# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 241d5c88-c4eb-573a-871e-c0ae15b5f6a3
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-28
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 28.08.2025 BZ 2025 85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2025-85_2025-08-28.pdf

## Full Text

20250730_172033_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2025 85

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter M. Siegwart
Gerichtsschreiber J. Lötscher

Urteil vom 28. August 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

B.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Konkurseröffnung in der Betreibung Nr. C.________ des Betreibungsamtes Baar
(Beschwerde gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 1. Juli 2025)

Seite 2/5

Sachverhalt

1. Mit Entscheid vom 1. Juli 2025 eröffnete der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug auf 
entsprechendes Begehren der B.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) in 
der Betreibung Nr. C.________ des Betreibungsamtes Baar über A.________ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer) den Konkurs (offener Betrag inkl. Zinsen und Kosten: CHF 1'999.80). Zur 
Begründung hielt der Einzelrichter im Wesentlichen fest, die Parteien seien auf den 1. Juli 
2025, 09.00 Uhr, zur Konkursverhandlung vorgeladen worden, seien aber nicht erschienen. 
Der Beschwerdeführer habe auch sonst nichts von sich hören lassen, weshalb der Entscheid 
auf Grundlage der Akten zu fällen sei. Der Beschwerdeführer sei als Inhaber eines Einzelun-
ternehmens im Handelsregister eingetragen und unterliege daher der Konkursbetreibung. Im 
vorliegenden Verfahren seien die Voraussetzungen für die Konkurseröffnung erfüllt, weshalb 
über den Beschwerdeführer gestützt auf Art. 171 f. SchKG und Art. 251 ZPO der Konkurs zu 
eröffnen sei (Verfahren EK 2025 347).

2. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. Juli 2025 Be-
schwerde beim Obergericht des Kantons Zug. Er beantragte, die Konkurseröffnung vom 
1. Juli 2025 sei aufzuheben. Am 8. Juli 2025 reichte der Beschwerdeführer weitere Unterla-
gen ein.

3. Mit Verfügung vom 9. Juli 2025 erkannte der Präsident der II. Beschwerdeabteilung der Be-
schwerde aufschiebende Wirkung zu.

4. Sowohl die Vorinstanz als auch die Beschwerdegegnerin verzichteten auf eine Vernehmlas-
sung.

Erwägungen

1. Die Voraussetzungen zur Konkurseröffnung waren im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Ent-
scheids erfüllt. Es lagen damals keine Konkurshinderungsgründe vor, weder in formell- noch 
in materiellrechtlicher Hinsicht (Art. 172 ff. SchKG). Namentlich war in jenem Zeitpunkt die 
Schuld inkl. Zinsen und Kosten weder getilgt noch gestundet (Art. 172 Ziff. 3 SchKG). Die 
Vorinstanz war daher verpflichtet, dem Konkursbegehren ohne Weiteres stattzugeben und 
über das in der Schweiz gelegene Vermögen des Beschwerdeführers den Konkurs zu eröff-
nen.

2. Nach Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Rechtsmittelinstanz die Konkurseröffnung aufheben, 
wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, 
dass inzwischen die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, getilgt ist (Ziff. 1), der 
geschuldete Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist 
(Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3). 

Bei der 10-tägigen Rechtsmittelfrist von Art. 174 Abs. 1 SchKG handelt es sich um eine ge-
setzliche Frist. Die Konkursaufhebungsgründe gemäss Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1-3 SchKG sind 
daher nur zu berücksichtigen, wenn sie sich innert der Rechtsmittelfrist verwirklicht haben 
und urkundlich nachgewiesen werden. Ferner muss innert der Rechtsmittelfrist die Zahlungs-

Seite 3/5

fähigkeit glaubhaft gemacht werden. Es ist nicht statthaft, die Frist zur Beibringung der 
gehörigen Unterlagen zu verlängern (vgl. BGE 139 III 491 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 
5A_977/2022 vom 28. Februar 2023 E. 2.1.2).

3. Der Beschwerdeführer hinterlegte innerhalb der zehntägigen Rechtsmittelfrist die Konkurs-
forderung von CHF 1'999.80 bei der Gerichtskasse zuhanden der Beschwerdegegnerin 
(act. 1/1). Der in Art. 174 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG erwähnte Konkursaufhebungsgrund ist damit 
gegeben. Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer seine Zahlungsfähigkeit 
glaubhaft gemacht hat. 

4. Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache dann, wenn für ihr Vorhandensein gewisse Elemente 
sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht ver-
wirklicht haben könnte. Im Hinblick auf die Aufhebung der Konkurseröffnung bedeutet dies, 
dass die Zahlungsfähigkeit des Schuldners wahrscheinlicher sein muss als seine Zahlungs-
unfähigkeit. In diesem Bereich dürfen keine zu strengen Anforderungen gestellt werden, ins-
besondere wenn die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des schuldnerischen Unternehmens 
nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann. Es liegt am Schuldner, Beweismittel vor-
zulegen, die geeignet sind, seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen. Der 
Schuldner muss namentlich nachweisen, dass gegen ihn kein Konkursbegehren in einer 
ordentlichen Konkurs- oder in einer Wechselbetreibung hängig ist und dass keine weiteren 
vollstreckbaren Betreibungen vorliegen. Wichtigstes bzw. unerlässliches Dokument zum 
Glaubhaftmachen der Zahlungsfähigkeit ist der Auszug aus dem Betreibungsregister; vorzu-
legen ist ein Betreibungsregisterauszug mindestens der letzten drei Jahre. Zahlungsfähigkeit 
bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel zur Begleichung der fälligen Schulden vorhanden 
sind. Grundsätzlich als zahlungsunfähig erweist sich ein Schuldner, der beispielsweise Kon-
kursandrohungen anhäufen lässt, systematisch Rechtsvorschlag erhebt und selbst kleinere 
Beträge nicht bezahlt. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen den Schuldner 
noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen, ausser wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte 
für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu erkennen sind und er auf unabsehbare 
Zeit als illiquid erscheint. Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht auf einem aufgrund 
der Zahlungsgewohnheiten eines Konkursiten gewonnenen Gesamteindruck. Dabei sind 
auch Betreibungen, gegen die Rechtsvorschlag erhoben wurde, im Rahmen der Gesamt-
betrachtung der Zahlungsgewohnheiten zu berücksichtigen. Der Schuldner ist daher 
grundsätzlich gehalten, zu jeder im Betreibungsregister nicht als erledigt aufgeführten Forde-
rung Stellung zu nehmen und behauptete Zahlungsvereinbarungen und geleistete Raten zu 
belegen (Urteile des Bundesgerichts 5A_353/2022 vom 31. August 2022 E. 2.3 und 2.5.2 
und 5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 2.2 und 3.3, je mit Hinweisen). Bei der 
Beurteilung der Zahlungsfähigkeit kommt dem Richter ein weiter Ermessensspielraum zu 
(vgl. Giroud/ Theus Simoni, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 174 SchKG N 26).

5. Zur Zahlungsfähigkeit des Beschwerdeführers ist Folgendes festzuhalten:

5.1 Gemäss dem vom Beschwerdeführer eingereichten Betreibungsregisterauszug des Betrei-
bungsamtes Baar vom 3. Juli 2025 (act. 1/3) wurden gegen ihn – nebst der Betreibung, die 
zur Konkurseröffnung geführt hat und durch Hinterlegung des geschuldeten Betrags bei der 
Gerichtskasse erledigt ist – seit Mai 2022 insgesamt 12 Betreibungen über CHF 7'213.90 an-

Seite 4/5

gehoben, die alle durch Zahlung erledigt sind. Damit bestehen keine offenen Betreibungen 
mehr.

5.2 Zur Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit reichte der Beschwerdeführer eine Jahres-
rechnung betreffend das von ihm geführte Einzelunternehmen ein (act. 1/2). Diese stammt 
allerdings aus dem Jahre 2023, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Eine aktuelle 
Jahresrechnung oder zumindest einen finanziellen Status reichte der Beschwerdeführer nicht 
ein, obwohl er vom Abteilungspräsidenten am 9. Juli 2025 dazu aufgefordert worden war. 
Trotz der weiteren Aufforderung des Abteilungspräsidenten reichte der Beschwerdeführer 
auch keine Aufstellung ein, aus der hervorgeht, wie er mit seinen Einkünften seinen Lebens-
unterhalt bestreitet. Vielmehr beschränkte er sich darauf, Auszüge aus seinem Privatkonto 
bei der D.________ vom 1. Juni 2024 bis zum 3. Juli 2025 vorzulegen. Daraus ist ersichtlich, 
dass der Beschwerdeführer das Konto in der fraglichen Zeit nicht überzogen hat und per 
3. Juli 2025 über ein Guthaben von CHF 1'395.38 verfügte (act. 2/1). Aufgrund dieser Unter-
lagen lässt sich die Zahlungsfähigkeit des Beschwerdeführers jedoch nicht schlüssig beurtei-
len. Weil die gegen den Beschwerdeführer eingeleiteten Betreibungen allerdings beschei-
dene Beträge aufweisen und sämtliche Forderungen mittlerweile beglichen sind, kann bei 
äusserst grosszügiger Betrachtungsweise die Zahlungsfähigkeit des Beschwerdeführers be-
jaht werden. Der Beschwerdeführer muss sich allerdings im Klaren darüber sein, dass bei ei-
nem erneuten Konkurs erheblich strengere Anforderungen an die Glaubhaftmachung der 
Zahlungsfähigkeit gestellt würden. Insbesondere hätte er eine aktuelle Jahresrechnung oder 
zumindest einen finanziellen Status einzureichen und anzugeben, wie er mit dem erzielten 
Einkommen seinen Lebensunterhalt bestreitet.

6. Die Voraussetzungen, unter denen die II. Beschwerdeabteilung im Rechtsmittelverfahren die 
Konkurseröffnung aufheben kann, sind im vorliegenden Fall erfüllt. Die Beschwerde erweist 
sich als begründet. Sie ist daher gutzuheissen und das Konkursdekret ist aufzuheben. 

7. Trotz dieses Ausgangs des Beschwerdeverfahrens hat der Beschwerdeführer die Kosten des 
erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens zu tragen. Wie erwähnt, erging das Konkursdekret 
damals zu Recht. Der Beschwerdeführer hat die Voraussetzungen für dessen Aufhebung erst 
im Nachhinein geschaffen. Er hat damit das Beschwerdeverfahren verursacht, weshalb er 
auch für diese Kosten einzustehen hat (Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO).

_______________________

Seite 5/5

Urteilsspruch

1. In Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids des Einzelrichters 
am Kantonsgericht Zug vom 1. Juli 2025 aufgehoben und das Konkursbegehren der Be-
schwerdegegnerin wird abgewiesen. 

2. Dem Beschwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren eine Entscheidgebühr von 
CHF 750.00 auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1'800.00 
verrechnet. Der Restbetrag von CHF 1'050.00 wird an das Konkursamt Zug überwiesen, das 
den sich nach Abzug seiner eigenen aufgelaufenen Kosten ergebenden Saldo dem Be-
schwerdeführer zurückzuerstatten hat. 

3. Die Gerichtskasse wird angewiesen, den hinterlegten Betrag von CHF 1'999.80 an die Be-
schwerdegegnerin auszuzahlen. 

4. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichter (EK 2025 347)
- Konkursamt Zug
- Handelsregisteramt Zug (im Dispositiv)
- Amt für Grundbuch und Geoinformation des Kantons Zug (im Dispositiv)
- Betreibungsamt Baar (im Dispositiv)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

St. Scherer J. Lötscher
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

versandt am: