# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0b033d3-10a5-5014-950b-2556a905ec8d
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-14
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 14.10.2025 BH.2025.7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BH-2025-7_2025-10-14.pdf

## Full Text

Beschluss vom 14. Oktober 2025 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Daniel Kipfer Fasciati und Felix Ulrich, 

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

A.,  

verteidigt durch Rechtsanwalt Marcel Buttliger 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Vorinstanz  KANTONALES ZWANGSMASSNAHMENGERICHT, 

Amthaus Bern, 

 

 

Gegenstand  Verlängerung der Untersuchungshaft 

(Art. 227 i.V.m. Art. 222 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t  

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BH.2025.7 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Am 20. Mai 2025 wurde das Bundesamt für Polizei fedpol auf ein Online-

Profil «[…]» aufmerksam gemacht, dessen Inhaberschaft die Absicht mani-

festierte, im Namen einer terroristischen Organisation (in concreto des Isla-

mischen Staats [nachfolgend «IS»]) einen Angriff auf eine Ansammlung von 

Menschen zu verüben. Die dabei benutzten IP-Adressen konnten der auf B. 

lautenden Telefonnummer 1 zugeordnet werden. An der Adresse von B. 

wohnhaft sind auch ihre beiden Söhne C. und A. (vgl. Verfahrensakten der 

Bundesanwaltschaft Nr. SV.25.0857 [nachfolgend «Verfahrensakten»],  

Nr. 5-2025.06.06-1 und 5-2025.06.06-2). 

 

 

B. In der Folge eröffnete die Bundesanwaltschaft gegen C. und A. eine Straf-

untersuchung wegen des Verdachts der Beteiligung an oder der Unterstüt-

zung einer terroristischen Organisation im Sinne von Art. 260ter StGB (vgl. 

Verfahrensakten, Nr. 1.1-2025.06.07-1). Am 6. Juni 2025 schritt fedpol auf 

entsprechende Anordnung der Bundesanwaltschaft zur Durchsuchung des 

Domizils von C. und A. (vgl. Verfahrensakten, Nr. 8.1-2025.06.06-1). Noch 

am selben Tag konnten die beiden Brüder C. und A. von fedpol ein erstes 

Mal zur Sache befragt werden (vgl. Verfahrensakten, Nr. 10.1-2025.06.11-1 

und 10.1-2025.06.13-1). Im Anschluss daran wurde A. festgenommen (Ver-

fahrensakten, Nr. 6.1-2025.06.06-1). 

 

 

C. Auf entsprechenden Antrag der Bundesanwaltschaft vom 8. Juni 2025 (Ver-

fahrensakten, Nr. 6.1-2025.06.08-3) ordnete das Kantonale Zwangsmass-

nahmengericht Bern (nachfolgend «KZMG») am 10. Juni 2025 die Untersu-

chungshaft an und versetzte A. für die Dauer von drei Monaten, d.h. bis 

6. September 2025, in Untersuchungshaft (Verfahrensakten, Nr. 6.1-

2025.06.10-2). 

 

 

D. Mit Eingabe vom 2. September 2025 an das KZMG beantragte die Bundes-

anwaltschaft, die über A. angeordnete Untersuchungshaft sei um die vorläu-

fige Dauer von drei Monaten, d.h. bis 5. Dezember 2025 zu verlängern (Ver-

fahrensakten, Nr. 6.1-2025.09.02-1). In seiner Stellungnahme vom 5. Sep-

tember 2025 liess A. in erster Linie beantragen, der Antrag sei abzuweisen 

und er sei unverzüglich aus der Untersuchungshaft zu entlassen. Eventuali-

ter beantragte er seine Entlassung aus der Untersuchungshaft unter Anord-

nung von Ersatzmassnahmen. In prozessualer Hinsicht verlangte er die 

- 3 - 

 

 

Durchführung einer mündlichen Haftverhandlung (Verfahrensakten, pag. 

6.1-2025.09.09-1.11 ff.). 

 

 

E. Am 9. September 2025 erliess das KZMG den folgenden Entscheid 

(act. 1.1): 

 

1. Der Verfahrensantrag des A. vom 5. September 2025 betreffend Durchführung einer 

Verhandlung wird abgewiesen. 

2. Die gegenüber A. angeordnete Untersuchungshaft wird um drei Monate, d.h. bis am 

5. Dezember 2025, verlängert. 

3. [Kosten] 

4. [Honorar für die amtliche Verteidigung] 

5. [Eröffnung/Mitteilung] 

 

 

F. Dagegen gelangte A. mit Beschwerde vom 18. September 2025 an die Be-

schwerdekammer des Bundesstrafgerichts (act. 1). Er beantragt Folgendes: 

 

1. Es sei der Entscheid des Kantonalen Zwangsmassnahmengerichts Bern vom 

9. September 2025 aufzuheben und der Beschwerdeführer unverzüglich aus der Un-

tersuchungshaft zu entlassen. 

2. Eventualiter: Es sei der Beschwerdeführer mit den folgenden Auflagen unverzüglich 

aus der Untersuchungshaft zu entlassen: 

- Aufnahme Bedrohungsmanagement beim Gewaltschutz der Kantonspoli-

zei Aargau; 

- Aufnahme einer ambulanten Psychotherapie (gemäss Empfehlung Befund-

bericht); 

- Keine Kontaktaufnahme mit einvernommenen Personen; 

- Abgabe von Pass und Identitätskarte; 

- Electronic Monitoring (Fussfesseln); 

- Sowie weitere Auflagen nach Ermessen des Bundesstrafgerichtes. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse. 

 

In prozessualer Hinsicht beantragt er seine Anhörung respektive die Durch-

führung einer mündlichen Haftverhandlung. 

 

Das KZMG teilte am 22. September 2025 mit, es verzichte unter Verweis auf 

den angefochtenen Entscheid auf eine Beschwerdeantwort (act. 3). Die Bun-

desanwaltschaft schliesst in ihrer Beschwerdeantwort vom 29. September 

2025 auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde (act. 4). 

 

- 4 - 

 

 

Mit Replik vom 2. Oktober 2025 hielt A. an seinen Beschwerdebegehren fest 

(act. 6). Am 3. Oktober 2025 wurde diese der Bundesanwaltschaft und dem 

KZMG zur Kenntnisnahme übermittelt (act. 7). 

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen. 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Die verhaftete Person kann Entscheide über die Anordnung, die Verlänge-

rung und die Aufhebung der Untersuchungs- oder Sicherheitshaft bei der 

Beschwerdeinstanz anfechten (Art. 222 und 393 Abs. 1 lit. c StPO). Die Zu-

ständigkeit der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Entscheide kantonaler Zwangsmassnahmenge-

richte im Bereich der Bundesgerichtsbarkeit ergibt sich aus Art. 65 Abs. 1 

und 3 i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG. Voraussetzung zur Beschwerdeerhebung 

ist auf Seiten der Partei ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung 

oder Änderung des angefochtenen Entscheides (Art. 382 Abs. 1 StPO). Die 

Beschwerde ist innert zehn Tagen schriftlich und begründet einzureichen 

(Art. 396 Abs. 1 StPO). Mit ihr gerügt werden können gemäss Art. 393 Abs. 2 

StPO Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch 

des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), die un-

vollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) sowie die 

Unangemessenheit (lit. c). 

 

1.2 Der inhaftierte Beschwerdeführer ist durch die verfügte Verlängerung der 

Untersuchungshaft ohne Weiteres beschwert. Die übrigen Eintretensvoraus-

setzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die frist- und formge-

recht erhobene Beschwerde ist einzutreten. 

 

 

2.  

2.1 Untersuchungs- oder Sicherheitshaft sind gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO nur 

zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens 

dringend verdächtig ist (sog. allgemeiner Haftgrund) und ernsthaft zu be-

fürchten ist, dass sie sich durch Flucht dem Strafverfahren oder der zu er-

wartenden Sanktion entzieht (Fluchtgefahr; lit. a); Personen beeinflusst oder 

auf Beweismittel einwirkt, um so die Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen 

(Kollusionsgefahr; lit. b); oder durch Verbrechen oder schwere Vergehen die 

- 5 - 

 

 

Sicherheit anderer unmittelbar erheblich gefährdet, nachdem sie bereits frü-

her gleichartige Straftaten verübt hat (Wiederholungsgefahr; lit. c). Überdies 

muss die Haft verhältnismässig sein (vgl. Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 BV, 

Art. 197 Abs. 1 lit. c und d sowie Art. 212 Abs. 2 lit. c StPO). Schliesslich darf 

gemäss Art. 212 Abs. 3 StPO Untersuchungs- und Sicherheitshaft nicht län-

ger dauern als die zu erwartende Freiheitsstrafe. 

 

2.2 Die Vorinstanz bejahte neben dem allgemeinen Haftgrund des dringenden 

Tatverdachts auch das Vorliegen von Kollusionsgefahr. Zumindest implizit 

ging sie auch vom Bestehen von Fluchtgefahr aus. Sie erkannte zudem 

keine Ersatzmassnahmen, welche die Kollusions- und Fluchtgefahr zu ban-

nen vermöchten. Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen der von der 

Vorinstanz bejahten Haftgründe und beantragt eventualiter eine Reihe von 

Ersatzmassnahmen. 

 

2.3 Nebenher bringt der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht vor, die Vo-

rinstanz habe sich in keiner Art und Weise mit den Vorbringen in der Stel-

lungnahme seines Verteidigers vom 5. September 2025 auseinandergesetzt, 

was als Verletzung des rechtlichen Gehörs gelte (act. 1, S. 10). Eine Durch-

sicht des angefochtenen Entscheids zeigt, dass die Vorinstanz im Rahmen 

der Prüfung der Voraussetzungen der Untersuchungshaft in allen Punkten 

ausdrücklich auch auf die Vorbringen des amtlichen Verteidigers eingegan-

gen ist (siehe act. 1.1, Ziff. 8, 14, 18, 21). Die entsprechende Rüge des Be-

schwerdeführers erweist sich damit als offensichtlich unbegründet. Ob der 

angefochtene Entscheid inhaltlich zu überzeugen vermag, ist keine Frage 

des rechtlichen Gehörs, sondern der materiellen Beurteilung der Verlänge-

rung der Untersuchungshaft. 

 

 

3.  

3.1 Ein dringender Tatverdacht liegt dann vor, wenn erstens nach dem gegen-

wärtigen Stand der Untersuchung aufgrund konkreter Anhaltspunkte eine 

hohe Wahrscheinlichkeit für ein bestimmtes strafbares Verhalten des Be-

schuldigten besteht und zweitens keine Umstände ersichtlich sind, aus de-

nen schon zum Zeitpunkt der Anordnung der Untersuchungshaft oder deren 

Fortsetzung geschlossen werden kann, dass eine Überführung und Verur-

teilung scheitern werde (vgl. hierzu u.a. BGE 143 IV 330 E. 2.1 S. 333; 143 

IV 316 E. 3.1; 137 IV 122 E. 3.2 S. 126). Die Beweislage und damit die Wahr-

scheinlichkeit einer Verurteilung muss bezogen auf das jeweilige Verfah-

rensstadium beurteilt werden. Während zu Beginn eines Strafverfahrens 

eine noch wenig präzise Verdachtslage ausreicht, um Haft anzuordnen oder 

aufrechtzuerhalten, hat sich diese mit zunehmender Verfahrensdauer zu 

- 6 - 

 

 

konkretisieren (vgl. BGE 151 IV 57 E. 3.1 S. 58; 143 IV 316 E. 3.2). Allerdings 

dürfen diesbezüglich die Anforderungen nicht überspannt werden, dies ins-

besondere dann nicht, wenn bereits in einem frühen Stadium des Verfahrens 

ein eindeutiger Verdacht für eine bestimmte strafbare Handlung besteht (vgl. 

hierzu zuletzt u.a. den Beschluss des Bundesstrafgerichts BH.2024.15 vom 

21. Januar 2025 E. 3.1 m.w.H.). Die Beschwerdekammer hat im Gegensatz 

zum erkennenden Strafrichter bei der Überprüfung des Tatverdachts keine 

erschöpfende Abwägung der in Betracht fallenden Tat- und Rechtsfragen 

vorzunehmen (siehe BGE 151 IV 57 E. 3.1 S. 58; 143 IV 330 E. 2.1 S. 333; 

143 IV 316 E. 3.1). 

 

3.2 Mit Blick auf die Auswertungen der beim Beschwerdeführer sichergestellten 

Datenträger kam die Beschwerdegegnerin in ihrem Antrag auf Verlängerung 

der Untersuchungshaft zum Schluss, es bestünden Belege für ein geschlos-

senes Muster fortschreitender Radikalisierung des Beschwerdeführers und 

tatbezogener Vorbereitungshandlungen (Verfahrensakten, pag. 6.1-

2025.09.02-1.4). Im Rahmen der Beschwerdeantwort stellt die Beschwerde-

gegnerin Sachverhaltselemente in chronologischer Reihenfolge dar. Deren 

Ablauf entspreche dem klassischen Szenario einer attentatsbezogenen An-

bahnung mit Fokus auf sofort realisierbare Gewalttaten. Die durch die Ermitt-

lungen erhellte Anschlagsvorbereitung durch den Beschwerdeführer habe 

das terroristische Gefährdungspotential des IS in relevanter Weise erhöht 

(siehe act. 4, S. 3 f.). 

 

3.3 Aufgrund der von der Beschwerdegegnerin angeführten Akten ergibt sich in 

dieser Hinsicht folgender Sachverhaltsablauf: Bei seiner Einvernahme vom 

6. August 2025 gab der Beschwerdeführer an, er habe im September 2022 

«mit dem Beten» begonnen. Im Dezember 2023 habe er angefangen, über 

den Islam zu recherchieren (Verfahrensakten, pag. 13.1-2025.08.06-3.9). 

Zwischen Dezember 2023 und Juli 2024 stand der Beschwerdeführer über 

soziale Medien mit der Person «D.» in Kontakt. Dieser habe den Ausschlag 

dazu gegeben, dass der Beschwerdeführer sich dazu entschied, der salafis-

tischen Ideologie zu folgen. Dabei vertiefte er sich auch in radikalislamische 

Konzepte wie taghut und takfir (Verfahrensakten, pag. 13.1-2025.08.06-3.11 

ff.). Vom 22. Februar 2025 stammt ein Tagebucheintrag des Beschwerde-

führers, in welchem er sinngemäss schrieb, dass er gerne an der Frontlinie 

für Allah kämpfen möchte (vgl. Verfahrensakten, pag. 13.1-2025.08.06-

3.61). Weiter im Tagebuch des Beschwerdeführers festgehalten ist sein 

Wunsch, den Märtyrertod zu sterben (vgl. Verfahrensakten, pag. 13.1-

2025.08.06-3.62). Am 20. März 2025 hat der Beschwerdeführer auf seinem 

Mobiltelefon die Messenger-Applikation Element X installiert, um auf diesem 

Weg mit Sympathisanten des IS zu kommunizieren, ohne dass Polizei, 

- 7 - 

 

 

Behörden oder Geheimdienste von diesen Kommunikationen erfahren (Ver-

fahrensakten, pag. 13.1-2025.08.06-3.21 ff.). Die Auswertung des Mobiltele-

fons des Beschwerdeführers ergab zudem, dass dieser auf Element X meh-

reren einschlägigen Gruppenchats der IS-Propagandaplattform «Al-Saqri 

Foundation» beigetreten ist, namentlich «Ansarfortress», «Medical Prepara-

tion», «Physical Preparation» und «Military Preparation» (Verfahrensakten, 

pag. 10.1-2025.07.24-1.7). Aus einer am 6. Mai 2025 mit Whatsapp versand-

ten Audionachricht an «E.» geht hervor, dass der Beschwerdeführer der Mei-

nung sei, dass man «Ungläubige» töten dürfe, wobei er das Wort «töten» mit 

dem Wort «nanana» ersetzte. Als Beweis dafür interpretierte er entspre-

chende Textstellen aus dem Koran, wo es um das «töten von Frauen und 

Kindern» gehe (Verfahrensakten, pag. 10.1-2025.07.24-1.4). Am 10. Mai 

2025 erkundigte sich der Beschwerdeführer via Whatsapp, ob die bei 

www.[...].ch angebotenen Messer scharf oder stumpf seien (Verfahrensak-

ten, pag. 10.1-2025.07.24-1.11 mit Hinweis). Am 11. Mai 2025 lud der Be-

schwerdeführer ein von «Al-Saqri Foundation for Military Sciences» heraus-

gegebenes Dokument mit dem Titel «Explosives Basics» herunter. Dabei 

handelt es sich um eine Anleitung zur Herstellung von Sprengstoff (Verfah-

rensakten, pag. 10.1-2025.07.24-1.7 f. mit Hinweis). Am darauffolgenden 

Tag erfolgte der Download des Dokuments «Mujahid Survival Evasion Ma-

nual English.pdf». Dabei handelt es sich um eine – ebenfalls von der «Al-

Saqri Foundation for Military Sciences» herausgegebene – Anleitung, wie 

sich der Krieger im Kampf taktisch korrekt verhält und überlebt (Verfahrens-

akten, pag. 10.1-2025.07.24-1.8 mit Hinweis). Am 21. Mai 2025 wurde der 

Beschwerdeführer volljährig. Vier Tage später registrierte er sich auf der 

Website «[…]» und bestellte ein Einhandmesser mit Clip sowie einen Victo-

rinox-Dual-Messerschärfer (Verfahrensakten, pag. 10.1-2025.07.24-1.12). 

Am 30. Mai 2025 sandte der Beschwerdeführer in einem Chat seinem Ar-

beitskollegen aus dem Lehrbetrieb F. eine Videodatei mit einem IS-Naschid 

des Mediums «Al-Bashair Foundation», dessen Titel auf Deutsch übersetzt 

«Ich sterbe, um mit den Unsterblichen zu leben» lautet (Verfahrensakten, 

pag. 10.1.2025.07.24-1.11). In einem Chat auf der Applikation Element X mit 

«G.» fragte der Beschwerdeführer am 1. Juni 2025 nach einem religiösen 

Beweis, dass es in Ordnung ist, in eine Menschenmenge zu fahren, um 

Leute zu töten, auch wenn sich Muslime darunter befänden. Am 2. Juni 2025 

präzisierte er hierzu: «Bruder, sagen wir mal in eine Menschenmenge zu 

fahren oder wahllos Leute in der Stadt abzustechen» (Verfahrensakten, 

pag.10.1.2025.07.24-1.6 f.). In einer Audionachricht vom 4. Juni 2025 an 

eine nicht identifizierte Drittperson alias «H.» erklärte der Beschwerdeführer, 

den IS zu unterstützen (Verfahrensakten, pag. 10.1-2025.07.24-1.10). Wie 

eingangs erwähnt wurde der Beschwerdeführer am 6. Juni 2025 verhaftet. 

 

http://www.[...].ch/

- 8 - 

 

 

3.4 Nach dem Gesagten ergeben sich aufgrund der Akten zahlreiche konkrete 

Hinweise, welche den Hauptteil des von der Beschwerdegegnerin formulier-

ten Tatverdachts stützen. In ihrem zeitlichen Ablauf sowie in ihrem Zusam-

menhang vermögen die einzelnen Elemente sowohl die zunehmende Radi-

kalisierung des Beschwerdeführers sowie seine konkreten Schritte zur Vor-

bereitung eines – wenn auch noch nicht im Detail konkretisierten – An-

schlags auf die Zivilbevölkerung nachvollziehbar aufzuzeichnen. Diesbezüg-

lich zu beachten ist auch die aus den polizeilichen Auswertungen hervorge-

hende Aussage des Beschwerdeführers im Rahmen seiner Antwort an «G.» 

vom 3. Juni 2024, wonach er nicht wisse, ob er eine Operation ausführen 

werde, er wolle sich nur informieren (Verfahrensakten, pag. 10.1-

2025.07.24-1.7). Diese Aussage unterstreicht, dass ein möglicher Anschlag 

durch den Beschwerdeführer nicht a priori ausgeschlossen werden kann. 

Vielmehr legt sie nahe, dass der Beschwerdeführer mit Blick auf einen mög-

lichen Anschlag auf der Suche nach einer religiösen Rechtfertigung war 

(auch entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers in act. 6, S. 6). 

 

3.5 Von der Beschwerdegegnerin nur nebenher erwähnt, aber in keiner Weise 

substantiiert werden «weitere aktenkundige Tatverdachtselemente (weiterer 

Versand von IS-Propaganda, Finanzierung des IS)» (act. 4, S. 5). Konkrete 

Elemente zur Begründung des diesbezüglichen Tatverdachts ergeben sich 

auch nicht aus dem angefochtenen Entscheid oder aus dem Antrag der Be-

schwerdegegnerin vom 2. September 2025 an die Vorinstanz. Die Be-

schwerdegegnerin, welche den Sachverhalt im Vorverfahren tatsächlich und 

rechtlich abklärt und über umfassende Kenntnisse zum Vorverfahren, zum 

Ermittlungsstand und zu den Akten verfügt, ist daran zu erinnern, dass es 

nicht an der Beschwerdeinstanz ist, den sich in einem Vorverfahren erge-

benden dringenden Tatverdacht eigenständig aus den Akten abzuleiten und 

darzutun. Bei fehlenden konkreten Angaben ist eine umfassende Durchfors-

tung der Akten im Hinblick auf allfällige nützliche Hinweise zur Beurteilung 

des dringenden Tatverdachts in einem Haftbeschwerdeverfahren innerhalb 

nützlicher Frist nicht durchführbar. Die vorzunehmende Aktensichtung durch 

die Beschwerdekammer hat, in Beachtung des Beschleunigungsgebots und 

der dem Sachgericht vorbehaltenen Kompetenzen (siehe oben E. 3.1), prima 

facie und summarisch zu erfolgen (vgl. hierzu bereits den Beschluss des 

Bundesstrafgerichts BH.2024.8 vom 9. Juli 2024 E. 3.2.3 in fine). Eine ent-

sprechende Durchsicht der vorliegenden Akten ergibt, dass der Beschwer-

deführer nebst den bereits in E. 3.3 erwähnten Personen verschiedentlich 

auch seinem Bruder (siehe u.a. Verfahrensakten, Nr. 10.1-2025.07.03-1) 

oder seinem Arbeitskollegen aus dem Lehrbetrieb F. IS-Propagandamaterial 

zugesandt hat (siehe Verfahrensakten, pag. 10.1-2025.07.24-1.10 f.). An-

haltspunkte für mögliche Zahlungen zu Gunsten des IS finden sich in den 

- 9 - 

 

 

Verfahrensakten (pag. 10.1-2025.07.24-1.5), wobei auffällt, dass es sich 

nicht um Beträge von erheblichem Umfang handelt, was angesichts des dem 

Beschwerdeführer bis zu seiner Verhaftung zustehenden Lehrlingslohns 

auch nicht zu überraschen vermag. 

 

3.6  

3.6.1 Allein mit den im Verfahren vor der Vorinstanz vom Beschwerdeführer ge-

äusserten Vorbringen, er habe anlässlich seiner Einvernahme zu Protokoll 

gegeben, keine Anschlagsplanung getroffen zu haben und auch nicht daran 

interessiert zu sein, einen Anschlag gegen Zivilpersonen auszuüben, bzw. 

er sei kein Unterstützer oder Sympathisant des IS (Verfahrensakten, pag. 

6.1-2025.09.09-1.17), vermag er die zahlreichen, oben zusammengetrage-

nen und ihn belastenden Sachverhaltselemente nicht zu entkräften. Weitere, 

allgemein gehaltene Einwände des Beschwerdeführers erweisen sich in Tei-

len als aktenwidrig bzw. als Verharmlosungen einzelner belastender Sach-

verhaltselemente. Letzteres gilt namentlich für die Vorbringen des Be-

schwerdeführers, er habe sich lediglich für Fragen im Zusammenhang mit 

dem IS interessiert (Verfahrensakten, pag. 6.1-2025.09.09-1.17; act. 1, S.10; 

act. 6, S. 4) oder blosse Sympathiebekundungen für den IS reichten nicht 

aus für die Erfüllung des Tatbestands von Art. 260ter StGB (Verfahrensakten, 

pag. 6.1-2025.09.09-1.18; act. 1, S. 10; act. 6, S. 4). Entgegen seinen Vor-

bringen droht dem Beschwerdeführer auch keine Strafverfolgung für den Be-

ginn einer religiösen Praxis, fürs Beten oder für blosse Informationsbeschaf-

fung und Interesse an einer anderen Religion. Soweit dem Beschwerdefüh-

rer die Beteiligung an oder die Unterstützung der terroristischen Organisation 

IS zur Last gelegt wird, kann er sich auch nicht auf das Grundrecht der Reli-

gionsfreiheit berufen. Weiter führt das Grundrecht der Meinungsfreiheit nicht 

zur Straflosigkeit von Verbreitung von IS-Propaganda (dies alles entgegen 

act. 6, S. 4). Vorliegend entscheidend ist die Summe der den Beschwerde-

führer belastenden Indizien, welche ein schlüssiges und einheitliches Ge-

samtbild des Tatverdachts zu begründen vermögen. In diesem Sinne kann 

zum Beispiel auch der Download des Dokuments «Mujahid Survival Evasion 

Manual English.pdf» nicht einfach isoliert betrachtet als blosses (nicht straf-

bares) Interesse an Survivaltraining gesehen werden (so der Beschwerde-

führer in act. 6, S. 6). Die vom Beschwerdeführer beschaffte Anleitung wurde 

von der IS-Propagandaplattform «Al-Saqri Foundation for Military Sciences» 

herausgegeben und schildert, wie sich der Krieger im Kampf taktisch korrekt 

verhält und überlebt (Verfahrensakten, pag. 10.1-2025.07.24-1.8 mit Hin-

weis). Das unterscheidet diese doch wesentlich von irgendeinem allgemei-

nen Survivalratgeber. 

 

- 10 - 

 

 

3.6.2 Wenn der Beschwerdeführer einen möglichen Anschlag unter Einsatz eines 

Autos für ausgeschlossen hält, weil er ein solches weder lenken könne noch 

dürfe (vgl. Verfahrensakten, pag. 6.1-2025.09.09-1.18; act. 6, S. 8), ist ihm 

zu entgegnen, dass er über einen Lernfahrausweis B verfügt (vgl. Verfahren-

sakten, pag. 13.1-2025.06.06-1.4) und offenbar bereits fünf (vom Lehrbetrieb 

bezahlte) Fahrstunden absolviert hat (vgl. Verfahrensakten, pag. 12.3-

2025.07.07-1.8 f.). 

 

3.6.3 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe das sichergestellte 

Messer lediglich zur Selbstverteidigung beschafft, so steht dies in einem ge-

wissen Widerspruch zu den Aussagen seiner Mutter, der gegenüber er an-

geblich gesagt haben soll, er habe das Messer einfach so bestellt, weil er es 

schön finde (vgl. Verfahrensakten, pag. 12.1-2025.08.14-1.28 f.). Seine Mut-

ter gab an, der Beschwerdeführer habe ihr gegenüber nie erwähnt, er habe 

das Messer zwecks Selbstverteidigung erworben (vgl. Verfahrensakten, pag. 

12.1-2025.08.14-1.30). Bloss ästhetische Aspekte dürften ihrerseits keine 

Rolle gespielt haben, als der Beschwerdeführer im Vorfeld der Bestellung 

eines Messers beim Anbieter nachfragte, ob die Messer scharf seien (vgl. 

oben E. 3.3). Aufgrund des engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen der 

Bestellung des Messers am 25. Mai 2025 und der sinngemässen Frage an 

«G.» vom 1. bzw. 2. Juni 2025 nach einem religiösen Beweis, ob das in Ord-

nung sei, wahllos Leute in der Stadt abzustechen, auch wenn sich Muslime 

darunter befänden, erweist sich die Annahme einer tatbezogenen Beschaf-

fung eines Messers entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers 

(act. 6, S. 7) als viel mehr als reine Spekulation. 

 

3.6.4 Nicht entkräftet wird der Tatverdacht schliesslich durch den forensisch-psy-

chologischen Befundbericht der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich 

vom 28. August 2025. In diesem wurde als Schlussfolgerung festgehalten, 

es bestehe derzeit ein mittleres Risiko, dass der Beschwerdeführer in Zu-

kunft fremdgefährdendes Verhalten zeigen könnte (Verfahrensakten, pag. 

11.1-2025.08.28-1.31). Als Zwischenfazit wurde zuvor festgehalten, insge-

samt entstehe der Anschein, dass der Beschwerdeführer gegenüber der Le-

gitimierung von extremistischen Gewalttaten ambivalent war/ist, jedoch auf 

der Verhaltensebene einige Handlungen gesetzt hat (z.B. aktiver Kontakt, 

Messer besorgen, Sprengstoffanleitung herunterladen, Anleitung wie sich 

Krieger im Kampf taktisch korrekt verhalten und überleben), welche die Ge-

fahr erhöhen am Ende eines unreflektiert wirkenden Radikalisierungsprozes-

ses in Tathandlungen zu enden (Verfahrensakten, pag. 11.1-2025.08.28-

1.26). 

 

- 11 - 

 

 

3.7 Nach dem vorstehend Ausgeführten ist der von der Beschwerdegegnerin 

formulierte, dringende Tatverdacht zu bejahen. Die Beschwerde erweist sich 

in diesem Punkt als unbegründet. 

 

 

4.  

4.1 Strafprozessuale Haft wegen Kollusions- bzw. Verdunkelungsgefahr 

(Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO) soll verhindern, dass die beschuldigte Person 

die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts vereitelt oder gefährdet. 

Verdunkelung kann insbesondere in der Weise erfolgen, dass sich die be-

schuldigte Person mit Zeuginnen und Zeugen, Auskunftspersonen, Sachver-

ständigen oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie zu wahr-

heitswidrigen Aussagen veranlasst oder dass sie Spuren und Beweismittel 

beseitigt. Die theoretische Möglichkeit, dass sie kolludieren könnte, genügt 

indessen nicht, um unter diesem Titel eine Inhaftierung zu rechtfertigen. Es 

müssen vielmehr konkrete Indizien für die Annahme von Verdunkelungsge-

fahr sprechen. Das Vorliegen des Haftgrundes ist nach Massgabe der Um-

stände des jeweiligen Einzelfalls zu prüfen (BGE 137 IV 122 E. 4.2; 132 I 21 

E. 3.2). 

 

Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können sich namentlich aus 

dem bisherigen Verhalten der beschuldigten Person im Strafprozess, aus 

ihren persönlichen Merkmalen, aus ihrer Stellung und ihren Tatbeiträgen im 

Rahmen des untersuchten Sachverhalts sowie aus den persönlichen Bezie-

hungen zwischen ihr und den sie belastenden Personen ergeben. Bei der 

Frage, ob im konkreten Fall eine massgebliche Beeinträchtigung des Straf-

verfahrens wegen Verdunkelung droht, ist auch der Art und Bedeutung der 

von Beeinflussung bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere der 

untersuchten Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tra-

gen (BGE 132 I 21 E. 3.2.1 und 3.2.2; siehe zum Ganzen zuletzt u.a. das 

Urteil des Bundesgerichts 7B_729/2025 vom 18. August 2025 E. 2.2 

m.w.H.). 

 

4.2 In ihrem Antrag auf Verlängerung der Untersuchungshaft vom 2. September 

2025 verwies die Beschwerdegegnerin betreffend Kollusionsgefahr einzig 

auf die Ausführungen im ursprünglichen Haftanordnungsgesuch und hielt an 

diesen fest (Verfahrensakten, pag. 6.1-2025.09.02-1.5). Die Vorinstanz hält 

hierzu vorab fest, ihre Ausführungen aus dem Haftanordnungsentscheid hät-

ten nach wie vor Gültigkeit. Zusammengefasst führt sie weiter aus, zwar 

seien die Ermittlungen weiter vorangeschritten, die Auswertung der elektro-

nischen Daten sei jedoch noch nicht abgeschlossen. In casu lägen diverse 

Umstände vor, aufgrund derer weiterhin von Kollusionsgefahr auszugehen 

- 12 - 

 

 

sei, namentlich die noch zu tätigenden (kollusionsanfälligen) Ermittlungs-

handlungen (wobei nirgends konkretisiert wird, um welche Ermittlungshand-

lungen es gehen soll und inwiefern sich diese als kollusionsanfällig erwei-

sen), das bisherige Aussageverhalten des Beschuldigten und die Tatsache, 

dass vorliegend Handlungen im Rahmen eines international agierenden 

Netzwerks zu untersuchen seien (siehe act. 1.1, S. 7 f.). Mit Blick auf die 

eingangs wiedergegebenen allgemeinen Erwägungen zur Kollusionsgefahr 

(siehe E. 4.1) wird deutlich, dass sich mit den von Beschwerdegegnerin und 

Vorinstanz bis zu diesem Zeitpunkt im Haftprüfungsverfahren gemachten 

Angaben keine Kollusionsgefahr begründen lässt. Konkret wird damit weder 

der Art und Bedeutung der von Kollusion bedrohten Aussagen und Beweis-

mittel noch dem aktuellen Stand des Verfahrens Rechnung getragen. Der 

blosse Verweis der Beschwerdegegnerin auf die Situation ganz zu Beginn 

des Verfahrens sowie die von der Vorinstanz formulierten Allgemeinplätze 

erweisen sich in diesem Punkt als ungenügend. 

 

4.3 Erst im Rahmen ihrer Beschwerdeantwort gibt die Beschwerdegegnerin 

hierzu weitere Informationen preis (siehe act. 4, S. 6 f.). Dabei hält sie fest, 

sie habe bereits im Haftverlängerungsantrag dargetan, dass noch kollusions-

anfällige Ermittlungshandlungen anstünden, namentlich der Abschluss der 

Auswertung der beim Beschwerdeführer sichergestellten Geräte sowie wei-

tere Einvernahmen, namentlich des Stiefvaters und des Mitbeschuldigten. 

Die konkreten an die ermittelnde Polizei erteilten Aufträge würden zudem 

verdeutlichen, dass noch Ermittlungen im Gang seien, namentlich bezüglich 

der einschlägigen Chat-Kommunikation des Beschwerdeführers. Es gehe 

dabei im Wesentlichen auch um die Identifikation von relevanten Chat-Part-

nern, bei denen es sich um mutmassliche IS-Mitglieder resp. -Unterstützer 

handle. Auch die Identifikation von verdächtigen Finanztransaktionspartnern 

sei noch Gegenstand laufender Ermittlungen. Schliesslich wäre es für den in 

Freiheit entlassenen Beschwerdeführer ein Leichtes, die noch zu befragen-

den Personen aus seinem familiären Umfeld zu seinen Gunsten zu manipu-

lieren und sich erneut Zugang zu seinem früheren virtuellen Netzwerk von 

IS-Mitgliedern und -Unterstützern zu verschaffen, um jene vor den Ermittlun-

gen der Strafverfolgungsbehörden zu warnen. 

 

4.4 Dazu ist vorab festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin in ihrem Haftver-

längerungsantrag zwar noch anstehende Ermittlungshandlungen aufzählte 

(Verfahrensakten, pag. 6.1-2025.09.02-1.5), sich in dieser Eingabe aber nir-

gends dazu äusserte, inwiefern diese von Kollusion bedroht seien. Nament-

lich nicht nachvollziehbar ist, wie der Beschwerdeführer auf bereits polizei-

lich sichergestellte Datenträger und deren noch anstehende Auswertung 

Einfluss nehmen sollte. Dasselbe gilt bspw. auch für die Analyse von in der 

- 13 - 

 

 

Vergangenheit liegenden Finanztransaktionen. In allgemeiner Hinsicht ein-

leuchtend ist das erhebliche Kollusionspotential hinsichtlich der offenbar an-

gestrebten Identifikation der Mitglieder des virtuellen Netzwerks des Be-

schwerdeführers oder der weiteren an den erwähnten Finanztransaktionen 

beteiligten Personen. Der blosse Hinweis auf die «konkreten an die ermit-

telnde Polizei erteilten Aufträge» bleibt vage. Ob allenfalls die gemäss Akten- 

und Beilagenverzeichnis der Beschwerdegegnerin als «nicht enthalten» be-

zeichneten Dokumente in der Rubrik 10.1 solche Aufträge enthalten, bleibt 

rätselhaft. Die Kollusionsgefahr ist jedoch mit konkreten Anhaltspunkten dar-

zutun. Eine ernsthafte Überprüfung der von der Beschwerdegegnerin gel-

tend gemachten und von der Vorinstanz bejahten Kollusionsgefahr durch die 

Beschwerdeinstanz ist bei vorliegender Aktenlage nicht möglich. Aufgrund 

der nachfolgenden Erwägungen kann die Frage nach dem Bestehen der Kol-

lusionsgefahr jedoch offenbleiben. 

 

 

5.  

5.1 Der besondere Haftgrund der Fluchtgefahr setzt ernsthafte Anhaltspunkte 

dafür voraus, dass die beschuldigte Person sich durch Flucht dem Strafver-

fahren oder der zu erwartenden Sanktion entziehen könnte (Art. 221 Abs. 1 

lit. a StPO). Eine Fluchtgefahr darf nicht schon angenommen werden, wenn 

die Möglichkeit der Flucht in abstrakter Weise besteht (BGE 125 I 60 E. 3a; 

Urteil des Bundesgerichts 7B_200/2024 vom 8. März 2024 E. 3.2.1). Es 

braucht vielmehr eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich die beschul-

digte Person, wenn sie in Freiheit wäre, dem Vollzug der Strafe durch Flucht 

entziehen würde. Im Vordergrund steht dabei eine mögliche Flucht ins Aus-

land, denkbar ist jedoch auch ein Untertauchen im Inland (Urteil des 

Bundesgerichts 7B_1001/2023 vom 8. Januar 2024 E. 3.2). Zu berücksichti-

gen sind die konkreten Umstände des betreffenden Falles, insbesondere der 

Charakter der beschuldigten Person, ihre moralische Integrität, ihre finanzi-

ellen Mittel, ihre Verbindungen zur Schweiz, ihre Beziehungen zum Ausland 

und die Höhe der ihr drohenden Strafe (BGE 145 IV 503 E. 2.2). Die Schwere 

der drohenden Strafe ist zwar ein Indiz für Fluchtgefahr, genügt jedoch für 

sich allein nicht, um den Haftgrund zu bejahen (BGE 143 IV 160 E. 4.3; Urteil 

des Bundesgerichts 7B_200/2024 vom 8. März 2024 E. 3.2.1; je mit Hinwei-

sen). Miteinzubeziehen sind die familiären und sozialen Bindungen, die 

berufliche und finanzielle Situation und die Kontakte zum Ausland. Selbst bei 

einer befürchteten Reise in ein Land, welches die beschuldigte Person 

grundsätzlich an die Schweiz ausliefern bzw. stellvertretend verfolgen 

könnte, ist die Annahme von Fluchtgefahr nicht ausgeschlossen. Die Wahr-

scheinlichkeit einer Flucht nimmt in der Regel mit zunehmender Verfahrens- 

bzw. Haftdauer ab, da sich auch die Dauer des allenfalls noch zu 

- 14 - 

 

 

verbüssenden strafrechtlichen Freiheitsentzugs mit der bereits geleisteten 

prozessualen Haft, die auf die mutmassliche Freiheitsstrafe anzurechnen 

wäre (Art. 51 StGB), kontinuierlich verringert (vgl. zum Ganzen BGE 145 IV 

503 E. 2.2; 143 IV 160 E. 4.3; je mit Hinweisen). Anklageerhebungen oder 

gerichtliche Verurteilungen können allerdings, je nach den Umständen des 

Einzelfalls, im Verlaufe des Verfahrens auch neue Fluchtanreize auslösen 

(Urteile des Bundesgerichts 7B_997/2023 vom 4. Januar 2024 E. 3.1; 

7B_928/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 5.1; 7B_842/2023 vom 9. Novem-

ber 2023 E. 3.2; zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 7B_365/2024 vom 

16. April 2024 E. 3.2). 

 

5.2 Auch die Fluchtgefahr betreffend verwiesen sowohl Beschwerdegegnerin als 

auch Vorinstanz auf ihre jeweiligen, bereits im Haftanordnungsverfahren ge-

machten Ausführungen (siehe Verfahrensakten, pag. 6.1-2025.09.02-1.5; 

act. 1.1, S. 8). Hierzu ist in allgemeiner Hinsicht festzuhalten, dass die blosse 

Wiederholung dieses Vorgehens im Laufe wiederholter Haftprüfungsverfah-

ren der sich wegen der bereits geleisteten prozessualen Haft laufend verrin-

gernden Wahrscheinlichkeit einer Flucht keine Rechnung trägt. 

 

5.3 Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer schweizerischer 

und türkischer Staatsangehöriger ist (vgl. Verfahrensakten, pag. 10.1-

2025.07.28-1.12 f.). Ausser Deutsch spricht er – eigenen Angaben zufolge – 

mittelmässig Englisch und Türkisch, wobei er auf Nachfrage präzisierte, dass 

er gut spreche, aber die Grammatik und das Schreiben nicht so gut könne 

(Verfahrensakten, pag. 13.1-2025.06.08-1.9). Die Ermittlungen zeigten, 

dass der Beschwerdeführer verschiedentlich Chats auf Englisch führte (vgl. 

Verfahrensakten, pag. 10.1-2025.07.24-1.4 f.) oder auch bei seinen hand-

schriftlichen Notizen verschiedentlich die englische Sprache nutzte (vgl. Ver-

fahrensakten, pag. 10.1.2025.07.28-1.11). Er beabsichtigte zudem, Arabisch 

zu lesen sowie die «Grundbasis» der Sprache zu kennen (vgl. Verfahrens-

akten, pag. 10.1-2025.07.28-1.12). Seit ungefähr Frühling dieses Jahres 

lernte er im Online-Unterricht Arabisch (vgl. Verfahrensakten, pag. 11.1-

2025.08.28-1.19). Im Ausland, konkret in der Türkei, verfügt er über Fami-

lienangehörige («Eigentlich der Rest der Familie, fast alle»; Verfahrensak-

ten, pag. 13.1-2025.06.08-1.8). Eines der sichergestellten Notizbücher bein-

haltet weiter Telefonnummern aus Syrien, den Niederlanden, Grossbritan-

nien und Bangladesch, teilweise mit mittelbarem Bezug zum IS (vgl. Verfah-

rensakten, pag. 10.1-2025.07.28-1.8). Im Rahmen seiner Notizen setzte er 

sich offenbar auch vermehrt mit der Auswanderung in ein muslimisches Land 

(Hijra) auseinander (vgl. Verfahrensakten, pag. 10.1-2025.07.28-1.7; vgl. 

hierzu auch die ambivalenten Aussagen des Beschwerdeführers in Verfah-

rensakten, pag. 13.1-2025.08.06-3.59). Kontakt pflegte der 

- 15 - 

 

 

Beschwerdeführer schliesslich auch zu der in Deutschland wohnhaften I., 

welche er dereinst heiraten möchte (vgl. hierzu Verfahrensakten, pag. 10.1-

2025.07.28-1.9 ff.; 13.1-2025.08.06-3.59 ff.). 

 

5.4 Auch wenn der Beschwerdeführer selbst im Verlaufe des Verfahrens angab, 

er wisse nicht einmal, wie man flüchte (siehe Verfahrensakten, pag. 13.1-

2025.06.08-1.10), finden sich in den Akten somit mehrere ernsthafte An-

haltspunkte, welche eine Fluchtgefahr zu begründen vermögen. Die Vernet-

zung von IS-Mitgliedern oder Sympathisanten (u.a. im Internet) ist notorisch. 

Für IS-Bewunderer ist es ein Leichtes, deren Kontaktkanäle zu finden und 

sich zu vernetzen. Der IS ist weiter eine international vernetzte Organisation, 

welche Mitglieder bei Reisen, insbesondere bei Grenzübertritten, unterstützt 

(vgl. dazu schon den Beschluss des Bundesstrafgerichts BH.2024.8 vom 

9. Juli 2024 E. 4.2.1 und 4.3). Angesichts solcher Unterstützungsmöglichkei-

ten fällt es weniger ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer bis zu seiner 

Verhaftung nur über einen Lehrlingslohn und damit nicht über erhebliche fi-

nanzielle Mittel verfügte. Dasselbe gilt für das Vorbringen, er sei organisato-

risch nicht in der Lage, eine Auslandreise zu organisieren (act. 1, S. 10). 

Zudem ist aufgrund der Akten nicht davon auszugehen, dass eine Flucht von 

Beginn weg an ungenügenden Sprachkenntnissen scheitern würden (entge-

gen act. 1, S. 11). Da dem Beschwerdeführer angesichts der schwerwiegen-

den Tatvorwürfe für den Fall einer Verurteilung eine empfindliche Freiheits-

trafe droht, an welche beim aktuellen Stand des Verfahrens auch noch keine 

langandauernde strafprozessuale Haft anzurechnen wäre, sprechen die ge-

samten Umstände für eine erhebliche Fluchtgefahr. Die Beschwerde erweist 

sich in diesem Punkt als unbegründet. 

 

5.5 Ist im vorliegenden Fall und im aktuellen Stadium des Verfahrens von einer 

ausgeprägten Fluchtgefahr auszugehen, so kann diese durch die vom Be-

schwerdeführer angeführten Ersatzmassnahmen (Abgabe von Pass und 

Identitätskarte, Fussfessel, allenfalls tägliche Meldepflicht bei der Polizei; 

act. 1, S. 16) nicht ausreichend gebannt werden. Gerade die Ausweis- und 

Schriftensperre hat im Schengenraum grundsätzlich an Wirksamkeit einge-

büsst (Urteil des Bundesgerichts 1B_179/2018 vom 9. Mai 2018 E. 3.3). 

Dazu kommt im vorliegenden Fall, dass die hiesigen Behörden, die türki-

schen Behörden nicht daran hindern können, für den Beschwerdeführer 

neue Schriften auszustellen (Urteile des Bundesgerichts 1B_211/2017 vom 

27. Juni 2017 E. 4; 1B_48/2012 vom 13. Februar 2012 E. 6.2). 

 

 

  

- 16 - 

 

 

6.  

6.1 Wie alle strafprozessualen Zwangsmassnahmen hat die Untersuchungshaft 

verhältnismässig zu sein (vgl. Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 BV, Art. 197 

Abs. 1 lit. c und Art. 212 Abs. 2 lit. c StPO). Die Untersuchungshaft muss 

durch die Bedeutung der Straftat gerechtfertigt sein (Art. 197 Abs. 1 lit. d 

StPO) und darf nicht länger dauern als die zu erwartende Freiheitsstrafe 

(Art. 212 Abs. 3 StPO). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ver-

langt der Verhältnismässigkeitsgrundsatz von den Behörden, umso zurück-

haltender zu sein, je mehr sich die Haft der zu erwartenden Freiheitsstrafe 

nähert; dabei ist jedoch nicht allein das Verhältnis der erstandenen Haft-

dauer zur zu erwartenden Freiheitsstrafe als solches entscheidend, sondern 

es ist vielmehr auf die Umstände des Einzelfalls abzustellen (BGE 145 IV 

179 E. 3.5 S. 183; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts 7B_534/2024 vom 

29. Mai 2024 E. 4.1). 

 

6.2 Auch ohne dem Sachgericht vorzugreifen, ist im aktuellen Stadium des 

Verfahrens (noch) nicht davon auszugehen, dass die Dauer der bisherigen 

Untersuchungshaft bereits in grosse Nähe einer möglichen Freiheitsstrafe 

gerückt ist. Die Akten lassen auch erkennen, dass das Verfahren in den 

ersten drei Monaten mit der gebotenen Beschleunigung geführt worden ist. 

Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass die Ermittlungen bis Ende 

dieses Jahres abgeschlossen werden und Anfang 2026 Anklage erhoben 

werden kann (vgl. act. 4, S. 7). In zeitlicher Hinsicht erweist sich die verlän-

gerte Untersuchungshaft damit als verhältnismässig. 

 

6.3 Die Beschwerdekammer hat in einem ähnlich gelagerten Fall zusammenge-

fasst festgehalten, dass die Untersuchungsbehörden bei einer längeren Haft 

aus den Zielen des Strafrechts (Spezial- und Generalprävention) gehalten 

sind, eine Wiedereingliederung des Beschuldigten und eine nachhaltige Re-

duzierung des Gefahrenpotentials anzustreben (siehe hierzu TPF 2024 77). 

Sollte es im vorliegenden Verfahren zu weiteren Entscheiden zur Verlänge-

rung der Untersuchungshaft kommen, so wird bei der Beurteilung der Ver-

hältnismässigkeit auch diesen Aspekten Rechnung zu tragen sein. Das gilt 

insbesondere dann, wenn der von der Beschwerdegegnerin genannte zeitli-

che Fahrplan hin zum Abschluss des Verfahrens nicht eingehalten werden 

sollte. 

 

 

7. In prozessualer Hinsicht beantragt der Beschwerdeführer seine Anhörung 

bzw. die Durchführung einer mündlichen Haftverhandlung. Im Rahmen der 

Begründung stützt er sich dabei im Wesentlichen auf Art. 227 Abs. 6 StPO 

(act. 1, S. 5 ff.). Für das Verfahren vor der Beschwerdeinstanz einschlägig 

- 17 - 

 

 

ist dagegen primär Art. 397 Abs. 1 StPO, nach welchem die Beschwerde in 

einem schriftlichen Verfahren behandelt wird. Zwar sehen die allgemeinen 

Bestimmungen zum Rechtsmittelverfahren in Art. 390 Abs. 5 StPO vor, dass 

die Rechtsmittelinstanz von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei eine 

Verhandlung anordnen kann; dies hat nach der Rechtsprechung jedoch – 

auch im Falle von Haftbeschwerden – die Ausnahme zu bilden (siehe u.a. 

die Urteile des Bundesgerichts 1B_210/2023 vom 12. Mai 2023 E. 3; 

1B_79/2023 vom 24. Februar 2023 E. 3.1; 1B_26/2017 vom 8. Februar 2017 

E. 2.1.1; 1B_182/2011 vom 5. Mai 2011 E. 2). Der Beschwerdeführer macht 

keine hinreichenden Gründe geltend, weshalb vorliegend von diesem Grund-

satz abzuweichen wäre. Auch ergeben sich angesichts des zuvor Ausge-

führten im jetzigen Stadium des Verfahrens keine Hinweise aus den Akten, 

welche die Durchführung einer Verhandlung aufdrängen würden. 

 

 

8. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde in all ihren Punkten als 

unbegründet. Sie ist abzuweisen. 

 

 

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem unterlie-

genden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die 

Gerichtsgebühr ist aufgrund der vermutlich schwierigen finanziellen Situation 

des Beschwerdeführers auf Fr. 500.– festzusetzen (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. 

Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 

2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstraf-

verfahren [BStKR; SR 173.713.162]). 

 

- 18 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 14. Oktober 2025 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Marcel Buttliger 

- Kantonales Zwangsmassnahmengericht, Amthaus Bern 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu 
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen 
Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung 
ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für 
die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).