# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c26aee3-aebb-5958-8eb2-cd5fd2982cdd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.08.2009 E-5323/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5323-2009_2009-08-31.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5323/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 1 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 14. August 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5323/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  aus  B._______  (C._______) 
stammender  nigerianischer  Staatsangehöriger  der  Ethnie  der  Igbo, 
sein Heimatland eigenen Angaben zufolge in der ersten Februarwoche 
2009  verliess  und  via  D._______  und  ihm unbekannte  Transitländer 
am 7. März 2009 illegal  in  die Schweiz gelangte,  wo er  am 8. März 
2009 um Asyl nachsuchte,

dass  er  am  31.  März  2009  im  Transitzentrum  (TZ)  E._______ 
summarisch befragt und am 13. August 2009 durch das Bundesamt zu 
den Asylgründen angehört wurde,

dass  er  anlässlich  der  Befragungen  zu  seinen  Fluchtgründen  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  er  habe  während  des  "New-Yam 
Festes" im Juni 2008 in seinem Heimatdorf verbotenerweise sexuellen 
Verkehr mit einem (...) Jungen gehabt,

dass er  dabei  von fünf  Dorfbewohnern erwischt  worden sei,  die  den 
Beschwerdeführer deswegen geschlagen und ihm mit dem Tod gedroht 
hätten,

dass sie ihn daraufhin festgenommen und für einen Monat und einen 
Tag in ein Ogai (eine Art mit Schnüren befestigter Holzkäfig) gebracht 
und eingesperrt hätten, 

dass  er  eines  nachts  aus  dem Holzkäfig  habe  entkommen  können, 
woraufhin  er  mit  gebrochenem  Arm  und  sonstiger  Verletzung  nach 
F._______  geflüchtet  sei,  wo  er  sich  bis  Ende  des  Jahres  2008 
aufgehalten habe,

dass  er  sich  dort  wegen  seiner  Verletzungen  traditionell  habe 
behandeln lassen,

dass er in dieser Zeit erfahren habe, dass der Junge, mit welchem er 
sexuellen Verkehr gehabt habe, umgebracht worden sei und auch er 
gesucht werde,

dass  er  vor  diesem  Hintergrund  und  wegen  der  medizinischen 
Infrastruktur  respektive  Behandlung  in  der  Schweiz  (operative 
Entfernung  seiner  [...]),  sowie  aus  Furcht,  bei  seiner  Rückkehr 

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umgebracht  zu werden,  sein Heimatland auf  dem Seeweg verlassen 
habe (vgl. A 22 S. 5),

dass  ein  Fingerabdruckvergleich  mit  Eurodac  ergab,  dass  der 
Beschwerdeführer  bereits  am  16.  Oktober  2007  in  G._______ 
(Spanien)  daktyloskopisch  erfasst  wurde,  woraufhin  dem 
Beschwerdeführer am 31. März 2009 sowie im Rahmen der direkten 
Bundesanhörung das rechtliche Gehör gewährt wurde,

dass  er  diesbezüglich  ausführte,  er  habe  Nigeria  vor  Februar  des 
Jahres  2009  nie  verlassen  und  habe  für  seine  Ausreise  ausser 
D._______ keine anderen Länder passiert,

dass bezüglich des weiteren Inhalts seiner Aussagen im Einzelnen auf 
die Protokolle bei den Akten verwiesen werden kann,

dass  der  Beschwerdeführer  keine rechtsgenüglichen Ausweispapiere 
vorlegte  und  der  schriftlichen  Aufforderung  zur  Papierbeschaffung 
innert 48 Stunden nicht nachgekommen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  einer  Drogenkontrolle  in 
H._______  am  4.  Juni  2009  von  der  Kantonspolizei  I._______ 
angehalten und in polizeiliche Sicherheitshaft genommen wurde,

dass das BFM mit Verfügung vom 14. August 2009  – eröffnet am 19. 
August 2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus 
der Schweiz verfügte sowie den Vollzug anordnete,

dass  es  zudem  die  Aushändigung  editionspflichtiger  Akten  gemäss 
Aktenverzeichnis verfügte,

dass  das  BFM  zur  Begründung  des  Nichteintretens  auf  das 
Asylgesuch  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe 
innert  48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbaren 
Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  und  Art.  7  AsylG  nicht,  und 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  in  seinem  Fall  seien 
aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. August 2009 – Datum 
Poststempel – gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erhob  und  beantragt,  der  negative  Entscheid  des  BFM 
vom  14.  August  2009  sei  aufzuheben,  es  sei  seine 
Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und ihm sei Asyl zu gewähren,

dass  er  ferner  beantragt,  es  sei  festzustellen,  dass  der 
Wegweisungsvollzug unzulässig,  unzumutbar  und unmöglich  sei  und 
es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass er in prozessualer Hinsicht beantragt, es sei ihm die unentgelt-
liche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und Abs. 2 des Bundes-
gesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die Erhebung eines Kosten-
vorschusses sei zu verzichten, eventualiter sei die aufschiebende Wir-
kung  der  Beschwerde  wiederherzustellen  und  die  Vollzugsbehörden 
seien anzuweisen,  die Kontaktaufnahme mit  dem Heimat-  oder  Her-
kunftsstaat  sowie jede Weitergabe von Daten an denselben bis zum 
Endentscheid über diese Beschwerde zu unterlassen, subeventualiter 
sei eine eventuell bereits erfolgte Datenweitergabe an den Heimatstaat 
offenzulegen, und der Beschwerdeführer sei in einer separaten Verfü-
gung darüber zu informieren, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 27. August 2009 vollständig beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art.  31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art.  83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

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dass  in  der  angefochtenen  Verfügung  einer  allfälligen  Beschwerde 
dagegen die aufschiebende Wirkung nicht  entzogen wurde,  weshalb 
auf  das  Begehren,  die  aufschiebende  Wirkung  der  Beschwerde  sei 
wiederherzustellen, nicht einzutreten ist,

dass  somit  auf  die  im  Übrigen  form-  und  fristgerecht  eingereichte 
Beschwerde  – vorbehältlich der nachfolgenden Erwägungen  – einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  auf  das  Begehren  um  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
und um Gewährung von Asyl somit nicht einzutreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE ebenda E. 2.1 S. 73),

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dass  die  Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts 
zudem  in  der  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs  nicht 
beschränkt ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG 
i.V.m. Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) materiell zur Sache 
zu äussern hat,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass die  Bestimmung von Art. 32 Abs. 2  Bst. a  AsylG jedoch keine 
Anwendung findet, wenn Asylsuchende glaubhaft machen können, sie 
seien  dazu  aus  entschuldbaren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art.  32 
Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 
und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 
Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf  Grund  der  Anhörung  erweist,  dass  zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. 
c AsylG),

dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Frist von 48 Stun-
den nach Einreichung seines Asylgesuchs unbestrittenermassen keine 
Papiere  eingereicht  hat,  womit  die  Grundvoraussetzung  für  einen 
Nichteintretensentscheid  in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG erfüllt ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  – 

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überzeugend  dargelegt  hat,  weshalb  für  das  Nichteinreichen  von 
Reise- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  gemäss  den  zutreffenden  Feststellungen  des  BFM  seine 
Aussagen  zum  Verbleib  seiner  nigerianischen  Identitätskarte 
widersprüchlich ausgefallen sind,

dass daran sein Erklärungsversuch in der Beschwerdeschrift, wonach 
er den Dolmetscher wohl missverstanden habe, nichts an der Sache 
ändert,  zumal  der  Beschwerdeführer  die  Richtigkeit  der  jeweiligen 
Protokolle  am Ende  der  Anhörung  mit  seiner  Unterschrift  bestätigte 
und darüber hinaus jeweils angab, den Dolmetscher gut verstanden zu 
haben (vgl. 1 S. 8; A 7 S. 3; A 22 S. 2),

dass  in  Ergänzung  der  vorinstanzlichen  Erwägungen  weitgehend 
ausgeschlossen  werden  kann,  dass  es  ihm  angesichts  strenger 
Grenzkontrollen  in  den  Schengen-Vertragsstaaten  und  der  für  seine 
Reise  notwendigen  Transitländer  möglich  gewesen  wäre,  ohne 
authentische und rechtsgenügliche Ausweispapiere  – respektive ohne 
in diesen Ländern jemals kontrolliert  zu werden (vgl. A1 S. 7)  – von 
Nigeria in die Schweiz zu gelangen,

dass  schliesslich  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zu  seinem 
Einreisedatum sowie zu seiner Reisroute und seine Behauptung, nie in 
Spanien  gewesen  zu  sein,  aufgrund  der  daktyloskopischen 
Abklärungsergebnisse in Spanien tatsachenwidrig ausgefallen und  mit 
den  Erkenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts  über  die 
erkennungsdienstliche Registrierung in Spanien nicht  zu vereinbaren 
sind,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  realitätsfremden 
Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der gesamten Aktenlage 
davon ausgeht, er sei über Spanien in die Schweiz gereist und habe 
bei  seiner  Einreise  in  die  Schweiz  authentische  Identitäts-  oder 
Reisepapiere besessen, welche er jedoch innert  48 Stunden und bis 
heute in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 
Abs.  1  Bst.  b  AsylG)  den  schweizerischen  Asylbehörden  nicht 
aushändigte, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund den Anhörungen zu 
Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen 

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zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat,

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach  der  Befragung  im  TZ  E._______  vom 31.  März  2009  und  der 
direkten Anhörung vom 13. August  2009 darstellt,  unter  Verzicht  auf 
zusätzliche  tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen 
einer  bloss  summarischen  Prüfung  der  eindeutige  Schluss  gezogen 
werden  kann,  dass  der  Beschwerdeführer  offensichtlich  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfüllt,  und  einem  Vollzug  seiner 
Wegweisung keine Hindernisse entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b 
und c AsylG),

dass  das  BFM  in  der  Entscheidbegründung  nämlich  zu  Recht 
ausführte, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien aufgrund des 
eindeutigen  Abklärungsergebnisses  mit  Eurodac  sowie  seiner 
widersprüchlichen  Vorbringen  insgesamt  nicht  glaubhaft,  wobei  zur 
Vermeidung  von  Wiederholungen  vorab  auf  die  zutreffenden 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass auch in der substanziell äusserst knapp gehaltenen Beschwerde 
nichts geltend gemacht wird, was zu einer anderen Beurteilung führen 
könnte,  zumal  eine  konkrete  Auseinandersetzung  mit  den  dem 
Beschwerdeführer  vorgeworfenen  Unglaubhaftigkeitselementen 
grundsätzlich unterbleibt,

dass  sodann  die  Behauptung  des  Beschwerdeführers  in  seiner 
Rechtsmitteleingabe,  er  habe  Probleme  mit  (...)  in  diesem  Umfang 
erstmals auf Beschwerdeebene geltend gemacht wird,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung im TZ E._______ 
diesbezüglich  noch  angab,  dass  er  von  einem  'Medizinmann'  in 
F._______  behandelt  worden  sei,  worauf  er  seine  Reise  fortgeführt 
habe (vgl. A1 S. 5),

dass der Beschwerdeführer im Verlauf des Asylverfahrens nicht mehr 
geltend machte, er benötige eine ärztliche Behandlung und sich aus 
den weiteren Akten keine Hinweise entnehmen lassen, es dränge sich 
eine solche auf,

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dass damit  auf  das Nachreichen eines Arztzeugnisses zu verzichten 
ist, zumal dieses nach dem Gesagten nicht geeignet wäre, ernsthafte 
gesundheitliche Probleme des Beschwerdeführers zu belegen,

dass  der  Vollständigkeit  halber  zu  erwähnen  ist,  es  sich  bei 
Festnahmen  wegen  sexueller  Übergriffe  auf  Minderjährige  um  die 
Verfolgung eines gemeinstrafrechtliches Delikt handelt, welches keine 
asylrechtliche Relevanz im Sinnes des Asylgesetzes entfaltet,

dass  es  sich  erübrigt,  auf  die  weiteren  Ausführungen  in  der 
Beschwerdeschrift vom 24. August 2009 näher einzugehen, da sie an 
den Schlussfolgerungen der Vorinstanz nichts zu ändern vermögen,

dass  damit  das  BFM  zu  Recht  ausgeführt  hat,  die  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers erfüllten die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und Art. 7 AsylG nicht,

dass mithin die  Vorinstanz im vorliegenden Fall  aufgrund der Akten-
lage,  wie  sie  sich  nach  der  Direktanhörung  vom  13.  August  2009 
präsentierte,  unter  Verzicht  auf  zusätzliche  tatbestandliche  oder 
rechtliche Abklärungen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung 
zu Recht den Schluss gezogen hat, der Beschwerdeführer erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht  und  einem  Vollzug  der  Wegweisung 
stünden  keine  Hindernisse  entgegen  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  und c 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-

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gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG bzw. Art. 33 Ziff. 1 FK verankerte Prinzip des 
flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschen-
rechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  sind,  die  dem 
Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  da es  dem Beschwerdeführer  of-
fensteht, die in seiner Heimat bestehenden medizinischen Strukturen 
im Bedarfsfall in Anspruch zu nehmen, umso mehr als er sich eigenen 
Angaben  gemäss  bereits  in  Nigeria  in  medizinische  Behandlung 
begeben hat (vgl. A 1 S. 5),

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dass, selbst wenn die Behandlungsmöglichkeiten in Nigeria nicht dem 
medizinischen Standard in der Schweiz entsprechen sollten, dies den 
Vollzug indes noch nicht unzumutbar macht,  zumal in casu aufgrund 
der  bestehenden  Akten  nicht  von  einer  ungenügenden  Möglichkeit 
einer allfälligen (Nach-)Behandlung gesprochen werden kann, die eine 
drastische und lebensbedrohende Verschlechterung des Gesundheits-
zustandes nach sich ziehen würde (vgl. EMARK 2004 Nr. 7 E. 5d; 2003 
Nr. 24 E. 5b S. 157 f.), weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend 
auch zumutbar ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  Nigeria  nach  wie  vor  über  Famili-
enangehörige und einen Freundeskreis verfügen dürfte, mit denen er 
den  Akten  zufolge  in  Kontakt  steht  und  auf  deren  Unterstützung  er 
zählen kann (vgl. A 1 S. 3), 

dass keine Gründe ersichtlich sind, weshalb es dem Beschwerdeführer 
angesichts seiner Schulausbildung sowie seiner Berufserfahrung und 
der  Hilfe  seines  sozialen  Beziehungsnetzes  nicht  möglich  und  zu-
mutbar  ist,  sich  in  seiner  Heimat  beziehungsweise  Herkunftsregion 
eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass der Antrag, die Vollzugsbehörden seien anzuweisen, die Kontakt-
aufnahme  mit  dem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  des  Beschwerde-
führers sowie jede Weitergabe von Daten an denselben bis zum End-
entscheid  über  die  Beschwerde  zu  unterlassen,  mit  vorliegendem 
Direktentscheid gegenstandslos geworden ist,

dass  das  BFM hingegen  anzuweisen  ist,  dem Beschwerdeführer  im 
Rahmen von Art. 26 ff. VwVG eine eventuell  bereits  erfolgte  Weiter-
gabe von Personendaten im Sinne von Art. 97 Abs. 3 Bstn. a - c AsylG 
an die zuständige ausländische Behörde offen zu legen,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion gegen-
standslos geworden ist,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG beantragt,

dass das Verfahren aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu bezeichnen ist und das Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG  somit 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. 
Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das BFM wird  angewiesen,  dem Beschwerdeführer  der  zuständigen 
ausländischen  Behörde  eventuell  weitergegebene  Personendaten 
offen zu legen.

3.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

4.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

5.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und das (...).

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand: 

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