# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a8f331d-3460-536e-b0b1-23a7c2ace84e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-09-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.09.2018 C-5144/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5144-2017_2018-09-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5144/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  S e p t e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richter David Weiss, Richterin Caroline Bissegger,    

Gerichtsschreiber Michael Rutz. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (USA), 

vertreten durch lic. iur. Raffaella Biaggi,  

Gremmelspacher Bürkli Biaggi Wiprächtiger Advokatur,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenrevision, 

Verfügung vom 15. August 2017. 

 

 

 

C-5144/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die am (…) 1971 geborene, schweizerische Staatsangehörige A._______ 

(nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführerin) erlitt am 1. April 1989 

als Beifahrerin eines Personenwagens bei einem Auffahrunfall ein Schleu-

dertrauma der Halswirbelsäule (act. 3 und act. 9), worauf sie zu 50 % 

krankgeschrieben wurde (act. 4 und act. 5). Zum Zeitpunkt des Unfalls 

stand sie in Ausbildung an einer Handelsschule (Schulbesuch vom Oktober 

1987 bis September 1989) und erwarb anschliessend das eidgenössische 

Fähigkeitszeugnis als kaufmännische Angestellte. Ab 1. Januar 1991 ar-

beitete sie Teilzeit im Geschäft ihres Vaters (B._______ AG) als Kauffrau 

(act. 1, act. 9 und act. 13) und danach von August 1991 bis Januar 1992 

bei der C._______ AG (act. 9).  

B.  

Am 12. Februar 1991 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf die 

unfallbedingten Folgen des Schleudertraumas (Kopfschmerzen, Schwin-

del, Konzentrationsstörungen, Nacken- und Rückenschmerzen sowie Seh-

störungen) bei der IV-Stelle des Kantons D._______ zum Leistungsbezug 

an (act. 1). Diese klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse 

ab und gewährte der Versicherten zunächst mit Beschluss vom 20. Mai 

1992 für ein Jahr berufliche Massnahmen für eine Umschulung zur Arztge-

hilfin, welche die Versicherte am 3. Februar 1992 begonnen hatte. Mit Ver-

fügungen vom 3. Dezember 1993 und vom 14. Dezember 1993 wurde ihr 

sodann bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Invalidenrente vom 

1. April 1990 bis 29. Februar 1992 und ab 1. Februar 1993 zugesprochen 

(act. 15). Infolge Wegzugs der Versicherten nach V._______ wurde ihr die 

halbe Invalidenrente ab 1. August 1995 von der Schweizerischen Aus-

gleichskasse (SAK) ausbezahlt (act. 16). 

C.  

Am 22. Dezember 1995 erlitt die Versicherte erneut als Beifahrerin eines 

Personenwagens bei einem Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbel-

säule (act. 17 S. 16). Die nunmehr zuständige IV-Stelle für Versicherte im 

Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) sprach ihr nach Abklärun-

gen mit Verfügung vom 21. September 1998 vorübergehend eine ganze 

Rente von 1. März 1996 bis 30. September 1996 bei einem Invaliditätsgrad 

von 100 % zu. Ab 1. Oktober 1996 wurde ihr wieder eine halbe Invaliden-

rente ausgerichtet (act. 25). 

C-5144/2017 

Seite 3 

D.  

Im Juni 2002 leitete die IVSTA ein Revisionsverfahren ein (act. 27). Die 

Abklärung der erwerblichen Verhältnisse ergab, dass die mittlerweile in den 

Vereinigten Staaten von Amerika (USA) lebende Versicherte seit 1. Juli 

1998 für eine Auslandfiliale der B._______ AG in einem Teilpensum in der 

Administration erwerbstätig war (act. 35). Zur Abklärung der medizinischen 

Verhältnisse zog die IVSTA das neurologische Gutachten von Dr. med. 

E._______ vom 30. Januar 2003 bei, das im Auftrag des Unfallversicherers 

erstellt worden war (act. 39). Dieses Gutachten legte sie ihrem medizini-

schen Dienst zur Beurteilung vor (Stellungnahmen vom 23. Februar 2003, 

vom 15. März 2003 und vom 7. Mai 2003; act. 45). Gestützt darauf führte 

die IVSTA einen neuen Einkommensvergleich durch und ermittelte dabei 

einen Invaliditätsgrad von 70 % (act. 43). Dementsprechend sprach sie der 

Versicherten mit Verfügung vom 23. Mai 2003 rückwirkend ab 1. Mai 2002 

eine ganze Invalidenrente zu (act. 48). 

E.  

Die IVSTA leitete im November 2007 ein Revisionsverfahren ein (act. 55). 

Dabei gab die Versicherte auf dem Revisionsfragebogen an, nicht mehr 

erwerbstätig zu sein (act. 57). Gestützt auf ein Gutachten von Dr. 

F._______, M.D., (…) (USA), vom 19. Februar 2008 (act. 65) und einer 

Stellungnahme des medizinischen Dienstes vom 13. Juli 2008 (act. 67) be-

stätigte die IVSTA mit Mitteilung vom 17. Juli 2008 den Anspruch auf eine 

ganze Rente (act. 70).  

F.  

F.a Im Rahmen eines im Februar 2013 eingeleiteten Revisionsverfahrens 

(act. 83) gab die Versicherte im Fragebogen an, nach wie vor keiner Er-

werbstätigkeit nachzugehen (act. 86). Nachdem die IVSTA ein Gutachten 

von Dr. F._______, M.D., vom 16. August 2013 eingeholt hatte (act. 97), 

teilte sie der Versicherten gestützt auf die Empfehlung des Regionalen 

Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 28. Oktober 2013 (act. 101) mit Schreiben 

vom 11. November 2013 mit, dass eine polydisziplinäre Begutachtung in 

der Schweiz notwendig sei (act. 103). Damit erklärte sich die Versicherte 

mit Schreiben vom 11. Dezember 2013 nicht einverstanden (act. 107), wes-

halb die IVSTA die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung in 

der Schweiz mittels Zwischenverfügung vom 30. Januar 2014 anordnete 

(act. 115). Eine dagegen von der Versicherten am 21. März 2014 erhobene 

Beschwerde (act. 120) wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil C-

1535/2014 vom 16. Dezember 2015 ab (act. 130). 

C-5144/2017 

Seite 4 

 

F.b Nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils C-1535/2014 vom 16. Dezem-

ber 2015 teilte die IVSTA der Versicherten mit Schreiben vom 15. März 

2016 mit, dass sie nun eine polydisziplinäre Begutachtung in der Schweiz 

organisieren werde (act. 135). Am 29. März 2016 gab sie sodann beim 

Zentrum G._______ (G._______) in (…) ein polydisziplinäres Gutachten in 

Auftrag (act. 142). Vor den Untersuchungen durch die Gutachter der 

G._______ wurde die Versicherte am 26. September 2016 von zwei Mitar-

beitenden der IVSTA in der Schweiz zu ihren persönlichen und beruflichen 

Verhältnissen befragt (act. 174). Das polydisziplinäre Gutachten wurde so-

dann am 24. Januar 2017 erstattet (act. 179). Zum Gutachten holte die 

IVSTA Stellungnahmen des medizinischen Dienstes aus den Fachgebieten 

Psychiatrie (Stellungnahme vom 13. Februar 2017; act. 183), Allgemein-

medizin (Stellungnahme vom 28. Februar 2017; act. 184), Rheumatologie 

(Stellungnahme vom 12. April 2017; act. 187) und Neurologie (Stellung-

nahme vom 19. Mai 2017; act. 189) ein. In der Folge kündigte die IVSTA 

mit Vorbescheid vom 23. Mai 2017 die Aufhebung der Rente an (act. 190), 

wogegen die Versicherte am 17. Juni 2017 (act. 193) und am 30. Juli 2017 

(act. 198) Einwände erheben liess. Mit Verfügung vom 15. August 2017 

hielt die IVSTA an ihrer Beurteilung fest, hob die bisher ausgerichtete 

ganze Rente per 30. September 2017 auf und entzog einer gegen diese 

Verfügung gerichteten Beschwerde die aufschiebende Wirkung (act. 202). 

G.  

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte durch ihre Rechtsvertreterin 

mit Eingabe vom 12. September 2017 (Poststempel) Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht und beantragte, dass die angefochtene Verfü-

gung aufzuheben und ihr weiterhin eine halbe (richtig wohl: ganze) Invali-

denrente auszurichten sei. Eventualiter sei die Sache zur ergänzenden Ab-

klärung des rechtserheblichen Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzu-

weisen. Weiter beantragte die Beschwerdeführerin, dass ihr die unentgelt-

liche Rechtspflege zu gewähren und die unterzeichnende Rechtsanwältin 

als unentgeltliche Rechtsbeiständin einzusetzen sei (BVGer-act. 1). Am 

23. Oktober 2017 reichte die Beschwerdeführerin einen auf Untersuchun-

gen vom 4., 11. und 17. August 2017 beruhenden neuropsychologischen 

Untersuchungsbericht aus den USA ein (BVGer-act. 3).   

C-5144/2017 

Seite 5 

H.  

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 6. Dezember 2017 

unter Beilage einer Stellungnahme ihres medizinischen Dienstes vom 

1. Dezember 2017 die Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 6). 

I.  

Mit Zwischenverfügung vom 13. Dezember 2017 wurde das Gesuch der 

Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gut-

geheissen und Rechtsanwältin lic. iur. Raffaella Biaggi als unentgeltliche 

Rechtsbeiständin ernannt (BVGer-act. 7). 

J.  

Nachdem die Beschwerdeführerin von der Gelegenheit zur Einreichung ei-

ner Replik keinen Gebrauch gemacht hatte, wurde der Schriftenwechsel 

mit Verfügung vom 12. Februar 2018 abgeschlossen (BVGer-act. 9). 

