# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94018cb0-474b-5fdd-bf1a-6f055e313c0f
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-06
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 06.05.2024 ZSU.2024.59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZSU-2024-59_2024-05-06.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 4. Kammer 

 

ZSU.2024.59  
(SR.2023.85)  

Art. 58 

 

 

Entscheid vom 6. Mai 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichter Egloff  

Oberrichterin Massari  

Gerichtsschreiber Gasser          

 

 
   

Klägerin   A._____,  

[…] 

vertreten durch Michèle Dürrenberger, Rechtsanwältin,  

[…]    

 

 
   

Beklagter   C._____,  

[…]   

 

 
 

Gegenstand  Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. aaa des Betreibungsamts 

Rheinfelden 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die Klägerin betrieb den Beklagten mit Zahlungsbefehl Nr. aaa des 

Betreibungsamtes Rheinfelden vom 17. April 2023 für eine Forderung von 

Fr. 4'960.00 ("[…]") sowie eine Forderung von Fr. 350.00 

("Anwaltskosten"), beides nebst Zins zu 5 % seit dem 11. April 2023. 

 

1.2. 

Der Beklagte erhob gegen den ihm am 17. April 2023 zugestellten 

Zahlungsbefehl am 26. April 2023 im Umfang von Fr. 3'000.00 

(Teil-) Rechtsvorschlag. 

 

2. 

2.1. 

Mit Eingabe vom 21. Juli 2023 stellte die Klägerin beim Bezirksgericht 

Rheinfelden das Gesuch um Erteilung der definitiven Rechtsöffnung für 

Fr. 3'000.00 nebst Zins zu 5 % seit dem 11. April 2023. 

 

2.2. 

Der Beklagte erstattete am 26. August 2023 (Postaufgabe) die 

Stellungnahme, worauf ihm mit Schreiben der Präsidentin des 

Bezirksgerichts Rheinfelden vom 22. September 2023 unter anderem 

mitgeteilt wurde, dass seine Eingabe vom 26. August 2023 als Einrede der 

Verrechnung entgegengenommen werde. Falls der Kläger mit seiner 

Eingabe ein neues Rechtsöffnungsgesuch beabsichtigt habe, habe er dies 

dem Bezirksgericht Rheinfelden innert 10 Tagen mitzuteilen. 

 

2.3. 

Am 18. Oktober 2023 reichte der Beklagte eine weitere Stellungnahme ein. 

 

2.4. 

Mit Eingabe vom 23. November 2023 reichte die Klägerin eine 

Stellungnahme ein. 

 

2.5. 

Mit Eingabe vom 30. Dezember 2023 liess sich der Beklagte erneut 

vernehmen. 

 

2.6. 

Die Präsidentin des Bezirksgerichts Rheinfelden entschied am 

27. Februar 2024: 

 

 

 

 - 3 - 

 

 

" 1. 
In Gutheissung des Gesuchs wird der Gesuchstellerin in der Betreibung 
Nr. aaa des Betreibungsamtes Rheinfelden (Zahlungsbefehl vom 
17. April 2023) für den Betrag von Fr. 3'000.- nebst Zins zu 5 % seit 
11. April 2023 definitive Rechtsöffnung erteilt. 
 
2. 
Die Entscheidgebühr von Fr. 250.- wird dem Gesuchsgegner auferlegt. Sie 
wird mit dem Vorschuss der Gesuchstellerin von Fr. 250.- verrechnet, so 
dass der Gesuchsgegner der Gesuchstellerin Fr. 250.- direkt zu ersetzen 
hat. 
 
3. 
3.1. 
Die Kostennote der Vertreterin der Gesuchstellerin, Michèle Dürrenberger, 
Rechtsanwältin in Rheinfelden, wird im Umfang von Fr. 1'021.- (inkl. 
Fr. 73.- MWST) richterlich genehmigt. 
 
3.2. 
Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'021.- zu bezahlen." 
 

3. 

3.1. 

Gegen diesen ihm am 1. März 2024 zugestellten Entscheid erhob der 

Beklagte am 11. März 2024 (Postaufgabe) beim Obergericht des Kantons 

Aargau Beschwerde und beantragte das Folgende: 

 

" 1. 
Das Obergericht schiebt die Rechtskraft & die unmittelbare 
Vollstreckbarkeit des angefochtenen willkürlichen Vor-Entscheides vom 
27. Februar 2024 des Präsidiums des Zivilgerichts Rheinfelden auf, bis 
zum eigenen materiellen rechtsstaatlichen Obergerichts-Entscheid nach 
Art. 325 Abs. 1 und 2 ZPO. 
 
2. 
Das Obergericht Kt. Aargau anerkennt die Forderung des 
Beschwerdeführer der strafrechtsrelevanten Veruntreuung durch die 
Beschwerdegegnerin von Fr. 37'669.25 inkl. 5 % Verzugszins seit 
05.12.2003 (vgl. Beilage 4) zur Verrechnung/Rechtsöffnung nach Art. 82 
Abs. 1 SchKG & der Bundesgerichtspraxis in BGE 114 III 71 S. 73-75. 
Sobald der veruntreute Betrag von Fr. 37'669.25 inkl. 5 % Verzugszins 
aufgebraucht ist, zahlt der Beschwerdeführer den beidseitig 
einvernehmlich vereinbarten nachehelichen Unterhalt Fr. 1'000.00 
monatlich, weshalb bis heute ja auch keine Aufhebungsklage erfolgt ist. 
 
3. 
Der Vorentscheid des Bezirksgerichts Rheinfelden, Präsidium des 
Zivilgerichts vom 27. Februar 2024 ist wegen Verletzung des rechtlichen 
Gehörs BV Art. 8, BV Art. 9 Schutz vor Willkür und Wahrung von Treu und 
Glauben, sowie der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) 
aufzuheben." 
 

 - 4 - 

 

 

3.2. 

Mit Verfügung vom 13. März 2024 wies der Instruktionsrichter des 

Obergerichts des Kantons Aargau das Gesuch des Beklagten um Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung ab.  

 

3.3. 

Die Klägerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 21. März 2024 die 

kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

 

3.4. 

Mit Eingabe vom 8. April 2024 reichte der Beklagte eine Stellungnahme ein. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Rechtsöffnungsentscheide sind mit Beschwerde anfechtbar (Art. 319 lit. a 

i.V.m. Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO). Mit der Beschwerde können die unrichtige 

Rechtsanwendung und die offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Anträge, neue 

Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind ausgeschlossen 

(Art. 326 Abs. 1 ZPO).  

 

2. 

2.1. 

Vorab sind die formellen Rügen des Beklagten zu prüfen. 

 

2.2. 

Der Beklagte macht zunächst geltend, dass sein Anspruch auf rechtliches 

Gehör verletzt worden sei, indem die Vorinstanz nicht innert 5 Tagen 

i.S.v. Art. 84 Abs. 2 SchKG über das Rechtsöffnungsgesuch der Klägerin 

entschieden habe (Beschwerde, S. 3).  

 

Es trifft zwar zu, dass die fünftägige Frist i.S.v. Art. 84 Abs. 2 SchKG durch 

die Vorinstanz im vorliegenden Fall nicht eingehalten worden ist. Es handelt 

sich jedoch lediglich um eine Ordnungsfrist (BGE 138 III 483 E. 3.2.4), 

wobei deren Nichteinhaltung mit einer Rechtsverzögerungsbeschwerde zu 

rügen gewesen wäre (DANIEL STAEHELIN, in: Basler Kommentar, 

Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N 62 zu 

Art. 84 SchKG). Nachdem der vorinstanzliche Entscheid unterdessen 

ergangen ist, besteht kein aktuelles Rechtsschutzinteresse an einer 

Rechtsverzögerungsbeschwerde mehr (Urteil des Bundesgerichts 

5A_903/2012 vom 26. Februar 2013 E. 3). Unbesehen davon wird in der 

Beschwerde nicht dargelegt und es ist nicht ersichtlich, inwiefern dem 

Beklagten (als Schuldner und Gesuchsgegner) durch die Nichteinhaltung 

 - 5 - 

 

 

der Ordnungsfrist im Rechtsöffnungsverfahren ein Rechtsnachteil 

entstanden sein soll. Es liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. 

 

2.3. 

Soweit der Beklagte sinngemäss die nicht gehörige Vertretung der Klägerin 

geltend macht (Beschwerde, S. 4 f.), kann ihm nicht gefolgt werden. Sowohl 

die im Rubrum aufgeführte Rechtsanwältin Michèle Dürrenberger wie auch 

(die vom Beklagten genannte) Rechtsanwältin Sandra Mäder wurden durch 

die Klägerin mit Vollmacht vom 14. März 2023 (Beilage 1 zum 

Rechtsöffnungsgesuch) rechtswirksam beauftragt. Es ist zulässig, mehr als 

eine Rechtsvertretung zu bevollmächtigen, wobei die Unterschrift der 

Klägerin – entgegen dem Beklagten – gut leserlich und die Vollmacht auch 

im Übrigen nicht zu beanstanden ist. An dieser Stelle ist schliesslich darauf 

hinzuweisen, dass ein Verstoss gegen die Standesregeln des 

Schweizerischen Anwaltsverbands (Stellungahme des Beklagten vom 

8.  April 2024, S. 4), wobei ein solcher nicht ansatzweise erkennbar ist, 

nicht in einem Rechtsöffnungsverfahren zu beurteilen wäre.  

 

3. 

3.1. 

Die Vorinstanz führte zur Begründung des angefochtenen Entscheids im 

Wesentlichen aus, dass sich das Gesuch um Erteilung der definitiven 

Rechtsöffnung auf das rechtskräftige Ehescheidungsurteil des 

Bezirksgerichts Rheinfelden vom 31. August 2011 stütze, womit ein 

definitiver Rechtsöffnungstitel vorliege. Die Betreibung sei für 

Unterhaltsbeiträge betreffend den Zeitraum Oktober 2022 bis April 2023 

erfolgt. Die Höhe der Forderung setze sich aus dem monatlich 

geschuldeten Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'000.00 (x7) zusammen, abzüglich 

der Zahlungen des Beklagten in der Höhe von Fr. 1'440.00 und Fr. 600.00, 

womit ein Betrag von Fr. 4'960.00 resultiere. Hinsichtlich der vom 

Beklagten erhobenen Verrechnungseinrede habe dieser eine an ihn 

adressierte kaum leserliche definitive Steuerveranlagung des Jahres 2003 

eingereicht. Er wolle die damit verbundene noch offene Forderung in der 

Höhe von Fr. 18'075.00 mit der Forderung, für welche Rechtsöffnung 

verlangt worden sei, verrechnen. Damit eine Verrechnung zulässig sei, 

müsse die definitive Steuerveranlagung mindestens zur provisorischen 

Rechtsöffnung berechtigen, was vorliegend nicht der Fall sei. Auch die von 

der Klägerin unterzeichnete Trennungsvereinbarung stelle keinen 

geeigneten Rechtsöffnungstitel zur Verrechnung dar. Nachdem die 

Verrechnung durch die Klägerin nicht anerkannt worden sei, sei auf den in 

Aussicht gestellten Rückzug des Rechtsvorschlags durch den Beklagten 

nicht weiter einzugehen. 

 

 - 6 - 

 

 

3.2. 

3.2.1. 

Der Gläubiger kann beim Richter die Aufhebung des Rechtsvorschlags 

(definitive Rechtsöffnung) verlangen, sofern die Forderung auf einem 

vollstreckbaren gerichtlichen Entscheid beruht (Art. 80 Abs. 1 SchKG).  

 

3.2.2. 

Im vorliegenden Fall beruht die Forderung auf dem rechtskräftigen 

Entscheid des Bezirksgerichts Rheinfelden vom 31. August 2011, 

Dispositiv-Ziff. 2 (Beilage 3 zum Rechtsöffnungsgesuch), worin der 

Beklagte zur (lebenslangen) Zahlung von monatlichen Unterhaltsbeiträgen 

in der Höhe von Fr. 1'000.00 an die Klägerin verpflichtet wurde (bzw. wurde 

dieser Unterhaltsbeitrag mit Scheidungskonvention vom 23. August 2011 

zwischen der Klägerin und dem Beklagten vereinbart). Für die in 

Betreibung gesetzte Forderung der Klägerin liegt somit ein definitiver 

Rechtsöffnungstitel i.S.v. Art. 80 Abs. 1 SchKG vor. 

 

3.3. 

3.3.1. 

Beruht die Forderung – wie vorliegend – auf einem vollstreckbaren 

Entscheid eines schweizerischen Gerichts oder einer schweizerischen 

Verwaltungsbehörde, so wird gemäss Art. 81 Abs. 1 SchKG die definitive 

Rechtsöffnung erteilt, wenn nicht der Betriebene durch Urkunden beweist, 

dass die Schuld seit Erlass des Entscheids getilgt oder gestundet worden 

ist, oder die Verjährung anruft. Als Beweis der Tilgung durch Verrechnung 

können nur solche Urkunden für die Gegenforderung gelten, die 

mindestens zur provisorischen Rechtsöffnung berechtigen würden 

(BGE 136 III 624 E. 4.2.1).  

 

3.3.2. 

Der Beklagte macht (sinngemäss) die Tilgung der streitgegenständlichen 

Forderung durch Verrechnung geltend. Die Klägerin schulde dem 

Beklagten aus einer durch ihn beglichenen Steuerrechnung aus dem Jahr 

2003 noch einen Betrag von Fr. 18'078.00 (wobei auch von Fr. 32'571.30 

die Rede ist). Als Beleg reicht der Beklagte im Beschwerdeverfahren eine 

"diesmal gut leserliche" definitive Steuerveranlagung des Jahres 2003 ein 

(Beschwerde, S. 5 f.; Beschwerdebeilagen 3 und 5).  

 

Der definitiven Rechnung der Finanzverwaltung […] vom 20. November 

2003 (Beschwerdebeilagen 3 und 5) ist der totale Steuerbetrag von 

Fr. 36'150.00 und ein noch offener Restbetrag von Fr. 32'571.30 (zahlbar 

bis zum 30. November 2003) zu entnehmen. Wie die Vorinstanz zutreffend 

ausführt, ist diese Rechnung weder durch die Klägerin unterzeichnet 

worden noch ist dieser Rechnung (selbst wenn sie an die Klägerin und den 

Beklagten adressiert war und beide Parteien betrifft) ein (vorbehalts- und 

bedingungsloser) Anerkennungswille der Klägerin zu entnehmen. Hinzu 

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kommt, dass sich die Parteien in der Scheidungsvereinbarung vom 

23. August 2011 (und damit beinahe acht Jahre nach Entstehung der 

angeblichen Schuld und nach Bezahlung dieser Steuerschuld von 

Fr. 32'571.30 durch den Kläger an die Steuerverwaltung […] 

[Beschwerdebeilagen 6 und 9]) als güterrechtlich auseinandergesetzt 

erklärten, bzw. sich einzig der Beklagte verpflichtete, der Klägerin 

Leistungen aus Güterrecht zu erbringen (vgl. Ziff. 2 der 

Scheidungsvereinbarung vom 23. August 2011 [Beilage 3 zum 

Rechtsöffnungsgesuch]). Damit steht auch fest, dass eine allfällige offene 

Forderung des Beklagten gegenüber der Klägerin aus dem Jahr 2003 nicht 

mehr bestehen kann. Entsprechend kann vorliegend auch offenbleiben, ob 

die angebliche Forderung des Beklagten gegenüber der Klägerin mit den 

offenen Unterhaltszahlungen überhaupt verrechnet werden könnte (vgl. 

Art. 125 Ziff. 2 OR).  

 

Der Beklagte hat im vorinstanzlichen Verfahren keine weiteren tauglichen 

Einwendungen (Tilgung, Stundung, Verjährung) erhoben, wobei sich auch 

der Trennungsvereinbarung vom 9. November 2003 

(Beschwerdebeilage 7) nicht ansatzweise die Anerkennung irgendeiner 

Schuld durch die Klägerin entnehmen lässt. Die streitgegenständliche 

Forderung (Unterhaltsausstände für den Zeitraum von Oktober 2022 bis 

April 2023) ist denn auch nicht verjährt (Art. 128 Ziff. 1 OR).  

 

Auf die weiteren (teils nur schwer nachvollziehbaren) Ausführungen des 

Beklagten in seiner Beschwerde (namentlich der Grund für die 

Eheauflösung, die gemeinsamen finanziellen Verhältnisse, die angebliche 

Veruntreuung durch die Klägerin) ist mangels Relevanz im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren nicht einzugehen, womit auch offenbleiben kann, 

inwiefern sie im Hinblick auf die Novenschranke überhaupt zulässig sind 

(E. 1 hiervor) und ob sie den Begründungsanforderungen an eine 

Beschwerde zu genügen vermögen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). 

 

3.4. 

Zusammengefasst ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der 

Klägerin in der Betreibung Nr. aaa des Betreibungsamtes Rheinfelden für 

den Betrag von Fr. 3'000.00 nebst Zins zu 5 % seit dem 11. April 2023 

definitive Rechtsöffnung erteilt hat. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

 

4. 

Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens hat der Beklagte die 

obergerichtliche Entscheidgebühr zu bezahlen (Art. 106 Abs. 1 ZPO; 

Art. 61 Abs. 1 i.V.m. Art. 48 Abs. 1 GebV SchKG) und seine Parteikosten 

selber zu tragen.  

 

Die anwaltlich vertretene Klägerin hat gegenüber dem Beklagten Anspruch 

auf Ausrichtung einer Parteientschädigung (Art. 106 Abs. 1 ZPO i.V.m. 

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Art. 95 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 lit. b ZPO). Gemäss § 8 AnwT beträgt die 

Entschädigung des Anwalts im Rechtsmittelverfahren je nach Aufwand 50 

bis 100 % des nach den Regeln für das erstinstanzliche Verfahren 

berechneten Betrags. Beim im Beschwerdeverfahren verbliebenen 

Streitwert von Fr. 3'000.00 ergibt sich eine Grundentschädigung von 

Fr. 1'770.00, die um 50 % auf Fr. 885.00 zu reduzieren ist, weil es sich um 

ein Vollstreckungsverfahren handelt (§ 3 Abs. 1 und 2 AnwT). Aufgrund des 

i.S.v. § 6 Abs. 2 AnwT unvollständig durchgeführten Verfahrens (keine 

Verhandlung) ist von der reduzierten Grundentschädigung ein Abzug von 

20 % auf Fr. 708.00 vorzunehmen. Unter Berücksichtigung des 

Rechtsmittelabzugs von 20 % beträgt die Entschädigung demnach 

Fr. 566.40. Hinzu kommt die Auslagenpauschale (§ 13 Abs. 1 AnwT) von 

3 % (ausmachend Fr. 17.00) sowie die MWST von 8.1 % (ausmachend 

Fr. 47.25). Damit beträgt die Parteientschädigung total Fr. 630.65. 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die obergerichtliche Entscheidgebühr von Fr. 375.00 wird dem Beklagten 

auferlegt. 

 

3. 

Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das Beschwerdeverfahren 

eine Parteientschädigung von Fr. 630.65 (inkl. Auslagen und MWST) zu 

bezahlen. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

[…] 

 

    
  

  

 

 

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In 

vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der 

Streitwert in arbeits- und mietrechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen 

übrigen Fällen mindestens Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechts-

frage von grundsätzlicher Bedeutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- 

und Nachlassrichters (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 

Abs. 1 BGG). 

 

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Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 

Bedeutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den 

Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG)  

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben 

werden, soweit keine Beschwerde nach den Artikeln 72 - 89 BGG zulässig ist (Art. 44 Abs. 

1, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1, Art. 113, Art. 117 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid verfassungsmässige Rechte (Art. 116 BGG) verletzt. 

Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die 

Partei sie in den Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 

BGG). Wird gegen einen Entscheid sowohl ordentliche Beschwerde als auch 

Verfassungsbeschwerde geführt, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift 

einzureichen (Art. 119 Abs. 1 BGG). 

 
   

Aarau, 6. Mai 2024 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 4. Kammer 

Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

 

Richli     Gasser