# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4ec6def-c53e-5ca4-94eb-0f81ef0066dc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.10.2016 IV 2014/67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-67_2016-10-24.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/67

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 03.01.2020

Entscheiddatum: 24.10.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 24.10.2016
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Art. 42 ATSG. Art. 43 ATSG. Invalidenrente. 
Validenkarriere. Invalidenkarriere. Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 
Gehör. Verletzung der Untersuchungspflicht (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Oktober 2016, IV 
2014/67).

Besetzung

Vizepräsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Lisbeth 

Mattle Frei; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Geschäftsnr.  

IV 2014/67

Parteien

A.___

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Schultz,

Rorschacher Strasse 107, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich im Oktober 2006 zum Bezug einer Rente der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Sie gab an, sie habe nach dem Abschluss der 

Kantonsschule das Diplom zur Übersetzerin erlangt, anschliessend eine Ausbildung zur 

Kundenberaterin bei einer Grossbank begonnen und diese Ausbildung im Juni 2006 

fortgesetzt. Bei Beginn ihrer Ausbildung habe sie einen Lohn von 75’000 Franken 

erhalten. Mit der Fortsetzung der Ausbildung sei der Lohn auf 72’000 Franken 

gesunken. Während der letzten fünf Jahre sei sie vollständig „invalid“ gewesen. Sie 

habe Leistungen der beruflichen Vorsorgeeinrichtung erhalten. Diese habe aber nun 

darauf bestanden, dass sie sich „rückwirkend per Mai 2001“ zum Bezug einer Rente 

der Invalidenversicherung anmelde. Der Hausarzt Dr. med. B.___ berichtete im Oktober 

2006 (IV-act. 6), die Versicherte leide seit dem Jahr 2001 an einem chronischen Ulcus 

cruris prätibial links. In der Zeit von Juni 2004 bis und mit Mai 2006 sei sie vollständig 

arbeitsunfähig gewesen. Bis auf weiteres sei sie zu 50 Prozent arbeitsfähig. Im Mai 

2007 wies Dr. B.___ darauf hin, dass zwischenzeitlich ein Morbus Crohn diagnostiziert 

worden sei, der mit einem Erythema nodosum einher gehe (IV-act. 21). Der 

Rheumatologe Dr. med. C.___ hatte im Februar 2007 berichtet, die Versicherte leide – 

wohl seit dem Jahr 1999 – an einem chronisch-rezidivierenden Erythema nodosum (IV-

act. 30–1 ff.).

A.b  Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die ärztliches Begutachtungsinstitut (ABI) GmbH 

am 11. August 2008 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 29). Die Sachverständigen 

führten aus, die Versicherte leide an einem chronischen Erythema nodosum, an einem 

Status nach multiplen Tumorexzisionen und Folgeoperationen am linken Unterschenkel 

in den Jahren 2001–2006 sowie – ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit – an einem 

Morbus Crohn, der sich derzeit unter medikamentöser Therapie in Remission befinde, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

an einer Nierenagenesie links und an einer Amblyopie links. Angesichts eines im 

Februar 2008 aufgetretenen akuten Schubs des Erythema nodosum liege kein stabiler 

Gesundheitszustand vor. Aktuell sei die Versicherte aus rheumatologischer Sicht zu 50 

Prozent arbeitsunfähig. Dies gelte in Bezug auf die derzeitige Tätigkeit als Assistentin 

der Geschäftsleitung im Betrieb des Bruders wie auch für jede andere körperlich leichte 

Tätigkeit. Die Folgen der Operationen am linken Bein würden die Arbeitsfähigkeit in 

einer Bürotätigkeit für sich allein aus rheumatologischer Sicht nur zu 20 Prozent 

einschränken. Aus psychiatrischer Sicht sei die Versicherte uneingeschränkt arbeits- 

und leistungsfähig. In etwa einem Jahr sollte eine Verlaufsbegutachtung durchgeführt 

werden. Am 5. September 2008 notierte Dr. med. D.___ vom IV-internen regionalen 

ärztlichen Dienst (RAD), das Gutachten der ABI GmbH sei überzeugend, weshalb 

aktuell von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent für leidensadaptierte Tätigkeiten bei 

einem allerdings instabilen Gesundheitszustand auszugehen sei (IV-act. 31). Am 4. 

Februar 2009 berichtete Dr. C.___ (IV-act. 46), der Gesundheitszustand der 

Versicherten habe sich verschlechtert. Das Erythema nodosum habe sich im Sommer 

2008 für etwa vier Wochen deutlich verbessert, sei am 15. August 2008 aber wieder 

„stark“ aufgetreten. Das Erythema nodosum und die dauernde Übelkeit schränkten die 

Leistungsfähigkeit der Versicherten erheblich ein. Die Arbeitsfähigkeit belaufe sich auf 

vier Stunden pro Tag. Die medizinischen Massnahmen seien weitgehend ausgeschöpft. 

Berufliche Massnahmen dürften zu keiner Erhöhung der Arbeitsfähigkeit führen. Die 

Versicherte sei in ihrem Tätigkeitsfeld im Familienbetrieb optimal integriert. Mit einer 

Verfügung vom 3. Juli 2009 sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Wirkung ab dem 

1. Oktober 2005 (aufgrund einer sogenannt verspäteten Anmeldung) eine ganze, mit 

Wirkung ab dem 1. September 2006 eine halbe und mit Wirkung ab dem 1. Oktober 

2007 eine Viertelsrente zu (IV-act. 53 und 59 ff.).

A.c  Dagegen liess die nun anwaltlich vertretene Versicherte am 4. September 2009 

eine Beschwerde erheben, mit der ihr Rechtsvertreter die Zusprache mindestens einer 

halben Rente für die Zeit ab dem 1. Oktober 2007 beantragte (vgl. IV-act. 67). Mit 

einem Entscheid vom 6. April 2011 wies das Versicherungsgericht des Kantons St. 

Gallen die Sache in Aufhebung der Verfügung vom 3. Juli 2009 zur weiteren Abklärung 

an die IV-Stelle zurück (IV 2009/300; vgl. IV-act. 87). Das Gericht führte aus, die 

Versicherte habe ihre Ausbildung zum vollwertigen Advisor bei einer Grossbank 

krankheitsbedingt abbrechen müssen, weshalb in Anwendung des Art. 26 Abs. 2 IVV 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

das Einkommen eines Advisors als Valideneinkommen – inklusive allfälliger 

Bonuszahlungen – herangezogen werden müsse. Die Invalidenkarriere entspreche nicht 

zwingend der aktuell ausgeübten Tätigkeit im Familienbetrieb. Naheliegender für die 

Versicherte wäre es gewesen, wenn sie wieder im erlernten Beruf als diplomierte 

Übersetzerin tätig geworden wäre. Angesichts der beruflichen Qualifikationen der 

Versicherten sei nur diese (die Kriterien für eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit 

erfüllende) Tätigkeit sinnvoll gewesen, denn die Versicherte verfüge nicht über jene 

berufliche Ausbildung, die sie als Assistentin der Geschäftsleitung eigentlich benötigen 

würde. Dies zeige sich darin, dass eine andere Assistentin der Geschäftsleitung im 

selben Betrieb beruflich wesentlich besser qualifiziert sei. Die Frage, ob die Versicherte 

als Assistentin der Geschäftsleitung oder als diplomierte Übersetzerin ein höheres 

Erwerbseinkommen erzielen könnte, lasse sich nicht mit dem erforderlichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beantworten, denn es sei weder 

bekannt, welches Einkommen die Versicherte als Übersetzerin erzielen könnte, noch 

stehe fest, dass der effektiv bezogene Lohn ein reiner Leistungslohn sei. Diesbezüglich 

seien die Angaben der Arbeitgeberin widersprüchlich. Die IV-Stelle habe bezüglich des 

zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens weitere Abklärungen zu tätigen und 

dabei zu berücksichtigen, dass als dritte Möglichkeit die Umschulung der Versicherten 

in einen Beruf in Frage komme, in dem diese trotz ihrer Arbeitsunfähigkeit einen Lohn 

erzielen könnte, der die behinderungsbedingte Erwerbseinbusse auf unter 40 Prozent 

sinken lassen würde. In medizinischer Hinsicht sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 

durchschnittlich mindestens 70 Prozent für die Zeit bis Ende August 2006 auszugehen. 

Für die Zeit danach werde dem Einkommensvergleich ein Arbeitsunfähigkeitsgrad von 

50 Prozent zugrunde gelegt werden müssen. Die IV-Stelle werde auch zu prüfen haben, 

ob der Invaliditätsgrad der Versicherten im Laufe des Jahres 2009 auf 60 Prozent oder 

mehr angestiegen sei, nachdem Dr. C.___ auf eine entsprechende Verschlechterung 

des Gesundheitszustandes hingewiesen habe. Im Sinne eines obiter dictum sei darauf 

hinzuweisen, dass die Verrechnung der Nachzahlung der Rente mit den 

Vorschussleistungen der beruflichen Vorsorgeeinrichtung, wie sie in der angefochtenen 

Verfügung vorgesehen gewesen sei, wohl rechtmässig gewesen sein dürfte.

A.d  Am 22. Juni 2011 berichtete Dr. C.___ (IV-act. 96), der Zustand der Versicherten 

habe sich seit April 2009 verschlechtert. Verschiedene medikamentöse 

Behandlungsversuche des Erythema nodosum hätten nur einen unbefriedigenden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erfolg gezeitigt. Der Verdacht, dass die Versicherte an einem Morbus Crohn leide, habe 

nicht erhärtet werden können. Entsprechende Beschwerden hielten aber weiter an. In 

den letzten Monaten seien auch noch starke lumbale Schmerzen, jedoch ohne eine 

radiculäre Symptomatik, aufgetreten. Die Versicherte sei nicht einmal mehr in der Lage, 

halbtags zu arbeiten. Sie falle immer wieder aus und könne durchschnittlich nur noch 

zwei bis vier Stunden pro Tag arbeiten. Die medikamentösen 

Behandlungsmassnahmen seien weitgehend ausgeschöpft, weshalb von 

medizinischen Massnahmen keine wesentliche Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu 

erwarten sei. Die aktuelle Tätigkeit sei optimal auf die Möglichkeiten der Versicherten 

zugeschnitten, weil diese ihre Arbeitszeit frei einteilen könne und nur Büroarbeiten 

durchführen müsse. Der RAD-Arzt Dr. D.___ notierte am 15. September 2011 (IV-act. 

98), die Angaben von Dr. C.___ seien sehr präzis und in jeder Hinsicht medizinisch 

nachvollziehbar. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung sei angesichts der täglich 

schwankenden Leistungen realistisch gemittelt. Die bisherige Tätigkeit sei optimal 

leidensadaptiert; die Arbeitsleistung liege bei 30 Prozent. Über viele Jahre hinweg 

könnte der Morbus Crohn spontan ausheilen. Am 26. April 2012 hielt Dr. D.___ fest (IV-

act. 101), rückblickend stelle sich die Frage, ob die Versicherte ab Juli 2009 zu 50 

Prozent arbeitsfähig gewesen sei, wie Dr. C.___ zunächst angegeben habe, oder ob die 

Arbeitsfähigkeit schon im Juli 2009 nur noch (gemittelt) 30 Prozent betragen habe, wie 

Dr. C.___ später ausgeführt habe. Diese Widersprüchlichkeit der Angaben von Dr. 

C.___ könne mittels einer Rückfrage an den behandelnden Gastroenterologen geklärt 

werden. Am 17. Juli 2012 berichtete der Gastroenterologe PD Dr. med. E.___ vom 

Stadtspital Triemli Zürich (IV-act. 108), der Gesundheitszustand der Versicherten sei 

seit Februar 2009 stationär. In den letzten paar Monaten hätten sich die Beschwerden 

laut den Angaben der Versicherten aber deutlich intensiviert. Am 30. August 2012 

führte er ergänzend aus, die Befunde seien stabil schlecht; der Arbeitsunfähigkeitsgrad 

liege bei mindestens 50 Prozent (IV-act. 112). Am 6. September 2012 notierte der RAD-

Arzt Dr. D.___, dass angesichts dieser ergänzenden Angaben von einer 

„überlappenden“ Arbeitsfähigkeit von lediglich noch 30 Prozent ab Juli 2009 

auszugehen sei (IV-act. 113).

A.e  Bereits am 31. Mai 2012 hatte die Arbeitgeberin der Versicherten angegeben (IV-

act. 103), dass das Arbeitspensum schwankend sei. Seit Herbst 2011 arbeite die 

Versicherte lediglich noch zu etwa 20 Prozent. In den Jahren 2008–2012 seien die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

folgenden Löhne ausgerichtet worden: 46’800 Franken (2008), 48’100 Franken (2009), 

48’100 Franken (2010), 49’400 Franken (2011), 49’660 Franken (2012). Dabei habe der 

Soziallohnanteil seit dem Jahr 2008 stetig zugenommen. Angesichts der häufigen 

krankheitsbedingten kurzfristigen Absenzen, der zahlreichen Arztbesuche und des 

Umstands, dass die Arbeitseinsätze weder regelmässig erfolgten noch planbar seien, 

würde der Leistungslohn wesentlich tiefer ausfallen und nur etwa 20 Prozent betragen. 

Ebenfalls am 31. Mai 2012 hatte die frühere Arbeitgeberin der Versicherten angegeben 

(IV-act. 104), nach dem erfolgreichen Abschluss der Umschulung hätte die Versicherte 

als Junior Advisor für Privatkunden einsteigen können. Die Salärbandbreite für den 

Jahresgrundlohn habe damals 62’100 Franken bis 84’000 Franken betragen. Für die 

Essensentschädigung hätte die Versicherte einen Lohnzusatz von 140 Franken 

erhalten. Danach hätte sie sich zum Advisor für Privatkunden weiter entwickeln können, 

wofür sie einen Zeithorizont von etwa zwei bis drei Jahren benötigt hätte. Die 

Salärbandbreite hätte dann 72’300 Franken bis 97’800 Franken betragen. Die 

Essensentschädigung wäre unverändert geblieben. Für den Bonus könne kein Betrag 

angegeben werden, da es sich um eine freiwillige Leistung handle.

A.f  Mit einem Vorbescheid vom 26. März 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit 

(IV-act. 116), dass sie vorsehe, ihr mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2005 eine ganze, ab 

dem 1. September 2006 eine halbe und ab dem 1. Oktober 2009 eine Dreiviertelsrente 

zuzusprechen. Zur Begründung führte sie aus, angesichts der verspäteten Anmeldung 

im Oktober 2006 falle eine Rentenzusprache vor dem 1. Oktober 2005 nicht in 

Betracht. Für das Jahr 2005 sei von einem Valideneinkommen von 79’050 Franken 

auszugehen. Für das Jahr 2006 sei ein Valideneinkommen von 79’999 Franken zu 

berücksichtigen. Das zumutbarerweise erzielbare Invalideneinkommen liege angesichts 

einer Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent bei 40’000 Franken. Für das Jahr 2009 sei von 

einem Valideneinkommen von 82’509 Franken auszugehen. Berufliche Massnahmen 

kämen nicht in Frage. Ab dem 1. Juli 2009 sei von einer Arbeitsfähigkeit von 30 Prozent 

auszugehen. Das Invalideneinkommen belaufe sich dementsprechend auf 28’406 

Franken. Am 14. Mai 2013 liess die Versicherte einwenden (IV-act. 118), dass der 

Bonus bei der Berechnung des Valideneinkommens zwingend berücksichtigt werden 

müsse. Zudem müsse dem Soziallohnanteil, den die Versicherte erhalte, Rechnung 

getragen werden. Für die Zeit ab dem 1. Oktober 2011 sei eine ganze Rente 

geschuldet. Auf eine Anfrage der IV-Stelle hin führte die frühere Arbeitgeberin am 17. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Juli 2013 aus (IV-act. 121), in den Jahren 2010–2012 hätten die Bonuszahlungen an 

Mitarbeiter in einer vergleichbaren Funktion zum Advisor für Privatkunden 

durchschnittlich 3’300, 2’600 beziehungsweise 3’100 Franken betragen. Ohne der 

Versicherten diese Abklärungsergebnisse mitzuteilen oder ihr die Möglichkeit zur 

Stellungnahme einzuräumen, sprach die IV-Stelle ihr mit einer Verfügung vom 18. 

Dezember 2013 (IV-act. 124 ff.) mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2005 eine ganze, ab 

dem 1. September 2006 eine halbe und ab dem 1. Oktober 2009 eine Dreiviertelsrente 

zu. Bezugnehmend auf die Einwände der Versicherten führte sie aus, sie sei für die 

Berechnung des Invaliditätsgrades von einer zumutbaren Arbeitsleistung von 30 

Prozent ausgegangen, was ein höheres Invalideneinkommen als den effektiv (bei einer 

Arbeitsleistung von 20 Prozent) bezogenen Leistungslohnanteil ergeben habe. Für den 

ab dem Oktober 2009 massgebenden Einkommensvergleich habe sie einen Bonus von 

3’000 Franken berücksichtigt, was sich aber nicht wesentlich auf das Ergebnis 

ausgewirkt habe.

B. 

B.a  Am 31. Januar 2014 liess die Versicherte (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) 

eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 18. Dezember 2013 erheben (act. G 1). Ihr 

Rechtsvertreter beantragte die Zusprache einer ganzen Rente für die Zeit ab dem 1. 

Oktober 2011. Zur Begründung führte er aus, die lediglich noch stundenweise 

ausgeübte Tätigkeit im Familienbetrieb diene eigentlich nur noch dazu, der 

Beschwerdeführerin eine Tagesstruktur zur Verfügung zu stellen. Die Tätigkeit sei 

optimal adaptiert, weil die Beschwerdeführerin ihre Arbeitszeit einteilen könne und nur 

Büroarbeiten verrichten müsse. Die Arbeitgeberin habe festgehalten, dass der 

Leistungslohnanteil seit Herbst 2011 nur noch 20 Prozent betrage. Angesichts der 

unspezifischen Angabe („Herbst 2011“) müsse vom astronomischen Herbstanfang im 

Jahr 2011, also vom 23. September 2011, ausgegangen werden. Folglich habe die 

Beschwerdeführerin ab dem 1. Oktober 2011 einen Anspruch auf eine ganze Rente.

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragte am 20. März 2014 die Abweisung der 

Beschwerde, wobei sie auf eine ausführliche Beschwerdeantwort verzichtete (act. G 4).

B.c  Die Beschwerdeführerin liess am 19. Mai 2014 an ihrem Antrag festhalten (act. G 

6). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 8).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.d  Am 28. Juni 2016 wies das Versicherungsgericht die Beschwerdeführerin darauf 

hin (act. G 10), dass die angefochtene Verfügung möglicherweise auf einem 

unzureichend abgeklärten Sachverhalt beruhe. Die Beschwerdegegnerin habe nämlich 

trotz einer entsprechenden Anweisung im Urteil des Versicherungsgerichtes vom 6. 

April 2011 keine Abklärungen zu möglichen alternativen Invalidenkarrieren getätigt. Bei 

einer Rückweisung zur weiteren Abklärung könnte letztlich ein tieferer Rentenanspruch 

und damit im Ergebnis eine reformatio in peius resultieren, weshalb der 

Beschwerdeführerin die Möglichkeit eingeräumt werde, die Beschwerde 

zurückzuziehen. Von dieser Möglichkeit machte die Beschwerdeführerin keinen 

Gebrauch. Sie nahm auch keine Stellung zum Schreiben des Versicherungsgerichtes.

Erwägungen

1. 

Wie der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zu Recht ausgeführt hat, muss das 

Rechtsverhältnis als ein einheitlicher Streitgegenstand qualifiziert werden (vgl. BGE 131 

V 164), was bedeutet, dass die Verfügungen vom 18. Dezember 2013, auf die die 

Beschwerdegegnerin die Rentenzusprache aufgeteilt hat, mit Blick auf den Gegenstand 

des Beschwerdeverfahrens als eine Einheit zu verstehen sind. Selbstverständlich 

bedeutet dies, dass gerade nicht nur ein Teil der Rentenzusprache angefochten 

werden kann. Warum der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zur Auffassung 

gelangt ist, aus der Einheit des Streitgegenstandes lasse sich die Möglichkeit ableiten, 

nur einen Teil der Rentenzusprache anzufechten, ist nicht nachvollziehbar. Den 

Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens bildet jedenfalls der Rentenanspruch 

insgesamt, das heisst für die Zeit ab Oktober 2005. Entgegen dem Begehren der 

Beschwerdeführerin kann also nicht nur der Rentenanspruch für die Zeit ab Oktober 

2011 strittig sein. Mit der Beschwerdeerhebung hat die Beschwerdeführerin ihren 

Rentenanspruch gemäss der angefochtenen Verfügung insgesamt angefochten.

2. 

Auch wenn der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin dies nicht gerügt hat, ist zu 

prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwerdeführerin auf 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

rechtliches Gehör (Art. 42 ATSG) verletzt hat, indem sie dieser die Ergebnisse der nach 

der Eröffnung des Vorbescheides getätigten Abklärungen zum Valideneinkommen nicht 

zur Kenntnis- und Stellungnahme zugestellt hat. Da diese ergänzenden Abklärungen 

auf entsprechende Einwände der Beschwerdeführerin hin durchgeführt worden waren, 

hätten deren Ergebnisse zwingend der Beschwerdeführerin zur Kenntnis- und 

Stellungnahme zugestellt werden müssen. Indem die Beschwerdegegnerin dies nicht 

getan hat, hat sie der Beschwerdeführerin die Möglichkeit genommen, sich zum 

Beweisergebnis zu äussern, wodurch der Anspruch der Beschwerdeführerin auf 

rechtliches Gehör verletzt worden ist. Mit dieser Gehörsverletzung ist eine Verletzung 

der Vorbescheidspflicht als IV-spezifischer Pflicht zur Gewährung des rechtlichen 

Gehörs (Art. 57a IVG) einher gegangen. Die angefochtene Verfügung ist folglich in 

einem rechtswidrigen Verfahren zustande gekommen. Diese Rechtswidrigkeit kann 

grundsätzlich nur dadurch beseitigt werden, dass das Verfahren – nun korrekt – 

nochmals durchgeführt und mit einer Verfügung abgeschlossen wird. Die 

Beschwerdeführerin hat allerdings die materielle Behandlung und damit die „Heilung“ 

des formellen Fehlers wählen können. Ob ihre Vorgehensweise im 

Beschwerdeverfahren so zu interpretieren ist, kann offen bleiben, da es auch aus 

materiellen Gründen zu einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin kommt.

3. 

3.1  Eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, die 

während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und die nach dem Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, hat gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG einen 

Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Für die Bemessung der Invalidität 

ist laut dem Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. dem Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach 

der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei einer 

ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu jenem 

Erwerbseinkommen zu setzen, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund wäre.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.2  Für die Bezifferung des Valideneinkommens ist von der Berufskarriere auszugehen, 

die die Beschwerdeführerin hätte einschlagen können, wenn sie gesund geblieben 

wäre. Diese Karriere ist bereits im Entscheid IV 2009/300 vom 6. April 2011 definiert 

worden: Die Beschwerdeführerin hat nach der Erlangung der Matura ein Diplom als 

Übersetzerin erlangt. Sie hat im Anschluss daran allerdings nie als Übersetzerin 

gearbeitet, sondern eine Karriere bei einer Grossbank eingeschlagen. Dort hat sie eine 

Ausbildung zum Junior Advisor begonnen, die sie krankheitsbedingt hat abbrechen 

müssen. Wäre sie gesund geblieben, hätte sie ihre begonnene Ausbildung wohl 

abgeschlossen und anschliessend einen Aufstieg zum Advisor angestrebt, wobei nichts 

dagegen spricht, dass ihr dies nach einigen Jahren gelungen wäre. Die Ausbildung zum 

Junior Advisor hätte sie im Jahr 2006 abgeschlossen. Gemäss den Angaben der 

früheren Arbeitgeberin hätte sie zwei oder drei Jahre später zum Advisor aufsteigen 

können. Als Validenkarriere ist also grundsätzlich die Tätigkeit als Advisor 

heranzuziehen. Da die Beschwerdeführerin die bankinterne Ausbildung allerdings nicht 

vor dem frühestmöglichen Rentenbeginn hätte abschliessen können, muss für die Zeit 

der – fiktiven – beruflichen Ausbildung der Lohn als Valideneinkommen angerechnet 

werden, den die Beschwerdeführerin bei einem planmässigen Verlauf erhalten hätte. 

Folglich muss bei der rückwirkenden Invaliditätsbemessung der Art. 17 Abs. 1 ATSG 

analog angewendet werden, damit der Entwicklung der Validenkarriere – Ausbildung 

zum Junior Advisor, Tätigkeit als Junior Advisor, Aufstieg zum Advisor – Rechnung 

getragen werden kann. Möglicherweise wird die rückwirkende Rente entsprechend 

abgestuft zugesprochen werden müssen (vgl. zum Ganzen den Entscheid IV 2009/300 

vom 6. April 2011). Für die Bezifferung des entsprechenden Valideneinkommens kann 

nicht auf die von der früheren Arbeitgeberin angegebene Salärbandbreite von 62’100–

84’000 Franken für die Tätigkeit als Junior Advisor beziehungsweise von 72’300–

97’800 Franken für die Tätigkeit als Advisor abgestellt werden, denn die 

Beschwerdeführerin hat bereits beim Beginn ihrer Ausbildung zum Junior Advisor ein 

Salär von 75’000 Franken erhalten. Dieser Lohn ist höher als das arithmetische Mittel 

der von der früheren Arbeitgeberin angegebenen Bandbreite für einen Arbeitnehmer mit 

einer bereits abgeschlossenen Ausbildung zum Junior Advisor. Da die 

Beschwerdeführerin aber diesen „zu hohen“ Lohn effektiv bezogen hat, kann die 

Bandbreitenangabe der früheren Arbeitgeberin nicht zuverlässig sein. Zudem könnte 

innerhalb einer Bandbreite kein Betrag ohne weiteres für sich in Anspruch nehmen, das 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

überwiegend wahrscheinlich richtige Valideneinkommen zu sein. Nach wie vor steht 

das Valideneinkommen also noch nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest. Die angefochtene Verfügung beruht 

diesbezüglich auf einem ungenügend abgeklärten Sachverhalt. Sie ist somit in 

Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen, weshalb sie als 

rechtswidrig aufzuheben ist. Die Beschwerdegegnerin wird bezüglich des 

Valideneinkommens und dessen Entwicklung innerhalb der Zeit bis zum Aufstieg zum 

Advisor weitere Abklärungen zu tätigen haben. Dafür ist die Sache erneut an sie 

zurückzuweisen.

3.3 

3.3.1  Die Beschwerdeführerin hat nach dem Abbruch ihrer Ausbildung zum Advisor 

eine Stelle als Assistentin der Geschäftsleitung im Familienbetrieb angetreten. Sie 

verfügt aber gar nicht über jene berufliche Ausbildung, die sie als Assistentin der 

Geschäftsleitung eigentlich benötigen würde. Eine andere Assistentin der 

Geschäftsleitung im Familienbetrieb ist beruflich besser qualifiziert als die 

Beschwerdeführerin. Aus der Sicht der IV-spezifischen Schadenminderungspflicht wäre 

die effektiv ausgeübte Tätigkeit als Assistentin der Geschäftsleitung nur dann sinnvoll, 

wenn die Beschwerdeführerin damit trotz der fehlenden beruflichen Qualifikation ein 

höheres Erwerbseinkommen als in jeder anderen Tätigkeit erzielen könnte. Dies dürfte 

wohl nicht der Fall sein. Laut den aktuellsten Angaben der Arbeitgeberin erbringt die 

Beschwerdeführerin praktisch keine verwertbare Arbeitsleistung mehr. Wäre sie nicht 

im Familienbetrieb tätig, wäre das Arbeitsverhältnis wohl gekündigt worden. Die 

Beschwerdeführerin bezieht also praktisch einen reinen Soziallohn, das heisst das 

Arbeitsverhältnis mit dem Familienbetrieb ist weitgehend nur noch eine 

Beschäftigungstherapie, wie auch der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

eingeräumt hat. Beim „geschützten“ Arbeitsplatz im Familienbetrieb kann es sich 

folglich nicht um jene Tätigkeit handeln, mit der die Beschwerdeführerin ihre zumutbare 

Resterwerbsfähigkeit optimal ausnützt (sog. Invalidenkarriere). Das bedeutet, dass das 

zumutbare Invalideneinkommen entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 

nicht auf der Grundlage der Erwerbstätigkeit im Familienbetrieb bemessen werden 

kann.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.3.2  Wie bereits im Entscheid IV 2009/300 vom 6. April 2011 festgehalten worden ist, 

ist kein Grund ersichtlich, der – allenfalls nach einer Auffrischung der früher erworbenen 

beruflichen Kenntnisse – gegen eine Rückkehr in den erlernten Beruf als Übersetzerin 

sprechen würde. Die Beschwerdegegnerin hat es trotz der Anweisung des 

Versicherungsgerichtes, dass sie den Lohn zu ermitteln habe, den die 

Beschwerdeführerin als diplomierte Übersetzerin erzielen könnte, versäumt, 

entsprechende Abklärungen zu tätigen. Deshalb steht nach wie vor nicht mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, wie hoch das 

zumutbarerweise erzielbare Invalideneinkommen ist. Die Beschwerdegegnerin wird in 

Erfahrung zu bringen haben, welchen Lohn die Beschwerdeführerin als diplomierte 

Übersetzerin. Hierfür ist die Sache erneut an sie zurückzuweisen.

3.3.3  An sich bestünde – wie schon im Entscheid IV 2009/300 vom 6. April 2011 

festgehalten – die Möglichkeit, die noch junge Beschwerdeführerin umzuschulen, 

wobei aufgrund des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin über die Matura verfügt, 

grundsätzlich eine akademische Ausbildung in Frage käme, die es der 

Beschwerdeführerin erlauben könnte, selbst bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 30 

Prozent ein so hohes Einkommen zu erzielen, dass der Invaliditätsgrad auf unter 40 

Prozent zu stehen käme. Das Versicherungsgericht hat die Beschwerdegegnerin 

deshalb angehalten, Abklärungen zum aktuellen Gesundheitszustand und zur 

Eingliederungsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu tätigen. Diese hat sich dann aber 

damit begnügt, auf einen Verlaufsbericht von Dr. C.___ vom 22. Juni 2011 abzustellen, 

eine Arbeitsfähigkeit von durchschnittlich lediglich noch 30 Prozent anzunehmen und 

davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr eingliederungsfähig sei. 

Bei dieser dürftigen Aktenlage steht aber nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad fest, 

dass eine Eingliederung in einen anderen Beruf ausgeschlossen sei. Die 

Beschwerdegegnerin hat auch diesbezüglich ihre Untersuchungspflicht verletzt. Die 

Sache ist erneut an sie zurückzuweisen, um weitere Abklärungen zu tätigen. Sie wird 

umfassende medizinische Abklärungen durchzuführen, das heisst ein 

Verlaufsgutachten einzuholen haben. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Abklärungen 

wird sie prüfen, ob eine Umschulung in Frage kommt, denn es gilt der Grundsatz 

„Eingliederung vor Rente“ (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, 

Vorbemerkungen N 81 ff., mit Hinweisen), der bei dieser Sachlage auch die 

Eingliederung in einen einkommensmässig „höherwertigen“ akademischen Beruf 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

erlauben dürfte. Kommt eine Umschulung in Frage, wird die Beschwerdegegnerin eine 

solche in die Wege zu leiten haben. Sollte dies nicht der Fall sein, wird sie das 

zumutbarerweise erzielbare Invalideneinkommen ausgehend von der Annahme, die 

Beschwerdeführerin würde wieder als diplomierte Übersetzerin arbeiten, zu berechnen 

haben.

4. 

Rechtsprechungsgemäss gilt die Rückweisung einer Sache zur weiteren Abklärung 

hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen als ein vollständiges Obsiegen der 

beschwerdeführenden Partei. Vorliegend hat deshalb die Beschwerdegegnerin die 

Gerichtskosten zu bezahlen, die angesichts des durchschnittlichen 

Verfahrensaufwandes auf 600 Franken festzusetzen sind. Der Beschwerdeführerin wird 

der von ihr bezahlte Kostenvorschuss von 600 Franken zurückerstattet. Der 

Vertretungsaufwand ist als deutlich unterdurchschnittlich zu qualifizieren, da nach der 

Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärungen nur wenige neue Akten zu studieren 

gewesen sind. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin deshalb eine 

Parteientschädigung auszurichten, die auf 2’000 Franken (einschliesslich Barauslagen 

und Mehrwertsteuer) festgesetzt wird.

Entscheid

1. 

Die angefochtene Verfügung vom 18. Dezember 2013 wird aufgehoben und die Sache 

wird zur Durchführung weiterer Abklärungen und zur anschliessenden neuen Verfügung 

im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; der 

Beschwerdeführerin wird der von ihr geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

zurückerstattet.

3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 2’000.-- zu entschädigen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 24.10.2016
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Art. 42 ATSG. Art. 43 ATSG. Invalidenrente. Validenkarriere. Invalidenkarriere. Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Verletzung der Untersuchungspflicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Oktober 2016, IV 2014/67).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T07:52:38+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen