# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df247d1e-0f4f-5fbb-8435-620594b019d3
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-23
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 23.04.2025 Z1 2024 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z1-2024-21_2025-04-23.pdf

## Full Text

20250319_160234_B_ANOM.docx

I. Zivilabteilung Z1 2024 21

Oberrichter P. Huber, Abteilungspräsident
Oberrichter A. Staub
Oberrichterin F. Wiget
Gerichtsschreiber Ph. Carr

Urteil vom 23. April 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
Klägerin und Berufungsbeklagte,

gegen

C.________,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
Beklagter und Berufungskläger,

betreffend

Forderung
(Berufung gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Zug, 2. Abteilung, vom 13. Mai 2024)

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Rechtsbegehren

Beklagter und Berufungskläger

1. Der Entscheid des Kantonsgerichts Zug vom 13. Mai 2024 sei aufzuheben.

2. Die Klage der Klägerin sei abzuweisen.

3. Die im Franchise-Vertrag der Parteien vom 17. Mai/17. August 2018 (Ziffern 24 f.) stipulierte Konven-
tionalstrafe sei auf CHF 0.00 zu reduzieren.

4. Die Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens sowie des ersten obergerichtlichen Verfahrens 
seien der Klägerin aufzuerlegen.

5. Die Klägerin sei dazu zu verurteilen, dem Beklagten eine Parteientschädigung gemäss noch einzuho-
lender und einzureichender Kostennote zu bezahlen.

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Beklagten.

Klägerin und Berufungsbeklagte

1. Die Berufung vom 13. Juni 2024 sei abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist, und es sei der Ent-
scheid des Kantonsgerichts Zug vom 13. Mai 2024 (Verfahren A2 2023 62) zu bestätigen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

Sachverhalt

1.1 Die A.________ AG (nachfolgend: Klägerin) ist eine Holding-Gesellschaft mit Sitz in 
E.________ (ZG). Sie führt und verwaltet unter der Firma "a.________" eine internationale 
Unternehmensgruppe im Bereich der Personal- und Unternehmensberatung. In der Schweiz 
verfügt sie zurzeit über Niederlassungen in ________ (Aufzählung der Standorte). Die Kläge-
rin hat ein Franchisesystem entwickelt, bei dem sie als Franchisegeberin ihr Geschäftskon-
zept unter der Marke "a.________" gegen Gebühr an ausgewählte Franchisenehmer weiter-
gibt. Die Franchisenehmer werden in der Unternehmensgruppe als "Partner" bezeichnet. Sie 
sind berechtigt, als selbständige Personal- oder Unternehmensberater unter dem Namen 
"a.________" aufzutreten und das damit verbundene Know-how der Klägerin zu nutzen.

1.2 C.________ (nachfolgend: Beklagter) war seit dem 1. Juni 2018 in G.________ (ZH) als 
Partner in der Niederlassung F.________ AG G.________ (ZH) tätig. Er schloss als "Fran-
chisenehmer" mit der Klägerin als "Franchisegeberin" und der F.________ AG G.________ 
(ZH) als "Masterfranchisenehmerin" einen Franchisevertrag ab, der von der Gegenseite am 
17. Mai und von ihm am 17. August 2018 unterzeichnet wurde (nachfolgend: Franchisever-
trag). Der Vertrag enthielt folgende Regelungen betreffend Einstiegsgebühr, Infrastrukturkos-
ten und Konkurrenzverbot:

" 14. Der Franchisenehmer bezahlt für die ihm mit diesem Vertrag eingeräumten Nutzungsrech-
te eine einmalige Einstiegsgebühr von CHF 50'000.– (Fünfzigtausend) zuzüglich Mehr-
wertsteuer, zahlbar nach Vertragsunterzeichnung. Zwischen den Parteien besteht Einig-
keit, dass die einmalige Eintrittsgebühr kein Entgelt für die laufenden Leistungen der 

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a.________ darstellt. Aus diesem Grunde ist die Eintrittsgebühr auch dann nicht rückfor-
derbar, wenn der Franchisevertrag, aus welchem Grund auch immer, aufgehoben oder 
vorzeitig beendet wird. [Handschriftliche Ergänzung: "20'000.– SFr. sofort Rest 30 k pro 
Mt 10 k"]

[…]

20. Das Abrechnungsmodell setzt sich wie folgt zusammen:

Abrechnungs-
periode

Franchise-
nehmer

Masterfranchise-
nehmerin

Franchise-
geberin

Infrastrukturkos-
ten exkl. MWST

Umsatzabstufung in 
CHF exkl. MWST

1.-4. Monat 70 % 20 % 10 % 0.00
ab 5. Monat 70 % 20 % 10 % 2'000.00 bis 300'000.00

80 % 10 % 10 % 2'000.00 ab 300'001.00

Es wird auf dem fakturierten Honorar (Basishonorar, Erfolgshonorar, Pauschalhonorar) abge-
rechnet. Insertionskosten, Direct Search, Verhaltens-Profil-Analysen, Assessments, Spesen etc. 
gehören nicht zum Umsatz, sofern die Konditionen gemäss AGB eingehalten werden.

Es werden mindestens CHF 200'000.– Umsatz pro Jahr erwartet.

Der Franchisenehmer bezahlt den monatlichen Fixkostenbeitrag jeweils per 1. des Monats an 
die F.________ AG G.________ (ZH). Die Infrastrukturkosten beinhalten folgende Dienstleis-
tungen der F.________ AG G.________ (ZH):

• Beanspruchung des Sekretariats gemäss Vorgaben der Masterfranchisenehmerin
• Empfang von Kunden und Kandidaten
• Anteil Verwaltungsaufwand:

− Drucker
− Kopierer
− Fax
− Telefon Festnetz
− IT-Netzwerk, Arbeitsplatz, PC (ohne Notebook und Support)
− Druckmaterial exkl. Visitenkarten

• Anteil Büromiete und Reinigung
• Kaffee, Mineralwasser

[…]

24. Der Franchisenehmer verpflichtet sich, während der Dauer von zwei Jahren nach Beendi-
gung des Vertrages jede konkurrenzierende Tätigkeit zu unterlassen. Insbesondere ver-
pflichtet er sich, weder eine Firma, die ganz oder teilweise den gleichen Zweck wie die 
a.________ verfolgt, zu gründen, noch sich an einer solchen zu beteiligen, noch eine Stel-
lung in einer solchen anzunehmen, für eine solche Firma Leistungen irgendwelcher Art zu 
erbringen oder bestehende beziehungsweise potentielle Kundschaft der a.________ ab-
zuwerben.

25. Das Konkurrenzverbot erstreckt sich auf das Vertragsgebiet, d.h. im geographischen 
Bereich in und 80 km um G.________ (ZH). Bei Zuwiderhandlungen gegen das Konkur-
renzverbot schuldet der Franchisenehmer eine Konventionalstrafe in der Höhe von 
CHF 150'000.– (Hundertfünfzigtausend). Durch die Bezahlung der Konventionalstrafe ist 
der Franchisenehmer vom Konkurrenzverbot befreit. "

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1.3 Der Beklagte gründete im Juni 2018 – wie im Franchisevertrag vorgesehen – die 
H.________ AG, welche die Erbringung von Dienstleistungen als Personalvermittler und Un-
ternehmensberater bezweckte. Die Einstiegsgebühr von CHF 50'000.00 bezahlte er vollstän-
dig. Mit Ausnahme einer Einmalzahlung von CHF 2'600.00 bezahlte er jedoch keine gemäss 
Ziffer 20 des Franchisevertrags geschuldeten Infrastrukturkosten. Mit Schreiben vom 5. Sep-
tember 2019 teilte er der Klägerin mit, dass er vom Franchisevertrag zurücktrete. Die Klä-
gerin erachtete dieses Schreiben als Kündigung und erklärte sich ohne Anerkennung einer 
Rechtspflicht bereit, den Franchisevertrag mit dem Beklagten per Ende September 2019 als 
aufgehoben zu betrachten.

1.4 Die F.________ AG G.________ (ZH) trat mit Erklärung vom 28. Januar 2020 ihre Forderung 
auf Bezahlung der ausstehenden Infrastrukturkosten in der Höhe von CHF 23'248.00 (Mona-
te Oktober und Dezember 2018, Januar bis September 2019) an die Klägerin ab. Die Kläge-
rin warf dem Beklagten zudem vor, gegen das Konkurrenzverbot gemäss den Ziffern 24 und 
25 des Franchisevertrags verstossen zu haben, indem er mit der H.________ AG über den 
September 2019 hinaus in und um G.________ (ZH) tätig gewesen sei und als Partner bei 
der I.________ AG mit Sitz in G.________ (ZH) gearbeitet habe (für eine eingehende Dar-
stellung des Sachverhalts mit Aktenfundstellen vgl. Urteil des Obergerichts Zug Z1 2023 6 
vom 7. November 2023).

2.1 Am 2. November 2020 reichte die Klägerin gegen den Beklagten beim Kantonsgericht Zug 
Klage ein und beantragte, dieser sei zu verpflichten, ihr insgesamt CHF 173'248.00 nebst 
Zins zu bezahlen und es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ________ des Be-
treibungsamts J.________ (ZH) zu beseitigen (act. 1 im Verfahren A2 2020 46).

Mit Entscheid vom 9. Januar 2023 verpflichtete das Kantonsgericht den Beklagten, der Klä-
gerin CHF 23'248.00 nebst Zins zu bezahlen. Zudem hielt es fest, dass die Klägerin die Be-
treibung im entsprechenden Umfang fortsetzen kann. Im Übrigen wies es die Klage ab (Ziff. 3 
des Dispositivs), auferlegte die Gerichtskosten von CHF 10'000.00 sowie die Kosten des 
Schlichtungsverfahrens zu 7/8 der Klägerin (Ziff. 4 des Dispositivs) und verpflichtete diese, 
dem Beklagten eine Parteientschädigung von CHF 6'657.60 (inkl. MWST) zu bezahlen 
(Ziff. 5 des Dispositivs; act. 52 im Verfahren A2 2020 46). 

2.2 Gegen diesen Entscheid reichte die Klägerin mit Eingabe vom 9. Februar 2023 beim Ober-
gericht des Kantons Zug Berufung ein, mit der sie auf der Zusprechung einer Konventional-
strafe von CHF 150'000.00 nebst Zins beharrte. In Bezug auf die Infrastrukturkosten von 
CHF 23'248.00 blieb der Entscheid unangefochten (act. 53 im Verfahren A2 2020 46). 

In teilweiser Gutheissung der Berufung hob das Obergericht mit Urteil vom 7. November 2023 
die Dispositiv-Ziffern 3, 4 und 5 des angefochtenen Entscheids auf und wies die Sache im 
Sinne der Erwägungen zur Weiterführung des Verfahrens an die Vorinstanz zurück. Die Ent-
scheidgebühr für das Berufungsverfahren setzte das Obergericht auf CHF 10'000.00, die 
Parteientschädigung für die Klägerin auf CHF 10'280.00 und die Parteientschädigung für 
den Beklagten auf CHF 2'831.00 (je inkl. MWST) fest, überliess aber die Verteilung der Ent-
scheidgebühr und der Parteientschädigungen dem Kantonsgericht in seinem Endentscheid 
(Verfahren Z1 2023 6).

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2.3 Am 13. Mai 2024 fällte das Kantonsgericht Zug folgenden neuen Entscheid (act. 58; Verfah-
ren A2 2023 62):

" 1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 100'000.00 nebst Zins zu 5 % seit 7. Ja-
nuar 2020 zu bezahlen.

2. Es wird festgehalten, dass die Klägerin die Betreibung Nr. ________ des Betreibungsamtes 
J.________ (ZH) im Umfang von CHF 100'000.00 nebst Zins zu 5 % seit 7. Januar 2020 fortset-
zen kann.

3.1 Die Gerichtskosten werden wie folgt festgesetzt:

CHF    10'000.00   Entscheidgebühr (Verfahren A2 2020 46 und A2 2023 62)

Die Gerichtskosten werden der Klägerin zu einem Viertel und dem Beklagten zu drei Vierteln 
auferlegt und mit dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss von CHF 10'000.00 ver-
rechnet. Der Beklagte hat der Klägerin den Kostenvorschuss im Umfang von CHF 7'500.00 so-
wie die Kosten des Schlichtungsverfahrens im Umfang von CHF 525.00 zu ersetzen.

3.2 Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren Z1 2023 6 gemäss Urteil des Obergerichts Zug 
vom 7. November 2023 von CHF 10'000.00 wird der Klägerin zu einem Viertel und dem Beklag-
ten zu drei Vierteln auferlegt und mit dem von der Klägerin für das Verfahren Z1 2023 6 geleiste-
ten Kostenvorschuss von CHF 10'000.00 verrechnet. Der Beklagte hat der Klägerin den Kosten-
vorschuss im Umfang von CHF 7'500.00 zu ersetzen.

4. Der Beklagte hat der Klägerin eine Parteientschädigung von CHF 12'865.00 (CHF 7'725.00 [oh-
ne MWST] + CHF 5'140.00 [MWST inbegriffen]) zu bezahlen. 

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilungen] "

3.1 Gegen diesen Entscheid reichte der Beklagte mit Eingabe vom 13. Juni 2024 beim Oberge-
richt des Kantons Zug Berufung mit eingangs genanntem Rechtsbegehren ein (act. 59). 

3.2 Mit Verfügung vom 17. Juli 2024 bewilligte der Präsident der I. Zivilabteilung des Oberge-
richts dem Beklagten auf dessen Gesuch (act. 63) hin für das Berufungsverfahren integral 
die unentgeltliche Rechtspflege und bestellte Rechtsanwalt D.________ als unentgeltlichen 
Rechtsbeistand. Zudem stellte er das Doppel der Berufungsschrift der Klägerin zur Einrei-
chung der Berufungsantwort zu (act. 64). 

3.3 In der Berufungsantwort vom 12. September 2024 stellte die Klägerin ihrerseits das eingangs 
genannte Rechtsbegehren (act. 65). 

3.4 Ein zweiter Schriftenwechsel und eine Berufungsverhandlung wurden nicht durchgeführt 
(act. 66).

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Erwägungen

1. Vorab ist in prozessualer Hinsicht Folgendes festzuhalten:

1.1 Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten 
Entscheids schriftlich und begründet einzureichen (vgl. Art. 311 Abs. 1 ZPO). Das Beru-
fungsverfahren ist als eigenständiges Verfahren ausgestaltet. Es dient nicht der Vervollstän-
digung des vorinstanzlichen Verfahrens, sondern der Überprüfung und Korrektur des erstin-
stanzlichen Entscheids im Lichte konkret dagegen vorgebrachter Beanstandungen. Entspre-
chend ist die Berufung nach Art. 311 Abs. 1 ZPO begründet einzureichen. Dabei muss der 
Berufungskläger aufzeigen, inwiefern und weshalb er den angefochtenen Entscheid in 
tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht als fehlerhaft erachtet bzw. weshalb (zulässige) Noven 
oder neue Beweismittel einen anderen Schluss aufdrängen. Um diesen Anforderungen nach-
zukommen, genügt es nicht, wenn der Berufungskläger lediglich auf seine Vorbringen vor 
erster Instanz verweist, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufriedengibt 
oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Vielmehr muss er im Ein-
zelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnen, die er beanstandet, sich mit ihnen ar-
gumentativ auseinandersetzen und die Aktenstücke nennen, auf denen seine Kritik beruht. 
Die Begründung muss hinreichend explizit sein, sodass sie vom Berufungsgericht einfach 
nachvollzogen werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_255/2021 vom 22. März 2022 
E. 3.1.6; BGE 142 III 413 E. 2.2.2 und 138 III 374 E. 4.3.1 [= Pra 2013 Nr. 4]).

1.2 Die Begründung ist eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvorausset-
zung für die Berufung. Lässt die Berufung insgesamt oder hinsichtlich eines bestimmten 
Streitpunkts eine (hinreichende) Begründung vermissen, so tritt das Berufungsgericht darauf 
nicht ein. Die gerichtliche Fragepflicht nach Art. 56 ZPO entbindet nicht von einer gehörigen 
Begründung der Rechtsmitteleingabe. Ebenso wenig besteht eine Pflicht des Berufungsge-
richts, die Berufung zur Verbesserung zurückzuweisen. Dabei handelt es sich nicht um einen 
verbesserlichen Mangel im Sinne von Art. 132 Abs. 1 ZPO (Urteil des Bundesgerichts 
5A_452/2022 vom 11. April 2023 E. 4.2.1; 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015; je m.w.H.).

1.3 Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) und die unrichtige Feststellung 
des Sachverhaltes (lit. b) geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Das bedeutet, dass das 
Berufungsgericht über eine uneingeschränkte Prüfungsbefugnis in rechtlicher und tatsächli-
cher Hinsicht verfügt, insbesondere auch über volle Ermessensfreiheit (Urteil des Bundesge-
richts 5A_340/2021 vom 16. November 2021 E. 5.3.1 m.w.H.). Es ist jedoch nicht gehalten, 
von sich aus alle sich stellenden tatsächlichen und rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn 
keine entsprechenden Rügen der Parteien vor der zweiten Instanz vorliegen. Abgesehen 
von offensichtlichen Mängeln hat sich das Berufungsgericht grundsätzlich auf die Beurtei-
lung der in der Berufung und Berufungsantwort gegen das erstinstanzliche Urteil erhobe-
nen Beanstandungen zu beschränken (BGE 147 III 176 E. 4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 
4A_194/2024 vom 11. Oktober 2024 E. 4.2.2.2; 4A_258/2024 vom 24. Mai 2024 E. 2.2).

1.4 Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachen und Beweismittel gemäss Art. 317 Abs. 1 
ZPO nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutba-
rer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. Die Rechtsprechung 
unterscheidet zwischen echten und unechten neuen Vorbringen (sog. Noven). Echte Noven 

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sind Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Zeitpunkt, in dem im erstinstanzlichen 
Verfahren letztmals neue Tatsachen vorgetragen werden konnten, entstanden sind. Unechte 
Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die bereits zuvor entstanden sind. Noven sind im 
Berufungsverfahren grundsätzlich bei erster Gelegenheit, d.h. im ersten Schriftenwechsel, 
vorzutragen. Im Falle unechter Noven sind die Gründe, weshalb die Tatsache oder das Be-
weismittel nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnte, detailliert darzulegen 
(vgl. BGE 144 III 349 E. 4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 4A_518/2023 vom 18. April 2024 
E. 3.4.1; 5A_763/2018 vom 1. Juli 2019 E. 2.1.3.2 f.).

1.5 In gewissen Punkten erfüllt die Berufung die vorgenannten Voraussetzungen nicht. Darauf ist 
im Folgenden an den entsprechenden Stellen zurückzukommen. Deswegen ist jedoch – ent-
gegen der Klägerin (act. 65 Rz 17) – nicht auf die gesamte Berufung nicht einzutreten.

2. Das Kantonsgericht erwog im (ersten) Entscheid vom 9. Januar 2023, dass die Klägerin kei-
ne Konventionalstrafe geltend machen kann, da sie dem Beklagten bei Vertragsbeendigung 
keine Karenzentschädigung ausgerichtet hat. Diesen Entscheid hob das Obergericht mit Ur-
teil vom 7. November 2023 auf, soweit das Kantonsgericht die Klage wegen der fehlenden 
Karenzentschädigung teilweise abgewiesen hatte, und wies die Sache im Sinne der Erwä-
gungen zur Weiterführung des Verfahrens an die Vorinstanz zurück.

2.1 In der Folge prüfte das Kantonsgericht im (zweiten) Entscheid vom 13. Mai 2024, ob das 
Konkurrenzverbot gültig (zustande gekommen) ist und ob es vom Beklagten verletzt wurde. 
Nachdem es diese Fragen bejaht hatte (act. 58 E. 4-5), untersuchte es, ob das Verbot nach 
Ort, Zeit und Gegenstand angemessen begrenzt ist. Dabei kam es zum Schluss, dass das 
Verbot sowohl in räumlicher Hinsicht (80 km um das Zentrum G.________ (ZH); act. 58 
E. 6.2) als auch in gegenständlicher Hinsicht ("jede konkurrenzierende Tätigkeit"; act. 58 
E. 6.4) angemessen begrenzt ist. Die zeitliche Begrenzung von zwei Jahren erachtete es in-
dessen als ein Jahr zu hoch (act. 58 E. 6.3). Unter Berücksichtigung dieser und weiterer Um-
stände (vgl. hinten E. 6.1) kam das Kantonsgericht zum Schluss, dass die Konventionalstrafe 
von CHF 150'000.00 auf CHF 100'000.00 herabzusetzen ist (act. 58 E. 6.5).

2.2 Die vorinstanzlichen Erwägungen, wonach das Konkurrenzverbot gültig (zustande gekommen) 
ist und vom Beklagten verletzt wurde, ficht der Beklagte in der Berufung nicht an. Mit der 
beiläufigen Bemerkung, "sofern man überhaupt von einer Übertretung des Konkurrenzver-
bots ausgeht" (act. 59 Rz 4b), zeigt er jedenfalls nicht auf, inwiefern und weshalb die Vorin-
stanz zu Unrecht auf eine Verletzung des Konkurrenzverbots schloss. Deshalb ist darauf 
nicht mehr einzugehen (vgl. vorne E. 1.1 und 1.3). Nach wie vor strittig ist indessen, ob die 
Vorinstanz das Konkurrenzverbot im Sinne von Art. 340a Abs. 2 OR angemessen begrenzt 
und die Konventionalstrafe im Sinne von Art. 163 Abs. 3 OR hinreichend herabgesetzt hat.

3. Bezüglich der Rechtsgrundlagen zur Angemessenheit eines Konkurrenzverbots nach 
Art. 340a Abs. 1 OR und zur Möglichkeit der gerichtlichen Einschränkung nach Art. 340a 
Abs. 2 OR kann auf die zutreffenden, von den Parteien im Berufungsverfahren im Übrigen 
nicht kritisierten Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (zur Zulässigkeit eines sol-
chen Verweises vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_88/2020 vom 11. Februar 2021 E. 3.4 
m.w.H.). Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen:

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3.1 Das Verbot ist gemäss Art. 340a OR nach Ort, Zeit und Gegenstand angemessen zu be-
grenzen, sodass eine unbillige Erschwerung des wirtschaftlichen Fortkommens des Arbeit-
nehmers ausgeschlossen ist; es darf nur unter besonderen Umständen drei Jahre über-
schreiten. Die Beschränkungen nach Ort, Zeit und Gegenstand beeinflussen die Angemes-
senheit in gegenseitiger Abhängigkeit. So kann etwa eine enge Begrenzung in örtlicher und 
sachlicher Hinsicht eine längere Dauer des Konkurrenzverbots rechtfertigen (BGE 91 II 372 
E. 8; Portmann/Rudolph, Basler Kommentar, 7. A. 2020, Art. 340a OR N 3). Ein übermässi-
ges Konkurrenzverbot ist auf das zulässige Mass zu reduzieren, in welchem Umfang es dann 
zur Anwendung kommt. Die Einschränkung unterliegt dem richterlichen Ermessen. Dabei 
kommt es allein auf den Einzelfall an. Zu berücksichtigen sind nebst den erwähnten Kriterien 
unter anderem die Ausbildung, die Vermögens- und Familienverhältnisse und das Alter des 
Arbeitnehmers sowie die Arbeitsmarktlage. Die Praxis nimmt dabei nicht leichthin eine unbil-
lige Erschwerung des wirtschaftlichen Fortkommens an. Dass der Arbeitnehmer entweder die 
Branche oder den Wohnort wechseln muss, wird in der Regel als zumutbar erachtet (Streiff/  
von Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag, 7. A. 2012, Art. 340a OR N 5; act. 58 E. 6). Bei der Ein-
schränkung eines übermässigen Konkurrenzverbots hat das Gericht eine allfällige Gegenleis-
tung des Arbeitgebers angemessen zu berücksichtigen (Art. 340a Abs. 2 OR; act. 58 E. 3).

3.2 Die räumliche Ausdehnung des Konkurrenzverbots darf nicht weitergehen als die intensiven 
Geschäftsbeziehungen des alten Arbeitgebers, da es ausserhalb dieses Gebietes an der 
Konkurrenzierung und dem erforderlichen Interesse des Arbeitgebers fehlt. Sodann wird die 
zulässige geografische Ausdehnung weiter beschränkt durch den räumlichen Wirkungsbe-
reich der besonderen Kenntnisse, die der Arbeitnehmer erworben hat. Ausserhalb des 
tatsächlichen Geschäftsbereiches hat der Arbeitgeber kein schutzwürdiges Interesse, dem 
Arbeitnehmer eine Aktivität zu untersagen, da eine solche ihn nicht schädigen kann. Selbst 
innerhalb dieser Grenzen kann sich ein Verbot aus anderen Gründen als übermässig erwei-
sen, namentlich dann, wenn keine schutzwürdigen Interessen des Arbeitgebers eine so weite 
Ausdehnung zu rechtfertigen vermögen. Die örtlichen Schranken eines Konkurrenzverbots 
sind grundsätzlich dort zu ziehen, wo die Möglichkeit, den Arbeitgeber zu schädigen, endet 
(Urteil des Bundesgerichts 4C.44/2002 vom 9. Juli 2002 E. 2.4; Streiff/von Kaenel/Rudolph, 
a.a.O., Art. 340a OR N 2 [S. 1246]; act. 58 E. 6.2).

3.3 Auch die Dauer des Verbots darf das durch berechtigte Interessen des Arbeitgebers gefor-
derte Mass nicht überschreiten und das wirtschaftliche Fortkommen des Arbeitnehmers nicht 
unbillig erschweren. Hinsichtlich der angemessenen Begrenzung des Konkurrenzverbots ist 
einerseits massgeblich auf die zeitliche Reichweite der Interessen des Arbeitgebers abzustel-
len. Andererseits kommt es ebenso auf die Interessen des Arbeitnehmers an. Eine unbillige 
Erschwerung des wirtschaftlichen Fortkommens ist namentlich dann anzunehmen, wenn ein 
Konkurrenzverbot den Arbeitnehmer zu einer beruflichen Umstellung zwingt oder ihm umge-
kehrt eine solche verwehrt. Demgegenüber darf ein erforderlicher Branchenwechsel für eine 
gewisse Übergangszeit nicht ohne Weiteres einer unbilligen Erschwerung des wirtschaftli-
chen Fortkommens gleichgesetzt werden (Portmann/Rudolph, a.a.O., Art. 340a OR N 3 f.). Die 
zulässige Dauer hängt von der Art des zu schützenden Wissens ab. Das Bundesgericht hat 
in BGE 96 II 143 eine zeitliche Begrenzung auf drei Jahre als angemessen erachtet, zumal 
der Arbeitnehmer als Geschäftsleiter vollständigen Einblick in den Kundenkreis erlangt und 
Gelegenheit gehabt hat, mit der Kundschaft persönlich zu verkehren. Demgegenüber hat es 
in BGE 91 II 381 ein dreijähriges Verbot auf zwei Jahre herabgesetzt, da es unwahrschein-

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lich erschien, dass der Arbeitnehmer nach Ablauf dieser Zeit der Arbeitgeberin noch Kunden 
hat entziehen können. In einem neueren Entscheid hat das Bundesgericht eine Obergrenze 
von sechs Monaten für ein kundschaftsbezogenes Konkurrenzverbot bei einem unter ande-
rem in der Naturstein- und Bauindustrie tätigen Verkäufer im Aussendienst als vertretbar be-
zeichnet, hat aber die konkreten Umstände sowie seine Zurückhaltung bei der Überprüfung 
des vorinstanzlichen Ermessensentscheids betont (Urteil des Bundesgerichts 4A_62/2011 
vom 20. Mai 2011 E. 4). In einem weiteren Entscheid hat das Bundesgericht ein einjähriges 
Abwerbeverbot für Transportaufträge in Bezug auf Kunden geschützt, für die der Fahrer be-
reits bei der Arbeitgeberin Aufträge ausgeführt hat (Urteil des Bundesgerichts 4C.360/2004 
vom 19. Januar 2005 E. 3.3). Eine grundsätzliche Obergrenze für kundschaftsbezogene 
Konkurrenzverbote wurde in der Praxis abgelehnt (Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., 
Art. 340a OR N 3 [S. 1248] m.H.; act. 58 E. 6.3).

3.4 In Bezug auf die gegenständliche Eingrenzung des Konkurrenzverbots war der Beklagte 
[gemäss Franchisevertrag] gehalten, jede konkurrenzierende Tätigkeit zu unterlassen. 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung erfüllt das Verbot "jeder konkurrenzierenden 
Tätigkeit" das Gebot der Form. Es ist genügend bestimmt bzw. anhand der allgemeinen Aus-
legungsmethoden hinreichend bestimmbar (BGE 145 III 365 E. 3.6; act. 58 E. 6.4).

4. Mit Bezug auf die Rechtsgrundlagen zur Herabsetzung der Konventionalstrafe im Sinne von 
Art. 163 Abs. 3 OR kann ebenfalls auf die – soweit nachfolgend wiedergegeben – zutreffen-
den, von den Parteien im Berufungsverfahren ebenfalls nicht kritisierten Erwägungen der 
Vorinstanz verwiesen werden:

Die Höhe der Konventionalstrafe können die Parteien grundsätzlich frei vereinbaren (Art. 163 
Abs. 1 OR). Übermässig hohe Konventionalstrafen hat das Gericht zum Schutz der 
schwächeren Partei nach seinem Ermessen herabzusetzen (Art. 163 Abs. 3 OR). Die richter-
liche Herabsetzung einer Konventionalstrafe stellt einen Einbruch in die Vertragsinhaltsfrei-
heit und die Vertragstreue der Parteien dar und ist deshalb mit Zurückhaltung anzuwenden. 
Nur krasse Missverhältnisse sind vom Gericht zu berücksichtigen (Widmer/Costantini/Ehrat, 
Basler Kommentar, a.a.O., Art. 163 OR N 10 m.H.). Das Ermessen des Richters bezieht sich 
sowohl auf die Frage der Übermässigkeit der Strafe als auch auf den Umfang der Herabset-
zung (BGE 133 III 201 E. 5.2). Ein Eingriff rechtfertigt sich nur dann, wenn das Ausmass der 
Konventionalstrafe unvernünftig übersetzt ist und mit den Anforderungen der Gerechtigkeit 
und Billigkeit offenbar in Widerspruch steht. Eine Herabsetzung der Konventionalstrafe recht-
fertigt sich insbesondere, wenn zwischen dem vereinbarten Betrag und dem Interesse des 
Ansprechers, daran im vollen Umfang festzuhalten, ein krasses Missverhältnis besteht 
(BGE 133 III 43 E. 3.3.2; Urteil des Bundesgerichts 4A_595/2012 vom 21. Dezember 2012 
E. 5.1). Dabei ist dem Interesse des Arbeitgebers an der Einhaltung des Verbots, der wirt-
schaftlichen Lage des Arbeitnehmers und der Schwere des Verschuldens an der Übertretung 
bzw. der Hauptvertragsverletzung angemessen Rechnung zu tragen. Weiter sind unter Um-
ständen die Art und Dauer des Anstellungsverhältnisses, der Zeitpunkt der Übertretung, eine 
Karenzentschädigung und ausnahmsweise ein fehlender Schaden bis zum Ablauf der Ver-
botszeit zu berücksichtigen. In der Regel ist ein tatsächlicher Schaden aber gerade nicht er-
forderlich, da die Konventionalstrafe unter anderem auch vom Nachweis eines solchen ent-
binden soll (Urteil des Bundesgerichts 4A_595/2012 vom 21. Dezember 2012 E. 5.1; Neer-

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acher, Das arbeitsvertragliche Konkurrenzverbot, 2001, S. 107; Streiff/von Kaenel/Rudolph, 
a.a.O., Art. 340b OR N 5; act. 58 E.6.5.2). 

5. Zum Verhältnis zwischen dem Übermass des Konkurrenzverbots (Art. 340a Abs. 2 OR) und 
der Herabsetzung der Konventionalstrafe (Art. 163 Abs. 3 OR) sowie zur Herabsetzung im 
Allgemeinen ist Folgendes anzufügen:

5.1 Wird geltend gemacht, eine Konventionalstrafe sei nicht oder nicht im vereinbarten Umfang 
geschuldet, so ist in einem ersten Schritt stets zu prüfen, ob das Konkurrenzverbot – sofern 
dessen Vereinbarung gültig zustande gekommen und das Verbot nicht weggefallen ist (vgl. 
Art. 340c OR) – verletzt wurde. Zu diesem Zweck muss vorab ermittelt werden, ob das Ver-
bot übermässig ist. Ist dies der Fall, ist es auf das zulässige Mass einzuschränken. Gemes-
sen an diesem eingeschränkten Verbot ist sodann zu beurteilen, ob überhaupt eine Verlet-
zung vorliegt.

Erst wenn eine Verletzung eines gültig zustande gekommenen, allenfalls gerichtlich einge-
schränkten Konkurrenzverbots bejaht wurde, ist in einem zweiten Schritt zu prüfen, ob die 
Konventionalstrafe – sofern die Vereinbarung der Strafe wiederum gültig zustande gekom-
men ist – herabzusetzen ist.

5.2 Bei der Frage nach der Herabsetzung der Strafe sind verschiedene Kriterien zu berücksichti-
gen. Nicht zwingend relevant ist dabei ein allfällig festgestelltes Übermass des Konkurrenz-
verbots. Denn der vereinbarte Betrag der Konventionalstrafe muss nicht mit dem Umfang des 
Konkurrenzverbots in einem Zusammenhang stehen (Neeracher, a.a.O., S. 114; Brühwiler, 
Einzelarbeitsvertrag, 3. A. 2014, Art. 340b OR N 3 in fine; a.M. Streiff/von Kaenel/Rudolph, 
a.a.O., Art. 340b OR N 5c; Stöckli/Rehbinder, Berner Kommentar, 2014, Art. 340b OR N 8). 
So kann es vorkommen, dass ein weitgehendes Konkurrenzverbot an eine tiefe Konventio-
nalstrafe gekoppelt wird; in einem solchen Fall kann eine Einschränkung des Konkurrenzver-
bots vorgenommen werden, ohne dass auch die Strafe herabzusetzen wäre (vgl. Neeracher, 
a.a.O., S. 114). Im umgekehrten Fall kann auch ein eingeschränktes Verbot mit einer hohen 
Strafe belegt sein; in einem solchen Fall kann die Strafe herabgesetzt werden, ohne dass 
auch das Verbot einzuschränken wäre.

Grundsätzlich kann die Strafe in beliebiger Höhe vereinbart werden (vgl. Art. 163 Abs. 1 OR). 
Sie muss nicht zwingend den "objektiven Wert" des Konkurrenzverbots abbilden (vgl. auch 
Art. 161 Abs. 1 OR). Dies zeigt sich überdies darin, dass die Bezahlung der Strafe nach der 
Konzeption des Gesetzgebers noch nicht vom Ersatz eines darüberhinausgehenden Scha-
dens befreit (Art. 340b Abs. 2 OR). Die Einschränkung des Konkurrenzverbots (Art. 340a 
Abs. 2 OR) und die Herabsetzung der Konventionalstrafe (Art. 163 Abs. 3 OR) orientieren 
sich an unterschiedlichen Massstäben. Der zulässige Umfang des Konkurrenzverbots richtet 
sich aus Sicht des Arbeitgebers insbesondere danach, inwieweit dieser ein Interesse an der 
Einhaltung des Verbots hat (Interesse an Realerfüllung; vgl. vorne E. 3). Beim zulässigen 
Umfang der Konventionalstrafe steht hingegen aus Sicht des Arbeitgebers dessen Interesse 
im Zentrum, den vollen vereinbarten Betrag zu erhalten (Interesse an Abgeltung; vgl. vorne 
E. 4). Der Arbeitgeber kann auch dann ein Interesse am Erhalt der vollen Konventionalstrafe 
haben, wenn der Arbeitnehmer ein Konkurrenzverbot verletzt, welches das Gericht einge-
schränkt hat. Mithin besteht zwischen der Verletzung eines vereinbarten Konkurrenzverbots 

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einerseits und der für den Fall der Verletzung vereinbarten Konventionalstrafe andererseits 
nicht zwingend ein Äquivalenzverhältnis. Schränkt also das Gericht das Konkurrenzverbot 
nach Ort, Zeit oder Gegenstand ein, ist die Strafe deswegen nicht automatisch gleichermas-
sen herabzusetzen. Selbstverständlich ist eine Herabsetzung der Strafe aber in einem sol-
chen Fall auch nicht ausgeschlossen.

5.3 Bei der Herabsetzung einer Konventionalstrafe nach Ermessen des Gerichts ist aus Gründen 
der Vertragstreue und der Vertragsfreiheit (Art. 163 Abs. 1 OR) Zurückhaltung geboten. Ein 
richterlicher Eingriff in den Vertrag rechtfertigt sich nur, wenn der verabredete Betrag so hoch 
ist, dass er das vernünftige, mit Recht und Billigkeit noch vereinbare Mass übersteigt. Eine 
Herabsetzung der Konventionalstrafe rechtfertigt sich insbesondere, wenn zwischen dem 
vereinbarten Betrag und dem Interesse des Ansprechers an dessen Ausrichtung in vollem 
Umfang ein krasses Missverhältnis besteht. Massgebend für die Beurteilung sind Art und 
Dauer des Vertrags, die Schwere des Verschuldens und der Vertragsverletzung, das Interes-
se des Ansprechers an der Einhaltung des Verbots sowie die wirtschaftliche Lage der Betei-
ligten. Als Indiz des Übermasses kommt der höchstmögliche Schaden in Betracht. Der effek-
tiv eingetretene Schaden ist hingegen nicht massgebend. Zu berücksichtigen sind ferner all-
fällige Abhängigkeiten aus dem Vertragsverhältnis und die Geschäftserfahrung der Beteilig-
ten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_107/2011 vom 25. August 2011 E. 3.1; 4A_202/2024 
vom 24. September 2024 E. 4.1.2).

5.4 Die tatsächlichen Voraussetzungen einer Herabsetzung sind vom Schuldner der Konventio-
nalstrafe zu behaupten und zu beweisen. Da dieser in Bezug auf einen allfälligen Schaden, 
der dem Gläubiger entstanden ist, aus eigener Kenntnis oft nichts darlegen kann, obliegt es 
dem Gläubiger, seinen Schaden darzulegen und die Behauptung, es liege kein oder bloss 
ein geringer Schaden vor, substanziiert zu bestreiten. Der Gläubiger hat sein Interesse aber 
nicht ziffernmässig nachzuweisen, denn damit würde Art. 161 Abs. 1 OR umgangen (BGE 
133 III 43 E. 4.1; Widmer/Costantini/Ehrat, Basler Kommentar, 7. A. 2020, Art. 163 OR N 13).

6. In der Berufung rügt der Beklagte, das Konkurrenzverbot gehe – trotz der von der Vorinstanz 
vorgenommenen zeitlichen Beschränkung auf ein Jahr – räumlich und gegenständlich immer 
noch zu weit. Er bestreitet aber nicht (mehr), dass er das Konkurrenzverbot, selbst wenn die-
ses noch weiter eingeschränkt würde, verletzt hat. Aufgrund dessen braucht vorliegend nicht 
geprüft zu werden, ob das Verbot gestützt auf Art. 340a Abs. 2 OR noch weiter einzuschrän-
ken gewesen wäre, als dies die Vorinstanz getan hat. Zu prüfen bleibt mithin einzig, ob die 
Konventionalstrafe weiter herabzusetzen ist als auf CHF 100'000.00. Für diese Prüfung ist, 
wie soeben erwähnt, grundsätzlich nicht ausschlaggebend, ob oder inwieweit das ursprüng-
liche oder das eingeschränkte Konkurrenzverbot übermässig war im Sinne von Art. 340a 
Abs. 2 OR (vgl. auch vorne E. 5.2).

6.1 Die Vorinstanz begründete die von ihr vorgenommene Herabsetzung von CHF 150'000.00 
auf CHF 100'000.00 wie folgt: 

Der Beklagte sei vom 1. Juni 2018 bis Ende September 2019 als Franchisenehmer der Klä-
gerin tätig gewesen. In dieser Zeit habe er Zugang zur internen schützenswerten Kundenda-
tenbank der Klägerin gehabt. Er habe während dieser Zeit in eigenverantwortlicher Position 
intensiv die Kunden der Klägerin betreut. Die Bedürfnisse der Kunden seien dem Beklagten 

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bestens bekannt gewesen. Mit dem während mehr als einem Jahr erlangten Know-how sei 
es dem Beklagten hypothetisch möglich gewesen, der Klägerin einen grossen finanziellen 
Schaden zuzufügen. Das Interesse der Klägerin an der Einhaltung des Konkurrenzverbots 
während eines Jahres sei daher als gross zu gewichten. Zu berücksichtigen sei ferner, dass 
die konkurrenzierende Tätigkeit des Beklagten bei der I.________ AG unmittelbar an das 
Ende des Franchiseverhältnisses angeknüpft habe. Gemäss dem Auszug aus dem 
"________ Profil" sei der Beklagte seit November 2019 als geprüftes Mitglied für die 
I.________ AG im Einsatz gewesen. Dass es dem Beklagten nicht möglich gewesen sei, in-
nert angemessener Frist eine andere Stelle zu finden, behaupte er nicht. Das Verschulden 
des Beklagten sei daher eher als gross zu werten. Wie lange der Beklagte bei der 
I.________ AG angestellt gewesen sei, sei nicht bekannt. Als langjähriger Personalvermittler 
gelte der Beklagte als geschäftserfahren. Gegenüber einer wirtschaftlich schwachen Partei 
rechtfertige sich eine Herabsetzung eher als unter wirtschaftlich gleichgestellten und ge-
schäftskundigen Vertragspartnern. Für die Beurteilung der Übermässigkeit der Konventional-
strafe seien daneben die wirtschaftlichen Verhältnisse des Arbeitnehmers im Zeitpunkt der 
Übertretung massgebend. Der Beklagte stelle keine Behauptungen zu seiner wirtschaftlichen 
Situation nach Beendigung des Franchisevertrages mit der Klägerin auf. Aus den Akten er-
gebe sich lediglich, dass er der Klägerin im Februar 2019 erklärt habe, er befinde sich in fi-
nanziellen Schwierigkeiten und sei daher im Zahlungsrückstand; er verkaufe aber demnächst 
seine Eigentumswohnung. Unbestritten sei, dass der Beklagte nach Aufgabe des Franchise-
vertrages unmittelbar wieder eine Anstellung als Partner bei der I.________ AG gefunden 
habe und daher schnell wieder ein Einkommen habe generieren können. Wie hoch das Ein-
kommen des Beklagten bei der Klägerin bzw. bei der I.________ AG gewesen sei, behaupte 
der Beklagte nicht und erschliesse sich auch aus den eingereichten Akten nicht. Die Konven-
tionalstrafe in der Höhe von CHF 150'000.00 sei zwischen den Vertragsparteien für ein zwei-
jähriges Konkurrenzverbot vereinbart worden. Gestützt auf die Herabsetzung des ursprüng-
lich vereinbarten Konkurrenzverbots von zwei Jahren auf ein Jahr sowie die vorgenannten 
tatsächlichen Voraussetzungen sei es angemessen, die Konventionalstrafe um einen Drittel 
herabzusetzen. Mit der Herabsetzung auf CHF 100'000.00 sei das wirtschaftliche Gleichge-
wicht im Vergleich zur Parteiabrede wieder hergestellt (act. 58 E. 6.5.3).

6.2 Der Beklagte moniert, das vorliegend stipulierte Konkurrenzverbot komme "im faktischen Er-
gebnis" einem Berufsverbot gleich. Es gebe kaum eine Tätigkeit, die der beruflich stark spe-
zialisierte Beklagte noch hätte ausüben dürfen, ohne das Verbot zu verletzen. Dies bedeute 
praktisch eine Verunmöglichung jeglichen wirtschaftlichen Fortkommens des Beklagten, da 
dieser zu einer beruflichen Umstellung gezwungen werde. Dies allein sei schon unzulässig 
(act. 59 Rz 3e). Ausserdem seien im Entscheid bedeutende Gesichtspunkte nicht berück-
sichtigt worden, so namentlich die fehlende Gegenleistung der Klägerin. Gemäss Vertrag 
stehe dem Konkurrenzverbot bzw. der Konventionalstrafe keine Gegenleistung (etwa eine 
Karenzentschädigung) der Klägerin gegenüber. Vielmehr habe der Beklagte der Klägerin 
gemäss Ziffer 14 des Vertrags seinerseits "für die ihm […] eingeräumten Nutzungsrechte" ei-
ne nicht rückforderbare "Einstiegsgebühr" bzw. "Eintrittsgebühr" von CHF 50'000.00 bezah-
len müssen (act. 59 Rz 3f). Als weiterer Grund für die Reduktion hätte die kurze (ca. 
1-jährige) Dauer der Anstellung des Beklagten beachtet werden müssen (act. 59 Rz 3g). Die 
im Entscheid vorgenommene Reduktion der Dauer des Konkurrenzverbots sei immerhin um 
50 % ausgefallen, jene der Sanktion demgegenüber nur um 33,3 %. Hierbei handle es sich 
nicht lediglich um eine Ungereimtheit. Vielmehr reflektiere die Herabsetzung der Konventio-

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nalstrafe umfangmässig auf keine Weise jene des Verbots (act. 59 Rz 4a). Stelle man "in 
Rechnung", dass die Reduktion des Konkurrenzverbots wesentlich umfangreicher hätte aus-
fallen müssen, so werde deutlich, dass die Herabsetzung der Konventionalstrafe umfang-
mässig sehr viel zu gering ausgefallen sei (act. 59 Rz 4a).

6.3 Die Rüge, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass der Franchisevertrag nur kurz ge-
dauert habe, ist unbehelflich.

6.3.1 Zunächst ist dem Beklagten entgegenzuhalten, dass er im erstinstanzlichen Verfahren die 
Dauer des Vertragsverhältnisses nicht als Grund für eine Reduktion der Konventionalstrafe 
erwähnte. Entsprechende Behauptungen stellte er erstmals in der Berufung auf, ohne darzu-
legen, weshalb ihm dies vor erster Instanz trotz zumutbarer Sorgfalt nicht möglich gewesen 
ist. Mithin ist darauf nicht einzugehen (vgl. vorne E. 1.4).

6.3.2 Hinzu kommt, dass die Vorinstanz den Umstand, wonach der Beklagte nur während rund 
eines Jahres Franchisenehmer bei der Klägerin war, zuerst bei der zeitlichen Einschränkung 
des Konkurrenzverbots berücksichtigte (act. 58 E. 6.3). Davon ausgehend setzte die Vorin-
stanz sodann (auch) die Strafe herab (act. 58 E. 6.5.3). Mithin führte die kurze Dauer des 
Vertragsverhältnisses letztlich zu einer Reduktion der Strafe. Der Beklagte begründet nicht, 
weshalb oder inwieweit die Vertragsdauer weitergehend zu berücksichtigen gewesen wäre. 
Insbesondere legt er nicht dar, inwiefern sich beispielsweise das Schädigungspotential ver-
grössert hätte, wenn er während längerer Zeit Einblick in die Kandidaten- und Kundendaten 
der Klägerin gehabt, mithin der Franchisevertrag länger als rund ein Jahr gedauert hätte. Die 
Vorinstanz führte diesbezüglich aus, dass es dem Beklagten [bereits] mit dem während mehr 
als einem Jahr erlangten Know-how möglich gewesen sei, der Klägerin einen grossen finan-
ziellen Schaden zuzufügen (act. 58 E. 6.5.3). Mit dieser Sachverhaltsfeststellung setzt sich 
der Beklagte in der Berufung nicht auseinander (vgl. vorne E. 1.1). 

6.3.3 Dass die einjährige Dauer "längst abgelaufen ist" und ihm die Beschränkung auf ein Jahr 
nichts nütze, wie der Beklagte weiter einwendet (vgl. act. 59 Rz 3b), ist ebenfalls unbehel-
flich. Denn entscheidend ist, dass der Beklagte das Konkurrenzverbot unmittelbar nach Be-
endigung des Franchisevertrags verletzte.

6.4 Zuzustimmen ist dem Beklagten hingegen insoweit, als die Vorinstanz die fehlende Gegen-
leistung (keine Karrenzentschädigung) bzw. die "negative Gegenleistung" (Einstiegsgebühr 
von CHF 50'000.00) nicht berücksichtigt hat, und zwar weder bei der Einschränkung des 
Verbots noch bei der Reduktion der Strafe.

6.4.1 Gemäss Art. 340a Abs. 2 OR hat das Gericht beim Entscheid, ob oder inwieweit ein Konkur-
renzverbot einzuschränken ist, eine allfällige Gegenleistung des Arbeitgebers angemessen 
zu berücksichtigen. Eine mögliche Gegenleistung des Arbeitgebers (oder des Franchisege-
bers) ist die Karenzentschädigung. Sie ist ein Entgelt für die Einhaltung des Konkurrenzver-
bots durch den Arbeitnehmer (oder Franchisenehmer). Sie ist Ausgleich dafür, dass der Ar-
beitnehmer gehindert ist, in einem anderen Unternehmen "in seinem Beruf" seinen Lebens-
unterhalt zu verdienen. Die Vereinbarung einer Karenzentschädigung ist fakultativ. Von Ge-
setzes wegen hat der Arbeitgeber für die Einhaltung eines Konkurrenzverbots keine Ent-
schädigung zu bezahlen. Aus Art. 340a Abs. 2 zweiter Satz OR ergibt sich nun aber, dass 

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das Gericht die Höhe einer Gegenleistung im Rahmen seines Ermessensentscheids zu 
berücksichtigen hat. Der Umfang des Konkurrenzverbots kann tendenziell umso umfassen-
der sein, je höher die vereinbarte Karenzentschädigung ist (vgl. Heeb, a.a.O., S. 139 und 142 
m.H.). Im Umkehrschluss gilt, dass ein Konkurrenzverbot tendenziell enger zu fassen ist, 
wenn eine tiefe oder gar keine Karenzentschädigung vereinbart wurde. Das Gesetz sieht 
zwar nicht vor, dass das Gericht den Arbeitgeber zur Ausrichtung einer Karenzentschädigung 
verpflichten oder eine vereinbarte Karenzentschädigung erhöhen kann (vgl. Staehelin, Zür-
cher Kommentar, 4. A. 2014, Art. 340a OR N 10; Heeb, a.a.O., S. 143 m.H.). Dies schliesst 
aber nicht aus, beim Ermessensentscheid über die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem 
Umfang ein Konkurrenzverbot übermässig ist, zu berücksichtigen, dass keine Karenzent-
schädigung vereinbart wurde (vgl. auch Rehbinder/Stöckli, a.a.O., Art. 340a OR N 5). 

Eine fehlende Karenzentschädigung darf zwar einerseits nicht überbewertet werden, da es in 
der Schweiz unüblich ist, Karrenzentschädigungen in Arbeitsverträgen zu vereinbaren (vgl. 
Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., Art. 340a OR N 6). Andererseits darf beim Entscheid über 
eine Herabsetzung der Strafe aber auch die verbreitete – wenngleich hauptsächlich sozial-
politisch motivierte – Meinung nicht gänzlich ignoriert werden, wonach entschädigungslose 
Konkurrenzverbote das wirtschaftliche Fortkommen unbillig erschweren (statt Vieler: Pärli, 
Das [entschädigungslose] Konkurrenzverbot gehört abgeschafft, in: Müller/Pärli/Wildhaber 
[Hrsg.], Arbeit und Arbeitsrecht, Festschrift für Thomas Geiser zum 65. Geburtstag, 2017, 
S. 323 ff., 337 mit zahlreichen Hinweisen).

6.4.2 Eine fehlende Gegenleistung (insbesondere eine fehlende Karenzentschädigung) ist nun 
aber höchstens bei der Einschränkung des Verbots gemäss Art. 340a Abs. 2 OR, nicht hin-
gegen (auch) bei der Herabsetzung der Konventionalstrafe gemäss Art. 163 Abs. 3 OR zu 
berücksichtigen (Neeracher, a.a.O., S. 114, behandelt die Karenzentschädigung zwar unter 
dem Kapitel "Anpassung [des Strafbetrags] an konkrete Verhältnisse", spricht aber einzig 
vom "Verbot", das weiter gefasst werden dürfe, wenn der Arbeitnehmer eine Karenzentschä-
digung erhalte). Eine doppelte Berücksichtigung wäre nicht nur methodisch falsch.

Bleibt eine Gegenleistung aber nicht nur aus, sondern ist sie sogar negativ, d.h. muss die 
vom Konkurrenzverbot belastete Person eine "Einstiegsgebühr", ein "Antrittsgeld" oder der-
gleichen bezahlen, so kann dies nur, aber immerhin bei der Herabsetzung der Strafe gemäss 
Art. 163 Abs. 3 OR berücksichtigt werden. Eine solche Gebühr wäre im Arbeitsrecht ohnehin 
unzulässig und folglich unter der arbeitsrechtlichen Bestimmung von Art. 340a Abs. 2 OR 
nicht relevant. Für die Herabsetzung einer Konventionalstrafe in einem Franchiseverhältnis 
hingegen kann diese Gebühr – namentlich unter Kriterien wie "Art des Vertrags", "Interesse 
des Ansprechers an der Einhaltung des Verbots" oder "wirtschaftliche Lage der Beteiligten" 
(vgl. vorne E. 5.3) – durchaus berücksichtigt werden. Eine Berücksichtigung ist namentlich 
dann geboten, wenn mit einer solchen Gebühr (direkt oder indirekt) Leistungen abgegolten 
werden, die mit dem Konkurrenzverbot geschützt und der Konventionalstrafe finanziell gesi-
chert werden sollen.

6.4.3 In der Berufung wies der Beklagte auf die von ihm geleistete Einstiegsgebühr hin und machte 
geltend, diese sei von derart hohem Gewicht, dass die vorzunehmende Reduktion des Kon-
kurrenzverbots wesentlich stärker hätte ausfallen müssen; die Einstiegsgebühr habe er für 
die ihm eingeräumten Nutzungsrechte bezahlen müssen (act. 59 Rz 3f). Bereits im vorin-

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stanzlichen Verfahren führte er aus, er sei zur Leistung der Einstiegsgebühr verpflichtet ge-
wesen und diese Gebühr habe keinen "Gegenwert" gehabt (vgl. act. 11 Rz 16). Die Klägerin 
brachte im vorinstanzlichen Verfahren demgegenüber vor, die einmalige Einstiegsgebühr sei 
ein Grundentgelt für die Nutzung der immateriellen Güter und ein Deckungsbeitrag für die 
Vorleistungen der Franchisegeberin bei der Planung und dem Aufbau des Franchisesystems. 
Zudem decke die Gebühr die Kosten der Vertragsausfertigung (inkl. Anwaltskosten). Im Ver-
trag sei ausdrücklich festgehalten, dass die einmalige Einstiegsgebühr kein Entgelt für die 
laufenden Leistungen der Klägerin darstelle und somit auch bei Beendigung des Franchise-
vertrags nicht rückforderbar sei (act. 1 Rz 14). In der Berufungsantwort wendete die Klägerin 
ein, die Einstiegsgebühr habe mit der Frage nach der Angemessenheit der Konventionalstra-
fe nichts zu tun (act. 65 Rz 53).

6.4.4 Der Beklagte verpflichtete sich, der Klägerin zusätzlich zur (bedingten) Konventionalstrafe 
von CHF 150'000.00 eine (unbedingte) Pauschale von CHF 50'000.00 (Einstiegsgebühr) 
zu bezahlen, ohne dass ihm gleichzeitig ein Anspruch auf eine Karenzentschädigung ein-
geräumt oder eine solche bezahlt wurde. Er beglich die Einstiegsgebühr in Raten vollständig. 
Eine Rückzahlung hat er verlangt, ist aber nicht erfolgt. Zu prüfen ist somit, ob und inwieweit 
sich die Einstiegsgebühr auf die zulässige Höhe der Konventionalstrafe auswirkt.

6.4.5 Zu den genannten Vorbringen der Klägerin (vorne E. 6.4.3) ist vorweg anzumerken, dass die 
blosse Aufnahme in ein Franchisesystem in aller Regel noch nicht die Gegenleistung für die 
Eintrittsgebühr (Einstiegsgebühr) sein kann. Denn der Franchisenehmer betrachtet die Ein-
trittsgebühr in der Regel zu Recht als Investition, deren Amortisation eine angemessene Sys-
temzugehörigkeitsdauer erfordert (vgl. Fisch, Die Anwendbarkeit zwingenden Privatrechts 
auf Franchiseverträge, AJP 6/2016 S. 820 ff., 826 m.H.). 

6.4.6 Zudem gibt die Klägerin mit den genannten Vorbringen im Wesentlichen bloss die Grundla-
gen von Einstiegsgebühren wieder (vgl. dazu etwa Stein-Wigger, Der Investitionsersatzan-
spruch des Franchisenehmers, AJP 9/2000 S. 1079 ff., 1080 m.H.). Sie legt nicht dar, welche 
konkreten Vorleistungen mit dieser Gebühr genau abgegolten wurden. Aus den Rechtsschrif-
ten und Akten ergibt sich, dass ein Teil dieser Gebühr auf "Vorbereitungsarbeiten (Installati-
on PC/Telefon am Tätigkeitsort des Beklagten, Bestellen von Visitenkarten, Aufschalten von 
Inseraten etc.)" entfiel (act. 1 Rz 18). Diese Arbeiten sind weder zeitlich noch kostenmässig 
aufwändig. Die Kosten für die Ausfertigung des Franchisevertrags (inkl. Anwaltskosten) kön-
nen ebenfalls nicht hoch gewesen sein. Die Klägerin betreibt ein Franchisesystem, weshalb 
davon ausgegangen werden muss, dass es sich beim Franchisevertrag um einen – leicht an-
gepassten – Standardvertrag handelte (vgl. auch Fisch, a.a.O., S. 831, wonach Franchise-
geber zumeist einen Formularvertrag verwenden). Der grösste Teil der Einstiegsgebühr ent-
fiel folglich auf die Planungs- und Aufbauleistungen der Klägerin. Unter diesen Leistungen 
ist – dahingehend auch die Klägerin (act. 1 Rz 9) – ihr internationales Beziehungsnetz, ihr 
Know-how (namentlich die Datenbank mit Kandidaten- und Kundendossiers) und die Marke 
"a.________" zu verstehen. Von diesen drei Bereichen wiederum war unter dem Aspekt der 
Konkurrenzierung der Zugriff auf das Know-how (insbesondere die Datenbank mit Kandida-
ten- und Kundendossiers) offenkundig zentral. Dass der Beklagte nach dem September 2019 
das Beziehungsnetz oder die Marke der Klägerin nutzte oder nutzen wollte, ist nicht ersicht-
lich.

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6.4.7 Damit steht fest, dass der Grossteil der beachtlichen Einstiegsgebühr von CHF 50'000.00 auf 
die Berechtigung zum Zugriff auf die Datenbank entfiel. In diesem Umfang bezahlte der Be-
klagte somit gewissermassen bereits eine Entschädigung für die Konkurrenzierung. In wel-
chem Umfang dies genau der Fall war, kann nicht festgestellt werden und muss für den vor-
liegenden Billigkeitsentscheid auch nicht näher geklärt werden. Dieser Umstand ist – unab-
hängig vom genauen Umfang – ein wesentlicher Grund für die Reduktion der Konventional-
strafe. Ermessensweise ist davon auszugehen, dass zwei Drittel dieser Gebühr indirekt eine 
Entschädigung für die Verwendung der Kandidaten- und Kundendaten waren.

6.5 Weitere Gründe als der soeben erwähnte und die von der Vorinstanz genannten Gründe, die 
bezüglich (Nicht-)Herabsetzung zu berücksichtigen sind, wurden nicht oder verspätet vorge-
bracht (vgl. vorne E. 1.4). Solche Gründe könnten ungünstige finanzielle Verhältnisse des 
Beklagten im September 2019, die dem Beklagten wegen seiner angeblich starken Speziali-
sierung offenbar fehlenden Möglichkeiten, eine vom (eingeschränkten) Verbot nicht tangier-
te Tätigkeit zu finden (Wirkung eines angeblich faktischen Berufsverbots), der potenzielle 
Höchstschaden der Klägerin (in Zahlen) oder eine verschuldensmässig schwerwiegende 
Vorgehensweise des Beklagten (namentlich eine direkte und systematische Kontaktierung 
von Kandidaten und Kunden der Klägerin) sein. Alle diese Kriterien haben somit unberück-
sichtigt zu bleiben.

6.6 Da es sich vorliegend nicht um ein Arbeitsverhältnis, sondern ein Franchiseverhältnis han-
delt, kann die Angemessenheit der Strafe nicht am Jahresgehalt des Beklagten gemessen 
werden. Das Gehalt ist in der arbeitsrechtlichen Rechtsprechung ein gängiges Kriterium. In 
der Regel wird nur bei einem massiven Verschulden des Arbeitnehmers eine Strafe von ma-
ximal einem Jahresgehalt geschützt (vgl. Neeracher, a.a.O., S. 109 m.H.). Ein vergleichbarer 
Gradmesser bei Franchiseverträgen kann die durchschnittliche jährliche Gewinnmarge von 
Franchisenehmern der Klägerin sein. Hierzu haben die Parteien indes (ebenfalls) keine Be-
hauptungen aufgestellt, wobei über diese Geschäftsinterna mutmasslich ohnehin einzig die 
Klägerin verlässliche Angaben hätte machen können.

6.7 Ob die Vorinstanz die Herabsetzung der Strafe nur "rudimentär" begründet hat (so der Be-
klagte; act. 59 Rz 4a), kann offenbleiben. Die Begründung des angefochtenen Entscheids ist 
hinreichend. Sie ermöglichte es dem Beklagten, sich über dessen Tragweite Rechenschaft 
zu geben und ihn sachgerecht anzufechten (vgl. BGE 146 II 335 E. 5.1 und 5.2). Zudem wä-
re der Umstand einer bloss rudimentären Begründung ohnehin darauf zurückzuführen, dass 
die Parteien diesbezüglich nur rudimentäre Behauptungen aufgestellt haben.

6.8 Gestützt auf die kurze Dauer des Vertragsverhältnisses von rund einem Jahr sowie unter 
Berücksichtigung der "negativen Gegenleistung" in Form der vom Beklagten bezahlten Ein-
stiegsgebühr von CHF 50'000.00, von der ein wesentlicher Teil (ermessensweise zwei Drit-
tel) den Zugriff auf die konkurrenzrelevante Kandidaten- und Kundendatenbank betraf, ist ei-
ne Konventionalstrafe von CHF 100'000.00 übermässig im Sinne von Art. 163 Abs. 3 OR. 
Ermessensweise ist diese auf CHF 65'000.00 herabzusetzen. Was darüber hinausginge, 
würde in Kumulation mit der indirekt auf die Konkurrenzierung entfallenden Einstiegsgebühr 
von CHF 35'000.00 (entsprechend ungefähr 2/3 von CHF 50'000.00) den sehr hohen, sechs-
stelligen Betrag von CHF 100'000.00 übersteigen. Ein höherer Totalbetrag stünde in einem 
krassen Missverhältnis zum Interesse der Klägerin und wäre nicht vertretbar.

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7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der besonderen Umstände dieses Falls 
die vereinbarte Konventionalstrafe von CHF 150'000.00 nicht bloss auf CHF 100'000.00, 
sondern auf CHF 65'000.00 herabzusetzen ist. Der auf der erstinstanzlich zugesprochenen 
Forderung geschuldete Zins (Höhe des Zinses und Beginn des Zinsenlaufs) blieb unange-
fochten, sodass auf den CHF 65'000.00 seit 7. Januar 2020 ein Zins von 5 % geschuldet ist. 
Im entsprechenden Umfang ist der Rechtsvorschlag in der betreffenden Betreibung zu besei-
tigen (Art. 79 SchKG).

8. Abschliessend sind die Prozesskosten zu regeln.

8.1 Diese werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Hat keine Partei 
vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt 
(Art. 106 Abs. 2 ZPO). Wird eine Sache – wie vorliegend – an die erste Instanz zurückgewie-
sen und im Rückweisungsentscheid nur die Höhe, nicht aber die Verteilung der Prozesskos-
ten festgelegt (vgl. Art. 104 Abs. 4 ZPO), dann ist für die Frage des Verfahrensausgangs 
gemäss Art. 106 Abs. 2 ZPO entscheidend, wie der Prozess in der Sache letztlich ausgeht. 
Es ist nicht massgebend, welche Partei mit ihren Rechtsmittelanträgen, sondern welche Par-
tei später mit ihren ursprünglichen Begehren in der Sache obsiegt (Urteil des Bundesgerichts 
4A_171/2020 vom 28. August 2020 E. 7.2). Von der ursprünglich eingeklagten Summe von 
CHF 173'248.00 werden der Klägerin total CHF 88'248.00 zugesprochen, jeweils nebst Zins. 
Das entspricht einem Unterliegen der Klägerin von gerundet 51 %. Zu beachten ist zusätz-
lich, dass die Höhe des Obsiegens oder Unterliegens – abgesehen von den Infrastrukturkos-
ten von CHF 23'248.00 – wesentlich von richterlichem Ermessen abhängig war. Dies würde 
gestützt auf Art. 107 Abs. 1 lit. a ZPO ein Abweichen vom Verteilungsgrundsatz nach Obsie-
gen und Unterliegen rechtfertigen. Insgesamt ist es angemessen, den Parteien die Gerichts-
kosten aller Verfahren (A2 2020 46, Z2 2023 6, A2 2023 62 und Z2 2024 21) je hälftig aufzu-
erlegen und die Parteikosten wettzuschlagen.

8.2 Bei der Festsetzung der Gerichtskosten für das vorliegende Berufungsverfahren ist das vor 
der Vorinstanz zuletzt aufrecht erhaltene Rechtsbegehren massgebend (§ 15 Abs. 1 KoV 
OG). Dies sind CHF 150'000.00. Bei diesem Streitwert beträgt die ordentliche Entscheidge-
bühr CHF 9'000.00 (§ 11 Abs. 1 KoV OG). Über wesentliche Rechtsfragen wurde bereits im 
ersten Berufungsverfahren entschieden und das vorliegende Berufungsverfahren gestaltete 
sich nicht umfangreich. Deshalb ist diese Gebühr herabzusetzen (§ 5 Abs. 1 KoV OG). Da es 
sich beim ersten Berufungsverfahren um einen Zwischenentscheid handelte, die Gebühr dort 
jedoch nicht gemäss § 14 Abs. 2 KoV OG herabgesetzt wurde, rechtfertigt es sich, vorlie-
gend auf die Erhebung einer (weiteren) Entscheidgebühr ganz zu verzichten (§ 5 Abs. 3 KoV 
OG).

8.3 Die Parteikosten werden, wie erwähnt, wettgeschlagen. Zu berücksichtigen ist, dass dem 
Rechtsvertreter des Beklagten für das vorliegende Berufungsverfahren integral die unentgelt-
liche Rechtspflege bewilligt worden ist. Das vom Rechtsvertreter des Beklagten geltend ge-
machte Honorar ist angemessen, sodass dieser entsprechend aus der Gerichtskasse zu ent-
schädigen ist (vgl. Dispositiv-Ziff. 3). Der Beklagte ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald er 
dazu in der Lage ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO).

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Urteilsspruch

1.1 In teilweiser Gutheissung der Berufung wird der Entscheid des Kantonsgerichts Zug, 2. Ab-
teilung, vom 13. Mai 2024 aufgehoben und wie folgt ersetzt:

" 1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 65'000.00 nebst Zins zu 5 % seit 7. Ja-
nuar 2020 zu bezahlen.

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ________ des Beitreibungsamtes J.________ 
(ZH), Zahlungsbefehl vom 5. Dezember 2019, wird im Umfang von CHF 65'000.00 nebst 
Zins zu 5 % seit 7. Januar 2020 beseitigt.

3.1 Die Entscheidgebühr für die Verfahren A2 2020 46 und A2 2023 62 von insgesamt 
CHF 10'000.00 wird den Parteien je zur Hälfte auferlegt und mit dem von der Klägerin 
geleisteten Kostenvorschuss von CHF 10'000.00 verrechnet. Der Beklagte hat der Klä-
gerin den Kostenvorschuss im Umfang von CHF 5'000.00 sowie die Kosten des Schlich-
tungsverfahrens im Umfang von CHF 350.00 zu ersetzen.

3.2 Die Entscheidgebühr für das Verfahren Z1 2023 6 von CHF 10'000.00 wird den Parteien 
je zur Hälfte auferlegt wird und mit dem von der Klägerin für das Verfahren Z1 2023 6 ge-
leisteten Kostenvorschuss von CHF 10'000.00 verrechnet. Der Beklagte hat der Klägerin 
den Kostenvorschuss im Umfang von CHF 5'000.00 zu ersetzen.

4. Die Parteikosten für die Verfahren A2 2020 46, A2 2023 62 und Z1 2023 6 werden wett-
geschlagen. "

1.2 Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Auf die Erhebung von Kosten für das Berufungsverfahren Z1 2024 21 wird verzichtet.

3. Die Parteikosten für das Berufungsverfahren Z1 2024 21 werden wettgeschlagen.

Rechtsanwalt D.________ wird mit CHF 6'439.95 (Honorar CHF 5'940.00; Auslagen 
CHF 17.40; Mehrwertsteuer CHF 482.55) aus der Gerichtskasse entschädigt. Der Beklagte 
ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist.

4. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von über CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwer-
degründe richten sich nach den Art. 95 ff. BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Ta-
gen seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie 
unter Beilage des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 
BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung.

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5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, 2. Abteilung (A2 2023 62)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Zivilabteilung

P. Huber Ph. Carr
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

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