# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ad2fa4c-3cee-5bd2-95fa-a15092fb60a5
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1994-02-21
**Language:** de
**Title:** Aargau Entscheidsammlung Baugesetzgebung 21.02.1994
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Baugesetzgebung/AG_BG_001_Auslegung-einer-Baub_1994-02-21.pdf

## Full Text

Auslegung einer Baubewilligung nach Text und Plan, Entstehungsgeschichte, Sinn des 
Gesetzes, Vertrauensprinzip.

kein

"II. (...)
2. b). (...)
bb) Bei der Auslegung von Baubewilligungen ist nach den allgemeinen Interpretationsregeln vorzugehen, indem zunächst 
der Wortlaut, d. h. der Bewilligungstext und die massgebenden Pläne zu konsultieren sind (vgl. dazu und zum folgenden: 
AGVE 1982, S. 271 f.; VGE III/66 vom 13. August 1992 in Sachen Gemeinderat Hirschthal, S. 7; Fritz Gygi, 
Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 129). Wenn diese keine schlüssige Antwort liefern, kann allenfalls auf die 
Entstehungsgeschichte zurückgegriffen werden, jedenfalls was das Verhältnis zum Bauherrn anbelangt. Wo auch dies 
nicht weiterhilft, hat man zu bedenken, dass Verfügungen in Anwendung eines Gesetzes ergehen und es konkretisieren 
wollen. Die Auslegung hat daher vom Sinn des Gesetzes auszugehen, auf das sie sich abstützen; Ausgangspunkt ist 
jeweils, dass die verfügende Behörde eine gesetzmässige Anordnung treffen und der Adressat, der darum nachsuchte, 
eine gesetzeskonforme Bewilligung erwirken wollte. Lässt sich der Sinn des Gesetzes eindeutig feststellen, so bleibt kein 
Raum für eine weitere, korrigierende oder ergänzende Interpretation. Führt auch dieser Ansatzpunkt nicht zu einem 
verantwortbaren Ergebnis, so greift das Vertrauensprinzip ein: Die Verfügung ist so auszulegen, wie sie die Beteiligten 
unter Berücksichtigung aller Umstände, insbesondere ihrer Rechtsstellung, nach Treu und Glauben verstehen durften 
und mussten; der Sinn ist also objektiviert zu betrachten, das heisst, es ist zu ermitteln, was er vernünftigerweise bedeutet. 
"

Aus den Erwägungen

Sachverhalt

Entscheid des Verwaltungsgerichts (III/8) vom 21.02.1994 

Auslegung einer Baubewilligung