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**Case Identifier:** 2e3c20e5-efa7-5f93-bce3-f8295d1b5ac6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.04.2022 200 2021 772
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-772_2022-04-07.pdf

## Full Text

200 21 772 IV
KOJ/SVE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. April 2022

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. Oktober 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, IV/21/772, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1971 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Dezember 2016 bei der Eidgenössischen Invalidenversi-
cherung (IV) unter Hinweis auf einen im September 2016 erlittenen Augen-
infarkt links zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle des Kantons Bern 
[IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 6). Die IVB tätigte in 
der Folge erwerbliche und medizinische Abklärungen. Ferner gewährte sie 
Frühinterventionsmassnahmen in Form eines Assessments Visuelle Beein-
trächtigung (AB 42, 52). Mit Verfügung vom 27. Juni 2018 (AB 67) vernein-
te die IVB einen Leistungsanspruch mangels objektiver Befunde für das 
Vorliegen einer leistungsrelevanten Gesundheitsstörung gestützt auf Stel-
lungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 48, 66), was 
vom Verwaltungsgericht mit Urteil vom 25. Juni 2019 (AB 82; VGE 
IV/2018/602) bestätigt wurde. Die hiergegen erhobene Beschwerde (AB 83 
S. 2) hiess das Bundesgericht (BGer) mit Entscheid vom 20. Januar 2020, 
8C_559/2019 (AB 88), gut und wies die Sache in Aufhebung der Verfügung 
vom 27. Juni 2018 und des kantonalen Urteils vom 25. Juni 2019 an die 
Verwaltung zurück, damit sie – allenfalls nach vorgängiger Klärung der Sta-
tusfrage – ein den Grundsätzen nach BGE 141 V 281 entsprechendes 
psychiatrisches Gutachten einhole und gestützt darauf in Berücksichtigung 
des gesundheitlichen Verlaufs neu verfüge (a.a.O., E. 6).

In der Folge tätigte die IVB abermals medizinische und erwerbliche Ab-
klärungen. Insbesondere veranlasste sie eine Abklärung an Ort und Stelle 
(Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 15. September 2020 [AB 105]) 
sowie eine psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. C.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie (Expertise vom 14. März 
2021 [AB 131]; Stellungnahme vom 18. Juni 2021 [AB] 140). Nach durch-
geführtem Vorbescheidverfahren (AB 142 ff.) verneinte die IVB mit Verfü-
gung vom 7. Oktober 2021 (AB 146) einen Leistungsanspruch mangels 
eines Gesundheitsschadens mit invalidisierender Wirkung im Rechtssinne.

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B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 8. November 2021 Beschwerde mit folgen-
den Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 7. Oktober 2021 sei aufzuheben.
2. a) Es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlichen IV-Leistungen (In-

validenrente, weitere berufliche Massnahmen) bei einem Invaliditäts-
grad von mindestens 40 % zzgl. Verzugszins zu 5 % ab wann rech-
tens zuzusprechen.

b) Eventualiter: Es seien ergänzende medizinische und/oder beruflich- 
erwerbsbezogene Abklärungen durchzuführen.

3. Es sei die Administrativgutachterin, Frau Dr. med. C.________, durch 
das Gericht aufzufordern, schriftlich Stellung zu beziehen:
a) zu den divergierenden Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit in ihrem 

Bericht vom 16. Juni 2021 einerseits und unter Ziff. 8.2, Seite 21 ihres 
Gutachtens vom 14. März 2021 andererseits sowie

b) zum Bericht von Frau Dr. med. D.________ vom 18. Oktober 2021, 
speziell zu den dortigen, unterschiedlichen Beurteilungen der Fähig-
keitsbeeinträchtigungen gemäss Mini-ICF, der Arbeitsfähigkeit und zur 
Frage der Einnahme des Antidepressivums.

4. Es sei eine öffentliche Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen 
Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) durchzuführen.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 9. Dezem-
ber 2021 auf Abweisung der Beschwerde.

Die Beschwerdeführerin hielt am 7. Januar 2022 am Antrag auf Durch-
führung einer öffentlichen Schlussverhandlung fest.

Mit prozessleitender Verfügung vom 25. Januar 2022 setzte der Instrukti-
onsrichter den Termin für die öffentliche Schlussverhandlung fest. Gleich-
zeitig gab er den Parteien die Zusammensetzung der Spruchbehörde be-
kannt.

Mit Eingabe vom 10. Februar 2022 teilte die Beschwerdegegnerin mit, auf 
eine Teilnahme an der öffentlichen Schlussverhandlung zu verzichten.

An der öffentlichen Schlussverhandlung vom 22. März 2022 ist die Be-
schwerdeführerin mit ihrem Rechtsvertreter erschienen. Letzterer bestätigte 

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und begründete im Rahmen seines Parteivortrages die in der Beschwerde 
gestellten Anträge.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. Oktober 2021 
(AB 146). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf Leistungen der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher 
Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfül-
lung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-
standes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 
S. 213) und die angefochtene Verfügung vor dem Inkrafttreten der IVG-
Änderung vom 19. Juni 2020 datiert, ist der Rentenanspruch nach den bis 
31. Dezember 2021 geltenden Normen (fortan aArt.) zu prüfen.

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im 
Unterschied zur Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im 
bisherigen Tätigkeitsbereich, sondern die nach Behandlung und 
Eingliederung verbleibende Erwerbsmöglichkeit in irgendeinem für die 
betroffene Person auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage 
kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise Verlust einer solchen 
Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 
346).

2.3

2.3.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG 

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sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische 
Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur 
dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-
trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
145 V 215 E. 5.1 S. 221).

Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, dass 
dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 
gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Gesund-
heitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend ist, 
ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens nicht mehr zu-
mutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine objektivierte 
Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).

2.3.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 
4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429).

2.3.3 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht (BGE 141 V 281 
E. 2.2.1 S. 287).

2.3.4 Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine 
versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten 
Ebene anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von 
Indikatoren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter 

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Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer-
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt 
im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardin-
dikatoren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die Kategorien 
„funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3 S. 298) und „Konsistenz“ einteilen las-
sen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). 
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur 
zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestell-
ten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Stan-
dardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie-
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Fol-
gen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Person 
zu tragen (E. 6 S. 308).

2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gemäss 
aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die 
versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 
wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 
bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im 
Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, IV/21/772, Seite 8

zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 
99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 Im Nachgang zur aufgehobenen Verfügung vom 27. Juni 2018 
(AB 67) wurde vorab ein Bericht von Dr. med. E.________, Fachärztin für 
Ophthalmologie, zu den Akten gereicht (vgl. dazu bereits VGE IV/18/602, 
E. 4.8). Weiter lässt sich den Akten in medizinischer Hinsicht im Wesentli-
chen das Folgende entnehmen:

3.1.1 Dr. med. D.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, hielt im Verlaufsbericht vom 22. April 2020 (AB 97) als Diagnose mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 
aktuell mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.10), fest (S. 2 Ziff. 3). 
Der Gesundheitszustand sei stationär (Ziff. 1). Im Verlauf über zweieinhalb 
Jahre habe es depressive Episoden mit leichter Symptomatik bis Remissi-
on mit Restsymptomatik gegeben. Es sei zu einer erneuten mittelgradigen 
depressiven Episode im Sommer 2018 und erneuter mittelgradiger bis 
schwerer Episode ab Februar 2020 gekommen (Ziff. 4). Die Prognose zur 
beruflichen Wiedereingliederung sei vorsichtig positiv, die Beschwerdefüh-
rerin könnte mit Hilfe von Eingliederungsmassnahmen zumindest in einem 
Teilzeitpensum in ihrem angestammten Tätigkeitsfeld eingegliedert werden 
(S. 3 Ziff. 9). Es bestehe bis auf weiteres eine gesundheitlich begründete 
Arbeitsunfähigkeit von 60 % (Ziff. 11). Eine Bürotätigkeit ohne zu viel Zeit-
druck und Stress in etwas reduziertem Arbeitstempo sei zumutbar (S. 4 
Ziff. 14).

3.1.2 Im Verlaufsbericht vom 8. Juni 2020 (AB 98 S. 2 ff.) hielt Dr. med. 
F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, fest, der Gesund-
heitszustand habe sich eher verschlechtert (S. 6 Ziff. 1). Somatischerseits 
habe die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich noch einen Morbus Base-
dow mit Hyperthyreose erlitten, anschliessend sei eine Therapie erfolgt 
über 18 Monate, bei Nachweis eines Knoten Struma, aktuell sei sie euthy-
reot. Zudem bestünden ausgedehnte Schulterbeschwerden bei subacro-
mialem Impingement der Schulter mit leichter AC-Gelenks-pathologie im 

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März 2018. Ferner bestehe eine deutliche Veränderung der psychischen 
Situation, wozu Frau Dr. med. D.________ bereits Stellung genommen 
habe (Ziff. 2). Da die Hauptbeschwerden im psychiatrischen Bereich lägen, 
sei für sie zum aktuellen Zeitpunkt nicht beurteilbar, inwieweit Einschrän-
kungen bestünden und die bisherige Erwerbstätigkeit resp. eine angepass-
te Tätigkeit noch zumutbar sei (S. 7 Ziff. 12, 13, 14). Ergänzende medizini-
sche Abklärungen halte sie aus hausärztlicher somatischer Sicht zum aktu-
ellen Zeitpunkt nicht für angezeigt (Ziff. 18).

3.1.3 Im psychiatrischen Gutachten vom 14. März 2021 (AB 131.1) hielt 
Dr. med. C.________ als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradi-
ge Episode ICD-10 F33.0/F33.1, fest (S. 17 Ziff. 6). Im Rahmen der Unter-
suchung hätten eine leichte Affektlabilität, ein vermindertes Selbstwertge-
fühl, Versagens- und Zukunftsängste, eine Antriebsminderung, eine redu-
zierte Belastbarkeit, eine schlechte Schlafqualität und eine Somatisierungs-
tendenz (Durchfall bei Belastung) objektiviert werden können. Im Verlauf 
von 2016, noch vor der Augenerkrankung, habe sich zunehmend eine de-
pressive Symptomatik aufgrund einer Überlastung und Überforderung am 
Arbeitsplatz entwickelt. Im September 2016 habe die Beschwerdeführerin 
einen Augeninfarkt und in der Folge eine starke Reduzierung des Sehver-
mögens auf dem betroffenen Auge erlitten. Da man ihr mitgeteilt habe, 
dass ein solcher Infarkt auch jederzeit das zweite Auge betreffen könnte, 
sei es darüber hinaus zur Entwicklung einer starken Angstsymptomatik 
gekommen, die sich im Verlauf wieder regredient gezeigt habe. Damit die 
Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung gestellt werden kön-
ne, müssten mindestens zwei klar abgrenzbare depressive Episoden objek-
tiviert werden. Bei der Beschwerdeführerin sei davon auszugehen, dass die 
erste depressive Episode von September 2016 bis Ende 2017 gedauert 
habe. Aufgrund der weitgehenden Regredienz der Symptomatik habe sie 
sich Anfang 2018 auf Stellensuche begeben. Etwa ab August 2018 sei von 
einer erneuten Verschlechterung der Symptomatik auszugehen, nachdem 
die Beschwerdeführerin ihre Anstellung im G.________ aufgrund von Über-
forderung wieder habe aufgeben müssen. Seit Februar 2019 arbeite sie in 
einer ... . Nach anamnestischen Angaben habe sich dadurch der psychi-
sche Zustand verbessert. Gemäss der behandelnden Ärztin 

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Dr. med. D.________ habe sich der Gesundheitszustand im Februar 2020 
nochmals verschlechtert. Im Bericht vom 22. April 2020 sei eine mittelgra-
dige depressive Symptomatik anhand der objektiven Befunde nachvoll-
ziehbar dokumentiert. Bei der Beschwerdeführerin sei nicht von einer An-
passungsstörung auszugehen, da sich die depressive Symptomatik bereits 
vor der Augenerkrankung im Verlauf von 2016 entwickelt habe und durch 
den Augeninfarkt verstärkt worden sei (S. 18). Sie befinde sich seit Som-
mer 2017 in regelmässiger ambulanter psychiatrisch-psychothera-
peutischer Behandlung. Durch die Therapie habe im Verlauf eine Verbes-
serung der depressiven Symptomatik erreicht werden können. Aufgrund 
der aktuellen Befunde sei der Einsatz eines Antidepressivums indiziert. Es 
sei davon auszugehen, dass sich die depressive Symptomatik mittelfristig 
unter Weiterführung der Therapie und einer psychopharmakologischen 
Behandlung regredient zeige (S. 20 Ziff. 7.2). Es sei davon auszugehen, 
dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit aus rein 
psychiatrischer Sicht aufgrund der depressiven Symptomatik sowie der 
damals bestehenden Angstsymptomatik von September 2016 bis Juni 2017 
nicht arbeitsfähig gewesen sei. Ab Beginn der ambulanten Therapie sei von 
einer 50%igen Arbeitsfähigkeit (bezogen auf ein 40 %-Pensum) ohne Min-
derung der Leistungsfähigkeit auszugehen. Ab Januar 2018 sei von einer 
vollen Arbeitsfähigkeit ohne Minderung der Leistungsfähigkeit auszugehen. 
Aufgrund der erneuten Zustandsverschlechterung sei von Oktober bis De-
zember 2018 erneut von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ohne Minderung 
der Leistungsfähigkeit (bezogen auf ein 40 %-Pensum) auszugehen. Ab 
Januar 2019 sei aus rein psychiatrischer Sicht keine Minderung der Ar-
beitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (bezogen auf ein 40 %-
Pensum) mehr objektivierbar (S. 21 Ziff. 8.1). Auch für eine angepasste 
Tätigkeit sei von September 2016 bis Therapiebeginn 2017 von keiner Ar-
beitsfähigkeit aus rein psychiatrischer Sicht auszugehen. Danach bestehe 
für eine angepasste Tätigkeit keine Minderung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit mehr (bezogen auf ein 40 %-Pensum). Eine angepasste Tätigkeit 
sei eine Tätigkeit in einem ruhigen Arbeitsumfeld, ohne Zeit- und Leis-
tungsdruck mit einfachen, repetitiven Aufgaben. Die Anforderungen an die 
Flexibilität sowie die Teamfähigkeit seien bei einer solchen Tätigkeit sehr 
gering. Die Tätigkeit sollte keinen Kundenkontakt umfassen (Ziff. 8.2). Un-
ter einer weiteren Stabilisierung des Gesundheitszustandes sei grundsätz-

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lich davon auszugehen, dass rein medizinisch-theoretisch auch eine 
höherprozentige Arbeitsleistung erbracht werden könne. Bisher sei die Be-
schwerdeführerin jedoch immer maximal im 40 %-Pensum angestellt ge-
wesen (S. 22 Ziff. 8.3).

In der ergänzenden Stellungnahme vom 18. Juni 2021 (AB 140) führte die 
psychiatrische Gutachterin aus, dass bezogen auf ein 100 %-Pensum von 
einer 60%igen Arbeitsfähigkeit ohne Minderung der Leistungsfähigkeit aus-
zugehen sei. Für Tätigkeiten im Haushalt bestünden keine Einschränkun-
gen.

3.1.4 Dr. med. D.________ hielt in der Stellungnahme vom 18. Oktober 
2021 (Akten der Beschwerdeführerin, Beschwerdebeilage [BB] 4) fest, die 
Beschwerdeführerin nehme seit 2017 (mit einem kurzen Unterbruch von 
circa einem Monat) regelmässig Valdoxan ein. Ihres Erachtens habe die 
antidepressive Medikation nur untergeordnete Bedeutung. In psychischen 
Belastungssituationen sei es jeweils zu einer Verschlechterung der Befind-
lichkeit mit Schlafstörungen, grosser Ambivalenz mit Entscheidungsschwie-
rigkeiten, Müdigkeit und reduzierter Energie sowie Gereiztheit gekommen. 
Nach ihrer Einschätzung bestehe bei einer 60%igen Präsenz am Arbeits-
platz letztlich eine effektive Arbeitsleistung von 40 bis 50 %. Aus ihrer Sicht 
seien die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sowie die Selbstbehaup-
tungsfähigkeit deutlich und die Verkehrsfähigkeit leicht eingeschränkt.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

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Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Externen Beurteilungen, die nach Art. 44 ATSG im Verwaltungsverfahren 
eingeholt wurden, ist bei überzeugendem Beweisergebnis volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227; 125 V 351 
E. 3b/bb S. 353). 

3.3

3.3.1 In somatischer Hinsicht macht die Beschwerdeführerin geltend, die 
Arbeitsrelevanz des Augenleidens sei ausgewiesen (Beschwerde S. 9 
Ziff. 11). Das Bundesgericht hielt allerdings fest, dass trotz der Sehbe-
schwerden eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe (BGer 
8C_559/2019, E. 5.1 [AB 88 S. 6]; vgl. hierzu auch VGE IV/2018/602, 
E. 5.2 [AB 82 S. 23 Ziff. 5.4]). Den nach diesem Entscheid ergangenen 
Arztberichten lässt sich nichts Gegenteiliges entnehmen. Vielmehr hielt die 
Hausärztin Dr. med. F.________ fest, eine ergänzende medizinische Ab-
klärung aus hausärztlich-somatischer Sicht halte sie zum aktuellen Zeit-
punkt nicht als angezeigt (AB 98 S. 7 Ziff. 11). Damit ist somatischerseits 
von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen.

3.3.2 Das psychiatrische Gutachten von Dr. med. C.________ vom 
14. März 2021 (AB 131) samt ergänzender Stellungnahme vom 18. Juni 
2021 (AB 140) erfüllt – jedenfalls was die erhobenen Befunde und die ge-
stellte Diagnose betrifft – die höchstrichterlichen Beweisanforderungen und 
erbringt diesbezüglich vollen Beweis (vgl. E. 3.2 hiervor), was zwischen 
den Parteien zu Recht nicht streitig ist (vgl. Beschwerde S. 11 Ziff. 13, Be-
schwerdeantwort S. 2 Ziff. 3). Die Feststellungen der Gutachterin beruhen 
auf eigener fachärztlicher Untersuchung und sind in Kenntnis der Vorakten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, IV/21/772, Seite 13

sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen wor-
den. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-
hänge sind für die streitigen Belange umfassend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar be-
gründet, weshalb grundsätzlich darauf abgestellt werden kann (vgl. aber 
auch E. 4.6 hiernach). 

Die Gutachterin begründete die Diagnose für den Rechtsanwender unter 
Bezugnahme auf die ICD-10-Klassifikation und den psychopathologischen 
Status nachvollziehbar. So hielt sie fest, dass im Rahmen der aktuellen 
Untersuchung eine leichte Affektlabilität, ein vermindertes Selbstwertgefühl, 
Versagens- und Zukunftsängste, eine Antriebsminderung, eine reduzierte 
Belastbarkeit, eine schlechte Schlafqualität und eine Somatisierungsten-
denz (Durchfall bei Belastung) hätten festgestellt werden können (AB 131.1 
S. 18 Ziff. 6). Es leuchtet folglich ein, dass Dr. med. C.________ – auch 
unter Berücksichtigung der im Rahmen des Mini-ICF-Ratings festgestellten 
Beeinträchtigungen – insgesamt die Diagnose einer rezidivierenden de-
pressiven Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige depressive Episo-
de (S. 17 Ziff. 6), stellte. Die von Dr. med. C.________ vorgenommene 
Diagnosestellung steht überdies auch mit der diagnostischen Einschätzung 
der behandelnden Psychiaterin Dr. med. D.________ in Einklang (vgl. 
AB 131.1 S. 18 Ziff. 6), welche ebenfalls von einer rezidivierenden depres-
siven Störung ausgeht (vgl. AB 97 S. 2 Ziff. 3). Soweit 
Dr. med. D.________ allerdings ab Februar 2020 eine mittelgradige bis 
schwere Episode diagnostizierte (AB 97 S. 2 Ziff. 4), wird dies nicht näher 
begründet. So nannte die behandelnde Ärztin auch in der beschwerdewei-
se eingereichten Stellungnahme vom 18. Oktober 2021 (BB 4) keine wich-
tigen – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringenden – 
Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt 
geblieben sind (SVR 2021 IV Nr. 10 S. 29 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 
E. 3). Was die unterschiedliche Folgenabschätzung betrifft, ist ferner dem 
Umstand Rechnung zu tragen, dass diese – gerade, aber nicht nur im Be-
reich der Psychiatrie – eine hohe Variabilität aufweist und unausweichlich 
Ermessenszüge trägt (BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 195, 137 V 210 E. 3.4.2.3 
S. 253) sowie dass die behandelnden Ärzte und Psychologen im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall die Einschät-

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zung eher zu Gunsten ihrer Patienten vornehmen (vgl. BGE 135 V 465 
E. 4.5 S. 470, 125 V 351 E. 3a cc S. 353; Entscheid des BGer vom 21. Au-
gust 2019, 8C_143/2019, E. 4.4.1). 

Gestützt auf die Einschätzung von Dr. med. C.________ ist für den hier 
massgebenden Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung erstellt, dass die 
Beschwerdeführerin an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegen-
wärtig leichte bis mittelgradige Episode (ICD-10 F33.0/F33.1), leidet 
(AB 131.1 S. 17 Ziff. 6). Ob die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zutrifft, 
kann mit Blick auf die nachstehenden Erwägungen offen gelassen werden. 
Festzuhalten ist immerhin, dass sich die im Gutachten (vgl. AB 131.1 S. 21 
Ziff. 8.1) und in der Stellungnahme vom 18. Juni 2021 (AB 140) attestierten 
Arbeitsunfähigkeiten nicht gegenseitig ausschliessen. So wurde im Gutach-
ten festgehalten, dass bezogen auf ein 40%-Pensum in der angestammten 
Tätigkeit keine Minderung der Leistungsfähigkeit mehr bestehe; dies steht 
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 12 
Ziff. 14) nicht in Widerspruch zur in der Stellungnahme vom 16. Juni 2021 
aufgeführten 60%igen Arbeitsfähigkeit ohne Minderung der Leistungsfähig-
keit bei einem Vollzeitpensum.

4.

4.1 Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung kann grundsätzlich nur 
eine schwere psychische Störung invalidisierend im Rechtssinne sein. Eine 
leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferen-
zen durch psychische Komorbiditäten lässt sich im Allgemeinen nicht als 
schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein bedeu-
tendes therapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaf-
tigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen ge-
wichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkran-
kung geschlossen werden kann (Entscheid des BGer vom 17. November 
2021, 8C_280/2021 [zur Publikation vorgesehen], E. 6.2.2). 

Der bei der Beschwerdeführerin diagnostizierte Gesundheitsschaden stellt 
keine schwere psychische Störung dar, stellte doch die Gutachterin im 
Rahmen der rezidivierenden Störung überzeugend zu keinem Zeitpunkt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, IV/21/772, Seite 15

eine schwere Episode fest (AB 131.1 S. 18 Ziff. 6). Gewichtige Gründe, 
welche gleichwohl auf einen invalidisierenden Charakter der Erkrankung 
schliessen lassen würden, sind vorliegend keine ersichtlich.

4.2 Der fehlende invalidisierende Charakter des psychischen Gesund-
heitsschadens der Beschwerdeführerin zeigt sich denn auch bei Durch-
führung des strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 (vgl. 
dazu E. 2.3.2 ff. hiervor und E. 4.3 ff. hiernach). Hierbei ist zu prüfen, ob 
der psychiatrisch attestierten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (vgl. 
AB 131.1 S. 21 Ziff. 8.1 f., 140) aus rechtlicher Sicht gefolgt werden kann, 
wobei hierfür die Beschwerdeführerin die materielle Beweislast zu tragen 
hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 S. 416). Rechtsprechungsgemäss ist der Be-
weis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Ar-
beitsunfähigkeit nur dann erbracht, wenn die Prüfung der massgeblichen 
Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges 
Gesamtbild für eine Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) 
zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen 
(BGE 145 V 361 E. 3.2.2 S.  364).

Soweit die Beschwerdeführerin diesbezüglich vorbringt, die Beschwerde-
gegnerin habe bei Zweifeln an der Arbeits(un)fähigkeitsschätzung der Gut-
achterin den Fall dem RAD vorzulegen (Beschwerde S. 6 f. Ziff. 9), kann ihr 
nicht gefolgt werden. Denn rechtsprechungsgemäss liegt es nicht allein in 
der Zuständigkeit der mit dem konkreten Einzelfall (gutachterlich) befassten 
Arztpersonen, abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle verbind-
lich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer (an-
dauernden oder vorübergehenden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter Höhe 
und Ausprägung) führt (BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 194). Die Frage, ob und 
in welchem Umfang die Feststellungen in einem medizinischen Gutachten 
anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf die Arbeitsunfähigkeit 
schliessen lassen, ist rechtlicher Natur und damit frei überprüfbar (BGE 141 
V 281 E. 7 S. 308). Darum kann aus rechtlicher Sicht von einer medizini-
schen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit in einer Expertise abgewichen 
werden, ohne dass diese ihren Beweiswert gänzlich einbüsste. Darin liegt 
weder eine Geringschätzung der ärztlichen Beurteilung noch eine gerichtli-
che Kompetenzanmassung, sondern es ist notwendige Folge des rein juris-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, IV/21/772, Seite 16

tischen Charakters der sozialversicherungsrechtlichen Begriffe von Ar-
beits-/Erwerbsunfähigkeit und Invalidität (Entscheid des BGer vom 25. Juni 
2018, 8C_74/2018, E. 5.1). Da es sich folglich um eine Rechtsfrage han-
delt, ist der Beizug des RAD nicht notwendig.

4.3 Was die Prüfung der ersten Ebene betrifft (vgl. E. 2.3.3 hiervor), 
zeigte die psychiatrische Sachverständige keine Diskrepanzen im Sinne 
eines Ausschlussgrundes auf. Insbesondere stellte sie keinen Hinweis für 
eine bewusste Aggravation, Verdeutlichungstendenz oder gar Simulation 
fest (vgl. AB 131.1 S. 15 Ziff. 4.1 und S. 20 Ziff. 7.3). Ein invalidisierender 
Gesundheitsschaden ist damit grundsätzlich nicht ausgeschlossen. 

4.4 Zu prüfen sind zunächst die einzelnen Komplexe der Kategorie 
„funktioneller Schweregrad“ (BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298 ff.).

4.4.1 Mit Bezug auf den Komplex Gesundheitsschädigung (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1 S. 298 ff.) ergibt sich Folgendes:

Beim Indikator der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Sym-
ptome gilt es unter anderem, die Schwere des Krankheitsgeschehens an-
hand aller verfügbaren Elemente aus der diagnoserelevanten Ätiologie und 
Pathogenese zu plausibilisieren (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1 S. 298 ff.). Im 
Rahmen der Untersuchung konstatierte die Expertin – nebst unauffälligen 
Befunden – eine leichte Affektlabilität, ein leicht vermindertes Selbstwertge-
fühl, Versagens- und Zukunftsängste, eine leichte Antriebsminderung, eine 
reduzierte Belastbarkeit, eine schlechte Schlafqualität und eine Somatisie-
rungstendenz (Durchfall bei Belastung; AB 131.1 S. 15 Ziff.  4.3.1). Das 
Mini-ICF-APP ergab einzig eine leichte Beeinträchtigung der Flexibilität und 
Umstellungsfähigkeit sowie eine mittelgradige Beeinträchtigung des Durch-
haltevermögens (AB 131.1 S. 16 Ziff. 4.3.2). Insgesamt ging 
Dr. med. C.________ daher von einer leichten bis mittelgradigen depressi-
ven Episode aus (AB 131.1 S. 178 Ziff. 6). Die Ausprägung der diagnosere-
levanten Befunde kann folglich nicht als schwer bezeichnet werden.

Sodann ist auf Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz als 
wichtige Indikatoren für den funktionellen Schweregrad einzugehen (BGE 
141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.). Dazu berichtete die Gutachterin, es erfolge 
seit Sommer 2017 eine regelmässige ambulante psychiatrisch-psycho-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, IV/21/772, Seite 17

therapeutische Behandlung, wobei eine Verbesserung der Symptomatik 
habe erreicht werden können. Es sei davon auszugehen, dass sich die 
depressive Symptomatik mittelfristig unter Weiterführung der Therapie und 
einer psychopharmakologischen Behandlung regredient zeige (AB 131.1 
S. 20 Ziff. 7.2). Mithin liegt offenkundig keine ausgewiesene Behandlungs-
resistenz vor.

Was den Indikator Komorbiditäten (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 f.) 
anbelangt, stellte die Gutachterin fest, dass sich die depressive Symptoma-
tik im Verlauf von 2016 noch vor der Augenerkrankung aufgrund einer 
Überlastung und Überforderung am Arbeitsplatz entwickelt habe und dann 
durch den Augeninfarkt verstärkt worden sei (AB 131.1 S. 18 Ziff. 6). 
Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Au-
generkrankung nur von kurzer Dauer war (vgl. AB 18.2 S. 26, 27.2 S. 28 
und 38) und das Bundesgericht festhielt, dass trotz der Sehbeschwerden 
eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit besteht (BGer 8C_559/2019, E. 5.1 
[AB 88 S. 6]; vgl. auch E. 3.3.1 hiervor). Zudem verneinte der konsultierte 
Prof. Dr. med. H.________, Facharzt für Ophthalmologie, in seinem Bericht 
vom 6. September 2017 sowohl Einschränkungen bezüglich der bisherigen 
Tätigkeit wie auch eine Verminderung der Leistungsfähigkeit (AB 38 S. 3) 
und im Assessment-Bericht des Zentrums I.________ vom 20. November 
2017 wurde die visuelle Beeinträchtigung als nur leichtgradig beurteilt (AB 
52 S. 3).

4.4.2 Betreffend den Komplex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 
S. 302) stellte die Expertin keine Hinweise für eine Persönlichkeitsakzentu-
ierung oder gar eine Persönlichkeitsstörung fest (AB 131.1 S. 18 Ziff. 6).

4.4.3 Zum Komplex Sozialer Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 S. 302) 
hielt die Gutachterin fest, die Beschwerdeführerin lebe mit den beiden jün-
geren ihrer drei Töchter zusammen. Sie habe nach der Trennung vom 
Ehemann im Jahr 2017 (AB 131.1 S. 12 Ziff. 3.2.2) seit ca. eineinhalb Jah-
ren einen neuen Partner. Eine Zeit lang sei sie mit einer Kollegin ... gegan-
gen. Sonntags koche sie für ihre Kinder. Manchmal treffe sie eine Kollegin 
(AB 131.1 S. 13 Ziff. 3.2.5 f.). Damit hält das soziale Umfeld Ressourcen 
bereit.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, IV/21/772, Seite 18

4.5 Beweisrechtlich entscheidend ist die Kategorie „Konsistenz“. Darun-
ter fallen verhaltensbezogene Kategorien (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303).

4.5.1 Betreffend den Indikator der gleichmässigen Einschränkung des 
Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 141 V 
281 E. 4.4.1 S. 303 f.) ist dem Gutachten zu entnehmen, dass die Be-
schwerdeführerin an freien Tagen um 07.30 Uhr aufstehe, ... und dann die 
Hausarbeiten erledige oder wasche und Zahlungen mache. Eine Zeit lang 
sei sie mit einer Kollegin ... gegangen, wozu sie sich aktuell gerade nicht 
motivieren könne. Die Beschwerdeführerin koche nicht jeden Tag, da die 
Kinder nicht zuhause essen würden. Sie koche jeweils vor, was die Kinder 
mitnähmen. Sonntags koche sie für alle. Wenn das Wetter schön sei, ver-
bringe sie viel Zeit im .... Manchmal treffe sie eine Kollegin. Im Sommer 
gehe sie gerne ... . Sie habe wieder mit ... angefangen, was aufgrund des 
Auges zeitweise nicht mehr möglich gewesen sei. Sie habe gemerkt, dass 
die Konzentrations- und Gedächtnisleistung etwas besser würden, wenn 
sie „ihr Gehirn gebrauche“. Als Hobbys nannte sie kochen, ..., ... . Sie sei 
gerne draussen (AB 131.1 S. 13 Ziff. 3.2.6). Eine gesundheitsbedingte 
Veränderung oder Beeinflussung der Alltagsaktivitäten sowie der sozialen 
Kontakte wurde gegenüber der Gutachterin folglich nicht beschrieben.

4.5.2 Was den Leidensdruck (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304) anbe-
langt, bringt die Beschwerdeführerin namentlich vor, dass die antidepressi-
ve Medikation ohne Unterbruch erfolgt sei (Beschwerde S. 8 Ziff. 10). Die 
Beschwerdeführerin befindet sich sodann seit Mai 2017 zwar in ambulanter 
psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Anders als anlässlich der 
öffentlichen Schlussverhandlung vorgetragen, fanden jedoch nur anfänglich 
wöchentliche und im Zeitpunkt der Begutachtung lediglich noch monatliche 
Sitzungen statt. Eine teilstationäre oder stationäre Behandlung wollte die 
Beschwerdeführerin zudem aufgrund der Kinder nicht (AB 131.1 S. 14 
Ziff. 3.2.7). Unter diesen Umständen ist kein erheblicher behandlungs- und 
eingliederungsanamnestischer Leidensdruck ausgewiesen.

4.6 In der Gesamtbetrachtung sind die geltend gemachten funktionellen 
Auswirkungen der medizinisch festgestellten psychischen Beeinträchtigung 
anhand der Standardindikatoren nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt. 
Es fehlt an einem stimmigen Gesamtbild für die Annahme einer rechtlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, IV/21/772, Seite 19

relevanten psychischen Funktionseinbusse (vgl. hierzu BGE 145 V 361 
E. 4.4 S. 369 sowie E. 4.2 hiervor), weshalb das Vorliegen eines invalidisie-
renden psychischen Gesundheitsschadens auch in dieser Hinsicht zu ver-
neinen ist. Vor diesem Hintergrund kann der durch Dr. med. C.________ 
psychiatrisch attestierten Arbeitsunfähigkeit (AB 131.1 S. 21 Ziff. 8.1 f.) 
unter rechtlichen Aspekten nicht gefolgt werden.

Damit ist der rechtserhebliche Sachverhalt hinreichend erstellt; weiterer 
Abklärungen bedarf es nicht (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung BGE 
144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; 
SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4), womit sich insbesondere auch die be-
schwerdeweise beantragten Ergänzungsfragen bei der Gutachterin zu ihrer 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und zum Bericht von Dr. med. 
D.________ (Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 3) erübrigen.

Mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens sind der Beschwer-
deführerin auch keine invalidenversicherungsrechtlichen Eingliederungs-
massnahmen zuzusprechen (vgl. Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 2 
lit. a).

5.

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 7. Oktober 2021 
(AB 146) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und 
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- 
festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, IV/21/772, Seite 20

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘000.--, sind 
entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur 
Bezahlung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe zu entnehmen.

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin (samt 

Protokoll der öffentlichen Schlussverhandlung vom 22. März 2022)
- IV-Stelle Bern (samt Protokoll der öffentlichen Schlussverhandlung 

vom 22. März 2022)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, IV/21/772, Seite 21

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.