# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 17f26a94-cb0f-539d-8b0f-2251127e6bc6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.05.2021 PQ210007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ210007_2021-05-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ210007-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Ersatzoberrichterin  

lic. iur. Jeker sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Seebacher 

Urteil vom 21. Mai 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____,  

 

betreffend Gemeinsame elterliche Sorge / Regelung der Betreuung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Meilen vom 22. Dezember 
2020 i.S. C._____, geb. tt.mm.2014; VO.2020.17 (Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde Meilen) 
 
 
 
 

- 2 - 

 
Erwägungen: 

1. A._____ (Mutter/Beschwerdeführerin) und B._____ (Va-

ter/Beschwerdegegner) sind die unverheirateten Eltern von C._____, geboren 

tt.mm. 2014. Nach der Trennung im Sommer 2018 ergaben sich unter den Partei-

en Uneinigkeiten betreffend die gemeinsame elterliche Sorge für C._____ und die 

Betreuungsanteile des Beschwerdegegners. 

2. Am 7. Mai 2019 gelangte der Beschwerdeführer an die KESB Bezirk Meilen 

und beantragte die gemeinsame elterliche Sorge sowie die alternierende Obhut 

(act. 8/6/12). Mit Beschluss vom 26. Mai 2020 teilte die KESB die elterliche Sorge 

beiden Eltern gemeinsam zu und erklärte den Beschwerdegegner berechtigt und 

verpflichtet, C._____ wie folgt zu betreuen (act. 8/3/2 = act. 8/6/78 = act. 8/6/85): 

- in den Wochen mit gerader Wochenzahl von Freitagmittag 

nach der Schul-Mittagsbetreuung bis Montagmorgen, 

Schulbeginn, und ab den Herbstferien 2020 von Donners-

tagabend, Schulschluss, bis Montagmorgen, Schulbeginn; 

- in den Wochen mit ungerader Wochenzahl von Freitagmit-

tag nach der Schul-Mittagsbetreuung bis Freitagabend 

19.30 Uhr und ab den Herbstferien 2020 von Donnerstag-

abend, Schulschluss, bis Freitagabend um 19.30 Uhr; 

- Beide Kindseltern sind berechtigt und verpflichtet, 

C._____ während fünf Wochen Ferien pro Jahr zu sich 

oder mit sich in die Ferien zu nehmen. 

Die Betreuung zwischen Weihnachten und Neujahr zählt 

nicht als Ferienwoche. Das Ferienrecht ist sechs Monate 

im Voraus zu besprechen. Können sich die Eltern nicht ei-

nigen, kommt das Entscheidungsrecht in geraden Jahren 

A._____ und in ungeraden Jahren B._____ zu. 

- 3 - 

- Die Betreuung von C._____ während den zweiwöchigen 

Weihnachtsferien wird grundsätzlich zwischen den Eltern 

hälftig aufgeteilt und zwar wochenweise alternierend, be-

ginnend mit der ersten Woche der Weihnachtsferien 2020 

bei B._____, die zweite Woche bei A._____, die erste 

Woche der Weihnachtsferien 2021 bei A._____, die zweite 

Woche bei B._____ usw.. Die Übergaben finden in diesen 

Ferien jeweils am Samstag um 12.00 Uhr statt. 

- Die Betreuung von C._____ an Pfingsten und Ostern (inkl. 

Montag) liegt beim jeweiligen Elternteil, der die Wochen-

endbetreuung innehat. Die Übergaben finden dann jeweils 

am Dienstagmorgen, Schulbeginn, statt. 

3. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin beim Bezirksrat Meilen Beschwer-

de. Sie verlangte in erster Linie einen geringeren Betreuungsanteil sowie ein re-

duziertes Ferienrecht des Vaters (act. 8/1). Nach Durchführung des Beschwerde-

verfahrens wies der Bezirksrat die Beschwerde mit Urteil vom 22. Dezember 2020 

in diesen Punkten ab (act. 4/2 = act. 7 = 8/29). 

4. Die Beschwerdeführerin erhob gegen das Urteil des Bezirksrats mit Eingabe 

vom 26. Januar 2021 Beschwerde bei der Kammer (act. 2) und beantragt folgen-

de Betreuungsregelung: 

Es sei der Beschwerdegegner für berechtigt und verpflichtet zu 

erklären, C._____ wie folgt auf eigene Kosten zu betreuen: 

-  Wöchentlich jeweils am Freitag ab Kindergarten- bzw. 

Schulschluss bis 19.30 Uhr (Rückgabe verpflegt), 

-  jedes 2. Wochenende von Freitag ab Kindergarten- bzw. 

Schulschluss bis Sonntag, 18.30 Uhr (Rückgabe unver-

pflegt), 

- 4 - 

-  jährlich alternierend jeweils vom 25. bis 28. Dezember 

bzw. vom 31. Dezember bis 3. Januar, 18.30 Uhr (Rück-

gabe unverpflegt), 

-  jährlich während vier Wochen Ferien, wobei der Bezug 

bis spätestens Ende September des jeweils vorangehen-

den Kalenderjahres abzusprechen ist und im Falle der 

Nichteinigung das Entscheidungsrecht für die geraden 

Jahre der Beschwerdeführerin und für die ungeraden Jah-

re dem Beschwerdegegner zustehen soll, wobei im Falle 

der Nichtausübung durch den Berechtigten bis spätestens 

Ende Oktober des vorangehenden Kalenderjahres das 

Entscheidungsrecht auf den andern Elternteil übergehen 

soll, 

-  an denjenigen Pfingst- bzw. Osterfeiertagen bis jeweils 

Montagabend, 18.30 Uhr (Rückgabe unverpflegt), an de-

nen ihm die ordentliche Wochenendbetreuung zusteht, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt.) zu Las-

ten des Beschwerdegegners. 

 Die Beschwerdeantwort ging am 5. März 2021 ein, in welcher Abweisung 

der Beschwerde beantragt wurde (act. 11). In der Folge wurden die Parteien zur 

Instruktionsverhandlung mit Gewährung der Replikrechte, Befragung der Parteien 

gemäss Art. 56 ZPO und Vergleichsgesprächen auf den 18. Mai 2021 ins Gebäu-

de des Obergerichts eingeladen. Anlässlich dieser Verhandlung schlossen die 

Parteien folgenden Vergleich (act. 14.): 

1. Der Vater ist berechtigt und verpflichtet, den Sohn C._____, geboren am 

tt.mm. 2014, wie folgt zu betreuen:  

- in den Wochen mit gerader Wochenzahl von Freitagmittag bzw. -nachmittag 

nach Schulende bis Montagmorgen, Schulbeginn; 

- 5 - 

- in den Wochen mit ungerader Wochenzahl von Donnerstag (Schulende) bis 

Freitagmorgen (Schulbeginn); 

- beide Kindseltern sind berechtigt und verpflichtet, C._____ während fünf Wo-

chen Ferien pro Jahr zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. 

 Die Betreuung zwischen Weihnachten und Neujahr zählt nicht als Ferienwo-

che. Das Ferienrecht ist sechs Monate im Voraus zu besprechen. Können 

sich die Eltern nicht einigen, kommt das Entscheidungsrecht in geraden Jah-

ren B._____ und in ungeraden Jahren A._____ zu. 

- Die Betreuung von C._____ während den zweiwöchigen Weihnachtsferien 

wird grundsätzlich zwischen den Eltern hälftig aufgeteilt und zwar wochenwei-

se alternierend, beginnend mit der ersten Woche der Weihnachtsferien 2021 

bei B._____, die zweite Woche bei A._____, die erste Woche der Weihnachts-

ferien 2022 bei A._____, die zweite Woche bei B._____ usw. Die Übergaben 

finden in diesen Ferien jeweils am Samstag um 12.00 Uhr statt. 

- Die Betreuung von C._____ an Pfingsten und Ostern (inkl. Montag) liegt beim 

jeweiligen Elternteil, der die Wochenendbetreuung innehat. Die Übergaben 

finden dann jeweils am Dienstagmorgen, Schulbeginn, statt. 

 In der übrigen Zeit wird C._____ von der Mutter betreut. 

 Weitergehende oder abweichende Wochenend-, Feiertags- oder Ferienkon-

takte nach gegenseitiger Absprache bleiben vorbehalten. 

2. Der Vater verpflichtet sich, C._____ mehrheitlich persönlich zur Schule zu 

bringen respektive von der Schule abzuholen. 

3. Die Parteien übernehmen die obergerichtlichen Verfahrenskosten je zur Hälfte 

und verzichten gegenseitig auf Parteientschädigung für das obergerichtliche 

Verfahren. 

4. Die Parteien ersuchen das Gericht, diese Vereinbarung zu genehmigen und 

das hängige Beschwerdeverfahren gestützt darauf zu erledigen. 

5. Dieser Vergleich ist klar und angemessen, weshalb er zu genehmigen ist. 

Entsprechend sind Ziff. II. des Urteils des Bezirksrats vom 22. Dezember 2020, 

soweit diese die Abweisung der Beschwerde betreffend Betreuungsregelung be-

- 6 - 

trifft, und Ziff. 3 und 4 des Entscheids der KESB Bezirk Meilen vom 26. Mai 2020 

aufzuheben. 

6.  Es handelt sich um eine nichtvermögensrechtliche Streitigkeit, weshalb sich 

die Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren nach §§ 5, 10 

und 12 Abs. 1 und 2 GebV OG richtet. In Anbetracht dessen, dass ein vollständi-

ger Schriftenwechsel und eine mündliche Verhandlung durchgeführt wurden, so-

wie aufgrund der Herabsetzungsgründe ist die Gerichtsgebühr auf CHF 800.– an-

zusetzen. Vereinbarungsgemäss sind die Kosten dieses Beschwerdeverfahrens 

den Parteien je hälftig aufzuerlegen und es sind keine Parteientschädigungen zu-

zusprechen. 

Es wird erkannt:  

1. Ziff. II. des Urteils des Bezirksrats Meilen vom 22. Dezember 2020 wird teil-

weise (bezüglich Betreuungsregelung) und Ziff. 3 und 4 des Entscheids der 

KESB Bezirk Meilen vom 26. Mai 2020 werden vollumfänglich aufgehoben 

und die folgende Vereinbarung der Parteien vom 18. Mai 2021 betreffend 

Betreuung von C._____ wird genehmigt:  

1. Der Vater ist berechtigt und verpflichtet, den Sohn C._____, geboren am 

tt.mm. 2014, wie folgt zu betreuen:  

- in den Wochen mit gerader Wochenzahl von Freitagmittag bzw. Nachmittag 

nach Schulende bis Montagmorgen, Schulbeginn; 

- in den Wochen mit ungerader Wochenzahl von Donnerstag (Schulende) bis 

Freitagmorgen (Schulbeginn); 

- beide Kindseltern sind berechtigt und verpflichtet, C._____ während fünf Wo-

chen Ferien pro Jahr zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. 

 Die Betreuung zwischen Weihnachten und Neujahr zählt nicht als Ferienwo-

che. Das Ferienrecht ist sechs Monate im Voraus zu besprechen. Können 

sich die Eltern nicht einigen, kommt das Entscheidungsrecht in geraden Jah-

ren B._____ und in ungeraden Jahren A._____ zu. 

- 7 - 

- Die Betreuung von C._____ während den zweiwöchigen Weihnachtsferien 

wird grundsätzlich zwischen den Eltern hälftig aufgeteilt und zwar wochenwei-

se alternierend, beginnend mit der ersten Woche der Weihnachtsferien 2021 

bei B._____, die zweite Woche bei A._____, die erste Woche der Weihnachts-

ferien 2022 bei A._____, die zweite Woche bei B._____ usw. Die Übergaben 

finden in diesen Ferien jeweils am Samstag um 12.00 Uhr statt. 

- Die Betreuung von C._____ an Pfingsten und Ostern (inkl. Montag) liegt beim 

jeweiligen Elternteil, der die Wochenendbetreuung innehat. Die Übergaben 

finden dann jeweils am Dienstagmorgen, Schulbeginn, statt. 

 In der übrigen Zeit wird C._____ von der Mutter betreut. 

 Weitergehende oder abweichende Wochenend-, Feiertags- oder Ferienkon-

takte nach gegenseitiger Absprache bleiben vorbehalten. 

2. Der Vater verpflichtet sich, C._____ mehrheitlich persönlich zur Schule zu 

bringen respektive von der Schule abzuholen. 

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und den Parteien je zur 

Hälfte auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutz-

behörde Bezirk Meilen sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten 

– an den Bezirksrat Meilen, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 

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Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw N. Seebacher 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 21. Mai 2021
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Ziff. II. des Urteils des Bezirksrats Meilen vom 22. Dezember 2020 wird teilweise (bezüglich Betreuungsregelung) und Ziff. 3 und 4 des Entscheids der KESB Bezirk Meilen vom 26. Mai 2020 werden vollumfänglich aufgehoben und die folgende Vereinbarung...
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Meilen sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Meilen, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...