# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e4636310-2cfd-5186-a1af-6c95f09d522a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-02-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.02.2022 E-1887/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1887-2020_2022-02-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1887/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  F e b r u a r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Einzelrichter Lorenz Noli, 

mit Zustimmung von Richterin Constance Leisinger, 

Gerichtsschreiber Kevin Schori. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,  

(…) 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Flüchtlingseigenschaft und Asyl;  

Verfügung des SEM vom 21. Februar 2020 / N (…). 

 

 

 

E-1887/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 12. Mai 2016 in der Schweiz um Asyl 

nach. Anlässlich der Befragung zur Person (BzP) vom 25. Mai 2016 und 

der Anhörung vom 30. Juli 2019 machte er im Wesentlichen Folgendes gel-

tend: 

Er sei tamilischer Ethnie und in B._______ bei C._______ im Bezirk 

D._______ aufgewachsen. Dort habe er während (…) Jahren die Schule 

besucht und den (…) abgeschlossen. Er habe sich auf den (…) vorbereitet, 

die Prüfung jedoch nicht mehr abgelegt. Daneben habe er in der (…) gear-

beitet oder Hilfsarbeiten für Bekannte verrichtet. In den Jahren 2006 und 

2007 seien die LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) ins D._______-Ge-

biet gekommen. Sein Nachbar habe damals die Bewegung unterstützt, 

was er zu dieser Zeit jedoch nicht gewusst habe. Da dieser angeblich Prob-

leme mit dem CID (Criminal Investigations Department) gehabt habe, habe 

er ihn bei sich übernachten lassen. Eines Tages seien Soldaten aufge-

taucht und hätten seinen Nachbarn mitgenommen. Seither gelte er als ver-

schollen. Ihm (dem Beschwerdeführer) habe man unterstellt, ebenfalls die 

LTTE zu unterstützen. Er sei deshalb ins CID-Büro im Armee-Camp bestellt 

worden, wo man ihn ausführlich zu seinem Nachbarn befragt habe. Dabei 

sei er auch geschlagen und eingeschüchtert worden. Zwei Wochen später 

habe er erneut zu einer Befragung erscheinen müssen. Man habe ihn dann 

mit der Auflage einer regelmässigen Meldepflicht wieder gehen lassen. 

Seither habe ihn das CID stets beobachtet, vorerst sei jedoch nichts mehr 

passiert. 

In den Jahren 2010 und 2011 habe er sich für die Tamil National Alliance 

(TNA) engagiert und im Auftrag eines Politikers gearbeitet. Er habe jeweils 

Leute für Demonstrationen mobilisiert und habe auch selber an solchen 

teilgenommen. Ausserdem habe er während der Zeit der Wahlen nachts 

mit anderen Personen zusammen heimlich Poster aufgehängt. Eines Ta-

ges sei eine Person vom CID festgenommen worden. Er vermute, diese 

habe ihn möglicherweise verraten, zumal er danach erneut zu Befragun-

gen bestellt worden sei. Aufgrund seiner vorherigen Behördenkontakte 

habe er befürchtet, dass er festgenommen werden könnte. Sein älterer 

Bruder, welcher beruflich Kontakt zur Armee habe, habe ihm geraten, nicht 

hinzugehen. Aus diesem Grund sei er am (…) 2011 umgehend aus Sri 

Lanka ausgereist. Eigentlich habe er nach Europa gehen und bereits da-

mals ein Asylgesuch stellen wollen. Vom Schlepper sei er aber während 

E-1887/2020 

Seite 3 

dreieinhalb Jahren in E._______ festgehalten worden. Nach dem Regie-

rungswechsel habe er sich schliesslich entschieden, wieder nach Sri Lanka 

zurückzukehren. Nach seiner Rückkehr 2015 sei er nach F._______ ge-

gangen, wo er eine Verwandte geheiratet habe. Allerdings habe das CID 

offenbar von seiner Rückkehr erfahren und schon am Tag nach seiner Ein-

reise sei er wieder bei seinen Eltern gesucht worden. Deshalb sei er gar 

nicht mehr in sein Heimatdorf zurückgekehrt, sondern habe sich insgesamt 

drei Monate bei seiner Frau in F._______ aufgehalten. Danach sei er zu 

deren Onkel nach Colombo gegangen und schliesslich am (…) 2015 erneut 

aus Sri Lanka ausgereist. In Begleitung eines Schleppers sei er nach 

G._______ geflogen und dann auf dem Landweg nach H._______ gelangt. 

