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**Case Identifier:** aab3e1bd-fba6-5360-9830-3fba4209cffc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.08.2018 200 2017 1063
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-1063_2018-08-21.pdf

## Full Text

200 17 1063 IV
FUE/TOZ/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. August 2018

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. November 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1974 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
zuletzt von 7. Februar 2005 bis 28. Februar 2011 beim J.________ voll-
schichtig als … angestellt gewesen (Antwortbeilagen der Invalidenversiche-
rung [AB] 9 S. 1 Ziff. 1), meldete sich am 6. Dezember 2010 unter Hinweis 
auf psychische Probleme bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbe-
zug an (AB 2). Die IV-Stelle Bern (IVB resp. Beschwerdegegnerin) nahm in 
der Folge erwerbliche und medizinische Abklärungen vor, insbesondere 
holte sie die Akten der Krankentaggeldversicherung ein (AB 13) und liess 
den Versicherten durch Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, begutachten (Expertise vom 15. November 2011; AB 23). 
Im Nachgang zum Gutachten forderte die IVB den Versicherten mit Schrei-
ben vom 2. Februar 2012 (AB 30) und 19. Februar 2013 (AB 47) auf, sich 
einer stationären Therapie zu unterziehen. Nachdem sich der behandelnde 
Psychiater Dr. med. D.________ (AB 31) bzw. der Chefarzt der psychiatri-
schen Dienste E.________ (AB 52) gegen eine stationäre Behandlung 
ausgesprochen hatten, führte der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) eine 
interne psychiatrische Abklärung durch (Untersuchungsbericht von dipl. 
med. F.________, Fachärztin für Neurologie sowie Psychiatrie und Psycho-
therapie, vom 8. August 2013 [AB 66] mit Ergänzung vom 30. Oktober 
2013 [AB 71]). Nach Einholung aktueller Verlaufsberichte (AB 83 f., 89) und 
Rücksprache mit dem RAD (AB 95) ordnete die IVB mit Verfügung vom 24. 
August 2016 (AB 109) die Durchführung einer erneuten psychiatrischen 
Begutachtung an. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 5. Dezember 2016 ab, soweit 
es darauf eintrat (VGE IV/2016/869; AB 113). Daraufhin liess die IVB den 
Versicherten durch Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, begutachten (Expertise vom 25. April 2017; AB 127.1). 
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 128 und 134) und Stel-
lungnahme des RAD vom 6. September 2017 (AB 138) sprach die IVB mit 
Verfügung vom 14. November 2017 (AB 140) dem Versicherten eine Vier-
telsrente ab dem 1. Juni 2011 zu. 

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B.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
B.________, am 7. Dezember 2017 Beschwerde erheben und die Zu-
sprechung einer ganzen Invalidenrente von 1. Juni 2011 bis 30. April 2017 
sowie einer halben Invalidenrente ab dem 1. Mai 2017 bis auf Weiteres 
beantragen. Gleichzeitig liess er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspfle-
ge stellen, unter Beiordnung von Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ als amt-
licher Anwalt. 

Mit Beschwerdeantwort vom 12. Februar 2018 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Am 21. August 2018 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss 
Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) statt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zustän-
digkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 
1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die 

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Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. November 2017 
(AB 140). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine (höhere) Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2

2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285). Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss 
Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivier-
ten Betrachtungsweise von der grundsätzlichen „Validität“ der versicherten 

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Person auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295) und die materielle 
Beweislast für Invalidität bei ihr liegt (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).

2.2.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Die Anerkennung eines rentenbegründenden IV-Grades ist 
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festge-
stellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand von 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die 
Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete ver-
sicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6 S. 308). Dies gilt für sämt-
liche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.2.3 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggra-
vation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht (BGE 141 V 281 E. 2.2 und 
E. 2.2.1 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6). Liegt auch unter dem Ge-
sichtspunkt der Ausschlussgründe eine versicherte Gesundheitsschädi-
gung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten Ebene anhand eines normati-
ven Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikatoren eine ergebnisoffene 
symmetrische Beurteilung des - unter Berücksichtigung leistungshindernder 
äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits - tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens 
(BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt im Regelfall nach gemeinsamen Ei-
genschaften systematisierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3 
S. 297), welche sich in die Kategorien „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3 

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S. 298) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsras-
ter ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad (IV-Grad) von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen:

3.1.1 Dr. med. C.________ diagnostizierte im Gutachten vom 15. No-
vember 2011 (AB 23) eine angstbetonte mittelgradige bis schwere depres-

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sive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11 bzw. F32.21; AB 
23 S. 18). Die psychiatrische Anamnese des Beschwerdeführers sei bis 
Dezember 2009 als bland anzusehen. Am 3. Dezember 2009 sei sein jün-
gerer Bruder im … ermordet bzw. erschossen worden, worauf sich der Be-
schwerdeführer depressiv verändert habe. Im Sommer 2010 seien auch 
noch ein Cousin und ein Freund ermordet worden. Seit Anfang 2010 stehe 
der Beschwerdeführer in psychiatrischer Behandlung bei Dr. med. 
D.________ (AB 23 S. 17). Dessen Befunde würden nicht wesentlich von 
den Befunden in diesem Gutachten abweichen. Der Beschwerdeführer 
habe sich in der Untersuchung wortkarg, verschlossen, verängstigt, in der 
Mimik starr, dem Mutismus nahe gezeigt und habe praktisch alle Zeichen 
des depressiven Formenkreises aufgewiesen. Weiter sei von einem fast 
totalen sozialen Rückzug auszugehen. Angesichts der Dauer der Erkran-
kung sei es nach ICD-10 nicht mehr zulässig, (weiter) von einer Anpas-
sungsstörung auszugehen, auch wenn diese reaktiv bzw. im Sinne einer 
Anpassungsproblematik auf den Tod seines ihm nahe gestandenen Bru-
ders verstanden werden könne bzw. müsse. Weiter präsentiere der Be-
schwerdeführer ein stark regressives Bild; er habe sich von seiner Verant-
wortung (gegenüber sich, der Familie usw.) zurückgezogen. Viele der 
Funktionen, die er früher selbst wahrgenommen habe, müsse nun die Frau 
übernehmen (AB 23 S. 18). Es sei von einem Rückzug auf ein infantiles 
Niveau mit Vernachlässigung seiner sozialen Kontakte, der Lebensverant-
wortung usw. auszugehen. Hinweise für ein Aggravationsverhalten ergäben 
sich keine, allenfalls andeutungsweise: Das Hinken des Beschwerdeführers 
habe etwas demonstrativ gewirkt. Sodann habe er über Stimmen berichtet, 
die seinen Namen gerufen hätten, was aufgesetzt dahergekommen sei. 
Dem behandelnden Psychiater gegenüber habe er nie Stimmen erwähnt, 
was dieser bestätigt habe. Es bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
seit dem 3. Dezember 2009. Die psychiatrische Behandlung sei als nicht 
genügend einzustufen. Es liege gemäss Dr. med. D.________ eine 
schlechte Medikamentencompliance vor, wovon auch deshalb auszugehen 
sei, weil der Beschwerdeführer die vereinbarte Laboruntersuchung nicht 
wahrgenommen habe (AB 23 S. 19). Durch eine Intensivierung der Be-
handlung, d.h. Settingveränderung (Hospitalisation oder zumindest ein teil-
stationärer Rahmen) und Anpassung der Medikamente, seien sicherlich 
Verbesserungen der Befunde zu erwarten (AB 23 S. 20). 

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3.1.2 Im Untersuchungsbericht vom 8. August 2013 (AB 66) hielt die 
RAD-Ärztin dipl. med. F.________ als Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode ohne psychotische 
Symptome (ICD-10 F32.1) fest (AB 66 S. 6). Hinweise für eine Persönlich-
keitsveränderung, welche die diagnostischen Leitlinien erfüllten (feindlich 
misstrauische Haltung der Welt gegenüber, sozialer Rückzug, Gefühl der 
Leere und Hoffnungslosigkeit, chronisches Gefühl von Nervosität wie bei 
ständigem Bedrohtsein und Entfremdung), lägen nicht vor. Der Beschwer-
deführer sei in der Lage, ausreichend Selbstpflege zu üben, er sei ver-
kehrsfähig, er sei in der Lage, mindestens vier Mal jährlich in den … mit 
dem Auto (abwechselnd mit seiner Ehefrau) zu fahren, er sei in der Lage, 
selbstständig auch hier Autos zu lenken und zu fahren. Die familiären Be-
ziehungen seien nicht durch einen sozialen Rückzug geprägt, so halte er 
zu seinem Bruder aus … Kontakt und habe noch lockeren Kontakt zu ande-
ren Freunden. Aus ärztlicher Sicht sei der Beschwerdeführer aufgrund der 
mittelgradigen depressiven Episode bei allerdings unzureichender medika-
mentös antidepressiver Behandlung derzeit in der Belastbarkeit einge-
schränkt und zeige eine eingeschränkte Gruppenfähigkeit. Die zwischen-
zeitlich postulierten schweren depressiven Zustände könnten nicht bestätigt 
werden. Es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ohne Leistungsminde-
rung in einer Hilfsarbeitertätigkeit. Bei einer Verbesserung des ambulanten 
Settings und regelmässiger Überprüfung der Medikamenteneinnahme sei 
von einer weitergehenden Verbesserung der gesundheitlichen Störung 
auszugehen (AB 66 S. 7). Nach den aktuellen Laborkontrollen sei von kei-
ner verbesserten Compliance auszugehen. Die Malcompliance sei aber 
nicht krankheitsbedingt (AB 66 S. 8; vgl. auch AB 71 S. 3). 

3.1.3 Dr. med. D.________ ging im Verlaufsbericht vom 9. Dezember 
2015 (AB 83) von einem stationären Gesundheitszustand bei andauernder 
Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) und 
schwerer depressiver Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 
F32.3) aus (AB 83 S. 2 Ziff. 1 und 3). Der Beschwerdeführer leide weiterhin 
an einer stark schwankenden schweren depressiven Verstimmung mit psy-
chotischen Symptomen. Dies wirke sich in einer weitgehenden Antriebslo-
sigkeit, Interesselosigkeit und insbesondere in extremem sozialem Rück-
zug aus, auch im familiären Bereich. Hinzu kämen phasenweise auftreten-

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de schwere Schlafstörungen mit Alpträumen und völligem Zerfall des Tag-
Nacht-Rhythmus (AB 83 S. 2 Ziff. 4). Es bestehe seit dem 3. August (recte: 
Dezember; vgl. AB 23 S. 17) 2009 (Ermordung des Bruders) bis dato und 
auch weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit (AB 83 S. 3 Ziff. 11).

3.1.4 Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
hielt im Bericht vom 19. Dezember 2015 (AB 84) einen stationären Ge-
sundheitszustand bei diagnostizierter (anamnestisch) andauernder Persön-
lichkeitsveränderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) und schwerer 
depressiver Episode mit phasenweise psychotischen Symptomen (ICD-10 
F32.3) fest (AB 84 S. 2 Ziff. 1 und 3). Die hier vorliegende ausgeprägte, 
regelmässig und unabhängig vom affektiven Zustandsbild auftretende pro-
duktiv-psychotische Symptomatik in Kombination mit ängstlich geprägten 
Beobachtungs- und Verfolgungsideen mit fraglich wahnhaftem Charakter 
sei nicht vollumfänglich mit den beiden vorerwähnten Störungsbildern er-
klärbar, so dass differentialdiagnostisch auch eine Erkrankung aus dem 
schizophrenen Formenkreis (eine paranoide Schizophrenie mit kontinuierli-
chem Verlauf [ICD-10 F20.0] mit Übergang in ein schizophrenes Residuum 
[ICD-10 F20.5]; AB 84 S. 2 Ziff. 3) in Erwägung gezogen werden sollte (AB 
84 S. 3 Ziff. 6). Der Beschwerdeführer leide unter Suizidgedanken, woge-
gen er täglich ankämpfen müsse (AB 84 S. 2 Ziff. 4). Zum gegenwärtigen 
Zeitpunkt sei er aus psychiatrischer Sicht vollständig arbeitsunfähig (AB 84 
S. 3 Ziff. 11).

3.1.5 Dr. med. G.________ nannte im Gutachten vom 25. April 2017 (AB 
127.1) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivie-
rende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 
F33.1; AB 127.1 S. 15 Ziff. 7.1). Der Beschwerdeführer leide unter depres-
siven Verstimmungen, einer leichten Antriebsverminderung, einem sozialen 
Rückzug sowie Schuld- und Versagensgefühlen. Die psychische Belast-
barkeit sei herabgesetzt (AB 127.1 S. 15 Ziff. 8.2). Invaliditätsfremde Fakto-
ren spielten hierbei keine Rolle (AB 127.1 S. 16 Ziff. 8.3). Auch lägen keine 
Hinweise für eine Aggravation vor (AB 127.1 S. 16 Ziff. 8.4). Die psychoso-
ziale Entwicklung sei unauffällig verlaufen, der Beschwerdeführer habe bis 
2009 ohne nennenswerte Schwierigkeiten gearbeitet; die Arbeitsfähigkeit 
sei von der Persönlichkeit her nicht eingeschränkt (AB 127.1 S. 16 

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Ziff. 8.7). Der Beschwerdeführer sei im Alltag und in der Umsetzung seiner 
Ressourcen durch die depressiven Verstimmungen beeinträchtigt (AB 
127.1 S. 16 Ziff. 8.8). Die vorliegenden sozialen Belastungen, namentlich 
die schwierige finanzielle Situation und die lebensbedrohliche Erkrankung 
der Ehefrau, zeitigten keine direkt negativen funktionellen Folgen (AB 127.1 
S. 17 Ziff. 9.4). Es bestünden insofern mobilisierbare Ressourcen, als der 
Beschwerdeführer auf ein unterstützendes soziales Netzwerk, insbesonde-
re seine Familie (Ehefrau, Kinder, Bruder) und einen langjährigen Kollegen, 
zurückgreifen könne. Allerdings bestehe aufgrund der Depression eine Ein-
schränkung auf der Ebene der sozialen Kommunikationsfähigkeit. Auch 
sehe sich der Beschwerdeführer nicht in der Lage, einer beruflichen Tätig-
keit nachzugehen (AB 127.1 S. 17 Ziff. 9.5). Die Kooperation bei den bisher 
erfolgten Therapien sei nur teilweise gegeben; der Beschwerdeführer neh-
me weder regelmässig an Therapiesitzungen teil noch nehme er regelmäs-
sig die Medikamente ein (AB 127.1 S. 17 Ziff. 10.2). Eine stationäre 
psychiatrische Behandlung sei indiziert, welche dem Beschwerdeführer vor 
dem Hintergrund der Schadenminderungspflicht auch zumutbar sei. Im 
Rahmen einer solchen Behandlung könnte dem Beschwerdeführer eine 
aktivere Tagesgestaltung zugeführt und die medikamentöse Therapie aus-
gebaut werden. Zudem könnten die sozialen Kontakte ihn aus der Isolie-
rung herausführen (AB 127.1 S. 17 Ziff. 10.3). Aus psychiatrischer Sicht 
seien Eingliederungsmassnahmen derzeit halbtags zumutbar. Der Be-
schwerdeführer sei jedoch davon überzeugt, keiner Arbeit mehr nachgehen 
zu können. Diese ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung habe nur 
bedingt Krankheitswert, werde aber dazu führen, dass der Beschwerdefüh-
rer an beruflichen Massnahmen nicht teilnehmen werde (AB 127.1 S. 18 
Ziff. 10.7). Zum Aspekt der Konsistenz führte der Gutachter aus, der Be-
schwerdeführer habe über Stimmen berichtet, welche ihm jegliche Aktivität 
(bspw. Mithilfe im Haushalt) verunmöglichen würden. Gleichzeitig habe 
dieser aber ausgeführt, er könne trotz der Stimmen Spaziergänge unter-
nehmen, sich mit einem Kollegen treffen sowie längere Autofahrten ma-
chen (AB 127.1 S. 18 Ziff. 11.1). Mit Blick darauf sei aus psychiatrischer 
Sicht nicht nachvollziehbar, dass sich der Beschwerdeführer subjektiv 
überhaupt nicht mehr arbeitsfähig fühle (AB 127.1 S. 18 Ziff. 11.2). Was die 
Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen angehe, so würden diese 
teilweise wahrgenommen. Zur Frage, ob eine krankheitsbedingte Unfähig-

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keit zur Therapieadhärenz vorliege, hielt der Gutachter fest, dass der Be-
schwerdeführer nicht an einer Störung aus dem schizophrenen Formen-
kreis leide (AB 127.1 S. 19 Ziff. 11.4 f.); es fehlten hierfür die typischen 
Voraussetzungen wie Wahngedanken oder Halluzinationen (AB 127.1 
S. 13 Ziff. 4 und S. 14). Eine regelmässige Therapieteilnahme, Medikamen-
teneinnahme sowie allenfalls eine stationäre psychiatrische Behandlung 
seien dem Beschwerdeführer durchaus zumutbar (AB 127.1 S. 19 
Ziff. 11.5). Zu früheren ärztlichen Einschätzungen führte der Gutachter aus, 
dass die Diagnose einer depressiven Störung bestätigt werden könne. Es 
handle sich aber nicht um eine schwere depressive Episode. Der Be-
schwerdeführer sei durchaus zu einigen Alltagsaktivitäten in der Lage. Bei 
einer schweren depressiven Episode sei es unmöglich, dass die 
betreffende Person Auto fahre, Spaziergänge unternehme und gute Kon-
takte mit den Familienangehörigen pflege. In der Regel sei auch eine aus-
geprägte Suizidalität vorhanden. Sodann könne die Diagnose einer Persön-
lichkeitsänderung nach Extrembelastung nicht gestellt werden. Beim Be-
schwerdeführer habe keine Extrembelastung vorgelegen. Zwar sei die Er-
mordung des Bruders ein sehr belastendes Ereignis gewesen, jedoch sei 
der Beschwerdeführer nicht Zeuge dieser Ermordung gewesen. Der Be-
schwerdeführer sei vor allem auf seine Schuldgefühle fixiert, fühle sich als 
Versager und sei bis anhin nicht bereit gewesen, sich intensiv - im Rahmen 
einer stationären Therapie - mit seinen psychischen Schwierigkeiten aus-
einanderzusetzen (AB 127.1 S. 19 Ziff. 13). Der Gutachter attestierte in den 
bisherigen Tätigkeiten und in jeder anderen Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit 
von 50 %. Hinweise dafür, dass die Arbeitsfähigkeit jemals höher einge-
schränkt gewesen sei, bestünden nicht (AB 127.1 S. 20 Ziff. 14). Falls sich 
der Beschwerdeführer einer stationären psychiatrischen Behandlung unter-
ziehe, sei eine erneute psychiatrische Begutachtung nach erfolgter statio-
närer Therapie zu empfehlen (AB 127.1 S. 20 Ziff. 15).

3.1.6 Stellung nehmend zum Gutachten führte der RAD-Arzt Dr. med. 
I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, am 6. September 
2017 (AB 138) aus, dass die gutachterliche Beurteilung des Gesundheits-
zustandes des Beschwerdeführers eine mittelgradige depressive Episode 
bei rezidivierender depressiver Störung objektiviere, welche unter einer 
intensiveren Behandlung noch verbesserungsfähig sei. Die aktuelle Be-

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handlung werde zwar als lege artis beschrieben, jedoch werde die Mitwir-
kung des Beschwerdeführers als suboptimal bezeichnet. Die Diagnose 
einer sogenannten Traumafolgestörung werde gutachterlich verworfen. 
Auch weitere psychische Störungen, insbesondere aus dem psychotischen 
Formenkreis, hätten nicht diagnostiziert werden können. Trotz der von den 
behandelnden Ärzten zwischenzeitlich postulierten schweren depressiven 
Episode mit psychotischen Symptomen habe sich der Beschwerdeführer 
bis anhin noch nie in einer stationären Behandlung befunden; gerade eine 
derart ausgeprägte depressive Episode würde eine klare Indikation für eine 
stationäre Behandlung (meistens gegen den Willen der Betroffenen) dar-
stellen. Es sei in diesem Zusammenhang, wie auch schon vom Gutachter 
beschrieben worden sei, davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu keinem Zeitpunkt eine schwere 
depressive Episode vorgelegen habe. Der RAD-Arzt kam zum Schluss, 
dass auf die gutachterliche Beurteilung abgestellt werden könne (AB 138 
S. 4 f.). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 13

Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 14. November 2017 (AB 140) massgeblich auf das psychiatrische 
Gutachten von Dr. med. G.________ vom 25. April 2017 (AB 127.1) ge-
stützt. Das Gutachten erging unter Berücksichtigung der Standardindikato-
ren gemäss BGE 141 V 281 und erfüllt die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens ge-
stellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb diesem volle Beweis-
kraft zukommt. Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen 
Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichti-
gung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in 
der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und 
die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden 
nachvollziehbar begründet. Insbesondere überzeugt die gutachterliche Dar-
legung, wonach abgesehen von der rezidivierenden depressiven Störung, 
gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), keine Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen (AB 127.1 S. 15 Ziff. 7.1). 
Diesbezüglich hat der Experte einleuchtend und schlüssig dargelegt, dass 
und weshalb die diagnostischen Kriterien einer andauernden Persönlich-
keitsveränderung nach Extrembelastung (AB 127.1 S. 19 Ziff. 11.5 und 13) 
und einer Störung aus dem schizophrenen Formenkreis (AB 127.1 S. 13 
Ziff. 4) nicht erfüllt sind. Bezüglich der zuvor diagnostizierten schweren de-
pressiven Episode (AB 23 S. 18, AB 83 S. 2 Ziff. 3, AB 84 S. 2 Ziff. 3) hat 
der Gutachter in nachvollziehbarer Weise begründet, dass das Vorliegen 
einer solchen Diagnose aktuell und auch retrospektiv zu verneinen ist (AB 
127.1 S. 19 Ziff. 13). Namentlich leuchtet ein, dass die vom Beschwerde-
führer - anlässlich dieser als auch derjenigen Begutachtung durch Dr. med. 
C.________ im November 2011 - angegebenen ausserhäuslichen, sozialen 
und körperlichen Aktivitäten wie regelmässige Spaziergänge, regelmässige 
Treffen mit Kollegen, Kontaktpflege zu den Familienangehörigen, Ausland-
reisen, Auto- und Motorradfahren (AB 127.1 S. 12 Ziff. 3.9, S. 14, S. 19 
Ziff. 13 und AB 23 S. 11) gegen eine schwere Ausprägung der depressiven 
Störung sprechen. Mit Blick darauf kann auch die damit verbundene von 
den behandelnden Ärzten attestierte 100 %ige Arbeitsunfähigkeit (AB 23 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 14

S. 19, AB 83 S. 3 Ziff. 11, AB 84 S. 3 Ziff. 11) nicht nachvollzogen werden. 
Schliesslich steht die gutachterliche Beurteilung im Einklang mit derjenigen 
der voruntersuchenden RAD-Psychiaterin dipl. med. F.________ vom 
8. August 2013 sowie der Aktenbeurteilung des RAD-Psychiaters Dr. med. 
I.________ vom 6. September 2017 (AB 66 S. 6 und AB 138 S. 4). 

Folglich ist von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig 
mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), auszugehen, welche - gemäss gut-
achterlicher Einschätzung - die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht in 
jeder Tätigkeit um 50 % einschränkt (AB 127.1 S. 20 Ziff. 14). Diese 
Diagnose hält sodann auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgrün-
de nach BGE 131 V 49 stand (vgl. E. 2.2.3 hiervor); eine Aggravation wur-
de vom psychiatrischen Gutachter verneint (AB 127.1 S. 16 Ziff. 8.4). Damit 
bleibt gemäss BGE 143 V 409 anhand der massgebenden Standardindika-
toren zu prüfen, ob der diagnostizierten rezidivierenden depressiven 
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, invalidisierende Wirkung zu-
kommt (vgl. E. 2.2.3 hiervor). 

3.4 Zunächst sind - unter der Kategorie funktioneller Schweregrad (BGE 
141 V 281 E. 4.3 S. 298) - die Indikatoren zum Komplex 
Gesundheitsschädigung näher zu betrachten. Massgeblich sind demnach 
die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde, der Behandlungs- und 
Eingliederungserfolg resp. die -resistenz und allfällige Komorbiditäten (BGE 
141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 298 ff.).

3.4.1 Zum Indikator Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und 
Symptome ist festzuhalten, dass diese - gemäss Dr. med. G.________ - 
mittelgradig ausgeprägt sind (AB 127.1 S. 15 Ziff. 8.1), was im Lichte der 
Untersuchungsbefunde sowie des geschilderten Tagesablaufs bzw. der 
Aktivitäten (AB 127.1 S. 11 f. Ziff. 3.9 und S. 12 f. Ziff. 4) überzeugt.

3.4.2 Betreffend den Indikator Behandlungs- und Eingliederungserfolg 
oder -resistenz (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) ist zu bemerken, dass 
gemäss Dr. med. G.________ die bisherige psychiatrisch-psycho-
therapeutische und psychopharmakologische Behandlung zwar lege artis 
durchgeführt wurde, allerdings nicht mit optimaler Kooperation des Be-
schwerdeführers; es besteht eine Malcompliance betreffend die Therapie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 15

sitzungen und Medikamenteneinnahme (AB 127.1 S. 17 Ziff. 10.2). Des 
Weiteren hat sich der Beschwerdeführer noch nie einer stationären Thera-
pie unterzogen; die Durchführung einer solchen Massnahme erachtete Dr. 
med. G.________ jedoch als indiziert und auch zumutbar (AB 127.1 S. 17 
Ziff. 10.3). Mit Blick darauf lassen die vom Beschwerdeführer seit Jahren 
(seit 2010) in Anspruch genommenen Therapien (vgl. AB 23 S. 17) nicht 
auf eine höhere Schwere des Krankheitsgeschehens schliessen, dies we-
der damals noch heute. 

3.4.3 Im Weiteren sind psychische oder somatische Komorbiditäten bzw. 
begleitende krankheitswertige Störungen, welche dem Beschwerdeführer 
Ressourcen rauben würden (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.), nicht 
vorhanden. Der psychiatrische Gutachter verneinte eine Persönlichkeits-
veränderung nach Extrembelastung oder eine Störung aus dem schizo-
phrenen Formenkreis (AB 127.1 S. 13 Ziff. 4, S. 19 Ziff. 11.5 und 13).

3.4.4 Dafür, dass der Komplex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 
S. 302) einer Erwerbstätigkeit entgegensteht, bestehen keine Anhaltspunk-
te (AB 127.1 S. 16 Ziff. 8.7). 

3.4.5 Der Komplex sozialer Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) 
zeigt, dass der Beschwerdeführer über mobilisierbare Ressourcen verfügt. 
Ein ausgeprägter Rückzug aus dem sozialen Leben ist nicht ohne weiteres 
erkennbar. Aus dem Gutachten geht vielmehr hervor, dass der Beschwer-
deführer ausserhäuslichen Aktivitäten (Spaziergänge, Autofahren, Reisen) 
nachgeht und familienintern über intakte und tragende Beziehungen (Ehe-
frau, Kinder und Bruder) sowie über einige soziale Kontakte verfügt (AB 
127.1 S. 11 f. Ziff. 3.8 f. und S. 14). Ein sozialer Rückzug ist indessen stets 
im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu beurteilen (vgl. 
Entscheid des BGer vom 17. September 2012, 9C_148/2012, E. 2.2.4). In 
concreto stellte der Gutachter einen mit der Arbeitsunfähigkeit korrelieren-
den sozialen Rückzug fest (vgl. AB 127.1 S. 14 und S. 15 Ziff. 8.2); auf-
grund der Depression besteht eine Einschränkung in der Umsetzung der 
Ressourcen und auf der Ebene der sozialen Kommunikationsfähigkeit (AB 
127.1 S. 16 Ziff. 8.8 und S. 17 Ziff. 9.5). Dass die Ressourcen, welche der 
Beschwerdeführer aus den ausserhäuslichen Aktivitäten und den sozialen 
Kontakten gewinnen kann, eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit auf über 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 16

50 % zu begründen vermögen, schliesst der Gutachter mit dieser Beurtei-
lung sinngemäss aus.

3.4.6 Des Weitern ist in der Kategorie Konsistenz in Bezug auf die Ein-
schränkung des Aktivitätsniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 
141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.) keine Ungleichmässigkeit ersichtlich, attestier-
te der Gutachter in einer leidensangepassten Tätigkeit doch nicht eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit, sondern eine solche von 50 % (AB 127.1 S. 
20 Ziff. 14.2). Mit dieser Einschränkung stehen die Schilderungen des Be-
schwerdeführers zu seinem Tagesablauf und seinen sozialen Kontakten, 
welche sich in engen Grenzen halten (AB 127.1 S. 11 f. Ziff. 3.8 f. und 
S. 14), im Einklang. Dem Gutachten ist diesbezüglich zu entnehmen, dass 
der Beschwerdeführer vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
nicht das gleiche (niedrige) Aktivitätsniveau aufgewiesen hat wie heute. So 
hat er seine Berufstätigkeit aufgegeben und geht keinen sportlichen Akti-
vitäten (früher: Motorradfahren, Kickboxen und Krafttraining) mehr nach 
(AB 127.1 S. 12 Ziff. 3.9 und S. 14). Die vom Beschwerdeführer geschilder-
te Freizeitgestaltung beinhaltet zumindest keine fordernden Aktivitäten 
mehr. 

3.4.7 Der ebenfalls zur Kategorie Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4.2 
S. 304) gehörende Indikator behandlungs- und eingliederungsanam-
nestisch ausgewiesener Leidensdruck ist als erfüllt zu betrachten, nachdem 
der Beschwerdeführer seit Jahren therapeutische Optionen in Anspruch 
nimmt. Allerdings deutet der Umstand, dass die Therapien nicht mit optima-
ler Kooperation des Beschwerdeführers durchgeführt werden konnten (AB 
127.1 S. 17 Ziff. 10.2), auf einen nicht allzu hohen Leidensdruck hin. Der 
Gutachter sah darin aber keinen Anlass, an den festgestellten psychischen 
Einschränkungen zu zweifeln. Er hielt dazu lediglich fest, es bestehe eine 
Diskrepanz zwischen der Selbsteinschätzung hinsichtlich der Arbeitsfähig-
keit und dem Verhalten in der Freizeitgestaltung und bei sozialen Akti-
vitäten. Es sei aus psychiatrischer Sicht nicht nachvollziehbar, dass sich 
der Beschwerdeführer subjektiv überhaupt nicht arbeitsfähig fühle (AB 
127.1 S. 18 Ziff. 11.2). 

3.5 Zusammenfassend ist von mittelgradig ausgeprägten diagnoserele-
vanten Befunden auszugehen. Beim Beschwerdeführer sind zwar mobili-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 17

sierbare Ressourcen vorhanden, welche dieser aber aufgrund des mittel-
schweren depressiven Geschehens nicht voll ausschöpfen kann. Die Kon-
sistenzprüfung ergibt, dass das Aktivitätsniveau des Beschwerdeführers im 
Verhältnis zu seiner Arbeitsfähigkeit angemessen erscheint. Demgegenü-
ber können die Behandlungsmöglichkeiten und die Behandlungsoptionen 
nicht als ausgeschöpft gelten, was als Hinweis auf einen nicht allzu hohen 
Leidensdruck gewertet werden kann. Zwar handelt es sich dabei um einen 
wichtigen Schweregradindikator, der bei der Prüfung entscheidend in An-
schlag gebracht werden soll (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.). Er ver-
mag indessen in concreto im Rahmen einer umfassenden Betrachtung die 
übrigen Indikatoren nicht derart in den Hintergrund zu drängen, dass An-
lass dafür besteht, von der Beurteilung von Dr. med. G.________ vom 
25. April 2017 abzuweichen. Es ist folglich von der gutachterlich attestierten 
funktionellen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % sowohl in der 
bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit auszugehen (AB 127.1 
S. 20 Ziff. 14). 

Davon ausgehend ist der IV-Grad im Folgenden mittels Einkommensver-
gleichs zu bestimmen.

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 18

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.1.3 Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen 
(z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde 
Deutschkenntnisse) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist 
diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rech-
nung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich 
aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnü-
gen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invali-
ditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen entweder 
überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig 
zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Einkommen kann pra-
xisgemäss entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine ent-
sprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder durch 
Abstellen auf die statistischen Werte oder aber auf Seiten des Invalidenein-
kommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wer-
tes erfolgen (BGE 141 V 1 E. 5.4 S. 3, 135 V 58 E. 3.1 S. 59; Entscheid 
des BGer vom 17. Mai 2016, 8C_141/2016, 8C_142/2016, E. 5.2.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 19

Weicht der tatsächlich erzielte Verdienst mindestens 5 % vom branchenüb-
lichen LSE-Tabellenlohn ab, ist er im Sinne der Rechtsprechung deutlich 
unterdurchschnittlich und kann - bei Erfüllung der übrigen Voraussetzungen 
- eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen rechtfertigen. Es ist aller-
dings nur in dem Umfang zu parallelisieren, in welchem die prozentuale 
Abweichung den Erheblichkeitsgrenzwert von 5 % übersteigt (BGE 135 V 
297 E. 6.1.2 S. 303 und E. 6.1.3 S. 304). Daneben bleibt zusätzlich die 
Vornahme eines Abzugs vom anhand statistischer Durchschnittswerte er-
mittelten Invalideneinkommen möglich, wobei zu beachten ist, dass allfälli-
ge bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mitverantwort-
liche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten Leidensab-
zuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen. Der Abzug wird sich 
daher in der Regel auf leidensbedingte Faktoren beschränken und nicht 
mehr die maximal zulässigen 25 % für sämtliche invaliditätsfremden und 
invaliditätsbedingten Merkmale ausschöpfen (BGE 135 V 297 E. 5.3 S. 302 
und E. 6.2 S. 305, 134 V 322 E. 5.2 S. 328 und 6.2 S. 329).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). 

Gestützt auf die Anmeldung zum Leistungsbezug vom 6. Dezember 2010 
(AB 2) und Art. 29 Abs. 1 IVG (Entstehung des Rentenanspruchs frühes-
tens mit Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung) liegt der 
Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns im Juni 2011. Das Warte-
jahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG war in diesem Zeitpunkt erfüllt 
(vgl. AB 6 S. 4, AB 23 S. 4). Die für den Einkommensvergleich massge-
benden Werte wären auf dieses Jahr zu beziehen. Dass die Beschwerde-
gegnerin die Werte für das Jahr 2010 herangezogen hat, spielt im Ergebnis 
insofern keine Rolle, als Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidenti-
scher Grundlage zu erheben sind, was hier geschah. Zudem bestehen kei-
ne Anhaltspunkte dafür, dass das Abstellen auf die Werte des Jahres 2011 
zu einem massgeblich anderen Ergebnis führen würde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 20

4.2.1 Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne Ge-
sundheitsschaden weiterhin am angestammten Arbeitsplatz beim 
J.________ tätig wäre (vgl. AB 9), weshalb das Valideneinkommen gestützt 
auf die Angaben des ehemaligen Arbeitgebers auf Fr. 52‘444.-- 
(Fr. 4‘034.15 x 13; AB 9 S. 2 Ziff. 20 und AB 10.3 S. 1) festzusetzen ist. 
Dieser Lohn liegt jedoch unter dem branchenspezifischen statistischen 
Wert von Fr. 58‘925.85 (Fr. 4‘733.-- [BFS, LSE 2010, Tabelle TA1, Wirt-
schaftszweig Ziff. 86 {Gesundheitswesen}, Männer, Anforderungsniveau 4 
{einfache und repetitive Tätigkeiten}] x 12 Monate : 40 Wochenarbeitsstun-
den x 41.5 Wochenarbeitsstunden [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit {BUA}, 
Wirtschaftszweig Ziff. 86 {Gesundheitswesen}, 2010]), was einer Unter-
durchschnittlichkeit des effektiven Lohns gegenüber dem branchenüblichen 
Tabellenlohn von rund 11 % entspricht ([Fr. 58‘925.85 - Fr. 52‘444.--] : 
Fr. 58‘925.85 x 100). Zu berücksichtigen ist die Unterdurchschnittlichkeit 
über 5 %, mithin 6%; in diesem Umfang ist das Invalideneinkommen zu 
kürzen (vgl. E. 4.2.2 hiernach).

4.2.2 Da der Beschwerdeführer keine Verweistätigkeit im zumutbaren 
Rahmen aufgenommen hat, ist das Invalideneinkommen aufgrund des Ta-
bellenlohnes zu bestimmen. Gemäss der Tabelle TA1 der LSE 2010 (ab-
rufbar unter www.bfs.admin.ch) beträgt der massgebliche monatliche Brut-
tolohn (Total, Männer, Anforderungsniveau 4 [einfache und repetitive Tätig-
keiten]) Fr. 4‘901.--. Aufgerechnet auf ein Jahr und angepasst an die be-
triebsübliche Wochenarbeitszeit im Jahr 2010 von 41.6 Stunden (abrufbar 
unter www.bfs.admin.ch) ergibt dies - unter Berücksichtigung der Arbeits-
fähigkeit von 50 % (vgl. E. 3.5 hiervor) und der Parallelisierung von 6 % - 
ein jährliches Einkommen von Fr. 28‘747.-- (Fr. 4‘901.-- x 12 : 40 x 41.6 x 
0.5 - 6 %).

Da die behinderungsbedingten Einschränkungen bereits mit der Einschrän-
kung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50 % (vgl. E. 3.5 hiervor) 
berücksichtigt wurden und keine weiteren Gründe, die zu einer Einkom-
menseinbusse führen könnten, ersichtlich sind (vgl. E. 4.1.2 hiervor), recht-
fertigt sich vorliegend kein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn. Ins-
besondere ist gemäss der gestützt auf die LSE 2010 erstellten Tabelle zu 
den nach Beschäftigungsgrad, Geschlecht und beruflicher Stellung diffe-

http://www.bfs.admin.ch

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 21

renzierten monatlichen Durchschnittsbruttolöhnen (veröffentlicht im Anhang 
des vom BSV herausgegebenen IV-Rundschreibens Nr. 328 vom 22. Ok-
tober 2014) bei Männern ohne Kaderfunktion in Bezug auf eine Teilzeitar-
beit zwischen 50 % und 74 % nicht von einem proportional unterdurch-
schnittlichen Einkommen (Teilzeit zwischen 50 % und 74 %: Fr. 5‘918.--; 
Vollzeit: Fr. 5‘929.-- [Differenz: Fr. 11.--]) auszugehen (vgl. Beschwerde, 
S. 7 Art. 6.c). Den darüber hinaus in der Beschwerde (S. 7 Art. 6.c) aufge-
führten Einschränkungen (erhebliche Minderwertigkeitsgefühle, passive 
Tagesgestaltung) trägt bereits die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf 
50 % Rechnung. 

4.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 52‘444.-- und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 28‘747.-- resultiert eine Einkommenseinbusse von 
Fr. 23‘697.--, was einem IV-Grad von gerundet 45 % (zur Rundung: BGE 
130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S.123) entspricht. Damit besteht Anspruch auf 
eine Viertelsrente ab dem 1. Juni 2011 (vgl. E. 4.2 hiervor). 

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 14. November 
2017 (AB 140) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzu-
weisen. 

6.

6.1 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer 
zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine 
wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue 
Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das 
ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder 
dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich 
gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine 
angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 22

Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit 
darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 Abs. 4 ATSG).

6.2 Vorliegend erachteten sämtliche Gutachter die therapeutischen 
Möglichkeiten als nicht ausgeschöpft - vielmehr stellten sie eine 
Medikamentenmalcompliance sowie eine mangelhafte Teilnahme an den 
Therapiesitzungen fest - bzw. eine konsequente Befolgung der empfohle-
nen psychiatrisch-psychotherapeutischen und psychopharmakologischen 
Therapien (Sitzungsteilnahme, Medikamenteneinnahme, stationäre Thera-
pie) als indiziert und versprachen sich insbesondere von einer stationären 
Behandlung eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation (AB 23 S. 
20, AB 66 S. 7 und AB 127.1 S. 17 Ziff. 10.2 f.). Gemäss dem beweiskräfti-
gen Gutachten des Dr. med. G.________ sind die genannten Therapien, 
insbesondere auch eine stationäre psychiatrische Behandlung, - entgegen 
der Auffassung der behandelnden Ärzte (AB 31 und 52 S. 1) - aus medizi-
nischer Sicht auch zumutbar. Mithin ist erstellt, dass die gutachtlich vorge-
schlagenen therapeutischen Massnahmen im Sinne der 
Selbsteingliederung und damit der Schadenminderungspflicht dem 
Beschwerdeführer zumutbar sind. Weshalb nach Vorliegen der aktuellsten 
Expertise keine entsprechende Aufforderung von Seiten der 
Beschwerdegegnerin erging, ist somit nicht nachvollziehbar. Zudem ist der 
Grundsatz der Schadenminderung auch nach rechtskräftiger 
Rentenzusprache beachtlich; denn Art. 21 Abs. 4 ATSG beschränkt das 
Mahn- und Bedenkzeitverfahren nicht auf die Zeit vor der Rentenverfügung, 
sondern erklärt dieses ohne zeitliche Einschränkung u.a. mit der - hier 
erfüllten - Bedingung für anwendbar, dass eine zumutbare Behandlung 
eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit verspricht (Entscheid 
des BGer vom 26. März 2010, 9C_438/2009, E. 4.3).

6.3 Der Beschwerdegegnerin, an welche die Sache nach dem hiervor 
Gesagten zu überweisen ist, steht demnach mit Art. 21 Abs. 4 ATSG das 
rechtliche Instrument zur Verfügung, um die laufende Invalidenrente 
gegebenenfalls aufzuheben, sollte sich der Beschwerdeführer weiterhin 
einer konsequenten und alle Optionen umfassenden Depressionstherapie 
widersetzen resp. daran nicht hinreichend mitwirken. Sie hat zu diesem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 23

Zweck das Mahn- und Bedenkzeitverfahren einzuleiten und die Folgen 
einer Verletzung anzudrohen (BGer 9C_438/2009, E. 4.4).

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- festzusetzen 
und - unter Vorbehalt der unentgeltlichen Rechtspflege - dem 
unterliegenden Beschwerdeführer zur Bezahlung aufzuerlegen. 

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

7.3 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

7.3.1 Die Bedürftigkeit im Sinne der Prozessarmut ist aktenkundig (Be-
schwerdebeilage 2). Zudem kann das Verfahren nicht als von vornherein 
aussichtslos bezeichnet werden und die Notwendigkeit einer Rechtsverbei-
ständung ist zu bejahen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und 
Beiordnung von Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ ist demnach gutzuheis-
sen. Somit ist der Beschwerdeführer - unter Vorbehalt der Nachzahlungs-
pflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) - von der Zah-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/17/1063, Seite 24

lungspflicht betreffend die Verfahrenskosten zu befreien. Festzusetzen 
bleibt das amtliche Honorar von Rechtsanwalt Dr. iur. B.________.

7.3.2 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den 
gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der kantonalen Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschä-
digung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) be-
trägt der Stundenansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 26. Februar 2018 (Poststempel) macht Rechtsanwalt 
Dr. iur. B.________ einen Zeitaufwand von 11 Stunden bzw. ein Honorar 
von Fr. 2‘750.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 48.-- sowie die Mehrwertsteuer 
von 7.7 % (auf Fr. 2‘798.--) im Betrag von Fr. 215.45, total Fr. 3'013.45, 
geltend, was nicht zu beanstanden ist. Folglich wird der tarifmässige Par-
teikostenersatz für dieses Verfahren auf Fr. 3'013.45 festgesetzt. Davon ist 
Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Ur-
teils aus der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von Fr. 2’200.-- (11 h x 
Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 48.-- und Mehrwertsteuer von 
Fr. 173.10 (7.7 % von Fr. 2'248.--), total somit eine Entschädigung von 
Fr. 2’421.10, auszurichten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des 
Beschwerdeführers gegenüber dem Kanton Bern entsprechend den Vor-
aussetzungen von Art. 123 ZPO (vgl. Art. 113 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheis-
sen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird der Beschwerdeführer - unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO - jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3'013.45 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2’421.10 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

6. Die Sache wird an die IV-Stelle Bern überwiesen, damit sie im Sinne 
der Erwägung 6.3 verfahren kann.

7. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.