# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa8e879d-b02f-5e60-95b6-a57b896efdd2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 16.04.2015 HG140240
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG140240_2015-04-16.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    
 

 

Geschäfts-Nr.: HG140240 (ehem. HG110004) U/ei 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Peter Helm, Präsident, Oberrichterin Dr. Franziska Grob, 

die Handelsrichter Dr. Thomas Lörtscher, Verena Preisig und Patrik 

Howald sowie die Gerichtsschreiberin Claudia Marti 

Urteil vom 16. April 2015 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Klägerin 

 

vertreten durch X._____ 

 

gegen 

 

B._____ AG,  

Beklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 

betreffend Forderung 
 

- 2 - 

Rechtsbegehren der Hauptklage gemäss Klagebegründung: 
(act. 1 S. 2) 

"1. Die Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin CHF 2'816'087.– zu-
züglich Zins zu 5 %  

 - ausmachend für die Zeit vom 25. Mai 1989 bis zum 31. Ok-
tober 2010 CHF 328'106.– 

 - und ab dem 1. November 2010 auf CHF 2'816'087.– 
 zu bezahlen. 

 Die Mehrforderung wird vorbehalten.  
 2. Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beklagten." 

Rechtsbegehren der Hauptklage gemäss Replik: 
(act. 48 S. 2) 

"1. Die Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin CHF 2'318'004.– zu-
züglich Zins zu 5 % seit dem 1. Dezember 2012 zu bezahlen.  

 2. Die Mehrforderung bleibt vorbehalten.  
 3. Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beklagten." 

Rechtsbegehren der Widerklage: 
(act. 9 S. 2) 

"Antrag: 
1. Es sei die Beklagte zu verurteilen, der Klägerin CHF 640'814.– zu 

bezahlen. 

2. Im Mehrbetrag sei die Klage abzuweisen, unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen zulasten der Klägerin. 

 

Widerklage: 
3. Es sei festzustellen, dass die Beklagte der Klägerin als Schaden-

ersatz und Genugtuung insgesamt nicht mehr als CHF 640'814.– 
schuldet. 

4. Es sei der Beklagten die Hinterlegung von CHF 640'814.– bei der 
Zürcher Kantonalbank zu bewilligen. 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Klägerin." 

- 3 - 

Inhaltsverzeichnis 

Sachverhaltsübersicht und Prozessverlauf.................................................................... 4 

Erwägungen ........................................................................................................................ 6 

1. Aufhebungsgründe des Bundesgerichts .................................................................. 6 
1.1. Beschäftigungsgrad ........................................................................................... 6 
1.2. Künftige Reallohnsteigerung ............................................................................ 6 
1.3. Diskriminierung ................................................................................................... 6 
1.4. Teilweise Rechtskraft des Urteils vom 3. März 2014 ................................... 7 
1.5. Vorgehen ............................................................................................................. 7 

2. Anwendbares Prozessrecht ....................................................................................... 7 

3. Antrag der Klägerin vom 9. Dezember 2014........................................................... 8 

4. Neuberechnung Erwerbs- resp. Lohnausfallschaden............................................ 8 
4.1. Invalideneinkommen.......................................................................................... 8 
4.2. Hypothetisches Valideneinkommen ................................................................ 8 
4.3. Anrechenbare Leistungen der Sozialversicherung.....................................22 
4.4. Anrechenbare Einsparungen .........................................................................23 
4.5. Fazit Erwerbsausfallschaden .........................................................................23 

5. Neuberechnung des Rentenausfallschadens .......................................................24 
5.1. Grundlagen .......................................................................................................24 
5.2. Berechnung .......................................................................................................24 
5.3. Fazit....................................................................................................................24 

6. AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige .....................................................................25 
6.1. Ersatzpflicht für AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige...............................25 
6.2. AHV-Beiträge der Klägerin .............................................................................25 

7. Zins ..............................................................................................................................26 

8. Fazit .............................................................................................................................26 

9. Kosten- und Entschädigungsfolgen ........................................................................27 
9.1. Streitwert ...........................................................................................................27 
9.2. Gerichtskosten..................................................................................................27 
9.3. Parteientschädigung ........................................................................................28 

Dispositiv ...........................................................................................................................28 

- 4 - 

Sachverhaltsübersicht und Prozessverlauf 

a. Die Klägerin erlitt am 25. Mai 1989 im Alter von vierzehn Monaten auf dem 

Bauernhof ihrer Eltern einen schweren Verkehrsunfall. Sie wurde mit einem im 

Unfallzeitpunkt bei der Beklagten haftpflichtversicherten Lieferwagen, gelenkt von 

einem Angestellten des Fahrzeughalters, überfahren. Die Klägerin wurde von die-

sem Lieferwagen beim Losfahren mit einem Rad (oder zwei Rädern) auf Höhe 

des Kopfes überrollt. Sie erlitt schwerste Hirnverletzungen, die sie irreversibel in-

validisierten. Aufgrund dieses Unfalles wird die Klägerin nie eine Erwerbstätigkeit 

ausüben können und der dauernden Pflege bedürfen, darin sind sich die Parteien 

einig (act. 2/1 S. 2 f.; act. 2/9 S. 23). Die Beklagte, eine Aktiengesellschaft mit Sitz 

in Zürich, war im Unfallzeitpunkt wie erwähnt der Motorfahrzeughaftpflichtversi-

cherer des Unfallfahrzeuges (act. 2/1 S. 4 f.). 

b. Gestützt auf diesen Sachverhalt reichte die Klägerin am hiesigen Gericht ei-

ne Teilklage ein (Geschäfts-Nr. HG110004; act. 2/1). Auf die sodann erhobene 

Widerklage der Beklagten wurde nicht eingetreten und das Verfahren auf Antrag 

der Beklagten hin ans Bezirksgericht Zürich überwiesen. Gestützt auf einen Teil-

vergleich der Parteien vom 6. Juli 2012 wurde das Verfahren mit Teilerledigungs-

verfügung vom 12. Juli 2012 (act. 2/45) in Bezug auf die Schadenspositionen Ge-

nugtuung inklusive Zins, bisheriger Betreuungs- und Pflegeschaden bis 31. März 

2011 inklusive Zins sowie abzüglich der von der Beklagten geleisteten Akontozah-

lungen im Umfang von CHF 205'000.– sowie deren Verzinsung und bis 31. De-

zember 2011 aufgelaufene Kosten (Pflegeheim C._____ sowie Transportkosten 

inklusive Zins) als durch Vergleich erledigt abgeschrieben. Die Regelung der Kos-

ten- und Entschädigungsfolgen für den Teilvergleich wurde dabei dem Endent-

scheid vorbehalten (act. 2/45). Prozessgegenstand blieben damit noch der aufge-

laufene und künftige Erwerbsschaden, der Rentenschaden und die von der Kläge-

rin als Nichterwerbstätige zu bezahlenden AHV-Beiträge sowie die Regelung der 

Kosten- und Entschädigungsfolgen in Bezug darauf und bezüglich des Teilver-

gleichs.  

- 5 - 

c. Nach durchgeführtem Hauptverfahren wurde die Beklagte mit Urteil des 

Handelsgerichts vom 3. März 2014 verpflichtet, der Klägerin CHF 725'391.20 

nebst Zins zu 5 % auf 175'663.90 seit 1. Dezember 2012 und auf CHF 549'727.30 

seit 3. März 2014 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wurde die Klage abgewiesen 

(act. 2/83). Die Klägerin erhob gegen diesen Entscheid Beschwerde beim Bun-

desgericht (act. 2/86). Das Bundesgericht hiess die Beschwerde mit Urteil vom 

8. September 2014 (Verfahren 4A_260/2014) teilweise gut, hob den angefochte-

nen Entscheid auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung ans hiesige Gericht 

zurück (act. 1). Das begründete Urteil des Bundesgerichts ging hierorts am 9. De-

zember 2014 ein (act. 1). 

d. Mit Eingabe vom 9. Dezember 2014 ersuchte die Klägerin darum, ihr vor-

gängig zur Fällung eines neuen Entscheides Gelegenheit zu geben, auf den Ur-

teilszeitpunkt hin eine nach Massgabe der bundesgerichtlichen Erwägungen ak-

tualisierte Schadensberechnung einzureichen sowie die Zusammensetzung des 

Spruchkörpers rechtzeitig bekannt zu geben (act. 3; vgl. dazu nachfolgend Erwä-

gung 3.). Mit Schreiben vom 13. März 2015 erklärte Handelsrichterin Dr. D._____ 

den Ausstand wegen eines nach Fällung des Urteils vom 3. März 2014 im Verfah-

ren HG110004 eingetretenen Ausstandsgrundes (act. 4). Das Schreiben wurde 

den Parteien mit Verfügung vom 16. März 2015 (act. 5) zugestellt, und es wurde 

ihnen Handelsrichter Patrik Howald als neues Mitglied des Spruchkörpers be-

kannt gegeben, sofern keine der Parteien innert Frist begründete Einwendungen 

erhebt. Von den Parteien wurden keine Einwendungen erhoben.  

e. Zur Übersicht über die Standpunkte der Parteien und zum Verlauf des Ver-

fahrens HG110004 wird auf das Urteil vom 3. März 2014 verwiesen (act. 2/83 Sei-

te 4 lit. A).  

f. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.  

- 6 - 

Erwägungen 

1. Aufhebungsgründe des Bundesgerichts  

Das Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 wurde durch das Urteil des 

Bundesgerichts 4A_260/2014 vom 8. September 2014 teilweise aufgehoben 

(act. 1), und zwar aus den folgenden drei Gründen: 

1.1. Beschäftigungsgrad 

Das Bundesgericht kam in seinem Urteil zum Schluss, für die Schadensberech-

nung sei anzunehmen, die Klägerin hätte ohne den Unfall vom 25. Mai 1989 auch 

nach dem 25. Altersjahr bis zur Pensionierung zu 100 % gearbeitet (act. 1 

E. 5.3.1).  

1.2. Künftige Reallohnsteigerung 

Überdies stellte das Bundesgericht fest, dass betreffend allfällige zukünftige all-

gemeine Reallohnerhöhungen, welche nicht in den Statistiken berücksichtigt sei-

en, im Urteil des Handelsgerichts eine Begründung fehle, in welcher Form diese 

einbezogen worden seien. Auch aus diesem Grund wies das Bundesgericht die 

Sache zu neuer Entscheidung zurück (act. 1 E. 6.2).  

1.3. Diskriminierung 

Schliesslich entschied das Bundesgericht gestützt auf einen Einwand der Beklag-

ten und Beschwerdegegnerin, dass die tatsächlich bestehende Lohndiskriminie-

rung von Frauen gegenüber Männern berücksichtigt werden müsse und für die 

Zukunft abzuschätzen sei, in welchem Mass infolge Bekämpfung der Diskriminie-

rung eine Erhöhung des von der Klägerin ohne Unfall zu erzielenden Lohnes ein-

getreten wäre (act. 1 E. 8.2). Auch diese Korrektur des Bundesgerichts ist im 

neuen Entscheid zu berücksichtigen.  

- 7 - 

1.4. Teilweise Rechtskraft des Urteils vom 3. März 2014 

Hinsichtlich derjenigen Erwägungen, welche unangefochten blieben oder durch 

das Bundesgericht in seinem Urteil bestätigt wurden, ist der Entscheid demge-

genüber in Rechtskraft erwachsen, und es ist auf die entsprechende Begründung 

im Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 Geschäfts-Nr. HG110004 

(act. 2/83) sowie im Urteil des Bundesgerichts 4A_260/2014 vom 8. September 

2014 (act. 1) zu verweisen.  

1.5. Vorgehen 

Entsprechend sind im vorliegenden Verfahren nur noch diejenigen Punkte im Sin-

ne der Erwägungen des Bundesgerichts erneut zu prüfen, welche Grund für die 

teilweise Gutheissung der Beschwerde, die Aufhebung des hiesigen Urteils und 

die Rückweisung des Verfahrens bilden. Als Folge davon ist im Sinne der Erwä-

gung 9. des Bundesgerichts der Rentenschaden gestützt auf die veränderten 

Grundlagen neu zu berechnen (Urteil des Bundesgerichts 4A_260/2014 vom 

8. September 2014, act. 1). Dasselbe muss für den Schaden der Klägerin infolge 

der Pflicht zur Leistung von AHV-Beiträgen als Nichterwerbstätige gelten, welche 

von der Höhe des in diesem Verfahren zugesprochenen Schadenersatzes ab-

hängen (vgl. act. 2/83 E. 6 S. 55 ff.).  

Der Schaden der Klägerin, für den die Beklagte voll haftet (act. 2/83 E. 2), ist so-

mit unter Berücksichtigung der Aufhebungsgründe mit im Übrigen identischen Pa-

rametern wie im Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 auf das neue Ur-

teilsdatum hin (d.h. mit Rechnungstag 16. April 2015) neu zu berechnen.  

2. Anwendbares Prozessrecht 

Als Folge der Aufhebung des Urteils des Handelsgerichts vom 3. März 2014 

durch das Urteil des Bundesgerichts vom 8. September 2014 ist das Verfahren 

vor Handelsgericht nicht abgeschlossen. Aus diesem Grund bleibt auf das hiesige 

Verfahren weiterhin, auch nach der Rückweisung, das bisherige kantonale Pro-

zessrecht anwendbar (Art. 404 Abs. 1 ZPO).  

- 8 - 

3. Antrag der Klägerin vom 9. Dezember 2014 

Dem prozessualen Antrag der Klägerin, ihr vor Fällung eines neuen Urteils Gele-

genheit zu geben, den Schaden auf den Zeitpunkt des Urteils hin neu zu berech-

nen (act. 3), ist nicht nachzukommen, zumal die Klägerin ihre Berechnungsgrund-

lagen im Einzelnen bereits in ihren Rechtsschriften des Verfahrens HG110004 

dargetan hat und sie nicht geltend macht, dass die Neuberechnung Folge von zu-

lässigen Noven (§§ 114 f. ZPO/ZH) wäre. Die von der Klägerin beantragte Mittei-

lung der Zusammensetzung des Spruchkörpers erfolgte mit Verfügung vom 

16. März 2015 (act. 5), insoweit sie gegenüber derjenigen beim Urteil vom 3. März 

2014 (act. 2/83) eine Änderung erfuhr.  

4. Neuberechnung Erwerbs- resp. Lohnausfallschaden 

4.1. Invalideneinkommen 

Betreffend das Invalideneinkommen ist gemäss der unangefochtenen Erwägung 

4.3. des Urteils des Handelsgerichts vom 3. März 2014 davon auszugehen, dass 

die Klägerin kein Invalideneinkommen erzielen kann (act. 2/83 E. 4.3. S. 23).  

4.2. Hypothetisches Valideneinkommen 

4.2.1. Abzug Arbeitnehmerbeiträge Sozialversicherungen 

Vom nachfolgend ermittelten hypothetischen Bruttoerwerbseinkommen sind je-

weils die Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversicherungen gemäss Erwägung 

4.4.3.5. des Urteils des Handelsgerichts vom 3. März 2014 (act. 2/83 E. 4.4.3.5. 

S. 36 f.) in Abzug zu bringen. Demnach sind für AHV, IV, EV und ALV bis 2010 

6.05 % und ab 2011 6.25 % abzuziehen. Für die berufliche Vorsorge ist zudem ab 

Alter 25 bis 34 Jahre 3.5 %, von 35 bis 44 Jahren 5 %, von 45 bis 54 Jahren 

7.5 % und ab 55 Jahren 9 % vom koordinierten Lohn (nicht vom gesamten Lohn) 

abzuziehen.  

4.2.2. Vierjährige Lehre 

In Bezug auf das hypothetische Valideneinkommen der Klägerin während einer 

mutmasslich vierjährigen Lehre gemäss den Ausführungen der Klägerin ändern 

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die Gründe für die Aufhebung des Urteils des Handelsgerichts vom 3. März 2014 

durch das Bundesgericht nichts an dessen Berechnung (vgl. act. 1 und act. 2/83 

E. 4.4.3.6. S. 37 f.), weshalb die dortige Schätzung des hypothetischen Validen-

einkommens auf CHF 39'459.– (nach Abzug der Arbeitnehmerbeträge an die So-

zialversicherungen) für die Zeit von August 2004 bis August 2008 Bestand hat.  

4.2.3. Statistiken 

Die Schätzung des hypothetischen Valideneinkommens der Klägerin hat wiede-

rum auf Grundlage der folgenden Statistiken zu erfolgen (act. 2/83 E. 4.4.3.1. 

S. 32 f.), deren Anwendung für den vorliegenden Fall vom Bundesgericht bestätigt 

wurde (act. 1 E. 3.4):  

a. "Bruttoerwerbseinkommen pro Jahr der Erwerbstätigen nach Erwerbsstatus, 

Berufsgruppen ISCO 88 (COM), Beschäftigungsgrad und Geschlecht, Stän-

dige Wohnbevölkerung, Zentralwert in Franken 2012" des bfs (vgl. 

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/key/erwerbs

einkommen.html, besucht am 12. November 2013) 

b. "Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert und Quartilbereich) nach Lebensalter, 

Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht, privater und öffent-

licher Sektor (Bund, Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften) zu-

sammen, Schweiz 2008 resp. 2010" des bfs (vgl. http://www.bfs.admin. 

ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/data/01/06_01.html#5, Tabelle 

Monatlicher Bruttolohn nach Lebensalter - Privater und öffentlicher Sektor 

zusammen - Schweiz je-d-03.04.01.00.09 besucht am 12. November 2013) 

Beim Beschäftigungsgrad ist jedoch gemäss dem Urteil des Bundesgerichts von 

einer Erwerbstätigkeit der Klägerin zu 100 % auch nach ihrem 25. Altersjahr bis 

zu ihrer Pensionierung auszugehen (act. 1 E. 5.3.1.), weshalb keine Statistiken 

zum Erwerbsgrad und Beschäftigungsgrad beigezogen werden müssen.  

4.2.4. Bisheriges hypothetisches Valideneinkommen 

4.2.4.1. Bis zum Urteilsdatum (16. April 2015) ist bei der Schätzung des hypothe-

tischen Valideneinkommens durch das Gericht im Unterschied zum Urteil des 

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Handelsgerichts vom 3. März 2014 gemäss Urteil des Bundesgerichts keine An-

gleichung des Lohns wegen Diskriminierung der Frauen gegenüber Männern vor-

zunehmen (act. 1 E. 8.2.), und es ist von einer Vollzeitbeschäftigung (40 Stunden) 

der Klägerin auszugehen (act. 1 E. 2.3.2. und 5.3.1.). Die demnach massgeben-

den Bruttojahreseinkommen unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 

bis Alter 24 der Klägerin ergeben sich unter Gegenüberstellung der Parteibehaup-

tungen mit der Schätzung des Gerichts aus der folgenden Tabelle (vgl. act. 2/83 

E. 4.4.3.7. S. 38 ff.):  

 
 

 Klägerin  Beklagte  Statistik Frauen 
Alter Bruttojahreseink.  Bruttojahreseink.  Bruttojahreseink. (40h) 

20 CHF 53'900  CHF 50'000.00  CHF 54'852.00 
21 CHF 55'440  CHF 50'750.00  CHF 56'015.33 
22 CHF 56'980  CHF 51'511.25  CHF 56'328.00 
23 CHF 58'520  CHF 52'283.92  CHF 56'874.03 
24 CHF 60'060  CHF 53'068.18  CHF 57'441.89 

 
Dies ergibt folgenden hypothetischen Nettolohn der Klägerin (unter der unange-

fochtenen Annahme gemäss Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 

[act. 2/83 E. 4.4.3.7. S. 38 ff.], dass die Anpassung an die Nominallohnentwick-

lung jeweils auf den Geburtstag der Klägerin hin erfolgt wäre): 

 
von bis Bruttojahreslohn pro Rata Abzug Nettolohn pro Rata 
01.08.2008 02.03.2009 CHF 53'900.00 CHF 31'741.11 6.05 % CHF 29'820.77 
03.03.2009 02.03.2010 CHF 55'440.00 CHF 55'440.00 6.05 % CHF 52'085.88 
03.03.2010 31.12.2010 CHF 56'328.00 CHF 46'627.07 6.05 % CHF 43'806.13 
01.01.2011 02.03.2011 CHF 56'328.00 CHF 9'700.93 6.25 % CHF 9'094.62 
03.03.2011 02.03.2012 CHF 56'874.03 CHF 56'874.03 6.25 % CHF 53'319.40 
03.03.2012 02.03.2013 CHF 57'441.89 CHF 57'441.89 6.25 % CHF 53'851.77 
         
01.08.2008 02.03.2013    Total CHF 241'978.57 

4.2.4.2. Ab Alter 25 der Klägerin (3. März 2013) und für die Zeit danach ist zudem 

im Unterschied zum Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 zusätzlich zu 

berücksichtigen, dass zwischenzeitlich die Nominallohnentwicklung für das Jahr 

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2013 (Basis 1939 = 100, Stand 2010 = 2579, Stand 2013 = 2648) bekannt ist. 

Dies führt zu einer entsprechenden Anpassung der Bruttolöhne im Vergleich zum 

Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 (act. 2/83 E. 4.4.3.8. S. 40 ff.):  

 
 

Alter Median Frauen 
Bruttolohn / Mt 

Median Frauen 2010 
Bruttolohn / Jahr 

Nominallohnentw. 2010-2013 
Bruttolohn / Jahr 

25-29 CHF 4'694.00 CHF 56'328.00 CHF 57'835.03 

30-39 CHF 6'033.00 CHF 72'396.00 CHF 74'332.92 

40-49 CHF 6'024.00 CHF 72'288.00 CHF 74'222.03 

50-54 CHF 6'069.00 CHF 72'828.00 CHF 74'776.48 

55-64 CHF 6'069.00 CHF 72'828.00 CHF 74'776.48 

 

Das hypothetische Valideneinkommen der Klägerin für die Zeit vom 3. März 2013 

(25. Altersjahr) bis zum Urteilsdatum ist entsprechend wie folgt zu schätzen und 

das Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der Arbeitnehmerbeiträge an die ob-

ligatorische berufliche Vorsorge pro Rata temporis zu berechnen (Koordinations-

abzug von CHF 24'570.– für 2013 und 2014, CHF 24'675 ab Jahr 2015, Abzug 

Arbeitnehmerbeiträge BVG 3.5 % des koordinierten Lohnes von CHF 33'160 = 

CHF 1'160.60 und übrige Sozialversicherungen 6.25 % = CHF3'614.69):  

 
von bis Bruttolohn Abzug  Nettolohn Nettolohn pro Rata  
03.03.2013  02.03.2014 CHF 57'835.03 CHF 4'778.97 CHF 53'056.06 CHF 53'059.74 
03.03.2014 31.12.2014 CHF 57'835.03 CHF 4'778.97 CHF 53'056.06 CHF 43'918.63 
01.01.2015 15.04.2015 CHF 57'835.03 CHF 4'775.29 CHF 53'059.74 CHF 15'475.76 
         
03.03.2013 15.04.2015    Total CHF 112'454.13 

 

Die Schätzung der Klägerin für diese Zeit liegt demgegenüber über derjenigen 

des Gerichts (Jahreseinkommen CHF 61'600 brutto und mehr), während die Be-

klagte annimmt, die Klägerin hätte ab dem 25. bis zum Ende des 29. Altersjahres 

nicht gearbeitet (vgl. Tabelle act. 2/83 S. 45). Es ist daher auf die Schätzung des 

Gerichts abzustellen.  

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4.2.4.3. Damit ist von einem bisherigen hypothetischen Nettovalideneinkommen 

der Klägerin von CHF 393'891.70 (CHF 39'459 + CHF 241'978.57 + 

CHF112'454.13) auszugehen.  

4.2.5. Künftige allgemeine Reallohnsteigerungen 

4.2.5.1. Gemäss dem Urteil des Bundesgerichts können aus der herangezogenen 

Statistik Rückschlüsse auf die individuelle Lohnsteigerung für die Zukunft gezo-

gen werden. Für die zukünftigen allgemeinen Reallohnsteigerungen gelte dies 

aber nicht, und das Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 lasse offen, wo-

von bezüglich künftiger allgemeiner Reallohnsteigerungen ausgegangen werde 

(act. 1 E. 6.2.). Die Frage der künftigen allgemeinen Reallohnsteigerung ist daher 

vorliegend noch zu erörtern.  

4.2.5.2. Die Klägerin machte in ihren Rechtsschriften geltend, die Schätzung ge-

mäss Statistiken sei mit jährlichen Reallohnsteigerungen entsprechend den indi-

viduellen und generellen Lohnsteigerungen zu versehen (act. 2/72 S. 6). Nach ih-

rer Ansicht sind die Löhne gemäss Statistik ab dem 30. Altersjahr einer mindes-

tens 1 %-igen Reallohnsteigerung zu unterziehen, wobei ab dem 50. Altersjahr 

von einem gleichbleibenden Lohn auszugehen ist. Ihrer Schätzung zugrunde legt 

die Klägerin dabei ein Bruttojahreseinkommen von CHF 61'600 bei Alter 25, wel-

ches sich bis zum Alter 30 auf CHF 69'300.– erhöht und ab Alter 30 CHF 77'000 

ausmacht und eine 1 %-ige Reallohnerhöhung erfährt (act. 2/48 S. 47). Demge-

genüber stützt die Beklagte ihre Berechnung des hypothetischen Valideneinkom-

mens der Klägerin nach Statistiken auf die Annahme einer jährlichen Reallohn-

steigerung von 1.5 % bis Alter 50 bei einem Bruttojahreseinkommen im Alter 20 

von CHF 50'000.– (act. 2/9 S. 44).  

4.2.5.3. Nach Praxis des Bundesgerichts sind bei der Berechnung des Erwerbs-

ausfallschadens, soweit dies möglich ist, konkrete Umstände des Einzelfalls zu 

berücksichtigen, welche auf die hypothetische künftige individuelle Lohnentwick-

lung schliessen lassen (act. 1 E. 6.1.; Urteil des Bundesgerichts 4A_116/2008 

vom 13. Juni 2008 E. 3.1., nicht publizierte Erwägung von BGE 134 III 489). Das 

Bundesgericht nimmt aber keine zusätzliche allgemeine Reallohnsteigerung an, 

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wenn der künftigen hypothetischen Lohnentwicklung des Einzelfalles Rechnung 

getragen wird. Es sind somit gemäss Praxis des Bundesgerichts nicht individuelle 

und allgemeine Reallohnsteigerung kumulativ zu berücksichtigen. Auch wurde 

von der Klägerin nicht dargelegt, weshalb in Zukunft die Einkommen kumulativ 

beiden Steigerungen unterliegen würden. Weil bei der Schätzung des hypotheti-

schen Valideneinkommens der Klägerin gestützt auf die Statistiken in diesen die 

individuellen künftigen Lohnerhöhungen berücksichtigt werden (wie auch vom 

Bundesgericht bestätigt, act. 1 E. 6.2.), sind nicht zusätzlich allgemeine Reallohn-

erhöhungen aufzuaddieren. Eine Berücksichtigung allgemeiner Reallohnerhöhun-

gen hätte allenfalls dann zu erfolgen, wenn bezüglich des geschätzten Validen-

einkommens der Klägerin auf dasjenige im Urteilszeitpunkt abgestellt und an-

schliessend vom Urteilszeitpunkt an die von der Klägerin behauptete generelle 

Reallohnerhöhung von 1 % pro Jahr (die Beklagte rechnet mit 1.5 %) bis zum 50. 

Altersjahr angerechnet würde. Eine kumulative individuelle Erhöhung des Ein-

kommens, wie sie die Klägerin für ihr 30. Altersjahr annimmt, hätte dann aber zu 

unterbleiben. Die Schätzung nach Statistiken mit Berücksichtigung der darin ent-

haltenen individuellen Reallohnerhöhungen ist aber einer solchen unter Berück-

sichtigung (nur) einer allgemeinen Reallohnerhöhung vorzuziehen.  

4.2.5.4. Zusammengefasst ist in die Einkommensschätzung nicht noch zusätzlich 

eine allgemeine Reallohnsteigerung einzurechnen.  

4.2.6. Diskriminierung 

4.2.6.1. Das Bundesgericht hält in seinem Urteil fest, selbst wenn zur Zeit die Un-

gleichbehandlung noch nicht habe beseitigt werden können, so sei den Vorgaben 

der Verfassung doch Nachachtung zu verschaffen und der Tatsache Rechnung 

zu tragen, dass in Zukunft weitere Anstrengungen zur Beseitigung der Ungleich-

behandlung zu unternehmen seien. Es sei daher abzuschätzen, in welchem Mas-

se in Zukunft infolge Bekämpfung der Diskriminierung eine Erhöhung des von der 

Geschädigten ohne Unfall zu erzielenden Lohnes eingetreten wäre (act. 1 

E. 8.2.).  

- 14 - 

4.2.6.2. Die Klägerin legte in ihrer Stellungnahme zu den Statistiken dar, es seien 

das Diskriminierungsverbot und das Gleichstellungsgebot zu berücksichtigen, 

weshalb zwischen den Löhnen für Frauen und Männer nicht mehr zu unterschei-

den sei (act. 2/72 und 2/78 S. 2). Die Beklagte hält demgegenüber fest, es gehe 

um die Berechnung für eine Frau und nicht für einen Mann (act. 2/75), und geht 

demnach davon aus, dass keine Angleichung zu erfolgen hat. Die Klägerin hat 

denn auch in ihrer eigenen Schätzung anhand von Statistiken keine Unterschei-

dung nach Geschlecht vorgenommen ("Arbeitnehmer"; act. 2/48 S. 47), während 

die Beklagte sich auf Frauenlöhne abstützte (act. 2/9 S. 44).  

4.2.6.3. Gemäss der vom Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann 

(EBG) und vom Bundesamt für Statistik (BFS) gemeinsam herausgegebenen 

Broschüre mit dem Titel "Auf dem Weg zur Lohngleichheit" vom Juni 2013 

(abrufbar unter http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/news/publikationen. 

html?publicationID=5225, besucht am 25. Februar 2015) zeigte sich aufgrund der 

Kennzahlen des Jahres 2010 ein unerklärter Anteil des durchschnittlichen 

Lohnunterschiedes zwischen Männern und Frauen von 37.6 %, während der 

Anteil Lohndiskriminierung des durchschnittlichen Lohnunterschiedes zwischen 

Männern und Frauen 1998 noch 41.1 % betrug. Aufgrund der dort publizierten 

Zahlen wurde zudem festgehalten, dass sich der Anteil der Lohndiskriminierung 

an dem durchschnittlichen Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen nach 

einem Anstieg im Jahr 2000 kontinuierlich reduziert hat (vgl. S. 12 der Broschüre). 

Dabei handelt es sich aber um eine sehr langsame Reduktion im Bereich von 

etwa 0.27 % pro Jahr über den erfassten Zeitraum von 13 Jahren. Aufgrund eines 

Wechsels in der Systematik der erfassten Wirtschaftszweige sind indessen die 

Werte der Jahre 2008 und 2010 nicht direkt mit denjenigen der Jahre 1998 bis 

2006 vergleichbar, was allenfalls die Werte von 2006 (38.6 %) und 2008 (39.6 %) 

erklärt. Die insgesamt leichte, kontinuierliche Abnahme des unerklärten Lohn-

unterschiedes seit 1998 wurde auch in der vergleichenden Analyse der Löhne von 

Frauen und Männern anhand der Lohnstrukturerhebungen 1998 bis 2006 sowie in 

der Analyse der Löhne von Frauen und Männern anhand der Lohnstruktur-

erhebung 2008 (beide abrufbar unter http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/ 

themen/03/04/blank/key/lohnstruktur/nach_geschlecht.html, besucht am 25. Feb-

- 15 - 

ruar 2015) sowie in der Analyse des salaires des femmes et des hommes sur la 

base des enquêtes sur la structure des salaires 2008 et 2010 (abrufbar unter 

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/22/publ.html?publication 

ID=5189, besucht am 25. Februar 2015, S. 3 f.) festgestellt.  

4.2.6.4. Der Bundesrat kam aufgrund der Evaluation eines Ende Februar 2014 

abgeschlossenen, fünfjährigen Projekts sowie gestützt auf zwei Studien zum 

Thema Lohngleichheit zum Schluss, dass freiwillige Massnahmen alleine nicht 

zum Ziel führen und es zur Verwirklichung des verfassungsrechtlichen Anspruchs 

auf gleichen Lohn zusätzliche staatliche Massnahmen brauche. Er schlägt daher 

vor, eine Pflicht zu einer regelmässigen betriebsinternen Lohnanalyse bei Arbeit-

gebern mit 50 und mehr Mitarbeitenden einzuführen. Es ist vorgesehen, dass 

EJPD, EDI und WBF bis Mitte 2015 in Zusammenarbeit eine Vernehmlassungs-

vorlage für eine entsprechende gesetzliche Verpflichtung ausarbeiten (vgl. 

https://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=54905, be-

sucht am 25. Februar 2015).  

4.2.6.5. Gestützt auf die dargelegte Entwicklung der Lohndiskriminierung in der 

Vergangenheit erscheint es bei der Schätzung des hypothetischen Validenein-

kommens der Klägerin durch das Gericht angemessen, auch für die Zukunft min-

destens von einer kontinuierlichen Reduktion der Lohndiskriminierung um 0.27 % 

der Lohndifferenz pro Jahr auszugehen. Darüber hinaus ist aber in Erwägung zu 

ziehen, dass der Bundesrat zur Verwirklichung der Vorgaben der Verfassung die 

bisherigen freiwilligen Massnahmen als ungenügend erachtet und zusätzlich den 

Erlass gesetzlicher Massnahmen in die Wege geleitet hat. Mit diesem Vorgehen 

entspricht er auch der Verpflichtung, Massnahmen zur Beseitigung der Lohndis-

kriminierung zu treffen, welche die Schweiz auf internationaler Ebene durch Rati-

fizierung des Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung 

der Frau vom 18. Dezember 1979 (in Kraft getreten am 26. April 1997; SR 0.108) 

eingegangen ist. Gestützt darauf ist für die Zukunft eine Erhöhung der kontinuier-

lichen Reduktion etwa ab Inkrafttreten der initiierten gesetzlichen Massnahme zu 

vermuten, was schätzungsweise nach abgeschlossenem Gesetzgebungsprozess 

im Jahre 2020 der Fall sein dürfte. Entsprechend ist ab 2020 und Alter 32 der 

- 16 - 

Klägerin von einer kontinuierlichen Reduktion der Lohndifferenz um 0.4 % der 

Lohndifferenz anstelle von einer solchen um 0.27 % auszugehen.  

4.2.7. Künftiges hypothetisches Valideneinkommen 

4.2.7.1. Auch für die Schätzung des künftigen hypothetischen Valideneinkom-

mens der Klägerin ist gemäss Urteil des Bundesgerichts eine Vollzeiterwerbstä-

tigkeit bis zum Pensionierungsalter (40 Wochenstunden gemäss Statistik) anzu-

nehmen (act. 1 E. 2.3.2. und 5.3.1.).  

4.2.7.2. Sodann ist gemäss dem Medianwert für alle Anforderungsniveaus bei 

Frauen der Statistik "Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert und Quartilbereich) nach 

Lebensalter, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht, Privater und 

öffentlicher Sektor (Bund, Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften) zu-

sammen" des bfs für 2010 (vgl. http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/ the-

men/03/04/ blank/data/01/06_01.html#5, Tabelle Monatlicher Bruttolohn nach Le-

bensalter - Privater und öffentlicher Sektor zusammen - Schweiz je-d-

03.04.01.00.09 besucht am 12. November 2013) unter Berücksichtigung der No-

minallohnentwicklung bis 2013 von 2579 auf 2648 (Basis 1939 = 100; die Nomi-

nallohnentwicklung 2014 ist noch nicht verfügbar) von den nachfolgend darge-

stellten Bruttoerwerbseinkommen für Frauen auszugehen und diesen die 

Medianwerte des Bruttoerwerbseinkommens von Männern gemäss derselben 

Statistik unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis 2013 gegenüber 

zu stellen (bei Männern von 2151 im Jahr 2010 auf 2204 im Jahr 2013, Basis 

1939 = 100). 

 

Alter Median Frauen 
Bruttolohn / Mt 

Median Frauen 
Bruttolohn / Jahr 

Nominallohnentw. 2010-
2013 Bruttolohn / Jahr 

25-29 CHF 4'694.00 CHF 56'328.00 CHF 57'835.03 

30-39 CHF 6'033.00 CHF 72'396.00 CHF 74'332.92 

40-49 CHF 6'024.00 CHF 72'288.00 CHF 74'222.03 

50-54 CHF 6'069.00 CHF 72'828.00 CHF 74'776.48 

55-64 CHF 6'069.00 CHF 72'828.00 CHF 74'776.48 

- 17 - 

 
 

Alter Median Männer 
Bruttolohn / Mt 

Median Männer 
Bruttolohn / Jahr 

Nominallohnentw. 2010-
2013 Bruttolohn / Jahr 

Differenz  
Männer - Frauen 

25-29 CHF 5'007.00 CHF 60'084.00 CHF 61'564.45 CHF 3'729.42 

30-39 CHF 6'541.00 CHF 78'492.00 CHF 80'426.02 CHF 6'093.10 

40-49 CHF 7'290.00 CHF 87'480.00 CHF 89'635.48 CHF 15'413.45 

50-54 CHF 7'495.00 CHF 89'940.00 CHF 92'156.09 CHF 17'379.61 

55-64 CHF 7'495.00 CHF 89'940.00 CHF 92'156.09 CHF 17'379.61 

 
Für die Schätzung des künftigen hypothetischen Valideneinkommens der Klägerin 

sind ausgehend von 0.27 % der Differenz mit einer kontinuierlichen jährlichen 

Steigerung um 0.27 % sowie ab 2020 und Alter 32 der Klägerin um 0.4 % die Me-

dianwerte des Bruttoerwerbseinkommens der Frauen an diejenigen der Männer 

anzugleichen, um die Lohndiskriminierung im geschätzten Umfang zu reduzieren.  

4.2.7.3. Die so durch das Gericht unter Berücksichtigung des Urteils des Bundes-

gerichts (act. 1) geschätzten Bruttoerwerbseinkommen sind dann wiederum den 

Schätzungen der Parteien gegenüber zu stellen und wie im Urteil vom 3. März 

2014 (act. 2/83 E. S. 45 f.) vorzugehen. Dabei zeigt sich, dass die Schätzung des 

Gerichts zwischen derjenigen der Klägerin und derjenigen der Beklagten zu liegen 

kommt, weshalb für das hypothetische künftige Valideneinkommen der Klägerin 

von der Schätzung des Bruttoerwerbseinkommens durch das Gericht auszugehen 

ist.  

- 18 - 

 

Alter Klägerin (CHF) 
Beklagte 

(CHF) 
Frauen 
(CHF) 

Differenz zu 
Männer (CHF) 

Angleichung 
(% der Diff.) 

Angleichung 
(CHF) 

Gericht 
(CHF) 

        

27 64'680.00 0.00 57'835.03  3'729.42  0.27 10.07  57'845.10  
28 66'220.00 0.00 57'835.03  3'729.42  0.54 20.14  57'855.17  
29 69'300.00 0.00 57'835.03  3'729.42  0.81 30.21  57'865.24  
30 77'000.00 19'342.35 74'332.92  6'093.10  1.08 65.81  74'398.73  
31 77'770.00 19'632.48 74'332.92  6'093.10  1.35 82.26  74'415.18  
32 78'547.70 19'926.97 74'332.92  6'093.10  1.75 106.63  74'439.55  
33 79'333.18 20'225.87 74'332.92  6'093.10  2.15 131.00  74'463.92  
34 80'126.51 20'529.26 74'332.92  6'093.10  2.55 155.37  74'488.29  
35 80'927.77 41'674.40 74'332.92  6'093.10  2.95 179.75  74'512.67  
36 81'737.05 42'299.52 74'332.92  6'093.10  3.35 204.12  74'537.04  
37 82'554.42 42'934.01 74'332.92  6'093.10  3.75 228.49  74'561.41  
38 83'379.97 43'578.02 74'332.92  6'093.10  4.15 252.86  74'585.78  
39 84'213.77 44'231.69 74'332.92  6'093.10  4.55 277.24  74'610.16  
40 85'055.90 40'405.65 74'222.03  15'413.45  4.95 762.97  74'985.00  
41 85'906.46 41'011.73 74'222.03  15'413.45  5.35 824.62  75'046.65  
42 86'765.53 41'626.91 74'222.03  15'413.45  5.75 886.27  75'108.30  
43 87'633.18 42'251.31 74'222.03  15'413.45  6.15 947.93  75'169.96  
44 88'509.51 42'885.08 74'222.03  15'413.45  6.55 1'009.58  75'231.61  
45 89'394.61 43'528.36 74'222.03  15'413.45  6.95 1'071.23  75'293.26  
46 90'288.56 44'181.29 74'222.03  15'413.45  7.35 1'132.89  75'354.92  
47 91'191.44 44'844.01 74'222.03  15'413.45  7.75 1'194.54  75'416.57  
48 92'103.36 45'516.67 74'222.03  15'413.45  8.15 1'256.20  75'478.23  
49 93'024.39 46'199.42 74'222.03  15'413.45  8.55 1'317.85  75'539.88  
50 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  8.95 1'555.48  76'331.96  
51 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  9.35 1'624.99  76'401.47  
52 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  9.75 1'694.51  76'470.99  
53 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  10.15 1'764.03  76'540.51  
54 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  10.55 1'833.55  76'610.03  
55 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  10.95 1'903.07  76'679.55  
56 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  11.35 1'972.59  76'749.07  
57 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  11.75 2'042.10  76'818.58  
58 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  12.15 2'111.62  76'888.10  
59 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  12.55 2'181.14  76'957.62  
60 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  12.95 2'250.66  77'027.14  
61 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  13.35 2'320.18  77'096.66  
62 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  13.75 2'389.70  77'166.18  
63 93'954.63 46'200.00 74'776.48  17'379.61  14.15 2'459.22  77'235.70  

- 19 - 

Als nächster Schritt sind zur Berechnung des jeweiligen hypothetischen Nettoer-

werbseinkommens der Klägerin die Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversiche-

rungen von den derart ermittelten hypothetischen Bruttoerwerbseinkommen der 

Klägerin abzuziehen. Anschliessend ist für das hypothetische Nettoerwerbsein-

kommen ab dem 16. April 2015 die Kapitalisierung nach Aktivität und temporär bis 

zum Erreichen des AHV-Alters vorzunehmen. Aufgrund des Einwandes der Be-

klagten, wonach für die Kapitalisierung die Barwerttafeln massgebend seien 

(act. 2/9 S. 13), wird wiederum mit den Barwerttafeln gemäss STAUFF-

FER/SCHAETZLE/WEBER, Barwerttafeln und Berechnungsprogramme, 6. Auflage 

2013 kapitalisiert. Als Folge davon ist für die Kapitalisierung auf ganze Lebensjah-

re zu runden (STAUFFFER/SCHAETZLE/WEBER, Barwerttafeln und Berechnungspro-

gramme, 6. Auflage 2013, S. 29 f.). Da im Rechnungszeitpunkt erst knapp einein-

halb Monate des 28. Lebensjahres der Klägerin verstrichen sind, ist demnach auf 

Alter 27 abzustellen und die Kapitalisierung gestützt darauf vorzunehmen. Der 

Kapitalisierungsfaktor beträgt 20.34 gemäss Tafel A3y Temporäre Aktivitätsrente 

bis Alter 64 Frauen (STAUFFFER/SCHAETZLE/WEBER, a.a.O., S. 291), wobei auf-

grund der jährlichen Veränderung wiederum über Tafel A2y Temporäre Aktivitäts-

rente Frauen (bestimmte Dauer) (STAUFFFER/SCHAETZLE/WEBER, a.a.O., S. 275 ff) 

gerechnet wird (vgl. die entsprechende Tabelle im Urteil des Handelsgerichts vom 

3. März 2014, act. 2/83 S. 45 f.). Dies ergibt ein kapitalisiertes, hypothetisches 

künftiges Valideneinkommen der Klägerin ab Rechnungstag bis zur Pensionie-

rung von CHF 1'333'835.94. Die Berechnung ergibt sich im Einzelnen aus der 

nachfolgenden Tabelle:  

 

 

- 20 - 
 

Alter Gericht = Ent-scheid (CHF) 
Koord. 

 Lohn (CHF) 
Abzug  

BVG (%) 
Abzug  

BVG (CHF) 
ANB übrige  

(6.25 %; CHF) 
Nettoein- 
kommen Faktor 

Kap. Betrag Aktivität, 
temporär bis 64 (CHF) 

27 57'845.10  33'170.10 3.50 1'160.95 3'615.32 53'068.83 0.98 52'007.45 
28 57'855.17  33'180.17 3.50 1'161.31 3'615.95 53'077.91 0.95 50'424.02 
29 57'865.24  33'190.24 3.50 1'161.66 3'616.58 53'087.00 0.92 48'840.04 
30 74'398.73  49'723.73 3.50 1'740.33 4'649.92 68'008.47 0.89 60'527.54 
31 74'415.18  49'740.18 3.50 1'740.91 4'650.95 68'023.32 0.85 57'819.82 
32 74'439.55  49'764.55 3.50 1'741.76 4'652.47 68'045.32 0.83 56'477.61 
33 74'463.92  49'788.92 3.50 1'742.61 4'654.00 68'067.31 0.79 53'773.18 
34 74'488.29  49'813.29 3.50 1'743.47 4'655.52 68'089.31 0.77 52'428.77 
35 74'512.67  49'837.67 5.00 2'491.88 4'657.04 67'363.74 0.74 49'849.17 
36 74'537.04  49'862.04 5.00 2'493.10 4'658.56 67'385.37 0.71 47'843.61 
37 74'561.41  49'886.41 5.00 2'494.32 4'660.09 67'407.00 0.69 46'510.83 
38 74'585.78  49'910.78 5.00 2'495.54 4'661.61 67'428.63 0.67 45'177.18 
39 74'610.16  49'935.16 5.00 2'496.76 4'663.13 67'450.26 0.64 43'168.17 
40 74'985.00  50'310.00 5.00 2'515.50 4'686.56 67'782.93 0.62 42'025.42 
41 75'046.65  50'371.65 5.00 2'518.58 4'690.42 67'837.65 0.59 40'024.21 
42 75'108.30  50'433.30 5.00 2'521.67 4'694.27 67'892.37 0.58 39'377.57 
43 75'169.96  50'494.96 5.00 2'524.75 4'698.12 67'947.09 0.55 37'370.90 
44 75'231.61  50'556.61 5.00 2'527.83 4'701.98 68'001.80 0.53 36'040.96 
45 75'293.26  50'618.26 7.50 3'796.37 4'705.83 66'791.07 0.52 34'731.35 
46 75'354.92  50'679.92 7.50 3'800.99 4'709.68 66'844.24 0.49 32'753.68 
47 75'416.57  50'741.57 7.50 3'805.62 4'713.54 66'897.42 0.48 32'110.76 
48 75'478.23  50'803.23 7.50 3'810.24 4'717.39 66'950.60 0.46 30'797.27 
49 75'539.88  50'864.88 7.50 3'814.87 4'721.24 67'003.77 0.44 29'481.66 

         

- 21 - 

Alter Gericht = Ent-scheid (CHF) 
Koord. 

 Lohn (CHF) 
Abzug  

BVG (%) 
Abzug  

BVG (CHF) 
ANB übrige  

(6.25 %; CHF) 
Nettoein- 
kommen Faktor 

Kap. Betrag Aktivität, 
temporär bis 64 (CHF) 

50 76'331.96  51'656.96 7.50 3'874.27 4'770.75 67'686.94 0.42 28'428.51 
51 76'401.47  51'726.47 7.50 3'879.49 4'775.09 67'746.90 0.41 27'776.23 
52 76'470.99  51'795.99 7.50 3'884.70 4'779.44 67'806.86 0.39 26'444.67 
53 76'540.51  51'865.51 7.50 3'889.91 4'783.78 67'866.82 0.38 25'789.39 
54 76'610.03  51'935.03 7.50 3'895.13 4'788.13 67'926.78 0.37 25'132.91 
55 76'679.55  52'004.55 9.00 4'680.41 4'792.47 67'206.67 0.34 22'850.27 
56 76'749.07  52'074.07 9.00 4'686.67 4'796.82 67'265.58 0.34 22'870.30 
57 76'818.58  52'143.58 9.00 4'692.92 4'801.16 67'324.50 0.32 21'543.84 
58 76'888.10  52'213.10 9.00 4'699.18 4'805.51 67'383.42 0.31 20'888.86 
59 76'957.62  52'282.62 9.00 4'705.44 4'809.85 67'442.33 0.30 20'232.70 
60 77'027.14  52'352.14 9.00 4'711.69 4'814.20 67'501.25 0.29 19'575.36 
61 77'096.66  52'421.66 9.00 4'717.95 4'818.54 67'560.17 0.27 18'241.25 
62 77'166.18  52'491.18 9.00 4'724.21 4'822.89 67'619.09 0.26 17'580.96 
63 77'235.70  52'560.70 9.00 4'730.46 4'827.23 67'678.00 0.25 16'919.50 

         

      

Total: CHF 1'333'835.94 

 

 

- 22 - 
 

4.2.7.4. Demnach ist der künftige, kapitalisierte Nettoerwerbsausfall der Klägerin 

bei voller Erwerbstätigkeit bis zu ihrem Eintritt ins ordentliche Pensionierungsalter 

mit 64 Jahren entsprechend der obigen Tabelle auf CHF 1'333'835.94 zu 

schätzen.  

4.3. Anrechenbare Leistungen der Sozialversicherung 

4.3.1. Vom hypothetischen Valideneinkommen sind die an die Klägerin geleiste-

ten IV-Renten in Abzug zu bringen (vgl. Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 

2014 E. 4.5., act. 2/83 S. 47 ff.). Vom 1. April 2006 bis 30. November 2012 hat die 

Klägerin die folgenden Leistungen erhalten (vgl. act. 2/83 E. 4.5.2. S. 47 f.):  

01.04. - 31.12.2006 CHF 12'897.00 

01.01. - 31.12.2007 CHF 17'676.00 

01.01. - 31.12.2008 CHF 17'676.00 

01.01. - 31.12.2009 CHF 18'240.00 

01.01. - 31.12.2010 CHF 18'240.00 

01.01. - 31.12.2011 CHF 18'564.00 

01.01. - 30.11.2012 CHF 17'017.00 

Total bis 30.11.2012 CHF 120'310.00 

 

Ab 1. Dezember 2012 bis Ende 2014 hat die Klägerin einen weiteren Monat 

CHF 1'547.– sowie anschliessend 2 Jahre lang CHF 1'560.– pro Monat erhalten 

(vgl. act. 2/83 E. 4.5.3. S. 48), was insgesamt CHF 37'440.– ausmacht. Ab dem 

1. Januar 2015 wurde der Mindestbetrag der monatlichen IV-Rente auf 

CHF 1'175.– festgesetzt (Art. 3 Abs. 1 der Verordnung 15 über Anpassungen an 

die Lohn- und Preisentwicklung bei der AHV/IV/EO, SR 831.108). Die Klägerin hat 

- wie im Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 festgestellt - einen An-

spruch auf eine IV-Rente im Umfang von 133 1/3 % dieses Betrages (act. 2/83 

E. 4.5.3. S. 48), somit von CHF 1'567.–. Damit hat die Klägerin ab 1. Januar 2015 

bis zum Rechnungstag pro Rata temporis weitere CHF 5'484.50 erhalten. Insge-

samt macht dies bisherige Rentenleistungen der IV ab 1. April 2006 bis zum Ur-

- 23 - 

teilsdatum von CHF 164'781.50 (CHF 120'310.– + CHF 1'547.– + CHF 37'440.– + 

CHF 5'484.50). Dieser Betrag ist auf den bisherigen Erwerbsausfall der Klägerin 

anzurechnen.  

4.3.2. Die Klägerin wird auch künftig bis zu ihrem Eintritt ins ordentliche Pensi-

onsalter am 1. April 2052 eine IV-Rente im Umfang von jährlich CHF 18'800.– 

(133 ⅓ % des Mindestbetrages) erhalten (vgl. act. 2/83 E. 4.5.4. S. 48). Dieser 

jährliche IV-Rentenbetrag ist für das (gerundete) Alter 27 der Klägerin mit einem 

Kapitalisierungszinsfuss von 3.5 % und dem Faktor 20.34 (Temporäre Aktivitäts-

rente bis Alter 64, STAUFFFER/SCHAETZLE/WEBER, a.a.O., Tafel A3y, S. 291) zu 

kapitalisieren. Dies ergibt eine auf den künftigen Erwerbsausfall anrechenbare 

künftige IV-Rente von CHF 382'392.–.  

4.4. Anrechenbare Einsparungen 

Weiter sind die Einsparungen für das öffentliche Verkehrsmittel im Tarifverbund 

Nordwestschweiz im Umfang von CHF 17'615.– an den Erwerbsausfallschaden, 

davon CHF 14'892.– (CHF 730 x Kapitalisierungsfaktor 20.34; Temporäre Aktivi-

tätsrente bis Alter 64 Frauen, STAUFFFER/SCHAETZLE/WEBER, a.a.O., Tafel A3y, 

S. 291) an den künftigen und CHF 2'723.– an den bisherigen Erwerbsausfall-

schaden, anzurechnen (vgl. act. 2/83 E. 4.6. S. 49).  

4.5. Fazit Erwerbsausfallschaden 

4.5.1. Der Klägerin ist durch den Unfall am 25. Mai 1989 ein bisheriger Erwerbs-

ausfallschaden von CHF 393'891.70 und ein künftiger, kapitalisierter Erwerbsaus-

fallschaden von CHF 1'333'835.95 (gerundet) entstanden. An den Anspruch der 

Klägerin gegenüber der Beklagten auf Ersatz des Erwerbsausfallschadens anzu-

rechnen sind CHF 164'781.50 bisherige und CHF 382'392.– künftige IV-Renten. 

Ausserdem sind CHF 2'723.– bisherige und CHF 14'892.– künftige Einsparungen 

für Kosten für die öffentlichen Verkehrsmittel anzurechnen.  

4.5.2. Damit erlitt die Klägerin durch den Unfall vom 25. Mai 1989 einen 

bisherigen Erwerbsausfallschaden bis zum Rechnungstag von CHF 226'387.20 

(CHF 393'891.70 minus CHF 164'781.50 minus CHF 2'723.–) und einen künftigen 

- 24 - 

Erwerbsausfallschaden von CHF 936'551.95 (CHF 1'333'835.95 minus 

CHF 382'392.– minus CHF 14'892.–).  

4.5.3. Die Beklagte ist zu verpflichten, der Klägerin diesen Erwerbsausfallschaden 
in Höhe von insgesamt CHF 1'162'939.15 zu ersetzen.  

 

5. Neuberechnung des Rentenausfallschadens 

5.1. Grundlagen 

Entsprechend den Erwägungen im Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 

(act. 2/83 E. 5. S. 51 ff.) zur Berechnung des Rentenausfallschadens der Kläge-

rin, welche unangefochten blieben, ist von hypothetischen Altersrenten der Kläge-

rin in der Höhe von 70 % ihres letzten Bruttovalideneinkommens auszugehen.  

5.2. Berechnung 

Das letzte hypothetische jährliche Bruttovalideneinkommen der Klägerin vor Pen-

sionierung würde CHF 77'235.70 betragen; davon 70 % entspricht CHF 54'065.–. 

Zur Berechnung des Rentendirektschadens der Klägerin ist davon die der Kläge-

rin nach Eintritt ins Pensionsalter ab 1. April 2052 ausgerichtete AHV-Rente von 

CHF 18'800.– jährlich (weiterhin 133 ⅓ % des Mindestbetrages, Art. 33bis Abs. 1 

AHVG) abzuziehen. Die resultierenden CHF 35'265.– jährlich sind nach Tafel M4y 

aufgeschobene Leibrente bis Alter 64 Frauen mit Kapitalisierungszinsfuss 3.5 % 

von STAUFFER/SCHAETZLE/WEBER (a.a.O., S. 213) zu kapitalisieren und folglich mit 

dem Faktor 4.47 zu multiplizieren. Dies ergibt einen Rentenausfallschaden der 

Klägerin von CHF 157'634.55.  

5.3. Fazit 

Die Beklagte ist zu verpflichten, der Klägerin den Rentenausfallschaden von 
CHF 157'634.55 zu ersetzen.  

- 25 - 

6. AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige 

6.1. Ersatzpflicht für AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige 

Die Beklagte hat der Klägerin auch die AHV-Beiträge, welche sie als Nichter-

werbstätige zu leisten hat, zu ersetzen (vgl. Urteil des Handelsgerichts vom 

3. März 2014, act. 2/83 E. 6.3. S. 56 ff.).  

6.2. AHV-Beiträge der Klägerin 

6.2.1. Die AHV-Beiträge der Klägerin als Nichterwerbstätige werden für jedes 

Beitragsjahr festgesetzt, wobei das Kalenderjahr als Beitragsjahr gilt (Art. 29 

Abs. 1 AHVV) und bemessen sich allein nach ihrem Vermögen jeweils zum Stand 

am 31. Dezember (Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 Abs. 2 AHVV).  

6.2.2. Für die Jahre 2009 bis 2013 ist der Klägerin daraus insgesamt ein Schaden 

von CHF 2'350.– (CHF 1'870.– + CHF 480.–) entstanden (vgl. act. 2/83 E. 6.3.3.). 

Für das Jahr 2014 ist der Klägerin sodann gestützt auf das per 31. Dezember 

2014 massgebliche, gleich gebliebene Vermögen von CHF 240'000.– ein AHV-

Beitrag von CHF 480.– als Schaden angefallen (vgl. zur jeweiligen Höhe des 

Mindestbeitrages die Merkblätter der Informationsstelle AHV/IV "Beiträge der 

Nichterwerbstätigen an die AHV, die IV und die EO" für die entsprechenden 

Jahre). 

6.2.3. Ab Erledigung des vorliegenden Prozesses geht die Klägerin gestützt auf 

den eingeklagten Betrag von AHV-Beiträgen in Höhe von CHF 4'000.– jährlich 

aus. Aufgrund des vorliegenden Urteils wird das Vermögen der Klägerin per 

31. Dezember 2015 auf rund 1'670'000.– (bisheriges Vermögen CHF 240'000.– 

plus CHF 1'391'268.45 nebst Zins zu 5 % ab dem 25. September 2014) 

ansteigen. Die Höhe der AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige richtet sich nach 

diesem Vermögen und beträgt gestützt darauf gemäss der Beitragstabelle für 

Nichterwerbstätige im Merkblatt der Informationsstelle AHV/IV "Beiträge der 

Nichterwerbstätigen an die AHV, die IV und die EO" für 2015 jährlich CHF 3'296.– 

- 26 - 

resp. CHF 824.10 pro Quartal. Der Akontobeitrag für das 1. Quartal 2015, fällig 

am 10. April 2015, müsste daher auf CHF 824.10 festgesetzt werden.  

6.2.4. Für den künftigen Schaden ist der aufgrund des Vermögens der Klägerin 

ermittelte AHV-Beitrag von jährlich CHF 3'296.– anhand der Tafel A3y von STAUF-

FER/SCHAETZLE/WEBER (a.a.O.) bis zum ordentlichen Pensionsalter 64 bei einem 

Kapitalisierungszinsfuss von 3.5 % mit dem Faktor 20.34 zu kapitalisieren. Die 

Beklagte ist entsprechend zu verpflichten, der Klägerin für die künftigen AHV-

Beiträge Schadenersatz in Höhe von CHF 67'040.65 zu bezahlen.  

6.2.5. Gesamthaft ist die Beklagte somit zu verpflichten, der Klägerin Schadener-

satz für die AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige in Höhe von CHF 70'694.75 

(CHF 2'350.– + CHF 480.– + CHF 824.10 + CHF 67'040.65) zu bezahlen.  

7. Zins 

Die Klägerin verlangt auf ihrer gesamten Forderung Zins zu 5 % seit 1. Dezember 

2012 (act. 48 S. 2, 51). Die Beklagte äussert sich nicht zum Schadenszins.  

Die Forderung der Klägerin ist von der Beklagten ab dem mittleren Verfall der Ge-

samtforderung zu 5 % (Art. 104 Abs. 1 OR) zu verzinsen. Der mittlere Verfall des 

bisherigen Erwerbsausfallschadens ist am 2. Dezember 2011 und der Verfall des 

künftigen Erwerbsausfallschadens am Urteilsdatum. Der Rentenausfallschaden 

wird ebenfalls am Urteilstag fällig. Der bisherige Schaden der Klägerin aufgrund 

der AHV-Beiträge für Nichterwerbstätige verfällt am 15. November 2012, der künf-

tige am Urteilstag. Damit ist der mittlere Verfall der Gesamtforderung am 25. Sep-

tember 2014 und die Beklagte ist zu verpflichten, der Klägerin auf dem Betrag von 

CHF 1'391'268.45 Zins zu 5 % ab dem 25. September 2014 zu bezahlen.  

8. Fazit  

Zusammengefasst ist die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin für den bisherigen 

und künftigen Erwerbsausfallschaden, für den Rentenausfallschaden sowie für die 

bisherigen und künftigen AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige Schadenersatz in 

Höhe von CHF 1'391'268.45 (Erwerbsausfallschaden CHF 1'162'939.15, Renten-

- 27 - 

ausfallschaden CHF 157'634.55 und AHV-Beiträge CHF 70'694.75) nebst Zins zu 

5 % seit 25. September 2014 zu bezahlen.  

9. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

9.1. Streitwert 

Der Streitwert des vorliegenden Verfahrens beträgt CHF 2'816'087.–, wovon 

CHF 2'318'004.– streitig geblieben sind (Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG; act. 2/17 und 

act. 2/83 E. 8.1. S. 59). 

9.2. Gerichtskosten 

9.2.1. Wie bereits im Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 dargelegt, ist 

aufgrund der Teilerledigung mit Beschluss vom 22. Juni 2011 (act. 2/17) im Rah-

men des vorliegenden Urteils unter Einbezug der Kosten für den durch Vergleich 

vom 6. Juli 2012 erledigten Teil der Klage nur über einen Anteil von 56.4 % der 

Gerichtskosten zu entscheiden. Dabei ist die Gerichtsgebühr für den durch den 

Teilvergleich vom 6. Juli 2012 und die Teilerledigungsverfügung vom 12. Juli 2012 

(act. 2/42; vgl. auch, act. 2/45) erledigten Teil (rund 20.3 % der Klage ausma-

chend) auf CHF 5'000.– festzusetzen (§ 4 Abs. 1 in Verbindung mit § 10 Abs. 1 

aGGebV) und den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen (§ 65 Abs. 2 ZPO/ZH; vgl. 

act. 2/83 E. 8.2. S. 59 f.).  

9.2.2. Für den restlichen Teil der Klage, über den mit dem vorliegenden Urteil 

nach der Rückweisung neu zu entscheiden ist, ist die Gerichtsgebühr wiederum 

unter Berücksichtigung des Aufwands des Gerichts auf CHF 23'500.– festzuset-

zen (§ 4 Abs. 1 und 2 aGGebV; vgl. act. 2/83 E. 8.2. S. 59 f.). Dieser Teil der Ge-

richtskosten ist den Parteien nicht ausschliesslich nach dem betragsmässigen 

Obsiegen und Unterliegen, sondern unter Berücksichtigung des Veranlassungs-

prinzips und des bei der Schadensschätzung wesentlichen richterlichen Ermes-

sens zu einem Fünftel der Klägerin und zu vier Fünfteln der Beklagten aufzuerle-

gen.  

- 28 - 

9.2.3. Damit sind die Gerichtskosten auf CHF 28'500.– festzusetzen und insge-

samt zu einem Viertel der Klägerin (entspricht rund 1/2 von CHF 5'000.– plus 1/5 

von CHF 23'500) und zu drei Vierteln der Beklagten (entspricht rund 1/2 von 

CHF 5'000.– plus 4/5 von CHF 23'500) aufzuerlegen.   

9.3. Parteientschädigung 

Die Beklagte ist zu verpflichten, der Klägerin im gleichen Verhältnis, wie den Par-

teien Gerichtskosten aufzuerlegen sind, eine reduzierte Parteientschädigung zu 

bezahlen (§ 68 Abs. 1 und 2 ZPO/ZH). Dabei ist jedoch nur auf denjenigen Anteil 

abzustellen, über welchen mit dem vorliegenden Urteil entschieden wird (§ 68 

Abs. 2 ZPO/ZH). Die Parteientschädigung ist somit gestützt auf 36.1 % der 

Grundgebühr gemäss Streitwert zu berechnen (§ 3 Abs. 1 aAnwGebV) und unter 

Anwendung von § 6 Abs. 1 aAnwGebV zu erhöhen. Vom so ermittelten Betrag ist 

der Klägerin eine Parteientschädigung im Umfang von drei Fünfteln zuzuspre-

chen. Dementsprechend ist die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin eine redu-

zierte Parteientschädigung von CHF 18'000.– zu bezahlen.  

Das Handelsgericht erkennt: 

1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 1'391'268.45 nebst Zins zu 

5 % seit 25. September 2014  zu bezahlen.  

Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen.  

2. Die Gerichtskosten werden festgesetzt auf CHF 28'500.–.  

3. Die Kosten werden der Klägerin zu einem Viertel und der Beklagten zu drei 

Vierteln auferlegt.  

4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine reduzierte Parteientschädi-

gung von CHF 18'000.– zu bezahlen.  

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die FINMA, 3003 Bern.  

- 29 - 

6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert beträgt CHF 2'318'004.–. 

 
Zürich, 16. April 2015 

 
Handelsgericht des Kantons Zürich 

 
Der Präsident: 

 
 
 

Peter Helm 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

Claudia Marti 
 

	Urteil vom 16. April 2015
	
	Rechtsbegehren der Hauptklage gemäss Klagebegründung: (act. 1 S. 2)
	Rechtsbegehren der Hauptklage gemäss Replik: (act. 48 S. 2)
	Rechtsbegehren der Widerklage: (act. 9 S. 2)
	Inhaltsverzeichnis
	Sachverhaltsübersicht und Prozessverlauf
	a. Die Klägerin erlitt am 25. Mai 1989 im Alter von vierzehn Monaten auf dem Bauernhof ihrer Eltern einen schweren Verkehrsunfall. Sie wurde mit einem im Unfallzeitpunkt bei der Beklagten haftpflichtversicherten Lieferwagen, gelenkt von einem Angestel...
	b. Gestützt auf diesen Sachverhalt reichte die Klägerin am hiesigen Gericht eine Teilklage ein (Geschäfts-Nr. HG110004; act. 2/1). Auf die sodann erhobene Widerklage der Beklagten wurde nicht eingetreten und das Verfahren auf Antrag der Beklagten hin ...
	c. Nach durchgeführtem Hauptverfahren wurde die Beklagte mit Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 verpflichtet, der Klägerin CHF 725'391.20 nebst Zins zu 5 % auf 175'663.90 seit 1. Dezember 2012 und auf CHF 549'727.30 seit 3. März 2014 zu bezah...
	d. Mit Eingabe vom 9. Dezember 2014 ersuchte die Klägerin darum, ihr vorgängig zur Fällung eines neuen Entscheides Gelegenheit zu geben, auf den Urteilszeitpunkt hin eine nach Massgabe der bundesgerichtlichen Erwägungen aktualisierte Schadensberechnun...
	e. Zur Übersicht über die Standpunkte der Parteien und zum Verlauf des Verfahrens HG110004 wird auf das Urteil vom 3. März 2014 verwiesen (act. 2/83 Seite 4 lit. A).
	f. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

	Erwägungen
	1. Aufhebungsgründe des Bundesgerichts
	1.1. Beschäftigungsgrad
	1.2. Künftige Reallohnsteigerung
	1.3. Diskriminierung
	1.4.  Teilweise Rechtskraft des Urteils vom 3. März 2014
	1.5. Vorgehen

	2. Anwendbares Prozessrecht
	3. Antrag der Klägerin vom 9. Dezember 2014
	4. Neuberechnung Erwerbs- resp. Lohnausfallschaden
	4.1. Invalideneinkommen
	4.2. Hypothetisches Valideneinkommen
	4.2.1. Abzug Arbeitnehmerbeiträge Sozialversicherungen
	4.2.2. Vierjährige Lehre
	4.2.3. Statistiken
	4.2.4. Bisheriges hypothetisches Valideneinkommen
	4.2.4.1. Bis zum Urteilsdatum (16. April 2015) ist bei der Schätzung des hypothetischen Valideneinkommens durch das Gericht im Unterschied zum Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 gemäss Urteil des Bundesgerichts keine Angleichung des Lohns weg...
	Dies ergibt folgenden hypothetischen Nettolohn der Klägerin (unter der unangefochtenen Annahme gemäss Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 [act. 2/83 E. 4.4.3.7. S. 38 ff.], dass die Anpassung an die Nominallohnentwicklung jeweils auf den Gebur...
	4.2.4.2. Ab Alter 25 der Klägerin (3. März 2013) und für die Zeit danach ist zudem im Unterschied zum Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 zusätzlich zu berücksichtigen, dass zwischenzeitlich die Nominallohnentwicklung für das Jahr 2013 (Basis ...
	4.2.4.3. Damit ist von einem bisherigen hypothetischen Nettovalideneinkommen der Klägerin von CHF 393'891.70 (CHF 39'459 + CHF 241'978.57 + CHF112'454.13) auszugehen.
	4.2.5. Künftige allgemeine Reallohnsteigerungen
	4.2.5.1. Gemäss dem Urteil des Bundesgerichts können aus der herangezogenen Statistik Rückschlüsse auf die individuelle Lohnsteigerung für die Zukunft gezogen werden. Für die zukünftigen allgemeinen Reallohnsteigerungen gelte dies aber nicht, und das ...
	4.2.5.2. Die Klägerin machte in ihren Rechtsschriften geltend, die Schätzung gemäss Statistiken sei mit jährlichen Reallohnsteigerungen entsprechend den individuellen und generellen Lohnsteigerungen zu versehen (act. 2/72 S. 6). Nach ihrer Ansicht sin...
	4.2.5.3. Nach Praxis des Bundesgerichts sind bei der Berechnung des Erwerbsausfallschadens, soweit dies möglich ist, konkrete Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, welche auf die hypothetische künftige individuelle Lohnentwicklung schliessen la...
	4.2.5.4. Zusammengefasst ist in die Einkommensschätzung nicht noch zusätzlich eine allgemeine Reallohnsteigerung einzurechnen.
	4.2.6. Diskriminierung
	4.2.6.1. Das Bundesgericht hält in seinem Urteil fest, selbst wenn zur Zeit die Ungleichbehandlung noch nicht habe beseitigt werden können, so sei den Vorgaben der Verfassung doch Nachachtung zu verschaffen und der Tatsache Rechnung zu tragen, dass in...
	4.2.6.2. Die Klägerin legte in ihrer Stellungnahme zu den Statistiken dar, es seien das Diskriminierungsverbot und das Gleichstellungsgebot zu berücksichtigen, weshalb zwischen den Löhnen für Frauen und Männer nicht mehr zu unterscheiden sei (act. 2/7...
	4.2.6.3. Gemäss der vom Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) und vom Bundesamt für Statistik (BFS) gemeinsam herausgegebenen Broschüre mit dem Titel "Auf dem Weg zur Lohngleichheit" vom Juni 2013 (abrufbar unter http://www.bfs.adm...
	4.2.6.4. Der Bundesrat kam aufgrund der Evaluation eines Ende Februar 2014 abgeschlossenen, fünfjährigen Projekts sowie gestützt auf zwei Studien zum Thema Lohngleichheit zum Schluss, dass freiwillige Massnahmen alleine nicht zum Ziel führen und es zu...
	4.2.6.5. Gestützt auf die dargelegte Entwicklung der Lohndiskriminierung in der Vergangenheit erscheint es bei der Schätzung des hypothetischen Valideneinkommens der Klägerin durch das Gericht angemessen, auch für die Zukunft mindestens von einer kont...
	4.2.7. Künftiges hypothetisches Valideneinkommen
	4.2.7.1. Auch für die Schätzung des künftigen hypothetischen Valideneinkommens der Klägerin ist gemäss Urteil des Bundesgerichts eine Vollzeiterwerbstätigkeit bis zum Pensionierungsalter (40 Wochenstunden gemäss Statistik) anzunehmen (act. 1 E. 2.3.2....
	4.2.7.2. Sodann ist gemäss dem Medianwert für alle Anforderungsniveaus bei Frauen der Statistik "Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert und Quartilbereich) nach Lebensalter, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht, Privater und öffentlicher ...
	4.2.7.3. Die so durch das Gericht unter Berücksichtigung des Urteils des Bundesgerichts (act. 1) geschätzten Bruttoerwerbseinkommen sind dann wiederum den Schätzungen der Parteien gegenüber zu stellen und wie im Urteil vom 3. März 2014 (act. 2/83 E. S...
	4.2.7.4. Demnach ist der künftige, kapitalisierte Nettoerwerbsausfall der Klägerin bei voller Erwerbstätigkeit bis zu ihrem Eintritt ins ordentliche Pensionierungsalter mit 64 Jahren entsprechend der obigen Tabelle auf CHF 1'333'835.94 zu schätzen.
	4.3. Anrechenbare Leistungen der Sozialversicherung
	4.3.1. Vom hypothetischen Valideneinkommen sind die an die Klägerin geleisteten IV-Renten in Abzug zu bringen (vgl. Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 E. 4.5., act. 2/83 S. 47 ff.). Vom 1. April 2006 bis 30. November 2012 hat die Klägerin die...
	4.3.2. Die Klägerin wird auch künftig bis zu ihrem Eintritt ins ordentliche Pensionsalter am 1. April 2052 eine IV-Rente im Umfang von jährlich CHF 18'800.– (133 ⅓ % des Mindestbetrages) erhalten (vgl. act. 2/83 E. 4.5.4. S. 48). Dieser jährliche IV-R...
	4.4. Anrechenbare Einsparungen
	4.5. Fazit Erwerbsausfallschaden
	4.5.1. Der Klägerin ist durch den Unfall am 25. Mai 1989 ein bisheriger Erwerbsausfallschaden von CHF 393'891.70 und ein künftiger, kapitalisierter Erwerbsausfallschaden von CHF 1'333'835.95 (gerundet) entstanden. An den Anspruch der Klägerin gegenüb...
	4.5.2. Damit erlitt die Klägerin durch den Unfall vom 25. Mai 1989 einen bisherigen Erwerbsausfallschaden bis zum Rechnungstag von CHF 226'387.20 (CHF 393'891.70 minus CHF 164'781.50 minus CHF 2'723.–) und einen künftigen Erwerbsausfallschaden von CHF...
	4.5.3. Die Beklagte ist zu verpflichten, der Klägerin diesen Erwerbsausfallschaden in Höhe von insgesamt CHF 1'162'939.15 zu ersetzen.

	5. Neuberechnung des Rentenausfallschadens
	5.1. Grundlagen
	5.2. Berechnung
	5.3. Fazit

	6.  AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige
	6.1. Ersatzpflicht für AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige
	6.2. AHV-Beiträge der Klägerin
	6.2.1. Die AHV-Beiträge der Klägerin als Nichterwerbstätige werden für jedes Beitragsjahr festgesetzt, wobei das Kalenderjahr als Beitragsjahr gilt (Art. 29 Abs. 1 AHVV) und bemessen sich allein nach ihrem Vermögen jeweils zum Stand am 31. Dezember (A...
	6.2.2. Für die Jahre 2009 bis 2013 ist der Klägerin daraus insgesamt ein Schaden von CHF 2'350.– (CHF 1'870.– + CHF 480.–) entstanden (vgl. act. 2/83 E. 6.3.3.). Für das Jahr 2014 ist der Klägerin sodann gestützt auf das per 31. Dezember 2014 massgebl...
	6.2.3. Ab Erledigung des vorliegenden Prozesses geht die Klägerin gestützt auf den eingeklagten Betrag von AHV-Beiträgen in Höhe von CHF 4'000.– jährlich aus. Aufgrund des vorliegenden Urteils wird das Vermögen der Klägerin per 31. Dezember 2015 auf r...
	6.2.4. Für den künftigen Schaden ist der aufgrund des Vermögens der Klägerin ermittelte AHV-Beitrag von jährlich CHF 3'296.– anhand der Tafel A3y von Stauffer/Schaetzle/Weber (a.a.O.) bis zum ordentlichen Pensionsalter 64 bei einem Kapitalisierungszin...
	6.2.5. Gesamthaft ist die Beklagte somit zu verpflichten, der Klägerin Schadenersatz für die AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige in Höhe von CHF 70'694.75 (CHF 2'350.– + CHF 480.– + CHF 824.10 + CHF 67'040.65) zu bezahlen.

	7. Zins
	8. Fazit
	9. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	9.1. Streitwert
	9.2. Gerichtskosten
	9.2.1. Wie bereits im Urteil des Handelsgerichts vom 3. März 2014 dargelegt, ist aufgrund der Teilerledigung mit Beschluss vom 22. Juni 2011 (act. 2/17) im Rahmen des vorliegenden Urteils unter Einbezug der Kosten für den durch Vergleich vom 6. Juli 2...
	9.2.2. Für den restlichen Teil der Klage, über den mit dem vorliegenden Urteil nach der Rückweisung neu zu entscheiden ist, ist die Gerichtsgebühr wiederum unter Berücksichtigung des Aufwands des Gerichts auf CHF 23'500.– festzusetzen (§ 4 Abs. 1 und ...
	9.2.3. Damit sind die Gerichtskosten auf CHF 28'500.– festzusetzen und insgesamt zu einem Viertel der Klägerin (entspricht rund 1/2 von CHF 5'000.– plus 1/5 von CHF 23'500) und zu drei Vierteln der Beklagten (entspricht rund 1/2 von CHF 5'000.– plus 4...
	9.3. Parteientschädigung

	Das Handelsgericht erkennt:
	1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 1'391'268.45 nebst Zins zu 5 % seit 25. September 2014  zu bezahlen.
	Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen.
	2. Die Gerichtskosten werden festgesetzt auf CHF 28'500.–.
	3. Die Kosten werden der Klägerin zu einem Viertel und der Beklagten zu drei Vierteln auferlegt.
	4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine reduzierte Parteientschädigung von CHF 18'000.– zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Finma, 3003 Bern.
	6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...