# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b47e89a9-fa01-5b8a-9fe1-8e1ff345b665
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-29
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.08.2025 S 2024 83
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2024-83_2025-08-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Sarah Schneider und lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: lic. iur. Thomas Kreyenbühl

U R T E I L  vom 29. August 2025 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. Lorenz Gmünder, SCHWAGER MÄTZLER 
SCHNEIDER Rechtsanwälte, Poststrasse 23, Postfach 1936, 
9001 St. Gallen

gegen

Elips Life AG, Ruggell, Zweigniederlassung Schweiz in Zürich, Thurgauerstras-
se 54, 8050 Zürich
Beschwerdegegnerin 
vertreten durch RA lic. iur. Reto Bachmann, Lischer Zemp & Partner
Genferhaus, St. Leodegarstrasse 2, 6006 Luzern

betreffend

Unfallversicherung (Leistungen)

S 2024 83

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Urteil S 2024 83

A.
A.a A.________, geboren 1993, war seit dem 1. Dezember 2018 als Consultant bei 
der B.________ AG angestellt und dadurch bei der Elips Life AG obligatorisch gegen die 
Folgen von Unfällen versichert. Am 24. Juni 2020 meldete die Arbeitgeberin der Elips Life 
AG, dass der Versicherte am 19. Juni 2020 während der Ferien in Italien ausgerutscht und 
über ein Sofa gefallen sei. Beim Aufprall habe er sich die rechte Schulter ausgekugelt (UV-
act. 1, Dossier I). Im Bericht vom 28. Juli 2020 empfahlen die behandelnden Ärzte der 
C.________ ein konservatives Vorgehen mit Physiotherapie (UV-act. 2, Dossier I). Die 
Elips Life AG richtete Heilbehandlungsleistungen aus. 

A.b Ab dem 1. Februar 2021 war der Versicherte aufgrund eines Stellenwechsels bei 
der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) obligatorisch gegen die Folgen von Un-
fällen versichert. Am 7. August 2023 kugelte er sich während eines Pull-ups die rechte 
Schulter aus (UV-act. 15, Dossier I). Mit Verfügung vom 2. Oktober 2023 hielt die AXA 
fest, dass kein Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung be-
stehe, da es sich beim Ereignis vom 7. August 2023 nicht um einen Unfall im Sinne von 
Art. 4 ATSG handle. Zudem liege auch keine unfallähnliche Körperschädigung gemäss 
Art. 6 Abs. 2 UVG vor, da die Verletzung vorwiegend auf Abnützung resp. einen Vorzu-
stand (chronische Schulterinstabilität) zurückzuführen sei (UV-act. 8, Dossier I). Dagegen 
erhob der Versicherte am 31. Oktober 2023 Einsprache (vgl. auch Einspracheergänzung 
vom 20. November 2023). Mit Entscheid vom 1. März 2024 hiess die AXA die Einsprache 
teilweise gut und hielt fest, dass das Vorliegen eines Unfalls nach Art. 4 ATSG bejaht wer-
de. Die Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung würden in Ermangelung 
des natürlichen Kausalzusammenhangs per 25. August 2023 eingestellt. Die dagegen 
vom Versicherten am 22. April 2024 erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht 
des Kantons Zug mit Urteil S 2024 38 vom 29. August 2025 ab.

A.c Am 3. Oktober 2023 hatten die Ärzte der C.________ bei der Elips Life AG ein 
Kostengutsprachegesuch für eine Operation der rechten Schulter gestellt (Rückfall zum 
Unfallereignis vom 19. Juni 2020; UV-act. 3, Dossier I). Die Elips Life AG zog die Akten 
der AXA bei (UV-act. 14 f., Dossier I). Am 11. Oktober 2023 erstattete Dr. med. 
D.________, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, im Auftrag der Elips Life AG 
eine Stellungnahme (UV-act. 21, Dossier I). Am 12. Oktober 2023 wurde der Versicherte 
in der C.________ an der rechten Schulter operiert (offene Schulterstabilisation nach La-
tarjet; UV-act. 29, Dossier I). Mit Verfügung vom 19. Oktober 2023 hielt die Elips Life AG 
fest, dass die aktuellen Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zu-

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Urteil S 2024 83

sammenhang mit dem Unfall vom 19. Juni 2020 stehen würden. Die Leistungen würden 
deshalb abgelehnt (UV-act. 25, Dossier I). Dagegen erhob der Versicherte am 20. No-
vember 2023 Einsprache (UV-act. 27, Dossier I). Am 26. Juli 2024 gab Dr. D.________ 
eine weitere versicherungsmedizinische Stellungnahme ab (UV-act. 1, Dossier II). Mit Ent-
scheid vom 13. August 2024 wies die Elips Life AG die Einsprache ab (UV-act. 3, Dossier 
II). 

B. Dagegen erhob der Versicherte am 16. September 2024 Beschwerde und bean-
tragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm rückwirkend und 
zukünftig die gesetzlichen Leistungen zu gewähren; eventualiter sei ein externes medizini-
sches Gutachten anzuordnen. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer 
um die Sistierung des Verfahrens bis zum Entscheid bzw. zum Abschluss des hängigen 
Verfahrens vor Verwaltungsgericht Zug, S 2024 38, in Sachen A.________ vs. AXA (act. 1 
S. 2). 

C. Mit Vernehmlassung vom 17. Oktober 2024 beantragte die Beschwerdegegnerin 
die Abweisung der Beschwerde (act. 4). 

D. Mit Verfügung vom 24. Oktober 2024 wies das Verwaltungsgericht das Sistie-
rungsgesuch ab. Das Gericht begründete dies damit, dass der Ausgang des Verfahrens 
S 2024 38 für das vorliegende Verfahren nicht zwingend präjudizielle Wirkung habe. Dies 
deshalb, weil es auch möglich sei, dass nach dem 25. August 2023 weder die Beschwer-
degegnerin noch die AXA Leistungen zu erbringen habe. Es sei demnach kein Grund für 
eine Verfahrenssistierung gegeben. Das Gericht werde die beiden Verfahren jedoch koor-
dinieren (act. 5). 

E. Mit Replik vom 31. Januar 2025 und Duplik vom 10. Februar 2025 hielten die Par-
teien je an ihren Anträgen fest (act. 9 und 11). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

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Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen 
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung [BGS 842.5]). Die 
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 58 Abs. 1 ATSG – Zuständigkeit am Wohnsitz der versicherten Person zum Zeitpunkt 
der Beschwerdeerhebung – gegeben, da der Beschwerdeführer im Kanton Zug lebt. Der 
angefochtene Einspracheentscheid wurde dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
(frühestens) am 14. August 2024 zugestellt (act. 1 S. 2). Die Beschwerde wurde dem Ge-
richt am 16. September 2024 eingereicht, womit die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 
ATSG – unter Berücksichtigung des Fristenstillstands gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. b i.V.m. 
Art. 60 Abs. 2 ATSG – gewahrt ist. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Ent-
scheid direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält ei-
nen verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen 
Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf 
dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichts (GO 
VG; BGS 162.11). 

2. 
2.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätz-
lich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (vorliegend: 
13. August 2024) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1). 

2.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleis-
tungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Die Leis-
tungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis 
und dem eingetretenen Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürlicher und ein 
adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 148 V 356 E. 3 mit Hinweisen).

2.3 Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt 
(Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Bei einem Rück-
fall handelt es sich um das Wiederaufflackern eines vermeintlich geheilten Leidens, so 
dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit 

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kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe län-
gerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders 
gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 144 V 245 E. 6.1 mit Hinweisen).

Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. 
Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversicherung nur auslösen, wenn 
zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicher-
ten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in fine). Es obliegt dem Leistungsansprecher, das 
Vorliegen eines Kausalzusammenhangs zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge gel-
tend gemachten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkau-
salität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungs-
pflicht des Unfallversicherers; dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso strenge-
re Anforderungen zu stellen, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und 
dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist. Bei Beweislosigkeit fällt der Ent-
scheid zu Lasten der versicherten Person aus (BGer 8C_448/2022 vom 23. November 
2022 E. 2.3 und 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.2).

2.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-
klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten be-
gründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis; BGer 8C_385/2023 vom 30. November 
2023 E. 4.2.1).

