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**Case Identifier:** 91551162-1252-56e7-ad85-157a9632fd79
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.05.2025 100 2024 123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2024-123_2025-05-07.pdf

## Full Text

100.2024.123U
BUC/STS/AMA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Mai 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Häberli 
Gerichtsschreiberin Straub

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. …
Beschwerdeführerin

gegen

B.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerin

und

Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern
Notariatsaufsicht, Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen

sowie

Notar C.________

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 2

betreffend Entbindung von der beruflichen Geheimhaltungspflicht 
(Verfügung der Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern vom 
20. März 2024; 2022.DIJ.7392)

Prozessgeschichte:

A.

Mit Verfügung vom 27. Oktober 2022 ersuchte die Staatsanwaltschaft 
Bern-Mittelland Notar C.________ um Herausgabe sämtlicher Unterlagen 
aus dem notariellen Mandatsverhältnis mit dem am 3. August 2022 
verstorbenen D.________. Sie teilte mit, es sei beabsichtigt, Notar 
C.________ als Zeuge, eventuell als Auskunftsperson zu befragen in 
einem Strafverfahren, das die jüngere Tochter des Verstorbenen 
(A.________) mit Anzeige (und Strafantrag) gegen ihre Schwester bzw. 
ältere Tochter des Verstorbenen (B.________) und deren Ehemann 
(E.________) angehoben hat. Die Staatsanwaltschaft lud Notar 
C.________ ein, sich im Hinblick auf die Herausgabe der Unterlagen und 
Einvernahme von der Geheimhaltungspflicht entbinden zu lassen. 
Dementsprechend gelangte Notar C.________ am 14. November 2022 an 
die Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern (DIJ) und ersuchte 
um Entbindung von der notariellen Geheimhaltungspflicht. Mit Verfügung 
vom 20. März 2024 wies die DIJ das Gesuch ab.

B.

Dagegen hat A.________ am 24. April 2024 Verwaltungsgerichts-
beschwerde erhoben. Sie beantragt, die angefochtene Verfügung sei auf-
zuheben und Notar C.________ sei betreffend das Mandatsverhältnis zu 
D.________ sel. (und sämtlichen allfällig weiteren daran Beteiligten) 
vollumfänglich von der Geheimhaltungspflicht zu entbinden. Eventuell sei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
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die Verfügung aufzuheben und die Sache an die DIJ zurückzuweisen, ver-
bunden mit der Anweisung, A.________ Parteistellung einzuräumen, den 
rechtserheblichen Sachverhalt zum mutmasslichen Willen von D.________ 
sel. festzustellen und alsdann neu zu verfügen. In formeller Hinsicht 
ersucht A.________ um Vereinigung des Verfahrens mit demjenigen 
betreffend die Befreiung zweier weiterer Notare von der Geheimhal-
tungspflicht (verwaltungsgerichtliches Verfahren 100.2024.125). 

Mit Verfügung vom 30. April 2024 hat die (damalige) Abteilungspräsidentin 
festgehalten, es sei im Rahmen einer ersten Beurteilung nicht erkennbar, 
gestützt auf welche rechtliche Grundlage E.________, der in einem der 
Testamente des Verstorbenen mit einem Legat bedacht worden sei, im 
Verfahren betreffend Entbindung von der beruflichen Geheimhaltungspflicht 
Parteistellung einzuräumen wäre. Diese Verfügung wurde E.________ 
mitgeteilt; ins weitere Verfahren wurde er mangels Parteistellung nicht 
mehr einbezogen.

Die DIJ und B.________ beantragen mit Vernehmlassung vom 27. Juni 
2024 bzw. Stellungnahme vom 26. August 2024, die Beschwerde sei 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Ausserdem ersucht B.________ 
mit Eingabe vom 29. Juli 2024 um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege unter Beiordnung ihres Anwalts als amtlicher Rechtsbeistand. 
Notar C.________ hat in seiner Eingabe vom 16. Mai 2024 auf das Stellen 
eines Antrags verzichtet. Mit unaufgefordert (aus Anlass einer 
entsprechenden Stellungnahme im Parallelverfahren 100.2024.125) einge-
reichter Eingabe vom 4. April 2025 hat sich A.________ erneut zur Sache 
geäussert. Mit Eingabe vom 25. April 2025 haben sodann B.________ und 
E.________ persönlich und unaufgefordert Bemerkungen zur Sache 
angebracht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letz-
te kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführerin hat im Verfahren vor der 
DIJ um Akteneinsicht sowie um Gewährung des rechtlichen Gehörs er-
sucht. Die DIJ hat dies abgelehnt bzw. ist auf diese «Prozessanträge» nicht 
eingetreten, da die Beschwerdeführerin nicht als Beteiligte anzusehen sei 
und keine Parteirechte habe (angefochtene Verfügung E. 1.4; vgl. hinten 
E. 3). Im Streit um die eigene Verfahrenslegitimation ist zur Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde befugt, wer Verfahrensrechte ausüben will (vgl. Art. 79 
Abs. 1 VRPG; BVR 2021 S. 517 [VGE 2020/65 vom 8.9.2021] nicht publ. 
E. 1.1, 2017 S. 459 E. 1.2; VGE 2022/305 vom 2.3.2023 E. 2.1; Michel 
Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 
2. Aufl. 2020, Art. 12 N. 27; Michael Pflüger, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kom-
mentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 65 N. 23; Ruth Herzog, in 
Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 74 N. 18; vgl. auch Daniel Jacobi, in Stephan Wolf [Hrsg.], Kommentar 
zum Notariatsrecht des Kantons Bern, 2009, Art. 40 NG N. 4). Damit ist die 
Beschwerdeführerin beschwerdebefugt und geht der Antrag weiterer Betei-
ligter auf Nichteintreten mangels Parteistellung an der Sache vorbei. Die 
Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist unter Vorbehalt der nachfolgenden 
Erwägung einzutreten. 

1.2 Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit damit beantragt 
wird, Notar C.________ sei betreffend das Mandatsverhältnis zu 
D.________ sel. «(inkl. sämtlichen allfällig weiteren daran Beteiligten) 
vollumfänglich» von der Geheimhaltungspflicht zu entbinden. Das 
Entbindungsgesuch ist auf das Mandatsverhältnis zwischen Notar 
C.________ und dem Verstorbenen beschränkt (vgl. Gesuch vom 
14.11.2022, Vorakten DIJ [act. 9A] pag. 5). Als Beteiligter ist bzw. wäre 
dementsprechend allein der Verstorbene zu betrachten (vgl. hinten E. 3.1). 

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Weder gibt es weitere Beteiligte an diesem Auftragsverhältnis noch lassen 
die Akten eigenständige Mandatsverhältnisse zwischen dem 
gesuchstellenden Notar und dem Verstorbenen nahestehenden Personen 
(etwa den Eheleuten B+E.________) erkennen (zumal der Notar gerade 
abgelehnt hatte, der Aufforderung der Beschwerdegegnerin zu 
entsprechen, als diese im [angeblichen] Namen ihres Vaters verlangte, das 
Testament vom 29.11.2021 sei anzupassen; vgl. dazu hinten E. 2.1). Sollte 
der reformatorische Antrag andere Mandatsverhältnisse als jenes zwischen 
D.________ sel. und Notar C.________ umfassen (was auch im Licht der 
Beschwerdebegründung gewürdigt nicht restlos klar erscheint), so ginge 
dies über das Anfechtungsobjekt (und damit den äusseren Rahmen des 
Streitgegenstands) hinaus und wäre darauf nicht einzutreten (statt vieler: 
BVR 2020 S. 59 E. 2.2). Daran ändert (auch mit Blick auf den Ausgang in 
der Sache; vgl. hinten E. 3 ff.) nichts, dass die Vorinstanz das 
Entbindungsgesuch (fälschlicherweise) ebenfalls als auf ein allfälliges 
Mandatsverhältnis zwischen Notar C.________ und den Eheleuten 
B+E.________ bezogen verstand (vgl. dazu auch Vernehmlassung DIJ 
vom 27.6.2024 [act. 12] S. 2 f., 4) und damit den Streitgegenstand in unzu-
lässiger Weise erweiterte.

1.3 Betreffen getrennt eingereichte Eingaben den gleichen Gegenstand, 
so kann die instruierende Behörde die Verfahren vereinigen (Art. 17 Abs. 1 
VRPG). Das vorliegende Verfahren und das Verfahren 100.2024.125 sind 
zwar aus denselben Umständen entstanden (nämlich aus den Streitigkeiten 
rund um die Testamente bzw. das Erbe von D.________ sel. und dem in 
diesem Zusammenhang eingeleiteten Strafverfahren) und überlagern sich 
insofern teilweise, als sich in wesentlichen Teilen nahezu gleiche oder 
zumindest ähnliche Rechtsfragen stellen. Dennoch lässt eine gemeinsame 
Behandlung (jedenfalls) im jetzigen Zeitpunkt keinen namhaften prozess-
ökonomischen Nutzen (mehr) erwarten. Eine Vereinigung der beiden Ver-
fahren rechtfertigt sich auch deshalb nicht, weil nicht dieselben Personen 
beteiligt sind. Der entsprechende Antrag der Beschwerdeführerin ist abzu-
weisen (vgl. auch Vernehmlassung DIJ vom 27.6.2024 [act. 12] S. 4). 
Allerdings werden die Verfahren angesichts des Sachzusammenhangs 
koordiniert geführt und erledigt (vgl. Michel Daum, a.a.O., Art. 17 N. 7).

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1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Der Streitigkeit liegt folgender weitestgehend unbestrittener Sach-
verhalt zugrunde: Am 3. August 2022 verstarb D.________. Er hinterliess 
zwei Töchter, die Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerin. Der 
Erblasser hatte am 29. November 2021 bei Notar C.________ ein 
Testament beurkunden lassen. Im Frühling 2022 zog er aus dem Haus der 
Beschwerdeführerin aus und verbrachte die letzten Monate seines Lebens 
bei der Beschwerdegegnerin und deren Ehemann E.________. Während 
dieser Zeit gelangte die Beschwerdegegnerin mit dem Anliegen an Notar 
C.________, das Testament vom 29. November 2021 anzupassen, was 
dieser jedoch ablehnte, weil er die verlangten Anpassungen nicht mit dem 
Verstorbenen habe besprechen können (vgl. E-Mail vom 8.9.2022 [Be-
schwerdebeilage 11]; Beschwerde Ziff. 9.2 S. 9 und Ziff. 9.3.4 S. 12 sowie 
Verfügung der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 27.10.2022, Vorak-
ten DIJ [act. 9A] pag. 1 ff.). Am 1. Juli 2022 errichtete der Erblasser sodann 
bei Notar G.________ ein neues Testament, worin die Beschwerdeführerin 
gemäss eigenen Angaben auf den Pflichtteil gesetzt und ausserdem 
E.________ mit einem Legat bedacht wurde. Einen Tag vor dem Tod des 
Erblassers hinterlegte die Beschwerdegegnerin bei Notar F.________, dem 
Bürokollegen von Notar G.________, einen Bargeldbetrag von 
Fr. 88'000.--, der offenbar Teil eines vom Erblasser in Begleitung des 
Ehemanns der Beschwerdegegnerin im Mai 2022 abgehobenen Betrags 
von Fr. 100'000.-- war. Am 7. Oktober 2022 reichte die Beschwerdeführerin 
Strafanzeige ein gegen ihre Schwester (Beschwerdegegnerin) und deren 
Ehemann E.________. Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland eröffnete 
daraufhin ein Strafverfahren (BM 22 38145) gegen die Genannten wegen 
Diebstahls, evtl. unrechtmässiger Aneignung, evtl. Veruntreuung, evtl. 
ungetreuer Geschäftsbesorgung. Ihnen wird vorgeworfen, sich 
Vermögenswerte des Erblassers zu dessen Lebzeiten in strafrechtlich 
relevanter Weise angeeignet oder darüber verfügt zu haben sowie solche 
Vermögenswerte eventuell nach dessen Tod gegenüber den Erbschaftsbe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
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hörden bzw. der Miterbin unterschlagen oder veruntreut zu haben. In die-
sem Zusammenhang ersuchte der zuständige Staatsanwalt am 27. Okto-
ber 2022 Notar C.________ um Herausgabe sämtlicher Unterlagen aus 
dem notariellen Mandatsverhältnis mit dem verstorbenen D.________ und 
teilte mit, es sei beabsichtigt, ihn als Zeuge, eventuell als Auskunftsperson 
zu befragen. Er lud Notar C.________ deshalb ein, sich von der 
Geheimhaltungspflicht entbinden zu lassen (vgl. Verfügung der Staats-
anwaltschaft Bern-Mittelland vom 27.10.2022, Vorakten DIJ [act. 9A] 
pag. 1 ff.). Notar C.________ ersuchte in der Folge um Entbindung vom 
Berufsgeheimnis betreffend das notarielle Mandatsverhältnis mit dem ver-
storbenen D.________, was die Vorinstanz mit der hier angefochtenen 
Verfügung vom 20. März 2024 ablehnte. Vor dem Regionalgericht Bern-
Mittelland ist ausserdem ein von der Beschwerdeführerin gegen die Ehe-
leute B+E.________ am 31. Juli 2023 initiiertes Zivilverfahren hängig (CIV 
24 688), in dem es laut der Beschwerdeführerin unter anderem um die 
Frage der Erbunwürdigkeit der Eheleute B+E.________ sowie um die 
Ungültigkeit des Testaments vom 1. Juli 2022 geht (vgl. etwa Beschwerde 
Ziff. 9.4). Eine Entbindung vom Berufsgeheimnis wäre gegebenenfalls auch 
in diesem Zusammenhang von Bedeutung. 

2.2 Die unaufgefordert eingereichte Eingabe der Beschwerdegegnerin 
(und ihres Ehemanns) vom 25. April 2025 gibt keinen Anlass für zusätz-
liche Ausführungen. Das Verwaltungsgericht stellt nicht auf Unterlagen ab, 
welche die Beschwerdeführerin angeblich widerrechtlich beschafft und in 
Verletzung verschiedener Bestimmungen insbesondere des Datenschutz- 
und Anwaltsrechts ins verwaltungsgerichtliche Verfahren eingeführt hat. 
Eine allfällige disziplinarische Verantwortlichkeit des Rechtsvertreters der 
Beschwerdeführerin ist hier im Übrigen nicht zu prüfen. Die Prozessver-
tretung im vorliegenden Verfahren vermögen die in der Eingabe erhobenen 
Vorwürfe jedenfalls nicht in Frage zu stellen.

3.

Zunächst ist zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Gesuch der 
Beschwerdeführerin um Akteneinsicht und Gewährung des rechtlichen Ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
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hörs nicht eingetreten ist und sie nicht als Partei zum Verfahren zugelassen 
hat, da sie nicht Beteiligte des strittigen Notariatsverhältnisses sei (vgl. an-
gefochtene Verfügung E. 1.4).

3.1 Die Notarin oder der Notar hat über Tatsachen, die ihr oder ihm von 
den Beteiligten beruflich anvertraut worden sind, Stillschweigen zu bewah-
ren (Art. 36 Abs. 1 des Notariatsgesetzes vom 22. November 2005 [NG; 
BSG 169.11]). Beteiligt im Sinn von Art. 36 ff. NG sind namentlich die rogie-
renden Parteien (Urkundsparteien), also diejenigen, die in eigenem Namen 
oder als Vertreterin oder Vertreter rechtsgeschäftliche oder prozessrecht-
liche Willenserklärungen oder Wissenserklärungen beurkunden lassen oder 
die Notarin oder den Notar mit der Feststellung von Vorgängen und 
Zuständen rogieren (vgl. Art. 31 Abs. 1 der Notariatsverordnung vom 
26. April 2006 [NV; BSG 169.112]; zum Ganzen Aron Pfammatter, in Ste-
phan Wolf [Hrsg.], Kommentar zum Notariatsrecht des Kantons Bern, 2009, 
Art. 36 NG N. 7). – Hier bestand die notarielle Rechtsbeziehung, aus der 
die der Geheimhaltungspflicht unterliegenden Kenntnisse von Notar 
C.________ stammen, zwischen Letzterem und dem verstorbenen 
D.________. Dieser hatte vor dem Notar eine öffentliche letztwillige 
Verfügung (Testament) errichtet (vgl. hierzu Art. 467, 469 sowie 499 ff. des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Dass die 
Beschwerdegegnerin offenbar später (vergeblich) versucht hatte, den Notar 
im Namen ihres Vaters mit einer Testamentsänderung zu beauftragen (vgl. 
vorne E. 2), führt nicht dazu, dass zwischen ihr und Notar C.________ von 
einem der Geheimhaltungspflicht unterliegenden Mandat auszugehen 
wäre, und macht sie nicht zur Beteiligten im Sinn von Art. 36 ff. NG 
(gemäss Art. 503 Abs. 1 ZGB war sie als Tochter des Erblassers im 
Übrigen auch nicht befugt, an der Testamentserrichtung mitzuwirken). Zur 
notariatsrechtlich verstandenen Beteiligten wird die Beschwerdegegnerin 
auch nicht etwa durch den Umstand, dass die bei Notar C.________ 
edierten Akten des Mandatsverhältnisses zu D.________ sel. «im 
Strafverfahren alle Personen betreffen [würden, also ggf. auch die 
Beschwerdeführerin und die Eheleute B+E.________], sofern der 
Staatsanwalt darin beweisrelevante Unterlagen entdecken würde» (vgl. 
Stellungnahme Notar C.________ vom 16.5.2024 S. 2). Als einziger 
Beteiligter im Sinn von Art. 36 ff. NG i.V.m. Art. 31 NV hätte damit der 

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verstorbene D.________ den Notar von der Geheimhaltungspflicht 
entbinden können (Art. 36a Abs. 1 Bst. a NG), wie die Beschwerdeführerin 
zutreffend ausführt (vgl. Beschwerde Ziff. 11 ff.). 

3.2 Mit dem Tod von D.________ sind dessen Rechte und Pflichten 
gesamthaft auf die Erbinnen übergegangen; mithin auf die Beschwerde-
führerin und die Beschwerdegegnerin (sog. Universalsukzession; vgl. 
Art. 560 Abs. 1 ZGB). Aus dem Wesen der Universalsukzession im Sinn 
von Art. 560 ZGB folgt allgemein, dass nicht nur sämtliche Vermögens-
rechte, sondern insbesondere auch die vertraglichen Auskunftsansprüche 
auf die Erbinnen bzw. Erben übergehen, soweit sie nicht höchstpersönliche 
Rechte der Erblasserin oder des Erblassers beschlagen (vgl. BGE 133 III 
664 E. 2.5 mit Hinweisen; BGer 5A_969/2023 vom 5.6.2024 E. 6.1.1, 
4A_522/2018 vom 18.7.2019 E. 4.2). Die notarielle Geheimhaltungspflicht 
besteht aber auch nach dem Tod der Geheimnisherrin (Klientin) bzw. des 
Geheimnisherrn (Klienten) weiter: Die Notarin oder der Notar hat die Erbin-
nen und Erben somit zwar über alles zu informieren, was ihren materiellen 
Interessen dient, die Geheimhaltungspflicht bleibt hingegen verbindlich, so-
weit die Erblasserin oder der Erblasser die Geheimhaltung gewisser Tatsa-
chen vorgesehen hat oder es sich um rein persönliche Angelegenheiten 
handelt, die nach deren bzw. dessen mutmasslichem Willen nicht bekannt 
gegeben werden sollten (vgl. Aron Pfammatter, a.a.O., Art. 36 NG N. 12, 
23; betreffend die insofern vergleichbaren Konstellationen im Bereich des 
Anwaltsgeheimnisses vgl. auch BGE 135 III 597 E. 3.2 [Pra 99/2010 
Nr. 52]; Nater/Zindel, in Fellmann/Zindel [Hrsg.], Kommentar zum Anwalts-
gesetz, 2. Aufl. 2011, Art. 13 N. 160 ff.). Im zu beurteilenden Fall geht es 
nicht nur um Informationen betreffend die materiellen Interessen der Erbin-
nen bzw. betreffend die vermögensrechtlichen Angelegenheiten und Dispo-
sitionen, die der Erblasser getroffen hat, sondern um die Offenlegung sämt-
licher Unterlagen, die im Zusammenhang mit dem Mandatsverhältnis zwi-
schen Notar C.________ und D.________ sel. stehen, sowie um die 
Befragung von Notar C.________ als Zeuge oder Auskunftsperson im 
Strafverfahren gegen die Beschwerdegegnerin und deren Ehemann (vgl. 
Verfügung der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 27.10.2022, Vorak-
ten DIJ [act. 9A] pag. 1 ff.). Mithin sollen nebst Informationen betreffend die 
materiellen Interessen der Erbinnen insbesondere auch Tatsachen und 

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Umstände persönlicher Natur aufgeklärt bzw. offengelegt werden, die auch 
nach dem Tod von D.________ (auch gegenüber dessen Erbinnen) der 
Geheimhaltungspflicht unterliegen. Von deren Geheimhaltung kann unter 
den gegebenen Umständen ausschliesslich die Aufsichtsbehörde den 
Notar entbinden (vgl. auch Aron Pfammatter, a.a.O., Art. 36 NG N. 23).

3.3 Im Verfahren um Entbindung von der Geheimhaltungspflicht ist 
grundsätzlich nur die Notarin oder der Notar als Geheimnisträgerin bzw. 
-träger und Adressatin bzw. Adressat der zu erlassenden Verfügung not-
wendige Partei. Die Mandantin oder der Mandant als Geheimnisherrin bzw. 
-herr ist demgegenüber nicht zwingend am Verfahren zu beteiligen; die 
Aufsichtsbehörde kann auf deren bzw. dessen mutmasslichen Willen ab-
stellen (vgl. Art. 36b Abs. 1 und 4 NG; vgl. hinten E. 5.1 f.). Da sie bzw. er 
von der allfälligen Entbindung vom Berufsgeheimnis und der damit einher-
gehenden (teilweisen) Offenbarung von sensiblen Informationen offensicht-
lich besonders berührt und in schutzwürdigen Interessen betroffen ist, kann 
sie bzw. er aber als Partei am Verfahren teilnehmen (vgl. Art. 39 NG i.V.m. 
Art. 12 Abs. 1 VRPG) und ist zur Beschwerde gegen die der Geheimnisträ-
gerschaft erteilte Entbindung vom Berufsgeheimnis legitimiert (vgl. statt 
vieler BGE 142 II 256 E. 1.2.2; BGer 2C_71/2024 vom 5.6.2024 E. 4; vgl. 
auch Vortrag des Regierungsrats betreffend das Kantonale Anwaltsgesetz, 
in Tagblatt des Grossen Rates 2006, Beilage 4 S. 12, wonach das Entbin-
dungsverfahren bei Anwältinnen und Anwälten [an das sich die Regelung 
im NG anlehnt; vgl. hinten E. 5.1] ein «Zweiparteienverfahren [ist], in dem 
der Auftraggeber Gesuchsgegner [und] in jedem Fall anzuhören [ist]»). 
Insoweit ist der Vorinstanz im Ergebnis beizupflichten. Jedoch kann ihr in 
der Begründung nicht gefolgt werden, wenn sie Art. 36 ff. NG (i.V.m. Art. 31 
NV) als Spezialregelung zu Art. 12 Abs. 1 VRPG im Entbindungsverfahren 
in dem Sinn versteht, dass Parteien eines Entbindungsverfahrens einzig 
Geheimnisträgerinnen bzw. -träger (inkl. allfällige Nebenpersonen nach 
Art. 31 Abs. 2 NV) und Geheimnisherrinnen bzw. -herren sein könnten, 
ansonsten (d.h. bei einem anderen bzw. weiteren Verständnis) «das Nota-
riatsgeheimnis grundsätzlich in Frage gestellt» würde (vgl. Vernehmlas-
sung vom 27.6.2024 [act. 12] S. 2 f., 4). Dass der Gesetzgeber mit der in 
Art. 36 ff. NG normierten Geheimhaltungspflicht, die systematisch zu den 
Berufspflichten gehört (Ziff. 3; s. dazu hinten E. 5.1 ff.), eine verfahrens-

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rechtliche Sonderordnung zur Normierung der Beteiligten nach Art. 11 ff. 
VRPG hätte aufstellen wollen, ist weder konkret dargetan noch ersichtlich; 
insbesondere enthalten die in einem separaten Abschnitt geregelten Berei-
che Organisation, Verfahren und Rechtspflege (Ziff. 4 bzw. Art. 38 ff. NG) 
soweit hier interessierend kein Spezialrecht, sodass der Verweis in Art. 39 
NG auf das VRPG ohne Weiteres zum Tragen kommt und damit Art. 12 
Abs. 1 VRPG hier grundsätzlich uneingeschränkt anwendbar ist. 

3.4 Zu klären ist damit nach Art. 12 Abs. 1 VRPG als allgemeiner Ver-
fahrensrechtsnorm, ob auch die Beschwerdeführerin und deren Schwester 
als Erbinnen des verstorbenen D.________ Parteistellung beanspruchen 
dürfen. Dritte können im Verwaltungsverfahren grundsätzlich Parteistellung 
erlangen, wenn sie durch die angestrebte Verfügung bzw. deren 
Auswirkungen in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht mehr als irgendje-
mand (eine beliebige Drittperson) betroffen sind. Erforderlich ist eine be-
sondere Beziehungsnähe zur Sache, also ein besonders enges, spezifi-
sches Verhältnis zum Verfügungsgegenstand (vgl. etwa BGE 143 II 506 
E. 5.1 [Pra 107/2018 Nr. 70], 139 II 328 E. 4.1; BVR 2000 S. 115 E. 1c/bb; 
Michel Daum, a.a.O., Art. 12 N. 16). Infolge der Universalsukzession sind 
die (nicht höchstpersönlichen) Rechte und Pflichten von D.________ sel. 
auf seine beiden Erbinnen übergegangen. Dazu gehört auch das Recht, 
von den Notaren des Erblassers sämtliche ihre materiellen Interessen 
betreffenden Informationen zu erhalten (vorne E. 3.2). Sie können insofern 
vollumfänglich die Rechte des verstorbenen Geheimnisherrn geltend 
machen und sind folglich auch befugt, im Verfahren um Entbindung von der 
Geheimhaltungspflicht als Partei aufzutreten. Soweit sich der Bereich der 
rein persönlichen Angelegenheiten, für den die Geheimhaltungspflicht ge-
genüber den Erbinnen fortbesteht, überhaupt getrennt hiervon betrachten 
lässt, liegt auch diesbezüglich eine besondere Beziehungsnähe vor: Die 
Frage, ob die letztwillige Verfügung gültig zustande gekommen ist oder ob 
der Verstorbene in diesem Zusammenhang Opfer einer Straftat wurde, ist 
für die Erbinnen zweifellos von grossem und schützenswertem persönli-
chem Interesse. Die (Universal-)Rechtsnachfolgerinnen von D.________ 
sel. können daher im Verfahren betreffend die Entbindung von der Ge-
heimhaltungspflicht als Partei auftreten und Parteirechte ausüben. Demge-
genüber können Vermächtnisnehmerinnen und -nehmer ihre Ansprüche 

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lediglich gegenüber den Erbinnen und Erben oder gegebenenfalls der Be-
schwerten geltend machen (Art. 562 Abs. 1 ZGB), und weisen damit nicht 
ohne weiteres eine besondere persönliche oder rechtliche Nähe auf zur 
Erbschaft und allfälligen in diesem Zusammenhang auftauchenden recht-
lichen Fragen.

3.5 Beerben mehrere Erbinnen oder Erben die Erblasserin bzw. den 
Erblasser, besteht zwischen ihnen bis zur Teilung der Erbschaft eine Ge-
meinschaft aller Rechte und Pflichten der Erbschaft (sog. Erbengemein-
schaft; Art. 602 Abs. 1 ZGB). Sie werden Gesamteigentümerinnen bzw. 
Gesamteigentümer der Erbschaftsgegenstände und verfügen unter Vorbe-
halt der vertraglichen oder gesetzlichen Vertretungs- und Verwaltungsbe-
fugnisse über die Rechte der Erbschaft gemeinsam (Art. 13 Abs. 1 VRPG 
i.V.m. Art. 602 Abs. 2 ZGB). Für das Verwaltungs- und das Beschwerde-
verfahren ist allerdings zu differenzieren: Die Befugnis zur Beteiligung an 
solchen Verfahren ergibt sich nicht aus der Legitimation zur Sache (bzw. 
aus dem Recht am Erbe), sondern aus der prozessualen Legitimation zum 
Verfahren (hinreichende individuelle Betroffenheit und Beziehungsnähe 
zum Verfahrensgegenstand). Diese Voraussetzung kann auch bei einzel-
nen Mitgliedern notwendiger Streitgenossenschaften erfüllt sein und dazu 
führen, dass diese zum selbständigen Ausüben von Parteirechten befugt 
sind und ihre eigene Rechtsstellung gegen die anderen Streitgenossinnen 
oder -genossen verteidigen können (vgl. BGer 2C_1028/2014 vom 
20.7.2015, in ZGBR 2016 S. 428 E. 3.1; Michel Daum, a.a.O., Art. 13 N. 7). 
Im Unterschied zu zivilrechtlichen Verfahren wird in derartigen verwaltungs-
rechtlichen Streitigkeiten denn auch praxisgemäss jedem Mitglied einer Ge-
samthandschaft (bzw. hier Erbengemeinschaft) ein individuelles Beschwer-
derecht zuerkannt, wenn belastende oder pflichtbegründende Anordnungen 
in Frage stehen; insoweit besteht keine notwendige Streitgenossenschaft 
(vgl. VGE 2023/25/26 vom 15.3.2024 E. 2.3; BGer 9C_611/2022 vom 
14.3.2023, in StE 2023 B 92.7 Nr. 13 E. 1.3.4 mit Hinweisen). Dies gilt auch 
für das vorliegende Verfahren betreffend Entbindung des Notars von der 
beruflichen Geheimhaltungspflicht, in welchem die beiden Schwestern ent-
gegengesetzte Interessen geltend machen. Sie sind unabhängig von der 
Erbengemeinschaft je einzeln befugt, sich am Verfahren zu beteiligen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 13

3.6 Nach dem Gesagten war die Beschwerdeführerin entgegen den 
vorinstanzlichen Feststellungen befugt, sich am Verfahren betreffend Ent-
bindung von Notar C.________ von der beruflichen Geheimhaltungspflicht 
zu beteiligen und ihre Parteirechte selbständig auszuüben. Beteiligt die 
Behörde eine Partei zu Unrecht nicht am Verfahren, begeht sie eine 
formelle Rechtsverweigerung und verletzt verfassungsrechtliche Gehörs-
ansprüche (Art. 29 Abs. 1 und 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; 
Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]). Eine zu 
Unrecht nicht beteiligte Person kann nach der Praxis des Verwal-
tungsgerichts auch noch in das Beschwerdeverfahren einbezogen werden. 
Für ein solches Vorgehen spricht insbesondere der Grundsatz der Prozess-
ökonomie. Die Heilung des Mangels bedingt jedoch, dass die betroffene 
Person ihre Rechte im Rechtsmittelverfahren umfassend wahrnehmen 
kann und die Rechtsmittelbehörde die Sache frei prüft (vgl. BVR 2018 S. 43 
E. 2.2, 2010 S. 129 E. 2.1; BGE 133 I 201 E. 2, 142 II 218 E. 2.8.1 [Pra 
106/2017 Nr. 2]; Michel Daum, a.a.O., Art. 12 N. 10 sowie Art. 21 N. 9 ff.; 
Florian Brunner, Verfahren mit mehreren Parteien im öffentlichen Recht, 
Von Verfügungsadressatinnen, Streitgenossen, Beigeladenen und anderen 
Parteien, Diss. Zürich 2021, N. 254). – Die Vorinstanz hat die Beschwerde-
führerin zu Unrecht nicht als Partei zum Verfahren zugelassen und damit 
ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Sie hat ihr aber die ange-
fochtene Verfügung eröffnet, sodass die Beschwerdeführerin diese sachge-
recht anfechten konnte. Diese stellt in ihrer Beschwerde als Hauptbegehren 
(im Wissen um die sog. formelle Natur des hier verletzten Gehörsan-
spruchs) aus Gründen der Verfahrensbeschleunigung (vgl. Beschwerde 
Ziff. 13.3) den reformatorischen Antrag, Notar C.________ sei (durch das 
Verwaltungsgericht) von der Geheimhaltungspflicht zu entbinden, und 
ersucht lediglich im Eventualbegehren um Rückweisung an die Vorinstanz 
mit der Weisung, es sei ihr Parteistellung einzuräumen (vgl. vorne Bst. B). 
Im Rahmen des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens wurde der Beschwer-
deführerin am 27. September 2024 Akteneinsicht gewährt. Es kann hier an-
gesichts dieser Umstände sowie mit Blick auf nachfolgenden Erwägungen 
(vgl. E. 4 ff. hiernach) davon ausgegangen werden, dass die von der Be-
schwerdeführerin erlittenen Nachteile im verwaltungsgerichtlichen Verfah-
ren beseitigt wurden. Die festgestellte Verletzung des rechtlichen Gehörs 
bzw. Rechtsverweigerung kann deshalb antragsgemäss ohne Folgen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 14

bleiben, zumal das Verwaltungsgericht hinsichtlich der hier in der Sache 
strittigen Fragen über dieselbe Kognition verfügt wie die Vorinstanz.

4.

In der Sache ist strittig, ob die Vorinstanz das Gesuch um Entbindung von 
der Geheimhaltungspflicht von Notar C.________ zu Recht abgewiesen 
hat.

4.1 Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, eine Entbindung von der Ge-
heimhaltungspflicht hätte nicht dem mutmasslichen Willen des Verstorbe-
nen entsprochen. Zwar wäre die Aufklärung allfälliger strafbarer Handlun-
gen in seinem Interesse gewesen, allerdings sei nicht einzusehen, wieso 
es dafür einer Entbindung des Notars von der Geheimhaltungspflicht be-
durft hätte. Vielmehr hätte der Verstorbene die Sache wohl auch mit seinen 
eigenen Aussagen hinreichend aufklären können. Es sei nicht davon aus-
zugehen, dass Notar G.________ mit der Beurkundung des Testaments 
vom 1. Juli 2022 wegen einer allfälligen Urteilsunfähigkeit des Ver-
storbenen Pflichtverletzungen begangen habe. Dies werde von der Staats-
anwaltschaft nicht geltend gemacht und würde im Widerspruch stehen zum 
von Notar G.________ ebenfalls eingereichten Gesuch um Entbindung von 
der Geheimhaltungspflicht. Ausgehend davon, dass der Verstorbene 
«somit bei der Beurkundung des Testaments vom 1. Juli 2022 urteilsfähig 
[gewesen sei]», müsse eher angenommen werden, dass er nicht gewollt 
hätte, dass die vertraulichen Inhalte seiner Gespräche und Informationen, 
die er im Zusammenhang mit der Erstellung des ersten Testaments durch 
Notar C.________ im November 2021 geteilt hatte, in einem Strafverfahren 
offengelegt würden. Es sei wahrscheinlicher, dass er betreffend die 
Errichtung der Testamente und damit verbundenen Vorgänge Geheim-
haltung gewollt hätte (vgl. angefochtene Verfügung E. 4.1). Der Notar habe 
kein eigenes Interesse an der Entbindung von der Geheimhaltungspflicht. 
Ausserdem stehe einer Offenlegung die institutionelle und individualrecht-
liche Bedeutung des Notariatsgeheimnisses entgegen. Das allenfalls beste-
hende Interesse an der Ermittlung der materiellen Wahrheit überwiege 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 15

nicht und vermöge eine Entbindung von der Geheimhaltungspflicht nicht zu 
rechtfertigen (vgl. angefochtene Verfügung E. 4.2).

4.2 Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Ansicht, eine Entbin-
dung des Notars von der Geheimhaltungspflicht entspreche dem mutmass-
lichen Willen des Verstorbenen. Diesen habe die Vorinstanz einseitig und 
insbesondere ohne Berücksichtigung des Standpunkts der Beschwerdefüh-
rerin – und damit insgesamt sachverhaltlich ungenügend – ermittelt (Be-
schwerde Rz. 15 ff.). Weiter hätte sie den Willen des Erblassers gegen das 
institutionelle Notariatsgeheimnis abwägen und dabei zum Schluss kom-
men müssen, dass Letzteres hier von klar untergeordneter Bedeutung sei. 
Ein eigenes Interesse des Notars an der Entbindung sei demgegenüber 
nicht erforderlich. Vielmehr sei entscheidend, ob das Interesse des Notars 
an der Geheimhaltung weniger gewichte als das Interesse des Verstorbe-
nen an der Offenlegung. Dies sei hier der Fall, sodass der Notar von der 
Geheimhaltungspflicht zu entbinden sei (vgl. Beschwerde Ziff. 21 f.).

4.3 Die Beschwerdegegnerin führt aus, der mutmassliche Wille des ver-
storbenen Geheimnisherrn dürfe nur dann als Zustimmung zur Entbindung 
angesehen werden, wenn zweifelsfrei feststehe, dass die Entbindung in 
seinem Interesse gelegen hätte. Dass ein Strafverfahren geführt werde, in 
welchem der Verstorbene der mutmasslich Geschädigte sei, reiche nicht 
aus. Es bestünden keine ernstzunehmenden Anhaltspunkte für den Ver-
dacht, dass der Verstorbene Opfer eines Vermögensdelikts geworden sei. 
Dieser hätte auf keinen Fall gutgeheissen, dass Informationen rund um das 
Zustandekommen des für die Beschwerdeführerin nachteiligen Testaments 
mit ihr geteilt würden. Ebenso wenig hätte er gewollt, dass seine Notare in 
einem Strafverfahren gegen seine andere Tochter aussagen würden. Im 
Übrigen sei das Notariatsgeheimnis ein gewichtiges öffentliches Interesse, 
das nicht von vornherein hinter dem Strafverfolgungsinteresse bzw. dem 
Interesse an der materiellen Wahrheit zurücktreten müsse (vgl. Stellung-
nahme vom 26.8.2024). In der unaufgefordert eingereichten Eingabe vom 
25. April 2025 bekräftigt die Beschwerdegegnerin ihren Standpunkt und 
unterstellt der Beschwerdeführerin unlautere Absichten, die sie mit ihrer 
Beschwerdeführung verfolge.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 16

4.4 Notar C.________ hält fest, dass er sich zum mutmasslichen Willen 
des Verstorbenen nicht äussern könne, ohne materiell zu argumentieren 
und Interna aus dem Mandatsverhältnis offenzulegen. Ausserdem infor-
miert er darüber, dass ihn die Beschwerdegegnerin bei der Ombudsstelle 
bernisches Notariat angezeigt und ihm eine Strafanzeige angedroht habe, 
was ihn in seinen persönlichen Interessen betreffe und als Angriff gegen 
seine Ehre im Sinn von Art. 36b Abs. 3 Bst. b NG eingestuft werden könne, 
und dass sie sich weigere, die Rechnung für seine Aufwendungen zu be-
zahlen, was für ihn einen materiellen Schaden im Sinn von Art. 36b Abs. 3 
Bst. c NG darstelle (vgl. Stellungnahme vom 16.5.2024).

5.

5.1 Nach Art. 36 Abs. 1 NG haben Notarinnen oder Notare über Tatsa-
chen, die ihnen von den Beteiligten beruflich anvertraut worden sind, Still-
schweigen zu bewahren (erster Satz). Das Gleiche gilt für Tatsachen, die 
sie für die Beteiligten beruflich erfahren haben (zweiter Satz). Unbefugten 
Dritten darf keine Einsicht in Unterlagen gewährt werden, welche solche 
Tatsachen enthalten (dritter Satz). Die Notarinnen und Notare können aber 
(soweit die Geheimhaltungspflicht nicht ohnehin nach Art. 36a NG entfällt) 
gemäss Art. 36b Abs. 1 NG die Aufsichtsbehörde schriftlich um Entbindung 
von der Geheimhaltungspflicht ersuchen, wenn die Beteiligten die Entbin-
dung nicht erteilen oder diese nicht eingeholt werden kann (vgl. auch 
Art. 321 Ziff. 1 und 2 des Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; 
SR 311.0]). Diese auf den 1. Juni 2021 (BAG 21-038) soweit hier interes-
sierend vom Grossen Rat diskussionslos eingeführte Bestimmung (debat-
tiert wurde einzig über Art. 36b Abs. 3 Bst. c NG; vgl. Tagblatt des Grossen 
Rates 2019, Wintersession, S. 591 ff. [erste Lesung], 613 f. und 2020, 
Frühlingssession, S. 473 ff. [zweite Lesung]) lehnt sich eng an die entspre-
chende Regelung der Befreiung vom Berufsgeheimnis für Anwältinnen und 
Anwälte an (vgl. Art. 37 f. des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 [KAG; BSG 168.11]; Vortrag des Regierungsrats zum NG, in Tagblatt-
beilagen zur Wintersession 2019 des Grossen Rates [Geschäfts-
Nr. 2016.JGK.1949; nachfolgend Vortrag NG] S. 2691 ff., 2708). Zuvor 
konnten Notarinnen und Notare lediglich von allen Beteiligten von der Ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 17

heimhaltungspflicht entbunden werden, nicht aber von der Aufsichtsbehör-
de im Rahmen eines Entbindungsverfahrens (Aron Pfammatter, a.a.O., 
Art. 36 NG N. 25). Mit letzterem soll die Aufsichtsbehörde auf Gesuch hin 
im Rahmen einer Interessenabwägung nunmehr die Entbindung von der 
Geheimhaltungspflicht im Wesentlichen aus zwei Gründen bzw. in zwei 
Konstellationen schriftlich verfügen können: Erstens besteht für Notarinnen 
oder Notare, die ihr Gebühren- oder Honorargut auf dem Rechtsweg (Be-
treibungsverfahren oder gerichtliches Verfahren) einfordern, das Risiko, die 
Geheimhaltungspflicht zu verletzen. Dies kann strafrechtliche Konsequen-
zen haben und ist von besonderer Bedeutung, weil Gebühren- und Hono-
rarschuldnerinnen und -schuldner die Notarin bzw. den Notar typischer-
weise nur selten von der Geheimhaltungspflicht entbinden. Zweitens wer-
den Notarinnen und Notare regelmässig nicht von allen Beteiligten von der 
Geheimhaltungspflicht entbunden, wenn sie als Zeuginnen bzw. Zeugen 
oder sogar Beschuldigte in einem Strafverfahren aussagen sollen, und 
mussten nach altem Recht, sofern sie im hauptberuflichen Bereich tätig wa-
ren, vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen oder die Aussage 
verweigern, was ihrem Ansehen schaden konnte (zum Ganzen Vortrag NG 
S. 2708). Gemäss der seit 1. Juni 2021 gültigen Regelung verfügt die Auf-
sichtsbehörde die Entbindung von der Geheimhaltungspflicht, wenn die Be-
teiligten die Entbindung nicht erteilen und das Interesse der Notarin oder 
des Notars an der Offenlegung wesentlich höher ist als das Interesse der 
Beteiligten an der Geheimhaltung (vgl. Art. 36b Abs. 2 und 3 NG). Nach 
Art. 36b Abs. 4 NG entscheidet die Aufsichtsbehörde unter Berücksichti-
gung des mutmasslichen Willens der Beteiligten, wenn keine Entbindung 
von der Geheimhaltungspflicht eingeholt werden kann (vgl. Art. 36b Abs. 4 
NG). – Nachdem mit D.________ der einzige Beteiligte verstorben ist (vgl. 
vorne E. 3.1), konnte Notar C.________ eine Entbindung von der 
Geheimhaltungspflicht nicht mehr einholen. Die Aufsichtsbehörde hatte 
folglich nach Massgabe von Art. 36b Abs. 4 NG, mithin unter Berücksichti-
gung des mutmasslichen Willens des Verstorbenen, zu entscheiden. Es 
liegt damit kein Fall von Art. 36b Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 und 3 NG vor.

5.2 Zunächst ist der Vorinstanz beizupflichten, wenn sie festhält, es 
hätte dem mutmasslichen Willen des Verstorbenen entsprochen, allfällige 
zu seinem Nachteil begangene Straftaten aufzuklären. Hingegen greift die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 18

Annahme zu kurz, der Verstorbene hätte die Sache mit seinen eigenen 
Aussagen hinreichend aufklären können (vgl. vorne E. 4.1): Es liegt in der 
Natur der Sache, dass ein Beteiligter, der den Notar infolge seines Todes 
nicht mehr von der Geheimhaltungspflicht entbinden kann, auch keine Aus-
sagen zu einem angezeigten Vermögensdelikt mehr machen kann. Gerade 
weil die Aufklärung ebenso wie die Entbindung nicht mehr durch den Ver-
storbenen erfolgen kann, braucht es die Einschätzung bzw. Aussage des 
Notars und hierfür die Entbindung von der Geheimhaltungspflicht. Aus dem 
Umstand, dass der Verstorbene zu Lebzeiten selber hätte Auskunft erteilen 
können, kann jedenfalls nicht abgeleitet werden, eine Entbindung würde 
seinem mutmasslichen Willen widersprechen. Vielmehr ist davon auszuge-
hen, dass die Wahrheitsfindung (und damit u.a. die Ermittlung seines wirk-
lichen – und rechtsgültig testierten – letzten Willens) grundsätzlich in sei-
nem Interesse ist. Dabei ist hier besonders dem Umstand Rechnung zu 
tragen, dass es darum geht, wie es um die Urteilsfähigkeit des Verstorbe-
nen bestellt war und wie es zum kurz vor seinem Tod erfolgten neuen Tes-
tament (verurkundet durch Notar G.________) kam, welches jenes vom 
November 2021 (verurkundet durch Notar C.________) ersetzte (oder 
wesentlich änderte). Aus der Tatsache, dass allfällige Pflichtverletzungen 
von Notar G.________ nicht Gegenstand des diesem Verfahren 
zugrundeliegenden Strafverfahrens sind und derzeit scheinbar keine 
konkreten Anhaltspunkte für Verfehlungen seitens des Notars bestehen, 
kann nicht geschlossen werden, der Verstorbene sei bei der Beurkundung 
seines Testaments vom 1. Juli 2022 urteilsfähig gewesen. Dies zu klären 
ist vielmehr Aufgabe bzw. Gegenstand des hängigen Strafverfahrens und 
Zivilprozesses. Erst in einem allfälligen nächsten Schritt könnte es um die 
Frage gehen, ob die gegebenenfalls bejahte Urteilsunfähigkeit des Verstor-
benen für dessen Notar erkennbar gewesen sei und ob letzterer seine Be-
rufspflichten verletzt habe. Unter diesen Umständen kann nicht angenom-
men werden, der Verstorbene hätte die Entbindung von der Geheimhal-
tungspflicht nicht gewollt. Im Gegenteil ist davon auszugehen, dass er die 
Aufklärung der allfälligen Straftat vielmehr gewollt hätte, und mangels der 
Möglichkeit, selber auszusagen, ein Interesse an der Offenlegung hätte.

5.3 Zwar trifft es zu, dass das Interesse an der materiellen Wahrheit das 
Geheimhaltungsinteresse nicht in jedem Fall überwiegt. Hier geht es indes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 19

um eine strafrechtliche Untersuchung bzw. um die Klärung von gegebenen-
falls strafrechtlich relevantem Verhalten zum Nachteil des Verstorbenen 
(und der Beschwerdeführerin als Erbin neben ihrer Schwester), wobei die 
im Raum stehenden Vorwürfe von einigem Gewicht sind. Der zuständige 
Staatsanwalt stufte die Tatvorwürfe als genügend begründet ein, um ein 
Strafverfahren zu eröffnen, und erachtet in dessen Rahmen eine Befragung 
von Notar C.________ als angezeigt. Die Strafverfolgung stellt unter diesen 
Umständen ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse dar. Demgegenüber 
ist weder ersichtlich noch dargetan, inwiefern die (allgemeine) institutionelle 
Bedeutung des Notariatsgeheimnisses für sich genommen hier von 
erheblichem Gewicht wäre. Das öffentliche Interesse und das (hy-
pothetische) private Interesse des Verstorbenen an der Offenlegung (vgl. 
E. 5.2 hiervor) überwiegen das Interesse an der Geheimhaltung stattdes-
sen klar. Dass der Notar im fraglichen Strafverfahren kein persönliches 
Interesse hat an seiner Entbindung von der Geheimhaltungspflicht, spielt 
nach dem Gesagten keine entscheidende Rolle bzw. ändert nichts am Er-
gebnis der Interessenabwägung.

5.4 Die Interessenabwägung ergibt somit unter Berücksichtigung des 
mutmasslichen Willens des Verstorbenen, dass das Interesse an der Ge-
heimhaltung vor dem Interesse an der Ermittlung der materiellen Wahrheit 
sowie dem Strafverfolgungsinteresse zurückzutreten hat. Wird demnach 
gemäss Art. 36b Abs. 4 NG unter Berücksichtigung des mutmasslichen 
Willens des Beteiligten entschieden (weil die Entbindung nicht eingeholt 
werden kann), muss dies zur mit Gesuch vom 14. November 2022 bean-
tragten Entbindung von der Geheimhaltungspflicht führen. Bei diesem Er-
gebnis erweist sich der Sachverhalt als hinreichend geklärt, um die recht-
liche Würdigung vorzunehmen; es sind keine weiteren Sachverhaltsabklä-
rungen oder Beweismassnahmen angezeigt. Die Beweisanträge, es seien 
die Strafakten der Staatsanwaltschaft (so die Beschwerdeführerin und die 
Beschwerdegegnerin) sowie die Akten des Zivilverfahrens zu edieren (so 
die Beschwerdeführerin; vgl. Beschwerde nach Ziff. 7, 9.2), sind abzuwei-
sen (antizipierte Beweiswürdigung; statt vieler: BGE 147 IV 534 E. 2.5.1; 
BVR 2022 S. 93 E. 4.5.4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 20

6.

6.1 Aufgrund dieser Erwägungen erweist sich die Beschwerde (soweit 
darauf einzutreten ist; vorne E. 1.2) als begründet und ist gutzuheissen. Die 
angefochtene Verfügung ist aufzuheben und Notar C.________ ist ent-
sprechend seinem Gesuch vom 14. November 2022 in Bezug auf das nota-
rielle Mandatsverhältnis mit D.________ sel. von der Geheimhaltungspflicht 
zu entbinden. 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt die Beschwerdeführe-
rin, während die Beschwerdegegnerin mit ihren Anträgen nicht durchge-
drungen ist. Weder das teilweise Nichteintreten (vorne E. 1.1 f.) noch die 
Abweisung des Antrags auf Verfahrensvereinigung rechtfertigen eine Kos-
tenausscheidung. Notar C.________ hat im Beschwerdeverfahren auf das 
Stellen von Anträgen verzichtet, in seiner Stellungnahme vom 16. Mai 2024 
aber ausgeführt, die Argumentation der Vorinstanz erstaune bzw. vermöge 
nicht zu überzeugen. Damit gilt der notwendigerweise am Beschwer-
deverfahren beteiligte Notar ebenfalls als obsiegend (vgl. zur Möglichkeit 
der Kostenpflicht notwendiger Parteien, auch wenn diese keine Anträge 
stellen, Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 5 mit weiteren Hinweisen). 

6.3 Damit werden die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz (zur 
Gehörsverletzung vgl. vorne E. 3) grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 108 
Abs. 1 VRPG). Organen des Kantons werden Verfahrenskosten indes nur 
auferlegt, wenn sie in ihren Vermögensinteressen betroffen sind (Art. 108 
Abs. 2 Satz 2 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 Bst. a VRPG), was hier nicht der Fall ist. 
Die auf die Vorinstanz entfallende Hälfte der Kosten des verwaltungsge-
richtlichen Verfahrens ist daher gemäss Art. 108 Abs. 2a VRPG nicht zu er-
heben. Die andere Hälfte der Verfahrenskosten hat grundsätzlich die Be-
schwerdegegnerin zu tragen. Sie hat jedoch um unentgeltliche Rechts-
pflege ersucht.

6.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 
Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 21

gleichen Voraussetzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder 
ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen 
Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Ein Prozess ist nicht 
aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das 
heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos 
sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren 
anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als 
die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel 
verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 
oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie 
auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austra-
gen können, weil er sie nichts kostet (statt vieler BVR 2019 S. 128 E. 4.1; 
BGE 142 III 138 E. 5.1; zum Ganzen Lucie von Büren, in Herzog/Daum 
[Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 111 
N. 29 ff.).

6.3.2 Die Anträge der Beschwerdegegnerin im Verwaltungsgerichtsver-
fahren hatten weder in Bezug auf die vermeintlich fehlende Befugnis der 
Beschwerdeführerin, am Verfahren um Entbindung von der Geheimhal-
tungspflicht als Partei teilzunehmen (vgl. vorne E. 3), noch hinsichtlich der 
Entbindung als solche (vgl. vorne E. 5) ernsthafte Erfolgsaussichten. Da für 
den mutmasslichen Willen des Verstorbenen von vornherein nicht darauf 
abgestellt werden kann, wie zu entscheiden gewesen wäre, wenn er selber 
noch hätte aussagen können (vgl. vorne E. 5.2 am Anfang), musste das 
Ergebnis der Interessenabwägung klar zugunsten der Entbindung von der 
Geheimhaltungspflicht ausfallen (vorne E. 5.3). Das Gesuch um unentgelt-
liche Rechtspflege für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist des-
halb abzuweisen, ohne dass die angebliche Prozessarmut zu prüfen wäre. 
Der Umstand, dass das Gesuch erst zusammen mit der Hauptsache und 
nach der Einreichung ihrer Stellungnahme beurteilt wird, rechtfertigt es 
aber, nur eine reduzierte Pauschalgebühr zu erheben. Für das Gesuchs-
verfahren betreffend unentgeltliche Rechtspflege sind keine Kosten zu er-
heben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 22

6.4 Weiter hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf Ersatz der ihr im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren entstandenen Parteikosten (Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Diese sind der Beschwerdegegnerin 
und der Vorinstanz (zur Gehörsverletzung vgl. vorne E. 3) je hälftig aufzu-
erlegen. Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung nach Art. 104 Abs. 2 VRPG, zumal sie anwaltlich 
vertreten ist. Der anwaltlich nicht vertretene Notar C.________ hat keinen 
Anspruch auf Parteikostenersatz. 

6.4.1 Gemäss Art. 41 Abs. 1 KAG i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der Verordnung 
vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Partei-
kostenverordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt das Honorar in Beschwer-
deverfahren Fr. 400.-- bis 11'800.-- pro Instanz. Gemäss Art. 16 i.V.m. 
Art. 9 PKV wird ein Zuschlag von bis zu 100 Prozent auf das Honorar ge-
währt bei Verfahren, die besonders viel Zeit und Arbeit beanspruchen, wie 
namentlich bei schwieriger und zeitraubender Sammlung oder Zusammen-
stellung des Beweismaterials, bei grossem Aktenmaterial oder umfangrei-
chem Briefwechsel, wenn ein wesentlicher Teil des Aktenmaterials oder 
des Briefwechsels in einer anderen als der Gerichtssprache vorliegt, oder 
bei besonders komplexen tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnissen. In-
nerhalb dieses Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem 
in der Sache gebotenen Zeitaufwand, der Bedeutung der Streitsache und 
der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). 

6.4.2 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht in seiner Kos-
tennote vom 24. Januar 2025 ein Honorar von insgesamt Fr. 8'820.-- 
zuzüglich Auslagen von pauschal Fr. 264.60 und MWSt geltend (act. 24). 
Dies erscheint angesichts der genannten Kriterien bzw. gesetzlichen Vor-
gaben als überhöht. Zunächst kann weder von einem umfangreichen Be-
weis- oder Aktenmaterial die Rede sein, noch lagen der Streitsache beson-
ders komplexe tatsächliche oder rechtliche Verhältnisse zugrunde. Viel-
mehr erweist sich der Aktenumfang als gering und der Sachverhalt als 
leicht überschaubar. Auch die aufgeworfenen rechtlichen Fragen scheinen 
aus juristischer Sicht (trotz der aussergewöhnlichen Konstellation) nicht 
besonders komplex. Ein Zuschlag gemäss Art. 16 i.V.m. Art. 9 PKV ist da-
her nicht gerechtfertigt. Auch der geltend gemachte Zeitaufwand von 31,5 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 23

Stunden muss mit Blick auf die gesetzlichen Kriterien als überhöht und dem 
vorliegenden Fall nicht angemessen bezeichnet werden. Die Kostennote ist 
entsprechend zu kürzen. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände 
erscheint ein Honorar von Fr. 7'000.-- (zuzüglich Auslagen von pauschal 
Fr. 210.-- [3 % des Honorars; vgl. hierzu BVR 2024 S. 390 E. 4] und 
Fr. 584.-- MWSt) angemessen.

6.5 Für das Verfahren vor der DIJ sind mit der Vorinstanz gestützt auf 
Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 56 ff. des Finanzhaushaltsgesetzes vom 
15. Juni 2022 (FHG; BSG 620.0) sowie Art. 107 Abs. 1 und 3 VRPG weder 
Verfahrenskosten zu erheben noch Parteikosten zu sprechen (vgl. auch 
angefochtene Verfügung E. 5). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Der Antrag auf Vereinigung der Verfahren 100.2024.123 und 
100.2024.125 wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Die 
Verfügung der Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern vom 
20. März 2024 wird aufgehoben und Notar C.________ wird in Gut-
heissung seines Gesuchs vom 14. November 2022 in Bezug auf sein 
notarielles Mandatsverhältnis mit D.________ sel. von der Geheim-
haltungspflicht entbunden. 

3. Das Gesuch der Beschwerdegegnerin um unentgeltliche Rechtspflege 
wird abgewiesen.

4. a) Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht werden der 
Beschwerdegegnerin im Umfang von Fr. 500.-- auferlegt. Die rest-
lichen Verfahrenskosten werden nicht erhoben.

b) Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 3'500.-- wird der Beschwer-
deführerin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.123U, 
Seite 24

5. Die Beschwerdegegnerin und die Direktion für Inneres und Justiz des 
Kantons Bern haben der Beschwerdeführerin die Parteikosten für das 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf Fr. 7'794.-- (inkl. 
Auslagen und MWSt), je zur Hälfte, ausmachend je Fr. 3'897.-- (inkl. 
Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

6. Für das Verfahren vor der Direktion für Inneres und Justiz des Kantons 
Bern werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten ge-
sprochen.

7. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin (Beilage: Kopie der Eingabe der Beschwerdegeg-

nerin vom 25.4.2025)
- Beschwerdegegnerin 
- Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern (Beilage: Kopie der 

Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 25.4.2025)
- Notar C.________ (Beilage: Kopie der Eingabe der Beschwerde-

gegnerin vom 25.4.2025)

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.