# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b6d1759c-08fc-5269-b57b-83f9b46745b5
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-01
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 01.05.2025 Z2 2025 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z2-2025-18_2025-05-01.pdf

## Full Text

20250430_083828_ANOM.docx

II. Zivilabteilung Z2 2025 18

Oberrichter A. Staub, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter O. Fosco
Gerichtsschreiber I. Cathry

Urteil vom 1. Mai 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________ und/oder Rechtsanwalt C.________,
Gesuchsteller und Berufungskläger,

gegen

1. D.________ AG,
2. E.________,
vertreten durch Advokat F.________,
3. G.________,
vertreten durch Advokat F.________,
4. H.________,
Gesuchsgegner und Berufungsbeklagte,

betreffend

Handelsregistersperre 
(Berufung gegen die Entscheide der Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug vom 17. April 2025 und 
vom 25. April 2025)

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Rechtsbegehren 

Gesuchsteller und Berufungskläger

1. Es sei Ziff. 1.4 des Entscheids des Kantonsgerichts Zug vom 17. April 2025 sowie der Entscheid des 
Kantonsgerichts Zug vom 24. April 2025 betreffend Wiedererwägungsgesuch aufzuheben und es sei in 
entsprechender Gutheissung des Gesuchs vom 17. April 2025 dem Berufungsbeklagten 4 bzw. Ge-
suchgegner 4 superprovisorisch und vorsorglich und unter Androhung der Überweisung an den Straf-
richter wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen gemäss Art. 292 StGB (Sanktion: Busse) für 
den Fall der Zuwiderhandlung zu verbieten,

(i) ein angebliches Protokoll der ausserordentlichen Generalversammlung oder einer anderen an-
geblichen Generalversammlung der D.________ AG zu erstellen oder ein angebliches Protokoll 
der ausserordentlichen Generalversammlung oder einer anderen angeblichen Generalversamm-
lung der D.________ AG zu verwenden, insbesondere beim Handelsregisteramt des Kantons 
Zug einzureichen, oder eine angebliche Abwahl des Berufungsklägers und Gesuchstellers aus 
dem Verwaltungsrat der D.________ AG und/oder eine angebliche Wahl des Berufungsbeklag-
ten 3 und Gesuchgegners 3 und/oder des Berufungsbeklagten 4 und Gesuchgegners 4 in den 
Verwaltungsrat der D.________ AG beim Handeisregisteramt des Kantons Zug zur Eintragung 
anzumelden oder Dritten (einschliesslich Mitarbeitern und Geschäftspartnern der D.________ 
AG) die angebliche Abwahl des Berufungsklägers und Gesuchstellers aus dem Verwaltungsrat 
der D.________ AG und/oder eine angebliche Wahl des Berufungsbeklagten 3 und Gesuchgeg-
ners 3 und/oder des Berufungsbeklagten 4 und Gesuchgegners 4 in den Verwaltungsrat der 
D.________ AG direkt oder indirekt bekannt zu geben;

(ii) sich gegenüber Dritten (einschliesslich Mitarbeitern und Geschäftspartnern der D.________ AG) 
direkt oder indirekt als Verwaltungsrat der Berufungsbeklagten 1 und Gesuchgegnerin 1 auszu-
geben.

2. Eventualiter sei Ziff. 1.4 des Entscheids des Kantonsgerichts Zug vom 17. April 2025 sowie der Ent-
scheid des Kantonsgerichts Zug vom 24. April 2025 betreffend Wiedererwägungsgesuch aufzuheben 
und es sei dem Berufungsbeklagten 4 bzw. Gesuchgegner 4 superprovisorisch und vorsorglich sowie 
unter Androhung der Überweisung an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügun-
gen gemäss Art. 292 StGB (Sanktion: Busse) für den Fall der Zuwiderhandlung zu verbieten, angebli-
che Beschlüsse einer ausserordentlichen Generalversammlung der Berufungsbeklagten 1 und Ge-
suchgegnerin 1 betreffend die angebliche Abwahl von A.________ und die angebliche Wahl von 
G.________ und/oder H.________ als neue Verwaltungsratsmitglieder Dritten (einschliesslich den Mit-
arbeitern sowie Geschäftspartnern der Berufungsbeklagten 1 und Gesuchgegnerin 1) auf irgendeine 
Weise direkt oder indirekt bekannt zu machen.

3. Subeventualiter sei Ziff. 1.4 des Entscheids des Kantonsgerichts Zug vom 17. April 2025 sowie der 
Entscheid des Kantonsgerichts Zug vom 24. April 2025 betreffend Wiedererwägungsgesuch aufzuhe-
ben und die Angelegenheit zur erneuten Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8.1 % MWST) zu Lasten der Berufungsbeklag-
ten 2-4 bzw. Gesuchgegner 2-4 unter deren solidarischer Haftung für den gesamten Betrag, eventuali-

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ter zu Lasten sämtlicher Berufungsbeklagten und Gesuchgegner unter deren solidarischer Haftung für 
den gesamten Betrag.

Sachverhalt

1. Die D.________ AG (nachfolgend: Gesuchsgegnerin 1) hat ihren Sitz in ________ (ZG) und 
bezweckt gemäss Handelsregistereintrag ________. Als Verwaltungsräte sind im Handelsre-
gister A.________ (Präsident des Verwaltungsrats; nachfolgend: Gesuchsteller) und 
E.________ (nachfolgend: Gesuchsgegnerin 2), beide mit Einzelunterschrift, eingetragen. 
Der Gesuchsteller behauptet, die Gesuchsgegnerin 2 versuche ihn aus dem Verwaltungsrat 
zu verdrängen und ihm seine Mehrheitsaktionärsstellung zu entreissen. Dabei wirke sie mit 
G.________ (nachfolgend: Gesuchsgegner 3) und H.________ (nachfolgend: Gesuchsgeg-
ner 4) zusammen.

2.1 Mit Eingabe vom 17. April 2025 reichte der Gesuchsteller beim Kantonsgericht Zug gegen 
die Gesuchsgegner 1-4 ein Gesuch um superprovisorische Anordnung vorsorglicher Mass-
nahmen ein. Darin beantragte er eine Handelsregistersperre, wonach seine Abwahl aus dem 
Verwaltungsrat und eine Zuwahl der Gesuchsgegner 3 und 4 nicht einzutragen sei. Ausser-
dem stellte er einen gegen alle Gesuchsgegner gerichteten Antrag, der Ziffern 1 und 2 seines 
eingangs erwähnten Rechtsbegehrens entsprach.

2.2 Mit Entscheid vom 17. April 2025 verfügte die Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug Folgen-
des:

1.1 Das Handelsregisteramt Zug wird in Bezug auf die D.________ AG vorsorglich (superproviso-
risch) angewiesen, bis zum Urteil in der Sache keine Eintragungen betreffend Abwahl des Ver-
waltungsrates, A.________, sowie Zuwahl von weiteren Verwaltungsräten vorzunehmen.

1.2 Es wird den Gesuchsgegnern 1-3 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme superprovisorisch 
verboten, angebliche Beschlüsse einer ausserordentlichen Generalversammlung der Gesuchs-
gegnerin 1 betreffend die Abwahl von A.________ und die Wahl von G.________ 
und/H.________ als neue Verwaltungsratsmitglieder Dritten (einschliesslich den Mitarbeitern 
sowie Geschäftspartnern der Gesuchsgegnerin 1) auf irgendeine Weise direkt oder indirekt be-
kannt zu machen.

1.3 Für den Fall der Missachtung der vorstehenden Ziffer 1.2 dieses Entscheides wird der Gesuchs-
gegnerin 2 und dem Gesuchsgegner 3 die Überweisung an den Strafrichter wegen Ungehor-
sams gegen amtliche Verfügungen gemäss Art. 292 StGB (Sanktion: Busse) angedroht.

1.4 Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen.

[…]

Die teilweise Abweisung des Gesuchs (Dispositiv-Ziff. 1.4) betraf die Anordnung vorsorgli-
cher Massnahmen gegenüber dem Gesuchsgegner 4, soweit diese Massnahmen über die 
Handelsregistersperre hinausgehen sollten.

2.3 Mit Eingabe vom 23. April 2025 stellte der Gesuchsteller ein Wiedererwägungsgesuch und 
beantragte, das superprovisorisch angeordnete Verbot gemäss Dispositiv-Ziffer 1.2 samt 

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Strafandrohung gemäss Dispositiv-Ziffer 1.3 sei auch auf den Gesuchsgegner 4 auszudeh-
nen. Mit Entscheid vom 24. April 2025 wies die Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug das 
Wiedererwägungsgesuch ab, soweit sie darauf eintrat.

3. Mit Eingabe vom 29. April 2025 reichte der Gesuchsteller beim Obergericht des Kantons Zug 
Berufung mit eingangs erwähntem Rechtsbegehren ein (act. 1). In der Berufung stellte er zu-
dem folgende "Verfahrensanträge": 

1. Es sei dem Berufungsbeklagten 4 bzw. Gesuchgegner 4 vorsorglich für die Dauer bis zum 
rechtskräftigen Abschluss des Berufungsverfahrens zu verbieten, ein angebliches Protokoll der 
ausserordentlichen Generalversammlung oder einer anderen angeblichen Generalversammlung 
der D.________ AG zu erstellen oder ein angebliches Protokoll der ausserordentlichen Genera-
lversammlung oder einer anderen angeblichen Generalversammlung der D.________ AG zu 
verwenden, insbesondere beim Handelsregisteramt des Kantons Zug einzureichen, oder eine 
angebliche Abwahl des Berufungsklägers bzw. Gesuchstellers aus dem Verwaltungsrat der 
D.________ AG und/oder eine angebliche Wahl des Berufungsbeklagten 3 bzw. Gesuchgegners 
3 und/oder des Berufungsbeklagten 4 bzw. Gesuchgegners 4 in den Verwaltungsrat der 
D.________ AG beim Handelsregisteramt des Kantons Zug zur Eintragung anzumelden oder 
Dritten (einschliesslich Mitarbeitern und Geschäftspartnern der D.________ AG) die angebliche 
Abwahl des Berufungsklägers bzw. Gesuchstellers aus dem Verwaltungsrat der D.________ AG 
und/oder eine angebliche Wahl des Berufungsbeklagten 3 bzw. Gesuchgegners 3 und/oder des 
Berufungsbeklagten 4 bzw. Gesuchgegners 4 in den Verwaltungsrat der D.________ AG direkt 
oder indirekt bekannt zu geben.

2. Es sei dem Berufungsbeklagten 4 bzw. Gesuchgegner 4 vorsorglich für die Dauer bis zum 
rechtskräftigen Abschluss des Berufungsverfahrens zu verbieten, sich gegenüber Dritten (ein-
schliesslich Mitarbeitern und Geschäftspartnern der D.________ AG) direkt oder indirekt als 
Verwaltungsrat der Berufungsbeklagten 1 bzw. Gesuchgegnerin 1 auszugeben.

3. Eventualiter zu den Verfahrensanträgen 1 und 2 sei dem Berufungsbeklagten 4 bzw. Gesuch-
gegner 4 vorsorglich für die Dauer bis zum rechtskräftigen Abschluss des Berufungsverfahrens 
zu verbieten, angebliche Beschlüsse einer ausserordentlichen Generalversammlung der Beru-
fungsbeklagten 1 bzw. Gesuchgegnerin 1 betreffend die angebliche Abwahl von A.________ 
und die angebliche Wahl von G.________ und/oder H.________ als neue Verwaltungsratsmit-
glieder Dritten (einschliesslich den Mitarbeitern sowie Geschäftspartnern der Berufungsbeklag-
ten 1 bzw. Gesuchgegnerin 1) auf irgendeine Weise direkt oder indirekt bekannt zu machen.

4. Die Anordnungen gemäss vorstehenden Verfahrensanträgen Ziffern 1-3 seien superproviso-
risch, d.h. ohne vorgängige Anhörung der Berufungsbeklagten 1-4 bzw. Gesuchgegner 1-4, zu 
erlassen.

5. Es sei für den Fall der Zuwiderhandlung gegen die Anordnungen gemäss Verfahrensanträgen 
Ziff. 1-3 dem Berufungsbeklagten 4 bzw. Gesuchgegner 4 die Überweisung an den Strafrichter 
wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen gemäss Art. 292 StGB (Sanktion: Busse) an-
zudrohen.

Erwägungen

1. Der Entscheid vom 17. April 2025 wurde dem Gesuchsteller am 22. April 2025 zugestellt. Die 
Berufung vom 29. April 2025 erfolgte mithin innert der vorliegend geltenden zehntägigen Be-
rufungsfrist (Art. 314 i.V.m. Art. 248 lit. d ZPO). Wie zu zeigen ist, ist die Berufung gesamt-
haft abzuweisen. Daher kann offenbleiben, ob der Entscheid vom 24. April 2025, mit dem 

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das Wiedererwägungsgesuch abgewiesen wurde, überhaupt ein gültiges Anfechtungsobjekt 
darstellt.

2. Gegenstand des Berufungsverfahrens ist ein Entscheid (oder allenfalls zwei Entscheide) 
über vorsorgliche Massnahmen nach Art. 261 ZPO.

2.1 Gemäss Art. 261 ZPO trifft das Gericht die notwendigen vorsorglichen Massnahmen, wenn 
die gesuchstellende Partei glaubhaft macht, dass ein ihr zustehender Anspruch verletzt ist 
oder eine Verletzung zu befürchten ist (sog. Verfügungsanspruch; lit. a) und ihr aus der Ver-
letzung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (sog. Verfügungsgrund; lit. b). 
Auch wenn nicht ausdrücklich genannt, gehört die zeitliche Dringlichkeit zum Vorausset-
zungskatalog für vorsorgliche Massnahmen und müssen die angeordneten Massnahmen 
verhältnismässig sein. Mithin müssen sie geeignet und erforderlich sein, um den befürchteten 
Nachteil zu verhindern (Huber, in: Sutter-Somm und weitere [Hrsg.], Kommentar zur Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung, 4. A. 2025, Art. 261 ZPO N 18 und 20 ff.; Kofmel Ehrenzeller, 
in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. A. 2021, Art. 261 ZPO N 4 ff.; 
Güngerich, Berner Kommentar, 2012, Art. 262 ZPO N 2 ff.).

2.2 Die gesuchstellende Partei muss sowohl das Bestehen ihres materiellrechtlichen Anspruchs, 
dessen Gefährdung oder Verletzung als auch den drohenden, nicht leicht wiedergutzuma-
chenden Nachteil und die zeitliche Dringlichkeit glaubhaft machen. Ein strikter Beweis ist 
nicht erforderlich. Glaubhaftmachen bedeutet, dass eine gewisse Wahrscheinlichkeit für das 
Vorhandensein der Voraussetzungen spricht. Eine überwiegende Wahrscheinlichkeit ist aber 
nicht gefordert (vgl. Sprecher, Basler Kommentar, 4. A. 2024, Art. 261 ZPO N 51 f. und 58; 
Urteil des Bundesgerichts 5A_147/2023 vom 3. Juli 2023 E. 4.1).

3. Soweit die Vorinstanz das Gesuch vom 17. April 2025 teilweise abwies, begründete sie dies 
wie folgt:

3.1 Mit der vorliegenden umfassenden Handelsregistersperre betreffend Abwahl der aktuellen 
Verwaltungsräte (Gesuchsteller und Gesuchsgegnerin 2) und Wahl von weiteren Verwal-
tungsräten seien die beantragten Verbote gegenüber den Gesuchsgegnern betreffend Durch-
führung von Generalversammlungen, Erstellung von Protokollen bzw. deren Anmeldung beim 
Handelsregisteramt hinsichtlich möglicher Verwaltungsratswahlen berücksichtigt. Deshalb sei 
vorliegend – mit Ausnahme des Kommunikationsverbots – kein zusätzliches Verbot auszu-
sprechen.

3.2 Das Verfahren gegen den Gesuchsgegner 4 sei abzuweisen, da dieser aufgrund der vorlie-
genden Ausführungen und den eingereichten Unterlagen (derzeit) noch nicht Aktionär der 
Gesuchsgegnerin 1 sei, weshalb dessen Einbezug nicht sachdienlich sei. Ferner könne der 
Gesuchsgegner 3 die (angeblich) von ihm gehaltenen Aktien an der Gesuchsgegnerin 1 nur 
dann gültig übertragen, wenn er diese in gültiger Weise vom Gesuchsteller erhalten habe.

4. Im Entscheid vom 25. April 2025 betreffend das Wiedererwägungsgesuch führte die Vorin-
stanz sodann aus, der Gesuchsteller mache keine Veränderung der massgebenden Verhält-
nisse geltend, sondern begründe bzw. substanziiere lediglich sein erstes Gesuch nach, was 
unzulässig sei, zumal die eingereichte fragliche E-Mail bereits vor Einreichung des Gesuchs 

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vom 17. April 2025 entstanden sei und der Gesuchsteller in keiner Weise dartue, weshalb 
der Inhalt der E-Mail trotz zumutbarer Sorgfalt nicht bereits Gegenstand des ursprünglichen 
Gesuchs hätte bilden können. 

5. In der 90-seitigen Berufung stellt der Gesuchsteller auf den ersten 77 Seiten (act. 1 Rz 1-82) 
die Prozessgeschichte und den Sachverhalt aus eigener Sicht dar. Mangels einer argumen-
tativen Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid ist darauf nicht einzutreten 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_255/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.6; BGE 142 III 413 
E. 2.2.2 und 138 III 374 E. 4.3.1 [= Pra 2013 Nr. 4]).

6. Soweit der Gesuchsteller in der Folge die vorstehend in E. 3.2 zitierten Ausführungen der 
Vorinstanz kritisiert (act. 1 Rz 83-87), trifft seine Kritik grundsätzlich zu. Fehlende (gültige) 
Aktionärseigenschaft oder fehlende Sachdienlichkeit müssen den Gesuchsgegner 4 noch 
nicht zwingend davon abhalten, sich als Verwaltungsrat oder Verwaltungsratspräsident der 
Gesuchsgegnerin 1 auszugeben. Genau dies tat denn der Gesuchsgegner 4 auch in einer 
E-Mail vom 16. April 2025 (act. 1/39). 

7. Die Anordnung vorsorglicher Massnahmen setzt, wie erwähnt (vgl. vorne E. 2.1), einen Ver-
fügungsgrund voraus. Der Gesuchsteller muss glaubhaft machen, dass ihm wegen des Ver-
haltens des Gesuchsgegners 4 ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Ein 
solcher Verfügungsgrund wurde und wird vorliegend offensichtlich nicht glaubhaft gemacht:

7.1 Der Gesuchsteller führt in der Berufung zum Verfügungsgrund aus, wenn der Gesuchsgeg-
ner 4 Dritten gegenüber zu Unrecht behaupte, er sei angeblicher Verwaltungsratspräsident 
und der Gesuchsteller sei nicht mehr Mitglied des Verwaltungsrats und Verwaltungsratsprä-
sident, so schaffe dies bei Dritten Verwirrung und Rechtsunsicherheit. Diese (die Dritten) 
seien nicht mehr bereit, mit der Gesuchsgegnerin 1 Geschäfte zu tätigen, fehle es doch nach 
aussen vermeintlich an einem verlässlichen Ansprechpartner. Damit werde die Befugnis des 
Gesuchstellers, die Gesuchsgegnerin 1 zu vertreten, ebenso wie das Unternehmen der Ge-
suchsgegnerin 1, an dem der Gesuchteller als 80%iger Mehrheitsaktionär beteiligt sei, in 
nicht wiedergutzumachender Weise beeinträchtigt (act. 1 Rz 102). 

7.2 Zunächst einmal legt der Gesuchsteller nicht dar und untermauert auch nicht mit Urkunden, 
dass der Gesuchsgegner 4 sich gegenüber Geschäftspartnern als Verwaltungsrat ausgibt 
oder ausgeben will. Die einzige Urkunde, aus der sich ergibt, dass der Gesuchsgegner 4 sich 
als Verwaltungsratspräsident der Gesuchsgegnerin 1 ausgibt, ist die erwähnte E-Mail vom 
16. April 2025 mit dem Betreff "Letter from D.________ AG Chairman of the Board" 
(act. 1/39). Der dortige Verteiler lautet wie folgt: "I.________@d.________.com; 
J.________@d.________.com; K.________@d.________.com; 
L.________@d.________.com; M.________@d.________.com; N.________ 
<O.________@p.________.se>; Q.________@d.________.com". Abgesehen von einer 
Adresse (jene von N.________ [O.________@p.________.se]) handelt es sich um geschäft-
sinterne Empfänger, mithin um Mitarbeitende. Um wen es sich bei N.________ handelt, legt 
der Gesuchsteller nicht dar. Vielmehr spricht auch der Gesuchsteller in der Berufung einzig 
von Mitarbeitenden (act. 1 Rz 81: "Der Gesuchsgegner 4 versucht […], die Mitarbeiter der 
Gesuchsgegnerin 1 anzuhalten, sämtliche Korrespondenz der Gesuchsgegnerin an seine 
private E-Mail-Adresse […] zu senden"). Weswegen Mitarbeitende der Gesuchsgegnerin 1 

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mit dieser "Geschäfte tätigen" sollen, ist unklar. Darüber hinaus begründet der Gesuchsteller 
nirgends und ist auch nicht erkennbar, inwiefern eine bei diesen Empfängern allenfalls ent-
standene "Verwirrung und Rechtsunsicherheit" nicht leicht wiedergutgemacht werden kann. 
Bereits durch Vorlage des Entscheids (oder von Dispositiv-Ziffer 1.1) der Einzelrichterin am 
Kantonsgericht Zug vom 25. April 2025 oder des – im Internet von jedermann jederzeit ab-
rufbaren – Handelsregisterauszugs könnte der Gesuchsteller gegenüber den Mitarbeitenden 
und N.________ die Verwirrung und Rechtsunsicherheit ohne Weiteres beseitigen.

Abgesehen davon verfügt der Gesuchsgegner 4 offenbar über keine E-Mail-Adresse mit der 
Endung "@d.________.com" (mehr). Die E-Mail vom 16. April 2025 schrieb er von folgender 
Adresse: "R.________@s.________.com". Dass ein Verwaltungsrat oder gar der Verwal-
tungsratspräsident, der über keine E-Mail-Adresse "seiner" Gesellschaft verfügt, sondern mit 
einer geschäftsfremden Absenderadresse auftritt, für "Verwirrung und Rechtsunsicherheit" 
sorgen kann, ist nicht glaubhaft.

7.3 Des Weiteren legt der Gesuchsteller auch nicht glaubhaft dar, dass der Gesuchsgegner 4 
Anstalten für die Erstellung eines Protokolls einer ausserordentlichen Generalversammlung 
der Gesuchsgegnerin 1 (der Gesuchsteller spricht von "Nicht-Protokoll"; vgl. act. 1 Rz 101) 
zwecks Löschung des Gesuchstellers im Handelsregister treffe. Im Gegensatz zur Gesuchs-
gegnerin 2 und dem Gesuchsgegner 3 hat sich der Gesuchsgegner 4 – soweit bekannt – nie 
als Aktionär der Gesuchsgegnerin 1 ausgegeben und vom Verwaltungsrat die Durchführung 
einer ausserordentlichen Generalversammlung mit traktandierter Abwahl des Gesuchstellers 
verlangt. Den Vorwurf, Protokolle oder Erklärungen zu fälschen, erhebt der Gesuchsteller 
aufgrund konkreter Vorfälle gegenüber der Gesuchsgegnerin 2 und dem Gesuchsgegner 3 
(act. 1 Rz 77: "Die Gesuchsgegnerin 2 und der Gesuchsgegner 3 verfolgen offensichtlich die 
Absicht, mittels (mutmasslich strafbarer) Fälschungen von angeblichen Abtretungsverträgen 
und eines vorgeblichen Aktienbuchs den Gesuchsteller widerrechtlich zu entmachten […]"). 
Anzeichen dafür, dass der Gesuchsgegner 4 dies auch tut oder vorhat, nennt der Gesuch-
steller – abgesehen von der E-Mail vom 16. April 2025 – keine. Doch selbst wenn der Ge-
suchsgegner 4 solches täte oder vorhätte und er dem Handelsregisteramt Zug von ihm er-
stellte Protokolle vorlegen würde (vgl. act. 1 Rz 99 und 101), nützte ihm dies aufgrund der 
bereits bestehenden Handelsregistersperre nichts.

7.4 Mangels eines Verfügungsgrunds ist die Berufung abzuweisen und Dispositiv-Ziff. 1.4 des 
angefochtenen Entscheids zu bestätigen. Durch Bestätigung dieser Dispositiv-Ziffer erübrigt 
es sich, im Urteilsdispositiv auf den Entscheid über das Wiedererwägungsgesuch Bezug zu 
nehmen.

8. Hinzu kommt Folgendes: Gemäss dem Rechtshilfeführer der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft dauert eine förmliche Zustellung nach Serbien im Sinne des Übereinkommens über 
die Zustellung gerichtlicher und aussergerichtlicher Schriftstücke im Ausland in Zivil- oder 
Handelssachen (HZUe65; SR 0.274.131) erfahrungsgemäss 2-13 Monate. Nicht miteinge-
rechnet ist die Zeit, die erforderlich ist, um die notwendigen Übersetzungen anzufertigen. 
Grundsätzlich entfaltet ein Entscheid gegenüber der beschwerten Partei erst Rechtswirk-
ungen, wenn er dieser förmlich zugestellt wurde (vgl. Gschwend, Basler Kommentar, 4. A. 
2024, Art. 138 ZPO N 36 mit Hinweisen). Angesichts dessen ist nicht glaubhaft, dass ein 
Entscheid eines Schweizerischen Gerichts, in dem vorsorgliche Massnahmen gegenüber 

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dem in Serbien wohnhaften Gesuchsgegner 4 superprovisorisch angeordnet würden, fak-
tisch überhaupt geeignet wäre, um den befürchteten Nachteil zu verhindern (vgl. vorne 
E. 2.1). Hierzu äussert sich der Gesuchsteller nirgends. 

9. Zur Frage, ob ein Verfügungsgrund besteht oder die beantragten Massnahmen geeignet 
sind, äusserte sich die Vorinstanz zwar nicht. Von einer Rückweisung an die Vorinstanz ist 
aber dennoch abzusehen:

9.1 Gemäss Art. 318 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz den angefochtenen Entscheid bestätigen 
(lit. a), neu entscheiden (lit. b) oder die Sache an die erste Instanz zurückweisen, wenn ein 
wesentlicher Teil der Klage nicht beurteilt wurde oder der Sachverhalt in wesentlichen Teilen 
zu vervollständigen ist (lit. c). Eine Bestätigung oder ein Neuentscheid sind die Regelfälle. 
Die Rückweisung an die erste Instanz hat aus prozessökonomischen Gründen und in 
Berücksichtigung des verfassungsrechtlichen Beschleunigungsgebotes die Ausnahme zu 
bleiben (Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm und andere [Hrsg.], a.a.O., Art. 318 ZPO N 29). Da 
Art. 318 ZPO als "Kann-Vorschrift" ausgestaltet ist, entscheidet die Berufungsinstanz nach 
ihrem pflichtgemässen Ermessen, ob sie ein reformatorisches oder kassatorisches Urteil fällt. 
Aus diesem Grund kann einer Prozesspartei von vornherein kein Rechtsanspruch auf Fäl-
lung eines Rückweisungsentscheids zukommen. Der Gesetzgeber hat den Grundsatz der 
"double instance", dem nicht Verfassungsrang zukommt, nicht zum massgeblichen Kriterium 
erhoben und folglich in Kauf genommen, dass einer Partei nicht in jedem Fall zwei Instanzen 
mit voller Kognition zur Verfügung stehen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_342/2022 vom 
26. Oktober 2022 E. 4.3.2 f., 4A_129/2019 vom 27. Mai 2019 E. 1.2.2 und 5A_424/2018 vom 
3. Dezember 2018 E. 4.2, je m.w.H.; Urteil des Obergerichts des Kantons Zug Z1 2017 8 
vom 13. Juli 2018 E. 4.2.1, in: GVP 2018 S. 161 ff.). 

9.2 Vorliegend ist die Sache spruchreif. Davon geht auch der Gesuchsteller aus. Entsprechend 
trägt er in der Berufung nochmals sämtliche tatbestandlichen und rechtlichen Argumente vor, 
die seiner Ansicht nach zu einer Gutheissung der Berufung und folglich zur Anordnung der 
vorsorglichen Massnahmen durch das Obergericht führen sollen (vgl. act. 1 Rz 20 in fine). 
Um Rückweisung ersucht er bloss eventualiter. Diesen Eventualantrag begründet er zudem 
nirgends. Hinzu kommt, dass im vorliegenden Prozess das Beschleunigungsgebot akzentu-
iert gilt (vgl. auch Art. 315 Abs. 2 lit. b ZPO; von Aarburg, Vorsorgliche Massnahmen nach 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2023, N 3). Eine Rückweisung würde das Ver-
fahren nur unnötig verlängern (vgl. Brunner/Vischer, in: Oberhammer/Domej/  Haas [Hrsg.], 
a.a.O., Art. 318 ZPO N 4). Unter diesen Umständen ist ein reformatorisches Urteil zu fällen 
(vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 4A_588/2021 vom 15. März 2022 E. 3.4.2).

10. Nach dem Gesagten ist die Berufung abzuweisen, ohne dass sie vorgängig den Gesuchs-
gegnern 1-4 zuzustellen ist (vgl. Art. 312 Abs. 1 ZPO). Aufgrund der Abweisung der Berufung 
braucht nicht über die Verfahrensanträge entschieden zu werden.

11. Da der Gesuchsgegner 4 vom vorliegenden Entscheid nicht beschwert ist, ist auf eine förm-
liche Zustellung (mit serbischer Übersetzung) gemäss Art. 1 Abs. 1 des Übereinkommens 
über die Zustellung gerichtlicher und aussergerichtlicher Schriftstücke im Ausland in Zivil- 
oder Handelssachen (HZUe65; SR 0.274.131) zu verzichten. Ihm ist bloss ein Doppel der 

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(deutschsprachigen) Berufung samt Beilagen zur Vervollständigung seiner Akten zukommen 
zu lassen. 

Obwohl der Gesuchsteller in der Berufung sämtliche Gesuchsgegner ins Recht fasste (vgl. 
Ziff. 4 seines Rechtsbegehrens), reichte er die Berufung und die Beilagen bloss im Doppel 
ein. Entsprechend ist er aufzufordern, dem Gericht je ein weiteres Doppel für die Gesuchs-
gegner 1-3 einzureichen (vgl. Art. 131 ZPO). 

12. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Gesuchsteller aufzuerle-
gen. Bei einem Streitwert von CHF 80'000.00 (vgl. act. 1 Rz 5) ist die Entscheidgebühr er-
messensweise auf CHF 2'000.00 festzusetzen (§ 11 Abs. 1, § 12 Abs. 1 und § 15 Abs. 1 KoV 
OG). Eine Parteientschädigung ist den Gesuchsgegnern mangels Aufwands nicht zuzuspre-
chen.

Urteilsspruch

1. Die Berufung wird abgewiesen und Dispositiv-Ziffer 1.4 des Entscheids der Einzelrichterin am 
Kantonsgericht Zug vom 17. April 2025 wird bestätigt.

2. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren von CHF 2'000.00 wird dem Gesuchsteller 
auferlegt und von ihm nachgefordert.

3. Der Gesuchsteller wird aufgefordert, dem Obergericht Zug innert 5 Tagen drei weitere Ex-
emplare der Berufung samt Beilagen zukommen zu lassen. 

Falls er eine entsprechende schriftliche Zustimmung des gemeinsamen Rechtsvertreters der 
Gesuchsgegnerin 2 und des Gesuchsgegners 3 beibringen kann, genügt für diese zwei Par-
teien ein Exemplar (anstatt zwei Exemplare) oder allenfalls sogar ein USB-Stick, der Beru-
fung und Beilagen enthält. 

Im Säumnisfall würden die notwendigen Kopien oder Datenträger vom Obergericht erstellt 
und die Kosten (§ 32 Abs. 1 Bst. a und b KoV OG) dem Gesuchsteller auferlegt (Art. 147 
ZPO).

4. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von über CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwer-
degründe richten sich nach den Art. 98 BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen 
seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie un-
ter Beilage des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 
BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien (an den Gesuchsgegner 4 mittels eingeschriebener Sendung unter Beilage 

des Doppels der Berufung vom 29. April 2025 samt Beilagen; an die Gesuchsgeg-
ner 1-3 einstweilen noch ohne Beilage [vgl. Dispositiv-Ziffer 3])

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- Kantonsgericht Zug, Einzelrichterin (ES 2025 218; unter Rückgabe des vom Oberge-
richt Zug beigezogenen Dossiers)

- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Zivilabteilung

A. Staub I. Cathry
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

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