# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 45349346-2141-5386-9eae-b125df721ec7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.07.2009 D-4532/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4532-2009_2009-07-30.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4532/2009
sch/bah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  J u l i  2 0 0 9

Richter Hans Schürch (Vorsitz), 
Richter Kurt Gysi, Richter Blaise Pagan,
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______, geboren (...),
Türkei,
vertreten durch Edith Hofmann, Freiplatzaktion Zürich, 
Rechtshilfe Asyl und Migration, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 6. Juli 2009 / N(...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4532/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer die Türkei  eigenen Angaben zufolge am 
14. Januar 2009 verlassen habe, am 17. Januar 2009 in die Schweiz 
eingereist sei und am 19. Januar 2009 in der Schweiz um Asyl nach-
suchte,

dass die Erstbefragung am 22. Januar 2009 im Empfangs- und Verfah-
renszentrum  Basel  durchgeführt  wurde,  und  die  Anhörung  zu  den 
Asylgründen am 13. Februar 2009 stattfand, 

dass für den Inhalt der Aussagen des Beschwerdeführers auf die Ak-
ten zu verweisen ist,

dass dem BFM am 19. Februar 2009 Kopien eines Reisepasses und 
eines  von den Niederlanden ausgestellten  Aufenthaltsausweises  des 
Beschwerdeführers zugestellt wurden,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 27. Februar 2009 über den 
Erhalt der Ausweiskopien informierte und ihm die Möglichkeit der Ein-
reichung einer Stellungnahme gab,

dass  der  Beschwerdeführer  am  21.  März  2009  eine  Stellungnahme 
einreichte,

dass das BFM die niederländischen Behörden am 7. April 2009 um die 
Rückübernahme des Beschwerdeführers ersuchte,

dass das BFM den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 8. April 2009 
über das Rückübernahmeersuchen in Kenntnis setzte und ihm Gele-
genheit zur Einreichung einer Stellungnahme gab,

dass die niederländischen Behörden sich am 4. Mai 2009 zur Rück-
übernahme des Beschwerdeführers bereit erklärten,

dass das BFM mit  Verfügung vom 6. Juli  2009 – eröffnet  am 9. Juli 
2009 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die sofortige Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anord-
nete,

dass für die Begründung der Verfügung auf die Akten zu verweisen ist, 

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Juli 2009 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht durch seine Rechtsver-
treterin  Beschwerde  erheben  und  dabei  unter  anderem  beantragen 
liess, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, auf das Asylgesuch 
sei einzutreten, ihm sei in der Schweiz Asyl zu gewähren, es seien ihm 
die Bezahlung eines Kostenvorschusses und der Verfahrenskosten zu 
erlassen und der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zukom-
men zu lassen,

dass für die Begründung der Beschwerde auf die Akten zu verweisen 
und,  soweit  entscheidwesentlich,  nachfolgend  darauf  Bezug  zu neh-
men ist,

dass  der  Instruktionsrichter  den  Vollzug  der  Wegweisung  mit  Verfü-
gung vom 15. Juli  2009 im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme 
(Art. 56  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) aussetzte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 16. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass der  Instruktionsrichter  der Rechtsvertreterin  mit  Verfügung vom 
16. Juli  2009 die Gelegenheit  zur  Einreichung einer  Kostennote gab 
(Frist: 20. Juli 2009),

dass die Rechtsvertreterin am 17. Juli  2009 eine Kostennote zu den 
Akten reichte,

dass der Instruktionsrichter die Akten mit Verfügung vom 21. Juli 2009 
zur  Vernehmlassung  an  die  Vorinstanz  überwies  (Frist:  10.  August 
2009),

dass das BFM in seiner Vernehmlassung vom 24. Juli 2009 die Abwei-
sung der Beschwerde beantragte,

dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer am 28. Juli 
2009 über die Vernehmlassung in Kenntnis setzte,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-34 des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass somit – mit Ausnahme des Antrags, dem Beschwerdeführer sei 
Asyl zu gewähren – auf die im Übrigen form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 
AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl-
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-

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führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass das BFM die angefochtene Verfügung damit begründete, der Be-
schwerdeführer habe von den niederländischen Behörden eine bis am 
14. Mai 2011 gültige Aufenthaltsbewilligung erhalten, die Niederlande 
seien aufgrund des "Abkommens vom 26. Oktober 2004 zwischen der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständi-
gen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der 
Schweiz  gestellten  Asylantrags"  sowie  des  "Übereinkommens  vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der   Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung,  Anwendung  und  Entwicklung  des  Schengen-Besitzstan-
des und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zustän-
digen Staates für die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in 
Norwegen gestellten  Asylantrags"  für  die  Durchführung  des Asylver-
fahrens zuständig und hätten am 4. Mai  2009 einer Übernahme des 
Beschwerdeführers zugestimmt,

dass der Beschwerdeführer in einen Drittstaat reisen könne, in dem er 
Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG finde und 
keine  Hinweise  auf  eine  Verletzung  von  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten (EMRK, SR 0.101) im Falle seiner Rückkehr in die Niederlande 
bestünden,

dass weder die in den Niederlanden herrschende Situation noch ande-
re Gründe gegen die Zumutbarkeit  der  Wegweisung in  diesen Staat 
sprächen,

dass in  der  Beschwerde irrtümlicherweise  davon ausgegangen wird, 
das BFM sei gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylge-
such des Beschwerdeführers nicht eingetreten (vgl. Beschwerde S. 2 
unten),

dass das BFM indessen gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf 
das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass die Bestimmung von Art. 34 Abs. 3 Bstn. a -  c AsylG, wonach 
Abs. 2  Bstn. a,  b, c  und e dieses Artikels  keine Anwendung finden, 
wenn Personen, zu denen die asylsuchende Person enge Beziehun-

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gen hat, oder nahe Angehörige in der Schweiz leben, oder die asylsu-
chende  Person  offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft  nach  Art. 3 
AsylG erfüllt,  oder Hinweise darauf bestehen, dass im Drittstaat kein 
effektiver Schutz vor Rückschiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht, 
bei  einem  auf  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  gestützten 
Nichteintretensentscheid nicht anwendbar ist (vgl. die Auflistung in Art. 
34 Abs. 3 AsylG e contrario),

dass zwar gemäss Angaben des Beschwerdeführers mehrere Brüder 
des Beschwerdeführers in der Schweiz leben (vgl. act. A1/8 S. 3, Be-
schwerde S. 4 f.), was gemäss dem Willen des Gesetzgebers einer An-
wendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d  AsylG aber von vornherein nicht 
entgegensteht, 

dass gemäss Art. 7 der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 
18. Februar 2003 (Dublin II-Verordnung) – sofern die betroffenen Per-
sonen es wünschen –  der  Mitgliedstaat  für  die  Prüfung des Asylan-
trags zuständig ist, falls der Asylbewerber einen Familienangehörigen 
hat,  dem das Recht  auf  Aufenthalt  im Mitgliedstaat  in  seiner  Eigen-
schaft als Flüchtling gewährt wurde,

dass  Art.  2  Bst.  i  der  Dublin  II-Verordnung als  "Familienangehörige" 
den Ehegatten des Asylbewerbers oder den nicht verheirateten Part-
ner  des  Asylbewerbers,  der  mit  diesem  eine  dauerhafte  Beziehung 
führt,  sofern gemäss den Rechtsvorschriften oder den Gepflogenhei-
ten des betreffenden Mitgliedstaats nichtverheiratete Paare nach des-
sen Ausländerrecht ähnlich behandelt werden wie verheiratete Paare, 
die minderjährigen Kinder von solchen Paaren oder des Antragstellers, 
sofern  diese  ledig  und  unterhaltsberechtigt  sind,  gleichgültig,  ob  es 
sich nach dem einzelstaatlichen Recht um eheliche oder ausserehelich 
geborene oder adoptierte Kinder handelt, definiert,

dass die Brüder des Beschwerdeführers somit keine "Familienangehö-
rigen" im Sinne der Dublin II-Verordnung sind, weshalb auch unter die-
sem Aspekt nichts zugunsten des Beschwerdeführers abgeleitet wer-
den kann, 

dass  der  Beschwerdeführer  vorbringt,  er  habe  in  den  Niederlanden 
nicht  wirklich  eine  Aufenthaltsbewilligung  gehabt,  da  diese  von  den 
Schleppern wahrscheinlich gefälscht worden sei,

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dass der Umstand,  dass der  Aufenthaltstitel  aufgrund einer  falschen 
oder missbräuchlich verwendeten Identität oder nach Vorlage von ge-
fälschten,  falschen  oder  ungültigen  Dokumenten  erteilt  wurde,  nicht 
daran  hindert,  dem  Mitgliedstaat,  der  den  Titel  erteilt  hat,  die 
Zuständigkeit zuzuweisen (vgl. Art. 9 Abs. 5 Dublin II-Verordnung),

dass in der Beschwerde nicht bezweifelt wird, dass die Niederlande ei-
nem Flüchtling Schutz bieten würden, weshalb sich weitere Ausführun-
gen dazu erübrigen,

dass die niederländischen Behörden am 4. Mai 2009 gestützt auf Art. 
9 Abs. 1 der Dublin II-Verordnung in Beantwortung einer Anfrage des 
BFM vom 7. April  2009 der  (Wieder-)Aufnahme des Beschwerdefüh-
rers zustimmten,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  BFM  zu  Recht  angeordnet 
wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  die  Niederlande  unter  anderem Signatarstaat  des  Abkommens 
vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK, 
SR 0.142.30), der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  und  des 
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK, SR 0.105) sind und keine Anhaltspunkte dafür bestehen, die nie-

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derländischen Behörden hielten sich nicht  an die daraus resultieren-
den Verpflichtungen,

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen  völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist, 
weil der Beschwerdeführer in die Niederlande ausreisen kann, wo er 
Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet,

dass der Beschwerdeführer die Befürchtung äussert, in den Niederlan-
den könnten sich die Schlepper, denen er den für ihre Dienste verein-
barten Betrag nicht habe vollständig bezahlen können, an ihm rächen,

dass er sich in dieser Hinsicht an die zuständigen niederländischen Si-
cherheitsbehörden  wird  wenden  können,  die  ihm  den  notwendigen 
Schutz  zuteil  kommen  lassen  werden,  falls  er  tatsächlich  von  den 
Schleppern angegangen würde,

dass somit keine individuellen Gründe auf eine konkrete Gefährdung 
des  Beschwerdeführers  im  Falle  einer  Rückkehr  in  die  Niederlande 
schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung in die Nieder-
lande zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in die Nie-
derlande faktisch möglich ist, weil die dortigen Behörden seiner Rück-
übernahme zugestimmt haben (Art. 83 Abs. 2 AuG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde 
und deren Beilagen einzugehen, da diese an der Würdigung des vor-
liegenden Sachverhalts nichts zu ändern vermögen,

dass  das  Eintreffen  der  in  Aussicht  gestellten  weiteren  Dokumente 
(vgl. Beschwerde S. 6) nicht abzuwarten ist, da diese im vorliegenden 
Verfahren von untergeordneter Bedeutung sind und bei der für die Prü-
fung  des  Asylgesuchs  des  Beschwerdeführers  zuständigen  Behörde 
eingereicht werden können,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 

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oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses durch den Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos wird,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1-3 VwVG), jedoch dem Ge-
such um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 
Abs. 1 VwVG stattzugeben ist, da sich die Beschwerde nicht als aus-
sichtslos darstellte und von der Fürsorgeabhängigkeit des Beschwer-
deführers auszugehen ist,

dass die Entrichtung einer Parteientschädigung bei  diesem Ausgang 
des Verfahrens nicht in Betracht fällt (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen. Es werden keine Verfahrens-
kosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  mit  den  Akten  Ref.-Nr.  (...)  (per 
Telefax und Kurier)

- die kantonale Behörde (per Telefax)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

Versand: 

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