# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89accfaf-a05e-5d50-92ca-68477b2e1488
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-30
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 30.12.2014 101 2014 100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2014-100_2014-12-30.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2014 100

Urteil vom 30. Dezember 2014

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Hubert Bugnon
Richter: Jérôme Delabays
Ersatzrichter: Felix Baumann
Gerichtsschreiberin: Catherine Faller

Parteien A.________, Berufungskläger,

B.________, Berufungskläger,

C.________, Berufungsklägerin,

alle vertreten durch Rechtsanwalt Patrik Gruber

gegen

D.________ AG, Berufungsbeklagte

Gegenstand Herabsetzung der Entschädigung des Vertreters der 
Erbengemeinschaft

Berufung vom 24. April 2014 gegen den Entscheid des 
Friedensgerichts des Saanebezirks vom 6. März 2014

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, B.________ und C.________ sind die Kinder von E.________ und 
F.________. E.________ verstarb am 10. April 2000. Am 2. Oktober 2009 reichte C.________ 
beim Zivilgericht des Saanebezirks eine Erbteilungsklage gegen F.________, A.________ und 
B.________ als Erben des E.________ ein. In der Folge fand am 7. Juni 2011 eine erste 
Verhandlung vor dem Zivilgericht statt. In Absprache mit den Parteien wurde die Verhandlung 
zwecks Vergleichsverhandlungen vertagt und die nächste Verhandlung auf den 5. Dezember 2011 
angesetzt. Am 27. September 2011 verstarb F.________.

Am 12. Januar 2012 ernannte das Friedensgericht des Saanebezirks die D.________ AG zur 
Erbenvertreterin der Erbengemeinschaft von F.________ sel. (act. 294). Mit Verfügung des 
Präsidenten des Zivilgerichts des Saanebezirks vom 20. Juni 2012 wurde der D.________ AG im 
Rahmen des Erbteilungsprozesses der Erbschaft E.________ die Parteistellung zugesprochen.

B. In der Sitzung des Zivilgerichts des Saanebezirks vom 20. November 2012 wurde die von 
den Parteien eingereichte Erbteilungsvereinbarung über die Nachlässe des E.________ und der 
F.________ zu Protokoll genommen und das Erbteilungsverfahren als erledigt abgeschrieben (act. 
361 ff.). Die Abschreibungsverfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

In der Folge forderte der Rechtsbeistand von A.________ namens der anderen Erben die 
D.________ AG auf, dem Friedensgericht des Saanebezirks ihre Kostennote zu unterbreiten (act. 
359). Gleichzeitig bat er das Friedensgericht darum, den Erben vor Festsetzung des Honorars der 
Erbenvertreterin die einzureichende Kostenliste zur Stellungnahme vorzulegen (act. 357). Am 
8. Oktober 2013 ersuchte der Rechtsbeistand das Friedensgericht erneut um Gewährung des 
rechtlichen Gehörs. Daraufhin stellte das Friedensgericht den drei Rechtsbeiständen der Erben am 
17. Oktober 2013 (act. 414) die Honorarrechnung der D.________ AG vom 11. April 2013 im 
Betrag von Fr. 49‘412.70 (act. 392 ff.) zu und teilte mit, dass es bei der D.________ AG einen 
vollständigen Schlussbericht verlangt habe und dass die Buchhaltungsabteilung erst nach Eingang 
der verlangten Dokumente die Überprüfung und Genehmigung vornehmen könne. Weitere 
Schreiben oder Mitteilungen des Friedensgerichts erfolgten nicht.

C. Mit Entscheid vom 6. März 2014 genehmigte das Friedensgericht des Saanebezirks die 
Honorarnote der D.________ AG vom 11. April 2013 von Fr. 49‘412.70 betreffend ihre Tätigkeit 
vom 25. Januar 2012 bis zum 8. April 2013 für ihr Mandat als Erbengemeinschaftsvertreterin des 
Nachlasses von F.________. Gerichtskosten wurden keine erhoben (act. 481 f.).

D. Am 24. April 2014 haben A.________, B.________ und C.________ gegen den Entscheid 
des Friedensgerichts vom 6. März 2014 „Beschwerde“ eingereicht. Sie schliessen unter Kosten- 
und Entschädigungsfolge primär auf Festsetzung des Honorars der D.________ AG auf Fr. 2‘500.- 
und subsidiär auf Rückweisung der Angelegenheit an die Vor-instanz zu neuem Entscheid.

Das Friedensgericht hat mit Schreiben vom 13. Mai 2014 auf Stellungnahme verzichtet.

E. Am 3. Juni 2014 wurde der D.________ AG eine Frist von zehn Tagen gesetzt, um zur 
Berufung Stellung zu nehmen. In ihrer Stellungnahme vom 13. Juni 2014 schliesst die D.________ 
AG auf Abweisung der Berufung, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

F. Mit Verfügung vom 18. September 2014 wurde A.________, B.________ und C.________ 
(im Folgenden: die Berufungskläger) eine Frist von zehn Tagen gesetzt, um zu replizieren, 

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insbesondere bezüglich des Inhalts der Kostenliste; dies für den Fall, dass der Hof beschliesst, das 
Honorar des Erbenvertreters selbst festzusetzen. Die Berufungskläger haben ihre Replik am 29. 
September 2014 fristgerecht eingereicht. Sie halten an ihren Rechtsbegehren fest. Mit Verfügung 
vom 30. September 2014 wurde der D.________ AG (im Folgenden: die Berufungsbeklagte) eine 
Frist von zehn Tagen gesetzt, um zu duplizieren, insbesondere bezüglich des Inhalts der 
Kostenliste; dies für den Fall, dass der Hof beschliesst, das Honorar des Erbenvertreters selbst 
festzusetzen. Die Berufungsbeklagte hat ihre Duplik am 10. Oktober 2014 fristgerecht eingereicht. 
Sie hält an ihren Rechtsbegehren fest.

Erwägungen

1. Im Streit steht die Höhe des vom Friedensgericht festgesetzten Honorars des 
Erbenvertreters.

a) Auf Begehren eines Miterben kann die zuständige Behörde gemäss Art. 602 Abs. 3 ZGB 
für die Erbengemeinschaft bis zur Teilung eine Vertretung bestellen. Es handelt sich dabei um eine 
Anordnung der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Die Bezeichnung der zuständigen Behörden obliegt 
den Kantonen, die entweder eine gerichtliche Behörde oder eine Verwaltungsbehörde als 
zuständig bezeichnen können, wo das Gesetz – wie in Art. 602 Abs. 3 ZGB – nur von einer 
zuständigen Behörde und nicht ausdrücklich entweder vom Gericht oder von einer 
Verwaltungsbehörde spricht (vgl. Art. 54 SchlT ZGB). Ist der Kanton in der Bezeichnung der 
zuständigen Behörde aber frei, regelt er auch das Verfahrensrecht. Soweit er dabei die 
Schweizerische Zivilprozessordnung für anwendbar erklärt, stellen deren Bestimmungen nicht 
Bundesrecht, sondern kantonales Recht dar. Die Bestellung einer Erbenvertretung im Sinne von 
Art. 602 Abs. 3 ZGB ist nach Rechtsprechung und Lehre eine vorsorgliche Massnahme (vgl. zum 
Ganzen BGer 5A_241/2014 vom 28. Mai 2014, E. 1.2 mit zahlreichen Hinweisen; PICENONI, Der 
Erbenvertreter nach Art. 602 Abs. 3 ZGB, Diss. Zürich 2004). Die Kosten des Erbenvertreters 
gehen solidarisch zulasten der Erbengemeinschaft (zit. BGer 5A_241/2014, E. 2.2 f.).

Gemäss Art. 195 aEGZGB ist im Kanton Freiburg das Friedensgericht zuständig, um für die 
Erbengemeinschaft eine Vertretung zu bestellen. Anwendbar ist mangels anderer kantonaler 
Bestimmungen die ZPO (Art. 6 Abs. 1 und Ingress aEGZGB, Art. 1 lit. b ZPO). Die ernennende 
Behörde ist zugleich Aufsichtsbehörde über den Erbenvertreter. Als solche holt sie vom 
Erbenvertreter einen Schlussbericht inkl. Rechnungsablegung ein und entscheidet über dessen 
Honorar. Rechenschaftspflicht und Haftung richten sich nach Auftragsrecht (PICENONI, a.a.O., S. 
49 ff., 106 ff., 137; BSK ZGB-SCHAUFELBERGER, Art. 602 N 47 ff.; BK ZGB-TUOR/PICENONI, 2. Aufl., 
Bern 1964, Art. 602 N 59 ff.; BLOCH, Zur Frage der Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte oder 
der Aufsichtsbehörden zur Entscheidung über die Entschädigungsansprüche eines 
Willensvollstreckers und eines amtlichen Erbschaftsverwalters, SJZ 57 [1961] S. 245 f.).

Gemäss der kantonalen Rechtsprechung wird das Honorar des Erbenvertreters vom 
Friedensgericht festgesetzt und steht gegen seinen Entscheid die Berufung an das Kantonsgericht 
offen (Kantonsgericht, in: Extraits 1990 S. 22 ff.). Einen Entscheid des Appellationshofs aus dem 
Jahr 2003, ein kantonales Rechtsmittel nur dann zuzulassen, wenn – wie in casu – dem Entscheid 
des Friedensgerichts kein Entscheid des Erbenvertreters vorangegangen ist, hat das 
Bundesgericht als willkürlich bezeichnet (BGer 5P.83/2003 vom 8. Juli 2003, E. 2.2). Damit bleibt 
es dabei, dass die Festsetzung des Honorars des Erbenvertreters durch das Friedensgericht 

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erfolgt und beim Kantonsgericht angefochten werden kann. Letzteres muss sich im Übrigen bereits 
aus Art. 75 Abs. 2 BGG ergeben.

Ist die Bestellung einer Erbenvertretung eine vorsorgliche Massnahme, so gilt dies auch für deren 
Entlastung und die Festsetzung des Honorars. Diese unterliegt somit der entsprechenden 
Verfahrensart, das heisst dem summarischen Verfahren (Art. 248 Bst. d ZPO; PICENONI, a.a.O., S. 
120).

b) Mit Berufung anfechtbar sind laut Art. 308 ZPO insbesondere erstinstanzliche 
Entscheide über vorsorgliche Massnahmen (Abs. 1 Bst. b), in vermögensrechtlichen 
Angelegenheiten allerdings nur, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen 
Rechtsbegehren mindestens 10‘000 Franken beträgt (Abs. 2). Angefochten ist im vorliegenden Fall 
ein erstinstanzlicher Endentscheid. Der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren 
beläuft sich auf Fr. 49‘412.70 (Art. 91 Abs. 1 ZPO); er ist im Berufungsverfahren unverändert (vgl. 
REETZ/THEILER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger (Hrsg.), ZPO-Kommentar, 2. Aufl., 
2013, Art. 308 N 40 mit Hinweisen). Die Berufung ist somit zulässig.

c) Die Frist zur Einreichung der Berufung und der Berufungsantwort beträgt im 
summarischen Verfahren je zehn Tage (Art. 314 Abs. 1 ZPO); die Berufung ist zu begründen (Art. 
312 Abs. 2 ZPO). Dabei muss sich der Berufungskläger mit den Entscheidgründen 
auseinandersetzen, ohne dass jedoch an dieses Erfordernis überspitzte Anforderungen gestellt 
werden dürfen. Er muss konkret aufzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft 
erachtet wird; die Begründung muss hinreichend genau und eindeutig sein, und die 
vorinstanzlichen Erwägungen, die angefochten werden, sind zu bezeichnen und die Aktenstücke 
zu nennen (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_438/2012 vom 27. August 2012, E. 2.2; 
REETZ/THEILER, Art. 311 N 36, je mit weiteren Hinweisen).

Der angefochtene Entscheid wurde am 11. April 2014 versandt und den Berufungsklägern am 
Montag, 14. April 2014, zugestellt. Ihre am 24. April 2014 eingereichte Berufung erfolgte daher 
fristgerecht. Die am 13. Juni 2014 eingereichte Berufungsantwort erfolgte ebenfalls fristgerecht. 
Gleiches gilt für die Replik und die Duplik. Zuständig ist der erste Zivilappellationshof (Art. 16 RKG) 
und nicht, wie von der Vorinstanz angegeben, der Erwachsenenschutzhof. 

Die Berufungsschrift genügt den Anforderungen an die Begründung.

Als Erben und Solidarschuldner des festgesetzten Honorars sind die Berufungskläger 
offensichtlich zur Berufung legitimiert.

Auf die Berufung ist somit einzutreten.

d) Mit Berufung kann laut Art. 310 ZPO eine unrichtige Rechtsanwendung (Bst. a) oder 
eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts (Bst. b) geltend gemacht werden. Der 
Appellationshof verfügt somit über eine umfassende Kognition (vgl. REETZ/THEILER, Art. 310 N 6). 
Er entscheidet im summarischen Verfahren (vgl. E. 1a hiervor). Der Sachverhalt ist von Amtes 
wegen festzustellen (Art. 255 Bst. b ZPO).

e) Die Berufung hat keine aufschiebende Wirkung (Art. 315 Abs. 4 Bst. b ZPO). Der 
Appellationshof entscheidet gestützt auf Art. 316 Abs. 1 und 256 Abs. 1 ZPO aufgrund der Akten. 
Eine Verhandlung wurde nicht verlangt.

2. Die Berufungskläger rügen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Sie bringen vor, sie 
seien zur Höhe des geltend gemachten Honorars nicht angehört worden. Insbesondere hätten sie 

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keine Einsicht in den Schlussbericht der Berufungsgegnerin gehabt und hätten sich deshalb kein 
Bild darüber machen können, ob die Honorarforderung gerechtfertigt sei. Zudem sei der 
angefochtene Entscheid auch ungenügend begründet (Berufung, Ziff. IV.1 und IV.2.4, S. 7 ff.). Die 
Berufungsbeklagte äussert sich zu dieser Frage nicht.

a) aa) Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV dient einerseits der 
Klärung des Sachverhaltes, anderseits stellt er ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht 
beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu 
gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines ihn belastenden 
Entscheides zur Sache zu äussern und an der Erhebung wesentlicher Beweise mitzuwirken oder 
sich zumindest zum Beweisergebnis äussern zu können, wenn dieses geeignet ist, den Ausgang 
des Verfahrens zu beeinflussen (BGE 135 I 187 E. 2.2; 127 I 54 E. 2b). Aus Art. 29 Abs. 2 BV 
ergibt sich ferner die Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Die Begründung des 
Entscheids muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht 
anfechten kann. Dabei muss sich die Begründung nicht mit jeder tatsächlichen Behauptung und 
jedem rechtlichen Einwand ausdrücklich auseinandersetzen. Es genügt vielmehr, wenn die für den 
Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte genannt werden (BGE 135 III 670 E. 3.3.1; 130 II 530 E. 
4.3). Eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs kann im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, 
wenn die Kognition der Rechtsmittelinstanz nicht eingeschränkt ist und dem Beschwerdeführer 
kein Nachteil erwächst. Die Heilung des Verfahrensmangels ist ausgeschlossen, wenn es sich um 
eine besonders schwerwiegende Verletzung der Parteirechte handelt, und sie soll die Ausnahme 
bleiben (BGE 126 I 68 E. 2).

bb) Diese Grundsätze müssen auch bei der Festsetzung des Honorars des 
Erbenvertreters durch das Friedensgericht Anwendung finden (vgl. etwa Kantonsgericht, in Extraits 
1990 S. 24 f.; BGer 5A_121/2012 vom 16. April 2012, E. 2 [Einsetzung des Erbenvertreters]; 
REUSSER, in: Geiser/Reusser (Hrsg.), Basler Kommentar Erwachsenenschutz, 2012, Art. 404 N 
38, unter Hinweis auf BGer 5A_279/2009 vom 14. Juli 2009, E. 2.1 [Entschädigung des 
Beistandes nach Art. 404 ZGB]). Dies auch deshalb, weil die auftragsähnliche Tätigkeit des 
Erbenvertreters nicht zwingend anhand von festen Tarifen entschädigt wird und das Honorar nicht 
wie in anderen Kantonen auf Klage hin vom Zivilrichter festgesetzt wird (vgl. PICENONI, a.a.O., S. 
174 mit Hinweisen). Der rechtskräftige Festsetzungsentscheid des Friedensgerichts stellt somit 
einen Rechtsöffnungstitel im Sinn von Art. 80 SchKG dar.

b) Im vorliegenden Fall wurde die Honorarnote der Berufungsbeklagten vom 11. April 2013 
am 17. Oktober 2013 allen Berufungsklägern zugestellt (act. 414). Diese hatten somit bis zum 
Ergehen des angefochtenen Entscheids am 6. März 2014 reichlich Zeit, dazu Stellung zu nehmen, 
auch wenn ihnen hierzu nicht wie mehrfach gewünscht ausdrücklich Frist gesetzt wurde. Nicht 
zugestellt wurden ihnen hingegen aus unerfindlichen Gründen der Schlussbericht der 
Berufungsgegnerin, der ebenfalls vom 11. April 2013 datiert (act. 379 ff.). Ebenfalls nicht zugestellt 
wurde ihnen die von der Berufungsbeklagten mit Schreiben des Friedensgerichts vom 17. Oktober 
2012 (act. 414) einverlangten zusätzlichen Informationen zur Mandatsführung (Eröffnungs- und 
Schlussbilanz, Zusammenstellung der Kontobewegungen), die ab November 2013 eingereicht 
wurden (act. 418 ff.). Die Berufungskläger wurden auch nicht darüber informiert, dass diese 
Dokumente eingegangen waren. Es ist zu bezweifeln, ob es den Berufungsklägern ohne den 
Schlussbericht und die zusätzlichen Informationen möglich war, substantiiert zur Honorarnote der 
Berufungsbeklagten Stellung zu nehmen. Zwar hatte der Rechtsbeistand des Berufungsklägers 
A.________ dem Friedensgericht am 7. Januar 2014 beantragt, das Honorar der 
Berufungsbeklagten auf Fr. 2‘000.- festzusetzen. Die Rechnung von Fr. 50‘000.- könne nicht 
akzeptiert werden. Damit die Angelegenheit jedoch weiter gehe, bitte er die Friedensrichterin um 

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einen umgehenden Entscheid (act. 420). Darin kann ein Verzicht auf weitere Stellungnahmen 
erblickt werden, obwohl der Schlussbericht nicht vorlag. Allerdings ist nicht ersichtlich, dass die 
beiden anderen Berufungskläger B.________ und C.________ – die damals noch durch andere 
Rechtsanwälte vertreten waren – ebenfalls auf weitere Stellungnahmen verzichtet hätten. Zudem 
enthält der angefochtene Entscheid keinerlei Begründung. Auch wenn er im summarischen 
Verfahren ergangen ist, hätte erwartet werden können, dass sich die Vorinstanz zumindest kurz zu 
den Vorbringen der Erben äussert, insbesondere jenen im Schreiben vom 7. Januar 2014. Damit 
wurde das rechtliche Gehör der Berufungskläger offensichtlich verletzt. Dies führt zur Aufhebung 
des angefochtenen Entscheids.

3. Gemäss Art. 318 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz neu entscheiden (Bst. b) oder die Sache 
an die erste Instanz zurückweisen (Bst. c), wenn ein wesentlicher Teil der Klage nicht beurteilt 
wurde (Ziff. 1) oder der Sachverhalt in wesentlichen Teilen zu vervollständigen ist (Ziff. 2).

Im vorliegenden Fall würde sich zwar grundsätzlich eine Rückweisung rechtfertigen, da die 
Vorinstanz den Sachverhalt – das heisst die Kostenliste – offenbar nicht geprüft, sondern die 
Kostenliste lediglich bestätigt hat. Zumindest lässt sich dem angefochtenen Entscheid nichts 
anderes entnehmen. Es gilt allerdings zu bedenken, dass das summarische Verfahren Anwendung 
findet und seit der Einreichung der Kostenliste bereits anderthalb Jahre vergangen sind. Da der 
Appellationshof über eine umfassende Kognition verfügt, hat er sich entschieden, die Kostenliste 
selbst festzusetzen (vgl. nachfolgend E. 4). Vorgängig wurde ein zweiter Schriftenwechsel 
durchgeführt und die Parteien darauf hingewiesen, dass der Appellationshof das Honorar des 
Erbenvertreters möglicherweise selbst festsetzen wird.

4. a) Der Erbenvertreter hat unbestrittenermassen Anspruch auf ein Honorar. Dieser 
Anspruch ist bundesrechtlicher Natur und bemisst sich somit nach Bundesrecht. Die Befugnisse 
des Erbenvertreters sind mit jenem des Willensvollstreckers zu vergleichen. Er ist gesetzlicher 
Vertreter der Erbengemeinschaft, besorgt die laufenden Geschäfte und ist für die Erhaltung und 
vorsichtige Mehrung der Erbschaftswerte verantwortlich (SCHAUFELBERGER, a.a.O., N 47) und 
kann auch die Interessen der Erbengemeinschaft in einem allfälligen Prozess vertreten. Die 
Vergütung des Erbenvertreters muss angemessen sein (vgl. auch Art. 517 Abs. 3 ZGB zum 
Willensvollstrecker). Sie muss in einem billigen Verhältnis stehen zu dem für die Ausführung des 
Auftrags notwendigen Zeitaufwand, der Kompliziertheit der Verhältnisse und der damit 
verbundenen Verantwortung. Wichtigster Faktor für die Honorarberechnung ist der Zeitaufwand. 
Dieser wird beeinflusst vom Umfang und von der Dauer der Erbenvertretung, welche aber keine 
eigenständigen Bemessungsfaktoren sind. Ein allfälliger Stundenansatz kann von der 
Schwierigkeit der Aufgabe abhängig gemacht werden. Letztere kann sich z.B. aus der 
Kompliziertheit der Verwandtschafts- oder Vermögensverhältnisse ergeben. Sind in solchen Fällen 
Spezialkenntnisse eines Rechtsanwalts oder Vermögensverwalters erforderlich, dann rechtfertigt 
sich ein höherer Stundenansatz. Schliesslich kann auch die Verantwortung des Erbenvertreters, 
welche in erster Linie vom Wert des zu verwaltenden Nachlasses abhängt, berücksichtigt werden, 
indem z.B. ein pauschaler Zuschlag hinzugerechnet oder ein höherer Stundenansatz gewählt wird. 
Allerdings hängt weder die Arbeit noch die Verantwortung immer vorwiegend von der Grösse des 
ihren Gegenstand bildenden Vermögens ab. Pauschaltarife sollen indes nur ausnahmsweiser 
angewendet werden, da sie in der Regel keine angemessene, der Billigkeit entsprechende 
Vergütung für Arbeit und Verantwortung darstellen. Ist der Erbenvertreter selbst am Nachlass 
beteiligt, kann die Vergütung geringer ausfallen, da er als Miterbe ohnehin bei der gemeinsamen 
Verwaltung der Erbschaft mitzuwirken hätte. Bei Schlechterfüllung kann das Honorar 
selbstverständlich gekürzt werden (PICENONI, a.a.O., S. 168-171, mit zahlreichen Hinweisen; 
Kantonsgericht, in: Extraits 1990 S. 25, je mit Hinweis auf BGE 78 II 127). In Analogie zu Art. 402 

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Abs. 1 OR hat der Erbenvertreter neben dem Honoraranspruch auch Anspruch auf Ersatz seiner 
Auslagen und Aufwendungen, welche in pflichtgemässer Erfüllung seines Verwaltungsauftrages 
entstanden sind (PICENONI, a.a.O., S. 172 mit Hinweisen). Im Streitfall liegt die Beweislast beim 
Erbenvertreter; dieser muss seine Rechnung detailliert begründen (Art. 400 Abs. 1 OR per 
analogiam; PICENONI, a.a.O., S. 175 mit Hinweisen). Ist er dieser Pflicht nachgekommen, ist es 
allerdings an der Gegenpartei, die Honorarnote fundiert in Zweifel zu ziehen und in Anwendung 
von Art. 8 ZGB aufzuzeigen, weshalb gewisse Leistungen nicht erbracht wurden oder nicht 
angemessen waren. 

b) Im vorliegenden Fall wurde die Berufungsbeklagte mit Beschluss vom 12. Januar 2012 
als Erbenvertreterin der Erbengemeinschaft von F.________ sel. eingesetzt. Dabei wurde 
festgehalten, die Erbschaft umfasse Liegenschaften und Vermögenswerte bei Banken, um die sich 
die Erbengemeinschaft kümmern müsse. Die Verwaltung der Erbschaft, verbunden mit eventuellen 
ungelösten Fragen bezüglich der Erbschaft E.________, benötige vielseitige und nicht nur speziell 
auf Liegenschaften bezogene, professionelle Kenntnisse. Ernannt wurde deshalb eine 
Treuhandfirma, und im Dispositiv wurde festgehalten, dass sich das Entgelt des Erbenvertreters 
nach der Tarifordnung der Schweizerischen Treuhandkammer richtet und dass insbesondere 
folgende Tarife gelten: Rechtsanwalt und dipl. Wirtschaftsprüfer: Fr. 250.-, Buchhalter (senior): Fr. 
160.- bis 210.-, Buchhalter (junior): Fr. 110.- bis 150.-, Sekretärin: Fr. 95.-, Lernende: Fr. 35.- bis 
50.-, alles zuzüglich Mehrwertsteuer (Disp. Ziffer II). Dieser Beschluss wurde nicht angefochten 
(act. 308). Von ihm ist somit auszugehen.

Die Berufungsbeklagte nahm ihre Tätigkeit Ende Februar 2012 auf (act. 312). Gemäss 
Schlussbilanz des Amtsvormundes von F.________ vom 21. Februar 2012 umfasste die Erbschaft 
Vermögenswerte von Fr. 576‘436.09, darunter zwei Liegenschaften in G.________ und 
H.________ (act. 308 in fine). Mit Verfügung des Zivilgerichtspräsidenten vom 20. Juni 2012 wurde 
der Berufungsbeklagten im Rahmen des Erbteilungsprozesses von E.________ sel. die 
Parteistellung zugesprochen. Am 20. November 2012 nahm das Zivilgericht die 
Erbteilungsvereinbarung über die Nachlässe von E.________ und F.________ zu Protokoll und 
schrieb das Erbteilungsverfahren als erledigt ab (act. 361 ff.). In der Folge reichte die 
Berufungsbeklagte am 11. April 2013 ihren Schlussbericht ein (act. 379 ff.). Daraus geht 
insbesondere hervor, dass die Liegenschaft in G.________ am 12. Oktober 2012 verkauft worden 
und der Erlös offenbar direkt den Erben zugeflossen war. Die Liegenschaft in H.________ sei 
gemäss Teilungsvereinbarung den Erben zugewiesen und das liquide Vermögen (inkl. der 
verkauften Aktien) unter die Erben verteilt worden. Gesamthaft ergibt sich somit ein Saldo von Null. 
Die Berufungsbeklagte legte weiter dar, ihr Mandat sei aufgrund der Anzahl der involvierten 
Personen, der unklaren Vermögenszusammensetzung sowie des hängigen Erbteilungsprozesses 
recht komplex und die Beschaffung der benötigten Unterlagen und die Einarbeitung in das Dossier 
sehr aufwändig gewesen. Der schlechte Zustand der Liegenschaft in G.________, habe eine enge 
Zusammenarbeit mit der Liegenschaftsverwalterin erfordert. Darüber hinaus seien zahlreiche 
Kontakte mit Banken, den Rechtsanwälten der Erben und verschiedenen Gerichten geführt 
worden. Mit Beschluss vom 6. März 2014 genehmigte das Friedensgericht die Schlussrechnung 
der Berufungsbeklagten betreffend die Erbschaft F.________ sel. vom 9. Januar 2013 und 
entlastete die Berufungsbeklagte als Erbenvertreterin (act. 488).

Die Berufungsbeklagte reichte ihre Honorarrechnung am 11. April 2013 ein (act. 392 ff.). Sie macht 
zwischen dem 25. Januar 2012 und dem 8. April 2013 ein Honorar von Fr. 44‘862.50, zuzüglich 
Fr. 890.- Spesen (2 %) und Fr. 3‘660.20 MWSt, d.h. total Fr. 49‘412.70, geltend. Der 
Honoraranspruch umfasst 153 Std. à Fr. 250.- (Rechtsanwälte), 1 ½ Std. à Fr. 200.- (Buchhalter), 
7 ¾ Std. à Fr. 140.- (Buchhalter), 7 ¾ Std. à Fr. 35.- (Lehrtochter), 37 ½ Std. à Fr. 110.- 

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(Buchhalter) und 
8 ¾ Std. à Fr. 95.- (Sekretärin), das heisst total 216 ¼ Std. Die Stunden werden einzeln 
ausgewiesen, wobei allerdings gewisse Posten mehrere Tätigkeiten umfassen, was die Prüfung 
des entsprechenden Aufwandes erschwert, wenn nicht verunmöglicht.

Auch wenn das Mandat der Berufungsbeklagten nicht ganz einfach war, erscheint ein Honorar von 
fast Fr. 50‘000.- bzw. ein Aufwand von über 200 Stunden für eine Erbenvertretung, die im 
Wesentlichen von Februar bis November 2012 dauerte und zwei Liegenschaften, vier Bankkonten 
sowie Aktien im Wert von insgesamt Fr. 587‘000.- umfasste (act. 336, Anfangsinventar), doch 
aussergewöhnlich hoch. So wurde vergleichsweise dem Amtsvormund von F.________ für die 
Jahre 2009 und 2010 ein Honorar von Fr. 2700.– und für 2011 ein Honorar von Fr. 3050.– 
ausgerichtet (act. 305), auch wenn verständlich ist, dass das Honorar einer professionellen 
Erbenvertreterin, die sich neben der reinen Verwaltung mit z.T. heiklen juristischen Fragen 
befassen musste, höher ausfallen wird als jenes eines staatlichen Amtsvormundes. Der von der 
Berufungsbeklagten in Rechnung gestellte Aufwand ist im Folgenden gestützt auf die konkreten 
Rügen der Berufungskläger näher zu prüfen und davon ausgehend unter Hinweis auf die 
umfassende Kognition des Hofs das Honorar festzusetzen. Dabei kann es jedoch nicht darum 
gehen, jede einzelne Leistung im Detail zu analysieren, da der Erbenvertreter Anspruch auf eine 
angemessene Vergütung hat und die Bestimmungen über den Auftrag nur sinngemäss und 
ergänzend Anwendung finden.

c) Zugrunde zu legen sind folgende Überlegungen. Das Mandat der Berufungsbeklagten 
als Erbenvertreterin umfasste zum einen die Mitwirkung am hängigen Erbteilungsprozess, was der 
Natur der Sache nach auch die eigentliche Erbteilung umfasst. Dies ist an sich unbestritten und 
ergibt sich schon daraus, dass der Erbenvertreterin Parteistellung zuerkannt worden war; die 
Berufungskläger bringen indes vor, sie hätten die Berufungsbeklagte mehrmals darauf 
hingewiesen, dass die Erben vor dem Abschluss einer Teilungsvereinbarung stünden, und sie 
gebeten, in diesem Zusammenhang keine speziellen Vorbereitungshandlungen vorzunehmen 
(Berufungsbeilagen 7 und 8). Dem ist Rechnung zu tragen.

Entgegen der Meinung der Berufungskläger umfasst das Mandat der Berufungsbeklagten 
allerdings auch die Verwaltung der Erbschaft, das heisst der Liegenschaften, des Barvermögens 
und der Aktien. Dies ergibt sich offensichtlich aus dem Ernennungsbeschluss (der auch 
Erbgangsschulden erwähnt) und aus Sinn und Zweck des Instituts der Erbenvertretung als 
vorsorgliche Massnahme. Die Liegenschaft in G.________ befand sich offenbar in schlechtem 
Zustand, was einen gewissen Aufwand mit sich brachte, und die Aktien mussten verkauft werden, 
während nicht ersichtlich ist, dass die Verwaltung der Liegenschaft in H.________ und der 
Bankkonten einen besonderen Aufwand mit sich gebracht hätte. Schliesslich bringt die 
Berufungsbeklagte vor, es habe ein Inventar erstellt und ein Safe geleert werden müssen. Darauf 
wird im Folgenden einzugehen sein. Ebenfalls ist offensichtlich, dass steuerliche Belange zu 
erledigen waren.

aa) Die Berufungskläger monieren, die Berufungsbeklagte habe (zu Beginn des 
Mandats) rechtliche Abklärungen zu ihrer Stellung als Erbenvertreterin, insbesondere im 
Erbschaftsprozess, getätigt, obwohl ihr mitgeteilt worden war, dass ein Vergleich unter den Erben 
absehbar sei. Zudem sollte sie als Erbenvertreterin über ihre Kompetenzen Bescheid wissen 
(Berufung und Replik, Ziff. 2.3). Die Berufungsbeklagte entgegnet, die Rechtslage sei nicht so klar 
gewesen wie im Nachhinein von den Berufungsklägern dargestellt, und die von diesen genannten 
Honorarposten umfassten auch andere Leistungen.

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Die Berufungsbeklagte wurde insbesondere deshalb als Erbenvertreterin eingesetzt, weil die 
Erben seit Jahren zerstritten waren und ein Erbteilungsprozess hängig war. Entgegen der 
Darlegung der Berufungskläger war nicht von Anfang an klar, dass es im Erbteilungsprozess zu 
einer gütlichen Einigung kommen werde (vgl. z.B. Berufungsantwortbeilage 3 vom 30. Januar 
2012). Zwar lässt sich dem Protokoll des Zivilgerichts vom 7. Juni 2011 entnehmen, dass 
Vergleichsgespräche aufgenommen worden waren. Diese wurden jedoch durch den Tod von 
F.________ jäh gestoppt, und die Berufungsbeklagte wurde als Erbenvertreterin ernannt. Diese 
ersuchte das Zivilgericht mit Schreiben vom 26. April bzw. 8. Mai 2012, vorfrageweise ihre 
Parteistellung im hängigen Prozess zu prüfen. Diese Parteistellung war keineswegs klar, wurde sie 
doch von zwei (anwaltlich vertretenen) Erben ausdrücklich bestritten (vgl. Verfügung des 
Zivilgerichtspräsidenten vom 20. Juni 2012). Aus den von den Berufungsklägern eingereichten 
Akten ergeben sich erst ab Oktober 2012 klare Hinweise darauf, dass sich unter den Erben eine 
Einigung abzeichnete (Berufungsbeilagen 
7 f., vgl. auch Berufungsantwortbeilagen 1 f.). Es gehörte deshalb offensichtlich zu den Pflichten 
der Erbenvertreterin, sich über die Sach- und Rechtslage ein Bild zu machen. Allerdings erscheint 
der zu Beginn des Mandats im Zusammenhang mit der Mandatsübernahme und der Abklärung der 
Rechtslage betriebene Aufwand übertrieben. Allein in den Monaten Januar und Februar 2012 
werden für Arbeiten im Zusammenhang mit der Mandatsübernahme und der Prüfung der 
Rechtslage (exkl. Steuerfragen) 18 ¾ Std. in Rechnung gestellt. In Anbetracht dessen, dass die 
Erbenvertreterin eine professionelle Treuhandfirma ist, die ein solches Mandat sicher nicht zum 
ersten Mal übernimmt, dass in der Folge zahlreiche weitere Stunden im Zusammenhang mit der 
Mandatsübernahme und der Abklärung der Rechtslage anfielen (z.B. 5. März 2012: 2 ¼ Std., 13. 
Und 
15. März 2012: 9 Std., 26. April 2012: 5 ¾ Std.), muss dieser Aufwand zu Beginn des Mandats 
(Januar/Februar 2012) als unverhältnismässig bezeichnet werden. Er ist um 10 Std. (à Fr. 250.-) 
zu kürzen, d.h. total um Fr. 2500.-. In der Folge hat sich die Berufungsbeklagte mit Ausnahme von 
Abklärungen am 26. April 2012 (5 ¾ Std., zusammen mit weiteren Leistungen) entgegen der 
Behauptung der Berufungskläger nicht mehr mit der rechtlichen Stellung der Erbenvertreterin im 
Prozess befasst. Am 9. November 2012 teilte Rechtsanwalt Perler der Berufungsbeklagten im 
Namen der Erben per E-Mail mit, die Parteien hätten sich soeben geeinigt, und beauftragte sie, 
den Verkauf der Aktien I.________ zu veranlassen, den Safe zu kündigen (falls noch nicht erfolgt), 
die detaillierte Kostenliste zu erstellen und abgesehen vom Verkauf der Aktien ohne 
ausdrücklichen Auftrag keine Tätigkeiten mehr auszuführen (Berufungsantwortbeilage 1). 
Trotzdem wurden in der Folge noch zahlreiche Stunden fakturiert, so beispielsweise allein am 
9. November 2012 im Zusammenhang mit den E-Mail-Nachrichten von Rechtsanwalt Perler 5 Std., 
am 12. November 2012 2 ½ Std. für ein Schreiben an das Friedensgericht, in dem um einen 
Kostenvorschuss ersucht wurde (act. 354) – dies obwohl die Berufungsbeklagte soeben 
aufgefordert worden war, ihre detaillierte Honorarnote zu erstellen, da der Fall vor dem Abschluss 
stehe. Dieses Schreiben war offensichtlich unnötig. In der Folge wurden bis April 2013 noch 
weitere 20 ¾ Std. fakturiert (ohne den Schlussbericht), die nur teilweise mit dem Verkauf der 
Aktien oder dem Safe in Zusammenhang standen, so beispielsweise am 15. November 2012 2 ½ 
Std. für ein Schreiben des Zivilgerichtspräsidenten. Auch wenn einige Arbeiten zweifellos 
berechtigt waren (Kontosaldierungen) oder durch die Erben veranlasst wurden, kann ein derartiger 
Aufwand nicht mehr als sachgerecht bezeichnet werden. Die Aufwendungen ab dem 10. 
November 2012 sind um 10 Std. à Fr. 250.-, d.h. um Fr. 2500.- zu kürzen.

bb) Die Berufungskläger bringen vor, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb ein 
Erbschaftsinventar zum Todestag erstellt worden sei, da das Vermögen der (bevormundeten) 
F.________ längst inventarisiert worden sei (Berufung, Ziff. 2.3). Sie übersehen, dass die 

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Berufungsbeklagte vom Friedensgericht am 12. Januar 2012 aufgefordert worden war, dieses 
Inventar zu erstellen (vgl. act. 298). Allerdings erscheint der in Rechnung gestellte Aufwand 
übertrieben. Er umfasst zwischen dem 2. April und dem 26. Juni 2012 11 ¼ Std., wovon 10 ¼ Std. 
auf buchhalterische Arbeit entfallen (à Fr. 110.-/Std.) und eine Stunde auf anwaltliche Arbeiten. 
Das Inventar wurde per 22. Februar 2012 erstellt und stützt sich auf die vom Friedensgericht 
genehmigte Abschlussbilanz des Amtsvormundes J.________ vom 21. Februar 2012 (nach act. 
309, unnummeriert). Die Werte der beiden Liegenschaften wurden übernommen und die 
Kontostände (4 Konten Marchzinsen, Bankspesen) und der Wert der Aktien I.________ 
aktualisiert. Dazu musste noch bei der Liegenschaftsverwaltung Erkundigungen betreffend das 
Mietzinskonto für die Liegenschaft in G.________ eingezogen werden (act. 335 ff.). Es mussten 
mithin mehrere Belege eingefordert und Zahlen verglichen werden. Der geltend gemachte 
Aufwand von 10 ¼ Std. ist für einen Buchhalter ungerechtfertigt hoch und um 5 Std. (à Fr. 110.-, 
d.h. total Fr. 550.-) zu kürzen. Der anwaltliche Aufwand erscheint gerechtfertigt.

cc) Die Berufungskläger bringen vor, die Vermietung und Verwaltung der Liegenschaft 
in Freiburg sei von einer Liegenschaftsverwaltung (K.________ SA) übernommen worden. Diese 
habe die Kompetenz gehabt, notwendige Reparaturen vorzunehmen. Eine Mitwirkung der 
Erbenvertreterin sei nicht nötig gewesen (Berufung und Replik, Ziff. 2.1). Diese entgegnet, der sehr 
schlechte Zustand der Liegenschaft habe eine enge Zusammenarbeit mit der K.________ SA 
notwendig gemacht. Aus den Akten ergibt sich, dass die fragliche Liegenschaft (ein 
Einfamilienhaus) kurz vor dem Tod von F.________ vermietet und am 12. Oktober 2012 verkauft 
worden war. Aus dem Ernennungsbeschluss (S. 2) geht hervor, dass es zu den Aufgaben der 
Erbenvertreterin gehörte, sich (unter anderem) um die Liegenschaft und deren Verwaltung zu 
kümmern. Dass sie dies getan hat, kann ihr offensichtlich nicht zum Vorwurf gemacht werden. 
Anderseits war mit der K.________ SA im Juni 2011 eine erfahrene Liegenschaftsverwaltung 
mandatiert worden, von der erwartet werden durfte, dass sie den grössten Teil der anfallenden 
Verwaltungs- oder Reparaturarbeiten übernimmt (vgl. den Vertrag, Berufungsantwortbeilage 10, 
gemäss welchem nicht nur die eigentliche Verwaltung, sondern auch anfallende Reparaturarbeiten 
und die Vertretung der Eigentümerschaft in die Zuständigkeit der K.________ SA fielen; vgl. auch 
act. 462 ff.).

Zwischen dem 1. März 2012 und dem 9. Januar 2013 (d.h. drei Monate nach dem Verkauf der 
Liegenschaft!) finden sich in der Kostenliste 30 ½ Std., die sich ganz oder teilweise Kontakten mit 
der K.________ SA zurechnen lassen, wobei es sich praktisch ausschliesslich um Arbeiten eines 
Anwalts handelt. Darin gar nicht berücksichtigt sind Verrichtungen, die nur teilweise mit der 
Liegenschaft zusammenhingen, namentlich am 5. Juli 2012 (4 ¾ Std.), am 3. April 2012 (1 ½ Std.), 
am 1. Oktober 2012 (1 ¾ Std.) und am 19. November 2012 (1 ¼ Std.). Diese 30 ½ Std. umfassen 
beispielsweise am 11. April 2012 eine Sitzung (inkl. Vorbereitung) von 5 ½ Std., eine weitere 
Sitzung von 3 ¼ Std. am 1. Juni 2012, die drei Tage später während 3 ¼ Std. „aufgearbeitet“ 
wurde, sowie am 30. Mai 2012 1 ½ Std. und am 27. August 2012 1 ¼ Std. für die Kontrolle von 
Abrechnungen der K.________ SA. Selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sich die 
Liegenschaft in einem schlechten Zustand befand und Arbeiten in Auftrag gegeben und 
gegebenenfalls überwacht werden mussten, erscheint ein derartiger Aufwand mit Blick auf den 
Vertrag mit der K.________ SA klar übertrieben. Vergleichsweise hinzuweisen ist etwa auf das der 
K.________ SA für das Jahr 2012 entrichtete Honorar von Fr. 1277.10 (act. 462). Es ist auch nicht 
einsichtig, weshalb praktisch alle Arbeiten von einem Anwalt ausgeführt werden mussten. Hier hat 
die Berufungsbeklagte ihr Mandat nicht pflichtgemäss wahrgenommen. Ein zeitlicher Aufwand von 
10 ½ Std. während gut 7 Monaten (d.h. bis zum Verkauf der Liegenschaft), zuzüglich der in den 
30 ½ Std. gar nicht berücksichtigten Aufwendungen (5. Juli 2012, 3. April 2012, 1. Oktober 2012, 
19. November 2012), muss genügen, um die mit der K.________ SA für die Verwaltung der 

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Liegenschaft notwendigen Kontakte wahrzunehmen. Die Kostenliste ist demnach um 20 Std. (à 
Fr. 250.-, d.h. um Fr. 5‘000.-) zu kürzen.

dd) Ebenfalls ziehen die Berufungskläger die Notwendigkeit der Arbeiten der 
Berufungsbeklagten im Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft in G.________ in 
Zweifel. Gemäss der Berufungsbeklagten hätten dem verurkundenden Notar mehrere Dokumente 
zugestellt werden müssen (Berufungsantwort, Replik und Duplik, ad 20). Der Kostenliste lassen 
sich vier Posten im Umfang von 2 ¾ Std. entnehmen, die sich teilweise auf den Verkauf der 
Liegenschaft beziehen (3. Oktober/6. November/7. November 2012, 17. Januar 2013). Dazu 
kommt noch eine Besprechung am 6. November 2012. Die Erklärung der Berufungsbeklagten 
überzeugt, und der Aufwand erscheint nicht unverhältnismässig. Die Rüge ist unbegründet.

ee) Anders verhält es sich mit fakturierten Aufwendungen im Zusammenhang mit einem 
Safe bei L.________. Gemäss den Berufungsklägern sei der Berufungsbeklagten ausser der 
Herausgabe des Safeschlüssels kein Aufwand entstanden. Die Schätzung des Safeinhalts sei von 
Juwelier M.________ durchgeführt und von Rechtsanwalt Perler vorbereitet worden (Replik, ad 
20). Dies ergibt sich in der Tat aus einem Schreiben von Rechtsanwalt Perler vom 5. Oktober 2012 
(Berufungsbeilage 22). Die Berufungsbeklagte lässt ausführen, aufgrund der bankinternen 
Bestimmungen habe sie mit zwei zeichnungsberechtigten Vertretern anwesend sein müssen 
(Duplik, ad 20). Dies soll hier nicht in Zweifel gezogen werden, rechtfertigt aber den in Rechnung 
gestellten Aufwand nicht. Die Safeöffnung fand am 6. November 2012 statt. Dabei wurde das am 
19. April 2010 vom Amtsvormund erstellte Inventar handschriftlich ergänzt 
(Berufungsantwortbeilage 11). Die Öffnung dauerte nach unwidersprochener Darstellung der 
Berufungsbeklagten in Anwesenheit von 2 Zeichnungsberechtigten 1 ½ Std., sodass ein Aufwand 
von 3 Std. ausgewiesen ist. Daneben werden aber ab Oktober 2012 weitere 5 ½ Std. (à Fr. 250.-) 
fakturiert, zuzüglich eines Teils weiterer am 6. November 2012 fakturierter Leistungen wie zwei 
Telefongespräche, die Kündigung des Safes, Brief an den M.________ und „Leerung Safe 
organisieren“. Es erscheint nicht nachvollziehbar, weshalb am Tag der Leerung des Safes noch 
dessen – von Rechtsanwalt Perler längst organisierte – Leerung zu organisieren und ein Brief an 
den Juwelier zu schreiben war. Ebenfalls nicht nachvollziehbar ist in Anbetracht des bei den Akten 
liegenden Safeöffungsprotokolls (zwei A4-Seiten liniert, mit den Namen der Anwesenden), 
weshalb für dessen Erstellung am 5. November 2012 1 ¼ Std. benötigt wurden, nachdem bereits 
am 30. Oktober 2012 ein Teil von 6 ¾ Std. Aufwand für „Safeöffnungsprotokoll und Quittung 
erstellen“ in Rechnung gestellt wurden. Ein derartiges Protokoll kann in 5 Minuten von einer 
Sekretärin erstellt werden. Der Aufwand von 5 ½ Std. ist folglich um 4 Std. (à Fr. 250.-, das heisst 
um Fr. 1000.-) auf 1 ½ Std. zu reduzieren; dies muss ausreichen, um einige Telefongespräche zu 
führen und Unterschriftskarten für die Zeichnungsberechtigten sowie ein Protokoll zu erstellen.

ff) Die Berufungskläger bestreiten weiter die mit Beispielen untermauerte Behauptung 
der Berufungsbeklagten, die Zusammenarbeit mit den Banken sei kompliziert gewesen 
(Berufungsantwort, ad 21). Gemäss den Berufungsklägern habe das (neben den Liegenschaften) 
aus Wertschriftendepots und Bankkonti bestehende Vermögen keiner Verwaltung bedurft (Replik, 
Ziff. 2.7). In der Erbmasse befanden sich je zwei Bankkonten bei L.________ und der 
N.________. Es ist offensichtlich, dass sich die Berufungsbeklagte mit den beiden Banken in 
Verbindung setzen und sich Zugang zu diesen Bankkonten verschaffen musste. Die 
Bankunterlagen dienten nicht nur der Verwaltung, sondern auch der Erstellung des Inventars, der 
Steuererklärung und schliesslich der Erbteilung. Kontakte zu den Banken lassen sich in der 
Kostenliste ab dem 3. März 2012 Aufwendungen von insgesamt 3 Std. zuordnen, zuzüglich einiger 
Aufwendungen, die mit anderen Leistungen im Zusammenhang stehen (z.B. 2. April 2012 
„Überblick“, 19. April 2012 „Telefon CS“, 29. Mai 2012 „Steuererklärung“). Aufgrund der 

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Erklärungen der Berufungsbeklagten und der Mandatsdauer erscheint dieser Aufwand nicht 
unverhältnismässig. Die Rüge ist unbegründet.

gg) Die Berufungskläger weisen darauf hin, dass die Steuererklärung 2012 von 
Rechtsanwalt Perler erstellt worden sei, sodass der Erbenvertreterin kein Aufwand entstanden sei 
(Berufung, Ziff. 2.1). Die Berufungsbeklagte äussert sich dazu nicht. Zwar ergibt sich aus der 
Kostenliste, dass der Aufwand für Steuerarbeiten sich auf die Steuererklärung 2011 (und nicht 
2012) bezieht, sodass die Rüge diesbezüglich nicht gerechtfertigt ist, denn die Steuererklärung 
gehört offensichtlich zu den Aufgaben der Erbenvertreterin. Hingegen muss der hierfür in 
Rechnung gestellte Aufwand von insgesamt 31 ¾ Std. (ab 29. Februar 2012 bis 2. Oktober 2012: 
9 ¼ Std. à Fr. 250.-, 15 ¾ Std. à Fr. 110.-, 6 ¼ Std. à Fr. 140.-, ½ Std. à 95.-, ohne 
Berücksichtigung der am 13. März 2012 und am 4. Juli 2012 in Rechnung gestellten 
Aufwendungen von 8 ¾ Std., die sich ebenfalls z.T. auf Steuerangelegenheiten beziehen) als klar 
übertrieben bezeichnet werden. So wurden beispielweise am 4. Juni 2012 eine halbe Stunde für 
das Kopieren der Steuererklärung 2011, am 14. Juni 2012 eine Stunde für die Rückforderung der 
Verrechnungssteuer (dafür dürfte ein kurzes Schreiben genügen) oder am 28./29. Juni 2012 über 
4 Std. für die Kontrolle der Veranlagungsanzeige und die Berechnung des Steuerwerts der 
Liegenschaft (durch einen Buchhalter) in Rechnung gestellt. Für die Kontrolle der 
Veranlagungsanzeige 2011 wurden sowohl am 28. Juni 2012 2 ¾ Std. wie auch am 2. Oktober 
2012 1 ¾ Std. in Rechnung gestellt, was für eine blosse Kontrolle deutlich übertrieben erscheint. 
Die Erbmasse umfasste zwei Liegenschaften und vier Bankkonti bei zwei Banken. Bei der 
Erbenvertreterin handelt es sich um ein professionelles, grösseres Treuhandbüro (gemäss 
Briefkopf auf Steuerberatung spezialisiert), welches sicher nicht zum ersten Mal solche Arbeiten 
ausführt. Dazu kommt, dass zahlreiche Bankkontakte und die Inventarisierung bereits in anderem 
Zusammenhang fakturiert wurden (vgl. namentlich E. c/bb und c/ff hiervor) und der 
Erbenvertreterin auch die Unterlagen des Amtsvormundes zur Verfügung standen, sodass sie 
nicht bei Null anfangen musste. Zu berücksichtigen ist, dass zwei Steuererklärungen (per 
Todestag und per 31. Dezember 2011) auszufüllen waren und dass offenbar eine Beschwerde 
eingereicht wurde. In Anbetracht der gesamten Umstände erscheint für das Ausfüllen der 
Steuererklärung per Todestag und per 31. Dezember 2011, die Rückforderung der 
Verrechnungssteuer und die Einreichung einer Beschwerde sowie für Kontrollen ein Aufwand von 
8 Std. für einen Buchhalter (6 Std. à Fr. 110.- und 2 Std. à Fr. 140.-) sowie 3 ¾ Std. für einen 
Anwalt angemessen. Die Kostenliste ist somit um 5 ½ Std à Fr. 250.-, um 9 ¾ Std. à Fr. 110.-, um 
4 ¼ Std. à Fr. 140.- und um ½ Std. à Fr. 95.-, d.h. total um Fr. 3‘090.– zu kürzen.

hh) Die Berufungskläger bringen vor, gewisse Sekretariatsarbeiten seien von 
juristischen Mitarbeitern erledigt worden, der geltend gemachte Aufwand für Lektüre und 
Korrespondenz sei auffällig hoch angesetzt, und gewisse Leistungen seien gar doppelt verbucht 
worden, insbesondere eine interne Besprechung von zwei Rechtsanwälten vom 27. Februar 2012 
(Berufung, Ziff. 2.3). Die Berufungsbeklagte entgegnet, die Lektüre und Korrespondenz habe von 
der für das Mandat verantwortlichen Person vorgenommen werden müssen und sei nicht zu hoch 
(Berufungsantwort, Ziff. 2.3).

Die zeitlichen Aufwendungen für Korrespondenz und einfache Sekretariatsarbeiten erscheinen in 
der Tat auffallend hoch. Für das Erstellen von fünf Zahlungsaufträgen wurden zwischen dem 
2. Mai 2012 und dem 17. Oktober 2012 3 ½ Std. (à Fr. 110.-) in Rechnung gestellt. Dies erscheint 
unangemessen, wobei daran zu erinnern ist, dass die Liegenschaft von der K.________ SA 
verwaltet wurde, welche sich namentlich um das Inkasso kümmerte. Dieser Aufwand ist auf 1 Std., 
d.h. um 2 ½ Std. (à Fr. 110.-, total Fr. 275.-), zu kürzen. Für „Liquiditäten führen“ wurden zwischen 
dem 8. Mai 2012 und dem 28. November 2012 insgesamt 4 Std. (à Fr. 110.-) eingesetzt. Auch dies 

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ist unangemessen, wenn man bedenkt, dass bereits zahlreiche Stunden für die Inventarisierung, 
die Steuern und die Bankkontakte in Rechnung gestellt und hier anerkannt wurden. Es bleibt 
unklar, welche Arbeiten hier zusätzlich anfielen. Dieser Aufwand ist um 3 Std. à Fr. 110.- (d.h. total 
Fr. 330.-) zu kürzen. Separat in Rechnung gestellt wurden auch Posten wie die Ablage von 
Dokumenten, das Erstellen von Listen, das Klassieren und das Erstellen neuer Ordner (1 Std. [!] 
am 7. Mai 2012) im Umfang von insgesamt 3 Std. Auch dieser Aufwand erscheint übertrieben und 
ist um die Hälfte (1 ½ Std. à Fr. 110.-, d.h. total Fr. 165.-) zu kürzen. Unter dem Titel „zum Versand 
vorbereiten“ wurden zwischen dem 25. Januar 2012 und dem 9. Januar 2013 unter 11 Malen 
insgesamt 5 Std. Sekretariatsarbeiten in Rechnung gestellt. Übertrieben erscheint beispielsweise, 
wenn am 3. Januar 2013 ein Anwalt während 45 Minuten (neben anderen Tätigkeiten) einen Brief 
an die Bank vorbereitet und das Sekretariat danach nochmals 30 Minuten fakturiert, um diesen 
Brief zum Versand vorzubereiten (dito am 26. Juni 2012). Dieser Sekretariatsaufwand ist um 
1 ¾ Std. à Fr. 95.- (d.h. total Fr. 166.25) zu kürzen. Aber auch die in Rechnung gestellte 
anwaltliche Korrespondenz erscheint übertrieben. So wurde für ein simples 
Fristverlängerungsgesuch (einige Zeilen, vgl. act. 323) am 2. April 2012 ½ Std. in Rechnung 
gestellt, für ein Schreiben an den Gerichtspräsidenten am 8. Mai 2012 1 Std. sowie am 30. 
Oktober 2012 (einige Zeilen, act. 364) ½ Std., weiter etwa am 15. November 2012 für den Erhalt 
eines Schreibens des Gerichtspräsidenten und anschliessende E-Mail-Nachrichten an die Anwälte 
der Erben 2 ½ Std. (vgl. Berufungsantwortbeilage 1), was angesichts der Länge dieser 
Nachrichten klar übertrieben erscheint. Es rechtfertigt sich deshalb, den Aufwand für anwaltliche 
Korrespondenz, der noch nicht einem anderen Aufgabenbereich (Steuern, Banken, Inventar usw.) 
zugerechnet wurde, pauschal um 4 Std. à Fr. 250.- (d.h. total Fr. 1000.-) zu kürzen. Überrissen 
erscheint auch ein Aufwand von 1 ¼ Std. am 22. März 2012, um Unterschriftenkarten für die 
N.________ auszufüllen, zuzüglich ¼ Std. für Kontrolle und Unterschrift dieser 
Unterschriftenkarten durch einen Anwalt. Dieser Aufwand ist um 
¾ Std. (à Fr. 95.-), d.h. Fr. 71.25, zu kürzen. Nicht zulässig erscheint schliesslich, wenn – wie von 
den Berufungsklägern gerügt – für eine interne Besprechung unter Anwälten am 27. Februar 2012 
eine Stunde fakturiert wird, nachdem die beiden Anwälte vorgängig stundenlang das Dossier 
studiert haben. Die Erbenvertreterin muss sich als juristische Person so organisieren, dass solche 
Doppelspurigkeiten nicht den Erben zum Nachteil gereichen, welche ansonsten ohne Not 
schlechter gestellt werden als Erben, denen eine natürliche Person als Erbenvertreterin ernannt 
wird. Dieser Aufwand (Fr. 250.-) ist zu streichen.

Insgesamt ist für diese weiteren (Korrespondenz- und Sekretariats-)Arbeiten ein Aufwand von 
Fr. 2‘257.50 zu streichen bzw. nicht zu entschädigen.

ii) Nachdem die Berufungskläger Einsicht in den Schlussbericht vom 11. April 2013 
nehmen konnten, bestreiten sie diesen und monieren, die Berufungsbeklagte habe auch nach der 
Erbteilung im November 2012 noch weitere Handlungen vorgenommen (Replik, Ziff. 2.8 sowie ad 
12, ad 21). Die Berufungsbeklagte weist darauf hin, dass ihr Mandat nicht mit der Erbteilung, 
sondern erst mit dem Schlussbericht und mit der Entlastung durch die ernennende Behörde 
abgeschlossen ist (Berufungsantwort, Ziff. 2.8).

Die in Rechnung gestellten Arbeiten ab Dezember 2012 erscheinen ausgewiesen (exkl. 
Schlussbericht 6 ¾ Std.). Es handelt sich um Abschlussarbeiten aufgrund der Erbteilung, von 
denen mehrere zudem durch Schreiben der Erben oder der beiden Erbenvertreter, Rechtsanwalt 
Gruber und Rechtsanwalt Perler, veranlasst wurden. In dieser Höhe nicht gerechtfertigt erscheint 
hingegen der für den Abschlussbericht in Rechnung gestellte Aufwand von 6 ¾ Stunden. Der 
Schlussbericht (act. 379 ff.) umfasst 4 Seiten. Davon entfallen je eine halbe Seite auf allgemeine 
Bemerkungen zum Mandat und zur Leerung des Safes sowie 2 Seiten auf die Rechnungsablage, 

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die zur Hälfte aus der Wiedergabe der Kontostände besteht. Auch unter Berücksichtigung der 
Tatsache, dass dem Bericht noch Beilagen anzufügen waren, erscheint ein Aufwand von 2 ¾ Std. 
für die Erstellung dieses Schlussberichts durch einen Anwalt als absolut ausreichend. Der am 22. 
Januar 2013 in Rechnung gestellte Aufwand für den Schlussbericht ist somit um 4 Std. (à Fr. 250.-, 
d.h. total Fr. 1000.-) zu kürzen.

d) Die Berufungsbeklagte macht ein Honorar von Fr. 44‘862.50 geltend, zuzüglich 2 % 
Spesen und 8 % Mehrwertsteuer. Aufgrund der obigen Erwägungen erscheinen in Rechnung 
gestellte Leistungen im Umfang von total Fr. 17‘897.50 (vgl. E. 4c hiervor: Fr. 2‘500.- + 2‘500.- + 
550.- + 5‘000.- + 1‘000.- + 3‘090.- + 2‘257.50 + 1‘000.-) von vornherein nicht angemessen. Dies 
ergäbe ein Honorar von Fr. 26‘965.-, zuzüglich Spesen und Mehrwertsteuer. Auch ein solches 
Honorar erscheint mit Blick auf die folgenden Überlegungen immer noch sehr hoch.

Der mit der Verwaltung des Vermögens von F.________ betraute Amtsvormund wurde mit jährlich 
rund Fr. 3‘000.- entschädigt (vgl. act. 305). Bei der Berufungsbeklagten handelte es sich indes um 
eine Treuhandfirma, die der Natur der Sache nach und gestützt auf die Ernennungsverfügung 
noch weitere Aufgaben zu erfüllen hatte. Im Bereich der Verwaltung des Erbes (zwei 
Liegenschaften, vier Bankkonten, ein Aktienpaket) waren insbesondere Steuerbelange zu 
erledigen, ein Erbschaftsinventar zu erstellen und traten Probleme mit der Liegenschaft in 
G.________ auf. Die Erbenvertreterin hatte bei der Erbteilung mitzuwirken, an der drei (weitere) 
anwaltlich vertretene Erben beteiligt waren, was allerdings nicht aussergewöhnlich ist. Die 
Erbenvertreterin hatte am Erbteilungsprozess vor dem Zivilrichter mitzuwirken, wobei ihr dort kein 
grosser Aufwand entstand, da sich die Erben relativ rasch einigen konnten und dies der 
Erbenvertreterin auch mitteilten. Dass die Berufungsbeklagte als Erbenvertreterin von F.________ 
ihrerseits an der Erbschaft ihres vorverstorbenen Ehegatten beteiligt war, wirkte sich nicht aus, da 
die übrigen Erben und ihre Erben identisch waren. Neben den Kontakten mit den Anwälten und 
dem Gericht waren solche mit dem Amtsvormund und dem Friedensgericht notwendig, was einen 
gewissen Mehraufwand mit sich brachte. Bezüglich der Erbteilung hielt sich der Aufwand in 
Grenzen, da sich die Erben unter sich einigten und mehrere Arbeiten von deren Anwälten erledigt 
wurden, insbesondere von Rechtsanwalt Perler. Die Erbenvertreterin war während rund 14 
Monaten tätig, wobei ihr nach rund 
10 Monaten das Ende ihres Mandats angezeigt wurde. Dies ist weder eine besondere lange noch 
eine besonders kurze Frist. Insgesamt kann gesagt werden, dass das Mandat zwar juristisch und 
tatsächlich nicht ganz einfach, aber entgegen der Behauptung der Berufungsbeklagten auch nicht 
besonders komplex war.

In Anbetracht dieser Erwägungen erscheint es angemessen, das Honorar etwas gegen unten zu 
korrigieren und auf Fr. 25‘000.- festzusetzen. Darauf sind wie beantragt Spesen von 2 % sowie die 
Mehrwertsteuer von 8 % zu gewähren, das heisst Fr. 500.- Spesen und Fr. 2‘000.- MWSt. Der 
angefochtene Entscheid ist folglich entsprechend abzuändern.

5. a) Die Berufung ist teilweise gutzuheissen. Der angefochtene Entscheid ist abzuändern 
und das Honorar der Erbenvertreterin auf Fr. 27‘500.- festzusetzen. Bezüglich der 
erstinstanzlichen Kosten bleibt es dabei, dass keine Gerichtskosten zu erheben sind und auch 
keine Parteientschädigung auszurichten ist, da weder behauptet noch ersichtlich ist, dass den 
Parteianwälten vor der Vorinstanz Kosten entstanden wären (Art. 318 Abs. 3 ZPO).

b) Gemäss Art. 106 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegenden Partei auferlegt 
(Abs. 1 Satz 1). Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem 
Ausgang des Verfahrens verteilt (Abs. 2). Sind am Prozess mehrere Personen als Haupt- oder 
Nebenparteien beteiligt, kann das Gericht auf solidarische Haftung erkennen (Abs. 3).

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Die Berufungskläger obsiegen dem Grundsatz nach und bezüglich der Höhe der Entschädigung 
teilweise. Sie rügen erfolgreich eine Verletzung des rechtlichen Gehörs und erwirken eine 
Reduktion des Honorars um nicht ganz die Hälfte. Es rechtfertigt sich deshalb, die Gerichtskosten 
den Parteien hälftig aufzuerlegen – wobei die Berufungskläger solidarisch haften – und die 
Parteikosten (Anwaltskosten) wettzuschlagen, das heisst keine Parteientschädigungen 
auszurichten. Die Gerichtsgebühr ist mit Blick auf die Komplexität der Überprüfung pauschal auf 
Fr. 1‘500.- festzusetzen (Art. 95 und 96 ZPO, Art. 19 Abs. 1 JR).

Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen.

Der Entscheid des Friedensgerichts vom 6. März 2014 wird abgeändert und lautet neu wie 
folgt:

I. Die Entschädigung der D.________ AG für ihre Tätigkeit als Erbenvertreterin des 
Nachlasses von F.________ vom 25. Januar 2012 bis zum 8. April 2013 wird auf Fr. 
27‘500.- festgesetzt (Honorar: Fr. 25‘000.-, Spesen: Fr. 500.-, MWSt: Fr. 2‘000.-).

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben und keine Parteientschädigungen 
ausgerichtet.

II. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens von Fr 1‘500.- werden der D.________ AG 
einerseits sowie A.________, B.________ und C.________ (unter solidarischer Haftung) 
andererseits je hälftig auferlegt.

III. Es werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 30. Dezember 2014/fba

Präsident Gerichtsschreiberin