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**Case Identifier:** 48bebc79-25ba-5d17-804a-b8328f10739d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 07.11.2025 B 2025/83
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2025-83_2025-11-07.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2025/83

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 05.01.2026

Entscheiddatum: 07.11.2025

Entscheid Verwaltungsgericht, 07.11.2025
Bewilligung für Mobilfunkantennenausbau. Art. Art. 2 Abs. 1 Ingress sowie 
lit. a und b, Art. 4-6, Art. 13-15 sowie Anhang 1 Ziff. 6 und Anhang 2 NISV (SR 
814.710). Art. 10-12 NISV. Streitig war, ob die Vorinstanz im angefochtenen 
Entscheid den Sachverhalt im Rahmen der Prüfung der Baubewilligung 
richtig festgestellt und die Korrektheit/Vollständigkeit der im 
Standortdatenblatt vermerkten Daten zu Recht bestätigt hat. Das 
Verwaltungsgericht erachtete die Angaben im Standortdatenblatt vom 27. 
Mai 2021 im Ergebnis als ausreichend und verneinte eine Verletzung des 
Vorsorgeprinzips (Art. 11 Abs. 2 USG, SR 814.01). Auch die Anwendung eines 
Korrekturfaktors bei adaptiven Antennen erweise sich als nachvollziehbar 
und begründet. Im Weiteren lasse sich die Bewilligungsfähigkeit einer 
zusätzlichen Mobilfunkanlage nicht mit der fehlenden Notwendigkeit der 
streitigen Anlage in Abrede stellen, zumal von einem Trend zu steigenden 
Datenmengen aufgrund der weiter steigenden Anzahl vernetzter Geräte und 
Sensoren auszugehen sei. Nach Art. 1 Fernmeldegesetz (FMG; SR 784.10) 
müssten der Bevölkerung und der Wirtschaft vielfältige, preiswerte, 
qualitativ hochstehende sowie national und international konkurrenzfähige 
Fernmeldedienste angeboten werden. Die konzessionierten 
Unternehmungen müssten diesen Standard gewährleisten (vgl. Art. 14-16 
FMG). Glasfasernetze gewährleisteten die Datenübertragung grundsätzlich 
lediglich innerhalb von Bauten und deckten dementsprechend die 
ausserhalb der Bauten liegenden Bereiche nicht ab. Sie könnten somit 
Mobilfunknetze lediglich ergänzen, nicht jedoch ersetzen. 
(Verwaltungsgericht, B 2025/83). Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde 
beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 1C_750/2025)

Entscheid siehe pdf.

Kanton St.Gallen 

Gerichte 

 
 

 

 
 
Verwaltungsgericht 

Abteilung I 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 7. November 2025  

Besetzung  Abteilungspräsidentin Lendfers; Verwaltungsrichterin Zindel,  

Verwaltungsrichter Steiner; Gerichtsschreiber Schmid  

   

Geschäftsnr.   B 2025/83 

 

   

Verfahrens- 

beteiligte 

 

 A.__, 

B.__, 

C.__, 

D.__, 

E.__, 

F.__, 

G.__, 

H.__, 

I.__, 

J.__, 

K.__, 

L.__, 

M.__, 

N.__, 

O.__, 

P.__, 

Verein Q.__, 

R.__, 

S.__, 

T.__, 

U.__,  

vertreten durch A.__, 

Beschwerdeführer,  

  gegen 

 

B 2025/83 

 

2/18 

  Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen,  

Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,  

Vorinstanz,  

 

Salt Mobile SA, Rue du Caudray 4, Postfach, 1020 Renens,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch die Rechtsanwälte Dres. iur. Mischa Morgenbesser und 

Jovan Dimitrijewitsch, Mühlebachstrasse 32, 8024 Zürich 

 

Politische Gemeinde Z.__, vertreten durch den Gemeinderat, 

9113 Z.__,  

Beschwerdebeteiligte,  

 

 

  

Gegenstand  Baubewilligung (Erweiterung der bestehenden Mobilfunkanlage mit 

neuen Antennen) 
  

 

B 2025/83 

 

3/18 

Das Verwaltungsgericht stellt fest: 

A.   

a. 

Das Grundstück Nr. 0000_, Grundbuch Z.__, liegt in der Industriezone (Zonenplan der Ge-

meinde Z.__ vom 3. Februar 1995) und ist mit drei industriell/gewerblich genutzten Gebäu-

den überbaut. Am 16. November/14. Dezember 2020 stellte die Salt Mobile SA, Renens, 

bei der Gemeinde Z.__ ein Gesuch für den Umbau und die Erweiterung der auf einem Ge-

bäude auf Grundstück Nr. 0000_ stehenden Mobilfunkanlage. Innert der vom 8. bis 21. Ja-

nuar 2021 dauernden öffentlichen Auflage wurden mehrere Einsprachen gegen das Projekt 

erhoben, eine davon von A.__ und zahlreichen Mitbeteiligten. Die Überprüfung des Bauge-

suchs mit Standortdatenblatt vom 6. November 2020 durch das Amt für Umwelt (AFU) 

zeigte Unstimmigkeiten hinsichtlich der Orte mit empfindlicher Nutzung (OMEN), worauf die 

Baugesuchstellerin ein überarbeitetes Standortdatenblatt vom 27. Mai 2021 erstellte (act. 

G 9/6/11). Am 10. Juni 2022 bestätigte das AFU die Korrektheit des überarbeiteten 

Standortdatenblattes (act. G 9/6/54). Die Einsprecher reichten hierzu eine Stellungnahme 

vom 20. März 2023 ein (act. G 9/6/42). Das geänderte Standortdatenblatt wies an den O-

MEN Nrn. 2, 3 und 9 eine stärkere Belastung aus, weshalb das Baugesuch vom 26. Mai bis 

8. Juni 2023 erneut öffentlich aufgelegt wurde.  

b. 

Mit Beschluss vom 5. Dezember 2023 (eröffnet mit Schreiben vom 8. Dezember 2023) er-

teilte der Gemeinderat Z.__ die Baubewilligung für die Antennenerweiterung unter Bedin-

gungen/Auflagen und wies die dagegen erhobenen Einsprachen ab, soweit er darauf eintrat 

(act. G 9/2 Beilage). Den gegen diesen Beschluss von A.__ für sich und zahlreiche Mitbe-

teiligte erhobenen Rekurs vom 23. Dezember 2023 (act. G 9/1, mit Begründung vom 30. Ja-

nuar 2024, act. G 9/4) wies das Bau- und Umweltdepartement mit Entscheid vom 31. März 

2025 ab. Es auferlegte den Rekurrenten unter solidarischer Haftung eine Entscheidgebühr 

von CHF 3'000, unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses von CHF 1'800 (act. 

G 2). 

B.   

a. 

Gegen diesen Rekursentscheid erhob A.__ für sich und weitere Mitbeteiligte mit Eingabe 

vom 14. April 2025 Beschwerde (act. G 1) mit den Rechtsbegehren, der Beschluss vom 5. 

Dezember 2023 und der Rekursentscheid vom 31. März 2025 seien aufzuheben (Ziffer 1). 

Eventualiter seien die vorgenannten Entscheide aufzuheben und die Sache an die 

 

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Vorinstanzen zurückzuweisen (Ziffer 2), unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten 

der Beschwerdegegnerin (Ziffer 3). In der Beschwerdeergänzung vom 28. Mai 2025 bestä-

tigten und begründeten die Beschwerdeführer ihre Rechtsbegehren (act. G 6).  

b. 

In der Vernehmlassung vom 19. Juni 2025 beantragte die Vorinstanz Abweisung der Be-

schwerde. Zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen Rekursentscheid (act. G 8). 

In der Beschwerdeantwort vom 14. Juli 2025 beantragte die Beschwerdegegnerin Abwei-

sung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei; unter Kosten- und Entschädigungsfol-

gen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Beschwerdeführer (act. G 11). Die Beschwer-

deführer verzichteten auf eine weitere Stellungnahme (act. G 13).   

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung: 

1.  

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des Ge-

setzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 

14. April 2025 (act. G 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 

28. Mai 2025 (act. G 6) die formellen und inhaltlichen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbin-

dung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Die Beschwerdeführer 1 bis 21 sind 

Adressaten und Adressatinnen des angefochtenen Entscheids und haben am Einsprache-

verfahren teilgenommen (vgl. act. G 9/2 Beilage S. 13 und G 9/6/30-32); sie sind somit zur 

Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP; vgl. 

VerwGE B 2023/204 vom 12. Februar 2024 E. 1.3 m.H.). Auf die Beschwerde ist somit 

einzutreten.  

Der Beschluss/Einspracheentscheid der Beschwerdebeteiligten vom 5. Dezember 2023 

(act. G 9/2 Beilage) erging nach Inkrafttreten des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, 

PBG) am 1. Oktober 2017. Auf das strittige Bauvorhaben sind somit grundsätzlich die Be-

stimmungen des PBG anwendbar (vgl. Art. 173 Abs. 1 PBG sowie BGE 141 II 393 E. 2.4 

mit Hinweisen). Die Anwendung «neuen Rechts» (vgl. Art. 173 Abs. 2 PBG) setzt allerdings 

gemäss der Praxis voraus, dass die ans PBG angepassten kommunalen Rahmennutzungs-

pläne in Kraft sind (vgl. Planungs- und Baugesetz, Botschaft und Entwurf der Regierung 

vom 11. August 2015, in: ABl 2015 S. 2399 ff., S. 2531, sowie Kreisschreiben des Bau- und 

Umweltdepartments, Übergangsrechtliche Bestimmungen im Planungs- und Baugesetz, 

vom 8. März 2017, S. 1-3 Ziff. 1). Das Baureglement der Beschwerdebeteiligten (BauR) 

vom 11. Februar/2. Juli 1992 (mit Änderungen in den Jahren 1995, 2013 und 2018) wurde 

noch nicht an das neue Recht angepasst. Von den Regelungen des PBG kann daher 

 

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vorerst nur Gebrauch gemacht werden, sofern sie justiziabel bzw. direkt anwendbar sind 

(vgl. dazu Anhang des zitierten Kreisschreibens). Soweit eine direkte Anwendbarkeit des 

PBG nicht gegeben ist, ist das bis 30. September 2017 gültig gewesene Gesetz über die 

Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung 

vom 1. Januar 2015) heranzuziehen. 

2.     

Streitig ist im Rahmen der Prüfung der Bewilligung für den Umbau bzw. die Erweiterung der 

Mobilfunkantenne auf Grundstück Nr. 0000_ zum einen die Korrektheit/Vollständigkeit des 

Standortdatenblattes. Zum anderen sind der Antennenbedarf bzw. die Zonenkonformität 

des Standorts der Mobilfunkantennen-Erweiterung sowie die Frage streitig, ob dem Vorsor-

geprinzip mit Blick auf die gesundheitlichen Risiken von Mobilfunkantennen zureichend 

Rechnung getragen wird. 

2.1.  

Die gestützt auf Art. 12 Abs. 2, 13 Abs. 1, 16 Abs. 2, 38 Abs. 3 und 39 Abs. 1 des Bundes-

gesetzes über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, SR 814.01, USG) sowie Art. 3 des 

Raumplanungsgesetzes (SR 700, RPG) erlassene Verordnung über den Schutz vor nicht-

ionisierender Strahlung (SR 814.710, NISV) regelt insbesondere die Emissionsbegrenzun-

gen sowie die Immissionsgrenzwerte für Mobilfunksendeanlagen und drahtlose Teilneh-

meranschlüsse, unabhängig von der verwendeten Mobilfunktechnologie (3G [UMTS], 4G 

[LTE] oder 5G [New Radio], vgl. dazu Art. 2 Abs. 1 Ingress sowie lit. a und b, Art. 4-6, 

Art. 13-15 sowie Anhang 1 Ziff. 6 und Anhang 2 NISV). Zum Schutz vor thermischen Wir-

kungen der Strahlung von Mobilfunkanlagen sieht die NISV Immissionsgrenzwerte (IGW) 

vor, die überall eingehalten sein müssen, wo sich Menschen aufhalten können (Orte für 

kurzfristigen Aufenthalt [OKA]; vgl. Art. 13 Abs. 1 und Anhang 2 NISV). Ausserdem wurden 

zur Konkretisierung des Vorsorgeprinzips gemäss Art. 11 Abs. 2 USG als vorsorgliche 

Emissionsbegrenzungen Anlagegrenzwerte (AGW) festgesetzt (Art. 3 Abs. 6, Art. 4 Abs. 1 

sowie Anhang 1 Ziff. 64 NISV). Die AGW weisen keinen direkten Bezug zu nachgewiese-

nen Gesundheitsgefährdungen auf, sondern wurden nach Massgabe der technischen und 

betrieblichen Möglichkeiten sowie der wirtschaftlichen Tragbarkeit festgelegt, um das Risiko 

schädlicher Auswirkungen möglichst gering zu halten. Mit den AGW wurde im Hinblick auf 

nachgewiesene Gesundheitsgefährdungen eine Sicherheitsmarge geschaffen (vgl. dazu 

BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 3.1; BGer 1C_100/2021 vom 14. Feb-

ruar 2023 E. 5.3.1 f.; BGer 1C_703/2020 vom 13. Oktober 2022 E. 8.1; BGer 1C_399/2021 

vom 30. Juni 2022 E. 3.1; BGer 1C_375/2020 vom 5. Mai 2021 E. 3.2.1 ff.; VerwGE 

B 2021/123 vom 13. Dezember 2021 E. 5.1; je mit Hinweisen). An OMEN (Orten mit emp-

findlicher Nutzung) im Sinn von Art. 3 Abs. 3 NISV haben Mobilfunkanlagen im massge-

benden Betriebszustand den AGW für den Effektivwert der elektrischen Feldstärke von 

 

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5,0 V/m einzuhalten, soweit sie weder ausschliesslich in Frequenzbereichen von 900 MHz 

und darunter noch ausschliesslich um 1'800 MHz und darüber senden (Anhang 1 

Ziff. 64 und 65 NISV). Die für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung in der NISV fest-

gelegten Grenzwerte beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen über die von Mobil-

funkantennen ausgehende Gesundheitsgefährdung. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) 

verfolgt die wissenschaftliche Entwicklung permanent mit der Beratenden Expertengruppe 

NIS (BERENIS) und hat die Grenzwerte gegebenenfalls dem Stand der Wissenschaft oder 

der Erfahrung anzupassen (vgl. dazu auch Art. 19b NISV). Da gemäss bisherigem Wis-

sensstand konkrete Anhaltspunkte dafür fehlen, dass diese Grenzwerte abgeändert werden 

müssten, hat das Bundesgericht die in der NISV festgelegten Grenzwerte in konstanter 

Praxis als verfassungs- und gesetzeskonform beurteilt (vgl. dazu Art. 14 USG und 

BGer 1C_375/2020 vom 5. Mai 2021 E. 3.2.5 mit Hinweisen, mehrfach bestätigt, etwa in 

1C_301/2022 vom 3. November 2023 E. 5.3 und 1C_236/2022 vom 24. November 2023 E. 

6.2 m.H.; zur Publikation vorgesehener BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 3.1 

m.H.). 

Als massgebender Betriebszustand einer Mobilfunkanlage gilt der maximale Gesprächs- 

und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung (Anhang 1 Ziffer 63 Satz 1 NISV). Konven-

tionelle Antennen weisen eine räumlich konstante Abstrahlcharakteristik auf, die nur inner-

halb eines begrenzten Bereichs manuell oder ferngesteuert angepasst werden kann. Da-

gegen verändern sog. adaptive Antennen ihre Strahlung (Senderichtung und/oder Anten-

nendiagramm) in kurzen zeitlichen Abständen, um die Strahlung bevorzugt in jene Richtun-

gen zu übertragen, wo sie durch Endgeräte angefordert wird ("Beamforming"; vgl. BGer 

1C_481/2022 vom 13. November 2023 E. 2; BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 

E. 4). Adaptive Antennen werden aus technischen Gründen insbesondere bei höheren Fre-

quenzen eingesetzt, namentlich für die von der 5. Generation des Mobilfunks (5G) genutz-

ten Frequenzbänder um 3.6 GHz (BGer 1C_506/2023 vom 23. April 2024 E. 2.1). Am 

17. April 2019 war eine Ergänzung der NISV dahingehend erfolgt, dass für die Beurteilung, 

ob eine adaptive Antenne den Grenzwert für die von ihr verwendete Strahlung einhält, die 

Variabilität der Senderichtungen und der Antennendiagramme berücksichtigt werden muss. 

In den Erläuterungen des BAFU zu dieser Änderung (S. 8) wurde die konkrete Ausgestal-

tung dieses Grundsatzes auf Stufe Vollzugshilfe als sachgerecht erachtet. Am 23. Februar 

2021 publizierte das BAFU den Nachtrag zur Vollzugsempfehlung NISV für Mobilfunk- und 

WLL-Basisstation (nachfolgend: Nachtrag adaptive Antennen zur Vollzugsempfehlung). 

Dieser sieht für adaptive Antennen die Anwendung eines Korrekturfaktors vor. Das BAFU 

hielt fest, mit dem "Worst-Case-Szenario" werde die tatsächliche Strahlung in der Umge-

bung der Antenne zu hoch eingeschätzt, weil nicht in jede Richtung gleichzeitig die maxi-

male Sendeleistung abgestrahlt werde. In einer "Übergangsregelung" wurde festgehalten, 

dass der Betrieb von bereits zuvor mittels "Worst-Case"-Betrachtung bewilligten adaptiven 

 

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Antennen an den Nachtrag angepasst werden könne; dies gelte nicht als Änderung im 

Sinne von Ziff. 62 Abs. 5 Anh. 1 NISV, wenn die ERP (effektive Strahlungsleistung ["effec-

tive radiated power"]; vgl. Art. 3 Abs. 9 NISV) unter Berücksichtigung des Korrekturfaktors 

nicht ändere. Der Behörde sei ein aktualisiertes Standortdatenblatt nachzureichen (vgl. 

BGer 1C_506/2023 vom 23. April 2024 E. 2.3).  

 

Gemäss Art. 11 Abs. 1 NISV muss der Inhaber einer Anlage, für die Anhang 1 Emissions-

begrenzungen festlegt, der für die Bewilligung zuständigen Behörde ein Standortdatenblatt 

einreichen, bevor die Anlage neu erstellt, an einen anderen Standort verlegt, am bestehen-

den Standort ersetzt oder im Sinne von Anhang 1 geändert wird. Ausgenommen sind elekt-

rische Hausinstallationen (Anh. 1 Ziff. 4). Nach Art. 11 Abs. 2 NISV muss das Standortda-

tenblatt enthalten: die aktuellen und geplanten technischen und betrieblichen Daten der 

Anlage, soweit sie für die Erzeugung von Strahlung massgebend sind (lit. a); den massge-

benden Betriebszustand nach Anhang 1 (lit. b); Angaben über die von der Anlage erzeugte 

Strahlung (lit. c), an dem für Menschen zugänglichen Ort, an dem diese Strahlung am 

stärksten ist (Ziffer 1), an den drei Orten mit empfindlicher Nutzung, an denen diese Strah-

lung am stärksten ist (Ziffer 2), und an allen Orten mit empfindlicher Nutzung, an denen der 

Anlagegrenzwert nach Anhang 1 überschritten ist (Ziffer 3); einen Situationsplan, der die 

Angaben nach Buchstabe c darstellt (lit. d). 

 

Die Festlegung des Korrekturfaktors stützt sich auf Testmessungen des BAFU und ver-

schiedene Studien, welche unter anderem ergaben, dass sich die Sendeleistung der An-

tenne bei mehreren gleichzeitigen Beams aufteilt. Mit dem Beamforming erfolgt die Strah-

lung (aufgeteilt) vor allem in jene Richtung, wo sie durch Endgeräte angefordert wird, wes-

halb adaptiv betriebene Antennen in die jeweilige Richtung erheblich weniger Energie aus-

senden als herkömmliche Antennen und die Strahlung weit unter der theoretischen Maxi-

malleistung liegt (vgl. dazu im Einzelnen Erläuterungen des BAFU vom 23. Februar 2021 

zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der NISV [nachfolgend: Erläuterun-

gen zu adaptiven Antennen], S. 15-20; https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/atta-

chments/65385.pdf). Sendet eine adaptive Antenne zur selben Zeit Daten in mehrere Rich-

tungen, wird die zur Verfügung stehende Sendeleistung auf die verschiedenen Senderich-

tungen aufgeteilt. Da es im tatsächlichen Betrieb vorkommen kann, dass die korrigierte ab-

gestrahlte Sendeleistung überschritten wird, darf der Korrekturfaktor nur geltend gemacht 

werden, wenn die adaptive Antenne mit einer automatischen Leistungsbegrenzung verse-

hen ist. Diese muss sicherstellen, dass im Betrieb die über sechs Minuten gemittelte abge-

strahlte Sendeleistung die korrigierte abgestrahlte Sendeleistung nicht überschreitet. Diese 

Massnahme stellt sicher, dass Leistungsspitzen oberhalb der korrigierten Sendeleistung 

tatsächlich nur während kurzer Zeit auftreten. Auch wenn die adaptive Antenne mit Anwen-

dung des Korrekturfaktors in eine Senderichtung für kurze Zeiträume mehr Leistung ab-

 

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strahlen kann als im Standortdatenblatt deklariert, wird die Langzeitbelastung in der Funk-

zelle insgesamt nach wie vor tief gehalten, und eine Sicherheitsmarge gegenüber den wis-

senschaftlich nachgewiesenen Gesundheitsauswirkungen besteht in vergleichbarem Um-

fang wie bei konventionellen Antennen (vgl. Erläuterungen zur Änderung der NISV vom 

17. Dezember 2021, S. 4 f. und S. 8, https://www.newd.admin.ch/newsd/message/attach-

ments/69619.pdf; zur Publikation vorgesehener BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 

2024 E. 6.4). 

2.2.  

