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**Case Identifier:** 42e4da61-b941-51f8-adb4-d99135e65080
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.02.2025 200 2024 724
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-724_2025-02-10.pdf

## Full Text

IV 200 2024 724 
JAP/ZID/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Februar 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichte Furrer, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. September 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2025, IV 200 2024 724

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Sachverhalt:

A.

Der 1981 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
zuletzt als (ungelernter) Temporär-… und …. tätig, meldete sich erstmals 
im Mai 2009 unter Hinweis auf die Folgen einer am 7. Februar 2008 erlitte-
nen LWK2-Kompressionsfraktur bei der Eidgenössischen Invalidenversi-
cherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin; act. II] 1). Nachdem die IVB Abklärungen medizini-
scher und erwerblicher Art getätigt und einen Bericht des Regionalen Ärzt-
lichen Dienstes (RAD; act. II 11) eingeholt hatte, verneinte sie mit Verfü-
gung vom 13. Oktober 2009 in Ermangelung einer rentenwirksamen Ar-
beits- resp. Erwerbsunfähigkeit einen Anspruch auf berufliche Massnah-
men und auf eine Invalidenrente (act. II 15). Auf ein erneutes Leistungsbe-
gehren vom Januar 2013 hin – geltend gemacht wurden exazerbierte Rü-
ckenschmerzen (act. II 16) und es erfolgte bei zusätzlicher Degeneration 
der Bandscheibe L1/2 am 6. Februar 2013 eine ventrale interkorporelle 
Fusion L1/2 (act. II 24.1/81 f.) – gewährte die IVB Arbeitsvermittlung (act. II 
33) und einen Arbeitsversuch (act. II 41; vgl. auch act. II 40), welcher in-
dessen nicht zu einer Festanstellung führte (act. II 52). Nach durchgeführ-
tem Vorbescheidverfahren (act. II 56) wies die IVB das Rentenbegehren 
bei einem Invaliditätsgrad von 5 % mit Verfügung vom 24. März 2015 ab 
(act. II 57). Diese Verfügung blieb unangefochten.

Im September 2020 meldete sich der Versicherte abermals zum Leistungs-
bezug an (act. II 58). In der Folge tätigte die IVB weitere medizinische und 
erwerbliche Abklärungen, gewährte dem Versicherten Arbeitsvermittlung 
(act. II 69, 71, 85) sowie Aufbautrainings mit Coaching-Leistung (act. II 88 
f., 92, 95 f., 100 ff., 111, 121 f., 127) und holte auf Empfehlung des RAD 
(act. II 140 f.) ein bidisziplinäres (orthopädisch-psychiatrisches) Gutachten 
ein (Expertise der Dres. med. C.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, und D.________, 
Praktische Ärztin und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
11. November 2023 [act. II 152.1 ff.]). Der RAD erachtete das orthopädi-
sche Teilgutachten (act. II 152.2) als schlüssig und nachvollziehbar, nicht 

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aber das psychiatrische Teilgutachten (act. II 152.3), weshalb er aus psych-
iatrischer Sicht eine erneute Begutachtung empfahl (act. II 157; vgl. auch 
act. II 155 f.). Nach Vorliegen des psychiatrischen Zweitgutachtens (Exper-
tise des Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, vom 5. Juli 2024 [act. II 168.1]) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 
29. Juli 2024 die Abweisung des Rentenbegehrens infolge eines (weiterhin) 
rentenausschliessenden Invaliditätsgrades in Aussicht (act. II 169), was sie 
(nach erhobenem Einwand [act. II 173]) am 26. September 2024 so verfüg-
te (act. II 176).

B.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 28. Oktober 2024 Beschwerde erheben und 
beantragen, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung seien ihm ab dem 
1. Januar 2023 die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze In-
validenrente, zuzusprechen, eventualiter sei ein gerichtliches Obergutach-
ten im Fachbereich Psychiatrie anzuordnen und die Sache neu zu beurtei-
len, subeventualiter sei die Sache im Sinne der Erwägungen an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen.

Gleichzeitig ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ als 
amtliche Anwältin.

Mit Beschwerdeantwort vom 19. November 2024 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich (vgl. jedoch E. 1.2 nachfolgend) einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. September 2024 
(act. II 176). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

Soweit sich darüber hinaus die beantragten "gesetzlichen Leistungen" (Be-
schwerde S. 2 Ziff. I.1) auf berufliche Eingliederungsmassnahmen (Be-
schwerde S. 16 Ziff. 60 f.) oder weitere Ansprüche beziehen, liegen diese 
ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes und ist insoweit auf die Be-
schwerde nicht einzutreten (BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2021 AHV 
Nr. 21 S. 69 E. 5.2, 9C_86/2021 E. 5.2).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG und der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) in Kraft 
getreten (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; AS 2021 705). In zeitlicher Hin-
sicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 
S. 213). 

Die angefochtene Verfügung datiert vom 26. September 2024 (act. II 176), 
womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 
erging. Nach der Neuanmeldung im September 2020 (act. II 58), mit wel-
cher die sechsmonatige Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG zu laufen 
begann, wobei der Rentenanspruch zusätzlich auch noch die Erfüllung des 
Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG voraussetzt, wurden entspre-
chend dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" (vgl. Rz. 1045 des Kreis-
schreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die In-
validität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH; gültig bis 
31. Dezember 2021] sowie Rz. 2300 des Kreisschreibens des BSV über 
Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR; gültig ab 1. Janu-
ar 2022]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen: vgl. BGE 148 V 385 
E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228) Einglie-
derungsmassnahmen (in Form von Aufbautrainings; act. II 89, 96) mit Tag-
geldanspruch (act. II 94, 103) durchgeführt. Diese wurden gemäss Mittei-
lung vom 12. Januar 2023 aus gesundheitlichen Gründen per 9. Januar 
2023 abgebrochen (act. II 111). Mit Blick auf die erst mit dem Abbruch der 
beruflichen Massnahmen per 9. Januar 2023 ausgeschöpften Eingliede-
rungsmöglichkeiten fällt der frühestmögliche Rentenbeginn unbestrittener-

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massen (act. II 176/1; Beschwerde S. 3 Ziff. 9) auf Januar 2023, denn ein 
Rentenanspruch kann nicht entstehen, solange Eingliederungsmassnah-
men durchgeführt werden resp. ein Taggeld beansprucht werden kann (vgl. 
Art. 28 Abs. 1 lit. a und Abs. 1bis [in Kraft seit 1. Januar 2022] sowie Art. 29 
Abs. 2 IVG; BGE 148 V 397 E. 6.2.4 S. 405, 126 V 241 E. 5 S. 243; 121 V 
190; AHI 2001 S. 154 E. 3b). Mithin liegt der frühestmögliche Zeitpunkt des 
(hypothetischen) Rentenbeginns nach dem 1. Januar 2022, weshalb die 
Bestimmungen des IVG und der IVV in der seit 1. Januar 2022 gültigen 
Fassung massgebend sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 
9C_484/2022 vom 11. Januar 2023 E. 2; Rz. 9100 KSIR).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit 
(BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begrün-
den, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikato-
rischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 
S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtspre-

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chung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine 
rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand 
eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 
S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

2.6

2.6.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 

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in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 IVV). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn ange-
nommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, falls sich die 
geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. BGE 149 V 
177 E. 4.7 S. 184). Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass 
sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher be-
gründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Renten-
gesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112; Urteil des BGer 
8C_661/2022 vom 26. Juni 2023 E. 3.6.2, nicht publ. in: BGE 149 V 177, 
aber in: SVR 2023 IV Nr. 52 S. 177).

2.6.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

2.6.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Be-
messung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

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2.6.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.6.5 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.

3.1 Fest steht, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung 
vom September 2020 (act. II 58) eingetreten ist und den Rentenanspruch in 
der angefochtenen Verfügung vom 26. September 2024 (act. II 176) mate-
riell geprüft hat. Die Eintretensfrage ist – da nicht streitig – vom Gericht 
nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob 
im massgebenden Vergleichszeitraum zwischen der Verfügung vom 
24. März 2015 (act. II 57; zum Referenzzeitpunkt vgl. E. 2.6.4 hiervor) und 
der Verfügung vom 26. September 2024 (act. II 176) eine Veränderung in 
den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invali-
ditätsgrad in einer für den Leistungsanspruch erheblichen Weise zu beein-
flussen.

3.2 Die angefochtene Verfügung basiert in medizinischer Hinsicht auf 
dem orthopädischen Teilgutachten des Dr. med. C.________ vom 11. No-
vember 2023 (act. II 152.2) sowie dem psychiatrischen Gutachten des Dr. 
med. E.________ vom 5. Juli 2024 (act. II 168.1).

3.2.1 Dr. med. C.________ diagnostizierte ein chronisches Lumboverte-
bralsyndrom bei degenerativen Veränderungen össärer und diskogener Art 

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nach Spondylodese L1/L2 im Februar 2013 bei unfallbedingter Belastungs-
fraktur LWK 2 am 7. Februar 2008 (act. II 152.2/12 Ziff. 6.3.2). Zur Arbeits-
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit führte der Gutachter aus, die der Verfü-
gung vom 25. März 2015 (act. II 57) zugrundeliegende Einschätzung, wo-
nach dem Beschwerdeführer die seinerzeit ausgeübte Tätigkeit als Hilfs-… 
nicht mehr zumutbar gewesen sei, mithin angestammt eine volle Arbeitsun-
fähigkeit vorgelegen habe, habe weiterhin Gültigkeit (act. II 152.2/13 
Ziff. 8.1). Leidensangepasst sei eine wechselbelastende (sitzende, gehen-
de und stehende), körperlich leichte Tätigkeit ohne Heben oder Tragen von 
Lasten über 10 kg, gelegentlich 15 kg, und ohne Zwangspositionen sowie 
In-/Reklinations- oder Rotationsbewegungen der Wirbelsäule. Es sei zu 
beachten, dass es am 22. Mai 2020 zu einem "Verhebetrauma" im Bereich 
der LWS mit Zunahme der Rückenschmerzen gekommen sei. Bildgebend 
hätten zwar keine traumatisch bedingten Veränderungen festgestellt wer-
den können, doch zeigten sich neben dem Zustandsbild nach Spondylode-
se L1/L2 degenerative Veränderungen auf den Höhen L4/L5 und L5/S1, 
welche im Rahmen der Abklärungen 2013 und 2014 (Untersuchungen 
durch den Kreisarzt der Suva Bern) nicht beschrieben worden seien. Ent-
sprechend sei es gerechtfertigt, von einer Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes seit Ende Mai 2020 auszugehen. In adaptierter Tätigkeit 
habe das Ereignis vom 22. Mai 2020 während knapp eines Monats eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 % bewirkt. Anschliessend, also spätestens ab 
Anfang Juli 2020, könne von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % in adaptierter 
Tätigkeit ausgegangen werden (act. II 152.2/13 f. Ziff. 8.2 und 8.4.1).

3.2.2 Aus psychiatrischer Sicht verneinte Dr. med. E.________ eine we-
sentliche Veränderung des Gesundheitszustandes (act. II 168.1/22); beim 
Beschwerdeführer dürfe (weiterhin) für sämtliche zumutbaren Tätigkeiten 
von einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit von 100 % ausgegangen werden 
(act. II 168.1/18 ff). Die zwischenzeitlich von den behandelnden Ärzten dia-
gnostizierten posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; ICD-10 F43.1) 
und mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) lägen beim Be-
schwerdeführer nicht vor. Es bestehe ein subjektives wechselhaftes 
Schmerzerleben im Bereich der Wirbelsäule und daraus resultierend eine 
Verbitterung, welche sich nach dem negativen Lebensereignis einer Deck-
plattenfraktur LWK 2 entwickelt habe. Dem Beschwerdeführer sei dieses 

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Lebensereignis bewusst und er sehe seinen Zustand als direkte und anhal-
tende Konsequenz daraus. Er scheine das kritische Lebensereignis als 
"ungerecht" zu erleben. Die emotionale Schwingungsfähigkeit sei nicht be-
einträchtigt. Er zeige einen praktisch normalen Affekt, wenn er abgelenkt 
werde. Die emotionale Grundstimmung sei ausgeglichen bis zeitweilig dys-
phorisch-aggressiv-depressiv getönt (act. II 168.1/16).

Eine PTBS entstehe als verzögerte Reaktion auf ein belastendes Ereignis 
aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmasses, die 
bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde (Naturkatastro-
phen, Kampfhandlungen, schwere Unfallereignisse, Folterungen, Terroris-
mus, etc.). Im vorliegenden Fall habe das Trauma ([stabile] Wirbelkörper-
fraktur nach Sturz von einem "Bort" am 7. Februar 2008) nicht das gefor-
derte katastrophenartige Ausmass. Zudem seien die ersten Symptome weit 
nach sechs Monaten aufgetreten, nach welchen die typischen klinischen 
Merkmale hätten auftreten müssen, was aber eine PTBS nicht per se aus-
schliesse. Zudem seien die "Flashbacks" von den Behandlern oder vom 
Beschwerdeführer selbst nie als derart intrusiv beschrieben worden, als 
dass sie sich unausweichlich dem Beschwerdeführer aufdrängen und sein 
Leben nachhaltig beeinträchtigen würden. Auch eine Persönlichkeitsände-
rung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) könne vorliegend nicht festge-
stellt werden. Am ehesten sei daher von einer posttraumatischen Verbitte-
rungsstörung (welche keinen expliziten Eingang in die ICD-10 gefunden 
habe und ebenfalls eine schwere Belastung voraussetze) resp. von sonsti-
gen Reaktionen auf schwere Belastungen (ICD-10 F43.8) auszugehen, zu 
der die vom Beschwerdeführer geschilderte Wut und der soziale Rückzug 
gut passen würden (act. II 168.1/14 f.).

Die immer wieder diagnostizierte depressive Episode habe den Beschwer-
deführer nicht gehindert, immer wieder qualitativ und quantitativ gute bis 
sehr gute Leistungen in verschiedenen Berufen und Tätigkeitsfeldern zu 
erbringen, was umso mehr erstaune, als er weder Analgetika noch Antide-
pressiva zu sich genommen habe und nehme, obschon er immer wieder 
starke Schmerzen zu verspüren angegeben habe und er, ausserhalb von 
Arbeitseinsätzen, zunehmend zu vereinsamen gedroht habe. Die Schmer-
zen im Bereich des Achsenorgans, welche auf die Infiltration nicht reagiert 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2025, IV 200 2024 724

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hätten, dürften aber auch nicht einer Somatisierungsstörung (ICD-10 
F45.0) subsumiert werden, da diesfalls multiple und oft wechselnde Be-
schwerden bestehen sollten, was vorliegend nicht zutreffe (act. II 168.1/15).

Eine Hypochondrie (ICD-10 F45.2) liege ebenfalls nicht vor. Diesfalls würde 
der Fokus nicht auf die Symptomatik, sondern auf das Vermuten einer 
ernsten zugrundeliegenden Störung oder Erkrankung gerichtet sein. 
Schliesslich seien die in den Akten geschilderten Derealisationsphänomene 
nie einem psychotischen Geschehen zugeordnet worden. Solche Phäno-
mene könnten durchaus einmal einfach so entstehen, nur ohne ein Derea-
lisationssyndrom (ICD-10 F48.1) oder eine schwerere psychische Störung 
diagnostizieren zu müssen (act. II 168.1/16).

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision 
erstellten Gutachtens hängt wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2025, IV 200 2024 724

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auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – be-
zieht (SVR 2018 IV Nr. 13 S. 39, 9C_244/2017 E. 4.2 und 4.2.1)

3.3.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

3.3.4 Bei der Beweiswürdigung ist zu beachten, dass die psychiatrische 
Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. 
Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen 
gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiat-
rische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern 
der Experte lege artis vorgegangen ist (SVR 2023 IV Nr. 55 S. 191, 
8C_130/2023 E. 4.5).

3.4 Die Expertisen der Dres. med. C.________ vom 11. November 
2023 (act. II 152.2) und E.________ vom 5. Juli 2024 (act. II 168.1) erfüllen 
die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines 
medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3.2 ff. hier-
vor). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärun-
gen, sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der ge-
klagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurtei-
lung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezo-
genen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nachvollzieh-
bar, umfassend und einlässlich begründet. Die Beurteilung des Gesund-
heitszustandes erfolgte unter Einbezug sämtlicher hier relevanter medizini-
scher Fachdisziplinen und beruht auf kongruenten Einschätzungen, wobei 
einzig auf orthopädischem Fachgebiet eine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen 
ist (act. II 152.2/13 f. Ziff. 8), nicht aber auch auf psychiatrischem 
(act. II 168.1/18 f.). Das von den Gutachtern erstellte Zumutbarkeitsprofil 
(act. II 152.2/13 Ziff. 8.2, 168.1/19 f. Ziff. 8) trägt den körperlichen Ein-
schränkungen des Beschwerdeführers vollumfassend Rechnung. Ferner 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2025, IV 200 2024 724

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haben sich die Gutachter hinreichend zur Frage nach wesentlichen Verän-
derungen des Gesundheitszustands seit der Referenzverfügung vom 
24. März 2015 (act. II 57) geäussert. Den Gutachten kommt somit voller 
Beweiswert zu. Der Beweiswert der orthopädischen Entscheidgrundlage ist 
zu Recht unbestritten und die gegen das psychiatrische Gutachten erhobe-
ne Kritik verfängt nicht:

3.4.1 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 7 ff. 
Ziff. 29 ff.) handelt es sich beim psychiatrischen Gutachten des Dr. med. 
E.________ vom 5. Juli 2024 (act. II 168.1) nicht um eine unzulässige se-
cond opinion. Die zunächst in Auftrag gegebenen Gutachten der Dres. 
med. C.________ und D.________ vom 11. November 2023 (act. II 152.1 
ff.) wurden nicht "aus bisher unbekannten Gründen" dem RAD unterbreitet 
(Beschwerde S. 6 Ziff. 26), sondern in Nachachtung von Rz. 3134 des 
Kreisschreibens des BSV über das Verfahren in der Invalidenversicherung 
(KSVI). Gestützt auf diese versicherungsmedizinische Qualitätssicherung 
teilte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer am 1. März 2024 
mit, dass die psychiatrische Begutachtung wiederholt werden müsse (act. II 
161). Das beanstandete der Beschwerdeführer erstmals im Rahmen der 
Einwände (act. II 173/6 Ziff. 25) gegen den Vorbescheid vom 29. Juli 2024 
(act. II 169), was die Beschwerdegegnerin als verspätet erachtete 
(act. II 176/3; vgl. auch Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 11). Soweit sich der 
Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang nunmehr auf BGE 136 V 156 
beruft, wonach die Anordnung eines Zweitgutachtens keinen nicht wieder-
gutzumachenden Nachteil darstelle und deshalb gegen eine solche Anord-
nung auch keine Beschwerde möglich sei (Beschwerde, S. 8 Ziff. 35), ver-
kennt er, dass diese Rechtsprechung mit BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 257 
aufgegeben (und eben gerade nicht bestätigt) wurde. Es ist jedoch mit Blick 
auf Art. 43 Abs. 1bis und 44 Abs. 5 ATSG sowie Rz. 3067.1 KSVI fraglich, 
ob unter der Herrschaft der WEIV im Falle einer geltend gemachten un-
zulässigen second opinion überhaupt eine Zwischenverfügung zu erlassen 
wäre (vgl. auch Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern IV 200 
2024 438 vom 25. Juli 2024, zur Publikation in der BVR vorgesehen). Wie 
es sich damit verhält, kann aber offen bleiben, denn die Rüge beschlägt 
jedenfalls nicht eine Verfahrensgarantie, sondern stellt einen materiellen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2025, IV 200 2024 724

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Einwand dar, womit der Anspruch auf das Erheben eines entsprechenden 
Einwands nicht verwirkt.

Die monodisziplinäre psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. 
E.________ war notwendig, da das Teilgutachten der Dr. med. 
D.________ (act. II 152.3) entsprechend der überzeugenden Beurteilung 
der RAD-Ärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, vom 2. Februar 2024 (act. II 157/11 f.; vgl. auch act. II 155) 
nicht beweiskräftig ist. Dies begründete sie insbesondere damit, dass sich 
die von Dr. med. D.________ gestellten Diagnosen anhand des psychopa-
thologischen Befundes nicht nachvollziehen liessen (act. II 157/11; vgl. 
dazu auch Beschwerde S. 9 Ziff. 41 Lemma 1). Mit Blick auf den psychopa-
thologischen Befund (ungestörtes Bewusstsein, allseits gegebene Orientie-
rung, keine Störungen der mnestischen Funktionen, deprimierte, zum Teil 
etwas gereizte und erst im Gesprächsverlauf ins Depressive kippende 
Stimmungslage, kein Hinweis für Wahn, Phobien einzig im Sinne von 
Höhenangst, keine Wahnsymptomatik, keine suizidalen Tendenzen, ver-
neinter Drogen-, Alkohol und Medikamentenabusus; act. II 153/6 Ziff. 4.3) 
erweisen sich die alsdann gestellten Diagnosen (insbesondere mittelgradi-
ge depressive Störung, kombinierte Persönlichkeitsstörung und remittierte 
PTBS; act. II 152.3/9 Ziff. 6.3.2) zumindest als diskussionsbedürftig. Die 
Herleitung dieser Diagnosen erfolgte denn auch hauptsächlich gestützt auf 
anamnestische Angaben des Beschwerdeführers (vgl. act. II 152.3/7 f. 
Ziff. 6.3.1). Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang den 
Unfall im Jahr 2008 als schlimmstes Trauma bezeichnete und auf seither 
bewusst wahrgenommene Angst und Panik hinwies (act. II 152.3/8 
Ziff. 6.3.1), erscheint es als inkonsistent, dass erst seit November 2021 
eine psychiatrische Behandlung (act. II 152.3/7 Ziff. 6.1) mit entsprechen-
der Krankschreibung (act. II 82/4) erfolgt ist. Die zuvor nicht in Anspruch 
genommene psychiatrische Unterstützung lässt denn auch auf einen eher 
geringen Leidensdruck schliessen. Es wäre nämlich zu erwarten gewesen, 
dass sich eine allfällige PTBS, sollte sie tatsächlich je bestanden haben, 
hauptsächlich vor ihrer (vermeintlichen) Remission auf die Arbeitsfähigkeit 
auswirkt. Insofern ergeben sich doch erhebliche Zweifel an einer (wann 
auch immer) nach dem Unfall 2008 aufgetretenen PTBS (vgl. dazu Be-
schwerde S. 9 f. Ziff. 41 Lemma 2), zumal bei zunehmender Latenzzeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2025, IV 200 2024 724

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eher nicht mehr von einer PTBS auszugehen ist (vgl. dazu Urteil des BGer 
9C_548/2019 vom 16. Januar 2020 E. 6.3.1). Ginge man, wie der Be-
schwerdeführer, von einem doch zeitnahen Auftreten der PTBS nach dem 
Unfall im Jahr 2008 aus, stellte sich unweigerlich die Frage, inwieweit sich 
die medizinische Situation seit dem Referenzzeitpunkt im Jahr 2015 (vgl. 
act. II 57) verändert bzw. verschlechtert haben sollte. Gleiches gilt in Bezug 
auf die weiter von Dr. med. D.________ diagnostizierte kombinierte Per-
sönlichkeitsstörung, lagen doch die entsprechenden Persönlichkeitsanteile 
bereits seit dem frühen Erwachsenenalter vor (act. II 152.3/7 Ziff. 6.3.1). 
Schliesslich äusserte sich Dr. med. D.________ auch nicht dazu, wann die 
depressive Störung erstmals aufgetreten ist; im Bericht des Spitals 
G.________ vom 16. Februar 2022 wird dazu lediglich festgehalten, das 
Auftretensdatum sei im Rückblick schwer resp. nicht eruierbar (act. II 82/2). 
Unter Berücksichtigung dessen ist der RAD-Ärztin (entgegen der Be-
schwerde S. 11 Ziff. 41 Lemma 5) beizupflichten, dass die diesbezügliche 
Zusatzfrage nach einer wesentlichen Veränderung (act. II 152.3/13 
Ziff. 8.4.1) nicht beantwortet wurde. Allein schon aufgrund all dieser Um-
stände ergeben sich erhebliche Zweifel an der Beweiskraft des psychiatri-
schen Teilgutachtens der Dr. med. D.________. Auf die weiteren Vorbehal-
te der Dr. med. F.________ gegen dieses Gutachten ([nicht erstelltes; vgl. 
act. II 168.1/22] Suchtleiden [vgl. Beschwerde S. 10 Ziff. 41 Lemma 3] und 
[vermeintlich] widersprüchliche Angaben zur Arbeitsfähigkeit [vgl. Be-
schwerde S. 11 Ziff. 41 Lemma 4]) ist deshalb nicht weiter einzugehen.

3.4.2 Des Weiteren geht der Beschwerdeführer von einem fehlenden Be-
weiswert des psychiatrischen Zweitgutachtens (act. II 168.1) aus (Be-
schwerde S. 12 ff. Ziff. 47 ff.). Soweit er diesbezüglich den Zeitablauf zwi-
schen klinischer Exploration (15. April 2024) und Fertigstellung des Gutach-
tens (5. Juli 2024) beanstandet (Beschwerde S. 12 Ziff. 49 Lemma 1), ist 
nicht erkennbar und wird auch nicht ansatzweise dargetan, inwiefern dieser 
den Beweiswert des Gutachtens schmälern sollte. Auch die Rüge, die Dia-
gnosestellung des Dr. med. E.________ bzw. die Diskussion der Vordia-
gnosen sei mangelhaft (Beschwerde S. 12 f. Ziff. 49 Lemma 2), geht fehl. 
Der Sachverständige zog im Rahmen der Diskussion der Vordiagnosen 
bzw. der möglicherweise zu stellenden Diagnosen am ehesten eine post-
traumatische Verbitterungsstörung resp. sonstige Reaktionen auf schwere 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2025, IV 200 2024 724

-17-

Belastungen (ICD-10 F43.8) in Betracht (act. II 168.1/15), schloss diverse 
in den Vorakten gestellte Diagnosen mit einleuchtender Begründung aus 
(act. II 168.1/14 ff.) und stellte schliesslich keine Diagnose nach anerkann-
tem Klassifikationssystem. Dies korreliert mit der Schlussfolgerung, dass 
keine relevante krankheitswertige Störung vorliege und eine uneinge-
schränkte Arbeitsfähigkeit in jeglichen Tätigkeiten bestehe (act. II 
168.1/17 f.). In Bezug auf den Beweiswert des Gutachtens ist sodann un-
erheblich, welche Tätigkeit Dr. med. E.________ als angestammte Tätig-
keit erachtete (… oder … einer Firma für …-Produkte; vgl. Beschwerde 
S. 13 Ziff. 49 Lemma 3), diagnostizierte er doch gerade keine psychische 
Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Auch hat die entsprechen-
de Annahme des Gutachters, anders als vom Beschwerdeführer postuliert, 
keinen Einfluss auf die Bemessung des Invaliditätsgrades, fällt die Bestim-
mung der hypothetischen Vergleichseinkommen doch nicht in den Aufga-
benbereich der Mediziner, sondern der Rechtsanwender (vgl. ULRICH MEY-
ER, Tatfrage - Rechtsfrage, in: GABRIELA RIEMER-KAFKA [Hrsg.], Grenzfälle 
in der Sozialversicherung, 2015, S. 94). Sodann stellt seine Einschätzung, 
wonach aus psychiatrischer Sicht eigentlich nie eine Arbeitsfähigkeit (ge-
meint ist Arbeitsunfähigkeit) bestanden habe (vgl. act. II 168.1/20), keine 
aktenwidrige Feststellung dar (vgl. Beschwerde S. 13 Ziff. 49 Lemma 4), 
sondern eine von den behandelnden Ärzten abweichende retrospektive 
Beurteilung von Gesundheitszustand und Verlauf der Arbeitsfähigkeit. 
Hierbei setzte sich Dr. med. E.________ (entgegen den Ausführungen in 
der Beschwerde S. 14 Ziff. 49 Lemma 5) eingehend mit den von den be-
handelnden Ärzten des Spitals G.________ (so act. II 82/2 ff. und 77/2 f.) 
und der Vorgutachterin (act. II 152.3) gestellten Diagnosen auseinander 
und zeigte überzeugend auf, dass – und weshalb – auf diese nicht abzu-
stellen ist (act. II 168.1/7 f. Ziff. 2 und /14 ff. Ziff. 6). Dr. med. E.________ 
äusserte sich schliesslich nicht zu einem "fachfremden Gebiet" (Beschwer-
de S. 14 Ziff. 49 Lemma 6), bezieht sich die von ihm attestierte 100%ige 
Arbeitsfähigkeit doch einzig auf die psychiatrische Optik ("Wiederum mit 
der Einschränkung, dass der Versicherte keine Lasten von über 15 kg he-
ben und tragen muss, kann aus psychiatrischer Sicht von einer Arbeits-
fähigkeit von 100 % ausgegangen werden" [act. II 168.1/19 unten; Hervor-
hebung durch das Gericht]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2025, IV 200 2024 724

-18-

3.4.3 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin den medizini-
schen Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt. Weitere medizinische Sach-
verhaltserhebungen, namentlich in Form des im Rahmen eines Eventual-
beweisantrages geforderten psychiatrischen Gerichtsgutachtens (Be-
schwerde S. 2 Ziff. I.2), erübrigen sich in antizipierter Beweiswürdigung 
(vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d 
S. 162; Urteil des BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024 E. 5.2, zur Pu-
blikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4).

3.5 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass gestützt auf die beweis-
kräftigen Beurteilungen der Dres. med. C.________ und E.________ 
(act. II 152.2, 168.1) in der angestammten Tätigkeit (wie bis anhin) eine 
orthopädisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 100 % und in einer ange-
passten Tätigkeit seit Ende Mai 2020 ("Verhebetrauma" mit maximal ein-
monatiger voller Arbeitsunfähigkeit) eine solche von 20 % besteht (act. II 
152.2/13 Ziff. 8.1 f.). Mangels einer psychiatrisch attestierten Arbeitsun-
fähigkeit (act. II 168.1/19 f. Ziff. 8) erweist sich ein strukturiertes Beweisver-
fahren (vgl. E. 2.1 hiervor) als obsolet (so nunmehr auch die Beschwerde-
gegnerin in der Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 12, nachdem sie noch in der 
angefochtenen Verfügung ein solches durchgeführt hatte [act. II 176/3]).

3.6 Ob die von Dr. med. C.________ aufgrund des "Verhebetraumas" 
ab Ende Mai 2020 postulierte Verschlechterung des Gesundheitszustands 
(act. II 152.2/13 f. Ziff. 8.2 und 8.4.1) einen Neuanmeldungsgrund darstellt 
und als wesentlich zu bezeichnen ist (vgl. E. 2.6.3 hiervor), kann vorliegend 
letztlich offen bleiben, da auch bei einer allseitigen (freien) Prüfung (vgl. 
E. 2.6.5 hiervor) kein Rentenanspruch resultiert (vgl. E. 4.3 nachfolgend).

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2025, IV 200 2024 724

-19-

(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität er-
zielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann 
das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend 
genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach 
statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher 
Ausbildung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt 
(Art. 26 Abs. 4 IVV).

4.1.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach 
Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechts-
unabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann die versi-
cherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig 
sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit 
abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig ge-
wesenen Fassung). Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei 
Beachtung von Art. 26 Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach 
Art. 49 Abs. 1bis IVV ärztlich festgelegten qualitativen und quantitativen 
Leistungsfähigkeit Bedarf an weitergehender Korrektur besteht, ist, was die 
zu berücksichtigenden Faktoren und deren Gewichtung beim leidensbe-
dingten Abzug angeht, ergänzend auf die bisherigen Rechtsprechungs-
grundsätze zurückzugreifen (Urteil des BGer 8C_823/2023 vom 8. Juli 
2024 E. 10.6, zur Publikation vorgesehen). In der ab dem 1. Januar 2024 
geltenden Fassung lautet Art. 26bis Abs. 3 IVV wie folgt: Vom statistisch 
bestimmten Wert nach Abs. 2 werden 10 % abgezogen. Kann die versi-
cherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2025, IV 200 2024 724

-20-

sein, so werden 20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht zulässig 
(Art. 26bis Abs. 3 IVV).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 
S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV).

Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen statisti-
sche Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohnstruktur-
erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. Andere 
statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Einkommen im 
Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunabhängige und 
geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 IVV). Die sta-
tistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung anzupassen 
(Art. 25 Abs. 4 IVV).

4.3 Die Beschwerdegegnerin bemass das Validen- und das Invaliden-
einkommen auf der Grundlage desselben Tabellenlohns gemäss LSE 
2022, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, Kompetenzniveau 1 (einfache 
Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art), Männer. Dies gibt ange-
sichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer über keine abgeschlosse-
ne Berufsausbildung verfügt, vor Eintritt des Gesundheitsschadens mehr-
heitlich temporär gearbeitet hat (vgl. act. II 84/2 f.) und das eingesetzte 
Valideneinkommen die in der Vergangenheit erzielten, stark schwankenden 
tatsächlichen Einkommen (vgl. act. II 87) gar übersteigt und die dem Be-
schwerdeführer zumutbare medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit nicht 
verwertet wird, zu keinen Beanstandungen Anlass; dies wird vom Be-
schwerdeführer denn auch nicht gerügt.

Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellen-
lohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls ent-
spricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück-
sichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (in BGE 148 V 321 

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nicht publ. E. 6.2 des Urteils des BGer 8C_104/2021 vom 27. Juni 2022). 
Ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.1.2 hiervor; vgl. auch 
Beschwerde S. 15 f. Ziff. 52 ff.) ist hier unter keinem Titel gerechtfertigt und 
wurde von der Beschwerdegegnerin zu Recht auch nicht vorgenommen 
(vgl. act. II 176/4). Mit Blick auf die Restarbeitsfähigkeit (volle Präsenzzeit 
mit 20%iger Leistungseinschränkung; vgl. act. II 152.2/13 Ziff. 8.2) ist der 
sachliche Anwendungsbereich des Teilzeitabzuges i.S.v. Art. 26bis IVV (in 
der vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fas-
sung) von vornherein nicht betroffen und auch die bis 31. Dezember 2023 
rechtsprechungsgemäss (BGer 8C_823/2023) allenfalls zusätzlich in Be-
tracht fallenden Aspekte ändern nichts. Die medizinisch bedingten quantita-
tiven und qualitativen Einschränkungen wurden bereits mit der gutachterli-
chen Einschätzung der funktionellen Leistungsfähigkeit bzw. mit dem gut-
achterlich definierten Zumutbarkeitsprofil hinreichend berücksichtigt (vgl. 
Art. 49 Abs. 1bis IVV) und dürfen daher nicht nochmals in die Bemessung 
mittels eines leidensbedingten Abzugs einfliessen, da ansonsten eine un-
zulässige doppelte Anrechnung desselben Gesichtspunktes resultieren 
würde (vgl. BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 S. 20; SVR 2023 
IV Nr. 18 S. 63, 8C_332/2022 E. 5.2.1.1). Die sich aus dem formulierten 
Zumutbarkeitsprofil ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit sind 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ohne Weiteres verwertbar, ohne 
dass sich daraus ein Grund für einen Abzug vom Tabellenlohn ergäbe. Die 
nichtmedizinischen Aspekte (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufent-
haltskategorie) würden beide statistischen Vergleichseinkommen beschla-
gen (vgl. Urteil des BGer 8C_42/2008 vom 19. Januar 2009 E. 5). Ein Ab-
zug vom Tabellenlohn bis Ende 2023 ist deshalb nicht vorzunehmen. 
Selbst unter Berücksichtigung des geltend gemachten Abzugs von 20 % 
(Beschwerde S. 15 f. Ziff. 56) resultierte im Übrigen ein rentenausschlies-
sender Invaliditätsgrad von 36 % (0.8 ./. 20 % = 0.64; [1 ./. 0.64] x 100; vgl. 
dazu auch Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 14). Schliesslich würde auch der 
10%ige Pauschalabzug i.S.v. Art. 26bis Abs. 3 IVV (in der ab 1. Januar 2024 
gültigen Fassung) im Ergebnis nichts ändern, führte dies doch zu einem 
Invaliditätsgrad von 28 % (0.8 ./. 10 % = 0.72; [1 ./. 0.72] x 100).

Dementsprechend resultiert für die Zeit ab Januar 2023 (vgl. E. 2.1 und 4.2 
hiervor) bei einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 % ein rentenaus-

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schliessender Invaliditätsgrad von 20 % bzw. ab Januar 2024 ein solcher 
von 28 % (vgl. E. 2.3 hiervor).

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 26. September 
2024 (act. II 176) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer – vorbehält-
lich der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. E. 6.3 nachfol-
gend) – zur Bezahlung aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG).

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

6.3 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61, 9C_432/2010 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 21, 8C_22/2010 E. 6.1).

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6.3.1 Die Bedürftigkeit im Sinne der Prozessarmut ist aktenkundig (Akten 
des Beschwerdeführers [act. IA] 1 ff.). Zudem kann das Verfahren nicht als 
von vornherein aussichtslos bezeichnet werden und die Notwendigkeit ei-
ner Rechtsverbeiständung ist zu bejahen. Das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege und Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche 
Anwältin ist demnach gutzuheissen. Somit ist der Beschwerdeführer – un-
ter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. 
Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
(Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) – von der Zahlungspflicht betreffend 
die Verfahrenskosten zu befreien. Festzusetzen bleibt das amtliche Hono-
rar von Rechtsanwältin B.________.

6.3.2 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

6.3.3 Mit Kostennote vom 26. November 2024 macht Rechtsanwältin 
B.________ ein Honorar von Fr. 3'280.90 (Anwältin: 10.42 h à Fr. 270.-- 
[Fr. 2'813.40]; juristische Mitarbeiter: 2.75 h à Fr. 170.-- [Fr. 467.50], resp. 
Fr. 100.-- im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege) sowie eine Spe-
senpauschale von Fr. 70.75, die Mehrwertsteuer von Fr. 271.50 (8.1 % auf 
Fr. 3'351.65) und Auslagen für einen Arztbericht von Fr. 160.60, insgesamt 
ausmachend Fr. 3'783.75, geltend, was mit Ausnahme der letzten Position 
(Auslagen für einen Arztbericht; vgl. dazu E. 6.3.4 nachfolgend) nicht zu 
beanstanden ist. Somit ist der tarifmässige Parteikostenersatz auf 
Fr. 3'623.15 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen. Das Honorar 

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der amtlichen Anwältin ist auf Fr. 2'359.-- (Fr. 2'084.-- [10.42 h à Fr. 200.--] 
+ Fr. 275.-- [2.75 h à Fr. 100.--; vgl. dazu Urteil des BGer 5D_175/2008 
vom 6. Februar 2009 E. 4 sowie Urteil des Verwaltungsgerichts des Kan-
tons Bern IV 200 2016 653 vom 8. Februar 2017 E. 4.3.2]) zuzüglich Aus-
lagen/Spesen von Fr. 70.75 (vgl. dazu SVR 2003 IV Nr. 32 S. 97, I 30/03 
E. 6.4) und Mehrwertsteuer von Fr. 196.80 (8.1 % auf Fr. 2'429.75), insge-
samt ausmachend Fr. 2'626.55, festzusetzen und nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse zu vergüten. Vorbehalten bleibt 
die Nachzahlungspflicht nach Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 ZPO.

6.3.4 Der Versicherungsträger übernimmt die Kosten der Abklärung, so-
weit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen ange-
ordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für 
die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil 
nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (Art. 45 Abs. 1 ATSG).

In Bezug auf die Vergütung eines offensichtlich vom Beschwerdeführer 
veranlassten und diesem am 11. Oktober 2024 in Rechnung gestellten 
"Arztbericht[s] für IV" des Spitals G.________ sind die Voraussetzungen für 
die Überbindung der Kosten an die Beschwerdegegnerin nicht erfüllt. Aus 
den Akten geht weder hervor, dass die Beschwerdegegnerin den Be-
schwerdeführer zur Einreichung eines solchen Berichts aufgefordert hätte 
noch ist der besagte Bericht überhaupt aktenkundig. Deshalb ist der Antrag 
auf Entschädigung dieser medizinischen Abklärung von vornherein abzu-
weisen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin wird gutgeheissen.

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3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz der amtlichen Anwältin wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3'623.15 (inkl. Auslagen/Spesen und MWST) 
festgesetzt. Davon wird Rechtsanwältin B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2'626.55 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen/Spesen und MWST) ver-
gütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.