# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e1223a7-ac20-56c6-927c-e4a59d38861c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-01-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 28.01.2004 BK 2003 63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_BK-2003-63_2004-01-28.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 28. Januar 2004 Schriftlich mitgeteilt am: 
BK 03 63

Entscheid
Beschwerdekammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Heinz-Bommer und Rehli 
Aktuar Blöchlinger

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In der strafrechtlichen Beschwerde

des A. X., Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner 
Bodenmann, Postfach 22, Brühlgasse 39, 9004 St. Gallen,

gegen

die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 11. No-
vember 2003, mitgeteilt am 13. November 2003, 

betreffend fahrlässige Tötung,

hat sich ergeben:

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A. 1. Am Sonntag, dem 23. Juni 2002, hielt sich der neunjährige B. X. 
mit seinen Eltern sowie weiteren Personen zum Picknick in E. auf. Zusammen 
mit seinen beiden achtjährigen Cousins D. X. und C. X. entfernte er sich von 
den Eltern. In der Folge fielen er und D. X. beim F.-Wald in einen 
Löschwasserteich, der sich einige hundert Meter vom Picknickplatz entfernt be-
fand. C. X. rannte zurück zum Rastplatz und alarmierte seine Angehörigen. 
Diesen gelang es, D. X. aus dem Wasser zu ziehen. B. X. konnte erst später 
durch einen Polizeitaucher geborgen werden. Er wurde mit der REGA ins 
Universitätsspital nach Zürich überflogen. Die Reanimation blieb erfolglos und 
es konnte nur noch der Tod von B. X. festgestellt werden. 

2. Der ca. 150 m2 grosse Löschwasserteich wurde in den Jahren 
1992 bis 1994 erstellt und ist mit einer Plastikfolie ausgelegt, die teilweise über 
den Rand hinausragt. Der Teich befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde E. 
und dient im Falle eines Brandes als Löschwasser-Reservoir. Am Teich, der mit 
einem 1 Meter hohen Doppellattenzaun umgeben ist, führt ein Forstweg vorbei. 
Das Ufer fällt bis zum Teichgrund mit einem Gefälle von ca. 86 % ab. Am 23. 
Juni 2002 betrug die Wassertemperatur an der Oberfläche 19 Grad Celsius und 
unterhalb der Sprungschicht 11 Grad Celsius. Auf dem 3.5 Meter tiefen 
Teichgrund lagen Laub, Äste und einige Steine. 

3. Gemäss Rapport der Kantonspolizei Graubünden vom 23. Juni 
2004 ging die erste Meldung über den Unfall um 18.28 Uhr bei der Notruf- und 
Einsatzzentrale der Kantonspolizei Graubünden ein. Die avisierten Beamten der 
Polizei in Landquart trafen um ca. 18.50 Uhr beim Teich ein. Etwas nach 19.00 
Uhr traf der aufgebotene Polizeitaucher dort ein. Diesem gelang es, um 19.22 
Uhr den Knaben aus dem Teich zu bergen.

B. Zur Abklärung der genauen Umstände des Todesfalles eröffnete 
die Staatsanwaltschaft Graubünden mit Verfügung vom 24. Juni 2002 eine 
Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Tötung. Mit der Durchführung der Un-
tersuchung wurde das Untersuchungsrichteramt Chur beauftragt.

C. Mit von der Staatsanwaltschaft genehmigter Verfügung vom 11. 
November 2003 stellte der zuständige Untersuchungsrichter das Verfahren ein. 

Zur Begründung wurde zusammenfassend ausgeführt, dass die Frage, 
ob der Unfall auf einen unsachgemässen Bau des Löschwasserteichs zurück-
zuführen sei, offengelassen werden könne, da allfällige beim Bau gemachte 

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Sorgfaltsverletzungen bereits verjährt seien. Im Übrigen bestünden - soweit 
ersichtlich - keine besonderen Normen darüber, wie ein Löschwasserteich zu 
bauen oder zu unterhalten sei. Eine Sorgfaltspflichtsverletzung in Bezug auf den 
Unterhalt sei zu verneinen. Die Verkehrssicherungspflicht bei einer Baute wie 
dem vorliegenden Löschwasserteich könne grundsätzlich nicht weiter gehen als 
beispielsweise bei Skipistenbetrieben. Übertrage man die dort geltenden 
Überlegungen auf den vorliegenden Fall, könne nicht verlangt werden, dass das 
Gemeinwesen den Zugang zu jedem natürlich entstandenen oder künstlich er-
richteten Gewässer durch bauliche Massnahmen vollends verunmögliche. Auch 
wenn B. X. erst neun Jahre alt gewesen sei, müsse davon ausgegangen 
werden, dass er in der Lage gewesen sei, die Situation zu beurteilen. Selbst 
wenn den Eigentümern des Löschwasserteichs ein sorgfaltswidriger Unterhalt 
des Teichs zur Last gelegt werden könnte, liesse sich eine Anklage unter dem 
Aspekt von Art. 117 StGB nur begründen, wenn die Verantwortlichen zusätzlich 
den Tod des Knaben sowie in groben Zügen den zu ihm führenden 
Kausalverlauf hätten voraussehen können. Dieser Nachweis lasse sich 
vorliegend aber nicht rechtsgenüglich erbringen. Die Verantwortlichen könnten 
sich nämlich darauf berufen, dass entweder ein neunjähriger Knabe die Gefahr, 
die von einem Teich ausgehe, erkenne und damit, wenn er sich trotzdem dem 
Ufer nähere, eigenverantwortlich handle oder, wenn dies nicht der Fall wäre, 
dass seine Eltern ihn nicht unbeaufsichtigt im Wald spazieren liessen. Im einen 
wie im anderen Fall läge ein mögliches Drittverschulden vor, womit es am 
adäquaten Kausalverlauf fehle. Aus dem Umstand, dass sich der Knabe zum 
circa 300 Meter vom Picknickplatz entfernten Teich begeben habe, könnte 
geschlossen werden, die Eltern hätten ihn ungenügend beaufsichtigt. Die Frage, 
ob damit die Obhutspflicht verletzt worden sei, könne offen bleiben, da gestützt 
auf Art. 66bis StGB eine Bestrafung selbst bei einer Bejahung ausser Betracht 
falle. Auch in Bezug auf die Bergung von B. X. hätten sich keine Anhaltspunkte 
für ein sorgfaltswidriges Verhalten Dritter ergeben. 

D.1. Gegen diese Verfügung liess A. X., der Vater von B. X., am 2. 
Dezember 2003 Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Kantonsgerichts 
Graubünden erheben, wobei folgende Anträge gestellt wurden:

1. Die Einstellungsverfügung vom 11. November 2003 sei aufzuhe-
ben.

2. Die Staatsanwaltschaft sei zu verpflichten, die Strafuntersuchung in 
eingangs erwähnter Angelegenheit wieder aufzunehmen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

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Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, der Untersu-
chungsrichter habe zu Unrecht rein aus Kostengründen auf die Einholung eines 
Gutachtens, das sich mit Fragen der Erstellung und Sicherung des Löschwas-
serteichs befasse, verzichtet. So sei es wohl zutreffend, dass der Löschteich 
erstmals im Juni 1994 abgenommen worden sei. Nicht ausgeschlossen sei je-
doch, dass danach noch weitere Arbeiten ausgeführt worden seien, bezüglich 
derer die Verjährung noch nicht eingetreten sei. Namentlich sei es wahrschein-
lich, dass die in der Fotodokumentation abgebildeten Holzzäune erst vor relativ 
kurzer Zeit, auf jeden Fall nicht vor über acht Jahren, montiert worden seien. 
Auch bei einer allfälligen Verjährung allfälliger Mängel des Baues stelle sich im 
Übrigen die Frage, ob der tragische Tod von B. X. auf den mangelhaften 
Unterhalt des Teiches zurückgeführt werden müsse. So sei es absolut 
unbefriedigend, wenn in der Einstellungsverfügung ausgeführt werde, "soweit 
ersichtlich" bestünden keine Normen darüber, wie ein Löschwasserteich zu 
bauen und zu unterhalten sei. Diese Frage hätte durch eine Expertise abgeklärt 
werden müssen. Sodann werde in der Einstellungsverfügung ausgeführt, das 
verantwortliche Gemeinwesen habe den Löschwasserteich so zu unterhalten, 
dass allfällige Spaziergänger oder andere Personen nicht überraschend mit 
atypischen, fallenartigen Hindernissen konfrontiert würden. Gerade der 
Umstand, dass der Teich mit einer über den Wasserrand hinausreichenden 
Plastikfolie abgedichtet sei, stelle indes ein solches Hindernis dar, welches B. 
X. mit grosser Wahrscheinlichkeit zum Verhängnis geworden sei. Der Hinweis, 
dass in jedem Waldstück mit stehenden Gewässern gerechnet werden müsse, 
sei richtig, verfange jedoch vorliegend nicht, da von solchen Gewässern eben 
normalerweise keine derart unberechenbare Gefahr ausgehe. Auch bezüglich 
der Frage, ob wegen dieser Plastikfolie Warntafeln hätten aufgestellt werden 
müssen oder ob dies zumindest bei solchen Bauten üblich sei, könne auf eine 
gutachterliche Abklärung nicht verzichtet werden. Aufgrund der enormen Ge-
fahr, die von diesem mit einer Plastikfolie bedeckten Teichboden ausgehe, 
müsse allerdings bereits jetzt davon ausgegangen werden, dass entsprechende 
Hinweisschilder unbedingt anzubringen gewesen wären. Daran vermöge auch 
der Umstand, dass der Löschwasserteich mit einem Zaun umfriedet sei, nichts 
zu ändern. Zwar treffe es zu, dass von einem Zaun eine Signalwirkung 
ausgehen könne. Damit erfülle ein Zaun zwei Aufgaben. Einerseits verhindere 
er den ungehinderten Zugang zu einem Bereich, von dem eine Gefahr ausgehe. 
Andererseits signalisiere er potentiell Gefährdeten das Vorhandensein einer 
Gefahrensituation. Der beim Löschwasserteich angebrachte Zaun stelle jedoch 
selbst für Kleinkinder kein Hindernis dar, welches nicht überwunden werden 

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könne. Ausserdem vermöge ein Zaun eine Warnung für Gefahren darzustellen, 
welche üblicherweise von einem stehenden Gewässer ausgingen. Für die 
heimtückische Gefahr, welche vom rutschigen, über den Weiherrand hinaus-
reichenden Bodenbelag, der einen Ausstieg sozusagen ausschliesse, ausgehe, 
stelle dieser Zaun aber kein genügendes Warnsignal dar. Gerade Kinder im 
Alter des Verstorbenen, welche man ohne weiteres unbeobachtet zum Spielen 
in einen Wald lassen dürfe, seien besonders gefährdet. Sie seien in diesem Alter 
zwar fähig, die üblicherweise von einem solchen Teich ausgehende Gefahr zu 
erkennen. Die heimtückische Gefahr, welche von der am Boden des Teichs 
angebrachten Plastikfolie ausgehe, sei für ein zehnjähriges Kind aber unmöglich 
erkennbar. Der angebrachte Zaun habe seine Funktionen somit nicht in 
genügender Art und Weise erfüllt. Es hätten zumindest Warntafeln als Ergän-
zung montiert werden müssen. Möglich sei auch ein Zaun gewesen, der nicht 
so leicht zu überwinden gewesen wäre. Ein Dritt- oder Selbstverschulden liege 
nicht vor. In jedem Fall würde ein solches Verschulden längst nicht so schwer 
wiegen, dass damit der adäquate Kausalzusammenhang unterbrochen werde. 

3. Die Staatsanwaltschaft Graubünden schloss in ihrer Stellung-
nahme vom 8. Dezember 2003 auf Abweisung der Beschwerde. Weitere Ver-
nehmlassungen wurden nicht eingeholt. 

Auf die weiteren Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und in 
den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägun-
gen eingegangen. 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:

1. Der Beschwerdeführer hat die vollumfängliche Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung verlangt. Aus seinen Ausführungen aber auch der 
konkreten Sachlage folgt jedoch, dass sich die beantragte Aufhebung der Ein-
stellungsverfügung nur auf die für den Bau und den Unterhalt verantwortlichen 
Personen bezieht. Nicht angefochten wird die Verfügung mit anderen Worten 
insoweit, als der Untersuchungsrichter darin ein strafbares Verhalten der an der 
Rettung beteiligten Personen ausschloss und auch das Verfahren gegen den 
Beschwerdeführer und seiner Gattin als Eltern des verstorbenen B. X. in 
antizipierter Anwendung von Art. 66bis StGB einstellte. Insofern bilden die 
gegen diese Personen geführte Untersuchung auch nicht Gegenstand des 
vorliegenden Beschwerdeverfahrens. 

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2. Der Beschwerdeführer wirft dem Untersuchungsrichter vor, er 
habe zu Unrecht auf die Einholung eines Gutachtens verzichtet. Wie aus den 
Ausführungen in der Beschwerdeschrift folgt, erachtet der Beschwerdeführer 
eine Expertise aus verschiedenen Gründen als erforderlich. Zum einen soll ein 
Gutachten Auskunft darüber geben, ob tatsächlich keine Normen darüber be-
stehen, wie ein Löschwasserteich zu bauen oder zu unterhalten ist. Sodann gilt 
seiner Auffassung nach gutachterlich zu prüfen, ob aufgrund der Plastikfolie des 
Teiches nicht eine Warntafel hätte aufgestellt werden müssen. Schliesslich soll 
das Gutachten belegen, dass der Zaun, der den Teich umschliesst, keine 
ausreichende Sicherheitsvorkehrung darstellte.

a) Gemäss Art. 75 StPO sind nur wesentliche Beweise zu erheben. 
Ein Beweisantrag ist folglich abzulehnen, wenn die Ergänzung nicht sach-
dienlich, das Beweismittel untauglich, die zu beweisende Tatsache bereits 
anders bewiesen, unerheblich oder für die Beurteilung der relevanten Frage 
nicht geeignet ist (vgl. W. Padrutt, Kommentar zur StPO, Chur 1996, S. 255 f.; 
BGE 92 I 261). 

b) Tatsache ist, dass es in Bezug auf die bauliche Ausgestaltung und 
den Unterhalt von Löschteichen keine spezifischen Bestimmungen gibt. Eine 
gutachterliche Bestätigung dieser Feststellung bedarf es nicht. Alsdann wären 
solche Bestimmungen auch nicht weiter relevant. Wie der Untersuchungsrichter 
zu Recht festgestellt hat, wurde der Teich bereits im Juni 1994 fertiggestellt. 
Allfällige beim Bau gemachte Sorgfaltspflichtverletzungen wären demnach in 
jedem Fall verjährt. Wohl macht der Beschwerdeführer geltend, es sei durchaus 
möglich, dass nachträglich noch weitere Arbeiten am Löschteich ausgeführt 
worden seien. In diesem Zusammenhang nennt er insbesondere den Holzzaun, 
der seiner Auffassung nach vor weniger als acht Jahren montiert worden sein 
könnte. Für eine solche Annahme bestehen indes schlicht keine Indizien. 
Namentlich lässt sich nicht behaupten, aus der Fotodokumentation, auf welche 
der Beschwerdeführer verweist, ergäben sich entsprechende Anhaltspunkte. Im 
Gegenteil. Die auf den Fotos ersichtliche Verwitterung des Zauns spricht gegen 
eine solche Annahme. Insbesondere ist der Zaun aber dermassen in die 
Vegetation eingewachsen, dass eine Erstellung zu einem späteren Zeitpunkt als 
dem Teichbau ausgeschlossen werden kann. Entsprechend besteht auch keine 
Veranlassung, in diesem Zusammenhang weitere Beweiserhebungen 
vorzunehmen. Lediglich der Vollständigkeit halber ist schliesslich darauf 
hinzuweisen, dass vorliegend nicht eine Verjährungsfrist von acht, sondern 

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lediglich eine solche von fünf Jahren bestanden hat (Art. 117 bzw. Art. 229 Abs. 
2 StGB in Verbindung mit Art. 70 StGB in der bis 1. Oktober 2002 gültigen 
Fassung; Roelli / Fleischanderl, Basler Kommentar zum Strafgesetzbuch, Band 
II, 2003, N. 51 zu Art. 229 StGB). 

c) In Bezug auf den Unterhalt gilt wiederum festzustellen, dass nicht 
relevant ist, welche Vorkehrungen an und für sich denkbar und möglich gewe-
sen sind. Dass solche Möglichkeiten bestanden haben, ist offensichtlich. Ent-
scheidend ist vielmehr, ob - bezogen auf den konkreten Fall - die tatsächlich 
getroffenen Vorkehren ausreichend waren oder aber der/den für den Unterhalt 
verantwortlichen Person/en vorgeworfen werden muss, sie hätten - aus einer 
Garantenstellung heraus - die Rechtspflicht zur Vornahme weitergehender, 
zumutbarer Vorkehrungen gehabt und hätten diese pflichtwidrig unterlassen, so 
dass in diesem Untätigbleiben gleichfalls die adäquat kausale Ursache für den 
Tod des Knaben B. X. gesehen werden muss (vgl. dazu die nachstehenden 
Erwägungen unter Ziff. 3). Zu klären sind damit gleichfalls Rechts- und nicht 
Tatfragen. Die Beantwortung von Rechtsfragen ist Aufgabe des Richters und 
nicht des Experten (BGE 118 Ia 144). Entsprechend ist auch in diesem 
Zusammenhang von der Einholung einer Expertise abzusehen. 

3. Wer fahrlässig den Tod eines Menschen verursacht, wird gemäss 
Art. 117 StGB mit Gefängnis oder mit Busse bestraft. Fahrlässigkeit ist nach Art. 
18 Abs. 3 StGB dann gegeben wenn der Täter die Folge seines Verhaltens aus 
pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht Rücksicht 
genommen hat. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht 
nicht beobachtet, zu der er nach den Umständen und nach seinen persönlichen 
Verhältnissen verpflichtet ist. Das sorgfaltswidrige Verhalten kann dabei nicht 
nur in einem Tun, sondern auch in einem Unterlassen bestehen. Letzteres kann 
allerdings nur dann zur Bestrafung führen, wenn eine Rechtspflicht zum 
erfolgsabwendenden Handeln bestand und die Vornahme dieser Handlung dem 
Angeschuldigten nach den Umständen und persönlichen Verhältnissen auch 
möglich und zumutbar war. Vorausgesetzt wird damit eine sogenannte 
Garantenstellung. Die Verpflichtung kann sich dabei aus Gesetz, Vertrag, 
freiwillig begründeter Gefahrengemeinschaft und vorausgegangenem 
gefährdendem Tun (sog. Ingerenz) ergeben. Bei der Prüfung der daraus re-
sultierenden Verpflichtungen sind die rechtliche und tatsächliche Stellung sowie 
die wirklichen Befugnisse bei der Planung und Durchführung zu würdigen. Wer 
einen Zustand schafft oder bestehen lässt, der einen anderen schädigen könnte 

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ist nach anerkanntem Rechtssatz verpflichtet, die zur Vermeidung der 
Gefährdung notwendigen Vorsichtsmassnahmen zu treffen. Dies zumindest 
soweit, als damit nicht Kosten und Aufwand verbunden sind, die zum Umfang 
und zur Häufigkeit der Gefahr sowie zur wirtschaftlichen Lage des Pflichtigen in 
einem Missverhältnis stehen. Zwischen der Unterlassung und dem Erfolg hat 
ferner ein Kausalzusammenhang zu bestehen. Dieser ist dann gegeben, wenn 
bei Vornahme der gebotenen Handlung der Erfolg mit einem hohen Grad der 
Wahrscheinlichkeit nicht eingetreten wäre (vgl. zum Ganzen G. Jenny, Basler 
Kommentar zum Strafgesetzbuch, Band I, 2003, N. 63 ff. zu Art. 18 StGB; St. 
Trechsel, Kurzkommentar zum Strafgesetzbuch, 2. Aufl., Zürich 1997, N 26 ff. 
zu Art. 1 StGB). Allerdings vermag nicht jeder an sich voraussehbare Schaden 
auch eine Sorgfaltswidrigkeit begründen. Die Rechtsordnung kann nicht den 
Zweck haben, jegliche Beeinträchtigung von Rechtsgütern zu vermeiden. Es 
gibt Bereiche des Lebens, in welchem eine mit dem menschlichen Verhalten 
verbundene Gefährdung schon aufgrund ihres Nutzens hinzunehmen ist (vgl. A. 
Donatsch, Sorgfaltsbemessung und Erfolg beim Fahrlässigkeitsdelikt, 1987, S. 
158 ff.). Als Beispiele sind etwa die Teilnahme am Strassenverkehr oder die 
Ausübung von Sport zu erwähnen. In solchen Bereichen bewegen sich 
Personen in erster Linie auf eigene Verantwortung und der Sicherungspflichtige 
darf darauf vertrauen, dass diese Personen die gegebene Vernunft und Vorsicht 
auch walten lassen (vgl. G. Jenny, a.a.O., N. 89 ff. zu Art. 18 StGB mit 
Hinweisen). 

4. a) Unbestritten ist, dass der Teich, wo es zum tragischen Vorfall kam, 
im Eigentum der Gemeinde E. steht. Als Eigentümerin hat die Gemeinde bzw. 
die in diesem Zusammenhang für sie verantwortlich handelnden Personen 
grundsätzlich gestützt auf Art. 58 OR und Art. 679 ZGB die Pflicht, Schäden die 
von ihrem Eigentum ausgehen, zu vermeiden. Das Bestehen einer 
Garantenstellung ist insofern zu bejahen. 

b) Ausser Frage steht sodann, dass bei einem Teich von 3.5 m Tiefe 
die Gefahr des Ertrinkens besteht. Als Besonderheit kommt vorliegend hinzu, 
dass der Teich keine eigentlichen Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten besitzt. Das 
Verlassen des Teichs ist damit angesichts des Gefälles von 86% erheblich 
erschwert. Als besondere, gleichsam atypische Gefahr erwähnt der 
Beschwerdeführer sodann die über den Wasserspiegel hinausragende Teich-
folie, auf der B. X. gemäss Aktenlage ausgerutscht ist. Wohl stellt die Möglichkeit 
des Ausrutschens eine Gefahr dar. Von einer atypischen Gefahr kann in diesem 

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Zusammenhang allerdings nicht ausgegangen werden. Atypisch ist lediglich die 
Folie. Dies allerdings nur im Vergleich zu einem Naturteich. Bei künstlich 
angelegten Teichen, insbesondere auch bei Löschwasserteichen, ist diese 
Konstruktionsart nichts Ungewöhnliches. In Bezug auf die Gefahr, auf die sich 
die Atypizität zu beziehen hat, liegt indes keine Besonderheit vor. Die Gefahr 
des Ausrutschens besteht wegen der auftretenden Nässe, den Unterspülungen 
und dem Pflanzenwuchs grundsätzlich auch bei einem natürlichen 
Gewässerrand. Es handelt sich mit anderen Worten um eine Gefahr, mit der bei 
Gewässern immer gerechnet werden muss und vor der denn auch regelmässig 
nicht speziell gewarnt wird. Im vorliegenden Fall wurde - wie nachstehend noch 
eingehend dargelegt wird - mit dem Zaun indes verhindert, dass sich diese 
Gefahr unversehens verwirklicht, womit in jedem Fall nicht von einer atypischen 
Gefahr gesprochen werden kann. 

c) Damit sich die vom Teich ausgehende Gefahr nicht verwirklicht, 
wurde dieser durchgehend mit einem rund einen Meter hohen Doppellattenzaun 
umgeben. Ein direkter Zugang war somit nicht möglich. Namentlich verfügt der 
Zaun auch über kein Tor, durch welches man in den Bereich des Teichs hätte 
gelangen können. Damit wurde nicht nur der direkte Zugang zum Teich 
verunmöglicht, sondern auch klar zu verstehen gegeben, dass der Zaun eine 
Sicherungsfunktion hat und der Teichbereich überhaupt nicht betreten werden 
soll. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass Zäune ohne Tor oder andere 
Passiermöglichkeit in einem freien Waldgebiet selten anzutreffen sind. Wer also 
an den Zaun gelangte, war zusätzlich gewarnt, weil mit der Einfriedung klar zu 
verstehen gegeben wurde, dass hier aus besonderen Gründen der frei 
zugängliche Waldbereich beschränkt wurde. Dabei lässt sich auch nicht 
behaupten, diese besonderen Gründe, mithin die Gefahr, welche vom Teich 
ausgeht, seien nicht erkennbar gewesen und die Absperrung habe auch nur als 
übertriebene Vorsichtsmassnahme aufgefasst werden können. Das Gefälle wie 
auch der Umstand, dass es sich um einen tiefen Teich handelte, waren 
erkennbar. Desgleichen war ersichtlich, dass der mit einer Folie ausgekleidete 
Teich über keine Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten verfügte. Wohl war der Zaun 
nicht so gebaut, dass seine Überwindung nicht oder nur mit erheblicher Mühe 
möglich gewesen wäre. Rein von der Aussage her ergab sich dadurch jedoch 
kein wesentlicher Unterschied: Auch mit dieser Konstruktion war - ohne dass 
zusätzlich durch Schilder auf die Gefahr hingewiesen bzw. der Zutritt verboten 
wurde - die klare Aussage verbunden, dass der Teichbereich nicht betreten 
werden soll. 

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d) Für jenen Personenkreis, mit welchem die Verantwortlichen beim 
besagten Teich zu rechnen hatten, muss diese Sicherungsvorkehrung als aus-
reichend angesehen werden. Der fragliche Teich befindet sich im F.-Wald, 
einem Waldgebiet oberhalb der Ortschaft E., in der südwestlichen Ecke einer 
Fläche mit Jungwuchs, rund 300 m von der östlich gelegenen Weidefläche G. 
entfernt, wo der Beschwerdeführer und seine Familie am besagten Tag ein 
Picknick machten. Das Gebiet ist auch über eine Forststrasse zugänglich, die 
am Teich vorbeiführt. Der Teich selbst dient ausschliesslich der 
Löschwasserversorgung. Er ist nicht als eigentliches Biotop ausgestaltet und es 
kommt ihm somit auch nicht die Bedeutung eines Ausflugsziels zu. Angesichts 
dieser Lage und Funktion des Teichs durften die Verantwortlichen von einem 
eingeschränkten Publikumsverkehr ausgehen. Namentlich brauchten sie nicht 
damit zu rechnen, dass sich etwa Kleinkinder unbeaufsichtigt an den Teich 
begeben könnten. Denn in einem Waldgebiet werden Kleinkinder schon wegen 
der Gefahr des Verirrens, aber auch wegen den immer bestehenden 
besonderen, sich aus der Topografie ergebenden Gefahren nicht 
unbeaufsichtigt gelassen. Die Verantwortlichen durften jedenfalls darauf 
vertrauen, dass die betreuungspflichtigen Personen ihre Kinder in diesem 
Bereich ausreichend überwachen. Bei B. X. handelte es sich indes nicht mehr 
um ein Kleinkind. Er wurde am 27. April 1993 geboren und war somit zum 
Zeitpunkt des tragischen Vorfalls etwas über 9 Jahre alt. In diesem Alter haben 
Kinder in der Regel bereits einen Entwicklungsstand, der es ihnen erlaubt, 
selbständig auch Tätigkeiten nachzugehen, die mit Gefahren verbunden sind. 
So ist es ihnen beispielsweise auch erlaubt, im öffentlichen Verkehr radzufahren 
(Art. 19 Abs. 1 SVG). Damit wird gleichfalls davon ausgegangen, dass ein Kind 
in diesem Alter bereits die Fähigkeit hat, offensichtliche Gefahren zu erkennen 
und eine Einsichtsfähigkeit hat, die ausreicht, um sich auch entsprechend zu 
verhalten. In der Beschwerdeschrift wird denn auch geltend gemacht, Kinder in 
diesem Alter dürften ohne weiteres unbeobachtet zum Spielen in einen Wald 
gelassen werden. Einschränkend hält der Beschwerdeführer dann allerdings 
fest, die kognitiven Fähigkeiten reichten in diesem Alter wohl aus, um die Gefahr 
des Ertrinkens, welche von einem normalen stehenden Gewässer ausgehe, zu 
erkennen. Die heimtückische Gefahr, welche von der rutschigen Plastikfolie 
ausgehe, vermöge ein Kind in diesem Alter jedoch nicht zu sehen. Dieser 
Auffassung kann so nicht gefolgt werden. Grundsätzlich gilt einmal zu 
bemerken, dass der Zaun eben gerade verhinderte, dass B. X. ungewollt in den 
unmittelbaren Bereich des Teiches gelangte. Damit wurde - anders als etwa bei 
natürlichen Gewässern - vor der Gefahr gewarnt und verhindert, dass sich diese 

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konkretisiert. Sodann muss, wie auch der Beschwerdeführer einräumt, in jedem 
Wald auch mit Gewässern gerechnet werden. Und nachdem - wie bereits 
dargelegt wurde - auch bei natürlichen Gewässern am Uferrand vermehrt die 
Gefahr des Ausrutschens besteht, kann das Ausgleiten am künstlichen 
Teichrand wohl als Gefahr, nicht aber als atypische Gefahr verstanden werden. 
Insbesondere ist aber nicht ersichtlich, weshalb der durchgehende Zaun, der 
den direkten Zugang verunmöglichte und damit vor der Gefahr schützte, vom 
Knaben nur als eingeschränktes Verbot, im Teich zu schwimmen, hätte 
verstanden werden können. Es muss und darf mit anderen Worten erwartet 
werden, dass ein Knabe, der sich im Alter von 9 Jahren, wie der 
Beschwerdeführer geltend macht, alleine problemlos im Wald aufhalten darf und 
die Gefahren eines Gewässers erkennt, erwartet werden, dass er in diesem 
Zusammenhang auch den Sinn der Umzäunung, die ihn davon abhält, sich 
überhaupt an das Gewässer zu begeben, erfasst und sich dieser Einsicht 
entsprechend zu verhalten vermag. So hätte B. X. im besagten Waldgebiet ja 
auch auf ein natürliches Gewässer - beispielsweise einen reissenden Bach - mit 
ähnlich grosser Anziehungskraft stossen können. Auch in diesem Fall hätte von 
ihm ein eigenverantwortliches Verhalten verlangt werden müssen. Anderenfalls 
hätte sich B. X. eben gerade nicht alleine im Wald aufhalten dürfen, und seine 
Eltern wären verpflichtet gewesen, ihren Sohn auch entsprechend zu instruieren 
und zu überwachen. Im einen wie im anderen Fall kann der tragische Vorfall 
insofern auch nicht als adäquat kausale Folge einer Unterlassung der für den 
Teich verantwortlichen Personen gesehen werden. In jedem Fall aber kann es 
sich bei dem in einem Waldgebiet zu treffenden Sicherheitsmassnahmen nicht 
entscheidend anders verhalten als etwa bei der Verantwortlichkeit für 
Einrichtungen im Bereich des Strassenverkehrs oder - wie in der angefochtenen 
Verfügung erwähnt - auf Skipisten. Waldgebiete werden zu Erholungszwecken 
freiwillig aufgesucht und sind nie völlig ungefährlich. Damit der Wald als 
Erholungsgebiet genutzt werden kann, ist die Gemeinde E. als Eigentümerin 
denn auch ungeachtet der vom Wald ausgehenden Gefahren gehalten, der 
Allgemeinheit den Zugang zu ermöglichen (Art. 699 ZGB). Ähnlich wie in 
Skigebieten oder im Strassenverkehr dürfen die Verantwortlichen deshalb auch 
in Waldgebieten von allen Personen, die sich dort aufhalten, von einem 
gewissen Mass an Eigenverantwortlichkeit ausgehen. Diese betrifft bei Kindern, 
welche noch nicht die Reife zur selbständigen Nutzung haben, die 
Betreuungspersonen, welchen eine erhöhte Obhutspflicht zukommt, während 
bei schon grösseren Kindern, welche sich ohne erwachsene Begleitung in den 
Wald begeben dürfen, davon ausgegangen werden darf, dass sie die damit 

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verbundenen Gefahren zu erkennen und sich entsprechend zu verhalten 
vermögen. Die Verantwortlichen hatten deshalb im vorliegenden Fall wohl die 
Pflicht, vor dem Teich zu warnen. Dies haben sie mit dem Anbringen des Zauns 
denn auch getan. Gleichzeitig durften sie aber auch darauf zählen, dass 
Personen, die sich in den Bereich dieses Gebiets begeben, ihrer Verantwortung 
nachkommen und die zur Gefahrenabwehr getroffene Massnahme - die 
Abschrankung - beachtet und respektiert wird. Dass keine weiteren 
Vorkehrungen getroffen wurden, gereicht den Verantwortlichen demnach 
strafrechtlich nicht zum Vorwurf.

e) Ein strafbares Unterlassen muss im Übrigen auch aufgrund der 
Verhältnismässigkeit verneint werden. So wären weitergehende Sicherheits-
massnahmen wohl möglich gewesen. Vorstellbar sind etwa ein palisadenarti-
ger, nicht oder nur sehr schwer überwindbarer Zaun, ein Netz oder aber auch 
das zusätzliche Anbringen von Warntafeln. Abgesehen davon, dass solche Vor-
kehren den Zweck des Teiches nicht in Frage stellen durften, und folglich etwa 
ein Netz oder ein mannshoher, absolut unpassierbarer Zaun kaum möglich 
gewesen wären, können solche weitergehenden Massnahmen zur Gefahren-
abwehr dem öffentlichen Träger aber schon rein vom Aufwand her nicht zu-
gemutet werden. Denn letztlich würde damit eine Pflicht des Gemeinwesens 
bejaht, selbst im freien Gelände an Orten, wo nicht mit erheblichem Publi-
kumsverkehr zu rechnen ist, jedes Risiko, das von seinen Einrichtungen aus-
geht, durch entsprechende Schutzvorkehrungen zu unterbinden oder zumindest 
vor den jeweiligen Gefahren zusätzlich durch Tafeln zu warnen. Dieselben 
Vorkehrungen müssten somit auch bei Staubecken, Stauseen sowie bei 
Uferverbauungen an Bächen, Flüssen und Seen getroffen werden. Ähnliches 
müsste schliesslich auch bei anderen Einrichtungen im freien Gelände, wie 
Brücken, Strassenstücken an gefährlich abfallenden Hängen, Bahnstrecken, 
Aussichtsplattformen, künstlich angelegten Gräben, oder Wanderwegen ent-
lang von Abhängen gelten. Eine solche Verpflichtung ginge nicht nur vom 
Aufwand her zu weit, sondern würde letztlich das Risiko, das der Aufenthalt im 
freien Gelände immer auch mit sich bringt, in allgemeiner und unverhältnis-
mässiger Weise vom Nutzerkreis, der sich eigenverantwortlich in einem Gebiet 
aufhält, auf das Gemeinwesen verlagern. 

5. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Staats-
anwaltschaft mit sachlichen Gründen davon ausgehen konnte, dass im Zu-
sammenhang mit dem Tod von B. X. den für den Teich verantwortlichen 

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Personen kein strafbares Unterlassen vorgeworfen werden kann und folglich der 
zu beurteilende Sachverhalt für eine Anklage nicht ausreichend ist. Nachdem 
auch keine neuen Beweismittel, die das bestehende Beweisergebnis zu 
beeinflussen vermögen, ersichtlich sind, und insbesondere auch die Einholung 
eines Gutachtens weder zweckmässig noch notwendig erscheint, erweist sich 
die Einstellung der Strafuntersuchung nicht als rechtswidrig oder als 
unangemessen, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

6. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens von Fr. 800.-- zu Lasten des Beschwerdeführers (Art. 160 Abs. 1 StPO).

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.-- gehen zu Lasten 
des Beschwerdeführers.

3. Mitteilung an:

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Für die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden
Der Vizepräsident Der Aktuar