä-

testens am 22. November 2017 zu verlassen, andernfalls sie in Haft ge-

nommen und unter Zwang in ihren Heimatstaat zurückgeführt werden 

könnte, 

dass die Beschwerdeführerin am 25. Oktober 2017 beim Bundesverwal-

tungsgericht gegen die SEM-Verfügung vom 27. September 2017 Be-

schwerde einreichte und dabei beantragte, die vorinstanzliche Verfügung 

sei aufzuheben, es sei ihre Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihr 

Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und 

Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und ihre vorläufige 

Aufnahme anzuordnen,  

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht – unter Verweis auf eine gleich-

zeitig eingereichte, am 24. Oktober 2017 vom (…) ausgestellte Fürsorge-

abhängigkeitsbestätigung – darum ersuchte, es sei die unentgeltliche Pro-

zessführung zu bewilligen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

zu verzichten, überdies sei ihr ein amtlicher Rechtsbeistand beizuordnen, 

dass auf die Begründung der gestellten Anträge, soweit für den Entscheid 

wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird, 

dass das Bundesverwaltungsgericht der Beschwerdeführerin am 30. Okto-

ber 2017 den Eingang ihrer Beschwerde vom 25. Oktober 2017 bestätigte,  

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 6. No-

vember 2017 – für deren ausführliche Begründung auf die Akten und die 

nachfolgenden Erwägungen verwiesen wird – die Gesuche um Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie Art 110a 

Abs. 1 Bst. a AsylG [SR 142.31]) sowie um Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses (Art. 63 Abs. 4 VwVG) abwies und der Beschwerde-

führerin gleichzeitig zur Bezahlung eines Kostenvorschusses in der Höhe 

D-6043/2017 

Seite 5 

von Fr. 750.– eine Frist bis zum 21. November 2017 ansetzte, verbunden 

mit der Androhung, bei ungenutzter Frist und unveränderter Sachlage 

werde – ungeachtet eines allfälligen weiteren, ausschliesslich mit ungenü-

genden finanziellen Mitteln begründeten Gesuchs um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege, Kostenvorschusserlass oder -reduktion, Ra-

tenzahlung oder Fristverlängerung – ohne Ansetzen einer Nachfrist auf die 

Beschwerde vom 25. Oktober 2017 nicht eingetreten, 

dass der verlangte Kostenvorschuss am 17. November 2017 bezahlt 

wurde, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 17. November 2017 (Post-

stempel: 20. November 2017) geltend machte, Militärangehörige hätten am 

Abend des 12. November 2017 ihre Familie in Sri Lanka aufgesucht, die 

Anwesenden befragt und – aufgrund des Verdachts, dass sie Waffen ver-

stecken würden – eine Hausdurchsuchung durchgeführt, 

dass gleichzeitig ein dem Internet entnommener, auf den 13. November 

2017 datierter Bericht von "(…)" samt deutscher Übersetzung zu den Akten 

gegeben wurde, wonach die sri-lankische Armee in der Herkunftsregion 

der Beschwerdeführerin auf der Suche nach Waffen der LTTE Häuser 

durchsuche, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser – was in casu nicht zutrifft – bei Vorliegen eines Auslieferungs-

ersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person 

Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG, Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG oder 

AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG; Art. 6 und 105 ff. AsylG),  

dass die Beschwerdeführerin legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und sich 

ihre Eingabe als frist- und formgerecht erweist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist,  

