# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d3e7cee0-dde0-5ca6-85db-77d10d0aeea4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 16.05.2022 PS220009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS220009_2022-05-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS220009-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Houweling-Wili 

Urteil vom 16. Mai 2022 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegner, 

 
betreffend 

Fortsetzungsbegehren in der Betreibung Nr. 1 
(Beschwerde über das Betreibungsamt Rümlang-Oberglatt) 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil der I. Abteilung des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 
17. Dezember 2021 (CB210026) 
 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

1. 

1.1. In der gegen B._____ (nachfolgend Beschwerdegegner) laufenden Betrei-

bung Nr. 1 des Gläubigers A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) wies das 

Betreibungsamt Rümlang-Oberglatt mit Schreiben vom 8. Oktober 2021 das Fort-

setzungsbegehren des Beschwerdeführers (eingegangen am 4. Oktober 2021) 

zurück (act. 8/13). 

1.2. Der Beschwerdeführer erhob dagegen mit Eingabe vom 15. Oktober 2021 

beim Bezirksgericht Dielsdorf als untere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbe-

treibungs- und Konkurssachen Beschwerde mit den folgenden Rechtsbegehren 

(act. 1): 

"1. Die Rückweisungsverfügung vom 8. Oktober 2021 sei aufzuheben und 
das Betreibungsamt Rümlang sei anzuweisen, dem Fortsetzungsbegeh-
ren des Beschwerdeführers Folge zu leisten.  

 2. Es wird ersucht festzustellen, dass der Rechtsvorschlag vom 
7. Juni 2021 mit dem Empfehlungsschreiben vom 24. Juni 2021 als zu-
rückgezogen gilt. 

 3. Das Empfehlungsschreiben soll angeblich nicht vom Schuldner unter-
schrieben worden sein. Das Betreibungsamt wird um Stellungnahme er-
sucht, weshalb es die Aussage des Schuldners als glaubhaft erachtet 
hat. 

 4. Das Betreibungsamt sei anzuweisen, das Originale Empfehlungsschrei-
ben an den Gläubiger herauszugeben." 

Nachdem das Betreibungsamt Rümlang-Oberglatt und der Beschwerdegegner 

zur Beschwerde Stellung genommen hatten (act. 4 und act. 6), der Beschwerde-

führer daraufhin eine erweiterte Begründung eingereicht (act. 13) und mit Eingabe 

vom 25. November 2021 seinen Antrag Ziff. 2 zurückgezogen hatte (act. 16), wies 

das Bezirksgericht Dielsdorf mit Urteil vom 17. Dezember 2021 die Beschwerde 

ab (act. 17 = act. 20).  

1.3. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. Januar 2022 

Berufung bei der Kammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbe-

treibung und Konkurs und stellt folgende Anträge (act. 21): 

- 3 - 

"1. Das Urteil sei aufzuheben und gemäss Art. 318 ZPO zu entscheiden. 

2.  Es sei festzustellen, ob die Unterschrift auf dem Empfehlungsschreiben eher 

echt oder gefälscht wurde, wobei ersterer zur Aufhebung der Rückweisungs-

verfügung zu Folge habe. 

3. Eventualiter sei ein Sachverständiger zu beauftragen, die Echtheit der Unter-

schrift zu prüfen." 

1.4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-18). Mit Verfügung 

vom 25. Februar 2022 wurde dem Beschwerdegegner Frist angesetzt, um die Be-

schwerde zu beantworten (act. 25). Der Beschwerdegegner reichte am 

3. März 2022 innert Frist die Beschwerdeantwort ein und verlangt die Abweisung 

der Beschwerde (act. 26-27). Die Beschwerdeantwort wurde dem Beschwerde-

führer zugestellt (act. 28). Mit Eingabe vom 8. Mai 2022 nahm der Beschwerde-

führer zur Beschwerdeantwort unaufgefordert Stellung (act. 33). Diese Stellung-

nahme ist dem Beschwerdegegner mit dem vorliegenden Entscheid zuzustellen. 

Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2. 

2.1. Das Verfahren der Aufsichtsbeschwerde in Schuldbetreibungs- und Kon-

kurssachen richtet sich nach den Bestimmungen von Art. 20a Abs. 2 SchKG. So-

weit Art. 20a Abs. 2 SchKG keine Bestimmungen enthält, regeln die Kantone das 

Verfahren (Art. 20a Abs. 3 SchKG; BSK SchKG I-COMETTA/MÖCKLI, 2. Aufl. 2010, 

Art. 20a N 38). Im Kanton Zürich richtet sich das Beschwerdeverfahren gemäss 

§ 18 EG SchKG nach § 83 f. GOG. Dabei ist der Sachverhalt von Amtes wegen 

zu untersuchen und es sind die Bestimmungen der ZPO sinngemäss anwendbar 

(§ 83 Abs. 3 GOG). Für den Weiterzug an das Obergericht gelten insbesondere 

die Bestimmungen über die Beschwerde gemäss Art. 319 ff. ZPO (§ 84 GOG). 

Da nach der Praxis der Kammer ein unrichtig bezeichnetes Rechtsmittel ohne 

Weiteres mit dem richtigen Namen bezeichnet und nach den richtigen Regeln be-

handelt wird (OGer ZH, NQ110026 E. 2.2 vom 23. Juni 2011), ist das als Beru-

fung erhobene Rechtsmittel somit als Beschwerde entgegenzunehmen. 

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2.2. Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz innert der Rechtsmittelfrist 

schriftlich, mit Anträgen versehen und begründet einzureichen (Art. 321 

Abs. 1 ZPO). Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung und die 

offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Neue Tatsachen und Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren 

ausgeschlossen (Art. 326 ZPO, vgl. OGer ZH PS110019 vom 21. Februar 2011, 

E. 3.4; OGer ZH PS180175 vom 18. Dezember 2018, E. 4.3.4; BGer 

5A_605/2011 vom 8. November 2011, E. 3.2). 

2.3. Die Beschwerde vom 17. Januar 2022 (Datum Poststempel) wurde innert 

der Rechtsmittelfrist schriftlich, mit Anträgen versehen und begründet bei der 

Kammer als der zuständigen Rechtsmittelinstanz eingereicht. Der Beschwerde-

führer ist durch den angefochtenen Entscheid beschwert und zur Beschwerde le-

gitimiert. Es ist insoweit auf die Beschwerde einzutreten. Auf Grund des geltenden 

Novenausschlusses ist im Folgenden entgegen der Ansicht des Beschwerdefüh-

rers auf die Ausführungen in der Beschwerde und die Beilagen indes nicht einzu-

gehen, soweit es sich um neue Tatsachenbehauptungen und Beweismittel han-

delt (vgl. act. 21 S. 2 ff.).  

3. 

3.1. Der Beschwerdeführer stützte sein Begehren um Fortsetzung der Betrei-

bung Nr. 1 gegen den Beschwerdeführer vom 20. September 2021 auf ein Emp-

fehlungsschreiben vom 24. Juni 2021. Nach Ansicht des Beschwerdeführers zog 

der Beschwerdegegner darin seinen am 7. Juni 2021 erhobenen Rechtsvorschlag 

zurück (act. 8/3). Das Betreibungsamt wies das Fortsetzungsbegehren mit der 

Begründung zurück, der Schuldner habe mitgeteilt, das Empfehlungsschreiben 

nicht unterschrieben zu haben. Somit sei der Rechtsvorschlag nicht zurückgezo-

gen worden. Darüber hinaus sei der Inhalt des Empfehlungsschreibens nicht kor-

rekt, da formell der Rückzug des Rechtsvorschlags nicht erwähnt werde 

(act. 8/13).  

3.2. Die Vorinstanz erachtete demgegenüber die inhaltlichen Anforderungen an 

eine Rückzugserklärung im Empfehlungsschreiben vom 24. Juni 2021 als erfüllt. 

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Sie erwog zusammengefasst, die Formulierung im Empfehlungsschreiben "Vor-

schlag, Recht zu erheben" sei wohl umständlich und etwas schwerfällig, die Aus-

drucksweise sei im Zusammenhang aber ohne Weiteres klar und die Rückzugs-

erklärung sei vorbehaltlos. Allerdings sei strittig, ob der Beschwerdegegner das 

Empfehlungsschreiben unterzeichnet habe. Es sei sicher, dass der Beschwerde-

gegner das Empfehlungsschreiben samt Begleitschreiben vom Beschwerdeführer 

tatsächlich erhalten habe. Ob das vom Schuldner eingereichte Antwortschreiben 

an den Beschwerdeführer vom 18. August 2021, welches die Unterzeichnung des 

Empfehlungsschreibens vor der Löschung der Betreibung ausdrücklich verweige-

re, seinerzeit tatsächlich verfasst und an den Beschwerdeführer versandt worden 

resp. bei diesem angekommen sei, bleibe unbelegt. Der Beschwerdeführer gehe 

aber in seiner Stellungnahme zur Beschwerdeantwort, welcher ein Schreiben der 

Rechtsschutzversicherung des Beschwerdegegners vom 18. Oktober 2021 an 

den Beschwerdeführer beiliege, das auf das Antwortschreiben Bezug nehme, und 

zur Vernehmlassung des Betreibungsamtes, die das Antwortschreiben ebenfalls 

erwähne, an keiner Stelle auf dieses Schreiben ein. In seinem hernach am 

15. November 2021 bei der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm gegen den Be-

schwerdegegner gestellten Strafantrag wegen Verleumdung bzw. übler Nachrede 

treffe der Beschwerdeführer jedoch die Mutmassung, das Schreiben des Be-

schwerdegegners vom 18. August 2021 sei unecht bzw. nachgeschoben. Weiter 

gebe der Beschwerdeführer darin an, das vom Schuldner unterzeichnete Empfeh-

lungsschreiben am 21. August 2021 per Post erhalten zu haben. Weder das Be-

treibungsamt noch die Aufsichtsbehörde hätten die Möglichkeit, diesen Unge-

reimtheiten im Zusammenhang mit der Korrespondenz zwischen den Parteien auf 

den Grund zu gehen. Immerhin lasse aber die eigenartige Konstellation, wonach 

der Beschwerdegegner das nach Behauptung des Beschwerdeführers unter-

zeichnete Empfehlungsschreiben und zusätzlich sein Antwortschreiben am selben 

Tag (18. August 2021) und zudem offenbar in zwei verschiedenen Sendungen zur 

Post gegeben haben soll, erhebliche Zweifel an der Echtheit der Unterschrift des 

Beschwerdegegners zu. Diese liessen die Rückweisung des Fortsetzungsbegeh-

rens mangels gültigen Rückzugs des Rechtsvorschlags zumindest vertretbar er-

scheinen (act. 20 S. 6 ff.).  

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3.2. Dagegen bringt der Beschwerdeführer zusammengefasst vor, die Vorinstanz 

habe den Sachverhalt falsch festgestellt, indem sie festgehalten habe, dass auch 

das Betreibungsamt Zweifel an der Echtheit der Unterschrift des Beschwerdegeg-

ners auf dem Empfehlungsschreiben gehabt hätte. Dem Betreibungsamt seien 

das Empfehlungsschreiben im Original und eine Kopie des Kaufvertrages vorge-

legt worden und es habe die Unterschrift auf die Echtheit prüfen können. Die Un-

terschriften seien vom Betreibungsamt unter Augenschein verglichen worden, an-

sonsten hätte das Betreibungsamt Zweifel in seiner Vernehmlassung zuhanden 

der Vorinstanz vom 27. Oktober 2021 erwähnt. Weiter habe die Vorinstanz das 

Recht falsch angewandt, denn die Beweislast für die Echtheit einer Urkunde trage 

jene Partei, die sich auf das Dokument berufe. Die Gegenpartei könne sich aber 

nicht einfach auf die pauschale Bestreitung der Echtheit beschränken, sondern 

müsse konkrete Umstände dartun, die beim Gericht ernsthafte Zweifel an der Au-

thentizität des Dokumentes (Inhalt oder Unterschrift) wecken würden. Alleine das 

Antwortschreiben des Beschwerdegegners datierend vom 18. August 2021 reiche 

nicht aus, um an der Echtheit der Unterschrift auf dem Empfehlungsschreiben zu 

zweifeln. Es sei lediglich eine Einrede ohne jeglichen Nachweis. Die Vorinstanz 

verkenne die rechtserhebliche Tatsache, dass die Echtheit der Unterschrift vom 

Betreibungsamt nie angezweifelt worden sei. Diese Beweislast hätte die Vor- 

instanz in ihrer Entscheidung der gesamten Beweiswürdigung berücksichtigen 

müssen. Er habe sodann bei der Vorinstanz auf eine Stellungnahme zur Be-

schwerdeantwort bezüglich der Einrede des Antwortschreibens vom 

18. August 2021 verzichtet, weil für ihn zu diesem Zeitpunkt die Beweiskraft klar 

gewesen sei (act. 21 Ziff. I.1-3, Ziff. III.1-2 und Ziff. III.4). Darüber hinaus führt der 

Beschwerdeführer im Rahmen seiner Anträge an, es sei festzustellen, ob die Un-

terschrift auf dem Empfehlungsschreiben eher echt oder gefälscht sei, eventuali-

ter sei ein Sachverständiger zu beauftragen, die Echtheit der Unterschrift zu prü-

fen, und rügt damit sinngemäss eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 

durch die Vorinstanz sowie seines Rechtes auf Beweis (act. 21 S. 1 Ziff. 2 und 3). 

3.3. Der Beschwerdegegner hält dem in der Beschwerdeantwort im Wesentli-

chen die gleichen Einwände entgegen, welche er bereits bei der Vorinstanz gel-

tend gemacht hat, und identifiziert sich mit dem angefochtenen Entscheid. Im Üb-

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rigen hält der Beschwerdegegner fest, er sei auch damit einverstanden, die (Un-

)Echtheit der Unterschrift durch einen Sachverständigen prüfen zu lassen 

(act. 27).  

4.1. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Aufsichtsbehörde im Beschwer-

deverfahren nach Art. 17 ff SchKG unter dem Vorbehalt der Mitwirkung der Par-

teien den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat 

(Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG; BSK SchKG I-COMETTA/MÖCKLI, 3. Aufl. 2021, 

Art. 20a N 6 f.). In diesem Rahmen hat sie – selbst bei unbestritten gebliebenen 

Tatsachen – entsprechende Beweise zu erheben, wenn dies zur Feststellung des 

Sachverhaltes unumgänglich ist (Art. 153 Abs. 1 ZPO; BSK SchKG I-

COMETTA/MÖCKLI, 3. Aufl. 2021, Art. 20a N 7; ZK ZPO-HASENBÖHLER, 

3. Aufl. 2016, Art. 150 N 19 und Art. 153 N 9). D.h. sie hat die relevanten Tatsa-

chen und erforderlichen Beweismittel zu bestimmen, die Beweiserbringung anzu-

ordnen und die erhobenen Beweise von Amtes wegen zu würdigen. Soweit die 

richtige Gesetzesanwendung es erfordert, muss die Aufsichtsbehörde die relevan-

ten Tatsachen selber ermitteln und darf nicht bloss abwarten, ob die Parteien In-

struktionsmassnahmen verlangen oder ob sie von sich aus geeignete Beweise 

beibringen (BGer 5A_680/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 2.3.2). Dabei gilt kei-

ne Beweismittelbeschränkung, auch wenn auf das Beschwerdeverfahren praxis-

gemäss die Grundsätze des summarischen Verfahrens zur Anwendung gelangen 

(INGRID JENT-SØRENSEN, Das kantonale Verfahren nach Art. 20a Abs. 3 SchKG: 

ein Relikt und die Möglichkeit einer Vereinheitlichung, BlSchK 2013 S. 89 ff., 

S. 100-102). Als prozessübliche Beweismittel kommen insbesondere Urkunden, 

Zeugen und Sachverständige in Frage, wobei zu beachten ist, dass sich die Er-

hebungen in vernünftigem Rahmen bewegen und berücksichtigen, dass sich das 

Zwangsvollstreckungsverfahren speditiv abzuwickeln hat (BGE 123 III 328 E. 3; 

BGer 5A_680/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 2.3.2). Unabhängig von der Un-

tersuchungsmaxime kommt sodann als allgemeiner Rechtsgrundsatz die Beweis-

lastregel von Art. 8 ZGB zur Anwendung (BSK SchKG I-COMETTA/MÖCKLI, 

3. Aufl. 2021, Art. 20a N 6). Danach hat derjenige das Vorhandensein einer be-

haupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Mit dieser Beweis-

lastverteilung werden auch die Folgen der Beweislosigkeit geregelt, wenn der 

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Sachverhalt unaufklärbar ist (BSK ZGB I-LARDELLI/VETTER, 6. Aufl. 2016, Art. 8 

N 4). 

4.2. Der Beschwerdeführer beruft sich zur Begründung seines Fortsetzungsbe-

gehrens auf den Rückzug des Rechtsvorschlages durch den Beschwerdegegner 

gemäss Empfehlungsschreiben vom 24. Juni 2021. Wird der Vorinstanz gefolgt 

und davon ausgegangen, dass dieses Schreiben eine gültige Rückzugserklärung 

des Rechtsvorschlages enthält (vgl. dazu nachfolgend E. 4.3.), so stellt das Emp-

fehlungsschreiben vom 24. Juni 2021 (mit der enthaltenen Bekundung des Rück-

zuges) des Beschwerdegegners dementsprechend eine rechtserhebliche Tatsa-

che dar, für welche der Beschwerdeführer nach Art. 8 ZGB die Beweislast trägt. 

Der Beschwerdegegner hat diese Erklärung als die seinige bzw. die Echtheit sei-

ner Unterschrift auf dem genannten Empfehlungsschreiben schlüssig und sub-

stantiiert bestritten, indem er ausführte, das Empfehlungsschreiben nie unter-

zeichnet zu haben und stattdessen dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 

18. August 2021 mitgeteilt zu haben, dass er das Empfehlungsschreiben nicht un-

terzeichnen wolle und schon gar nicht, bevor die unrechte Betreibung gelöscht sei 

(act. 4; vgl. act. 5/1). Der Beschwerdegegner belegt diese Behauptungen, insbe-

sondere die Zustellung seines Antwortschreibens vom 18. August 2021 an den 

Beschwerdeführer, nicht. Das schadet entgegen der Ansicht des Beschwerdefüh-

rers aber nicht, weil die Gegenpartei im Rahmen der Bestreitung die Behauptung 

der beweisbelasteten Partei nur erschüttern muss. Einen Beweis für ihre Version 

muss sie nicht erbringen (vgl. ZK ZPO-LEUENBERGER, Art. 222 N 20 ff.). Überdies 

hat sich der Beschwerdeführer in seiner Replik bei der Vorinstanz zu den Behaup-

tungen des Beschwerdegegners zwar nicht geäussert. Also blieb die Behauptung 

des Beschwerdegegners betreffend sein Antwortschreiben unbestritten, das bildet 

allerdings keinen Gegenbeweis hinsichtlich der Echtheit der Unterschrift auf dem 

Empfehlungsschreiben. Denn es mutet vielleicht merkwürdig an und erscheint wi-

dersprüchlich, wenn der Beschwerdegegner durch Unterschrift auf dem Empfeh-

lungsschreiben vom 24. Juni 2021 den Rechtsvorschlag zurückzieht (act. 8/2) und 

hernach dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 18. August 2021 mitteilt, eine 

Referenz für dessen Geschäft erst zu unterschreiben, wenn die (unrechte) Betrei-

bung gelöscht werde (act. 5/1). Es kann zwar nicht ausgeschlossen werden, dass 

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es sich so verhalten hat. Allerdings kommt es auf das Antwortschreiben vom 

18. August 2021 auch nicht an. Die Frage der Echtheit der Unterschrift auf dem 

Empfehlungsschreiben vom 24. Juni 2021 bleibt als rechtserhebliche, bestrittene 

Tatsache im Raum.  

Dennoch hat die Vorinstanz keine Beweise zu dieser Tatsache erhoben und hat 

es dabei bewenden lassen, gestützt auf die Ausführungen des Beschwerdegeg-

ners erhebliche Zweifel an der Unterschrift zu äussern und gestützt darauf die 

Rückweisung des Fortsetzungsbegehrens als vertretbar zu erachten. Unter den 

genannten Umständen hätte sie trotz des Fehlens von Beweisanträgen seitens 

des Beschwerdeführers aber von Amtes wegen Beweiserhebungen zur Frage der 

Echtheit der Unterschrift auf dem massgeblichen Empfehlungsschreiben vom 

24. Juni 2021 vornehmen können und müssen, beispielsweise durch Einholung 

eines graphologischen Gutachtens bei einem Sachverständigen, zumal sich der 

dadurch verursachte Aufwand als überschaubar erweist und keine erhebliche 

Verzögerung des Verfahrens bedeuten würde. Damit liegt grundsätzlich eine Ver-

letzung des im vorliegenden Verfahren anwendbaren (eingeschränkten) Untersu-

chungsgrundsatz vor. Wie nachfolgend zu zeigen sein wird, kommt es darauf im 

Ergebnis aber nicht an.  

4.3. Wie bereits die Vorinstanz mit Verweis auf die bundesgerichtliche Recht-

sprechung zutreffend festgehalten hat, kann ein Schuldner seinen Rechtsvor-

schlag nicht nur durch eine unmittelbar an das Betreibungsamt abgegebene Er-

klärung zurückziehen, sondern auch durch unterschriftliche Erklärung an den 

Gläubiger, die dieser als Bote des Schuldners dem Betreibungsamt übermittelt. 

Dabei bedarf es keines ausdrücklichen Hinweises, dass die Erklärung zu Handen 

des Betreibungsamtes abgegeben werde. Vorausgesetzt ist hingegen, dass der 

Rückzug klar und vorbehaltlos und die Echtheit der Unterschrift nicht bestritten 

resp. nicht zu bezweifeln ist (BGE 131 III 657 E. 3.1 und E. 3.2; BGE 81 III 94 E. 

2; BGE 51 III 35; vgl. act. 20 S. 7 f.). Letzteres ist vorliegend aber gerade nicht der 

Fall. Der Beschwerdegegner hat bereits gegenüber dem Betreibungsamt die Un-

terschrift auf dem Empfehlungsschreiben vom 24. Juni 2021 bestritten und diese 

Bestreitung im vorinstanzlichen wie auch im vorliegenden Verfahren wiederholt 

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(act. 8/13, act. 4 und act. 27). Nach dem Gesagten liegt bereits deshalb keine 

Rückzugserklärung vor und es sind weder die weiteren Voraussetzungen noch ist 

die Echtheit der Unterschrift weiter abzuklären. Demnach hat die Vorinstanz letzt-

lich die Rückweisung des Fortsetzungsbegehrens durch das Betreibungsamt zu 

Recht geschützt und die Beschwerde abgewiesen. Die Beschwerde ist auch in 

zweiter Instanz abzuweisen.  

5. Das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- 

und Konkurssachen ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG und 

Art. 61 Abs. 2 GebV SchKG). Eine Parteienschädigung ist nicht zuzusprechen 

(vgl. Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG).  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage einer Kopie von act. 33, unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten 

an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Rümlang-Oberglatt, je ge-

gen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

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Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Houweling-Wili 
 
versandt am: 
17. Mai 2022 
 
 

	Urteil vom 16. Mai 2022
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage einer Kopie von act. 33, unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Rümlang-Oberglatt, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...