# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7b143dc9-f484-5db4-9191-7026c052c2a2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.08.2023 C-2678/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2678-2017_2023-08-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2678/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  A u g u s t  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Viktoria Helfenstein (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richter David Weiss,    

Gerichtsschreiberin Rahel Schöb. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Frankreich), 

vertreten durch Pierre-Henri Gapany, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,   
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.   
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch;  

(Verfügung vom 21. März 2017). 

 

 

 

C-2678/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am (…) 1962 geborene A._______ (nachfolgend: Versicherter  

oder Beschwerdeführer) ist deutscher Staatsangehöriger, in Frankreich 

wohnhaft, Vater einer Tochter, B._______, geb. am (…) 2010, und gelernter 

Schlosser. Er war ab März 2004 als Grenzgänger in der Schweiz erwerbs-

tätig und leistete dabei Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlasse-

nen- und Invalidenversicherung (AHV/IV; Akten der IV-Stelle C._______ 

gemäss Aktenverzeichnis vom 29. August 2017 [nachfolgend: IV-act.] 7; 8; 

14; 22). Während seiner Erwerbstätigkeit als Lastwagenchauffeur bei der 

D._______ AG in (…), Kanton C._______ (IV-act. 7; 55, S. 3) erlitt er am 

21. November 2012 infolge eines Arbeitsunfalls eine Luxationsfraktur des 

linken Sprunggelenks (IV-act. 15.1, S. 2; 15.4, S. 43 f.; 43.2, S. 2 ff.). Das 

Arbeitsverhältnis wurde per 20. November 2014 beendet, ohne dass der 

Beschwerdeführer zwischenzeitlich seine dortige Arbeit wiederaufgenom-

men hatte (IV-act. 47).  

B.  

B.a Nachdem der Versicherte seinen Arbeitsunfall am 29. November 2012 

beim Unfallversicherer SUVA gemeldet hatte (IV-act. 15.1), meldete er sich 

am 18. April 2013 bei der Invalidenversicherung des Kantons C._______ 

(nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an (IV-act. 7). Die IV-Stelle 

nahm hierauf Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht vor 

(IV-act. 2; 4; 5; 10; 16; 17; 22; 23; 24) und zog die Akten des Unfallversi-

cherers bei (vgl. IV-act. 6; 11; 15, 25; 26; 32; 33; 37; 40-45; 49-53; 58; 59; 

66).  

B.b Mit Verfügung vom 11. August 2015 hiess die SUVA die Ausrichtung 

einer Invalidenrente ab 1. September 2015 von monatlich Fr. 2712.75 in-

folge Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit im Umfang von 56 % (unter 

Annahme einer 60 %-igen Arbeitsfähigkeit sowie Berücksichtigung eines 

leidensbedingten Abzugs von 20 %) gut (IV-act. 55, S. 2 = IV-act. 56, S. 1 

f. = IV-act. 59.6, S. 3 ff. = IV-act. 65, S. 3 ff.). Im Weiteren wurde die Aus-

richtung einer Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse 

von 25 %, entsprechend Fr. 31'500.–, verfügt (IV-act. 55, S. 4). 

B.c Die IV-Stelle teilte dem Versicherten in ihrer Mitteilung vom 27. August 

2015 mit, dass die Arbeitsvermittlung abgeschlossen und eine Rentenprü-

fung der IV nach Rechtskraft der Rentenverfügung der SUVA erfolgen 

werde. Zur Begründung führte sie aus, der Versicherte habe die IV-Stelle 

am 13. August 2015 über den Rentenentscheid der SUVA informiert und 

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Seite 3 

ausgeführt, dass er im Moment keine beruflichen Massnahmen wünsche 

(IV-act. 57).  

B.d Nach Einholung einer Stellungnahme des regionalen ärztlichen Diens-

tes (nachfolgend: RAD), Dr. E._______, Facharzt für Chirurgie FMH, vom 

3. November 2015 (vgl. Protokoll der IV-Stelle per 29. August 2017, S. 13-

15 [Stellungnahme nicht in den Akten]) stellte die IV-Stelle dem Versicher-

ten mit Vorbescheid vom 15. März 2016 die Ausrichtung einer befristeten, 

halben Invalidenrente für den Zeitraum vom 1. November 2013 bis zum 

31. Juli 2015 in Aussicht (IV-act. 61).  

B.e Der Versicherte liess hiergegen durch seinen Rechtsvertreter mit 

Schreiben vom 15. April 2016 Einsprache erheben und die Ausrichtung ei-

ner ganzen Invalidenrente für den Zeitraum vom 1. November 2013 bis 

zum 31. Juli 2015 sowie einer unbefristeten, halben Invalidenrente ab dem 

1. August 2015 beantragen (IV-act. 65). In der Folge sah sich die IV-Stelle 

veranlasst, erneut eine Stellungahme des RAD einzuholen. Der RAD-Arzt 

Dr. E._______ kam in seinem Bericht vom 24. Mai 2016 im Wesentlichen 

zum Schluss, er sehe keine Argumente, welche seine bisherige Beurtei-

lung medizinisch in Frage stellen würden (vgl. Protokoll der IV-Stelle per 

29. August 2017, S. 20-22 [Stellungnahme nicht in den Akten]).  

B.f Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder  

Vorinstanz) erliess am 21. März 2017 eine dem Vorbescheid vom 15. März 

2016 entsprechende Verfügung und sprach dem Versicherten für den Zeit-

raum vom 1. November 2013 bis zum 31. Juli 2015 eine halbe Invaliden-

rente, zuzüglich einer Kinderrente, zu (IV-act. 68).  

C.  

Gegen diese Verfügung liess der Beschwerdeführer, vertreten durch 

Rechtsanwalt Pierre-Henri Gapany, mit Eingabe vom 8. Mai 2017 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben mit dem Antrag, die 

angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invali-

denrente, zuzüglich einer ganzen Kinderrente, für den Zeitraum vom 1. No-

vember 2013 bis zum 31. Juli 2015 zuzusprechen. Ab dem 1. August 2015 

sei ihm sodann eine unbefristete halbe Invalidenrente, zuzüglich einer hal-

ben Kinderrente, auszurichten (Akten im Beschwerdeverfahren [nachfol-

gend: BVGer-act. ]1).  

C-2678/2017 

Seite 4 

D.  

Der mit Zwischenverfügung vom 16. Mai 2017 beim Beschwerdeführer ein-

geforderte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.– (BVGer-act. 2) ging 

am 16. Juni 2017 in der Gerichtskasse ein (BVGer-act. 5). 

E.  

Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 5. September 2017 

(Datum Poststempel) unter Hinweis auf eine Stellungnahme der kantona-

len IV-Stelle vom 29. August 2017 auf Abweisung der Beschwerde (BVGer-

act. 9). 

F.  

In seiner Replik vom 15. Dezember 2017 hielt der Beschwerdeführer an 

seinen beschwerdeweise gestellten Anträgen fest (BVGer-act. 15). 

G.  

In ihrer Duplik vom 1. Februar 2018 (Datum Poststempel) hielt die  

Vorinstanz unter Hinweis auf eine Stellungnahme der kantonalen IV-Stelle 

vom 19. Januar 2018 am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest 

(BVGer-act. 17 samt Beilage).  

H.  

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 8. Februar 2018 wurde der Schrif-

tenwechsel abgeschlossen (BVGer-act. 18). 

I.  

Mit Eingabe vom 6. Februar 2020 liess der Rechtsvertreter des Beschwer-

deführers dem Gericht seine Kostennote zukommen (BVGer-act. 20). 

J.  

Am 23. Juni 2023 teilte das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerde-

führer mit, dass es sich vorbehalte, die Sache zwecks ergänzender Sach-

verhaltsabklärungen sowie neuer Verfügung an die Vorinstanz zurückzu-

weisen, wies aufgrund des offenen Ausgangs auf die Gefahr einer refor-

matio in peius hin und gewährte ihm das rechtliche Gehör (BVGer-act. 27). 

Mit Eingabe vom 24. Juli 2023 liess der Beschwerdeführer mitteilen, er 

halte ausdrücklich an seiner Beschwerde fest (BVGer-act. 28).  

K.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.  

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht rich-

tet sich grundsätzlich nach dem VwVG (Art. 37 VGG). Vorbehalten bleiben 

gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG die besonderen Bestimmungen des ATSG 

(SR 830.1). Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Ver-

fügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Inte-

resse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der 

Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG; vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde (Art. 63 

Abs. 4 VwVG; vgl. BVGer-act. 5), ist auf die frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde einzutreten (Art. 60 ATSG; Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 

Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1 Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV (SR 831.201) ist bei Grenzgängern die 

IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet diese eine Erwerbstätigkeit ausüben, 

zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen zuständig. Dies gilt 

auch für ehemalige Grenzgänger, sofern sie bei der Anmeldung ihren or-

dentlichen Wohnsitz noch in der benachbarten Grenzzone haben und der 

Gesundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurück-

geht. Die Verfügungen werden von der IVSTA erlassen. 

2.2 Da der Beschwerdeführer bei Eintritt des geltend gemachten Gesund-

heitsschadens als Grenzgänger mit Wohnsitz in Frankreich im Kanton 

C._______ einer Erwerbstätigkeit nachging und zum Anmeldungszeitpunkt 

in Frankreich Wohnsitz hatte, war die IV-Stelle des Kantons C._______ für 

die Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung zuständig. Die angefoch-

tene Verfügung vom 21. März 2017 wurde sodann zu Recht von der IVSTA 

erlassen. Diese Verfügung, mit der das Leistungsbegehren des Beschwer-

deführers abgewiesen wurde, bildet Anfechtungsobjekt und damit Begren-

zung des Streitgegenstandes des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 

(vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1). 

3.  

3.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 21. März 2017) eingetretenen Sachverhalt ab 

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Seite 6 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän-

dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver-

fügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

3.2 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger, wohnt in 

Frankreich, womit offensichtlich ein grenzüberschreitender Sachverhalt mit 

Bezug zur EU vorliegt. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 

21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemein-

schaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss An-

hang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft 

getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und 

Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Januar 

2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, 

Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehun-

gen zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das 

Vorliegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch 

im Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach 

schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 

9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4). 

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1). 

Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 21. März 2017 in Kraft standen; weiter aber auch Vor-

schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind. 

Im vorliegenden Fall sind damit insbesondere die erst am 1. Januar 2022 

in Kraft getretenen Änderungen (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Ände-

rung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535) im IVG, in der IVV 

sowie im ATSG nicht anwendbar.  

3.4 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozi-

alversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 

(vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat 

die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes we-

gen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachver-

halts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht 

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etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Be-

weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 

V 218 E. 6). 

4.  

4.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz mit der angefochtenen Ver-

fügung vom 21. März 2017 dem Beschwerdeführer zu Recht eine halbe 

Rente befristet vom 1. November 2013 bis 31. Juli 2015 zugesprochen hat 

oder ob er bis 31. Juli 2015 Anspruch auf eine ganze und hernach auf eine 

halbe Rente hat, wie das der Beschwerdeführer vorbringt. Dabei steht ins-

besondere in Frage, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich ab-

geklärt sowie die Invalidität korrekt bemessen worden ist und dabei auf die 

Invaliditätsbemessung der SUVA abzustellen ist.  

4.2 Zur Begründung führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, die Abklä-

rungen, gestützt auf die Unterlagen der SUVA (…) und die Beurteilung des 

RAD, hätten ergeben, dass der Beschwerdeführer in seiner zuletzt ausge-

übten Tätigkeit als Lastwagenchauffeur aufgrund eines Unfalles seit dem 

21. November 2012 dauerhaft und ohne wesentlichen Unterbruch einge-

schränkt sei. Ab Ablauf des Wartejahrs (21. November 2013) bestehe für 

eine angepasste leichte, vorwiegend sitzende, abwechselnd kurz stehend 

und gehend zu verrichtende Tätigkeit ohne Gehen auf unebener Unterlage 

eine 60 %-ige Arbeitsfähigkeit. Für die leidensbedingten Einschränkungen 

seien davon zusätzliche 20 % abgezogen worden, was insgesamt eine 

50 %-ige Arbeitsfähigkeit ergebe. Entgegen dem Entscheid der SUVA vom 

11. August 2015 sei ab dem 29. April 2015 von einer 90 %-igen Arbeitsfä-

higkeit in einer leichten, rein oder vorwiegend sitzenden Tätigkeit ohne län-

geres oder häufiges Gehen/Stehen und mit der Möglichkeit, den Fuss 

hochzulagern, auszugehen. Die Zumutbarkeitsbeurteilung der SUVA sei 

ohne Einleitung von Integrationsmassnahmen erfolgt. Gemäss Behand-

lungsbericht des Spital F._______ vom 27. April 2015 seien beim Be-

schwerdeführer bei längerem Sitzen zunehmende Sensibilitätsstörungen 

und Kribbelparästhesien am Vorfuss aufgetreten. Dieses Problem könne 

er gemäss eigener Aussage jedoch mit banalem Hochlagern und Massie-

ren beheben. Folglich sei dem Beschwerdeführer die oben beschriebene 

angepasste Tätigkeit in einem höheren Arbeitspensum zumutbar, als von 

der SUVA Zentralschweiz festgehalten. Selbst wenn man grosszügig mor-

gens und nachmittags je zweimal 15-minütige Pausen zum Hochlagern 

und Massieren zugestehen würde, wäre die zeitliche Einschränkung nur 

eine Stunde täglich, was in etwa den 10 % Arbeitsunfähigkeit entspreche 

(IV-act. 68, S. 9 f.). 

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Seite 8 

4.3 Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, bei seinen ge-

sundheitlichen Einschränkungen handle es sich um reine Unfallfolgen. Ge-

mäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (mit Verweis auf BGE 131 

V 120) müsse mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden in den ver-

schiedenen Sozialversicherungszweigen die Festlegung der Invalidität 

zum gleichen Ergebnis führen. Dieser Grundsatz gelte nur dort nicht, wo 

dem Entscheid ein Rechtsfehler zu Grunde liege, wo eine nicht vertretbare 

Ermessensausübung vorgenommen worden sei, wo der Invaliditätsgrad 

durch einen Vergleich festgelegt worden sei oder wo die genaue Festle-

gung des Invaliditätsgrades im betreffenden Zweig angesichts der Renten-

abstufung gar keine Bedeutung habe. Vorliegend sei keine solche Aus-

nahme gegeben. Der Invaliditätsgrad bemesse sich in der Unfallversiche-

rung gleich wie in der Invalidenversicherung. Für den Zeitraum vom 1. No-

vember 2013 bis zum 31. Juli 2015 sei die Vorinstanz der Berechnung der 

SUVA (Invaliditätsgrad 56 %; halbe Invalidenrente) gefolgt, dies, obwohl 

die Unfallversicherung – gestützt auf die medizinischen Akten – Taggelder 

für eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit ausbezahlt habe. Der von der SUVA 

berücksichtigte Grad von 56 % gelte erst ab dem 1. September 2015. Im 

Entscheid der Vorinstanz finde sich keinerlei Begründung, weshalb bereits 

hier vom Sachverhalt abgewichen werde, wie er von der SUVA anerkannt 

worden sei. Der Fallabschluss durch die SUVA sei am 3. August 2015 mit-

geteilt worden, weshalb bis zu diesem Zeitpunkt die unfallversicherungs-

rechtliche Taggeldregelung während der Heilbehandlung gelte. Die  

Vorinstanz habe deshalb für den Zeitraum vom 1. November 2012 bis zum 

31. Juli 2015 eine ganze IV-Rente zuzusprechen.  

Für die Zeit ab dem 1. August 2015 habe die Vorinstanz entschieden, dass 

ihm keine Rente zustehe, da in Abweichung des Zumutbarkeitsprofils der 

SUVA von einer 90 %-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Selbst die IV-

Stelle würde sodann von einer rein unfallkausalen Beeinträchtigung aus-

gehen, weshalb die angeführten Gründe für die ablehnende Haltung ge-

genüber Eingliederungsmassnahmen keine Rolle spielten. Der Unfallversi-

cherer sei besser geeignet, ein Zumutbarkeitsprofil zu erstellen und die Be-

rechnung des Invaliditätsgrads vorzunehmen. Er könne sich demnach auf 

den Grundsatz der Bindungswirkung des Invaliditätsgrades berufen und 

die IV-Stelle hätte ihm ab dem 1. August 2015 eine halbe IV-Rente zuspre-

chen müssen (BVGer-act. 1).  

4.4 Replicando brachte der Beschwerdeführer ergänzend vor, soweit die  

Vorinstanz zur Begründung auf die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. 

E._______ verweise, sei diese nicht geeignet, ein Abweichen vom durch 

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Seite 9 

die SUVA festgestellten Invaliditätsgrad von 50 % zu begründen. Der RAD-

Arzt habe die vorinstanzlichen Akten falsch wiedergegeben und sei ohne 

jegliche Begründung, weshalb die Einschätzung von Dr. G._______ von 

einer 50 %-igen Arbeitsfähigkeit falsch sei, von der Zumutbarkeit einer voll-

zeitlichen Tätigkeit ausgegangen (BVGer-act. 15). 

5.  

Im Folgenden sind die weiteren, im vorliegenden Verfahren im Wesentli-

chen anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un-

fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu 

leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem ande-

ren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

5.2 Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 

ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, 

soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wiederherzustellen, zu 

erhalten oder zu verbessern (Bst. a); und die Voraussetzungen für den An-

spruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Bst. b). Die Eingliede-

rungsmassnahmen bestehen unter anderem in Massnahmen beruflicher 

Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Ar-

beitsvermittlung und Kapitalhilfe; Art. 8 Abs. 3 Bst. b IVG). 

5.3 Bei der obligatorischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche-

rung (AHV/IV) sind nur Personen mit Wohnsitz oder Erwerbstätigkeit in der 

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Seite 10 

Schweiz versichert (Art. 1a Abs. 1 Bst. a und b AHVG [SR 831.10] 

i.V.m. Art. 1b IVG). Unter der Marginalie «Versicherungsmässige Voraus-

setzungen» sieht Art. 9 IVG vor, dass Eingliederungsmassnahmen in der 

Schweiz, ausnahmsweise auch im Ausland, gewährt werden. Der An-

spruch darauf entsteht frühestens mit der Unterstellung unter die obligato-

rische oder die freiwillige Versicherung und endet spätestens mit dem Ende 

der Versicherung (Abs. 1bis). Mit anderen Worten muss eine Person der 

Versicherung unterstellt sein, sobald und solange sie Eingliederungsmass-

nahmen beansprucht. Die für sämtliche Eingliederungsmassnahmen gel-

tende, in Art. 9 Abs. 1bis IVG statuierte Voraussetzung der Versicherungs-

unterstellung hat zur Folge, dass das Recht auf entsprechende Leistungen 

erlischt, sobald die betreffende Person nicht mehr versichert ist. In diesem 

Sinne führt das Ende der Versicherungsunterstellung zum Verlust des An-

spruchs auf Eingliederungsmassnahmen (vgl. BGE 145 V 266 E. 4.2 [mit 

Hinweis auf BGE 143 V 261 E. 5.2.1] und E. 6.3.6 [betreffend Nachversi-

cherungsnorm] mit Hinweisen; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die 

Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, Art. 9 IVG Rz. 8; ERWIN MURER, Inva-

lidenversicherungsgesetz [Art. 1-27bis IVG], 2014, Art. 9 IVG Rz. 50). 

5.4 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und 

beim Eintritt der Invalidität während der gesetzlich vorgesehenen Dauer 

Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(AHV/IV) geleistet hat, das heisst während mindestens drei Jahren laut 

Art. 36 Abs. 1 IVG.  

Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als drei 

Jahren Beiträge an die schweizerische AHV/IV geleistet (vgl. IK-Auszug 

[IV-act. 14]), so dass die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den 

Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist. 

5.5 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliede-

rungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können 

(Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind 

(Bst. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 

ATSG) sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG sieht vor, dass der Rentenanspruch 

frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des 

Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Mo-

nat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt, entsteht. 

https://www.swisslex.ch/doc/previews/e1cd2878-bc26-4753-aade-4e37ba2a93c4%2Ce1cd2878-bc26-4753-aade-4e37ba2a93c4/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/aol/6cfadce2-6248-476d-bb62-84bf1d70a469/a1a1d458-104b-4ea1-903d-b25052d89755/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/aol/cdb53d5b-9bee-43ad-9f63-ac1f78562653/a1a1d458-104b-4ea1-903d-b25052d89755/source/document-link
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https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;amp;amp;type=highlight_simple_query&amp;amp;amp;page=1&amp;amp;amp;from_date=&amp;amp;amp;to_date=&amp;amp;amp;sort=relevance&amp;amp;amp;insertion_date=&amp;amp;amp;top_subcollection_aza=soz&amp;amp;amp;query_words=9C_760%2F2018+&amp;amp;amp;rank=0&amp;amp;amp;azaclir=aza&amp;amp;amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-V-261%3Ade&amp;amp;amp;number_of_ranks=0#page261
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/4a7900af-dece-4151-a97c-637a425b9619/citeddoc/02caf435-fdc7-4e15-b0c2-95fc8bf723a5/source/document-link
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https://www.swisslex.ch/doc/aol/ab6a90a1-390d-4a84-bafa-ea8ec8c677d2/a1a1d458-104b-4ea1-903d-b25052d89755/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/aol/cdb53d5b-9bee-43ad-9f63-ac1f78562653/a1a1d458-104b-4ea1-903d-b25052d89755/source/document-link

C-2678/2017 

Seite 11 

5.6 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertels-

rente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 

von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 

ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben, soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine abweichende 

Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für 

Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern 

sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] 

883/2004; BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1). 

5.7 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützen sich die Verwaltung 

und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und 

gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. 

Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-

ten die versicherte Person arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes 

eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-

geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge 

sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerun-

gen der Expertinnen und Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 

125 V 351 E. 3a). Eine begutachtende medizinische Fachperson muss 

über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des BGer 

9C_555/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1 m.H.). 

5.8 Zwar gilt für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsver-

fahren der Grundsatz der freien Beweiswürdigung, doch hat die Rechtspre-

chung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-

achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufgestellt (vgl. BGE 125 V 351 

E. 3b). So kommt den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 

Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Be-

obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. 

C-2678/2017 

Seite 12 

BGE 125 V 353 E. 3b/bb m.w.H.). Berichte behandelnder Ärzte sind auf-

grund deren auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vor-

behalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt 

wie den behandelnden Spezialarzt (Urteil des Eidgenössischen Versiche-

rungsgerichts [EVG] I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 m.H. auf BGE 125 

V 351 E. 3b/cc). Allerdings dürfen auch die potentiellen Stärken der Be-

richte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden, namentlich wenn sie 

wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende 

– Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 

ungewürdigt geblieben sind (Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 

2008 E. 2.3.2 m.H.). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner 

Ärzte kommt ebenfalls Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der 

befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger 

steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit 

schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-

trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-

scheinen lassen (BGE 135 V 465 E. 4.4 m.H. auf 125 V 351 E. 3b/ee). 

5.9 Gemäss ständiger Rechtsprechung bildet die Aktenführungspflicht von 

Verwaltung und Behörden das Gegenstück zum (aus Art. 29 Abs. 2 BV 

fliessenden) Akteneinsichts- und Beweisführungsrecht, indem die Wahr-

nehmung des Akteneinsichtsrechts durch die versicherte Person eine Ak-

tenführungspflicht der Verwaltung voraussetzt (BGE 130 II 473 E. 4.1, 124 

V 372 E. 3b, 124 V 389 E. 3a). Die Behörde ist verpflichtet, ein vollständi-

ges Aktendossier über das Verfahren zu führen, um gegebenenfalls ord-

nungsgemäss Akteneinsicht gewähren und bei einem Weiterzug diese Un-

terlagen an die Rechtsmittelinstanz weiterleiten zu können. Die Behörde 

hat alles in den Akten festzuhalten, was zur Sache gehört (BGE 124 V 372 

E. 3b, 115 Ia 97 E. 4c). Der verfassungsmässige Anspruch auf eine geord-

nete und übersichtliche Aktenführung verpflichtet die Behörden und Ge-

richte, die Vollständigkeit der im Verfahren eingebrachten und erstellten 

Akten sicherzustellen (SVR 2011 IV Nr. 44 [8C_319/2010] E. 2.2.1; Urteil 

des BGer 5A_341/2009 vom 30. Juni 2009 E. 5.2). Für die dem Allgemei-

nen Teil des Sozialversicherungsrechts unterstellten Versicherer wurde in 

Art. 46 ATSG die Aktenführungspflicht auf Gesetzesstufe konkretisiert. Da-

nach sind für jedes Sozialversicherungsverfahren alle Unterlagen, die mas-

sgeblich sein können, vom Versicherungsträger systematisch zu erfassen 

(BGE 138 V 218 E. 8.1.2). 

C-2678/2017 

Seite 13 

6.  

6.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist die Rente bei einer erheblichen Änderung 

des Invaliditätsgrades von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zu-

kunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Revisi-

onsbegründend kann unter anderem eine Änderung des Gesundheitszu-

standes oder der erwerblichen Auswirkungen sein (BGE 141 V 9 E. 2.3). 

Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit 

oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, die anspruchs-

beeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leis-

tung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen wer-

den kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; sie ist in 

jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbre-

chung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern 

wird (vgl. BGE 133 V 67 E. 4.3.3).  

6.2 Nach der Rechtsprechung sind die Revisionsbestimmungen (Art. 17 

Abs. 1 ATSG; Art. 88a IVV) bei einer befristeten und/oder abgestuften 

Rente, also dort, wo rückwirkend aus einem einheitlichen Beschluss der 

IV-Stelle heraus gleichzeitig für verschiedene Zeitabschnitte Renten unter-

schiedlicher Höhe zuerkannt oder allenfalls aufgehoben werden, analog 

anwendbar (BGE 133 V 263 E. 6.1 m.w.H.; Urteil des BGer 9C_320/2021 

vom 1. September 2021 E. 2.2), weil noch vor Erlass der ersten Renten-

verfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der 

Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird 

rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind ei-

nerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwen-

dung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzende Zeitpunkt 

der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte zu be-

stimmen (Urteile des BGer 8C_269/2015 vom 18. August 2015 E. 3.2 und 

8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 m.w.H.).  

6.3 Damit ist vorliegend einerseits zu prüfen, ob für die Zeit ab dem 1. No-

vember 2013 die Voraussetzungen für das Entstehen eines Rentenan-

spruchs gegeben waren, sowie andererseits mittels Vergleichs des Zeit-

punkts der Entstehung des Rentenanspruchs per 1. November 2013 sowie 

des Zeitpunkts der Aufhebung per 1. August 2015, ob die Vorinstanz die 

dem Beschwerdeführer zugesprochene halbe Invalidenrente zu Recht bis 

zum 31. Juli 2015 befristet hat.  

C-2678/2017 

Seite 14 

7.  

Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Be-

schwerdeführers lässt sich den medizinischen Akten im Wesentlichen das 

Folgende entnehmen (in chronologischer Reihenfolge): 

7.1 Bei einem Arbeitsunfall vom 21. November 2012 erlitt der Beschwerde-

führer eine bimalleoläre, offene Luxationsfraktur des linken Sprunggelenks 

vom Typ Gustilo III, assoziert mit einer Läsion der Arteria tibialis posterior, 

woraufhin er im Spital H._______, Abteilung für Chirugie, notfallmässig 

operiert werden musste (IV-act. 15.4, S. 8 f. [deutsche Übersetzung] = IV-

act. 15.4, S. 53). Dem Austrittsbericht vom 19. Dezember 2012 (IV-

act. 15.4, S. 43 f.), unterzeichnet durch Dr. I._______, Facharzt für Ortho-

pädie und Traumatologie FMH, Leitender Arzt Abteilung für Chirurgie und 

Traumatologie, und Dr. J._______, Assistenzarzt, ist zu entnehmen, dass 

der Beschwerdeführer bis zum 5. Dezember 2012 stationär auf der Abtei-

lung für Chirurgie und Traumatologie behandelt wurde. Es wurden folgende 

Interventionen durchgeführt: Reposition und Fixateur externe, Wundexzi-

sion und End-zu-End-Anastomose Arteria tibialis posterior, VAC-Versiege-

lung (21.11.2012), Osteosynthese Innenknöchel (21.11.2012), Wundver-

schluss am Innenknöchel (23.11.2012), Verbandswechsel, Korrektur des 

Fixateur externe und sekundärer Wundverschluss (26.11.2012). Ein voll-

ständiger Wundverschluss sei nicht gelungen, da die Osteosynthese der 

Innenknöchelfraktur aufgrund einer Nekrose unmöglich sei. Sie werde des-

halb auf längere Zeit verschoben (vgl. IV-act. 15.4, S. 7 [deutsche Überset-

zung] = IV-act. 15.4, S. 52). Es bestehe vom 21. November 2012 bis zum 

21. Januar 2013 eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 15.4, S. 4 f. 

[deutsche Übersetzung] = IV-act. 15.4, S. 44 und 48).  

7.2 Gemäss dem Operationsbericht von Dr. I._______, Spital H._______, 

vom 14. Januar 2013 wurde bei einer erneuten Operation der Fixateur ex-

terne entfernt und die Osteosynthese des Innenknöchels sowie eine Repo-

sition der nach anterior luxierten Peroneus longus-Sehne und Rekonstruk-

tion bzw. Naht der Sehnen-Scheide durchgeführt (IV-act. 15.4, S. 3 [deut-

sche Übersetzung] = IV-act. 15.4, S. 36 f.; zur Problematik der deutschen 

Übersetzung der «Plastik des Musculus fibularis longus» vgl. RAD-Stel-

lungnahme vom 3. November 2015, Protokoll der IV-Stelle per 29. August 

2017, S. 14 [Stellungnahme nicht in den Akten]). Dies erfolgte im Rahmen 

eines stationären Aufenthalts vom 13. Januar 2013 bis 19. Januar 2013. 

Gemäss dem Austrittsbericht vom 19. Februar 2013 hat sich der postope-

rative Verlauf unkompliziert gestaltet. Es bestehe vom 13. Januar 2013 bis 

C-2678/2017 

Seite 15 

zum 1. März 2013 eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 15.4, S. 1 f. 

[deutsche Übersetzung] = IV-act. 15.4, S. 30 f.).  

7.3 Nach dem radiologischen Bericht vom 5. März 2013, unterzeichnet von 

Dr. K._______, Facharzt für Radiologie FMH, Spital L._______, Radiolo-

gie, sei die Konsolidierung des Innenknöchels fast abgeschlossen. Es be-

stehe eine heterogene, diffuse Osteopenie, die jedoch in der paraartikulä-

ren Region vorherrsche und auf eine Algoneurodystrophie hindeute, was 

jedoch mit einer klinischen Untersuchung korreliert werden müsse (IV-

act. 15.4, S. 20). 

7.4 Aus dem Arztbericht zuhanden des Rechtsvertreters des Beschwerde-

führers vom 18. April 2013, unterzeichnet von Dr. M._______, Facharzt für 

Chirurgie und orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-

apparates FMH, und Dr. N._______, Fachärztin für orthopädische Chirur-

gie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, geht hervor, dass 

noch kein stabiler Endzustand erreicht sei. Die Physiotherapie sei noch er-

forderlich, um das Sprunggelenk zu stabilisieren und die Beweglichkeit des 

Knöchels zu verbessern. Derzeit sei die Fibula nicht konsolidiert, aber eine 

solche sei möglich. Eine weitere Operation zur Korrektur der Verkürzung 

der Fibula und der Läsion der Syndesmose könne derzeit nicht ausge-

schlossen werden. Aktuell sei der Beschwerdeführer seit seinem Unfall am 

21. November 2012 unverändert zu 100 % arbeitsunfähig. Er gehe noch 

ohne volle Belastung, und die Funktion des Sprunggelenks sei stark ein-

geschränkt, weshalb eine Tätigkeit als Chauffeur vollkommen unmöglich 

sei. Der Beschwerdeführer könne unter Teilbelastung mit Hilfe von Gehstö-

cken gehen. Aufgrund der Schwellung des Knöchels sei ein mehrfaches 

Hochlagern pro Tag erforderlich. Eine stehende Tätigkeit sei unmöglich, 

ebenso wie eine Tätigkeit, welche die Beweglichkeit des Knöchels erfor-

dere (IV-act. 26.1, S. 11 f.; mit überwiegend identischem Wortlaut der Be-

richt vom 26. April 2013 [IV-act. 15.4, S. 10 f.]). 

7.5 Dem kreisärztlichen Bericht zuhanden der SUVA von Dr. O._______, 

Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-

parates FMH, Kreisarzt, Praxisgruppenleiter (…), vom 8. Mai 2013 ist zu 

entnehmen, es sei von einem normalen Heilverlauf auszugehen, und eine 

Rehabilitation in der Klinik P._______ sei medizinisch nicht indiziert. Eine 

nichtmedizinische Pflege sei nicht weiter nötig. Eine volle Arbeitsunfähig-

keit als Chauffeur sei ausgewiesen, für eine Abschätzung der Prognose sei 

es jedoch zu früh. Eine erneute Prüfung solle in vier Wochen erfolgen (IV-

act. 15.5). 

C-2678/2017 

Seite 16 

7.6 Dem ausführlichen ärztlichen Bericht (E 213) zuhanden der IV-Stelle 

von Dr. Q._______, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatolo-

gie des Bewegungsapparates FMH, und Dr. N._______, Spital L._______, 

vom 3. Juli 2013, ist betreffend Befund Folgendes zu entnehmen: linker 

Knöchel, derzeit Flexion/Extension 30/0/0 (Anmerkung des Gerichts: Fle-

xion/Extension gemäss der Neutral-Null-Methode, vgl. <www.pschyrem-

bel.de/Neutral-Null-Methode/K0F6J>, abgerufen am 16. August 2023), we-

nig Schwellung des Knöchels, Narbe am Aussen- und Innenknöchel schön 

und ruhig, Hyposensibilität in der Ferse, Kribbeln im Vorfuss, freie Beweg-

lichkeit der Zehen, keine Schmerzen beim Gehen bei der Palpation des 

Fusses, freie Beweglichkeit des Knies. Die Schmerzen seien derzeit etwas 

gemindert, die Beweglichkeit des Sprunggelenks habe sich verbessert und 

der Beschwerdeführer gehe mit einer Belastung von 40 kg. Es bestehe 

eine schwere Verletzung des linken Knöchels. Derzeit befinde sich der Be-

schwerdeführer in Physiotherapie, um die Beweglichkeit des Knöchels zu 

verbessern. Die Fibula sei noch nicht stabil. Es bestehe eine Verkürzung 

des Peroneum, welche ohne operativen Eingriff bestehen bleibe. Derzeit 

sei nicht auszuschliessen, dass eine weitere Operation zur Korrektur der 

Verkürzung der Fibula und der Läsion der Syndesmose nötig sein werde. 

Aufgrund der schweren Verletzung am linken Knöchel sei eine vollständige 

Genesung unwahrscheinlich, das Risiko einer Arthrose des Knöchels sei 

aufgrund der Verkürzung und des verzögerten Heilungsprozesses des Pe-

roneus sehr hoch.  

Der Beschwerdeführer sei in Bezug auf seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit 

als Chauffeur zu 100 % arbeitsunfähig, könne jedoch angepasste Arbeiten 

verrichten, wobei folgende Einsatzbeschränkungen zu berücksichtigen 

seien: Tätigkeiten ohne Nässe, Rauch, Gase, Dämpfe, Wechsel- oder 

Nachtschicht, ohne Bücken, Heben, Tragen von Lasten, Klettern oder Stei-

gen, Absturzgefahr. Es dürften Tätigkeit im Sitzen mit zusätzlichen (be-

triebsüblichen) Pausen und der Möglichkeit zur Hochlagerung des Beins 

verrichtet werden. Bildschirmarbeit sei möglich, aber der Beschwerdefüh-

rer könne die Arbeit am Arbeitsplatz oder zu Hause nicht ohne Hilfe einer 

anderen Person verrichten, da er auf Krücken angewiesen sei und er nichts 

tragen und nicht lange gehen könne. Eine Einschätzung der Prognose be-

treffend Dauer dieser Einschränkungen sei derzeit nicht möglich. Die Phy-

siotherapie sei derzeit noch notwendig und je nachdem, wie sich die Situ-

ation entwickle, könne eine Entscheidung über weitere Behandlungen ge-

troffen werden. Eine Besserung der Leistungsfähigkeit könne durch medi-

zinische Rehabilitation bewirkt werden (IV-act. 24 = IV-act. 26.1, S. 4 f.).  

C-2678/2017 

Seite 17 

7.7 Aus dem ausführlichen ärztlichen Bericht zuhanden der SUVA von 

Dres. Q._______, und N._______, Spital L._______, vom 9. Juli 2013 be-

treffend die Behandlung vom 10. Juni 2013 geht hervor, dass es dem Be-

schwerdeführer etwas besser gehe, für ihn seien jedoch ein Ameisenlaufen 

im Vorfuss und ein Anschwellen im Knöchelbereich, besonders nach Be-

lastung und Übungen, störend. Die Wundverhältnisse seien reizlos. Vom 

objektiven Befund her sei das linke obere Sprunggelenk (OSG) etwas ge-

schwollen, die Temperatur normal, die Hautfarbe ohne Besonderheit. Es 

bestehe eine Gefühlsstörung an der Ferse. Radiologisch bestehe der Ver-

dacht auf Osteopenie, wenig Veränderung am Aussenknöchel und leichte 

Verkürzung, der Innenknöchel sei knöchern konsolidiert. Die Belastung 

solle weiter gesteigert werden bis zur Vollbelastung. Die intensive Physio-

therapie, die auch Behandlungen im Pool umfasse, werde fortgeführt (IV-

act. 26.1, S. 2 f.).  

7.8 Gemäss der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. R._______, Facharzt 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, Kreisarzt, zuhanden der SUVA vom 25. Juli 2013 sei die volle Ar-

beitsunfähigkeit als Chauffeur weiterhin ausgewiesen, eine Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit sei ab Oktober 2013 zu prüfen. Über die berufliche Prog-

nose werde davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer seine ange-

stammte Tätigkeit in Zukunft ausüben könne. Eine Rehabilitation in (…) sei 

nicht medizinisch indiziert. Die Selbstständigkeit des Beschwerdeführers 

habe deutlich zugenommen, seit die Fixateure weg seien. Er mache jetzt 

ein Aufbautrainig im Hinblick auf die Wiederaufnahme seiner Arbeit (IV-

act. 26.2, S. 5 f.). 

7.9 Laut der ergänzenden kreisärztlichen Beurteilung von Dres. 

R._______, und O._______, zuhanden der SUVA vom 26. August 2013 sei 

der Verlauf nach offener Verletzung im linken oberen Sprunggelenk korrekt. 

Laut Bericht vom 26.  April 2013 (IV-act. 15.4, S. 10 f. [vgl. E. 6.4]) laufe 

der Beschwerdeführer mit einem Vacoped-Schuh, die Wunden seien ge-

schlossen und er besuche regelmässig die Physiotherapie. Der Vacoped-

Stiefel könne selbstständig angezogen werden, die bisherige Teilbelastung 

mit 15 kg erfolge selbstständig und ohne Fremdhilfe, auch der Gang zur 

Physiotherapie könne selbstständig oder per Taxi erfolgen. Möglicherweise 

habe er noch eine per orale Antikoagulation, auch diese Therapie erfordere 

keine Fremdhilfe. Von ärztlicher Seite sei eine Belastungssteigerung er-

möglicht worden. Aufgrund des Berichtes vom Spital L._______ betreffend 

die Behandlung vom 10. Juni 2013 (vgl. E. 7.7) gehe es dem Beschwerde-

führer tatsächlich besser, er besuche weiterhin die Physiotherapie und 

C-2678/2017 

Seite 18 

habe ein Heimprogramm. Die Belastung könne weiter gesteigert werden 

und die Physiotherapie bleibe erhalten inkl. der Bewegung im Wasser [IV-

act. 26. 2, S. 1 ff.]). 

7.10 Dem Arztbericht von Dres. Q._______, und N._______, Spital 

L._______, vom 5. November 2013 zuhanden der SUVA betreffend die Be-

handlung vom 3. September 2013 ist zu entnehmen, dass der Beschwer-

deführer von der Physiotherapie profitiere, er jedoch nach jeder Behand-

lung stärkere Schmerzen während mehreren Tagen verspüre. Klinisch sei 

die Beweglichkeit des Sprunggelenks unverändert seit der letzten Untersu-

chung, der Beschwerdeführer würde sich nun aber über Schmerzen wäh-

rend der Untersuchung beklagen. Das Kribbeln am Vorfuss sei unverändert 

und auch die Schwellung des Knöchels bestehe weiter. Im Röntgenbild 

seien kaum Fortschritte in der Heilung, Osteopenie erkennbar. Es werden 

berufliche Eingliederungsmassnahmen empfohlen (IV-act. 43.3, S. 18) 

7.11 Dr. T._______, Facharzt für Chirurgie, Kreisarzt, hatte den Beschwer-

deführer am 19. November 2013 persönlich untersucht. In seinem kreis-

ärztlichen Untersuchungsbericht zuhanden der SUVA vom 21. November 

2013 stellt Dr. T._______ folgende Diagnosen:  

Status nach (nachfolgend: St. n.) drittgradig offener OSG-Luxationsfraktur 

links mit Läsion der Arteria tibialis posterior bei Unfall vom 21.11.2012 

- Status nach mehrfachen operativen Eingriffen und Vakuum-Versiege-

lung 

- Aktuell: 

o Erhebliche Restbeschwerden, funktionelle Versteifung im 

OSG und USG links  

o Allodynie im Bereich des linken Innenknöchels 

o Missempfindungen im Bereich der Aussenseite des linken 

Fusses  

o Verdacht auf Fehlstellung der distalen Fibula  

Es handle sich um eine sehr schwere Verletzung der linken unteren Extre-

mität, welche der Beschwerdeführer am 21. November 2012 erlitten habe. 

Es bestehe bei der chronologischen Durchsicht der vorliegenden Röntgen-

bilder vom Unfalltag bis zum 3. September 2013 der Verdacht, dass mit der 

Artikulation im Sprunggelenk etwas nicht stimme. In vielen ap-Aufnahmen 

sei der wichtige Gelenkspalt zwischen Fibula und Talus nicht zu beurteilen, 

manchmal gewinne man den Eindruck, dass der Talus immer noch in Sub-

luxation stehe und der Abstand zwischen Fibula und Tibia im Bereich der 

vorderen Syndesmose zu weit sei. Auch sei nicht sicher, dass die Fibula in 

der Inzisur korrekt stehe und in der Länge anatomisch rekonstruiert worden 

C-2678/2017 

Seite 19 

sei. Genauere Informationen könnte ein CT (Anmerkung des Gerichts: 

Computertomographie) liefern, die Konsequenzen ein Jahr nach dem Er-

eignis bei aktueller Wackelsteife im oberen und unteren Sprunggelenk 

seien allerdings fraglich. Wahrscheinlich laufe die Situation auf eine Arth-

rodese hinaus. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit als Lastwa-

genchauffeur zu 100 %. Prognostisch werde sich diese Tätigkeit nicht mehr 

in dem Umfang wie vor dem Unfall ausführen lassen. Wahrscheinlich 

werde der Beschwerdeführer wieder in der Lage sein einen LKW zu steu-

ern, die dazugehörigen Be- und Entladearbeiten seien nach jetziger Ein-

schätzung jedoch kaum möglich. Es sei eine Konsultation in der Klinik 

F._______ zur Standortbestimmung und zur Verifizierung möglicher Be-

handlungsoptionen geplant (IV-act. 37.4 = IV-act. 43.5, S. 21 ff.; vgl. auch 

IV-act. 43.5, S. 20).  

7.12 Am 28. März 2014 berichtet Dr. G._______, Fachärztin für Orthopädie 

und Traumatologie FMH, Spital F._______, an den Unfallversicherer be-

treffend die Behandlung vom 7. März 2014. Das mittlerweile erreichte Er-

gebnis sei mit Blick auf die Schwere der Verletzung bereits relativ gut. Un-

ter Berücksichtigung der schweren Weichteil-Verletzungen habe keine 

bessere ossäre Versorgung erreicht werden können. Gleichwohl bestehe 

radiologisch der Verdacht auf eine Mairotation und Verkürzung der Fibula 

sowie eine nicht optimal reponierte Fraktur am medialen Malleolus. Des 

Weiteren zeige sich klinisch ein deutlich varisches Rückfuss-Alignement, 

was langfristig auf die Arthrose ebenfalls ungünstig sei. Abgesehen von der 

Skelett-Problematik bestünden ausgedehnte Weichteil-Problematiken, aus 

Sicht der ihr vorgelegten Akten, als Folge einer unvollständig abgeklärten 

neurologischen wie auch angiologischen Situation. Dementsprechend 

seien zunächst die Abklärungen zu vervollständigen. Es bleibe abzuwä-

gen, ob von einem Rekonstruktionseingriff eine derart grosse Besserung 

erwartet werden könne, dass das Risiko von Weichteil-Problemen gerecht-

fertigt sei. Andernfalls bestünde die Möglichkeit, den weiteren Spontanver-

lauf abzuwarten um dann später eine Arthrodesierung durchzuführen (IV-

act. 43.3, S. 7 ff.).  

7.13 In ihrem ambulanten Bericht vom 23. April 2014 betreffend die Ver-

laufskontrolle vom 28. März 2014 berichtet Dr. G._______, dass in der an-

giologischen Beurteilung (Bericht Dr. U._______, Facharzt für Angiologie 

FMH, Spital F._______ [IV-act. 43.3, S. 15]) keine makroangiopathische 

Problematik habe festgestellt werden können. Radiologisch stelle sich fol-

gender Befund dar: Die Fibula sei in der lncissura fibularis subluxiert. Des 

Weiteren Verkürzung der Fibula in der Malleolengabel um 2-3 mm. Auf der 

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Seite 20 

medialen Seite Darstellung mehrerer nicht in Verbindung zum restlichen 

Knochen stehender kleiner Fragmente im Bereich des medialen Bandap-

parates. Die Kongruenz medialseits mit dem Talus sei jedoch einigermas-

sen erhalten. Metabolische Anreicherungen zeigten sich lediglich im Be-

reich der Fibula, das restliche OSG reichere nicht an (IV-act. 43.3, S. 16 

f.). 

7.14 Prof. Dr. V._______, Facharzt für Neurologie, und Dr. W._______, As-

sistenzärztin, Neurologisch-Neurochirurgische Poliklinik, Spital F._______, 

stellen in ihrem ambulanten Bericht vom 13. Mai 2014 neu die Diagnose 

eines chronischen Schmerzsyndroms mit Sensibilitätsstörung der linken 

unteren Extremität. Klinisch-neurologisch bestehe eine residuelle strumpf-

förmige Hypästhesie der linken unteren Extremität ab Knie abwärts, deren 

Beginn vom Beschwerdeführer zeitlich nicht klar eingegrenzt werden 

könne. Inzwischen sei eine deutliche klinische Besserung zu verzeichnen, 

die seit ca. Mai 2013 auf einem subjektiv stabilen Niveau angegeben 

werde. Zur besseren Beurteilbarkeit der lädierten Nerven sei eine ergän-

zende elektrophysiologische Untersuchung veranlasst worden (IV-

act. 43.3, S. 5 f.).  

7.15 Dr. X._______, Facharzt für Neurologie FMH, Neurologische Klinik 

und Poliklinik, Spital F._______, berichtet am 10. Juni 2014 über neurogra-

phisch Zeichen einer axonalen Schädigung des Nervus peroneus links bei 

normalen Neurographien des motorischen Anteils des Nervus tibialis links 

und des Nervus suralis links. Basierend auf der klinischen Untersuchung 

und der Anamnese seien zusätzlich Läsionen des sensiblen Anteils des 

Nervus tibialis links (betont Nervus plantaris lateralis) und des Nervus pe-

roneus links anzunehmen. Bezüglich der Missempfindungen sei alternativ 

zu den klassischen Analgetika die Gabe von Lyrica (Antiepileptikum indi-

ziert zur Behandlung peripherer und zentraler neuropathischer Schmerzen, 

zur Zusatztherapie bei Epilepsie sowie zur Behandlung von generalisierten 

Angststörungen; vgl. <https://compendium.ch/product/10 13158-lyrica-

kaps-150-mg/mpro>, abgerufen am 16. August 2023) zu erwägen (IV-

act. 43.3, S. 13).  

7.16 Dr. G._______ führt in ihrem ambulanten Bericht vom 26. Juni 2014 

aus, der Beschwerdeführer habe sich am 16. Juni 2014 nach Vervollstän-

digung der Bildgebung in der Sprechstunde vorgestellt. Es bestehe ein Sta-

tus nach einer äusserst schweren Verletzung des Rückfusses. Neben den 

ossären Läsionen, welche zum Teil in Mal-Union verheilt seien und eine 

bereits beginnende Arthrose aufwiesen, bestünden relevante Verletzungen 

C-2678/2017 

Seite 21 

der Nerven sowie ein massiv traumatisierter Weichteilapparat. Aktuell be-

stehe eine kleine Läsion im Bereich des sekundär geheilten medialen 

Malleolus, welche der Beschwerdeführer nur sehr mühevoll zur Abheilung 

bringe. Dies gebiete bezüglich jegliches weiteren operativen Eingriffes ext-

reme Vorsicht, um nicht gar die Verschlechterung der Situation hinzuneh-

men. Im Moment scheine der Beschwerdeführer in seinem Leben or-

dentlich zurecht zu kommen. Er berichte, dass sitzende Tätigkeiten relativ 

gut verrichtet werden könnten. Allerdings bestehe ein vermehrter Pausen-

bedarf, und er müsse die Möglichkeit haben, das Bein während der Tätig-

keiten hoch zu lagern. Stehende/gehende Tätigkeiten seien nur sehr kurz-

fristig und wenn dann mit Schmerzen durchführbar. Bezüglich der weiteren 

Therapie sei sie mit weiteren Massnahmen sehr zurückhaltend. Die Kor-

rektur der ossären Malalignements wäre zwar technisch bezüglich des 

Knochens möglich, jedoch bezüglich des extrem traumatisierten Weichteil-

mantels mit einem erheblichen Risiko für chronische Wundheilungsstörun-

gen oder gar weitere Nervenschäden verbunden. Dies stehe für sie im Mo-

ment nicht in einem Gleichgewicht mit dem zu erwartenden Benefit bezüg-

lich Überlebens des OSG. Auf lange Sicht dürfte sich eine posttraumati-

sche OSG-Arthrose entwickeln, welche dann einer Versteifung bedürfe. 

Die Kirschner-Drähte hätten zudem die Tendenz, aus dem Knochen hinaus 

zu migrieren. Dies wäre der einzige Grund für eine frühzeitige operative 

Intervention. Diesbezüglich würden dem Beschwerdeführer regelmässige 

Kontrollen (ca. 6- bis 12-monatlich) empfohlen.  

Unabhängig von der weiteren Behandlung handle es sich um ein sehr 

schweres Rückfusstrauma. Dementsprechend werde der Beschwerdefüh-

rer auf mittel- und langfristige Sicht in einem rein stehend/gehenden Beruf, 

welcher auch das Heben schwerer Lasten sowie das Verharren in Extrem-

positionen bedarf, nicht mehr arbeitsfähig sein. Der Beschwerdeführer sei 

aufgrund von Schmerzen und fehlender Sensibilität nicht in der Lage, ein 

Auto zu lenken. Eine Umschulung in einen mehrheitlich sitzenden, ggf. 

höchstenfalls wechselbelastenden Beruf wäre zu befürworten. Allerdings 

sei auch hier aufgrund der persistierenden Schmerzen und der Schwel-

lungstendenz mit dem Bedarf an vermehrten Pausen sowie der Möglichkeit 

des Hochlagerns des Fusses zu rechnen. Es wurde eine probatorische Me-

dikation mit Lyrica 150 mg, einmal abends, gegebenenfalls im Verlauf zu 

steigern, verschrieben, wobei das Lenken von Maschinen inklusive Auto-

fahren zu unterlassen sei (IV-act. 43.3, S. 10 ff = IV-act. 65, S. 19 ff.). 

C-2678/2017 

Seite 22 

7.17 Dem kreisärztlichen Untersuchungsbericht zuhanden der SUVA von 

med. pract. Y._______, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Kreis-

arzt, vom 13. August 2014 betreffend die Untersuchung vom 7. August 

2014 sind folgende Diagnosen zu entnehmen:  

Drittgradig offene, bimalleoläre Luxationsfraktur des linken Sprunggelenks mit 

Läsion der Arteria tibialis posterior  

- St. n. Anlage eines Fixateur externe (21.11.2012) 

- Exploration der Wunde, Wundexzision und End-zu-End-Anastomose 

der Arteria tibialis posterior, partieller Wundverschluss, VAC-Versie-

gelung (21.11.2012) 

- St. n. Wundverschluss am Innenknöchel links (23.11.2012) 

- St. n. Korrektur der Position des Fixateur externe (26.11.2012) 

- St. n. Entfernung des Fixateur externe, Osteosynthese des Innenknö-

chels und Plastik der Sehne musculus fibularis longus (10.01.2013) 

- St. n. Osteosynthese des linken Aussenknöchels (10.01.2013) 

Der Beschwerdeführer berichte über anhaltende Schmerzen seitens des 

linken Sprunggelenks, über dessen eingeschränkte Beweglichkeit und 

Sensibilitätsverminderung des linken Fusses. Bei der kreisärztlichen Un-

tersuchung zeigten sich ein deutlich nach links hinkendes Gangbild, ein 

ausgeprägter Druckschmerz über dem Innen- und Aussenknöchel sowie 

über dem gesamten Rückfuss. Die Beweglichkeit des linken oberen und 

konsekutiv auch des unteren Sprunggelenks sei eingeschränkt, wobei auf 

Höhe des oberen Sprunggelenks nur Wackelbewegungen möglich seien. 

Es bestehe eine deutliche Sensibilitätsminderung des linken Fusses mit 

eingeschränkter Beweglichkeit der Zehen. Die physiologischen Funktionen 

des linken Beins seien deutlich beeinträchtigt. Aufgrund der kreisärztlichen 

Untersuchung sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine namhafte 

Besserung der unfallbedingten Folgen durch eine Verordnung von ortho-

pädischen Schuheinlagen nicht zu erreichen. Aufgrund der schweren Arth-

rose des linken oberen Sprunggelenks und einer Fehlstellung des Talus in 

der Gelenkgabel sowie anhaltenden Schmerzen seitens des linken oberen 

Sprunggelenkes wäre dessen weichteilschonende Arthrodese in der 4-

Schrauben-Technik nach Zwipp die Operation der ersten Wahl. Unter Be-

rücksichtigung aller Aspekte und der Ausgangssituation könne der Opera-

tionseingriff in zwei Schritten erfolgen, zuerst die Materialentfernung und 

im zweiten, zeitnahen Schritt dann die Arthrodese. Wegen der deutlichen 

Muskelschwäche des linken Beins würden weiterhin physiotherapeutische 

Massnahen (zwei bis dreimal pro Woche) empfohlen. Bei Bedarf könnten 

schmerzlindernde Medikamente (Analgetika) eingenommen werden.  

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Seite 23 

Die Unfallfolgen berücksichtigend, seien dem Beschwerdeführer zum jetzi-

gen Zeitpunkt leichte Tätigkeiten, welche vorwiegend im Sitzen ausgeübt 

werden können, mit nur gelegentlichem Stehen und Gehen für kurze Stre-

cken und ohne häufiges Treppensteigen und ohne Klettern auf Leitern und 

Gerüste zumutbar. Das Gehen in unebenem Gelände sei nicht zumutbar. 

Es sollte zudem die Möglichkeit bestehen, dass er sein linkes Bein häufig 

hochlagern könne. Unter Berücksichtigung dieses Zumutbarkeitsprofils 

könnte der Beschwerdeführer zum jetzigen Zeitpunkt leichte Arbeiten (Ad-

ministration, Arbeiten am PC, vorwiegend sitzende Arbeiten mit wenig Ste-

hen und Gehen) zu 50 % ausüben. Es sei bereits jetzt absehbar, dass auf 

Dauer eine deutliche Beeinträchtigung seitens des linken Rückfusses/Fus-

ses bestehen bleibe. Durch die vorgeschlagene Arthrodese könnte die Le-

bensqualität betreffend die anhaltenden Schmerzen seitens des linken 

Rückfusses deutlich gebessert werden. Aufgrund des vorliegenden Verlet-

zungsmusters und dessen Folgen bleibe auch nach Abschluss der Be-

handlung eine entschädigungspflichtige Einschränkung der Integrität be-

stehen. Über das weitere medizinische und administrative Procedere 

könne nach Eingang der noch benötigten Berichte entschieden werden (IV-

act. 43.5, S. 9 ff. = IV-act. 65, S. 10 ff.).  

Auf entsprechende Rückfragen der SUVA hin führte med. pract. Y._______ 

mit ergänzenden Stellungnahmen vom 17. und 29. September 2014 aus, 

über eine Arthrodese mindere die Schmerzen, die durch die ungünstige 

Knochenstellung im OSG verursacht würden, hebe jedoch die Beweglich-

keit des OSG auf (IV-act. 43.5, S. 5 f.). 

7.18 Dr. G._______ nahm mit Schreiben vom 11. September 2014 zuhan-

den der SUVA zum kreisärztlichen Bericht vom 13. August 2014 (vgl. 

E. 7.17) Stellung. Es finde sich in ihrem Bericht betreffend die Untersu-

chung vom 16. Juni 2014 (vgl. E. 7.16) der Beschrieb einer chronischen 

Wundheilungsstörung am medialen Malleolus, welche der Beschwerdefüh-

rer nur mit Mühe zur Abheilung bringe. Diese Konstellation belege ein sehr 

grosses Risiko für Wundheilungsstörungen bis hin zur Nekrotisierung ein-

zelner Areale in den Kreuzungsstellen von vorbestehenden Narben im 

Rahmen jedes weiteren gegebenenfalls anstehenden operativen Eingrif-

fes. Des Weiteren belegten die neurologischen Einschätzungen mit dem 

Therapievorschlag der Lyrica-Gabe, dass davon ausgegangen werden 

müsse, dass zumindest ein Teil der Beschwerden neurologischen Ur-

sprungs sei. Diese würden sich mit einer Arthrodesierung nicht verringern 

lassen. Beim Beschwerdeführer bestünden neben belastungsabhängigen 

Schmerzen relevante Nachtschmerzen, welche sich durch Aufstehen und 

C-2678/2017 

Seite 24 

Bewegen gar besserten. Diese dürften ebenfalls nicht auf die posttrauma-

tische Degeneration des Gelenkes zurückzuführen sein und sich deshalb 

durch eine Arthrodesierung des OSG nicht sicher beeinflussen lassen. In 

dieser Gesamtschau sei es wohl so, dass aus rein ossärer Betrachtungs-

weise im Verlauf eine Arthrodesierung des OSG, möglicherweise des ge-

samten Rückfusses notwendig sein werde, um eine genügende Stellungs-

korrektur zu erreichen. Sie sei nach wie vor der Meinung, dass vorab der 

Therapieerfolg einer Medikation mit Lyrica abgewartet werden sollte. Soll-

ten im Verlauf auf artikuläre Degeneration zurückführbare Beschwerden 

vermehrt in den Vordergrund treten, müsste eine Arthrodesierung sicher-

lich erneut diskutiert werden, diese scheine ihr jedoch im Moment nicht in 

einem Gleichgewicht mit dem möglichen Risiko des Eingriffes zu stehen 

(IV-act. 43.5, S. 7 f. = IV-act. 65, S. 22 f.). 

7.19 Dem Arztbericht von Dr. Q._______, und Dr. Z._______, Facharzt für 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, Spital L._______, vom 17. Oktober 2014 zuhanden der SUVA ist zu 

entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 18. September 2014 vorstellig 

geworden sei. Wenn man eine Operation plane, bei der das Osteosynthe-

sematerial entfernt werden soll, bestehe ein hohes Risiko, dass es zu Prob-

lemen bei der Wundheilung des weichen Gewebes komme. Der Beschwer-

deführer habe immer noch Schmerzen, wenn er sich belaste, aber auch 

nachts. Die bereits eingeleitete Behandlung mit Lyrica helfe ihm ein wenig. 

Es sei zu früh, um die Operation jetzt durchzuführen. Falls keine Probleme 

mit der Wundheilung auftreten würden, könnte man die Arthrodese vorneh-

men. Der Beschwerdeführer möchte diese jedoch nicht bereits jetzt, da er 

Angst vor stärkeren lokalen Schmerzen und weiteren Funktionseinschrän-

kungen habe (IV-act. 43.3, S. 4).  

7.20 Dr. G._______ führte in ihrem ambulanten Bericht 7. Januar 2015 be-

treffend eine am 8. Dezember 2014 durchgeführte Verlaufskontrolle aus, 

beim Beschwerdeführer bestünde weiterhin ein chronisches Schmerzsyn-

drom. Es sei eher unwahrscheinlich, dass die Mehrheit der Beschwerden 

aus dem OSG herrührten und sich entsprechend mit einer Arthrodese suf-

fizient angehen liessen. Da dies in den Raum gestellt worden sei, werde 

als nächster Schritt eine Infiltration des OSG mit Lokalanästhesie durchge-

führt. Sollte diese intraartikuläre Applikation zu einer weitreichenden 

Schmerzfreiheit führen, könne gegebenenfalls eine Arthrodese erneut dis-

kutiert werden. Sollte sich damit die Schmerzsituation nur unzureichend 

verbessern, könne mit Sicherheit gesagt werden, dass eine Arthrodese die 

Situation nicht wesentlich verändern würde (IV-act. 43.2, S. 2 f.).  

C-2678/2017 

Seite 25 

7.21 In ihrem Bericht vom 18. Februar 2015 stellte Dr. G._______ über 

eine weitere Verlaufskontrolle vom 9. Februar 2015 folgenden klinischen 

Befund: Beim Fuss links bestünden reizlose, kaum geschwollene, etwas 

livid verfärbte Weichteile und Druckdolenz medial. Des Weiteren bestehe 

eine deutliche Druckdolenz im Fersenbereich sowie unter den Metatarsal-

köpfchen II-IV. Keine Schmerzen im Verlauf des anterioren OSG-Spaltes. 

Beweglichkeit im OSG Flexion/Extension 20/0/10 Grad, keine Schmer-

zauslösung, auch nicht bei forcierten Bewegungen. Beim Beschwerdefüh-

rer bestünden weiterhin Schmerzen. Diese interpretiere sie zum einen auf 

die vorbekannte Nervenverletzung, zum andern auf eine Überlastung im 

Vorfussbereich. Dies liesse sich mit einer Einlagenversorgung mit medialer 

Gewölbeabstützung und retrokapitaler Pelotte voraussichtlich verbessern. 

Kombiniert sollte dies mit einer orthopädischen Serienschuhversorgung mit 

Abrollhilfe durchgeführt werden. Auf die Infiltration des OSG habe sie ver-

zichtet, da sich klinisch keine Schmerzen im Gelenkbereich provozieren 

liessen. Weiterhin scheine das OSG zwar ein morphologisch eindrücklicher 

Ort posttraumatischer Schädigung zu sein, jedoch würden die klinisch ge-

klagten Befunde nur unzureichend dazu passen und rechtfertigten im Mo-

ment eine Versteifung des OSG nicht. Ebenfalls dürfte dies kaum zu einer 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit führen, da dabei die restlichen neurogen 

und vaskulär bedingten Probleme nicht ausser Acht gelassen werden dür-

fen. Für eine rein sitzende oder bestenfalls minimal wechselbelastende Tä-

tigkeit sei der Beschwerdeführer jedoch durchaus zu einem gewissen Pen-

sum arbeitsfähig, wenngleich ein vermehrter Pausenbedarf sowie die Not-

wendigkeit, den Fuss hochzulagern, bestehen bleiben würden (IV-act. 44, 

S. 2 f. = IV-act. 53.1, S. 1 f. = IV-act. 65, S. 24 f.). 

7.22 Med. pract. Y._______ untersuchte den Beschwerdeführer am 

28. April 2015 persönlich und führte in seinem kreisärztlichen Untersu-

chungsbericht zuhanden der SUVA vom 29. April 2015 aus, dass eine ein-

geschränkte Beweglichkeit des linken oberen und unteren Sprunggelen-

kes, eine Druckschmerzhaftigkeit sowohl im Bereich des Innen- als auch 

des Aussenknöchels, eine verminderte Hautsensibilität ab Mitte des linken 

Unterschenkels, ein linksbetontes Hinken, eine Beeinträchtigung der phy-

siologischen Funktionen des linken Beines, eine Minderung der groben 

Kraft des linken Beines und eine Einschränkung der Beweglichkeit der Ze-

hen des linken Fusses bestehe. Die neurogene Symptomatik habe im Ver-

gleich zur letzten kreisärztlichen Untersuchung zugenommen. Es wird 

empfohlen, orthopädische Schuheinlagen nach Mass zu tragen und die 

analgetische Therapie weiter einzunehmen. Da am 11. Mai 2015 eine rönt-

genologische und klinische Kontrolle in der Spital F._______ stattfinden 

C-2678/2017 

Seite 26 

sollte, solle erst nach Eingang dieser Berichte über das weitere medizini-

sche und administrative Procedere entschieden werden. Die Fortsetzung 

der Arbeit in seinem angestammten Beruf als LKW-Fahrer werde dem Be-

schwerdeführer in Zukunft nicht mehr zumutbar sein. Gleichzeitig attes-

tierte der Kreisarzt, dass zukünftig nur Berufe in Frage kämen, die vorwie-

gend sitzend, jedoch mit der Möglichkeit, kurz stehend und gehend die Er-

ledigung der Arbeiten ermöglichen würden (IV-act. 53.3, S. 8 ff.). 

7.23 Wie dem Bericht vom 27. Mai 2015 zu entnehmen ist, stellte Dr. 

G._______ anlässlich der Verlaufskontrolle vom 11. Mai 2015 am Spital 

F._______ fest, dass die Einschränkungen des Beschwerdeführers auf die 

Nervenverletzungen zurückzuführen seien. Auch bei grober Untersuchung 

seien aktuell keine im OSG lokalisierten Schmerzen auszumachen. Die 

Sensibilität am medialen Fussrand, an der Fusssohle sowie auch an sämt-

lichen Zehen sei massiv eingeschränkt. Propriozeption an den Zehen sei 

nicht vorhanden. Eine OSG-Arthrodese sei weiterhin nicht indiziert. Das 

Metall scheine im Moment nur wenig zu stören, so dränge sich bei den sehr 

delikaten Hautverhältnissen im Moment auch keine Osteosynthesemateri-

alentfernung auf. Die Ärztin empfahl zur Verbesserung der Gehfähigkeit 

einen orthopädischen Serienschuh mit Abrollhilfe und Fussbettung. Hin-

sichtlich der verbleibenden Arbeitsfähigkeit sei der Beschwerdeführer in ei-

nem sitzenden oder bestenfalls grossmehrheitlich sitzenden Beruf zumin-

dest zu 50 % mit etwas vermehrtem Pausenbedarf arbeitsfähig (IV-

act. 59.3 = IV-act. 65, S. 26 f.). 

7.24 Med. pract. Y._______, Kreisarzt, hielt in seiner Stellungnahme zu-

handen der SUVA vom 30. Juni 2015 folgende Zumutbarkeitsbeurteilung 

bezogen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt fest: Leichte Arbeiten, vorwie-

gend sitzend, abwechselnd kurz stehend und gehend, kein Tragen und He-

ben von schweren Gegenständen, kein Arbeiten in der Höhe (Dach, Lade-

rampe, Leiter, etc.), kein Arbeiten auf unebenen Gelände, kein permanen-

tes Treppauf- und Treppabgehen, kein Arbeiten in der Kälte, keine perma-

nenten Rotationsbewegungen des linken Fusses, kein Arbeiten in der Ho-

cke, permanentes Tragen der orthopädischen Schuhe nach Mass, dann 

sei anfänglich eine 60 %-ige Arbeitsfähigkeit möglich, jedoch mit Steige-

rungspotenzial. Er schlug zur Aufrechterhaltung des bisherigen Gesund-

heitszustandes das Tragen von orthopädischen Serienschuhen mit Abroll-

hilfe und Fussbettung sowie Analgetika vor (IV-act. 59.5, S. 4 f.).  

In seiner Beurteilung des Integritätsschadens vom 1. Juli 2015 schätze er 

diesen auf 25 % und führte zur Begründung in seiner Beurteilung vom 

C-2678/2017 

Seite 27 

1. Juli 2015 aus, es bestehe eine eingeschränkte Beweglichkeit des linken 

oberen und unteren Sprunggelenkes, Schmerzhaftigkeit sowohl im Bereich 

des Innen- als auch des Aussenknöchels, eine verminderte Sensibilität ab 

Mitte des linken Unterschenkels, ein linksbetontes Hinken, eine Beein-

trächtigung der physiologischen Funktionen des linken Beines, eine ver-

minderte grobe Kraft des linken Beines, eine Einschränkung der Beweg-

lichkeit der Zehen des linken Fusses sowie röntgenologisch nachgewie-

sene arthrotische Veränderungen des linken oberen und unteren Sprung-

gelenkes (IV-act. 59.5, S. 2). Ergänzend hielt er auf entsprechende Rück-

frage am 17. August 2015 fest, dass zur Aufrechterhaltung des bisherigen 

Gesundheitszustandes die Weiterführung der Physio- und Wassertherapie 

jeweils einmal pro Woche bis zur nächsten Kontrolle im Dezember 2015 im 

Spital F._______ nötig seien (IV-act. 59.5, S. 1).  

7.25 Mit Schreiben vom 20. August 2015 an den Rechtsvertreter des Be-

schwerdeführers hielt Dr. G._______ fest, sie gehe davon aus, dass die 

angestammte Arbeit wie vom Beschwerdeführer geschildert nicht mehr zu-

mutbar und ausführbar sei. Allerdings gehe sie ebenso davon aus, dass 

der Beschwerdeführer in einem sitzenden oder bestenfalls mehrheitlich sit-

zenden Beruf mit geringfügiger Wechselbelastung und frei wählbarer Kör-

perposition zumindest zu 50 % mit etwas vermehrtem Pausenbedarf ar-

beitsfähig wäre. Entsprechende habe sie stets eine Umschulung/Rein-

tegration vehement befürwortet. Diesen Standpunkt habe sie wiederholt 

mit dem Versicherten ausführlich besprochen und er habe damals ihre Ein-

schätzung geteilt (IV-act. 65, S. 8 f.).  

7.26 Der Stellungnahme vom 3. November 2015 zuhanden der IV-Stelle 

von RAD-Arzt, Dr. E._______, Facharzt für Chirurgie FMH, sind folgende 

Diagnosen zu entnehmen:  

St. n. offener bimalleolärer Luxationsfraktur (Gustilo-Anderson Typ IIIC) links 

am 21.11.2012 mit/bei: 

- Durchtrennung der Arteria tibialis posterior 

- St. n. Fixateur externe Anlage, Spickdrahtosteosynthese des Malleo-

lus medialis und Wundversorgung mit End-End-Anastomose der Ar-

teria tibialis posterior am 21.11.2012 

- St. n. Wundrevision mit Lavage und partiellem Wundverschluss am 

23.11.2012 

- St. n. Verbandwechsel mit partiellem Wundverschluss und Korrektur 

des Fixateur externe am 26.11.2012 

- St. n. Fixateur externe Entfernung, Plattenosteosynthese der Fibula 

(1/3-Rohrplatte), Reposition der nach anterior luxierten Peroneus lon-

gus-Sehne und Rekonstruktion der Sehnen-Scheide (plastie du lang 

fibulaire) am 14.1.2013 

C-2678/2017 

Seite 28 

- Neurographisch Zeichen einer axonalen Schädigung des Nervus pe-

roneus links (ENG vom 10.6.2014) 

- klinisch Verdacht auf Läsionen des sensiblen Anteils des Nervus tibi-

alis links (Nervus plantaris lateralis) und des Nervus peroneus links 

- persistierende neuropathische Schmerzen und Sensibilitätsverminde-

rung mit eingeschränkter Gehfähigkeit 

Der RAD-Arzt stellte eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerde-

führers in dessen angestammter Tätigkeit seit dem 21. November 2012 auf 

Dauer fest. In einer angepassten Tätigkeit liege für den Zeitraum vom 

21. November 2012 bis zum 19. November 2013 eine 100 %-ige Arbeits-

unfähigkeit vor. Ab dem 20. November 2013 bis zum 28. April 2015 be-

stehe noch eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 50 %. Dabei sei eine 

leichte, vorwiegend sitzend, abwechselnd kurz stehend und gehend zu ver-

richtende Arbeit ohne Gehen auf unebener Unterlage in mindestens 60 %-

igem Pensum und einer Leistung von 80 % zumutbar. Von weiteren Be-

handlungen sei keine wesentliche Verbesserung der funktionellen Leis-

tungsfähigkeit zu erwarten. Da der Bericht der Kontrolle vom 11. Mai 2015 

sowie die darauf gestützte abschliessende kreisärztliche Stellungnahme 

nicht vorgelegen habe, sei noch unklar, ob in einer optimal angepassten 

Tätigkeit nicht ein wesentlich höheres Pensum anzunehmen und allenfalls 

eine volle Leistung erreicht werden könne (vgl. Protokoll der IV-Stelle per 

29. August 2017, S. 13-15 [Stellungnahme nicht in den Akten]). 

7.27 Nach Vorlage der gewünschten Berichte nahm der RAD-Arzt 

Dr. E._______ am 1. Februar 2016 erneut Stellung. Er hielt fest, dass eine 

schwere offene Sprunggelenksverletzung links mit Arterien- und Nervenlä-

sion dokumentiert sei. Nach Versorgung der Verletzung verbleibe eine 

Sprunggelenksarthrose mit inkompletter Einsteifung ohne Schmerzen, 

aber massiv eingeschränkter Sensibilität am medialen Fussrand, an der 

Fusssohle und an sämtlichen Zehen. Der Beschwerdeführer beklage nach 

einigen 100 Metern Gehstrecke einen asensiblen, kalten und weissen 

Fuss. Wegen der Asensibilität könne er kaum gehen. Nach ca. 45 Minuten 

Sitzen würden die Sensibilitätsstörungen ebenfalls zunehmen und Kribbel-

parästhesien am Vorfuss auftreten, weswegen der Beschwerdeführer dann 

den Fuss etwa 15 Minuten hochlagern müsse und es danach wieder gehe. 

Die Beschwerden seien auf die erlittene Nervenverletzung zurückzuführen. 

Eine Einschränkung der Gehfähigkeit sei mit den beschriebenen Befunden 

ausgewiesen. Es sei nicht nachvollziehbar, wieso die Arbeitsfähigkeit nur 

60 % betrage, so wie es die SUVA vorweg genommen habe, wenn sie die 

Erwerbsfähigkeit aufgrund einer Arbeitsfähigkeit von 60 % in angepasster 

C-2678/2017 

Seite 29 

Tätigkeit errechne. In einer sitzenden Tätigkeit sei eine weitgehend erhal-

tene Arbeitsfähigkeit zu postulieren, selbst wenn nach längerem Sitzen die 

Sensibilitätsstörungen zunehmen und Kribbelparästhesien am Vorfuss auf-

treten würden. Denn der Beschwerdeführer teile selbst mit, dass dieses 

Problem mit banalem Hochlagern und Massieren behoben werden könne. 

Zudem seien weder die Parästhesien noch die Sensibilitätsstörungen am 

Fuss in einer sitzenden Tätigkeit weiter funktionell einschränkend. Folglich 

könne der Beschwerdeführer in einer leichten, grossmehrheitlich sitzenden 

Tätigkeit ohne längeres oder häufiges Gehen/Stehen vollzeitig arbeiten, 

wenn er die Möglichkeit habe, den Fuss bei Bedarf (am besten schon vor 

Auftreten der Sensibilitätsverschlechterung und der Parästhesien) hochzu-

lagern. Selbst wenn man grosszügig morgens und nachmittags je zweimal 

15-minütige Pausen zum Hochlagern und Massieren zugestehen würde, 

wäre die zeitliche Einschränkung/Reduktion nur eine Stunde täglich, was 

bezogen auf das bisherige Pensum von 9,2 Stunden täglich einer Arbeits-

fähigkeit von 89 % entspräche. Aus versicherungsmedizinischer Sicht 

könne eine Erwerbsunfähigkeit von 56 % von der IV nicht einfach so über-

nommen werden, denn diese Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit von der 

SUVA erfolge, ohne Reintegrationsmassnahmen einzuleiten bzw. deren Ef-

fekt abzuwarten. Als Begründung der ablehnenden Haltung gegenüber be-

ruflichen Eingliederungsmassnahmen seien IV-fremde psychosoziale Fak-

toren genannt worden. Die Beurteilung der Umsetzbarkeit von beruflichen 

Massnahmen und der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit sei nicht medizi-

nisch begründet und bleibe somit der Administration der IV vorbehalten. 

Zusammenfassend wurde festgehalten, dass in einer leichten, rein oder 

vorwiegend sitzenden Tätigkeit ohne längeres oder häufiges Gehen/Ste-

hen und mit der Möglichkeit, den Fuss hochzulagern, eine Arbeitsfähigkeit 

von mindestens 90 % (wenn nicht gar 100 %) bestehe. Aus versicherungs-

medizinischer Sicht seien berufliche Reintegrationsmassnahmen und bei 

Bedarf allenfalls eine BEFAS-Abklärung (Anmerkung des Gerichts: Beruf-

liche Abklärungsstelle) zu empfehlen (vgl. Protokoll der IV-Stelle per 

29. August 2017, S. 16-28 [Stellungnahme nicht in den Akten]). 

7.28 Mit Schreiben vom 7. April 2016 an den Rechtsvertreter des Be-

schwerdeführers führte Dr. G._______ aus, an ihrer Einschätzung vom 

20. August 2015 (vgl. E. 7.25) habe sich bei unverändertem klinischen Zu-

standsbild nichts geändert (IV-act. 65, S. 7).  

7.29 Der RAD-Arzt Dr. E._______ führte in seiner Beurteilung vom 24. Ap-

ril 2016 im Rahmen des Vorbescheidverfahrens aus, insgesamt sei die Er-

werbsunfähigkeit berechnet worden, ohne Reintegrationsbemühungen 

C-2678/2017 

Seite 30 

wahrzunehmen, es sei das vorhandene Steigerungspotential ignoriert wor-

den und noch ein administrativer Leidensabzug gewährt worden. Es seien 

keine neuen medizinischen Fakten vorgelegt worden und die in der Ein-

sprache erwähnten Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen von Dr. Y._______ vom 

13. August 2014 (vgl. E. 7.17) sowie von Dr. G._______ vom 20. August 

2015 (vgl. E. 7.25) und vom 7. April 2016 (vgl. E. 7.28) seien bereits be-

rücksichtigt und ausführlich diskutiert worden, weshalb er keine Argumente 

sehe, welche seine bisherige Beurteilung medizinisch in Frage stellen wür-

den. Ob allenfalls zu den medizinischen Einschränkungen administrativ ein 

Leidensabzug zu gewähren sei und berufliche Reintegrationsmassnahmen 

mit Potential zur Steigerung der Arbeitsfähigkeit aus administrativen oder 

juristischen Gründen zu vernachlässigen seien, sei aus medizinischer 

Sicht nicht zu beurteilen (vgl. Protokoll der IV-Stelle per 29. August 2017, 

S. 20-22). 

8.  

8.1 Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer mit vorinstanzlicher Verfü-

gung vom 21. März 2017 rückwirkend eine halbe Invalidenrente sowie Kin-

derrente für die Zeit vom 1. November 2013 bis 31. Juli 2015 zugespro-

chen. Die Vorinstanz berechnete für den frühestmöglichen Entstehungs-

zeitpunkt des Rentenanspruches im November 2013 (Anmeldung am 

18. April 2013) einen Invaliditätsgrad von 56 %. Die mit gleicher Verfügung 

per 31. Juli 2015 aufgehobene Rente stützte die Vorinstanz auf die Drei-

monatsfrist von Art. 88a IVV, da sie für die Zeit ab dem 29. April 2015 von 

einer 90 %-igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausging 

und einen Invaliditätsgrad von 21 % berechnete (IV-act. 68). 

8.2 Der Beschwerdeführer war unbestrittenermassen ab dem 21. Novem-

ber 2012 vollständig arbeitsunfähig (vgl. Protokoll der IV-Stelle per 29. Au-

gust 2017, S. 15 [Stellungnahme nicht in den Akten – mit Verweis auf die 

Stellungnahme des Dr. E._______]; vgl. auch IV-act. 15.4, S. 1 f. = 15.4, 

S. 30 f.; 15.4, S. 4 f. = 15.4, S. 44 und 48; 24 = 26.1, S. 4 f.; 26.1, S. 12; 

26.2, S. 5 f.; 32, S. 7; 43.5, S. 27). Die einjährige Wartezeit gemäss Art. 28 

Abs. 1 Bst. b IVG lief damit im November 2013 ab. Die entsprechende Be-

rechnung der Vorinstanz für den Rentenbeginn ist korrekt. Die für den vor-

liegenden Sachverhalt massgebenden Vergleichszeitpunkte sind somit der 

1. November 2013 (Rentenbeginn) sowie der 1. August 2015 (Rentenauf-

hebung). 

  

C-2678/2017 

Seite 31 

9.   

9.1 Die Vorinstanz stützte sich sowohl für die Bemessung des Invaliditäts-

grads von 56 % sowie für die Befristung der Rente bis zum 31. Juli 2015 in 

medizinischer Hinsicht primär auf die Stellungnahmen des RAD-Arztes 

Dr. E._______ vom 3. November 2015, vom 1. Februar 2016 sowie vom 

24. April 2016 (vgl. Protokoll der IV-Stelle per 29. August 2017, S. 13-15, 

S. 16-18 und S. 20-22). 

9.2   

9.2.1 Zunächst ist mit Blick auf den bereits im Verwaltungsverfahren erho-

benen Einwand des Beschwerdeführers, wonach die Vorinstanz an die Be-

urteilung der SUVA gebunden sei (vgl. BVGer-act. 1), in koordinations-

rechtlicher Hinsicht festzuhalten, dass die IV-Stellen und die Unfallversi-

cherer die Invaliditätsbemessung in jedem Einzelfall selbstständig vorzu-

nehmen haben. Keinesfalls dürfen sie sich ohne weitere eigene Prüfung 

mit der blossen Übernahme des IV-Grads des Unfallversicherers bezie-

hungsweise der IV-Stelle begnügen (BGE 126 V 288 E. 2d; 133 V 549 

E. 6.1 m. H.; Urteil des BGer 8C_549/2016 vom 19. Januar 2017 E. 5.1). 

Die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung entfaltet gegenüber 

dem Unfallversicherer keine Bindungswirkung (vgl. BGE 131 V 362), was 

auch in umgekehrter Hinsicht gilt (BGE 133 V 549 E. 6). Allerdings schliesst 

das Bundesgericht in BGE 133 V 549 E. 6.4 nicht aus, dass die IV-Stellen 

oder im Beschwerdefall die kantonalen Gerichte die Unfallversicherungs-

akten beiziehen und gestützt darauf den Invaliditätsgrad für den Bereich 

der Invalidenversicherung bestimmen können.  

9.2.2 Aufgrund dieser bundesgerichtlichen Rechtsprechung war die  

Vorinstanz beim Erlass der angefochtenen Verfügung vom 21. März 2017 

nicht an die von der SUVA vorgenommene Invaliditätsbemessung gebun-

den, zumal die Invalidenversicherung – trotz identischem Invaliditätsbegriff 

seit dem In-Kraft-Treten von Art. 8 ATSG – als final konzipierte Versiche-

rung im Gegensatz zur Unfallversicherung, bei welcher nur die unfallbe-

dingte Invalidität Berücksichtigung findet, nicht zwischen krankheits- oder 

unfallbedingter Invalidität unterscheidet (vgl. Urteil des BGer 9C_7/2008 

vom 18. September 2008 E. 5). 

9.3 Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht 

verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf Berichte versicherungs-

interner medizinischer Fachpersonen zu entscheiden. In solchen Fällen 

sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne 

zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und 

C-2678/2017 

Seite 32 

Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vor-

zunehmen sind (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465; 122 V 157 E. 1d). Die 

Stellungnahmen des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) und des medi-

zinischen Dienstes der IVSTA sind als versicherungsinterne Berichte zu 

würdigen (vgl. betreffend RAD Urteile des BGer 9C_159/2016 vom 2. No-

vember 2016 E. 2.2 f.; 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4). 

9.3.1 Die Stellungnahmen des RAD, welche nicht auf eigenen Untersu-

chungen beruhen, können wie Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern 

ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fach-

ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachver-

halts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Per-

son in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des BGer 9C_661/2019 vom 

26. Mai 2020 E. 4.1; 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015 

vom 8. Juni 2015 E. 3.2; je mit Hinweisen). Enthalten die Akten für die strei-

tigen Belange keine beweistauglichen Unterlagen, kann die Stellungnahme 

einer versicherungsinternen Fachperson in der Regel keine abschlies-

sende Beurteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Ab-

klärungen Anlass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 

2011 E. 3.3). Sie müssen insbesondere in Kenntnis der Vorakten (Anam-

nese) abgegeben worden sein und in der Beschreibung der medizinischen 

Situation und der Zusammenhänge einleuchten; die Schlussfolgerungen 

sind zu begründen. Die RAD-Ärztinnen und -Ärzte müssen sodann über 

die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen ver-

fügen (Urteil des BGer 8C_33/2021 vom 31. August 2021 E. 2.2.2 mit wei-

teren Hinweisen). 

9.3.2 In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner 

angestammten Tätigkeit als Lastwagenchauffeur geht der RAD-Arzt 

E._______ in seinen Stellungnahmen jeweils von einer 100 %-igen Ar-

beitsunfähigkeit seit dem 21. November 2012 auf Dauer aus (vgl. Protokoll 

der IV-Stelle per 29. August 2017, S. 13-15). Insoweit ist sich die Ärzte-

schaft, mitunter auch die Kreisärzte der SUVA (vgl. IV-act. 15.5; 26.2, S. 1 

f. und 5 f.;37.4 = IV-act. 43.5, S. 21 ff.; 43.5, S. 9 ff. = IV-act. 65, S. 10 ff.; 

53.3, S. 8 ff.; 59.5, S. 1 f. und 4 f.), einig; dies ist für das Gericht mit Blick 

auf die Akten und der beim Beschwerdeführer bestehenden, unfallbeding-

ten, schweren offenen Sprunggelenksverletzung links mit Arterien- und 

Nervenläsion auch nachvollziehbar.  

C-2678/2017 

Seite 33 

9.3.3 Mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit hält 

der RAD-Arzt in seiner Stellungnahme vom 3. November 2015 fest, es be-

stehe ab dem 20. November 2013 (Ablauf des Wartejahrs) bis zum 28. Ap-

ril 2015 noch eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 50 %. Dabei sei eine 

leichte, vorwiegend sitzend, abwechselnd kurz stehend und gehend zu ver-

richtende Arbeit ohne Gehen auf unebener Unterlage in mindestens 60 %-

igem Pensum und einer Leistung von 80 % zumutbar. Er führt aus, dass 

von weiteren Behandlungen keine wesentliche Verbesserung der funktio-

nellen Leistungsfähigkeit zu erwarten sei (vgl. Protokoll der IV-Stelle per 

29. August 2017, S. 13-15).  

Dazu ist bezüglich einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angepassten 

Tätigkeit ab November 2013 festzuhalten, dass gemäss dem Bericht von 

Kreisarzt Dr. T._______, Facharzt für Chirurgie, zuhanden der SUVA vom 

21. November 2013, nach persönlicher Untersuchung des Beschwerdefüh-

rers am 19. November 2013, eine genaue Einschätzung der Arbeitsfähig-

keit in einer angepassten Tätigkeit zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich 

war, da mithin weitere Konsultationen im Spital F._______ zur Standortbe-

stimmung geplant waren und auch weitere Behandlungsoptionen noch im 

Raum standen (vgl. IV-act. 37.4 = IV-act. 43.5, S. 21 ff.; vgl. auch IV-

act. 43.5, S. 20). Im März 2014 geht die behandelnde Ärztin Dr. 

G._______, Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie FMH, Spital 

F._______, von einer neurologisch wie auch angiologisch unvollständig ab-

geklärten Situation aus und nimmt noch keine Einschätzung der Arbeitsfä-

higkeit des Beschwerdeführers vor (IV-act. 43.3, S. 7 ff.). Ihrem ambulan-

ten Bericht vom 26. Juni 2014 ist sodann zu entnehmen, dass der Be-

schwerdeführer auf mittel- und langfristige Sicht in einem rein stehend/ge-

henden Beruf, welcher auch das Heben schwerer Lasten sowie das Ver-

harren in Extrempositionen bedarf, nicht mehr arbeitsfähig sein und sie 

eine Umschulung in einen mehrheitlich sitzenden, ggf. höchstenfalls wech-

selbelastenden Beruf befürworte, wobei der Bedarf an vermehrten Pausen 

sowie der Möglichkeit des Hochlagerns des Fusses zu berücksichtigen 

seien (IV-act. 43.3, S. 10 ff = IV-act. 65, S. 19 ff.). Kreisarzt med. pract. 

Y._______, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, geht sodann erst 

am 13. August 2014, nach persönlicher Untersuchung am 7. August 2014, 

davon aus, dem Beschwerdeführer seien zum jetzigen Zeitpunkt leichte 

Tätigkeiten, welche vorwiegend im Sitzen ausgeübt werden könnten, mit 

nur gelegentlichem Stehen und Gehen für kurze Strecken und ohne häufi-

ges Treppensteigen und ohne Klettern auf Leitern und Gerüste zumutbar. 

Das Gehen in unebenem Gelände sei nicht zumutbar. Es sollte zudem die 

Möglichkeit bestehen, dass er sein linkes Bein häufig hochlagern könne. 

C-2678/2017 

Seite 34 

Unter Berücksichtigung dieses Zumutbarkeitsprofils könnte der Beschwer-

deführer zum jetzigen Zeitpunkt leichte Arbeiten (Administration, Arbeiten 

am PC, vorwiegend sitzende Arbeiten mit wenig Stehen und Gehen) zu 50 

% ausüben (IV-act. 43.5, S. 9 ff. = IV-act. 65, S. 10 ff.). Der RAD-Arzt hat 

es vorliegend versäumt, sich mit diesen Berichten auseinanderzusetzen 

und nachvollziehbar darzulegen, weshalb er bereits ab November 2013 

von einem feststehenden medizinischen Sachverhalt und einer Arbeitsfä-

higkeit in einer angepassten Tätigkeit von 50 % ausgeht.  

9.3.4 Was die festgestellte Verbesserung des Gesundheitszustandes des 

Beschwerdeführers ab dem 29. April 2015 betrifft, ist auch dieser durch 

den RAD-Arzt gewählte Zeitpunkt nicht nachvollziehbar. So untersuchte 

der Kreisarzt der SUVA, med. pract. Y._______, den Beschwerdeführer am 

28. April 2015 persönlich und hielt in seinem Bericht vom 29. April 2015 

fest, es finde am 11. Mai 2015 eine Kontrolle am Spital F._______ statt, 

weshalb erst nach Eingang dieser Berichte über das weitere medizinische 

und administrative Procedere entschieden werden könne. Überdies führt 

der Kreisarzt aus, dass die neurogene Symptomatik im Vergleich zur letz-

ten kreisärztlichen Untersuchung gerade zugenommen habe. Vor diesem 

Hintergrund ist die Ausführung des Kreisarztes, wonach zukünftig nur Be-

rufe in Frage kämen, die vorwiegend sitzend, jedoch mit der Möglichkeit, 

kurz stehend und gehend die Erledigung der Arbeiten ermöglichen würden, 

entgegen der RAD-Stellungnahme nicht als Einschätzung der Arbeitsfähig-

keit im Zeitpunkt der kreisärztlichen Untersuchung zu sehen (IV-act. 53.3, 

S. 8 ff.). Vielmehr ist auch aufgrund des Wortlauts der kreisärztlichen Stel-

lungnahme («zukünftig») von einer Prognose des Kreisarztes auszugehen. 

Sodann ist den weiteren Arztberichten zu entnehmen, dass in diesem Zeit-

punkt insbesondere die Indikation einer OSG-Arthrodese noch fraglich war 

(vgl. E. 7.16-23 hiervor). Erst in ihrem Bericht vom 27. Mai 2015 stellt die 

behandelnde Ärztin Dr. G._______ fest, dass die Einschränkungen des Be-

schwerdeführers auf Nervenverletzungen zurückzuführen seien, wobei 

eine OSG-Arthrodese nicht indiziert sei (IV-act. 59.3 = IV-act. 65, S. 26 f.). 

9.3.5 In seiner Stellungnahme vom 1. Februar 2016 führt der RAD-Arzt 

aus, es liege in einer angepassten Tätigkeit für den Zeitraum vom 21. No-

vember 2012 bis zum 19. November 2013 eine 100 %-ige Arbeitsunfähig-

keit vor. Ab dem 20. November 2013 bis zum 28. April 2015 bestehe noch 

eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 50 %. Dabei sei eine leichte, vor-

wiegend sitzend, abwechselnd kurz stehend und gehend zu verrichtende 

Arbeit ohne Gehen auf unebener Unterlage in mindestens 60 %-igem Pen-

sum und einer Leistung von 80 % zumutbar. Von weiteren Behandlungen 

C-2678/2017 

Seite 35 

sei keine wesentliche Verbesserung der funktionellen Leistungsfähigkeit zu 

erwarten. Da der Bericht der Kontrolle vom 11. Mai 2015 sowie die darauf 

gestützte abschliessende kreisärztliche Stellungnahme nicht vorgelegen 

habe, sei noch unklar, ob in einer optimal angepassten Tätigkeit nicht ein 

wesentlich höheres Pensum anzunehmen und allenfalls eine volle Leistung 

erreicht werden könne (vgl. Protokoll der IV-Stelle per 29. August 2017, 

S. 13-15 [Stellungnahme nicht in den Akten]). Da diese Stellungnahme, wie 

durch den RAD-Arzt selbst dargelegt, nicht in Kenntnis der gesamten 

Vorakten abgegeben wurde, kann darauf ebenfalls nicht abgestellt werden 

(vgl. E. 9.3.2 hiervor; BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).  

9.3.6 In seiner Stellungnahme vom 24. April 2016 – nach Vorlage der neu 

eingegangenen medizinischen Berichte – ist der RAD-Arzt zum Schluss 

gekommen, dass der Beschwerdeführer – abweichend zu seinen vorheri-

gen Stellungnahmen – in einer leichten, grossmehrheitlich sitzenden Tätig-

keit ohne längeres oder häufiges Gehen/Stehen vollzeitig arbeiten könne, 

wenn er die Möglichkeit habe, den Fuss bei Bedarf (am besten schon vor 

Auftreten der Sensibilitätsverschlechterung und der Parästhesien) hochzu-

lagern. Selbst wenn man grosszügig morgens und nachmittags je zweimal 

15-minütige Pausen (zum Hochlagern und Massieren) zugestehen würde, 

wäre die zeitliche Einschränkung/Reduktion nur eine Stunde täglich, was 

bezogen auf sein bisheriges Pensum vom 9,2 Stunden täglich einer Ar-

beitsfähigkeit von 89 % entspräche (vgl. Protokoll der IV-Stelle per 29. Au-

gust 2017, S. 20-22).  

Dabei ergeben sich bereits deshalb gewisse Zweifel an der Aktenbeurtei-

lung des RAD-Arztes, weil dieser innert kurzer Zeit, mithin in einem Zeit-

raum von vier Monaten, verschiedene Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit 

abgegeben hat (RAD-Berichte vom 1. Februar und 24. Mai 2016). Auch 

wenn diese unterschiedlichen Einschätzungen deshalb erfolgt sind, weil 

weitere medizinische Berichte beigezogen wurden, so legt Dr. E._______ 

nicht weiter dar, worauf er seine unterschiedliche Einschätzung stützt. Es 

ist denn auch nicht ersichtlich, dass sich der Gesundheitszustand des Be-

schwerdeführers innert dieser kurzen Periode verbessert haben soll.  

9.3.7 Zum weiteren Verlauf geht aus den Akten hervor, dass Dr. G._______ 

die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einem sitzenden oder bes-

tenfalls grossmehrheitlich sitzenden Beruf in ihrem Bericht vom 27. Mai 

2015 auf «zumindest 50 %» mit etwas vermehrtem Pausenbedarf, ein-

schätzt (IV-act. 59.3 = IV-act. 65, S. 26 f.). Kreisarzt med. pract. Y._______ 

geht sodann am 30. Juni 2015 von einer anfänglichen Arbeitsfähigkeit in 

C-2678/2017 

Seite 36 

einer angepassten Tätigkeit von 60 % mit Steigerungspotential aus (IV-

act. 59.5, S. 4 f.). Soweit der RAD-Arzt zu seiner abweichenden Beurtei-

lung ausführt, es sei das vorhandene Steigerungspotential ignoriert wor-

den, ist festzuhalten, dass es gerade unzulässig ist, eine solche antizipierte 

Schätzung im Sinne einer Prognose der Arbeitsfähigkeit zu berücksichti-

gen (vgl. BGE 97 V 58 und 131 V 166 E. 2.3.3; zur Unzulässigkeit de lege 

lata siehe ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über die Inva-

lidenversicherung [IVG], in: Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Zürich 2022, 

Rz. 136 zu Art. 4).  

9.4 Schliesslich erlauben auch die übrigen medizinischen Akten der  

Vorinstanz keine abschliessende Beurteilung, da diese den Anforderungen 

an beweiswertige medizinische Entscheidgrundlagen nicht genügen. Ins-

besondere wurden diese nicht in Kenntnis sämtlicher medizinischer Akten 

verfasst oder enthalten bereits keine begründete Einschätzung der Arbeits-

fähigkeit, weder in der zuletzt ausgeübten, noch in einer angepassten Tä-

tigkeit. Überdies kann nicht ausser Acht gelassen werden, dass behan-

delnde Ärztinnen und Ärzte im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patientin-

nen und Patienten aussagen (vgl. E. 5.8 hiervor; Urteil des BGer 

8C_653/2019 vom 8. Januar 2019 E. 4.2 mit Hinweisen). 

9.5 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass mangels eines lückenlos festste-

henden medizinischen Sachverhalts mithin nicht auf die Aktenbeurteilun-

gen des RAD-Arztes Dr. E._______ als Grundlage für die Beurteilung des 

Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

abgestellt werden kann. Vielmehr bestehen aufgrund des soeben Darge-

legten an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 

ärztlichen Stellungnahme des RAD erhebliche Zweifel. Dies konnte vor 

Verfügungserlass nur Anlass zu weiteren Abklärungen geben. Es ist dabei 

anzufügen, dass die SUVA-Verfügung vom 11. August 2015 datiert (IV-

act. 55, S. 2 = IV-act. 65, S. 3 f.) und es sich in den vorinstanzlichen Akten 

ebenfalls nur bis zu diesem Zeitpunkt Beurteilungen der Kreisärzte finden. 

Nachdem die Verfügung der Vorinstanz vom 21. März 2017 datiert, gab 

bereits der Zeitablauf Anlass zu weiteren Abklärungen und der Einholung 

eigener medizinischer Beurteilungen. Mit Blick auf die vorliegend zu beur-

teilenden Unfallfolgen wäre der RAD resp. die Vorinstanz allerdings gehal-

ten gewesen, sich bei einer abweichenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers vertieft mit den Einschätzungen und Berichte der 

SUVA-Kreisärzte auseinanderzusetzen und diesem Umstand im Rahmen 

der Begründungspflicht in erhöhtem Ausmass Rechnung zu tragen (vgl. 

C-2678/2017 

Seite 37 

hierzu auch BGE 133 V 549, 554, E. 6.3 mit Hinweis auf BGE 126 V 288). 

Daraus folgt, dass die Vorinstanz den relevanten medizinischen Sachver-

halt nicht rechtsgenüglich abgeklärt hat. Mangels einer zuverlässigen me-

dizinischen Entscheidgrundlage ist es vorliegend daher auch nicht möglich, 

mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der über-

wiegenden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob und gegebenenfalls in wel-

cher Höhe und ab wann der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ordent-

liche Invalidenrente hat. 

10.  

Schliesslich ist auf die Rüge des Beschwerdeführers einzugehen, wonach 

die IV-Stelle selbst keine Integrationsmassnahen getroffen habe, obschon 

diese eigentlich in ihren Zuständigkeitsbereich gehören würden (vgl. 

BVGer-act. 1, S. 9).  

10.1 Die kantonale IV-Stelle führte aus, der Beschwerdeführer habe auf die 

mit Mitteilung vom 4. Juli 2014 zugesprochene Unterstützung bei der Stel-

lensuche durch das Jobcoaching verzichtet. Die ablehnende Haltung ge-

genüber Eingliederungsmassnahmen sei durch IV-fremde und teils psy-

chosoziale Faktoren begründet worden (Wohnort in Frankreich, Distanz zur 

Stadt […] [Ort an welchen die Eingliederung delegiert worden sei], in Frank-

reich eine Arbeit zu finden, sei unrealistisch, mangelnde Französischkennt-

nisse, Verbot ein Auto zu fahren; [IV-act. 68, S. 9 f.]).  

10.2  

10.2.1 Gemäss Anhang XI, Schweiz, Ziffer 8 der VO Nr. 883/2004 (in Kraft 

seit 1. April 2012) gilt ein Arbeitnehmer oder Selbstständiger, der den 

schweizerischen Rechtsvorschriften über die Invalidenversicherung nicht 

mehr unterliegt, weil er seine existenzsichernde Erwerbstätigkeit in der 

Schweiz infolge Unfalls oder Krankheit aufgeben musste, als in dieser Ver-

sicherung versichert für den Erwerb des Anspruchs auf Eingliederungs-

massnahmen bis zur Zahlung einer Invalidenrente und während der Durch-

führung dieser Massnahmen, sofern er keine anderweitige Erwerbstätigkeit 

ausserhalb der Schweiz aufnimmt.  

10.2.2 Diese (Nachversicherungs-)Norm wurde in Ziffer 1011 des Kreis-

schreibens über das Verfahren zur Leistungsfestsetzung in der AHV/IV 

KSBIL; gültig ab 4. April 2016, Stand 1. Januar 2022) konkretisiert 

(vgl. hierzu auch IV-Rundschreiben Nr. 309). Gemäss dieser Bestimmung 

gelten schweizerische Staatsangehörige oder Personen mit der Staatsan-

gehörigkeit eines EU-Landes, die in der Schweiz ohne Wohnsitz zu haben 

C-2678/2017 

Seite 38 

eine Erwerbstätigkeit als Arbeitnehmende oder Selbstständigerwerbende 

ausgeübt haben und den schweizerischen Rechtsvorschriften über die In-

validenversicherung nicht mehr unterliegen, weil sie ihre existenzsichernde 

Erwerbstätigkeit in der Schweiz in Folge Unfalls oder Krankheit aufgeben 

mussten, in Bezug auf den Anspruch von Eingliederungsmassnahmen als 

versichert. Dies gilt auch während der Durchführung dieser Massnahmen, 

sofern sie keine anderweitige Erwerbstätigkeit ausserhalb der Schweiz auf-

nehmen. Der Nachversicherungsschutz endet hingegen beim Bezug einer 

(ganzen oder teilweisen) Invalidenrente, bei abgeschlossener erstmaliger 

Eingliederung oder beim Bezug einer Leistung der Arbeitslosenversiche-

rung des Wohnlandes (BVGE 2017/V/7 E. 6.6 und 6.7; Urteil des BVGer 

C-5883/2013 vom 5. Oktober 2016 E. 9.3; vgl. zum Frage der Versiche-

rungsunterstellung von Versicherten mit Wohnsitz im Ausland in allgemei-

ner Hinsicht: BGE 145 V 21066 E. 4.2; 143 V 261 E. 5.2.1 S. 266 [betref-

fend medizinische Eingliederungsmassnahmen im Sinne von Art. 8 Abs. 3 

Bst. a IVG]). 

10.2.3 Vorliegend ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer seine Er-

werbstätigkeit als Grenzgänger als Folge seines Unfalls vom 21. Novem-

ber 2012 aufgeben musste und keine anderweitige Erwerbstätigkeit aus-

serhalb der Schweiz mehr aufgenommen hat (vgl. IV-act. 47). Es ist zudem 

auch kein Bezug einer Leistung der Arbeitslosenversicherung des Wohn-

lands Frankreich aktenkundig.  

10.2.4 Entsprechend sind die Voraussetzungen für den Anspruch auf be-

rufliche Eingliederungsmassnahmen (vgl. dazu Art. 15 ff. IVG) näher zu 

prüfen. Insbesondere wird die Vorinstanz vorab zu klären haben, ob die 

objektive und subjektive Eingliederungsfähigkeit noch gegeben ist. Fehlt 

der Eingliederungswille beziehungsweise die subjektive Eingliederungsfä-

higkeit, das heisst, ist die Eingliederungsbereitschaft aus invaliditätsfrem-

den Gründen nicht gegeben (zum Erfordernis der objektiven und