K.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefoch-

tenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdi-

ges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur Er-

hebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; Art. 59 ATSG 

[SR 830.1]). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist ein-

zutreten (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; Art. 60 ATSG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 15. August 2017, mit der die Vorinstanz die bisher ausge-

richtete ganze Invalidenrente der Beschwerdeführerin auf der Grundlage 

von Art. 17 Abs. 1 ATSG revisionsweise per Ende September 2017 aufge-

hoben hat. Da die Beschwerdeführerin seit mehr als fünfzehn Jahren eine 

Rente der Invalidenversicherung bezogen hat, ging die Vorinstanz zu 

C-5144/2017 

Seite 6 

Recht davon aus, dass die Möglichkeit einer Revision nach den Schluss-

bestimmungen der Änderung des IVG vom 18. März 2011 (6. IV-Revision, 

erstes Massnahmenpaket) nicht besteht. Streitig und zu prüfen ist, ob die 

Beschwerdeführerin auch ab dem 1. Oktober 2017 Anspruch auf eine 

Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat. 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin ist schweizerische Staatsangehörige und 

wohnt in den USA. Die Prüfung ihres Anspruchs auf eine Rente der schwei-

zerischen Invalidenversicherung richtetet sich trotz des am 1. August 2014 

in Kraft getretenen Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika über soziale Sicher-

heit (SR 0.831.109.336.1; nachfolgend Sozialversicherungsabkommen) 

grundsätzlich nach den schweizerischen Rechtsvorschriften (vgl. Urteil des 

BVGer C-112/2015 vom 21. Dezember 2016 E. 2.1). 

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 15. August 2017) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 15. August 2017 in Kraft standen; weiter aber auch Vor-

schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind. 

4.  

4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

C-5144/2017 

Seite 7 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

4.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertels-

rente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 

von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 

ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende 

Regelung vorsehen.  

4.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so 

wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft ent-

sprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).  

4.3.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat-

sächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den 

Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist 

die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes re-

vidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheits-

zustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbe-

reich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 

aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein 

Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine 

andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine 

Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist. Hingegen ist die lediglich 

unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 

Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 

E. 2.3; 130 V 343 E. 3.5). 

4.3.2 Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenan-

spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu 

prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 

V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Ist dagegen eine anspruchserhebliche Änderung 

des Sachverhalts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, 

C-5144/2017 

Seite 8 

bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen 

Rechtszustand (vgl. Urteil des BGer 9C_273/2014 vom 16. Juni 2014 

E. 3.1.1 mit Hinweis). 

4.3.3 Als zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum 

Abschluss eines Rentenrevisionsverfahrens eine anspruchsrelevante Än-

derung des Invaliditätsgrades eingetreten ist, dient die letzte Beurteilung, 

welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruches mit rechts-

konformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und – bei Anhalts-

punkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen eines Ge-

sundheitsschadens – Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht 

(BGE 133 V 108 E. 5.4; 130 V 343 E. 3.5.2). 

4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und 

im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; 125 V 256 E. 4).  

4.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Exper-

tin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 

E. 3a). Eine begutachtende medizinische Fachperson muss über die not-

wendigen fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des BGer 

9C_555/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1 mit Hinweisen). 

4.6 Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens 

hängt wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema 

– erhebliche Änderung (en) des Sachverhalts – bezieht. Einer für sich allein 

betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizini-

schen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Ren-

tenberechtigung beweisend wäre, mangelt es daher in der Regel am recht-

C-5144/2017 

Seite 9 

lich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abwei-

chende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, in-

wiefern eine effektive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefun-

den hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die 

gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (SVR 2012 IV Nr. 18 

[9C_418/2010] E. 4.2; SVR 2013 IV Nr. 14 [8C_441/2012] E. 6.1.2). 

4.7 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG einge-

holten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutach-

ten externer Spezialärzte darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, 

solange «nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit» der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 210 E. 2.2.2; 135 V 465 E. 4.4).  

4.8 Geht es um psychische Erkrankungen wie eine anhaltende somato-

forme Schmerzstörung, ein damit vergleichbares psychosomatisches Lei-

den (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder depressive Störungen leicht- bis 

mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409, 143 V 418), sind für die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Be-

rücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits 

und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – erlauben, das 

tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 

281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben 

sich sowohl die medizinischen Sachverständigen als auch die Organe der 

Rechtsanwendung in ihrer Einschätzung des Leistungsvermögens an den 

normativen Vorgaben zu orientieren; die Gutachter im Idealfall gemäss der 

entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 143 V 418 E. 6; 141 V 281 

E. 5.2). Gelangt der Rechtsanwender nach der Beweiswürdigung zum 

Schluss, ein Gutachten erfülle sowohl die mit BGE 141 V 281 definierten 

versicherungsmedizinischen Massstäbe wie auch die allgemeinen rechtli-

chen Beweisanforderungen (siehe E. 4.5 und 4.6), ist es beweiskräftig, und 

die darin formulierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit sind zu über-

nehmen. Eine davon losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Mass-

gabe des strukturierten Beweisverfahrens soll nicht stattfinden (BGE 141 

V 281 E. 5.2.3; 144 V 50 E. 4.3). Gemäss altem Verfahrensstandard ein-

geholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im 

Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifi-

schen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein ab-

schliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bun-

desrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8).  

C-5144/2017 

Seite 10 

5.  

Zunächst ist der massgebende zeitliche Referenzpunkt für die Prüfung der 

Frage, ob sich der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers in anspruchsre-

levanter Weise verändert hat, festzustellen (siehe E. 4.3.3). 

5.1 Die Beschwerdeführerin erhielt mit Verfügung vom 14. Dezember 1993 

rückwirkend ab 1. April 1990 ein halbe Invalidenrente bei einem Invalidi-

tätsgrad von 50 % zugesprochen (act. 15). Diese ursprüngliche Rentenzu-

sprache basierte im Wesentlichen auf den von den Neurologen Dr. med. 

H._______ und Dr. med. I._______ (act. 3 und 4) attestierten Arbeitsunfä-

higkeit von 50 % in der Tätigkeit als kaufmännische Angestellte und als 

Arztgehilfin infolge des beim ersten Verkehrsunfall vom 1. April 1989 erlit-

tenen HWS-Trauma. Nach dem zweiten Autounfall vom Dezember 1995 

wurde der Beschwerdeführerin gestützt auf die im IV-Arztbericht von Dr. 

med. J._______ vom 17. November 1997 (act. 22) attestierten Arbeitsun-

fähigkeit von 100 % vom 23. Dezember 1995 bis 30. Juni 1996 vorüberge-

hend vom 1. März 1993 bis 30. September 1996 eine ganze Invalidenrente 

(IV-Grad: 100 %) und ab 1. Oktober 1997 wieder eine halbe Invalidenrente 

(IV-Grad: 50% ausgerichtet (act. 25). In der Folge wurde mit Verfügung 

vom 23. Mai 2003 die halbe Rente gestützt auf das Gutachten von Dr. med. 

E._______, Facharzt für Neurologie, vom 30. Januar 2003 revisionsweise 

rückwirkend ab 1. Mai 2002 auf eine ganze Rente erhöht (IV-Grad: 70 %). 

Zuletzt wurde der Anspruch auf eine ganze Rente nach Durchführung ei-

nes weiteres Revisionsverfahrens, in dem ein Gutachten von Dr. 

F._______, M.D., (…) (USA), Facharzt der Allgemeinmedizin, vom 19. Feb-

ruar 2008 (act. 65) eingeholt wurde, bei unverändertem Invaliditätsgrad mit 

Mitteilung vom 17. Juli 2008 bestätigt. 

5.2 Bezüglich des Referenzzeitpunkts hält die Vorinstanz in der angefoch-

tenen Verfügung fest, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerde-

führerin seit dem 30. September 2016 verbessert habe. Damit kann aber 

offensichtlich nicht der massgebende Referenzzeitpunkt gemeint sein, 

handelt es sich dabei doch um das Datum der Untersuchung im G._______ 

im Rahmen des aktuellen Revisionsverfahrens. Sonstige Ausführungen 

zum massgeblichen Referenzzeitpunkt sind der angefochtenen Verfügung 

nicht zu entnehmen. Im Rahmen ihrer Vernehmlassung erwähnt die Vo-

rinstanz jedoch, dass gegenüber dem Jahr 2003 eine wesentliche Verbes-

serung des Gesundheitszustands eingetreten sei. Angesichts der Zusatz-

frage der IVSTA an die Gutachter des G._______, wie sich der Gesund-

heitszustand der Beschwerdeführerin seit dem 17. Juli 2008 (Datum der 

letzten Mitteilung) entwickelt habe, bleibt es aber unklar, ob die Vorinstanz 

C-5144/2017 

Seite 11 

die Verfügung vom 23. Mai 2003 oder die Mitteilung vom 17. Juli 2008 als 

massgebenden Referenzzeitpunkt betrachtet hat. 

5.3 Die Verfügung vom 23. Mai 2003 erfolgte gestützt auf eine materielle 

Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung 

und entsprechender Beweiswürdigung aufgrund des fachärztlichen Gut-

achtens von Dr. med. E._______ vom 30. Januar 2003 sowie Durchführung 

eines Einkommensvergleichs. Der nachfolgenden Bestätigung des An-

spruchs auf eine ganze Rente mittels Mitteilung vom 17. Juli 2008 ging 

indes keine hinreichende materielle Prüfung der anspruchserheblichen Tat-

sachen voraus, insbesondere weil das in den USA eingeholte Gutachten 

nicht auf einer fachärztlichen Untersuchung beruht und in Unkenntnis des 

Gutachtes von Dr. med. E._______ vom 30. Januar 2003 erstellt wurde. 

Daher bildet die Verfügung vom 23. Mai 2013 den zeitlichen Referenzpunkt 

für die Prüfung, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 

bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 15. August 2017 in an-

spruchsrelevanter Weise verändert hat. 

6.  

Die mit Verfügung vom 23. Mai 2003 vorgenommene Erhöhung der halben 

auf eine ganze Rente beruhte auf der Annahme einer Restarbeitsfähigkeit 

in der angestammten Tätigkeit von 30 % und in einer leidensangepassten 

Tätigkeit von 40 % und basierte in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen 

auf folgenden ärztlichen Einschätzungen: 

6.1 Am 30. Januar 2003 erstellte Dr. med. E._______ im Auftrag des Un-

fallversicherers ein neurologisches Gutachten.  

6.1.1 Dr. med. E._______ nannte folgende Diagnosen:  

– Auffahrkollision vom 1. April 1989 mit  

– HWS-Distorsion mit chronisch-rezidivierendem Cervicalsyndrom mit 

cervicaler und cervico-cephaler Symptomatik 

– Verdacht auf leichte, traumatische Hirnverletzung mit persistierenden 

leichten neurologischen Defiziten 

– Frontalkollision vom 22. Dezember 1995 mit 

– HWS-Distorsion oder HWS-Abknicktrauma mit Verstärkung des vor-

bestehenden Cervicalsyndroms, heute leicht bis mässig ausgeprägt, 

C-5144/2017 

Seite 12 

mit leichter, schmerzhafter Funktionseinschränkung mit rezidivieren-

der cervicaler-, cervico-cephaler und cervico-brachialer Symptomatik 

rechts. Verdacht auf rein neurales Thoracic-outlet-Syndrom rechts 

– Leichter traumatischer Hirnverletzung mit zunächst verstärkten, bis 

heute langsam regredienten verhaltensneurologischen und neuropsy-

chologischen Defiziten, heute insgesamt leicht bis mässig ausgeprägt 

– Status nach posttraumatischer Belastungsstörung 

– Status nach reaktiven depressiven Episoden 

6.1.2 Im Rahmen der Beurteilung hielt Dr. med. E._______ fest, dass der 

eigentliche neurologische Befund bis auf leichte Gleichgewichtsstörungen 

unauffällig sei. Im Bereich der Halswirbelsäule finde sich ein insgesamt 

mässig ausgeprägtes Cervikalsyndrom mit leichter schmerzhafter Funkti-

onseinschränkung. Daneben bestehe ein leicht ausgeprägtes Lumbover-

tebralsyndrom sowie multiple Schmerzpunkte mit Verdacht auf eine fibro-

myalgie-ähnliche Beschwerdeentwicklung und eine Adipositas per magna. 

In verhaltensneurologischer Hinsicht seien Enthemmungsphänomene und 

teilweise ein nicht adäquater affektiver Ausdruck sowie eine überdurch-

schnittliche Ermüdbarkeit auffallend gewesen. Anhaltspunkte für ein mani-

festes psychisches Leiden, welches zum Zeitpunkt der Untersuchungen 

Einfluss auf die Untersuchungsergebnisse hätte haben können, bestünden 

keine. Die neuropsychologische Untersuchung habe bei gewohntem 

Schmerzniveau ohne Einnahme von die kognitiven Leistungen möglicher-

weise beeinflussenden Medikamenten insgesamt mässige bis leichte De-

fizite mit Schwerpunkten im Bereich der geteilten Aufmerksamkeit, der 

Konzentrationsleistungen, der Umstellfähigkeit in der verbalen Modalität 

sowie bei der Produktion von nicht automatisierten Reihen. Aufgrund der 

Unfallbeschreibung, der Aktenlage, dem Verlauf, den heutigen Beschwer-

deangaben und den objektivierbaren Befunden bestünden klare Anhalts-

punkte auf eine Hirnbeteiligung im Sinne einer leichten traumatischen Hirn-

verletzung als Folge des zweiten Unfalls. 

6.1.3 Dr. med. E._______ schätzte die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

im angestammten Beruf als Arztgehilfin und als kaufmännische Angestellte 

auf insgesamt 65 % ein. Diese Einschränkung wäre in keinem anderen Be-

ruf geringer. Es bestünden Einschränkungen, indem die Beschwerdeführe-

rin nicht mehr fähig sei, körperlich anstrengende Arbeiten, insbesondere 

die Wirbelsäule belastende Arbeiten, durchzuführen. Nicht mehr möglich 

seien insbesondere auch Arbeiten über Kopf, Arbeiten im Bücken sowie 

C-5144/2017 

Seite 13 

Arbeiten unter Zwangshaltung der Wirbelsäule. Das Anheben oder Trans-

portieren von relevanten Lasten sei ebenfalls nicht mehr möglich. Es sei 

heute und in Zukunft notwendig, die Arbeit unter Wechselbelastung und mit 

vermehrten Pausen durchzuführen. Weitere Einschränkungen bestünden 

in intellektueller Hinsicht, insbesondere seien längere Dauerkonzentration 

und Tätigkeiten, welche die gleichzeitige Aufmerksamkeit auf Verschiede-

nes erforderten, stark eingeschränkt. Diese Einschränkungen bestünden 

teilweise seit dem ersten Unfall und verstärkt nach dem zweiten Unfall. 

Nach dem zweiten Unfall habe zeitweise eine gänzliche Arbeitsunfähigkeit 

bestanden. 

6.2 Das neurologische Gutachten von Dr. med. E._______ vom 30. Januar 

2003 wurde der IV-Ärztin Dr. med. K._______, Fachärztin für Allgemeine 

Innere Medizin, vorgelegt. Sie hielt in ihrer Stellungnahme vom 23. Februar 

2003 fest, dass der gesundheitliche Zustand der Beschwerdeführerin 

durch den Gutachter Dr. med. E._______ als stabilisiert, aber bleibend be-

schrieben werde. Seit der letzten Revision bestehe gemäss glaubhafter 

und sorgfältiger Untersuchung eine Arbeitsunfähigkeit von 65 %. Dies in 

einer Tätigkeit, welche bereits Positionswechsel und wenig Wirbelsäulen-

belastung biete (act. 45). In ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 15. 

März 2003 hielt die IV-Ärztin fest, dass gemäss dem Gutachten von Dr. 

med. E._______ die Tätigkeit als Arztgehilfin und als kaufmännische An-

gestellte nicht mehr empfohlen werden könne, da eine chronische Belas-

tung der Halswirbelsäule bestehe. Zusätzlich habe die Beschwerdeführerin 

durch die Traumata ein neuropsychologisches Defizit entwickelt, welches 

Aufmerksamkeitsstörungen beinhalte. In der angestammten Tätigkeit be-

stehe eine Arbeitsunfähigkeit von 70 %. Als Wärterin in einem Museum o-

der eine ähnliche Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu rund 40 % ar-

beitsfähig. Die Einschätzung von 65 % könne als gegenstandslos betrach-

tet werden (act. 45 S. 2). Diese Einschränkung bestehe seit Juli 1998 (act. 

45 S. 1). 

7.  

Im Rahmen der im Februar 2013 eingeleiteten Rentenrevision holte die 

Vorinstanz die folgenden medizinischen Berichte ein: 

7.1 Dr. F._______, M.D., hielt im Formulargutachten vom 16. August 2013 

als Diagnosen eine Cervicalgie, ein Cervicalsyndrom, eine Depression, 

posttraumatischer Stress und eine Adipositas fest. Die gesundheitliche Si-

tuation der Beschwerdeführerin habe sich seit seinem letzten Gutachten 

C-5144/2017 

Seite 14 

vom 19. Februar 2008 nicht geändert. Er erachtete die Beschwerdeführerin 

als nicht mehr arbeitsfähig (act. 97). 

7.2 Das polydisziplinäre Gutachten des G._______ vom 24. Januar 2017 

basiert auf internistischen, orthopädischen, neurologischen, psychiatri-

schen und neuropsychologischen Untersuchungen (act. 179). 

7.2.1 Unter Berücksichtigung aller Fachgebiete stellten die Gutachter fol-

gende Diagnosen: 

Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: 

– Adipositas permagna (BMI 47.5) 

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: 

– Chronifiziertes cervicocephales Schmerzsyndrom 

– ohne radiculäres Reiz- und Ausfallsyndrom an den oberen Extremitä-

ten 

– mit leichten degenerativen Veränderungen der HWS (MRT HWS 

28.12.2015) 

– Chronisches lumbales Schmerzsyndrom 

– ohne radiculäres Reiz- und Ausfallsyndrom an den unteren Extremi-

täten 

– mit radiologisch degenerativer Lendenwirbelsäule, ohne Kompromit-

tierung neurogener Strukturen (MRT LWS 28.12.2014) 

– Status nach Heckauffahrkollision am 1. April 1989 mit anamnestisch Distorsi-

onstrauma der HWS 

– Status nach Frontalkollision am 22. Dezember 1995 mit anamnestisch Distor-

sionstrauma der HWS und Commotio/Contusio cerebri 

– Carpaltunnelsyndrom beidseits, nach operativer Dekompression des Nervus 

medianus im Carpalkanal rechts am 29. Juni 2016 

– Meralgia paraesthetica links 

– Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (F68.0) 

– Histrionisch akzentuierte Persönlichkeitszüge (Z73.1) 

– Anamnestisch Penicillinallergie 

– Status nach Oberschenkel- und Unterschenkelfraktur rechts 1986 mit Osteo-

synthese und anschliessender Metallentfernung am Oberschenkel 

C-5144/2017 

Seite 15 

– Hypothyreose, substituiert 

7.2.2 Auf die Frage nach den aktuellen Beschwerden gab die Beschwer-

deführerin gegenüber den Gutachtern an, sie leide unter dauernden Schul-

terschmerzen beidseits, ausgeprägten Nackenschmerzen mit Ausstrah-

lung in den Kopf, Kopfschmerzen sowie Schmerzen im Bereich des ge-

samten Rückens. Das linke Bein verursache ebenfalls Schmerzen. Wegen 

den Rücken- und Beinschmerzen könne sie nur noch rund 300 Meter ge-

hen, dann verspüre sie eine Schmerzzunahme im gesamten Rückenbe-

reich und im linken Bein. Weiter fühle sie intermittierend eine Kraftlosigkeit 

in beiden Beinen. Sie müsse immer wieder die Körperposition ändern, im 

Liegen verspüre sie die geringsten Schmerzen. Häufig leide sie auch an 

ungerichtetem Schwindel. Das Gedächtnis habe deutlich abgenommen, 

auch habe die Konzentrationsfähigkeit deutlich abgenommen.  

7.2.3 Im internistischen Teilgutachten wurde eine Adipositas permagna so-

wie eine substituierte Hypothyreose festgestellt. Infolge der Adipositas, die 

als erheblich einzustufen sei, seien schwere Arbeiten ausgeschlossen. 

7.2.4 Im orthopädischen Teilgutachten wird ausgeführt, dass die aktuell be-

schriebenen Beschwerden nicht mehr auf die beiden Autounfälle zurück-

zuführen seien. Es fänden sich schmerzhafte Triggerpunkte im Bereich der 

Trapeziusmuskulatur sowie eine weichteilbedingte eingeschränkte Beweg-

lichkeit des gesamten Bewegungsapparates infolge der ausgeprägten Adi-

positas. Weiter bestehe eine Klopfdolenz und Druckdolenz im gesamten 

Bewegungsapparat, für die sich aber keine erklärbaren pathologischen Be-

funde im Bewegungsapparat finden liessen. Der Schweregrad sei als nicht 

vorhanden bis leicht einzustufen und Folge des Übergewichts. Es bestehe 

lediglich eine schmerzbedingte Funktionseinschränkung mit rezidivieren-

der cervicaler, cervicocephaler und cervicobrachialer Symptomatik rechts 

mehr als links, wobei sich ausser der Adipositas keine Befunde erheben 

liessen, die diese Schmerzen erklären könnten. Es bestünden deutliche 

Differenzen zwischen den berichteten Klagen und den objektiven Befun-

den. Aktuell liessen sich die multiplen, als Ursache der Beschwerden ge-

deuteten Befunde nicht (mehr) erheben. Aus orthopädischer Sicht sei eine 

wechselbelastende Tätigkeit mit Sitzen, Gehen und Stehen prinzipiell 

ganztags mit regelmässigen Pausen möglich.  

7.2.5 In neurologischer Hinsicht wurde festgehalten, dass die somatische 

neurologische Untersuchung spärliche objektiv fassbare klinische Befunde 

C-5144/2017 

Seite 16 

ergeben habe, welche von subjektiven Beschwerden bzw. Schmerzen ge-

prägt sei. Es fänden sich weder Hinweise auf eine zentralnervöse Läsion 

noch auf eine radikuläre Affektion an oberen und unteren Extremitäten. Ne-

ben den Restbeschwerden nach der Operation der Dekompression des 

Nervus medianus an der rechten Hand beschreibe die Beschwerdeführerin 

eine Sensibilitätsstörung auf der Aussenseite des linken Oberschenkels, 

welche aufgrund ihres Verteilungsmusters dem Innervationsgebiet des 

Nervus cutaneus femoris lateralis zuzuordnen, auf eine Meralgia parästhe-

tica verdächtig und im Rahmen der Adipositas gut erklärbar sei. Dagegen 

fänden sich heute weder typische schmerzhafte Missempfindungen am lin-

ken Oberschenkel lateral noch eine Druckdolenz mit Reizsymptomen des 

Nervs an seiner Durchtrittsstelle am lateralen Leistenband, womit – verein-

bar mit dem langjährigen Bestehen des Symptoms – eine floride Meralgia 

parästhetica nicht anzunehmen sei. Für die geklagten Schmerzen im Hüft-

bereich bzw. am linken Oberschenkel ventral finde sich keine neurologi-

sche Grundlage, so dass diesbezüglich auf die Beurteilung des orthopädi-

schen Gutachtens verwiesen werde. Zumindest aus somatischer Sicht be-

stünden keine neurologischen Symptome, welche ohne Vorbehalt als Fol-

gen der Unfälle vom 1. April 1989 bzw. 22. Dezember 1995 zu werten 

seien. Die aktuellen, objektiv fassbaren Befunde im Nackenbereich seien 

gering ausgeprägt und würden von subjektiven Beschwerden dominiert, 

welche in ihrer Ausprägung nicht zu begründen seien. Entsprechend zeige 

sich eine Diskrepanz zwischen geklagten Beschwerden und den spärli-

chen, objektiv fassbaren neurologischen Befunden. Insgesamt bestünden 

unspezifische Beschwerden, wobei sich nicht zuletzt auch das Körperge-

wicht der Beschwerdeführerin auf die Lendenwirbelsäule belastend bzw. 

auf die geklagten lumbalen Beschwerden auswirken dürfte. Es bestehe 

insgesamt eine leichtgradige Symptomatik. Aus neurologischer Sicht be-

stünden geringe funktionelle Einschränkungen, indem Tätigkeiten mit re-

gelmässigen Arbeiten über Kopf nicht geeignet seien. Wesentliche Ein-

schränkungen würden sich durch die Adipositas ergeben.  

7.2.6 Der psychiatrische Gutachter hielt zusammengefasst fest, dass der 

aktuelle psychopathologische Befund sehr bescheiden sei. Die Klagen 

über Schmerzen im Nacken mit Ausstrahlung in den Kopf bis in die Augen 

seien diffus. Die Charakteristik der beklagten Rücken- und Schulter-

schmerzen (krampfend, brennend und blockierend) sei verdächtig auf ein 

psychosomatisches Geschehen. Die Klagen über Gefühlstörungen und ein 

Kraftmangel in den Beinen, wiesen ebenfalls auf eine psychosomatische 

Entwicklung hin, da sie somatisch nicht erklärt werden könnten. Darüber 

C-5144/2017 

Seite 17 

hinaus fehle aber ein weitergehender, typischer psychosomatischer Symp-

tomkomplex mit weiteren psychovegetativen Symptomen. Die Affektivität 

weiche insofern von der Norm ab, als eine deutlich gehobene Stimmung 

bestehe, die der Situation unangemessen, unkritisch und pueril sei. Die 

Beschwerdeführerin wirke in ihrem ganzen psychischen Verhalten deutlich 

jünger als es ihrem biologischen Alter entspreche. Sie sei einfach struktu-

riert und wenig kritikfähig. Es handle sich insgesamt um eine leichte Symp-

tomatik. Aus psychiatrischer Sicht könne keine relevante Funktionsein-

schränkung postuliert werden.  

7.2.7 Im neuropsychologischen Teilgutachten wird ausgeführt, dass das 

aktuelle neuropsychologische Testprofil eine im Bereich der Intelligenz 

durchschnittlich leistungsfähige Explorandin zeige. Die Merkfähigkeit sei 

für Bewegungsabläufe, Zahlen, Wörter, figurales Material, Gegenstände 

und Testinstruktionen nicht beeinträchtigt. Die Aufmerksamkeitsfunktionen 

im Sinne der selektiven, der geteilten und der guten Interferenzstabilität 

und kognitiven Geschwindigkeiten seien erhalten. Lediglich bei der geteil-

ten Aufmerksamkeit zeige sich bei den Auslassungen ein Resultat rand-

ständig zur Norm. Die übrigen Werte in diesem Bereich seien unauffällig. 

Die Frontalhirnfunktionen (visuo-spatiale Konstruktion, kognitive Interfe-

renzstabilität, kognitive Umstellfähigkeit, kognitive Fluenz und planmässi-

ges Vorgehen) seien nicht beeinträchtigt. Eindeutige kognitive Defizite lies-

sen sich nicht darstellen.  

7.2.8 Im polydisziplinären Konsens kamen die Gutachterinnen und Gut-

achter zum Schluss, dass in allen angestammten Tätigkeitsbereichen 

(Handels- und Hotelfachperson, Arztgehilfin) aktuell weder aus internisti-

scher, noch aus orthopädischer, neurologischer, neuropsychologischer und 

auch nicht aus psychiatrischer Sicht eine medizinisch begründete Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Es seien alle Tätigkeiten als 

adaptiert anzusehen, die nicht körperlich schwer belastend seien. So 

könne die Beschwerdeführerin in allen sonst denkbaren Verweisungstätig-

keiten, die dieser Voraussetzung entsprechen, aus medizinischer Sicht un-

eingeschränkt arbeiten. 

8.  

Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgeht, dass sich der 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Zeitraum vom 23. Mai 

2003 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung am 15. August 2017 in 

rentenrelevanter Weise verändert hat und dass nunmehr eine rentenaus-

schliessende Arbeitsfähigkeit von 100 % besteht.  

C-5144/2017 

Seite 18 

8.1 Die Vorinstanz geht davon aus, dass die Voraussetzungen für eine re-

visionsweise Aufhebung der Rente gegeben sind. Sie erachtet einen Revi-

sionsgrund als gegeben, weil sich aus dem beweiskräftigen Gutachten des 

G._______ vom 24. Januar 2017 ergebe, dass sich der Gesundheitszu-

stand der Beschwerdeführerin in neurologischer und neuropsychologi-

scher Hinsicht verbessert habe. Früher seien diverse Diagnosen und Be-

funde angegeben worden, die sich anlässlich der Begutachtung durch das 

G._______ nicht mehr feststellen liessen. Die ursprünglichen Diagnosen 

und Befunde seien aktuell wegen des grossen zeitlichen Abstandes nicht 

mehr überprüfbar. Es könne aber nicht davon ausgegangen werden, dass 

diese unrichtig gewesen seien. Es sei vielmehr davon auszugehen, dass 

effektiv eine wesentliche Besserung eingetreten sei. Gegenüber den von 

Dr. med. E._______ im Jahr 2003 erhobenen Befunden sei im Gutachten 

des G._______ ausdrücklich eine wesentliche Besserung festgestellt wor-

den. Seit dem Zeitpunkt der Begutachtung bestehe weder aus somatischer 

noch aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für 

die angestammten Tätigkeiten als Handel- und Hotelfachperson sowie als 

Arztgehilfin.  

8.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet das Vorliegen eines Revisionsgrun-

des. Sie hält in ihrer Beschwerde fest, dass die Rentenzusprache aufgrund 

der gesundheitlichen Folgen der Unfallereignisse vom 1. April 1989 und 

vom 22. Dezember 1995 erfolgt sei. Die heutige Beurteilung der Gutachter 

des G._______ weiche nicht von jener der damaligen Gutachter ab. Die 

Einschränkungen würden mehr oder weniger gleichermassen bestätigt, es 

werde daraus jedoch eine andere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gefol-

gert. Über deutlich mehr als zwanzig Jahre hinweg hätten die Ärzte die 

Diagnosen und Einschränkungen bestätigt. Diese würden auch im Gutach-

ten des G._______ bestätigt. Es werde jedoch mehr Gewicht auf die Adi-

positas gelegt, die aber allenfalls durch die Unfälle begünstigt worden sei. 

Auch wenn die Gutachter eine Verbesserung im neuropsychologischen Be-

reich beschreiben würden, vermöge dies am IV-Grad nichts zu ändern, zu-

mal die neuropsychologische Testung nur ein Hilfsmittel sei und alleine 

keine genügende Grundlage für den Nachweis einer Veränderung des Ge-

sundheitszustands darstelle. Ausserdem seien damals allein die somati-

schen Beschwerden ausreichend gewesen, um den Rentenanspruch in 

vollem Masse zu begründen. Es liege auch keine Aggravation oder Simu-

lation vor. Die ursprüngliche Rentenzusprache habe auf zahlreichen fach-

ärztlichen Beurteilungen beruht, so dass sie aus damaliger Sicht nicht als 

offensichtlich unrichtig beurteilt werden könne. 

C-5144/2017 

Seite 19 

8.3 Für die Beurteilung des aktuellen Gesundheitszustandes und der Ar-

beitsfähigkeit sowie der Veränderung des Gesundheitszustandes stellte 

die Vorinstanz im Wesentlichen auf das im Verfahren nach Art. 44 ATSG 

eingeholte polydisziplinäre Gutachten des G._______ vom 24. Januar 

2017 ab. Dieses Gutachten basiert auf den Vorakten, einer detaillierten 

Anamneseerhebung und auf für die strittigen Belange umfassenden fach-

ärztlichen Untersuchungen, die am 26.-30. September 2016 stattgefunden 

haben. Sodann erfolgten eine interdisziplinäre Beurteilung und die Beant-

wortung der gestellten Fragen. Die Gutachter setzten sich mit den geklag-

ten Beschwerden und dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinan-

der. Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusam-

menhänge ein, und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesund-

heitszustand und Arbeitsfähigkeit werden für die rechtsanwendende Per-

son nachvollziehbar begründet.  

8.3.1 So wird im Gutachten schlüssig dargelegt, dass aus somatischer 

Sicht keine anspruchsrelevante Einschränkung der Leistungsfähigkeit im 

angestammten Beruf als kaufmännische Angestellte bzw. als Arztgehilfin 

vorliegt. Als einzige Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

wurde die Adipositas genannt, die vom internistischen Gutachter als erheb-

lich eingestuft wird. Abgesehen davon, dass eine Adipositas nach der 

Rechtsprechung grundsätzlich keine Invalidität zu begründen vermag (vgl. 

Urteil des BGer 8C_903/2014 vom 13. August 2015 E. 4.3 mit Hinweisen), 

haben die Gutachter aufgezeigt, dass als Folge der Adipositas bloss kör-

perlich schwere Arbeiten unzumutbar sind und damit die angestammten 

Tätigkeiten nicht einschränken. Die von der Beschwerdeführerin geklagten 

Schmerzen im Bereich des Kopfs, des Nackens, der Schultern und des 

Rückens konnten vom orthopädischen und neurologischen Experten nicht 

mittels objektivierbaren Befunden erklärt werden. Es ist daher nachvoll-

ziehbar, dass in den Fachdisziplinen Orthopädie und Neurologie keine Di-

agnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt wurden, zumal über-

dies auch die neuropsychologische, auf verschiedenen Tests und einer 

Verhaltensbeobachtung beruhende Untersuchung, keine kognitiven Defi-

zite ergab. Im Rahmen der neurologischen Begutachtung konnte lediglich 

ein Karpaltunnelsyndrom beidseits objektiviert werden. Die im Juni 2016 

durchgeführte Operation an der rechten Hand kann laut dem neurologi-

schen Gutachter gewisse schmerzbedingte Funktionseinschränkungen er-

klären, die jedoch nur vorübergehender Natur sind, weshalb ihnen kein 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beizumessen ist. 

C-5144/2017 

Seite 20 

8.3.2 In psychiatrischer Hinsicht wurden im G._______-Gutachten keine 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Diese Einschät-

zung leuchtet mit Blick auf den erhobenen unauffälligen psychiatrischen 

Befund, die gutachterlichen Verhaltensbeobachtungen, die Angaben der 

Beschwerdeführerin zu ihren Beschwerden sowie zu ihrem Tagesablauf 

sowie dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin noch nie eine psychi-

atrische Behandlung in Anspruch nahm, ein.  

8.3.3 Insgesamt erfüllt das polydisziplinäre Gutachten des G._______, 

dem sich in medizinischer Hinsicht und bezüglich der Einschätzung der Ar-

beitsfähigkeit auch die Ärzte des medizinischen Dienstes Dr. med. 

L._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Stellungnahme 

vom 13. Februar 2017; act. 183), Dr. med. M._______, Fachärztin für All-

gemeine Innere Medizin (Stellungnahme vom 28. Februar 2017; act. 184), 

Dr. med. N._______, Fachärztin für Rheumatologie (Stellungnahme vom 

12. April 2017; act. 187), und Dr. med. O._______, Fachärztin für Neurolo-

gie, (Stellungnahme vom 19. Mai 2017, act. 189), angeschlossen haben, 

die allgemeinen beweisrechtlichen Vorgaben (vgl. E. 4.5 hiervor). 

8.4 Das Gutachten des G._______ äussert sich auch zum revisionsspezi-

fischen Beweisthema aus medizinischer Sicht (Gegenüberstellung eines 

vergangenen und des aktuellen Zustandes).  

8.4.1 Im Gutachten wird festgehalten, dass aufgrund der heute erhebbaren 

Untersuchungen und Befunde die damaligen Schlussfolgerungen von 

Dr. med. E._______, insbesondere die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und 

der Integritätsentschädigung, nicht (mehr) bestätigt werden könnten. Es 

seien weder aktuell noch früher wirklich objektiv fassbare Befunde erhoben 

worden. Im Wesentlichen sei damals den Klagen der Beschwerdeführerin 

gefolgt worden. Einzig der neuropsychologische Befund habe damals eine 

mittelschwere Auffälligkeit im Sinn einer mittelschweren hirnorganischen 

Störung gezeigt. Dazu sei anzumerken, dass neuropsychologische Unter-

suchungen anerkanntermassen nur ein Hilfsmittel seien, im Zusammen-

hang mit dem neurologischen und psychiatrischen Befund zu gewichten 

seien und auch – und das wesentlich – von der Mitarbeit der Untersu-

chungsperson abhängig sei. Es handle sich dabei nur bedingt um absolut 

objektive Befunde, sofern diese Testung pathologisch auffällig sei. Dazu 

komme, dass auch Medikamente und Schmerzen neben psychologischen 

Faktoren die neuropsychologische Untersuchung beeinflussen könnten. 

Die aktuellen neuropsychologischen Befunde seien im Vergleich zur neu-

ropsychologischen Untersuchung vom 30. Januar 2003 (Dr. med. 

C-5144/2017 

Seite 21 

E._______) wesentlich besser. Auf die noch früheren neuropsychologi-

schen Untersuchungen solle nicht eingegangen werden, da diese in einem 

zu langen zeitlichen Abstand zur heutigen Untersuchung erfolgt seien. In 

der erwähnten neuropsychologischen Untersuchung vom 30. Januar 2003 

seien Defizite mit den Schwerpunkten in den Bereichen der geteilten Auf-

merksamkeit, der Konzentrationsleistungen, der Umstellungsfähigkeit in 

der verbalen Modalität sowie bei der Produktion von nicht automatisierten 

Reihen. Das aktuelle neuropsychologische Testprofil zeige in allen erwähn-

ten Bereichen durchschnittliche Leistungen. Lediglich auf dem Gebiet der 

geteilten Aufmerksamkeit finde sich noch eine Leistung in einer Kompo-

nente (Auslassung) randständig zur Norm. Es sei jedoch anzumerken, 

dass die Beschwerdeführerin Auto fahre. Somit liessen sich heute keine 

kognitiven Einschränkungen mehr finden. 

8.4.2 Auf die Frage des ärztlichen Dienstes, wie sich der Gesundheitszu-

stand der Beschwerdeführerin und die Arbeitsfähigkeit seit dem 17. Juli 

2008 (Datum der letzten Mitteilung) bis zum aktuellen Zeitpunkt entwickelt 

habe, führten die Gutachter aus, dass sie diese Frage nur arbiträr beant-

worten könnten, weil sie die Beschwerdeführerin im damaligen Zeitpunkt 

nicht untersucht hätten. Aufgrund der aktuell erhebbaren Befunde sei aber 

davon auszugehen, dass der damalige Zustand gleich gewesen sei, wie 

der aktuell objektivierbare. Falls sich der Zustand damals wesentlich von 

dem aktuellen unterschieden haben sollte, so müsste in der Zwischenzeit 

eine ganz erhebliche Verbesserung eingetreten sein, was aber nicht kon-

kordant sei mit der Angabe der Beschwerdeführerin, ihr Zustand habe sich 

im Verlaufe der Zeit verschlechtert. Es sei somit davon auszugehen, dass 

seit langem soziale und psychologische Faktoren Ursache der nicht Ar-

beitstätigkeit der Beschwerdeführerin gewesen seien. Retrograd betrachtet 

müsse man davon ausgehen, dass die gesamte Entwicklung auf dem Hin-

tergrund des damaligen Verständnisses der Folgen einer HWS-Distorsion 

und der dazugehörigen Rechtsprechung basierten. 

8.4.3 Soweit die Gutachter des G._______ festhalten, dass aufgrund der 

aktuell erhebbaren Befunde davon auszugehen sei, dass der damalige Zu-

stand (am 17. Juli 2008) gleich gewesen sei wie der heutige (S. 67 Gut-

achten) bzw. damals wie heute keine wirklich objektiv fassbaren Befunde 

erhoben worden seien, ist dies unter dem Aspekt der Revision nach Art. 17 

Abs. 1 ATSG nicht von Relevanz. Der Vergleich des Gesundheitszustan-

des der Beschwerdeführerin, wie ihn Dr. med. E._______ im Jahr 2003 

erhoben hat, mit jenem, der im Gutachten des G._______ vom 24. Januar 

2017 beschrieben ist, zeigt jedoch eine anspruchsrelevante Verbesserung 

C-5144/2017 

Seite 22 

auf. So hat Dr. med. E._______ im Gutachten vom 30. Januar 2003 leichte 

bis mässig ausgeprägte, langsam regrediente verhaltensneurologische 

und neuropsychologische Defizite als Folge einer, mit dem zweiten Ver-

kehrsunfall vom 22. Dezember 1995 erlittenen, leichten traumatischen 

Hirnverletzung festgestellt. Dr. med. E._______ hat die von ihm damals 

attestierte Arbeitsunfähig von 65 % ausdrücklich mit bestehenden Ein-

schränkungen in intellektueller Hinsicht begründet. Er hielt fest, dass ins-

besondere die längere Dauerkonzentration und Tätigkeiten, welche die 

gleichzeitige Aufmerksamkeit auf Verschiedenes erforderten, stark einge-

schränkt seien. Im Vergleich dazu, wurde im neurologischen Teilgutachten 

des G._______ im Jahr 2017 keine traumatische Hirnverletzung mehr di-

agnostiziert. Auch die kognitiven Defizite, die Dr. med. E._______ im Jahr 

2003 beschrieben hat und die den Anspruch auf eine ganze Rente mitbe-

gründet haben, wurden im Rahmen der Begutachtung durch das 

G._______ nicht mehr festgestellt. So hielt der psychiatrische Teilgutachter 

fest, dass die Beschwerdeführerin objektiv örtlich, zeitlich und autopsy-

chisch voll orientiert sei. Sie sei bei klarem Bewusstsein, sei vigilant, und 

gestellte Fragen würden ohne Probleme erfasst und korrekt, auch Daten 

und Fakten, wiedergegeben. Im klinisch psychischen Status fänden sich 

keinerlei Hinweise auf das Vorliegen einer organischen kognitiven Leis-

tungseinbusse oder einer organischen Persönlichkeitsstörung. Im neu-

ropsychologischen Teilgutachten des G._______ wird nachvollziehbar auf-

gezeigt, dass die heutigen Resultate im Vergleich zur neuropsychologi-

schen Untersuchung, die dem Gutachten von Dr. med. E._______ vom 30. 

Januar 2003, zugrunde lag, wesentlich besser sind. Die im Jahr 2003 fest-

gestellten Defizite mit den Schwergewichten im Bereich der geteilten Auf-

merksamkeit, der Konzentrationsleistung, der Umstellfähigkeit in der ver-

balen Modalität sowie bei der Produktion von nicht automatisierten Reihen, 

zeigen sich im aktuellen neuropsychologischen Testprofil – mit Ausnahme 

geteilten Aufmerksamkeit – nicht mehr. 

8.4.4 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass neuropsycholo-

gische Testungen alleine keine genügende Grundlage für die Feststellung 

der Veränderung des Gesundheitszustandes sein könnten, ist dem entge-

genzuhalten, dass sich vorliegend die Verbesserung der kognitiven Leis-

tungsfähigkeit nicht alleine auf die neuropsychologische, sondern auch auf 

die psychiatrische und die neurologische Einschätzung des G._______ ab-

stützt. Im Übrigen fanden die neuropsychologischen Untersuchungsbe-

funde Eingang in die polydisziplinäre Einschätzung der Gutachterinnen 

und Gutachter des G._______ (vgl. Urteil des BGer 9C_715/2016 vom 24. 

Januar 2017 E. 3.3).  

C-5144/2017 

Seite 23 

8.4.5 Darüber hinaus wird der verbesserte kognitive Zustand auch durch 

die Angaben der Beschwerdeführerin bestätigt. Gegenüber den psychiatri-

schen Gutachter des G._______ führte sie aus, dass sie Frischzeitge-

dächtnisprobleme habe, ihre Konzentrationsfähigkeit aber gut sei; auch 

ihre Alltagsgedächtnisfunktionen seien gut und ebenso das Orientierungs-

vermögen. Gegenüber Dr. med. E._______ beklagte sie im Jahr 2003 noch 

eine eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit. 

8.4.6 Hinsichtlich der aus revisionsrechtlicher Sicht zu prüfenden Frage, ob 

seit der Verfügung vom 30. Januar 2003 eine wesentliche Verbesserung 

des Gesundheitszustandes eingetreten ist, ergibt sich aus dem Gutachten 

des G._______ mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-

keit, dass eine Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit eingetreten 

ist, was auch von der Neurologin des medizinischen Dienstes, Dr. med. 

O._______, bestätigt wird (act. 189). Unter diesen Umständen ist das Gut-

achten des G._______ auch im revisionsrechtlichen Kontext beweiskräftig. 

Die kognitiven Defizite fanden im Jahr 2003 ausdrücklich Eingang in die 

Begründung der Arbeitsunfähigkeit, weshalb eine Verbesserung der kogni-

tiven Leistungsfähigkeit geeignet ist, den Rentenanspruch zu beeinflussen 

und damit einen Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG darstellt. 

8.5 Die Beschwerdeführerin reichte im Beschwerdeverfahren einen aktuel-

len neuropsychologischen Bericht der Psychologin P._______, Psy.D., 

J.D., ein, der auf Untersuchungen vom 4., 11. und 17. August 2018 beruht. 

Sie machte geltend, dass daraus entgegen der Testung im Gutachten des 

G._______ ersichtlich werde, dass weiterhin von einer leichtgradigen neu-

ropsychologischen Störung bei adäquater Mitarbeit der Beschwerdeführe-

rin auszugehen sei. Angesichts der diskrepanten Ergebnisse erscheine die 

gutachterliche Testung als nicht überzeugend, und eine Verbesserung der 

neuropsychologischen Situation könne nicht als ausgewiesen gelten. Aus 

diesem neuen Bericht kann die Beschwerdeführerin jedoch nichts zu ihren 

Gunsten ableiten. Zunächst fällt ins Gewicht, dass die Beurteilung aus-

schliesslich auf neuropsychologischen Aussagen, nicht aber auf fachärztli-

chen Stellungnahmen zur Entwicklung des Gesundheitszustandes und zur 

Arbeitsunfähigkeit im Vergleichszeitraum beruht (vgl. Urteil des BGer 

9C_983/2009 vom 21. Januar 2011 E. 4.2). Die Neurologin des medizini-

schen Dienstes, welcher der neue Bericht vorgelegt wurde, hat überdies in 

ihrer Stellungnahme vom 1. Dezember 2017 nachvollziehbar dargelegt, 

dass die neuropsychologischen Befunde vom August 2017 keine Hinweise 

auf eine (neue) neurologische Schädigung ergeben, die im Rahmen der 

polydisziplinären Begutachtung durch das G._______ unerkannt geblieben 

C-5144/2017 

Seite 24 

wären. Der neurologische Bericht, basierend auf Evaluationen vom 4., 11. 

und 17. August 2018, ist demnach nicht geeignet, konkrete Zweifel an den 

Ausführungen der Gutachter des G._______ zu erwecken. 

8.6 Die gutachterliche Einschätzung einer vollständigen Arbeitsfähigkeit 

aus polydisziplinärer Sicht hält auch vor der neuen Rechtsprechung ge-

mäss BGE 143 V 409, BGE 143 V 418 sowie BGE 141 V 281 stand. Das 

psychiatrische Teilgutachten des G._______ wurde erstellt, bevor das Bun-

desgericht am 30. November 2017 seine Rechtsprechung zum invalidisie-

renden Charakter psychischer Störungen geändert hat. Gemäss altem Ver-

fahrensstandard eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweis-

wert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls 

mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen ent-

scheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweis-

grundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8; Urteil des 

BGer 9C_78/2017 vom 26. Januar 2017 E. 6.3.1). 

8.6.1 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erwähnten Indikatoren hat 

das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Ka-

tegorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) mit den Komplexen «Gesund-

heitsschädigung» (E. 4.3.1; Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 

und Symptome; Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz; 

Komorbiditäten), «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsentwicklung und -struk-

tur, grundlegende psychische Funktionen [E. 4.3.2]) und «sozialer Kon-

text» (E. 4.3.3) sowie Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhal-

tens [E. 4.4]) mit den Faktoren gleichmässige Einschränkung des Aktivitä-

tenniveau in allen vergleichbaren Lebensbereichen (E. 4.4.1) und behand-

lungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck (E. 

4.4.2). 

8.6.2 Im psychiatrischen Teilgutachten des G._______ wurden (dem Fra-

gekatalog der Vorinstanz folgend; act. 142) Fragen zu den Indikatoren ge-

mäss BGE 141 V 281 beantwortet, dies trotz Fehlens einer Diagnose, wel-

che nach damaliger Rechtslage eine solche Prüfung bedingt hätte. Der 

Gutachter stufte den Schweregrad als leicht ein. In Bezug auf die Funkti-

onsstörungen hielt er fest, dass rein vom psychopathologischen Befund 

her eigentlich kaum eine Funktionseinschränkung postuliert werden könne. 

Man könne vielleicht zum Ausdruck bringen, dass die Planung und Um-

strukturierung von Aufgaben infolge der einfachen Charakterstruktur der 

Beschwerdeführerin mit wenig Kritikfähigkeit leicht beeinträchtigt sei. Die 

Beschwerdeführerin habe sich jedoch in ihrer Situation eingerichtet, womit 

C-5144/2017 

Seite 25 

die Umstellfähigkeit und Flexibilität negativ tangiert würden. Die Anpas-

sung an Routinen und Regeln sollte aber ohne Weiteres möglich sein, auch 

die Anwendung fachlicher Kompetenzen, soweit diese vorhanden seien. 

Auch die Durchhaltefähigkeit, die Selbstbehauptungsfähigkeit und die Kon-

taktfähigkeit zu Dritten und damit auch die Gruppen- oder Teamfähigkeit 

seien grundsätzlich nicht eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin habe 

gute Kontakte innerhalb der Familie. Die Spontanaktivitäten seien offen-

sichtlich nicht tangiert, ebenso wenig wie die Selbstpflege. Die Verkehrsfä-

higkeit werde allenfalls durch ihre Adipositas und gegenwärtig, vorüberge-

hend, durch die Carpaltunnel-Operation beeinträchtigt. Insgesamt könne 

aber aus psychiatrischen Gründen keine relevante Einschränkung postu-

liert werden. Individuelle Belastungsfaktoren und Ressourcen (sozialer 

Kontext) liessen sich nicht postulieren. Zu allfällig relevanten Persönlich-

keitsfaktoren hielt der Gutachter fest, dass es sich um eine in der psychi-

schen Entwicklung puerile Persönlichkeit mit beschränkten mentalen Res-

sourcen und histrionischen Charaktereigenschaften handle. Zur Konsis-

tenz führte er aus, dass die von der Beschwerdeführerin berichteten psy-

chischen Probleme beziehungsweise nicht-Probleme in sich konsistent 

seien. Der Umstand, dass die geklagten somatischen Beschwerden nicht 

mit somatischen Befunden begründet werden könnten, zwinge zum 

Schluss, dass hier psychogene, bewusstseinsnahe und soziale Gründe für 

diese bestünden. 

8.6.3 Dr. med. L._______ vom medizinischen Dienst nahm am 13. Februar 

2017 ebenfalls zu den Indikatoren Stellung. Er hielt fest, dass es sich in 

psychiatrischer Hinsicht um eine leichte Symptomatik handle. Es habe nie 

eine psychiatrische Behandlung stattgefunden. Von der Invalidenversiche-

rung sei eine Umschulung bezahlt und erfolgreich abgeschlossen worden. 

Eine psychiatrisch relevante Komorbidität sei nicht erfassbar. Die vom 

G._______-Gutachter beschriebene puerile psychische Entwicklung mit 

beschränkten persönlichen Ressourcen und histrionischen Charakterei-

genschaften hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in den ange-

stammten Berufen. Zum sozialen Kontext hielt der Psychiater des medizi-

nischen Dienstes fest, dass die Beschwerdeführerin verheiratet sei. Ihr 

Ehemann habe zwei erwachsene Kinder in die Ehe gebracht, mit welchen 

die Beschwerdeführerin normal sozialisiert sei. Sie kümmere sich auch um 

die an Trisomie leidende Schwester. Im Bereich Konsistenz hielt er ergän-

zend fest, dass ein Leidensdruck nur in somatischer Hinsicht formuliert 

werde, dieser aber im Subjektiven zu suchen sei. 

C-5144/2017 

Seite 26 

8.6.4 Was den funktionellen Schweregrad der Störung betrifft und nament-

lich die im Komplex Gesundheitsschädigung zu prüfende Ausprägung der 

diagnoserelevanten Befunde, geht aus dem Gutachten des G._______ 

hinreichend hervor, dass die Ausprägung der psychischen – wie auch der 

somatischen – diagnoserelevanten Befunde nicht stark ins Gewicht fällt 

und aus psychiatrischer Sicht kaum eine Funktionseinschränkung resul-

tiert. Dem psychiatrischen Gutachten ist insbesondere zu entnehmen, dass 

der psychopathologische Befund sehr bescheiden ist und dass hier psy-

chogene, bewusstseinsnahe und sozial Gründe für die geklagten somati-

schen Beschwerden bestehen. Die Beschwerdeführerin ist zwar aufgrund 

der Adipositas bei körperlich belastenden Aktivitäten eingeschränkt und ist 

insoweit auch in gewissen Alltagsfunktionen beeinträchtigt. Eine rechtlich  

massgebende Komorbidität, welche im konkreten Fall ressourcenhem-

mende Wirkung in Bezug auf die Ausübung einer körperlich nicht schweren 

Tätigkeit hat, liegt aber nicht vor. Auch die Lebensführung sowie der soziale 

Kontext (unter anderem regelmässige Tagesgestaltung, leichtere Haus-

haltarbeiten, Kochen, Erledigung von Post- und Bankgeschäften und Be-

zahlen der Rechnungen, Betreuung eines Hundes, Tierarztbesuche, 

Schwimmen, gute Beziehung zu ihrem Ehemann und den beiden erwach-

senen adoptierten Kinder, regelmässiger und guter Kontakt zur ihrer in der 

Nähe wohnenden älteren Schwester, Mithilfe bei der Betreuung ihrer jün-

geren, an Trisomie leidenden Schwester) weisen nicht auf eine schwere 

Ausprägung der Störung hin (vgl. Urteil des BGer 9C_125/2015 vom 

18. November 2015 E. 7.1 und 9C_514/2015 vom 14. Januar 2016 E. 4). 

Auch wenn die Beschwerdeführerin im Rahmen der Hausarbeiten auf die 

Unterstützung einer Putzfrau angewiesen ist, kann allein daraus nicht auf 

ein erheblich ausgeprägtes Leiden geschlossen werden (vgl. Urteil des 

BGer 9C_539/2015 vom 21. März 2016 E. 4.1.1). Aus dem Verlauf und 

dem Ausgang von Therapien, welche die Beschwerdeführerin mit Aus-

nahme einer regelmässigen physiotherapeutischen Massage nicht in An-

spruch nimmt, ergeben sich keine Hinweise auf eine invalidisierende Be-

einträchtigung. Es ist auch kein sozialer Rückzug erkennbar, und der sozi-

ale Lebenskontext enthält bestätigende, sich potenziell günstig auf die 

Ressourcen auswirkende Faktoren. Mit Bezug auf den Indikator «Persön-

lichkeit» diagnostizierte der psychiatrische Gutachter histrionisch akzentu-

ierte Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1), die es zu berücksichtigen gilt 

(vgl. Urteil des BGer 9C_345/2017 vom 30. August 2018 E. 3.3.3). So wird 

festgehalten, die von der Norm abweichende Affektivität zeige sich insbe-

sondere in einem regelmässigen lauten und heftigen Lachen, das häufig 

inadäquat oder manchmal sogar unangebracht sei. Die Reifung ihrer Per-

C-5144/2017 

Seite 27 

sönlichkeit entspreche nicht ihrem biologischen Alter. Auch seien die men-

talen Ressourcen nicht über dem Durchschnitt liegend. Auch die Kontakt-

fähigkeit zu Dritten und damit auch die Gruppen- oder Teamfähigkeit seien 

grundsätzlich nicht eingeschränkt. Strukturelle Defizite im Sinne einer ei-

gentlichen Persönlichkeitsproblematik, welche im Rahmen einer umfas-

senden Ressourcenprüfung negativ ins Gewicht fallen könnten, werden im 

Gutachten damit nicht beschrieben. 

8.6.5 Insgesamt kann aufgrund des Gutachtens des G._______ und die 

Stellungnahme des medizinischen Dienstes schlüssig beurteilt werden, 

dass sich auch unter Berücksichtigung der Standardindikatoren keine er-

heblichen funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten Diag-

nosen ergeben. Zusammenfassend fehlt es unter Berücksichtigung der 

dargelegten Indikatoren an einem invalidisierenden psychischen Gesund-

heitsschaden. Eine Konsistenzprüfung (BGE 141 V 281 E. 4.4) erübrigt 

sich vor diesem Hintergrund. Weitere Abklärungen sind nicht angezeigt. 

8.7 Die Vorinstanz ist aufgrund des Gesagten gestützt auf das polydiszip-

linäre Gutachten des G._______ vom 24. Januar 2018 zu Recht von einer 

wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes und einer nunmehr un-

eingeschränkten Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der ange-

stammten Tätigkeit als kaufmännische Angestellte und als Arztgehilfin aus-

gegangen. Damit erübrigt sich die Durchführung eines Einkommensver-

gleichs. 

9.  

Die revisionsweise Aufhebung einer Rente kann erst erfolgen, wenn die 

versicherte Person im Rahmen des Zumutbaren bestmöglich eingegliedert 

ist. Die Eingliederungsfrage ist auch im Revisionsverfahren prioritär und 

von Amtes wegen zu prüfen, woran grundsätzlich nichts ändert, wenn sich 

die versicherte Person im Ausland befindet (Urteil des BGer 9C_921/2009 

vom 22. Juni 2009 E. 5.3). Das Fehlen eines formellen Anspruchs auf be-

rufliche Massnahmen (mangels Versicherteneigenschaft) entbindet die IV-

Stelle nicht von ihrer Pflicht zur konkreten Abklärung der Verwertbarkeit ei-

ner wiedergewonnenen Arbeitsfähigkeit (Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts C-3597/2011 vom 11. Januar 2013 E. 3.5). 

9.1 Nach ständiger Rechtsprechung ist im Regelfall eine medizinisch at-

testierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteinglie-

derung verwertbar. Indes sind bei Personen, deren Rente revisionsweise 

herabgesetzt oder aufgehoben werden soll, nach mindestens fünfzehn 

C-5144/2017 

Seite 28 

Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, 

in der Regel vorgängig Massnahmen zur Eingliederung durchzuführen, bis 

sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene 

Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerb-

lich zu verwerten (Urteil des BGer 8C_19/2016 vom 4. April 2016 E. 5.1; 

9C_412/2014 vom 20. Oktober 2014 E. 3.1; 9C_367/2011 vom 10. August 

2011 E. 3.2; 9C_228/2010 vom 26. April 2011 E. 3.1). Ausnahmen vom 

Grundsatz der Unzumutbarkeit einer Selbsteingliederung liegen dann vor, 

wenn die langjährige Abstinenz vom Arbeitsmarkt auf invaliditätsfremde 

Gründe zurückzuführen ist, die versicherte Person besonders agil, ge-

wandt und im gesellschaftlichen Leben integriert ist oder über besonders 

breite Ausbildungen und Berufserfahrungen verfügt. Verlangt sind immer 

konkrete Anhaltspunkte, die den Schluss zulassen, die versicherte Person 

könne sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters und/oder der langen Renten-

bezugsdauer mit entsprechender Absenz vom Arbeitsmarkt ohne Hilfestel-

lungen wieder in das Erwerbsleben integrieren (Urteil des BGer 

9C_183/2015 vom 19. August 2015 E. 5). Für die Bestimmung der mass-

gebenden Rentenbezugsdauer und des erreichten Altersjahres ist auf den 

Zeitpunkt der Revisionsverfügung bzw. den darin festgelegten Zeitpunkt 

der Rentenaufhebung abzustellen (BGE 141 V 5). 

9.2 Die Beschwerdeführerin war im festgelegten Zeitpunkt der Rentenauf-

hebung (30. September 2017) rund 47 ½ Jahre alt und bezog damals seit 

etwas mehr als 27 Jahren eine Invalidenrente. Damit ist ein langjähriger 

Rentenbezug im Sinne der hiervor wiedergegebenen Rechtsprechung ge-

geben. Vorgängig der Einstellung der Rentenleistungen ist deshalb recht-

sprechungsgemäss zu prüfen, ob der Beschwerdeführerin die Verwertung 

der Restarbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteingliederung zumutbar 

ist. 

9.3 Die Vorinstanz hat sich mit der Frage der Zumutbarkeit einer Selbstein-

gliederung befasst und diese bejaht. Sie hat in der angefochtenen Verfü-

gung festgehalten, dass einer Selbsteingliederung auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt nichts entgegenstehe. Einerseits sei die Beschwerdeführerin 

bei der Ausübung ihrer angestammten Tätigkeit nicht eingeschränkt, ande-

rerseits sei sie als Präsidentin von zwei Firmen (Q._______ Corp. und 

R._______ Inc.) bereits seit mehreren Jahren im Arbeitsmarkt integriert. 

Gemäss eigenen Angaben befinde sich das Lokal der Q._______ Corp., 

welche Vitamine und Naturprodukte über das Internet verkaufe, in ihrem 

eigenen Haus. Zusätzlich werde in einem Schreiben der S._______ Com-

pany vom 25. Juli 2017 bestätigt, dass sie für beide Firmen gewisse 

C-5144/2017 

Seite 29 

Dienste ausübe, wenn auch nur eingeschränkt. Auch der medizinische 

Dienst gehe von einer Zumutbarkeit der Selbsteingliederung aus. In ihrer 

Vernehmlassung hält die Vorinstanz fest, dass das genaue Ausmass der 

Tätigkeit der Beschwerdeführerin bei den beiden amerikanischen Gesell-

schaften aufgrund ihrer ungenauen und widersprüchlichen Angaben nicht 

genau abschätzbar sei. Klar sei jedoch, dass sie eine gewisse wirtschaftli-

che Tätigkeit ausübe. Da sie ihre angestammte Tätigkeit uneingeschränkt 

ausüben könne, seien folglich keine Eingliederungsmassnahmen nötig. Im 

Übrigen sei die Beschwerdeführerin für solche Massnahmen nicht versi-

chert. 

9.4 In der Beschwerde wird vorgebracht, dass die Beschwerdeführerin 

nicht mehr im Arbeitsmarkt integriert sei, nachdem sie seit über 28 Jahren 

ununterbrochen von der Invalidenversicherung abhängig sei. Sie gehe kei-

ner effektiven Tätigkeit nach, lebe isoliert und lasse sogar die Physiothera-

pie bei sich zu Hause durchführen. Sie kümmere sich auch nicht um die 

beiden Kinder ihres Ehemannes; diese seien längst erwachsen und lebten 

ausser Haus. Ihre eigenen Angaben hierüber resultierten vor allem aus 

dem Bedürfnis, von ihrem einzigen Umfeld gebraucht zu werden. Sie sei 

völlig von der Arbeit entwöhnt und nicht mehr in der Lage, aus eigener Kraft 

wieder in den Arbeitsprozess einzusteigen. Ihre Tätigkeit im Versandhan-

del sei marginal. 

9.5 Die Beschwerdeführerin bezog von 1. April 1990 bis 29. Februar 1992 

und vom 1. Februar 1993 bis 29. Februar 1996 eine halbe Rente, von 

1. März 1996 bis 30. September 1996 eine ganze Rente, von 1. Oktober 

1996 bis 30. April 2002 eine halbe Rente und seit 1. Mai 2002 eine ganze 

Rente. Der Anspruch auf eine ganze Rente beruht jedoch nicht auf einem 

Invaliditätsgrad von 100 %, sondern von 70 %. Dem damals durchgeführ-

ten Einkommensvergleich lag die Annahme zugrunde, dass die Beschwer-

deführerin in einer adaptierten Tätigkeit zu 40 % arbeitsfähig ist (act. 43). 

Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit von 

40 % seit 2002 nicht bzw. nicht mehr vollständig verwertet hat, ist damit 

nicht invaliditätsbedingt, zumal ihr auch ein breites Tätigkeitsfeld im kauf-

männischen und administrativen Bereich offenstand (vgl. Urteile des BGer 

8C_393/2016 vom 25. August 2016 E. 3.7 und 9C_3/2015 vom 20. Mai 

2105 E. 4.3). Für nicht invaliditätsbedingte Schwierigkeiten bei der Wieder-

eingliederung hat die Invalidenversicherung nicht einzustehen (Urteil 

9C_581/2017 vom 30. November 2017 E. 4.2). Mit Blick auf die durchge-

hend gegebene Restarbeitsfähigkeit von 40 % ist daher davon auszuge-

hen, dass der Beschwerdeführerin die Selbsteingliederung zumutbar ist 

C-5144/2017 

Seite 30 

(vgl. Urteil des BGer 8C_1/2018 vom 16. August 2018 E. 5.2 mit Hinwei-

sen). 

9.6 Im Übrigen ergibt sich aus den Akten, dass bei der Beschwerdeführerin 

auch ab Bezug der ganzen Rente seit 1. Mai 2002 keine vollständige ar-

beitsmarktliche Desintegration vorliegt. Laut einem sich in den Vorakten 

liegenden Ausdruck vom 2. Februar 2016 der Website des T._______ De-

partement of State, Division of Corporations, ist die Beschwerdeführerin 

Direktorin (Officer) der U._______ Corp., der V._______ Inc., der 

Q._______ Corp. sowie der R._______ Inc. (act. 133 S.1). Anlässlich der 

Befragung vom 26. September 2017 gab sie an, dass sie gemeinsam mit 

ihrem Ehemann ein Mail-order-Business unter der Firma Q._______ Corp. 

betreibe (was der Vorinstanz nie gemeldet wurde). Seit 2005 sei sie Präsi-

dentin dieser Gesellschaft, die Vitamine und Naturprodukte über Amazon 

verkaufe. Das Lokal der Firma sei in ihrem Haus. Es sei nur ein Zimmer. 

Es laufe alles online. Der Einwand, sie müsse im Geschäft nichts machen, 

sondern ihr Ehemann und die Tochter erledigten alles, ist nicht glaubhaft, 

zumal sie Direktorin dieser Gesellschaft ist, ein jährliches Salär bezieht und 

auch ihre externe Buchhalterin, die S._______ Company, im Schreiben 

vom 25. Juli 2017 bestätigt hat, dass sie zumindest gewisse minimale 

Dienstleistungen erbringe (act. 199). Zudem ist die Aufgabe als Direktorin 

einer Gesellschaft mit Verpflichtungen und Verantwortung verbunden. 

Überdies ist sie auch Direktorin zumindest einer weiteren amerikanischen 

Gesellschaft (R._______ Inc.). Es ist daher davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin nach wie vor in ihrem angestammten Tätigkeitsgebiet 

im Arbeitsmarkt integriert ist. Das belegt, dass sie über Ressourcen verfügt, 

sich selber einzugliedern. Für diese Schlussfolgerung sprechen überdies 

weitere Faktoren, wie das Alter der 1971 geborenen Beschwerdeführerin, 

die absolvierten Ausbildungen und die Wiedererlangung der vollen Arbeits-

fähigkeit im angestammten Beruf (vgl. Urteil des BGer 8C_586/2014 vom 

22. Dezember 2014 E. 8.2). Insgesamt bestehen konkrete Anhaltspunkte, 

die den Schluss zulassen, dass die Beschwerdeführerin trotz langjährigem 

Rentenbezug ohne Eingliederungsmassnahmen ihre Arbeitsfähigkeit auf 

dem ersten Arbeitsmarkt verwerten kann. Daher ist die Rentenaufhebungs-

verfügung vom 15. August 2017 auch unter eingliederungsrechtlichem Ge-

sichtspunkt nicht zu beanstanden. 

10.  

Aus dem Dargelegten folgt, dass die Beschwerde abzuweisen und die an-

gefochtene Verfügung vom 15. August 2017 zu bestätigen ist.  

C-5144/2017 

Seite 31 

11.  

11.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht ist 

kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Abs. 2 IVG). Der unterliegenden Be-

schwerdeführerin sind jedoch keine Verfahrenskosten aufzuerlegen, weil 

ihrem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Zwischenverfügung vom 

13. Dezember 2017 stattgegeben wurde.  

11.2 Der unterliegenden Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung 

zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario). Die obsiegende 

Vorinstanz hat ebenfalls keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 

Abs. 3 VGKE). 

11.3 Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat zufolge Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege einen Anspruch auf eine Entschädigung 

aus der Gerichtskasse. Da im vorliegenden Verfahren keine Kostennote 

eingereicht wurde, ist die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen 

(Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensaus-

gangs, des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der 

Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfah-

rens ist eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 2'800.– gerechtfertigt. 

11.4 Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführe-

rin der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn sie zu hinreichenden Mit-

teln gelangt (Art. 65 Abs. 4 VwVG). 

 

  

C-5144/2017 

Seite 32 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Infolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung werden keine Ver-

fahrenskosten erhoben. 

3.  

Infolge Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung wird Rechtsanwäl-

tin lic. iur. Raffaella Biaggi zu Lasten der Gerichtskasse ein amtliches Ho-

norar von pauschal Fr. 2'800.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular 

Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Franziska Schneider Michael Rutz 

 

 

  

C-5144/2017 

Seite 33 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Par-

tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: