# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4d8f7ca-1699-5d53-8f49-49bce4e1e650
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2025 D-5451/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5451-2025_2025-10-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5451/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

mit Zustimmung von Richter Manuel Borla;   

Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Kamerun,   

(…), 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 24. Juni 2025 / N (…). 

 

 

 

D-5451/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am 28. Dezember 2023 in der Schweiz 

um Asyl nach.  

A.b Am 8. März 2024 und 5. April 2024 wurde er zu seinen Asylgründen 

befragt respektive angehört, und am 17. April 2024 erfolgte die Zuteilung 

ins erweiterte Verfahren.  

A.c Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Beschwerdeführer 

geltend, er sei von B._______, der Ehefrau seines Bekannten C._______, 

einem Polizeikommissar, im März (…) bei ihr zuhause in D._______ zu 

Geschlechtsverkehr genötigt worden. Im April (…) habe sie ihn sodann un-

ter einem Vorwand in ein Hotel in E._______ gelockt. Dort hätten sie nach 

dem Konsum von Alkohol erneut zusammen geschlafen. Beim Verlassen 

des Hotels seien sie von einem Arbeitskollegen von C._______ erkannt 

worden, und dieser habe gedroht, C._______ davon zu erzählen. Darauf-

hin sei er in sein Herkunftsdorf F._______ zu seiner Mutter gegangen. In 

der Folge habe er einen Anruf von seinem Freund G._______, dem Neffen 

von C._______, erhalten, welcher von dieser Angelegenheit erfahren und 

ihn beschimpft und bedroht habe. Er habe befürchtet, von C._______ um-

gebracht oder verhaftet zu werden, weshalb er mit Hilfe eines entfernt ver-

wandten Polizeikommissars einen Pass beantragt und am (…) aus Kame-

run ausgereist sei. Nach seiner Ausreise habe C._______ seine Schwester 

kontaktiert, nach seinem Aufenthaltsort gefragt und ihr mit der Schliessung 

ihres Geschäfts gedroht. 

A.d Der Beschwerdeführer reichte im Verlauf des vorinstanzlichen Verfah-

rens eine Seite seines Reisepasses, seinen Geburtsschein sowie Unterla-

gen zum Asylverfahren in Zypern zu den Akten (alles Kopien).  

B.  

Mit Verfügung vom 24. Juni 2025 (gleichentags zugestellt) verneinte das 

SEM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers, lehnte das Asyl-

gesuch ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den 

Vollzug an.  

C.  

Der Beschwerdeführer focht diesen Entscheid mit Beschwerde vom 

22. Juni 2025 beim Bundesverwaltungsgericht an. Er beantragte (sinnge-

mäss), die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, und es sei ihm Asyl 

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Seite 3 

zu gewähren. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung. Ausserdem beantragte er, es sei der Be-

schwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

Der Beschwerde lagen eine Vollmacht vom 2. Juli 2025, Unterlagen betref-

fend die Teilnahme an einem Integrationsprogramm sowie ein Lebenslauf 

des Beschwerdeführers bei (alles in Kopie). Entgegen dem Beilagenver-

zeichnis auf der letzten Seite der Beschwerde reichte der Beschwerdefüh-

rer keine Briefe von Familienmitgliedern zu den Akten.  

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 14. August 2025 stellte die Instruktionsrichte-

rin fest, auf den Antrag, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung 

zu gewähren, sei nicht einzutreten, da der Beschwerde bereits von Geset-

zes wegen aufschiebende Wirkung zukomme; demnach könne der Be-

schwerdeführer den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten. 

Ferner wies sie das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-

führung infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerdebegehren ab und for-

derte den Beschwerdeführer auf, bis zum 29. August 2025 einen Kosten-

vorschuss von Fr. 750.– zu leisten. 

E.  

Der verlangte Kostenvorschuss wurde am 27. August 2025 einbezahlt. 

F.  

Mit Eingabe vom 8. Oktober 2025 teilte der Beschwerdeführer sinngemäss 

mit, er habe seiner Rechtsvertretung das Mandat entzogen, weshalb zu-

künftige Schreiben an ihn persönlich zu adressieren seien. Gleichzeitig 

reichte er weitere Beweismittel zu den Akten: eine Fahndungsanzeige vom 

(…), zwei Vorladungen von Anfang (…), mehrere Unterlagen betreffend die 

Teilnahme an Ausbildungs- und Integrationskursen sowie eine ärztliche 

Verordnung für eine Psychotherapie vom 8. Juli 2025 (alles in Kopie). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet auf dem Gebiet des Asyls 

in der Regel – so auch hier – endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 VwVG) des SEM (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–

33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

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1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-

rung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde (Art. 105 und 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 52 Abs. 1 

VwVG) ist einzutreten.  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).  

3.  

3.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli-

cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungs-

weise einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie 

nachstehend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

3.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Ob es sich bei der Auflistung im Beilagenverzeichnis («1. Les lettres des 

membres de familles») um einen Verschrieb handelt oder ob diese Briefe 

versehentlich der Beschwerde nicht beigelegt worden sind, vermag an den 

nachfolgenden Ausführungen nichts zu ändern. Schreiben von Verwandten 

haben aufgrund des mutmasslichen Gefälligkeitscharakter ohnehin nur ei-

nen äusserst geringen Beweiswert. Davon ist auch hier auszugehen, zu-

mal eine relevante Bedeutung allfälliger Schreiben von Familienmitgliedern 

auch den Beschwerdevorbringen nicht zu entnehmen ist. Auf eine Nach-

forderung möglicher Briefe von Familienmitgliedern kann daher verzichtet 

werden.  

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder ihrer politi-

schen Anschauungen wegen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

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Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält (Art. 7 AsylG).  

6.  

6.1 Das SEM führte zur Begründung seines Entscheids aus, den Aussagen 

des Beschwerdeführers mangle es in zentralen Punkten an einer hinrei-

chenden Aussagequalität, und die Vorbringen seien repetitiv, unsubstanzi-

iert sowie teilweise widersprüchlich und ausweichend ausgefallen. Es 

könne daher nicht geglaubt werden, dass ihm seitens von C._______ eine 

konkrete Gefahr drohe. Dem sexuellen Übergriff von B._______ liege fer-

ner kein asylrelevantes Motiv zugrunde. Zudem wäre es dem Beschwer-

deführer zuzumuten gewesen, Anzeige zu erstatten. Dieses Vorbringen sei 

daher nicht asylrelevant. Insgesamt erfülle der Beschwerdeführer die 

Flüchtlingseigenschaft nicht, weshalb das Asylgesuch abzulehnen sei.  

6.2 Der Beschwerdeführer entgegnet, er habe glaubhafte Aussagen zur er-

littenen Verfolgung gemacht. Er sei von B._______ zu sexuellen Handlun-

gen gezwungen worden. Er sei von ihr wirtschaftlich abhängig, da sie Klei-

der und Schuhe von ihm gekauft habe. Sodann sei es gut möglich, dass 

den Handlungen von B._______ ein asylbeachtliches Motiv zugrunde ge-

legen habe. Der Ehemann von B._______ sei ein einflussreicher Mann, 

und Kamerun sei kein Rechtsstaat, daher hätte es nichts gebracht, 

B._______ anzuzeigen. Er habe traumatische Erfahrungen gemacht, und 

auch seine Angehörigen seien wegen dieser Geschichte bedroht worden. 

Er sei in die Schweiz gekommen, um Schutz zu suchen und sich ein neues 

Leben aufzubauen.  

7.  

7.1 Vorab ist festzustellen, dass das SEM wohl zu Recht Zweifel an der 

Glaubhaftigkeit der Asylvorbringen respektive am Bestehen einer effekti-

ven Gefährdungssituation geäussert haben dürfte; daran dürften insbeson-

dere auch die nachträglich (lediglich in Kopie) eingereichten Beweismittel 

zur angeblichen Suche nach dem Beschwerdeführer (Vorladungen, Fahn-

dungsbefehl) nichts ändern. Die Frage der Glaubhaftigkeit kann aber 

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letztlich offengelassen werden, da es bereits an der Asylrelevanz der Vor-

bringen fehlt. 

7.1.1 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er befürchte, von 

C._______, dem Ehemann von B._______, verhaftet oder umgebracht zu 

werden, ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer den Akten zufolge 

vor der Ausreise nie direkt und konkret von C._______ bedroht worden ist. 

Es bestehen sodann keine Indizien dafür, dass die heimatlichen Sicher-

heitsbehörden ihm aus asylbeachtlichen Gründen Schutz verweigern wür-

den, wenn er zukünftig von C._______ angegriffen oder an Leib und Leben 

bedroht würde. Der Eingabe des Beschwerdeführers vom 8. Oktober 2025 

ist zu entnehmen, dass er nun – nota bene erst rund sechs Jahre nach 

dem angeblichen Vorfall – wegen Ehebruchs und der Verursachung von 

Familienproblemen zum Nachteil von C._______ polizeilich gesucht wird 

und in diesem Zusammenhang zweifach vorgeladen wurde. Allerdings 

ergibt sich aus den Akten kein asylbeachtliches Motiv im Sinne von Art.  3 

Abs. 1 AsylG für dieses angebliche strafrechtliche Ermittlungsverfahren. 

Vielmehr ist sowohl aufgrund der Vorbringen des Beschwerdeführers als 

auch gemäss dem im Fahndungsbefehl genannten Grund für die Suche 

davon auszugehen, dass der von B._______ zusammen mit dem Be-

schwerdeführer begangene Ehebruch der Grund ist für das eingeleitete 

Verfahren. Das angebliche strafrechtliche Ermittlungsverfahren ist daher 

als nicht asylrelevant zu erachten, zumal auch jegliche substanziierten Hin-

weise auf das Vorliegen eines Politmalus fehlen.  

7.2 Im Weiteren fehlt es auch hinsichtlich der geltend gemachten sexuellen 

Nötigung durch B._______ an einem asylbeachtlichen Motiv. Zudem ist 

festzustellen, dass der Beschwerdeführer offensichtlich nicht aufgrund ei-

ner Verfolgung durch B._______ ausgereist ist, zumal er sich freiwillig ein 

zweites Mal mit ihr getroffen hat und seine diesbezüglichen Aussagen da-

rauf schliessen lassen, dass es damals zu einvernehmlichem Geschlechts-

verkehr gekommen ist (vgl. A23 F43 in fine). Schon aus diesem Grund lag 

im Ausreisezeitpunkt keine Verfolgung durch B._______ vor.  

7.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Vorbringen des Be-

schwerdeführers nicht asylrelevant sind. Die Vorinstanz hat somit zu Recht 

die Flüchtlingseigenschaft verneint und das Asylgesuch abgelehnt. 

  

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8.  

8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

8.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 

(Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).  

In Bezug auf die Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt ge-

mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Be-

weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

9.2.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf nie-

mand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Be-

handlung unterworfen werden. 

9.2.2 Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine flüchtlings-

rechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, 

findet der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im 

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vorliegenden Verfahren keine Anwendung. Eine Rückkehr in den Heimat-

staat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann 

ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus 

den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung 

nach Kamerun dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit – im Sinne eines 

«real risk» (vgl. dazu das Urteil des EGMR Saadi gegen Italien vom 

28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.) – einer 

nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung aus-

gesetzt wäre. Die allgemeine Menschenrechtssituation in Kamerun lässt 

den Wegweisungsvollzug im heutigen Zeitpunkt ebenfalls nicht als unzu-

lässig erscheinen. 

9.2.3 Demnach ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- 

als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen als zulässig zu erachten. 

9.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren.  

9.3.1 In den englischsprachigen Regionen Kameruns gilt die humanitäre 

und sicherheitspolitische Lage zwar als instabil, aber insgesamt herrscht in 

Kamerun keine Situation von Krieg, Bürgerkrieg oder allgemeiner Gewalt, 

die sich über das ganze kamerunische Staatsgebiet erstreckt und eine 

Wegweisung dorthin grundsätzlich unzumutbar erscheinen lässt (vgl. statt 

vieler Urteile des BVGer E-5244/2025 vom 18. August 2025 E. 11.2 und  

D-1808/2025 vom 15. April 2025 E. 8.4.2, je mit m.w.H.). Im Übrigen 

stammt der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge nicht aus einer 

der beiden anglophonen Regionen (Nordwest und Südwest), sondern aus 

F._______ und E._______ (beide in der Region West). Der Vollzug der 

Wegweisung erweist sich daher als generell zumutbar. 

9.3.2 Es sind auch keine individuellen Gründe ersichtlich, welche einem 

Vollzug der Wegweisung entgegenstehen könnten. Der heute (…) Jahre 

alte Beschwerdeführer machte im Verlauf des Verfahrens keine relevanten 

gesundheitlichen Probleme geltend. Mit Eingabe vom 8. Oktober 2025 

reichte er zwar eine ärztliche Verordnung zur Psychotherapie ein, nannte 

dabei jedoch weder konkrete Beschwerden, noch reichte er anderweitige 

ärztlichen Unterlagen ein, obwohl die Verordnung bereits im Juli 2025 

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Seite 9 

ausgestellt worden war. Demnach ist davon auszugehen, dass keine me-

dizinischen Wegweisungsvollzugshindernisse vorliegen. Sodann hat der 

Beschwerdeführer seinen Lebensunterhalt vor der Ausreise als selbständi-

ger Schuh- und Kleiderhändler verdient; diese Tätigkeit könnte er ohne 

weiteres wieder aufnehmen. Im Übrigen verfügt er im Heimatland über 

mehrere Familienangehörige (Mutter, vier Geschwister), welche er bei Be-

darf um Unterstützung bitten könnte. Es ist daher nicht davon auszugehen, 

dass er bei einer Rückkehr nach Kamerun aus wirtschaftlichen, sozialen 

oder medizinischen Gründen in eine existenzielle Notlage geraten würde. 

9.3.3 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung als 

zumutbar. 

9.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), weshalb der Vollzug der Wegweisung 

auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Vorinstanz den Wegwei-

sungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat. 

Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt damit ausser Betracht 

(Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

10.   

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist 

(Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dessen Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Dieser Betrag ist durch den am 27. August 2025 in gleicher 

Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Begleichung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Anna Dürmüller Leibundgut 

 

 

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