# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b11420a6-e2fd-580b-9003-1ea4fd182b0c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.04.2008 D-1527/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1527-2008_2008-04-15.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1527/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  A p r i l  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi, 
Gerichtsschreiberin Katarina Umegbolu.

A._______, geboren (...), Äthiopien,
vertreten durch V._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
4. Februar 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1527/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführerin,  eine äthiopische Staatsangehörige mit 
letztem  Wohnsitz  in  Z._______,  eigenen  Angaben  zufolge  ihr 
Heimatland am 29. beziehungsweise am 30. September 2006 verliess 
und  über  (...)  herkommend  am  31.  Oktober  2006  in  die  Schweiz 
einreiste,  wo sie  gleichentags  im Empfangs-  und Verfahrenszentrum 
(...) um Asyl nachsuchte,

dass sie nach einer Überweisung durch das BFM ans (...) anlässlich 
der  Kurzbefragung  vom  5.  Dezember  2006  sowie  der  direkten 
Anhörung vom 25. September 2007 zur Begründung des Asylgesuchs 
im Wesentlichen geltend machte, in ihrem Heimatland als Angehörige 
der Guragen diskriminiert und verfolgt worden zu sein,

dass ferner ihr Onkel für die Kinijit-Partei aktiv gewesen und deswegen 
mehrfach festgenommen worden sei, was auch ihr Schwierigkeiten mit 
den Behörden beschert habe,

dass anlässlich einer Hausdurchsuchung ein Soldat versucht habe, sie 
zu vergewaltigen und sie aufgrund dieser Erfahrung davon ausgegan-
gen sei,  irgendwann werde es tatsächlich zu einer solchen Tat kom-
men,

dass ihr Vater bereits früh verstorben, die Mutter 1999 nach Eritrea de-
portiert  und ihr  Onkel  unbekannten Aufenthaltes  sei,  weshalb  sie  in 
Äthiopien niemanden mehr habe, der sie beschützen und zu dem sie 
gehen könne,

dass sie vor diesem Hintergrund Ende September 2006 aus ihrem Hei-
matland ausgereist sei,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Protokolle bei den 
Akten zu verweisen ist, 

dass das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung 
vom 4. Februar 2008 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die  Be-
schwerdeführerin habe sich in grundsätzlichen Punkten ihrer Ausfüh-

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rungen widersprochen, wie beispielsweise hinsichtlich des Zeitpunktes 
der  geltend  gemachten  Vergewaltigung,  der  angeblich  erhaltenen 
Drohbriefe sowie des Umfangs ihres Engagements für die Kinijit-Par-
tei,

dass ihre Vorbringen zudem über weite Strecken vage und undifferen-
ziert ausgefallen seien und eine subjektiv geprägte Wahrnehmung hät-
ten vermissen lassen,

dass die Beschwerdeführerin beispielsweise nicht habe darlegen kön-
nen,  weshalb  man sie  der  Zugehörigkeit  zur  Kinijit-Partei  hätte  ver-
dächtigen sollen und darüber hinaus auch keinerlei  nähere Angaben 
zum Engagement des Onkels für die Partei habe machen können, im 
Gegensatz dazu indessen genau aufgezählt habe, welche Unterlagen 
des Onkels anlässlich der Hausdurchsuchungen beschlagnahmt wor-
den seien,

dass sie ferner nicht habe darlegen können, wofür die englische Ab-
kürzung der Kinijit stehe, 

dass im Weiteren auch ihre Schilderungen des angeblichen Vergewalti-
gungsversuches trotz mehrmaligem Nachfragen oberflächlich und pau-
schal geblieben seien und weder eine genauere Beschreibung des gel-
tend gemachten Ereignisses noch Realkennzeichen des Erlebten ent-
halten hätten, was erfahrungegemäss von betroffenen Personen nor-
malerweise vorgebracht werden könne,

dass hinsichtlich der angeblichen Diskriminierung als Nicht-Oromo die 
Ausführungen der Beschwerdeführerin  ebenfalls unsubstanziiert  aus-
gefallen seien, zumal die Beschwerdeführerin keine konkrete Situation 
einer persönlichen Benachteiligung ihrer Person habe nennen können, 

dass in Äthiopien über achtzig unterschiedliche Ethnien leben würden 
und die Regierung in diesem Zusammenhang keine Politik der Diskri-
minierung oder Vernichtung verfolge, weshalb allein aufgrund der Zu-
gehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit nicht auf begründete Furcht 
vor asylrelevanter Verfolgung geschlossen werden könne, 

dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin folglich den Anforderun-
gen an die Glaubhaftigkeit  nicht  standhielten,  so dass ihre Asylrele-
vanz nicht geprüft werden müsse, 

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dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  6. März 2008  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht durch ihren Rechts-
vertreter  Beschwerde  erheben  und  dabei  beantragen  liess,  die  vor-
instanzliche Verfügung sei aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft sei 
festzustellen und es sei ihr Asyl in der Schweiz zu gewähren,

dass sie eventualiter als Flüchtling vorläufig aufzunehmen sei,

dass subeventualiter die Unzulässigkeit oder zumindest die Unzumut-
barkeit  des  Wegweisungsvollzuges  festzustellen  und  die  vorläufige 
Aufnahme anzuordnen sei,

dass ihr in prozessualer Hinsicht die unentgeltliche Prozessführung zu 
bewilligen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzich-
ten sei, 

dass  der  Beschwerdeführerin  mit  Zwischenverfügung  vom  11.  März 
2008 mitgeteilt wurde, sie könne den Ausgang des Beschwerdeverfah-
rens in der Schweiz abwarten,

dass die Beschwerdeführerin ferner unter Abweisung der Gesuche um 
Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege und Verzicht  auf  Erhe-
bung  eines  Kostenvorschusses  aufgefordert  wurde,  innert  Frist  den 
verlangten Kostenvorschuss zu leisten,

dass der einverlangte Kostenvorschuss am 26. März 2008 fristgerecht 
zu Gunsten der Gerichtskasse einbezahlt wurde,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift  im Wesentli-
chen geltend macht, ihre Vorbringen zu den fluchtbegründenden Ereig-
nissen seien - entgegen der Ansicht des BFM - glaubhaft,

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dass für  die in  diesem Zusammenhang stehende Argumentation auf 
Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe zu verweisen ist,

dass die Beschwerdeführerin  zudem geltend macht,  ein halbes Jahr 
nach ihrer Ankunft in der Schweiz habe sie sich aktiv für die (...) Kinijit 
eingesetzt  und  in  diesem  Zusammenhang  zwecks  Untermauerung 
ihrer Angaben ein Schreiben der KSOS (... Kinijit Support Organization 
Switzerland) vom (...) sowie eine Fotografie zu den Akten reicht, 

dass die Beschwerdeführerin dabei angibt, durch ihr Engagement für 
die  Kinijit  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  die  Aufmerksamkeit 
der äthiopischen Behörden auf sich gelenkt zu haben,

dass der äthiopische Sicherheitsdienst politische Aktivitäten der äthio-
pischen  Diaspora  geheimdienstlich  überwachen  lasse,  folglich  auch 
sie registriert worden sei und sich daher in Gefahr befände, 

dass sie spätestens im Falle ihrer Rückkehr nach Äthiopien mit grau-
samen Verfolgungsmassnahmen seitens der staatlichen Behörden zu 
rechnen  habe,  weshalb  sie  mindestens  die  Anforderungen  an  die 
Flüchtlingseigenschaft  im Sinne subjektiver  Nachfluchtgründe erfülle, 
mithin als Flüchtling in der Schweiz anzuerkennen sei,

dass eine Prüfung der Akten seitens des Bundesverwaltungsgerichts 
ergibt,  dass  die  Vorinstanz  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin 
mit zutreffender Begründung abgewiesen hat, zumal in der Beschwer-
deschrift keine neuen Erkenntnisse vorgebracht werden, welche an der 
fehlenden Flüchtlingeigenschaft etwas zu ändern vermöchten und sich 
aus den Akten auch keine Hinweise auf eine asylrelevante Verfolgung 
ergeben,

dass  entgegen  den  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift  die  Be-
schwerdeführerin hinsichtlich des Zeitpunktes des angeblichen Verge-
waltigungsversuches unterschiedliche Angaben macht und sich darü-
ber hinaus in weitere Ungereimtheiten verstrickt (vgl. Ausführungen in 
der Zwischenverfügung vom 11. März 2008),  welche sie in  ihrer  Be-
schwerdeschrift nicht zu entkräften vermag, weshalb ihre diesbezügli-
chen Vorbringen vom BFM zu Recht als unglaubhaft bezeichnet wur-
den,

dass gemäss eigenen Angaben der Beschwerdeführerin es sich beim 
genannten  „Vergewaltigungsversuch“  lediglich  um  den  Ansatz  zu 

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einem  möglichen  Vergewaltigungsversuch  gehandelt  haben  soll,  der 
Beschwerdeführerin ingesamt jedoch „nichts geschehen sei“ (vgl. Akte 
A1/17, S. 6), 

dass der in der Beschwerdeschrift  vertreten Auffassung des Rechts-
vertreters, bei seiner Mandantin handle es sich um ein traumatisiertes 
Sexualopfern, welches unter dem Eindruck des Erlebten sich nicht im 
Einzelnen  an  den  genauen  Ablauf  der  Ereignisse  erinnern  könne, 
demnach nicht  gefolgt  werden kann und den diesbezüglichen Erklä-
rungen für  die  widersprüchlich  und oberflächlich  gehaltenen Ausfüh-
rungen der Beschwerdeführerin daher die Grundlage fehlt, 

dass  im Weiteren  hinsichtlich  der  politischen  Aktivitäten  des  Onkels 
beziehungsweise der Beschwerdeführerin selbst, aber auch betreffend 
die ethnische Verfolgung als Nicht-Oromo vollumfänglich auf die zutref-
fenden vorinstanzlichen  Erwägungen  sowie  die  Ausführungen in  der 
Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  11.  März 
2008 verwiesen werden kann, denen die Beschwerdeführerin in ihrer 
Stellungnahme nichts Substanzielles entgegenzubringen vermag,

dass entgegen den Erklärungsversuchen in der Beschwerdeschrift die 
Beschwerdeführerin  sich nämlich hinsichtlich  des Zeitpunkts  des Er-
halts der „Drohbriefe“ keinesfalls auf unterschiedliche Tatsachen beru-
fen hat, macht die Beschwerdeführerin doch diesbezüglich anlässlich 
der  Kurzbefragung einerseits  geltend,  die  an sie  adressierten  Droh-
schreiben habe sie erstmals erhalten, nachdem die Papiere des On-
kels im Haus gefunden worden seien, was eine Festlegung des Zeit-
punkts auf Juli 2006 erlaubt (vgl. Akte A1/14, S. 6 und 8), führt im Wi-
derspruch dazu anlässlich der direkten Bundesanhörung jedoch aus, 
der Zugang der an sie persönlich gerichteten Briefe habe erstmals vor 
fünf  Jahren,  mithin  weit  vor  dem  Jahr  2006  begonnen  (vgl.  Akte 
A10/23, S. 13),

dass ferner auch zum angeblichen persönlichen politischen Engage-
ment der Beschwerdeführerin vollumfänglich auf die Ausführungen der 
Vorinstanz verwiesen werden kann, zumal den diesbezüglichen Erklä-
rungen der Beschwerdeführerin - mangels Vertrauen in die Schweizer 
Behörden und den äthiopischen Dolmetscher aus Angst vor einer Wei-
tergabe ihrer  Informationen an die heimatlichen Behörden anlässlich 
der Erstbefragung über ihre eigenen politischen Aktivitäten nicht  ge-
sprochen zu haben - nicht gefolgt werden kann, insbesondere da nicht 
einzusehen ist, weshalb die Beschwerdeführerin zwar über ihre ethni-

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sche Verfolgung sowie die angeblichen politischen Aktivitäten des On-
kels vor den genannten Personen und Behörden ungeniert gesprochen 
haben  soll,  eine  solche  Offenlegung  hinsichtlich  eines  persönlichen 
politischen Engagements indessen nicht möglich gewesen wäre, hät-
ten doch sämtliche Informationen im Falle ihrer  Weiterleitung an die 
heimatlichen Behörden der  Beschwerdeführerin  grundsätzlich  erheb-
lich schaden können,

dass im Weiteren die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der 
ethnischen Diskriminierung in ihrer Eingabe lediglich pauschal auf eth-
nischen Spannungen im Jahre 2006 in ihrem Heimatland verweist, mit 
ihren  Ausführungen  das  im  vorinstanzlichen  Verfahren  geltend  ge-
machte  besondere  Interesse  an  der  Verfolgung  ihrer  Familie  in 
Z._______ indessen nach wie vor nicht zu erklären vermag, 

dass dabei insbesondere nicht nachvollzogen werden kann,  weshalb 
der  Onkel  der  Beschwerdeführerin  in  Z._______  für  die 
Beschwerdeführerin und sich ein neues Wohnhaus habe bauen wollen 
und  im  Rahmen  seiner  Geschäftstätigkeit  weiterhin  Kunden  mit 
Getreide  beliefert  hat,  müsste  doch  vor  dem  Hintergrund  der 
angeblichen  Diskriminierung  und  feindseligen  Haltung  seitens  der 
Bevölkerung  am  besagten  Wohnort  vielmehr  anzunehmen  sein,  der 
Onkel  und  die  Beschwerdeführerin  wären  an  einem 
schnellstmöglichen Wegzug aus Z._______ interessiert gewesen, was 
jedoch offensichtlich nicht der Fall war, 

dass das beschriebene Verhalten des Onkels folglich kaum dem Ver-
halten  einer  tatsächlich  diskriminierten  und  verfolgten  Person  ent-
spricht, mithin auch den in Zusammenhang stehenden Verfolgungsvor-
bringen der Beschwerdeführerin nicht geglaubt werden kann, 

dass  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Rechtsmittelschrift  schliesslich 
das Vorliegen subjektiver Nachfluchtgründe geltend macht, den diebe-
züglich beigebrachten Beweismittel indessen die notwendige Beweis-
kraft fehlt, um ein tatsächlich ausgeübtes politisches Engagement der 
Beschwerdeführerin in der Schweiz und damit verbunden eine asylre-
levante Verfolgung nachzuweisen, 

dass - zwecks Vermeidung von Widerholungen - diesbezüglich auf die 
Ausführungen in der Zwischenverfügung vom 11. März 2008 verwiesen 
werden kann, 

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dass in diesem Zusammenhang besonders zu erwähnen ist, dass die 
Beschwerdeführerin  gemäss  eigenen  Angaben  erst  ein  halbes  Jahr 
nach ihrer Einreise in die Schweiz sich für die Kinijit engagiert haben 
soll, indessen sowohl ihre Ausführungen konkrete Angaben zu einzel-
nen  Tätigkeiten  im  Rahmen  der  Organisation  vermissen  lassen  als 
auch dem in diesem Zusammenhang eingereichten Schreiben der Kin-
jiit  keinerlei  Anhaltspunkte  zu  konkreten  Unterstützungshandlungen 
der Beschwerdeführerin für die Kinijit zu entnehmen sind, weshalb der 
Beschwerdeführerin ihr in der Schweiz neu entdecktes politisches En-
gagement nicht geglaubt werden kann, 

dass  vor  diesem Hintergrund  somit  einer  angeblichen  Überwachung 
der  Beschwerdeführerin  durch  die  äthiopischen  Behörden  jegliche 
Grundlage fehlt, zumal nicht ersichtlich ist, welche spezifischen Hand-
lungen  der  Beschwerdeführerin  das  Interesse  des  äthiopischen  Si-
cherheitsdienstes an ihrer Person geweckt haben sollen,

dass es der Beschwerdeführerin zusammenfassend folglich nicht ge-
lungen  ist,  die  Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest 
glaubhaft zu machen respektive vom Vorliegen subjektiver Nachflucht-
gründe im Sinne von Art. 54 AsylG zu überzeugen, weshalb das Bun-
desamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 

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oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  beziehungsweise  Her-
kunftsstaat der Beschwerdeführerin noch individuelle Gründe auf eine 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass  die  junge,  aktenkundig  gesunde  Beschwerdeführerin  vor  ihrer 
Ausreise bereits mehrere Jahre als Verkäuferin und Geschäftsführerin 
eines Lebensmittelladens gearbeitet hat und es ihr zuzumuten ist, er-
neut in diesem Bereich erwerbstätig zu werden, 

dass hinsichtlich der familiären und sozialen Verbindungen im Heimat-
land die Beschwerdeführerin zwar verneint, über solche zu verfügen, 
den  Ausführungen  der  Beschwerdeführerin  indessen  nicht  geglaubt 
werden  kann,  zumal  sie  sich  in  ihren diesbezüglichen  Angaben  wie 
beispielsweise zur  Frage,  bis  zu welchem Ort  sie  der Onkel  auf  der 
Flucht  begleitet  habe,  widerspricht  (vgl.  Akten  A1/14,  S.  10: 
H._______, A10/23, S. 4: B._______), was allgemein Zweifel an ihren 
Angaben  über  den  Verbleib  des  Onkels  aufkommen  lässt,  darüber 

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hinaus  aber  auch  die  vom  Onkel  angestrebte  Verbesserung  des 
Lebenstandarts in Z._______ durch den Bau eines grösseren Wohn- 
und  Geschäftshauses  auf  eine  gute  und  stabile  Verwurzelung  der 
Familie in Z._______ schliessen lässt, weshalb anzunehmen ist, dass 
die Beschwerdeführerin dorthin zurückkehren kann,

dass der Vollzug der Wegweisung daher als zumutbar zu erachten ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat  schliesslich  auch  möglich  ist,  da  keine Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG) und mit dem am 26. März 2008 einbezahlten Kostenvorschuss 
in derselben Höhe zu verrechnen sind.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Dieser Betrag ist  mit  dem am 26. März 2008 einbezahlten 
Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- das (...) (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Katarina Umegbolu

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