# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb03daee-0e4b-5a7d-84cd-7da74d13b920
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.05.2017 200 2016 496
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-496_2017-05-04.pdf

## Full Text

200 16 496 IV
GRD/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. Mai 2017

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. April 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Mai 2017, IV/16/496, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1961 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich erstmals am 17. Juli 2008 unter Hinweis auf eine psychische 
Erkrankung bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum 
Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Akten der IVB, Ant-
wortbeilage [AB] 1). In der Folge gewährte die IVB Frühinterventionsmass-
nahmen und veranlasste eine berufliche Abklärung sowie ein Arbeitstrai-
ning in der Abklärungsstelle B.________ (AB 12; 24; 30; 37). Ab dem 1. 
September 2009 konnte die Versicherte bei der Abklärungsstelle 
B.________ eine Festanstellung als … antreten (vgl. Arbeitsvertrag vom 3. 
Juli 2009, AB 43), woraufhin die Eingliederungsmassnahmen abgeschlos-
sen wurden (vgl. Schlussbericht vom 27. November 2009, AB 42). Mit Ver-
fügung vom 17. Februar 2010 (AB 45) lehnte die IVB bei einem Invali-
ditätsgrad von 23% den Anspruch auf eine Invalidenrente ab.

B.

Am 15. Mai 2015 (AB 47) meldete sich die Versicherte wegen Augenpro-
blemen erneut bei der IVB zum Leistungsbezug an. Die IVB führte darauf-
hin erwerbliche und medizinische Abklärungen durch und liess die Versi-
cherte interdisziplinär durch die Dres. med. C.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin sowie Rheumatologie, und D.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten (vgl. die beiden Fachgut-
achten sowie die interdisziplinäre Beurteilung vom 2. Februar 2016, AB 
88.1; 88.2; 90.1). Mit Vorbescheid vom 29. Februar 2016 (AB 92) stellte die 
IVB der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 15% die Abweisung 
des Leistungsbegehrens in Aussicht. Damit zeigte sich die Versicherte 
nicht einverstanden. Sie erhob am 16. März 2016 (AB 97) mündlich Ein-
wand. Nachdem das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst der IV-
Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (RAD) zur Stellungnahme unterbreitet wor-
den war (vgl. Bericht vom 21. März 2016, AB 102 S. 3), verfügte die IVB 

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am 25. April 2016 (AB 110) wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt und 
wies das Leistungsbegehren ab.

C.

Mit Eingabe vom 20. Mai 2016 erhob die Versicherte Beschwerde und be-
antragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 25. April 2016. 

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 22. Juni 
2016 auf Abweisung der Beschwerde.

In der Folge reichte die Beschwerdeführerin mehrere Arztzeugnisse und 
einen weiteren Arztbericht vom 20. September 2016 ein (Akten der Be-
schwerdeführerin, Beschwerdebeilage [BB] 8 ff.). Ab dem 15. November 
2016 ersuchte sie zudem in diversen Eingaben um berufliche Massnahmen 
in Form eines Arbeitsversuchs.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

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die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt ist die Verfügung vom 25. April 2016 (AB 110). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

Soweit die Beschwerdeführerin die Zusprache beruflicher Massnahmen 
beantragt, ist darauf nicht einzutreten, da hierüber in der angefochtenen 
Verfügung nicht entschieden wurde, womit es an einem Anfechtungsge-
genstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt (BGE 131 V 
164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-

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ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neuan-
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu verge-
wissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verände-
rung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat dem-
nach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 
ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der 
Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach 

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zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prü-
fungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV 
Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 25. Mai 
2015 (AB 47) eingetreten. Folglich ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht 
zu überprüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, ob zwischen 
der rentenabweisenden Verfügung vom 17. Februar 2010 (AB 45) und der 
hier angefochtenen Verfügung vom 25. April 2016 (AB 110) eine wesentli-
che Veränderung der erheblichen Tatsachen eingetreten ist, die geeignet 
ist, den Invaliditätsgrad bzw. den Rentenanspruch zu beeinflussen 
(vgl. E. 2.5 hiervor).