Von dort sei er im Besitz eines indischen Passes nach Istanbul geflogen 

und schliesslich in einem Lastwagen versteckt in die Schweiz gereist, wo 

er am 12. Mai 2016 angekommen sei.  

Der Beschwerdeführer reichte einen Geburtsregistereinzug zu den Akten. 

B.  

Mit Verfügung vom 4. März 2020 – eröffnet am 7. März 2020 – verneinte 

die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers und 

lehnte sein Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte sie seine Wegweisung aus 

der Schweiz und ordnete den Vollzug an. Auf die Begründung wird – soweit 

wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

C.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht vom 3. April 2020 be-

antragte der Beschwerdeführer die Aufhebung der angefochtenen Verfü-

gung, die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von 

Asyl. In prozessualer Hinsicht beantragte er den Erlass der Verfahrenskos-

ten und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Auf die Be-

gründung wird – soweit wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen. 

Als Beweismittel lag der Beschwerde eine ärztliche Bestätigung vom (…) 

April 2020 (Original) bei. 

D.  

Mit Verfügung vom 9. April 2020 bestätigte der zuständige Instruktionsrich-

ter dem Beschwerdeführer den Eingang seiner Beschwerde und stellte sei-

nen einstweiligen legalen Aufenthalt in der Schweiz für die Dauer des Ver-

fahrens fest. 

E-1887/2020 

Seite 4 

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 16. April 2020 stellte der zuständige Instrukti-

onsrichter fest, dass die Beschwerdeschrift den Anforderungen von Art. 52 

Abs. 2 VwVG mangels Unterschrift nicht genügt und forderte den Be-

schwerdeführer auf, innert Frist eine Beschwerdeverbesserung einzu-

reichen, andernfalls auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. Gleich-

zeitig wies er das Gesuch um Kostenvorschussverzicht unter Hinweis auf 

die Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab und erhob einen Kostenvor-

schuss. Dieser wurde in der Folge vom Beschwerdeführer fristgerecht be-

zahlt. 

F.  

Mit Eingabe vom 15. April 2020 (Datum Poststempel) reichte der Be-

schwerdeführer eine Bestätigung des Sozialdienstes der Stadt Bern ein. 

Darin wurde bestätigt, dass der Beschwerdeführer keine Sozialhilfe bezo-

gen habe. 

G.  

Mit Eingabe vom 22. April 2020 reichte der Beschwerdeführer aufforde-

rungsgemäss eine von ihm unterzeichnete Beschwerdeschrift nach. Der 

Sendung lag die bereits eingereichte ärztliche Bestätigung als Kopie bei. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG (SR 142.31) in Kraft 

getreten (AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige 

Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG 

vom 25. September 2015). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgül-

tig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

E-1887/2020 

Seite 5 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und aArt. 108 

Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

2.1 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

2.2 Die Dispositivziffern 3-5 der Verfügung vom 4. März 2020 betreffend 

die Wegweisung und deren Vollzug wurden mangels entsprechender 

Rechtsbegehren nicht angefochten und sind daher in Rechtskraft erwach-

sen. Der Prüfgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens be-

schränkt sich daher auf die Frage der Flüchtlingseigenschaft und des Asyls 

(Dispositivziffern 1 und 2 der angefochtenen Verfügung). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb das 

Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

E-1887/2020 

Seite 6 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungsge-

richt hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen von Asylvorbringen 

in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. 

Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1, 2013/11 

E. 5.1 und 2010/57 E. 2.3, je m.w.H.). 

5.  

5.1 Nach Ansicht des SEM genügten die Vorbringen des Beschwerdefüh-

rers weder den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die Flüchtlingseigen-

schaft noch denjenigen von Art. 7 AsylG an die Glaubhaftmachung. 

5.1.1 Den beschriebenen Ereignissen im Jahr 2007 fehle es an einem Kau-

salzusammenhang mit der Ausreise des Beschwerdeführers im Jahr 2011 

und damit an der erforderlichen Asylrelevanz. Nach den angeblichen Be-

fragungen durch das CID im Jahr 2007 habe er noch weitere vier Jahre in 

Sri Lanka an der den Behörden bekannten Adresse gelebt. Er sei auch 

regelmässig zur Leistung der geforderten Unterschrift vorstellig geworden. 

Dennoch habe er explizit gesagt, bis zu seiner ersten Ausreise aus Sri 

Lanka am (…) 2011 nicht mehr verhört worden zu sein, sondern sich aus-

schliesslich auf die (…)Prüfungen vorbereitet zu haben. Es gebe keine ob-

jektiven Anzeichen, dass die sri-lankischen Behörden weiterhin ein grösse-

res Interesse an seiner Person gehabt hätten. Andere Probleme als die auf 

seiner Tätigkeit für die TNA beruhenden habe er mit Bezug auf die Vorfälle 

im Jahre 2007 und der anschliessenden Meldepflicht keine geltend ge-

macht. Der Unterschriftspflicht komme für sich alleine aufgrund mangeln-

der Intensität kein Verfolgungscharakter zu. Auch für die Zeit nach seiner 

Rückkehr im Jahr 2015 habe er keine Ereignisse geltend gemacht, welche 

mit den Vorfällen im Jahr 2007 in Verbindung stünden. Vielmehr habe er 

selber ausdrücklich gesagt, dass erst die Probleme aufgrund seines Enga-

gements für die TNA ihn zur Ausreise veranlasst hätten.  

5.1.2 Weiter sei es zu Widersprüchen und Ungereimtheiten gekommen. So 

habe er anlässlich der BzP sowie im freien Bericht der Anhörung unter An-

gabe von Details zu Protokoll gegeben, wegen seiner Tätigkeit für die TNA 

zwei Mal (im […] und […] 2011) verhört worden zu sein. Später erneut auf 

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Seite 7 

diese Ereignisse angesprochen habe er jedoch mehrmals erklärt, aufgrund 

dieser Aktivitäten nie befragt worden, sondern direkt ausgereist zu sein, 

nachdem man ihn bei seinen Eltern gesucht habe. Explizit habe er sogar 

zu Protokoll gegeben, nach 2007 nie mehr verhört worden zu sein. Eben-

falls widersprochen habe er sich zur Anzahl Demonstrationen, an denen er 

teilgenommen habe. An der BzP habe er noch von fünf Demonstrationen 

gesprochen und habe klar bezeichnen können, wo diese stattgefunden 

hätten. An der Anhörung habe er hingegen nur noch von drei Demonstrati-

onen gesprochen und auf Vorhalt diesbezüglich wenig überzeugend er-

klärt, einfach andere Personen an Demonstrationen geschickt zu haben. 

Auch die Chronologie der Ereignisse sei nicht nachvollziehbar. So habe er 

an der BzP gesagt, er sei 2011 gesucht worden, an anderer Stelle habe er 

hingegen erwähnt, während der Wahlen im Jahr 2010 vorgeladen worden 

zu sein. Diesfalls wäre jedoch fraglich, weshalb er erst am (…) 2011 aus 

Sri Lanka ausgereist sei. Nicht nachvollziehbar seien überdies die Um-

stände des Erhalts seines Passes, zumal er sich diesbezüglich ebenfalls 

widersprochen habe. An der BzP habe er gesagt, dieser sei im Jahre 2011 

unmittelbar vor seiner Ausreise ausgestellt worden und er habe zumindest 

im Jahr 2015 das Land legal unter Vorweisen dieses Passes verlassen. 

Anlässlich der Anhörung habe er in Widerspruch hierzu gesagt, der Pass 

sei 2008 ausgestellt worden, als er noch zur Schule gegangen sei. Auf 

diese Unstimmigkeit angesprochen habe er später erklärt, er habe zwei 

Pässe besessen – den zweiten Pass habe er sich erst 2015 mit Hilfe eines 

Schleppers ausstellen lassen. Das SEM führte hierzu aus, dies lasse da-

rauf schliessen, dass er Sri Lanka anders verlassen habe, als von ihm an-

gegeben. Sodann seien seine Aussagen hinsichtlich der angeblichen poli-

tischen Verfolgung unsubstanziiert ausgefallen. Es sei reine Spekulation 

seinerseits, dass ein Freund gegenüber den Behörden seinen Namen ge-

nannt habe. Deshalb müsse bereits der Auslöser für die geltend gemachte 

Verfolgung als ungeklärt bezeichnet werden. Das Gleiche sei in Bezug auf 

die erneute Suche nach ihm im Jahr 2015 zu sagen. Er sei nicht in der 

Lage gewesen, plausibel zu erklären, weshalb die Behörden Kenntnis von 

seiner Rückkehr gehabt haben sollten. Dies insbesondere da er geltend 

gemacht habe, bereits einen Tag nach seiner neuerlichen Einreise gesucht 

worden zu sein. Sein Hinweis, dass seine Eltern möglicherweise im Dorf 

davon erzählt hätten und eine politisch anders gesinnte Person die Behör-

den über seine Rückkehr informiert habe, erkläre nicht, dass die Verfolgung 

seiner Person so schnell wieder aufgenommen worden sei.  

Zudem erscheine auch das Verhalten der beteiligten Personen zweifelhaft. 

So seien seine Eltern direkt einen Tag, nachdem nach ihm gefragt worden 

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Seite 8 

sei, zu seiner Hochzeit nach F._______ gereist. Angesichts seiner Befürch-

tungen wäre zu erwarten gewesen, dass er Schutzmassnahmen ergreife 

und seine Hochzeit möglicherweise absagen würde, um seinen Aufent-

haltsort geheim zu halten. Zudem habe er eigenen Aussagen zufolge offi-

ziell geheiratet. Es sei nicht glaubhaft, dass er bei den Behörden vorstellig 

geworden sei und sich freiwillig in deren Einflussbereich begeben habe, 

um seine Ehe registrieren zu lassen, nachdem er kurze Zeit zuvor gesucht 

worden sei. Überdies erscheine der Aufenthalt im Haus der Frau als ein 

schlechtes Versteck – insbesondere nach der Registrierung der Ehe-

schliessung. Da zudem bei seinen Eltern auch nichts mehr passiert sei, sei 

nicht ersichtlich, weshalb er es dennoch als nötig erachtet habe, mehrere 

Monate später auszureisen. Es wäre zu erwarten gewesen, dass er entwe-

der sofort ausreise oder zumindest andere Vorsichtsmassnahmen treffe, 

oder aber, dass er Alternativen zur Ausreise prüfen würde, nachdem die 

Verfolgung nach mehreren Wochen ohne weitere Vorkommnisse nicht 

mehr virulent erschienen sei. 

Insgesamt könne ihm die geltend gemachte Verfolgung aufgrund eines po-

litischen Engagements für die TNA nicht geglaubt werden. 

5.1.3 Hinsichtlich allfälliger Risikofaktoren im Sinne der bundesverwal-

tungsgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. nachfolgend E. 6.3) führte das 

SEM aus, dass der Beschwerdeführer keine asylrelevanten Verfolgungs-

massnahmen vor seiner Ausreise habe glaubhaft machen können. Viel-

mehr sei er bis (…) 2011 sowie zwischen (…) und (…) 2015 erneut in Sri 

Lanka wohnhaft gewesen und habe damit nach Kriegsende noch über 

zweieinhalb Jahre im Heimatstaat gelebt. Allfällige, im Zeitpunkt seiner 

Ausreise bestehende Risikofaktoren hätten folglich kein Verfolgungsinte-

resse seitens der sri-lankischen Behörden auszulösen vermocht. Es sei 

aufgrund der Aktenlage nicht ersichtlich, weshalb er bei einer Rückkehr 

nach Sri Lanka nunmehr in den Fokus der Behörden geraten und in asyl-

relevanter weise verfolgt werden sollte. Auch die am 16. November 2019 

erfolgte Präsidentschaftswahl vermöchte diese Einschätzung nicht umzu-

stossen. Weder habe er die Wahl respektive deren Folgen als Gefähr-

dungselement vorgebracht, noch seien den Akten Hinweise auf eine Ver-

schärfung seiner persönlichen Situation aufgrund dieses Ereignisses zu 

entnehmen. Die Anforderungen an eine begründete Verfolgungsfurcht 

seien damit nicht gegeben. Es bestehe somit kein begründeter Anlass zur 

Annahme, dass er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft asylrelevanten Verfolgungs-

massnahmen ausgesetzt sein werde. 

E-1887/2020 

Seite 9 

5.1.4 In seiner Beschwerdeeingabe wiederholte der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen den bereits bekannten Sachverhalt, dessen Glaubhaftigkeit 

er betonte. Die Ereignisse 2006/2007 seien insgesamt unbestritten und 

glaubhaft. Ein allfälliger Eintrag bei den Behörden sei nach zweimaliger 

Befragung unter Drohungen und Misshandlung und der nachfolgenden 

Meldepflicht als durchaus realistisch einzuschätzen. Er habe die im Verhör 

erlittenen Verbrennungen deshalb nicht explizit erwähnt, da er befürchtet 

habe, die sri-lankischen Behörden könnten dies in Erfahrung bringen und 

ihn bei einer Rückkehr sofort als Regierungsgegner erkennen. Ebenfalls 

glaubhaft seien seine Schilderungen zu den Ereignissen in den Jahren 

2010/2011. Das SEM habe selbst eingestanden, dass er in der BzP und 

der freien Schilderung in der Anhörung die Kontakte mit dem CID im Zu-

sammenhang mit den TNA-Aktivitäten 2011 konsistent geschildert habe. 

Die vom SEM hervorgehobene Stelle an der Anhörung mit den entspre-

chenden Fragen und Antworten sei schwer einzuschätzen, da die verschie-

denen Ereignisse durcheinander gefragt worden seien, was die Beantwor-

tung für ihn sehr schwierig gemacht habe. So habe er sich bei seiner Ant-

wort auf die Frage, ob er nach 2006/2007 bis zur Ausreise nochmals ver-

hört worden sei, offenbar auf die Zeit 2006/2007 bezogen und nicht auf die 

späteren Ereignisse 2010/2011. Dabei sei ebenfalls zu berücksichtigen, 

dass die erwähnten Ereignisse bereits rund zehn beziehungsweise drei-

zehn Jahre zurückliegen. Auch sei die Anhörung unstrukturiert erfolgt und 

sei keiner chronologischen Reihenfolge gefolgt. Dabei sei es fast unmög-

lich, übersichtlich und vollständig präzise zu berichten. Es erfordere eine 

sehr hohe Konzentration welche naturgemäss gegen Ende der langen An-

hörung nicht aufrechterhalten werden könne. Es sei deshalb auf die kon-

sistenten Aussagen in der BzP und der freien Schilderung in der Anhörung 

abzustellen. Die Anhörung habe zudem drei Jahre nach der BzP stattge-

funden, weshalb die übereinstimmenden Aussagen besonders glaubwür-

dig seien. Die teilweise Verwirrung im späteren Teil der Anhörung sei ihm 

nicht anzulasten. In seinen Ausführungen liessen sich zudem zahlreiche 

Details und Realkennzeichen finden, welche stärker gewichtet werden 

müssten als die zeitliche Abfolge der Ereignisse. Im Weiteren seien seine 

Schilderungen zur Ausreise und des Erhalts des Passes stimmig. Er habe 

lediglich betreffend das Ausstellungsjahr des Passes einen Fehler ge-

macht. Er habe auch überzeugend dargelegt, wie das CID von seiner 

Rückkehr erfahren haben könnte. Es sei ebenfalls nicht unplausibel, dass 

seine Eltern zu seiner Heirat gekommen seien. Dass er sich im (…) Kilo-

meter von D._______ entfernten F._______ aufhalte, hätten nur die engen 

Familienmitglieder gewusst. Zudem seien die Eltern nicht unter Beobach-

E-1887/2020 

Seite 10 

tung des CID gestanden. Sodann habe er auch plausibel geschildert, wes-

halb er erst einige Monate nach seiner Heirat erneut aus Sri Lanka geflo-

hen sei. Erst als klar geworden sei, dass er sich nicht dauerhaft in 

F._______ verstecken könne und auch als seine Frau die Flucht unterstützt 

habe, habe er sich zur Ausreise entschieden.  

