# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 821f65d9-fb7a-5c62-91f0-4de64346c10b
**Source:** Schaffhausen (SH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-30
**Language:** de
**Title:** Schaffhausen Obergericht 30.11.2018 60/2015/31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SH_OG/SH_OG_001_60-2015-31_2018-11-30.pdf

## Full Text

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Zuständigkeit zur Verfolgung von Verstössen gegen die Meldepflicht nach 

Entsendegesetz; Regelung der Zuständigkeit auf Verordnungsstufe; Voll-

zugskompetenz des Regierungsrats; Delegation von Entscheidungsbefug-

nissen an nachgeordnete Dienststellen – Art. 6 EMRK; Art. 6 Abs. 1, Art. 7 

Abs. 1 lit. d, Art. 9 Abs. 2 lit. a, Art. 12 und Art. 13 EntsG; Art. 50 lit. b, c und f, 

Art. 65 Abs. 1, Art. 67 lit. e und Art. 70 Abs. 1 KV; Art. 5 und Art. 5a OrgG; Art. 26 

Abs. 1 EG StGB; § 1 VV über minimale Arbeits- und Lohnbedingungen. 

Die Qualifikation eines Tatbestands als straf- oder verwaltungsstrafrechtlich bzw. 

als verwaltungsrechtlich ist formeller Natur und obliegt in erster Linie dem Gesetz-

geber. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob einer Sanktion Straf- oder straf-

rechtsähnlicher Charakter im Sinne von Art. 6 EMRK zukommt. Zuständigkeit der 

Strafbehörden zur Verfolgung von Verstössen gegen die Meldepflicht des Arbeit-

gebers nach Entsendegesetz verneint (E. 4.3.1–4.3.3). 

Der Regierungsrat muss grundsätzlich nur die wichtigsten Verwaltungshandlungen 

selber vornehmen. Entsprechende Entscheidungsbefugnisse kann er nur an nach-

geordnete Dienststellen delegieren, wenn ihn das Gesetz dazu ermächtigt. Übrige, 

weniger wichtige Entscheidungsbefugnisse kann der Regierungsrat mittels Verord-

nung auf nachgeordnete Dienststellen übertragen, soweit sie ihm nicht durch 

Gesetz oder Verfassung zugewiesen sind. Zuständigkeit des Arbeitsamts zum 

Vollzug des Entsendegesetzes bejaht (E. 4.5.2). 

OGE 60/2015/31 vom 30. November 2018 

Veröffentlichung im Amtsbericht 

Sachverhalt 

Das Arbeitsamt des Kantons Schaffhausen sanktionierte A. für die Verletzung der 

Meldepflicht des Arbeitgebers nach Entsendegesetz mit einer Verwaltungsbusse. 

Der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen wies den dagegen erhobenen Re-

kurs ab. Vor dem Obergericht des Kantons Schaffhausen machte A. unter anderem 

geltend, bei der ihm auferlegten Verwaltungsbusse handle es sich um eine Straf-

sanktion, zu deren Verhängung die ordentlichen Strafbehörden zuständig seien. 

Eine Delegation der Sanktionskompetenz an das Arbeitsamt ohne formell-gesetz-

liche Grundlage sei verfassungswidrig. Das Obergericht verwarf diese Rügen, 

hiess jedoch die Verwaltungsgerichtsbeschwerde aus einem anderen Grund gut. 

Aus den Erwägungen 

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3. Das Bundesgesetz über die flankierenden Massnahmen bei entsandten  

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und über die Kontrolle der in Normal-

arbeitsverträgen vorgesehenen Mindestlöhne vom 8. Oktober 1999 (Entsende- 

gesetz, EntsG, SR 823.20) regelt die minimalen Arbeits- und Lohnbedingungen für 

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ein Arbeitgeber mit Wohnsitz oder Sitz 

im Ausland in die Schweiz entsendet, damit sie hier für einen bestimmten Zeitraum 

auf seine Rechnung und unter seiner Leitung im Rahmen eines Vertragsverhält-

nisses zwischen ihm und dem Leistungsempfänger eine Arbeitsleistung erbringen 

oder in einer Niederlassung oder einem Betrieb arbeiten, der zur Unternehmens-

gruppe des Arbeitgebers gehört (Art. 1 Abs. 1 EntsG). Nach Art. 7 Abs. 1 lit. d 

EntsG kontrolliert die durch den Kanton bezeichnete zuständige Behörde die 

Einhaltung der Anforderungen nach dem Entsendegesetz, sofern nicht eine andere 

Stelle nach Art. 7 Abs. 1 lit. a bis c EntsG zuständig ist. Die gemäss Art. 7 Abs. 1 

lit. d EntsG zuständige kantonale Behörde kann gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. a EntsG 

in der zeitlich massgebenden Fassung (d.h. mit Stand am 1. Januar 2007) bei 

Verstössen gegen die Meldepflicht nach Art. 6 EntsG, wonach der Arbeitgeber die 

für die Durchführung der Kontrollen notwendigen Angaben schriftlich zu melden 

hat, eine Verwaltungsbusse bis Fr. 5'000.– aussprechen. Im Kanton Schaffhausen 

obliegt der Vollzug der entsenderechtlichen Bundeserlasse vorbehältlich anderer 

Bestimmungen der kantonalen Gesetzgebung dem Arbeitsamt, wobei dieses 

insbesondere die zuständige Behörde nach Art. 7 Abs. 1 lit. d EntsG ist (§ 1 der 

Vollziehungsverordnung zu den Bundesgesetzen über die minimalen Arbeits- und 

Lohnbedingungen für in die Schweiz entsandte Arbeitnehmerinnen und Arbeit-

nehmer und flankierende Massnahmen sowie über Massnahmen zur Bekämpfung 

der Schwarzarbeit vom 13. April 2004 [VV über minimale Arbeits- und Lohnbe-

dingungen, SHR 823.201]). 

4.1. Der Beschwerdeführer rügt vorab die fehlende Zuständigkeit des Arbeits-

amts zum Erlass der angefochtenen Verfügung. 

[…] 

4.3.1. Gemäss Art. 26 Abs. 1 des Gesetzes zur Einführung des Schweizerischen 

Strafgesetzbuches (StGB) vom 22. September 1941 (EG StGB, SHR 311.100) 

richtet sich die Verfolgung und Beurteilung aller in die Zuständigkeit der Behörden 

des Kantons Schaffhausen fallenden "strafbaren Handlungen" vorbehältlich Art. 27 

bis 31 EG StGB und der besonderen steuergesetzlichen Bestimmungen nach den 

Vorschriften der Strafprozessordnung, der Schweizerischen Jugendstrafprozess-

ordnung vom 20. März 2009 (Jugendstrafprozessordnung, JStPO, SR 312.1) und 

des Justizgesetzes, welches die Zuständigkeit für die Strafverfolgung grundsätz-

lich der Staatsanwaltschaft zuweist (vgl. Art. 15 des Justizgesetzes vom 9. Novem-

ber 2009 [JG, SHR 173.200]). Der Begriff der "strafbaren Handlungen" umfasst 

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sodann Handlungen, die gegen Straftatbestände des Verwaltungsstrafrechts oder 

des Kernstrafrechts verstossen (vgl. Bericht und Antrag des Regierungsrats des 

Kantons Schaffhausen an den Grossen Rat über die Totalrevision der Strafpro-

zessordnung für den Kanton Schaffhausen, Amtsdruckschrift 3043, S. 2 und 31). 

Handelt es sich dabei um "Straftaten nach Bundesrecht", d.h. um Straftatbestände 

des eidgenössischen Neben- bzw. Verwaltungsstrafrechts oder des Schweizeri-

schen Strafgesetzbuchs, kommt die Strafprozessordnung unmittelbar kraft Bun-

desrechts zur Anwendung (Art. 1 Abs. 1 StPO). Die Qualifikation einer Handlung 

als straf- bzw. verwaltungsstrafrechtlich erfolgt indes durch den Gesetzgeber und 

ist insofern formeller Natur. Ob einer verwaltungsrechtlichen Sanktion Straf- oder 

strafrechtsähnlicher Charakter i.S.v. Art. 6 EMRK zukommt, mag für die Anwen-

dung der Konventionsgarantien im Einzelfall relevant sein, für die formalgesetzli-

che Zuordnung einer Handlung zum Verwaltungsrecht oder zum Strafrecht ist dies 

jedoch ohne Bedeutung (vgl. grundlegend BGE 139 I 72 E. 4.4 S. 81 f.). Folglich 

ergibt sich aus Art. 1 Abs. 1 StPO sowie Art. 26 Abs. 1 EG StGB e contrario, dass 

Handlungen, welche bundesrechtlich mit einer verwaltungsrechtlichen Sanktion 

geahndet werden und formalgesetzlich somit nicht straf- bzw. verwaltungsstraf-

rechtlicher Natur sind, weder durch die kantonalen Strafverfolgungsbehörden ver-

folgt noch nach den Bestimmungen der Strafprozessordnung als anwendbares 

(kantonales) Verfahrensrecht beurteilt werden. 

Zu prüfen bleibt damit, ob es sich bei der Vermögensbusse [recte: Verwaltungs-

busse] nach Art. 9 Abs. 2 lit. a EntsG in der zeitlich massgebenden Fassung um 

eine verwaltungsrechtliche oder um eine verwaltungsstrafrechtliche Sanktion han-

delt. 

4.3.2. Bei der Vermögensbusse gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. a EntsG in der zeitlich 

massgebenden Fassung handelt es sich nach dem Willen des Bundesgesetz-

gebers um eine verwaltungsrechtliche und nicht um eine strafrechtliche Sanktion 

(vgl. Botschaft des Bundesrats zur Genehmigung der sektoriellen Abkommen 

zwischen der Schweiz und der EG vom 23. Juni 1999, BBl 1999 6128, 6405). Dass 

es sich bei der Vermögensbusse um eine verwaltungsrechtliche Sanktion handelt, 

ergibt sich zudem aus der Systematik des Entsendegesetzes, welches in Art. 12 

ausdrücklich Strafbestimmungen vorsieht und in Art. 13 die Strafverfolgung den 

Kantonen zuweist. Dagegen spricht bereits Art. 9 Abs. 2 lit. a EntsG in der zeitlich 

massgebenden Fassung in der Sachüberschrift lediglich von "Sanktionen" und 

regelt die Zuständigkeit der Kantone für die Verhängung der Vermögensbusse 

nach Art. 9 Abs. 2 lit. a EntsG gesondert von Art. 13 EntsG. Die verwaltungs-

rechtliche Natur der Vermögensbusse ergibt sich schliesslich unmittelbar aus dem 

geltenden Wortlaut von Art. 9 Abs. 2 lit. a EntsG, welcher nach diesbezüglich 

redaktionellen Anpassungen nunmehr ausdrücklich von "Verwaltungssanktionen" 

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spricht (vgl. Botschaft des Bundesrats zur Änderung des Entsendegesetzes vom 

1. Juli 2015, BBl 2015 5845, 5856; Botschaft des Bundesrats zum Bundesgesetz 

über die Anpassung der flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit 

vom 2. März 2013, BBl 2012 3397, 3424). Im Ergebnis handelt es sich bei der 

Vermögensbusse nach Art. 9 Abs. 2 lit. a EntsG in der zeitlich massgebenden 

Fassung somit um eine verwaltungsrechtliche Sanktion, deren Verhängung entge-

gen den Ansichten des Beschwerdeführers nicht in die Zuständigkeit der Schaff-

hauser Strafverfolgungsbehörden fällt. 

4.3.3. Die vom Beschwerdeführer angeführten Entscheide und Literatur vermö-

gen an diesem Schluss nichts zu ändern. So bezieht sich der Entscheid des Ver-

waltungsgerichts des Kantons Appenzell Ausserrhoden auf die Auslegung der alt-

rechtlichen kantonalen Strafprozessordnung und somit im Wesentlichen auf die 

Auslegung kantonalen Rechts (AR GVP 22/2010 S. 53 ff.). Gegen letztinstanzliche 

kantonale Entscheide über Sanktionen nach Art. 9 Abs. 2 lit. a EntsG steht sodann 

die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht offen 

(vgl. BGer 2C_246/2016 vom 12. Oktober 2016 E. 1.1 und BGer 2C_451/2010 vom 

10. Juni 2010 E. 1). Der Verweis auf BGer 2C_440/2008 vom 10. November 2008 

ist daher unbehelflich. Im Übrigen äusserte das Bundesgericht in diesem Entscheid 

Bedenken, wonach das verwaltungsgerichtliche Urteil möglicherweise auf einer 

Verkennung der Tragweite der organisatorischen Vorgaben des Entsendegeset-

zes beruht habe (E. 5.2). Schliesslich stellen Sanktionsentscheide nach Art. 9  

Abs. 2 lit. a EntsG entgegen der vom Beschwerdeführer zitierten Lehrmeinung 

(Alexia Heine, Die flankierenden Massnahmen im Spannungsverhältnis zwischen 

Vollzug des Entsendegesetzes und der Vertragsfreiheit im Arbeitsrecht, AJP 2006 

471, 472 f., unter Verweis auf das Rundschreiben bzw. die Weisung des Eid-

genössischen Justiz- und Polizeidepartements EJPD und des Bundesamts für 

Migration BFM über die Umsetzung der flankierenden Massnahmen: Zustellung 

von hoheitlichen Akten ins Ausland [Gesuch um Auskunftserteilung, Bussen, Ver-

warnungen]) keine Strafentscheide im Sinne der internationalen Rechtshilfe in 

Strafsachen dar. […] 

[…] 

4.5.1. Die Bundesverfassung und die Kantonsverfassung sehen jeweils vor, dass 

die grundlegenden Bestimmungen über die Einschränkung verfassungsmässiger 

Rechte und über die Rechte und Pflichten von Personen in der Form des Gesetzes 

zu erlassen sind (Art. 164 Abs. 1 lit. b und c BV; Art. 50 lit. b und c KV). Vorliegend 

sind die Meldepflicht des entsendenden Arbeitgebers und die Sanktion für die Ver-

letzung derselben bereits in Art. 6 und Art. 9 Abs. 2 lit. a EntsG und somit in einem 

Bundesgesetz vorgesehen. Die entsprechenden Pflichten und Einschränkungen 

verfassungsmässiger Rechte ergeben sich somit direkt aus dem Bundesrecht. 

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Ebenso weist das Entsendegesetz die Zuständigkeit für die Kontrolle der Melde-

pflicht und die Sanktionskompetenz den Kantonen zu (Art. 7 Abs. 1 lit. d und Art. 9 

Abs. 2 lit. a EntsG). Die Kantone haben lediglich diejenige kantonale Behörde zu 

bestimmen, welche für den Vollzug und namentlich für die Sanktionierung nach 

Art. 9 Abs. 2 lit. a EntsG zuständig ist. Aus bundesrechtlicher Sicht genügt dafür 

grundsätzlich eine Regelung auf Verordnungsstufe (vgl. BGE 134 I 125 E. 2.2 

S. 129 f.). Soweit der Beschwerdeführer auf BGE 104 Ia 305 verweist, kann er 

daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dieser Entscheid betraf die Zulässigkeit 

der Gesetzesdelegation auf kantonaler Ebene und nicht wie im vorliegenden Fall 

den reinen Vollzug von Bundesrecht. Vor diesem Hintergrund hält die Übertragung 

der Vollzugs- bzw. Sanktionskompetenz auf das Arbeitsamt in § 1 der VV über 

minimale Arbeits- und Lohnbedingungen vor Bundesrecht stand. 

4.5.2. Welche kantonale Behörde für den Vollzug von Bundesrecht konkret zu-

ständig ist, bestimmt unter Vorbehalt anderslautender bundesrechtlicher Bestim-

mungen grundsätzlich das kantonale Recht (Organisationshoheit oder Organisa-

tionsautonomie der Kantone, grundlegend dazu BGE 128 I 254 E. 3.8.2 S. 264 f.). 

Im Kanton Schaffhausen sorgt gemäss Art. 67 lit. e KV der Regierungsrat als 

oberste leitende und vollziehende Behörde des Kantons (Art. 60 Abs. 1 KV) für den 

Vollzug der Erlasse von Bund und Kanton. Der eigentliche Vollzug erfolgt nach 

dem Willen des Verfassungsgebers indes in aller Regel auf Verwaltungsstufe (vgl. 

Dubach/Marti/Spahn, Verfassung des Kantons Schaffhausen, Schaffhausen 2004, 

S. 208). Dementsprechend muss der Regierungsrat grundsätzlich nur die wichtigs-

ten Verwaltungshandlungen selber vornehmen (vgl. Art. 5 Abs. 1 des Gesetzes 

über die Organisation der Regierungs- und Verwaltungstätigkeit vom 18. Februar 

1985 [Organisationsgesetz, OrgG, SHR 172.100]). Entsprechendes gilt auch im 

Bund (Art. 177 und Art. 182 Abs. 2 BV; Art. 47 Abs. 1 des Regierungs- und 

Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 21. März 1997 [RVOG, SR 172.010]; 

ferner Pierre Tschannen, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.],  

St. Galler Kommentar, Die schweizerische Bundesverfassung, 3. A., Zürich/ 

St. Gallen 2014, Art. 182 N. 16, S. 2928). Entscheidungsbefugnisse, die ihm in 

diesem Sinne als Kollegialbehörde zugewiesen sind, kann der Regierungsrat  

nur an nachgeordnete Dienststellen delegieren, wenn ihn das Gesetz dazu 

ermächtigt (Art. 70 Abs. 1 Satz 1 KV; Art. 5a Abs. 1 OrgG). Die übrigen, weniger 

wichtigen Entscheidungsbefugnisse kann der Regierungsrat – soweit ihm diese 

nicht durch Gesetz oder Verfassung zugewiesen sind – jedoch mittels Verordnung 

auf die Departemente und nachgeordnete Dienststellen übertragen (Art. 70 Abs. 1 

Satz 2 KV und Art. 65 Abs. 1 i.V.m. Art. 67 lit. e KV; Art. 5 Abs. 2 und Art. 5a 

Abs. 2 OrgG). Diese grundlegende Zuweisung bzw. Aufteilung der Entscheidungs-

befugnisse und Zuständigkeiten zwischen dem Regierungsrat und der ihm nach-

geordneten kantonalen Verwaltung beruht auf Gesetz und Verfassung und somit 

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auf einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage im Sinne von Art. 50 lit. f KV. 

Vorliegend enthält das Entsendegesetz bezüglich der zuständigen kantonalen 

Behörde nach Art. 7 Abs. 1 lit. d EntsG keine weitergehenden Vorgaben und greift 

somit nicht in die kantonale Organisationsautonomie ein. Der Vollzug der entsen-

derechtlichen Bestimmungen und namentlich die Kontrolle der Meldepflicht nach 

Art. 6 Abs. 1 EntsG und die Sanktionierung von Verletzungen der Meldepflicht nach 

Art. 9 Abs. 2 lit. a EntsG stellen nicht derart wichtige Verwaltungshandlungen dar, 

welche vom Regierungsrat als Kollegialbehörde selber vorzunehmen wären. Der 

Regierungsrat war folglich befugt, das Arbeitsamt in § 1 der VV über minimale 

Arbeits- und Lohnbedingungen als zuständige kantonale Behörde zu bezeichnen 

und diesem insoweit (unter Vorbehalt der Zuständigkeiten der übrigen Kontroll-

organe gemäss Art. 7 Abs. 1 lit. a bis c EntsG) den Vollzug der entsenderechtlichen 

Bestimmungen zu übertragen. 

4.6. Zusammenfassend erweisen sich die Rügen des Beschwerdeführers 

bezüglich der fehlenden Zuständigkeit des Arbeitsamts als unbegründet.