# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73c2da5b-2d1d-51fb-b1c7-3cc205c37efc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 23.01.2018 UE170211
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE170211_2018-01-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UE170211-O/U/HEI 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, die Oberrichterinnen 

lic. iur. A. Meier und lic. iur. C. Gerwig sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw S. Reisch 

 

Beschluss vom 23. Januar 2018 

 

in Sachen 

 

A._____ AG, 
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,  
Beschwerdegegner 

 

betreffend Nichtanhandnahme   
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft III des Kantons Zürich vom 6. Juli 2017, C-2/2017/10017657 

 

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Erwägungen: 

I. 

1. Mit Schreiben an die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 29. Mai 

2017 stellte Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ im Namen und Auftrag der A._____ AG 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) Strafanzeige gegen B._____ (nachfolgend: 

Beschwerdegegner) wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung (Urk. 13 p. 

10101003 ff.). Mit Verfügung vom 6. Juli 2017 nahm die Staatsanwaltschaft die 

Strafuntersuchung nicht an Hand (Urk. 13 p. 10101090 ff. = Urk. 3/1 = Urk. 6). 

2. Mit Schreiben vom 21. Juli 2017 liess die Beschwerdeführerin fristgerecht 

Beschwerde gegen die ihr am 11. Juli 2017 zugestellte (Urk. 13 p. 10101173) 

Nichtanhandnahmeverfügung mit dem Begehren erheben, die Nichtanhandnah-

meverfügung sei aufzuheben und die Staatsanwaltschaft anzuweisen, eine Straf-

untersuchung gegen den Beschwerdegegner zu eröffnen (Urk. 2). 

3. Am 3. August 2017 ging der Kostenvorschuss gemäss Verfügung vom 

26. Juli 2017 bei der Obergerichtskasse ein (Urk. 7; Urk. 9). Die Staatsanwalt-

schaft liess sich mit Schreiben vom 21. August 2017 vernehmen und schloss auf 

Abweisung der Beschwerde (Urk. 11), woraufhin die Beschwerdeführerin auf Rep-

lik verzichtete (Urk. 18). Der Beschwerdegegner liess sich innert Frist nicht ver-

nehmen.  

4. Infolge Neukonstituierung der Kammer erfolgt dieser Beschluss in teilweise 

anderer Besetzung als in der Verfügung vom 26. Juli 2017 (Urk. 7) angekündigt. 

II. 

1.1 Der Strafanzeige durch die Beschwerdeführerin lag der folgende Sachver-

halt zugrunde: Der Beschwerdegegner – Verwaltungsrat und Alleinaktionär der 

C._____ AG (C._____) – vermittelte im November 2015 verschiedenen Investo-
ren einen Zugang zu einem Investment in ein MTN-Handelsprogramm (Handel 

mit Medium Term Notes) bzw. Managed Buy/Sell mittels seiner Gesellschaft. Da-

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bei versprach er den Investoren – darunter auch der Beschwerdeführerin –, dass 

es bei diesem Investment kein Verlustrisiko gebe, jedoch eine Verdoppelung des 

Investmentkapitals möglich sei. Das investierte Kapital sollte dabei nicht selbst 

eingesetzt werden, sondern nur eine Art Garantie darstellen, welche nachweise, 

dass der Kauf finanziert werden könne. Deshalb sollten die Gelder der Investoren 

auf einem Konto geblockt werden. Die Beschwerdeführerin schloss mit der 

C._____ am 25. November 2015 einen Verwaltungsauftrag, um Zugang zu die-

sem MTN-Handel zu erhalten. Darin wurde vereinbart, dass die Anlagewerte zu-

gunsten einer Drittgesellschaft (sog. Special Purpose Vehicle, SPV) – im vorlie-

genden Fall der D._____ AG (D._____) – verpfändet werden, die ihrerseits das 
Finanzprojekt im eigenen Namen und auf eigene Rechnung umsetzt. Für die Ab-

wicklung und Verbuchung dieser MTN-Handelsprogramme wurde die E._____ 

(Schweiz) AG (E._____) herangezogen. Die Beschwerdeführerin eröffnete auf 
Wunsch des Beschwerdegegners und der Verantwortlichen der D._____ – 

F._____ und G._____ – ein Konto auf der E._____, dessen Guthaben als Sicher-

heit für einen Kredit der E._____ an die D._____ diente, indem es verpfändet 

wurde. Die Beschwerdeführerin schloss nach der Kontoeröffnung mit der E._____ 

hierfür einen Drittdeckungsvertrag sowie einen "Allgemeinen Pfandvertrag und 

Abtretungserklärung" ab. Die D._____ und die E._____ unterzeichneten einen 

Rahmenkreditvertrag, mit welchem die E._____ der D._____ einen zweckgebun-

denen Kredit gewährte, welcher für die Beteiligung an Anleihen-Programmen ei-

ner Drittbank verwendet werden sollte. Im Dezember 2015 fanden Gespräche 

zwischen der D._____ und einer in Miami, Florida registrierten Gesellschaft, der 

H._____ Holdings LLC (H._____) statt. Daraufhin transferierte die D._____ 3 Mil-
lionen Euro von dem auf diese lautenden Konto auf das Konto der H._____ bei 

der I._____ Bank in den USA. Die E._____ verlangte einen Nachweis der ver-

tragsgemässen Verwendung dieses Geldes, ohne welchen sie eine weitere Kre-

dittranche von 3 Millionen US Dollar nicht auszahlen werde. Anlässlich einer da-

rauffolgenden Sitzung wurde der E._____ von den Vertretern der D._____ eine 

Bankgarantie bzw. ein "Standby Letter of Credit" versprochen. Im Januar 2016 

liess F._____ der E._____ ein entsprechendes Dokument zukommen, welches 

sich später als eine Fälschung herausstellte. Die E._____ kündete den Kreditver-

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trag mit der D._____, da die geforderten Sicherheiten nicht vorlagen. Da die 

D._____ das Darlehen nicht zurückzahlen konnte, wurde das Konto der Be-

schwerdeführerin durch die E._____ im Umfang von EUR 494'316.22 gepfändet 

(Urk. 6 Ziff. 4 ff.; Urk. 13 p. 10101030 ff. [Beilagen 2-18 zur Strafanzeige]).  

1.2 Die Staatsanwaltschaft führt(e) auf Strafanzeige der E._____ hin in dersel-

ben Angelegenheit zwei Strafuntersuchungen gegen die beiden Verwaltungsräte 

der D._____, G._____ und F._____. G._____ wurde rechtskräftig wegen unge-

treuer Geschäftsbesorgung, Veruntreuung und mehrfacher Urkundenfälschung 

verurteilt (Urk. 13 p. 10101061 ff. [Beilage 19 zur Strafanzeige]), das Verfahren 

gegen F._____ ist derzeit pendent (vgl. Urk. 12 Ziff. 1). Im Rahmen dieser Verfah-

ren gelangte die Beschwerdeführerin bereits an die hiesige Beschwerdekammer 

mit dem Begehren, sie als Privatklägerin zuzulassen. Die Beschwerde wurde mit 

Beschluss UH160323-O vom 15. Juni 2017 mit der Begründung abgewiesen, 

dass die Beschwerdeführerin durch das Vorgehen der D._____ nicht direkt ge-

schädigt worden sei. 

1.3 In ihrer Strafanzeige warf die Beschwerdeführerin dem Beschwerdegegner 

insbesondere vor, dass er sich im Rahmen des Vermögensverwaltungsvertrags 

verpflichtet habe dafür zu sorgen, dass die "Sicherheit der verpfändeten Gelder 

jederzeit gewährleistet" sei. Konkret sei der Beschwerdeführerin durch den Be-

schwerdegegner zugesichert worden, dass die verpfändeten Gelder nur gegen 

Sicherheiten eingesetzt werden; mit anderen Worten habe der Beschwerdegeg-

ner der Beschwerdeführerin zugesichert, dass jegliche Verschiebungen der von 

der E._____ geliehenen Gelder ausschliesslich gesichert erfolgen würden. Dem 

Beschwerdegegner sei die vertragswidrige Überweisung der D._____ an die 

H._____ , welche zur Kündigung des Kredits durch die E._____ und die Pfändung 

des Vermögens der Beschwerdeführerin geführt habe, bekannt gewesen. Er habe 

jedoch weder versucht, den Geldtransfer zu vermeiden noch habe er bei der 

D._____ dagegen protestiert, obwohl er dazu verpflichtet gewesen sei, keine un-

gesicherte Verschiebung von Geldern zuzulassen. Der Beschwerdeführerin sei 

durch dieses Vorgehen ein Schaden von Fr. 540'000.– entstanden (Urk. 13 

p. 10101003 ff.).  

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2.1 Die Staatsanwaltschaft begründete die Nichtanhandnahme im Wesentlichen 

damit, dass dem Beschwerdegegner keine Geschäftsführereigenschaft im Sinne 

von Art. 158 StGB zukomme. Der Verwaltungsauftrag zwischen der Beschwerde-

führerin und der C._____ habe klar festgelegt, dass die Gelder der Beschwerde-

führerin nicht direkt bei ihr oder der D._____ investiert werden, sondern dass die 

C._____ keinen direkten Zugriff auf das von der Beschwerdeführerin bei der 

E._____ einbezahlte Geld bzw. Guthaben habe. So gehe aus den Unterlagen der 

E._____ im Zusammenhang mit der Geschäftsbeziehung zur Beschwerdeführerin 

hervor, dass keine Verfügungsberechtigung an die C._____ bzw. den Beschwer-

degegner eingerichtet worden sei. Damit hätten weder die C._____ noch der Be-

schwerdegegner selbstständig über das Geld der Beschwerdeführerin verfügen 

können. Der Vollständigkeit halber sei anzumerken, dass das der D._____ für das 

geplante Investment zur Verfügung gestellte Geld aus einem Darlehen der 

E._____ und nicht von der Beschwerdeführerin gestammt habe. Die D._____ ha-

be somit ihr eigenes Geld und nicht jenes der Beschwerdeführerin investiert. Die 

Gelder der Beschwerdeführerin seien auch nach dem Vermögenstransfer der 

D._____ an die H._____ auf dem Konto der E._____ verblieben, womit der Ver-

mögensstand der Beschwerdeführerin sich durch die Investition der D._____ nicht 

verändert habe (Urk. 6 Ziff. 20 ff.).  

 Des Weiteren sei nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdegegner eine 

Pflichtverletzung im Sinne von Art. 158 StGB begangen haben soll. Es sei völlig 

unklar, in welcher Funktion der Beschwerdegegner eine von der Beschwerdefüh-

rerin behauptete Kontrollpflicht hätte ausüben sollen. Der Beschwerdegegner ha-

be zu keiner Zeit über eine Organstellung bei der D._____ verfügt und sei auch 

vertraglich nicht berechtigt gewesen, gegenüber den Organen der D._____ Kon-

trollen durchzuführen oder Weisungen zu erlassen. Er hätte einzig anlässlich der 

Sitzungen zwischen der D._____ und der C._____ beratend seine Meinung äus-

sern können. Somit habe der Beschwerdegegner über keine Möglichkeit verfügt, 

den Vermögenstransfer der D._____ zu verhindern. Zudem hätten Abklärungen in 

einem anderen mit dem vorliegenden in Zusammenhang stehenden Strafverfah-

ren ergeben, dass der Beschwerdegegner bestrebt gewesen sei, die "Investoren-

gelder" abzusichern und damit den Vertrag mit der Beschwerdeführerin wie be-

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sprochen umzusetzen. Somit wäre zusätzlich zum objektiven auch der subjektive 

Tatbestand nicht erfüllt, da eine grobfahrlässige Pflichtverletzung hierzu nicht aus-

reiche (Urk. 6 Ziff. 23 ff.).  

 Schliesslich sei der Schaden der Beschwerdeführerin nicht durch die be-

hauptete unterlassene Kontrollpflicht des Beschwerdegegners erfolgt, sondern 

durch die Verwertung des Pfandes durch die E._____. Es fehle somit auch am 

notwendigen Kausalzusammenhang zwischen der behaupteten deliktischen 

Handlung und dem eingetretenen Schaden, welcher ein unbedingtes Tatbe-

standsmerkmal der ungetreuen Geschäftsbesorgung sei (Urk. 6 Ziff. 28).  

2.2 Die Beschwerdeführerin entgegnete dem, dass eine klare Straflosigkeit des 

Beschwerdegegners im heutigen Zeitpunkt nicht vorliege. Es seien Abklärungen 

notwendig, ob sich die Verdachtsmomente gegen den Beschwerdegegner erhär-

ten liessen. Die Geschäftsführereigenschaft des Beschwerdegegners ergebe sich 

sodann aus dem Vermögensverwaltungsvertrag. Entgegen der Darstellung der 

Staatsanwaltschaft habe die Beschwerdeführerin gerade gewollt, dass der Be-

schwerdegegner alle Handlungen vornehme, die notwendig sind, um ihr verpfän-

detes Vermögen zu erhalten. Zudem sei dem Beschwerdegegner gemäss dem 

Vermögensverwaltungsvertrag auch ein selbstständiges Verfügungsrecht über die 

Vermögenswerte der Beschwerdeführerin zugekommen. Die Tatsache, dass der 

Beschwerdegegner auf dem Bankkonto nicht zeichnungsberechtigt gewesen sei, 

schränke diese Vollmacht nicht ein. Der Beschwerdegegner habe sich sodann 

ausdrücklich dazu verpflichtet, für den Erhalt der verpfändeten Guthaben der Be-

schwerdeführerin zu sorgen. Dass die Gelder zu Gunsten der D._____ verpfändet 

werden sollen, sei im Verwaltungsauftrag ausdrücklich vorgesehen gewesen 

(Urk. 2 Rz. 7 ff.).  

 Entgegen der Ansicht der Staatsanwaltschaft wäre es dem Beschwerdegeg-

ner auch möglich gewesen, die Überweisung der 3 Millionen Euro in die USA zu 

verhindern. Zunächst hätte er sie, die Beschwerdeführerin, über die vertragswidri-

ge (ungesicherte) Verschiebung der Gelder informieren sollen. Daraufhin hätte 

sie, die Beschwerdeführerin, bei der E._____ vorstellig werden können. Zudem 

hätte auch der Beschwerdegegner sich selbst direkt an die E._____ wenden und 

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diese bitten müssen, mit der Auszahlung zuzuwarten, denn gemäss Verwaltungs-

auftrag habe der Beschwerdegegner sie, die Beschwerdeführerin, gegenüber der 

E._____ vertreten können. Zudem hätte der Beschwerdegegner auch bei den Or-

ganen der D._____ gegen die Überweisung protestieren können und darauf hin-

weisen müssen, dass die ungesicherte Überweisung eine Vertragswidrigkeit dar-

stelle. Es sei davon auszugehen, dass aufgrund von solchen Handlungen des 

Beschwerdegegners der Geldtransfer nicht ausgeführt worden wäre. Selbst wenn 

der Auffassung der Staatsanwaltschaft gefolgt werde, träfe den Beschwerdegeg-

ner aufgrund seiner versprochenen Leistung ein Übernahmeverschulden. Die 

Frage, was der Beschwerdegegner letztlich hätte bewirken können, sei in der 

Strafuntersuchung abzuklären (Urk. 2 Rz. 15 ff.).  

 Alsdann habe der Beschwerdegegner durch seine Untätigkeit den Geld-

transfer in die USA ermöglicht und dadurch die Pfandverwertung verursacht, wo-

mit ein Kausalzusammenhang gegeben sei. Auch der subjektive Tatbestand sei 

erfüllt, da sich der Beschwerdegegner bewusst für ein Untätigbleiben entschieden 

habe. Worauf sich Wissen und Willen des Beschwerdegegners im Übrigen bezo-

gen hätten, sei im Rahmen einer Strafuntersuchung zu klären (Urk. 2 Rz. 38 ff.). 

2.3 Die Staatsanwaltschaft verwies in ihrer Stellungnahme vorab auf den ein-

gangs erwähnten Beschluss UH160323-O der hiesigen Kammer vom 15. Juni 

2017, in welchem zusammengefasst festgestellt worden sei, dass die Beschwer-

deführerin nicht direkt aus den deliktischen Handlungen der Verantwortlichen ge-

schädigt wurde, sondern vielmehr durch eine im Anschluss durch die E._____ 

durchgeführte Pfandverwertung. Zudem sei in diesem Beschluss darauf hinge-

wiesen worden, dass eine allfällige ungetreue Geschäftsbesorgung begangen 

durch den Beschwerdegegner an der fehlenden unmittelbaren Geschädigtenstel-

lung der Beschwerdeführerin scheitern würde (Urk. 12 Ziff. 2).  

 Des Weiteren wiederholte die Staatsanwaltschaft ihren Standpunkt, wonach 

der Beschwerdegegner zu keinem Zeitpunkt tatsächlich Vermögensverwalter der 

Vermögenswerte der Beschwerdeführerin gewesen sei und dies auch nie beab-

sichtigt habe. Die Beschwerdeführerin habe mit der C._____ einen Verwaltungs-

auftrag mit dem Inhalt vereinbart, die Investitionsgelder zugunsten einer Drittge-

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sellschaft – der D._____ – zu verpfänden. Die Beschwerdeführerin habe deshalb 

den Investitionsbetrag auf ein Konto, lautend auf sie selber, bei der E._____ 

transferiert. Somit habe die C._____ nie selbstständig über das Vermögen der 

Beschwerdeführerin verfügt und auch keine Vermögensverwaltung durchführen 

können. Damit seien es auch nicht Handlungen bzw. Unterlassungen der C._____ 

oder des Beschwerdegegners gewesen, welche im Rahmen einer ungetreuen 

Geschäftsbesorgung zum Schaden der Beschwerdeführerin geführt hätten, son-

dern die Pfandverwertung durch die E._____ (Urk. 12 Ziff. 6 ff.). 

3.1 Nach Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Nicht-

anhandnahme, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports fest-

steht, dass die fraglichen Straftatbestände oder Prozessvoraussetzungen eindeu-

tig nicht erfüllt sind. Eine Nichtanhandnahme darf nur in sachverhaltsmässig und 

rechtlich klaren Fällen ergehen. Es muss sicher feststehen, dass der Sachverhalt 

unter keinen Straftatbestand fällt. Im Zweifelsfall ist eine Untersuchung zu eröff-

nen (BGE 137 IV 285 E. 2.2 f.; Urteil des Bundesgerichts 6B_615/2014 vom 

2. Dezember 2014 E. 2). 

3.2 Nach Art. 158 Ziff. 1 StGB macht sich der ungetreuen Geschäftsbesorgung 

strafbar, wer aufgrund des Gesetzes, eines behördlichen Auftrages oder eines 

Rechtsgeschäfts damit betraut ist, Vermögen eines anderen zu verwalten oder ei-

ne solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei unter Verletzung 

seiner Pflichten bewirkt oder zulässt, dass der andere am Vermögen geschädigt 

wird. Der Tatbestand kennt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung vier Vo-

raussetzungen, namentlich die Eigenschaft als Geschäftsführer, die Verletzung 

einer damit zusammenhängenden Pflicht, aus welcher ein Vermögensschaden 

resultiert, sowie Vorsatz hinsichtlich dieser Elemente (BGE 120 IV 190 E. 2). Ge-

schäftsführer im Sinne dieser Bestimmung ist, wer in tatsächlich oder formell 

selbstständiger und verantwortlicher Stellung im Interesse eines anderen für ei-

nen nicht unerheblichen Vermögenskomplex zu sorgen hat. Die Stellung als Ge-

schäftsführer fordert ein hinreichendes Mass an Selbstständigkeit, mit welcher 

dieser über das fremde Vermögen oder über wesentliche Bestandteile desselben, 

über Betriebsmittel oder das Personal eines Unternehmens verfügen kann. Der 

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Tatbestand ist namentlich anwendbar auf selbstständige Geschäftsführer sowie 

auf operationell leitende Organe von juristischen Personen bzw. Kapitalgesell-

schaften. Geschäftsführer ist aber auch, wem die Stellung nur faktisch zukommt 

und nicht formell eingeräumt worden ist. Nicht als Geschäftsführer erscheint, wer 

der ständigen Kontrolle und Überwachung eines anderen unterliegt, durch Wei-

sungen derart eingeschränkt ist, dass nur ein sehr begrenzter Handlungsspiel-

raum zur Verfügung steht, oder derjenige, der lediglich in untergeordneter Stel-

lung bei der Vermögensverwaltung mitwirkt oder als Berater hinzugezogen wird 

(NIGGLI, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar StGB II, 3. Aufl., Basel 

2013, Art. 158 N 13 ff.; Urteile des Bundesgerichts 6S.25/2003 vom 12. Mai 2003 

E. 2.2, 6S.711/2000 vom 8. Januar 2003 E. 4.3). Ein einzelner Auftrag reicht als-

dann für sich alleine nicht aus, um die entsprechende Tätigkeit als Geschäftsfüh-

rung zu qualifizieren; diese Konstellationen sind unter Art. 158 Ziff. 2 StGB zu 

subsumieren (NIGGLI, a. a. O., Art. 158 N 51). 

4.1 Die Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegner vereinbarten im "Ver-

waltungsauftrag" vom 25. November 2015, dass die Beschwerdeführerin ihre An-

lagewerte bei der E._____ auf eine neu zu eröffnende, auf ihren Namen lautende 

Kundenbeziehung bereitstellen wird. Sodann bestätigte die Beschwerdeführerin 

damit einverstanden zu sein, dass die Anlagewerte zu Gunsten einer Gesellschaft 

(SPV) verpfändet werden, die ihrerseits dieses Finanzprojekt im eigenen Namen 

und auf eigene Rechnung umsetze. Gemäss Vereinbarung sollte die Sicherheit 

der verpfändeten Gelder durch die strikte Einhaltung des Geschäftsmodells jeder-

zeit gewährleistet sein. Ferner wurde der C._____ eine Verwaltungsvollmacht er-

teilt, gestützt auf welche die C._____ als Stellvertreterin der Beschwerdeführerin 

gegenüber dem SPV und der E._____ handeln dürfe (Urk. 3/2).  

 Bereits aus dieser Formulierung ergibt sich, dass die Vermögenswerte der 

Beschwerdeführerin nicht dem Beschwerdegegner zwecks Vermögensverwaltung 

übertragen, sondern auf einem Konto der E._____ zu Sicherungszwecken hinter-

legt wurden. Der Beschwerdegegner war zwar gemäss Vertrag formell dazu ver-

pflichtet dafür zu sorgen, dass dieses Geld nur für das Finanzprojekt "Managed 

Buy/Sell" eingesetzt würde, faktisch wurde dieses Finanzprojekt jedoch von der 

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D._____ in eigenem Namen und auf eigene Rechnung mit dem von der E._____ 

zur Verfügung gestellten Darlehen umgesetzt. Da dem Beschwerdegegner dem-

entsprechend lediglich eine vermittelnde Rolle zukam, fehlt es an der Eigenschaft 

eines selbstständigen Geschäftsführers. Insbesondere hatte er hinsichtlich des 

Vermögens der Beschwerdeführerin keinen Handlungsspielraum, da es lediglich 

als Sicherheit für das Darlehen der E._____ an die D._____ diente. Seine Funkti-

on ist im Rahmen des vereinbarten Konstrukts lediglich untergeordnet, wobei die 

eigentliche Investition durch die D._____ durchgeführt werden sollte. Entgegen 

der Betitelung des Vertrages, handelte es sich somit nicht um einen Vermögens-

verwaltungsauftrag im herkömmlichen Sinne. Insgesamt fehlt es somit an der ge-

forderten Geschäftsführereigenschaft des Beschwerdegegners.  

4.2 Weiter ist zu berücksichtigen, dass das Geld der Beschwerdeführerin auf ein 

Sperrkonto der E._____ zwecks Pfandsicherung einbezahlt wurde. Beim Pfand-

recht an Bankkontoguthaben handelt es sich sodann um ein irreguläres Pfand-

recht, da der Schuldner (Bankkunde) der Gläubigerin (Bank) eine Menge vertret-

barer Sachen (Geld) übergibt und mit ihr vereinbart, dass nach Begleichung der 

durch das Pfandrecht gesicherten Schuld Sachen der gleichen Art zurückzuerstat-

ten sind. Das irreguläre Pfandrecht folgt den Regeln des Faustpfandrechts, soweit 

der Zweck des Geschäfts und die Irregularität des Pfandes dies zulassen (BAUER, 

in:Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar ZGB II, 5. Aufl., Basel 2015, 

Vor Art. 884-894 N 29). Gemäss den für das Faustpfandrecht anwendbaren 

Art. 884 ff. ZGB hatten weder die Beschwerdeführerin noch der bevollmächtigte 

Beschwerdegegner ausschliessliche Gewalt über die sich bei der E._____ befin-

denden verpfändeten Vermögenswerte und daher auch keinen Zugriff auf diese. 

Gegenteiliges ist jedenfalls aus dem abgeschlossenen Pfandvertrag vom 

18. November 2015 nicht ersichtlich (vgl. Urk. 13 p. 10101136 [Beilage 10 zur 

Nichtanhandnahmeverfügung). Auch diese Tatsache schliesst die Möglichkeit ei-

ner Vermögensverwaltung durch den Beschwerdegegner faktisch aus.  

4.3 Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin war der Beschwerde-

gegner auch nicht mit der Aufsicht einer Geschäftsführertätigkeit betraut. Aus den 

Akten ist nicht ersichtlich, dass der Beschwerdegegner verpflichtet gewesen wäre, 

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die Investition bzw. die Geschäftstätigkeit der D._____ zu beaufsichtigen. Wie die 

Staatsanwaltschaft zutreffend ausführte, verfügte der Beschwerdegegner zu kei-

ner Zeit über eine Organstellung bei der D._____ und war auch vertraglich nicht 

berechtigt, gegenüber den Organen der D._____ Kontrollen durchzuführen oder 

Weisungen zu erteilen.  

4.4 Hinzu kommt, dass es sich vorliegend lediglich um eine einmalige Investition 

handelte, weshalb eine Subsumtion unter Art. 158 Ziff. 1 StGB ebenfalls ausge-

schlossen erscheint. Offen bleiben kann, ob der Beschwerdegegner aufgrund der 

erteilten Verwaltungsvollmacht Täter im Sinne von Art. 158 Ziff. 2 StGB (Miss-

brauchstatbestand) sein konnte, da wie sich nachfolgend zeigt, die dafür ebenfalls 

notwendige Voraussetzung des kausal verursachten Schadens (vgl. NIGGLI, 

a. a. O., Art. 158 N 168 ff.) nicht erfüllt ist.  

4.5 Als geschädigt im Sinne von Art. 158 StGB gilt der Inhaber des geschädig-

ten Vermögens (MAZZUCCHELLI/POSTIZZI, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Bas-

ler Kommentar StPO, 2. Aufl., Basel 2014, Art. 115 N 11). Durch das von der Be-

schwerdeführerin beschriebene Vorgehen bzw. die ungesicherte Investition der 

3 Millionen Euro wurde in erster Linie die D._____ selbst unmittelbar an ihrem 

Vermögen geschädigt. Der Beschwerdeführerin steht aufgrund der von ihr zu-

gunsten der D._____ eingegangenen Drittpfandverpflichtung mit der E._____ eine 

Forderung gegenüber der D._____ zu. Als Gläubigerin dieser Gesellschaft wird 

sie jedoch nicht zur Trägerin von deren Vermögen. Bei einem Vermögensdelikt 

zum Nachteil einer Aktiengesellschaft sind weder die Aktionäre noch die Gesell-

schaftsgläubiger unmittelbar verletzt (Urteil des Bundesgerichts 6B_60/2014 vom 

24. Juni 2014 E. 3.3.1; MAZZUCCHELLI/POSTIZZI, a. a. O., Art. 115 N 56). Sodann ist 

der Staatsanwaltschaft beizupflichten, dass das Geld der Beschwerdeführerin 

stets auf dem Konto der E._____ verblieb und der Schaden bei der Beschwerde-

führerin erst mit der Pfandverwertung durch die E._____ entstanden ist und nicht 

bereits durch die Verschiebung der Vermögenswerte. Die Beschwerdeführerin ist 

durch die Investition somit nicht unmittelbar geschädigt. Zudem war es nicht eine 

Handlung bzw. Unterlassung des Beschwerdegegners, welche schlussendlich 

zum Vermögensschaden der Beschwerdeführerin führte. Die Vorbringen der Be-

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schwerdeführerin, dass der Beschwerdegegner theoretisch die Möglichkeit gehabt 

hätte, die Investition zu verhindern, vermag daran nichts zu ändern. Insbesondere 

eine Intervention gegen die bevorstehende Vermögensverschiebung bei der 

E._____ durch den Beschwerdegegner oder auch die Beschwerdeführerin wäre 

wenig zielführend gewesen, da diese keine Berechtigung an den investierten Gel-

dern bzw. dem Darlehen der E._____ an die D._____ hatten. Es fehlt somit an ei-

nem kausal verursachten Schaden, womit der Tatbestand von Art. 158 StGB nicht 

erfüllt ist.  

4.6 Das Verhalten des Beschwerdegegners vermag zwar insgesamt in zivil-

rechtlicher Hinsicht verwerflich sein, kann aber kein strafrechtlich relevantes Ver-

halten begründen. Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass der Beschwerde-

gegner den Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung durch die beschrie-

benen Handlungen nicht erfüllt hat und die Staatsanwaltschaft die Untersuchung 

zu Recht nicht an Hand nahm. Die Beschwerde erweist sich demnach als unbe-

gründet und ist abzuweisen.  

III. 

1. Die Beschwerdeführerin wird bei diesem Ausgang des Verfahrens kosten-

pflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist in Anwendung von § 2 

Abs. 1 lit. b-d GebV OG und gestützt auf § 17 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 2'000.– 

festzusetzen und ist aus der geleisteten Kaution zu beziehen; im übersteigenden 

Betrag ist die Kaution der Beschwerdeführerin, unter Vorbehalt allfälliger Verrech-

nungsansprüche des Staates, zurückzuerstatten.  

2. Dem Beschwerdegegner ist mangels Umtrieben im vorliegenden Verfahren 

keine Entschädigung zuzusprechen. 

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Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt, der Beschwerdeführerin 

auferlegt und aus der von ihr geleisteten Prozesskaution bezogen. 

Der nicht beanspruchte Teil der Kaution wird der Beschwerdeführerin nach 

Rechtskraft dieses Beschlusses zurückerstattet, unter Vorbehalt allfälliger 

Verrechnungsansprüche des Staates. 

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Prozessentschädigungen zu-

gesprochen.  

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, zweifach, für sich und die Beschwerde-
führerin (per Gerichtsurkunde) 

− den Beschwerdegegner (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, ad C-2/2017/10017657 

(gegen Empfangsbestätigung)  

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, ad C-2/2017/10017657, 
unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 13; gegen Emp-
fangsbestätigung)  

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch). 

5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den.  

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevo-

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raussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

 
 
Zürich, 23. Januar 2018 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw S. Reisch 
 
 
 

	Beschluss vom 23. Januar 2018
	
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.

	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt, der Beschwerdeführerin auferlegt und aus der von ihr geleisteten Prozesskaution bezogen. Der nicht beanspruchte Teil der Kaution wird der Beschwerdeführerin nach Rechtskraft dieses Beschlusses zu...
	3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, zweifach, für sich und die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
	 den Beschwerdegegner (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, ad C-2/​2017/​10017657 (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, ad C-2/​2017/​10017657, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 13; gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch).

	5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.  Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgeset...