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**Case Identifier:** e6e3bfc8-52bf-536e-b047-f6081d426a31
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.10.2018 200 2018 478
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-478_2018-10-15.pdf

## Full Text

200 18 478 IV
KNB/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Oktober 2018

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 31. Mai 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin), gelernte ... und seit 1991 als ... bei der D.________ AG zu 100% 
erwerbstätig, meldete sich im Mai 2016 unter Hinweis auf ein Asperger-
Syndrom bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin], [act. II], 2; 7 S. 5; 14 S. 2). Die IVB klärte den Sach-
verhalt in erwerblicher Hinsicht ab, zog Berichte behandelnder Ärzte bei 
und gewährte der Versicherten – nachdem sie einen Bericht von Dr. med. 
E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler 
Ärztlicher Dienst (RAD), eingeholt hatte (act. II 30) – Frühinterventions-
massnahmen in Form von Arbeitsplatzerhalt (act. II 32) sowie eines Job-
coachings (act. II 38; 47). Nachdem eine Steigerung des Arbeitspensums 
auf über 60% nicht hatte erzielt werden können (Protokolleintrag vom 10. 
April 2017 [in den Gerichtsakten]), schloss die IVB die Eingliederungs-
massnahmen mit Verfügung vom 5. Dezember 2017 (act. II 64) ab und 
liess die Versicherte durch Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, begutachten (Expertise vom 23. November 2017 [act. 
II 65.1]). Nachdem die IVB einen weiteren Bericht von Dr. med. 
E.________ (RAD) eingeholt hatte (act. II 68), stellte sie der Versicherten 
im Vorbescheid vom 26. Januar 2018 (act. II 69) mit der Begründung, es 
liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor, die Verneinung eines 
Leistungsanspruchs in Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte Einwand 
(act. II 72) und reichte eine Stellungnahme der psychiatrischen Dienste 
G.________ zu den Akten (act. II 74), woraufhin die IVB ihrerseits bei Dr. 
med. E.________ (RAD) eine Stellungnahme einholte (act. II 77). Mit Ver-
fügung vom 31. Mai 2018 (act. II 78) entschied die IVB wie im Vorbescheid 
in Aussicht gestellt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 3

B.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch B.________, Rechtsanwalt 
C.________, mit Eingabe vom 27. Juni 2018 Beschwerde erheben. Sie 
stellt die folgenden Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 31. Mai 2018 sei aufzuhe-
ben. 

2. Der Beschwerdeführerin sei eine Invalidenrente zuzusprechen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen 
Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

In der Begründung macht die Beschwerdeführerin zusammengefasst gel-
tend, entsprechend dem beweiskräftigen Gutachten von Dr. med. 
F.________ vom 23. November 2017 sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 
40% bzw. – bei gegebener optimaler Eingliederung am bisherigen Arbeits-
platz – von einem entsprechenden Invaliditätsgrad auszugehen, womit An-
spruch auf eine Viertelsrente der IV bestehe. Demgegenüber könne der 
IVB, welche für ihre Schlussfolgerung, wonach kein invalidisierender Ge-
sundheitsschaden vorliege, auf den RAD-Bericht von Dr. med. E.________ 
abstelle, nicht gefolgt werden.

Mit Beschwerdeantwort vom 8. August 2018 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-

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anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 31. Mai 2018 (act. II 
78). Hinsichtlich des Streitgegenstandes ist Folgendes festzuhalten: Die 
Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung vom 31. Mai 
2018 unter dem Titel „Keine Kostengutsprache für Leistungen der IV“ einen 
„Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung“ global verneint, wobei 
auch im Rahmen der Begründung kein direkter Bezug auf eine bestimmte 
Leistungskategorie bzw. die Invalidenrente genommen wird. Indessen hat 
die Beschwerdegegnerin mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 
5. Dezember 2017 (act. II 64) die bisher gewährten beruflichen Eingliede-
rungsmassnahmen abgeschlossen bzw. einen Anspruch auf weitere Mass-
nahmen verneint. Zudem beantragt die Beschwerdeführerin im 
vorliegenden Verfahren einzig und ausschliesslich eine Invalidenrente, 
weshalb allein diese Streitgegenstand bildet. Streitig und zu prüfen ist 
demnach der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Gemäss Art. 28 Abs. 
2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte 
Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 
mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% 
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen wie 
folgt:

3.1.1 Im Bericht der psychiatrischen Dienste G.________ vom 30. Juli 
2015 (act. II 4) wurde eine Autismus-Spektrum-Störung i.S. eines Asper-
ger-Syndroms (ICD-10 F84.5), eine Zwangsstörung (ICD-10 F42.2) sowie 
eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) diagnostiziert (S. 1). In der 
Beurteilung wurde festgehalten, unter Berücksichtigung aller erhobenen 
Anamnesedaten, testpsychologischen Daten und Befunde sei von einer 
Störung aus dem autistischen Spektrum auszugehen. Die erhobenen Da-
ten ohne Hinweise auf eine Verzögerung der Sprachentwicklung oder einer 
Intelligenzminderung liessen auf eine Autismus-Spektrum-Störung im Sinne 
eines Asperger-Syndroms gemäss ICD-10-Kriterien schliessen. Es zeigten 
sich eindeutige Hinweise auf das Vorhandensein relevanter autistischer 
Merkmale mit entsprechendem Wahrnehmungsstil bereits seit der früheren 
Kindheit. In den zusätzlich zu den massgeblichen klinischen Untersuchun-
gen eingesetzten autismusbezogenen neuropsychologischen Tests liessen 
sich gegenwärtig Defizite bezüglich sozialer Kognition sowie zentraler 
Kohärenz feststellen. Teilweise unauffällige Einzeltests in der aktuellen 
autismusbezogenen testpsychologischen Untersuchung kämen vor und 
könnten z.B. auf Ressourcen und erlernten Kompensationsstrategien beru-
hen. Obwohl die vorab ausgefüllten psychometrischen Screeningverfahren 
unauffällige Werte aufgezeigt hätten, hätten sich im Verlauf der Abklärung 
in der ausführlichen Eigen- und Fremdanamnese (Schwester und Mutter) 
kriteriengemäss eindeutige Hinweise auf das Vorhandensein einer autisti-
schen Grundstruktur mit entsprechendem Denk- und Wahrnehmungsstil 
bereits seit der frühen Kindheit gezeigt. 

Der Beschwerdeführerin sei es bis anhin aufgrund diverser Ressourcen 
(u.a. gutes Intelligenzniveau, Unterstützung durch Schwester und Mann) 
gelungen, die autismusspezifischen Beeinträchtigungen zu einem gewissen 
Grad zu kompensieren; gleichwohl ständen diese mit beruflichen und priva-
ten Schwierigkeiten in ihrer Biographie in Zusammenhang. Neben den ich-
synton erlebten alltagsstrukturierenden Routinen (u.a. geregelter 
Tagesablauf) berichte die Beschwerdeführerin über ein morgendliches 

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Zwangsritual (Kontrollieren von Türen und Elektrogeräten), welches sie als 
unsinnig und belastend wahrnehme. In diesem Zusammenhang sei von 
einer komorbiden Zwangsstörung auszugehen. Des weiteren erfülle die 
Beschwerdeführerin die ICD-10-Kriterien für eine leichte depressive Episo-
de. Anzumerken sei, dass Angst- und Zwangssymptome sowie depressive 
Störungen zu den häufigsten Komorbiditäten bei Autismus-Spektrum-
Störungen zählten (S. 1 f.).

3.1.2 Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
hielt im Bericht vom 19. Juli 2016 (act. II 23 S. 1 - 5) fest, der Gesundheits-
zustand sei unverändert. Von der beruflichen Seite sei jedoch von einer 
Verschlechterung auszugehen, weil die Beschwerdeführerin bisher davon 
profitiert habe, dass ihr Lebenspartner ihr Vorgesetzter gewesen sei, dieser 
aber nun in Pension gehe. Es sei möglich, dass dies zu einer Verunsiche-
rung mit vermehrter Überforderung am Arbeitsplatz führen könne. Die Be-
schwerdeführerin habe seit April 2016 das Arbeitspensum auf 60% 
reduziert, um der Überforderung auszuweichen (S. 3). Die bisherige Tätig-
keit sei noch zumutbar, am besten regelmässig über alle Arbeitstage mit 
reduzierter Stundenzahl (S. 4). 

3.1.3 Im Bericht der psychiatrischen Dienste G.________ vom 10. Au-
gust 2016 (act. II 25) wurde festgehalten, die Arbeitsfähigkeit sei aufgrund 
der autismusspezifischen Beeinträchtigungen reduziert (S. 3) und betrage 
seit dem 21. April 2016 60%. Die bisherige Tätigkeit sei zu ca. 50%, bei 
maximal 4-5 Stunden täglich, zumutbar. Dabei bestehe eine um 60-80% 
verminderte Leistungsfähigkeit (S. 4). 

3.1.4 In der Stellungnahme vom 18. Oktober 2016 (act. II 30) hielt die 
RAD-Ärztin Dr. med. E.________ fest, eine Autismusstörung, welche leis-
tungseinschränkend wirke, hätte sich schon früher zeigen müssen. Ge-
schildert würden aber eindeutig eine Symptomatik einer Zwangsstörung 
sowie depressive Befunde (S. 2). 

3.1.5 Im Bericht der Abklärungsstelle I.________ vom 23. Oktober 2017 
(act. II 61) hielt die für das Coaching der Beschwerdeführerin verantwortli-
che Person fest, aufgrund der Erfahrungen im Coaching sowie der behin-
derungsbedingten Einschränkungen sei klar von einer reduzierten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 8

Arbeitsfähigkeit auszugehen. Es werde eine ergänzende IV-Rente zur Ge-
währleistung der nötigen Erholungsphasen empfohlen. Zur Anspruchser-
hebung sollte beachtet werden, dass die Beschwerdeführerin die Zeit ihrer 
Pensenreduktion nutze, um sich von der permanenten Stresssituation am 
Arbeitsplatz zu regenerieren. Sobald sie ihr Arbeitspensum auf Grund von 
Feriensituationen oder Brückentagen angepasst habe (Mehrarbeit und 
Überzeit während der Weihnachtsfeiertage/Jahreswechsel, Vertretungssi-
tuation in den Oster- und Sommerferien), sei eine deutliche Stressreaktion, 
wie Schlaflosigkeit und erneutes Auftreten depressiver Tendenzen inner-
halb ihrer Emotionalität und Wahrnehmung, „zu beobachten“ (S. 4).

3.1.6 Im psychiatrischen Gutachten vom 23. November 2017 (act. II 
65.1) stellte Dr. med. F.________ die folgenden Diagnosen (S. 16 f.): 

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

• Autismus-Spektrum-Störung, Asperger-Syndrom, leicht bis mittelgradiges 
Ausmass (ICD-10 F84.5)

• Rezidivierende depressive Störung, ggw. remittiert (ICD-10 F33)
• Zwangsstörungen, vorwiegend Zwangshandlungen (ICD-10 F42.2)

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

• Akzentuierte zwanghafte, abhängige und selbstunsichere Persönlich-
keitszüge (ICD-10 Z 73.1)

Die Schwere der Depression müsse aktuell als remittiert eingestuft werden. 
Aufgrund des Asperger-Syndroms zeigten sich Schwierigkeiten bei zwi-
schenmenschlichen Kontakten und sozialen Interaktionen, erhaltene Funk-
tionen bei stereotypen Verhaltensmustern, Schwierigkeiten bei Änderungen 
von Routinen, ausgeprägte Veränderungsängste sowie Schwierigkeiten, in 
unstrukturierten Situationen flexibel zu reagieren, innere Unruhe und An-
spannungen bei Veränderungen in stereotypen Handlungen (S. 17). Die 
Beschwerdeführerin sei aktuell in allen Tätigkeiten ihrer Erfahrung und 
Ausbildung entsprechend zu 40% eingeschränkt. Das jetzige Arbeitspen-
sum von 60% an 3 Tagen pro Woche zu je 8 Stunden sollte aufrechterhal-
ten werden (S. 22). Diese Einschätzung gelte ab dem 21. April 2016 
(S. 23).

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3.1.7 Mit Bericht vom 16. Januar 2018 (act. II 68) nahm die RAD-Ärztin 
Dr. med. E.________ Stellung zum Gutachten von Dr. med. F.________. 

3.1.8 Mit Bericht vom 23. Februar 2018 (act. II 74) nahmen die psychia-
trischen Dienste G.________ Stellung zum Vorbescheid vom 26. Januar 
2018. 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Die im Recht liegenden Akten erlauben eine zuverlässige Beurtei-
lung der sich vorliegend stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen (vgl. 
E. 3.2 hiervor). 

3.4 Zunächst steht fest und ist unbestritten, dass in somatischer Hin-
sicht kein die Arbeitsfähigkeit einschränkender Gesundheitsschaden be-
steht. 

In psychischer Hinsicht diagnostizierte Dr. med. F.________ (mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit) ein leicht- bis mittelgradiges Asperger-
Syndrom (ICD-10 F84.5), eine rezidivierende, gegenwärtig remittierte 
depressive Störung (ICD-10 F33) und Zwangsstörungen, vorwiegend 
Zwangshandlungen (ICD-10 F42.2) sowie ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit akzentuierte zwanghafte, abhängige und selbstunsichere Persön-
lichkeitszüge (ICD-10 Z73.1 [act. II 65.1 S. 16 f.]). Er attestierte für die 
bisherige sowie für sämtliche anderen angepassten Tätigkeiten eine 
40%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 22). Zu prüfen bleibt, ob die medizinisch-
theoretisch festgestellte Arbeitsunfähigkeit auch eine rentenrelevante Inva-
lidität begründet respektive rechtlich massgeblich ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 10

3.5

3.5.1 Zunächst sollen die Sachverständigen die (psychiatrische) Dia-
gnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob 
die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 
124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Sodann erfolgt gemäss 
höchstrichterlicher Rechtsprechung die Prüfung, ob ein psychischer Ge-
sundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, 
anhand des für somatoforme Störungen entwickelten strukturierten norma-
tiven Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427 ff., 141 V 281 E. 4.1 
S. 296 ff.). Es gilt – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer 
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) 
anderseits (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 295) – im Regelfall nach gemeinsa-
men Eigenschaften systematisierte Standardindikatoren zu beachten 
(E. 4.1.3 S. 297 f.), welche sich in die Kategorien „funktioneller Schwere-
grad“ (E. 4.3 S. 298 f.) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4 S. 303 f.). 
Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). Die Anerkennung 
eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die 
funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen 
Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs-
sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sind (E. 6 S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429). Dabei ist dem klaren Willen des 
Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im 
Zuge einer objektivierten Betrachtungsweise von der grundsätzlichen „Vali-
dität“ der versicherten Person auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 
S. 295) und die materielle Beweislast für Invalidität bei ihr liegt (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110). 

3.5.2 Rechtsprechungsgemäss liegt es nicht allein in der Zuständigkeit 
der mit dem konkreten Einzelfall (gutachterlich) befassten Arztpersonen, 
abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) 
verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu 
einer (andauernden oder vorübergehenden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter 
Höhe und Ausprägung) führt. Die Frage, ob und in welchem Umfang die 
Feststellungen in einem medizinischen Gutachten anhand der 

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rechtserheblichen Indikatoren auf die Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen, 
ist rechtlicher Natur und damit frei überprüfbar. Darum kann aus rechtlicher 
Sicht von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit in einer 
Expertise abgewichen werden, ohne dass sie ihren Beweiswert gänzlich 
einbüsste. Darin liegt weder eine Geringschätzung der ärztlichen 
Beurteilung noch eine gerichtliche Kompetenzanmassung, sondern es ist 
notwendige Folge des rein juristischen Charakters der 
sozialversicherungsrechtlichen Begriffe von Arbeits-/Erwerbsunfähigkeit 
und Invalidität (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Juni 
2018, 8C_74/2018, E. 5.1).

3.6 Gemäss dem Gutachter Dr. med. F.________ ist die Beschwerde-
führerin vornehmlich durch die Störung aus dem Autismus-Spektrum im 
Alltag wie auch in der Umsetzung ihrer Ressourcen beeinträchtigt (act. II 
65.1 S. 18). Entgegen ihrer Auffassung (vgl. Beschwerde, S. 8, Ziffer 14) 
besteht kein Anlass, bei dieser Diagnose auf eine indikatorengeleitete 
Überprüfung des funktionellen Leistungsvermögens zu verzichten: So han-
delt es sich beim Asperger-Syndrom um eine Störung von unsicherer noso-
logischer Validität (vgl. DILLING, MOMBOUR, SCHMIDT [Hrsg.], Internationale 
Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-
diagnostische Leitlinien, 10. Aufl., 2015, S. 351). Ferner ist den im Ab-
schnitt F80-F89 zusammengefassten Störungen gemein, dass sie 
ausnahmslos – also auch das hier diagnostizierte Asperger-Syndrom (ICD-
10 F84.5) – ihren Beginn im Kindesalter oder in der Kindheit haben (vgl. 
DIMDI, ICD-10-WHO Version 2018, Kapitel V, Psychische und 
Verhaltensstörungen [F00-F99], Entwicklungsstörungen [F80-F89]), wofür 
es vorliegend keine echtzeitlichen Belege gibt, wurde die Diagnose bei der 
Beschwerdeführerin doch unbestrittenermassen weder während ihrer 
Kindheit noch ihrer Jugendzeit gestellt. Ist demnach in Übereinstimmung 
mit der RAD-Ärztin Dr. med. E.________ (vgl. act. II 68 S. 2) bereits die 
Nachvollziehbarkeit der Diagnose des Asperger-Syndroms nicht gegeben, 
bzw. wird die Störung durch den Gutachter Dr. med. F.________ als allein 
leicht- bis mittelgradig ausgeprägt charakterisiert (act. II 65.1 S. 16), erweist 
es sich als notwendig, eine vertiefende Prüfung hinsichtlich des 
funktionellen Schweregrades und insbesondere der Konsistenz 
vorzunehmen. Dies alles führt zum Schluss, dass die Würdigung des allen-

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falls invalidisierenden Charakters dieser Störung vorliegend nach Massga-
be der im Bereich für somatoforme Störungen entwickelten Grundsätze 
(vgl. E. 3.5.1) zu erfolgen hat. Wohl hat sich Dr. med. F.________ – wie die 
Beschwerdeführerin insoweit zutreffend geltend macht (vgl. Beschwerde, 
S. 4, Ziffer 3) – zu den Indikatoren geäussert (vgl. act. II 65.1 S. 17 ff.). 
Dies entbindet Verwaltung und Gericht jedoch nicht davon, die Rechtsfrage 
nach dem Vorliegen einer Invalidität auf der Grundlage der medizinischen 
Tatsachenfeststellungen frei zu überprüfen (vgl. E. 3.5.2 vorne). 

3.7 Wie bereits in E. 3.6 hiervor dargelegt, bestehen keine Hinweise 
noch wird geltend gemacht, dass die Diagnose eines Asperger-Syndroms 
bereits im Kindesalter der Beschwerdeführerin gestellt worden wäre. Nach 
den Leitlinien der ICD-10 bildet indessen das Vorliegen der 
entsprechenden Symptome bereits im Kindesalter notwendige 
Voraussetzung für eine entsprechende Diagnosestellung. Die psychiatri-
schen Dienste G.________ stellten im Bericht vom 30. Juli 2015 (act. II 4) 
insoweit fest, dass Einzeltests „in der aktuellen autismusbezogenen test-
psychologischen Untersuchung“ teilweise unauffällig gewesen seien und 
vorab ausgefüllte psychometrische Screeningverfahren „unauffällige Werte“ 
gezeigt hätten, sich jedoch aufgrund der Eigen- und Fremdanamnese 
(Schwester und Mutter) kriteriengemäss „eindeutige“ Hinweise auf das 
Vorhandensein einer autistischen Grundstruktur mit entsprechendem Denk- 
und Wahrnehmungsstil bereits seit der frühen Kindheit gezeigt hätten (S. 
1). Demnach stützten sich die behandelnden Ärzte der psychiatrischen 
Dienste G.________ – und in der Folge auch der Gutachter Dr. med. 
F.________ – für die Diagnosestellung massgeblich auf die heutigen 
Angaben der Beschwerdeführerin zur Krankheitsentwicklung sowie auf 
aktuelle fremdanamnestische Auskünfte der Schwester ab, während die 
durch die psychiatrischen Dienste G.________ zusätzlich befragte Mutter 
der Beschwerdeführerin sich an keinerlei Besonderheiten in der 
Entwicklung der Beschwerdeführerin erinnern konnte (vgl. S. 5; 65.1 S. 11 
f., 14 f.). Inwieweit aufgrund solcher, Jahrzehnte später erfolgter 
(fremd)anamnestischer subjektiver Angaben ein zuverlässiger Rückschluss 
auf ein das funktionelle Leistungsvermögen einschränkendes pathologi-
sches psychisches Leiden gezogen werden kann, erscheint in beweisrecht-
licher Hinsicht äusserst fraglich, kann jedoch vorliegend letztlich offen 

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bleiben. Denn gegen eine in rechtlicher Hinsicht hinreichende Ausgewie-
senheit einer die Arbeitsfähigkeit massgeblich einschränkenden, mit einem 
Asperger-Syndrom begründeten Psychopathologie spricht der vom Gutach-
ter nicht weiter diskutierte Umstand, dass die Beschwerdeführerin ohne 
aktenkundige Probleme eine Lehre als ... erfolgreich abschliessen (act. II 7 
S. 4 f.) und in der Folge im Berufsleben Fuss fassen konnte (act. II 12 S. 2). 
Dabei war sie seit 1991 beim selben Arbeitgeber und während mehr als 20 
Jahren in einem Pensum von 100% erwerbstätig (act. II 2 S. 6). 

Auch gibt es für die Darstellung der Beschwerdeführerin im Einwand gegen 
den Vorbescheid vom 26. Januar 2018, ihre Arbeitsleistung sei „eigentlich 
nie genügend“ gewesen (act. II 72 S. 2), keinen echtzeitlichen Beleg. Im 
Gegenteil wurde die Beschwerdeführerin in einem Arbeitszeugnis der 
D.________ AG vom 9. Januar 2014 (act. II 7 S. 2 f.) – und damit noch vor 
Eintritt der Arbeitsunfähigkeit – als „äusserst selbständige, mitdenkende 
und engagierte“, flexible und belastbare Mitarbeiterin mit fundiertem, jeder-
zeit zielgerichtet einsetzbarem Fachwissen beschrieben (S. 2), welche mit 
ihrer offenen, hilfsbereiten und entgegenkommenden Art zu einem positi-
ven Klima im Team beitrage (S. 3). Die von den psychiatrischen Diensten 
G.________ vertretene Auffassung, die zuvor von der Beschwerdeführerin 
innegehabten diversen Temporäranstellungen seien typisch für eine Autis-
mus-Spektrum-Störung (act. II 74 S. 2), überzeugt im Lichte der aktenmäs-
sig dokumentierten Erwerbsbiographie somit nicht, abgesehen davon, dass 
durchaus auch gesunde Menschen Temporärstellen bekleiden. Auch sticht 
das Argument, erst während ihrer Tätigkeit bei der D.________ AG habe 
sich die Beschwerdeführerin ab 1991 „durch die umfassende Unterstützung 
durch den Ehemann, welcher ein sehr strukturiertes und klar organisiertes 
Umfeld schaffen konnte, über mehrere Jahre in einer Tätigkeit halten“ kön-
nen, nicht: Denn tatsächlich ist die Beschwerdeführerin gemäss ihren An-
gaben erst seit dem Jahr 2000 mit ihrem heutigen Ehemann zusammen, 
wobei er erst „mit der Zeit […] ihr Chef“ geworden sei (act. II 65.1 S. 8). Die 
Beschwerdeführerin war somit ohne weiteres in der Lage, auch ohne das 
als schützend empfundene Umfeld ihres Ehemannes während vielen Jah-
ren im Umfang von 100% zu arbeiten. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 14

Es fehlen in den Akten demnach – wie bereits dargelegt – überzeugende 
echtzeitliche Anhaltspunkte, die für das Vorliegen eines seit Kindheit be-
stehenden Asperger-Syndroms respektive der demselben zugrunde lie-
genden Symptomatik sprächen. Folglich ist auch der bei Entwicklungs-
störungen geforderte stetige Verlauf ohne Remissionen und Rezidive (vgl. 
DIMDI, a.a.O) vorliegend nicht verifizier- respektive nachvollziehbar. Ob 
und wenn ja unter welchen Voraussetzungen es zulässig ist, die Diagnose 
erstmals im Erwachsenenalter zu stellen, kann allerdings offen bleiben. 
Anzufügen ist immerhin, dass das Vorbringen der psychiatrischen Dienste 
G.________, das jeweils morgens eingehaltene strikte Morgenritual der 
Beschwerdeführerin sowie das ausgiebige Pflegen ihrer Freizeitbeschäfti-
gungen (Beobachten von Insekten) sei als wiederholendes stereotypes 
Repertoire an Interessen und Aktivitäten (vgl. DILLING, MOMBOUR, SCHMIDT, 
a.a.O., S. 352) hinweisend für eine Psychopathologie (act. II 74 S. 1 f.), 
nicht überzeugt, pflegen doch auch gesunde Menschen (gerade morgens) 
Rituale und üben „repetitiv“ (und mit Hingabe) ihre Hobbys aus. Wenn Dr. 
med. E.________ deshalb zum Schluss kommt, ein sich wiederholendes 
Repertoire an Interessen und Aktivitäten sei nirgends nachvollziehbar (act. 
II 68 S. 2), leuchtet dies ohne weiteres ein. Die Diagnose eines Asperger-
Syndroms (ICD-10 F84.5) im Sinne der klassifizierenden Merkmale (vgl. 
BGE 143 V 418 E. 6 S. 427) und die daraus sowohl von den behandelnden 
Ärzten der psychiatrischen Dienste G.________ als auch vom Gutachter 
Dr. med. F.________ abgeleiteten funktionellen Beeinträchtigungen 
erweisen sich somit als in rechtlicher Hinsicht nicht erstellt. 

Wie zudem nachfolgend anhand der Indikatoren zu zeigen ist, erlauben 
auch die (im Wesentlichen) auf das postulierte Asperger-Syndrom 
zurückgeführten funktionellen Auswirkungen nicht überwiegend 
wahrscheinlich den Schluss auf eine Invalidität. Wie in E. 3.6 vorne 
dargelegt, hat sich Dr. med. F.________ in seiner Expertise vom 23. No-
vember 2017 (act. II 65.1) an den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 
V 281 orientiert, weshalb für die Indikatorenprüfung darauf abgestellt wer-
den kann. 

3.8

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 15

3.8.1 Hinsichtlich der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ und dem 
Komplex „Gesundheitsschädigung“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1 S. 298 f.) 
gilt es, die Schwere des Krankheitsgeschehens anhand aller verfügbaren 
Elemente aus der diagnoserelevanten Ätiologie und Pathogenese zu 
plausibilisieren (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1 S. 299). 

Selbst wenn – entgegen dem in E. 3.7 hiervor Dargelegten – die Diagnose 
eines Asperger-Syndroms als hinreichend ausgewiesen zu betrachten 
wäre, so bliebe festzuhalten, dass sich der Schweregrad des 
Krankheitsgeschehens als nicht erheblich darstellt, präsentierte sich die 
objektive psychopathologische Befundlage anlässlich der Begutachtung bei 
Dr. med. F.________ doch als bescheiden (vgl. act. II 65.1 S. 15 f.). Was 
die Einschätzung des funktionellen Leistungspotentials anhand des Mini-
ICF-Ratings (für Aktivitäts- und Partizipationsbeeinträchtigungen bei psy-
chischen Erkrankungen) anbelangt (vgl. act. II 65.1 S. 19), so bleibt darauf 
hinzuweisen, dass dieses (rein deskriptive) Instrument für den versiche-
rungsmedizinischen Kontext noch nicht hinreichend validiert ist. Insbeson-
dere ist die ICF nicht zur direkten Erfassung (allein massgeblicher) 
kausaler Zusammenhänge geeignet (vgl. dazu SZS 2018 S. 132 f.), was 
namentlich dann ins Gewicht fällt, wenn – wie hier – die Diagnose, aus der 
die funktionellen Einschränkungen im Wesentlichen abgeleitet werden, 
nicht schlüssig ist. Im Übrigen weist Dr. med. E.________ überzeugend 
darauf hin, es sei nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin angesichts 
der Pensionierung des Ehemannes und Vorgesetzten Angst bekommen 
habe, ihre Gewohnheiten ändern zu müssen. Der neue Vorgesetzte sei 
jedoch von ihrem Ehemann eingearbeitet worden und respektiere die Ei-
genschaften der Beschwerdeführerin, womit auch das alte „Schonklima“ 
wieder hergestellt gewesen sei (act. II 68 S. 2; 72 S. 2). Soweit die Be-
schwerdeführerin vorbringt, der Vorgesetzte habe wieder gewechselt (Be-
schwerde, S. 6, Ziffer 8), so macht sie weder geltend noch ist ersichtlich, 
dass deswegen im hier massgeblichen Zeitraum bis zur angefochtenen 
Verfügung vom 31. Mai 2018 eine Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes eingetreten wäre. Auch ist die Beschwerdeführerin offensichtlich in 
der Lage, anders als von den behandelnden Ärzten ursprünglich als zu-
mutbar erachtet (vgl. act. II 23 S. 4; 25 S. 4), die attestierte Arbeitsfähigkeit 
an drei vollen Tagen zu verwerten (vgl. act. II 65.1 S. 15). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 16

Schliesslich vermag die Beschwerdeführerin auch aus den Darlegungen 
ihres Coaches nichts zu ihren Gunsten abzuleiten: Zwar wurde im Bericht 
der Abklärungsstelle I.________ vom 23. Oktober 2017 (act. II 61) festge-
halten, die Beschwerdeführerin reagiere bei einer Pensumsteigerung (auf 
über 60%) mit einer deutlichen Stressreaktion, wie Schlaflosigkeit und er-
neutem Auftreten depressiver Tendenzen (S. 5; vgl. auch Beschwerde, S. 
5, Ziffer 6). Dabei ist jedoch zu beachten, dass die bisherige 100%-Stelle 
der Beschwerdeführerin bei der D.________ AG bereits im Januar 2017 – 
und damit bereits im Zeitpunkt des Beginns der von der Beschwerdegegne-
rin veranlassten beruflichen Massnahmen in Form eines Coachings (vgl. 
Protokolleinträge vom 13. Dezember 2016 und 20. Januar 2017 [in den 
Gerichtsakten]) – in zwei 60%-Stellen umgewandelt worden war (act. II 41) 
und eine Aufstockung des Arbeitspensums auf 80% mangels innerbetriebli-
cher Alternativlösungen ausgeschlossen wurde. Damit fiel und fällt eine 
Pensumerhöhung – wie die Beschwerdeführerin im Einwandschreiben vom 
21. Februar 2018 (act. II 72) selber einräumte (S. 3) – ausser Betracht und 
würde zur Kündigung der Stelle führen respektive hätte bereits bei Beginn 
der beruflichen Massnahmen zu deren Kündigung geführt (act. II 41; 61 S. 
4) – dies alles vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin wieder-
holt betonte, der Verbleib an dieser Arbeitsstelle sei ihr sehr wichtig (vgl. 
act. II 11 S. 2; 65.1 S. 12). Aus den Angaben des Coaches der Beschwer-
deführerin können demnach keine zuverlässigen Schlüsse hinsichtlich der 
Schwere der gesundheitlichen Beeinträchtigung abgeleitet werden, nach-
dem einer Pensumsteigerung offenkundig namhafte iv-fremde Faktoren 
entgegenstanden haben bzw. entgegenstehen. 

Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände leuchtet die namentlich auf 
dem Gutachten von Dr. med. F.________ erfolgte, auf einer feststehenden 
Befundlage beruhende Einschätzung von Dr. med. E.________ in ihrer 
Stellungnahme vom 16. Januar 2018 (act. II 68) somit ein, wonach eine 
„leistungsrelevante Autismusspektrumsstörung mit der explizite[n] Diagno-
se Asperger […] nicht überzeugend nachvollziehbar“ sei (S. 2). Die geltend 
gemachte Schwere des Gesundheitsschadens erweist sich somit als nicht 
hinreichend plausibilisiert. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 17

3.8.2 Mit Bezug auf den Indikator „Behandlungs- und 
Eingliederungserfolg oder -resistenz“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299) 
gab die Beschwerdeführerin gegenüber Dr. med. F.________ an, sie sei 
seit Sommer 2015 wöchentlich in einer intensiven ambulanten 
psychiatrischen Behandlung (act. II 65.1 S. 1 f.). Dieser hielt hierzu fest, die 
bisherige Therapie sei lege artis durchgeführt worden (S. 21). Indem die 
Behandlung bis zum Verfügungszeitpunkt fast drei Jahre andauerte und 
keine Steigerung des Arbeitspensums erzielt werden konnte, ist – wenn 
und soweit die Therapie der Behandlung eines iv-relevanten 
Gesundheitsschadens dient (vgl. jedoch E. 3.7 vorne) – von einer 
Behandlungsresistenz auszugehen. 

3.8.3 Sodann liegt weder in somatischer noch in psychischer Hinsicht 
eine wesentliche ressourcenraubende Komorbidität (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.3 S. 300) vor: So ist die anfänglich diagnostizierte leichte und in 
der Folge mittelgradige depressive Episode (act. II 4 S. 1; 25 S. 2) gemäss 
dem Gutachten von Dr. med. F.________ gegenwärtig remittiert (act. II 
65.1 S. 16). Hinsichtlich der weiter diagnostizierten Zwangsstörungen hielt 
der Gutachter auf der Befundebene fest, zwanghafte Handlungen oder 
Zwangsgedanken seien nicht eruierbar gewesen, bei berichteten 
unangenehmen früheren Zwangsgedanken und –handlungen (S. 16). 
Anamnestisch gab die Beschwerdeführerin gegenüber Dr. med. 
F.________ an, sie wisse bestens, was Zwang, Zwangsgedanken und 
Zwangshandlungen seien. Sie habe eine Zeit lang unter starken Zwängen 
gelitten, immer wieder kontrollieren zu müssen, ob die Türen zu Hause 
geschlossen seien, ob der Kochherd ausgeschaltet sei. Selbst wenn diese 
Zwänge auch weiterhin vorliegen, so hat die Beschwerdeführerin doch ge-
lernt, damit umzugehen. Was weiter die vom Gutachter festgestellten ak-
zentuierten zwanghaften, abhängigen und selbstunsicheren 
Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) anbelangt, so ergibt sich daraus keine 
erhebliche ressourcenhemmende Komorbidität, zumal Dr. med. 
F.________ dieser Störung keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
beimass (vgl. Entscheid des BGer vom 17. September 2018, 9C_676/2017, 
E. 4.2.1.3 sowie nachstehende E. 3.8.4 zur Frage der 
ressourcenhemmenden Wirkung der akzentuierten Persönlichkeitszüge im 
Rahmen des Komplexes „Persönlichkeit“). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 18

3.8.4 Mit Bezug auf den Komplex „Persönlichkeit“ (BGE 141 V 281 
E. 4.3.2 S. 302) ist nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass sich die 
Persönlichkeitsstruktur der Beschwerdeführerin in wesentlichem Ausmass 
ressourcenhemmend auswirkt: Zwar hat Dr. med. F.________ – wie in E. 
3.8.3 hiervor dargelegt – akzentuierte zwanghafte, abhängige und 
selbstunsichere Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) diagnostiziert. Auch 
hielt der Gutachter unter „Ausführliche Diskussion des aktuellen Persön-
lichkeitsbildes und der biografischen Persönlichkeitsentwicklung“ fest, die 
Beschwerdeführerin habe seit der Kindheit eine Störung aus dem Autis-
mus-Spektrum gezeigt. Sie sei immer eine Einzelgängerin gewesen, habe 
intensive zwischenmenschliche Kontakte vermieden und Beeinträchtigun-
gen in sozialen Interaktionen und Kommunikationen gezeigt. Sie habe nur 
leichte Beeinträchtigungen bei stereotypen und wiederholenden Handlun-
gen gezeigt. Jede Veränderung in den alltäglichen Aktivitäten habe zu psy-
chischen Dekompensationen geführt. In solchen Fällen habe sie mit 
depressiver Verstimmung, Erschöpfung, Interesse- und Freudelosigkeit, 
vermindertem Antrieb, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Ängsten und 
der Vermeidung von sozialen Kontakten reagiert (act. II 65.1 S. 18). Selbst 
wenn diese Ausführungen auf gewisse Defizite in der Persönlichkeitsstruk-
tur hinweisen sollten, bliebe auch insoweit darauf hinzuweisen, dass die 
Beschwerdeführerin über viele Jahre hinweg uneingeschränkt erwerbstätig 
sein und im Übrigen auch eine Ehebeziehung eingehen konnte, worauf 
auch die RAD-Ärztin Dr. med. E.________ hinweist (act. II 68 S. 3) und 
welche Umstände gegen erhebliche ressourcenhemmende Eigenheiten im 
Rahmen der Persönlichkeit sprechen. Zudem ist von namhaften intellektu-
ellen Ressourcen in Form eines guten Intelligenzniveaus auszugehen, die 
– auch nach Auffassung der psychiatrischen Dienste G.________ – positiv 
ins Gewicht fallen (act. II 4 S. 2). 

3.8.5 Im Weiteren weist der Komplex „Sozialer Kontext“ (BGE 141 V 281 
E. 4.3.3 S. 303) auf erhebliche Kompensationspotentiale hin, lebt die 
Beschwerdeführerin doch zusammen mit ihrem seit Mai 2017 pensionierten 
Ehemann in einem Zweifamilien-Eigentumshaus, wobei im anderen 
Hausteil ihre Schwester wohne, zu der sie sich eng verbunden fühle und 
von der sie alles bekomme, „was sie brauche, immer wieder Unterstützung“ 
(act. II 65.1 S. 10, 14). Eingedenk der Darstellung im Gutachten, wonach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 19

die Beschwerdeführerin stets eine Einzelgängerin gewesen sei (S. 18), ist 
ein (krankheitsbedingter) sozialer Rückzug somit nicht ausgewiesen. 

3.8.6 Im Rahmen der Konsistenzprüfung (BGE 141 V 281 E. 4.4 
S. 303 f.) ist mit Blick auf den Indikator einer gleichmässigen 
Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren 
Lebensbereichen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303) festzuhalten, dass die 
Beschwerdeführerin in der Freizeit gemäss eigenen Angaben versuche, 
„draussen (zu) ... 
oder zu ... oder ihre Hobbys auszuüben“. Ihr Hobby seien ..., dazu ..., „...“. 
Zudem ... sie gerne und ... (act. II 65.1 S. 10). In den Akten bestehen keine 
Hinweise dahingehend, dass die Beschwerdeführerin nach Eintritt des 
geltend gemachten Gesundheitsschadens ihre freizeitlichen Aktivitäten 
reduziert hätte. Auch bekundet die Beschwerdeführerin keinerlei Probleme 
bei der Bewältigung der Haushaltführung, was ebenso gegen eine 
wesentliche invaliditätsbedingte Einschränkung des funktionellen 
Leistungsvermögens spricht, woran nichts ändert, dass sie betreffend den 
Haushalt alles mit ihrem seit Mai 2017 pensionierten Ehemann mache 
(S. 10). Selbst wenn von einem behandlungs- und 
eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdruck (BGE 141 V 
281 E. 4.4.2 S. 304) auszugehen wäre (vgl. E. 3.8.2 vorne) und 
berücksichtigt wird, dass die Beschwerdeführerin grundsätzlich motiviert 
und willens ist, im Rahmen des seit April 2016 ausgeübten Teilpensums 
von 60% beim bisherigen Arbeitgeber weiterzuarbeiten und das 
Aktivitätenniveau im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit 
zu sehen ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303), so ist mit der 
Beschwerdegegnerin (vgl. Beschwerdeantwort, S. 3) festzuhalten, dass 
zwischen den geltend gemachten Einschränkungen im Erwerb und den 
Aktivitäten in der Freizeit eine erhebliche Inkonsistenz bzw. Diskrepanz 
besteht. 

3.9 Demnach ist – im Lichte der Standardindikatoren von BGE 141 V 
281 – die im psychiatrischen Gutachten von Dr. med. F.________ vom 23. 
November 2017 (act. II 65.1) attestierte Arbeitsunfähigkeit und folglich eine 
invalidenversicherungsrechtlich relevante Invalidität beweismässig nicht 
hinreichend erstellt, womit die gutachterlich attestierte, 40%ige 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 20

Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten rechtlich nicht ausgewiesen 
und folglich nicht zu übernehmen ist. Dies gilt mit Bezug auf den gesamten 
Beurteilungszeitraum bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
31. Mai 2018, nachdem in den medizinischen Akten keine Hinweise für 
einen in psychischer Hinsicht wechselhaften Verlauf vorliegen (vgl. E. 3.1 
vorne; act. II 65.1 S. 23). 

3.10 Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 31. Mai 
2018 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen. 
Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men. 

4.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach 
allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133)

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 21

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Okt. 2018, IV/18/478, Seite 22

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.