# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a189b1f-3f70-5c4b-b221-27907e66eb71
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-04-23
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 23.04.2008 1-HA.2008.40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_1-HA-2008-40_2008-04-23.pdf

## Full Text

2008 Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht 401 

83 Ausschaffungshaft; Haftbedingungen; Zelleneinschluss aus betrieblichen 
Gründen 
Sofern es aus betrieblichen Gründen unmöglich ist, die Zellen tagsüber 
zu öffnen, müssen die betroffenen Ausschaffungshäftlinge verlegt werden. 
Ist eine Verlegung nicht möglich, sind sie zu entlassen (E. II./4.). 

Entscheid des Präsidenten des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 
5. Dezember 2008 in Sachen Migrationsamt des Kantons Aargau gegen B.A. 
betreffend Haftüberprüfung (1-HA.2008.125). 

84 Durchsetzungshaft; Haftbedingungen 
Vegetarier haben Anspruch auf ein speziell vegetarisches Menu. Es ist 
insbesondere nicht zulässig, vom regulären Menu lediglich das Fleisch zu 
entfernen (E. II./3.). 

Entscheid des Präsidenten des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 
23. April 2008 in Sachen Migrationsamt des Kantons Aargau gegen K.M. be-
treffend Haftverlängerung (1-HA.2008.40). 

2008 Beschwerden gegen Einspracheentscheide des M... 403 

II. Beschwerden gegen Einspracheentscheide des 
Migrationsamts 

 

85 Achtung des Familienlebens; Familiennachzug 
Die gemäss nationalem Recht anwendbaren Einschränkungen bei einem 
nachträglichen Einelternnachzug kommen bei der Anwendung von Art. 8 
EMRK nicht zum tragen (E. II./6.4., Bestätigung der Rechtsprechung). 

Aus dem Entscheid des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 
26. September 2008 in Sachen A.V. betreffend Familiennachzug 
(1-BE.2008.26). 

Aus den Erwägungen 

II. 6.4. Nachdem ein Eingriff in das durch Art. 8 Ziff. 1 EMRK 
geschützte Familienleben vorliegt, stellt sich weiter die Frage, ob der 
Eingriff mit Art. 8 Ziff. 2 EMRK vereinbar ist. 

6.4.1. Die Vorinstanz ist in diesem Zusammenhang unter Beru-
fung auf BGE 133 II 6 (Pra 96 [2007] Nr. 124) der Ansicht, dass die 
bei einem nachträglichen Einelternnachzug gemäss nationalem Recht 
anwendbaren Einschränkungen auch bei Anwendung von Art. 8 
EMRK gelten. Ebenfalls werde die Unterscheidung zwischen Nach-
zug von einem Elternteil oder durch beide Elternteile durch den 
EGMR nicht in Frage gestellt. Zudem sei auch im Lichte von Art. 8 
EMRK das Alter des nachzuziehenden Kindes sowie die zu erwar-
tenden Integrationsschwierigkeiten bei der Interessenabwägung zu 
berücksichtigen. Infolgedessen müsste auch bei der gemäss Art. 8 
EMRK vorzunehmenden Interessenabwägung die nach nationalem 
Recht zu prüfenden Aspekte miteinbezogen werden, welche gegen 
den Familiennachzug sprechen. Die Vorinstanz kommt danach zum 
Schluss, die persönlichen Interessen des Beschwerdeführers würden 
in casu die mit dem Familiennachzug verbundenen Nachteile nicht