# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e536d57d-294c-55fc-aff8-9bff0c35848f
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-05
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 05.02.2024 VBE.2023.328
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-328_2024-02-05.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

VBE.2023.328 / jl / sc 
Art. 13 

 

 

Urteil vom 5. Februar 2024 
 

Besetzung  Oberrichterin Peterhans, Präsidentin  

Oberrichterin Fischer  

Oberrichterin Jacober  

Gerichtsschreiberin Lang          

 

 
   

Beschwerde- 

führer 

 A._____   

vertreten durch lic. iur. Stephan Bläsi, Advokat, Birsigstrasse 34, Postfach, 

4054 Basel    

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern   

vertreten durch Dr. iur. Sabine Baumann Wey, Rechtsanwältin, 

Pilatusstrasse 26, Postfach, 6002 Luzern    

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 7. Juli 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1971 geborene Beschwerdeführer war als Chefmonteur im Gerüstbau 

angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Beschwerdegegnerin obligato-

risch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er sich am 22. Juni 2019 

bei der Arbeit versehentlich mit der Spitze eines Hammers auf die linke 

Hand schlug und sich dabei eine Platzwunde zuzog. Die Beschwerdegeg-

nerin anerkannte ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit diesem Un-

fall und erbrachte vorübergehende Leistungen (Heilbehandlung und Tag-

geld). Nach weiteren medizinischen Abklärungen und Einholung von Beur-

teilungen von Ärzten ihres kreisärztlichen Dienstes schloss sie den Fall mit 

Mitteilung vom 13. Dezember 2021 ab und stellte die Heilkostenleistungen 

per sofort sowie die Taggeldleistungen per 1. April 2022 ein. Mit Verfügung 

vom 16. März 2022 sprach sie dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 

1. April 2022 eine auf einem Invaliditätsgrad von 20 % basierende Invali-

denrente zu und verneinte einen Anspruch auf eine Integritätsentschädi-

gung. Die dagegen vom Beschwerdeführer erhobene Einsprache hiess die 

Beschwerdegegnerin nach erneuter Rücksprache mit dem kreisärztlichen 

Dienst mit Einspracheentscheid vom 7. Juli 2023 in dem Sinne teilweise 

gut, dass sie dem Beschwerdeführer eine auf einem Invaliditätsgrad von 

23 % statt von 20 % basierende Invalidenrente zusprach; im Übrigen wies 

sie die Einsprache ab.  

 

2. 

2.1. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 7. Juli 2023 erhob der Beschwerde-

führer mit Eingabe vom 3. August 2023 fristgerecht Beschwerde und stellte 

folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. In Aufhebung des Einsprache-Entscheids vom 7. Juli 2023 sei eine 
höhere Rente und eine Integritätsentschädigung zuzusprechen. 

 
2. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen und 

diese anzuweisen, eine höhere Rente und eine Integritätsentschä-
digung zuzusprechen. 

 
3. Alles unter o/e Kostenfolge." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 14. September 2023 beantragte die Beschwer-

degegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

 

  

 - 3 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Die Beschwerdegegnerin ging in ihrem Einspracheentscheid vom 7. Juli 

2023 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 389) davon aus, dass über den 1. Ap-

ril 2022 hinaus von weiteren medizinischen Massnahmen keine wesentli-

che Verbesserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr zu er-

warten gewesen und der Fall demnach auf diesen Zeitpunkt hin abzu-

schliessen sei. Dem Beschwerdeführer sei die angestammte Tätigkeit zwar 

nicht mehr zumutbar, in einer angepassten Tätigkeit sei er jedoch zu 100 % 

arbeitsfähig und damit in der Lage, ein 23 % unter dem Valideneinkommen 

liegendes Salär zu erzielen. Folglich habe er Anspruch auf eine Rente in 

entsprechender Höhe. Ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung be-

stehe hingegen nicht, da aufgrund der objektivierbaren Befunde ein mögli-

cher Integritätsschaden kein entschädigungspflichtiges Ausmass erreiche. 

Der Beschwerdeführer macht demgegenüber zusammengefasst geltend, 

aufgrund der unfallbedingten Beeinträchtigung seien hinsichtlich des Be-

lastungsprofils einer angepassten Tätigkeit noch weitergehende Ein-

schränkungen zu berücksichtigen als von der Beschwerdegegnerin ange-

nommen, und es bestehe eine Integritätseinbusse von 10 %. 

 

1.2. 

Damit ist streitig und zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin dem Be-

schwerdeführer mit Einspracheentscheid vom 7. Juli 2023 zu Recht für die 

Folgen des Unfalls vom 22. Juni 2019 ab dem 1. April 2022 eine Invaliden-

rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von (lediglich) 23 % zugespro-

chen und den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung verneint hat. 

 

2. 

Ist der Versicherte infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 

ATSG), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall 

vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 

UVG). Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat 

er Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 

Abs. 1 UVG). 

 

3. 

3.1. 

3.1.1. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheent-

scheid in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die versicherungsme-

dizinische Beurteilung von Dr. med. univ. B._____, Praktischer Arzt, und 

Dr. med. C._____, Facharzt für Neurologie, vom 8. Juni 2023 (VB 385). 

Diese hielten fest, es sei nach der am 22. Juni 2019 erlittenen 

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Rissquetschwunde an der linken, adominanten Hand, welche sich in der 

Folge infiziert habe, zu einem protrahierten Verlauf mit mehreren operati-

ven Eingriffen gekommen (VB 385 S. 1). Zu organisch strukturellen Läsio-

nen, die eine Einschränkung der Bewegung und Kraft der Finger erklären 

könnten, sei es nicht gekommen. Gemäss den Berichten der behandelnden 

Ärzte bestehe denn auch eine normale Trophik an der linken Hand ohne 

abgrenzbare Schwellung, was eine gravierende Diskrepanz zur vom Be-

schwerdeführer geklagten Beschwerdesymptomatik und dem von diesem 

angegebenen Nichtgebrauch der linken Hand darstelle (VB 385 S. 5). Neu-

rologisch versicherungsmedizinisch fehle somit eine organische Grundlage 

für die diffus auf die gesamte linke Extremität angegebene Schmerzsymp-

tomatik, ausstrahlend bis in die linke Kopfhälfte bei deutlicher Symptom-

ausweitung mit funktionellen neurologischen Beschwerden und fehlender 

Objektivierung in der klinischen neurologischen Untersuchung. Betreffend 

eine dem von den Ärzten der Rehaklinik D._____ definierten Belastungs-

profil entsprechenden Tätigkeit bestehe eine ganztägige Arbeitsfähigkeit 

(VB 385 S. 6). Von somatischer Seite finde sich kein Befund, welcher einen 

entschädigungspflichtigen Integritätsschaden begründe (VB 385 S. 5).  

 

3.1.2. 

Der Beschwerdeführer bestreitet – nach Lage der Akten zu Recht – nicht, 

in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig zu sein. Er macht in-

des geltend, die Belastbarkeitsbeurteilung, auf die die Beschwerdegegne-

rin abgestellt habe, könne in Würdigung des abschliessenden Berichts von 

Dr. med. E._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-

gie des Bewegungsapparates sowie für Handchirurgie, vom 27. Dezember 

2021 nicht mit den konkreten Tatsachen vereinbart werden (Beschwerde 

S. 4). Auf die diesbezügliche Beurteilung von Dr. med. univ. B._____ und 

Dr. med. C._____ vom 8. Juni 2023 könne nicht abgestellt werden (Be-

schwerde S. 5 f.). Gemäss Dr. med. E._____ sei die gesamte Handfunktion 

in Mitleidenschaft gezogen und erheblich eingeschränkt, die linke Hand sei 

für manuelle Tätigkeiten nicht einsetzbar (Beschwerde S. 4).  

 

3.2. 

Den medizinischen Akten ist insbesondere Folgendes zu entnehmen: 

 

3.2.1. 

Im Zusammenhang mit der Platzwunde durch den Hammerschlag vom 

22. Juni 2019 kam es zu einem Infekt an der Hohlhand und am Handrü-

cken, weshalb am 4. Juli 2019 eine Synovektomie durchgeführt wurde 

(VB 19). Aufgrund anhaltender Beschwerden wurden in der Folge diverse 

weitere Operationen durchgeführt (Narben- und Neurom-Exzision am 

20. September 2019 [VB 30]; Neurom-Exzision sowie Neurolyse am 

11. Oktober 2019 [VB 40]; Neurolyse bzw. Narben-Exzision am 21. Januar 

2020 [VB 88]). Im Schreiben "Ambulanzbericht/Kostengutsprache für inten-

sive ambulante Rehabilitation" vom 6. Mai 2020 führte Dr. med. F._____, 

 - 5 - 

 

