# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6c20406-c545-5a73-9d11-15e4fd49fcfd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 11.03.2025 SV2 2024 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-79_2025-03-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 11. März 2025

Referenz SV2 24 79

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitzende
Maurer, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden
Beschwerdegegner

Gegenstand Einstellung in der Anspruchsberechtigung

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Sachverhalt

A. A._____, Jahrgang 1974, war zuletzt als Hotelrezeptionistin tätig. Am 
27. Februar 2024 meldete sie einen Anspruch auf Arbeitslosenversicherungs-
taggeld im Umfang von 100 % ab dem 1. März 2024 an.

B. Am 1. Mai 2024 trat A._____ eine bis zum 30. April 2026 befristete Stelle als 
Kabinenpersonalmitarbeiterin bei der C._____ AG, D._____, an. Am 8. Mai 2024 
schloss sie mit der Arbeitgeberin eine Aufhebungsvereinbarung, welche das 
Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen per 9. Mai 2024 auflöste.

C. Mit Schreiben vom 7. Juni 2024 hielt die Arbeitslosenkasse Graubünden 
(nachfolgend: ALK GR) fest, dass A._____ die Stelle bei der C._____ AG selber 
gekündigt habe. A._____ wurde aufgefordert, Angaben bezüglich einer allfälligen 
Kündigung aus gesundheitlichen Gründen zu machen.

D. In ihrer Stellungnahme vom 11. Juni 2024 machte A._____ geltend, die 
Vertragsauflösung sei nicht auf ihren Wunsch erfolgt. Aus gesundheitlichen 
Gründen hätte sie jedoch die firmeninterne Ausbildung zur Flugbegleiterin nicht 
planmässig absolvieren können.

E. Mit Verfügung vom 14. Juni 2024 stellte die ALK GR A._____ wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 23 Tage in ihrer Anspruchsberechtigung auf 
Arbeitslosenentschädigung ein.

F. In ihrer E-Mail vom 17. Juli 2024 äusserte sich A._____ u.a. zur Verfügung 
vom 14. Juni 2024. Das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden 
(nachfolgend: KIGA) forderte sie mit Schreiben vom 31. Juli 2024 auf, innert zehn 
Tagen eine formell korrekte Einsprache einzureichen.

G. Mit Eingabe vom 8. August 2024 erhob A._____ fristgerecht Einsprache. 
Begründend brachte sie im Wesentlichen vor, um ihre Arbeitslosigkeit raschmöglich 
zu beenden, hätte sie den nächstmöglichen Termin für den Lehrgang zur 
Flugbegleiterin gewählt, obwohl dies mit dem Risiko, keine Wohnung zu finden, und 
mit hohen Kosten verbunden gewesen sei. Sie hätte dem Kursleiter am 8. Mai 2024 
ein gesundheitliches Problem (Entzündung im Zahn-/Ohrbereich) gemeldet, 
welches ihr die Teilnahme am Survivaltraining im Schwimmbad am Montag, 13. Mai 
2024, höchstwahrscheinlich nicht erlaubt hätte. In der Folge sei sie darüber 
informiert worden, dass der Montagsunterricht (Schwimmtraining) nicht nachgeholt 
werden könne. Sie habe daher mit dem Kursleiter vereinbart, die Ausbildung zu 
einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Entsprechend habe sie das von der 

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Personalabteilung zur Unterzeichnung vorgelegte Dokument 
"Aufhebungsvereinbarung" als vorübergehende Unterbrechung des Kurses 
verstanden. Eine erneute Teilnahme am Kurs sei ihr dann jedoch auf spätere 
Anfrage hin verweigert worden. Gemäss beigelegtem ärztlichem Attest sei ihr die 
Teilnahme am Schwimmunterricht immer noch verwehrt. Sie habe nach dem 
Gesagten alles getan, um ihre Arbeitslosigkeit zu beenden, indem sie ein 
Stellenangebot mit hohen gesundheitlichen Anforderungen und hohen finanziellen 
Kosten angenommen habe.

H. Mit Einspracheentscheid vom 19. August 2024 wies das KIGA die 
Einsprache ab. In seiner Begründung hielt es zusammenfassend fest, mit der 
Aufhebungsvereinbarung sei das Arbeitsverhältnis unmissverständlich aufgelöst 
worden. Sollte sich die Einsprecherin in einem Irrtum befunden haben, sei ihr die 
Möglichkeit offengestanden, den Vertrag anzufechten, was sie bis dato nicht getan 
habe. Die Einsprecherin habe die Vereinbarung ferner aus freien Stücken 
unterzeichnet; sie bringe nicht vor, unter Druck gesetzt worden zu sein. Die 
Einsprecherin mache sinngemäss geltend, das aufgelöste Arbeitsverhältnis sei aus 
gesundheitlichen Gründen nicht mehr zuzumuten gewesen. Das eingereichte 
ärztliche Arztzeugnis vom 8. August 2024 vermöge die Unzumutbarkeit des 
Verbleibs an der Arbeitsstelle aber nicht rechtsgenüglich zu beweisen. Selbst wenn 
die Einsprecherin damals aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage gewesen 
sein sollte, am erforderlichen Schwimmkurs teilzunehmen, habe sie dies gemäss 
Art. 16 Abs. 2 AVIG nicht zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses berechtigt. 
Folglich bleibe die Einsprache unbegründet.

I. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 
16. September 2024 Beschwerde beim früheren Verwaltungsgericht des Kantons 
Graubünden und beantragte sinngemäss die Aufhebung des Einsprache-
entscheids. In ihrer Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, sie sei nie im 
Beruf als Kabinenpersonalmitarbeiterin tätig gewesen, sondern habe lediglich eine 
Ausbildung dazu begonnen. Sie sei Ende Februar 2024 entlassen worden und habe 
ab März 2024 in der Hotelbranche im Engadin keine Anstellung gefunden. Das 
KIGA ignoriere, dass sie im März 2024 Anspruch auf Leistungen gehabt hätte, diese 
jedoch nicht in Anspruch genommen habe. Um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden, 
habe sie stattdessen in E._____, weit entfernt von ihrem damaligen Wohnort 
F._____, eine Stelle als Servicemitarbeiterin im Stundenlohn angenommen. 
Dadurch seien ihr aber Reisekosten, sowie Übernachtungs- und 
Verpflegungskosten bzw. ein Verlust von mindestens CHF 700.00 entstanden. Sie 
habe alles daran gesetzt, eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden, und habe daher mit 

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der Stellensuche im Kanton Zürich begonnen, mindestens drei Fahrstunden entfernt 
vom Wohnort. Die C._____ AG habe ihr eine Stelle als Flugbegleiterin angeboten, 
wozu sie erfolgreich eine einmonatige Ausbildung hätte absolvieren und eine 
Prüfung hätte bestehen müssen. Ausserdem habe sie gezwungenermassen eine 
Unterkunft in der Nähe des G._____ finden müssen. Sie habe zudem mit dem 
Lehrgang ab dem 2. Mai 2024 den frühestmöglichen gewählt, um die Dauer der 
Arbeitslosigkeit zu verkürzen. In der Nacht vom 7. auf den 8. Mai 2024 habe sich 
ihre Hals-Ohr-Entzündung verschlimmert und zu einer deutlichen Schwellung der 
rechten Seite ihres Gesichts geführt, was sie dem Ausbildner gemeldet habe. Es 
sei daraufhin unklar gewesen, ob sie an dem für Montag, 13. Mai 2024, geplanten 
Schwimmtraining, einem zentralen Bestandteil für den erfolgreichen Abschluss des 
Lehrgangs, teilnehmen könne. Mit der Kursleitung sei vereinbart worden, dass sie 
den Kurs zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen bzw. wiederholen könne. Eine 
Stunde später habe sie von der Personalabteilung ein Dokument zur 
Unterzeichnung erhalten, das sie als einvernehmliches Einverständnis zur 
Beendigung des Kurses und zur späteren Wiederaufnahme – gemäss vorheriger 
Absprache mit dem Kursleiter – interpretiert habe. Auf Nachfrage habe ihr die 
Personalabteilung mitgeteilt, dass sie kein ärztliches Attest benötige. Das fehlende 
Datum der Wiedereinstellung auf der Vereinbarung erkläre sich damit, dass nicht 
bekannt gewesen sei, wann die Entzündung abgeheilt sein würde, und ob es sich 
um ein chronisches Problem handle, das sie am Beruf hindern würde. Allerdings 
könne Punkt 8 der Aufhebungsvereinbarung als Vereinbarung betreffend Rückkehr 
in den Beruf interpretiert werden. Zudem hätte jede weitere Diskussion mit dem 
Unternehmen oder eine Anfechtung des Vertrags möglicherweise dazu geführt, 
dass die Chance auf eine weitere Anstellung verloren gegangen wäre. Das KIGA 
ignoriere den Umstand, wonach ihr von der C._____ AG mitgeteilt worden sei, dass 
eine Rückkehr zum Unternehmen nicht möglich sei. Auch ihre wiederholten 
Nachfragen beim Arbeitsamt Chur/KIGA, was die ärztliche Bescheinigung 
beinhalten sollte, seien unbeantwortet geblieben. Ihr Arzt habe sie für HNO-Tests 
an das H._____ überwiesen, sie warte immer noch auf einen Termin. Die 
gesundheitlichen Anforderungen an den Beruf der Flugbegleiterin seien sehr 
restriktiv. Das Unternehmen habe offenbar entschieden, dass sie nicht die richtige 
Person für diese Position sei und ihre Einstellung abgelehnt.

J. Das KIGA (nachfolgend: Beschwerdegegner) beantragte mit Stellungnahme 
vom 8. Oktober 2024 die Abweisung der Beschwerde, unter gesetzlicher 
Kostenfolge. Es wiederholte im Wesentlichen und vertiefte das im Einsprache-
entscheid Gesagte und hielt daran fest, dass sich der angefochtene Einsprache-
entscheid und die zugrundeliegende Verfügung, womit die Beschwerdeführerin 

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wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit sanktioniert worden sei, als korrekt 
erwiesen.

