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**Case Identifier:** 44284076-e184-5507-a539-dd533ef10cd0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.08.2017 200 2016 1105
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-1105_2017-08-22.pdf

## Full Text

200 16 1105 UV
LOU/JAP/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. August 2017

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG
Dufourstrasse 40, 9001 St. Gallen
p.A. Rechtsdienst, Personenversicherung, Wuhrmattstrasse 19-23, 
4103 Bottmingen
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2016 (UVG-Schaden: 
11.10.07738-3)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Aug. 2017, UV/16/1105, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen National-Versicherungs-
Gesellschaft AG (National) obligatorisch unfallversichert, als er gemäss 
Unfallmeldung am 30. September 2010 beim Überqueren einer Tramschie-
ne bei nasser Strasse stürzte und sich an der Halswirbelsäule verletzte 
(Akten der Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG [Helve-
tia bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] UM [unpaginiert]). Die 
National bzw. die Helvetia als deren Rechtsnachfolgerin (vgl. SHAB Nr. 85 
vom 5. Mai 2015) gewährte im Zusammenhang mit diesem Ereignis 
zunächst die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form von Heil-
behandlung und Taggeld. Mit Verfügung vom 9. Juni 2016 (AB K20) stellte 
die Helvetia diese vorübergehenden Leistungen per Verfügungsdatum ein, 
sprach dem Versicherten bei einer Integritätseinbusse von 10 % eine Inte-
gritätsentschädigung zu und verneinte einen Rentenanspruch. Daran hielt 
sie auf Einsprache hin (AB K22 f., K28) mit Entscheid vom 17. Oktober 
2016 (AB K29) fest.

B.

Mit Eingabe vom 10. November 2016 erhob der Versicherte Beschwerde 
und beantragte, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben 
und ihm sei über den 9. Juni 2016 hinaus «im Sinne von Art. 21 Abs. 1 lit. c 
UVG» Heilbehandlung zu gewähren.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 28. November 2016 schloss die Be-
schwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Aug. 2017, UV/16/1105, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 17. Okto-
ber 2016 (AB K29). Weder rügt der Beschwerdeführer den Fallabschluss 
noch beantragt er eine Invalidenrente, vielmehr ersucht er gestützt auf 
Art. 21 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Un-
fallversicherung (UVG; SR 832.20) allein darum, dass ihm weiterhin Heil-
behandlung gewährt wird. Einerseits setzt diese Bestimmung aber zwin-
gend einen Rentenanspruch voraus (BGE 140 V 130 E. 2.4 S. 133), ande-
rerseits hängen die Einstellung der vorübergehenden Leistungen (Taggeld, 
Heilbehandlung) und der Fallabschluss mit Prüfung der Rentenfrage und 
der Integritätsentschädigung derart eng zusammen, dass von einem ein-
heitlichen Streitgegenstand auszugehen ist (vgl. Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 29. September 2015, 8C_170/2015, E. 4.2). Streitig und 
zu prüfen ist somit nicht einzig, ob der Beschwerdeführer im Zusammen-
hang mit dem Ereignis vom 30. September 2010 weiterhin Anspruch auf 

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Heilbehandlung hat, sondern dabei insbesondere auch der Zeitpunkt des 
Fallabschlusses.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt im Weiteren einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 

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beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). Zu 
den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen gehören 
sodann Umstände, ohne die die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende traumatische 
Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende 
Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl einge-
treten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadens-
eintritts «conditio sine qua non» war. Anders verhält es sich, wenn der Un-
fall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges 
Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, mani-
fest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und 
Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 29 
E. 4.2.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 

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deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358).

2.3 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 
Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der ver-
sicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit 
Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf 
die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich 
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei ver-
deutlicht die Verwendung des Begriffes «namhaft» durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Ge-
wicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 
134 V 109 E. 4.3 S. 115). Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen 
Verbesserung ist nur prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Fest-
stellungen zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

2.4 Nach der Festsetzung der Rente werden dem Bezüger die Pflege-
leistungen und Kostenvergütungen (Art. 10-13) gewährt, wenn er zur Erhal-
tung seiner verbleibenden Erwerbsfähigkeit dauernd der Behandlung und 
Pflege bedarf (Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG).

3.

3.1 Anders als die Unfallmeldung (AB UM [unpaginiert]) suggeriert, 
ereignete sich am 30. September 2010 nicht ein Stolpersturz, sondern kam 
der Beschwerdeführer mit dem Fahrrad zu Fall (AB M2). Dass dieses Er-

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eignis die kumulativen Tatbestandsvoraussetzungen des Unfallbegriffs 
gemäss Legaldefinition erfüllt, ist zu Recht unbestritten.

3.2 In medizinischer Hinsicht basiert der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 17. Oktober 2016 (AB K29) auf der polydisziplinären (orthopä-
dischen, rheumatologischen und neurologischen) Expertise der MEDAS 
B.________ GmbH, vom 27. November 2015 (AB M27). Darin wurde die 
folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vermerkt 
(AB M27/19 f. Ziff. 6 und Ziff. 7/4 lit. a):

Status nach Fahrradsturz am 30. September 2010 mit Commotio ce-
rebri und Fazettengelenkluxation C6/7 beidseits mit transdiskaler 
Luxation C7/Th1 und kranialer Impressionsfraktur Th1 und Pedikel-
fraktur C6 rechts mit/bei:
 Status nach ventraler, interkorporeller Spondylodese C7/Th1 

und dorsaler Spondylodese C6-Th1 am 1. Oktober 2010
 persistierendem (im Sinne von Restbeschwerden) myotendinoti-

schem sowie zervikoligamentärem Schmerzsyndrom.

Die Gutachter bejahten die natürliche Unfallkausalität der Restbeschwer-
den (AB M27/21 Ziff. 7/5.1) und attestierten sowohl für die angestammte 
als auch eine Verweisungstätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bei einer 
phasenweise schmerzbedingt leicht eingeschränkten Leistungsfähigkeit 
von zirka 5-10 % (AB M27/21 Ziff. 7/6.1). Sie nahmen an, dass diese leich-
te Leistungseinschränkung fortbestehen werde (AB M27/22 Ziff. 7/6.2) und 
erklärten, eine namhafte und effektive Verbesserung des Gesundheitszu-
standes durch weitere Heilbehandlung sei nicht zu erwarten. Zwar bedürfe 
es zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit keiner dauerhaften ärztlichen Behand-
lung, hingegen sei durch die aktuell noch durchgeführte Physiotherapie, die 
Massagen und auch die Osteopathie mit einer künftigen Stabilisierung der 
Beschwerden zu rechnen. Auch würden diese therapeutischen Massnah-
men geeignet erscheinen, um eine relevante Progression der Beschwerden 
zu verhindern. Die aktuellen Behandlungsintervalle seien sinnvoll, insbe-
sondere die Physiotherapie sollte bis auf weiteres fortgesetzt werden 
(AB M27/22 f. Ziff. 7/7.1). 

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

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medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

3.4 Das polydisziplinäre Administrativgutachten vom 27. November 
2015 (AB M27) erfüllt die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforde-
rungen (vgl. E. 3.3 hiervor) und erbringt vollen Beweis. Die Gutachter stütz-
ten sich auf die wesentlichen Vorakten samt radiologischen Befunden so-
wie die Erkenntnisse aus den klinischen Explorationen. Ihre Schlussfolge-
rungen sind nachvollziehbar begründet und überzeugend. Auch der ins 
Recht gelegte Bericht des Spitals C.________ vom 10. August 2016 (Akten 
des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 4) enthält keine wesentli-
chen neuen Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 
ungewürdigt geblieben sind. Zwar ergab die bildgebende Verlaufsuntersu-
chung vom 4. August 2016 eine zunehmende knöcherne Anschlussseg-
mentdegeneration auf Stufe C5/6 (BB 4/2), eine leichte beginnende Osteo-
chondrose und Fazettengelenksarthrose in diesem Segment wurde aber 
bereits anlässlich der Begutachtung anhand der Voraufnahme vom 
17. September 2015 festgestellt (AB M27/18 Ziff. 5). Dass bis zum Ein-
spracheentscheid vom 17. Oktober 2016 (AB K29), der den massgebenden 
Überprüfungszeitpunkt markiert (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 
E. 2.1 S. 140), sekundäre arthrotische Veränderungen mit schwergradiger 
Ausprägung aufgetreten wären, lässt sich der medizinischen Aktenlage 
jedenfalls nicht entnehmen und wird auch nicht geltend gemacht.

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3.5

3.5.1 Der Beschwerdeführer stellt den Beweiswert des Gutachtens nicht 
in Frage und anerkennt auch den Fallabschluss per 9. Juni 2016 (Be-
schwerde S. 3 Ziff. IV), mithin geht er in Übereinstimmung mit der gutach-
terlichen Einschätzung selbst nicht davon aus, dass von einer Fortsetzung 
der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung seines Gesundheits-
zustandes mehr zu erwarten ist (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Er plädiert indes 
dafür, dass die Heilbehandlung gestützt auf Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG über 
den Fallabschluss hinaus zu gewähren sei, da die entsprechenden Mass-
nahmen zur Erhaltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit notwendig seien 
(Beschwerde S. 3 f. Ziff. V). 

3.5.2 Der Beschwerdeführer hat seine bisherige Tätigkeit wieder aufge-
nommen und ist bei seiner (neuen) Arbeitgeberin optimal eingegliedert 
(AB M27/9 Ziff. 2.1, 27/18 Ziff. 5 in fine). Wenngleich keine dauernde ärztli-
che Behandlung und Pflege erforderlich ist, um die Arbeitsfähigkeit zu er-
halten (AB M27/23 Ziff. 7/7.2), erachteten es sowohl die Gutachter 
(AB M27/17 und 19 Ziff. 5) als auch die behandelnden Ärzte (BB 4/2) zu-
mindest als nötig, hierfür insbesondere die Physiotherapie fortzusetzen. 
Allein der Umstand, dass die physiotherapeutischen Massnahmen (sowie 
auch die gelegentlichen Massagen bzw. die Osteopathie) medizinisch indi-
ziert sind um die unfallkausalen Residuen zu behandeln, genügt zur Be-
gründung einer Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung in-
des nicht. Denn die vom Beschwerdeführer angerufene Norm setzt zwin-
gend einen Anspruch auf eine (Komplementär-)Invalidenrente der Unfall-
versicherung voraus (BGE 140 V 130 E. 2.4 S. 133 mit Hinweisen), was 
hier gerade nicht zutrifft. Soweit der Beschwerdeführer im Zusammenhang 
mit der gutachterlich bescheinigten Leistungseinschränkung von 5-10 % 
argumentiert, mit 10 % sei man «im Bereich der Rentenberechtigung» (Be-
schwerde S. 4 Ziff. V), gilt es darauf hinzuweisen, dass grundsätzlich das 
arithmetische Mittel des in einer Bandbreite festgelegten Arbeits- bzw. Leis-
tungsunfähigkeitsgrades massgebend ist (vgl. Entscheid des BGer vom 
19. August 2009, 9C_226/2009, E. 3.2). Bei dieser Ausgangslage – und 
zudem bloss phasenweiser leichter Einschränkung – wird der rentenbe-
gründende Invaliditätsgrad von 10 % (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG) von vorn-

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herein nicht erreicht, zumal sich die entsprechende Restarbeitsfähigkeit 
auch auf die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers erstreckt 
(AB M27/21 Ziff. 7/6.1). Vor diesem Hintergrund ist für die Heilbehandlung 
der weiterhin unfallkausalen Beschwerden ab 9. Juni 2016 die obligatori-
sche Krankenpflegeversicherung zuständig, wobei allemal die dortigen 
zweigspezifischen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sein müssen. Die 
gegen den Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2016 (AB K29) erhobene 
Beschwerde ist demnach als offensichtlich unbegründet abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.