# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2590c03e-1d37-5847-bde5-d3116631c3d3
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-16
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 16.05.2022 I 2022 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2022-6_2022-05-16.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2022 6

Entscheid vom 16. Mai 2022 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Milena Pesic, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Hilflosenentschädigung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (früher mit dem Familiennamen C.________, geb. 
________1982) wurde am 2. Juli 1984 wegen Epilepsie zum Bezug von IV-
Leistungen für Minderjährige angemeldet (IV-act. 1). Mit Verfügung vom 11. Sep-
tember 1984 übernahm die IV-Stelle D.________ die Kosten für medizinische 
Massnahmen wegen eines Geburtsgebrechens Ziff. 387 (vgl. IV-act. 3). In der 
Folge gewährte die IV-Stelle D.________ weitere Leistungen (vgl. IV-act. 8, 11, 
31, 37, 40, 42f.). 

B. Nach dem Umzug in den Kanton Schwyz im März 1997 übernahm die IV-
Stelle Schwyz Kosten für Sonderschulmassnahmen (IV-act. 45) und verlängerte 
den Anspruch auf medizinische Massnahmen (IV-act. 50). Am 23. Februar 1999 
erteilte die IV-Stelle Schwyz Kostengutsprache für eine Schnupperlehre in der 
Einrichtung E.________ in F.________ (IV-act. 53) und dann für eine IV-Anlehre 
im Textilbereich (IV-act. 55). Auch wurde ein IV-Taggeld zugesprochen (IV-act. 
60). Ab Ende August 2001 arbeitete A.________ (bzw. C.________) an einem 
geschützten Arbeitsplatz bei der G.________ in H.________ in der Hauswirt-
schaft (IV-act. 69, mit einem Stundenlohn von Fr. 1.30, IV-act. 70-2/2). 

C. Mit Verfügung vom 19. März 2002 hat die IV-Stelle Schwyz mit Wirkung ab 
1. August 2001 eine ganze IV-Rente zugesprochen (IV-act. 94%, vgl. IV-act. 72). 
Die Vormundschaftsbehörde I.________ hatte mit Beschluss vom 12. Juni 2003 
A.________ (bzw. C.________) verbeiständet und einen Amtsvormund als Bei-
stand eingesetzt (IV-act. 75). Am 26. Oktober 2004 sowie am 30. Januar 2008 
teilte die IV-Stelle mit, dass unverändert Anspruch auf eine ganze IV-Rente be-
stehe (IV-Grad neu 92%, IV-act. 80 und 85). 

D. Nach Eingang eines Gesuchs für eine Hilflosenentschädigung (IV-act. 89) 
erfolgte am 17. Februar 2009 eine Abklärung des Hilfsbedarfs (IV-act. 96). Nach 
einem Vorbescheid vom 17. März 2009 (= IV-act. 97) verfügte die IV-Stelle am 
18. Mai 2009, dass mit Wirkung ab 1. Juni 2007 Anspruch auf eine Hilflosenent-
schädigung leichten Grades bestehe (IV-act. 101). Am 19. April 2011 bestätigte 
die IV-Stelle diesen Anspruch (IV-act. 107). Mit Verfügung vom 19. September 
2012 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch der zwischenzeitlich verheirateten 
A.________ auf einen Assistenzbeitrag (IV-act. 117). Am 15. Februar 2013 teilte 
die IV-Stelle mit, dass unverändert Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung 
leichten Grades bestehe (IV-act. 122). 

Am 4. September 2013 informierte der Berufsbeistand, dass A.________ ent-
schieden habe, ab 1. November 2013 auf eine Begleitung (durch J.________) zu 

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verzichten, weshalb die Hilflosenentschädigung per Ende Oktober 2013 einge-
stellt werden könne (IV-act. 131). Am 4. Oktober 2013 folgte die Mitteilung des 
Berufsbeistands, wonach die Beistandschaft für A.________ beendet worden sei 
(IV-act. 138). Mit Verfügung vom 28. Oktober 2013 hob die IV-Stelle die Hilflo-
senentschädigung auf (IV-act. 142), derweil der Anspruch auf eine ganze IV-
Rente am 22. Oktober 2012 (IV-act. 141) bzw. am 14. Dezember 2016 (IV-act. 
155) bestätigt wurde.

E. Am 4. Januar 2020 ist A.________ Mutter von Zwillingen geworden 
(K.________ und L.________, vgl. IV-act. 161). Mit Verfügung vom 31. Januar 
2020 gewährte die IV-Stelle entsprechende Kinderrenten (IV-act. 167). 

Eine für den 17. März 2020 geplante Haushaltabklärung wurde aufgrund der Co-
rona-Situation vorerst abgesagt (IV-act. 168) und am 19. Mai 2020 nachgeholt 
(IV-act. 199). Gestützt darauf wurde nach der gemischten Methode (mit 25% Er-
werbstätigkeit und 75% Haushalt/ Familie) ein IV-Grad von 30% ermittelt (IV-act. 
171-2/3). Mit Verfügung vom 21. Oktober 2020 hat die IV-Stelle die bisher ganze 
IV-Rente aufgehoben (IV-act. 185). Eine dagegen erhobene Beschwerde hat das 
Verwaltungsgericht mit Entscheid I 2020 104 vom 17. Mai 2021 insoweit gutge-
heissen, als die bisher ganze IV-Rente für den Zeitraum ab 1. Dezember 2020 
auf eine halbe IV-Rente (IV-Grad 51.4%) herabgesetzt wurde (IV-act. 210).

F. In der Zwischenzeit war am 25. August 2020 ein neues Gesuch für eine 
Hilflosenentschädigung eingegangen (IV-act. 181). Am 20. Oktober 2020 erfolgte 
eine Abklärung der Hilfsbedürftigkeit vor Ort (IV-act. 187). Gestützt darauf kün-
digte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 22. Oktober 2020 an, das Leistungsbe-
gehren abzuweisen (IV-act. 188). Dagegen liess A.________ mit Eingabe vom 
20. November 2020 Einwände erheben (IV-act. 196). Am 4. Februar 2021 verfüg-
te die IV-Stelle, dass kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung bestehe (IV-
act. 200). Nach einer Beschwerde vom 5. März 2021 hat die IV-Stelle die ange-
fochtene Verfügung am 16. April 2021 widerrufen, worauf der zuständige Einzel-
richter des Verwaltungsgerichts das Beschwerdeverfahren mit Entscheid 
I 2021 20 vom 20. April 2021 als gegenstandslos geworden am Protokoll ab-
schreiben konnte (IV-act. 210).

