# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 351fc68b-9b93-5d0f-b305-6917ea873c02
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.08.2009 E-5289/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5289-2009_2009-08-31.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5289/2009/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 1 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiberin Bettina Schwarz.

A._______, geboren (...),
Gambia,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 14. August 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5289/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  Staatsangehöriger  Gambias  aus 
B._______  und  dem  Stamme  der  C._______  zugehörig,  sein 
Heimatland eigenen Angaben zufolge anfangs Oktober 2008 via Mali, 
Senegal  und Libyen verliess  und schliesslich  per  Schiff  nach Italien 
und  am  16. Dezember  2008  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er 
gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  D._______  vom  17.  Dezember  2008  sowie  der  direkten 
Bundesanhörung  vom  20.  Juli  2009  zur  Begründung  seines 
Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er habe mit der Tochter 
eines Imam eine Beziehung geführt, welche dann von ihm schwanger 
geworden sei, weshalb deren Vater ihn habe umbringen wollen,

dass er infolge der Morddrohungen um sein eigenes Leben gefürchtet 
habe und deshalb im Oktober 2008 geflohen sei,

dass er über keine Identitätsdokumente verfüge, weil er noch nie einen 
Reisepass beziehungsweise eine Identitätskarte besessen habe,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragungen aufgefordert 
wurde, Identitätspapiere einzureichen, was er indessen unterliess,

dass das BFM mit Verfügung vom 14. August 2009 auf das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass  es  zur  Begründung  des  Nichteintretens  auf  das  Asylgesuch 
zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert  48 
Stunden nach Gesuchseinreichung ohne entschuldbare Gründe keine 
Reise-  oder  Identitätspapiere  abgegeben,  er  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zudem 
seien  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungshindernisses  in 
seinem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich,

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dass nämlich der Beschwerdeführer am 17. Dezember 2008 schriftlich 
aufgefordert  worden  sei,  innert  48  Stunden  rechtsgenügliche 
Identitäts- beziehungsweise Reisepapiere beizubringen und er dieser 
Aufforderung bis heute nicht nachgekommen sei, 

dass  dem  Beschwerdeführer  zudem  nicht  geglaubt  werden  könne, 
ohne  ein  Reisepapier  und  ohne  je  kontrolliert  worden  zu  sein  von 
Gambia bis in die Schweiz gereist zu sein, zumal seit dem Inkrafttreten 
des Schengener Abkommens die Beitrittsstaaten verpflichtet seien, die 
strengen  EU-Einwanderungsbestimmungen  mit  Visa-  und  Pass-
kontrollen durchzuführen, 

dass ausserdem keine Hinweise vorlägen, dass der Beschwerdeführer 
konkrete  Schritte  zur  Beschaffung  von  Identitätspapieren 
unternommen hätte, 

dass es nicht glaubhaft sei, dass der Beschwerdeführer in Gambia gar 
keine  Identitätspapiere  gehabt  habe,  da  ab  dem  18.  Altersjahr  in 
Gambia  eine  gesetzliche  Verpflichtung  bestehe,  eine  Identitätskarte 
mit sich zu tragen, 

dass  eine  summarische  materielle  Prüfung  der  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers ergebe, dass seine Asylgründe offensichtlich nicht 
glaubhaft seien, weil sie sich als widersprüchlich und unsubstanziiert 
präsentieren, 

dass erhebliche Widersprüche in den beiden Befragungen betreffend 
den  Beginn  seiner  Beziehung  mit  der  Tochter  des  Imam  bestehen 
würden, 

dass das vom Beschwerdeführer Vorgebrachte nicht den Eindruck zu 
erwecken  vermöge,  die  geltend  gemachten  Ereignisse  seien 
tatsächlich von ihm persönlich erlebt worden,

dass  er  nicht  genau  habe  angeben  können,  wann  die  Tochter  des 
Imam schwanger geworden sei, 

dass  auch  die  übrigen  Ausführungen  betreffend  seiner  gegen  ihn 
gerichteten  Bedrohung  durch  den  Vater  seiner  damaligen  Freundin 
oberflächlich  und  sehr  pauschal  ausgefallen  seien,  weshalb  die 
Vorbringen insgesamt auf den ersten Blick als unglaubhaft betrachtet 
werden müssten,

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dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  21.  August  2009 
(Poststempel:  24.  August  2009)  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  ohne  die  erforderliche 
Unterschrift erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung 
sei  aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen,  auf  sein Asylgesuch 
einzutreten,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen  Rechtspflege  und  um  Wiederherstellung  der aufschiebenden 
Wirkung ersuchte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  sowie  ein  mit  der  Beschwerde  in 
Aussicht gestelltes Arztzeugnis vom 21. August 2009 betreffend seinen 
operierten  E._______  am  25. August  2009  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  28.  August  2009  die  Beschwerde 
ergänzt  mit  eigenhändiger  Unterschrift  sowie  mit  einer 
Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung nachreichte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass somit  auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde - 
vorbehältlich der nachfolgenden Erwägungen - einzutreten ist (Art. 108 
Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. 52 VwVG),

dass  der  Beschwerde  von  Gesetzes  wegen  aufschiebende  Wirkung 
zukommt ( Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das BFM in der angefochtenen 

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Verfügung  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung 
nicht entzogen hat (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG), 

dass  demzufolge  auf  das  Begehren  um  Wiederherstellung  der 
aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde  mangels 
Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist, 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die Beurtei-
lungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Über-
prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2000  Nr.  34  E.  2.1 
S. 240 f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

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dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass mithin nach erfolgter Gesetzesrevision neu auch die Flüchtlings-
eigenschaft Prozessgegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet, wo-
bei  im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen 
der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es,  weil  die  Vorbringen  offensichtlich 
unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie offensichtlich keine flüchtlings-
rechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG aufweisen, und das offenkundi-
ge  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  sind 
(vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts 
[BVGE] 2007/8 E. 2.1 ),

dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuchs keine Identitäts-  oder  Reisepapiere im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG abgab,

dass er dazu in der Erstbefragung mitteilte, auch in Gambia nie einen 
Reisepass beziehungsweise eine Identitätskarte  besessen zu haben 
(A12/ S. 3),

dass  die  Aussagen des  Beschwerdeführers  bezüglich  der  fehlenden 
Abgabe  von  rechtsgenüglichen  Identitätspapieren  widersprüchlich 
ausgefallen sind, da er zuerst äusserte, er habe eine Geburtsurkunde 
zwar  besessen,  später  aber  wieder  verloren,  unmittelbar  danach 
mitteilte, seine Mutter habe dieses Papier gehabt, fände es aber nicht 
mehr (A12, S. 3),

dass  somit  auch  die  offensichtlich  fehlenden  Bemühungen  des  Be-
schwerdeführers  zum Erhalt  von heimatlichen  Identitätspapieren  ge-
gen das Vorliegen von entschuldbaren Gründen für deren Nichtabgabe 
spricht,

dass ihm schliesslich – ungeachtet  seiner Behauptung,  keine Identi-
tätspapiere zu besitzen – insbesondere nicht geglaubt werden kann, er 

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sei  ohne  heimatliche  Identitätspapiere  von  Gambia  in  die  Schweiz 
gereist und sei keiner (Grenz)-Kontrolle unterzogen worden,

dass somit aufgrund der pauschalen und ungenauen Angaben des Be-
schwerdeführers über seine Reise in die Schweiz und seine Identitäts-
papiere nicht geglaubt werden kann, er besitze keine Identitäts- oder 
Reisepapiere,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  zudem  vor  seiner  Reise  in  die 
Schweiz während einigen Tagen in Italien aufhielt und ihm auch unter 
diesen  Umständen  nicht  geglaubt  werden  kann,  er  habe  keine 
Identitätspapiere mit sich geführt,

dass der diesbezüglichen Argumentation der Vorinstanz vollumfänglich 
zuzustimmen ist, weshalb diese zu Recht zum Schluss kam, es lägen 
keine  entschuldbaren  Gründe  vor,  die  es  dem  Beschwerdeführer 
verunmöglicht  hätten,  den Behörden innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung  des  Asylgesuchs  Dokumente  über  seine  Identität 
einzureichen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Vorinstanz die Asylvorbringen des Beschwerdeführers nach 
einer Prüfung der Akten zu Recht als widersprüchlich und substanzlos 
bezeichnete und infolgedessen vom Fehlen der Flüchtlingseigenschaft 
ausging,

dass – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die zutreffen-
den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen wird,

dass  die  Argumente  in  der  Beschwerde,  in  Gambia  nähmen es  die 
Behörden betreffend Ausstellen von Identitätspapieren nicht so streng 
und  er  habe  dort  auch  nie  solche  gebraucht,  nicht  zu  überzeugen 
vermögen,

dass schliesslich entgegen den Ausführungen in der Beschwerde bei 
der  vorliegenden  Aktenlage  von  einer  korrekten  und  vollständigen 
Sachverhaltsfeststellung  durch  die  Vorinstanz  auszugehen  ist  und 

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unter diesen Umständen keine weiteren Abklärungen angezeigt waren 
und sind, 

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungshindernissen offen-
kundig erscheinen,

dass in der Beschwerdeschrift zudem keine neuen Erkenntnisse oder 
Tatsachen  vorgebracht  wurden,  welche  an  den  zutreffenden  vorin-
stanzlichen  Erwägungen  etwas  zu  ändern  vermöchten,  da  bereits 
Gesagtes  wiederholt  wird  oder  bestrittene  Punkte  unbeantwortet 
bleiben, 

dass das BFM somit zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch 
einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis des Beschwer-
deführers nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 16. De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG, 
SR 142.20) über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der Beschwerdeführer keine glaubhaften Hinweise auf eine Verfolgung 
oder eine begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, wel-
che  geeignet  wäre,  seine  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  und 
auch keine Anhaltspunkte für eine andere menschenrechtswidrige Be-
handlung ersichtlich sind, die  ihm  in seinem Heimat- oder Herkunfts-
staat droht (vgl. Art. 83 Abs. 3 AuG), da seine Ausführungen unglaub-
haft ausgefallen sind,

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dass zudem weder die allgemeine Lage in Gambia noch individuelle 
Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  des 
Beschwerdeführers sprechen,

dass  gemäss  den  Aussagen  des  Beschwerdeführers  seine  Mutter 
nach wie vor in Gambia lebt, womit er bei seiner Rückkehr über eine 
Bezugsperson verfügt, die ihm zumindest in der ersten Zeit behilflich 
sein kann,

dass der Beschwerdeführer unter anderem rügt,  die Vorinstanz habe 
seine "gesundheitlichen Probleme" zu Unrecht nicht berücksichtigt,

dass diesbezüglich festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer in der 
ersten  Befragung  zu  seinem  Gesundheitszustand  von  sich  aus  gar 
nichts  erwähnte,  in  der  zweiten  nur  auf  eine  entsprechende 
abschliessende  Frage  der  Hilfswerkvertretung  zu  Protokoll  gab,  (...) 
werde am nächsten Tag operiert, und erst auf Beschwerdeebene seine 
gesundheitlichen Probleme schilderte sowie ein Arztzeugnis vom 21. 
August 2009 einreichte,

dass  das  Letztere  jedoch  in  keiner  Weise  geeignet  ist,  ernsthafte 
andauernde  gesundheitliche  Probleme  des  Beschwerdeführers  zu 
belegen, 

dass  die  bereits  erfolge  Operation  E._______  gut  verlaufen  ist  und 
lediglich  die  üblichen  und  zeitlich  begrenzten  postoperativen 
Schmerzen zu lindern sind, 

dass es dem Beschwerdeführer darüber hinaus offen steht, beim BFM 
ein  Gesuch  um  medizinische  Rückkehrhilfe  (Art.  93  Abs.  1  Bst.  d 
AsylG,  Art.  75  der  Asylverordnung  2  vom  11.  August  1999  über 
Finanzierungsfragen (AsylV, SR 142.312) zu stellen, in deren Rahmen 
auch Medikamentenbeigaben erfolgen können, 

dass,  wenn  der  Beschwerdeführer  in  seinem  Heimatland  wider 
Erwarten  eine  ärztliche  Behandlung  beanspruchen  müsste,  eine 
solche  nach  den  Erkenntnissen  des  Bundeverwaltungsgerichts  auch 
dort möglich wäre,

dass von einer konkreten Gefährdung des Beschwerdeführers, indem 
er im Gambia die absolut notwendige medizinische Versorgung nicht 
erhalten  könnte,  oder  –  aus  objektiver  Sicht-  wegen  der 

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vorherrschenden  Verhältnisse  mit  grosser  Wahrscheinlichkeit 
unwiederbringlich in völlige Armut gestossen würde, einer ernsthaften 
Verschlechterung  seines  Gesundheitszustandes,  der  Invalidität  oder 
sogar dem Tod ausgeliefert wäre (vgl. EMARK 1995 Nr. 5 S. 47 E. 6e; 
EMARK  1994 Nr. 18 S. 139ff.; Nr. 19 S. 145ff.)  nach dem Gesagten 
nicht auszugehen ist,

dass  er  im  Übrigen  infolge  seines  jungen  Alters  sowie  seines 
ansonsten  guten  Gesundheitszustandes  durchaus  in  der  Lage  sein 
dürfte,  sich  in  seinem  Heimatland  ein  neues  Beziehungsnetz  im 
weiteren Sinn und eine neue Existenzgrundlage aufzubauen,

dass somit der Vollzug der Wegweisung nach Gambia auch als zumut-
bar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Herkunftsstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihm 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der voranstehenden Erwägungen als 
aussichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuwei-
sen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Bettina Schwarz

Versand: 

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