# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ae770fb-00eb-5a1e-b33c-6a45e3caf8f6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 27.09.2021 ZK1 2021 139
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2021-139_2021-09-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 27. September 2021

Referenz ZK1 21 139

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Cavegn, Vorsitzender
Nydegger und Bergamin
Blumenthal, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. Ärztliche Einweisung vom 16.09.2021

Mitteilung 30. September 2021

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Sachverhalt

A. A._____, geboren am _____ 1947, wurde mit Verfügung vom 16. Septem-
ber 2021 durch Dr. med. C.________ gestützt auf Art. 426 und Art. 429 f. ZGB für 
die Dauer von 2 Wochen in der Klinik Waldhaus fürsorgerisch untergebracht. Als 
Grund für die Einweisung wurden Eigengefährdung bei zunehmender Demenz 
und Verwahrlosung aufgeführt, nachdem A._____ von der Polizei verwirrt auf dem 
Bahnhofsdeck aufgefunden worden sei. Am 17. September 2021 wurde A._____ 
mit Verfügung der Klinik Waldhaus in die Klinik Beverin verlegt.

B. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob A._____ (nachfolgend: Be-
schwerdeführer) mit Eingabe vom 17. September 2021 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht von Graubünden.

C. Mit Schreiben vom 20. September 2021 ersuchte der Vorsitzende der 
I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden die Klinik Waldhaus unter 
Fristansetzung bis zum 21. September 2021 um einen kurzen Bericht zum Ge-
sundheitszustand des Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung und insbeson-
dere darüber, inwiefern die Voraussetzungen für eine weitere fürsorgerische Un-
terbringung aus ärztlicher Sicht gegeben seien. Weiter forderte er die wesentli-
chen Klinikakten über den Beschwerdeführer an.

D. Am 21. September 2021 reichte die Klinik Beverin den angeforderten Be-
richt ein, worauf gleichentags mit prozessleitender Verfügung des Vorsitzenden 
der I. Zivilkammer Dr. med. B._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, gestützt auf Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB mit der Begut-
achtung des Beschwerdeführers beauftragt wurde.

E. Nach Eingang des Gutachtens von Dr. med. B._____ vom 22. September 
2021 fand am 27. September 2021 die mündliche Hauptverhandlung vor der 
I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher der Be-
schwerdeführer persönlich teilnahm und befragt wurde. Nach durchgeführter Ur-
teilsberatung wurde der ärztlichen Leitung der Klinik Beverin, auch zu Handen des 
Beschwerdeführers, noch gleichentags das vorzeitige Entscheiddispositiv zuge-
stellt.

Erwägungen

1.1. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist eine fürsorgerische Unterbrin-
gung gemäss Art. 426 ff. ZGB. Das Kantonsgericht von Graubünden ist hierfür 

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einzige kantonale Beschwerdeinstanz (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB i.V.m. Art. 60 
Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]).

1.2. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine ärztlich angeordnete fürsorge-
rische Unterbringung nach Art. 429 Abs. 1 ZGB. Dagegen kann die betroffene 
oder eine ihr nahestehende Person innert zehn Tagen schriftlich beim zuständigen 
Gericht Beschwerde erheben (Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Eine Begründung ist 
nicht notwendig (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB). Vorliegend 
handelt es sich um eine Beschwerde der betroffenen Person. Die Beschwerdefrist 
wurde mit Eingabe vom 17. September 2021 gewahrt (act. 01). Daher ist auf die 
frist- und formgerechte Beschwerde einzutreten.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Zu beachten sind sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsät-
ze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor 
der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das Gesetz in den 
Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält (vgl. Lorenz Droe-
se/Daniel Steck, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetz-
buch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in 
Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime 
und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von 
Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze 
bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde und erstreckt sich – wenn auch teilweise in abgeschwächter Form – nach 
dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor der gericht-
lichen Beschwerdeinstanz (vgl. Luca Maranta/Christoph Auer/Michèle Marti, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 
2018, N 1 f. zu Art. 446 ZGB m.w.H.). Aus Art. 450a ZGB wie auch aus Art. 5 
Ziff. 4 EMRK ergibt sich schliesslich, dass das Gericht Tat- und Rechtsfragen wie 
auch die Angemessenheit frei überprüft und ihm von Bundesrechts wegen volle 
Kognition zukommt.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden und in dem Sinne aktuell sein, dass es 
sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussern muss 
(BGE 143 III 189 E. 3.2 f.; Thomas Geiser/Mario Etzensberger in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 

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2018, N 48 ff. zu Art. 439 ZGB; Thomas Geiser, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 19 zu Art. 450e 
ZGB). Mit dem Kurzgutachten vom 22. September 2021 von Dr. med. B._____, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, welcher den Beschwerdeführer 
persönlich untersucht hat, wurde dieser Vorschrift Genüge getan (act. 07).

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 
Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 27. September 2021 
wurde diese Vorgabe umgesetzt (act. 09).

3.1. Neben der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde können gemäss 
Art. 429 Abs. 1 ZGB auch die von den Kantonen bezeichneten Ärztinnen und Ärz-
te eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat der einweisende Arzt die betroffene 
Person persönlich zu untersuchen, anzuhören (vgl. Art. 430 Abs. 1 ZGB) und ihr 
anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen 
Angaben auszuhändigen (vgl. Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Dies bedeutet, dass die 
Untersuchung dem Einweisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen hat (vgl. 
Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 20 ff. zu Art. 429/430 ZGB). Der einweisende Arzt 
muss sich gestützt auf eine klinische Untersuchung und soweit möglich nach ei-
nem Gespräch mit der betroffenen Person eine Meinung bilden (vgl. Olivier Guil-
lod, in: Büchler et al. [Hrsg.], Erwachsenenschutz, Fam-Kommentar, Bern 2013, 
N 4 zu Art. 430 ZGB).

3.2. Dr. med C.________ ist Facharzt für Allgemeine Innere Medizin in Chur. 
Damit war er gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a EGzZGB i.V.m. Art.  22 KESV 
(BR 215.010) als im Kanton zur selbstständigen Berufsausübung zugelassener 
Arzt der Grundversorgung zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung 
legitimiert. Die ärztliche Untersuchung fand am 16. September 2021 statt. Zudem 
enthält die Verfügung vom 16. September 2021 die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB 
vorgeschriebenen Minimalangaben (act. 02).

4.1. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person wird ent-

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lassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der persön-
lichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 zu 
Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betrof-
fenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7062 [zitiert: Botschaft]). Erste 
gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei 
abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige Be-
hinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine sich aus dem 
Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung beziehungsweise Be-
treuung. Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise 
Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. BGer 5A_228/2016 v. 11.7.2016 
E. 3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in 
ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag eine für-
sorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen mit 
der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer 
solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, 
wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht 
werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den ange-
strebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 
ZGB).

4.2. Zunächst ist zu prüfen, ob beim Beschwerdeführer einer der im Gesetz ge-
nannten Schwächezustände vorliegt, welcher die persönliche Fürsorge notwendig 
macht. Die psychische Störung umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der 
Psychiatrie, d.h. Psychosen und Psychopathien, seien sie körperlich begründbar 
oder nicht (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des 
Rechts, der sich aber auf die medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist 
aus der modernen Medizin entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO 
(ICD; International Classification of Disturbances [vgl. Geiser/Etzensberger, 
a.a.O., N 15 f. zu Art. 426 ZGB]).

Dr. med. B._____ kam in seinem Kurzgutachten vom 22. September 2021 aufgrund 
der Akten der Klinik Waldhaus und Beverin, einem Gespräch mit Frau 
D.________, Assistenzärztin, sowie seinen eigenen Beobachtungen anlässlich der 
psychiatrischen Untersuchung zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer eine Al-

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koholabhängigkeit (ICD-10; F.10.2) und eine nicht näher bezeichnete Demenz 
(ICD-10; F03) vorliegen. Bei der vorliegenden Diagnose handelt es sich um eine 
psychische Störung im juristischen Sinne. Damit ist beim Beschwerdeführer der 
gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB für die fürsorgerische Unterbringung erforderliche 
Schwächezustand grundsätzlich gegeben (act. 07).

4.3. Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung bzw. Betreuung. Vorab ist dazu für den konkreten Fall festzuhalten, 
dass die fürsorgerische Unterbringung vom 16. September 2021 für die Dauer von 
zwei Wochen verfügt wurde und die Verfügung betreffend Verlegung in die Klinik 
Beverin vom 17. September 2021 die restlichen 13 Tage beinhaltete, mithin nicht 
eine Verlängerung beinhaltete und insoweit keinen eigenständigen Charakter auf-
wies. Damit steht im vorliegenden Fall eine fürsorgerische Unterbringung bis zum 
30. September 2021 zur Diskussion. 