Nach Art. 12 NISV überwacht die Behörde – vorliegend das kantonale AFU – die Einhaltung 

der Emissionsbegrenzungen (Abs. 1). Zur Kontrolle der Einhaltung des Anlagegrenzwertes 

nach Anhang 1 führt sie Messungen oder Berechnungen durch, lässt solche durchführen 

oder stützt sich auf die Ermittlungen Dritter. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) empfiehlt 

geeignete Mess- und Berechnungsmethoden (Abs. 2). Wird wegen gewährter Ausnahmen 

der Anlagegrenzwert nach Anhang 1 bei neuen oder geänderten Anlagen überschritten, so 

misst die Behörde periodisch die von diesen Anlagen erzeugte Strahlung oder lässt diese 

messen. Sie kontrolliert innert sechs Monaten nach der Inbetriebnahme, ob a) die der Ver-

fügung zugrundeliegenden Angaben über den Betrieb zutreffen und b) die verfügten Anord-

nungen befolgt werden (Abs. 3). Der massgebende Betriebszustand im Sinn von Anhang 1 

Ziffer 63 Satz 1 NISV (vgl. vorstehende E. 2.1 zweiter Absatz) tritt in der Realität nur selten 

auf und lässt sich während der Zeit der Messung nicht ohne Weiteres herbeiführen. Zur 

Prüfung der Einhaltung der AGW wird daher – im Fall der Ausschöpfung des AGW zu mehr 

als 80% – eine Abnahmemessung durchgeführt, bei welcher das Messergebnis der elektri-

schen Feldstärke auf den massgebenden Betriebszustand hochgerechnet wird (Erläuterun-

gen zu adaptiven Antennen, Ziffer 5.5).   

3.  

3.1.  

Im Amtsbericht vom 4. April 2024 bestätigte das AFU, das Standortdatenblatt vom 27. Mai 

2021 überprüft zu haben und zum Schluss gekommen zu sein, dass sowohl der IGW als 

auch der AGW an allen massgebenden Orten eingehalten sei und die Bestimmungen der 

NISV erfüllt seien. Zur Sicherstellung der Berücksichtigung aller relevanten OMEN würden 

sowohl die Beschwerdegegnerin als auch das AFU für die Berechnungen Computerpro-

gramme verwenden. Dadurch werde die Generierung einer Feldstärkenkarte auf jeder be-

liebigen Höhe ermöglicht, aufgrund derer dann die massgebenden OMEN identifiziert wer-

den könnten. Für den OKA (01a) in einem Abstand von gut 2.5 m zum Antennenmast habe 

sich ein Wert von 17.45 V/m ergeben; im Standortdatenblatt seien 17.42 V/m berechnet 

worden. In einem Abstand von 0 m zum Antennenmast betrage die Feldstärke 19.92 V/m 

 

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(01e). Obwohl beim Antennenmast die Befeldung etwas höher liege, könne mit genügender 

Sicherheit bestimmt werden, dass der IGW eingehalten sei, auch wenn der OKA im 

Standortdatenblatt nur in unmittelbarer Nähe des Mastes ausgewiesen worden sei. Unter-

halb des langen Glasfensters auf dem Dach des Standortgebäudes werde ein Wert von 

3.76 V/m ohne Dämpfung (01c) ausgewiesen. Dieser Wert dürfte jedoch in der Realität 

wesentlich kleiner sein, da nur ein Teil der Befeldung durch das Glasfenster gelange. Werde 

der OMEN Nr. 2 in einem Abstand von knapp 24 m anstatt 55 m zum Mast gewählt, ergebe 

sich eine Feldstärke von 3.95 V/m (02a). Weiter betrage die Befeldung unterhalb des 

höchstbelasteten Oblichts 4.05 V/m (01d). Auch hier dürfte der Wert in der Realität kleiner 

sein, da wiederum nur ein Teil der Befeldung durch das Oblicht gelange. Der AGW im 

Standortgebäude werde somit nicht überschritten (act. G 9/8 S. 4-6).  

3.2.  

Die Vorinstanz legte gestützt hierauf sowie mit Hinweis auf die einschlägige Rechtspre-

chung (unter anderen BGer 1C_542/2021 vom 21. September 2023 E. 4.4 und VerwGE 

B 2023/131 vom 24. April 2024) dar, dass die bestehende vorsorgliche Begrenzung mit 

AGW nach wie vor ausreiche, um die Exposition der Bevölkerung tief zu halten und das 

Risiko für allfällige Gesundheitsfolgen zu verringern. Von einer Gesetzes- oder Verfas-

sungswidrigkeit der AGW könne nicht ausgegangen werden. Das Gleiche gelte für die An-

wendung des Korrekturfaktors (act. G 2 S. 9 f.). Im Amtsbericht des AFU vom 4. April 2024 

werde abschliessend festgehalten, dass die Erweiterung der Mobilfunkanlage die Anforde-

rungen an die Umweltschutzgesetzgebung einhalte. Praxisgemäss werde von Amtsberich-

ten nur abgewichen, wenn dafür stichhaltige Gründe wie offensichtliche Mängel oder Wi-

dersprüche vorlägen. Die Ausführungen des AFU seien nachvollziehbar und es seien keine 

Gründe ersichtlich, die es rechtfertigen würden, vom Amtsbericht abzuweichen. Es liege 

keine Fehlerhaftigkeit des Standortdatenblattes vor, womit sich die Einholung eines Gut-

achtens erübrige (act. G 2 S. 12 f.). Die Beschwerdeführer würden – so die Vorinstanz 

weiter – mit ihren Ausführungen verkennen, dass die streitige Mobilfunkanlage innerhalb 

der Bauzone erstellt werden solle. Die Ausnahmebestimmung für Bauten und Anlagen aus-

serhalb der Bauzone (Art. 24 RPG) komme vorliegend zum vornherein nicht zur Anwen-

dung, weshalb auch keine Standortgebundenheit nachzuweisen sei. Mobilfunkantennen 

seien in der Bauzone grundsätzlich zonenkonform (BGE 133 II 321 E. 4.3.2). Im Weiteren 

sei für den Bau einer Mobilfunkanlage innerhalb der Bauzone kein Bedürfnisnachweis er-

forderlich; ein solcher werde vom kantonalen Recht auch nicht verlangt (BGer 1C_547/2022 

vom 19. März 2024 E. 4.4 m.H.). Schliesslich sei davon auszugehen, dass für Pflanzen und 

Tiere keine Gefährdung vorliege, wenn die für Menschen geltenden Grenzwerte eingehal-

ten seien. Für die Anordnung von zusätzlichen Emissionsbegrenzungen bestehe somit kein 

Anlass. Eine allfällige Strahlung der streitigen Anlage in die Landwirtschaftszone bewirke 

keine konkrete Gefährdung, weshalb die Beschwerdebeteiligte auch nicht verpflichtet 

 

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gewesen sei, weitere Abklärungen hinsichtlich Zonenkonformität vorzunehmen. Die Be-

schwerdegegnerin sei gemäss Baubewilligung (Bedingung Ziffer 12) nach Inbetriebnahme 

der Erweiterung der Anlage zu einer Abnahmemessung verpflichtet (act. G 2 S. 14-16).   

3.3.  

Die Beschwerdeführer stellen sich auf den Standpunkt, dass das streitige Bauvorhaben 

nicht hätte bewilligt werden dürfen, weil die Angaben im Standortdatenblatt lückenhaft seien 

und eine Anlage in dieser Grössenordnung in der Bauzone nicht zulässig sei. Zudem droh-

ten bleibende Gesundheitsschäden durch die Strahlung. Die Beschwerdebeteiligte hätte 

das Standortdatenblatt an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und eine erneute Pub-

likation des Gesuchs veranlassen müssen. Ob die aus dem Standortdatenblatt vom 27. Mai 

2021 ersichtlichen adaptiven Antennen mit Anwendung eines Korrekturfaktors betrieben 

würden, lasse sich dem Standortdatenblatt nicht entnehmen. Im Standortdatenblatt sei ge-

mäss dem Bundesgerichtsentscheid 1C_310/2024 vom 18. Oktober 2024 E. 2.2 die kon-

krete Anwendung des Korrekturfaktors darzulegen. Der Korrekturfaktor dürfe gestützt auf 

diesen Bundesgerichtsentscheid nicht ständig in Anspruch genommen werden, sondern die 

Anlage müsse zeitweise auch mehrere Beams in mehrere Richtungen ausstrahlen und die 

Leistung dabei aufteilen, so dass sie geringer sei als die im Standortdatenblatt angegebene 

gemittelte Leistung. Es müsse im Detail bekannt sein, wieviel der Korrekturfaktor im jewei-

ligen Einzelfall betrage, damit überprüft werden könne, ob die automatische Leistungsbe-

grenzung funktioniere und die bewilligte durchschnittliche Gesamtstrahlung eingehalten 

werde. Ohne diese Angabe könnten keine aussagekräftigen Abnahme- und Kontrollmes-

sungen erfolgen. Im Bundesgerichtsentscheid 1C_506/2023 vom 23. April 2024 werde fest-

gehalten, dass die Anwendung des Korrekturfaktors auf bisher nach dem Worst-case-Sze-

nario bewilligte Antennen zu Leistungsspitzen führe, die deutlich über der bisherigen maxi-

malen Sendeleistung lägen. Die Beschwerdeführer halten deshalb dafür, den Korrekturfak-

tor den technischen/betrieblichen Daten einer Mobilfunkanlage zuzuordnen, welche für die 

Erzeugung der Strahlung massgebend sind. Zu berücksichtigen ist nach Ansicht der Be-

schwerdeführer weiter, dass der Korrekturfaktor in Anhang 1 (NISV) unter dem Titel  

«Massgebender Betriebszustand» geregelt wird, wobei letzterer gestützt auf Art. 11 Abs. 2 

lit. b NISV ebenfalls aus dem Standortdatenblatt ersichtlich sein müsse. Die Anwendung 

des Korrekturfaktors bzw. der Änderung der Höhe des Korrekturfaktors sei nach der Recht-

sprechung bewilligungspflichtig. Es reiche nicht aus, wenn das Standortdatenblatt lediglich 

die Anzahl Sub-Arrays und den adaptiven Betrieb ausweise. Für die Beschwerdeführer ist 

kein sachlicher Grund ersichtlich, weshalb die konkrete Anwendung des Korrekturfaktors 

nicht auf die gleiche Art und Weise im Standortdatenblatt dargelegt werden solle, wie dies 

auch bei der Gebäudedämpfung oder der Richtungsabschwächung gemacht werde. Es 

wäre den Mobilfunkbetreibern ohne weiteres möglich, den Korrekturfaktor und dessen Aus-

wirkungen auf die Strahlung im Standortdatenblatt analog der Gebäudedämpfung und 

 

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11/18 

Richtungsabschwächung darzulegen, was mit Blick auf Art. 11 Abs. 2 lit. a und b NISV und 

den Bundesgerichtsentscheid 1C_310/2024 vom 18. Oktober 2024 auch zwingend erfor-

derlich sei. Die Angelegenheit sei zur Vervollständigung des Standortdatenblattes bezüg-

lich des Korrekturfaktors und zur erneuten Publikation an die Beschwerdebeteiligte zurück-

zuweisen (act. G 6 S. 2-5). Im Weiteren betonen die Beschwerdeführer, Mobilfunkanlagen 

seien geeignet, verschiedene gesundheitsbeeinträchtigende Effekte hervorzurufen, auch 

wenn die AGW eingehalten seien. Daher sei Vorsorge angezeigt. Die Strahlung habe von 

2021 bis 2023 in der Agglomeration – und damit auch an Orten, wo sich nicht viele Nutzer 

befänden – um 89 % zugenommen. Antennen seien in Bauzonen entgegen der Auffassung 

der Vorinstanz nicht per sei zonenkonform. Gemäss BGE 133 II 321 E. 4.3.1 werde ein 

Bezug zu den Zonenflächen verlangt, auf welchen sie erstellt werden sollten (act. G 6 S. 5-

7; dazu nachstehende E. 4.3).  

4.   

4.1.  

4.1.1.  

Zu den Einwendungen der Beschwerdeführer betreffend Lückenhaftigkeit des Standortda-

tenblattes (vorstehende E. 3.3) ist vorab festzuhalten, dass das AFU im Amtsbericht vom 

4. April 2024 wie dargelegt (E. 3.1) die Überprüfung/Korrektheit des (überarbeiteten) 

Standortdatenblattes vom 27. Mai 2021 (act. G 9/6/11) sowie die Einhaltung der IGW und 

der AGW an allen massgebenden Orten bestätigte und die Bestimmungen der NISV nicht 

als verletzt betrachtete (act. G 9/8). Das Standortdatenblatt enthält die gemäss Nachtrag 

adaptive Antennen zur Vollzugsempfehlung (Ziffer 3.3 S. 8 f.) erforderlichen Informationen 

zur Beurteilung adaptiver Antennen mit Korrekturfaktor, d.h. die Angabe des adaptiven Be-

triebs sowie die Anzahl Sub-Arrays. Zur Feststellung der Beschwerdeführer, wonach ge-

mäss Standortdatenblatt für die Antennen mit den Laufnummern 5 und 6 ein adaptiver Be-

trieb in einem Frequenzband von 3600 MHz vorgesehen sei (act. G 6 Ziffer 4), ist anzumer-

ken, dass für die erwähnten Antennen bzw. die Antennen mit den Laufnummern 1-10 ge-

mäss Standortdatenblatt ein – nicht adaptiver – Betrieb in einem Frequenzband zwischen 

900 und 2600 MHz vorgesehen ist. Hierbei handelt es sich um adaptive Antennen mit we-

niger als 8 Sub-Arrays, für die kein Korrekturfaktor (kleiner als 1) zur Anwendung kommt 

und die daher gleich wie «nicht adaptiv betriebene» (konventionelle) Antennen behandelt 

werden (vgl. Nachtrag adaptive Antennen zur Vollzugsempfehlung S. 7 Ziffer 3.1 und Ta-

belle 1 S. 9; NISV Anhang 1 Ziffer 63 Abs. 2; vgl. auch VerwGE B 2025/7 vom 26. Juni 2025 

E. 3.2).  

 

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12/18 

4.1.2.  

Vorliegend sollen ausschliesslich die Antennen mit den Laufnummern 11-13 in einem Fre-

quenzband von 3400 MHz mit 16 Sub-Arrays – und damit adaptiv – betrieben werden (vgl. 

act. G 9/6/11 S. 8 f.). Gemäss Sachverhalt des von den Beschwerdeführern angeführten 

Bundesgerichtsentscheids 1C_310/2024 hatte die dortige Baubewilligungsbehörde die in 

der Baubewilligung 2021 für die Mobilfunkantenne statuierte Auflage, wonach die Korrek-

turfaktoren der adaptiven Antennen der bewilligten Anlage nicht aktiviert werden dürften, im 

Jahr 2022 wiedererwägungsweise aufgehoben. Die kantonale Beschwerde richtete sich ge-

gen den Wiedererwägungsentscheid, wodurch die Verfahrensbeteiligten sich erstmals im 

kantonalen Rechtsmittelverfahren zur Anwendung des Korrekturfaktors äussern konnten. 

Das Bundesgericht bestätigte den kantonalen Rechtsmittelentscheid, wonach die Wieder-

erwägung kein formell genügendes Baubewilligungsverfahren für die Anwendung des Kor-

rekturfaktors ersetzen und der Korrekturfaktor weiterhin nicht ohne ordentliches Baubewil-

ligungsverfahren aktiviert werden könne (BGer 1C_310/2024 vom 18. Oktober 2024 

E. 2.1 f.). Vorliegend präsentiert sich die Situation insofern anders, als die Aufschaltung des 

Korrekturfaktors im ordentlichen Baubewilligungsverfahren erfolgte und damit verfahrens-

mässig nicht zu beanstanden ist.   

Zutreffend ist, dass im Bundesgerichtsentscheid 1C_310/2024 (E. 2.2) die Darlegung der 

konkreten Anwendung des Korrekturfaktors im Standortdatenblatt verlangt und festgehal-

ten wurde, dass die Angabe des adaptiven Betriebs und der Anzahl Sub-Arrays nicht ge-

nüge. Mit der Beschwerdegegnerin (act. G 11 Ziffer 13) ist indes darauf hinzuweisen, dass 

im späteren BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 (zur Publikation vorgesehen) der 

Korrekturfaktor im Standortdatenblatt ebenfalls lediglich mit den Angaben «adaptiver Be-

trieb» und «Anzahl Sub-Arrays» ausgewiesen wurde, das Standortdatenblatt dort aber – 

ohne Einforderung weiterer Darlegungen zur Anwendung des Korrekturfaktors – unbean-

standet blieb. In diesem Urteil bestätigte das Gericht zudem, dass es keine Überschreitung 

des AGW bedeute, wenn für die Berechnung der elektrischen Feldstärke die über sechs 

Minuten gemittelte Sendeleistung massgeblich sei (E. 3.3 am Schluss) und mit Anhang 1 

Ziffer 63 NISV dem Vorsorgeprinzip zureichend Rechnung getragen werde (E. 6.4).  

Zu beachten ist sodann, dass eine genaue Bezifferung des Korrekturfaktors auch im frühe-

ren Entscheid 1C_310/2024 (E. 2.2) nicht verlangt wurde. Für die Antennen mit den Lauf-

nummern 11-13 (16 Sub-Arrays) ist der Korrekturfaktor im Nachtrag adaptive Antennen zur 

Vollzugsempfehlung (Tabelle 1 S. 9) und in der NISV Anhang 1 Ziffer 63 Abs. 2 mit grös-

ser/gleich 0.2 bzw. grösser/gleich -7dB angegeben. Hieraus ist somit der maximal mögliche 

Korrekturfaktor für die jeweilige Anzahl Sub-Arrays ersichtlich. Gestützt auf diese Fakto-

ren/Maximalwerte sind zur Prüfung der Einhaltung der «durchschnittlichen Gesamtstrah-

lung» entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer (act. G 6 Ziffer 5 am Schluss) auch 

 

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13/18 

aussagekräftige Abnahme- und Kontrollmessungen möglich. Im Ergebnis erweisen sich so-

mit die Angaben im Standortdatenblatt vom 27. Mai 2021 als ausreichend.  

4.2.  

4.2.1.  

Zu den Einwendungen der Beschwerdeführer betreffend Gesundheitsgefährdungen durch 

Mobilfunkstrahlung (vgl. vorstehende E. 3.3 und act. G 6 S. 5-7) ist festzuhalten, dass ge-

mäss der Sonderausgabe des Newsletters der BERENIS vom Januar 2021 (S. 8 f.) die 

Mehrzahl der zwischen 2010 und 2020 erschienenen relevanten Tier- und Zellstudien Hin-

weise auf vermehrten oxidativen Stress durch HF-EMF (hochfrequente elektromagnetische 

Felder) und NF-MF (niederfrequente Magnetfelder) ergeben. Es zeichne sich ein Trend ab, 

dass EMF-Exposition, sogar im niedrigen Dosisbereich, durchaus zu Veränderungen des 

oxidativen Gleichgewichtes führen könne. Zudem zeigten die Studien, dass sehr junge oder 

auch alte Individuen weniger effizient auf oxidativen Stress reagieren könnten. Gleichzeitig 

hielt die BERENIS fest, dass weiterführende Untersuchungen unter standardisierten Bedin-

gungen notwendig seien, um diese Phänomene und Beobachtungen besser zu verstehen 

und zu bestätigen (vgl. dazu im Ergebnis gleichlautende Publikationen von MEVIS-

SEN/SCHÜRMANN, Manmade Electromagnetic Fields and Oxidative Stress – Biological 

Effects and Consequences for Health, in: International Journal of Molecular Sciences 2021, 

Vol. 22, Iss. 7, 3772, S. 23, https://www.mdpi.com, sowie Gibt es Hinweise auf vermehrten 

oxidativen Stress durch elektromagnetische Felder?, Bern, Mai 2021, S. 4 f., 31, 

https://www.aramis.admin.ch). Ob damit auch langfristige oder gesundheitliche Auswirkun-

gen für den Menschen verbunden sind, lasse sich daraus nicht ableiten (vgl. BERENIS 

Sonderausgabe des Newsletters vom Januar 2021 S. 7 f. und Bericht Mobilfunk und Strah-

lung der Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung im Auftrag des UVEK vom 18. Novem-

ber 2019, S. 9 und 66, wonach noch zu wenig systematisch evaluiert sei, inwiefern die Sig-

nalcharakteristik für physiologische Effekte beim Menschen eine Rolle spiele, sowie die 

Hinweise im BERENIS-Newsletter Nr. 36 vom März 2024 und in der Sonderausgabe des 

Newsletters vom Mai 2025 auf weitere aktuelle Studien, die in Bezug auf die erwähnte The-

matik keine neuen Erkenntnisse bringen, https://www.bafu.admin.ch > Themen > Elektro-

smog > Gesundheit und Umwelt > Weiterverfolgung Wissensstand BERENIS). 

4.2.2.  