K. Replizierend wiederholte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 
24. Oktober 2024 ihren bisherigen Standpunkt und hielt ergänzend fest, dass ihr 
bisher nicht bewusst gewesen sei, dass die sogenannte "Vereinbarung" nach 
Schweizer Recht als Auslöser für Arbeitslosigkeit angesehen bzw. als Rücktritt des 
Arbeitnehmers bezeichnet werde. Dass die Entscheidung betreffend Kündigung 
vielmehr beim Unternehmen gelegen habe, zeige sich darin, dass sie – entgegen 
der Bestimmung im Arbeitsvertrag – nicht nachträglich für die Kosten der 
Ausbildung habe aufkommen müssen. Die C._____ AG habe festgestellt, dass eine 
Teilnahme am weiteren Kursteil und voraussichtlich auch die Berufsausübung nicht 
möglich seien. Es sei ihr bis anhin nicht gelungen, in der Schweiz das verlangte 
ärztliche Attest erhältlich zu machen. Am 1. Oktober 2024 seien in Polen eine 
Ohrenentzündung, Sinusitis und eine Lymphknotenentzündung diagnostiziert und 
eine zehntägige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden. Es sei ihr untersagt worden, 
mit dem Flugzeug zu reisen oder zu schwimmen, bis die chronische Entzündung 
behoben sei.

L. Mit Duplik vom 8. November 2024 hielt der Beschwerdegegner an seinen 
bisherigen Anträgen und Ausführungen fest.

M. Im Januar 2025 teilte die Vorsitzende den Parteien mit, dass aufgrund der 
Zusammenlegung des Kantons- und Verwaltungsgerichts zum neuen Obergericht 
des Kantons Graubünden per 1. Januar 2025 das hängige Verfahren S 24 79 ab 
sofort von der Zweiten sozialversicherungsrechtlichen Kammer unter der Nummer 
SV2 24 79 weitergeführt werde.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie auf den 
angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 
des Beschwerdegegners vom 19. August 2024 (vgl. KIGA-act. 13), womit dieser die 
Einsprache der Beschwerdeführerin gegen die Verfügung der ALK GR vom 14. Juni 
2024 (vgl. KIGA-act. 9) abwies und die Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
für 23 Tage bestätigte. Gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich Arbeits-
losenversicherung kann gemäss Art. 1 Abs. 1 AVIG (SR 837.0) i.V.m. Art. 2 sowie 
Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 ATSG (SR 830.1) Beschwerde beim kantonalen 

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Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig für die Beurteilung von 
Beschwerden gegen Verfügungen (Einspracheentscheide) einer kantonalen 
Amtsstelle ist das Versicherungsgericht desselben Kantons (Art. 100 Abs. 3 AVIG 
i.V.m. Art. 128 Abs. 2 AVIV [SR 837.02]). Da der angefochtene 
Einspracheentscheid vom Beschwerdegegner als kantonale Amtsstelle im Sinne 
von Art. 85 AVIG erlassen wurde, erweist sich demzufolge das 
Versicherungsgericht des Kantons Graubünden, d.h. das heutige Obergericht des 
Kantons Graubünden, auf das mit Inkrafttreten des revidierten GOG (BR 173.000) 
per 1. Januar 2025 die hängigen Verfahren des vormaligen Verwaltungsgerichts 
des Kantons Graubünden übertragen wurden (Art. 122 Abs. 5 GOG), als örtlich 
zuständig (vgl. Art. 1 Abs. 1 und Art. 5 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur 
Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung [EGzAVG/AVIG; BR 545.100] 
i.V.m. Art. 1 der Verordnung zum Einführungsgesetz zur Arbeitsvermittlung und 
Arbeitslosenversicherung [VOzEGzAVG/AVIG; BR 545.270]). Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts des Kantons Graubünden ergibt sich aus Art. 57 
ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressatin des 
angefochtenen Einspracheentscheids ist die Beschwerdeführerin überdies berührt 
und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung auf 
(Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
ist demnach einzutreten (Art. 60 i.V.m. Art. 38 Abs. 1 und Abs. 4 lit. b und Art. 61 
lit. b ATSG).

1.2. Nach der übergangsrechtlichen Bestimmung von Art. 85 Abs. 1 VRG werden 
bei Inkrafttreten dieses Gesetzes hängige Verfahren vor der jeweiligen Instanz nach 
bisherigem Recht zu Ende geführt. Nach aArt. 43 Abs. 1 VRG entscheidet das 
Gericht in der Regel in der Besetzung mit drei Richterinnen und Richtern. Es 
entscheidet in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 5'000.00 
nicht überschreitet und wenn keine Fünferbesetzung vorgeschrieben oder wenn ein 
Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder 
unbegründet ist (aArt. 43 Abs. 2 und 3 VRG). Ausgangspunkt für die Bemessung 
des Streitwerts ist vorliegend der versicherte Verdienst der Beschwerdeführerin von 
CHF 5'308.00. Dieser Verdienst wird ihr zum Taggeldsatz von 70 % entschädigt 
(Art. 22 Abs. 2 AVIG; vgl. KIGA-act. 1). Dies entspricht gemäss Art. 40a AVIV einem 
Taggeld von CHF 171.25 (CHF 5'308.00 : 21.7 Tage x 0.7). Bei einer vom 
Beschwerdegegner auferlegten Einstellungsdauer von 23 Tagen in der Anspruchs-
berechtigung ergibt dies einen Streitwert von CHF 3'938.75 (23 Tage x 
CHF 171.25). Da der Streitwert somit unter CHF 5'000.00 liegt und die Streitsache 
nicht in Fünferbesetzung entschieden werden muss, ist die einzelrichterliche 
Zuständigkeit gegeben.

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2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin infolge 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit i.S.v. Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG zu Recht für die 
Dauer von 23 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde. Dabei ist der 
Sachverhalt (inklusive eingereichter Beweismittel) bis zum Zeitpunkt des Erlasses 
des angefochtenen Entscheids, vorliegend bis zum 19. August 2024, massgebend 
(vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_71/2017 vom 
20. April 2017 E. 8.2.1).

3. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht (Art. 61 lit. c ATSG). Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die 
richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu 
sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 
Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 
Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 
nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung 
zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrschein-
lichste würdigen (BGE 144 V 427 E. 3.2 m.H.a. BGE 138 V 218 E. 6). Der 
Untersuchungsgrundsatz gilt jedoch nicht uneingeschränkt, sondern er wird durch 
die Mitwirkungspflichten der Versicherten resp. der Parteien beschränkt, vor allem 
in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- und 
Gerichts-)Behörden und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem 
Aufwand erheben könnten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 
4. September 2020 E. 2.2). Eine Verletzung der Mitwirkungspflicht hat zur Folge, 
dass das kantonale Gericht aufgrund der vorliegenden Beweise entscheidet. 
Insofern darf von einer Beschwerde führenden Partei verlangt werden, dass sie jene 
Punkte rügt, mit welchen sie nicht einverstanden ist, und diese – soweit es ihr 
möglich ist – auch belegt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_199/2013 vom 30. Juli 
2013 E. 3.3). Folglich tragen die Parteien im Sozialversicherungsrecht eine 
Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich 
als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer 
Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 
E. 3.2 m.H.a. BGE 138 V 218 E. 6).

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4.1. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung dient dazu, die 
Schadenminderungspflicht der Versicherten durchzusetzen. Sie hat die Funktion 
einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, welche die Versicherten 
hätten vermeiden oder vermindern können. Als versicherungsrechtliche Sanktion 
bezweckt sie die angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person am 
Schaden, den sie durch ihr Verhalten der Arbeitslosenversicherung in schuldhafter 
Weise natürlich und adäquat kausal verursacht hat (vgl. BGE 133 V 89 E. 6.2.2; 
Urteil des Bundesgerichts 8C_650/2021 vom 10. November 2021 E. 2.3 m.w.H.). 
Die versicherte Person muss alles Zumutbare unternehmen, um eine 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Die Versicherung soll ihre 
Leistungen nur dann (voll) erbringen, wenn sich die versicherte Person so verhält, 
wie wenn es keine Arbeitslosenversicherung gäbe (vgl. Weisung AVIG ALE [AVIG-
Praxis ALE], herausgegeben durch das Staatssekretariat für Wirtschaft [SECO], 
Stand 1. Juli 2024, Rz. B311).

4.2. Nach Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist der Versicherte in der 
Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn er durch eigenes Verschulden 
arbeitslos ist. Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV konkretisiert Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG auf 
Verordnungsstufe und legt fest, dass die Arbeitslosigkeit insbesondere dann als 
selbstverschuldet gilt, wenn der Versicherte durch sein Verhalten, insbesondere 
wegen Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur 
Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat. Nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV gilt 
die Arbeitslosigkeit dann als selbstverschuldet und liegt im Sinne von Art. 30 Abs. 1 
lit. a AVIG ein Einstellungsgrund vor, wenn der Versicherte das Arbeitsverhältnis 
von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihm eine andere Stelle zugesichert war, es 
sei denn, dass ihm das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet werden 
konnte.

4.3. Eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses im gegenseitigen Einvernehmen 
wird als Selbstkündigung qualifiziert (AVIG-Praxis ALE, Rz. D24). Eine 
Selbstkündigung kann nur sanktioniert werden, wenn der versicherten Person das 
Verbleiben am bisherigen Arbeitsplatz zugemutet werden konnte. Für die 
Beurteilung der Zumutbarkeit, am bisherigen Arbeitsplatz zu verbleiben, ist ein 
strenger Massstab anzuwenden. Werden gesundheitliche Gründe angeführt, sind 
diese durch ein ärztliches Attest zu belegen (AVIG-Praxis ALE, Rz. D26). Die 
selbstverschuldete Arbeitslosigkeit wird nach der Vergangenheit beurteilt, d.h. nach 
den Umständen, die zur Auflösung des ehemaligen Arbeitsverhältnisses geführt 
haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_650/2021 vom 10. November 2021 E. 2.3 
m.w.H.).

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4.4.1. Das Arbeitsverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und der C._____ AG 
wurde durch die Aufhebungsvereinbarung vom 8. Mai 2024 per 9. Mai 2024 in 
gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst (vgl. KIGA-act. 6).

4.4.2. Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss geltend, es liege keine 
selbstverschuldete Arbeitslosigkeit vor. Die Vertragsauflösung sei nicht auf ihren 
Wunsch erfolgt, es habe sich vielmehr um eine Unterbrechung der firmeninternen 
Ausbildung zur Flugbegleiterin wegen gesundheitlicher Probleme gehandelt.

4.4.3. Der Beschwerdegegner stellt sich hingegen auf den Standpunkt, dass die 
Arbeitslosigkeit von der Beschwerdeführerin selbstverschuldet sei. Die 
Beschwerdeführerin vermöge die Unzumutbarkeit des Verbleibens an der 
Arbeitsstelle nicht rechtsgenüglich zu beweisen. Sie sei weder verpflichtet noch 
nach Art. 16 Abs. 2 AVIG berechtigt gewesen, das Arbeitsverhältnis aufzulösen.

4.4.4. Aus den vorliegenden Akten ergibt sich dazu Folgendes: Die 
Beschwerdeführerin war zuletzt bei der I._____ AG tätig gewesen und hatte sich 
am 27. Februar 2024 aufgrund des gekündigten Arbeitsverhältnisses beim 
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) J._____ zum Leistungsbezug 
angemeldet (vgl. KIGA-act. 3 f.). Mit Arbeitsvertrag vom 28. März 2024 wurde die 
Beschwerdeführerin von der C._____ AG per 1. Mai 2024 befristet bis 30. April 2026 
als Cabin Crew Member im Range einer Cabin Attendant eingestellt (vgl. KIGA-act. 
5). Nach eigenen Angaben meldete die Beschwerdeführerin dem Kursleiter am 
8. Mai 2024 eine Entzündung im Hals-Ohr-Bereich, worauf vereinbart worden sei, 
dass sie den Kurs zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen resp. wiederholen könne 
(vgl. etwa act. A.1 S. 2 f.). Gleichentags unterzeichneten die C._____ AG und die 
Beschwerdeführerin eine Aufhebungsvereinbarung, worin vereinbart wurde: "Die 
Parteien haben sich darauf geeinigt, das bestehende Arbeitsverhältnis, auf Wunsch 
von Frau A._____ (medizinische Probleme), im gegenseitigen Einvernehmen per 
09.05.2024 zu beenden. Die Arbeitnehmerin ist per sofort von der Arbeit freigestellt." 
(vgl. KIGA-act. 6). Mit Schreiben vom 7. Juni 2024 gelangte die ALK GR an die 
Beschwerdeführerin. Die ALK GR stellte sich auf den Standpunkt, dass es sich um 
eine Kündigung durch die Beschwerdeführerin handle und hielt fest, falls die 
Kündigung aus gesundheitlichen Gründen erfolgt sein sollte, würden diverse 
Angaben benötigt, die bis zum 17. Juni 2024 von einem Arzt zu beantworten seien. 
Der Beschwerdegegner wies explizit darauf hin, dass die Frage der selbst-
verschuldeten Arbeitslosigkeit ohne diese zusätzlichen Angaben nicht 
rechtsgenüglich beurteilt werden könne (vgl. KIGA-act. 7). Mit E-Mail vom 11. Juni 
2024 erläuterte die Beschwerdeführerin den Sachverhalt betreffend Aufhebungs-
vereinbarung und reichte diverse Unterlagen ein (Aufhebungsvertrag, Arbeits-

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bescheinigung, Arbeitsvertrag [vgl. KIGA-act. 8]). Mit Verfügung vom 14. Juni 2024 
stellte die ALK GR die Beschwerdeführerin wegen selbstverschuldeter Arbeits-
losigkeit i.S.v. Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG für 23 Tage in der Anspruchsberechtigung 
ein; strafmildernd wurde die Auflösung des Arbeitsverhältnisses während der 
Probezeit berücksichtigt. Mit einem weiteren E-Mail vom 17. Juli 2024 äusserte sich 
die Beschwerdeführerin teilweise zu den Fragen der ALK GR vom 7. Juni 2024. Sie 
führte u.a. aus, dass das Problem im Februar 2024 aufgetreten sei und sich nach 
einer Antibiotikatherapie beruhigt habe. Sie habe der Kursleiterin lediglich mitgeteilt, 
dass sie nach der (privaten) Vorbereitung auf das Schwimmtraining wahrscheinlich 
eine Zahnfleischentzündung gehabt habe, die erneut aufgetreten sei. Da sie in der 
Apotheke ein wirksames Mittel dagegen erhalten habe, sei ein Arztbesuch nicht 
nötig gewesen. Die Beschwerdeführerin brachte weiter vor, dass ihrerseits weder 
eine Arbeitsunfähigkeit vorliege noch Kontraindikationen für die Berufsausübung 
bestünden (vgl. KIGA-act. 10). Nachdem der Beschwerdegegner die Beschwerde-
führerin mit Schreiben vom 31. Juli 2024 darauf hingewiesen hatte, dass das am 
24. Juli 2024 eingegangene E-Mail keine rechtsgenügliche Einsprache darstelle, 
liess die Beschwerdeführerin dem Beschwerdegegner mit E-Mail vom 10. August 
2024 ihren "Widerspruch" vom 8. August 2024 gegen die Verfügung vom 14. Juni 
2024 zugehen. Der E-Mail waren diverse Unterlagen beigefügt, darunter das 
Arztzeugnis von Dr. med. K._____, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie, 
Chur, vom 8. August 2024, worin dieser festhielt: "Frau A._____, geb. ____1974. 
Die oben genannte Patientin befindet sich derzeit wegen einer Krankheit in 
ärztlicher Behandlung und kann daher momentan nicht schwimmen gehen." [KIGA-
act. 12).

4.5. Dass die Beschwerdeführerin zunächst firmenintern eine Ausbildung 
durchlaufen musste und daher nie als Kabinenpersonalmitarbeiterin im Einsatz war, 
ist für die Begründung des Arbeitsverhältnisses nicht relevant. Weiter gibt es 
vorliegend keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin von der 
Arbeitgeberin zur Selbstkündigung gedrängt worden wäre, was praxisgemäss 
Anlass zur Anwendung von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV gegeben hätte (BGE 124 V 
234 E. 2b). Aus den Akten ergibt sich auch kein Hinweis darauf, dass die 
Beschwerdeführerin damit einer allfälligen, ohnehin im Raum stehenden Entlassung 
durch die Arbeitgeberin zuvorgekommen wäre, dies wurde von der 
Beschwerdeführerin denn auch nicht vorgebracht. Die Versicherte hat das 
Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einverständnis und damit von sich aus aufgelöst 
(vgl. AVIG-Praxis ALE Rz. D24), was unmissverständlich aus folgendem Passus in 
der Aufhebungsvereinbarung hervorgeht: "Die Parteien haben sich darauf geeinigt, 
das bestehende Arbeitsverhältnis, auf Wunsch von Frau A._____ (medizinische 

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Probleme), im gegenseitigen Einvernehmen per 09.05.2024 zu beenden." (vgl. 
KIGA-act. 6, Präambel). Aus dem (klaren) Wortlaut der Aufhebungsvereinbarung 
geht hervor, dass es sich um eine Auflösung des Vertrages per 9. Mai 2024 
handelte: "Das Arbeitsverhältnis wird per 09.05.2024 samt allen Ansprüchen 
aufgehoben. Das Arbeitsverhältnis endet automatisch an oben erwähntem Datum 
und zwar auch dann, wenn der Arbeitnehmer vor oder in jenem Zeitpunkt 
arbeitsunfähig sein sollte." (vgl. KIGA-act. 6 Ziff. 1). Ein Hinweis auf eine lediglich 
vorübergehende Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses – wie die 
Beschwerdeführerin geltend macht – ist daraus nicht ersichtlich. Wie der 
Beschwerdegegner zu Recht vorbringt, beruft sich die Beschwerdeführerin 
bezüglich des Vereinbarungsinhalts auch nicht auf einen Irrtum, zudem hat sie die 
Aufhebungsvereinbarung auch nicht angefochten. Zum besagten Zeitpunkt war der 
Beschwerdeführerin keine neue Stelle zugesagt. Nach dem Gesagten geht der 
Einwand der Beschwerdeführerin, wonach sie die Aufhebungsvereinbarung als 
vorübergehende Unterbrechung interpretiert habe, somit fehl. Daran vermag auch 
Ziff. 8 der Aufhebungsvereinbarung nichts zu ändern, wonach Änderungen oder 
Ergänzungen dieser Vereinbarung der Schriftform bedürfen, liegen in den Akten 
doch keine derartigen schriftlichen Änderungen oder Ergänzungen zur Aufhebungs-
vereinbarung vom 8. Mai 2024 vor.

4.6.1. Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss gesundheitliche Probleme 
geltend, welche ein Verbleiben bei der Arbeitsstelle unzumutbar gemacht hätten. 
Für das Verlassen einer Stelle werden legitime Gründe verlangt. Unzumutbarkeit 
aus gesundheitlichen Gründen muss durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis oder 
allenfalls durch andere geeignete Beweismittel belegt sein, wobei die Zumutbarkeit 
zum Verbleiben strenger beurteilt wird, als die Zumutbarkeit zum Antritt einer neuen 
Stelle. Die Frage der Zumutbarkeit wird anhand der Kriterien von Art. 16 Abs. 2 
AVIG beurteilt, wobei in beweisrechtlicher Hinsicht die Zumutbarkeit des 
Verbleibens an der Arbeitsstelle vermutet wird (BGE 124 V 234 E. 4; KUPFER 
BUCHER, in: Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
AVIG, 5. Aufl. 2019, S. 208 f. m.H.; vgl. GERHARDS, Kommentar zum 
Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG], Bern 1987, Bd. 1. [Art. 1-58], Art. 30 
N. 14).

4.6.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass sie bereits ab dem 7. Mai 2024 eine 
Infektion im Ohrbereich gehabt habe, die Folge eines vorangegangenen 
zahnärztlichen Eingriffs gewesen sei (vgl. KIGA-act. 8). In der E-Mail vom 17. Juli 
2024 spricht sie von einer Zahnfleischentzündung und Fieber in der Nacht vom 
7. auf den 8. Mai 2024. Sie hält fest, dass sie keinen Arzt habe aufsuchen müssen, 

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da die "Zahnfleischentzündung" dank eines Mittels aus der Apotheke wirksam habe 
bekämpft werden können (vgl. KIGA-act. 10). Mit Einsprache an den 
Beschwerdegegner macht die Beschwerdeführerin eine Entzündung im Zahn-/
Ohrenbereich geltend und reichte ein Arztzeugnis von Dr. med. K._____ vom 
8. August 2024 zu den Akten, aus dem hervorgeht, dass die Beschwerdeführerin 
derzeit wegen einer Krankheit in ärztlicher Behandlung sei und daher momentan 
nicht schwimmen gehen könne (vgl. KIGA-act. 12). Mit Beschwerde an das 
damalige Verwaltungsgericht führte die Beschwerdeführerin aus, dass sich die 
Hals-Ohr-Entzündung in der Nacht auf den 8. Mai 2024 verschlimmert und zu einer 
deutlichen Schwellung der rechten Seite ihres Gesichts geführt habe (vgl. act. A.1). 
Zudem reichte sie das Schreiben des H._____ betreffend Sprechstundentermin 
HNO vom 25. September 2024 zu den Akten (vgl. act. B.3).

4.6.3. Mit diesen Angaben der Beschwerdeführerin zum Beschwerdeverlauf und 
dem ärztlichen Zeugnis vom 8. August 2024 ist sie der Aufforderung der ALK GR 
vom 7. Juni 2024, die aufgeführten Fragen von einem Arzt beantworten zu lassen 
resp. ein entsprechendes ausführliches Arztzeugnis einzureichen, nicht 
nachgekommen. Sie hat u.a. nicht schriftlich belegt, wann der Beginn der 
Behandlung in Bezug auf ihre gesundheitlichen Probleme am Arbeitsplatz war; ob 
sie die Stelle auf Anraten des Arztes aufgegeben hat; welche Tätigkeiten sie aus 
medizinischen Gründen zukünftig nicht mehr wird ausüben können; und ob 
aufgrund der Erkrankung eine Arbeitsunfähigkeit bestanden hat (vgl. KIGA-act. 7). 
Daran vermag auch der mit Beschwerde vorgebrachte Hinweis, wonach die 
wiederholten Nachfragen beim Arbeitsamt Chur/KIGA, was die ärztliche 
Bescheinigung beinhalten solle, nichts zu ändern, war der Beschwerdeführerin doch 
nach Erhalt des Schreibens vom 7. Juni 2024 nachgewiesenermassen bewusst, 
welche Angaben sie resp. ein Arzt hätte machen müssen. So äusserte sie sich 
selbst denn auch nur kurz in ihrer E-Mail vom 17. Juli 2024 zu den besagten Fragen. 
Zudem machte die Beschwerdeführerin erst mit Replik vom 25. Oktober 2024 
geltend, dass es ihr bis anhin nicht gelungen sei, in der Schweiz ein entsprechendes 
ärztliches Attest zu erhalten. Sie gab an, zweimal beim Hausarzt gewesen zu sein, 
wobei sie das erste Mal Schmerzmittel erhalten habe und beim zweiten Besuch an 
den HNO-Arzt überwiesen worden sei; zudem sei der vereinbarte Termin vom 
25. September 2024 aufgrund der Erkrankung des Arztes abgesagt worden.

4.6.4. Damit ist unstreitig belegt, dass die Beschwerdeführerin bis dato kein 
ärztliches Attest oder ein anderes Beweismittel eingereicht hat, das zureichend 
Aufschluss gibt über die geltend gemachte Erkrankung und deren allfälligen 
Auswirkungen am 7./8. Mai 2024, z.B. Arbeitsunfähigkeit, Unzumutbarkeit des 

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Verbleibs an der Arbeitsstelle, Kontraindikatoren gegen die Ausübung des Berufs, 
etc. So äussert sich das Arztzeugnis von Dr. med. K._____ vom 8. August 2024 
nicht zu den aufgeworfenen Fragen, insbesondere nimmt es nicht Stellung zu einer 
bestehenden Arbeitsunfähigkeit oder zur Stellenaufgabe anfangs Mai 2024. Der 
Beschwerdegegner darf sich aus Gründen der Rechtssicherheit nicht mit blossen 
Behauptungen begnügen, sondern benötigt zweckdienliche Beweismittel, welche 
die Versicherte im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht beim Abklären 
des Sachverhalts beizubringen hat. Die Beschwerdeführerin vermag nach dem 
Gesagten die sinngemäss geltend gemachte Unzumutbarkeit des Verbleibs an der 
Arbeitsstelle nicht rechtsgenüglich zu beweisen. Es kann dem Beschwerdegegner 
somit gefolgt werden, dass die geltend gemachten gesundheitlichen Probleme und 
damit eine Unzumutbarkeit i.S.v. Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV nicht belegt wurden. Unter 
all diesen Umständen ist die sinngemäss geltend gemachte Unzumutbarkeit des 
Verbleibs an der Arbeitsstelle nicht rechtsgenüglich nachgewiesen, so dass die 
Beschwerdeführerin zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit i.S.v. 
Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde.

4.6.5. Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin nicht 
vorbringt, dass die Stelle in D._____ aufgrund der Distanz zu ihrem ehemaligen 
Wohnort in F._____ unzumutbar gewesen sei, sondern lediglich geltend macht, 
dass ihr durch den Antritt der Stelle bzw. firmeninternen Ausbildung bei der C._____ 
AG u.a. wegen Bezugs einer geeigneten Unterkunft in Flughafennähe hohe Kosten 
entstanden seien. Damit erübrigen sich Weiterungen zum zumutbaren Arbeitsweg 
wie auch zu einem Anspruch auf Leistungen im März/April 2024.

5. Zu prüfen bleibt, ob der Beurteilung der Vorinstanz auch hinsichtlich der 
festgesetzten Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 23 Tagen 
im Rahmen der Angemessenheitskontrolle gefolgt werden kann.

5.1. Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens 
und beträgt je nach Einstellungsgrund höchstens 60 Tage (Art. 30 Abs. 3 AVIG; 
KUPFER BUCHER, a.a.O., S. 237). Die Einstellung dauert nach Art. 45 Abs. 3 AVIV 
bei leichtem Verschulden 1-15 Tage (lit. a), bei mittelschwerem Verschulden 16-30 
Tage (lit. b) und bei schwerem Verschulden 31-60 Tage (lit. c). Ein schweres 
Verschulden liegt nach Art. 45 Abs. 4 AVIV vor, wenn die versicherte Person ohne 
entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen 
aufgegeben (lit. a) oder eine zumutbare Arbeit abgelehnt hat (lit. b). Es ist allerdings 
festzuhalten, dass bei Aufgabe einer zumutbaren Arbeitsstelle ohne Zusicherung 
einer neuen (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV) Art. 45 Abs. 3 AVIV lediglich die Regel bilden 
kann, von welcher beim Vorliegen besonderer Umstände im Einzelfall abgewichen 

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werden darf. Insoweit ist das Ermessen von Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht nicht auf eine Einstellungsdauer im Rahmen eines schweren Verschuldens 
beschränkt, sondern lässt auch eine mildere Sanktion zu (vgl. BGE 130 V 125 E. 3.2 
m.H.; KUPFER BUCHER, a.a.O., S. 238).

5.2. Da es sich hierbei um eine typische Ermessensfrage handelt, bei welcher der 
Verwaltung ein grosser Ermessensspielraum zusteht, ist dem Gericht bei der 
Beurteilung der Einstellungsdauer Zurückhaltung geboten. Im Gegensatz zur 
Kognition des Bundesgerichts ist diejenige des kantonalen Gerichts in diesem 
Zusammenhang nicht auf Rechtsverletzung beschränkt, sondern erstreckt sich 
auch auf die Beurteilung der Angemessenheit der Verwaltungsverfügung. Das 
Sozialversicherungsgericht darf jedoch nicht ohne triftigen Grund seine eigene 
Beurteilung an die Stelle derjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf 
Gegebenheiten abstützen können, die seine abweichende Ermessensausübung als 
naheliegender erscheinen lassen (vgl. BGE 137 V 71 E. 5.2, 126 V 75 E. 6; Urteile 
des Bundesgerichts 8C_651/2022 vom 18. Juli 2023 E. 3.3, 8C_522/2022 vom 
23. Februar 2023 E. 6.2, 8C_712/2020 vom 21. Juli 2021 E. 4.4).

5.3. Vorliegend zu berücksichtigen ist, dass die Beendigung des Arbeits-
verhältnisses bereits während der Probezeit erfolgte. Das Verschulden bei einer 
während der Probezeit durch den Versicherten erfolgten Kündigung ist im 
Allgemeinen weniger streng zu beurteilen, als wenn er das Arbeitsverhältnis zu 
einem späteren Zeitpunkt auflöst. Dies ergibt sich aus dem Zweck der Probezeit. 
Gemäss AVIG-Praxis ALE ist die Auflösung des Arbeitsverhältnisses während der 
Probezeit durch die arbeitnehmende Person bzw. eine ungerechtfertigte Kündigung 
durch die versicherte Person demgemäss als mittleres Verschulden zu qualifizieren 
(AVIG-Praxis ALE, Rz. D75 1.H). Unter diesen Umständen und unter 
Berücksichtigung des zuvor Gesagten erscheint die Ansetzung der Einstellungs-
dauer auf 23 Tage – die Spanne im Bereich mittelschweren Verschuldens reicht von 
16 bis 30 Tagen – als im Bereich pflichtgemässer Ermessensausübung liegend (vgl. 
BGE 123 V 150 E. 2).

5.4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Einstellung der 
Beschwerdeführerin in der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenversicherungs-
taggeld für 23 Tage als rechtmässig und angemessen erweist. Der angefochtene 
Einspracheentscheid ist folglich nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich 
als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.

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6.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen 
kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Das AVIG 
statuiert keine Kostenpflicht, womit diesbezügliche Beschwerdeverfahren in der 
Regel kostenlos sind. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge mutwilligen oder 
leichtsinnigen Verhaltens (Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Da von Seiten des 
unterliegenden Beschwerdegegners weder Mutwilligkeit noch Leichtsinn vorliegen, 
sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben.

6.2. Dem obsiegenden Beschwerdegegner steht kein Parteikostenersatz zu (vgl. 
Art. 61 lit. g ATSG).

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]