5.1.5 Hinsichtlich seines Risikoprofils machte er geltend, dass er bei den 

sri-lankischen Behörden als Person mit Verbindungen zu den LTTE be-

kannt und mit hoher Wahrscheinlichkeit registriert sei. Damit liege ein stark 

risikobegründendes Kriterium vor, welches nach der Rechtsprechung des 

Bundesverwaltungsgerichts für sich alleine bereits die Flüchtlingseigen-

schaft begründen könne. Als weiterer Risikofaktor kämen seine zahlrei-

chen, gut sichtbaren Narben an (…), (…) und (…), welche gemäss Arztbe-

richt von (…) herrührten, hinzu. Das Fehlen eines heimatlichen Reisepas-

ses sowie die mehrjährige Landesabwesenheit stellten sodann zusätzliche 

Risikofaktoren dar. 

6.  

6.1 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die angefochtene Verfügung zu stützen ist. Das SEM ist da-

rin mit überzeugender und ausführlicher Begründung zum Schluss gelangt, 

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers weder den Anforderungen 

von Art. 3 AsylG an die Flüchtlingseigenschaft noch denjenigen von Art. 7 

AsylG an das Glaubhaftmachen genügen. In der Beschwerdeeingabe ver-

mag er den vorinstanzlichen Erwägungen nichts Stichhaltiges entgegenzu-

setzen, zumal er sich darin in kursorischer Weise lediglich mit einzelnen 

Argumenten des SEM auseinandersetzt. Zur Vermeidung von Wiederho-

lungen kann daher mit den nachfolgenden Ausführungen auf die zutreffen-

den Erwägungen der Vorinstanz gemäss angefochtener Verfügung (vgl. 

dort E. II) und obiger Zusammenfassung verwiesen werden.  

Der Ansicht des Beschwerdeführers, die angeblichen Kontakte mit dem 

CID im Zusammenhang mit den Aktivitäten für die TNA im Jahr 2011 kon-

sistent geschildert zu haben und dass die von der Vorinstanz angeführten 

Protokollstellen «schwierig einzuschätzen» und mithin auf ein Missver-

ständnis zurückzuführen seien, kann nicht gefolgt werden. So wurde er in 

Frage 139 klar gefragt, ob er zwischen 2006/2007 und seiner Ausreise 

nach E._______ im Jahr 2011 jemals verhört worden sei (vgl. vorinstanzli-

che Akten A11 a.a.O.). Dies hat er eindeutig verneint («Nach 2007 nicht 

mehr»). Sein anschliessender Hinweis, dass er sich danach auf die Prü-

E-1887/2020 

Seite 11 

fung vorbereitet habe, vermag nicht zur Annahme eines Missverständnis-

ses zu führen, zumal er anlässlich der Rückübersetzung angesichts der 

klaren Fragestellung ohne Weiteres dazu in der Lage gewesen wäre, die-

ses sogleich zu korrigieren. Hinzu kommt, dass er abgesehen von der un-

terschiedlichen Schilderung der Chronologie dieser Ereignisse zwischen 

der Befragung zur Person (BzP) und der Anhörung auch den Grund für die 

Verhöre durch das CID unterschiedlich geschildert hat. An der BzP führte 

er diesbezüglich aus, der Organisator der Proteste (namens I._______), 

an welchen er teilgenommen habe, sei festgenommen worden und habe 

die Namen der Demonstrationsteilnehmenden den Behörden verraten, 

weshalb er rund drei Monate nach den Protesten von den Behörden ge-

sucht worden sei (vgl. A5, Ziff. 7.02). An der Anhörung gab er demgegen-

über an, ein Freund, welcher ihm geholfen habe Poster der TNA anzubrin-

gen und auf sein Aufgebot hin an Protesten teilgenommen habe, welche er 

mitorganisiert habe, sei verhaftet worden und habe ihn den Behörden ver-

raten (vgl. A11, F93 f. und F132), weshalb er vom CID einbestellt worden 

sei. Weiter gab er an der Anhörung bei der freien Schilderung seiner Asyl-

gründe zunächst an, die Behörden hätten ihn aufgrund des Anbringens der 

Poster zwei Mal verhört (vgl. A11, F93). Kurz darauf machte er jedoch gel-

tend, in den Jahren 2006/2007 respektive 2007/2008 aufgrund seiner Un-

terstützung für seinen Nachbarn zwei Mal verhört worden zu sein und dass 

es ab 2007 zu keinen weiteren Verhören gekommen sei (vgl. A11, F94, 

F102, F114 f., F137 ff., F142, F145).  

Sodann spricht der Umstand, dass der Beschwerdeführer sowohl für die 

Einreise im Jahr 2015 als auch die Ausreisen in den Jahren 2011 und 2015 

einen auf seine Personalien lautenden Pass benutzt habe, sowohl ent-

schieden gegen das Vorhandensein eines tatsächlichen Verfolgungsinte-

resses der sri-lankischen Behörden als auch erheblich gegen eine subjek-

tive Verfolgungsfurcht (vgl. A5, Ziff. 4.02 und 5.01 f.; A11, F81, F150, F175). 

Es ist nur schwer nachvollziehbar, dass eine angeblich verfolgte Person 

sich willentlich und wissentlich einem derartigen Risiko ausgesetzt haben 

und mit den sri-lankischen Behörden mehrmals – unter Angabe der korrek-

ten Personalien und unter Vorlage echter Ausweispapiere – in Kontakt ge-

treten sein soll. Ferner erscheint realitätsfern, dass der Beschwerdeführer, 

wäre er effektiv behördlich gesucht gewesen, anstandslos legal hätte ein-

reisen und die Kontrollen am Flughaften problemlos hätte passieren kön-

nen. Auch die Behauptung, er sei bereits einen Tag nach seiner Einreise 

wieder bei seinen Eltern gesucht worden, ist vor diesem Hintergrund als 

kaum lebensnah einzustufen. Wäre er von den Behörden effektiv gesucht 

worden, so hätten diese ihn sicherlich nicht anstandslos einreisen lassen, 

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Seite 12 

sondern hätten ihn direkt im Zeitpunkt der Einreise festgehalten. Es er-

scheint lebensfremd, dass eine Behörde bei der Einreise eines Gesuchten 

auf die Möglichkeit eines Zugriffs verzichtet und diesem dadurch aktiv die 

Gelegenheit gibt, sich durch Untertauchen einem Zugriff zu entziehen, um 

ihn dann erst später, nunmehr spekulierend über seinen Aufenthalt, bei sei-

nen Eltern zu suchen.   

Hinsichtlich weiterer Unstimmigkeiten und insbesondere der mangelnden 

Substanz der geschilderten Verfolgung im Jahr 2015 kann auf die zutref-

fenden Erwägungen der Vorinstanz (vgl. angefochtene Verfügung E. II 

Ziff. 2) verwiesen werden, denen sich das Gericht anschliesst und welche 

der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerdeeingabe nicht umzustossen 

vermochte. 

Im Übrigen ist anzufügen, dass in keiner Weise nachvollziehbar erscheint, 

weshalb es der sich damals noch im Teenager-Alter befindende Beschwer-

deführer – und nicht etwa sein Vater – gewesen sein soll, der aufgrund der 

gelegentlichen Beherbergung seines Nachbarn im Elternhaus (resp. auf 

deren Grundstück) Probleme mit dem CID bekommen habe. Dies, zumal 

dann ja auch die Eltern davon gewusst hätten und der Nachbar bei ihnen 

ein regelmässiger Gast gewesen sei (vgl. A11, F97, F102). Diesbezüglich 

ist sodann ebenfalls nicht nachvollziehbar, weshalb ihn die Eltern nach dem 

Besuch der CID hätten tadeln und ihn fragen sollen, weshalb er mit solchen 

Personen verkehre und diese zuhause übernachten lasse (vgl. A11, F105). 

6.2 Die in den Schilderungen des Beschwerdeführers vereinzelt auszuma-

chenden Realkennzeichen wie die Wiedergabe von Details, Gedanken-

gängen sowie direkte Rede (vgl. z.B. A11, F114, F121 f., F160 f.) sind klar-

erweise nicht geeignet, die festgestellten Unglaubhaftigkeitselemente auf-

zuwiegen. 

Die mit der Beschwerde eingereichte ärztliche Bestätigung vom (…)April 

2020, wonach an (…), (…)- und (…) des Beschwerdeführers alte, (…) zu 

sehen seien, vermag ebenfalls nicht zur Annahme der Glaubhaftigkeit der 

Vorbringen zu führen. Dies, zumal die darin beschriebenen (…) auf gänz-

lich andere Ursachen als die vom Beschwerdeführer geschilderten zurück-

zuführen sein könnten. Diesem Aspekt ist lediglich im Rahmen der nach-

folgenden Risikofaktorenprüfung Rechnung zu tragen.  

6.3 Bezüglich allfälliger Risikofaktoren im Sinne des Referenzurteils des 

Bundesverwaltungsgerichts E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 (vgl. a.a.O. 

E-1887/2020 

Seite 13 

E. 8.5), deren Vorliegen zur Bejahung der Flüchtlingseigenschaft führen 

könnten, kann mit den nachfolgenden Ausführungen auf die zutreffenden 

Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung (dort E. II Ziff. 

3) verwiesen werden.  

Dem Beschwerdeführer ist es nicht gelungen, asylrelevante behördliche 

Verfolgungsmassnahmen glaubhaft zu machen. Dass er in den Jahren 

2006 respektive 2007 allenfalls vom CID befragt worden sei, wurde von der 

Vorinstanz grundsätzlich nicht bestritten. Wie in der angefochtenen Verfü-

gung aber zu Recht festgehalten wurde, vermochten allfällige, im Zeitpunkt 

der Ausreise bestehende Risikofaktoren kein Verfolgungsinteresse auszu-

lösen, zumal er nach den beschriebenen Ereignissen noch mehrere Jahre 

lang in Sri Lanka geblieben und erst 2011 unbehelligt aus- und im Jahr 

2015 wieder legal eingereist sei. Die weiteren Verfolgungsmassnahmen 

wurden für unglaubhaft befunden. Er weist auch keine direkten Verbindun-

gen zur LTTE auf und machte keine regimekritischen exilpolitischen Aktivi-

täten geltend. Aus den Akten ergeben sich – entgegen seiner subjektiven 

Einschätzung – keine objektiven Hinweise darauf, dass er bei den sri-lan-

kischen Behörden einschlägig registriert wäre. Damit erfüllt er keine der 

stark risikobegründenden Faktoren. Die tamilische Ethnie des Beschwer-

deführers, die längere Landesabwesenheit sowie die in der Arztbestäti-

gung vom (…)April 2020 beschriebenen (…) stellen – sofern letztere 

äusserlich überhaupt sichtbar sind, was aus der Arztbestätigung nicht ein-

mal hervorgeht – lediglich schwach risikobegründende Faktoren dar. Diese 

hinderten ihn scheinbar auch nicht an der mehrmaligen Ein- und Ausreise 

aus Sri Lanka. Gesamthaft betrachtet besteht kein Grund zu der Annahme, 

er könnte von den sri-lankischen Behörden als Gefahr wahrgenommen 

werden und könnte gefährdet sein. Eine allfällige Strafe und Überprüfung 

respektive Befragung aufgrund der Einreise ohne ordentliche Identitätspa-

piere stellt keinen ernsthaften Nachteil im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG 

dar. 

6.4 Nach dem Ausgeführten ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, 

eine asylrechtlich relevante Gefährdung im Zeitpunkt seiner Ausreise aus 

Sri Lanka glaubhaft zu machen. Es ist nicht davon auszugehen, dass ihm 

eine solche im Falle einer Rückkehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

drohen würde. Folglich hat die Vorinstanz zu Recht die Flüchtlingseigen-

schaft des Beschwerdeführers verneint und sein Asylgesuch abgelehnt.  

7.  

E-1887/2020 

Seite 14 

Mangels entsprechender Rechtsbegehren und Beschwerdeausführungen 

kann hinsichtlich der Wegweisung und des angeordneten Wegweisungs-

vollzugs vollständig auf die zutreffenden Erwägungen betreffend die in 

Rechtskraft erwachsenen Dispositivziffern 3-5 der angefochtenen Verfü-

gung verwiesen werden (vgl. dort E. III).  

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und auch sonst nicht zu 

beanstanden ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der bereits geleistete Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-1887/2020 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der bereits geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lorenz Noli Kevin Schori 

 

 

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