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**Case Identifier:** 9f2c461e-11a1-5c38-a980-80a65855f02a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-11-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.11.2016 C-20/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-20-2015_2016-11-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-20/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m   1 4 .  N o v e m b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richter David Weiss,  

Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiberin Giulia Santangelo. 
 

 
 

Parteien 
 T._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Alters- und Hinterlassenenversicherung,  

Anrechnung von Erziehungsgutschriften,  

Einspracheentscheid SAK vom 2. Dezember 2014. 

 

 

 

C-20/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer, geb. 1950, Schweizer Bürger mit Wohnsitz in der 

Dominikanischen Republik, meldete sich am 15. April 2014 zum Bezug ei-

ner Altersrente der Schweizerischen Alters- und Hinterlassenenversiche-

rung an (Akten der Vorinstanz [AHV-act.] 4). Der Beschwerdeführer hat drei 

Töchter, S._______ geb. 1972, A._______ 1981 und P._______ 2009. Die 

Tochter S._______ ging aus der ersten Ehe des Beschwerdeführers mit 

Z._______ (geb. 1954) hervor, die von 1972 bis 1977 dauerte. Die zweite 

Tochter A._______ stammt aus einer Partnerschaft mit N._______ und die 

dritte aus einer weiteren Partnerschaft mit T._______ (geb. 1989), die spä-

ter, am 8. Februar 2010 zum zweiten Eheschluss führte (AHV-act. 10 S. 3, 

17 S. 1, 25 S. 6-9).  

B.  

Am 1. Oktober 2014 erliess die Vorinstanz eine Verfügung, mit welcher sie 

dem Beschwerdeführer eine ordentliche Altersrente mit Kürzung wegen 

Rentenvorbezugs in der Höhe von Fr. 1‘790.- monatlich, ab 1. November 

2014 zusprach. Die Berechnung erfolgte auf der Basis von 43 Versiche-

rungsjahren des Jahrgangs, einer gesamten Versicherungszeit von 42 Jah-

ren und einem Monat, fünf Jahren Erziehungsgutschrift, der Rentenskala 

43 und eines massgeblichen durchschnittlichen Jahreseinkommens von 

Fr. 56‘160.- (AHV-act. 19 S. 3).  

C.  

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 22. Oktober 2014 

Einsprache. Er erklärte, die Erziehungsgutschriften für fünf Jahre beträfen 

seine älteste Tochter, seine zweite Tochter sei hingegen zu Unrecht nicht 

berücksichtigt worden (AHV-act. 20).  

D.  

Die Vorinstanz verfügte mit Einspracheentscheid vom 2. Dezember 2014 

die Abweisung der Einsprache. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen 

aus, bei Kindern, die ausserhalb einer ehelichen Gemeinschaft erzogen 

würden, erhalte derjenige Elternteil die volle Gutschrift, der die elterliche 

Sorge inne gehabt habe, was belegt werden müsse. Der Beschwerdefüh-

rer habe seine elterliche Sorge nicht nachweisen können, weshalb die Ren-

tenberechnung nicht geändert werden könne (AHV-act. 23). 

E.  

Mit Beschwerde vom 30. Dezember 2014 gelangte der Beschwerdeführer 

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Seite 3 

an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der vo-

rinstanzlichen Verfügung sowie die Neuberechnung der Rente. Zur Be-

gründung führte er im Wesentlichen aus, es sei ihm nicht klar, auf welche 

seiner Töchter sich die auf fünf Jahre berechneten Erziehungsgutschriften 

bezögen (Akten des Beschwerdeverfahrens [BVGer-act.] 1). 

F.  

In ihrer Vernehmlassung vom 10. März 2015 führte die Vorinstanz im We-

sentlichen aus, für die älteste Tochter seien Erziehungsgutschriften von 

1973 und 1974 gewährt worden, weil die damalige Ehegattin noch nicht 21 

Jahre alt gewesen sei und deshalb keine Gutschriften habe erhalten kön-

nen. In den Jahren 1975/1976 hätten die Gutschriften gemäss Art. 29sexies 

Abs. 3 AHVG geteilt werden müssen. Im Kalenderjahr der Scheidung sei 

die ganze Erziehungsgutschrift dem die elterliche Sorge innehabenden El-

ternteil zugesprochen worden. Für die jüngste Tochter sei eine Erziehungs-

gutschrift von 2010 bis 2013 zugesprochen worden, da der Anspruch erst 

ab dem der Geburt folgenden Kalenderjahr entstehe. Mit dem Rentenbe-

ginn am 1. November 2014 ende die Zusprechung der Gutschrift gemäss 

Art. 29bis Abs. 1 AHVG per 31. Dezember des Jahres vor Eintritt des Versi-

cherungsfalles. Für die Jahre 2010 bis 2013 hätten zwei Jahre und 10 Mo-

nate angerechnet werden können bzw. zwei Jahre, da nur volle Jahre be-

rücksichtigt würden (BVGer-act. 6). 

G.  

Die dem Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 20. März 2015 ge-

währte Frist zur Replik lief ungenutzt ab. 

H.  

Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erwägun-

gen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG; SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 85bis Abs. 1 

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinter-

lassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) beurteilt das Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen 

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Seite 4 

der SAK. Es liegt keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vor. Das Bun-

desverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zustän-

dig. 

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) findet das 

VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das 

Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-

versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1 

Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil ge-

regelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das 

AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei fin-

den nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrecht-

licher Hinsicht mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grund-

sätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Be-

schwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 22a 

VwVG in Verbindung mit Art. 60 ATSG sowie Art. 21 Abs. 1 und 2, Art. 50 

Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat des angefochtenen Ein-

spracheentscheids vom 11. Dezember 2014 (act. 27) ist der Beschwerde-

führer berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 

oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG). Zusammenfassend ergibt sich, dass 

sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist da-

her einzutreten. 

1.4  

1.4.1 Streitgegenstand bildet das auf Grund der Beschwerdebegehren tat-

sächlich angefochtene Rechtsverhältnis. Anfechtungs- und Streitgegen-

stand beziehen sich auf ein (materielles) Rechtsverhältnis, sei es auf eines 

(z.B. Rentenanspruch), sei es auf mehrere Rechtsverhältnisse (z.B. Ein-

gliederungs- und Rentenanspruch). Bezieht sich also die Beschwerde nur 

auf einzelne der durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisse, ge-

hören die nicht beanstandeten – verfügungsweise festgelegten – Rechts-

verhältnisse zwar wohl zum Anfechtungs-, aber nicht zum Streitgegen-

stand (BGE 125 V 413 E. 2a). Anfechtungs- und Streitgegenstand sind 

dann identisch, wenn die Verwaltungsverfügung insgesamt angefochten 

wird (BGE 131 V 164 E. 2.1; SVR 2010 BVG Nr. 14 S. 56 E. 4.1). 

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Seite 5 

1.4.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 2. Dezember 

2014. Mit Blick auf das Rechtsbegehren des Beschwerdeführers und die 

damit im Zusammenhang stehende Beschwerdebegründung sind vorlie-

gend die angerechneten fünf Jahre Erziehungsgutschriften streitig und zu 

prüfen. Die nicht beanstandeten und mittels angefochtenem Einsprache-

entscheid vom 2. Dezember 2014 festgelegten (weiteren) Rentenberech-

nungsfaktoren (Rentenskala, Übergangsgutschriften, Aufwertungsfaktor) 

gehören zwar wohl zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.  

Vorab sind die zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde massgeben-

den gesetzlichen Grundlagen und die dazu von der Rechtsprechung ent-

wickelten Grundsätze darzulegen. 

2.1 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des 

streitigen Entscheides eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 

mit Hinweis). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, 

sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein 

(BGE 121 V 362 E. 1b). In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen 

materiellen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329 E. 2.3).  

2.2 Die Frage, ob die SAK die Berechnung der Altersrente des Beschwer-

deführers korrekt durchgeführt hat, beurteilt sich grundsätzlich nach den im 

November 2014 (Monat, welcher der Vollendung des gemäss Art. 21 Abs. 1 

Bst. a AHVG massgebenden Altersjahres [65] folgt [Art. 21 Abs. 2 AHVG]) 

gültigen Bestimmungen des AHVG und der Verordnung vom 31. Oktober 

1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV, SR 831.101) 

laut den Bestimmungen gemäss der 10. AHV-Revision (Übergangsbestim-

mungen der 10. AHV-Revision). Mit Blick auf den Zeitpunkt November 

2014 ist überdies auch die Wegleitung des BSV über die Renten in der 

Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, gül-

tig ab 1. Januar 2003, Stand 1. Januar 2014, anwendbar (im Folgenden: 

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Seite 6 

RWL; abrufbar unter www.bsv.admin.ch > Praxis > Vollzug > AHV > Grund-

lagen AHV > Weisungen Renten S. 2 > RWL [Details] > Version 8; zuletzt 

besucht am 6. April 2016). 

2.3 Der Beschwerdeführer ist Schweizer Staatsangehöriger und wohnt in 

der Dominikanischen Republik. Da die Schweiz mit der Dominikanischen 

Republik kein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat, gelangt 

im vorliegenden Fall ausschliesslich schweizerisches Recht zur Anwen-

dung (vgl. Urteile des BVGer C-1108/2011 vom 13. Februar 2012 E. 3.1, 

C-1396/2009 vom 17. August 2009 E. 2.1).  

2.4 Anspruch auf eine Altersrente haben Männer, die das 65. Altersjahr und 

Frauen, die das 64. Altersjahr vollendet haben (Art. 21 Abs. 1 AHVG). Der 

Anspruch entsteht am ersten Tag des Monats, welcher der Vollendung des 

gemäss Abs. 1 massgebenden Altersjahres folgt. Er erlischt mit dem Tod 

(Art. 21 Abs. 2 AHVG). Gemäss Art. 40 Abs. 1 AHVG kann eine Altersrente 

um ein oder zwei Jahre vorbezogen werden, was jedoch eine entspre-

chende Kürzung der Rente mit sich zieht (vgl. Art. 40 Abs. 2 AHVG). 

2.5 Die ordentlichen Renten werden gemäss Art. 29bis Abs. 1 AHVG nach 

Massgabe der Beitragsjahre, Erwerbseinkommen sowie der Erziehungs- 

oder Betreuungsgutschriften der rentenberechtigten Person berechnet. Sie 

gelangen nach Art. 29 Abs. 2 AHVG in Form von Vollrenten für Versicherte 

mit vollständiger Beitragsdauer oder in Form von Teilrenten für Versicherte 

mit unvollständiger Beitragsdauer zur Ausrichtung. Die Teilrente entspricht 

dabei einem Bruchteil der Vollrente (Art. 38 Abs. 1 AHVG), für dessen Be-

rechnung das Verhältnis zwischen den vollen Beitragsjahren der Versicher-

ten zu denjenigen ihres Jahrgangs sowie die eingetretenen Veränderungen 

der Beitragsansätze berücksichtigt werden (Art. 38 Abs. 2 AHVG). Als voll-

ständig gilt die Beitragsdauer, wenn die rentenberechtigte Person zwi-

schen dem 1. Januar nach der Vollendung des 20. Altersjahres und dem 

31. Dezember vor Eintritt des Rentenalters gleich viele Beitragsjahre auf-

weist wie ihr Jahrgang (Art. 29bis Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 29ter 

Abs. 1 AHVG). Dabei bestimmt sich die Beitragsdauer einer versicherten 

Person in der Regel nach den Einträgen in ihren individuellen Konten 

(Art. 30ter AHVG). 

2.6 Innerhalb der anwendbaren Rentenskala bestimmt sich der Rentenbe-

trag nach dem durchschnittlichen Jahreseinkommen. Dieses setzt sich 

grundsätzlich zusammen aus den Erwerbseinkommen, den Erziehungs-

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gutschriften und den Betreuungsgutschriften (Art. 29quater AHVG). Zur Er-

mittlung des massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommens wird 

die Summe der Erwerbseinkommen entsprechend dem Rentenindex ge-

mäss Artikel 33ter AHVG aufgewertet. Das Bundesamt für Sozialversiche-

rungen (BSV) legt die Aufwertungsfaktoren jährlich fest. Die Summe der 

aufgewerteten Erwerbseinkommen sowie die Erziehungs- oder Betreu-

ungsgutschriften werden durch die Anzahl der Beitragsjahre geteilt (Art. 30 

Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 AHVG, Art. 51bis Abs. 1 AHVV). Gemäss Art. 51bis 

Abs. 2 AHVV werden die Aufwertungsfaktoren ermittelt, indem der Renten-

index nach Artikel 33ter Absatz 2 AHVG durch den mit 1,1 gewichteten 

Durchschnitt der Lohnindizes aller Kalenderjahre von der ersten Eintra-

gung in das individuelle Konto des Versicherten bis zum Vorjahr des Ein-

tritts des Versicherungsfalles geteilt wird. Bei unvollständiger Beitrags-

dauer ist das Kalenderjahr für den Aufwertungsfaktor massgebend, in wel-

chem erstmals ein IK-Eintrag vorgenommen wurde, wobei dieses Jahr zwi-

schen dem der Zurücklegung des 20. Altersjahres folgenden Jahr und dem 

Eintritt des Versicherungsfalles liegen muss (vgl. dazu Art. 29bis Abs. 2 

AHVG in Verbindung mit Art. 51bis Abs. 2 AHVV; Urteil des EVG H 49/05 

vom 1. Dezember 2005 E. 2.4; vgl. dazu auch Rz. 5305 RWL). 

2.7 Versicherten wird für die Jahre, in welchen sie die elterliche Gewalt 

über eines oder mehrere Kinder ausüben, die das 16. Altersjahr noch nicht 

erreicht haben, ab dem Kalenderjahr, das der Geburt des ersten Kindes 

folgt (Art. 52f Abs. 1 AHVV) eine Erziehungsgutschrift angerechnet, wobei 

Ehepaaren nicht zwei Gutschriften kumulativ gewährt werden (Art. 29sexies 

Abs. 1 AHVG). Bei der Berechnung der Altersrenten von verwitweten und 

geschiedenen Personen, die vor dem 1. Januar 1953 geboren sind, wird 

eine Übergangsgutschrift berücksichtigt, wenn ihnen nicht während min-

destens 16 Jahren Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet 

werden konnten. Die Übergangsgutschrift entspricht der Höhe der halben 

Erziehungsgutschrift und beträgt für Personen mit Jahrgang 1947 

12 Jahre, jedoch maximal die Anzahl Jahre, welche für die Festsetzung der 

Rentenskala der rentenberechtigten Person berücksichtigt werden (lit. c 

Abs. 2 und 3 der Schlussbestimmungen der Änderung vom 7. Oktober 

1994 [10. AHV-Revision]). Einkommen, welche die Ehegatten während der 

Kalenderjahre der gemeinsamen Ehe erzielt haben, werden geteilt und je 

zur Hälfte den beiden Ehegatten angerechnet. Die Einkommensteilung 

wird vorgenommen, wenn beide Ehegatten rentenberechtigt sind, wenn 

eine verwitwete Person Anspruch auf eine Altersrente hat oder bei Auflö-

sung der Ehe durch Scheidung (Art. 29quinquies Abs. 3 lit. a bis c AHVG). Der 

Teilung und gegenseitigen Anrechnung unterliegen jedoch nur Einkommen 

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aus der Zeit zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres 

und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles beim Ehegat-

ten, welcher zuerst rentenberechtigt wird und aus Zeiten, in denen beide 

Ehegatten in der schweizerischen AHV versichert gewesen sind (Art. 29quin-

quies Abs. 4 AHVG). Nach Art. 50b AHVV werden die Einkommen von Ehe-

paaren in jedem Jahr, in dem beide Ehegatten in der AHV versichert gewe-

sen sind, hälftig geteilt (Abs. 1, erster Satz). Auch wenn die beiden Ehegat-

ten in einem Kalenderjahr nicht während der gleichen Monate versichert 

sind, werden die Einkommen während des ganzen Kalenderjahres aufge-

teilt. Die Beitragszeiten werden jedoch nicht übertragen (Abs. 2). Die Ein-

kommen im Jahr der Eheschliessung und im Jahr der Auflösung der Ehe 

werden nicht geteilt (Abs. 3). Art. 29quinquies AHVG ist seit dem 1. Januar 

1997 in Kraft. Gemäss lit. c der Schlussbestimmungen der Änderung vom 

7. Oktober 1994 (10. AHV-Revision) gelten die neuen Bestimmungen für 

alle Renten, auf die der Anspruch nach dem 31. Dezember 1996 entsteht 

(Abs. 1). Bei der Berechnung der Altersrente von geschiedenen Personen 

wird Art. 29quinquies Abs. 3 AHVG auch angewendet, wenn die Ehe vor dem 

1. Januar 1997 geschieden wurde (Abs. 4). 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer war seit dem 15. Mai 1972 bis am 22. Septem-

ber 1977 in erster Ehe verheiratet, am 1. September 1972 kam die gemein-

same Tochter S._______ zur Welt. Die damalige Ehefrau Z._______ ist am 

8. August 1954 geboren. Grundsätzlich sind die Erziehungsgutschriften bei 

Ehegatten hälftig zu teilen. Da diese einem Elternteil erst am 1. Januar 

nach Vollendung des 20. Altersjahres angerechnet werden können (Art. 

29bis Abs. 1 und Art. 29sexies Abs. 3 Satz 1 AHVG), hatte die damalige Ehe-

gattin des Beschwerdeführers erst ab 1975 Anspruch auf hälftige Teilung 

der Erziehungsgutschrift, während diese in den beiden vorangehenden 

Jahren 1973 und 1974 ungeteilt dem Beschwerdeführer zustanden. Ab 

dem Kalenderjahr der Eheauflösung, vorliegend ab 1977 ging die gesamte 

Erziehungsgutschrift an die damalige Ehegattin des Beschwerdeführers, 

welche von nun an alleine die elterliche Gewalt ausübte (Art. 52f Abs. 2 

AHVV). Somit kann sich der Beschwerdeführer für die erste Tochter 

S._______ zwei ganze Jahre (1973 und 1974) sowie zwei halbe Jahre 

(1975 und 1976) anrechnen lassen.  

3.2 In Bezug auf seine zweite Tochter A._______ konnte der Beschwerde-

führer nicht nachweisen, dass er Inhaber der elterlichen Sorge war. Zudem 

trägt A._______ den Nachnamen ihrer Mutter. Da der Beschwerdeführer 

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mit der Kindsmutter nicht verheiratet war, gilt nach Art. 298 Abs. 1 ZGB der 

Grundsatz, dass bei unverheirateten Eltern das Sorgerecht der Mutter zu-

steht. Folglich kann sich der Beschwerdeführer keine Erziehungsgutschrift 

anrechnen lassen. 

3.3 P._______, das dritte Kind des Beschwerdeführers wurde am 10. Sep-

tember 2009 geboren. Da im Jahre der Entstehung des Anspruchs keine 

Gutschriften angerechnet werden (Art. 52f Abs. 1 Satz 2 AHVV), können 

solche im vorliegenden Fall grundsätzlich erst ab dem Jahr 2010 berück-

sichtigt werden.  Der Beschwerdeführer hat die Mutter T._______ seiner 

dritten Tochter erst am 8. Februar 2010 geheiratet. Damit kann er sich die 

halbe Erziehungsgutschrift gestützt auf die Ehe erst ab 2011 anrechnen 

lassen (Art. 29sexies Abs. 3 Satz 1 i.V.m. Art. 52f Abs. 1 Satz 2 AHVV). Für 

das Jahr 2010 gilt die Bestimmung für unverheiratete Eltern, wonach eine 

Teilung erfolgt, wenn die elterliche Sorge gemeinsam ausgeübt wird (Art. 

52f Abs. 2bis), wovon vorliegend auszugehen ist. Damit stehen dem Be-

schwerdeführer ab 2010 bis am 31. Dezember vor Eintritt des Versiche-

rungsfalles (Art. 29sexies Abs. 3 AHVG), der vorliegend am 1. November 

2014 eingetreten ist, dh. bis 2013 vier halbe Erziehungsgutschriften zu. 

Gestützt auf seine jüngste Tochter P._______ hat der Beschwerdeführer 

folglich Anspruch auf zwei Jahre Erziehungsgutschrift. Die Vorinstanz kam 

bei ihrer Berechnung zum Zwischenergebnis von zwei Jahren und 10 Mo-

naten, weil sie die Monate im Jahr 2014 vor Eintritt des Versicherungsfalles 

fälschlicherweise mitberechnet hat. Da diese zehn Monate schliesslich von 

der Vorinstanz nicht berücksichtigt wurden, ändert sich am Ergebnis letzt-

endlich nichts. 

3.4 Damit können dem Beschwerdeführer insgesamt fünf volle Gutschrifts-

jahre angerechnet werden (drei Jahre von der ältesten Tochter S._______ 

und zwei Jahre von der jüngsten Tochter P._______). Folglich hat die Vo-

rinstanz dem Beschwerdeführer zu Recht fünf Jahre Erziehungsgutschrif-

ten angerechnet und ihr Ergebnis ist nicht zu beanstanden. Da im Übrigen 

keine Fehler bei der Ermittlung des Rentenanspruchs des Beschwerdefüh-

rers geltend gemacht wurden und auch nicht ersichtlich sind, erweist sich 

die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

4.  

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG), weshalb keine Ver-

fahrenskosten zu erheben sind.  

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Seite 10 

Die obsiegende Vorinstanz hat als Bundesbehörde keinen Anspruch auf 

Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 73.320.2]). Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist entspre-

chend dem Verfahrensausgang ebenfalls keine Parteientschädigung zuzu-

sprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

Dispositiv nächste Seite 

  

C-20/2015 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Giulia Santangelo 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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