# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f61fc25e-7a91-5a35-aecc-73bc312b2686
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 07.05.2013 S 2013 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2013-2_2013-05-07.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 2

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuar Gross

URTEIL
vom 7. Mai 2013  

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführerin

gegen 

B._____ Kranken- und Unfallversicherungen AG, 

vertreten durch MLaw Severin Riedi, c/o Rechtsanwalt Dr. iur. 

Martin Schmid, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ (geboren 1951) arbeitete als Pflegerin im Alters- und Pflegeheim 

C._____ und war durch die Arbeitgeberin obligatorisch bei der B._____ 

Kranken- und Unfallversicherungen AG gegen Berufs- und 

Nichtberufsunfälle versichert. Am 22. März 2012 verunfallte sie beim 

Skifahren und zog sich eine Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) zu. 

Vom 22. bis 27. März 2012 hielt sie sich zur stationären Überwachung im 

Krankenhaus D._____ auf. Laut Abklärungsbericht des Krankenhauses 

D._____ vom 30. März 2012 wurde für das Unfallereignis und retrograd 

für einige Stunden davor eine Amnesie festgestellt, wobei sich im 

weiteren Verlauf Übelkeit ohne Erbrechen, Kopfschmerzen und 

Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule und der oberen 

Lendenwirbelsäule einstellten. Im Arztzeugnis vom 24. April 2012 wurde 

ein GCS-Wert 14 erwähnt. Am 13. April 2012 wurde eine MRI–

Untersuchung des Neurocraniums wegen des Verdachtes auf eine 

Gefässmalformation – mit negativem Ergebnis – durchgeführt. Es wurden 

jedoch kleine Hämosiderinartefakte an der Mantelkante parietal links 

festgestellt, die als mit einem Status nach kleinen petechialen 

Einblutungen bei Status nach Kontusion eingestuft wurden.

2. Laut Zwischenbericht der Hausärztin Dr. med. E._____ vom 9. Mai 2012 

wurde A._____ Physiotherapie verschrieben. Vom 22. März bis 20. April 

2012 wurde sie zu 100 % arbeitsunfähig taxiert; ab dem 20. April 2012 sei 

ihr die bisherige Arbeit zu 50 % und ab dem 11. Mai 2012 wieder zu 

100 % möglich. Dieser Bericht gelte als Schlusszeugnis.

3. Wegen persistierender Schmerzen an der Halswirbelsäule und am 

Schulterblatt wurde am 20. August 2012 ein MRI der Halswirbelsäule 

durch Dr. med. F._____ vorgenommen, die zwar degenerative 

Veränderungen zeigte, jedoch keine Hinweise auf ligamentäre oder 

ossäre Verletzungen ergab. 

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4. Laut MRI-Abklärungsbericht der Hausärztin Dr. med. E._____ vom 6. 

September 2012 seien degenerative Veränderungen ohne Hinweis auf 

eine frische Fraktur oder Bänderverletzungen erkennbar. Durch den 

Sturzunfall sei eine Aktivierung der vorbestehenden Arthrosen 

eingetreten. Sie empfehle deshalb eine weitere Serie Physiotherapie und 

eine osteopathische Behandlung. Es bestehe keine Arbeitsunfähigkeit 

(mehr) und es sei mit keinen bleibenden Nachteilen zu rechnen.

5. Gemäss Stellungnahme vom 17. September 2012 des Vertrauensarztes 

Dr. med. G._____ sei aus den medizinischen Unterlagen ein markanter 

Vorzustand ersichtlich. Er benötige zur Beurteilung die Bilder der MRI-

Untersuchung vom 20. August 2012. Aus seiner Erfahrung sei in 

derartigen Fällen der status quo sine spätestens nach sechs Monaten 

erreicht.

6. Laut Aktennotiz vom 2. Oktober 2012 führte A._____ mit der B._____ ein 

Telefonat, worin sie sich über weiterbestehende Gesundheitsstörungen 

beklagte, obwohl ihr Hausärztin Dr. med. E._____ eine weitere Serie 

Physiotherapie (zweite Physiotherapiebehandlung) verschrieben habe. 

A._____ sagte dabei, dass die Schmerzen an der Halswirbelsäule 

erstmals nach dem Skiunfall vom 22. März 2012 aufgetreten seien und 

daher unfallbedingt seien.

7. Mit Stellungnahmen vom 3. Oktober und 8. Oktober 2012 äusserte sich 

der Vertrauensarzt Dr. med. G._____ dahingehend, das ausgeprägte 

degenerative Vorzustände ohne Hinweise für eine akute Traumatisierung 

weder ossär noch ligmentär vorlägen. Vorliegend sei von einer 

Aktivierung eines bisher stummen Vorzustandes durch das Unfallereignis 

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vom 22. März 2012 auszugehen, wobei der status quo sine nach sechs 

Monaten wieder erreicht worden sei.

8. Mit Verfügung vom 11. Oktober 2012 teilte die Versicherung A._____ mit, 

dass der Fall unfallrechtlich abgeschlossen werde und sie ihre bisherigen 

Versicherungsleistungen auf den 22. September 2012 einstellen werde.

9. Damit konnte sich A._____ nicht einverstanden erklären, weshalb sie 

dagegen Einsprache erhob. Sie reichte dabei noch einen 

Abklärungsbericht vom 23. Oktober 2012 der Hausärztin Dr. med. 

E._____ ein.

10. Mit Entscheid vom 3. Dezember 2012 wies die B._____ die Einsprache 

ab. 

11. Dagegen erhob A._____ (hiernach: Beschwerdeführerin) am 2. Januar 

2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

den Begehren um Kostenübernahme der am 18. Dezember 2012 

erfolgreich abgeschlossenen zweiten Physiotherapiebehandlung durch 

die B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin). Zur Begründung 

brachte sie vor, dass dank dieser Physiotherapie eine wesentliche 

Verbesserung ihres Gesundheitszustands in den letzten drei Monaten 

eingetreten sei. Um ihre frühere Arbeit wieder schmerzfrei vornehmen zu 

können, sei sie an der Schmerzlinderung interessiert und eine spezifische 

Therapie angesagt gewesen. Vor dem Unfall habe sie niemals an solchen 

Schmerzen gelitten, auch nicht während ihrer 8-jährigen Tätigkeit im 

Pflegebereich. Sie negiere die MRI-Befunde nicht, aber Auslöser der 

Schmerzen sei der Unfall. Die Hausärztin Dr. med. E._____ habe zu 

Behandlungsbeginn gesagt, dass sie – falls nötig - eine zweite 

Physiotherapie anschliessen könne. Es sei für sie nicht nachvollziehbar, 

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wie man auf den Tag genau (22. September 2012) das Ende der 

Schmerztherapie festlegen könne, nachdem sie diese ärztliche 

Anordnung doch erst am 22. August 2012 erhalten habe. Zudem habe sie 

am 22. September 2012 noch einen Brief von der Beschwerdegegnerin 

erhalten, wonach sie sich mit ihr in Verbindung setzen sollte, was nach 

ihrer Rückkehr aus den Ferien am 1. Oktober 2012 geschehen sei. Die 

Begründung des Fallabschlusses per 22. September 2012 basiere bloss 

auf allgemeinen Erfahrungswerten und sei überwiegend wahrscheinlich 

einzig auf einen krankheitsbedingten Vorzustand zurückzuführen. Der 

Abschluss der Therapie sei ohne Rückfrage und ohne 

Standortbestimmung festgelegt worden. Im angefochtenen Entscheid sei 

zudem ein falsches Unfalldatum (27. Februar 2008 statt 22. März 2012) 

erwähnt worden. Das angeführte Unfallereignis betreffe nicht sie. Der 

Fallabschluss sei auf den 22. September 2012 erfolgt, obwohl die 

Beschwerdegegnerin erst nachher mit ihr Kontakt aufgenommen habe. 

Die Bestätigung dafür, dass eine wesentliche Verbesserung ihres 

Gesundheitszustands dank der zweiten Physiotherapiebehandlung 

eingetreten sei, könne bei H._____ in O._____, eingeholt werden.

12. In der Beschwerdeantwort beantragte die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Seit dem Erlass des angefochtenen 

Einspracheentscheids seien keine neuen medizinischen Tatsachen 

vorgelegen, die eine andere Kausalitätsbeurteilung zuliessen. Laut den 

MRI-Befunden seien deutliche degenerative Erscheinungen (Höhe C2-

C7) vorgelegen. Der Unfall habe zur Aktivierung dieser 

abänderungsbedingten Veränderungen geführt. Der Skiunfall sei nur 

Teilursache der heutigen Beschwerden. Es seien keine Hinweise 

auszumachen, wonach das Schleudertrauma die alleinige Ursache der 

geklagten Nacken- und Schulterschmerzen sei. Die Behauptung der 

Beschwerdeführerin, dass vor dem Unfall keine Nacken- und 

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Schulterschmerzen vorhanden gewesen seien, sei hier nicht von 

Bedeutung und nach dem Grundsatz „post hoc ergo propter hoc“ 

beweisrechtlich nicht zulässig. Vorliegend sei nur eine Aktivierung des 

vorbestehenden krankhaften Zustandes eingetreten. Trotz zeitweiliger 

Verschlimmerung des Gesundheitszustands lägen keine Belege für eine 

richtungsgebende Verschlechterung vor. Auch der Vertrauensarzt Dr. 

med. G._____ sei nach der Konsultation der MRI-Bilder zur Ansicht 

gelangt, dass der status quo sine nach sechs Monaten wieder erreicht 

sei. Die Beschwerdegegnerin erachte es als wenig wahrscheinlich, dass 

die Ferien bzw. der Urlaub Einfluss auf den Heilungsprozess der 

Beschwerdeführerin gehabt habe. Eine lückenlose Physiotherapie sei 

weder von Dr. med. G._____ noch von Dr. med. E._____ als 

Voraussetzung für eine Heilung genannt bzw. verschrieben worden. Die 

nach dem 22. September 2012  fortbestehenden Beschwerden seien 

überwiegend wahrscheinlich krankheitsbedingt. Aus der Wirksamkeit der 

Physiotherapie könnten keine Rückschlüsse auf die Kausalität gezogen 

werden. Allein der Umstand, dass Dr. med. E._____ eine zweite 

Physiotherapiebehandlung für angezeigt gehalten habe, um die 

Gesundheitsstörung der Beschwerdeführerin zu beheben, begründe noch 

keinen Anspruch gegenüber der Unfallversicherung. Die Kausalitätsfrage 

hänge von der medizinischen Beurteilung ab. Die befragten Fachleute 

müssten sich dabei nicht auf die Beurteilung von Tatsachen beschränken, 

sondern dürften auch medizinische Erfahrungstatsachen beiziehen. Es 

liege auch keine Verletzung der Abklärungspflicht vor, nur weil sich der 

Vertrauensarzt auf medizinische Erfahrungswerte gestützt habe. Die 

Beurteilung von Dr. med. G._____ sei konsistent und schlüssig und sie 

sei von Dr. med. E._____ nicht angezweifelt worden. Das falsche 

Unfalldatum im angefochtenen Einspracheentscheid sei ein redaktioneller 

Fehler. 

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Einspracheentscheid vom 3. 

Dezember 2012, worin die Beschwerdegegnerin ihre frühere Verfügung 

vom 11. Oktober 2012 betreffend Einstellung von 

Versicherungsleistungen per 22. September 2012 bestätigte und damit 

das Begehren der Beschwerdeführerin um fortgesetzte 

Versicherungsleistungen für die über dieses Datum hinaus geklagten 

Beschwerden (Nacken- und Schulterschmerzen) und insbesondere um 

Kostenübernahme der zweiten Physiotherapiebehandlung ablehnte. 

Diese Physiotherapiemassnahmen waren durch die Hausärztin Dr. med. 

E._____ am 6. September 2012 empfohlen bzw. medizinisch verordnet 

worden, was die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin mit 

Telefonat vom 2. Oktober 2012 mitgeteilt hat. Zu klären ist somit die 

Frage, ob die Beschwerdegegnerin ihre bisher unfallbedingt erbrachten 

Versicherungsleistungen aus dem Skiunfall vom 22. März 2012 zu Recht 

per 22. September 2012 eingestellt hat oder ob sie weiterhin 

leistungspflichtig gewesen wäre.

2. a) Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt. Laut Art. 4 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird 

der Unfall als eine plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper 

definiert, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Für einen Leistungsanspruch aus 

der Unfallversicherung wird zudem immer ein natürlicher und adäquater 

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Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen 

Gesundheitsschaden vorausgesetzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_956/2008 vom 5. Februar 2009 E.2.2).

b) Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

verwirklicht gedacht werden kann. Ob zwischen einem schädigenden 

Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung 

und im Beschwerdefall der Richter nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 

hat (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_722/2009 vom 12. Oktober 2009 

E.5.2 sowie 8C_280/2008 vom 10. September 2008 E.3.1.1; BGE 119 V 7 

E.3c/aa). Die blosse Möglichkeit eines Sachzusammenhangs genügt für 

die Begründung – wie auch für eine allfällige Fortsetzung – von 

Leistungsansprüchen hingegen noch nicht (BGE 129 V 177 E.3.1, mit 

weiteren Hinweisen). 

c) Als adäquate oder rechtserhebliche Ursache eines Erfolges hat ein 

Ereignis dann zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 

und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen 

Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 

Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 

129 V 177 E.3.2, 125 V 456 E.5a). Der Voraussetzung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs kommt die Funktion der Haftungsbegrenzung zu 

(BGE 125 V 456 E.5c, 123 V 98 E.3b). Zu ergänzen bleibt einzig noch, 

dass für die Fortsetzung der beantragten Versicherungsleistungen über 

das angefochtene Einstelldatum per 22. September 2012 hinaus beide 

Erfordernisse sowohl des natürlichen als auch adäquaten 

Kausalzusammenhangs kumulativ erfüllt sein müssen.

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d) Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand indessen 

verschlimmert oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht 

des Unfallversicherers erst dann, wenn der Unfall nicht die natürliche und 

adäquate Ursache des geklagten Gesundheitsschadens darstellt; wenn 

also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 

beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne 

Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 

muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse 

Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht. Da es sich dabei um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – 

nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2012 vom 8. Januar 2013 E.4.2; SVR 

2011 UV Nr. 4 S. 12; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E.2 mit weiteren 

Hinweisen).  Dabei muss nicht etwa der Beweis für unfallfremde 

Ursachen erbracht werden. Welche genauen Ursachen ein nach wie vor 

geklagtes Leiden hat, ob es Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen 

od-er degenerative (alters- und abnützungsbedingte) Veränderungen 

sind, ist folglich unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der 

Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als 

er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

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nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte 

Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren 

haben, also dahingefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E.3b). 

Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen 

Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder 

dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts U 258/02 vom 18. Dezember 2003 E.3.2, U 143/02 vom 

25. Oktober 2002 E.1.2 sowie U 285/00 vom 31. August 2001 E.5a).

e) Gemäss Arztbericht vom 30. März 2012 und Arztzeugnis vom 24. April 

2012 der zuständigen Ärzte des Krankenhauses D._____ bestand bei der 

Beschwerdeführerin für das Sturzereignis sowie retrograd eine Amnesie. 

Im Verlaufe traten Übelkeit ohne Erbrechen, Kopfschmerzen und 

Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule sowie der oberen 

Lendenwirbel auf. Diagnostiziert wurde eine Commotio cerebri mit einem 

GCS-Wert von 14 (Glasgow Coma Scale [=Skala zur Quantifizierung 

einer Bewusstseinsstörung]; vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 

261. Auflage, S. 696). Aufgrund eines deutlich reduzierten 

Allgemeinzustands bei noch leichten Kopfschmerzen, einmaligem 

Erbrechen und ausgeprägter Amnesie für das Sturzereignis wurde die 

Beschwerdeführerin im Krankenhaus D._____ vom 22. bis 27. März 2012 

stationär überwacht. Die GCS-Überwachung verlief dabei unauffällig. 

Radiologisch konnte eine Fraktur beim Übergang von der Brust- zur 

Lendenwirbelsäule sowie bei der Halswirbelsäule (ap/seitlich) 

ausgeschlossen werden. Ferner wurde im Arztbericht vom 30. März 2012 

festgehalten, dass sich die Beschwerdeführerin bei Auftreten von 

Kopfschmerzen, Erbrechen oder sonstigem Unwohlsein sofort im 

Krankenhaus oder bei einem anderen Arzt oder einer Ärztin melden 

müsse. Aus den Akten ergeben sich indessen weder Hinweise, dass 

derartige Beschwerden im weiteren Verlaufe des Genesungsprozesses 

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aufgetreten sind noch dass eine diesbezügliche Arztkonsultation 

stattgefunden hätte. Die MRI-Untersuchung des Neurocraniums 

(Schädels) vom 13. April 2012 lieferte auch keine Hinweise für eine 

Gefässmalformation und ebenso wenig war eine pathologische 

Signalanreicherung erkennbar. Die MRI-Untersuchung ergab bloss kleine 

Hämosiderinartefakte an der Mantelkante parietal links, vereinbar mit 

einem Status nach kleinen petechialen Einblutungen bei Status nach 

Kontusion. In Anbetracht dieser Feststellungen darf aber davon 

ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin beim Skiunfall im 

März 2012 lediglich eine leichtes Schädel-Hirntrauma (GCS 14) bzw. eine 

schwache Hirnerschütterung (Commotio cerebri) erlitten hat, welche 

folgenlos ausgeheilt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 276/04 vom 13. 

Juni 2005 E.2.2.2). In den Akten finden sich dazu keine anderslautenden 

Hinweise. Im Weiteren ergab auch die MRI-Untersuchung der 

Halswirbelsäule und des Schulterblattes vom 20. August 2012 keine 

Anhaltspunkte auf eine ligamentäre oder ossäre Verletzung, dafür jedoch 

auf degenerative Veränderungen. Im MRI-Bericht wurden eine 

Streckhaltung mit multisegmentaler Spondylarthrose C2-C6; eine 

Osteochondrose C5/6 mit linksbetonter Bandscheibenprotrusion bis 3 mm 

unter geringer ventraler Pellotierung des Myelons, jedoch ohne 

Ausbildung einer spinalen Enge sowie moderate Unkarthrosen C4-7 und 

eine geringe foraminale Hernie C6/7 rechts festgehalten. Im gesamten 

Verlauf der Halswirbelsäule ergebe sich keine neuroforaminelle oder 

spinale Enge (vgl. MRI-Bericht vom 20. August 2012). Die Hausärztin Dr. 

med. E._____ bestätigte in ihrem Bericht vom 6. September 2012 - 

gestützt auf die MRI-Untersuchung - das Vorliegen degenerativer 

Veränderungen und hielt zudem fest, dass durch den Sturz eine 

Aktivierung der vorbestehenden Arthrosen eingetreten sei.

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f) Vor diesem medizinisch erstellten Hintergrund erscheint die Beurteilung 

des Vertrauensarztes Dr. med. G._____ vom 8. Oktober 2012 insgesamt 

schlüssig und nachvollziehbar. Derselbe hielt in Kenntnis und unter 

Berücksichtigung aller bekannten Fakten – inkl. der im MRI-Befund 

festgestellten degenerativen Veränderungen – überzeugend fest, es 

handle sich bei den nunmehr geklagten Beschwerden der 

Beschwerdeführerin um ausgeprägte degenerative Vorzustände ohne 

Hinweise auf eine akute Traumatisierung weder ossär noch ligamentär. 

Auffällig sei, dass auf der Höhe C5/6 eine linksbetonte 

Bandscheibenhernie und auf der Höhe C6/7 eine rechtsforaminale Hernie 

erkennbar seien. Diese Befunde würden ebenfalls gegen ein 

traumatisches Geschehen sprechen, sei es doch unmöglich, dass 

innerhalb von zwei Bewegungssegmenten auf einer Höhe ein linksseitiger 

und im anderen Bewegungssegment ein rechtsseitiger pathologischer 

Zustand herrschen würde. Dementsprechend müsse von einer 

Aktivierung eines bisher stummen Vorzustandes durch das Unfallereignis 

ausgegangen werden, weshalb der „status quo sine“ erfahrungsgemäss 

sechs Monate nach dem Unfallereignis wieder erreicht worden sei. Gegen 

eine schwerwiegende Traumatisierung spreche im konkreten Fall auch, 

dass die Beschwerdeführerin nur kurze Zeit zu 100 % arbeitsunfähig 

eingestuft worden sei, daraufhin wieder zu 50 % und seit dem 28. Juni 

2012 sogar wieder zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei (vgl. auch 

Einschätzung der Hausärztin im Zwischenbericht vom 9. Mai 2012, 

wonach eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bereits seit dem 11. Mai 2012 

attestiert wurde). Dass sich der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin, 

Dr. med. G._____, bei seiner Gesamtbeurteilung betreffend 

Wiedererlangung der früheren Arbeitsfähigkeit auch auf medizinische 

Erfahrungssätze berief, ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Nach 

gefestigter Rechtsprechung ist die ärztliche Berufstätigkeit nämlich nicht 

ausschliesslich auf die Feststellung von Tatsachen beschränkt, sondern 

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sie umfasst auch eine Beurteilung aufgrund von Erfahrungssätzen (so 

BGE 123 V 331 E.1c). Auch die Hausärztin der Beschwerdeführerin, Dr. 

med. E._____, widersprach in ihrem Bericht vom 23. Oktober 2012 dieser 

Einschätzung und Gesamtbeurteilung des Vertrauensarztes Dr. med. 

G._____ nicht. Hinzu kommt, dass sich den Akten auch keine Indizien für 

eine richtungsgebende Verschlimmerung des bildgebenden (MRI) und 

ausgewiesenen krankhaften Vorzustands entnehmen lassen. Sodann 

liegen weiter keine ärztlichen Beurteilungen vor, welche die plausible und 

absolut vernünftig erscheinende Einschätzung des Vertrauensarztes Dr. 

med. G._____ sonst wie in Zweifel ziehen könnten. Auf die Einholung 

zusätzlicher medizinischer Abklärungen kann aus dem genau gleichen 

Grunde verzichtet werden, da hiervon zum voraus keine 

entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (zur 

antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 124 V 90 E.4b, 122 V 157 E.1d; 

SVR 2005 MV Nr. 1 S. 2 E.2.3 [M1/02]; ferner überdies BGE 131 I 153 

E.3).

g) Allein der Umstand, dass die Beschwerdeführerin – wie sie geltend macht 

– vor dem Unfall keine Nacken- und Schulterprobleme hatte, bedeutet 

indes noch nicht, dass alle danach aufgetretenen Beschwerden auf den 

Skiunfall vom 22. März 2012 zurückzuführen wären; diese Sichtweise 

käme vielmehr der unzulässigen Beweisregel „post hoc ergo propter hoc“ 

[übersetzt: … danach, also deswegen …] gleich (vgl. dazu Urteile des 

Bundesgerichts 8C_454/2012 vom 20. August 2012 E.2, 8C_119/2012 

vom 30. März 2012 E.2, 8C 948/2011 vom 28. Februar 2012 E.3.2; 

ausserdem BGE 119 V 335 E.2b/bb; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34 E.4.2.3 

[U 290/06]).

h) Schliesslich hält die Beschwerdegegnerin auch noch korrekt fest, dass 

sich weder aus der Wirksamkeit der zweiten Physiotherapie ab 

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September 2012 Rückschlüsse auf die natürliche Kausalität ziehen 

liessen noch sonst aus der Anordnung dieser Therapiemassnahmen 

durch die Hausärztin Dr. med. E._____ bereits für sich eine 

Leistungspflicht der Unfallversicherung hergeleitet bzw. begründet werden 

könnte. Eine Kostenübernahme für die erfolgreich am 18. Dezember 2012 

abgeschlossene Therapiebehandlung kann deshalb vorliegend ebenfalls 

nicht (mehr) zulasten der Beschwerdegegnerin gehen.

i) Der Vollständigkeit halber sei nur noch erwähnt, dass auch das im 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2012 an einer 

einzigen Stelle (vgl. Ziffer 2.3) offensichtlich falsch genannte Unfalldatum 

(27. Februar 2008 anstatt richtig 22. März 2012) zu keiner anderen 

Einschätzung und Gesamtbeurteilung des strittigen Versicherungsfalles 

geführt hätte. Aus der Begründung im angefochtenen Entscheid selbst 

sowie auch der vorangegangenen Einstellungsverfügung vom 11. 

Oktober 2012 ergibt sich nämlich ohne Zweifel, dass es sich bei der 

Fallbearbeitung immer nur um das Ereignis vom 22. März 2012 gehandelt 

haben kann, wurden doch das zutreffende Unfalldatum und die sich 

darauf beziehenden Abklärungsberichte des erstbehandelnden Spitals 

sowie der danach konsultierten Ärzte verschiedentlich und mehrmals 

korrekt aufgeführt und einwandfrei zur Beweiswürdigung ausgewertet. Bei 

der falschen Datumsangabe handelt es sich daher offenkundig bloss um 

einen redaktionellen Fehler, der keinen Einfluss auf das Schlussresultat 

hatte.

j) Zusammengefasst ergibt sich somit, dass es an der Leistungseinstellung 

per 22. September 2012 durch die Beschwerdegegnerin aufgrund der 

Einschätzung und Gesamtbeurteilung von Dr. med. G._____ nichts 

auszusetzen gibt.

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3. a) Der angefochtene Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2012 ist 

demnach rechtens und schützenswert, was zur vollständigen Abweisung 

der dagegen erhobenen Beschwerde vom 2. Januar 2013 führt.

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG – ausser hier nicht 

zutreffender Ausnahmen – grundsätzlich kostenlos ist. Eine 

aussergerichtliche Entschädigung steht der Beschwerdegegnerin nicht zu 

(Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]