# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd68e5d8-42c3-5180-a54d-88b599771efe
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-08-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.08.2009 UV 2008/26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-26_2009-08-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/26

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.04.2020

Entscheiddatum: 04.08.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 04.08.2009
Art. 15 Abs. 2, 18 und 24 UVG. Art. 43 Abs. 1 ATSG: Prüfung des Anspruchs 
auf Rente (versicherter Verdienst, Validen- und Invalideneinkommen) und 
Integritätsentschädigung. Rückweisung zur Vornahme einer 
spezialärztlichen Begutachtung und zur Abklärung des Validen-einkommens 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. August 
2009, UV 2008/26).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 4. August 2009

in Sachen

C.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Senn, Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach,

9001 St. Gallen,

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betreffend

Invalidenrente und Integritätsentschädigung

Sachverhalt:

A.       

C.___ war als Filialleiterin bei der A.___ angestellt und dadurch bei der Suva 

unfallversichert, als sie am 10. Januar 2005 beim Skifahren stürzte (UV-act. 1, 10.2). Dr. 

med. B.___, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, diagnostizierte im Bericht vom 

2. Dezember 2005 eine Synovalitis eine inkomplette Supraspinatussehnenruptur und 

ein posttraumatisches Impingement der rechten Schulter mit Bursitis subacromialis 

(UV-act. 6.5). Der Hausarzt Dr. med. D.___, Arzt für Allgemeine Medizin, bestätigte am 

22. Februar 2006 einen Status nach Operation der rechten Schulter am 1. Dezember 

2005 (UV-act. 9.1). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nach 

Durchführung von weiteren Abklärungen eröffnete sie der Versicherten mit Verfügung 

vom 14. Juli 2007 den Anspruch auf eine Invalidenrente ab 1. August 2007 auf der 

Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 21% und eines versicherten Jahresverdienstes von 

Fr. 63'591.--. Im Weiteren wurde ihr eine Integritätsentschädigung auf der Basis eines 

Integritätsschadens von 5% zugesprochen (UV-act. 96). Die gegen diese Verfügung 

erhobene Einsprache (UV-act. 103) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 30. 

Januar 2008 ab.

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Versicherte durch Rechtsanwalt 

lic. iur. Jürg Senn, Zürich, mit Eingabe vom 3. März 2008 Beschwerde erheben mit dem 

Antrag, der Entscheid sei insoweit aufzuheben, als der Beschwerdeführerin eine 

Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von lediglich 21% und eine 

Integritätsentschädigung von lediglich 5% zugesprochen werde, und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin - allenfalls nach 

Durchführung weiterer Abklärungen - eine höhere Invalidenrente und eine höhere 

Integritätsentschädigung zuzusprechen. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter 

unter anderem dar, bezüglich seiner Einschätzung der Zumutbarkeit einer 

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vollschichtigen Tätigkeit bleibe der Kreisarzt Dr. med. E.___, Facharzt FMH für 

Chirurgie, speziell Allgemein- und Unfallchirurgie, in der Beurteilung vom 6. Juli 2007 

sehr unklar. Eine Begründung enthalte die Notiz nicht, eine Auseinandersetzung mit 

den Vorakten ebenso wenig. Das (auf ein 100%-Pensum aufgerechnete) 

Valideneinkommen von Fr. 65'000.-- (13 x Fr. 4'500.-- [90%] = Fr. 58'500.--) treffe nicht 

zu. Einerseits seien die Überstunden vergessen gegangen, welche die 

Beschwerdeführerin ohne die Unfallfolgen geleistet hätte. Anderseits hätten die 

Angestellten, welche nicht von Unfallfolgen betroffen gewesen seien, in den Jahren 

2005 bis 2007 Lohnerhöhungen erhalten. Auch wenn im Weiteren von einer 

Invalidentätigkeit von 100% ausgegangen werden könnte - was bestritten werde -, so 

erweise sich die Ermittlung des Invalideneinkommens als offensichtlich zu hoch. Auch 

wenn nach der jüngsten Rechtsprechung eine Kontrollrechnung mittels LSE nicht mehr 

unbedingt als erforderlich erachtet werde, so zeige eine solche Kontrollrechnung doch 

auf, dass vorliegend DAP-Blätter ausgewählt worden seien, welche alle über dem 

Durchschnittsverdienst für Hilfsarbeiten liegen würden. Es seien von vornherein Löhne 

ausgesucht worden, welche geeignet gewesen seien, den Durchschnitt der 

Hilfstätigkeiten gemäss LSE nach oben zu heben, um den Invaliditätsgrad möglichst 

tief zu halten. Dieses Vorgehen sei umso bedenklicher, als der Durchschnitt der 

Durchschnittslöhne gemäss den DAP-Blättern unter dem Durchschnitt der für die 

Beschwerdeführerin herausgearbeiteten Löhne gelegen habe. Bei diesem Vorgehen 

werde dann nicht einmal ein Abzug für die Behinderung vorgenommen. Unter solchen 

Voraussetzungen sei eine rechtsgleiche Behandlung nicht gewährleistet. Mit der 

Einführung von DAP-Blättern habe die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad 

minimieren wollen.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 3. Juni 2008 beantragte Rechtsanwalt Dr. Urs 

Glaus, St. Gallen, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur 

Begründung verwies der Rechtsvertreter auf die Darlegungen im angefochtenen 

Entscheid und führte unter anderem aus, die Schulterproblematik der 

Beschwerdeführerin bestehe nach Lage der Akten zumindest teilweise aus 

degenerativen Veränderungen. Die Zumutbarkeitsbeurteilung durch Dr. med. F.___, 

FMH für Sport- und Unfallchirurgie, vom 11. September 2007 sei in diversen Punkten 

zu beanstanden. Die Beurteilungen der Suva-Ärzte Dr. E.___ und Dr. med. G.___, 

Facharzt für Chirurgie FMH, sei aufgrund der Akten nachvollziehbar, differenziert 

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begründet und schlüssig. Es sei folglich von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin in einer ihrem Leiden adaptierten Tätigkeit auszugehen. 

Hinsichtlich der Bemessung des Valideneinkommens sei davon auszugehen, dass die 

ehemalige Arbeitgeberin bei ihren Angaben eine allfällige Lohnerhöhung berücksichtigt 

und die dauernde Notwendigkeit von Überstunden erwähnt hätte. Es liege somit an der 

Beschwerdeführerin darzulegen, dass sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 

Lohnerhöhung erhalten hätte. Dass einzelne Angestellte eine Lohnerhöhung erhalten 

hätten, lasse noch bei weitem nicht darauf schliessen, dass es sich im Fall der 

Beschwerdeführerin ebenfalls so zugetragen hätte. Die Beschwerdeführerin habe den 

Beweis dafür zu liefern, dass Überstunden auch tatsächlich geleistet worden wären. 

Diesen Beweis sei sie schuldig geblieben. Hinsichtlich der Bemessung des 

Invalideneinkommens sei eine "Kontrollrechnung" mit LSE nicht nötig, wenn die DAP 

den Anforderungen gemäss Rechtsprechung genügen würden, was hier zutreffe. Die 

Auswahl der beigezogenen DAP-Blätter sei ins Ermessen der Beschwerdegegnerin 

gestellt, wobei grössere Abweichungen vom Durchschnitt zu begründen seien. Der 

Durchschnittslohn der verwendeten DAP liege vorliegend 3.3% über dem Durchschnitt 

der anderen vergleichbaren DAP. Eine grosse Abweichung liege somit nicht vor. Die 

Abweichung sei zudem auch begründet. Den Akten lasse sich nicht entnehmen, dass 

die Beschwerdeführerin die Anforderungsprofile der DAP nicht würde erfüllen können. 

Des Weiteren sei nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführerin eine Hilfsarbeit in 

der Industrie nicht zumutbar sein sollte. Eine Integritätsentschädigung von 20% bei 

einer Beweglichkeitseinschränkung der Schulter von 20% erscheine nicht 

nachvollziehbar.

B.c   Mit Replik vom 19. November 2008 hielt der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin fest, die zwischenzeitlich geführten Vergleichsverhandlungen mit 

der Beschwerdegegnerin seien gescheitert. Im Übrigen bestätigte er seinen Antrag und 

seine Ausführungen.

B.d   In der Duplik vom 22. Dezember 2008 hielt der Rechtsvertreter der 

Beschwerdegegnerin an seinem Standpunkt fest.

Erwägungen:

1.        

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Streitig sind vorliegend die Bemessung der Invalidität der Beschwerdeführerin und des 

Integritätsschadens. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid die 

rechtlichen Grundlagen der Invaliditätsbemessung (Erw. 1a) und der Festlegung der 

Integritätsentschädigung (Erw. 2a) zutreffend dar. Darauf ist zu verweisen.

2.        

2.1    Kreisarzt Dr. med. H.___, Orthopädische Chirurgie FMH, kam gestützt auf eine 

Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 13. April 2006 zum Schluss, eine 

gelegentliche Wiederaufnahme der Arbeit erachte er als zumutbar, allenfalls unter 

Ausklammerung der Tätigkeiten, welche Armhaltungen über Brust- oder Schulterhöhe 

verlangen würden. Für eine solchermassen adaptierte Tätigkeit erachte er eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% ab 1. Juni 2006 als gegeben. Aus dem Verlauf werde sich 

dann allenfalls die Möglichkeit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit ergeben (UV-act. 

13). Dr. B.___ berichtete am 9. Mai 2006, es würden belastungsabhängige Schmerzen 

in der rechten Schulter sowie bei Arbeiten über der Horizontalen persistieren. Die Dauer 

der Behandlung sei nicht absehbar. Ab 1. Mai 2006 liege eine Arbeitsfähigkeit von 50% 

vor (UV-act. 18.2). Die Arbeitgeberin löste das Arbeitsverhältnis mit der 

Beschwerdeführerin auf Ende Oktober 2006 auf (UV-act. 21.3, 29). Dr. med. I.___, 

Orthopädie am Rosenberg, berichtete am 13. Juli 2006 über eine Hospitalisation der 

Beschwerdeführerin zur Durchführung einer Arthroskopie (UV-act. 26). Am 16. 

November 2006 bestätigte der Arzt eine (volle) Arbeitsunfähigkeit in einem manuellen 

Beruf. Rein theoretisch sei in einer administrativen Tätigkeit mit Bewegungen ohne 

Belastungen, unterhalb der Horizontalen, eine 50%ige Arbeitsfähigkeit wohl möglich 

(UV-act. 42). Dementsprechend richtete die Beschwerdegegnerin ab 13. November 

2006 ein Taggeld auf der Basis einer Arbeitsfähigkeit von 50% aus (UV-act. 42, 44). Der 

Chiropraktor Dr. J.___ diagnostizierte am 17. Januar 2007 neben dem Status nach 

Schulteroperation ein lumbospondylogenes und zervikothorakales Schmerzsyndrom 

(UV-act. 52). Eine kreisärztliche Untersuchung ergab gemäss Bericht von Dr. E.___ vom 

30. Januar 2007 unter anderem, dass es der Beschwerdeführerin nach der zweiten 

Operation von der Bewegung her schlechter als vorher und von Seiten der Schmerzen 

unverändert gehe. Es bestünden gewisse Zeichen für ein Impingement, aber nicht 

konklusiv. Anhaltspunkte für eine Sehneninsuffizienz oder eine Muskelatrophie 

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bestünden nicht. Es sei ein MRI anzumelden zur Verlaufsbeurteilung (UV-act. 57). Am 

8. Februar 2007 wurde ein Arthro-MRI der rechten Schulter erstellt (UV-act. 59).

2.2    In der Folge empfahl Dr. I.___ im Bericht vom 12. März 2007 die Weiterführung 

der konservativen Therapie. Weitere operative bzw. orthopädische Massnahmen hätten 

im Moment keinen Sinn. Bezüglich Arbeitsfähigkeit verweise er auf den Bericht an die 

Beschwerdegegnerin bzw. von der Beschwerdegegnerin. Diesbezüglich habe sich 

nichts geändert (UV-act. 62). Mit den vorgeschlagenen Massnahmen erklärte sich der 

Kreisarzt einverstanden (UV-act. 62 unten und 63). Im Austrittsbericht der Reha-Klinik 

Walenstadtberg vom 10. April 2007 wurden als Diagnosen neben den 

Schulterschmerzen rechts das Schmerzsyndrom im Rücken vermerkt und die 

Arbeitsfähigkeit für leichtere Tätigkeiten mit 50% angegeben (UV-act. 65). Auf den 

30. April 2007 reiste die Beschwerdeführerin nach Slowenien aus (UV-act. 70). Am 6. 

Juli 2007 gab Kreisarzt Dr. E.___ bekannt, auf eine Abschlussuntersuchung könne 

aufgrund der kreisärztlichen Untersuchung vom Januar 2007 und des Berichts der 

Reha-Klinik Walenstadtberg verzichtet werden. Dort würden sich die 

Schulterbeweglichkeits-Befunde zeigen. Die MRI-Untersuchung vom Februar 2007 

habe eine subacromiale Reizung gezeigt. Bei Beschwerdepersistenz sei allenfalls eine 

Infiltration subacromial durchzuführen. Sodann sei eine Salbentherapie anzuwenden. 

Weitere Behandlungsmassnahmen seien, abgesehen von einem Analgetikum in 

Reserve, nicht notwendig. Hinsichtlich der rechten Schulter seien repetitive 

Überkopfarbeiten zu vermeiden. Das Heben und Tragen von Gewichten von 2 ½ kg bis 

Kopfhöhe und von 5 kg bis Lendenhöhe körpernah sei vollschichtig zumutbar, 1 kg 

gelegentlich auch über Kopf. Wiederholte ausladende Bewegungen und das Aussetzen 

des rechten Arms an hämmernde und vibrierende Einflüsse seien zu vermeiden (UV-

act. 88).

2.3    Im Gutachten zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin vom 

11. September 2007 führte Dr. F.___ unter anderem aus, objektiv zeige sich bei der 

klinischen Untersuchung eine freie Beweglichkeit (der Schulter), jedoch mit deutlich 

schmerzhaftem Bogen. Lediglich die Innenrotation sei ca. 20% eingeschränkt. Die 

Impingement-Zeichen seien positiv. Es bestünden deutliche Myogelosen im 

Schultergürtelbereich dorsal, rechts mehr als links. Zu diagnostizieren sei ein 

persistierendes Schmerzsyndrom Schulter rechts. Arbeiten über Kopf seien nicht 

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möglich. Hingegen seien leichte Arbeiten mit Einsatz der rechten Extremität unterhalb 

der Horizontalen zumutbar, da in dieser Position das Schultergelenk deutlich weniger 

belastet werde. Allerdings seien repetitive Manipulationen, auch verbunden mit 

längerem Sitzen, zu vermeiden. Auch Manipulationen von Gegenständen über 2 kg 

seien zu vermeiden. Bei entsprechend angepasster Tätigkeit sei eine Arbeitsfähigkeit 

von 50% möglich. Eine ärztliche Fehlbehandlung liege nicht vor (act. G 1.3). In der 

ärztlichen Beurteilung vom 7. Mai 2008 kam Suva-Arzt Dr. G.___ unter anderem zum 

Schluss, die Beschwerdeführerin habe sich am 10. Januar 2005 eine Kontusion der 

rechten dominanten Schulter zugezogen. Das Ereignis sei mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht geeignet gewesen, eine Partialruptur der Supraspinatussehne 

zu verursachen, wohl aber eine vorbestehende, bis anhin stumme, degenerative 

Veränderung an der Rotatorenmanschette manifest werden zu lassen und allenfalls 

auch eine Bursitis zu verursachen. Die Beschwerdeführerin sei zum Unfallzeitpunkt in 

einem Alter (45 Jahre) gewesen, in dem sich solche Sehnenteilrisse zunehmend auch 

ohne Unfallereignis ausbilden und auch zunehmend zu manifestieren beginnen würden. 

Eine Fehlbehandlung habe nicht vorgelegen. Dr. F.___ leite aus den von ihm erhobenen 

klinischen Befunden die Diagnose eines persistierenden Schmerzsyndroms Schulter 

rechts nach zweimaligem operativen Eingriff wegen posttraumatischem Impingement 

mit Partialruptur der Supraspinatussehne und Bicepstendinitis ab, ohne eine 

strukturelle Schädigung als Ursache für die von der Patientin beklagten Schmerzen zu 

benennen. Insbesondere diskutiere Dr. F.___ auch nicht, inwieweit degenerative 

Veränderungen der HWS - die Beschwerdeführerin sei wegen Nackenbeschwerden in 

hausärztlicher und rheumatologischer Behandlung gewesen - zumindest 

mitverantwortlich für die Beschwerden seien, könnten doch solche einen sogenannten 

"refered pain" in der Schulter verursachen. Die von Dr. F.___ erwähnten Myogelosen 

am Schultergürtel dorsal würden nicht einer strukturellen Schädigung, sondern einem 

funktionellen Zustand der betroffenen Muskulatur entsprechen. Solche Myogelosen 

würden sich bei praktisch jedem Probanden finden lassen. Eine erneute 

Befunderhebung auch durch den gleichen Untersucher könne schon wenige Stunden 

und erst recht einige Tage nach der Erstuntersuchung ein völlig anderes Bild ergeben. 

Die Aussage von Dr. F.___, wonach Arbeiten über Kopf nicht möglich seien, stehe im 

Widerspruch zur Aussage der Beschwerdeführerin, dass sie Wäsche hängen könne - 

allerdings verbunden mit Schmerzen - und auch zu der von ihm festgestellten freien 

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Schulterbeweglichkeit. Er (Dr. G.___) teile die Beurteilung des Kreisarztes, wonach 

repetitive Überkopfarbeiten zu vermeiden seien. Bezüglich Heben und Tragen von 

Gewichten sei Dr. F.___ zum Schluss gekommen, dass Gewichte über 2 kg zu 

vermeiden seien. Dies sei kaum mit den alltäglichen Lebensverrichtungen vereinbar. 

Die Beurteilung des Kreisarztes sei diesbezüglich differenzierter ausgefallen und 

nachvollziehbar. Dass Dr. F.___ sämtliche repetitiven Manipulationen, auch verbunden 

mit längerem Sitzen, als zu vermeiden beurteilt habe, sei seines Erachtens wenig 

verständlich. Auch repetitive Tätigkeiten auf Tischhöhe, solange sie keine 

grossräumigen Bewegungen im rechten Schultergelenk verlangen würden, seien seines 

(Dr. G.___) Erachtens vollschichtig zumutbar, insbesondere solche, bei denen die 

Unterarme zwischendurch abgestützt werden könnten. Bei der richtigen Wahl der 

Sitzhöhe könnten solche Tätigkeiten weitgehend mit hängendem Arm ausgeführt 

werden. Eine Einschränkung der Sitzdauer lasse sich bei der Beschwerdeführerin 

allenfalls mit den unfallfremden Rückenbeschwerden begründen, nicht aber mit den 

Schulterbeschwerden. Weshalb Dr. F.___ zum Schluss gekommen sei, bei 

entsprechend angepasster Tätigkeit sei eine Arbeitsfähigkeit von 50% möglich, sei 

nicht nachvollziehbar. Dr. F.___ begründe dies auch nicht. Allein aufgrund der 

strukturellen Unfallfolgen an der rechten Schulter sei der Beschwerdeführerin sowohl 

eine wechselbelastende wie eine rein sitzend, stehend oder gehend zu verrichtende 

Tätigkeit zumutbar. Ein gelegentlicher Einsatz der rechten dominanten Hand über Kopf 

sei ihr ebenfalls zumutbar, einschliesslich gelegentliches Anheben eines Gewichtes von 

1 kg über Kopfniveau hinaus. Grossräumige Bewegungen im rechten Schultergelenk 

mit Handeinsatz über Tischniveau seien nur selten zumutbar. Körpernahes Tragen und 

Heben bis Lendenhöhe (Gürtelhöhe) von Gewichten bis 7.5 kg sei zumutbar, da dabei 

der subacromiale Raum tendenziell erweitert und so dem residuellen Impingement 

entgegengewirkt werde. Auch nicht repetitives Heben von Gewichten bis 2.5 kg bis 

Schulterhöhe sei zumutbar. Nicht zumutbar seien das Arbeiten auf Leitern und mit 

Geräten, welche Vibrationen oder Schläge auf den rechten Arm auslösen würden. 

Tätigkeiten, welche die erwähnten Einschränkungen berücksichtigen würden, seien der 

Beschwerdeführerin allein unter Berücksichtigung der Unfallfolgen an der rechten 

Schulter vollschichtig und mit vollem Rendement zumutbar (vgl. UV-act. 107 S. 8-14).

3.        

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3.1    Abzuklären ist, von welcher zumutbaren Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung 

der Unfallfolgen als Grundlage für die ab 1. August 2007 laufende Rente auszugehen 

ist. Es liegen mehrere spezialärztliche (orthopädische oder unfallchirurgische) 

Einschätzungen vor, welche nicht ohne weiteres miteinander in Einklang zu bringen 

sind. Kreisarzt Dr. H.___ erachtete ab 1. Juni 2006 eine Arbeitsfähigkeit von 50% als 

gegeben und machte eine allfällige Steigerung derselben vom Verlauf abhängig (UV-

act. 13). Dr. B.___ bescheinigte ab 1. Mai 2006 ebenfalls eine 50%ige Arbeitsfähigkeit 

(UV-act. 18.2). Auch Dr. I.___ taxierte die Arbeitsfähigkeit im Bericht vom 16. November 

2006 mit 50%, wobei er hierfür eine Tätigkeit mit Bewegungen ohne Belastungen 

unterhalb der Horizontalen voraussetzte (UV-act. 42). Der Kreisarzt Dr. E.___ erklärte 

sich mit dieser Taxierung am 23. November 2006 einverstanden (UV-act. 43). Auch 

Dr. J.___ erachtete eine Arbeitsfähigkeit von 50% als zumutbar, wobei er allerdings 

nicht zwischen unfallbedingten und unfallfremden Leiden unterschied (UV-act. 52). Am 

29. Januar 2007 fand eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. E.___ statt, aufgrund 

welcher der Arzt unter anderem festhielt, objektiv bestehe im Vergleich zur 

Untersuchung beim Kreisarztkollegen in Zürich (Dr. H.___) heute eine etwas schlechtere 

Beweglichkeit (UV-act. 57 S. 3). Zur Arbeitsfähigkeit nahm Dr. E.___ wohl deshalb nicht 

Stellung, da auf seine Veranlassung noch ein MRI durchzuführen war (UV-act. 57). 

Nach Vorliegen des MRI-Ergebnisses (UV-act. 59) bestätigte Dr. I.___ am 12. März 

2007 seine frühere Arbeitsfähigkeits-Taxation von 50% (UV-act. 62). Von Seiten der 

Reha-Klinik Walenstadtberg wurde am 10. April 2007 ebenfalls eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit für leichtere Tätigkeiten vermerkt, ohne allerdings zwischen 

unfallbedingten (Schulter) und rückenbedingten Ursachen der Einschränkung zu 

unterscheiden (vgl. UV-act. 65). In der Folge ging die Beschwerdegegnerin im Mai 2007 

weiterhin von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus (UV-act. 73). Gut einen Monat später 

taxierte Kreisarzt Dr. E.___ die Arbeitsfähigkeit insofern als nicht (mehr) eingeschränkt, 

als er die vollschichtige Zumutbarkeit einer Tätigkeit unter Beachtung von bestimmten 

bewegungs- und gewichtsmässigen Einschränkungen bestätigte. Den Verzicht auf eine 

Untersuchung begründete Dr. E.___ mit dem Hinweis auf die Ergebnisse der 

kreisärztlichen Untersuchung vom Januar 2007 und den Bericht der Reha-Klinik 

Walenstadtberg (UV-act. 88). In dem letztgenannten Bericht war nun jedoch wie 

erwähnt - wenn auch nicht differenziert nach Ursachen - von einer 50%igen 

Arbeitsfähigkeit ausgegangen worden. Die kreisärztliche Untersuchung vom Januar 

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2007 hatte sodann wie dargelegt objektiv eher eine Verschlechterung im Vergleich zur 

früheren Untersuchung durch Dr. H.___ (dieser hatte eine Arbeitsfähigkeit von 50% 

bestätigt) gezeigt. Diese "Kehrtwende" im kreisärztlichen Bericht vom 6. Juli 2007 

hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erscheint mit Blick auf diese 

Gegebenheiten nicht ohne weiteres nachvollziehbar, zumal der Kreisarzt ausdrücklich 

auf eine Abschlussuntersuchung verzichtete und zudem auch keine gesundheitliche 

Veränderung (Verbesserung) hinsichtlich der Schulterproblematik aktenmässig 

dokumentiert war. Mit den Vorakten setzte sich der Kreisarzt nicht explizit auseinander 

(UV-act. 88). Die Aufnahmen des MRI vom 1. Mai 2006 (vgl. UV-act. 17.1) standen ihm 

soweit ersichtlich nicht zur Verfügung (vgl. UV-act. 87). Dr. F.___, der die 

Beschwerdeführerin persönlich untersuchte, schätzte im Gutachten vom 11. 

September 2007 die Arbeitsfähigkeit - wie sämtliche Berichterstatter vor dem letzten 

Kreisarztbericht - auf 50% (act. G 1.3). Diesbezüglich lässt sich zwar der ausführlich 

begründete Einwand von Dr. G.___, dass Dr. F.___ bei seiner Einschätzung die im Alter 

der Beschwerdeführerin zunehmend auftretenden Degenerationen bzw. 

krankheitsbedingten Einschränkungen an der Schulter und auch den Einfluss von 

konkret bestehenden degenerativen Veränderungen der HWS nicht berücksichtigt 

habe, nicht ohne weiteres von der Hand weisen. Aufgrund der im Gerichtsverfahren 

nachgeschobenen, anhand der Akten (ohne Untersuch) und der medizinischen Literatur 

erstellten Begründung von Dr. G.___ kann dennoch nicht abschliessend entschieden 

werden, in welcher Weise allfällige degenerative Veränderungen an der Schulter - 

soweit effektiv von solchen ausgegangen werden müsste - zu gewichten wären. Dabei 

ist zu beachten, dass krankheitsbedingte Degenerationen nicht nur statistisch bezogen 

auf das Alter der Beschwerdeführerin im Unfallzeitpunkt, sondern tatsächlich im 

Einzelfall vorliegen müssten. Nicht klar ist auch, ob, und wenn ja in welchem Umfang, 

unfallfremde HWS-Probleme hineinspielen und mit der Schulterproblematik ein 

untrennbares Ganzes ergeben. Uneinigkeiten bestehen bei Dr. G.___ und Dr. F.___ im 

Weiteren hinsichtlich der Auswirkungen der bestehenden Einschränkungen auf einzelne 

Bewegungsabläufe. Dr. G.___ erachtete zum einen insbesondere solche Tätigkeiten als 

vollschichtig zumutbar, bei denen die Unterarme zwischendurch abgestützt werden 

könnten. Zum anderen legte er im gleichen Absatz dar, bei richtiger Wahl der Sitzhöhe 

könnten solche Tätigkeiten weitgehend mit hängendem Arm ausgeführt werden. Ob 

der Arm nun abgestützt oder hängen gelassen werden soll und wie dies an einem 

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Arbeitsplatz praktisch aussehen könnte, erscheint nicht klar. Bei dieser Aktenlage lässt 

sich zur zumutbaren Arbeitsfähigkeit - unter alleiniger Berücksichtigung der 

Unfallfolgen und Ausserachtlassung der Auswirkungen von allfälligen 

krankheitsbedingten Degenerationen an Schulter und HWS - keine abschliessende 

Aussage machen. Mehr Klarheit liesse sich überwiegend wahrscheinlich auch nicht 

durch eine Vorlage des Berichts von Dr. G.___ zur Stellungnahme bei Dr. F.___ 

erreichen, zumal die Erhebungen durch Dr. F.___ Befunde an der HWS nicht 

beinhalteten (vgl. act. G 1.3 S. 3f) und er somit keine ganzheitliche Aussage zum HWS/

Schulter-Bereich machen könnte. Auch wäre mit Blick auf die erheblich voneinander 

abweichenden Schätzungen eine Annäherung der Standpunkte eher nicht zu erwarten. 

Unter diesen Umständen drängt sich eine erneute spezialärztliche Begutachtung der 

Beschwerdeführerin zur Abklärung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit im oben erwähnten 

Sinn auf. Zur Festlegung des Invalideneinkommens (auf der Basis von DAP- oder LSE-

Zahlen; vgl. act. G 1 S. 7-10) ist bei dieser Sachlage nicht näher einzugehen. Immerhin 

ist festzuhalten, dass vor einer allfälligen Verwendung der in Frage stehenden DAP-

Zahlen der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach eine telefonische Rückfrage 

ergeben habe, dass Bewerber mit gesundheitlichen Behinderungen an den 

entsprechenden Arbeitsstellen nicht eingestellt würden (act. G 1 S. 8), noch zu prüfen 

wäre.

3.2    Die Beschwerdegegnerin legte den versicherten Verdienst von Fr. 63'591.-- auf 

der Basis der Lohnabrechnungen der Arbeitgeberin fest (UV-act. 33). Diese 

Abrechnungen enthalten auch die Entschädigung von Mehrarbeit, soweit eine solche 

geleistet wurde (vgl. UV-act. 32/1, 32/4 bis 32/18). Auf diesen von der 

Beschwerdegegnerin ermittelten Betrag ist unbestrittenermassen abzustellen.

Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne Invalidität 

erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im Zeitpunkt des 

frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Lohnentwicklung angepassten Verdienst 

angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 Erw. 4.3 mit Hinweisen). 

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Überstundenentschädigungen können bei der Bemessung des Valideneinkommens 

berücksichtigt werden, wenn es sich um Entgelt mit Lohncharakter und nicht um 

Spesenentschädigungen handelt. Massgebend ist, ob die versicherte Person mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit aufgrund ihrer konkreten 

erwerblichen Situation und ihres tatsächlichen Arbeitseinsatzes vor dem Unfall 

weiterhin ein Zusatzeinkommen zufolge Überstundenarbeit hätte erzielen können; die 

blosse Möglichkeit dazu genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Oktober 2006 

i/S. P. [I 262/06] Erw. 4).

Konkret stützte sich die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des 

Valideneinkommens von Fr. 65'000.-- (Pensum von 100%) auf Angaben der 

Arbeitgeberin, welche den Lohn 2007 für ein 90%-Pensum mit Fr. 58'500.-- 

bekanntgab (13 x Fr. 4'500.-- Grundlohn bei 39.6 Wochenstunden; UV-act. 77). 

Allfällige Überstunden blieben ausser Betracht. Der Standpunkt der 

Beschwerdegegnerin, wonach die Entschädigung der Mehrarbeit in die Ermittlung des 

Valideneinkommens eingeflossen seien (act. G 25 S. 4 mit Hinweis auf UV-act. 33), trifft 

nicht zu. Die Mehrarbeit wurde vielmehr einzig beim versichertenVerdienst 

berücksichtigt (vgl. vorangehende Darlegungen). Allein der Umstand, dass der von der 

Arbeitgeberin deklarierte Lohn rechtsprechungsgemäss auf ein 100%-Pensum 

umgerechnet wurde, bildet entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin 

(Einspracheentscheid S. 5 Mitte) für sich allein keinen Grund für einen Verzicht auf die 

Berücksichtigung von Überstunden, zumal auch Personen mit einem 100%-Pensum 

unter Umständen regelmässige Überstundenarbeit leisten. Ausgewiesen ist vorliegend 

wie erwähnt, dass die Beschwerdeführerin vor dem Unfall über das 90%-Pensum 

hinaus Mehrarbeit leistete und hierfür auch entschädigt wurde. Aufgrund der Akten 

lässt sich allerdings die Frage, ob die Beschwerdeführerin mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit weiterhin ein regelmässiges Zusatzeinkommen zufolge 

Überstundenarbeit hätte erzielen können, nicht beantworten. Dies wird die 

Beschwerdegegnerin bei der ehemaligen Arbeitgeberin noch zu klären haben (vgl. Art. 

43 Abs. 1 ATSG). Gleichzeitig wird bei der Arbeitgeberin anzufragen sein, ob die 

Beschwerdeführerin - wie sie geltend machen lässt (act. G 1 S. 6f) - ohne Unfall eine 

Lohnerhöhung erhalten hätte.

4.        

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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4.1    Den Integritätsschaden schätzte Dr. E.___ auf 5%. Zur Begründung führte er mit 

Hinweis auf Suva-Tabelle 1 aus, dass eine Schulterbeweglichkeit bis 30 Grad über der 

Horizontale 10% ergebe. Die Patientin erreiche Werte darüber, wobei er aufgrund der 

Ermüdbarkeit und Kraftverminderung den Wert von 5% als geschuldet und 

gerechtfertigt erachte, was auch mit dem Übergang einer leichten PHS mit 0% in eine 

mässige mit 10% vergleichbar wäre oder der Tabelle 5 mit Übergang in eine schwere 

AC-Gelenksarthrose oder Gelenksresektion entsprechen würde; das sei aufgrund des 

Impingements ebenfalls vergleichbar (UV-act. 89). Dr. F.___ legte im Gutachten vom 

11. September 2007 dar, ein Integritätsschaden müsse für eine mässige bis schwere 

Form einer Periarthrosis humeroscapularis mit 20% veranschlagt werden (act. G 1.3 

S. 4). Dr. G.___ hielt sodann im Bericht vom 7. Mai 2008 fest, bei der 

Beschwerdeführerin verbleibe ein residuelles subacromiales Impingementsyndrom mit 

gemäss Dr. F.___ freier Beweglichkeit, aber deutlich schmerzhaftem Bogen; einzig die 

Innenrotation sei um ca. 20 Grad eingeschränkt. Dies entspreche wohl einem 

dauernden und erheblichen Integritätsschaden. Ursächlich an diesem seien jedoch die 

degenerativen Veränderungen, wie sie im Alter der Beschwerdeführerin im 

Unfallzeitpunkt (45 Jahre) typisch seien, zu 50%. Bei freier Beweglichkeit im 

Schultergelenk, abgesehen von einer 20%igen Einschränkung der Innenrotation, sei 

von Seiten der Beweglichkeit kein Integritätsschaden geschuldet, so dass bei der 

Beschwerdeführerin die Position einer mässig schweren Form einer Periarthrosis 

humeroscapularis (PHS) zur Anwendung komme, weshalb er den Integritätsschaden 

auf brutto 10% (Tabelle 1.2), netto 5% schätze. Ein Integritätsschaden von 20% sei 

nicht ausgewiesen. Dieser Wert wäre im Fall einer schweren Omarthrose geschuldet 

(Tabelle 5.2). Eine solche liege jedoch konkret nicht vor. Zudem habe Dr. F.___ nicht 

berücksichtigt, dass für den an der rechten Schulter bestehenden Integritätsschaden 

degenerative Veränderungen zu 50% ursächlich seien (UV-act. 107 S. 14).

4.2    Wie ausgeführt lässt sich die Frage, inwiefern sich degenerative 

(krankheitsbedingte) Aspekte an der Schulter und an der HWS auf das Leiden und die 

Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirken, aufgrund der Akten nicht 

abschliessend beantworten. Damit ist auch unbeantwortet geblieben, ob und wenn ja, 

in welchem Umfang, die von Dr. G.___ bei der Integritätsschadenschätzung (mit einem 

Anteil von 50%) berücksichtigten Degenerationen einzubeziehen sind. Auch die 

Aktenbeurteilung des Kreisarztes Dr. E.___ erlaubt keinen abschliessenden Entscheid. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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Dr. F.___ begründete seine Einschätzung nur sehr rudimentär (act. G 1.3 S. 4 unten), so 

dass darauf nicht abgestellt werden kann. Diese Umstände bedingen eine erneute 

spezialärztliche Schätzung des Integritätsschadens.

5.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 30. Januar 2008 teilweise gutzuheissen und die 

Angelegenheit zur Veranlassung einer spezialärztlichen Begutachtung und zur 

Abklärung des Valideneinkommens (Überstunden, Lohnerhöhung) und Neuschätzung 

des Integritätsschadens sowie zu entsprechender Neuverfügung der Invalidenrente und 

der Integritätsentschädigung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Die Beschwerdeführerin hat 

bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). 

Es rechtfertigt sich, diese auf pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) festzulegen.

D

emgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 30. Januar 2008 aufgehoben und die Angelegenheit zur Durchführung einer 

spezialärztlichen Abklärung im Sinn der Erwägungen, zur Abklärung des Validen­

einkommens (Überstunden, Lohnerhöhung) und zur Neuschätzung des 

Integritätsschadens sowie zur anschliessenden Neuverfügung der Invalidenrente und 

der Integritätsentschädigung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 4'000.-- zu 

entschädigen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 04.08.2009
	Art. 15 Abs. 2, 18 und 24 UVG. Art. 43 Abs. 1 ATSG: Prüfung des Anspruchs auf Rente (versicherter Verdienst, Validen- und Invalideneinkommen) und Integritätsentschädigung. Rückweisung zur Vornahme einer spezialärztlichen Begutachtung und zur Abklärung des Validen-einkommens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. August 2009, UV 2008/26).

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