3.2 Die Beschwerdeführerin meldete sich erstmals am 17. Juli 2008 
(AB 1) wegen psychischen Beschwerden zum Leistungsbezug an. Nach 
einem Arbeitstraining in der Abklärungsstelle B.________ (AB 30; 37; 41 S. 
2) konnte sie bei dieser ab dem 1. September 2009 (AB 43) eine Festan-
stellung antreten, woraufhin die IVB mit Verfügung vom 17. Februar 2010 
den Rentenanspruch abwies (AB 45). Im Mai 2015 meldete sich die Be-
schwerdeführerin aufgrund einer im August 2012 aufgetretenen Augenpro-
blematik erneut zum Bezug von Leistungen bei der IVB an (AB 47). Damit 
liegt – im Vergleich zur Verfügung vom 17. Februar 2010 – offensichtlich 
ein Neuanmeldungsgrund vor und die Beschwerdegegnerin hat den An-
spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung zu Recht in jeder Hinsicht 
frei geprüft (vgl. E. 2.5 hiervor).

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3.3 Der angefochtenen Verfügung vom 25. April 2016 (AB 110) liegen 
im Wesentlichen folgende Berichte zugrunde:

3.3.1 Im Bericht vom 17. Dezember 2012 (AB 65 S. 17) führte Dr. med. 
E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, 
folgende Diagnosen auf:

- Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
- erfüllte ACR-Klassifikationskriterien: Photosensitivität, ANA 1:640, dsDNS 

Antikörper+, wdh. Lymphopenie und Leukopenie
- Sjögren Syndrom: SS-A positiv (SS-B negativ), Sicca-Symptomatik und

-befund der Augen
- weitere Klinik: Raynaudsymptomatik, Episkleritis linksbetont seit Dezem-

ber 2011
- weiteres Labor: Histon-AK+, dsDNS (Crithidien) ˂ 1:10, IgG-Cardiolipin-

AK+, C3 und C4 im Normbereich
- ICD-10 L93

- Episkleritis ED seit Dezember 2011
- unter lokaler Therapie

- Enthesiopathische Schmerzen rechts gluteal
- beschwerdefrei während passagerer Steroidgabe

Die Patientin berichte über eine unveränderte Beschwerdesymptomatik mit 
persistierenden rechtsseitigen glutealen Schmerzen in Ruhe und bei Be-
wegung; ansonsten sei sie völlig beschwerdefrei.

Mit Bericht vom 11. März 2013 (AB 65 S. 15) bestätigte Dr. med. 
E.________ die bisherigen Diagnosen und wies im Weiteren auf eine bipo-
lare Störung, bestehend seit ca. 2008, hin. Aktuell bestünden keine Hinwei-
se für eine klinisch relevante Aktivierung bzw. Organmanifestation des 
SLE. Im Vordergrund stünde die Sicca-Symptomatik an den Augen und im 
Mund. Eine angemessene Substitution werde durchgeführt.

Am 26. März 2015 (AB 65 S. 3) hielt Dr. med. E.________ fest, der Patien-
tin seien Lacrycon-Augentropfen verordnet worden, die alle 30 Minuten zu 
applizieren seien. Gemäss Angaben der Patientin sei sie mit diesem Auf-
wand nicht mehr in der Lage, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen. 
Auch …arbeiten seien ihr nicht mehr möglich. Klinisch im Vordergrund 
stünden die subjektiv als sehr beeinträchtigend wahrgenommenen Be-
schwerden an den Augen bzw. der mit der ophthalmologischerseits ausge-
sprochenen Therapieempfehlung verknüpfte Aufwand für die Patientin. 
Äusserlich lägen keine Hinweise für eine schwere Keratokonjunktivitis sicca 

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vor. Auf dringenden Wunsch der Patientin attestierte Dr. med. E.________ 
eine Arbeitsunfähigkeit bis zum 10. April 2015.

3.3.2 Der Hausarzt Dr. med. F.________, praktischer Arzt, attestierte ab 
dem 30. März 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (AB 49 S. 1, 4 f.; 55 
S. 2; 68 S. 2; 76 S. 2; 79 S. 2; 82 S. 2; 84 S. 2; 87 S. 2).

3.3.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Ophthalmologie, diagnostizierte 
im Bericht vom 11. Mai 2015 (AB 49 S. 2) eine chronische Keratokonjunkti-
vitis sicca und ein sekundäres Sjögren-Syndrom bei SLE. Unter der Topf-
therapie von Sicca Fluid 2x/d, Lacrycon-Augentropfen halbstündlich und 
der Vitamin A-Augensalbe in der Nacht sei die Keratokonjunktivitis sicca 
stabil, jedoch müsse die Patientin, um einen relativ stabilen Befund zu er-
halten, sehr häufig befeuchtende Augentropfen applizieren (halbstündlich). 
Dies sei für die Patientin vor allem beruflich sehr beeinträchtigend.

3.3.4 Im Verlaufsbericht vom 27. August 2015 (AB 75 S. 2) bestätigte 
Dr. med. H.________, Facharzt für Ophthalmologie, die gestellten Diagno-
sen von Dr. med. G.________. Beidseits lägen sehr trockene Augen vor, 
welche eine bis halbstündliche Tropfenapplikation erforderten. Die Seh-
schärfe sei beidseits voll vorhanden. Zur Augentropfenapplikation müsse 
die Patientin sehr häufig Pausen machen (S. 3 Ziff. 1.7).

3.3.5 Der Hausarzt Dr. med. F.________ nannte im Verlaufsbericht vom 
2. September 2015 (AB 69) als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit ein SLE und ein Sicca-Syndrom. Das Ausmass der Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit konnte er nicht beantworten (S. 3 Ziff. 11 ff.).

3.3.6 Mit Bericht vom 10. Dezember 2015 (AB 84 S. 4) teilte Dr. med. 
E.________ mit, die Patientin leide vorwiegend an einer Sicca-
Symptomatik der Augen. Zudem lägen unspezifische Myalgien ohne Hin-
weis für eine Myositis im bisherigen Verlauf vor. Die früher festgestellten 
Cardiolipin-Antikörper hätten sich wieder normalisiert, so dass kein erhöh-
tes Thromboserisiko angenommen werden müsse. Sonstige Organmani-
festationen im Rahmen des Lupus seien weiterhin nicht festzustellen. 

3.3.7 Die interdisziplinäre Beurteilung vom 2. Februar 2016 (AB 88.2) 
basiert auf den Fachgutachten der Dres. med. C.________ und 

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D.________ (AB 88.1; 90.1). Dabei stellten die Gutachter folgende Diagno-
sen (AB 88.1 S. 7):

Diagnosen mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
- SLE

- Sicca-Beschwerden der Augen
- Episkleritis mit Erstdiagnose im Dezember 2011 im Rahmen des Sjögren-

Syndroms

Diagnosen ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 
- Unauffälliger psychischer sowie psychosomatischer Gesundheitszustand 

und Status nach schwerer depressiver Episode 2008
- Anamnestisch Schmerzen im Bereich der rechten Gesässregion mit pha-

senweiser Ausstrahlung in den rechten Oberschenkel
- nicht ausreichend somatisch abstützbar

- Gestörte Gluconeogenese
- Anamnestisch erhöhter Alkoholkonsum

- CDT-Wert aktuell normal

Aus somatisch-rheumatologischer Sicht legte Dr. med. C.________ u.a. 
dar (AB 88.1), ein SLE und eine Episkleritis seien ausgewiesen. Zudem 
könne eine Sicca-Symptomatik bestätig werden, die hauptsächlich die Au-
gen betreffe (S. 7). Die Sicca-Symptomatik habe je nach Ausmass Pausen 
während der Arbeit zur Folge. Eine derartige Pause für die Anwendung von 
Augentropfen und/oder von Augensalben betrage bei einer geübten Patien-
tin maximal eine bis zwei Minuten. Wenn eine Anwendung ein bis zwei Mal 
stündlich durchgeführt werden müsse, resultiere somit pro Arbeitsstunde 
keine Pause von mehr als fünf Minuten. Es sei plausibel, dass bei einer 
Arbeitstätigkeit häufig Pausen zur Applikation der Augentropfen resultiere. 
Eine Arbeitsunfähigkeit für berufliche Tätigkeiten am … könne hingegen 
nicht begründet werden. Weder das in den medizinischen Unterlagen er-
wähnte Raynaud-Phänomen noch die wiederholt nachgewiesene Lympho-
penie würden anhaltend die Arbeitsfähigkeit einschränken (S. 8). In der 
aktuellen Untersuchung habe sich die Versicherte am Bewegungsapparat 
als schmerzfrei beschrieben. In der klinischen Untersuchung seien denn 
auch keine relevanten Befunde objektivierbar gewesen. Die ergänzend 
durchgeführten Röntgenaufnahmen der Lendenwirbelsäule und des Be-
ckens hätten normale axiale Gelenksstrukturen und keine Anhaltspunkte 
auf eine relevante Fehlhaltung, auf eine Arthrose oder auf eine entzündli-
che Veränderung gezeigt. Auch in der MRI-Abklärung des rechten Hüftge-
lenkes vom 3. April 2012 (AB 88.3 S. 2) sei kein relevanter pathologischer 
Befund zur Darstellung gekommen (S. 9). Möglicherweise seien die von der 

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Versicherten geschilderten unspezifischen Beschwerden im Bereich der 
Gesässregion rechts und die phasenweise auftretenden Beschwerden im 
Bereich der Oberarme unspezifischen Myalgien zuzuordnen. Einen korreli-
erenden relevanten somatisch-pathologischen Befund habe indessen nicht 
festgestellt werden können (S. 10). Insgesamt beurteilte Dr. med. 
C.________ die von der Versicherten geschilderten Beschwerden bezüg-
lich des Umfangs, der Intensität und der daraus abgeleiteten Arbeitsabsti-
nenz als höchstens partiell auf die objektivierbaren somatisch-
pathologischen Befunde abstützbar. In einer derartigen Situation seien 
grundsätzlich krankheitsfremde Gründe, ein Aggravationsverhalten im 
Rahmen eines Rentenbegehrens und eine psychosomatisch-psychiatrische 
Affektion zu diskutieren (S. 11). Die Arbeitsfähigkeit sei aus rein somatisch-
rheumatologischer Sicht aufgrund der „Augenbeschwerden“ für die von der 
Versicherten bisher im … Bereich resp. im … Bereich ausgeübten berufli-
chen Tätigkeiten seit 2012 zu maximal 10 bis 20% eingeschränkt. Die bis-
her ausgeübte Arbeit entspreche einer angepassten Verweistätigkeit 
(S. 12).

Dr. med. D.________ führte aus psychiatrischer Sicht aus (AB 90.1), im 
Juni 2008 habe die Versicherte an einer schweren depressiven Episode mit 
einem Selbstmordversuch gelitten. Der Verlauf zeige, dass die depressive 
Episode ein einmaliges Ereignis geblieben sei. Die Versicherte gebe denn 
auch an, seither nie mehr an Verstimmungen oder psychotischen Vorstel-
lungen gelitten zu haben. Auch in den Akten fänden sich keine gegenteili-
gen Anhaltspunkte. In der aktuellen Untersuchung habe sich ein unauffälli-
ger Psychostatus gezeigt (S. 9). Die Versicherte sei von Juni bis Herbst 
2008 hochgradig eingeschränkt gewesen; seither sei sie dies nicht mehr. 
Diese Beurteilung gelte für die bisherige Tätigkeit als … wie auch für ange-
passte Tätigkeiten (S. 15).

Die Gutachter hielten nach durchgeführter Konsensbesprechung fest, für 
die interdisziplinäre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit könne vollumfänglich 
auf die Einschätzungen aus somatisch-rheumatologischer Sicht abgestützt 
werden (AB 88.2 S. 2).

3.3.8 Am 10. März 2016 (AB 97 S. 4) berichtete Dr. med. G.________ 
über eine notfallmässige Vorstellung der Beschwerdeführerin am 7. März 

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2016. Die Patientin habe sich wegen vermehrten Problemen beim Lesen 
von Kleingedrucktem und starkem Brennen der Augen vorgestellt. Dabei 
spiele die altersgemäss fortschreitende Presbyopie eine Rolle. Die Mis-
sempfindungen und die Lichtempfindlichkeit seien durch die chronisch tro-
ckenen Augen bei Sjögren-Syndrom erklärbar. Die Patientin sei hierdurch 
in ihrer Lebensqualität und Belastbarkeit deutlich eingeschränkt. Aufgrund 
der beruflichen Situation habe er die Patientin ermutigt, sich aktiv um Ein-
satzmöglichkeiten beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zu 
erkundigen.

3.3.9 Die RAD-Ärztin med. pract. I.________, Fachärztin für Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation, gab in der Stellungnahme vom 21. März 
2016 (AB 102 S. 3) an, auf das in der bidisziplinären Beurteilung vom 2. 
Februar 2016 formulierte Zumutbarkeitsprofil sei abzustellen.

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). Eine von anderen mit der 
versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung vermag die 
Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu 
den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial ausein-
anderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf welche 
Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und 
allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 
132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

3.5 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 25. April 2016 (AB 110) massgeblich auf die interdisziplinäre 
Beurteilung vom 2. Februar 2016 (AB 88.2), welche auf den Gutachten der 
Dres. med. C.________ und D.________ (AB 88.1; 90.1) basiert, gestützt. 
Die Expertiesen der beiden Fachärzte erfüllen die von der höchstrichterli-
chen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens 
gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.4 hiervor), weshalb ihnen volle Beweis-
kraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die Gutachter haben 
sich in der ärztlichen Beurteilung sorgfältig mit den gesundheitlichen Ein-
schränkungen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und ihre 
Schlussfolgerungen in Kenntnis der Vorakten und gestützt auf ihre eigenen 
Untersuchungen getroffen. Insbesondere diskutierten sie auch IV-fremde 
Faktoren und Diskrepanzen mit anderen Arztberichten. Die Ausführungen 
in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend 
und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nach-
vollziehbar begründet. Auf die interdisziplinäre Beurteilung der Dres. med. 
C.________ und D.________ ist somit abzustellen.

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3.5.1 In somatischer Hinsicht hat Dr. med. C.________ differenziert dar-
gelegt, dass die Diagnosen eines SLE sowie einer Episkleritis zu bestäti-
gen sind und eine Sicca-Symptomatik, welche hauptsächlich die Augen 
betrifft, ausgewiesen ist. Nachvollziehbar und überzeugend erläuterte er, 
dass die Behandlung der Sicca-Symptomatik mit Augentropfen Pausen 
während der Arbeit zur Folge hat, bei einer geübten Patientin pro Arbeits-
stunde jedoch keine Pause von mehr als fünf Minuten resultiert (AB 88.1 S. 
7 f.). Allgemeininternistisch konnte er, abgesehen von der Augenproblema-
tik, keine relevanten klinisch-pathologischen Befunde objektivieren (AB 
88.1 S. 8 ff.). Der Psychiater Dr. med. D.________ legte einlässlich und 
nachvollziehbar dar, dass die depressive Episode im Juni 2008 ein einma-
liges Ereignis geblieben ist und gestützt auf die aktuelle Untersuchung ein 
unauffälliger psychischer und psychosomatischer Gesundheitszustand – 
mithin keine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit – 
vorliegt (AB 90.1 S. 8 f.). In der interdisziplinären Beurteilung hielten die 
Gutachter stringent und überzeugend fest, dass die Beschwerdeführerin 
aufgrund der Augenproblematik in der bisher ausgeübten Tätigkeit im … 
resp. … Bereich, welche auch einer angepassten Verweistätigkeit ent-
spricht, zu maximal 10 bis 20% eingeschränkt ist (AB 88.2 S. 1 f.). Die 
Ausführungen der Dres. med. C.________ und D.________ sind nicht nur 
in sich schlüssig und einleuchtend, sondern lassen sich in das von Dr. med. 
E.________ dargelegte Gesamtbild einfügen (AB 65 S. 3, 15, 17; 84 S. 4) 
und stehen in Einklang mit den Berichten der ophthalmologischen 
Fachärzte Dres. med. G.________ und H.________ (AB 49 S. 2; 75 S. 2; 
97 S. 4). Insbesondere ist dabei festzustellen, dass Dr. med. G.________ 
zwar darauf hinwies, dass die Beschwerdeführerin wegen der Applikation 
der Augentropfen beruflich beeinträchtigt ist, jedoch weder im Bericht vom 
11. Mai 2015 (AB 49 S. 2) noch in jenem vom 10. März 2016 (AB 97 S. 4) 
eine Arbeitsunfähigkeit attestiert hat. Vielmehr ermutigte er die 
Beschwerdeführerin, sich aktiv um Einsatzmöglichkeiten beim RAV zu 
erkundigen und entsprechende Bewerbungen in die Wege zu leiten (AB 97 
S. 5). Nichts Gegenteiliges ist zudem der Stellungnahme der RAD-Ärztin 
med. pract. I.________ vom 21. März 2016 (AB 102 S. 3) zu entnehmen. 

3.5.2 An der beweiskräftigen Beurteilung der Dres. med. C.________ und 
D.________ vermögen die Einschätzungen des Hausarztes nichts zu än-

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dern. Die von ihm ab dem 30. März 2015 attestierte 100%ige Arbeitsun-
fähigkeit (AB 49 S. 5) findet in den übrigen Arztberichten keinen Rückhalt 
und überzeugt nicht. Dies umso weniger, als Dr. med. F.________ im Ver-
laufsbericht vom 2. September 2015 (AB 69 S. 2) entgegen seiner Arzt-
zeugnisse keine Angaben zum Ausmass der Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit machen konnte. 

Soweit die Beschwerdeführerin mit den im Beschwerdeverfahren einge-
reichten Arztzeugnissen, welche ihr aus ophthalmologischer Sicht ab Juni 
2016 eine 100%ige, für den Monat September 2016 eine 50%ige und ab 
dem 28. September 2016 aus psychiatrischer Sicht wieder eine vollumfäng-
liche Arbeitsunfähigkeit attestieren (AB 2; 8 ff.; 14 ff.), implizit eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes geltend macht, kann sie daraus 
im vorliegenden Verfahren nichts zu ihren Gunsten ableiten. Wie die Be-
schwerdegegnerin zu Recht dargelegt hat (vgl. Beschwerdeantwort S. 2 
Ziff. 5), enthalten die Arztzeugnisse keine Angaben zum medizinischen 
Befund und wurden nicht begründet. Es ist daher nicht möglich, gestützt 
auf diese zu beurteilen, ob es zu einer grundsätzlichen Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes gekommen ist oder ob es sich allenfalls – ins-
besondere in Bezug auf das psychiatrische Attest – einzig um ein reaktives 
und damit bloss vorübergehendes, nicht invalidisierendes Geschehen han-
delt. Zudem betreffen die eingereichten Arztzeugnisse einen nach Erlass 
der angefochtenen Verfügung eingetretenen Sachverhalt und sind aufgrund 
des zeitlichen Überprüfungshorizontes des Gerichts vorliegend nicht zu 
berücksichtigen (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140; SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 
E. 3.4). Gleiches gilt in Bezug auf den Arztbericht des Spitals J.________, 
vom 20. September 2016 (BB 13).

3.5.3 Nach dem Dargelegten ist gestützt auf die interdisziplinäre Beurtei-
lung der Dres. med. C.________ und D.________ vom 2. Februar 2016 
(AB 88.2) von einer maximal zu 10 bis 20% eingeschränkten Arbeitsfähig-
keit in der angestammten wie auch in jeder angepassten Tätigkeit auszu-
gehen.

4.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Mai 2017, IV/16/496, Seite 15

4.1 Nachfolgend ist der Invaliditätsgrad mittels Einkommensvergleich zu 
bestimmen (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des EVG vom 
30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 
S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-

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schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.2 Unter Berücksichtigung, dass die Beschwerdeführerin seit dem 
25. März 2015 in ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (AB 
49 S. 8 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) sowie der sechsmonatigen Karenz-
frist (Art. 29 Abs. 1 IVG) seit Einreichung der Neuanmeldung vom 25. Mai 
2015 (AB 47) liegt der Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns im 
März 2016. Somit ist der Einkommensvergleich grundsätzlich auf das Jahr 
2016 hin vorzunehmen. Da entsprechende statistische Zahlen für das Jahr 
2016 noch nicht erhältlich sind, hat die Beschwerdegegnerin die Festle-
gung bzw. Indexierung der Einkommen zu Recht auf das Jahr 2015 hin 
vorgenommen (AB 110).

4.3 Gestützt auf die Aussagen der Beschwerdeführerin hat sie die 
Anstellung bei der Abklärungsstelle B.________ aus wirtschaftlichen Grün-
den per Ende Juni 2013 verloren (AB 88.1 S. 4). Die Tätigkeit bei der Firma 
K.________ ab Februar 2014 wurde noch innerhalb der Probezeit auf den 
30. April 2014 hin gekündigt, weil die Beschwerdeführerin nicht ins Team 
passte (AB 64 S. 2). Da die genannten Arbeitsverhältnisse aus 
invaliditätsfremden Gründen aufgelöst wurden, lässt sich das 
Valideneinkommen nicht auf der Basis der zuletzt erzielten Verdienste 
bestimmen, sondern ist gestützt auf den Tabellenwert der LSE zu ermitteln. 
Angesichts der Ausbildung und des beruflichen Werdegangs der 
Beschwerdeführerin (AB 88.1 S. 3 f.) ist davon auszugehen, dass sie im 
Gesundheitsfall weiterhin im … resp. im … Bereich tätig wäre. Demnach ist 
nicht zu beanstanden, dass sich die Beschwerdegegnerin für die Festle-
gung des Valideneinkommens auf die LSE-Tabelle T17, Monatlicher Brutto-
lohn (Zentralwert) nach Berufsgruppen, Lebensalter und Geschlecht; Priva-
ter und öffentlicher Sektor, gestützt hat. 

Das Invalideneinkommen ist mit Blick auf das ärztlich attestierte Zumutbar-
keitsprofil (vgl. E. 3.5.1 hiervor) und den Umstand, dass die Beschwerde-

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führerin keine Verweistätigkeit im zumutbaren Rahmen aufgenommen hat, 
aufgrund desselben Tabellenlohns zu ermitteln. 

Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellen-
lohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung; diesfalls ent-
spricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück-
sichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 30. Juli 2012, 8C_365/2012, E. 7 mit Hinweis). 

Da gemäss dem in Erwägung 3.5.1 hiervor Ausgeführten die Arbeitsfähig-
keit maximal zu 10 bis 20% eingeschränkt ist, damit die invaliditätsbedingte 
Beeinträchtigung berücksichtigt ist und keine weiteren Gründe, die zu einer 
Einkommenseinbusse führen könnten, ersichtlich sind (vgl. E. 4.1.2 hier-
vor), rechtfertigt sich vorliegend kein leidensbedingter Abzug vom Tabellen-
lohn. Ein Abzug rechtfertigt sich zudem bereits deshalb nicht, weil hier so-
wohl Validen- als auch Invalideneinkommen aufgrund der LSE festzusetzen 
sind und invaliditätsfremde Gründe (Alter, Dienstjahre, Nationa-
lität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) bei beiden Einkommen zu 
berücksichtigen wären (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 
8C_42/2008, E. 5). Damit verringert sich das Invalideneinkommen im Ver-
gleich zum Valideneinkommen um 15% (entsprechend dem Mittelwert der 
in der interdisziplinären Beurteilung vom 2. Februar 2016 angegebenen 10 
bis 20%igen Arbeitsunfähigkeit; zum arithmetischen Mittel: Entscheid des 
BGer vom 19. August 2009, 9C_226/2009, E. 3.2), was einem nicht ren-
tenbegründenden Invaliditätsgrad von 15% entspricht. Es besteht somit 
kein Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. E. 2.2 hiervor).

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 25. April 2016 
(AB 110) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich als offen-
sichtlich unbegründet und ist abzuweisen. 

6.

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6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen. 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Mai 2017, IV/16/496, Seite 19

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.