Nach Art. 11 Abs. 2 USG sind Emissionen unabhängig von der bestehenden Umweltbelas-

tung im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich 

möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Vorsorgeprinzip). Wie dargelegt (vorstehende E. 2.1) 

wurden zur Konkretisierung des Vorsorgeprinzips im Sinn von vorsorglichen Emissionsbe-

grenzungen die Anlagegrenzwerte festgesetzt (Art. 3 Abs. 6, Art. 4 Abs. 1 sowie Anhang 1 

 

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14/18 

Ziff. 64 NISV). Mit der Festlegung der technologieneutral ausgestalteten Anlagegrenzwerte 

in der NISV hat der Bundesrat abschliessend einen Ermessensentscheid gefällt, welche 

Strahlungsemissionen im Sinn von Art. 11 Abs. 2 USG technisch und betrieblich möglich 

und wirtschaftlich tragbar sind (vgl. VerwGE B 2023/151 vom 14. Mai 2024 E. 10.4 m.H. auf 

BGer 1C_576/2016 vom 27. Oktober 2017 E. 3.5.2). Der Schutz vor nichtionisierender 

Strahlung ist mithin durch das Bundesrecht im Bereich des vorsorglichen Immissionsschut-

zes abschliessend geregelt. Die Kantone und Gemeinden können demgemäss in diesem 

Zusammenhang keine darüber hinaus gehenden Bedingungen anordnen (BGE 133 II 321 

E. 4.3.4). Soweit die gesetzlichen Vorschriften (insbesondere die Strahlengrenzwerte) ein-

gehalten sind, kann die Baubewilligung für eine Mobilfunkanlage nicht mit der Begründung 

verweigert werden, das allgemeine, im Bereich des Immissionsschutzes durch Art. 11 USG 

konkretisierte Vorsorgeprinzip sei verletzt (VerwGE B 2019/22 vom 16. August 2019 E. 3.3 

m.H.). 

Im Weiteren ist davon auszugehen, dass die Expertengruppe BERENIS dem BAFU eine 

Anpassung der NISV nahegelegt hätte, wenn sich aufgrund der wissenschaftlichen Arbei-

ten ein Handlungsbedarf ergeben hätte. Es fehlt mithin nach wie vor an einem klaren An-

haltspunkt dafür, dass adaptive bzw. pulsierende Strahlung grössere Gesundheitsrisiken 

mit sich bringt als konventionelle Strahlung (vgl. VerwGE B 2024/74 vom 24. Oktober 2024 

E. 4.5; BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 5.6.2 f.). Im Bericht vom 8. Dezember 

2022 über elektrische Feldstärken im Wirkbereich adaptiver und konventioneller Mobilfunk-

antennen (basierend auf einer Messkampagne von Herbst 2021 bis Frühling 2022) kam 

das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) zum Schluss, dass durchgeführte Messun-

gen die folgenden Aussendungseigenschaften bestätigten: Bei konventionellen Antennen 

erhöhe sich bei der Übertragung von Nutzdaten die Feldstärke im gesamten Wirkbereich 

der Antenne unabhängig davon, wo sich der Empfänger befinde. Bei adaptiven Antennen 

hingegen würden Funksignale nur beim Empfänger und in seiner unmittelbaren Umgebung 

festgestellt. Im übrigen Wirkbereich der adaptiven Antenne erhöhe sich die elektrische Feld-

stärke während der Datenübertragung nicht. Bei der Gesamtbetrachtung der drei Mobil-

funkanlagen seien die gemessenen Funksignale der adaptiven Antennen im Mittel deutlich 

kleiner als diejenigen der konventionellen Antennen (Ziffer 4, Bericht abrufbar unter 

https://www.bakom.admin.ch > Frequenzen > Elektromagnetische Felder > Elektrische 

Feldstärken im Wirkbereich von Mobilfunkantennen). Im Übrigen ist festzuhalten, dass auch 

eine adaptive Antenne nicht mehr Energie abstrahlen kann, als ihr eingespeist wird. Es ist 

nicht möglich, dass eine solche Antenne – im Rahmen der bewilligten äquivalenten Strah-

lungsleistung (ERPn) – gleichzeitig mehrere sog. Beams mit der bewilligten maximalen Sen-

deleistung in verschiedene Richtungen abgeben kann (vgl. dazu BAKOM, Bericht Testkon-

zession und Messungen adaptive Antennen vom 24. September 2020, S. 4-6, 43 

Kap. 2.1.2 und 5.1, https://www.bakom.admin.ch/de/tests-und-messungen-des-bakom-mit-

 

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15/18 

adaptiven-antennen, und zum Beamforming Erläuterungen zu adaptiven Antennen, S. 5-8 

Kap. 4). Vor diesem Hintergrund lässt sich trotz des von der BERENIS umschriebenen 

Trends hinsichtlich des oxidativen Stresses aufgrund des heutigen Stands der Wissen-

schaft kein Bedarf erkennen, die AGW anzupassen. Zudem ist es in erster Linie Sache der 

zuständigen Fachbehörden des Bundes und nicht des Verwaltungsgerichts resp. der Vo-

rinstanz, die entsprechende internationale Forschung sowie die technische Entwicklung zu 

verfolgen und gegebenenfalls eine Anpassung der Grenzwerte der NISV zu beantragen 

(vgl. dazu BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 5.3.3 m.H.). Die bestehende vor-

sorgliche Begrenzung mit AGW reicht demnach nach wie vor aus, um die Exposition der 

Bevölkerung tief zu halten und das Risiko für allfällige Gesundheitsfolgen zu verringern. 

Von einer Gesetzes- oder Verfassungswidrigkeit der in der NISV festgelegten AGW kann 

nicht ausgegangen werden (vgl. VerwGE B 2023/131 vom 24. April 2024 E. 5.2 m.H.). Ins-

besondere ist nicht dargetan, dass BERENIS und BAFU es trotz einer wissenschaftlich 

nachgewiesenen oder auf Erfahrung beruhenden Gesundheitsgefährdung unterlassen hät-

ten, eine gebotene Anpassung der Grenzwerte zu beantragen bzw. vorzunehmen. Be-

schwerdebeteiligte und Vorinstanz haben die geltenden Immissions- und Anlagegrenzwerte 

der NISV damit zu Recht angewandt. Eine Verletzung des Vorsorgeprinzips lässt sich hie-

raus nicht ableiten (vgl. auch BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 6.4 und E. 9.4). 

Mit Blick auf die vorstehend in E. 2.1 vierter Absatz erwähnten Feststellungen des BAFU 

erweist sich auch die Anwendung eines Korrekturfaktors bei adaptiven Antennen als nach-

vollziehbar und begründet (vgl. Erläuterungen zur Änderung der NISV vom 17. Dezember 

2021, a.a.O., S. 8; VerwGE B 2023/131 vom 24. April 2024 E. 5.2.3 m.H.; BGer 

1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 6.4 und E. 9.4). 

5.  

5.1.1.  

Die Mobilfunkanlage, deren Erweiterung vorliegend in Frage steht, befindet sich auf dem 

Gebäude Nr. 0001_ auf dem in der Industriezone liegenden Grundstück Nr. 0000_ in rund 

70 m Entfernung von der Landwirtschaftszone. Wie erwähnt (vorstehende E. 3.3) machen 

die Beschwerdeführer mit Hinweis auf BGE 133 II 321 E. 4.3.1 eine fehlende Zonenkonfor-

mität der Anlage bzw. einen fehlenden Bezug zu den Zonenflächen geltend, auf welchen 

sie erstellt werden soll. Bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit einer Anlage müsse 

darauf geachtet werden, dass nur Emissionen entstünden, welche aus technischen und 

betrieblichen Gründen zur Erfüllung der Grundversorgung nicht vermieden werden könnten. 

