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**Case Identifier:** 57713dfc-0b06-5a3c-b575-80951c878a38
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.08.2018 200 2018 300
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-300_2018-08-27.pdf

## Full Text

200 18 300 IV publiziert in BVR 2019 S. 214
SCI/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 27. August 2018

Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. März 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2018, IV/18/300, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin) meldete sich im März 2007 unter Hinweis auf eine Polyarthritis bei 
der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an 
(Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin] [act. 
II] 2). Mit Verfügung vom 11. September 2008 (act. II 48) sprach die damals 
zuständige IV-Stelle Solothurn der Versicherten eine nach Massgabe der 
gemischten Methode ermittelte, für die Zeit von März bis August 2007 be-
fristete halbe Invalidenrente bzw. ab Mai 2008 eine unbefristete Viertelsren-
te zu. 

Im April 2012 leitete die nach einem Wohnortwechsel der Versicherten 
nunmehr zuständige IVB (act. II 50) von Amtes wegen eine Revision ein 
(act. II 52). Nachdem sie bei den Dres. med. C.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie und D.________, Facharzt für Rheumato-
logie und Allgemeine Innere Medizin, eine bidisziplinäre Begutachtung ver-
anlasst hatte (Expertisen vom 21. Februar 2013 [act. II 68.1] und 12. 
Oktober 2013 [act. II 72.1]) und durch ihren Abklärungsdienst einen Ab-
klärungsbericht Haushalt hatte erstellen lassen (act. II 73 S. 2 ff.), hob die 
IVB mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 3. Juni 2014 (act. II 
92) die Viertelsrente per Ende Juli 2014 bei einem nach der gemischten 
Methode ermittelten Invaliditätsgrad von 17% auf. 

B.

Im Juli 2017 meldete sich die Versicherte u.a. unter Hinweis auf ein zusätz-
lich zur rheumatoiden Arthritis aufgetretenes rezidivierendes Infektgesche-
hen erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (act. II 102; 107 S. 4). 
Nachdem die IVB den Sachverhalt in erwerblicher Hinsicht abgeklärt und 
diverse Berichte behandelnder Ärzte beigezogen hatte, teilte sie der Versi-
cherten mit Schreiben vom 12. Februar 2018 (act. II 143) mit, zwecks 
Klärung der Leistungsansprüche sei eine medizinische Begutachtung unter 

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Berücksichtigung der Fachdisziplinen Rheumatologie und Psychiatrie not-
wendig, für deren Durchführung die Dres. med. E.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, und C.________ beauftragt 
würden. Dagegen liess die Versicherte geltend machen, die „Abklärung […] 
der vorliegend äusserst komplexen gesundheitlichen Situation“ erfordere 
neben den Fachrichtungen Rheumatologie und Psychiatrie „zwingend zu-
sätzlich die Fachrichtungen Innere Medizin und Infektiologie“ (act. II 146 
S. 2). Nachdem die IVB bei med. pract. F.________, Fachärztin für Physi-
kalische Medizin und Rehabilitation, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), 
eine Stellungnahme (act. II 149 S. 2 f.) eingeholt hatte, hielt sie mit Verfü-
gung vom 6. März 2018 (act. II 150) an der vorgesehenen (bidisziplinären) 
Begutachtung durch die Dres. med. E.________ und C.________ fest. 

C.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 19. April 2018 Beschwerde erheben. Sie 
stellt das folgende Rechtsbegehren: 

Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 6. März 2018 sei aufzuheben und 
die Sache sei zur Bestimmung der polydisziplinären Gutachterstelle an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

In der Begründung macht die Beschwerdeführerin zusammengefasst gel-
tend, auf die Ausführungen der sich auf fachfremdem Gebiet äussernden 
RAD-Ärztin med. pract. F.________ könne mangels Beweiswert nicht ab-
gestellt werden. Die IVB habe daher eine polydisziplinäre Begutachtung mit 
den Fachdisziplinen Rheumatologie, Psychiatrie, Allgemeine Innere Medi-
zin und Infektiologie anzuordnen.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2018 beantragt die IVB die Abweisung 
der Beschwerde. In der Begründung verweist die Beschwerdegegnerin im 
Wesentlichen auf die zu den Akten gereichte Stellungnahme der RAD-
Ärztin med. pract. F.________ vom 16. Mai 2018 (act. II 161 S. 2 f.).