Beratende Ärzte sind, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versiche-
rungsinternen Ärzten gleichzusetzen. Deren Berichten und Gutachten wird nach der 
Rechtsprechung Beweiswert zugemessen, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll-
ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu-
verlässigkeit bestehen. Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten 
versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweis-
kraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungs-
träger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis-
würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

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Urteil S 2024 83

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so 
sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Auf Aktenberichte kann abgestellt werden, 
wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (BGer 8C_281/2018 
vom 25. Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hinweisen).

3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass 
beim Beschwerdeführer nach einem Motorradunfall im Jahr 2010 eine Hill-Sachs-Läsion, 
eine knorpelige Bankartläsion und ein Gelenkserguss an der rechten Schulter festgestellt 
worden seien. Aufgrund des am 19. Juni 2020 erlittenen Sturzes (Fallen über ein Sofa) sei 
es – wie Dr. D.________ in ihrer Beurteilung vom 11. Oktober 2023 nachvollziehbar dar-
gelegt habe – lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der vorbestehenden 
Situation gekommen. Sowohl ein Rückfall als auch Spätfolgen zum Unfall vom 19. Juni 
2020 seien zu verneinen (UV-act. 4, Dossier II).

3.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, dass die Beschwerdegeg-
nerin das Unfallereignis vom 19. Juni 2020 unbestrittenermassen anerkannt und hierfür 
die gesetzlichen Leistungen erbracht habe. Dass es sich um einen Rückfall zum Unfall 
vom 4. Juli 2010 handle, habe sie damals nicht vorgebracht. Diese Begründung werde nun 
nachgeschoben. Der Beschwerdeführer habe sich nach dem Unfallereignis vom 4. Juli 
2010 erholt und die rechte Schulter sei geheilt gewesen. Bei der Luxation vom 19. Juni 
2020 habe in diesem Sinne eine Erstluxation vorgelegen. Die Anforderungen an den Be-
weis, dass es sich beim Unfallereignis vom 19. Juni 2020 um einen Rückfall zum Unfaller-
eignis vom 4. Juli 2010 gehandelt habe, seien aufgrund des langen Zeitablaufs sehr hoch. 
Die Ereignisse lägen so weit auseinander, dass dieser Beweis nicht erbracht worden sei 
bzw. auch nicht erbracht werden könne. Es stehe hingegen mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit fest, dass die Gesundheitsschädigung vom 7. August 2023 einen Rückfall 
der Erstluxation vom 19. Juni 2020 darstelle. Die Beschwerdegegnerin behaupte fälschli-
cherweise, dass die Erstluxation am 4. Juli 2010 richtungsgebend gewesen sei. 
Dr. D.________ habe eingeräumt, dass keine Aussagen zum Alter der im Bereich des La-
brumschadens gelegenen Knorpelveränderungen möglich seien. Da Dr. D.________ ihre 
Argumentation nicht auf den radiologischen Befund stützen könne, sondern auf eine diffe-
rentialdiagnostische Einordnung zurückführe, seien die erhöhten Anforderungen an den 
Wahrscheinlichkeitsbeweis nicht erfüllt. Sollte das Gericht Zweifel daran haben, dass die 

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Beschwerdegegnerin leistungspflichtig sei, so werde die Durchführung eines gerichtlichen 
medizinischen Gutachtens beantragt (act. 1 und 9).

4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid in 
medizinischer Hinsicht auf die Stellungnahmen von Dr. D.________ vom 11. Oktober 2023 
(UV-act. 21, Dossier I) und vom 26. Juli 2024 (UV-act. 1, Dossier II). 

4.2 Dr. D.________ hielt in der Stellungnahme vom 11. Oktober 2023 fest, dass der 
Beschwerdeführer am 4. Juli 2010 einen Motorradunfall erlitten habe, anlässlich dessen es 
zu einer anteroinferioren Erstluxation der rechten Schulter gekommen sei. Die damalige 
MRT ohne Kontrastmittel habe eine Hill-Sachs-Läsion und eine knorpelige Bankartläsion 
gezeigt. Es sei eine konservative Therapie durchgeführt worden. Am 19. Juni 2020 habe 
sich der Beschwerdeführer bei einem Sturz mit Schulteranprall rechts eine zweite Luxation 
zugezogen. Im Arthro-CT hätten sich ein medialisiertes anteroinferiores Labrum bei Status 
nach Bankartläsion, ein kleiner Knorpeldefekt am anteroinferioren Glenoid und eine Hill-
Sachs-Delle gezeigt. Es sei wiederum eine konservative Therapie durchgeführt worden. 
Am 7. August 2023 habe der Beschwerdeführer bei einer Push-up-Übung am Reck eine 
dritte Luxation rechts erlitten. In der MRT seien eine vorbestehende Hill-Sachs-Delle mit 
unverändert verplumptem und medialisiertem Labrum am anteroinferioren Glenoid sowie 
ein fokal tiefer Knorpelschaden ebenda festgestellt worden. Ein ossärer Substanzdefekt 
der glenoidalen Gelenkfläche sei nicht ersichtlich gewesen. Es hätten eine oberflächliche 
artikularseitige Partialruptur am Übergang der Supra- in die Infraspinatussehne und eine 
regelrechte Muskeltrophik vorgelegen. Nun sei die Indikation für eine operative Schulter-
stabilisation gestellt worden. Aus versicherungsmedizinischer Sicht handle es sich nicht 
mit mindestens überwiegender Wahrscheinlichkeit um einen Rückfall oder um Spätfolgen 
zum Unfall vom 19. Juni 2020. Das Erstereignis sei richtungsgebend gewesen. Es habe zu 
einem Dauerschaden geführt, nämlich einerseits am stabilisierenden Kapselbandapparat 
und andererseits zu einer Hill-Sachs-Läsion sowie zu einer knorpeligen Bankartläsion. Aus 
der Bildgebung aus dem Jahr 2020 hätten sich keine Hinweise auf eine richtungsgebende 
Verschlimmerung des Vorzustands ergeben. Der Labrumschaden sei Folge der Bankartlä-
sion aus dem Jahr 2010. Der Unfall vom 19. Juni 2020 habe zu einer vorübergehenden 
Verschlimmerung des Vorzustands geführt. Der Status quo sine sei mit dem Abschluss 
der damaligen medizinischen Behandlungen erreicht gewesen (UV-act. 21, Dossier I). 

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In der Stellungnahme vom 26. Juli 2024 erklärte Dr. D.________, dass auf den nach dem 
Sturzereignis vom 19. Juni 2020 erfolgten Aufnahmen gegenüber jenen nach dem Unfall 
im Jahr 2010 keine neuen Verletzungen erkennbar gewesen seien. Bei den Aufnahmen 
aus dem Jahr 2010 habe es sich um eine native MRT der rechten Schulter gehandelt. Die 
Sensitivität dieser Untersuchungsmethode zur Beurteilung des Ausmasses eines Labrum- 
und Knorpelschadens sei schlechter als jene bei Untersuchungen mit Kontrastmittel. Es 
hätten sich zum damaligen Zeitpunkt als Folge der Schulterluxation jedoch im Minimum 
eine Hill-Sachs-Delle am Humeruskopf und eine anteroinferiore Labrumläsion (sogenannte 
Bankartläsion) gezeigt. Hierbei handle es sich um einen Dauerschaden. Die Biomechanik 
des Schultergelenks bleibe beeinträchtigt. Im Jahr 2020 sei ein Arthro-CT durchgeführt 
worden. Diese Methode sei sensitiver als das native MRI. Im Rahmen dieser Untersu-
chung sei bei der Gelenkpfanne neben der anteroinferioren Labrumläsion auch ein Knor-
pelschaden am anteroinferioren Glenoid zur Darstellung gelangt. Der Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers stelle sich auf den Standpunkt, dass es sich hierbei um eine frische, 
traumatisch bedingte Läsion gehandelt habe. Aus ihrer Sicht (Dr. D.________) handle es 
sich aber um einen Befund, der sich überwiegend wahrscheinlich in Folge der Labrumläsi-
on entwickelt habe. Zu dieser Beurteilung würden folgende Überlegungen führen: Aus ra-
diologischer Sicht (gemäss telefonischer Rücksprache mit der Abteilung für Radiologie der 
C.________) sei keine Aussage zum Alter der Knorpelläsion möglich. Es müsse daher ei-
ne differentialdiagnostische Einordnung im gesamten Ursachenspektrum erfolgen. Die Lo-
kalisation im Bereich der vorbestehenden Labrumläsion mit entsprechend erhöhter biome-
chanischer Belastung auf den Knorpel beim anscheinend sportlich sehr aktiven Be-
schwerdeführer erkläre die Knorpeldegeneration in diesem Bereich. Hierfür spreche auch 
die Morphologie der Läsion mit fokaler Knorpelausdünnung ohne klare Rissbildung. Bild-
gebend hätten sich im Jahr 2020 keine sicheren frischen, traumatisch bedingten Schäden 
am Schultergelenk gefunden, wie zum Beispiel Frakturen am Glenoid (ossärer Bankart) 
oder am Humeruskopf. Ebenso wenig habe eine Kapselläsion vorgelegen, welche den 
Knorpelschaden als Begleitverletzung hätte erklären können. In der Gesamtschau sei der 
Knorpelschaden an der Gelenkpfanne damit überwiegend wahrscheinlich dem Vorzustand 
zuzuordnen (UV-act. 1, Dossier II).

