# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 59510610-0c54-5154-9222-82158026040d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 16.11.2023 UV 2023/23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2023-23_2023-11-16.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/15

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/23

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.01.2024

Entscheiddatum: 16.11.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 16.11.2023
Art. 6, 19 Abs. 1 UVG. Die Frage, ob noch eine namhafte Besserung der 
unfallkausalen Beschwerden anzunehmen ist, ist prospektiv zu beantworten. 
Eine diesbezügliche ärztliche Einschätzung kann nur für die Zukunft Geltung 
haben, wenn – wie hier – frühere nachvollziehbare prognostische ärztliche 
Beurteilungen im Recht liegen. In diesem Punkt teilweise Gutheissung der 
Beschwerde. Verneinung eines adäquaten Kausalzusammenhangs bezüglich 
der organisch nicht fassbaren Problematik nach einem Schleudertrauma 
und damit Verneinung eines Anspruchs auf Dauerleistungen. In diesem 
Punkt Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 16. November 2023, UV 2023/23). Das 
Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten 8C_11/2024.

Entscheid vom 16. November 2023

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn und 

Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2023/23

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter), gelernter Automechaniker, war seit 1. Januar 

2017 in der Werkzeuginstandhaltung bei der B.___ AG angestellt und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 10. November 2018 erlitt 

er einen Verkehrsunfall, wobei eine hinter ihm fahrende Autolenkerin in die rechte 

hintere Seite/Türe seines Fahrzeugs fuhr, als er im Begriff war, rechts abzubiegen 

(Suva-act. 1, 10, 32-25 f.). Mit Schreiben vom 11. Dezember 2018 teilte die Suva dem 

Versicherten mit, dass sie für die Folgen des Unfalls die Versicherungsleistungen 

übernehmen werde (Suva-act. 5).

A.a. 

Nach diversen Abklärungen (vgl. zum Ganzen den Sachverhalt im Verfahren UV 

2020/84) stellte die Suva mit Verfügung vom 8. Juni 2020 die bisherigen 

Versicherungsleistungen per 21. Juni 2020 ein und verneinte mangels Vorliegens 

adäquater Unfallfolgen einen Anspruch auf weitere Leistungen in Form einer 

Invalidenrente und/oder einer Integritätsentschädigung (Suva-act. 155). Dagegen erhob 

der Versicherte am 7. Juli 2020 Einsprache (Suva-act. 162). Diese wurde mit Entscheid 

vom 16. Oktober 2020 bei Anwendung der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen und 

Verneinung der Adäquanz abgewiesen (Suva-act. 173).

A.b. 

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B.

Die gegen die Verfügung vom 4. Mai 2022 vom Versicherten am 2. Juni 2022 erhobene 

Einsprache (Suva-act. 261) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 14. Februar 

2023 ab (Suva-act. 274).

Die gegen den Einspracheentscheid vom 16. Oktober 2020 erhobene Beschwerde 

wurde mit Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Oktober 

2021 (Verfahren UV 2020/84) teilweise gutgeheissen und die Sache wurde zur Prüfung 

und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen über den 21. Juni 2020 hinaus im Sinne 

der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im Übrigen (formeller 

Antrag) wurde die Beschwerde abgewiesen. Das Versicherungsgericht kam zum 

Schluss, dass die Einstellung der vorübergehenden Leistungen auf den 21. Juni 2020 

samt Verneinung eines Anspruchs auf eine Invalidenrente und/oder 

Integritätsentschädigung verfrüht erfolgt sei. Die Beschwerdegegnerin hätte den Fall 

bei Anwendbarkeit der Schleudertrauma-Praxis (noch) nicht abschliessen dürfen, 

nachdem die neuropsychologische Funktionsstörung gestützt auf die medizinischen 

Berichte überwiegend wahrscheinlich durch ärztliche Behandlung noch in erheblicher 

Weise verbessert werden könne. Erst wenn auch der medizinische Endzustand in 

Bezug auf die unfallkausalen kognitiven Defizite erreicht sei, dürfe die Suva die 

temporären Leistungen einstellen, eine Adäquanzprüfung vornehmen und über die 

Dauerleistungen befinden.

A.c. 

Im Februar 2022 ersuchte die Suva den Versicherten um Einreichung der 

Arbeitsunfähigkeitszeugnisse ab Juni 2020 sowie um allfällige Abrechnungen anderer 

Institutionen (Suva-act. 215 ff.) und bot den Versicherten zu einer fachärztlichen 

Untersuchung bei Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, auf 

(Suva-act. 214). Die Exploration wurde am 14. März 2022 durchgeführt; die Beurteilung 

datiert vom 28. März 2022 (Suva-act. 243).

A.d. 

Mit Verfügung vom 4. Mai 2022 stellte die Suva gestützt auf die Beurteilung von 

Dr. C.___ die Versicherungsleistungen per 31. Dezember 2020 ein und verneinte 

mangels Vorliegens adäquater Unfallfolgen einen Anspruch auf weitere Leistungen in 

Form einer Invalidenrente und/oder einer Integritätsentschädigung (Suva-act. 257).

A.e. 

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C.  

Erwägungen

1.

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die im Nachgang zum 

Unfall vom 10. November 2018 erbrachten Leistungen (Übernahme der Kosten für die 

Heilbehandlungen, Taggeld [temporäre Leistungen]) auf den 31. Dezember 2020 

einstellte und den Anspruch auf weitere Leistungen (Rente und 

Integritätsentschädigung [Dauerleistungen]) der Unfallversicherung ablehnte.

Gegen den Einspracheentscheid vom 14. Februar 2023 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 20. März 2023 Beschwerde mit dem 

sinngemässen Antrag, dass die anhaltenden Beschwerden als Unfallfolge zu 

qualifizieren seien und ihm entsprechend Versicherungsleistungen über den 31. 

Dezember 2020 hinaus auszurichten seien (act. G 1).

C.a. 

Mit Stellungnahme vom 6. April 2023 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine 

umfassende Beschwerdeantwort. Sie äusserte sich zu einigen Punkten, verwies im 

Übrigen auf die im Recht liegenden Akten und insbesondere medizinischen Berichte, 

auf das Urteil des Versicherungsgerichts vom 5. Oktober 2021 sowie den 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 14. Februar 2023 und beantragte die 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (act. G 3).

C.b. 

Am 18. Mai 2023 reichte der Beschwerdeführer eine weitere Stellungnahme ein 

(act. G 5). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 15. Juni 2023 auf eine 

umfassende Erwiderung und erneuerte den Antrag auf Abweisung der Beschwerde 

(act. G 7).

C.c. 

Auf die Ausführungen und Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie 

den Inhalt der übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

C.d. 

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

1.1. 

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bestimmt. Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise 

arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 

16 UVG). Sie hat zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen 

(Art. 10 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % 

invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die 

versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Nach Gesetz und Praxis 

ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen (Taggeld- und 

Heilbehandlungsleistungen) und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und 

eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (sogenannter Fallabschluss), wenn 

allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind und von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann 

(sogenannter medizinischer Endzustand; vgl. Art. 19 Abs. 1 und 24 Abs. 2 UVG; BGE 

134 V 112 ff. E. 3 und 4). Die Prüfung, ob noch eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes anzunehmen ist, hat prognostisch und nicht aufgrund 

retrospektiver Feststellungen zu erfolgen (vgl. nebst vielen das Urteil des 

Bundesgerichts vom 25. Januar 2022, 8C_604/2021, E. 5.2).

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz 

und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht 

hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 

nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 

folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 

würdigen (BGE 138 V 221 f. E. 6). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 

1.2. 

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2.

Vorab strittig ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht per 31. Dezember 

2020 den Fallabschluss unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen (Taggeld- 

und Heilbehandlungsleistungen) vorgenommen hat.

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die beklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend 

für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Auch Berichte und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, können beweistauglich sein. 

An die Beweiswürdigung der Beurteilungen dieser Ärzte und Ärztinnen sind indes 

strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an deren 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 

135 V 469 f. E. 4.4. mit Hinweis; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. 

November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3).

Mit Entscheid vom 5. Oktober 2021 stellte das Versicherungsgericht im Verfahren 

UV 2020/84 fest, dass der Fallabschluss mit Einstellung der vorübergehenden 

Leistungen per 21. Juni 2020 verfrüht erfolgt sei. Die leichte bis mittelgradige 

neuropsychologische Funktionsstörung, welche gemäss Dr. C.___ in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 10. November 2018 stehe (Suva-

act. 121-9), sei gestützt auf mehrere medizinische Berichte durch ärztliche Behandlung 

noch in namhafter Weise verbesserbar. Dabei verwies das Versicherungsgericht auf die 

Berichte des Rehazentrums Valens vom 30. März 2020 (Suva-act. 118-5), 10. August 

2020 (Suva-act. 165-2) und 24. August 2020 (Suva-act. 169-4) sowie die psychiatrische 

Beurteilung von Dr. C.___ vom 8. April 2020, worin ausgeführt wird, dass die 

psychischen Unfallfolgen überwiegend wahrscheinlich noch in einer erheblichen, 

anhaltenden Weise verbessert werden könnten (Suva-act. 121-9). Erst wenn auch der 

medizinische Endzustand in Bezug auf die unfallkausalen kognitiven Defizite erreicht 

sei, dürfe die Beschwerdegegnerin die temporären Leistungen einstellen, eine 

Adäquanzprüfung nach der Schleudertrauma-Praxis vornehmen und über die 

Dauerleistungen befinden.

2.1. 

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In der Folge veranlasste die Beschwerdegegnerin eine Untersuchung und 

Beurteilung durch Dr. C.___. Dieser untersuchte den Beschwerdeführer am 14. März 

2022 und gab am 28. März 2022 eine umfassende Beurteilung ab (Suva-act. 243). Dr. 

C.___ diagnostizierte bei Kollision mit einem anderen Auto eine Distorsion HWS QTF II, 

einen Verdacht auf eine leichte traumatische Hirnverletzung (LTHV) sowie keine 

objektivierbaren strukturellen Unfallfolgen. Im Weiteren diagnostizierte er eine Angst 

und depressive Störung gemischt, eine perfektionistische Persönlichkeitsakzentuierung 

sowie – in Beachtung des neuropsychologischen Berichts des Rehazentrums Valens 

vom 30. März 2020 (Suva-act. 118) – eine leichte bis mittelgradige 

neuropsychologische Funktionsstörung bei Defiziten von Aufmerksamkeitsfunktionen 

und Teilbereichen der Exekutiv-Funktionen, bei Alltags- und berufsrelevanter 

Belastbarkeitsminderung und bei leichten Defiziten von Lernkurve und freiem 

Gedächtnisabruf. Er kam zusammengefasst zum Schluss, dass sich die chronischen 

psychischen Beschwerden und Beeinträchtigungen ohne das Unfallereignis nicht in 

dieser Zeit und in dieser Weise entwickelt hätten, weshalb ein diesbezüglicher 

natürlicher, teilkausaler Zusammenhang aus versicherungspsychiatrischer Sicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zu bejahen sei. Limitierend wirkten sich vor allem 

Defizite der Aufmerksamkeit, teilweise auch des Gedächtnisses, eine stark erhöhte 

Ermüdbarkeit sowie eine deutlich verminderte Stress-Resistenz aus. Eigene 

Schwächen oder Fehler führten recht häufig zu exekutiven Blockaden. In der 

ursprünglich erlernten Tätigkeit als Automechaniker und in der zuletzt ausgeübten 

Tätigkeit als Instandhaltungsmechaniker bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit. In einer 

optimal angepassten Tätigkeit sei eine Tätigkeit an eher drei als an fünf Tagen 

zumutbar (da es selbst dabei zu einer erheblichen Ermüdung komme, mit einem 

entsprechenden Erholungsbedarf), während drei bis vier Stunden pro Tag. Zumutbar 

seien dabei in kognitiver Hinsicht einfachere Tätigkeiten, in einem wohlwollenden, 

reizarmen, nicht hektischen Umfeld, ohne grösseren Zeit- und Leistungsdruck (Suva-

act. 243-45). Diese Beurteilung von Dr. C.___ ist nicht in Zweifel zu ziehen. Sie beruht 

auf einer persönlichen Untersuchung und einem umfassenden Aktenstudium. Dr. C.___ 

setzt sich sorgfältig mit den bisherigen fachärztlichen Berichten auseinander und 

berücksichtigt alle vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sowie auch dessen 

Persönlichkeitsstruktur. Er begründet die Diagnosen sowie deren Unfallkausalität 

nachvollziehbar und schlüssig. Diesbezüglich kann damit ohne Weiteres auf die 

Einschätzung von Dr. C.___ abgestellt werden, was auch von keiner Partei in Frage 

gestellt wird.

2.2. 

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 2.3. 

Bezüglich der Frage, inwieweit von weiteren Behandlungsmassnahmen 

mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Besserung der psychischen 

Unfallfolgen, wozu auch die neuropsychologischen Defizite ohne organisches Korrelat 

zählen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2007, U 321/06, E. 4.1), erwartet 

werden könne und gegebenenfalls von welchen, führte Dr. C.___ aus, dass bald 

dreieinhalb Jahre nach dem Unfallereignis nicht mehr davon auszugehen sei, dass 

dessen Auswirkungen durch therapeutische Massnahmen überwiegend wahrscheinlich 

noch in einer erheblichen, anhaltenden Weise verbessert werden könnten. Der 

chronische Teufelskreis zwischen den unmittelbaren Unfallfolgen, psychogenen 

Faktoren und Zusammenhängen sowie Belastungen aufgrund der psychosozialen 

Folgen des Unfallereignisses könne durch psychotherapeutische und 

neuropsychologische Massnahmen nach dreieinhalb Jahren überwiegend 

wahrscheinlich nicht mehr durchbrochen werden. Die perfektionistische 

Persönlichkeitsstruktur des Beschwerdeführers habe erheblich zu dem vorliegenden 

Verlauf beigetragen und im Alter von 62 Jahren werde es kaum möglich sein, in der 

Tiefenstruktur der Persönlichkeit verankerte Züge in einer erheblichen, anhaltenden 

Weise zu verändern. Die limitierend wirkenden Einschränkungen hätten sich seit 

mindestens zwei Jahren nicht mehr in einer namhaften Weise verbessert. 

Diesbezüglich sei dem Versicherungsgericht aus versicherungsmedizinischer Sicht zu 

widersprechen. Bezüglich der Frage, wann von einem medizinischen Endzustand in 

Bezug auf die unfallkausalen kognitiven Defizite ausgegangen werden könne, kam Dr. 

C.___ zum Schluss, dass unter Berücksichtigung aller vorliegenden Informationen 

davon auszugehen sei, dass ein medizinischer Endzustand allerspätestens zwei Jahre 

nach dem Unfallereignis vom 10. November 2018, also Ende 2020, erreicht gewesen 

sei (Suva-act. 243-46).

2.3.1. 

Die Einschätzung von Dr. C.___, wonach Ende 2020 der medizinische 

Endzustand erreicht gewesen sei, leuchtet rückblickend, gestützt auf die medizinische 

Aktenlage, welche spätestens zwei Jahre nach dem Unfallereignis keine Verbesserung 

des Gesundheitszustandes mehr dokumentiert, zwar ein. Die Frage, ob noch eine 

namhafte Besserung der unfallkausalen Beschwerden anzunehmen ist, ist indes 

prospektiv zu beantworten (vgl. vorstehende E. 1.1). Dies hat zur Folge, dass die 

Beurteilung von Dr. C.___ vom 28. März 2022 nur für die Zukunft Geltung haben kann, 

denn eine Retrospektive kann nicht dazu dienen, frühere nachvollziehbare 

prognostische ärztliche Beurteilungen im Rückblick zu widerlegen. Solche 

Beurteilungen liegen, wie unter Erwägung 2.1 ausgeführt, im Recht. Die behandelnden 

2.3.2. 

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Fachpersonen des Rehazentrums Valens hielten in ihrem Bericht vom 30. März 2020 

weitere Behandlungsformen für indiziert (Suva-act. 118-5). Auch Dr. C.___ führte in 

seiner Beurteilung vom 8. April 2020 noch aus, dass die psychischen Unfallfolgen in 

einer erheblichen, anhaltenden Weise verbessert werden könnten (Suva-act. 121-9). 

Schliesslich hielten die Behandler des Rehazentrums Valens im August 2020 weiterhin 

an der Therapieindikation fest (165-2, 169-4). Bei diesen prospektiven Einschätzungen, 

auf welche sich das Versicherungsgericht im Entscheid UV 2020/84 vom 5. Oktober 

2021 abstützte, muss es sein Bewenden haben, selbst wenn sich in der Folge, 

insbesondere im mehrmonatigen Aufbautraining in der Klinik Valens bis 31. Juli 2021 

(Suva-act. 185, 193), inklusive neuropsychologischem Training bis August 2021 (Suva-

act. 243-26 f.), keine Besserung im erhofften Ausmass eingestellt hat. Gestützt auf das 

Gesagte hätte die Beschwerdegegnerin die temporären Versicherungsleistungen nicht 

bereits am 31. Dezember 2020 einstellen dürfen. Für die Zukunft kann hingegen auf die 

Einschätzung von Dr. C.___ vom 28. März 2022 abgestellt werden. Seine Begründung, 

wonach die (erhobene) perfektionistische Persönlichkeitsstruktur erheblich zu dem 

vorliegenden Verlauf beigetragen habe und es im Alter von 62 Jahren kaum noch 

möglich sei, in der Tiefenstruktur der Persönlichkeit verankerte Züge in einer 

erheblichen, anhaltenden Weise zu verändern, leuchtet ein. Damit ist auch 

nachvollziehbar, wenn Dr. C.___ ausführt, dass der chronische Teufelskreis zwischen 

den unmittelbaren Unfallfolgen, psychogenen Faktoren und Zusammenhängen sowie 

Belastungen aufgrund der psychosozialen Folgen des Unfallereignisses durch 

psychotherapeutische und neuropsychologische Massnahmen nach dreieinhalb Jahren 

überwiegend wahrscheinlich nicht mehr durchbrochen werden könne. Entsprechend 

war ab Ende März 2022 aus prognostischer Sicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit von der Fortsetzung einer ärztlichen Behandlung der unfallkausalen 

Problematik keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des 

Beschwerdeführers mehr zu erwarten, womit per diesem Zeitpunkt der Fallabschluss 

mit Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen vorzunehmen gewesen 

wäre. Bis dahin angefallene Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) sind 

somit, in Beachtung der Koordinationsregeln, von der Beschwerdegegnerin zu 

vergüten. In diesem Punkt ist die Beschwerde gutzuheissen.

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3.

Zu prüfen bleibt ein Rentenanspruch und/oder ein Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung.

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt einen natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 

(BGE 129 V 181 E. 3.1 f.). Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs wird in 

erster Linie mittels der Angaben medizinischer Fachpersonen geführt. Die Frage nach 

dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom 

Rechtsanwender nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist 

(vgl. André Nabold, N 53 zu Art. 6, in Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 55, 58; Urteil des Bundesgerichts vom 12. 

Mai 2021, 8C_15/2021, E. 7.3). Dabei spielt im Sozialversicherungsrecht die Adäquanz 

als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv 

ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate 

weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt. Anders verhält es sich bei natürlich 

unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier bedarf 

es einer besonderen Adäquanzbeurteilung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Mai 

2012, 8C_849/2011, E. 2). Hat die versicherte Person beim Unfall eine Verletzung 

erlitten, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Rechtsprechung rechtfertigt, so 

sind hierbei die durch BGE 134 V 126 ff. E. 10 präzisierten Kriterien massgebend. Ist 

diese Rechtsprechung nicht anwendbar, so sind grundsätzlich die Adäquanzkriterien, 

welche für psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt wurden (BGE 

115 V 133), anzuwenden (vgl. zum Ganzen auch das Urteil des Bundesgerichts vom 28. 

Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2).

3.1. 

Im Zeitpunkt des Fallabschlusses litt der Beschwerdeführer gestützt auf die 

schlüssige Beurteilung von Dr. C.___ an natürlich teilkausalen anhaltenden 

psychischen/neuropsychologischen Beschwerden und Beeinträchtigungen (vgl. 

vorstehende E. 2.2). Nachdem sich diese Problematik in Beachtung der medizinischen 

Aktenlage (Suva-act. 18, 75, 84, 121, 128, 137, 243) nicht organisch objektivieren lässt, 

bedarf es einer besonderen Adäquanzbeurteilung (vgl. vorstehende E. 3.1). Mit 

Entscheid vom 5. Oktober 2021 hat das Versicherungsgericht im Verfahren UV 2020/84 

3.2. 

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verbindlich festgehalten, dass der Beschwerdeführer einen Unfall mit Unfallfolgen 

erlitten hat, welcher für die Adäquanzprüfung die Anwendung der Schleudertrauma-

Rechtsprechung rechtfertigt, so dass die in BGE 134 V 126 ff. E. 10 erwähnten 

Kriterien, ohne Differenzierung zwischen physischen und psychischen Unfallfolgen, 

massgebend sind.

Was das konkrete Vorgehen bei der Adäquanzprüfung betrifft, ist nach der 

Schleudertrauma-Praxis für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im 

Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die 

Entstehung der Arbeits- resp. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er 

eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für 

die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei zwischen 

banalen resp. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und 

schliesslich dem dazwischenliegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während 

der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres 

bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 

Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens 

allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche 

unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 

Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 134 V 126 E. 

10.1). Die wichtigsten heranzuziehenden Kriterien sind dabei - besonders dramatische 

Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; - fortgesetzt spezifische, 

belastende ärztliche Behandlung; - erhebliche Beschwerden; - ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; - schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; - erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz 

ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 130 ff. E. 10.3). Je nachdem, wo im 

mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser 

Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen 

werden (BGE 134 V 126 f. E. 10.1). Mit Urteil vom 29. Januar 2010 (8C_897/2009, E. 

4.5) hat das Bundesgericht die Rechtsprechung zur Anzahl der zu erfüllenden 

Adäquanzkriterien bei mittelschweren Unfällen insofern präzisiert, als bei 

mittelschweren Unfällen im engeren Sinn drei Adäquanzkriterien genügen, auch wenn 

sie nicht in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vorliegen. Bei Unfällen im 

mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten Unfällen sind hingegen vier 

Adäquanzkriterien zu erfüllen (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. Dezember 

2009, 8C_487/2009, E. 5 mit Hinweis). Bei Unfällen im mittleren Bereich an der Grenze 

zu den schweren Unfällen genügt ein Adäquanzkriterium, selbst wenn es nicht in 

3.3. 

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besonders ausgeprägter Weise vorliegt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. 

September 2008, 8C_484/2007, E. 6.3). Zu beachten ist schliesslich, dass die 

Rechtsprechung Adäquanzkriterien nur mit grosser Zurückhaltung als ausgeprägt 

erfüllt anerkennt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 15. Januar 2016, 8C_568/2015, E. 

3.4).

Die Schwere des Unfalls ist auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs mit 

den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts vom 11. 

November 2019, 8C_473/2019, E. 5.1). Gemäss unbestrittenem Unfallhergang fuhr 

dem Beschwerdeführer eine hinter ihm fahrende Person in die rechte hintere Türe 

seines Autos, als er im Begriff war, nach rechts in eine Tankstelle abzubiegen (Suva-

act. 10; vgl. die Unfallfotos in Suva-act. 32-25 f.). Durch den Seitenanprall erfuhr das 

Fahrzeug des Beschwerdeführers gemäss der biomechanischen Kurzbeurteilung vom 

7. Mai 2019 eine Geschwindigkeitsänderung unterhalb eines Bereichs von 20 bis 30 

km/h, hauptsächlich nach links (Suva-act. 57-3 f.). Anhaltspunkte, weshalb nicht auf 

die (technisch erhobenen) Ergebnisse der biomechanischen Kurzbeurteilung 

abzustellen wäre, sind nicht ersichtlich. Zu erwähnen bleibt, dass die physikalische 

Grösse der "Geschwindigkeitsänderung" nicht identisch ist mit der 

"Aufprallgeschwindkeit" resp. nicht die höhere Fahrgeschwindigkeit der 

Unfallverursacherin wiedergibt (vgl. dazu https://www.unfallanalyse.de/unfall­

rekonstruktion/schleudertrauma.html#:~:text=Wenn%20ein%20Fahrzeug%20bei

%20dem, nach%20dem%20Sto%C3%9F%20zum%20Tragen.; eingesehen am 16. 

November 2023). Mit der Beschwerdegegnerin ist bei diesem Unfallgeschehen in 

Anlehnung an die Rechtsprechung (vgl. dazu die Beispiele in Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 65 ff.) von einem mittelschweren Ereignis im engeren Sinn auszugehen. 

Folglich müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs mindestens 

drei der relevanten Kriterien oder ein einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter 

Weise erfüllt sein.

3.4. 

Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen 

Eindrücklichkeit ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven 

Empfindens resp. des Angstgefühls der versicherten Person. Zu beachten ist auch, 

dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, 

welche somit noch nicht für die Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (Rumo-

Jungo/Holzer, a.a.O., S. 69, mit Verweis auf die Rechtsprechung). Vorliegend sind 

keine Umstände ersichtlich, welche dem Geschehen vom 10. November 2018 im Sinne 

der Rechtsprechung eine besondere Dramatik oder eine besondere Eindrücklichkeit 

verliehen hätte (vgl. dazu die Beispiele in Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 69 f.).

3.4.1. 

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Die Diagnose einer HWS-Distorsion genügt für sich allein nicht zur Bejahung des 

Kriteriums der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen. Es bedarf 

hierzu einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden 

oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können (BGE 

134 V 127 f. E. 10.2.2). Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfüllt. Weder hat 

der Beschwerdeführer beim Unfall eine besondere Körperhaltung eingenommen, noch 

nebst dem Schleudertrauma zusätzliche erhebliche Verletzungen erlitten.

3.4.2. 

Das Kriterium, welches den Belastungen medizinischer Massnahmen Rechnung 

trägt, ist erfüllt, wenn nach dem Unfall fortgesetzt eine spezifische, die versicherte 

Person belastende ärztliche Behandlung bis zum Fallabschluss notwendig war. Das 

Kriterium ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens der 

versicherten Person. Der Beschwerdeführer musste sich bis zum Fallabschluss 

mehreren Abklärungsmassnahmen und Untersuchungen unterziehen (MRT des 

Neurocraniums [Suva-act. 18], ambulantes Assessment in der Rehaklinik Bellikon 

[Suva-act. 36], neurologische Untersuchung [Suva-act. 75], MRT der HWS [Suva-act. 

84], ambulante neuropsychologische Untersuchung im Rehazentrum Valens [Suva-act. 

118]). Im Weiteren war er in regelmässigen ärztlichen Kontrollen bei der Hausärztin und 

absolvierte drei psychotherapeutische Sitzungen (Suva-act. 72). Schliesslich 

absolvierte er mehrere Serien Physiotherapie inklusive MTT (vgl. u.a. Suva-act. 4-2, 

15-2, 39-2, 85). Dieser beschriebene Behandlungsverlauf führt 

rechtsprechungsgemäss nicht dazu, dass das Kriterium "fortgesetzt spezifische, 

belastende ärztliche Behandlung" erfüllt wäre. Zum einen stellen manualtherapeutische 

Behandlungen wie die erfolgte Physiotherapie inklusive MTT keine spezifische ärztliche 

Behandlung im Sinne des Kriteriums dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. 

Dezember 2008, 8C_724/2008, E. 4.2.2); zum anderen sind auch 

Abklärungsmassnahmen und blosse ärztliche Kontrollen nicht im Rahmen dieses 

Kriteriums zu berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. Mai 2008, 

8C_57/2008, E. 9.3.3). Diese Rechtsprechung leuchtet ein, handelt es sich doch dabei 

nicht um Behandlungen besonderer Intensität während des Heilungsprozesses.

3.4.3. 

Das Kriterium der erheblichen Beschwerden ist ohne weiteres, in einfacher Form, 

erfüllt. Der Beschwerdeführer leidet glaubhaft seit dem Unfallereignis und über den 

Fallabschluss hinaus an einschränkenden natürlich kausalen leicht- bis mittelgradigen 

kognitiven Defiziten.

3.4.4. 

Hinweise auf ärztliche Fehlbehandlungen, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hätten, liegen nicht vor. Dieses Kriterium ist somit nicht erfüllt.

3.4.5. 

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4.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unter Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 14. Februar 2023 teilweise gutzuheissen und die Sache zur 

Prüfung und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen bis 31. März 2022 im Sinne der 

Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Übrigen ist die 

Das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen 

Komplikationen erfordert nicht, dass diese beiden Teilaspekte kumulativ erfüllt sein 

müssen. Aus der ärztlichen Behandlung und den erheblichen Beschwerden – welche 

im Rahmen des jeweils spezifischen Adäquanzkriteriums zu berücksichtigen sind – darf 

nicht auf einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Komplikationen 

geschlossen werden. Es bedarf hierzu besonderer Gründe, welche die Heilung 

beeinträchtigt haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2011, 8C_234/2011, E. 

5.3). Der Umstand, dass weder eine Beschwerdefreiheit noch eine (vollständige) 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit erreicht werden konnten, genügen nicht 

zur Bejahung dieses Kriteriums (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2008, U 

56/07, E. 6.6). Besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben, resp. 

Anhaltspunkte dafür, dass es dabei zu Komplikationen gekommen wäre, sind nicht 

erkennbar, weshalb dieses Kriterium zu verneinen ist.

3.4.6. 

Schliesslich ist das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz 

ausgewiesener Anstrengungen in einfacher Form erfüllt. Dem Beschwerdeführer ist es 

bei glaubhaften Bemühungen und unter Inkaufnahme persönlicher Unannehmlichkeiten 

zwar gelungen, wieder teils arbeitsfähig zu werden (vgl. dazu die Atteste der 

behandelnden Dr. D.___; u.a. Suva-act. 21, 30, 40, 45, 62, 64, 69, 81, 89, 97, 105, 114, 

116, 123 ff., 132, 148). Eine vollständige Arbeitsfähigkeit, auch in adaptierter Tätigkeit, 

erlangte er bis zum Fallabschluss indes nicht mehr.

3.4.7. 

Da somit nur zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, diese jedoch in 

nicht besonders ausgeprägter Weise, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall vom 10. November 2018 und den über Fallabschluss geklagten 

psychischen/ neuropsychologischen Beschwerden und Beeinträchtigungen zu 

verneinen (vgl. dazu vorstehende E. 3.4), womit dem Unfall und den Unfallfolgen in 

Beachtung der Rechtsprechung überwiegend wahrscheinlich keine massgebende 

Bedeutung für die Entstehung und Aufrechterhaltung dieser Problematik zukommt. 

Mangels Vorliegens adäquat kausaler Unfallfolgen hat die Beschwerdegegnerin damit 

zu Recht einen Anspruch auf eine Rente und/oder Integritätsentschädigung verneint. 

Die Beschwerde ist mithin in diesem Punkt abzuweisen.

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/15

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Beschwerde im Sinne der Erwägungen abzuweisen. Gerichtskosten sind mangels 

gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 14. Februar 2023 aufgehoben und die Sache zur Prüfung und Ausrichtung der 

geschuldeten Leistungen bis 31. März 2022 im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde im Sinne der 

Erwägungen abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 16.11.2023
	Art. 6, 19 Abs. 1 UVG. Die Frage, ob noch eine namhafte Besserung der unfallkausalen Beschwerden anzunehmen ist, ist prospektiv zu beantworten. Eine diesbezügliche ärztliche Einschätzung kann nur für die Zukunft Geltung haben, wenn – wie hier – frühere nachvollziehbare prognostische ärztliche Beurteilungen im Recht liegen. In diesem Punkt teilweise Gutheissung der Beschwerde. Verneinung eines adäquaten Kausalzusammenhangs bezüglich der organisch nicht fassbaren Problematik nach einem Schleudertrauma und damit Verneinung eines Anspruchs auf Dauerleistungen. In diesem Punkt Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2023, UV 2023/23). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten 8C_11/2024.

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