Vorliegend diene die Anlage hauptsächlich der Versorgung von Menschen in Innenräumen, 

welche auch mit einer Glasfaser- oder Coaxial-Verbindung erfolgen könne. Da diese Zonen 

somit auf eine andere Weise erschlossen werden könnten, sei die Anlage nicht zonenkon-

form. Sie diene nicht mehr der Versorgung mit Mobilfunkdiensten, sondern mit einer Art 

 

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16/18 

«Festnetz-Internet-Ersatz». Das Vorsorgeprinzip (Art. 11 Abs. 2 USG) schreibe vor, dass 

auf unnötige Strahlung zu verzichten sei, wenn dies technisch und betrieblich möglich und 

wirtschaftlich tragbar sei. Es sei heute möglich, Daten über andere Wege, welche zu einer 

Verringerung der Strahlung um rund 90 % führen würden, zu übertragen. Da 5G Wände 

sehr schlecht durchdringe, werde mit der Aufrüstung das Gegenteil einer Reduktion der 

Strahlung erreicht, was den Grundsätzen des Umweltschutzgesetzes entgegenstehe. Auf-

grund der mangelnden Zonenkonformität hätte die Baubewilligung nicht erteilt werden dür-

fen. Im Rahmen einer Interessenabwägung sei zu erörtern, welche Grösse und Stärke einer 

Mobilfunkanlage zulässig und zweckmässig sei (act. G 6 S. 6 f.). 

5.1.2.  

Mit der Vorinstanz ist hierzu festzuhalten, dass Infrastrukturanlagen wie Mobilfunkantennen 

in der Bauzone grundsätzlich zonenkonform sind (BGE 133 II 321 E. 4.3.2). Sodann ist für 

den Bau einer Mobilfunkantenne – innerhalb der Bauzone – bundesrechtlich kein Bedürf-

nisnachweis vorgegeben; auch vom kantonalen oder kommunalen Recht wird kein solcher 

verlangt (VerwGE 2019/22 vom 16. August 2019 E. 3.5 m.H.). Auch in einem Gebiet, wel-

ches bereits von anderen Mobilfunkanbietern versorgt wird, lässt sich die Bewilligungsfä-

higkeit einer zusätzlichen Mobilfunkanlage somit nicht mit der fehlenden Notwendigkeit der 

streitigen Anlage in Abrede stellen, zumal von einem Trend zu steigenden Datenmengen 

aufgrund der weiter steigenden Anzahl vernetzter Geräte und Sensoren auszugehen ist; 

das stellen auch die Beschwerdeführer nicht in Abrede. Im Weiteren sollen nach Art. 1 Fern-

meldegesetz (FMG; SR 784.10) der Bevölkerung und der Wirtschaft vielfältige, preiswerte, 

qualitativ hochstehende sowie national und international konkurrenzfähige Fernmelde-

dienste angeboten werden. Die konzessionierten Unternehmungen müssen diesen Stan-

dard gewährleisten (vgl. Art. 14-16 FMG). Dabei darf die Beschwerdegegnerin als Konzes-

sionsinhaberin mit der geplanten Anlage kommerzielle Interessen verfolgen. Glasfaser-

netze gewährleisten die Datenübertragung grundsätzlich lediglich innerhalb von Bauten 

und decken dementsprechend die ausserhalb der Bauten liegenden Bereiche nicht ab. Sie 

können somit Mobilfunknetze lediglich ergänzen, nicht jedoch ersetzen. 

6.   

6.1.  

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Dem Verfahrens-

ausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des Verfahrens von den Beschwerdefüh-

rern zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 2'500 ist angemes-

sen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvor-

schuss von CHF 2'500 ist anzurechnen. 

 

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17/18 

6.2.  

Die Vorinstanz und die Beschwerdebeteiligte haben keinen Anspruch auf ausseramtliche 

Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98bis VRP; LINDER, in: 

Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar 

2020, N 20 zu Art. 98bis VRP); beide stellten auch keinen Antrag. Die Beschwerdeführer 

unterliegen und haben deshalb keinen Entschädigungsanspruch (Art. 98bis VRP). Demge-

genüber ist die obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerin für das Beschwer-

deverfahren ausseramtlich zu entschädigen. Das Verwaltungsgericht spricht grundsätzlich 

Pauschalentschädigungen nach Ermessen gemäss Art. 6, 19 und Art. 22 Abs. 1 lit. b der 

Honorarordnung zu (sGS 963.75, HonO). Mit Blick auf vergleichbare Verfahren und unter 

Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse ist eine Entschädigung der Beschwerdegeg-

nerin durch die Beschwerdeführer ‒ unter solidarischer Haftung (Art. 98ter VRP in Verbin-

dung mit Art. 106 Abs. 3 ZPO) ‒ mit insgesamt CHF 2'500 zuzüglich Barauslagen von 

CHF 100 (pauschal 4 %, Art. 28bis HonO) angemessen. Da die Beschwerdegegnerin mehr-

wertsteuerpflichtig ist (siehe www.uid.admin.ch), kann mangels gegenteiliger Begründung 

(Art. 29 HonO) davon ausgegangen werden, dass eine Vorsteuerabzugsmöglichkeit für die 

von ihren Rechtsvertretern in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer besteht, weshalb diese 

nicht zu entschädigen ist. 

  

 

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18/18 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:  

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Beschwerdeführer bezahlen amtliche Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 2'500, unter Anrechnung des von ihnen in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschus-

ses. 

3.  

Die Beschwerdeführer entschädigen die Beschwerdegegnerin ausseramtlich mit 

CHF 2'600 (inklusive Barauslagen), ohne Mehrwertsteuer. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 07.11.2025
	Bewilligung für Mobilfunkantennenausbau. Art. Art. 2 Abs. 1 Ingress sowie lit. a und b, Art. 4-6, Art. 13-15 sowie Anhang 1 Ziff. 6 und Anhang 2 NISV (SR 814.710). Art. 10-12 NISV. Streitig war, ob die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid den Sachverhalt im Rahmen der Prüfung der Baubewilligung richtig festgestellt und die Korrektheit/Vollständigkeit der im Standortdatenblatt vermerkten Daten zu Recht bestätigt hat. Das Verwaltungsgericht erachtete die Angaben im Standortdatenblatt vom 27. Mai 2021 im Ergebnis als ausreichend und verneinte eine Verletzung des Vorsorgeprinzips (Art. 11 Abs. 2 USG, SR 814.01). Auch die Anwendung eines Korrekturfaktors bei adaptiven Antennen erweise sich als nachvollziehbar und begründet. Im Weiteren lasse sich die Bewilligungsfähigkeit einer zusätzlichen Mobilfunkanlage nicht mit der fehlenden Notwendigkeit der streitigen Anlage in Abrede stellen, zumal von einem Trend zu steigenden Datenmengen aufgrund der weiter steigenden Anzahl vernetzter Geräte und Sensoren auszugehen sei. Nach Art. 1 Fernmeldegesetz (FMG; SR 784.10) müssten der Bevölkerung und der Wirtschaft vielfältige, preiswerte, qualitativ hochstehende sowie national und international konkurrenzfähige Fernmeldedienste angeboten werden. Die konzessionierten Unternehmungen müssten diesen Standard gewährleisten (vgl. Art. 14-16 FMG). Glasfasernetze gewährleisteten die Datenübertragung grundsätzlich lediglich innerhalb von Bauten und deckten dementsprechend die ausserhalb der Bauten liegenden Bereiche nicht ab. Sie könnten somit Mobilfunknetze lediglich ergänzen, nicht jedoch ersetzen. (Verwaltungsgericht, B 2025/83). Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 1C_750/2025)

		2026-01-28T04:00:21+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen