# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bce31aa-c34a-5663-badf-a35609d642e1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.09.2010 D-4246/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4246-2010_2010-09-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4246/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richter Bendicht Tellenbach (Vorsitz), 
Kurt Gysi, Blaise Pagan; 
Gerichtsschreiber Martin Scheyli

B._______, Türkei,
c/o schweizerische Botschaft in Ankara, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

Einreisebewilligung und Asyl; 
Verfügung des BFM vom 27. April 2010 / N [...]

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4246/2010

Sachverhalt:

A.
Der  Beschwerdeführer  ist  türkischer  Staatsbürger  kurdischer  Ethnie 
mit Wohnsitz in A._______. Mit Schreiben vom 9. Februar 2010 wand-
te er sich an die schweizerische Botschaft in Ankara (Türkei) und er-
suchte um Asyl in der Schweiz. 

B.
Am 18. März 2010 wurde der Beschwerdeführer durch die schweizeri -
sche Botschaft in Ankara zu den Gründen seines Asylgesuchs ange-
hört. Dabei gab er als Beweismittel Kopien zweier amtlicher türkischer 
Dokumente ab.

C.
Mit Schreiben vom 18. März 2010 übermittelte die schweizerische Bot-
schaft in Ankara die Akten des Asylgesuchs dem Bundesamt für Mi-
gration (BFM).

D.
Mit  Verfügung vom 27. April  2010 verweigerte das BFM die Einreise 
des Beschwerdeführers in die Schweiz und lehnte dessen Asylgesuch 
ab. Die genannte Verfügung wurde dem Beschwerdeführer am 13. Mai 
2010 zugestellt. 

E.
Mit vom 1. Juni 2010 datierender, am 7. Juni 2010 bei der schweizeri -
schen  Botschaft  in  Ankara  eingegangener  Eingabe  focht  der  Be-
schwerdeführer  die  Verfügung des BFM beim Bundesverwaltungsge-
richt  an. Mit  der Eingabe übermittelte  der Beschwerdeführer  als  Be-
weismittel Kopien zweier amtlicher türkischer Dokumente.

F.
Die  Botschaft  übermittelte  die  Eingabe  des  Beschwerdeführers  mit 
Schreiben vom 9. Juni 2010 an das Bundesverwaltungsgericht.

G.
Mit  Zwischenverfügung  des  Instruktionsrichters  vom  22. Juni  2010 
wurde  festgestellt,  die  in  türkischer  Sprache  verfasste  Eingabe  vom 
1. Juni  2010  entspreche  den  Anforderungen  an  eine  Beschwerde 
(Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]; Art. 16 Abs. 1 des Asylge-
setzes vom 26. Juni  1998 [AsylG,  SR 142.31]  sowie Art. 33a Abs. 1 

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VwVG  i.V.m.  Art. 70  Abs. 1  der  Bundesverfassung  der  Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) jedenfalls 
insofern nicht, als sie in türkischer Sprache verfasst sei. Zugleich wur-
de der Beschwerdeführer unter Androhung des Nichteintretens aufge-
fordert, innert sieben Tagen ab Erhalt der Verfügung eine den gesetzli-
chen Anforderungen genügende Eingabe einzureichen. Des Weiteren 
wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, die beiden mit der Eingabe 
vom 1. Juni 2010 übermittelten türkischsprachigen Beweismittel in eine 
Amtssprache  des  Bundes  übersetzen  zu  lassen. Die  genannte  Zwi-
schenverfügung wurde dem Beschwerdeführer am 13. Juli 2010 zuge-
stellt. 

H.
Mit  undatierter,  bei  der  schweizerischen  Botschaft  in  Ankara  am 
15. Juli 2010 eingangener Eingabe reichte der Beschwerdeführer eine 
Beschwerdeverbesserung ein. Diese Eingabe wurde dem Bundesver-
waltungsgericht durch die Botschaft mit  Schreiben vom 21. Juli  2010 
übermittelt. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Über Beschwerden 
gegen Verfügungen, die gestützt auf das AsylG durch das BFM erlas-
sen worden sind, entscheidet das Bundesverwaltungsgericht endgültig 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1  des Bun-
desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  können  die 
Verletzung  von  Bundesrecht,  einschliesslich  Missbrauch  und  Über-
schreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststel-
lung des rechtserheblichen Sachverhalts  und die Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

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2.

2.1 Der Beschwerdeführer ist legitimiert; auf seine frist- und (nach ein-
gegangener  Verbesserung)  formgerecht  eingereichte  Beschwerde ist 
einzutreten (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 6 AsylG und Art. 37 VGG i.V.m. 
Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG).

2.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wird auf die Durchführung des 
Schriftenwechsels verzichtet.

3.
3.1 Gemäss Art. 19 Abs. 1 AsylG kann ein Asylgesuch im Ausland bei  
einer schweizerischen Vertretung gestellt werden, welche es mit einem 
Bericht an das Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG).

3.2 Die schweizerische Vertretung führt mit der asylsuchenden Person 
in  der  Regel  eine  Befragung  durch  (Art.  10  Abs.  1  der  Asylverord-
nung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1, 
SR 142.311]). Ist dies nicht möglich, so wird die asylsuchende Person 
von der Vertretung aufgefordert, ihre Asylgründe schriftlich festzuhal-
ten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Die schweizerische Vertretung überweist 
dem Bundesamt das Befragungsprotokoll oder das schriftliche Asylge-
such sowie weitere zweckdienliche Unterlagen und einen ergänzenden 
Bericht,  der ihre Beurteilung des Asylgesuchs enthält  (Art. 10 Abs. 3 
AsylV 1).

3.3 Das BFM kann  ein  im Ausland gestelltes  Asylgesuch  ablehnen, 
wenn  die  asylsuchende  Person  keine  Verfolgung  glaubhaft  machen 
kann  oder  ihr  die  Aufnahme  in  einem  Drittstaat  zugemutet  werden 
kann (vgl.  Art.  3,  Art.  7  und Art.  52  Abs. 2  AsylG). Gemäss  Art. 20 
Abs. 2 AsylG bewilligt das Bundesamt Asylsuchenden die Einreise zur 
Abklärung  des  Sachverhaltes,  wenn  ihnen  nicht  zugemutet  werden 
kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein ande-
res Land auszureisen.

3.4 Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung ei-
ner Einreisebewilligung grundsätzlich restriktiv zu umschreiben, wobei 
den  Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum zukommt.  Neben  der 
erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich 
die Beziehungsnähe zur  Schweiz,  die Möglichkeit  der  Schutzgewäh-
rung  durch  einen  anderen  Staat,  die  Beziehungsnähe  zu  anderen 
Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit der an-
derweitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Eingliederungs- 

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und Assimilationsmöglichkeiten in  Betracht  zu  ziehen (vgl.  Entschei-
dungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 1997 
Nr. 15, insbesondere S. 131 ff., welcher angesichts bloss redaktionel-
ler  Änderungen  bei  der  letzten  Totalrevision  des  Asylgesetzes  nach 
wie vor Gültigkeit hat). Ausschlaggebend für die Erteilung der Einreise-
bewilligung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der betroffenen Personen 
(vgl. EMARK 1997 Nr. 15 E. 2c S. 130), mithin die Prüfung der Fragen, 
ob eine Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird 
und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die Dauer der Sachverhalts -
abklärung zugemutet werden kann.

4.
4.1 Anlässlich seiner  Anhörung durch die  Botschaft  machte der  Be-
schwerdeführer  im Wesentlichen geltend,  er  sei  seit  dem Jahr  1981 
Mitglied der kurdischen Partei HADEP (Halkin Demokrasi Partisi; De-
mokratiepartei  des Volkes) beziehungsweise DEHAP (Demokrat Halk 
Partisi; Demokratische Volkspartei) beziehungsweise DEP (Demokrasi 
Partisi; Demokratische Partei) gewesen und habe sich für diese enga-
giert. Im Lauf der Zeit seien insgesamt vier Strafverfahren wegen des 
Vorwurfs der Unterstützung der PKK (Partiya Karkerên Kurdistan; Ar-
beiterpartei  Kurdistans)  gegen  ihn durchgeführt  worden. In  den  drei 
ersten Fällen sei er freigesprochen worden, das letzte Verfahren sei in-
dessen noch hängig. Am 15. Oktober 2009 sei er in A._______ wegen 
Unterstützung einer terroristischen Organisation und des Besitzes von 
Sprengstoff  erstinstanzlich zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und 
drei  Monaten sowie zu einer Geldbusse verurteilt  worden. Man habe 
ihm vorgeworfen,  er  habe im Juli  2004 Sprengstoffkapseln  und eine 
schriftliche Anweisung für die Durchführung eines Anschlags als Ku-
rier von C._______ nach A._______ transportiert. Gegen dieses Urteil  
sei ein Rekurs vor dem Kassationshof hängig, dessen Entscheid in ei -
nigen Monaten zu erwarten sei. Gemäss seinem türkischen Anwalt ha-
be  er  damit  zu  rechnen,  dass  das  erstinstanzliche  Urteil  durch  das 
Kassationsgericht bestätigt werde. Nachdem er bereits zweimal – von 
1985 bis 1987 und von September 2004 bis April 2005 – in Untersu-
chungshaft  gewesen  sei,  habe  er  vor  dieser  neuerlichen  Haftstrafe 
grosse Angst. Des Weiteren führte er aus, er sei im Jahr 2003 in sei -
nem Heimatdorf im Bezirk D._______ (Provinz E._______) durch un-
bekannte Personen angegriffen und schwer am Kopf verletzt worden. 
Bei der Anhörung gab der Beschwerdeführer als Beweismittel Kopien 
einer Anklageschrift sowie des Urteils vom 15. Oktober 2009 ab.

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4.2 Das BFM begründete seinen Entscheid, die Erteilung der Einreise-
bewilligung  zu  verweigern  und  das  Asylgesuch  abzulehnen,  im We-
sentlichen folgendermassen: Der Beschwerdeführer sei wegen Unter-
stützung  der  PKK und  wegen des Besitzes  und  des  Transports  von 
Sprengstoff  zu einer Haftstrafe verurteilt  worden, wobei geplant wor-
den sei, mit dem Sprengstoff einen Anschlag zu verüben. Ein derarti -
ges Verhalten sei auch in der Schweiz strafbar, und es liege im legiti -
men Interesse eines Staates, gegen eine entsprechende Täterschaft 
strafrechtlich  vorzugehen.  Es  lägen  keine  Anhaltspunkte  dafür  vor, 
dass die Verurteilung aus asylrechtlich relevanten Motiven erfolgt oder 
unverhältnismässig  hoch  ausgefallen  sei.  Der  Beschwerdeführer  sei 
somit  nicht  schutzbedürftig  im Sinne der  asylrechtlichen Bestimmun-
gen. Des Weiteren stellte das BFM fest, es sei dem Beschwerdeführer 
zuzumuten,  sich  um  den  Schutz  eines  Drittstaats  zu  bemühen.  So 
stehe ihm als türkischem Staatsbürger beispielsweise die Möglichkeit 
offen, visumsfrei nach Kroatien zu gelangen, wo ihm ein rechtsstaat-
lich korrektes Asylverfahren offenstehe. Schliesslich hielt das Bundes-
amt ausserdem fest, es liege nicht im Interesse der Schweiz, gewalt-
bereiten Personen aus dem radikalisierten Umfeld der PKK eine Ein-
reisebewilligung zu erteilen. 

5.
5.1 Zunächst ist  festzustellen, dass der Beschwerdeführer in seinem 
Gesuch keine besonders nahen Beziehungen zur Schweiz geltend ge-
macht hat. So brachte er – während sich etwa in Deutschland ein Bru-
der und eine Schwester aufhalten – einzig vor, er habe in der Schweiz 
Freunde. Dies vermag nicht  hinreichend zu erklären,  warum es dem 
Beschwerdeführer nicht im Sinne von Art. 52 Abs. 2 AsylG zumutbar 
sein soll, sich in einem anderen Staat um Aufnahme zu bemühen (vgl. 
EMARK 1997 Nr. 15 E. 2f). Dabei ist auch nicht nachvollziehbar, wes-
halb der Beschwerdeführer, der in grosser Furcht vor einem baldigen 
Urteil des türkischen Kassationshofs lebe, mit welcher seine Verurtei-
lung zu einer Haftstrafe bestätigt werden könnte, weiterhin in der Tür-
kei verbleibt und nicht mit Hilfe seines gültigen Reisepasses – welchen 
er  gemäss seinen eigenen Angaben besitzt  –  bereits  ausgereist  ist. 
Dem Bundesamt ist in Bezug auf die Feststellung zuzustimmen, dass 
türkische Staatsangehörige in  bestimmte Staaten ohne Visumspflicht 
einreisen  können. Aus den  vorliegenden  Akten  ergeben sich  zudem 
auch sonst keine Anhaltspunkte, die darauf schliessen liessen, es sei 
dem Beschwerdeführer praktisch unmöglich oder objektiv unzumutbar, 
sich in einen anderen Staat zu begeben und dort gegebenenfalls ein 
Asylgesuch zu stellen. 

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5.2 Im vorliegenden Fall ist ausserdem auch in Zweifel zu ziehen, ob 
die durch den Beschwerdeführer geltend gemachten Schwierigkeiten 
mit den türkischen Strafverfolgungsbehörden als asylrechtlich relevant 
zu erachten sind. Dem BFM ist darin zuzustimmen, dass die straf recht-
liche Verfolgung der dem Beschwerdeführer durch die türkischen Be-
hörden vorgeworfenen Delikte grundsätzlich rechtsstaatlich legitim ist. 
Auch  unter  Berücksichtigung  der  Ausführungen  in  der  Beschwerde-
schrift, die Anklage sei willkürlich erfolgt und entspreche nicht den Tat-
sachen,  liegen keine ausreichend konkreten Hinweise dafür  vor,  der 
Beschwerdeführer sei aus asylrechtlich relevanten Gründen – nämlich 
aus einem politisch motivierten Verfolgungsinteresse – dem Strafver-
fahren ausgesetzt worden, das zum Urteil vom 15. Oktober 2009 führ-
te. Auch kann nicht von vornherein davon ausgegangen werden, das 
mit dem Fall des Beschwerdeführers befasste türkische Kassationsge-
richt werde nicht mit  der rechtsstaatlich gebotenen Fairness urteilen. 
Schliesslich ist festzustellen, dass auch die übrigen Angaben des Be-
schwerdeführers zu seinen Asylgründen – so namentlich, dass er im 
Jahr 2003 in seinem Heimatdorf in der Provinz E._______ durch Un-
bekannte angegriffen und schwer verletzt worden sei – nicht geeignet 
sind, eine asylrechtlich relevante Gefährdung und eine entsprechende 
Schutzbedürftigkeit glaubhaft zu machen. 

5.3 Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Vorinstanz zu Recht 
die Erteilung der Einreisebewilligung verweigert  und das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers abgelehnt hat. 

6.
Aus den angestellten Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfü-
gung  Bundesrecht  nicht  verletzt,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt 
richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art.  106 AsylG). 
Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. 

7.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätz-
lich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus 
verwaltungsökonomischen Gründen sowie in  Anwendung von Art.  63 
Abs. 1 in fine VwVG und Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21.  Februar 
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) ist indessen auf die Erhebung der 
Verfahrenskosten zu verzichten. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung der schweizerischen Bot-
schaft in Ankara (per EDA-Kurier)

- die schweizerische Botschaft in Ankara, mit dem Ersuchen, das Ur-
teil  dem Beschwerdeführer gegen Unterzeichnung der beigelegten 
Empfangsbestätigung oder gegen postalischen Rückschein zu eröff-
nen und den Eröffnungsbeleg dem Bundesverwaltungsgericht zuzu-
stellen (per EDA-Kurier; in Kopie)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  mit  den Akten  Ref.-Nr. N  [...]  (in 
Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Martin Scheyli

Versand: 

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