4.3 Diese fachärztliche Beurteilung von Dr. D.________, welche sie in Kenntnis der 
und Auseinandersetzung mit den medizinischen Vorakten abgab, ist einleuchtend und 
plausibel. Dr. D.________ hat dabei insbesondere auch schlüssig dargetan, dass es sich 
bei der Hill-Sachs-Delle am Humeruskopf und bei der Bankartläsion, welche nach dem 
Motorradunfall im Jahr 2010 in der MRT festgestellt worden waren, um einen Dauerscha-

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den handelte. Dieser bestand offensichtlich auch noch zum Zeitpunkt der Unfallereignisse 
vom 19. Juni 2020 und vom 7. August 2023. Im Weiteren hat Dr. D.________ unter Hin-
weis auf die Lokalisation der Labrumläsion beim sportlich sehr aktiven Beschwerdeführer, 
auf die Morphologie der Läsion mit fokaler Knorpelausdünnung ohne klare Rissbildung 
und auf das Fehlen von sicheren frischen, traumatisch bedingten Schäden am Schulterge-
lenk im MRI von 2020 nachvollziehbar begründet, weshalb der festgestellte Knorpelscha-
den überwiegend wahrscheinlich dem Vorzustand zuzuordnen ist. Ärztliche Beurteilungen, 
die dieser Einschätzung von Dr. D.________ widersprechen würden, sind nicht vorhan-
den. Da eine überzeugende Beurteilung von Dr. D.________ vorliegt, welche sich auf ei-
nen im Wesentlichen feststehenden medizinischen Sachverhalt stützt, sind weitere medi-
zinische Abklärungen nicht notwendig. Auch der beantragte Beizug der Akten aus dem 
Verfahren S 2024 38 ist nicht erforderlich, da die Beschwerdegegnerin die Akten der AXA 
bereits im vorangegangenen Verwaltungsverfahren beigezogen hat (UV-act. 14 f., Dossier 
I). Von einer Parteibefragung des Beschwerdeführers (act. 9 S. 2 f.) kann ebenfalls abge-
sehen werden, zumal hiervon keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten 
wären. Aus dem Umstand, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer nach 
dem Unfallereignis vom 19. Juni 2020 vorübergehend Heilbehandlungsleistungen ausrich-
tete, kann dieser im Hinblick auf den nun geltend gemachten Rückfall schliesslich nichts 
zu seinen Gunsten ableiten. Dies vor dem Hintergrund, dass vorliegend ein Kausalzu-
sammenhang zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen wäre 
(vgl. E. 2.3).

4.4 Dass die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines Rückfalls zum Unfallereignis 
vom 19. Juni 2020 verneint hat, ist damit nicht zu beanstanden. 

5. Der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtens, was zur Abweisung der 
Beschwerde führt. 

6. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im UVG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Eine Parteientschädi-
gung nach Art. 61 lit. g ATSG ist bei diesem Ausgang nicht auszurichten. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an den 
Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (im Doppel) sowie an das Bundesamt für 
Gesundheit, Bern.

Zug, 29. August 2025

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am