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**Case Identifier:** 81f8f3ab-7e47-5812-9828-856f4aeb93c8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 08.04.2015 810 2014 298 (810 14 298)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2014-298_2015-04-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 8. April 2015 (810 14 298) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

nachträglicher Familiennachzug / Verweigerung der Einreisebewilligung 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Beat Walther, 

Markus Clausen, Stephan Gass, Kantonsrichterin Helena Hess,  
Gerichtsschreiber Martin Michel 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Guido Ehrler, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 
 

  
Betreff Verweigerung der nachgesuchten Einreisebewilligung und Wegweisung 

(RRB Nr. 1462 vom 30. September 2014) 
 
 
 
 
 
  

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A.  Der dominikanische Staatsangehörige A.____ (geb. am 21. Dezember 1968) reiste am 
12. September 1995 von Deutschland kommend illegal in die Schweiz ein, woraufhin das (da-
malige) Bundesamt für Ausländerfragen am 29. September 1995 gegen ihn eine Einreisesperre 
bis zum 27. September 1998 verhängte. 
 
B. Am 28. September 1995 reichte A.____ beim Schweizer Konsulat in Freiburg im 
Breisgau ein Einreisegesuch zwecks Heirat mit der in der Schweiz niedergelassenen italieni-
schen Staatsangehörigen B.____ ein. Dieses Gesuch wurde wegen der bestehenden Einreise-
sperre abgewiesen.  
 
C. Nachdem A.____ und B.____ am 19. Januar 1996 in der Dominikanischen Republik 
geheiratet hatten, hob das Bundesamt für Ausländerfragen die Einreisesperre auf und die 
Fremdenpolizei Aargau bewilligte das am 12. Februar 1996 von B.____ gestellte Familiennach-
zugsgesuch für A.____. Am 27. März 1996 reiste A.____ in die Schweiz ein. 
 
D. Am 27. Oktober 1996 verstarb B.____ nach kurzer, schwerer Krankheit. In der Folge 
wurde die Aufenthaltsbewilligung von A.____ regelmässig verlängert. 
 
E. Seit November 2001 erhält A.____ aufgrund einer langdauernden Krankheit (Schilddrü-
senkrebs) eine ganze IV-Rente. Daneben erhält er seit dem Jahr 2006 Ergänzungsleistungen. 
Zuvor wurde er zeitweise von der Sozialhilfe unterstützt. 
 
F. Im April 2006 heiratete A.____ in der Dominikanischen Republik seine zweite Ehefrau, 
C.____, die er im Januar 2008 in die Schweiz nachzog. 
 
G. Am 8. Juli 2009 stellte A.____ (Gesuchsteller) beim Amt für Migration des Kantons 
Basel-Landschaft (AfM) ein Gesuch um Nachzug seiner am 24. September 1998 geborenen 
Tochter D.____, wobei er angab, die Mutter seiner Tochter sei am 29. September 2007 
verstorben und D.____ sei seither in der Dominikanischen Republik von Verwandten betreut 
worden. Als leiblicher Vater wolle er sich nun selbst um sein Kind kümmern. Dem Gesuch war 
eine 2009 ausgestellte Geburtsurkunde beigelegt, aus welcher hervorgeht, dass A.____ der 
Vater von D.____ sei. 
 
H. Auf Anfrage des AfM gab der Gesuchsteller mit Schreiben vom 23. September 2010 
und vom 18. Oktober 2010 sein Einverständnis zu einem DNA-Test betreffend die Abstammung 
seiner Tochter. 
 
I. Am 27. April 2011 unterzeichnete der Gesuchsteller eine Erklärung, wonach er auf den 
Nachzug seiner Tochter D.____ verzichte. 
 
J. Am 16. März 2012 liessen sich der Gesuchsteller und C.____ in der Dominikanischen 
Republik scheiden. 
 

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K.  Der Gesuchsteller sprach am 9. November 2012 mit D.____ und seiner – bei der 
Mutter in der Schweiz lebenden – unehelichen Tochter E.____ beim AfM vor und erklärte, 
D.____ sei mittels eines Schengenvisums via Spanien in die Schweiz eingereist. Sodann 
beantragte er für sie eine Aufenthaltsbewilligung. Gleichentags teilte das AfM dem Gesuch-
steller schriftlich mit, dass sich seine Tochter aufgrund des abgelaufenen Visums illegal in der 
Schweiz aufhalte und ausreisen müsse. Es stehe ihm frei, via Schweizer Vertretung in der 
Dominikanischen Republik ein neues Gesuch um Familiennachzug zu stellen. 
 
L.  Am 13. und 21. November 2012 erneuerte der Gesuchsteller sein Gesuch um 
Familiennachzug beim AfM, wobei er insbesondere eine Bestätigung der Sekundarschule 
Reinach vorlegte, wonach D.____ dort die Schule in der Integrationsklasse besuche. 
 
M.  Mit Gutachten vom 14. März 2013 kam das Institut für Rechtsmedizin der Universität 
Basel zum Schluss, dass aufgrund der DNA-Analyse die Vaterschaft des Gesuchstellers zu 
D.____ ausgeschlossen sei. 
 
N. Am 8. Mai 2013 teilte der Gesuchsteller mit, dass er an seinem Nachzugsgesuch für 
D.____ festhalte. 
 
O. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Birstal (KESB) übertrug dem Gesuch-
steller am 19. November 2013 die elterliche Sorge über D.____. 
 
P. Am 22. Januar 2014 lehnte das AfM das Familiennachzugsgesuch ab und ordnete die 
Wegweisung von D.____ aus der Schweiz an.  
 
Q. Die vom Gesuchsteller dagegen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des 
Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit Beschluss (RRB) Nr. 1462 vom 30. September 
2014 ab und entschied, dass D.____ die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft des 
vorliegenden Beschlusses zu verlassen habe. Sodann entschied der Regierungsrat, dass keine 
Verfahrenskosten erhoben werden und dem Rechtsvertreter des Gesuchstellers, Guido Ehrler, 
für das regierungsrätliche Beschwerdeverfahren ein Honorar von Fr. 3'438.85 aus der 
Staatskasse entrichtet werde. 
 
R. Dagegen liess der Gesuchsteller (nachfolgend Beschwerdeführer), weiterhin vertreten 
durch Guido Ehrler, Advokat in Basel, am 6. Oktober 2014 beim Kantonsgericht, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde erheben mit den Anträgen: 
1. Der RRB Nr. 1462 vom 30. September 2014 sei aufzuheben, 2. Das Amt für Migration sei 
anzuweisen, dem Beschwerdeführer den Familiennachzug seiner Tochter D.____ zu bewilligen, 
3. Es sei dem Beschwerdeführer für das kantonsgerichtliche Verfahren die unentgeltliche 
Rechtspflege mit dem Unterzeichner als Rechtsbeistand zu gewähren, unter o/e Kostenfolge. 
 
S. Mit Verfügung vom 28. November 2014 bewilligte das Kantonsgericht dem 
Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit 
Guido Ehrler. 

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T. Der Regierungsrat schloss in seiner Vernehmlassung vom 12. Januar 2015 auf Ab-
weisung der Beschwerde unter Kostenfolge. 
 
U. Am 17. Februar 2015 teilte der Regierungsrat dem Kantonsgericht mit, dass der 
Beschwerdeführer am 10. Februar 2015 beim AfM ein Gesuch um Familiennachzug für seine 
am 3. Oktober 2014 in der Dominikanischen Republik geehelichte Ehefrau F.____ (geb. 
27. September 1983), für die am 2. November 2010 geborene gemeinsame Tochter G.____ 
und für die am 29. November 2004 geborene Tochter der Ehefrau, H.____, eingereicht habe. 
Der Beschwerdeführer hat zu diesem neuen Gesuch nicht Stellung genommen. 
 
V. Das Kantonsgericht hat den Fall am 5. Februar 2015 der Kammer zur Beurteilung im 
Rahmen einer Urteilsberatung am 8. April 2015 überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
 
1.1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der Angelegenheit gege-
ben. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwür-
diges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind 
erfüllt, sodass auf die Beschwerde eingetreten werden kann.  
 
1.2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt 
werden. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen 
von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
2.1. Der ausländerrechtliche Familiennachzug ist in den Art. 42 ff. des Bundesgesetzes 
über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) vom 16. Dezember 2005 geregelt. Gemäss 
Art. 44 AuG kann ausländischen Ehegatten und ledigen Kindern unter 18 Jahren von Personen 
mit Aufenthaltsbewilligung eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, wenn sie mit diesen 
zusammenwohnen (lit. a); eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist (lit. b); und sie nicht 
auf Sozialhilfe angewiesen sind (lit. c). Art 44 AuG ist eine Kann-Bestimmung und gibt den 
Kindern einer Person mit Aufenthaltsbewilligung keinen Rechtsanspruch auf Bewilligung (vgl. 
BGE 137 I 284 E. 1.2, mit Hinweisen). 
 
2.2. Das Bundesgericht hat allerdings gestützt auf Art. 8 der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 für Ausländer mit 

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gefestigtem Anwesenheitsrecht einen Rechtsanspruch auf Nachzug von Kindern anerkannt, 
wobei dafür auf die Bewilligungsvoraussetzungen von Art. 44 und 47 AuG abzustellen ist (BGE 
137 I 284 E. 1.3 und 2.6). Demnach hat eine ausländische Person mit gefestigtem Aufent-
haltsrecht Anspruch auf Nachzug ihrer Kinder, wenn (1) sie mit ihren Kindern zusammenleben 
will (Art. 44 lit. a AuG), (2) eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist (Art. 44 lit. b AuG), (3) 
die Familie keiner Sozialhilfe bedarf (Art. 44 lit. c AuG), (4) der Nachzug bei Kindern über zwölf 
Jahren innerhalb von zwölf Monaten bzw. bei Kindern unter zwölf Jahren innerhalb von fünf 
Jahren geltend gemacht wird (Art. 47 Abs. 1 und 3 AuG bzw. Art. 73 der Verordnung über 
Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE] vom 24. Oktober 2007) und (5) der Nachzug 
nicht in klarer Missachtung des Wohls sowie der familiären Bindungen des Kindes erfolgt, wobei 
auch hier die bisherigen Beziehungen zwischen dem nachziehenden Elternteil und den Kindern 
sowie die Betreuungsmöglichkeiten in der Schweiz in die Gesamtbeurteilung einzubeziehen 
sind. Der Anspruch darf (6) nicht rechtsmissbräuchlich angerufen werden, es darf (7) kein 
Widerrufsgrund im Sinne von Art. 62 AuG bestehen und (8) der nachziehende Elternteil muss 
die elterliche Sorge haben (BGE 137 I 284 E. 2.7). 
 
2.3.  Die Nachzugsfristen gemäss Art. 47 Abs. 1 AuG beginnen bei Familienangehörigen 
von Ausländern mit der Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder der 
Entstehung des Familienverhältnisses (Art. 47 Abs. 3 lit. b AuG). Innert dieser Frist muss das 
Gesuch eingereicht werden (Art. 73 Abs. 1 VZAE). Ein nachträglicher Familiennachzug wird nur 
bewilligt, wenn wichtige familiäre Gründe geltend gemacht werden. Die in Art. 47 AuG 
enthaltenen Altersbeschränkungen und Fristen für den Familiennachzug dienen der frühzeitigen 
Integration und sind auch mit der EMRK vereinbar (Urteil des Bundesgerichts [2C_303/2014] 
vom 20. Februar 2015 E. 4.2 mit Verweis auf BGE 137 I 284 E. 2.4-2.6). 
 
3.1. Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid aus, die Voraussetzungen für eine 
Aufenthaltsbewilligung nach Art. 44 AuG seien grundsätzlich erfüllt (vorinstanzlicher Entscheid 
E. 4.a) ff.). Sie kam indes zum Schluss, dass der Beschwerdeführer sein erstes Fami-
liennachzugsgesuch im April 2011 zurückgezogen habe und die Nachzugsfristen zum Zeitpunkt 
der Einreichung des zweiten Nachzugsgesuchs im November 2012 bereits abgelaufen 
gewesen seien.  
 
3.2. Dagegen bringt der Beschwerdeführer vor, das vorliegende Nachzugsgesuch sei 
bereits am 8. Juli 2009 ausgelöst worden, nachdem die Mutter von D.____ gestorben war. 
Damals sei D.____ neun Jahre alt gewesen. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei das 
Datum der erstmaligen Einreichung des Nachzugsgesuchs auch in diesem Verfahren noch 
massgebend. Die Unterzeichnung der vom AfM vorformulierten Verzichtserklärung ändere 
nichts daran, dass hier kein nachträgliches Gesuch vorliege. Im April 2011 hätte das Gesuch 
längst bewilligt sein müssen, sodass der nachträgliche Rückzug, sofern er denn erstellt sei, 
nicht zu Ungunsten des Beschwerdeführers gehen könne. Indem das AfM die Durchführung 
einer DNA-Begutachtung auf Kosten des Beschwerdeführers zur Bedingung der weiteren 
Behandlung des Nachzugsgesuchs gemacht habe, sei eine Rechtsverweigerung begangen 
worden, was sich nicht zu Lasten des Beschwerdeführers auswirken könne. 
 

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3.3. Zu klären ist somit zunächst, ob der Beschwerdeführer – wie von ihm vorgebracht wird 
– das heute zu beurteilende Familiennachzugsgesuch bereits am 8. Juli 2009 eingereicht (und 
in der Folge nicht zurückgezogen) hatte, oder ob er sein damaliges Gesuch am 27. April 2011 
zurückgezogen und am 9. November 2012 ein neues Familiennachzugsgesuch gestellt hat. 
 
3.4.1. Aus den Akten ergibt sich, dass sich der behandelnde Arzt des Beschwerdeführers mit 
Schreiben vom 8. Juli 2009 beim AfM dafür einsetzte, dass die Tochter des Beschwerdeführers 
in die Schweiz einreisen dürfe. Darin führte er unter anderem aus, dass der Beschwerdeführer 
ihn um Unterstützung für das Einreisegesuch gebeten habe (Schreiben PD Dr. I.____ vom 
8. Juli 2009). Daraufhin wies das AfM den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 12. August 
2009 darauf hin, dass er am 28. November 2007, vertreten durch seinen damaligen Rechts-
vertreter, im Zusammenhang mit seinem Familiennachzugsgesuch für seine (zweite) Ehefrau 
C.____ auf die Frage, wie viele Kinder er habe, wo diese lebten und wie alt sie seien, geant-
wortet habe, er habe zwei Kinder, nämlich die 1999 geborene Tochter E.____, die in Reinach 
bei der Mutter lebe, und den 1993 geborenen Sohn J.____, der bei der Familie der Mutter in der 
Dominikanischen Republik lebe. Dabei habe er die Existenz seiner Tochter D.____, deren 
Mutter am 29. September 2007, also zwei Monate zuvor, verstorben war, verschwiegen. Auf-
grund dieser Ungereimtheiten forderte das AfM den Beschwerdeführer auf, diverse Fragen zu 
beantworten. Zudem wies das AfM den Beschwerdeführer darauf hin, dass Familiennach-
zugsgesuche nur noch bewilligt werden könnten, wenn die nachzuziehenden Personen persön-
lich auf der zuständigen Auslandsvertretung vorsprechen und das ordentliche Visumsverfahren 
durchlaufen würden. Aus diesem Grunde werde das Begehren erst weiter behandelt, wenn das 
AfM im Besitze eines persönlichen Einreisegesuchs der Tochter D.____ sei (Schreiben des AfM 
vom 12. August 2009). Dieses Gesuch reichte D.____ am 20. November 2009 bei der 
Schweizer Botschaft in Santo Domingo ein. In der Folge reichte der Beschwerdeführer am 
7. Dezember 2009 das Formular "Gesuch um Einreisebewilligung von Familienangehörigen" für 
den Nachzug seiner Tochter D.____ beim AfM ein. Am 30. September 2010 reichten der 
Beschwerdeführer und seine Ehefrau ein weiteres "Gesuch um Einreisebewilligung von 
Familienangehörigen" ein, in welchem sie neben dem Nachzug der Tochter D.____ zusätzlich 
noch um den Nachzug des Sohns der Ehefrau, K.____, ersuchten. 
 
3.4.2. Das AfM bewilligte in der Folge das Nachzugsgesuch für K.____ und erteilte diesem 
am 4. Mai 2011 eine Einreiseerlaubnis. 
 
3.4.3. In Bezug auf das Nachzugsgesuch von D.____ forderte das AfM den Beschwer-
deführer am 11. April 2011 auf, am 27. April 2011 beim AfM vorzusprechen, verbunden mit dem 
Hinweis, er könne sich, falls erforderlich, von einem deutschsprachigen Dolmetscher begleiten 
lassen (Schreiben des AfM vom 11. April 2011). Am 27. April 2011 fand das Gespräch mit dem 
Beschwerdeführer statt. Anlässlich dieses Gespräches zog der Beschwerdeführer sein 
Familiennachzugsgesuch für D.____ zurück. Gemäss dem Gesprächsprotokoll des AfM führte 
der Beschwerdeführer anlässlich dieses Gesprächs insbesondere aus, die Tochter lebe wieder 
bei der Tante. Im Moment verzichte er auf den Familiennachzug zugunsten von D.____. In der 
Folge machte das AfM den Beschwerdeführer ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ein 
späterer Familiennachzug nicht mehr möglich sein werde, aufgrund der Fristen (Gesprächspro-

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tokoll des AfM vom 27. April 2011). Der Beschwerdeführer unterzeichnete anschliessend die 
folgende Bestätigung: 
 

"Herr A.____ bestätigt mit seiner Unterschrift, dass er auf den Familiennachzug zugunsten D.____, geb. 

24.09.1998, Dom. Rep. verzichtet. Es haben sich im Heimatland bessere Betreuungsmöglichkeiten für 

D.____ ergeben, sodass er es als sinnvoll erachtet, das Kind im Heimatland bei der Tante zu lassen." 
 
Aus dem Gesprächsprotokoll und der unterzeichneten Erklärung des Beschwerdeführers ergibt 
sich klar, dass der Beschwerdeführer nicht bloss momentan bzw. vorübergehend auf die 
Weiterbehandlung des Gesuchs verzichtet hat, sondern dass er das Gesuch zurückgezogen 
hat. Dies musste ihm umso mehr klar sein, als das AfM ihn ausdrücklich auf die Folgen hinge-
wiesen hat, nämlich dass ein späterer Nachzug aufgrund der Fristen nicht mehr möglich sein 
wird. Dazu kommt, dass sich der Beschwerdeführer in der Folge auch nicht mehr an das AfM 
gewandt hatte zur Weiterbehandlung des Gesuchs. Nach Einreichung des neuen Gesuchs vom 
9. November 2012 bestätigte der Beschwerdeführer zudem, dass er (damals) auf eine weitere 
Bearbeitung des Gesuchs verzichtet habe, weil D.____s Tante noch gut auf sie habe aufpassen 
können und weil er das Geld für einen DNA-Test nicht habe aufbringen können (Schreiben des 
Beschwerdeführers vom 13. November 2012). Damit ist der ausdrückliche und unbedingte 
Rückzug des Gesuchs vom 27. April 2011 erstellt, womit sich auch weitere Ausführungen zur 
Bewilligungsfähigkeit des damaligen Familiennachzugsgesuchs erübrigen. 
 
4. Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass das hiermit zu behandelnde 
Familiennachzugsgesuch des Beschwerdeführers erst am 9. November 2012 eingereicht 
wurde, als der Beschwerdeführer mit seinen Töchtern beim AfM vorsprach und erklärte, D.____ 
sei mittels eines Schengen-Visums via Spanien in die Schweiz eingereist und er wolle für sie 
eine Aufenthaltsbewilligung erlangen. Damit ist auch klar, dass vorliegend die Frist für den 
ordentlichen Familiennachzug nach Art. 47 AuG nicht eingehalten worden ist. Die Tochter des 
Beschwerdeführers war im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs bereits über 14-jährig. Die 
Fünfjahresfrist nach Art. 47 Abs. 1 AuG begann mit Inkrafttreten des AuG am 1. Januar 2008 zu 
laufen und blieb bis zum zwölften Geburtstag von D.____ am 24. September 2010 massgebend 
und verkürzte sich anschliessend auf ein Jahr, das heisst bis zum 24. September 2011 (Art. 47 
Abs. 1 und 3 lit. b sowie Art. 126 Abs. 3 AuG; Art. 73 Abs. 1 und 2 VZAE; BGE 137 II 393 E. 3.3 
= Die Praxis [Pra] 101 [2012] S. 181 ff.). Der Beschwerdeführer kann sich demnach – wie die 
Vorinstanzen zutreffend ausgeführt haben – einzig auf den nachträglichen Familiennachzug 
nach Art. 47 Abs. 4 AuG und Art. 73 Abs. 3 VZAE berufen, der wichtige familiäre Gründe 
voraussetzt. Folglich hat der Beschwerdeführer auch keinen Rechtsanspruch auf den Nachzug 
von D.____ gestützt auf Art. 8 EMRK, unabhängig davon, ob er als Ausländer mit gefestigtem 
Anwesenheitsrecht angesehen wird. 
 
5. Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob die Voraussetzungen für einen nachträglichen 
Familiennachzug im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG bzw. Art. 73 Abs. 3 VZAE vorliegen. 
 
5.1. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, es liege kein wichtiger 
familiärer Grund für den nachträglichen Familiennachzug vor. Die heutige Situation sei zudem 

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nur unter Umgehung der gesetzlichen Bestimmungen zustande gekommen und eine Rückkehr 
der Tochter in ihr Heimatland sei zumutbar und mit dem Kindeswohl vereinbar (vgl. vorinstanzli-
cher Entscheid E. 5.a) ff.). 
 
5.2. Der Beschwerdeführer bringt dagegen im Wesentlichen vor, dass sich D.____ seit dem 
14. Altersjahr in der Schweiz aufhalte und der Adoleszenz praxisgemäss eine prägende Wir-
kung zukomme. Die Petition ihrer Klassenkameradinnen und Klassenkameraden zeige ein-
drücklich, dass sie hier bereits Wurzeln geschlagen habe. Der wichtige Grund sei auch durch 
die gute Integration in der Schweiz erstellt. Die Interessenabwägung falle eindeutig zu ihren 
Gunsten aus. L.____ sei wegen ihrer Erkrankung nicht mehr bereit, auf D.____ aufzupassen. 
D.____ könne als minderjähriges Kind nur weggewiesen werden, wenn abgeklärt werde, wel-
che Situation sich für eine unbegleitete minderjährige Person im Fall einer Heimkehr realisti-
scherweise ergeben könne. Es müssten konkrete Abklärungen unternommen werden, ob die 
betreffende minderjährige Person in ihr familiäres Umfeld zurückgeführt bzw. sollte dies nicht 
möglich sein oder nicht dem Kindeswohl entsprechen, anderweitig untergebracht werden 
könne. Im Rahmen der erforderlichen ganzheitlichen Beurteilung sei gerade die Dauer des 
Aufenthalts in der Schweiz im Hinblick auf die Prüfung einer Reintegration im Heimatland als 
gewichtiger Faktor zu werten. Bezüglich der Frage, wer D.____ in ihrem Heimatstaat altersge-
recht betreuen solle, lägen nur Spekulationen der Vorinstanzen vor. Aus den Akten gehe her-
vor, dass sämtliche Versuche der Botschaft, mit L.____ Kontakt aufzunehmen, gescheitert 
seien. Für die Rückführung brauche es aber die nötige Sicherheit, dass die altersgerechte 
Betreuung sichergestellt sei. In den vorinstanzlichen Entscheiden werde aber nicht konkret auf-
gezeigt, wer in Santo Domingo für die Betreuung aufkommen soll. Der Kontakt zu L.____ habe 
nicht hergestellt werden können und ohne Betreuung lebe D.____ auf der Strasse und werde 
dort Opfer von Gewalt und Prostitution. Sollte das Gesuch um Familiennachzug abgewiesen 
werden, müsse D.____ vorläufig aufgenommen werden. 
 
5.3.1. Wichtige familiäre Gründe für den nachträglichen Familiennachzug liegen gemäss 
Art. 75 VZAE vor, wenn das Kindswohl schwergewichtig nur durch einen Nachzug in die 
Schweiz sachgerecht gewahrt werden kann. Dies kann etwa der Fall sein, wenn bei Kindern die 
weiterhin erforderliche Betreuung im Herkunftsland zufolge Tod oder Erkrankung der betreuen-
den Person nicht mehr gewährleistet ist (Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen 
und Ausländer vom 8. März 2002, Bundesblatt [BBl] 2002 S. 3794). Dabei ist nach der bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung nicht ausschliesslich auf das Kindeswohl abzustellen; es bedarf 
vielmehr einer Gesamtschau unter Berücksichtigung aller relevanten Momente im Einzelfall 
(Urteil des Bundesgerichts [2C_174/2012] vom 22. Oktober 2012 E. 4.1). Dabei ist dem Sinn 
und Zweck der Fristenregelung, welche die Integration der Kinder erleichtern will, Rechnung zu 
tragen, indem diese durch einen frühzeitigen Nachzug unter anderem auch eine möglichst 
umfassende Schulbildung in der Schweiz geniessen sollen. Zudem geht es darum, Nachzugs-
gesuchen entgegenzuwirken, die rechtsmissbräuchlich erst kurz vor Erreichen des erwerbs-
tätigen Alters gestellt werden und bei denen die erleichterte Zulassung zur Erwerbstätigkeit und 
nicht (mehr) die Bildung einer echten Familiengemeinschaft im Vordergrund steht (Botschaft 
zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 
S. 3754 f.). Die Bewilligung des Nachzugs nach Ablauf der Fristen hat nach dem Willen des 

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Gesetzgebers die Ausnahme zu bleiben; dabei ist Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AuG bzw. Art. 73 Abs. 3 
VZAE jeweils aber dennoch so zu handhaben, dass der Anspruch auf Schutz des Familienle-
bens nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV) vom 18. April 1999 nicht verletzt wird (Urteil des Bundesgerichts [2C_97/2013] vom 
26. August 2013 E. 2.3). Der Gesetzgeber wollte mit dem Ausländergesetz keinen jederzeitigen 
Nachzug der Gesamtfamilie mehr zulassen, weshalb er Nachzugsfristen vorsah und dabei 
sogar unterschiedliche Fristen für Kinder einführte. Die Übersiedlung in ein anderes Land stellt 
für Kinder bzw. Jugendliche, die mindestens schon ihren 13. Geburtstag hatten, einen bedeu-
tenden Eingriff dar, weshalb das Kindswohl grundsätzlich auch für die Beibehaltung des bis-
herigen Zustands sprechen kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts [2C_205/2011] vom 3. Oktober 
2011 E. 4.4). 
 
5.3.2. Für die Feststellung des Sachverhalts gilt im Verwaltungsverfahren zwar grundsätzlich 
die Untersuchungsmaxime. Diese wird jedoch relativiert durch die Mitwirkungspflicht der Par-
teien. Die Mitwirkungspflicht gilt gerade für solche Tatsachen, welche die Partei besser kennt 
als die Behörden und welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem 
Aufwand erheben können. Art. 90 AuG konkretisiert diese Mitwirkungspflicht für den Bereich 
des Ausländerrechts. Danach sind die Ausländerinnen und Ausländer sowie an Verfahren nach 
diesem Gesetz beteiligte Dritte verpflichtet, an der Feststellung des für die Anwendung dieses 
Gesetzes massgebenden Sachverhalts mitzuwirken. Sie müssen insbesondere: (a.) zutreffende 
und vollständige Angaben über die für die Regelung des Aufenthalts wesentlichen Tatsachen 
machen, (b.) die erforderlichen Beweismittel unverzüglich einreichen oder sich darum bemühen, 
sie innerhalb einer angemessenen Frist zu beschaffen und (c.) Ausweispapiere beschaffen oder 
bei deren Beschaffung durch die Behörden mitwirken. Im vorliegenden Zusammenhang trifft 
das insbesondere für die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Umstände in der Dominikani-
schen Republik zu. Ob stichhaltige Gründe eine Änderung der Betreuungsverhältnisse notwen-
dig machen, darf im Übrigen nicht leichthin bejaht werden. Insoweit gelten hohe Darlegungs- 
und Beweisanforderungen. Diese sind – auch mit Blick auf etwaige Integrationsprobleme im 
Inland – umso höher, je älter die Kinder sind und je länger sie von dem in der Schweiz lebenden 
Elternteil getrennt gelebt sowie ihre Schulzeit in ihrem Heimatland verbracht haben (vgl. zum 
Ganzen: Urteil des Bundesgerichts [2C_114/2007] vom 21. September 2007 E. 4.1, mit Hinwei-
sen). 
 
5.4.1. Vorliegend ist aus folgenden Gründen nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanzen 
aufgrund des erstellten Sachverhalts zum Schluss gekommen sind, es lägen keine hinreichend 
wichtigen Gründe für einen Familiennachzug ausserhalb der gesetzlichen Fristen vor: Die 
Tochter D.____ lebte seit der Geburt während vierzehn Jahren ununterbrochen in der Domini-
kanischen Republik, womit sie dort sozialisiert worden ist. Bereits im September 2007 ist die 
Mutter von D.____, bei welcher sie gelebt hatte, gestorben. Dennoch stellte der Beschwer-
deführer in der Folge kein Gesuch um Familiennachzug der Tochter, sondern lediglich ein 
Gesuch um Nachzug seiner (zweiten) Ehefrau, worin er zudem die Existenz der Tochter 
D.____, obwohl er ausdrücklich nach der Anzahl Kinder gefragt wurde, den Behörden 
gegenüber verschwiegen hatte. Stattdessen entschied der Beschwerdeführer, dass die Tochter 
in der Dominikanischen Republik bleiben und fortan bei einer Tante (L.____) leben solle. Im 

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Rahmen des ersten Familiennachzugsgesuchs im Jahr 2009 führte der Beschwerdeführer als 
Begründung für das Familiennachzugsgesuch aus, seine Gattin habe sich zuerst in der Schweiz 
einleben sollen und es wäre für ihn zu viel gewesen, seine Tochter schon damals in die 
Schweiz zu holen (Schreiben des Beschwerdeführers vom 17. August 2009). Im Dezember 
2009 und Januar 2010 machte der Beschwerdeführer weiter geltend, der Aufenthalt bei der 
Tante sei bloss vorübergehend geplant gewesen. Diese habe eigene Verpflichtungen und 
Probleme und könne sich nicht weiter um D.____ kümmern (Schreiben des Beschwerdeführers 
vom 8. Dezember 2009 und vom 8. Januar 2010). Am 27. April 2011 erklärte der Beschwerde-
führer – wie bereits erwähnt (siehe vorne E. 3.4.3.) – dann aber, es hätten sich im Heimatland 
bessere Betreuungsmöglichkeiten für D.____ ergeben, sodass er es als sinnvoll erachte, das 
Kind im Heimatland bei der Tante zu lassen. D.____ bestätigte ihrerseits mit Schreiben vom 
20. November 2013, dass sie nach dem Tod ihrer Mutter während vier Jahren bei L.____ gelebt 
habe, die auch ihre Gotte gewesen sei, und danach bei M.____. Weiter führte sie aus, dass sie 
ihren Vater (d.h. den Beschwerdeführer) jedes Jahr gesehen habe, als er zu ihnen in die Ferien 
gekommen sei. Er sei jeweils drei Monate da gewesen (Stellungnahme vom 20. Novem-
ber 2013). Damit ist erwiesen, dass sich sowohl die Tante als auch M.____ in Santo Domingo 
bis zu ihrer Ausreise mit dem Touristenvisum um D.____ gekümmert hatten. Für das Vor-
bringen des Beschwerdeführers, dass diese besseren Betreuungsmöglichkeiten in der Domini-
kanischen Republik weggefallen wären, reichte der Beschwerdeführer keine aussagekräftigen 
Belege ein. So hat der Beschwerdeführer beispielsweise weder von der Tante noch von M.____ 
unterzeichnete schriftliche Erklärungen eingereicht, wonach sie nicht mehr für D.____ sorgen 
können und/oder wollen. Auch die vom Beschwerdeführer angeführte schwere Osteoporose der 
Tante ist nicht belegt. Der vom Beschwerdeführer am 8. Mai 2013 eingereichte Arztbericht vom 
27. September 2012 kam hinsichtlich der getesteten Osteoporose vielmehr zum Schluss, dass 
alle Werte normal und die Risiken für Knochenbrüche gering seien. Ebenfalls nicht zu Gunsten 
des Beschwerdeführers spricht, dass die Tante im Rahmen der behördlichen Abklärungen 
durch die Schweizer Botschaft eine Auskunft verweigert hatte, indem sie das Telefon ohne Ant-
wort auflegte. Sie hat damit die Parteibehauptung des Beschwerdeführers, dass sie sich nicht 
mehr um D.____ kümmern könne und wolle, nicht bestätigt. Dass sich M.____ nicht mehr um 
D.____ kümmern kann oder will, wird im Übrigen vom Beschwerdeführer in der Beschwerde 
weder geltend gemacht noch nachgewiesen. Unter diesen Umständen ist nicht nachvollziehbar, 
weshalb sich M.____ nicht weiterhin helfend um D.____ kümmern könnte, sofern die Tante dies 
aus gesundheitlichen Gründen nicht alleine tun könnte. Damit hat der Beschwerdeführer weder 
substanziiert dargelegt noch nachgewiesen, dass stichhaltige Gründe vorliegen, die eine Ände-
rung der Betreuungsverhältnisse notwendig machen würden. 
 
5.4.2. D.____ besucht seit November 2012 die Schule in Reinach. Ihre schulische Integration 
ist bislang offenbar weitgehend positiv verlaufen. Entgegen der Auffassung des Beschwerde-
führers kann der Umstand, dass D.____ nunmehr bereits seit bald zweieinhalb Jahren in der 
Schweiz beim Vater lebt, jedoch keine ausschlaggebende Rolle spielen: Sie ist mit einem Tou-
ristenvisum für einen einmonatigen Aufenthalt (gültig vom 17. September 2012 bis zum 
17. Oktober 2012) nach Spanien eingereist. Als Aufenthaltszweck hatte sie die Teilnahme an 
einem Geburtstagsfest bei in Spanien lebenden Verwandten angegeben. Anstatt der Ver-
pflichtung zur Rückreise vor Ablauf des Schengenvisums nachzukommen, ist D.____ jedoch in 

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die Schweiz weitergereist und hat den Schengenraum nicht wie zugesichert verlassen. Nach 
dem klaren Wortlaut und Sinn von Art. 17 Abs. 1 AuG haben Ausländer, die für einen vorüber-
gehenden Aufenthalt rechtmässig eingereist sind und nachträglich eine Bewilligung für einen 
dauerhaften Aufenthalt beantragen, den Entscheid im Ausland abzuwarten. Das Vorbringen des 
Beschwerdeführers, er sei vor Ablauf des Visums mit seiner Tochter beim AfM erschienen, um 
sie anzumelden, weshalb sie sich nicht illegal in der Schweiz befinde, erweist sich als aktenwid-
rig. Das Schengenvisum erlaubte D.____ nämlich lediglich einen Aufenthalt bis zum 17. Okto-
ber 2012. Als sich der Beschwerdeführer am 9. November 2012 mit D.____ beim AfM meldete 
und um Erteilung einer Bewilligung ersuchte, befand sie sich somit bereits ohne gültigen Aufent-
haltstitel in der Schweiz. Dies wurde dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 9. November 
2012 auch klar mitgeteilt und D.____ wurde eine Frist zur Ausreise bis spätestens 26. Novem-
ber 2012 gesetzt. Weiter wurde der Beschwerdeführer darüber informiert, dass es ihm frei 
stehe, via die Schweizer Vertretung in der Dominikanischen Republik ein Gesuch um Familien-
nachzug zu stellen. Ein vorläufiger Aufenthalt (Art. 17 Abs. 2 AuG) wurde ihr hingegen nicht 
bewilligt und wäre auch nicht in Frage gekommen, da die Zulassungsvoraussetzungen nicht 
offensichtlich erfüllt waren. Es geht nicht an, unter Missachtung dieser Bestimmung während 
der Dauer des Verfahrens vollendete Tatsachen zu schaffen und sich alsdann auf diese zu 
berufen (ebenso: Urteil des Bundesgerichts [2C_303/2014] vom 20. Februar 2015, E 6.7.5.). 
 
5.4.3. Da der Beschwerdeführer somit keine stichhaltigen Gründe für eine Änderung der 
Betreuungsverhältnisse hinreichend dargetan hat, erweist sich der angefochtene Entscheid 
weder als bundesrechtswidrig noch als Verstoss gegen Art. 8 EMRK. Soweit sich der 
Beschwerdeführer im Übrigen auf das Übereinkommen über die Rechte des Kindes (Kinder-
rechte-Konvention, KRK) vom 20. November 1989 beruft, ist darauf hinzuweisen, dass die KRK 
keine weitergehenden Ansprüche auf Bewilligung vermittelt als die EMRK und dass das Wohl 
der Tochter einem Verbleib in der Dominikanischen Republik, wo sie zuvor ohne Probleme 
aufwachsen konnte, nicht entgegensteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts [2C_236/2013] vom 
19. August 2013 E. 5.3.2, mit Hinweisen). 
 
5.4.4. Ergänzend ist daran zu erinnern, dass es hier nicht um eine Ausweisung, sondern um 
die Verweigerung eines Familiennachzugs geht, sodass gegebenenfalls Besuchsaufenthalte in 
der Schweiz weiterhin möglich wären. Ausserdem kann der Beschwerdeführer den Kontakt zu 
seiner Tochter im Umfang weiterführen, wie er vor deren Aufenthalt in der Schweiz bestand. 
 
6. Zusammenfassend ist die Verweigerung des Familiennachzugs und der nachgesuch-
ten Einreisebewilligung somit nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist vollumfänglich 
abzuweisen. 
 
7.1. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss 
§ 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten in 
der Höhe von insgesamt Fr. 1‘400.-- sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen, wobei sie zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge zu Lasten der Gerichtskasse gehen. 
 

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7.2. Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Ausgangsgemäss sind die Parteikosten wettzuschlagen. In 
seiner Honorarnote macht der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe 
von Fr. 3'338.95 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) geltend, was angemessen ist. Zufolge 
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ist dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
ein Honorar in der Höhe von Fr. 3'338.95 zu Lasten der Gerichtskasse auszurichten.  
 
7.3. Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzah-
lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts-
kasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des 
Gesetzes über die Organisation der Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001). 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem 

Beschwerdeführer auferlegt. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Ver-
fahrenskosten zu Lasten der Staatskasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der 

unentgeltlichen Verbeiständung wird Advokat Guido Ehrler eine Ent-
schädigung in der Höhe von Fr. 3'338.95 (inkl. Auslagen und MWSt) zu 
Lasten der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 14. September 2015 Beschwerde beim Bundesgericht 
(Verfahrensnummer 2C_781/2015) erhoben.