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Seite 6 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Auslän-

derrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass die Beschwerde als offensichtlich unbegründet zu erkennen ist, wes-

halb über diese in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin zu entscheiden 

ist (Art. 111 Bst. e AsylG),  

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Ent-

scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung des Leibes, des 

Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen gelten, die einen unerträgli-

chen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.2 und 

2.3), 

dass das SEM in seiner Verfügung vom 27. September 2017 sehr detailliert 

und in nachvollziehbarer Art und Weise (vgl. angefochtene Verfügung   

S. 3-6) ausgeführt hat, wieso es zum Schluss gelangte, die Vorbringen der 

Beschwerdeführerin hielten weder den Anforderungen an die Glaubhaf-

tigkeit noch denjenigen an die Flüchtlingseigenschaft stand, 

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Seite 7 

dass das SEM zu Recht feststellte, die Angaben der Beschwerdeführerin 

seien unstimmig und ihre Aussagen zum fluchtauslösenden Ereignis (sie 

sei im Dezember 2013 von unbekannten Männern auf dem Heimweg an-

gehalten und aufgefordert worden, die im April 2012 von ihren Eltern im 

April eingereichte Klage zurückzuziehen) in verschiedenen Punkten vage 

sowie unsubstanziiert ausgefallen und es sei davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin Sri Lanka in erster Linie zu Ausbildungszwecken ver-

lassen habe,  

dass im Übrigen – ungeachtet der Frage der Glaubhaftigkeit der entspre-

chenden Vorbringen – der von den Männern im Dezember 2013 ausge-

sprochenen Drohung eine zivilrechtliche Streitigkeit zwischen den Eltern 

der Beschwerdeführerin und der (…) wegen (…) zugrunde liegt, womit es 

dieser an einem flüchtlingsrechtlich relevanten Motiv gemäss Art. 3 AsylG 

fehlt,  

dass auch der Auffassung der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin ver-

möge mit dem Verweis auf weit zurückliegende Probleme einiger Verwand-

ter aufgrund der LTTE keine konkreten Hinweise auf eine aktuelle Gefähr-

dung ihrer Person darzulegen, gefolgt werden kann, 

dass die in der Anhörung vom 25. Juli 2017 (vgl. Vorakten A18 S. 10) erst-

mals vorgebrachte und in der Beschwerdeschrift (vgl. S. 6) wiederholte Be-

hauptung, der in H._______ wohnhaften Schwester sei im Jahr 2014 die 

Einreise nach Sri Lanka verweigert worden, daran nichts zu ändern ver-

mag, zumal der Beschwerdeführerin kaum am 3. Juli 2014 von den sri-

lankischen Behörden ein neuer Reisepass ausgestellt worden wäre und 

sie am 14. November 2014 ebenso wenig problemlos nach Befragung am 

Schalter der Grenzpolizei (vgl. Vorakten A18 S. 10) hätte ausreisen können 

(vgl. Ausreisestempel im Pass), wenn sie im Visier der heimatlichen Behör-

den gestanden hätte, 

dass sodann auch die Erwägung des SEM, es bestünde kein begründeter 

Anlass zur Annahme, dass die lediglich ein Minimalprofil (tamilische Ethnie 

und Herkunft aus dem Norden Sri Lankas) aufweisende Beschwerdeführe-

rin mehrere Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs nunmehr in den Fo-

kus der Behörden geraten und in asylrechtlicher relevanter Weise verfolgt 

würde, zutreffend ist, 

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Seite 8 

dass die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe vom 25. Oktober 2017 

nicht geeignet sind, zu einer vom SEM abweichenden Beurteilung zu füh-

ren beziehungsweise eine gezielt gegen die Beschwerdeführerin gerich-

tete Verfolgung asylbeachtlichen Ausmasses im Sinne von Art. 3 AsylG zu 

begründen, 

dass die späte Asylgesuchseinreichung gegen die Glaubhaftigkeit der Asyl-

vorbringen spricht, auch wenn die Beschwerdeführerin zu Recht darauf 

hinweist, sie sei – entgegen der Darstellung des SEM in der angefochtenen 

Verfügung – nicht über ein Jahr untergetaucht gewesen, 

dass hinsichtlich der auf Beschwerdeebene vorgebrachten sexuellen Be-

lästigung durch Armeeangehörige im Alter von zwölf Jahren darauf hinzu-

weisen ist, dass die Gewährung des Asyls nicht dazu dienen kann, einen 

Ausgleich für vergangenes Unrecht zu schaffen, sondern vielmehr be-

zweckt, Schutz vor künftiger Verfolgung zu gewähren (vgl. BVGE 2008/4 

E. 5.4),  

dass schliesslich auch das auf den 17. November 2017 datierte Schreiben  

zu keiner anderen Beurteilung des Sachverhaltes zu führen vermag, zumal 

der gleichzeitig eingereichte, dem Internet entnommene Bericht von "(…)" 

