# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de91d85c-a393-52d0-a906-055850f9e9ee
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-09-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.09.2014 D-4787/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4787-2014_2014-09-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-4787/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 .  S e p t e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Bendicht Tellenbach, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;   

Gerichtsschreiber Linus Sonderegger. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), Aegypten,   

vertreten durch Alfred Ngoyi wa Mwanza, BUCOFRAS, 

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des BFM vom 15. August 2014 / N (…). 

 

 

D-4787/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 14. Mai 2014 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass er mit Verfügung vom 15. Mai 2014 der Testphase des Verfahrens-

zentrums (VZ) Zürich zugewiesen wurde, 

dass dem Beschwerdeführer am 19. Mai 2014 Jan Frutig, Rechtsbera-

tungsstelle für Asylsuchende im VZ Zürich, als Rechtsvertreter zugewie-

sen wurde, 

dass ihm anlässlich der Befragung vom 10. Juni 2014 das rechtliche Ge-

hör zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid und zur Möglichkeit ei-

ner Überstellung nach Italien gewährt wurde, 

dass das BFM die italienischen Behörden am 11. Juni 2014 um Aufnahme 

des Beschwerdeführers gemäss Art. 13 Abs. 2 der Verordnung (EU) 

Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des 

Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehöri-

gen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter-

nationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), ersuchte, 

dass dieses Ersuchen unbeantwortet geblieben ist, 

dass der Beschwerdeführer am 24. Juni 2014 eine Kopie seines Reise-

passes einreichte, 

dass das BFM dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 14. Au-

gust 2014 Gelegenheit gab, zum Entscheidentwurf Stellung zu nehmen, 

dass am 15. August 2014 die entsprechende Stellungnahme eingereicht 

wurde, 

dass das BFM mit Verfügung vom 15. August 2014 – eröffnet am 18. Au-

gust 2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach 

Italien anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz 

spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

D-4787/2014 

Seite 3 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe eines neu mandatierten Rechts-

vertreters vom 25. August 2014 gegen diesen Entscheid beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die ange-

fochtene Verfügung sei aufzuheben und auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers sei einzutreten, 

dass eventualiter die Sache zur erneuten Entscheidung an das BFM zu-

rückzuweisen sei, 

dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren sei und 

die zuständigen Behörden unverzüglich anzuweisen seien, von allfälligen 

Vollzugshandlungen abzusehen, 

dass die unentgeltliche Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zu 

gewähren sei, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 29. August 2014 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am 30. August 2014 einen Arztbericht vom 

(…) einreichte, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG), 

dass aufgrund der Zuweisung des Beschwerdeführers in die Testphase 

des Verfahrenszentrums in Zürich die Verordnung vom 4. September 

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Seite 4 

2013 über die Durchführung von Testphasen zu den Beschleunigungs-

massnahmen im Asylbereich (TestV, SR 142.318.1) zur Anwendung 

kommt (Art. 1 und Art. 4 Abs. 1 TestV), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass zur Frist noch zu erwähnen ist, dass sich die Spezialbestimmung in 

Art. 38 TestV gemäss Sachüberschrift lediglich auf Art. 108 Abs. 1 AsylG 

(materielle Entscheide), nicht aber auf Art. 108 Abs. 2 AsylG bezieht und 

somit die Beschwerdefrist bei Dublin-Entscheiden im Testverfahren – wie 

im Übrigen in der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung zutreffend ver-

merkt – fünf Arbeitstage beträgt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

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Seite 5 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem ein-

zigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die 

einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im 

Kapitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in 

den eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentli-

che Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der 

Grundrechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, 

nachfolgend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Re-

geln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt 

werden kann, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag ge-

stellt hat, nach Massgabe der Art. 21, 22 und 29 Dublin-III-VO aufzuneh-

men (Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO),  

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen ge-

stellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach 

den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zu-

ständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), 

dass den vorliegenden Akten zu entnehmen ist, dass sich der Be-

schwerdeführer vor seiner Einreise in die Schweiz in Italien aufgehalten 

hatte, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich seiner Befragung zur Person 

ausführte, sein Heimatland am 27. Mai 2005 verlassen zu haben und am 

1. oder 2. Juni 2005 nach Italien gelangt zu sein, wo er sich seither auf-

gehalten habe, 

dass er sich in Italien zuletzt von November 2013 bis zu seiner Weiterrei-

se in die Schweiz am 14. Mai 2014 in B._______ aufgehalten habe, 

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dass dieser Aufenthalt durch zwei bei den Akten liegende Dokumente 

bestätigt wird, 

dass das BFM die italienischen Behörden am 11. Juni 2014 um Aufnahme 

des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 21 Dublin-III-VO ersuchte, 

dass die italienischen Behörden das Übernahmeersuchen innert der in 

Art. 22 Abs. 1 [und 6] Dublin-III-VO vorgesehenen Frist unbeantwortet 

liessen, womit sie die Zuständigkeit Italiens implizit anerkannten (Art. 22 

Abs. 7 Dublin-III-VO),  

dass die Zuständigkeit Italiens somit gegeben ist, 

dass der diesbezügliche Einwand in der Beschwerde, es gäbe keine ob-

jektiven Beweise dafür, dass sich der Beschwerdeführer wie von ihm an-

gegeben in Italien aufgehalten habe, haltlos sowie irrelevant ist, 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Italien würden sys-

temische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschli-

chen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU–

Grundrechtecharta mit sich bringen (vgl. zu den nachfolgenden Ausfüh-

rungen die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E-1336/2014 vom 

19. März 2014 E. 3.5 und D-1623/2014 vom 1. April 2014 E. 6), 

dass in Weiterführung der bisherigen Praxis des Bundesverwaltungsge-

richts vielmehr nach wie vor von der Vermutung auszugehen ist, dass Ita-

lien als sicher im Sinne des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 

Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) gilt und es die Gebote 

des flüchtlingsrechtlichen und des menschenrechtlichen Rückschiebever-

bots beachtet, 

dass gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschen-

rechte (EGMR) Italien wirksame verfahrensrechtliche Garantien (inkl. Re-

kursmöglichkeiten) vorsieht, die eine beschwerdeführende Person vor ei-

ner unmittelbaren Zurückweisung in ihren Herkunftsstaat, in dem sie 

nachweislich Gefahr laufen würde, Folter oder unmenschlicher Behand-

lung i.S. von Art. 3 EMRK ausgesetzt zu werden, schützen, 

dass davon auszugehen ist, dem Beschwerdeführer werde bei einer 

Überstellung nach Italien der Zugang zu einem fairen Asylverfahren er-

möglicht, 

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Seite 7 

dass ungeachtet des hängigen Verfahrens i.S. Tarakhel gegen die 

Schweiz, in welchem die vorgebrachten Mängel des italienischen Asylver-

fahrens Gegenstand einer eingehenden Prüfung unterzogen werden, 

derzeit weiterhin von der bisherigen Rechtsprechung des EGMR auszu-

gehen ist, welche in dieser Hinsicht festhält, dass in Italien kein systema-

tischer Mangel an Unterstützung und Einrichtungen für Asylsuchende (als 

eine besonders verletzliche Personengruppe) bestehen würde (vgl. Urteil 

des EGMR vom 2. April 2013, Mohammed Hussein und andere gegen 

Niederlande und Italien [Beschwerde Nr. 27725/10], Unzulässigkeitsent-

scheidung wegen offensichtlicher Unbegründetheit gemäss Art. 35 Abs. 3 

EMRK), 

dass die vom Gerichtshof zitierten Berichte detailliert eine Struktur von 

Einrichtungen und Versorgung aufzeigen, und in letzter Zeit zudem ge-

wisse Verbesserungen festzustellen sind, 

dass der EGMR im soeben zitierten Fall zum Schluss kam, dass die asyl-

suchende Person – eine alleinstehende Frau mit zwei kleinen Kindern – 

bei einer Rückkehr nach Italien nicht einer ernsthaften und unmittelbar 

drohenden Gefahr ausgesetzt wäre, in materieller, physischer oder psy-

chischer Hinsicht in eine Notlage zu geraten, die in den Schutzbereich 

von Art. 3 EMRK fallen würde,  

dass diese Feststellungen für das vorliegende Verfahren ableiten lassen, 

dass Rückkehrende, die noch nicht in einer entsprechenden Einrichtung 

aufgenommen wurden, in einem Aufnahmezentrum untergebracht werden 

können, 

dass hinsichtlich der Unterkunft ohnehin zu bemerken ist, dass der Be-

schwerdeführer gemäss eigenen Angaben vor seiner Ausreise in 

B._______ wohnhaft gewesen sei, und nicht ersichtlich ist, was ihn an ei-

ner Rückkehr dorthin hindern könnte, 

dass es dem Beschwerdeführer überdies offensteht, allfällige Probleme 

bei der Unterbringung oder beim Zugang zum Asylverfahren bei den zu-

ständigen italienischen Justizbehörden zu rügen, dies entweder unter 

Beiziehung eines italienischen Rechtsanwalts oder mittels Hilfe unabhän-

giger, vorhandener Hilfsorganisationen in Italien, 

dass das BFM hinsichtlich der Bedrohung von privater Seite zu Recht 

ausführte, der Beschwerdeführer könne sich diesbezüglich an die italieni-

http://vs00001a/BVGER-Org$/ABT_V-IV/IV_V/Gerichtsentscheide/2%20-%20Internationale%20Gerichte/1%20-%20Europäischer%20Gerichtshof%20für%20Menschenrechte/2013/MOHAMMED_HUSSEIN_v._THE_NETHERLANDS_AND_ITALY.pdf
http://vs00001a/BVGER-Org$/ABT_V-IV/IV_V/Gerichtsentscheide/2%20-%20Internationale%20Gerichte/1%20-%20Europäischer%20Gerichtshof%20für%20Menschenrechte/2013/MOHAMMED_HUSSEIN_v._THE_NETHERLANDS_AND_ITALY.pdf

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schen Behörden wenden und in der Beschwerde gegen diese Feststel-

lung keine substanziierten Einwände erhoben worden sind, 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass sich der Beschwerdeführer auf seinen Gesundheitszustand beruft, 

der einer Überstellung entgegenstehe, 

dass er gemäss dem Bericht (…) an Augenproblemen leide, 

dass er gemäss den Berichten (…) derzeit in Behandlung sei und gemäss 

Stellungnahme zum Entscheidentwurf am (…) operiert worden sei, 

dass der Beschwerdeführer damit sinngemäss geltend macht, die Über-

stellung nach Italien setze ihn einer Gefahr für seine Gesundheit aus und 

verletze damit Art. 3 EMRK,  

dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen nur dann einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen kann, 

wenn die betroffene Person sich in einem fortgeschrittenen oder termina-

len Krankheitsstadium und bereits in Todesnähe befindet (vgl. BVGE 

2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die Praxis des EGMR), 

dass das BFM diesbezüglich zutreffend darauf hingewiesen hat, dass Ita-

lien grundsätzlich über eine funktionsfähige medizinische Infrastruktur 

verfüge (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E-4561/2014 vom 

21. August 2014), 

dass der Beschwerdeführer selbst angibt, in Italien seien seine Augen-

probleme medizinisch behandelt worden, woraus zu schliessen ist, dass 

er effektiven Zugang zur medizinischen Infrastruktur hat, 

dass der Beschwerdeführer mit dem unsubstanziiert vorgebrachten Ein-

wand auf Beschwerdeebene, sein Gesundheitszustand würde in Verbin-

dung mit dem fehlenden sozialen Netz sowie der fehlenden Schul- und 

Berufsbildung einer Wegweisung nach Italien entgegenstehen, nicht 

durchzudringen vermag, 

dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochten 

Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Be-

stimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung der Beschwerde-

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führenden Rechnung tragen und die italienischen Behörden vorgängig in 

geeigneter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände infor-

mieren werden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO),  

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für einen Selbsteintritt ge-

mäss Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle festzuhalten bleibt, 

dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den 

ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 

2010/45 E. 8.3), 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetre-

ten ist und – weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen 

Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von 

Art. 44 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, 

SR 142.311]),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2010/45 E. 10),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-

gung des BFM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen 

ist, weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

als gegenstandslos erweist, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich 

aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeich-

nen waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht 

erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.–

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG). 

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Seite 10 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sin-

ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Bendicht Tellenbach Linus Sonderegger 

 

 

Versand: