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**Case Identifier:** 8ed28217-124a-583e-8396-53cbd4c0551a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-15
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 15.02.2024 BK 2023 494
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2023-494_2024-02-15.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 23 494

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 15. Februar 2024

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid,
Oberrichterin Hubschmid
Gerichtsschreiberin Lienhard

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Fürsprecher B.________

Beschuldigter

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Post-
fach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwalt C.________

D.________
v.d. Rechtsanwalt E.________

Beschwerdeführer

Gegenstand Beschlagnahme

Strafverfahren wegen qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesor-
gung, evtl. Veruntreuung, Urkundenfälschung

Beschwerde gegen die Verfügung der Kantonalen Staatsanwalt-
schaft für Wirtschaftsdelikte vom 22. November 2023 (W 23 188)

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Erwägungen:

1. Die Kantonale Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte (nachfolgend: Staatsanwalt-
schaft/Vorinstanz) führt ein Strafverfahren gegen den Beschuldigten A.________ 
(nachfolgend: Beschuldigter) wegen qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung, 
evtl. Veruntreuung und Urkundenfälschung zum Nachteil der F.________ (nachfol-
gend: Privatklägerin). Mit Verfügung vom 22. November 2023 beschlagnahmte sie 
das Motorrad Honda CB 500 FA, Stamm-Nr. .________, mit dem Kennzei-
chen .________ inkl. Schlüssel und Fahrzeugausweis (nachfolgend: Honda 
CB 500 FA), den Personenwagen VW Golf 7 2.0 GTI TOR, Stamm-Nr. .________, 
mit dem Kennzeichen .________ inkl. Schlüssel und Fahrzeugausweis (nachfol-
gend: VW Golf) sowie das Motorrad Honda CB 750 A, Stamm-Nr. .________, mit 
dem Kennzeichen .________ inkl. Schlüssel und Fahrzeugausweis (nachfolgend: 
Honda CB 750 A [Ziff. 1 des Dispositivs]). Genannte Verfügung wurde dem Beschul-
digten, der Privatklägerin, der H.________ GmbH, D.________ und G.________ 
(recte: I.________) eröffnet (Ziff. 2 des Dispositivs). Dagegen erhob D.________ 
(nachfolgend Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt E.________, am 
4. Dezember 2023 Beschwerde bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des 
Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerdekammer) und beantragte:
1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 22.11.2023 sei aufzuheben und sämtliche beschlag-

nahmten Gegenstände und Vermögenswerte, namentlich

- Motorrad Honda CB 500FA, Stamm-Nr. .________, inkl. Schlüssel, Fahrzeugausweis, 

- Personenwagen VG Golf 7 3.0 GTI TCR, Stamm-Nr. .________, inkl. Schlüssel, Fahrzeugaus-
weis, und

- Motorrad Honda CB750A, Stamm-Nr. .________, inkl. Schlüssel, Fahrzeugausweis,

seien unverzüglich dem Beschwerdeführer bzw. wem rechtens herauszugeben.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

In der Folge eröffnete die Verfahrensleitung mit Verfügung vom 11. Dezember 2023 
ein Beschwerdeverfahren und gab der Generalstaatsanwaltschaft und dem Beschul-
digten Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Staatsanwaltschaft beantragte mit dele-
gierter Stellungnahme vom 21. Dezember 2023 die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde. Mit Verfügung vom 9. Januar 2024 nahm und gab die Verfahrensleitung 
von der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft Kenntnis und stellte fest, dass sich 
der Beschuldigte innert Frist nicht hatte vernehmen lassen. Mit Schreiben vom 
10. Januar 2024 teilte der Beschuldigte, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt 
B.________, mit, dass er seine Stellungnahme am 15. Dezember 2023 der Post 
übergeben habe. Mit der dem Schreiben vom 10. Januar 2024 beigelegten Stellung-
nahme vom 15. Dezember 2023 beantragte der Beschuldigte die Gutheissung der 
Beschwerde.

2.

2.1 Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei der 
Beschwerdekammer in Strafsachen innert zehn Tagen schriftlich und begründet Be-
schwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der Schwei-

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zerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0], Art. 35 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] 
i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; 
BSG 162.11]). Zur Beschwerdeführung legitimiert ist jede Partei, die ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat (Art. 382 
Abs. 1 StPO).

2.2 Der Beschwerdeführer führt in seiner Beschwerde an, seine Frau sei Besitzerin und 
Eigentümerin der beschlagnahmten Honda CB 500 FA und reicht als Beilage deren 
Eigentumserklärung vom 30. November 2023 ein (vgl. Beschwerdebeilage 5). An-
ders als der Beschwerdeführer offenbar meint, begründet allein die Tatsache, dass 
er Verfügungsadressat ist, seine Legitimation zur Beschwerdeführung nicht. Davon 
ausgehend, dass das Motorrad tatsächlich seiner Ehefrau gehört, wäre das rechtlich 
geschützte Interesse des Beschwerdeführers nur dann beeinträchtigt, wenn er fak-
tisch wie ein Eigentümer darüber verfügen konnte oder im rechtlichen Sinn unmittel-
barer Besitzer desselben war (BGE 140 IV 133 nicht publ. E. 1.2; Urteil des Bundes-
gerichts 1B_556/2017 vom 7. Mai 2018 E. 1.3; Beschlüsse des Obergerichts des 
Kantons Bern BK 22 436 vom 28. Oktober 2022 E. 3; BK 18 206 vom 4. Septem-
ber 2018 E. 2.2.2 mit Hinweisen). Dahingehendes wird vom Beschwerdeführer nicht 
vorgebracht. Mangels entsprechender Begründung ist daher weder von einer Betrof-
fenheit noch einem rechtlich geschützten Interesse des Beschwerdeführers an der 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung hinsichtlich der Beschlagnahme der 
Honda CB 500 FA auszugehen. Vielmehr hätte die Beschlagnahme desselben durch 
die Ehefrau des Beschwerdeführers persönlich angefochten werden müssen. Letz-
teres wäre ohne Weiteres möglich gewesen, zumal seine Frau – anders als der Be-
schwerdeführer dafürhält – ebenfalls Adressatin der angefochtenen Verfügung ge-
wesen ist (vgl. Ziff. des Dispositivs, zweites Lemma).

2.3 Soweit der Beschwerdeführer die Beschlagnahme des Motorrads CB 500 FA anficht, 
kann auf die Beschwerde entsprechend nicht eingetreten werden. Soweit weiterge-
hend ist auf die frist- und formgerechte Beschwerde einzutreten.

3.

3.1 Als Zwangsmassnahme im Sinne von Art. 196 StPO kann eine Beschlagnahme an-
geordnet werden, wenn sie gesetzlich vorgesehen ist, ein hinreichender Tatverdacht 
vorliegt, sie verhältnismässig ist und durch die Bedeutung der Straftat gerechtfertigt 
wird (Art. 197 Abs. 1 Bst. a bis d StPO). Nach Art. 263 Abs. 1 Bst. d StPO können 
Gegenstände und Vermögenswerte einer beschuldigten Person oder einer Drittper-
son beschlagnahmt werden, wenn die Gegenstände und Vermögenswerte voraus-
sichtlich einzuziehen sind. Ihre materielle Grundlage findet die Vermögensbeschlag-
nahme in Art. 70 ff. des Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0]).

3.2 Die Beschlagnahme stellt eine provisorische, sichernde Massnahme dar. Sie soll 
den Erhalt der fraglichen Vermögenswerte während des Strafverfahrens sicherstel-
len, damit das urteilende Gericht hierüber gegebenenfalls disponieren kann. Dem-
entsprechend setzt die Beschlagnahmeverfügung lediglich eine summarische, kurze 
Begründung voraus (vgl. Art. 263 Abs. 2 StPO). Solange die Untersuchung noch 
nicht abgeschlossen ist und die Möglichkeit einer Ersatzforderung besteht, muss die 

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Sicherungsmassnahme aufrechterhalten bleiben. Die Behörde muss schnell ent-
scheiden, was es ausschliesst, dass sie komplexe Rechtsfragen löst oder vor dem 
Entscheid darauf wartet, genau und vollständig über den Sachverhalt unterrichtet 
worden zu sein (BGE 141 IV 360 E. 3.2 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 
7B_176/2022 vom 6. November 2023 E. 5.1; 7B_185/2023 vom 26. Juli 2023 E. 2.1; 
Beschlüsse des Obergerichts des Kantons Bern BK 23 373 vom 5. Januar 2024 
E. 4.2; BK 22 278 vom 18. November 2022 E. 4.1). Die Beschlagnahme ist nur auf-
zuheben, wenn ihre Voraussetzungen offensichtlich nicht erfüllt sind 
(BGE 139 IV 250 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 7B_185/2023 vom 26. Juli 2023 
E. 2.1 mit Hinweisen; statt vieler: Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern 
BK 23 22 vom 26. April 2023 E. 6.3). Sie ist jedoch hinsichtlich ihres Umfangs auf 
das erforderliche Mass zu beschränken (vgl. BGE 130 II 329 E. 6; Urteile des Bun-
desgerichts 7B_176/2022 vom 6. November 2023 E. 5.1; 7B_185/2023 vom 
26. Juli 2023 E. 2.1 mit Hinweis). Ob die Anordnung oder Aufrechterhaltung einer 
Beschlagnahme verhältnismässig ist, hängt auch von der Schwere des Tatvorwurfs 
und der Intensität des Grundrechtseingriffs ab, den die betroffene Person durch die 
Beschlagnahme erfährt; es ist zwischen dem öffentlichen Strafverfolgungsinteresse 
und den Interessen der betroffenen Person abzuwägen (vgl. BGE 141 IV 77 E. 5.5.2; 
Urteile des Bundesgerichts 7B_176/2022 vom 6. November 2023 E. 5.1; vgl. auch 
7B_185/2023 vom 26. Juli 2023 E. 2.1 mit Hinweis).

3.3 Gemäss Art. 70 Abs. 1 StGB unterliegen der Einziehung Vermögenswerte, die durch 
eine Straftat erlangt worden sind oder dazu bestimmt waren, eine Straftat zu veran-
lassen oder zu belohnen, sofern sie nicht der verletzten Person zur Wiederherstel-
lung des rechtmässigen Zustands ausgehändigt werden. Die Einziehung ist ausge-
schlossen, wenn ein Dritter die Vermögenswerte in Unkenntnis der Einziehungs-
gründe erworben und soweit er für sie eine gleichwertige Gegenleistung erbracht hat 
oder die Einziehung ihm gegenüber sonst eine unverhältnismässige Härte darstellen 
würde (Art. 70 Abs. 2 StGB). Daraus folgt e contrario, dass deliktisch erlangte Ver-
mögenswerte grundsätzlich bei jedem Dritten eingezogen werden können, der diese 
in Kenntnis der Einziehungsgründe oder ohne gleichwertige Gegenleistung erwirbt 
(BGE 147 IV 479 nicht publ. E. 3.4; Urteile des Bundesgerichts 6B_334/2019 vom 
28. Januar 2020 E. 4.3.1 6B_1256/2018 vom 28. Oktober 2019 E. 7.1; 6B_285/2018 
vom 17. Mai 2019 E. 1.4.1 mit Hinweis). Art. 70 Abs. 2 StGB schützt nach der Recht-
sprechung nur Dritterwerber, nicht aber Direktbegünstigte, bei welchen Art. 70 Abs. 1 
StGB zur Anwendung kommt. Als Dritterwerber gilt, wer einen deliktisch erlangten 
Vermögenswert nach der Tat im Rahmen eines Rechtsübergangs ohne Konnex zur 
Tathandlung erwirbt. Drittbegünstigt ist dagegen, wem der deliktisch erlangte Ver-
mögenswert unmittelbar durch die Straftat direkt zukommt (BGE 147 IV 479 nicht 
publ. E. 3.4; Urteile des Bundesgerichts 6B_910/2019 vom 15. Juni 2020 E. 6.5.1; 
6B_137/2018 vom 7. November 2018 E. 3.2; 6B_916/2016 vom 25. Oktober 2016 
E. 5). 

3.4 Sind die der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte nicht mehr vorhanden, so 
erkennt das Gericht auf eine Ersatzforderung des Staates in gleicher Höhe, gegenü-
ber einer Drittperson jedoch nur, soweit dies nach Art. 70 Abs. 2 StGB nicht ausge-
schlossen ist (Art. 71 Abs. 1 StGB). Die Untersuchungsbehörde kann im Hinblick auf 

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die Durchsetzung der Ersatzforderung Vermögenswerte des Betroffenen mit Be-
schlag belegen (Art. 71 Abs. 3 StGB; sog. Ersatzforderungsbeschlagnahme). Durch 
die Festlegung einer Ersatzforderung soll verhindert werden, dass derjenige, welcher 
die Vermögenswerte bereits verbraucht oder sich ihrer entledigt hat, besser gestellt 
wird als jener, der noch über sie verfügt. Die Ersatzforderung gemäss Art. 71 StGB 
ist subsidiär zur Naturaleinziehung im Sinne von Art. 70 StGB (BGE 140 IV 57 
E. 4.1.2; BGE 147 IV 479 nicht publ. E. 3.5 und 6 mit Hinweisen). Im Übrigen richtet 
sie sich nach den gleichen Voraussetzungen (vgl. BGE 140 IV 57 E. 4.1.2). Die nach 
Art. 71 Abs. 3 StGB beschlagnahmten Vermögenswerte brauchen keinen Zusam-
menhang zur untersuchten Straftat aufzuweisen. Damit unterscheidet sich dieser 
strafprozessuale Arrest von der Einziehungsbeschlagnahme nach Art. 263 Abs. 1 
Bst. d StPO, bei welcher ein Konnex zwischen der Tat und den mit Beschlag beleg-
ten Vermögenswerten bestehen muss (BGE 140 IV 57 E. 4.1.2 S. 63 mit Hinweisen; 
Urteil des Bundesgerichts 7B_291/2023 vom 12. Oktober 2023 E. 3.2; 6B_439/2019 
vom 12. September 2019 E. 2.3.1 und E. 2.3.2). Anders als eine Einziehungsbe-
schlagnahme stellt eine Beschlagnahme zur Durchsetzung einer Ersatzforderung 
des Staats auch keine Vorstufe zu einer Einziehung dar (Urteile des Bundesgerichts 
7B_291/2023 vom 12. Oktober 2023 E. 3.2; 6B_439/2019 vom 12. September 2019 
E. 2.3.2; 1B_300/2013 vom 14. April 2014 E. 5.3.1 mit Hinweisen).

4.

4.1 Die Staatsanwaltschaft begründet die Ersatzforderungsbeschlagnahme des 
VW Golfs und des Motorrads Honda CB 750 A in der angefochtenen Verfügung fol-
gendermassen:
[…].

A.________ wird dringend der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung verdächtigt, begangen in-
dem er als Finanzverantwortlicher mehrerer Gesellschaften der F.________ (namentlich der 
J.________ AG und K.________ und L.________ AG) heimlich von deren Bankkonten unrechtmässige 
Überweisungen auf seine privaten Bankkonten, auf Bankkonten ihm nahestehender natürlicher und 
juristischer Personen sowie – zwecks Begleichung von Forderungen, die sich gegen ihn oder gegen 
ihm nahestehende natürliche oder juristische Personen richteten – auf Bankkonten Dritter veranlasste. 

Die H.________ GmbH, an welcher der Beschuldigte, dessen Ehefrau sowie deren Sohn D.________ 
beteiligt sind, wurde durch die vom Beschuldigten mehrfach veranlassten unrechtmässigen Überwei-
sungen begünstigt. Die unrechtmässigen Überweisungen, die in den Jahren 2017 bis 2021 allein auf 
das Bankkonto der H.________ GmbH bei der UBS flossen, belaufen sich auf fast CHF 4.3 Mio. 

Die H.________ GmbH verfolgte einzig den Zweck der Finanzierung von D.________ Lebensunterhalt 
und insbesondere von dessen Tätigkeit als Autorennsportler im Ausland. Abgesehen von einigen we-
nigen legalen Spenden im Gesamtwert von ein paar Tausend Franken bestanden die Einkünfte der 
H.________ GmbH über Jahre einzig aus den unrechtmässigen Überweisungen, die der Beschuldigte 
regelmässig zulasten der geschädigten Gesellschaften der F.________ heimlich veranlasste. Von die-
sen Vermögenswerten deliktischer Herkunft auf dem Bankkonto der H.________ GmbH bei der UBS 
wurden nicht nur die exorbitanten Rechnungen der ausländischen Rennställe beglichen, sondern 
D.________ monatlich auch mehrere Tausend Franken auf dessen privates Konto bei der UBS über-
wiesen sowie dessen Kreditkartenrechnungen bezahlt. Wirtschaftlich betrachtet war somit immer und 
ausschliesslich D.________ derjenige, der von den unrechtmässig auf das Konto der H.________ 

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GmbH überwiesenen Beträge von insgesamt knapp CHF 4.3 Mio. profitierte, ohne dass er persönlich 
oder die H.________ GmbH den geschädigten Gesellschaften je eine Gegenleistung erbracht hätten. 
D.________ und/oder die H.________ GmbH werden als unrechtmässig Bereicherte vom Gericht vor-
aussichtlich zur Bezahlung einer 
angemessenen Ersatzforderung zu verurteilen sein. 

D.________ hat der Kantonspolizei am 20.11.2023 zu den sichergestellten Fahrzeugen verschiedene 
Belege abgegeben: 

[…]

- Zum Motorrad Honda CB 750 A: 
Aus der vorgelegten Rechnung der M.________ AG ist ersichtlich, dass der Kaufpreis für dieses 
Motorrad sich auf CHF 11'631.90 belief. Handschriftlich vermerkt ist auf der Rechnung, dass 
CHF 7’000.00 für ein Motorrad «aus Vorbesitz» angerechnet worden sei – wobei nicht klar ist, in 
wessen wirtschaftlichem Eigentum das an Zahlung gegebene Motorrad stand. Aus den vorgelegten 
Bankunterlagen geht hervor, dass D.________ der H.________ GmbH am 07.08.2023 einen Betrag 
von CHF 4'227.70 und dass die H.________ GmbH am 08.08.2023 der M.________ AG einen Be-
trag von CHF 4'861.90 überwies. D.________ führt in seinem Begleitschreiben vom 20.11.2023 
aus, er habe das Motorrad auf eigene Kosten erworben und er brauche es privat, insbesondere 
auch für seine Fahrlehrerausbildung, die er im nächsten Februar abschliessen wolle. 

- Zum VW Golf 7: 
D.________ legt eine Quittung vor, aus der ersichtlich ist, dass er dieses Fahrzeug am 29.04.2021 
zu einem Preis von CHF 40'000.00 von seinem Schwiegervater, N.________, mittels Barzahlung 
erworben hat. 

Aufgrund der vorliegenden Informationen ist davon auszugehen, dass der VW Golf und das Motorrad 
Honda CB 750 A im Alleineigentum […] von D.________ stehen. Die Fahrzeuge werden im Hinblick 
auf die Durchsetzung einer Ersatzforderung gegenüber D.________, evtl. gegenüber der H.________ 
GmbH, beschlagnahmt. Dass D.________ das Motorrad Honda CB 750 A für eine Fahrlehrerausbil-
dung benötige, wie er selber behauptet, ist unbelegt, stünde der Beschlagnahmung des Fahrzeuges 
aber ohnehin nicht entgegen, weil eine wirtschaftliche Notwendigkeit, möglichst bald die Fahrlehrerprü-
fung abzulegen, für D.________, der als Chauffeur bei den O.________ Verkehrsbetrieben angestellt 
ist, nicht besteht.

4.2 Der Beschwerdeführer bestreitet die Ausführungen der Vorinstanz und hält dem im 
Wesentlichen entgegen, dass er keine Vermögenswerte in Kenntnis möglicher Ein-
ziehungsgründe erhalten habe. Die Privatklägerin sei seine langjährige Sponsorin 
gewesen. Als Sponsoringnehmer hätten er bzw. die H.________ GmbH eine ange-
messene Gegenleistung (Platzieren des Logos der F.________ auf dem Renndress, 
dem Fahrzeug und der Homepage sowie Teilnahmen der damaligen Unternehmens-
leitung der Privatklägerin an Sponsorenevents) für die erhaltenen Gelder erbracht. 
Hinzu komme, dass er seinen Lebensunterhalt nicht durch den Rennsport finanziert 
habe. Die von der Privatklägerin erhaltenen Vermögenswerte seien primär dafür ver-
wendet worden, Plätze bei ausländischen Rennställen zu bezahlen. Er sei während 
seiner ganzen Aktivzeit im Rennsport berufstätig gewesen und habe ein entspre-
chendes Vermögen erwirtschaften können, so dass er sich die beschlagnahmten 
Fahrzeuge habe leisten können. Bei den beschlagnahmten Fahrzeugen handle es 
sich daher auch um keine durch angebliche Begünstigungen finanzierte Surrogate. 
Die Beschlagnahmen seien somit unzulässig. Darüber hinaus erweise sich die die 

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Beschlagnahme des VW Golfs und des Motorrads Honda CB 750 A auch als unver-
hältnismässig, zumal er wirtschaftlich auf beide Fahrzeuge angewiesen sei.

4.3 Wie zu zeigen sein wird (E. 5 bis E. 7 hiernach), kann dem Beschwerdeführer nicht 
gefolgt werden.

5.

5.1 Der Beschwerdeführer bestreitet zwar die Ausführungen der Vorinstanz (E. 4.2 hier-
vor). Zur Frage, ob bzw. inwiefern der Beschuldigte zu Unrecht der mehrfachen un-
getreuen Geschäftsbesorgung verdächtigt wird, äussert er sich indes nicht explizit. 

5.2 Der Strafanzeige vom 27. Juli 2023 ist zu entnehmen, dass dem Beschuldigten vor-
geworfen wird, als Finanzverantwortlicher mehrerer Gesellschaften der Privatkläge-
rin (insbesondere der J.________ AG und der K.________ und L.________ AG) 
während mindestens 13 Jahren regelmässig heimlich von den Bankkonten der Ge-
sellschaften unrechtmässige Überweisungen auf seine privaten Bankkonten, auf die 
Bankkonten ihm nahestehender natürlicher und juristischer Personen sowie – 
zwecks Begleichung von Forderungen, die sich gegen ihn oder gegen ihm naheste-
hende Personen richteten – auf Konten Dritter veranlasst zu haben (vgl. Akten 
W 23 188, pag. 04 001 001-070). Allein die zugunsten der H.________ GmbH – 
woran der Beschwerdeführer zu 75% und seine Eltern zu je 12.5% beteiligt sind – 
getätigten Überweisungen belaufen sich gemäss den Ermittlungen der Staatsanwalt-
schaft auf rund CHF 4.3 Mio. (Akten W 23 188, pag. 06 002 001-007; 07 081 001-
002). Mit Blick auf den dargelegten Ermittlungsstand ist somit namentlich hinsichtlich 
des Vorwurfs der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung von einem hinrei-
chenden Tatverdacht auszugehen (vgl. dazu bereits Beschluss des Obergerichts 
des Kantons Bern BK 23 373 vom 5. Januar 2024 E. 5.2). Soweit der Beschwerde-
führer gegen die Zulässigkeit der Beschlagnahme vorbringt, dass die Überweisun-
gen an die H.________ GmbH im Rahmen eines Sponsorings geleistet worden sein 
sollen, kann er daraus nichts zu seinen oder seines Vaters Gunsten ableiten, zumal 
er nicht darlegt, inwiefern durch dieses angebliche Sponsoring (dazu sogleich E. 6.4) 
in Millionenhöhe die Vermögensinteressen der Privatklägerin gewahrt worden sein 
sollen.

5.3 Das Vorliegen eines hinreichenden Tatverdacht ist daher zu bejahen.

6.

6.1 Auch wenn der Beschwerdeführer vorbringt, dass eine Ersatzforderungsbeschlag-
nahme mit Blick auf Art. 71 StGB in Verbindung mit Art. 70 Abs. 2 StGB unzulässig 
sein soll, kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden.

6.2 Die Staatsanwaltschaft führt in der angefochtenen Verfügung zutreffend an, dass die 
mutmasslich deliktisch erlangten Vermögenswerte unmittelbar auf das Bankkonto 
der H.________ GmbH CH07 0022 7227 1089 9001 A bei der UBS übertragen wur-
den (vgl. Akten W 23 188, pag. 06 002 001-007). Damit gilt die H.________ GmbH 
als aus der Straftat direkt begünstigte Person, bei der unter Berücksichtigung der 
vorzitierten Rechtsprechung (E. 3.3 hiervor) Art. 70 Abs. 2 StGB nicht zur Anwen-

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dung gelangen würde. Zumal vorliegend jedoch Vermögenswerte des Beschwerde-
führers zur Sicherung einer späteren Ersatzforderung beschlagnahmt werden sollen, 
ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer als geschützter Dritterwerber im Sinne von 
Art. 70 Abs. 2 StGB zu qualifizieren ist. 

6.3 Wie ausgeführt (E. 3.3 hiervor), gilt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
als Dritterwerber, wer einen deliktisch erlangten Vermögenswert nach der Tat im 
Rahmen eines Rechtsübergangs ohne Konnex zur Tathandlung erwirbt. 

Mit der Staatsanwaltschaft ist aus den Kontoauszügen der H.________ GmbH der 
Jahre 2017 bis 2021 (Akten W 23 188, pag. 07 333 027-111) ersichtlich, dass es 
sich bei deren Einkünften grösstenteils um Vermögenswerte handelt, die ihr von der 
Privatklägerin bzw. deren geschädigten Gesellschaften zugeflossen sind. Darüber 
hinaus konnte sie – nebst weiteren geringfügigen Zuflüssen – Einkünfte aus kleine-
ren Spenden sowie Gutschriften der P.________ (Firma) verzeichnen. Der Be-
schwerdeführer räumt ein, dass die der H.________ GmbH zugeflossenen Vermö-
genswerte der Privatklägerin primär dazu verwendet wurden, um seine Plätze bei 
ausländischen Rennställen zu bezahlen. Wie den Kontoauszügen der 
H.________ GmbH entnommen werden kann, wurden die Gelder der Privatklägerin 
jedoch nie vollumfänglich investiert. Ein Abgleich der Kontoauszüge der H.________ 
GmbH mit den Bewegungen auf dem privaten Konto des Beschwerdeführers 
IBAN .________ in den Jahren 2017 bis 2021 (Akten W 23 188, pag. 07 345 117-
333) zeigt denn, dass der Beschwerdeführer ab Januar 2018 monatliche «Saläre» 
in der Höhe von jeweils CHF 1'000.00 bis CHF 4'000.00 bzw. von insgesamt über 
CHF 80'000.00 erhalten hat. Zusätzlich zu diesem «Lohn» bezog der Beschwerde-
führer in den Jahren 2017 bis 2021 fortlaufend Bargeld im Wert von insgesamt über 
CHF 12'000.00. Zudem sind aus den Kontoauszügen der H.________ GmbH Zah-
lungsaufträge (Anmerkung der Kammer: teilweise als E-Banking-Aufträge bezeich-
net) zugunsten des Beschwerdeführers bzw. dessen Kreditkarten von über 
CHF 60'000.00 ersichtlich. Des Weiteren erfolgten monatliche Zahlungen von 
zunächst jeweils CHF 489.55, später CHF 488.20 und dann CHF 446.35 an das Kre-
ditfinanzierungsunternehmen cashgate; auch wurden Kreditkartenrechnungen in der 
Höhe von mehreren Tausend Franken beglichen. Am 30. August 2021 erfolgte auch 
eine Überweisung von CHF 3'510.00 an die M.________ AG mit der Information 
«CRF 1000», wobei es sich um einen Teil des Kaufpreises des Motorrads Honda 
CRF 1000 L Africa Twin DCT (nachfolgend: Honda CRF 1000 L) gehandelt haben 
dürfte, welches beim Kauf der Honda CB 750 A an Zahlung gegeben wurde (vgl. 
pag. 07 901 019-022). 

Der Staatsanwaltschaft ist mithin beizupflichten, dass es – rein wirtschaftlich betrach-
tet – ausschliesslich der Beschwerdeführer gewesen ist, der von den auf das Konto 
der H.________ GmbH überwiesenen Vermögenswerten der Privatklägerin profi-
tierte. Zumal die Vermögenswerte der Privatklägerin – wie gezeigt – nie vollumfäng-
lich in Startgelder reinvestiert wurden, muss mit Blick auf die Lohnzahlungen von 
insgesamt mehr als CHF 80'000.00, die Bargeldbezüge von total über 
CHF 12'000.00 und die Zahlungsaufträge zugunsten des Beschwerdeführers bzw. 
dessen Kreditkarten von über CHF 60'000.00 davon ausgegangen werden, dass es 
sich dabei – zumindest teilweise – um deliktisch erlangte Vermögenswerte handelte. 

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Gleich verhält es sich mit den zur (teilweisen) Bezahlung der Honda CRF 1000 L 
verwendeten Gelder. Mit Ausnahme der Lohnzahlungen erscheint unklar, gestützt 
auf welche Rechtsgrundlage der Beschwerdeführer die Vermögenswerte erworben 
hat und für sich selber verwenden durfte. Entsprechendes wird vom Beschwerdefüh-
rer denn auch nicht dargelegt.

Selbst wenn der Beschwerdeführer als Dritterwerber im Sinne von Art. 70 Abs. 2 
StGB qualifizieren würde, wäre insbesondere mit Blick auf die bar bezogenen über 
CHF 12'000.00, die infolge der Zahlungsaufträge erhaltenen über CHF 60'000.00 so-
wie die zur (teilweisen) Bezahlung der Honda CRF 1000 L gebrauchten 
CHF 3'510.00 fraglich, worin die gleichwertige Gegenleistung zugunsten der 
H.________ GmbH bestanden hätte. So kann sich der Beschwerdeführer beim ak-
tuellen Ermittlungstand nicht darauf berufen, dass seine Gegenleistung gegenüber 
der H.________ GmbH darin bestanden hat, dass er als Gesicht der Unternehmung 
im Rahmen eines mehrjährigen Sponsorings Werbedienstleistungen zugunsten der 
Privatklägerin erbracht haben will. Wie die Staatsanwaltschaft in ihrer oberinstanzli-
chen Stellungnahme darlegt, können den mit Strafanzeige vom 27. Juli 2023 einge-
reichten Unterlagen lediglich Hinweise auf ein Sponsoring in den Jahren 2013 bis 
2015 entnommen werden. Dieses umfasste Sponsoring-Beträge von insgesamt 
CHF 22'500.00 (Akten W 23 188, pag. 04 003 213-217). Auch nachdem die Staats-
anwaltschaft den Beschwerdeführer und die H.________ GmbH mit Verfügung vom 
5. Dezember 2023 (Akten W 23 188, pag. 07 720 001-003) gestützt auf 
Art. 265 StPO zur Herausgabe der Verträge oder Vereinbarungen aufgefordert hatte, 
auf deren Grundlage die F.________-Gesellschaften Zahlungen an die H.________ 
GmbH direkt geleistet oder Forderungen gegenüber dem Beschwerdeführer oder der 
H.________ GmbH beglichen haben, gingen keine weiteren Unterlagen ein. Mit 
Schreiben vom 18. Dezember 2023 teilte der Beschwerdeführer dem zuständigen 
Staatsanwalt vielmehr mit, dass er persönlich nicht im Besitze dieser Verträge oder 
Vereinbarungen sei und der Beschuldigte für das Sponsoring zuständig gewesen sei 
(Akten W 23 188, pag. 07 720 008). Dass der Beschuldigte alleine für das (angebli-
che) Sponsoring verantwortlich gewesen sein soll, erscheint indes unwahrscheinlich. 
So ist mit der Staatsanwaltschaft zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte seit je-
her lediglich über eine Kollektivzeichnungsberechtigung für die H.________ GmbH 
zusammen mit dem Beschwerdeführer verfügte (Akten W 23 188, pag. 07 081 001-
002). Wären also Sponsoring-Verträge abgeschlossen worden, hätten diese zwin-
gend vom Beschwerdeführer (mit-)unterzeichnet worden sein müssen. Auch im Be-
schwerdeverfahren legten weder Vater noch Sohn Verträge oder Vereinbarungen 
ins Recht, aufgrund deren nachvollzogen werden könnte, ob und wenn ja, in wel-
chem Umfang Gegenleistungen für die Gelder erbracht worden wären. Dass keine 
Sponsoring-Verträge vorgelegt wurden, kann beim aktuellen Ermittlungsstand nicht 
anders verstanden werden, als dass keine entsprechenden Vereinbarungen bestan-
den haben. Nur am Rande ist festzuhalten, dass in Anbetracht des vorab Ausgeführ-
ten derzeit auch nicht davon ausgegangen werden muss, dass der Beschwerdefüh-
rer hinsichtlich der Herkunft der Gelder gutgläubig war. Letzteres gilt im Übrigen auch 
hinsichtlich der von der H.________ GmbH erhaltenen Lohnzahlungen von total über 
CHF 80’000.00.

10

6.4 Nach dem Gesagten geniesst der Beschwerdeführer keinen Schutz gemäss Art. 70 
Abs. 2 StGB, so dass die mutmasslich deliktisch erlangten und schliesslich dem Be-
schwerdeführer zugeflossenen Vermögenswerte der Privatklägerin grundsätzlich 
der Einziehungsbeschlagnahme gemäss Art. 263 Abs. 1 Bst. d StPO unterliegen 
würden. Zufolge Zeitablaufs und insbesondere des Umstands, dass der Beschwer-
deführer während seiner Aktivzeit im Rennsport auch anderweitig Einkommen gene-
rierte (vgl. Beschwerdebeilagen 3.1 und 3.2) und für seinen Lebensunterhalt – später 
auch für denjenigen seiner Familie – aufkommen musste, scheint eine Einziehungs-
beschlagnahme der Vermögenswerte der Privatklägerin indes nicht (mehr) möglich, 
sodass nur noch eine Ersatzforderungsbeschlagnahme in Frage kommt. 

7.

7.1 Zu prüfen bleibt somit, ob der VW Golf und die Honda CB 750 A zwecks Sicherung 
im Hinblick auf die Durchsetzung einer Ersatzforderung beschlagnahmt werden kön-
nen.

7.2 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Beschlagnahme der genannten Fahr-
zeuge sei unzulässig, da es sich dabei um keine Surrogate handle, die durch angeb-
liche Begünstigungen finanziert worden seien, ist zunächst daran zu erinnern, dass 
die nach Art. 71 Abs. 3 StGB beschlagnahmten Vermögenswerte keinen Zusam-
menhang zur untersuchten Straftat aufweisen müssen (vgl. dazu E. 3.4 hiervor). Ein 
Ausweichen auf eine Ersatzforderung ist vielmehr auch gerade dann möglich, wenn 
das Verfolgen und Feststellen konkreter deliktischer Vermögenswerte bzw. von de-
ren Surrogaten nicht oder nur mit unverhältnismässigem Aufwand möglich wäre 
(BAUMANN, in: Basler Kommentar Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 67 zu Art. 70/71 StGB).

7.3 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass die Honda CB 750 A ihm gehört. Er rügt 
jedoch die Verhältnismässigkeit der Beschlagnahme und führt an, er sei auf das Mo-
torrad angewiesen, um seine Ausbildung zum Fahrlehrer absolvieren und sich so ein 
zweites Standbein aufbauen zu können. Die Staatsanwaltschaft hält dem zu Recht 
entgegen, dass aus dem im Beschwerdeverfahren eingereichten Fahrlehrerausbil-
dungsvertrag hervorgeht, dass der Beschwerdeführer die Module B1 bis B8 gebucht 
hat und entsprechend eine Ausbildung zum Autofahrlehrer (Kategorie B) macht (vgl. 
zu den einzelnen Modulen die Homepage des kantonalen Fahrlehrerverbandes 
https://kbav.ch/ausbildungsweg). Inwiefern der Beschwerdeführer dafür auf sein ei-
genes Motorrad angewiesen sein soll, ist nicht nachvollziehbar und wird vom Be-
schwerdeführer auch nicht dargelegt. Die Beschlagnahme der Honda CB 750 A zur 
Sicherung einer späteren Ersatzforderung erweist sich mithin nicht nur als zulässig, 
sondern auch als verhältnismässig. 

7.4 Auch das Alleineigentum des Beschwerdeführers am VW Golf ist nicht bestritten. 
Der Beschwerdeführer macht jedoch auch insoweit geltend, dass die Beschlag-
nahme des Fahrzeugs nicht verhältnismässig sei. Zur Begründung bringt er vor, dass 
er auf dieses Fahrzeug angewiesen sei, um zur Arbeit zu gelangen. Als Chauffeur 
bei den Verkehrsbetrieben O.________ arbeite er grundsätzlich in der Frühschicht, 
so dass andere öffentliche Verkehrsmittel noch nicht in Betrieb seien. Hinzu komme, 
dass seine Ehefrau ebenfalls arbeitstätig und auf ein Auto angewiesen sei, weshalb 
es organisatorisch nicht möglich sei, dass sich die Ehegatten ein Fahrzeug teilten. 

11

Zudem brauche er den Wagen auch für die Fahrlehrerprüfung im Februar 2024. Mit 
der Staatsanwaltschaft ist dem entgegenzuhalten, dass dem Beschwerdeführer und 
seiner Ehefrau weiterhin der auf die H.________ GmbH immatrikulierte VW T6 Ca-
lifornia mit dem Kennzeichen .________ (nachfolgend: VW T6 California) zur Verfü-
gung steht, auf dessen Beschlagnahmung aus Rücksicht auf die Bedürfnisse der 
Ehegatten A.________ verzichtet wurde (vgl. Akten W 23 188, pag. 07 901 007). 
Der Staatsanwaltschaft ist sodann beizupflichten, dass der Beschwerdeführer dieses 
Fahrzeug sowohl für den Weg zur Arbeit als auch für seine Fahrlehrerprüfung nutzen 
kann. Soweit behauptet wird, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers ebenfalls ar-
beitstätig und deswegen genauso zwingend auf ein eigenes Auto angewiesen ist, 
wird dies in keiner Weise belegt. Insbesondere werden keine Angaben zum Arbeits-
ort, den Arbeitszeiten und dem Beschäftigungsgrad von I.________ gemacht, auf-
grund deren nachvollzogen werden könnte, weshalb ein Teilen des VW T6 California 
organisatorisch nicht möglich wäre. Vor diesem Hintergrund erweist sich denn auch 
die Beschlagnahme des VW Golfs zur Sicherung einer späteren Ersatzforderung als 
zulässig und verhältnismässig.

8. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuwei-
sen, soweit darauf eingetreten werden kann.

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 1'200.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Zufolge seines Unterliegens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Entschädigung. Die Entschädigung des amtlichen Verteidi-
gers des Beschuldigten, Rechtsanwalt B.________, für seine Aufwendungen im Be-
schwerdeverfahren ist durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht im 
Endentscheid festzusetzen (Art. 135 Abs. 2 StPO).

12

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1’200.00, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

3. Es wird keine Entschädigung gesprochen. 

4. Die amtliche Entschädigung von Rechtsanwalt B.________ für das Beschwerdeverfah-
ren wird am Ende des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende 
Gericht festgesetzt.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer, v.d. Rechtsanwalt E.________ (per Einschreiben)
- dem Beschuldigten, a.v.d. Fürsprecher B.________ (per Einschreiben)
- Staatsanwalt C.________, Kantonale Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte

(mit den Akten [USB Stick] – per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)
- der Privatklägerschaft F.________, v.d. Rechtsanwalt Q.________ (per B-Post)

Bern, 15. Februar 2024 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Lienhard

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung ge-
stellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes 
(BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.