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**Case Identifier:** 9d62f154-e970-5566-b014-0929e8d78f77
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.06.2019 100 2018 294
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-294_2019-06-28.pdf

## Full Text

100.2018.294U
HER/BER/ROS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. Juni 2019 

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiberin Bernasconi Zenger

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge Auflösung der Ehegemeinschaft; vorläufige Aufnahme (Entscheid 
der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 31. Juli 2018; 
2018.POM.277)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.06.2019, Nr. 100.2018.294U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. ...1985) ist Staatsangehöriger von Sri Lanka. Am 1. Juli 
2015 reiste er zwecks Vorbereitung der Eheschliessung mit der Schweizer 
Bürgerin B.________ von England her in die Schweiz ein. Die Hochzeit 
fand am 19. August 2015 statt. Gestützt auf die Ehe erhielt A.________ 
eine Aufenthaltsbewilligung, die letztmals bis zum 18. Juli 2017 verlängert 
wurde. Am 10. November 2016 wurde die Ehe geschieden. Am 
1. Dezember 2016 verlegte A.________ seinen Wohnsitz in den Kanton 
Zürich. Dort ersuchte er am 6. Dezember 2016 um Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung (Gesuch um Kantonswechsel). Das Migrationsamt 
des Kantons Zürich wies sein Gesuch mit Verfügung vom 7. März 2017 ab 
und setzte ihm eine Frist zum Verlassen des Kantons bis am 5. Mai 2017. 
Mit Verfügung vom 1. März 2018 verweigerte das Amt für Migration und 
Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), die 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________, wies ihn aus der 
Schweiz weg und setzte ihm eine Ausreisefrist.  

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 4. April 2018 Beschwerde 
bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies 
die Beschwerde mit Entscheid vom 31. Juli 2018 ab, soweit sie darauf 
eintrat, und setzte A.________ eine neue Ausreisefrist auf den 
7. September 2018.   

C.

Hiergegen hat A.________ am 3. September 2018 Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde erhoben mit folgenden Anträgen:

«1. Der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kan-
tons Bern vom 31. Juli 2018 sei aufzuheben und die Sache sei an 
die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Vorinstanz sei anzuweisen, 

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vollständig auf die Beschwerde vom 31. Juli 2018 [richtig: 4. April 
2018] einzutreten. 

2. Eventuell sei der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militär-
direktion des Kantons Bern vom 31. Juli 2018 aufzuheben und die 
Sache sei zur korrekten Erteilung des rechtlichen Gehörs und zur 
Feststellung des vollständigen und richtigen rechtserheblichen 
Sachverhalts und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen. 

3. Eventuell sei der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militär-
direktion des Kantons Bern vom 31. Juli 2018 aufzuheben und die 
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers sei zu verlängern. 

4. Eventuell sei die Unzulässigkeit, evtl. Unzumutbarkeit des Weg-
weisungsvollzugs festzustellen und der Migrationsdienst des Kan-
tons Bern anzuweisen, beim Staatssekretariat für Migration die vor-
läufige Aufnahme des Beschwerdeführers zu beantragen.» 

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 2. Oktober 2018, die Be-
schwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.

Mit Verfügung vom 2. November 2018 hat die Instruktionsrichterin bean-
tragte Beweismassnahmen zur früheren familiären Situation abgewiesen, 
weil insoweit auf die Darstellung des Beschwerdeführers abzustellen sei. 
Auf weitere Abklärungen im Zusammenhang mit der Integration und der 
Rückkehr nach Sri Lanka hat sie verzichtet mit dem Hinweis darauf, dass 
allfällige Beweismittel jederzeit nachgereicht werden können.

Am 6. November 2018 hat A.________ ein weiteres Dokument eingereicht, 
in welchem er die jüngsten politischen Entwicklungen in Sri Lanka schildert. 
Die POM hat sich dazu nicht vernehmen lassen.

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die im Übrigen form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten (vgl. aber 
betreffend Rechtsbegehren 4 [vorläufige Aufnahme] hinten E. 7). 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Auf den 1. Januar 2019 ist eine Teilrevision des Bundesgesetzes vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländer-
gesetz, AuG; SR 142.20) in Kraft getreten, welche unter anderem den Ge-
setzestitel und die offizielle Abkürzung ändert. Der Erlass heisst neu 
Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG). 
Die im vorliegenden Verfahren anzuwendenden Bestimmungen sind soweit 
hier interessierend inhaltlich unverändert geblieben.   

3.

Der Beschwerdeführer rügt vorab die Verletzung des Untersuchungsgrund-
satzes sowie des Anspruchs auf rechtliches Gehör und verlangt die Auf-
hebung des angefochtenen Entscheids sowie die Rückweisung der Sache 
an die Vorinstanz (Rechtsbegehren 2). 

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3.1 Die Behörden stellen den Sachverhalt von Amtes wegen fest (sog. 
Untersuchungsgrundsatz; Art. 18 Abs. 1 VRPG). Sie sind gehalten, den 
rechtserheblichen Sachverhalt von sich aus richtig und vollständig abzu-
klären (sog. Beweisführungslast). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch 
die Pflicht der Parteien ergänzt, an der Feststellung des Sachverhalts mit-
zuwirken, wenn sie aus einem Begehren eigene Rechte ableiten (sog. Mit-
wirkungspflicht; Art. 20 Abs. 3 VRPG i.V.m. Art. 90 AIG und dazu etwa 
BGE 138 II 229 E. 3.2.3; BVR 2015 S. 391 E. 5.5, 2010 S. 541 E. 4.2.3).

3.2 Der Umfang des Anspruchs auf rechtliches Gehör ergibt sich in 
erster Linie aus Art. 21 ff. VRPG. Ergänzend greifen die verfassungsrecht-
lichen Garantien nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) 
und Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1). Der 
Anspruch auf rechtliches Gehör verpflichtet die Behörde, die Vorbringen 
der in ihrer Rechtsstellung Betroffenen effektiv zu prüfen und beim Ent-
scheid zu berücksichtigen. Folge dieser Prüfungspflicht und zugleich Be-
dingung einer wirksamen Selbstkontrolle ist die behördliche Begründungs-
pflicht (vgl. auch Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss so ab-
gefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des 
Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an 
die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen wenigstens 
kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat 
leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Dagegen wird nicht ver-
langt, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich 
auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt 
(statt vieler BGE 142 I 135 E. 2.1, 138 I 232 E. 5.1; BVR 2013 S. 407 E. 3.2 
mit Hinweisen).

3.3 Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes sieht der Be-
schwerdeführer vorab darin, dass die Vorinstanz seine frühere familiäre 
Situation ungenügend abgeklärt habe. Entgegen seinen Beweisanträgen 
seien weder er, noch seine Exfrau oder deren Eltern zur geltend ge-
machten psychischen Druckausübung befragt worden. Die Rüge ist unbe-
gründet: Wie die Vorinstanz richtig dargelegt hat, trifft die ausländische 
Person, die vorgibt, ein Opfer ehelicher Gewalt im Sinn von Art. 50 Abs. 1 
Bst. b i.V.m. Abs. 2 AIG zu sein, eine weitreichende Mitwirkungspflicht 

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(Art. 90 AIG; Art. 77 Abs. 5 und 6 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 
über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Wer 
psychische Zwänge geltend macht, hat die systematische Misshandlung 
beziehungsweise ihre Dauer auf konkrete und objektive Weise zu illus-
trieren oder mit Beweisen zu belegen und den dadurch entstandenen sub-
jektiven Druck glaubhaft zu machen (BGE 142 I 152 nicht publ. E. 3.3 
[Pra 106/2017 Nr. 63], 138 II 229 E. 3.2.3). Die POM hat die Vorbringen 
des Beschwerdeführers zur ehelichen Gewalt aufgenommen. Sie würdigte 
sie dahin, dass keine anhaltende erniedrigende Behandlung oder eine 
schwerwiegende psychische Druckausübung aufgezeigt ist, wie dies ein 
nachehelicher Härtefall erfordert (vgl. angefochtener Entscheid E. 5d). 
Dass sie sich von weiteren Abklärungen oder Personenbefragungen keine 
entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse versprach und deshalb darauf 
verzichtete, ist nicht zu beanstanden. Mit ihrem Vorgehen hat die POM den 
Untersuchungsgrundsatz nicht verletzt.

3.4 Die POM hat auch dadurch, dass sie den Darstellungen des Be-
schwerdeführers in weiteren Sachzusammenhängen nicht folgte und seine 
Vorbringen anders würdigte als von ihm verlangt, weder den Unter-
suchungsgrundsatz noch seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. 
Sie hat sich mit seinen wesentlichen Vorbringen auseinandergesetzt und 
ihren Entscheid umfassend begründet. Die entsprechenden Rügen er-
weisen sich demnach ebenfalls als unbegründet.

4.

Aufgrund der Akten ist von folgendem Sachverhalt auszugehen:

4.1 Der Beschwerdeführer wurde am … 1985 in … (Nordprovinz von Sri 
Lanka, Distrikt Jaffna) geboren (Akten MIDI pag. 5). Nach eigenen 
Angaben flüchtete er im Januar 1998 wegen des Bürgerkriegs nach Indien, 
zusammen mit seinen Eltern und zwei von insgesamt sechs Geschwistern 
(Beschwerde S. 3; Stellungnahme an den MIDI vom 8.1.2018 S. 2, Akten 
MIDI pag. 158). In Indien (Tamil Nadu) besuchte er die Schule. Im Jahr 
2008 erwarb er an der … Universität von Chennai, der Hauptstadt von 

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Tamil Nadu, einen «Bachelor of Engineering in Computer Science and 
Engineering (Akten MIDI pag. 138 ff.). Danach begab er sich zwecks 
Weiterbildung nach England, wo er im Sommer 2011 an der Universität von 
… einen «Master of Science in Software Engineering» erwarb und später 
arbeitstätig war (Akten MIDI pag. 137, 108). Im Oktober 2011 lernte er in 
London seine spätere Ehefrau kennen (Akten MIDI pag. 71).

4.2 Am 1. Juli 2015 reiste der Beschwerdeführer zwecks Vorbereitung 
der Eheschliessung in die Schweiz ein und am 19. August 2015 heiratete 
er in Bern eine Schweizer Bürgerin tamilischer Herkunft (Akten MIDI 
pag. 53, 60 ff.). Gestützt auf die Ehe erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung, 
letztmals gültig bis zum 18. Juli 2017 (Akten MIDI pag. 29). Am 10. Novem-
ber 2016 wurde die Ehe geschieden (Akten MIDI pag. 24 f.). Am 1. Dezem-
ber 2016 verlegte der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in den Kanton 
Zürich. Dort ersuchte er am 6. Dezember 2016 um Erteilung einer Aufent-
haltsbewilligung. Mit Verfügung vom 7. März 2017 wies das Migrationsamt 
des Kantons Zürich sein Gesuch ab (Akten MIDI pag. 17 ff.). Am 25. April 
2017 meldete sich der Beschwerdeführer von der Stadt Bern in die Ein-
wohnergemeinde … ab (Akten MIDI pag. 16). Am 22. bzw. 23. Juni 2017 
ersuchte er im Kanton Bern um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
(Akten MIDI pag. 97 ff.). Mit Stellungnahme vom 30. Juli 2017 gab er 
gegenüber dem MIDI an, es sei wegen Meinungsverschiedenheiten, 
Egoismus in der Beziehung, depressiver Stimmungen sowie einer un-
ruhigen und unglücklichen Beziehung zur Scheidung gekommen. Seine Ex-
frau habe behauptet, er sei unfruchtbar, und ihn zu einer medizinischen 
Untersuchung gezwungen. Dabei sei bei ihm keine Ursache für eine 
Kinderlosigkeit gefunden worden. Seine Exfrau habe auch versucht, ihn 
von seiner Familie zu trennen. Ausserdem sei er gezwungen worden, ihren 
Familienlebensstil und ihren Glauben anzunehmen. Er sei wegen des 
Bürgerkriegs von Sri Lanka nach Indien ausgewandert. In Sri Lanka habe 
er keine Familienangehörigen mehr. Zu seiner in der Schweiz lebenden 
Schwester habe er ein sehr enges Verhältnis, sie sei für ihn wie eine 
Mutter. Eine Rückkehr in sein Heimatland könne er sich nicht vorstellen. 
Auf die Frage, weshalb aus seiner Sicht eine Rückkehr dorthin nicht zumut-
bar wäre, antwortete der Beschwerdeführer wie folgt (Akten MIDI 
pag. 105 ff. [Zitat S. 108]):

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«Ich fühle mich hier in der Schweiz sehr wohl. Die schweizerische 
Rechte und Gesetzvorschriften gefällt mir sehr gut. Hier kann ich mir 
eine sichere und bessere Lebensqualität für meine Zukunft vorstellen. 
In meiner Heimat habe ich niemand. Da ich schon als Kind aus meiner 
Heimat ausgewandert bin, wird Sri Lanka für mich wie eine fremdes 
Land sein und ich werde mich auch ganz einsam fühlen.»

4.3 Zwischen Februar und Juni 2016 absolvierte der Beschwerdeführer 
zwei von drei Deutschkursen Niveau A1 (Akten MIDI pag. 134 ff.). Seit dem 
1. Oktober 2016 ist er beim Verein «…» mit einem Pensum von 40 % als 
«Hilfsmitarbeiter Abruf» in der Administration angestellt. Der Verein bietet 
in der ganzen Schweiz heimatliche Sprach- und Kulturkurse in der 
tamilischen Sprache an (Akten MIDI pag. 113 ff.). Seit dem 3. März 2017 
arbeitet er zudem unbefristet bei … mit einem Arbeitspensum von maximal 
17 Stunden pro Woche (Akten MIDI pag. 121 f.). Er bezieht weder 
Sozialhilfe noch ist er im Betreibungsregister oder im Strafregister 
verzeichnet (Akten MIDI pag. 129 ff.).

5.

Infolge Scheiterns der Ehegemeinschaft hat der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung gestützt auf 
Art. 42 Abs. 1 AIG. Da die eheliche Gemeinschaft weniger als drei Jahre 
gedauert hat, kommt auch eine Bewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 
Bst. a AIG nicht in Betracht. Beides wird vom Beschwerdeführer anerkannt 
(Beschwerde S. 22).

5.1 Strittig ist, ob der Beschwerdeführer aufgrund wichtiger persönlicher 
Gründe nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AIG Anspruch auf Verlängerung seiner 
Aufenthaltsbewilligung hat (sog. nachehelicher Härtefall). Diese Be-
stimmung bezweckt, schwerwiegende Härtefälle bei der Auflösung der ehe-
lichen Gemeinschaft zu vermeiden. Wichtige persönliche Gründe können 
gemäss Art. 50 Abs. 2 AIG namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder 
der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde, die Ehe nicht aus freiem 
Willen geschlossen hat oder (alternativ oder kombiniert) die soziale Wieder-
eingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (vgl. 
BGE 138 II 229 E. 3.2.2, 136 II 1 E. 5.3 [Pra 99/2010 Nr. 49]; BVR 2010 
S. 481 E. 5.1.1). Ein wichtiger persönlicher Grund kann sich aber auch aus 

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anderen Umständen ergeben. Bei der Beurteilung sind sämtliche Aspekte 
des Einzelfalls mitzuberücksichtigen, namentlich der Grad der Integration, 
die Respektierung der Rechtsordnung, die Familienverhältnisse, die finan-
ziellen Verhältnisse, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, der Ge-
sundheitszustand sowie die Umstände, die zur Auflösung der Gemein-
schaft geführt haben (BGE 138 II 229 E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2 f.). Als 
Richtlinie bleibt indes zu beachten, dass der Gesetzgeber für einen nach-
ehelichen Härtefall eine erhebliche Intensität der Konsequenzen für das 
Privat- und Familienleben der ausländischen Person voraussetzt. Diese 
Folgen müssen mit der Lebenssituation nach Dahinfallen der aus der Ehe-
gemeinschaft abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sein (vgl. 
BGE 143 I 21 E. 4.2.2, 140 II 289 E. 3.6.1, 139 II 393 E. 6). Hat der Aufent-
halt nur kürzere Zeit gedauert und wurden keine engen Beziehungen zur 
Schweiz geknüpft, lässt sich der Anspruch auf weiteren Verbleib nicht be-
gründen, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen 
Probleme bereitet (BGE 138 II 229 E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.3; 
BGer 2C_683/2017 vom 18.7.2018 E. 2.3). Vollzugshindernissen trägt 
regelmässig das Staatssekretariat für Migration (SEM) durch Prüfung und 
gegebenenfalls Anordnung der vorläufigen Aufnahme Rechnung (Art. 83 ff. 
AIG; vgl. auch hinten E. 7). Nach der Rechtsprechung kann ein solches 
Vollzugshindernis jedoch einen nachehelichen Härtefall begründen, weil es 
grundsätzlich geeignet ist, die soziale Wiedereingliederung im Herkunfts-
land zu beeinträchtigen (BGE 137 II 345 E. 3.3.2; BVR 2015 S. 105 
E. 3.2.1). Die entsprechenden Fragen können deshalb nicht (ausschliess-
lich) in das Vollzugsverfahren verwiesen werden. Sie sind in die nach-
folgende bewilligungsrechtliche Beurteilung einzubeziehen (VGE 2018/170 
vom 31.1.2019 E. 5.1, 2017/225 vom 2.8.2018 E. 4.2; vgl. auch BVR 2013 
S. 543 E. 4.1 betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung infolge 
Straffälligkeit).

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5.2 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe die verschiedenen 
für einen nachehelichen Härtefall entscheidwesentlichen Umstände nicht in 
der geforderten Gesamtbetrachtung gewürdigt. In seinem Fall würden die 
erlittene eheliche Gewalt, die gefährdete Wiedereingliederung in Sri Lanka 
und die ihm dort drohende Gefahr gesamthaft einen nachehelichen Härte-
fall begründen.

5.3 Zur vorgebrachten ehelichen Gewalt ist Folgendes zu erwägen:

5.3.1 Laut der Darstellung des Beschwerdeführers haben seine Exfrau 
und seine Ex-Schwiegereltern ihn permanent kontrolliert und ihm vorge-
schrieben, wen er treffen durfte. Seine Exfrau habe sich auch nach der 
Heirat fast die ganze Zeit bei ihren Eltern aufgehalten und dort gegessen, 
während er allein habe zu Hause bleiben müssen. Er sei systematisch ge-
demütigt worden. Seine Ex-Schwiegereltern hätten sich, wie in Sri Lanka 
üblich, in die Gestaltung der Ehe eingemischt. Sie hätten ihm Druck ge-
macht, Kinder zu zeugen. Seine Exfrau habe die Antibabypille genommen 
und sei deshalb nicht schwanger geworden, habe dies ihren Eltern jedoch 
verheimlicht. Deshalb habe sie auch deren Forderung unterstützt, der Be-
schwerdeführer solle sich bezüglich seiner Zeugungsfähigkeit untersuchen 
lassen, was er auch getan habe. Die schwierige Familienkonstellation habe 
schliesslich zur Scheidung geführt (Beschwerde S. 5 ff.). 

5.3.2 Die Vorinstanz hat die einschlägige Rechtsprechung zutreffend 
wiedergegeben. Danach kann eine für die Annahme eines nachehelichen 
Härtefalls relevante Beeinträchtigung vorliegen, wenn die psychische Inte-
grität des Opfers bei Aufrechterhaltung der ehelichen Gemeinschaft schwer 
beeinträchtigt würde, was beispielsweise bei dauerndem Beschimpfen, Er-
niedrigen, Drohen und Einsperren der Fall sein kann. Demgegenüber ver-
mag nicht jede unglückliche, belastende und nicht den eigenen Vorstellun-
gen entsprechende Entwicklung einer Beziehung einen solchen Härtefall zu 
begründen. Von einer in diesem Zusammenhang massgeblichen häus-
lichen Gewalt ist vielmehr erst dann auszugehen, wenn eine systematische 
Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszuüben, erkennbar ist 
und die anhaltende, erniedrigende Behandlung derart schwer wiegt, dass 
von der betroffenen Person bei Berücksichtigung sämtlicher Umstände ver-
nünftigerweise nicht erwartet werden kann, dass sie einzig aus be-

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willigungsrechtlichen Gründen in einer ihre Menschenwürde und Persön-
lichkeit verletzenden ehelichen Beziehung verharrt (vgl. dazu einlässlich 
BGE 138 II 229 E. 3.2.2 mit Hinweisen; VGE 2013/218 vom 11.2.2014 
E. 3.4.1 [bestätigt durch BGer 2C_293/2014 vom 29.9.2014]; Martina 
Caroni, in Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Handkommentar AuG, 2010, 
Art. 50 N. 34; Marc Spescha, in Spescha et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 
4. Aufl. 2015, Art. 50 N. 10; Winiger/Hugi Yar, Psychischer Druck als nach-
ehelicher Härtefall, in Digitaler Rechtsprechungs-Kommentar, publ. am 
19.9.2012).

5.3.3 Die vorgebrachten und als zutreffend unterstellten Sachumstände 
begründen keine psychische Beeinträchtigung des Beschwerdeführers in 
der geforderten Intensität (vgl. E. 5.3.2 hiervor). Die beklagten Vorkomm-
nisse (vorne E. 5.3.1) mögen subjektiv als verletzend oder demütigend 
empfunden worden sein; eine anhaltende, erniedrigende Behandlung oder 
eine schwerwiegende Druckausübung, wie sie zur Begründung eines nach-
ehelichen Härtefalls vorliegen müsste, wird damit indes nicht aufgezeigt 
(vgl. für diese Würdigung auch VGE 2013/218 vom 11.2.2014 E. 3.4.3). Die 
Einmischung in das Eheleben durch die Schwiegereltern bezeichnet der 
Beschwerdeführer im Übrigen selbst als in der sri-lankischen Kultur üblich 
(Beschwerde S. 5). Wenn die Exfrau sich mit ihren Eltern statt mit ihm soli-
darisiert hat, mag dies aus seiner Sicht bedauerlich sein. Ein unglücklicher 
Verlauf der Ehe fällt aber nicht unter die Interessen, die Art. 50 Abs. 1 
Bst. b AIG schützt. Der Vorinstanz ist daher zuzustimmen, dass im Ver-
halten der Exfrau und ihrer Eltern keine eheliche Gewalt liegt. Unter diesen 
Umständen kommt der Entwicklung seiner Beziehung und den Gründen 
des Scheiterns seiner Ehe für die Frage des nachehelichen Härtefalls kein 
nennenswertes Gewicht zu.

5.4 Vorgebracht ist weiter, die Wiedereingliederung in Sri Lanka sei ge-
fährdet.

5.4.1 Der Beschwerdeführer legt dar, er habe das Land im Alter von drei-
zehn Jahren verlassen und sei bis anhin nie wieder dorthin zurückgekehrt. 
Auch wenn er tamilisch spreche und mit der tamilischen Kultur vertraut sei, 
kenne er das gesellschaftliche, politische und kulturelle Leben in Sri Lanka 
nicht. Zudem verstehe er die dort dominierende Sprache (singhalesisch) 

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nicht. Da er in Sri Lanka auch kein familiäres und soziales Netz habe, 
könne er sich dort selbst mit seiner Berufsausbildung nicht erfolgreich 
integrieren (Beschwerde S. 7 f. und 23). 

5.4.2 Der Beschwerdeführer wurde in Sri Lanka geboren und lebte knapp 
dreizehn Jahre in diesem Land (vgl. vorne E. 4.1). Die prägenden Kind-
heitsjahre verbrachte er folglich in seiner Heimat. Er wurde in Sri Lanka 
sozialisiert und spricht tamilisch. Im Jahr 1998 übersiedelte er mit seinen 
Eltern und zwei Geschwistern nach Indien. Auch dort lebte er während 
weiterer zehn Jahre nicht fernab von seiner Kultur. Chennai, wo er die 
Schule besuchte und an der Universität einen Bachelorabschluss machte 
(vgl. vorne E. 4.1), ist die Hauptstadt des Bundesstaats Tamil Nadu, in wel-
chem überwiegend Tamilinnen und Tamilen leben und ebenfalls tamilisch 
gesprochen wird (vgl. <https://de.wikipedia.org/wiki/Tamil_Nadu>). In der 
Schweiz heiratete er eine Schweizer Bürgerin tamilischer Herkunft, was 
ebenfalls darauf schliessen lässt, dass er mit der tamilischen Kultur nach 
wie vor stark verbunden ist. In der Familie seiner Exfrau wurde diese Kultur 
offenbar auch gelebt, beklagt der Beschwerdeführer doch selbst, seine Ex-
Schwiegereltern hätten sich in die Gestaltung der Ehe eingemischt, was in 
Sri Lanka üblich sei (vgl. vorne E. 5.3.3). Auch der Umstand, dass der Be-
schwerdeführer in der Schweiz für den Verein … arbeitet, welcher in der 
ganzen Schweiz heimatliche Sprach- und Kulturkurse in der tamilischen 
Sprache anbietet (vgl. vorne E. 4.3), zeigt, dass er sich nach wie vor im 
tamilischen Kulturkreis bewegt. Unter diesen Umständen ist das Vorbringen 
des Beschwerdeführers, er sei mit den gesellschaftlichen Gepflogenheiten 
in Sri Lanka nicht mehr vertraut, nicht glaubwürdig. Mit der Vorinstanz ist 
zwar anzuerkennen, dass sowohl seine soziale als auch seine berufliche 
Wiedereingliederung in der Heimat mit gewissen Anstrengungen verbun-
den wäre. Jedoch sollte es ihm aufgrund seines noch jungen Alters, seines 
guten Gesundheitszustands sowie seiner Berufsausbildung und Berufs-
erfahrung ohne weiteres möglich sein, in Sri Lanka ein neues soziales Netz 
aufzubauen und beruflich wieder Fuss zu fassen. Unbestritten blieb die vor-
instanzliche Feststellung, dass er dafür möglicherweise beim … geknüpfte 
Kontakte nutzen kann. Im Alter von 34 Jahren ist es dem (gebildeten) 
Beschwerdeführer zudem ohne weiteres möglich, die in Sri Lanka domi-
nierende Sprache, das Singhalesische, zu lernen, sollte er sich nicht im 

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tamilischsprachigen Teil Sri Lankas niederlassen können oder wollen. Er 
hat hinzunehmen, dass er allenfalls als gescheiterter Ehemann und unfrei-
williger Rückkehrer betrachtet würde (vgl. Beschwerde S. 12 und 23); 
weder dargetan noch ersichtlich ist, dass ihm dadurch erhebliche soziale 
Nachteile drohen würden. Dass sich die wirtschaftlichen Rahmen-
bedingungen weniger vorteilhaft präsentieren als in der Schweiz, fällt nicht 
ins Gewicht, weil davon die ganze dortige Bevölkerung gleichermassen be-
troffen ist (vgl. VGE 2018/170 vom 31.1.2019 E. 5.5). Bezüglich der beruf-
lichen Wiedereingliederung in Sri Lanka kann im Übrigen auf die ausführ-
lichen und zutreffenden Erwägungen der POM verwiesen werden, welchen 
der Beschwerdeführer nichts Substanziiertes entgegenhält (vgl. ange-
fochtener Entscheid E. 6a). Erscheint die soziale und berufliche Wiederein-
gliederung nicht als gefährdet, liegt darin ebenfalls kein Umstand, der in 
einer Gesamtwürdigung für einen Härtefall spricht. 

5.5 Schliesslich sind Einwände gegen den Vollzug der Wegweisung 
vorgebracht.

5.5.1 Laut dem Beschwerdeführer ist der Vollzug der Wegweisung unzu-
mutbar, möglicherweise gar unzulässig. Bei einer Rückkehr nach Sri Lanka 
würde er womöglich von den dortigen Behörden «verfolgt» werden. Als 
Gründe nennt er seine tamilische Ethnie, seinen hinduistischen Glauben, 
seine Herkunft aus dem Norden Sri Lankas, die Aktivitäten eines seiner 
Brüder bei der paramilitärischen Organisation Liberation Tigers of Tamil 
Eelam (LTTE) in den Jahren 1986-1992, seinen Aufenthalt in Exilzentren 
der LTTE (Indien, Grossbritannien, Schweiz) während 20 Jahren, sein En-
gagement an einer tamilischen Schule in der Schweiz sowie den Umstand, 
dass er keine gültigen Reisepapiere besitze und zwangsweise aus der 
Schweiz zurückgeschafft würde (Beschwerde S. 9 f.). 

5.5.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich in einem Referenzurteil aus 
dem Jahr 2016 eingehend mit der Rückkehr von Angehörigen der tami-
lischen Ethnie nach Sri Lanka auseinandergesetzt. Es ist zum Schluss ge-
kommen, dass diese Personen nicht generell einer ernstzunehmenden Ge-
fahr von Verhaftung und Folter ausgesetzt sind. Ob im Einzelfall trotzdem 
ein Risiko besteht, ist anhand von bestimmten Faktoren zu prüfen. So 
gelten der Eintrag in einer am Flughafen in Colombo abrufbaren «Stop-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.06.2019, Nr. 100.2018.294U, 
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List», Verbindungen zu den LTTE sowie exilpolitisches Engagement, wel-
ches über das blosse Mitlaufen bei Massenveranstaltungen hinausgeht, 
grundsätzlich als stark risikobegründend. Das Fehlen ordentlicher Identi-
tätsdokumente bei der Einreise, eine zwangsweise Rückführung sowie 
Narben sind hingegen schwach risikobegründende Faktoren. Jegliche 
glaubhaft gemachten Risikofaktoren sind in einer Gesamtschau und in ihrer 
allfälligen Wechselwirkung sowie unter Berücksichtigung der konkreten 
Umstände in einer Einzelfallprüfung zu würdigen (vgl. BVGer E-1866/2015 
vom 15.7.2016 E. 8.5.2 ff., 8.5.5). Dabei ist davon auszugehen, dass jene 
Rückkehrerinnen und Rückkehrer eine begründete Furcht vor Verhaftung 
und Folter haben, denen seitens der sri-lankischen Behörden zuge-
schrieben wird, dass sie bestrebt sind, den nach wie vor als Bedrohung 
wahrgenommenen tamilischen Separatismus wiederaufleben zu lassen und 
so den sri-lankischen Einheitsstaat zu gefährden (vgl. BVGer E-1866/2015 
vom 15.7.2016 E. 8.5.1; so auch kürzlich BVGer D-6554/2018 vom 
14.3.2019 E. 13.5.1, E-2750/2017 vom 14.2.2019 E. 7.1). 

5.5.3 Der Beschwerdeführer wendet ein, die Situation in Sri Lanka habe 
sich seit Mitte 2016, als das Bundesverwaltungsgericht sein Referenzurteil 
gefällt hatte, verschlechtert. Hauptursache für die Verschlechterung sei, 
dass dem ehemaligen autoritären Präsidenten Sri Lankas, Mahinda 
Rajapaksa, bei den Kommunalwahlen im Februar 2018 ein politisches 
Comeback gelungen sei und dieser im Oktober 2018 zum neuen Premier-
minister ernannt worden sei. Als Beleg reicht der Beschwerdeführer einen 
von seinem Rechtsvertreter verfassten sog. Länderbericht inkl. Beilagen 
auf einer CD ein (Sri Lanka, Bericht zur aktuellen Lage [Stand: 15.8.2018], 
Beschwerdebeilage [BB] 3, nachfolgend: Sri Lanka-Bericht) sowie mit 
Stellungnahme vom 6. November 2018 weitere Beilagen auf einer CD 
(act. 6A). Damit macht der Beschwerdeführer sinngemäss geltend, die Zu-
lässigkeit und Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs könne nicht mehr 
anhand der vom Bundesverwaltungsgericht aufgestellten Risikofaktoren 
beurteilt werden (Eingabe vom 6.11.2018 mit Beilagen, act. 6). Dem kann 
nicht gefolgt werden: Mit den allgemeinen Ausführungen in seinen Ein-
gaben vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, inwiefern sich die 
Gefahr für ihn persönlich vergrössert haben sollte. Zudem ist der vom Be-
schwerdeführer als autoritär bezeichnete ehemalige Präsident Sri Lankas, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.06.2019, Nr. 100.2018.294U, 
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Mahinda Rajapaksa, bereits wieder von seinem Amt als Premierminister 
zurückgetreten («Hin und zurück in Sri Lanka: Der abgesetzte Premier-
minister wird wieder vereidigt», NZZ vom 16.12.2018 S. 3). Und selbst 
wenn sich die politische Lage Sri Lankas im Vergleich zu Mitte 2016 durch 
das politische Comeback von Mahinda Rajapaksa verschlechtert hätte, so 
übersieht der Beschwerdeführer, dass der Vollzug der Wegweisung nach 
Sri Lanka bereits im Jahr 2011 grundsätzlich zumutbar war, mit Ausnahme 
von Personen aus dem sog. Vanni-Gebiet (BVGE 2011/24 E. 13). Damals 
amtete der (wieder zurückgetretene) Premierminister Mahinda Rajapaksa 
als Staatspräsident (Eingabe vom 6.11.2018 S. 1, act. 6). Inwiefern die poli-
tische Lage nun schlechter sein sollte als damals, wird vom Beschwerde-
führer nicht ausgeführt und ist auch sonst nicht ersichtlich. Die geltend ge-
machte Verschlechterung der politischen Lage und die daraus abgeleitete 
Gefährdung von Rückkehrerinnen und Rückkehrern lassen sich auch nicht 
gestützt auf den vom Beschwerdeführer eingereichten Sri Lanka-Bericht 
belegen. Der Bericht listet unter anderem auf, in welchen Fällen tamilische 
Rückkehrerinnen und Rückkehrer verhaftet oder gar gefoltert wurden 
(Sri Lanka-Bericht Ziff. 4.3). Das Bundesverwaltungsgericht ist in seinem 
Referenzurteil, teilweise gestützt auf dieselben Quellen, von 224 dokumen-
tierten Fällen von Verhaftungen und Folter in den Jahren 2009-2013 ausge-
gangen (BVGer E-1866/2015 vom 15.7.2016 E. 8.3). Der vom Beschwer-
deführer eingereichte Bericht listet hingegen seit dem Jahr 2014 keine Fälle 
von Folter und lediglich sechs teilweise vorübergehende Festnahmen auf 
(Sri Lanka-Bericht Ziff. 4.3.1). So tragisch diese Einzelfälle sind, belegen 
sie doch keine erhöhte Gefahr für tamilische Personen, die zurückkehren, 
sondern würden mit Blick auf die Zustände zuvor sogar eher für eine Ver-
besserung der Lage sprechen. Zudem sollen solche Fälle durch die vom 
Bundesverwaltungsgericht identifizierten Risikofaktoren gerade vermieden 
werden. Dass auch tamilische Rückkehrerinnen und Rückkehrer, welche 
die Risikofaktoren nicht erfüllen, Opfer von staatlicher Repression wurden, 
ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht vorgebracht. 
Deshalb kann die Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
weiterhin anhand der vom Budesverwaltungsgericht aufgestellten Risiko-
faktoren und individuellen Zumutbarkeitskriterien beurteilt werden (so auch 
kürzlich BVGer E-831/2019 vom 11.3.2019 E. 10.3 ff.; ferner 
VGE 2018/294 vom 31.1.2019 E. 5.8). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.06.2019, Nr. 100.2018.294U, 
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5.5.4 Der Beschwerdeführer ist tamilischer Ethnie sowie hinduistischen 
Glaubens, stammt aus dem Jaffna-Gebiet und hat lange Zeit im Ausland 
gelebt. Diese Umstände führen gemäss geltender Praxis für sich allein 
nicht zur Annahme, ihm drohten bei einer Rückkehr nach Sri Lanka ernst-
hafte Nachteile. Im Weiteren ist nicht ersichtlich, weshalb sich der Be-
schwerdeführer keine gültigen Reisepapiere soll beschaffen können, ist er 
doch im Besitz eines erst im September 2018 abgelaufenen sri-lankischen 
Passes. Im Fall eines negativen Bewilligungsentscheids kann er zudem 
freiwillig in sein Heimatland zurückzukehren, so dass er nicht zwangsweise 
zurückgeschafft würde. Soweit er geltend macht, er würde in seinem 
Heimatland durch die Behörden behelligt, weil einer seiner Brüder von 
1986 bis 1992 kämpfendes Mitglied der LTTE gewesen sei, erscheinen 
seine Ausführungen nicht glaubwürdig: In seiner Stellungnahme an den 
MIDI vom 30. Juli 2017 hatte er ausgeführt, er sei wegen des Bürgerkriegs 
von Sri Lanka nach Indien ausgewandert. Auf die Frage (schriftlich unter-
breiteter Fragenkatalog), weshalb ihm seines Erachtens eine Rückkehr in 
sein Heimatland nicht zumutbar wäre, äusserte er keinerlei Sicherheits-
bedenken; vielmehr hatte er geantwortet, eine Rückkehr nach Sri Lanka 
könne er sich deshalb nicht vorstellen, weil er sich in der Schweiz sehr 
wohl fühle, hier eine «sichere und bessere Lebensqualität» habe und in 
seiner ihm fremden Heimat niemanden kenne und sich dort einsam fühlen 
würde (vgl. vorne E. 4.2). Erst als ihm der MIDI die Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung in Aussicht stellte und ihm das rechtliche Gehör ge-
währte, führte er (nunmehr anwaltlich vertreten) aus, einer seiner Brüder 
habe von 1986 bis 1992 bei den LTTE gekämpft, weswegen er bei einer 
Rückkehr nach Sri Lanka wahrscheinlich «verfolgt» würde (Stellungnahme 
an den MIDI vom 8.1.2018 S. 2 f. [Akten MIDI pag. 158 ff.]). Aber selbst 
wenn man seinen Ausführungen Glauben schenken wollte und sein Bruder 
in dieser Zeit tatsächlich den LTTE angehört hat, ist höchst unwahrschein-
lich, dass ihm deswegen bei einer Rückkehr nach Sri Lanka ernsthafte 
Nachteile drohen. Er hat das Land als 13-Jähriger verlassen und war selber 
nie Mitglied der LTTE. Zudem liegt die angebliche LTTE-Tätigkeit seines 
Bruders sehr weit zurück und ist dieser wie auch ein weiterer Bruder ge-
mäss den Ausführungen des Beschwerdeführers inzwischen wieder nach 
Sri Lanka zurückgekehrt. Die Erklärung des Beschwerdeführers, seine 
Brüder hätten sich ihre Sicherheit in Sri Lanka erkauft, indem sie mit den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.06.2019, Nr. 100.2018.294U, 
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sri-lankischen Sicherheitskräften zusammenarbeiteten und ihre Kontakt-
personen sowohl in Sri Lanka als auch im Exil verraten hätten (Beschwerde 
S. 7 f.; Beschwerde an die POM S. 9 [Akten MIDI pag. 185 f.]), ist ebenfalls 
nicht glaubwürdig. Sie steht im Widerspruch zu seiner Aussage, die LTTE-
Aktivitäten seines Bruders in Sri Lanka seien nie aufgedeckt worden (vgl. 
Stellungnahme an den MIDI vom 8.1.2018 S. 3 [Akten MIDI pag. 159]). 
Auch aufgrund seiner Tätigkeit bei einem Verein, welcher in der Schweiz 
Sprach- und Kulturkurse in der tamilischen Sprache anbietet (vgl. vorne 
E. 4.3), hat er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka nichts zu befürchten. Er 
hat eine Hilfsfunktion in der Administration inne, was höchstens als margi-
nale exilpolitische Tätigkeit gewertet werden kann. Dass er deswegen als 
echter Sympathisant der LTTE angesehen würde, dessen Ziel es ist, den 
tamilischen Separatismus wiederaufleben zu lassen, ist höchst unwahr-
scheinlich (vgl. dazu auch angefochtener Entscheid E. 6c/bb; BVGer E-
1658/2012 vom 24.10.2012 E. 6.3.3.2). Weitere Risikofaktoren sind weder 
dargetan noch erkennbar. Folglich ist nicht davon auszugehen, dass dem 
Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Sri Lanka ernsthafte Nachteile 
drohen.

5.5.5 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur Zu-
mutbarkeit der Wegweisung nach Sri Lanka wird bei Personen, die wie der 
Beschwerdeführer aus der Nordprovinz stammen und das Gebiet vor Be-
endigung des Bürgerkriegs im Mai 2009 verlassen haben (vgl. vorne 
E. 4.1), zusätzlich das Vorhandensein begünstigender Faktoren voraus-
gesetzt (Existenz eines tragfähigen Beziehungsnetzes, Sicherung der Ein-
kommens- und Wohnsituation). Falls solche begünstigenden Faktoren in 
der Nordprovinz nicht vorliegen, ist die Zumutbarkeit einer innerstaatlichen 
Aufenthaltsalternative im übrigen Staatsgebiet zu prüfen, namentlich im 
Grossraum Colombo (vgl. BVGE 2011/24 E. 13.2.1 und E. 13.3; BVGer D-
6554/2018 vom 14.3.2019 E. 15.3.1, E-2997/2015 vom 28.5.2018 E. 8.3.3). 
Der Beschwerdeführer hat gemäss eigenen Angaben zwei Brüder in Sri 
Lanka (Beschwerde S. 7). Wo genau diese Brüder leben, ist nicht bekannt. 
Wahrscheinlich pflegt er entgegen seinen Ausführungen noch Kontakte zu 
diesen oder zu anderen Verwandten in Sri Lanka, da er sowohl vor dem 
MIDI als auch vor der POM detaillierte Angaben zum Leben seiner Brüder 
gemacht hat, obwohl die gesamte Familie den Kontakt zu diesen abge-

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brochen haben soll (Beschwerde S. 7). So führte er in seiner Eingabe vom 
8. Januar 2018 an den MIDI aus, der eine Bruder sei nach Frankreich ge-
flüchtet und habe dort über ein dauerndes Aufenthaltsrecht verfügt. Auf-
grund grosser ehelicher und familiärer Probleme habe er sich von seiner 
Familie getrennt und sei kürzlich nach Sri Lanka zurückgekehrt, wo er er-
neut geheiratet habe. Bezüglich des anderen Bruders, welcher angeblich 
früher bei den LTTE war, hielt er fest, dieser habe bereits klargemacht, 
dass er im Fall seiner Rückkehr nach Sri Lanka das Land verlassen müsste 
(vgl. Akten MIDI pag. 159 f.). Der Beschwerdeführer könnte bei einer Rück-
kehr nach Sri Lanka folglich mit grosser Wahrscheinlichkeit an bestehende 
Kontakte anknüpfen. Sollte er sich nicht im Norden Sri Lankas niederlassen 
können oder wollen, wäre es ihm zumutbar, in einem anderen Gebiet zu 
leben. Er ist erst 34 Jahre alt, ungebunden und gesund. Zudem spricht er 
neben tamilisch sehr gut englisch und ist als Softwareingenieur bestens 
ausgebildet. Es sollte ihm daher ohne weiteres möglich sein, sich irgendwo 
in Sri Lanka eine neue Existenz aufzubauen, falls eine Rückkehr nach 
Grossbritannien oder Indien nicht möglich ist. Dass er die singhalesische 
Sprache in seinem Alter noch lernen kann, wurde bereits gesagt (vgl. vorne 
E. 5.4.2). Da in der Informatikbranche hauptsächlich englisch kommuniziert 
wird, wird ihm der Berufseinstieg auch im singhalesischsprachigen Raum 
Sri Lankas möglich sein. Die Wegweisung nach Sri Lanka ist somit zumut-
bar. Dass die Wegweisung sogar unzulässig sein sollte, ist nicht ersichtlich 
und wird vom Beschwerdeführer auch nicht substanziiert behauptet.

5.6 Aus dem Umstand, dass er angemessen integriert ist, vermag der 
Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Denn eine erfolg-
reiche Integration ist nach ständiger Praxis notwendige, aber keinesfalls 
hinreichende Bedingung für eine Bewilligungserteilung bzw. -verlängerung 
(vgl. BGer 2C_49/2017 vom 20.1.2017 E. 2.2; VGE 2018/49 vom 18.9.2018 
E. 4.4 mit weiteren Hinweisen).

5.7 Nach dem Erwogenen stellen die vom Beschwerdeführer vorge-
brachten Umstände weder je für sich allein noch zusammen betrachtet 
einen wichtigen Grund im Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AIG dar 
und lassen ebenfalls den Wegweisungsvollzug weder als unzulässig noch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.06.2019, Nr. 100.2018.294U, 
Seite 19

als unzumutbar erscheinen. Der Beschwerdeführer hat somit keinen An-
spruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.

6.

Die zuständige Behörde entscheidet nach pflichtgemässem Ermessen über 
die Bewilligungsverlängerung, sofern kein Anspruch auf Aufenthalt in der 
Schweiz besteht (Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AIG). Die Vorinstanz 
hat auch die ermessensweise Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ver-
weigert. Der Beschwerdeführer bringt dagegen nichts Zusätzliches vor. Zu 
Recht: Die Vorinstanz hat die massgebenden Gesichtspunkte und Inter-
essen in Einklang mit der publizierten bernischen Verwaltungsjustizpraxis 
vollständig einbezogen und zutreffend gewichtet, eingeschlossen die Inte-
gration, den Leumund, die Wiedereingliederungsmöglichkeit im Heimat-
staat sowie die gescheiterte Ehe des Beschwerdeführers. Es ist weder sub-
stanziiert geltend gemacht noch erkennbar, dass die Vorinstanz das Er-
messen rechtsfehlerhaft ausgeübt hätte (vgl. BVR 2015 S. 105 E. 2.2, 2013 
S. 73 E. 3.3 f., 2010 S. 481 E. 6.2).

7.

Im Eventualstandpunkt strebt der Beschwerdeführer eine vorläufige Auf-
nahme nach Art. 83 AIG an (vgl. Rechtsbegehren 4). Zudem macht er gel-
tend, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache sei an die 
Vorinstanz zurückzuweisen, da diese auf seinen gleichlautenden Antrag 
nicht eingetreten sei (Rechtsbegehren 1; Beschwerde S. 4 f.). – Das SEM 
verfügt die vorläufige Aufnahme, wenn der Vollzug der Weg- oder Aus-
weisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar ist (Art. 83 Abs. 1 
AIG). Nach Art. 83 Abs. 6 AIG kann nur die kantonale Behörde einen ent-
sprechenden Antrag beim SEM stellen. Die weg- oder ausgewiesene Per-
son ist vom direkten Zugang zum Verfahren auf vorläufige Aufnahme aus-
geschlossen (BGE 141 I 49 E. 3.5.3 [Pra 104/2015 Nr. 82], 137 II 305 
E. 3.2 mit Hinweisen; BVR 2013 S. 543 E. 7.1, 2015 S. 105 E. 4 f. [zu-
sammengefasst]). – Soweit der Beschwerdeführer beantragt, es sei mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.06.2019, Nr. 100.2018.294U, 
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Blick auf eine vorläufige Aufnahme die Unzulässigkeit oder zumindest die 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verbindlich festzustellen, sind 
sowohl die Vorinstanz als auch das Verwaltungsgericht sachlich nicht zu-
ständig. Die Anträge sind folglich unzulässig. Gleichwohl dürfen Vollzugs-
hindernisse, die zu einer vorläufigen Aufnahme führen könnten, vor jeder 
wegweisenden Behörde geltend gemacht werden. Diese prüft nach pflicht-
gemässem Ermessen, ob es die geltend gemachten Umstände recht-
fertigen, eine Beurteilung der Vollzugssituation bzw. eine allfällige vor-
läufige Aufnahme beim sachlich zuständigen SEM zu beantragen (Art. 83 
Abs. 6 AIG). Im vorliegenden Fall haben sowohl die Vorinstanz als auch 
das Verwaltungsgericht geprüft, ob Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die 
Rückkehr des Beschwerdeführers nach Sri Lanka unzumutbar oder gar un-
zulässig sein könnte. Dies ist nicht der Fall. Es hat sich weder die allge-
meine Lage in Sri Lanka (wesentlich) verschlechtert noch sind beim Be-
schwerdeführer die vom Bundesverwaltungsgericht benannten Risiko-
faktoren erfüllt. Zudem verfügt der Beschwerdeführer wahrscheinlich noch 
über Kontakte zu in Sri Lanka lebenden Personen, an die er anknüpfen 
kann. Andernfalls ist es ihm zumutbar ist, sich in Sri Lanka selbständig eine 
Existenz aufzubauen und neue Kontakte zu knüpfen (vgl. vorne E. 5.5). 
Andere Gründe, welche den Vollzug der Wegweisung als unzulässig oder 
unzumutbar erscheinen liessen (Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG), wurden nicht 
vorgebracht und sind auch nicht erkennbar. Ein Antrag auf vorläufige Auf-
nahme fällt damit ausser Betracht.

8.

8.1 Nach dem Gesagten hält der angefochtene Entscheid der Rechts-
kontrolle stand. Die Beschwerde erweist sich in allen Teilen als unbe-
gründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. E. 7 hiervor). 
Da die von der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist 
praxisgemäss eine neue festzulegen.

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer 
kostenpflichtig; Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 1 und 3 
i.V.m. Art. 104 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.06.2019, Nr. 100.2018.294U, 
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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Dem 
Beschwerdeführer wird eine neue Ausreisefrist gesetzt auf den 
14. August 2019.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, 
subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt 
werden.