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Mit Replik vom 6. Juli 2018 hält die Beschwerdeführerin an den von ihr be-
schwerdeweise gestellten Rechtsbegehren und vorgebrachten Standpunk-
ten fest.

Mit Eingabe vom 19. Juli 2018 verzichtet die Beschwerdegegnerin auf eine 
Duplik und hält an den in der Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2018 ge-
stellten Rechtsbegehren sowie den darin gemachten Ausführungen fest. 

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. 

Bei der Anordnung des Gutachtens handelt es sich um eine Zwischenver-
fügung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundes-
gesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; 
SR 172.021]); eine solche ist unter anderem dann selbständig anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann 
(BGE 138 V 271 E. 1.2.1 S. 275, 132 V 93 E. 6.1 S. 106). Diese Anfecht-
barkeitsvoraussetzung ist für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren in 
IV-Angelegenheiten zu bejahen (BGE 138 V 271 E. 1.2.3 S. 276), womit 
die entsprechende Verfügung unter Erhebung aller gesetzlich vorgesehe-
nen Rügen rechtlicher und tatsächlicher Natur angefochten werden kann 
(vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256).

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Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesge-
setzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 
155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Zwischenverfügung vom 6. März 2018 
(act. II 150). Streitig und zu prüfen ist die Anordnung einer bidisziplinären 
Begutachtung.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes 
ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, 
so gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den 
Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge ma-
chen (Art. 44 ATSG). 

2.2 Polydisziplinäre Gutachten, das heisst solche, an denen drei oder 
mehr Fachdisziplinen beteiligt sind, haben nach Art. 72bis Abs. 1 der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 
831.201) bei einer Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt 
für Sozialversicherungen (BSV) eine Vereinbarung getroffen hat. Gemeint 
sind die Medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) im Sinne von Art. 59 
Abs. 3 IVG. Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip 
gemäss dem Zuweisungssystem „SuisseMED@P“ (Art. 72bis Abs. 2 IVV; 
vgl. BGE 139 V 349 E. 2.2 S. 351). Die Beschränkung der Auftragsvergabe 

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nach dem Zufallsprinzip auf Begutachtungen mit drei und mehr 
Fachdisziplinen nach Art. 72bis IVV ist rechtmässig (BGE 139 V 349 E. 5.4 
S. 357).

Bei mono- und bidisziplinären Gutachten dagegen werden die Aufträge 
nicht nach diesem System vergeben. Damit ist der Kreis der in Frage 
kommenden Sachverständigen hier weitaus grösser (z.B. 
Universitätskliniken, frei praktizierende Ärzte und Gutachter; vgl. BGE 139 
V 349 E. 2.2 S. 351). 

2.3 Es existieren keine festen Kriterien zur allgemeingültigen 
Abgrenzung der Anwendungsfelder der verschiedenen Kategorien von 
Expertisen. Die jeweiligen Einsatzbereiche lassen sich jedoch wie folgt 
umreissen: Die umfassende administrative Erstbegutachtung wird 
regelmässig polydisziplinär und damit zufallsbasiert anzulegen sein; eine 
direkte Auftragserteilung soll die Ausnahme bleiben. Eine polydisziplinäre 
Expertise ist auch dann einzuholen, wenn der Gesundheitsschaden zwar 
bloss als auf eine oder zwei medizinische Disziplinen fokussiert erscheint, 
die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik aber nicht vollends 
gesichert ist. In begründeten Fällen kann von einer polydisziplinären 
Begutachtung abgesehen und eine mono- oder bidisziplinäre durchgeführt 
werden, sofern die medizinische Situation offenkundig ausschliesslich ein 
oder zwei Fachgebiete beschlägt; weder dürfen weitere interdisziplinäre 
Bezüge (z.B. internistischer Art) notwendig sein noch darf ein besonderer 
arbeitsmedizinischer bzw. eingliederungsbezogener Klärungsbedarf 
bestehen. Diese Voraussetzungen werden vor allem bei 
Verlaufsbegutachtungen erfüllt sein (BGE 139 V 349 E. 3.2 S. 352). 

3.

3.1 Es besteht unter den Parteien insoweit Konsens, dass für die 
Klärung der mit Neuanmeldung vom Juli 2017 (act. II 102) geltend 
gemachten Leistungsansprüche eine medizinische Begutachtung zu 
erfolgen hat. Weiter steht ausser Streit, dass die Begutachtung die 
Fachdisziplinen der Rheumatologie und Psychiatrie zu umfassen hat (vgl. 
Beschwerde, S. 5; act. II 150 S. 1). Uneins sind sich die Parteien darüber, 

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ob zusätzlich die Fachrichtungen der Allgemeinen Inneren Medizin sowie 
der Infektiologie zu berücksichtigen sind und ob diesfalls die direkte 
Gutachtensvergabe an die Dres. med. E.________ und C.________ 
Bestand hat. 

3.2 Die Wahl der Experten bzw. der beizuziehenden fachärztlichen 
Kompetenzen hängt von der Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik 
ab (vgl. E. 2.3 vorne). Hierzu äussern sich die medizinischen Akten im 
Wesentlichen wie folgt: 

3.2.1 Vom … bis … 2017 war die Beschwerdeführerin im Spital 
G.________ hospitalisiert. Im entsprechenden Austrittsbericht vom 
10. August 2017 (act. II 113 S. 2 - 8) wurden im Wesentlichen die 
folgenden Diagnosen festgehalten (S. 2 - 4): 

1. Rezidivierendes Infektgeschehen unter lmmunosuppression
2. Seronegative rheumatoide Arthritis, DD Psoriasisarthritis sine Psoriasis
3. Clostridium difficile-assoziierte Diarrhoe …/2017
4. Fibromyalgie
5. Sepsis mit Escherichia coli bei hochgradigem Verdacht auf Nierenabs-

zess links und Pneumonie …/2017
6. Diskreter Vitamin D-Mangel
7. Lumbovertebrale, intermittierende lumbospondylogene Schmerz-

symptomatik
8. Nebendiagnosen

- Beckenvenenthrombose links 07/2013, seither unter Dauerantikoagulation
- Leichte Colondivertikulose
- Solitärer Knoten im rechten Schilddrüsenlappen in Abklärung
- Arterielle Hypertonie
- Erysipel linker Unterschenkel im Juli 2013
- rezidivierende Bakerzysten links

In der Beurteilung hielten die behandelnden Ärzte fest, bei Eintritt habe sich 
klinisch eine hoch aktive Polyarthritis mit deutlich palpablen Gelenksergüs-
sen an praktisch sämtlichen PIP- und MCP-Gelenken sowie humoraler Ak-
tivität gezeigt. Bei Status nach Pneumonie sowie Nierenabszess links …/17 
hätten aktuell konventionell-radiologisch im Thoraxbild sowie sonogra-
phisch an der linken Niere keine Pathologien festgestellt werden können. 
Somit sei nicht mehr von einem aktiven Infektgeschehen auszugehen. Un-
ter immunosuppressiver Therapie sei es sehr rasch zu einer deutlichen 
Verbesserung der Arthritiden gekommen. Immobilisierend sei weiterhin die 
sonographisch nachgewiesene und eingeblutete Bakerzyste des linken 
Knies gewesen. Die Mobilisation sei nur mittels Rollstuhl möglich gewesen; 
auf den Einsatz von Gehstöcken habe die Beschwerdeführerin aufgrund 

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von dann eintretenden Schmerzen an den Handgelenken verzichtet. Die 
Schmerzen im Bereich der Bakerzyste seien persistierend und immobilisie-
rend gewesen. Wegen den rezidivierenden Infekten sei eine Umstellung 
der Immunsuppression sinnvoll (S. 4). 

3.2.2 Im Bericht des Spitals H.________ vom 18. Oktober 2017 (act. II 
140 S. 22 f.) wurde mit Bezug auf die diagnostizierten rezidivierenden Ba-
kerzysten beidseits festgehalten, in Zusammenschau der MRI-
Untersuchung ohne relevante Kniebinnenschäden und dem 
Orthoradiogramm, welches eine gerade Beinachse zeige, bestehe aus or-
thopädischer Sicht aktuell keine sinnvolle operative Option. Es werde die 
medikamentöse Anpassung der hochaktiven rheumatoiden Arthritis emp-
fohlen (S. 23). 

3.2.3 Im Bericht des Spitals G.________ vom 27. Oktober 2017 (act. II 
140 S. 19 f.) wurde festgehalten, es müsse von einer multifaktoriellen Ge-
nese der prolongiert verlaufenden Infekte ausgegangen werden (Prädispo-
sition, spezifischer IgG-Mangel gegen Pneumokokken, 
Immunsuppression). Hinweise für einen zellulären Immundefekt beständen 
nicht. Insgesamt rechtfertige die Prädisposition zu vermehrten Infekten der-
zeit eine prophylaktische Therapie mit Bactrim aber nicht, auch aufgrund 
des erhöhten Risikos eines Rezidivs der Clostridien-Colitis. Die Bactrim-
prophylaxe sei deshalb sistiert worden (S. 20).

3.2.4 Im Bericht des Spitals G.________ vom 30. November 2017 (act. 
II 137) wurden die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 1): 

• Seronegative rheumatoide Arthritis, DD Psoriasisarthritis sine Psoriasis, 
seit 05/2006

• Rezidivierendes Infektgeschehen unter lmmunosuppression, seit 2006
• Fibromyalgie
• Lumbovertebrale, intermittierende lumbospondylogene Schmerz-

symptomatik, seit 2015
• Rezidivierende, teils immobilisierende Bakerzyste links

Mit weiterem Bericht vom 19. Dezember 2017 (act. II 140 S. 14 - 16) wurde 
festgehalten, im Vergleich zum Befund Ende Oktober 2017 habe sich eine 
rasche Besserung der rheumatoiden Arthritis ergeben. Die 
Beschwerdeführerin habe aktuell Erkältungssymptome; bei fieberhaften 

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Erkältungszeichen sollte das Xeljanz (Antirheumatikum) unterbrochen wer-
den. Ansonsten sei zu hoffen, dass die Medikation möglichst komplikations-
frei fortgesetzt werden könne, da sich im Moment ein sehr gutes therapeu-
tisches Ansprechen abzeichne (S. 15).

3.2.5 Mit Stellungnahme vom 1. März 2018 (act. II 149 S. 2 f.) hielt die 
RAD-Ärztin med. pract. F.________ fest, die Beschwerdeführerin sei durch 
die Infektiologie des Spitals G.________ ausführlich zusammen mit einem 
Allergologen abgeklärt worden. Hierbei sei durch die Infektiologen ein spe-
zifischer IgG-Mangel gegen Pneumokokken nochmals bestätigt worden, 
worauf eine Pneumokokken-Impfung erfolgt sei; am … 2017 sei der Impfti-
ter als im protektiven Bereich festgehalten und eine prophylaktische Daue-
rantibiose für nicht indiziert erachtet worden. Schon vor der Gabe von 
lmmunsuppressiva seien laut Angaben der Beschwerdeführerin häufiger 
rezidivierende Atemwegsinfekte mit Husten und Schnupfen ohne Fieber 
aufgetreten. Die unter Immunsuppression neu prolongierten Infekte seien 
laut Allergologen und auch laut Infektiologen des Spitals G.________ multi-
faktorieller Genese. Es könne somit davon ausgegangen werden, dass bei 
der Beschwerdeführerin in Zukunft durch regelmässiges Auffrischen der 
Impfung der Titer im protektiven Bereich bleibe und somit ein Schutz vor 
Pneumonie (Lungenentzündung), Sepsis (Blutvergiftung) oder Bakteriämie 
(Vorhandensein von Bakterien im Blut) und Meningitis (Hirnhautentzün-
dung) bestehe (S. 3). 

3.2.6 Dr. med. I.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
hielt mit zu Handen der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin erstell-
tem und im vorliegenden Verfahren aufgelegtem Bericht vom 16. April 2018 
(act. II 158 S. 22 f.) fest, es sei richtig, dass die Beschwerdeführerin die 
Grippeimpfung und die Pneumokokken-Impfung zweimal durchgeführt ha-
be; trotzdem leide sie immer wieder an gehäuften Infekten. Durch die 
rheumatoide Arthritis und die damit verbundene Immunsuppression sei die 
Beschwerdeführerin jeweils sehr geschwächt. Vor allem pulmonal habe sie 
eine Schwachstelle, es komme immer wieder zu rezidivierendem Husten 
(S. 22).

3.2.7 In der im Rahmen der Beschwerdeantwort aufgelegten Stellung-
nahme vom 16. Mai 2018 (act. II 161 S. 2 f.) zum Bericht von Dr. med. 

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I.________ vom 16. April 2018 bestätigte med. pract. F.________ in um-
fangreicher Ergänzung ihrer Ausführungen zum Infektgeschehen ihre Ein-
schätzungen vom 1. März 2018. Zusätzlich hielt sie fest, Dr. med. 
E.________ sei auch gleichzeitig Facharzt der Inneren Medizin und verfüge 
über eine jahrelange Erfahrung mit Infekten bei immunsupprimierten rheu-
matologischen Patienten, womit er die aufgetretenen Infekte im Rahmen 
seiner Begutachtung richtig einordnen könne (S. 2).

3.3

3.3.1 Aus den Akten ergibt sich, dass sich die Beschwerdeführerin seit 
mehreren Jahren in erster Linie zufolge einer rheumatoiden Arthritis – wel-
che bereits im Jahre 2013 Gegenstand einer entsprechenden fachmedizi-
nischen Begutachtung bildete (vgl. act. II 72.1) – in medizinischer 
Behandlung befindet. An dieser Situation hat sich im Zuge der im Juli 2017 
erfolgten Neuanmeldung zwar nichts Grundlegendes geändert: Wie aus 
den dargelegten diversen medizinischen Berichten (vgl. E. 3.2.1 ff. vorne) 
hervorgeht, sind die gesundheitlichen Beeinträchtigungen unverändert na-
mentlich rheumatologischer Natur, indem bei der Beschwerdeführerin auch 
weiterhin eine rheumatoide Arthritis bzw. differentialdiagnostisch eine Pso-
riasisarthritis sine Psoriasis, diagnostiziert und auch entsprechend behan-
delt wurde bzw. wird. Die darauf zurückgeführten multiplen 
Gelenkbeschwerden stehen nach der gegenwärtigen (und vorläufigen) Ak-
tenlage denn auch weiterhin im Vordergrund und werden – einschliesslich 
der rezidivierenden Bakerzysten betreffend die Kniegelenke (vgl. act. II 140 
S. 23) – durch Rheumatologen behandelt. Es ist damit nicht zu beanstan-
den, dass die Beschwerdegegnerin eine Begutachtung im Bereich der 
Rheumatologie und – zur Abgrenzung von allfälligen psychischen Belas-
tungen – im Bereich der Psychiatrie vorgesehen hat. Dies ist von Seiten 
der Parteien denn auch zu Recht unbestritten.

3.3.2 Aus den medizinischen Berichten geht jedoch weiter hervor, dass 
sich insbesondere seit … 2017 (vgl. act. II 140 S. 20, 43) zusätzlich ein 
rezidivierendes Infektgeschehen manifestiert hat, welches gemäss den 
behandelnden Ärzten des Spitals G.________ multifaktoriell (Prädispositi-
on, spezifischer IgG-Mangel gegen Pneumokokken, Immunsuppression) 
bedingt ist (act. II 140 S. 20) respektive gestützt auf die Berichte des 

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Spitals G.________ und nach Auffassung der behandelnden Ärztin Dr. 
med. I.________ im Wesentlichen in Zusammenhang mit der immunsup-
pressiven Behandlung der entzündlich bedingten Symptome von Seiten der 
rheumatoiden Arthritis steht (vgl. act. II 137 S. 2; 158 S. 22). Diese wieder-
holt auftretenden Infekte mach(t)en denn auch diverse medizinische Be-
handlungen (inklusive Hospitalisationen) notwendig, womit dem Leiden 
nach derzeitiger Aktenlage im gesamten, das funktionelle Leistungsvermö-
gen potentiell beeinflussenden Beschwerdespektrum keine allein unterge-
ordnete Rolle zukommt, zumal die behandelnden Ärzte die Problematik 
unter den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgelistet 
haben (act. II 137 S. 1). Ferner ist zu beachten, dass durch das rezidivie-
rende Infektgeschehen namentlich auch die Behandlung der (nach dem 
Dargelegten im Vordergrund stehenden und die Arbeitsfähigkeit potentiell 
beeinflussenden) rheumatoiden Arthritis erschwert wird bzw. entsprechen-
de Therapiepausen erforderlich macht(e) (vgl. act. II 137 S. 3; 140 S. 14 f.). 
Ob – wie med. pract. F.________ in ihrer Stellungnahme vom 1. März 2018 
(act. II 149 S. 2 f.) ausführte – „davon ausgegangen werden“ kann, dass 
durch regelmässiges Auffrischen der applizierten Impfungen „der Titer im 
protektiven Bereich“ bleibe (S. 3) mit der Folge, dass keine weiteren Infekte 
mehr auftreten, wurde – soweit aus den derzeitigen Akten ersichtlich – 
fachmedizinisch nicht bestätigt bzw. namentlich von der Internistin Dr. med. 
I.________ bestritten (act. II 158 S. 22). 

3.3.3 Es steht ausser Frage, dass das rezidivierende Infektgeschehen 
weder das Fachgebiet der Psychiatrie betrifft noch dasjenige der Rheuma-
tologie, welches sich mit der Diagnostik und nicht operativen Behandlung 
von Krankheiten sowie schmerzhaften und funktionellen Störungen des 
Bewegungsapparates befasst (vgl. dazu www.berufsberatung.ch; 
www.fmh/files/pdf13/wbk_rheu_berner_modell.pdf). Aufgrund der hiervor 
dargelegten Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik (vgl. E. 3.3.1 f.) 
kann nicht gesagt werden, die medizinische Situation beschlage offenkun-
dig ausschliesslich die zwei Fachgebiete der Rheumatologie und Psychia-
trie (vgl. E. 2.3 vorne). Vielmehr ist aufgrund der Aktenlage erstellt, dass 
mit der Infektproblematik ein zusätzlicher Krankheitskomplex internistischer 
Art besteht. Dies bestätigt denn auch med. pract. F.________ implizit, 
wenn sie in der Stellungnahme vom 16. Mai 2018 (act. II 161 S. 2 f.) aus-

http://www.berufsberatung.ch

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führt, der als Gutachter beauftragte Rheumatologe Dr. med. E.________ 
sei auch gleichzeitig Facharzt der Inneren Medizin, welcher über eine jah-
relange Erfahrung mit Infekten bei immunsupprimierten rheumatologischen 
Patienten verfüge, so dass er die aufgetretenen Infekte richtig einordnen 
könne (S. 2). 

3.3.4 Aus dem Dargelegten folgt, dass – entgegen der Beschwerdegeg-
nerin – zwecks Klärung des mit Neuanmeldung vom Juli 2017 geltend ge-
machten Leistungsanspruchs nebst den (unbestrittenen) Fachrichtungen 
Rheumatologie und Psychiatrie zusätzlich Fragen der Allgemeinen Inneren 
Medizin zu beantworten sind. 

3.4 Daran ändern die Ausführungen von med. pract. F.________ 
nichts: Ihren Stellungnahmen vom 1. März 2018 (act. II 149 S. 2 f.) und 
vom 16. Mai 2018 (act. II 161 S. 2 f.), worin die RAD-Ärztin eine gutachtli-
che Abklärung aus allein rheumatologischer und psychiatrischer – mithin 
bidisziplinärer – Sicht als hinreichend beurteilte, könnte nur dann gefolgt 
werden, wenn das Infektgeschehen dergestalt in den Hintergrund träte, 
dass eine Auswirkung auf das funktionelle Leistungsvermögen ohne weite-
res auszuschliessen wäre und es folglich an der Polydisziplinarität des 
massgeblichen medizinischen Sachverhalts fehlte. Dies trifft nach dem in 
E. 3.3.3 hiervor Dargelegten jedoch gerade nicht zu, so dass auch offen 
bleiben kann, inwieweit der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte 
Umstand, wonach sich med. pract. F.________ aufgrund ihrer Fachausbil-
dung als Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation zu einem 
fachfremden Gebiet äussere (Beschwerde, S. 4), den Beweiswert ihrer 
Beurteilungen zu schmälern vermöchte. Denn liegt ein polydisziplinäre Be-
züge aufweisender medizinischer Sachverhalt vor, ist ausschlaggebend, 
dass eine gesonderte – und wie hier von med. pract. F.________ vorweg-
genommene und abgeschlossene – Diskussion bezüglich eines einzelnen 
den Gesundheitsschaden betreffenden fachmedizinischen Bereichs dem 
Zweck einer polydisziplinären Begutachtung zuwiderläuft. Dieser besteht 
darin, unter Leitung eines fallführenden Arztes die Koordination und absch-
liessende Zusammenführung der einzelnen Fachbereiche auf der Basis 
einer Konsensdiskussion der an der Begutachtung mitwirkenden Fachärzte 
zu gewährleisten. Die Stellungnahmen von med. pract. F.________ erfüllen 

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diese Voraussetzung nicht, lassen sie sich doch nicht in den hier 
notwendigen polydisziplinären Kontext einordnen, welcher gerade den 
interdisziplinären Austausch betreffend Wechselwirkungen und 
Überschneidungen zwischen den einzelnen Fachbereichen erfordert. Die 
Gutachter haben sich gleichberechtigt mit den verschiedenen 
gesundheitlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen und diese auf der 
Basis der eigenen Abklärungen und Untersuchungen einzuordnen und 
interdisziplinär abzustimmen.

3.5 Zu prüfen bleibt ob – entsprechend den bereits erwähnten 
Ausführungen von med. pract. F.________, wonach Dr. med. E.________ 
auch Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sei und er damit die 
Begutachtung sowohl aus rheumatologischer wie auch aus internistischer 
Sicht wahrnehmen könne (vgl. E. 3.3.3 vorne) – die von der 
Beschwerdegegnerin vorgesehene direkte Gutachtensvergabe an die Dres. 
med. E.________ und C.________ zulässig ist. Dies ist zu verneinen: 

Ist – wie hier (vgl. E. 3.3.4 vorne) – eine drei oder mehr fachärztliche 
Bereiche umfassende, mithin polydisziplinäre Begutachtung notwendig, hat 
sie gemäss Art. 72bis Abs. 1 IVV und der dazu ergangenen 
höchstrichterlichen Rechtsprechung zwingend (und nach Massgabe des 
Zufallsprinzips) bei einer MEDAS zu erfolgen. Demnach ist nicht 
entscheidend, wie viele Ärzte mit einer Begutachtung befasst sind oder 
betraut werden, sondern wie viele eigenständige medizinische 
Fachbereiche einzubeziehen sind. Dass ein für die Begutachtung 
vorgesehener Arzt über mehrere Facharzttitel verfügt, hat damit keine 
Auswirkung auf die Frage, ob die Gutachtensvergabe den rechtlichen 
Vorgaben für ein bidisziplinäres oder den Vorgaben für ein polydisziplinäres 
Gutachten folgt. Insoweit bildet Anknüpfungspunkt allein die Anzahl der 
Fachdisziplinen, welche im Zeitpunkt der Gutachtensanordnung für die 
rechtsgenügliche Abklärung des massgebenden medizinischen 
Sachverhalts erforderlich erscheinen. Würde anders entschieden, könnten 
die bei polydisziplinären Begutachtungsaufträgen zu berücksichtigenden 
Verfahrensgarantien, welche sich hinsichtlich der Beschränkung auf die 
vom BSV anerkannten MEDAS und mit Bezug auf das zwingend zu 
berücksichtigende Zufallsprinzip von jenen bei der mono- oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2018, IV/18/300, Seite 14

bidisziplinären Begutachtung unterscheiden (vgl. E. 2.2 vorne), durch 
Gutachtensvergabe an Ärzte mit mehreren Facharzttiteln unterlaufen 
werden. 

Demnach wird die Beschwerdegegnerin in Nachachtung der 
entsprechenden Verfahrensgrundsätze (vgl. E. 2.2 vorne) eine 
polydisziplinäre Begutachtung bei einer MEDAS in Auftrag zu geben 
haben. 

3.6 Neben der Allgemeinen Inneren Medizin verlangt die Beschwerde-
führerin den Einbezug der Infektiologie in die polydisziplinäre Begutachtung 
(Beschwerde, S. 5). Dem kann nicht gefolgt werden, ist doch der Internist, 
dessen Fachgebiet die Prävention, Diagnostik und medizinische Behand-
lung der meisten Erkrankungen im Spital und in der Hausarztpraxis umfasst 
(vgl. www.berufsberatung.ch; www.sgaim.ch/de/ueber-uns/portraet > Do-
kument „Berufsbild Allgemeine Innere Medizin 2016“), grundsätzlich be-
fähigt, das vorliegend (auch) Gegenstand der medizinischen Abklärung 
bildende Infektgeschehen zu beurteilen. Welche Ursachen für die (rezidi-
vierenden) Infekterkrankungen verantwortlich sind und welche Auswirkun-
gen diese auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit haben, hat der Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin (mit) zu beurteilen. Es wird Sache der 
MEDAS-Gutachter sein, sollten einzelne Fragestellungen sich als beson-
ders komplex erweisen, einen Infektiologen beizuziehen (vgl. BGE 139 V 
349 E. 3.3 S. 353).

3.7 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin bei einer MEDAS 
ein polydisziplinäres Gutachten unter Berücksichtigung der Fachrichtungen 
Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie und Psychiatrie in Auftrag zu 
geben. Die Beschwerde ist demnach insoweit gutzuheissen, als die ange-
fochtene Zwischenverfügung vom 6. März 2018 (act. II 150) aufgehoben 
und die Sache an die Beschwerdegegnerin zum Vorgehen im Sinne der 
Erwägungen zurückgewiesen wird. 

4.

http://www.berufsberatung.ch
http://www.sgaim.ch/de/ueber-uns/portraet

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2018, IV/18/300, Seite 15

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist 
der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzu-
erstatten.

4.2

4.2.1 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). 

Die Bemessung der Parteientschädigung beurteilt sich nach kantonalem 
Recht (BGE 125 V 408 E. 3a S. 409). Dieses hat den bundesrechtlichen 
Anforderungen gemäss Art. 61 lit. g ATSG zu genügen. Nach Art. 13 der 
Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des 
Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt 
das Honorar in sozialversicherungsrechtlichen Klage- und Beschwerdever-
fahren Fr. 400.-- bis Fr. 11'800.-- pro Instanz. 

Praxisgemäss ist dem Gericht bei der Festsetzung der Parteientschädigung 
ein weiter Ermessensspielraum einzuräumen. Im Rahmen seines Ermes-
sens hat das Gericht für die Bestimmung der Höhe des Anwaltshonorars 
die Wichtigkeit und Schwierigkeit der Streitsache, den Umfang der Arbeits-
leistung und den Zeitaufwand des Anwalts zu berücksichtigen (BGE 114 V 
83 E. 4b S. 87). 

4.2.2 Mit Eingabe vom 30. Juli 2018 weist Rechtsanwältin B.________ 
ein Honorar von Fr. 4‘130.-- (14.75 Stunden à Fr. 280.--), Auslagen von 
Fr. 207.10 und die Mehrwertsteuer (MWSt) von Fr. 333.95, insgesamt 
ausmachend einen Aufwand von Fr. 4‘671.05, aus. Dieser Betrag erweist 
sich in Anbetracht der sehr beschränkten Fragestellung und dem damit 
einhergehenden beschränkten Aufwand – auch unter Berücksichtigung des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2018, IV/18/300, Seite 16

doppelten Schriftenwechsels – als zu hoch, weshalb der Parteikostenersatz 
auf pauschal Fr. 2‘500.-- (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzt wird. 

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 6. März 2018 aufgehoben und die Sache zum Vor-
gehen im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurück-
gewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- 
wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf pauschal Fr. 2‘500.-- (inkl. Auslagen und 
MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.