# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d60a6d3-b5b9-50c3-8b9e-8bccb97714e9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-11
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 11.04.2024 SK 2023 272
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2023-272_2024-04-11.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 23 272

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 11. April 2024 

Besetzung Oberrichter Knecht (Präsident i.V.), Oberrichterin Friederich Hörr, 
Oberrichter Horisberger
Gerichtsschreiberin Hafner

Verfahrensbeteiligte A.________
v.d. Fürsprecher B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

und

C.________ AG

Zivilklägerin

Gegenstand Sachbeschädigung

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Emmental-
Oberaargau (Einzelgericht) vom 17. Mai 2023 (PEN 23 53)

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Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Emmental-Oberaargau (Einzelgericht [nachfolgend: Vor-
instanz]) erkannte mit Urteil vom 17. Mai 2023 Folgendes (pag. 147 ff.; Hervorhe-
bungen im Original):

I.

A.________ wird schuldig erklärt:

der Sachbeschädigung, begangen am 12.11.2022, in E.________

und in Anwendung der 
Art. 34, 42 Abs. 1 und 4, 44, 47, 106, 144 Abs. 1 StGB 
Art. 426 ff. StPO

verurteilt:

1. Zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu CHF 70.00, ausmachend total CHF 2'100.00.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.

2. Zu einer Verbindungsbusse von CHF 350.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nicht-
bezahlung wird auf fünf Tage festgesetzt.

3. Zu den Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gerichtsgebühren von CHF 2’000.00, 
Zeugenauslagen von CHF 50.00 sowie Kosten der Untersuchung von CHF 500.00, insgesamt 
bestimmt auf CHF 2'550.00.

Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduziert sich die Gebühr um CHF 800.00. Die re-
duzierten Verfahrenskosten betragen damit CHF 1'750.00.

II.

A.________ wird in Anwendung von Art. 41 OR sowie Art. 126 und 432 ff. StPO weiter verurteilt:

1. Zur Bezahlung von CHF 2'958.10 Schadenersatz an die Zivilklägerin C.________ AG.

2. Für den Zivilpunkt werden keine Kosten ausgeschieden.

III.

Weiter wird verfügt:

[Eröffnungs- und Mitteilungsformel]

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete A.________ (nachfolgend: Beschuldigter) mündlich zu 
Protokoll Berufung an (pag. 142 und pag. 151). Die schriftliche Urteilsbegründung 
datiert vom 20. Juni 2023 (pag. 157 ff.). Mit Schreiben vom 13. Juli 2023 erklärte 

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der Beschuldigte, damals vertreten durch Rechtsanwalt F.________, form- und 
fristgerecht die vollumfängliche Berufung (pag. 190 f.). Die Generalstaatsanwalt-
schaft teilte mit Eingabe vom 31. Juli 2023 mit, sie verzichte auf die Teilnahme am 
oberinstanzlichen Verfahren (pag. 198 f.). Die C.________ AG (nachfolgend: Zivil-
klägerin), liess sich innert Frist nicht vernehmen (vgl. pag. 205). Die Berufungsver-
handlung fand am 11. April 2024 unter Anwesenheit des Beschuldigten und seiner 
Verteidigung statt. Die Zivilklägerin, der das Erscheinen freigestellt worden war, 
nahm an der Berufungsverhandlung nicht teil (pag. 244).

3. Anwaltliche Vertretung des Beschuldigten

Mit Eingabe vom 7. Juli 2023 teilte Rechtsanwalt F.________ unter Verweis auf die 
beiliegende Anwaltsvollmacht mit, der Beschuldigte habe ihn mit der Wahrung sei-
ner Interessen mandatiert (pag. 187 f.). Mit Schreiben vom 31. Oktober 2023 teilte 
Rechtsanwalt G.________ mit Verweis auf die beiliegende Vollmacht mit, Rechts-
anwalt F.________ beende per 31. Oktober 2023 seine Anwaltstätigkeit, weshalb 
er kanzleiintern die Vertretung des Beschuldigten übernehme (pag. 208 f.). Mit Ein-
gabe vom 4. März 2024 teilte Rechtsanwalt G.________ mit, das Mandatsverhält-
nis zwischen ihm und dem Beschuldigten sei erloschen (pag. 220). Mit Schreiben 
vom gleichen Datum teilte der Beschuldigte mit, sich unverzüglich auf die Suche 
nach einem Ersatz für die Verteidigung zu machen, da er das Verfahren sehr ernst 
nehme und überfordert sei, wenn er das alleine durchstehen müsse. Er ersuche 
deshalb um Verschiebung des Termins (pag. 224). Mit Verfügung vom 11. März 
2024 wurde das Gesuch um Verschiebung der Berufungsverhandlung abgewiesen 
(pag. 227 f.). Am 28. März 2024 teilte Fürsprecher B.________ mit, der Beschuldig-
te habe ihn mit der Wahrung seiner Interessen beauftragt (pag. 237). An der Beru-
fungsverhandlung wurde der Beschuldigte durch Fürsprecher B.________ assis-
tiert (pag. 243 ff.).

4. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Mit Eingabe vom 13. Juli 2023 beantragte Rechtsanwalt F.________ für den Be-
schuldigten, letzterer sei in der oberinstanzlichen Hauptverhandlung einzuverneh-
men (pag. 190). Mit Verfügung vom 15. August 2023 hiess die Verfahrensleitung 
den Beweisantrag gut, zumal die beschuldigte Person im mündlichen Verfahren vor 
den Strafkammern des Obergerichts des Kantons Bern ohnehin praxisgemäss er-
gänzend zur Person und zur Sache einvernommen werde (pag. 204 f.). Zusätzlich 
wurde von Amtes wegen die erneute Einvernahme von D.________ als Zeugin 
vorgesehen (pag. 214).

Im Hinblick auf die Berufungsverhandlung wurden über den Beschuldigten von Am-
tes wegen ein Strafregisterauszug (datierend vom 26. März 2024 [pag. 235]) und 
ein Leumundsbericht samt Bericht über die wirtschaftlichen Verhältnisse (datierend 
vom 21. März 2024 [pag. 230 ff. und pag. 233 f.]) eingeholt.

An der Berufungsverhandlung wurden auf Antrag des Beschuldigten folgende Do-
kumente zu den Akten erkannt (pag. 244 und pag. 265 ff.):

- Tabelle zu Tageslicht und Tageslänge in H.________ am 12. November 2022;

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- Fotos des Hauses sowie der Parkplatzsituation und dem Eingang in die Tiefga-
rage vom 9. April 2024, aufgenommen durch den Beschuldigten;

- Fotos eines Kabels;

- Bestätigung von Dr. med. I.________ vom 11. März 2024 betreffend Therapie 
des Vaters des Beschuldigten;

- Therapiekontrollblatt von Dr. med. I.________ über die Medikation des Vaters 
des Beschuldigten in den Jahren 2022/2023.

Zudem wurden an der Berufungsverhandlung die Zeugin D.________ und der Be-
schuldigte erneut befragt (pag. 246 ff. und pag. 250 ff.).

5. Anträge der Parteien

Der Beschuldigte beantragte an der Berufungsverhandlung was folgt (pag. 271; 
Hervorhebungen im Original):

I.

A.________, E.________, sei frei zu sprechen

vom Vorwurf der Sachbeschädigung, angeblich begangen am 12.11.2022, in E.________, 

unter Ausrichtung einer Entschädigung für die angemessene Verteidigung sowie unter Auferle-
gung der Verfahrenskosten für die erste und obere Instanz an den Staat.

II.

1. Die Zivilklage sei abzuweisen.

2. Es seien die notwendigen Verfügungen zu erlassen.

Betreffend die Zivilklägerin wird auf deren Eingabe vom 27. März 2023 abgestellt, 
mit der sie eine Schadenersatzforderung von CHF 2'958.10 geltend machte 
(pag. 94).

6. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Der Beschuldigte hat das Urteil der Vorinstanz vollumfänglich angefochten. Die 
Kammer hat somit das gesamte erstinstanzliche Urteil zu überprüfen. Sie verfügt 
dabei über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 der Schweizerischen Strafprozessord-
nung [StPO; SR 312.0]), ist aufgrund der alleinigen Berufung des Beschuldigten je-
doch an das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden. Sie 
darf das erstinstanzliche Urteil demnach nicht zu seinem Nachteil abändern. Vor-
behalten bleibt eine strengere Bestrafung aufgrund von Tatsachen, die dem erstin-
stanzlichen Gericht nicht bekannt sein konnten (Art. 391 Abs. 2 Satz 2 StPO). Sol-
che Tatsachen können beispielsweise die wirtschaftlichen Verhältnisse zur Bemes-
sung der Höhe des Tagessatzes betreffen. So darf das Berufungsgericht bei einer 
Verbesserung der finanziellen Verhältnisse nach dem erstinstanzlichen Urteil einen 
höheren Tagessatz festlegen, auch wenn ausschliesslich die beschuldigte Person 
Berufung erhoben hat (BGE 146 IV 172 E. 3.3.3). Der Beschuldigte wurde zu Be-
ginn der Berufungsverhandlung auf die Möglichkeit der Erhöhung des Tagessatzes 
hingewiesen (pag. 244).

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II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

7. Vorwurf gemäss Strafbefehl

Dem Beschuldigten wird gemäss Strafbefehl vom 12. Januar 2023 vorgeworfen, 
am 12. November 2022 um 17:50 Uhr in E.________, mit einem unbekannten läng-
lichen Gegenstand auf die Frontscheibe des parkierten Personenwagens von 
J.________ (K.________ (Auto)) eingeschlagen zu haben und dadurch dessen 
Frontscheibe, den Lack sowie die Motorhaube beschädigt zu haben. Dadurch sei 
ein Sachschaden von ca. CHF 3'300.00 entstanden. Damit habe er den Tatbestand 
der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 StGB erfüllt (pag. 46).

8. Unbestrittener und bestrittener Sachverhalt

Es ist unbestritten, dass der K.________ (Auto) von J.________ zum Tatzeitpunkt 
auf einem Parkplatz stand, welcher dem Beschuldigten gehört (pag. 20 und 
pag. 140 Z. 19). Der Beschuldigte bestreitet den von der Polizei am selben Abend 
festgestellten Schaden an dessen Frontscheibe nicht grundsätzlich, gibt jedoch an, 
er habe diesen Schaden nicht verursacht, und stellt in Frage, ob der Schaden am 
Abend des 12. Novembers 2022 entstanden sei (vgl. pag. 258 Z. 3). Bestritten ist 
ferner, dass der erst nachträglich der Polizei gemeldete Lackschaden am 
K.________ (Auto) auf den fraglichen Vorfall zurückzuführen ist.

9. Beweismittel

Als Beweismittel liegen neben dem Anzeigerapport (inkl. Fotos; pag. 1 ff. und 
pag. 13 ff.) die von Seiten der Zivilklägerschaft eingereichten Unterlagen zum 
Schaden (pag. 82 ff. und pag. 95 f.), die Schreiben der Eltern des Beschuldigten 
(pag. 112 ff.), die vom Beschuldigten zu den Akten gereichten Fotos, Schreiben 
und Unterlagen (pag. 9, pag. 52 f., pag. 110 ff., pag. 143 ff. und pag. 265 ff.) sowie 
die Einvernahmen der Zeugin und des Beschuldigten vor (pag. 6, pag. 134 ff. und 
pag. 246 ff.). Auf eine inhaltliche Zusammenfassung der Beweismittel wird verzich-
tet. Soweit sich Bemerkungen zu den einzelnen Beweismitteln aufdrängen, erfol-
gen diese unmittelbar im Rahmen der nachfolgenden Beweiswürdigung.

10. Beweiswürdigung der Kammer

Die Vorinstanz hat die vorhandenen Beweismittel grundsätzlich zutreffend gewür-
digt. Darauf wird vorab und unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen ver-
wiesen (pag. 163 ff., S 7 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung).

10.1 Anzeigerapport inkl. Fotos

Gemäss Anzeigerapport vom 22. Dezember 2022 wurde der Polizei am 12. No-
vember 2022, 18:09 Uhr, telefonisch durch J.________ gemeldet, die Frontscheibe 
ihres parkierten Personenwagens sei beschädigt worden (pag. 1). Bereits am Tele-
fon teilte sie gegenüber der Polizei mit, dass eine Anwohnerin zugeschaut habe 
und der Täter bekannt sei (pag. 3). Beim Eintreffen der Polizei («einige Stunden» 
später) befand sich das beschädigte Fahrzeug vor der Liegenschaft L.________ 
(Adresse) auf dem zweiten gelb markierten Parkfeld aus Richtung H.________, mit 
der Front gegen die Hausfassade. Links und rechts davon befand sich je ein weite-

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rer parkierter Personenwagen. Die Frontscheibe des Personenwagens hatte bei-
fahrerseitig einen massiven Schaden und war zersplittert. Auf der Motorhaube vor-
ne links befanden sich einige schwarze Russflecken, die mittels Abwischen gesäu-
bert werden konnten. Das betroffene Parkfeld wies keine Beschriftung oder Markie-
rungen auf. Gemäss Aussagen der Anwohner gehöre dieses Parkfeld dem Be-
schuldigten (pag. 3). Aus dem Anzeigerapport geht weiter hervor, dass sich der 
Beschuldigte in der Folge wenig kooperativ verhielt. So erkundigte er sich nach Er-
halt der Vorladung am 21. November 2022 telefonisch bei der Polizei, worum es 
bei der Einvernahme gehe. Auf mehrmalige Rückrufe der zuständigen Polizistin am 
selben Tag reagierte der Beschuldigte allerdings nicht, sondern retournierte die 
Vorladung per Post mit der Bemerkung, er verweigere die Aussage, womit sich aus 
seiner Sicht die Einvernahme erübrige (pag. 3 und pag. 9). Am 22. November 2022 
teilte J.________ telefonisch mit, sie habe am 13. November 2022 einen Lack-
schaden an ihrem Personenwagen festgestellt. Sie habe das Auto am 10. oder 
11. November 2022 gewaschen und dabei den Lackschaden noch nicht bemerkt. 
Gemäss Einschätzung der Polizei könne nicht abschliessend beurteilt werden, wo-
her der Lackschaden tatsächlich stamme (pag. 4). Schliesslich wurde im Anzeige-
rapport vermerkt, dass am 26. Oktober 2022 bereits eine Anzeige gegen den Be-
schuldigten wegen Nötigung bei der Staatsanwaltschaft eingereicht worden sei und 
es dabei um dasselbe Parkfeld gegangen sei (pag. 4).

Auf den dem Anzeigerapport beigefügten Fotos ist einerseits die beschriebene 
Parksituation zu sehen. Rechts des K.________s (Auto) befindet sich ein 
M.________ (Auto) ohne Nummernschild (pag. 14). Der im Anzeigerapport be-
schriebene Schaden der Frontscheibe sowie die schwarzen Flecken wurden eben-
falls fotografisch dokumentiert (pag. 16 ff.). Fotografiert wurde weiter das nunmehr 
leere Parkfeld, auf dem der K.________ (Auto) gestanden hatte. An der Hausmau-
er am Ende des Parkfelds ist darauf eine gebogene Blechüberdeckung zu sehen, 
unter der auf der rechten Seite (gegen das Parkfeld des M.________ (Auto)) ein 
orangefarbenes Kabel liegt (pag. 20). Die aus der Küche der Zeugin aufgenomme-
nen Fotos zeigen, dass die vorderen Parkplätze von der Küche aus zumindest teil-
weise einsehbar sind und dass das Fliegengitter die Sicht bei Dunkelheit nicht be-
einträchtigt (pag. 21 und pag. 25 ff.). Aufgrund der Fassade und des Betongelän-
ders des Balkons ist zwar der an der Hausmauer liegende, vordere Teil der Park-
plätze nicht erkennbar. Die darauf abgestellten Fahrzeuge und namentlich die et-
was höherliegenden Frontscheiben der Fahrzeuge sind von der Küche aus jedoch 
zumindest in Teilen erkennbar. Werden die Aufnahmen auf pag. 17 und pag. 21 
bezüglich der Positionen der beiden Fahrzeuge verglichen, ist denn auch ersicht-
lich, dass der M.________ (Auto) deutlich näher zur Fassade geparkt war und die 
Frontscheibe des K.________s (Auto) aus Blickrichtung der Küche rechts vom 
Fahrerfenster des M.________ (Auto) positioniert gewesen sein dürfte. Zumindest 
der obere linke Bereich der Frontscheibe des k.________ Fahrzeugs war somit von 
der Küche aus sichtbar.

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10.2 Aussagen der Zeugin D.________

D.________ wurde direkt nach der Meldung an die Polizei am 12. November 2022 
sowie anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung und der Berufungsver-
handlung zu ihren Beobachtungen befragt.

Bereits in der ersten Einvernahme, welche noch am selben Abend stattfand, gab 
sie ihre Beobachtungen klar, nachvollziehbar und stimmig zu Protokoll. In den wei-
teren Einvernahmen wiederholte sie diese Aussagen weitgehend übereinstimmend, 
ohne dabei jedoch den Eindruck zu erwecken, auswendig Gelerntes wiederzuge-
ben. So schilderte sie jeweils, sie habe sich am 12. November 2022 in der Küche 
befunden und habe mit ihrem Mann telefoniert (pag. 6 und pag. 134 Z. 19 f.). 
Gleichzeitig habe sie aus dem Fenster geschaut und gesehen, wie der Beschuldig-
te mit seinem N.________ (Auto) auf der Hauptstrasse von H.________ in Rich-
tung O.________ gefahren sei resp. heimgekommen sei (pag. 6, pag. 134 Z. 24 ff. 
und pag. 246 Z. 36 ff.). Da sie vorher gesehen habe, dass auf dem Parkplatz des 
Beschuldigten ein K.________ parkierte, habe sie zu ihrem Mann gesagt, dass es 
jetzt spannend werde (pag. 6) resp. dass jetzt sicher ein Problem bestehe mit dem 
Einparkieren (pag. 134 Z. 23 f.). Der Beschuldigte sei dann links in Richtung der 
Parkplätze abgebogen und habe parkiert resp. «weiter hinten», hinter seinem 
Camper oder im Rasen parkiert (pag. 6, pag. 134 Z. 25 f., pag. 135 Z. 10 f. und 
pag. 246 Z. 37 f.). Circa fünf Minuten resp. ein paar Minuten resp. 2-3 Minuten 
später habe sie erneut zum Fenster rausgeschaut. Beim parkierten K.________ 
Fahrzeug habe sie gesehen, wie ein unbekannter, länglicher Gegenstand resp. ein 
länglicher Schatten sich oberhalb der Motorhaube/Frontscheibe nach oben und so-
gleich nach unten bewegt habe. Es habe sogleich einen lauten Knall resp. Schlag 
gegeben (pag. 6, pag. 134 Z. 27 ff. und pag. 246 Z. 38 ff.). Unmittelbar nach die-
sem Knall resp. 2-3 Sekunden nach dem Schlag sei der Beschuldigte an der Haus-
front der Liegenschaft L.________(Adresse) über den ersten leeren Parkplatz resp. 
vom Auto weg in die Einstellhalle gelaufen (pag. 6, pag. 134 Z. 31 f. und pag. 246 
Z. 421 ff.). Aufgrund der Strassenlampe habe sie ihn einwandfrei erkannt. Sie habe 
den Kopf und den Rumpf gesehen (pag. 134 Z. 33 f., pag. 246 Z. 42 f., pag. 247 
Z. 9 ff.). Vor und während des Knalls habe sie keine anderen Personen in der Um-
gebung der Parkplätze gesehen (pag. 6, pag. 135 Z. 1 f. und pag. 247 Z. 9 ff.). 
Aufgrund der Mauer habe sie vor dem Knall nur den vorerwähnten unbekannten 
Gegenstand in der Luft gesehen und keine Person dazu (pag. 6, pag. 134 Z. 30). 
Der Beschuldigte sei ihr Nachbar. Sie habe persönlich kein Problem mit ihm. Sie 
würden einander grüssen, mehr aber auch nicht (pag. 134 Z. 11 ff. und pag. 247 f. 
Z. 43 ff.).

Die teilweise detaillierteren Nachfragen an der Berufungsverhandlung beantwortete 
die Zeugin sachlich, nachvollziehbar und im Einklang mit ihren früheren Aussagen. 
So sagte sie auf Frage, sie sei sich ganz sicher, dass sie den Beschuldigten er-
kannt habe, als er in die Tiefgarage gegangen sei. Es habe eine Strassenlampe di-
rekt neben dem Parkplatz. Es sei schon finster gewesen, aber die Strassenlampe 
habe geleuchtet. Sie habe direkte Sicht aus dem Küchenfenster auf den Parkplatz. 
Wenn er dort um die Ecke laufe, sehe man den ganzen Menschen. Zu diesem 
Zeitpunkt sei auch sonst niemand auf dem Parkplatz gewesen, und es habe ausser 

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seinem m.________ und dem beschädigten Auto auch kein weiteres Auto dort ge-
habt (pag. 247 Z. 9 ff.). Sie sei schon vor dem Eintreffen der Polizei hinunter auf 
den Parkplatz gegangen. Sie habe den Schlag gehört und sei nicht sicher gewe-
sen, was passiert sei. Sie sei kurz schauen gegangen. Als sie gesehen habe, dass 
die Autoscheibe eingeschlagen sei, sei sie die Person suchen gegangen (pag. 247 
Z. 16 ff.). Auf Frage, ob sie zuerst alleine nach unten gegangen sei: «Als ich sicher 
war, dass er weg war, ja. Ich habe ein paar Minuten gewartet. Dann ging ich nach 
unten schauen, was es war, denn ich war wirklich nicht sicher, was es war. Von da 
an ging ich die Person suchen und sie hat dann kurz darauf die Anzeige gemacht 
(pag. 247 Z. 21 ff.). Sie habe die Person nicht gekannt, aber sie habe ungefähr ge-
wusst, wo sie suchen gehen müsse. Mit ihr sei sie auch kurz auf den Parkplatz ge-
gangen, bevor die Polizei gekommen sei. Aber dann sei sie wieder zurückgegan-
gen, weil sie [wohl: J.________] gesagt habe, dass sie eine Anzeige mache 
(pag. 247 Z. 26 ff.). Bei diesen zwei Mal, als sie auf dem Parkplatz gewesen sei, 
habe sie den Beschuldigten nicht nochmals gesehen (pag. 247 Z. 33 ff.). Sie habe 
festgestellt, dass die Frontseite auf der Beifahrerseite eingeschlagen gewesen sei. 
Weitere Schäden habe sie selber nicht gesehen (pag. 247 Z. 37 ff.). Auf Frage 
nach anderen Vorfällen betreffend den Parkplatz des Beschuldigten sagte sie: 
«Vorher weiss ich, dass es schon Vorfälle gab, wo er ‹zuparkiert› hat, wenn Autos 
auf seinem Parkplatz standen. Er liess sein Auto dahinter stehen, so dass diese 
Personen ganz schlecht rausfahren konnten. Nach dem Vorfall wüsste ich nicht, 
dass noch etwas passiert wäre» (pag. 10 ff.). Auf die Nachfrage nach den Lichtver-
hältnissen gab sie an, es sei schon ziemlich dunkel gewesen, die Strassenlampe 
habe geleuchtet. Diese sei nah am Parkplatz des Beschuldigten und dunkle auch 
nie ab (pag. 248 Z. 22). Angesprochen auf ihre Bemerkung, wonach sie zu ihrem 
Mann gesagt habe, jetzt werde es spannend, führte sie aus, dies habe sich darauf 
bezogen, dass er vorher schon zuparkiert habe und sie gedacht habe, jetzt stelle er 
sein Auto auch wieder hintendran (pag. 248 Z. 28 ff.). Anhand des Fotos auf 
pag. 123 oben zeigte sie, wie der Beschuldigte per Linkskurve in die Einfahrt gefah-
ren sei. Er habe das Auto «dort hinten» hingestellt. Das habe sie aber erst gese-
hen, nachdem es schon geknallt habe und sie schauen gegangen sei. Dabei sei er 
nicht zuerst noch nach vorne gefahren (pag. 248 f. Z. 35 ff.). Ebenfalls auf Vorhalt 
von Fotos der Parksituation (pag. 17 und pag. 123) bestätigte sie, dass das Auto 
rechts des K.________s (Auto) [M.________ (Auto)], dem Beschuldigten gehöre 
und dort auf dem Besucherparkplatz abgestellt sei (pag. 249 Z. 9 ff.). Sie habe 
nicht gesehen, ob der Beschuldigte etwas in den Händen gehalten habe, als er in 
die Tiefgarage gegangen sei. Sie habe den Kopf- und Brustbereich gesehen 
(pag. 249 Z. 22 ff.).

Die Zeugin schilderte ihre Beobachtungen nicht nur konstant und nachvollziehbar, 
sondern bettete diese auch in einen zeitlichen und örtlichen Kontext ein, indem sie 
etwa das Telefonat mit ihrem Mann oder die Vorbereitungen zur Geburtstagsfeier 
ihrer Tochter erwähnte, detailliert beschrieb, was sie von ihrem Standort sehen 
konnte und die Lichtverhältnisse einordnete. Weiter gab sie nicht nur ihre eigenen 
Beobachtungen wieder, sondern auch ihre Gedanken resp. Bemerkungen gegenü-
ber ihrem Ehemann. Bezeichnend und äusserst aussagekräftig ist insbesondere ih-
re Formulierung an der ersten Einvernahme, wonach sie gegenüber ihrem Ehe-

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mann gesagt habe, jetzt werde es spannend, da auf dem Parkplatz des Beschul-
digten ein k.________ Auto parkiert sei (pag. 6). An der erstinstanzlichen Haupt-
verhandlung formulierte sie diese Aussage etwas anders, jedoch mit vergleichba-
rem Inhalt: «Ich sagte noch zu meinem Mann, dass jetzt sicher ein Problem beste-
he mit dem Einparkieren» (pag. 134 Z. 23) und schilderte zusätzlich, wie sie nach 
dem Knall zu ihrem Mann gesagt habe: «Hat jetzt A.________ eine Scheibe am 
Auto eingeschlagen?» (pag. 134 Z. 29 f.). Vor der Vorinstanz führte sie aus, es sei 
nicht das erste Mal, dass ein Problem mit dem Einparkieren bestehe (pag. 134 
Z. 24). An der Berufungsverhandlung präzisierte sie auf Nachfrage, ihre Bemer-
kung habe sich darauf bezogen, dass der Beschuldigte vorher schon zuparkiert 
habe (pag. 248 Z. 28 ff.). Es spricht für die Zeugin, dass sie das frühere Zuparkie-
ren durch den Beschuldigten erst auf Nachfrage im oberinstanzlichen Verfahren 
erwähnte. Es zeigt deutlich, dass sie den Beschuldigten nicht in unsachlicher oder 
übermässiger Weise belasten wollte – obwohl für ihre Aussagen in den Akten 
durchaus Anhaltspunkte bestehen (Anzeigerapport: pag. 4; Strafbefehl [im später 
eingestellten Verfahren]: pag. 29; Beschuldigter: pag. 140 Z. 26 ff. und pag. 252 
Z. 18 ff.). Auch an anderer Stelle zeigte sich, dass die Zeugin nicht versuchte, den 
Beschuldigten möglichst schwer zu belasten. So gab sie etwa unumwunden zu, 
den Gegenstand, mit dem geschlagen worden sei, nicht erkannt zu haben, und 
verzichtete auf diesbezügliche Mutmassungen. Sie betonte auch immer wieder, im 
Zeitpunkt des Schlags keine Person gesehen, sondern den Beschuldigten erst we-
nige Sekunden später beim Gang zur Einstellhalle gesehen und erkannt zu haben. 
Dazu wies sie auf die Mauer hin, aufgrund der sie nur den unbekannten Gegen-
stand oberhalb der Motorhaube/Frontscheibe gesehen habe, jedoch keine Person 
dazu (pag. 6; vgl. pag. 134 Z. 28 f.). Dieser Hinweis lässt sich wiederum mit den 
Fotos verifizieren, welche das Sichtfeld aus dem Küchenfenster der Zeugin doku-
mentieren (pag. 21, siehe Ziff. 10.1 oben). Dieses Aussageverhalten spricht insge-
samt deutlich für die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen. Die grundsätzlich hohe Qua-
lität der Aussagen der Zeugin werden von der Verteidigung denn auch nicht bestrit-
ten: Ihre Aussagen seien gespickt mit Realkriterien, «diese Zeugin lüge nicht» 
(pag. 260 f.).

Der einzige wesentliche Widerspruch in den Aussagen der Zeugin bezieht sich auf 
den Zeitpunkt, in dem sie das Geschehen auf dem Parkplatz beobachtet habe. In 
der ersten Einvernahme gab sie an, dies sei um 17:45 Uhr geschehen, was sich 
mit der im Anzeigerapport festgehaltenen telefonischen Meldung bei der Polizei um 
18:09 Uhr vereinbaren lässt (pag. 1 und pag. 6). In der erstinstanzlichen Hauptver-
handlung sagte sie jedoch auf Frage, um welche Zeit der Beschuldigte nach Hause 
gekommen sei, das sei zwischen 18:30 Uhr und 18:45 Uhr gewesen (pag. 135 
Z. 19). Sie zeigte sich dabei zuerst «ziemlich sicher» (pag. 135 Z. 22), räumte aber 
auf Vorhalt der Zeitangabe im Anzeigerapport ein, dass es so sei, wie sie es in Er-
innerung habe, und sie sich nicht mehr ganz sicher sei von der Zeit her (pag. 135 
Z. 25 f.). Es sei jedenfalls dunkel gewesen und die Strassenlaternen hätten ge-
leuchtet (pag. 135 Z. 29 und 32 f.). Nachdem sie erneut auf die zeitlichen Umstän-
de angesprochen wurde, konnte sie erklären, dass es ein Samstag gewesen sei, 
da komme ihr Mann jeweils früher von der Arbeit nach Hause, deshalb habe sie 
auch früher mit ihrem Mann telefoniert. Sie habe die Zeit falsch in Erinnerung ge-

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habt, das sei ihr Fehler. Ihr Mann komme immer zur gleichen Zeit nach Hause, am 
Samstag einfach etwas früher als sonst. Am Samstag komme er jeweils zwischen 
18:00 Uhr und 18:15 Uhr nach Hause. Unter der Woche komme er um 18:45 Uhr 
nach Hause. Sie sei vorher beim falschen Tag gewesen (pag. 136 Z. 1 ff.). Diese 
Erklärung ist plausibel und überzeugend, insbesondere angesichts der Tatsachen, 
dass seit dem Vorfall (und der ersten Einvernahme) ein halbes Jahr vergangen war 
und die Zeugin den Vorfall in zeitlicher Hinsicht primär mit dem Telefongespräch 
verknüpft hatte, das durch die Woche gewöhnlich später geführt worden sein soll. 
Konsequenterweise verwies sie an der Berufungsverhandlung auf Frage nach der 
Uhrzeit auf den Anzeigerapport, da sie sich aufgrund des Zeitablaufs nicht mehr 
genau erinnere. Ergänzend erklärte sie wiederum logisch und nachvollziehbar, es 
müsse sich ca. in der halben Stunde vor der Anzeigeerstattung ereignet haben, da 
sie danach die Person gesucht und gefunden habe und diese dann Anzeige erstat-
tet habe (pag. 247 Z. 1 ff.). Im Ergebnis kann auf ihre Zeitangabe aus der erstin-
stanzlichen Hauptverhandlung nicht abgestellt werden. Dies stellt die Glaubhaftig-
keit der weiteren Aussagen jedoch nicht in Frage, sondern führt lediglich dazu, 
dass betreffend Zeitpunkt des Ereignisses auf die tatnahe Aussage vom 12. No-
vember 2022 abzustellen ist.

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die Zeugin und weitere Parteien aus der 
Nachbarschaft mit dem Beschuldigten in einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung 
betreffend Heizkostenabrechnung liegen. Nach Ansicht der Kammer ist darin je-
doch kein Grund für eine allfällige Falschbeschuldigung ersichtlich, der die Glaub-
haftigkeit der Aussagen der Zeugin untergraben könnte. Die Zeugin sagte vor der 
Vorinstanz verständlich aus, dass sie persönlich kein Problem mit dem Beschuldig-
ten habe und sie einander grüssen würden, mehr aber auch nicht (pag. 134 
Z. 15 f.). Das Zivilverfahren betreffend Heizkostenabrechnung bestätigte sie. Dies 
seien nach ihr aber zwei unabhängige Sachen und sonst habe sie mit dem Be-
schuldigten auch kein Problem (pag. 136 Z. 30 ff.). Diese Aussage wird dadurch 
bestätigt, dass der Streit über die Heizkostenabrechnung offenbar bereits seit meh-
reren Jahren besteht, die Zeugin ihre Forderungen zumindest betreffend die Jahre 
2018 und 2020 abgetreten hat und die abgetretenen Forderungen im Zeitpunkt der 
Zession lediglich CHF 128.47 und CHF 163.78 betrugen (pag. 127 f.). Dass die 
Zeugin wegen dieser kleineren Beträge eine Falschaussage bei der Polizei und vor 
Gericht machen würde, darf bezweifelt werden. Die Abtretung zeigt vielmehr, dass 
sie mit dieser Angelegenheit möglichst wenig zu tun haben will.

Auf die Aussagen der Zeugin D.________ wird abgestellt.

10.3 Aussagen und Eingaben des Beschuldigten

Der Beschuldigte äusserte sich erstmals am 27. Januar 2023 in der schriftlichen 
Einsprache gegen den Strafbefehl zur Sache (pag. 52 f.). Darin führte er zusam-
mengefasst aus, er habe am 12. November 2022 keine Sachbeschädigung began-
gen. Er kenne keine J.________ und könne sich an keinen K.________ (Auto) er-
innern. Falls er der Verursacher der Schäden an ihrem Auto sein sollte, bestreite er 
den Vorsatz. Er sei ziemlich sicher, dass er zur angegebenen Tatzeit noch gar 
nicht in E.________ gewesen sei. Anhand seines eigenen Fahrtenbuches könne er 
ungefähr rekonstruieren, was er am Abend des 12. Novembers 2022 gemacht ha-

11

be. Er habe bei seinen Eltern in P.________ Nachtessen gekocht. Auf der Heim-
fahrt habe das Armaturenbrett seines N.________ (Auto) einen Druckabfall bei ei-
nem der Pneus angezeigt. Er habe das Auto angehalten, um die Pneus zu kontrol-
lieren. Der linke vordere Pneu habe zu wenig Druck gehabt. Deshalb sei er vorsich-
tig nach Hause gefahren. Er sei in E.________ schätzungsweise nach 18:30 Uhr 
angekommen. Da er jederzeit auf Abruf bereit sei, um seinen hochbetagten und 
kranken Vater zu unterstützen, habe er das Problem mit dem Luftdruck sofort lösen 
müssen. Zu diesem Zweck habe er sein Auto auf dem unteren Ende des Park-
platzgrundstücks mit den Hinterrädern auf der Wiese abgestellt, wo er von allen 
Seiten her freien Zugang gehabt habe. Er habe beschlossen, als erstes zu pumpen 
und dann in den nächsten Tagen regelmässig zu kontrollieren. Er sei daraufhin in 
die Tiefgarage gegangen, um seinen Kompressor in Gang zu setzen. Der Kom-
pressor habe einen Traggriff, so dass er die Druckluft vom Stromanschluss zu sei-
nen vier verschiedenen Autos tragen könne. Er habe den Kompressor an den 
Strom angeschlossen und sich auf die Suche nach seiner Gartenschaufel gemacht, 
da rings um seine Vorderräder eine grosse Menge Schlamm gestanden habe und 
er den Dreck habe wegschaufeln wollen. Er sei dermassen mit seiner Reparatur 
beschäftigt gewesen, dass er nicht weiter auf die anderen Autos auf den Parkplät-
zen geachtet habe. Sein N.________ (Auto) sei mehr als fünf Meter von allen an-
deren Autos entfernt abgestellt gewesen. Er frage sich deshalb, was die Schäden 
an Frau J.________s K.________ (Auto) mit ihm zu tun haben sollen. Später, als 
der Kompressor geladen gewesen sei, habe er das linke Vorderrad aufgepumpt. Er 
habe dann etwa eine Woche später einen Termin bei der Garage erhalten.

Am 29. April 2023 – nach Gewährung der Akteneinsicht – äusserte sich der Be-
schuldigte in einem Schreiben an die Vorinstanz erneut zu den Vorwürfen und 
reichte diverse Unterlagen ein (pag. 110). Er erläuterte dazu, er sei täglich tagsüber 
bei seinen Eltern in P.________. Wenn er sehr zügig fahre, benötige er für die 
Strecke von P.________ nach E.________ 30 Minuten. Seine Eltern hätten in den 
beigelegten Schreiben bestätigt, dass er am 12. November 2022 nicht vor 18:00 
Uhr losgefahren sei, womit er zur Tatzeit unmöglich in E.________ habe sein kön-
nen. Er wiederholte, dass er auf der Rückfahrt einen Druckverlust vorne links be-
merkt und sich zu Hause darum gekümmert habe, das Auto «notdürftig fahrtüchtig» 
zu halten. Den Schaden habe er am 16. November 2022 in der Garage reparieren 
lassen (vgl. Rechnung vom 18. November 2022 [pag. 116 und pag. 126]). Auf den 
Fotos der Polizei sehe man seinen M.________ (Auto), mit dem er so gut wie nie 
fahre. Er habe dafür eine Wechselnummer mit dem N.________ (Auto). 
D.________ sei mit ihm im Streit und voreingenommen. Sie sei überhaupt nicht 
neutral. Es folgten Ausführungen zur zivilrechtlichen Streitigkeit betreffend Heizkos-
ten.

Auch an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung stellte er sich auf den Standpunkt, 
zum Tatzeitpunkt nicht vor Ort gewesen zu sein (pag. 139 Z. 20) und wiederholte, 
er erinnere sich einfach an das, was er sich notiert habe, und wisse sehr allgemein, 
was er bei seinen Eltern alles mache und dass es unmöglich sei, dass er bereits 
um 17:45 Uhr in E.________ gewesen sein solle. Er habe ein Problem mit dem 
Luftdruck gehabt und deshalb in die Einstellhalle müssen. Er habe an diesem 
Abend andere Sorgen gehabt. Von dem, was Frau D.________ erzähle, habe er 

12

nichts mitbekommen, auch vom Polizeieinsatz nicht. Er gehe jeweils um 20:00 Uhr 
schlafen. Er habe sich um das Problem mit der Kontrolllampe kümmern müssen 
und nicht mitbekommen, was sonst an diesem Abend gelaufen sei. Im Keller habe 
er einen Kompressor, den habe er zuerst einstecken müssen. Frau D.________ 
habe etwas beim Auto gesehen und gesehen, wie er in die Einstellhalle gelaufen 
sei. Er bestreite nicht, dass er in die Einstellhalle gegangen sei. Er erinnere sich 
nicht, ob er einen Knall gehört habe (pag. 139 Z. 26 ff.). Er vermute, dass er an 
diesem Abend zu seinem M.________ (Auto) mit der Wechselnummer gegangen 
sei. Er habe jeweils ein Batterieladegerät angehängt, das sei das orange Kabel. Es 
sei ein 20-jähriges Auto, bei dem man die Türen schlagen müsse. Auch wenn er 
dem Alublech ankomme oder mit dem Stecker dran schlage, knalle es. Er habe 
genug Sachen dort, die tönen könnten. Seine Erklärung für das, was Frau 
D.________ gesehen und gehört habe, sei, dass er zu seinem Auto gegangen sei 
und geschaut habe, ob es gehe und ob es fahrbereit sei (pag. 140 Z. 1 ff.). Der 
Parkplatz [auf dem das beschädigte Auto stand] gehöre ihm (pag. 140 Z. 19 und 
pag. 20). Frau D.________ habe nicht gesagt, er habe die Scheibe eingeschlagen, 
sondern sie habe einen Schatten gesehen, der sich bewegt habe. Sie sehe von ih-
rem Küchenfenster aus gar nicht mehr (pag. 140 Z. 22 ff.). Es hätten immer wieder 
verschiedene Leute auf seinem Parkplatz parkiert und er habe nie reklamiert 
(pag. 140 Z. 32 f.).

In der Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte, er habe erst drei Monate 
später aus dem Strafbefehl von dem Vorfall erfahren und die Akten erst im April 
gesehen. Er wisse, dass er um 18:09 Uhr nicht dort gewesen sei, also könne es 
nicht sein, dass er etwas absichtlich gemacht habe. Er habe Frau J.________ ei-
nen Brief geschrieben und gesagt, wenn dort Werkzeug von ihm gelegen sei und 
jemand damit einen Unfall gemacht habe, sei er haftpflichtig und dann würde er 
das seiner Privathaftpflicht melden. Aber es sei nie eine Antwort gekommen 
(pag. 250 f. Z. 32 ff.). Nachdem er auf den Parkplatz gefahren sei, sei er ausge-
stiegen, nach vorne gelaufen in die Tiefgarage und vermutlich noch zu seinem 
M.________ (Auto) kontrollieren gegangen, ob er fahrbereit sei. Er habe also beim 
M.________ (Auto) etwas hantiert. Gepumpt habe er dann noch nicht, weil er zu-
erst den Kompressor in der Garage habe aufladen müssen. Er sei dann schlafen 
gegangen. Er erwache meist am Morgen zwischen 2:00 Uhr und 4:00 Uhr. Dann 
sei er pumpen gegangen (pag. 253 Z. 28 ff.). Er wiederholte, diese Erlebnisse ei-
nerseits anhand seiner Notizen sowie – neu – von Arztberichten rekonstruiert zu 
haben (Luftabfall, Kontrolle Reifendruck unterwegs, Planung für einen nächtlichen 
Notfall) und andererseits zu wissen, wie er in einer solchen Situation normalerwei-
se funktioniere (Kontrolle Fahrbereitschaft M.________ (Auto)). Betreffend das Re-
konstruierte sei er absolut sicher. Die Kontrolle des M.________ (Auto) wäre das 
logische Verhalten für ihn, er habe das erwähnt, weil er damit konfrontiert worden 
sei, dass es geknallt habe (pag. 254 Z. 8 ff.). Auf die Fragen, wie er sich erkläre, 
dass ihn Frau D.________ nur Sekunden nach dem von ihr beobachteten Schlag 
auf die Frontscheibe gesehen habe, und wie er sich den länglichen Gegenstand 
über der Frontscheibe erkläre: Frau D.________ habe nicht gesagt, die Front-
scheibe sei damals beschädigt worden. Er vermute, er habe damals das Kabel rü-
bergeworfen, die Autotür zugeschlagen und sei dann ein paar Sekunden später 

13

dort durchgelaufen. Das Kabel liege auf der Beifahrerseite am Boden. Wenn man 
dieses schwere, massive Kabel hinüberwerfe, könne das ans Blech fliegen und ir-
gendwo knallen (pag. 254 Z. 23 ff.). Weiter argumentierte er, er könne nicht zwi-
schen dem M.________ (Auto) und dem K.________ (Auto) gestanden sein, weil 
ihn Frau D.________ dann hätte sehen müssen. Wenn er hinter dem M.________ 
(Auto) gestanden sei, hätte sie ihn nicht gesehen (pag. 254 Z. 42 ff.). Konfrontiert 
damit, dass die Frontscheibe des Autos im Zeitpunkt, in dem er gemäss seinen ei-
genen Aussagen beim M.________ (Auto) gewesen und in die Einstellhalle gelau-
fen sei, bereits eingeschlagen gewesen sei, und auf Frage, ob ihm das nicht aufge-
fallen sei: Er habe diese Autoscheibe gar nicht gesehen. Überall, wo er durchgelau-
fen sei, sehe man diese Scheibe nicht. Das Kabel zum M.________ (Auto) gehe 
bei der Beifahrerseite des M.________ rein. Wenn er dort hingehe, sehe er die 
Windschutzscheibe des K.________s (Auto) nicht. Und wenn er hinter dem 
K.________ (Auto) durchlaufe, sehe er sie auch nicht. Sogar wenn er bei der Bei-
fahrerseite des M.________ durch die Lücke von Mauer und M.________ (Auto) 
hineinlaufe, sehe er die Windschutzscheibe des K.________s (Auto) nicht. Sogar 
wenn er gewusst hätte, dass er hinschauen müsse, würde er das nicht sehen, weil 
der M.________ (Auto) dunkel getönte Scheiben habe. Er habe das letzte Woche 
kontrolliert, als der schwarze K.________ (Auto) des Pfarrers auf demselben Park-
feld gestanden sei: Man sehe die Windschutzscheibe nicht (pag. 255 f. Z. 33 ff.). Er 
wisse nicht mehr, ob er beim Heimfahren von H.________ her den K.________ 
(Auto) gesehen habe. Er habe nur über die Luft in seinem Pneu nachgedacht 
(pag. 256 Z. 12 ff.). Er habe den N.________(Auto) nicht auf dem näher zur Tiefga-
rage gelegenen Parkplatz abgestellt, weil er genug Platz gebraucht habe, um sich 
zu bewegen. Das gehe nicht, wenn die Autos so nahe zueinander parkiert seien 
(pag. 256 Z. 26 ff.). Er habe am 12. November nicht darauf geschaut, ob sein 
Parkplatz besetzt sei. Das sei für ihn eine vollkommen normale Situation gewesen, 
es habe ihn nicht interessiert. Auch als er daran vorbei in die Tiefgarage gelaufen 
sei, sei ihm nichts aufgefallen, das sei so normal gewesen (pag. 257 Z. 3 ff.). Auf 
Frage, ob es für ihn völlig in Ordnung sei, wenn jemand auf seinem Parkplatz sei, 
antwortete er, er habe jetzt extra im Winter sein Auto immer einen Platz rüberge-
stellt, dort wo jetzt der M.________ (Auto) sei. Und dann sei für ihn klar, dass der 
andere Parkplatz der Besucherparkplatz sei, weil er den Besucherparkplatz beset-
ze. Für ihn sei das normal (pag. 257 Z. 20 ff.). Er sei «absolut bombensicher», dass 
er um 18:09 Uhr und vorher nicht in E.________ gewesen sei (pag. 257 Z. 40 ff.). 
Das widerspreche nicht den Schilderungen von Frau D.________, wonach sie ihn 
gesehen habe, denn sie habe nicht gesagt, dass die Scheibe nicht kaputt gewesen 
sei, bevor er nach Hause gekommen sei. Von ihrer Küche aus habe sie diese 
Scheibe nicht sehen können. Es könne aber nicht sein, dass sie ihn vor 18:09 Uhr 
gesehen habe. Sie habe dazu zwei verschiedene Aussagen gemacht und bei der 
Vorinstanz gesagt, er sei zwischen 18:30 Uhr und 18:40 Uhr nach Hause gekom-
men (pag. 258 Z. 1 ff.). Ergänzend führte er aus, er habe seinen Vater an den Ta-
gen, nach denen dieser im Q.________ in Behandlung gewesen sei, jeweils den 
ganzen Tag überwachen müssen, damit er keinen Unfall mache. Diese Pflicht sei 
für ihn erst erledigt gewesen, als seine Eltern für das Abendessen hingesessen 
seien. Er habe das Abendessen um 18:00 Uhr serviert. Es wäre unverantwortlich 

14

gewesen, früher zu gehen. Daher könne es nicht sein, dass er um 17:45/18:00 Uhr 
bereits in E.________ gewesen sei (pag. 258 Z. 37 ff.).

Für die Würdigung dieser schriftlichen Angaben und mündlichen Aussagen ist 
primär von Relevanz, dass der Beschuldigte damit keine Erinnerungen wiedergab. 
So betonte er selber, sich nicht an den 12. November 2022 erinnern zu können und 
seine Aussagen auf Rekonstruktionen anhand seines Fahrtenbuchs, auf seinen 
gewöhnlichen Tagesablauf sowie auf das für ihn logische Verhalten abzustützen 
(vgl. Aussage in der Berufungsverhandlung: «Ich ging diese Woche noch auspro-
bieren, ob es überhaupt sein kann, was ich mir ausgedacht habe» [pag. 254 
Z. 38 f.]). Dieser Umstand schwächt den Beweiswert seiner Aussagen deutlich. Es 
handelt sich somit nicht um die Wiedergabe von eigenen Wahrnehmungen, son-
dern um Erklärungsversuche, mit denen der Beschuldigte auf die Vorwürfe im 
Strafbefehl reagierte. Auch wenn ihm zu Gute zu halten ist, dass er diesen Um-
stand offenlegte und nicht versuchte, seine Rekonstruktionen und Vermutungen als 
echte Erinnerung darzustellen, wirken seine Aussagen dadurch konstruiert und er-
gebnisorientiert.

Dies gilt insbesondere für seine Argumentation, weshalb er im Zeitraum zwischen 
17:45 Uhr und der Meldung bei der Polizei um 18:09 Uhr nicht in E.________ ge-
wesen sein kann. Die Kammer erachtet es zwar durchaus als glaubhaft, dass der 
Beschuldigte tagsüber seine Eltern in P.________ betreute. Daraus ergeben sich 
jedoch keine konkreten Aussagen zu den Ereignissen am 12. November 2022. Der 
Umstand, dass er normalerweise erst um 18:30 Uhr in E.________ gewesen sei, 
begründet höchstens eine Vermutung, dass es am 12. November 2022 ebenso 
gewesen sein dürfte. Daran ändern auch die zwei Schreiben der Eltern des Be-
schuldigten nichts (pag. 112 f.). Diese bestätigten, dass der Beschuldigte täglich 
bei ihnen sei, um den Haushalt zu machen, und gewöhnlich um 18:00 Uhr bei ih-
nen wegfahre. Beide gaben an, sich nicht mehr im Detail an den 12. November 
2022 zu erinnern bzw. sich nicht an Details zum 12. November 2022 erinnern zu 
können, und schlossen aus dem damals üblichen Tagesablauf auf die Uhrzeit, zu 
welcher der Beschuldigte bei ihnen weggefahren sei. Beide Briefe sind gleich for-
matiert und vom Aufbau und vom Schreibstil her vergleichbar. Der Beschuldigte 
bestätigte anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung auf Nachfrage denn 
auch, dass er die Schreiben für seine Eltern aufgesetzt habe. Sein Vater sei aber 
sehr kritisch und unterschreibe nicht einfach etwas, das nicht stimme (pag. 141 
Z. 13 ff.). Auch die medikamentöse Behandlung des Vaters am Tag zuvor lässt 
keinen konkreten Schluss zu über den Zeitpunkt der Rückkehr des Beschuldigten 
am 12. November 2022. So schrieb Dr. med. I.________ in der Bestätigung vom 
11. März 2024, der Beschuldigte habe seinen kranken Vater am Freitag, 11. No-
vember 2022, wie immer schon zuvor, für die Therapie im Q.________ begleitet. 
Wegen früher aufgetretener Nebenwirkungen am Tag nach der Therapie habe der 
Beschuldigte jeweils am Tag der Therapie und am Tag danach zu seinem Vater 
geschaut. Er habe keinen Grund anzunehmen, dass dies am 12. November anders 
gewesen sein sollte. Er könne bestätigen, dass der Beschuldigte sehr gewissenhaft 
zu seinem Vater geschaut habe (pag. 269). Aus dem beigelegten Therapie-
Kontrollblatt geht hervor, dass der Vater des Beschuldigten am 11. November 2022 
medikamentös behandelt wurde (pag. 270). Wie bei den Aussagen des Beschuldig-

15

ten handelt es sich bei den Äusserungen von Dr. med. I.________ um eine blosse 
Annahme, wie sich der 12. November 2022 aufgrund der damaligen Umstände 
(Therapie am Vortag) abgespielt haben könnte. Auch aus dem eingereichten Fahr-
tenbuch des N.________ lassen sich keine Belege über den Rückkehrzeitpunkt 
des Beschuldigten entnehmen: Im Fahrtenbuch ist nicht vermerkt, wann die Fahrt 
am 12. November 2022 zeitlich stattfand (pag. 114). Der Beschuldigte führte denn 
auch selbst aus, dass er anhand des Fahrtenbuchs «ungefähr rekonstruieren» 
könne, was er am Abend des 12. November 2022 gemacht habe (pag. 52). Hinge-
gen findet sich am 12. November 2022 der Vermerk «noch 1.8 bar», was sich wohl 
auf den vom Beschuldigten erwähnten Druckabfall im vorderen linken Pneu be-
zieht. Die Kammer erachtet die Schilderungen des Beschuldigten zum Druckabfall 
denn auch grundsätzlich als glaubhaft und es erscheint aufgrund des Vermerks im 
Fahrtenbuch plausibel, dass sich dies am 12. November 2022 ereignet hat. Daraus 
ergibt sich aber noch keine belastbare Angabe zum Zeitpunkt der Rückkehr des 
Beschuldigten und es ist dadurch nicht belegt, dass er erst um 18:30 Uhr nach 
Hause kam.

Im Ergebnis belegen die Aussagen des Beschuldigten nicht, dass er am 12. No-
vember 2022 erst um 18:30 Uhr zu Hause war. Es ist auch unter Berücksichtigung 
der glaubhaft geschilderten Betreuungssituation bei seinen Eltern und des Vorfalls 
mit dem Druckabfall denkbar, dass er am 12. November 2022 bereits früher zu 
Hause eintraf.

Noch weniger Anhaltspunkte gibt es sodann für die Erklärung des Beschuldigten, 
was die Zeugin D.________ vom Küchenfenster aus gesehen oder gehört haben 
könnte. So bezweifelte er zwar nicht, dass Frau D.________ ihn gesehen habe, er-
klärte jedoch, er sei zu seinem M.________(Auto) gegangen, um zu prüfen, ob das 
Fahrzeug fahrbereit sei. Dabei habe er ein Kabel über das Fahrzeug geworfen, was 
den Gegenstand erklären könne, den Frau D.________ gesehen habe. Der Knall, 
den sie gehört habe, könne durch das Schlagen der Autotür verursacht worden 
sein, oder dadurch, dass das Kabel gegen das Blechdach geschlagen habe. Dabei 
gab der Beschuldigte explizit an, dass es sich lediglich um eine Vermutung handle, 
weil es das für ihn logische Verhalten bei Problemen mit dem N.________(Auto) 
gewesen wäre. Diese Erklärung für die Beobachtung der Zeugin ist allerdings mit 
Blick auf die weiteren Beweismittel nicht nachvollziehbar: So ist beispielsweise auf 
einem Foto vom 12. November 2022 ersichtlich, dass am M.________(Auto) keine 
Autonummer angebracht war (pag. 14). Hätte der Beschuldigte den 
M.________(Auto) tatsächlich fahrbereit gemacht, um auf einen gesundheitlichen 
Notfall seines Vaters sofort reagieren zu können, wäre zu erwarten, dass er die 
Wechselnummer vom N.________(Auto) auf den Mercedes gewechselt hätte. So-
dann ist auf einem weiteren Foto desselben Abends ersichtlich, dass das orange 
Kabel, welches der Beschuldigte über den M.________(Auto) geworfen haben will, 
aufgerollt unter der Blechüberdachung am Ende des Parkplatzes liegt, auf dem der 
beschädigte K.________ (Auto) stand. Dies hätte jedoch bedingt, dass der Be-
schuldigte sich ganz zur Fahrzeugfront des parkierten K.________s (Auto) hätte 
begeben müssen, um das Kabel zu versorgen, was sich nicht mit seiner Behaup-
tung vereinbaren lässt, er habe den Schaden an der Frontscheibe nicht gesehen. 
Auch seine Behauptung, wonach das Kabel auf der Beifahrerseite des 

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M.________(Auto) reingehe, er sich deshalb nur hinter dem M.________ (Auto) 
befunden und den Schaden nicht habe sehen können, überzeugt nicht: Zwar ist auf 
dem in der Berufungsverhandlung eingereichten Foto ersichtlich, dass das Kabel 
unter dem Beifahrersitz eingesteckt wird (pag. 268). Auf dem Foto vom 24. April 
2023 ist das Kabel jedoch durch die Fahrertüre ins Innere des M.________ (Auto) 
gezogen (pag. 123). Ob das Kabel am 12. November 2022 zum Tatzeitpunkt ein-
gesteckt war und falls ja, auf welcher Seite des M.________ (Auto), geht somit we-
der aus den Aussagen des Beschuldigten, noch aus den eingereichten Fotos her-
vor.

Hinzu kommt, dass der Beschuldigte in den beiden Schreiben vom 27. Januar 2023 
und 29. April 2023 nicht erwähnte, den M.________(Auto) fahrbereit gemacht zu 
haben, obwohl er insbesondere im Schreiben vom 27. Januar 2023 detailliert aus-
führte, wie er auf den Druckabfall beim N.________(Auto) reagiert habe. Erst 
nachdem er an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung darauf aufmerksam wurde, 
dass die Zeugin einen Knall gehört habe, brachte er vor, er sei vermutlich noch 
zum M.________ (Auto) gegangen um nachzuschauen, ob dieser fahrbereit sei. 
Der Beschuldigte fügte hierzu an, dass er dieses Element erst vor der Vorinstanz 
erwähnte, weil er da mit dem Knall konfrontiert worden sei. Es trifft zwar zu, dass 
der Beschuldigte im Zeitpunkt des Schreibens vom 27. Januar 2023 die Aussagen 
der Zeugin noch nicht kannte und lediglich über die Informationen aus dem Strafbe-
fehl verfügte. Er erhielt jedoch im April 2023 Einsicht in die Akten (pag. 104 ff.), 
woraufhin er am 29. April 2023 erneut Stellung nahm und zahlreiche Unterlagen 
einreichte. Dabei übersah er offenbar, dass die Zeugin den Knall bereits bei der 
Polizei geschildert hatte, da er sich vor der Vorinstanz zum ersten Mal damit kon-
frontiert fühlte (vgl. pag. 139 Z. 32 f.). Der Umstand, dass er das Bereitmachen des 
M.________ (Auto) im Schreiben vom 27. Januar 2023 nicht erwähnte, verstärkt 
damit den Eindruck von konstruierten, an die Erkenntnisse aus der Akteneinsicht 
resp. an die Aussagen der Zeugin D.________ angepassten Aussagen.

Dieser Eindruck wird dadurch bestätigt, dass der Beschuldigte am 27. Januar 2023 
schilderte, er habe den Kompressor an den Strom angeschlossen und sich danach 
auf die Suche nach seiner Gartenschaufel gemacht, da rings um die Vorderräder 
eine grosse Menge Schlamm gestanden habe und er den Dreck habe wegschau-
feln wollen (pag. 53). In der weiteren Eingabe und den erst- und oberinstanzlichen 
Aussagen erwähnte er mit keinem Wort mehr, er habe nach dem Anschliessen des 
Kompressors noch Dreck weggeschaufelt oder wegschaufeln wollen. Stattdessen 
gab er an, er sei schlafen gegangen (pag. 253 Z. 38 ff.). Auch diese Umstände wir-
ken, als ob der Beschuldigte damit auf die erlangte Akteneinsicht resp. die Aussa-
gen der Zeugin reagiert und die Episode mit der Schaufel bewusst nicht mehr er-
wähnt hat.

Schliesslich fällt auf, dass sich der Beschuldigte im Verlauf des Verfahrens unter-
schiedlich über die Zeugin äusserte. In seinem Schreiben vom 29. April 2023 be-
zeichnete er diese als voreingenommen und überhaupt nicht neutral und erwähnte 
dabei das Zivilverfahren betreffend Aufteilung der Heizkosten aus dem Jahr 2018 
und dass die Beteiligten sich seit nunmehr elf Jahren reihum in immer neuen Zer-
mürbungstaktiken versuchten, wohl um ihn zum Nachgeben zu bewegen. Er sei 

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immer wieder verblüfft darüber, was diesen Leuten so alles einfalle, wenn sie ihn 
schikanieren wollten (pag. 111; siehe Ziff. 10.2 oben). An der erstinstanzlichen 
Hauptverhandlung warf er der Zeugin nicht mehr vor, ihn aus reiner Zermürbungs-
taktik zu belasten, sondern berichtete stattdessen von einem anderen Vorfall auf 
dem Parkplatz, bei dem die Familie D.________ auf dem Balkon gestanden sei, 
«gegafft» und während 1.5 Stunden ein «riesen Gaudi» gehabt habe. Er glaube 
nicht, dass Frau D.________ ihn belasten wolle, es sei einfach spannend, dass 
endlich mal etwas laufe (pag. 140 Z. 22 ff.). An der Berufungsverhandlung sagte er 
sodann zum Verhältnis mit Frau D.________, er komme kaum mit ihr ins Ge-
spräch, aber er plaudere manchmal mit ihrem Mann oder ihrem Kind. Er sei mit 
diesen Leuten allen sehr vorsichtig im Umgang wegen des Streits um die Heizkos-
ten. Er wolle die Familie D.________ nicht wütend machen. Er versuche, sie zu 
gewinnen dafür, wie er finde, es sollte laufen mit diesen Heizkosten. Er versuche, 
alle Türen offen zu halten, damit man sich bei dieser Heizsache einigen könne 
(pag. 255 Z. 1 ff.). Eine allfällige Voreingenommenheit oder Sensationslust erwähn-
te er nicht mehr, so dass die früheren Angriffe gegen die Zeugin den Eindruck er-
wecken, der Beschuldigte habe damit zunächst versuchen wollen, die Zeugin zu 
diskreditieren, während er später versuchte, seine Aussagen mit ihren Angaben in 
Einklang zu bringen.

Im Ergebnis wird bezweifelt, dass sich der Beschuldigte tatsächlich nicht mehr an 
den 12. November 2022 erinnert, den K.________ (Auto) auf seinem Parkfeld nicht 
wahrgenommen und sich darüber nicht geärgert hat. Seine Aussagen erwecken 
vielmehr den Eindruck, als habe er versucht, für die Beobachtungen der Zeugin 
und den vorhandenen Schaden eine Alternativbegründung zu konstruieren. Diese 
vermag jedoch die glaubhaften Schilderungen der Zeugin nicht in Zweifel zu zie-
hen.

10.4 Gesamtwürdigung

Das zentrale Element für das Eruieren der Täterschaft ist die Frage, ob und insbe-
sondere zu welchem Zeitpunkt die Zeugin die Bewegung über der Frontscheibe 
des Fahrzeugs wahrnahm, den Knall hörte und den Beschuldigten in die Tiefgara-
ge gehen sah. Wie bereits ausführlich begründet, kann auf die Aussagen der Zeu-
gin abgestellt werden. Für den Zeitpunkt ihrer Beobachtungen ist dabei die tatnähe-
re Angabe vom 12. November 2022 massgeblich, wonach sie ihre Beobachtungen 
um ca. 17:45 Uhr gemacht habe. Diese Angabe stimmt in Kombination mit ihren 
weiteren Schilderungen, wonach sie sich danach auf den Parkplatz begeben, den 
Schaden am Auto gesehen und danach die betroffene Person gesucht habe, wel-
che wiederum die Polizei verständigt habe, und mit dem im Anzeigerapport ver-
merkten Meldezeitpunkt um 18:09 Uhr überein. Im Gegenzug gibt es in den Akten 
keinerlei Anhaltspunkte, die darauf hinweisen würden, dass der Schaden der Poli-
zei – wie oberinstanzlich erstmals vorgebracht – zu einem anderen Zeitpunkt ge-
meldet wurde. Dies ergibt sich insbesondere nicht aus der oberinstanzlich einge-
reichten Tabelle zu Tageslicht und Tageslänge in H.________. Die Verteidigung 
leitet daraus ab, es sei um 18:09 Uhr in E.________ noch hell gewesen, während 
sich alle Beteiligten einig seien, dass es im Tatzeitpunkt dunkel gewesen sei. Aus 
besagter Tabelle geht hervor, dass der Sonnenuntergang in H.________ am 

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12. November 2022 um 16:58 Uhr war. Damit begann die bürgerliche Dämmerung 
(16:58-17:30 Uhr), gefolgt von der nautischen Dämmerung (17:30-18:07 Uhr) und 
der astronomischen Dämmerung (18:07-18:43 Uhr), bis um 18:43 Uhr die Nacht 
begann (pag. 265 f.). Es ist daraus zu entnehmen, dass die Nacht im Zeitpunkt der 
von der Zeugin D.________ geschilderten Tatbegehung um ca. 17:45 Uhr zwar 
noch nicht eingebrochen, die Dämmerung jedoch bereits fortgeschritten war und es 
eindunkelte. Entsprechend waren die Strassenlaternen bereits eingeschaltet 
(pag. 134 Z. 33, pag. 135 Z. 29 ff., pag. 247 Z. 10 und pag. 248 Z. 22). Die Be-
schreibung der Lichtverhältnisse als «dunkel» erscheint vor diesem Hintergrund 
nicht falsch und ist somit kein Hinweis darauf, dass sich die Beobachtungen der 
Zeugin und/oder die Meldung an die Polizei später zugetragen haben. Es kann da-
her ausgeschlossen werden, dass der Meldezeitpunkt des Schadens um 18:09 Uhr 
im Anzeigerapport falsch vermerkt wurde, zumal die Uhrzeit im Anzeigerapport mit 
den tatnächsten Aussagen der Zeugin im Einklang steht. Gestützt auf die dem An-
zeigerapport beigelegten Fotos ist weiter erstellt, dass die Zeugin von ihrem 
Küchenfenster aus zwar nicht das ganze Parkfeld, wohl aber den oberen linken Be-
reich der Frontscheibe des parkierten K.________s (Auto) sehen konnte (pag. 17 
und pag. 21). Aufgrund dieses eingeschränkten Sichtfelds ist ohne weiteres plausi-
bel, dass die Zeugin sehen konnte, wie über der Frontscheibe ein Gegenstand be-
wegt wurde, hingegen nicht, wer den Gegenstand führte. Dies gilt entgegen der Ar-
gumentation des Beschuldigten selbst dann, wenn die Person zwischen dem 
K.________ (Auto) und dem M.________ (Auto) stand, sofern sie sich nicht auf 
Höhe der Frontscheibe, sondern auf Höhe der Motorhaube und somit näher an der 
Hauswand befand und von dort aus auf die Frontscheibe schlug. Die vom Beschul-
digten eingereichten Fotos zeigen nichts Anderes auf (pag. 123, pag. 143 ff. und 
pag. 267). In Kombination mit den glaubhaften Aussagen der Zeugin ist daher er-
stellt, dass sie um ca. 17:45 Uhr von ihrem Küchenfenster aus die Auf- und Abbe-
wegung eines Gegenstands über der linken oberen Frontscheibe des K.________s 
(Auto) sah, einen Knall hörte, kurz darauf den Beschuldigten – ansonsten jedoch 
niemanden – sah, wie er hinter dem Auto vorbei zur Tiefgarage ging, und sie dar-
aufhin auf dem Parkplatz den Schaden an der Frontscheibe feststellte, die betrof-
fene Person suchte und diese um 18:09 Uhr die Polizei verständigte. Es wird nicht 
bezweifelt, dass die Zeugin den Beschuldigten dabei korrekt erkannte. Der Be-
schuldigte bestreitet im Übrigen nicht, dass die Zeugin ihn in die Tiefgarage gehen 
sah, gab jedoch an, dies sei zu einem späteren Zeitpunkt gewesen. Wie bereits im 
Rahmen der Aussagenwürdigung begründet, vermögen seine Erklärungen, mit de-
nen er versuchte, diesen Standpunkt zu begründen, die glaubhaften Aussagen der 
Zeugin in Kombination mit dem im Anzeigerapport vermerkten Meldezeitpunkt nicht 
in Frage zu stellen. Die Beobachtungen der Zeugin lassen ohne weiteres den 
Schluss zu, dass der Beschuldigte derjenige war, der den Gegenstand über der 
Frontscheibe bewegt und den Knall verursacht hat. Dies wird vom Beschuldigten 
denn auch im Grundsatz nicht bestritten. Insbesondere machte er nicht geltend, im 
Zeitpunkt des Knalls eine andere Person beim K.________ (Auto) gesehen zu ha-
ben, obwohl aufgrund der örtlichen Nähe zu erwarten wäre, dass er eine solche auf 
seinem Weg in die Tiefgarage gesehen hätte, und aufgrund des Knalls auch auf sie 
aufmerksam geworden wäre. Stattdessen brachte er vor, die Zeugin habe mut-

19

masslich gesehen, wie er das Kabel über den M.________(Auto) geworfen habe, 
und gehört, wie entweder das Kabel gegen das Alublech geknallt habe oder wie er 
die Beifahrertüre des M.________(Auto) zugeschlagen habe. Der Schaden an der 
Frontscheibe soll gemäss dem Beschuldigten zu diesem Zeitpunkt bereits bestan-
den haben. Es wurde im Rahmen der Aussagenwürdigung bereits ausführlich dar-
gelegt, weshalb dieser Erklärungsversuch nicht geeignet ist, Zweifel an der Täter-
schaft des Beschuldigten zu wecken. Es bestehen in den Akten keinerlei Anhalts-
punkte, dass der Schaden an der Frontscheibe im Zeitpunkt, als die Zeugin die 
Bewegung und den Knall wahrgenommen hat, bereits bestand. Die von der Vertei-
digung vorgebrachte Variante, dass der Schaden anderweitig durch Vandalismus 
entstanden ist, vermag angesichts der Tatsache, dass der Beschuldigte über der-
selben Frontscheibe einen Gegenstand auf und ab bewegte und dabei einen Knall 
verursachte, als rein theoretische Möglichkeit keine ernsthaften Zweifel zu sähen. 
Dies umso weniger, als lediglich der Beschuldigte als Inhaber des Parkplatzes, der 
hinter dem besetzten Parkfeld seine Werkzeuge und daneben seinen M.________ 
(Auto) abgestellt hatte, eine Veranlassung hatte, sich trotz der engen Platzverhält-
nisse zwischen Hauswand auf der einen Seite und M.________(Auto) auf der an-
deren Seite in die Nähe der beschädigten Stelle des parkierten K.________s (Auto) 
zu begeben. Zudem ist aufgrund des unter dem Alublech versorgten Kabels davon 
auszugehen, dass der Beschuldigte einen solchen vorbestehenden Schaden be-
merkt hätte, wenn er – wie von ihm angegeben – tatsächlich beim M.________ 
(Auto) mit dem Kabel hantiert hätte. Auch eine fahrlässige Beschädigung, etwa als 
Folge eines Parkschadens, ist angesichts des Schadensbilds ausgeschlossen. 
Vielmehr deutet das Aussageverhalten des Beschuldigten darauf hin, dass er ver-
suchte, mit seinen Alternativerklärungen von der eigenen Täterschaft abzulenken. 
Wie bereits im Rahmen der Aussagenwürdigung begründet, wird nicht als glaubhaft 
erachtet, dass er den K.________ (Auto) auf seinem Parkfeld nicht wahrgenom-
men und sich darüber nicht geärgert hat. Aus den Akten geht vielmehr hervor, dass 
die Parkplatzsituation in der Nachbarschaft offenbar bereits früher ein Thema war 
und es bei Benützung des Parkplatzes des Beschuldigten – entgegen seiner Aus-
sage, wonach dies für ihn normal sei – zu Problemen resp. Diskussionen gekom-
men war (Beschuldigter: pag. 140 Z. 26 ff.; D.________: pag. 6, pag. 134 Z. 24 und 
pag. 248 Z. 8 ff. und Z. 28 f.; Anzeigerapport: pag. 4). Weiter wurde in diesem Zu-
sammenhang am 8. November 2022, somit wenige Tage zuvor, gegen den Be-
schuldigten ein Strafbefehl im später eingestellten Verfahren wegen Nötigung er-
lassen (pag. 29 und pag. 252 Z. 18 ff.). Es ist daher davon auszugehen, dass der 
Beschuldigte, als er von H.________ herkommend auf der Hauptstrasse am Park-
platz vorbeifuhr, sah, dass sein Parkplatz besetzt war (vgl. pag. 136 Z. 24 ff.; Licht-
verhältnisse: pag. 21), dies für ihn nicht einfach «normal» war, er daraufhin sein 
Auto weiter hinten parkierte, mit einem länglichen Gegenstand einmal auf die 
Frontscheibe des parkierten Autos von J.________ schlug und dadurch den Scha-
den auf der Frontscheibe verursachte. Dabei stand der Beschuldigte nicht direkt 
neben der Frontscheibe, sondern etwas näher an der Hauswand, so dass vom 
Küchenfenster der Zeugin D.________ aus lediglich der über der Frontscheibe be-
wegte Gegenstand zu sehen war (vgl. pag. 17 und pag. 21). Anders als von der 
Verteidigung vorgebracht, geht aus den Fotos der eingeschlagenen Frontscheibe 

20

nicht hervor, dass zwingend mehr als ein Schlag nötig war, um den dokumentierten 
Schaden zu verursachen, und der eine, hörbare Schlag daher nicht Ursache des 
Schadens sein kann (vgl. insbesondere pag. 18 und pag. 90). Entgegen der Vertei-
digung war es bei dieser Beweislage auch nicht angezeigt, weitere Ermittlungen zu 
tätigen und insbesondere die Standortdaten des Beschuldigten anhand von dessen 
Mobiltelefon auszuwerten.

Im Strafbefehl vom 12. Januar 2023 wird dem Beschuldigten vorgeworfen, die 
Frontscheibe, den Lack sowie die Motorhaube des K.________(Automarke) von 
J.________ beschädigt zu haben. Der Schaden auf der Frontscheibe wurde von 
der Polizei im Anzeigerapport und von der Zeugin D.________ in den Einvernah-
men beschrieben und fotografisch dokumentiert (pag. 16 ff. und pag. 90). Dieser 
Schaden lässt sich auf den soeben festgestellten Schlag durch den Beschuldigten 
zurückführen. Die Frontscheibe wurde am 14. November 2022 durch die 
R.________ AG ersetzt (pag. 84 ff.). Die von der Polizei ebenfalls festgestellten 
und vor Ort entfernten Russflecken sind im Rahmen des Vorwurfs der Sachbe-
schädigung nicht weiter relevant.

Der im Strafbefehl erwähnte Schaden an «Lack und Motorhaube» bezieht sich auf 
einen Lackschaden am Kotflügel vorne rechts sowie auf der Motorhaube vorne 
rechts (pag. 2). Dieser Schaden wurde von der Polizei am Tatabend nicht festge-
stellt (pag. 3), sondern erst am 22. November 2022 telefonisch durch J.________ 
gemeldet: Sie habe am 13. November 2022 (zusätzlich) einen Lackschaden am 
Fahrzeug festgestellt. Sie habe das Fahrzeug am 10. oder 11. November 2022 ge-
waschen. Damals habe sie den Lackschaden noch nicht bemerkt. In den Akten be-
finden sich Fotos des Lackschadens (pag. 22 ff. und 87 ff.). Gemäss Anzeigerap-
port könne nicht abschliessend beurteilt werden, woher der Lackschaden tatsäch-
lich stamme (pag. 4). Auch dieser Schaden wurde durch die R.________ AG repa-
riert (pag. 84 ff.).

Nach dem soeben festgestellten Sachverhalt ist erstellt, dass der Beschuldigte 
einmal mit einem länglichen Gegenstand auf die Frontscheibe des 
K.________(Automarke) eingeschlagen und damit den Schaden an der Front-
scheibe verursacht hat. Weder in den Schilderungen der Zeugin noch sonst in den 
Akten finden sich Anhaltspunkte, wonach der Beschuldigte abgesehen von diesem 
Schlag noch weiter auf das Auto eingewirkt hätte. In Kombination mit dem Um-
stand, dass die Polizei den geltend gemachten Lackschaden am 12. November 
2022 nicht feststellte und dieser erst im Nachhinein durch die Geschädigte gemel-
det wurde, kann dieser Schaden nicht zweifelsfrei dem Beschuldigten zugerechnet 
werden. Erstellt und dem Beschuldigten zuzurechnen ist lediglich der Schaden an 
der Frontscheibe. Entsprechend beläuft sich der Deliktsbetrag nicht wie von der 
Vorinstanz festgehalten auf CHF 2'658.10, da nicht alle von der Garage 
R.________ AG vorgenommenen Reparaturarbeiten auf den vom Beschuldigten 
verursachten Schaden zurückzuführen sind. Für die Bestimmung der Schadens-
höhe ist die Rechnung der R.________ AG vom 31. Dezember 2022 massgebend 
(pag. 83 ff. und pag. 95 f.). Betroffen sind jene Arbeiten, welche sich auf den Ersatz 
der Frontscheibe beziehen. Folgende Posten lassen sich gemäss der Rechnung 
sowie der beigelegten Reparaturkosten-Kalkulation dieser Reparatur zuordnen:

21

Posten CHF
Frontscheibe 1'038.07

Schnitt Draht 4.32

Reiniger 2.61

Primer 12.37

Kleber 32.67

Arbeitslohn «Frontscheibe Ers.» 547.60

Klein- und Verbrauchsmaterial 27.38

7.7% MWST 128.20

Total 1'793.25

Im Ergebnis ist der vom Beschuldigten verursachte Schaden auf CHF 1'793.25 zu 
beziffern.

11. Beweisergebnis

Der Beschuldigte hat am 12. November 2022 mit einem länglichen Gegenstand 
einmal auf die Frontscheibe des K.________(Automarke) von J.________ einge-
schlagen, der auf seinem Parkplatz abgestellt war. Dadurch hat er die Frontscheibe 
beschädigt und einen Sachschaden in der Höhe von CHF 1'793.25 verursacht.

III. Rechtliche Würdigung

12. Rechtliche Grundlagen

Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen der Sachbeschädigung nach 
Art. 144 Abs. 1 StGB zutreffend wie folgt wiedergegeben (pag. 167, S. 11 der erst-
instanzlichen Urteilsbegründung):

Gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB wird auf Antrag bestraft, wer eine Sache, an der ein fremdes Eigen-
tums-, Gebrauchs- oder Nutzniessungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht. 
Subjektiv ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt (BSK StGB II-WEISSENBERGER, 
4. Aufl. 2019, Art. 144 N 81).

Die Handlung besteht im Beschädigen, Zerstören oder Unbrauchbarmachen der Sache. Als Beschä-
digen gilt jedes Herbeiführen einer mehr als nur belanglosen Mangelhaftigkeit der Sache. Der Mangel 
kann u.a. durch erhebliche Verletzung der Substanz der Sache hervorgerufen werden, wie das Ein-
schlagen eines Fensters (BSK StGB II-WEISSENBERGER, 4. Aufl. 2019, Art. 144 N 22 ff.). Subjektiv er-
fordert die Sachbeschädigung Vorsatz. Dazu gehört insbesondere das Wissen, dass die Sache fremd 
ist oder daran ein fremdes Gebrauchs- oder Nutzniessungsrecht besteht, sowie das Wissen und Wol-
len, dass die Einwirkung auf die Sache diese beschädigt oder zerstört; Eventualvorsatz genügt (BSK 
StGB II-WEISSENBERGER, 4. Aufl. 2019, Art. 144 N 81).

13. Subsumtion

Der Beschuldigte hat am 12. November 2022 mit einem länglichen Gegenstand 
einmal auf die Frontscheibe des K.________(Automarke) von J.________ einge-
schlagen. Diesen Schlag hat er bewusst und zielgerichtet ausgeführt, im Wissen 
darum, dass das Auto einer anderen Person gehört. Die Frontscheibe wurde da-
durch so massiv beschädigt, dass sie ersetzt werden musste. Mit diesem Vorgehen 

22

hat der Beschuldigte vorsätzlich fremdes Eigentum beschädigt und somit den ob-
jektiven und subjektiven Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllt. Rechtfertigende 
oder schuldausschliessende Umstände sind nicht ersichtlich.

Der notwendige Strafantrag wegen Sachbeschädigung wurde fristgerecht gestellt 
(pag. 7).

14. Fazit

Der Beschuldigte ist der Sachbeschädigung, begangen am 12. November 2022 in 
E.________ zum Nachteil von J.________, schuldig zu erklären.

IV. Strafzumessung

15. Allgemeine Grundlagen der Strafzumessung

Die Vorinstanz hat die allgemeinen Grundlagen der Strafzumessung korrekt wie-
dergegeben. Darauf wird verwiesen (pag. 168, S. 12 der erstinstanzlichen Urteils-
begründung).

16. Strafrahmen und Strafart

Der Beschuldigte hat sich der Sachbeschädigung strafbar gemacht. Die Strafdro-
hung für dieses Delikt ist Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 144 
Abs. 1 StGB). Mit Blick auf die konkrete Tatschwere und das zu beachtende Ver-
schlechterungsverbot kommt vorliegend einzig eine Geldstrafe in Betracht.

17. Tatkomponenten

Der Beschuldigte hat mit einem unbekannten Gegenstand auf die Frontscheibe ei-
nes parkierten Autos eingeschlagen und dadurch einen Sachschaden von 
CHF 1'793.25 verursacht. Das Ausmass des verletzten Rechtsguts liegt damit nicht 
mehr im Bagatellbereich, wiegt aber immer noch leicht, zumal deutlich schwerwie-
gendere Sachbeschädigungen mit grösserem Sachschaden denkbar sind. Die Art 
und Weise der Tatbegehung ist deliktstypisch. Der Beschuldigte schlug einmal mit 
einem Gegenstand auf die Frontscheibe ein. Die Tat war nicht von langer Hand 
oder raffiniert geplant. Der Beschuldigte legte mit seinem Vorgehen denn auch ins-
gesamt keine besondere kriminelle Energie an den Tag. Die objektive Tatschwere 
wiegt damit leicht.

Die subjektive Tatschwere ist neutral zu bewerten. Der Beschuldigte handelte vor-
sätzlich, was tatbestandsimmanent ist. Betreffend seine Beweggründe ist mit Blick 
auf die vorausgegangenen Konflikte betreffend Parkplatznutzung davon auszuge-
hen, dass er sich über das Besetzen des Parkplatzes ärgerte. Eine Erhöhung des 
Verschuldens ergibt sich daraus nicht. Sein Verhalten wäre jedoch ohne weiteres 
vermeidbar gewesen.

Insgesamt bewegt sich das Tatverschulden damit im leichten Bereich. Für die Be-
messung der schuldangemessenen Strafe hat die Vorinstanz die Referenzsach-
verhalte der Richtlinien für die Strafzumessung des Verbands Bernischer Richte-
rinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte vom 17. Juni 2022 ver-

23

gleichsweise herangezogen (nachfolgend: VBRS-Richtlinien). Diese sehen für den 
Referenzsachverhalt einer Sachbeschädigung, bei dem der Täter den Lack eines 
fremden Personenwagens zerkratzt und so einen Schaden von knapp über 
CHF 300.00 verursacht, eine Strafe von 15 Strafeinheiten vor (VBRS-Richtlinien, 
S. 47). Mit Blick auf diese Empfehlung sowie den vorliegend höheren Sachschaden 
und das vergleichsweise energischere Vorgehen des Beschuldigten wird die von 
der Vorinstanz ausgesprochene Geldstrafe von 35 Tagessätzen als angemessen 
erachtet.

18. Täterkomponenten

Für die Täterkomponenten wird vollumfänglich die Vorinstanz zitiert (pag. 169, 
S. 13 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung):

Das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten sind neutral zu gewichten. Der 
Beschuldigte lebt alleine und ist Rentner sowie gemäss Ausführungen anlässlich der Hauptverhand-
lung Student an S.________ (pag. 138 Z. 14-19). Er ist nicht vorbestraft (pag. 155). 

Das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren ist als korrekt und anständig zu bezeichnen, was 
aber von ihm erwartet werden darf (vgl. dazu TRECHSEL/THOMMEN, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schwei-
zerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Aufl. 2021, Art. 47 N 28). In Bezug auf die ihm zur 
Last gelegte Sachbeschädigung ist er nicht geständig und bestritt sie bis zum Schluss vehement. Das 
fehlende Geständnis bezüglich der Sachbeschädigung ist jedoch nicht straferhöhend zu werten, muss 
der Beschuldigte doch gemäss Art. 113 Abs. 1 StPO weder sich selbst belasten, noch am Strafverfah-
ren mitwirken und kann auch die Aussage verweigern. Sein Verhalten wirkt sich dementsprechend 
neutral aus. 

Reue und Einsicht sind beim Beschuldigten nicht auszumachen, was aber nicht straferhöhend zu 
berücksichtigen ist. 

Schliesslich liegen keine Gründe für eine erhöhte Strafempfindlichkeit vor. 

Somit kann zusammenfassend festgehalten werden, dass sich die Täterkomponenten insgesamt neu-
tral auswirken.

Es sind im oberinstanzlichen Verfahren keine weiteren Elemente hinzugetreten, 
welche eine Anpassung dieser Beurteilung erfordern würden. Die Täterkomponente 
wird weiterhin neutral gewichtet.

19. Tagessatzhöhe

Gemäss Leumundsbericht vom 21. März 2024 verfügt der Beschuldigte über eine 
IV-Rente von ca. CHF 1'200.00 im Monat und über ein Vermögen von «ca. unter 
einer Million CHF» inkl. Liegenschaft T.________ (Adresse), die einen amtlichen 
Wert von ca. CHF 280'000.00 aufweise (pag. 231). Gemäss steueramtlicher Ein-
schätzung für das Jahr 2015 verfügte er dazumal über ein geschätztes Einkommen 
von CHF 42'100.00 und ein Vermögen von rund CHF 1.4 Mio. Der Beschuldigte hat 
lediglich einen Eintrag im Betreibungsregister für einen Betrag von CHF 975.00, 
der nicht auf finanzielle Bedürftigkeit, sondern auf die mehrfach erwähnte Streitig-
keit betreffend Heizkostenabrechnung zurückzuführen ist (pag. 234 und pag. 256 
Z. 25 ff.). In der Berufungsverhandlung hielt sich der Beschuldigte zu seinem Ein-
kommen und Vermögen bedeckt. Beides betrage mittlerweile «wesentlich weniger» 

24

als 2015. Es sei sicher unter CHF 1 Mio. Vermögen und unter CHF 20'000.00 Ein-
kommen (pag. 251 Z. 12 ff.). Mit Blick auf diese Reduktion des Vermögens ist da-
von auszugehen, dass der Beschuldigte, wie vor der Vorinstanz angegeben, wei-
terhin sein Vermögen zur Deckung seiner Lebenshaltungskosten verwendet 
(pag. 138 Z. 29 f.). Entsprechend ist das Vermögen bei der Festsetzung des Ta-
gessatzes zu berücksichtigen. Ausgehend von einem monatlichen Einkommen von 
CHF 1'200.00 und bei Gewährung eines Abzugs für Krankenkasse und Steuern re-
sultiert ein Tagessatz von CHF 20.00. Mit der Vorinstanz ist dieser aufgrund der 
Vermögensverhältnisse des Beschuldigten um CHF 50.00 auf CHF 70.00 zu er-
höhen, was einem monatlichen Vermögensverzehr von CHF 1'500.00 entspricht. 
Mangels besserer finanzieller Verhältnisse seit der vorinstanzlichen Hauptverhand-
lung steht einer weitergehenden Erhöhung des Tagessatzes das Verschlechte-
rungsverbot entgegen.

20. Bedingter Vollzug und Verbindungsbusse

Der von der Vorinstanz gewährte bedingte Vollzug mit der minimalen Probezeit von 
zwei Jahren ist infolge des geltenden Verschlechterungsverbots zu bestätigen.

Da der Beschuldigte keinerlei Einsicht oder Reue zeigte, hat die Vorinstanz in An-
wendung von Art. 42 Abs. 4 StGB zurecht einen Teil der Geldstrafe im Sinne eines 
«Denkzettels» als Verbindungsbusse ausgesprochen (pag. 171 f., S. 15 f. der erst-
instanzlichen Urteilsbegründung). Daran hält die Kammer fest. Mit der Vorinstanz 
sind somit fünf Tagessätze zu CHF 70.00, ausmachend CHF 350.00, als Verbin-
dungsbusse auszuscheiden.

21. Fazit

Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen 
zu CHF 70.00, ausmachend total CHF 2'100.00, bedingt vollziehbar mit einer Pro-
bezeit von zwei Jahren, sowie zu einer Verbindungsbusse von CHF 350.00 zu ver-
urteilen, wobei die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung der Ver-
bindungsbusse auf fünf Tagen festgesetzt wird.

V. Zivilpunkt

22. Rechtliche Grundlagen

Wer einem andern widerrechtlich Schaden zufügt, sei es mit Absicht, sei es aus 
Fahrlässigkeit, wird ihm zum Ersatz verpflichtet (Art. 41 des Obligationenrechts 
[OR; SR 220]). Gemäss Art. 126 Abs. 1 Bst. a StPO entscheidet das Gericht im 
Strafprozess über die anhängig gemachte Zivilklage, wenn es die beschuldigte 
Person schuldig spricht. Für die weiteren rechtlichen Ausführungen zum Schaden-
ersatz wird auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen (pag. 172 f., S. 16 f. der 
erstinstanzlichen Urteilsbegründung).

23. Schadenersatzforderung der Zivilklägerin

Mit Eingabe vom 27. März 2023 machte die Zivilklägerin eine Schadenersatzforde-
rung von CHF 2'958.10 geltend (pag. 94). Gestützt auf Art. 95c Abs. 2 des Versi-

25

cherungsvertragsgesetzes (VVG; SR 221.229.1) ist sie zur Geltendmachung des 
Schadens berechtigt, den sie der Versicherten J.________ als Versicherungsleis-
tung vergütet hat.

In Bezug auf die reparierte Frontscheibe des K.________(Automarke) von 
J.________ sind die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 41 OR gegeben: Der 
Beschuldigte hat den Schaden an der Frontscheibe vorsätzlichen und widerrecht-
lich verursacht – sowohl der Schaden als auch die Widerrechtlichkeit, die Kausalität 
und das Verschulden ergeben sich aus dem Schuldspruch wegen Sachbeschädi-
gung. Betreffend den Lackschaden an Kotflügel und Motorhaube konnte hingegen 
keine Kausalität mit einer widerrechtlichen Handlung des Beschuldigten erstellt 
werden. Weitergehende Vorbringen, welche eine Begründung dieser Kausalität er-
laubten, wurden von der Zivilklägerin nicht beigebracht. In Anwendung von Art. 126 
Abs. 2 Bst. b i.V.m. Art. 453 Abs. 1 StPO ist die Zivilklage in diesem Umfang auf 
den Zivilweg zu verweisen.

Betreffend die Höhe des zuzusprechenden Schadenersatzes wird auf die Berech-
nung der Schadenshöhe verwiesen (siehe Ziff. II.10.4 oben). Der Beschuldigte hat 
den festgestellten Schaden von CHF 1'793.25 vollumfänglich zu ersetzen. Im Er-
gebnis ist der Beschuldigte zu verurteilen, der Zivilklägerin Schadenersatz in der 
Höhe von CHF 1'793.25 zu bezahlen. Soweit weitergehend ist die Zivilklage auf 
den Zivilweg zu verweisen.

24. Kosten im Zivilpunkt

Aufgrund des geringfügigen Zusatzaufwands für die Beurteilung der Zivilklage wird 
sowohl für das erst- wie auch das oberinstanzliche Verfahren darauf verzichtet, für 
den Zivilpunkt Kosten auszuscheiden.

VI. Kosten und Entschädigung

25. Verfahrenskosten

Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird 
(Art. 426 Abs. 1 StPO). Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien 
nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Aufgrund der Bestätigung des erstinstanzlichen Schuldspruchs vor oberer Instanz 
hat der Beschuldigte sowohl die erst- als auch die oberinstanzlichen Verfahrens-
kosten vollumfänglich zu tragen. Da für die Beurteilung der Zivilklage keine Kosten 
ausgeschieden werden, hat trotz Reduktion des zugesprochenen Schadenersatz-
betrags keine Auferlegung von Verfahrenskosten an die Zivilklägerin zu erfolgen. 
Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten belaufen sich auf insgesamt CHF 2'550.00. 
Die oberinstanzlichen Kosten werden in Anwendung von Art. 5 i.V.m. Art. 24 Abs. 1 
Bst. a des Verfahrenskostendekrets (VKD; BSG 161.12) auf CHF 3'000.00 (inkl. 
Auslagen [Zeugengeld von CHF 71.20]) festgesetzt.

26

26. Entschädigung

Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschuldigten weder erst- noch obe-
rinstanzlich eine Entschädigung zuzusprechen.

27

VII. Dispositiv

Die 2. Strafkammer erkennt:

I.

A.________ wird schuldig erklärt:

der Sachbeschädigung, begangen am 12. November 2022 in E.________ zum Nachteil 
von J.________;

und in Anwendung der Artikel
34, 42 Abs. 1 und 4, 44, 47, 106, 144 Abs. 1 StGB
426 Abs. 1, 428 Abs. 1 und 3 StPO

verurteilt:

1. Zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 70.00, ausmachend total 
CHF 2'100.00.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festge-
setzt.

2. Zu einer Verbindungsbusse von CHF 350.00.

Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung wird auf 5 Tage festgesetzt.

3. Zur Bezahlung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 2'550.00.

4. Zur Bezahlung der oberinstanzliche Verfahrenskosten von CHF 3'000.00.

II.

A.________ wird in Anwendung von Art. 41 OR sowie Art. 126 Abs. 1 Bst. a StPO weiter 
verurteilt:

1. Zur Bezahlung von CHF 1'793.25 Schadenersatz an die Zivilklägerin C.________ 
AG.

2. Soweit weitergehend wird die Zivilklage auf den Zivilweg verwiesen.

3. Für den Zivilpunkt werden erst- und oberinstanzlich keine Kosten ausgeschieden.

28

III.

Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Berufungsführer, v.d. Fürsprecher B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft
- der Zivilklägerin

Mitzuteilen:
- der Vorinstanz
- der Koordinationsstelle Strafregister (Urteil mit Begründung; nach unbenutztem Ablauf 

der Rechtsmittelfrist bzw. nach Entscheid der Rechtsmittelbehörde)

Bern, 11. April 2024
(Ausfertigung: 19. August 2024)

Im Namen der 2. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

Oberrichter Knecht

Die Gerichtsschreiberin:

Hafner

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesge-
richt, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 
90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforde-
rungen von Art. 42 BGG entsprechen.