# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6be6ff32-2087-55f6-a545-5e779615d2be
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.10.2010 A-4876/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4876-2010_2010-10-11.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-4876/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Michael Beusch (Vorsitz), 
Richterin Salome Zimmermann, 
Richter Daniel de Vries Reilingh, 
Gerichtsschreiberin Ursula Spörri.

X._______, ...,
vertreten durch ...,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,
Task Force Amtshilfe USA, Eigerstrasse 65, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Amtshilfe (DBA-USA).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-4876/2010

Sachverhalt:

A.
Am 19. August 2009 schlossen die Schweizerische Eidgenossenschaft 
(Schweiz)  und  die  Vereinigten  Staaten  von  Amerika  (USA)  in  engli-
scher Sprache ein Abkommen über ein Amtshilfegesuch des Internal 
Revenue Service der USA betreffend UBS AG, einer nach schweize-
rischem  Recht  errichteten  Aktiengesellschaft  (AS 2009  5669,  Ab-
kommen 09). Darin verpflichtete sich die Schweiz, anhand im Anhang 
festgelegter Kriterien und gestützt  auf  das geltende Abkommen vom 
2. Oktober  1996  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft 
und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Vermeidung der Doppel-
besteuerung  auf  dem  Gebiet  der  Steuern  vom  Einkommen 
(SR 0.672.933.61, DBA-USA 96) ein Amtshilfegesuch der USA zu be-
arbeiten. Die Schweiz versprach weiter, betreffend die unter das Amts-
hilfegesuch  fallenden  geschätzten  4'450  laufenden  oder  saldierten 
Konten mit  Hilfe  einer  speziellen  Projektorganisation  sicherzustellen, 
dass innerhalb von 90 Tagen nach Eingang des Gesuchs in den ersten 
500 Fällen und nach 360 Tagen in allen übrigen Fällen eine Schluss -
verfügung über die Herausgabe der verlangten Informationen erlassen 
werden könne.

B.
Unter Berufung auf das Abkommen 09 richtete die amerikanische Ein-
kommenssteuerbehörde  (Internal  Revenue  Service  in  Washington, 
IRS) am 31. August 2009 ein Ersuchen um Amtshilfe an die Eidgenös-
sische Steuerverwaltung (ESTV). Das Gesuch stützte sich ausdrück-
lich auf Art. 26 DBA-USA 96, das dazugehörende Protokoll sowie die 
Verständigungsvereinbarung vom 23. Januar 2003 zwischen der ESTV 
und dem Department of the Treasury der USA betreffend die Anwen-
dung von Art. 26 DBA-USA 96 (Vereinbarung 03; veröffentlicht in Pes-
talozzi/Lachenal/Patry [bearbeitet von SILVIA ZIMMERMANN unter Mitarbeit 
von  MARION VOLLENWEIDER],  Rechtsbuch  der  schweizerischen  Bundes-
steuern,  Therwil  [Nachtragssammlung],  Band  4,  Kennziffer  I  B h 69, 
Beilage 1; die deutsche Fassung befindet sich in Beilage 4). Der  IRS 
ersuchte  um  Herausgabe  von  Informationen  über  amerikanische 
Steuerpflichtige, die in der Zeit zwischen dem 1. Januar 2001 und dem 
31. Dezember  2008  die  Unterschriftsberechtigung  oder  eine  andere 
Verfügungsbefugnis über Bankkonten hatten, die von einer Abteilung 
der  UBS AG  oder  einer  ihrer  Niederlassungen  oder  Tochtergesell-
schaften  in  der  Schweiz  (nachfolgend: UBS AG)  geführt,  überwacht 

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oder gepflegt wurden. Betroffen waren Konten, für welche die UBS AG 
(1) nicht im Besitz eines durch den Steuerpflichtigen ausgefüllten For-
mulars "W-9" war, und (2) nicht rechtzeitig und korrekt mit dem Formu-
lar  "1099" namens  des  jeweiligen  Steuerpflichtigen  dem  amerikani-
schen Fiskus alle Bezüge dieser Steuerpflichtigen gemeldet hatte. 

C.
Am 1. September 2009 erliess die ESTV gegenüber der UBS AG eine 
Editionsverfügung  im  Sinn  von  Art. 20d  Abs. 2  der  Verordnung  vom 
15. Juni  1998  zum  schweizerisch-amerikanischen  Doppelbesteue-
rungsabkommen vom 2. Oktober 1996 (SR 672.933.61, Vo DBA-USA).

Darin verfügte sie die Einleitung des Amtshilfeverfahrens und forderte 
die  UBS AG auf,  innerhalb  der  in  Art. 4  des  Abkommens 09  festge-
setzten Fristen insbesondere die vollständigen Dossiers der unter die 
im Anhang zum Abkommen 09 fallenden Kunden herauszugeben.

D.
Am  21. Januar  2010  hiess  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil 
A-7789/2009 (teilweise veröffentlicht in BVGE 2010/7) eine Beschwer-
de gegen eine Schlussverfügung der ESTV gut, welche einen Fall der 
in  Ziff. 2  Bst. A/b  beschriebenen  Kategorie  (nachfolgend:  Kategorie 
2/A/b) im Anhang des Abkommens 09 betraf. Dies geschah mit der Be-
gründung,  das  Abkommen  09  sei  eine  Verständigungsvereinbarung 
und habe sich an das Stammabkommen (DBA-USA 96) zu halten, wel-
ches  Amtshilfe  nur  bei  Steuer-  oder  Abgabebetrug,  nicht  aber  bei 
Steuerhinterziehung vorsehe.

Daraufhin  schloss  der  Bundesrat  nach  weiteren  Verhandlungen  mit 
den USA am 31. März 2010 in englischer  Sprache ein Protokoll  zur 
Änderung des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika über ein Amtshil-
fegesuch des Internal  Revenue Service  der  Vereinigten Staaten von 
Amerika  betreffend  UBS AG,  einer  nach  schweizerischem  Recht 
errichteten  Aktiengesellschaft,  unterzeichnet  in  Washington  am 
19. August 2009 (Änderungsprotokoll Amtshilfeabkommen; am 7. April 
2010  im  ausserordentlichen  Verfahren  veröffentlicht,  mittlerweile 
AS 2010 1459, nachfolgend: Protokoll 10). Gemäss Art. 3 Abs. 2 Proto-
koll 10 ist dieses ab Unterzeichnung und damit ab dem 31.  März 2010 
vorläufig anwendbar.

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E.
Nachdem  die  UBS  AG  am  12.  Dezember  2009  das  Dossier  von 
X._______  der  ESTV  übermittelt  hatte,  gelangte  diese  in  ihrer 
Schlussverfügung vom 25. Mai 2010 (aus näher dargelegten Gründen) 
zum Ergebnis, im konkreten Fall seien sämtliche Voraussetzungen der 
Kategorie 2/A/b erfüllt, um dem IRS Amtshilfe zu leisten und die Unter-
lagen  zu  edieren.  Diese  Verfügung  stellte  die  ESTV  Bill Isenegger 
Ackermann AG als Zustellungsbevollmächtigter zu.

F.
Das oben genannte  Abkommen 09 samt Protokoll 10  wurde von der 
Bundesversammlung mit Bundesbeschluss vom 17. Juni 2010 über die 
Genehmigung des Abkommens zwischen der Schweiz und den Verei-
nigten  Staaten  von  Amerika  über  ein  Amtshilfegesuch  betreffend 
UBS AG sowie  des Änderungsprotokolls  (AS 2010  2907)  genehmigt 
und  der  Bundesrat  wurde  ermächtigt,  die  beiden  Verträge  zu  ratifi-
zieren (die konsolidierte Version des Abkommens 09 und des Proto-
kolls 10  findet  sich  in  SR  0.672.933.612  und  wird  nachfolgend  als 
Staatsvertrag 10 bezeichnet; die Originaltexte sind in englischer Spra-
che). Der genannte Bundesbeschluss wurde nicht dem Staatsvertrags-
referendum gemäss Art. 141 Abs. 1 Bst. d Ziff. 3 der Bundesverfassung 
der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV, 
SR 101) unterstellt.

G.
Mit  Eingabe  vom  6.  Juli  2010  liess  X._______  (nachfolgend:  Be-
schwerdeführer) gegen die Schlussverfügung der ESTV vom 25. Mai 
2010 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und in pro-
zessualer Hinsicht beantragen, ihm sei eine angemessene Frist zur Er-
gänzung der Beschwerdebegründung nach Akteneinsicht anzusetzen. 
Materiell liess er geltend machen, die angefochtene Verfügung sei auf-
zuheben, das Amtshilfeverfahren einzustellen und die ihn betreffenden 
im  Amtshilfeverfahren  erhobenen  Dokumente  seien  zu  vernichten. 
Eventualiter sei  die Sache an die ESTV zwecks weiterer Abklärungen 
zurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulas-
ten der ESTV.

