# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 59f1f1a9-32d4-5198-a2b6-e6bcebf3b150
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 23.03.2022 LF210083
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF210083_2022-03-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LF210083-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Oberrichter Dr. E. Pahud sowie 

Gerichtsschreiber Dr. M. Tanner 

Urteil vom 23. März 2022 

 

in Sachen 

 

A._____ B._____,  
Gesuchsteller und Berufungskläger 

 

betreffend Bereinigung des Zivilstandsregisters 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes - Freiwillige Gerichtsbarkeit des 

Bezirksgerichtes Zürich vom 21. Oktober 2021 (EP210039) 

 

  

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 in Verbindung mit act. 18; sinngemäss) 

"Es seien die Personalien des Gesuchstellers im schweizerischen Zivilstandsre-
gister wie folgt zu bereinigen: 
 

von 
 
Name:     C._____ 
Ledigname:    C._____ 
Vorname:    A._____ D._____ C._____ 
Geburtsdatum:   tt.09.1979 
Geburtsort:    Irak, E._____ 
Name der Mutter:   F._____ G._____ 
Vorname der Mutter:  - 
Name des Vaters:   H._____ D._____ C._____ 
Vorname des Vaters:  - 
 
 
nach 
 
Name:     B._____ 
Ledigname:    B._____ 
Vorname:    A._____ 
Geburtsdatum:   tt.09.1980 
Geburtsort:    Irak, Bagdad 
Name der Mutter:   G._____ 
Vorname der Mutter:  F'._____ 
Name des Vaters:   B._____ 
Vorname des Vaters:  H._____" 

 
 

Urteil des Einzelgerichtes: 

1. Die Personalien des Gesuchstellers werden wie folgt bereinigt:  

- Name der Mutter:    G._____ 

- Vorname der Mutter:   F'._____ 

- Name des Vaters:    C._____ 

- Vorname des Vaters:   H._____ D._____ 

- 3 - 

2. Das Begehren des Gesuchstellers um Bereinigung seines Namens von 

«C._____» zu «B._____» wird abgewiesen. 

3. Das Begehren des Gesuchstellers um Bereinigung seines Vornamens von 

«A._____ D._____ C._____» zu «A._____» wird abgewiesen. 

4. Das Begehren des Gesuchstellers um Bereinigung seines Geburtsdatums 

von tt. September 1979 auf tt. September 1980 wird abgewiesen. 

5. Das Begehren des Gesuchstellers um Bereinigung seines Geburtsortes von 

«Irak, E._____» zu «Irak, Bagdad» wird abgewiesen. 

6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 900.–. 

7. [Mitteilungen] 

8. [Rechtsmittel der Berufung] 

 

Berufungsanträge des Gesuchstellers und Berufungsklägers: 
(act. 23; sinngemäss) 

"1. Die Dispositiv-Ziffern 2–5 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 
21. Oktober 2021 seien aufzuheben. 

 
 2. Das Begehren des Gesuchstellers und Berufungsklägers um Bereinigung sei-

nes Namens von "C._____" zu "B._____" sei gutzuheissen. 
 
 3. Das Begehren des Gesuchstellers und Berufungsklägers um Bereinigung sei-

nes Vornamens von "A._____ D._____ C._____" zu "A._____" sei gutzuheis-
sen. 

 
 4. Das Begehren des Gesuchstellers und Berufungsklägers um Bereinigung sei-

nes Geburtsdatums von tt.09.1979 auf tt.09.1980 sei gutzuheissen. 
 
 5. Das Begehren des Gesuchstellers und Berufungsklägers um Bereinigung sei-

nes Geburtsortes von "Irak, E._____" zu "Irak, Bagdad" sei gutzuheissen." 

- 4 - 

Erwägungen: 

I. 

1.  

1.1. Der Gesuchsteller und Berufungskläger (nachfolgend Berufungskläger) 

reiste anfangs März 2001 als Flüchtling in die Schweiz ein. Am 3. März 2001 füllte 

er handschriftlich das Personalienblatt des damaligen Bundesamtes für Flüchtlin-

ge (heute Staatssekretariat für Migration [SEM]) aus. Darin trug er als seinen Vor-

namen "I._____" und als seinen Nachnamen "J._____" ein. Weiter vermerkte er in 

diesem Formular, dass er am tt. September 1979 in der irakischen Stadt 

"E'._____" geboren sei (act. 13/1). 

1.2. Anlässlich der Asylbefragung vom 20. Januar 2001 erklärte der Berufungs-

kläger, sein Vorname laute "A._____", sein Nachname "D._____-C._____". Er sei 

am tt. September 1979 in "E'._____" im Irak geboren (act. 13/3). 

1.3. Am 6. Oktober 2011 bestätigte der Berufungskläger gegenüber dem Zivil-

standsregisteramt, nachdem dieses ihn zuvor auf Art. 253 StGB (Erschleichen  

einer falschen Beurkundung) aufmerksam gemacht hatte, die Richtigkeit der fol-

genden Personendaten: Vorname "A._____ D._____ C._____"; Nachname 

"C._____"; Geburtstag "tt.09.1979"; Geburtsort "Irak, E._____"; Nachname der 

Mutter "F._____ G._____; Nachname des Vaters "H._____ D._____ C._____" 

(act. 8). Seither ist der Berufungskläger mit diesen Daten im schweizerischen Zi-

vilstandsregister eingetragen (act. 10). 

2.  

Am 15. Juni 2021 (Datum Poststempel) stellte der Berufungskläger beim Bezirks-

gericht Zürich (nachfolgend Vorinstanz) das eingangs umschriebene Begehren 

um Bereinigung seines Zivilstandsregistereintrages. Mit Verfügung vom 

2. September 2021 setzte ihm die Vorinstanz eine Frist an, um dieses Begehren 

zu ergänzen (act. 16). Der Berufungskläger reichte am 8. September 2021 (Da-

tum Poststempel) eine Ergänzung ein (act. 18). Mit Urteil vom 21. Oktober 2021 

- 5 - 

hiess die Vorinstanz sein Gesuch teilweise gut und berichtigte die Vor- sowie 

Nachnamen seiner Eltern. Im Übrigen wies sie sein Bereinigungsgesuch ab 

(act. 24). 

3.  

Dagegen erhob der Berufungskläger mit Schreiben vom 29. Oktober 2021 Beru-

fung. Darin stellte er sinngemäss die eingangs umschriebenen Anträge (act. 23). 

Die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens wurden beigezogen. Mangels einer 

Gegenpartei ist keine Berufungsantwort einzuholen. Auf eine Vernehmlassung 

der Vorinstanz kann verzichtet werden (Art. 324 ZPO). 

II. 

1.  

1.1. Gerichte entscheiden im summarischen Verfahren über die Bereinigung 

von Zivilstandsregistereinträgen (Art. 42 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 248 

lit. e ZPO und Art. 249 lit. a Ziff. 4 ZPO). Als nichtvermögensrechtliche Angele-

genheit sind solche Entscheide mit Berufung anfechtbar (Art. 308 Abs. 1 lit. a 

ZPO). Die Rechtsmittelfrist beträgt dabei zehn Tage (Art. 314 Abs. 1 ZPO). 

1.2. Die Vorinstanz stellte ihr Urteil dem Berufungskläger am 29. Oktober 2021 

zu (act. 20). Dieser reichte sein Rechtsmittel am 30. Oktober 2021 (Datum Post-

stempel) und damit rechtzeitig beim Obergericht ein (act. 23). 

2.  

Eine Berufung ist schriftlich und begründet zu erheben (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Sie 

muss zudem Anträge enthalten, wie der vorinstanzliche Entscheid abzuändern sei 

(BGer, 4A_274/2020 vom 1. September 2020, E. 4; CHK-Sutter-Somm/Seiler, 

Art. 311 ZPO N 7). Aus der Begründung muss hervorgehen, dass und weshalb 

der Entscheid angefochten wird und ob dieser bloss geändert oder ganz aufgeho-

ben werden soll (BGE 137 III 617 E. 4.2.2). 

- 6 - 

III. 

1.  

1.1. Die Berufung richtet sich gegen die vorinstanzliche Weigerung, einzelne 

Einträge im Zivilstandsregister, die den Berufungskläger betreffen, abzuändern. 

Der Berufungskläger führt aus, er verstehe nicht, weshalb die Vorinstanz nicht auf 

die von ihm eingereichten Dokumente abgestellt habe. Er habe lediglich Kopien 

eingereicht, aber er habe alle Dokumente im Original. Er kritisiert, dass die Vor-

instanz die Originale nicht von ihm verlangt habe und, ohne seine Dokumente 

prüfen zu lassen, nicht darauf abgestellt habe. Im angefochtenen Urteil sei fest-

gehalten worden, die Zivilstandsdokumente hätten höhere Beweiskraft als alle 

von ihm eingereichten Dokumente. Die Zivilstandsdokumente würden aber auf 

seiner Geburtsurkunde beruhen. Alle seine Dokumente seien aus dem Irak. Der 

Name B._____ müsse zusammen geschrieben werden, die Vorinstanz habe den 

Namen einfach getrennt geschrieben (act. 23).  

1.2. Das Zivilstands- bzw. Personenstandsregister (Art. 39 ZGB) ist ein öffentli-

ches Register (CHK-Göksu, 3. Aufl., Art. 9 ZGB N 3; BSK ZGB I-Lardelli/Vetter, 

6. Aufl., Art. 9 N 9). Art. 42 Abs. 1 ZGB regelt die gerichtliche Bereinigung dieses 

Registers wie folgt: Wer ein schützenswertes persönliches Interesse glaubhaft 

macht, kann beim Gericht auf Eintragung von streitigen Angaben über den Perso-

nenstand, auf Berichtigung oder auf Löschung einer Eintragung klagen. Dabei 

hört das Gericht die betroffenen kantonalen Aufsichtsbehörden (Art. 45 ZGB) an 

und stellt ihnen das Urteil zu. 

1.3. Die Vorinstanz hat die Nachnamen der Eltern des Berufungsklägers berich-

tigt, seinen Vor- und Nachnamen sowie sein Geburtsdatum und -ort hingegen un-

verändert im Register stehen lassen. Dabei holte die Vorinstanz keine Vernehm-

lassung des Gemeindeamtes des Kantons Zürich ein. Die Vorinstanz begründete 

ihren Verzicht mit dem Ausgang des Verfahrens (act. 22 E. I/3). Allerdings steht 

es nicht im freien Ermessen des Gerichtes, ob es die Aufsichtsbehörde anhört 

oder nicht. Nach der klaren Anordnung von Art. 42 Abs. 1 ZGB hat das Gericht 

immer das Gemeindeamt zur Vernehmlassung einzuladen. Da dies vorliegend 

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nicht geschehen ist, leidet das erstinstanzliche Verfahren an einem offensichtli-

chen Mangel. Solche Mängel sind im Berufungsverfahren von Amtes wegen, mit-

hin auch ohne entsprechende Rüge, zu berücksichtigen (BGE 144 III 394 

E. 4.1.4). Da es sich hierbei um einen schweren Verfahrensfehler handelt, ist die 

Angelegenheit zur Neubeurteilung an die erste Instanz zurückzuweisen (DIKE-

Komm-Steiniger, 2. Aufl., Art. 318 ZPO N 8). 

2.  

2.1. Eine Rückweisung hat vorliegend auch noch aus einem weiteren Grund zu 

erfolgen: In Registersachen muss das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen 

feststellen (BSK ZGB I-Graf-Gaiser/Montini, 6. Aufl., Art. 42 N 8). Es gilt hier der 

sogenannt eingeschränkte oder soziale Untersuchungsgrundsatz. Dieser Grund-

satz verpflichtet das Gericht zwar zu keiner Erforschung des Sachverhalts. Indes-

sen schreibt er ihm vor, bei dessen Feststellung mitzuhelfen. Dazu muss das Ge-

richt seine richterliche Fragepflicht verstärkt ausüben (BGer, 5A_2/2013 vom 

6. März 2013, E. 4.2; CHK-Sutter-Somm/Seiler, Art. 55 ZPO N 15; KUKO ZPO-

Oberhammer/Weber, 3. Aufl., Art. 55 N 17; Sutter-Somm/Schrank, in: Sutter-

Somm et al., 3. Aufl., Art. 55 N 71). Erweisen sich zentrale Beweismittel als wi-

dersprüchlich oder erklärungsbedürftig, darf das Gericht ein Registerbereini-

gungsgesuch nicht direkt abweisen. Vielmehr muss es dann von seiner richterli-

chen Fragepflicht Gebrauch machen und insbesondere rechtsunkundigen Perso-

nen die Gelegenheit geben, Widersprüche zu klären und die eigene Sachdarstel-

lung mit zusätzlichen Beweismitteln zu untermauern. Dieser Untersuchungs-

grundsatz gilt freilich nicht absolut, sondern wird durch die Mitwirkungspflicht der 

Parteien relativiert (BSK ZPO-Gehri, 3. Aufl., Art. 55 N 17). Die Mitwirkungspflicht 

wird insbesondere bei solchen Tatsachen und Beweismitteln relevant, welche ei-

ne Partei besser kennt als die Behörde und die sie ohne deren Mitwirkung gar 

nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 138 II 465 

E. 8.6.4). Das Bundesgericht macht die Mitwirkungspflicht einer Partei mithin von 

ihrer Nähe zum fraglichen Beweismittel abhängig. Dieser verwaltungsverfahrens-

rechtliche Beweisgrundsatz gilt auch im vorliegenden Verfahren: Bei der Bereini-

gung von Zivilstandsregistereinträgen stehen sich keine gleichgeordneten priva-

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ten Rechtssubjekte gegenüber, wie dies für den Zivilprozess typisch ist. Vielmehr 

tritt der Staat als übergeordnetes Subjekt der Bürgerin oder dem Bürger gegen-

über (vgl. zur Subordinationstheorie BGer, 2C_386/2014 vom 18. Januar 2016, 

E. 2). 

2.2. Bei den Akten befinden sich zwei irakische Reisepässe. Der ältere von 

ihnen datiert vom 16. März 2008, der jüngere vom 16. März 2015. Im älteren Pass 

lautet der Vorname des Berufungsklägers A._____ D._____ C._____, sein Nach-

name C._____ und sein Geburtsdatum tt. September 1979 (act. 8). Der jüngere 

Pass bezeichnet den Vornamen des Berufungsklägers mit A._____ H._____ 

B._____, seinen Nachnamen mit B._____ und sein Geburtsdatum mit 

tt. September 1980 (act. 2/2). 

2.3. Im Schweizer Führerausweis und in der Schweizer Niederlassungsbewilli-

gung des Berufungsklägers stehen dieselben Personalien wie in seinem iraki-

schen Reisepass vom 16. März 2015 (act. 2/2). Entsprechend ist davon auszuge-

hen, dass dieser jüngere Reisepass wohl die Grundlage für die vom Strassenver-

kehrs- und Migrationsamt ausgestellten Dokumente bildete. Führen verschiedene 

Schweizer Behörden ein und dieselbe Person mit abweichenden Personalien in 

ihren Registern, drohen Verwechslungen. Insbesondere im Straf-, Steuer-, Migra-

tions- oder Sozialversicherungsrecht kann sich dies verhängnisvoll auf die be-

troffene Person auswirken. Um dies zu verhindern, muss das mit der Zivilstands-

registerbereinigung betraute Gericht den Sachverhalt besonders sorgfältig abklä-

ren, wenn anderslautende Einträge anderer Behörden vorliegen. Gegebenenfalls 

hat es schriftliche Auskünfte bei diesen Amtsstellen einzuholen (Art. 190 Abs. 1 

ZPO). Zwar ist das Gericht nicht an deren Beweiswürdigung gebunden, gilt doch 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO). Indessen hätte die  

Vorinstanz dem Berufungskläger mit Blick auf die anderslautenden weiteren Aus-

weisschriften insbesondere die Gelegenheit einräumen müssen, um das Abwei-

chen des jüngeren vom älteren irakischen Reisepass bzw. die unterschiedliche 

Verwendung und Schreibweise des Namens D._____ C._____ zu erklären. Indem 

die Vorinstanz dem jüngeren Pass direkt jede Beweiskraft absprach, verletzte sie 

den Untersuchungsgrundsatz (Art. 55 Abs. 2 ZPO). 

- 9 - 

3.  

Nach dem Gesagten ist die Berufung gutzuheissen und das angefochtene Urteil 

aufzuheben. Die Sache ist zur Ergänzung des Verfahrens und zu neuer Entschei-

dung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

IV. 

Führt eine Berufung oder eine Beschwerde zur Rückweisung der Sache an die 

Vorinstanz, sind die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nur dann durch die 

Rechtsmittelinstanz selbst zu verlegen, wenn sie über gesonderte Fragen endgül-

tig entschieden hat (BSK ZPO-Rüegg/Rüegg, 3. Aufl., Art. 106 N 6). Bezüglich 

des nicht angehörten Gemeindeamts ist dies hier der Fall. Mangels einer Gegen-

partei sind keine Gerichtskosten zu erheben (vgl. § 200 lit. a GOG). Im Geltungs-

bereich der Zivilprozessordnung wird eine Partei- oder Umtriebsentschädigung 

nicht von Amtes wegen, sondern nur auf Antrag hin festgesetzt (BGE 139 III 334 

E. 4.3). Vorliegend hat der Berufungskläger keine Entschädigung verlangt. 

Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Berufung wird das Urteil des Einzelgerichts am Bezirks-

gericht Zürich vom 21. Oktober 2021 aufgehoben und die Sache zur Ergän-

zung des Verfahrens und zu neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen 

an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

2. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3. Es wird keine Umtriebsentschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an den Berufungskläger sowie nach Eintritt der 

Rechtskraft an das Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht - Freiwillige Ge-

richtsbarkeit, und an das Gemeindeamt des Kantons Zürich, Abteilung Zivil-

standswesen, Wilhelmstr. 10, 8090 Zürich, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

- 10 - 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. M. Tanner 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 23. März 2022
	Rechtsbegehren: (act. 1 in Verbindung mit act. 18; sinngemäss)
	Urteil des Einzelgerichtes:
	1. Die Personalien des Gesuchstellers werden wie folgt bereinigt:
	- Name der Mutter:     G._____
	- Vorname der Mutter:   F'._____
	- Name des Vaters:     C._____
	- Vorname des Vaters:   H._____ D._____
	2. Das Begehren des Gesuchstellers um Bereinigung seines Namens von «C._____» zu «B._____» wird abgewiesen.
	3. Das Begehren des Gesuchstellers um Bereinigung seines Vornamens von «A._____ D._____ C._____» zu «A._____» wird abgewiesen.
	4. Das Begehren des Gesuchstellers um Bereinigung seines Geburtsdatums von tt. September 1979 auf tt. September 1980 wird abgewiesen.
	5. Das Begehren des Gesuchstellers um Bereinigung seines Geburtsortes von «Irak, E._____» zu «Irak, Bagdad» wird abgewiesen.
	6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 900.–.
	7. [Mitteilungen]
	8. [Rechtsmittel der Berufung]
	Berufungsanträge des Gesuchstellers und Berufungsklägers: (act. 23; sinngemäss)
	Erwägungen:
	I.

	1.
	1.1. Der Gesuchsteller und Berufungskläger (nachfolgend Berufungskläger) reiste anfangs März 2001 als Flüchtling in die Schweiz ein. Am 3. März 2001 füllte er handschriftlich das Personalienblatt des damaligen Bundesamtes für Flüchtlinge (heute Staats...
	1.2. Anlässlich der Asylbefragung vom 20. Januar 2001 erklärte der Berufungskläger, sein Vorname laute "A._____", sein Nachname "D._____-C._____". Er sei am tt. September 1979 in "E'._____" im Irak geboren (act. 13/3).
	1.3. Am 6. Oktober 2011 bestätigte der Berufungskläger gegenüber dem Zivilstandsregisteramt, nachdem dieses ihn zuvor auf Art. 253 StGB (Erschleichen  einer falschen Beurkundung) aufmerksam gemacht hatte, die Richtigkeit der folgenden Personendaten: V...

	2.
	Am 15. Juni 2021 (Datum Poststempel) stellte der Berufungskläger beim Bezirksgericht Zürich (nachfolgend Vorinstanz) das eingangs umschriebene Begehren um Bereinigung seines Zivilstandsregistereintrages. Mit Verfügung vom 2. September 2021 setzte ihm ...

	3.
	Dagegen erhob der Berufungskläger mit Schreiben vom 29. Oktober 2021 Berufung. Darin stellte er sinngemäss die eingangs umschriebenen Anträge (act. 23). Die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens wurden beigezogen. Mangels einer Gegenpartei ist keine B...
	II.

	1.
	1.1. Gerichte entscheiden im summarischen Verfahren über die Bereinigung von Zivilstandsregistereinträgen (Art. 42 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 248 lit. e ZPO und Art. 249 lit. a Ziff. 4 ZPO). Als nichtvermögensrechtliche Angelegenheit sind solch...
	1.2. Die Vorinstanz stellte ihr Urteil dem Berufungskläger am 29. Oktober 2021 zu (act. 20). Dieser reichte sein Rechtsmittel am 30. Oktober 2021 (Datum Poststempel) und damit rechtzeitig beim Obergericht ein (act. 23).

	2.
	Eine Berufung ist schriftlich und begründet zu erheben (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Sie muss zudem Anträge enthalten, wie der vorinstanzliche Entscheid abzuändern sei (BGer, 4A_274/2020 vom 1. September 2020, E. 4; CHK-Sutter-Somm/Seiler, Art. 311 ZPO N 7)....
	III.

	1.
	1.1. Die Berufung richtet sich gegen die vorinstanzliche Weigerung, einzelne Einträge im Zivilstandsregister, die den Berufungskläger betreffen, abzuändern. Der Berufungskläger führt aus, er verstehe nicht, weshalb die Vorinstanz nicht auf die von ihm...
	1.2. Das Zivilstands- bzw. Personenstandsregister (Art. 39 ZGB) ist ein öffentliches Register (CHK-Göksu, 3. Aufl., Art. 9 ZGB N 3; BSK ZGB I-Lardelli/Vetter, 6. Aufl., Art. 9 N 9). Art. 42 Abs. 1 ZGB regelt die gerichtliche Bereinigung dieses Registe...
	1.3. Die Vorinstanz hat die Nachnamen der Eltern des Berufungsklägers berichtigt, seinen Vor- und Nachnamen sowie sein Geburtsdatum und -ort hingegen unverändert im Register stehen lassen. Dabei holte die Vorinstanz keine Vernehmlassung des Gemeindeam...

	2.
	2.1. Eine Rückweisung hat vorliegend auch noch aus einem weiteren Grund zu erfolgen: In Registersachen muss das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen feststellen (BSK ZGB I-Graf-Gaiser/Montini, 6. Aufl., Art. 42 N 8). Es gilt hier der sogenannt eing...
	2.2. Bei den Akten befinden sich zwei irakische Reisepässe. Der ältere von ihnen datiert vom 16. März 2008, der jüngere vom 16. März 2015. Im älteren Pass lautet der Vorname des Berufungsklägers A._____ D._____ C._____, sein Nachname C._____ und sein ...
	2.3. Im Schweizer Führerausweis und in der Schweizer Niederlassungsbewilligung des Berufungsklägers stehen dieselben Personalien wie in seinem irakischen Reisepass vom 16. März 2015 (act. 2/2). Entsprechend ist davon auszugehen, dass dieser jüngere Re...

	3.
	Nach dem Gesagten ist die Berufung gutzuheissen und das angefochtene Urteil aufzuheben. Die Sache ist zur Ergänzung des Verfahrens und zu neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.
	IV.

	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Berufung wird das Urteil des Einzelgerichts am Bezirksgericht Zürich vom 21. Oktober 2021 aufgehoben und die Sache zur Ergänzung des Verfahrens und zu neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.
	2. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Gerichtskosten erhoben.
	3. Es wird keine Umtriebsentschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an den Berufungskläger sowie nach Eintritt der Rechtskraft an das Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht - Freiwillige Gerichtsbarkeit, und an das Gemeindeamt des Kantons Zürich, Abteilung Zivilstandswesen, Wilhelmstr. 10, 809...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...