# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b093f02-9c2b-5097-ac1d-0237c03dcb26
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.10.2025 C-3872/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3872-2023_2025-10-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

Entscheid angefochten beim BGer 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-3872/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Christoph Rohrer (Vorsitz), 

Richter Beat Weber, Richterin Selin Elmiger-Necipoglu,    

Gerichtsschreiberin Nadja Francke. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch Dr. iur. Tobias Aggteleky, Rechtsanwalt,  

Niedermann Rechtsanwälte, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Stiftung Swiss Sport Integrity,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Marktüberwachung, Einziehung und Vernichtung von  

Dopingmitteln 

(Verfügung vom 12. Juni 2023). 

 

 

 

C-3872/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Meldung vom 22. November 2022 zeigte die Zollstelle B._______ der 

Stiftung Swiss Sport Integrity (nachfolgend: Vorinstanz) an, dass sie eine 

an A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) adressierte Postsendung 

aus C._______ mit drei Ampullen D._______ à je (…), 10 Tabletten 

E._______ à (…) mg, 30 Tabletten F._______ à (…) mg sowie je 10 Tab-

letten G._______ und H._______ zurückgehalten habe (vgl. Akten im Be-

schwerdeverfahren [nachfolgend: BVGer-act.] 1, Beilage 3).  

B.  

B.a Mit Vorbescheid vom 3. Februar 2023 informierte die Vorinstanz den 

Beschwerdeführer über die Zurückhaltung der an ihn adressierten drei Am-

pullen D._______ à je (…) und der 10 Tabletten E._______ à (…) mg in-

klusive allfälliges Zubehör. Sie hielt fest, es handle sich bei den fraglichen 

Inhalten um verbotene Dopingmittel, deren Erwerb, Ein-, Aus- oder Durch-

führung oder Besitz grundsätzlich strafbar sei. Die Vorinstanz könne unab-

hängig von einem allfälligen Strafverfahren, der sichergestellten Menge 

oder der sportlichen Betätigung des Beschwerdeführers die verwaltungs-

rechtliche Einziehung und Vernichtung solcher Inhalte unter Kostenfolge 

verfügen, wobei sie eine Gebühr in Höhe von Fr. 400.– in Aussicht stellte. 

Dem Beschwerdeführer erteilte sie Gelegenheit zur Stellungnahme bis am 

23. Februar 2023. Zudem teilte sie ihm unter Beilage des Formulars der 

eidgenössischen Zollverwaltung mit, dass, sollten sich weitere nicht verbo-

tene Substanzen in der Sendung befinden, er diese schriftlich bei Antido-

ping zurückfordern könne (vgl. BVGer-act. 1, Beilage 4).  

B.b In seiner Stellungnahme vom 8. Februar 2023 hielt der Beschwerde-

führe fest, es müsse sich um einen Irrtum handeln oder jemand habe auf 

seinen Namen diese Ware bestellt. Er habe mit solchen Produkten nichts 

zu tun. Er treibe keinen Sport und habe noch nie mit C._______ Kontakt 

aufgenommen. Als Sozialhilfeempfänger wäre es ihm auch nicht möglich, 

die Gebühr von Fr. 400.– zu bezahlen (vgl. BVGer-act. 1, Beilage 5).  

B.c Mit Stellungnahme vom 17. Mai 2023 teilte die Vorinstanz dem Be-

schwerdeführer mit, dass der Warenwert der vorliegenden Sendung auf 

über EUR 90.– geschätzt werde. Nach allgemeiner Lebenserfahrung 

könne ein Missbrauch der Adresse respektive des Briefkastens sowie ein 

Scherz oder ein Streich aufgrund des vorliegenden Warenwerts vernünf-

tigerweise ausgeschlossen werden, wie auch das 

C-3872/2023 

Seite 3 

Bundesverwaltungsgericht in verschiedenen Urteilen festgehalten habe 

(vgl. Urteile des BVGer C-6679/2011 vom 6. Mai 2013 E. 4.3.3; C-

5894/2010 und C-1083/2011 vom 26. August 2011 E. 4.1 f.). Es spreche 

somit alles dafür, dass er die fraglichen Produkte selbst bestellt bzw. den 

Versand an seine Adresse ausgelöst habe. Die Vorinstanz räumte dem Be-

schwerdeführer die Möglichkeit ein, den Nachweis zu erbringen, dass er 

die Produkte nicht bestellt hat (vgl. BVGer-act. 1, Beilage 6).  

B.d Der Beschwerdeführer nahm am 1. Juni 2023 Stellung und hielt fest, 

er lasse die Unterstellung, es sei aufgrund der Lebenserfahrung davon 

auszugehen, dass er die Sendung und den Versand an seine Adresse aus-

gelöst habe, nicht gelten. Die Adresse in der Sendung sei auch nicht kor-

rekt, denn es fehle die Angabe "Postfach (…)" (vgl. BVGer-act. 1, Beilage 

7). 

B.e Mit Verfügung vom 12. Juni 2023 ordnete die Vorinstanz die Einzie-

hung und Vernichtung der zurückgehaltenen Inhalte an (vgl. Ziff. 1 des Ver-

fügungsdispositivs) und auferlegte dem Beschwerdeführer für die Einzie-

hung und Vernichtung eine Gebühr von Fr. 400.– (vgl. Ziff. 2 des Verfü-

gungsdispositivs). In der Begründung hielt sie fest, dass im vorliegenden 

Fall eine Verwechslung ausgeschlossen werden könne. Die Sendung habe 

den korrekten Namen sowie die vollständige Adresse des Beschwerdefüh-

rers enthalten. Der Absender habe folglich nicht nur Kenntnis über die ge-

naue Adresse gehabt, sondern müsse auch die Absicht gehabt haben, die 

Sendung an den Beschwerdeführer zu senden, zumal diese per Einschrei-

ben verschickt worden sei. Damit hätte die Sendung nur gegen die Unter-

schrift des Beschwerdeführers bzw. diejenige einer autorisierten Person 

entgegengenommen werden können. Hiermit habe sichergestellt werden 

sollen, dass die Sendung nicht versehentlich einer anderen Person ausge-

händigt würde (vgl. BVGer-act. 1, Beilage 2).  

C.  

C.a Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch 

Rechtsanwalt Tobias Aggteleky, mit Eingabe vom 11. Juli 2023 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er liess beantragen, Ziffer 2 der 

Verfügung der Vorinstanz vom 12. Juni 2023 sei aufzuheben und es seien 

die Kosten für Einziehung und Vernichtung auf die Staatskasse zu nehmen. 

Zur Begründung liess er im Wesentlichen ausführen, die Vorinstanz trage 

die Beweislast für die Behauptung, dass er der Besteller der unzulässigen 

Substanzen gewesen sei. Vorliegend sprächen jedoch zahlreiche Indizien 

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Seite 4 

dagegen, dass er die Substanzen bestellt habe. Er sei Sozialhilfeempfän-

ger, verfüge nachweislich über keine Kreditkarte und habe nicht einmal ein 

Bankkonto. Es wäre ihm daher faktisch gar nicht möglich gewesen, die 

Substanzen im Voraus zu bezahlen. Auch hätte er aufgrund fehlender fi-

nanzieller Mittel den geschätzten Warenwert von Fr. 135.35 niemals auf-

bringen können. Zudem habe er keinerlei Verwendungszweck für die Do-

pingsubstanzen, da er keinen Sport treibe. Im Weiteren sei die auf dem 

Paket abgedruckte Adresse nicht nur unvollständig, sondern teilweise auch 

falsch (vgl. BVGer-act. 1).  

C.b Der mit Zwischenverfügung vom 14. Juli 2023 geforderte Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 800.– (vgl. BVGer-act. 2) ging am 31. Juli 2023 

bei der Gerichtskasse ein (vgl. BVGer-act. 4).  

C.c Mit Vernehmlassung vom 13. September 2023 beantragte die 

Vorinstanz, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen und die Verfü-

gung der Vorinstanz vom 12. Juni 2023 zu bestätigen. Zur Begründung hielt 

sie insbesondere fest, aufgrund der vorliegenden Indizien sei davon aus-

zugehen, dass der Beschwerdeführer der Besteller der unzulässigen Do-

pingsubstanzen sei. Dafür sprächen, dass die an den Beschwerdeführer 

adressierte Sendung per Einschreiben verschickt worden sei und einen 

Wert von geschätzt über EUR 90.– habe. Zudem sei festgestellt worden, 

dass eine zweite Sendung eines Absenders aus C._______, welcher den 

Behörden bereits für den Versand von illegalen Medikamenten und Do-

pingmitteln bekannt sei, an den Beschwerdeführer versandt worden sei. 

Diese Lieferung sei am 7. Februar 2023 erfasst worden. Somit seien inner-

halb von weniger als sechs Monaten zwei Sendungen aus C._______ an 

den Beschwerdeführer gesendet worden (vgl. BVGer-act. 6). 

C.d Der Beschwerdeführer liess mit Replik vom 2. November 2023 an sei-

nen in der Beschwerde vom 11. Juli 2023 gestellten Rechtsbegehren fest-

halten. Zum Vorbringen der Vorinstanz betreffend eine zweite Sendung aus 

C._______ liess er ausführen, dass diese ein starkes Indiz dafür sei, dass 

beide Bestellungen durch einen Dritten gemacht worden seien, da ihm der 

Vorbescheid der Vorinstanz bereits am 4. Februar 2023 zugestellt worden 

sei und er in Kenntnis darüber, dass ein Verfahren wegen der Einfuhr ver-

botener Substanzen gegen ihn eröffnet worden sei, niemals eine zweite 

Bestellung aufgegeben hätte. Zudem sei auch bei dieser zweiten Sendung 

die Adresse falsch (vgl. BVGer-act. 10).  

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Seite 5 

C.e Mit Eingabe vom 6. Dezember 2023 verwies die Vorinstanz auf ihre 

Vernehmlassung vom 13. September 2023 und bestätigte deren Inhalt voll-

umfänglich (BVGer-act. 12). 

D.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im Wesent-

lichen nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-

tungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021) und 

dem Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht 

(Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32). 

1.1 Die Zuständigkeit zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache ergibt 

sich aus Art. 31 ff. VGG. Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss 

Art. 33 Bst. h VGG Beschwerden gegen Verfügungen der Instanzen oder 

Organisationen ausserhalb der Bundesverwaltung, die in Erfüllung der 

ihnen übertragenen öffentlich-rechtlichen Aufgaben des Bundes verfügen. 

Da die Stiftung Swiss Sport Integrity eine solche Organisation darstellt (vgl. 

Art. 19 Abs. 2 und 20 des Bundesgesetzes über die Förderung von Sport 

und Bewegung vom 17. Juni 2011 [SpoFöG; SR 415.0], Art. 73 Abs. 1 und 

2 der Verordnung über die Förderung von Sport und Bewegung vom 

23. Mai 2012 [Sportförderungsverordnung, SpoFöV; SR 415.01]), die an-

gefochtene Anordnung ohne Zweifel als Verfügung im Sinne von Art. 5 

Abs. 1 VwVG zu qualifizieren ist und zudem keine Ausnahme gemäss 

Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.2 Der Beschwerdeführer hat als Adressat der angefochtenen Verfügung 

vom 12. Juni 2023 am vorinstanzlichen Verfahren als Partei teilgenommen, 

ist durch diesen Entscheid besonders berührt und hat an dessen Aufhe-

bung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG).  

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1.3 Nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet worden ist 

(Art. 63 Abs. 4 VwVG), ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde (vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist einzutreten. 

2.  

2.1 Der Beschwerdeführer kann im Rahmen des Beschwerdeverfahrens 

die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder 

der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige 

Feststellung des Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des Ent-

scheids beanstanden (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BGE 132 II 47 E. 1.3 m.H.; BVGE 

2013/46 E. 3.2). 

2.3 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch das Beschwerdeverfahren 

vor dem Bundesverwaltungsgericht sind vom Untersuchungsgrundsatz be-

herrscht. Demnach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht 

den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen (vgl. 

Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG). Es gilt der Grundsatz der freien Beweis-

würdigung (Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 BZP). Der allgemeine Grundsatz 

von Art. 8 ZGB gilt auch im öffentlichen Recht (vgl. BGE 138 II 

465 E. 6.8.2). Gemäss Art. 8 ZGB hat, wo es das Gesetz nicht anders be-

stimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu be-

weisen, der aus ihr Rechte ableitet. Für eine belastende Verfügung – wie 

hier – trägt demnach die Verwaltung die Beweislast (vgl. BGE 130 II 482 

E. 3.2).  

2.4 In zeitlicher Hinsicht beurteilt sich die Rechtmässigkeit eines Verwal-

tungsaktes – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 

grundsätzlich nach der Rechtslage zur Zeit seines Erlasses (vgl. BGE 147 

V 278 E. 2.1 m.w.H.). Massgebend sind vorliegend im Grundsatz daher die 

im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung (hier: 12. Juni 2023) geltenden 

materiellen Bestimmungen. Anders verhält es sich mit den verfahrens-

rechtlichen Vorschriften. Mangels gegenteiliger Übergangsbestimmungen 

finden in der Regel diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im 

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Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (vgl. BGE 130 V 1 

E. 3.2). Hinsichtlich der Sachverhaltskontrolle hat das Bundesverwaltungs-

gericht hier auf den im Zeitpunkt seines Entscheids massgebenden Sach-

verhalt abzustellen (BGE 139 II 534 E.  5.4.1). 

3.  

Im Folgenden werden die für die Streitsache wesentlichen Bestimmungen 

dargestellt. 

3.1 Der Bundesrat kann die Kompetenz, Massnahmen gegen Doping zu 

ergreifen, ganz oder teilweise an eine nationale Agentur zur Bekämpfung 

von Doping übertragen, und diese erlässt die erforderlichen Verfügungen 

(Art. 19 Abs. 2 SpoFöG). Dieser Kompetenzeinräumung ist der Bundesrat 

mit der Schaffung der Nationalen Agentur zur Bekämpfung von Doping, 

Antidoping Schweiz, nachgekommen (vgl. Art. 73 SpoFöV). Diese ist be-

auftragt worden, Massnahmen gegen Doping durch Ausbildung, Beratung, 

Dokumentation, Forschung und Information sowie die Massnahmen nach 

Art. 20 Abs. 3 SpoFöG zu ergreifen (Art. 73 Abs. 2 SpoFöV). Am 1. Januar 

2022 sind diese Aufgaben an die Stiftung Swiss Sport Integrity übertragen 

worden.  

3.2 Gemäss Art. 20 SpoFöG arbeiten die Verwaltungseinheiten des Bun-

des, das Schweizerische Heilmittelinstitut, die zuständigen kantonalen 

Stellen sowie die nach Art. 19 für Massnahmen gegen Doping zuständige 

Stelle zusammen, um die Verfügbarkeit von Dopingmitteln und -methoden 

einzuschränken (Abs. 1). Die Zollverwaltung ist berechtigt, bei Verdacht ei-

ner Zuwiderhandlung gegen dieses Gesetz Dopingmittel an der Grenze  

oder in Zolllagern zurückzuhalten und die nach Art. 19 für Massnahmen 

gegen Doping zuständige Stelle beizuziehen. Diese nimmt die weiteren Ab-

klärungen vor und trifft die erforderlichen Massnahmen (Abs. 3). Die nach 

Art. 19 für Massnahmen gegen Doping zuständige Stelle kann unabhängig 

von einem allfälligen Strafverfahren die Einziehung und Vernichtung von 

Dopingmitteln oder von Gegenständen, die der unmittelbaren Entwicklung 

und Anwendung von Dopingmethoden dienen, verfügen (Abs. 4).  

3.3 Der Bundesrat legt in der Verordnung die Mittel und die Methoden fest, 

deren Verwendung oder Anwendung strafbar sind (Art. 19 Abs. 3 SpoFöG). 

Wer zu Dopingzwecken Mittel nach Artikel 19 Absatz 3 herstellt, erwirbt, 

einführt, ausführt, durchführt, vermittelt, vertreibt, verschreibt, in Verkehr 

bringt, abgibt oder besitzt oder Methoden nach Artikel 19 Absatz 3 bei Drit-

ten anwendet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe 

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Seite 8 

bestraft (Art. 22 Abs. 1 SpoFöG). Soweit Herstellung, Erwerb, Einfuhr, Aus-

fuhr, Durchfuhr oder Besitz ausschliesslich zum Zweck des eigenen Kon-

sums erfolgen, bleibt die Täterin oder der Täter allerdings straflos (vgl. 

Art. 22 Abs. 4 SpoFöG). 

3.4 Verbotene Dopingmittel im Sinne von Art. 19 Abs. 3 SpoFöG sind ge-

mäss Art. 74 Abs. 1 SpoFöV: a) die im Anhang aufgeführten Stoffe; b) de-

ren Salze, Ester, Ether und optische Isomere; c) die Salze, Ester und Ether 

der optischen Isomere; und d) Präparate, die diese Stoffe enthalten. Die 

verbotenen Stoffe sind im Anhang zur SpoFöV in Ziffer I aufgelistet.  

3.5 Für die in Anwendung von Art. 20 Abs. 3 und 4 i.V.m. Art. 19 Abs. 2 

SpoFöG verfügten Massnahmen kann die Vorinstanz gestützt auf die Ver-

ordnung des VBS über die Gebühren des Bundesamtes für Sport vom 

14. September 2012 (GebV-BASPO, SR 415.013) und die Allgemeine Ge-

bührenverordnung vom 8. September 2004 (AllgGebV, SR 172.041.1) Ge-

bühren auferlegen. Für amtliche Leistungen werden gemäss Art. 1 GebV-

BASPO und Art. 2 GebV-BASPO i.V.m. Art. 2 AllgGebV vom Veranlasser 

Gebühren erhoben. 

4.  

Anfechtungsobjekt und zugleich Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung der Vorinstanz vom 12. Juni 2023, mit welcher die Vernichtung 

der von der Zollstelle B._______ im November 2022 zurückgehaltenen 

Präparate angeordnet und dem Beschwerdeführer eine Gebühr von Fr. 

400.– auferlegt wurde. 

4.1 Die vorinstanzliche Anordnung der Einziehung und Vernichtung der 

Präparate wurde vom Beschwerdeführer nicht angefochten und gibt auch 

zu keinen Beanstandungen Anlass. Bei den Substanzen handelt es sich 

unbestrittenermassen um verbotene Dopingmittel im Sinne von Art. 19 

Abs. 3 SpoFöG. Das Präparat D._______ beinhaltet Gonadotropine, die 

gemäss Ziff. 4 des Anhangs der SpoFöV verboten sind. E._______ ist eine 

antiöstrogene Substanz, die gemäss Ziff. 8 des Anhangs der SpoFöV ver-

boten ist. Die Vorinstanz war demnach gemäss Art. 20 SpoFöG berechtigt, 

die Einziehung und Vernichtung der zurückgehaltenen Präparate zu verfü-

gen, was vorliegend unbestritten ist.  

4.2 Umstritten und vorliegend zu prüfen ist einzig die in Ziff. 2 des Verfü-

gungsdispositivs angeordnete Gebührenauflage zulasten des 

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Seite 9 

Beschwerdeführers. Zu prüfen ist somit konkret, ob die Vorinstanz zu Recht 

davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdeführer die zurückgehaltenen 

Präparate bestellt hat, und ihm aus diesem Grund eine Gebühr von 

Fr. 400.– für deren Einziehung und Vernichtung auferlegt hat.  

5.  

5.1  

5.1.1 Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung bildet sich das 

Bundesverwaltungsgericht unvoreingenommen, gewissenhaft und sorgfäl-

tig seine Meinung darüber, ob der zu erstellende Sachverhalt als wahr zu 

gelten hat. Es ist dabei nicht an bestimmte förmliche Beweisregeln gebun-

den, die genau vorschreiben, wie ein gültiger Beweis zu Stande kommt und 

welchen Beweiswert die einzelnen Beweismittel im Verhältnis zueinander 

haben (vgl. BGE 130 II 482 E. 3.2; vgl. Urteil des BVGer A-6660/2011 vom 

29. Mai 2012 E. 4.2.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessie-

ren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 3.140). Im vor-

liegenden Rechtsgebiet gilt das Regelbeweismass, d.h. der Beweis ist er-

bracht, wenn die Behörde oder das Gericht nach objektiven Massstäben 

von der Verwirklichung einer Tatsache überzeugt ist (vgl. Urteil des BGer 

2C_387/2021 vom 4. November 2021 E. 7.3.1 m.H. auf BGE 144 II 332 E. 

4.1.2; vgl. auch BVGE 2012/33 E. 6.2.1). Absolute Gewissheit kann dabei 

nicht verlangt werden. Es genügt, wenn das Gericht am Vorliegen der be-

haupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls 

verbliebende Zweifel als leicht erscheinen (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜH-

LER/KAYSER, a.a.O., Rz. 3.141 m.H. auf die Urteile BGE 130 III 321 E. 3.2; 

BVGE 2015/1 E. 4.3; BVGE 2012/33 E. 6.2.1).  

5.1.2 Ist der direkte Beweis einer Tatsache nicht möglich, kann auf Tatsa-

chenvermutungen oder Indizienbeweise zurückgegriffen werden (vgl. WIE-

DERKEHR/PLÜSS, Praxis des öffentlichen Verfahrensrechts: Eine systema-

tische Analyse der Rechtsprechung, Bern 2020, S. 348 Rz. 1488). 

5.1.2.1 Die Tatsachenvermutung oder natürliche Vermutung stellt eine Be-

weiserleichterung dar, indem eine bereits vorhandene, aber nicht mit letzter 

Schlüssigkeit mögliche Beweisführung unterstützt wird. Dabei wird von be-

reits bekannten Tatsachen (Vermutungsbasis) auf unbekannte Tatsachen 

(Vermutungsfolge) geschlossen. Tatsachenvermutungen sind häufig bei 

der Beurteilung von inneren Vorgängen anzutreffen, die der Behörde oft 

nicht bekannt und für diese schwierig zu beweisen sind. Es handelt sich 

um Wahrscheinlichkeitsfolgerungen, die aufgrund der Lebenserfahrung 

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Seite 10 

gezogen werden, da es in der Natur der inneren Tatsachen liegt. Insbeson-

dere ist das Heranziehen von Erfahrungssätzen zulässig, wenn aus einem 

bestimmten Sachverhalt nach allgemeiner gefestigter Auffassung, in der 

weitaus überwiegenden Zahl von Fällen, nur ein einziger Schluss gezogen 

werden kann. Auch die Chronologie der Ereignisse kann die natürliche Ver-

mutung begründen, dass sich eine nicht weiter beweisbare Tatsache so 

ereignet hat. Die tatsächliche Vermutung betrifft die Beweiswürdigung und 

bewirkt keine Umkehrung der Beweislast. Die betroffene Person muss 

nicht den Beweis des Gegenteils erbringen. Vielmehr genügt der Nachweis 

von Zweifeln an der Richtigkeit der Vermutung und der daraus gezogenen 

Schlussfolgerung. Es ist daher Sache dieser Person, die Vermutung um-

zustürzen, indem sie Gründe aufzeigt, die es für die Behörde als überzeu-

gend erscheinen lassen, dass der Schluss von der Vermutungsbasis auf 

die entsprechende Folge unzulässig ist (vgl. WIEDERKEHR/PLÜSS, a.a.O., 

S. 320 Rz. 1387 mit Hinweis auf BGE 135 II 161 E. 3; 130 II 482 E. 3.2; 

BVGE 2012/33 E. 6.2.1; AUER/BINDER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], 

Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 

2019, N. 4 zu Art. 12 VwVG). 

5.1.2.2 Der Indizienbeweis ist – vergleichbar mit der Tatsachenvermutung 

– ein indirekter Beweis, da nicht der rechtserhebliche Sachumstand als sol-

cher, sondern ein anderer Sachumstand, der aber den Schluss auf die 

Existenz der rechtserheblichen Tatsache zulässt, Gegenstand des Haupt-

beweises ist. Die Abgrenzung zur Tatsachenvermutung fällt oft schwer. Der 

Umweg über den Indizienbeweis ist naturgemäss dann angezeigt, wenn 

die unmittelbar rechtserheblichen Tatsachen nicht oder nur schwer zu be-

weisen sind. Der Indizienbeweis ist dem direkten Beweis gleichwertig, wo-

bei ein Indiz, einzeln betrachtet, die Möglichkeit des Andersseins offen-

lässt, und daher auch den Zweifel enthält. Es liegt sodann an der betref-

fenden Partei, diese Vermutung durch den Gegenbeweis umzustürzen. 

Der Indizienbeweis – wie auch die Tatsachenvermutung – berührt weder 

die Beweislast noch die Untersuchungsmaxime (WIEDERKEHR/PLÜSS, 

a.a.O., S. 320 f. Rz. 1387 mit Hinweis auf BVGE 2012/33 E. 6.2.3; Urteil 

des BVGer A-629/2010 vom 29. April 2011 E. 3.2). 

5.1.2.3 Kommt die Behörde bzw. das Gericht zum Schluss, dass (weitere) 

Beweiserhebungen unnötig sind oder dass ein konkretes Beweismittel 

nicht tauglich ist, um ihr sichere Kenntnisse von den rechtswesentlichen 

Geschehensabläufen zu verschaffen, kann sie in Vorwegnahme des Be-

weisergebnisses von der Beweisführung absehen (antizipierte Beweiswür-

digung; vgl. AUER/BINDER, a.a.O., N. 18 zu Art. 12 VwVG).  

C-3872/2023 

Seite 11 

5.2 Dem Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach die Vorinstanz vor-

liegend nicht auf Tatsachenvermutungen und Indizienbeweise hätte zu-

rückgreifen dürfen, da ein strikter Nachweis durch die Ermittlung des Ab-

senders grundsätzlich möglich gewesen wäre (vgl. BVGer-act. 1, Rz. 55), 

kann nicht gefolgt werden. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, sind Ab-

sender von Dopingmitteln erfahrungsgemäss nicht kontaktierbar, denn sie 

sind entweder fiktiver Natur oder sie würden jegliche Auskunftserteilung 

verweigern, weil sie um die Unzulässigkeit der von ihnen verschickten Sen-

dung wüssten (vgl. BVGer-act. 6, Rz. 22). Dies trifft vorliegend umso mehr 

zu, als die Absenderadresse ("[…]") – wie die Vorinstanz zu Recht anbringt 

– keine genaue Adresse ist, sondern es sich dabei um ein Zentrum für Luft-

fracht handelt (vgl. BVGer-act. 6, Rz. 25). Im Weiteren kann die Identität 

des Bestellers vorliegend auch nicht anhand eines Bestellscheins, einer 

Rechnung oder eines Zahlungsbelegs eruiert werden, da, soweit aus den 

Akten ersichtlich, keine Unterlagen zur Bestellung und Bezahlung der Ware 

vorliegen. Vor diesem Hintergrund ist praxisgemäss davon auszugehen, 

dass Nachforschungen betreffend den Absender nicht ohne unverhältnis-

mässig hohen Aufwand möglich und darüber hinaus wenig erfolgsverspre-

chend wären (vgl. Urteile des BVGer C-3028/2022 vom 5. März 2025 

E. 6.3.2; C-4192/2021 vom 6. September 2023 E. 4.2; C-3081/2016 vom 

24. August 2017 E. 2.2; C-4364/2015 vom 8. Mai 2018 E. 4.1), weshalb in 

antizipierter Beweiswürdigung (vgl. oben E. 5.1.2.3) darauf zu verzichten 

ist. Aufgrund des Ausgeführten steht vorliegend fest, dass der direkte Be-

weis betreffend die Identität des Bestellers vorliegend nicht erbracht wer-

den kann, womit anhand der sich aus den Akten ergebenden Indizien so-

wie Tatsachenvermutungen zu beurteilen ist, ob der Beschwerdeführer als 

Besteller der verbotenen Präparate und damit als Veranlasser der fragli-

chen Verwaltungsmassnahmen der Vorinstanz, wofür ihm die Gebühr von 

Fr. 400.– auferlegt worden ist, zu gelten hat (vgl. Urteil des BVGer C-

3081/2016, E. 2.2). 

5.3 Die Vorinstanz stützt ihre Vermutung, dass der Beschwerdeführer der 

Besteller ist, auf folgende Indizien ab: Die Sendung sei an den Beschwer-

deführer adressiert und per Einschreiben verschickt worden. Der Wert der 

Sendung betrage geschätzt über EUR 90.–, womit gemäss Rechtspre-

chung ein Scherz von einer nicht bekannten Person vernünftigerweise aus-

geschlossen werden könne. Ein Missbrauch der Adresse durch einen bös-

willigen Dritten könne auch vernünftigerweise ausgeschlossen werden, da 

eine solche Drittperson ihr Ziel mit einer weitaus geringeren Summe hätte 

erreichen können. Zudem sei im Rahmen des vorliegenden Beschwerde-

verfahrens festgestellt worden, dass am 7. Februar 2023 die Lieferung 

C-3872/2023 

Seite 12 

einer weiteren an den Beschwerdeführer adressierten Sendung aus 

C._______ erfasst worden sei, und zwar von einem Absender, der den Be-

hörden bereits für den Versand illegaler Medikamente und Dopingmittel be-

kannt sei (vgl. BVGer-act. 6). Die erwähnten Indizien und Tatsachenvermu-

tungen einerseits sowie die vom Beschwerdeführer dagegen gemachten 

Vorbringen und Gegenindizien andererseits sind nachfolgend zu prüfen.   

5.3.1 In Bezug auf das Indiz der Adresse legte die Vorinstanz ein Foto des 

an den Beschwerdeführer adressierten Pakets mit den verbotenen Sub-

stanzen ins Recht (vgl. BVGer-act. 6, Beilage 1). Darauf ist zu sehen, dass 

die Adresse wie folgt angegeben wurde: "(…) SWITZERLAND". Der Be-

schwerdeführer bringt vor, dass die Postleitzahl falsch sei und zudem 

fälschlicherweise nicht vor der Ortschaft, sondern neben "Switzerland" 

stehe. Er kenne seine Adresse ganz genau und hätte niemals derart feh-

lerhafte Angaben getätigt. Dies deute darauf hin, dass ein Dritter, der mit 

der Adresseingabe in der Schweiz wenig vertraut gewesen sei, die Bestel-

lung aufgegeben habe. Zudem verfüge er über ein Postfach und gebe 

seine Adresse entsprechend immer mit "(…)" an. Diese Angabe fehle bei 

der Adresse auf dem Paket (vgl. BVGer-act. 1, Rz. 21, BVGer-act. 10, Rz. 

21). Die Argumentation des Beschwerdeführers überzeugt nicht. Die von 

ihm vorgebrachten Fehler bei der Adresse können ohne Weiteres durch 

Eingabefehler entstanden sein. So kann bei der fehlerhaften letzten Ziffer 

der Postleitzahl nach allgemeiner Lebenserfahrung von einem Tippfehler 

ausgegangen werden, wie es auch die Vorinstanz zu Recht vorbringt (vgl. 

BVGer-act. 6, Rz. 29). Dass die Postleitzahl am falschen Ort steht und die 

Angabe "Postfach (…)" nicht enthält, kann damit erklärt werden, dass die 

Adress-Eingabemaske des in C._______ ansässigen Online-Shops wohl 

auf Englisch und zudem auch nicht auf Schweizer Adressen zugeschnitten 

ist. So kann die Positionierung der Eingabefelder abweichend sein (z.B. 

zuerst Ortschaft und dann Postleitzahl) oder es kann an speziellen Einga-

befeldern, wie vorliegend eines für das Postfach, gänzlich fehlen. Einem 

ungeübten Benutzer können bei einer unübersichtlichen Eingabemaske 

entsprechend schnell Fehler passieren, wie sie vorliegend aufgetreten 

sind. Es erscheint jedenfalls wahrscheinlicher, dass es sich um Eingabe-

fehler handelt – wovon auch der Beschwerdeführer auszugehen scheint –

, als dass die Adresse von einem Dritten, ohne Kenntnisse von Schweizer 

Adressangaben, erstellt worden wäre. Festzuhalten ist im Übrigen, dass 

die wesentlichen Merkmale der Adresse, d. h. Name, Strasse und Stras-

sennummer sowie Ortschaft, korrekt sind. Damit stellt die Adresse vorlie-

gend ein Indiz dar, das für den Beschwerdeführer als Besteller spricht. Die 

vom Beschwerdeführer vorgebrachten Fehler, die am ehestens als 

C-3872/2023 

Seite 13 

Eingabefehler zu qualifizieren sind, vermögen keine Zweifel an diesem In-

diz zu begründen. 

5.3.2 Weiter steht fest, dass die Sendung mit den verbotenen Substanzen 

unbestrittenermassen per Einschreiben verschickt wurde (vgl. BVGer-act. 

6, Rz. 35), worin die Vorinstanz ein weiteres Indiz dafür sieht, dass der 

Beschwerdeführer die Produkte bestellt hat. Denn ein Dritter hätte nicht 

ohne Kenntnisnahme des Beschwerdeführers an die Sendung gelangen 

können, da die Sendung nur gegen dessen Unterschrift respektive der ei-

ner autorisierten Person hätte entgegengenommen werden können. Es sei 

zwar nicht ausgeschlossen, dass eine Person im Wohndomizil des Be-

schwerdeführers die Sendung hätte entgegennehmen können, jedoch 

gebe es keine Anhaltspunkte, dass die Sendung für eine andere Person 

als den Beschwerdeführer bestimmt gewesen sei (vgl. BVGer-act. 6, 

Rz. 36 f.). Der Beschwerdeführer hält dagegen, dass die Post eingeschrie-

bene Sendungen auch Dritten, die beim Wohndomizil angetroffen würden, 

übergebe. Somit hätte grundsätzlich jeder Dritte das Paket abfangen kön-

nen, vorausgesetzt er wäre vom Absender vorab über den Zustellzeitpunkt 

informiert worden, was keine grosse Hürde darstelle (vgl. BVGer-act. 1, Rz. 

47-51). Auch diese Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen nicht zu 

überzeugen. Gemäss den vom Beschwerdeführer eingereichten AGB 

"Postdienstleistungen für Privatkundinnen und -kunden", Ziff. 2.5.5, sind 

neben dem Empfänger sämtliche im selben Wohn- oder Geschäftsdomizil 

anzutreffenden Personen berechtigt, Sendungen zu beziehen (vgl. BVGer-

act.1, Beilage 16). Das bedeutet, dass die vorliegend eingeschriebene 

Sendung entweder vom Beschwerdeführer selbst oder von im gleichen 

Haushalt lebenden Personen gegen Unterschrift hätte entgegengenom-

men werden können (vgl. auch Urteil C-4364/2015 E. 4.3.2). Es bedeutet 

hingegen gerade nicht, dass eine Zustellung an beliebige Dritte zulässig 

wäre. Erschwerend kommt beim vom Beschwerdeführer beschriebenen 

Szenario hinzu, dass der Dritte vom Absender über den genauen Zustell-

zeitpunkt im Voraus hätte informiert werden müssen, was bei internationa-

len Paketsendungen wohl selten präzise möglich ist. Zusätzlich hätte er 

sich daraufhin zur Zustellzeit am Wohnsitz des Beschwerdeführers aufhal-

ten und sich dem Postzusteller unter Vorspieglung falscher Tatsachen als 

Angehöriger des Haushalts des Beschwerdeführers bzw. als zum Empfang 

autorisierte Person ausgeben müssen, weshalb mehr als fraglich ist, ob 

ihm das Paket so ohne Weiteres überhaupt ausgehändigt worden wäre. 

Überdies wäre der Dritte das Risiko eingegangen, dass der Beschwerde-

führer die Sendung selber in Empfang genommen hätte und die bereits 

bezahlte Bestellung (vgl. dazu nachfolgend E. 5.3.3.2) für ihn verloren 

C-3872/2023 

Seite 14 

gewesen wäre (vgl. Urteil C-4192/2021 E. 4.4.2). Insgesamt erscheint die-

ses Szenario mithin höchst unwahrscheinlich, konstruiert und lebensfremd. 

In den Akten gibt es Hinweise, dass mutmasslich die Eltern des Beschwer-

deführers an der gleichen Adresse wie dieser wohnen (vgl. BVGer-act. 6, 

Beilage 7), jedoch gibt es keinerlei Anhaltspunkte dafür und es wird vom 

Beschwerdeführer auch in keiner Weise vorgebracht, dass eine dritte ihm 

bekannte Person die Bestellung gemacht hätte. Somit vermögen die Vor-

bringen des Beschwerdeführers auch das Indiz, dass die Paketsendung 

eingeschrieben versandt wurde, was für den Beschwerdeführer als Bestel-

ler spricht, nicht zu entkräften.  

