# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61febcd3-40d7-597c-afbe-5236dc058025
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.02.2015 200 2014 775
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-775_2015-02-17.pdf

## Full Text

200 14 775 IV
KOJ/JAP/JAA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Februar 2015

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. Juni 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2015, IV/14/775, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1961 geborene A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin) meldete sich am 3. November 2011 unter Hinweis auf psychische Be-
schwerden bei der IV-Stelle Bern (fortan IVB bzw. Beschwerdegegnerin) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II] 2). Diese gewährte ihr 
zunächst Integrationsmassnahmen (act. II 26, 33, 44) und ermittelte als-
dann gestützt auf eine interdisziplinäre medizinische Begutachtung (act. II 
71.1, 73.1, 73.2) sowie eine Abklärung an Ort und Stelle (act. II 76) – unter 
der Annahme, die Versicherte wäre im Gesundheitsfall zu 70 % ausser-
häuslich und zu 30 % im Haushalt beschäftigt – anhand der gemischten 
Bemessungsmethode einen Invaliditätsgrad von 0 %. In der Folge stellte 
die IVB der Versicherten mit Vorbescheid vom 7. Mai 2014 (act. II 77) die 
Abweisung des Leistungsgesuchs hinsichtlich einer Invalidenrente in Aus-
sicht. Nach erhobenem Einwand (act. II 78) verneinte die IVB entsprechend 
dem Vorbescheid mit Verfügung vom 25. Juni 2014 (act. II 80) einen Ren-
tenanspruch.

B.

Mit Eingabe vom 25. August 2014 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und beantragte, die angefochtene 
Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und die Sache zur weiteren Ab-
klärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gleichzeitig ersuchte 
sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 25. September 2014 schloss die Be-
schwerdegegnerin, unter Verweis auf eine Stellungnahme ihres Ab-
klärungsdienstes vom 11. September 2014, auf Abweisung der Beschwer-
de.

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Am 1. Dezember 2014 bestätigte die Beschwerdeführerin replicando das 
gestellte Rechtsbegehren und legte einen Arztbericht vom 30. November 
2014 ins Recht (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 3).

Nachdem der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 2. Dezember 2014 das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gutgeheissen und der Beschwer-
deführerin Rechtsanwalt B.________ als amtlichen Anwalt beigeordnet 
hatte, reichte der Letztere am 8. Dezember 2014 ein unterzeichnetes Ex-
emplar des Arztberichts vom 30. November 2014 (act. I 4) nach und auffor-
derungsgemäss die Kostennote ein.

Mit Duplik vom 23. Dezember 2014 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem 
Antrag fest.

Einen seitens der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 28. Januar 2015, 
unter Beilage eines verfahrensleitenden Entscheids der ... vom 9. Januar 
2014 (act. II 5) gestellten Beweisantrag auf Beizug der Akten der ... wies 
der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 30. Januar 2015 ab.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-

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ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 25. Juni 2014 
(act. II 80). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 

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ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch einer an-
haltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine fachärztlich 
(psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkann-
ten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282). Wie 
jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes auch eine dia-
gnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche noch kei-
ne Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme 
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstren-
gung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewälti-
gung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den 
Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann 
nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressour-
cen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Ein-
zelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststel-
lung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung 
und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chroni-
sche körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter 
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne 
länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des 
Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innersee-
lischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden 
Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; «Flucht in die Krankheit»); 
das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder statio-
nären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) 
trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je mehr dieser Kriteri-
en zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstel-
len, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraussetzungen für eine zu-
mutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 137 V 64 E. 4.1 S. 67, 136 

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V 279 E. 3.2.1 S. 282, 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354). 
Diese für alle Versicherten in gleicher Weise geltende Gerichtspraxis ist 
weder menschenrechtswidrig noch diskriminierend (SVR 2008 IV Nr. 62 
S. 204 E. 4.2) noch basiert sie – mit Blick auf die rechtliche Natur des Krite-
rienkataloges – auf medizinwissenschaftlich unhaltbaren Annahmen (SVR 
2012 IV Nr. 32 S. 128 E. 2.3 - 2.5; vgl. BGE 139 V 547 E. 3.2.1 ff. S. 550).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 25. Juni 2014 (act. II 80) in medizinischer Hinsicht auf die inter-
disziplinäre Beurteilung der Dres. med. C.________, Facharzt für Physika-
lische Medizin und Rehabilitation FMH sowie Rheumatologie FMH, und 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 
17. Dezember 2013 (act. II 73.1).

Die beiden Experten stellten in ihren Teilgutachten vom 18. September 
2013 (act. II 71.1) bzw. 12. Dezember 2013 (act. II 73.2) die folgenden Dia-
gnosen (act. II 71.1/12 lit. A Ziff. 4, 73.2/8 lit. A Ziff. 4):

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- Weitgehend generalisiertes Schmerzsyndrom ohne ausreichend 
erklärende somatische Befunde (seit vielen Jahren, verstärkt 
seit 2011)

- erhebliche myofasziokutane Schmerzkomponente
- anamnestisch, klinisch, labormässig und radiologisch 

keine Hinweise auf eine entzündlich-rheumatische Er-
krankung

- höchstens diskrete Hinweise auf arthrotische Verände-
rungen (Fingerendgelenke)

- Periarthropathia humeroscapularis calcarea beidseitig
- Epikondilitis humeri ulnaris rechts
- leichte Chondropathia patellae beidseitig
- panvertebrales Schmerzsyndrom

- leichte Fehlhaltung
- weitgehend altersnormale Klinik
- atypische Schmerzphänomene
- keine radikuläre Symptomatologie

- Spreizfüsse
- Asthma bronchiale/asthmoide Bronchitis (seit dem 20. Lebens-

jahr)

Mit anhaltender Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

- Rezidivierende depressive Störung, knapp mittelgradige Episo-
de (ICD-10: F33.1)

- anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
Ohne anhaltende Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

- akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1)
- Alkoholabhängigkeitssyndrom, abstinent (ICD-10: F10.20)

In ihrer interdisziplinären Beurteilung vom 17. Dezember 2013 (act. II 73.1) 
erklärten sie, es bestünden seit Jahren – vor allem aber seit 2011 – polyto-
pe Schmerzen von Kopf bis Fuss, aktuell ohne wesentliche, abnorme, so-
matische Befunde. Im Vordergrund stehe eine diffuse, extrasomatisch be-
gründete Weichteilsymptomatik. Daneben bestehe eine periartikuläre dop-
pelseitige Schulterpathologie, die Arbeiten über Schulterhöhe beeinträchti-
ge. Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin unter Berück-
sichtigung einer etwas verminderten Schulterbelastbarkeit arbeitsfähig. Aus 
psychiatrischer Sicht bestehe sowohl eine psychosomatische Problematik 
als auch eine psychische Störung. Die Arbeitsfähigkeit sei von Februar bis 
Mai 2012 bis zu 50 % eingeschränkt gewesen, seither betrage die Ein-
schränkung 30 %. Interdisziplinär sei (bezüglich der medizinisch-
theoretischen Arbeits- und Leistungsfähigkeit) auf die psychischen Befunde 
abzustellen.

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3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.1 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

3.2.2 Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). Sache des 
(begutachtenden) Mediziners ist es zunächst, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu 
beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung 
unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu 
erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und Gerichte 
nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der 
Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. 
Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt 

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eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich 
begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige 
Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 140 V 
193 E. 3.2 S. 195).

3.3 Die Beurteilung der Dres. med. C.________ und D.________ vom 
17. Dezember 2013 (act. II 73.1) erfüllt die höchstrichterlichen 
Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2 hievor) und erbringt damit vollen Beweis. 
Die seitens der Beschwerdeführerin gegen die nachvollziehbaren und 
überzeugenden Schlussfolgerungen der bidisziplinären 
Administrativbegutachtung erhobene Kritik verfängt nicht. Zu den einzelnen 
vorgebrachten Rügen ist hauptsächlich das Folgende anzumerken:

3.3.1 In formeller Hinsicht bezweifelt die Beschwerdeführerin die 
Unabhängigkeit der Gutachter, erachtet es als fraglich, ob die 
Mitwirkungsrechte gewahrt wurden und beanstandet die Dauer der 
psychiatrischen Exploration (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. II lit. B Art. 1, S. 5 
Ziff. II lit. B Art. 2, S. 7 Ziff. II lit. B Art. 3 Lemma 1, S. 10 Ziff. II lit. B Art. 5; 
Replik S. 2).

Der erstmals im Rechtsmittelverfahren (pauschal) erhobene Vorwurf der 
fehlenden Unabhängigkeit der Dres. med. D.________ und C.________ 
hätte schon im Verwaltungsverfahren vorgebracht werden können, weshalb 
der Anspruch auf Anrufung der verletzten Verfassungsbestimmungen ver-
wirkt ist (vgl. BGE 132 V 93 E. 7.4.2 S. 112; SVR 2001 UV Nr. 11 S. 42 E. 
1c). Zudem führt nach gefestigter Rechtsprechung die Anzahl der beim 
selben Arzt in Auftrag gegebenen Gutachten und Berichte sowie das dar-
aus resultierende Honorarvolumen für sich allein genommen nicht zum 
Ausstand (BGE 137 V 210 E. 1.3.3 S. 227; SVR 2009 UV Nr. 32 S. 113 E. 
6.2). Hinweise dafür, dass die Gutachter sich von aussermedizinischen 
Gesichtspunkten hätten leiten lassen, bestehen keine und werden auch 
nicht substantiiert vorgebracht.

Mit Schreiben vom 18. Juni 2013 (act. II 60) wandte sich die 
Beschwerdegegnerin an die Beschwerdeführerin mit der Angabe der in 
Aussicht genommenen Gutachter und mit dem Hinweis auf die Möglichkeit 

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hiergegen Einwände zu erheben. Nachdem die Beschwerdeführerin innert 
Frist weder personenbezogene Einwände erhob noch Gegenvorschläge 
unterbreitete, bestand seitens der Verwaltung keine Veranlassung, auf die 
getroffene Auswahl der Sachverständigen zurückzukommen (zum 
konsensorientierten Abklärungsverfahren vgl. BGE 139 V 349 E. 5.2 
S. 354). 

Inwiefern der Zeitrahmen der psychiatrischen Untersuchung nicht nachvoll-
ziehbar sein soll, ist nicht ersichtlich, wurde die Dauer des klinischen Explo-
rationsgesprächs doch mit 70 Minuten dokumentiert (act. II 73.2/1). Selbst 
die behauptete Untersuchungsdauer von 35-40 bzw. 50 Minuten (vgl. Be-
schwerde S. 5 Ziff. II lit. B Art. 2, S. 7 Ziff. II lit. B Art. 3 Lemma 1; Replik 
S. 2) wäre der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie 
nicht per se unangemessen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 29. März 2010, 8C_942/2009, E. 5.2). 

Eine längerfristige Betreuung bzw. ein dadurch entstehendes Vertrauens-
verhältnis, wie dies die Beschwerdeführerin fordert (vgl. Beschwerde S. 5 
Ziff. II lit. B Art. 2), ist zwar für den behandelnden Arzt erwünscht, für eine 
beweiskräftige Begutachtung jedoch nicht nötig und mit Blick auf die erfor-
derliche Unabhängigkeit auch nicht geboten.

3.3.2 In materieller Hinsicht wird der Beweiswert der Administrativexperti-
sen nicht bereits dadurch erschüttert, dass das Abklärungsergebnis die 
Beschwerdeführerin nicht befriedigt bzw. die behandelnde Psychiaterin 
abweichende Feststellung traf (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. II lit. B Art. 1). 
Diagnostisch ging Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie, im undatierten (am 1. Februar 2012 eingelangten) Bericht 
(act. II 12) zunächst ebenfalls von einer mittelgradigen Episode einer rezi-
divierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.1) aus, postulierte jedoch 
das Bestehen einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit. Im Verlaufsbericht 
vom 2. Januar 2013 (act. II 43) beschrieb sie ab 30. November 2012 eine 
Exazerbation im Sinne einer schweren depressiven Episode (ICD-10: 
F33.2) und attestierte weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Daran 
hielt sie am 2. April 2013 fest, wobei sie zusätzlich eine abhängige Persön-
lichkeitsstörung (ICD-10: F60.7) diagnostizierte und einen instabilen Zu-
stand mit massiver Verschlechterung der depressiven Symptomatik sowie 

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suizidalen Krisen beschrieb (act. II 54/2). Dr. med. D.________ gab diese 
Vorakten in seinem psychiatrischen Teilgutachten wieder (act. II 73.2/3 f.) 
und setzte sich mit den Einschätzungen von Dr. med. E.________ ausein-
ander (act. II 73.2/15 lit. D). Die behandelnde Psychiaterin vermochte keine 
Aspekte zu benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 
ungewürdigt geblieben sind. Allein der Umstand, dass sie zu anderslauten-
den Einschätzungen gelangte, ist aufgrund der unterschiedlichen Natur von 
Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen Facharztes einerseits und 
Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten 
andererseits nicht geeignet, die Schlüssigkeit des Gutachtens in Zweifel zu 
ziehen (vgl. SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Auch auf die von Dr. med. 
E.________ im neusten Bericht vom 30. November 2014 (BB 3 f.) be-
schriebene Verschlechterung mit einer höchstens 30%igen bis 50%igen 
Restarbeitsfähigkeit im geschützten Rahmen kann nicht abgestellt werden. 
Nach Angaben der Beschwerdeführerin in der Eingabe vom 1. Dezember 
2014 handelt es sich um eine Darstellung des aktuellen Gesundheitszu-
standes. Der besagte Bericht betrifft demnach einen nach Erlass der ange-
fochtenen Verfügung eingetretenen Sachverhalt, welcher aufgrund des 
zeitlichen Überprüfungshorizonts des Gerichts von vornherein nicht zu 
berücksichtigen ist (vgl. BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140; SVR 2008 IV Nr. 8 
S. 25 E. 3.4).

Soweit geltend gemacht wird, im psychiatrischen Teilgutachten (act. II 73.2) 
würden unzutreffende Angaben der Beschwerdeführerin bzw. Halbwahrhei-
ten wiedergegeben (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. II lit. B Art. 2; Replik S. 2), 
lässt sich dies retrospektiv kaum verifizieren. Offensichtliche Widersprüche 
oder unzutreffende Angaben sind dem Gutachten jedenfalls nicht zu ent-
nehmen, so dass keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür bestehen, dass 
Dr. med. D.________ die Ausführungen der Explorandin falsch übernom-
men hätte. Zudem sind die «Aussagen der ersten Stunde» massgebend 
und nicht spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von 
nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art 
beeinflusst sein könnten (vgl. BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 E. 8c 
S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2).

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Des Weiteren wurde der Fragekatalog von Dr. med. D.________ – 
entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 4 f. Ziff. 
II lit. B Art. 2) – mit hinreichender Qualität beantwortet. Dass er das 
zumutbare zeitliche Ausmass einer Verweisungstätigkeit in Prozenten und 
nicht in Stunden festlegte (act. II 73.2/13 lit. C Ziff. 13), ist unbeachtlich, 
versteht sich doch von selbst, dass sich die 70 % auf die normale 
Arbeitszeit in einem Vollpensum beziehen. Die Grundlage für diese 
Quantifizierung ergibt sich aus den gutachterlichen Schlussfolgerungen, 
insbesondere wonach in Bezug auf die anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung die psychische Komorbidität knapp mittelgradig 
ausgeprägt und ein Teil der Verstimmungen und Ängste bereits in der 
Schmerzstörung enthalten sei (act. II 73.2/11 lit. B). Dass dabei keine 
zusätzliche Leistungseinschränkung besteht (act. II 73.2/13 lit. C Ziff. 14), 
wurde mit dem formulierten Zumutbarkeitsprofil (act. II 73.2/15 f. lit. D) 
plausibel begründet und bedarf keiner weiteren Erläuterung, zumal dem 
Erfordernis der Erholungsmöglichkeiten mit der reduzierten Präsenzzeit 
Nachachtung verschafft wird.

Sodann geht aus der Expertise von Dr. med. D.________ sehr wohl hervor, 
weshalb er im Verlauf von einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit ab Mai 
2012 ausging (vgl. Beschwerde S. 5 f. Ziff. II lit. B Art. 2). So erklärte er 
unter Berücksichtigung der Anamnese, dass es der Beschwerdeführerin 
nach einem eskalierenden Alkoholüberkonsum sowie mehreren 
«Nervenzusammenbrüchen» nach 2011 im Frühjahr 2012 gelungen sei, 
«das Steuer herumzureissen», und sie seither (nach dem Austritt aus der 
Klinik F.________ im Mai 2012 [act. II 73.2/5 lit. A]) alkoholabstinent sei, ihr 
Gewicht wieder habe zu steigern vermögen und per dato diagnostisch von 
einer knapp mittelgradigen depressiven Episode ausgegangen werden 
könne (act. II 73.2/9 lit. B). Ebenso erläuterte der Gutachter (act. II 73.2/14 
f. lit. D), dass bei den stationären Behandlungen in den Psychiatrischen 
Diensten G.________ ( act. II 12/7-9, 12/16-18, 49/1-5) sowie in der Klinik 
F.________ (act. II 22/2-10, 54/3-7) teilweise die (prinzipiell nicht 
invalidisierende [BGE 124 V 265 E. 3c S. 268; SVR 2012 BVG Nr. 14 S. 62 
E. 4.4.2]) Alkoholabhängigkeit im Vordergrund stand bzw. ein (ebenfalls 
grundsätzlich nicht invalidisierendes [BGE 127 V 294]) reaktives 
Geschehen vorlag oder die zwischenzeitlich festgestellten schweren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2015, IV/14/775, Seite 13

depressiven Episoden aufgrund der dokumentierten Symptomatik anhand 
der diagnostischen Leitlinien nicht nachvollziehbar waren (fehlende 
Suizidalität bzw. selbstbeurteilte 50%ige Arbeitsfähigkeit; vgl. vgl. DIL-
LING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer 
Störungen: ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch diagnostische Leitlinien, 9. Aufl. 
2014, S. 174 i.V.m. 179 f.). Im Übrigen ist nicht ersichtlich, inwiefern die 
gutachterliche Feststellung, dass die Beschwerdeführerin eher 
stimmungslabil sei (act. II 73.2/9 lit. B), unzutreffend sein könnte (vgl. 
Beschwerde S. 6 Ziff. II lit. B Art. 2). Dr. med. D.________ stellte den 
psychischen Krankheitsverlauf nicht euphemistisch dar, sondern skizzierte 
ihn sachlich anhand der anamnestischen Angaben.

Schliesslich gelangte der psychiatrische Gutachter zum Schluss, dass in 
Bezug auf die von ihm diagnostizierte anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) mehrere der sog. Foerster-Kriterien erfüllt 
seien, jedoch nicht in einem derartigen Ausmass, dass die Arbeitsfähigkeit 
seit Mai 2012 zu mehr als 30 % eingeschränkt sei. Insbesondere sei die 
psychische Komorbidität knapp mittelgradig ausgeprägt und ein Teil der 
Verstimmungen und Ängste bereits in der anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung enthalten (act. II 73.2/11 lit. B). Die Beschwerdeführerin 
hält demgegenüber sinngemäss dafür, dass die Schmerzstörung bzw. ihre 
Folgen zumindest im Umfang der seitens des Gutachters attestierten 
Restarbeitsfähigkeit von 70 % nicht mit zumutbarer Willensanstrengung 
überwindbar seien (vgl. Beschwerde S. 8 Ziff. II lit. B Art. 3). Die Beschwer-
degegnerin wies in der Beschwerdeantwort (S. 3 lit. C lit. b Ziff. 7) zutref-
fend darauf hin, dass die vor dem Hintergrund einer rezidivierenden de-
pressiven Störung diagnostizierte knapp mittelgradige depressive Episode 
keine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere und Intensität dar-
stellt (vgl. Entscheid des BGer vom 12. Juni 2014, 8C_195/2014, E. 4.4) 
und auch die weiteren Kriterien kaum in genügender Ausprägung vorliegen, 
um das syndromale Beschwerdebild aus rechtlicher Sicht (vgl. SVR 2008 
IV Nr. 23 S. 71 E. 2.2) als invalidisierenden Gesundheitsschaden zu 
qualifizieren. Demgegenüber begründete die Beschwerdeführerin nicht 
näher, inwiefern die Foerster-Kriterien unzutreffend beurteilt worden sein 
sollen. Im Übrigen verkennt sie, dass die Frage der Invalidisierung der 
somatoformen Schmerzstörung lediglich die attestierte 30%ige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2015, IV/14/775, Seite 14

Arbeitsunfähigkeit betreffen könnte und in Bezug auf die restlichen 70 % 
mit Blick auf die überzeugend begründete entsprechende Arbeitsfähigkeit 
eine Invalidisierung ohnehin ausser Betracht fällt. 

3.4 Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass die Beschwerde-
gegnerin sich in der angefochtenen Verfügung vom 25. Juni 2014 
(act. II 80) zu Recht auf die fachärztlichen Einschätzungen der Dres. med. 
C.________ und D.________ stützte. Demnach ist in tatsächlicher Hinsicht 
nach dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) erstellt, dass von Februar bis Mai 2012 
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestand und seither für leidensadaptierte 
Tätigkeiten (Verrichtungen, die keine hohe Belastbarkeit erfordern, ohne 
Tätigkeiten über Schulterhöhe, ohne sehr komplexe Handlungsabläufe, 
ohne Schichtarbeit und ohne Arbeit mit Todesfällen [act. II 71.1/14 lit. C 
Ziff. 6, 73.2/15 f. lit. D]) eine 70%ige Arbeitsfähigkeit besteht (act. II 73.1).

Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser medizinischen 
Ausgangslage bzw. die Einschränkungen im Haushalt.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2015, IV/14/775, Seite 15

passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 
E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.3 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegat-
ten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2015, IV/14/775, Seite 16

festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen 
(sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). 

4.4 Die Beschwerdegegnerin ging für die Frage der anwendbaren Inva-
liditätsbemessungsmethode von einer 70%igen Erwerbstätigkeit bzw. 
30%igen Beschäftigung im Haushalt aus, während sich die Beschwerde-
führerin für den hypothetischen Gesundheitsfall als vollschichtig erwerbs-
tätig sieht (act. II 76/4 Ziff. 3.5; vgl. Beschwerde S. 8 f. Ziff. II lit. B Art. 4; 
Replik S. 3).

Die Beschwerdegegnerin zeigte – unter Berücksichtigung der massgeben-
den Kriterien für die Statusfrage (BGE 137 V 334 E. 3.2 S. 338, 133 V 504 
E. 3.3 S. 508, 125 V 146 E. 2c S. 150, 117 V 194 E. 3b S. 195; AHI 1997 
S. 289 E. 2b) – im Abklärungsbericht Haushalt vom 5. Mai 2014 (act. II 76/4 
Ziff. 3.5) bzw. in der Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 11. Sep-
tember 2014 (in den Gerichtsakten) überzeugend auf, dass die Beschwer-
deführerin im hypothetischen Validitätsfall überwiegend wahrscheinlich 
weiterhin zu 70 % ausserhäuslich und zu 30 % im Aufgabenbereich tätig 
wäre. Dabei fällt insbesondere ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin, 
obwohl für ihren teilweise im selben Haushalt lebenden Sohn mit Jahrgang 
1991 (act. II 2/2 Ziff. 3.1, 12/14, 76/3 Ziff. 2.1, 73.2/4 lit. A Ziff. 1) lange vor 
Eintritt des Gesundheitsschadens keine Betreuung mehr erforderlich war, 
ihren Beschäftigungsgrad nicht steigerte. Es ist auch nicht plausibel, dass 
sie sich nach dem Antritt der Berufslehre des Sohnes nur deshalb im Um-
fang von 30 % dem Haushalt widmete, um ihm Mittagsmahlzeiten zuzube-
reiten. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin den Beschäftigungsgrad 
ursprünglich zwar aus finanziellen Gründen auf 70 % erhöhte (act. II 22/3 
Ziff. 1.7) und sich in den Akten auch Hinweise auf – offenbar teilweise 
krankheitsbedingt entstandene – finanzielle Engpässe bzw. Schulden er-
geben (act. II 49/1, 49/4, 54/2 Ziff. 4, 65/4, 65/8, 73.2/6 lit. A Ziff. 1, 76/4 
Ziff. 3.6; Akten des Beschwerdeführers [act. IA] 15-21). Es bestehen jedoch 
keine Anhaltspunkte, dass sie sich im Gesundheitsfall aus pekuniären 
Überlegungen nicht mit dem 70%igen Arbeitspensum begnügt hätte, zumal 
sie vom seit Dezember 2004 getrennt lebenden Ehegatten (act. II 2/1 
Ziff. 1.7) Unterhaltsbeiträge erhält (act. II 65/9, 73.2/4 f. lit. A Ziff. 1). Der 
von der Verwaltung angenommene Status ist nach dem Gesagten nicht zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2015, IV/14/775, Seite 17

beanstanden und wird seitens der Beschwerdeführerin auch nicht substan-
tiiert bestritten, so legte sie jedenfalls nicht dar, aus welchen Gründen die 
Annahme einer hypothetischen Vollzeittätigkeit naheliegender wäre als die 
den früheren faktischen Gegebenheiten entsprechende Aufteilung zwi-
schen Erwerb und Aufgabenbereich. Der Invaliditätsgrad wurde demzufol-
ge korrekterweise anhand der gemischten Methode mit einer Gewichtung 
von 70 % Erwerb zu 30 % Haushalt ermittelt. 

4.5 Für die Ermittlung der Einschränkung im Erwerb ist die Situation im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns massgebend. Selbst wenn 
dabei für das Wartejahr (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) zugunsten der Be-
schwerdeführerin von einer bereits vor Februar 2012 in genügendem Um-
fang ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit auszugehen wäre (act. II 73.2/12 
lit. C Ziff. 6), läge der massgebende Zeitpunkt gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG 
im Mai 2012 (act. II 2/6 Ziff. 11). Damit sind für den Einkommensvergleich 
die Verhältnisse im Jahr 2012 entscheidend und steht gleichzeitig fest, 
dass die gutachterlich attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit während der 
Hospitalisation in der Klinik F.________ von Februar bis Mai 2012 
(act. II 22/6-10, 73.1/1) nicht rentenbegründend sein kann. 

4.5.1 Die Beschwerdegegnerin zog für das Valideneinkommen das im 
Jahr 2011 mit einem Beschäftigungsgrad von 70 % faktisch erzielte und 
auch für das Jahr 2012 weiterhin gültige Bruttoeinkommen von Fr. 50‘605.-- 
(act. II 11/4 Ziff. 2.12, 24) heran (act. II 76/5 Ziff. 3.9). Dieses Validenein-
kommen ist – abgesehen vom zugrundeliegenden Arbeitspensum – zwi-
schen den Parteien unbestritten und nicht zu beanstanden.

4.5.2 Für das Invalideneinkommen stellte die Beschwerdegegnerin auf 
denselben Wert ab wie für das Valideneinkommen. Die 30%ige Arbeitsun-
fähigkeit wirkt sich in einem dem Status entsprechenden Pensum von 70 % 
vorderhand nicht aus und hat damit grundsätzlich unberücksichtigt zu blei-
ben (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. II lit. B Art. 1). Indes ist tatsächlich fraglich, 
ob die Beschwerdeführerin mit dem von den Gutachtern formulierten Zu-
mutbarkeitsprofil im Umfang von 70 % in ihrer angestammten Tätigkeit als 
... in einem … arbeiten könnte (vgl. Beschwerde S. 9 Ziff. II lit. B Art. 4), 
erklärte Dr. med. D.________ doch, die erneute Tätigkeit im … sei vermut-
lich eher ungünstig, da Todesfälle und ähnliches sie jeweils belastet hätten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2015, IV/14/775, Seite 18

(vgl. act. II 73.2/13 lit. C Ziff. 12). Wie es sich damit verhält, kann letztlich 
aber offen bleiben, da sich – wie aufzuzeigen sein wird (vgl. E. 6 hienach) – 
unter der Annahme, die bisherige Tätigkeit als ... wäre ihr nicht mehr zu-
mutbar, im Ergebnis nichts änderte. Weil mit der neuen Anstellung bei ei-
nem «...» im Umfang von zirka 25 bis 30 % (act. IA 7; act. II 65/4, 65/8, 
73.2/6 lit. A Ziff. 1, 73.2/9 lit. B) die verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht in 
zumutbarer Weise voll ausgeschöpft wird, könnte der dabei erzielte Lohn 
ebenfalls nicht als Invalideneinkommen herangezogen werden, vielmehr 
wäre auf den Tabellenlohn gemäss LSE (vgl. E. 4.2.2 hievor) und dabei auf 
den Totalwert im Kompetenzniveau 2 (Praktische Tätigkeiten wie Ver-
kauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administration/Bedienen von Maschi-
nen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst) abzustellen. 
Es ergäbe sich ein Invalideneinkommen von Fr. 40‘685.-- (Fr. 4‘646.-- [LSE 
2012, Tabelle TA1, Frauen, Total, Kompetenzniveau 2] x 12 Monate / 40 
Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [BFS, Betriebsübli-
che Arbeitszeit {BUA}, Total 2012] x 70 % Restarbeitsfähigkeit).

4.6 Soweit für das Invalideneinkommen auf die LSE abgestellt würde, 
resultierte aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen 
eine ungewichtete Einschränkung im Erwerb von 19.60 % ([Fr. 50‘605.-- ./. 
Fr. 40‘685.--] / Fr. 50‘605.-- x 100), andernfalls beträgt die Einschränkung 
0.00 % (act. II 76/5 Ziff. 3.9).

Um den Invaliditätsgrad nach der gemischten Methode (vgl. E. 4.3 hievor) 
zu ermitteln, bleibt die Einschränkung im Haushalt zu prüfen. 

5.

5.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2015, IV/14/775, Seite 19

schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; 
SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2).

5.2 Der Abklärungsbericht Haushalt vom 5. Mai 2014 (act. II 76) basiert 
auf einer Erhebung an Ort und Stelle (vgl. Art. 69 Abs. 2 der Verordnung 
vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) 
vom 23. April 2014 und wurde in Kenntnis der medizinischen Schlussfolge-
rungen aus der Begutachtung verfasst. Aus dem Betätigungsvergleich er-
gab sich eine ungewichtete Einschränkung von 1.00 %.

Abgesehen von der Statusfrage (vgl. E. 4.4 hievor) beschränken sich die 
Beanstandungen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem Ab-
klärungsbericht auf den Umstand, dass darin eine Mithilfe des teilweise im 
selben Haushalt lebenden Sohnes berücksichtigt wurde (vgl. Beschwerde 
S. 9 Ziff. II lit. B Art. 4; Replik S. 3). Dabei verkennt sie, dass nicht etwa 
verlangt wurde, dass ihr Sohn nebst seiner beruflichen Tätigkeit ihren ge-
samten Haushalt besorgt (vgl. Replik S. 3). Einerseits erachtete es die Ab-
klärungsperson im Rahmen der Mithilfe und Hilfestellung Dritter (vgl. BGE 
133 V 504 E. 4.2 S. 509; SVR 2011 IV Nr. 11 S. 30 E. 5.5) einzig bezüglich 
der Aufgabenkategorien «Einkauf und weitere Besorgungen» sowie 
«Ernährung» als zumutbar, dass der erwachsene Sohn die Beschwerde-
führerin unterstützt (act. II 76/7 Ziff. 6). Andererseits wurde insoweit die 
faktisch bereits erbrachte und nicht eine rein hypothetische Mithilfe ange-
rechnet, als der Sohn die Beschwerdeführerin manchmal beim Einkaufen 
begleitet. Des Weiteren spricht nichts gegen die Annahme, dass der Sohn 
«an schlechten Tagen» das Kochen übernimmt und seine Mutter bei der 
Küchenreinigung unterstützt, zumal er sich im Gegenzug an den übrigen 
Tagen von ihr bekochen lässt (act. II 76/7 Ziff. 6).

Im Übrigen wurden die festgestellten Einschränkungen in den einzelnen 
Aufgabenkategorien (vgl. Rz. 3086 des Kreisschreibens des Bundesamtes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2015, IV/14/775, Seite 20

für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Hilflosigkeit in der Inva-
lidenversicherung [KSIH], gültig ab 1. Januar 2014) begründet und in der 
Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 11. September 2014 (in den 
Gerichtsakten) zusätzlich erläutert. Die Werte sind im Rahmen des der Be-
schwerdegegnerin zukommenden Ermessens nicht zu beanstanden und 
jedenfalls nicht als klar feststellbare Fehleinschätzungen (vgl. E. 5.1 hievor) 
zu qualifizieren. Auf die Ergebnisse der Haushaltsabklärung ist deshalb 
beweisrechtlich abzustellen.

6. Zusammenfassend ergibt sich im Erwerb eine gewichtete Ein-
schränkung von 0.00 % bzw. höchstens 13.72 % (19.60 % [vgl. E. 4.6 hie-
vor] x 0.7 [Gewichtung]) und im Haushalt eine solche von 0.30 % (1.00 % 
[vgl. E. 5.2 hievor] x 0.3 [Gewichtung]). Dies führt zu einem abzurundenden 
(BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) und nicht rentenbegründenden (vgl. 
E. 2.3 hievor) Invaliditätsgrad von maximal 14 % (13.72 % + 0.30 %). Die 
Verfügung vom 25. Juni 2014 (act. II 80) ist demzufolge im Ergebnis nicht 
zu beanstanden, weshalb sich die dagegen erhobene Beschwerde vom 
25. August 2014 als unbegründet erweist und abzuweisen ist.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 700.-- festzusetzen 
und grundsätzlich der unterliegenden Beschwerdeführerin zur Bezahlung 
aufzuerlegen. Da mit Verfügung vom 2. Dezember 2014 das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege gutgeheissen wurde, wird die Beschwerdefüh-
rerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG 
i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezem-
ber 2008 (ZPO; SR 272), d.h. sobald sie innert zehn Jahren nach Ab-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2015, IV/14/775, Seite 21

schluss des Verfahrens zur Nachzahlung in der Lage ist – von der Zah-
lungspflicht betreffend die Verfahrenskosten befreit.

7.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]). 

7.3 Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiord-
nung von Rechtsanwalt B.________ bleibt dessen amtliches Honorar fest-
zulegen.

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des 
gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der kantonalen Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschä-
digung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) be-
trägt der Stundenansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 8. Dezember 2014 macht Rechtsanwalt B.________ 
einen Zeitaufwand von 14.08 Stunden bzw. ein Honorar von 
Fr. 3‘520.--, zuzüglich Auslagen von Fr. 164.75 sowie die Mehrwertsteuer 
von 8 % (auf Fr. 3‘684.75) im Betrag von Fr. 294.80, total Fr. 3‘979.55, gel-
tend, was nicht zu beanstanden ist. Der mit der Eingabe vom 28. Januar 
2015 entstandene Aufwand ist nicht zusätzlich zu entschädigen, da die 
fragliche Eingabe für die Entscheidfindung nicht relevant und der Aufwand 
dementsprechend sachlich nicht geboten war (vgl. SVR 2006 BVG Nr. 26 
S. 105 E. 11.3.1). Folglich wird der tarifmässige Parteikostenersatz für die-
ses Verfahren auf Fr. 3‘979.55 festgesetzt. Davon ist Rechtsanwalt 
B.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichts-
kasse ein amtliches Honorar von Fr. 2‘816.-- (14.08 h x Fr. 200.--) zuzüg-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2015, IV/14/775, Seite 22

lich Auslagen von Fr. 164.75 und Mehrwertsteuer von Fr. 238.45 (8 % von 
Fr. 2‘980.75), total somit eine Entschädigung von Fr. 3‘219.20, auszurich-
ten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin 
gegenüber dem Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von 
Art. 123 ZPO (vgl. Art. 113 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2015, IV/14/775, Seite 23

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3‘979.55 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 3‘219.20 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.