# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65804904-f2d9-54e3-b189-045bac34cde5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.11.2011 E-6255/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6255-2011_2011-11-28.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­6255/2011

U r t e i l   v om   2 8 .   No v embe r   2 0 1 1  

Besetzung Richter Kurt Gysi (Vorsitz),
mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo, 
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

Parteien A._______,
Kenia, 
(…)
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren); 
Verfügung des BFM vom 9. November 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass  der  Beschwerdeführer  am  25.  Oktober  2011  bei  der 
Flughafenpolizei im Flughafen Zürich­Kloten ein Asylgesuch stellte,

dass  ihm  mit  Verfügung  vom  25.  Oktober  2011  die  Einreise  in  die 
Schweiz  vorläufig  verweigert  und  ihm  für  die  Dauer  von  maximal  60 
Tagen der Transitbereich des Flughafens Zürich­Kloten als Aufenthaltsort 
zugewiesen wurde,

dass  er  anlässlich  der Kurzbefragung  vom 31. Oktober  2011  sowie  der 
direkten  Anhörung  vom  3.  November  2011  zur  Begründung  seines 
Asylgesuchs  im  Wesentlichen  vorbrachte,  er  habe  sich  in  den  Jahren 
1998  bis  2000  zu  Studienzwecken  in  B._______  und  den  C._______ 
aufgehalten,

dass  er  ab  Juli  2000  in  D._______  gelebt  habe,  zunächst  mit  einem 
Studentenvisum und danach mehrere Jahre illegal,

dass ein von  ihm am 3. März 2009  in D._______ gestelltes Asylgesuch 
abgewiesen und er am 20. August 2009 nach Kenia ausgeschafft worden 
sei,

dass er  in seinem Heimatstaat aufgrund seiner Homosexualität physisch 
und  verbal  angegriffen  worden  sei  und  er  von  seiner  Familie  nicht 
akzeptiert worden sei,

dass  er  namentlich  im  Januar  2010  von  vier Personen  geschlagen  und 
beschimpft worden sei,

dass er ausserdem der Ethnie der E._______ angehöre und Angehörige 
dieses Stammes von den mächtigeren Stämmen ausgebeutet würden,

dass er wegen seiner Stammeszugehörigkeit mehrmals Todesdrohungen 
erhalten habe und keine gute Arbeitsstelle habe finden können, 

dass  ein  von  ihm  bei  der  schweizerischen  Botschaft  in  F._______ 
gestelltes Gesuch um Ausstellung eine Schengen­Visums mit Entscheid 
vom 7. Oktober 2011 abgewiesen worden sei,

dass  er  am  21.  Oktober  2011  F._______  auf  dem  Luftweg  verlassen 
habe, und über Bahrain und Genf nach Pristina, Kosovo gereist sei,

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dass  er  am  23.  Oktober  2011  nach  Zürich  zurückgereist  sei,  nachdem 
ihm in Pristina die Einreise verweigert worden sei,

dass  die  Flughafenpolizei  einen  bis  am  25.  Februar  2020  gültigen 
kenianischen  Reisepass  des  Beschwerdeführers,  einen  weiteren, 
aufgrund  abgelaufener  Gültigkeitsdauer  annulierten  kenianischen 
Reisepass  und  einen  in  D._______  ausgestellten  Führerausweis 
sicherstellte,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  1.  November  2011 
schriftliche  Ausführungen  zu  seinen  Problemen  in  seinem  Heimatstaat 
machte  und  zwei  im  Internet  publizierte  Berichte  zur  Situation 
Homosexueller in Kenia einreichte,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom 17. November  2011  –  eröffnet  am 10. November  2011  –  ablehnte 
und  die  Wegweisung  aus  dem  Transitbereich  des  Flughafens  Zürich­
Kloten sowie deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  alleine 
aufgrund  der  Homosexualität  des  Beschwerdeführers  könne  nicht  auf 
eine  asylrelevante  Benachteiligung  geschlossen  werden  und  auch  die 
von  ihm  beschriebenen  Diskriminierungen  und  Übergriffe  vermöchten 
mangels  hinreichender  Intensität  den  Anforderungen  von  Art.  3  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht zu genügen, 

dass  der Beschwerdeführer  den Nachstellungen  in  seinem provinziellen 
Wohnort durch einen Umzug  in eine Grossstadt hätte entgehen können 
und  der  Vorfall  vom  Januar  2010  nicht  ausschlaggebend  für  seine 
Ausreise im Oktober 2011 gewesen sein könne,

dass  ferner  auch  die  vom  Beschwerdeführer  vorgebrachten  Probleme 
wegen  seiner  Stammeszugehörigkeit  und  die  fehlenden  beruflichen 
Perspektiven keine Benachteiligung im Sinne von Art. 3 AsylG darstellen 
würden,

dass sich  im Weiteren aus den Akten keine Anhaltspunkte  für eine dem 
Beschwerdeführe  drohende  gemäss  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  verbotene  Behandlung  oder 
Bestrafung ergeben würden und weder die allgemeine Situation in Kenia 

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noch  individuelle  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs sprechen würden,

dass  der  junge  und  gesunde  Beschwerdeführer  über  eine  gute 
Ausbildung  und  berufliche Erfahrung  verfüge  und  auf  die Unterstützung 
seiner Familie sowie allenfalls seiner Freunde in Europa zählen könne,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. November 2011 − vorab 
per  Telefax  −  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erhob  und  dabei  beantragte,  diese  sei  aufzuheben  und  es 
sei  ihm  die  Flüchtlingseigenschaft  zuzuerkennen  und  das  Asyl  zu 
gewähren,  eventualiter  wegen  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und 
Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  die  vorläufige  Aufnahme  zu 
gewähren,

dass  er  in  formeller  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  und  Verbeiständung  gemäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  des 
Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  und  um  Verzicht  auf  die 
Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte, 

dass  er  zudem  beantragte,  es  sei  jegliche  Datenweitergabe  an  die 
Behörden  seines  Heimatstaates  zu  unterlassen,  und  er  sei  in  einer 
separaten Verfügung über eine allenfalls bereits erfolgte Weitergabe von 
Daten in Kenntnis zu setzen,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seiner  Beschwerde  im 
Wesentlichen  vorbrachte,  er  sei  im  August  2011 Opfer  eines  sexuellen 
Übergriffs durch mehrere Personen geworden,

dass ihn zudem zwischen Mai 2010 und März 2011 wiederholt Polizisten 
festgehalten  und  ihn  gezwungen  hätten,  ihnen  einen  Geldbetrag 
auszuhändigen,

dass er schliesslich im Alter von 14 Jahren durch einen wesentlich älteren 
Mann sexuell belästigt worden sei,

dass  er  aufgrund  fehlender  finanzieller  Mittel  sein  Heimatland  nicht 
bereits nach dem Vorfall im Januar 2010 verlassen habe,

dass  er  aufgrund  der Ereignisse  der  letzten  zwei  Jahre  gesundheitliche 
Probleme habe,

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dass  ihm  die  Rückkehr  nach  Kenia  nicht  zumutbar  sei,  da  er  seine 
Homosexualität  nicht  verbergen  könne  und  nicht  auf  die  Unterstützung 
durch seine Familienangehörigen zählen könne,

dass er über keine Aufenthaltsalternative in seinem Heimatstaat verfüge, 

dass,  falls er  sich  im Hauptsiedlungsgebiet  der E._______ niederlassen 
würde, dies negative Auswirkungen auf  seine Familie haben würde und 
er  in  anderen Regionen aufgrund der  fehlenden Kenntnisse  der  lokalen 
Gebräuche diskriminiert würde,   

dass  er  zum Beleg  seiner Ausführungen  zahlreiche Unterlagen  zu  zwei 
von  ihm  verfolgten  Geschäftsprojekten  sowie  zwei  Berichte  über  die 
Situation Homosexueller in Kenia zu den Akten reichte,

dass  die  per  Telefax  übermittelten  vorinstanzlichen  Akten  am  17. 
November 2011 beim Bundesverwaltungsgericht eingingen,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass die Beschwerde nicht  in einer Amtssprache des Bundes abgefasst 
ist,  jedoch  aus  prozessökonomischen Gründen  auf  die Ansetzung einer 
Frist  zur Beschwerdeverbesserung  verzichtet werden  kann,  da  sich aus 

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der  in  englischer  Sprache  verfassten  Eingabe  genügend  klare 
Rechtsbegehren mit entsprechender Begründung entnehmen lassen,

dass  somit  auf  die  im  Übrigen  frist­  und  formgerecht  eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 
111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

