# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 148c1ea9-fce4-536e-961a-e40093d57c69
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.10.2014 PA140046
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA140046_2014-10-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PA140046-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichterin lic. iur.  

M. Stammbach sowie Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hinden. 

Urteil vom 21. Oktober 2014 

in Sachen 

 

A._____,  
verbeiständet durch B._____, 

Beschwerdeführer, 

 

betreffend 
fürsorgerische Unterbringung 

 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes (10. Abteilung) des Be-
zirksgerichtes Zürich vom 8. Oktober 2014 (FF140273) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1.  

Am 28. Dezember 2013 ordnete der Notfallpsychiater Dr.med. C._____ die für-

sorgerische Unterbringung des Beschwerdeführers an und wies ihn in die psychi-

atrische Universitätsklinik Zürich ein. Am 6. Februar 2014 erklärte der Beschwer-

deführer, er sei mit einem freiwilligen Aufenthalt in der Klinik einverstanden, ver-

liess diese aber bereits am 8. Februar 2014 wieder. Gleichentags wurde er von 

der Polizei wegen auffälligen Verhaltens angehalten. Der aufgebotene Dr.med. 

D._____ ordnete erneut die fürsorgerische Unterbringung an. Es handelte sich 

bereits um die 18. stationäre Aufnahme des Beschwerdeführers in der psychiatri-

schen Universitätsklinik Zürich. Die gegen die fürsorgerische Unterbringung erho-

bene Beschwerde wurde vom Bezirksgericht Zürich mit Urteil vom 20. Februar 

2014 abgewiesen (act. 3).  

Mit Beschluss vom 20. März 2014 ordnete die Kindes- und Erwachsenenschutz-

behörde Zürich (KESB Zürich) die Weiterführung der fürsorgerischen Unterbrin-

gung an (act. 4). In der Folge wurde er im Wohn- und Pflegeheim E._____ in 

F._____ untergebracht. Am 29. April 2014 wurde der Beschwerdeführer auf Ver-

anlassung von Dr.med. G._____ aufgrund eines wahnhaften Zustandsbildes, ins-

besondere bedrohlichen Äusserungen gegenüber dem Personal und Tätlichkeiten 

gegenüber einem Pfleger erneut in die psychiatrische Universitätsklinik Zürich 

eingewiesen. Eine dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bezirksgericht Zü-

rich mit Urteil vom 8. Mai 2014 abgewiesen (act. 5). Am 12. August 2014 be-

schloss die KESB Zürich, die fürsorgerische Unterbringung aufrecht zu erhalten. 

Der Beschwerdeführer befand sich mittlerweile wieder im Wohn- und Pflegezent-

rum E._____ (act. 6). Auf eine gegen den Beschluss vom 20. März 2014 am 18. 

August 2014 eingereichte Beschwerde trat das Bezirksgericht Zürich mit Verfü-

gung vom 19. August 2014 nicht ein (act. 8). Dagegen erhob der Beschwerdefüh-

rer Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich. Mit Urteil vom 8. Septem-

ber 2014 trat die Kammer auf die Beschwerde nicht ein (act. 9). Gleichentags er-

hob der Beschwerdeführer erneut Beschwerde beim Bezirksgericht Zürich, das 

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auf das Rechtsmittel mit Verfügung vom 10. September 2014 nicht eintrat (act. 

10).  

Am 3. und 6. Oktober 2014 reichte der Beschwerdeführer zwei Beschwerden 

beim Bezirksgericht Zürich ein. In der Verfügung vom 8. Oktober 2014 erwog die 

Vorinstanz im Wesentlichen, dass die KESB Zürich mit Beschluss vom 12. August 

2014 die fürsorgerische Unterbringung insbesondere in Bezug auf den Aufenthalt 

des Beschwerdeführers im Wohn- und Pflegezentrum E._____ bestätigt habe. 

Der Beschwerdeführer nehme nicht Bezug auf einen die Entlassung ablehnenden 

Entscheid der Leitung des Wohn- und Pflegezentrums E._____, weshalb auf die 

Beschwerde nicht einzutreten sei. Da die fürsorgerische Unterbringung bereits 

mehrfach durch die KESB Zürich und das Gericht überprüft worden sei, hätte der 

Beschwerdeführer zurzeit ohnehin kein rechtlich geschütztes Interesse an einer 

erneuten Überprüfung (act. 12).  

Nach Empfang der Verfügung vom 8. Oktober 2014 reichte der Beschwerdeführer 

bei der Vorinstanz per Fax eine als "Beschwerde" bezeichnete Eingabe ein, mit 

der er den Antrag stellt, die KESB sei aufzulösen; er habe nichts unterschrieben 

(act. 15). Das Schreiben wurde vom Bezirksgericht Zürich an die Kammer weiter-

geleitet, wo es am 16. Oktober 2014 einging. Am 18. Oktober 2014 reichte der 

Beschwerdeführer eine Eingabe ein, aus der hervorgeht, dass er bei der KESB 

Zürich ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt habe. Die Behörde ha-

be ihm mitgeteilt, dass zurzeit kein Verfahren hängig sei. Der Beschwerdeführer 

leitet daraus unzutreffenderweise ab, dass deswegen die fürsorgerische Unter-

bringung aufgehoben sei (act. 17).  

2.  

2.1. Eine Fax-Eingabe ist ungültig (Art. 130 Abs. 1). Dem Beschwerdeführer 

wäre gegebenenfalls eine Frist zur Verbesserung anzusetzen, unter der Andro-

hung, dass bei Säumnis die Eingabe als nicht erfolgt gelte (Art. 132 Abs. 1 ZGB). 

Da der Beschwerde jedoch ohnehin kein Erfolg beschieden ist, ist darauf zu ver-

zichten.  

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2.2.  

Der Beschwerdeführer stellte formell einen Antrag auf Auflösung der KESB. Sinn-

gemäss und nach Treu und Glauben ausgelegt ist davon auszugehen, dass er die 

Aufhebung der Verfügung vom 8. Oktober 2014 sowie die Entlassung aus der für-

sorgerischen Unterbringung verlangt. Die Beschwerde ist zulässigerweise nicht 

begründet (Art. 450e Abs. 1 ZGB). Es ist aufgrund der Akten zu entscheiden.  

Die fürsorgerische Unterbringung wurde letztmals von der KESB Zürich mit Be-

schluss vom 12. August 2014 überprüft (act. 6 und act. 16). Dagegen hätte innert 

10 Tagen Beschwerde erhoben werden können. Die Beschwerde vom 18. August 

2014 richtete sich gegen den Beschluss der KESB Zürich vom 30. März 2014. 

Darüber wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 19. August 2014 (act. 8) 

und Urteil der Kammer vom 8. September 2014 (act. 9) rechtskräftig entschieden. 

Bezüglich des Beschlusses vom 12. August 2014 liegt keine rechtzeitig erhobene 

Beschwerde vor. Auch bringt der Beschwerdeführer nicht vor, dass seither ein 

Entlassungsgesuch abgewiesen worden wäre, das er mit den Beschwerden vom 

3. und 6. Oktober 2014 hätte anfechten können. Die Vorinstanz ist deshalb zu 

Recht auf die Beschwerden nicht eingetreten. Die dagegen erhobene Beschwer-

de ist abzuweisen.  

3.  

Umständehalber ist auf die Erhebung einer Entscheidgebühr zu verzichten.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz.  

3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an den Beistand B._____, 

an die KESB Zürich, die Leitung des Wohn- und Pflegezentrums E._____ 

sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein. 

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Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic.iur. M. Hinden 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 21. Oktober 2014
	Erwägungen:
	1.
	2.
	2.1. Eine Fax-Eingabe ist ungültig (Art. 130 Abs. 1). Dem Beschwerdeführer wäre gegebenenfalls eine Frist zur Verbesserung anzusetzen, unter der Androhung, dass bei Säumnis die Eingabe als nicht erfolgt gelte (Art. 132 Abs. 1 ZGB). Da der Beschwerde j...
	2.2.

	3.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz.
	3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an den Beistand B._____, an die KESB Zürich, die Leitung des Wohn- und Pflegezentrums E._____ sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein.
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...