# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ca8fe42-7773-51b1-a86b-0e8a9a1e488e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.10.2009 E-6147/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6147-2009_2009-10-06.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6147/2009ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher;
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

X._______, geboren (...),
Nigeria,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 18. September 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6147/2009

Das Bundesverwaltungsgericht 

in Anwendung

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, 
EMRK, SR 0.101), 

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30), 

des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und 
andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung 
oder Strafe (FoK, SR 0.105), 

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer (AuG, SR 142.20),

der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101), 

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32), 

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021), 

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110), 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Nigeria  am 
2. Juli  2008 verliess,  am 28. Juni 2009  in  die  Schweiz  gelangte  und 
gleichentags um Asyl nachsuchte,

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dass er im Empfangs- und Verfahrenszentrum A._______ am 17. Juli 
2009 summarisch befragt und am 10. September 2009 gemäss Art. 29 
Abs. 1 AsylG zu seinen Asylgründen angehört wurde, 

dass er zur Begründung seines Asylgesuches vorbrachte, er stamme 
aus B._______, C._______ State,

dass  sein  Vater,  welcher  einer  okkulten  Gesellschaft  namens  „(...)“ 
angehört habe, am (...) verstorben sei,

dass  Mitglieder  dieser  Gesellschaft  ihn  daraufhin  mehrmals  aufge-
sucht  und  zum Beitritt  aufgefordert  hätten,  da  nach  dem Tod eines 
Mitglieds automatisch dessen Kinder aufgenommen würden,

dass ihm am (...) 2008 eine Bedenkfrist von einem Monat eingeräumt 
worden sei, er es jedoch, weil er Christ sei, abgelehnt habe, Mitglied 
zu werden,

dass er deswegen mit dem Tod bedroht worden sei und mehrmals vor 
seiner  Haustür  Gegenstände,  welche  zur  Zauberei  benutzt  würden, 
gefunden habe,

dass diese Gegenstände bei ihm Beschwerden ausgelöst hätten,

dass  er  namentlich  Stimmen  gehört  und  bisweilen  Selbstgespräche 
geführt habe,

dass  seine  Schwester  ihn  deswegen  im  (...)  2008  nach  D._______ 
mitgenommen und mit ihm mehrere Kirchen aufgesucht habe, wo die 
Priester für ihn gebetet hätten, um ihn vom Zauber zu heilen,

dass diese eine Vision gehabt hätten, gemäss welcher er Nigeria ver-
lassen solle, weil er sonst umgebracht würde,

dass Mitglieder der Gesellschaft  bei  seiner  Schwester  nach ihm ge-
fragt  und  sie  gewarnt  hätten,  sie  werde  überwacht,  worauf  die 
Schwester seine Ausreise in die Wege geleitet habe,

dass  er  auf  dem Landweg via  Niger  nach Libyen gereist  sei,  wo er 
etwa einen Monat verbracht habe und danach in einem Boot am (...) 
2008 (Vorakten BFM A1/12 S. 8) beziehungsweise (...) 2008 (A14/11 
S. 3 f.) nach Sizilien gelangt sei,

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dass er sich bis am 28. Juni 2009 in Italien aufgehalten habe und dann 
mit der Bahn in die Schweiz gefahren sei,

dass er in seinem Heimatstaat nie irgendwelche Identitätspapiere be-
sessen habe und ohne Reisepapiere gereist sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 18. September 2009 – eröffnet am 
21. September 2009 –  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a  AsylG 
auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
und den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe vor seiner Reise nach Europa nichts unternom-
men, um ein gültiges Reisedokument zu besorgen, obwohl er hierzu 
– entgegen seinen Angaben – genügend Zeit gehabt habe,

dass unter diesen Umständen davon auszugehen sei, er enthalte den 
schweizerischen Behörden seine Identitätspapiere vor, um eine Rück-
führung in den Heimatstaat zu erschweren,

dass demnach keine entschuldbaren Gründe für die unterlassene frist-
gerechte  Einreichung  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  vorliegen 
würden,

dass  im  Weiteren  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  zu  der 
angeblich erlittenen Verfolgung als unsubstanziiert und vage zu bewer-
ten  seien  und  nicht  den  Eindruck  der  Darstellung  realer  Erlebnisse 
vermittelten,

dass  dieser  Eindruck  durch den Umstand verstärkt  werde,  dass  der 
Beschwerdeführer  sich  nach  eigenen  Angaben  nicht  darum  bemüht 
habe, die Entwicklung seiner Verfolgungssituation nach der Ausreise in 
Erfahrung zu bringen,

dass seine Asylvorbringen daher nicht geglaubt werden könnten,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  die  Anforderungen  an  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und Art. 7 AsylG nicht erfülle und 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien, 

dass keine Anhaltspunkte für eine dem Beschwerdeführer drohende, 
gegen Art.  3  EMRK verstossende Strafe oder  Behandlung vorliegen 

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und  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe  gegen  eine  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  nach  Nigeria 
sprechen würden,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  28. September 2009 
gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
erhob  und  beantragt,  die  vorinstanzliche  Verfügung  sei  aufzuheben 
und die Sache an das BFM zur Neubeurteilung zurückzuweisen,

dass  er  in  formeller  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses ersucht,

dass die vorinstanzlichen Akten am 30. September 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 31-34 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass  die  Beschwerde frist-  und  formgerecht  eingereicht  ist,  der  Be-
schwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen  hat, 
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist, ein schutz-
würdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung 
hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 108 
AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und 
52 VwVG), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 

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wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Vollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass  es  sich  gemäss  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
BVGE 2007/7  beim Begriff  "Reise-  und  Identitätspapiere"  um Doku-
mente handelt, die "sowohl die einwandfreie Feststellung der Identität 
als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rückschaffung  ermöglichen" 
sollen (vgl. E. 6), 

dass vorliegend keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht  wur-
den und das BFM in der  angefochtenen Verfügung in  rechtsgenügli-
cher Weise dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, 

dass aufgrund der vagen Schilderung des Reiseweges und der reali-
tätsfremden  Ausführungen  des  Beschwerdeführers,  er  habe  nie 
irgendwelche  Ausweispapiere  besessen  und  sei  auf  der  Reise  nie 
kontrolliert  worden,  davon  auszugehen  ist,  er  habe  für  seine  Reise 
authentische Reise- und Identitätspapiere verwendet, welche er jedoch 
in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 
Bst. b AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorenthält,

dass somit die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht zwei-
felsfrei feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit 
in Frage gestellt ist, 

dass  im  Weiteren  aufgrund  der  Ausführungen  in  der  angefochtenen 
Verfügung  und  den Akten  in  Beachtung  der  im Urteil  BVGE 2007/8 
festgelegten Richtlinien (vgl. E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es be-
stehe weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Fest-
stellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungshinder-
nisses  noch  zur  direkten  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
(Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), 

dass die Ausführungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
zur Unglaubhaftigkeit der Vorbringen vollumfänglich zu schützen sind, 

dass die Ausführungen des Beschwerdeführers in der Rechtsmittelein-
gabe, in welcher er im Wesentlichen an der Glaubhaftigkeit seiner Vor-
bringen festhält und darauf hinweist, die nigeranischen Behörden sei-
en nicht in der Lage und willens, ihm adäquaten Schutz zu gewähren, 

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ohne aber in überzeugender Weise auf die Erwägungen der Vorinstanz 
im Einzelnen einzugehen, nicht geeignet sind, zu einer anderen Ein-
schätzung zu führen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
des  jungen,  alleinstehenden  und  gemäss  Aktenlage  gesunden  Be-
schwerdeführers  auf  eine konkrete  Gefährdung im Falle  einer  Rück-
kehr schliessen lassen,  weshalb der Vollzug der  Wegweisung vorlie-
gend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  das  mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist,  da  die  Begehren  – wie  sich  aus  den  vorliegenden  Erwägungen 
ergibt  – als aussichtslos zu bezeichnen waren,  weshalb die kumula-
tiven Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art.  1-3  VGKE)  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65  Abs. 1 
VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, an das BFM und an die 
zuständige kantonale Behörde. 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Nicholas Swain

Versand: 

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