 

Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, aus, die Genese des 

protrahierten Schmerzverlaufs nach Quetschtrauma und mehreren opera-

tiven Interventionen sei möglicherweise "mehrschichtig bedingt". Es müsse 

zumindest konkurrierend von einem neuropathischen Schmerz ausgegan-

gen werden. Unter Diagnosen führte er u.a. einen "Vd. A. neuropathische 

Schmerzbeteiligung DD Allodynie" auf (VB 112 S. 3 ff.). Im "Ambulanzbe-

richt/TarReha Abschlussbericht" vom 3. August 2020 führte er sodann aus, 

es sei eine neurologische Beurteilung/Standortbestimmung zu empfehlen 

(VB 158). Der Beschwerdeführer stellte sich zur Einholung einer Zweitmei-

nung bei Dr. med. E._____ vor. Dieser führte im Bericht vom 20. August 

2020 aus, eine Indikation für ein weiteres operatives Vorgehen sehe er 

nicht, die Nervenrevisionen hätten keine Durchtrennung der Nerven ge-

zeigt. Im Vordergrund stehe die entsprechende Schmerzbehandlung. Di-

agnostisch ging er von einer Allodynie an der linken Hand aus; ein CRPS 

liege nicht vor (VB 168). Dr. med. H._____, Facharzt für Chirurgie und für 

Handchirurgie, führte im Sprechstundenbericht vom 3. September 2020 

ebenfalls aus, der Beschwerdeführer leide nach Durchführung der zahlrei-

chen Operationen gesichert an einer Allodynie. Ein chirurgisches Vorgehen 

sei wenig erfolgversprechend, es müsse eine somatosensorische Rehabi-

litation durchgeführt werden (VB 179).  

 

3.2.2. 

Vom 20. April bis 7. Mai 2021 wurde der Beschwerdeführer stationär in der 

Rehaklinik D._____ behandelt, wobei diverse Untersuchungen (MRI Vor-

derarm links am 21. April 2021; handchirurgische Konsiliaruntersuchung 

am 22. April 2021; neurologische Konsiliaruntersuchung am 27. April 2021; 

MR-Neurographie Hand- und Handgelenk links am 28. April 2021, psycho-

somatisches Konsilium am 28. April und 5. Mai 2021) sowie Leistungstests 

durchgeführt wurden. Im Austrittsbericht vom 21. Mai 2021 wurden fol-

gende Diagnosen gestellt (VB 268 S. 2): 

 

"A. Unfall vom 22.06.2019: Hat sich mit der Spitze eines Hammers auf 
die Hand links (adominant) geschlagen 

 A1 Weichteilinfekt nach Rissquetschwunde durch Hammerschlag 
in der ersten Kommissur 

  […] 
B. V.a. längere depressive Reakt[i]on (ICD-10: F43.21) 
C. V.a. Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

(ICD-10: F41.43)" 

 

Die Probleme bei Austritt seien eine Allodynie Dig. I-IV bzw. eine Hohlhand 

links, eine Beweglichkeitseinschränkung im Handgelenk links und in allen 

Metacarpophalangealgelenken und kleinen Fingergelenken, die Einsetz-

barkeit der linken Hand nur als Haltehand, intermittierende Kopfschmerzen 

und eine intermittierende Dysästhesie der linken Körperseite sowie die un-

klare berufliche Zukunft. Die Tagesrehabilitation sei aufgrund des mangeln-

den Rehabilitationspotentials abgekürzt worden. Im Rahmen der Rehabili-

tation habe keine namhafte Verbesserung des Zustandes und der 

 - 6 - 

 

 

Beschwerden erzielt werden können. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit, Zu-

mutbarkeit und Eingliederungsperspektive wurde festgehalten, es sei eine 

erhebliche Symptomausweitung beobachtet worden, weshalb die Resul-

tate der physischen Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren kör-

perlichen Belastbarkeit nicht verwertbar seien. Das Ausmass der demons-

trierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den geringfügigen ob-

jektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und 

bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nicht erklären, weshalb sich 

die Beurteilung der Zumutbarkeit primär auf medizinisch-theoretische 

Überlegungen, unter Berücksichtigung der Beobachtungen bei den Leis-

tungstests und im Behandlungsprogramm, stütze. Die ursprüngliche Tätig-

keit als Gerüstbauer sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar, da 

die Tätigkeit sehr schwer sei und die Hand belaste. Eine mittelschwere Ar-

beit sei ihm hingegen ganztags zumutbar, wobei gewisse Einschränkungen 

betreffend die linke Hand bestünden. Unzumutbar seien Tätigkeiten mit re-

petitivem häufigen wiederholten Krafteinsatz der linken Hand, Tätigkeiten, 

die eine vollständige Greiffunktion der linken Hand erforderten, erhöhte An-

forderungen bezüglich Fingermotorik der linken Hand, Arbeit an sturzexpo-

nierten Stellen wie auf hohen Leitern oder ungesichertem Baugerüst oder 

einem Dach (wegen eingeschränkter Haltefunktion) (VB 268 S. 3). 

 

3.2.3. 

Der Versicherungsmediziner Dr. med. univ. B._____ führte im Bericht vom 

10. Dezember 2021 aus, aufgrund der vorliegenden Dokumentation sei von 

weiteren medizinischen Massnahmen keine wesentliche Verbesserung des 

unfallbedingten Gesundheitszustandes zu erwarten. Es liege eine Allody-

nie/Schmerzverarbeitungsstörung vor, welche durch ein morphologisches 

Korrelat nicht zu erklären sei. Eine Nervenverletzung als Ursache könne 

nicht objektiviert werden. Ein CRPS liege nicht vor. Ob ein unfallbedingter 

Integritätsschaden bestehe, sei daher gegebenenfalls von psychiatrischer 

und/oder administrativer Seite zu beurteilen. Auf die Frage, welche Tätig-

keiten der Beschwerdeführer noch ausüben könne, hielt Dr. med. univ. 

B._____ fest, bezüglich des Arbeitsplatzprofils verweise er auf den Aus-

trittsbericht der Rehaklinik D._____, in dem zur Arbeitsfähigkeit Stellung 

genommen werde (VB 315). 

 

3.2.4. 

Aus dem Bericht von Dr. med. E._____ vom 27. Dezember 2021 geht her-

vor, dass die linke Hand für keine manuellen Tätigkeiten eingesetzt werden 

könne, allenfalls könne mit dem Kleinfinger und Ringfinger ein Gegenstand 

ohne grösseres Gewicht leicht verschoben oder gegengehalten werden. 

Tätigkeiten mit Kälteexposition oder auch in einer deutlich wärmeren Um-

gebung als Zimmertemperatur seien ebenfalls ungünstig. Es werde sicher 

schwierig sein, eine entsprechende Stelle zu finden. Es liege sicher eine 

Neurom-Problematik vor, dies sei jedenfalls gemäss den Operationsberich-

ten von Dr. med. H._____ so dokumentiert. Er gehe nicht davon aus, dass 

 - 7 - 

 

 

mit den weiteren Behandlungsmassnahmen eine Schmerzfreiheit erzielt 

werden könne, dennoch sollte aus seiner Sicht das somatosensorische Re-

habilitationsprogramm weitergeführt werden, damit der Beschwerdeführer 

wenigstens im Alltag oder auch für einfachere manuelle Tätigkeiten weni-

ger schmerzgeplagt sei (VB 331). 

 

3.2.5. 

Aufgrund der durch den Beschwerdeführer erhobenen Einsprache wurden 

die Unterlagen den Versicherungsmedizinern Dr. med. univ. B._____ und 

Dr. med. C._____ vorgelegt. Diese führten in ihrer Beurteilung vom 8. Juni 

2023 zusammengefasst aus, aufgrund der objektivierten Befunde mit teils 

gravierenden Diskrepanzen und fehlendem morphologischen Korrelat als 

Erklärung für die demonstrierten Einschränkungen und geklagte Beschwer-

desymptomatik sei unverändert am im Austrittsbericht der Rehaklinik 

D._____ festgelegten Arbeitsplatzprofil festzuhalten. Es sei unbestritten, 

dass ein protrahierter Verlauf nach Infekt bei initial einfacher Rissquetsch-

wunde durch Hammerschlag vorliege. Zu organisch strukturellen Läsionen, 

welche eine Einschränkung der Bewegung und Kraft der Finger erklären 

könnten, sei es nicht gekommen. Die geklagte Beschwerdesymptomatik 

und die gezeigte Einschränkung stünden im Widerspruch zur unauffälligen 

Trophik der linken Hand, worauf von Dr. med. E._____ nicht eingegangen 

worden sei. Es bestünden Hinweise auf eine erhebliche Symptomauswei-

tung. Gravierend seien auch die Diskrepanzen im Bewegungsausmass der 

Finger. Von sämtlichen behandelnden Ärzten und Therapeuten sei immer 

wieder auf die psychosoziale Problematik mit depressiver Verstimmung, 

Perspektivlosigkeit und "mangelndem Umgang mit dem Schmerz" hinge-

wiesen, aber offenbar nicht zur Kenntnis genommen worden, dass nicht 

somatische Befunde, sondern die psychosoziale Problematik der Haupt-

grund für die subjektive Schmerzempfindung und geklagte Beschwerde-

symptomatik mit Einschränkung sei. Von somatischer Seite finde sich kein 

Befund, welcher einen entschädigungspflichtigen Integritätsschaden nach-

vollziehbar begründen würde, da die Ursache in einer nicht organisch be-

gründbaren Problematik liege. Neurologisch versicherungsmedizinisch 

fehle, abgestützt auf das neurologische Konsil vom 27. April 2021, eine or-

ganische Grundlage für die diffus auf die gesamte linke Extremität angege-

bene Schmerzsymptomatik, ausstrahlend bis in die linke Kopfhälfte, bei 

deutlicher Symptomausweitung mit funktionellen neurologischen Be-

schwerden und fehlender Objektivierung in der klinischen neurologischen 

Untersuchung. Insbesondere eine neuropathische Symptomatik mit Allod-

ynie sei in der genannten Untersuchung nicht nachweisbar gewesen, wes-

halb eine Allodynie von neurologisch-versicherungsärztlicher Seite nicht 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestätigt werden könne (VB 385 

S. 5 f.). 

 

 - 8 - 

 

 

3.3. 

3.3.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

3.3.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder ei-

nem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 

gegebenen Gutachten zu (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.; 125 V 351 E. 3a 

S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c S. 160 ff.). Zwar lässt das Anstellungsverhältnis 

der versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine 

nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen 

(BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/ee S. 353 ff.). Soll ein Ver-

sicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschie-

den werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105; 142 

V 58 E. 5.1 S. 65; 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). 

 

3.3.3. 

Auch ein reines Aktengutachten kann voll beweistauglich sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 

22. Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Ein medizinischer Aktenbe-

richt als Entscheidungsgrundlage ist zulässig, wenn die Akten ein vollstän-

diges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 

diese Daten unbestritten sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos 

vorliegen, damit der Experte imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_833/2009 vom 26. Januar 2010 E. 5.1 mit Hinweis auf RKUV 1993 

Nr. U 167 S. 95 E. 5d und Urteil des Bundesgerichts 8C_653/2009 vom 

28. Oktober 2009 E. 5.2). 

 

3.4. 

Aus den auf persönlichen Untersuchungen des Beschwerdeführers beru-

henden medizinischen Berichten, auf die sich Dr. med. univ. B._____ und 

Dr. med. C._____ stützten, ergibt sich ein feststehender medizinischer 

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Sachverhalt (vgl. E. 3.3.3.). Die versicherungsmedizinischen Beurteilungen 

von Dr. med. univ. B._____ vom 10. Dezember 2021 sowie Dr. med. univ. 

B._____ und Dr. med. C._____ vom 8. Juni 2023 sind zudem umfassend, 

ohne Weiteres nachvollziehbar, berücksichtigen die vom Beschwerdefüh-

rer geklagten Beschwerden sowie sämtliche Vorakten und sind in der Be-

urteilung des medizinischen Sachverhalts einleuchtend begründet (vgl. 

E. 3.3.1.). Dr. med. univ. B._____ und Dr. med. C._____ begründeten 

nachvollziehbar, weshalb von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer dem 

im Austrittsbericht der Rehaklinik D._____ vom 21. Mai 2021 festgelegten 

Arbeitsplatzprofil entsprechenden Tätigkeit auszugehen sei. Sie stützten 

sich dabei auf die den Berichten der behandelnden Ärzte zu entnehmenden 

Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen bzw. der entsprechenden 

Befunde. Sie setzten sich insbesondere mit dem Bericht von Dr. med. 

E._____ vom 27. Dezember 2021 (VB 331 S. 2 f.) auseinander und zeigten 

schlüssig auf, weshalb aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht auf des-

sen Schlussfolgerungen abgestellt werden könne. Diesbezüglich ist darauf 

hinzuweisen, dass sich Dr. med. E._____ bei seiner Beurteilung, wonach 

der Beschwerdeführer die linke Hand gar nicht mehr für manuelle Tätigkei-

ten einsetzen könne bzw. höchstens noch, um Gegenstände ohne grösse-

res Gewicht leicht zu verschieben oder halten, insbesondere auf die sub-

jektiven Beschwerden des Beschwerdeführers und nicht etwa auf objekti-

vierbare organische Befunde stützte (vgl. VB 331 S. 3). Im Bericht vom 

22. Juni 2021 hatte er zudem ebenfalls darauf hingewiesen bzw. bestätigt, 

dass pathologische Veränderungen, die auch chirurgisch angehbar wären, 

weder in der handchirurgischen Untersuchung noch im MRI gefunden wor-

den seien. Auch die neurologische Abklärung habe keine Hinweise auf eine 

Problematik im Bereich des Nervus medianus ergeben. Die ganze 

Schmerzverarbeitung sei sicher ein grosses Problem und erkläre in be-

schränktem Ausmass auch die gewisse Diskrepanz zwischen den geschil-

derten Beschwerden respektive deren Intensität und dann doch wieder 

möglichen Funktionen (VB 278). Dies stimmt somit mit der Beurteilung von 

Dr. med. univ. B._____ und Dr. med. C._____ vom 8. Juni 2023, dass die 

objektivierten Befunde die demonstrierten Einschränkungen und geklagte 

Beschwerdesymptomatik nicht erklären könnten, überein. Auch den übri-

gen medizinischen Unterlagen ist nichts dem Widersprechendes zu ent-

nehmen. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass Dr. med. E._____ sich als 

behandelnder Arzt in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren hat. 

Die Berichte behandelnder Ärzte verfolgen nicht den Zweck einer den ab-

schliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden 

objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes (BGE 135 V 465 E. 4.5 

S. 470 f.). Zudem fällt die Beurteilung der vom Beschwerdeführer angege-

benen funktionellen neurologischen Beschwerden nicht in den Fachbereich 

des Orthopädischen Chirurgen und Handchirurgen Dr. med. E._____. 

Demgegenüber sind Dr. med. univ. B._____ und Dr. med. C._____ Fach-

ärzte im Bereich der Unfallmedizin und verfügen – unabhängig von ihrem 

ursprünglich erworbenen Facharzttitel – über besonders ausgeprägte 

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traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_480/2021 vom 6. Dezember 2021 E. 4.2.1). Dr. med. C._____ verfügt 

zudem über einen Facharzttitel der Neurologie.  

 

3.5. 

Zusammenfassend erweist sich die Beurteilung von Dr. med. univ. B._____ 

und Dr. med. C._____ vom 8. Juni 2023 als sorgfältig begründet, ohne Wei-

teres nachvollziehbar und schlüssig. Sie ist entgegen den Vorbringen des 

Beschwerdeführers als beweiskräftig anzusehen. Weitere Abklärungen 

(vgl. Eventualbegehren, Beschwerde S. 8 f.) sind in antizipierter Beweis-

würdigung nicht zu veranlassen, da davon keine neuen Erkenntnisse be-

treffend die Unfallkausalität zu erwarten sind (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 

124 V 90 E. 4b S. 94). Damit kann auf die Beurteilung von Dr. med. univ. 

B._____ und Dr. med. C._____ vom 8. Juni 2023 abgestellt werden, wo-

nach der Beschwerdeführer in einer dem von den Ärzten der Rehaklinik 

D._____ definierten Belastungsprofil entsprechenden Tätigkeit aus soma-

tischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig ist. Eine sich auf die Arbeitsfähigkeit 

auswirkende unfallbedingte psychische Störung wurde von keinem Arzt di-

agnostiziert und wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. 

 

4. 

Dass die Beschwerdegegnerin den Fall per Ende März 2022 abschloss, 

wird nach Lage der Akten zu Recht nicht beanstandet, geht aus den medi-

zinischen Berichten doch hervor, dass von weiteren Behandlungen über 

diesen Zeitpunkt hinaus keine namhafte Besserung mehr zu erwarten war 

(vgl. dazu Art. 19 Abs. 1 UVG). Dass die Beschwerdegegnerin einen adä-

quaten Kausalzusammenhang zwischen dem – als leicht zu wertenden – 

Unfall vom 22. Juni 2019 und einer allfälligen psychischen Störung bzw. 

sich somatisch manifestierenden, aber nicht mit organisch objektivierbaren 

Unfallfolgen zu erklärenden Beschwerden verneinte, wurde vom Be-

schwerdeführer – ebenfalls zu Recht – nicht beanstandet (vgl. dazu 

BGE 115 V 133; Urteil des Bundesgerichts 8C_1/2023 vom 6. Juli 2023 

E. 2.2). 

  

5. 

5.1. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-

rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-

nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-

marktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 1 ATSG i.V.m. Art. 16 ATSG). 

 

Zur Ermittlung des Invaliditätsgrads stellte die Beschwerdegegnerin für das 

Valideneinkommen auf das Einkommen ab, das der Beschwerdeführer 

 - 11 - 

 

 

gemäss seiner früheren Arbeitgeberin ohne Gesundheitsschaden im Jahr 

2022 in der angestammten Tätigkeit erzielt hätte (VB 389 S. 10). Dieses 

hätte Fr. 85'800.00 (Fr. 6'600.00 x 13) betragen (VB 345). Das Invaliden-

einkommen setzte sie gestützt auf den Tabellenlohn der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung (LSE) des Jahres 2020 des Bundesamtes für Statis-

tik (BfS), Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Total, Männer, fest. Unter Be-

rücksichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 

41.7 Stunden und der Nominallohnentwicklung bis 2022 ermittelte sie so 

ein hypothetisches Erwerbseinkommen von Fr. 66'073.00. Einen Abzug 

vom Tabellenlohn nahm sie nicht vor, so dass sie einen Invaliditätsgrad von 

23 % ermittelte (VB 389 S. 9 f.). 

 

Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, aufgrund der Ein-

schränkungen der linken Hand, seiner bisherigen Berufserfahrungen sowie 

seiner Nationalität sei ein Leidensabzug von mindestens 10 % zu gewäh-

ren (Beschwerde S. 7). 

 

5.2. 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch-

schnitts- bzw. Medianwerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert 

allenfalls zu kürzen. Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne 

herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, 

Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-

grad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen 

sind. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, 

wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Per-

son wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich be-

dingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit un-

terdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung 

der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale 

auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall 

gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellen-

lohnes zu begrenzen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 134 V 322 E. 5.2 

S. 327 f. 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75 [insbesondere E. 5 S. 78 ff.]). 

 

5.3. 

Den vorhandenen unfallversicherungsrechtlich relevanten gesundheitli-

chen Einschränkungen wurde bereits bei der Definition des Zumutbarkeits-

profils einer Verweistätigkeit Rechnung getragen, wobei – wie oben aufge-

zeigt – auf das im Austrittsbericht der Rehaklinik D._____ vom 21. Mai 

2021 definierte Arbeitsplatzprofil abzustellen ist (E. 3.4.). Diese können 

nicht noch zu einem zusätzlichen leidensbedingten Abzug führen (vgl. 

BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182 mit Hinweisen). Der angewandte und unbe-

stritten gebliebene Tabellenlohn des Kompetenzniveaus 1 basiert ausser-

dem auf einer Vielzahl von geeigneten leichten bis mittelschweren 

 - 12 - 

 

 

Tätigkeiten. Zu beachten ist, dass die gesundheitlich bedingte Unmöglich-

keit, körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht automatisch zu einem 

leidensbedingten Abzug führt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_799/2021 

vom 3. März 2022 E. 4.3.2), und der Beschwerdeführer seine – dominante 

– rechte Hand weiterhin uneingeschränkt einsetzen kann. Einfache und re-

petitive Tätigkeiten des angewandten Kompetenzniveaus 1 erfordern des 

Weiteren weder ein besonderes Bildungsniveau (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 8C_549/2019 vom 26. November 2019 E. 7.7) noch Berufserfahrung 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_227/2018 vom 14. Juni 2018 E. 4.2.3.3 

mit Hinweisen). Die Nationalität des Beschwerdeführers, der Staatsange-

höriger von Kosovo (vgl. VB 1 S. 1) respektive – gemäss Austrittsbericht 

der Rehaklinik D._____ – von Deutschland und Grenzgänger ist, kann sich 

lohnmindernd auswirken (BfS; LSE 2020; Tabelle 12_b; Monatlicher Brut-

tolohn [Zentralwert und Quartilbereich], Schweizer/innen und Ausländer/in-

nen, nach beruflicher Stellung und Geschlecht; ohne Kaderfunktion; Män-

ner; Median). Demgegenüber wirkt sich das Alter des 1971 geborenen Be-

schwerdeführers, statistisch betrachtet, einkommenserhöhend aus (BfS; 

LSE 2020; Tabelle T9b; monatlicher Bruttolohn [Zentralwert und Quartilbe-

reich] nach Lebensalter, beruflicher Stellung und Geschlecht; ohne Kader-

funktion; Männer; Median). In einer Gesamtbetrachtung aller lohnerhöhen-

den, lohnmindernden und lohnneutralen Aspekte ist nicht zu beanstanden, 

dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer keinen Abzug vom 

Tabellenlohn gewährt hat. 

 

5.4. 

Die mit Einspracheentscheid vom 7. Juli 2023 per 1. April 2022 zugespro-

chene Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 23 % ist da-

mit zu bestätigen. 

 

6. 

6.1. 

Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Be-

schwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung zu Recht verneint hat. 

 

6.2. 

Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine ärztliche Aufgabe (PHILIPP 

PORTWICH, Die Integritätsentschädigung für psychische Unfallfolgen nach 

dem schweizerischen Bundesgesetz über die Unfallversicherung: Grundla-

gen und Hinweise für die gutachterliche Praxis, SZS 53/2009 S. 344). Die 

Schwere des Integritätsschadens beurteilt sich ausschliesslich nach dem 

medizinischen Befund. Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integri-

tätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär be-

messen (RUMO-JUNGO/HOLZER, Schweizerisches Unfallversicherungs-

recht, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 166 mit Hinweisen). 

 

 - 13 - 

 

 

6.3. 

Dr. med. univ. B._____ führte in der Beurteilung vom 10. Dezember 2021 

aus, die Allodynie/Schmerzverarbeitungsstörung sei durch ein morphologi-

sches Korrelat nicht zu erklären, eine Nervenverletzung als Ursache könne 

nicht objektiviert werden und ein CRPS liege nicht vor (VB 315), und ver-

neinte damit eine unfallbedingte erhebliche Integritätseinbusse aus soma-

tischer Sicht implizit. Dr. med. univ. B._____ und Dr. med. C._____ hielten 

in ihrer Stellungnahme vom 8. Juni 2023 sodann fest, auf somatischer Seite 

finde sich kein Befund, welcher einen entschädigungspflichtigen Integritäts-

schaden nachvollziehbar begründen würde, da die Ursache der geklagten 

Beschwerden bzw. der gezeigten Einschränkung in einer nicht organisch 

begründbaren Problematik liege (VB 385 S. 5 f.). Gestützt darauf und auf-

grund fehlender Adäquanz allfälliger in einem natürlichen Kausalzusam-

menhang zum Unfall stehender psychischer Beschwerden verneinte die 

Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung 

(VB 389 S. 11). 

 

Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, insbesondere in 

Würdigung der Feststellungen von Dr. med. E._____ sei eine Verneinung 

des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung sachlich weder nachvoll-

ziehbar noch haltbar. Allein die Tatsache, dass die Feinmotorik der linken 

Hand dauernd und erheblich eingeschränkt sei, begründe einen Anspruch 

auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Beschwerde S. 7). Wie 

bereits oben aufgezeigt, ist auf die beweiskräftige Beurteilung von Dr. med. 

univ. B._____ und Dr. med. C._____ vom 8. Juni 2023 (E. 3.5.) und nicht 

auf die im Wesentlichen auf den subjektiven Angaben und nicht auf objek-

tivierbaren organischen Befunden beruhende Einschätzung von Dr. med. 

E._____ abzustellen. Aufgrund dessen hat die Beschwerdegegnerin den 

Anspruch des Beschwerdeführers auf Integritätsentschädigung mit Ein-

spracheentscheid vom 7. Juli 2023 zu Recht verneint. 

 

7. 

7.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

7.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

7.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu. 

 

 
   

 - 14 - 

 

 

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 5. Februar 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Peterhans Lang