G. Am 11. Mai 2021 nahm eine Fachperson der IV-Stelle vor Ort eine weitere 
Abklärung der Hilfsbedürftigkeit vor; ausserdem erfolgten am 1. und 7. Juni 2021 
telefonische Abklärungen (IV-act. 227). Gestützt auf den entsprechenden Bericht 
vom 2. September 2021 kündigte die IV-Stelle am 9. September 2021 an, das 
Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 228). Dagegen liess A.________ am 11. 
Oktober 2021 Einwände erheben (IV-act. 235). Am 16. Dezember 2021 verfügte 

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die IV-Stelle, dass kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung bestehe (IV-
act. 236). 

H. Gegen diese Verfügung reichte A.________ (unter Berücksichtigung des 
Fristenstillstandes nach Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG i.V.m. Art. 60 ATSG) fristge-
recht am 31. Januar 2022 (= Datum der Postaufgabe) beim Verwaltungsgericht 
Beschwerde ein mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 16.12.2021 sei aufzuheben.

2. Der Beschwerdeführerin sei spätestens ab dem 01.01.2020 eine Hilflosenent-
schädigung leichten Grades wegen lebenspraktischer Begleitung zuzuspre-
chen.

3. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen.

4. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen 
und sie sei von allfälligen Vorschuss- und Sicherheitsleistungen zu befreien. 
Zudem sei ihr die unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch die Unterzeich-
nende zu gewähren.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Vernehmlassung vom 4. April 2022 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde 
sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die 
hilflos sind, haben Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung (Art. 42 Abs. 1 
Satz 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). 
Als hilflos gilt eine Person, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für 
alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen 
Überwachung bedarf (Art. 9 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts, ATSG, SR 830.1). 

Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu 
Hause lebt und wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit dauernd auf lebens-
praktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG). Ist eine Person 
lediglich dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen, so liegt immer 
eine leichte Hilflosigkeit vor (Art. 42 Abs. 3 Satz 3 IVG).

1.2 Die Hilflosigkeit gilt als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe 
von Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmäs-
sig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 lit. a 
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV, SR 831.20), einer dauern-

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den persönlichen Überwachung bedarf (lit. b), einer durch das Gebrechen be-
dingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf (lit. c), wegen einer 
schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur 
dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche 
Kontakte pflegen kann (lit. d) oder dauernd auf lebenspraktische Begleitung im 
Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist (lit. e).

1.3.1  Gemäss Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer Beglei-
tung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine volljährige versicherte Per-
son ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit 
ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann (lit. a) oder für 
Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer Dritt-
person angewiesen ist (lit. b) oder ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der 
Aussenwelt zu isolieren (lit. c). Zu berücksichtigen ist nur die lebenspraktische 
Begleitung, die regelmässig und im Zusammenhang mit einer der Situationen 
nach Abs. 1 erforderlich ist (Art. 38 Abs. 3 Satz 1 IVV). 

1.3.2  Regelmässigkeit liegt vor, wenn für die lebenspraktische Begleitung über 
eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens zwei 
Stunden pro Woche benötigt werden (vgl. BGE 146 V 322 Erw. 6.1 S. 330 mit 
Hinweisen, u.a. auf BGE 133 V 450 Erw. 6.2 S. 461; siehe auch VGE I 2018 49 
vom 13.7.2018 Erw. 1.82; Hardy Landolt, in: Steiger-Sackmann/ Mosimann 
[Hrsg.], Recht der Sozialen Sicherheit, Basel 2014, Rz. 21.93, Fn. 234; Rz. 8053 
KSIH).

1.3.3  Nach der Rechtsprechung umfasst die lebenspraktische Begleitung weder 
die (direkte oder indirekte) Dritthilfe bei den alltäglichen Lebensverrichtungen 
noch die dauernde Pflege oder persönliche Überwachung im Sinne von Art. 37 
IVV. Vielmehr stellt sie ein zusätzliches und eigenständiges Institut der Hilfe dar 
(BGE 146 V 325 Erw. 2.3 mit weiteren Hinweisen). Lebenspraktische Begleitung 
ist nicht auf Menschen mit psychischen oder geistigen Behinderungen be-
schränkt; auch körperlich Behinderte können grundsätzlich lebenspraktische Be-
gleitung beanspruchen (SVR 2008 IV Nr. 26 S. 79, I 317/06 Erw. 4.3). Die Not-
wendigkeit einer Dritthilfe ist objektiv nach dem Gesundheitszustand der versi-
cherten Person zu beurteilen. Abgesehen vom Aufenthalt in einem Heim ist 
demgegenüber die Umgebung, in welcher sie sich aufhält, grundsätzlich uner-
heblich. Bei der lebenspraktischen Begleitung darf keine Rolle spielen, ob die 
versicherte Person allein lebt, zusammen mit dem Lebenspartner, mit Familien-
mitgliedern oder in einer der heutzutage verbreiteten neuen Wohnformen. Mass-
gebend ist einzig, ob die versicherte Person, wäre sie auf sich allein gestellt, er-

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hebliche Dritthilfe in Form von Begleitung und Beratung benötigen würde. Von 
welcher Seite diese letztlich erbracht wird, ist ebenso bedeutungslos wie die Fra-
ge, ob sie kostenlos erfolgt oder nicht (vgl. BGE 146 V 325 Erw. 2.3 mit weiteren 
Hinweisen, u.a. auf BGE 133 V 450 Erw. 5 S. 460, 472 Erw. 5.3.2, Kursivdruck 
nicht im Original).

1.4 Ein Abklärungsbericht zur Hilfsbedürftigkeit hat grundsätzlich folgende An-
forderungen zu erfüllen: Als Berichterstatter/in wirkt eine qualifizierte Person, 
welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den 
seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen 
und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische 
Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen 
sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern 
notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berück-
sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen 
sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert be-
züglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie den tatbestands-
mässigen Erfordernissen der dauernden Pflege und der persönlichen Überwa-
chung (Art. 37 IVV) und der lebenspraktischen Begleitung (Art. 38 IVV) sein. 
Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen An-
gaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Ent-
scheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen 
der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fach-
lich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das 
im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 Erw. 3.2.1 mit Hinweisen 
auf BGE 133 V 450 Erw. 11.1.1; 130 V 61 Erw. 6.2; 128 V 93).

2. Die Parteien sind sich einig, dass bei der Beschwerdeführerin kein Fall von 
Art. 37 Abs. 3 lit. a IVV (mithin keine regelmässige Hilflosigkeit in mindestens 
zwei alltäglichen Lebensverrichtungen), kein Fall von Art. 37 Abs. 3 lit. b IVV 
(mithin keine dauernde persönliche Überwachung nötig), kein Fall von Art. 37 
Abs. 3 lit. c IVV (mithin keine durch das Gebrechen bedingte ständige und be-
sonders aufwendige Pflege) und kein Fall von Art. 37 Abs. 3 lit. d IVV (mithin zur 
Pflege gesellschaftlicher Kontakte keine regelmässigen Dienstleistungen Dritter 
wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Ge-
brechens nötig) vorliegt. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin 
Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades hat, weil sie dauernd 
auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist (Art. 37 
Abs. 3 lit. e IVV).

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3.1 Nach einem Hausbesuch vom 20. Oktober 2020 fasste die Abklärungsper-
son in ihrem gleichentags verfassten Bericht die Ausgangslage wie folgt zusam-
men (IV-act. 187-2/5):

Diagnosen:
Nicht näher klassifizierbare Epilepsie (generalisiert und partiell), mittelstark ausge-
prägte diffuse Hirnfunktionsstörungen mit Schwerpunkt bifrontal bei Debilität.
Für die Versicherte wurde ab 01.06.2007 eine HEIV leichten Grades im Sinne der 
lebenspraktischen Begleitung zugesprochen. Sie wurde regelmässig durch ihre El-
tern sowie die Wohnbegleiterin der J.________ unterstützt. Per November 2013 
wurde diese Hilflosenentschädigung eingestellt nach Information durch die Amts-
beistandschaft, da der Vertrag mit der Wohnbegleitung der J.________ gekündigt 
wurde mit Grund, dass der Bedarf nicht mehr bestehe, da ihr Partner sie unterstüt-
ze.
In der erneuten Anmeldung für die Hilflosenentschädigung IV (Eingang IV-Stelle 
25. August 2020) wird ein Hilfebedarf in den alltäglichen Lebensverrichtungen ver-
neint. Es sei jedoch erneut eine persönliche Überwachung und eine lebensprakti-
sche Begleitung (Hilfeleistungen um selbständig wohnen zu können und zur Ver-
hinderung einer Isolation) notwendig. 

Hinsichtlich der allgemeinen Verhältnisse notierte die Abklärungsperson u.a. 
sinngemäss, dass die Versicherte mit ihrem Ehemann und ihren Zwillingen in 
einer Wohnung lebe. Das soziale Netzwerk umfasse die eigene Familie, die im 
gleichen Wohnblock lebende Mutter sowie einzelne Bekannte. Bei der Tages-
strukturierung helfe ihr der Ehemann. Die Kommunikationsfähigkeit der Versi-
cherten sei vorhanden, sie werde aktiv unterstützt durch ihren Ehemann. Bei den 
allgemeinen administrativen Aufgaben helfe der Ehemann, analog auch bei der 
Haushaltsführung, der Haushaltsorganisation, bei der Wohnungsreinigung. Bei 
den folgenden Bereichen helfe nicht nur der Ehemann, sondern auch die Mutter 
der Versicherten: Ernährung, Kochen, Küche aufräumen, Wäsche/ Kleiderpflege. 
Zu Haushalteinkäufen und Besorgungen werde die Versicherte von ihrer Mutter 
begleitet. Bei der Erziehung und Kinderbetreuung erhalte die Versicherte Unter-
stützung durch den Ehemann, durch ihre Eltern, durch das M.________ durch 
die N.________ und durch die J.________ (vgl. IV-act. 187-2f./5).

Bei ausserhäuslichen Verrichtungen/ Kontakten sei die Versicherte auf keine Be-
gleitung angewiesen (IV-act. 187-3f./5). Die weiteren Fragen (wer begleitet, moti-
viert die versicherte Person zu Anlässen, wer begleitet sie bei Reisen/ Ferien, 
wer helfe ihr beim Ausüben von Hobbies) wurden mit "ihr Ehemann" beantwortet 
(IV-act. 187-4/5). 

Ihre Schlussfolgerungen fasste die Abklärungsperson wie folgt zusammen (IV-
act. 187-5/5):

Ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung gemäss Art. 42 Abs. 3 IVG und Art. 38 
IVV ist nicht vorhanden. Im Rahmen der familiären Unterstützung ist für Sie ein 

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selbständiges Wohnen möglich, es droht kein Heimeintritt. Sie sind für Verrichtun-
gen und Kontakte ausserhalb der Wohnung nicht auf die Begleitung einer Drittper-
son angewiesen und Sie sind nicht ernsthaft gefährdet, sich dauernd von der Aus-
senwelt zu isolieren.

3.2.1  Nach Einwänden der Rechtsvertreterin der Versicherten vom 20. Novem-
ber 2020 (IV-act. 196) zum Vorbescheid vom 22. Oktober 2020, wonach kein An-
spruch auf eine Hilflosenentschädigung bestehe (IV-act. 188), hielt die IV-Stelle 
gestützt auf eine Stellungnahme des eigenen Abklärungsdienstes vom 2. Febru-
ar 2021 (IV-act. 201) mit Verfügung vom 4. Februar 2021 daran fest, dass keine 
Hilflosenentschädigung gewährt werde (IV-act. 200). Dagegen beschwerte sich 
die Versicherte mit Eingabe vom 5. März 2021 beim Verwaltungsgericht (IV-act. 
206-2ff./14), worauf die IV-Stelle am 16. April 2021 ihre Verfügung vom 4. Febru-
ar 2021 widerrufen hat mit der Argumentation, wonach weitere Abklärungen nötig 
seien (IV-act. 208). Daraufhin wurde das gerichtliche Beschwerdeverfahren I 
2021 20 mit Einzelrichterentscheid vom 20. April 2021 als gegenstandslos ge-
worden am Protokoll abgeschrieben (IV-act. 210). 

3.2.2  Am 6. Mai 2021 teilte die IV-Stelle mit, dass am 11. Mai 2021 eine erneute 
Abklärung vor Ort stattfinden werde (IV-act. 213). Der entsprechende Ab-
klärungsbericht wurde am 2. September 2021 erstattet, nachdem noch diverse 
telefonische Abklärungen/ Rückfragen vorgenommen worden waren (siehe dazu 
nachfolgend unter Erw. 3.2.4). 

Ab 20. Juni 2021 hielt sich die Versicherte mit den Zwillingen für rund 4 Wochen 
in der O.________ auf, einer Einrichtung für betreutes Wohnen mit individueller 
Förderung. Dieser Aufenthalt diente dazu konkret abzuklären, welche Entlastung 
die Versicherte zuhause benötige, um sich optimal um die Zwillinge und den 
Haushalt kümmern zu können. Dem von der zuständigen Fachperson (Fachfrau 
Betreuung/ Sozialpädagogin i.A.) verfassten Bericht vom 26. Juni 2021 sind u.a. 
folgende Angaben zu entnehmen (IV-act. 217):

- dass die Versicherte am Anfang viel Anleitung beim Erledigen der Hausarbeit 
benötigte;

- dass sie sich stets interessiert, jedoch leicht unsicher zeigte;

- dass die Versicherte mit motivierenden Worten es schaffte, allein die Hausarbeit 
zu erledigen;

- dass das Personal der Versicherten viele Tipps geben konnte, wie sie diverse All-
tagssituationen bewältigen kann;

- dass sich herausstellte, dass die Versicherte vieles alleine kann und sie sich 
selbständig meldete, wenn sie Unterstützung benötigte;

- dass die Versicherte noch viele "offene Entwicklungsfelder" aufweise, an welchen 
sie noch arbeiten müsse;

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- dass von einer Fremdplatzierung abgeraten wurde;

- dass die Versicherte mit den Kindern einen liebevollen, geduldigen und besorg-
ten Umgang zeige, sie jedoch weiterhin "Tipps und Tricks für den Alltag" benötige 
sowie Zusicherungen, "dass sie es richtig macht".

Um der Versicherten noch mehr Sicherheit zu vermitteln, wurde von der 
O.________ eine Verlängerung des Aufenthalts empfohlen, welche nach der Ak-
tenlage nicht zustande kam (IV-act. 217-2/2 i.V.m. IV-act. 227-9/10 Mitte). 

3.2.3  Am 6. August 2021 ging bei der Amtsbeistandschaft ein Bericht zur von 
der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) mit Beschluss vom 
11. Februar 2020 eingesetzten N.________ ein, welchem u.a. die folgenden An-
gaben zu entnehmen sind (IV-act. 223):

- dass der Auftrag mit grossen Bedenken übernommen worden war, "da der Auf-
gabenbereich eine hohe pflegerische und betreuende Tätigkeit aufweist". (Die 
Einsätze beliefen sich zwischen 3-6 Mal pro Woche);

- dass ein Elterncoaching - was zur Kernaufgabe der N.________ gehöre -  kaum 
möglich war;

- dass ein Helfersystem bestehend aus M.________, Mütter-/Väterberatung und 
N.________ die Familie im ersten Lebensjahr unterstützte;

- dass wegen Überforderung der Kindsmutter (wenn sie mit zu vielen Bezugsper-
sonen zusammenarbeiten musste), auf die Unterstützung durch das M.________ 
verzichtet werden musste;

- dass mehr und mehr Problemfelder auftraten, die den Rahmen eines ambulanten 
Helfersystems sprengten;

- dass die Anleitungen nur mit Mühe umgesetzt werden konnten, da die Kindsmut-
ter sehr viel Zeit für Entwicklungsschritte benötigt;

- dass Lernschritte sehr wohl möglich sind und auch erfolgten, "aber diese hinkten 
mehr und mehr den Bedürfnissen der Kinder hinterher" bzw. die Entwicklungs-
schritte der Kinder passieren schneller, als die Kindsmutter diesen begegnen 
kann;

- dass dies dazu führte, dass das Helfersystem vermehrt übernehmend agierte, 
anstatt im Sinne von "Anleitung und Verantwortung übergeben";

- dass die Rückmeldungen aus der O.________ aufzeigten, dass die Kindsmutter 
sich in einem geschützten Bereich recht selbständig bewegen und Lernschritte 
unter sporadischer fachkundiger Anleitung erzielen kann;

- dass ein Rückblick auf die Wochen nach dem Aufenthalt in der O.________ er-
gaben, "dass die (gelernten) Ressourcen im (ungeschützten) Alltag zu wenig 
greifen und nach wie vor Gefährdungspotential vorhanden ist";

- dass je mehr äussere Einflüsse auf den Alltag der Kindsmutter eingreifen, desto 
mehr Hilfestellungen sie benötige; zudem hole sie sich automatisch die Hilfe der 
Grossmutter, "welche aber zunehmend gesundheitlich eingeschränkt ist";

- dass in diesem N.________-Bericht das "Prüfen einer 'geschützten' Wohnsituati-
on, analog einer Aussenwohngemeinschaft der G.________" empfohlen wurde, 

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u.a. mit dem zusätzlichen Hinweis, wonach auch der Kindsvater zeitlich und er-
zieherisch wenig Ressourcen mitbringe (IV-act. 223-3/4 unten).

In einer kurzen Stellungnahme vom 9. August 2021 umschrieb die zuständige 
M.________-Betreuerin den Unterstützungsbedarf der Kindsmutter (mit entspre-
chenden Anleitungen, vgl. IV-act. 224-2/2). 

3.2.4 Im Abklärungsbericht vom 2. September 2021, welcher auf dem 
Hausbesuch vom 11. Mai 2021 und später eingeholten Telefonauskünften 
basiert, führte die zuständige Fachperson der IV-Stelle u.a. was folgt aus (IV-
act. 227):

Diagnosen:
Nicht näher klassifizierbare Epilepsie (generalisiert und partiell), mittelstark ausge-
prägte diffuse Hirnfunktionsstörungen mit Schwerpunkt bifrontal bei Debilität

(…)
Das Ehepaar gibt uns folgende Informationen bekannt:
Nach Beendigung der Amtsbeistandschaft im 2013 übernahm Herr … [Kindsvater] 
sämtliche administrative Arbeiten. (…) Die Haushaltsarbeiten wurden im Gegen-
satz zu früher nur noch durch die Versicherte selber wahrgenommen. Das Ehepaar 
bestätigt, dass es auf diese Weise funktioniert hat und dass Frau … es selber be-
wältigen konnte, einfach in ihrem verlangsamten Tempo. (…).
Herr .. arbeitet jeweils am Donnerstag und Freitag von 09.00 - 22.30 Uhr, am Mon-
tag, Dienstag und Mittwoch jeweils ab 13.30 Uhr bis 22.30 Uhr. Jeden zweiten 
Samstag arbeitet er von 10.30 Uhr bis 18.30 Uhr.
Die Kinder besuchen seit Januar 2021 an 4 Tagen die Kita - jeweils montags, 
dienstags, mittwochs und freitags, ab 08.30 Uhr bis 17 Uhr.
(…)
Am Donnerstag bleiben die Kinder zuhause; morgens ist ihr Ehemann bei ihr bis er 
ab ca. 8. Uhr zur Arbeit gehen muss, ab ca. 10.30 Uhr kommt ihre Mutter, Frau T… 
vorbei. Gemeinsam gibt man den Zwillingen ab 11 Uhr das Mittagessen (…).
Ihre Mutter kommt nachmittags vor dem Zvieribrei wieder vorbei (…). An allen Ta-
gen, an welchen der Ehemann morgens oder abends nicht zuhause ist, hilft die 
N.________. (…)

Hinsichtlich der Hilfe bei der Tagesstrukturierung, Wochen-Planung, Organi-
sation des Haushaltes inkl. Freizeit (durch Ehemann/ Mutter der Versicher-
ten) rechnete die Abklärungsperson einen Zeitaufwand (Unterstützungsbe-
darf) von 15 Minuten pro Woche an (IV-act. 227-4/10 Mitte).

Eine Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagssituationen wurde von der 
Abklärungsperson aus den folgenden Gründen nicht angerechnet (IV-act. 
227-5/10 oben):

Für die Unterstützung der Bewältigung von Alltagssituationen, Fragen zur Gesund-
heit sowie Administration ist die aktive Mithilfe und/oder Übernahme durch den 
Ehemann zumutbar. Dies war ausserdem im Oktober 2013 die Aussage der Versi-
cherten gegenüber der J.________, dass sie dank dieser Aufgabeneinteilung mit 
ihrem Ehemann genug selbständig sei und kein Bedarf an begleitetes Wohnen 
mehr zeigt, was zur Aufhebung der HEIV führte. Ausserdem ist es familienüblich, 

11

dass eine Person die administrativen Aufgaben eher übernimmt für die gesamte 
Familie und dafür mind. 30 Minuten pro Woche benötigt. Deshalb kann kein 
Zeitaufwand berücksichtigt werden.

Hinsichtlich der Unterstützung bei der Haushaltführung lehnte die Ab-
klärungsperson die Anrechnung eines Unterstützungsbedarfs - obwohl die 
Mutter der Versicherten einmal pro Tag für die ganze Familie zu kochen habe 
und am Wochenende der Ehemann das Kochen übernehme - aus den fol-
genden Gründen ab (IV-act. 227-5/10 Mitte):

Für die Ernährung kann auch auf kalte Speisen oder aber auf Halb- oder Fertigge-
richte zurückgegriffen werden, wobei für die Kinder die Mahlzeit mit einem Vitamin 
ergänzt werden kann (z.B. Tomate oder Salatgurke dazulegen). Mit gekochten 
Speisen vom Ehemann können Vorräte angeschafft, gekocht und in Portionen ein-
gefroren werden, welche die Versicherte dann jeweils nur aufwärmen muss. Es 
kann deshalb unter Einhaltung der Schadenminderungspflicht kein Zeitaufwand 
angerechnet werden. Jede Familie mit Zwillingen muss sich diesbezüglich ent-
sprechend organisieren.

Zusammenfassend erachtete die Abklärungsperson für die Versicherte einen 
Bedarf an lebenspraktischer Begleitung aus den folgenden Gründen als nicht 
gegeben (IV-act. 227-6f./109:

Nein, der Bedarf an lebenspraktischer Begleitung ist nicht gegeben, da das gefor-
derte Minimum an 2 Stunden pro Woche nicht erfüllt ist.
Die in Anspruch nehmende Hilfeleistung fokussiert sich rund um die Zwillinge, nicht 
um ihre eigene Grundversorgung, welche sie jahrelang in der gegebenen Partner-
schaft gewährleisten konnte. Infolge der Familienkonstellation droht weder eine 
Isolationsgefahr, noch ein Heimeintritt. Die administrativen kognitiven Unterstüt-
zungsleistungen wurden schon immer durch den Ehemann wahrgenommen, was 
auch zugemutet werden kann. Die aktuelle, neue administrative Unterstützung, 
welche neben dem Ehemann mit der J.________ und der Amtsbeiständin der Kin-
der vorgenommen wird, ist viel weitergehend als üblich, bezieht sich jedoch nur um 
die Situation rund um die Zwillinge. Anrechenbar ist der Aufwand für die Sicherstel-
lung einer minimalen Grundversorgung.
Kinderbetreuungsaufgaben, Aufwendungen aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten 
und soziokulturelle Unterschiede können nicht berücksichtigt werden.
Im Total wird der Zeitaufwand von 15 Minuten pro Woche berücksichtigt.
Das Gesuch wird deshalb abgewiesen.

3.3 In der angefochtenen Verfügung stellte die Vorinstanz auf den erwähnten 
Abklärungsbericht ab. Zudem erwog sie, Ziel der lebenspraktischen Begleitung 
sei es zu verhindern, dass Personen schwer verwahrlosen und/oder in ein Heim 
oder eine Klinik eingewiesen werden müssen. Die zu berücksichtigenden Hilfe-
leistungen müssten dieses Ziel verfolgen. Damit seien die minimalen Anforde-
rungen gemeint, die notwendig seien, um selbständig zu leben und einer Heim-
einweisung vorzubeugen. Lebenspraktische Begleitung bestehe nur dann, wenn 
eine Person unter Berücksichtigung der Mitwirkungs- und Schadenminderungs-

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pflicht nicht fähig sei, ihre Grundversorgung sicherzustellen. Darunter seien Nah-
rung, Körperpflege, angemessene Kleidung, minimale Anforderungen an die 
Wohnungspflege usw. zu verstehen. Wenn diese Versorgung nicht gewährleistet 
sei, wäre eine Heimeinweisung unumgänglich (Rz. 8040 Kreisschreiben über In-
validität und Hilflosigkeit, KSIH).

Weiter argumentierte die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung unter ande-
rem sinngemäss, die Kleinkinderbetreuung bzw. die Bewältigung der Tagesstruk-
tur für Zwillinge würden keine minimalen Anforderungen an die lebenspraktische 
Begleitung darstellen; die Grundversorgung der Versicherten sei sichergestellt 
und es bestehe keine Gefahr für einen Heimeintritt. Die geltend gemachten Hilfe-
leistungen würden sich fast ausschliesslich auf die Situation als Mutter mit Zwil-
lingen beziehen, die auch Menschen ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen 
stark fordern würden. Dass die Situation für die Versicherte noch schwieriger sei, 
sei verständlich. Die Hilfeleistungen würden aber nicht das Ziel verfolgen, den 
Heimeintritt der Versicherten zu verhindern, sondern den Zwillingen gerecht zu 
werden. Bei der Bewältigung von Alltagssituationen, Fragen zur Gesundheit und 
Administration gehe die Mithilfe im Haushalt durch Familienangehörige weiter als 
der übliche Umfang, den man erwarten dürfe, wenn die versicherte Person nicht 
an einem Gesundheitsschaden leiden würde. Gemäss dem Bundesgerichtsurteil 
9C_446/2008 sei einem Gleisbauer als Ehemann eine Mithilfe im Haushalt sowie 
in der Kinderbetreuung von 1 bis 1.5 Stunden pro Tag an 7 Wochentagen zu-
mutbar. Sodann sei es familienüblich, dass eine Person des Ehepaares die ad-
ministrativen Arbeiten ausführe. Das einmal jährlich nötige Ausfüllen der Steu-
ererklärung stelle keine Regelmässigkeit dar; im Übrigen diene eine Budgetbera-
tung und Schuldensanierung nicht der Grundversorgung im Sinne einer lebens-
praktischen Begleitung.

4.1.1  Im konkreten Fall hatte die Vorinstanz ursprünglich nach einer am 17. Fe-
bruar 2009 vor Ort durchgeführten Abklärung festgestellt, dass die (damals 27-
jährige) Versicherte die Anspruchsvoraussetzungen für eine lebenspraktische 
Begleitung erfüllt und regelmässig auf eine Begleitung durch Drittpersonen an-
gewiesen ist, worauf mit Verfügung vom 18. Mai 2009 eine Hilflosenentschädi-
gung leichten Grades zugesprochen wurde (vgl. IV-act. 101 i.V.m. IV-act. 96). 
Dieser Anspruch wurde im Jahre 2011 nach einer Überprüfung erneut bestätigt 
(IV-act. 107). 

4.1.2  Nach der Heirat (5.3.2012, vgl. IV-act. 182) füllte der damalige Beistand 
der Versicherten den Fragebogen für eine Revision der Hilflosenentschädigung 
dahingehend aus, dass die Versicherte den Haushalt (wegen mangelnder Intelli-

13

genz) weiterhin nicht selbständig erledigen könne und namentlich Hilfe beim Ko-
chen, bei der Reinigung sowie der Wochenplanung benötige (IV-act. 119-2/2 Ziff. 
3). Seit Jahren werde sie durch eine Haushalthilfe einmal wöchentlich während 
zwei Stunden unterstützt (IV-act. 120-2/2 Ziff. 6). In der Folge bestätigte die IV-
Stelle erneut einen unveränderten Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung (IV-
act. 122).

4.1.3  Nachdem am 4. September 2013 ein Standortgespräch bei der 
J.________ stattgefunden und die Versicherte auf eine Fortsetzung der bisheri-
gen Unterstützung im Haushalt verzichtet hatte (IV-act. 131), führte am 1. Okto-
ber 2013 die zuständige IV-Beraterin ein Verlaufsgespräch mit der Versicherten 
und ihrem Ehemann durch. Dabei führte das Ehepaar u.a. sinngemäss aus, dass 
der Versicherten die Beschäftigung bei der G.________ in H.________ (als 
Hauswirtschaftsmitarbeiterin) zu viel geworden sei, dass sie dort "unter Druck 
gesetzt worden" sei, dass sie langsam arbeite und deshalb kaum Anstellungs-
chancen hätte, dass sie vom eigenen Haushalt "mal weniger, mal mehr" bewälti-
gen könne und dass die Versicherte bei Bedarf von ihrem Ehemann begleitet 
werde und eine Hilflosenentschädigung nicht mehr gebraucht werde (IV-act. 
139).

4.1.4  Mithin präsentierte sich die Sachlage im Herbst 2013 so, dass die zwi-
schenzeitlich 31-jährige, verheiratete Versicherte ihren (durch die gesundheitli-
chen Einschränkungen bewirkten) Unterstützungsbedarf zur Bewältigung ihrer 
Lebens- und Haushaltführung (2-Personenhaushalt) grundsätzlich durch Famili-
enangehörige (Ehemann bzw. Mutter) abdecken konnte bzw. diesbezüglich den 
erwähnten Familienangehörigen keine unverhältnismässige Belastung entstand.

4.2 Das erneute Gesuch für eine Hilflosenentschädigung wurde nicht mit einer 
Veränderung der (bisherigen) gesundheitlichen Beeinträchtigung, sondern 
grundsätzlich mit der veränderten Familiensituation (Geburt von Zwillingen am 
4.1.2020) begründet. Dass der gesundheitlich (weiterhin unverändert) einge-
schränkten Versicherten die Bewältigung eines nun 4-Personenhaushalts (inkl. 
Zwillinge) auch mit Unterstützung der erwähnten Familienangehörigen schwer-
fällt bzw. der Hilfebedarf durch Drittpersonen markant gewachsen ist, leuchtet 
ohne weiteres ein. Diesbezüglich ist indes zu beachten, dass die Erziehung und 
Kinderbetreuung grundsätzlich nicht für die Ermittlung der Hilfsbedürftigkeit, son-
dern als Teil des Aufgabenbereichs für die Rentenprüfung relevant sind (wie 
auch in der Beschwerde, S. 15 oben, anerkannt wird). Allerdings wird in der Be-
schwerde (S. 15) zu Recht hervorgehoben, dass die Tagesstrukturierung sowie 
auch die anfallenden (administrativen) Aufgaben, welche einen wesentlichen Be-

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standteil der lebenspraktischen Begleitung darstellen, bei einer Familie mit Kin-
dern (Zwillingen) sich wesentlich anspruchsvoller gestaltet.

4.3 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist zunächst zu prüfen, ob 
eine Dritthilfe benötigt wird, was objektiv, nach dem Zustand der versicherten 
Person zu beurteilen ist, und zwar ungeachtet der Situation, in welcher sie sich 
aufhält (vgl. Urteil 9C_410/2009 vom 1.4.2010 Erw. 5.1; Urteil 9C_782/2010 vom 
10.3.2011 Erw. 2.2). Eine solche benötigte Dritthilfe ist nach der Aktenlage aus 
den folgenden Gründen zu bejahen. 

Vorab anerkennt selbst die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung, dass die 
Versicherte für die Tagesstrukturierung, Wochenplanung, Organisation des 
Haushaltes und der Freizeit regelmässig Absprachen mit ihrer Mutter und ihrem 
Ehemann benötigt (wofür die Vorinstanz wöchentlich 15 Minuten anerkannt hat). 

Sodann wird im IV-Abklärungsbericht ein Unterstützungsbedarf hinsichtlich ver-
schiedener Bereiche (wie Bewältigung von Alltagssituationen, administrative Auf-
gaben, Begleitung zu Arzt-/ Therapiebesuchen, Haushaltführung wie Abfallent-
sorgung, Kochen, grössere Einkäufe) an sich anerkannt (vgl. IV-act. 227-2ff./10), 
allerdings erfolgte diesbezüglich deshalb keine Anrechnung, weil dieser Bedarf 
umgehend mit der Schadenminderungspflicht bzw. der zumutbaren Mithilfe von 
Familienangehörigen wettgeschlagen wurde (auf diesen zuletzt genannten As-
pekt wird nachfolgend noch eingegangen). Illustrativ ist in diesem Zusammen-
hang, dass die Versicherte anlässlich der Abklärung vor Ort nicht in der Lage 
war, ihre Bedürfnisse zu äussern oder abzuwägen, wo sie Unterstützung benötigt 
und wo nicht, mithin die Versicherte darauf angewiesen war, dass eine Procap-
Mitarbeiterin anwesend war (vgl. Vi-act. 227-1/10 unten i.V.m. 227-9/10 oben).

Dafür, dass Dritthilfe aus objektiver Sicht nötig ist, sprechen auch die Abklärun-
gen in der spezialisierten Einrichtung O.________ und namentlich, dass die Ver-
sicherte viel Anleitung bei der Erledigung von Hausarbeiten benötigte, analog 
auch viele Tipps zur Bewältigung des Alltags bzw. von Alltagssituationen sowie 
dass sie unsicher und auf Zusicherungen angewiesen ist, "dass sie es richtig 
mache" (IV-act. 217). Dem Bericht der von der KESB eingesetzten sozialpäd-
agogischen Familienbegleitung vom 5. August 2021 ist zu entnehmen, dass die 
Versicherte nicht in der Lage war, das in der O.________ während rund eines 
Monats in einem geschützten Rahmen im Hinblick auf ein selbständiges Handeln 
Erlernte zuhause tel quel umzusetzen, sondern weiterhin in erheblichem Masse 
auf Hilfestellungen durch ihre Mutter (Grossmutter der Zwillinge) angewiesen war 
bzw. weiterhin ist (vgl. IV-act. 223-3/4 Mitte). 

15

Des Weiteren dokumentierten die Ausführungen der für die Kinder eingesetzten 
Beiständin, dass die Versicherte externe Hilfeleistungen benötigt, namentlich re-
gelmässige Hilfe beim Kochen und der Koordination des Einkaufs (u.a. mit Er-
stellung einer entsprechenden Einkaufsliste etc., vgl. IV-act. 227-9/10 unten). 
Diese Beistandsperson machte bei der telefonischen Abklärung durch die zu-
ständige IV-Fachperson geltend, dass die Situation deshalb schwierig sei, weil 
sich (sinngemäss) ihre Aufgaben nur auf die Kinder beschränken würden und die 
Bedürfnisse der Kindsmutter ausgeklammert blieben (IV-act. 227-8/10 unterhalb 
der Mitte; siehe auch IV-act. 227-9/10 unterhalb der Mitte, wonach die Beiständin 
der Kinder von der Beschwerdeführerin u.a. telefonisch angefragt werde hinsicht-
lich Hilfe "beim Kochen und Einkaufen, inkl. Plan dazu").

Aus all diesen Gründen ist bei der Versicherten die Notwendigkeit von Dritthilfe 
offenkundig gegeben.

4.4.1  In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, inwiefern die Schadenminderungs-
pflicht der Versicherten es gebietet, sich der Mithilfe nächster Angehöriger, hier 
konkret des Ehemannes und der Mutter der Versicherten, zu bedienen. Die Aus-
wirkungen des Gesundheitsschadens auf die Einsatzfähigkeit sind durch geeig-
nete organisatorische Massnahmen und die Mithilfe der Familienangehörigen 
möglichst zu mildern. Diese Mithilfe geht zwar weiter als die ohne Gesundheits-
schaden üblicherweise zu erwartende Unterstützung, jedoch darf den Familien-
angehörigen keine unverhältnismässige Belastung entstehen (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 9C_410/2009 Erw. 5.5 und I 1013/06 vom 9.11.2007 Erw. 7.2). 

4.4.2  Bereits erwähnt wurde, dass die Vorinstanz die für die Tagesstrukturie-
rung, Wochenplanung, Organisation des Haushaltes und der Freizeit regelmäs-
sig nötigen Absprachen mit ihrer Mutter und ihrem Ehemann in einem Umfange 
von 15 Minuten pro Woche angerechnet hat, ohne allerdings substantiiert darzu-
legen, in welchem Gesamtumfang solche Absprachen regelmässig anfallen und 
welcher Anteil davon als zumutbar erachtet wird. Damit ist die Vorinstanz ihrer 
Abklärungspflicht nur unzureichend nachgekommen. 

4.4.3  Auf eine Rückweisung zur ergänzenden Abklärung wird aufgrund der kon-
kreten Konstellation (mit Gesuch vom 25.8.2020, zwei IV-Abklärungsberichte 
vom 20.10.2020 und vom 2.9.2021, bereits einmal Gang ans Gericht) abgesehen 
und stattdessen ermessensweise eine Einschätzung nach Massgabe der Akten-
lage vorgenommen. Dabei fällt ins Gewicht, dass die Mutter der Versicherten 
während der Woche offenbar täglich für das Kochen einer Mahlzeit benötigt wird 
(IV-act. 227-5/10 Mitte), was grundsätzlich nicht im Rahmen der Schadenminde-
rungspflicht gefordert werden kann. Soweit die IV-Abklärungsperson diesbezüg-

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lich auf eine Ernährung durch "kalte Speisen und Halb- oder Fertigprodukte" ver-
weist, kann dieser Einwand grundsätzlich nicht für eine andauernde Regelung 
gehört werden, sondern nur für einzelne Wochentage oder für eine vorüberge-
hende Phase, wenn beispielsweise die Mutter der Versicherten aufgrund einer 
durchgeführten Operation (siehe IV-act. 227-9/10 unterhalb der Mitte mit Verweis 
auf eine anstehende Operation) ausfällt. 

4.4.4  Berücksichtigt man für den wöchentlichen Unterstützungseinsatz der Mut-
ter der Versicherten (v.a. beim Kochen) mindestens 1¾ Stunden, wird dadurch 
zusammen mit den von der Vorinstanz anerkannten 15 Minuten für die Hilfe bei 
der Tagesstrukturierung die von der Rechtsprechung geforderte Erheblichkeits-
schwelle von mindestens zwei Stunden (BGE 146 V 330 oben) erreicht, wobei 
hier offen bleiben kann, ob bezüglich der Hilfe bei der Tagesstrukturierung aus 
objektiver Sicht ein höherer Anteil als nur 15 Minuten gerechtfertigt wäre.

4.4.5  Diesem Ergebnis entsprechend braucht auch nicht entschieden zu wer-
den, ob für die weiteren Bereiche (wie beispielsweise betreffend Unterstützung 
zur Bewältigung von Alltagssituationen und namentlich bei der Besorgung von 
administrativen Tätigkeiten) ungeachtet der Schadenminderungspflicht ein rele-
vanter Hilfebedarf anzurechnen wäre, zumal in Anbetracht dessen, dass der 
Ehemann Schichtarbeit leistet, die Zuordnung der Bewältigung sämtlicher Aufga-
ben in diesen Bereichen an den Ehemann auf eine unverhältnismässige Belas-
tung hinausläuft. Diesbezüglich spricht einiges für die Argumentation in der Be-
schwerde (S. 11, Ziff. 12), wonach (sinngemäss) in einer Familienkonstellation, in 
welcher der Ehemann ein Vollzeitpensum (inkl. Schichtarbeitszeiten) bewältigt, 
nicht selten damit zu rechnen wäre, dass die Ehefrau "als Nur-Hausfrau mit Kin-
derbetreuung" grundsätzlich einen erheblichen Teil der administrativen Tätigkei-
ten bewältigen würde, sofern sie dazu aus gesundheitlicher Sicht in der Lage wä-
re. Indessen ist hier diese Thematik nicht weiter bzw. abschliessend zu erörtern.

4.5 Aus all diesen Gründen sprechen die gewichtigeren Argumente für den 
Standpunkt der Beschwerdeführerin, wonach ihr eine Hilflosenentschädigung 
leichten Grades wegen lebenspraktischer Begleitung zuzusprechen ist. Daran 
vermögen die weiteren Einwände der Vorinstanz nichts zu ändern. Soweit sie 
den Unterstützungsbedarf der Versicherten dem üblichen Mass zuordnet, wel-
ches gemeinhin als zumutbare Mithilfe von Familienangehörigen zu qualifizieren 
sei, verhält es sich im konkreten Fall so, dass hier der anfallende Mehraufwand 
nicht im Rahmen der Schadenminderungspflicht soweit gefordert werden könnte, 
dass die Erheblichkeitsschwelle von mindestens 2 Stunden pro Woche nicht er-
reicht würde, um damit der verheirateten Versicherten einen Anspruch auf le-

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benspraktische Begleitung abzusprechen. Unbehelflich ist sodann auch der Ver-
weis in der Vernehmlassung (Ziff. 11, S. 4 unten) auf das Urteil 9C_446/2008 
vom 18. September 2008, denn in jenem Fall ging es nicht um eine Hilflosenent-
schädigung (wegen lebenspraktischer Begleitung), sondern ausschliesslich um 
die Frage eines Rentenanspruchs (bzw. des IV-Grades).

5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als der 
Versicherten ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades we-
gen lebenspraktischer Begleitung zu gewähren ist.

5.2 Im Übrigen hat die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung im Eventualstand-
punkt (unter Ziffer 16) überzeugend dargelegt, dass der Leistungsbeginn ab Ja-
nuar 2021 gegeben ist. Den diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz ist 
vollumfänglich beizupflichten.

6. Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten 
der Vorinstanz auferlegt. Ausserdem wird der Beschwerdeführerin zu Lasten der 
IV-Stelle eine Parteientschädigung zugesprochen. Die Entschädigung richtet sich 
nach dem Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA, SRSZ 280.411). 

§ 2 GebTRA sieht als Bemessungskriterien die Wichtigkeit der Streitsache, ihre 
Schwierigkeit, den Umfang und die Art der Arbeitsleistung sowie den notwendi-
gen Zeitaufwand vor. Das Honorar beträgt für die Vertretung vor Verwaltungsge-
richt grundsätzlich Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- (§ 14 GebTRA). Im Lichte all dieser 
Aspekte wird die Entschädigung ermessensweise auf Fr. 2'200.-- festgelegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit im Sinne der Erwägungen gutgeheissen, als 
der Beschwerdeführerin ab Januar 2021 eine Hilflosenentschädigung leich-
ten Grades wegen lebenspraktischer Begleitung gewährt wird. Die Nach-
zahlung der entsprechenden Leistungen ist Sache der Verwaltung. Im Üb-
rigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der IV-Stelle auferlegt, welche diesen 
Betrag innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheids auf das PC-Konto 
60-22238-6 des Gerichts zu bezahlen hat.

3. Der Beschwerdeführerin wird zulasten der IV-Stelle eine Parteientschädi-
gung von insgesamt Fr. 2'200.-- (inkl. MwSt/ Spesen) zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- die Vertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Bern (A).

Schwyz, 16. Mai 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 20. Mai 2022