# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 62a08ed9-0dc0-527e-acd0-601c696670ef
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-05-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.05.2020 E-7305/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7305-2018_2020-05-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7305/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  M a i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richter Markus König (Vorsitz), 

Richter Simon Thurnheer, Richterin Gabriela Freihofer,    

Gerichtsschreiber Nicholas Swain. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Äthiopien,   

amtlich verbeiständet durch MLaw Michèle Künzi,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft und Asylwiderruf; 

Verfügung des SEM vom 27. November 2018. 

 

 

 

E-7305/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

I. 

A.  

Der Ehemann der Beschwerdeführerin, B._______ (eritreischer Staatsan-

gehöriger) suchte am 11. April 2011 in der Schweiz um Asyl nach. Mit Ver-

fügung vom 1. September 2011 anerkannte ihn das vormalige Bundesamt 

für Migration (BFM, heute: SEM) als Flüchtling und gewährte ihm in der 

Schweiz Asyl. 

II. 

B.  

Am 24. November 2011 wurde ein Familienzusammenführungsgesuch  

zugunsten der Beschwerdeführerin und ihres Kindes C._______ gestellt. 

Mit Verfügung des BFM vom 19. März 2012 wurde den Angehörigen von 

B._______ die Einreise in die Schweiz im Rahmen der Familienvereinigung 

bewilligt. In der Folge reisten die Beschwerdeführerin und ihr Kind am 

(…) 2012 in die Schweiz ein und stellten am 22. Juni 2012 Asylgesuche. 

Mit Schreiben vom 28. Juni 2012 ersuchte ihr Ehemann um Einbezug sei-

ner Ehefrau in seine Flüchtlingseigenschaft. 

C.  

Mit Verfügung vom 25. Februar 2013 stellte das SEM fest, die Beschwer-

deführerin und ihr Sohn würden die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 

Abs. 1 und 2 AsylG (SR 142.31) nicht erfüllen, erkannte die beiden hinge-

gen als Flüchtlinge gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG an und gewährte ihnen in 

der Schweiz Asyl. 

III. 

D.  

Das SEM gewährte der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 31. August 

2018 Gelegenheit zur Stellungnahme im Hinblick auf eine beabsichtigte 

Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft sowie einen Widerruf des Asyls 

(gestützt auf Art. 63 Abs. 1 Bst. b AsylG i.V.m. Art. 1 Bst. C Ziff. 1 FK). 

E-7305/2018 

Seite 3 

E.  

Mit Eingabe ihrer Rechtsvertretung vom 25. September 2018 reichte die 

Beschwerdeführerin innert erstreckter Frist eine Stellungnahme ein. 

F.  

Mit Verfügung vom 27. November 2018 (eröffnet am 28. November 2018) 

erkannte das SEM der Beschwerdeführerin die Flüchtlingseigenschaft ab 

und widerrief das ihr gewährte Asyl. 

G.  

Durch Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 21. Dezember 2018 an das 

Bundesverwaltungsgericht erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde ge-

gen die Verfügung der Vorinstanz und beantragte, der Entscheid sei aufzu-

heben und es sei ihr weiterhin in der Schweiz Asyl zu gewähren respektive 

sei festzustellen, dass die Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft sowie 

der Asylwiderruf nicht gerechtfertigt seien. In verfahrensrechtlicher Hinsicht 

ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung, um Bei-

ordnung ihrer Rechtsvertreterin als unentgeltliche Rechtsbeiständin sowie 

um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

H.  

Mit Zwischenverfügung vom 28. Dezember 2018 hiess der Instruktions-

richter die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie um unentgeltliche Verbeiständung 

im Sinne von aArt. 110a AsylG gut, setzte MLaw Michèle Künzi als amtliche 

Rechtsbeiständin der Beschwerdeführerin ein und verzichtete auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses. Ferner wurde die Vorinstanz zur Einrei-

chung einer Vernehmlassung eingeladen. 

I.  

In ihrer Vernehmlassung vom 11. Januar 2019 hielt die Vorinstanz an ihrer 

Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. 

Die Vernehmlassung wurde der Beschwerdeführerin am 14. Januar 2019 

zur Kenntnis gebracht. 

 

  

E-7305/2018 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb 

das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten 

(AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht 

(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 

25. September 2015). 

1.4 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie 

ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 

aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.5 Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (vgl. auch BVGE 

2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 Bst. b AsylG wird die Flüchtlingseigenschaft ab-

erkannt oder das Asyl widerrufen, wenn Gründe nach Art. 1 Bst. C  

Ziff. 1–6 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 

Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) vorliegen. 

E-7305/2018 

Seite 5 

3.2 Die Bestimmung von Art. 1 Bst. C Ziff. 1 FK umschreibt die Konstella-

tion, dass sich eine Person freiwillig wieder unter den Schutz des Landes, 

dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, gestellt hat und sich deshalb nicht 

mehr auf die Bestimmungen der FK berufen kann.  

4.  

4.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung ihrer Verfügung aus, gemäss ei-

nem Grenzkontrollrapport der Kantonspolizei D._______ vom 10. August 

2018 habe die Beschwerdeführerin sich vom (…) Juli 2018 bis (…) August 

2018 in Äthiopien aufgehalten. Dem schweizerischen Asylrecht liege ein 

einziger und einheitlicher Flüchtlingsbegriff zugrunde. Es ergebe sich aus 

der Unterscheidung zwischen originärer und derivativer Flüchtlingseigen-

schaft kein unterschiedlicher Rechtsstatus. Den besonderen Umständen 

von gemischt nationalen Familien werde bei der Prüfung von Art. 51 Abs. 1 

AsylG Rechnung getragen. Ferner unterscheide die Flüchtlingskonvention 

in Art. 1 C zwischen Personen, die sich freiwillig wieder unter den Schutz 

des Landes, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen, gestellt hätten, und 

solchen, die freiwillig in das Land zurückgekehrt seien, das sie aus Furcht 

vor Verfolgung verlassen oder nicht mehr betreten hätten. In Art. 1 Bst. C 

Ziff. 1 FK sei explizit die Rede vom Land, dessen Staatsangehörigkeit eine 

Person besitze. Davon könne auch bei einer lediglich formell, aufgrund der 

Einheit der Familie, als Flüchtling anerkannten Person, die eine andere 

Staatsangehörigkeit besitze als ihr materiell als Flüchtling anerkanntes Fa-

milienmitglied, nicht abgewichen werden. Es würde zu einem stossenden 

Ergebnis führen, wenn eine gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtling an-

erkannte Person bessergestellt würde als Personen, denen originär ge-

mäss Art. 3 AsylG die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt worden sei, indem 

sie sowohl in ihren Heimatstaat reisen und heimatliche Reisepapier besit-

zen als auch von den den anerkannten Flüchtlingen zustehenden Rechten 

profitieren könnten. 

4.2 Die Beschwerdeführerin führte zur Begründung ihrer Beschwerde aus, 

ihrem Ehemann sei aufgrund von in Eritrea erlittener asylrelevanter Verfol-

gung in der Schweiz Asyl gewährt worden. Ihr Herkunftsstaat sei aber Äthi-

opien und damit nicht der Verfolgerstaat ihres Ehemannes. Sie habe zu 

keinem Zeitpunkt eine Verfolgung durch ihren Herkunftsstaat Äthiopien gel-

tend gemacht. Im vorliegenden Kontext eines Asylwiderrufs sei somit nur 

ihr Verhältnis zum eritreischen Staat nicht aber dasjenige zu Äthiopien 

massgeblich. Gemäss Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeri-

schen Asylrekurskommission (EMARK) 1996 Nr. 7 müsse es sich für einen 

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Seite 6 

Asylwiderruf gemäss Art. 1 Bst. C Ziff. 1 FK beim Staat, dessen Staatsan-

gehörigkeit die betroffene Person besitze und unter dessen Schutz sie sich 

freiwillig gestellt habe, um den Herkunftsstaat handeln, zu welchem es auf-

grund von drohender oder erlittener Verfolgung zum Bruch gekommen sei. 

Für einen Asylwiderruf im Sinne von Art. 1 Bst. C Ziff. 1 FK müssten drei 

Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein: Der Akt, mit welchem der Flüchtling 

mit seinem Heimatstaat in Kontakt trete, müsse freiwillig erfolgt sein, der 

Flüchtling müsse in der Absicht gehandelt haben, von seinem Heimatstat 

Schutz in Anspruch zu nehmen, und der Schutz müsse ihm tatsächlich ge-

währt worden sein. Die blosse Anwesenheit auf dem Territorium des Hei-

matstaats begründe noch keine Inanspruchnahme des Schutzes. Zudem 

könne nicht jeder Kontakt zum Heimatstaat zwingend zu einem Asylwider-

ruf führen; es müsse dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit Rechnung 

getragen werden (EMARK 1993 Nr. 22). Sie sei keinesfalls mit der Absicht 

nach Äthiopien gereist, dort um Schutz zu ersuchen und sie habe keinen 

solchen erhalten. Sie habe sich kurze Zeit dort aufgehalten, um ihren 

schwerkranken Bruder zu besuchen. Ein Asylwiderruf würde sich somit 

wohl selbst dann nicht rechtfertigen, wenn es sich beim flüchtlingsrechtlich 

relevanten Heimatstaat um Äthiopien handeln würde. 

5.  

5.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin sich vom (…) Juli 2018 

bis (…) August 2018 in Äthiopien aufgehalten hat.  

5.2 Die Anwendung von Art. 1 Bst. C Ziff. 1 FK setzt kumulativ voraus, dass 

der Flüchtling freiwillig in Kontakt mit seinem Heimatstaat getreten ist, er 

mit der Absicht gehandelt oder zumindest in Kauf genommen hat, von sei-

nem Heimatstaat Schutz in Anspruch zu nehmen, und er diesen Schutz 

auch tatsächlich erhalten hat (vgl. BVGE 2017 VI/11, E. 4.3; 2010/17 

E. 5.2.1). Entfällt eine dieser drei Voraussetzungen, ist von der Aberken-

nung der Flüchtlingseigenschaft und vom Widerruf des Asyls abzusehen 

(vgl. Urteile des BVGer D-304/2019 vom 17. September 2019 E. 4.2 und 

E-4544/2017 vom 29. August 2017 E. 4.2 mit Verweis auf BVGE 2010/17 

E. 5.1.2 und EMARK 1996 Nr. 7 E. 10.a). 

5.3 Zwar bezieht sich die Flüchtlingskonvention in Art. 1 Bst. C auf den 

Staat, dessen Staatsangehörigkeit eine Person besitzt und sieht vor, dass 

nicht mehr unter das Abkommen fällt, wer sich freiwillig wieder unter den 

Schutz dieses Staates stellt. Die Flüchtlingskonvention geht aber von der 

Ausgangslage aus, dass eine Person den Schutz des Heimatstaats nicht 

beanspruchen kann oder – weil der Heimatstaat als Verfolgerstaat auftritt 

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Seite 7 

– nicht beanspruchen will (vgl. Art. 1 Bst. A FK). Der Heimatstaat der Be-

schwerdeführerin, Äthiopien, entsprach jedoch zu keiner Zeit dem Verfol-

gerstaat. Wie auf Beschwerdeebene zutreffend eingewendet wurde, 

machte die Beschwerdeführerin im Asylverfahren keine Verfolgung durch 

die äthiopischen Behörden geltend, sondern bezog sich vollumfänglich auf 

die Asylgründe ihres Ehemannes, der seinerseits eine Verfolgung durch 

den eritreischen Staat vorbrachte. Anknüpfungspunkt für die Zuerkennung 

der Flüchtlingseigenschaft sowie der Asylgewährung bildete somit für den 

Ehemann – und daraus abgeleitet auch für die Beschwerdeführerin –  

Eritrea. Die Anknüpfung an Äthiopien zur Aberkennung der (durch die Ver-

folgung ihres Ehemannes in Eritrea begründeten) Flüchtlingseigenschaft 

der Beschwerdeführerin erweist sich damit im vorliegenden Fall als unzu-

lässig. 

5.4 Die angefochtene Verfügung überzeugt zudem auch betreffend das  

Argument der Gleichbehandlung von originären und derivativen Flüchtlin-

gen nicht. Zwar trifft es zu, dass Art. 63 AsylG auf originäre Flüchtlinge und 

auf Personen, welche die Flüchtlingseigenschaft bloss derivativ erhalten  

haben, gleichermassen anwendbar ist. Ein Abstellen auf ihren Heimat- statt 

auf den Verfolgerstaat drängt sich aber unter dem Aspekt der Gleich- 

behandlung nicht auf, zumal dies zu neuer Ungleichbehandlung der Ehe-

partner führen könnte und insbesondere der Ehemann diesfalls im Gegen-

satz zu seiner Frau nach Äthiopien reisen könnte, ohne eine Aberkennung 

der Flüchtlingseigenschaft beziehungsweise einen Asylwiderruf befürchten 

zu müssen (vgl. zum Ganzen: Urteile des BVGer E-3014/2017 vom 25. Ok-

tober 2017 E. 5.2; E-4858/2014 vom 25. August 2016 E. 5.3.3). 

5.5 Zusammenfassend ist die Reise der Beschwerdeführerin nach Äthio-

pien nicht geeignet, Gründe nach Art. 63 Abs. 1 Bst. b AsylG in Verbindung 

mit Art. 1 Bst. C Ziff. 1 FK zu schaffen, welche die Aberkennung der Flücht-

lingseigenschaft und den Widerruf des Asyls rechtfertigen würden. Damit 

erübrigt sich die Prüfung, ob sie freiwillig mit ihrem Heimatland in Kontakt 

getreten ist, ob sie die Absicht hatte, von diesem Schutz in Anspruch zu 

nehmen und ob ihr dieser Schutz gewährt wurde. 

6.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefoch-

tene Verfügung aufzuheben. 

  

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Seite 8 

7.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen 

(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 

8.  

Der Beschwerdeführerin ist angesichts ihres Obsiegens in Anwendung von 

Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

(VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihr notwendigerweise 

erwachsenen Parteikosten zuzusprechen. Ihre Rechtsbeiständin hat mit 

der Beschwerdeeingabe eine Honorarnote eingereicht, die den Verfah-

rensumständen angemessen ist. Die vom SEM zu vergütende Parteient-

schädigung ist demnach auf insgesamt Fr. 1213.– (inkl. Auslagen und 

Mehrwertsteueranteil) festzusetzen. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen.  

2.  

Die angefochtene Verfügung wird aufgehoben. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Das SEM wird angewiesen, der Beschwerdeführerin für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von insgesamt 

Fr. 1213.– auszurichten. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Markus König Nicholas Swain 

 

 

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