# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e43e0544-ddb3-5733-bbe5-6ca7e4ae15a0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.08.2010 D-5538/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5538-2010_2010-08-06.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5538/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

A._______, geboren (...),
Irak,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), vormals 
Bundesamt für Flüchtlinge (BFF), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 28. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5538/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer -  ein irakischer Staatsangehöriger kurdi-
scher  Ethnie  aus B._______ -  am 10. Januar  2002 ein  erstes  Asyl -
gesuch in der Schweiz einreichte, 

dass  er  zur  Begründung  dieses  Gesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte,  er  habe  im  Irak  neben  seiner  Tätigkeit  als  Taxifahrer  zu-
sammen mit zwei Kollegen Lebensmittel an die innerirakische Grenze 
geschmuggelt,  wobei  sie  in  Verdacht  geraten  seien,  Waffen  zu 
schmuggeln, 

dass sie im Herbst 2001 auf einer Fahrt von irakischen Behörden be-
schossen  worden  seien,  wobei  ein  Kollege  getötet  und  der  andere 
verhaftet worden sei, 

dass er habe fliehen können und er nun von den Angehörigen des er-
schossenen Kollegen beschuldigt werde, für dessen Tod verantwortlich 
zu sein,

dass diese nun beabsichtigen würden, sich an ihm zu rächen, 

dass das BFF das Asylgesuch mit  Beschluss vom 4. März 2002 als 
gegenstandslos geworden abschrieb, nachdem der Beschwerdeführer 
seit dem 23. Januar 2002 unbekannten Aufenthalts war, 

dass der Beschwerdeführer am 4. Februar 2002 in Deutschland ein-
reiste, wo er ebenfalls um Asyl nachsuchte, 

dass er dort seit dem 4. August 2003 als verschwunden galt, 

dass  der  Beschwerdeführer  am  17.  Juli  2003  in  der  Schweiz  ein 
zweites Asylgesuch stellte, wobei er grundsätzlich die gleichen Asyl -
gründe geltend machte, wie beim ersten Asylgesuch, 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  28.  November  2005  das  zweite 
Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  aufgrund  der  Unglaubhaftigkeit 
der Vorbringen abwies und die Wegweisung aus der Schweiz verfügte, 
unter gleichzeitiger Anordnung der vorläufigen Aufnahme aufgrund der 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs, 

dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs, 

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dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom 13.  Februar  2006  die  vorläufige 
Aufnahme namentlich aufgrund der Tatsache, dass der  Beschwerde-
führer seit seiner Einreise immer wieder straffällig geworden war und 
sein  Verhalten  auch  nach  der  verfügten  Anordnung  der  vorläufigen 
Aufnahme  nicht  geändert  hatte,  aufhob,  wobei  es  den  Vollzug  der 
Wegweisung als zulässig, möglich und verhältnismässig erachtete, 

dass  die  damalige  Schweizerische  Asylrekurskommission  (ARK)  auf 
die  dagegen  erhobene  Beschwerde  infolge  Nichtbezahlens  des  er-
hobenen Kostenvorschusses mit Urteil vom 23. Mai 2006 nicht eintrat, 
womit  die  Verfügung des BFM vom 13. Februar  2006 in  Rechtskraft 
erwuchs, 

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Folge  weiterhin  (illegal)  in  der 
Schweiz  verlieb  und  von  der  zuständigen  Behörde  des  Kantons 
C._______ am 12. Dezember 2007 in Ausschaffungshaft  genommen 
wurde, aus der er am 28. Mai 2008 wieder entlassen wurde, 

dass der Beschwerdeführer am 25. Juni 2008 ein Wiedererwägungs-
gesuch einreichte, welches vom BFM mit Verfügung vom 7. Juli 2008 
abgewiesen wurde, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom  18.  September 
2008 eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde abwies, 

dass  der  Beschwerdeführer  am 20. Februar  2009 bei  der  Fremden-
polizei  D._______  ein  Gesuch  um  Erteilung  einer 
Aufenthaltsbewilligung  infolge  eines  persönlichen  Härtefalls  stellte, 
welches  am  2.  März  2009  vom  Migrationsdienst  des  Kantons 
C._______ abgelehnt wurde, 

dass der Beschwerdeführer am 2. Juni 2010 von den Behörden des 
Kantons C._______ ein weiteres Mal in Ausschaffungshaft genommen 
wurde, wo er am 7. Juni 2010 erneut um Asyl nachsuchte, 

dass  das  BFM  dem  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom 29.  Juni 
2010 mitteilte, dass das Gesuch nicht entgegen genommen werde, da 
die Begründung fehle, 

dass der Beschwerdeführer am 8. Juli 2010 in der Ausschaffungshaft 
nochmals ein Asylgesuch stellte, 

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dass er vom BFM am 27. Juli 2010 zu seinem (vierten) Asylgesuch im 
Ausschaffungsgefängnis  E._______  angehört  wurde,  wobei  er  im 
Wesentlichen geltend  machte,  er  habe  den  Irak  im Jahre  2001  ver-
lassen und sei seither nicht mehr dorthin zurückgekehrt, 

dass  er  nicht  in  den Irak  zurückkehren  könne,  da  er  dort  Probleme 
habe, 

dass er diese Probleme bereits in den ersten beiden Asylverfahren in 
der  Schweiz  geltend  gemacht  habe  und  ansonsten  keine  anderen 
Probleme bestehen würden, 

dass das BFM mit Verfügung vom 28. Juli 2010 in Anwendung von Art.  
32  Abs.  2  Bst.  e  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG, 
SR 142.31) auf das (vierte) Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 
eintrat, dessen Wegweisung aus der Schweiz und deren Vollzug ver-
fügte,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheides im Wesentlichen 
anführte, der Beschwerdeführer sei seit der rechtskräftigen Ablehnung 
seines  zweiten  Asylgesuchs  in  der  Schweiz  nicht  mehr  in  den  Irak 
zurückgekehrt, 

dass er die gleichen Gründe wie in den beiden ersten Asylverfahren 
geltend mache und anlässlich der Anhörung ausdrücklich zu Protokoll  
gegeben habe, keine anderen Probleme zu haben, 

dass es seit der Ablehnung des zweiten Asylgesuchs auch keine Er-
eignisse  im  Irak  gegeben  habe,  die  im  Zusammenhang  mit  diesen 
Problemen stehen würden, 

dass diese Vorbringen vom BFM in der Verfügung vom 28. November 
2005 als nicht glaubhaft gewürdigt worden seien, 

dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei, 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  7.  Juli  2008  zudem  ein  ent-
sprechend begründetes Wiedererwägungsgesuch abgewiesen habe, 

dass das am 17. Juli 2003 eingeleitete (zweite) Asylverfahren seit dem 
23. Mai 2006 rechtskräftig abgeschlossen sei und sich zudem aus den 
Akten keine Hinweise darauf  ergeben würden, dass nach Abschluss 

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dieses  Verfahrens  Ereignisse  eingetreten  seien,  die  geeignet  seien, 
die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant seien, 

dass der Vollzug der Wegweisung durchführbar sei, 

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe vom 2. August  2010 (Post-
stempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erhob  und  dabei  sinngemäss  die  Aufhebung  der  an-
gefochtenen Verfügung beantragte,

dass in  Bezug auf  die  Beschwerdebegründung auf  die  Beschwerde-
schrift zu verweisen ist, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 4. August 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass es sich um eine sogenannte  Laienbeschwerde handelt,  an  die 
keine  hohen  formellen  Anforderungen  zu  stellen  sind,  weshalb  zu 

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Gunsten  des  Beschwerdeführers  auf  die  insoweit  form-  und  frist-
gerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 sowie 
Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine solche handelt,  weshalb der  Beschwerdeentscheid  nur  summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  der  Form  nach  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Be-
gründetheit  hin  zu  überprüfen (Art. 32-35a AsylG),  die  Beurteilungs-
kompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  be-
schränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht ein -
getreten ist, 

dass  dementsprechend  die  Beschwerdeinstanz,  erachtet  sie  das 
Nichteintreten auf das Asylgesuch als unrechtmässig, sich einer selb-
ständigen materiellen Prüfung zu enthalten,  die  angefochtene Nicht-
eintretensverfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer  Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen hat (vgl. Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), 

dass die Vorinstanz demgegenüber die Frage der Wegweisung sowie 
deren  Vollzugs  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesver-
waltungsgericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukommt, 

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 
oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Her-
kunftsstaat zurückgekehrt sind, ausser es gebe Hinweise, dass in der 

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Zwischenzeit  Ereignisse  eingetreten  sind,  die  geeignet  sind,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die  Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG), 

dass der Nichteintretensgrund von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG somit 
ein formelles (früheres Asylverfahren) und ein materielles Erfordernis 
(fehlende Hinweise) enthält, welche im Einzelfall beide gleichzeitig er-
füllt sein müssen,

dass im Falle des Beschwerdeführers das formelle Erfordernis in Form 
der ersten Variante des in der Schweiz erfolglos durchlaufenen Asyl-
verfahrens offensichtlich erfüllt  ist, zumal mit der Verfügung des BFM 
vom  28.  November  2005  ein  rechtskräftiger  Entscheid  vorliegt,  in 
welchem  nach  einer  abschliessenden  materiellen  Prüfung  das 
Nichterfüllen  der  Flüchtlingseigenschaft  im  Sinne  der  Definition  von 
Art. 3 AsylG festgestellt wurde (vgl. EMARK 1998 Nr. 1 S. 5 ff.), 

dass  das  BFM  ebenso  offensichtlich  zu  Recht  ein  Fehlen  von  Hin-
weisen  auf  seither  eingetretene  bedeutsame  Ereignisse  (materielles 
Erfordernis) festgestellt hat, 

dass  zur  Erläuterung  dessen  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  des 
BFM in der angefochtenen Verfügung (vgl. ebenda, Ziff. I  S. 2 f.)  zu 
verweisen  ist,  zumal  die  dort  festgehaltenen  Argumente  in  der  Be-
schwerde unwidersprochen bleiben und im Wesentlichen lediglich am 
im  vorinstanzlichen  Verfahren  geltend  gemachten  Sachverhalt  fest-
gehalten wird, 

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. e 
AsylG auf das vierte Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 8. Juli 
2010 nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf  Erteilung einer solchen besteht,  weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht  angeordnet  wurde 
(Entscheide des Schweizerischen Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 
2008/34 E. 9.2),

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dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 
der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da der Beschwerdeführer keine Verfolgung oder begründete Furcht 
vor  Nachteilen  darzulegen  vermag,  welche  geeignet  wäre,  seine 
Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und keine Anhaltspunkte für eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art. 3  der  Kon-
vention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  ihm  im  Irak 
droht,

dass gemäss Art. 83 Abs. 7 Bst. b AuG die vorläufige Aufnahme nach 
Art. 83 Abs. 2 (Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs) und Abs. 4 
(Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs)  AuG  nicht  verfügt  wird, 
wenn die weg- oder ausgewiesene Person erheblich oder wiederholt 

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gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im 
Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die 
äussere Sicherheit gefährdet, 

dass aus den Akten ersichtlich ist, dass der Beschwerdeführer in der 
Schweiz wiederholt gegen die öffentliche Ordnung und Sicherheit ver-
stossen hat,  wobei  vorab auf  die Erwägungen der in  Rechtskraft  er-
wachsenen Verfügung des BFM vom 13. Februar 2006 verwiesen wird, 

dass sich der Beschwerdeführer auch nach Ergehen dieser Verfügung 
nicht an die öffentliche Ordnung in der Schweiz gehalten hat, zumal er  
zugestandenermassen  illegale  Drogen  konsumiert  und  Drohungen 
gegen die Polizei ausgesprochen hat (vgl. Akten BFM E 10/8, S. 6), 

dass  er  sich  zudem während langer  Zeit  illegal  in  der  Schweiz  auf-
gehalten hat, 

dass  deshalb  das  öffentliche  Interesse  der  Schweiz  am Vollzug  der 
Wegweisung des Beschwerdeführers dessen Interesse am Verbleib in 
der Schweiz nach wie vor überwiegt, 

dass der Vollzug der Wegweisung in Berücksichtigung der gesamten 
Aktenlage auch als verhältnismässig zu erachten ist, 

dass der Hinweis des Beschwerdeführers in der Beschwerde, er lebe 
schon seit fast neun Jahren in der Schweiz, ohne nennenswerte Straf -
taten begangen zu haben, zu keiner anderen Einschätzung des Ge-
richts führt,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  daher  nicht  auf  die  Rückführungs-
schranken von Art. 83 Abs. 2 und 4 AuG berufen kann, 

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung im Ergebnis zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung der Strafanstalt F._______ 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- den  Ausländer-  und  Bürgerrechtsdienst  der  Kantonspolizei 
C._______ (per Telefax, mit der Bitte zum Eröffnung des Urteils an 
den  Beschwerdeführer  und  um  Zustellung  der  beiliegenden 
Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  zu  den  Akten  Ref.-Nr. N  (...)  (in 
Kopie)

- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

Versand: 

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