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**Case Identifier:** 77c63424-e5fe-5171-aaae-e3528cfbaa08
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.03.2025 BV 2024/6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_BV-2024-6_2025-03-11.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BV 2024/6

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: BV - berufliche Vorsorge

Publikationsdatum: 30.04.2025

Entscheiddatum: 11.03.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 11.03.2025
Die Klägerin hat unstrittig kein Sonder-Sparkonto zur Finanzierung einer 
AHV-Überbrückungsrente geäufnet. Folglich kommt es beim Bezug einer 
AHV-Überbrückungsrente gemäss Vorsorgereglement zu einer Kürzung der 
Altersleistungen. Unabhängig davon, inwieweit der öffentlich-rechtliche 
Vertrauensschutz im Bereich der beruflichen Vorsorge Anwendung findet 
(vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 2023, 9C_372/2022, E. 
5.2), kann die Klägerin daraus im vorliegenden Fall nichts zu ihren Gunsten 
ableiten. Dass die Beklagte gegenüber der Klägerin einst die Zusicherung 
gemacht hätte, dass diese eine Überbrückungsrente beziehen könne, ohne 
diese vom eigenen Sparkapital finanzieren zu müssen, geht aus den dem 
Gericht vorliegenden Akten nicht hervor. Die Voraussetzungen des 
Vertrauensschutzes sind nicht erfüllt. Abweisung der Klage, soweit darauf 
eingetreten wird (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom BV 2024/6).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/10 

 

 
 
Versicherungsgericht 

Abteilung III 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 11. März 2025 

Besetzung  Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 
Mirjam Angehrn und Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiberin 
Sabrina Bleile  

   

Geschäftsnr.   BV 2024/6 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Klägerin,  

 
 

  gegen 

  S a m m e l s t i f t u n g  B . _ _ _  

Beklagte,  

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Isabelle Vetter-Schreiber, HMV 

Rechtsanwälte, Seestrasse 6, Postfach, 8027 Zürich,  
 

 

 
  

Gegenstand  Überbrückungsrente 
 
 
 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

BV 2024/6 
 

 

2/10 

Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) war aufgrund ihrer Anstellung bei der C.___ ab dem .___ bei 

der Sammelstiftung B.___ vorsorgeversichert (act. 11.1). 

A.b Aufgrund des Wunsches der Versicherten, sich vorzeitig im Alter von 58 Jahren pensionieren zu 

lassen, erstellte die Sammelstiftung B.___ für diese am 18. August 2015 eine Berechnung des 

Auskaufes der Rentenkürzung (act. G 1.1). Am 6. April 2017 liess die Sammelstiftung B.___ der 

Versicherten bezugnehmend auf ein Telefonat eine erneute Berechnung des maximal möglichen 

Einkaufs bei vorzeitiger Pensionierung zukommen (act. G 1.2). Auf Nachfrage der Versicherten teilte 

die Sammelstiftung B.___ dieser mit E-Mail vom 12. April 2017 überdies mit, wie hoch ihre 

voraussichtliche Rente mit Einkauf und ohne Einkauf ausfallen werde (act. G 1.3). Auf erneute Anfrage 

der Versicherten hielt die Sammelstiftung B.___ mit E-Mail vom 19. November 2019 die neu berechnete 

maximal mögliche Einkaufssumme fest (act. G 1.4). 

A.c Im September 2020 wurde die Versicherte von der Sammelstiftung B.___ erneut über die aktuell 

maximal mögliche Einkaufssumme und die voraussichtlich zu erwartende Rentenhöhe respektive das 

zu erwartende Altersguthaben bei vorzeitiger Pensionierung mit 58 Jahren informiert (act. G 1.5). 

A.d Mit Schreiben vom .___ informierte die Sammelstiftung B.___ die Versicherte darüber, dass die 

Pensionskasse der C.___ im Zusammenhang mit dem Wechsel zur Sammelstiftung B.___ und dem 

gleichzeitigen Wechsel vom […]- zum […] einen Anspruch per .___ geleistet habe, um eine allfällige 

Reduktion des Rentenversprechens zu kompensieren. Die Mittel würden aus Überschüssen durch 

Lohnreduktionen aus der ehemaligen […] stammen. Ihr individueller Anspruch betrage Fr. .___ (act. G 

9.1).  

