# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31a4e4c1-58c6-5100-b8e3-b55f649e1a6e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-02-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.02.2007 UV 2006/29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-29_2007-02-14.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/29

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 14.02.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 14.02.2007
Art. 18 ff. UVG; Art. 19 Abs. 1 UVG: HWS-Distorsion nach Frontalkollision, 
ohne Nachweis organischer Befunde, ohne psychiatrische Störung; Prüfung 
natürlicher Kausalzusammenhang, Wegfall unfallbedingter 
Leistungseinschränkungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 14. Februar 2007, UV 2006/29)

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Susanne Bertschler

Entscheid vom 14. Februar 2007

In Sachen

B.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Manfred Dähler, Poststrasse 12, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) Die 1959 geborene B.___ war bei der Schweizerischen Post in Teilzeit als 

Wagenführerin PubliCar angestellt und in dieser Funktion bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert, als sie am 17. April 2003 in Ausübung ihrer beruflichen 

Tätigkeit, ohne angegurtet zu sein, unverschuldet eine Frontalkollision erlitt. Im 

Kantonalen Spital A.___, wo sich die Versicherte nach dem Unfall bis 25. April 2003 

aufhielt, wurde eine Halswirbelsäulen(HWS)-Distorsion diagnostiziert. In der 

zusammenfassenden Krankengeschichte vom 30. April 2003 wird in der Anamnese 

erwähnt, dass keine Amnesie für das Unfallereignis, keine Übelkeit, kein Erbrechen, 

aber Schmerzen im Bereich der HWS mit Kribbeln in den Händen bestanden hätten 

(UV act. 2). Am 13. Juni 2003 berichtete Dr. med. C.___ unter den bisherigen Therapien 

mit Halskragen, Physiotherapie und Medikamenten hätten die Beschwerden zwar 

deutlich nachgelassen, sie seien aber noch nicht verschwunden. Neurologische 

Ausfälle seien weiterhin nicht nachweisbar. Ab 9. Juni 2003 könne die bisherige Arbeit 

wieder im Umfang von 50% aufgenommen werden. Gemäss Erhebungsblatt der Suva 

für die Abklärung von HWS-Fällen vom 17. Juli 2003 (UV act. 9) traten bei der 

Versicherten nach dem Unfall sofort starke Kopfschmerzen im ganzen Kopf und 

Übelkeit auf. Danach habe es vom Kopf nach hinten in beide Arme gezogen. Der 

Nacken sei blockiert gewesen. Als Vorzustand werden Rückenbeschwerden im 

Lendenwirbelbereich nach zwei Spondylodese-Operationen 1988 und 1994 erwähnt. 

Die Versicherte beziehe deswegen eine halbe IV-Rente. Laut ihren eigenen Aussagen 

vom 16. Juli 2003 leide sie weiter an einem vom Hinterkopf über den Nacken 

ziehenden Dauerschmerz und schmerzhaften Ausstrahlungen in die Finger der rechten 

Hand. Dennoch verwerte sie die 50%ige Arbeitsfähigkeit, indem sie täglich von 6.30 bis 

8.00 Uhr mit einem 18-plätzigen Kleinbus von D.___ nach E.___ fahre (UV act. 10). 

Nachdem bildgebende, neurochirurgische und neurologische Untersuchungen am 

Kantonsspital K.___ (UV act. 13, 14 und 20) und die kreisärztliche Untersuchung vom 

21. Januar 2004 (UV act. 28) keine objektivierbaren Befunde ergaben, die Versicherte 

aber weiter über Kopf- und Nackenschmerzen klagte, die HWS-Beweglichkeit durch 

ambulante Therapien nicht verbessert werden konnte und sich eine deutliche 

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Schwäche an der rechten oberen Extremität zeigte, hielt sich die Versicherte zur 

Steigerung der allgemeinen Leistungsfähigkeit vom 25. Februar bis 31. März 2004 in 

der Rehaklinik F.___ auf. Es wurde eine HWS-Distorsion mit zervikozephalem und 

zervikobrachialem Schmerzsyndrom (differenzialdiagnostisch: schmerzhafte 

Funktionsstörung der rechten Schulter unklarer Genese) und ein vorbestehendes 

lumbospondylogenes Schmerzsyndrom diagnostiziert. Aus Sicherheitsgründen sei das 

Führen eines Busses zum Personentransport im Moment wegen der eingeschränkten 

Kopfrotation zu unterlassen. Im Innendienst, bei körperlich leichter bis mittelschwerer 

wechselbelastender Tätigkeit, sei eine Arbeitsfähigkeit von 50% (des 50%igen 

Arbeitsverhältnisses) zumutbar. Ab 5. April 2004 sei der Einsatz in der Billettkontrolle im 

ursprünglichen Pensum mit reduzierter Leistung vorgesehen (UV act. 33).

b) Abklärungen bei der Arbeitgeberin vom 27. Mai 2004 ergaben, dass die Versicherte 

in den vier Monaten vor dem Unfall durchschnittlich zehn Stunden pro Woche als 

PubliCar-Fahrerin erwerbstätig gewesen war. Sie sei zu 50% IV-Rentnerin. Da sie zur 

Zeit nicht als Busfahrerin eingesetzt werden könne, arbeite sie seit 5. April 2004 als 

Billettkontrolleurin. In den letzten vier Wochen sei sie während insgesamt zwanzig 

Stunden eingesetzt worden. Eine andere Tätigkeit könne ihr zur Zeit nicht zugewiesen 

werden (UV act. 38). Am 29. Juli 2004 berichtete Dr. C.___, die Versicherte habe die 

Arbeit am 1. Juni 2004 mit einem Pensum von 90% (recte wohl 10%, vgl. IV act. 

91-1/26) wieder aufgenommen. Da die Arbeit als Billettkontrolleurin im fahrenden Bus 

sehr ungünstig sei, sei sie zur Abklärung von beruflichen Massnahmen bei der 

Invalidenversicherung angemeldet worden. Am 21. September 2004 fand erneut eine 

kreisärztliche Untersuchung statt. Kreisarzt Dr. med. G.___ empfahl, eine 

Bestandesaufnahme und Therapieempfehlungen bei Dr. med. H.___ anzufordern. Es 

seien nochmals Physiotherapien anzuordnen. Angaben zur Arbeitsfähigkeit könnten 

wegen des variablen Arbeitspensums der Versicherten nicht gemacht werden (UV act. 

58). Da Dr. H.___ vorübergehend nicht praktizierte, wurde Dr. med. I.___, Facharzt für 

Neurologie und Psychiatrie zur Bestandesaufnahme und zu Therapievorschlägen 

aufgefordert. Dr. I.___ konnte nach eingehender Untersuchung der Versicherten aus 

neurologischer Sicht keine Therapieempfehlung abgeben. Es bestehe kein Hinweis auf 

eine Verletzung des Gehirns, des Myelons oder der spinalen Wurzeln. Die 

Hyposensibilität des Hemithorax rechts inklusive Gesicht und rechter Arm stehe 

wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem länger dauernden Schmerzsyndrom und 

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sei unspezifischer Genese (UV act. 75). Am 8. Oktober 2004 erstattete die 

Arbeitsgruppe für Unfallmechanik eine biomechanische Kurzbeurteilung. Die 

Sachverständigen errechneten aufgrund der technischen Triage und der medizinischen 

Unterlagen eine durch die Kollision bedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-V) des 

von der Beschwerdeführerin gesteuerten Mercedes 208D Kleinbusses unterhalb des 

Bereichs von 20 - 30 km/h. Der Harmlosigkeitsbereich für nicht unerhebliche HWS-

Beschwerden nach frontalen Kollisionen liege im Normalfall bei Verwendung von 

Sicherheitsgurten in einem Bereich der kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung 

des verzögerten Fahrzeugs (Delta-V) bei 20 - 30 km/h, bezogen jeweils auf den 

maximalen Wert des unfallanalytischen, für den spezifischen Fall ermittelten Delta-V-

Wertes. Vorliegend seien an biomechanisch relevanten Besonderheiten die 

festgestellten degenerativen Veränderungen an der HWS und der Umstand zu 

berücksichtigen, dass die Versicherte nicht angeschnallt gewesen sei. Es liege somit in 

zweifachem Sinn eine Abweichung vom Normalfall vor. Daraus ergebe sich, dass die 

anschliessend an das Ereignis bei der Versicherten festgestellten Beschwerden und 

Befunde durch die Kolli¬sionseinwirkung im Normalfall nicht erklärbar seien. Eher 

erklärbar würden sie durch die genannten Abweichungen vom Normalfall. Die 

Spezialisten gaben weiter zu bedenken, dass die Geschwindigkeitsschätzungen der 

Unfallbeteiligten einerseits kaum je zutreffen und anderseits bezüglich der Heftigkeit 

der Kollision nichts aussagen würden, da geschwindigkeitsbezogen allein die 

kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-V) für die Kollisionsheftigkeit 

massgebend sei. Diese könne unter Einbezug weiterer technischer Kriterien nur von 

einem technischen Sachverständigen ermittelt werden (UV act. 65).

c) Kreisarzt Dr. G.___ berichtete am 3. März 2005 hinsichtlich des Befunds an der HWS 

von einer unveränderten Situation. Die geklagte Verschlechterung der Schulterfunktion 

rechts lasse sich anhand der MRI-Untersuchung nicht interpretieren (UV act. 83). Die 

ambulante Beurteilung durch Dr. med. J.___, Spezialarzt für Orthopädie/orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates vom 26. März 2005 und das 

von ihm am 13. April 2005 veranlasste Arthro-MRI der rechten Schulter ergaben 

letztlich ungeklärte Schulterbeschwerden rechts bei magnetresonanztomographisch 

leichter Supraspinatussehnen-Tendinopathie und höchstens fraglicher SLAP-Läsion 

(Riss der Knorpellippe am Oberrand der Schulterpfanne) sowie eine unklare und 

inkonstante HWS-Bewegungseinschränkung. Dr. J.___ hielt sowohl von Seiten der 

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rechten Schulter als auch der HWS die Wiederaufnahme der Tätigkeit als Chauffeuse 

eines Kleinbusses unter medikamentöser Unterstützung als zumutbar (Bericht vom 2. 

April 2005, UV act. 94). Kreisarzt Dr. G.___ beschrieb nach Vorlage des am 24. August 

2001 angefertigten MRI der HWS den aktuellen Befund als krankheitsbedingte 

Progredienz der bereits im Jahr 2001 beschriebenen Degenerationen. Das Arthro-MRI 

dokumentiere eine leichte Tendinopathie der Supraspinatussehne. Daraus sei der 

Schluss zu ziehen, dass der Unfall vom 17. April 2003 weder an der rechten Schulter 

noch an der HWS strukturelle Veränderungen verursacht habe (Bericht vom 25. August 

2005, UV act. 113).

B.- Mit Verfügung vom 30. August 2005 stellte die Suva die Versicherungsleistungen 

auf den 30. September 2005 ein. Der Unfall vom 17. April 2003 hinterlasse aus 

medizinischer Sicht keine Folgen, welche die Erwerbsfähigkeit der Versicherten 

messbar beeinträchtigen würden. Auch eine unfallbedingte bleibende Schädigung der 

körperlichen oder geistigen Integrität sei nicht vorhanden. Mit Entscheid vom 20. 

Januar 2006 wies die Suva die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache ab.

C.- Mit Beschwerde vom 24. April 2006 lässt B.___, vertreten durch Rechtsanwalt 

Manfred Dähler, St. Gallen, die Ausrichtung von Unfallversicherungsleistungen gestützt 

auf eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit beantragen. Entgegen der Behauptung der 

Beschwerdegegnerin seien aufgrund der vorhandenen medizinischen Berichte des 

Spitals A.___ und der Klinik für Neurologie am Kantonsspital K.___ sowie der 

behandelnden Ärzte seit dem Unfalltag mehrere Elemente des so genannten typischen 

Beschwerdebildes nach Halswirbelschleudertrauma im Sinn von BGE 117 V 367 

vorhanden. Demnach sei die Leistungspflicht unabhängig davon zu bejahen, ob im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung ein organisches Korrelat festgestellt werden könne 

oder nicht. Die Ärzte würden das Vorliegen des typischen Beschwerdebildes nicht 

verneinen. Solches habe einzig der weisungsgebundene, bei der Suva angestellte 

Kreisarzt behauptet. Auch die Gutachter der MEDAS hätten im Gutachten vom 2. März 

2006 die Auffassung der anstaltsunabhängigen Ärzte bestätigt und sich einzig zur 

Beurteilung des Kreisarztes in Widerspruch gestellt. Das neurologische Teilgutachten 

der MEDAS zeige auf, dass die Kopfschmerzen auf das Unfallereignis zurückzuführen 

seien. Im orthopädischen Teilgutachten werde als Diagnose mit Einfluss auf die 

Arbeits- und Leistungsfähigkeit ein Status nach Beschleunigungsverletzung der HWS 

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vom 17. April 2003 mit persistierenden schmerzhaften Fehlanspannungen der 

posterioren Nackenmuskulatur erwähnt. Für den Zeitraum der noch anhaltenden 

Beschwerdesituation werde von den Gutachtern eine unfallkausale Arbeitsunfähigkeit 

von 100% attestiert. Bei angepasster beruflicher Tätigkeit sei zwar mit einer 

erheblichen Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen, prognostisch sei jedoch 

eine Invalidität von 50% zu befürchten. Die Suva habe bis zu beruflichen Massnahmen 

Taggelder für eine Arbeitsunfähigkeit von 100% zu erbringen. Die Beschwerdeführerin 

sei durch einen unschuldig erlittenen Verkehrsunfall im angestammten Beruf bleibend 

arbeitsunfähig geworden. Aus Sicherheitsgründen dürfe sie nicht mehr mit 

Transportern fahren. Dies habe die Suva übersehen. Mit ihrer Haltung verlange die 

Suva faktisch, dass die Beschwerdeführerin unzulässige Risiken für die Sicherheit 

anderer in Kauf nehme, indem sie entgegen ärztlicher Einschätzung 

Personentransporte ausführe. Dies erscheine rechtlich unzweckmässig und ethisch 

fragwürdig.

D.- Mit Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2006 beantragt die Suva Abweisung der 

Beschwerde. Die von der Beschwerdeführerin nach dem Verkehrsunfall geklagten 

Schmerzen im Bereich der HWS hätten trotz mehrfacher eingehender medizinischer 

Untersuchungen nie auf ein organisches Substrat zurückgeführt werden können. Dies 

gelte insbesondere auch für das Gutachten der MEDAS vom 2. März 2006. Blosser 

Muskelhartspann oder Bewegungseinschränkungen seien nach der Rechtsprechung 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; ab 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts) nicht als organisches Substrat zu verstehen. Gemäss 

neuerer Rechtsprechung des EVG sei von einem Schleudertrauma oder einer 

äquivalenten Verletzung nur dann auszugehen, wenn das gesamte typische 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden in den ersten 72 Stunden nach 

dem Unfall aufgetreten sei. Gemäss Bericht der erstbehandelnden Ärzte des Spitals 

A.___ habe die Beschwerdeführerin lediglich unter Schmerzen im Bereich der HWS mit 

Kribbeln in den Händen gelitten. Erst drei Monate später habe sie Kopfschmerzen, 

Übelkeit und eine Blockade im Nacken geltend gemacht. Von einem typischen bunten 

Beschwerdebild eines Schleudertraumas sei nach dem Unfall und in den ersten 72 

Stunden danach nicht die Rede gewesen. Es würden somit keine Folgen eines 

Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung vorliegen, womit es an der 

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natürlichen Kausalität fehle. Ohne psychiatrische Diagnose sei auch keine 

Adäquanzprüfung durchzuführen.

E.- Die Beschwerdeführerin beantragte, anstelle eines zweiten Schriftenwechsels eine 

mündliche Verhandlung durchzuführen. Nachdem die Suva den Verzicht auf Teilnahme 

an einer Verhandlung erklärte, liess die Beschwerdeführerin diesen Antrag wieder 

fallen. Zu einer Eingabe der Suva vom 30. August 2006 nahm sie nicht Stellung.

F.- Auf die vom Gericht angebotene Möglichkeit, Einsicht in die im Verfahren 

beigezogenen Akten der Invalidenversicherung zu nehmen, haben beide Parteien 

verzichtet.

II.

1.- a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung (UVG, SR 832.20) setzt zunächst voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Dabei genügt es, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat und mithin eine Teilursache der 

gesundheitlichen Störung darstellt. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und 

einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine 

Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der 

diesen Instanzen obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu befinden haben. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 

1b, je mit Hinweisen). Weiter muss ein adäquater Kausalzusammenhang vorhanden 

sein. Die adäquate Kausalität dient der rechtlichen Eingrenzung der sich aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers (BGE 

127 V 102 Erw. 5b/aa mit Hinweisen). Auch bei Schleudermechanismen der 

Halswirbelsäule oder äquivalenten Verletzungen bilden zuallererst die medizinischen 

Fakten wie die fachärztlichen Erhebungen über Anamnese, objektiven Befund, 

Diagnose, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren, Vorzustand usw. die 

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massgeblichen Grundlagen für die Kausalitätsbeurteilung durch Verwaltung und 

Gericht. Das Vorliegen eines Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung wie 

seine Folgen müssen somit durch zuverlässige ärztliche Angaben gesichert sein (BGE 

119 V 340 Erw. 2b/aa).

b) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall 

verschlimmerten oder überhaupt manifest gewordenen krankhaften Vorzustand entfällt 

erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo 

ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte 

(status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b mit Hinweisen). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das 

Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich um 

eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der 

Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - 

nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 

363 S. 46 Erw. 2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für unfallfremde 

Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, 

ob es Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen 

sind, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal 

bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob 

unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren 

haben, also dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b). Ebenso wenig 

geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei (Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i.S. Z. vom 18. 

Dezember 2003, U 258/02 und i.S. O. vom 31. August 2001, U 285/00).

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c) Die Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine 

gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie 

nach diesem aufgetreten ist, kann nicht als Beweis betrachtet werden und erlaubt 

nicht, einen natürlichen Kausalzusammenhang mit der im Unfallversicherungsrecht 

geforderten überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (BGE 119 V 340 Erw. 2b/

bb).

2.- Im vorliegenden Fall ist streitig, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen für die 

Folgen des Unfalls vom 17. April 2003 zu Recht per 30. September 2005 eingestellt 

hat. Während die Beschwerdeführerin die Schmerzsymptomatik im Bereich der HWS 

mit Bewegungseinschränkung, Kopfschmerzen, Ausstrahlung in den rechten Arm und 

die damit zusammenhängende Arbeitsunfähigkeit nach wie vor auf den Unfall 

zurückführt, geht die Beschwerdegegnerin aufgrund der vorhandenen medizinischen 

Beurteilungen mangels organischer Unfallrestfolgen ab 1. Oktober 2005 vom Fehlen 

eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den geklagten 

Beschwerden aus.

3.- a) Die Beschwerdeführerin macht in erster Linie geltend, auf die kreisärztlichen 

Beurteilungen könne nicht abgestellt werden. Sie seien nicht von unabhängigen Ärzten 

erstellt worden und würden den übrigen ärztlichen Berichten, insbesondere dem 

Gutachten der MEDAS widersprechen. Dieser Auffassung ist nicht beizupflichten. Da 

die Suva in beweisrechtlicher Hinsicht ein zur Objektivität verpflichtetes 

gesetzesvollziehendes Organ ist, kann den Berichten und Gutachten 

versicherungsinterner Ärzte Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 

einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 

mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer 

Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als 

begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 

Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit 

allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 353 f. Erw. 3b/ee). Zwar 

erscheint die Beurteilung des Kreisarztes, der zuerst eine HWS-Distorsion 

diagnostizierte (UV act. 58) und die Bewegungseinschränkungen später auf 

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degenerative strukturelle Defizite zurückführte (UV 113) wenig konsistent. Insbesondere 

angesichts der fachärztlichen Berichte von Dr. J.___ vom 2. April 2005 und Dr. I.___ 

vom 29. November 2004 sowie des Austrittsberichts der Rehaklinik F.___ vom 1. April 

2004 fehlt es indessen nicht an weiteren, nach persönlichen Untersuchungen 

abgegebenen und im Wesentlichen mit den kreisärztlichen Schlussfolgerungen 

übereinstimmenden ärztlichen Beurteilungen. So konnte auch nach dem vierwöchigen 

Aufenthalt in der Rehaklink F.___ mit verschiedenen medizinischen Untersuchungen für 

die gezeigte Abschwächung der Handkraft rechts, die schwächebedingten 

Schwierigkeiten, den rechten Arm über die Horizontale zu heben, und die 

Schmerzproblematik keine überzeugende medizinische Erklärung gefunden werden. Es 

wurde nochmals bestätigt, dass keine neurologischen Störungen vorlägen. Ein Problem 

der Rotatorenmanschette sei anhand von bildgebenden Verfahren ausgeschlossen 

worden. Im zusätzlich zu den bereits vorhandenen kernspintomographischen Befunden 

der HWS angefertigten Plexus-MRI fanden sich bis auf eine kleinvolumige Diskushernie 

C5/6 mediorechtslateral ohne Nervenkompression keine Pathologien, insbesondere 

konnte eine Läsion des Plexus brachialis ausgeschlossen werden. Es blieb unklar, 

weshalb die Beschwerdeführerin den Hals kaum bewegen kann. Auch für die als 

schmerzhaft bezeichnete Funktionsstörung der rechten Schulter fand sich radiologisch 

kein Korrelat für eine subakrominale Enge. Eine neuerlich durchgeführte MRI 

Untersuchung zeigte keine Zysten im Bereich des Tuberculum majus, aber eine leichte 

Verfettung des Humeruskopfs bei intakter Rotatorenmanschette und Kapsel. Wegen 

der medizinisch nicht begründbaren erheblichen Einschränkung bei der Rotation der 

HWS, wurde der Beschwerdeführerin das Führen eines Busses zum Personentransport 

untersagt. Damit steht fest, dass die Ärzte der Rehaklinik F.___ keine organischen 

Schädigungen nachweisen konnten. Dass sie, obwohl die Ursache der bestehenden 

Bewegungseinschränkung unklar blieb, die Beschwerdeführerin als fahruntüchtig für 

den Personentransport bezeichneten, erscheint als reine Vorsichtsmassnahme und hat 

mit dem objektivierbaren Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nichts zu tun.

b) Hinsichtlich des Nachweises von organischen Schädigungen geht auch aus dem 

Gutachten der MEDAS vom 2. März 2006 nichts anderes hervor. Krankheitswertige 

psychische oder neurologische Störungen konnten aufgrund spezialärztlicher 

Abklärungen ausgeschlossen werden. Die leichte Hypästhesie an der lateralen 

Streckseite des rechten Unterarms sowie den Fingern 4 und 5 mit leicht verdickt 

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tastbarem Nervus ulnaris im Sulcus rechts wurde aus neurologischer Sicht als nicht 

leistungseinschränkend und nicht unfallbedingt bezeichnet. Der Neurologe führte einzig 

den unspezifischen Kopfschmerz auf den Unfall zurück. Aus orthopädischer Sicht wird 

neben der ausführlichen Umschreibung der feststellbaren Symptome in Rücken und 

Nacken mit Ausschluss nervaler Läsionen zwar von einer Schädigung der posterioren 

Nackenmuskulatur ausgegangen und diese - unter Abwägung aller Umstände - als 

Folge des Unfalls vom 17. April 2003 bezeichnet. Konkrete, die beschriebenen 

Krankheitszeichen erklärende pathologische Ursachen konnten die Ärzte aber weder 

palpatorisch noch auf Grund radiologischer Untersuchungen erheben. Insbesondere 

werden die in den rechten Arm ausstrahlenden Hyp- und Dysästhesien entgegen der 

Beurteilung des Neurologen aus orthopädischer Sicht dem Unfallereignis zugeordnet. 

Der im MRI dokumentierte kleine Bandscheibenvorfall C5/6 wird als klinisch absolut 

stumm beschrieben und die Missempfindungen im Bereich der Finger der rechten 

Hand als vorbestehendes Leiden bezeichnet und in Verbindung zur Carpaltunnel-

Operation gebracht. Aufgrund der vom Orthopäden beschriebenen 

Beschwerdesituation wird die Tätigkeit als Chauffeuse als unzumutbar und die 

Arbeitsfähigkeit an einem angepassten Arbeitsplatz als um 50% eingeschränkt 

bezeichnet. Bei dieser Einschätzung ging der orthopädische Facharzt fälschlicherweise 

davon aus, dass bei der mitgeteilten und geschätzten Auffahrgeschwindigkeit von 50 

km/h auf Seiten der Beschwerdeführerin und von 70 km/h auf Seiten des 

Unfallverursachers nicht unerhebliche traumatisierend einwirkende 

Beschleunigungskräften auf die Halswirbelsäule und insbesondere die posteriore 

Nackenmuskulatur einschliesslich dem passiven Halteapparat vorgelegen hätten. 

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass aktuell leider kein unfallanalytisches Gutachten 

verfügbar sei (Orthopädisches MEDAS-Teilgutachten vom 17. Februar 2006, S. 7). Von 

der biomechanischen Kurzbeurteilung vom 8. Oktober 2004, in welcher eine 

massgebliche Geschwindigkeitsänderung unterhalb des seitens der Biomechanik für 

Frontalkollisionen angenommenen Harmlosigkeitsbereichs von 20 - 30 km/h 

festgestellt worden war, hatte er bei der Begutachtung offensichtlich keine Kenntnis. 

Indem er von den Auffahrgeschwindigkeiten der beteiligten Fahrzeuge ausging, hat er 

dem Unfall bedeutend höhere zerstörerische Kräfte unterstellt als dies aufgrund der 

Berechnung der technischen Sachverständigen tatsächlich der Fall war. Seine 

Beurteilung vermag daher diesbezüglich nicht zu überzeugen. Ob er bei Kenntnis der 

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massgeblichen Belastungswerte zu den gleichen Schlussfolgerungen gelangt wäre, 

erscheint unwahrscheinlich.

c) Aufgrund der vorhandenen umfassenden medizinischen Beurteilungen verschiedener 

Fachärzte ergibt sich somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, dass spätestens zur 

Zeit der Leistungseinstellung keine organischen Unfallfolgen mehr nachweisbar waren. 

Dies lässt gleichzeitig die Schlussfolgerung zu, dass auch hinsichtlich der 

Schulterbeschwerden nach dem Unfall keine leistungseinschränkenden Unfallfolgen 

mehr vorhanden sind, für welche die Beschwerdegegnerin Leistungen zu erbringen hat.

4.- a) Allerdings kann eine Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem 

Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung auch ohne organisch 

nachweisbare Schädigung gegeben sein. Nach den Ergebnissen der medizinischen 

Forschung ist bekannt, dass auch ohne nachweisbare pathologische Befunde noch 

Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedener Art auftreten können. Der 

Umstand, dass die für ein Schleudertrauma typischen Beschwerden in manchen Fällen 

mit den heute verwendeten bildgebenden Untersuchungsmethoden nicht objektivierbar 

sind, darf nach der Rechtsprechung (BGE 117 V 363 Erw. 5d/aa) nicht dazu verleiten, 

sie als rein "subjektive" Beschwerden zu qualifizieren und damit deren Relevanz für die 

Unfallversicherung in Abrede zu stellen. Gemäss fachärztlichen Publikationen bestehen 

nämlich Anhaltspunkte dafür, dass der Unfallmechanismus bei einem Schleudertrauma 

der HWS zu Mikroverletzungen führt, die für das bunte Beschwerdebild mit 

Wahrscheinlichkeit ursächlich oder zumindest im Sinn einer Teilursache 

mitverantwortlich sind. Auch diesfalls ist aber für die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers unerlässlich, dass die geklagten Beschwerden medizinisch einer 

fassbaren gesundheitlichen Beeinträchtigung zugeschrieben werden können und diese 

Gesundheitsschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen 

Zusammenhang mit dem versicherten Unfallereignis steht (BGE 119 V 340 Erw. 2b/bb).

b) Unmittelbar nach dem Unfall litt die Beschwerdeführerin an Druckschmerz im 

Bereich der HWS sowie an einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung und 

Druckschmerz an der paravertebralen Nackenmuskulatur beidseitig, an Druckschmerz 

der rechten Schulter, jedoch bei freier Beweglichkeit in allen Ebenen, an Hypästhesie 

entsprechend C7/C8 rechts und an einer leichten Druckdolenz im Bereich der 

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Lendenwirbelsäule. Zudem klagte sie beim Austritt aus der Klink über Visusstörungen 

(UV act. 2). Demgegenüber berichtete sie im Erhebungsblatt vom 17. Juli 2003 von 

sofort nach dem Unfall auftretenden starken Kopfschmerzen im ganzen Kopf, Übelkeit 

und einer Blockierung der Nackenbeweglichkeit (UV act. 9). Noch am 13. Juni 2003 

hatte Dr. C.___ von deutlich nachlassenden, aber noch nicht verschwundenen 

Beschwerden im Sinn einer eingeschränkten HWS-Beweglichkeit und ausgeprägt 

verspannter paravertebraler Muskulatur mit Druckdolenz berichtet (UV act. 7). Die von 

der Beschwerdeführerin erstmals im Juli 2003 und auch aktuell wieder geklagten 

starken Kopfschmerzen erwähnten weder die erstbehandelnden Ärzte noch Dr. C.___. 

Ob solche von Anfang an vorhanden waren, ist indessen unwesentlich, denn auch mit 

ihnen fehlt es am Nachweis einer Häufung von für die Annahme eines 

Schleudertraumas der HWS oder einer äquivalenten Verletzung der HWS typischen, 

innert der Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall aufgetretenen 

Beschwerden (wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen, 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung; BGE 117 V 360 Erw. 4b; vgl. BGE 119 

V 338 Erw. 2; RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 Erw. 5e). Im Zusammenhang mit den 

geklagten Kopfschmerzen ist zudem beachtlich, dass die Beschwerdeführerin bereits 

im Jahr 2001 an Schmerzausstrahlungen in den Kopf litt, welche Kopfschmerzen 

bewirkten, die sie bei der Hausarbeit einschränkten (IV act. 70). Sodann wurde am 24. 

August 2001 wegen eines cervicoradiculären Syndroms mit wechselnder 

Hyposensibilität der rechten Hand und radiologisch festgestellter Chondrose C3/4 und 

C4/5 eine Magnetresonanzuntersuchung der HWS durchgeführt (UV act. 110). Daraus 

ergaben sich vorbestehende degenerative und krankhafte Befunde ohne 

Unfalleinwirkung.

5.- Aufgrund der von verschiedenen Fachärzten nach umfassenden bildgebenden und 

persönlichen Untersuchungen übereinstimmend erhobenen Befunde ist somit mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr von einer durch den Unfall verursachten 

dauernden Gesundheitsschädigung auszugehen. Zwar mag eine HWS-Distorsion direkt 

nach dem Unfall diagnostiziert worden sein. Unter Berücksichtigung des Unfallverlaufs 

erscheint es allerdings fraglich, ob ein Schleudertrauma oder eine äquivalente 

Verletzung überhaupt vorgelegen hat. Aber selbst wenn eine solche vorhanden 

gewesen wäre, ist festzustellen, dass die dafür typischen Beschwerden innerhalb der 

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Karenzfrist von 72 Stunden nicht in der notwendigen Breite eingetreten sind. 

Angesichts dieser Grundlagen ist im rechtlichen Sinn nicht von einem Schleudertrauma 

bzw. einer äquivalenten Verletzung auszugehen. Nachdem auch keine psychische 

Störung vorliegt (vgl. psychiatrisches MEDAS-Zusatzgutachten vom 10. November 

2005), kann eine Adäquanzprüfung unterbleiben. Vielmehr kann als ausgewiesen 

gelten, dass das Ereignis bloss im Sinn eines auslösenden Faktors ursächlich für die 

danach auftretenden Schmerzen war und der krankhafte Vorzustand lediglich 

vorübergehend verschlimmert wurde. Der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt 

ist umfassend abgeklärt worden. Von weiteren ärztlichen Untersuchungen können 

keine neuen medizinischen Erkenntnisse zur Kausalität erwartet werden. Auf 

medizinische Beweisergänzungen ist daher zu verzichten (antizipierte 

Beweiswürdigung, BGE 124 V 94 Erw. 4b). Da die Beschwerdeführerin an keinen 

unfallkausalen behandlungsbedürftigen Beschwerden mehr leidet, welche die 

Arbeitsfähigkeit in erheblichem Ausmass beeinträchtigen, hat die Beschwerdegegnerin 

ihre Leistungen zu Recht per 30. September 2005 eingestellt.

6.- Die Beschwerde ist abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a 

ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.02.2007
	Art. 18 ff. UVG; Art. 19 Abs. 1 UVG: HWS-Distorsion nach Frontalkollision, ohne Nachweis organischer Befunde, ohne psychiatrische Störung; Prüfung natürlicher Kausalzusammenhang, Wegfall unfallbedingter Leistungseinschränkungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Februar 2007, UV 2006/29)

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