# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab8acd76-b627-517b-a748-65016ad9d631
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 04.12.2018 SK1 2018 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2018-39_2018-12-04.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Urteil vom 4. Dezember 2018

Referenz SK1 18 39

Instanz I. Strafkammer 

Besetzung Schnyder, Vorsitzender
Pedrotti und Pritzi
Guetg, Aktuar

Parteien X._____, 
Berufungskläger
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Michael Fleischhau-
er, Churweg 7, 7203 Trimmis 

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Sennhofstrasse 17, 7001 Chur
Berufungsbeklagte

Gegenstand Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz gem. Art. 19 Abs. 
2 lit. a BetmG i.V. mit Art, 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG, mehrfa-
ches Vergehen gegen Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG, mehr-
fache Übertretung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Prättigau/Davos vom 16.08.2018, mitgeteilt 
am 14.09.2018 (Proz. Nr. 515 2018 6)

Mitteilung 18. März 2019

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I. Sachverhalt

A. X._____ wurde am _____ 1991 in O.1_____ geboren. Aufgewachsen ist er 
zusammen mit zwei Brüdern bei den Eltern in O.2_____. Dort besuchte er sechs 
Jahre die Primarschule und drei Jahre die Realschule. Danach begann er eine 
Lehre als A._____. Im dritten Lehrjahr wechselte er firmenintern zum B._____. 
Nach dem Lehrabschluss war X._____ ungefähr ein Jahr beim Militär bis er bei 
der C._____ in O.2_____ die Stelle antrat, welche er bis zu seiner Verhaftung in-
nehatte. Danach arbeitete er bei der D._____ in O.3_____. Seit dem 1. Juni 2018 
ist X._____ bei der E._____ in O.4_____ als Servicetechniker im Aussendienst 
angestellt. Aktuell verdient er brutto CHF 4'700.00 bzw. netto CHF 4'125.00 mo-
natlich. X._____ besitzt Vermögenswerte in Höhe von CHF 34'500.00 und hat 
Schulden in Höhe von CHF 10'000.00. 

B. Im schweizerischen Strafregister (StA act. 2/8) ist X._____ nicht verzeich-
net. 

C. Mit Verfügung vom 20. März 2017 eröffnete die Staatsanwaltschaft 
Graubünden in Anwendung von Art. 309 StPO gegen X._____ eine Strafuntersu-
chung wegen Widerhandlungen gegen Art. 19 BetmG (VV.2017.709; StA act. 1/1). 
X._____ wurde am 20. März 2017 vorläufig festgenommen. Mit Entscheid des 
Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Graubünden vom 21. März 2017 wurde 
gegen X._____ die Untersuchungshaft bis längstens am 19. Juni 2017 angeord-
net. X._____ wurde am 24. April 2017 um 15.30 Uhr aus der Untersuchungshaft 
entlassen. Mit Verfügung vom 20. März 2017 setzte die Staatsanwaltschaft 
Graubünden Rechtsanwalt lic. iur. Michale Fleischhauer als amtlichen Verteidiger 
von X._____ ein. 

D. Am 9. Januar 2018 teilte die Staatsanwaltschaft Graubünden X._____ mit, 
dass die Strafuntersuchung abgeschlossen sei. Weiter stellte sie auf die Anklage-
erhebung beim Gericht gemäss Art. 324 ff. StPO wegen Verbrechens gegen Art. 
19 Abs. 2 lit a BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG, mehr-
fachen Vergehens gegen Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG sowie mehrfacher 
Übertretung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Aussicht. 

E. Mit Schreiben vom 30. Januar 2018, mitgeteilt am 5. Februar 2018, erhob 
die Staatsanwaltschaft bei Regionalgericht Prättigau/Davos Anklage gegen 
X._____. Der Anklageschrift lag folgender Sachverhalt zugrunde:

X._____ wird angeklagt

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1.1 des Verbrechens gegen Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG in Verbindung mit 
Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG.

Amphetamin

Zwischen Mitte 2010 und Oktober 2016 übernahm X._____ im Bündner 
Rheintal und im Prättigau von verschiedenen Personen in mehreren Ma-
len insgesamt rund 5'296 Gramm Amphetamin für ca. CHF 62'582. Kon-
kret handelte es sich dabei um folgende Bezüge:

Zeit Lieferant
Menge 

in g
Einkaufspreis 

(CHF) Ort

1. Mitte 12 - Feb. 17 F._____ 3'076 36'912
Landquart 
/ O.2_____

2. Mitte 15 - Jan. 17 G._____ 1'220 15'860
Trimmis / 
Landquart 

3. 8. Okt. 2016 H._____ 1'000 9'810 O.2_____

Von diesem übernommenen Amphetamin verkaufte der Beschuldigte im 
Raum O.2_____ zwischen 2012 und anfangs 2017 an verschiede Per-
sonen insgesamt etwa 4'651 Gramm für rund CHF 63'051. Der Ein-
kaufspreis dieses weitergegebenen Stoffes betrug ca. CHF 54'986. Zu-
dem überliess X._____ im Zusammenhang mit den Amphetaminabga-
ben insgesamt etwa 72.7 Gramm Amphetamin unentgeltlich an die Käu-
fer. Für diesen Stoff hatte er im Sinne von Gewinnungskosten ca. CHF 
8721 bezahlt. Weitere etwa 165 Gramm2 Amphetamin stellte der Be-
schuldigte in der erwähnten Zeitspanne an verschiedenen Orten in der 
Schweiz im Rahmen gemeinschaftlichen Konsums verschiedenen Be-
kannten unentgeltlich zur Verfügung.

Im Einzelnen verkaufte X._____ folgendes Amphetamin: 

Zeit Abnehmer
Menge in g Verkaufspreis 

(CHF)
Ein-

kaufs-
preis 
(CHF) 

ca.

1. Anf. 13 - Anf. 17 I._____ 1'498 18'9723 17'9764

2. 8. Okt. 2016 G._____ 500 4'905 4'9055

3. Mitte 12 - Mitte 15 J._____ 312 4'680 3'9006

1 Annahme: Der Stoff stammte proportional zu den Gesamteinkaufsmengen von allen drei Liefe-
ranten (ca. 3/5 von F._____; ca. 1/5 von G._____, ca. 1/5 von H._____), was einem durch-
schnittlichen Einkaufspreis von gegen CHF 12/g entspricht.

2 Der Beschuldigte gibt an, etwa die Hälfte der Restmenge (abzüglich Beschlagnahme) unentgelt-
lich abgegeben zu haben. Zu seinen Gunsten kann bei einer Gesamtrestmenge von ca. 331 g 
(5'296 g - 4'651 g - 72.7 g - 241.31 g) von einer Abgabemenge von etwa 165 g ausgegangen 
werden.

3 1'248 g für CHF 14/g und 250 g für CHF 6/g
4 Den Stoff hatte der Beschuldigte von allen drei Lieferanten gekauft. Ausgehend von einem Ver-

teilverhältnis entsprechend dem Einkauf (ca. 3/5 von F._____; ca. 1/5 von G._____, ca. 1/5 von 
H._____), ist von einem durchschnittlichen Einkaufspreis von etwa CHF 12/g auszugehen. 

5 Den Stoff hatte der Beschuldigte zum selben Preis von H._____ gekauft.
6 Den Stoff hatte der Beschuldigte von F._____ und G._____ gekauft. Es ist daher von einem 

durchschnittlichen Einkaufspreis von etwa CHF 12.5/g auszugehen.

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4. Anf. 13 - Anf. 17 K._____ 120 1'800 1'4407

5. Sept. 16 - Jan. 17 L._____ 80 1'120 9608

6. Anf. 13 - Anf. 17 M._____ 832 12'480 9'9849

7. Anf. 13 - Anf. 17 N._____ 96 1'440 1'15210

8. Anf. 13 - Anf. 17 O._____ 96 1'440 1'15211

9. Anf. 14 - Anf. 17 P._____ 156 2'340 1'87212

10. Anf. 13 - Anf. 17 Q._____ 90 1'350 1'08013

11. Anf. 16 - Anf. 17 R._____ 12 180 15614

12. Anf. 13 - Anf. 17 S._____ 144 2'160 1'72815

13. Mitte 14 - Anf. 17 T._____ 30 450 36016

14. 8. Okt. 2016 H._____ 10 109 9817

15. Mitte - Ende 15 U._____ 45 675 56318

16. Dez. 15 V._____ 100 1'00019 1'30020

17. Anf. 13 - Anf. 17 W._____ 480 7'200 5'76021

18. Mitte 12 - Anf. 17 Diverse Unbekannte 50 750 60022

7 Den Stoff hatte der Beschuldigte von allen drei Lieferanten gekauft (EP ca. CHF 12/g - siehe da-
zu FN 2).

8 Den Stoff hatte der Beschuldigte von allen drei Lieferanten gekauft (EP ca. CHF 12/g - siehe da-
zu FN 2).

9 Den Stoff hatte der Beschuldigte von allen drei Lieferanten gekauft (EP ca. CHF 12/g - siehe da-
zu FN 2).

10 Den Stoff hatte der Beschuldigte von allen drei Lieferanten gekauft (EP ca. CHF 12/g - siehe 
dazu FN 2).

11 Den Stoff hatte der Beschuldigte von allen drei Lieferanten gekauft (EP ca. CHF 12/g - siehe 
dazu FN 2).

12 Den Stoff hatte der Beschuldigte von allen drei Lieferanten gekauft (EP ca. CHF 12/g - siehe 
dazu FN 2).

13 Den Stoff hatte der Beschuldigte von allen drei Lieferanten gekauft (EP ca. CHF 12/g - siehe 
dazu FN 2).

14 Zu Gunsten des Beschuldigten wird angenommen, dass der Stoff von G._____stammte, wo der 
durchschnittliche Einkaufspreis mit CHF 13/g am höchsten war.

15 Den Stoff hatte der Beschuldigte von allen drei Lieferanten gekauft (EP ca. CHF 12/g - siehe 
dazu FN 2).

16 Den Stoff hatte der Beschuldigte von allen drei Lieferanten gekauft (EP ca. CHF 12/g - siehe 
dazu FN 2).

17 Den Stoff hatte der Beschuldigte unmittelbar zuvor für CHF 9.81/g beim späteren Käufer bezo-
gen.

18 Den Stoff hatte der Beschuldigte von F._____ und G._____ gekauft. Es ist daher von einem 
durchschnittlichen Einkaufspreis von etwa CHF 12.5/g auszugehen.

