# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 54ba1b56-c40d-5104-a9c3-8e276af23d0d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 01.04.2025 400 2024 326 (400 24 326)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_001_400-2024-326_2025-04-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 

vom 1. April 2025 (400 24 326) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Zivilprozessrecht  

 

Die Zulässigkeit zur berufsmässigen Vertretung durch beruflich qualifizierte Vertreterin-

nen und Vertreter gemäss Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO lässt sich nicht auf die kantonale Ge-

richtspraxis stützen; mangels gesetzlicher Grundlage im kantonalen Recht sind in miet- 

und arbeitsrechtlichen Verfahren einzig Anwältinnen und Anwälte mit Zulassung gemäss 

BGFA zur berufsmässigen Parteivertretung im Kanton Basel-Landschaft berechtigt 

(Art. 68 Abs. 2 lit. a ZPO, E. 2.1 ff.). Wird eine gerichtliche Vorladung an eine professionelle 

Liegenschaftsverwaltung zugestellt, welche zuvor im Schlichtungsverfahren als Parteiver-

tretung aufgetreten war, ist die Vorladung nichtig und die Partei gilt nicht als gehörig vor-

geladen (E. 3.2). Keine Vorwirkung der vom Landrat am 27. März 2025 beschlossenen, noch 

nicht in Kraft getretenen Revision des EG ZPO (u.a. zu Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO, E. 5). 

 
 

Besetzung  Präsident Roland Hofmann; Gerichtsschreiber i.V. Julien Thalmann 

  
 

Parteien  A.____ AG,  

vertreten durch Advokat Lukas Polivka, NEOVIUS AG, Hirschgäss-

lein 30, Postfach, 4010 Basel,  

Gesuchsklägerin und Berufungsklägerin 

  Gegen 

  B.____,  

Gesuchsbeklagte und Berufungsbeklagte 

   

Gegenstand  Restitution  

Berufung gegen das Urteil des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost 

vom 2. Dezember 2024 

 

 

 
 
Seite 2  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. B.____ ist Mieterin einer Wohnung in X.____, die ihr von der A.____ AG vermietet wurde. 

Am 21. März 2024 focht B.____ den Anfangsmietzins bei der Schlichtungsstelle für Mietangele-

genheiten an. Im Schlichtungsverfahren wurde die A.____ AG durch die Liegenschaftsverwaltung 

C.____ AG vertreten. Mangels Einigung stellte die Schlichtungsbehörde B.____ am 13. Mai 2024 

eine Klagebewilligung aus. Auf dieser wurde die A.____ AG als «A.____ AG, v.d. C.____ AG, 

(Vermieterschaft)» bezeichnet. 

B. Am 7. Juni 2024 reichte B.____ ihre Klage beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost 

(nachfolgend: Zivilkreisgericht) ein. Der Präsident des Zivilkreisgerichts setzte mit Verfügung vom 

10. Juni 2024 der Klägerin eine Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses an und gewährte den 

Parteien eine Frist bis 9. Juli 2024 zur Stellung von Beweisanträgen und Einreichung von Be-

weismitteln. Zudem wurde angekündigt, dass die Parteien gemäss Art. 245 Abs. 1 ZPO separat 

zur Hauptverhandlung vorgeladen würden. Die Vorladung zur Hauptverhandlung, die für den 

25. September 2024 angesetzt wurde, erging am 21. Juni 2024 und war an die C.____ AG adres-

siert. Diese erhielt die Vorladung am 24. Juni 2024.  

C. Mit Eingabe an das Zivilkreisgericht vom 9. Juli 2024 meldete sich Advokat Lukas Polivka 

als Vertreter der A.____ AG und beantragte die Erstreckung der Frist zur Einreichung von Be-

weisanträgen und Beweismitteln. Der Präsident des Zivilkreisgerichts entsprach diesem Antrag 

mit Verfügung vom 10. Juli 2024. Innerhalb der gewährten Frist reichte der Rechtsvertreter der 

A.____ AG diverse Beweismittel ein. 

D. Die Hauptverhandlung fand am 25. September 2024 statt. Während B.____ persönlich er-

schien, blieb die A.____ AG der Verhandlung fern. Das Urteil vom 25. September 2024, mit wel-

chem die Klage gutgeheissen wurde, wurde dem Rechtsvertreter der A.____ AG, Advokat Lukas 

Polivka, am 30. September 2024 zugestellt. 

E. Am 10. Oktober 2024 stellte Advokat Lukas Polivka für die A.____ AG ein Gesuch um Wie-

dereinsetzung gemäss Art. 148 ZPO und beantragte die Aufhebung des Urteils vom 25. Septem-

ber 2024 sowie die Neuansetzung der Hauptverhandlung. Zur Begründung wurde ausgeführt, die 

A.____ AG sei zur Hauptverhandlung vom 25. September 2024 nicht hinreichend und rechtsgültig 

vorgeladen worden und habe deshalb unverschuldet nicht teilnehmen können.  

F. Mit Urteil des Zivilkreisgerichts vom 2. Dezember 2024 wurden das Wiedereinsetzungsge-

such der A.____ AG abgewiesen und die Gerichtskosten von CHF 800.00 der A.____ AG aufer-

legt. 

G. Mit Eingabe an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht (nachfolgend: 

Kantonsgericht) vom 16. Dezember 2024 erhob die A.____ AG (nachfolgend: Berufungsklägerin), 

vertreten durch Advokat Lukas Polivka, Berufung gegen das Urteil des Zivilkreisgerichts vom 

2. Dezember 2024 (Verfahren Nr. 170 24 1714 I). Die Berufungsklägerin beantragte, in Gutheis-

sung der Berufung sei das Urteil des Zivilkreisgerichts vom 2. Dezember 2024 aufzuheben, das 

Gesuch der Berufungsklägerin vom 10. Oktober 2024 um Wiederherstellung gemäss 

Art. 148ZPO sei gutzuheissen und der Entscheid des Zivilkreisgerichts vom 25. September 2024 

aufzuheben. Die Vorinstanz sei anzuweisen, die Parteien neu zur Hauptverhandlung vorzuladen. 

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Eventualiter sei das Urteil des Zivilkreisgerichts vom 2. Dezember 2024 aufzuheben und die Sa-

che zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Alles unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolge (zuzüglich Auslagen und MWSt). 

H. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 17. Dezember 2024 wurde der Eingang der Beru-

fung vom 16. Dezember 2024 den Parteien bestätigt. Gleichzeitig wurde der Berufungsklägerin 

eine Frist von zehn Tagen ab Zustellung zur Leistung eines Kostenvorschusses von CHF 800.00 

angesetzt. Der Kostenvorschuss wurde per Valutadatum vom 23. Dezember 2024 an das Kan-

tonsgericht geleistet.  

I. Mit Berufungsantwort vom 9. Januar 2025 beantragte die Berufungsbeklagte, B.____, das 

Restitutionsgesuch (gemeint wohl: die Berufung) sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge ab-

zuweisen. 

J. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 13. Januar 2025 wurde die Berufungsantwort der 

Gegenpartei zur Kenntnisnahme weitergeleitet. Gleichzeitig wurde der Schriftenwechsel ge-

schlossen und unter Hinweis auf das freiwillige zehntägige Replikrecht ein Präsidialentscheid 

aufgrund der Akten in Aussicht gestellt.  

Erwägungen  

1.1 Ein negativer Wiederherstellungsentscheid ist nach einem Endentscheid in der Sache 

selbständig anfechtbar, wenn dadurch der säumigen Partei ein definitiver Verlust einer Klage oder 

eines Angriffsmittels droht (vgl. GOZZI, in: Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-

ordnung, Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], 4. Aufl. 2024, Art. 149 N 11b; HOFFMANN-

NOWOTNY/BRUNNER, Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., 2021, 

Art. 149 N 5). Dies ist vorliegend der Fall, da das erstinstanzliche Urteil des Zivilkreisgerichts 

ohne vorgängigen Schriftenwechsel ergangen ist und die Gesuchsklägerin dadurch die Möglich-

keit zur einlässlichen Begründung der Klage im erstinstanzlichen Verfahren endgültig verloren 

hat. Da die Voraussetzungen für eine selbständige Anfechtung des Wiederherstellungsent-

scheids erfüllt sind, richtet sich das zulässige Rechtsmittel nach dem Streitwert (Art. 308 Abs. 1 

lit. b ZPO). Mit der Vorinstanz ist von einem Streitwert von über CHF 10‘000.00 auszugehen. Im 

vorliegenden Fall ist daher die Berufung zulässig. 

1.2 Über ein Wiederherstellungsgesuch wird im summarischen Verfahren entschieden 

(FUCHS, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 

Zivilprozessordnung, 4. Aufl., 2025, Art. 149 N 4a). Dementsprechend ist die Berufung schriftlich 

und begründet innert zehn Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids beziehungsweise 

seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung bei der Rechtsmittelinstanz einzu-

reichen (Art. 311 ZPO i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO). Laut Sendungsverfolgung der Schweizeri-

schen Post wurde das angefochtene Urteil der Berufungsklägerin am 4. Dezember 2024 zuge-

stellt. Mit Postaufgabe der Berufung am 16. Dezember 2024 wurde die zehntägige Berufungsfrist 

gewahrt (Art. 142 Abs. 1 i.V.m. Art. 142 Abs. 3 und Art. 143 ZPO). Die Berufungsklägerin rügt 

sowohl eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung als auch eine unrichtige Rechtsanwendung, so-

mit zulässige Berufungsgründe nach Art. 310 ZPO. Auf die Berufung ist demnach einzutreten. 

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Gemäss § 5 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (EG 

ZPO, SGS 221) ist für die Beurteilung von Berufungen gegen Entscheide der Präsidien der Zivil-

kreisgerichte, die im summarischen Verfahren ergangen sind, das Präsidium der Abteilung Zivil-

recht des Kantonsgerichts zuständig. 

2.1 Zur berufsmässigen Vertretung befugt sind gemäss Art. 68 Abs. 2 ZPO in allen Verfahren 

Anwältinnen und Anwälte, die nach dem Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen 

und Anwälte (BGFA; SR 935.61) berechtigt sind, Parteien vor schweizerischen Gerichten zu ver-

treten (lit. a), vor der Schlichtungsbehörde, in vermögensrechtlichen Streitigkeiten des verein-

fachten Verfahrens sowie in den Angelegenheiten des summarischen Verfahrens patentierte 

Sachwalterinnen und Sachwalter sowie Rechtsagentinnen und Rechtsagenten, soweit das kan-

tonale Recht es vorsieht (lit. b), in den Angelegenheiten des summarischen Verfahrens nach 

Art. 251 ZPO gewerbsmässige Vertreterinnen und Vertreter nach Art. 27 SchKG (lit. c) sowie vor 

den Miet- und Arbeitsgerichten beruflich qualifizierte Vertreterinnen und Vertreter, soweit das 

kantonale Recht es vorsieht (lit. d). 

2.2 Als Grundregel beschränkt Art. 68 Abs. 2 lit. a ZPO die berufsmässige Vertretung auf 

Anwältinnen und Anwälte, die nach dem BGFA berechtigt sind, Parteien vor schweizerischen 

Gerichten zu vertreten. Die Kantone, die vom Vorbehalt gemäss Art. 68 Abs. 2 lit. b und/oder d 

ZPO Gebrauch machen, weichen von dieser Grundregel ab. In einem Kanton, der von den Vor-

behalten keinen Gebrauch gemacht hat, gilt die bundesrechtliche Grundregel von Art. 68 Abs. 2 

lit. a ZPO auch in den Bereichen gemäss Art. 68 Abs. 2 lit. b und d ZPO (vgl. 

BGE 141 II 280 E. 6.4 und 6.8). Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO enthält damit einen ermächtigenden 

Vorbehalt des kantonalen Rechts. Folglich kommt als Rechtsquelle des kantonalen Rechts im 

Sinn dieser Bestimmung grundsätzlich nur das Gesetz in Betracht und ist zumindest bei Fehlen 

jeglicher gesetzlichen Regelung, mit welcher der Kanton vom Vorbehalt Gebrauch gemacht hat, 

im Bereich von Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO selbst lückenfüllendes kantonales Gewohnheits- oder 

Gerichtsrecht ausgeschlossen (AppGer BS, 6.8.2024, BEZ.2024.22 E. 3.1 m.H.a.: 

BOHNET/ECKLIN, La représentation en procédure civile suisse, in: ZSR 2018, S. 327, 338 zu 

Art. 68 Abs. 2 lit. b ZPO). 

2.3 Im geltenden geschriebenen Recht des Kantons Basel-Landschaft findet sich keine Norm, 

welche die berufsmässige Vertretung vor den Zivilkreisgerichten in mietrechtlichen Streitigkeiten 

anderen Personen als solchen erlaubt, die gemäss BGFA zur Parteivertretung vor schweizeri-

schen Gerichten befugt sind. Da das geschriebene basellandschaftliche Recht die berufsmässige 

Vertretung durch Personen, welche die Voraussetzungen von Art. 68 Abs. 2 lit. a ZPO nicht er-

füllen, nicht vorsieht, ist eine Lückenfüllung durch kantonales Gewohnheits- oder Gerichtsrecht 

ausgeschlossen. Die Zulässigkeit einer berufsmässigen Vertretung vor dem Zivilkreisgericht 

durch beruflich qualifizierte Vertreterinnen und Vertreter, welche nicht über eine Zulassung ge-

mäss BGFA verfügen, kann sich daher, entgegen der Auffassung des Präsidenten des Zivilkreis-

gerichts im Urteil vom 2. Dezember 2024 (E. 2.1), nicht auf die kantonale Gerichtspraxis stützen. 

2.4 Die gerichtliche Vorladung zur Hauptverhandlung erging am 21. Juni 2024 und wurde an 

die C.____ AG zugestellt, welche auf der Klagebewilligung der Schlichtungsbehörde als Vertre-

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terin der Klägerpartei aufgeführt war. Wie vorstehend (E. 2.1–2.3) dargelegt, sind jedoch im Kan-

ton Basel-Landschaft ausschliesslich Anwältinnen und Anwälte, die nach dem BGFA zur Vertre-

tung befugt sind, zur berufsmässigen Parteivertretung vor kantonalen Gerichten zugelassen. Da 

für die C.____ AG als Liegenschaftsverwaltung keine kantonale gesetzliche Grundlage für eine 

Vertretungsbefugnis besteht, ist sie nicht berechtigt, Parteien berufsmässig vor Gerichten im Kan-

ton Basel-Landschaft zu vertreten. 

3.1 Nach Art. 138 Abs. 1 ZPO erfolgt die Zustellung von Vorladungen, Verfügungen und Ent-

scheiden grundsätzlich durch direkte Übergabe oder eingeschriebene Postsendung oder auf an-

dere Weise gegen Empfangsbestätigung an die Partei oder ihren Vertreter. Wird eine gerichtliche 

Vorladung an eine Person zugestellt, die keine Vertretungsbefugnis im Sinne von Art. 68 Abs. 2 

lit. a ZPO aufweist, ist die Zustellung als nicht ordnungsgemäss anzusehen. Eine solche Zustel-

lung entfaltet keine Rechtswirkungen. Die Partei gilt insbesondere nicht als gehörig vorgeladen. 

Der Mangel der Zustellung ist schwerwiegend und von Amtes wegen zu beachten 

(BGE 122 I 97 E. 3). Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben kann sich jedoch nicht auf die 

Nichtigkeit der Zustellung berufen, wer die Sendung tatsächlich erhalten und davon Kenntnis ge-

nommen hat (vgl. GSCHWEND, in: Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 

Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], 4. Aufl., 2024, Art. 138 N 27; BGer 5A_268/2012 vom 

12. Juli 2012, E. 3.1). 

3.2 Im vorliegenden Fall wurde die gerichtliche Vorladung nicht an die Klägerpartei selbst, 

sondern an die C.____ AG als deren Vertreterin zugestellt. Wie oben dargelegt, fehlt dieser Lie-

genschaftsverwaltung jedoch die erforderliche Vertretungsbefugnis gemäss Art. 68 Abs. 2 

lit. a ZPO. Es handelt sich somit um eine Zustellung an eine nicht beteiligte Person, womit die 

Zustellung nach Art. 138 ZPO als nicht ordnungsgemäss gilt und keine rechtlichen Wirkungen 

entfalten kann. Die Berufungsklägerin gilt deshalb nicht als gehörig vorgeladen, weshalb ihr Fern-

bleiben von der Hauptverhandlung am 25. September 2024 keine Säumnis darstellt. Eine Heilung 

der mangelhaften Zustellung der Vorladung setzt nach dem Grundsatz von Treu und Glauben 

voraus, dass die Berufungsklägerin trotz fehlerhafter Zustellung tatsächlich und rechtzeitig Kennt-

nis von der gerichtlichen Sendung erlangt hat. Vorliegend ist eine Heilung mangels hinreichender 

Anhaltspunkte bezüglich einer Kenntnis auszuschliessen. Es liegt eine nichtige Vorladung zur 

Hauptverhandlung vor. 

4. Ohne gültige Vorladung liegt keine Säumnis gemäss Art. 148 Abs. 1 ZPO vor (vgl. GOZZI, 

in: Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Spühler/Tenchio/ Infanger 

[Hrsg.], 4. Aufl. 2024, Art. 148 N 29), womit sich die Prüfung eines Verschuldens im Sinne der 

vorgenannten Bestimmung erübrigt. Dennoch wäre eine Erkundigung des neu ins Verfahren ein-

getretenen Rechtsvertreters der Berufungsklägerin nach einer bereits erfolgten Vorladung ange-

zeigt gewesen, zumal diesem die Verfügung vom 10. Juni 2024, mit welcher die Vorladung der 

Parteien in Aussicht gestellt wurde, bekannt war.  

5. Im Ergebnis erweist sich die Berufung als begründet und Ziffer 1 des Rechtsbegehrens 

der Berufungsklägerin ist gutzuheissen. Daran ändert auch nichts, dass sich die Vorinstanz an 

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einer bisher nicht beanstandeten langjährigen kantonalen Gerichtspraxis bezüglich der Zulas-

sung von Immobilienverwaltungen als Vertretungen in Mietstreitigkeiten orientierte. Ebenfalls 

(noch) unbeachtlich ist der Beschluss des Landrats des Kantons Basel-Landschaft vom 

27. März 2025, mit welchem dieser einer Teilrevision des Einführungsgesetzes zur Schweizeri-

schen Zivilprozessordnung (EG ZPO, SGS 221) zugestimmt hat. Diese Teilrevision sieht u.a. 

auch eine Revision des § 4 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 des Anwaltsgesetzes Basel-Landschaft (SGS 178) 

und somit die Zulassung von professionellen Liegenschaftsverwaltungen als Parteivertreter in 

summarischen und vereinfachten mietrechtlichen Verfahren vor und trägt damit den Bedürfnissen 

der Praxis Rechnung. Die gesetzgeberische Änderung wird jedoch erst nach unbenutztem Ablauf 

der Gesetzesreferendumsfrist (29. Mai 2025) in Kraft treten. Eine vorwirkende Anwendung der 

Revision ist nicht vorgesehen und somit ausgeschlossen. 

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nach noch geltendem Recht im Kanton Basel-

Landschaft ausschliesslich Anwältinnen und Anwälte mit Zulassung nach BGFA berechtigt sind, 

berufsmässig vor den kantonalen Gerichten aufzutreten. Folglich wurde vorliegend die gerichtli-

che Vorladung durch Adressierung an die Liegenschaftsverwaltung C.____ AG der Berufungs-

klägerin nicht ordnungsgemäss zugestellt. Diese fehlerhafte Zustellung der Vorladung entfaltet 

keine rechtlichen Wirkungen, insbesondere gilt die Berufungsklägerin nicht als gehörig vorgela-

den. Dem Wiedereinsetzungsgesuch der Berufungsklägerin vom 10. Oktober 2024 ist in Gutheis-

sung der Berufung stattzugeben. In der Folge ist auch der Entscheid der Vorinstanz vom 25. Sep-

tember 2024 (Verfahren 150 24 977 I) aufzuheben. Die Vorinstanz ist anzuweisen, die Parteien 

ordnungsgemäss zu einer neuen Hauptverhandlung vorzuladen. 

7.1 Abschliessend ist über die Verteilung der Prozesskosten zu befinden, welche sich aus den 

Gerichtskosten und der Parteientschädigung zusammensetzen (Art. 95 Abs. 1 ZPO). Vorliegend 

rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten des aufgehobenen vorinstanzlichen Restitutionsverfah-

rens (170 24 1714 I) in Höhe von CHF 800.00 gestützt auf Art. 107 Abs. 2 ZPO dem Kanton 

aufzuerlegen. Der von der Berufungsklägerin bezahlte Kostenvorschuss für das Restitutionsver-

fahren ist zurückzuerstatten. Mangels eingereichter Honorarrechnung sowie nicht geltend ge-

machter Auslagen und Mehrwertsteuer sind die Parteikosten der Berufungsklägerin für das vo-

rinstanzliche Restitutionsverfahren gestützt auf § 18 Abs. 1 der kantonalen Tarifordnung für die 

Anwältinnen und Anwälte (TO, SGS 178.112) auf CHF 1'000.00 (4 Stunden zu einem Stunden-

satz von CHF 250.00 aufgrund des mutmasslichen Aufwandes und des mittleren Schwierigkeits-

grades der Sache) festzusetzen und aus der Gerichtskasse an ihren Rechtsvertreter, Advokat 

Lukas Polivka, auszurichten. 

7.2 Die Gerichtskosten des vorliegenden Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss eben-

falls dem Staat aufzuerlegen (Art. 107 Abs. 2 ZPO). Diese werden in Anwendung von § 9 Abs. 1 

i.V.m. § 8 Abs. 2 lit. d des kantonalen Gebührentarifs (GebT, SGS 170.31) auf CHF 800.00 fest-

gesetzt. Der Berufungsklägerin ist zudem zulasten des Staates eine Parteientschädigung für das 

Berufungsverfahren zuzusprechen, welche gestützt auf § 2 Abs. 1 TO nach Zeitaufwand zu be-

rechnen ist. Da der Rechtsvertreter der Berufungsklägerin für das Berufungsverfahren keine Ho-

norarnote eingereicht hat, setzt das Kantonsgericht die Parteientschädigung von Amtes wegen 

nach Ermessen fest (§ 18 Abs. 1 TO). Unter Berücksichtigung des Umfangs der eingereichten 

Berufung und des mittleren Schwierigkeitsgrads rechtfertigt es sich, die Parteientschädigung auf 

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CHF 2’000.00 (8 Stunden zu einem Stundensatz von CHF 250.00) festzusetzen. Die Parteient-

schädigung ist wiederum durch die Staatskasse zu entrichten. Ein Auslagenersatz wird mangels 

eines entsprechenden bezifferten Parteiantrags gemäss kantonsgerichtlicher Praxis nicht zuge-

sprochen (vgl. dazu ausführlich Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zi-

vilrecht, 400 19 196 E. 10.2). Zudem ist keine Mehrwertsteuer auf die Parteientschädigung ge-

schuldet, da die Berufungsklägerin vorsteuerabzugsberechtigt ist. 

 

 

Demnach wird erkannt: 

://: 1.  In Gutheissung der Berufung wird das Urteil des Präsidenten des Zivil-

kreisgerichts Basel-Landschaft Ost vom 2. Dezember 2024 (Verfahren 

170 24 1714 I) aufgehoben und das Gesuch der Berufungsklägerin vom 

10. Oktober 2024 um Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand gutge-

heissen. 

 2.  Der Entscheid des Präsidenten des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft 

Ost vom 25. September 2024 (150 24 977 I) wird aufgehoben. Die Vor-

instanz wird angewiesen, die Parteien zu einer neuen Hauptverhandlung 

vorzuladen. 

 3.  Die Gerichtskosten für das vorinstanzliche Restitutionsverfahren 

(170 24 1714 I) in Höhe von CHF 800.00 werden dem Staat auferlegt. Der 

von der Berufungsklägerin bezahlte Kostenvorschuss in Höhe von CHF 

800.00 wird dieser zurückerstattet. 

 4.  Dem Rechtsvertreter der Berufungsklägerin, Advokat Lukas Polivka, wird 

für das vorinstanzliche Restitutionsverfahren (170 24 1714 I) ein Honorar 

von CHF 1’000.00 aus der Gerichtskasse ausbezahlt. 

 5.  Die Gerichtskosten für das vorliegende Berufungsverfahren werden auf 

CHF 800.00 festgesetzt und dem Staat auferlegt. 

  

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 6.  Dem Rechtsvertreter der Berufungsklägerin, Advokat Lukas Polivka, wird 

für das vorliegende Berufungsverfahren ein Honorar von CHF 2’000.00 

aus der Gerichtskasse ausbezahlt. 

Präsident 

 

Roland Hofmann 

Gerichtsschreiber i.V. 

 

Julien Thalmann 

 

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