# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6139e45-9254-5515-bc27-db79b851e887
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.08.2019 715 18 275/184
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-18-275-184_2019-08-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom  6. August 2019 (715 18 275 / 184) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Einstellung der Anspruchsberechtigung: Frage der Zumutbarkeit des Verbleibs an der 
bisherigen Stelle; Reduktion von Verschulden und Einstelldauer wegen schwierigen Ver-
hältnissen am Arbeitsplatz 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 3003, 4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung  

 
 
 
A. Die 1963 geborene A.____ war seit 1. April 2011 bis 30. April 2018 als Pharma-Assis-
tentin in der B.____-Apotheke in C.____ tätig. Dieses Arbeitsverhältnis löste sie mit Schreiben 
vom 23. Februar 2018 per 30. April 2018 auf. Am 13. März 2018 meldete sie sich zur Arbeitsver-
mittlung an und erhob am 15. März 2018 bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland (Ar-
beitslosenkasse) Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. Mai 2018. Mit Verfügung vom 
15. Juni 2018 stellte die Arbeitslosenkasse A.____ wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ab 
1. Mai 2018 für 31 Tage in der Anspruchsberechtigung ein. Die hiergegen erhobene Einsprache 

 

 
 
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wies die Einspracheinstanz des KIGA Baselland, Abteilung Öffentliche Arbeitslosenkasse, mit 
Entscheid vom 7. August 2018 ab. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ am 29. August 2018 Beschwerde beim Kantons-
gericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) und beantragte sinngemäss die 
Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids.  
C. In ihrer Vernehmlassung vom 16. November 2018 schloss die Arbeitslosenkasse auf 
Abweisung der Beschwerde und beantragte zudem, es sei eine amtliche Erkundigung bei der 
B.____-Apotheke in C.____ vorzunehmen.  
 
D. Auf Aufforderung des Gerichts hin gab A.____ mit undatiertem Schreiben (Eingang am 
Kantonsgericht am 3. Januar 2019) diverse Personen als Auskunftspersonen an und reichte am 
11. Januar 2019 weitere Arztberichte zu den Akten.  
 
E. Mit Stellungnahme vom 4. Februar 2019 hielt die Arbeitslosenkasse an ihren Anträgen 
auf Abweisung der Beschwerde sowie Vornahme einer amtlichen Erkundigung bei der B.____-
Apotheke fest.  
 
F. Mit Schreiben vom 28. Februar 2019 nahmen D.____ und Dr. E.____ für die B.____-
Apotheke im Rahmen einer amtlichen Erkundigung zu den Fragen des Kantonsgerichts Stellung.  
 
G. Am 22. März 2019 teilte Advokatin Raffaella Biaggi mit, dass sie die Interessen der Be-
schwerdeführerin vertrete.  
 
H.  Mit Schreiben vom 18. März 2019 (Eingang am Kantonsgericht am 8. April 2019) und 
vom 13. Mai 2019 nahmen die Beschwerdeführerin und die Arbeitslosenkasse Stellung zum 
Schreiben der B.____-Apotheke vom 28. Februar 2019.  
 
I. Die Rechtsvertreterin führte mit Schreiben vom 17. Juni 2019 aus, sie verzichte auf die 
Einreichung ihrer Honorarnote. 
 
J. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung wird Dr. E.____ als Auskunftsperson befragt. 
Auf seine Aussagen wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen eingegangen. Die Beschwer-
degegnerin beantragt sinngemäss, die Beschwerde sei insofern teilweise gutzuheissen, als in 
Abänderung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 7. August 2018 die Einstellungs-
dauer von 31 Tagen auf 27 Tage herabgesetzt werde. Die Beschwerdeführerin hält am sinnge-
mässen Antrag auf eine weitergehende Reduktion der Einstelltage fest.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 
56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

 

 
 
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(ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslo-
senversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zu-
ständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. 
a und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in 
dem die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend 
kommt die Beschwerdeführerin ihren Kontrollpflichten im Kanton Basel-Landschaft nach, weshalb 
die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt 
das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG, wes-
halb auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben ist. Auf die im Übrigen form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Im vorliegenden Fall sind eine Einstelldauer in der Anspruchsberechti-
gung im Umfang von 31 Tagen bei einem Taggeld von Fr. 83.20 und damit ein Streitwert von Fr. 
2‘579.20 zu beurteilen. Über die Beschwerde ist demnach präsidial zu entscheiden. 
 
2. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zu Recht infolge selbst-
verschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 31 Tagen in der Anspruchsberechtigung einge-
stellt hat. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, 
kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen 
(Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für 
Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwaltungs-
sanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip be-
herrscht (THOMAS NUSSBAUMER, in: Schindler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann, Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, 3. Aufl., Basel 2016, Rz. 
828). 
 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberechti-
gung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. Eine selbstver-
schuldete Arbeitslosigkeit liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht 
objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und 
den persönlichen Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (ARV 1982 
Nr. 4 S. 39). Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn die versicherte Person das Arbeitsver-
hältnis von sich aus kündigt, ohne dass ihr eine andere Stelle zugesichert war (Art. 44 Abs. 1 lit. 
b AVIV). 
 

 

 
 
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2.3 Im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV findet die Scha-
denminderungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AVIG) ihre Grenze grundsätzlich im Zumutbarkeitsgedan-
ken. So gilt nach Art. 16 Abs. 1 AVIG eine Arbeit noch als zumutbar, die den berufs- und ortsüb-
lichen, insbesondere den gesamt- und normalarbeitsvertraglichen Bedingungen entspricht, den 
Fähigkeiten und dem Gesundheitszustand der arbeitslosen Person angemessen ist und die Wie-
derbeschäftigung in ihrem Beruf nicht wesentlich erschwert. Das Bundesgericht hat in konstanter 
Praxis entschieden, dass bei der Frage der Zumutbarkeit bzw. Unzumutbarkeit des Verbleibens 
am Arbeitsplatz ein strenger Massstab anzulegen ist. Die Zumutbarkeit zum Verbleiben an der 
bisherigen Arbeitsstelle wird dabei strenger beurteilt als die Zumutbarkeit zum Antritt einer neuen 
Stelle (BGE 124 V 234 E. 4b/bb mit Hinweisen; THOMAS NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 838). Wenn 
nicht besondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person zugemutet werden, wenigs-
tens so lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle gefunden hat (ARV 1976 
Nr. 18; GERHARD GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, Bern 1987, N. 27 zu Art. 16; 
JACQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss. Zürich 1998, S. 116). 
 
2.4 Der Begriff der Unzumutbarkeit ist im Lichte von Art. 20 lit. c des Übereinkommens 
Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförderung 
und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; für die Schweiz in Kraft seit dem 
17. Oktober 1991) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwillige („volontairement“) Auf-
geben einer Stelle ohne triftigen Grund („sans motif légitime“) sanktioniert. Damit dürfen bei einer 
völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV keine überhöhten Anforderungen 
an die Zumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz gestellt werden; insbesondere sind bei der 
Zumutbarkeitsprüfung auch subjektive Beweggründe der versicherten Person zu berücksichti-
gen. Vermag die versicherte Person für das Verlassen der Stelle legitime Gründe zu nennen, 
kann nicht von einer freiwilligen Preisgabe der Beschäftigung im Sinne des Übereinkommens 
gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2009, 8C_958/2008, E. 2.2 mit Hin-
weisen). 
 
2.5 Als legitimer Grund im vorgenannten Sinne gilt die Kündigung einer Arbeitsstelle, die die 
Gesundheit der versicherten Person gefährdet. Gesundheitsgefährdende Arbeitsstellen sind 
nicht mehr zumutbar im Sinne von Art. 16 AVIG. Eine Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen 
Gründen muss durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete 
Beweismittel) belegt sein. Aus Gründen der Rechtssicherheit darf sich die Arbeitslosenkasse 
nicht mit blossen Behauptungen der versicherten Person begnügen, sondern benötigt vielmehr 
zweckdienliche Beweismittel, welche primär die versicherte Person im Rahmen der ihr obliegen-
den Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des Sachverhalts beizubringen hat (BGE 124 V 234 E. 
4b/bb). 
2.6 Dagegen vermögen ein schlechtes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit 
Vorgesetzten oder Arbeitskollegen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des Ar-
beitsverhältnisses zu begründen (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juni 2017, 8C_66/2017, E. 2). 
Bei Schwierigkeiten wie Auseinandersetzungen, Stresssituationen und dergleichen ist es der ver-
sicherten Person grundsätzlich zuzumuten, ihre Stelle nicht ohne Zusicherung einer neuen An-
schlussstelle aufzugeben. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass belastende Verhältnisse am 
Arbeitsplatz eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht rechtfertigen. Sie können 

 

 
 
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aber allenfalls beim Verschulden berücksichtigt werden (Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG, seit 2007 Schweizerisches Bundesgericht] vom 29. Oktober 2003, C 133/03, 
E. 3.2 mit Hinweisen). Auch ein den Vorstellungen der versicherten Person nicht entsprechendes 
Betriebsklima genügt hierzu keineswegs (ARV 1986 Nr. 24 S. 95). 
 
3.1 In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist schliesslich auf folgende Grundsätze hinzuweisen: 
Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren 
ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und Gerichte 
von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
haltes zu sorgen (BGE 138 V 218 E. 6 mit weiteren Hinweisen). Dies bedeutet, dass in Bezug auf 
den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu aufgrund der 
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender An-
lass besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 mit weiteren Hin-
weisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mit-
wirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 
2009, 8C_412/2009, E. 1). 
 
3.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 
Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, Bern 1984, S. 136). 
Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit weiteren Hin-
weisen). 
 
4. Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführerin ein Verschulden an ihrer Arbeitslo-
sigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbindung mit Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV anzu-
lasten ist. Gestützt auf die vorliegenden Akten sowie die anlässlich der Parteiverhandlung erfolg-
ten Aussagen der Auskunftsperson und der Parteien stellt sich der rechtserhebliche Sachverhalt 
wie folgt dar:  
 
4.1 Die Beschwerdeführerin stand seit dem 1. April 2011 in der B.____-Apotheke in C.____ 
mit einem Pensum von zuerst 50 %, später 40 % in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Dieses 
Arbeitsverhältnis löste sie mit Schreiben vom 23. Februar 2018 per 30. April 2018 auf. Im Antrag 
auf Arbeitslosenentschädigung führte sie als Gründe für die Kündigung wiederholtes Mobbing 
durch Arbeitskolleginnen, extrem widrige Umstände am Arbeitsplatz und mangelnde Wahrneh-
mung der Führungsfunktion durch ihren Chef bzw. ihre Chefin an. Diese Gründe wiederholte sie 
im Wesentlichen auch im Fragebogen betreffend rechtliches Gehör vom 12. Juni 2018. Zusätzlich 
führte sie aus, die Kündigung sei ihr vom Arbeitgeber nicht nahegelegt worden und sie habe das 
Arbeitsverhältnis nicht aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst. In ihrer Einsprache vom 18. Juni 

 

 
 
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2018 gab sie unter anderem an, sie habe am 2. Februar 2018 ein Gespräch mit Frau F.____ von 
der Arbeitslosenkasse gehabt. Diese habe ihr versichert, dass es „keine Einstelltage geben 
würde“, da sie eine IV-Rente beziehe und zwei Kinder in Ausbildung unterstützen müsse. Sie 
habe ihr geraten, in Würde zu kündigen, bevor ihre Chefin ihr kündige. Sie sei monatelang von 
ihrem Arbeitsteam gemobbt, erpresst und ausgenutzt worden. Die Chefin sei 80 Jahre alt und 
habe selber keine Kraft mehr, das Arbeitsteam zu leiten. Die Arbeitsbedingungen seien so widrig 
gewesen, dass sie gesundheitliche Probleme bekommen habe (Schlaflosigkeit und Magen- und 
Darmbeschwerden). In einer Aktennotiz vom 9. Juli 2018 hielt Frau F.____ fest, sie könne sich 
an ein Telefongespräch mit Frau A.____ erinnern. Da Frau A.____ auch gesundheitliche Prob-
leme für eine Kündigung angegeben habe, habe sie ihr geraten ihren Arzt aufzusuchen, bevor 
sie kündige. Im Formular „Angaben der versicherten Person für den Monat Juli 2018“ führte die 
Beschwerdeführerin aus, sie habe eine neue Anstellung ab August 2018 gefunden und sich so-
dann per 31. Juli 2018 von der Arbeitsvermittlung abgemeldet. Des Weiteren ergibt sich aus den 
Akten, dass sich die Beschwerdeführerin per 31. Juli 2018 von der Arbeitsvermittlung und vom 
Leistungsbezug bei der Arbeitslosenkasse aufgrund Stellenantritts per 1. August 2018 als Sozi-
alpädagogin in der Primarschule G.____ abgemeldet hat. 
 
4.2 Mit ihrer Beschwerde an das Kantonsgericht reichte die Beschwerdeführerin diverse 
ärztliche Berichte zu den Akten. Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie, hielt in seinem Arztbericht vom 21. Juni 2018 folgende Diagnosen fest:  

- weit fortgeschrittene laterale Gonarthrose Knie links 
- St. n. arthroskopischer lateraler Teilmeniskektomie Mai 2017 
- V.a. Psoriasis-Arthritis mit / bei 
- Chronischer zervikothorakalen Rückenschmerzen vom entzündlichen Schmerztypus 
- Früher nachgewiesene Psoriasis vulgaris, aktuell auf Kopfhaut 
- HLA-B27 negativ 
- Zöliakie mit 
   - Duodenalbiopsie im Juli 2011 
- St. n. Verkehrsunfall am 1.11.2001 Heckauffahrkollision  
   - mit HWS-Distorsion und Rückenkontusion sowie zerebraler Kontusion 
   - persistierendes zervikozephales panvertebrales Syndrom 
- Neuropsychologische Funktionsstörung 
- Vegetative Dysregulation 
- Intermittierend depressive Episoden 
 

Weiter hielt Dr. H.____ fest, es würden seit Jahren belastungsabhängige sowie bewegungsab-
hängige Schmerzen am Bewegungsapparat bestehen. Die Knieschmerzen im linken Kniegelenk 
hätten im letzten Jahr exazerbiert. Es sei eine arthroskopische Teilmeniskektomie vorgenommen 
worden, wobei keine Beschwerdebesserung erreicht worden sei. Die ganze Rekonvaleszenz 
habe ein Jahr gedauert. Im April 2018 sei eine intraartikuläre Infiltration mit Kortison sowie Hyal-
uronsäure vorgenommen worden. Im Verlauf habe sich die Situation gebessert, es würden aber 
anhaltende belastungsabhängige Schmerzen bestehen. Mittel- bis langfristig werde sicherlich die 
Implantation einer Knietotalprothese notwendig werden.  
 

 

 
 
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4.3 Des Weiteren liegt ein Ärztliches Zeugnis von Dr. med. I.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 24. August 2018 bei den Akten. Darin hielt sie fest, dass lediglich zwei bis 
drei Konsultationen im Jahr stattfinden würden, da die Patientin psychisch recht gut kompensiert 
sei und anlässlich der letzten Kontrolle vor vier Monaten psychisch in gutem Zustand gewesen 
sei. Sie habe jedoch schwierige und widrige Verhältnisse am Arbeitsplatz aus- und durchgehal-
ten. Zermürbung und Mobbing hätten so stark an ihren psychischen Ressourcen gezehrt, dass 
sie ihre Arbeit nun gekündigt habe, bevor sie gravierende psychische Krankheitssymptome ent-
wickelt habe. Aus medizinischer Sicht sei dies das Vernünftigste gewesen und zeuge vom Willen, 
sich als Arbeitskraft für sich selber und die Gesellschaft zu erhalten. Ihre Kündigung habe dazu 
beigetragen eine Langzeit-Krankmeldung zu vermeiden.  
 
4.4 Ausserdem befindet sich eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 3. Novem-
ber 2017 in den Akten, wonach der Beschwerdeführerin ab 1. September 2015 eine ganze Inva-
lidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 70 % zugesprochen wurde. Darin wurde auch 
festgehalten, dass der Beschwerdeführerin die Tätigkeit als Pharma-Assistentin zu 40 % zumut-
bar sei. 
 
4.5 Anlässlich der heutigen Befragung des Geschäftsführers der B.____-Apotheke hat sich 
ergeben, dass die Erstellung der Dienstpläne im Wesentlichen einer Pharma-Assistentin überlas-
sen wurden und sich der Geschäftsführer darauf beschränkt hat im „Notfall“ einzugreifen. Die 
jüngeren Assistentinnen hätten gerne am Samstag frei gehabt. Er habe dann jeweils gesagt, er 
spreche ein Machtwort, wenn sie sich nicht einigen würden. Es habe immer wieder Spannungen 
gegeben. Aber aus seiner Sicht seien diese nicht so gravierend gewesen, dass von Mobbing 
hätte gesprochen worden können. Die Beschwerdeführerin führt heute glaubhaft aus, die jungen 
Pharma-Assistentinnen hätten die Dienstpläne nach ihren eigenen Wünschen erstellt. Deshalb 
habe sie vorwiegend am Samstag arbeiten müssen. Die beiden Assistentinnen hätten grossen 
Einfluss gehabt, da nur sie das Computersystem beherrscht hätten und der Geschäftsführer von 
ihnen abhängig gewesen sei. Sie habe sich immer wehren müssen. Es sei ihr gesundheitlich 
nicht gut gegangen und sie habe nicht die Kraft gehabt, während der Arbeit eine neue Stelle zu 
suchen.  
 
Zusammenfassend ergibt sich, dass in der Apotheke wohl ein Führungsvakuum bestand. Der 
Geschäftsführer ist seiner Aufgabe, für eine gute Zusammenarbeit im Team zu sorgen, nicht aus-
reichend nachgekommen. Dazu gehört auch Spannungen unter den Mitarbeitenden zu erkennen 
und – gegebenenfalls – diese zu unterbinden sowie für eine funktionierende Kommunikation in-
nerhalb des Teams zu sorgen. Der Geschäftsführer hat es insbesondere unterlassen, die Eintei-
lung der Mitarbeitenden in den Dienstplänen zu überprüfen bzw. für die angemessene Berück-
sichtigung der unterschiedlichen Interessen aller Mitarbeitenden zu sorgen. 
 
5. Bei der Prüfung der Unterlagen fällt zunächst auf, dass keine Arztberichte zum Zeitpunkt 
der Kündigung vorliegen, die eine Arbeitsunfähigkeit bestätigen würden bzw. die Tätigkeit der 
Beschwerdeführerin in der B.____-Apotheke als unzumutbar erscheinen liessen. Die Einschät-
zung der Unzumutbarkeit zum Verbleib an der bisherigen Arbeitsstelle wurde durch die Be-

 

 
 
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schwerdeführerin alleine getroffen. Die behandelnde Psychiaterin hat die Probleme der Be-
schwerdeführerin erst nachträglich geschildert. Auch aus dem Arztbericht von Dr. H.____ erge-
ben sich keine Anhaltspunkte, die die Tätigkeit der Beschwerdeführerin als unzumutbar erschei-
nen liessen. Allerdings zeigt sich, dass die Beschwerdeführerin an einer Vielfalt von somatischen 
Beschwerden litt, welche ihr zugesetzt haben und sie aufgrund der widrigen Umstände am Ar-
beitsplatz auch psychisch stark gelitten hat. Weiter ist davon auszugehen, dass die Schwierigkei-
ten am Arbeitsplatz auch zu gesundheitlichen Problemen führten bzw. ihre bestehenden gesund-
heitlichen Probleme akzentuierten. Dazu hat auch das Verhalten des Geschäftsführers wesent-
lich beigetragen, indem er seiner Führungsaufgabe nicht nachgekommen ist und er die Be-
schwerdeführerin nicht unterstützt hat, sondern die für die Einteilung der Dienstpläne zuständigen 
Pharma-Assistentinnen gewähren liess. Es wäre der Beschwerdeführerin allerdings zumutbar 
gewesen, verstärkt auf ihre Schwierigkeiten hinzuweisen und nötigenfalls intensivere Therapie-
möglichkeiten zu prüfen. Ausserdem hätte sie vor der Kündigung eine Empfehlung eines Arztes 
einholen können, woraus gegebenenfalls ersichtlich gewesen wäre, dass aus medizinischer Sicht 
eine Kündigung angezeigt gewesen wäre. In Anbetracht dieser Sachlage kann der Wunsch nach 
einem Stellenwechsel zwar nachvollzogen werden, eine sofortige Kündigung mit der Folge des 
Bezugs von Arbeitslosenentschädigung zu Lasten der Allgemeinheit rechtfertigt sich vorliegend 
aber nicht, weshalb der Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 
Abs. 1 lit. a AVIG als erfüllt zu betrachten ist. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung ist 
demnach im Grundsatz nicht zu beanstanden.  
 
6.1 Zu prüfen bleibt, ob die Anzahl der Einstelltage korrekt ermittelt worden ist. Die Dauer 
der Einstellung bemisst sich einzig nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Sie 
beträgt nach Art. 45 Abs. 2 AVIV 1 – 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 – 30 Tage bei mittel-
schwerem Verschulden und 31 – 60 Tage bei schwerem Verschulden. Innerhalb dieses Rahmens 
entscheidet die Arbeitslosenkasse nach pflichtgemässem Ermessen. Das Gericht greift nur mit 
Zurückhaltung in das der Arbeitslosenkasse zustehende Ermessen ein. Es setzt nicht sein Er-
messen anstelle desjenigen der Arbeitslosenkasse, solange diese von ihrem Ermessen pflicht-
gemäss Gebrauch gemacht hat, also allen einschlägigen Gesichtspunkten gebührend Rechnung 
getragen hat. 
 
6.2 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist im vorliegenden Fall von einer solchen 
selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit auszugehen. Demnach läge der grundsätzliche Rahmen für 
die Bemessung der Einstelltage zwischen 31 und 60 Tagen. Die Beschwerdegegnerin setzte die 
Dauer der Einstellung mit Verfügung vom 15. Juni 2018 auf 31 Tage fest und bestätigte ihre 
Verfügung mit Einspracheentscheid vom 7. August 2018. Dabei ging sie ihrer Praxis gemäss von 
36 Einstelltagen aus und berücksichtigte die Probleme am Arbeitsplatz sowie das Verhalten des 
Arbeitgebers als verschuldensmindernd. Von den praxisgemässen 36 Einstelltagen zog sie fünf 
Tage ab. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung hat die Beschwerdegegnerin nochmals eine 
Reduktion der Einstelltage von 31 Tagen auf 27 Tage beantragt. Damit bringt sie zum Ausdruck, 
dass nach vollständiger Beweiserhebung im vorliegenden Fall das Verschulden im mittelschwe-
ren Bereich anzusiedeln ist.  
 

 

 
 
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Die Unterschreitung des grundsätzlichen Sanktionsrahmens für ein schweres Verschulden kann 
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung dann angezeigt sein, wenn besondere Umstände 
im Einzelfall vorliegen, die das Verschulden leichter als schwer erscheinen lassen. Diese können 
sich auf die subjektive Situation der betroffenen Person oder auf eine objektive Begebenheit be-
ziehen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. August 2017, 8C_342/2017, E. 4.3 mit Hinweis auf 
BGE 130 V 125 E. 3.5). 
 
6.3 Bei der Festlegung der Dauer der Einstellung bzw. der Kürzung der Einstelldauer von 36 
auf 31 Tage ist von der Beschwerdegegnerin zu Gunsten der Beschwerdeführerin zu Recht be-
rücksichtigt worden, dass Probleme am Arbeitsplatz bestanden haben und auch das Verhalten 
des Arbeitgebers zur Kündigung beigetragen hat. Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses er-
folgte daher aus arbeitslosenversicherungsrechtlicher Sicht zwar übereilt, sie ist aber zweifellos 
erheblich in den widrigen Umständen am Arbeitsplatz begründet. Dabei wurde von der Arbeitslo-
senkasse zudem zu wenig berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin auch an erheblichen mul-
tiplen somatischen Beschwerden litt und sich insbesondere ihre Kniebeschwerden im Jahr 2017 
verschlimmerten (vgl. Arztbericht von Dr. H.____ vom 21. Juni 2018). Weiter fällt ins Gewicht, 
dass die Beschwerdeführerin ihre Tätigkeit stehend ausüben musste, was ihren Kniebeschwer-
den nicht zuträglich war. Aus dem Arztbericht von Dr. I.____ ergibt sich, dass sich die Beschwer-
deführerin zwar selten, aber doch regelmässig zwei- bis dreimal jährlich in psychiatrische Kon-
sultationen begab. Der Hinweis von Dr. I.____, dass die widrigen Umstände am Arbeitsplatz an 
den psychischen Ressourcen der Beschwerdeführerin gezehrt hätten und deshalb zu befürchten 
war, dass sich gravierende psychische Krankheitssymptome hätten entwickeln können, ist durch-
aus nachvollziehbar. Mit der Kündigung wollte die Beschwerdeführerin dieser Belastung auswei-
chen, was aufgrund der Umstände als zumindest teilweise entschuldbar erscheint. Auch dieser 
Aspekt wurde von der Beschwerdegegnerin vorliegend zu wenig berücksichtigt, weshalb selbst 
die anlässlich der heutigen Parteiverhandlung beantragte Reduktion der Einstelldauer von 31 auf 
27 Tage, was einer Einstufung im – oberen – mittelschweren Bereich entspricht, als unangemes-
sen erscheint. In Anbetracht aller verschuldensmindernd zu berücksichtigenden Schwierigkeiten 
mit den Mitarbeiterinnen, dem Arbeitgeber und den bereits bestehenden gesundheitlichen Prob-
lemen erscheint jedoch eine Einstufung der Einstelltage im mittleren Bereich des mittelschweren 
Verschuldens als gerechtfertigt. Die Einstellungsdauer ist deshalb von 31 Tagen auf 24 Tage zu 
reduzieren.  
 
6.4 Die Beschwerde ist demnach insofern teilweise gutzuheissen, als in Abänderung des 
angefochtenen Einspracheentscheids vom 7. August 2018 die Einstellungsdauer von 31 Tagen 
auf 24 Tage herabgesetzt wird. 
 
7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben.  
 
 

  

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird insofern teilweise gutgeheissen, als in Abänderung 
des angefochtenen Einspracheentscheids vom 7. August 2018 die Ein-
stellungsdauer von 31 Tagen auf 24 Tage herabgesetzt wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht