# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93295521-038e-58bd-9cca-2e48b01048c2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-25
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 25.03.2024 BK 2024 102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2024-102_2024-03-25.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 24 102

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 25. März 2024

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Gerber,
Oberrichter Schmid
Gerichtsschreiberin Beldi

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwältin C.________

Gegenstand Verlängerung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen Einbruchdiebstahls etc.

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 4. März 2024 (KZM 24 434)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland (nachfolgend: Staatsan-
waltschaft) führt gegen den Beschuldigten ein Strafverfahren wegen Einbruchdieb-
stahls, Verweisungsbruchs, illegalen Aufenthalts und Fälschung von Ausweisen. 
Das Kantonale Zwangsmassnahmengericht (nachfolgend: Zwangsmassnahmenge-
richt) verlängerte mit Entscheid vom 4. März 2024 die vom Regionalen Zwangs-
massnahmengericht Emmental-Oberaargau am 1. Dezember 2023 angeordnete 
Untersuchungshaft für weitere drei Monate, d.h. bis am 28. Mai 2024. Dagegen 
reichte der Beschuldigte (nachfolgend: Beschwerdeführer), amtlich verteidigt durch 
Rechtsanwalt B.________, am 11. März 2024 bei der Beschwerdekammer in Straf-
sachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerdekammer) 
Beschwerde ein. Er beantragte zum einen die Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids sowie seine unverzügliche Haftentlassung, zum anderen die Versetzung in 
Ausschaffungshaft. Im von der Verfahrensleitung der Beschwerdekammer eröffne-
ten Schriftenwechsel verzichtete das Zwangsmassnahmengericht am 13. März 
2024 unter Verweis auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid auf das Ein-
reichen einer Vernehmlassung. Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer delegier-
ten Stellungnahme vom 15. März 2024 (Eingang Beschwerdekammer: 18. März 
2024) die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 18. März 
2024 verzichtete die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer auf die Anordnung 
eines zweiten Schriftenwechsels und wies darauf hin, dass allfällige abschliessen-
de Bemerkungen innert zwei Tagen ab Zustellung der Verfügung einzureichen 
sind.

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312.0) können Entscheide über die Verlängerung der Untersu-
chungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwerde angefochten werden. Zu-
ständig ist die Beschwerdekammer (Art. 35 des Gesetzes über die Organisation 
der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. 
Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 
162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die Verlängerung der Untersuchungshaft 
unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur Be-
schwerdeführung legitimiert (Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

3. Mit der delegierten Stellungnahme vom 15. März 2024 reichte die Staatsanwalt-
schaft neu den Nachtrag vom 10. August 2023, den WhatsApp-Chat vom 26. Juni 
2023 zwischen D.________ und dem Beschwerdeführer sowie das Protokoll der 
parteiöffentlichen Einvernahme des Beschwerdeführers vom 14. März 2024 ein.

Da die Beschwerdekammer mit voller Kognition ausgestattet ist, hat sie in hängigen 
Haftbeschwerdeverfahren grundsätzlich auch erstmals geltend gemachte oder von 
Amtes wegen ersichtlich gewordene haftrelevante Noven (insbesondere betreffend 
die gesetzlichen Haftgründe) zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 
1B_51/2015 vom 7. April 2015 E. 4.6; auch zuungunsten des Beschuldigten: Urteil 
des Bundesgerichts 1B_458/2016 vom 19. Dezember 2016 E. 2.3). Im Beschwer-
deverfahren erhielt die Verteidigung Gelegenheit, in abschliessenden Bemerkun-

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gen zu den eingereichten Noven Stellung zu nehmen, so dass das rechtliche 
Gehör gewahrt ist.

4. Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass 
im Sinne eines allgemeinen Haftgrunds ein dringender Tatverdacht der Begehung 
eines Verbrechens oder Vergehens besteht. 

4.1 Der Beschwerdeführer wird von der Staatsanwaltschaft dringend verdächtigt, in der 
Zeit vom 29. Mai 2023 bis 26. Juni 2023 in E.________, F.________, G.________, 
H.________, I.________, J.________ und K.________ (alles Ortschaften) gemein-
sam mit D.________ und L.________ banden- und gewerbsmässige Diebstähle 
und versuchte Diebstähle, mehrfachen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigun-
gen begangen zu haben. Ferner wird ihm Verweisungsbruch und missbräuchliches 
Verwenden von Ausweisen vorgeworfen.

4.2 Betreffend die (teils versuchten) Einbruchdiebstähle kann den Haftakten entnom-
men werden, dass die Täterschaft unter mehreren Malen in Firmengebäude einge-
stiegen sein und insbesondere eine grosse Menge an Zigaretten entwendet haben 
soll. Gemäss Nachtrag der Kantonspolizei Bern vom 17. Januar 2024 (dort S. 3 un-
ten; in: Haftakten KZM 24 434) werde mit grosser Wahrscheinlichkeit immer in ei-
nem Team von drei Personen gearbeitet. Eine Person sei der Aufpasser in der 
näheren Umgebung. Die zwei weiteren Personen würden auf das Dach steigen und 
die Gebäudehülle an einer geeigneten Stelle aufbrechen. Anschliessend steige ei-
ne der beiden Personen auf dem Dach in das Gebäude ein, breche die Schränke 
im Kiosk auf und verpacke das Diebesgut für den Abtransport in Abfallsäcke. Die 
auf dem Dach zurückgebliebene Person diene dazu, die Beute nach oben zu zie-
hen. Anschliessend werde das Diebesgut vom Dach geworfen und abtransportiert. 

Unbestritten ist, dass D.________ und L.________ am 26. Juni 2023 während ei-
nes Einbruchs in die Dennerfiliale in K.________ von der Polizei erwischt wurden. 
Eine dritte Person konnte der Polizei entweichen. Nach umfangreichen polizeili-
chen Ermittlungen (u.a. Echtzeitüberwachung der nach dem Vorfall in K.________ 
benutzten Rufnummer des Beschwerdeführers sowie Observation) konnte der Be-
schwerdeführer als diese dritte Person identifiziert und am 29. November 2023 
verhaftet werden. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, die Person in K.________ 
gewesen zu sein, welche vor der Polizei geflüchtet ist. Aktenkundig sind sechs wei-
tere Einbruchdiebstähle in E.________, F.________, G.________, H.________, 
I.________ und J.________, anlässlich welchen die Täterschaft nach dem gleichen 
modus operandi wie in K.________ vorgegangen ist. An den Tatorten in 
E.________ und G.________ konnten auf den Aufnahmen der Videoüberwachung 
drei Personen ausgemacht werden, in E.________ wurde überdies die DNA von 
L.________ sichergestellt (vgl. den mit der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft 
eingereichten Nachtrag der Kantonspolizei Bern vom 10. August 2023 S. 6) und 
betreffend die Tatorte F.________, G.________, H.________, I.________ und 
J.________ konnte anhand der rückwirkenden Daten der von D.________ verwen-
deten Mobiltelefonnummer festgestellt werden, dass sich dieser dort aufgehalten 
hatte (Protokoll der Einvernahme des Beschwerdeführers vom 20. Dezember 2023 
[in: Haftakten KZM 24 434] Z. 387 ff., 417 ff., 448 ff., 487 ff. und 512 ff.). An den 

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Tatorten I.________ und J.________ wurden überdies übereinstimmende rote Fa-
rbspuren festgestellt (a.a.O., Z. 392 ff. und 519 ff.).

Der Beschwerdeführer bestreitet eine Beteiligung an den ihm vorgeworfenen Ein-
bruchdiebstählen. Die Vorwürfe des Verweisungsbruchs (Art. 291 des Schweizeri-
schen Strafgesetzbuchs [StGB; SR 311.0]) und des missbräuchlichen Verwendens 
von Ausweisen (Art. 252 StGB) werden von ihm indes nicht in Abrede gestellt. Die 
Mitbeschuldigten räumen einzig den Einbruch in die Dennerfiliale in K.________ 
ein. Den Beschwerdeführer belasten sie nicht.

4.3 Zum dringenden Tatverdacht kann dem angefochtenen Entscheid Folgendes ent-
nommen werden: 

13. Der dringende Tatverdacht des Diebstahls (evtl. wiederholt, evtl. bandenmässig begangen), des 
Verweisungsbruchs und des rechtswidrigen Aufenthalts wurden im Entscheid des regionalen 
Zwangsmassnahmengerichts vom 01. Dezember 2023 bejaht. Es hielt hierzu fest: 

«Gemäss den polizeilichen Unterlagen in den Haftakten wurde am 26.06.2023 via Dach in die Denner 

Filiale in K.________ eingebrochen. Dabei versuchten die Einbrecher insbesondere Zigarettenpa-

ckungen zu entwenden. Die Herren D.________ und L.________ konnten in flagranti angetroffen und 

verhaftet werden. Der Beschuldigte stand unbestrittenermassen in Kontakt mit D.________ per 

WhatsApp und hielt sich auch in unmittelbarer Umgebung des Tatorts auf. D.________ fragte via 

WhatsApp um 03.30 Uhr am 26.06.2023 den Beschuldigten «Ist ales oke trause oder». Der Beschul-

digte antwortete mit «Serkite» und «Drausun». Anschliessend schrieb D.________ dem Beschuldig-

ten «Oke babush jetzt 2 ofen mas 30 min ales oke oke». In Anbetracht dieser Kommunikation und der 

Tatsache, dass der Beschuldigte bei Ankunft der Polizei flüchtete, liegen genügend konkrete Ver-

dachtsmomente für die bandenmässige Begehung eines Diebstahls vor. Hinzu kommt, dass das Aus-

sageverhalten des Beschuldigten anlässlich seiner ersten (delegierten) Einvernahme bei der Polizei 

nicht so recht zur Version passen mag, welche die Verteidigung ins Feld führt. Exemplarisch ist nicht 

nachvollziehbar, warum der Beschuldigte die Herren D.________ und L.________ auf Vorlage der 

Fotoverweisung nicht kennen wollte, wenn er doch an deren Delikt nicht beteiligt gewesen sein will. 

Der dringende Tatverdacht betr. Verweisungsbruch und rechtswidrigem Aufenthalt ist offensichtlich. 

Es erübrigen sich weitere Ausführungen dazu.» 

14. Seit dem Entscheid des regionalen Zwangsmassnahmengerichts ist der Beschuldigte erneut zum 
Einbruchsdiebstahl in K.________ einvernommen worden und die Aussagen des Beschuldigten sind 
weiterhin nicht schlüssig. Zum Beispiel gab er zuerst an, er sei an dem Tag draussen im Wald gewe-
sen (EV vom 29.11.2023, Z. 79 f.), während er später aussagte, im McDonald's gewesen zu sein 
(Hafteröffnung vom 30.11.2023, Z. 73-76, 110-113). Letztendlich bestätigte er anlässlich der Einver-
nahme vom 20. Dezember 2023 seine Aussage, im McDonald's etwas gegessen zu haben und erklär-
te zusammengefasst, dass der McDonald's dann zu gewesen sei und er dann auf die anderen gewar-
tet habe. Er hätte nirgendwo sitzen können und kein Auto gehabt (Z. 240-256). Jedoch erklärt dies 
nicht seinen Aufenthalt nach Schliessung des McDonald's um 24:00 Uhr. Hierzu kann festgehalten 
werden, dass der Alarm im Coop erst um 03:05 Uhr ausgelöst worden ist. Folglich steht der Aufenthalt 
im McDonald's einer Tatbeteiligung nicht im Wege und stellt – selbst wenn sich dieser durch Vi-
deoaufnahmen bestätigen würde – keine Entlastung dar. Das kantonale Zwangsmassnahmengericht 
anerkennt zwar, dass dem WhatsApp-Wechsel zwischen dem Beschuldigten und dem mutmasslichen 
Mittäter nicht zu entnehmen ist, dass der Beschuldigte die anderen effektiv gewarnt hat, dennoch er-
härten die ausgetauschten Nachrichten den Verdacht, dass der Beschuldigte als Aufpasser in der 

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Umgebung am Einbruchsdiebstahl beteiligt gewesen ist. Ebenfalls legt der Beschuldigte nicht schlüs-
sig dar, weshalb er überhaupt mit D.________ und L.________ von M.________ nach K.________ 
gereist ist. Seine Erklärung «spazieren gehen» erscheint dem kantonalen Zwangsmassnahmenge-
richt wenig glaubhaft, da er dies ohne weiteres in M.________ hätte tun können. Weiter wertet das 
kantonale Zwangsmassnahmengericht die Flucht des Beschuldigten vor der Polizei zwar nicht als 
ausdrückliches Schuldeingeständnis, sie ist aber Indiz dafür, dass der Beschuldigte sich bewusst war, 
etwas Falsches gemacht zu haben, was über den illegalen Aufenthalt in der Schweiz hinausgeht. 

Der Verdacht hinsichtlich weiterer gleichgearteter Einbruchsdiebstähle ergibt sich aus dem Nachtrag 
der Kantonspolizei Bern vom 17. Januar 2024 und den Deliktsblättern dazu. Insbesondere geht dar-
aus hervor, dass die Einbrüche – wie derjenige in K.________ – jeweils durch das Dach begangen 
worden sind, wobei üblicherweise in einem Team von drei Personen agiert werde, wovon eine als 
Aufpasserin der Umgebung fungiere. So konnten auf den Videoaufzeichnungen betreffend den Ein-
bruchsdiebstahl in N.________, begangen am 06. Juni 2023, auf dem Firmengelände zur Tatzeit drei 
Personen festgestellt werden, wovon zwei als D.________ und L.________ identifiziert werden konn-
ten. Gestützt auf das Deliktsblatt als Anzeige vom 17. Januar 2024 der Kantonspolizei Bern (Nr. 08.1) 
ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte sich seit dem 09. Mai 2023 in der Schweiz aufhält, da 
mit dem Pass, lautend auf O.________, ab diesem Zeitpunkt diverse Rufnummern in der Schweiz 
eingelöst worden sind. Der Beschuldigte gab dann auch an, den Pass, lautend auf O.________, in 
Mazedonien gekauft zu haben und in der Schweiz für den Kauf von Rufnummern verwendet zu haben 
(EV vom 20.12.2023, Z. 41, 70, 77-82). Eine der auf den Namen O.________ eingelösten Sim-Karten 
(.________) befand sich im Mobiltelefon, welches D.________ bei der Anhaltung auf sich trug (vgl. 
EV vom 20.12.2023, Z. 63, 108-124). Mit der Verteidigung ist einherzugehen, dass dies keinen Be-
weis für die Tatbeteiligung des Beschuldigten darstellt, daraus kann jedoch zumindest geschlossen 
werden, dass zwischen dem Beschuldigten und D.________ eine Beziehung besteht, welche über ei-
ne blosse Bekanntschaft hinausgeht. Auch das[s] die geheimen Überwachungsmassnahmen keine 
weiteren Delikte aufgezeigt haben, führt zu keiner Entlastung betreffend die mutmasslich begangenen 
Delikte. Ebenso ist der Umstand, dass der Beschuldigte anschliessend nicht das Land verlassen hat, 
neutral zu bewerten und dient nicht als Beweis für seine Unschuld, da aufgrund des Umstands, dass 
er in K.________ flüchten konnte, keinen Anlass hatte, die Schweiz zu verlassen. Darüber hinaus ist 
anzumerken, dass der Beschuldigte pauschal ausführt, er bestreite seinen Lebensunterhalt auf ande-
re Weise, nicht aber womit konkret. Demzufolge sind genügend konkrete Verdachtsmomente gege-
ben, die darauf schliessen lassen, dass der Beschuldigte am Einbruchdiebstahl in K.________ betei-
ligt war. Auch bezüglich der anderen Einbruchdiebstähle bestehen konkrete Verdachtsmomente, 
weshalb der dringende Tatverdacht des gewerbs- und bandenmässig begangenen Diebstahls als ge-
geben erachtet wird.

4.4 Der Beschwerdeführer bringt dagegen im Wesentlichen vor, dass keine objektiven 
Beweismittel für eine Beteiligung an den sieben Einbruchdiebstählen vorlägen. Al-
lein die Tatsache, dass er mit den Mitbeschuldigten nach K.________ gereist sei, 
vermöge keinen dringenden Tatverdacht zu begründen. Hinsichtlich des Einbruch-
diebstahls in K.________ vom 26. Juni 2023 räumt er zwar ein, sich in der Nähe 
aufgehalten zu haben und dass ihm bewusst gewesen sei, was die beiden anderen 
gewollt hätten. Er habe aber mit deren Taten nichts zu tun. Diese würden ihn im 
Übrigen in keiner ihrer Einvernahmen belasten. Den Umstand, dass er sich nicht 
mehr genau an die Chronologie der Geschehnisse erinnern könne, erklärt er mit 
der seither vergangenen Zeit. Weiter führt er aus, dass sich ihm nicht erschliesse, 
inwiefern der WhatsApp-Nachrichtenverlauf in der Nacht vom 26. Juni 2023 den 

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Tatverdacht erhärte. Ein «Aufpasser» warne, was vorliegend indessen nicht der 
Fall gewesen sei. Er habe rund 20 Minuten vor Alarmauslösung mehrfach vergeb-
lich versucht, einen der beiden Mitbeschuldigten zu erreichen, was dafür spreche, 
dass er einfach gewartet habe und nach Hause habe gehen wollen. Vor der Polizei 
geflohen sei er einzig deshalb, weil er keine Papiere gehabt habe. Weshalb die 
Flucht ein Indiz dafür sein soll, dass er etwas Falsches gemacht habe, was über 
den illegalen Aufenthalt hinausgehe, habe das Zwangsmassnahmengericht nicht 
begründet. Und schliesslich lasse sich der dringende Tatverdacht der Beteiligung 
an den weiteren sechs Einbruchdiebstählen auch nicht mit den Ausführungen im 
Nachtrag der Kantonspolizei Bern begründen, wonach üblicherweise drei Personen 
tatbeteiligt gewesen seien.

4.5 Die Staatsanwaltschaft hält in der oberinstanzlichen Stellungnahme entgegen, dass 
weder das Bestreiten des Beschwerdeführers noch der Umstand, dass er von den 
beiden Mitbeschuldigten nicht belastet werde, den sich aus dem Gesamtbild der 
Ermittlungserkenntnisse bzw. der belastenden Indizien ergebenden dringenden 
Tatverdacht zu entkräften vermöchten. Seine Aussagen in Bezug auf den Kauf des 
mazedonischen Passes, die telefonische Kontaktaufnahme mit D.________, das 
zufällige Treffen der Mitbeschuldigten in der Schweiz bzw. in R.________ (Ort), die 
Umstände der Übergabe einer auf den Namen O.________ eingelösten Telefon-
karte an D.________, die Begleitung zum Spazierengehen in K.________ und die 
Erklärung für den Chat mit D.________ am 26. Juni 2023 seien teilweise wider-
sprüchlich und nicht nachvollziehbar.

4.6 Bei der Überprüfung des dringenden Tatverdachts im Sinne von Art. 221 Abs. 1 
StPO ist keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender 
Beweisergebnisse vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob aufgrund der bisheri-
gen Untersuchungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für ein Verbre-
chen oder Vergehen und eine Beteiligung der beschuldigten Person an dieser Tat 
vorliegen, die Strafbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts 
mit vertretbaren Gründen bejahen konnten. Im Haftprüfungsverfahren genügt dabei 
der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das untersuchte Ver-
halten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale er-
füllen könnte. Zur Frage des dringenden Tatverdachts ist weder ein eigentliches 
Beweisverfahren durchzuführen noch dem erkennenden Strafgericht vorzugreifen 
(zum Ganzen: BGE 143 IV 316 E. 3.1 und 330 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 
7B_1028/2023 vom 12. Januar 2024 E. 7.1). 

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4.7.1 Zunächst ist festzuhalten, dass der dringende Tatverdacht des Verweisungsbruchs 
der missbräuchlichen Verwendung von Ausweisen und des illegalen Aufenthalts 
klar bejaht werden kann. Der Beschwerdeführer hielt sich trotz der ihm auferlegten 
rechtskräftigen Landesverweisung in der Schweiz auf. Er reiste mit einem gekauf-
ten, echten mazedonischen Pass, lautend auf O.________, in die Schweiz ein und 
verwendete diesen Pass beim Erwerb von SIM-Karten, um über seine Identität zu 
täuschen und sich das Fortkommen zu erleichtern. 

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4.7.2 Die Beschwerdekammer erachtet darüber hinaus auch den dringenden Tatverdacht 
hinsichtlich des Einbruchdiebstahls vom 26. Juni 2023 in K.________ als gegeben. 
Dass das Verfahren als weit fortgeschritten zu betrachten ist und demzufolge ein 
strengerer Massstab an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts zu stel-
len ist als zu Beginn einer Strafuntersuchung (Urteil des Bundesgerichts Urteil des 
Bundesgerichts 7B_154/2023 vom 13. Juli 2023 E. 5.2 mit Verweis auf BGE 143 IV 
316 E. 3.2), vermag daran nichts zu ändern. Zur Begründung kann vorab auf die 
einlässlichen und überzeugenden Ausführungen des Zwangsmassnahmengerichts 
im angefochtenen Entscheid sowie diejenigen der Staatsanwaltschaft in der obe-
rinstanzlichen Stellungnahme verwiesen werden (vgl. E. 4.3 und 4.5 hiervor). Her-
vorzuheben und ergänzend festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer auch im 
Beschwerdeverfahren nicht schlüssig dazulegen vermochte, weshalb er die beiden 
Mitbeschuldigten nachts nach K.________ begleitet hat, wenn er doch eigentlich 
bei der Arbeit gewesen sein will und von der deliktischen Tätigkeit der Mitbeschul-
digten Kenntnis hatte (vgl. das mit der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft 
nachgereichte Protokoll der parteiöffentlichen Einvernahme des Beschwerdefüh-
rers vom 14. März 2024 Z. 274 ff.). Dass er nur habe spazieren gehen wollen, 
muss als Schutzbehauptung bezeichnet werden. Aus dem Umstand, dass ihn die 
beiden Mitbeschuldigten nicht belasten und er D.________ in der Nacht mehrfach 
telefonisch zu erreichen versucht hat, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen 
Gunsten ableiten. Im Gegenteil, der Chatverlauf zwischen D.________ und dem 
Beschwerdeführer begründet einen starken Verdacht, dass der Beschwerdeführer 
die Rolle als Aufpasser innegehabt hat, auch wenn nicht mit letzter Gewissheit eine 
deutsche Übersetzung erhältlich gemacht werden kann (vgl. WhatsApp-
Nachrichten von D.________ um 03.29 Uhr «Ich noch eine gertig» und «Max. 30 
Min. oke»» und um 03.30 Uhr «Ist ales ok trause oder», gefolgt von zwei Nachrich-
ten des Beschwerdeführers «Serkite» und «drausun» und schliesslich wiederum 
D.________ «Oke babush jetzt 2 ofen mas 30 min ales oke oke», gefolgt von wie-
derum drei Nachrichten des Beschwerdeführers «Ich wald» und «Er war meinne» 
und «Hienten» [a.a.O. Z. 328 ff. und Extraktionsbericht]). D.________ bediente sich 
dabei einer SIM-Karte, welche vom Beschwerdeführer mit dem mazedonischen 
Pass gekauft und ihm von diesem überreicht worden war (Einvernahmeprotokoll 
a.a.O. Z. 159 ff.). Weshalb der Beschwerdeführer mehrere SIM-Karten erworben 
hatte und eine davon D.________ weitergab, konnte der Beschwerdeführer nicht 
nachvollziehbar erklären (a.a.O. Z. 151 ff.). 

Dass der Beschwerdeführer die Mitbeschuldigten in der Nacht vom 26. Juni 2023 
nicht gewarnt hat, bedeutet ebenfalls nicht, dass er nicht als Aufpasser fungiert hat, 
zumal eine Warnung voraussetzt, dass ihm überhaupt Zeit für eine solche zur Ver-
fügung gestanden hätte. Aktenkundig will er gar nicht gewusst haben, dass die Po-
lizei vor Ort war und sie es war, die ihn mit «Stopp»-Rufen zum Anhalten bewegen 
wollte (Einvernahmeprotokoll a.a.O. Z. 306 und 324). Erschwerend kommt hinzu, 
dass sich der Beschwerdeführer bezüglich des Vorfalls in K.________ in Wider-
sprüche verstrickt hat (vgl. Ausführungen im angefochtenen Entscheid E. 14 [E. 4.3 
hiervor]). Dem Einwand, dass dies dem Zeitablauf geschuldet sei, kann nicht ge-
folgt werden, zumal man sich z.B. daran erinnern dürfte, wann man sein Handy 
verloren hat (im Wasser oder erst danach im Wald, vgl. Einvernahmeprotokoll 

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a.a.O. Z. 368 ff.). Und schliesslich ist zu Ungunsten des Beschwerdeführers zu 
werten, dass er nicht plausibel darlegen konnte, wie er sich den Lebensunterhalt in 
der Schweiz finanziert hat. Er will gearbeitet haben und soll sogar in der Lage ge-
wesen sein, vom Verdienst und aus Wettgewinnen seiner in der Türkei lebenden 
Ehefrau rund CHF 3'000.00 zu überweisen (a.a.O. Z. 237 ff., insbesondere 252 f. 
sowie Einvernahmeprotokoll vom 30. November 2023 Z. 117 ff. [in: Haftakten ARR 
23 107]). Dies erscheint indes unter Berücksichtigung des Umstands, dass er als il-
legal Anwesender keiner legalen Arbeit nachgehen konnte und mangels Belegen 
nicht als glaubhaft. Ebenfalls wenig überzeugend sind seine Beteuerungen, wo-
nach sein Aufenthalt in der Schweiz lediglich der Beziehungspflege zu seinem 
Sohn gedient haben soll. Dass ihm die Kindsmutter gänzlich den Kontakt zum 
Sohn verunmöglicht hätte, so dass er keinen anderen Weg als die illegale Einreise 
gesehen haben könnte, wird nicht geltend gemacht (vgl. etwa Einvernahmeproto-
koll vom 14. März 2024 Z. 58 ff., wonach die Kindsmutter nach der Hochzeit mit 
seiner türkischen Frau [Anmerkung Kammer: lediglich] nicht mehr so viele Kontakte 
zugelassen habe). Ausserdem gab er selber an, dass sein Sohn ihn in der Türkei 
besucht und auch bei der Hochzeit gewesen sei (a.a.O., Z. 57 f.). Kontaktmöglich-
keiten bestanden somit auch ausserhalb der Schweiz. In der Schweiz traf er sich 
dann nicht nur mit seinem Sohn wieder, sondern auch mit den beiden Mitbeschul-
digten, die er aus der Strafanstalt P.________ kannte (a.a.O. Z. 24 ff.). Die Um-
stände resp. der Grund der Kontaktaufnahme mit diesen können vom Beschwerde-
führer ebenfalls nicht nachvollziehbar geschildert werden. Den Aussagen des Be-
schwerdeführers zufolge habe er lediglich eine Frage wegen des mazedonischen 
Passes gehabt (a.a.O. Z. 81 ff., wonach er fragen wollte, wie der Name laute und 
wie lange er mit diesem Pass in der Schweiz bleiben dürfe). Das Argument, wo-
nach der Beschwerdeführer den in lateinischen Buchstaben geschriebenen Namen 
auf dem Pass nicht habe lesen können, überzeugt nicht. 

All dies deutet stark darauf hin, dass der Beschwerdeführer am vorliegend inkrimi-
nierten Einbruch in die Dennerfiliale in K.________ beteiligt gewesen ist. Der dies-
bezügliche dringende Tatverdacht wurde vom Zwangsmassnahmengericht zu 
Recht bejaht. 

4.7.3 Für die Beschwerdekammer erweist sich demgegenüber die Beteiligung an den 
sechs weiteren Einbruchdiebstählen als fraglich. Während immerhin einmal die 
DNA-Spur von L.________ sichergestellt und für fünf Tatorte festgestellt werden 
konnte, dass sich das Mobiltelefon von D.________ zur Tatzeit am jeweiligen Tat-
ort befunden hatte (ob es sich bei zwei der drei auf den Videoaufnahmen ersichtli-
chen Personen tatsächlich um die Mitbeschuldigten handelt, kann mangels Sub-
stantiierung im vorliegenden Haftverfahren nicht beurteilt werden), bestehen bezüg-
lich des Beschwerdeführers keine über die bereits unter E. 4.7.2 genannten Indizi-
en hinausgehenden Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer an den dies-
bezüglichen (teils versuchten) Einbruchdiebstählen beteiligt gewesen ist. Es ist da-
von auszugehen, dass die Strafuntersuchung kurz vor dem Abschluss steht. Die im 
Haftantrag als geplante Ermittlungshandlung genannte parteiöffentliche Einver-
nahme des Beschwerdeführers fand zwischenzeitlich statt. Dass vor der Fristan-
setzung gemäss Art. 318 StPO noch weitere parteiöffentliche Einvernahmen 
durchgeführt werden müssten, wird in der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft 

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nicht geltend gemacht. Demnach bedürfte es für die Begründung eines dringenden 
Tatverdachts für die weiteren sechs (teils versuchten) Einbruchdiebstähle, dass in-
soweit eine Verurteilung als wahrscheinlich erscheint (Urteil des Bundesgerichts 
7B_154/2023 vom 13. Juli 2023 E. 5.2 mit Hinweis). Ob der Grund für den Aufent-
halt des Beschwerdeführers in der Schweiz, das Wiedersehen und die Bekannt-
schaft mit den Mitbeschuldigten, die undurchsichtigen finanziellen Verhältnisse und 
der Erwerb mehrerer SIM-Karten inkl. Übergabe einer solchen an D.________ im 
nunmehr weit fortgeschrittenen Verfahrensstadium für die Begründung eines über 
den Vorfall in K.________ hinausgehenden dringenden Tatverdachts tatsächlich 
genügen, braucht an dieser Stelle indes nicht abschliessend beantwortet zu wer-
den. Allein die Vorwürfe des Verweisungsbruchs, der missbräuchlichen Verwen-
dung von Ausweisen und des illegalen Aufenthaltes vermögen die Fortsetzung der 
Untersuchungshaft – unter Berücksichtigung des drohenden Widerrufs der noch of-
fenen Reststrafe von 505 Tagen – derzeit zu rechtfertigen (vgl. Ausführungen zum 
besonderen Haftgrund der Fluchtgefahr und zur Verhältnismässigkeit [E. 5.3 und 
E. 7.2 hiernach]).

5. Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c StPO voraus. Das Zwangsmass-
nahmengericht stützt sich auf die Haftgründe der Flucht- und Kollusionsgefahr.

5.1 Die Annahme von Fluchtgefahr setzt ernsthafte Anhaltspunkte dafür voraus, dass 
sich die beschuldigte Person dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion 
durch Flucht entziehen könnte (Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO). Im Vordergrund steht 
dabei eine mögliche Flucht ins Ausland, denkbar ist aber auch ein Untertauchen im 
Inland (BGE 143 IV 160 E. 4.3, auch zum Folgenden; Urteile des Bundesgerichts 
1B_379/2019 vom 15. August 2019 E. 6.1 und 1B_387/2016 vom 17. November 
2016 E. 5, auch zum Folgenden). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts 
darf die Schwere der drohenden Sanktion als ein Indiz für Fluchtgefahr gewertet 
werden. Sie genügt jedoch für sich allein nicht, um einen Haftgrund zu bejahen. 
Vielmehr müssen die konkreten Umstände des betreffenden Falls, insbesondere 
die gesamten Lebensverhältnisse der beschuldigten Person, in Betracht gezogen 
werden (BGE 145 IV 503 E. 2.2 [= Pra 109 (2020) Nr. 54], 143 IV 160 E. 4.3 und 
125 I 60 E. 3a, je mit Hinweisen). So ist es zulässig, ihre familiären und sozialen 
Bindungen, ihre berufliche Situation und Schulden sowie Kontakte ins Ausland und 
Ähnliches mitzuberücksichtigen, ebenso besondere persönliche Merkmale (wie z.B. 
eine Tendenz zu überstürzten Aktionen, ausgeprägte kriminelle Energie usw.), die 
auf eine Fluchtneigung schliessen lassen könnten. Ein gewichtiges Indiz für Flucht-
gefahr stellen auch unklare Wohn- und Arbeitsverhältnisse dar (vgl. 
FREI/ZUBERBÜHLER ELSÄSSER, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozess-
ordnung, 3. Aufl. 2020, N. 17 zu Art. 221 StPO). Selbst bei einer befürchteten Rei-
se in ein Land, welches die beschuldigte Person grundsätzlich an die Schweiz aus-
liefern bzw. stellvertretend verfolgen könnte, ist die Annahme von Fluchtgefahr 
nicht ausgeschlossen (BGE 145 IV 503 [= Pra 109 (2020) Nr. 54] E. 2.2, 123 I 31 
E. 3d; Urteil des Bundesgerichts 1B_211/2022 vom 18. Mai 2022 E. 2.1). Bei einer 
Person ausländischer Nationalität sind ferner der Aufenthaltsstatus, die Anwesen-
heitsdauer in der Schweiz und die familiären Beziehungen von Bedeutung. Wer im 

https://www.swisslex.ch/doc/aol/b467221c-59b7-4cf3-b01c-f5162ba6febf/315c575f-b12a-4355-a1ad-3474409d0494/source/document-link

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Fall einer Haftentlassung von den Migrationsbehörden ausgewiesen wird, dürfte 
kaum mehr einen Anlass sehen, sich weiterhin dem Verfahren zu stellen, selbst 
wenn er eigentlich die Schweiz gar nicht verlassen will.

Die Wahrscheinlichkeit einer Flucht nimmt in der Regel mit zunehmender Verfah-
rens- bzw. Haftdauer ab, da sich auch die Länge des allenfalls noch zu absolvie-
renden Strafvollzugs mit der bereits erstandenen prozessualen Haft, die auf die 
mutmassliche Freiheitsstrafe anzurechnen wäre (vgl. Art. 51 StGB), kontinuierlich 
verringert (BGE 143 IV 160 E. 4.3 mit Hinweis; zum Ganzen auch: Urteil des Bun-
desgerichts 1B_540/2022 vom 17. November 2022 E. 4.1). 

5.2 Das Zwangsmassnahmengericht führt zur Begründung der Fluchtgefahr – unter 
Wiedergabe des Haftanordnungsentscheids ARR 23 107 vom 1. Dezember 2023 – 
aus, dass der Beschwerdeführer keinen Wohnsitz in der Schweiz habe und keiner 
geregelten Arbeit nachgehe. Seine finanziellen Verhältnisse seien völlig unklar. 
Ungeachtet der Tatsache, dass hier Verwandte von ihm – u.a. auch sein Sohn – 
lebten, müsse jedoch im Fall einer Entlassung aus der Untersuchungshaft davon 
ausgegangen werden, dass er sich unverzüglich durch Flucht ins Ausland oder 
auch durch Untertauchen in der Schweiz dem Strafverfahren und den allenfalls zu 
erwartenden Sanktionen zu entziehen versuchen würde, zumal er in der Türkei 
verheiratet sei, er den eigenen Angaben zufolge dort ein neues Leben habe anfan-
gen wollen und unklar sei, ob zum Sohn Kontakt bestehe. Auch scheine er über 
keine weiteren sozialen Bindungen in der Schweiz zu verfügen. Dass der Be-
schwerdeführer nicht vor einer Flucht zurückschrecke, belege der Umstand, dass 
er am 26. Juni 2023 vor der Polizei geflohen sei. Fluchtbegründend sei in diesem 
Zusammenhang zudem, dass sich der Beschwerdeführer nun in einer anderen Si-
tuation als im Spätfrühling 2023 befinde, sei doch erst nach einem halben Jahr ein 
Strafverfahren gegen ihn eröffnet worden.

5.3 Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist nicht zu beanstanden, dass 
das Zwangsmassnahmengericht die Fluchtgefahr bejaht hat. Ergänzend zu dessen 
Ausführungen (angefochtener Entscheid E. 19 f. bzw. zuvor wiedergegebene Zu-
sammenfassung) ist mit der Staatsanwaltschaft festzuhalten, dass im Fall einer 
rechtskräftigen Verurteilung auch über eine Reststrafe von 505 Tagen zu befinden 
sein wird (vgl. Strafregisterauszug «Urteil des Bezirksgerichts Arbon vom 20. Au-
gust 2021», wonach der Beschwerdeführer zu einer Freiheitsstrafe von 50 Monaten 
verurteilt wurde und die Reststrafe im Zeitpunkt der bedingten Entlassung noch 505 
Tage betrug [in: Haftakten KZ; 23 434]). Eine Rückversetzung in den Strafvollzug 
gemäss Art. 89 StGB erscheint vorliegend alles andere als ausgeschlossen. Die 
neuen Vorwürfe fallen in die Probezeit. Angesichts der mehrfachen und einschlägi-
gen Vorstrafen können überdies auch künftige Delikte nicht ausgeschlossen wer-
den. Ungeachtet der Strafkonsequenzen für die dem Beschwerdeführer neu vor-
geworfenen Straftaten muss der Beschwerdeführer somit letztlich mit einer emp-
findlichen, zu verbüssenden Freiheitsstrafe rechnen, was einen hohen Fluchtanreiz 
darstellt. Hinzu kommt, dass es ihm aufgrund der mit Urteil des Bezirksgerichts Ar-
bon vom 20. August 2021 ausgesprochenen Landesverweisung von zehn Jahren 
ohnehin untersagt ist, sich in der Schweiz aufzuhalten. In der Türkei, wo er seine 
ersten 13 Lebensjahre verbracht hatte, wollte er nach seiner Entlassung aus dem 

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Strafvollzug ein neues Leben anfangen. Dort lebt auch seine Ehefrau, mit welcher 
er seit einem Jahr verheiratet ist (Einvernahmeprotokolle vom 29. November 2023 
Z. 20 und vom 30. November 2023 Z. 151 ff. [in: Haftakten ARR 23 107]). Gemäss 
seinen Angaben hatte er in der Türkei eine Arbeit, mit welcher er pro Monat ca. Eu-
ro 700.00-1'200.00 verdiente (Einvernahmeprotokoll vom 14. März 2024 Z. 229 ff.). 
Dass der Beschwerdeführer in der Türkei nicht wieder Fuss fassen könnte, wird 
somit nicht ernstlich in Abrede gestellt.

Was der Beschwerdeführer gegen die Annahme von Fluchtgefahr vorbringt, ver-
fängt nicht. Zwar trifft zu, dass er, nachdem er am 26. Juni 2023 von der Polizei ge-
flohen war, die Schweiz nicht verlassen hat. Daraus aber ableiten zu wollen, es lä-
ge keine Fluchtneigung vor, greift zu kurz. Gegen den Beschwerdeführer war da-
mals kein Strafverfahren eröffnet worden. Da er zum damaligen Zeitpunkt nicht 
identifiziert werden konnte und er sich nicht mit eigenen Papieren in der Schweiz 
aufgehalten hatte, musste er auch nicht damit rechnen, dass eine Verhaftung kurz 
bevorstünde. Nunmehr wird aber gegen ihn ermittelt und vor dem Regionalgericht 
soll Anklage gegen ihn erhoben werden. Ihm droht, wie erwähnt, erneut der Straf-
vollzug und die anschliessende Ausschaffung. Weshalb er bei dieser Ausgangsla-
ge in der Schweiz verbleiben sollte, erschliesst sich der Beschwerdekammer nicht, 
zumal in der Türkei seine Ehefrau auf ihn warten dürfte. Sein Sohn kann ihn auch 
dort besuchen, was dieser gemäss Aussagen des Beschwerdeführers ja auch 
schon in der Vergangenheit gemacht hat. Das Argument, wonach er (der Be-
schwerdeführer) lediglich seines Sohnes wegen in die Schweiz gekommen sei, än-
dert somit nichts an der Fluchtneigung, zumal der Beschwerdeführer ohnehin die 
Schweiz wieder verlassen wollte (Einvernahmprotokoll vom 30. November 2023 Z. 
122 f.). Vor diesem Hintergrund kann offengelassen werden, wie eng er Kontakt zu 
seinem Sohn und allfälligen weiteren Verwandten/Bekannten pflegt. 

Zusammengefasst ist somit festzuhalten, dass bei einer Gesamtbetrachtung mit 
grosser Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass sich der Beschwerdeführer 
im Fall einer Haftentlassung dem Strafverfahren und der zu erwartenden Strafe re-
sp. dem zu erwartenden Strafvollzug durch Flucht ins Ausland oder Untertauchen 
im Inland entziehen würde, wobei in Würdigung der vorliegenden Umstände von 
einer ausgeprägten Fluchtgefahr auszugehen ist. Dass das Zwangsmassnahmen-
gericht die Fluchtgefahr bejaht hat, ist demnach nicht zu beanstanden. 

6.

6.1 Die Untersuchungshaft wird weiter mit dem besonderen Haftgrund der Kollusions-
gefahr begründet. Dieser liegt vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass der Be-
schuldigte Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die Wahr-
heitsfindung zu beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO). Verdunkelung kann 
nach der bundesgerichtlichen Praxis insbesondere in der Weise erfolgen, dass sich 
die beschuldigte Person mit Zeugen, Auskunftspersonen, Sachverständigen oder 
Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie zu wahrheitswidrigen Aussagen 
veranlasst oder dass sie Spuren und Beweismittel beseitigt. Untersuchungshaft 
wegen Kollusionsgefahr soll verhindern, dass die beschuldigte Person die wahr-
heitsgetreue Abklärung des Sachverhalts vereitelt oder gefährdet. Die theoretische 

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Möglichkeit, dass sie kolludieren könnte, genügt indessen nicht, um Untersu-
chungshaft unter diesem Titel zu rechtfertigen. Es müssen vielmehr konkrete lndi-
zien für die Annahme von Verdunkelungsgefahr sprechen. Das Vorliegen des Haft-
grunds der Kollusionsgefahr ist nach Massgabe der Umstände des jeweiligen Ein-
zelfalls zu prüfen. Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können sich na-
mentlich aus dem bisherigen Verhalten der beschuldigten Person im Strafprozess, 
aus ihren persönlichen Merkmalen, aus ihrer Stellung und ihren Tatbeiträgen im 
Rahmen des untersuchten Sachverhalts sowie aus den persönlichen Beziehungen 
zwischen ihr und den sie belastenden Personen ergeben. Bei der Frage, ob im 
konkreten Fall eine massgebliche Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen 
Verdunkelung droht, ist auch der Art und Bedeutung der von Beeinflussung bedroh-
ten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere der untersuchten Straftaten sowie 
dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen. Je weiter das Strafverfahren vor-
angeschritten ist und je präziser der Sachverhalt bereits abgeklärt werden konnte, 
desto höhere Anforderungen sind an den Nachweis von Verdunkelungsgefahr zu 
stellen. Fehlende (vollumfängliche) Geständigkeit kann bei der Beurteilung der Kol-
lusionsgefahr eine Rolle spielen, auch wenn sie, für sich allein genommen, eine 
solche nicht zu begründen vermag. Dies steht nicht im Widerspruch zum Aussage-
verweigerungsrecht (Urteil des Bundesgerichts 7B_474/2023 vom 6. September 
2023 E. 4.2.1 f. mit Hinweisen).

6.2 Im Haftverlängerungsantrag wird von der Staatsanwaltschaft einzig ausgeführt, 
dass die parteiöffentliche Einvernahme des Beschwerdeführers noch ausstehe und 
mindestens bis zu deren Durchführung von Kollusionsgefahr auszugehen sei. Das 
Zwangsmassnahmengericht bejahte im anschliessenden Entscheid die Kollusions-
gefahr mit der Begründung, dass der Beschwerdeführer seine Aussagen immer 
wieder den neu vorgelegten Beweisen anzupassen scheine. Ein Kolludieren er-
scheine hinsichtlich des in Bezug auf die weiteren Einbruchdiebstähle noch unkla-
ren Sachverhalts als wahrscheinlich.

6.3 Wie erwähnt, fand während des hängigen Beschwerdeverfahrens die parteiöffentli-
che Einvernahme des Beschwerdeführers statt. Inwiefern nach deren Durchführung 
nach wie vor von konkreter Kollusionsgefahr auszugehen ist, vermag die Be-
schwerdekammer anhand der ihr zur Verfügung gestellten Akten nicht zu erken-
nen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Aussagen der beiden Mitbeschuldig-
ten, die sich nicht in den Haftakten befinden und im Beschwerdeverfahren nicht 
nachgereicht wurden. Die Ausführungen der Staatsanwaltschaft in der oberinstanz-
lichen Stellungnahme, wonach die beiden Mitbeschuldigten kaum Aussagen ge-
macht hätten, deren wenige Aussagen jedoch die über weite Strecken nicht glaub-
haften Aussagen des Beschwerdeführers nicht bestätigten, lassen sich demnach 
nicht verifizieren. Festzuhalten ist an dieser Stelle, dass das Verfahren weit fortge-
schritten und demnach hohe Anforderungen an den Nachweis der Kollusionsgefahr 
zu stellen sind. Auch wenn zutrifft, dass das Aussageverhalten des Beschwerde-
führers auf eine gewisse Kollusionsneigung schliessen lässt und Kollusionshand-
lungen unter den drei Beschuldigten, die eine Tatbeteiligung ganz oder mehrheit-
lich bestreiten, grundsätzlich weiterhin möglich sind, reicht dies im jetzigen Verfah-
rensstadium zur Begründung der Kollusionsgefahr indes nicht aus, zumal in der 
hier interessierenden Konstellation eher unwahrscheinlich – wenn auch nicht aus-

13

geschlossen – ist, dass die Beschuldigten im weiteren Verfahrensverlauf bzw. an-
lässlich der Hauptverhandlung ihre bisherigen Aussagen ändern werden. Soweit 
ersichtlich, sind die Ermittlungen praktisch abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft 
macht jedenfalls nichts Gegenteiliges geltend resp. führt nicht aus, dass weitere 
Abklärungen hinsichtlich des Deliktsguts oder des Erlöses getätigt würden und in 
naher Zukunft mit entsprechenden Ergebnissen gerechnet werden dürfte. Der Ein-
wand, wonach in Bezug auf allfällige unbekannte Mittäter bzw. Hehler Kollusions-
gefahr bestehe, ist demnach zu vage. Vor diesem Hintergrund kann somit gestützt 
auf die zu allgemein gehaltenen Ausführung und die im Haft- und Beschwerdever-
fahren verfügbaren Akten derzeit die Kollusionsgefahr nicht bejaht werden.

7.

7.1 Die Haft muss überdies verhältnismässig sein. Freiheitsentziehende Zwangsmass-
nahmen sind aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen zum gleichen Ziel führen 
(Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO). Gemäss Art. 31 Abs. 3 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) und Art. 5 Ziff. 3 der Konvention 
zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) hat eine 
in strafprozessualer Haft gehaltene Person überdies Anspruch darauf, innerhalb ei-
ner angemessenen Frist richterlich abgeurteilt oder während des Strafverfahrens 
aus der Haft entlassen zu werden. Eine übermässige Haftdauer stellt eine unver-
hältnismässige Beschränkung des Grundrechts auf persönliche Freiheit dar. Sie 
liegt dann vor, wenn die Haftfrist die mutmassliche Dauer der zu erwartenden frei-
heitsentziehenden Sanktion übersteigt (vgl. auch Art. 212 Abs. 3 StPO). Bei der 
Prüfung der Verhältnismässigkeit der Haftdauer ist namentlich der Schwere der 
fraglichen Straftaten Rechnung zu tragen. Der Richter darf die Haft nur so lange 
erstrecken, als sie nicht in grosse zeitliche Nähe zur zu erwartenden Dauer der 
freiheitsentziehenden Sanktion rückt (BGE 145 IV 179 E. 3.1, 143 IV 168 E. 5.1 
und 139 IV 270 E. 3.1, je mit Hinweisen). Ob eine Haftdauer als übermässig be-
zeichnet werden muss, ist aufgrund der konkreten Verhältnisse des einzelnen Falls 
zu beurteilen (BGE 145 IV 179 E. 3.5 und 133 I 168 E. 4.1 mit Hinweisen).

7.2 Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem 29. November 2023 in Haft. Die vom 
Zwangsmassnahmengericht ausgesprochene Verlängerung der Untersuchungshaft 
bis am 28. Mai 2024 führt zu einer Haftdauer von sechs Monaten. Es kann an die-
ser Stelle offengelassen werden, ob die im Raum stehenden Vorwürfe, für welche 
der dringende Tatverdacht bejaht wurde (vgl. E. 4.7.3 hiervor, der gemäss der drin-
gende Tatverdacht für die weiteren sechs Einbruchdiebstähle nicht abschliessend 
beurteilt wurde), die Haft für sich alleine unter Verhältnismässigkeitsaspekten zu 
rechtfertigen vermögen. In Anbetracht der Vorstrafen des Beschwerdeführers so-
wie der drohenden Rückversetzung – was zusätzlich rund 16 Monaten Freiheits-
strafe entspräche – erscheint die Dauer verhältnismässig; Überhaft droht nicht. Die 
Untersuchung steht zudem kurz vor dem Abschluss. Da die Staatsanwaltschaft in 
ihrer Stellungnahme keine weiteren parteiöffentlichen Einvernahmen der Mitbe-
schuldigten in Aussicht gestellt hat, darf erwartet werden, dass sie – sofern nicht 
bereits geschehen – alsbald Frist zur Stellung von Beweisanträgen gemäss 
Art. 318 StPO ansetzen wird. Die Beschwerdekammer geht davon aus, dass die 
Staatsanwaltschaft nach Durchführung der allfälligen weiteren Beweismassnahmen 

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umgehend Anklage erheben wird. Die angeordnete Verlängerung der Untersu-
chungshaft von drei Monaten bis zum 28. Mai 2024 ist angesichts dessen nicht zu 
beanstanden. Im Übrigen kann auch keine Verletzung des Beschleunigungsgebots 
ausgemacht werden, welche je nach Umständen allenfalls eine Haftentlassung zu 
rechtfertigen vermöchte. Der Beschwerdeführer wurde erst Ende November 2023 
verhaftet und einvernommen. Seine Aussagen mussten mit denjenigen der Mitbe-
schuldigten abgeglichen werden. Ausserdem waren die anlässlich der Hausdurch-
suchung sichergestellten Gegenstände (insbesondere Mobiltelefone und Ausweise) 
auszuwerten und die Notwendigkeit weiterer Befragungen zu prüfen und bejahen-
denfalls durchzuführen (wie diejenige des Mieters der Wohnung, in welcher der 
Beschwerdeführer gewohnt hat). Anders als der Beschwerdeführer zu meinen 
scheint, beurteilt sich die Frage, inwieweit das Verfahren beförderlich vorangetrie-
ben wird, nicht ausschliesslich nach der Befragungskadenz. Vorliegend können je-
denfalls entgegen den beschwerdeführerischen Vorbringen keine Anhaltspunkte 
dafür ausgemacht werden, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren nicht beför-
derlich behandelt.

Weiter gelangt die Beschwerdekammer mit dem Zwangsmassnahmengericht zum 
Schluss, dass vorliegend keine milderen Ersatzmassnahmen gemäss Art. 237 
StPO zu erkennen sind, welche die bestehende erhebliche Fluchtgefahr hinrei-
chend zu bannen vermögen (siehe dazu etwa die Urteile des Bundesgerichts 
1B_268/2023 vom 12. Juni 2023 E. 5.4 und 1B_85/2023 vom 6. März 2023 E. 5.3, 
wonach Ersatzmassnahmen wie eine Ausweis- und Schriftensperre oder Melde-
pflichten zwar einer gewissen Fluchtneigung vorbeugen können, sich aber bei aus-
geprägter Fluchtgefahr [regelmässig] als nicht ausreichend erweisen). Ohnehin ist 
der Beschwerdeführer nicht berechtigt, in der Schweiz zu verbleiben.

7.3 Die Verlängerung der Untersuchungshaft erweist sich somit auch unter Verhältnis-
mässigkeitsaspekten als rechtens. 

8. Gestützt auf das Ausgeführte ist festzuhalten, dass sämtliche Haftvoraussetzungen 
erfüllt sind. Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass das Zwangsmassnahmen-
gericht die Untersuchungshaft um weitere drei Monate verlängert hat. Die dagegen 
erhobene Beschwerde ist unbegründet und abzuweisen. Die Frage nach einer Ver-
setzung in Ausschaffungshaft ist somit gegenstandslos. 

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 1'500.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers für seine 
Aufwendungen im Beschwerdeverfahren ist durch die Staatsanwaltschaft oder das 
urteilende Gericht im Endentscheid festzusetzen (Art. 135 Abs. 2 StPO). 

15

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'500.00, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

3. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwalt B.________

(per Einschreiben)
- Staatsanwältin C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland

(per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, a.o. Gerichtspräsidentin 

Q.________ (mit den Akten – per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 25. März 2024 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Beldi
i.V. Gerichtsschreiberin Lauber

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.