# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ecfa7333-a190-50d4-8d14-a679f4813d28
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.11.2009 E-5085/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5085-2009_2009-11-05.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5085/2009/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richterin Muriel Beck Kadima (Vorsitz), 
Richter Hans Schürch, Richterin Gabriela Freihofer, 
Gerichtsschreiberin Stella Boleki.

A._______,
B._______,
C._______,
D._______,
E._______,
F._______,
alle vertreten durch Wossen Aregay, (...),
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vollzug der Wegweisung (Beschwerde gegen 
Wiedererwägungsentscheid); Verfügung des BFM vom 
13. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5085/2009

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer K.M., ein aus G._______ stammender burundi-
scher Staatsangehöriger der Ethnie der Hutu, der die meiste Zeit sei-
nes Lebens in Kigali (Ruanda) verbracht hatte, verliess eigenen Anga-
ben zufolge Ruanda im April 2004 und stellte am 19. September 2004 
im Flughafen Zürich ein Asylgesuch, welches mit Verfügung des Bun-
desamts  für  Flüchtlinge  (BFF,  heute:  BFM)  vom  12. Oktober  2004 
abgewiesen wurde und mangels Leistung des Kostenvorschusses mit 
Nichteintretensurteil  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
(ARK)  vom 9. Dezember  2004  in  Rechtskraft  erwuchs. In  der  Folge 
stellte der Beschwerdeführer mit auf den 7. November 2007 datiertem 
Schreiben  ein  Wiedererwägungsgesuch,  auf  welches  die  Vorinstanz 
mit  Verfügung  vom  3. Dezember  2007  mangels  Entrichtung  des 
Gebührenvorschusses  nicht  eintrat.  Auf  die  dagegen  erhobene  Be-
schwerde trat das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 28. Febru-
ar 2008 wegen Fristversäumnis nicht ein. 

B.
Der Sohn des Beschwerdeführers L.M., der eigenen Angaben zufolge 
seit seiner Geburt bis im Herbst 2004 in Ruanda gelebt hat, landete 
am  1. Januar  2006  von  Südafrika  herkommend  auf  dem  Flughafen 
Kloten, wo er am 4. Januar 2006 ein Asylgesuch stellte, welches am 
29. August  2008  vom BFM abgewiesen wurde. Auf  eine  gegen  den 
vorinstanzlichen Entscheid erhobene Beschwerde trat das Bundesver-
waltungsgericht mit Urteil vom 31. Oktober 2008 mangels Leistung des 
Kostenvorschusses nicht ein. 

C.
Die  Frau  des  Beschwerdeführers  und  ihre  beiden  jüngeren  Kinder 
stellten am 26. Oktober 2008 ein Asylgesuch, welches das BFM mit 
Entscheid vom 6. Januar 2009 abwies. Das Bundesverwaltungsgericht 
wies mit Urteil vom 17. April 2009 die dagegen erhobene Beschwerde 
ab. 

D.
Mit Eingabe vom 6. Juli 2009 beim BFM ersuchten die Beschwerdefüh-
renden  durch  ihren  Rechtsvertreter  um  Erteilung  der  vorläufigen 
Aufnahme der Familie in der Schweiz und machten im Wesentlichen 
geltend, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers erlaube kei-

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ne Rückkehr in die Heimat und die Beschwerdeführerin sei schwanger. 
Des weitern sei die Familie um Integration in der Schweiz bemüht und 
würde  sowohl  über  Deutschkenntnisse  als  auch  über  berufliche 
Fähigkeiten verfügen. Zur Stütze ihrer Vorbringen reichten sie entspre-
chende Beweismittel ein. Diese Eingabe wurde vom BFM als Wieder-
erwägungsgesuch entgegengenommen.

E.
Mit  Verfügung  vom  13.  Juli  2009  wies  das  BFM  das   Wiedererwä-
gungsgesuch der Beschwerdeführenden ab und stellte fest, dass die 
Verfügungen vom 6. Januar 2009,  29. August  2008 und 12. Oktober 
2004 rechtskräftig und vollstreckbar seien. Ferner wurde verfügt,  die 
Ausreisefrist  sei  unter  Berücksichtigung  des  voraussichtlichen  Ge-
burtstermins (22. August 2009) entsprechend anzupassen. Auf die Be-
gründung wird – soweit entscheidwesentlich – in den Erwägungen ein-
gegangen.

F.
Die Beschwerdeführenden liessen mit  Eingabe vom 10. August 2009 
(Poststempel: 11. August 2009) gegen den vorinstanzlichen Entscheid 
Beschwerde erheben und beantragten die Feststellung der  Unzuläs-
sigkeit des Wegweisungsvollzugs und sinngemäss die Wiederherstel-
lung  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde. Auf  die  Begrün-
dung wird – soweit entscheidwesentlich – in den Erwägungen einge-
gangen.

G.
Das  Bundesverwaltungsgericht  wies  mit  Telefax-Verfügung  vom 
12. August  2009  die  zuständige  Migrationsbehörde  des Kantons  an, 
von Vollzugshandlungen bis auf Weiteres abzusehen.

H.
Mit Zwischenverfügung vom 13. August 2009 forderte das Bundesver-
waltungsgericht  den  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführenden  auf, 
das Mandatsverhältnis mit einer innert Frist einzureichenden schriftli-
chen Vollmacht zu belegen, ansonsten unter Kostenfolge auf die Be-
schwerde nicht eingetreten werde. Der Rechtsvertreter reichte die Voll-
machtserklärung fristgerecht zu den Akten. 

I.
Mit  Zwischenverfügung vom 9. September  2009 verzichtete die Inst-
ruktionsrichterin  darauf  einen Verfahrenskostenvorschuss zu erheben 

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und ersuchte den Beschwerdeführer um eine ärztliche Entbindungser-
klärung der ihn behandelnden Ärzte. Am 1. Oktober  2009 ging beim 
Bundesverwaltungsgericht  ein  Schreiben  des  Rechtsvertreters  ein-
schliesslich  einer  Kopie  des  Justizvollzugs  des  Kantons  Zürich  vom 
14. September  2009,  aus  welcher  die  tägliche  Medikation  des  Be-
schwerdeführers  zu  entnehmen  ist,  sowie  eine  Einladung  zu  einem 
Arzttermin  (Ultraschall  des  Bauchs)  auf  den  7. September  2009  im 
Stadtspital  H._______,  Zürich,  ein.  Entbindungserklärungen  der 
betreuenden Ärzte wurden keine eingereicht. 

J.
Mit Instruktionsverfügung vom 28. Oktober 2009 wurde in Anwendung 
von Art. 112 AsylG der  Vollzug der Wegweisung ausgesetzt  und die 
Beschwerdeführenden  aufgefordert,  dem  Bundesverwaltungsgericht 
mitzuteilen, wann die Geburt ihres kürzlich geborenen Kindes erfolgte.

K.
Gemäss  telefonischer  Auskunft  des  Zivilstandsamt  Schaffhausen  ist 
die  gemeinsame  Tochter  der  Beschwerdeführenden  am  23.  August 
2009 in der Schweiz geboren.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das 
Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art.  32  VGG  liegt 
nicht vor. Nach Lehre und Rechtsprechung können Wiedererwägungs-
entscheide wie die ursprünglichen Verfügungen auf dem ordentlichen 
Rechtsmittelweg  weitergezogen  werden.  Das  Bundesverwaltungsge-
richt  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Be-
schwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 
1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]).

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1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich-
tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG).

1.3 Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht;  die  Be-
schwerdeführenden sind legitimiert (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 
105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1, sowie Art. 52 VwVG). 
Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.

1.4 Die  Abteilungen  des  Bundesverwaltungsgerichts  entscheiden  in 
der  Regel  in  der  Besetzung  mit  drei  Richtern  oder  Richterinnen 
(Spruchkörper; vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG). Das Bundesverwaltungsge-
richt kann auch in solchen Fällen auf die Durchführung des Schriften-
wechsels verzichten (Art. 111a Abs. 1 AsylG).

2.
Der Begriff der Wiedererwägung wird in dreifachem Sinne verwendet. 
In der in casu relevanten Bedeutung bezeichnet er die Anpassung ei-
ner  ursprünglich  fehlerfreien  Verfügung  an  nachträglich  eingetretene 
Veränderungen der  Sachlage. Bei  der Geltendmachung des solcher-
massen  umschriebenen  Wiedererwägungsgrundes  kommt  es  nicht 
darauf  an,  ob  vorgängig  von  einem  ordentlichen  Rechtsmittel  Ge-
brauch gemacht wurde oder nicht. Die Wiedererwägung stellt auch in 
diesem Sinne ein ausserordentliches Rechtsmittel dar, auf dessen Be-
handlung, abgeleitet aus Art. 29 Abs. 1 BV (Art. 4a BV), ein Anspruch 
besteht  (vgl. die  weiterhin zutreffende Praxis in  Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2003 Nr. 17 und EMARK 1995 Nr. 21 mit zahlreichen Verweisen). So-
dann ist festzuhalten, dass der Sinn der Wiedererwägung wie auch der 
Revision nicht die erneute rechtliche Würdigung eines bereits hinläng-
lich erstellten und endgültig beurteilten Sachverhalts ist (vgl. die wei-
terhin zutreffende Praxis in EMARK 1999 Nr. 4 E. 5a S. 24 f.). Anders 
ausgedrückt ist es unzulässig, ein letztinstanzlich und rechtskräftig ab-
geschlossenes Verfahren unter  dem Titel  eines Wiedererwägungsge-
suchs faktisch zu  wiederholen,  indem die  rechtliche Beurteilung  der 
verfügenden  oder  der  Beschwerdeinstanz  (erneut)  in  Frage  gestellt 
wird.

3.
Nachdem die Vorinstanz den Anspruch der Beschwerdeführenden auf 
Behandlung des Wiedererwägungsgesuchs nicht in Abrede gestellt hat 

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und auf das Wiedererwägungsgesuch eingetreten ist, hat das Bundes-
verwaltungsgericht zu prüfen, ob die Vorinstanz das Gesuch zu Recht 
abgewiesen hat.

3.1 Da die Beschwerdeführenden sowohl im Wiedererwägungsgesuch 
als  auch in  der Beschwerde um Erteilung der vorläufigen Aufnahme 
ersuchen,  sinngemäss also einzig betreffend die Frage des Vollzugs 
der  Wegweisung eine Neubeurteilung der  vorinstanzlichen Verfügun-
gen beantragen, beschränkt sich vorliegend die Prüfung auf das Vor-
handensein allfälliger Vollzugshindernisse.

4.
4.1 Zur Begründung des abweisenden Entscheids vom 13. Juli  2009 
führte das BFM an, gemäss seiner Praxis erfolge eine vorläufige Auf-
nahme aus medizinischen Gründen in der Regel nur dann, wenn eine 
notwendige medizinische Behandlung im Herkunftsstaat nicht vorhan-
den  und  eine  durch  den  Wegweisungsvollzug  betroffene  Person  an 
Leib und Leben gefährdet sei. Eine solche Gefährdung liege dann vor, 
wenn kurze Zeit nach der Rückkehr der betroffenen Person eine we-
sentliche, unter Umständen sogar lebensbedrohliche Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes zu befürchten sei,  weil  ausreichende Be-
handlungsmöglichkeiten vor Ort  fehlen würden. Die aufgelisteten Be-
schwerden  des  Beschwerdeführers  (Leberbeschwerden,  Diabetes, 
Malaria und Bilharziose [eine in den Tropen und Subtropen verbreitete 
Wurmerkrankung]) würden keinen Hinweis auf eine lebensbedrohliche 
Gefährdung von Leib und Leben darstellen, zumal aus den medizini-
schen  Berichten  des  Stadtspitals  H._______  Zürich,  Abteilung 
Gastroenterologie  und  Hepatologie  (...)  und  (...)  keine  Hinweise  zu 
entnehmen  seien,  wonach  der  Beschwerdeführer  gegenwärtig  und 
zwingend  auf  einen  hochkomplexen  medizinischen  Eingriff  an-
gewiesen wäre, welcher in seinem Heimat- oder Aufenthaltsstaat nicht 
durchgeführt werden könne. 

Aufgrund des langjährigen Aufenthalts des Beschwerdeführers in Kiga-
li  und seiner  ruandischen Ehefrau  schloss  das  Bundesamt  auf  eine 
dortige zumutbare Niederlassung der Beschwerdeführenden und ver-
wies auf das „Centre Hospitalier Universitaire de Kigali“, welches die 
gemäss  Arztbericht  (...)  empfohlenen  halbjährlichen  Kontrollen  der 
Leberwerte  durchzuführen  und  die  bereits  vor  der  Einreise  in  die 
Schweiz  bestehenden  Krankheiten,  wie  Diabetes  und  Malaria,  zu 
behandeln vermögen.

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Weiter führte das Bundesamt aus, der blosse Umstand, dass die Be-
schwerdeführerin schwanger sei (Geburtstermin: 22. August 2009) be-
gründe  ebensowenig  eine  vorläufige  Aufnahme  wegen  Unzumutbar-
keit.  Dieser  Tatsache  könne  Rechnung  getragen  werden,  indem  die 
Ausreisefrist entsprechend angepasst würde.

Schliesslich  könne auch aus der  bald  fünfjährigen Anwesenheit  des 
Beschwerdeführers in der Schweiz und der damit allfällig verbundenen 
Integration  keine  andere  Beurteilung  der  Zumutbarkeit  des  Wegwei-
sungsvollzugs hergeleitet  werden. Die Bestimmungen betreffend vor-
läufige Aufnahme infolge einer schwerwiegenden persönlichen Notla-
ge seien auf den 1. Januar 2007 aufgehoben worden. Die Integration 
sei in der Schweiz unter altem Recht primär im Rahmen jener Notla-
genprüfung  zu  berücksichtigen gewesen. Nach  geltendem Recht  sei 
es nun Sache des Kantons mit  Zustimmung des Bundesamtes einer 
ihm nach Gesetz zugewiesenen Person eine Aufenthaltsbewilligung zu 
erteilen, wenn wegen fortgeschrittener Integration ein schwerwiegen-
der persönlicher Härtefall vorliegen würde. Das Bundesamt bemerkte 
weiter, daran vermöchten auch die eingereichten Dokumente, wie die 
Kopien  des  Praktikumsvertrags  des  Beschwerdeführers,  des 
Lehrvertrags  seines  Sohnes  L.M.  und  die  Bestätigungen  über  die 
Absolvierung  von  Integrationskursen  seiner  beiden  andern  Kinder 
nichts zu ändern. 

Zusammenfassend sei festzuhalten, dass keine Gründe vorliegen wür-
den, welche die Rechtskraft der Verfügungen vom 6. Januar 2009, 29. 
August 2008 und 12. Oktober 2004 beseitigen könnten. Das Wiederer-
wägungsgesuch sei deshalb abzuweisen. 

4.2 In der Rechtsmitteleingabe wird vorgebracht, der Gesundheitszu-
stand des Beschwerdeführers erlaube keine Rückkehr in seine Heimat. 
Die Wegweisung der Familie sei unzulässig und verstosse gegen Art. 3 
EMRK. Dem Hinweis  der  Vorinstanz,  wonach  der  Beschwerdeführer 
die allfälligen künftigen Kontrollen im „Centre Hospitalier Universitaire 
de Kigali“ durchführen könne, wird in der Rechtsmitteleingabe entge-
gen gehalten, es sei nicht sicher, ob der Beschwerdeführer mit seiner 
Familie in die Nähe des genannten Spitals ausgeschafft würde. Das Zi-
tieren  des  obgenannten  Spitals  alleine  würde  noch  nichts  über  die 
durchschnittliche  medizinische  Versorgung  des  Landes  aussagen. 
Selbst  wenn  es  adäquate  Therapiemöglichkeiten  gäbe,  seien  diese 
kostenintensiv, und der Beschwerdeführer, Vater einer fünfköpfigen Fa-

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milie, würde nicht imstande sein, für die notwendigen Therapien finan-
ziell  selbst  aufzukommen.  Im  Fall  einer  Wegweisung  nach  Ruanda 
müsse der Beschwerdeführer somit mit einer mangelhaften Therapie-
möglichkeit rechnen, was dazu führe, dass sich die stark angegriffene 
Gesundheit des Beschwerdeführers dramatisch verschlechtern würde 
und  lebensbedrohliche  Folgen  zu  befürchte  seien.  Die  Wegweisung 
würde ihn sowohl körperlich wie seelisch treffen. Der Rechtsvertreter 
der Beschwerdeführenden verwies auf EMARK 2004 Nr. 6 E. 7a und 
EMARK  2005  Nr.  23  E.  5  S.  211,  die  sich  zur  Unzulässigkeit  des 
Wegweisungsvollzugs äussern. 

4.3 Vorliegend sind den Akten zwei Kopien von ärztlichen Zeugnissen 
(...)  sowie  (...)  (Stadtspital  H._______  Zürich,  Medizinische  Klinik, 
Leiter  Gastroenterologie  und  Hepatologie,  I._______  einschliesslich 
des Röntgenberichtes vom 1. Februar 2008 und der Laborergebnisse 
vom  30.  Juni  2008  zu  entnehmen,  welche  im  angefochtenen 
Wiedererwägungsentscheid  ihre  Berücksichtigung  fanden  und 
entsprechend gewürdigt wurden. 

Im  Arztzeugnis  (...)  wurde  der  Gesundheitszustand  des 
Beschwerdeführers wie folgt beurteilt: Beim Beschwerdeführer mit be-
kannter  präsinusoidaler  portaler  Hypertonie,  welche  am  ehesten  im 
Rahmen  einer  Bilharziose  erklärt  werden  kann,  wurde  im  Februar 
2009 aufgrund von persistierend leicht  erhöhten Transaminasen eine 
Leberbiopsie sowie eine transjuguläre Druckmessung durchgeführt. Ei-
nerseits konnte in der aktuellen transjugulären Druckmessung bei nor-
malem hepatisch venösen Druckgradienten die praesinusoidale Hyper-
tonie  bestätigt  werden.  Zusätzlich  konnte  als  Ursache  der  erhöhten 
Transaminasen histologisch eine Leberzirrhose diagnostiziert werden. 
Der Grund dafür ist am ehesten die Bilharziose, welche zu einer pro-
gredienten portalen Fibrosierung und schliesslich zur Zirrhose führen 
kann. Eine chronische Hepatitis B und C, eine Autoimmunhepatitis, ei-
nen Alpha1-Antitrypsinmangel sowie ein Morbus Wilson konnten labor-
chemisch ausgeschlossen werden. 

Aktuell seien keine weiteren Abklärungen, jedoch regelmässige Kont-
rollen der Leberfunktionswerte sowie Kontrollen des AFP Wertes inklu-
sive  Abdomensonographie  mit  Frage  nach  fokalen  Leberrundherden 
angezeigt. Es sei zu empfehlen, eine nächste Kontrolle in 6 Monaten 
durchzuführen. 

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5.
Vorliegend ist  zunächst zu prüfen, ob eine veränderte Sachlage vor-
liegt,  die  eine  Wiedererwägung  der  ursprünglichen  Verfügungen  des 
BFF beziehungsweise BFM vom 12. Oktober  2004,  29. August  2008 
und 6. Januar 2009 erlauben würden.

6.
Der Vollzug der Wegweisung ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche 
Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin  oder 
des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat ent-
gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG).

6.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 
gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]).

Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Fol-
ter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung 
unterworfen werden.

6.2 Da  den  Beschwerdeführenden  mit  in  Rechtskraft  erwachsenen 
Verfügungen  des  BFF  beziehungsweise  des  BFM  vom  12.  Oktober 
2004, 29. August 2008 und 6. Januar 2009 die Flüchtlingseigenschaft 
nicht  zuerkannt  und  folgerichtig  die  Asylgesuche  abgelehnt  wurden 
(vgl. Bst. A - C hiervor), kommt das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip 
des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement im vorliegenden Verfahren 
nicht zum Tragen (vgl. MARIO GATTIKER, das Asyl- und Wegweisungsver-
fahren, 3. Auflage, Bern 1999, S. 89). Eine Rückkehr der Beschwerde-
führenden nach Ruanda erweist sich  demnach unter dem Aspekt von 
Art. 5 AsylG als rechtmässig.

Sodann ergeben sich weder aus den Vorbringen der Beschwerdefüh-
renden  in  den  abgeschlossenen  Asylverfahren  noch  aus  den  Akten 
des  vorliegenden  Wiedererwägungsverfahrens  Anhaltspunkte  dafür, 

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dass der Beschwerdeführer für den Fall einer Rückkehr in den Heimat-
staat mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder 
Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre.  Ge-
mäss konstanter Praxis des EGMR sowie jener des UN-Anti-Folteraus-
schusses  müssten  die  Beschwerdeführenden  eine  konkrete  Gefahr 
("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass  ihnen im Fall 
einer  Rückschiebung Folter  oder  unmenschliche Behandlung drohen 
würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6a S. 122, mit weiteren Hinweisen; 
EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 
2008,  Beschwerde  Nr. 37201/06,  §§  124 bis  127,  mit  weiteren Hin-
weisen). Diese Voraussetzungen sind jedoch in casu als nicht erfüllt zu 
erachten.  Dieser  Einschätzung  steht  auch  die  gesundheitliche 
Situation des Beschwerdeführers, wie sie unter E. 4.3 dargestellt wird, 
einem  Wegweisungsvollzug  nicht  entgegen.  Zwar  kann  gemäss  der 
Praxis  des EGMR der  Vollzug der Wegweisung eines abgewiesenen 
Asylsuchenden  mit  gesundheitlichen  Problemen  im  Einzelfall  einen 
Verstoss  gegen  Art.  3  EMRK  darstellen;  hierfür  sind  jedoch  ganz 
aussergewöhnliche Umstände vorausgesetzt (vgl. EMARK 2005 Nr. 23 
E. 5.1. S. 211 f., mit einer Zusammenfassung der Rechtsprechung des 
EGMR). Vorliegend sind solche ganz aussergewöhnlichen Umstände 
auszuschliessen (vgl. dazu auch BVGE 2009/2  E. 9.1.3; Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts  D-6721/2008  vom  5. Januar  2009  und 
D-6364/2008  vom  4. November  2008  E.  7.1  mit  Hinweisen  auf  die 
neuste Praxis  des EGMR). Ferner   genügt  eine  allgemein schlechte 
Menschenrechtslage im Heimatstaat nicht für die Annahme einer dro-
henden Verletzung von Art. 3 EMRK  (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6a 
S. 122, mit zahlreichen Hinweisen).

Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne 
der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

6.3 Art. 83 Abs. 4 AuG stellt eine Kodifizierung der bisherigen Praxis 
zur konkreten Gefährdung nach Art. 14a Abs. 4 des Bundesgesetzes 
vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer 
(aANAG, BS 1  121)  dar  (vgl.  PETER BOLZLI in  MARC SPESCHA/HANSPETER 
THÜR/ANDREAS ZÜND/PETER BOLZLI,  Kommentar  Migrationsrecht,  Zürich 
2009, Nr. 14 f. zu Art. 83 AuG, mit Hinweisen). Dieser Praxis zufolge 
wird  aus  humanitären  Gründen,  nicht  in  Erfüllung  völkerrechtlicher 
Pflichten  der  Schweiz,  auf  den  Vollzug  der  Wegweisung  verzichtet, 
wenn die Rückkehr in den Heimatstaat für die betroffene Person eine 
konkrete  Gefährdung  darstellt.  Eine  solche  Gefährdung  kann  ange-

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sichts der im Heimatland herrschenden allgemeinen politischen Lage, 
die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgemei-
ner  Gewalt  kennzeichnet,  oder  aufgrund anderer  Gefahrenmomente, 
wie beispielsweise einer notwendigen, aber dort nicht durchführbaren 
medizinischen Behandlung, angenommen werden. 

Der Begriff der "konkreten Gefährdung" gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG ist 
eng auszulegen und bezieht  sich  vorab auf  einen schwerwiegenden 
Eingriff in die körperliche Integrität des Ausländers. Art. 83 Abs. 4 AuG 
findet  insbesondere  Anwendung auf  Personen,  die nach ihrer  Rück-
kehr einer konkreten Gefahr ausgesetzt wären, weil sie aus objektiver 
Sicht  wegen  der  vorherrschenden  Verhältnisse  mit  grosser  Wahr-
scheinlichkeit  unwiederbringlich  in  völlige  Armut  gestossen  würden, 
dem Hunger und somit einer ernsthaften Verschlechterung ihres Ge-
sundheitszustandes, der Invalidität oder gar dem Tod ausgeliefert wä-
ren  (vgl.  die  zutreffende  Rechtsprechung  der  ARK  in  EMARK  2006 
Nr. 10 E. 5.1, mit weiteren Hinweisen).

6.3.1 Es ist zu prüfen, ob sich die gesundheitliche Situation des Be-
schwerdeführers seit Eintritt der ihn betreffenden rechtskräftigen Verfü-
gung  in  einem  entscheiderheblichen  Ausmass  verschlechterte.  Der 
Wegweisungsvollzug gestützt  auf  Art. 83  Abs. 4 AuG kann sich aus 
medizinischen Gründen dann als unzumutbar erweisen, wenn bei ei-
ner Rückkehr in ihre Heimat eine überlebensnotwendige medizinische 
Behandlung nicht  erhältlich wäre  (vgl. EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 
157  f.).  Entsprechen  ferner  die  Behandlungsmöglichkeiten  im  Her-
kunftsland nicht dem medizinischen Standard in der Schweiz, so be-
wirkt dies allein noch nicht die Unzumutbarkeit des Vollzugs. Von einer 
solchen Unzumutbarkeit ist erst dann auszugehen, wenn die ungenü-
gende Möglichkeit der Weiterbehandlung eine drastische und lebens-
bedrohende  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes  nach  sich 
zieht (vgl. EMARK 2004 Nr. 7 E. 5d S. 50 ff., EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b 
S. 157 f.). 

Dabei  ist  zu  bemerken  dass  seit  Eingabe  des  Wiedererwägungsge-
suchs vom 6. Juli 2009 weder neue Arztberichte noch Entbindungser-
klärungen  der  behandelnden  Ärzte  eingereicht  wurden. Die  gesund-
heitliche Situation des Beschwerdeführers wird deshalb – wie in  der 
Zwischenverfügung vom 9. September  2009 angekündigt  – aufgrund 
der  bestehenden  Aktenlage  beurteilt.  Vorliegend  sind,  entgegen  der 
auf Beschwerdeebene vorgebrachten Ansicht, den Akten keine stich-

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haltigen  Anhaltspunkte  für  eine  drohende  medizinische  Notlage  des 
Beschwerdeführers im Heimatstaat im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG 
zu entnehmen. Dazu ist  festzuhalten,  dass  die  medizinische Versor-
gung des Landes zwar nicht dem europäischen Niveau entspricht, in-
dessen eine medizinische Grundversorgung besteht. Nebst 34 Bezirk-
spitälern gibt es vier renommierte Spitäler (vgl. UNDP, Turning Vision 
2020 into Reality, From Recovery to Sustainable Human Development, 
National Human Development report, Rwanda 2007, S. 32), die öffent-
lichen „Centre  hospitalier  universitaire  de Kigali“,  „Centre  hospitalier 
universitaire de Butare“ und „Hôpital neuropsychiatrique de Ndera“ so-
wie  das  halb-private  Spital  „Roi  Fayçal“  . Aufgrund  dieser  medizini-
schen Infrastruktur ist nicht von einer ungenügenden Behandlungslage 
auszugehen, die eine drastische und lebensbedrohende Verschlechte-
rung  des  Gesundheitszustandes  des  Beschwerdeführers  nach  sich 
ziehen würde. Hinsichtlich der Finanzierung einer (Weiter-)Behandlung 
des Beschwerdeführers ist darauf hinzuweisen, dass aufgrund der me-
dizinischen Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfä-
higkeit  (Praktikumsvertrag) des Beschwerdeführers davon ausgegan-
gen werden kann, er könne bei einer Rückkehr eine Erwerbstätigkeit 
aufnehmen und die Kosten für seine Behandlung übernehmen, auch 
wenn die  schwierige  wirtschaftliche und soziale  Situation  in  Ruanda 
nicht zu verkennen ist. Der zwischenzeitlich in der Schweiz volljährig 
gewordene Sohn sollte ihn im Übrigen dabei unterstützen können, in 
Ruanda  eine  Existenzgrundlage  für  die  Familie  aufzubauen.  Für 
unerlässliche  ärztliche,  medikamentöse oder  psychiatrische  Behand-
lung  kann  der  Beschwerdeführer  überdies  individuelle  medizinische 
Rückkehrhilfe  beantragen  (Art. 93  Abs. 1  Bst. d  AsylG  i.V.m. Art.  75 
der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 über Finanzierungsfragen 
[AsylV 2, SR 142.312]). Der Vollzug der Wegweisung erweist sich in 
dieser Hinsicht als zumutbar. 

6.3.2 Unter den heute bestehenden Verhältnissen kann bezüglich Ru-
anda – und inbesondere auch bezüglich der mittlerweile fast eine Milli-
on Einwohner zählenden Hauptstadt Kigali und deren Umgebung, wo 
die Beschwerdeführenden gemäss ihren Angaben herkommen und bis 
zu ihrer Ausreise auch gelebt haben – keinesfalls von einer seit Erge-
hen der letzten ursprünglichen Verfügung veränderten Situation, wel-
che  für  die  Beschwerdeführenden  bei  ihrer  Rückkehr  in  die  Heimat 
eine konkrete Gefahr darstellen würde, gesprochen werden. Der Voll-
zug der Wegweisung erweist sich in dieser Hinsicht ebenfalls als zu-
mutbar. 

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6.3.3 Die unter  dem Aspekt  des Kindeswohls  zu berücksichtigenden 
Elemente  sprechen  ebenfalls  nicht  gegen  eine  Rückkehr  der  Be-
schwerdeführenden in den Heimatstaat,  da sich ihr heute bereits er-
wachsener Sohn L.M. erst etwas länger als drei Jahre und ihre heute 
13 und 14 Jahre alten Kinder erst knapp ein Jahr in der Schweiz auf-
halten,  so  dass  sie  sich  während  des  kurzen  Aufenthaltes  in  der 
Schweiz weder von ihrem Land entfremdet noch sich in der Schweiz 
derart integriert haben können, dass eine Rückkehr nach Ruanda als 
unzumutbar  zu  erachten  wäre  (vgl.  dazu  die  für  das  Bundesverwal-
tungsgericht weiterhin geltende Praxis der ARK in EMARK 2005 Nr. 6 
E. 6 S. 57 f.). Schliesslich hat das BFM der Tatsache des zwischenzeit-
lich geborenen Kindes der Beschwerdeführenden genügend Rechnung 
getragen, indem es praxisgemäss die kantonale Behörde anwies, mit 
dem Vollzug der Wegweisung bis zwei Monate nach der Geburt  des 
Kindes zuzuwarten. 

6.4 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass die Vorinstanz 
zu Recht das Wiedererwägungsgesuch der Beschwerdeführenden ab-
gewiesen hat.

7.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
vom 13. Juli  2009 Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen 
Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (vgl. 
Art. 106 AsylG). Die Verfügung des Bundesamtes ist  demzufolge zu 
bestätigen und die Beschwerde vom 10. August 2009 abzuweisen.

8.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwerde-
führenden  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  auf  insgesamt 
Fr. 1'200.- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements über die Kosten und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 
2008 [VGKE]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.- werden den Beschwerdeführen-
den  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  mittels  beiliegendem  Einzahlungs-
schein innert  30  Tagen ab Versand des Urteils  zu Gunsten der  Ge-
richtskasse zu überweisen.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständigen kantonalen Behörden.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Stella Boleki

Versand: 

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