keinen konkreten Hinweis auf den im Schreiben behaupteten Besuch von 

Militärangehörigen geben kann, 

dass im Übrigen auch eine tatsächlich erfolgte Hausdurchsuchung für sich 

allein nicht zur Annahme von begründeter Furcht vor Verfolgung zu führen 

vermöchte, 

dass das SEM nach dem Gesagten berechtigterweise zum Schluss gelangt 

ist, die Vorbringen der Beschwerdeführerin hielten weder den Anforderun-

gen an die Glaubhaftigkeit noch denjenigen an die Asylrelevanz stand, 

weshalb es das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton (D._______) keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und zu bestätigen ist, 

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Seite 9 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-

stimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie 

sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls we-

nigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung  

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

D-6043/2017 

Seite 10 

dass das SEM dazu in seiner Verfügung vom 27. September 2017 zutref-

fend feststellte, nicht nur die Infrastruktur, Energieversorgung, Nahrungs-

mittelsicherheit, Gesundheitsversorgung, Schulbildung und zivile Verwal-

tung, sondern auch die Sicherheitslage habe sich in Sri Lanka – und auch 

im Norden und Osten des Landes – spürbar und nachhaltig verbessert, so 

dass der Wegweisungsvollzug dorthin zum heutigen Zeitpunkt als grund-

sätzlich zumutbar erachtet werde, 

dass sodann – wie in der angefochtenen Verfügung ebenfalls richtig fest-

gehalten wurde – auch das Vorliegen der (im Referenzurteil des Bundes-

verwaltungsgerichts E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 dargelegten) individu-

ellen Zumutbarkeitskriterien bejaht werden kann, ist die Beschwerdeführe-

rin doch jung und – soweit den Akten entnommen werden kann – gesund, 

hat nach dem Schulabschluss ([…]) ein Diplom in "(…)" erworben, verfügt 

über entsprechende langjährige Arbeitserfahrung in (…) in F._______ 

(2009-2013) und G._______ (Juli 2013-Januar 2014) und hat in ihrer Hei-

mat ein tragfähiges Beziehungsnetz (Eltern sowie weitere Verwandte),  

dass nach dem Gesagten keine konkreten Anhaltspunkte dafür bestehen, 

die Beschwerdeführerin könnte nicht nach Sri Lanka zurückkehren oder sie 

würde bei einer Rückkehr in ihre Heimat aus individuellen Gründen wirt-

schaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenzbedro-

hende Situation geraten, 

dass es schliesslich der Beschwerdeführerin obliegt, bei der Beschaffung 

allenfalls notwendiger weiterer Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 

AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeich-

nen ist (Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass das SEM nach dem Gesagten den Wegweisungsvollzug zu Recht als 

zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat, weshalb eine Anordnung 

der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1–4 AuG),  

dass aufgrund der Akten auch keine Hinweise bestehen, dass der mass-

gebliche Sachverhalt nicht vollständig erstellt worden wäre, weshalb der 

Antrag auf Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und auf Rückwei-

sung der Sache an die Vorinstanz abzuweisen ist, 

dass sich insgesamt aus den vorstehenden Erwägungen ergibt, dass die 

angefochtene Verfügung einer Überprüfung gemäss Art. 106 Abs. 1 AsylG 

standhält und die Beschwerde abzuweisen ist,  

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Seite 11 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG), wobei 

der am 17. November 2017 geleistete Kostenvorschuss zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten zu verwenden ist.  

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Der geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Kathrin Mangold Horni 

 

 

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