5.3.3  

5.3.3.1 Die Vorinstanz stützt sich im Weiteren auf das Indiz des Waren-

werts. Der Wert der Waren betrage vorliegend geschätzt über EUR 90.–, 

was dafür spreche, dass nicht ein Dritter, sondern der Beschwerdeführer 

selbst die Bestellung getätigt habe. Denn bei diesem Warenwert könne ein 

Scherz oder Streich einer nicht bekannten Person vernünftigerweise aus-

geschlossen werden, wie das Bundesverwaltungsgericht in verschiedenen 

Urteilen, namentlich im Urteil C-5894/2010 und C-1083/2011 vom 26. Au-

gust 2011 (E. 4.1 f.) sowie im Urteil C-4364/2015 vom 8. Mai 2018 

(E. 4.3.2), festgehalten habe (vgl. BVGer-act. 6, Rz. 32, BVGer-act. 1, Bei-

lage 6). Der Beschwerdeführer macht geltend, der Rückgriff der Vorinstanz 

auf die angebliche allgemeine Lebenserfahrung, wonach ab einem Waren-

wert von EUR 90.– davon auszugehen sei, dass der Adressat auch der 

Besteller sei, unzulässig sei. Für eine solche pauschale und willkürlich ge-

wählte Schwelle bestehe kein Raum. Weder stütze sich die Vorinstanz auf 

irgendwelche Statistiken noch mache sie nachvollziehbare Ausführungen 

zu ihrer Schlussfolgerung (vgl. BVGer-act. 1, Rz. 52-54). Das Bundesver-

waltungsgericht habe sich einzig im Urteil C-5894/2010 und C-1083/2011 

vom 26. August 2011 mit dem Indiz "Warenwert über EUR 90.–" auseinan-

dergesetzt (vgl. BVGer-act. 10, Rz. 16). Dabei sei dies ein von der damali-

gen Vorinstanz vorgebrachtes Indiz gewesen. Das Bundesverwaltungsge-

richt habe zwar festgehalten, dass die vorinstanzliche Beweiswürdigung 

nicht zu beanstanden sei, sei aber auf den Warenwert und die daraus ge-

zogenen Schlussfolgerungen nicht eingegangen, sondern habe selbst auf 

andere Indizien abgestellt (Zustellung eines zweiten Pakets an dieselbe 

Adresse, Kenntnis des betreffenden Beschwerdeführers vom streitgegen-

ständlichen Wirkstoff sowie Verletzung der Mitwirkungspflichten durch den 

Beschwerdeführer; vgl. BVGer-act. 1, Rz. 63-66). Zudem sei das Urteil be-

reits zwölf Jahre alt und die Verhältnisse hätten sich seither verändert (vgl. 

BVGer-act. 1, Rz. 58). Der Warenwert der sichergestellten Substanzen 

C-3872/2023 

Seite 15 

betrage nach eigener Berechnung insgesamt "nur Fr. 135.35" (vgl. BVGer-

act 1, Rz. 26-31). Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Wechsel-

kurses EUR-CHF, der Inflation und der Wohlstandssteigerung in der 

Schweiz seit dem Urteil C-5894/2010 und C-1083/2011 vom 26. August 

2011 dürfte der vorliegend relevante Wert von Fr. 135.35 unter der wertbe-

richtigten Schwelle von EUR 90.– liegen. Es erscheine angebracht, dieses 

Indiz nach nunmehr zwölf Jahren an die heutigen Gegebenheiten anzu-

passen. Ein weiteres Abstellen auf den Betrag von EUR 90.– würde nichts 

anderes als eine substanzielle Senkung des "Schwellenwerts" gegenüber 

dem Jahr 2011 bedeuten (vgl. BVGer-act. 1, Rz. 58-60; BVGer-act. 10, Rz. 

17). 

5.3.3.2 Zu diesen Vorbringen ist vorab ist festzuhalten, dass dem Indiz des 

"Warenwerts ab EUR 90.–" die Annahme zugrunde liegt, dass die Bestel-

lung im Voraus bezahlt wurde. Rechtsprechungsgemäss ist es nach gän-

giger Geschäftspraxis allgemein bekannt, dass Warenbestellungen über 

das Internet grundsätzlich erst nach Vorauskasse ausgeführt werden (vgl. 

Urteil C-4364/2015 E. 4.3.1 m. H.), insbesondere wenn es sich wie vorlie-

gend um eine internationale Bestellung handelt und dem Paket wie auch 

vorliegend keine Rechnung beigelegt ist. Die Annahme, dass die Produkte 

vor dem Versand und damit im Voraus vollständig bezahlt worden sind, 

drängt sich auch im vorliegenden Fall auf und wird vom Beschwerdeführer 

auch nicht bestritten (vgl. BVGer-act.1, Rz. 39). Vielmehr wird sie im Rah-

men seiner Argumentation betreffend fehlende Zahlungsmittel für eine Vo-

rauszahlung (vgl. nachfolgend E. 5.4.1) sogar explizit anerkannt.  

5.3.3.3 Gemäss Urteil des Bundesverwaltungsgericht C-5894/2010 und 

C-1083/2011 vom 26. August 2011 hatte die damalige Vorinstanz in der 

Verfügung festgehalten, dass beide Sendungen an den Beschwerdeführer 

mit dessen vollen, genauen Namen und Adresse adressiert gewesen 

seien. Erfahrungsgemäss würden solche Bestellungen im Ausland immer 

im Voraus bezahlt. Dass sich jemand einen Scherz erlaubt habe, sei ange-

sichts des Werts von ca. EUR 90.– sehr unwahrscheinlich. Deshalb sei 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Ware bestellt habe 

(vgl. E. 4.1). Das Bundesverwaltungsgericht hat erkannt, dass diese Be-

weiswürdigung nicht zu beanstanden sei. Es hat insbesondere festgehal-

ten, die Vorinstanz bringe zu Recht vor, dass allein schon aufgrund des 

Wertes der Sendung ein Scherz einer nicht bekannten Person vernünftiger-

weise auszuschliessen sei (vgl. E. 4.2). In der Folge wurde in weiteren Ur-

teilen des Bundesverwaltungsgerichts auf dieses Urteil und die darin ge-

machte Tatsachenvermutung wiederholt verwiesen (vgl. Urteile des BVGer 

C-3872/2023 

Seite 16 

C-6679/2011 vom 6. Mai 2013 E. 4.3.3; C-4364/2015 E. 4.3.2; 

C-3081/2016 E. 2.4.2; C-4192/2021 E. 4.2.2). Auch im Urteil C-4192/2021 

vom 6.September 2023 hat das Bundesverwaltungsgericht festgehalten, 

dass der Bestellwert von dort USD 174.97 deutlich über dem Bestellwert 

von EUR 90.–, ab welchem gemäss Rechtsprechung ein Scherz einer un-

bekannten Person vernünftigerweise auszuschliessen sei, liege (vgl. E. 

4.2.2). Und jüngst wurde das Kriterium des Warenwerts ab EUR 90.– im 

Urteil C-3028/2022 vom 5. März 2025, in dem ein Fall mit einem Warenwert 

von ca. Fr. 200.– zugrunde lag, mit Verweis auf die frühere Rechtsprechung 

als Indiz für die Bestellereigenschaft des Beschwerdeführers berücksichtigt 

(vgl. E. 6.3.3). Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist damit 

erstellt, dass auch in der aktuellen Rechtsprechung nach wie vor auf den 

Richtwert von EUR 90.– abgestellt wird. Ob dieser "Schwellenwert" von 

EUR 90.– allenfalls anzupassen ist, wie der Beschwerdeführer geltend 

macht, kann vorliegend offenbleiben, wie sich auch aus dem Nachfolgen-

den ergibt:  

5.3.3.4 Der Beschwerdeführer hat auf Grundlage von im Internet zugängli-

chen Informationen (vgl. BVGer-act. 1, Beilagen 12-14) einen Warenwert 

der zurückgehaltenen Präparate von "nur" (vgl. oben E. 5.3.3.1) 

ca. Fr. 135.35 berechnet, was nachvollziehbar und von der Vorinstanz an-

erkannt worden ist. Somit kann auch vorliegend von diesem Waren-

Schätzwert ausgegangen werden. Entgegen der Ansicht und den Ausfüh-

rungen des Beschwerdeführers trifft es nun gerade nicht zu, dass 

Fr. 135.35 zum vorliegend massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der Ver-

fügung im Juni 2023 real weniger wert waren als EUR 90.– im Jahr 2011. 

Umgerechnet in Schweizer Franken betragen die EUR 90.– bei einem 

durchschnittlichen Wechselkurs im Jahr 2011 von Fr. 1.233 pro Euro ge-

rundet Fr. 111.– (vgl. https://www.exchangerates.org.uk/EUR-CHF-spot-

exchange-rates-history-2011.html, abgerufen am 30.9.2025). Zwischen 

2011 und 2023 verzeichnete die Schweiz eine kumulierte Inflation von rund 

4.41 % (vgl. https://www.macrotrends.net/global-metrics/count-

ries/che/switzerland/inflation-rate-cpi, abgerufen am 30.9.2025, Inflations-

raten: 2011: 0.23 %, 2012: -0.69 %, 2013: -0.22 %. 2014: -0.01 %, 2015: -

1.14 %, 2016: -0.43 %, 2017: 0.53 %, 2018: 0.94 %, 2019: 0.36 %, 2020: 

0.73 %, 2021: 0.58 %, 2022: 2.84 %, 2023: 2.14 %, Multiplikation der Infla-

tionsfaktoren: 1.0023 x 0.9931 x 0.9978 x 0.9999 x 0.9886 x 0.9957 x 

1.0053 x 1.0094 x 1.0036 x 0.9927 x 1.0058 x 1.0284 x 1.0214 = 1.0441). 

Der inflationsbereinigte Wert von EUR 90.– beträgt 2023 folglich rund Fr. 

116.– (Fr. 111.– x 1.0441) und liegt damit noch immer unter dem vorliegend 

relevanten Warenwert von Fr. 135.35. Es gibt damit keinen vernünftigen 

C-3872/2023 

Seite 17 

Grund, die gemäss ständiger Rechtsprechung angewendete Vermutungs-

folge, dass bei einem über EUR 90.– liegenden Bestellwert ein Scherz ei-

ner unbekannten Person vernünftigerweise auszuschliessen ist, nicht an-

zuwenden. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers gilt ab einem 

Warenwert von EUR 90.– der Adressat jedoch nicht "blindlings" als Bestel-

ler (vgl. BVGer-act. 1, Rz. 72), sondern es handelt sich um ein Indiz, das 

vorliegend für die Bestellereigenschaft des Beschwerdeführers spricht. 

Auch dieses Indiz ist in die Gesamtwürdigung aller Indizien miteinzubezie-

hen.   

5.3.3.5 Auch das Szenario des Missbrauchs der Adresse durch einen bös-

willigen Dritten kann vorliegend vernünftigerweise ausgeschlossen wer-

den. Denn es ist in keiner Weise ersichtlich, welchen Nutzen ein Dritter aus 

der vorliegenden Bestellung auf den Namen des Beschwerdeführers hätte 

ziehen können. Es war für einen Dritten schlicht nicht voraussehbar gewe-

sen, dass die Sendung im Rahmen der stichprobeweisen Prüfung durch 

die Zollbehörde erfasst und zurückgehalten würde. Hinzu kommt, dass – 

wie auch die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat (vgl. (vgl. BVGer-act. 6, 

Rz. 31) – ein böswillig schädigender Dritter sein Ziel auch mit einer weitaus 

geringeren Summe als die vorliegend relevanten ca. Fr. 135.35 hätte ver-

folgen und erreichen können (vgl. Urteile C-3028/2022 E. 6.3.3; C-

4192/2021 E. 4.4.2; C-3081/2016 E. 2.4.3; C-4364/2015 E. 4.3.2; C-

1281/2007 vom 17. September 2007 E. 2.5).  

5.3.4 Nachdem sie weitere Abklärungen veranlasst hatte, hat die Vor-

instanz in der Vernehmlassung als weiteres gewichtiges Indiz für die Be-

stellereigenschaft des Beschwerdeführers vorgebracht, dass eine weitere 

Sendung aus C._______ mit einem Warenwert von USD 11.– an die Ad-

resse des Beschwerdeführers ("[…]") versandt worden sei. Der genaue In-

halt der Sendung sei nicht bekannt, jedoch sei der Absender "[…]" den Be-

hörden bereits für den Versand von illegalen Medikamenten und Doping-

mitteln bekannt. Die Lieferung sei am 7. Februar 2023 erfasst worden. 

Diese zweite Sendung bzw. die Tatsache, dass innerhalb eines Zeitraums 

von weniger als sechs Monaten zwei Sendungen aus C._______ an die-

selbe Person bzw. Adresse versendet worden seien, sei ein weiteres be-

deutendes Indiz dafür, dass die zurückgehaltene Sendung vom 22. No-

vember 2022 keineswegs auf eine fehlerhafte Bestellung oder Missbrauch 

der Adresse des Beschwerdeführers zurückzuführen sei (vgl. BVGer-act. 

6, Rz. 46 f.). Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, dass die zweite 

Sendung entgegen der Ansicht der Vorinstanz vielmehr ein starkes Indiz 

dafür sei, dass beide Bestellungen durch einen Dritten gemacht worden 

C-3872/2023 

Seite 18 

seien. Die zweite Sendung sei am 7. Februar 2023 aufgegeben worden. 

Der Vorbescheid der Vorinstanz vom 3. Februar 2023 betreffend die erste 

Sendung sei ihm am 4. Februar 2023 um 6.36 Uhr zugestellt worden. Somit 

habe er ab diesem Zeitpunkt Kenntnis davon gehabt, dass gegen ihn ein 

Verfahren wegen Einfuhr verbotener Substanzen eröffnet worden sei. Er 

hätte mit dieser Kenntnis niemals eine zweite Bestellung aufgegeben. Da-

gegen könne auch nicht vorgebracht werden, dass die zweite Sendung al-

lenfalls bereits vor dem 4. Februar 2023 aufgegeben worden sei, denn ge-

rade asiatische Onlineshops seien bekannt dafür, sehr speditiv zu arbeiten. 

Es könne daher nicht davon ausgegangen werden, dass der betreffende 

Lieferant mehr als drei volle Tage gebraucht habe, um die Bestellung zu 

verarbeiten. Selbst unter der – wenig realistischen – Prämisse, wonach die 

simple Verarbeitung der Bestellung ganze vier oder fünf Tage gedauert 

habe, sei es deutlich wahrscheinlicher, dass die Bestellung von einem Drit-

ten aufgegeben worden sei. Zudem sei auch die Adresse dieser zweiten 

Sendung nicht korrekt. Nach der Postleitzahl sei als Ortschaft "(…)" statt 

(…) angegeben worden (vgl. BVGer-act. 10, Rz. 3-10).  

5.3.5 Aus den Akten erhellt, dass die zweite Sendung am 7. Februar 2023 

beim Schweizer Zoll erfasst worden ist (vgl. BVGer-act. 6, Beilage 7). Ent-

gegen den Vorbringen des Beschwerdeführers kann ohne Weiteres davon 

ausgegangen werden, dass es bei Sendungen aus Südostasien, unter Be-

rücksichtigung der Verarbeitung der Bestellung (einschliesslich der Über-

prüfung des Eingangs der Vorauszahlung), der Logistik, dem internationa-

len Frachtflug sowie der Ankunft in der Schweiz mit der Zollabfertigung 

mehrere Tage dauert, bis diese Sendung am Schweizer Zoll schliesslich 

erfasst wird. Eine Bestellungsaufgabe vor der Zustellung des Vorbescheids 

am 4. Februar 2023 und damit noch vor Kenntnisnahme des Beschwerde-

führers von der Verfahrenseröffnung gegen ihn wegen Einfuhr verbotener 

Substanzen ist daher höchst wahrscheinlich. Dass innerhalb von vier Mo-

naten zwei Sendungen aus C._______ an die Adresse des Beschwerde-

führers versandt wurden, lässt sich kaum als Zufall abtun. Vielmehr legt die 

Chronologie der Ereignisse nahe, dass der Beschwerdeführer erneut eine 

Bestellung in einem Onlineshop in C._______ aufgegeben hat. In Bezug 

auf den Fehler bei der Adresse, in der statt der Ortschaft der Kanton ange-

geben worden ist, kann auf das in Bezug auf die erste Sendung Ausge-

führte verwiesen werden (vgl. oben E. 5.3.1). Somit stellt die zweite Sen-

dung aus C._______ ein weiteres gewichtiges Indiz dafür dar, dass der 

Beschwerdeführer der Besteller der vorliegend zu beurteilenden Sendung 

ist.   

C-3872/2023 

Seite 19 

5.4 In Gesamtwürdigung aller von der Vorinstanz vorgebrachten Indizien, 

welche vom Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen nicht entkräftet oder 

in Zweifel gezogen werden konnten, ist von der Vermutung auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer der Besteller der zurückgehaltenen Substan-

zen ist. Zu prüfen ist nachfolgend, ob ihm diesbezüglich der Gegenbeweis 

gelingt.  

5.4.1 Im Sinne von Gegenindizien macht der Beschwerdeführer geltend, er 

sei Sozialhilfeempfänger, verfüge über keine Kreditkarte, was das zustän-

dige Sozialamt auch bestätigt habe, und habe nicht einmal ein Bankkonto. 

Keine Bank würde ihm als Sozialhilfeempfänger eine Kreditkarte geben 

oder ihm einen Kredit gewähren. Das Sozialamt überweise die Sozialhilfe 

jeweils auf das Konto seines Vaters. Er, der Beschwerdeführer, sei völlig 

mittellos und erhalte von seinem Vater das wenige Geld der Sozialhilfe in 

bar, was gerade so für seinen Unterhalt genüge. Es wäre ihm daher 

schlicht nicht möglich gewesen, die Substanzen im Voraus, was bei einem 

Erwerb im Ausland Voraussetzung sei, zu bezahlen. Auch hätte er auf-

grund fehlender finanzieller Mittel den geschätzten Warenwert von 

Fr. 135.35 niemals aufbringen können. Zudem habe er auch keinerlei Ver-

wendungszweck für die Dopingsubstanzen, da er keinen Sport und schon 

gar keinen Kraftsport (er sei 56 Jahre alt, messe nur 1.71 m und wiege 

bloss 63 kg) betreibe (vgl. BVGer-act. 1, Rz. 14-19, Rz. 40-44). Auf die 

Einwendung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer hätte die Kreditkarte 

einer dritten Person nutzen oder auf alternative Zahlungsmethoden, wie 

beispielsweise Paypal oder Bitcoin, zurückgreifen können (vgl. BVGer-act. 

6, Rz. 41), entgegnet der Beschwerdeführer, dass auch bei PayPal eine 

Kreditkarte hinterlegt werden müsse und Bitcoins zunächst erworben wer-

den müssten, was ohne Kreditkarte und Bankkonto schwierig sein dürfte. 

Abgesehen davon kenne er sich mit solchen alternativen Zahlungsmetho-

den nicht aus. Die Nutzung einer Kreditkarte eines Dritten sei theoretisch 

möglich, aber lebensfremd, denn wer heimlich illegale Dopingsubstanzen 

übers Internet bestellen wolle, werde das in der Regel für sich behalten 

(vgl. BVGer-act. 10, Rz. 24 f.).  

5.4.2 Diese Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen, wie nachfol-

gend ausgeführt wird, keine Zweifel an der Vermutung seiner Bestellerei-

genschaft zu begründen. Zunächst ist gerichtsnotorisch, dass es in Bezug 

auf die Zahlungsmethode zur Leistung einer Vorauszahlung bei einer On-

line-Bestellung auch die Möglichkeit der Nutzung von Prepaid-Kreditkarten 

gibt, die vor Gebrauch mit einem beliebigen Guthaben aufgeladen werden 

können. Je nach Anbieter braucht es dafür nicht einmal ein Bankkonto und 

C-3872/2023 

Seite 20 

auch am Kiosk können Prepaid-Kreditkarten ohne Erfordernis eines Bank-

kontos erworben werden (vgl. z.B. https://www.moneyland.ch/de/prepaid-

kreditkarten-ratgeber-schweiz, abgerufen am 30.9.2025). Diese Zahlungs-

methode ist allgemein bekannt, leicht verfügbar und überall erhältlich. Es 

erscheint daher naheliegend, dass eine Person, die – wie der Beschwer-

deführer – gemäss eigenen Angaben über keine Kreditkarte, kein Bank-

konto sowie ein beschränktes Budget verfügt, um nicht auf eine Drittperson 

angewiesen zu sein, auf diese Zahlungsmethode zurückgreift, um bei-

spielsweise Bestellungen im Internet selbst auszuführen. Die finanziellen 

Mittel für die Präparate kann sich der Beschwerdeführer dabei über längere 

Zeit angespart haben. Im Übrigen kann der Verwendungszweck von Do-

pingmitteln vielfältig sein (z.B. Selbstmedikation, Anti-Aging). Dieser ist ent-

gegen der Vorbringen des Beschwerdeführers auch weder abhängig von 

einer eigentlichen Sportausübung noch von körperlichen Merkmalen. Auf-

grund der gesamten Umstände vermögen die Vorbringen des Beschwer-

deführers, insbesondere dass er Sozialhilfeempfänger sei, über keine Kre-

ditkarte verfüge, völlig mittellos sei und keinen Sport betreibe, wie einläss-

lich ausgeführt, die Vermutung, wonach es sich beim Beschwerdeführer 

um den Besteller der zurückgehaltenen Präparate handelt, nicht umzustos-

sen. Bei diesem feststehenden Ergebnis ist von weiteren Beweismassnah-

men, insbesondere einer Parteibefragung, abzusehen, da daraus in antizi-

pierter Beweiswürdigung keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. 

BGE 144 V 361 E. 6.5; Urteil des Bundesgerichts 8C_302/2024 vom 

20. Dezember 2024 E. 10; vgl. auch BVGer-act. 6, Rz. 18-20).  

6.  

6.1 Nach dem Gesagten gilt der Beschwerdeführer als Besteller der verbo-

tenen Dopingmittel und daher als Veranlasser der angeordneten Verwal-

tungsmassnahme. Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

dem Beschwerdeführer mit der angefochtenen Verfügung – gestützt auf 

Art. 2 GebV-BASPO i.V.m. Art. 2 Abs. 1 AllgGebV – eine Gebühr auferlegte 

(vgl. oben E. 3.5).  

6.2 Die Gebühr wird nach Zeitaufwand berechnet, falls im Anhang kein An-

satz festgelegt ist (Art. 6 Abs. 2 GebV-BASPO). Der Stundenansatz beträgt 

zwischen Fr. 50.– und Fr. 250.– (Art. 6 Abs. 3 GebV-BASPO). Die vorlie-

gend verfügungsweise auferlegte Gebühr in der Höhe von Fr. 400.– ent-

spricht, ausgehend von einem durchschnittlichen Stundenansatz von 

Fr. 120.–, einem Zeitaufwand von nicht einmal 3.5 Stunden, was aufgrund 

C-3872/2023 

Seite 21 

des aktenkundigen Aufwandes der Vorinstanz angemessen erscheint und 

was vom Beschwerdeführer auch nicht beanstandet wird.  

7.  

Im Ergebnis ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen und die Verfü-

gung der Vorinstanz vom 12. Juni 2023 zu bestätigen ist.  

8.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

8.1 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Verfahrenskosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Vorliegend sind die 

Verfahrenskosten auf Fr. 800.– festzusetzen. Der einbezahlte Kostenvor-

schuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden.  

8.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vor-

instanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 

VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

 

(Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

 

 

  

C-3872/2023 

Seite 22 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das VBS. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christoph Rohrer Nadja Francke 

 

 

  

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Seite 23 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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