# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2bf75f89-eb11-5206-9492-ae905c3e6252
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-09-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.09.2018 A-1742/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1742-2018_2018-09-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1742/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  S e p t e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Daniel Riedo (Vorsitz), 

Richter Jürg Steiger,  

Richter Michael Beusch,    

Gerichtsschreiber Beat König. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch Dr. Hans Baumgartner, Rechtsanwalt, und 

Dr. Thomas Sprenger, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Oberzolldirektion (OZD),  

Hauptabteilung Verfahren und Betrieb,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Einfuhr Kunstwerke/Zollpfand. 

 

 

 

A-1742/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Gestützt auf die Ergebnisse einer Verwaltungsstrafuntersuchung betref-

fend verschiedene Einfuhren von Kunstwerken erliess die Eidgenössische 

Zollverwaltung (nachfolgend: EZV) mehrere Verfügungen:  

A.a Mit Verfügung vom 29. Oktober 2014 verpflichtete die Zollkreisdirektion 

B._______ (nachfolgend: Zollkreisdirektion) A._______ hinsichtlich nicht 

zur Versteuerung angemeldeter Kunstgegenstände zur Nachleistung von 

Einfuhrsteuern von Fr. […] und zur Bezahlung von Verzugszinsen von 

Fr. […], also zur Entrichtung eines Betrages von Fr. […] (Dossier Zollfahn-

dung [nachfolgend: ZFA], act. 10.1.1). Diese Verfügung erwuchs in Rechts-

kraft (vgl. Dossier ZFA, act. 10.1.11).  

A.b Die Zollkreisdirektion erklärte A._______ sodann mit Verfügung vom 

25. Juni 2015 wegen weiterer Nichtanmeldungen sowie wegen Falschan-

meldungen der Einfuhr von Kunstwerken für Fr. […] Einfuhrsteuern leis-

tungspflichtig und verpflichtete ihn zur Bezahlung von Verzugszinsen von 

Fr. […], mithin zur Zahlung von Fr. […] (Dossier ZFA, act. 10.1.12.2). Diese 

Verfügung blieb unangefochten und erwuchs damit ebenfalls in Rechtskraft 

(vgl. Urteil des BVGer A-2932/2017 vom 18. Januar 2018 Bst. B; Dossier 

ZFA, act. 14.1.4/B3).  

A.c A._______ wurde sodann mit Strafbescheid vom 24. März 2016 der 

Oberzolldirektion (nachfolgend auch: OZD) wegen versuchter Hinterzie-

hung und mehrfacher vollendeter Hinterziehung von Einfuhrsteuern eine 

Busse von Fr. […] und eine Spruchgebühr von Fr. […] auferlegt (Dossier 

ZFA, act. 11.1.1). Auf eine Einsprache gegen diesen Strafbescheid hin be-

stätigte die OZD mit Strafverfügung vom 6. Oktober 2016 die Busse. Zu-

gleich auferlegte sie A._______ Gebühren von Fr. […] (Akten OZD, 

act. 251). Das Bezirksgericht C._______ qualifizierte die Strafverfügung 

am 4. Mai 2018 als rechtskonform und auferlegte A._______ zusätzliche 

Verfahrenskosten von Fr. […] (Akten OZD, act. 415), worauf das betref-

fende Urteil beim Obergericht des Kantons D._______ angefochten wurde. 

Das diesbezügliche Verfahren ist noch hängig.   

A.d Die Zollkreisdirektion erliess am 19. August 2015 ferner eine Nachfor-

derungsverfügung, mit welcher sie von A._______ (angeblich) zu Unrecht 

nicht erhobene Einfuhrsteuern von Fr. […] sowie Verzugszinsen von 

Fr. […] nachforderte (Dossier ZFA, act. 10.1.15). Zur Begründung erklärte 

die Zollkreisdirektion, Untersuchungen hätten ergeben, dass in […] Fällen 

A-1742/2018 

Seite 3 

Kunstwerke „zu Unrecht steuerfrei im Verlagerungsverfahren auf die 

H._______, […], in die Schweiz importiert worden“ seien (Dossier ZFA, 

act. 10.1.15 Ziff. III Abs. 1). Diese Nachforderungsverfügung wurde seitens 

der OZD auf Beschwerde hin mit Beschwerdeentscheid vom 21. Dezem-

ber 2017 bestätigt. Der letztgenannte Beschwerdeentscheid ist zur-

zeit beim Bundesverwaltungsgericht angefochten (Beschwerdeverfahren 

A-714/2018).  

B.  

Am 7. März 2017 beschlagnahmte die Zollkreisdirektion in E._______ in 

der F._______ und im G._______ diverse Kunstgegenstände (Akten ZFA, 

act. 5.1.40 f. und 5.4.20 f.). Die in der F._______ beschlagnahmten Gegen-

stände wurden dabei teilweise von der Zollkreisdirektion in Gewahrsam ge-

nommen und im Übrigen dem Inhaber gegen Verfügungsverbot belassen. 

Nicht anders verfuhr die Zollverwaltung mit den Kunstobjekten, welche sie 

im G._______ beschlagnahmte.  

C.  

A._______ liess am 5. April 2017 die Beschlagnahmeverfügungen zu den 

genannten, in der F._______ durchgeführten Beschlagnahmen anfechten 

(Akten OZD, act. 272). Die OZD (nachfolgend auch: Vorinstanz) wies das 

Rechtsmittel mit Beschwerdeentscheid vom 16. Februar 2018 (zugestellt 

am 19. Februar 2018) kostenpflichtig sowie ohne Zusprechung einer Par-

teientschädigung ab.  

D.  

Am 21. März 2018 liess A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) ge-

gen den erwähnten Beschwerdeentscheid beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde erheben. Der Beschwerdeführer stellt folgendes Rechts-

begehren (Beschwerde, S. 2):  

„1.  Es sei die Verfügung der Oberzolldirektion vom 16. Februar 2018 auf-

zuheben.  

2.  Es seien die mit Verfügungen der […] Zollkreisdirektion […] vom 

7. März 2017 in der F._______ als Zollpfänder beschlagnahmten 

Kunstgegenstände freizugeben.  

3. Es seien von besagten Kunstgegenständen diejenigen, welche von 

der Zollverwaltung in Gewahrsam genommen wurden, unter Erstat-

tung bzw. Übernahme der dabei angefallenen Kosten an den Be-

schwerdeführer zurückzugeben.  

A-1742/2018 

Seite 4 

4.  Es sei dem Beschwerdeführer eine angemessene Entschädigung 

für das vorinstanzliche Beschwerdeverfahren zuzusprechen und [es 

seien] die vorinstanzlich veranschlagten Verfahrenskosten auf die 

Staatskasse zu nehmen.  

5. Es seien die Kosten auf die Staatskasse zu nehmen. Zudem sei das 

Eidgenössische Finanzdepartement, Oberzolldirektion, zu verpflich-

ten, dem Beschwerdeführer eine angemessene Parteientschädigung 

(zuzügl. 7.7 % MwSt.) zu bezahlen.“  

E.  

Die OZD beantragt mit Vernehmlassung vom 11. Mai 2018, die Be-

schwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hin-

sicht ersucht die Vorinstanz um Beizug der im bundesverwaltungsgericht-

lichen Verfahren A-714/2018 in Papierform eingereichten Akten.  

F.  

Mit Instruktionsverfügung vom 15. Mai 2018 forderte das Bundesverwal-

tungsgericht die OZD auf, einen USB-Stick mit den Akten einzureichen, in 

welche der Beschwerdeführer Einsicht nehmen kann. Dieser Aufforderung 

kam die Vorinstanz am 22. Mai 2018 nach.  

G.  

Innert einer ihm angesetzten Frist zur Äusserung hält der Beschwerdefüh-

rer mit Stellungnahme vom 25. Juni 2018 an seinen Beschwerdeanträgen 

vollumfänglich fest. Zudem reichte er eine Auflistung der Aktienwerte der 

I._______ AG ein.  

H.  

Mit Instruktionsverfügung vom 27. Juni 2018 wurde die Vorinstanz einge-

laden, zu Unterschieden hinsichtlich des Inhalts der von ihr im vorliegenden 

Verfahren sowie im Parallelverfahren A-1751/2018 in Sachen 

I._______ AG gegen OZD eingereichten USB-Sticks Stellung zu nehmen.  

I.  

Die OZD erklärte mit Schreiben vom 9. Juli 2018 unter Beilage von Auszü-

gen der erwähnten USB-Sticks, dass die Beilagen zu zwei Stellungnah-

men der ZFA D._______ vom 6. und 7. April 2017 auf dem USB-Stick für 

das Verfahren A-1742/2018 – anders als auf dem USB-Stick für das Paral-

lelverfahren – nicht nur im Ordner mit der Bezeichnung „Dossier ZFA“, son-

dern auch im Ordner mit der Bezeichnung „Akten OZD“ gespeichert seien.  

A-1742/2018 

Seite 5 

J.  

Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die vorliegenden Akten 

wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.   

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen Verfü-

gungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 

Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach 

Art. 32 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwal-

tungsgericht (VGG, SR 173.32) gegeben ist (Art. 31 VGG). Eine solche 

Ausnahme liegt nicht vor. Der angefochtene Entscheid ist eine Verfügung 

im Sinne von Art. 5 VwVG. Die OZD ist zudem eine Vorinstanz des Bun-

desverwaltungsgerichts (vgl. Art. 33 VGG). Dieses ist daher für die Beur-

teilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 116 Abs. 4 

des Zollgesetzes vom 18. März 2005 [ZG, SR 631.0] sowie Art. 215 der 

Zollverordnung vom 1. November 2006 [ZV, SR 631.01]; vgl. auch Urteil 

des BVGer A-6950/2016 vom 26. Januar 2017 E. 1.2.2 und 1.5.1). Das 

Verfahren richtet sich – soweit das VGG nichts anderes bestimmt – nach 

den Vorschriften des VwVG (Art. 37 VGG).  

Der Beschwerdeführer ist Adressat des angefochtenen Entscheids und da-

mit zur Beschwerdeerhebung legitimiert (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die 

Beschwerde wurde zudem form- und fristgerecht eingereicht (vgl. Art. 50 

Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

Auf das Rechtsmittel ist somit einzutreten.  

1.2 Auf den von der Vorinstanz formaliter beantragten Beizug der im bun-

desverwaltungsgerichtlichen Verfahren A-714/2018 in Papierform einge-

reichten Akten kann verzichtet werden. Denn soweit diese Dokumente für 

das gegenwärtige Verfahren relevant sind, liegen sie unbestrittenermassen 

in Papier- oder elektronischer Form vor.  

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid 

grundsätzlich in vollem Umfang. Der Beschwerdeführer kann mit der Be-

schwerde neben der Verletzung von Bundesrecht auch die unrichtige oder 

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Seite 6 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes sowie 

die Unangemessenheit rügen (vgl. Art. 49 VwVG).  

3.  

3.1 Vorliegend stehen die am 7. März 2017 durchgeführten Beschlagnah-

men im Zusammenhang mit Einfuhrsteuern, welche nach Ansicht der Zoll-

verwaltung aufgrund von Einfuhren in den Jahren 2008 bis 2013 geschul-

det sind (vgl. insbesondere Akten ZFA, act. 10.1.15). Teile des rechtser-

heblichen Sachverhaltes haben sich somit vor dem am 1. Januar 2010 er-

folgten Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 12. Juni 2009 über die 

Mehrwertsteuer (Mehrwertsteuergesetz, MWSTG, SR 641.20), also unter 

der Herrschaft des früheren Mehrwertsteuergesetzes vom 2. September 

1999 (aMWSTG, AS 2000 1300) verwirklicht. Im Folgenden werden gleich-

wohl ausschliesslich die Bestimmungen des MWSTG genannt. Denn so-

weit hier interessierend wurden die altrechtlichen Gesetzesbestimmungen 

unverändert ins neue Recht überführt, so dass sich an der Rechtslage 

nichts geändert hat (vgl. auch Urteil des BGer 1B_414/2013 vom 29. April 

2014 E. 2).  

Das am 1. Mai 2007 in Kraft getretene ZG kommt vorliegend in intertem-

poralrechtlicher Hinsicht ohne Einschränkungen zur Anwendung.   

3.2 Gemäss Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 über 

das Verwaltungsstrafrecht (VStrR, SR 313.0) sind Abgaben, die infolge ei-

ner Widerhandlung gegen die Verwaltungsgesetzgebung des Bundes zu 

Unrecht nicht erhoben worden sind, ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit ei-

ner Person nachzuentrichten. Die Nachleistungspflicht nach Art. 12 VStrR 

gründet auf dem ursprünglichen Anspruch, der dem Bund nach Massgabe 

der Steuer- oder Zollgesetzgebung zusteht. Die Nachleistungspflicht bildet 

keine neue, sondern eine zusätzliche Steuer- oder Zollschuld, welche nach 

der Aufdeckung von Widerhandlungen zu den bereits geleisteten Abgaben 

hinzutritt (Urteil des BGer 2C_723/2013 vom 1. Dezember 2014 E. 2.6, mit 

Hinweis auf REMO ARPAGAUS, Zollrecht, 2007, N. 511). Art. 12 VStrR bildet 

damit eine Grundlage für eine nachträgliche Revision der Veranlagung zu-

ungunsten des Abgabepflichtigen (Urteil des BGer 2C_366/2007, 

2C_367/2007 und 2C_368/2007 vom 3. April 2008 E. 5). 

Gemäss Art. 63 Abs. 1 VStrR sind die nachzuentrichtenden oder zurückzu-

erstattenden Abgaben und Zinsen „gemäss den Zuständigkeits- und Ver-

fahrensvorschriften des betreffenden Verwaltungsgesetzes geltend“ zu 

machen. Diese Bestimmung knüpft also hinsichtlich der Verfahren über die 

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Leistungs- und Rückleistungspflicht im Sinne von Art. 12 VStrR an die Zu-

ständigkeit in der Hauptsache an (Urteil des BGer 2C_424/2014 vom 

18. Juli 2015 E. 1.2.2).  

4.  

Soweit die Art. 51 ff. MWSTG nichts anderes vorsehen, gilt für die Einfuhr-

steuer die Zollgesetzgebung (Art. 50 MWSTG).  

Nach Art. 62 Abs. 1 MWSTG erfolgt die Erhebung der Einfuhrsteuer durch 

die EZV und trifft diese Behörde die erforderlichen Anordnungen sowie Ver-

fügungen. Der EZV obliegt auch die Strafverfolgung bei der Einfuhr-

steuer (Art. 103 Abs. 2 MWSTG).  

5.  

5.1  

5.1.1 Der Bund hat gemäss Art. 82 Abs. 1 ZG ein gesetzliches Pfand-

recht (Zollpfandrecht) a) an Waren, für welche Zollabgaben zu entrichten 

sind, und b) an Waren bzw. Sachen, welche zur Verletzung zollrechtlicher 

Erlasse oder nichtzollrechtlicher Erlasse des Bundes, bei deren Vollzug die 

EZV mitwirkt, gedient haben. Das Zollpfandrecht entsteht zugleich mit der 

Zollforderung, welche es zu sichern hat, und geht sämtlichen übrigen ding-

lichen Rechten an der Sache vor (Art. 82 Abs. 3 ZG).  

5.1.2 Das Zollpfandrecht dient (soweit hier interessierend) gemäss Art. 212 

Abs. 1 ZV der Sicherstellung der Einbringlichkeit der Forderungen nach 

Art. 200 ZV. Zu diesen Forderungen zählen unter anderem Abgaben und 

Zinsen nach nichtzollrechtlichen Erlassen des Bundes, Bussen sowie Ge-

bühren, Verfahrens- und andere Kosten (vgl. Art. 200 Bst. b-d ZV sowie 

Art. 90 Abs. 1 ZG). Als eine der Abgaben nach nichtzollrechtlichen Erlassen 

des Bundes zu qualifizieren ist dabei insbesondere die Einfuhrsteuer.   

Auch wenn dies im Gesetz und in Art. 212 Abs. 1 ZV (sowie Art. 200 ZV) 

nicht ausdrücklich festgehalten ist, dient das gesetzliche Zollpfandrecht 

ausschliesslich dazu, die Einbringlichkeit von Forderungen der Zollverwal-

tung sicherzustellen. Zur Deckung anderer Forderungen kann kein Zoll-

pfandrecht im hier interessierenden Sinne entstehen. Dies ergibt sich dar-

aus, dass sich die Vorschriften zum Zollpfandrecht (Art. 76 Abs. 2 und 

Art. 82 ZG) im ZG im Kapitel mit dem Titel „Sicherstellung von Zollforde-

rungen“ (Art. 76 ff. ZG) finden und in diesem Zusammenhang als Zollfor-

derung die Zollschuld, die genannten Abgaben nach nichtzollrechtlichen 

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Seite 8 

Erlassen des Bundes sowie weitere Forderungen (Gebühren, Kosten, Zin-

sen sowie Bussen) der Zollverwaltung zu verstehen sind (vgl. ROGER M. 

CADOSCH, in: Martin Kocher/Diego Clavadetscher [Hrsg.], Stämpflis Hand-

kommentar Zollgesetz, 2009 [nachfolgend: Zollkommentar], Art. 76 N. 8, 

mit Hinweis).  

5.1.3 Für das Zollpfandrecht gilt das Spezialitätsprinzip, wonach Gegen-

stand dieses Pfandrechts nur Waren sein können, „für die Zollabgaben zu 

entrichten sind, sowie Waren beziehungsweise Sachen, 'die zur Verletzung 

zollrechtlicher Erlasse oder nichtzollrechtlicher Erlasse des Bundes, bei 

deren Vollzug die Zollverwaltung mitwirkt, gedient haben' (Art. 82 Abs. 1 

lit. a und b ZG)“ (Urteil des BGer 2C_415/2013 vom 2. Februar 2014 

E. 6.2). Das Zollpfandrecht besteht mithin lediglich für bestimmte Waren 

bzw. Sachen sowie die damit zusammenhängenden Ansprüche (Urteil des 

BGer 2C_415/2013 vom 2. Februar 2014 E. 6.2; BVGE 2017 III/2 

E. 3.3.3.2, mit Hinweisen. Vgl. auch Urteil des BVGer A-3638/2012 vom 

21. März 2013 E. 4.2, wonach das Spezialitätsprinzip bedeutet, dass „das 

Zollpfandrecht nur für bestimmte Waren resp. Sachen [besteht] und […] 

nur für die auf der Ware zu entrichtenden Zollabgaben beansprucht wer-

den“ darf). Es können folglich nicht beliebige Zölle sowie Einfuhrabgaben 

gesichert werden (CADOSCH, in: Zollkommentar, Art. 82 N. 3).  

In einem die Einfuhr von Fahrzeugen betreffenden Fall erklärte das Bun-

desgericht, mit dem Spezialitätsprinzip könne ausgeschlossen werden, 

„dass mit der Beschlagnahme der noch vorhandenen Fahrzeuge 'mit ei-

nem Schlag' alle Abgabeforderungen hätten gedeckt werden können“ (Ur-

teil des BGer 2C_415/2013 vom 2. Februar 2014 E. 6.2; siehe auch Urteil 

des BVGer A-3638/2012 vom 21. März 2013 E. 4.2). 

5.2 Die Zollverwaltung kann das Zollpfand unter bestimmten Vorausset-

zungen mittels Beschlagnahme geltend machen (vgl. Art. 76 Abs. 2 

und Art. 83 Abs. 1 ZG). Die Beschlagnahme besteht in der Besitzergreifung 

oder in einem Verfügungsverbot, welches an den Besitzer der Waren bzw. 

Sachen gerichtet wird (Art. 83 Abs. 2 ZG).  

Im Einzelnen gelten folgende kumulativ zu erfüllenden Voraussetzun-

gen für eine Beschlagnahme im Sinne von Art. 76 Abs. 2 und Art. 83 Abs. 1 

ZG (vgl. BVGE 2017 III/2 E. 3.3.2, 3.3.3.3 und 3.3.4.3):  

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Seite 9 

– Es muss mit genügender Wahrscheinlichkeit, d.h. im Rahmen einer 

prima-facie-Prüfung, das Bestehen eines Zollpfandrechts angenom-

men werden können. Die Forderung, zu deren Sicherstellung das Zoll-

pfandrecht geltend gemacht wird, muss dabei noch nicht rechtskräftig 

festgesetzt sein (vgl. BGE 73 I 422 E. 2. Soweit in BVGE 2017 III/2 

E. 3.3.4.3 in einem obiter dictum erklärt wurde, die Beschlagnahme 

müsse erfolgen, bevor die von der Verwaltung geltend gemachte For-

derung definitiv entsprechend dem ordentlichen Verwaltungsverfahren 

festgesetzt worden sei, handelt es sich um ein offensichtliches Verse-

hen).  

– Im Weiteren darf die Beschlagnahme nur erfolgen, wenn die Bezahlung 

der Abgabeforderung als gefährdet erscheint und eine gewisse Dring-

lichkeit zum Handeln besteht. Die Beschlagnahme darf überdies nur 

aufrechterhalten werden, solange die Forderung weiterhin als gefähr-

det erscheint.   

– Die Beschlagnahme muss unter Beachtung des Spezialitätsprinzips er-

folgen.  

– Schliesslich muss die Anordnung der Beschlagnahme bzw. deren Auf-

rechterhaltung wie jede staatliche Handlung mit dem Verhältnismässig-

keitsprinzip vereinbar sein (BVGE 2017 III/2 E. 3.3.4.3). Dies bedeutet, 

dass die Verwaltungsmassnahme nicht einschneidender als erforder-

lich sein darf und sie zu unterbleiben hat, wenn eine gleich geeignete, 

mildere Massnahme für den angestrebten Erfolg ausreichen 

würde (vgl. Urteile des BVGer A-790/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4, 

A-4979/2014 und A-6829/2014 vom 18. Februar 2015 E. 10). Zu be-

achten ist aber in diesem Zusammenhang, dass Verhältnismässigkeits-

überlegungen aufgrund des Anwendungsgebots von Art. 190 der Bun-

desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

1999 (BV, SR 101) praxisgemäss für das Ergebnis der gerichtlichen 

Beurteilung nicht ausschlaggebend sein können, wenn eine Norm zwar 

als streng erscheinen mag, aber vom Bundesgesetzgeber so gewollt 

ist und innerhalb des diesem eröffneten Regelungsermessens liegt (Ur-

teil des BGer 2C_703/2009 und 2C_22/2010 vom 21. September 2010 

E. 4.4.2; Urteil des BVGer A-7025/2016 vom 5. Juli 2017 E. 5.2.3).  

5.3 Die Zollverwaltung hat das Recht, nicht aber die Pflicht, bei Erfüllung 

der gesetzlichen Voraussetzungen eine Beschlagnahme nach Art. 83 

Abs. 1 ZG anzuordnen (BVGE 2017 III/2 E. 3.3.4.1).  

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Seite 10 

5.4 Beschlagnahmeverfügungen (im Sinne von Art. 215 ZV) sind aufgrund 

der aus dem verfassungsrechtlichen Gehörsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV) 

fliessenden Begründungspflicht (vgl. dazu anstelle vieler: BGE 142 I 135 

E. 2.1) und aufgrund von Art. 35 Abs. 1 VwVG zu begründen (der Aus-

schluss der Anwendbarkeit des VwVG im Sinne von Art. 3 Bst. e VwVG gilt 

nur für das eigentliche Zollveranlagungsverfahren). Die Verwaltung hat 

deshalb die Umstände, welche sie zur Beschlagnahme bewegten, nebst 

der anwendbaren Norm aufzuführen. Der Abgabepflichtige muss sich über 

die Tragweite der Beschlagnahmeverfügung (im Sinne von Art. 215 ZV) 

Rechenschaft geben und sie in voller Kenntnis der Sachlage weiterziehen 

können. Dass das Handeln der Zollverwaltung für den Betroffenen und 

auch für eine allenfalls angerufene Rechtsmittelinstanz nachvollziehbar ge-

macht werden soll, rechtfertigt sich umso mehr, als Beschwerden im Zu-

sammenhang mit Beschlagnahmeverfügungen aufgrund ihrer gegebenen-

falls einschneidenden Folgen, die sie namentlich wegen der nach Art. 215 

ZV fehlenden aufschiebenden Wirkung haben, nach Möglichkeit beförder-

lich zu behandeln sind (vgl. zum Ganzen – freilich zur Sicherstellungsver-

fügung bei der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe – Entscheid 

der Eidgenössischen Zollrekurskommission [ZRK] vom 9. Oktober 2002, 

in: VPB 67.47 E. 1b, mit Hinweisen). 

6.  

Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die (zollrechtli-

chen) Beschlagnahmen in der F._______ vom 7. März 2017 erfüllt waren. 

Diese Beschlagnahmen stehen in Zusammenhang mit den vorn in Bst. A 

genannten Einfuhrsteuer-, Zins-, Bussen-, Gebühren- und Kostenforderun-

gen gegen den Beschwerdeführer. Diese Forderungen werden im Folgen-

den als „streitbetroffene Forderungen“ bezeichnet.  

7.  

Erste Voraussetzung für die Anordnung einer Beschlagnahme der hier in 

Frage stehenden Art ist, dass mit genügender Wahrscheinlichkeit das Be-

stehen eines Zollpfandrechts angenommen werden kann (vgl. E. 5.2). Letz-

teres bedingt insbesondere, dass die streitbetroffenen Forderungen ihrer 

Art nach geeignet sind, ein Zollpfandrecht zu begründen.  

7.1 Zu den streitbetroffenen Forderungen zählen insbesondere gestützt 

auf Art. 12 VStrR erhobene Nachforderungen für nach Ansicht der Zollver-

waltung zu Unrecht nicht entrichtete Einfuhrsteuern. Da diese Einfuhrsteu-

ern durch die EZV zu erheben sind (vgl. E. 4), geht es bei den Nachforde-

A-1742/2018 

Seite 11 

rungen (und den damit geltend gemachten Zinsen) um gegenüber der Zoll-

verwaltung geschuldete Abgaben (und Zinsen) nach nichtzollrechtlichen 

Erlassen des Bundes. Es handelt sich damit um Forderungen der Zollver-

waltung, die ihrer Art nach geeignet sind, das gesetzliche Zollpfandrecht 

entstehen zu lassen (vgl. E. 5.1.2).   

Das Gesagte gilt auch, soweit es um diejenigen Nachforderungen von Ein-

fuhrsteuern (zuzüglich Zins) geht, welche nach Darstellung der Vorinstanz 

durch eine zu Unrecht erfolgte Inanspruchnahme des Verlagerungsverfah-

rens entstanden sind:  

Wenn das Verlagerungsverfahren zur Anwendung käme, wäre die Einfuhr-

steuer zwar gemäss Art. 63 Abs. 1 MWSTG nicht der EZV zu entrichten, 

sondern in der bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) einzu-

reichenden periodischen Steuerabrechnung zu deklarieren. Die Durchfüh-

rung des Verlagerungsverfahrens erfolgte aber erst aufgrund der Annahme 

des (mit der Zollanmeldung gestellten) Antrages auf Gewährung des Ver-

lagerungsverfahrens im Rahmen der Einfuhrveranlagungsverfügung der 

EZV (vgl. SONJA BOSSART MEIER/DIEGO CLAVADETSCHER, Verlagerungsver-

fahren – an der Schnittstelle zwischen Inland- und Einfuhrsteuer, in: Expert 

Focus [EF] 6-7/16, S. 453 ff., S. 456).  

Im vorliegenden Fall ist entscheidend, dass die fragliche Nachleistungs-

pflicht im Zusammenhang mit der angeblich unrechtmässigen Geltendma-

chung des Verlagerungsverfahrens nach Ansicht der Zollverwaltung auf 

dem Umstand beruht,  

a)  dass bei den betreffenden Einfuhren der Kunstobjekte jeweils trotz feh-

lender Voraussetzungen die Durchführung des Verlagerungsverfah-

rens beantragt wurde,  

b)  diese Anträge mit gegenüber einer [Gesellschaft] erlassenen Einfuhr-

veranlagungsverfügungen der EZV zu Unrecht deklarationsgemäss 

gutgeheissen wurden, und 

c)  auf diese Weise Einfuhrsteuern, die richtigerweise ohne Gewährung 

des Verlagerungsverfahrens mittels Veranlagungsverfügungen der 

EZV beim Beschwerdeführer hätten erhoben werden müssen, nicht 

entrichtet wurden.  

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Seite 12 

Es erweist sich damit, dass es um eine (allfällige) Nachleistungspflicht im 

Sinne von Art. 12 VStrR geht, die in direktem Zusammenhang mit Einfuhr-

veranlagungsverfügungen steht, welche die EZV in einer in ihre Zuständig-

keit fallenden Phase im System des Verlagerungsverfahrens erlassen hat. 

Die EZV will mit ihrer am 19. August 2015 gegenüber dem Beschwerde-

führer erlassenen Nachforderungsverfügung (und dem diesbezüglichen 

Beschwerdeentscheid vom 21. Dezember 2017) nachträglich bzw. „revisi-

onsweise“ (vgl. hiervor E. 3.2 Abs. 1) den Rechtszustand herstellen, wel-

cher bestanden hätte, wenn sie anstelle der ihrer Ansicht nach zu Unrecht 

unter Gewährung des Verlagerungsverfahrens erfolgten Einfuhrveranla-

gungen den Beschwerdeführer als Auftraggeber der betreffenden Einfuh-

ren zur Entrichtung der Einfuhrsteuer verpflichtet hätte. Hätte die Zollver-

waltung Letzteres bereits bei den Einfuhren getan, wäre keine „Verlage-

rung“ im Sinne von Art. 63 Abs. 1 MWSTG zur Diskussion gestanden, 

ebenso wenig die Frage, ob die ESTV für eine allfällige spätere Entrichtung 

der Einfuhrsteuer zuständig werden könnte. Bei dieser Sachlage ist die 

EZV ohne jeden Zweifel als nach Art. 63 Abs. 1 VStrR „in der Hauptsache“ 

zuständige Behörde zu qualifizieren (vgl. E. 3.2 Abs. 2), und ist sie Gläubi-

gerin der allfälligen, aufgrund möglicherweise zu Unrecht erfolgter Geltend-

machung des Verlagerungsverfahrens entstandenen Nachforderungen. Es 

handelt sich nämlich, sollte die Einschätzung der Zollverwaltung zutreffen, 

um eine Konstellation, in der gegenüber einer [Gesellschaft] den Be-

schwerdeführer zu Unrecht begünstigende Einfuhrsteuerveranlagungsver-

fügungen erlassen worden sind und die EZV dies nachträglich gestützt auf 

Art. 12 VStrR zu dessen Ungunsten zu revidieren sucht.  

Jedenfalls im Rahmen der hier vorzunehmenden prima-facie-Prü-

fung (vgl. E. 5.2) von vornherein abwegig erscheint im Übrigen die Ansicht, 

eine eingeleitete Verlagerung (bzw. die Annahme der Zollanmeldung zum 

Verlagerungsverfahren durch die Zollverwaltung) führe zum Untergang der 

Einfuhrsteuer und damit zum Ausschluss der Möglichkeit nachträglicher 

Korrekturen durch die EZV (so jedoch BOSSART MEIER/CLAVADETSCHER, 

a.a.O., S. 455 ff.). Wie nämlich bereits der klare Wortlaut von Art. 63 Abs. 1 

MWSTG zeigt, bewirkte eine rechtmässige Inanspruchnahme des Verlage-

rungsverfahrens nur, aber immerhin, dass die Abrechnung der Einfuhr-

steuer in die (Inland-)Steuerabrechnung „verlagert“ würde (vgl. REGINE 

SCHLUCKEBIER, in: Felix Geiger/Regine Schluckebier [Hrsg.], MWSTG 

Kommentar, 2012, Art. 63 N. 4).  

7.2 Die vorn unter Bst. A.c erwähnte Busse wegen versuchter Hinterzie-

hung und mehrfacher vollendeter Hinterziehung von Einfuhrsteuern, 

A-1742/2018 

Seite 13 

die – soweit ersichtlich – nicht in Zusammenhang mit der möglicherweise 

zu Unrecht erfolgten Inanspruchnahme des Verlagerungsverfahrens 

steht (vgl. Akten ZFA, act. 11.1.1), und die dazu auferlegten Strafverfah-

rensgebühren (vgl. vorn Bst. A.c) bilden ohne Weiteres Ansprüche der Zoll-

verwaltung. Dies gilt schon deshalb, weil die Strafverfolgung bei der Ein-

fuhrsteuer nach dem Gesetz Aufgabe der EZV ist (siehe E. 4). 

Vor diesem Hintergrund sind die erwähnte Busse und die genannten Ge-

bühren für das Strafverfahren ihrer Art nach ebenfalls Forderungen, für die 

das gesetzliche Zollpfandrecht vorgesehen ist (vgl. E. 5.1.2).  

8.  

8.1 Zu prüfen gilt nunmehr, ob die Begründetheit der streitbetroffenen For-

derungen mit genügender Wahrscheinlichkeit angenommen werden 

kann (vgl. E. 5.2).  

Von vornherein als mit genügender Wahrscheinlichkeit begründet erschei-

nen die mit den Nachforderungsverfügungen der Zollverwaltung vom 

29. Oktober 2014 und 25. Juni 2015 erhobenen Forderungen, da die ent-

sprechenden Anordnungen bereits im Zeitpunkt der Beschlagnahmen vom 

7. März 2017 in Rechtskraft erwachsen waren.  

Was die mit der Nachforderungsverfügung vom 19. August 2015 erhobe-

nen Forderungen betrifft, hatte die Zollverwaltung in der Begründung dieser 

Verfügung dargelegt, dass ihrer Einschätzung nach der Einfuhr von Kunst-

werken bei […] Falldossiers ein standardisiertes, aufgesetztes, nicht zur 

Umsetzung beabsichtigtes Kommissionsgeschäft zwischen den vom Be-

schwerdeführer beherrschten Gesellschaften und der H._______ zugrun-

delag, die H._______ dabei zu keiner Zeit wirtschaftlich über die Kunst-

werke verfügte und die H._______ zustehende Bewilligung zur Verlage-

rung der Steuerentrichtung infolgedessen in allen Fällen zu Unrecht ge-

nutzt wurde (vgl. Akten ZFA, act. 10.1.15). Damit hat die Zollverwaltung 

begründete Zweifel geäussert, dass das Verlagerungsverfahren in rechts-

konformer Weise geltend gemacht wurde, und erscheinen die mit der 

Nachforderungsverfügung vom 19. August 2015 erhobenen Forderungen 

im Rahmen der hier vorzunehmenden prima-facie-Prüfung als mit genü-

gender Wahrscheinlichkeit begründet.  

Auch die im Zusammenhang mit dem Strafbescheid vom 24. März 2016 in 

Frage stehenden streitbetroffenen Forderungen der Zollverwaltung erwei-

sen sich im Rahmen der hier einzig vorzunehmenden prima-facie-Prüfung 

A-1742/2018 

Seite 14 

als (bereits im Zeitpunkt der Beschlagnahmen) mit genügender Wahr-

scheinlichkeit begründet, zumal sie im Wesentlichen diejenigen Einfuhren 

betreffen, die zu den rechtskräftigen Nachforderungsverfügungen vom 

29. Oktober 2014 und 25. Juni 2015 geführt haben, und sie (nachträglich) 

auch vom erstinstanzlich zuständigen Gericht – wenn auch noch nicht 

rechtskräftig – bestätigt wurden.  

Der Beschwerdeführer bringt im vorliegenden Verfahren nichts substanti-

iert vor, was die Begründetheit der streitbetroffenen Forderungen als nicht 

im erforderlichen Sinne genügend wahrscheinlich erscheinen lässt: Zwar 

macht er geltend, die streitbetroffenen Forderungen seien nicht ausgewie-

sen, weil die diesbezüglichen Rechtsmittelverfahren noch hängig seien. 

Abgesehen davon, dass dies in tatsächlicher Hinsicht nur für einen Teil der 

hier interessierenden Forderungen zutrifft (vgl. vorn Bst. A), verkennt der 

Beschwerdeführer damit jedoch, dass auch für noch nicht rechtskräftige 

Forderungen ein Zollpfandrecht geltend gemacht werden kann (vgl. E. 5.2) 

und sich vorliegend – wie gesehen – aus den Umständen mit genügender 

Wahrscheinlichkeit die Begründetheit der noch nicht rechtskräftig festge-

setzten Forderungen ergibt.  

8.2  

8.2.1 Zu prüfen ist sodann, ob a) die Bezahlung der (allfälligen) streitbe-

troffenen Forderungen gegen den Beschwerdeführer als gefährdet er-

schien, so dass eine gewisse Dringlichkeit zum Handeln bestand, und 

b) diese Forderungen nach wie vor als gefährdet erscheinen (vgl. E. 5.2).  

Die OZD hat einlässlich ausgeführt, dass der Beschwerdeführer im Vorfeld 

der streitbetroffenen Beschlagnahmen eine mit dem Bund abgeschlossene 

Vereinbarung nicht befolgt hat, Zahlungsaufforderungen nicht nachgekom-

men ist und Vermögenswerte beiseite schaffte (vgl. E. 5 des angefochte-

nen Beschwerdeentscheids; S. 11 ff. der Vernehmlassung). Mit Blick auf 

die von der OZD genannten Sachumstände – insbesondere auch ange-

sichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer im Verlaufe des Ge-

samtverfahrens erneut bei der Einreise mitgeführte Gegenstände nicht an-

gemeldet hat – ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass im Zeitpunkt 

des Erlasses der Beschlagnahmeverfügungen vom 7. März 2017 die streit-

betroffenen Forderungen als gefährdet erschienen, damals rasches Han-

deln der Zollverwaltung geboten war und sich an der Gefährdungslage bis 

heute nichts massgeblich geändert hat.  

A-1742/2018 

Seite 15 

8.2.2 Am hiervor zur Gefährdungssituation und zur Frage der Dringlichkeit 

gezogenen Schluss können die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts 

ändern:  

8.2.2.1 Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, er habe sich 

infolge Kenntnisnahme neuer wesentlicher Tatsachen gezwungen gese-

hen, in legitimer Weise eine mit der Zollverwaltung abgeschlossene Ver-

einbarung zu „widerrufen“ und diesbezüglich die Rechtsmittel auszuschöp-

fen (vgl. dazu Beschwerde, S. 15).  

Der Beschwerdeführer bezieht sich in diesem Zusammenhang auf eine von 

ihm mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft abgeschlossene Verein-

barung vom 22. Dezember 2015 / 4. Januar 2016 (= Beschwerdebei-

lage 5). Mit dieser Vereinbarung verpflichtete sich der Beschwerdeführer, 

der Zollverwaltung bis zum 31. Dezember 2016 insbesondere die rechts-

kräftig festgesetzten Einfuhrsteuernachforderungen gemäss den Nachfor-

derungsverfügungen vom 29. Oktober 2014 und 25. Juni 2015 samt Ver-

zugszins zu bezahlen (vgl. Beschwerdebeilage 5, Ziff. 4.1 ff.). Zudem ver-

pflichtete sich der Beschwerdeführer, der Zollverwaltung insgesamt 

[…] Namenaktien der I._______ AG als Pfand auszuhändigen, und zwar 

zum einen als Sicherheit für die Ansprüche gemäss den rechtskräftigen 

Nachforderungsverfügungen vom 29. Oktober 2014 und 25. Juni 2015 so-

wie zum anderen, für den Fall des Eintritts der Rechtskraft der Nachforde-

rungsverfügung vom 19. August 2015, auch als Sicherheit für die damit 

festgesetzten Ansprüche (Beschwerdebeilage 5, Ziff. 3). Ferner einigten 

sich die Vertragsparteien auf eine Vertragsklausel, wonach die Vereinba-

rung bei Nichteinhaltung der darin enthaltenen Verpflichtungen dahin-

fällt (Beschwerdebeilage 5, Ziff. 9.1).  

Da der Beschwerdeführer der erwähnten Zahlungspflicht innert der verein-

barten Frist bis zum 31. Dezember 2016 nicht nachgekommen ist, war die 

Vereinbarung vom 22. Dezember 2015 / 4. Januar 2016 gemäss der zu-

letzt genannten Vertragsklausel schon zu Beginn des Jahres 2017 dahin-

gefallen (daran nichts ändern kann der vom Beschwerdeführer genannte 

Umstand, dass die Nichterfüllung eines Vertrages an sich nicht dessen Gül-

tigkeit beschlägt [vgl. dazu Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 

25. Juni 2018, S. 6]). Aus diesem Grund durfte und musste die Zollverwal-

tung schon damals davon ausgehen, dass die zu ihren Gunsten abge-

machten Zahlungsmodalitäten nicht eingehalten würden und sie aufgrund 

des Dahinfallens der Vereinbarung nicht mit Erfolg zur Pfandverwertung 

des Faustpfandes an […] Namenaktien der I._______ AG wird schreiten 

A-1742/2018 

Seite 16 

können (vgl. dazu auch hinten E. 8.4.5). Auch kann der Beschwerdeführer 

von vornherein nicht mit Recht behaupten, die Zollverwaltung hätte die Ge-

fährdung der streitbetroffenen Forderungen mit einer Verwertung dieses 

Faustpfandes verhindern können. Letzteres gilt umso mehr, als die Zollver-

waltung nach der Vereinbarung lediglich das Recht, nicht aber die Pflicht 

zur allfälligen Verwertung des Faustpfandes hatte.  

Weil der Beschwerdeführer die Vereinbarung vom 22. Dezember 

2015 / 4. Januar 2016 zudem mit Schreiben an die Zollkreisdirektion vom 

20. Januar 2017 für „nichtig“ erklärt hatte (Akten ZFA, act. 14.1.8), hatte die 

Zollverwaltung im Zeitpunkt des Erlasses der Beschlagnahmeverfügungen 

vom 7. März 2017 erst recht begründeten Anlass zur Annahme, dass diese 

Vereinbarung keine hinreichende Gewähr für die Einbringlichkeit ihrer For-

derungen mehr bot. Die Zollverwaltung hat denn auch richtigerweise so-

wohl die Nichteinhaltung der vereinbarten Zahlungspflicht als auch die 

letztgenannte Erklärung des Beschwerdeführers als Indizien für eine kon-

krete Gefährdung ihrer Forderungen gewertet (vgl. E. 5 f. des angefochte-

nen Beschwerdeentscheids). 

Der Beschwerdeführer hat es nicht beim genannten Schreiben vom 20. Ja-

nuar 2017 bewenden lassen, sondern am 10. März 2017, also nach Anord-

nung der streitbetroffenen Beschlagnahmen, bei der OZD ein als „Wieder-

erwägungsgesuch und Beschwerde“ betiteltes Schreiben eingereicht. Da-

mit beantragte er insbesondere die Aufhebung der Vereinbarung vom 

22. Dezember 2015 / 4. Januar 2016 (Akten OZD, act. 263). Im Zusam-

menhang mit einem aufgrund dieses Schreibens ergangenen Entscheid 

der Zollkreisdirektion vom 12. April 2017 gelangte er sodann zunächst an 

das Bundesverwaltungsgericht sowie anschliessend an das Bundesge-

richt, wo das entsprechende Verfahren noch hängig ist (vgl. das zurzeit 

beim Bundesgericht im Verfahren 2C_191/2018 angefochtene Urteil des 

BVGer A-2932/2017 vom 18. Januar 2018). Ob die in diesem Absatz ge-

nannten Schritte legitim waren und sich der Beschwerdeführer dazu ge-

zwungen sah, spielt im vorliegenden Kontext – entgegen seiner Auffas-

sung – keine Rolle. Denn selbst wenn diese Schritte (sowie die Nichtein-

haltung der vereinbarten Zahlungsfrist bis Ende 2016) nicht als Fehlverhal-

ten des Beschwerdeführers zu würdigen wären, war die Vereinbarung vom 

22. Dezember 2015 / 4. Januar 2016 im Zeitpunkt der fraglichen Beschlag-

nahmen keine verlässliche Grundlage zur Sicherung der Forderungen der 

Zollverwaltung mehr und blieb es in der Folge dabei. Unter Berücksichti-

gung der von der Vereinbarung unabhängigen (weiteren) Umstände, wel-

che die OZD nennt (vgl. dazu hiervor E. 8.2.1), zwingt dies zum Schluss, 

A-1742/2018 

Seite 17 

dass die streitbetroffenen Forderungen als gefährdet erschienen, eine ge-

wisse Dringlichkeit zum Handeln bestand und die Forderungen nach wie 

vor als gefährdet erscheinen.  

8.2.2.2 Auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Wohnsitzverle-

gung in die Schweiz und seine angebliche Absicht, mit der Wohnsitznahme 

in der Schweiz seine einfuhrsteuerrechtlichen Angelegenheiten zu regeln, 

lässt keine von der Würdigung der Zollverwaltung abweichende Beurtei-

lung der Gefährdungslage und Dringlichkeit zu. Für den Zeitpunkt der Be-

schlagnahmen gilt dies schon deshalb, weil die Wohnsitzverlegung nach 

Darstellung des Beschwerdeführers erst zu Beginn des Jahres 2018 erfolgt 

sein soll. Es ist im Übrigen ohnehin nicht substantiiert dargetan oder aus 

den Akten ersichtlich, welche konkreten Schritte der Beschwerdeführer 

seither unternommen haben soll, um tatsächlich für die Einbringlichkeit der 

(allfälligen) streitbetroffenen Einfuhrsteuerforderungen Gewähr zu bieten.  

8.2.2.3 Der Beschwerdeführer hält es nicht für zulässig, aus dem Umstand, 

dass einzelne der nach Ansicht der Zollverwaltung ohne ordnungsgemässe 

Entrichtung der Einfuhrsteuern eingeführten Gegenstände nachträglich 

Dritten gegenüber als Pfand angeboten wurden, auf eine Gefährdung zu 

schliessen. Er macht hierzu geltend, das Zollpfandrecht gehe nach Art. 82 

Abs. 3 ZG allen übrigen dinglichen Rechten an der Sache vor.  

Der Beschwerdeführer blendet in diesem Kontext zu Unrecht aus, dass 

vorliegend – gemäss den insoweit unbestritten gebliebenen Ausführungen 

der OZD – „gestützt auf eine Verpfändung [ein] mehrmalige[s] Auktionie-

ren- und Versteigernlassen von verfahrensgegenständlichen Kunstgegen-

ständen im Ausland“ erfolgt ist (vgl. Vernehmlassung, S. 12). Selbst 

wenn angenommen würde, dass eine nachträgliche Verpfändung durch 

den Inhaber der Kunstwerke bei Dritten (oder das Anbieten einer solchen 

Verpfändung) mit Blick auf Art. 82 Abs. 3 ZG an sich keine sofortige Gel-

tendmachung des Zollpfandrechts erforderte, muss bei der Beurteilung der 

Gefährdungslage zu Ungunsten des Beschwerdeführers mitberücksichtigt 

werden, dass der genannte Auslandsbezug letztlich eine erfolgreiche (spä-

tere) Berufung der Zollverwaltung auf die in Art. 82 Abs. 3 ZG vorgesehene 

Priorität des Zollpfandrechts (vgl. ERNST BLUMENSTEIN, Grundzüge des 

schweizerischen Zollrechts, 1931, S. 48) im Rahmen einer Pfandverwer-

tung erschwert. Aus diesem Grund ist nicht zu beanstanden, dass die Zoll-

verwaltung „das Versteigernlassen und das damit zusammenhängende 

A-1742/2018 

Seite 18 

vorgängige Verpfänden- und ins Ausland Verbringenlassen“ von Kunstge-

genständen (vgl. Vernehmlassung, S. 15) vorliegend in die Beurteilung der 

Gefährdungslage mit einbezogen hat.   

8.3 Zu klären ist sodann, ob bei den in Frage stehenden Beschlagnahmen 

das Spezialitätsprinzip beachtet wurde (vgl. E. 5.2). 

8.3.1 Aufgrund des Spezialitätsprinzips durften die Beschlagnahmen in der 

F._______ nur zur Sicherstellung mutmasslicher Ansprüche der Zollverwal-

tung, welche mit den dort beschlagnahmten Kunstgegenständen zusam-

menhängen, erfolgen (vgl. E. 5.1.3).  

Soweit aus den Akten ersichtlich, bildeten sämtliche am 7. März 2017 in 

der F._______ beschlagnahmten Kunstgegenstände Gegenstand von Ein-

fuhren, die jeweils die Entstehung eines entsprechenden Teils der streitbe-

troffenen Forderungen der Zollverwaltung als wahrscheinlich erscheinen 

lassen. Deshalb greift der Beschwerdeführer ins Leere, soweit er behaup-

tet, das Spezialitätsprinzip sei vorliegend bereits deshalb verletzt worden, 

weil die Zollverwaltung diverse Kunstgegenstände beschlagnahmt habe, 

„welche nichts mit der (mutmasslich) sicherzustellenden Forderung“ zu tun 

hätten (vgl. Beschwerde, S. 16; Stellungnahme des Beschwerdeführers 

vom 25. Juni 2018, S. 14). Der Beschwerdeführer scheint diese Behaup-

tung auf die Annahme zu stützen, dass die Beschlagnahme im Sinne von 

Art. 83 ZG nur zur Sicherstellung rechtskräftiger Forderungen angeordnet 

werden kann (vgl. Beschwerde, S. 13 f.). Diese Annahme ist – wie gesehen 

– unzutreffend (vgl. E. 8.1).  

8.3.2 Die streitbetroffenen Beschlagnahmen vom 7. März 2017 lassen sich 

aufgrund des Spezialitätsprinzips im Einzelnen nur mit der Notwendigkeit 

rechtfertigen, die wahrscheinlich aufgrund der Einfuhren der am 7. März 

2017 in der F._______ beschlagnahmten Objekte geschuldeten streitbe-

troffenen Forderungen zu sichern. Die am 7. März 2017 in der F._______ 

beschlagnahmten Objekte decken als Zollpfand gemäss dem Spezialitäts-

prinzip nur die wahrscheinlich auf den jeweiligen Einfuhren dieser Gegen-

stände lastenden Forderungen ab, also insbesondere nicht „mit einem 

Schlag“ (vgl. E. 5.1.3) die Totalbeträge der mit den Nachforderungsverfü-

gungen vom 29. Oktober 2014, 25. Juni 2015 und 19. August 2015, dem 

Strafbescheid vom 24. März 2016 sowie der Strafverfügung vom 6. Okto-

ber 2016 erhobenen streitbetroffenen Forderungen. 

A-1742/2018 

Seite 19 

8.3.3 Nach Ansicht der Zollverwaltung infolge unrechtmässiger Einfuhr zu 

entrichten sind im Zusammenhang mit Einfuhren der Gegenstände, die am 

7. März 2017 in der F._______ und im G._______ beschlagnahmt wurden, 

folgende Einfuhrsteuern sowie damit zusammenhängend bisher festge-

legte Zinsen (Akten OZD, act. 413, Vernehmlassung, S. 3):  

 Steuerforderung 

(in Fr.) 

Zins  

(in Fr.) 

Verfahrensteil 

„Nichtanmeldun-

gen“ 

[…]  […] 

Verfahrensteil 

„Falschanmeldun-

gen“ 

[…]  […] 

Verfahrensteil 

„Verlagerungsver-

fahren“ 

[…] […] 

Total […] […] 

 

Nur für die Sicherstellung desjenigen Teils dieser Beträge, welche nach 

Ansicht der Zollverwaltung infolge unrechtmässiger Einfuhren der am 

7. März 2017 in der F._______ beschlagnahmten Objekte geschuldet ist 

(vgl. dazu Akten OZD, act. 413, und Akten ZFA, act. 5.1.40 f.), zur Sicher-

stellung des auf diese Einfuhren entfallenden Anteils der auf Fr. […] fest-

gesetzten Busse (sowie der damit zusammenhängend auferlegten Gebüh-

ren) und zur Sicherstellung der aufgrund dieser Einfuhren mit hinreichen-

der Wahrscheinlichkeit bestehenden allfälligen weiteren streitbetroffenen 

Forderungen durfte die Zollverwaltung nach dem Gesagten (E. 8.3.1 f.) un-

ter dem Blickwinkel des Spezialitätsprinzips die Beschlagnahmen im vor-

liegenden Verfahren betreffend die F._______ bzw. den Beschwerdeführer 

durchführen. 

8.4 Es bleibt schliesslich zu klären, ob vorliegend das Verhältnismässig-

keitsprinzip gewahrt wurde (vgl. E. 5.2).  

A-1742/2018 

Seite 20 

8.4.1 Die OZD geht davon aus, dass am 7. März 2017 in der F._______ 

und im G._______ Kunstobjekte mit einem geschätzten Wert von Fr. […] 

in Gewahrsam der Zollverwaltung genommen oder mit Verfügungsverbot 

belegt wurden (Vernehmlassung, S. 7 und 10). Der Beschwerdeführer be-

hauptet zwar, der tatsächliche Marktwert dieser Kunstobjekte sei höher 

(Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 25. Juni 2018, S. 4), doch ist 

dies weder näher substantiiert noch aus den Akten ersichtlich.   

Die allfällige Diskrepanz zwischen den Forderungen, die unter dem Ge-

sichtswinkel des Spezialitätsprinzips mit den hier streitbetroffenen Be-

schlagnahmen in der F._______ sichergestellt werden konn-

ten (vgl. E. 8.3.3), und dem geschätzten Gesamtwert der am 7. März 2017 

in der F._______ und im G._______ beschlagnahmten Gegenstände von 

Fr. […] lässt für sich allein nicht auf einen Verstoss gegen den Verhältnis-

mässigkeitsgrundsatz schliessen. Denn aufgrund des Spezialitätsprinzips, 

wonach nicht mit „einem Schlag“ oder wenigen Schlägen der Totalbetrag 

aller streitbetroffenen Forderungen gesichert werden kann, und weil vorlie-

gend nur die Beschlagnahmen in der F._______ in Frage stehen, ist das 

Verhältnis zwischen den nach dem Spezialitätsprinzip mit den Beschlag-

nahmen in der F._______ vom 7. März 2017 sichergestellten Forderungen 

und dem Wert aller an diesem Tag beschlagnahmten Objekte nicht mass-

gebend.  

8.4.2 Selbst wenn die nach dem Spezialitätsprinzip mit den Beschlagnah-

men in der F._______ vom 7. März 2017 sichergestellten Forderungen ge-

messen am Wert der mit diesen Zwangsmassnahmen in Gewahrsam der 

Zollverwaltung genommenen oder mit einem Verfügungsverbot belegten 

Objekte geringfügig sein sollten, würde dies – jedenfalls für sich allein – 

keine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips begründen. Eine sol-

che (allfällige) Wertdiskrepanz würde nämlich direkt mit der Unmöglichkeit 

zusammenhängen, den jeweils beschlagnahmten einzelnen Kunstgegen-

stand mit dem Ziel zu teilen, eine auf die Höhe des (wahrscheinlich) auf 

der Einfuhr des betreffenden Gegenstandes lastenden Teils der streitbe-

troffenen Forderungen beschränkte Beschlagnahme vorzunehmen. In ei-

ner solchen Konstellation müssten für eine Verletzung des Verhältnismäs-

sigkeitsprinzips weitere Umstände hinzukommen (vgl. BVGE 2017 III/2 

E. 4.2.2.4). Dies gilt umso mehr, als die beschlagnahmten Gegenstände 

der berechtigten Person gegen Sicherstellung freigegeben werden können 

(vgl. Art. 84 Abs. 1 ZG) und im Falle einer Zollpfandverwertung ein allfälli-

ger Überschuss des Verwertungserlöses nach Art. 221b Abs. 3 Bst. a ZV 

A-1742/2018 

Seite 21 

der berechtigten Person (sofern diese feststeht) zur Verfügung zu stellen 

ist.  

Selbst wenn man aber annehmen wollte, dass eine Wertdiskrepanz der 

zuletzt erwähnten Art für sich allein auf eine Verletzung des Verhältnismäs-

sigkeitsprinzips hinausliefe (was wie gezeigt nicht der Fall ist), könnte dies 

den Ausgang des vorliegenden Verfahrens dennoch von vornherein nicht 

beeinflussen. Der Konzeption des Zollpfandrechts, wie sie vorliegend mit 

einem Bundesgesetz in (nach Art. 190 BV) bindender Weise vorgegeben 

ist, ist nämlich immanent, dass der Wert der Pfandsache den Wert der da-

mit sichergestellten Forderungen regelmässig übersteigt. Letzteres ergibt 

sich schon daraus, dass die bei der Einfuhr von Waren geschuldeten Zölle 

und Einfuhrsteuern zumeist nur einen Bruchteil des Verkehrswertes dieser 

Waren ausmachen, und der Bundesgesetzgeber – innerhalb des ihm zu-

stehenden Regelungsermessens – das Zollpfandrecht nicht ausdrücklich 

auf teilbare Waren im Wert der zu entrichtenden Abgaben beschränkt hat, 

und zwar auch nicht mit Bezug auf Kunstobjekte, bei denen die genannte 

Wertdiskrepanz – will man sie in absoluten Zahlen betrachten – regelmäs-

sig akzentuiert vorkommen kann. 

8.4.3 Fraglich ist indes, ob vorliegend anstelle der Beschlagnahmen in der 

F._______ als mildere Massnahme eine Sicherstellungsverfügung in Be-

tracht gekommen wäre und aus diesem Grund auf einen relevanten 

Verstoss gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip zu schliessen ist. Nach 

Ansicht des Beschwerdeführers ist dies der Fall (vgl. insbesondere Stel-

lungnahme des Beschwerdeführers vom 25. Juni 2018, S. 12 f.).   

Die Zollverwaltung hat ein namentlich unter Beachtung des Verhältnismäs-

sigkeitsgrundsatzes auszuübendes Ermessen bei der Wahl zwischen der 

Sicherstellungsverfügung und der Geltendmachung des Zollpfandes 

(sog. Auswahlermessen; vgl. CADOSCH, a.a.O., Art. 76 N. 14). Für die Be-

antwortung der Frage, welche Kriterien die Zollverwaltung beim entspre-

chenden Ermessensentscheid anzuwenden hat, ist zu berücksichtigen, 

dass der Bundesgesetzgeber in Art. 76 Abs. 2 ZG die Sicherstellungsver-

fügung sowie die Beschlagnahme (bzw. die Geltendmachung des Zollpfan-

des) in einem Zuge nennt und sie an die gleichen Voraussetzungen knüpft. 

In der Botschaft vom 15. Dezember 2003 über ein neues Zollgesetz hat 

der Bundesrat dabei das Zollpfandrecht als „das bedeutungsvollere und 

unmittelbarere Sicherungsmittel“ bezeichnet (BBl 2004 567 ff., 649). Dar-

aus ist abzuleiten, dass der Bundesgesetzgeber das Zollpfandrecht und 

dessen Geltendmachung durch Beschlagnahme als die in erster Linie in 

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Seite 22 

Betracht fallende bzw. jedenfalls nicht als die sekundäre Sicherheit be-

trachtete (vgl. auch BGE 64 I 342 E. 4; anders jedoch Stellungnahme des 

Beschwerdeführers vom 25. Juni 2018, S. 12). Ferner ergibt sich aus dem 

soeben Gesagten und aus der hiervor (E. 8.4.2) erwähnten Konzeption des 

Bundesgesetzgebers, dass die Zollverwaltung nach der gemäss Art. 190 

BV bindenden bundesgesetzlichen Regelung allein aufgrund einer Diskre-

panz zwischen dem Wert der eingeführten Ware und der Höhe der nach 

hinreichender Wahrscheinlichkeit bestehenden sicherzustellenden Ansprü-

che nicht zwingend anstelle einer Beschlagnahme eine Sicherstellungsver-

fügung zu erlassen hat.  

Vor diesem Hintergrund ergibt sich keine relevante Unverhältnismässigkeit 

aus dem blossen Umstand, dass die vorliegend streitigen Beschlagnah-

men letztlich aufgrund des beim Zollpfandrecht geltenden Spezialitätsprin-

zips mehr Kunstobjekte und einen höheren Gesamtwert betreffen, wie 

wenn die Zollverwaltung stattdessen eine Sicherstellungsverfügung erlas-

sen hätte. Auch lässt die Tatsache, dass (namentlich bei Einbezug der im 

G._______ vorgenommenen Beschlagnahmen) die Abgaben betreffend 

eine Vielzahl von einzelnen Gegenständen als streitig zu betrachten sind, 

nicht darauf schliessen, dass die Zollverwaltung unter Verhältnismässig-

keitsgesichtspunkten dem Instrument der Sicherstellungsverfügung den 

Vorzug hätte geben müssen. Die gegenteilige Argumentation des Be-

schwerdeführers überzeugt nicht zuletzt auch deshalb nicht, weil er sich 

nach den erfolgten Beschlagnahmen in keiner Weise darum bemühte, eine 

Freigabe der beschlagnahmten Gegenstände gegen Sicherstellung (im 

Sinne von Art. 84 Abs. 1 ZG) zu erwirken.  

Bei einer Würdigung der gesamten Umstände des vorliegenden Falles 

lässt sich nicht mit Recht behaupten, die Zollverwaltung habe das ihr zu-

stehende Ermessen unter entscheidrelevanter Verletzung des Verhältnis-

mässigkeitsgrundsatzes oder auf eine andere pflichtwidrige Art und Weise 

ausgeübt, indem sie zu den streitbetroffenen Beschlagnahmen geschritten 

ist und auf den Erlass einer Sicherstellungsverfügung verzichtet hat. Mit 

diesem Vorgehen hat die Zollverwaltung nämlich in gebührender Weise 

dem Umstand Rechnung getragen, dass betragsmässig nicht unerhebliche 

Forderungen auf dem Spiel stehen und diese angesichts der hiervor er-

wähnten Umstände (E. 8.2) als stark gefährdet erschienen. Zu Gunsten 

der Zollverwaltung fällt nicht zuletzt ins Gewicht, dass einzig mit diesen 

Beschlagnahmen allen übrigen dinglichen Rechten vorgehende dingliche 

Rechte geltend gemacht werden konnten (vgl. dazu E. 5.1.1).  

A-1742/2018 

Seite 23 

Ob überhaupt und welche Kunstobjekte gegebenenfalls vorliegend mittels 

Sicherstellungsverfügung hätten verarrestiert werden können, braucht 

nach dem Gesagten nicht geklärt zu werden.  

8.4.4 Im Zusammenhang mit dem Verhältnismässigkeitsprinzip macht der 

Beschwerdeführer auch geltend, die Zollverwaltung habe bereits früher 

Kunstgegenstände im Wert von rund Fr. […] beschlagnahmt. Damit stösst 

der Beschwerdeführer ins Leere:  

Zwar hat die Zollverwaltung in der F._______ und im G._______ am 

29. Oktober 2015 insgesamt […] Kunstgegenstände mittels Beschlag-

nahme in Gewahrsam genommen und wurden diese Gegenstände am 

7. Januar 2016 gegen ein Verfügungsverbot aus dem Gewahrsam der Zoll-

verwaltung entlassen (vgl. Akten ZFA, act. 5.1.28, 5.1.32, 5.4.10 und 

5.4.14). Diese Gegenstände sind aber nicht identisch mit denjenigen, de-

ren Beschlagnahme die Zollverwaltung am 7. März 2017 angeordnet hat 

(vgl. Akten OZD, act. 413). Aus diesem Grund konnten und können die am 

29. Oktober 2015 beschlagnahmten Objekte entsprechend dem Speziali-

tätsprinzip von vornherein keine Sicherheit bieten für die Ansprüche der 

Zollverwaltung, welche wahrscheinlich auf den Einfuhren der am 7. März 

2017 in der F._______ beschlagnahmten Gegenstände lasten. Auch aus 

dem Umstand, dass am 5. Februar 2016 […] der genannten […] Objekte 

durch […] andere Kunstgegenstände ersetzt bzw. […] Objekte freigegeben 

sowie […] neue Kunstwerke beschlagnahmt wurden (vgl. dazu Vernehm-

lassung, S. 4), lässt sich nichts zugunsten des Beschwerdeführers ablei-

ten. Denn die […] damals neu beschlagnahmten […] Kunstobjekte sind 

ebenfalls nicht mit den am 7. März 2017 beschlagnahmten Gegenständen 

identisch (vgl. Akten ZFA, act. 5.4.14a und 6.1.54, sowie Akten OZD, 

act. 413), so dass die entsprechenden Beschlagnahmen vom 5. Februar 

2016 nach dem Spezialitätsprinzip gleichermassen keine Sicherheit für die 

in Frage stehenden Beträge boten. Gleiches gilt im Übrigen für eine am 

17. Februar 2017 seitens der Zollkreisdirektion durchgeführte Beschlag-

nahme der Skulptur „L._______“ von K._______ (vgl. Akten ZFA, 

act. 5.36.1).  

8.4.5 Der Beschwerdeführer bringt sodann vor, die streitbetroffenen Be-

schlagnahmen seien unverhältnismässig, weil er der Zollverwaltung mit der 

Vereinbarung vom 22. Dezember 2015 / 4. Januar 2016 insgesamt 

[…] Namenaktien der I._______ AG als Pfand ausgehändigt habe (Be-

schwerde, S. 12; siehe dazu auch Stellungnahme des Beschwerdeführers 

vom 25. Juni 2018, S. 3 ff., 14). Im Zeitpunkt der Beschlagnahmen hätten 

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Seite 24 

diese Aktien einen Marktwert von Fr. […] gehabt, so dass schon allein in 

Form dieser Verpfändung eine ausreichende Sicherheit für die nach An-

sicht der Zollverwaltung sicherzustellenden Forderungen von maximal 

Fr. […] bestanden habe und die Beschlagnahmen nicht erforderlich gewe-

sen seien. Heute bestehe angesichts dieser Verpfändung nach wie vor kein 

die Verhältnismässigkeit der in Frage stehenden Beschlagnahmen begrün-

dendes Sicherungsbedürfnis der Zollbehörden, weil sich der Wert des Ak-

tienpaketes zurzeit auf Fr. […] belaufe.  

Es kann hier dahingestellt bleiben, welchen Wert die als Pfand der Zollver-

waltung ausgehändigten Aktien im Zeitpunkt der Beschlagnahmen tatsäch-

lich aufwiesen. Auch muss nicht geklärt werden, welchen Wert diese Aktien 

heute besitzen. Die […] Namenaktien boten und bieten nämlich keine hin-

reichende Sicherheit für die nach dem Spezialitätsprinzip mittels den Be-

schlagnahmen in der F._______ vom 7. März 2017 sichergestellten Forde-

rungen der Zollverwaltung. Letzteres ergibt sich bereits aus dem vorn in 

E. 8.2.2.1 genannten Dahinfallen der Vereinbarung vom 22. Dezember 

2015 / 4. Januar 2016. Mit dem Dahinfallen dieser Vereinbarung verlor die 

EZV nämlich die Möglichkeit, zu einer Pfandverwertung der ihr ausgehän-

digten Aktien zu schreiten. Damit konnten und können aber die Ak-

tien, selbst wenn sie nach wie vor im Besitz der Zollverwaltung sein soll-

ten, – jedenfalls ohne diesbezügliche Sicherstellungsverfügung (vgl. dazu 

sogleich E. 8.4.6) – die Einbringlichkeit der erwähnten Forderungen nicht 

gewährleisten. 

Die Frage, ob die Zollverwaltung die Aktien immer noch bei sich in Gewahr-

sam hält und diese Wertpapiere gegebenenfalls dem Beschwerdeführer 

zurückzugeben sind, bildet – anders als dieser es suggeriert (vgl. dessen 

Stellungnahme vom 25. Juni 2018, S. 6) – keinen Gegenstand des vorlie-

genden Beschwerdeverfahrens.  

8.4.6 Zwar hätte wohl die Zollverwaltung die ihr damals als Pfand überge-

benen Aktien nach dem Dahinfallen der Vereinbarung vom 22. Dezember 

2015 / 4. Januar 2016 mittels einer Sicherstellungsverfügung verarrestie-

ren können. Aus den hiervor (in E. 8.4.3) genannten Gründen war die Zoll-

verwaltung aber nicht gehalten, zur Beachtung des Verhältnismässigkeits-

grundsatzes anstelle der Beschlagnahmen vom 7. März 2017 eine solche 

Sicherstellungsverfügung zu erlassen und/oder die bereits zuvor beschlag-

nahmten Kunstgegenstände (soweit möglich) mittels Sicherstellungsverfü-

gung mit Arrest zu belegen (in diesem Sinne jedoch Stellungnahme des 

Beschwerdeführers vom 25. Juni 2018, S. 11 f.).  

A-1742/2018 

Seite 25 

8.4.7 Es wird im Übrigen weder behauptet noch sind Anhaltspunkte dafür 

ersichtlich, dass die Zollverwaltung das Verhältnismässigkeitsprinzip ver-

letzte, indem sie einen Teil der in der F._______ beschlagnahmten Gegen-

stände in Gewahrsam genommen hat. Diese Massnahme ging angesichts 

des Umstandes, dass der Beschwerdeführer im Vorfeld der Beschlagnah-

men Kunstgegenstände verpfänden, ins Ausland verbringen und dort ver-

steigern liess (vgl. E. 8.2.1 und 8.2.2.3), nicht über das Erforderliche hin-

aus.  

8.5 Aus dem Dargelegten erhellt, dass keine Verletzung des Verhältnis-

mässigkeitsprinzips vorliegt, welche zur Aufhebung des angefochtenen Be-

schwerdeentscheids Anlass geben würde. Bei dieser Sachlage unbegrün-

det ist im Übrigen auch der vom Beschwerdeführer geäusserte Verdacht, 

es sei der EZV statt um eine angemessene Sicherung allfälliger Ansprüche 

darum gegangen, ihn dafür abzustrafen, dass er „sich den Forderungen 

der Zollbehörden nicht unkritisch beugte“ (vgl. Stellungnahme des Be-

schwerdeführers vom 25. Juni 2018, S. 9).  

9.  

Der Beschwerdeführer rügt schliesslich, die Zollverwaltung habe ihre Be-

gründungspflicht verletzt, weil die Beschlagnahmeverfügungen vom 

7. März 2017 keine bzw. keine ausreichenden Begründungen enthalten 

würden.  

9.1 Die vorliegenden Beschlagnahmeverfügungen bzw. Beschlagnahme-

protokolle zu den Beschlagnahmen in der F._______ wurden unter Ver-

wendung von Formularen der Zollverwaltung erlassen. Sie enthalten nebst 

dem Hinweis auf die für die Beschlagnahme geltenden Vorschriften (insbe-

sondere Art. 82 f. ZG) Angaben, welche Kunstgegenstände wann und wo 

beschlagnahmt werden (diese Angaben werden in beigefügten Listen prä-

zisiert). Ferner ist in diesen Verfügungen auch festgehalten, ob die be-

schlagnahmten Gegenstände von der Zollverwaltung in Gewahrsam ge-

nommen oder dem Inhaber gegen ein Verfügungsverbot belassen werden. 

Zwar fehlt es in den Beschlagnahmeverfügungen an genauen Informatio-

nen zu den Forderungen, deren Einbringlichkeit mit den Beschlagnah-

men sichergestellt werden soll. Indessen ist in den beigefügten Listen zu 

jedem der in der F._______ beschlagnahmten Kunstgegenstände je-

weils eine „Fall Nr.“ oder eine „Fall Nr. Zoll“ genannt (vgl. Akten 

ZFA, act. 5.1.40 f.). Mit diesen Nummern war es dem Beschwerdeführer 

ohne Weiteres möglich, sämtliche Beschlagnahmen in der F._______ vom 

A-1742/2018 

Seite 26 

7. März 2017 zu einzelnen konkreten Tatbeständen, welche nach den 

Nachforderungsverfügungen der Zollverwaltung vom 29. Oktober 2014, 

25. Juni 2015 und 19. August 2015 sowie gemäss der Strafverfügung der 

OZD vom 6. Oktober 2016 Grundlage für bestimmte Teile der mit die-

sen Entscheiden erhobenen (Einfuhrsteuer-, Zins-, Bussen- und Gebüh-

ren-)Forderungen bildeten, in Beziehung zu setzen. Denn auch in den ent-

sprechenden Entscheiden – bzw. namentlich in den zugehörigen Nachbe-

zugslisten – wird auf diese von der Zollverwaltung verwendeten Fallnum-

mern Bezug genommen (vgl. die Nachbezugslisten in Akten ZFA, 

act. 10.1.1, 10.1.12.2 und 10.1.15; siehe ferner Akten OZD, act. 251).  

Beispielsweise lässt sich aus dem Beschlagnahmeprotokoll zur in der 

F._______ erfolgten Beschlagnahme des „J._______“ genannten Gemäl-

des von M._______ (Akten ZFA, act. 5.1.40) die „Fall Nr. Zoll“ […] entneh-

men. In der Nachbezugsliste zur Nachforderungsverfügung vom 29. Okto-

ber 2014 wird dieses Gemälde ebenfalls unter der Nummer […] aufgeführt, 

und zwar als Fall der spätestens am 9. November 2009 erfolgten Nichtan-

meldung von Kunstwerken mit einem zu Unrecht nicht entrichteten Einfuhr-

steuerbetrag von Fr. […] (Akten ZFA, act. 10.1.1). Die Fallnummer […] fin-

det sich auch in der Strafverfügung der OZD vom 6. Oktober 2016, wo an 

der entsprechenden Stelle (zur Begründung eines Teils der Busse) ausge-

führt wird, das Gemälde „J._______“ von M._______ sei ohne Zollanmel-

dung in die Schweiz gelangt (vgl. E. 5.1 Ziff. 15 der Strafverfügung).  

9.2 Mit Blick auf die erwähnte Nennung der Fallnummern wurde der Be-

schwerdeführer in die Lage versetzt, sich über die Tragweite der Beschlag-

nahmeverfügungen betreffend die Beschlagnahmen in der F._______ Re-

chenschaft zu geben und sie in voller Kenntnis der Sachlage weiterzuzie-

hen. Nach Treu und Glauben musste ihm damit schon aufgrund dieser Be-

schlagnahmeverfügungen klar sein, dass die Beschlagnahmen zur Siche-

rung desjenigen Teils der streitbetroffenen Forderungen erfolgten, welcher 

nach Ansicht der Zollverwaltung aufgrund der von ihr in den Nachforde-

rungsverfügungen vom 29. Oktober 2014, 25. Juni 2015 und 19. August 

2015, im Strafbescheid vom 24. März 2016 sowie in der Strafverfügung 

vom 6. Oktober 2016 im Zusammenhang mit den betreffenden Fallnum-

mern jeweils angenommenen Sachverhalte (der unrechtmässigen Einfuhr 

der beschlagnahmten Kunstgegenstände) bestand. Eine genaue Angabe 

der Forderungsbeträge, welche gesichert werden sollen, war unter diesen 

Umständen und auch mit Blick auf die Geltung des Spezialitätsprin-

zips (vgl. 5.1.3) entbehrlich (anders jedoch Stellungnahme des Beschwer-

deführers vom 25. Juni 2018, S. 10).  

A-1742/2018 

Seite 27 

Nach dem Gesagten kann keine Rede davon sein, dass die Zollkreisdirek-

tion die Begründungspflicht verletzt hat, und lässt sich entgegen der Dar-

stellung des Beschwerdeführers auch nicht mit Recht behaupten, die OZD 

habe „nachträglich das Tatsachenfundament für einen bereits ergangenen 

Entscheid nachproduziert und so das schwere Versäumnis der ZFA [bzw. 

der Zollkreisdirektion] zu heilen versucht“ (Beschwerde, S. 9).  

Nicht gefolgt werden kann in diesem Licht dem Beschwerdeführer zudem, 

soweit er geltend macht, die OZD hätte aufgrund der Begründungspflicht 

in ihrem Beschwerdeentscheid näher ausführen müssen, für welche an-

geblichen Forderungen die Beschlagnahmen erfolgt seien, wie hoch diese 

Forderungen gewesen seien und weshalb die Beschlagnahmen im ange-

ordneten Umfang notwendig gewesen seien (vgl. Beschwerde, S. 8 f.; 

siehe dazu auch Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 25. Juni 

2018, S. 7 ff.). Der angefochtene Beschwerdeentscheid liess nämlich mit 

seiner Begründung vor dem Hintergrund, dass die Zollkreisdirektion die 

Beschlagnahmen den erwähnten Fallnummern zugeordnet hatte, eine 

sachgerechte Anfechtung zu.  

10.  

10.1 Dem Gesagten zufolge ist die Beschwerde abzuweisen.  

10.2 Ausgangsgemäss sind die auf Fr. 5'000.- festzusetzenden Verfah-

renskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 

VwVG). Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss ist zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten zu verwenden.  

Eine Parteientschädigung an den unterliegenden Beschwerdeführer ist 

nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario). 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.) 

  

A-1742/2018 

Seite 28 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Die Kosten des Verfahrens werden auf Fr. 5'000.- festgesetzt und dem Be-

schwerdeführer auferlegt. Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvor-

schuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Daniel Riedo Beat König 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 

und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-

weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, 

beizulegen (Art. 42 BGG). 

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