# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8067f98b-1da8-5828-bd08-a6de97caaab4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 14.11.2018 810 18 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-18-59_2018-11-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 14. November 2018 (810 18 59) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Steuern und Kausalabgaben  

 

 
Staatssteuer 2015 / Steuerrechtlicher Wohnsitz 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiber Sandro 
Jaisli  
 
 

Beteiligte A.A.____ und B.A.____, vertreten durch Dr. Patrick Sutter, Rechts-
anwalt 
 
 

 gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Steuergericht), Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 
Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rechtsdienst, 
Rheinstrasse 33, Postfach, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Staatssteuer 2015  

(Entscheid der Abteilung Steuergericht vom 3. November 2017) 

 

 
 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. Mit Schreiben vom 7. März 2017 teilte die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz 

A.A.____ und B.A.____ mit, dass sie sich aufgrund einer Kontrolle gezwungen sehe, die Veran-

lagungsverfügung 2015 für die kantonalen und die direkten Bundessteuern zu widerrufen. 

 

B. Am 24. April 2017 veranlagte die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft 

(Steuerverwaltung) das Ehepaar A.A.____ und B.A.____ für die Staats- und die direkte Bun-

dessteuer 2015. Dagegen liessen die Eheleute am 18. Mai 2017 Einsprache erheben. Sie 

machten hauptsächlich geltend, ihr Wohnsitz habe sich per Ende Dezember 2015 in B.____ im 

Kanton Schwyz befunden. Es sei daher dem Kanton Schwyz mitzuteilen, dass dieser den Wi-

derruf vom 7. März 2017 aufheben und eine bereinigte Veranlagungsverfügung senden könne. 

Der Kanton Basel-Landschaft habe für die Eigentumswohnung in C.____ (BL) die interkantona-

le Steuerausscheidung vorzunehmen. Die Steuerverwaltung wies die Einsprache mit Entscheid 

vom 7. Juli 2017 ab. 

 

C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhoben A.A.____ und B.A.____, beide vertreten 

durch Dr. Patrick Sutter, Advokat, am 9. August 2017 Rekurs beim Steuer- und Enteignungsge-

richt Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht), und beantragten in Aufhebung 

der Veranlagungsverfügung und des Einspracheentscheides die Feststellung, dass sie per 

31. Dezember 2015 aufgrund ihres steuerrechtlichen Wohnsitzes ausschliesslich im Kanton 

Schwyz subjektiv steuerpflichtig gewesen seien. Das Steuergericht wies den Rekurs mit Ent-

scheid vom 3. November 2017 ab. 

 

D. Gegen diesen Entscheid erhoben A.A.____ und B.A.____, nach wie vor vertreten 

durch Dr. Patrick Sutter, mit Eingabe vom 23. Februar 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, 

Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und beantragten zusammenge-

fasst, der Entscheid des Steuergerichts in Sachen Staatssteuer 2015 vom 3. November 2017 

sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass der steuerrechtliche Wohnsitz der Beschwerde-

führer per 31. Dezember 2015 B.____ gewesen sei und die Beschwerdeführer damit einzig be-

züglich ihrer Liegenschaft in C.____ im Rahmen der Steuerausscheidung einer objektiven 

Steuerpflicht im Kanton Basel-Landschaft unterlägen. 

 

E. In seiner Stellungnahme vom 7. März 2018 beantragte das Steuergericht die Abwei-

sung der Beschwerde und verwies auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids. 

 

F. Die Steuerverwaltung stellte in ihrer Vernehmlassung vom 19. März 2018 den Antrag 

auf Abweisung der Beschwerde.  

 

G. Mit Schreiben vom 24. April 2018 wies das Kantonsgericht die Beschwerdeführer da-

rauf hin, dass deren Fahrzeuge in der Steuererklärung 2015 nicht deklariert sind, und gewährte 

ihnen Frist bis zum 24. Mai 2018 zur Nachbesserung der Steuererklärung. 

 

H. Mit Eingabe vom 23. Mai 2018 erläuterten die Beschwerdeführer den Umstand der drei 

in ihrem Eigentum stehenden Fahrzeuge.  

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 

 

1. Nach § 131 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (StG) vom 

7. Februar 1974 können Entscheide des Steuergerichts mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

beim Kantonsgericht als letzte kantonale Instanz angefochten werden. Da sämtliche formellen 

Voraussetzungen gemäss § 131 StG und den §§ 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- 

und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sind, ist auf die vorlie-

gende Beschwerde einzutreten. 

 

2. Mit der Beschwerde in Steuersachen können gemäss § 45 Abs. 2 VPO alle Mängel 

des angefochtenen Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden. Das Kan-

tonsgericht prüft somit den vorliegend angefochtenen Entscheid mit voller Kognition. 

 

3. Strittig und zu beurteilen ist, ob die Beschwerdeführer für die Steuerperiode 2015 im 

Kanton Basel-Landschaft steuerpflichtig sind. 

 

4.1 Das schweizerische Steuerrecht knüpft die subjektive Steuerpflicht grundsätzlich nicht 

an die Staatsangehörigkeit der steuerpflichtigen Person, sondern an deren Wohnsitz an. Ge-

mäss § 4 Abs. 1 StG sind natürliche Personen unter anderem aufgrund persönlicher Zugehörig-

keit steuerpflichtig, wenn sie im Kanton ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt haben. 

Das Steuergesetz definiert den steuerrechtlichen Wohnsitz selbständig. Einen solchen steuer-

rechtlichen Wohnsitz hat eine natürliche Person, wenn sie im Kanton wohnt oder ihren gesetzli-

chen Wohnsitz hat (§ 4 Abs. 2 StG). Die kantonale Begriffsumschreibung stimmt mit derjenigen 

von Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kan-

tone und Gemeinden (StHG) vom 14. Dezember 1990 beziehungsweise von Art. 3 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) vom 14. Dezember 1990 überein (vgl. 

MADELEINE SIMONEK, in: Nefzger/Simonek/Wenk [Hrsg.], Kommentar zum Steuergesetz des 

Kantons Basel-Landschaft, Basel 2004, Rz. 4 zu § 4 StG). Der Begriff des steuerrechtlichen 

Wohnsitzes setzt sich damit aus einem objektiven, äusseren (Aufenthalt) und einem subjekti-

ven, inneren Element (Absicht) zusammen (vgl. SIMONEK, a.a.O., Rz. 4 ff. zu § 4 StG). 

 

4.2 Der steuerrechtliche Wohnsitz einer Person befindet sich dort, wo sie sich in festen 

Wohnverhältnissen regelmässig und zusammen mit ihren Angehörigen aufhält und übernachtet, 

arbeitet, einen Freundes- und Bekanntenkreis unterhält und Freizeitaktivitäten unternimmt. 

Weisen diese einzelnen Lebensinteressen der steuerpflichtigen Person auf verschiedene Orte, 

sind sie zu gewichten und gegeneinander abzuwägen. Mit anderen Worten befindet sich der 

steuerrechtliche Wohnsitz einer Person dort, wo faktisch der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen 

liegt. Dieser bestimmt sich im Übrigen nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstän-

de, aus denen sich diese Interessen erkennen lassen, nicht nach den bloss erklärten Wünschen 

der steuerpflichtigen Person (vgl. BGE 138 II 300 E. 3.2).  
 

4.3 Das subjektive Merkmal des steuerrechtlichen Wohnsitzes bildet die Absicht dauern-

den Verbleibens. Dabei ist von objektiven, äusseren Umständen auf innere Tatsachen zu 

schliessen. Subjektiv ist dabei nicht streng wörtlich zu nehmen, denn der überwiegende Teil von 

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Rechtsprechung und Lehre stellt nicht auf den tatsächlichen inneren Willen der steuerpflichtigen 

Person ab, sondern allein auf dessen Manifestation in objektiven Tatsachen (vgl. STEFAN 

OESTERHELT/MORITZ SEILER, in: Zweifel/Beusch [Hrsg], Kommentar zum Schweizerischen 

Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und 

Gemeinden (StHG), 3. Auflage, Basel 2017, Rz. 33 zu Art. 3 StHG, mit Hinweisen). Blosse Wil-

lenserklärungen der steuerpflichtigen Person sind für die Begründung des Wohnsitzes grund-

sätzlich weder ausreichend noch erforderlich (vgl. BGE 138 II 300 E. 3.2). Rein formelle Gege-

benheiten wie die Hinterlegung der Schriften, die polizeiliche An- und Abmeldung oder die Aus-

übung des Stimmrechts sind bloss schwache Manifestationen der Absicht dauernden Verblei-

bens. Sie können immerhin hilfsweise herangezogen werden, jedenfalls wenn sie im Einklang 

zum übrigen Verhalten der steuerpflichtigen Person stehen (vgl. OESTERHELT/SEILER, a.a.O., 

Rz. 39 zu Art. 3 StHG, mit Hinweisen).  

 

4.4 Da es sich bei der Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes um eine steuerbe-

gründende Tatsache handelt, trägt grundsätzlich die veranlagende Steuerbehörde die objektive 

Beweislast für die wohnsitzbegründenden Tatsachen wie Arbeit, familiäre Beziehungen etc. 

(vgl. OESTERHELT/SEILER, a.a.O., Rz. 82 zu Art. 3 StHG). Die steuerpflichtige Person ist jedoch 

zur Mitwirkung und namentlich zu umfassender Auskunftserteilung über die für die Besteuerung 

massgebenden Umstände verpflichtet (vgl. BGE 138 II 300 E. 3.4).  

 

4.5 Anders verhält es sich bei der Aufgabe eines Wohnsitzes während der relevanten 

Steuerperiode. Das Bundesgericht verlangt nämlich diesfalls von der steuerpflichtigen Person, 

die Aufgabe ihres Wohnsitzes während der relevanten Steuerperiode zu beweisen (vgl. BGE 

138 II 300 E. 3.4). Als steuerbegründende Tatsachen müssten diese Tatbestandsvorausset-

zungen der subjektiven Steuerpflicht grundsätzlich von der Steuerbehörde bewiesen werden 

(vgl. E. 4.4 hiervor). Dieser wird nun aber gestattet, aus dem Umstand, dass die Tatbestandsvo-

raussetzungen des steuerrechtlichen Wohnsitzes in der Vorperiode (unbestrittenermassen) er-

füllt gewesen waren, zu schliessen, dass diese Voraussetzungen auch für die in Frage stehen-

de Steuerperiode erfüllt seien (vgl. OESTERHELT/SEILER, a.a.O., Rz. 87 zu Art. 3 StHG). Diese 

tatsächliche Vermutung sieht sich durch die allgemeine Lebenserfahrung gestützt, denn die 

allermeisten Steuerpflichtigen ändern ihren Wohnsitz nicht jährlich. Ausserdem ist sie in Anbe-

tracht der Natur des Veranlagungsverfahrens als Massenverfahren durchaus gerechtfertigt. 

Dass eine Wohnsitzverlegung stattgefunden hat, ist somit von der steuerpflichtigen Person dar-

zulegen. Dazu gehört nicht nur die endgültige Lösung der Verbindungen zum bisherigen Wohn-

sitz, sondern auch die Darstellung der Umstände, welche zur Begründung des neuen Wohnsit-

zes geführt haben (vgl. BGE 138 II 300 E. 3.4). 

 

5.1 Die Steuerverwaltung stellt sich auf den Standpunkt, dass der steuerrechtliche Wohn-

sitz der Beschwerdeführer per 31. Dezember 2015 in C.____ gewesen sei. Beim Domizil in 

B.____ handle es sich dagegen um ein Feriendomizil. Die Steuerverwaltung des Kantons 

Schwyz habe darüber informiert, dass an der gleichen Adresse in B.____ zugleich auch eine 

quellenbesteuerte Person angemeldet gewesen sei, wobei die Eigentümer der Liegenschaft die 

Vermietung bloss eines Zimmers deklariert hätten. Deshalb habe die Steuerverwaltung der 

Gemeinde B.____ die Beschwerdeführer rückwirkend aufgrund eines blossen Scheindomizils 

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wieder aus der Steuerpflicht genommen und die bereits ergangene Veranlagungsverfügung 

2015 widerrufen. Das Hauptsteuerdomizil für das Jahr 2015 sei somit unter den involvierten 

Kantonen nicht strittig. Die für die Beurteilung einer Wohnsitzverlegung notwendigen Beweise 

wie beispielsweise Wasser- und/oder Elektrizitätsrechnungen, welche einen tatsächlichen Ver-

brauch aufgrund eines tatsächlichen Aufenthalts nachweisen würden, hätten trotz Aufforderung 

seitens der Steuerverwaltung nicht vorgelegt werden können. Die eingereichten Wegzugs- und 

Anmeldebestätigungen der Gemeinden würden einen tatsächlichen dauerhaften Aufenthalt be-

ziehungsweise eine Verlegung des Mittelpunktes der Lebensinteressen allein nicht beweisen. 

Beweismittel und andere Sachverhaltsdarstellungen, welche nicht das Steuerjahr 2015 betref-

fen, seien periodenfremd und damit unbeachtlich. Dagegen sei allein schon die in casu auffal-

lend günstige Miete von Fr. 800.-- für eine Wohnung im Steuerparadies der Schweiz Indiz ge-

nug, dass es sich um ein Scheindomizil handle. Zukünftige Absichten, den Wohnort effektiv 

mittels Erwerbs eines Eigenheims in der Umgebung von B.____ begründen zu wollen, seien für 

das Jahr 2015 nicht massgeblich. 

 

5.2.1 Auch das Steuergericht ist der Ansicht, dass sich der steuerrechtliche Wohnsitz der 

Beschwerdeführer per Ende Dezember 2015 in C.____ befunden habe. Zur Begründung führte 

es im Wesentlichen aus, dass die Höhe der vereinbarten Miete für die Wohnung in B.____ nur 

für die Miete eines einzigen Zimmers spreche. Die Mietpreise für eine Drei- respektive Vierzim-

merwohnung seien hingegen mehr als doppelt so hoch. Zudem hätten die Rekurrenten die Lie-

genschaft in C.____ zu keinem Zeitpunkt vermieten oder verkaufen wollen, wodurch sie ihren 

Wohnsitz in D.____ absichtlich beibehalten hätten. Hätten sie diesen definitiv aufgeben wollen, 

hätten sie die Wohnung in C.____ zeitnah nach dem angeblichen Umzug nach B.____ zur 

Vermietung oder zum Verkauf ausschreiben müssen, was sie aber nicht getan hätten. Im Übri-

gen sei die Wohnung in C.____ in ihrem ursprünglichen Zustand mit allen Einrichtungsgegen-

ständen belassen worden. Damit habe ein Umzug im eigentlichen Sinne unter Mitnahme aller 

und nicht nur der persönlichen Gegenstände gar nie stattgefunden. 

 

5.2.2 Hinsichtlich der weiteren eingereichten Unterlagen (insbesondere betreffend den Kauf 

der Webseite D.____, die Gründung der E.____ AG mit Sitz in B.____, den Nachweis der 

Adressänderung bei der Krankenkasse respektive Bank sowie die eingereichten Strom- respek-

tive Erdgasabrechnungen) hielt das Steuergericht fest, dass diese einen tatsächlichen Wohn-

sitzwechsel nicht zu beweisen vermögen. Auch Anmeldungen und Wegzugsmeldungen bei den 

Gemeinden seien jeweils nur für sich betrachtet nicht dazu geeignet, eine Wohnsitzverlegung 

zu beweisen. Weiter sei den eingereichten Kreditkartenabrechnungen aufgrund der Tatsache, 

dass die Schweiz ein kleines Land sei und damit die örtlichen Transaktionen nicht aufschluss-

reich seien, eher eine geringe Beweiskraft zuzusprechen. Im Übrigen seien auf diesen Kredit-

kartenabrechnungen weder ein Name, eine Kreditkartennummer noch sonst eine Information 

ersichtlich, welche einen konkreten Rückschluss auf die Rekurrenten zulassen würden. Den 

Fotos vom angeblichen Umzug von C.____ nach B.____ sei der Beweischarakter mangels Indi-

vidualisierbarkeit zum vorliegenden Fall abzuerkennen. Es sei zudem eher unwahrscheinlich, 

dass vom Einkauf von Möbeln in einem grossen Möbelgeschäft zufälligerweise und im Alltags- 

respektive Umzugsstress Fotos gemacht würden. Schliesslich sei auch das Mieten eines 

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Transporters und der Einkauf in einem Möbelgeschäft noch kein Beweis für eine Wohnsitzver-

legung.  

 

5.2.3 Es sei im Übrigen wenig glaubhaft, dass der Ehemann, der nach wie vor in F.____ 

(BS) angestellt gewesen sei, seiner Arbeit mehrheitlich von B.____ aus nachgegangen sei. 

Glaubhaft sei einzig, dass die Rekurrenten wann immer möglich die Wohnung in B.____ zur 

Erholung an den Wochenenden oder in der arbeitsfreien Zeit genutzt hätten. Da die Ehefrau im 

fraglichen Zeitpunkt von ihrer Arbeitsstelle freigestellt gewesen sei, sei es auch glaubhaft, dass 

sie sich zur Erholung und Entspannung etwas länger als ihr Ehemann in B.____ aufgehalten 

habe und demnach auch Einkäufe in der Umgebung oder in der Apotheke getätigt habe oder 

mit dem Hund zum Tierarzt gegangen sei. Dies alles beweise hingegen nicht, dass auch der 

Wohnsitz an den Ort der Erholung und Entspannung verlegt worden sei. Schliesslich sei festzu-

stellen, dass im Ausland wohnhafte Bekannte und Freunde nicht dazu geeignet seien, eine 

Auskunft darüber zu erteilen, ob die Rekurrenten ihren Wohnsitz tatsächlich verlegt haben, zu-

mal ein allfälliger Nachweis von neu geknüpften Kontakten in B.____ nicht habe vorgelegt wer-

den können. Die Bemühungen der Rekurrenten, in B.____ eine Liegenschaft zu erwerben, sei-

en ebenfalls als nicht entscheidrelevant zu betrachten, da aus den zahlreichen E-Mails nicht 

ersichtlich werde, was die Rekurrenten genau suchten. Schliesslich würden auch die nicht um-

gemeldeten Fahrzeuge klar darauf hinweisen, dass der Wohnsitz sich die ganze Zeit in C.____ 

befunden habe. 

 

5.3.1 Die Beschwerdeführer hielten dagegen einleitend fest, dass sich die Vorinstanz voll-

kommen verrannt habe und die Meinungen der Richter die von ihnen offerierten Beweise erset-

zen würden. Die grosse Anzahl an Belegen, welche sie auf Aufforderung der Steuerverwaltung 

hin eingereicht hätten, sei weder für die Steuerverwaltung noch für das Steuergericht von Inte-

resse gewesen und sei im Einzelnen gar nicht gewürdigt worden. Nachdem der Ehefrau im 

September 2015 unter Freistellung gekündigt worden sei, hätten sie sich den lang ersehnten 

Traum vom Einstieg in das Weinhandelsgeschäft erfüllen wollen. Mit dieser beruflichen Verän-

derung sei auch der Wunsch einhergegangen, sich nach vielen Jahren in der Region Basel 

räumlich zu verändern und sich nach Zürich zu begeben. Entsprechend hätten sie in der Region 

Zürich eine Liegenschaft zum Kauf oder ein Projekt zum Bau gesucht. Derweil habe die Liegen-

schaft in B.____ als ideale Mietlokalität ab dem 1. Dezember 2015 gedient. 

 

5.3.2 Die Beschwerdeführer führten weiter aus, dass sich die Ehefrau nach dem Umzug An-

fang Dezember 2015 ausschliesslich in B.____ aufgehalten habe. Auch der Ehemann habe sich 

mehrheitlich in B.____ aufgehalten und nur noch vereinzelte Male nach langen Arbeitstagen in 

C.____ übernachtet. Das Eigenheim in C.____ hätten sie an Expats vermieten wollen, was 

auch beinahe funktioniert habe. Sämtliche Abmeldungen in C.____ und Neumeldungen in 

B.____ (beispielsweise Swisscom, Cablecom, Krankenkasse etc.) seien im Verlaufe des No-

vembers/Dezembers 2015 vorgenommen worden. Entsprechend sei ihr Entscheid, nach B.____ 

zu ziehen, für sie derart klar und definitiv gewesen, dass sie in C.____ keine Anschlüsse für TV 

und Telefon mehr brauchten. Es sei von ihnen nie bestritten worden, dass ihre Idee der Auf-

nahme einer Selbständigkeit – wie so oft im Leben – in den Folgemonaten/-jahren dann nicht 

wie 2015 geplant habe realisiert werden können. Dies insbesondere deshalb, weil einerseits der 

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Verkäufer der Webseite D.____ vertragsbrüchig geworden sei und andererseits sich die Situati-

on bezüglich Kauf oder Bau einer Liegenschaft in B.____ als schwierig herausgestellt habe. 

Dass die Ehefrau im Jahr 2017 zur G.____ AG zurückkehrte und sie damit vorerst ihr Vorhaben 

aufgaben, ändere nichts daran, dass von Ende November/Anfang Dezember 2015 und das 

ganze Jahr 2016 in C.____ kein Familienleben stattgefunden habe. Der Sachverhalt sei ganz 

einfach und auch keinesfalls ungewöhnlich. 

 

5.3.3 Schliesslich rügten die Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz die Grundsätze der Be-

weiswürdigung verletzt sowie zahlreich offerierte Beweise nicht abgenommen habe. Auf der 

anderen Seite widerspreche sich die Vorinstanz selber, indem sie zuerst festhalte, die in casu 

vereinbarte Höhe des Mietzinses entspreche nur der Miete eines einzelnen Zimmers (Miete 

eines Scheindomizils) und anschliessend plötzlich der Meinung sei, dass vorliegend eine 

glaubhafte Ferien- und Wochenendwohnung bestehe, in der man viel Zeit habe verbringen 

können. Auch habe die Tatsache, dass sie ihre Liegenschaft in C.____ nach ihrem Umzug nicht 

gleich verkauft oder tatsächlich vermietet hatten, nichts mit der Frage des steuerrechtlichen 

Wohnsitzes zu tun. Sie hätten versucht, die Liegenschaft (ausschliesslich) an Expats zu vermie-

ten, was auch fast geklappt habe. Andererseits seien sie aufgrund ihrer komfortablen finanziel-

len Situation nicht auf einen sofortigen Verkauf respektive eine sofortige Vermietung angewie-

sen gewesen. Weiter seien die Argumentation und Auffassung der Vorinstanz nicht nachvoll-

ziehbar, dass die Schweiz einerseits ein kleines Land sei, in welchem man zwecks Verfäl-

schung des Eindrucks bezüglich Kreditkartenverwendung hin und her reisen würde, in welchem 

es aber nicht glaubhaft sei, dass man einige Male pro Woche 90 Minuten zum Arbeitsplatz pen-

deln würde. Die Anfechtung des Widerrufs der Schwyzer Veranlagungsverfügung hätten sie im 

Übrigen nur deshalb unterlassen, weil sie zum damaligen Zeitpunkt keine fachliche Beratung an 

ihrer Seite gehabt hätten. 

 

6.1 Vorweg ist einerseits darauf hinzuweisen, dass das vorliegende Verfahren ausschliess-

lich die Frage nach dem steuerrechtlichen Wohnsitz der Beschwerdeführer in der Steuerperiode 

2015 (das heisst ihren Wohnsitz per 31. Dezember 2015) betrifft, und andererseits ist festzu-

stellen, dass unter den betroffenen Kantonen diese Frage nicht strittig ist und damit keine Dop-

pelbesteuerung vorliegt. Da der Kanton Schwyz seine Veranlagungsverfügung zurückgezogen 

hat, gehen sowohl der Kanton Basel-Landschaft als auch der Kanton Schwyz davon aus, dass 

die Beschwerdeführer per 31. Dezember 2015 ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in C.____ hat-

ten. Im Übrigen ist vorab festzustellen, dass die Beschwerdeführer gemäss der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung (vgl. dazu E. 4.5 hiervor) darzulegen haben, dass eine Wohnsitzverle-

gung stattgefunden hat. Dazu müssen sie insbesondere die endgültige Lösung der Verbindun-

gen zu ihrem bisherigen Wohnsitz in C.____ darlegen. 

 

6.2 Was die Rügen der Beschwerdeführer angeht, ist einleitend darauf hinzuweisen, dass 

diese insgesamt konstruiert und auf die einzelnen Einwände der Vorinstanzen abgestimmt wir-

ken. Die Beschwerdeführer versuchen im Wesentlichen, die verschiedenen Vorbehalte der Vor-

instanzen mit einer Fülle von Argumenten und Beweismitteln jeweils einzeln Punkt für Punkt zu 

entkräften. Ein solches Vorgehen ermöglicht es, für jedes Argument separat ein Gegenargu-

ment zu finden und dieses jeweils unabhängig und isoliert für sich betrachtet zu beweisen. 

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Massgebend ist aber nicht eine solche isolierte Betrachtungsweise, sondern eine Gesamtbe-

trachtung sämtlicher objektiver, äusserer Umstände, aus denen sich der Mittelpunkt der Le-

bensinteressen erkennen lässt (vgl. E. 4.2 hiervor). Aus dieser Gesamtbetrachtung wird aus 

den nachfolgenden Gründen ersichtlich, dass die Beschwerdeführer ihren steuerrechtlichen 

Wohnsitz per 31. Dezember 2015 in C.____ hatten. 

 

6.3 Zwischen der grossen und luxuriösen Wohnung in C.____ und der 2.5 Zimmerwoh-

nung in B.____ besteht eine augenfällige Diskrepanz. Gleichzeitig wurde die Eigentumswoh-

nung in C.____ nach dem angeblich definitiven Wegzug nach B.____ weder vermietet noch 

verkauft. Entsprechende gegenteilige Aussagen können die Beschwerdeführer objektiv nicht 

hinreichend nachweisen. Dagegen hatte der Ehemann, der nach wie vor in F.____ arbeitete, in 

der vorliegend relevanten Zeitspanne nach eigenen Angaben zwei- bis dreimal pro Woche in 

C.____ in der nach wie vor vollständig eingerichteten Wohnung übernachtet. Auf der anderen 

Seite scheint der Mietpreis für die Wohnung in B.____ von Fr. 800.-- sehr tief und damit nicht 

marktüblich. Für die geltend gemachten Umstände, welche diesen tiefen Mietpreis begründen 

sollen, liegen im Übrigen keine nachvollziehbaren Beweise vor. 

 

6.4 Ein weiteres Indiz für die Nichtaufgabe des Wohnsitzes in C.____ per 31. Dezember 

2015 bilden die nicht auf den Kanton Schwyz umgemeldeten Fahrzeuge der Beschwerdeführer. 

Diese wurden im Übrigen in der Steuererklärung 2015 gar nicht deklar iert, was die Be-

schwerdeführer auf Nachfragen des Kantonsgerichts mit Eingabe vom 23. Mai 2018 damit er-

klärten, dass alle in ihrem Eigentum stehenden Fahrzeuge für die Steuerperiode 2015 bereits 

vollständig abgeschrieben gewesen seien. Der Nachweis der Wohnsitzverlegung misslingt den 

Beschwerdeführern ferner aufgrund der nicht bestrittenen Feststellung der Steuerverwaltung 

des Kantons Schwyz, dass an der Adresse der Beschwerdeführer in B.____ zugleich eine quel-

lenbesteuerte Person angemeldet gewesen war und die Eigentümer der fraglichen Liegenschaft 

trotzdem nur die Vermietung eines Zimmers deklarierten. Dies war auch der Grund dafür, dass 

die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz die Beschwerdeführer aufgrund eines blossen 

Scheindomizils rückwirkend wieder aus der Steuerpflicht genommen und die bereits ergangene 

Veranlagungsverfügung 2015 widerrufen hatte. 

 

6.5 Aus den zahlreichen weiteren eingereichten Beweismitteln wie beispielsweise Kredit-

kartenabrechnungen, Tierarztrechnungen, Apothekerschreiben, diversen Swisscom-, Kranken-

kassen- sowie anderen Versicherungsschreiben, Arbeitgeberschreiben, Mailkorrespondenzen 

mit Immobilienmaklern etc. wird ersichtlich, dass sich die Beschwerdeführer in der strittigen 

Zeitspanne möglicherweise sowohl in C.____ als auch in B.____ aufgehalten haben, ohne da-

mit jedoch ihren steuerrechtlichen Wohnsitz verlegt zu haben. Der gleichzeitige respektive al-

ternierende Aufenthalt einerseits in C.____ und andererseits in B.____ würde auch erklären, 

weshalb an beiden Orten Energiekosten und Wasserverbrauch entstanden sind. Die Frage 

kann schlussendlich offengelassen werden, da die oben erwähnten Beweisdokumente höchs-

tens Indizien dafür bilden, dass sich die Beschwerdeführer an beiden Orten aufgehalten haben. 

Die lediglich behauptete definitive Aufgabe des bisherigen Wohnsitzes in C.____ vermögen die 

Beschwerdeführer dagegen nicht hinreichend darzulegen. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, 

dass die Beschwerdeführer nach eigenen Angaben kurze Zeit nach ihrer formellen Anmeldung 

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in B.____ bis Mitte Januar 2016 ferienhalber im Ausland weilten. Sofern im Übrigen die einge-

reichten Beilagen Beweismittel enthalten, welche den Zeitraum nach dem 31. Dezember 2015 

betreffen, sind diese periodenfremd und damit bereits aus diesem Grund für das vorliegende 

Verfahren unbeachtlich. 

 

7. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen erweist sich die Beschwerde somit als un-

begründet und ist abzuweisen.  

 

8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 

dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 

die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-

mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 

Fr. 1'800.-- den unterlegenen Beschwerdeführern aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kos-

tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'800.-- zu verrechnen. Ausgangsgemäss sind die Parteikos-

ten wettzuschlagen (§ 21 Abs. 3 VPO). 

 
  

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

   

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1`800.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 

der Höhe von Fr. 1`800.-- verrechnet. 

   

 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  

 

 

 

 

 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 
 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 13. Februar 2019 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-

rensnummer 2C_170/2019) erhoben.