# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3600ea5-1117-5a99-854b-78b7160712f6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.11.2011 C-7294/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7294-2008_2011-11-23.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung III
C­7294/2008

U r t e i l   v om   2 3 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz),
Richterin Elena Avenati­Carpani, Richter Jean­Daniel Dubey,   
Gerichtsschreiber Daniel Grimm.

Parteien A._______,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Judith Müller,
Aabachstrasse 4, Postfach 4435, 6304 Zug,
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Verweigerung der Zustimmung zur Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung.

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Sachverhalt:

A. 
Die  Beschwerdeführerin  (geb.  […]),  eine  mazedonische 
Staatsangehörige,  heiratete  am  16.  Juni  2004  in  ihrem Heimatland  den 
Schweizer Bürger B._______ (geb. […]) und reiste am 1. August 2004 in 
die  Schweiz  ein.  Gestützt  auf  die  Bestimmungen  über  den 
Familiennachzug  erhielt  sie  vom Wohnkanton St. Gallen  daraufhin  eine 
Aufenthaltsbewilligung.

Am  6.  Februar  2005  verliess  die  Beschwerdeführerin  ihren  Gatten, 
welchen  sie  der  ehelichen  Gewalt  bezichtigte,  und  zog  vorübergehend 
nach D._______/SZ  zu  einer  Bekannten.  Für  deren  betagte Mutter  war 
sie dort, bis im Frühjahr 2008, als Hausangestellte tätig. Die Vorfälle, die 
sich  laut  ihrer  Darstellung  während  des  ehelichen  Zusammenlebens 
zutrugen, wurden der Kantonspolizei St. Gallen gemeldet. Als Folge der 
ehelichen  Auseinandersetzungen  befand  sich  die  Betroffene  eine  Zeit 
lang in ärztlicher und psychiatrischer Behandlung.

Kurz  nach  der  Trennung  gelangte  der  Ehegatte  am  9.  März  2005  mit 
einer Klage auf Ungültigkeit der Ehe an das Vermittleramt E._______/SG. 
Die  Beschwerdeführerin  ihrerseits  stellte  durch  ihren  damaligen 
Rechtsvertreter beim Kreisgericht F._______ in G._______ am 10. März 
2005 ein Eheschutzbegehren. Am 12. April 2005 erliess das zuständige 
Zivilgericht entsprechende Eheschutzmassnahmen. Zur Wiederaufnahme 
der Haushaltsgemeinschaft kam es nicht mehr.

B. 
Am 18. Mai  2006  lehnte  das Ausländeramt  des Kantons St. Gallen  ein 
Gesuch  der  Beschwerdeführerin  um  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  ab  und  forderte  sie  auf,  das  Land  bis  zum  16. 
August  2006  zu  verlassen.  Auf  Rekurs  hin  erklärte  sich  die  kantonale 
Migrationsbehörde  am  22.  November  2006  bereit,  ihre  Verfügung  vom 
18.  Mai  2006  wiedererwägungsweise  aufzuheben  und  besagte 
Aufenthaltsbewilligung zu verlängern.

Mittels Schreiben vom 5. April 2007 signalisierte die Fremdenpolizei des 
Kantons  Schwyz  (heute:  Amt  für  Migration),  mit  der  definitiven 
Wohnsitznahme  der  Beschwerdeführerin  auf  ihrem  Kantonsgebiet 
einverstanden zu sein und hiess ihr Gesuch um Kantonswechsel gut.

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Die Ehe  der  Beschwerdeführerin wurde  vom Kreisgericht  F._______am 
11. Juni 2007 (in Rechtskraft seit 13. Juli 2007) geschieden.

C. 
Am  10.  Juli  2008  unterbreitete  die  Migrationsbehörde  des  Kantons 
Schwyz  der  Vorinstanz  ein  Gesuch  um  Zustimmung  zur  weiteren 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  nach  Auflösung  der  ehelichen 
Gemeinschaft.

Das  BFM  teilte  der  Beschwerdeführerin  am  23.  Juli  2008  mit,  dass 
erwogen  werde,  die  Zustimmung  zur  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  zu  verweigern,  und  räumte  ihr  Gelegenheit  zur 
Stellungnahme  ein.  Der  frühere  Parteivertreter  machte  vom 
Äusserungsrecht am 13. August 2008 Gebrauch.

D. 
Mit  Verfügung  vom  14.  Oktober  2008  verweigerte  die  Vorinstanz  die 
Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  und  wies  die 
Beschwerdeführerin  unter  Ansetzung  einer  Ausreisefrist  bis  zum  13. 
Januar 2009 aus der Schweiz weg. Dabei führte sie im Wesentlichen aus, 
im  vorliegenden Fall müsse  davon  ausgegangen werden,  dass  die Ehe 
vor Ablauf der in Art. 50 des Ausländergesetzes vom 16. Dezember 2005 
(AuG,  SR  142.20)  genannten  Dreijahresfrist  definitiv  gescheitert  sei, 
weshalb  die Voraussetzungen  für  einen Anspruch  im Sinne  von Art.  50 
Abs.  1  Bst.  a  AuG  nicht  erfüllt  seien.  Die  Nichtverlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung würde für die Betroffene sodann keine besondere 
Härte darstellen. Dagegen sprächen nur schon die rasche Auflösung des 
gemeinsamen Haushalts nach rund sechs Monaten, die generell zu kurze 
Aufenthaltsdauer  in  der  Schweiz  und  der  Umstand,  dass  die  Ehe 
kinderlos  geblieben  sei.  Zwar  sei  die  Beschwerdeführerin  hierzulande 
beruflich,  sprachlich  und  sozial  gut  integriert,  wesentliche  ihrer 
Integrationsbemühungen  fielen  aber  in  einen  Zeitraum,  in  welchem  die 
Ehe  bereits  gescheitert  und  der  Aufenthaltsanspruch  weggefallen  sei. 
Solchen Bestrebungen komme deshalb kein entscheidendes Gewicht zu. 
Abgesehen  davon  sei  sie  erst  im  Alter  von  36  Jahren  in  die  Schweiz 
gereist. Sie habe somit den weitaus grössten und prägendsten Teil ihres 
Lebens  in  ihrem Heimatland verbracht, wo auch  ihre zwei erwachsenen 
Kinder  lebten,  weshalb  sie  dort  auf  ein  tragfähiges  Beziehungsnetz 
zurückgreifen  könne.  Die  geltend  gemachte  eheliche  Gewalt  stelle 
grundsätzlich  einen  besonderen Grund  dar,  welcher  zu  berücksichtigen 
sei. Durch die sehr kurze Dauer des ehelichen Zusammenlebens werde 

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dies allerdings relativiert. Von daher rechtfertige sich bei der Prüfung der 
Härtefallvoraussetzungen  ein  vergleichsweise  strenger 
Beurteilungsmassstab. Zu erwähnen gelte es der Vollständigkeit  halber, 
dass die eheliche Gewalt nicht zur Anzeige gebracht worden sei. Art. 50 
Abs.  2  AuG  verlange  ausser  dem  Vorhandensein  ehelicher  Gewalt 
gleichzeitig eine starke Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im 
Herkunftsland.  Dieses  Erfordernis  sei  im  Falle  der  Beschwerdeführerin 
nicht gegeben. Unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit könne von ihr 
verlangt  werden,  den  Lebensmittelpunkt  wiederum  in  ihr  Heimatland  zu 
verlegen.  Schliesslich  erweise  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  als 
zulässig, zumutbar und möglich.

E. 
Mit  Beschwerde  vom  17.  November  2008  an  das 
Bundesverwaltungsgericht  beantragt  die  Beschwerdeführerin  durch  die 
jetzige  Rechtsvertreterin  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung 
sowie  die  Erteilung  der  Zustimmung  zur  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung.  Sie  bringt  hauptsächlich  vor,  zivilrechtlich  habe 
die  Ehe mehr  als  drei  Jahre  gedauert  und  sie  sei  nicht  vor  Ablauf  der 
Dreijahresfrist  gemäss  Art.  50  Abs.  1  AuG  definitiv  gescheitert.  Die 
Gründe,  welche  zur  Scheidung  geführt  hätten,  könnten  nicht  der 
Beschwerdeführerin angelastet werden. Vielmehr sei sie Opfer häuslicher 
Gewalt  geworden  und  habe  den  gemeinsamen  Haushalt  fluchtartig 
verlassen müssen. In den Jahren 2005 und 2006 habe sie ärztliche bzw. 
psychiatrische Hilfe  in Anspruch  genommen,  um die  damalige Situation 
und  die  Übergriffe  des  Ehegatten  verarbeiten  zu  können.  Seit  der 
Auflösung  des  gemeinsamen  Haushalts  und  auch  der  Scheidung  habe 
die Beschwerdeführerin alles unternommen, um selbstverantwortlich und 
finanziell  unabhängig  leben  zu  können.  Parallel  zu  ihrer  Tätigkeit  als 
Haushaltsgehilfin  habe  sie  sich  beinahe  im  Alleingang  beruflich 
weiterentwickelt.  Seit  Januar  2008  arbeite  sie  als Dolmetscherin  für  die 
Caritas.  Sie  spreche  neben  mazedonisch  und  deutsch  auch  kroatisch, 
serbisch  und  bulgarisch.  Dadurch  zeichne  sie  sich  als  Fachkraft  für 
interkulturelle Übersetzungs­ und Dolmetscherarbeiten für öffentliche und 
private  Institutionen  aus.  Ihre  beruflichen  Chancen  als  mehrsprachige 
Übersetzerin  zeigten  Motivation  und  Integrationsgrad  auf  eindrückliche 
Weise.  Dass  sie  in  der  Schweiz  keine  Familienangehörigen  habe, 
bedeute keineswegs, dass sie nicht  integriert sei.  Im Gegenteil habe sie 
sich  hierzulande mittlerweile  einen  breiten  Freundeskreis  aufgebaut.  Ihr 
Engagement  in  Sachen  Integration  sei  überdurchschnittlich,  wobei  sie 
sich  bereits  vor  der  Scheidung  engagiert,  integriert  und  weitergebildet 

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habe.  Als  alleinstehende,  geschiedene  Frau  hätte  die 
Beschwerdeführerin  in Mazedonien  im Übrigen mit Diskriminierungen  in 
Beruf und Alltag zu rechnen. Die Zustimmungsverweigerung stellte für sie 
daher eine grosse persönliche Härte dar und sei unverhältnismässig.

Das  Rechtsmittel  ergänzte  die  Parteivertreterin  mit  einer  Reihe  von 
Beweismitteln,  namentlich  Zertifikaten  und  Diplomen  zur  beruflichen 
Weiterbildung,  Belegen  betreffend  das  Arbeitsverhältnis  mit  der  Caritas 
und einem Bericht eines Psychiaters vom 6. September 2006.

F. 
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  15.  Januar  2009  schliesst  die  Vorinstanz 
auf  Abweisung  der  Beschwerde.  Sie  betont,  die  von  der 
Beschwerdeführerin  während  ihres  Aufenthalts  in  der  Schweiz  im 
beruflichen  und  privaten  Umfeld  geknüpften  Bekanntschaften 
entsprächen  eher  einer  normalen  zeitlichen  Entwicklung  denn 
besonderen  Anstrengungen  zur  Integration  und  zeugten  demnach  nicht 
von  einem  speziell  gefestigten  Beziehungsnetz  oder  besonderen 
persönlichen Beziehungen zur Schweiz.

G. 
Replikweise  hält  die  Beschwerdeführerin  am  27.  März  2009  an  ihrem 
Rechtsmittel fest. Der Replik waren sechs weitere Beweismittel beigelegt 
(zwei  Arbeitsbestätigungen;  Zertifikat  "Interpret"  für  interkulturelles 
Übersetzen; Bestätigung des Schweizer Freundes vom 15. Februar 2009, 
dass  er  mit  der  Beschwerdeführerin  seit  längerer  Zeit  eine 
Liebesbeziehung unterhalte, etc.).

Mit Nachträgen vom 9. Juli 2009, 17. November 2009, 23. Februar 2010, 
24. März 2010, 22. April 2010, 4. November 2010 und 2. Dezember 2010 
reichte die Parteivertreterin zusätzliche Beweismittel ein  (worunter einen 
Anstellungsvertrag zwischen der Beschwerdeführerin und dem Hilfswerk 
der  Evangelischen  Kirchen  Schweiz  [HEKS]  und  Belege  für 
Dolmetschertätigkeiten bei Amtsstellen).

H. 
Am 11. November  2010  ordnete  das Bundesverwaltungsgericht  zwecks 
Aktualisierung  und  Ergänzung  des  Sachverhalts  einen  zweiten 
Schriftenwechsel an.

Mit  ergänzender  Vernehmlassung  vom  7.  Dezember  2010  hält  die 
Vorinstanz an ihrem Standpunkt fest.

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Die  Parteivertreterin  machte  hierzu  am  14.  Januar  2011  (unter 
Einreichung  weiterer  Unterlagen)  abschliessende  Bemerkungen. 
Sonstige  Ergänzungen  erfolgten  am  9.  Dezember  2010,  am  14.  April 
2011 (durch die Beschwerdeführerin selbst) sowie am 8. Juli 2011.

I. 
Der  weitere  Akteninhalt  –  einschliesslich  der  beigezogenen  Akten  des 
Ausländeramtes des Kantons St. Gallen und des Amtes für Migration des 
Kantons  Schwyz  –  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  Erwägungen 
Berücksichtigung finden.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  genannten  Ausnahmen  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  nach  Art.  5  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom 
20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), welche von einer der in Art. 33 
aufgeführten  Behörden  erlassen  wurden.  Darunter  fallen  Verfügungen 
des  BFM,  welche  sowohl  die  Zustimmung  zur  Erteilung  bzw. 
Verlängerung  einer  Aufenthaltsbewilligung  als  auch  die  Wegweisung 
betreffen.  Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  endgültig,  soweit 
nicht  die  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  an  das 
Bundesgericht  offen  steht  (vgl.  Art.  83  Bst.  c  Ziff.  2  und  4  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2.  Gemäss  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  nach  dem  VwVG,  soweit  das  Gesetz  nichts 
anderes bestimmt.  

1.3. Als  Adressatin  der  Verfügung  ist  die  Beschwerdeführerin  zu  deren 
Anfechtung  legitimiert  (Art.  48  Abs.  1  VwVG).  Auf  die  frist­  und 
formgerechte Beschwerde ist daher einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).

2. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  –  soweit  nicht  eine  kantonale 

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Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 
2011/1 E. 2 mit Hinweis).

3. 
3.1. Am 1. Januar 2008 traten die neuen gesetzlichen Bestimmungen des 
AuG und seine Ausführungsbestimmungen  in Kraft – unter anderem die 
Verordnung  vom  24. Oktober  2007  über  Zulassung,  Aufenthalt  und 
Erwerbstätigkeit  (VZAE,  SR  142.201).  In  Verfahren,  die  vor  diesem 
Zeitpunkt  anhängig  gemacht  wurden,  bleibt  nach  der 
übergangsrechtlichen  Ordnung  des  AuG  das  alte  materielle  Recht 
anwendbar, wobei es ohne Belang ist, ob das Verfahren auf Gesuch hin – 
so explizit Art. 126 Abs. 1 AuG – oder von Amtes wegen eröffnet wurde 
(vgl. BVGE 2008/1 E. 2).

3.2. Der  Beschwerdeführerin  ist  zwar  noch  unter  dem  Geltungsbereich 
des  Bundesgesetzes  vom  26. März  1931  über  Aufenthalt  und 
Niederlassung  der  Ausländer  (ANAG,  BS  1  121)  eine  erstmalige 
Aufenthaltsbewilligung  erteilt  worden,  da  sie  jedoch mit Gesuch  vom  7. 
Juli  2008  die  Verlängerung  dieser  Bewilligung  beantragt  hat,  gelangt 
vorliegend neues Recht zur Anwendung.

3.3. Gemäss Art. 40 AuG sind die Kantone zuständig für die Erteilung und 
Verlängerung  von  Bewilligungen.  Vorbehalten  bleibt  jedoch  die 
Zustimmung durch das BFM. Dessen Zustimmungserfordernis ergibt sich 
im vorliegenden Fall aus Art. 99 AuG i.V.m. Art. 85 Abs. 1 Bst. a VZAE. 
Letztgenannte Bestimmung wird präzisiert durch die Weisungen des BFM 
im  Ausländerbereich  in  der  Fassung  vom  30.  September  2011  (online 
abrufbar  unter:  www.bfm.admin.ch  >  Dokumentation  >  Rechtliche 
Grundlagen > Weisungen und Kreisschreiben >  I. Ausländerbereich > 1 
Verfahren  und  Zuständigkeiten).  Danach  ist  die  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung einer Ausländerin oder eines Ausländers nach der 
Auflösung  der  ehelichen  Gemeinschaft  mit  dem  schweizerischen  oder 
ausländischen  Ehegatten  oder  nach  dessen  Tod,  falls  die  Ausländerin 
oder der Ausländer nicht aus einem Mitgliedstaat der EG oder der EFTA 
stammt, dem BFM zur Zustimmung zu unterbreiten. 

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4. 
4.1.  Gemäss  Art.  42  Abs.  1  AuG  haben  ausländische  Ehegatten  von 
Schweizerinnen  und  Schweizern,  wenn  sie  mit  diesen 
zusammenwohnen,  Anspruch  auf  Erteilung  und  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  und  –  nach  einem  ordnungsgemässen  und 
ununterbrochenen  Aufenthalt  von  fünf  Jahren  –  Anspruch  auf  Erteilung 
einer  Niederlassungsbewilligung  (Art.  42  Abs.  3  AuG).  Nach  Auflösung 
der  Ehe  oder  Familiengemeinschaft  –  mitgemeint  ist  auch  die  eheliche 
Gemeinschaft – besteht der Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung  weiter,  wenn  die  Ehegemeinschaft  mindestens 
drei  Jahre  bestanden  hat  und  eine  erfolgreiche  Integration  besteht  (Art. 
50  Abs.  1  Bst.  a  AuG)  oder  wenn  wichtige  persönliche  Gründe  einen 
weiteren  Aufenthalt  in  der  Schweiz  erforderlich machen  (Art.  50  Abs.  1 
Bst. b AuG).

4.2. Das zeitliche Kriterium der dreijährigen Dauer der Ehegemeinschaft 
ist nicht gleichbedeutend mit der Dauer der Haushaltsgemeinschaft. Von 
einer  bestehenden  Ehegemeinschaft  kann  grundsätzlich  –  und 
vorbehältlich  offenkundiger  Missbrauchsabsichten  –  ausgegangen 
werden,  solange  die  Ehegatten  zusammen  leben.  Der  Fortbestand  der 
Ehegemeinschaft  kann  aber  auch  im  Fall  ihres  Getrenntlebens 
angenommen  werden,  nämlich  dann,  wenn  für  das  Getrenntleben 
objektivierbare  Gründe  bestehen  (vgl.  MARC  SPESCHA  in: 
Spescha/Thür/Zünd/Bolzli  [Hrsg.],  Kommentar  Migrationsrecht,  2. 
aktualisierte Auflage, Zürich 2009,  Art. 50  AuG  N 4). Art. 49 AuG spricht 
insoweit  von wichtigen Gründen,  die  in  der  Botschaft  zum AuG  vom  8. 
März  2002  (BBl  2002  3753  f.)  zum  einen  als  berufliche  Gründe,  zum 
anderen  auch  als  andere  wichtige  und  nachvollziehbare  Gründe 
bezeichnet werden. Zu  letzteren zählt – so explizit Art.  76 VZAE – eine 
vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme, womit 
der  Gesetzgeber  insbesondere  Fälle  häuslicher  Gewalt  im  Auge  hatte 
(vgl. ESTHER S. AMSTUTZ  in: Caroni/Gächter/ Thurnherr [Hrsg.], Stämpflis 
Handkommentar  zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG], Art. 49 N 24; Urteile des Bundesgerichts 2C_314/2010 
vom 26. Juli 2010 E. 2.2 und 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 
2.3.1). Hält  im Falle erheblicher Eheprobleme das Getrenntleben an, so 
stellt  sich  die  Frage,  ob  die  Trennung  als  definitiv  und  die 
Familiengemeinschaft  damit  als  aufgelöst  zu  betrachten  ist  (vgl.  MARC 
SPESCHA, a.a.O. Art. 49 AuG N. 3).

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4.3.  Die  Beschwerdeführerin  macht  hierzu  vorweg  geltend,  die 
zivilrechtliche Dauer der Ehe habe mehr als drei Jahre betragen und die 
eheliche Gemeinschaft sei erst nach der Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 
Bst. a AuG endgültig gescheitert. Dabei wird verkannt, dass nicht nur die 
Ansprüche  aus  Art.  42  AuG  (vgl.  MARTINA  CARONI  in: 
Caroni/Gächter/Thurnherr  [Hrsg.],  a.a.O.,  Art.  42  N  49,  53  und  54), 
sondern auch derjenige aus Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG voraussetzen, dass 
der  ausländische  Ehepartner  sich  rechtmässig  hierzulande  aufhält.  Die 
Ehegemeinschaft muss mithin in der Schweiz gelebt werden (vgl. Urteile 
des  Bundesgerichts  2C_430/2011  vom  11. Oktober  2011  E.  4.1  oder 
2C_304/2009 vom 9. Dezember 2009 E. 3.3).

Wie  aus  dem  Sachverhalt  hervorgeht,  hat  die  Beschwerdeführerin  am 
16. Juni  2004  in  Mazedonien  einen  Schweizer  Bürger  geheiratet.  Am 
1. August  2004  konnte  sie  in  die  Schweiz  einreisen.  Anfangs  Februar 
2005 trennten sich die Eheleute bereits, ohne die eheliche Gemeinschaft 
zu  einem  späteren  Zeitpunkt  wieder  aufzunehmen.  Die  Scheidung 
erfolgte  am  11.  Juni  2007  (rechtskräftig  seit  13.  Juli  2007).  Da  der 
Zeitraum  zwischen  der  Eheschliessung  im  Ausland  und  der  Einreise  in 
die  Schweiz  nicht  mitgerechnet  werden  kann,  ist  die  fragliche 
Dreijahresfrist folglich so oder so nicht erfüllt.

4.4.  Im  Ergebnis  steht  damit  fest,  dass  die  eheliche  Gemeinschaft  der 
Beschwerdeführerin vor Ablauf von drei Jahren beendet war. Art. 50 Abs. 
1 Bst. a AuG findet mit anderen Worten keine Anwendung. Zumindest im 
Rahmen dieser Bestimmung  kommt es auf  die  behauptete  Integration – 
die ein kumulatives Kriterium wäre – nicht mehr an.

5. 
5.1.  Gemäss  Art.  50  Abs.  1  Bst.  b  AuG  besteht  der  Anspruch  auf 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  –  unabhängig  von  der 
bisherigen Dauer der Ehegemeinschaft – auch dann  fort, wenn wichtige 
persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich 
machen. Solche Gründe können namentlich –  so explizit Art.  50 Abs. 2 
AuG –  vorliegen, wenn der betreffende Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt 
wurde  und  seine  soziale  Wiedereingliederung  im  Herkunftsland  stark 
gefährdet  erscheint;  beide Bedingungen müssen  jedoch  nicht  kumulativ 
erfüllt  sein  (BGE  136  II  1  E.  5  S.  3  ff.).  Weitere  wichtige  –  und  im 
Zusammenhang  mit  der  Ehe  stehende  Gründe  –  können  sich  auch 
daraus ergeben, dass der in der Schweiz lebende Ehegatte gestorben ist 
oder  gemeinsame  Kinder  vorhanden  sind  (vgl.  MARC  SPESCHA,  a.a.O., 

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Art. 50 N 7 sowie MARTINA CARONI  in: Caroni/Gächter/Thurnherr  [Hrsg.], 
a.a.O., Art. 50 N 23 f.).

5.2.  Indem  die  Beschwerdeführerin  sich  darauf  beruft,  Opfer  ehelicher 
Gewalt  geworden  zu  sein,  macht  sie  einen  spezifischen,  auf  der 
Auflösung  der  Ehe  beruhenden  Grund  geltend,  der  ihr  einen  Anspruch 
auf weiteren Verbleib  in der Schweiz verschaffen könnte. Die Vorinstanz 
hält in der angefochtenen Verfügung in dieser Hinsicht dagegen, besagter 
Grund  werde  durch  die  sehr  kurze  Dauer  des  ehelichen 
Zusammenlebens  relativiert.  Ferner  sei  die  eheliche  Gewalt  nicht  zur 
Anzeige gebracht worden. Art. 50 Abs. 2 AuG setze überdies gleichzeitig 
eine  starke  Gefährdung  der  sozialen  Wiedereingliederung  im 
Herkunftsland  voraus,  was  hier  nicht  zutreffe.  In  der  zweiten 
Vernehmlassung  vom  7.  Dezember  2010  wird  ergänzt,  es  gebe  keine 
Anzeichen  für  massive  eheliche  Gewalt.  Das  vom  6.  September  2006 
datierende Arztzeugnis gehe nicht von bleibenden Schäden aus.

5.3. Von häuslicher Gewalt wird gesprochen, wenn in einer bestehenden 
oder  aufgelösten  familiären,  ehelichen  oder  eheähnlichen  Beziehung 
körperliche,  psychische  oder  sexuelle  Gewalt  ausgeübt  oder  angedroht 
wird.  Hauptmerkmal  bildet  die  Verletzung  der  körperlichen  oder 
seelischen  Integrität  durch  die  innerhalb  einer  Ehe  oder  Partnerschaft 
strukturell  stärkere Person. Opfer von häuslicher Gewalt können sowohl 
Frauen  als  auch  Männer  werden  (vgl.  MARTINA  CARONI  in: 
Caroni/Gächter/Thurnherr  [Hrsg.],  a.a.O.,  Art.  50  N  32).  Ein 
Rechtsanspruch  auf  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  wegen 
häuslicher  Gewalt  setzt  voraus,  dass  diese  eine  bestimmte  Intensität 
aufweist.  Nach  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  muss  sie  derart 
intensiv sein, dass die physische oder psychische Integrität des Opfers im 
Falle  der  Aufrechterhaltung  der  ehelichen  Gemeinschaft  schwer 
beeinträchtigt  würde  (siehe  BGE  136  II  1  E.  5.3  S.  4  oder  Urteil  des 
Bundesgerichts  2C_475/2010  vom  29.  Oktober  2010  E.  4.3).  An  die 
Intensität  der  häusliche  Gewalt  werden  höhere  Anforderungen  gestellt, 
wenn  sie  alleine  –  d.h.  ohne  Kombination  mit  einer  stark  gefährdeten 
sozialen  Wiedereingliederung  im  Herkunftsland  –  einen  wichtigen 
persönlichen  Grund  darstellen  soll  (vgl.  Urteile  des  Bundesgerichts 
2C_122/2010  vom  4.  Oktober  2010  E.  2.3.4  oder  2C_540/2009  vom 
26. Februar  2010  E.  2.1).  Hervorzuheben  wäre  an  dieser  Stelle  aber 
nochmals,  dass  –  entgegen  der  Ausführungen  der  Vorinstanz  im 
angefochtenen  Entscheid  –  sowohl  die  eheliche  Gewalt  als  auch  die 
Gefährdung  der  sozialen  Wiedereingliederung  im  Herkunftsland  je  für 

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sich allein einen wichtigen persönlichen Grund im Sinne von Art. 50 Abs. 
1  Bst.  b  bwz.  Art.  50  Abs.  2  AuG  begründen  können  (siehe  MARTINA 
CARONI in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], a.a.O., Art. 50 N 30 oder E. 
5.1 hiervor).

5.4. Was die häusliche Gewalt bzw. die ehelichen Auseinandersetzungen 
schlechthin anbelangt, so ergibt sich aus den Akten folgendes Bild:

5.4.1. Anscheinend am 6. Februar  2005  suchte die Beschwerdeführerin 
bei C._______,  einer  gemeinsamen Bekannten  der Eheleute,  vor  ihrem 
Gatten Zuflucht. Am 8. Februar 2005 meldete sich die erwähnte Kollegin 
deswegen  auf  dem  Schalter  der  Polizeistation  E._______.  Wegen 
weiterer polizeilicher Einsätze konnte sie erst tags darauf vorgeladen und 
als  Auskunftsperson  zur  Angelegenheit  einvernommen  werden.  Dabei 
gab  sie  in  Bezug  auf  das  Eheleben  der  Betroffenen  zu  Protokoll,  die 
Beschwerdeführerin  habe  ihr  anvertraut,  von  ihrem  Ehemann 
regelmässig beschimpft worden zu sein. Des Weiteren habe er sie auch 
eingeschlossen,  von  der  Aussenwelt  systematisch  abgeschottet, 
körperlich  malträtiert  (u.a.  Kneifen  am  Busen)  und  wie  eine  Sklavin 
behandelt.  Als  B._______  sie  wegen  Unterleibsschmerzen  nach 
Mazedonien  zu  einem  Arzt  geschickt  habe,  sei  am  Flughafen  überdies 
eine andere Frau aufgetaucht, welche am ehelichen Domizil seit fünf bis 
sechs Jahren ein­ und ausgehe. In der Wahrnehmung von C._______ hat 
der  Schweizer  Ehegatte  die  Beschwerdeführerin  schlecht  und  auf  nicht 
akzeptable  Weise  behandelt  (siehe  Einvernahmeprotokoll  der 
Kantonspolizei St. Gallen vom 9. Februar 2005). Letztere hat ihre Kollegin 
am 8. Februar 2005 auf den Polizeiposten begleitet,  jedoch draussen im 
Personenwagen gewartet (siehe Erhebungsbericht der Kantonspolizei St. 
Gallen vom 31. Juli 2006). Danach ist sie allerdings weder persönlich auf 
dem Polizeiposten erschienen noch hat sie eine Strafanzeige eingereicht. 
Von  einer  unwürdigen  und  demütigenden  Behandlung  ist  ebenfalls  im 
Eheschutzgesuch vom 10. März 2005 die Rede. 

Wegen  der  rapportierten  Vorkommnisse  begab  sich  die 
Beschwerdeführerin am 10. Februar 2010 in Sattel/SZ zu einen Hausarzt. 
Ihm  zufolge wirkte  sie  damals  niedergeschlagen,  nervös  und  aufgeregt. 
Sie  habe  über  Schlafstörungen,  kreisende  Gedanken,  Herzklopfen  und 
nervöse  Magenprobleme  geklagt  (vgl.  Überweisungsschreiben  von  Dr. 
med.  I._______  vom  15.  Februar  2005).  Ergänzende  spezialärztliche 
Untersuchungen  erfolgten  Ende  Februar  2005  beim  Facharzt  Dr.  med. 
J._______  in Olten und Bern. Er  diagnostizierte  zunehmende ängstlich­

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depressive  Störungen  im  Rahmen  einer  posttraumatischen 
Belastungsstörung  nach  monatelangen  schweren  Misshandlungen  in 
einer  konfliktreichen  Ehebeziehung  und  kam  zum  Schluss,  dass  die 
Patientin  bis  auf weiteres  psychiatrischer  Betreuung  bedürfe  (siehe  das 
psychiatrische  Arztzeugnis  vom  26.  Februar  2005).  Ab  Januar  2006 
befand sie sich bei Dr. med. K._______  in L._______  in psychiatrischer 
Behandlung. Nach seiner Diagnose leidet die Beschwerdeführerin wegen 
des in der Ehe Vorgefallenen an posttraumatischen Belastungsstörungen, 
Schlafstörungen  und  Stimmungsschwankungen.  Die 
Stimmungsschwankungen  besserten  sich  jedoch  und  von  bleibenden 
Schäden  könne  noch  nicht  gesprochen  werden.  Auch  er  empfahl,  die 
begonnene  Therapie  unbedingt  fortzuführen  (vgl.  Arztbericht  vom  6. 
September 2006).

5.4.2. Ganz  anders  gestaltete  sich  das  eheliche  Zusammenleben  nach 
der  Schilderung  des  inzwischen  geschiedenen  Ehemannes.  Gemäss 
Orientierungsbericht  der  Kantonspolizei  St.  Gallen  vom  16.  März  2005 
meldete  er  sich  anfangs  Februar  2005  jenes  Jahres  privat  beim 
Polizeibeamten X._______ in E._______. Ihm gegenüber soll er sich über 
die Beschwerdeführerin dahingehend geäussert haben, diese sei nur auf 
den eigenen Vorteil bedacht und wolle ein Luxusleben führen. Sie mache 
sich  im Haushalt  kein  bisschen  nützlich  und  verhalte  sich  nicht  korrekt. 
Ähnliche Vorwürfe erhob B._______ in der Eheungültigkeitsklage vom 9. 
März  2005  an  das  Vermittleramt  E._______,  wobei  er  ergänzte,  seine 
damalige Gattin habe die Ehe erschlichen. Parallel dazu verlangte er von 
der  kantonalen  Migrationsbehörde  am  21. Februar  2005  ihre  schnelle 
Ausschaffung. Im Zusammenhang mit dem Verdacht auf Scheinehe bzw. 
rechtsmissbräuchlichen  Festhaltens  an  einer  Ehe  wurde  der  Schweizer 
Ehemann von der Kantonspolizei St. Gallen am 21. Januar 2006 befragt. 
In  dieser  Einvernahme  ging  es  vor  allem  um  die  Ermittlung  der 
Begleitumstände  der  Heirat.  Bei  dieser  Gelegenheit  führte  er  aus,  die 
Beschwerdeführerin habe es mit der ehelichen Beziehung nicht so genau 
genommen.  Sie  sei  immer  alleine  in  den Ausgang  gegangen  und  habe 
ihn  allein  gelassen.  An  einer  Arbeitsstelle  sei  sie  nicht  interessiert 
gewesen (im Einzelnen vgl. Befragungsprotokoll vom 21. Januar 2006).

5.4.3. Die Aussagen der Beteiligten sind völlig kontrovers, was sowohl in 
den  polizeilichen Befragungen  von C._______  und B._______  als  auch 
den  Plädoyernotizen  der  Hauptverhandlung  betreffend  Eheschutz  vom 
11.  April  2005  (vgl.  dazu  Akten  des  Ausländeramtes  des  Kantons  St. 
Gallen)  hinlänglich  zum  Ausdruck  kommt.  Wohl  basieren  die 

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Feststellungen  von  C._______  grösstenteils  auf  den  ihr  gegenüber 
gemachten  Äusserungen  der  Beschwerdeführerin.  Die  Antworten  ihrer 
Kollegin  anlässlich  der  polizeilichen  Einvernahme  vom  9.  Februar  2005 
erwecken  aber  keineswegs  den  Eindruck,  sie  habe  einschlägige 
Behauptungen  unkritisch  als  Tatsachen  übernommen.  So  gilt  es  zu 
bedenken,  dass  es  sich  bei  ihr  um  jemanden  aus  dem Bekanntenkreis 
von  B._______  handelt.  Dementsprechend  höher  dürfte  für  sie  die 
Hemmschwelle gewesen sein, derartige Vorfälle – notabene von sich aus 
– überhaupt  der  Polizei  zu  melden.  Kommt  hinzu,  dass  gewisse 
Aussagen  von  C._______  auf  eigener  Wahrnehmung  beruhen.  Dazu 
zählen  Beobachtungen,  die  sie  während  eines  Besuches  bei  den 
Eheleuten  gemacht  hat,  direkte  telefonische  Kontakte  mit  B._______ 
sowie  der  Nervenzusammenbruch,  den  die  Beschwerdeführerin  am  6. 
Februar  2005  in  ihrem  Beisein  erlitten  haben  soll.  Von  daher  soll  ihr 
Bedürfnis herrühren, etwas gegen diese Situation zu unternehmen (siehe 
S.  3  des  fraglichen  Einvernahmeprotokolls).  Zum  Abschluss  der 
Vorsprache  auf  dem  Polizeiposten  erklärte  sie  ausdrücklich,  sie  würde 
unterschreiben,  dass  der  Schweizer  Ehemann  seine  Gattin  schlecht 
behandle und es so nicht akzeptabel sei. Am Telefon habe B._______ mit 
ihr  (C._______) auf eine Art und Weise gesprochen, die völlig daneben 
sei  (S.  5  des  Einvernahmeprotokolls).  Aktenkundig  ist  ferner,  dass  sich 
die  Beschwerdeführerin  wegen  besagter  Eskalation  in  den  ehelichen 
Verhältnissen  umgehend  in  ärztliche Behandlung  begab.  Zwar  basieren 
auch die eingereichten ärztlichen Berichte  letztlich auf  ihrer Darstellung. 
Dass die seitens des Hausarztes und der beiden Fachärzte festgestellten 
Symptome auf gravierendere Vorkommnisse in der Ehe hindeuten, steht 
indessen  ausser  Zweifel.  Immerhin  handelt  es  sich  (wie  bei  den 
Polizeirapporten) um nach Art. 77 Abs. 6 VZAE zulässige und geeignete 
Nachweise.  Anzumerken  wäre  ergänzend,  dass  B._______  mit  seiner 
Eheungültigkeitsklage in der Folge nicht durchgedrungen ist. Stattdessen 
wurden  im  April  2005,  wie  vom  früheren  Rechtsvertreter  beantragt, 
Eheschutzmassnahmen in die Wege geleitet. Als unglaubhaft erweist sich 
im  Kontext  des  seitherigen  Verhaltens  der  Beschwerdeführerin  (siehe 
auch E. 6.3 – 6.6 hiernach) überdies der Vorwurf der Arbeitsscheu. Alles 
in  allem  bestehen  trotz  kaum  vereinbarer  gegenseitiger  Vorhaltungen 
konkrete Anhaltspunkte für das Vorhandensein einer Form von ehelicher 
Gewalt.

5.5. Zu prüfen ist weiter, ob die beschriebene Gewaltsituation eine solche 
Schwere  bzw.  eine  so  hohe  Intensität  erreicht  hat,  dass  sie  bereits  für 
sich allein als wichtiger Grund im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG qualifiziert 

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werden  kann.  Das  Bundesgericht  hat  in  Anwendung  der  unter  E.  5.3 
dargelegten Grundsätze etwa ausgeführt,  dass eine Ohrfeige  sowie der 
Rauswurf aus der ehelichen Wohnung zwar eine Form ehelicher Gewalt 
darstelle,  diese  aber  im  zu  beurteilenden  Fall  einmalig  und  von  kurzer 
Dauer  gewesen  sei,  keiner  medizinischen  Versorgung  bedurft  und  zu 
keinen  physischen  oder  psychischen  Folgeschäden  geführt  habe. 
Deshalb hielt es dafür, unter den gegebenen Umständen würde sich ein 
weiterer  Aufenthalt  in  der  Schweiz  nicht  rechtfertigen  (vgl.  Urteil  des 
Bundesgerichts  2C_358/2009  vom  10.  Dezember  2009  E.  5.2).  Anders 
als  im  angeführten  Beispiel  wurde  im  Falle  der  Beschwerdeführerin  die 
Polizei  benachrichtigt  und  das  Opfer  hat  sich  ärztlichen  und 
psychiatrischen  Behandlungen  unterzogen.  Mit  Blick  auf  die 
medizinischen  Unterlagen  lässt  sich  allerdings  nicht  klar  differenzieren, 
ob  bzw.  inwieweit  die  diagnostizierten  psychischen Probleme nun  allein 
von erheblicher ehelicher Gewalt durch den anderen Ehegatten oder dem 
allem  Anschein  nach  generell  sehr  konfliktbeladenen  Eheleben 
herrühren.  So  kann  die  Intensität  der  häuslichen  Gewalt  (erster 
Teiltatbestand  von  Art.  50  Abs.  2  AuG)  angesichts  der  festgestellten 
Kontroversen  denn  heute  nicht  mehr  abschliessend  beurteilt  werden. 
Eine  starke  Gefährdung  der  Wiedereingliederung  im  Herkunftsland 
wiederum (zweiter Teiltatbestand von Art. 50 Abs. 2 AuG) ist prima vista 
nicht erkennbar. Die Frage nach einem Aufenthaltsanspruch gestützt auf 
einen  der  beiden  Teiltatbestände  kann  aufgrund  der  nachfolgenden 
Ausführungen aber offen gelassen werden.

6. 
6.1.  Anspruchsbegründend  können  auch  sonstige  wichtige  persönliche 
Gründe  sein,  da  Art.  50  Abs.  1  Bst.  b  AuG  bewusst  auf  eine 
abschliessende  Aufzählung  der  Gründe  verzichtet  (vgl.  Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts  C­6133/2008  vom  15. Juli  2011  E.  7.3  oder 
C­4625/2009  vom  31.  März  2011  E.  7.2).  Entscheidend  ist  hierbei  die 
persönliche Situation des  jeweils Betroffenen. Auch die  in Art. 31 Abs. 1 
VZAE  aufgelisteten,  aber  nicht  erschöpfenden  Kriterien  können  für  die 
Beurteilung eines (nachehelichen) Härtefalles herangezogen werden und 
eine  wesentliche  Rolle  spielen,  auch  wenn  sie  einzeln  betrachtet 
grundsätzlich  noch  keinen  Härtefall  zu  begründen  vermögen  (vgl.  BGE 
2C_784/2010  vom  26. Mai  2011  E.  3.2.3).  Ausdrücklich  aufgeführt 
werden  dort  die  Integration  (Bst.  a),  die  Respektierung  der 
Rechtsordnung (Bst. b), die Familienverhältnisse (Bst. c), die finanziellen 
Verhältnisse sowie der Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und zum 
Erwerb  von  Bildung  (Bst.  d),  die  Dauer  der  Anwesenheit  (Bst.  e),  der 

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Gesundheitszustand  (Bst.  f)  und  die  Möglichkeiten  der 
Wiedereingliederung  im  Herkunftsland  (Bst.  g;  siehe  hierzu  MARTINA 
CARONI  in:  Caroni/Gächter/Thurnherr  [Hrsg.],  a.a.O.,  Art. 50  N  23  f.). 
Schliesslich sind auch die Umstände, die zur Auflösung der Ehe geführt 
haben, zu berücksichtigen (zum Ganzen vgl. BGE 137 II 1 E. 4.1 S. 7 f.).

6.2.  Die  Anzeichen  für  häusliche  Gewalt  (siehe  E.  5.4  hiervor) 
rechtfertigen  –  selbst  wenn  für  sich  allein  keine  eigene 
Anspruchsgrundlage  begründend  –  einen  milderen  Massstab  bei  der 
Beurteilung der Härtefallsituation (bezogen auf die altrechtliche Regelung 
vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­195/2008  vom  25.  Mai 
2011 E.6.3 und C­525/2006 vom 24. April 2008 E. 7.1, je mit Hinweisen). 
Da  die  Aufgabe  der  ehelichen  Gemeinschaft  hauptsächlich  auf 
Gewalterfahrungen in der Ehe zurückzuführen ist und sich die Bedenken 
hinsichtlich  des  Eingehens  einer  Scheinehe  sowie  des 
rechtsmissbräuchlichen  Festhaltens  an  einer  Ehe  als  unbegründet 
erwiesen  (vgl.  das  diesbezügliche  Aufenthaltsverfahren  im  Kanton  St. 
Gallen aus dem Jahre 2006), kommt der Ehedauer auf schweizerischem 
Territorium  nicht  die  Bedeutung  zu,  welche  ihr  die  Vorinstanz  beimisst. 
Die  eingangs  erwähnten  ehespezifischen  Elemente  sind  vor  diesem 
Hintergrund  geeignet,  die  Anforderungen  an  die  private  Interessenlage 
entscheidend  herabzusetzen.  In  dem  Sinne  gilt  es  die  besondere 
Ausgangslage zu Gunsten der Beschwerdeführerin mitzuberücksichtigen.

6.3.  Die  unbescholtene  Beschwerdeführerin  lebt  seit  mehr  als  sieben 
Jahren  in  der  Schweiz.  Während  dieser  Zeit  hat  sie  bemerkenswerte 
Integrationsleistungen  erbracht.  Schon  bald  nach  der  Auflösung  des 
gemeinsamen Haushalts im Februar 2005 ging sie einer Erwerbstätigkeit 
als  Haushalthilfe  nach  und  baute  sich  eine  neue  Existenz  auf.  Als 
Hausangestellte  war  sie  bis  und  mit  April  2008  tätig.  Der 
Beschwerdeführerin wurde damals gekündigt, weil die Arbeitgeberin sich 
in  ein  Altersheim  begab  (vgl.  die  entsprechende 
Arbeitgeberbescheinigung  vom  20.  Februar  2008).  Parallel  dazu  bildete 
sie sich mit einiger Beharrlichkeit in verschiedenen Bereichen weiter. Was 
die  sprachliche  Integration  anbelangt,  so  belegte  sie  ab  August  2005 
Intensivdeutschkurse.  Im  Sommer  2007  schloss  sie  die  Prüfungen  am 
Goethe­Institut  erfolgreich  ab  (vgl.  Goethe­Zertifikat  C1  vom  30.  Juli 
2007).  Ihre  sprachliche Kompetenz  lässt mit  dem  erreichten Niveau C1 
des  gemeinsamen  europäischen  Referenzrahmens  für  Sprachen  des 
Europarates kaum Wünsche offen. Im Vergleich dazu setzt Art. 62 Abs. 1 
Bst.  b  VZAE  für  die  vorzeitige  Erteilung  der  Niederlassungsbewilligung 

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wegen  erfolgreicher  Integration  ein  sprachliches  Referenzniveau  von 
lediglich A2 voraus (siehe dazu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C­
1786/2007 vom 3. Juni 2010 E. 7.5 mit Hinweis).

6.4. Auch die berufliche und wirtschaftliche Integration ist beachtlich. Die 
Beschwerdeführerin  hat  es  nicht  bei  ihrer  anfänglichen  Tätigkeit  als 
Hausangestellte  bewenden  lassen,  sondern bei  der Caritas  ab Sommer 
2007  Dolmetscherschulen  besucht  (vgl.  die  Modulzertifikate  für 
interkulturelle  Übersetzer/innen  vom  5.  März  2008  und  10.  Juni  2008). 
Seit  dem  11. März  2009  besitzt  sie  das  unter  anderem  vom  BFM 
anerkannte  Zertifikat  für  interkulturelles  Übersetzen  von  "INTERPRET" 
(vgl.  Beschwerdebeilage  20).  Die  Beschwerdeführerin  spricht  nebst  der 
mazedonischen  Sprache  deutsch,  kroatisch,  serbisch  und  bulgarisch. 
Mittlerweile  wird  sie  von  verschiedenen  öffentlichen  Stellen  und 
Institutionen  in  den  Bereichen  Justiz,  Polizei,  Bildung,  Gesundheit  und 
Soziales immer wieder für Übersetzungsdienste herangezogen. So ist sie 
seit dem 1. Januar 2008  im Auftragsverhältnis als Dolmetscherin  für die 
Caritas  Luzern  tätig  (siehe  Arbeitsvertrag  vom  4.  März  2008  sowie 
Arbeitsbestätigung vom 1. Juli 2008). Hinzu gekommen sind  inzwischen 
Anstellungen  als  Übersetzerin  beim  HEKS  (seit  1.  Juni  2009,  vgl. 
Anstellungsvertrag  für  MitarbeiterInnen  im  Stundenlohn  vom  15.  Juni 
2009),  bei  der  Zuger  Polizei  (seit  11. März  2010,  gemäss  der 
Rahmenvereinbarung  gleichen  Datums)  und  bei  der  Kantonspolizei 
Schwyz.  Auf  dem  Polizeiposten  M._______  mündliche  Auskünfte  zur 
Dolmetschertätigkeit  einzuholen  (so  die  Beweisofferte  in  der 
Beschwerdeergänzung  vom  23.  Februar  2010)  erübrigt  sich,  weil  die 
fachlichen  Qualitäten  und  der  diesbezügliche  Einsatz  für  die  Polizei 
unbestritten  sind  (vgl.  beispielsweise  Dolmetscherabrechnung  des 
Ermittlungsdienstes  der  Kantonspolizei  Schwyz  vom  8.  Oktober  2010). 
Dass  die  Beschwerdeführerin  als  Übersetzerin  mit  hoher  Sach­  und 
Sozialkompetenz  geschätzt  wird,  dafür  sprechen  nur  schon  die 
eingereichten  Arbeitszeugnisse  (Zwischenzeugnis  der  Caritas  vom  2. 
Juni  2008  und  Arbeitsbestätigung  des  selben  Hilfswerks  vom  18.  März 
2009,  Bestätigung  des  Zivilstandsamtes  der  Stadt  N._______  vom  20. 
März 2009, Zwischenzeugnisse des HEKS vom 12. Februar 2010 und 8. 
Dezember  2010,  Bestätigung  der  Zuger  Polizei  vom  4. Juli  2011).  Von 
allen  Arbeitgeberinnen  und  Arbeitgebern  wird  sie  denn  unisono  als 
zuverlässige,  verantwortungsbewusste,  vertrauens­  und  liebenswürdige 
Mitarbeiterin  wahrgenommen.  Ergänzende  Angaben  zur  Tätigkeit  der 
Beschwerdeführerin  finden  sich  auf  der  Homepage  von  "INTERPRET" 
(vgl. http://www.inter­pret.ch/interkulturell­uebersetzende­finden.html). Als 

http://www.inter-pret.ch/interkulturell-uebersetzende-finden.html

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Vereinsmitglied unterstützt sie dort die Anliegen dieser Schweizerischen 
Interessengemeinschaft  für  interkulturelles  Übersetzen  und  Vermitteln 
(siehe  dazu  Bestätigung  vom  2.  Dezember  2010).  Insoweit  handelt  es 
sich  bei  ihr  fraglos  um  eine  Person  mit  besonderen  beruflichen 
Qualifikationen.

Ausser  diesen  Teilzeitstellen,  wo  die  Beschäftigung  wie  üblich 
stundenweise  und  auf  Abruf  erfolgt,  hat  die  Beschwerdeführerin  eine 
Vollzeitstelle  als  Betriebsmitarbeiterin  in  der  Garage  ihres  jetzigen 
Lebenspartners  inne  (vgl.  Arbeitsvertrag  für  Garagenpersonal  vom  14. 
November  2009).  Sonstige  berufliche  Engagements  dokumentieren 
namentlich ein Kurszertifikat eines Abklärungs­ und Bewerbungsseminars 
vom 18.  Juli  2008  (Bewertung:  "sehr  gut"),  ein Zertifikat  "Job Center  1" 
vom 7. November 2008, ein Arbeitszeugnis von "impuls" vom 26. Oktober 
2009  (Verein  für bessere Chancen  im Beruf), die Teilnahme am Projekt 
"Empfangsgespräche  ausländische  Eltern  in  der  Schule  Olten"  (April 
2010)  sowie  der  Besuch  dreier  Weiterbildungskurse  des  HEKS 
(interkulturelles Übersetzen  im Aargauer Sozialwesen,  in der Psychiatrie 
und  im  Gesundheitswesen  zwischen  November  2009  und  November 
2010). Nicht gefolgt werden kann der Vorinstanz, wenn sie argumentiert, 
all  diese  Integrationsbemühungen  fielen  hier  nicht  entscheidend  ins 
Gewicht, da sie erst zu einem Zeitpunkt eingesetzt hätten, als die Ehe mit 
dem  Schweizer  Bürger  bereits  definitiv  gescheitert  gewesen  sei.  Der 
Parallelfall,  der  in der angefochtenen Verfügung zitiert wird  (siehe Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  C­533/2006  vom  19.  Mai  2008),  lässt 
sich nämlich in mehrfacher Hinsicht nicht vergleichen. Insbesondere liegt 
jenem  Beispiel  keine  Gewaltsituation  in  der  Ehe  zu  Grunde,  was 
vorliegend  einen  weniger  strengen  bzw.  anderen  Beurteilungsmassstab 
erlaubt  (siehe  die  vorangehende  E.  6.2).  Aufgrund  des  Gesagten  geht 
nicht nur die sprachliche sondern auch die berufliche Integration, die sich 
ausgesprochen schnell vollzog, deutlich über das Mass hinaus, was nach 
einem  siebenjährigen  Aufenthalt  normalerweise  erwartet  werden  kann 
und darf (vgl. auch BGE 137 II 1 E. 4.3 S. 8 f. e contrario).

6.5.  Auch  die  soziale  Integration  gestaltete  sich  im  Falle  der 
Beschwerdeführerin erfolgreich. Aus den Akten geht hervor, dass sie seit 
längerer  Zeit  ein  –  gefestigtes  –  Liebesverhältnis  mit  einem  gerichtlich 
von  seiner  Frau  getrennten Schweizer  unterhält  (vgl.  dessen Schreiben 
vom  15. Februar  2009).  Ihm  zufolge  wurde  sie  in  der  Familie  herzlich 
aufgenommen.  Nur  schon  von  daher  bestehen  stabile  und  enge 
persönliche  Beziehungen  zur  Schweiz.  Daneben  hat  sie  einen  privaten 

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Freundeskreis  aufgebaut,  der  sowohl  Schweizer  und  hierzulande 
Niedergelassene als auch Berufskolleginnen und Berufskollegen umfasst. 
Es  genügt  an  dieser  Stelle  der  Verweis  auf  die  Aufzählung  in  der 
Beschwerdeschrift  vom  17. November  2008.  Die  Beschwerdeführerin 
kann sich somit auf ein  relativ breitgefächertes soziales Beziehungsnetz 
abstützen.  Schliesslich  hat  sie  nie  Sozialleistungen  in  Anspruch 
genommen  und  sie  verfügt  über  einen  tadellosen  straf­  und 
betreibungsrechtlichen  Leumund  (zu  den  Anforderungen  an  eine 
erfolgreiche  Integration  siehe  Urteile  des  Bundesgerichts  2C_427/2011 
vom 26. Oktober 2011 E. 5.3 und 2C_430/2010 vom 11. Oktober 2011 E. 
4.2 in analogiam).

6.6.  Die  Aufgabe  der  nun  aufgebauten  Bande  zur  Schweiz  kann  trotz 
allem  nicht  als  schlichtweg  unzumutbar  beurteilt  werden,  es  besteht 
indessen  kein  Zweifel,  dass  sie  unter  den  aktuellen  Begebenheiten 
(überaus  erfolgreiche  sprachliche,  berufliche  und  soziale  Integration) 
einen  erheblichen  Eingriff  in  die  Lebensverhältnisse  der 
Beschwerdeführerin  darstellen  würde  (siehe  dazu  auch  BGE 
2C_784/2010  vom  26. Mai  2011  E.  3.2.3). Wohl  ist  einzuräumen,  dass 
die Betroffene den grössten Teil  ihres Lebens  in  ihrer Heimat  verbracht 
hat  und  die  zwei  inzwischen  erwachsenen  Kinder  aus  erster  Ehe  dort 
ansässig sind. Eine Reintegration erschiene von daher möglich. Dennoch 
wäre  eine  Rückkehr  nach  Mazedonien,  nicht  nur  in  wirtschaftlicher 
Hinsicht,  mit  einigen  Schwierigkeiten  verbunden.  Als  zweimal 
geschiedene Frau sähe sich die Beschwerdeführerin mit etlichen Mühen 
konfrontiert, privat und beruflich wieder den Anschluss zu finden. Solche 
Umstände sind für sich allein zwar nicht entscheidend, im Rahmen einer 
Gesamtschau  ist  ihnen  in  einer  Konstellation  wie  der  vorliegenden 
dennoch Rechnung zu tragen.

6.7.  In Berücksichtigung sämtlicher Faktoren und Besonderheiten dieses 
Einzelfalls  (Anzeichen  für  eheliche  Gewalt,  überdurchschnittliche 
Integration  trotz schwieriger Ausgangslage, klagloses Verhalten) gelangt 
das  Bundesverwaltungsgericht  zum  Ergebnis,  dass  ein  wichtiger 
persönlicher  Grund  im  Sinne  eines  nachehelichen  Härtefalles  gemäss 
Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG vorliegt, welcher der Beschwerdeführerin einen 
Anspruch  auf  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  einräumt.  Indem 
die  Vorinstanz  die  Zustimmung  zu  einer  weiteren  Regelung  des 
Anwesenheitsrechts  hierzulande  verweigert  hat,  erweist  sich  ihre 
Anordnung als unverhältnismässig.

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7. 
Aus  den  vorstehenden  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene 
Verfügung Bundesrecht verletzt  (Art. 49 Bst. a VwVG). Die Beschwerde 
ist  deshalb  gutzuheissen,  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und 
der Verlängerung der kantonalen Aufenthaltsbewilligung zuzustimmen.

8. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Beschwerdeführerin keine 
Verfahrenskosten  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG),  und  es  ist  ihr 
gestützt  auf  Art.  64  VwVG  i.V.m.  Art.  7  ff.  des  Reglements  vom  21. 
Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  zu  Lasten  der 
Vorinstanz eine angemessene Parteientschädigung auszurichten.

Dispositiv nächste Seite

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2. 
Die angefochtene Verfügung wird aufgehoben, und der Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung wird die Zustimmung erteilt.

3. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der am 4. Dezember 2008 
entrichtete Kostenvorschuss von Fr. 800.­ wird zurückerstattet.

4. 
Die  Vorinstanz  hat  die  Beschwerdeführerin  für  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht mit Fr. 2'000.­ (inkl. MwSt.) zu entschädigen.

5. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Akten Ref­Nr. ZEMIS […] retour)
– das Amt für Migration des Kantons Schwyz (in Kopie)
– das Ausländeramt des Kantons St. Gallen (in Kopie)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Antonio Imoberdorf Daniel Grimm

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Voraussetzungen  gemäss 
den Art. 82  ff., 90  ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005  (BGG,  SR  173.110)  gegeben  sind.  Die  Rechtsschrift  ist  in  einer 
Amtssprache  abzufassen  und  hat  die Begehren,  deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der 
Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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