A.e Nachdem sich die Klägerin bei der Z.___ AG hinsichtlich ihrer Vorsorgesituation beraten lassen 

hatte (vgl. act. G 15.1 f., 15.4 f. und 1.7 ff.), stellte die Sammelstiftung B.___ der Versicherten am 7. Juli 

2023 (act. G 1.11) eine Pensionierungsofferte vom 28. Februar 2023 zu, welche neben einem 

Kapitalbezug von Fr. .___ eine jährliche Altersrente von Fr. .___ sowie eine jährliche AHV-

Überbrückungsrente von Fr. .___ vorsah (act. G 1.12). 

A.f Am 5. Februar 2024 folgten zwei weitere Pensionierungsofferten mit monatlichen Altersrenten 

von Fr. .___ und Fr. .___ sowie einer unveränderten jährlichen AHV-Überbrückungsrente von Fr. .___. 

Auf den Offerten war vermerkt, dass beim Bezug der AHV-Überbrückungsrente eine entsprechende 

Kürzung des Altersguthabens erfolge, welche in der Berechnung berücksichtigt worden sei (act. G 

1.13). Am 16. Februar 2024 stellte die Sammelstiftung B.___ wiederum Pensionierungsofferten mit 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3/10 

monatlichen Altersrenten von Fr. .___ und Fr. .___ und einer jährlichen AHV-Überbrückungsrente von 

.___ aus. Auf den Offerten war vermerkt, dass beim Bezug der AHV-Überbrückungsrente eine 

entsprechende Kürzung des Kapitalbezugs erfolge, welche in der Berechnung berücksichtigt worden 

sei (act. G 1.14). Mit Schreiben vom 2. April 2024 entschuldigte sich die Sammelstiftung B.___ bei der 

Versicherten für die vorherigen, unvollständigen Pensionierungsofferten und Missverständnisse. Nach 

einer sorgfältigen Überprüfung und Rücksprache mit dem Pensionskassen-Experten hätten sie eine 

definitive Berechnung für die Versicherte erarbeitet. Als Beilage erhalte sie drei verschiedene 

Pensionierungsofferten. Bei den ersten zwei Offerten sei die von der Versicherten gewünschte jährliche 

Altersrente von Fr. .___ bzw. Fr. .___ berücksichtigt worden. Zusätzlich sei eine dritte Offerte ohne 

Kapitalbezug erstellt worden. Bei Pensionierung habe die Versicherte Anspruch auf eine Kapitaleinlage 

aus den Reserven des Vorsorgewerks. Diese diene ausschliesslich der Erhöhung der Altersrente. Bei 

einem Kapitalbezug werde die Einlage im entsprechenden Verhältnis gekürzt. Im Falle eines Bezugs 

der AHV-Überbrückungsrente werde das für die Rente massgebende Alterskapital um jenen Betrag 

gekürzt, welcher für die Finanzierung der AHV-Überbrückungsrente benötigt werde. Auf den drei 

beigelegten Offerten war jeweils eine Einlage aus Vorsorgewerk aufgeführt und stets vermerkt, dass 

beim Bezug der AHV-Überbrückungsrente eine entsprechende Kürzung des Kapitalbezugs erfolge, 

welche in der Berechnung berücksichtigt worden sei (act. G 1.15). 

A.g Am 30. April 2024 erstellte die Sammelstiftung B.___ für die Versicherte zwei 

Pensionierungsofferten mit monatlichen Altersrenten von Fr. .___ respektive Fr. .___, jedoch ohne 

AHV-Überbrückungsrente (act. G 11.3). 

B.  

B.a Mit Klage vom 14. Mai 2024 beantragte die Versicherte (nachfolgend: Klägerin) folgendes: "Es 

sei der Klägerin eine AHV-Ueberbrückungsrente von der Beklagten zugesagten Höhe von jährlich Fr. 