4.3.1. Die Klinik Beverin führte in ihrer Stellungnahme vom 21. September 2021 
aus, es sei bekannt, dass der Beschwerdeführer an einer Demenz leide und täglich 
Alkohol konsumiere. Der Beschwerdeführer sei aggressiv, unkooperativ, drohend 
sowie beleidigend und wolle keine Fragen beantworten, weshalb er aufgrund von 
Selbst- und Fremdgefährdung isoliert worden sei. Es handle sich bereits um die 
zweite Hospitalisation, wobei der Beschwerdeführer im Frühling 2020 aufgrund ei-
ner Alkoholintoxikation behandelt worden sei. Die Klinik plane am 1. Oktober 2021 
ein Gutachten zur Abklärung der Wohnfähigkeit, weshalb ein Alkoholentzug, die 
Behandlung des Auges nach einer Operation infolge grauen Stars sowie eine Über-
prüfung der Hirnleistung und Beobachtung auf der Station durchzuführen sei. Eine 
stationäre Behandlung sei aufgrund des Zustandes und der mangelnden Krank-
heitseinsicht angezeigt (act. 04; act. 04.2). 

4.3.2. Im Kurzgutachten vom 22. September 2021 wird eine solche Notwendigkeit 
grundsätzlich bejaht. Dr. med. B._____ hält in seinem Kurzgutachten diesbezüg-
lich fest, dass die Unterbringung des Beschwerdeführers auf einer geschlossenen 
Abteilung in der psychiatrischen Klinik erforderlich sei. Der Beschwerdeführer be-
finde sich zurzeit in einem schlechten Gesundheitszustand. So liege einerseits 
eine Alkoholabhängigkeit, andererseits aber auch eine Demenz vor, die noch 
näher abgeklärt werden müsse. Zudem sei der Beschwerdeführer weder krank-
heits- noch behandlungseinsichtig, wobei die Gefahr von wiederholtem Alkohol-
konsum sowie Selbst- und Fremdgefährdung durch die Demenz bestehen würden. 
Eine ambulante Behandlung sei zurzeit nicht ausreichend (act. 07).

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4.3.3. Angesichts des Gutachtens, der Stellungnahme der Klinik Beverin und der 
Akten scheint für das Kantonsgericht die Behandlungsbedürftigkeit des Beschwer-
deführers momentan ausgewiesen zu sein. Es stellt sich die Frage, ob die fürsor-
gerische Unterbringung in der Klinik Beverin angesichts des schweren Eingriffs in 
die persönliche Freiheit des Betroffenen im konkreten Fall und aktuell noch als 
verhältnismässig erscheint.

4.4. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt bzw. nur solange aufrechterhalten werden darf, als mit 
einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass zu 
rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die Beurteilung 
des Behandlungs- bzw. Betreuungsbedarfs wesentlich sei, mit welcher konkreten 
Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Drit-
ten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krank-
heit bzw. die Betreuung unterbleibe (vgl. BGE 140 III 101 E. 6.2.2 sowie 
BGE 140 III 105 E. 2.4 m.w.H.). Gemäss Art. 426 Abs. 3 ZGB wird eine Person 
entlassen, sobald die Voraussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt 
sind. Mit dieser Umschreibung beabsichtigte der Gesetzgeber eine im Vergleich 
zum alten Recht restriktivere Regelung der Entlassungsvoraussetzungen (vgl. 
Botschaft, a.a.O., S. 7063). Der Entscheid über die Entlassung ist stets anhand 
des Zustandes der betroffenen Person im aktuellen Zeitpunkt zu bestimmen (vgl. 
Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 44 zu Art. 426 ZGB). Dabei ist eine Interessenab-
wägung im Hinblick auf den Zweck der fürsorgerischen Unterbringung, nämlich die 
Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverantwortung im Entlas-
sungszeitpunkt, vorzunehmen. Aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit er-
gibt sich des Weiteren, dass die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders 
erfolgen kann als mit der Einweisung in eine Einrichtung. Mit anderen Worten 
muss die Unterbringung in einer Einrichtung geeignet sein, den Zweck der beab-
sichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger einschneidende Mass-
nahme genügen würde (vgl. dazu Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 
ZGB, und Olivier Guillod, in: Büchler et al. [Hrsg.], Erwachsenenschutz, Fam-
Kommentar, Bern 2013, N 64 f. zu Art. 426 ZGB). Eine Unterbringung fällt gemäss 
der Botschaft zum neuen Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in 
Betracht (Botschaft, a.a.O., S. 7062). Als leichtere Massnahme kommt den ambu-
lanten Massnahmen und der Nachbetreuung sowie der freiwilligen Sozialhilfe ent-
scheidende Bedeutung zu (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 24 zu Art. 426 ZGB).

4.4.1. Aus der einweisenden Verfügung vom 16. September 2021 ergibt sich, 
dass der Beschwerdeführer von der Polizei auf dem Bahnhofsdeck in Chur in ver-

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wirrtem Zustand aufgefunden und dann ärztlich eingewiesen wurde (act. 02). Aus 
dem Eintrittsbericht der Klinik Waldhaus ist ersichtlich, dass sich der Beschwerde-
führer im Eintrittsgespräch agitiert, nur zur eigenen Person orientiert, in ungepfleg-
tem Zustand und alkoholisiert präsentierte, wobei er in Begleitung der Polizei er-
schien. Er zeigte sich im Kontakt feindlich, distanzlos, unkooperativ und verbal 
aggressiv. Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder Ich-Störungen seien zum Ein-
trittszeitpunkt nicht eruierbar gewesen. Weiter berichtete die Klinik, eine weitere 
Befragung des Beschwerdeführers sei in der Aufnahmesituation nicht möglich ge-
wesen, wobei aufgrund seiner starken Agitiertheit und Aggressivität eine Fremdge-
fährdung nicht ausschliessbar gewesen sei. Der Beschwerdeführer sei in der Fol-
ge aufgrund von Selbst- und Fremdgefährdung isoliert worden (act. 04.2).

4.4.2. Gemäss Kurzgutachten von Dr. med. B._____ war der Beschwerdeführer 
während der Untersuchung bewusstseinsklar, autopsychisch bzgl. Geburtsdatum, 
zeitlich orientiert sowie örtlich und situativ teilweise orientiert. Es würden objektive 
Gedächtnisstörungen vorliegen (keine Erinnerungen an ersten Klinikaufenthalt und 
Eintritt in den aktuellen Aufenthalt), das Denken und die Psychomotorik seien et-
was verlangsamt gewesen und es hätte ein leichtes Misstrauen bestanden. Zwän-
ge, Halluzinationen sowie Ich-Störungen seien nicht feststellbar gewesen. Der ex-
zessive Alkoholkonsum des Beschwerdeführers habe schon zweimal zu einer 
Hospitalisierung mit fürsorgerischer Unterbringung geführt, wobei er aufgrund der 
Demenz nicht fähig sei, sich selbst zu versorgen. Somit würde eine konkrete Ge-
fahr für eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch die Alkohol- und 
die unregelmässige Mahlzeiteneinnahme bestehen. Aufgrund der beiden Leiden 
sei einerseits mit Eigengefährdung in alkoholisiertem Zustand, andererseits mit 
einer Verwahrlosung und Fremdgefährdung (Vergessen der Herdplatte) aufgrund 
seiner Demenz zu rechnen. Auch wenn der Beschwerdeführer sich aufgrund der 
aktuellen Abstinenz seit Eintritt bereits ein wenig erholt habe, genüge dies noch 
nicht, um im jetzigen Zeitpunkt an eine Entlassung zu denken (act. 07).

4.4.3. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den Zustand des 
Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. Anlässlich 
der Verhandlung vom 27. September 2021 konnte sich die Beschwerdeinstanz ein 
Bild vom Beschwerdeführer machen. Der Beschwerdeführer präsentierte sich in 
einem guten Allgemeinzustand und trat mit gepflegtem äusserlichen Erschei-
nungsbild auf. Er beantwortete die ihm gestellten Fragen verständlich. Indessen 
wurde im Verlaufe des Gesprächs ersichtlich, dass er sich an zeitnahe vergange-
ne Geschehnisse nicht mehr erinnern konnte. So konnte er die Umstände der für-
sorgerischen Unterbringung vom 16. September 2021 nicht mehr genau beschrei-

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ben und gab an, dass er gestürzt sei und dann Leute gekommen seien. Er konnte 
dabei zu Protokoll geben, dass er tags zuvor eine Augenoperation absolviert hatte. 
Dass er auf dem Postautodeck gefunden wurde, wusste er nicht mehr. Ebenso 
gab er an, auch über den Klinikaufenthalt im Jahre 2020 nichts zu wissen. Aus 
den Ausführungen des Beschwerdeführers erhellte im Weiteren, dass keine 
Krankheitseinsicht besteht und seine im Gutachten beschriebenen Leiden von ihm 
nicht akzeptiert sind. Zwar gab der Beschwerdeführer an, gegen die ihm in der 
Klinik verordneten Medikamente nichts zu haben und diese sowohl derzeit in der 
Klinik als auch später in einer Nachbetreuung zu Hause zu sich zu nehmen. Er 
verneinte allerdings eine Alkoholabhängigkeit und bagatellisierte diese auf Nach-
fragen des Vorsitzenden dahingehend, dass er wohl zum Essen ein Glas Wein 
trinke, aber dies auch nicht jeden Tag. Auf die im Gutachten beschriebene De-
menz angesprochen verneinte er diese. Ebenso gab er an, dass entgegen den 
aktenkundigen Aussagen von Bezugspersonen, seine Wohnung aufgeräumt sei. 
Eine Gefährdung Dritter, beispielsweise durch ein vergessenes Ausschalten der 
Herdplatte, bestehe nicht. In der Folge gab er auf Befragen hin an, dass er damit 
einverstanden sei, bis Donnerstag, 30. September 2021, in der Klinik zu verblei-
ben.

Angesichts der Bereitschaft des Beschwerdeführers, bis zum 30. September 2021 
in der Klinik zu bleiben, gibt es nach Ansicht des Kantonsgerichts keinen Grund, 
den Beschwerdeführer vorzeitig aus der Klinik zu entlassen. Dies gilt umso mehr, 
als sich die Ausführungen im Gutachten von Dr. med. B._____ hinsichtlich der 
Bagatellisierung der diagnostizierten Alkoholabhängigkeit sowie der Demenz in 
der Befragung vor dem Kantonsgericht bestätigten und sich auch seine Aus-
führungen betreffend die Selbstgefährdung des Beschwerdeführers bei einer vor-
zeitigen Entlassung sowie Drittgefährdung als schlüssig erweisen. Die vom Gut-
achter begründete Notwendigkeit einer weiteren Unterbringung ist für das Kan-
tonsgericht ebenfalls nachvollziehbar. Aus diesem Grund ist der Beschwerdefüh-
rer in der Klinik zu belassen. Nachdem die angefochtene fürsorgerische Unter-
bringung lediglich für zwei Wochen angeordnet wurde, ist es nicht Sache des Kan-
tonsgerichts, über die Voraussetzungen einer längeren Unterbringung zu befin-
den. Immerhin scheint es dem Kantonsgericht wichtig, dass mit den in den Unter-
lagen erwähnten Abklärungen bzgl. Wohnfähigkeit – diese seien für den 1. Okto-
ber 2021 vorgesehen – so rasch wie möglich begonnen wird und die fürsorgeri-
sche Unterbringung nicht nur zwecks zukünftiger Abklärungen oder gar nur mit 
dem Grund des Abwartens der zweiten Augenoperation zu verlängern ist. Auffal-
lend war anlässlich der Befragung des Beschwerdeführers, dass sein Hund für ihn 
in der Bewältigung des Alltags eine zentrale Rolle spielt. Der Beschwerdeführer 

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gab an, traurig zu sein, dass er seinen Hund bereits lange Zeit nicht mehr gese-
hen habe. Möglicherweise hat ein Wiedersehen mit dem Hund auch während des 
Klinikaufenthalts einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden des Beschwerdefüh-
rers. Allenfalls könnte unter Mitwirkung der Beiständin bzw. der Familienangehöri-
gen des Beschwerdeführers ein regelmässiger Kontakt hergestellt werden.

5. Als letzte kumulative Voraussetzung für eine rechtmässige fürsorgerische 
Unterbringung erfordert Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die nöti-
ge Behandlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Dass die Klinik Beverin 
eine geeignete Einrichtung für eine stationäre Behandlung in geschlossenem 
Rahmen darstellt, steht in vorliegendem Fall ausser Frage, womit die fürsorgeri-
sche Unterbringung auch unter diesem Aspekt den Grundsatz der Verhältnismäs-
sigkeit wahrt.

6. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB nach wie vor erfüllt sind. Die 
Beschwerde ist somit abzuweisen.

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten grundsätzlich dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 2 EGzZGB i.V.m. Art. 106 
Abs. 1 ZPO). Der Beschwerdeführer verfügt nach eigenen Aussagen über eine 
monatliche Rente von CHF 5'600.00, über etwas Vermögen sowie über ein Haus, 
weshalb ihm die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 3'312.50 
(CHF 1'500.00 Gerichtskosten und CHF 1'812.50 Gutachterkosten) aufzuerlegen 
sind.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 3'312.50 
(CHF 1'500.00 Gerichtskosten und CHF 1'812.50 Gutachterkosten) gehen 
zu Lasten von A._____.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: