# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d89c60fb-6ef8-5455-90d3-f26fad03813d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.11.2008 C-1975/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1975-2007_2008-11-12.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1975/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richter Andreas Trommer (Vorsitz),
Richter Blaise Vuille, Richterin Ruth Beutler, 
Gerichtsschreiber Daniel Grimm.

G._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vermögenswertabnahme.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1975/2007

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer ist 1964 geboren und irakischer Staatsangehö-
riger. Im Oktober 1998 kam er in die Schweiz und ersuchte um Asyl. 
Auf Beschwerde gegen den erstinstanzlich ablehnenden Asylentscheid 
bzw. die damit verbundene Wegweisung und deren Vollzug wurde er 
am 5. August 2002 vorläufig aufgenommen. 

B.
Am 8. September 2006 wurde der Beschwerdeführer in Begleitung ei-
nes  Kollegen,  des  in  S._______/BE  wohnhaften  Landsmannes 
O._______, im Bahnhof Bern von der Stadtpolizei angehalten und kon-
trolliert. In diesem Zeitpunkt trug der Beschwerdeführer eine Barschaft 
von Fr. 8'830.- auf sich. Davon stellte die Stadtpolizei die Summe von 
Fr. 8'700.- sicher und überwies sie zu Gunsten des bei der Vorinstanz 
bestehenden, auf den Beschwerdeführer lautenden Sicherheitskontos. 
Der Restbetrag wurde dem Beschwerdeführer belassen. Beim mit dem 
Beschwerdeführer kontrollierten Landsmann O._______ kam ein Bar-
geldbetrag von Fr. 6'068.- zum Vorschein, von dem ein Grossteil eben-
falls abgenommen und zu Gunsten eines bestehenden Sicherheitskon-
tos weitergeleitet wurde. 

C.
Zur Herkunft der bei ihnen festgestellten Vermögenswerte wurden die 
beiden Angehaltenen noch gleichentags polizeilich befragt.

Dabei gab O._______ zu Protokoll, ein Teil des Geldes, das er bei sei-
ner Anhaltung auf sich getragen habe, sei sein eigenes Geld und für 
bestimmte Einkäufe bzw. Zahlungen bestimmt gewesen. Den andern 
Teil des Geldes, glaublich etwa Fr. 3'800.-, habe er vom Beschwerde-
führer erhalten. Sie würden beide, der Beschwerdeführer in Zürich, er 
selbst in der Region Bern, gegen Barzahlung Gebrauchtwagen kaufen. 
Der Beschwerdeführer bringe sie dann nach Zürich in den Garagenbe-
trieb eines Kollegen. Von dort würden die Fahrzeuge ins Ausland ex-
portiert. Auf eine entsprechende Frage äusserte O._______, der Be-
schwerdeführer habe eine ihm (O._______) gehörende Bankkarte auf 
sich getragen, damit er Geld auf sein Konto einzahlen könne. Besag-
tes Konto weise zurzeit einen Negativsaldo auf.

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Der Beschwerdeführer selbst gab zu Protokoll, er habe am Tag seiner 
Anhaltung Fr. 8'700.- von seinem in Y._______/ZH ansässigen Kolle-
gen A._______ erhalten, um für diesen gebrauchte Autos zu suchen 
und gegebenenfalls zu kaufen. A._______ arbeite in einem Restaurant 
und habe selbst keine Zeit, um geeignete Fahrzeuge zu suchen. Die 
gekauften Fahrzeuge  bringe er  (der  Beschwerdeführer)  jeweils  nach 
Zofingen/AG  auf  einen  grossen  Parkplatz.  Von  dort  würden  sie  ins 
Ausland  exportiert.  Er  sei  am heutigen  Tag mit  zirka  Fr. 7'700.-  per 
Bahn von Zürich nach Bern gereist. Hier angekommen habe ihm der 
ortskundige  O._______,  der  beim  Handel  mit  Occasionen  ebenfalls 
mitwirke, zusätzliche Fr. 1'400.- ausgehändigt, weil  er selbst kein ge-
eignetes  Fahrzeug  gefunden  habe.  Auf  den  Einwand  hin,  wonach 
O._______ gemäss eigener Aussage Geld von ihm (dem Beschwerde-
führer) erhalten haben wolle, meinte letzterer, wenn der das sage, so 
stimme das. Tatsächlich habe er O._______ an einem andern Tag – er 
wisse nicht mehr wann – Fr. 5'000.- gegeben. Auf die Frage, weshalb 
er die Bankkarte von O._______ auf sich trage, meinte der Beschwer-
deführer, damit er Geld von dessen Konto abheben könne, wenn er ein 
Auto kaufen wolle. Zu diesem Zweck verfüge er auch über den persön-
lichen Pin Code zum Konto von O._______. 

D.
Am 27. September 2006 gelangte der Beschwerdeführer schriftlich an 
die Vorinstanz und erkundigte sich nach dem Schicksal der ihm abge-
nommenen  Vermögenswerte.  In  diesem  Zusammenhang  behauptete 
er, anlässlich der Polizeikontrolle im Besitze von Fr. 15'000.- gewesen 
zu  sein.  Es  habe  sich  um  ausgeliehenes  Geld  gehandelt,  wovon 
Fr. 12'600.- A._______ und die restlichen Fr. 2'400.- anderen Kollegen 
gehörten.

Am 23. Dezember 2006 gelangte A._______ schriftlich an die Vorin-
stanz und erklärte, die anlässlich der Polizeikontrolle vom 7. Septem-
ber  2006  beim  Beschwerdeführer  „festgestellte“  Summe  von 
Fr. 12'000.- gehöre ihm (A._______). Das Geld stamme von seinen El-
tern und sei ihm durch einen Kollegen aus dem Irak überbracht wor-
den. Entsprechend könne er keine Belege für diese Transaktion liefern. 
Er  (A._______)  habe  den  Betrag  für  den  Kauf  eines  Geschäftsfahr-
zeuges einsetzen wollen, denn er habe vor kurzem ein Restaurant er-
öffnet. Weil er selbst sehr beschäftigt  gewesen sei, habe er den Be-
schwerdeführer damit beauftragt, ein entsprechendes Auto zu kaufen 

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und ihm dazu den erwähnten Betrag ausgehändigt. 

E.
Mit  Verfügung vom 21. Februar  2007 ordnete die Vorinstanz an,  der 
dem Beschwerdeführer abgenommene Betrag von Fr. 8'700.- werde zu 
Handen des auf diesen lautenden Sicherheitskontos Nr. 12788139 si-
chergestellt  und im Rahmen der  Schlussabrechnung  den  Fürsorge-, 
Ausreise- und Vollzugskosten sowie den Kosten des Beschwerdever-
fahrens  gegenübergestellt.  Zur  Begründung  führte  das  Bundesamt 
aus, die Aussagen zur Herkunft des dem Beschwerdeführer abgenom-
menen Geldbetrages seien widersprüchlich. Der geforderte Herkunfts-
nachweis sei nicht erbracht. Es könne nicht mit Sicherheit davon aus-
gegangen werden, dass das sichergestellte Geld A._______ gehöre. 

F.
Mit Rechtsmitteleingabe vom 8. März 2007 stellt der Beschwerdeführer 
beim  Bundesverwaltungsgericht  das  Begehren,  die  vorinstanzliche 
Verfügung sei aufzuheben und der sichergestellte Geldbetrag sei ihm 
zurückzuerstatten.  Zur  Begründung  bringt  er  sinngemäss  vor,  der 
Sachverhalt  sei  von der Vorinstanz unrichtig erhoben bzw. gewürdigt 
worden.  In  Wirklichkeit  habe  er  von  A._______  einen  Betrag  von 
Fr. 12'000.- erhalten, um für diesen ein Auto zu kaufen. Einen Teil der 
Summe habe er seinem damaligen Begleiter  O._______ weitergege-
ben;  dies  als  Kaution  für  einen  Autokauf  in  Bern,  kenne  sich  doch 
O._______ in der Region besser aus als er. Ferner mache er darauf 
aufmerksam,  dass  er  in  deutscher  Sprache  weder  gut  lesen  noch 
schreiben könne. Trotzdem sei er von der Polizei unter Druck gesetzt 
worden, das Protokoll zu unterschreiben. 

G.
Mit Zwischenverfügung vom 20. April 2007 lehnte das Bundesverwal-
tungsgericht ein vom Beschwerdeführer gestelltes Gesuch um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege ab.

H.
Mit Vernehmlassung vom 12. Juni 2007 hält die Vorinstanz an der an-
gefochtenen Verfügung fest und beantragt Abweisung der Beschwerde. 
Die im Zusammenhang mit  der Herkunft  des sichergestellten Geldes 
bereits  im  erstinstanzlichen  Verfahren  festgestellten  Widersprüche 
würden mit der Beschwerde nicht ausgeräumt. Doch selbst wenn zu-
gunsten des Beschwerdeführers davon ausgegangen würde, dass er 

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den Betrag  von Fr. 8'700.-  für  einen  Autokauf  erhalten  habe,  würde 
sich im Ergebnis nichts ändern, denn das Geld wäre mangels geson-
derter Aufbewahrung durch Vermischung in sein Eigentum übergegan-
gen. 

I.
In einer Replik vom 10. September 2007 betonte der Beschwerdefüh-
rer nochmals, seine abweichenden Aussagen im Protokoll vom 8. Sep-
tember 2006 seien auf Druck des Befragers bzw. auf Verständigungs-
schwierigkeiten zurückzuführen. Bei der polizeilichen Einvernahme sei 
kein Übersetzer anwesend gewesen, obwohl er dies verlangt habe.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Verfügungen des BFM betreffend Vermögenswertabnahme unter-
liegen  der  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  (Art.  105 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31 
und Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das Ver-
waltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt. In der vorliegend zu 
beurteilenden  Streitsache  ist  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsge-
richts endgültig (Art. 1 Abs. 2 VGG i.V.m. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bun-
desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.3 Der Beschwerdeführer ist  als  materieller  Verfügungsadressat  zur 
Anfechtung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 49 ff. VwVG).

2.
Die  angefochtene  Verfügung  stützt  sich  zur  Hauptsache  auf  die  bis 
Ende 2007 gültigen Fassungen von Art. 86 Abs. 4 AsylG (vgl. AS 1999 
2284)  bzw.  Art.  14  der  Asylverordnung  2  über  Finanzierungsfragen 
vom 11. August 1999 (AsylV2 [SR 142.312], AS 1999 2324). Gemäss 
Art.  14c  Abs.  6  des  per  Ende  2007  aufgehobenen  Bundesgesetzes 
vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer 

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(ANAG, BS 1 121) und dem ebenfalls nur bis zu diesem Zeitpunkt  in 
Kraft  gewesenen Art. 22  der  Verordnung vom 11. August  1999 über 
den Vollzug der  Weg- und Ausweisung von ausländischen Personen 
(VVWA [SR 142.281],  AS 2007 5567) galten besagte Bestimmungen 
sinngemäss für vorläufig Aufgenommene. Am 1. Januar 2008 trat das 
zweite Paket der Änderungen aus der Asylgesetzrevision vom 16. De-
zember  2005 mit  den entsprechenden Anpassungen des AsylG und 
der  AsylV2 in  Kraft. Die Bestimmungen zur  Vermögenswertabnahme 
finden sich nunmehr in Art. 87 AsylG und Art. 16 AsylV2; nach Art. 88 
AsylG sind sie analog auf vorläufig aufgenommene Personen anwend-
bar.  Die  materielle  Beurteilung  der  vorliegenden  Streitsache  richtet 
sich gemäss Art. 121 Abs. 1 AsylG nach neuem Recht. In grundsätzli-
cher Hinsicht unterscheiden sich die fraglichen Gesetzes- und Verord-
nungsvorschriften nicht. Die Vermögenswertabnahme erfolgt vielmehr 
unter den gleichen Voraussetzungen wie bisher (vgl. Botschaft zur Än-
derung des Asylgesetzes vom 4. September 2002, BBl 2002 6873 f. 
sowie 6894). Die neuen Bestimmungen sind demnach auch auf  den 
Beschwerdeführer anwendbar (zum Ganzen siehe Urteile des Bundes-
verwaltungsgerichts  C-1256/2006  vom  4.  Juni  2008  E.  2  und 
C-1254/2006 vom 1. Februar 2008).

3.
3.1 Gemäss Art. 87 Abs. 1 AsylG müssen Asylsuchende und Schutz-
bedürftige ohne Aufenthaltsbewilligung ihre Vermögenswerte, die nicht 
aus  dem  Erwerbseinkommen  stammen,  offenlegen.  Art.  87  Abs.  2 
AsylG erlaubt es den zuständigen Behörden, solche Vermögenswerte 
zum Zwecke der Rückerstattung der Kosten nach Art. 85 Abs. 1 AsylG 
sicherzustellen, wenn die betreffenden Personen nicht nachzuweisen 
vermögen,  dass  die  Vermögenswerte  aus  Erwerbs-  oder  Erwerbser-
satzeinkommen oder öffentlichen Sozialhilfeleistungen stammen (Art. 
87 Abs. 2 Bst. a AsylG), wenn sie die Herkunft  der Vermögenswerte 
nicht nachweisen können (Art. 87 Abs. 2 Bst. b AsylG) oder wenn sie 
die  Herkunft  der  Vermögenswerte  zwar  nachweisen  können,  diese 
aber  einen vom Bundesrat  festzusetzenden Betrag übersteigen (Art. 
87 Abs. 2 Bst. c AsylG). Massgeblich ist, wie bis anhin, ein Betrag von 
Fr. 1'000.-  (vgl. Art. 16 Abs. 4 AsylV2). Als Vermögenswerte gemäss 
Art. 87 Abs. 1 AsylG können Geldbeträge, geldwerte Gegenstände und 
unkörperliche Werte wie Bankguthaben sichergestellt werden (Art. 16 
Abs. 1 AsylV2).

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3.2 Nach der in Art. 87 Abs. 2 Bst. a und b AsylG vorgesehenen Be-
weislastumkehr  obliegt  der  Herkunftsnachweis  der  sonderabgabe-
pflichtigen Person (in  Bezug auf  den früheren,  praktisch identischen 
Art.  86  Abs.  4  Bst.  a  AsylG  siehe  die  Urteile  des  Bundesgerichts 
2A.356/2004 vom 6. September 2004 E. 5.2 u. 5.3 und 2A.331/2001 
vom 19. September 2001 E. 2a). Gelingt ihr der Nachweis nicht, wer-
den die Vermögenswerte zur Deckung rückerstattungspflichtiger Kos-
ten (vgl. Art. 85 Abs. 1 AsylG) eingezogen. Kann der Betroffene dage-
gen nachweisen, dass ihm die Vermögenswerte rechtmässig zugekom-
men sind, erfolgt die Sicherstellung wie oben angetönt nur, soweit be-
sagte  Vermögenswerte  den  vom  Bundesrat  festzusetzenden  Betrag 
übersteigen (Art. 87 Abs. 2 Bst. c AsylG i.V.m. Art. 16 Abs. 4 AsylV2). 
Wird der Herkunftsnachweis nicht  erbracht,  so erfolgt  die Sicherstel-
lung ohne Belassung eines Freibetrages (zum Ganzen vgl. auch BBl 
1994 V 587).

3.3 An den  Nachweis  der  Herkunft  sichergestellter  Vermögenswerte 
sind strenge Anforderungen zu stellen. Soweit die Herkunft  nicht un-
mittelbar mit Dokumenten belegt wird, muss von der betroffenen Per-
son erwartet werden, dass sie schon anlässlich der Abnahme schlüssi-
ge, plausible und mit allfällig später nachgereichten Unterlagen über-
einstimmende Angaben zu den sich bei  ihr  befindlichen Vermögens-
werten machen kann. Blosse diesbezügliche Behauptungen genügen 
nicht (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-2129/2007 vom 31. 
August 2007 E. 3.3). Ob das nachträgliche Einreichen von Beweismit-
teln für den Herkunftsnachweis abgenommener Vermögenswerte aus-
reicht,  lässt  sich  nicht  generell,  sondern  bloss  einzelfallweise,  unter 
Berücksichtigung der gesamten Umstände, beantworten. Davon aus-
genommen  sind  Fälle  von  offensichtlichen  Widersprüchen  oder  ein-
deutigen  Ungereimtheiten,  die  ohne  zusätzliche  Abklärungen  zum 
Schluss berechtigen, der geforderte Nachweis sei nicht erbracht wor-
den (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-1256/2006 vom 4. 
Juni 2008 E. 3.3,  C-4341/2007 vom 18. Dezember 2007 E. 2.3 oder 
C-1258/2006 vom 11. Mai 2007 E. 4.2).

4.
4.1 Gemäss der von der Stadtpolizei Bern am 8. September 2006 er-
stellten  „Meldung  der  Abnahme  von  Vermögenswerten“  befand  sich 
der Beschwerdeführer bei seiner Anhaltung im Besitze von Fr. 8'830.-, 
wovon  ein  Betrag  von  Fr. 8'700.-  sichergestellt  wurde.  In  der  an-
schliessenden polizeilichen Einvernahme äusserte er sich zur Frage, 

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wie sich dieser Betrag zusammensetze und von wem er wieviel Geld 
erhalten habe. Im Nachhinein beklagt er sich, bei besagter Befragung 
sei trotz seiner schlechten Deutschkenntnisse kein Dolmetscher beige-
zogen worden. Zudem habe die Polizei  Druck auf ihn ausgeübt,  das 
Protokoll zu unterzeichnen.

Das Protokoll der Befragung vom 8. September 2006 lässt demgegen-
über  keine  Mängel  der  behaupteten  Art  erkennen. Einleitend  wurde 
festgehalten,  dass  der  Befragte  (nebst  Kurdisch  und  Arabisch) 
Deutsch  spreche.  Anschliessend  wurde  er  auf  sein  Zeugnis-,  Aus-
kunfts-  und  Aussageverweigerungsrecht  aufmerksam  gemacht.  Ab-
schliessend  hat  der  Beschwerdeführer  das  Dokument  offensichtlich 
vorgelesen bekommen und dessen inhaltliche Richtigkeit Seite für Sei-
te  unterschriftlich bestätigt. Auch inhaltlich  lassen sich den protokol-
lierten  Aussagen  keine  Anhaltspunkte  für  die  pauschal  behaupteten 
Verständigungsschwierigkeiten  entnehmen. Im Gegenteil:  Die Aussa-
gen  stehen  ausnahmslos  in  einem logischen  Kontext  zur  Fragestel-
lung, sind in sich stimmig und einigermassen ausführlich. Tritt  hinzu, 
dass auch die seit der Vermögenswertabnahme in deutscher Sprache 
eingereichten  Eingaben,  von  denen  der  Beschwerdeführer  nicht  be-
hauptet, ein Dritter habe sie für ihn verfasst, auf ausreichende Kennt-
nisse dieser Sprache schliessen lassen.

Nach dem bisher Gesagten können die Einwände des Beschwerdefüh-
rers  im  Zusammenhang  mit  der  Qualität  des  Befragungsprotokolls 
nicht überzeugen. Auf das nur gerade zwei Stunden nach der Anhal-
tung und somit  zeitnah erstellte,  hinreichend detaillierte  Protokoll  zu 
den Vorgängen rund um die Sicherstellung konnte ohne weiteres ab-
gestellt werden. 

4.2 Von  der  von  einer  Vermögenswertabnahme  betroffenen  Person 
muss wie bereits erwähnt (Ziff. 3.3) erwartet werden, dass sie von Be-
ginn weg substantiierte,  in  sich  stimmige Angaben zur  Herkunft  der 
Vermögenswerte macht und Beweise erbringt, soweit solche vernünfti-
gerweise erwartet  werden können. Der Beschwerdeführer ist  nicht in 
der  Lage,  auch nur  einigermassen glaubwürdige Angaben zur  Höhe 
des Betrages, den er von A._______ erhalten haben will und zum Ver-
wendungszweck  des  Geldes  zu  machen. Stattdessen  sind  in  dieser 
Hinsicht  grobe  Widersprüche  festzustellen  zwischen  den  Ausführun-
gen in der polizeilichen Einvernahme einerseits und den Darstellungs-
weisen in den späteren Eingaben vom 27. September 2006, 23. De-

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zember 2006,  8. März 2007 (Beschwerde) bzw. 10. September  2007 
(Replik) andererseits.

Wie aus dem Sachverhalt hervorgeht, divergiert die ursprüngliche Dar-
stellung des Beschwerdeführers bezüglich des bei ihm vorgefundenen 
Betrages  aber  auch  erheblich  von  derjenigen  seines  Kollegen 
A._______ in dessen Bestätigungsschreiben vom 23. Dezember 2006 
(beispielsweise  hinsichtlich  der  Höhe  des  angeblich  ausgeliehenen 
Geldes  und  der  Zweckbestimmung).  Ebenso  wenig  besteht 
Übereinstimmung  zwischen  den  protokollierten  Aussagen  des 
Beschwerdeführers  und  seines  Begleiters  O._______,  die  beide  in 
Anschluss an die Personenkontrolle von der Stadtpolizei Bern befragt 
worden  waren.  So  erklärte  ersterer,  von  O._______  am  Tag  der 
Anhaltung  Fr. 1'400.-  bekommen  zu  haben.  Er  begründete  diese 
Geldübergabe damit, dass es seinem Begleiter nicht gelungen sei, mit 
diesem  Geld  ein  Fahrzeug  zu  kaufen.  Sein  Begleiter  führte  derweil 
aus,  er  habe  vom  Beschwerdeführer  Geld  (rund  Fr.  3'800.-)  aus-
gehändigt erhalten. Die nachträglichen Behauptungen schliesslich, der 
Beschwerdeführer habe zur Zeit der Personenkontrolle in Wirklichkeit 
Fr. 12'000.-  bzw. sogar  Fr. 15'000.-  (siehe  dazu  das  Schreiben  vom 
27. September 2006) auf  sich getragen,  widersprechen den polizeili-
chen Erhebungen, wie sie namentlich im Einvernahmeprotokoll und im 
Effektenverzeichnis  ihren Niederschlag finden. Aufgrund  dieses  Aus-
sageverhaltens wird offenkundig, dass der Beschwerdeführer nurmehr 
versucht,  seine  ursprünglichen  Vorbringen  auf  die  nachträgliche 
schriftliche  Bestätigung  von  A._______  und  die  abweichenden 
Äusserungen  von  O._______  abzustimmen.  Dementsprechend 
unbeholfen wirken seine Erklärungen, die bei verständiger Würdigung 
überhaupt  keinen  Sinn  ergeben.  Angesichts  der  dargelegten 
gravierenden  Widersprüche  und  Ungereimtheiten  erübrigen  sich 
zusätzliche  Beweiserhebungen.  Dem  Beschwerdeführer  ist  es  dem-
nach nicht gelungen, die Herkunft der Vermögenswerte im Sinne von 
Art. 87 Abs. 2 AsylG nachzuweisen.

4.3 Der  Vollständigkeit  halber  sei  ergänzt,  dass  die  sichergestellten 
Geldbeträge, welche der Beschwerdeführer angeblich von Dritten er-
halten haben will, weder gesondert aufbewahrt noch irgendwie auf er-
kennbare  Weise  besonders  gekennzeichnet  waren.  Die  Vermögens-
werte sind daher durch Vermischung in sein Eigentum übergegangen 
(vgl. Urteile  des Bundesgerichts  2A.697/2005 vom 29. März 2006 E. 
3.2 und 2A.185/2002 vom 15. Mai 2002 E. 2.2.2 sowie Urteil des Bun-

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desverwaltungsgerichts  C-2129/2007  vom 31. August  2007  E. 6.1  – 
6.3).

5.
Aus vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Ver-
fügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachver-
halt richtig und vollständig feststellt; sie ist auch angemessen (Art. 49 
VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

6.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer die 
Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1, Art. 2 und Art. 
3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvor-
schuss verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. [...] retour)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Daniel Grimm

Versand: 

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