# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e62b6cc-c32a-57bb-ab0e-8ff9967b0faf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.02.2012 D-5709/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5709-2009_2012-02-16.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­5709/2009/sed 

U r t e i l   v om   1 6 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Richterin Contessina Theis (Vorsitz),
Richter Gérard Scherrer, Richter Fulvio Haefeli,
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

Parteien A._______, geboren am (…),
Sri Lanka,  
vertreten durch lic. iur. Emil Robert Meier, Rechtsanwalt, 
(…),
Beschwerdeführer, 

Gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. August 2009 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Der  Beschwerdeführer  verliess  eigenen  Angaben  zufolge  den 
Heimatstaat  am  28.  März  2009  und  gelangte  am  21.  April  2009  in  die 
Schweiz,  wo  er  gleichentags  um  Asyl  nachsuchte.  Nach  einer 
Kurzbefragung  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  B._______ 
vom  28.  April  2009  wurde  der  Beschwerdeführer  am  4.  Mai  2009  vom 
BFM direkt zu seinen Asylgründen angehört. Im Wesentlichen machte er 
bei  den  Befragungen  geltend,  am  24.  April  2007  seien  Angehörige  der 
srilankischen  Armee  bei  seiner  (Werkstatt)  in  Jaffna  vorbeigekommen, 
hätten  ihm die Unterstützung zu Gunsten der Liberation Tigers of Tamil 
Eelam  (LTTE)  vorgeworfen  und  ihn  ins  Camp  von  Jaffna­Stadt 
mitgenommen,  wo man  ihn  geschlagen  habe.  Nach  zwei  Tagen  sei  er 
freigelassen  worden.  Aufgrund  ständiger  Beobachtungen  durch 
Armeeangehörige  sei  er  ungefähr  im  September  2008  nach  Colombo 
gegangen,  wo  er  sich  registriert,  eine  eigene  (Werkstatt)  betrieben  und 
anfänglich keine Probleme gehabt habe. Am 16. Oktober 2008 sei er  im 
Rahmen  einer  Ausweiskontrolle  von  Leuten  des  Geheimdienstes  der 
Armee  vor  einem  Lodge  festgenommen  worden.  Es  sei  ihm  erneut  die 
Unterstützung  zu  Gunsten  der  LTTE  vorgeworfen  worden.  Vor  diesem 
Hintergrund  habe  er  Sri  Lanka  schliesslich  verlassen.  Irgendwelche 
anderen Probleme mit  den  heimatlichen Behörden  oder Organisationen 
verneinte  der  Beschwerdeführer.  Für  den  Inhalt  der weiteren  Aussagen 
wird  auf  die  Akten  verwiesen.  Das  BFM  verzichtete  auf  weitere 
Abklärungen.

In der Folge wurde der Beschwerdeführer  für die Dauer des Verfahrens 
dem Kanton C._______ zugewiesen.

B. 
Das  BFM  stellte  mit  Verfügung  vom  10.  August  2009  –­  eröffnet  am 
11. August  2009  –  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht, und  lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig 
verfügte  es  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der  Schweiz 
und  ordnete  den  Wegweisungsvollzug  an.  Zur  Begründung  wurde  im 
Wesentlichen  ausgeführt,  die  Vorbringen  genügten  einerseits  den 
Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  und  andererseits 
denjenigen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht. Bei der vom 
Beschwerdeführer  geltend  gemachten  Inhaftierung  von  April  2007  in 

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Jaffna  handle  es  sich  um ein  abgeschlossenes Ereignis,  das  zu  keinen 
weiteren  Nachteilen  geführt  habe.  Die  Freilassung  ohne  Bedingungen 
ergäbe  auch,  dass  seitens  der  srilankischen  Armee  keine  weiteren 
Verfolgungsabsichten  bestanden  haben.  Die  Inhaftierung  sei  zwar  ein 
Eingriff  in  die  psychische  Integrität  des Beschwerdeführers,  indes diene 
die  Asylgewährung  nicht  dazu,  einmal  erlittenes  Unrecht  wieder  gut  zu 
machen.  Unter  Angabe  der  jeweiligen  Fundstellen  in  den  Protokollen 
wurde  ferner  ausgeführt,  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  seien 
widersprüchlich  ausgefallen,  erst  im  späteren  Verlaufe  des  Verfahrens 
geltend gemacht worden und würden der allgemeinen Erfahrung oder der 
Logik des Handelns widersprechen (Angaben zur Dauer der Festnahme 
vom 16. Oktober 2008 in Colombo; Angaben im Zusammenhang mit der 
wiederholten Suche nach ihm nach der Freilassung sowie den gestellten 
Geldforderungen  durch  Armeeangehörige;  Angaben  zur  behördlichen 
Suche nach ihm in Jaffna). Der Vollzug der Wegweisung sei durchführbar 
und zumutbar; ihm stünden keine triftigen Gründe entgegen.

C. 
Mit Eingabe vom 10. September 2009 erhob der Beschwerdeführer beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  und  beantragte  unter  Kosten­ 
und  Entschädigungsfolge  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung 
und  die  Rückweisung  der  Sache  zur  ergänzenden 
Sachverhaltsfeststellung  und  zum  neuen  Entscheid  an  das  BFM. 
Eventualiter sei dem Beschwerdeführer Asyl in der Schweiz zu gewähren. 
Subeventualiter  sei  die  Unzulässigkeit  des  Vollzugs  der  Wegweisung 
festzustellen, und das BFM sei anzuweisen, dem Beschwerdeführer eine 
vorläufige  Aufnahme  in  der  Schweiz  zu  gewähren.  In  prozessualer 
Hinsicht  wurde  die  unentgeltliche  Rechtspflege  sowie  eventualiter  der 
Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  beantragt.  Auf  die 
Begründung  der  Beschwerde  wird,  soweit  entscheidwesentlich,  in  den 
Erwägungen eingegangen.

D. 
Nach erfolgter Eingangsbestätigung wurde mit Instruktionsverfügung vom 
30.  September  2009  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
auf  einen  späteren  Zeitpunkt  verwiesen  und  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses verzichtet.

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E. 
In seiner Vernehmlassung vom 16. Oktober 2009 hielt das BFM an seiner 
Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 
Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
3.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 

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oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen psychischen Druck bewirken (vgl. Art. 3 AsylG).

3.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7 
AsylG).

4. 
4.1.  Der  Beschwerdeführer  konnte  sich  anlässlich  seiner  Anhörungen 
(Erstanhörung  im  EVZ/direkte  Bundesanhörung)  während  rund 
viereinhalb Stunden äussern. Er berief sich grundsätzlich auf denselben 
Sachverhalt. Die Verständigung mit den Dolmetschern bezeichnete er bei 
beiden  Anhörungen  als  gut.  Den  Protokollen  sind  auch  keine 
Anhaltspunkte zu entnehmen, wonach der Beschwerdeführer nicht in der 
Lage gewesen wäre, den Befragungen zu folgen. Ebenfalls ergeben sich 
keine Hinweise  für  die  Annahme,  dass  ihm  nicht  genügend  Zeit  für  die 
Darlegung  seiner  Fluchtgründe  zur  Verfügung  gestanden  hätte.  Dem 
Beschwerdeführer  wurden  nach  seiner  freien  Erzählung  zu  den 
Gesuchsgründen  im  EVZ  zusätzliche  konkrete  respektive  klärende 
Fragen  zu  den  von  ihm  erwähnten  zwei  massgebenden 
fluchtauslösenden  Vorkommnissen  gestellt.  Auch  erhielt  er  die 
Gelegenheit,  allfällige  weitere  Gründe  darzutun,  die  ihn  zum  Verlassen 
des  Heimatlandes  bewogen  haben  beziehungsweise  die  gegen  eine 
allfällige Rückkehr nach Sri  Lanka sprechen würden. Mit  der Befragung 
beim Bundesamt  verhält  es  sich  gleichermassen.  Insbesondere wurden 
dem  Beschwerdeführer  zahlreiche  vertiefende  Fragen  hinsichtlich  des 
gegenüber  der  Erstbefragung  grundsätzlich  unverändert  gebliebenen 
Sachvortrags  gestellt.  Ferner  bestätigte  der  Beschwerdeführer 
unterschriftlich die Richtigkeit (EVZ) und Vollständigkeit (Bundesamt) der 
diesbezüglichen  Protokolle,  weshalb  er  sich  bei  seinen  Aussagen 
behaften zu lassen hat. Diese Feststellung erfährt zudem an Gewicht, als 

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dass  die  beim  Bundesamt  anwesende  Hilfswerkvertretung  auf  die  ihr 
eingeräumte  Gelegenheit,  selbst  Fragen  an  den  Beschwerdeführer  zu 
richten,  verzichtete  und  darüberhinaus  mit  ihrer  Unterschrift  bestätigte, 
dass  sie  keine  Einwände  anzumelden  beziehungsweise  weitere 
Abklärungen anzuregen habe. Es  trifft zwar zu, dass die Vorinstanz den 
Sachverhalt in der angefochtenen Verfügung sehr kurz gehalten und nicht 
jede  vom  Beschwerdeführer  vorgebrachte  Einzelheit  aufgeführt  hat.  In 
Verbindung  mit  dem  unter  Angabe  der  Fundstellen  in  den  Protokollen 
erfolgten  Begründungsteil  ergibt  sich  jedoch  zweifelsfrei,  dass  der 
Sachverhalt  als  erstellt  (vollständig)  zu  erachten  ist.  Entgegen  der 
vertretenen  Ansicht  in  der  Beschwerde  kann  demnach  von  einer  bloss 
teilweisen  Erfassung  des  Sachverhalts  und  einer  bloss  partiellen 
Würdigung  der  Vorbringen  keine  Rede  sein.  Der  entsprechende 
Hauptantrag um Rückweisung der Sache an die Vorinstanz (vgl. Ziff.1 S. 
2  der  Beschwerdeanträge  sowie  Ziff.  6  S.  6  der  Begründung)  ist  somit 
abzuweisen. 

4.2. Das  Bundesverwaltungsgericht  gelangt  sodann  zum  Schluss,  dass 
die  dem  Beschwerdeführer  vom  BFM  vorgeworfenen 
Unglaubhaftigkeitselemente  in  den  Akten  grösstenteils  Stütze  finden. 
Ebenfalls ist der Argumentation der Vorinstanz zuzustimmen, wenn es die 
asylrechtliche  Beachtlichkeit  des  geltend  gemachten  Ereignisses  von 
April  2007  in  Abrede  stellt.  Ergänzend  ist  in  diesem  Zusammenhang 
festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  nach  diesem  Vorkommnis  bis 
zu  seinem  Wegzug  nach  Colombo  während  rund  anderthalb  Jahren 
keinen  nennenswerten  Nachteilen  seitens  der  srilankischen 
Sicherheitskräfte mehr ausgesetzt gewesen ist. Seine in diesem Zeitraum 
empfundene  Angst,  weil  er  vier  bis  fünf  Mal  überwacht  worden  sei,  ist 
zwar  nachvollziehbar;  sie  ist  im  Gesamtkontext  aber  als  eine  subjektiv 
übersteigerte  Wahrnehmung  zu  bezeichnen,  mit  welcher  er  keine 
individuelle  Betroffenheit  im  Sinne  des  Asylgesetzes  darzutun  vermag. 
Schliesslich  ist  zu  erwähnen,  dass  im  Gegensatz  zur  Bundesanhörung 
von  einem  Spitalaufenthalt  bei  der  Erstbefragung  keine  Rede  war  und 
sich die vom Beschwerdeführer geschilderten Nachteile, die ihm während 
der Festhaltung  im April  2007 zugefügt worden sind, nur  schwerlich mit 
der  im eingereichten Arztzeugnis  enthaltenen Diagnose  (Motorradunfall) 
in  Einklang  bringen  lassen.  Insgesamt  geben  die  vorinstanzlichen 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu keinen Beanstandungen 
Anlass (vgl. Bst. B hiervor sowie nachstehend).

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4.3.  Die  Argumentation  in  der  Rechtsmitteleingabe  ist  ungeeignet,  die 
dem  Beschwerdeführer  vom  BFM  vorgeworfenen 
Unglaubhaftigkeitselemente zu entkräften. Sie erweist sich unter anderem 
als  mutmassend,  womit  die  diversen  Unstimmigkeiten  und 
Ungereimtheiten  in  den  Aussagen  des  Beschwerdeführers  jedoch  nicht 
überzeugend  erklärt  und  beseitigt  werden.  Die  diesbezüglichen 
Ausführungen  sind  vielmehr  als  eine  nachträgliche  Anpassung  an  den 
bereits  festgestellten  Sachverhalt  zu  werten.  Insbesondere  vermögen – 
wie  bereits  unter  E.  4.1  ausgeführt  –  weder  der  Einwand  der 
unzureichenden  Bildung  des  Beschwerdeführers  noch  die  Berufung  auf 
die  unterschiedliche  Dauer  und  die  Übersetzungsproblematik  bei  den 
Befragungen  die  Divergenzen  zu  erklären.  Ebensowenig  überzeugen 
seine Aussagen, wonach er beim ersten Mal Angst gehabt habe, weil er 
nicht  gewusst  habe,  was  man  ihn  fragen  würde  oder  weil  er  sehr 
aufgeregt  gewesen  sei.  Es  ist  nicht  einzusehen,  weshalb  der 
Beschwerdeführer  ausgerechnet  gegenüber  denjenigen  Behörden,  bei 
denen  er  um Schutz  nachsucht,  seine  fluchtauslösenden Gründe derart 
unterschiedlich  zu  Protokoll  gibt  oder  massgebende,  ihn  betreffende 
Vorkommnisse,  aus  unerfindlichen  Gründen  vergisst  zu  erwähnen. 
Sodann gilt vorliegend – ungeachtet der unterschiedlichen Schilderungen 
des  Beschwerdeführers  zwischen  Erst­  und  Bundesbefragung  –  zu 
berücksichtigen,  dass  die  geltend  gemachten  Probleme mit  Leuten  der 
CID in Colombo (ca. Mitte Oktober 2008) eher zufällig angefangen haben 
sollen,  und er  sich diesen Schwierigkeiten durch Schmiergeldzahlungen 
zu  entledigen  gewusst  haben  will.  Auch  kann  dem  Protokoll  der 
Bundesanhörung  entnommen  werden,  dass  er  allenfalls  weiteren 
ernsthaften  Nachteilen  im  Sinne  des  Asylgesetzes  nicht  ausgesetzt 
gewesen ist (A 8 S. 14 f.). Die erst mehr als fünf Monate später erfolgte 
Ausreise aus dem Heimatland vermag deshalb durchaus die Vermutung 
zu nähren, dass dem Beschwerdeführer ein menschenwürdiges Leben in 
Colombo nicht unzumutbar erschwert oder gar verunmöglicht worden ist. 
Nicht  ausser  Acht  gelassen  werden  dürfen  in  diesem  Zusammenhang 
ebenfalls  dessen  Schilderungen  zu  den  Ausreiseumständen.  Sein 
Verhalten  muss  jedenfalls  als  gegen  eine  behauptete 
Gefährdungssituation  sprechend  qualifiziert  werden.  So  erscheint  es 
kaum verständlich, dass er sich vollkommen dem Schlepper vertrauend, 
als  verdächtige  Person  und  der  singhalesischen  Sprache  nicht mächtig 
dem Risiko des Entdecktwerdens bei  den  rigorosen Kontrollen  rund um 
den Flughafen und  im Flughafen selbst ausgesetzt haben soll,  indem er 
mit  einem auf  einen  anderen Namen  lautenden  srilankischen Pass,  der 
mit  seinem  Foto  und  seinem  Geburtsdatum  versehen  war,  sein 

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Heimatland  auf  dem  Luftweg  verlassen  haben  will.  Angesichts  dieser 
Sachlage   –  nähere  Hinweise  oder  Aufschlüsse  für  eine  asylrelevante 
Bedrohungs­  oder  Verfolgungssituation  unterbleiben  –  erübrigen  sich 
weitere  Erörterungen.  Insbesondere  vermag  der  Beschwerdeführer  aus 
dem  Gefälligkeitscharakter  aufweisenden  Bestätigungsschreiben  von 
K.P. nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. 

4.4.  Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer 
nicht darzutun vermochte, dass er einer Verfolgung  im Sinne von Art. 3 
AsylG  ausgesetzt  war  oder  begründete  Furcht  hat,  einer  solchen 
ausgesetzt  werden  zu  können.  Er  kann  daher  nicht  als  Flüchtling 
anerkannt  werden.  Die  Vorinstanz  hat  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers demnach zu Recht abgelehnt.

5. 
5.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

5.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9; Entscheidungen und Mitteilungen der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).

6. 
6.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 
WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.], 
Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148).

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6.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 
den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art.  83 
Abs. 3 AuG).

So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

6.3.  Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement 
nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 
Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5 
AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des 
Beschwerdeführers  in  den  Heimatstaat  ist  demnach  unter  dem  Aspekt 
von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 
noch  aus  den  Akten  Anhaltspunkte  dafür,  dass  er  für  den  Fall  einer 
Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 
einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen  Strafe  oder 
Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen 
Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN­Anti­
Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr 
("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft machen,  dass  ihm  im Fall  einer 
Rückschiebung  Folter  oder  unmenschliche  Behandlung  drohen  würde 
(vgl.  EGMR  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen  Italien,  Urteil  vom 

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28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 – 127, mit weiteren 
Hinweisen).  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  im 
Heimatstaat  lässt  den  Wegweisungsvollzug  zum  heutigen  Zeitpunkt 
klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der 
Vollzug  der  Wegweisung  sowohl  im  Sinne  der  asyl­  als  auch  der 
völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

6.4.    Gemäss  Art. 83  Abs. 4  AuG  kann  der  Vollzug  für  Ausländerinnen 
und  Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg, 
allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind. 
Wird  eine  konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von 
Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren  (vgl. BVGE 
2009/51  E. 5.5  S. 748,  BVGE  2009/41  E. 7.1  S. 576  f.;  Botschaft  zum 
AuG, BBl 2002 3818).

6.4.1. Das  Bundesverwaltungsgericht  nahm  im Urteil  BVGE  2008/2  zur 
Frage  der  Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs  nach Sri  Lanka  eine 
Lageanalyse  vor.  Gemäss  der  damals  festgelegten  Praxis  war  bei 
abgewiesenen  Asylsuchenden  tamilischer  Ethnie,  die  aus  dem 
Grossraum  Colombo  oder  dessen  Umgebung  stammen,  grundsätzlich 
von  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in  diese  Gebiete 
auszugehen  (vgl.  BVGE  2008/2  E. 7.6.1  S. 20).  In  die  Nord­  und 
Ostprovinzen  war  der  Wegweisungsvollzug  hingegen  unzumutbar  (vgl. 
BVGE 2008/2 E. 7.6.2 S. 21). 

6.4.2. Im zur Publikation bestimmten Urteil E­6220/2006 vom 27. Oktober 
2011 hat das Bundesverwaltungsgericht angesichts der veränderten Lage 
nach  dem  Ende  des  sri­lankischen  Bürgerkriegs  im  Mai  2009  eine 
erneute  Beurteilung  vorgenommen.  In  Bezug  auf  die  Frage  der 
Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  ist  es  dabei  zur  Einschätzung 
gelangt, dass der Wegweisungsvollzug in das sogenannte "Vanni­Gebiet" 
weiterhin  unzumutbar  ist.  Für  Personen,  die  aus  dem  übrigen 
Staatsgebiet  stammen  und  dorthin  zurückkehren,  ist  der 
Wegweisungsvollzug  hingegen  grundsätzlich  zumutbar  (vgl.  Urteil  E­
6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E 13.2.2.3. und 13.3.).

6.4.3. Der Beschwerdeführer stammt aus D._______ dem Distrikt Jaffna 
in  der  Nordprovinz,  wohin  der  Wegweisungsvollzug  gemäss  den 
Ausführungen  in Ziff. 6.4.2. der Erwägungen grundsätzlich zumutbar  ist. 
Er verfügt über eine siebenjährige Schulbildung und ging gemäss seinen 

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Angaben seit 1983 bis zur Ausreise  im Jahr 2009 einer Erwerbstätigkeit 
als  Motorradmechaniker  nach.  Die  letzten  Jahre  betrieb  er  zunächst  in 
Colombo und später in Jaffna eigene (Werkstätten) und führte anlässlich 
der Bundesanhörung aus, dass diejenige in Jaffna wieder eröffnet werden 
könne  (A  1  S.  3  und  6;  A  8  S.  5,  6  und  7).  Mithin  besitzt  er  gute 
Voraussetzungen,  um  im  Heimatland  wieder  beruflich  Fuss  zu  fassen. 
Ferner kann der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in sein Heimatland 
auf  ein  umfangreiches  familiäres  Beziehungsnetz  (Ehefrau,  Kinder, 
Eltern, Geschwister, Familienangehörige der Ehefrau) zurückgreifen, das 
eine Reintegration zusätzlich erleichtern dürfte ( 1 S. 4; A 8 S. 4 und 5). 
Sodann ergeben sich aus den Akten auch keine Anhaltspunkte, dass der 
Vollzug der Wegweisung aus medizinischen Gründen nicht zumutbar sein 
könnte.  Angesichts  dieser  Umstände  ist  davon  auszugehen,  dass  der 
Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in seine Heimat nicht in eine seine 
Existenz  bedrohende Situation  geraten wird. Nach  dem Gesagten  kann 
der Vollzug der Wegweisung – entgegen der  in der Rechtsmitteleingabe 
vertretenen  Auffassung  –  in  genereller  und  individueller  Hinsicht  als 
zumutbar bezeichnet werden.

6.5.  Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der 
zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG 
und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug 
der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu  bezeichnen  ist  (Art. 83  Abs. 2 
AuG).

6.6. Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten 
fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83 
Abs. 1 – 4 AuG).

7. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

8. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  wären  die  Kosten  dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  und  5  VwVG).  Da  der 
Beschwerdeführer  indes  gemäss  den  vorliegenden  Akten  aktuell  nicht 

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erwerbstätig  ist,  kann  davon  ausgegangen  werden,  dass  er  prozessual 
bedürftig  ist.  Gleichzeitig  müssen  die  Beschwerdebegehren  als  im 
Zeitpunkt  der  Einreichung  zumindest  im Wegweisungsvollzugspunkt  als 
nicht  aussichtslos  bezeichnet  werden.  Demnach  ist  das  Gesuch  um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
VwVG  gutzuheissen  und  auf  die  Erhebung  von  Verfahrenskosten  zu 
verzichten.  Trotz  Unterliegens  des  Beschwerdeführers  werden 
demzufolge keine Kosten auferlegt.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  (Art.  65 
Abs. 1 VwVG) wird gutgeheissen.

3. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Contessina Theis Alfred Weber

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