# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d638aa4d-9f77-5086-a61e-18a220dbf783
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-21
**Language:** de
**Title:** Bern Steuerrekurskommission 21.09.2021 100 2021 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Steuerrekurs/BE_SRK_001_100-2021-80_2021-09-21.pdf

## Full Text

100 21 80
200 21 49
Gemeinde: J.________
ZPV-Nr.: ________
Eröffnung: 23.9.2021 RNA/OSC/cbi

STEUERREKURSKOMMISSION DES KANTONS BERN

Sitzung vom 21. September 2021

Es wirken mit: die hauptamtliche Richterin Nanzer, die Fachrichterin Glauser und der 
Fachrichter Steiner sowie Schmidlin als Gerichtsschreiber

In der Rekurs- und Beschwerdesache 

von

A..________ und B.________

vertreten durch 

C.________, Rechtsanwalt, ________

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern, Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern

betreffend die kantonalen Steuern und die direkte Bundessteuer 2017 (Sonderveranlagung)

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hat die Steuerrekurskommission den Akten entnommen:

A. A.________ (nachfolgend: Rekurrent) führt in D.________ eine medizinische Praxis. Zu-
dem arbeitet er als Belegarzt in der heutigen E.________ AG (vormals F.________ AG bzw. 

G.________ AG; nachfolgend: F.________ AG). Der Betrieb der Praxis erfolgte bis ins Steuer-

jahr ________ in der Rechtsform einer Einzelfirma. Per 31. Dezember ________ übertrug der 

Rekurrent sämtliche Aktiven und Passiven der Einzelfirma auf die zu diesem Zeitpunkt bereits 

bestehende H.________ AG (nachfolgend: H.________ AG). Unter den Aktiven befanden sich 

440 vinkulierte Namenaktien der F.________ AG. Als Belegarzt war der Rekurrent verpflichtet, 

400 solcher "Barème-Aktien" zu halten (Ziff. 4 des Aktionärsbindungsvertrags vom 22.8.2007 

[nachfolgend: Aktionärsbindungsvertrag] in der Beilage Nr. 7 zu Rekurs und Beschwerde vom 

23.2.2021 [nachfolgend: Rekursbeilage]). Eine Zustimmung des Verwaltungsrats der 

F.________ AG zur Übertragung der Namenaktien auf die H.________ AG lag nicht vor. Die 

H.________ AG veräusserte bis ins Steuerjahr 2016 insgesamt 80 Aktien der F.________ AG 

an Dritte. Mit Kaufvertrag vom 18. August 2016 verkaufte die H.________ AG die (restlichen) 

360 Aktien an den Rekurrenten, wobei im Kaufvertrag vorgesehen wurde, dass die Übertragung 

in das Privatvermögen des Rekurrenten stattfinden solle (Rekursbeilage Nr. 9). Der Kaufpreis 

wurde auf CHF 280'800.--, d.h. CHF 780.-- pro Aktie festgelegt. Am 30. Juni 2017 verkaufte der 

Rekurrent die 360 Aktien der F.________ AG an die I.________ AG. Der Kaufpreis betrug 

CHF 3'100.-- pro Aktie. 

B. Die Steuerverwaltung des Kantons Bern, ________ (nachfolgend: Steuerverwaltung), 
eröffnete dem Rekurrenten und B.________ (nachfolgend: Rekurrentin, zusammen Rekurren-

ten) am 22. Mai 2018 eine Sonderveranlagungsverfügung pro 2017 betreffend einen Kapitalbe-

zug aus gebundener Selbstvorsorge (Säule 3a) im Betrag von CHF ________ (Akten Steuer-

verwaltung, pag. 55 ff.). Aufgrund des Umstands, dass der Rekurrent im Jahr 2017 die 360 Ak-

tien der F.________ AG an die I.________ AG verkauft hatte, eröffnete die Steuerverwaltung 

den Rekurrenten mit Datum vom 7. Juli 2020 eine weitere Sonderveranlagungsverfügung pro 

2017, wobei sie sowohl betreffend Kantons- und Gemeindesteuern als auch betreffend die di-

rekte Bundessteuer zusätzlich einen Liquidationsgewinn von insgesamt CHF 932'519.-- berück-

sichtigte (Akten Steuerverwaltung, pag. 59 ff.).

C. Hiergegen erhoben die Rekurrenten mit Schreiben vom 21. Juli 2020 Einsprache. Ins-
besondere bestritten sie den von der Steuerverwaltung festgesetzten Überführungspreis der 

Aktien vom Geschäfts- ins Privatvermögen. Mit Entscheid vom 1. Dezember 2020 wies die 

Steuerverwaltung die Einsprache mit Verweis auf die Begründung im ordentlichen Veranla-

gungsverfahren ab (Akten Steuerverwaltung, pag. 65). Diesen Entscheid widerrief die Steuer-

verwaltung in der Folge mit der Begründung, dass der Einspracheentscheid zu früh eröffnet 

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worden sei (Akten Steuerverwaltung, pag. 68 f.; vgl. hierzu auch Schreiben der Steuerverwal-

tung vom 12.3.2021). Der inhaltlich dem Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2020 entspre-

chende Berichtigungsentscheid wurde den Rekurrenten schliesslich am 9. Februar 2021 eröff-

net (Akten Steuerverwaltung, pag. 70 ff.).

D. Gegen den Einspracheentscheid haben die Rekurrenten, vertreten durch Rechtsanwalt 
C.________ (nachfolgend: Vertreter), Rekurs und Beschwerde bei der Steuerrekurskommission 

des Kantons Bern (nachfolgend: Steuerrekurskommission) erhoben. Sie beantragen, der Ein-

spracheentscheid vom 9. Februar 2021 sei aufzuheben und es sei der Sonderveranlagung pro 

2017 lediglich eine Kapitalleistung von CHF ________ zugrunde zu legen. Der Vertreter macht 

geltend, die vorliegend relevanten Aktien der F.________ AG hätten sich im Zeitpunkt des Ver-

kaufs an die I.________ AG 2017 im Privatvermögen des Rekurrenten befunden. Primär wird 

vorgebracht, dass die Aktien im Rahmen der Umstrukturierung per Ende ________ auf die da-

mals neugegründete H.________ AG übertragen worden seien. Dabei sei das Eigentum auf-

grund der fehlenden Zustimmung des Verwaltungsrats der F.________ AG zwar zivilrechtlich 

nicht auf die H.________ AG übergegangen, diese sei jedoch wirtschaftlich an den Aktien be-

rechtigt gewesen und habe die Aktien bzw. die daraus resultierenden Gewinnanteile auch ver-

steuert. Aus diesem Grund hätten sich die Aktien seit der Übertragung ________ nicht mehr im 

Geschäftsvermögen des Rekurrenten befunden. Im Jahr 2016 habe der Rekurrent die 360 Akti-

en dann explizit von der H.________ AG in sein Privatvermögen erworben und dies entspre-

chend deklariert; er sei zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr selbständig erwerbstätig gewesen, 

weshalb er beim Verkauf im Jahr 2017 keinen steuerbaren Kapitalgewinn erzielt habe. Eventua-

liter wird vorgebracht, dass selbst wenn nicht von einem Übergang der Aktien im Jahr ________ 

auf die H.________ AG ausgegangen werden könne, diese nichtsdestotrotz Ende ________ 

aus dem Geschäftsvermögen des Rekurrenten ausgeschieden seien, zumal zu diesem Zeit-

punkt dessen selbständige Erwerbstätigkeit geendet habe. Subeventualiter führt der Vertreter 

an, dass die Aktien auch deshalb spätestens seit August 2016 Privatvermögen des Rekurrenten 

darstellten, da die dem Rekurrenten gegenüber bestehende Pflicht, die Barème-Aktien der 

F.________ AG zu halten, am 21. Juli 2016 geendet habe. Durch den entsprechenden Vermerk 

im Aktienkaufvertrag habe der Rekurrent klar zum Ausdruck gebracht, dass er die Aktien im 

Privatvermögen halten wolle. Die Argumentation der Steuerverwaltung, wonach eine Über-

führung ins Privatvermögen aus rechtlicher Sicht aufgrund der tatsächlichen Verknüpfung mit 

der Belegarzttätigkeit des Rekurrenten nicht möglich gewesen sein solle, gehe fehl, zumal sie 

dabei verkenne, dass der Rekurrent seit 2010 keine Belegarzttätigkeit im Sinne einer selbstän-

digen Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt habe. Schliesslich könne dem Rekurrenten auch nicht 

vorgeworfen werden, er habe die Aktienübertragung vom 18. August 2016 im Hinblick auf den 

Verkauf der Aktien der F.________ AG an die I.________ AG vorgenommen. So seien die Ak-

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tionäre erst am 23. Mai 2017 orientiert worden. Der Rekurrent sei auf seine Willensäusserung 

zu behaften; die Aktien seien spätestens am 18. August 2016 ins Privatvermögen überführt 

worden und der Rekurrent habe beim Verkauf Ende Juni 2017 folglich einen steuerfreien Kapi-

talgewinn erzielt.

E. Am 27. April 2021 hat sich die Steuerverwaltung vernehmen lassen. Sie beantragt die 
Abweisung von Rekurs und Beschwerde. Zur Begründung führt sie aus, dass die Aktien der 

F.________ AG als notwendige Voraussetzung der Begründung der (im Erwerbszeitpunkt noch 

im Rahmen einer selbständigen Erwerbstätigkeit ausgeübten) Belegarzttätigkeit erworben wor-

den seien. Aufgrund ihrer technisch-wirtschaftlichen Funktion stellten die Aktien folglich Ge-

schäftsvermögen dar. So sei nie eine rechtswirksame Übertragung der Aktien auf die 

H.________ AG erfolgt, zumal die zivilrechtlichen Erfordernisse (Zustimmung des Verwaltungs-

rats der F.________ AG zur Übertragung) nicht erfüllt gewesen seien. Es sei denn auch davon 

auszugehen, dass der Verwaltungsrat der F.________ AG der Übertragung der Aktien auf eine 

Kapitalgesellschaft nicht zugestimmt hätte und sich der Rekurrent dessen auch bewusst gewe-

sen sein müsse. So seien die Barème-Aktien gemäss dem Belegarztvertrag sowie dem Aktio-

närsbindungsvertrag nicht frei übertragbar gewesen. Die Rekurrenten vermöchten sodann aus 

dem Umstand, dass die Steuerverwaltung die Vereinnahmung von Dividenden und von Gewinn 

aus Verkauf eines Teils der Aktien durch die H.________ AG nie bemängelt habe, nichts zu 

ihren Gunsten abzuleiten, sei der Steuerverwaltung die Mangelhaftigkeit der Übertragung doch 

erst im Steuerjahr 2017 bekannt geworden. Der vermeintliche Rückkauf im Jahr 2016 sei ange-

sichts der fehlenden Übertragung steuerrechtlich unbeachtlich bzw. habe dieser lediglich dazu 

geführt, dass die Zahlung des Rekurrenten an die H.________ AG als Kapitaleinlage zu be-

trachten gewesen sei. Weiter führt die Steuerverwaltung aus, der Rekurrent habe gegenüber 

der Steuerverwaltung zu keinem Zeitpunkt eine Privatentnahme der Aktien erklärt bzw. die aus 

einer Privatentnahme resultierenden Einkommenssteuerfolgen aufgrund steuersystematischer 

Realisation deklariert. So genüge die Angabe der Aktien als Privatvermögen in der Steuerer-

klärung 2016 nicht den Anforderungen an eine hinreichende Erklärung einer Privatentnahme, 

zumal diese erst am 27. September 2017 eingereicht worden sei und die Aktionäre der 

F.________ AG bereits am 23. Mai 2017 über den Verkauf an die I.________ AG informiert 

worden seien. Erst als für den Rekurrenten offensichtlich geworden sei, dass die Steuerverwal-

tung den im Jahr 2017 erzielten Veräusserungsgewinn nicht als steuerfreien Kapitalgewinn an-

erkennen werde, sei nachträglich geltend gemacht worden, es habe bereits in einem früheren 

Steuerjahr eine Überführung zu einem tieferen Wert stattgefunden. Eine Privatentnahme sei 

aber zu verneinen, wenn eine Veräusserung in naher Aussicht stehe. Somit hätten die Aktien 

nach Einstellung der selbständigen Erwerbstätigkeit im Jahr ________ ein noch zu liquidieren-

des Geschäftsvermögen dargestellt, das im Jahr 2017 im Rahmen einer verzögerten Liquidation 

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veräussert worden sei. Ergänzend bringt die Steuerverwaltung vor, dass keine 

Beendigungsgründe gemäss Belegarztvertrag geltend gemacht worden seien, weshalb davon 

auszugehen sei, dass der Rekurrent bis zum Verkauf der Aktien noch als Belegarzt tätig gewe-

sen sei.

F. Mit Schreiben vom 17. Mai 2021 hat der Vertreter Stellung zur Vernehmlassung der Steu-
erverwaltung genommen. Die Steuerverwaltung habe den Rekurrenten unter Androhung steuer-

licher Nachteile zur Überführung der Einzelfirma auf die H.________ AG und zur Aufgabe der 

selbständigen Erwerbstätigkeit gedrängt. Zudem verkenne die Steuerverwaltung, dass, auch 

wenn die Übertragung der Aktien aufgrund eines Mangels nicht erfolgt sein sollte, der Übertra-

gung ein gültiges Verpflichtungsgeschäft zugrunde liege. Selbst bei ausgebliebenem Vollzug 

hätte die H.________ AG folglich Ansprüche, aufgrund welcher ihr der wirtschaftliche Nutzen 

und allfällige Wertsteigerungen zuständen. Entgegen den Ausführungen der Steuerverwaltung 

habe der Rekurrent die Anforderungen an eine Willenserklärung betreffend die Übertragung 

vom Geschäftsvermögen in das Privatvermögen erfüllt.

G. Im Sinne einer Duplik äusserte sich die Steuerverwaltung mit Schreiben vom 4. Juni 2021 
zur Stellungnahme der Rekurrenten. Es sei nicht nachvollziehbar und auch nicht glaubwürdig, 

dass die Steuerverwaltung den Rekurrenten unter Androhung steuerlicher Nachteile gedrängt 

habe, die Einzelfirma in die H.________ AG zu überführen. Für die Steuerverwaltung sei auch 

nicht ersichtlich, welche steuerlichen Nachteile bei einer Nichtübertragung gedroht hätten.

H. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich nicht vernehmen lassen.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Die Steuerrekurskommission zieht in Erwägung:

1. Einspracheentscheide der Steuerverwaltung betreffend die Einkommens- und Vermö-
gensveranlagung können bei der Steuerrekurskommission durch Rekurs bzw. Beschwerde an-

gefochten werden (Art. 195 ff. des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und 

Art. 140 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; 

SR 642.11] i.V.m. Art. 9 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug der direkten 

Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Steuerrekurskommission ist deshalb sachlich und ört-

lich zuständig. Die Rekurrenten sind im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen nicht 

durchgedrungen. Sie sind daher beschwert und zur Anfechtung befugt (Art. 195 Abs. 2 StG und 

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Art. 140 ff. DBG i.V.m. Art. 3 BStV i.V.m. Art. 86 und 65 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über 

die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). Auf die form- und fristgerecht eingereichte 

Eingabe ist deshalb einzutreten.

Die vorliegende Streitsache wird von der Steuerrekurskommission in Dreierbesetzung beurteilt, 

da der Streitwert über CHF 10'000.-- liegt (Art. 70 Abs. 3 und Abs. 4 Bst. c des Gesetzes vom 

11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 

BSG 161.1]).

2. Vorliegend ist unbestritten, dass der Rekurrent die Aktien der F.________ AG bis ins 
Steuerjahr ________ in seinem Geschäftsvermögen gehalten hat. Ebenso geht aus den Akten 

zweifelsfrei hervor, dass der Rekurrent die von ihm gehaltenen 360 Aktien der F.________ AG 

per 30. Juni 2017 an die I.________ AG verkauft hat. Strittig ist hingegen, ob der Rekurrent die 

Aktien zu diesem Zeitpunkt in seinem Geschäfts- oder Privatvermögen hielt, mithin ob die Steu-

erverwaltung den Gewinn zu Recht mittels Sonderveranlagung pro 2017 besteuert hat oder ob 

der aus dem Verkauf erzielte Erlös einen steuerfreien Kapitalgewinn darstellt.

3. Gemäss Art. 21 Abs. 2 StG bzw. Art. 18 Abs. 2 DBG gelten als Geschäftsvermögen alle 
Vermögenswerte, die ganz oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen. Der 

Begriff des Geschäftsvermögens setzt sich somit aus zwei Tatbestandsmerkmalen zusammen, 

nämlich einerseits einer selbständigen Erwerbstätigkeit der steuerpflichtigen Person und ande-

rerseits dem Umstand, dass der fragliche Vermögensgegenstand dieser tatsächlich dient (Peter 

Locher, Kommentar zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, I. Teil, Art. 1-48 DBG, 

2. Aufl., 2019, N. 120 zu Art. 18 DBG). Geschäftsvermögen setzt demnach eine selbständige 

Erwerbstätigkeit voraus, welcher es zugeordnet werden kann. Solange jedoch noch keine end-

gültige Klarheit über die weitere Zweckbestimmung der geschäftlichen Vermögenswerte be-

steht, behalten diese die Geschäftsvermögensqualität auch nach der Aufgabe der aktiven 

selbständigen Erwerbstätigkeit. Dies gilt namentlich dann, wenn noch Liquidationshandlungen 

ausstehen (sog. "verzögerte Liquidation"). Die selbständige Erwerbstätigkeit wird mithin in Be-

zug auf die Liquidation der übriggebliebenen Vermögenswerte aufrechterhalten. Insbesondere, 

wenn eine Veräusserung in naher Aussicht steht, sind die Voraussetzungen einer Privatent-

nahme nicht erfüllt und ist das Vorliegen einer verzögerten Liquidation zu bejahen, zumal der 

Vermögenswert diesfalls nicht auf Dauer privaten Zwecken dienstbar gemacht wird 

(vgl. Reich/von Ah in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die 

direkte Bundessteuer [DBG], 3. Aufl., 2017, N. 39 zu Art. 18 DBG; vgl. dazu auch E. 3.2 hier-

nach).

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3.1 Für die Zuteilung eines Vermögenswertes zum Geschäftsvermögen oder zum Privat-
vermögen ist auf die aktuelle technisch-wirtschaftliche Funktion abzustellen. Der Entscheid 

darüber, ob ein Vermögensobjekt der selbständigen Erwerbstätigkeit dient, ist von Fall zu Fall 

unter Würdigung der Gesamtheit der tatsächlichen Verhältnisse zu fällen. Wenn ein Vermö-

genswert im Beurteilungszeitraum objektiv erkennbar für Geschäftszwecke verwendet wird bzw. 

der selbständigen Erwerbstätigkeit tatsächlich dient, so bildet er – unabhängig von der Herkunft 

der Mittel oder vom Erwerbsmotiv – Geschäftsvermögen (Reich/von Ah, a.a.O., N. 48 zu 

Art. 18 DBG, m.w.H.; BGer 2C_475/2008 vom 1.7.2009, E. 2.2; vgl. auch Martin Arnold, 

Geschäfts- und Privatvermögen im schweizerischen Einkommenssteuerrecht, ASA 75, S. 274; 

BGer 2C_255/2019 vom 9.3.2020, E. 2.2.4). Betreffend Geschäftsvermögen unterscheidet Leh-

re und Rechtsprechung grundsätzlich zwischen Wirtschaftsgütern, die unmittelbar in den be-

trieblichen Leistungserstellungsprozess integriert, mithin betriebsnotwendig sind, und solchen, 

die nur mittelbar zur unternehmerischen Leistungserstellung beitragen, indem sie lediglich die 

finanzielle Situation des Geschäfts verbessern und stärken. Letztere können dem Unternehmen 

entzogen werden, ohne den betrieblichen Leistungserstellungsprozess direkt zu beeinträchtigen 

(Reich/von Ah, a.a.O., N. 47 zu Art. 18 DBG).

3.2 Eine Überführung vom Geschäftsvermögen in das Privatvermögen ist nur hinsichtlich je-
ner Vermögenswerte anzunehmen, die für die Steuerbehörden sichtbar, eindeutig und auf Dau-

er privaten Zwecken dienstbar gemacht werden. Das Vorliegen einer Privatentnahme muss 

insbesondere dann verneint werden, wenn die Veräusserung in naher Aussicht steht. Die Ge-

schäftsvermögensqualität kann somit nicht gewissermassen im Verborgenen verloren gehen. 

Vielmehr muss die steuerpflichtige Person den Steuerbehörden gegenüber den eindeutigen – 

zumindest konkludenten – Willen äussern und klar erkennbar machen, bisher als Geschäfts-

vermögen genutzte Vermögensgegenstände der geschäftlichen Vermögenssphäre zu entzie-

hen und in der Form einer Privatentnahme ins Privatvermögen zu überführen (Martin Arnold, 

a.a.O., S. 282). Zu verlangen ist hierfür, dass die Überführung einerseits handelsrechtlich ver-

bucht und anderseits für die Veranlagungsbehörde erkennbar geworden ist, indem die steuer-

pflichtige Person ihr gegenüber den eindeutigen Willen bekundet, dass und ab wann der Ver-

mögenswert vom Geschäfts- ins Privatvermögen übergegangen sei. Verbuchung und Bekannt-

gabe der Privatentnahme vermögen für sich allein aber nichts daran zu ändern, dass für die 

Zugehörigkeit zum Privat- oder Geschäftsvermögen entscheidend ist, welche technisch-

wirtschaftliche Funktion der betreffende Vermögenswert erfüllt (BGer 2C_255/2019 vom 

9.3.2020, E. 2.2.4, m.w.H.). Der Widmungswille muss in den tatsächlichen Verhältnissen zum 

Ausdruck gebracht werden, es muss mithin eine objektivierte Willenskundgabe vorliegen (Peter 

Locher, a.a.O., N. 130 zu Art. 18 DBG). Die Frage, ob ein Vermögensgegenstand eine Sta-

tusänderung erfahren hat, stellt sich in jeder Veranlagungsperiode (Martin Arnold, a.a.O., 

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S. 292; vgl. auch BGer 2C_255/2019 vom 9.3.2020, E. 2.2.4). Wenn die Privatentnahme den 

Steuerbehörden in unmissverständlicher Weise mitgeteilt wurde, indem der Geschäftsinhaber 

beispielsweise ein Begehren um Vornahme einer Zwischenveranlagung wegen Geschäftsauf-

gabe gestellt hat oder wenn mit der Steuererklärung eine Bilanz eingereicht wird, in welcher 

Gegenstände des bisherigen Geschäftsvermögens (im Kapital- oder Privatkonto) ausgebucht 

wurden, bilden die Vermögenswerte fortan Privatvermögen, selbst wenn es die Steuerbehörden 

versäumt haben, die richtigen Steuerfolgen an die klar erkennbare Privatentnahme zu knüpfen 

(zum Ganzen: Reich/von Ah, a.a.O., N. 53 zu Art. 18 DBG; vgl. auch Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl., 2016, N. 58 zu Art. 18 DBG).

3.3 Das massgebende Kriterium bei der Zuordnung von Beteiligungen ist gemäss dem Bun-
desgericht der Wille der steuerpflichtigen Person, ihre Beteiligungsrechte konkret zur Verbesse-

rung des Geschäftsergebnisses ihres eigenen Unternehmens zu nutzen (BGer 9C_444/2017 

vom 14.5.2018, E. 3.2.2; Pra 90/2001 Nr. 164 E. 4). Dabei spielt die Deklaration der Beteiligun-

gen und die Beurteilung derselben durch die Steuerbehörde in den vorangehenden Steuerjah-

ren nur eine untergeordnete Rolle. Die Steuerbehörde ist nicht verpflichtet, eine solche Deklara-

tion zu beanstanden; eine Qualifizierung als Geschäfts- oder Privatvermögen muss sie erst vor-

nehmen, wenn dies steuerrelevant wird (vgl. Reich/von Ah, a.a.O., N. 51a f. zu Art. 18 DBG). 

Hinsichtlich der Zuordnung einer Beteiligung bei der Umwandlung einer Einzelfirma in eine 

GmbH hat das Bundesgericht entschieden, dass die steuerpflichtige Person die Steuerbehör-

den durch die Umwandlung mit konkludentem Verhalten habe wissen lassen, dass sie ihre un-

selbständige Erwerbstätigkeit aufgegeben hatte und dass alles, was von der Gesellschaft nicht 

übernommen wurde, in ihr Privatvermögen übergegangen war. Da die steuerpflichtige Person 

die fragliche Beteiligung nicht in die Bilanz der GmbH übernommen hatte, befand sich diese 

gemäss den Ausführungen des Bundesgerichts ab dem Zeitpunkt der Umwandlung, mithin ab 

der Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit in ihrem Privatvermögen (BGer 2C_370/2014 

vom 9.2.2015, E. 7.2).

4. Zunächst bringen die Rekurrenten vor, der Rekurrent habe die Aktien im Steuerjahr 
________ an die H.________ AG verkauft und im Jahr 2016 von dieser wieder zurückgekauft, 

wobei er diese explizit in sein Privatvermögen erworben habe. Zwar habe keine Zustimmung 

durch die F.________ AG vorgelegen, die H.________ AG habe aber aufgrund der vereinbar-

ten Übertragung Ansprüche auf die Aktien der F.________ AG gehabt und sei entsprechend 

wirtschaftlich berechtigt gewesen. So habe die H.________ AG die Aktien in ihren Büchern ge-

führt und die Dividenden und Kapitalgewinne deklariert. Die Steuerverwaltung habe die Aktien 

und Gewinnanteile in den Jahren 2010 bis 2015 vorbehaltlos besteuert. Soweit sie sich nun auf 

den Standpunkt stelle, das zivilrechtliche Eigentum sei nicht auf die H.________ AG überge-

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gangen, verhalte sich die Steuerverwaltung widersprüchlich. Angesichts dessen, dass die 

H.________ AG aufgrund der abgeschlossenen Vereinbarung (gegenüber dem Rekurrenten) 

Ansprüche gehabt habe, sei es richtig gewesen, die Aktien bis zu deren Verkauf im Jahr 2016 

bei der AG zu besteuern. Umgekehrt hätten sich die Aktien während dieser Zeit zumindest wirt-

schaftlich nicht mehr im Geschäftsvermögen des Rekurrenten befunden. Die Steuerverwaltung 

stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass der Verkauf der Aktien im Jahr ________ 

bzw. das damit verbundene Verfügungsgeschäft nicht gültig gewesen sei. Da keine Zustim-

mung des Verwaltungsrats der F.________ AG vorgelegen habe, seien die Aktien nicht rechts-

gültig auf die H.________ AG übertragen worden, deshalb durchgehend im Geschäftsvermö-

gen des Rekurrenten verblieben und erst im Steuerjahr 2017 im Rahmen einer verzögerten Li-

quidation verkauft worden.

4.1 Gemäss Art. 685a Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220) können 
Namenaktien nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden (sog. Vinkulierung), wo-

bei die Voraussetzungen der Nichterteilung insbesondere in Art. 685b OR geregelt sind. 

Art. 685c Abs. 1 OR sieht bezüglich nicht börsenkotierter Namenaktien vor, dass, solange die 

erforderliche Zustimmung zur Übertragung von vinkulierten Aktien nicht erteilt wird, das Eigen-

tum an den Aktien und alle damit verknüpften Rechte beim Veräusserer verbleiben. Dies führt 

dazu, dass das Übertragungsgeschäft bei Ablehnung des Erwerbers wirkungslos ist (Meier-

Hayoz/Forstmoser/Sethe, Schweizerisches Gesellschaftsrecht, 12. Aufl., 2018, N. 420 zu § 16). 

Aus der gesetzlichen Regelung des Rechtsübergangs ergibt sich, dass Verträge über die Ver-

äusserung nicht kotierter vinkulierter Namenaktien stets unter der Bedingung der Zustimmung 

der Gesellschaft stehen. Das Verpflichtungsgeschäft stellt daher von Gesetzes wegen einen 

aufschiebend bedingten Vertrag dar. Verweigert die Gesellschaft ihre Zustimmung zur Übertra-

gung, fällt das Verpflichtungsgeschäft dahin. Die Bedingung der Zustimmung gilt auch dann als 

Bestandteil des Vertrags, wenn sie nicht ausdrücklich vorgesehen wurde (Hanspeter Kläy, Die 

Vinkulierung – Theorie und Praxis im neuen Aktienrecht, 1997, S. 199; vgl. zum Ganzen auch: 

Hans Caspar von der Crone, Aktienrecht, 2. Aufl., 2020, N. 364 f. zu § 12).

4.2 Die Ausführungen des Vertreters, wonach die H.________ AG infolge der vereinbarten 
Übertragung und dem zustande gekommenen Verpflichtungsgeschäft zumindest wirtschaftlich 

an den Aktien berechtigt gewesen sei, gehen demnach ins Leere. Vielmehr sind betreffend den 

Aktienkaufvertrag zwischen dem Rekurrenten und der H.________ AG mangels Zustimmung 

durch die F.________ AG weder Verpflichtungs- noch Verfügungsgeschäft gültig zustande ge-

kommen. Auch eine allfällige wirtschaftliche Berechtigung der H.________ AG an den Aktien ist 

auszuschliessen. Der Aktienkaufvertrag wurde in Personalunion abgeschlossen; nämlich durch 

den Rekurrenten als Verkäufer sowie als beherrschender Gesellschafter der Käuferin (sog. In-

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sichgeschäft). Die Käuferin hatte demnach Kenntnis von den Übertragungsbeschränkungen 

bzw. dem Zustimmungserfordernis und verfügte damit, soweit ersichtlich, auch über keine 

anderen Rechtsansprüche gegenüber der Verkäuferin (vgl. hierzu: Hans Caspar von der Crone, 

a.a.O., N. 365 zu §12,). Sowohl das zivilrechtliche Eigentum als auch die wirtschaftliche Berech-

tigung an den Aktien der F.________ AG sind folglich auch nach dem Jahr ________ weiterhin 

beim Rekurrenten verblieben. Ob die F.________ AG einer Übertragung zugestimmt hätte, 

kann vorliegend offenbleiben, zumal unbestritten ist, dass die Zustimmung nicht vorgelegen hat, 

was für die Ungültigkeit der Übertragung bereits ausreicht. Die Rekurrenten vermögen sodann 

auch aus dem Umstand, dass die Steuerverwaltung die Gewinnanteile sowie die Kapitalgewin-

ne bei der H.________ AG und nicht bei den Rekurrenten besteuert hat, nichts zu ihren Guns-

ten abzuleiten. So war die Steuerverwaltung nicht über die mangelhafte Übertragung der Aktien 

informiert und durfte auf die korrekte Deklaration bzw. Verbuchung durch die Rekurrenten bzw. 

die H.________ AG vertrauen, zumal es sich nicht um einen offensichtlichen Deklarationsfehler 

handelte (vgl. BGer 2C_1023/2013 vom 8.7.2014, E. 2.2; BGer 2C_458/2014 vom 26.3.2015, 

E. 2.2.2). Der spätere vermeintliche Rückverkauf der Aktien an den Rekurrenten im Steuerjahr 

2016 ist angesichts des Ausgeführten unbeachtlich, weshalb die Steuerverwaltung den Gewinn 

der H.________ AG pro 2016 zu Recht um den vermeintlich erzielten Kapitalgewinn betreffend 

die Aktien der F.________ AG reduziert hat. Mangels Rechtsgültigkeit der Übertragung haben 

die Aktien im Steuerjahr ________ das (Geschäfts-)Vermögen des Rekurrenten nicht verlassen. 

Ein Statuswechsel durch Übertragung und Rückkauf der Aktien fällt damit schon von Vornher-

ein nicht in Betracht. Die primäre Rekurs- bzw. Beschwerdebegründung (vgl. Bst. D hiervor) 

verfängt damit nicht. Da zur Beurteilung der vorliegenden Fragestellung für die Zuordnung der 

Aktien zum Geschäfts- oder Privatvermögen jedoch der Zeitpunkt des Verkaufs massgebend 

ist, ist weiter zu prüfen, ob die Aktien bis dahin eine Statusänderung erfahren haben und dem 

Privatvermögen der Rekurrenten zuzuordnen gewesen sind.

5. Im Sinne einer Eventualbegründung bringt der Vertreter vor, dass – sofern eine Übertra-
gung auf die H.________ AG verneint werde – die Aktien im Steuerjahr ________ in das Pri-

vatvermögen der Rekurrenten übergegangen seien, da der Rekurrent in diesem Zeitpunkt seine 

unselbständige Erwerbstätigkeit aufgegeben und entsprechend über gar kein Geschäftsvermö-

gen mehr verfügt habe. Die Rekurrenten machen dabei zu Recht nicht geltend, dass die Aktien 

im Zeitpunkt der vermeintlichen Übertragung eine Änderung in ihrer technisch-wirtschaftlichen 

Funktion erfahren haben; diese dienten dem Rekurrenten nämlich weiterhin in dem Sinne, als 

er durch sie eine Belegarzttätigkeit in der F.________ AG ausführen konnte. Sodann hat der 

Rekurrent zu diesem Zeitpunkt auch nicht erklärt, er wolle die Aktien in seinem Privatvermögen 

halten. Im Gegenteil spricht der Umstand, dass die Barème-Aktien durch den Rekurrenten in die 

Bilanz der H.________ AG aufgenommen worden sind und der Rekurrent als Alleinaktionär der 

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H.________ AG diese damit explizit weiterhin in einem geschäftlichen Kontext hielt, für einen 

Verbleib im Geschäftsvermögen des Rekurrenten. Entsprechend kann auch nicht von einer 

konkludenten Erklärung im Sinne der hiervor dargelegten bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

(vgl. E. 3.2 hiervor) ausgegangen werden. Mangels Änderung der technisch-wirtschaftlichen 

Funktion und mangels Vorliegen einer entsprechenden rechtsgenüglichen Deklaration verfängt 

das Argument der Rekurrenten, die Aktien seien auch ohne Übertragung auf die 

H.________ AG bereits im Steuerjahr ________ (bzw. ab dem Steuerjahr 2010) ins Privatver-

mögen übergegangen, somit nicht.

6. Subeventualiter machen die Rekurrenten geltend, dass der Rekurrent ab dem Steuerjahr 
2016 gemäss Aktionärsbindungsvertrag nicht mehr verpflichtet gewesen sei, Aktien der 

F.________ AG im Rahmen seiner Belegarzttätigkeit zu halten und insofern keine tatsächliche 

Verknüpfung der Aktien mit der Belegarzttätigkeit mehr bestanden habe. Zudem habe der Re-

kurrent mit der entsprechenden Passage im Kaufvertrag vom 18. August 2016, der Deklaration 

in der Steuererklärung pro 2016 sowie der Ausbuchung der Aktien aus der Jahresrechnung 

2016 der H.________ AG rechtsgenüglich seinen Willen kundgetan, die Aktien fortan in seinem 

Privatvermögen zu halten. Dem hält die Steuerverwaltung entgegen, dass der Rekurrent seine 

Steuererklärung erst am 27. September 2017 – und damit nach Bekanntwerden des Verkaufs 

der F.________ AG an die I.________ AG – eingereicht habe, ohne dabei einen Überführungs-

gewinn zu deklarieren. Dies genüge den Anforderungen an eine hinreichende Erklärung im Sin-

ne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht. Vielmehr sei erst nachträglich, d.h. nachdem 

die Rekurrenten erkannt hätten, dass die Steuerverwaltung nicht von einem steuerfreien Kapi-

talgewinn ausgehe, eine Privatentnahme geltend gemacht worden. Es stellt sich demnach die 

Frage, ob die Aktien durch den Wegfall der Haltepflicht tatsächlich eine derartige Änderung in 

ihrer technisch-wirtschaftlichen Funktion erfahren haben, dass ein Übergang vom Geschäfts- in 

das Privatvermögen die Folge gewesen ist.

6.1 Gemäss Absatz 3 der Ziff. 4 des Aktionärsbindungsvertrags ist jeder Belegarzt berechtigt, 
ab dem vollendeten 60. Altersjahr jährlich maximal 20 % der Barème-Aktien zu veräussern. Der 

Rekurrent war somit befugt, am 21. Juli 2016 sämtliche seiner noch übriggebliebenen 

360 Pflichtaktien zu verkaufen. Folglich ist die aus Ziff. 4 des Aktionärsbindungsvertrags her-

vorgehende Pflicht, als Belegarzt Barème-Aktien zu halten, in diesem Zeitpunkt weggefallen. Ab 

seinem 64. Geburtstag durfte der Rekurrent folglich auch ohne Besitz von Barème-Aktien als 

Belegarzt in der F.________ AG tätig sein. Allerdings ist diesbezüglich festzuhalten, dass Betei-

ligungsrechte gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung insbesondere dann als in einer en-

gen wirtschaftlichen Beziehung mit der Geschäftstätigkeit stehend zu betrachten sind, wenn sie 

dem Geschäftsinhaber einen massgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft verschaffen, deren 

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geschäftliche Tätigkeit seiner eigenen entspricht oder diese sinnvoll ergänzt, was ihm 

erlaubt, seine ursprüngliche Geschäftstätigkeit auszubauen. Diese Voraussetzung ist gegeben, 

wenn die steuerpflichtige Person die Beteiligungsrechte konkret dazu einsetzt, um das 

Geschäftsergebnis seines eigenen Unternehmens bzw. dessen Gewinnchancen zu erhöhen. 

Dies gilt auch für Minderheitsbeteiligungen (Peter Locher, a.a.O., N. 132 zu Art. 18 DBG 

m.w.H.; BGer 2C_802/2012 vom 8.1.2013, E. 2; BGer 2C_361/2011 vom 8.11.2011; vgl. auch 

E. 3.2 hiervor). In diesem Zusammenhang geht aus Ziff. 1 des Aktionärsbindungsvertrags her-

vor, dass die Belegärzte insbesondere durch den Besitz der Aktien der F.________ AG anläss-

lich der Generalversammlung einen "massgeblichen Einfluss" auf die Exekutivorgane der 

F.________ AG aufrechterhalten sollen. Die Belegärzte werden mittels Aktionärsbindungsver-

trag verpflichtet, ihr Stimmrecht im Sinne der festgelegten Grundsätze auszuüben. Entspre-

chend ist auch vorgesehen, dass der Anteil der Aktien, welche die Belegärzte gemeinsam hal-

ten, nicht weniger als 51 % betragen soll (Ziff. 5 des Aktionärsbindungsvertrags). Daraus erhellt, 

dass die Aktien dem Rekurrenten auch nach Wegfall der Barème-Pflicht gemäss Ziff. 4 des Ak-

tionärsbindungsvertrags dazu dienten, massgeblichen Einfluss auf die F.________ AG auszuü-

ben. Die Aktien standen damit auch nach dem 64. Geburtstag des Rekurrenten in einem engen 

Zusammenhang mit dessen Erwerbstätigkeit und dienten ihm zumindest mittelbar (vgl. hierzu 

E. 6.2 sogleich) bei der betrieblichen Leistungserstellung als Belegarzt der F.________ AG. 

Obwohl das Halten der Aktien in aktionärsbindungsvertraglicher Hinsicht nicht mehr unabding-

bare Voraussetzung zur Ausübung der Belegarzttätigkeit war, hat es dem Rekurrenten diese 

Tätigkeit durch den dadurch erzielten Einfluss auf die F.________ AG zweifelsohne vereinfacht. 

Unter diesen Umständen kann vorliegend nicht von einer Änderung in der technisch-

wirtschaftlichen Funktion der Aktien ausgegangen werden. Die Aktien dienten dem Rekurrenten 

weiterhin hauptsächlich im Zusammenhang mit seiner Belegarzttätigkeit, blieben aufgrund die-

ses engen Konnexes Geschäftsvermögen und wurden auch mit dem Wegfall der Barème-Pflicht 

nicht zu einer blossen (privaten) Kapitalanlage.

6.2 Nebst dessen, dass die Aktien damit nicht privaten Zwecken dienstbar gemacht wurden, 
fehlt es im vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt zur Annahme einer Privatentnahme darüber 

hinaus an einer rechtsgenüglichen Deklaration im Sinne der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung. So sind die Rekurrenten nicht in der Lage, darzulegen, dass sie die Aktien der 

Steuerverwaltung gegenüber sichtbar, eindeutig und auf Dauer privaten Zwecken dienstbar 

gemacht haben (vgl. zu den entsprechenden Voraussetzungen E. 3.2 hiervor).

6.2.1 Der Vertreter macht diesbezüglich geltend, der Rekurrent habe die Aktien als private Ka-
pitalanlage in sein Privatvermögen übertragen wollen. Mit einem Verkauf der F.________ AG 

habe er bis zur offiziellen Information der Aktionäre der F.________ AG durch den Verwaltungs-

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rat am 23. Mai 2017 nicht gerechnet bzw. rechnen können. Die für eine Privatentnahme erfor-

derliche Deklaration sei durch das Ausfüllen der Steuererklärung 2016 sowie das Ausbuchen 

der Aktien aus der Bilanz der H.________ AG per 31. Dezember 2016 erfolgt. Zudem gehe aus 

dem Kaufvertrag vom 18. August 2016 zwischen dem Rekurrenten und der H.________ AG 

explizit hervor, dass der Rekurrent die Aktien bereits vor Bekanntgabe der Übernahme durch 

die I.________ AGG in sein Privatvermögen zu erwerben beabsichtigt habe.

6.2.2 Betreffend den vermeintlichen Kaufvertrag zwischen dem Rekurrenten und der 
H.________ AG ist festzuhalten, dass dieser im Rahmen einer Selbstkontrahierung 

(sog. Insichgeschäft) zustande gekommen ist. Der Beweiswert solcher Verträge ist von Vorn-

herein als gering einzustufen und folglich auch nicht geeignet, gegenüber der Steuerverwaltung 

rechtsgenüglich eine Privatentnahme zu deklarieren (zumal auch nicht geltend gemacht wird, 

der Vertrag sei der Steuerverwaltung bereits im Jahr 2016, mithin vor dem Verkauf im Jahr 

2017 zugestellt worden). Hinzu kommt, dass es angesichts der Umstände als wenig plausibel 

erscheint, dass der Rekurrent im Zeitpunkt des vermeintlichen Rückkaufs der Aktien im Steuer-

jahr 2016 nicht zumindest mit der Möglichkeit gerechnet hat, die Aktien in absehbarer Zeit mit 

Profit an einen Dritten zu veräussern. Bei der Übernahme der F.________ AG durch die 

I.________ AG handelte es sich um eine Unternehmensübernahme, die zumindest im Berufs-

umfeld des Rekurrenten bereits weit im Vorfeld der Transaktion Wellen geschlagen haben dürf-

te. Dies gilt umso mehr, als der Übernahme durch die I.________ AG offensichtlich ein Bieter-

streit vorausgegangen ist, wobei sich nebst der I.________ AG ein weiteres Unternehmen um 

die Übernahme der F.________ AG bemühte (vgl. hierzu ________). Es erscheint angesichts 

dessen als äusserst unwahrscheinlich und im Widerspruch zur allgemeinen Lebenserfahrung, 

dass der Rekurrent als Mitglied der Belegärzteversammlung, welche eine offensichtliche Nähe 

zum Verwaltungsrat der F.________ AG aufweist (vgl. insbesondere Ziff. 1 des Aktionärsbin-

dungsvertrags; vgl. auch Ausführungen unter E. 6.1 hiervor), nichts von den Übernahmeplänen 

dieser beiden Unternehmen gewusst hatte. Viel wahrscheinlicher ist es, dass die Belegärzte als 

Mehrheitsaktionäre, die der operativen Leitung der F.________ AG offensichtlich zumindest in 

beratender Funktion zur Seite stehen und somit mehr als blosse Aktionäre sind, bereits vorgän-

gig über die Übernahmepläne bzw. zumindest -gerüchte informiert waren. Diese Vermutung 

vermögen die Rekurrenten auch nicht mit dem unbelegten Vorbringen zu entkräften, der Rekur-

rent habe beabsichtigt, die Aktien längerfristig als Kapitalanlage in seinem Privatvermögen zu 

halten. Eine derartige Erklärung ist in wirtschaftlicher Hinsicht nicht nachvollziehbar. So hätten 

die Aktien dem Rekurrenten auch dann als Kapitalanlage dienen können, wenn er diese in der 

H.________ AG belassen hätte. Es ist augenfällig, dass eine Übertragung in das Privatvermö-

gen für den Rekurrenten einzig in steuerrechtlicher Hinsicht Sinn machte. Nämlich insbesonde-

re dann, wenn er die Aktien in absehbarer Zukunft mit einem Kursgewinn an einen Dritten ver-

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kaufen kann. Aufgrund der zeitlichen Nähe der angeblichen Übertragung in das Privatvermögen 

und dem Verkauf der Aktien an die I.________ AG ist davon auszugehen, dass der Rekurrent 

bereits mit einem Kursgewinn gerechnet und sein Vorgehen entsprechend auf die steuerrechtli-

chen Folgen eines Verkaufs ausgerichtet hat. Dies gilt umso mehr, als die Aktien der 

F.________ AG während einer langen Dauer keinen grossen Schwankungen unterlagen und 

erst in Folge des Kaufangebots durch die I.________ AG eine massive Steigerung erfahren 

haben, mithin auf das Dreifache des ursprünglichen Werts angestiegen sind (vgl. ________). 

Entgegen der Darstellung des Vertreters scheint diese sich anbahnende Übernahme somit ur-

sächlich gewesen zu sein, dass der Rekurrent seine Aktien aus der H.________ AG in sein 

Privatvermögen zu übertragen suchte. Wie dargelegt, ist unter diesen Umständen eine Priva-

tentnahme ausgeschlossen, zumal die Aktien im Angesicht eines zeitnahen Verkaufs überhaupt 

nicht dauerhaft privaten Zwecken dienstbar gemacht werden konnten (vgl. E. 3 hiervor). 

Schliesslich ist anzumerken, dass die Rekurrenten die Steuererklärung pro 2016 erst am 

27. September 2017, mithin nach dem Verkauf der Aktien an die I.________ AG, eingereicht 

haben. Diesbezüglich ist zu berücksichtigen, dass jeweils im Zeitpunkt der steuerrechtlich rele-

vanten Handlung – bei Beteiligungen der Zeitpunkt des Verkaufs – geprüft werden muss, ob ein 

Vermögenswert zum Geschäfts- oder zum Privatvermögen gehört hat (vgl. Reich/von Ah, 

a.a.O., N. 51b zu Art. 18 DBG). Entsprechend kann einzig diejenige Deklaration als genügend 

im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung qualifiziert werden, welche vor Vornahme 

der steuerrechtlich relevanten Transaktion an die Steuerverwaltung erfolgt ist. Folglich taugt die 

Deklaration der Aktien als Privatvermögen in der Steuererklärung pro 2016 vorliegend nicht als 

rechtsgenügliche Willenserklärung.

7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Aktien im Steuerjahr ________ nicht rechts-
wirksam auf die H.________ AG übertragen worden und im Sinne einer verzögerten Liquidation 

weiterhin im Geschäftsvermögen des Rekurrenten verblieben sind. Sodann ist im Steuerjahr 

________ mangels entsprechender Deklaration und mangels Änderung der technisch-

wirtschaftlichen Funktion der Aktien auch keine Privatentnahme erfolgt. Auch nachdem der Re-

kurrent ab dem Steuerjahr 2016 grundsätzlich nicht mehr verpflichtet war, zur Ausübung einer 

Belegarzttätigkeit Aktien der F.________ AG zu halten, haben diese ihren Geschäftscharakter 

nicht verloren (E. 6.1 hiervor). Hinzu kommt, dass der Rekurrent im Steuerjahr 2016 gegenüber 

der Steuerverwaltung zu keinem Zeitpunkt rechtsgenüglich eine Privatentnahme deklariert hat. 

Vielmehr ist mit der Steuerverwaltung aufgrund der zeitlichen Nähe der vermeintlichen Übertra-

gung und dem Verkauf der Aktien an die I.________ AG sowie dem nicht plausiblen Vorbrin-

gen, der Rekurrent habe die Aktien als private Kapitalanlage halten wollen, davon auszugehen, 

dass die angebliche Privatentnahme eine nachgeschobene Schutzbehauptung darstellt, um 

eine Besteuerung des im Steuerjahr 2017 erzielten Kapitalgewinns zu vermeiden. Unter diesen 

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Umständen ist für die Steuerrekurskommission erstellt, dass die Steuerverwaltung den beim 

Verkauf an die I.________ AG am 30. Juni 2017 erzielten Gewinn (Kaufpreis von 

CHF 1'116'000.-- abzüglich des bei der H.________ AG deklarierten Buchwerts per 31.12.2016 

von CHF 60'581.--; vgl. Akten Steuerverwaltung, pag. 68) zu Recht der (privilegierten) Besteue-

rung mittels Sonderveranlagung pro 2017 unterstellt hat. Der Vollständigkeit halber ist festzu-

halten, dass es sich nicht aufdrängt, die rechtskräftige Besteuerung der Aktien und der entspre-

chenden Gewinnanteile bei der H.________ AG in den Steuerjahren 2010 bis 2015 mittels Re-

visionsverfahren rückgängig zu machen, zumal die revisionsweise Bereinigung eines Deklarati-

onsfehlers der steuerpflichtigen Person gestützt auf Art. 202 Abs. 2 StG bzw. Art. 147 Abs. 2 

DBG ausgeschlossen ist (BGer 2C_47/2016 vom 22.8.2016, E. 3.3).

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Rekurrenten kostenpflichtig. Sie haben 
die gesamten Verfahrenskosten zu tragen, einschliesslich allfälliger Auslagen für Gutachten 

oder andere externe Kosten (Art. 144 Abs. 1 und 5 DBG sowie Art. 200 Abs. 1 StG i.V.m. Art. 1, 

2, 53, 58 und 59 des Dekrets vom 24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten und die 

Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [Verfahrenskostende-

kret, VKD; BSG 161.12]). Die Verfahrenskosten, bestimmt auf einen Pauschalbetrag von 

CHF 2'000.--, werden folglich den Rekurrenten zur Bezahlung auferlegt.

Da die Rekurrenten im vorliegenden Fall unterliegen, werden keine Parteikosten gesprochen 

(Art. 200 Abs. 4 StG sowie Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 

20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 

SR 172.021]).

Aus diesen Gründen wird erkannt:

1. Der Rekurs wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor der Steuerrekurskommission, bestimmt auf eine Pauschal-

gebühr von CHF 2'000.--, werden den Rekurrenten zur Bezahlung auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Gegen den Entscheid betreffend die kantonalen Steuern kann innert 30 Tagen seit 
der Eröffnung beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 
3011 Bern, Beschwerde erhoben werden. Die Frist ist eingehalten, wenn die Rechts-

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schrift am letzten Tag der Frist einer schweizerischen Poststelle übergeben wird. Die 

Beschwerdeschrift ist in 3-facher Ausfertigung einzureichen. Sie muss von der 
beschwerdeführenden Person selbst oder von einem zur Prozessführung vor bernischen 

Gerichten ermächtigten Anwalt verfasst und unterzeichnet sein (Art. 15 Abs. 4 VRPG). 

Die Rechtsschrift hat insbesondere das Rechtsbegehren und die Begründung zu ent-
halten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. 

Gegen den Entscheid betreffend die direkte Bundessteuer kann innert 30 Tagen seit 
der Eröffnung beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 
3011 Bern, Beschwerde erhoben werden (Art. 145 DBG i.V.m. Art. 9 Abs. 3 BStV). 
Die Frist ist eingehalten, wenn die Rechtsschrift am letzten Tag der Frist einer schweizeri-

schen Poststelle übergeben wird. Die Beschwerdeschrift ist in 3-facher Ausfertigung 
einzureichen. Sie muss von der beschwerdeführenden Person selbst oder von einem zur 

Prozessführung vor bernischen Gerichten ermächtigten Anwalt verfasst und unterzeichnet 

sein (Art. 15 Abs. 4 VRPG). Die Rechtsschrift hat insbesondere das Rechtsbegehren und 
die Begründung zu enthalten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. 

Wird beim Verwaltungsgericht für die kantonalen Steuern und die direkte Bundes-
steuer Beschwerde erhoben, können diese, soweit den gleichen Gegenstand betref-
fend, in einer gemeinsamen Rechtsschrift eingereicht werden. Sie hat insbesondere 
die jeweiligen Rechtsbegehren sowie die Begründungen zu enthalten.

5. Zu eröffnen an:

▪ C.________ zuhanden von A..________ und B.________ 

▪ Steuerverwaltung des Kantons Bern

▪ Eidgenössische Steuerverwaltung

▪ Gemeinde J.________

IM NAMEN DER STEUERREKURSKOMMISSION
DES KANTONS BERN

Die Richterin Der Gerichtsschreiber

Nanzer Schmidlin