# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 760f7112-81db-544c-afc7-4efbe9f9c87e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-23
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 23.08.2021 BK 2021 381
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2021-381_2021-08-23.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 21 381

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 23. August 2021

Besetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid,
Oberrichterin Hubschmid
Gerichtsschreiberin Kurt

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Fürsprecher B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwältin C.________

Gegenstand Verlängerung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen einfacher Körperverletzung mit gefährli-
chem Gegenstand, Gewalt und Drohung gegen Behörden und 
Beamte, Drohung etc.

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts Bern-Mittelland vom 2. August 2021
(KZM 21 866)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwalt-
schaft) führt gegen den Beschuldigten (nachfolgend: Beschwerdeführer) ein Straf-
verfahren u.a. wegen einfacher Körperverletzung (qualifiziert begangen mit Waffe 
resp. gefährlichem Gegenstand), Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beam-
te sowie Drohung. Der Beschwerdeführer wurde am 4. Mai 2021 festgenommen. 
Mit Entscheid vom 7. Mai 2021 ordnete das Kantonale Zwangsmassnahmengericht 
(nachfolgend: Zwangsmassnahmengericht) die Untersuchungshaft gegen den Be-
schwerdeführer an und beschränkte die Haftdauer auf drei Monate, d.h. bis zum 
3. August 2021. Am 2. August 2021 verlängerte das Zwangsmassnahmengericht 
die Untersuchungshaft gegen den Beschwerdeführer um weitere sechs Monate, 
d.h. bis am 2. Februar 2021 [recte: 2022]. Dagegen reichte der Beschwerdeführer, 
amtlich verteidigt durch Fürsprecher B.________, am 10. August 2021 Beschwerde 
bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern 
(nachfolgend: Beschwerdekammer) ein. Er beantragte, der Haftverlängerungsent-
scheid sei aufzuheben und er sei aus der Untersuchungshaft zu entlassen, evtl. un-
ter Anordnung von Ersatzmassnahmen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. In 
ihrer delegierten Stellungnahme beantragte die Staatsanwaltschaft am 11. August 
2021 die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. Das Zwangsmassnahmen-
gericht verzichtete am 12. August 2021 auf das Einreichen einer Stellungnahme 
und verwies auf seinen Entscheid (Eingang der Stellungnahmen bei der Beschwer-
dekammer: 13. August 2021). Am 16. August 2021 gingen zudem die Akten der 
Staatsanwaltschaft bei der Beschwerdekammer ein. Die Eingaben der Staatsan-
waltschaft und des Zwangsmassnahmengerichts wurden dem Beschwerdeführer 
mit Verfügung vom 16. August 2021 am 2021 zugestellt. Mit Schreiben vom 
19. August 2021 verzichtete der Beschwerdeführer auf weitere Bemerkungen. 

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Strafprozessordnung (StPO; 
SR 312.0) können Entscheide über die Verlängerung der Untersuchungshaft durch 
die verhaftete Person mit Beschwerde angefochten werden. Zuständig ist die Be-
schwerdekammer in Strafsachen (Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 
Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). 
Der Beschwerdeführer ist durch die Verlängerung der Untersuchungshaft unmittel-
bar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerde-
führung legitimiert (Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristge-
rechte Beschwerde ist einzutreten.

3. Untersuchungshaft ist nur zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbre-
chens oder Vergehens dringend verdächtig ist und besondere Haftgründe vorlie-
gen. Unbestritten ist, dass die Vorwürfe der einfachen Körperverletzung, der Ge-
walt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie der Drohung – unter Vorbe-
halt der weiteren Voraussetzungen – die Anordnung von Untersuchungshaft recht-
fertigen.

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4.

4.1 Die Sicherheitshaft setzt nach Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass im Sin-
ne eines allgemeinen Haftgrunds ein dringender Tatverdacht der Begehung eines 
Verbrechens oder eines Vergehens besteht. Bei der Überprüfung des allgemeinen 
Haftgrundes des dringenden Tatverdachts ist keine erschöpfende Abwägung sämt-
licher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzunehmen. Macht ein In-
haftierter geltend, er befinde sich ohne ausreichenden Tatverdacht in strafprozes-
sualer Haft, ist vielmehr zu prüfen, ob aufgrund der bisherigen Untersuchungser-
gebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für ein Verbrechen oder Vergehen und 
eine Beteiligung des Beschwerdeführers an dieser Tat vorliegen, die Justizbehör-
den somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen 
bejahen durften. Im Haftprüfungsverfahren genügt dabei der Nachweis von konkre-
ten Verdachtsmomenten, wonach das untersuchte Verhalten mit erheblicher Wahr-
scheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte (Urteil des Bun-
desgerichts 1B_24/2021 vom 2. Februar 2021 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen).  

4.2 Dem Beschwerdeführer wird zusammengefasst vorgeworfen, am 4. Mai 2021 di-
verse (zufällig ausgesuchte) Personen tätlich angegangen und mit einem Messer 
bedroht zu haben, wobei er einer Busfahrerin von K.________(öffentliches Unter-
nehmen) eine oberflächliche Schnittverletzung mit dem Messer zugefügt hat. Der 
Beschwerdeführer bestreitet den Sachverhalt grundsätzlich nicht mehr. Er macht 
jedoch geltend, die polizeilichen Umschreibungen der angeblichen Taten und auch 
die vorläufigen rechtlichen Würdigungen seien wenig verlässlich. So sei die Qualifi-
kation des kleinen Messers als gefährlicher Gegenstand oder gar als Waffe ange-
sichts der erlittenen Verletzung des Opfers (kleiner oberflächlicher Kratzer) nicht 
nachvollziehbar. Die Verletzung des Opfers sei für sich alleine betrachtet als Tät-
lichkeit zu würdigen. Auch das Vorliegen einer Drohung wird vom Beschwerdefüh-
rer verneint.

4.3 Ob ein Gegenstand gefährlich im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 1 des Schweizeri-
schen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) ist, hängt von der konkreten Art seiner 
Verwendung ab. Ein Gegenstand ist gefährlich, wenn er so verwendet wird, dass 
die Gefahr einer schweren Körperverletzung gemäss Art. 122 StGB besteht (Urteil 
des Bundesgerichts 6B_617/2019 vom 14. November 2019 E. 1.3.2 mit Verweis 
auf BGE 111 IV 123 E. 4; 101 IV 285). Die Fotodokumentation in den Akten zeigt, 
dass es sich bei der Tatwaffe um ein Messer («Küchenschnitzer») handelt, welches 
eine spitzige, gezackte Klinge mit einer Gesamtlänge von ca. 8.5 cm aufweist. Der 
Beschwerdeführer hat in unmittelbarer Nähe der Opfer damit herumgefuchtelt 
(gemäss Opferaussagen: Schwung- und Stichbewegungen ausgeführt) und einem 
Opfer (Busfahrerin) eine Schnittverletzung zugefügt. Dass es sich um eine ober-
flächliche Verletzung handelt, dürfte auch dem Umstand geschuldet sein, dass die 
Busfahrerin eine Dienstjacke trug. Jedenfalls besteht mit Blick auf die Art der Tat-
waffe und das Tatvorgehen der dringende Tatverdacht auf eine einfache Körper-
verletzung mit Waffe bzw. insbesondere einem gefährlichen Gegenstand. Auch der 
dringende Tatverdacht der Drohung und der Gewalt und Drohung gegen Behörden 
und Beamte ist gegeben. Es kann auf die Ausführungen im angefochtenen Ent-
scheid sowie den Polizeirapport vom 8. Juli 2021 und den Berichtsrapport vom 5. 

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Mai 2021 verwiesen werden. Die glaubhaften Aussagen der Opfer und Auskunfts-
personen weisen eindrücklich daraufhin, dass das Vorgehen des Beschwerdefüh-
rers als sehr bedrohlich und gefährlich wahrgenommen wurde. Er fuchtelte mehr-
mals mit dem Messer herum (auch gegen die Busfahrerin, welche aufgrund ihres 
öffentlichen Dienstes als Beamtin gilt) und machte Stich- und Schneidebewegun-
gen. Dabei befand er sich in Armlänge zu den Opfern. Die Opfer waren sehr ver-
ängstigt. Auch der Umstand, dass die Busfahrerin den Überfallknopf gedrückt und 
um Hilfe geschrien hat, zeigt die Bedrohlichkeit des Beschwerdeführers (vgl. dele-
gierte Einvernahmen D.________ vom 1. Juni 2021 Z. 67 ff.; E.________ vom 
4. Juni 2021, Z. 47, Z. 83 ff. und Z. 137 ff.; F.________ vom 14. Mai 2021, Z. 171 
ff.; G.________ vom 7. Mai 2021 Z. 131 ff.; H.________ vom 20. Mai 2021 Z. 69 
ff.). Das Herumfuchteln mit dem Messer in unmittelbarer Nähe der Opfer ist auch 
bei einem objektiven Massstab geeignet den Tatbestand der Drohung zu erfüllen, 
zumal Drohungen auch averbal erfolgen können (vgl. TRECHSEL/MONA, in: Praxis-
kommentar, Schweizerisches Strafgesetzbuch, 3. Aufl. 2018, N. 2 zu Art. 180 
StGB). Auch der Beschwerdeführer sagte in seiner delegierten Einvernahme vom 
8. Juni 2021 aus, dass er sehr aggressiv geworden sei (Z. 303 f.). Der dringende 
Tatverdacht im Zusammenhang mit den vorgenannten Delikten ist daher zu beja-
hen. 

5.

5.1 Wiederholungsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO liegt vor, «wenn die 
beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist 
und ernsthaft zu befürchten ist, dass sie durch schwere Verbrechen oder Vergehen 
die Sicherheit anderer erheblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleichartige 
Straftaten verübt hat». Entgegen dem deutschsprachigen Gesetzeswortlaut ist die 
Bestimmung dahin auszulegen, dass «Verbrechen oder schwere Vergehen» dro-
hen müssen (BGE 143 IV 9 E. 2 mit Hinweisen; vgl. auch zum Nachfolgenden: Ur-
teil des Bundesgerichts 1B_461/2018 vom 30. Oktober 2018 E. 2.3). Ausgangs-
punkt für die somit erforderliche Unterscheidung zwischen schweren und minder 
schweren Vergehen bildet die abstrakte Strafdrohung gemäss Gesetz. Vorausset-
zung für die Einstufung als schweres Vergehen ist, dass eine Freiheitsstrafe (bis zu 
drei Jahren) droht. Bei der Beurteilung der Schwere der Tat sind neben der abs-
trakten Strafdrohung gemäss Gesetz insbesondere auch das betroffene Rechtsgut 
und der Kontext der Tatbegehung, namentlich die konkret vom Beschuldigten aus-
gehende Gefährlichkeit bzw. das bei ihm vorhandene Gewaltpotenzial, einzubezie-
hen (BGE 143 IV 9 E. 2.6). 

Die erhebliche Gefährdung der Sicherheit anderer durch drohende Verbrechen 
oder schwere Vergehen kann sich grundsätzlich auf Rechtsgüter jeder Art bezie-
hen. Im Vordergrund stehen Delikte gegen die körperliche und sexuelle Integrität. 
Zulässig ist die Anordnung von Präventivhaft indes aber auch bei Delikten gegen 
die Freiheit wie z.B. bei Drohungen (BGE 143 IV 9 E. 2.7). Diese können die Si-
cherheitslage einer Person erheblich beeinträchtigen, was umso mehr zutrifft, wenn 
sich die Einschüchterungshandlungen wiederholen (Urteil 1B_376/2018 vom 
28. August 2018 E. 5.3). 

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5.2 Mit Blick auf die abstrakte Strafdrohung handelt es sich sowohl bei der einfachen 
Körperverletzung mit einer Waffe resp. einem gefährlichen Gegenstand, der Gewalt 
und Drohung gegen Behörden und Beamte als auch der Drohung um schwere 
Vergehen. Zudem geht es bei diesen Tatbeständen um den Schutz von hochwerti-
gen Rechtsgütern wie der psychischen und physischen Integrität und der Freiheit. 
Auch bei Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 StGB) sind 
die individuellen Rechtsgüter wie die physische Integrität und Freiheit des betroffe-
nen Beamten zumindest mitgeschützt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_883/2018 
vom 18. Dezember 2018 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Zwar wurde niemand 
ernsthaft durch den Beschwerdeführer verletzt. Wie die Ausführungen im Zusam-
menhang mit dem dringenden Tatverdacht zeigen, offenbarte der Beschwerdefüh-
rer mit seinem Vorgehen aber eine ernstzunehmende Gefährlichkeit und Unbere-
chenbarkeit. Er ging wiederholt auf Personen zu und schüchterte diese mit seiner 
Haltung und dem Messer ein. Die Abwehrhandlungen der Opfer oder Hilfeschreie 
hielten ihn nicht ab, immer wieder auf Personen zuzugehen. Auch im Lichte der 
Wiederholungsgefahr ist daher entgegen der Vorbringen des Beschwerdeführers 
von schweren Vergehen auszugehen. 

5.3 Bei den erforderlichen Vortaten muss es sich um Verbrechen oder schwere Verge-
hen gegen gleiche oder gleichartige Rechtsgüter gehandelt haben, wie sie im hän-
gigen Untersuchungsverfahren massgeblich sind. Die früher begangenen Strafta-
ten können sich insbesondere aus rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahren 
ergeben (BGE 143 IV 9 E. 2.3.1). Diese Voraussetzung ist erfüllt. Der Beschwerde-
führer ist (insbesondere) vorbestraft wegen mehrfacher Gewalt und Drohung gegen 
Behörden und Beamte. Wie ausgeführt sind die physische Integrität und Freiheit 
der Betroffen durch diesen Tatbestand mitgeschützt.

5.4 Nach dem Gesetz muss schliesslich «ernsthaft zu befürchten» sein, dass die be-
schuldigte Person bei einer Freilassung erneut schwere Vergehen oder Verbrechen 
begehen würde. Ob diese Voraussetzung erfüllt ist, ist anhand einer Legal- bzw. 
Rückfallprognose zu beurteilen. Massgebliche Kriterien bei der Beurteilung der 
Rückfallgefahr sind nach der Rechtsprechung insbesondere die Häufigkeit und In-
tensität der untersuchten Delikte sowie die einschlägigen Vorstrafen. Liegt ein 
psychiatrisches Gutachten zur Frage der Rückfallgefahr vor, ist dieses bei der im 
Haftverfahren vorzunehmenden summarischen Beweiswürdigung einzubeziehen. 
Notwendig, aber auch ausreichend ist grundsätzlich gemäss neuer bundesgericht-
licher Rechtsprechung eine ungünstige Rückfallprognose (BGE 143 IV 9 E. 2.8 ff.; 
Urteil 1B_246/2018 vom 12. Juni 2018 E. 4.5; je mit Hinweisen). Bei dieser Bewer-
tung sind allfällige Aggravationstendenzen wie eine zunehmende Eskalation re-
spektive Gewaltintensität oder eine raschere Kadenz der Taten zu berücksichtigen. 
Zu würdigen sind des Weiteren die persönlichen Verhältnisse der beschuldigten 
Person, d.h. insbesondere ihre psychische Verfassung, ihre familiäre Verankerung, 
die Möglichkeiten einer Berufstätigkeit und ihre finanzielle Situation. (Urteil des 
Bundesgerichts 1B_87/2020 vom 10. März 2020 E. 4.1). 

5.5 Die Verurteilung u.a. wegen mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und 
Beamte datiert vom 25. Februar 2021. Der Beschwerdeführer befand sich wegen 
dieser Vorwürfe vom 24. Januar 2021 bis 23. Februar 2021 in Polizei- und Unter-

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suchungshaft. Bereits nach etwas mehr als zwei Monaten ist er mutmasslich wie-
der straffällig geworden. Zudem ist neu der Vorwurf der einfachen Körperverletzung 
mit einer Waffe resp. einem gefährlichen Gegenstand dazugekommen. Das Mit-
führen des Messers sowie die mutmasslich damit erfolgten und wiederholten Dro-
hungen gegenüber mehreren zufällig ausgesuchten Opfern zeigen die zunehmen-
de Eskalation und Gewaltintensität. Es kann auf die vorangehenden Ausführungen 
verwiesen werden. Auch die Kadenz der Taten sowie der Umstand, dass die frühe-
re Untersuchungshaft und die Auflage, sich einer psychotherapeutischen Behand-
lung zu unterziehen, keinerlei Wirkungen gezeigt zu haben scheinen, sprechen für 
eine ungünstige Rückfallprognose. Der Beschwerdeführer ist bereits mehrfach we-
gen fremdgefährdenden Verhaltens aufgefallen. Er führt selber aus, dass er sich 
nicht unter Kontrolle gehabt und alle gehasst habe (vgl. delegierte Einvernahme 
vom 8. Juni 2021, Z. 58, Z. 147, Z. 265, Z. 338, Z. 350 ff.). Im eingeholten forensi-
schen Fachbericht von I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
vom 9. Juni 2021 wird dem Beschwerdeführer u.a. die Diagnose einer schizoaffek-
tiven Störung ICD-10 F25.0 gestellt. Weiter geht aus dem Fachbericht hervor, dass 
ohne adäquate Behandlung der schizoaffektiven Störung ein hohes Risiko bestehe, 
dass der Beschwerdeführer erneut psychotisch werde und es wieder zu körperli-
cher Gewalt komme. Bezüglich Schweregrad der erwarteten Schädigung eines Op-
fers sei mit erneuter einfacher, evtl. aber auch schwerer Körperverletzung zu rech-
nen. Dieses Szenarium sei mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten (S. 21, S. 23 
und S. 25 f.). Die Staatsanwaltschaft hat am 28. Juni 2021 die psychiatrische Be-
gutachtung des Beschwerdeführers in Auftrag gegeben. Gründe, weshalb zwi-
schenzeitlich nicht auf den Fachbericht abgestellt werden kann, sind keine ersicht-
lich und werden auch nicht geltend gemacht. Auch die psychische Verfassung des 
Beschwerdeführers wirkt sich damit sehr ungünstig auf die Rückfallprognose aus. 
Gleiches gilt für seine persönlichen Verhältnisse. Der Beschwerdeführer ist arbeits-
los und verfügt über kein soziales Netz. Die Wiederholungsgefahr ist zu bejahen. 

6.

6.1 Die Beschwerdekammer hat die Verhältnismässigkeit der Untersuchungshaft zu 
prüfen. So liegt eine übermässige Haftdauer namentlich dann vor, wenn die bishe-
rige Haft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden freiheitsentziehenden Sank-
tion übersteigt oder das Strafverfahren nicht genügend vorangetrieben wird. Dabei 
ist der Möglichkeit eines bedingten Strafvollzugs oder einer bedingten Entlassung 
grundsätzlich nicht Rechnung zu tragen (BGE 133 I 270 E. 3.4.2). Droht eine Ver-
urteilung zu einem stationären Massnahmenvollzug, ist die Fortdauer der strafpro-
zessualen Haft verhältnismässig, wenn aufgrund der Aktenlage mit einer freiheits-
entziehenden Massnahme ernsthaft zu rechnen ist, deren gesamter Vollzug deut-
lich länger dauern könnte als die bisherige strafprozessuale Haft (Urteil des Bun-
desgerichts 1B_199/2018 vom 17. Mai 2018 E. 5.2 mit Verweis auf BGE 126 I 172 
E. 5e).  Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gebietet zudem, dass freiheitsent-
ziehende Zwangsmassnahmen gemäss Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO i.V.m. Art. 229 
Abs. 3 Bst. b und Art. 227 Abs. 5 Satz 2 StPO aufzuheben sind, sobald Ersatz-
massnahmen nach Art. 237 StPO zum gleichen Ziel führen.

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6.2 Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem 4. Mai 2021 in Untersuchungshaft. 
Mit dem angefochtenen Entscheid wurde diese um sechs Monate, bis am 3. Fe-
bruar 2022 verlängert. Der Beschwerdeführer wird sich bis dahin neun Monate in 
Haft befunden haben. Mit Blick auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sowie die 
Vorstrafen erweist sich die Haftdauer von neun Monaten noch als verhältnismässig. 
Wie die in E. 6.1 zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung zeigt, kann eine zu 
erwartende therapeutische Massnahme entgegen der Vorbringen des Beschwerde-
führers bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit berücksichtigt werden. Im Übrigen 
trifft es nicht zu, dass die Dauer der ausgestandenen Untersuchungshaft nicht an 
die Dauer des Massnahmenvollzugs angerechnet werden kann, auch wenn sie ei-
nen anderen Zweck verfolgt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_375/2018 vom 12. 
August 2019 E. 2.6, mit Verweis auf BGE 141 IV 236 E. 3.8). Mit Blick auf die Aus-
führungen im Fachbericht, wonach zunächst eine stationäre Behandlung zu emp-
fehlen sei (S. 23 und 25), erscheint eine stationäre Massnahme aktuell eine ernst-
hafte Option zu sein. Jedenfalls kann aktuell (noch) nicht davon ausgegangen wer-
den, dass die bisherige Haft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden freiheits-
entziehenden Sanktion übersteigt. Der Beschwerdeführer macht zu Recht nicht gel-
tend, dass das Strafverfahren nicht genügend vorangetrieben wird.

6.3 Die Untersuchungshaft stellt immer einen Eingriff in die persönliche Freiheit dar 
bzw. hebt diese zumindest vorübergehend auf. Inwiefern das Grundrecht des Be-
schwerdeführers auf persönliche Freiheit vorliegend höher zu gewichten sein soll 
als die präventive Verhinderung von Straftaten ist nicht ersichtlich, zumal es sich 
wie ausgeführt um schwere Vergehen handelt und der Beschwerdeführer überdies 
nicht geltend macht und auch nicht ersichtlich ist, inwiefern ihn die Untersuchungs-
haft härter als andere Menschen treffen soll. Vor diesem Hintergrund gab es für 
das Zwangsmassnahmengericht auch keinen Grund, sich mit diesen Fragen aus-
einanderzusetzen. Eine Gehörsverletzung ist jedenfalls nicht erkennbar. 

6.4 Gemäss Art. 227 Abs. 7 StPO wird die Verlängerung der Untersuchungshaft jeweils 
für längstens 3 Monate, in Ausnahmefällen für längstens 6 Monate bewilligt. Nach 
der Rechtsprechung liegt ein Ausnahmefall im Sinne von Art. 227 Abs. 7 StPO et-
wa vor, wenn von vornherein ersichtlich ist, dass der Haftgrund auch nach mehr als 
3 Monaten noch gegeben ist oder langwierige Erhebungen mittels Rechtshilfe er-
forderlich sind (Urteil des Bundesgerichts 1B_292/2020 vom 6. Juli 2020 E. 2.2). 
Mit Blick auf die Einschätzungen im Fachbericht ist von vorneherein ersichtlich, 
dass die Wiederholungsgefahr auch in sechs Monaten noch gegeben sein wird, 
zumal beim Beschwerdeführer weder eine Störungseinsicht noch eine Therapie- 
oder Veränderungsmotivation bestehe (S. 24). Darauf weist auch das Schreiben 
des Beschwerdeführers, eingegangen bei der Staatsanwaltschaft am 19. Juli 2021, 
hin, wonach er nicht in die «UPD» gehen wolle. Die Staatsanwaltschaft hat am 
28. Juni 2021 zudem eine Begutachtung des Beschwerdeführers in Auftrag gege-
ben. In Übereinstimmung mit dem Zwangsmassnahmengericht ist davon auszuge-
hen, dass die Erstellung eines Gutachtens regelmässig mehrere Monaten Zeit in 
Anspruch nimmt. Vor diesem Hintergrund und angesichts des Zeitbedarfs für die 
anschliessend noch durchzuführenden Schritte bis zum Abschluss der Untersu-
chung liegt ein Ausnahmefall im Sinne von Art. 227 Abs. 7 StPO vor. 

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6.5 Ersatzmassnahmen, welche die Wiederholungsgefahr hinreichend zu bannen ver-
möchten, sind keine ersichtlich. Da das blosse Ausstellen einer Gefährdungsmel-
dung nicht automatisch zu einer fürsorgerischen Unterbringung führt und die Straf-
behörden diesbezüglich auch kein Weisungsrecht haben, stellt die Gefährdungs-
meldung keine wirksame Ersatzmassnahme dar. Im Fachbericht wird die fürsorge-
rische Unterbringung nur für den Fall erwähnt, dass der Beschwerdeführer nicht in 
Untersuchungshaft bleiben kann. Auch die ambulanten Massnahmen werden nur 
für diesen Fall und zudem einzig im Kontext einer vorangehenden stationären The-
rapie erwähnt. Daraus geht nicht hervor, dass ambulante Massnahmen 
oder auch eine fürsorgerische Unterbringung geeignete Ersatzmassnahmen sind. 
Mit Blick auf die im Fachbericht erwähnte fehlende Störungseinsicht sowie die feh-
lende Therapie- und Veränderungsmotivation kann aktuell auch nicht davon aus-
gegangen werden, dass die Auflage, sich einer ärztlichen Behandlung oder einer 
Kontrolle zu unterziehen, ausreichend ist, zumal der Beschwerdeführer auch die 
Notwendigkeit einer längerfristigen medikamentösen Behandlung nicht sieht (S. 
24). Die Haftverlängerung erweist sich als verhältnismässig. 

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die amtliche Entschädigung wird am Ende des Verfahrens 
durch das urteilende Gericht festgelegt (Art. 135 Abs. 2 StPO). 

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Von der Eingabe des Beschwerdeführers vom 19. August 2021 wird Kenntnis ge-
nommen und gegeben. 

2. Die Beschwerde wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'500.00, trägt der Be-
schwerdeführer. 

4. Die amtliche Entschädigung wird am Ende des Verfahrens durch das urteilende Ge-
richt festgelegt.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Fürsprecher B.________

(per Einschreiben)
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsident J.________

(mit den Akten – per Einschreiben)
- Staatsanwältin C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland

(mit den Akten – per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 23. August 2021 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter J. Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Kurt

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.