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dass  nach  Auffassung  des  Gerichts  die  Vorinstanz  zu  Recht  und  mit 
zutreffender Begründung die Asylvorbringen des Beschwerdeführers  als 
nicht asylrelevant bezeichnet hat,

dass er die auf Beschwerdeebene vorgebrachten Übergriffe vom August 
2011  und  dem  Zeitraum  von  Mai  2010  bis  März  2011  anlässlich  des 
erstinstanzlichen Verfahrens in keiner Weise erwähnte, sondern vielmehr 
anlässlich  der  beiden  Befragungen  zu  Protokoll  gab,  es  würden  keine 
weiteren Gründe  gegen  die  Rückkehr  nach  Kenia  sprechen  (vgl.  Akten 
BFM A9 S. 13, A13 S. 12),

dass  diese  Vorbringen  demnach  als  nachgeschoben  und  damit 
unglaubhaft zu bewerten sind,

dass dies auch auf die angeblich vom Beschwerdeführer im Alter von 14 
Jahren erlittenen sexuellen Übergriffe zutrifft, welche überdies wegen des 
fehlenden  Kausalzusammenhangs  mit  der  Ausreise  aus  seinem 
Heimatstaat  im  Oktober  2011  keine  Relevanz  für  das  vorliegende 
Verfahren haben,

dass  sich  darüber  hinaus  den  Akten  keine  Anhaltspunkte  dafür 
entnehmen  lassen,  dass  der  Beschwerdeführer  in  seinem  Heimatstaat 
ernsthaften  Nachteilen  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  ausgesetzt  war  oder 
begründete  Furcht  hat,  in  Zukunft  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden, 

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  Bundesamt  sein  Asylgesuch  zu Recht  abgelehnt 
hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb 
die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 
wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105)  und der Praxis  zu Art. 3 EMRK ersichtlich  sind,  die  im 
Heimat­ oder Herkunftsstaat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat­  bzw.  Herkunftsstaat  des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete 
Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass – ohne zu verkennen dass homosexuelle Personen in Kenia vielfach 
Feindseligkeiten  ausgesetzt  sind  –  kein  Grund  zur  Annahme  einer 
existenzbedrohenden  Situation  aufgrund  seiner  sexuellen  Orientierung 
besteht,  zumal er allfälligen  lokalen Nachstellungen durch einen Umzug 
in  eine  andere  Region  seines  Heimatlandes,  namentlich  einer  der 
grossen Städte Kenias, ausweichen kann,

dass  ferner  die  vom  Beschwerdeführer  vorgebrachten  gesundheitlichen 
Beschwerden  nicht  schwerwiegender  Natur  erscheinen  und  davon 
ausgegangen  werden  kann,  er  werde  aufgrund  seiner 
überdurchschnittlichen Ausbildung und beruflichen Erfahrung in der Lage 
sein,  seine  Existenz  zu  sichern,  auch  wenn  er  allenfalls  nicht  auf 
Unterstützung durch seine Familienangehörigen zählen kann, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen,  und  der  Beschwerdeführer  über  ein  gültiges  Reisepapier 
verfügt (Art. 83 Abs. 2 AuG),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen  im Zusammenhang mit 
einer Datenweitergabe an den Heimatstaat durch den direkten Entscheid 
in der Hauptsache gegenstandslos geworden ist,

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dass  aus  den  Akten  nicht  hervorgeht,  es  seien  bereits  Daten  an  den 
Heimatstaat  übermittelt  worden,  weshalb  auf  das  Begehren  um 
entsprechende Offenlegung nicht einzugehen ist,

dass mit vorliegendem Direktentscheid ohne vorgängige Instruktion auch 
das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
gegenstandslos geworden ist,

dass  die  mit  der  Beschwerde  gestellten  Gesuche  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 1 
und  2  VwVG  abzuweisen  sind,  da  die  Begehren  –  wie  sich  aus  den 
obenstehenden  Erwägungen  ergibt  –  als  aussichtslos  zu  bezeichnen 
waren, weshalb die kumulativen Voraussetzungen für die Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.­­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Die  Gesuche  um  unentgeltliche  Rechtspflege  und  Verbeiständung 
gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG werden abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM,  die 
Flughafenpolizei und die zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

Versand: