# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a172b748-250f-5666-ab4c-24a8b303a62b
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1993-09-14
**Language:** de
**Title:** Gebäudehöhe. Rechtswirkungen der altrechtlichen kantonalen Ordnung über die Bestimmung der Gebäudehöhe.
**Docket/Reference:** BRKE II Nr. 0140/1993
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRKE_II_140_1993_161.pdf

## Full Text

BRKE II Nr. 140/1993 vom 14. September 1993 in BEZ 1993 Nr. 34

3.  a)  Strittig  ist,  ob  das  geplante  8,04  m  hohe  Gebäude  die  Vorschriften  über 
die  Gebäudehöhe einhalte. Nach Ziff. 4.1 BauO der Gemeinde X. sind in der Zone 
E2/30  zwei  Vollgeschosse  und  ein  (anrechenbares)  Dachgeschoss  zulässig.  Die 
maximale Gebäudehöhe beträgt 7,5 m.

Der  Rechtsauffassung  der  Vorinstanz,  wonach  die  höchstzulässige  Gebäude-
höhe überschritten sei, kann nicht gefolgt werden. Nach § 279 Abs. 1 aPBG (in der 
Fassung vom 7. September 1975) waren für die Bestimmung der Gebäudehöhe auf 
Grund  der  erlaubten  Vollgeschosszahl  eine  Bruttogeschosshöhe  von  3  m  und  zu-
sätzlich 1,5 m für die Erhebung des Erdgeschosses anzusetzen. Gemäss § 279 Abs. 
1 PBG (in der auf den 1. Februar 1992 in Kraft gesetzten revidierten Fassung vom 1. 
September 1991) ist dort, wo die Bau- und Zonenordnung nichts anderes bestimmt, 
für  die  Gebäudehöhe  nunmehr  eine  Bruttogeschosshöhe  von  3,3  m  zu  Grunde  zu 
legen.  Hinzu  kommen  wie  bisher 1,5  m  für  die  Erhebung  des  Erdgeschosses.  Ziff. 
4.1  BauO  wurde  vor  der  Revision  des  Planungs- und  Baugesetzes  geschaffen. 
Selbst  wenn  die  Vorschrift  neben  der  Festsetzung  der  Vollgeschosszahl  das  Mass 
von  7,5  m  für  die  Gebäudehöhe  nicht  genannt  hätte,  würde  dieses  dennoch  in  der 
Zone E2/30 zwingend Geltung gehabt haben, da es den Gemeinden - mit Ausnahme 
der Regelungen für Kernzonen (vgl. § 50 Abs. 3 aPBG) - nicht erlaubt war, von den 
in § 279 Abs. 1 aPBG gestatteten Ansätzen zur Bestimmung der Gebäudehöhe ab-
zuweichen.  Mit  der  Festsetzung  von  zwei  Vollgeschossen  ergab  sich  demnach  per 
se eine Gebäudehöhe von 7,5 m. Insoweit hatte daher Ziff. 4.1 BauO rein deklarato-
rischen Charakter, und es kann die Bestimmung nach der Inkraftsetzung des neuen 
Rechts nicht einfach als gestützt auf § 279 Abs. 1 (rev)PBG ergangene abweichen-
de kommunale Regelung betrachtet werden. Dazu bedürfte es einer sich an die kan-
tonale Rechtsänderung anschliessenden ausdrücklichen Erklärung des kommunalen 
Gesetzgebers.  Von  der  Inkraftsetzung  des  revidierten  Planungs- und  Baugesetzes 
sind zwar verschiedene Bestimmungen ausgenommen, welche bis zur nächsten Re-
vision der Bau- und Zonenordnungen, längstens aber auf eine Dauer von fünf Jah-
ren ab Inkrafttreten des revidierten Gesetzes anwendbar bleiben (Art. III Abs. 3 des 
Revisionsgesetzes). § 279 PBG zählt jedoch nicht zu diesen Bestimmungen.

Gemäss  Baueingabe  beträgt  die  Gebäudehöhe  8,04  m.  Das  zulässige  Mass 

von 8,10 m ist demnach eingehalten.