19 Im Eintausch gegen 100 g Marihuana bei einem Tauschpreis von CHF 10/g.
20 Zu Gunsten des Beschuldigten wird angenommen, dass der Stoff von G._____stammte, wo der 

durchschnittliche Einkaufspreis mit CHF 13/g am höchsten war.
21 Den Stoff hatte der Beschuldigte von allen drei Lieferanten gekauft (EP ca. CHF 12/g - siehe 

dazu FN 2).
22 Unter der Annahme, dass der Stoff von allen drei Lieferanten stammte, betrug der Einkaufspreis 

ca. CHF 12/g (siehe dazu FN 2).

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Am 20. März 2017 wurden bei X._____ vom eingekauften Amphetamin 
241.31 Gramm beschlagnahmt. Dieser Stoff war für den Weiterverkauf 
bestimmt; eingekauft hatte ihn der Beschuldigte bei F._____. 

Das von X._____ weitergegebene und zur Weitergabe bestimmte Am-
phetamin hatte einen durchschnittlichen Reinheitsgehalt von mindestens 
17%.

LSD

Von Anfang 2013 bis anfangs 2017 veräusserte der Beschuldigte im 
Kanton Graubünden an diverse Personen in mehreren Malen etwa 179 
Trips LSD für total ca. CHF 1'700. Den Stoff hatte er für ca. CHF 1'322 
im Kanton Graubünden eingekauft. Zudem überliess X._____ ungefähr 
im Jahr 2015 an verschiedene Bekannte im Kanton Graubünden in meh-
reren Malen unentgeltlich etwa 68 LSD-Trips23.

Im Einzelnen verkaufte X._____ folgendes LSD: 

Zeit Abnehmer
Menge in 

Trips
Verkaufspreis 

(CHF)
Ein-

kaufs-
preis 
(CHF)

1. Anf. 13 - Anf. 17 I._____ 12024 960 82625

2. Anf. 13 - Anf. 17 K._____ 15 195 12626

3. Anf. 13 - Anf. 17 M._____ 20 240 168

4. Anf. 13 - Anf. 17 N._____ 2 20 17

5. Anf. 16 - Anf. 17 R._____ 4 60 34

6. ca. 2016 T._____ 3 30 25

7. Mitte 15 - Ende 15 U._____ 15 195 126

Am 20. März 2017 wurden beim Beschuldigten 39 LSD-Trips beschlag-
nahmt. Diese waren für die Weitergabe bestimmt, wobei X._____ davon 
19 Trips verkauft und 20 wohl verschenkt hätte. 

Das abgegebene und für die Abgabe bestimmte LSD war zumindest von 
mittlerer Durchschnittsqualität. 

1.2 des mehrfachen Vergehens gegen Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG.

Kokain

Von 2015 bis anfangs 2017 verkaufte der Beschuldigte in O.2_____ in 
fünf Malen an I._____ und N._____ insgesamt 12 Gramm Kokain für to-
tal CHF 1'25027. Diesen Stoff hatte er für ca. CHF 1'110 von G._____ 

23 Vgl. dazu act. 6.30, Frage 10.
24 1 Flasche zu 100 Trips und 20 Filze.
25 Zu Gunsten des Beschuldigten wird von einem Preis von CHF 8.80/Filz ausgegangen (EP bei 

G._____).
26 Durchschnittlicher Einkaufspreis bei F._____ und G._____: CHF 8.40/Filz (gilt auch für die weite-

ren Einkaufspreisberechnungen).
27 8 g zu CHF 100/g an I._____; 2 zu CHF 115/g an I._____; 2 g zu CHF 110/g an N._____

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gekauft28. Zudem war X._____ am 20. März 2017 im Besitz von 0.6 
Gramm Kokain, welches er verkauft hätte. Dieser Stoff wurde beschlag-
nahmt.

MDMA

Von Mitte 2012 bis anfangs 2017 verkaufte X._____ an verschiedenen 
Orten in der Schweiz an diverse Personen etwa 8.5 Gramm MDMA für 
total ca. CHF 790. Eingekauft hatte er den Stoff für etwa CHF 58029.

Im Einzelnen veräusserte der Beschuldigte folgendes MDMA: 

Zeit Abnehmer
Menge in g Verkaufspreis 

(CHF) Übergabeorte

1. Mit. 12 - Mitte 15 J._____ 1 90 O.2_____

2. Anf. 13 - Anf. 17 M._____ 3 240 O.2_____

3. Anf. 14 - Anf. 17 P._____ 1.5 160 O.2_____

4. Mit. 12 - Anf. 1730 diverse Drittpersonen 3 300 div. Orte in CH

Zudem überliess X._____ zwischen Mitte 2012 und Mitte 2014 an ver-
schiedene Personen an unterschiedlichen Orten in der Schweiz mindes-
tens 3 Gramm MDMA unentgeltlich31.

Ecstasy

Zwischen 2013 und anfangs 2017 veräusserte der Beschuldigte an ver-
schiedenen Orten in der Schweiz an mehrere Personen insgesamt ca. 
89 Ecstasytabletten für total rund CHF 1'210. Diese hatte er von zwei 
Personen in Landquart für ca. CHF 75232 eingekauft.

Im Einzelnen verkaufte X._____ folgendes Ecstasy: 

Zeit Abnehmer
Anzahl Tabletten Verkaufspreis 

(CHF) Übergabeorte

5. Anf. 13 - Anf. 17 I._____ 15 180 O.2_____

6. 2013 - Mitte 15 J._____ 10 130 O.2_____

7. 2013 - Anf. 17 M._____ 20 260 O.2_____

8. 2013 - Anf. 17 N._____ 2 20 O.2_____

9. Anf. 14 - Anf. 17 P._____ 5 65 O.2_____

10. 2013 - Anf. 17 R._____ 2 30 O.2_____

11. 2013 - Anf. 17 S._____ 15 225 O.2_____

28 3 g zu CHF 100/g; 9 g zu CHF 90/g
29 5 Gramm hatte er von G._____ für CHF 60/g eingekauft; die Restmenge hatte er von F._____ 

für CHF 80 pro Gramm bezogen.
30 Ab anfangs 2016 hatte der Beschuldigte von G._____ 5 g MDMA bezogen und verkauft (act. 

6.30, Frage 13). Damit muss er auch 2016 noch MDMA an unbekannte Personen veräussert 
haben.

31 (15 g [Einkauf] - 8.5 g [Verkauf]) : 2 (siehe dazu act. 6.30, Frage 15).
32 20 zu CHF 10/Stk von G._____; Restmenge zu CHF 8/Stk. von F._____.

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12. 2013 - Ende 16 diverse Drittper-

sonen

20 300 div. Orte in CH

Zudem überliess X._____ zwischen 2013 und Mitte 2015 unentgeltlich 
an verschiedene Personen an unterschiedlichen Orten in der Schweiz 
ca. 15 Ecstasytabletten33.

Haschisch

Zwischen Mitte und ca. Ende 2016 veräusserte der Beschuldigte in zwei 
Malen in O.2_____ an I._____ insgesamt 500 Gramm Haschisch (Harz 
der weiblichen Hanfpflanze mit berauschender Wirkung) für CHF 3'900. 
Das Haschisch hatte er für CHF 3'750 von F._____ gekauft.

Marihuana

Zwischen März 2013 und anfangs 2017 verkaufte der Beschuldigte in 
O.2_____ in mehreren Malen an K._____, M._____ und 
Z._____insgesamt 400 Gramm Marihuana (Krautprodukt der weiblichen 
Hanfpflanze mit berauschender Wirkung). Dafür verlangte er von den 
Abnehmern den Einkaufspreis von total CHF 3'80034.

1.3 der mehrfachen Übertretung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

In den vergangenen drei Jahren konsumierte X._____ bis im März 2017 
an diversen Orten in der Schweiz monatlich etwa einmal Amphetamin. 
Allfällige frühere Amphetaminkonsumationen sind verjährt.

Zwischen Mitte und Ende 2015 nahm der Beschuldigte in etwa drei Ma-
len rund 14 Trips LSD35 oral ein. Allfällige frühere LSD-Konsumationen 
sind verjährt

In der ersten Jahreshälfte 2015 konsumierte X._____ 1 bis 2 Ecstasy-
tabletten. Zudem war er am 20. März 2017 im Besitz einer halben der-
artigen Tablette, welche für den Eigenkonsum bestimmt war. Allfällige 
weitere Ecstasykonsumationen sind verjährt.

Der Beschuldigte konsumierte an Silvester 2015 in O.2_____ einmalig 
0.4 Gramm Kokain. Zudem war er am 20. März 2017 im Besitz von 2 
Gramm Kokain, welches er wohl für den Eigenkonsum gekauft hatte. 
Dieser Stoff wurde beschlagnahmt.

Allfällige MDMA-Konsumationen liegen über drei Jahre zurück und kön-
nen nicht mehr verfolgt werden.

F. Die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Prättigau/Davos fand am 
16. August 2018 statt. X._____ erschien dazu persönlich. Er wurde von seinem 
amtlichen Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. Michael Fleichhauer, begleitet. Die 
Parteien stellten die folgenden Schlussanträge:

Anträge Staatsanwaltschaft Graubünden:

33 act. 6.30, Frage 21
34 100 g für CHF 8/g K._____, 100 g für CHF 10/g an M._____ und 200 g für CHF 10/g an Z._____
35 300 Trips (Einkauf) - 179 Trips (Verkauf) - 39 Trips (Beschlagnahme) - 68 Trips (Gratisabgabe)

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1. X._____ sei schuldig zu sprechen, des Verbrechens gegen Art. 19 
Abs. 2 lit. a BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g 
BetmG, des mehrfachen Vergehens gegen Art. 19 Abs. 1 lit. c, d 
und g BetmG sowie der mehrfachen Übertretung gegen Art. 19a 
Ziff. 1 BetmG.

2. Dafür sei er zu verurteilen:

a) zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren, wovon ein Jahr unbedingt und 
zwei Jahre bedingt; Letztere unter Ansetzung einer Probezeit von 2 
Jahren.

b) zu einer Geldstrafe von 200 Tagessätzen zu CHF 110.00, bedingt 
aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren.

c) zur Bezahlung einer Busse von CHF 4'300.00, ersatzweise zu einer 
Freiheitsstrafe von 15 Tagen.

3. Die erstandene Untersuchungshaft von 36 Tagen sei an die unbe-
dingte Freiheitsstrafe anzurechnen.

4. Die Beschlagnahme bezüglich der Faustfeuerwaffe Walther PPQ 
inkl. Munition und die Vorderschaftsrepetierflinte Uzkon sei aufzu-
heben. Vorbehalten bleibt eine allfällige verwaltungsrechtliche Si-
cherstellung durch die Fachstelle Waffen der Kantonspolizei 
Graubünden.

Die weiteren beschlagnahmten Gegenstände seien gestützt auf Art. 
69 StGB und Art. 31 WG gerichtlich einzuziehen und zu vernichten. 

5. Kostenfolge sei die gesetzliche.

Anträge beschuldigte Person:

1. X._____ sei im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen.

2. Dafür sei er milde zu bestrafen.

3. Es sei über die beschlagnahmten Gegenstände und Vermögens-
werte zu befinden.

4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

G. Mit Urteil vom 16. August 2018, den Parteien gleichentags mündlich eröff-
net, schriftlich und begründet mitgeteilt am 14. September 2018, erkannte das Re-
gionalgericht Prättigau/Davos was folgt:

1. X._____ ist schuldig des Verbrechens gegen Art. 19 Abs. 2 lit. a 
BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG, des 
mehrfachen Vergehens gegen Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG 
sowie der mehrfachen Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

2. Dafür wird X._____ bestraft mit

a. einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten. An die Freiheitsstrafe ist die 
erstandene Polizei- und Untersuchungshaft von 36 Tagen anzu-
rechnen. Im Umfang von 24 Monaten wird der Vollzug der Freiheits-
strafe bei einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben. Die Frei-
heitsstrafe ist im Umfang von 12 Monaten zu vollziehen.

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b. einer Geldstrafe von 200 Tagessätzen zu je CHF 110.00. Der Voll-
zug der Geldstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jah-
ren aufgeschoben.

c. einer Busse von CHF 4'300.00 (Verbindungsbusse Vergehen: 
CHF 4'000.00, Übertretungsbusse: CHF 300.00). Die Ersatzfrei-
heitsstrafe für die Busse beträgt 15 Tage. Sie tritt an die Stelle der 
Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.

3. Die Beschlagnahme der mit Verfügung vom 8. Dezember 2017 be-
schlagnahmten Gegenstände wird bezüglich folgender Gegenstän-
de aufgehoben:

- Faustfeuerwaffe Walther PPQ, _____ plus 97 Stk. Patronen

- Vorderschaftsrepetierflinte Uzkon _____ mit dazugehöriger Trag-
tasche.

Vorbehalten bleibt eine allfällige verwaltungsrechtliche Sicherstel-
lung durch die Fachstelle Waffen der Kantonspolizei Graubünden.

4. Die übrigen mit Verfügung vom 8. Dezember 2017 beschlagnahm-
ten Gegenstände werden gestützt auf Art. 69 StGB und Art. 31 WG 
eingezogen und vernichtet:

- 241.31 Gramm Amphetamin

- 39 Trips LSD

- 0.5 Tablette Ecstasy

- 2.6 Gramm Kokain

- 1 Schlagring

- 2 Glasfläschchen mit Schnupfvorrichtung

- 1 Schlagstock aus Metall

- 1 Marihuanamühle

- 1 Softairgun, Faustfeuerwaffe SO1361

- 3 Frischhalteboxen mit Betäubungsmittelutensilien etc.

- 1 kleine Plastikflasche (Ice Drops)

- 1 blaues Schnupfrohr mit Betäubungsmittelrückständen

- 1 Snusdose mit Betäubungsmittelrückständen

- 1 Teelöffel mit Betäubungsmittelrückständen

- diverse Minigrips mit Betäubungsmittelrückständen

- diverse ungebrauchte Minigrips.

5. Die Kosten des Verfahrens von CHF 11'625.00 (Untersuchungsge-
bühr und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden 
CHF 7'625.00, Gerichtsgebühr CHF 4'000.00) gehen zu Lasten von 
X._____.

6. Die amtliche Verteidigung wird für das erstinstanzliche Verfahren 
mit CHF 6'569.30 (inkl. Barauslagen) entschädigt. Die Entschädi-
gung geht zulasten des Kantons Graubünden und wird aus der Ge-

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richtskasse bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rückerstattungspflicht 
von X._____ gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

7. Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft von 
CHF 6'300.00 sowie des Strafvollzugs gehen zu Lasten des Kan-
tons Graubünden. X._____ hat sich daran nach Massgabe von Art. 
380 Abs. 2 StGB zu beteiligen.

8. X._____ schuldet dem Regionalgericht Prättigau/Davos folglich:

Busse CHF 4'300.00
Verfahrenskosten CHF 11'625.00

Total CHF 15'925.00

9. (Rechtsmittel)

10. (Mitteilung).

Auf die Begründung des Urteils wird verwiesen.

H. Mit Schreiben vom 22. August 2018 meldete Rechtsanwalt lic. iur. Michael 
Fleischhauer für X._____ die Berufung an (vgl. act. A.1), woraufhin das Regional-
gericht sämtliche das Verfahren betreffende Akten an das Kantonsgericht von 
Graubünden übermittelte.

I. Mit Schreiben vom 4. Oktober 2018 liess X._____ (nachfolgend Beschuldig-
ter oder Berufungskläger) gegen das Urteil des Regionalgerichts Prättigau/Davos 
vom 16. August 2018 Berufung erheben und das Folgende beantragen (vgl. act. 
A.2):

1. Ziff. 2 lit. a des Urteilsdispositives sei aufzuheben und die Freiheits-
strafe sei auf 30 Monate festzusetzen.

An die Freiheitsstrafe sei die erstandene Polizei- und Untersuchungs-
haft von 36 Tagen anzurechnen. Im Umfang von 24 Monaten sei der 
Vollzug der Freiheitsstrafe bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzu-
schieben. Die Freiheitsstrafe sei im Umfang von sechs Monaten zu 
vollziehen. 

2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädi-
gungsfolge für das Berufungsverfahren.

J. Die Staatsanwaltschaft Graubünden (nachfolgend Staatsanwaltschaft) ver-
zichtete auf eine Stellungahme (vgl. act. A.3). 

K. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht von Graubünden, 
zu welcher der Vorsitzende der I. Strafkammer mit Verfügung vom 30. Oktober 
2018 vorgeladen hatte (vgl. act. D.3), wiederholte der Berufungskläger seine im 
Rahmen der Berufungserklärung gestellten Anträge. Die Staatsanwaltschaft, ver-
treten durch den Ersten Staatsanwalt, Dr. iur. Claudio Riedi, beantragte die Ab-
weisung der Berufung. Nachdem dem Berufungskläger das letzte Wort erteilt wor-

11 / 28

den war, wurde die mündliche Berufungsverhandlung geschlossen. Das Urteil 
wurde mündlich am 4. Dezember 2018 eröffnet. Die vorzeitige Dispositivmitteilung 
gemäss Art. 84 Abs. 2 StPO erfolgte am 5. Dezember 2018.

L. Der Berufungskläger befand sich vom 20. März 2017 bis zum 24. April 2017 
in Polizei- bzw. Untersuchungshaft. 

M. Auf die weiteren Ausführungen in den Akten, im angefochtenen Urteil und in 
den Eingaben bzw. mündlichen Ausführungen wird, soweit erforderlich, in den 
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Die Berufung ist zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit de-
nen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist (vgl. Art. 398 
Abs. 1 StPO). Somit bezieht sich die Berufung auf Entscheide, in denen über 
Straf- und Zivilfragen materiell befunden wird (vgl. Art. 80 Abs. 1 Satz 1 StPO). 
Gemäss Art. 399 Abs. 1 StPO ist die Berufung dem erstinstanzlichen Gericht in-
nert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich zu Protokoll an-
zumelden, worauf das erstinstanzliche Gericht die Anmeldung nach Ausfertigung 
des begründeten Urteils zusammen mit den Akten dem Kantonsgericht von 
Graubünden als Berufungsgericht übermittelt (Art. 399 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 22 
des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung [EGzStPO; 
BR 350.100]). Nach Art. 399 Abs. 3 StPO reicht die Partei, welche Berufung an-
gemeldet hat, dem Kantonsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des be-
gründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung ein, worin sie anzugeben 
hat, ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht (lit. a), welche 
Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils sie verlangt (lit. b) und welche Be-
weisanträge sie stellt (lit. c). Die Rechtsmittelfrist beginnt im Falle eines Urteils mit 
der Aushändigung oder Zustellung des schriftlichen Dispositivs (Art. 384 lit. a. 
StPO). Innerhalb des Kantonsgerichts von Graubünden amtet die I. Strafkammer 
als Berufungsinstanz (Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Organisation des Kan-
tonsgerichts; BR 173.100).

1.2. Gegen das am 16. August 2018 gefällte, gleichentags mündlich eröffnete 
und am 17. August 2018 ohne schriftliche Begründung mitgeteilte Urteil des Regi-
onalgerichts Prättigau/Davos liess der Berufungskläger mit Schreiben vom 
22. August 2018 fristgerecht Berufung anmelden (act. A.1). 

Nach der am 14. September 2018 erfolgten Mitteilung des schriftlich begründeten 
Urteils des Regionalgerichts Prättigau/Davos liess der Berufungskläger dem Kan-

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tonsgericht von Graubünden am 4. Oktober 2018 fristgemäss seine begründete 
Berufungserklärung einreichen.

1.4. Der Berufungskläger ist als beschuldigte Person im Sinne von Art. 104 Abs. 
1 lit. a StPO Partei und durch den vorinstanzlichen Schuldspruch offensichtlich 
beschwert (vgl. Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die überdies formgerecht eingereichte 
Berufung ist – da die übrigen Prozessvoraussetzungen zu keinen Bemerkungen 
Anlass geben – einzutreten.

2.1. Als Berufungsgericht kann das Kantonsgericht von Graubünden das erstin-
stanzliche Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen (vgl. 
Art. 398 Abs. 2 StPO). Die Berufung ist somit ein vollkommenes Rechtsmittel, mit 
welchem erstinstanzliche Urteile in sachverhaltsmässiger wie auch in rechtlicher 
Hinsicht mit freier Kognition überprüft werden können (vgl. Niklaus Schmid, 
Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2. A., Zürich 2013, N 1 
zu Art. 398 StPO; Markus Hug/Alexandra Scheidegger, in: Do-
natsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozess-
ordnung [StPO], 2. A., Zürich 2014, N 14 zu Art. 398 StPO). Die Berufung nach 
Art. 398 ff. StPO ist ein reformatorisches Rechtsmittel (Franz Riklin, Schweizeri-
sche Strafprozessordnung, Orell Füssli Kommentar, 2. A., Zürich 2014, N 1 zu 
Vorbem. Art. 398 StPO). Soweit das erstinstanzliche Urteil angefochten und auf 
die Berufung eingetreten wurde, ist deshalb ein neues Urteil zu fällen, welches das 
erstinstanzliche Urteil ersetzt (vgl. Art. 408 StPO). Weist das erstinstanzliche Ver-
fahren wesentliche Mängel auf, die im Berufungsverfahren nicht geheilt werden 
können, so hebt das Berufungsgericht das angefochtene Urteil auf und weist die 
Sache zur Durchführung einer neuen Hauptverhandlung und zur Fällung eines 
neuen Urteils an das erstinstanzliche Gericht zurück (Art. 409 Abs. 1 StPO). Im 
vorliegenden Fall kann das Berufungsgericht – wie sich aus den nachstehenden 
Erwägungen ergibt – selber ein Urteil fällen.

2.2. Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil grundsätzlich nur 
in den angefochtenen Punkten, kann aber zugunsten der beschuldigten Person 
auch nicht angefochtene Punkte überprüfen, um gesetzwidrige oder unbillige Ent-
scheidungen zu verhindern (Art. 404 Abs. 1 und 2 StPO). Die nicht angefochtenen 
Urteilspunkte werden – unter dem Vorbehalt von Art. 404 Abs. 2 StPO – rechts-
kräftig (Urteile 6B_428/2013 vom 15. April 2014 E. 3.3; 6B_694/2012 vom 27. Juni 
2013 E. 1.3). Welche Punkte überprüfbar sind, ergibt sich – allfällige nachträgliche 
Eingrenzungen vorbehalten – aus der Berufungserklärung. Werden wie im vorlie-
genden Fall nur Teile des Urteils angefochten, ist bereits in der Berufungser-

13 / 28

klärung verbindlich anzugeben, auf welche Teile sich die Berufung beschränkt 
(Art. 399 Abs. 4 StPO; vgl. nachfolgend E. 2.3.).

2.3. Aus den Begehren der Berufungserklärung sowie schon aus den Aus-
führungen in der Berufungsanmeldung geht genügend klar hervor, dass sich die 
vorliegende Berufung auf den Sanktionspunkt von Dispositivziffer 2. lit. a. (Frei-
heitsstrafe von 36 Monaten unter teilbedingtem Vollzug von 12 Monaten und einer 
Probezeit von 2 Jahren für die restlichen 24 Monate Freiheitsstrafe) beschränken 
soll (vgl. act. A. 2). Im Rahmen seines Plädoyers anlässlich der Berufungsver-
handlung bestätigte der amtliche Verteidiger des Berufungsklägers diese Ein-
schränkung nochmals, indem er ausdrücklich ausführte, dass der Schuldspruch 
der Vorinstanz gemäss Dispositivziffer 1 (Verbrechen gegen Art. 19 Abs. 2 lit. a 
BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG, mehrfaches Verge-
hen gegen Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG sowie mehrfache Übertretung von 
Art. 19a Ziff. 1 BetmG) nicht Gegenstand der Berufung bilden würde und der 
Strafpunkt hinsichtlich Dispositivziffer 2. lit. a (nur) insoweit angefochten werde, als 
eine Reduktion der Freiheitsstrafe von 36 auf 30 Monate beantragt werde, wovon 
nicht 12 Monate sondern nur 6 Monate zu vollziehen seien und im Umfang von 24 
Monaten bedingt aufzuschieben seien. Daraus erhellt, dass die Dispositivziffer 2 
hinsichtlich der übrigen Strafpunkte (lit. b [Geldstrafe von 200 Tagessätzen zu je 
CHF 110.00, bedingt bei einer Probezeit von 2 Jahren] und lit. c [Busse von CHF 
4'300.00 [Verbindungsbusse Vergehen sowie Übertretungsbusse]) unangefochten 
in Rechtskraft erwuchsen. Ebenso unangefochten in Rechtskraft erwachsen sind: 
Dispositivziffer 1. (Verbrechen gegen Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG in Verbindung mit 
Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG, mehrfaches Vergehen gegen Art. 19 Abs. 1 lit. 
c, d und g BetmG sowie mehrfache Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG), Dis-
positivziffer 3. (Aufhebung der Beschlagnahme betr. Faustfeuerwaffe Walther 
PPQ, FCF3406 plus 97 Stk. Patronen und Vorderschaftsrepetierflinte Uzkon 
UZ16-11424, CHE 001716, mit dazugehöriger Tragtasche), Dispositivziffer 4. 
(strafrechtliche Einziehung und Vernichtung der aufgezählten beschlagnahmten 
Gegenstände) und die die Kostenregelung betreffenden Dispositivziffern 5., 6., 7. 
und 8. Auf diese ist nicht mehr einzugehen. 

3.1. Wie soeben dargelegt, richtet sich die vorliegende Berufung lediglich gegen 
Dispositivziffer 2. lit. a des angefochtenen Urteils, mit welcher X._____ mit einer 
Freiheitsstrafe von 36 Monaten bestraft wird, wovon 12 Monate unbedingt und 24 
Monate zu vollziehen sind (vgl. das angefochtene Urteil Dispositivziffer 2. lit. a). 

3.2. Aus den Erwägungen im angefochtenen Urteil geht hervor, dass die frei-
heitsentziehende Sanktion gemäss Dispositivziffer 2. lit. a. ausschliesslich für das 

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Verbrechen gegen Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. 
c, d und g BetmG (Erwerb, Besitz, Abgabe etc. von Amphetamin und LSD) ausge-
sprochen wurde (vgl. angefochtenes Urteil E. 4. ff.). Hinsichtlich dieses Schuld-
punktes stellte die Vorinstanz in sachverhaltlicher und rechtlicher Hinsicht das 
Folgende fest: Der Beschuldigte habe gestanden, Amphetamin und LSD in grös-
seren Mengen beschafft und weitergegeben bzw. deren Weitergabe beabsichtigt 
zu habe, ebenso in kleineren Mengen Kokain, MDMA, Ecstasy, Haschisch und 
Marihuana. Ebenfalls sei er geständig Amphetamin, LSD, Ecstasy, Kokain und 
MDMA konsumiert zu haben. Er habe an seinem Geständnis auch am Rechtstage 
festgehalten. Ergänzend habe er ausgeführt, dass die von ihm gemachten Men-
genangaben tendenziell zu hoch ausgefallen seien. Dennoch habe sein Antrag an 
das Gericht, geäussert durch seinen Verteidiger, dass er im Sinne der Anklage 
schuldig zu sprechen sei, gelautet (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.2.). Es sei ak-
tenkundig, dass der Beschuldigte im Besitze von 872 g reinem Amphetamin, wel-
ches er grösstenteils abgegeben habe bzw. habe abgeben wollen, und von 286 
LSD-Trips, welche er ebenfalls zu einem grossen Teil weitergegeben habe. Bei 
einer Abgabe von über 200 LSD-Trips liege ein schwerer Fall im Sinne von Art. 19 
Abs. 2 BetmG vor. Der Beschuldigte habe mit den aktenmässig erstellten Mengen 
an Betäubungsmitteln die Gesundheit zahlreicher Menschen in Gefahr gebracht, 
worum er auch gewusst habe und damit vorsätzlich gehandelt habe. Er habe sich 
damit des Verbrechens gegen Art. 19 Abs. 2 lit a BetmG in Verbindung mit Art. 19 
Abs. 1 lit. c, d und g BetmG schuldig gemacht, gelautet (angefochtenes Urteil E. 
2.3.). Der Beschuldigte habe sich damit im Sinne der Anklageziffer 1.1. .schuldig 
gemacht. 

3.3. Die Vorinstanz siedelte die objektive Tatschwere im "mittelschweren bis 
eher schweren" Bereich an (angefochtenes Urteil E. 4.1). Die subjektive 
Tatschwere legte sie demgegenüber im "sehr leichten bis leichten" Bereich fest 
(angefochtenes Urteil E. 4.2). In einer Gesamtwürdigung der objektiven und sub-
jektiven Tatschwere stufte die Vorinstanz das Verschulden sodann als "keines-
wegs leicht" ein. Strafmilderungs- sowie Strafschärfungsgründe stellte die Vorin-
stanz keine fest. Ebenso wenig Straferhöhungsgründe. Als Strafmindernd berück-
sichtigte die Vorinstanz das Geständnis sowie die gute Kooperation des Beschul-
digten. Die Vorinstanz setzte die Strafe aufgrund des Verschuldens bei 40 Mona-
ten fest und minderte sie infolge der Kooperation und des Geständnisses des Be-
schuldigten um 4 Monate auf 36 Monate. 

4.1. Unter Hinweis auf verschiedene Elemente (Neues Arbeitsumfeld, Verhalten 
nach der Tat, Persönliche Verhältnisse, Wirkung der Strafe etc.), die bei der Straf-

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zumessung zu beachten seien, beantragt der Berufungskläger die Aufhebung der 
Dispositivziffer 2 lit. a des angefochtenen Urteils und die Freiheitsstrafe auf 30 
Monate festzusetzen (vgl. Plädoyer vom 4. Dezember 2018, S. 1.). Immerhin 
sinngemäss rügt der Berufungskläger damit die Unangemessenheit der ausge-
sprochenen Sanktion (Art. 398 Abs. 3 lit. c StPO).

4.2. Die Staatsanwaltschaft führt ihrerseits aus, die ausgesprochene Sanktion 
sei nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz habe nachvollziehbar und plausibel dar-
gelegt, aus welchen Gründen sie angesichts der erheblichen Menge an Amphet-
amin und LSD und trotz des spärlichen Gewinns das Verschulden des Berufungs-
klägers als keineswegs leicht qualifiziert habe und dann unter Berücksichtigung 
der Kooperation und des Geständnisses auf eine Freiheitsstrafe von 36 Monaten 
gekommen sei. Eine Ermessensüberschreitung sei nicht erkennbar. Das Kantons-
gericht sei als Berufungsgericht zwar grundsätzlich nicht an die erstinstanzliche 
Strafzumessung gebunden, sondern könne vielmehr sein eigenes Ermessen an 
die Stelle der Vorinstanz setzen. In das der Vorinstanz zustehende Ermessen hin-
sichtlich der Gewichtung der einzelnen Strafzumessungsfaktoren greife es aber 
gemäss eigener Praxis nicht ohne Not ein. Ein Notfall liege im vorliegenden Fall 
indes nicht vor. 

4.3. Die Auffassung der Staatsanwaltschaft, die Berufungsinstanz dürfe nur im 
Notfall ihr eigenes Ermessen anstelle desjenigen der Vorinstanz setzen, ist unzu-
treffend. Ein solches Vorgehen widerspräche der Natur der Berufung als vollkom-
menes Rechtsmittel (vgl. E. 2.1.; Art. 398 Abs. 2 StPO). Das Berufungsgericht hat 
den Fall im Rahmen der angefochtenen Punkte und unter Beachtung des Verbots 
der reformatio in peius mit freier Kognition umfassend zu überprüfen. Das Beru-
fungsgericht ist nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, eine eigenständige 
Strafzumessung vorzunehmen und allenfalls – selbst marginale – Korrekturen an-
zubringen, unterliegen doch auch reine Ermessensfragen der freien Überprüfung 
(vgl. zum Ganzen Hug/Scheidegger, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 2. A., Zürich 2014, 
N 20 zu Art. 398 StPO; Eugster, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. A., Basel 2014, N 1 zu Art. 
398 StPO). Das Bundesgericht teilt diese Auffassung und hat einen Entscheid des 
Tribunal cantonal du canton de Vaud unter anderem deshalb aufgehoben, weil 
dieses erwogen hat, die vom erstinstanzlichen Gericht ausgesprochene Strafe sei 
angemessen und stellte weder einen Missbrauch noch eine Überschreitung des 
Ermessens dar ("S'agissant de la fixation de la peine, la cour cantonale a  […] 
conclu que la peine de 30 mois ferme infligée par ces derniers était adéquate et 

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qu'elle ne relevait ni d'un abus, ni d'un excès du pouvoir d'appréciation."), (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 6B_356/2012 vom 1. Oktober 2012 E. 3.4. f.; ähnlich 
BGE 141 IV 244 E. 1.3.3.). 

5.1. Die Vorinstanz hat die massgebliche Methodik der Strafzumessung korrekt 
wiedergegeben (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.1. ff.). Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB 
misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu und berücksich-
tigt dabei das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters. Das Verschulden wird nach der Schwere der 
Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit 
des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, 
wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, 
die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (vgl. Art. 47 Abs. 2 StGB). Je leich-
ter es für ihn gewesen wäre, die von ihm übertretene Norm zu respektieren, desto 
schwerer wiegt die Entscheidung gegen sie und damit seine Schuld (vgl. BGE 127 
IV 101 E. 2a; Stefan Trechsel/Heidi Affolter-Eijsten, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], 
Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. A., Zürich 2013, N 21 zu 
Art. 47 StGB; Hans Wiprächtiger/Stefan Keller, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar, Strafrecht I, 3. A., Basel 2013, N 117 zu Art. 47 StGB). Die Strafe 
muss sich grundsätzlich auf die Schuld beziehen. Das Verschulden soll die Strafe 
begründen und nach oben begrenzen, wobei Verschulden im Sinne dieser Be-
stimmung das Mass der Vorwerfbarkeit des Rechtsbruchs ist (vgl. Hans Wipräch-
tiger/Stefan Keller, a.a.O., N 14 zu Art. 47 StGB).

Für die Bemessung der Höhe der Strafe hat das Gericht das Vorliegen von Straf-
milderungs-, Strafschärfungs-, Strafminderungs- und Straferhöhungsgründe zu 
prüfen. Strafmilderungsgründe im Sinne von Art. 48 StGB und der Strafschär-
fungsgrund der Konkurrenz gemäss Art. 49 StGB können zu einer Erweiterung 
des Strafrahmens nach unten oder oben führen. Strafminderungs- und Strafer-
höhungsgründe sind hingegen Kriterien, die innerhalb des ordentlichen Strafrah-
mens im Rahmen der Strafzumessung nach Art. 47 StGB zu berücksichtigen sind 
(vgl. Christian Schwarzenegger/Markus Hug/Daniel Jositsch, Strafrecht II, 8. A., 
Zürich 2007, S. 58). Es liegt im Ermessen des Sachrichters, in welchem Umfang 
er die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Er ist dabei nicht 
gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie die einzelnen Strafzumes-
sungskriterien berücksichtigt werden (BGE 136 IV 55 E. 5.6 m.w.H.). Spricht das 
Gesetz in einem verschuldensrelevanten Zusammenhang von Strafmilderung bzw. 
Straf-minderung, bedeutet dies, dass die Strafe aufgrund des geringeren Ver-
schuldens tiefer auszufallen hat, als wenn keiner dieser Gründe vorläge. Es geht 

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dabei nicht um eine Herabsetzung der Strafe als solche, sondern um eine Reduk-
tion des Verschuldens, das auf der anderen Seite durch Umstände, welche das 
Tatverschulden erhöhen, wieder ausgeglichen werden kann (vgl. zum Ganzen 
BGE 136 IV 55 E. 5.5 ff.).

5.2 Das Gesetz sieht für das vorliegend zu beurteilende Verbrechen gegen 
Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g BetmG (Erwerb, Be-
sitz, Abgabe etc. von Amphetamin und LSD) eine Strafe von nicht unter einem 
Jahr bis 20 Jahre vor (Art. 19 Abs. 2 StGB i.V.m. Art. 40 StGB). 

5.3. Zur objektiven Tatschwere ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass der Be-
schuldigte bezüglich des Amphetamins die Grenze von 36 g zu einem schweren 
Delikt i.S.v. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG mit einer in Umlauf gebrachten Menge von 
872 g reinem Amphetamin bei weitem (um über das 24-fache) überschritten hat. 
Bezüglich des LSD ist der Beschuldigte über die Grenze von 200 Tabletten mit 
Inverkehrbringen von 286 Tabletten ebenfalls erheblich hinausgegangen. Diese 
hohe Menge der Betäubungsmittel ist für die Beurteilung der objektiven Tatschwe-
re von grosser Bedeutung (vgl. BGE 121 IV 202 E. 2.cc). Mit der qualifizierten 
Strafbestimmung von Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG deutet der Gesetzgeber schliess-
lich an, dass die Menge der gehandelten Droge für die Einordnung des Unrechts-
gehalts wesentlich ist. Je grösser die in Verkehr gebrachte Betäubungsmittelmen-
ge ist, desto mehr Menschen werden in ihrer Gesundheit gefährdet. Wer sich wis-
sentlich darüber hinwegsetzt, hat sich dementsprechend einen schwereren 
Schuldvorwurf gefallen zulassen (vgl. Hans Mathys, Leitfaden Strafzumessung, 
Basel 2016, § 5 N 79). Weiter ist erschwerend zu würdigen, dass der Berufungs-
kläger über einen sehr langen Zeitraum, konkret von Mitte Februar 2012 bis zum 
Zeitpunkt seiner vorläufigen Festnahme anfangs 2017, mit Betäubungsmitteln 
handelte. Diese zeitliche und mengenmässige Dimension der Abgabe wird aber 
durch die eher positiv zu würdigenden Aspekt der persönlich und räumlich be-
schränkt erfolgten Abgabe relativiert, gab der Beschuldigte die Betäubungsmittel 
im Wesentlichen doch nur an ihm bekannte volljährige Personen. Auch erfolgte die 
Abgabe hauptsächlich an seinem Wohnort. Dass der Beschuldigte als Einzeltäter 
tätig und nicht bandenmässig organisiert war, kann vorliegend – entgegen der vor-
instanzlichen Würdigung (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.1.) – nicht berücksichtigt 
werden, bildet die bandenmässige Begehung eine eigene (qualifizierte) objektive 
Tatbestandsvoraussetzung gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG. Wie der Verteidi-
ger korrekt ausführt, erscheint der Beschuldigte bei einer Gesamtbetrachtung zwar 
nicht als Drogendealer, der Geld verdienen wollte. Bezeichnenderweise hat der 
Beschuldigte trotz der mehrjährigen Delinquenz nur einen bescheidenen Gewinn 

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erzielt (Amphetamin: rund CHF 7'193.00; LSD: ca. CHF 378.00). Nicht verkannt 
werden darf, dass der Beschuldigte eine grosse Anzahl an Menschen in ihrer Ge-
sundheit in ihrer Gesundheit gefährdete. Angesichts des vorstehend Ausgeführten 
siedelt die Berufungsinstanz die objektive Tatschwere insgesamt im mittelschwe-
ren Bereich an.

5.4. Bei der Beurteilung der subjektiven Tatschwere, also der Frage nach der 
Zurechnung der objektiven Tatschwere, spielen der Beweggrund des Beschuldig-
ten sowie das von ihm verfolge Ziel eine entscheidende Rolle (vgl. auch Art. 47 
Abs. 2 StGB). Hierzu gilt festzuhalten, dass der Beschuldigte im vorinstanzlichen 
Verfahren wie auch vor der Berufungsinstanz wiedergab, aus einer Art Beschüt-
zerinstinkt gehandelt zu haben (vgl. StA act. 6/3, Frage 3; StA act. 6/30, Antwort 
41; vorinstanzliches act. I/9, Antwort 3.1 und Schlusswort; Einvernahmeprotokoll 
vom 4. Dezember 2018, Ziff. V./a/2. f.). So habe er seine Freunde vor dem Kon-
sum von unreinen Betäubungsmitteln schützen wollen. Auch wenn dieses ange-
gebene Tatmotiv nur schwer bzw. kaum nachvollziehbar ist, kann doch festgehal-
ten werden, dass der Beschuldigte immerhin nicht aus reiner Gewinnsucht gehan-
delt hatte. Insgesamt ist die subjektive Tatschwere in einem "leichten" Bereich an-
zusiedeln.

5.5. Vor dem Hintergrund des vorstehend Ausgeführten ist das Verschulden des 
Beschuldigten als "leicht bis mittel" einzustufen. 

5.6.1. Strafmilderungsgründe sind keine ersichtlich. Diesbezüglich sei angemerkt, 
dass der vom Beschuldigten – mit Hinweis auf seinen "Helferwille/Beschützerwille" 
(vgl. Plädoyer, S. 4) – zumindest implizit geltend gemachte Milderungsgrund der 
achtenswerten Bewegründe gemäss Art. 48 lit. a Ziff. 1 StGB nicht vorliegt. Ach-
tenswert ist der Beweggrund nur, wenn er ethisch wertvoll ist. Die Tat muss einer 
ethisch hochstehenden oder wenigstens ethisch zu rechtfertigenden Gesinnung 
entspringen (BGE 97 IV 80). Um als achtenswert zu gelten, genügt es nicht, dass 
der Beweggrund moralisch nicht zu beanstanden bzw. nachvollziehbar ist. Er 
muss vielmehr im oberen Bereich der ethischen Werte eingeordnet werden kön-
nen (vgl. vgl. Hans Mathys, a.a.O., § 5, N 151). Wie aufgezeigt, ist das – kaum 
nachvollziehbare – Motiv des Beschuldigten zumindest hinsichtlich der subjektiven 
Tatschwere zu berücksichtigen (vgl. E. 5.4.), beruht es doch zumindest in gewis-
ser Weise auf einer ethischen Überzeugung. Indessen vermag das geltend ge-
machte Motiv die Schwelle zum achtenswerten Beweggrund i.S.v. Art. 48 lit. a Ziff. 
1 StGB nicht ansatzweise zu erreichen. 

19 / 28

Ferner sind auch keine Strafschärfungs- (Art. 49 StGB) sowie Straferhöhungs-
gründe ersichtlich. 

5.6.2. Bleibt zu prüfen, ob Strafminderungsgründe vorliegen. Art. 47 Abs. 1 StGB 
verlangt, dass bei der Strafzumessung die Wirkung der Strafe auf das Leben des 
Täters Berücksichtigung findet. Darunter fallen Umstände, die den Beschuldigten 
als Folge der Strafe zusätzlich physisch oder psychisch erheblich belasten. Dies-
falls sind sie geeignet, die verschuldensangemessene Strafe zu mindern. Es geht 
im Wesentlichen um die erhöhte Strafempfindlichkeit, bei deren Annahme aller-
dings grosse Zurückhaltung geboten ist. Der Vollzug einer längeren Freiheitsstrafe 
führt zwangsläufig dazu, dass der Betroffene aus seinem Umfeld herausgerissen 
wird. Als unmittelbare gesetzmässige Folge einer unbedingten Freiheitstrafe muss 
dies nur bei aussergewöhnlichen Umständen strafmindernd berücksichtigt werden 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_291/2012 vom 16. Juli 2013 E. 6.3.). Die Verbüs-
sung einer Freiheitsstrafe ist für jede arbeitstätige und in ein familiäres Umfeld 
eingebettete Person mit einer gewissen Härte verbunden (vgl. Urteile des Bun-
desgerichts 6B_375/2014 vom 28. August 2014 E. 2.6; 6B_605/2013 vom 13. Ja-
nuar 2014 E. 2.4.3. und 6B_499/2013 vom 22. Oktober 2013 E. 1.4). Der Verlust 
der Arbeitsstelle ist in aller Regel als unvermeidbare Konsequenz einer freiheits-
entziehenden Sanktion hinzunehmen (Hans Mathys, a.a.O., § 10 N 262). Die Vor-
strafenlosigkeit des Beschuldigten ist grundsätzlich neutral zu behandeln (BGE 
136 IV 2; vgl. auch Stefan Heimgartner, in: Andreas Donatsch et al. [Hrsg.], Kom-
mentar StGB/JStG, 20. A., Zürich 2018, N 14a zu Art. 47 StGB). 

Zwar scheint der Beschuldigte sich auf einem guten Weg zu befinden, hat er sich 
von seinem bisherigen sozialen und beruflichen Umfeld im Vorderprättigau gelöst 
und ein neues berufliches Tätigkeitsgebiet im Aussendienst gefunden. Gemäss 
seiner Aussage sei er zwischenzeitlich verlobt und habe den Drogen abgeschwo-
ren (vgl. Plädoyer vom 4. Dezember 2018, S. 3; Einvernahmeprotokoll vom 4. De-
zember 2018 Ziff. IV./1. ff.). Gemäss seinen Ausführungen plane er, eine eigene 
Familie zu gründen. Durch die Verbüssung einer unbedingten Strafe wird der Be-
schuldigte zwangsläufig aus seinem mittlerweile geordneten sozialen Gefüge her-
ausgerissen. Die Berufungsinstanz ist sich dessen bewusst, dass eine entspre-
chende Strafe möglicherweise den Verlust der Arbeitsstelle mit sich führen kann 
und auch die Beziehung zu seiner Verlobten auf eine harte Probe stellt. Indessen 
können diese Aspekte vor dem Hintergrund des vorstehend Gesagten nur sehr 
eingeschränkt als strafmindernd berücksichtigt werden. Anzumerken ist an dieser 
Stelle zudem, dass der Arbeitgeber dem Beschuldigten gegenüber offenbar seine 
Bereitschaft einer gemeinsamen Lösungsfindung – ohne Kündigung – signalisiert 

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hatte, weshalb das derzeitige Anstellungsverhältnis auch im Falle einer Freiheits-
strafe zumindest nicht akut gefährdet erscheint (vgl. Einvernahmeprotokoll vom 4. 
Dezember 2018, Ziff. IV./2). Der Verteidiger wies anlässlich der Hauptverhandlung 
ferner darauf hin, dass sich der Beschuldigte durch sein Verhalten viele Nachteile 
eingehandelt habe und in finanzieller Hinsicht schwer habe büssen müssen. Die-
ses Vorbringen ist indessen nicht beachtlich, liegen finanziell einschneindende 
Konsequenzen in der Natur einer strafrechtlichen Verurteilung. Ebenso wenig wirkt 
sich die Vorstrafenlosigkeit (vgl. StA act. 2/8) strafmindernd aus (vgl. vorstehend). 
Auch das vom Beschuldigten vorgebrachte Wohlverhalten nach der Tat (vgl. Plä-
doyer S. 3) führt zu keiner Strafminderung, stellt es doch keine besondere Leis-
tung dar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_738/2014 vom 25. Februar 2015 E. 
3.4.; 6B_375/2014 vom 28. August 2014 E. 2.6.; 6B_364/2014 vom 30. Juni 2014 
E. 2.4. m.H.). 

Wesentlich strafmindernd wirkt sich demgegenüber das Geständnis des Beschul-
digten aus. Dieser hat bereits früh im Rahmen des Untersuchungsverfahrens ein 
vollumfängliches Geständnis abgelegt und – im vorinstanzlichen Verfahren wie 
auch im anlässlich der Berufungsverhandlung – glaubhaft seine Reue und Einsicht 
in das Unrecht seiner Taten bekundet (vgl. Einvernahmeprotokoll vom 4. Dezem-
ber 2018, Ziff. V./1. ff.). Als Ausdruck von Einsicht und Reue kann das Geständnis 
damit spürbar strafmindernd berücksichtigt werden, zumal es das Verfahren we-
sentlich vereinfachte und verkürzte (vgl. dazu Hans Mathys, a.a.O., § 10, N 266 
m.H. auf die Rechtsprechung). Darüber hinaus wirkt sich die gute Kooperation des 
Beschuldigten mit den Strafverfolgungsbehörden strafmindernd aus, hat er doch 
durch die Nennung seiner Abnehmer, seiner Dealer sowie unter Angabe der von 
diesen bezogenen bzw. abgegebenen Mengen einen nicht unwesentlichen Beitrag 
zur Verbrechensbekämpfung geleistet (vgl. z.B. StA act. 6/3, Frage 10. ff.; StA act. 
6/4, Frage 4 ff.; StA act. 6/5; act. 6/6; act. 6/7 und act. 6/8).

5.7. Der Strafrahmen von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG liegt – wie bereits dargelegt 
– zwischen 1 Jahr und 20 Jahren, wobei die Freiheitsstrafe mit einer Geldstrafe 
verbunden werden kann (vgl. E. 5. 2.). Für die Wahl der Strafart sind die gleichen 
Kriterien heranzuziehen wie für die Wahl des Strafmasses, also die Kriterien, die 
sich aus Art. 47 StGB herleiten lassen, namentlich das Gewicht der Tat und das 
Verschulden. Die Bestimmung des Strafmasses und die Wahl der Strafart lassen 
sich nicht trennen, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Dem Richter steht da-
mit ein weites Ermessen zu (Urteil des Bundesgerichts 6B_492/2015 vom 2. De-
zember 2015 E. 4.2.2). Bei der Wahl ist als wichtiges Kriterium die Zweckmässig-
keit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkung auf den Täter und sein soziales 

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Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen. Aus obgenannten Aus-
führungen geht hervor (vgl. E. 5.3. ff.), dass das Verschulden leicht bis mittel-
schwer wiegt. Insbesondere aufgrund der objektiven Tatschwere erscheint eine 
Verknüpfung mit einer Geldstrafe nicht zweckmässig und nicht angemessen. Es 
ist folglich nur eine Freiheitsstrafe auszusprechen (Art. 40 StGB).

Bei der Festlegung der Sanktionshöhe ist das Gericht nicht an die existierenden 
Strafmasstabellen für Betäubungsmitteldelikte gebunden. Diese dienen lediglich 
als Orientierungshilfe (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_375/2014 vom 28. Au-
gust 2014, E. 2.3). Unter Berücksichtigung der vorstehenden Strafzumessungskri-
terien und dem leichten bis mittelschweren Verschulden des Beschuldigten, erach-
tet die Berufungsinstanz eine Einsatzstrafe von vier Jahren als schuldangemes-
sen. Für die erwähnten Strafminderungsgründe (Geständnis und Kooperation) ist 
die Einsatzstrafe um ein Jahr zu reduzieren. Es resultiert eine Freiheitsstrafe von 
36 Monaten. 

6.1. Bei diesem Strafmass fällt ein bedingter Strafvollzug ausser Betracht 
(Art. 42 Abs. 1 StGB). Zu prüfen ist hingegen, ob die Freiheitsstrafe von 36 Mona-
ten teilbedingt ausgesprochen werden kann. Gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB kann 
das Gericht den Vollzug einer Freiheitstrafe von mindestens einem Jahr und 
höchstens drei Jahren teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um dem 
Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen. Der unbedingt vollziehba-
re Teil darf die Hälfte der Strafe nicht übersteigen (Abs. 2). Sowohl der aufge-
schobene wie auch der zu vollziehende Teil müssen mindestens 6 Monate betra-
gen (Abs. 3). Damit tritt im Bereich der Freiheitsstrafen von über zwei Jahren bis 
maximal drei Jahren der teilbedingte an die Stelle des bedingten Strafvollzugs. 
Dies hat zur Folge, dass wenn die subjektiven Voraussetzungen von Art. 42 Abs. 
1 bzw. Abs. 2 StGB erfüllt sind, der teilbedingte Strafvollzug zu gewähren ist (vgl. 
BGE 134 IV 1 E. 5.5. ff.). 

Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Freiheitsstrafe 
in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den 
Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 
Abs. 1 StGB). Die Gewährung des bedingten Strafaufschubs setzt mit anderen 
Worten nicht die positive Erwartung voraus, der Täter werde sich bewähren, son-
dern es genügt die Abwesenheit der Befürchtung, dass er es nicht tun werde. Der 
Strafaufschub ist deshalb die Regel, von der grundsätzlich nur bei ungünstiger 
Prognose abgewichen werden darf. Er hat im breiten Mittelfeld der Ungewissheit 
den Vorrang (BGE 134 IV 1 E. 4.2.2).

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Die Vorinstanz stellte in sachverhaltlicher Hinsicht fest, dass der Beschuldigte seit 
seiner Verhaftung im Frühling 2017 keine Betäubungsmittel mehr konsumieren 
würde, was zumindest für die zweite Hälfte des Jahres 2017 durch das psychiatri-
sche Gutachten der PDGR vom 31. Januar belegt sei (angefochtenes Urteil E. 
7.1., Absatz 2). Darin würden die Gutachter dem Beschuldigten eine tendenziell 
günstige Prognose stellen und seine Fahreignung bejahen. Weiter stellte die Vor-
instanz fest, dass der Beschuldigte nunmehr in geordneten Verhältnissen leben 
würde und seinem damaligen Umfeld den Rücken zugewendet habe. Er sei ver-
lobt und habe eine Anstellung gefunden, die seinen Bedürfnissen entspreche und 
ihm Freude bereite. Er habe dem Gericht einen positiven Eindruck hinterlassen. 
Diesen Feststellungen schliesst sich die Berufungsinstanz vollumfänglich an, er-
geben sich diese einerseits aus den Akten und werden diese andererseits von 
keiner Partei bestritten. Dem schon von der Vorinstanz festgestellten positiven 
Eindruck des Beschuldigten kann sich die Berufungsinstanz aufgrund des anläss-
lich der persönlichen Befragung des Beschuldigten gewonnen eigenen Eindrucks 
ebenfalls anschliessen. Vor dem Hintergrund dieser Feststellungen sind der Beru-
fungsinstanz jedenfalls keine konkreten Anhaltspunkte gegeben, die berechtigte 
Zweifel erwecken würden, an einer Bewährung des Beschuldigten zu zweifeln. 
Der Vollzug der Freiheitsstrafe ist folglich teilweise aufzuschieben. 

6.3.1. Erkennt das Gericht auf eine teilbedingte Strafe, hat es im Zeitpunkt des 
Urteils den aufgeschobenen und den zu vollziehenden Strafteil festzusetzen und 
die beiden Teile in ein angemessenes Verhältnis zu bringen. Nach Art. 43 StGB 
muss der unbedingt vollziehbare Teil mindestens sechs Monate betragen (Abs. 3), 
darf aber die Hälfte der Strafe nicht übersteigen (Abs. 2). Im äussersten Fall – in 
welchem wie vorliegend eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren ausgesprochen wird –
kann das Gericht demnach Strafteile im Ausmass von minimal sechs Monaten 
Freiheitsstrafe unbedingt mit zweieinhalb Jahren bedingt verbinden (vgl. zum 
Ganzen BGE 134 IV 1 E. 5.6.). Das Gesetz nennt nur zwei quantitative Schran-
ken, die bei der Festsetzung des unbedingt zu vollziehenden Teils zu respektieren 
sind (vgl. Art. 43 Abs. 2 und 3 StGB). Innerhalb dieser Schranken liegt es im Er-
messen des urteilenden Gerichts, die genaue Höhe der Strafe festzusetzen, die zu 
vollziehen ist (vgl. BGE 134 IV 1 E. 5.6.). Zu berücksichtigen sind Elemente der 
Prognose als auch des Verschuldens. Das Verhältnis der Strafteile ist so festzu-
setzen, dass darin die Wahrscheinlichkeit der Legalbewährung des Täters einer-
seits und dessen Einzeltatschuld andererseits hinreichend zum Ausdruck kommen 
(vgl. BGE 134 IV 1 E. 5.6.; Urteile des Bundesgerichts 6B_949/2009 vom 9. No-
vember 201 E. 5; 6B_866/2008 vom 22. Februar 2008 E. 3). Der zu vollziehende 
Anteil muss zunächst schuldangemessen sein. Der unbedingte Strafteil darf das 

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unter Verschuldensgesichtspunkten (Art. 47 StGB) gebotene Mass nicht unter-
schreiten (BGE 134 IV E. 5.6.). Die Beurteilung des Verschuldens bei der teilbe-
dingten Freiheitsstrafe entspricht indessen nicht jener bei der Strafzumessungs-
schuld (BGE 134 IV 1 E. 5.3.3.). Das zweite massgebende Moment der Prognose 
tritt dabei in eine Wechselbeziehung zum Verschulden. Je schwerer das Ver-
schulden und je negativer die Prognose, desto grösser muss der zu vollziehende 
Teil der Strafe sein und umgekehrt (vgl. BGE 134 IV 1 E. 5.6.; Urteil des Bundes-
gerichts 6B_632/2016 vom 6. September 2016 E. 1.3.; vgl. zum Ganzen: Roland 
Schneider/Roy Garré, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Straf-
recht I, 4. A., Basel 2019, N 17 ff. zu Art. 43 StGB). 

6.3.2. Vorab gilt es hinsichtlich der Legalbewährungsprognose das Folgende zu 
konstatieren: Augenscheinlich war die polizeiliche Intervention mit dem anschlies-
senden Strafverfahren und der damit verbundenen Haft Anlass für den Beschul-
digten, seine deliktische Tätigkeit einzustellen. Insofern haben den Beschuldigten 
wohl hauptsächlich externe Faktoren zur Einstellung bewegt. Nicht vergessen 
werden darf dabei aber, dass der Beschuldigte schon vorher – wenn auch erfolg-
los – beabsichtigte, die deliktische Tätigkeit sowie seinen Drogenkonsum einzu-
stellen. Zumindest konnte er dies anlässlich seiner Befragung vor der Berufungs-
instanz plausibel und glaubhaft dartun (Einvernahmeprotokoll vom 4. Dezember 
2018,Ziff. V./a./6.). Insoweit kann zumindest in gewissem Umfang auf eine intrinsi-
sche Motivation zur Verhaltensänderung geschlossen werden, was sich günstig 
auf die Prognose auswirkt. Des weitern fällt der Umstand, dass der Beschuldigte 
in einer gefestigten Beziehung mit seiner nunmehr Verlobten lebt, mit welcher er 
beabsichtigt, eine Familie zu gründen, bei der Beurteilung der Legalbewährung 
positiv ins Gewicht. Weiter günstig zu beurteilen ist, dass der Beschuldigte einen 
klaren Strich unter seine Vergangenheit zieht, den Kontakt zu seinem früheren 
sozialen und beruflichen Umfeld abbrach und eine neue Arbeitsstelle antrat, die 
ihm offensichtlich sehr zu gefallen scheint (Einvernahmeprotokoll vom 4. Dezem-
ber 2018, Ziff. V./a./6). Gemäss eigener Aussage konsumiert der Beschuldigte 
keine Betäubungsmittel mehr, was er glaubhaft ausführte. Diese Aussage wird 
denn auch durch das Fahreignungsgutachten der PDGR erhärtet, welches zumin-
dest für die Zeit von Juni 2017 bis Dezember 2017 eine Drogenabstinenz belegen 
konnte (vgl. vorinstanzliches act. I/3, Frage 5.5.). Das Gutachten hält ferner fest, 
dass auf Seiten des Beschuldigten keine Drogenabhängigkeit bestehe (vgl. vorin-
stanzliches act. I/3, Frage 5.1). Insgesamt wird denn auch im Gutachten eine ten-
denziell günstige Prognose gestellt (vgl. vorinstanzliches act. I/3, Frage 5.6). Ins-
gesamt scheint der Beschuldigte aus den Vorkommnissen die nötigen Lehren ge-
zogen zu haben und einen Lebenswandel vollzogen zu haben bzw. nach wie vor 

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zu vollziehen, um weiteren strafbaren Handlungern vorzubeugen. In Würdigung 
dieser Umstände kann dem Beschuldigten eine recht gute Prognose gestellt wer-
den. Eine Reduktion des vollziehbaren Teils auf sechs Monate, wie dies in der 
Berufung beantragt wird, ist trotz dieser recht guten Prognose indessen nicht an-
gemessen. Einer solchen Reduktion auf das (Strafvollzugs-)Minimum steht näm-
lich das erhebliche Verschulden des Beschuldigten entgegen, welcher über lange 
Zeit delinquierte und eine hohe Menge an Betäubungsmitteln umsetzte und damit 
verbunden eine Vielzahl von Menschen gefährdete. Gleichzeitig erscheint aber 
auch ein zu vollziehender Anteil von 12 Monaten angesichts der guten Prognose 
zu hoch. Die Berufungsinstanz gelangt bei einer Würdigung der vorstehenden Kri-
terien zum Schluss, dass ein zu vollziehender Anteil von 9 Monaten verschuldens- 
und vor allem prognoseangemessen ist. 

6.3.4. Die erstandene Polizei- und Untersuchungshaft von 36 Tagen (StA act. 2/3 
- 2/6) ist an den unbedingten Teil der Freiheitsstrafe von 9 Monaten anzurechnen 
(Art. 51 StGB). 

6.3.5. Gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB bestimmt das Gericht eine Probezeit von zwei 
bis fünf Jahren, wenn es den Vollzug einer Strafe ganz oder teilweise aufschiebt. 
Die Dauer ist dabei nach den Umständen des Einzelfalls, insbesondere nach Per-
sönlichkeit und Charakter des Verurteilten sowie der Gefahr seiner Rückfälligkeit, 
zu bemessen (vgl. BGE 95 IV 122; Urteil des Bundesgerichts 6B_402/2011 vom 8. 
November 2011 E. 1.2). Auf die recht gute Prognose wurde bereits eingegangen 
(vgl. E. 6.3.3.). Vorliegend kann davon ausgegangen werden, dass das durchge-
führte Strafverfahren samt Haft beim Beschuldigten einen nachhaltigen Eindruck 
hinterlassen hat und ihn von der Begehung weiterer Delikte abhalten werde. Die 
Probezeit ist daher auf die minimale Dauer von 2 Jahren festzulegen. 

7. Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die von der Vor-
instanz ausgesprochene Freiheitsstrafe von 36 Monaten entgegen der berufungs-
klägerischen Ausführungen nicht zu beanstanden ist. Die Berufung ist in diesem 
Punkt abzuweisen. Demgegenüber erweist sich die Berufung hinsichtlich der be-
antragten Reduktion des unbedingt ausgesprochenen Teils von 12 Monaten auf 6 
Monaten insoweit begründet, als dieser Anteil auf 9 Monate reduziert wird. Damit 
erweist sich die Berufung teilweise begründet. 

8.1. Abschliessend sind die Kosten- und Entschädigungsfolgen für das vorlie-
gende Berufungsverfahren festzulegen. 

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8.2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen gemäss Art. 428 Abs. 1 
StPO die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Der Beru-
fungskläger beantragte in seiner Berufung die ausgesprochene Freiheitsstrafe von 
36 Monaten auf 30 Monate sowie den unbedingt zu vollziehenden Anteil von 12 
Monaten auf 6 Monate zu reduzieren. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Ab-
weisung der Berufung. Der Berufungskläger ist mit seinen Berufungsanträgen in-
soweit durchgedrungen, als der unbedingt zu vollziehende Teil der Freiheitsstrafe 
auf 9 Monate reduziert wird. Im Übrigen ist er unterlegen. Bei diesem Ausgang 
rechtfertigt es sich, die Kosten des Berufungsverfahrens, welche auf CHF 4'000.00 
festgelegt werden (vgl. Art. 7 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Straf-
verfahren [VGS; BR 350.210]), zu 2/3 dem Berufungskläger und zu 1/3 dem Kan-
ton Graubünden anzulasten.

8.3. Gleiches gilt mit Bezug auf die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche 
als Auslagen ebenfalls Teil der Verfahrenskosten bilden (Art. 422 Abs. 1 und 422 
Abs. 2 lit. a StPO). Demzufolge hat der Berufungskläger auch die Kosten seiner 
amtlichen Verteidigung zu tragen, wobei sie vorerst zu Lasten des Kantons 
Graubünden gehen und aus der Gerichtskasse zu bezahlen sind. Sobald es die 
wirtschaftlichen Verhältnisse des Berufungsklägers gestatten, ist er verpflichtet, 
diese Kosten dem Kanton zurückzuzahlen (vgl. Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO).

Der amtliche Verteidiger des Berufungsklägers reichte anlässlich der Berufungs-
verhandlung vom 4. Dezember 2018 eine Honorarnote ein (Honorarnote vom 4. 
Dezember 2018). Darin wird ein Aufwand von 11 Stunden und 42 Minuten zu ei-
nem Stundenansatz von CHF 200.00 geltend gemacht, total CHF 2'387.10 (inkl. 
Barauslagen). Weder der geltend gemachte Stundenaufwand, noch der geltend 
gemachte Stundenansatz sind zu beanstanden (vgl. zum zulässigen Stundenan-
satz für die amtliche Verteidigung Art. 5 Abs. 1 der Verordnung über die Bemes-
sung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte [HV; BR 310.250]). 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Regionalgerichts Prättigau/Davos 
vom 16. August 2018 in den folgenden Punkten nicht angefochten wurde 
und damit in Rechtskraft erwachsen ist:

Ziffer 1. X._____ ist schuldig des Verbrechens gegen Art. 19 Abs. 2 lit. 
a BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g 
BetmG, des mehrfachen Vergehens gegen Art. 19 Abs. 1 lit. c, 
d und g BetmG sowie der mehrfachen Übertretung von Art. 
19a Ziff. 1 BetmG.

Ziffer 2. Dafür wird X._____ bestraft mit

b. einer Geldstrafe von 200 Tagessätzen zu je CHF 110.00. Der 
Vollzug der Geldstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit 
von 2 Jahren aufgeschoben.

c. einer Busse von CHF 4'300.00 (Verbindungsbusse Vergehen: 
CHF 4'000.00, Übertretungsbusse: CHF 300.00). Die Ersatz-
freiheitsstrafe für die Busse beträgt 15 Tage. Sie tritt an die 
Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt 
wird.

Ziffer 3. Die Beschlagnahme der mit Verfügung vom 8. Dezember 
2017 beschlagnahmten Gegenstände wird bezüglich folgen-
der Gegenstände aufgehoben:

- Faustfeuerwaffe Walther PPQ, _____ plus 97 Stk. 
Patronen

- Vorderschaftrepetierflinte Uzkon _____, mit dazugehöriger 
Tragtasche.

Vorbehalten bleibt eine allfällige verwaltungsrechtliche Sicher-
stellung durch die Fachstelle Waffen der Kantonspolizei 
Graubünden.

Ziffer 4. Die übrigen mit Verfügung vom 8. Dezember 2017 beschlag-
nahmten Gegenstände werden gestützt auf Art. 69 StGB und 
Art. 31 WG eingezogen und vernichtet:

- 241.31 Gramm Amphetamin

- 39 Trips LSD

- 0.5 Tabletten Ecstasy

- 2.6 Gramm Kokain

- 1 Schlagring

- 2 Glasfläschchen mit Schnupfvorrichtung

- 1 Schlagstock aus Metall

- 1 Marihuanamühle

- 1 Softairgun, Faustfeuerwaffe SO1361

- 3 Frischaltboxen mit Betäubungsmittelutensilien etc.

- 1 kleine Plastikflasche (Ice Drops)

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- 1 blaues Schnupfrohr mit Betäubungsmittelrückständen

- 1 Snusdose mit Betäubungsmittelrückständen

- 1 Teelöffel mit Betäubungsmittelrückständen

- diverse Minigrips mit Betäubungsmittelrückständen

- diverse ungebrauchte Minigrips.

Ziffer 5. Die Kosten des Verfahrens von CHF 11'625.00 (Untersu-
chungsgebühr und Auslagen der Staatsanwaltschaft 
Graubünden CHF 7'625.00, Gerichtsgebühr CHF 4'000.00) 
gehen zu Lasten von X._____.

Ziffer 6. Die amtliche Verteidigung wird für das erstinstanzliche Verfah-
ren mit CHF 6'569.30 (inkl. Barauslagen) entschädigt. Die 
Entschädigung geht zulasten des Kantons Graubünden und 
wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Vorbehalten bleibt die 
Rückerstattungspflicht von X._____ gemäss Art. 135 Abs. 4 
StPO.

Ziffer 7. Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft von 
CHF 6'300.00 sowie des Strafvollzugs gehen zu Lasten des 
Kantons Graubünden. X._____ hat sich daran nach Massgabe 
von Art. 380 Abs. 2 StGB zu beteiligen.

Ziffer 8. X._____ schuldet dem Regionalgericht Prättigau/Davos folg-
lich:

Busse CHF 4'300.00

Verfahrenskosten CHF 11'625.00

CHF 15'925.00

2. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und X._____ wird in Aufhebung 
und Ersetzung von Ziffer 2 lit. a des angefochtenen Urteils durch das Kan-
tonsgericht von Graubünden mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten be-
straft. Die erstandene Polizei- und Untersuchungshaft von 36 Tagen ist an 
die Freiheitsstrafe anzurechnen. Im Umfang von 27 Monaten wird der Voll-
zug der Freiheitsstrafe bei einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben. Die 
Freiheitsstrafe ist im Umfang von 9 Monaten zu vollziehen.

3. Die Kosten des Berufungsverfahren von CHF 4'000.00 gehen im Umfang 
von CHF 3'000.00 zulasten von X._____ und in Höhe von CHF 1'000.00 zu-
lasten des Kantons Graubünden.

4. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. Michael Fleischhauer, wird 
für das Berufungsverfahren mit CHF 2'387.10 (inkl. Spesen und MwSt.) 
durch den Kanton Graubünden entschädigt.

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5. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

6. Mitteilung an: