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**Case Identifier:** 45ee61bc-cdc7-55d6-8aef-7d6683232c88
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-08
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 08.09.2025 VBE.2024.541
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-541_2025-09-08.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2024.541 / lf / GM 
Art. 111 

 

Urteil vom 8. September 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Fischer, Vorsitz 

Oberrichter Roth 

Oberrichterin Hausherr 

Gerichtsschreiberin Fricker 

 

 
   

Beschwerde 

führerin  

 A._____, 

vertreten durch Andrea Mengis, Advokatin, c/o Procap Schweiz, 

Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten 

 

 
   

Beschwerde 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
   

Beigeladene   B._____ 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten, berufliche Massnahmen 

(Verfügung vom 3. Oktober 2024) 
 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die 1972 geborene Beschwerdeführerin meldete sich am 3. April 2022 bei 

der Beschwerdegegnerin zum Bezug nicht näher bezeichneter Leistungen 

der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Die Beschwerdegeg-

nerin tätigte daraufhin persönliche, berufliche und medizinische Abklärun-

gen und nahm in deren Rahmen Rücksprache mit dem Regionalen Ärztli-

chen Dienst (RAD). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren und er-

neuter Rücksprache mit dem RAD wies die Beschwerdegegnerin das Ren-

tenbegehren der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 3. Oktober 2024 

ab und verneinte einen Anspruch auf berufliche Massnahmen. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 3. Oktober 2024 erhob die Beschwerdeführerin 

mit Eingabe vom 6. November 2024 fristgerecht Beschwerde und stellte 

folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 03.10.2024 sei aufzuhe-
ben. 

 
2. Der Beschwerdeführerin sei rückwirkend ab 01.11.2022 eine Invaliden-

rente zuzusprechen. 
 
3. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren medizinischen Abklä-

rungen an die Beschwerdegegner[i]n zurückzuweisen. 
 
4. Subeventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, berufliche 

Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. 
 
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen 

Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 4. Dezember 2024 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 9. Dezember 2024 wurde die 

berufliche Vorsorgeeinrichtung der Beschwerdeführerin im Verfahren bei-

geladen und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. 

 

2.4. 

Mit Eingabe vom 9. Dezember 2024 reichte die Beschwerdeführerin einen 

Bericht ihrer behandelnden Ärztin Dr. med. C._____, Fachärztin für Psychi-

atrie und Psychotherapie, vom 27. November 2024 ein. 

 - 3 - 

 

 

2.5. 

Am 15. Januar 2025 reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht ihrer  

Arbeitgeberin vom 8. Januar 2025 zu den Akten. 

 

2.6. 

Mit Eingabe vom 22. Januar 2025 verzichtete die Beigeladene auf das Ein-

reichen einer Stellungnahme. 

 

2.7. 

Am 10. Februar 2025 reichte die Beschwerdeführerin zwei Berichte der  

Augenklinik D._____ vom 24. Dezember 2024 und 28. Januar 2025 ein. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Rentenbegeh-

rens damit, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit 

zwar nicht mehr, in einer angepassten Tätigkeit jedoch zu 100 % arbeitsfä-

hig sei. Angesichts des im – mit 70 % zu gewichtenden – Erwerbsbereich 

aus dem entsprechenden Einkommensvergleich resultierenden Teilinvali-

ditätsgrades von 2.51 % bzw. (ab 1. Januar 2024) 9 % könne offenbleiben, 

ob und gegebenenfalls inwiefern eine Einschränkung im mit 30 % zu wer-

tenden Aufgabenbereich Haushalt bestehe, da jedenfalls ein rentenaus-

schliessender Gesamtinvaliditätsgrad resultiere. Einen Anspruch auf beruf-

liche Massnahmen verneinte die Beschwerdegegnerin, weil die subjektive 

Eingliederungsfähigkeit fehle (vgl. Vernehmlassungsbeilage [VB] 85 und 

Vernehmlassung S. 2). Die Beschwerdeführerin stellt sich demgegenüber 

im Wesentlichen auf den Standpunkt, die Beschwerdegegnerin habe den 

anspruchsrelevanten medizinischen Sachverhalt ungenügend abgeklärt. 

Tatsächlich sei sie aufgrund ihrer physischen und psychischen Beeinträch-

tigungen auch in einer angepassten Tätigkeit in ihrer Arbeitsfähigkeit ein-

geschränkt. Sofern nicht von einem Anspruch auf eine ganze Rente aus-

gegangen werde, habe sie zumindest Anspruch auf weitere berufliche Mas-

snahmen (Beschwerde S. 4 ff.). 

 

1.2. 

Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin einen An-

spruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente und auf berufliche Mass-

nahmen mit Verfügung vom 3. Oktober 2024 (Vernehmlassungsbeilage 

[VB] 85) zu Recht verneint hat. 

 

 - 4 - 

 

 

2. 

2.1. 

In der angefochtenen Verfügung vom 3. Oktober 2024 (VB 85) stützte sich 

die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die 

Aktenbeurteilungen von RAD-Ärztin med. pract. E._____, Fachärztin für 

Rheumatologie sowie für Allgemeine Innere Medizin, vom 29. Februar 

2024 (VB 66) und von Prof. Dr. med. F._____, Facharzt für Neurologie so-

wie Praktischer Arzt, vom 6. September 2024 (VB 84). 

 

2.1.1. 

In ihrer Aktenbeurteilung vom 29. Februar 2024 ging med. pract. E._____ 

vom Vorliegen nachfolgender Diagnosen aus (VB 66 S. 2 f.): 

 

"- Seropositive Rheumatoide Arthritis ED 04/2018 
- Chronische Schmerzsymptomatik stammbetont 
(…) 

- V.a. Depressives Syndrom 
- Symptomatische lytische Spondylolisthesis L5/S1 
(…) 

- Unklare Allgemeinzustandsverschlechterung seit Augen-OP 03/202 1 
(…) 

- Chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom  
- Episodische Bauchschmerzen unklarer Atiologie, DD i.R. einer Gastri-

tis 
- Arterielle Hypertonie, medikamentös behandelt" 

 

Med. pract. E._____ führte zudem aus, die angestammte Tätigkeit als Be-

treuungsassistentin in einer Kitaeinrichtung sei der Beschwerdeführerin 

aus somatischer Sicht zu 50 % möglich, aufgrund der psychischen Be-

gleiterkrankung mit Panikstörungen und depressivem Syndrom aber insge-

samt nicht mehr zumutbar. Begründet werde dies durch die schnelle Er-

schöpfbarkeit, die Konzentrationsstörungen, den verminderten Antrieb und 

die Schlafstörungen. Eine Tätigkeit mit Verantwortung für kleine Kinder 

könne daher nicht mehr ausgeübt werden (VB 66 S. 3). In einer angepass-

ten, leicht bis mittelschweren Tätigkeit sei nach Ablauf des Wartejahres am 

1. November 2022 und unter Einhaltung des Funktionsprofils eine vollum-

fängliche Arbeitsfähigkeit gegeben. Hinsichtlich des aufgrund der gesund-

heitlichen Störungen bestehenden Funktionsprofils hielt 

med. pract. E._____ fest, es bestehe keine Einschränkung der Grob-, aber 

eine solche der Feinmotorik, "schwer manuelle" Tätigkeiten sollten vermie-

den werden, das Heben und Tragen von Lasten bis maximal fünf bis zehn 

Kilogramm sei zumutbar, langes Sitzen von mehr als vier Stunden pro Tag 

am Stück, langes Stehen von mehr als zwei Stunden pro Tag, repetitive 

Arbeiten über Kopf sowie häufige Bückbewegungen und Rumpfrotationen, 

Zwangshaltungen mit Arbeiten in vorgeneigter Haltung sowie kniend, kau-

ernd und gebückt seien zu vermeiden und Arbeiten in Kälte und Nässe 

seien als ungünstig anzusehen. Aus psychiatrischer Sicht sei zwar keine 

eindeutige Diagnose gestellt worden, jedoch sei aufgrund der Akten ein 

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eingeschränktes Funktionsprofil zu definieren: "Vermeidung von länger-

dauernden Anforderungen unter Zeitdruck, hohes Verarbeitungstempo bei 

Multitaskingaufgaben, Entscheidungen unter Stressbedingungen fällen, 

Fokus auf Qualität anstatt Quantität legen" (VB 66 S. 4). 

 

2.1.2. 

Nach Eingang weiterer medizinischer Berichte führte der RAD-Arzt 

Prof. Dr. med. F._____ in seiner Aktenbeurteilung vom 6. September 2024 

aus, die behandelnde Psychiaterin der Beschwerdeführerin habe im 

Schreiben vom 16. Mai 2024 das Vorliegen einer posttraumatischen Belas-

tungsstörung (PTBS) festgehalten. Allerdings habe sie hierzu keinen ent-

sprechenden psychopathologischen Befund genannt. Auch würden die von 

ihr benannten Ereignisse nicht die Kriterien der ICD-10 für die Auslösung 

einer PTBS erfüllen. Insofern sei die Diagnose einer PTBS nicht nachvoll-

ziehbar und könne aufgrund des vorliegenden Sachverhalts nicht festge-

stellt werden. Darüber hinaus stelle die behandelnde Psychiaterin eine so-

matoforme Schmerzstörung fest. Zu den vorliegenden Schmerzen habe 

sich der RAD bereits in der Stellungnahme vom 20. Februar 2024 (recte 

wohl: 29. Februar 2024, vgl. E. 2.1.1. hiervor) geäussert. Insgesamt würden 

sich aus dem Schreiben der behandelnden Psychiaterin keine neuen Er-

kenntnisse in Bezug auf die berufsbezogenen Funktionen der Beschwer-

deführerin ergeben (VB 84 S. 3). Augenärztlicherseits würden "square 

wave jerks", also rasche horizontale Augenbewegungen, beschrieben. 

Auch würden intermittierende Doppelbilder beschrieben. Es sei deshalb 

eine Überweisung in die Neurologie des Kantonsspitals G._____ erfolgt. 

Die dort durchgeführte Abklärung habe das Vorliegen von raschen horizon-

talen Augenbewegungen bestätigt. Der übrige körperliche Untersuchungs-

befund sei regelrecht gewesen. Eine Ursache für diese Auffälligkeit habe 

sich nicht finden lassen. Bei der letzten Kontrolluntersuchung im Januar 

2024 sei die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang beschwerde-

frei gewesen. Auch habe sie angegeben, dass sie bei vorbestehender Mig-

räne nicht mehr unter Kopfschmerzen leide. Auch seien keine Doppelbilder 

angegeben worden. Insofern würden sich in dieser Hinsicht keine Hinweise 

auf gesundheitliche Beeinträchtigungen ergeben, die die berufsbezogenen 

Funktionen der Beschwerdeführerin beeinträchtigen würden. Dasselbe 

gelte für die Auffälligkeiten im Sinne eines "Cotton-Wool-Spot". Zusammen-

fassend würde sich aus den neu vorgelegten Berichten keine medizini-

schen Erkenntnisse ergeben, die Anlass dazu gäben, die Feststellungen in 

der RAD-Stellungnahme vom 20. Februar 2024 (recte wohl: 29. Februar 

2024, vgl. E. 2.1.1. hiervor) in Zweifel zu ziehen (VB 84 S. 4). 

 

2.2. 

2.2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

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Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

2.2.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe-

nen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gut-

achtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge An-

forderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuver-

lässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-

lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 

E. 4.4 S. 469 f. und 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

2.2.3. 

Beweistauglich kann auch eine reine Aktenbeurteilung sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen. Dies ist ins-

besondere der Fall, wenn genügend Unterlagen aufgrund anderer persön-

licher Untersuchungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über Anam-

nese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische Sach-

verständige muss sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein lückenloses Bild machen können (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 22. Dezember 

2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, der RAD habe ihre 

medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit nur von somatischer Seite her 

beurteilt. Die RAD-Ärzte hätten sie nie persönlich gesehen, geschweige 

denn selber untersucht. Die lange Diagnoseliste des Kantonsspitals 

G._____ zeige, dass sie an einem komplexen Beschwerdebild mit sowohl 

somatischen als auch psychiatrischen Diagnosen leide. Die Beeinträchti-

gung der Sehfähigkeit sei zudem weder in der RAD-Beurteilung vom 

29. Februar 2024 gewürdigt worden, noch habe sich die Beschwerdegeg-

nerin in der angefochtenen Verfügung dazu geäussert (vgl. Beschwerde 

S. 4). Aus psychiatrischer Sicht habe die behandelnde Psychiaterin 

Dr. med. C._____ aufgrund einer posttraumatischen Belastungsstörung, 

einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und einer Retinaablö-

sung am rechten Auge eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % attestiert. Der Be-

richt von Dr. med. C._____ vom 12. Juni 2024 sei in der RAD-Beurteilung 

 - 7 - 

 

 

vom 6. September 2024 nicht erwähnt worden, was auf eine oberflächliche 

Fallprüfung hinweise. Allerdings sei der RAD-Neurologe auch gar nicht in 

der Lage, ihre psychischen Beeinträchtigungen abschliessend zu beurtei-

len. Die medizinischen Abklärungen der Beschwerdegegnerin seien damit 

ungenügend, um ihren Rentenanspruch zu verneinen, zumal seitens der 

behandelnden Ärzte seit Mitte November 2021 eine Arbeitsunfähigkeit von 

100 % bzw. im Rahmen der beruflichen Reintegration von 70 % attestiert 

werde. Vielmehr hätte die Beschwerdegegnerin eine polydisziplinäre Be-

gutachtung anordnen müssen, weil ihre Resterwerbsfähigkeit nur unter Ein-

bezug sämtlicher medizinischen Fachdisziplinen in einer Konsensbeurtei-

lung zuverlässig eingeschätzt werden könne (vgl. Beschwerde S. 5). Auch 

die Erkenntnisse aus der beruflichen Integration würden auf keine volle Ar-

beitsfähigkeit schliessen lassen (vgl. Beschwerde S. 5 f.). Diesbezüglich 

seien die Angaben ihrer Arbeitgeberin vom 8. Januar 2025 zu berücksich-

tigen (vgl. Eingabe vom 15. Januar 2025). Die Beschwerdegegnerin hätte 

mit weiteren beruflichen Massnahmen prüfen müssen, ob die vom RAD ge-

schätzte medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt überhaupt verwertbar sei (vgl. Beschwerde S. 6). Mit ihrer jet-

zigen Anstellung sei sie optimal eingegliedert. Auch dazu nehme die Be-

schwerdegegnerin nicht Stellung und verletzte damit das rechtliche Gehör 

(vgl. Beschwerde S. 7). Ihre behandelnde Psychiaterin Dr. med. C._____ 

betone in deren Bericht vom 27. November 2024, dass sie mit ihrem 30%-

Pensum als Hilfskraft im Mittagshort H._____ eine stabile Grundlage habe 

schaffen können, um ihre Resterwerbsfähigkeit zu verwerten (vgl. Eingabe 

vom 9. Dezember 2024 S. 1). 

 

3.2. 

Den Berichten der die Beschwerdeführerin behandelnden Psychiaterin 

Dr. med. C._____ ist insbesondere Nachfolgendes zu entnehmen: 

 

3.2.1. 

In ihrem Bericht vom 16. Mai 2024 stellte Dr. med. C._____ die folgenden 

Diagnosen (VB 73 S. 2): 

 

"- Posttraumatische Belastungsstörung, ICD-10 F 43.1 mit Summation 
der psychosozialen Belastungen, die vom Schulalter her und von der 
Partnerschaft her dauernd. 

- Anhaltende somatoforme Schmerzstörung, ICD-10 F 45.4 
- Retinaablösung am rechten Auge seit 2021 mit schweren Doppelbil-

dern, welche ihre Sehfähigkeit schwerstens beeinträchtigen und sie im 
täglichen Leben total verunsichern." 

 

Zudem führte Dr. med. C._____ aus, es handle sich bei der Beschwerde-

führerin um eine Person, die sich jahrelang ihrem Umfeld angepasst habe, 

wobei sie unterdrückende Situationen mit ihrem Sekundarlehrer, mit ihrem 

Chef in der Lehre, mit ihrer Mutter und mit ihrem ersten Ehemann erlebt 

habe. Im Jahr 2021 habe sie noch eine Retinaablösung durchgemacht und 

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sei nun geplagt von Doppeltsehen sowie Unsicherheit beim Gehen und 

habe somit unter all diesem langjährigen Stress "ein ganzkörperliches 

Schmerzsyndrom erlitten". Die Schulmedizin sei überfordert mit ihren Lei-

den, weil man nicht genügend objektive Befunde in der Peripherie finde, 

aber die Beschwerdeführerin sei aus psychiatrischer Sicht am Ende ihrer 

Kräfte (VB 73 S. 1). Die einzige Arbeitsleistung, die sie noch erbringen 

könne, sei diejenige im Pensum von ca. 30 % an ihrer alten Arbeitsstelle in 

der Kinderbetreuungsinstitution als Assistentin. Diese Arbeitsstelle sollte 

sie auch antreten im Sinne eines Arbeitsversuches. Aber zum jetzigen Zeit-

punkt brauche die Beschwerdeführerin eine Rente der IV, um überleben zu 

können. Es werde daher darum gebeten, dass die Beschwerdeführerin 

noch einmal etwas genauer evaluiert und betreffend ihre Arbeitsfähigkeit 

bzw. Arbeitsunfähigkeit ihrer gesundheitlichen Position mehr Gerechtigkeit 

zugekommen gelassen werde (VB 73 S. 2). 

 

3.2.2. 

Am 12. Juni 2024 hielt Dr. med. C._____ fest, ergänzend zu ihrem Bericht 

vom 16. Mai 2024 möchte sie präzisieren, dass die Beschwerdeführerin 

"am alten Arbeitsplatz" nicht mehr als kaufmännische Assistentin, sondern 

nur als Hilfskraft eine leichte Tätigkeit ausführen könne in einem 30%-Pen-

sum. Es sei für die Beschwerdeführerin hilfreich, an einem ihr vertrauten 

Ort eine Beschäftigung zu haben, die einer angepassten Tätigkeit für ihren 

Gesundheitszustand entspreche. Dieser Kontext vermittle ihr "psychologi-

sche Sicherheit" (VB 78 S. 2).  

 

3.2.3. 

In dem im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht vom 27. November 

2024 hielt Dr. med. C._____ fest, bei der Beschwerdeführerin müsse die 

Diagnose einer ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung (ICD-10 

F 60.6) gestellt werden. Zusätzlich würden somatische Krankheiten beste-

hen, wie Sehschwäche am rechten Auge, bis zu blind Sein und Doppeltse-

hen, was die Konzentration der Beschwerdeführerin stark beeinträchtige, 

und chronische Rückenschmerzen, vermutlich durch deren ängstliche Ver-

spannung bedingt. Die Beschwerdeführerin sei ganz allgemein vom Leben 

total erschöpft, weil sie aus ihrer Ängstlichkeit heraus immer versucht habe 

sich anzupassen. Eine Arbeit, die weitergehe als die jetzigen 30 %, sei nicht 

mehr möglich. Die Beschwerdeführerin habe sich mit dieser Arbeit nun sta-

bilisiert, aber würde man mehr Arbeit von ihr verlangen und dementspre-

chend Druck auf sie aufsetzen, wäre ihre psychische und körperliche Ge-

sundheit wieder total gefährdet, was nicht sinnvoll und auch nicht ärztlich 

vertretbar sei (eingereicht mit Eingabe vom 9. Dezember 2024). 

 

3.3. 

Die RAD-Beurteilungen von med. pract. E._____ und Prof. Dr. med. 

F._____ (vgl. E. 2.1. hiervor) sind in sich schlüssig und plausibel begründet. 

Die Akten, auf die sie sich stützten, beruhen (auch) auf mehreren 

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persönlichen klinischen sowie bildgebenden Untersuchungen und ergeben 

ein vollständiges Bild betreffend den vorliegend relevanten medizinischen 

Sachverhalt (vgl. E. 2.2.3. hiervor). Med. pract. E._____ und 

Prof. Dr. med. F._____ kamen in Kenntnis und Würdigung der medizini-

schen Vorberichte, der angegebenen Beschwerden und der bildgebenden 

Befunde zur nachvollziehbar begründeten Schlussfolgerung, dass die Be-

schwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit vollständig arbeitsunfä-

hig, in einer angepassten Tätigkeit seit Ablauf des Wartejahres am 1. No-

vember 2022 aber zu 100 % arbeitsfähig sei (vgl. E. 2.1. hiervor).  

 

Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde 

S. 4) trifft es nicht zu, dass diese Arbeitsfähigkeitseinschätzung durch die 

beiden RAD-Ärzte nur von somatischer Seite her erfolgt ist. Med. pract. 

E._____ berücksichtigte die psychiatrische Begleiterkrankung, obwohl zum 

Zeitpunkt ihrer Aktenbeurteilung noch keine eindeutige psychiatrische Di-

agnose gestellt worden war, ausdrücklich in quantitativer Hinsicht bei der 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung betreffend die angestammte Tätigkeit und in 

qualitativer Hinsicht bei der Arbeitsfähigkeitseinschätzung bezüglich einer 

angepassten Tätigkeit bei der Definition des Belastbarkeitsprofils (vgl. 

E. 2.1.1. hiervor). Prof. Dr. med. F._____ setzte sich sodann in seiner Ak-

tenbeurteilung vom 6. September 2024 mit dem Schreiben der behandeln-

den Psychiaterin vom 16. Mai 2024 (vgl. E. 3.2.1. hiervor) auseinander und 

begründete schlüssig, warum die von Dr. med. C._____ gestellte Diagnose 

einer PTBS nicht nachvollziehbar sei und dass diese Diagnose aufgrund 

des vorliegenden Sachverhalts nicht gestellt werden könne (vgl. E. 2.1.2. 

hiervor). Der Bericht von Dr. med. C._____ vom 12. Juni 2024 (vgl. E. 3.2.2. 

hiervor) lag dem RAD-Arzt Prof. Dr. med. F._____ vermutlich nicht vor, da 

die seiner Stellungnahme vom 6. September 2024 zu Grunde liegende An-

frage der zuständigen Fachspezialistin der Beschwerdegegnerin an den 

RAD ebenfalls vom 12. Juni 2024 datiert (VB 77). Es ist jedoch entgegen 

der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 5) deswegen nicht von einer 

oberflächlichen Fallprüfung auszugehen, insbesondere da nicht ersichtlich 

ist, inwiefern dieser Bericht, in dem Dr. med. C._____ lediglich erläuterte, 

welche Aufgaben die Beschwerdeführerin im Rahmen deren Tätigkeit als 

Hilfskraft in einer Kinderbetreuungsinstitution im Pensum von 30 % konkret 

erledige, einen Einfluss auf die RAD-Beurteilung gehabt hätte.  

 

Des Weiteren wurde die Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin im Zu-

sammenhang mit ihrem Augenleiden zwar in der Aktenbeurteilung von 

Med. pract. E._____ (vgl. E. 2.1.1. hiervor) nicht tiefergehend thematisiert 

(vgl. Beschwerde S. 4), die Augenbeschwerden wurden insgesamt vom 

RAD jedoch umfassend gewürdigt. So setzte sich Prof. Dr. med. F._____ 

mit den augenärztlichen Berichten eingehend auseinander, kam jedoch 

zum Schluss, dass kein Anlass dazu bestehe, die Feststellungen von 

med. pract. E._____ in Zweifel zu ziehen (vgl. E. 2.1.2. hiervor). Dies steht 

sodann auch in Übereinstimmung mit dem im Beschwerdeverfahren 

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eingereichten Bericht der Augenklinik D._____ vom 28. Januar 2025, wo-

nach das Augenleiden der Beschwerdeführerin keinen Hinderungsgrund 

für "jedwege" Arbeit darstelle (eingereicht mit Eingabe vom 10. Februar 

2025). 

 

Es ist damit insgesamt von keiner mangelnden Auseinandersetzung mit 

den in den Berichten der behandelnden Ärzte dokumentierten verschiede-

nen gesundheitlichen Beeinträchtigungen (vgl. Beschwerde S. 4 f.) durch 

den RAD auszugehen. Vielmehr nahmen die beiden RAD-Ärzte eine fun-

dierte Gesamtwürdigung des Gesundheitszustandes der Beschwerdefüh-

rerin vor, in der auch die Wechselwirkungen der einzelnen Diagnosen Be-

achtung fanden. Diesbezüglich gilt jedoch auch zu beachten, dass zwi-

schen einer Diagnose und der Arbeitsfähigkeit keine Korrelation besteht 

(vgl. statt vieler BGE 143 V 409 E. 4.2.1 S. 413 und 140 V 193 E. 3.1 

S. 195) und daher für die Beurteilung einer allfälligen Invalidität nicht die 

Diagnosen, sondern die Auswirkungen einer Erkrankung auf die Arbeitsfä-

higkeit massgebend sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_465/2019 vom 

12. November 2019 E. 6.2.3). Damit kann entgegen der Beschwerdeführe-

rin auch von einer langen Diagnoseliste (vgl. Beschwerde S. 4) nicht auf 

eine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 

Tätigkeit geschlossen werden. 

 

Dass die RAD-Stellungnahmen von med. pract. E._____ und 

Prof. Dr. med. F._____ nicht auf einer persönlichen Untersuchung der Be-

schwerdeführerin beruhen (vgl. Beschwerde S. 4), schmälert deren Be-

weiswert rechtsprechungsgemäss nicht per se (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 9C_73/2014 vom 9. April 2014 E. 4.2; E. 2.2.3. hiervor). Auch dass 

Prof. Dr. med. F._____ nicht über eine fachärztliche Ausbildung im Fach-

bereich der Psychiatrie verfügt (vgl. Beschwerde S. 5), spricht vorliegend 

nicht gegen die Beweiskraft dessen Aktenbeurteilung, bedarf er doch recht-

sprechungsgemäss keiner solchen, wenn er – wie hier – keinen Untersu-

chungsbericht im Sinne von Art. 49 Abs. 2 IVV erstellt, sondern lediglich 

den in den Akten dokumentierten medizinischen Sachverhalt würdigt (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 9C_550/2020 vom 30. November 2020 E. 5.3; 

8C_406/2017 vom 6. September 2017 E. 4.1). 

 

Der im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht von Dr. med. C._____ 

vom 27. November 2024 (vgl. E. 3.2.3. hiervor) vermag sodann auch keine 

Zweifel an den RAD-Beurteilungen zu erwecken. Zwar stellte Dr. med. 

C._____ darin neu die Diagnose einer ängstlich-vermeidenden Persönlich-

keitsstörung (ICD-10 F 60.6), dies jedoch ohne sich zu Befunden, aufgrund 

deren sie – in Abweichung von ihren früheren Beurteilungen – zu dieser 

Diagnosestellung gelangte, und zu den sich daraus ergebenden funktionel-

len Auswirkungen zu äussern. Soweit sich die Beschwerdeführerin und die 

behandelnde Psychiaterin Dr. med. C._____ zudem zur Begründung der 

aus ihrer Sicht 70%igen Arbeitsunfähigkeit auch in einer angepassten 

https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/atsg/gutachten/beweiswert/
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Tätigkeit im Wesentlichen auf die Schmerz- beziehungsweise Beschwer-

deangaben der Beschwerdeführerin stützen, ist festzuhalten, dass die sub-

jektiven Schmerzangaben der versicherten Person für die Begründung ei-

ner Arbeitsunfähigkeit allein nicht genügen. Vielmehr muss im Rahmen der 

sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt werden, dass 

die Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig fest-

stellbare Befunde hinreichend erklärbar sind. Dabei müssen die Schmerz-

angaben zuverlässiger medizinischer Feststellung und Überprüfung zu-

gänglich sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_152/2024 vom 15. Januar 

2025 E. 5.2.3 mit Hinweis auf BGE 143 V 124 E. 2.2.2). Dies ist vorliegend 

nicht vollumfänglich der Fall. Damit sowie mit den subjektiven Beschwer-

den der Beschwerdeführerin setzten sich med. pract. E._____ und 

Prof. Dr. med. F._____ schlüssig auseinander (VB 66 S. 3 f.; 84 S. 3 f.) und 

führten plausibel begründet aus, dass in einer angepassten Tätigkeit eine 

vollständige Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. E. 2.1. hiervor). 

 

Daher ist auch nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin kein 

Aufbau- oder Arbeitstraining zur Überprüfung der medizinisch-theoreti-

schen Arbeitsfähigkeit veranlasst hat (vgl. Beschwerde S. 6). Entscheidend 

für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ist nämlich nicht das Ergebnis eines 

Arbeitstrainings oder einer beruflichen Massnahme, denn solche Massnah-

men bzw. Abklärungen beruhen nicht auf vertieften medizinischen Unter-

suchungen, sondern auf berufspraktischen Beobachtungen. Diese geben 

in erster Linie die subjektive Arbeitsleistungsfähigkeit der betroffenen Per-

son wieder. Die abschliessende Beurteilung der sich aus einem Gesund-

heitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit obliegt jedoch in 

der Hauptsache den ärztlichen Fachkräften (vgl. BGE 125 V 256 E. 4 

S. 261; Urteil des Bundesgerichts 9C_48/2018 vom 18. Mai 2018 E. 5 mit 

Hinweisen). Aus diesem Grunde kann die Beschwerdeführerin auch aus 

den von ihr vorgebrachten Erkenntnissen der beruflichen Integration (vgl. 

Beschwerde S. 5), ihrer Anstellung in einem 30%-Pensum seit Juni 2024 

(VB 76 S. 2; Beschwerde S. 7) oder aus den Ausführungen ihrer Arbeitge-

berin – wonach eine Eingliederung, welche über das beschriebene Stellen-

profil hinausgehe, aufgrund der Einschränkungen der Beschwerdeführerin 

nicht möglich sei (vgl. Stellungnahme der Arbeitgeberin vom 8. Januar 

2025 S. 3, eingereicht mit Eingabe vom 15. Januar 2025) – nichts zu ihren 

Gunsten ableiten. Da nicht die tatsächlich von der Beschwerdeführerin ge-

leisteten Arbeitsstunden, sondern das ihr medizinisch-theoretisch zumut-

bare Arbeitspensum relevant ist, wurde damit, dass ihre Anstellung seit 

Juni 2024 in der angefochtenen Verfügung nicht erwähnt wurde, auch ihr 

Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2) nicht verletzt (vgl. Be-

schwerde S. 7). 

 

Insgesamt wird eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Beschwerdefüh-

rerin damit nicht in Abrede gestellt, diese vermag jedoch, wie dargelegt, die 

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von dieser subjektiv empfundene hohe Arbeitsunfähigkeit auch in einer an-

gepassten Tätigkeit nicht zu begründen. 

 

3.4. 

Zusammenfassend ergeben sich weder aus den Ausführungen der Be-

schwerdeführerin noch den medizinischen Akten Hinweise, welche auch 

nur geringe Zweifel an der Schlüssigkeit und Vollständigkeit der Beurteilun-

gen der RAD-Ärztin med. pract. E._____ vom 29. Februar 2024 (vgl. 

E. 2.1.1. hiervor) und von Prof. Dr. med. F._____ vom 6. September 2024 

(vgl. E. 2.1.2. hiervor) erwecken könnten (vgl. E. 2.2.2. hiervor). Der an-

spruchsrelevante medizinische Sachverhalt erweist sich vor diesem Hinter-

grund als vollständig abgeklärt. Auf weitere Abklärungen (vgl. Beschwerde 

S. 5 f.) ist in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten, da von solchen 

keine weiteren relevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (BGE 127 V 491 

E. 1b S. 494 mit Hinweisen). Gestützt auf die RAD-Beurteilungen ist damit 

in der angestammten Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit und 

in einer angepassten Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszu-

gehen (vgl. E. 2.1. hiervor). 

 

4. 

Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades ging die Beschwerdegegnerin in 

ihrer Verfügung vom 3. Oktober 2024 davon aus, dass die Beschwerdefüh-

rerin ohne gesundheitliche Einschränkung mit überwiegender Wahrschein-

lichkeit zu 70 % erwerbstätig und zu 30 % im Haushalt tätig wäre, und 

wandte demensprechend die gemischte Methode (vgl. Art. 27bis IVV) an 

(VB 85 S. 2 f.). Dies sowie die in einem Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbe-

reich von rund 3 % bzw. per 1. Januar 2024 von 9 % resultierende Invalidi-

tätsgradbemessung (VB 85 S. 3 f.) und die Annahme, dass keine bzw. je-

denfalls keine rentenrelevanten Einschränkungen im Aufgabenbereich be-

stünden (VB 85 S. 3), wurde von der rechtskundig vertretenen Beschwer-

deführerin nach Lage der Akten zu Recht nicht beanstandet, so dass sich 

diesbezügliche Weiterungen erübrigen. Ein Rentenanspruch der Be-

schwerdeführerin wurde damit mangels eines (Gesamt-)Invaliditätsgrades 

von mindestens 40 % (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) zu Recht verneint.  

 

5. 

5.1. 

Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwer-

deführerin auf berufliche Massnahmen in der Verfügung vom 3. Oktober 

2024 (VB 85) ebenfalls zu Recht verneint hat (vgl. Beschwerde S. 6). 

 

5.2. 

Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen nach Art. 8 Abs. 1 IVG setzt 

einen Eingliederungswillen bzw. eine subjektive Eingliederungsfähigkeit 

voraus (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_202/2021 vom 17. Dezember 

2021 E. 7.2; 9C_469/2016 vom 22. Dezember 2016 E. 7). Zwar mögen 

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berufliche Massnahmen auch bezwecken, subjektive Eingliederungshin-

dernisse im Sinne einer Krankheitsüberzeugung zu beseitigen. Es bedarf 

indessen auch diesfalls eines Eingliederungswillens bzw. einer entspre-

chenden Motivation der versicherten Person (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_202/2021 vom 17. Dezember 2021 E. 7.1). Ihr Fehlen muss mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Dabei sind 

insbesondere die gegenüber der Verwaltung und den medizinischen Ex-

perten gemachten Aussagen betreffend Krankheitsüberzeugung bezie-

hungsweise Arbeitsmotivation zu berücksichtigen. Ebenfalls von Belang 

sein können die im Vorbescheidverfahren und vor kantonalem Versiche-

rungsgericht gemachten Ausführungen bzw. gestellten Anträge (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 8C_200/2023 vom 6. November 2023 E. 4.3.1). 

 

5.3. 

Die Beschwerdegegnerin hatte die Beschwerdeführerin mit Mitteilung vom 

11. April 2022 darauf hingewiesen, dass sie dieser bei Bedarf Beratung und 

Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung im Rahmen der 

Frühintervention gewähre (VB 17). Nachdem die Beschwerdeführerin der 

zuständigen Eingliederungsberaterin der Beschwerdegegnerin gegenüber 

am 19. September 2022 angegeben hatte, sich aufgrund ihrer gesundheit-

lichen Situation nicht eingliederungsfähig zu fühlen, wurde der Eingliede-

rungsprozess jedoch mit Bericht vom 20. September 2022 abgeschlossen. 

Die Beschwerdeführerin wurde darüber informiert, dass sie sich, falls Ein-

gliederungsmassnahmen zu einem späteren Zeitpunkt möglich seien, wie-

der melden solle (VB 38, 39). Eine entsprechende Kontaktaufnahme sei-

tens der Beschwerdeführerin fand ausweislich der Akten im weiteren Ver-

lauf nicht statt. 

 

Im Vorbescheidverfahren führte die Beschwerdeführerin im Einwand vom 

10. Mai 2024 sodann aus, es sei unrealistisch, dass sie noch in der Lage 

sein solle, im Pensum von 100 % einer dem von den RAD-Ärzten definier-

ten Belastungsprofil entsprechenden Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt 

nachzugehen und dabei eine volle Leistung zu erbringen. Damit eruiert 

werden könne, ob unter den vom RAD beschriebenen Voraussetzungen 

wirklich noch eine Arbeitsfähigkeit vorliege und in welchem Ausmass dies 

gegebenenfalls der Fall sei, würde sie eine berufliche Abklärung mittels Ar-

beitstrainings vorschlagen. Damit könne ermittelt werden, unter welchen 

Voraussetzungen oder Gegebenheiten trotz der gesundheitlichen Ein-

schränkung eine Eingliederung möglich sei (VB 71 S. 3). 

 

Seit dem 10. Juni 2024 ist die Beschwerdeführerin bei ihrem früheren Ar-

beitgeber in einem 30%-Pensum in einer angepassten Tätigkeit als Hilfs-

kraft angestellt (VB 76 S. 2). Beschwerdeweise hält die Beschwerdeführe-

rin sodann weiter daran fest, dass sie auch in einer angepassten Tätigkeit 

zu mindestens 70 % arbeitsunfähig sei und die Beschwerdegegnerin, wenn 

sie damit nicht einverstanden sei, mit einem Aufbau- und Arbeitstraining 

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prüfen müsse (bzw. hätte prüfen müssen), ob die vom RAD geschätzte me-

dizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 

überhaupt verwertbar sei (vgl. Beschwerde S. 6). Zudem führt die Be-

schwerdeführerin aus, dass sie in der angepassten Tätigkeit bei ihrem 

früheren Arbeitgeber in einem Pensum von 30 % optimal eingegliedert sei 

(vgl. Beschwerde S. 7). 

 

5.4. 

Da sich die Beschwerdeführerin damit weiterhin als in einer angepassten 

Tätigkeit zu maximal 30 % arbeitsfähig erachtet, eine ausgeprägte subjek-

tive Krankheitsüberzeugung hat, bis anhin trotz der medizinisch-theoretisch 

bestehenden 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 

ausweislich der Akten keine Arbeitsbemühungen für eine Stelle mit diesem 

Pensum (bzw. mit einem Pensum von 70 %, vgl. E. 4. hiervor) vorgenom-

men hat und sowohl im Vorbescheid- wie auch im vorliegenden Beschwer-

deverfahren nicht substantiiert dargelegt hat, welche Eingliederungsmass-

nahmen zu ergreifen wären bzw. diese nicht etwa im Hinblick auf einen 

Aufbau ihrer Arbeitsfähigkeit, sondern auf deren Festsetzung beantragt hat 

(VB 71 S. 3; Beschwerde S. 6), ist der subjektive Eingliederungswille der 

Beschwerdeführerin entgegen ihrer Ausführungen (vgl. Beschwerde S. 7) 

im Umfang des ihr medizinisch-theoretisch zumutbaren Pensums in einer 

angepassten Tätigkeit (vgl. E. 3.4. hiervor) in Würdigung aller Umstände zu 

verneinen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_202/2021 vom 17. Dezem-

ber 2021 E. 7; 8C_111/2018 Urteil vom 21. August 2018 E. 6). Damit erüb-

rigt sich die Prüfung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen und die Ver-

neinung des Anspruchs auf berufliche Massnahmen mit Verfügung vom 

3. Oktober 2024 (VB 85) ist ebenfalls zu bestätigen. 

 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

6.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

 

6.3. 

Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang des Verfahrens 

(Art. 61 lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung 

als Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein An-

spruch auf Parteientschädigung zu. 

 

  

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Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.00 werden der Beschwerde-

führerin auferlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift der Beschwerdeführerin oder ihrer 

Vertreterin zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 8. September 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Die Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Fischer Fricker