# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d8e5fa9-fa91-56cc-8948-449a1d1f9e74
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-29
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2011 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2011
**Docket/Reference:** DB.2014.191
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2014_191_xg.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2014.191 
1 ST.2014.240 

Entscheid 

 29. Juni 2015 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Anton Tobler, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichter Michael 
Ochsner und Gerichtsschreiberin Vivienne Blunschi 

In Sachen 

A,    
Steuergemeinde Zürich,   

vertreten durch lic.oec.publ. Robert Meili,  
Steuerberatung, Mutschellenstrasse 46, 8002 Zürich,  

Beschwerdeführerin/ 
Rekurrentin,  

gegen 

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,   

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,   

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Stadt Zürich,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2011 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2011 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  Die  1956  geborene  A  (nachfolgend  die  Pflichtige)  erhielt  Ende  2011  von 

ihrer damaligen Arbeitgeberin B AG einen als Abfindung bzw. Abgangsentschädigung 

bezeichneten Betrag von netto Fr. 105'341.-. Per 1. Januar 2012 wechselte sie zu ei-

nem neuen Arbeitgeber. In der Steuererklärung 2011 gab sie die Abfindung – entgegen 

dem  Lohnausausweis  –  nicht  als  Einkunft  aus  unselbstständiger  Erwerbstätigkeit  an 

und  deklarierte  stattdessen  nur  das  ordentliche  Salär  von  netto  Fr. 129'701.-.  Unter 

Einbezug der übrigen Einkünfte und der Abzüge bezifferte sie das steuerbare Einkom-

men auf Fr. 92'600.- (direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 91'000.- (Staats- und Gemeinde-

steuern). Das steuerbare Vermögen lautete auf Fr. 109'000.-.  

Am  17.  Januar  2014  veranlagte  die  Steuerkommissärin  die  Pflichtige  für  die 

Steuerperiode 2011 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 199'000.- (direkte Bun-

dessteuer) bzw. Fr. 197'400.- (Staats- und Gemeindesteuern), indem sie die genannte 

Entschädigung als ordentlich zu besteuernde Lohneinkunft aufrechnete. Das steuerba-

re Vermögen übernahm sie gemäss Steuererklärung. 

B. Hiergegen liess die Pflichtige am 17. Februar 2014 Einsprache erheben mit 

dem Antrag, die Abfindung von Fr. 105'341.- als separat zu erfassende Kapitalleistung 

zu besteuern. Das kantonale Steueramt wies die Einsprache am 22. August 2014 ab. 

C. Mit Beschwerde bzw. Rekurs vom 22./23. September 2014 liess die Pflich-

tige  den  Einspracheantrag  erneuern.  Das  kantonale  Steueramt  schloss  am  21.  Okto-

ber 2014 auf Abweisung der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess 

sich nicht vernehmen. 

Der  Referent  des  Steuerrekursgerichts  führte  mit  Auflage  vom  29.  Janu-

ar 2015  eine  ergänzende  Untersuchung  durch.  Die  Pflichtige  reichte  am  30.  April/ 

7.  Mai  2015  entsprechende  Unterlagen  ein  und  das  kantonale  Steueramt  nahm  dazu 

am 18. Mai 2015 Stellung. 

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Die Kammer zieht in Erwägung: 

1. a) Gemäss § 17 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) sind steuerbar 

alle  Einkünfte  aus  privatrechtlichem  oder  öffentlichrechtlichem  Arbeitsverhältnis  mit 

Einschluss  der  Nebeneinkünfte,  wie  Entschädigungen  für  Sonderleistungen,  Provisio-

nen,  Zulagen,  Dienstalters-  und  Jubiläumsgeschenke,  Gratifikationen,  Trinkgelder, 

Tantiemen  und  andere  geldwerte  Vorteile  (Abs. 1).  Dazu  gehören  auch  Kapitalabfin-

dungen  aus  einer  mit  dem  Arbeitsverhältnis  verbundenen  Vorsorgeeinrichtung  oder 

gleichartige Kapitalabfindungen des Arbeitgebers, die nach § 37 StG zu besteuern sind 

(Abs. 2). Die letztere Bestimmung sieht für solche Kapitalleistungen insoweit eine privi-

legierte Besteuerung vor, als diese separat zum Steuersatz berechnet werden, der sich 

ergäbe,  wenn  anstelle  der  einmaligen  eine  jährliche  Leistung  von  einem  Zehntel  der 

Kapitalleistung ausgerichtet würde, wobei die einfache Staatssteuer jedoch mindestens 

2%  beträgt  und  stets  eine  volle  Jahressteuer  erhoben  wird.  Ebenfalls  privilegiert  be-

steuert  werden  unter  § 17  Abs. 1  StG  fallende  Kapitalzahlungen,  welche  wiederkeh-

rende  Leistungen  abgelten;  diesfalls  wird  die  Einkommenssteuer  gemäss  § 36  StG 

unter  Berücksichtigung  der  übrigen  Einkünfte  zu  dem  Steuersatz  berechnet,  der  sich 

ergäbe, wenn anstelle der einmaligen Leistung eine entsprechende jährliche Leistung 

ausgerichtet worden wäre. Soweit keine Privilegierung Platz greift, richtet sich die Be-

steuerung  ordentlicher  Einkünfte  im  Sinn  von  § 17  Abs. 1  StG  in  tariflicher  Hinsicht 

nach § 35 StG. 

Im  Bereich  der  direkten  Bundessteuer  ist  die  Besteuerung  von  Kapitalabfin-

dungen des Arbeitgebers im Wesentlichen gleich geregelt (vgl. Art. 17, 36, 37 und 38 

des  Bundesgesetzes  über  die  direkte  Bundessteuer  vom  14. Dezember  1990,  DBG). 

Zur  Abgrenzung  der  verschiedenen  Besteuerungsvarianten  hat  die  ESTV  am 

3. Oktober 2002 ein Kreisschreiben verfasst (Kreisschreiben Nr. 1 zu Direkte Bundes-

steuer Steuerperiode 2003 über die Abgangsentschädigung resp. Kapitalabfindung des 

Arbeitgebers, ASA 71, 532, nachfolgend ESTV-Kreisschreiben), welches vom kantona-

len  Steueramt  auch  im  Bereich  der  Staats-  Gemeindesteuern  beachtet  wird.  Wenn 

diesem Kreisschreiben auch keine rechtsverbindliche Wirkung zukommt, so ist es doch 

als Auslegungshilfe dienlich. 

b)  Wurden  Abgangsentschädigungen  früher  gemäss  Art. 339b  OR  vor  allem 

älteren langjährigen Mitarbeitern entrichtet, um ihnen eine minimale Altersvorsorge zu 

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gewährleisten,  werden  diese  heute  auch  Arbeitnehmern  und  insbesondere  Führungs-

kräften mit bereits guter Altersvorsorge ausbezahlt. Dabei können die vom Arbeitgeber 

bei  vorzeitiger  Beendigung  des  Arbeitsverhältnisses  ausgerichteten  Abgangsentschä-

digungen  verschiedene  Gründe  haben,  z.B.  "Schmerzensgeld"  für  die  Entlassung, 

Treueprämie  für  langjährige  Dienstverhältnisse,  "Risikoprämie"  für  die  persönliche  Si-

cherheit  und  berufliche  Zukunft,  Entgelt  für  erbrachte  Arbeitsleistungen,  Vorruhe-

standsregelungen,  d.h.  Ausgleich  allfällig  entstehender  Lücken  oder  langfristiger  Ein-

bussen  in  der  beruflichen  Vorsorge  usw.  Oft  handelt  es  sich  um  pauschale 

Abfindungssummen,  deren  Zweckbestimmung  unklar  und  gegebenenfalls  näher  zu 

untersuchen ist (ESTV-Kreisschreiben Ziff. 1).  

c)  Je  nachdem,  was  der  Arbeitgeber  mit  der  Kapitalabfindung  bezweckt  hat, 

sind  nach  Massgabe  der  oben  stehenden gesetzlichen  Auslegeordnung  folgende  Be-

steuerungslösungen  in  Betracht  zu  ziehen:  Soweit  Abfindungen  normalen  Einkom-

menscharakter  haben  (z.B.  Schmerzensgeld  für  die  Entlassung  ["golden  handshake"] 

oder  Treueprämie  für  ein  langjähriges  Dienstverhältnis),  kommt  es  als  Regelfall  zur 

ordentlichen Besteuerung gemäss Art. 17 Abs. 1 i.V.m. Art. 36 DBG bzw. § 17 Abs. 1 

i.V.m. § 35 StG. Liegt im Sinn eines Sonderfalls in einer solchen Abfindung ein Ersatz 

für  vergangene  oder  zukünftige  wiederkehrende  Leistungen,  erfolgt  die  privilegierte 

Besteuerung von ordentlichem Einkommen zum Rentensatz (Art. 17 Abs. 1 DBG i.V.m. 

Art. 37 DBG bzw. § 17 Abs. 1 i.V.m. § 36 StG). Hat eine dem ausscheidenden Arbeit-

nehmer  ausbezahlte  Abfindung  Vorsorgecharakter,  ist  die  Besteuerung  im  Sinn  eines 

weiteren  Sonderfalls  nach  Massgabe  von  Art. 17  Abs. 2  i.V.m.  Art. 38  DBG  bzw. 

§ 17 Abs. 2 StG i.V.m. § 37 StG privilegiert vorzunehmen.  

d)  Die  privilegierte  Besteuerung  gemäss  Art. 17  Abs. 2  i.V.m.  Art. 38  DBG 

bzw.  § 17 Abs. 2  StG  i.V.m.  § 37  StG  setzt  voraus,  dass  eine  Kapitalabfindung  aus 

einer mit dem Arbeitsverhältnis verbundenen Vorsorgeeinrichtung oder eine "gleichar-

tige Kapitalabfindung des Arbeitgebers" vorliegt.  

aa)  Unter  gleichartigen  Kapitalabfindungen  des  Arbeitgebers  sind  nach  der 

Rechtsprechung  solche Leistungen  zu  verstehen,  die  objektiv  dazu  dienen,  die  durch 

Alter,  Invalidität  oder  Tod  des  Arbeitnehmers  verursachte  oder  wahrscheinliche  Be-

schränkung  seiner  gewohnten  Lebenshaltung  bzw.  derjenigen  seiner  Hinterlassenen 

zu mildern. "Gleichartig" ist also die Leistung vorab, wenn sie bei den nämlichen Gele-

genheiten  wie  Kapitalabfindungen  von  Vorsorgeeinrichtungen  ausgerichtet  wird,  d.h. 

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beim  Eintritt  eines  Vorsorgefalls  (Pensionierung,  Invalidität  oder  Tod  des  Arbeitneh-

mers; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A., 2009, Art. 38 

N 12,  und  Kommentar  zum  harmonisierten  Zürcher  Steuergesetz,  3. A.,  2013,  § 37 

N 17,  mit  Hinweisen).  Gleichartigkeit  der  Kapitalabfindung  liegt  aber  auch  dann  vor, 

wenn bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vom bisherigen Arbeitgeber eine Kapi-

talleistung erbracht wird, die dazu dient, beim Empfänger die finanziellen Folgen eines 

künftigen  Vorsorgeausfalls  ganz  oder  teilweise  zu  beheben  (StRK  I,  24.  Novem-

ber 1998 = ZStP 1999, 348 ff., auch zum Folgenden).  

Für  die  Beurteilung  der  Frage,  ob  die  Kapitalzahlung  des  Arbeitgebers 

"gleichartig" sei wie Kapitalzahlungen der beruflichen Vorsorge, kann demzufolge dem 

Alter des Arbeitnehmers allein keine entscheidende Bedeutung beigemessen werden. 

Immerhin  ist  aber  davon  auszugehen,  dass  eine  solche  Geldleistung  desto  eher  Vor-

sorgecharakter  aufweist,  je  älter  der  damit  bedachte  Arbeitnehmer  im  Zeitpunkt  der 

Auszahlung ist bzw. je weniger Jahre bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionsal-

ters verbleiben. Im Übrigen aber müssen die gesamten Umstände des Einzelfalls in die 

Beurteilung  miteinbezogen  werden.  Zu  berücksichtigen  ist  in  diesem  Zusammenhang 

sodann, ob die Kapitalleistung auf einer vertraglichen Pflicht des Arbeitgebers beruht, 

denn  eine  solche  spräche  von  vornherein  gegen  einen  Vorsorgecharakter.  Auch  sind 

die berufliche Situation des Steuerpflichtigen, der Stand seiner Altersvorsorge und die 

Erklärungen der Beteiligten in Betracht zu ziehen. Dabei ist stets auf die Verhältnisse 

abzustellen,  wie  sie  sich  im  Zeitpunkt  der  Entrichtung  der fraglichen  Kapitalabfindung 

präsentiert haben (RB 1998 Nr. 142 = StE 1999 B 26.13 Nr. 14 = ZStP 1999, 121).  

bb)  In  Anwendung  dieser  Kriterien  hat  das  Verwaltungsgericht  die  einer  

51-jährigen  Mitarbeiterin  im  Zusammenhang  mit  dem  Verlust  ihrer  langjährigen  Ar-

beitsstelle  ausgerichtete  Kapitalabfindung  der  gesonderten  milderen  Besteuerung  un-

terworfen  mit  der  Begründung,  die  Zahlung  habe  dazu  gedient,  der  Empfängerin –

 welche angesichts ihres Alters nicht damit habe rechnen können, ohne weiteres wie-

der eine Stelle zu finden – beim (späteren) Eintritt eines Vorsorgefalls die wahrscheinli-

che  Beschränkung  ihrer  gewohnten  Lebenshaltung  abzufedern  (VGr,  4. Juli  1995, 

SB.94.00052).  Mit  weiterem  Entscheid  hat  das  Verwaltungsgericht  einem  im  Zufluss-

zeitpunkt  54-jährigen  Steuerpflichtigen  die  privilegierte  Besteuerung  der  erhaltenen 

Abgangsentschädigung mit  der  Begründung gewährt,  im  Rahmen  der gebotenen  vor-

ausschauenden Beurteilung sei entscheidend, dass dieser mit einer Wiederanstellung 

zu vergleichbaren Salär- und Versicherungsbedingungen im Zeitpunkt der Kapitalzah-

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lung objektiv nicht habe rechnen können. Dabei verwies das Gericht auf das Alter und 

die spezialisierungsbedingt beschränkte Vermittelbarkeit des Steuerpflichtigen; zudem 

sei  nicht  davon  auszugehen,  dass  dieser  den  hohen  Stand  seiner  durch 22  Beitrags-

jahre erworbenen Vorsorgeansprüche auch nur annähernd werde beibehalten können 

(RB 1998 Nr. 142 = StE 1999 26.13 Nr. 14 = ZStP 1999, 121). Sodann hat die Steuer-

rekurskommission I (heute Steuerrekursgericht) einer einem 50-jährigen Steuerpflichti-

gen nach 24 Dienstjahren ausbezahlten Abgangsentschädigung von Fr. 100'000.- den 

Vorsorgecharakter  zugesprochen  und  argumentiert,  bei  der  vorzeitigen  Beendigung 

des Arbeitsverhältnisses habe man annehmen müssen, dass dieser nicht ohne weite-

res  wieder  ein  gleichwertige  Stelle  finden  oder  aber  gegenüber  dem  bisherigen  Er-

werbseinkommen  zumindest  eine  Einbusse  erleiden  werde.  Die  Möglichkeit,  eine  sol-

che Gehaltseinbusse durch spätere Gehaltserhöhungen ausgleichen zu können, habe 

ebenfalls  als  gering  eingestuft  werden  müssen.  Dass  sich  die  dergestalt  reduzierten 

Erwerbserwartungen  und  damit  einhergehend  die  inskünftig  tieferen  Beiträge  an  die 

berufliche Vorsorge auch auf die Höhe dieser künftigen Leistungen auswirkten, leuchte 

ohne weiteres ein (StRK I, 24. November 1998 = ZStP 1999, 348 ff.). Demgegenüber 

hat  die  Steuerrekurskommission  I  einem  54-jährigen  Staatsangestellten  unter  Würdi-

gung aller Umstände die privilegierte Besteuerung der diesem im Rahmen eines "ma-

nagement  buyouts"  ausbezahlten  Austrittsentschädigung  versagt;  ausschlaggebend 

war  dabei  insbesondere,  dass  der  Arbeitnehmer  nahtlos  eine  neue  Stelle  antreten 

konnte. Die im Rahmen der Neuanstellung anfänglich resultierende Lohneinbusse und 

die damit verbundene Verschlechterung der Vorsorgesituation erachtete die Steuerre-

kurskommission aufgrund des Alters des Steuerpflichtigen und dessen Berufsaussich-

ten als bis zum ordentlichen Pensionszeitpunkt durchaus noch kompensierbar (StRK I, 

16. Juni 2003, 1 ST.2002.454). Schliesslich hat das Steuerrekursgericht den Vorsorge-

charakter einer Entschädigung von Fr. 60'000.- bejaht, welche einem in der Verwaltung 

institutioneller  Gelder  tätigen,  knapp  54-jährigen  Bankangestellten  bei  der  Entlassung 

ausgerichtet wurde, weil diesem keine gute berufliche Prognose gestellt werden konn-

te,  er  tatsächlich  auch  noch  keine  Weiterbeschäftigung  gefunden  und  eine  –  wenn 

auch  knappe  –  Vorsorgelücke  zu  beklagen  hatte 

(StRG,  29.  Mai  2009, 

1 ST.2008.304/1 DB.2008.185, www.strgzh.ch). 

cc)  Neben  dieser  Rechtsprechung  ist  für  die  Frage,  ob  die  hier  streitige  Ab-

gangsentschädigung  als  "gleichartig"  im  Sinn  von  Art.  17  Abs.  2  DBG  bzw.  § 17 

Abs. 2 StG qualifiziert werden kann, auch das ESTV-Kreisschreiben als Abgrenzungs-

hilfe heranzuziehen. Danach können gleichartige Kapitalabfindungen des Arbeitgebers 

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in diesem Sinn steuerlich als Vorsorgeleistung betrachtet werden, wenn nachfolgende 

Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: 

•  die  steuerpflichtige  Person  verlässt  das  Unternehmen  ab  dem  vollendeten 

55. Altersjahr;  

•  die (Haupt-) Erwerbstätigkeit wird definitiv aufgegeben oder muss aufgegeben 

werden; 

•  durch  den  Austritt  aus  dem  Unternehmen  und  dessen  Vorsorgeeinrichtung 

entsteht  eine  Vorsorgelücke.  Diese  ist  durch  die  Vorsorgeeinrichtung  zu  be-

rechnen.  Dabei  dürfen  nur  künftige  Vorsorgelücken  im  Umfang  der  ordentli-

chen  Arbeitgeber-  und  Arbeitnehmerbeiträge  zwischen  dem  Austritt  aus  der 

Vorsorgeeinrichtung  bis  zum  Erreichen  des  ordentlichen  Terminalters  auf-

grund des bisher versicherten Verdienstes berücksichtigt werden. Ein im Zeit-

punkt  des  Austritts  bereits  bestehender  Einkaufsbedarf  darf  nicht  in  die  Be-

rechnung einbezogen werden. 

e) Eine vom Regelfall der ordentlichen Besteuerung abweichende privilegierte 

Besteuerung  ist  steuermindernder  Natur,  weshalb  das  Vorliegen  der  entsprechenden 

Voraussetzungen  vom  Steuerpflichtigen  darzutun  und  nachzuweisen  ist  (RB 1975 

Nr. 64). 

2.  a)  Die  Pflichtige  wurde  1956  geboren.  Als  ihr  die  streitige  Kapitalleistung 

von netto Fr. 105'341.- im Dezember 2011 ausbezahlt wurde, war sie daher bereits 55 

Jahre alt. Damit ist die im ESTV-Kreisschreiben für die Bejahung des Vorsorgecharak-

ters  vorausgesetzte  Altersgrenze  von  55  Jahren  erreicht  worden.  Um  bei  einem  sol-

chen Alter auf einen Vorsorgecharakter der Abgangsentschädigung schliessen zu kön-

nen, müssen aber auch die dafür sprechenden weiteren Umstände erfüllt sein. 

b) Die Pflichtige konnte nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit der B AG 

per 31. Dezember 2011 ohne Unterbruch am 1. Januar 2012 eine neue Stelle antreten 

und hat damit die Erwerbstätigkeit keineswegs aufgegeben. Dabei musste dies der B 

AG und der Pflichtigen im Zeitpunkt der Festlegung und Auszahlung der Abfindung am 

30. November (Festlegung) bzw. 20. Dezember 2011 (Auszahlung) bekannt gewesen 

sein, datiert der neue Arbeitsvertrag mit der C SA doch schon vom 9. bzw. 23. Novem-

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ber 2011. Ob die Pflichtige von der neuen Anstellung bereits im früheren Zeitpunkt der 

Kündigung des Arbeitsverhältnisses Kenntnis hatte, wie sie in Beschwerde und Rekurs 

in Abrede stellt, ist nicht entscheidend, geht es doch um die Motive bei Festlegung und 

Auszahlung  der  streitigen  Abfindung.  Abgesehen  davon  wurde  das  bestehende  Ar-

beitsverhältnis  mit  der  B  AG  nicht  mittels  Kündigung,  sondern  einverständlich  mittels 

gegenseitiger  Vereinbarung  vom  30.  November/3.  Dezember  2011  aufgehoben. 

Gleichzeitig wurde in dieser Vereinbarung auch die Abfindung und deren Höhe festge-

legt  (Ziff.  2.3.3  Abs.  1).  Mithin  hatte  zumindest  die  Pflichtige  im  Zeitpunkt  der  Festle-

gung der Abfindung von ihrer nahtlosen Weiterbeschäftigung per 1. Januar 2012 samt 

allen  Anstellungsbedingungen  sehr  wohl  Kenntnis  (Hinsichtlich  der  B  AG,  vgl.  E. 

2c/bb).  

In  dieser  Hinsicht  unterscheidet  sich  der  vorliegende  Fall  damit  deutlich  von 

den  vorgenannten  kantonalrechtlichen  Präjudizien,  welchen  allen  zugrunde  lag,  dass 

die aus dem Betrieb Ausscheidenden nicht ohne  weiteres mit einer neuen Anstellung 

vor  Eintritt  des  Vorsorgefalls  rechnen  konnten.  Die  Fortsetzung  der  Erwerbstätigkeit 

würde  sodann  auch  gemäss  ESTV-Kreisschreiben  bereits  gegen  einen  Vorsorgecha-

rakter  sprechen.  Indes  ist  es  gemäss  Rechtsprechung  des  Steuerrekursgerichts  und 

entgegen der Auffassung des kantonalen Steueramts in den Einspracheentscheiden zu 

absolut,  den  Vorsorgecharakter  bei  sich  abzeichnender  Fortführung  einer  Erwerbstä-

tigkeit generell zu verneinen. So garantiert die weitere Ausübung einer Berufstätigkeit 

bis  zum  ordentlichen  Rücktrittsalter  die  Fortsetzung  der  gewohnten  Lebenshaltung 

eben noch nicht. Mithin kann der Vorsorgecharakter einer Abgangsentschädigung auch 

bei Kenntnis der Fortsetzung der Erwerbstätigkeit nicht ohne weiteres ausgeschlossen 

werden und sind auch in solchen Fällen die weiteren Umstände des Einzelfalls mit ein-

zubeziehen. Zu untersuchen ist dabei insbesondere, ob und inwieweit im Zeitpunkt der 

Auflösung  des  Arbeitsverhältnisses  in  Kenntnis  der Weiterbeschäftigung  mit  gewichti-

gen Einbussen in der beruflichen Vorsorge zu rechnen war. In diesem Sinn sind vorlie-

gend  die  hinter  der  ausgerichteten  Kapitalabfindung  stehenden  Motive  des  Arbeitge-

bers  sowie  die  bekannte  Vorsorgesituation  vor  und  die  prognostizierte  Vorsorge-

situation nach dem Stellenwechsel von massgebender Bedeutung.  

c) aa) Über die Motive der Arbeitgeberin bei Ausrichtung der Kapitalabfindung 

ist  wenig  bekannt,  vermochte  die  Pflichtige  ausser  der  genannten  Aufhebungsverein-

barung  doch  auf  Auflage  des  Referenten  des  Steuerrekursgerichts  hin  keine  weitere 

Korrespondenz  dazu  einzureichen.  Insbesondere  betrifft  dies  auch  den  Sozialplan, 

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welcher  gemäss  Schreiben  der  B  AG  vom  29.  Februar  2012  für  die  Auszahlung  der 

Abfindung Grundlage bildete, von dieser nach Bekunden der Pflichtigen aber nicht he-

rausgegeben wurde. 

In  der  Aufhebungsvereinbarung  wird  bezüglich  der  Abfindung  immerhin  aus-

geführt,  dass  damit  sämtliche  Ansprüche  aus  dem  Arbeitsverhältnis,  insbesondere 

auch  hinsichtlich  Dienstjubiläumsansprüchen  etc.,  vollumfänglich  abgegolten  seien. 

Soweit  mit  der  Abfindung  aber  derart  auch  Ansprüche  aus  dem  Arbeitsverhältnis  be-

friedigt wurden, ist ihr der Vorsorgecharakter von vornherein abzusprechen. 

bb)  Dass  sodann  auch  die  B  AG  von  einer  möglichen  und  durchaus  realisti-

schen Weiterbeschäftigung  der  Pflichtigen  ausging,  zeigt  die  Bestimmung  in  der  Auf-

hebungsvereinbarung,  wonach keine  Abfindung ausgerichtet  wird,  wenn  die  Pflichtige 

vor  Beendigung  des  Arbeitsverhältnisses  im  B-Konzern  wieder  eine  neue  Anstellung 

finden  sollte,  und  die  Abfindung  von  ihr  sogar  pro  rata  temporis  zurück  zu  zahlen  ist, 

wenn sie im Konzern innert Jahresfrist nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine 

Wiederanstellung  erlangen  sollte  (Ziff.  2.3.3  Abs.  2  und  3).  Diese  Regelung  spricht 

nicht  für  die  Absicht  der  Arbeitgeberin,  der  Pflichtigen  die  Abfindung  zur  Abdeckung 

einer  möglichen  Vorsorgelücke  auszurichten,  hätte  eine  solche  Lücke  doch  auch  bei 

einer  Weiterbeschäftigung  bei  der  B  AG  oder  einer  Konzerngesellschaft  entstehen 

können.  Wenn  die  Abfindung  tatsächlich  vornehmlich  Vorsorgecharakter  aufweisen 

sollte,  hätte  sie  die  B  AG  vielmehr  auch  bei Weiterbeschäftigung  in  einer  Konzernge-

sellschaft  und  nicht  nur  ausserhalb  einer  solchen  ausrichten  sowie  von  ihrer  (teilwei-

sen) Rückzahlung absehen müssen. 

cc) Die Pflichtige behauptet weiter nicht, bei Berechnung der Abfindung sei es 

zu  einer  Überprüfung  ihrer  Vorsorgesituation  gekommen.  Tatsächlich  wurde  die  Be-

rechnung  auf  der  Basis  ihres  Monatssalärs  (Fr.  10'200.-)  plus  15%  (für  den  Bonus) 

sowie der Anzahl Dienstjahre (6,833) und einem Altersfaktor (1,35) vorgenommen (Se-

verance Package). Dies lässt es durchaus als möglich erscheinen, dass die Arbeitge-

berin der Abfindung auch die Funktion einer Treueprämie oder eines Schmerzensgel-

des bei der Entlassung zugemessen hat. 

dd) Zusammenfassend bleibt damit die Motivation der Arbeitgeberin zur Aus-

richtung der streitbetroffenen Abfindung trotz ergänzender Untersuchung im vorliegen-

den  Verfahren  eher  unklar.  Immerhin  sprechen  die  diesbezüglich  aktenkundigen  An-

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haltspunkte  dafür,  dass  mit  der  Abfindung  auch  Ansprüche  der  Pflichtigen  aus  dem 

Arbeitsverhältnis  im  Sinn  einer  Saldoklausel  abgegolten  und  eine  Treueprämie  bzw. 

ein  Schmerzensgeld  ausgerichtet  werden  sollte.  Die  Vorsorgesituation  kann  dabei 

mangels  irgendwelcher  Äusserungen  und  Hinweise  jedenfalls  nicht  im  Vordergrund 

gestanden sein. 

d)  Die  Pflichtige  macht  allerdings  das  Vorliegen  von  Vorsorgelücken  durch 

den Austritt aus der B AG Ende 2011 geltend. 

aa) Die eine Lücke ortet sie im Umstand, dass die Pensionskasse der neuen 

Arbeitgeberin per 1. Januar 2013 vom Leistungsprimat zum Beitragsprimat gewechselt 

hat. Indessen hat sie ihre Behauptung, von diesem Wechsel schon im Bewerbungsge-

spräch  (mutmasslich)  im  Herbst  2011  Kenntnis  erlangt  zu  haben,  trotz  Aufforderung 

durch  den  Referenten  des  Steuerrekursgerichts  nicht  nachgewiesen.  Aktenkundig  ist 

damit lediglich die Mitteilung der Pensionskasse der neuen Arbeitgeberin vom 6. Sep-

tember 2012 über den Systemwechsel. Demnach kann aber nicht davon ausgegangen 

werden, diese – nach Berechnungen der Pflichtigen weitaus grössere – Vorsorgelücke 

sei bei Ausrichtung der Abfindung Ende 2011 schon bekannt gewesen und habe hier-

für eine Rolle gespielt. 

Die  andere  Lücke  sieht  die  Pflichtige  im  kleineren  versicherten  Verdienst  bei 

der Pensionskasse der C SA und den daraus resultierenden geringeren Leistungen im 

Vorsorgefall.  Indessen  reduzierte  sich  der  versicherte  Verdienst  durch  den  Stellen-

wechsel  lediglich  von  Fr.  111'112.-  bei  der  B  AG  auf  Fr.  100'160.-  bei  der  C  SA.  Im 

Gleichschritt  ging  die  gestützt  darauf  von  der  Pflichtigen  berechnete  Altersrente  im 

Zeitpunkt  ihrer  ordentlichen  Pensionierung  mit  64  Jahren  von  Fr.  39'537.-  nur  auf 

Fr. 37'560.- jährlich zurück. Die von ihr ebenfalls berechnete grössere Renteneinbusse 

von Fr. 30'092.- basiert auf dem Wechsel zum Beitragsprimat per 1. Januar 2013 bei 

der neuen Arbeitgeberin und war nach dem Gesagten im Zeitpunkt der Ausrichtung der 

Abfindung  Ende  2011  nicht  nachweislich  voraussehbar,  sodass  sie  im  vorliegenden 

Zusammenhang nicht zu berücksichtigen ist. Die somit allein massgebende Reduktion 

bei der mutmasslich zu erwartenden Altersrente – eine (Beitrags-)Lücke liegt ohnehin 

nicht vor – beträgt daher nur gerade Fr. 1'977.- (= Fr. 39'537.- ./. Fr. 37'560.-), entspre-

chend  5%  pro  Jahr.  Von  einer  gewichtigen  (prognostizierbaren)  Einbusse  bei  der  Al-

tersvorsorge  kann  damit  aber  entgegen  der  Auffassung  der  Pflichtigen  keine  Rede 

sein.  

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1 ST.2014.240 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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bb) Selbst wenn letztere Einbusse bei der künftigen Altersrente als gewichtig 

gälte, bewirkte diese allein noch nicht, dass der Abfindung der überwiegende Charak-

ter einer Vorsorgeleistung zukommt. So stand die Pflichtige beim Wechsel zur C SA im 

55. Altersjahr und hatte sie damit noch rund neun Jahre Zeit, um diese nicht allzu gros-

se  Einbusse  bis  zum  ordentlichen  Rücktrittsalter  von  64  Jahren  ganz  oder  zumindest 

teilweise  wettzumachen.  Dass  dies  nicht  unrealistisch  war,  zeigt  sich  schon  am  Um-

stand, dass die Pflichtige die neue Stelle bei der C SA in der gleichen Branche und – 

gemäss  eigener  Darstellung  –  im  "gleichen  Beruf"  sowie  ohne  den  geringsten  zeitli-

chen Unterbruch antreten konnte. Zudem erhielt sie bei der C SA mit Fr. 125'877.- pro 

2012  nur  einen  leicht  tieferen  Nettolohn  als  bei  der  B  AG  mit  Fr.  129'701.-  im  Jahr 

2011,  entsprechend  einer  Einbusse  von  lediglich  rund  3%.  Dies  spricht  ebenfalls  für 

ihre damals gute berufliche Qualifikation und ermöglichte ihr auch zwangslos die Wei-

terführung des bisher gewohnten Lebensstandards.  

e)  Bei  alledem  ist  nicht  massgebend,  dass  die  Pflichtige  dann  ab  15.  Okto-

ber 2012  krankheitsbedingt  teilweise  oder  ganz  arbeitsunfähig  wurde,  das  Arbeitsver-

hältnis mit der C SA per Ende Mai 2014 beenden musste und noch heute arbeitsunfä-

hig  ist.  So  behauptet  sie  nicht,  mit  dieser  Entwicklung,  die  nach  ihrem  Bekunden  auf 

Überforderung am neuen Arbeitsplatz zurückzuführen ist, habe sie schon bei Ausrich-

tung der fraglichen Abfindung rechnen müssen. Denn abzustellen ist allein auf die Be-

rufsaussichten bei Berechnung und Ausrichtung der Abfindung Ende 2011. 

f) Zusammenfassend weist die von der B AG Ende 2011 ausgerichtete Abfin-

dung damit nicht den Charakter einer Vorsorgeleistung auf. Dagegen spricht der Um-

stand, dass die Pflichtige per 1. Januar 2012 nahtlos eine neue Stelle antreten konnte, 

den  diesbezüglichen  Arbeitsvertrag  im  Zeitpunkt der  Ausrichtung  der  Abfindung  Ende 

2011 schon abgeschlossen hatte, an der neuen Stelle nur eine unwesentliche, die Fort-

führung der gewohnten Lebenshaltung nicht beeinträchtigte Lohneinbusse erlitt und in 

der beruflichen Vorsorge nicht nachweislich eine gewichtige Verschlechterung in Kauf 

nehmen  musste.  Zwar  kann  nicht  ausgeschlossen  werden,  dass  die  B AG  die  Abfin-

dung  trotzdem  auch  zwecks  Kompensation  einer  möglichen  Verschlechterung  in  der 

beruflichen  Vorsorge  ausgerichtet  hat,  diese  Motivation  jedoch  in  keiner  Art  nachge-

wiesen ist und bei Würdigung der Aktenlage wohl auch kaum im Vordergrund gestan-

den  ist.  Die für  die  Pflichtige  nach  Antritt  der  neuen  Stelle  eingetretene negative  Ent-

wicklung im beruflichen Fortkommen ändert daran nichts, da sie nicht absehbar war. 

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1 ST.2014.240 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Demnach  fällt  die  privilegierte  Besteuerung  der  Abfindung  als  Vorsorgeleis-

tung  im  Sinn  von  Art. 17  Abs. 2  i.V.m.  Art. 38  DBG  bzw.  § 17 Abs. 2  StG  i.V.m.  § 37 

StG ausser Betracht. 

g) Die Besteuerung der Abfindung als Ersatz für vergangene oder zukünftige 

wiederkehrende Leistungen gemäss Art. 17 Abs. 1 DBG i.V.m. Art. 37 DBG bzw. § 17 

Abs. 1  i.V.m.  § 36  StG  wird  von  der  Pflichtigen  nicht  geltend  gemacht  und  sind  auch 

keine Anhaltspunkte für solche Leistungen aktenkundig. 

Damit  verbleibt  nur  Raum  für  die  ordentliche  Besteuerung  gemäss  Art. 17 

Abs. 1 i.V.m. Art. 36 DBG bzw. § 17 Abs. 1 i.V.m. § 35 StG.  

Demnach erweisen sich die Einspracheentscheide (im Ergebnis) als rechtsbe-

ständig. 

3.  Diese  Erwägungen  führen  zur  Abweisung  der  Rechtsmittel.  Ausgangsge-

mäss  sind  die  Kosten  des  Verfahrens  der  Pflichtigen  aufzuerlegen  (Art.  144  Abs.  1 

DBG,  §  151  Abs.  1  StG)  und  bleibt  ihr  die  Zusprechung  einer  Parteientschädigung 

verwehrt  (Art.  144  Abs.  4  DBG  i.V.m.  Art.  64  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  über  das 

Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968; § 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Ver-

waltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

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1 ST.2014.240 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

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