# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf768d9e-285a-5fff-9a70-3af4e23f66ed
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.03.2024 100 2020 136
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-136_2024-03-11.pdf

## Full Text

100.2020.136U
DAM/TST/CHS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. März 2024

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Abteilungspräsidentin
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiber Tschumi

1. A.________
2. B.________
3. C.________ und D.________
4. E.________
5. F.________ und G.________
6. H.________
alle p.A. A.________
Beschwerdeführende

gegen

Swisscom (Schweiz) AG
handelnd durch die statutarischen Organe, Konzernrechtsdienst, 3050 Bern 
Swisscom 
Beschwerdegegnerin

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

sowie

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.03.2024, Nr. 100.2020.136U, 
Seite 2

Einwohnergemeinde Aarwangen
Baubewilligungsbehörde, Langenthalstrasse 4, 4912 Aarwangen

betreffend Bauvorhaben Mobilfunkanlage (Entscheid der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern vom 31. März 2020; 
BVD 110/2019/189)

Prozessgeschichte:

A.

Die Swisscom (Schweiz) AG (nachfolgend: Swisscom) stellte am 1. März 
2018 bei der Einwohnergemeinde (EG) Aarwangen ein Baugesuch für den 
Umbau ihrer Mobilfunkanlage auf der Parzelle Aarwangen 
Gbbl. Nr. 1________ in der Landwirtschaftszone. Die bestehende Anlage 
befindet sich im oberen Bereich eines rund 30 m hohen Sendemasts, an dem 
auch Antennen einer anderen Mobilfunknetzbetreiberin angebracht sind. Der 
vorgesehene Umbau umfasst den Ersatz der bestehenden konventionellen 
Mobilfunkantennen durch drei neue konventionelle Multibandantennen samt 
Erhöhung der Sendeleistungen (Frequenzbänder 700 bis 900 Megahertz 
[Mhz] und 1,4 bis 2,6 Gigahertz [Ghz]) sowie die zusätzliche Installation von 
drei neuen adaptiven Antennen, die nach dem Mobilfunkstandard 5G (New 
Radio) betrieben werden sollen (Frequenzband 3,4 Ghz). Nachdem das Amt 
für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) am 27. April 
2018 eine Ausnahmebewilligung für das Bauen ausserhalb der Bauzonen 
erteilt hatte, wies der Regierungsstatthalter des Verwaltungskreises 
Oberaargau mit Gesamtentscheid vom 16. November 2018 die gegen den 
Umbau erhobenen Einsprachen ab und erteilte die Baubewilligung. Dagegen 
führte A.________ bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des 
Kantons Bern (BVE; heute: Bau- und Verkehrsdirektion [BVD]) Beschwerde. 
Die BVE hob den angefochtenen Gesamtentscheid einschliesslich eines 
Teils des Baubewilligungsverfahrens wegen mehrerer Verfahrensfehler am 

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4. März 2019 von Amtes wegen auf und wies die Sache zur weiteren Be-
handlung im Sinn der Erwägungen an das Regierungsstatthalteramt Ober-
aargau zurück (Entscheid BVE RA Nr. 110/2018/162).

B.

In der Folge liess das Regierungsstatthalteramt das Baugesuch erneut im 
Anzeiger Oberaargau (Ausgaben vom 16.5.2019 und 23.5.2019) sowie erst-
mals auch im kantonalen Amtsblatt (Ausgabe vom 15.5.2019) publizieren. 
Gegen das (erneut) bekannt gemachte Vorhaben erhoben neben anderen 
A.________, B.________ C.________ und D.________, E.________, 
F.________ und G.________ sowie H.________ Einsprache. Mit 
Gesamtentscheid vom 8. Oktober 2019 bewilligte der Regierungsstatthalter 
das Vorhaben.

C.

Dagegen reichten die erwähnten Einsprecherinnen und Einsprecher (Bst. B 
hiervor) bei der BVE am 5. November 2019 gemeinsam Beschwerde ein. Mit 
Entscheid vom 31. März 2020 wies die BVD die Beschwerde einschliesslich 
eines Sistierungsbegehrens ab, soweit sie darauf eintrat.

D.

Gegen diesen Entscheid haben A.________, B.________ C.________ und 
D.________, E.________, F.________ und G.________ sowie H.________ 
mit gemeinsamer Rechtsschrift vom 29. April bzw. 4. Mai 2020 (verbessert) 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, die 
Baubewilligung und der angefochtene Entscheid der BVD seien aufzuheben. 
Eventuell sei «die Baugenehmigung für die 5G-Antennen zu sistieren» bzw. 
sei «das Baugesuch zur Nachbesserung bzw. Vervollständigung an die 
Vorinstanzen zurückzuweisen». Die Swisscom beantragt mit 
Beschwerdeantwort vom 9. Juni 2020, der Sistierungsantrag und die 

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Beschwerde seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die BVD 
schliesst mit Vernehmlassung vom 4. Juni 2020 ebenfalls auf Abweisung der 
Beschwerde einschliesslich des Sistierungsantrags. Die EG Aarwangen hat 
sich nicht vernehmen lassen.

Die Verfahrensbeteiligten haben sich anschliessend – mit Ausnahme der 
Standortgemeinde – mehrfach zur Sache geäussert und Unterlagen einge-
reicht. Mit Zwischenverfügung vom 24. November 2020 hat der (damalige) 
Instruktionsrichter ein Begehren um Erlass vorsorglicher Massnahmen 
abgewiesen und an die EG Aarwangen in ihrer Funktion als Baupolizei-
behörde weitergeleitet (Reduktion der aktuellen Sendeleistung, Abschaltung 
der 4G-Mobilfunkdienste). In der Folge blieb das verwaltungsgerichtliche 
Verfahren mit dem Einverständnis der Beteiligten sistiert, um das Leiturteil 
des Bundesgerichts zur grundsätzlichen Zulässigkeit von Mobilfunkantennen 
für 5G-Funkdienste abzuwarten (Verfahren 1C_100/2021). Nachdem dieses 
Urteil am 14. Februar 2023 ergangen war, hat der neu eingesetzte Instruk-
tionsrichter das Verfahren am 22. März 2023 wiederaufgenommen. In der 
Folge haben sich die Parteien erneut zur Sache geäussert und in allen Teilen 
an ihren Begehren festgehalten.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen. Ihre Wohnorte liegen innerhalb des Einspracheperimeters 
von rund 2'230 m (vgl. Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basis-
stationen vom 5.10.2018, Rev. 1.55 [nachfolgend: Standortdatenblatt] Ziff. 6 
S. 5, Vorakten BVD 5A pag. 34, Beilagen; ferner angefochtener Entscheid 
E. 1b). Sie sind daher durch den angefochtenen Entscheid besonders 

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berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des 
Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Bestimmungen 
über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). 
Auf die Beschwerde ist deshalb – unter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach – ein-
zutreten.

1.2 Die Beschwerdeführenden verlangen mit ihrem Hauptantrag, es sei 
sowohl der angefochtene Entscheid der BVD als auch «die Baubewilligung» 
aufzuheben (vorne Bst. D). Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Ver-
waltungsgericht bildet lediglich der Entscheid der BVD; dieser ist an die 
Stelle der Baubewilligung bzw. des Gesamtentscheids des Regierungsstatt-
halters vom 8. Oktober 2019 getreten (sog. Devolutiveffekt der Beschwerde; 
statt vieler BVR 2018 S. 528 E. 3.3). Soweit sich die Beschwerdeführenden 
mit ihrem Begehren auf diesen Gesamtentscheid beziehen, ist auf die 
Beschwerde daher nicht einzutreten (vgl. BVR 2022 S. 515 E. 1.7, 2010 
S. 411 E. 1.4; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum berni-
schen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 74 N. 26, Art. 84 N. 19).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Umstritten ist die Installation von adaptiven Antennen sowie deren 
Betrieb gemäss dem neusten Mobilfunkstandard 5G. Adaptive Antennen 
bestehen aus mehreren separat ansteuerbaren Elementarantennen 
(Subarrays) und sind durch gezieltes Überlagern der einzelnen von diesen 
Elementarantennen ausgesendeten elektromagnetischen Wellen in der 
Lage, ihr Strahlungsmuster automatisch, d.h. ohne Veränderung der Mon-
tagerichtung, in kurzen zeitlichen Abständen anzupassen. Im Unterschied zu 
konventionellen Antennen, die mit einer im Wesentlichen konstanten räumli-
chen Strahlungsverteilung senden, können sie die Strahlung in bestimmte 
Richtungen fokussieren bzw. in Form von sog. «Beams» aussenden (sog. 
«Beamforming»). Dies ermöglicht es ihnen, die abgegebene Leistung in 

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Richtung der Nutzerinnen und Nutzer zu lenken und die Strahlung in dieje-
nigen Richtungen zu reduzieren, wo sich keine aktiv kommunizierenden 
Endgeräte befinden. Aufgrund ihrer geringeren Streuverluste lässt sich durch 
den Einsatz von adaptiven Antennen die durchschnittliche Strahlungsex-
position in einer Funkzelle (bei gleicher Datenübertragungsrate) insgesamt 
verringern (Erläuterungen des Bundesamts für Umwelt [BAFU] vom 
23.2.2021 zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Ver-
ordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung [nachfolgend: 
Erläuterungen BAFU adaptive Antennen] Ziff. 1 S. 2, Ziff. 4 S. 5 ff. und Ziff. 6 
S. 15 ff., einsehbar unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elek-
trosmog und Licht/ Fachinformationen/Massnahmen Elektrosmog/Mobilfunk: 
Vollzugshilfen»; Hugo Lehmann, Adaptive Antennen für 5G, in Bulletin 
Electrosuisse 6/2020 S. 39 ff., 40 f.).

2.2 Der Bundesrat hat am 17. April 2019 im Hinblick auf die Einführung 
der adaptiven Antennen die Definition des massgebenden Betriebszustands 
von Mobilfunkbasisstationen in Anhang 1 Ziff. 63 der Verordnung vom 
23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; 
SR 814.710) angepasst (Inkrafttreten am 1.6.2019; AS 2019 1491). Dabei 
verankerte er den Grundsatz, dass die Variabilität der Senderichtungen und 
Antennendiagramme von adaptiven Antennen bei der Festlegung des 
massgebenden Betriebszustands zu berücksichtigen ist. Die konkrete Aus-
gestaltung wurde damals bewusst zugunsten einer Regelung auf Stufe Voll-
zugshilfe offengelassen (Erläuterungen des BAFU vom 17.4.2019 zur Ände-
rung der NISV, S. 8, einsehbar unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubriken 
«Themen/Elektrosmog und Licht/Rechtsetzung und Vollzug/Erläuternde Be-
richte»). Das BAFU hat in der Folge am 23. Februar 2021 – und damit nach 
Eingang der vorliegenden Beschwerde – den Nachtrag «Adaptive An-
tennen» zur Vollzugsempfehlung zur NISV des Bundesamts für Umwelt, 
Wald und Landschaft (BUWAL; heute: BAFU) «Basisstationen Mobilfunk- 
und WLL» aus dem Jahr 2002 publiziert (nachfolgend: Vollzugsempfehlung 
für Mobilfunkbasisstationen bzw. Nachtrag vom 23.2.2021 zur Vollzugs-
empfehlung, beide einsehbar unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubriken «The-
men/Elektrosmog und Licht/ Fachinformationen/Massnahmen Elektro-
smog/Mobilfunk: Vollzugshilfen»). In diesem Nachtrag hat es den genannten 
Grundsatz dahingehend konkretisiert, dass ein Korrekturfaktor für die maxi-

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male ERP (effective radiated power, dt. äquivalente Strahlungsleistung) 
angewendet werden darf, wenn die Sendeantennen mit einer automatischen 
Leistungsbegrenzung ausgestattet werden (Ziff. 3.1 S. 7). Verschiedene 
Elemente dieser Definition wurden vom Bundesrat in der Zwischenzeit in 
Anhang 1 Ziff. 63 NISV auf Verordnungsstufe verankert (Inkrafttreten am 
1.1.2022; AS 2021 901; weitere hier nicht anwendbare Vollzugsan-
passungen erfolgten mit Änderungen der Art. 11a f. und 19b NISV vom 
29.9.2023, in Kraft seit 1.11.2023; AS 2023 583).

2.3 Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Eingabe vom 29. Juni 2023 
darauf hingewiesen, dass sie das Baugesuch für den hier umstrittenen 
Umbau noch vor der Publikation des Nachtrags vom 23. Februar 2021 zur 
Vollzugsempfehlung eingereicht habe. Da zu diesem Zeitpunkt noch keine 
Regelung für den Korrekturfaktor bestanden habe, habe sie damals einen 
solchen auch nicht beantragt (S. 2, act. 36). Daraus schliesst die Beschwer-
degegnerin zu Recht, dass das strittige Bauvorhaben einen Sendebetrieb mit 
Korrekturfaktor nicht mitumfasst. Ob ein solcher zulässig wäre, bildet mithin 
auch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens (vgl. VGE 2020/27 vom 
6.1.2021 E. 4.8 [ergangen noch vor Erlass des Nachtrags vom 23.2.2021 zur 
Vollzugsempfehlung, bestätigt durch BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 
E. 6.3.2 a.E.]; BGer 1C_527/2021 vom 13.7.2023 E. 3.7). Soweit die 
Beschwerdeführenden (auch) den Korrekturfaktor kritisieren (vgl. Be-
schwerde S. 14, Eingabe vom 5.6.2023 [act. 34] S. 8), erübrigt es sich, 
darauf näher einzugehen.

3.

Umstritten ist vorab, ob das Bauvorhaben vorschriftsgemäss publiziert und 
korrekt aufgelegt worden ist.

3.1 Die Beschwerdeführenden rügen, es sei weder in der Baupublikation 
noch in den Verfahrensakten darauf hingewiesen worden, dass es sich 
«beim Bauvorhaben um die neue 5G-Technik mit Beamforming handelt». 
Das Fehlen eines entsprechenden Hinweises habe dazu geführt, dass ein 
grosser Teil der Bevölkerung an der Wahrnehmung seiner Rechte gehindert 

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worden sei. Aus diesem Grund sei das Bauvorhaben neu zu publizieren (Be-
schwerde S. 22). Weiter sei das aktuelle Standortdatenblatt – offenbar durch 
ein Missgeschick – in den aufgelegten Baugesuchsakten nicht auffindbar 
gewesen, was die Beschwerdeführerin 1 bestätigen könne. Die Vorinstanz 
habe die Tragweite dieses Mangels verkannt (angefochtener Entscheid 
E. 5d; vgl. Eingabe vom 6.8.2020 [act. 9] S. 1 f.).

3.2 Gemäss Art. 35 Abs. 1 BauG sind Bau- und Ausnahmegesuche zu 
veröffentlichen. Die Publikation muss unter anderem eine allgemeine Um-
schreibung des Bauvorhabens enthalten (Art. 26 Abs. 3 Bst. b des Dekrets 
vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungs-
dekret, BewD; BSG 725.1]). Der Text der Veröffentlichung muss insofern 
aussagekräftig sein, als er die potenziell einsprachewilligen Personen auf die 
kritischen Punkte des Projekts aufmerksam macht, so dass sich diese 
anhand der Akten eine eigene Meinung bilden können (BVR 2008 S. 251 
E. 4.3; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 
2020, Art. 35-35c N. 8a). Weiter sind das Baugesuch, die zugehörigen Pläne 
und die weiteren Unterlagen bis zum Ablauf der Einsprachefrist bei der 
Gemeindeverwaltung in physischer und in elektronischer Form zur Einsicht-
nahme aufzulegen, wobei die physischen Unterlagen massgebend sind 
(Art. 28 Abs. 1 und 3 BewD).

3.3 Eine fehlende oder ungenügende Publikation hat nicht die Nichtigkeit 
des Bauentscheids zur Folge, sondern nur dessen Anfechtbarkeit. Wer trotz 
einer unterlassenen oder mangelhaften Veröffentlichung die Akten eingese-
hen hat und sich mit Einsprache am Verfahren beteiligen konnte, kann 
zudem gemäss der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts aus einem 
Publikationsfehler mangels nachteiliger Folgen grundsätzlich keine Rechte 
für sich ableiten (BVR 1994 S. 398 E. 2; VGE 2022/7 vom 1.3.2023 E. 3.1, 
2019/337/348 vom 23.11.2020 E. 3.2.3; vgl. zum Ganzen auch 
Zaugg/Ludwig, a.a.O. Art. 35-35c N. 11). Vergleichbares gilt hinsichtlich der 
Auflage von unvollständigen bzw. fehlerhaften Baugesuchsakten, wenn es 
den Betroffenen möglich ist, die Übereinstimmung des Bauvorhabens mit 
dem massgebenden Recht zu prüfen (vgl. etwa BGer 1C_413/2020 vom 
3.11.2021 E. 5.3, 1C_663/2015 vom 5.4.2016 E. 2.2).

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3.4 Es trifft soweit ersichtlich zu, dass weder die Baupublikation noch die 
aufgelegten Baugesuchsakten einen ausdrücklichen Hinweis auf die 
«Beamforming»-Funktionalität der adaptiven Antennen oder auf 5G 
enthalten haben. Es ist aber unbestritten, dass die Beschwerdeführenden 
die Akten eingesehen und ihre Einsprachen in Kenntnis der geplanten 5G-
fähigen adaptiven Antennen verfasst haben (vgl. die Einsprachen vom 15., 
16. und 17.6.2019, Vorakten RSA pag. 207 ff., 221 f., 228 f., 232 f.). Sie 
waren mithin durchaus in der Lage, die Bewilligungsfähigkeit des 
Bauvorhabens zu beurteilen, wie ihre Ausführungen in den Einsprachen 
zeigen. Folglich vermögen die Beschwerdeführenden aus dem gerügten 
Publikationsmangel und der aus ihrer Sicht unvollständigen Auflage der 
Baugesuchsakten von vornherein nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. 
Abgesehen davon ist darauf hinzuweisen, dass gegenüber den 5G-fähigen 
adaptiven Antennen kritisch eingestellte Personen seit der Versteigerung der 
neuen Mobilfunkfrequenzen im Frühling 2019 an sich damit rechnen 
mussten, dass bei Baugesuchen für Umrüstungen von Mobilfunkanlagen 
nebst den bisherigen Funkdiensten in der Regel auch die Einführung dieser 
neuen Technologien zur Diskussion steht. Zudem kann angenommen 
werden, dass der geplante Einsatz von 5G-fähigen adaptiven Antennen 
anhand des im Standortdatenblatt (Zusatzblatt A2) angegebenen 
Antennentyps «AIR6488B42D» auch ohne ausdrücklichen Hinweis auf die 
«Beamforming»-Technologie oder 5G erkennbar war, wie das Beispiel der 
Beschwerdeführenden zeigt. Unter diesen Umständen ist für das 
Verwaltungsgericht nicht ersichtlich, inwiefern ein wesentlicher Teil der 
Anwohnerschaft aufgrund des fehlenden ausdrücklichen Hinweises auf die 
neue Mobilfunktechnologie an der Wahrnehmung seiner Rechte behindert 
worden sein sollte. Eine Neupublikation drängt sich insofern nicht auf. 
Ebenso kann darauf verzichtet werden, die Beschwerdeführerin 1 zu den 
aufgelegten Baugesuchsakten zu befragen.

3.5 Insgesamt besteht somit kein Grund, die Baupublikation oder die 
Bauauflage zu wiederholen. Die entsprechenden Rügen erweisen sich als 
unbegründet. Eine andere Frage ist, ob inhaltlich auf die Angaben im 
Standortdatenblatt abgestellt werden kann. Darauf wird zurückzukommen 
sein (vgl. hinten E. 4.4 f.).

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4.

In der Sache ist zunächst streitig, ob die Vorinstanz die Grenzwertkonformität 
der geplanten Mobilfunkanlage zu Recht bejaht hat.

4.1 Mit Schreiben vom 17. April 2019 und 31. Januar 2020 hatte das 
BAFU den Kantonen gestützt auf Art. 12 Abs. 2 bzw. Art. 14 Abs. 2 NISV 
empfohlen, die Grenzwertkonformität von adaptiven Antennen in der Über-
gangsphase bis zum Erscheinen einer überarbeiteten Vollzugsempfehlung 
vorübergehend im Rahmen einer sog. «worst case»-Beurteilung zu bewilli-
gen. Dies war auch beim hier umstrittenen Umbauvorhaben der Fall (vgl. 
Stellungnahme der Abteilung Immissionsschutz der Volkswirtschaftsdi-
rektion vom 12.8.2019 S. 1 f., Vorakten RSA pag. 92 f.). Eine solche «worst 
case»-Beurteilung bedeutet, dass die Strahlung von adaptiven Antennen wie 
bei konventionellen Antennen nach dem maximalen Gesprächs- und Daten-
verkehr bei maximaler Sendeleistung und basierend auf (umhüllenden) 
Antennendiagrammen beurteilt wird, die für jede Senderichtung den maximal 
möglichen Antennengewinn berücksichtigen. Die adaptiven Antennen 
werden mit anderen Worten so betrachtet, als ob die maximale Sendeleis-
tung gleichzeitig in alle möglichen Senderichtungen abgestrahlt würde, was 
nicht der Realität entspricht (Nachtrag vom 23.2.2021 zur Vollzugs-
empfehlung Ziff. 1 S. 5, Ziff. 2 S. 6, Ziff. 3.2 S. 7 f.; Erläuterungen BAFU 
adaptive Antennen Ziff. 5.4 S. 12).

4.2 Die Beschwerdeführenden sind dagegen der Auffassung, es sei 
unzulässig, adaptive Antennen im Rahmen des «worst case»-Szenarios wie 
konventionelle Antennen zu beurteilen. Dieser «BAFU-Ansatz» sei unhaltbar 
und rechtswidrig, weil er den Grundsatz der Berücksichtigung der Variabilität 
der Senderichtungen und Antennendiagramme ignoriere und der «Vorsorge-
pflicht» diametral widerspreche. Zudem sei unklar, wie das «worst case»-
Szenario überhaupt definiert sei. Es sei damit schlicht nicht gewährleistet, 
dass eine Überschreitung der Grenzwerte ausgeschlossen sei. Ausserdem 
sei das BAFU gar nicht befugt, eine solche Übergangsregelung einzuführen. 
Dass die adaptiven Antennen übergangsweise wie konventionelle Antennen 
beurteilt werden sollen, werde nur in einem Infoblatt des BAFU an die 

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Kantone festgehalten. Die NISV enthalte dagegen keine entsprechende 
Übergangsregelung. Es bestehe daher keine gesetzliche Grundlage für die 
«worst case»-Beurteilung (Beschwerde S. 14 f., 24). Weiter hätten die 
Angaben gemäss dem Standortdatenblatt von einer unabhängigen Fach-
stelle unter Mitwirkung der Beschwerdeführenden überprüft werden müssen 
(Eingaben vom 5.6.2023 [act. 34] S. 15 f. und vom 22.7.2023 [act. 40]). 
Sodann seien zuverlässige Abnahmemessungen nicht durchführbar, wes-
halb die Einhaltung der Grenzwerte nicht gewährleistet sei. Die von der 
Vorinstanz erwähnte Messmethode des Eidgenössischen Instituts für Metro-
logie (METAS) sei aus verschiedenen Gründen «nicht brauchbar». Zum 
einen würden mit dieser nur die «Signalisierungskanäle» gemessen, wohin-
gegen die «Datenkanäle» laut einem international bekannten und kompeten-
ten Messgerätehersteller mit einer Messung noch gar nicht direkt erfasst 
werden könnten. Zum anderen sei die Methode des METAS ausschliesslich 
für Laborbedingungen geeignet, da die Strahlung der Mobilfunkbasisstation 
gemäss den Angaben des METAS nur dann zuverlässig gemessen werden 
könne, wenn alle Mobiltelefone in der Umgebung ausgeschaltet seien; die 
Methode berücksichtige zudem die Luftfeuchtigkeit nicht. Weiter funktioniere 
sie auch deshalb nicht, weil die Strahlung im Frequenzband 1'400 MHz kein 
«Signalisierungssignal» aufweise, das gemessen werden könne. Schliess-
lich sei unklar, ob der Variabilität der Senderichtungen überhaupt Rechnung 
getragen werde (Beschwerde S. 20 f., Eingabe vom 6.8.2020 [act. 9] S. 4 
unten).

4.3 Das Verwaltungs- und das Bundesgericht haben sich mit der rechtli-
chen Zulässigkeit der «worst case»-Beurteilung von Mobilfunkanlagen 
bereits eingehend auseinandergesetzt: Ersteres hat im Urteil 2020/27 vom 
6. Januar 2021 erwogen, dass mit der «worst case»-Beurteilung der inner-
halb des bewilligten Betriebs aus Sicht des Immissionsschutzes ungüns-
tigste Fall betrachtet werde. Es treffe deshalb nicht zu, dass die besondere 
Abstrahlcharakteristik der adaptiven Antennen ignoriert werde. Vielmehr 
werde dieser mit der «worst case»-Beurteilung gerade in der Weise Rech-
nung getragen, dass von den stärksten Strahlungsimmissionen auszugehen 
sei, die unter Anwendung des «Beamforming» mit der bewilligten äquivalen-
ten Strahlungsleistung und Hauptsenderichtung möglich seien. Damit sei 
auch ohne Weiteres sichergestellt, dass nur Anlagen bewilligt würden, die 

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die geltenden Grenzwerte voraussichtlich jederzeit einhielten (und nicht etwa 
nur im 6-Minuten-Mittel wie unter Berücksichtigung des Korrekturfaktors; vgl. 
dazu Hugo Lehmann, a.a.O., S. 41 sowie Erläuterungen des BAFU vom 
17.12.2021 zur Änderung der NISV, Ziff. 4.4 S. 8, einsehbar unter: 
<www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und Licht/Recht-
setzung und Vollzug/Erläuternde Berichte»). Das Verwaltungsgericht 
befand, es leuchte unter diesen Umständen nicht ein, inwiefern die «worst 
case»-Beurteilung den Vorgaben von Anhang 1 Ziff. 63 NISV (in der 
Fassung vom 1.6.2019) bzw. dem Grundsatz der Berücksichtigung der 
Variabilität der Senderichtungen und Antennendiagramme widersprechen 
sollte (E. 4.5). Das Bundesgericht hat diese Beurteilung seither in verschie-
denen Urteilen bestätigt (BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 6.2.2 ff., 
1C_693/2021 vom 3.5.2023 E. 4.3, 1C_101/2021 vom 13.7.2023 E. 3.5, 
1C_45/2022 vom 9.10.2023 E. 4). Dabei hat es namentlich darauf hinge-
wiesen, dass der Effizienzgewinn der neuen Technologie bei der «worst 
case»-Beurteilung dem Schutz vor nichtionisierender Strahlung zu Gute 
komme, womit sichergestellt sei, dass die von der Strahlung einer Mobilfunk-
anlage betroffene Bevölkerung auf der sicheren Seite bleibe und die Lang-
zeitbelastung in jedem Fall tief gehalten werde. Ausserdem hat es festgehal-
ten, dass es sich bei den erwähnten Schreiben des BAFU (vorne E. 4.1) um 
Vollzugsempfehlungen im Sinn von Art. 12 Abs. 2 NISV handle. Gemäss 
dieser Bestimmung empfehle das BAFU den zuständigen Vollzugsbehörden 
geeignete Mess- und Berechnungsmethoden, wobei eine bestimmte Form 
der Publikation oder die Bezeichnung als «Vollzugsempfehlung» bzw. «Voll-
zugshilfe» nicht vorausgesetzt sei. Folglich konnte auch die im vorliegenden 
Fall vorgenommene «worst case»-Beurteilung auf die genannten Schreiben 
des BAFU abgestützt werden.

4.4 Vor dem Hintergrund dieser Rechtsprechung besteht für das Verwal-
tungsgericht keine Veranlassung, die Zulässigkeit der «worst case»-Beurtei-
lung in Frage zu stellen: Mit Blick darauf, dass im Rahmen des beschrie-
benen «worst case»-Szenarios wie dargelegt von der stärksten Momentan-
belastung ausgegangen wird, die mit den beantragten Betriebsparametern 
erzeugt werden kann, dient diese Beurteilung gerade dem Strahlenschutz 
und ist entgegen den Beschwerdeführenden nicht ersichtlich, inwiefern sie 
unklar definiert sein oder gegen die «Vorsorgepflicht» verstossen sollte. Weil 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.03.2024, Nr. 100.2020.136U, 
Seite 13

dieses Vorgehen nach dem Gesagten überdies auch mit dem in Anhang 1 
Ziff. 63 NISV (in der Fassung vom 1.6.2019) enthaltenen Grundsatz der 
Berücksichtigung der Variabilität vereinbar ist, kann ausserdem offenbleiben, 
ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, dass dieser Grundsatz 
im vorliegenden Fall irrelevant sei bzw. keine Anwendung finde (vgl. ange-
fochtener Entscheid E. 4b). Abgesehen davon hat die kantonale Immissions-
schutzfachstelle die eingereichten Standortdatenblätter einschliesslich der 
Antennendiagramme kontrolliert und für korrekt befunden (Stellungnahmen 
vom 9.1.2019 und 12.8.2019, Vorakten BVD 5B pag. 18 ff. bzw. Vorakten 
RSA pag. 92). Das Verwaltungsgericht hat keinen Anlass, von dieser Beur-
teilung der Fachbehörde abzuweichen bzw. davon auszugehen, dass die 
«worst case»-Beurteilung auf der Grundlage von ungenügenden oder gar 
falschen Unterlagen vorgenommen worden ist (zum Beweiswert von Fach-
berichten amtlicher Stellen BVR 2013 S. 5 E. 5.6, 2010 S. 411 E. 1.5 mit Hin-
weisen; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 19 N. 38). Soweit die Beschwerdeführenden 
einwenden, die im Standortdatenblatt eingetragenen Sendeleistungen seien 
«falsch» (Beschwerde S. 5), übersehen sie, dass es sich bei diesen Anga-
ben um die beantragten maximalen Sendeleistungen handelt, die für die Be-
schwerdegegnerin verbindlich sind (BGE 128 II 378 [BGer 1A.264/2000 vom 
24.9.2002] nicht publ. E. 8.1). Es bestehen keine Anhaltspunkte, weshalb 
diese Sendeleistungen «falsch» sein sollten. Zudem verkennen die 
Beschwerdeführenden, dass die Beschwerdegegnerin diese Sendeleistun-
gen je fix für die einzelnen Antennen bzw. Frequenzbänder beantragt hat 
(vgl. Zusatzblatt A2 zum Standortdatenblatt [Vorakten BVD 5A pag. 34, 
Beilagen]: je 1'980 Watt äquivalente Strahlenleistung [Watt ERP bzw. 
effective radiated power] pro Antenne im Band 700-900 MHz, je 5'340 Watt 
ERP pro Antenne im Band 1,4-2,6 GHz sowie je 1'500 Watt ERP pro An-
tenne im Band 3,4 GHz). Anders als sie meinen (Beschwerde S. 23), sind 
die Vorgaben des BAFU für den Fall einer flexiblen Zuteilung von Sendeleis-
tungen auf mehrere Frequenzbänder hier deshalb nicht einschlägig (vgl. 
Nachtrag vom 28.3.2013 zur Vollzugsempfehlung für Mobilfunkbasis-
stationen und WLL-Basisstationen Ziff. 3.2 S. 2 f., einsehbar unter: 
<www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und Licht/Fachin-
formationen/Massnahmen Elektrosmog/Mobilfunk: Vollzugshilfen»). Ent-
gegen ihrer Auffassung kann daher nicht verlangt werden, dass das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.03.2024, Nr. 100.2020.136U, 
Seite 14

Antennendiagramm für die Frequenzbänder 1'400 bis 2'600 MHz in mehrere 
Antennendiagramme aufzuteilen ist.

4.5 Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass keine An-
haltspunkte bestehen, wonach die «worst-case»-Beurteilung rechtlich unzu-
lässig sein oder die eingereichten (umhüllenden) Antennendiagramme den 
«worst case» unzureichend darstellen bzw. nicht für jede Senderichtung den 
maximal möglichen Antennengewinn berücksichtigen sollen. Im Übrigen 
deutet nichts darauf hin, dass die Angaben im Standortdatenblatt unzu-
treffend oder unvollständig wären bzw. die NIS-Fachstelle ihre Prüfungs-
pflicht nur unzureichend wahrgenommen hätte. Entgegen der Auffassung 
der Beschwerdeführenden gibt es daher keinen Grund, den Sachverhalt in 
diesem Punkt unter Einbezug der Parteien weiter abzuklären bzw. vor Ort 
einen Augenschein durchzuführen, zumal die neuen Antennen noch gar 
nicht installiert worden sind. Eine solche Pflicht lässt sich auch nicht aus dem 
angeführten bundesgerichtlichen Urteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 
ableiten (E. 7). Soweit die Beschwerdeführenden verlangen, ihnen sei das 
Standortdatenblatt auszuhändigen, das den Ist-Zustand der Mobilfunkanlage 
angebe (Eingabe vom 8.9.2020 S. 11 [act. 11]), ist daran zu erinnern, dass 
der (damalige) Instruktionsrichter diesem Begehren bereits entsprochen hat 
(vgl. Verfügung vom 19.10.2020 [act. 14]). Insgesamt hat die Vorinstanz ent-
gegen den Beschwerdeführenden (vgl. etwa Eingabe vom 5.6.2023 [act. 34]) 
weder ihre Begründungs- bzw. Untersuchungspflicht verletzt, indem sie auf 
zusätzliche Sachverhaltserhebungen verzichtet hat, noch ist es zu beanstan-
den, dass sie die Einhaltung der Grenzwerte gestützt auf die eingereichten 
Unterlagen auch in Bezug auf die adaptiven Antennen bejaht hat. Ebenso 
wenig hat das Verwaltungsgericht Anlass, weitere Beweismassnahmen 
anzuordnen.

4.6 Die Rüge, es gebe keine zuverlässige Messmethode, hielt die 
Vorinstanz für unbegründet (vgl. angefochtener Entscheid E. 4c). Sie hat 
dabei auf den technischen Bericht «Messmethode für 5G-NR-Basisstationen 
im Frequenzbereich bis zu 6 GHz» verwiesen, den das METAS am 18. Feb-
ruar 2020 herausgegeben hat (einsehbar unter: <www.metas.ch>, Rubriken 
«Dokumentation/Messen im Bereich nichtionisierender Strahlung [NISV]», 
nachfolgend: technischer Bericht). Auf diesen Bericht liessen sich Abnahme-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.03.2024, Nr. 100.2020.136U, 
Seite 15

messungen stützen, falls solche in der Baubewilligung zur Kontrolle der Ein-
haltung des Anlagegrenzwerts angeordnet worden seien. Nach den Empfeh-
lungen des METAS sowie gemäss dem Schreiben des BAFU vom 31. Ja-
nuar 2020 an die kantonalen Vollzugsbehörden könnten bei Antennen mit 
Frequenzbändern, in denen nur 5G-Signale gesendet würden, auch 
frequenzselektive Messungen nach dem Stand der Technik vorgenommen 
werden, solange noch keine serienmässig produzierten Geräte für präzisere 
code-selektive Messungen von 5G verfügbar seien. Bei der frequenz-
selektiven Messmethode werde die elektrische Feldstärke generell über-
schätzt. Ob eine Anlage den Anlagegrenzwert im Betriebszustand einhalte, 
könne folglich auf der Grundlage des technischen Berichts des METAS nach 
dem Stand der Technik gemessen und kontrolliert werden. – Diesen Ausfüh-
rungen kann zugestimmt werden: Das Verwaltungsgericht hat sich in seinem 
Urteil 2020/27 vom 6. Januar 2021 zur fraglichen Messmethode des METAS 
bereits geäussert und ist zum Schluss gelangt, dass es damit möglich sei, 
die Einhaltung der Grenzwerte zuverlässig zu überprüfen, da der nachträg-
lich hochgerechnete Wert (Beurteilungswert) die tatsächliche Belastung 
überschätze (E. 5.4 ff.). Diesen Standpunkt hat das Bundesgericht in 
mehreren Urteilen gestützt (BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 8, 
1C_527/2021 vom 13.7.2023 E. 5, 1C_196/2022 vom 13.10.2023 E. 5). Das 
BAFU hat vor Bundesgericht zudem dargelegt, dass die Methode des 
METAS auf einer Messung des Signalisierungskanals beruhe. Bei der an-
schliessenden Hochrechnung der gemessenen Signalisierungs- bzw. 
Synchronisationssignale auf den massgebenden Betriebszustand gelange 
ein spezifischer Antennenkorrekturfaktor 𝐾𝑖antenna zur Anwendung, der die 
allenfalls vorhandenen Unterschiede zwischen dem Antennendiagramm der 
Signalisierungskanäle und demjenigen der Datenkanäle bzw. des mass-
gebenden umhüllenden Antennendiagramms berücksichtige (BGer 
1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 8.3; vgl. auch technischer Bericht Ziff. 4.1 f. 
S. 10 ff.). Die Kritik der Beschwerdeführenden, wonach die Datenkanäle 
nicht direkt gemessen werden könnten, läuft von vornherein ins Leere, da 
die empfohlene Methode gemäss den Ausführungen des BAFU auf eine 
solche Messung gar nicht angewiesen ist. Auch mit ihren weiteren Einwän-
den vermögen die Beschwerdeführenden die von den Fachbehörden 
empfohlene Messmethode nicht in Frage zu stellen, da sie ihre Behaup-
tungen, wonach die Luftfeuchtigkeit einen wesentlichen Einfluss auf den Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.03.2024, Nr. 100.2020.136U, 
Seite 16

urteilungswert habe bzw. im Frequenzband 1'400 MHz kein messbares 
Signal vorhanden sei, nicht belegen. Im Übrigen mag es zwar richtig sein, 
dass gemäss dem technischen Bericht (S. 16) die Mobiltelefone in der Nähe 
des Messsystems während der Messung abgeschaltet werden sollten. Ent-
gegen den Beschwerdeführenden besteht jedoch kein konkreter Grund zur 
Annahme, dass diese Messbedingung in der Praxis unrealistisch sein soll. 
Demnach vermögen die Beschwerdeführenden nicht überzeugend aufzuzei-
gen, dass die Messmethode des METAS ungeeignet sein soll, um die Ein-
haltung der Grenzwerte überprüfen zu können, und dringen sie folglich mit 
ihrer Rüge der fehlenden messtechnischen Überprüfbarkeit der Strahlung 
nicht durch.

5.

Streitig ist weiter, ob der geplante Umbau der Mobilfunkanlage eine unzu-
lässige Gefährdung der Gesundheit von Menschen, Tieren oder Pflanzen 
darstellt.

5.1 Für den Schutz der menschlichen Gesundheit vor nichtionisierender 
Strahlung, die beim Betrieb ortsfester Anlagen erzeugt wird, hat der Bundes-
rat die NISV erlassen. Diese sieht zum Schutz vor den wissenschaftlich er-
härteten thermischen Wirkungen Immissionsgrenzwerte vor, die von der 
Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung 
(ICNIRP) übernommen wurden und überall eingehalten sein müssen, wo 
sich Menschen aufhalten können (Art. 13 Abs. 1 NISV; BGE 126 II 399 
E. 3b). Zur Konkretisierung des Vorsorgeprinzips gemäss Art. 1 Abs. 2 und 
Art. 11 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über den Umwelt-
schutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) bzw. Art. 74 Abs. 2 Satz 1 
der Bundesverfassung (BV; SR 101) setzte der Bundesrat ausserdem Anla-
gegrenzwerte fest, die unterhalb der Immissionsgrenzwerte liegen und 
(lediglich) an den sog. Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) eingehalten 
werden müssen (Art. 4 Abs. 1 i.V.m. Anhang 1 Ziff. 65 NISV). Mit deren Fest-
setzung hat der Bundesrat im Hinblick auf nachgewiesene Gesundheitsge-
fährdungen eine Sicherheitsmarge geschaffen (vgl. BGE 128 II 378 E. 6.2.2; 
BGer 1C_627/2019 vom 6.10.2020 E. 3.1, 1C_576/2016 vom 27.10.2017, in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.03.2024, Nr. 100.2020.136U, 
Seite 17

URP 2018 S. 713 E. 3.5.1; zum Ganzen BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 
E. 5.3.2). Die entsprechende internationale Forschung sowie die technische 
Entwicklung zu verfolgen und gegebenenfalls eine Anpassung der in der 
NISV geregelten Grenzwerte zu beantragen, ist in erster Linie Sache der 
zuständigen Fachbehörden und nicht der Gerichte (BGer 1C_100/2021 vom 
14.2.2023 E. 5.3.3 mit zahlreichen Hinweisen).

5.2 Die Beschwerdeführenden machen geltend, dass die Grenzwerte der 
NISV für Mobilfunkbasisstationen die aktuellen wissenschaftlichen Erkennt-
nisse zu wenig berücksichtigten und damit das umweltrechtliche Vorsorge-
prinzip verletzten. Denn es sei erwiesen, dass die Strahlung von Mobilfunk-
antennen für die menschliche Gesundheit nach heutigen wissenschaftlichen 
Erkenntnissen auch unterhalb der geltenden Grenzwerte schädlich sei. Zum 
einen zeige eine 2018 erschienene Studie von Professor Niels Kuster 
(«Systematic Derivation of Safety Limits for Time-Varying 5G Radio-
frequency Exposure Based on Analytical Models and Thermal Dose»), dass 
die Immissionsgrenzwerte aufgrund des schädlichen thermischen Effekts 
von 5G überarbeitet und verschärft werden müssten. Überdies bestünden 
auch zu schädlichen nicht-thermischen Wirkungen der Strahlung gefestigte 
wissenschaftliche Erkenntnisse, die in den Anlagegrenzwerten nur ungenü-
gend berücksichtigt würden. Namentlich seien zwei Tierstudien («NTP»-
Studie, «Ramazzini»-Studie) zum Schluss gelangt, dass es eindeutige 
Beweise für die krebserregende Wirkung von Mobilfunkstrahlung bei Nage-
tieren gebe. Zudem habe das Berufungsgericht Turin die tumorauslösende 
Wirkung nicht-ionisierender Strahlung beim Menschen anerkannt. Ferner 
werde in verschiedenen Studien die Bedeutung des oxidativen Stresses her-
vorgehoben und in einem Briefing des wissenschaftlichen Dienstes des EU-
Parlaments vom Februar 2020 festgehalten, dass von 5G eine besondere 
Gesundheitsgefährdung ausgehe, die auf schädliche «Pulsationen» zurück-
zuführen sei. Es bestehe daher eine plausible, reelle und durch Erfahrungen 
gestützte Wahrscheinlichkeit, dass Mobilfunkstrahlung bereits im Bereich 
der Grenzwerte bei bestimmten Personen Schäden anrichte oder zumindest 
sehr lästig sei. Hinzu komme, dass neuere Studien gravierende Folgen der 
nichtionisierenden Strahlung für die Natur befürchten liessen. Würde der um-
strittene Umbau der Mobilfunkanlage wie geplant vorgenommen und die 
Sendeantennen gemäss dem aktuellen Standortdatenblatt betrieben, müsse 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.03.2024, Nr. 100.2020.136U, 
Seite 18

erwartet werden, dass die Insektenpopulation rund um die Antenne aufgrund 
der Beeinträchtigung ihrer Fortpflanzungsfähigkeit deutlich abnehmen 
würde. Der Umstand, dass die NISV keine Grenzwerte für Tiere und 
Pflanzen vorsehe, sei bei dieser Sachlage mit dem Vorsorgeprinzip nicht 
länger vereinbar, zumal sicher sei, dass beim Betrieb der neuen Mobilfunk-
antennen die Insektenpopulation und auch andere Populationen nachhaltig 
geschwächt und dezimiert würden. Die geltende NISV verletze deshalb das 
Umweltschutzgesetz, weitere nationale und internationale Bestimmungen 
und schlussendlich auch die Verfassung. Schliesslich verstosse der geplante 
Einsatz der 5G-fähigen adaptiven Antennen auch gegen grundlegende 
Menschenrechte, da es unzulässig sei, experimentelle Studien an Menschen 
ohne deren Einverständnis durchzuführen (Beschwerde S. 7 ff.; Eingabe 
vom 5.6.2023 [act. 34] S. 1 ff.).

5.3 Das Bundesgericht hat sich im Grundsatzurteil 1C_100/2021 vom 
14. Februar 2023 ausführlich mit dem gegenwärtigen Kenntnisstand über die 
Risiken der Mobilfunkstrahlung für die menschliche Gesundheit im Allge-
meinen und insbesondere auch im Zusammenhang mit adaptiven Antennen 
bzw. 5G auseinandergesetzt. Dabei führte es aus, dass die Anlagegrenz-
werte – in denen im Gegensatz zu den Immissionsgrenzwerten das Vorsor-
geprinzip zum Ausdruck kommt – nicht direkt auf nachgewiesene Gesund-
heitsgefährdungen Bezug nehmen, sondern nach Massgabe der techni-
schen und betrieblichen Möglichkeit sowie der wirtschaftlichen Tragbarkeit 
festgelegt worden sind, um das Risiko schädlicher Wirkungen, die zum Teil 
erst vermutet werden und noch nicht absehbar sind, möglichst gering zu 
halten. Auch wenn dabei auf wissenschaftliche Gewissheit verzichtet werde, 
folge daraus nicht, dass lediglich vorläufige wissenschaftliche oder er-
fahrungsbasierte Befunde den Massstab für die Bestimmung der konkreten 
Höhe des Anlagegrenzwerts bildeten. Ein Abstellen auf vorläufige Er-
kenntnisse hätte auch eine beträchtliche Rechtsunsicherheit zur Folge 
(E. 5.3.2). Ausgehend davon gelangte es gestützt auf die Untersuchungen 
der Beratenden Expertengruppe NIS (BERENIS) sowie der vom Eidge-
nössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation 
(UVEK) eingesetzten Arbeitsgruppe «Mobilfunk und Strahlung» unter 
Berücksichtigung verschiedener Studien zum Schluss, dass die geltenden 
Grenzwerte dem Vorsorgeprinzip genügten. Es bestünden keine Hinweise 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.03.2024, Nr. 100.2020.136U, 
Seite 19

auf eine wissenschaftlich nachgewiesene oder auf Erfahrung beruhende 
Gefährdung oder Belästigung, die eine Anpassung der Grenzwerte aufgrund 
der neuen Funktionsweise der adaptiven Antennen notwendig machen 
würde (E. 5.4 ff.). Diesen Befund hat das Bundesgericht seither in mehreren 
Urteilen bestätigt (vgl. etwa BGer 1C_101/2021 vom 13.7.2023 E. 6, 
1C_196/2022 vom 13.10.2023 E. 6, je mit weiteren Hinweisen).

5.4 Die Einwände der Beschwerdeführenden bieten keinen Anlass, um 
von dieser Rechtsprechung abzuweichen: Im Urteil 1C_101/2021 vom 
13. Juli 2023 hat sich das Bundesgericht bereits mit den von den Beschwer-
deführenden erwähnten Tierstudien («NTP-Studie» und «Ramazzini-Stu-
die») auseinandergesetzt und ist zum Schluss gelangt, dass sich daraus 
keine direkten Schlüsse auf die gesundheitlichen Auswirkungen der Strah-
lung beim Menschen im Zusammenhang mit der Mobiltelefonie ziehen 
liessen (E. 6.2). Hinsichtlich des oxidativen Stresses gelangte es im Urteil 
1C_694/2021 vom 3. Mai 2023 sodann zur Auffassung, dass vertiefende 
Studien erforderlich seien, sich momentan eine Anpassung der Grenzwerte 
aber nicht aufdränge (E. 5.1.4). Im Urteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 
2023 hat es zudem keine genügenden Hinweise auf negative gesundheitli-
che Auswirkungen der als gefährlich bezeichneten «Pulsation» der Strah-
lung erkannt (E. 5.6; ebenso z.B. BGer 1C_542/2021 vom 21.9.2023 E. 4.4); 
das Briefing des Wissenschaftlichen Dienstes des EU-Parlaments vom 
Februar 2020 entspreche keinem wissenschaftlichen Konsens (BGer 
1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 5.6.2, 1C_693/2021 vom 3.5.2023 E. 5.4). 
Im Übrigen vermögen die Beschwerdeführenden aus dem zitierten Urteil 
904/2019 des Berufungsgerichts Turin vom 3. Dezember 2019 nichts zu 
ihren Gunsten herzuleiten, da sich dieser Entscheid auf die Strahlung von 
Mobiltelefonen und nicht auf diejenige von Mobilfunkbasisstation bezog (vgl. 
dazu auch VGer ZH VB.2021.00048 vom 3.6.2021 E. 8.2.1).

5.5 Hinsichtlich der potenziellen Schädlichkeit der Strahlung von Mobil-
funkbasisstationen für Fauna und Flora hat das Bundesgericht in verschie-
denen Urteilen festgehalten, dass die Immissions- und Anlagegrenzwerte 
der NISV nicht auf den Schutz von Tieren und Pflanzen, sondern auf denje-
nigen von Menschen zugeschnitten seien. Dieser Schutz der Menschen 
gegen die nichtionisierende Strahlung gewährleiste grundsätzlich auch einen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.03.2024, Nr. 100.2020.136U, 
Seite 20

angemessenen Schutz von Haustieren, da sich diese in der Regel an den-
selben Orten aufhielten wie Menschen. Hingegen enthalte die NISV für den 
Schutz von Nutz- und Wildtieren wie etwa Insekten keine (abschliessende) 
Regelung. Es müsse deshalb im Einzelfall geklärt werden, ob die fraglichen 
Immissionen für diese Tiere übermässig seien. Ergäben sich dabei keine 
belastbaren Hinweise auf eine konkrete Gefährdung, bestehe für eine 
Herabsetzung der Strahlung von Mobilfunkanlagen kein Raum (zum Ganzen 
BGer 1C_375/2020 vom 5.5.2021 E. 3.2.3 f., 1C_579/2017 vom 18.7.2018 
E. 5.4 f.; allgemein BGE 146 II 17 E. 6.5). Ausgehend von diesen Grund-
sätzen gelangte das Bundesgericht im Urteil 1C_375/2020 vom 5. Mai 2021 
zum Schluss, dass laut Angaben des BAFU derzeit keine wissenschaftlichen 
Studien konkrete Gefährdungen von Tieren oder Pflanzen durch nichtioni-
sierende Strahlung von Mobilfunkantennen belegten. Zudem hat das 
Bundesgericht darauf hingewiesen, dass das BAFU als zuständige Fachbe-
hörde des Bundes die Forschung und technische Entwicklung im Gebiet der 
Auswirkungen von elektromagnetischer Strahlung auf Umwelt und Tiere ver-
folge und auch die Expertengruppe BERENIS bedeutende Forschungs-
ergebnisse in diesem Bereich berücksichtige (E. 3.5.2).

5.6 Anders als die Beschwerdeführenden meinen, gibt es keinen Anlass, 
die wissenschaftliche Einschätzung des BAFU mit Blick auf verschiedene 
Studien, die sie erwähnen, in Frage zu stellen. Zunächst ist in Erinnerung zu 
rufen, dass es in erster Linie an der Fachbehörde bzw. den zuständigen Be-
ratungsgruppen liegt, die neuen Studien zu bewerten und allenfalls neue 
Grenzwerte vorzuschlagen. Es bestehen keine Hinweise, wonach diese 
Stellen ihren Aufgaben nicht ausreichend nachgekommen wären. Abgese-
hen davon lassen sich den von den Beschwerdeführenden zitierten Studien 
keine überzeugenden Anhaltspunkte entnehmen, wonach davon auszuge-
hen wäre, dass die Insektenpopulation in der Umgebung des hier fraglichen 
Antennenstandorts durch den geplanten Mobilfunkanlagenumbau erheblich 
in Mitleidenschaft gezogen würde: Soweit die Beschwerdeführenden auf 
Arbeiten zu Waldbäumen in Deutschland (Cornelia Waldmann-Selsam et al., 
Radiofrequency radiation injures trees around mobile phone base stations, 
2016, in Sci Total Environ, Volume 572 S. 554 ff.) und zum Vorkommen von 
Insekten und Landtieren in einem Tierpark in Sambia verweisen (Vincent 
Raphael Nyirenda et al., Effects of phone mast-generated electromagnetic 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.03.2024, Nr. 100.2020.136U, 
Seite 21

radiation gradient on the distribution of terrestrial birds and insects in a 
savanna protected area, 2022, in Biologia Volume 77 S. 2237 ff.; vgl. 
Beschwerde S. 12 f. sowie Eingabe vom 5.6.2023 [act. 34] S. 7 f.), ist ihnen 
entgegenzuhalten, dass diese Studien keine ursächlichen Zusammenhänge 
zwischen der Strahlung und der Gesundheit von Tieren und Pflanzen nach-
gewiesen, sondern lediglich Schäden an den Bäumen bzw. eine Abnahme 
des Artenreichtums in der Umgebung der untersuchten Mobilfunkbasis-
stationen festgestellt haben, die auch aus anderen Gründen entstanden sein 
könnten (vgl. dazu auch Stellungnahme des deutschen Bundesamts für 
Strahlenschutz [BfS] vom 4.1.2023 «Mögliche Wirkungen elektromagneti-
scher Felder auf Tiere und Pflanzen», einsehbar unter: <www.bfs.de>, 
Rubriken «Das BfS/Wissenschaft und Forschung/Elektromagnetische 
Felder/Stellungnahmen»; vgl. auch VGE 2016/189 vom 9.1.2017 E. 3.6.2). 
Die von den Beschwerdeführenden auszugsweise eingereichte, vom BAFU 
in Auftrag gegebene Übersichtsstudie «Wirkung von nichtionisierender 
Strahlung (NIS) auf Arthropoden» (act. 34A, Beilage 6; aktuelle Version vom 
24.4.2023 einsehbar unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/ 
Elektrosmog und Licht/Publikationen und Studien/Studien») hält zwar fest, 
dass die Strahlung je nach Intensität das Verhalten, die Fortpflanzung und 
den Stoffwechsel von Insekten beeinflussen kann. Gleichzeitig wird aber 
auch darauf hingewiesen, dass es schwierig bleibe, das Ausmass dieser 
Wirkungen auf grösserer Skala (Population, Ökosysteme usw.) abzu-
schätzen; es bedürfe solider, reproduzierbarer und grossangelegter weiterer 
Studien (vgl. Zusammenfassung S. 3). Entgegen der Behauptung der 
Beschwerdeführenden besteht auch kein gefestigter wissenschaftlicher Kon-
sens, wonach die Strahlung von Mobilfunkbasisstationen in wesentlicher 
Weise für den in den letzten Jahrzehnten beobachteten starken Rückgang 
der Insektenpopulationen verantwortlich wäre (vgl. Bericht «Insektenvielfalt 
in der Schweiz: Bedeutung, Trends, Handlungsoptionen», hrsg. von der 
Akademie der Naturwissenschaften Schweiz [SCNAT], 2021, S. 56, einseh-
bar unter: <www.scnat.ch>, Rubriken «Publikationen/Swiss Academies 
Reports», sowie Stellungnahme des Bundesrats vom 26.2.2020 zur Inter-
pellation Nr. 19.4478 von Nationalrätin Priska Wismer-Felder «Insekten-
sterben und Mobilfunkstrahlen», einsehbar unter: <www.parlament.ch>, 
Rubrik «Geschäfte Suche»). Unter diesen Umständen besteht keine hinrei-
chend fundierte Grundlage, um von einer «nachhaltigen Schwächung» oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.03.2024, Nr. 100.2020.136U, 
Seite 22

gar «Dezimierung» der vom Mobilfunkanlagenumbau betroffenen Insekten-
population auszugehen. Ein ständiges Monitoring der Insektenpopulation 
kann daher nicht verlangt werden, zumal eine solche Massnahme den 
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sprengen würde (vgl. Eingabe 
vom 5.6.2023 [act. 34] S. 6).

5.7 Nach dem Gesagten fehlen Gründe zur Annahme, dass die aktuell 
geltenden Grenzwerte der NISV die Gesundheit von Menschen, Tieren und 
Pflanzen nur ungenügend schützen bzw. dem Vorsorgeprinzip nicht ausrei-
chend Rechnung tragen würden. Ebenso wenig kann gesagt werden, dass 
mit dem Einsatz von adaptiven Antennen bzw. 5G «experimentelle Studien 
an Menschen» durchgeführt würden. Eine Verletzung von Menschenrechten 
ist in diesem Zusammenhang daher nicht ersichtlich. Die gegenteiligen 
Einwände der Beschwerdeführenden sind unbegründet.

6.

Die Beschwerdeführenden bezweifeln sodann, dass die Beschwerde-
gegnerin über ein genügendes Qualitätssicherungssystem (QS-System) ver-
fügt.

6.1 Sie machen geltend, das bisherige QS-System sei auf unveränder-
baren und fernsteuerbaren Parametern aufgebaut, welche nach jeder Ände-
rung im QS-System hinterlegt bzw. einmalig von Hand nach der Installation 
der betreffenden Anlage eingetragen würden. Eine adaptive Antenne könne 
nun aber genau diese Parameter selbständig jede Millisekunde ändern. 
Dagegen vergleiche das QS-System die aktuell eingestellten Werte in der 
Sendeanlage lediglich einmal pro Arbeitstag mit den bewilligten Werten. 
Unter diesen Umständen sei die Wahrscheinlichkeit, eine Grenzwertüber-
schreitung festzustellen, «etwa so gross, wie im Lotto einen 5er zu haben». 
Somit täusche das aktuelle QS-System eine falsche Sicherheit vor und sei 
«absolut untauglich zur Erfassung von adaptiven Antennen» (Beschwerde 
S. 19 f.).

6.2 Das Bundesgericht hat sich im Grundsatzurteil 1C_100/2021 vom 
14. Februar 2023 entgegen der Beschwerdeführerin unterdessen auch ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.03.2024, Nr. 100.2020.136U, 
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gehend mit der Tauglichkeit des QS-Systems der Beschwerdegegnerin zur 
Kontrolle von adaptiven Antennen auseinandergesetzt, wobei es die ent-
sprechenden Erwägungen des Verwaltungsgerichts im Urteil 2020/27 vom 
6. Januar 2021 (E. 6) gestützt hat. Das Bundesgericht führte dabei insbeson-
dere aus, dass es bisher keinen Anlass gehabt habe, die Tauglichkeit des 
QS-Systems der Beschwerdegegnerin grundsätzlich zu verneinen (E. 9.4); 
die herkömmlichen QS-Systeme genügten laut dem BAFU, um den bewilli-
gungskonformen Betrieb von adaptiven Antennen zu kontrollieren, die auf-
grund einer «worst case»-Betrachtung beurteilt worden sind (E. 9.5.3). Auch 
diesen Schluss hat es in der Zwischenzeit mehrfach bestätigt (z.B. BGer 
1C_153/2022 vom 11.4.2023 E. 8, 1C_694/2021 vom 3.5.2023 E. 6.1 f., 
1C_527/2021 vom 13.7.2023 E. 7, 1C_251/2022 vom 13.10.2023 E. 4).

6.3 Vor diesem Hintergrund besteht entgegen den Beschwerdeführen-
den kein Anlass, daran zu zweifeln, dass das QS-System das dynamische 
Strahlungsmuster der umstrittenen adaptiven Antennen ausreichend er-
fassen kann. Dem Einwand, der Abgleich der Daten erfolge nur einmal am 
Tag, ist entgegenzuhalten, dass auch in den konventionellen QS-Systemen 
nicht die momentane Sendeleistung, sondern die innerhalb des betreffenden 
Zeitraums tatsächlich erreichte maximale Sendeleistung erfasst und mit der 
maximal bewilligten Sendeleistung verglichen wird. Dieses Prinzip ändert 
sich bei adaptiven Antennen nicht (vgl. BGer 1C_694/2021 vom 3.5.2023 
E. 6.1). Das Bundesgericht hat deshalb auch die Forderung nach einer 
«Echtzeitüberwachung» verworfen (BGer 1C_196/2022 vom 13.10.2023 
E. 4.2 mit Hinweisen). Die Rüge der Beschwerdeführenden, das QS-System 
sei ungenügend, verfängt daher ebenfalls nicht.

7.

Aus umweltrechtlicher Sicht sind schliesslich keine anderen Vorgaben er-
sichtlich, welche der umstrittenen Baubewilligung entgegenstehen:

7.1 Eine Sicherstellung der Haftpflicht gemäss Art. 59b Bst. a USG ist für 
Inhaberinnen oder Inhaber von Mobilfunkanlagen bisher nicht eingeführt 
worden. Anders als die Beschwerdeführenden meinen (vgl. Beschwerde 

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S. 17), kann die Erteilung einer Baubewilligung für eine solche Anlage 
deshalb nicht vom Nachweis einer Haftpflichtversicherung für allfällige von 
der Strahlung verursachte Schäden abhängig gemacht werden (BGer 
1C_329/2013 vom 23.10.2013 E. 8). Ob diese Schäden überhaupt ver-
sicherbar sind, ist hier nicht entscheidend.

7.2 Weiter lässt sich dem in Art. 8 USG verankerten «Prinzip der ganz-
heitlichen Betrachtungsweise» entgegen der Auffassung der Beschwerde-
führenden keine Pflicht zu einer «Gesamtplanung für den 5G-Standard» 
entnehmen (vgl. Beschwerde S. 15). Nach der Rechtsprechung des Bundes-
gerichts trägt die NISV diesem Grundsatz vielmehr bereits ausreichend 
Rechnung, indem sie verlangt, dass die Immissionsgrenzwerte von der über-
lagerten Strahlung mehrerer Anlagen zusammen eingehalten werden 
müssen und nicht wie die Anlagegrenzwerte nur von der separat betrachte-
ten Strahlung der einzelnen Anlagen (vgl. BGer 1C_12/2008 vom 27.1.2009 
E. 4.2; Griffel/Rausch, Kommentar USG, Ergänzungsband zur 2. Aufl., 2011, 
Art. 8 N. 5). Da keine andere Rechtsgrundlage ausserhalb der NISV er-
sichtlich ist, auf die eine Pflicht zu einer Gesamtplanung abgestützt werden 
könnte (vgl. dazu auch BGE 133 II 64 E. 5.4), erweist sich der Einwand der 
Beschwerdeführenden, wonach die Baubewilligung mangels einer solchen 
aufzuheben sei, ebenfalls als unbegründet.

7.3 Schliesslich besteht nach dem bisher Erwogenen kein Anlass, mit 
einem Entscheid in der Sache zuzuwarten, bis die «massgeblichen Grund-
lagen über die Beurteilung adaptiver Antennen erarbeitet sind und ein audi-
tiertes Qualitätssicherungssystem für adaptive Antennen vorliegt». Soweit 
die Beschwerdeführenden um förmliche Einstellung (Sistierung) des Ver-
fahrens im Sinn von Art. 38 VRPG ersuchen (vorne Bst. D), ist der Antrag 
abzuweisen. Damit erweist sich eine allfällige Kritik am vorinstanzlichen Ent-
scheid ebenfalls als unbegründet, soweit damit das Sistierungsbegehren 
abgewiesen wurde (angefochtener Entscheid Dispositiv-Ziff. 1) und sich die 
Beschwerde auch gegen diese Abweisung richtet.

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8.

Zu beurteilen ist schliesslich, ob die Vorinstanz die für das umstrittene Vor-
haben erteilte raumplanungsrechtliche Ausnahmebewilligung zu Recht 
bestätigt hat.

8.1 Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 des Bundesgesetzes vom 
22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) 
setzt voraus, dass der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort aus-
serhalb der Bauzonen erfordert (Bst. a) und keine überwiegenden Interessen 
entgegenstehen (Bst. b). Eine Anlage ist im Sinn von Art. 24 Bst. a RPG 
standortgebunden, wenn sie aus technischen oder betriebswirtschaftlichen 
Gründen auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist oder 
wenn die Anlage aus bestimmten Gründen in einer Bauzone ausge-
schlossen ist. Nach bundesgerichtlicher Praxis muss jedoch ein Standort in 
der Bauzone nicht absolut ausgeschlossen sein. Es genügt vielmehr eine 
relative Standortgebundenheit, welche dann zu bejahen ist, wenn gewichtige 
Gründe einen Standort in der Nichtbauzone gegenüber Standorten innerhalb 
der Bauzone als erheblich vorteilhafter erscheinen lassen. Die Bejahung der 
relativen Standortgebundenheit setzt eine umfassende Interessenabwägung 
voraus, die sich mit derjenigen nach Art. 24 Bst. b RPG überschneidet (statt 
vieler BGE 141 II 245 E. 7.6.1 mit Hinweisen).

8.2 Mobilfunkanlagen ausserhalb der Bauzonen gelten rechtsprechungs-
gemäss dann als absolut standortgebunden, wenn eine Deckungs- oder 
Kapazitätslücke aus funktechnischen Gründen mit einem oder mehreren 
Standorten innerhalb der Bauzonen nicht in genügender Weise beseitigt 
werden kann. Zudem kann die relative Standortgebundenheit grundsätzlich 
bejaht werden, wenn die betreffende Mobilfunkanlage keine erhebliche 
Zweckentfremdung von Nichtbauland bewirkt und nicht störend in Erschei-
nung tritt. Dies kann zutreffen, wenn sie an bestehende Bauten und Anlagen 
wie z.B. Hochspannungsmasten oder landwirtschaftliche Gebäude und 
Anlagen montiert werden können. Strassen, Wege und Parkplätze aus-
serhalb der Bauzonen fallen als Standorte für die Neuerstellung von Mobil-
funkanlagen in diesem Zusammenhang dagegen in der Regel ausser 
Betracht. Auch wenn sich ein bereits baulich genutzter Standort im Rahmen 
der Standortabklärung als klarerweise besser geeignet erweist als ein Stand-

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ort innerhalb der Bauzonen, so darf eine Ausnahmebewilligung für eine 
Mobilfunkantenne jedenfalls nur erteilt werden, wenn als zusätzliche Voraus-
setzung gewährleistet ist, dass dem Vorhaben keine überwiegenden Inte-
ressen im Sinn von Art. 24 Bst. b RPG entgegenstehen (zum Ganzen BGE 
141 II 245 E. 7.6.2, 133 II 321 E. 4.3.3, je mit Hinweisen; BGer 1C_11/2016 
vom 10.6.2016 E. 4.3).

8.3 Die Vorinstanz hat die relative Standortgebundenheit des umstritte-
nen Umbaus bejaht. Die neuen Antennenkörper würden auf eine bereits 
bestehende Anlage montiert. Es werde somit weder zusätzliches Nichtbau-
land in Anspruch genommen noch finde eine zusätzliche Zweckentfremdung 
von solchem Land statt. Da am bestehenden Mast bereits Antennen einer 
anderen Mobilfunkanbieterin angebracht seien, werde zudem auch der Vor-
gabe des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) Rechnung getragen, 
wonach Antennenstandorte verschiedener Infrastrukturbetreiberinnen wenn 
möglich zusammengelegt werden sollten. Vor dem Hintergrund, dass sich 
der fragliche Antennenstandort für die Mobilfunkversorgung gut eigne und 
von ihm aus ein grosses Gebiet erschlossen werden könne, erscheine eine 
Aufgabe des Standorts in absehbarer Zeit als unwahrscheinlich, was selbst 
dann gälte, wenn die Bewilligung für die Umrüstung der Mobilfunkanlage ver-
weigert würde (angefochtener Entscheid E. 10d). Im Übrigen sei auch nicht 
ersichtlich, dass der Umrüstung der Mobilfunkanlage am vorgesehenen 
Standort überwiegende Interessen entgegenstehen: Durch den blossen 
Antennenaustausch werde das Orts- und Landschaftsbild nicht zusätzlich 
belastet. Die Strahlung nehme zwar aufgrund der geplanten Leistungser-
höhung zu. Allerdings blieben die Grenzwerte der NISV eingehalten, mehr 
könne nicht verlangt werden. Unter Beachtung aller massgebenden Interes-
sen präsentiere sich der bereits bestehende Standort deshalb insgesamt als 
derart vorteilhaft, dass er einer oder mehreren zusätzlichen Antennen in der 
Bauzone vorzuziehen sei. Dass nach der Umrüstung auch 5G zum Einsatz 
kommen soll und sich in der Nähe des Antennenstandorts ein Naturschutz-
gebiet befinde, ändere daran nichts. Das AGR habe die Ausnahmebe-
willigung gemäss Art. 24 RPG folglich zu Recht erteilt (E. 10e).

8.4 Die Beschwerdeführenden kritisieren, die Vorinstanz habe die 
Standortgebundenheit lediglich damit begründet, dass ein Rückbau der 

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Anlage unwahrscheinlich sei. Es sei jedoch möglich, dass bei einem geeig-
neten Alternativstandort die Mitbewerberin ebenfalls auf diesen ausweichen 
und der jetzige Standort komplett aufgehoben würde. Ohnehin greife das 
Argument, es sei bereits eine Anlage vorhanden, viel zu kurz, weil die vor-
gesehene Anlage noch deutlich stärker störend in Erscheinung trete als der 
heutige Mast. Aufgrund der neuen grösseren Antennenpanels entstehe ein 
«optisches Übergewicht» und sehe der Mast nach dem Umbau nicht mehr 
«wie ein langer Stab», sondern «wie ein überdimensioniertes ‹Mai-Tannli›» 
aus. Ausserdem sei der Antennenmast aussergewöhnlich hoch, befinde sich 
an einer sehr exponierten Lage und belaste die Landschaft schon heute 
stark. Abgesehen davon habe die Beschwerdegegnerin auch gar keine 
Deckungs- oder Kapazitätslücke nachgewiesen. Bereits aus diesem Grund 
seien die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung nicht gegeben 
(Eingabe vom 6.8.2020 [act. 9] S. 2 ff., Eingabe vom 5.6.2023 [act. 34] 
S. 12 ff.).

8.5 Diese Einwände überzeugen nicht: 

8.5.1 Den Beschwerdeführenden ist zunächst entgegenzuhalten, dass die 
Vorinstanz nicht von einer absoluten, sondern von einer relativen Standort-
gebundenheit ausgegangen ist. Für die Zulässigkeit der Ausnahmebe-
willigung war daher nicht entscheidend, ob eine Deckungs- oder Kapazitäts-
lücke besteht. Vielmehr hat die Vorinstanz darauf abgestellt, dass der beste-
hende Mobilfunkstandort nach ihrer Auffassung im Vergleich zu einem 
Standort innerhalb der Bauzonen aufgrund einer Gesamtsicht erheblich 
vorteilhafter ist (vorne E. 8.3). Soweit die Beschwerdeführenden verlangen, 
es sei von der Beschwerdegegnerin ein Nachweis zu einzufordern, wonach 
«es im Landwirtschaftsgebiet regelmässig zu Versorgungsengpässen 
kommt» (Eingabe vom 6.8.2020 [act. 9] S. 4), geht ihr Beweisantrag folglich 
an der Sache vorbei und wird deshalb abgewiesen.

8.5.2 Entgegen ihrer Auffassung bestehen auch keine Hinweise darauf, 
dass der umstrittene Antennenstandort in absehbarer Zeit aufgegeben 
werden könnte. Wie die Vorinstanz nachvollziehbar ausgeführt hat, ist viel-
mehr davon auszugehen, dass der Standort noch längere Zeit für die Mobil-
funkversorgung genutzt wird, zumal generell nicht mit einem Rückgang, 
sondern vielmehr mit einer Zunahme des Mobilfunkverkehrs zu rechnen ist. 

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Ausserdem ist die Suche nach neuen Mobilfunkstandorten regelmässig mit 
Schwierigkeiten verbunden, worauf die Beschwerdeführenden im Übrigen 
selber hinweisen (Beschwerde S. 3 unten). Es erscheint daher kaum wahr-
scheinlich, dass der bestehende Mast bald entfernt wird.

8.5.3 Was die optischen Auswirkungen des umstrittenen Anlagenumbaus 
betrifft, ergibt sich aus dem Projektplan «Aarwangen Nord» (Vorakten BVD 
[act. 5A] pag. 34, Beilagen), dass die Ausladung der neuen Antennen zwar 
etwas grösser ist als diejenige der bestehenden (neu rund 1 m, bisher rund 
0,5 m). Im Verhältnis zur Masthöhe (30 m, ohne Spitze) bleibt sie aber nach 
wie vor gering und fällt kaum stärker als bisher auf (vgl. auch «Nordost-
ansicht» und «Nordwestansicht»). Dem Einwand, dass die Anlage nach dem 
Umbau wie ein «Mai-Tannli» (Eingabe vom 5.6.2023 [act. 34] S. 14) aus-
sehen oder das Orts- und Landschaftsbild wesentlich stärker belasten soll, 
kann daher nicht gefolgt werden. Wohl ist unbestritten, dass die Mobilfunk-
anlage insgesamt keine Verschönerung der Landschaft darstellt. Jedoch ist 
zu berücksichtigen, dass der Antennenmast direkt neben einer Schiess-
anlage, am Fuss eines Hangs und in der Nähe des Waldrands steht, was 
dessen negative Auswirkungen auf das Landschaftsbild insgesamt ver-
ringert. Entgegen den Beschwerdeführenden ist dagegen nicht ersichtlich, 
dass sich der Antennenstandort an einer ausserordentlich sensiblen land-
schaftlichen Lage befinden soll. 

8.5.4 Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz davon ausgehen, 
dass der geplante Umbau zu keiner (zusätzlichen) ästhetischen Störung der 
Umgebung führt und auch keine erhebliche Zweckentfremdung von Nicht-
bauland bewirkt. Sie hat die (relative) Standortgebundenheit nach Art. 24 
Bst. a RPG daher grundsätzlich zu Recht bejaht. 

8.6 Auch die weiteren Argumente der Beschwerdeführenden sind nicht 
geeignet, die von der Vorinstanz vorgenommene Interessenabwägung in 
Frage zu stellen (Beschwerde S. 2 ff. und 16, Eingabe vom 6.8.2020 [act. 9] 
S. 2 ff., Eingabe vom 5.6.2023 [act. 34] S. 9 ff.): Vorab ist in Erinnerung zu 
rufen, dass die Mobilfunkanlage die Grenzwerte der NISV nach dem Umbau 
jederzeit einhält (vgl. vorne E. 4.3), weshalb davon ausgegangen werden 
kann, dass der Schutz der Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen 
ausreichend gewährleistet ist (dazu vorne E. 5). Weiter kann ausge-

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schlossen werden, dass der umstrittene Umbau das von den Beschwerde-
führenden erwähnte Naturschutzgebiet wesentlich beeinträchtigt, liegt 
dieses doch gut 600 m vom Antennenstandort entfernt. Da das Erschei-
nungsbild der Mobilfunkanlage durch den Umbau wie dargelegt nur gering-
fügig verändert wird (vorne E. 8.5.3), erscheint eine erhebliche Wertver-
minderung der Liegenschaften der Beschwerdeführenden im Übrigen nicht 
plausibel. Schliesslich spricht entgegen den Beschwerdeführenden auch die 
Erhöhung der Gesamtsendeleistung nicht gegen den geplanten An-
tennenumbau, weil bei grenzwertkonformen Anlagen gestützt auf die 
umweltrechtlichen Vorgaben nicht verlangt werden kann, dass die Strah-
lungsbelastung weiter reduziert wird (vgl. BGer 1A.54/2006 und 1P.154/2006 
vom 10.10.2006 E. 6.4). Abgesehen davon behaupten die Beschwerde-
führenden lediglich, dass es «reichlich Alternativen» für einen deutlich 
weniger störenden Standort gebe, zeigen jedoch keinen solchen auf. Der 
von ihnen vorgeschlagene Standort auf dem Werkhof der Gemeindebetriebe 
ist jedenfalls nicht besser geeignet, da dort noch keine Mobilfunkanlage 
steht. Eine Verschiebung des geplanten Antennenumbaus in die nahegele-
gene Bauzone würde ausserdem zu einer höheren Belastung von Wohnge-
bieten führen. Soweit die Beschwerdeführenden einwenden, die vorge-
nommene Interessenabwägung bzw. Standortevaluation sei ungenügend, 
kann ihnen deshalb nicht gefolgt werden.

8.7 Entgegen ihrer Auffassung hat die Vorinstanz die raumplanungs-
rechtliche Ausnahmebewilligung zu Recht bestätigt.

9.

9.1 Als Gesamtfazit ergibt sich damit, dass die Baubewilligung für den 
umstrittenen Mobilfunkanlagenumbau den rechtlichen Anforderungen ent-
spricht. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen, 
soweit darauf einzutreten ist (vorne E. 1.2).

9.2 Bei diesem Ergebnis haben die unterliegenden Beschwerdeführen-
den die Kosten für das verwaltungsgerichtliche Verfahren unter solidarischer 

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Haftbarkeit zu tragen (Art. 108 Abs. 1 i.V.m. Art. 106 VRPG). Ersatzfähige 
Parteikosten sind keine angefallen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Der Antrag der Beschwerdeführenden auf Einstellung des Verfahrens 
wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 4'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Beschwerdegegnerin
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Aarwangen
- Bundesamt für Umwelt
- Bundesamt für Raumentwicklung

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und mitzuteilen:
- Amt für Umwelt und Energie des Kantons Bern, Abteilung Immissions-

schutz
- Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern
- Regierungsstatthalteramt Oberaargau

Die Abteilungspräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.