H.
Mit  Zwischenverfügung  vom  8.  Juli  2010  setzte  das  Bundesverwal-
tungsgericht  dem Beschwerdeführer  Frist  bis  zum 19. Juli  2010,  um 

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die Beschwerdebegründung antragsgemäss in Bezug auf die Berech-
nung der effektiven Kapitalgewinne zu ergänzen.

I.
Mit  Urteil  A-4013/2010 vom 15. Juli  2010 entschied das Bundesver-
waltungsgericht über die Gültigkeit des Staatsvertrags 10, worauf der 
Beschwerdeführer am 22. Juli 2010 schriftlich hingewiesen wurde.

J.
Mit Vernehmlassung vom 3. September 2010 beantragte die ESTV, die 
Beschwerde abzuweisen.

Auf  die  weiteren  Begründungen  in  den  Eingaben  der  Parteien  ist  – 
soweit  entscheidrelevant  – in  den nachfolgenden Erwägungen näher 
einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021). Zu den beim Bundesverwaltungsgericht an-
fechtbaren Verfügungen gehört auch die Schlussverfügung der ESTV 
im Bereich der internationalen Amtshilfe (Art. 32 VVG e contrario und 
Art. 20k  Abs. 1  Vo DBA-USA).  Die  Zuständigkeit  des  Bundesverwal-
tungsgerichts ist somit gegeben, weshalb auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist.

1.2 Im Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung 
von Amtes wegen. Das Bundesverwaltungsgericht ist demzufolge ver-
pflichtet, auf den – unter Mitwirkung der Verfahrensbeteiligten – festge-
stellten Sachverhalt die richtige Rechtsnorm und damit jenen Rechts-
satz anzuwenden, den es als den zutreffenden erachtet, und ihm jene 
Auslegung zu geben,  von der es überzeugt ist  (ANDRÉ MOSER/MICHAEL 
BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-
gericht,  Basel  2008,  Rz. 1.54,  unter  Verweis  auf  BGE 119 V 347 
E. 1a). Im Rechtsmittelverfahren kommt zudem – wenn auch in  sehr 
abgeschwächter Form – das Rügeprinzip mit Begründungserfordernis 

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in dem Sinn zu tragen, dass der Beschwerdeführer die seine Rügen 
stützenden Tatsachen darzulegen und allfällige Beweismittel einzurei-
chen hat (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 1.55).

Aus der Rechtsanwendung von Amtes wegen folgt, dass das Bundes-
verwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz nicht an die rechtliche Be-
gründung der Begehren gebunden ist (Art. 62 Abs. 4 VwVG) und eine 
Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 
(teilweise) gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis 
mit  einer  von  der  Vorinstanz  abweichenden  Begründung  bestätigen 
kann (vgl. BVGE 2007/41 E. 2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesverwal-
tungsgerichts A-3038/2008 vom 9. Juni 2010 E. 1.5).

2.

2.1 Der  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  richtet  sich  nach  Art.  29 
Abs. 2 BV und verleiht einer Person, welche vom Ausgang eines Ver-
fahrens  betroffen  ist,  verschiedene  Informations-,  Einsichts-,  Mitwir-
kungs- und Äusserungsrechte (vgl.  JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER, 
Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl., Bern 2008, S. 846 ff.). So soll der  
Betroffene unter anderem zu den wesentlichen Punkten Stellung neh-
men und in die massgeblichen Akten Einsicht nehmen können, bevor 
ein Entscheid gefällt  wird (anstelle vieler BVGE 2009/36 E. 7.1). Be-
treffend Verfahren wie dem vorliegenden, bei denen es um Informati-
onsaustausch  bei  Verdacht  auf  Abgabebetrug  geht,  erweist  sich  zu-
sätzlich Art. 20e Abs. 3 Vo DBA-USA als einschlägig.

2.2 Unter Berufung auf den Anspruch auf rechtliches Gehör ersuchte 
der  Beschwerdeführer,  ihm sei  eine  Frist  zur  Ergänzung  seiner  Be-
schwerdebegründung anzusetzen, da ihm die UBS AG die von ihm an-
geforderten "Income Statements" bis zum Einreichen der Beschwerde 
nicht  zugestellt  habe. Diese Unterlagen seien aber  unabdingbar, um 
den Gegenbeweis anzutreten,  dass seine Einkünfte die Kriterien ge-
mäss Anhang des Staatsvertrags 10 nicht erfüllten, wenn von den ef -
fektiven Kapitalerträgen ausgegangen werde. Die pauschale Berech-
nungsweise nach dem Anhang des Staatsvertrags 10,  wonach 50 % 
der Bruttoverkaufserlöse als "Kapitalgewinne" angesehen würden, sei 
willkürlich. Vorliegend sei die Aktenlage nicht genügend, um die Sache 
in materieller Hinsicht überprüfen zu können.

In  ihrer  Vernehmlassung machte  die  ESTV zu diesem Einwand gel -
tend, sie habe dem Beschwerdeführer am 10. Juni 2010 die Akten zur 

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Einsicht zugestellt. Diese hätten zwar nicht die vorbereiteten "Income 
Statements" enthalten, die relevanten Informationen seien jedoch aus 
den Dokumenten "pdf  2.2"  und "pdf  6.2"  hervorgegangen. Damit  sei 
eine Überprüfung der Schwellenwerte möglich gewesen. Weil das Dos-
sier mit den relevanten Informationen und somit vollständig an den Be-
schwerdeführer  ausgehändigt  worden  sei,  sei  das  rechtliche  Gehör 
nicht verletzt worden.

2.3 Vorab  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  der  Beschwerdeführer  die 
UBS AG zwar – nach Erlass der Schlussverfügung durch die ESTV am 
25. Mai 2010 – aufgefordert hatte, ihm die Akten zuzustellen. Es ist je-
doch nicht ersichtlich, inwieweit ein Nichthandeln der UBS AG zu die-
sem Zeitpunkt  (nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung) eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die ESTV zu bewirken ver-
möchte. Abgesehen davon,  dass  die  ESTV in  ihrer  Vernehmlassung 
darlegt,  die  für  den  Beschwerdeführer  massgeblichen  Zahlen  seien 
aus den Akten ersichtlich  gewesen und dem Beschwerdeführer  vom 
Bundesverwaltungsgericht eine Nachfrist angesetzt worden ist, um die 
Beschwerdebegründung antragsgemäss zu ergänzen (vgl. Sachverhalt 
Bst. H), stösst die entsprechende Rüge des Beschwerdeführers (oben 
E. 2.2) ohnehin ins Leere. Wie nachfolgend zu zeigen sein wird, sind 
die  Kapitalgewinne  im vorliegenden  Verfahren  nämlich  nicht  effektiv, 
sondern einzig gemäss der Berechnungsregel im Anhang des Staats-
vertrags 10 zu ermitteln.

Aus dem Gesagten erhellt, dass weder das rechtliche Gehör des Be-
schwerdeführers  verletzt  wurde,  noch  die  Aktenlage  eine  materielle 
Prüfung verhindert.

3.

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht fällte – wie bereits im Sachverhalt 
Bst. I erwähnt – am 15. Juli 2010 ein Piloturteil (A-4013/2010) betref-
fend das Amthilfegesuch der USA in Sachen UBS-Kunden. Darin ent-
schied es, dass der Staatsvertrag 10 für die schweizerischen Behör-
den verbindlich sei. Weder innerstaatliches Recht noch innerstaatliche 
Praxis könnten ihm entgegengehalten werden. Das Piloturteil hält ins-
besondere Folgendes fest: Das Bundesverwaltungsgericht sei gemäss 
Art. 190 BV auch dann gehalten, Völkerrecht anzuwenden, wenn die-
ses  gegen  die  Verfassung  verstosse.  Jedenfalls  sei  das  Völkerrecht 
dann  nicht  auf  seine  Übereinstimmung  mit  Bundesrecht  zu  prüfen, 
wenn das Völkerrecht  jünger sei  (E. 3). Ein völkerrechtlicher  Vertrag 

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könne nach Art. 25 Abs. 1 der Wiener Konvention über das Recht der 
Verträge  vom  23. Mai  1969  (SR  0.111,  VRK;  für  die  Schweiz  seit 
6. Juni 1990 in Kraft) vorläufig angewendet werden, wenn die Vertrags-
parteien dies vereinbarten. Die vorläufige Anwendung eines Vertrages 
wirke so, als  sei  er  bereits  in  Kraft,  bis  er  entweder  auch formell  in  
Kraft  trete  oder  bis  feststehe,  dass  er  nicht  in  Kraft  gesetzt  werde 
(E. 4.3).  Die  Nichtrückwirkung  eines  völkerrechtlichen  Vertrages  sei 
gemäss Art.  28  VRK die  Regel,  doch  stehe  es  den  Vertragsstaaten 
frei, eine Rückwirkung des Vertrages entweder ausdrücklich zu verein-
baren oder implizit vorzusehen (E. 4.4). Eine Vertragspartei könne sich 
–  ausser  bei  offensichtlicher  Verletzung der  innerstaatlichen Zustän-
digkeitsordnung  (Art.  46  VRK)  –  nicht  auf  ihr  innerstaatliches Recht 
berufen, um die Nichterfüllung eines Vertrags zu rechtfertigen (E. 4.2).  
Eine  allfällige  Missachtung  der  Zuständigkeiten  im  innerstaatlichen 
Genehmigungsprozess  könne  der  völkerrechtlichen  Wirksamkeit  des 
Staatsvertrags  10  in  casu  nicht  entgegengehalten  werden,  da  die 
Offenkundigkeit  einer  allfälligen Rechtsverletzung nicht  gegeben sei. 
Dies gelte sowohl für die Nichtunterstellung des Staatsvertrags 10 un-
ter  das Referendum als auch für  die Festlegung der vorläufigen An-
wendbarkeit des Vertrages durch den Bundesrat (E. 5.3.4 und 5.3.5). 
Dementsprechend müsse auch nicht geprüft werden, ob der Bundesrat 
die innerstaatlichen Voraussetzungen für die Vereinbarung der vorläufi-
gen  Anwendbarkeit,  nämlich  die  Wahrung  wichtiger  schweizerischer 
Interessen sowie eine besondere Dringlichkeit (Art. 7b Abs. 1 des Re-
gierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 21. März 1997 
[RVOG, SR 172.010]), tatsächlich beachtet habe; dies sei angesichts 
der allein massgeblichen Optik von Art. 46 VRK unerheblich (E. 5.3.5). 
Art. 7 Abs. 1 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der 
Menschenrechte  (EMRK;  SR  0.101)  komme  im  Amtshilfeverfahren 
nicht zum Tragen, ausgenommen, wenn der von der Amtshilfe betroffe-
nen Person im ersuchenden Staat ein gegen Art. 7 EMRK verstossen-
des Verfahren drohen würde. Davon könne vorliegend keine Rede sein 
(E. 5.4.3). Der Staatsvertrag 10 sehe vor, dass im vorliegenden Amts-
hilfegesuch der USA keine Namen genannt werden müssten, sondern 
die Namensnennungen durch die Umschreibung bestimmter Kriterien 
ersetzt würden. Diese Vorschrift sei für das Bundesverwaltungsgericht 
laut  Art.  190  BV verbindlich  und  auf  das  Argument,  es  handle  sich 
beim vorliegenden Amtshilfegesuch um eine unzulässige "fishing ex-
pedition", sei nicht weiter einzugehen (E. 7.2.3 und E. 8.4). Des Weite-
ren lege der Staatsvertrag unabänderlich fest, was als steuerbare Ein-
künfte zu gelten habe. Massgeblich seien nicht die effektiven Kapital -

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gewinne, sondern 50 % der Bruttoverkaufserlöse. Die betroffene Per-
son könne sich diesbezüglich nur gegen die Gewährung der Amtshilfe 
wehren,  wenn  sie  belegen  könne,  dass  die  Kriterien  in  ihrem  Fall 
falsch angewendet worden seien oder die Resultate der ESTV auf Re-
chenfehlern basierten (E. 8.3.3).

Für  das  Bundesverwaltungsgericht  besteht  kein  Anlass,  auf  diese 
Rechtsprechung zurückzukommen.

3.2 Im Lichte dieses Urteils zielen damit die folgenden Einwände des 
Beschwerdeführers ins Leere, weshalb nicht weiter auf sie einzugehen 
ist: Das Abkommen sei  ungültig,  weil  die verfassungsrechtlichen Zu-
ständigkeitsnormen beim Vertragsabschluss nicht eingehalten worden 
seien (Verletzung der Mitwirkungskompetenz des Parlaments, fehlen-
de Vertragsabschlusskompetenz des Bundesrates); die Verletzung der 
Zuständigkeitsvorschriften  sei  durch  die  nachträgliche  Genehmigung 
des  Staatsvertrags  durch  das  Parlament  nicht  geheilt  worden;  der 
Staatsvertrag 10 hätte dem fakultativen Referendum unterstellt werden 
müssen; das Abkommen sei  gestützt  auf  Art. 46 VRK ungültig  (Ver-
letzung der innerstaatlichen Zuständigkeitsordnung, Offensichtlichkeit 
und Erkennbarkeit dieser Verletzung, Verletzung einer innerstaatlichen 
Rechtsvorschrift  von  grundlegender  Bedeutung);  die  vorläufige  An-
wendbarkeit sei nicht zulässig gewesen, da die Voraussetzungen von 
Art. 7b Abs. 1 RVOG (Wahrung wichtiger Interessen der Schweiz, be-
sondere Dringlichkeit) nicht vorgelegen hätten; die nachträgliche Ge-
nehmigung des Staatsvertrags 10 resp. dieser selbst verstosse gegen 
das verfassungs- und völkerrechtliche Rückwirkungsverbot sowie ge-
gen das strafrechtliche Legalitätsprinzip ("nulla poena sine lege", vgl. 
Art. 7 EMRK); beim Amtshilfegesuch handle es sich um eine unzuläs-
sige "fishing expedition"; die von der ESTV errechneten fiktiven Kapi-
talgewinne seien nicht massgebend, sondern es sei auf die effektiven 
Kapitalgewinne abzustellen.

Damit erweisen sich nahezu alle vom Beschwerdeführer vorgebrach-
ten Rügen als bereits durch die Ausführungen im Piloturteil entkräftet. 
Zusätzlich  vorgebracht  wurde,  Amtshilfe  dürfe  nur  bei  beidseitiger 
Strafbarkeit  geleistet  werden und das Verfahren verletze den Grund-
satz  des  Gleichbehandlungsgebots. Darauf  ist  nachfolgend  einzuge-
hen.

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3.3

3.3.1 Der Beschwerdeführer argumentiert, im internationalen Rechts-
hilfeverkehr in Strafsachen gelte der Grundsatz der beidseitigen Straf -
barkeit. Rechtshilfe werde nur geleistet, wenn die im Ausland verfolgte 
Tat, wäre sie in der Schweiz begangen worden, nach schweizerischem 
Recht als Steuerbetrug zu qualifizieren wäre. Diese Überlegungen gäl-
ten nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch für die Amts-
hilfe bei  Fiskaldelikten. So sei  die doppelte Strafbarkeit  im Sinn von 
Art. 3 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über internati-
onale Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfegesetz, IRSG, SR 351.1) 
auch  im  Amtshilfeverfahren  vorausgesetzt.  Der  Staatsvertrag  10  sei 
mit diesem Grundsatz unvereinbar. Demzufolge liege ein Widerspruch 
zwischen Völkerrecht  und einem Bundesgesetz vor,  in  welchem das 
Bundesgesetz höherrangig zu werten sei.

3.3.2 Abgesehen davon, dass es vorliegend nicht  um einen Fall  der 
Rechts-, sondern einen solchen der Amtshilfe geht, hat sich das Bun-
desverwaltungsgericht im Piloturteil  A-4013/2010 in anderem Zusam-
menhang mit der Frage auseinandergesetzt, ob Völkerrecht gegenüber 
Landesrecht  vorgehe.  Es  hat  dabei  ausgeführt,  gemäss  schwei-
zerischer Lehre und Praxis sei im Konfliktfall dem Völkerrecht gegen-
über dem Landesrecht der Vorzug zu geben; dies jedenfalls so lange, 
als der Gesetzgeber nicht bewusst durch einen innerstaatlichen Recht-
setzungsakt eine Völkerrechtsverletzung in Kauf genommen habe. Völ-
kerrecht sei jedenfalls dann nicht auf seine Übereinstimmung mit Bun-
desrecht zu prüfen, wenn es jünger sei; dies gelte insbesondere, wenn 
Bundesgesetze betroffen seien (E. 3.3).

Auch hier  besteht  für  das Bundesverwaltungsgericht  keine Veranlas-
sung, von dieser Rechtsprechung abzuweichen. Der Staatsvertrag 10 
ist  jünger  als  das IRSG, weshalb  schon aufgrund des Ausgeführten 
nicht weiter darauf einzugehen ist, ob der im Jahr 2010 abgeschlosse-
ne Staatsvertrag 10 allenfalls im Widerspruch zum am 1. Februar 1997 
in Kraft getretenen Art. 3 Abs. 3 IRSG steht.

3.4

3.4.1 Dem in  Art. 8  BV verankerten Grundsatz  der  Rechtsgleichheit 
kommt umfassende Geltung zu. Er ist von sämtlichen Staatsorganen in 
allen Funktionen (Rechtssetzung und -anwendung) und auf sämtlichen 
Ebenen der Staatstätigkeit (Bund, Kantone, Gemeinden) zu beachten. 
Das Rechtsgleichheitsgebot  verlangt,  dass Gleiches nach Massgabe 

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seiner  Gleichheit  gleich  und  Ungleiches  nach  Massgabe  seiner  Un-
gleichheit ungleich zu behandeln ist (vgl. BGE 134 I 23 E. 9.1;  ULRICH 
HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht, 
6. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2010, N 489 und 495). 

3.4.2 Der Beschwerdeführer führt aus, die UBS AG habe sich gemäss 
Art. 4 Abs. 2 des Abkommens 09 in einem separaten Abkommen mit 
dem IRS verpflichtet,  dessen freiwilliges Offenlegungsprogramm wei-
terhin  zu  unterstützen.  Dies  sei  dergestalt  geschehen,  dass  die 
UBS AG ihre US Kunden angeschrieben und auf die Möglichkeit  der 
Selbstanzeige aufmerksam gemacht  habe. Allerdings seien die Kun-
den nicht gleichzeitig und in vielen Fällen (so auch vorliegend der Be-
schwerdeführer) erst nach Ablauf der Frist für das freiwillige Offenle-
gungsprogramm  entsprechend  informiert  worden.  Diese  verspätete 
Benachrichtigung  lasse  sich  mit  dem  verfassungsrechtlichen  Gebot 
der Rechtsgleichheit, welches in casu auch von der UBS AG zu beach-
ten sei, nicht vereinbaren.

3.4.3 Was der  Beschwerdeführer  aus  diesem  Vorbringen  zu  seinen 
Gunsten  abzuleiten  beabsichtigt,  vermag das  Bundesverwaltungsge-
richt nicht zu erkennen. Der Grundsatz der Rechtsgleichheit soll  den 
Bürger – wie dargelegt – vor rechtsungleicher Behandlung durch die 
Staatsorgane schützen. Bei der UBS AG handelt es sich indessen of -
fensichtlich nicht um ein staatliches Organ. Weshalb das Rechtsgleich-
heitsgebot  vorliegend  ausnahmsweise  dennoch  eine  Rolle  spielen 
könnte, ist weder ersichtlich noch dargetan.

4.
Nachdem der Beschwerdeführer mit  seinen generellen Rügen gegen 
den  Staatsvertrag  10,  insbesondere  gegen  dessen  Gültigkeit  nicht 
durchgedrungen ist, bleibt abschliessend zu prüfen, ob er die Kriterien 
der Kategorie 2/A/b des Anhangs des Staatsvertrags 10 erfüllt.

4.1 Unter  die  Kategorie  2/A/b  fallen  gemäss  Anhang  des  Staats-
vertrags 10 natürliche Personen mit Wohnsitz in den USA, welche zwi -
schen 2001 und 2008 einen (oder  mehrere)  "undisclosed  (non-W-9) 
custody  account(-s)"  oder  einen  oder  mehrere  "banking  deposit 
account(-s)" bei der UBS AG hielten bzw. wirtschaftlich daran berech-
tigt waren, auf welchem/-n zu einem Zeitpunkt im genannten Zeitraum 
mehr  als  1  Mio.  Franken  lagen  (vgl.  Anhang  zum  Staatsvertrag  10 
Ziff. 1 Bst. A; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-4013/2010 vom 
15. Juli 2010 E. 8.2). Des Weiteren ist erforderlich, dass die vom Amts -

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hilfegesuch  betroffene  Person  während  dreier  aufeinanderfolgender 
Jahre in der Zeitspanne von 1999 bis heute kein sogenanntes Formu-
lar W-9 eingereicht hat. Zudem muss auf dem fraglichen UBS-Konto in-
nerhalb von drei aufeinanderfolgenden Jahren von 1999 bis heute ein 
jährliches Durchschnittseinkommen von mehr als Fr. 100'000.-- gene-
riert worden sein. Als Einkünfte gelten das "Bruttoeinkommen" (Zinsen 
und Dividenden) und Kapitalgewinne, welche als 50 % der Bruttover-
kaufserlöse  berechnet  werden  (vgl.  Anhang  zum  Staatsvertrag  10 
Ziff. 2  Bst.  A/b;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-4013/2010 
vom 15. Juli 2010 E. 8.3.1-8.3.3; oben E. 3.1).

4.2 Die vorstehend aufgeführten Kriterien sind in casu erfüllt und wur-
den vom Beschwerdeführer – abgesehen von der Berechnungsweise – 
auch nicht bestritten. Wie bereits oben (E. 3.1) erwähnt, legt der An-
hang  des  Staatsvertrags  10  für  das  Bundesverwaltungsgericht  ver-
bindlich  fest,  wie  die  Kapitalgewinne  zu  berechnen  sind. Gegen die 
Berechnung an sich,  wie sie die ESTV vorgenommen hatte,  brachte 
der  Beschwerdeführer  nichts  vor; insbesondere machte  er  nicht  gel-
tend,  bei  der  einschlägigen  Berechnung  seien  der  ESTV zu  seinen 
Lasten Rechenfehler oder Ähnliches unterlaufen. Solche sind im Übri -
gen auch nicht ersichtlich. Die von der ESTV vorgenommene Umrech-
nung wurde ebenfalls  nicht  gerügt  und ist  vom bereits  mehrfach er-
wähnten Piloturteil  als  korrekt  taxiert  worden (Urteil  des Bundesver-
waltungsgerichts A-4013/2010 vom 15. Juli 2010 E. 8.3.3).

5.
Die Beschwerde ist somit in den Hauptanträgen abzuweisen. Was den 
Eventualantrag betrifft, die Sache sei zum Zwecke weiterer Abklärun-
gen an die ESTV zurückzuweisen, macht der Beschwerdeführer kei-
nerlei Ausführungen zur Frage, was seines Erachtens noch weiter ab-
geklärt werden müsste. Einzig im Zusammenhang mit der Berechnung 
der effektiven Kapitalgewinne,  auf  die es vorliegend – wie gezeigt  – 
nicht ankommt, rügt er die Aktenlage als ungenügend. Für das Bun-
desverwaltungsgericht  ist  aufgrund  des  unbestrittenen  Sachverhalts 
sowie  der  dargelegten  rechtlichen  Erwägungen  nicht  ersichtlich,  wo 
oder  in  welcher  Hinsicht  weitere  Abklärungen der  ESTV erforderlich 
gewesen wären. Aufgrund des im Verfahren vor  dem Bundesverwal-
tungsgericht geltenden gemässigten Rügeprinzips (vgl. oben E. 1.2) ist 
daher  von  Vornherein  nicht  weiter  auf  diesen  Eventualantrag  einzu-
gehen bzw. ist er ebenfalls abzuweisen.

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6.
Ausgangsgemäss hat der unterliegende Beschwerdeführer die Verfah-
renskosten  zu  tragen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG).  Diese  sind  auf 
Fr. 15'000.--  festzulegen  (vgl.  Art. 2  Abs. 1  i.V.m.  Art. 4  des  Regle-
ments  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und Entschädigungen 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  und  mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 20'000.-- zu ver-
rechnen. Der Überschuss von Fr. 5'000.--  ist  dem Beschwerdeführer 
zurückzuerstatten.  Parteientschädigungen  sind  nicht  zuzusprechen 
(vgl.  Art.  64  Abs.  1  VwVG  e  contrario  und  Art.  7  Abs.  1  VGKE 
e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 VGKE).

7.
Dieser Entscheid kann nicht mit  Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen werden (Art.  83 
Bst. h des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht 
[BGG, SR 173.110]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 15'000.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in der Hö-
he von Fr. 20'000.-- verrechnet.  Der Überschuss von Fr. 5'000.-- wird 
dem Beschwerdeführer zurückerstattet.
Dieser  wird  ersucht,  dem  Bundesverwaltungsgericht  eine  Auszah-
lungsstelle bekannt zu geben.

3.
Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Einschreiben)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Beusch Ursula Spörri

Versand: 

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