# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a57fe4fb-33e7-5564-98de-d708bbff5774
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 14.11.2022 BV 2021/20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_BV-2021-20_2022-11-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BV 2021/20

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: BV - berufliche Vorsorge

Publikationsdatum: 25.01.2023

Entscheiddatum: 14.11.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 14.11.2022
Art. 23 lit. a BVG. Kein Unterbruch des zeitlichen Zusammenhangs trotz 
mehrmonatiger Tätigkeit in einem Vollpensum (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. November 2022, BV 
2021/20).

Entscheid vom 14. November 2022

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane Gallati 

Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

BV 2021/20

Parteien

A.___,

Kläger,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Volker Pribnow, Stadtturmstrasse 10, Postfach 

1644, 5401 Baden,

gegen

BVG Stiftung B.___,

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Beklagte,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener, Amparo Anwälte und Notare, 

Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war ab dem 1. Oktober 2007 in einem 100 %-

Pensum als C.___ bei der D.___ AG tätig und dadurch bei der BVG Stiftung B.___ 

berufsvorsorgeversichert (IV-act. 79.1). Per 31. Januar 2011 löste die D.___ AG das 

Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten auf (IV-act. 79.3).

A.a. 

Im Dezember 2011 meldete sich der Versicherte erneut, nach Gesuchen in den 

Jahren zuvor (vgl. u.a. IV-act. 1 [2001], 32, [2005]), zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung (IV) des Kantons E.___ an (IV-act. 59). Die IV-Stelle des Kantons 

E.___ führte in der Folge verschiedenste Abklärungen durch (IV-act. 60 ff.). Dr. med. 

F.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, diagnostizierte beim Versicherten mit 

Arztbericht vom 13. Juni 2013 einen Status nach Knie-TEP rechts, einen Status nach 

Hüft-TEP links bei Coxarthrose und einen Status nach Mitralklappenrekonstruktion. Die 

Leistungsfähigkeit sei bezüglich körperlicher Belastbarkeit (Tragen von Lasten) 

vermindert. Daneben bestehe eine Erschöpfbarkeit und im Verlauf von Stunden eine 

zunehmende Konzentrationsschwierigkeit. In den bisherigen Tätigkeiten in 

Kaderpositionen im Verkauf habe der Versicherte neben organisatorischen Aufgaben 

stets auch körperliche Arbeiten ausführen müssen. Eine solche Tätigkeit sei nicht mehr 

oder stark eingeschränkt zumutbar (maximal 50 %). Alle körperlich nicht stark 

belastenden Tätigkeiten könnten vom Versicherten ausgeführt werden. Tätigkeiten, die 

mit längerem Stehen und Gehen sowie Tragen von Lasten verbunden seien, seien nur 

eingeschränkt möglich (IV-act. 91). Dr. med. G.___ vom regionalen ärztlichen Dienst 

(RAD), Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

A.b. 

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Bewegungsapparates FMH, attestierte dem Versicherten mit Beurteilung vom 12. Juli 

2013 in einer angepassten wechselbelastenden, vorwiegend sitzenden Tätigkeit, ohne 

Heben und Tragen von mittelschweren und schweren Lasten, ohne Zwangshaltungen 

wie häufiges Bücken, Knien oder Kauern, ohne Umwelteinflüsse wie Zugluft, Kälte oder 

Nässe, ohne vorwiegende Überkopfarbeiten, ohne absturzgefährdetes Arbeiten und 

Steigen auf Gerüste, Leitern und Dächer und ohne Begehen von Treppen eine 100%-

ige Arbeitsfähigkeit drei Monate seit der letzten Knieoperation im November 2009. Dies 

begründe sich auf der gelockerten Knie-TEP, dem Status nach Hüft-TEP sowie den 

kardiologischen und angiologischen Erkrankungen des Versicherten. Die angestammte 

Tätigkeit im Verkauf sei aufgrund der körperlichen Belastung auf Dauer nicht mehr 

möglich (IV-act. 93). Mit Verfügung vom 20. Februar 2014 sprach die IV-Stelle des 

Kantons E.___ dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 44 % ab dem 1. Juni 

2012 eine Viertelsrente der IV zu (IV-act. 111). Diese Verfügung, welche auch der BVG 

Stiftung B.___ eröffnet wurde, blieb unangefochten. Die BVG Stiftung B.___ erbrachte 

gestützt darauf eine Invalidenrente der beruflichen Vorsorge in Höhe von jährlich Fr. 

13'296.-- (act. G 3.3).

Ab dem 1. Oktober 2014 war der Versicherte mit einem Pensum von 100 % als 

Abteilungsleiter bei der H.___ tätig und dadurch bei der Pensionskasse I.___ 

berufsvorsorgeversichert. Am 2. Juli 2015 verunfallte der Versicherte während der 

Arbeit und zog sich eine Schulterverletzung, welche ab dem 27. Juli 2015 zu einer 

100%-igen Arbeitsunfähigkeit führte, zu (IV-act. 182). Per 30. September 2015 löste die 

H.___ das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten auf (IV-act. 133.1).

A.c. 

Im Oktober 2015 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle des Kantons E.___ 

zum Bezug von Leistungen (Rentenerhöhung) an (IV-act. 170.17-181 ff., 170.17-142). 

Diese tätigte verschiedene berufliche und medizinische Abklärungen und sprach dem 

Versicherten mit Verfügung vom 30. August 2018 für die Dauer vom 1. Oktober 2015 

bis 30. September 2017 eine ganze Rente, ab dem 1. Oktober 2018 bei einem 

Invaliditätsgrad von 47 % wieder eine Viertelsrente zu (IV-act. 214). Die dagegen 

erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons E.___ mit Urteil 

vom 22. Juli 2019 gut und sprach dem Versicherten mit Wirkung ab dem 1. Oktober 

2015 eine unbefristete ganze Invalidenrente zu (IV-act. 224). Die Pensionskasse I.___ 

richtete, soweit es die Vorsorge bei ihr betraf, gestützt auf den Entscheid des 

A.d. 

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B.  

Versicherungsgerichts des Kantons E.___ eine Invalidenrente der beruflichen Vorsorge 

von jährlich Fr. 11'070.-- aus (act. G 3.4 f.). Per 1. September 2020 wurde die 

Invalidenrente durch eine Altersrente von jährlich Fr. 11'269.-- ersetzt (act. G 3.6).

Mit Einspracheentscheid vom 14. März 2018 hatte die Schweizerische 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) dem Versicherten eine Invalidenrente auf der Basis 

eines Invaliditätsgrads von 43 % zugesprochen (IV-act. 206). Daraus resultierte per 1. 

Oktober 2017 ein Rentenanspruch von monatlich Fr. 2'016.45 (IV-act. 208).

A.e. 

Am 2. Oktober 2020 teilte BVG Stiftung B.___, vertreten durch die J.___ AG, dem 

Versicherten mit, dass die Invalidenrente längstens bis zum ordentlichen Rentenalter 

ausgerichtet werde (act. G 1.7).

A.f. 

Mit Klageschrift vom 25. November 2021 gelangte der Versicherte (nachfolgend: 

Kläger), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Volker Pribnow, Baden, an das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen. Er beantragte, dass die BVG Stiftung 

B.___ (nachfolgend: Beklagte) zu verpflichten sei, dem Kläger auch über den 31. 

August 2020 hinaus eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 44 % 

auszurichten. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zulasten der 

Beklagten (act. G 1).

B.a. 

Mit Klageantwort vom 18. Januar 2022 beantragte die Beklagte, vertreten durch 

Rechtsanwalt Adrian Rufener, St. Gallen, die Abweisung der Klage, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten des Klägers (act. G 3).

B.b. 

Replizierend liess der Kläger am 17. Februar 2022 an seinen Anträgen festhalten 

(act. G 5). Auch die Beklagte liess in der Duplik vom 25. März 2022 an ihrem Antrag auf 

Klageabweisung festhalten (act. G 9).

B.c. 

In der Folge zog das Versicherungsgericht die IV-Akten der IV-Stelle des Kantons 

E.___ bei (act. G 12). Diese wurden der Beklagten zur Kenntnis und allfälligen 

Stellungnahme zugestellt (act. G 13 ff.).

B.d. 

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Erwägungen

1.

Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ist 

unbestrittenermassen gegeben (vgl. Art. 73 des Bundesgesetzes über die berufliche 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVG; SR 831.40] in Verbindung mit Art. 

65 Abs. 1 lit. e  des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

2.  

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

B.e. 

bis

Der Sachverhalt präsentiert sich wie folgt. Der Kläger erhielt seit dem 1. Juni 2012 

aufgrund diverser gesundheitlicher Beeinträchtigungen (gelockerte Knie-TEP, Status 

nach Hüft-TEP sowie kardiologische und angiologische Erkrankungen; IV-act. 93) eine 

Rente der Invalidenversicherung (IV-act. 111) und eine Invalidenrente der Beklagten, 

jeweils basierend auf einem Invaliditätsgrad von 44 % (vgl. im Sachverhalt lit. A.b). 

Attestiert wurde dem Kläger dabei eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in angepasster 

Tätigkeit. Das Valideneinkommen wurde auf Fr. 110'823.--, das Invalideneinkommen 

auf Fr. 62'354.-- festgesetzt (act. G 1.4). Ab dem 1. Oktober 2014 arbeitete der Kläger 

in einem Pensum von 100 % als Abteilungsleiter bei der H.___ und erzielte dabei ein 

(rentenausschliessendes) Einkommen von jährlich Fr. 91'000.-- (13 x Fr. 7'000.--). Am 

2. Juli 2015 erlitt der Kläger eine Schulterverletzung, welche ab dem 27. Juli 2015 zu 

einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit führte (IV-act. 137-4, 182). Per 30. September 2015 

löste die H.___ das Arbeitsverhältnis mit dem Kläger auf (IV-act. 133.1). Die 

Invalidenversicherung zahlte – soweit ersichtlich – durchgehend die ab 1. Juni 2012 

gesprochene Viertelsrente (auch während des Arbeitsverhältnisses bei der H.___ vom 

1. Oktober 2014 bis 30. September 2015), ehe sie diese mit Wirkung ab dem 1. 

Oktober 2015 (altershalber resp. mangels Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit) auf 

eine ganze Rente zu erhöhen hatte. Auch die Beklagte zahlte durchgehend die 

Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 44 %, sieht sich seit der 

Anstellung des Klägers bei der H.___ ab dem 1. Oktober 2014 aber nicht mehr in der 

Pflicht. Konkret im Streit liegt die Frage, ob die Beklagte über das Pensionsalter des 

am ___ 19__ geborenen Klägers resp. über den Monat __ 2020 hinaus eine 

2.1. 

https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/ecc2e31c-f065-49f9-b872-9f66cb24a00e/b6240896-269b-4cb0-b176-168452e60eae?source=document-link&SP=7|nzfa1e
https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/ecc2e31c-f065-49f9-b872-9f66cb24a00e/b6240896-269b-4cb0-b176-168452e60eae?source=document-link&SP=7|nzfa1e

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Invalidenrente/Altersrente – entsprechend einem Invaliditätsgrad von 44 % aus 

beruflicher Vorsorge (2. Säule) – zu erbringen hat.

Anspruch auf Versicherungsleistungen aus beruflicher Vorsorge haben gemäss Art. 

23 lit. a BVG Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % 

invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt 

hat, versichert waren. Entsprechend dieser Bestimmung erbrachte die Beklagte ab 

dem 1. Juni 2012 eine Invalidenrente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 44 % 

(act. G 3.3; vgl. auch im Sachverhalt lit. A.b). Gemäss Art. 26 Abs. 3 Satz 1 BVG erlischt 

der Anspruch auf Invalidenleistungen mit dem Tode des Anspruchsberechtigen oder, 

unter Vorbehalt von Art. 26a BVG, mit dem Wegfall der Invalidität. Art. 26a BVG sieht 

vor, dass bei einer Herabsetzung oder Aufhebung der Rente der Invalidenversicherung 

nach Verminderung des Invaliditätsgrades die versicherte Person während drei Jahren 

zu den gleichen Bedingungen bei der leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung 

versichert bleibt, sofern sie vor der Herabsetzung oder Aufhebung der Rente an 

Massnahmen zur Wiedereingliederung nach Art. 8a des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) teilgenommen hat oder die Rente wegen der 

Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit oder Erhöhung des Beschäftigungsgrades 

herabgesetzt oder aufgehoben wurde (Art. 26a Abs. 1 BVG; BGE 147 V 184 E. 4.1). Die 

IV-Stelle des Kantons E.___ hat die Viertelsrente nicht herabgesetzt, weshalb die 

Anwendbarkeit von Art. 26a BVG resp. die darin zugunsten des Klägers statuierte 

Schutzfrist von drei Jahren vorliegend nicht zur Diskussion steht.

2.2. 

Der Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge setzt einen engen 

sachlichen und zeitlichen Zusammenhang zwischen der während des 

Vorsorgeverhältnisses eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität 

voraus. Der enge zeitliche Zusammenhang ist so lange nicht unterbrochen, als dass 

mindestens eine 20%-ige Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit besteht. 

Eine nachhaltige, den zeitlichen Konnex unterbrechende Erholung liegt grundsätzlich 

vor, wenn während mehr als drei Monaten eine Arbeitsfähigkeit von über 80 % in einer 

angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist und – kumulativ bezogen auf die 

angestammte Tätigkeit – ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt werden kann. 

Eine solche drei Monate oder länger andauernde (annähernd) vollständige 

Arbeitsfähigkeit ist ein gewichtiges Indiz für eine Unterbrechung des zeitlichen 

Zusammenhangs, sofern sich eine dauerhafte Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit 

als objektiv wahrscheinlich darstellt. Der zeitliche Zusammenhang kann daher auch bei 

einer länger als drei Monate dauernden Tätigkeit gewahrt sein, wenn eine dauerhafte 

berufliche Wiedereingliederung unwahrscheinlich war, etwa weil die Tätigkeit (allenfalls 

2.3. 

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auch erst im Rückblick) als Eingliederungsversuch zu werten ist oder massgeblich auf 

sozialen Erwägungen des Arbeitgebers beruhte (Urteil des Bundesgerichts vom 30. 

Januar 2019, 9C_465/2018, E. 3.2). Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten 

Umstände des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art des 

Gesundheitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch den Arzt sowie die 

Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme oder 

Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben (BGE 134 V 20). Wird der zeitliche 

Konnex bei laufender Rente unterbrochen resp. fällt die Invalidität weg und lebt diese in 

der Folge – auch aus denselben Gründen – wieder auf, ist die früher leistende 

Vorsorgeeinrichtung nicht (mehr) verpflichtet, erneut Invalidenleistungen in der 

ursprünglichen Höhe auszurichten (vgl. dazu die Ausführungen in der Botschaft zur 

Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [6. IV-Revision, erstes 

Massnahmepaket], 10.032, 24. Februar, 2010, BBL 2010 1913 f.). Grund dafür ist, dass 

die nach Art. 23 lit. a BVG vorausgesetzte (erneute) Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache 

(abermals) zur Invalidität geführt hat, bei dieser Konstellation resp. bei 

zwischenzeitigem Wegfall der Invalidität nicht (mehr) während des 

Versicherungsschutzes bei der früher leistenden Vorsorgekasse entstanden ist.

Zu prüfen ist nachfolgend gestützt auf das Gesagte und in Würdigung der 

gesamten Umstände einzig, ob es aufgrund des Arbeitsverhältnisses in einem 

Vollpensum bei der H.___ ab 1. Oktober 2014 mit Erzielung eines 

rentenausschliessenden Einkommens zu einem Unterbruch des zeitlichen Konnexes 

resp. zu einem (zwischenzeitigen) Wegfall der Invalidität bei nicht mehr 

anspruchsbegründender Arbeitsunfähigkeit/Erwerbsunfähigkeit gekommen ist, so dass 

die Beklagte nicht mehr verpflichtet gewesen wäre, dem Kläger ab dem 1. Oktober 

2014 eine Invalidenrente auszurichten und entsprechend auch keine Invalidenrente/

Altersrente in der ursprünglichen Höhe ab August 2020 geschuldet ist. Für diese 

Sichtweise spricht sich die Beklagte aus, während der Kläger geltend macht, dass es 

sich bei der Tätigkeit bei der H.___ lediglich um einen Arbeitsversuch gehandelt habe, 

der den zeitlichen Zusammenhang nicht unterbrochen habe. Bezüglich dieser zu 

beantwortenden Frage besteht – entgegen der Annahme des Klägers – keine 

Bindungswirkung an die Entscheide der IV-Stelle des Kantons E.___ oder an den 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons E.___ vom 22. Juli 2019 (IV-act. 

224). Diese haben zum Arbeitsverhältnis des Klägers bei der H.___ keine verbindlichen 

Feststellungen getroffen. Insbesondere ist aus den Entscheiden nicht ersichtlich, ob die 

Rente der Invalidenversicherung versehentlich nicht temporär eingestellt oder bewusst 

und in der Annahme eines gescheiteren (Selbst-)Eingliederungsversuchs des Klägers 

durchgehend gewährt wurde.

2.4. 

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Der Kläger nahm die Tätigkeit bei der H.___ ab 1. Oktober 2014 in einem 

Vollpensum auf, ohne die IV-Stelle des Kantons E.___ und/oder die Beklagte darüber 

zu informieren. Auch liess er die neue Arbeitgeberin und deren Pensionskasse im 

Unwissen über die bestehende (Teil-)Invalidität (act. G 3.4). Die Tätigkeit wurde bis zum 

Unfall im Juli 2015, damit über neun Monate, ausgeführt, ohne dass es zu 

aktenkundigen (krankheitsbedingten) Absenzen gekommen ist (IV-act. 133.1-5; vgl. 

auch das Jahreslohnkonto im Anhang zu IV-act. 133.1). Im Weiteren fallen die 

Kündigung und der Unfall vom 2. Juli 2015 ungefähr in den gleichen Zeitraum, womit 

sich auf den ersten Blick der Unfall mit anschliessend längerer Arbeitsunfähigkeit und 

nicht der vorbestehende Gesundheitsschaden mit damit allenfalls einhergehenden 

ungenügenden Arbeitsleistungen als Grund für die Kündigung aufdrängt. Diese Punkte 

(mehrmonatige Arbeitsleistung in einem Vollpensum ohne aktenkundige Absenzen; 

Erzielung eines rentenausschliessenden Einkommens) sprechen für ein 

Arbeitsverhältnis, welches nicht nur versuchsweise eingegangen wurde, und einen 

Unterbruch des zeitlichen Konnexes zur Folge hat. Gegen die Annahme einer 

nachhaltigen Erholung mit Unterbruch des zeitlichen Kausalzusammenhangs während 

der Tätigkeit bei der H.___ sprechen indes gewichtigere Faktoren. Aus dem 

Fragebogen für Arbeitgebende ergibt sich, dass die Kündigung der H.___ aus 

persönlichen und qualitativen Gründen erfolgte und nicht aufgrund des Unfalls von Juli 

2015 (IV-act. 133.1-2). Weiter führt die Arbeitgeberin aus, dass der Lohn nicht der 

Arbeitsleistung entsprochen habe und dies zur Kündigung geführt habe (IV-act. 

133.1-3). Selbst wenn sich aus diesen Angaben im Fragebogen nicht ausdrücklich 

ergibt, dass die mangelnde Arbeitsleistung und aufgrund dessen die Kündigung auch 

der vorbestehenden somatischen Problematik geschuldet ist, so liegt dieser Schluss 

nahe, entsprach die Arbeitsstelle doch offenkundig nicht einer (genügend) adaptierten 

Tätigkeit (im Fragebogen wird angegeben, dass die Tätigkeit des Klägers häufiges 

Gehen und grosse Konzentrationsfähigkeit beinhaltete [IV-act. 133.1-7], was gemäss 

Zumutbarkeitsprofil von Dr. G.___ vom 12. Juli 2013 [IV-act. 93-4] gerade nicht 

angepasst ist). Damit war aber auch eine dauerhafte Wiedererlangung der 

Erwerbsfähigkeit mit der Anstellung bei der H.___ objektiv betrachtet unwahrscheinlich 

und die Tätigkeit im Rückblick als gescheiterter Selbsteingliederungsversuch zu 

qualifizieren, womit der zeitliche Konnex nicht unterbrochen wurde. Die Klage ist damit 

in dem Sinne gutzuheissen, als die Beklagte zu verpflichten ist, dem Kläger ab 1. 

September 2020 eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 44 % 

auszurichten. Anzufügen bleibt, dass Rentenkürzungen/Rückforderungsansprüche ab 

1. Oktober 2014 zufolge allfälliger Überentschädigung resp. deren Durchsetzbarkeit 

nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind. Dasselbe gilt bezüglich Folgen 

einer allfälligen Meldepflichtverletzung.

2.5. 

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3.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Klage wird in dem Sinne gutgeheissen, als die Beklagte verpflichtet wird, dem 

Kläger ab 1. September 2020 die gesetzlichen und reglementarischen Leistungen bei 

einem Invaliditätsgrad von 44 % im Sinne der Erwägungen zu bezahlen. Die Sache wird 

zur Festsetzung der Leistungen an die Beklagte überwiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beklagte hat den Kläger mit Fr. 3'500.-- zu entschädigen.

Gestützt auf das Gesagte ist die Klage in dem Sinne gutzuheissen, als die Beklagte 

zu verpflichten ist, dem Kläger ab 1. September 2020 die gesetzlichen und 

reglementarischen Leistungen bei einem Invaliditätsgrad von 44 % im Sinne der 

Erwägungen zu erbringen. Die Sache ist zur Festsetzung der Leistungen an die 

Beklagte zu überweisen.

3.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG).3.2. 

Dem Verfahrensausgang entsprechend sind dem obsiegenden Kläger in 

Anwendung von Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  des VRP die Parteikosten von der 

unterliegenden Beklagten zu erstatten. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen spricht in BVG-Prozessen gestützt auf vorgenannte Bestimmung 

regelmässig eine (ungekürzte) pauschale Entschädigung zwischen Fr. 2'500.-- und Fr. 

4'500.-- zu. Vorliegend handelte es sich um einen durchschnittlich aufwändigen 

Prozess, weshalb das Honorar auf Fr. 3‘500.-- festzusetzen ist.

3.3. 
bis

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