# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 22ba2aee-73b8-54a9-85fb-57acf2d90218
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-09-06
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 06.09.2017 RR.2017.13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2017-13_2017-09-06.pdf

## Full Text

Entscheid vom 6. September 2017  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja 

 

   
Parteien  1. A.,  

2. FOUNDATION B.,  

3. C. LTD.,  

alle vertreten durch Rechtsanwälte Rolf Schuler und 

Kaspar R. Lang,  

Beschwerdeführer 1-3 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Brasilien 

 

Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e 

Abs. 2 lit. a IRSG); Beschwerde gegen Zwischenver-

fügung  

 

Gegenstandslosigkeit 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2017.13-15; RP.2017.5-7 

 

 

 

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Sachverhalt: 

 

A. Die Bundesanwaltschaft eröffnete am 17. November 2015 gestützt auf eine 

Meldung der Bank D. an die Meldestelle für Geldwäscherei MROS eine Stra-

funtersuchung (SV.15.1572-GUT) gegen A. wegen Verdachts der Geldwä-

scherei. Mit Verfügungen vom 18. November 2015 und 29. April 2016 sperrte 

die Bundesanwaltschaft sämtliche auf A. lautenden Konten bzw. Konten, an 

denen er als wirtschaftlich Berechtigter fungierte bzw. sämtliche auf die 

C. Ltd. und Foundation B. lautenden Konten bei der Bank E. und der Bank D. 

(act. 1.5 und 1.6). 

 

 

B. Am 13. September 2016 orientierte die Bundesanwaltschaft die brasiliani-

schen Behörden mittels Meldung gemäss Art. 67a IRSG über die gesperrten 

Vermögenswerte. A. wird in Brasilien verdächtigt, zwecks Sicherung von Auf-

trägen für sein Unternehmen F. Ltda. im Zeitraum von 2004 bis 2015 über 

verschiedene ihm gehörende Offshore-Unternehmen Bestechungszahlun-

gen an brasilianische Beamte und Politiker weitergeleitet und in diesem Zu-

sammenhang Geldwäschereihandlungen vorgenommen zu haben (Verfah-

rensakten Urk. 02.000-0007 ff.). 

 

 

C. Mit Schreiben vom 19. Dezember 2016 stellte die brasilianische Bundesan-

waltschaft ein Rechtshilfeersuchen in Strafsachen in Aussicht und ersuchte 

als vorläufige Massnahme, um Sperrung der obgenannten Bankverbindun-

gen bzw. um Aufrechterhaltung der bereits im Rahmen der schweizerischen 

Strafuntersuchung SV.15.1572 angeordneten Kontosperre (Verfahrensak-

ten Urk. 01.000-0002 ff.). 

 

 

D. Mit Verfügungen vom 10. Januar 2017 kam die Bundesanwaltschaft dem 

brasilianischen Ersuchen nach und sperrte gestützt auf Art. 18 Abs. 1 IRSG 

die betreffenden Konten (vgl. lit. A) im Rahmen des Rechtshilfeverfahrens 

RH.17.0008 (act. 1.4).  

 

 

E. Dagegen gelangten A., die C. Ltd. sowie die Foundation B. mit Beschwerde 

vom 23. Januar 2017 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

und stellten folgende Anträge (act. 1): 

 

„1. Es seien die Verfügungen der Bundesanwaltschaft RH.17.0008 vom 10. Januar 

2017 betr. Kontosperren (erlassen gegenüber der Bank E., Zürich, und der 

Bank D., Genf) aufzuheben. 

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 2. Die Bundesanwaltschaft bzw. das Bundesamt für Justiz sei in Anwendung von 

Art. 388 StPO umgehend vorsorglich zu verpflichten, den brasilianischen Straf-

verfolgungsbehörden eine Frist zur Einreichung eines Rechtshilfeersuchens 

von höchstens 30 Tagen anzusetzen, ansonsten die Kontosperren unverzüg-

lich aufzuheben sind. 

 

 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin 

bzw. des Bundes.“ 

 

 

F. Die Bundesanwaltschaft und das Bundesamt für Justiz (nachfolgend „BJ“) 

beantragten in ihren Beschwerdeantworten vom 1. und 6. März 2017 jeweils, 

auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter bzw. soweit darauf 

eingetreten werden könne, sei die Beschwerde abzuweisen (act. 8 und 9).  

 

 

G. Mit Eingabe vom 15. März 2017 verzichteten die Beschwerdeführer auf Ein-

reichung einer Replik und teilten der Beschwerdekammer mit, dass zwi-

schenzeitlich das brasilianische Rechtshilfeersuchen eingegangen sei. Sie 

beantragen, das vorliegende Verfahren als gegenstandslos geworden abzu-

schreiben (act. 15).  

 

 

H. Mit Schreiben vom 5. April 2017 gab die Beschwerdekammer den Parteien 

Gelegenheit, sich zur Gegenstandslosigkeit des Verfahrens und zu den Ko-

sten- und Entschädigungsfolgen Stellung zu nehmen (act. 18).  

 

 

I. Das BJ beantragt in seiner Stellungnahme vom 7. April 2017, das Verfahren 

sei als gegenstandslos geworden abzuschreiben und die Kosten seien den 

Beschwerdeführern aufzuerlegen (act. 19). Die Bundesanwaltschaft bean-

tragt mit Eingabe vom 13. April 2017, das Beschwerdeverfahren sei als durch 

Rückzugs der Beschwerde als erledigt abzuschreiben, unter Kostenfolgen 

zu Lasten der Beschwerdeführer (act. 20). Die Beschwerdeführer beantra-

gen mit Eingabe vom 18. April 2017 eine Entschädigung von Fr. 28‘687.55 

(act. 21). Die Stellungnahmen wurden den Parteien am 19. April 2017 jeweils 

zur Kenntnis zugestellt (act. 22). 

 

 Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-

men.  

 

 

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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1 Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Brasilien ist primär der Vertrag 

vom 12. Mai 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und 

der Föderativen Republik Brasilien über Rechtshilfe in Strafsachen 

(SR 0.351.919.81; nachfolgend „Rechtshilfevertrag Brasilien“) massgebend. 

Ausserdem gelangen vorliegend das Übereinkommen vom 17. Dezem-

ber 1997 über die Bekämpfung der Bestechung ausländischer Amtsträger 

im internationalen Geschäftsverkehr (SR 0.311.21) sowie die Art. 43 ff. des 

Übereinkommens vom 31. Oktober 2003 der Vereinten Nationen gegen Kor-

ruption (UNCAC; SR 0.311.56) zur Anwendung.  

 

1.2  Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 

gelangen das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; 

SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 

Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) zur 

Anwendung (Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt 

nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn dieses ge-

ringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 142 IV 250 E. 3; 140 

IV 123 E. 2 S. 126; 137 IV 33 E. 2.2.2 S. 40 f.). Vorbehalten bleibt die Wah-

rung der Menschenrechte (BGE 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c S. 617; 

TPF 2008 24 E. 1.1 S. 26). Auf Beschwerdeverfahren in internationalen 

Rechtshilfeangelegenheiten sind zudem die Bestimmungen des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwal-

tungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 39 Abs. 2 lit. b 

i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes 

bestimmt (siehe Art. 12 Abs. 1 IRSG).  

 

 

2. Die Bundesanwaltschaft ist mit Eintretens- und Zwischenverfügung vom 

15. März 2017 auf das brasilianische Rechtshilfeersuchen vom 17. Ja-

nuar 2017 eingetreten und hat die mit Verfügungen vom 10. Januar 2017 vor-

sorglich angeordneten Kontosperren bestätigt und deren Aufrechterhaltung 

verfügt (act. 17.1). Damit sind die Verfügungen vom 10. Januar 2017 über 

die vorsorglich angeordneten Kontosperren aufgehoben worden, weshalb im 

vorliegenden Verfahren das Anfechtungsobjekt weggefallen und das Be-

schwerdeverfahren gegenstandslos geworden ist.  

 

 

3. Es entspricht der konstanten Praxis des Beschwerdekammer, dass bei Ge-

genstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens in Rechtshilfesachen für den 

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Entscheid über die Kosten- und Entschädigungsfolgen Art. 72 des Bundes-

gesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess (BZP; 

SR 273) sinngemäss zur Anwendung gelangt (TPF 2011 118 E. 2.2.2; Ent-

scheide des Bundesstrafgerichts RR.2014.116 vom 13. Mai 2015, E. 3.1; 

RR.2014.173 vom 30. April 2015, E. 6.2; RR.2014.252 vom 20. November 

2014, E. 2; RR.2007.91 vom 4. September 2007). Gemäss dieser Bestim-

mung entscheidet das Gericht mit summarischer Begründung über die Pro-

zesskosten aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes. Bei 

der Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolge ist somit in erster Linie 

auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen, wobei nicht auf 

alle Rügen einzeln und detailliert einzugehen ist (BGE 118 Ia 488 E. 4a).  

 

 

4. 

4.1 Bei den angefochtenen Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 10. Ja-

nuar 2017 handelt es sich um Zwischenverfügungen, welche die Beschwer-

degegnerin gestützt auf Art. 80a i.V.m. Art. 18 Abs. 1 IRSG und Art. 7 

Rechtshilfevertrag Brasilien erlassen hat (vgl. Entscheid der [II.] Beschwer-

dekammer RR.2017.149/150 vom 13. Dezember 2007, E. 3.2). Diese 

schliessen das Rechtshilfeverfahren weder ganz noch teilweise ab. Dass die 

Verfügungen angeblich ohne Rechtsgrundlage erlassen worden seien, än-

dert an deren Qualifikation als Zwischenverfügung – entgegen der Ansicht 

der Beschwerdeführer – nichts. Der Schlussverfügung vorangehende Zwi-

schenverfügungen können selbständig angefochten werden, sofern sie 

durch die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Wertgegenständen  

einen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken 

(Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG). Ein solcher nicht wieder gutzumachender Nach-

teil kommt insbesondere bei drohenden Verletzungen von konkreten vertrag-

lichen Verpflichtungen, unmittelbar bevorstehenden Betreibungsschritten, 

drohendem Entzug von behördlichen Bewilligungen oder Entgehen von kon-

kreten Geschäften in Betracht. Im Weiteren liegt ein unmittelbarer und nicht 

wieder gutzumachender Nachteil vor, wenn die Beschlagnahme Mittel be-

trifft, die eine Person für ihren Unterhalt benötigt, und sie angesichts der 

Kontensperre ihre Lebenshaltungskosten nicht mehr decken kann. Die bloss 

abstrakte Möglichkeit, dass sich eine Beschlagnahme von Vermögenswer-

ten negativ auf die Geschäftstätigkeit oder den Vermögensbestand der 

rechtssuchenden Person auswirken könnte, für die Annahme eines nicht 

wieder gutzumachenden Nachteils im Sinne von Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG 

nicht ausreichend. Der drohende unmittelbare und nicht wieder gutzuma-

chende Nachteil muss vom Betroffenen konkret glaubhaft gemacht werden. 

Die blosse Behauptung eines solchen Nachteils genügt nicht (zum Ganzen 

BGE 130 II 329 E. 2 S. 332; 128 II 353 E. 3 S. 354, je mit Hinweisen; Urteile 

des Bundesgerichts 1A.81/2006 vom 21. Juli 2006, E. 2; 1A.265/2000 vom 

http://links.weblaw.ch/BGE-118-IA-488

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28. November 2000, E. 2.c/cc und 1A.183/2006 vom 1. Februar 2007, E. 1.2, 

2.2; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2013.251 vom 8. Oktober 2013). 

 

4.2 Die Beschwerdeführer machen dazu geltend, der Beschwerdeführer 1 und 

dessen Frau hätten im April 2016 die beschlagnahmten Vermögenswerte in 

der Schweiz den brasilianischen Steuerbehörden im Rahmen eines Steuer-

amnestieprogrammes offengelegt und eine Steuernachzahlung für diese bis-

her nicht deklarierten Vermögenswerte von rund USD 2.4 Mio. vereinbart. 

Diese vertraglich vereinbarte Steuernachzahlung sei mittlerweile überfällig. 

Bei Aufrechterhaltung der Kontosperren sei es dem Beschwerdeführer 1 

nicht möglich, dieser Steuerschuld bzw. der vertraglichen Verpflichtung 

nachzukommen. Die brasilianischen Steuerbehörden würden die Vereinba-

rung wohl widerrufen, und es würde ein Strafverfahren drohen (act. 1 S. 4).  

 

4.3 Selbst wenn die Vereinbarung mit den brasilianischen Steuerbehörden durch 

Dokumente belegt wäre, bliebe es bei einer reinen Behauptung, dass der 

Beschwerdeführer 1 wegen der Kontosperren der vertraglichen Vereinba-

rung nicht nachkommen könne. So wird nämlich in keiner Weise dargelegt, 

dass der Beschwerdeführer 1 und dessen Ehefrau über keine weiteren Ver-

mögenswerte verfügen, um die Steuerschuld zu begleichen. Damit bleibt es 

bei einer blossen Behauptung des nicht wiedergutzumachenden Nachteils, 

weshalb auf die Beschwerde des Beschwerdeführers 1 nicht einzutreten ge-

wesen wäre.  

 

4.4 Bezüglich der Beschwerdeführer 2 und 3 enthält die Beschwerde keinerlei 

Ausführungen dazu, inwieweit die Kontosperren für diese einen unmittelba-

ren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könnten, weshalb 

auch auf ihre Beschwerden nicht einzutreten gewesen wäre.  

 

 

5. Nach dem Gesagten rechtfertigt es sich, den Beschwerdeführern in analoger 

Anwendung von Art. 72 BZP die Kosten des gegenstandslos gewordenen 

Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (vgl. Art. 63 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 

lit. b StBOG und Art. 22 Abs. 3 BStKR). Aus denselben Gründen entfällt eine 

Parteientschädigung. Unter Berücksichtigung des Aufwands ist die Gerichts-

gebühr vorliegend auf Fr. 3‘000.-- festzusetzen (Art. 8 Abs. 3 lit. a BStKR), 

unter Verrechnung des entsprechenden Betrages aus dem geleisteten Kos-

tenvorschuss von Fr. 6‘000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse ist anzuweisen, 

den Beschwerdeführern den Restbetrag von Fr. 3‘000.-- zurückzuerstatten. 

 

  

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 3‘000.-- wird den Beschwerdeführern auferlegt, 

unter Anrechnung des entsprechenden Betrags aus dem geleisteten Kosten-

vorschuss von Fr. 6‘000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, 

den Beschwerdeführern den Restbetrag von Fr. 3‘000.-- zurückzuerstatten.  

 

 

Bellinzona, 7. September 2017 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwälte Rolf Schuler und Kaspar R. Lang 

- Bundesanwaltschaft 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe II 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können später 
nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG). 
 
Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete Vor- 
und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen Entscheide 
über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Wertgegen-
ständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder wenn die 
Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden 
Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (vgl. Art. 93 Abs. 1 
und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid gemäss Art. 93 Abs. 1 
und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so sind die betreffenden Vor- 
und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, soweit sie sich auf 
dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).  
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Be-
schwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 
Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Aus-
land schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bun-
desgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).