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**Case Identifier:** 7884315f-0d2b-5c16-9538-5f499f44e923
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-22
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2018 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2018
**Docket/Reference:** DB.2021.134
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/1-db.2021.134--1-st.2021.187.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2021.134 
1 ST.2021.187 

Entscheid 

22. April 2022  

Mitwirkend: 

Einzelrichter Marc Gerber und Gerichtsschreiber Ricardo Marino 

1.  A,    

2.  B,    

vertreten durch RA Dr.iur. C,  

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrenten,  

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerde-/ 
Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2018 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2018 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. A (nachfolgend der Pflichtige; zusammen mit seiner Ehegattin, B, die Pflich-

tigen) hat mit der D Bank AG (bzw. später E AG; nachfolgend die Bank) zwecks Finan-

zierung seiner Liegenschaft am 20. Februar 2013 einen Rahmenvertrag für einen Hy-

pothekarkredit  unterzeichnet.  Am  26.  Februar  2013  hat  der  Pflichtige  mit  der  Bank 

zusätzlich ein Zinstauschgeschäft mit Enddatum 31. Dezember 2042 abgeschlossen. 

In  der  Steuererklärung  2018  deklarierten  die  Pflichtigen  Zins-Swap  Absiche-

rungskosten  in  Höhe  von  Fr.  67'524.-  als  Schuldzinsen.  Mit  Veranlagungsverfügung 

und Einschätzungsentscheid vom 18. November 2020 wurden diese nicht zum Abzug 

zugelassen.  Begründet  wurde  dies  damit,  dass  –  abgesehen  von  einem  identischen 

Nominalbetrag – keine Verknüpfung von Zins-Swap und Libor-Hypothek ersichtlich sei. 

Die  Geschäfte  seien  zwar  zum  gleichen  Zeitpunkt  abgeschlossen  worden  und  es  sei 

naheliegend, dass es die Absicht der Pflichtigen gewesen sei, mit dem Abschluss des 

Zins-Swaps  eine  teilweise  Absicherung  des  Zinsrisikos  der  Libor-Hypothek  zu  errei-

chen. Dennoch sei das Zinsabsicherungsgeschäft gemäss vertraglicher Ausgestaltung 

vollständig  vom  Hypothekarvertrag  losgelöst  vereinbart  worden.  Die  Vereinbarung  sei 

insofern  mit  dem  Sachverhalt  gemäss  Verwaltungsgerichtsentscheid  vom  18. Januar 

2019  (SB.2018.00086)  vergleichbar;  es  liege  kein  kombiniertes  Finanzprodukt  vor, 

sondern der Zins-Swap stelle ein selbständiges, vom Hypothekarvertrag unabhängiges 

Rechtsgeschäft dar. 

B. Die hiergegen gerichtete Einsprache vom 17. Dezember 2020, mit welcher 

die Pflichtigen sich gegen die Nichtberücksichtigung der Zins-Swap Absicherungskos-

ten  wandten,  wies  das  kantonale  Steueramt  mit  Entscheid  vom  17.  September  2021 

ab. Begründet wurde dies mit der rechtlichen Selbständigkeit des Zins-Swaps und des 

Hypothekarkredits. Dem Zins-Swap liege keine Kapitalschuld zugrunde, womit die da-

für aufgewendeten Absicherungskosten nicht als Schuldzinsen nach Art. 33 Abs. 1 lit. a 

des  Bundesgesetzes  über  die  direkte  Bundessteuer  vom  14. Dezember  1990  (DBG) 

bzw. § 31 Abs. 1 lit. a des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) abzugsfähig seien. 

Mangels  Unterlagen,  welche  einen  anderen  Schluss  zulassen  würden,  hätten  die 

Pflichtigen die Folgen dieser Beweislosigkeit zu tragen. 

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C. Am 21. Oktober 2021 liessen die Pflichtigen Beschwerde und Rekurs erhe-

ben  und  beantragen,  es  sei  das  steuerbare  Einkommen  unter  Berücksichtigung  von 

Fr. 67'524.-  als  Schuldzinsen  im  Rahmen  der  interkantonalen  Steuerausscheidung 

einzuschätzen  bzw.  zu  veranlagen.  Zur  Begründung  wurde  im  Wesentlichen  vorge-

bracht, dass die Kosten des Zins-Swaps auf der Hypothekarschuld der Pflichtigen be-

ruhen  und  damit  rechtlich  zusammenhängen  würden.  Dies  berechtige  zu  einem 

Schuldzinsenabzug im Sinn von § 31 Abs. 1 lit. a StG und Art. 33 Abs. 1 lit. a DBG. 

Das  kantonale  Steueramt  schloss  mit  Beschwerde-  bzw.  Rekursantwort  vom 

8.  Dezember  2021  auf  kostenfällige  Abweisung  der  Beschwerde  bzw.  des  Rekurses. 

Zur  Begründung  wurde  auf  die  Ausführungen  im  Einspracheentscheid  verwiesen.  Er-

gänzend wurde darauf hingewiesen, dass es zwischen dem Zins-Swap und dem Bank-

kreditgeschäft eine wirtschaftliche Verbindung gebe, es sich aber um zwei unabhängi-

ge  Rechtsgeschäfte  handle.  Der  Zins-Swap  stelle  ein  reines  Zinstauschgeschäft  zu 

Absicherungszwecken  dar.  Dabei  ausgetauschte  Leistungen  seien  für  natürliche  Per-

sonen  im  Privatvermögen  einkommenssteuerneutral.  Aufwendungen  für  den  Zins-

Swap seien steuerlich nicht abzugsfähig. 

Auf die weiteren Parteivorbringen wird, soweit rechtserheblich, in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. a) Von den Einkünften werden die privaten Schuldzinsen im Umfang 

der  steuerbaren  Vermögenserträge  und  weiterer  Fr. 50'000.-  abgezogen  (Art. 33 

Abs. 1  lit. a  DBG).  Die  gleiche  Regelung  gilt  im  kantonalen  Recht  (§  31  Abs.  1  lit.  a 

StG).  

Die Abzugsfähigkeit nach Art. 33 Abs. 1 lit. a DBG bzw. § 31 Abs. 1 lit. a StG 

setzt  voraus,  dass  es  sich um  Schuldzinsen  handelt.  Bei  diesen  beiden  Normen  han-

delt  es  sich  um  solche  mit  wirtschaftlicher  Anknüpfung,  die  nach  wirtschaftlichen  Ge-

sichtspunkten  auszulegen  sind  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum 

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DBG, 3. A., 2016, Art. 33 N 8/8a DBG und Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Kommentar 

zum  Zürcher  Steuergesetz,  4.  A.,  2021,  §  31  N  13  StG;  auch  zum  Folgenden).  Beim 

Begriff  der  Schuldzinsen  handelt  es  sich  demnach  um  einen  wirtschaftlichen  Begriff 

(BGr, 14. April 2015 = StE 2015 B 27.2 Nr. 43). Im Sinn der gebotenen engen Ausle-

gung  sind  Schuldzinsen  alle  Vergütungen,  welche  die  steuerpflichtige  Person  einer 

Drittperson für die Gewährung einer Geldsumme oder das ihr zur Verfügung stehende 

Kapital zu leisten hat, sofern dieses Entgelt nach der Zeit und als Quote des Kapitals in 

Prozenten  berechnet  wird  und  damit  nicht  die  Kapitalschuld  getilgt  wird  (BGE  136  III 

247, E. 5; BGr, 4. Oktober 1991, ASA 61, 250 [254], StE 1992 B 27. Nr. 12 = StR 1993, 

280  [282]).  Das  Vorhandensein  einer  Kapitalschuld  (d.h.  einer  Verpflichtung,  welche 

Geld  zum  Leistungsgegenstand  hat)  ist  Voraussetzung  für  die  Abzugsfähigkeit  von 

Schuldzinsen  (Kapitalabhängigkeit).  Die  Kapitalschuld  muss  dabei  nicht  freiwillig  ent-

standen sein;  es  genügt,  dass  die  steuerpflichtige  Person  einer  Drittperson  einen  be-

stimmten  Geldbetrag schuldet.  Schuldzinsen  sind  deshalb alle geldwerten  Leistungen 

für  die  Kapitalnutzung,  soweit  sie  nicht  zur  Rückzahlung  des  Kapitals  führen.  Es  ist 

dabei unerheblich, ob das Entgelt periodisch oder aperiodisch geleistet wird, in einem 

festen  Prozentsatz  oder ob  es  variabel  (z.B.  indexiert)  ist.  Die abzugsfähigen  Schuld-

zinsen  finden  ihr  Gegenstück  in  den  steuerbaren  Zinsen  aus  Guthaben  im  Sinn  von 

Art. 20 Abs. 1 lit. a DBG bzw. § 20 Abs. 1 lit. a StG. 

b)  Bei  Swap-Vereinbarungen  handelt  es  sich  um  Tauschgeschäfte,  bei  wel-

chen auf eine im Voraus bestimmte Zeit und einen im Voraus bestimmten Nominalbe-

trag Zinszahlungen ausgetauscht werden. Der Nominalbetrag selbst wird nicht ausge-

tauscht,  dieser  dient  lediglich  als  Berechnungsgrundlage.  Zins-Swaps  dienen  i.d.R. 

dazu, ein Zinsrisiko zu vermindern bzw. abzusichern, sie können aber auch als reines 

Spekulationsinstrument  dienen.  Als  Zinsabsicherungsgeschäfte  werden  Zins-Swaps 

entweder  als  Kombinationsprodukte,  untrennbar  mit  einer  Libor-Hypothek  verbunden, 

angeboten, oder als selbständiges, von der Libor-Hypothek getrennt vereinbartes, deri-

vatives Finanzinstrument im Sinn von Ziff. 2.2.1 des Kreisschreibens Nr. 15 der Eidge-

nössischen Steuerverwaltung vom 3. Oktober 2017 betreffend Obligationen und deriva-

tive Finanzinstrumente als Gegenstand der direkten Bundessteuer, der Verrechnungs-

steuer sowie der Stempelabgaben (nachfolgend KS Nr. 15), ausgestaltet.  

Gewinne  aus  Termingeschäften  sind  steuerlich  gleich  zu  behandeln  wie  sol-

che aus Kassageschäften und stellen deshalb i.d.R. Kapitalgewinne dar (BGE 110 Ia 1 

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ff.;  KS  Nr.  15,  Ziff.  3.3).  Sie  sind  im  Privatvermögen  daher  grundsätzlich  steuerfrei 

(Art. 16  Abs.  3 DBG  bzw.  §  16  Abs.  3  StG).  Entsprechende  Verluste  im  Privatvermö-

gen  sind  steuerlich  unbeachtlich.  Damit  ist  jedenfalls  dann,  wenn  der  Zins-Swap  von 

der  Libor-Hypothek  losgelöst  und  separat  handelbar  ist,  von  einer  derivativen  Vermö-

gensanlage  auszugehen.  Zwischen  den  Vertragsparteien  findet  kein  Austausch  der 

Nominalbeträge statt. Folglich liegt bei einem Zins-Swap keine Obligation vor, auf wel-

cher  Erträge  bezahlt  werden  könnten.  Bei  den  sogenannten  Zinsen  handelt  es  sich 

daher auch nicht um Zinserträge im steuerlichen Sinn, sondern um Kapitalgewinne aus 

Veräusserungsgeschäften.  Im  Privatvermögen  stellen  die  Swap-Kosten  entsprechend 

keine abzugsfähigen Zinskosten und die Vergütung des Libor-Satzes kein steuerbares 

Einkommen  dar.  Ein  allfälliger  Verlust  bei  der  Auflösung  des  Zins-Swaps  stellt  einen 

privaten Kapitalverlust dar, ein allfälliger Gewinn einen privaten Kapitalgewinn. Solche 

privaten  Kapitalverluste  und  -gewinne  sind  steuerlich  unerheblich  (VGr,  18.  Janu-

ar 2019, SB.2018.00086; vgl. auch Thurgauer Steuerpraxis, StP 34 Nr. 9, Ziff. 3.3.2).  

2. a) Die Pflichtigen deklarierten in ihrer Steuererklärung 2018 Zins-Swap Ab-

sicherungskosten in Höhe von Fr. 67'524.-. Die Vorinstanz verweigerte den Abzug die-

ser Kosten mit der Begründung, dass der Zins-Swap nicht untrennbar mit dem Basis-

geschäft  verknüpft  sei.  Wie  im  Fall  des  Urteils  des  Verwaltungsgerichts  vom 

18. Januar 2019  (SB.2018.00086)  liege  auch  vorliegend  kein kombiniertes  Finanzpro-

dukt vor, sondern der Zins-Swap stelle ein selbständiges, vom Hypothekarvertrag un-

abhängiges  Rechtsgeschäft  dar,  womit  die  dafür  aufgewendeten  Absicherungskosten 

nicht  als  Schuldzinsen nach Art.  33  Abs.  1  lit.  a DBG  bzw.  § 31  Abs.  1 lit.  a  StG  ab-

zugsfähig seien.  

Die  Pflichtigen  halten  diesen  Vorbringen  in  erster  Linie  entgegen,  dass  die 

beiden  Geschäfte  –  Hypothekarvertrag  und  Zins-Swap  Vertrag  –  gleichzeitig  abge-

schlossen  worden  seien.  Der  Zins-Swap  Vertrag  beziehe  sich  explizit  auf  den  Hypo-

thekarvertrag.  Er  belaufe sich  zudem  auf  den  Nominalbetrag von  Fr. 2.6  Mio.  Mit  Be-

zug  auf  den  zitierten  Verwaltungsgerichtsentscheid  haben  die  Pflichtigen  sodann 

entgegnet, dass der Basisbetrag des Zins-Swaps dort vom Hypothekarbetrag abgewi-

chen sei. Das Geschäft habe auch erst mehr als zwei Jahre nach dem Abschluss der 

Hypothek  zu  laufen  begonnen.  Darin  sei  die  vollständige  Trennung  der  beiden  Ge-

schäfte  zu  erblicken  gewesen,  welche  vom  Verwaltungsgericht  gerügt  worden  sei. 

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Demgegenüber  seien  die  Verträge  vorliegend  in  zeitlicher  Nähe  abgeschlossen  wor-

den. Auch der Beginn der Laufzeiten würde sich decken. Die Konstellation, welche im 

Urteil  vom  18. Januar  2019  vom  Verwaltungsgericht  zu  beurteilen  war,  unterscheide 

sich somit fundamental vom vorliegenden Fall. 

b)  aa)  In  seinem  Entscheid  vom  18.  Januar  2019  prüfte  das  Verwaltungsge-

richt, ob es sich beim Zins-Swap um ein vom Hypothekarvertrag selbständiges, unab-

hängiges Rechtsgeschäft handelte. Es bejahte dies und verneinte die Abzugsfähigkeit 

der für den Zins-Swap aufgewendeten Kosten. Aufgrund der zivilrechtlichen Ausgestal-

tung der beiden Verträge verneinte das Verwaltungsgericht auch den engen Finanzie-

rungszusammenhang,  wobei  es  sich  nicht  eindeutig  dazu  äusserte,  ob  ein  enger  Fi-

nanzierungszusammenhang  überhaupt  zur  Abzugsfähigkeit  der  Kosten  für  den  Zins-

Swap führen könnte (VGr, 18. Januar 2019, SB.2018.00086, E. 3.3, auch zum Folgen-

den). Das Verwaltungsgericht führte nicht im Detail aus, was unter selbständigen, un-

abhängigen  Rechtsgeschäften  zu  verstehen  ist.  Der  Begriff  der  Selbständigkeit  und 

jener  der  Unabhängigkeit  sind  jedoch  auseinanderzuhalten.  Ersteres  ist  bereits  dann 

gegeben, wenn zwei Rechtsgeschäfte vorliegen. Die Unabhängigkeit zweier selbstän-

diger  Rechtsgeschäfte  setzt  jedoch  voraus,  dass  die  beiden  Rechtsgeschäfte  nicht 

vom  jeweiligen  anderen  Rechtsgeschäft  abhängig  sind.  Dem  Verwaltungsgerichtsent-

scheid  vom  18.  Januar  2019  lag  ein  Hypothekarvertrag  und  ein  Zins-Swap-Vertrag 

zugrunde,  welche  keine  Verweise  auf  den  jeweils  anderen  Vertrag  enthielten.  Somit 

fehlte  jegliche  zivilrechtliche  Verknüpfung,  weswegen  das  Verwaltungsgericht  sowohl 

die Selbständigkeit  als  auch  die  Unabhängigkeit der  beiden  Rechtsgeschäfte  bejahte, 

ohne im Detail auf die beiden Begriffe eingehen zu müssen. Dennoch stellte es zumin-

dest klar, dass die zivilrechtliche Ausgestaltung der Verträge entscheidend ist und nicht 

eine allfällige wirtschaftliche Betrachtungsweise. 

Zu prüfen ist somit in einem ersten Schritt, ob der Hypothekarvertrag und der 

Zins-Swap Vertrag selbständige Rechtsgeschäfte darstellen. Im vorliegenden Fall wur-

de  der  Hypothekarvertrag  am  20.  Februar  2013  geschlossen  und  weist  einen  Kredit-

rahmen von Fr. 2.6 Mio. auf. Der Zins-Swap Vertrag datiert vom 26. Februar 2013 und 

es wurde ein Nominalbetrag in Höhe von Fr. 2.6 Mio. vereinbart.  

Der  Zins-Swap  Vertrag  hat  eine  Laufzeit  bis  31.  Dezember  2042.  Er  kann 

erstmals  nach  10  Jahren  aufgelöst  werden,  danach  jährlich.  Die  Rollover-Hypothek, 

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welche  basierend  auf  dem  Hypothekarvertrag  gewährt  wird,  wies  initial  eine  Laufzeit 

von  5  Jahren  auf.  Im  Rahmen  der  Erneuerung  der  Hypothek  per  27.  Februar  2018 

wurde eine Laufzeit von 3 Jahren festgelegt. Der Hypothekarvertrag selbst ist jederzeit 

kündbar. 

Den Akten kann sodann entnommen werden, dass der Zins-Swap Vertrag der 

Bank das Recht zur vorzeitigen Auflösung des Zins-Swaps einräumt für den Fall, dass 

die gemäss Kreditvertrag ausstehende Schuld, auf welche sich das Zinsbegrenzungs-

geschäft  bezieht,  unter  den  Nominalbetrag  eines  solchen  Zinsbegrenzungsgeschäfts 

fällt. Tritt dieses Ereignis ein, ist die Bank berechtigt (aber nicht verpflichtet), das Zins-

tauschgeschäft ganz oder teilweise aufzulösen. Als Kreditvertrag im Sinn dieser Klau-

sel  gelte  auch  der  am  20.  Februar  2013  zwischen  der  Bank  und  dem  Pflichtigen  ge-

schlossene Rahmenkreditvertrag.  

Mit  dem  Hypothekarvertrag  wurde  auch eine  Sicherungsabrede  in Bezug  auf 

einen  Inhaber-Schuldbrief  im  1.  Rang,  vom  20.  Dezember  1982,  lautend  auf  Grund-

buch Uster Nr. …, geschlossen. Diese statuiert, dass die Kapitalforderungen aus  die-

sem Schuldbrief der Bank Sicherheit für sämtliche Forderungen gegenüber dem Pflich-

tigen  biete.  Ziff.  5  der  Sicherungsabrede  hält  diesbezüglich  fest,  dass  die  Bank  den 

Schuldbrief  mit  einer  Kündigungsfrist  von  drei  Monaten  auf  das  Ende  eines  Monats 

kündigen kann, sofern sich der Pflichtige mit mindestens einer der gesicherten Forde-

rungen in Verzug befindet. Sofern sich der Pflichtige mit der Zahlung von Zinsen oder 

Amortisationen im Verzug befindet, kann die Kündigung unabhängig vom Wortlaut des 

Pfandtitels per sofort erfolgen.  

Mit Schreiben vom 16. Dezember 2020 hat die Bank auf Verlangen des Pflich-

tigen zum Verhältnis des Zins-Swaps und dem Hypothekarkredit Stellung genommen. 

Diesbezüglich hat die Bank ausgeführt, dass es sich bei den beiden Elementen – Zins-

Swap  und  Libor-Hypothek  –  um  eigenständige  Rechtsgeschäfte  handle,  die  rechtlich 

unabhängig  voneinander  bestehen  würden.  Es  verhalte  sich  indessen  so,  dass  Zins-

Swap  und  Libor-Hypothek  eine  wirtschaftliche  Einheit  bilden  würden.  Es  könne  auch 

von einer faktischen Einheit gesprochen werden. Ohne Zweifel, so die Bank, wäre es 

nicht  zu  einem  Abschluss  des  Zins-Swaps  gekommen,  wenn nicht  eine  Hypothekarfi-

nanzierung im selben Umfang bei der Bank in Anspruch genommen worden wäre. Ein 

singulärer Zins-Swap mit entsprechenden Konditionen würde Privatkunden ohne Hypo-

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thekarkredit  generell  nicht  angeboten.  Die  Bank  wies  abschliessend  darauf  hin,  dass 

der  Nominalwert  von  Zins-Swap  und  Libor-Hypothek  nicht  zwingend  immer  identisch 

sein  müsste.  Aus  Sicht  der  Bank  bestehe  jedoch  insofern  eine  Abhängigkeit,  als  die 

Bank das Recht habe, den Zins-Swap in dem Umfang aufzulösen, in welchem die Hy-

pothekarforderung sich reduziere.  

Mit  Schreiben  vom  1.  März  2021  hat  die  Bank  sich  auf  Aufforderung  des 

Pflichtigen  nochmals  zur  Finanzierung  geäussert.  Sie  hat  ausgeführt,  dass  man  sich 

zum  Abschluss einer  Libor-basierten  Rollover-Hypothek  entschieden  habe,  die mit  ei-

nem langlaufenden (Libor-) Zins-Swap abgesichert werden sollte. Die gesamte Finan-

zierung laufe bis 31. Dezember 2042, wobei die Rahmenlaufzeit der Rollover-Hypothek 

naturgemäss periodisch mit Rahmenlaufzeiten zwischen 3 und 5 Jahren erneuert wer-

de. Die Auflösungsbedingungen für die Hypothek könnten dem Hypothekarvertrag ent-

nommen  werden und diejenigen für  das  Zinstauschgeschäft  seien  im  Zins-Swap  Ver-

trag  geregelt.  Die  Bank  behalte  sich  das  Recht  zur  vorzeitigen  Auflösung  von 

Zinsbegrenzungsgeschäften  im  Zusammenhang mit  Kreditverträgen  vor.  Im Wesentli-

chen  habe  die  Bank  das  Recht,  eine  (Teil-)Auflösung  des  Absicherungsgeschäfts  zu 

fordern,  sofern  der  Kreditbetrag  der  Rollover-Hypothek  unter  den  Nominalbetrag  des 

Zins-Swaps fallen sollte. 

bb)  Im  Ergebnis  ist  erstellt,  dass  beim  Hypothekarkredit  und  dem  Zins-Swap 

von  zwei  zivilrechtlich  selbständigen  Rechtsgeschäften  auszugehen  ist,  die  nur  wirt-

schaftlich als Einheit betrachtet werden können. Der Umstand, dass im Zins-Swap Ver-

trag  Bezug  auf  den  Hypothekarkredit  genommen  wird,  ändert  daran  nichts.  Dies  ent-

spricht  denn  auch  dem  Verständnis  der  Bank,  welche  festhält,  dass  es  sich  um  zwei 

verschiedene Rechtsgeschäfte handle. Der Hypothekarvertrag und der Zins-Swap Ver-

trag  weisen  zudem  unterschiedliche  Kündigungsmodalitäten  sowie  unterschiedliche 

Laufzeiten  auf,  was den Charakter  des  Zins-Swaps  als  selbständiges  Rechtsgeschäft 

ebenfalls unterstreicht.   

c)  aa)  Zu  prüfen  bleibt, ob  die  beiden  Rechtsgeschäfte  voneinander  rechtlich 

unabhängig  sind.  Ist  dies  der  Fall,  ist  nach  Rechtsprechung  des  Verwaltungsgerichts 

auch  ein  allfälliger  enger  Finanzierungszusammenhang  zu  verneinen  (VGr,  18.  Janu-

ar 2019, SB.2018.00086, E. 3.3). 

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Für eine allfällige Abhängigkeit zwischen den beiden Rechtsgeschäften ist ir-

relevant,  ob  der  Hypothekarvertrag  und  das  Absicherungsgeschäft  zeitgleich  abge-

schlossen  wurden  und  zu  laufen  begannen  und  das  Absicherungsgeschäft  gemäss 

Auskunft  der  Bank  nur  unter  der  Bedingung  des  Abschlusses  auch  eines  Hypothe-

karkredits  eingegangen  wurde.  Ebenfalls  unbeachtlich  ist  der  Umstand,  dass  sowohl 

für  die  Hypothek  wie  auch  für  den  Zins-Swap  dieselben  Nominalbeträge  vorgesehen 

wurden. Auch die lange Laufzeit des Zins-Swaps vermag keine Abhängigkeit zwischen 

dem  Zins-Swap  und der  Hypothek  zu begründen. Wirtschaftlich mag es  zwar  sinnvoll 

sein, dass die beiden Rechtsgeschäfte aufeinander abgestimmt wurden, jedoch ergibt 

sich  daraus  keine  zivilrechtliche  Abhängigkeit.  Demgegenüber  ist  mit  Bezug  auf  das 

Recht der Bank, den Nominalbetrag des Zins-Swaps an den Kreditbetrag anzupassen, 

zu differenzieren. Zu beachten ist auch, dass mit der Sicherungsabrede grundsätzlich 

auch  Forderungen  aus  dem  Hypothekarkredit  sowie  Forderungen  aus  dem  Zinsabsi-

cherungsgeschäft besichert wurden.  

bb) Im vorliegenden Fall vermag die Verknüpfung der beiden Rechtsgeschäfte 

bei  einer  Gesamtbetrachtung  keine  ausreichende  zivilrechtliche  Abhängigkeit  zu  be-

gründen.  Das Recht  der  Bank  den  Zins-Swap  im  Falle  einer  Reduktion der  Hypothek 

(teilweise)  aufzulösen  stellt  keine  Verpflichtung  zur  teilweisen  Auflösung  dar.  Ausser-

dem hätte eine Auflösung des Zins-Swaps keinen vergleichbaren Einfluss auf den Hy-

pothekarvertrag.  Der  Abschluss  des  Zins-Swaps  war  insbesondere  weder  Vorausset-

zung  für  den  Abschluss  des  Hypothekarvertrages  (sondern  umgekehrt)  und  eine 

Auflösung des Zins-Swaps ist vertraglich auch kein Grund für eine Anpassung des Hy-

pothekarvertrages bzw. der vorgesehenen Verzinsung. Im Hypothekarvertrag wie auch 

den  Bestätigungen  der  Rollover-Hypothek  fehlt  ein  Verweis  auf  den  Zins-Swap  sogar 

gänzlich. Dies unterstreicht den Charakter des Zins-Swaps als reines Absicherungsge-

schäft.  Hätte  die  Bank  die  Absicherungskosten  unter  dem  Zins-Swap  ebenfalls  ganz 

oder  teilweise  als  Abgeltung  für  den  Hypothekarkredit  verstanden,  wären  die  Folgen 

einer  Auflösung  des  Zins-Swaps  im  Hypothekarvertrag  abgebildet  worden.  Dass  der 

Zins-Swap nur zusammen mit der Kreditfinanzierung angeboten wurde, ändert an die-

ser Beurteilung nichts. 

Hinzu  kommt,  dass  die  Bank  in  Bezug  auf  das  Zinstauschgeschäft  wie  er-

wähnt nur das Recht, nicht aber die Pflicht hat, das Absicherungsgeschäft (ganz oder 

teilweise)  aufzulösen,  wenn  die  gemäss  Hypothekarvertrag  ausstehende  Schuld,  auf 

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welche  sich  das  Zinsbegrenzungsgeschäft  bezieht,  unter  den  Nominalbetrag  dieses 

Zinsbegrenzungsgeschäfts  fällt. Wie  auch  die  Bank  schreibt,  handelt  es  sich  lediglich 

um  eine  faktische,  nicht  um  eine  rechtliche  Abhängigkeit  der  beiden  Geschäfte.  Den 

Parteien  wäre  es  basierend  auf  den  vertraglichen  Grundlagen  insbesondere  unbe-

nommen,  das  Zinstauschgeschäft  trotz  Auflösung  des  Hypothekarkredits  weiterzufüh-

ren. Eine zivilrechtliche Verknüpfung zwischen Kapitalschuld und Absicherungskosten, 

welche die beiden Rechtsgeschäfte als voneinander abhängig erscheinen lassen wür-

de, ist daher auch vor diesem Hintergrund zu verneinen. 

Was sodann die Sicherungsabrede betrifft, wurde diese als Sicherheit im Hy-

pothekarvertrag  vorgesehen.  Der  Zins-Swap  Vertrag  äussert  sich  nicht  zu  Sicherhei-

ten. Davon abgesehen betrifft diese Thematik eine Haftungsfrage, die ebenfalls keine 

ausreichende  zivilrechtliche  Abhängigkeit  zwischen  dem  Hypothekarvertrag  und  dem 

Zins-Swap Vertrag begründet. Würde der Zins-Swap Vertrag aufgelöst, würde die Be-

sicherung der Hypothek dadurch nicht tangiert. Das Auflösen des Hypothekarvertrags 

würde es der Bank zwar ermöglichen auch den Zins-Swap Vertrag aufzulösen, jedoch 

wäre es ihr auch freigestellt, den Zins-Swap Vertrag (allenfalls ohne Besicherung) wei-

terzuführen.  

cc) Damit fehlt es für die Zwecke der vorliegenden Beurteilung an einer aus-

reichenden zivilrechtlichen Abhängigkeit zwischen Zins-Swap und Hypothekargeschäft. 

Der  Hypothekarvertrag  und  der  Zins-Swap  Vertrag  stellen  somit  zwei  selbständige, 

unabhängige  Rechtsgeschäfte  dar.  Nach  Rechtsprechung  des  Verwaltungsgerichts 

verbleibt  somit  auch  kein  Raum  für  einen  engen  Finanzierungszusammenhang,  der 

allenfalls  zur  Abzugsfähigkeit  der  Kosten  des  Zins-Swaps  führen  würde  (VGr,  18.  Ja-

nuar 2019, SB.2018.00086, E. 3.3).  

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d) Was die Pflichtigen dagegen vorbringen vermag nicht zu überzeugen. 

aa)  Das  Argument,  der  Nominalbetrag  des  Zins-Swaps  würde  der  Höhe  der 

Hypothekarschuld entsprechen, hilft nach dem Gesagten nicht weiter. Wie bereits aus-

geführt genügt eine faktische Abstimmung oder Angleichung nicht. Stattdessen ist eine 

zivilrechtliche  Abhängigkeit  erforderlich.  Aus  demselben  Grund  ist  auch  die  zeitnahe 

Unterzeichnung der beiden Verträge unbeachtlich.  

bb) Die Pflichtigen machen weiter geltend, dass die Belastung durch Hypothe-

karzinsen und Zins-Swap Kosten gesamthaft zu betrachten sei, da andernfalls im Zeit-

punkt der Finanzierung im Jahr 2013 nur ein Zins von 0.76% geschuldet gewesen wä-

re.  Es  sei  undenkbar,  dass  eine  solch  tiefe  Hypothek  ohne  das  Zinsabsicherungs-

geschäft gewährt worden wäre, weshalb letzteres als eigentliche Voraussetzung für die 

Gewährung der Hypothek zu betrachten sei. 

Auch  dieses  Argument  ist  nach  dem  Gesagten  unbehelflich. Wie  gezeigt  ha-

ben die Pflichtigen sich auf die zivilrechtliche Ausgestaltung des Sachverhalts behaften 

zu lassen. Der Hypothekarvertrag setzt den Abschluss eines Zinstauschgeschäfts ge-

rade  nicht  voraus  und  eine  Kündigung  des  einen  führt  nicht  zwingend  zur  Auflösung 

des  anderen  Vertrages.  Nur  der  Zins-Swap  Vertrag  räumt  der  Bank  unter  gewissen 

Voraussetzungen ein Recht zur (Teil)Auflösung ein. Darüber hinaus bedingen sich die 

beiden  Verträge  gegenseitig  in  keiner  Weise.  Der  vorliegend  zu  beurteilende  Zins-

Swap stellt damit ein selbständiges, vom Hypothekarvertrag unabhängiges Rechtsge-

schäft  dar.  Selbst  wenn  der  gleichzeitige  Abschluss  des  Zinstauschgeschäfts  dazu 

geführt haben sollte, dass unter dem Rahmenkreditvertrag günstigere Konditionen ver-

einbart werden konnten, kann dies nach dem Gesagten nicht zur Annahme eines kom-

binierten  Finanzprodukts  und  damit  zu  einer  Umqualifikation  der  Zins-Swap  Absiche-

rungskosten  in  steuerlich  abzugsfähige  Schuldzinsen  führen.  Eine  entsprechende 

Qualifikation von Kosten als  abzugsfähige Schuldzinsen kann nicht von den rein sub-

jektiven Beweggründen der Parteien zur Finanzierungsstrukturierung abhängen, könn-

te  ansonsten  ein  enger  wirtschaftlicher  Zusammenhang  mit  einer  Hypothekarschuld 

ohne  weiteres  auch  für  andere  Termingeschäfte  im  Privatvermögen  konstruiert  und 

könnten die entsprechenden Kosten dadurch in abzugsfähige Schuldzinsen umqualifi-

ziert  werden.  Diese  Auffassung  wird  denn  auch  dadurch  bestätigt,  dass  –  wie  die 

Pflichtigen  selber  einräumen  –  die  Belastung durch  Hypothekarzinsen  und  Zins-Swap 

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Absicherungskosten  im  Jahr  2018  mit  ca.  3.36%  vergleichsweise  hoch  wäre.  So,  wie 

initial durch die gewählte Finanzierungsstruktur von einer insgesamt eher tiefen Belas-

tung  mit  Hypothekarzinsen  und  Absicherungskosten  profitiert  werden  konnte,  so  sind 

auch  die  durch  einen  negativen  Libor  Zinssatz  bedingten  Kosten,  welche  im  Zins-

tauschgeschäft begründet sind, letztlich als dem Zinstauschgeschäft inhärentes Risiko 

hinzunehmen.  

e) Auch isoliert betrachtet sind die Kosten für den Zins-Swap Vertrag nicht als 

abzugsfähige Schuldzinsen im Sinn von § 31 Abs. 1 lit. a StG bzw. Art. 33 Abs. 1 lit. a 

DBG zu qualifizieren. Die Kosten unter dem Zins-Swap fallen gerade nicht für die Ge-

währung einer Geldsumme oder das zur Verfügung stehende Kapital an. Sie resultie-

ren  vielmehr  aus  der  im  vorliegenden Fall  gewählten  Finanzierungsstruktur  bzw.  dem 

Wunsch der Pflichtigen, gleichzeitig mit dem Hypothekarvertrag ein Zinstauschgeschäft 

zu vereinbaren, um sich gegen potentiell steigende Zinsen abzusichern. Damit mangelt 

es für eine Subsumtion der Zins-Swap Absicherungskosten unter § 31 Abs. 1 lit. a StG 

bzw. Art. 33 Abs. 1 lit. a DBG an der zentralen Voraussetzung der Kapitalabhängigkeit. 

Der dem Zins-Swap zugrunde gelegte Betrag bildet lediglich die Basis zur Berechnung 

der gegenseitig geschuldeten Zinszahlungen unter dem Zinstauschgeschäft. Die Quali-

fikation von Kosten als Schuldzinsen kann mithin nicht alleine von den subjektiven Be-

weggründen  der  Parteien  abhängen.  Massgebend  sind  vielmehr  die  zwischen  diesen 

tatsächlich  geschlossenen  Vereinbarungen,  d.h.  die  zivilrechtliche  Ausgangslage  (vgl. 

auch VGer BE, 9. Juni 2021, 100.2019.134/135, E 4.1.5). Demgemäss kann die Funk-

tion  des  Zins-Swaps  ungeachtet  allfälliger  wirtschaftlicher  Überlegungen  auch  im  vor-

liegenden Fall nur in der Absicherung eines Zinsrisikos, nicht jedoch in der Abgeltung 

des Hypothekarkredits, bestanden haben. 

f)  Zusammenfassend  ist  die  Abzugsfähigkeit  der  Kosten  für  den  Zins-Swap 

Vertrag zu verneinen. Beim Hypothekarvertrag und dem Zins-Swap Vertrag handelt es 

sich um  zwei  selbständige,  unabhängige Rechtsgeschäfte.  Somit  ist  ein enger  Finan-

zierungszusammenhang zu verneinen. Auch isoliert betrachtet stellen die für den Zins-

Swap aufgewendeten Absicherungskosten keine abzugsfähigen Schuldzinsen im Sinn 

von § 31 Abs. 1 lit. a StG bzw. Art. 33 Abs. 1 lit. a DBG dar.  

Diese  Beurteilung  steht  im  Übrigen  im  Einklang  mit  der  bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung  zur  Gleichstellung  von  Vorfälligkeitsentschädigungen  mit  Schuldzin-

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sen (vgl. BGr, 16. Dezember 2019, 2C_1009/2019, E. 2.2). Wenn nämlich selbst Kos-

ten,  die  im  Zusammenhang  mit  der  vorzeitigen  Auflösung  einer  Darlehensschuld  ent-

stehen,  nur  unter  sehr  engen  Voraussetzungen  Schuldzinsen  gleichgestellt  werden 

(nämlich im Fall der Anpassung der Darlehenskonditionen bei gleichzeitiger Weiterfüh-

rung  des  Darlehensverhältnisses  beim  bisherigen  Darleiher),  muss  Absicherungskos-

ten  aus  einem rechtlich selbständigen  Zins-Swap,  der  lediglich in wirtschaftlicher  Hin-

sicht  mit  der  Hypothekarschuld  in  Zusammenhang  steht,  eine  Gleichstellung  mit 

Schuldzinsen in jedem Fall versagt werden.  

3.  Die  vorstehenden  Erwägungen  führen  zur  Abweisung  der  Rechtsmittel. 

Ausgangsgemäss  sind  die  Verfahrenskosten  den  Pflichtigen  aufzuerlegen  (Art.  144 

Abs. 1 DBG bzw. § 151 Abs. 1 StG). Die Zusprechung einer Parteientschädigung ent-

fällt (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwal-

tungsverfahren  vom  20. Dezember  1968;  § 152  StG  i.V.m.  §  17  Abs. 2  des  Verwal-

tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959). 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

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