# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e870f650-562c-525f-bf6e-2d2f54d4d749
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 19.05.2021 PS210077
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS210077_2021-05-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS210077-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichterin lic. iur. 

A. Strähl sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. I. Vourtsis-B._____ 

Beschluss und Urteil vom 19. Mai 2021 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin, 

 

gegen 

 

Kanton Zürich,  
Beschwerdegegner, 

 

vertreten durch Kantonales Steueramt Zürich, Gruppe Bezugsdienste, 

 

betreffend Verfügung vom 5. März 2021 usw. / Arreste Nrn. 1 und 2 
(Beschwerde über das Betreibungsamt Zürich 7) 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss der 1. Abteilung des Bezirksgerichtes 
Zürich vom 20. April 2021 (CB210043) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Im Rahmen des vor dem Bezirksgericht Zürich, 1. Abteilung, als untere kan-

tonale Aufsichtsbehörde über Betreibungsämter, in Sachen A._____ (Be-

schwerdeführerin) gegen den Kanton Zürich (Beschwerdegegner) hängigen 

Beschwerdeverfahrens betreffend die Arreste Nrn. 1 und 2 reichte die Be-

schwerdeführerin mit Eingabe vom 19. April 2021 (Poststempel) gestützt auf 

die vorinstanzliche Verfügung vom 30. März 2021 (act. 5/15) eine Stellung-

nahme zur Vernehmlassung des Betreibungsamtes ein (act. 5/19=act. 7). 

Diese wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 20. April 2021 we-

gen Ungebührlichkeit (Art. 132 Abs. 2 ZPO) im Original zurückgesandt. Ihr 

wurde eine Nachfrist von 7 Tagen angesetzt, um die Eingabe im Sinne der 

Erwägungen zu verbessern (Weglassung von ungebührlichen Äusserungen) 

und die Eingabe im Übrigen unverändert wieder einzureichen, ansonsten die 

Eingabe als nicht erfolgt gelte. Zudem wurde ihr das Doppel der Beschwer-

deantwort inklusive Beilagen (act. 5/17 und 5/18/1-4) zugestellt (act. 4). Die-

se Verfügung nahm die Beschwerdeführerin am 28. April 2021 bei der Post-

stelle in Empfang (act. 5/22/3). Gleichentags erhob sie dagegen Beschwer-

de mit folgenden Rechtsbegehren (act. 2 S. 1):  

 

"1 - Die Verfügung vom 20. April 2021 sei für nichtig zu erklären und aufzu-
heben.  
 
2 - Das Bezirksgericht Zürich sei gerichtlich anzuweisen, mir eine 10tägige 
Frist zu setzen, meine Stellungnahme vom 19. April 2021 im Original erneut 
einzureichen. 
 
3 - Das Bezirksgericht Zürich sei gerichtlich anzuweisen, mir eine 10tägige 
Frist zu setzen, auf die Beschwerdeantwort der Beschwerdegegner zu rea-
gieren. 
 
4 - Das Bezirksgericht Zürich sei anzuweisen, meine Stellungnahme vom 
19. April 2021, dem Betreibungsamt Kreis 7 sowie auch dem Beschwerde-
gegner zur Kenntnis bzw. zur Vernehmlassung zuzustellen. 
 

- 3 - 

5 - Das Betreibungsamt Kreis 7 sei gerichtlich anzuweisen, unverzüglich den 
erwähnten Saldo von Fr. 183'000.– in seiner Verfügung vom 5. März 2021 
auf Bankkonto Nr. 3 zu überweisen.  
 
6 - Das Bezirksgericht Zürich sei gerichtlich anzuweisen, das Betreibungs-
amt Kreis 7 gerichtlich unverzüglich anzuweisen, den erwähnten Saldo von 
Fr. 183'000.– in seiner Verfügung vom 5. März 2021 auf Bankkonto Nr. 3 zu 
überweisen. 
 
7 - Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwer-
degegner." 

2. Da die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist, wurde auf die Einholung 

einer Beschwerdeantwort verzichtet (Art. 322 ZPO). Das Verfahren erweist 

sich als spruchreif (Art. 236 ZPO).  

3. Das Verfahren der Aufsichtsbeschwerde in Schuldbetreibungs- und Kon-

kurssachen richtet sich nach den Bestimmungen von Art. 20a Abs. 2 

SchKG. Soweit Art. 20a Abs. 2 SchKG jedoch keine Bestimmungen enthält, 

regeln die Kantone das Verfahren (Art. 20a Abs. 3 SchKG; BSK SchKG I-

COMETTA/MÖCKLI, 2. Auflage, Art. 20a N 38). Im Kanton Zürich richtet es sich 

gemäss Art. 18 EG SchKG i.V.m. § 83 f. GOG nach den Bestimmungen der 

ZPO über das Beschwerdeverfahren (vgl. Art. 319 ff. ZPO). Die Beschwerde 

ist innert einer Frist von 10 Tagen (Poststempel) ab Zustellung des erstin-

stanzlichen Entscheides beim Obergericht einzureichen (Art. 18 Abs. 1 

SchKG i.V.m. Art. 321 ZPO). Mit der Beschwerde können (a) die unrichtige 

Rechtsanwendung und (b) die offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Es sind konkrete 

Beschwerdeanträge zu stellen und zu begründen. Es entspricht der Praxis 

bzw. dem Gesetz, dass ein Beschwerdeführer auch in Verfahren, in welchen 

das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat (Untersu-

chungsmaxime), sich mit der Begründung des angefochtenen Entscheides 

auseinanderzusetzen und im Einzelnen darzulegen hat, aus welchen Grün-

den der angefochtene Entscheid falsch ist. Wird diesen Anforderungen nicht 

Genüge getan, so wird auf das Rechtsmittel wegen fehlender Begründung 

nicht eingetreten (vgl. etwa OGer ZH, NQ110031 vom 9. August 2011 Erw. 2 

m.w.H.; OGer ZH, PS110216 vom 2. Dezember 2011; BGE 137 III 617, 618 

- 4 - 

ff., BGer Urteil 5A_979/2014 vom 12. Februar 2015, Erw. 2.1). Allerdings 

wird bei Laien zur Erfüllung des Erfordernisses, einen Antrag zu stellen und 

zu begründen, sehr wenig verlangt. Als Antrag genügt eine Formulierung, 

aus der sich mit gutem Willen herauslesen lässt, wie das Obergericht ent-

scheiden soll. Und als Begründung reicht es aus, wenn auch nur ganz rudi-

mentär zum Ausdruck kommt, weshalb der angefochtene Entscheid nach 

Auffassung der beschwerdeführenden Partei unrichtig sein soll. Neue Anträ-

ge, neue Tatsachen und neue Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren 

ausgeschlossen (Art. 326 ZPO). Das gilt auch im zweitinstanzlichen betrei-

bungsrechtlichen Beschwerdeverfahren (vgl. OGer ZH PS110019 vom 

21. Februar 2011, Erw. 3.4). 

4. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens kann nur sein, was in der angefoch-

tenen Verfügung angeordnet wurde. Die Anträge Ziff. 5 und 6 beziehen sich 

auf die Rücküberweisung der verbliebenen Fr. 183'00.– auf das Konto der 

Beschwerdeführerin. Die Verwendung dieser Gelder bildet indessen nicht 

Gegenstand der angefochtenen Verfügung, weshalb darüber im vorliegen-

den Beschwerdeverfahren nicht entschieden werden kann. Demnach ist auf 

die Anträge Ziffer 5-6 nicht einzutreten.  

5. a) Die Vorinstanz führte in ihrem Entscheid aus, die Stellungnahme der Be-

schwerdeführerin sei ungebührlich, und wies diesbezüglich auf folgende 

Aussagen hin: Ziff. 15: Caymen's Island Konto Herr B._____ / Herr C._____; 

Ziff. 32: Herr B._____ und Herr C._____ seien für 75% der Selbstmordver-

suche im Kreis 7 verantwortlich; Ziff. 38: WTF; Ziff. 44: krankhafter Umgang 

von B._____ und C._____ mit Schuldnern, Narzissmus (act. 4 S. 2).  

 b) Die Beschwerdeführerin brachte vor, es beständen ernsthafte Fragen, die 

von der Aufsichtsbehörde beantwortet werden müssten. Sie habe fast einen 

Herzinfarkt bekommen, als sie erfahren habe, dass Fr. 213'500.– ohne Vor-

warnung von ihrem Bankkonto verschwunden seien. Die Aufsichtsbehörde 

sei verpflichtet, unparteiisch zu sein und ihre Beschwerde unverzüglich zu 

überprüfen (Art. 29, 29a und Art. 30 BV; act. 2 Ziff. 9). Insbesondere sei dies 

zu überprüfen, da Schweizer liebten, Selbstmord zu begehen und mit 

- 5 - 

Selbstmordversuchen weltführend seien (act. 2 Ziff. 10). Ihres Erachtens 

müsse die Aufsichtsbehörde ernsthaft untersuchen, ob das Verhalten von 

Beamten das Leben der Einwohner vom Kreis 7 gefährde. Die Würde des 

Menschen sei zu achten und zu schützen (Art. 7 BV). Ihres Erachtens habe 

das Betreibungsamt Kreis 7 vorgehabt, sie zu schockieren und damit zu tö-

ten. Dann hätten sich Herr B._____ und auch Herr C._____ mit Fr. 

213'000.– rechtsmissbräuchlich bereichert. Die Einwohner vom Kreis 7 hät-

ten ein Recht auf Leben (Art. 10 BV). Es müssten ernsthafte Fragen beant-

wortet werden, nämlich wo Fr. 213'000.– bzw. Fr. 183'000.– über einen Mo-

nat lang verschwunden gewesen seien. Weshalb Herr B._____ so viel Zeit 

gebraucht habe, ihr die Verfügung vom 5. März 2021 zuzustellen. Überdies 

habe Herr B._____ sie monatelang beschimpft und beleidigt und das Be-

zirksgericht habe Herrn B._____ kein einziges Mal aufgefordert, dies zu un-

terlassen. Als Engländerin lege sie sehr viel Wert auf Anstand, aber irgend-

wann kriege man in diesem Land mit, dass es sich nicht lohne, anständig zu 

sein. Herr B._____ werde andauernd von der Aufsichtsbehörde in Schutz 

genommen, obwohl er sie andauernd beschimpfe. Sie reagiere nicht auf 

seine Beschimpfung und werde dafür bestraft. Gemäss Art. 16 BV habe sie 

Recht auf Meinungsäusserungsfreiheit. Dies sollte auch Platz haben. Herr 

B._____ und Herr C._____ teilten wahnsinnig gerne ihre Meinung über sie 

mit, seien aber offensichtlich total überfordert, wenn sie retour gebe. Sie ge-

he davon aus, Grund dafür sei, dass sie eine Frau sei. In der Schweiz hätten 

Frauen keinen Wert. Emanzipierte Frauen würden besonders von Schweizer 

Männern nicht gemocht. Ihres Erachtens sei diese Verfügung ein rechts-

missbräuchlicher Versuch des Bezirksgerichtes für Rechtsverzögerung bzw. 

Rechtsverweigerung. Sie habe Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 BV), 

auch wenn dies Herrn B._____ nicht passe. Gemäss Art. 29 BV seien die 

Gerichte verpflichtet, unparteiisch zu sein. Aufgrund dessen müsse ihre Stel-

lungnahme vom 19. April 2021 von der Aufsichtsbehörde ernst genommen 

werden. Es gebe ernsthafte Fragen zu beantworten. Eine Kopie ihrer Stel-

lungnahme sei angeblich immer noch in den Akten. Aus unbekannten Grün-

den habe ihr das Bezirksgericht nicht eine 10tägige Frist zur Stellungnahme 

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zur Beschwerdeantwort vom 6. April 2021 angesetzt. Sie habe allerdings 

Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) (act. 2 Ziffern 11-23).  

6. a) Gemäss Art. 132 Abs. 2 ZPO sind unleserliche, ungebührliche, unver-

ständliche oder weitschweifige Eingaben zur Verbesserung zurückzuweisen. 

Inhaltlich sollte eine Rechtsschrift stets den durch die guten Sitten gebote-

nen prozessualen Anstand wahren. Beim Begriff der Ungebührlichkeit han-

delt es sich um einen unbestimmten Gesetzesbegriff. Eine Eingabe ist dann 

ungebührlich, wenn sie die Würde und Autorität des Gerichts missachtet  

oder wenn sie die Gegenpartei oder am Verfahren beteiligte Dritte persön-

lich verunglimpft. Eine gewisse Feindseligkeit in den Äusserungen der Partei 

reicht jedoch meist nicht aus, damit eine Eingabe als ungebührlich qualifi-

ziert wird. Sachliche Kritik ist jedoch angesichts der Meinungsäusserungs-

freiheit zuzulassen (SHK ZPO- KUMSCHICK, Art. 132 N 8; MICHAEL KRA-

MER/NADJA ERK, DIKE Komm-ZPO, 2. Auflage, Art. 132 N 11; BGE 106 Ia 

100, Erw. 8.b; OGer ZH LF140049 vom 1.7.2014, Erw. 3.3.1). Die Grenze zu 

"ungebührlichen" Ausführungen ist dort überschritten, wo eine Ausdrucks-

weise auch unter Berücksichtigung der Umstände des Prozesses deutlich 

über das hinausgeht, was noch der konsequenten Verfolgung des eigenen 

Standpunktes dienen kann.  

 Die von der Vorinstanz als ungebührlich erachteten Begriffe wurden in der 

Stellungnahme vom 17. April 2021 (act. 5/19=act. 7) in folgendem Zusam-

menhang vorgebracht: 

 Ziffer 15: "Das heisst zur Zeit hat das Betreibungsamt Kreis 7 eine Pfändung 

in der Höhe von Fr. 183'000.– in Konto Nr. 4 (Caymen's Island Konto von 

Herr B._____ / Herr C._____) … ." 

 Ziffer 32: "Ich bin mir 100% sicher, dass Herr B._____ und Herr C._____ für 

75% der Selbstmordversuche im Kreis 7 verantwortlich sind." 

 Ziffer 38: "Weiterhin behauptet Herr B._____, dass ich aus Anstand seine 

Vorladung hätte annehmen müssen. Als ob er mich zu einer Party einlädt! 

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WTF. Herr B._____ ist der Meinung, dass ich ihn gezwungen habe, sein Amt 

zu missbrauchen." 

 Ziffer 44: "Die Art und Weise wie B._____ und C._____ mit Schuldnern um-

gehen ist unmenschlich und krankhaft. Meine Erachtens gibt es klare Hin-

weise auf einen Narzissmus."  

 b) Die von der Vorinstanz bemängelten Textstellen - "Caymens's Island Kon-

to Herr B._____ / Herr C._____"; Herr B._____ und Herr C._____ seien für 

75% der Selbstmordversuche im Kreis 7 verantwortlich"; "krankhafter Um-

gang von B._____ und C._____ mit Schuldnern, Narzissmus" stellen emoti-

onale, nicht näher belegte Behauptungen der Beschwerdeführerin dar, die 

nüchtern betrachtet mit sachlichem Argumentieren nichts mehr zu tun ha-

ben, sondern der blossen Stimmungsmache oder der Verunglimpfung der 

Betreibungsbeamten dienen. "WTF" ist ein Akronym. Das Kurzwort setzt 

sich zusammen aus den Wörtern "what the fuck" und ist ein im Internet ge-

bräuchlicher Ausdruck. Die deutsche Übersetzung lautet: "Was verdammt 

noch mal", bzw. "was zum Teufel", "was zur Hölle". Bei diesem Kraftausduck 

könnte man sich fragen, ob dieser bei einem Laien in einer verständlichen 

Erbitterung verfasst worden und deshalb nicht auf die Goldwaage zu legen 

ist (vgl. dazu BSK ZPO- GSCHWEND, 3. Auflage, Art. 132 N 25). Darauf ist 

aber nicht weiter einzugehen. Bei der Frage, ob ein Begriff ungebührlich ist, 

handelt es sich nämlich um eine Ermessensfrage. Die Vorinstanz hat ihr 

Ermessen so ausgeübt, dass sie den Ausdruck als ungebührlich taxierte. Bei 

der Korrektur von Ermessensentscheiden übt die Rechtsmittelinstanz, selbst 

wenn sie volle Kognition hat, Zurückhaltung und greift nur ein, wenn die Vo-

rinstanz grundlos von den in Lehre und Rechtsprechung anerkannten 

Grundsätzen abgewichen ist oder sich der Entscheid als offensichtlich unbil-

lig bzw. als in stossender Weise ungerecht erweist (vgl. dazu OGer ZH 

LF140049 Erw. 3.3.1). Die Vorinstanz hat ihr Ermessen nicht überschritten, 

wenn sie dieses Kurzwort als ungebührlich qualifiziert, zumal sich darin kei-

ne sachliche Kritik der Beschwerdeführerin erkennen lässt Das Vorgehen 

der Vorinstanz, der Beschwerdeführerin Frist zur Verbesserung ihrer Einga-

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be anzusetzen, ansonsten diese als nicht erfolgt gelte, mag zwar aus Sicht 

der Beschwerdeführerin hart und unangemessen erscheinen, ist indes in der 

Sache vertretbar. Es besteht deshalb kein Anlass, diesen Ermessensent-

scheid zu korrigieren. Entgegen der Annahme der Beschwerdeführerin las-

sen sich ihre Äusserungen nicht mit ihrem Recht auf freie Meinungsäusse-

rung rechtfertigen. Auch der Hinweis, es gebe ernsthafte Fragen zu beant-

worten, rechtfertigen ihre Ausdrucksweise nicht. Das Vorgehen der Vo-

rinstanz ist im Rahmen der gesetzlichen Bestimmung und daher weder 

rechtsmissbräuchlich noch rechtsverzögernd.  

7. Soweit die Beschwerdeführerin verlangt, ihr sei eine Frist zur Einreichung  

einer Stellungnahme zur Beschwerdeantwort anzusetzen, ist die Beschwer-

de abzuweisen. Vom Bundesrecht sind das Beschwerdeverfahren und der 

Weiterzug einer betreibungsrechtlichen Beschwerde an eine obere kantona-

le Aufsichtsinstanz nur rudimentär geregelt (Frist von zehn Tagen nach Art. 

17 und 18 SchKG sowie minimale Verfahrensregeln in Art. 20a Abs. 1 

SchKG) und im Übrigen, wie bereits erwähnt, den Kantonen anheim gestellt 

(Art. 20a Abs. 3 SchKG). § 83 f. GOG haben die allgemeine Aufsichtsbe-

schwerde zum Thema. In § 83 Abs. 2 ist lediglich eine Vernehmlassung der 

Gegenpartei, falls nötig, vorgesehen, d.h. wenn sich die Beschwerde nicht 

sofort als unbegründet erweist (§ 83 Abs. 2 GOG). Ausser einer schriftlichen 

Beschwerdeschrift kennt somit das Beschwerdeverfahren keine weiteren ob-

ligatorischen Parteivorträge. Damit unterscheidet sich das Beschwerdever-

fahren vom ordentlichen und vom vereinfachten Verfahren der Zivilprozess-

ordnung. Sie entspricht aber der Regelung des summarischen Verfahrens, 

welches der Kanton Zürich analog auf die betreibungsrechtliche Beschwerde 

anwendet (vgl. ZR 110 [2011] S. 243 ff.; Ingrid Jent-Sörensen, Das kantona-

le Verfahren nach Art. 20a Abs. 3 SchKG: ein Relikt und die Möglichkeit ei-

ner Vereinheitlichung in BlSchK 2013 S. 100-101). Dem Anspruch der Be-

schwerdeführerin auf rechtliches Gehör ist mit der Zustellung der Beschwer-

deantwort zur Kenntnisnahme genüge getan. Es steht ihr frei, sich zur Be-

schwerdeantwort innert 10 Tagen zu äussern. Eine formelle Fristansetzung 

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dafür ist für das betreibungsrechtliche Beschwerdeverfahren nicht vorgese-

hen. 

8. a) Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

 b) Da die von der Vorinstanz angesetzte (richterliche) Frist zur Verbesse-

rung der Eingabe vom 17. April 2021 inzwischen abgelaufen ist und die Be-

schwerde sinngemäss als Fristerstreckungsgesuch zu behandeln ist, ist der 

Beschwerdeführerin eine kurze Nachfrist von 5 Tagen ab Zustellung dieses 

Entscheides anzusetzen, um ihre Eingabe vom 17. April 2021 im Sinne der 

Erwägungen der Vorinstanz zu korrigieren. Zur Kontrolle der Fristeinhaltung 

ist der Vorinstanz der Empfangsschein der Beschwerdeführerin für dieses 

Urteil zuzustellen.  

10. Das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- 

und Konkurssachen ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 

SchKG und Art. 61 Abs. 2 GebV SchKG). Parteientschädigungen dürfen in 

diesem Verfahren nicht zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG).  

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Anträge Ziffer 5-6 wird nicht eingetreten. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis. 

und erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Nachfrist von 5 Tagen ab Zustellung die-

ses Urteils angesetzt, um ihre Eingabe vom 17. April 2021 im Sinne der vor-

instanzlichen Erwägungen zu verbessern (Weglassung von ungebührlichen 

Äusserungen) und die Eingabe im Übrigen unverändert wieder einzureichen, 

ansonsten die Eingabe als nicht erfolgt gilt. 

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3. Es werden keine Kosten erhoben.  

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage des Doppels der Beschwerdeschrift (act. 2), sowie an das Bezirksge-

richt Zürich, 1. Abteilung als untere kantonale Aufsichtsbehörde über Betrei-

bungsämter unter Nachsendung des Empfangsscheins der Beschwerdefüh-

rerin für diesen Entscheid, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
i.V. Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw R. Schneebeli 
 
versandt am: 
20. Mai 2021 
 
 
 

 

	Beschluss und Urteil vom 19. Mai 2021
	Erwägungen:
	2. Da die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist, wurde auf die Einholung einer Beschwerdeantwort verzichtet (Art. 322 ZPO). Das Verfahren erweist sich als spruchreif (Art. 236 ZPO).

	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Anträge Ziffer 5-6 wird nicht eingetreten.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	und erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Der Beschwerdeführerin wird eine Nachfrist von 5 Tagen ab Zustellung dieses Urteils angesetzt, um ihre Eingabe vom 17. April 2021 im Sinne der vorinstanzlichen Erwägungen zu verbessern (Weglassung von ungebührlichen Äusserungen) und die Eingabe im...
	3. Es werden keine Kosten erhoben.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage des Doppels der Beschwerdeschrift (act. 2), sowie an das Bezirksgericht Zürich, 1. Abteilung als untere kantonale Aufsichtsbehörde über Betreibungsämter unter Nachsendun...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...