# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a89df507-9969-5964-a11b-48e36fac55f5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-06-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.06.2019 E-5810/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5810-2018_2019-06-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5810/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  J u n i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Einzelrichterin Constance Leisinger, 

mit Zustimmung von Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger;   

Gerichtsschreiberin Kinza Attou. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 11. September 2018 / (…). 

 

 

 

E-5810/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer – ein sri-lankischer Tamile – gelangte nach eigenen 

Angaben am 26. Juni 2016 in die Schweiz und reichte am folgenden Tag 

ein Asylgesuch ein. Am 11. Juli 2016 wurde er im Rahmen der Befragung 

zur Person (nachfolgend BzP) summarisch zu seinen Asylgründen ange-

hört. Die ausführliche Anhörung erfolgte am 5. September 2018. 

B.  

Der Beschwerdeführer machte geltend, er sei in B._______, Distrikt 

C._______ geboren, wo er die ersten Schuljahre absolviert habe. Im Jahr 

1990 sei seine Familie nach D._______, E._______, Vanni-Gebiet, gezo-

gen. Dort habe er die Schule bis zur 9. Klasse besucht und mit seinem 

Vater in der Landwirtschaft gearbeitet. (…) habe er nach B._______ zu-

rückkehren wollen. Als er mit einem Boot auf die Insel habe gelangen wol-

len, sei er von Angehörigen der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) 

aufgegriffen und nach F._______ gebracht worden.  

Im Zeitraum von (…) bis (…) sei er gezwungen worden, verschiedene Hilfs-

tätigkeiten für die LTTE zu erbringen. Eine der Haupttätigkeiten habe darin 

bestanden, in B._______ Waren zu transportieren. Er habe mit einer Per-

son, die dort ein (…) geführt habe, zusammengearbeitet. Diese Person 

habe jeweils von Angehörigen der LTTE einen Anruf erhalten und ihn dann 

persönlich in seinem Geschäft oder per Telefon darüber informiert, wann 

und wo die Kisten am Strand von anderen Angehörigen der LTTE deponiert 

würden. Er (der Beschwerdeführer) habe diese Kisten schliesslich abge-

holt und an einen anderen Ort, der ihm ebenfalls genannt worden sei, wie-

der deponiert. In diesen Kisten hätten sich Claymore-Minen und Waffen 

befunden, allerdings habe er diese nie selber gesehen, da es ihm nicht 

erlaubt gewesen sei, diese Kisten zu öffnen. 

Im (…) sei die Operation entdeckt worden. Der Besitzer des (…) sei er-

schossen worden. Fünf Tage später sei er (der Beschwerdeführer) von An-

gehörigen des Criminal Investigation Departments (CID) aufgegriffen und 

ins naheliegende Armeecamp gebracht worden. Er sei zu seinen Hilfeleis-

tungen für die LTTE befragt und fünf Tage dort festgehalten worden. Das 

CID habe von ihm verlangt, alle Verstecke der Lieferungen zu nennen und 

er sei anschliessend als Spitzel für das CID eingesetzt worden. Danach 

habe er mit den LTTE nichts mehr zu tun gehabt. Dafür sei er nach seiner 

Freilassung aus dem Armeecamp im (…) dort regelmässig ein und ausge-

gangen und in B._______ oft mit dem CID unterwegs gewesen. Manchmal 

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sei das CID auch zu ihm nach Hause gekommen; das Verhältnis sei freund-

schaftlich gewesen. Aus diesem Grund sei er von den Dorfbewohnern 

misstrauisch angeschaut worden. Zwei Jahre vor seiner Ausreise aus Sri 

Lanka hätten ihn sodann unbekannte Personen in unregelmässigen Ab-

ständen angerufen, beschimpft und mit dem Tod bedroht. Er habe als Tuck-

tuck-Fahrer gearbeitet, aber aus Angst, dass ihm etwas zustosse, habe 

seine Frau nicht mehr gewollt, dass er weite Strecken zurücklege. Deswe-

gen habe er vermehrt mit dem Vater zusammen in der Landwirtschaft ge-

arbeitet. Er habe die Anrufe auch der Polizei und dem CID gemeldet. Diese 

hätten ihm aber nicht helfen können, da die Telefonnummer unterdrückt 

gewesen sei. Auch habe er den Angehörigen des CID nicht sagen können, 

dass er in der Öffentlichkeit nicht mehr mit ihnen gesehen werden wolle, 

da diese sonst gedacht hätten, dass er seine Meinung geändert habe. Auf-

grund dieser Anrufe habe er in ständiger Angst gelebt und sich deshalb zur 

Ausreise entschlossen. Dem CID habe er gesagt, dass er seinen älteren 

Bruder in Indien besuchen werde und nach einem Monat wieder zurück-

kehren werde. Das CID habe sich nach seiner Ausreise einige Male zu 

Hause nach seinem Verbleib erkundigt. Seine Frau habe gesagt, dass er 

noch in Indien sei, aber sein kleiner Sohn habe erzählt, dass er in der 

Schweiz sei. 

Der Beschwerdeführer reichte seine Identitätskarte und beglaubigte Ko-

pien seiner Geburtsurkunde und der Heiratsurkunde zu den Akten. 

C.  

Mit Verfügung vom 11. September 2018 – eröffnet am 12. September 2018 

– stellte das SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht und lehnte sein Asylgesuch ab. Zudem ordnete es die Weg-

weisung an und verfügte den Wegweisungsvollzug. 

D.  

Am 11. Oktober 2018 focht der Beschwerdeführer die Verfügung des SEM 

vom 11. September 2018 beim Bundesverwaltungsgericht an. Materiell be-

antragte er, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, seine Flüchtlings-

eigenschaft sei anzuerkennen und ihm sei Asyl zu gewähren. Eventualiter 

sei er in der Schweiz vorläufig aufzunehmen. Prozessual ersuchte er da-

rum, ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses zu verzichten. 

 

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Seite 4 

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 29. Oktober 2018 stellte die Instruktionsrich-

terin fest, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens in der 

Schweiz abwarten. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung wurde abgewiesen und der Beschwerdeführer aufgefordert, 

einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 750.– einzuzahlen. 

F.  

Am 1. November 2018 wurde der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Am 1. März 2019 ist die Teilrevision des AsylG vom 26. Juni 1998 (AS 

2016 3101; SR 142.31) in Kraft getreten. Für das vorliegende Verfahren 

gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Än-

derung des AsylG vom 25. September 2015). 

1.2 Am 1. Januar 2019 wurde das Ausländergesetz vom 16. Dezember 

2005 (AuG, SR 142.20) teilrevidiert (AS 2018 3171) und in Ausländer- und 

Integrationsgesetz (AIG) umbenannt. Die vorliegend anzuwendenden Ge-

setzesartikel (insbesondere Art. 83) sind unverändert vom AuG ins AIG 

übernommen worden, weshalb das Gericht nachfolgend die neue Geset-

zesbezeichnung verwendet.  

2.  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend 

– endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Das 

Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit 

das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

3.  

Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung 

legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist einzutreten. 

  

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Seite 5 

4.  

4.1 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

4.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im 

Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten 

Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weiterungen und mit summarischer 

Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Nach Lehre und Rechtsprechung ist für die Anerkennung der Flücht-

lingseigenschaft erforderlich, dass die asylsuchende Person ernsthafte 

Nachteile von bestimmter Intensität erlitten hat, beziehungsweise solche 

im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat mit beachtlicher Wahrschein-

lichkeit und in absehbarer Zukunft befürchten muss. Die Nachteile müssen 

der asylsuchenden Person gezielt und aufgrund bestimmter Verfolgungs-

motive drohen oder zugefügt worden sein. Weiter ist massgeblich, ob die 

geltend gemachte Gefährdungslage noch aktuell ist. Geht die Verfolgung 

von nichtstaatlichen Akteuren aus, ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer 

staatlichen Schutz beanspruchen kann (vgl. BVGE 2013/11 E. 5.1, 2010/57 

E. 2 und 2008/12 E. 5). 

5.3 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).  

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5.4 Das Bundesverwaltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaub-

haftmachen der Vorbringen in verschiedenen Entscheiden dargelegt und 

folgt dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. 

BVGE 2015/3 E. 6.5.1 m.w.H.). 

6.  

6.1 Im Asylpunkt begründete die Vorinstanz ihre Verfügung im Wesentli-

chen mit der Unglaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers. Die 

Erklärungen des Beschwerdeführers zu seinen Fluchtgründen seien insge-

samt unsubstanziiert, ohne Realkennzeichen und widersprüchlich ausge-

fallen. Zudem weise das Profil des Beschwerdeführers keine Risikofakto-

ren auf, die erwarten liessen, dass er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka 

gefährdet wäre.  

Seine Ausführungen bezüglich seiner Hilfestellungen für die LTTE seien 

vage und undifferenziert geblieben. Zwar habe er behauptet, dass er Clay-

more-Minen in Kisten im Auftrag der LTTE am Strand abgeholt und an be-

stimmten Orten deponiert habe. Doch seien seine Erklärungen dazu, wie 

er jeweils die Aufträge erhalten habe, oder woher er über den Inhalt der 

Kisten gewusst habe, vage, repetitiv und ohne Realkennzeichen geblie-

ben, obwohl er diese gefährliche Tätigkeit eigenen Angaben gemäss von 

(…) bis (…) ausgeführt habe. Dasselbe gelte auch hinsichtlich seiner Aus-

führungen, wie er schliesslich "aufgeflogen" sei und bezüglich seiner Mit-

nahme ins Armeecamp sowie seines fünftägigen Aufenthalts dort. Er habe 

auch auf Nachfrage keine Details zu den vorgebrachten Ereignissen ange-

ben können und es sei ihm in keiner Art und Weise gelungen, ein Bild von 

Selbsterlebtem zu vermitteln.  

Zudem habe er auch widersprüchliche Angaben gemacht. In der BzP habe 

er angegeben, dass das CID ihn auf der Strasse verhaftet habe. Während 

seiner fünftägigen Inhaftierung im Armeecamp sei er «leicht» geschlagen 

worden. Demgegenüber habe er in der Anhörung zu Protokoll gegeben, 

dass er zu Hause bei seiner Mutter geschlafen habe und das CID ihn dort 

abgeholt und ins Armeecamp gebracht habe. Im Armeecamp sei er nicht 

geschlagen worden, da er kooperiert und die Wahrheit erzählt habe. 

Ebenso widersprüchlich seien seine Aussagen dazu geblieben, wie und 

wann er danach als Informant für die CID gearbeitet habe. Zunächst habe 

er in der BzP ausgeführt, dass er mehrmals Informationen an die CID wei-

tergeleitet habe. So habe er zwischen (…) und (…) etwa 20 Personen ver-

raten und zwei bis drei Mal Informationen betreffend Angehörige der LTTE 

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weitergegeben. Einmal habe er die CID auch über eine Claymore-Mine in-

formiert. Im Widerspruch dazu habe er in der Anhörung erklärt, dass er nur 

ein einziges Mal Informationen an das CID weitergeleitet habe. Dies sei 

etwa sechs bis sieben Tage nach seiner Freilassung aus dem Armeecamp 

im Jahr (…) gewesen und es habe sich damals um den Standort einer de-

ponierten Claymore-Mine gehandelt. Ansonsten habe er nie Informationen 

an das CID weitergegeben, weder über Personen, Transporte noch Minen. 

Auch habe er nie Personen denunziert, welche bei den LTTE gewesen 

seien oder für Letztere gearbeitet hätten. Auf sämtliche diese Widersprü-

che angesprochen, habe der Beschwerdeführer seine unterschiedlichen 

Angaben nicht schlüssig zu erklären vermocht. Schliesslich seien auch 

seien Ausführungen dazu, wann und wo er mit dem CID unterwegs gewe-

sen sei und zu den Drohanrufen, die er von Unbekannten erhalten habe, 

unsubstanziiert und widersprüchlich geblieben. Es sei ihm mithin nicht ge-

lungen, glaubhaft darzulegen, dass er als Informant für die CID gearbeitet 

habe und ernsthaft bedroht worden sei, weil er mit dem CID einen Umgang 

gepflegt habe. 

Selbst wenn er aufgrund des häufigen Kontakts mit Leuten des CID ano-

nyme Anrufe erhalten habe, erreiche dieser Umstand keine asylrelevante 

Intensität. Bezeichnenderweise habe er nebst den Anrufen auch keine wei-

teren Vorfälle geltend gemacht. Zudem habe er gesagt, dass er diese Droh-

anrufe dem CID und der Polizei gemeldet habe. 

6.2 Auf Beschwerdeebene hielt der Beschwerdeführer dem entgegen, 

dass seine Vorbringen glaubhaft seien. Dies sei im Übrigen betreffend 

seine Herkunftsregion und Biografie so auch vom SEM festgestellt worden. 

Er wies daraufhin, dass er sein Vorbringen so detailliert, wie es ihm zuge-

standen worden sei, vorgetragen habe. Doch bereits im Rahmen der An-

hörung sei am Anfang darauf hingewiesen worden, dass er seine Flucht-

gründe nicht so im Detail berichten müsse. Dies habe ihn verunsichert. Ins-

besondere sei es für ihn danach schwierig gewesen abzuschätzen, wie 

viele Informationen er auf die Fragen jeweils habe angeben müssen. Er 

könne sich gut an seine Geschichte erinnern und er habe auch zu Protokoll 

geben können, was die Personen, jeweils gesagt hätten. Hinsichtlich sei-

ner Tätigkeit für die LTTE habe er genau beschrieben, wie er jeweils zu 

seinem Freund gegangen sei und von ihm die Aufträge entgegengenom-

men habe. So habe er namentlich geschildert, wie er jeweils am Tag den 

Strand erkundet und die Ware am Abend abgeholt und sie an verschiede-

nen Orten deponiert habe. Er könne hierzu nicht mehr sagen, da diese 

Aufgabe immer dieselbe gewesen sei. Falls das Gericht dies wünsche, 

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könne er die Plätze, wo er die Ware versteckt habe, genauer beschreiben. 

Ebenso verhalte es sich mit dem Vorwurf der Vorinstanz, dass er seinem 

fünftägigen Aufenthalt im Camp nicht selbst erlebt habe. Seines Erachtens 

bestünden genügend Hinweise darauf, dass er die aufgeführten Ereignisse 

selbst erlebt habe. Am ersten Abend sei er befragt worden. Danach habe 

er vier Tage allein in einem Zimmer verbracht. Er könne somit nicht mehr 

erzählen. Er habe im Rahmen der Anhörungen immer gesagt, dass er im 

Camp mit dem CID kooperiert habe und deswegen nicht geschlagen oder 

gefoltert worden sei. Es sei aber auch klar, dass man im Camp nicht so 

freundlich mit ihm umgegangen sei und er auch manchmal angefasst wor-

den sei. Vielleicht habe er deswegen vor zwei Jahren in der BzP angege-

ben, dass er leicht geschlagen worden sei. Er wisse es nicht mehr genau. 

Ausserdem habe die Dolmetscherin im Rahmen der BzP mit einem indi-

schen Dialekt gesprochen, weshalb er sie teilweise nicht so gut verstanden 

habe. Er denke, dass es deshalb hinsichtlich des Ortes seiner Verhaftung 

zu einem Fehler im Protokoll gekommen sei. Er sei nicht „auf der Strasse“ 

verhaftet worden, sondern wie während der Anhörung ausgeführt, zu 

Hause. Sein Haus liege allerdings gerade bei einer Kreuzung, weshalb 

man diesen Ort auch „bei der Kreuzung“ nenne.  

7.  

7.1 Nach Durchsicht der Akten schliesst sich das Bundesverwaltungsge-

richt der Einschätzung der Vorinstanz ohne jeden Vorbehalt an. Die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten Verfolgungsvorbringen erfüllen die 

Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht. Die Einwendungen des  

Beschwerdeführers vermögen die überzeugende Begründung der  

Vorinstanz nicht in Frage zu stellen. 

7.2 Die Vorinstanz hat zutreffend auf massgebliche Widersprüche in den 

Asylvorbringen des Beschwerdeführers hingewiesen; zur Vermeidung von 

Wiederholungen kann auf die dortigen Erwägungen hingewiesen werden. 

Soweit der Beschwerdeführer in seiner Eingabe versucht, die vom SEM 

festgestellten Widersprüche bezüglich seiner in den Befragungen getätig-

ten Aussagen damit zu entkräften, dass es in der BzP aufgrund des indi-

schen Dialekts der Dolmetscherin zu Verständigungsproblemen gekom-

men sei (vgl. Beschwerde Ziff. 17), greift dieser Einwand nicht. Es ergeben 

sich aus dem Protokoll keinerlei Hinweise auf entsprechende Verständi-

gungsprobleme (A7/13 S. 10) und auch im Rahmen der Anhörung zu den 

Widersprüchen befragt, erwähnte der Beschwerdeführer diese angebli-

chen Verständigungsprobleme nicht (A30/24 F200). Ergänzend dazu ist 

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festzustellen, dass der Beschwerdeführer seine Beteiligung bei den angeb-

lichen Waffentransporten erst im Rahmen der Anhörung vorbrachte, wäh-

rend er in der BzP erklärte, sein Freund G._______ habe im (…) eine 

Bombe gelegt und er (der Beschwerdeführer) sei deshalb vom CID festge-

nommen worden (A7/13 F7.01 S. 8). Diesen Widerspruch vermochte er auf 

Nachfrage ebenfalls nicht nachvollziehbar zu erklären (A30/24 F200). Es 

entstehen vorliegend bereits deshalb erhebliche Zweifel daran, dass sich 

der Sachverhalt tatsächlich so wie von ihm beschrieben ereignet hat.  

7.3 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist sodann festzuhalten, dass 

neben den festgestellten Widersprüchen vor allem die oberflächliche Dar-

stellung der Geschehnisse ins Gewicht fällt. Laut eigenen Angaben will der 

Beschwerdeführer zusammen mit seinem Freund G._______ während sie-

ben Jahren regelmässig für die LTTE risikoreiche Waffentransporte (Clay-

more-Minen, Tretminen, Waffen) unternommen haben und unter Zwang ei-

nen bewussten und konkreten Beitrag zur Förderung krimineller Aktivitäten 

der LTTE geleistet haben (vgl. Beschwerde Ziff. 2-4; A30/24 F66 f., F71-

75, F77, 86, 90 ff.). Vor dem Hintergrund der Art, Dauer und Gefahr der 

geltend gemachten Tätigkeit sind seine diesbezüglichen Ausführungen in 

der Tat ohne die zu erwartende Detailliertheit geblieben, so dass deren 

Wahrheitsgehalt erheblich zu bezweifeln ist.  

Es fällt auf, dass der Beschwerdeführer an diversen Stellen der Befragung 

auf konkrete Fragen hin ausweichende und oberflächliche Angaben 

machte und seine Schilderungen sich bei Vertiefungs- und Verständnisfra-

gen auf eine Wiederholung des bereits Gesagten reduzieren. Dies zeigt 

sich exemplarisch an seinen Angaben zu den angeblichen Waffentranspor-

ten. So gab er zunächst an, nicht zu wissen, was genau er alles transpor-

tiert habe, da er die Kisten nicht habe öffnen dürfen. Später führte er hin-

gegen aus, er habe gewusst, dass es Waffen beziehungsweise Claymore-

Minen gewesen seien, da er mit der LTTE-Bewegung zu tun gehabt habe 

und im Dorf einige explodiert seien (A30/24 F76, 78 f.). Weiter war der Be-

schwerdeführer nicht in der Lage, stets besuchte Örtlichkeiten, Beschaf-

fungs- und Anlieferungsorte, Wege und Abläufe substantiiert mit konkreten 

Schilderungen eigener Erlebnisse zu beschreiben (A30/24 F71-89). Der 

Einwand auf Beschwerdeebene, dass die Aufgabe immer die gleiche ge-

wesen sei, weshalb er dazu nicht mehr sagen könne (Beschwerde Ziff. 2, 

15), überzeugt nicht. Ebenfalls nicht nachvollziehbar ist in diesem Zusam-

menhang, weshalb der Beschwerdeführer betonte, dass er die Claymore-

Minen jeweils nur deponiert und nicht gezündet habe, er aber dennoch 

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nach seiner Freilassung Angst gehabt habe, dass ihn das CID für eine Ex-

plosion einer Claymore-Mine verantwortlich machen würde (A30/24 F66, 

F90, F129, F153).  

Auch ist in Übereinstimmung mit dem SEM festzustellen, dass seine Sach-

verhaltsdarstellungen betreffend seine angebliche Mitnahme ins Armee-

camp und seine fünftägige Festnahme dort ebenfalls unsubstanziiert aus-

fielen. Trotz mehrfacher Aufforderung, zu beschreiben, wie diese Ereig-

nisse vonstattengegangen seien und wie er sich dabei gefühlt habe, blie-

ben seine Antworten rudimentär und liessen jegliche Realkennzeichen ver-

missen (vgl. beispielsweise A30/24 F90-F92, F97, F99, F101 ff., F107, 

F109, F111). Dass der Beschwerdeführer am ersten Tag seiner Inhaftie-

rung während einer Stunde befragt wurde und danach während fünf Tagen 

ohne weitere Konsequenzen in einem nicht abgeschlossenen Zimmer ver-

bracht und „unter Beobachtung“ gestanden haben soll (A30/24 F111, 

F114 ff.), scheint vor dem Hintergrund der ihm zur Last gelegten Tätigkei-

ten sodann nicht plausibel. Seine Rechtfertigung, dass ihm nichts passiert 

sei, weil er dem CID die Wahrheit gesagt habe (A30/24 F120), vermag nicht 

zu überzeugen. Sofern der Beschwerdeführer sich nun auf Beschwerde-

eben darauf beruft, ihm sei von Anfang an gesagt worden, dass er über 

seine Fluchtgründe nicht im Detail berichten soll (vgl. Beschwerde Ziff. 14), 

ist festzuhalten, dass die SEM-Mitarbeiterin den Beschwerdeführer ledig-

lich darauf hingewiesen hat, dass der Zusammenhang zwischen den von 

ihm geschilderten Ereignissen (namentlich die Rekrutierung durch die 

LTTE im Jahr […]) und der Ausreise im Jahr 2016 nicht ersichtlich sei (vgl. 

A30/24 F66, F67). Die zuständige Sachbearbeiterin hat den Beschwerde-

führer jedoch mehrmals aufgefordert, detailliert zu schildern, weshalb er 

sein Heimatland verlassen habe. Insgesamt ergeben sich aus den Akten 

und nach dem Gesagten keine Hinweise dafür, dass es dem Beschwerde-

führer im Rahmen der Anhörung nicht möglich war, seine Asylgründe in der 

nötigen Ausführlichkeit zu schildern.  

7.4 Weiter teilt das Gericht ohne Vorbehalt die Auffassung der Vorinstanz, 

dass der Beschwerdeführer nicht nachvollziehbar dargelegt hat, unter wel-

chen Umständen er später als Informant für den CID gearbeitet haben soll 

und welches spezifische Interesse der CID an ihm gehabt haben soll (vgl. 

A7/ S. 8 und A30, F127-151, F161 und F200-F204). Ebenso mangelt es an 

dezidierten Angaben zu den telefonischen Drohungen durch Unbekannte. 

Zur Vermeidung von Wiederholungen kann diesbezüglich vollumfänglich 

auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. angefochtene 

Verfügung, Ziff. II. 1).   

E-5810/2018 

Seite 11 

7.5 Insgesamt ist festzustellen, dass die vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten Vorfluchtgründe nicht glaubhaft sind.  

7.6 Ebenso ist der Einschätzung der Vorinstanz zu folgen, dass der Be-

schwerdeführer bei einer Rückkehr nach Sri Lanka mit keinen über den 

normalen „Background Check“ hinausgehenden Problemen zu rechnen 

hat. Das Profil des Beschwerdeführers weist keine Risikofaktoren auf, die 

auf eine begründete Furcht vor künftigen Verfolgungsmassnahmen 

schliessen lassen könnten (vgl. dazu Urteil des BVGer E-1866/2015 vom 

15. Juli 2016 [als Referenzurteil publiziert], E. 8 und 9). Alleine aus seiner 

Zugehörigkeit zur tamilischen Ethnie sowie der mehrjährigen Landesabwe-

senheit kann er keine Gefährdung ableiten. Es ist insgesamt nicht anzu-

nehmen, dass ihm persönlich, im Falle einer Rückkehr nach Sri Lanka 

ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG drohen würden. 

7.7 In der Beschwerde wird nichts vorgebracht, das geeignet wäre, etwas 

an den zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu ändern. Die 

Vorinstanz ist zu Recht von der Unglaubhaftigkeit der    Vorbringen des 

Beschwerdeführers ausgegangen. Es können daher weitere Ausführungen 

zur Asylrelevanz unterbleiben. Zu Recht hat die Vorinstanz daher die 

Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und sein Asyl-

gesuch abgewiesen.  

8.  

Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 

ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Fa-

milie (Art. 44 AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine aus-

länderrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Er-

teilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeord-

net (Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis 

nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Es gilt der gleiche Beweis-

standard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft (vgl. BVGE 

2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

E-5810/2018 

Seite 12 

9.2 Der Vollzug der Wegweisung ist unzulässig, wenn völkerrechtliche Ver-

pflichtungen der Schweiz (insb. Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 FK, Art. 

25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 

hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Per-

sonen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem  

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche  

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 

AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung keine Anwendung  

finden. Eine Rückkehr in seinen Heimatstaat ist demnach unter dem As-

pekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.  

Weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten er-

geben sich Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in 

den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 

EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt 

wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschen-

rechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der 

Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder 

glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder un-

menschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], 

Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Nr. 37201/06, §§ 124 – 

127 m.w.H.). Die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt 

den Wegweisungsvollzug nach Auffassung des Gerichts nicht als unzuläs-

sig erscheinen (vgl. Urteil des BVGer E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 

E. 12.2). Auch der EGMR hat sich mit der Gefährdungssituation im Hinblick 

auf eine EMRK-widrige Behandlung namentlich für Tamilen, die aus einem 

europäischen Land nach Sri Lanka zurückkehren müssen, wiederholt be-

fasst (vgl. EGMR, R.J. gegen Frankreich, Urteil vom 19. September 2013, 

Nr. 10466/11; T.N. gegen Dänemark, Urteil vom 20. Januar 2011, 

Nr. 20594/08; P.K. gegen Dänemark, Urteil vom 20. Januar 2011,  

Nr. 54705/08; Rechtsprechung zuletzt bestätigt in J.G. gegen Polen, Ent-

scheidung vom 11. Juli 2017, Beschwerde Nr. 44114/14). Dabei unter-

streicht der Gerichtshof, dass nicht in genereller Weise davon auszugehen 

sei, zurückkehrenden Tamilen drohe eine unmenschliche Behandlung.  

E-5810/2018 

Seite 13 

Nachdem der Beschwerdeführer nicht darlegen konnte, dass er befürchten 

müsse, bei einer Rückkehr ins Heimatland die Aufmerksamkeit der sri-lan-

kischen Behörden in einem flüchtlingsrechtlich relevanten Ausmass auf 

sich zu ziehen, bestehen keine Anhaltspunkte dafür, ihm würde aus dem-

selben Grund eine menschenrechtswidrige Behandlung in Sri Lanka dro-

hen. Auch sonst ergeben sich aus den Akten keine konkreten Anhalts-

punkte dafür, dass er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit Massnahmen zu befürchten hätte, die über einen soge-

nannten "Background Check" (Befragung und Überprüfung von Tätigkeiten 

im In- und Ausland) hinausgehen würden, oder dass er persönlich gefähr-

det wäre.  

Weder die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka noch individu-

elle Faktoren in Bezug auf die Situation des Beschwerdeführers lassen 

demnach den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt als unzulässig 

erscheinen. 

9.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

In Sri Lanka herrscht weder Krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt. 

Der bewaffnete Konflikt zwischen der sri-lankischen Regierung und den 

LTTE ist im Mai 2009 zu Ende gegangen. Im bereits zitierten Referenzurteil 

E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 hat das Bundesverwaltungsgericht seine 

bisherige Rechtsprechung (vgl. BVGE 2011/24) bestätigt, wonach der 

Wegweisungsvollzug in die Ost- und Nordprovinz zumutbar ist. Der Be-

schwerdeführer stammt aus B._______, Distrikt C._______, Nordprovinz, 

wohin der Vollzug grundsätzlich zumutbar ist. Der Beschwerdeführer ist 

gesund (A7/13 Ziff. 8.02; A30/24 F7), verfügt über ein grosses familiäres 

und soziales Beziehungsnetz (Eltern, Frau und Kind, Verwandte) in seinem 

Heimatstaat sowie über Berufserfahrung als Tuktuk-Fahrer und in der 

Landwirtschaft (A7/13 Ziff. 1.17.05). Vor diesem Hintergrund erweist sich 

der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 

9.4 Der Vollzug der Wegweisung ist schliesslich nach Art. 83 Abs. 2 AIG als 

möglich zu bezeichnen, weil es dem Beschwerdeführer obliegt, sich bei der 

E-5810/2018 

Seite 14 

zuständigen Vertretung die für eine Rückkehr notwendigen Reisedoku-

mente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG; BVGE 2008/34 E. 12).  

Der Vollzug der Wegweisung ist folglich auch als möglich zu bezeichnen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 – 4 AIG). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und angemessen ist 

(Art. 49 Bst. c VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der in dieser Höhe geleistete Kostenvorschuss ist zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-5810/2018 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in derselben Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Kinza Attou