# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75c0a5b6-9033-5352-9155-c68ada775b83
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE240102-O4
**Docket/Reference:** UE240102-O4
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE240102-O4.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE240102-O/U/HEI

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident i. V., die Oberrichterinnen 

lic. iur. A. Meier und lic. iur. C. Gerwig sowie Gerichtsschreiber 

lic. iur. S. Betschmann

Verfügung und Beschluss vom 7. Mai 2025

in Sachen

A._____, 

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____

gegen

1.

2.

B._____, 

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 

Beschwerdegegner

betreffend Nichtanhandnahme 

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-

schaft I des Kantons Zürich vom 19. März 2024

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Erwägungen:

1. 

1.1. Am 25. Juni 2022 rapportierte die Stadtpolizei Zürich gegen A._____ (Be-

schwerdeführer) wegen versuchter schwerer Körperverletzung und Beschimp-

fung. Ihm wurde vorgeworfen, anlässlich einer tätlichen Auseinandersetzung am 

gleichen Tag auf der Laderampe im C._____ -Markt, D._____-strasse 1, … Zü-

rich, den Geschädigten E._____ mit einem Messer verletzt zu haben, bevor er 

durch B._____ (Beschwerdegegner) und F._____ vom Geschädigten getrennt 

worden sei (vgl. Urk. 16/1/1). Am 19. März 2024 erhob die Staatsanwaltschaft I 

des Kantons Zürich Anklage gegen den Beschwerdeführer wegen versuchter Tö-

tung, versuchter schwerer Körperverletzung, Raufhandel und Beschimpfung 

(Urk. 16/27/1), stellte die Strafuntersuchung gegen E._____ ein (Urk. 16/27/5) und 

nahm eine Untersuchung gegen den Beschwerdegegner nicht an Hand (Urk. 16/

27/6).

1.2. Gegen die der amtlichen Verteidigung am 28. März 2024 zugegangene Nicht-

anhandnahmeverfügung (Sendungsnummer der Post: 1 [Urk. 16/27/7]) liess der 

Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. April 2024 innert Frist Beschwerde erhe-

ben und die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Anhandnahme 

einer Strafuntersuchung gegen den Beschwerdegegner beantragen (Urk. 2). Die-

sem – vorliegenden – Beschwerdeverfahren wurde die Geschäfts-Nr. UE240102-

O zugeteilt.

1.3. Gegen die der amtlichen Verteidigung ebenfalls am 28. März 2024 zugegan-

gene Einstellungsverfügung gegen E._____ (Sendungsnummer der Post:1 

[Urk. 16/27/7]) liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. April 2024 eben-

falls innert Frist Beschwerde erheben und die Aufhebung der angefochtenen Ver-

fügung beantragen. Jenem Beschwerdeverfahren wurde die Geschäfts-

Nr. UE240104-O zugeteilt.

1.4. Mit Präsidialverfügung vom 8. April 2024 wurde dem Beschwerdeführer eine 

Prozesskaution von einstweilen 1800 Franken auferlegt (Urk. 5). Mit Eingabe vom 

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22. April 2024 liess der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung sowie Rechtsverbeiständung ersuchen, eventualiter um Erstre-

ckung der Frist zur Bezahlung der Prozesskaution. Ausserdem ersuchte er 

darum, das vorliegende Verfahren mit dem Beschwerdeverfahren UE240104-O 

zu vereinen (Urk. 11). Mit Präsidialverfügung vom 24. April 2024 wurde einstwei-

len von der Erhebung der Prozesskaution abgesehen (Urk. 14).

1.5. Mit Schreiben vom 4. Juli 2024 teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass das für 

die Beurteilung der Anklage gegen den Beschwerdeführer zuständige Bezirksge-

richt Zürich, … . Abteilung, sein Verfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen 

Entscheids in den Verfahren UE240102-O und UE240104-O sistiert habe 

(Urk. 17).

2. Angefochten ist eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft. Da-

gegen ist die Beschwerde beim Obergericht grundsätzlich zulässig (Art. 393 

Abs. 1 lit. a StPO und § 49 GOG). Der Beschwerdeführer, der sich vom Be-

schwerdegegner angegriffen erachtet, ist als in diesem Sinne Geschädigter be-

schwerdelegitimiert. Die weiteren Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen 

Bemerkungen Anlass.

3. 

3.1. Der Beschwerdeführer lässt vorbringen, bereits aus den Untersuchungsakten 

gehe hervor, dass die beim hiesigen Gericht hängigen Beschwerdeverfahren 

UE240102-O und UE240104-O in einem engen sachlichen Konnex stünden. So-

wohl die angefochtene Nichtanhandnahmeverfügung als auch die angefochtene 

Einstellungsverfügung seien aus dem von der Staatsanwaltschaft geführten Ver-

fahren … hervorgegangen und würden sich mit den strafbaren Handlungen im Zu-

sammenhang mit der tätlichen Auseinandersetzung vom 25. Juni 2022 befassen 

(Urk. 11 Rz. 13–16).

3.2. Eine Verfahrensvereinigung kommt in Betracht, wenn sachliche Gründe dafür 

sprechen (Art. 30 StPO). 

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Den beiden Beschwerdeverfahren UE240102-O und UE240104-O liegen zwei 

verschiedene Anfechtungsobjekte betreffend zwei verschiedene Beschuldigte 

bzw. Beschwerdegegner zugrunde. Eine Verfahrensvereinigung erscheint nicht 

zweckmässig, da beide Verfahren unabhängig voneinander beurteilt werden kön-

nen. Der Antrag auf Verfahrensvereinigung ist demnach abzuweisen.

4. Der Beschwerde liegt folgender Sachverhalt zu Grunde: Am 25. Juni 2022, ca. 

01.56 Uhr, sei es auf der Laderampe im C.______-Markt, D._____-strasse 1, 

… Zürich, zu einer zunächst verbalen Auseinandersetzung zwischen zwei vor Ort 

arbeitenden Männern, E._____ und dem Beschwerdeführer gekommen. Der Be-

schwerdegegner und F.______ seien zum Geschehen hinzugetreten und hätten 

sich zwischen die beiden Streitenden gestellt. Nach einem ersten Schlag seitens 

E._____ in das Gesicht des Beschwerdeführers sei die Auseinandersetzung kör-

perlich geworden, wobei sich die beiden gegenseitig geschubst hätten und der 

Beschwerdeführer schliesslich E._____ ebenfalls ins Gesicht geschlagen habe. 

Der Beschwerdeführer sei sodann davongerannt, gefolgt von F._____ und 

E._____. Der Beschwerdeführer habe schliesslich ein Klappmesser behändigt, 

welches er für die Arbeit jeweils auf sich trage und habe sich gegen die ihm nach-

rennenden Personen umgedreht, wobei er das geöffnete Messer mit der Klinge in 

seiner rechten Faust gehalten habe. E._____ habe den Beschwerdeführer mit 

dem rechten Fuss frontal gegen die rechte Hüfte getreten. Der Beschwerdeführer 

habe diesen sodann am T-Shirtkragen gepackt und mit dem Messer im Gesicht 

verletzt. Währenddessen habe F._____ den Beschwerdeführer mit einem Tritt 

und einem Faustschlag gegen den Rücken im linken Schulterbereich traktiert. 

Durch das Einwirken von E._____ sei der Beschwerdeführer schliesslich rück-

wärts auf eine Palette gefallen. E._____ habe sich dabei über diesen gebeugt und 

mit der rechten Faust gegen dessen Körper geschlagen. Der Beschwerdeführer 

habe hierbei auf dem Rücken liegend mit seinem Messer in der rechten Hand ge-

gen den Bauch von E._____ gefuchtelt oder gestochen und diesem so weitere 

Verletzungen zugefügt. Sowohl E._____ als auch F._____ hätten je mindestens 

drei Mal mit den Füssen gegen den Beschwerdeführer getreten. Der Beschwerde-

gegner soll sich währenddessen zwischen E._____ und den Beschwerdeführer 

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gestellt und versucht haben, E._____ mit seinen Armen auf Distanz zum Be-

schwerdeführer zu halten. Dies sei ihm schliesslich auch gelungen. Als sich der 

Beschwerdeführer wieder aufgerichtet habe, habe er den Beschwerdegegner von 

sich weggestossen und sei wieder auf E._____ zugegangen, wobei dieser ihn er-

neut zu treten und zu schlagen versucht habe. Der Beschwerdegegner habe wie-

derum versucht, den Beschwerdeführer und E._____ mit ausgestreckten Armen 

voneinander abzuhalten, während F._____ erneut gegen den Beschwerdeführer 

getreten habe. Es sei dem Beschwerdegegner schliesslich gelungen, den Be-

schwerdeführer von E._____ abzubringen. Nebst den beschriebenen Verletzun-

gen bei E._____ habe auch der Beschwerdeführer eine Verletzung, einen La-

brum-Riss in der rechten Schulter, erlitten (vgl. Urk. 16/27/6).

5.  

5.1. Die Staatsanwaltschaft eröffnet eine Strafuntersuchung, wenn sich aus den 

Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren ei-

genen Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 lit. a 

StPO). Sie verzichtet auf die Eröffnung, wenn sie sofort eine Nichtanhandnahme-

verfügung erlässt (Art. 309 Abs. 4 StPO). Die Nichtanhandnahme wird verfügt, so-

bald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fragli-

chen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt 

sind (Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). Mit anderen Worten muss sicher sein, dass der 

Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt. Eine Nichtanhandnahme darf nur in 

sachverhaltsmässig und rechtlich klaren Fällen ergehen (BGE 137 IV 285 

Erw. 2.2 f.). Beim Entscheid, ob die Untersuchung zu eröffnen oder nach Art. 310 

StPO nicht an Hand zu nehmen ist, gilt der aus dem Legalitätsprinzip fliessende 

Grundsatz «in dubio pro duriore», wobei dieser praktisch gleich auszulegen ist, 

wie beim späteren Entscheid über eine Verfahrenseinstellung nach Art. 319 StPO 

(Urteil des Bundesgerichts 6B_662/2017 vom 20. September 2017 Erw. 3.2). Er 

verlangt, dass im Zweifel das Verfahren seinen Fortgang nimmt. Die Untersu-

chung muss fortgeführt werden, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher er-

scheint als ein Freispruch oder wenn sich – insbesondere bei schweren Delikten – 

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die Wahrscheinlichkeiten eines Freispruchs oder einer Verurteilung in etwa die 

Waage halten (BGE 138 IV 86 Erw. 4.1.1, BGE 137 IV 219 Erw. 7, Urteil des Bun-

desgerichts 6B_662/2017 vom 20. September 2017 Erw. 3.2). Der Grundsatz «in 

dubio pro duriore» ist unter Würdigung der im Einzelfall gegebenen Umstände zu 

handhaben, die Untersuchungsbehörden verfügen insoweit über einen gewissen 

Ermessensspielraum (BGE 138 IV 186 Erw. 4.1).

5.2. Wer sich an einem Raufhandel beteiligt, der den Tod oder die Körperverlet-

zung eines Menschen zur Folge hat, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren 

oder Geldstrafe bestraft. Nicht strafbar ist, wer ausschliesslich abwehrt oder die 

Streitenden scheidet (Art. 133 StGB). 

5.3. In der angefochtenen Verfügung erwog die Staatsanwaltschaft, aus den Auf-

nahmen der im C._____-Mark installierten Videoüberwachungsanlage ergebe 

sich, dass der Beschwerdegegner lediglich versucht habe, die Streitenden (Be-

schwerdeführer, E._____ und F._____) zu trennen bzw. den Streit zu schlichten. 

Der Beschwerdegegner habe sich daher nicht des Tatbestands des Raufhandels 

gemäss Art. 133 StGB strafbar gemacht (Urk. 16/27/6 Erw. 2).

5.4. Der Beschwerdeführer lässt dem entgegenhalten, es hätten im Rahmen der 

Untersuchung diverse Beweise erhoben werden können, welche einen hinrei-

chenden Tatverdacht bezüglich der Teilnahme des Beschwerdegegners am Rauf-

handel gemäss Art. 133 StGB zu begründen vermöchten. Die Videoaufnahmen 

[gemeint wohl «Video K17»] würden bei 01:57:22–23 zeigen, wie sich der Be-

schwerdegegner in das «Handgemenge zwischen dem Beschwerdeführer und 

XY» einmische und ebenfalls daran beteiligt sei. So sei zu sehen, wie der Be-

schwerdegegner mit den Händen sowohl primär gegen den Beschwerdeführer, 

aber auch gegen E._____ schlage. Ferner sei auf den Videoaufnahmen der Über-

wachungskamera («Video CAM03») ab 00:27:40 zu sehen, wie der Beschwerde-

gegner kontinuierlich den Beschwerdeführer provoziere, sich die Ärmel hochge-

krempelt und diesen mehrfach zu Handgreiflichkeiten animiert habe. Dies obwohl 

in denselben Videoaufnahmen zu sehen sei, wie der Beschwerdeführer probiere, 

diesen Provokationen auszuweichen. Der Beschwerdegegner werde hierbei 

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mehrfach von einem unbekannten Mann in einem rosaroten Kurzarmshirt von sei-

nem Vorhaben abgehalten und weggestossen. Ausserdem sei zu sehen, wie der 

Beschwerdegegner sich mehrfach dem Beschwerdeführer wieder annähere und 

ihn zu einer körperlichen Auseinandersetzung auffordere (00:28:56–00:29:07; 

Urk. 2 Rz. 11).

Des Weiteren würden auch diverse Zeugenaussagen einen Tatverdacht bezüglich 

der Beteiligung des Beschwerdegegners am Raufhandel begründen. Diesbezüg-

lich verweist der Beschwerdeführer auf die Befragung von G._____ vom 26. Juli 

2022, F/A 2 und 9, die Einvernahme von G._____ vom 31. August 2022, F/A 19 

und die Einvernahme von H._____ vom 31. August 2022, F/A 16 (Urk. 2 Rz. 12).

5.5. Der eigentliche Vorfall ereignete sich im Bereich eines Gebäudeteils, welcher 

mit «…» beschriftet ist und um circa 01:56 Uhr (vgl. Zeitstempel auf dem Video 

«K17» und Urk. 16/1/1). Auf dem Video «K17» ist in der Sequenz ab 01:57:03 

entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers klar zu sehen, dass der Beschwer-

degegner die Streitenden (Beschwerdeführer, E._____ und F._____) lediglich zu 

trennen versucht und selber keinerlei Anstalten macht, aktiv an der Auseinander-

setzung teilzunehmen. Er wehrt lediglich Schläge der Streitenden ab und versucht 

diese auf Distanz zueinander zu halten. Nichts anderes ist auch zum Zeitpunkt 

01:57:22–23 zu sehen. 

Soweit der Beschwerdeführer sich auf die Videoaufnahme CAM3 00:27.40 beruft, 

gilt Folgendes: Auf den Videosequenzen 00:28:16-29:02 von CAM2, von 00:27:40 

-00.28:40 von CAM3 und 00:26:40-00:27:40 (zu den unterschiedlichen Zeitstem-

peln gegenüber Video K17 vgl. den Ermittlungsbericht der Kantonspolizei Zürich 

zur Videoauswertung, Urk. 16/1.2 02, S. 3) ist erkennbar, dass nach der oben ge-

schilderten Auseinandersetzung sich E._____ in die Box 2 zurückzieht und sich 

dort am Lavabo säubert, während F._____ sich quer durch die Box entfernt und 

schliesslich aus der Bildfläche verschwindet. Kurze Zeit später kommt er zusam-

men mit I._____ (helles kurzärmliges T-Shirt) zurück und durchquert die Box 2 

wieder, während zeitgleich am Eingang der Box der Beschwerdeführer auftaucht 

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und sogleich auf die Beiden zeigend spricht. Als die nahe genug sind, geht der 

Beschwerdeführer F._____ erneut körperlich an und wehrt sich dieser, wobei 

I._____ schlichtend dazwischen geht und die beiden erfolgreich trennt. Der offen-

sichtlich wieder arbeitende Beschwerdegegner kommt mit einem Hand-Stapler 

voller Waren zu dieser Szene hinzu, richtet sich nun seinerseits mutmasslich ver-

bal gegen den sich entfernenden Beschwerdeführer und geht diesem gestikulie-

rend nach. Mutmasslich stösst er auch einmal leicht mit seinen Armen gegen des-

sen Oberkörper, wobei dieser abwehrend bzw. beschwichtigend die Hände hoch 

nimmt und zurücktritt, bevor I._____, der ihnen nachging, auch hier schlichtend 

eingreift. Weitere körperliche Einwirkungen zwischen Beschwerdeführer und Be-

schwerdegegner sind nicht ersichtlich. I._____ drängt dann den weiter gestikulie-

renden Beschwerdegegner in mehreren Schritten vom Beschwerdeführer weg, 

während eine Drittperson den Beschwerdeführer beschwichtigt. Etliche Meter vom 

Beschwerdeführer entfernt nimmt der Beschwerdegegner ein Messer aus der Ho-

sentasche und öffnet, weiter in Richtung des Beschwerdeführers redend, dessen 

Klinge. Von I._____ wiederum abgedrängt stellt er sich zunächst auf einen Stap-

ler, um abzufahren, fordert dann aber mutmasslich den Beschwerdeführer verbal 

und mit Handbewegung auf, nach draussen zu gehen, und geht dann hinaus. Der 

Beschwerdeführer folgt ihm nicht, womit diese Situation beendet ist (vgl. auch po-

lizeiliche Befragung des Beschwerdegegners vom 25. Juni 2022, F/A 12, Urk. 16/

4.1 01; staatsanwaltschaftliche Einvernahme des Beschwerdeführers vom 30. Au-

gust 2022, F/A 21, Urk. 16/4.2 02). Wollte der Beschwerdeführer aus diesem Vor-

gang den Nachweis einer aktiven Beteiligung des Beschwerdegegners am vorlie-

gend zu beurteilenden Raufhandel zwischen dem Beschwerdeführer, E._____ 

und F._____ ableiten, kann ihm nicht gefolgt werden. Zwar ereignete sich dieser 

neue Schlagabtausch – nunmehr zwischen dem Beschwerdeführer und dem Be-

schwerdegegner – nur ganz wenige Minuten nach der erstgenannten Auseinan-

dersetzung. Entscheidend ist aber, dass zu diesem Zeitpunkt die Auseinanderset-

zung zwischen dem Beschwerdeführer, E._____ und F._____ bzw. den genann-

ten Drei, in welche der Beschwerdegegner nur schlichtend eingegriffen hatte, be-

reits beendet war. Der neuen Auseinandersetzung mangelt es sodann von vorn-

herein an der Qualität eines Raufhandels, da aus den vorhandenen Videoaufnah-

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men nicht ersichtlich ist und vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht 

wurde, dass es dabei nebst allfälligen verbalen und körperlichen Provokationen 

wechselseitig zu strafbaren Tätlichkeiten und mindestens einer erneuten Körper-

verletzung kam. 

5.6. Daran vermögen auch die vom Beschwerdeführer genannten Aussagen der 

Auskunftspersonen bzw. Zeugen nichts zu ändern. So gab G._____ in seiner poli-

zeilichen Befragung vom 26. Juli 2022 zwar zu Protokoll «Sie gingen zu Dritt auf 

den von J._____ los … Alle drei der K._____ AG haben geschlagen oder etwas 

gemacht». Er könne aber nicht sagen, was der Mann mit der dunklen Hautfarbe 

der K._____ AG [gemeint wohl der Beschwerdegegner] genau gemacht habe 

(Urk. 16/7/2, F/A 9 und F/A 12). L._____ gab in seiner polizeilichen Befragung 

vom 4. August 2022 zu Protokoll, bei der K._____ arbeite eine Person mit dunkler 

Hautfarbe – er könne aber nicht sagen, ob diese dabei gewesen sei (Urk. 16/7/7, 

F/A 17). H._____ gab bei der Staatsanwaltschaft zu Protokoll, er habe den Vorfall 

selber nicht gesehen. Er habe danach mit dem Beschwerdeführer, welchen er seit 

fünf Jahren kenne, gesprochen und dieser habe ihm erzählt, dass er von drei Per-

sonen angegriffen worden sei (Urk. 16/7/9, F/A 16). E._____ erklärte bei der 

Staatsanwaltschaft, es seien drei Personen beteiligt gewesen, neben ihm noch 

der Beschwerdeführer sowie F._____(Urk. 16/6/2 S. 6). Auch F._____ gab in der 

staatsanwaltschaftlichen Einvernahme an, die Auseinandersetzung habe zwi-

schen ihm, dem Beschwerdeführer sowie E._____ stattgefunden (Urk. 16/5/4 

S. 5).

5.7. Dass der Beschwerdegegner an der fraglichen Auseinandersetzung zwischen 

dem Beschwerdeführer, E._____ und F._____ beteiligt war, ist unstrittig. Wie vor-

stehend ausgeführt, gingen seine diesbezüglichen Handlungen aber nicht über 

ein Schlichten der Streitenden hinaus, weshalb die Staatsanwaltschaft seine 

Strafbarkeit wegen Raufhandels zu Recht verneint und eine Strafuntersuchung 

gegen ihn insofern nicht an Hand genommen hat. Etwas anderes war nicht Ge-

genstand der angefochtenen Verfügung.

5.8. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.

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6. 

6.1. Ausgangsgemäss wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 428 Abs. 1 

StPO). Seinem Antrag auf Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Rechtsvertretung kann nicht entsprochen werden, da die Strafklage bei den vor-

liegenden Umständen als von vornherein aussichtslos zu betrachten ist (Art. 136 

Abs. 1 lit. b StPO). Auch ein Anspruch gestützt auf Art. 29 Abs. 3 BV besteht an-

gesichts der von vornherein aussichtslosen Beschwerde nicht.

6.2. Bei der Festsetzung der Gerichtsgebühr sind die Bedeutung des Falles, der 

Zeitaufwand des Gerichts sowie die Schwierigkeit des Falles zu berücksichtigen 

(vgl. dazu §§ 2 Abs. 1 lit. b–d und 17 Abs. 1 GebV OG). In Nachachtung dieser 

Grundsätze ist die Gerichtsgebühr auf 900 Franken festzusetzen. Da keine Ver-

nehmlassungen eingeholt wurden und dem Beschwerdegegner somit keine Auf-

wendungen bzw. Kosten erwachsen sind, entfällt die Zusprechung einer Entschä-

digung an diesen.

6.3. Infolge einer internen Reorganisation der Kammer (zufolge hoher Geschäfts-

last) wird vorliegender Beschwerdeentscheid (in Anwendung von § 12 der Verord-

nung über die Organisation des Obergerichts und entgegen der ursprünglichen 

Ankündigung, vgl. Urk. 5 S. 3) unter Mitwirkung einer Stellvertretung des Kam-

merpräsidenten gefällt.

- 11 -

Es wird verfügt:
(Oberrichter lic. iur. A. Flury)

1.

Das Gesuch um Vereinigung der Beschwerdeverfahren UE240102-O und 

UE240104-O wird abgewiesen.

2.

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewie-

sen.

3.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittel mit nachfolgendem Beschluss.

Es wird beschlossen:

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf 900 Franken fest-

gesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.

1.

2.

3.

Für das Beschwerdeverfahren werden keine Entschädigungen zugespro-

chen.

4.

Schriftliche Mitteilung an:







Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, zweifach, für sich und den Beschwerde-
führer (per Gerichtsurkunde)

den Beschwerdegegner, unter Beilage einer Kopie von Urk. 2 (per Ge-
richtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestäti-
gung).

5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 

der gemäss Art. 35 und 35a des Reglements für das Bundesgericht zustän-

digen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes in der in Art. 42 des 

Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

- 12 -

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 7. Mai 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident i. V.:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. A. Flury

lic. iur. S. Betschmann