# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c386ff40-29a7-5635-94c5-7bdf9f7048fe
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-12-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.12.2022 C-1475/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1475-2020_2022-12-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1475/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  D e z e m b e r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Einzelrichter Michael Peterli, 

Gerichtsschreiberin Barbara Camenzind. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Schweiz),   

vertreten durch MLaw Michael Walpen, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführerin, 

 
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Sozialversicherungen BSV,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 AHV, Unterstellung AHV;  

Verfügung vom 7. Februar 2020. 

 

 

 

C-1475/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die am (…) 1957 geborene polnische Staatsangehörige, seit Frühling 

2018 in der Schweiz wohnhafte, mit dem schweizerischen Staatsangehö-

rigen B._______ verheiratete A._______ (im Folgenden: Beschwerdefüh-

rerin) am 16. Dezember 2019 einen Antrag auf Befreiung von der Unter-

stellung unter die obligatorische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-

sicherung (AHV/IV) gestellt hat (SAK-act. 2), 

dass das Bundesamt für Sozialversicherungen (im Folgenden: BSV oder 

Vorinstanz) die Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 13. Januar 2020 auf-

gefordert hat, zusätzliche Informationen betreffend ihre polnische Rente 

bekanntzugeben (SAK-act. 3), 

dass die Beschwerdeführerin dieser Aufforderung mit E-Mail vom 14. Ja-

nuar 2020 nachgekommen ist (SAK-act. 4), 

dass das BSV den Antrag der Beschwerdeführerin auf Befreiung von der 

Unterstellung unter die obligatorische AHV/IV mit Verfügung vom 7. Feb-

ruar 2020 abgewiesen hat (SAK-act. 5), 

dass die Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 11. Februar 2020 eine An-

frage betreffend eines in der Verfügung erwähnten bundesgerichtlichen 

Entscheids gebeten hat, welche die Vorinstanz gleichentags beantwortet 

hat (SAK-act. 6 f.), 

dass der mittlerweile von der Beschwerdeführerin beauftragte Rechtsan-

walt Michael Walpen bei der Vorinstanz mit Hinweis auf die laufende 

Rechtsmittelfrist um Zustellung der amtlichen Akten gebeten hat (SAK-

act. 7), 

dass die Beschwerdeführerin durch ihren Anwalt gegen die Verfügung vom 

7. Februar 2020 – entsprechend deren Rechtsmittelbelehrung – mit Ein-

gabe vom 12. März 2020 beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung 

der Verfügung, die Befreiung von der Unterstellung unter die obligatorische 

AHV/IV, eventualiter die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur 

Neubeurteilung verlangt hat (BVGer-act. 1), 

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 2. Juli 2020 mit Verweis auf 

die angefochtene Verfügung ausgeführt hat, beschwerdeweise werde 

nichts vorgebracht, was zu einer geänderte Betrachtungsweise Anlass ge-

C-1475/2020 

Seite 3 

ben könne, weshalb sie auf weitere Ausführungen verzichte und bean-

trage, die Beschwerde abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu 

bestätigen (SAK-act. 4), 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 VGG (SR 173.32) Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG (SR 172.021) beurteilt, 

sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass das BSV als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten hat und 

zudem keine Ausnahme von der Zuständigkeit im Sinne von Art. 32 VGG 

auszumachen ist, 

dass demnach das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von Be-

schwerden des BSV betreffend die Unterstellung unter die obligatorische 

AHV/IV zuständig ist, 

dass die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil geregelte AHV/IV 

anwendbar sind, soweit das ATSG nicht ausdrücklich eine Abweichung vor-

sieht (Art. 1 Abs. 1 ATSG [SR 830.1]), was vorliegend nicht der Fall ist, 

dass gegen Verfügungen – ausgenommen prozess- und verfahrenslei-

tende Verfügungen – innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle 

Einsprache erhoben werden kann (Art. 56 Abs. 1 ATSG), 

dass Sinn und Zweck des Einspracheverfahrens es ist, der verfügenden 

Stelle die Möglichkeit zu geben, die angefochtene Verfügung nochmals zu 

überprüfen und über die bestrittenen Punkte zu entscheiden, bevor allen-

falls die Beschwerdeinstanz angerufen wird (UELI KIESER, ATSG-Kommen-

tar, 4. Aufl. 2020, Art. 52, Rz. 11), 

dass im geltenden Sozialversicherungsrecht zwar in Art. 52 Abs. 1 ATSG 

generell das Einspracheverfahren vorgesehen ist, doch in weiten Berei-

chen Ausnahmen oder Abweichungen vom Grundsatz gelten und soweit 

eine Ausnahme oder eine Abweichung nicht vorgesehen ist, das Ein-

spracheverfahren zwingend durchlaufen werden muss (UELI KIESER, 

a.a.O, Art. 52, Rz. 22), 

dass die Verfügung entsprechend der offensichtlich unrichtigen Rechtsmit-

telbelehrung direkt mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ange-

fochten worden ist, 

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Seite 4 

dass demnach – was auch aus den Akten klar hervorgeht – das Ein-

spracheverfahren, obwohl kein Ausnahmetatbestand vorliegt, nicht durch-

geführt worden, 

dass mangels Vorliegen eines Einspracheentscheids kein Anfechtungsge-

genstand vorliegt, die Prozessvoraussetzungen für ein Rechtsmittelverfah-

ren vor dem Bundesverwaltungsgericht offensichtlich nicht gegeben sind, 

und somit auf die Eingabe im einzelrichterlichen Verfahren (Art. 23 Abs. 1 

Bst. b VGG nicht einzutreten ist,  

dass die Angelegenheit deshalb von Amtes wegen an die Vorinstanz wei-

terzuleiten ist, welche die als Beschwerde bezeichnete Eingabe vom 

12. März 2020 als Einsprache entgegenzunehmen, zu behandeln und an-

schliessend einen förmlichen Einspracheentscheid zu fällen hat, 

dass das Verfahren für die Parteien kostenlos ist (Art. 85bis Abs. 2 AHVG 

und Art. 61 Bst. a ATSG), sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind, 

dass bei diesem Verfahrensausgang keine Parteientschädigung zuzuspre-

chen ist. 

 

 

 

 

  

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Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Eingabe vom 26. Januar 2020 wird nicht eingetreten. 

2.  

Die Sache wird zur weiteren Behandlung und Entscheid an die Vorinstanz 

weitergeleitet. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Peterli Barbara Camenzind 

 

  

C-1475/2020 

Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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