# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fefe377d-d4ac-587d-b751-e0ca41ba4161
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LC230029-O23
**Docket/Reference:** LC230029-O23
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LC230029-O23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LC230029-O/U (damit vereinigt Geschäfts-Nr. LC230041-O)

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichter 

lic. iur. K. Vogel und Oberrichterin lic. iur. N. Jeker 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw I. Aeberhard

Beschluss und Urteil vom 10. Juli 2025

in Sachen

A._____, 

Kläger, Erstberufungskläger und Zweitberufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, 

gegen

B._____,  

Beklagte, Erstberufungsbeklagte und Zweitberufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____, 

betreffend Ehescheidung

Berufungen gegen ein Urteil des Einzelgerichts in Zivil- und Strafsachen am 

Bezirksgericht Hinwil vom 15. Juni 2023 (FE210070-E)

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Rechtsbegehren:

des Klägers: (Urk. 72 S. 1–5)

«1. Es sei die Ehe der Parteien zu scheiden.

 2. Es  sei  die  elterliche  Sorge  über  die  Kinder  C._____  (geb. 
tt.mm.2012) und D._____ (geb. tt.mm.2016) den Parteien gemein-
sam zu belassen und es seien der Beklagten folgende Weisungen 
im Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB zu erteilen, wobei die Weisungen 
mit der Androhung einer Bestrafung nach Art. 292 StGB im Unter-
lassungsfall zu versehen seien:

-

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-

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Medizinische  Eingriffe/Arztbehandlungen  (inkl.  Therapien 
durch  Psychiater/Psychologinnen  oder  anderweitige  Thera-
piepersonen,  inkl.  Zahnarztbehandlungen)  mit  dem  Kläger 
betreffend  Notwendigkeit  absprechen  sowie  –  im  Falle  des 
beidseitigen Einverständnisses – sich mit dem Kindsvater auf 
den Zeitpunkt, den Ort der Therapie bzw. Behandlung sowie 
die behandelnde Person einigen.

Religiöse Feste bzw. Sakramente mit dem Kindsvater betref-
fend Teilnahme und Termin (auch betreffend Vorbereitungs-
handlungen unter Mitwirkung der Eltern) absprechen und im 
Fall  des  beidseitigen  Einverständnisses  die  Anmeldung  ge-
meinsam veranlassen.

Den Kläger über die Tatsache und den Grund von Schulab-
senzen der Kinder unaufgefordert zeitnah zu informieren (per 
E-Mail oder in kurzfristigen Fällen per SMS).

Dem Kläger die Schulzeugnisse der Kinder unaufgefordert für 
14 Tage zur Einsicht zukommen zu lassen (Mitgabe an Kin-
der).

 3. Es seien die Kinder C._____ und D._____ unter die alternierende 

Obhut der Parteien zu stellen mit folgender Betreuungsregelung:

-

Betreuung  durch  den  Vater  (inkl.  während  den  Schulferien, 
inkl. wenn die Kinder krank sind):

Jede  Woche  von  Donnerstagmorgen  (ab  Schulbeginn  bzw. 
9 Uhr)  bis  Samstagmorgen  (9  Uhr),  eventualiter  Mittwoch-
abend  19.30  Uhr  verpflegt  bis  Freitagabend  19.30  Uhr  ver-
pflegt; jede zweite Woche von Donnerstagmorgen (ab Schul-
beginn bzw. 9 Uhr) bis Montagmorgen (9 Uhr bzw. Schulbe-
ginn); in den geraden Kalenderjahren über die ganzen Oster-
feiertage  (Gründonnerstag  ab  Schulbeginn  bzw.  9 Uhr  bis 
Dienstagmorgen 9 Uhr bzw. Schulbeginn) sowie während der 
Schulferienwoche, in welche die Silvester-/Neujahrsfeiertage 

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-

-

fallen;  in  den  ungeraden  Kalenderjahren  über  die  ganzen 
Pfingstfeiertage  (Samstagmorgen  9  Uhr  bis  Dienstag  9  Uhr 
bzw. Schulbeginn) sowie während der Schulferienwoche, in 
welche die Weihnachtsfeiertage fallen;

Betreuung  durch  die  Mutter  (inkl.  während  den  Schulferien, 
inkl. wenn die Kinder krank sind):

In der übrigen Zeit werden die Kinder durch die Beklagte be-
treut, wobei mit Bezug auf die Feiertagsregelung die Betreu-
ungszeiten analog derjenigen des Vaters gelten.

Ergänzende  Bestimmungen  zur  Ferien-  und  Feiertagsrege-
lung:

Dauern die Weihnachts-/Neujahrsschulferien nicht zwei Wo-
chen, findet die Übergabe der Kinder in der Mitte der Ferien 
statt (Ermittlung der „Mitte": Anzahl schulfreie Tage / 2, resul-
tiert eine gerade Zahl, findet die Übergabe am betreffenden 
Tag  morgens  um  9  Uhr  statt,  resultiert  eine  ungerade  Zahl, 
findet die Übergabe am betreffenden Tag mittags um 12.00 
Uhr statt); die Ferien- und Feiertagsregelung durchbricht die 
alternierende  Wochenendregelung  nicht;  die  Beistandsper-
son erstellt im November für das Folgejahr einen Jahresplan 
punkto Wochenend- und Feiertagsregelung.

-

Ferienregelung:

Nebst den genannten Ferien über Weihnachten/Neujahr sind 
die Mutter und der Vater berechtigt und verpflichtet, die Kin-
der während vier Wochen pro Jahr während den Schulferien 
auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu neh-
men  (maximal  zwei  Wochen  am  Stück),  wobei  eine  Woche 
sieben  Tage  hat  und  ein  Ferientag  24  Stunden  dauert.  Die 
Ferien  sind  so  zu  beziehen,  dass  die  vorstehend  skizzierte 
Feiertagsregelung nicht tangiert wird. Beide Parteien sind ver-
pflichtet, die Ferien mindestens drei Monate im Voraus anzu-
melden  bzw.  mit  dem  anderen  Elternteil  abzusprechen.  Die 
Reaktion des anderen Elternteils auf die Ferienankündigung 
hat innert zwei Wochen zu erfolgen. Bei Ausbleiben einer Re-
aktion innert der genannten Frist gilt die Ferienanmeldung als 
anerkannt. Können sich die Parteien nicht einigen, so hat der 
Kläger das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der 
Ferien in Jahren mit gerader Jahreszahl, die Beklagte in Jah-
ren mit ungerader Jahreszahl.

-

Ergänzende Bestimmungen zur alternierenden Obhut:

Die  Beklagte  verpflichtet  sich  unter  der  Androhung  von 
Art. 292 StGB im Unterlassungsfall, den Kindern zur Betreu-
ung durch den Vater (unter der Woche/Wochenende) sowie 
zu den Ferien und Feiertagen beim Vater jeweils unaufgefor-

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dert die Identitätskarten der Kinder mitzugeben (Mitgabe an 
Kinder in deren Portemonnaie), auf Aufforderung des Klägers 
auch die Pässe der Kinder, und der Kläger verpflichtet sich, 
die IDs bzw. Pässe nach dem Ferien- bzw. Betreuungsende 
der Beklagten unaufgefordert wieder zurückzugeben.

Es seien die in der Schule gemachten Zeichnungen und Bas-
telarbeiten der Kinder je hälftig im Haushalt des Vaters und 
der Mutter aufzubewahren.

 4. Eventualiter: Es seien die Kinder unter die elterliche Obhut des Klä-
gers zu stellen, unter Einräumung eines gerichtsüblichen Besuchs-
rechts an die Beklagte.

 5. Es sei eine Beistandschaft zu errichten, wobei der Beistandsper-

son die folgenden Aufgaben zu übertragen seien:

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-

-

-

-

Verbesserung  der  Kommunikation  auf  der  Elternebene 
punkto elterliche Sorge, Obhut und Betreuungsregelung (z.B. 
durch Moderation von gemeinsamen Gesprächen)

Fungieren  als  Ansprechperson  der  Eltern  bei  Meinungsver-
schiedenheiten punkto Kinderbelange

Vermittlung zwischen den Eltern bei Konflikten

Unterstützung bei der Umsetzung der Betreuungsregelung

Vermittlung zwischen den Eltern punkto Betreuungsregelung

Festlegung der Modalitäten der Betreuung bei Uneinigkeit der 
Kindseltern  (Übergabezeiten,  Übergabeort,  Mitgabe  Gegen-
stände etc.)

Erstellung  eines  Besuchs-  und  Ferien-  bzw.  Feiertagsplans 
bis Ende November des Vorjahrs nach gemeinsamer Abspra-
che mit den Eltern.

 6. Es seien die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger 

AHV/IV-Renten den Parteien hälftig anzurechnen.

 7. Es  sei  der  Kläger  ab  Rechtskraft  des  Scheidungsurteils  zu  ver-
pflichten, nach der üblichen Formel zu indexierende Kinderunter-
haltsbeiträge (Beiträge an den Barunterhalt) wie folgt zu bezahlen 
(zuzüglich  Kinder-  bzw.  Familienzulagen),  zahlbar  monatlich  im 
Voraus bis zum Abschluss der Erstausbildung (auch über die Mün-
digkeit hinaus):

C._____:

Fr. 577.00, ab August 2028: Fr. 459.00,

D._____:

Fr. 796.00, ab August 2028: Fr. 511.00,

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wobei  festzuhalten  sei,  dass  sich  der  Unterhaltsbeitrag  um 
Fr. 228.00 bzw. die Hälfte des dannzumal geltenden, monatlichen 
Schulbetrags  pro  Kind  reduziert,  sobald  das  Kind  nicht  mehr  die  
E._____ Schule besucht.

 8. Eventualiter, im Fall der Obhutszuteilung an den Kläger, sei die Be-
klagte zu verpflichten, dem Kläger ab Obhutsumteilung Unterhalts-
beiträge  von  Fr.  800.00  pro  Kind  zu  bezahlen  (zuzüglich  allfällig 
bezogene  Kinderzulagen),  zahlbar  monatlich  im  Voraus  bis  zum 
Abschluss der Erstausbildung.

 9. Es sei auf die Zusprechung von persönlichen Unterhaltsbeiträgen 

zu verzichten.

 10. Es  sei  die  güterrechtliche  Auseinandersetzung  mit  Wirkung  per 

12. April 2021 durchzuführen, wobei:

-

-

-

-

-

Die im hälftigen Miteigentum stehende eheliche Liegenschaft 
(F._____-strasse 1, G._____) unter Zuhilfenahme eines Mak-
lers  mittels  Freihandverkauf  an  den/die  Meistbietende/n  zu 
verkaufen  sei,  wobei  der  Makler  innert  drei  Monaten  nach 
Rechtskraft  des  Scheidungsurteils  zu  beauftragen  sei.  Mit 
dem  Verkaufserlös  seien  alle  im  Zusammenhang  mit  dem 
Verkauf  stehenden  Kosten  zu  bezahlen  (Makler,  Notariat, 
Grundstückgewinnsteuer  etc.)  und  die  Hypothek  zurückzu-
zahlen. Der restliche Erlös sei zu 88.5% dem Kläger auszu-
bezahlen, zu 11.5% der Beklagten.

Es sei die ZKB anzuweisen, vom 3a-Konto des Klägers (IBAN 
CH2) den Betrag von Fr. 21'021.00 auf ein von der Beklagten 
zu bezeichnendes 3a-Konto zu überweisen.

Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger zufolge Teilung 
von  Bar-,  Wertschriften  und  Lebensversicherungsvermögen 
eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von Fr. 22'804.00 zu 
bezahlen,  zahlbar  innert  10  Tagen  nach  Rechtskraft  des 
Scheidungsurteils.

Es  sei  der  Kläger  für  berechtigt  zu  erklären,  seine  persönli-
chen  Gegenstände  und  Effekten  bei  der  Beklagten  nach
Voranmeldung abzuholen.

Es seien die auf beide Parteien lautenden ZKB-Konten „Be-
treuungsunterhalt",  „Haus"  und  „Bau"  innert  30  Tagen  ab 
Rechtskraft des Scheidungsurteils auf die Beklagte und das 
ZKB-Konto „Kinder" ...3 auf den Kläger zu übertragen, wobei 
beide Parteien anzuweisen seien, diesbezüglich alle notwen-
digen Rechtshandlungen vorzunehmen.

 11. Es seien die während der Ehe bis zum 12. April 2021 geäufneten 
Austrittsleistungen  aus  der  beruflichen  Vorsorge  hälftig  zu  teilen 
und das Gericht habe die Pensionskasse der H._____ anzuweisen, 

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vom Vorsorgekonto des Klägers den Betrag von Fr. 74'676.80 auf 
das Vorsorgekonto der Beklagten bei der I._____ des Kantons Zü-
rich zu überweisen.

 12. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MWST) zu Las-

ten der Beklagten.»

der Beklagten: (Urk. 52 S. 2-4; Prot. I S. 43; sinngemäss)

1.

Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.

 2. Die  gemeinsamen  Kinder  C._____,  geboren  tt.mm.2012,  und 
D._____, geboren tt.mm.2016, seien unter der gemeinsamen elter-
lichen Sorge der Eltern zu belassen.

 2.1. Hinsichtlich  der  religiösen  Erziehung  der  Kinder  sei  die  elterliche 

Sorge einzig der Beklagten zuzuteilen.

 3. Die Kinder seien unter die alleinige Obhut der Beklagten zu stellen.

 4. Die Betreuung der Kinder durch den Kläger (auf dessen Kosten) 

sei wie folgt zu regeln:

-

-

-

-

an  jedem  zweiten  Wochenende  von  Freitag,  17.00  Uhr  bis 
Sonntag, 19.00 Uhr (verpflegt);

in den Jahren mit gerader Jahreszahl über die ganzen Oster-
feiertage  (von  Donnerstag,  17.00  Uhr,  bis  Montag,  19.00 
Uhr), am 26. Dezember von 09.00 Uhr bis 19.00 Uhr und vom 
1.  Januar  (des  direkt  anschliessenden  neuen  Jahres)  ab 
09.00  Uhr  bis  am  2.  Januar  (des  direkt  anschliessenden 
neuen Jahres) um 19.00 Uhr;

in  den  Jahren  mit  ungerader  Jahreszahl  über  die  ganzen 
Pfingstfeiertage  (von  Freitagabend,  17.00  Uhr,  bis  Montag-
abend,  19.00  Uhr),  vom  24.  Dezember  ab  9.00  Uhr  bis  am 
25. Dezember um 19.00 Uhr sowie an Silvester ab 09.00 Uhr 
bis am 1. Januar (des direkt anschliessenden neuen Jahres) 
um 19.00 Uhr;

jährlich  während  der  Schulferien  für  fünf  Wochen,  wobei 
Rücksicht auf die Regelung der Feiertage zu nehmen ist. Der 
Kläger hat die Ferien mindestens drei Monate im Voraus mit 
der Beklagten abzusprechen. Können sie sich nicht einigen, 
so hat der Kläger in den Jahren mit gerader Jahreszahl und 
die Beklagte in den Jahren mit ungerader Jahreszahl das Ent-
scheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien. Die Fe-
rienregelung  hat  Priorität  gegenüber  der  Wochenendrege-
lung. Die Ferien starten und enden jeweils am Samstag um 
09.00 Uhr. Starten die Ferien an einem Wochenende, das die 

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Kinder gemäss Wochenendregelung beim Vater verbringen, 
so  beginnt  die  erste  Ferienwoche  bereits  am  Freitagabend 
um 19.00 Uhr.

In der übrigen Zeit seien die Kinder von der Beklagten zu betreuen.

Weitergehende  oder  abweichende  Wochenend-,  Feiertags-  oder 
Ferienkontakte  nach  gegenseitiger  Absprache  seien  vorzubehal-
ten.

 5. Der  Kläger  sei  zu  verpflichten,  der  Beklagten  an  die  Kosten  von 
Betreuung,  Pflege  und  Erziehung  der  Kinder  folgenden  monatli-
chen Barunterhalt zu bezahlen:

für C._____: CHF 2'060.-- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 
31. August 2028 und hernach CHF 2'015.-- bis zum ordentlichen 
Abschluss  einer  angemessenen  Erstausbildung,  auch  über  die 
Mündigkeit hinaus;

für D._____: CHF 2'230.-- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 
31. August 2028 und hernach CHF 2'085.-- bis zum ordentlichen 
Abschluss  einer  angemessenen  Erstausbildung,  auch  über  die 
Mündigkeit hinaus.

Die  Unterhaltsbeiträge  sind  monatlich  und  im  Voraus  an  die  Be-
klagte zu bezahlen, auch über die Mündigkeit der Kinder hinaus, 
solange  die  Kinder  im  Haushalt  der  Beklagten  leben  und  keinen 
anderen Zahlungsempfänger bezeichnen.

Die Unterhaltsbeiträge sind gerichtsüblich zu indexieren.

Der Kläger sei mit der gerichtsüblichen Formulierung zu verpflich-
ten, sich zur Hälfte an ausserordentlichen Kosten für die Kinder zu 
beteiligen (über CHF 200.-- pro Ereignis).

 6. Auf die Festlegung von nachehelichem Unterhalt sei zu verzichten.

 7. Die Erziehungsgutschriften der AHV seien nach der Scheidung der 

Beklagten anzurechnen.

 8. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz und 

dem Ergebnis des Beweisverfahrens vorzunehmen.

 9. Es sei der Vorsorgeausgleich gemäss Art. 122 und 123 ZGB vor-
zunehmen und die Vorsorgeeinrichtung des Klägers zu verpflich-
ten, CHF 74'676.80 zuzüglich Zins seit dem 12. April 2021 zuguns-
ten der Beklagten auf deren Vorsorgeeinrichtung zu überweisen.

 10. Die übrigen Anträge des Klägers seien abzuweisen.

Alles  unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  (zuzüglich  gesetzliche 
Mehrwertsteuer) zu Lasten des Klägers.

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Urteil des Einzelgerichts in Zivil- und Strafsachen 
am Bezirksgericht Hinwil vom 15. Juni 2023:
(Urk. 100 S. 68 ff.)

«1. Die Ehe der Parteien wird geschieden.

2. Die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2012, und D._____, geboren am 

tt.mm.2016, werden unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien 

belassen.

3. Die Kinder C._____ und D._____ werden unter der alternierenden Obhut 

des Klägers und der Beklagten belassen.

Der Hauptwohnsitz der Kinder befindet sich bei der Beklagten.

4. Die Beklagte wird verpflichtet, den Kindern jeweils unaufgefordert deren 

Identitätskarten und – auf vorgängige Aufforderung des Klägers hin – auch 

deren Reisepässe in den Portemonnaies der Kinder mitzugeben, wenn der 

Kläger die Kinder unter der Woche, an den Wochenenden, an Feiertagen 

und in den Ferien betreut.

Der Kläger wird verpflichtet, die Identitätskarten und Pässe der Kinder nach 

dem Betreuungs- bzw. Ferienende jeweils unaufgefordert der Beklagten zu-

rückzugeben.

Die Parteien werden für den Fall eines Verstosses gegen die vorgenannten 

Bestimmungen auf die Strafandrohung von Art. 292 StGB (Ungehorsam ge-

gen amtliche Verfügungen) hingewiesen, wonach mit Busse bestraft wird, wer 

der von einer zuständigen Behörde unter Hinweis auf die Strafandrohung die-

ses Artikels an ihn erlassenen Anordnung nicht Folge leistet.

5.

Der Kläger ist berechtigt und verpflichtet, die Kinder C._____ und D._____ 

wie folgt auf eigene Kosten zu betreuen: 



jede Woche von Donnerstagmorgen (ab Schulbeginn bzw. 9.00 Uhr) bis 

Freitagabend 19.30 Uhr (verpflegt),

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



jede zweite Woche von Donnerstagmorgen (ab Schulbeginn bzw. 9.00 

Uhr) bis Montagmorgen (9.00 Uhr bzw. Schulbeginn),

in den geraden Kalenderjahren über die ganzen Osterfeiertage (Grün-

donnerstag ab Schulbeginn bzw. 9.00 Uhr bis Dienstagmorgen Schulbe-

ginn bzw. 9.00 Uhr) sowie während der Schulferienwoche, in welche die 

Silvester-/Neujahrsfeiertage fallen,



in  den  ungeraden  Kalenderjahren  über  die  ganzen  Pfingstfeiertage 

(Samstagmorgen 9.00 Uhr bis Dienstagmorgen Schulbeginn bzw. 9.00 

Uhr) sowie während der Schulferienwoche, in welche die Weihnachts-

feiertage fallen.

In der übrigen Zeit werden die Kinder durch die Beklagte betreut, wobei hin-

sichtlich der Feiertagsregelung die Betreuungszeiten analog zu jenen des Klä-

gers gelten.

Die vorstehende Betreuungsregelung gilt bei beiden Parteien auch während 

den Schulferien und auch wenn die Kinder krank sind.

Zudem gelten die folgenden ergänzenden Bestimmungen zur Ferien- und Fei-

ertagsregelung:

-

Dauern die Weihnachts-/Neujahrsschulferien nicht zwei Wochen, findet 

die  Übergabe  der  Kinder  in  der  Mitte  der  Ferien  statt  (Ermittlung  der 

"Mitte": Anzahl schulfreie Tage geteilt durch zwei; resultiert eine gerade 

Zahl, findet die Übergabe am betreffenden Tag morgens um 9.00 Uhr 

statt; resultiert eine ungerade Zahl, findet die Übergabe am betreffenden 

Tag mittags um 12.00 Uhr statt).

-

Die  Ferien-  und  Feiertagsregelung  durchbricht  die  alternierende  Wo-

chenendregelung nicht.

Nebst den Ferien über Weihnachten/Neujahr sind die Parteien berechtigt und 

verpflichtet, die Kinder während je vier Wochen pro Jahr während den Schul-

ferien auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen (höchs-

tens zwei Wochen am Stück). Dabei gilt, dass eine Woche sieben Tage hat 

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und ein Ferientag 24 Stunden dauert. Die Ferien sind so zu beziehen, dass 

die obige Feiertagsregelung nicht tangiert wird. Beide Parteien sind verpflich-

tet, die Ferien mindestens drei Monate im Voraus anzumelden bzw. mit dem 

anderen  Elternteil  abzusprechen.  Der  andere  Elternteil  hat  innert  zwei  Wo-

chen auf die Ferienankündigung zu reagieren. Reagiert er innert der genann-

ten  Frist  nicht,  so  gilt  die  Ferienanmeldung  als  anerkannt.  Können  sich  die 

Parteien nicht einigen, so hat der Kläger in Jahren mit gerader Jahreszahl und 

die Beklagte in Jahren mit ungerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht be-

züglich der Aufteilung der Ferien.

6. Für die Kinder C._____ und D._____ wird eine Beistandschaft im Sinne von 

Art. 308 Abs. 2 ZGB angeordnet. Dem einzusetzenden Beistand werden die 

folgenden Aufgaben übertragen:













die Kommunikation auf der Elternebene punkto elterliche Sorge, Obhut 

und Betreuungsregelung zu verbessern (z.B. durch Moderation von ge-

meinsamen Gesprächen)

als Ansprechperson der Eltern bei Meinungsverschiedenheiten betref-

fend die Kinderbelange zu fungieren

zwischen den Eltern bei Konflikten zu vermitteln

die Parteien bei der Umsetzung der Betreuungsregelung zu unterstüt-

zen und diesbezüglich zwischen ihnen zu vermitteln 

die Modalitäten der Betreuung (Übergabezeiten, Übergabeort, Mitgabe 

von Gegenständen etc.) im Fall einer Uneinigkeit der Kindseltern fest-

zulegen

der KESB bei Bedarf Antrag auf Prüfung weitergehender Kindesschutz-

massnahmen zu stellen

Die KESB Bezirk Hinwil wird ersucht, eine geeignete Beistandsperson zu er-

nennen.

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7. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV/IV-Renten 

werden den Parteien je zur Hälfte angerechnet. Die Parteien haben die be-

troffenen Ausgleichskassen über diese Regelung zu informieren.

8. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten die folgenden Kinderunterhalts-

beiträge (Barunterhalt), zuzüglich ihm ausgerichtete gesetzliche und/oder 

vertragliche Kinder-, Familien- und Ausbildungszulagen, zu bezahlen:

für C._____:







Fr. 1'000.–

ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Bezug ei-
ner Wohnung durch die Beklagte mit den Kindern

Fr. 1'065.–

ab dem Bezug einer Wohnung durch die Beklagte mit den 
Kindern bis 31. Juli 2028

Fr.

955.–

ab 1. August 2028 bis zum Abschluss einer angemesse-
nen Ausbildung, auch über die Volljährigkeit hinaus 

für D._____:







Fr. 1'200.–

ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Bezug ei-
ner Wohnung durch die Beklagte mit den Kindern

Fr. 1'270.–

ab dem Bezug einer Wohnung durch die Beklagte mit den 
Kindern bis 31. Juli 2028

Fr.

860.–

ab 1. August 2028 bis zum Abschluss einer angemesse-
nen Ausbildung, auch über die Volljährigkeit hinaus 

Die Unterhaltsbeiträge und die Familienzulagen sind an die Beklagte zahlbar, 

monatlich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats. 

Die Zahlungsmodalitäten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss 

einer angemessenen Ausbildung auch über die Volljährigkeit hinaus, solange 

das Kind im Haushalt der Beklagten lebt und keine eigenen Ansprüche ge-

genüber  der  Beklagten  stellt  bzw.  keinen  anderen  Zahlungsempfänger  be-

zeichnet.

Sofern das Schulgeld der  E._____ -Schule (inkl. Baudarlehenszins) auf mehr 

als Fr. 800.– pro Kind ansteigt, haben die Parteien die entsprechenden Mehr-

kosten je hälftig zu finanzieren.

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Die Fremdbetreuungskosten der Kinder während den Ferienzeiten, in denen 

die  Betreuung  nicht  bereits  anderweitig  abgedeckt  ist,  übernimmt  diejenige 

Partei, in deren Betreuungsverantwortung diese Kosten anfallen.

Ausserordentliche Kinderkosten (mehr als Fr. 200.– pro Ausgabeposition, z.B. 

Zahnarztkosten, ungedeckte Gesundheitskosten, Kosten für schulische För-

derungsmassnahmen etc.) sind von den Parteien je hälftig zu tragen. Voraus-

setzung für die hälftige Kostentragung ist, dass sich die Parteien vorgängig 

über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt haben. Kommt keine Einigung 

zustande, so trägt der veranlassende Elternteil die entsprechende Ausgabe 

einstweilen  allein;  die  gerichtliche  Geltendmachung  der  Kostenbeteiligung 

bleibt vorbehalten.

9. Es werden keine nachehelichen Unterhaltsbeiträge festgesetzt.

10. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositivziffer 8 dieses Urteils basieren auf 

dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, 

Stand Ende Mai 2023 von 106.3 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 

Punkte). Sie sind jeweils auf den 1. Januar jedes Jahres, erstmals auf den 

1. Januar 2024, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres 

anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:

neuer Unterhaltsbeitrag =

  ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x neuer Index

                        ursprünglicher Index

Fällt der Index unter den Stand von Ende Mai 2023, berechtigt dies nicht zu 

einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

11. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositivziffer 8 dieses Ur-

teils basiert auf folgenden Grundlagen: 

Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzula-

gen:

• Kläger:

Fr. 6'541.– (80%-Pensum)

- 13 -

• Beklagte:

Fr. 3'670.–
Fr. 4'518.– 

bis und mit 31. Juli 2028 (65%-Pensum)
ab 1. August 2028 (80%-Pensum)

• C._____:

Fr. 302.– 

Familienzulagen

• D._____:

Fr. 230.–

Familienzulagen (bzw. Fr. 280.– ab 1. August 
2028)

Vermögen:

für die Unterhaltsberechnung nicht massgebend

12. Die Pensionskasse H._____, … [Adresse], wird angewiesen, mit Rechtskraft 

des Scheidungsurteils vom Vorsorgekonto des Klägers (A._____, geboren tt. 

Mai 1977, J._____-strasse 4, G._____ ZH, AHV-Nr. 756.5, Referenz-Nr. 6) 

Fr. 74'676.80,

zuzüglich Zins ab 13. April 2021, auf das Vorsorgekonto der Beklagten 

(B._____, geboren tt. Januar 1986, F._____-strasse 1, G._____ ZH, Versi-

cherten-Nr. 756.7, Policen-Nr. 8) bei der I._____, … [Adresse], zu überwei-

sen.

13. Die eheliche Liegenschaft (Grundstück an der F._____-strasse 1, G._____, 

Grundregister Blatt 9, Kataster Nr. 10, EGRID CH11) ist durch die Parteien 

unter Zuhilfenahme eines Maklers freihändig bestmöglich zu veräussern. Die 

Parteien haben innert längstens drei Monaten nach Rechtskraft des Schei-

dungsurteils einen Makler mit dem Verkauf der ehelichen Liegenschaft zu 

beauftragen.

Der Erlös aus dem freihändigen Verkauf wird wie folgt aufgeteilt:

erzielter Verkaufspreis bzw. Bruttoerlös der Versteigerung

abzüglich allfällige Schätzungskosten, Grundstückgewinn- und Handände-
rungssteuer, allfällige Versteigerungskosten, Grundbuchkosten, Insertions- 
und Vertragskosten sowie allfällige Maklergebühren und weitere mit dem 
Verkauf verbundene Kosten und Auslagen, welche diejenige Partei vorab 
erhält, die diese Kosten vorgeschossen hat

abzüglich die per Stichtag der güterrechtlichen Auseinandersetzung beste-
henden Hypotheken bei der ZKB (soweit eine Partei diese Schuld amorti-
siert, steht ihr der entsprechende Betrag vorab zu)

- 14 -

abzüglich  Investitionen  der  Parteien  in  die  Liegenschaft,  welche  gemäss 
Ziffer 10.5.4. der Erwägungen getätigt werden

abzüglich  allfällige  Erneuerungs-  und  Renovationskosten  im  Hinblick  auf 
den Verkauf

ergibt einen Nettoerlös bzw. -verlust

Vom Nettoerlös steht dem Kläger 47.53% und der Beklagten 52.47% zu. Ein 

allenfalls resultierender Verlust wäre von den Parteien im gleichen Verhältnis 

zu tragen.

14. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine güterrechtliche Ausgleichs-

zahlung in Höhe von Fr. 15'891.50 zu bezahlen; zahlbar innert 10 Tagen ab 

Rechtskraft des Scheidungsurteils.

15. Die Vorsorgestiftung Sparen 3 der Zürcher Kantonalbank, c/o Zürcher Kan-

tonalbank, Bahnhofstr. 9, 8001 Zürich, wird angewiesen, mit Rechtskraft des 

Scheidungsurteils vom Vorsorgekonto der Säule 3a des Klägers (A._____, 

geboren tt. Mai 1977, J._____-strasse 4, G._____ ZH, AHV-Nr. 756.5, IBAN 

CH2) Fr. 21'021.12 zugunsten der Beklagten (B._____, geboren tt. Januar 

1986, F._____-strasse 1, G._____ ZH, AHV-Nr. 756.7) auf ein von ihr allen-

falls noch zu eröffnendes und gegenüber der Vorsorgestiftung Sparen 3 der 

Zürcher Kantonalbank zu bezeichnendes Säule 3a-Konto bei einer Einrich-

tung nach Art. 1 Abs. 1 BVV 3 (gebundene Vorsorgeversicherung bei einer 

Versicherungseinrichtung oder gebundene Vorsorgevereinbarung mit einer 

Bankstiftung) zu überweisen.

16. Die auf beide Parteien lautenden ZKB-Bankkonti "Betreuungsunterhalt", 

"Haus" und "Bau" sind innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Scheidungsurteils 

auf die Beklagte zu übertragen. Das auf beide Parteien lautende ZKB-Konto 

"Kinder" (...3) ist innert derselben Frist auf den Kläger zu übertragen. Die 

Parteien werden angewiesen, diesbezüglich alle notwendigen Rechtshand-

lungen vorzunehmen.

17. Alle darüber hinausgehenden Anträge der Parteien werden abgewiesen.

- 15 -

18. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 9'000.– festgesetzt.

19. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.

20. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

21. [Mitteilungssatz]

22. [Rechtsmittelbelehrung, Berufung, 30 Tage]»

Berufungsanträge:

Erstberufungsanträge des Klägers (Urk. 139 S. 2 ff. i.V.m. Urk. 99 S. 2 f.):

«1. Hauptanträge:

1.1. Es sei Dispositiv Ziff. 3 des Scheidungsurteils des BG Hinwil vom 

15.06.2023 aufzuheben und es seien die Kinder C._____ und D._____ 
unter 
die Obhut des Berufungsklägers zu stellen.

1.2. Es sei Dispositiv Ziff. 5 des Scheidungsurteils des BG Hinwil vom 
15.06.2023 aufzuheben und es sei der Kindsmutter folgendes Be-
suchs- bzw. Ferienrecht auf eigene Kosten einzuräumen:

- Jede zweite Woche von Freitag nach Schulschluss bzw. 16 Uhr 

(nicht verpflegt) bis Sonntagabend 19 Uhr (verpflegt),

-

-

in den ungeraden Kalenderjahren über die ganzen Osterfeiertage 
(Gründonnerstag ab Schulbeginn bzw. 9 Uhr bis Dienstagmorgen 
Schulbeginn bzw. 9 Uhr) sowie während der Schulferienwoche, 
in welche die Silvester-/Neujahrsfeiertage fallen,

in den geraden Kalenderjahren über die ganzen Pfingstfeiertage 
(Samstagmorgen 9 Uhr bis Dienstagmorgen Schulbeginn bzw. 9 
Uhr) sowie während der Schulferienwoche, in welche die Weih-
nachtsfeiertage fallen.

- nebst den Ferien über Weihnachten/Neujahr während vier Wochen 

pro Jahr während der Schulferien (maximal zwei Wochen am Stück). 
Dabei gilt, dass eine Woche sieben Tage hat und ein Ferientag 24 
Stunden dauert. Die Ferien sind so zu beziehen, dass die obige Fei-
ertagsregelung nicht tangiert wird. Beide Parteien sind verpflichtet, 
die Ferien mindestens drei Monate im Voraus anzumelden bzw. mit 
dem anderen Elternteil abzusprechen. Der andere Elternteil hat in-
nert zwei Wochen auf die Ferienankündigung zu reagieren. Reagiert 
er innert der genannten Frist nicht, so gilt die Ferienanmeldung als 
anerkannt. Können sich die Parteien nicht einigen, so hat der Kläger 

- 16 -

in Jahren mit gerader Jahreszahl und die Beklagte in Jahren mit un-
gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung 
der Ferien.

- Die Ferien- und Feiertagsregelung durchbricht die alternierende Wo-

chenendregelung nicht.

- Das Bringen und Holen der Kinder erfolgt durch die Kindsmutter auf 
eigene Kosten, sofern die Kinder den Weg nicht alleine zurücklegen.

1.3. Es sei Dispositiv Ziff. 7 des Scheidungsurteils des BG Hinwil vom 

15.06.2023 aufzuheben und es seien die Erziehungsgutschriften für 
die Berechnung künftiger AHV/IV-Renten dem Berufungskläger anzu-
rechnen.

1.4. Es sei Dispositiv Ziff. 8 des Scheidungsurteils des BG Hinwil vom 

15.06.2023 aufzuheben und es sei die Kindsmutter zu verpflichten, 
dem Berufungskläger folgende nach der üblichen Formel zu indexie-
rende Kinderunterhaltsbeiträge zu bezahlen (zuzüglich Kinder- bzw. 
Ausbildungszulagen):

- Für C._____: Fr. 1'300.00 pro Monat

- Für D._____: Fr. 1'100.00 pro Monat, ab Mai 2026 Fr. 1'300.00 pro 

Monat.

Die Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus an den Berufungsklä-
ger zahlbar auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungsmodalitä-
ten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Ausbildungsabschluss 
auch über die Volljährigkeit hinaus, solange das Kind im Haushalt des 
Berufungsklägers lebt und keine eigenen Ansprüche stellt bzw. keinen 
anderen Zahlungsempfänger bezeichnet.

Die Fremdbetreuungskosten während den Ferien übernimmt diejenige 
Partei, in deren Betreuungsverantwortung diese Kosten anfallen.

Ausserordentliche Kinderkosten (von mehr als Fr. 200.00 pro Ausgabe-
position, z.B. Zahnarzt) sind von den Parteien hälftig zu tragen. 
Voraussetzung ist, dass sich die Parteien vorgängig über die ausseror-
dentliche Ausgabe geeinigt haben. Kommt keine Einigung zustande, so 
trägt der veranlassende Elternteil die entsprechende Ausgabe einst-
weilen allein; die gerichtliche Geltendmachung der Kostenbeteiligung 
bleibt vorbehalten.

2. Eventualanträge:

2.1 Es sei Dispositiv Ziff. 3 des Scheidungsurteils des BG Hinwil vom 

15.06.2023 aufzuheben und es seien die Kinder C._____ und D._____ 
unter 
der alternierenden Obhut der Eltern zu belassen, mit zivilrechtlichem 
Wohnsitz und Beschulungsort beim Berufungskläger.

2.2 Es sei Dispositiv Ziff. 5 des Scheidungsurteils des BG Hinwil vom 

15.06.2023 aufzuheben und es sei die Betreuung der Kinder wie folgt 
zu regeln:

- 17 -

- Betreuung unter der Woche:

- Vater: Jede Woche von Mittwochmorgen (ab Schulbeginn bzw. 9 
Uhr) bis Freitag nach Schulschluss bzw. 16 Uhr (nicht verpflegt),

- Mutter: Jede Woche von Montagmorgen (ab Schulbeginn bzw. 9 
Uhr) bis Mittwochmorgen (Schulbeginn bzw. 9 Uhr verpflegt),

- Wochenenden: Mutter und Vater alternierend von Freitag nach 

Schulschluss bzw. 16 Uhr bis Montagmorgen Schulbeginn (bzw. 9 
Uhr),

- Diese Betreuungsregelung gilt bei beiden Parteien auch während 
den Schulferien (ausser wenn ein Elternteil sein Ferienrecht wahr-
nimmt) sowie auch wenn die Kinder krank sind.

- Feiertage / Weihnachtsferien:

Betreuung durch die Mutter in den ungeraden Kalenderjahren über 
die ganzen Osterfeiertage (Gründonnerstag ab Schulbeginn bzw. 9 
Uhr bis Dienstagmorgen Schulbeginn bzw. 9 Uhr) sowie während 
der Schulferienwoche, in welche die Silvester-/Neujahrsfeiertage 
fallen,

- Betreuung durch die Mutter in den geraden Kalenderjahren über die 
ganzen Pfingstfeiertage (Samstagmorgen 9 Uhr bis Dienstagmorgen 
Schulbeginn bzw. 9 Uhr) sowie während der Schulferienwoche, in 
welche die Weihnachtsfeiertage fallen.

- Übrige Ferien:

- Betreuung durch beide Eltern nebst den Ferien über Weihnach-

ten/Neujahr während vier Wochen pro Jahr während der Schulferien 
(maximal zwei Wochen am Stück). Dabei gilt, dass eine Woche sie-
ben Tage hat und ein Ferientag 24 Stunden dauert. Die Ferien sind 
so zu beziehen, dass die obige Feiertagsregelung nicht tangiert wird. 
Beide Parteien sind verpflichtet, die Ferien mindestens drei Monate 
im Voraus anzumelden bzw. mit dem anderen Elternteil abzuspre-
chen. Der andere Elternteil hat innert zwei Wochen auf die Ferienan-
kündigung zu reagieren. Reagiert er innert der genannten Frist nicht, 
so gilt die Ferienanmeldung als anerkannt. Können sich die Parteien 
nicht einigen, so hat der Vater in Jahren mit gerader Jahreszahl und 
die Mutter in Jahren mit ungerader Jahreszahl das Entscheidungs-
recht bezüglich der Aufteilung der Ferien. 

- Die Ferien- und Feiertagsregelung durchbricht die alternierende Wo-

chenendregelung nicht.

- Allgemeine Regeln zur Betreuung:

- Jeder Elternteil bringt die Kinder auf eigene Kosten zum anderen El-

ternteil, sofern die Kinder den Weg nicht selbst zurücklegen.

2.3 Es sei Dispositiv Ziff. 8 des Scheidungsurteils des BG Hinwil vom 

15.06.2023 aufzuheben und es sei die Berufungsbeklagte zu verpflich-
ten, dem Berufungskläger folgende nach der üblichen Formel zu inde-

- 18 -

xierende Kinderunterhaltsbeiträge zu bezahlen (zuzüglich Kinder- 
bzw. Ausbildungszulagen):

- Fr. 297.00 pro Monat für C._____

- Fr. 257.00 pro Monat für D._____, ab Mai 2026 Fr. 297.00 pro Mo-

nat.

Die Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus an den Berufungsklä-
ger zahlbar auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungsmodalitä-
ten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Ausbildungsabschluss 
auch über die Volljährigkeit hinaus.

Die Fremdbetreuungskosten während den Ferien übernimmt diejenige 
Partei, in deren Betreuungsverantwortung diese Kosten anfallen.

Ausserordentliche Kinderkosten (von mehr als Fr. 200.00 pro Ausgabe-
position, z.B. Zahnarzt) sind von den Parteien hälftig zu tragen. Vor-
aussetzung ist, dass sich die Parteien vorgängig über die ausseror-
dentliche Ausgabe geeinigt haben. Kommt keine Einigung zustande, 
so trägt der veranlassende Elternteil die entsprechende Ausgabe einst-
weilen allein; die gerichtliche Geltendmachung der Kostenbeteiligung 
bleibt vorbehalten.

3.

Es sei der Beklagten unter der Androhung einer Bestrafung nach Art. 292 
StGB im Unterlassungsfall zu verbieten, den Aufenthaltsort der Kinder 
C._____ und D._____ ohne schriftliche Zustimmung des Kindsvaters bzw. 
Erlaubnis des Gerichts bzw. der KESB an einen Wohnort zu verlegen, der 
die Weiterführung der jeweiligen Obhutsregelung verunmöglicht.

4.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MWST) zulasten der Be-

rufungsbeklagten.»

Zweitberufungsanträge der Beklagten (Urk. 157/99 S. 2 ff.):

«1. Es sei die Dispositiv Ziff. 3 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 

15.06.2023 (FE210070-E) [fortan: ‹Scheidungsurteil›] aufzuheben und es 
seien die Kinder C._____, geb. tt.mm.2012, und D._____, geb. tt.mm.2016, 
unter die alleinige Obhut der Kindsmutter zu stellen, wobei sich der Haupt-
wohnsitz der Kinder weiterhin bei der Kindsmutter befinden soll.

2. Es sei der Kindsmutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die beiden 

Kinder C._____ und D._____ zu erteilen und es sei spätestens per 
29.01.2023 K._____ SZ als neuer Wohnsitz der Kinder bis auf Weiteres zu 
bestimmen.

3. Es sei die Dispositiv Ziff. 5 des Scheidungsurteils aufzuheben und es sei 

die folgende Betreuungsregelung zu erlassen:

a) Besuchsrecht des Kindsvaters: an zwei aufeinanderfolgenden Wochen-
enden in einem Drei-Wochen-Rhythmus von Freitag nach Schulschluss 
bis Sonntagabend um 18:00 Uhr (nicht verpflegt).

- 19 -

b) Ferienrecht des Kindsvaters während Feiertagen (analog für die Kinds-

mutter):

i)

ii)

iii)

iv)

in den geraden Jahren Kalenderjahren über die ganzen Oster-
feiertage (Gründonnerstag nach Schulschluss bis Ostermontag 
um 19:30 Uhr [verpflegt]);

in den ungeraden Kalenderjahren über die ganzen Pfingstfeier-
tage (Freitag nach Schulschluss bis Pfingstmontag um 19:30 Uhr 
[verpflegt]);

in den ungeraden Kalenderjahren während der Schulferienwoche, 
in welche die Weihnachtstage fallen;

in den geraden Kalenderjahren während der Schulferienwoche, in 
welche die Silvester-/Neujahrstage fallen.

c) Weitergehendes Ferienrecht der Elternteile:

i)

nebst den Ferien über Weihnachten/Neujahr während 5 Wochen 
pro Jahr während den Schulferien (auf eigene Kosten zu sich 
oder mit sich in die Ferien nehmen); höchstens zwei Wochen am 
Stück; dabei gilt, dass eine Woche sieben Tage hat und ein Feri-
entag 24 Stunden dauert; die Ferien sind so zu beziehen, dass 
die obige Feiertagsregelung nicht tangiert wird;

ii) die Elternteile sind verpflichtet, die Ferien mindestens drei Monate 
im Voraus anzumelden bzw. mit dem anderen Elternteil abzuspre-
chen und der andere Elternteil hat innert zwei Wochen auf die Fe-
rienankündigung zu reagieren; reagiert er innert der genannten 
Frist nicht, so gilt die Ferienanmeldung als anerkannt;

iii) können die Elternteile sich nicht einigen, so hat der Kindsvater in 
Jahren mit gerader Jahreszahl und die Kindsmutter in Jahren mit 
ungerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Auf-
teilung der Ferien.

d) Für die Bestimmung der konkreten Ferientage gilt: Dauern die Weih-

nachts-/Neujahrsschulferien nicht zwei Wochen, findet die Übergabe der 
Kinder in der Mitte der Ferien statt (Ermittlung der ‹Mitte›: Anzahl schul-
freie Tage geteilt durch zwei; resultiert eine gerade Zahl, findet die Über-
gabe am betreffenden Tag morgens um 09:00 Uhr statt; resultiert eine 
ungerade Zahl, findet die Übergabe am betreffenden Tag mittags um 
12:00 Uhr statt).

e) Die Ferien- und Feiertagsregelung durchbricht die zwei aufeinanderfol-
genden Wochenenden des Kindsvaters im Drei-Wochen-Rhythmus.

f) Generell gilt, dass das Elternteil, welches die Kinder zum anderen El-

ternteil schickt, verantwortlich ist, dass die Kinder gemäss der geltenden 
Betreuungsregelung ankommt (inkl. Kostentragung).

4.

Es sei die Dispositiv Ziff. 7 des Scheidungsurteils aufzuhebend und es 
seien die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV/IV-

 
- 20 -

Renten alleine der Kindsmutter anzurechnen und die Parteien haben die be-
troffenen Ausgleichskassen über diese Regelung zu informieren.

5.

Es sei die Dispositiv Ziff. 8 des Scheidungsurteils aufzuheben und es sei 
der Kindsvater zu verpflichten, der Kindsmutter mindestens die folgenden 
Kinderunterhaltsbeiträge (Bar- und Betreuungsunterhalt) zzgl. ihm ausge-
richtete gesetzliche und/oder vertragliche Kinder-, Familien- und Ausbil-
dungszulagen, zu bezahlen:

a) Phase 1 (bis zum Wegzug aus G._____)

Barunterhalt für C._____
Barunterhalt für D._____
Betreuungsunterhalt für D._____

CHF
CHF
CHF

1'645.00
1'417.00
312.50

b) Phase 2 (ab Wohnsitznahme in K._____)

Barunterhalt für C._____
Barunterhalt für D._____

CHF
CHF

2'253.00
1'425.00

c) Phase 3 (ab 01.08.2028, bis zum Abschluss einer angemessenen 

Erstausbildung, auch über die Volljährigkeit hinaus)

Barunterhalt für C._____
Barunterhalt für D._____

CHF
CHF

1'896.00
2'268.00

Die Unterhaltsbeiträge und die Familienzulagen sind an die Beklagte zahl-
bar, monatlich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.

Die Zahlungsmodalitäten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Ab-
schluss einer angemessenen Ausbildung auch über die Volljährigkeit hinaus, 
solange das Kind im Haushalt der Kindsmutter lebt und keine eigenen An-
sprüche gegenüber dem Kindsvater stellt bzw. keinen anderen Zahlungs-
empfänger bezeichnet.

Die Fremdbetreuungskosten der Kinder während den Ferienzeiten, in de-
nen die Betreuung nicht bereits anderweitig abgedeckt ist, übernimmt dieje-
nige Partei, in deren Betreuungsverantwortung diese Kosten anfallen.

Ausserordentliche Kinderkosten (mehr als CHF 200.00 pro Ausgabeposi-
tion, z.B. Zahnarztkosten, ungedeckte Gesundheitskosten, Kosten für schuli-
sche Förderungsmassnahmen etc.) sind von den Parteien je hälftig zu tra-
gen. Voraussetzung für die hälftige Kostentragung ist, dass sich die Parteien 
vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe schriftlich (z.B. WhatsApp 
genügt) geeinigt haben. Kommt keine Einigung zustande, so trägt der veran-
lassende Elternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein; die ge-
richtliche Geltendmachung der Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten.

6.  Es sei die Dispositiv Ziff. 11 des Scheidungsurteils aufzuheben und es sei 
von aktualisierten Einkommensverhältnissen der Parteien auszugehen.

7.

Es sei die Dispositiv Ziff. 14 des Scheidungsurteils aufzuheben und es sei 
der Kindsvater zu verpflichten, der Kindsmutter eine Zahlung von 
CHF 1'033.54 zu leisten; zahlbar innert 10 Tagen nach Rechtskraft des 
Scheidungsurteils.

- 21 -

8. Die Anträge des Kindsvaters seien vollumfänglich abzuweisen.

9. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7% MwSt.) zu Lasten 

des Beklagten.»

Erwägungen:

I.

1.

Die Parteien heirateten am tt. Januar 2012. Aus ihrer Ehe sind zwei Kin-

der hervorgegangen, nämlich die Tochter C._____, geboren am tt.mm.2012, und 

der Sohn D._____, geboren am tt.mm.2016 (Urk. 2). Seit April 2019 leben die Par-

teien getrennt (Urk. 4/1 S. 33).

2.

Von  Mai  2019  bis  Ende  Juni  2020  durchliefen  die  Parteien  ein  Ehe-

schutzverfahren – zunächst am Einzelgericht des Bezirksgerichts Hinwil (Urk. 4/1, 

Geschäfts-Nr. EE190029-E), später am hiesigen Obergericht (Geschäfts-Nummer 

LE200008-O), welches mit Entscheid vom 25. Juni 2020 die dann noch strittigen 

Fragen klärte und unter anderem die Kinder unter die alternierende Obhut beider 

Eltern stellte (Urk. 4/2 S. 44).

3.

Am  12.  April  2021  verlangte  der  Kläger  gestützt  auf  Art.  114  ZGB  die 

Scheidung (Urk. 1). Über vorsorgliche Massnahmen fanden die Parteien zu Verein-

barungen (Urk. 13; Urk. 31 [Ferienregelung, Mediation] und Urk. 40 [Unterhaltsbei-

träge, Mediation, Prozesskosten vM]). Im Einvernehmen mit den Parteien ordnete 

die  Vorinstanz  eine  Beratung  beim  kjz  Rüti  hinsichtlich  einer  Kontakt-/Besuchs-

rechtsregelung an (Urk. 54 und 56–58), in welcher indes keine Einigung gefunden 

werden konnte (Urk. 68). Im Übrigen kann für den Verfahrensgang bis zum erstin-

stanzlichen Urteil auf dessen Erwägung 1 verwiesen werden (Urk. 96 = Urk. 100 

S. 8). Das erstinstanzliche Urteil erging am 15. Juni 2023 (Urk. 96) und wurde den 

Parteien am 13./14. Juli 2023 zugestellt (Urk. 98). Was die Scheidungsfolgen be-

trifft, wurden unter anderem die Kinder unter der gemeinsamen elterlichen Sorge 

und alternierenden Obhut beider Eltern belassen, es wurde eine Regelung zu den 

Reisepapieren  der  Kinder  getroffen,  deren  Betreuung  festgelegt,  eine  Beistand-

- 22 -

schaft  im  Sinne  von  Art. 308  Abs.  2  ZGB  angeordnet,  der  Kindsvater  zu  Kinder-

unterhaltsbeiträgen verpflichtet, die Vorsorgemittel (2. und 3. Säule) aufgeteilt, der 

freihändige Verkauf der ehelichen Liegenschaft angeordnet und der Kläger zu einer 

Ausgleichszahlung  aus  Güterrecht  verpflichtet.  Für  die  Einzelheiten  wird  auf  das 

eingangs wiedergegebene Dispositiv verwiesen (Urk. 100 S. 68 ff.).

4. Gegen das Urteil der Vorinstanz erhoben beide Parteien rechtzeitig Be-

rufung – der Kläger mit Eingabe vom 17. Juli 2023 (Urk. 99), die Beklagte mit Ein-

gabe vom 14. September 2023 (Urk. 157/99, Geschäfts-Nr. LC230041-O).

Das mit der Berufung des Klägers verbundene Gesuch um superprovisorische An-

ordnung von vorsorglichen Massahmen (Verbot einer Wohnsitzverlegung mit allfäl-

ligen Konsequenzen; Urk. 99 S. 2) wurde mit Verfügung vom 18. Juli 2023 abge-

wiesen (Urk. 103). Ebenso wurde ein Gesuch der Beklagten vom 31. Juli 2023 um 

superprovisorische  Anordnung  von  vorsorglichen  Massnahmen  (Obhutszuteilung 

allein  an  die  Mutter,  Erteilung  des  alleinigen  Aufenthaltsbestimmungsrechts; 

Urk. 108 S. 2 und 4) mit Beschluss vom 3. August 2023 abgewiesen (Urk. 112). 

Diese und weitere von der Beklagten beantragte vorsorgliche Massnahmen (Abän-

derung der Betreuungsregelung, Anordnung einer Prozessvertretung für die Kin-

der)  wurden  mit  Beschluss  der  Kammer  vom  10.  August  2023  abgewiesen.  Der 

Beklagten wurde vielmehr (in teilweiser Gutheissung des Massnahmegesuchs des 

Klägers) verboten, den Aufenthaltsort der Kinder an einen Ort zu verlegen, der de-

ren weiteren Schulbesuch an der  E._____ Schule in G._____ bzw. der öffentlichen 

Schule am Wohnort des Klägers oder die Weiterführung der alternierenden Obhut 

verunmöglichen würde (Urk. 119). Eine dagegen angehobene Beschwerde beim 

Bundesgericht wurde von diesem am 18. August 2023 in Bezug auf superproviso-

rische Anträge abgewiesen (Urk.123) bzw. am 20. September 2023 infolge Rück-

zugs abgeschrieben (Urk. 145).

Die  von  den  Parteien  verlangten  Vorschüsse  für  die  Gerichtskosten  von  je 

Fr. 8'000.– wurden fristgerecht geleistet (Urk. 103, 104; 157/105, 157/106).

Ein im Zusammenhang mit dem Wechsel der Kinder an die öffentliche Schule ge-

stelltes  (teils  superprovisorisches)  Massnahmebegehren  des  Klägers  (Wohnsitz-

- 23 -

verlegung  zum  Kläger,  vorsorgliche  Anordnung  einer  Beistandschaft;  Urk.  124) 

wurde mit Beschluss vom 22. August 2023 (Urk. 127) abgewiesen (zum Eventual-

massnahmebegehren vgl. auch Urk. 129–135). 

Die Berufungsantworten datieren vom 7. bzw. vom 8. Dezember 2023 (Urk. 157/ 

108 [Kläger], Urk. 150 [Beklagte]). 

Nachdem der Kläger mit Gesuch vom 31. August 2023 die vorsorgliche Reduktion 

der  Unterhaltsbeiträge  (Urk.  136;  Stellungnahme  der  Beklagten:  Urk.  147)  sowie 

mit Gesuch vom 25. Januar 2024 Vollstreckungsmassnahmen betreffend die Be-

treuung durch den Vater (Urk. 154; später, am 4. April 2024 noch ergänzt, Urk. 166; 

vgl. auch Urk. 169) beantragt hatte, wurden die Parteien mit ihrem Einverständnis 

(Prot.  S.  21)  zu  einer  Instruktionsverhandlung  vorgeladen,  und  zwar  auf  den 

17. April 2024 (Urk. 161).

Mit Beschluss vom 8. Februar 2024 wurden die beiden separat angelegten Beru-

fungsverfahren  vereinigt  und  Vormerk  davon  genommen,  was  vom  erstinstanzli-

chen  Scheidungsurteil  in  der  Zwischenzeit  in  Rechtskraft  erwachsen  war 

(Urk. 159).

An  der  Instruktionsverhandlung  vom  17.  April  2024  wurden  die  Parteien  befragt 

(Prot. S. 27 ff.), und es kam betreffend die bis dahin hängigen Massnahmebegeh-

ren  zu  einer  Parteivereinbarung  (Urk.  172),  welche  mit  Beschluss  vom  25.  April 

2024 genehmigt wurde (Urk. 173). Die Vereinbarung betraf namentlich die Kinder-

unterhaltsbeiträge und den Kontakt-Wiederaufbau zwischen dem Kläger und den 

Kindern der Parteien, C._____ und D._____. Auf Antrag beider Parteien war in der 

Folge das Berufungsverfahren zur Führung von aussergerichtlichen Konventions-

gesprächen bis zum 30. Juni 2024 sistiert (vgl. Urk. 173 E. 5 und Disp.-Ziff. 4). Das 

Resultat  dieser  Gespräche  war  eine  weitere  Teilvereinbarung  über  vorsorgliche 

Massnahmen; sie datiert vom 11. Juni 2024 (Urk. 177; vgl. dazu Prot. S. 50 unten). 

Die Parteien befürworteten die Weiterführung von Einigungsverhandlungen unter 

Mitwirkung des Gerichts (Prot. S. 50).

- 24 -

Nachdem der Kontakt-Wiederaufbau zwischen Vater und Kindern nicht gemäss der 

Abmachung vom 11. Juni 2024 (Urk. 177) gelungen war, deponierte der Kläger mit 

Eingabe  vom  26.  August  2024  ein  neuerliches  Gesuch  um  Anordnung 

vorsorglicher  Massnahmen  (Vollstreckungsmassnahmen  betreffend  die  Kinder-

betreuung, Vater-Kind-Therapie; Urk. 179).

Am 5. September 2024 wurden die Kinder gerichtlich angehört (Art. 298 ZPO; Pro-

tokoll S. 54 ff.; vgl. auch Prot. S. 51 und 63 und Urk. 183–186).

Die  seit  Frühjahr  2024  eingesetzte  Beiständin  beantragte  mit  Schreiben  vom 

3. September 2024 die Aufhebung der Beistandschaft, da sie ihren Auftrag nicht 

umsetzen könne (Urk. 187 und 192 f.; vgl. auch Urk. 178A und Prot. S. 53).

Am  26.  September  2024 

fand  eine  weitere 

Instruktionsverhandlung  statt 

(Prot. S. 64; vgl. auch Urk. 178), an welcher sich die Parteien auf die Anordnung 

einer kinderorientierten Beratung und auf Modalitäten im Zusammenhang mit der 

Schätzung der ehelichen Liegenschaft verständigten (Urk. 191; genehmigt/umge-

setzt mit Beschluss vom 4. Oktober 2024, Urk. 194).

Im Rahmen der angeordneten kinderorientierten Beratung fanden im Zeitraum vom 

7. November 2024 bis zum 9. Januar 2025 drei Gespräche im kjz Rüti statt; dann 

wurde die Beratung auf Wunsch der Beklagten beendet (Urk. 206).

Anlässlich einer weiteren Instruktionsverhandlung vom 6. März 2025 (Prot. S. 83 f.; 

vgl. auch Urk. 195 und 199, Prot. S. 77 sowie Urk 202 f. betr. Verschiebung) schlos-

sen die Parteien schliesslich die nachstehend zitierte Parteivereinbarung (Protokoll 

S. 83 f., Urk. 214):

«1. Die Parteien beantragen, dass ihre Kinder,

 C._____, geboren am tt.mm.2012, und

 D._____, geboren am tt.mm.2016,

unter die alleinige elterliche Obhut der Mutter zu stellen seien.

- 25 -

Der Klarheit halber halten die Parteien fest, dass es nicht ausgeschlossen ist, spä-

ter die Frage einer alternierenden Obhut nochmals aufzuwerfen.

2. a)

Die Parteien sind sich einig, dass ein gelebter natürlicher Umgang ihrer Kin-

der sowohl mit der Mutter als auch mit dem Vater an sich wichtig ist. Aktuell neh-

men die Kinder indes eine ablehnende Haltung dem Vater gegenüber ein. 

b) Was C._____ betrifft, lassen die Erfahrungen der letzten Zeit vermuten, dass 

eine Druckausübung kontraproduktiv wäre. In dieser Situation ringt sich der Vater – 

entgegen seiner eigentlichen Überzeugung, schweren Herzens, zum Wohle von 

C._____ – dazu durch, C._____ eine Beziehung anzubieten, es letztlich aber ihr zu 

überlassen, ob sie Kontakt mit ihm pflegen will. Vor diesem Hintergrund und mit 

Blick auf das Alter von C._____ ersuchen die Parteien das Gericht, von einer auto-

ritativen Kontaktregelung abzusehen.

c) Was D._____ betrifft, beantragen die Parteien dem Gericht die nachfolgende 

Kontaktregelung:



Phase 1: Der Vater ist berechtigt, D._____ am ersten und am dritten Samstag 

jeden Monat von 10 bis 19 Uhr (verpflegt) zu sich oder mit sich auf Besuch zu 

nehmen. 

D._____ wird eine Fachperson als Übergabebegleitperson beigegeben. 

Deren Kosten sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen.

Angewöhnungsphase: Bei den ersten vier Übergaben hat die Übergabe-

begleitperson jeweils bis zu einer Stunde vor der Übergabe beim übergeben-

den Elternteil einzutreffen, die Übergabe allein durchzuführen und gleich lang 

wie zuvor beim übergebenden Elternteil beim übernehmenden Elternteil zu 

verbleiben. Ein darüberhinausgehendes begleitetes Besuchsrecht ist nicht zu 

installieren. 

Nach der Angewöhnungsphase verantwortet die Übergabebegleitperson nur 

aber immerhin noch die Übergabe.

Die Übergabebegleitperson wird ermächtigt, die Beiständin von sich aus über 

Schwierigkeiten bei den Übergaben zu orientieren.



Phase 2: Sofern die Besuchsregelung gemäss Phase 1 während vier Mona-

ten mehrheitlich positiv verläuft, ist der Vater fortan berechtigt, D._____ an je-

- 26 -

dem ersten und dritten Wochenende jeden Monats von Freitagabend, 17 Uhr, 

bis Sonntagabend, 18 Uhr (unverpflegt), zu sich oder mit sich auf Besuch zu 

nehmen.



Phase 3: Sofern die Besuchsregelung gemäss Phase 2 während vier Mona-

ten mehrheitlich positiv verläuft, ist der Vater fortan berechtigt, D._____ jedes 

zweite Wochenende von Freitag, Schulschluss bzw. 17 Uhr, bis Sonntag-

abend, 18 Uhr (unverpflegt), zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.

Was die Feiertage betrifft, verbringt diese D._____ in der Phase 3 wie folgt 

mit dem Vater:

 Ostern: von Sonntag, 10 Uhr, bis Montag, 18 Uhr (unverpflegt);

 Pfingsten: von Freitag, 19 Uhr, bis Montag, 18 Uhr (unverpflegt);

 Weihnachten: vom 26. Dezember, 11 Uhr, bis 27. Dezember, 

18 Uhr (unverpflegt).

Ferien verbringt D._____ in der Phase 3 wie folgt mit dem Vater: während der 

ersten Woche der Sommer-Schulferien (fix) und der zweiten Woche der 

Herbst-Schulferien (fix) und ab 2027 während einer weiteren Ferienwoche in-

nerhalb der Schulferien. Bezüglich dieser dritten Woche hat der Vater der 

Mutter mindestens drei Monate im Voraus mitzuteilen, wann er sie nehmen 

möchte, und dies mit ihr abzusprechen; wobei ohne Gegenbericht der Mutter 

innert 14 Tagen (schriftlich oder per E-Mail/SMS) die konkrete Ferienwoche 

als akzeptiert gilt. 

Die Mutter hat ihrerseits das Recht, mit D._____ für maximal fünf Wochen pro 

Jahr in die Ferien zu verreisen und damit die alternierende Wochenendbe-

treuung zu durchbrechen. Auch sie hat dem Vater mindestens drei Monate im 

Voraus mitzuteilen, wann sie Ferien nehmen möchte, und dies mit ihm abzu-

sprechen; wobei ohne Gegenbericht des Vaters innert 14 Tagen (schriftlich 

oder per E-Mail/SMS) die konkrete Ferienwoche jeweils als akzeptiert gilt.

Können sich die Parteien über die Ferienplanung nicht einigen, so kommt 

dem Vater in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüg-

lich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Mut-

ter.

- 27 -

Ferienwochen beider Eltern beginnen jeweils am Freitagabend der Vorwoche, 

17 Uhr, und dauern bis Sonntagabend, 18 Uhr (unverpflegt). Das darauffol-

gende Wochenende verbringt D._____ jeweils beim anderen Elternteil, wo-

durch sich der alternierende Wochenend-Rhythmus entsprechend anpasst. 

Dasselbe gilt nach Ostern und Pfingsten.

Die Beklagte verpflichtet sich, D._____ jeweils unaufgefordert dessen Identi-

tätskarte (und auf vorgängige Aufforderung des Klägers hin auch dessen Rei-

sepass) zu Handen des Klägers mitzugeben, wenn der Kläger D._____ be-

treut. Der Kläger verpflichtet sich, die Identitätskarte (bzw. den Reisepass) 

von D._____ nach dem Betreuungsende jeweils unaufgefordert wieder zu 

Handen der Beklagten D._____ mitzugeben.

3. Die Parteien ersuchen das Gericht, die bestehende Beistandschaft im Sinne von 

Art. 308 Abs. 2 ZGB dahingehend zu modifizieren, als der Auftrag neu wie folgt lau-

ten soll:

•

•

•

•

•

eine Übergabebegleitperson im Sinne der Kontaktregelung für D._____ zu or-
ganisieren, zu überwachen und für deren Finanzierung besorgt zu sein,

Unterstützung der Eltern bei der Kommunikation in Kinderbelangen im Rah-
men von gemeinsamen Gesprächen,

die weitere Ausübung des Besuchsrechts zu begleiten,

bei Konflikten der Parteien zu vermitteln und wenn nötig die Modalitäten des 
Besuchsrechts unter Einbezug aller Beteiligten veränderten Situationen anzu-
passen, 

bei veränderten Situationen Anträge hinsichtlich einer Anpassung zu stellen.

4. Der Kläger verpflichtet sich, innert 10 Tagen ab heute sämtliche gegen die Beklagte 

gerichteten Strafanträge zurückzuziehen bzw. das Desinteresse zu erklären sowie 

die erhobene(n) strafrechtliche(n) Beschwerde(n) zurückzuziehen. 

5. a)

Der Kläger verpflichtet sich, der Beklagten die folgenden monatlichen, im Vor-

aus auf den Ersten eines jeden Monats zahlbaren Kinderunterhaltsbeiträge  zu be-

zahlen:

Fr. 1'000.– je Kind (zuzüglich allfällige von ihm bezogenen Kinder-/Ausbildungszu-

lagen) ab Rechtskraft des diese Vereinbarung genehmigenden Urteils bis zum Ab-

schluss einer angemessenen Erstausbildung.

- 28 -

Ferner verpflichtet sich der Vater, das FVP-Generalabonnement von C._____ und 

bei Bedarf später auch von D._____ zu bezahlen. Er ist berechtigt, die entspre-

chenden Kosten bei den monatlichen Unterhaltsbeiträgen abzuziehen.

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Beklagte zu zahlen, auch über die Volljährigkeit 

hinaus, solange das betreffende Kind in ihrem Haushalt lebt oder keine eigenen An-

sprüche stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet.

Die von der Beklagten bezogenen Familienzulagen (Kinder-/Ausbildungszulagen) 

verbleiben bei ihr zur Deckung der für die Kinder in ihrem Haushalt anfallenden 

Kosten.

Jeder Elternteil trägt die in seiner Betreuungszeit anfallenden Kosten für Wohnen, 

Freizeit und Verpflegung. Die allgemeinen Kosten der Kinder werden von der Be-

klagten aus den Unterhaltsbeiträgen und ihren eigenen Einkünften getragen.

Ausserordentliche Kinderkosten (mehr als Fr. 200.– pro Ausgabeposition, z.B. 

Zahnarztkosten, ungedeckte Gesundheitskosten, Kosten für schulische Förde-

rungsmassnahmen etc.) sind von den Parteien je hälftig zu tragen. Voraussetzung 

für die hälftige Kostentragung ist, dass sich die Parteien vorgängig über die ausser-

ordentliche Ausgabe schriftlich oder per E-Mail/SMS geeinigt haben. Kommt keine 

Einigung zustande, so trägt der veranlassende Elternteil die entsprechende Aus-

gabe einstweilen allein; die gerichtliche Geltendmachung der Kostenbeteiligung 

bleibt vorbehalten.

b)

Die Unterhaltsbeiträge gemäss lit. a basieren auf dem Landesindex der Kon-

sumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Februar 2025 von 

107.4 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie werden jeweils auf den 1. 

Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2026, dem Stand des Inde-

xes per Ende November des Vorjahres angepasst. Die Anpassung erfolgt nach fol-

gender Formel:

Neuer Unterhaltsbeitrag  =

alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index

alter Index

Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr Einkom-

men nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unterhaltsbeiträge ge-

mäss lit. a nur proportional zur tatsächlichen Einkommenssteigerung angepasst. 

- 29 -

Fällt der Index unter den Stand von Ende Februar 2025, berechtigt dies nicht zu ei-

ner Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

c)

Diese Vereinbarung beruht auf folgenden finanziellen Grundlagen:

Einkommen (netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn):

Kläger:

Fr. 6'700.– 

(80%)

Beklagte:

Fr. 4'700.– (65%, aktuell)

Fr. 5'900.– (hypothetisch 80%, ab 1. September 2028)

C._____:

D._____:

Fr.

Fr.

268.– (Kinder-/Ausbildungszulage)

215.– (Kinder-/Ausbildungszulage, ab 1. Juli 2028 

Fr. 268.–)

Vermögen:

für die Unterhaltsberechnung nicht massgebend.

Bedarf:

Kläger:

Fr. 4'100.– 

Beklagte:

Fr. 3'000.–

C._____:

Fr. 1'300.–, ab Juli 2028 Fr. 1'400.– 

D._____:

Fr. 1'100.–, ab Juli 2028 Fr. 1'200.–

Die Parteien sind sich darüber einig, dass es der Beklagten gestattet sein muss, 

ohne Konsequenz auf die Unterhaltsberechnung ihr Pensum auf 100% aufzusto-

cken, falls dies wegen gestiegener Schul-/Lebenskosten der Kinder und/oder Trag-

barkeitsanforderungen der Hypothekarbank unumgänglich sein sollte.

6. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV/IV-Renten sind der 

Beklagten anzurechnen. Die Parteien haben die betroffenen Ausgleichskassen 

über diese Regelung zu informieren.

7. Die heute im hälftigen Miteigentum beider Parteien stehende Liegenschaft

in der Gemeinde G._____, Grundregister-Blatt 9, Kataster-Nr. 10, EGRID 

CH11, Wohnhaus F._____-strasse 1, G._____, Versicherungs-Nr. 12,

mit 524 m2 Gebäudegrundfläche, Gartenanlage und befestigte Fläche 

geht mit Eintritt der Rechtskraft des diese Vereinbarung genehmigenden Urteils in 

das Alleineigentum der Beklagten, B._____, über.

- 30 -

B._____ übernimmt die auf dem Grundstück bestehende Hypothekarschuld gegen-

über der Zürcher Kantonalbank, 8010 Zürich, von derzeit Fr. 586'500.– (sicherge-

stellt durch den Register-Schuldbrief über nominell Fr. 600'000.– an 1. Pfandstelle) 

zur alleinigen Verzinsung ab Antrittstag und Bezahlung.

B._____ verpflichtet sich, A._____ zur Abgeltung seiner güterrechtlichen Ansprüche 

aus der Liegenschaft aber auch zur Tilgung der übrigen güterrechtlichen Ansprüche 

(vgl. Dispositiv-Ziffer 14 des Urteils FE210070-E/U des Einzelgerichts am Bezirks-

gericht Hinwil vom 15. Juni 2023) eine Ausgleichszahlung in der Höhe von Fr. 

280'000.– wie folgt zu bezahlen:

 Fr.

260'000.– innert 30 Tagen ab Rechtskraft des diese Vereinbarung ge-

nehmigenden Urteils

 Fr.

20'000.– sind in 40 monatlichen Raten à Fr. 500.– (unverzinst) abzu-

zahlen, wobei die erste Rate innert 30 Tagen ab Wegfall von 

C._____s Schulkosten an der Stiftsschule K._____ fällig wird. 

Bei einer Veräusserung der Liegenschaft F._____-strasse 1, 

G._____, würde die gesamte (Rest-) Schuld zur Zahlung fäl-

lig.

Der Antritt des Alleineigentums durch B._____ mit Übergang von Nutzen und Ge-

fahr, Rechten und Pflichten, Kostentragungspflicht für Abgaben, Nebenkosten, Hy-

pothekarkosten etc., erfolgt rückwirkend per 1. Januar 2025.

Die Gewährleistungspflicht von A._____ für Sach- und Rechtsmängel am Grund-

stück im Sinne des Schweizerischen Obligationenrechts wird soweit gesetzlich 

möglich aufgehoben. B._____ übernimmt das Alleineigentum an der Liegenschaft 

in dem ihr bekannten Zustand.

B._____ ist bekannt, dass bestehende privatrechtliche Versicherungen die Liegen-

schaft betreffend (Schadens- und Haftpflichtversicherungen) gestützt auf Art. 54 

des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) von Gesetzes wegen auf sie überge-

hen. Dasselbe gilt für die obligatorische Versicherung bei der Gebäudeversicherung 

des Kantons Zürich für Feuer- und Elementarschäden. Die Unterlagen dazu sind in 

ihrem Besitz.

Die Parteien erklären, dass keine Miet- oder Pachtverhältnisse über die Liegen-

schaft bestehen.

- 31 -

Die Parteien erklären sich damit einverstanden, dass anlässlich der Übertragung 

des hälftigen Miteigentumsanteils von A._____ auf B._____ die Besteuerung des 

Grundstückgewinnes nach § 216 Abs. 3 lit. b Steuergesetz infolge Abgeltung güter-

/scheidungsrechtlicher Ansprüche aufgeschoben wird. B._____ hat Kenntnis davon, 

dass im Falle der Weiterveräusserung des Grundstücks der Erwerbspreis bei der 

letzten Veräusserung massgebend ist, für die kein Steueraufschub gewährt worden 

ist.

Die Parteien beantragen dem Gericht, es sei das Grundbuchamt G._____ anzuwei-

sen, B._____ mit Rechtskraft des Scheidungsurteils im Grundregister neu als Allei-

neigentümerin der Liegenschaft GR-Bl. 13/ G._____ einzutragen.

Die Gebühren und Auslagen des Grundbuchamtes G._____ tragen die Parteien je 

zur Hälfte.

Widerrufsvorbehalt in Bezug auf Ziffer 7: Diese Ziffer kann seitens der Beklagten in-

nert 30 Tagen ab heute widerrufen werden, sollte die Hypothekarbank Zürcher Kan-

tonalbank die Finanzierung unter den vereinbarten Modalitäten (aufgrund ungenü-

gender Tragbarkeit) ablehnen. Ein Widerruf hätte schriftlich und unter Beilage der 

brieflichen Bestätigung der Bank zu erfolgen; für die Fristeinhaltung massgebend ist 

der Eingang beim Obergericht des Kantons Zürich.

8. Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten für das erst- und zweitinstanzliche 

Verfahren je zur Hälfte und verzichten für beide Verfahrensstufen gegenseitig auf 

Parteientschädigung.

9. Die Parteien ziehen weitergehende Anträge, einschliesslich noch unbehandelter 

Massnahmebegehren, zurück. Sie verzichten auf weitere Stellungnahmen und er-

suchen das Gericht, das Verfahren unter Genehmigung dieser Parteivereinbarung 

zu erledigen.

10. Mit Erfüllung dieser Vereinbarung sind die Parteien in ehe-, scheidungs-, vorsorge-

rechtlicher Hinsicht vollständig auseinandergesetzt. Unter dem Vorbehalt, dass die 

Ziffer 7 nicht gültig widerrufen wird, sind sie mit Erfüllung dieser Vereinbarung auch 

güterrechtlich vollständig auseinandergesetzt.»

- 32 -

Die Kinder wurden – soweit sie betreffend – über die geschlossene Vereinbarung 

informiert (vgl. Prot. S. 85 f., Urk. 215).

Die Widerrufsfrist bezüglich Ziffer 7 der Vereinbarung haben die Parteien mit Ein-

gaben vom 3. bzw. 4. April 2025 einvernehmlich bis zum 25. April 2025 erstreckt, 

nachdem sich die Evaluierung der Finanzierungssituation bezüglich der ehelichen 

Liegenschaft  in  die  Länge  gezogen  hatte  (Urk.  217  [=  Urk.  221]  und  219).  Mit 

Schreiben  vom  25.  April  2025  widerrief  die  Beklagte  schliesslich  die  Ziffer  7  der 

Parteivereinbarung,  nachdem  wider  Erwarten  die  Hypothekarbank  der  Parteien 

eine Finanzierung der Liegenschaft mit der Beklagten als Alleinschuldnerin abge-

lehnt hatte. Gleichzeitig mit dem Widerruf ersuchte die Beklagte um Sistierung des 

Verfahrens für Nachverhandlungen (Urk. 223 f.). Einer (weiteren) Verfahrenssistie-

rung widersetzt sich der Kläger, da er eine Verzögerung des Kontaktaufbaus zwi-

schen ihm und dem Sohn D._____ befürchtet (Urk. 225).

Mit Schreiben vom 15. Mai 2025 ergänzte die Beklagte die Begründung ihres Sis-

tierungsgesuchs, moniert Ungereimtheiten bezüglich Unterhaltsbemessungsfakto-

ren  und  stellt  Anträge  für  den  Fall,  dass  die  Parteivereinbarung  doch  genehmigt 

werde (Urk. 228).

5.

Das  Gericht  kann  ein  Verfahren  sistieren,  wenn  die  Zweckmässigkeit 

dies  verlangt  (Art.  126  Abs.  1  Satz  1  ZPO).  Die  Sistierung  steht  in  einem  Span-

nungsfeld  zum  Beschleunigungsgebot  (vgl.  Art.  124  Abs.  1  Satz  2  ZPO,  Art.  29 

Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK); sie ist dementsprechend nur ausnahmsweise zu-

lässig.  Im  Zweifelsfall  hat  das  Beschleunigungsgebot  Vorrang  (BGE  135  III  127 

E. 3.4; BGer 4A_175/2022 vom 7. Juli 2022 E. 5.2.1).

Die  nicht  rechtswirksam  gewordene  Ziffer  7  der  Parteivereinbarung  betrifft  einen 

Themenkreis, der eigentlich gar nicht vom Verfahrensgegenstand des Berufungs-

verfahrens umfasst wird. Und zwar erwuchs der von der Vorinstanz angeordnete 

Freihandverkauf der Familienliegenschaft (Urk. 100, Dispositivziffer 13) in Rechts-

kraft, nachdem er unangefochten geblieben war (Urk. 159 S. 6). Die Parteien streb-

ten jedoch im Zuge des Berufungsverfahrens eine Umsetzung mittels Übernahme 

der Liegenschaft durch die Beklagte an.

- 33 -

Die Themen des Berufungsverfahrens (im Wesentlichen die Kinderbelange inklu-

sive Kinderunterhalt) hängen nicht untrennbar mit dem weiteren Schicksal der Lie-

genschaft der Familie zusammen. Es ist jedoch absehbar, dass die Beklagte mit 

den Kindern mindestens eine Zeit lang noch in der Liegenschaft wohnen kann, zu-

mal dies auch dem Interesse des Klägers entspricht (vgl. Urk. 225) und die Hypo-

thekarbank nicht auf einen sofortigen Verkauf drängt (vgl. Urk. 224). Allfälligen spä-

teren, mit einem Auszug einhergehenden Veränderungen der Wohnkosten könnte 

auch  im  Rahmen  einer  Abänderung  der  Unterhaltsregelung  Rechnung  getragen 

werden, wobei für diesen Fall der Weg einer Abänderung nicht wegen eines caput 

controversum versperrt sein darf (vgl. unten E. II/2.5). Es bedarf daher eines ent-

sprechenden Vermerks im Urteil (vgl. Dispositivziffer 6). 

In dieser Situation geht das Interesse des Klägers an einer zeitnahen Umsetzung 

der  geschlossenen  Parteivereinbarung  vor.  Entsprechend  ist  das  Sistierungs-

gesuch  abzuweisen,  soweit  es  nicht  ohnehin  schon  infolge  Zeitablaufs  gegen-

standslos wurde. Das Berufungsverfahren ist spruchreif.

II.

1. Eine Vereinbarung über Scheidungsfolgen ist erst rechtsgültig, wenn das 

Gericht sie genehmigt hat (Art. 279 Abs. 2 ZPO). Die Genehmigung ist auszuspre-

chen, wenn das Gericht sich überzeugt hat, dass die Ehegatten die Vereinbarung 

aus  freiem  Willen  und  nach  reiflicher  Überlegung  geschlossen  haben  und  diese 

klar, vollständig und nicht offensichtlich unangemessen ist (Art. 279 Abs. 1 ZPO). 

Offensichtliche Unangemessenheit würde dann vorliegen, wenn die Vereinbarung 

in  durch  Billigkeitserwägungen  nicht  zu  rechtfertigender  Weise  von  der  gesetzli-

chen Regelung abweichen würde. 

Soweit mit der Vereinbarung Kinderbelange geregelt werden, richtet sich die Über-

prüfung  indes  nicht  nach  Art.  279  Abs.  1  ZPO,  sondern  nach  dem  Kindesrecht 

(Art. 133 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 273 Abs. 1, Art. 285 ff. ZGB). Überdies 

gilt diesbezüglich der Offizial- und Untersuchungsgrundsatz; das Gericht erforscht 

- 34 -

den  Sachverhalt  von  Amtes  wegen  und  ist  nicht  an  die  Parteianträge  gebunden 

(Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). 

2.1. Der Kontakt des Vaters zu C._____ und D._____ ist seit Längerem un-

terbrochen (Prot. S. 28 f., 41, 65 und 69). Die erwähnten Vereinbarungen/Zusagen 

vom 17. April 2024 (Urk. 172) bzw. 11. Juni 2024 (Urk. 177) führten nicht zur ange-

strebten Wiederannäherung und Normalisierung. Aktuell stösst der Vater bei den 

Kindern auf Ablehnung, bei C._____ auf radikale (Prot. S. 54 ff., vgl. auch Urk. 186).

Es  kann  kein  Zweifel  darüber  bestehen,  dass  C._____  und  D._____  durch  den 

emotionalen Konflikt ihrer Eltern erheblich belastet sind und sich in der Not mit der 

Mutter  solidarisierten.  Verständlicherweise  warf  der  Vater  in  dieser  Situation  die 

Frage auf, wie es um die Bindungstoleranz der Mutter steht. Gelingt es nicht, den 

persönlichen Kontakt zum Vater wiederherzustellen, bedeutet dies zunächst eine 

konkrete Gefährdung vor allem der Vater/Kinder-Beziehung. Mittel- und langfristig 

(mit  Blick  auf  die  Adoleszenz  und  auch  auf  später)  dürfte  aber  auch  die  Mutter/ 

Kinder-Beziehung belastet werden. Dass das Wohl der Kinder gefährdet ist, ver-

steht  sich  von  selbst.  Abhilfe  zu  schaffen,  liegt  primär  in  der  Verantwortung  der 

Eltern. Mit der kinderorientierten Beratung sollte eine Verbesserung der Situation 

herbeigeführt werden. Die Erkenntnisse aus der Intervention/Beratung bestätigten 

die bisherige Einschätzung des Gerichts (vgl. schon Urk. 194 E. 2). Aufschlussreich 

sind diesbezüglich  folgende auszugsweisen Zitate aus dem Abschlussbericht (Urk. 

206):

«In  den  gemeinsamen  Gesprächen  einigten  sich  die  Eltern  darauf,  dass  sie 
ihren Elternkonflikt lösen müssen, damit D._____ und C._____ wieder friedli-
che und normale Kontakte zu den beiden Eltern haben können.»

«Ebenfalls einig waren sich die Eltern darin, dass sich D._____ und C._____ 
bei den Kontakten zum Vater sicher fühlen sollen und dass sie für die Kontakt-
wiederaufnahme eine Vertrauensperson benötigen, die sie begleitet. […]»

«Beide Eltern denken, dass D._____ und C._____ wieder gute Erlebnisse mit 
dem Vater benötigen [Ausflüge z.B. ins Verkehrshaus; Einladungen zu einem 
Konzert oder einer Theateraufführung der Kinder].»

«Die Verhaltensweisen und Äusserungen der Eltern bei den angeordneten kin-
derorientierten  Gesprächen  zeigen  eine  festgefahrene  Hochstrittigkeit.  Ohne 
die echte Bereitschaft der Mutter, den Kontakt zum Vater zu ermöglichen, wird 
dieser kaum zustande kommen. Die Kindern werden sich immer mehr vom Va-
ter entfremden. Dies stellt eine latente Kindswohlgefährdung dar und es ist mit 

- 35 -

negativen Folgen für die Kinder im späteren Leben zu rechnen. Die Eltern ste-
hen in der Verantwortung, diese Gefährdung aufzuheben.

Die  Beratungsgespräche  wurden  auf  Wunsch  der  Mutter  beendet. 
Sie war nicht dazu bereit, weiterführende kindsorientierte Beratungsgespräche 
zu planen und daran teilzunehmen.

Die Beraterin empfiehlt den Eltern, das Angebot ‹Kinder aus der Klemme› zu 
besuchen. […]»

Während  der  Kläger  den  empfohlenen  Besuch  des  Kurses  «Kinder  aus  der 

Klemme»  befürwortete  (Prot.  S.  82),  äusserte  sich  die  Beklagte  ablehnend 

(vgl. Urk. 210, Prot. S. 82). Positiv immerhin äusserte sie sich gegenüber einer Wie-

deraufnahme von Kontakten zwischen D._____ und dem Kläger (Prot. S. 82). 

In der aktuellen Situation wäre es kontraproduktiv, die Kinder unter Druck zu set-

zen.  Vielmehr  ist  ihrem  Wunsch  Rechnung  zu  tragen  (vgl.  Art.  301  Abs. 2  ZGB; 

BGer 5A_224/2024 vom 13. Dezember 2022 E. 3.1) – bei C._____ umso mehr, als 

ihr in Bezug auf Fragen in Verbindung mit Elternrechten Urteilsfähigkeit zuzuspre-

chen ist (BGE 131 III 334 E. 5.2). Es ist den Kindern indes zu wünschen, dass die 

Mutter den Kontakt zwischen ihnen und ihrem Vater aus innerer Überzeugung be-

fürwortet und dass das Wiederaufleben einer Beziehung wieder möglich sein wird.

Vor diesem Hintergrund entspricht die Kontaktregelung, auf die sich die Parteien 

unter Mitwirkung des Gerichts verständigt haben, dem Kindeswohl.

2.2. Die Parteien beantragen, es sei die Obhut für die Kinder der Mutter allein 

zuzuteilen (Urk. 214 Ziff. 1). 

Wie die Parteien und auch die Kinder übereinstimmend ausführen und sich auch 

aus den vorstehenden Ausführungen zum elterlichen Kontakt ergibt, leben die Kin-

der aktuell ausschliesslich bei der Mutter. Der von der Vorderrichterin vorgezeich-

nete Weg einer geteilten Betreuung liess sich nicht nachhaltig umsetzen. Faktisch 

übt die Mutter seit geraumer Zeit die Befugnis zur täglichen Betreuung der Kinder 

allein aus. Das Bedürfnis nach einer formellen Regelung in Anknüpfung an die ak-

tuelle tatsächliche Situation ist offenkundig gegeben. Die Obhut ist daher antrags-

gemäss der Mutter allein zuzuteilen. 

- 36 -

Sollte sich die Situation ändern, wäre es freilich möglich, die Frage einer alternie-

renden Obhut nochmals aufzuwerfen (vgl. Art. 134 Abs. 2 ZGB). Fraglos wichtiger 

als  die  formelle  Zuteilung  ist  allerdings  die  Beziehungsqualität  und  der  im  Alltag 

effektiv gelebte Kontakt.

2.3. Die  Parteien  haben  mit  ihrem  Antrag  auf  Weiterführung  der  Beistand-

schaft unter Anpassung des Beistandsauftrags an die konkrete Regelung des per-

sönlichen Verkehrs zum Ausdruck gebracht, dass sie diese Anordnung akzeptie-

ren. Eine Beistandschaft scheint denn auch unabdingbar, um die Parteien bei der 

Bewältigung der Scheidungsfolgen zu unterstützen, namentlich um sie an eine ein-

vernehmliche Kooperation als Eltern ihrer zwei Kinder heranzuführen und den Wie-

deraufbau des Kontakts von D._____ zu seinem Vater zu fördern. Hervorzuheben 

ist in diesem Zusammenhang, dass es jedoch weiterhin primär in der Verantwor-

tung der Eltern liegt, für das Wohlbefinden ihrer Kinder zu sorgen. 

Der angepasste Aufgabenkatalog wurde unter Einbezug der ausführenden Stelle 

(kjz Rüti; vgl. Art. 317 ZGB i.V.m. § 17 lit. b und c KJHG; Prot. S. 82 unten) vom 

Gericht ausgearbeitet und den Parteien vorgeschlagen. Er scheint aktuell zielfüh-

rend.

Gleichzeitig versteht sich von selbst, dass dem Antrag vom 3. September 2024 der 

früheren Beistandsperson, es sei die Beistandschaft aufzuheben (Urk. 187, verglei-

che auch Urk. 178A und 192 f. sowie Prot. S. 53), nicht stattzugeben ist. Die Bei-

standschaft ist eine eminent wichtige flankierende Massnahme, damit der Wieder-

aufbau eines Kontakts wenigstens von D._____ zu seinem Vater gelingen kann. 

Auch in Bezug auf C._____ ist weiterhin mit Spannungen zu rechnen, die der Ver-

mittlung  bedürfen.  Allgemein  lässt  es  die  Beziehungsdynamik  in  der  Familie  als 

dringend angezeigt erscheinen, dass eine neutrale Vermittlungsstelle für beide Kin-

der installiert bleibt. 

2.4. Eine deeskalierende Wirkung darf sodann davon erwartet werden, dass 

der Kläger zugesagt hat, von den eingeleiteten strafrechtlichen Schritten Abstand 

zu nehmen (Art. 214 Ziff. 4). Dies ist zweifelsohne zu begrüssen.

- 37 -

2.5. Wie  schon  erwähnt,  wird  Ziffer  7  der  Parteivereinbarung  vom  Verfah-

rensgegenstand  des  Berufungsverfahrens  nicht  umfasst.  Es  geht  um  güterrecht-

liche Aspekte, die bereits in Rechtskraft erwachsen sind. Diese vermögensrecht-

lichen Punkte (resp. ihre Umsetzung) unterstehen der freien Disposition der Par-

teien.  Es  liegt  auf  der  Hand,  dass  von  der  definitiven  Klärung  der  Wohn-/Eigen-

tumssituation ein positiver Einfluss auch auf das Wohl der Kinder erwartet werden 

könnte.  Eine  klar  definierte  Umsetzung  der  vermögensrechtlichen  Entflechtung 

hätte geholfen, die Situation der Kinder zu beruhigen (vgl. schon Urk. 174 E. 4). 

Die vertraglichen Voraussetzungen für einen gültigen Widerruf der Ziffer 7 der Ver-

einbarung sind erfüllt: Der Widerruf erfolgte rechtzeitig und formgültig (Urk. 223); 

ausserdem hatte die Zürcher Kantonalbank die Finanzierung wegen ungenügender 

Tragbarkeit unter den vereinbarten Übernahme-Modalitäten abgelehnt, wofür denn 

auch der Vorbehalt vereinbart worden war (vgl. Urk. 224). Infolgedessen fällt die 

Ziffer 7 der Vereinbarung dahin und bleibt die in Rechtskraft erwachsene Regelung 

gemäss erstinstanzlichem Urteil Ausgangspunkt für die eigentlichen Themen des 

Berufungsverfahrens. Es ist an den Parteien, diese Angelegenheit zu bereinigen.

Die  Beschränkung  des  Widerrufsvorbehalts  auf  die  Ziffer  7  bringt  klar  zum  Aus-

druck, dass der Rest der Vereinbarung auch ohne diese Ziffer wirksam sein soll. 

Wenn die Beklagte nun vorbringen lässt, der Widerruf habe Implikationen auf die 

Unterhaltsberechnung (Urk. 223; vgl. auch Urk. 222/2), diese müsse revidiert wer-

den, so fragt sich zunächst, was sie damit meint. Einen Irrtum macht sie zu Recht 

nicht geltend; allenfalls könnte man das Vorbringen der Beklagten als Antrag auf 

Nichtgenehmigung der Parteivereinbarung, verbunden mit dem Angebot von Nach-

verhandlungen, verstehen. 

Als  Vertrag  des  Privatrechts  untersteht  grundsätzlich  auch  der  gerichtliche  Ver-

gleich den Irrtumsregeln nach Art. 23 ff. OR (BSK OR I-Schwenzer, Vor Art. 23-31 

N 16; BGE 132 III 737 E. 1.3). Danach ist ein Vertrag für denjenigen unverbindlich, 

der sich beim Abschluss in einem wesentlichen Irrtum befunden hat (Art. 23 OR). 

Ob der Irrtum wesentlich ist, beurteilt sich nach Art. 24 Abs. 1 Ziff. 1 bis 3 OR. Ein 

wesentlicher Irrtum ist auch der Grundlagenirrtum (Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR). Auf 

einen solchen kann sich die Partei berufen, die sich über einen bestimmten Sach-

- 38 -

verhalt geirrt hat, der für sie notwendige Vertragsgrundlage war, und den sie zudem 

nach Treu und Glauben im Geschäftsverkehr als eine notwendige Grundlage des 

Vertrags betrachten durfte. Neben der subjektiven Wesentlichkeit ist damit erfor-

derlich,  dass  der  zu  Grunde  gelegte  Sachverhalt  auch  objektiv,  vom  Standpunkt 

oder  nach  den  Anforderungen  des  loyalen  Geschäftsverkehrs  als  notwendige 

Grundlage  des  Vertrags  erscheint  (BGer  4A_418/2023  vom  12. Januar  2024 

E. 3.1.2 m.w.H.). Betrifft der Irrtum demgegenüber einen zweifelhaften Punkt, der 

gerade verglichen und nach dem Willen der Parteien dadurch endgültig geregelt 

sein sollte (sogenanntes caput controversum), so ist die Irrtumsanfechtung ausge-

schlossen; andernfalls würden eben diese Fragen wieder aufgerollt, derentwegen 

die Beteiligten den Vergleich geschlossen haben (BGE 130 III 49 E. 1.1 ff.). 

Gewissermassen überlagert wird diese vertragsrechtliche Thematik durch die ein-

gangs unter E. II/1 erwähnte Überprüfungspflicht nach Art. 133 Abs. 1 ZGB in Ver-

bindung mit Art. 273 Abs. 1 und Art. 285 ff. ZGB und durch den Offizial- und Unter-

suchungsgrundsatz (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Allenfalls könnten die Vorausset-

zungen einer Genehmigung nicht gegeben sein, was von Amtes wegen zu prüfen 

ist.

Die Parteien einigten sich am 6. März 2025 unter Mitwirkung des Referenten und 

der Gerichtsschreiberin einvernehmlich auf die Vereinbarung und damit insbeson-

dere auch auf die festzusetzenden Unterhaltsbeiträge (vgl. Urk. 214). Bei den Un-

terhaltsbeiträgen  handelt  es  sich  um  einen  Gegenstand  des  Vergleichs  bzw.  um 

einen strittigen Punkt, über den die Parteien verhandelten. Insofern haben sie sich 

im Rahmen der abgeschlossenen Vereinbarung vergleichsweise bewusst auf einen 

bestimmten  Unterhaltsbeitrag  geeinigt,  ohne  Gewissheit  über  die  genaue  Sach- 

und Rechtslage zu haben. Mit anderen Worten verzichteten sie darauf, dass der 

Sachverhalt in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht bis ins Detail vom Gericht be-

urteilt wird. Damit nahmen beide Parteien in Kauf, dass die Berechnung des Ge-

richts lediglich gestützt auf die Vergleichsgespräche erfolgte und ein Entscheid in 

einem  strittigen  Verfahren  allenfalls  anders  ausfallen  würde.  Folglich  handelt  es 

sich  bei  den  in  Ziffer  5  der  Vereinbarung  geregelten  Unterhaltsbeiträgen  um  ein 

sog. caput controversum, weshalb eine Irrtumsanfechtung ausgeschlossen wäre.

- 39 -

Es  ist  mit  Blick  auf  allfällige  späteren  Veränderungen  der  Verhältnisse  hilfreich, 

wenn dokumentiert ist, wie die aktuellen Unterhaltsbeiträge im Einzelnen errechnet 

wurden (vgl. Art. 286 Abs. 2 ZGB). Zwingend zu dokumentieren sind aber bloss die 

in Art. 287a ZGB genannten Grundlagen. Diese sind denn auch in der Vereinbarung 

aufgeführt (Urk. 214, insb. Ziff. 5c). Wenn die Beklagte nun einwendet, es hätten 

ihr nicht alle einzelnen Positionen vorgelegen vor der Unterzeichnung (Urk. 227), 

so liegt das in ihrer eigenen Verantwortung, zumal sie anwaltlich begleitet an der 

Verhandlung teilnahm.

Entscheidend  ist,  dass  die  geschlossene  Parteivereinbarung  Unterhaltsbeiträge 

vorsieht, die den Bedürfnissen der Kinder sowie der Lebensstellung und Leistungs-

fähigkeit der Eltern entsprechen (Art. 285 Abs. 1 ZGB). Das tut sie.

Aktuell und auch in naher Zukunft wird die Beklagte noch weiter mit den Kindern in 

der Liegenschaft der Familie wohnen können. Es ist daher angemessen, für sie und 

die Kinder bis auf Weiteres von den aktuellen Wohnkosten gemäss plausibler Be-

rechnung der Vorinstanz auszugehen (gesamthaft Fr. 1'470.– [Urk. 100 S. 31 f.]). 

Aus heutiger Sicht zuzustimmen ist der Beklagten aber insofern, als es kaum mög-

lich  sein  wird,  nach  einem  Auszug  aus  der  ehelichen  Liegenschaft  weiterhin  zu 

solch moderaten Kosten eine angemessene Wohnung zu finden. Dem wurde nicht 

Rechnung getragen bei der Ausgestaltung der Parteivereinbarung, da allseits die 

Hoffnung bestand, es würde reibungslos klappen mit der ins Auge gefassten Über-

tragung der Liegenschaft ins Alleineigentum der Beklagten unter Entlassung des 

Klägers aus der Schuldpflicht der Hypothek. Aufgrund der überraschenden Wende 

ist im vorliegenden Urteil klarzustellen, dass die zukünftige Veränderung bezüglich 

der Wohnsituation, auch wenn sie voraussehbar sein mag, noch keine Berücksich-

tigung bei der Unterhaltsbemessung fand. Mit anderen Worten stellen die aktuell 

zugrunde gelegten Wohnkosten (nach hier vertretener Auffassung) kein caput con-

troversum für die Zeit nach dem Auszug dar.

2.6. Auch  die  weiteren  getroffenen  Regelungen  entsprechen  den  persönli-

chen wie auch finanziellen Verhältnissen der Parteien. Sie sind als angemessen, 

klar und vollständig zu beurteilen. Das Kindeswohl wird bestmöglich gewahrt. 

- 40 -

3. Dementsprechend ist die Vereinbarung der Parteien (Urk. 214) mit Aus-

nahme deren Ziffer 7 zu genehmigen.

III.

1.

Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von 

§ 2 lit. a, c und d sowie § 12 Abs. 1 und 2, § 5, § 6 Abs. 1 und 2 lit. a der Gebüh-

renverordnung des Obergerichts (GebV OG) festzusetzen (vgl. ferner Art. 96 Abs. 1 

ZPO und § 199 Abs. 1 GOG). Das vorliegende Verfahren gestaltete sich ausseror-

dentlich aufwändig; die Kammer war mit mehreren Massnahmebegehren befasst 

(betreffend  Wohnsitzverlegung,  Obhutszuteilung,  Aufenthaltsbestimmungsrecht, 

Betreuungsregelung, Prozessvertretung und Unterhaltsbeiträge; wiederholt super-

provisorisch  beantragt);  es  waren  diverse  Abklärungen  und  insgesamt  drei  Ver-

handlungen nötig (vgl. vorn E. I/4). Es rechtfertigt sich – mit Blick namentlich auch 

auf die mehreren Begehren um vorsorgliche Massnahmen – die von der Vorinstanz 

festgesetzte Gerichtsgebühr (Fr. 9'000.–) zu bestätigen und für das zweitinstanzli-

che Verfahren eine solche von Fr. 7'000.– festzusetzen. 

2.

Bei einem Vergleich trägt nach Art. 109 Abs. 1 ZPO grundsätzlich jede 

Partei die Prozesskosten nach Massgabe des Vergleichs. Entsprechend sind die 

Gerichtskosten vereinbarungsgemäss je zur Hälfte den Parteien aufzuerlegen und 

von den je zu gleichen Teilen geleisteten Kostenvorschüssen zu beziehen (Art. 111 

Abs. 1 ZPO).

3.

Ebenfalls nach Massgabe des Vergleichs ist davon Vormerk zu nehmen, 

dass die Parteien auf Parteientschädigungen verzichtet haben.

Es wird beschlossen:

1.

Das Sistierungsgesuch der Beklagten vom 25. April 2025 wird – soweit es 

nicht bereits gegenstandslos geworden ist – abgewiesen. 

- 41 -

2.

Die Zweitberufung betreffend Dispositiv-Ziffer 14 des Urteils des Einzelge-

richts in Zivil- und Strafsachen am Bezirksgericht Hinwil vom 15. Juni 2023 

wird abgeschrieben.

3.

Es wird vorgemerkt, dass das Urteil des Einzelgerichts in Zivil- und Strafsa-

chen am Bezirksgericht Hinwil vom 15. Juni 2023 betreffend Dispositiv-Ziffer 

14 in Rechtskraft erwachsen ist.

4.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt:

1.

In Genehmigung der Ziffer 1 der Parteivereinbarung vom 6. März 2025 wird 

die Dispositivziffer 3 des Urteils des Einzelgerichts in Zivil- und Strafsachen 

am Bezirksgericht Hinwil vom 15. Juni 2023 aufgehoben und durch folgende 

Fassung ersetzt:

«Die Obhut für die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2012, und D._____, geboren 

am tt.mm.2016, wird der Beklagten zugeteilt.»

2.

In Genehmigung der Ziffer 2, letzter Absatz, der Parteivereinbarung vom 

6. März 2025 wird die Dispositivziffer 4 des Urteils des Einzelgerichts in Zivil- 

und Strafsachen am Bezirksgericht Hinwil vom 15. Juni 2023 aufgehoben 

und durch folgende Fassung ersetzt:

«Die Beklagte wird verpflichtet, D._____ jeweils unaufgefordert dessen Identitäts-

karte (und auf vorgängige Aufforderung des Klägers hin auch dessen Reisepass) 

zu Handen des Klägers mitzugeben, wenn der Kläger D._____ betreut. Der Kläger 

verpflichtet sich, die Identitätskarte (bzw. den Reisepass) von D._____ nach dem 

Betreuungsende jeweils unaufgefordert wieder zu Handen der Beklagten D._____ 

mitzugeben.»

3.

In Genehmigung der Ziffer 2 der Parteivereinbarung vom 6. März 2025 wird 

die Dispositivziffer 5 des Urteils des Einzelgerichts in Zivil- und Strafsachen 

- 42 -

am Bezirksgericht Hinwil vom 15. Juni 2023 aufgehoben und durch folgende 

Kontakt-/Betreuungsregelung ersetzt:

«a) Von einer autoritativen Kontaktregelung bezüglich C._____ wird abgesehen. 

b) Für D._____ wird folgende Kontaktregelung angeordnet:



Phase 1: Der Vater ist berechtigt, D._____ am ersten und am dritten Samstag 

jeden Monat von 10 bis 19 Uhr (verpflegt) zu sich oder mit sich auf Besuch zu 

nehmen. 

D._____ wird eine Fachperson als Übergabebegleitperson beigegeben. 

Deren Kosten sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen.

Angewöhnungsphase: Bei den ersten vier Übergaben hat die Übergabe-

begleitperson jeweils bis zu einer Stunde vor der Übergabe beim übergeben-

den Elternteil einzutreffen, die Übergabe allein durchzuführen und gleich lang 

wie zuvor beim übergebenden Elternteil beim übernehmenden Elternteil zu 

verbleiben. Ein darüberhinausgehendes begleitetes Besuchsrecht ist nicht zu 

installieren. 

Nach der Angewöhnungsphase verantwortet die Übergabebegleitperson nur 

aber immerhin noch die Übergabe.

Die Übergabebegleitperson wird ermächtigt, die Beiständin von sich aus über 

Schwierigkeiten bei den Übergaben zu orientieren.



Phase 2: Sofern die Besuchsregelung gemäss Phase 1 während vier Mona-

ten mehrheitlich positiv verläuft, ist der Vater fortan berechtigt, D._____ an je-

dem ersten und dritten Wochenende jeden Monats von Freitagabend, 17 Uhr, 

bis Sonntagabend, 18 Uhr (unverpflegt), zu sich oder mit sich auf Besuch zu 

nehmen.



Phase 3: Sofern die Besuchsregelung gemäss Phase 2 während vier Mona-

ten mehrheitlich positiv verläuft, ist der Vater fortan berechtigt, D._____ jedes 

zweite Wochenende von Freitag, Schulschluss bzw. 17 Uhr, bis Sonntag-

abend, 18 Uhr (unverpflegt), zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.

Was die Feiertage betrifft, verbringt diese D._____ in der Phase 3 wie folgt 

mit dem Vater:

- 43 -

 Ostern: von Sonntag, 10 Uhr, bis Montag, 18 Uhr (unverpflegt);

 Pfingsten: von Freitag, 19 Uhr, bis Montag, 18 Uhr (unverpflegt);

 Weihnachten: vom 26. Dezember, 11 Uhr, bis 27. Dezember, 

18 Uhr (unverpflegt).

Ferien verbringt D._____ in der Phase 3 wie folgt mit dem Vater: während der 

ersten Woche der Sommer-Schulferien (fix) und der zweiten Woche der 

Herbst-Schulferien (fix) und ab 2027 während einer weiteren Ferienwoche in-

nerhalb der Schulferien. Bezüglich dieser dritten Woche hat der Vater der 

Mutter mindestens drei Monate im Voraus mitzuteilen, wann er sie nehmen 

möchte, und dies mit ihr abzusprechen; wobei ohne Gegenbericht der Mutter 

innert 14 Tagen (schriftlich oder per E-Mail/SMS) die konkrete Ferienwoche 

als akzeptiert gilt. 

Die Mutter hat ihrerseits das Recht, mit D._____ für maximal fünf Wochen pro 

Jahr in die Ferien zu verreisen und damit die alternierende Wochenend-

betreuung zu durchbrechen. Auch sie hat dem Vater mindestens drei Monate 

im Voraus mitzuteilen, wann sie Ferien nehmen möchte, und dies mit ihm ab-

zusprechen; wobei ohne Gegenbericht des Vaters innert 14 Tagen (schriftlich 

oder per E-Mail/SMS) die konkrete Ferienwoche jeweils als akzeptiert gilt.

Können sich die Parteien über die Ferienplanung nicht einigen, so kommt 

dem Vater in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüg-

lich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Mut-

ter.

Ferienwochen beider Eltern beginnen jeweils am Freitagabend der Vorwoche, 

17 Uhr, und dauern bis Sonntagabend, 18 Uhr (unverpflegt). Das darauffol-

gende Wochenende verbringt D._____ jeweils beim anderen Elternteil, wo-

durch sich der alternierende Wochenend-Rhythmus entsprechend anpasst. 

Dasselbe gilt nach Ostern und Pfingsten.»

4.

a)

Der von der früheren Beiständin der Kinder C._____ und D._____ am 

3. September 2024 gestellte Antrag auf Aufhebung der Beistandschaft wird 

abgewiesen. 

- 44 -

b)

In Genehmigung der Ziffer 3 der Parteivereinbarung vom 6. März 2025 

bleibt die Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB für die Kinder 

C._____, geboren am tt.mm.2012, und D._____, geboren am tt.mm.2016, 

bestehen, wobei der Auftrag an die Beistandsperson neu wie folgt lautet:

•

eine Übergabebegleitperson im Sinne der Kontaktregelung für D._____ 
zu organisieren, zu überwachen und für deren Finanzierung besorgt zu 
sein,

• Unterstützung der Eltern bei der Kommunikation in Kinderbelangen im 

Rahmen von gemeinsamen Gesprächen,

•

•

•

die weitere Ausübung des Besuchsrechts zu begleiten,

bei Konflikten der Parteien zu vermitteln und wenn nötig die Modalitä-
ten des Besuchsrechts unter Einbezug aller Beteiligten veränderten 
Situationen anzupassen, 

bei veränderten Situationen Anträge hinsichtlich einer Anpassung zu 
stellen.

5.

In Genehmigung der Ziffer 5 der Parteivereinbarung vom 6. März 2025 wer-

den die Dispositivziffern 8, 10 und 11 des Urteils des Einzelgerichts in Zivil- 

und Strafsachen am Bezirksgericht Hinwil vom 15. Juni 2023 aufgehoben. 

Es wird stattdessen die nachstehende Regelung des Kinderunterhalts ange-

ordnet: 

a)

Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten die folgenden monatlichen, 

im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats zahlbaren Kinderunterhalts-

beiträge zu bezahlen:

Fr. 1'000.– je Kind (zuzüglich allfällige von ihm bezogenen Kinder-/Ausbil-

dungszulagen) ab Rechtskraft des diese Vereinbarung genehmigenden Ur-

teils bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung.

Ferner wird der Kläger verpflichtet, das FVP-Generalabonnement von 

C._____ und bei Bedarf später auch von D._____ zu bezahlen. Er ist be-

rechtigt, die entsprechenden Kosten bei den monatlichen Unterhaltsbeiträ-

gen abzuziehen.

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Beklagte zu zahlen, auch über die Voll-

jährigkeit hinaus, solange das betreffende Kind in ihrem Haushalt lebt oder 

- 45 -

keine eigenen Ansprüche stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger 

bezeichnet.

Die von der Beklagten bezogenen Familienzulagen (Kinder-/Ausbildungszu-

lagen) verbleiben bei ihr zur Deckung der für die Kinder in ihrem Haushalt 

anfallenden Kosten.

Jeder Elternteil trägt die in seiner Betreuungszeit anfallenden Kosten für 

Wohnen, Freizeit und Verpflegung. Die allgemeinen Kosten der Kinder sind 

von der Beklagten aus den Unterhaltsbeiträgen und ihren eigenen Einkünf-

ten getragen.

Ausserordentliche Kinderkosten (mehr als Fr. 200.– pro Ausgabeposition, 

z.B. Zahnarztkosten, ungedeckte Gesundheitskosten, Kosten für schulische 

Förderungsmassnahmen etc.) sind von den Parteien je hälftig zu tragen. 

Voraussetzung für die hälftige Kostentragung ist, dass sich die Parteien vor-

gängig über die ausserordentliche Ausgabe schriftlich oder per E-Mail/SMS 

geeinigt haben. Kommt keine Einigung zustande, so trägt der veranlassende 

Elternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein; die gerichtliche Gel-

tendmachung der Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten.

b)

Die Unterhaltsbeiträge gemäss lit. a basieren auf dem Landesindex der 

Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Februar 

2025 von 107.4 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie werden 

jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 

2026, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres ange-

passt. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:

Neuer Unterhaltsbeitrag  =

alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index

alter Index

Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr 

Einkommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unter-

haltsbeiträge gemäss lit. a nur proportional zur tatsächlichen Einkommens-

steigerung angepasst. 

- 46 -

Fällt der Index unter den Stand von Ende Februar 2025, berechtigt dies nicht 

zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

c)

Diese Regelung basiert auf folgenden finanziellen Grundlagen:

Einkommen (netto pro Monat, inkl. 13. Monatslohn):

Kläger:

Fr. 6'700.–  (80%)

Beklagte:

Fr. 4'700.– (65%, aktuell)

Fr. 5'900.– (hypothetisch 80%, ab 1. September 2028)

C._____:

D._____:

Fr.

Fr.

268.– (Kinder-/Ausbildungszulage)

215.– (Kinder-/Ausbildungszulage, ab 1. Juli 2028 

Fr. 268.–)

Vermögen:

für die Unterhaltsberechnung nicht massgebend.

Bedarf:

Kläger:

Fr. 4'100.– 

Beklagte:

Fr. 3'000.–

C._____:

Fr. 1'300.–, ab Juli 2028 Fr. 1'400.– 

D._____:

Fr. 1'100.–, ab Juli 2028 Fr. 1'200.–

Der Beklagten ist es gestattet, ohne Konsequenz auf die Unterhaltsberech-

nung ihr Pensum auf 100% aufzustocken, falls dies wegen gestiegener 

Schul-/Lebenskosten der Kinder und/oder Tragbarkeitsanforderungen der 

Hypothekarbank unumgänglich sein sollte.

6.

Es wird im Hinblick auf ein allfälliges späteres Abänderungsverfahren festge-

halten, dass in die aktuelle Bemessung der Kinderunterhaltsbeiträge auf Sei-

ten der Beklagten die aktuellen Wohnkosten (noch vor der Veräusserung der 

Liegenschaft der Familie) einflossen. Eine Anpassung an allenfalls höhere 

Wohnkosten nach dem Auszug bleibt vorbehalten.

7.

In Genehmigung der Ziffer 6 der Parteivereinbarung vom 6. März 2025 wird 

die Dispositivziffer 7 des Urteils des Einzelgerichts in Zivil- und Strafsachen 

am Bezirksgericht Hinwil vom 15. Juni 2023 aufgehoben und durch folgende 

Fassung ersetzt:

- 47 -

«Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV/IV-Renten sind der 

Beklagten anzurechnen. Die Parteien haben die betroffenen Ausgleichskassen 

über diese Regelung zu informieren.»

8.

In Bezug auf die noch hängigen Gesuche um Anordnung von vorsorglichen 

Massnahmen wird das Verfahren abgeschrieben.

9.

Es wird davon Vormerk genommen, dass sich die Parteien in ehe-, schei-

dungs- und vorsorgerechtlicher Hinsicht mit Erfüllung ihrer Parteivereinba-

rung vom 6. März 2025 vollständig auseinandergesetzt erklärt haben. 

10. a)

Die Dispositivziffern 18 und 19 (Kostenfolgen) des Urteils des Einzel-

gerichts in Zivil- und Strafsachen am Bezirksgericht Hinwil vom 15. Juni 

2023 werden bestätigt.

b)

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 7'000.– festgesetzt.

c)

Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den 

Parteien je zur Hälfte auferlegt

d)

Die Gerichtskosten für das erst- und für das zweitinstanzliche Verfah-

ren werden von den geleisteten Kostenvorschüssen bezogen.

e)

Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien für das erst- und 

das zweitinstanzliche Verfahren gegenseitig auf eine Parteientschädigung 

verzichtet haben.

11. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein 









an die Parteien

an die KESB Hinwil, Joweid Zentrum 1, Postfach 551, 8630 Rüti

an die Beiständin, L._____, kjz Rüti, Joweid Zentrum 1, Postfach 454, 
8630 Rüti

an das Bezirksgericht Hinwil.

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

- 48 -

12. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG (bzw. in Bezug auf Dispositivziffer 
8 ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG).

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 10. Juli 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Huizinga

MLaw I. Aeberhard

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