.___ ab […] bis zur Erreichung des ordentlichen AHV-Pensionsalters zu bezahlen ohne Kürzung des 

Altersguthaben bzw. ordentlichen Altersrente. unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beklagten" (act. G 1).  

B.b Am 22. Juli 2024 erstellte die Sammelstiftung B.___ (nachfolgend: Beklagte) für die Klägerin zwei 

Pensionierungsofferten mit monatlichen Altersrenten von Fr. .___ und Fr. .___, jedoch ohne AHV-

Überbrückungsrente (act. G 11.4). 

B.c Mit Eingabe vom 7. August 2024 ergänzte die Klägerin ihre Rechtsbegehren wie folgt: "Allfällige 

Renten- und Kapitalnachzahlungen seien ab […] mit einem Verzugszins von 5% zu vergüten. 

Schadenersatzforderungen werden ausdrücklich vorbehalten. Eine Klageerweiterung bleibt 

ausdrücklich vorbehalten. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge" (act. G 5). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/10 

B.d Mit E-Mail vom […] wurde die Beklagte von der Arbeitgeberin der Klägerin über deren Austritt per 

[…] zufolge Pensionierung informiert (act. G 11.5). Am […] reichte die Klägerin der Beklagten […] ein 

(act. G 11.6). 

B.e Mit Schreiben vom 16. September 2024 ergänzte die Klägerin ihre Anträge wie folgt: "Die 

Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin das ihr mit Schreiben vom .___ zugesicherte Erlebens- und 

Todesfallkapital mit Datum […] auf das individuelle Sparkonto gutzuschreiben und bei der Renten- und 

Kapitalauszahlung zu berücksichtigen" (act. G 9 und 9.1).  

B.f In ihrer Klageantwort vom 24. September 2024 beantragte die Beklagte, vertreten durch 

Rechtsanwältin I. Vetter-Schreiber, Zürich, die vollumfängliche Abweisung der Klage vom 14. Mai 2024 

(einschliesslich der ergänzenden Eingaben vom 7. August und 16. September 2024), unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten der Klägerin (act. G 11). 

B.g Mit Replik vom 7. November 2024 hielt die Klägerin sinngemäss an den bereits gestellten 

Anträgen fest mit Ausnahme der Höhe des beantragten Verzugszinses (act. G 15). Diesbezüglich hielt 

sie fest, ihr sei nicht bekannt, welcher Verzugszins ihr rechtlich zustehe. Natürlich akzeptiere sie auch 

einen tieferen Verzugszins, wenn ihr rechtlich weniger zustehen sollte (act. G 15 S. 4). 

B.h In ihrer Duplik vom 13. Februar 2025 erneuerte die Beklagte den bereits in der Klageantwort 

gestellten Antrag auf Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 

Klägerin (act. G 21). 

Erwägungen 

1.  

1.1 Gemäss Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) bezeichnet jeder Kanton als letzte kantonale Instanz ein Gericht, 

das über die Streitigkeiten zwischen Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten 

entscheidet. Im Kanton St. Gallen ist nach Art. 65 Abs. 1 lit. ebis des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) das Versicherungsgericht zuständig für Streitigkeiten nach 

Art. 73 BVG. Da es im vorliegenden Verfahren um den Anspruch der Klägerin auf Renten- und 

Kapitalauszahlungen der Beklagten geht, ist die sachliche Zuständigkeit des Versicherungsgerichts 

gegeben. 

1.2 Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der schweizerische Sitz oder Wohnsitz der Beklagten 

oder der Ort des Betriebes, bei dem die versicherte Person angestellt worden ist. Da die Klägerin bei 

der C.___ im Kanton St. Gallen angestellt gewesen ist (act. G 11.1), ist die örtliche Zuständigkeit des 

angerufenen Versicherungsgerichts vorliegend zu bejahen. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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1.3 Da auch sämtliche übrigen prozessualen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Klage 

einzutreten. 

2.  

2.1 Zur Hauptsache ist vorliegend strittig, ob die Klägerin ab dem […] bis zum Eintritt des ordentlichen 

Rentenalters Anspruch auf Auszahlung einer jährlichen AHV-Überbrückungsrente ohne gleichzeitige 

Kürzung ihres Altersguthabens respektive ihrer Altersleistungen hat. 

2.2 Vorweg ist festzuhalten, dass AHV-Überbrückungsrenten der weitergehenden beruflichen 

Vorsorge zuzurechen und nicht im BVG geregelt sind. Die Modalitäten und die Finanzierung der AHV-

Überbrückungsrenten richten sich somit ausschliesslich nach dem Vorsorgereglement (MARC 

HÜRZELER, Berufliche Vorsorge, 2020, S. 169 Rz. 66; CHRISTIAN WENGER, Probleme rund um die 

vorzeitige Pensionierung in der beruflichen Vorsorge, in: Ulrich Meyer/Thomas Gächter [Hrsg.], 

Schriften zum Sozialversicherungsrecht, 2009, S. 155). 

2.3 Gemäss dem im vorliegenden Fall anwendbaren Vorsorgereglement vom 1. Januar […] 

(nachfolgend: Vorsorgereglement; act. G 11.7; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2022, 

9C_582/2021, E. 4.1), dessen Gültigkeit und Anwendbarkeit von der Klägerin auch nicht bestritten wird, 

entsteht der Anspruch auf die Altersleistungen am Monatsersten nach Erreichen des Referenzalters 

(Art. 16.1 des Vorsorgereglements). Nach Art. 7.2 des Vorsorgereglements ist das Referenzalter im 

Vorsorgeplan definiert. Gemäss Art. 4.1 des per 1. Januar […] gültigen Vorsorgeplans der C.___ wird 

das Rücktrittsalter am Monatsersten nach Vollendung des 65. Altersjahres bei Frauen und Männern 

erreicht (act. G 11.2). Art. 16.3 und 7.2 des Vorsorgereglements sehen sodann vor, dass eine vorzeitige 

Pensionierung ab dem vollendeten 58. Altersjahr möglich ist. Bei vorzeitiger Pensionierung entspricht 

die Höhe der Altersrente dem Sparkapital, erhöht um das Sparkapital des Sonder-Sparkontos "Einkauf 

in Maximalleistungen" sowie erhöht um das Sparkapital des Sonder-Sparkontos "Einkauf vorzeitige 

Pensionierung" im Zeitpunkt der vorzeitigen Pensionierung, multipliziert mit dem Umwandlungssatz 

gemäss Vorsorgeplan (Art. 16.4 des Vorsorgereglements). Die Altersrente oder Teile davon können 

grundsätzlich auch in Kapitalform bezogen werden, wobei ein solcher Kapitalbezug zu einer 

entsprechenden Kürzung der Altersrente und der mitversicherten Leistungen führt (Art. 17.1 des 

Vorsorgereglements). Art. 18.1 des Vorsorgereglements sieht weiter die Möglichkeit vor, dass 

versicherte Personen, die vorzeitig in den Ruhestand treten, zum Teilausgleich der fehlenden AHV-

Altersrente eine AHV-Überbrückungsrente von der Beklagten beziehen können. Eine solche AHV-

Überbrückungsrente wird vom gleichen Zeitpunkt an ausgerichtet wie die Altersrente. Sie erlischt, wenn 

die finanziellen Mittel des Sonder-Sparkontos "Einkauf AHV-Überbrückungsrente" aufgebraucht sind, 

mit dem Erreichen des AHV-Referenzalters, dem Beginn der Zahlung einer Rente durch die IV oder 

wenn die versicherte Person stirbt (Art. 18.2 des Vorsorgereglements). Die Höhe der AHV-

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Überbrückungsrente kann frei gewählt werden, jedoch entspricht sie höchstens der maximalen AHV-

Altersrente im Zeitpunkt der Pensionierung (Art. 18.3 des Vorsorgereglements). Finanziert wird die 

AHV-Überbrückungsrente entweder mit dem dafür geäufneten Sparkapital des Sonder-Sparkontos 

"AHV-Überbrückungsrente" oder mit einer versicherungstechnisch gleichwertigen, lebenslänglichen 

Kürzung der Altersrente ab Zeitpunkt der vorzeitigen Pensionierung. Die Kürzung berechnet der 

Experte für berufliche Vorsorge. Die mitversicherten laufenden und anwartschaftlichen Leistungen 

bemessen sich an der gekürzten Altersrente (Art. 18.4 des Vorsorgereglements). 

2.4 Wie die Beklagte in ihrer Klageantwort zutreffend ausgeführt hat (act. G 11 S. 7), hat die Klägerin 

unstrittig kein Sonder-Sparkonto zur Finanzierung einer AHV-Überbrückungsrente geäufnet. Folglich 

kommt es beim Bezug einer AHV-Überbrückungsrente gemäss Art. 18.4 des Vorsorgereglements zu 

einer Kürzung der Altersleistungen. Dass noch ein gesonderter Fonds zur Verfügung steht, aus dem 

kostenlos eine Überbrückungsrente ausbezahlt wird, wie dies die Klägerin behauptet (act. G 1 und 15), 

kann dem Vorsorgereglement nicht entnommen werden. Auch sonst liegen keine Belege für einen 

solchen Fonds im Recht. Wie die Beklagte zurecht darauf hingewiesen hat (act. G 11 S. 8), ist auch die 

Höhe der AHV-Überbrückungsrente durch die versicherte Person frei wählbar (Art. 18.3 des 

Vorsorgereglements), was wenig Sinn machen würde, wenn die Überbrückungsrente nicht vorgängig 

durch die versicherte Person angespart worden wäre.  

2.5 Angesichts der vom Reglement vorgegebenen klaren Rechtslage hinsichtlich der Finanzierung 

der AHV-Überbrückungsrente gibt es keine Veranlassung weitere Unterlagen betreffend Verwendung 

freier Mittel, wie es die Klägerin beantragt (act. G 1 S. 3), anzufragen, zumal die Klägerin nicht 

ansatzweise belegt, inwiefern die von ihr genannten Beschlüsse, Protokolle und Korrespondenzen der 

Y.___ im Zusammenhang mit diesem Verfahren stehen respektive den Verfahrensausgang zu ihren 

Gunsten beeinflussen könnten. Die vermutungsweise Behauptung der Klägerin, dass beim Wechsel 

von der eigenständigen Pensionskasse der C.___ zur Beklagten freie Mittel übertragen worden seien, 

woraus früher vermutlich vorzeitige Pensionierungen mit einer Überbrückungsrente finanziert worden 

seien, wird von ihr in keiner Weise konkretisiert. Es ist auch nicht wahrscheinlich, dass früher einst 

Überbrückungsrenten in der von der Klägerin genannten Art finanziert worden sind. Vielmehr ist gestützt 

auf das in den Akten enthaltene Schreiben der Beklagten vom .___ (act. G 9.1) anzunehmen, dass im 

Zusammenhang mit dem Wechsel der Pensionskasse der C.___ zur Sammelstiftung B.___, also zur 

Beklagten, Mittel aus Überschüssen als Erlebens- und Todesfallkapital dem Sparkapital der einzelnen 

versicherten Personen gutgeschrieben worden sind. Der Klägerin wurde ein individueller Anspruch von 

Fr. .___ zugesprochen (act. G 9.1). Dieser Betrag steht ihr ab dem Zeitpunkt der Pensionierung, wie 

die Pensionierungsofferte vom 2. April 2024 ohne Kapitalbezug zeigt (act. G 1.15 S. 4), auch zur 

Finanzierung einer AHV-Überbrückungsrente zur Verfügung. Dass die Einlage von Fr. .___ beim Bezug 

von Alterskapital anteilsmässig gekürzt wird, worüber sich die Klägerin wundert (act. G 9), lässt sich 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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gemäss Informationsschreiben der Beklagten vom 2. April 2024 damit erklären, dass die Kapitaleinlage 

aus den Reserven des Vorsorgewerks ausschliesslich der Erhöhung der Altersrente dient (act. G 1.15). 

Diese Angabe passt zum Schreiben vom .___, mit welchem die Gutschrift der Klägerin angezeigt 

worden ist. Darin ist nämlich zu lesen, dass der Betrag von Fr. .___ dazu dienen soll, eine allfällige 

Reduktion des Rentenversprechens zu kompensieren (act. G 9.1). Anhaltspunkte, dass eine 

entspreche Kürzung der Einlage bei Kapitalbezug nicht rechtmässig ist, liegen dem Gericht nicht vor. 

Weitere Abklärungen dazu erübrigen sich zum jetzigen Zeitpunkt. Denn über die Rechtsmässigkeit 

einer allfälligen, in der Zukunft sich verwirklichenden Kürzung, die bis anhin lediglich im Sinne einer 

Auskunft als mögliche Folge in Aussicht gestellt worden ist, ist im vorliegenden Fall nicht zu 

entscheiden, zumal die Klägerin ein aktuelles, praktisches Interesse an der Feststellung der 

Rechtsmässigkeit einer solchen möglichen Kürzung nicht hinreichend dargetan hat. Bei 

ausschliesslichem Rentenbezug stünde die Einlage von Fr. .___ der Klägerin jedenfalls 

unbestrittenermassen vollumfänglich zu, bei Kapitalbezug zumindest teilweise. Wie bereits dargelegt, 

kann sich die Klägerin mit dieser Einlage indirekt die AHV-Überbrückungsrente mitfinanzieren. 

Ausserhalb des von ihr angesparten und individuell zugeteilten Kapitals gibt es gemäss 

Vorsorgereglement, wie bereits ausgeführt, jedoch keine finanziellen Mittel, auf welche die Klägerin zur 

Finanzierung ihrer AHV-Überbrückungsrente zugreifen kann. 

3.  

3.1 Weiter beruft sich die Klägerin auf den Grundsatz von Treu und Glauben. Sie stellt sich auf den 

Standpunkt, dass die von ihr beauftragte Z.___ AG sie darüber informiert habe, dass die Beklagte über 

einen speziellen Fonds ihr eine Überbrückungsrente voll finanziere. Auf dieser Grundlage habe sie die 

letzten Jahre ihr Renteneinkommen geplant. Da diese Überbrückungsrente ein Hauptbestandteil ihrer 

Planung gewesen sei, sei der Sachverhalt von der Z.___ AG auch mit der Beklagten abgeklärt worden, 

letztmals im Jahr 2023. Die Beklagte habe ihr eine individuelle, persönliche, mit zwei Unterschriften 

versehene Pensionierungsofferte mit Datum 28. Februar 2023 ausgestellt mit der Zusicherung, dass 

die Überbrückungsrente nicht durch sie finanziert werden müsse (act. G 1 S. 2). Es dürfe nicht sein, 

dass […] vor ihrer geplanten Pensionierung die ihr zugesicherte, durch die Beklagte finanzierte, AHV-

Überbrückungsrente gestrichen werde, auf die sie sich nach Treu und Glauben gestützt habe. Der 

Disclaimer auf den Offerten könne sich nur auf die Höhe der Leistung beziehen, nicht jedoch in 

grundsätzlicher Hinsicht auf die Leistungen der Beklagten (act. G 1 S. 3). Sie habe sich nach Treu und 

Glauben auf die Leistungen der Beklagten verlassen. Das Vorgehen der Beklagten widerspreche in 

krasser Weise dem Grundsatz von Treu und Glauben (act. G 1 S. 4). 

3.2 Demgegenüber stellt sich die Beklagte auf den Standpunkt, dass der Klägerin nie eine falsche 

Auskunft erteilt oder gar eine Zusicherung gemacht worden sei, dass sie eine Überbrückungsrente 

beziehen könne, ohne diese finanzieren zu müssen. Die am 28. Februar 2023 erstellte Offerte sei von 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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der Klägerin offensichtlich falsch verstanden worden (act. G 11 S. 9). Die Klägerin habe die Offerte vom 

28. Februar 2023, die auf einem Kapitalbezug von Fr. .___ und einer Altersrente von Fr. .___ pro Jahr 

gefusst habe, in der Folge aber auch nicht zur Grundlage ihres Pensionierungsentscheids gemacht. 

Vielmehr habe sie weitere Pensionierungsofferten eingefordert basierend auf jährlichen Altersrenten 

von Fr. .___ und Fr. .___ (act. G 11 S. 8). 

3.3 Nach dem in Art. 9 der Schweizerischen Bundesverfassung (BV; SR 101) verankerten Grundsatz 

von Treu und Glauben kann eine unrichtige Auskunft, welche eine Behörde dem Bürger erteilt, unter 

gewissen Umständen Rechtswirkungen entfalten. Voraussetzung dafür ist, dass: a) es sich um eine 

vorbehaltlose Auskunft der Behörden handelt; b) die Auskunft sich auf eine konkrete, den Bürger 

berührende Angelegenheit bezieht; c) die Amtsstelle, welche die Auskunft gegeben hat, dafür zuständig 

war oder der Bürger sie aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte; d) der Bürger die 

Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne Weiteres hat erkennen können; e) der Bürger im Vertrauen hierauf 

nicht ohne Nachteil rückgängig zu machende Dispositionen getroffen hat, welchem Tatbestand 

Unterlassungen gleichgestellt sind; f) die Rechtslage zur Zeit der Verwirklichung noch die gleiche ist 

wie im Zeitpunkt der Auskunftserteilung; g) das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objektiven 

Rechts dasjenige am Vertrauensschutz nicht überwiegt. Vertrauensschutz setzt nicht zwingend eine 

unrichtige Auskunft oder Verfügung voraus; der Vertrauensgrundsatz lässt sich auch aus einer blossen 

behördlichen Zusicherung und sonstigem, bestimmte Erwartungen begründendem Verhalten der 

Behörden herleiten (zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2019, 9C_132/2019, E. 6.3 mit 

Hinweisen). 

3.4 Unabhängig davon, inwieweit der öffentlich-rechtliche Vertrauensschutz im Bereich der 

beruflichen Vorsorge Anwendung findet (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 2023, 

9C_372/2022, E. 5.2), kann die Klägerin daraus im vorliegenden Fall nichts zu ihren Gunsten ableiten. 

Allfällige von der Z.___ AG gemachten Zusicherungen gegenüber der Klägerin können der Beklagten 

nicht angelastet werden. Dass die Beklagte gegenüber der Klägerin einst die Zusicherung gemacht 

hätte, dass diese eine Überbrückungsrente beziehen könne, ohne diese vom eigenen Sparkapital 

finanzieren zu müssen, geht aus den dem Gericht vorliegenden Akten nicht hervor. Namentlich aus der 

Pensionierungsofferte vom 28. Februar 2023 (act. G 1.12) kann keine entsprechende Zusicherung 

abgeleitet werden. Zwar weist die Pensionierungsofferte vom 28. Februar 2023 – anders als später 

ausgestellte Offerten vom 5. und 16. Februar 2024 (act. G 1.13 f.) sowie vom 2. April 2024 (act. G 1.15) 

– nicht explizit darauf hin, dass beim Bezug der AHV-Überbrückungsrente eine entsprechende, in der 

Berechnung bereits berücksichtigte, Kürzung des Altersguthabens respektive des Kapitalbezugs 

erfolgt, jedoch führt sie auch nicht an, dass es zu keiner Kürzung komme respektive eine solche nicht 

in die Berechnung miteinbezogen worden sei oder der Klägerin aus anderen finanziellen Mitteln eine 

Überbrückungsrente finanziert werde. Im Übrigen wird auf der Pensionierungsofferte vom 28. Februar 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2023 explizit vermerkt, dass die Information keine Garantie für künftige Leistungen sei und erst im 

effektiven Zeitpunkt der Pensionierung eine rechtsverbindliche Berechnung des Anspruches 

vorgenommen werden könne (act. G 1.12). Folglich fehlt es nicht nur an einer Zusicherung zur 

Finanzierung der AHV-Überbrückungsrente, sondern auch an einer vorbehaltlosen Auskunft über die 

zum Zeitpunkt der Pensionierung zustehenden Beträge. Die Klägerin durfte gestützt auf die Offerte vom 

28. Februar 2023 nicht darauf vertrauen, dass ihr eine Überbrückungsrente ohne Kürzung ihres 

Altersguthabens finanziert wird. Dies gilt umso mehr, als sie ihre Erklärung zur frühzeitigen 

Pensionierung erst abgegeben hat, nachdem sie von der Beklagten darauf hingewiesen worden war, 

dass beim Bezug einer Überbrückungsrente eine entsprechende Kürzung des Altersguthabens erfolgt. 

Im Übrigen ist auch nicht ersichtlich, welche Dispositionen die Klägerin gestützt auf die Annahme, ihr 

stehe eine entsprechende AHV-Überbrückungsrente ohne Kürzung des Altersguthabens zu, gemacht 

oder unterlassen haben soll, die ihr zum Nachteil gereichen. Die Klägerin behauptet, soweit ersichtlich, 

nicht explizit, dass sie bei richtiger Information auf eine frühzeitige Pensionierung verzichtet hätte. Auch 

bringt sie nicht vor, dass sie sich bei richtiger Information durch weitere Einkäufe in die Pensionskasse 

abgesichert hätte. Vielmehr macht sie geltend, dass für sie ein Einkauf in eine AHV-

Überbrückungsrente nie ein Thema gewesen sei (act. G 1 S. 2). Die Voraussetzungen des 

Vertrauensschutzes sind nach dem Gesagten jedenfalls nicht erfüllt, sodass die Klägerin daraus keine 

Ansprüche ableiten kann. 

4.  

4.1 Zusammenfassend ist die Klage im Sinne der Erwägungen abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist. Allfällige von der Klägerin beantragte vorsorgliche Massnahmen (vgl. act. G 15 S. 4) 

werden mit diesem Entscheid gegenstandslos. Es ist anzunehmen, dass die Beklagte nach Rechtskraft 

dieses Gerichtsentscheids […] umgehend in die Wege leiten wird. Andernfalls steht der Klägerin 

selbstredend erneut der Rechtsweg offen. 

4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG). 

4.3 Die obsiegende Beklagte hat als Vorsorgeeinrichtung praxisgemäss keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung, soweit – wie vorliegend – die Prozessführung der Gegenpartei nicht als mutwillig 

oder leichtsinnig zu bezeichnen ist (BGE 128 V 323). 

Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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1.  

Die Klage wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

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	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 11.03.2025
	Die Klägerin hat unstrittig kein Sonder-Sparkonto zur Finanzierung einer AHV-Überbrückungsrente geäufnet. Folglich kommt es beim Bezug einer AHV-Überbrückungsrente gemäss Vorsorgereglement zu einer Kürzung der Altersleistungen. Unabhängig davon, inwieweit der öffentlich-rechtliche Vertrauensschutz im Bereich der beruflichen Vorsorge Anwendung findet (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 2023, 9C_372/2022, E. 5.2), kann die Klägerin daraus im vorliegenden Fall nichts zu ihren Gunsten ableiten. Dass die Beklagte gegenüber der Klägerin einst die Zusicherung gemacht hätte, dass diese eine Überbrückungsrente beziehen könne, ohne diese vom eigenen Sparkapital finanzieren zu müssen, geht aus den dem Gericht vorliegenden Akten nicht hervor. Die Voraussetzungen des Vertrauensschutzes sind nicht erfüllt. Abweisung der Klage, soweit darauf eingetreten wird (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom BV 2024/6).

		2026-01-28T04:38:05+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen