# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ba42675-56a8-576c-9063-e9483c1f29ec
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-02-02
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 02.02.2016 BG.2016.2
**Docket/Reference:** BG.2016.2
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2016-2_2016-02-02

## Full Text

Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 2. Februar 2016  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiber Miro Dangubic  

   
Parteien   

A.,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

1. KANTON BASEL-STADT,  

 

2. KANTON LUZERN,  

 

Beschwerdegegner 

  

Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands  

(Art. 41 Abs. 2 StPO) 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2016.2 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft 3 des Kantons Luzern (nachfolgend "StA LU") eine 

Strafuntersuchung gegen A. wegen Verleumdung etc. führt (act. 1.2);  

 

- die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt (nachfolgend "StA BS") in 

der Folge am 22. Dezember 2015 die Übernahme des im Kanton Luzern 

gegen A. hängigen Verfahrens verfügte (act. 1.2); die Verfügung am 

23. Dezember 2015 dem amtlichen Verteidiger von A. zugestellt wurde 

(act. 4.1);  

 

- A. dagegen persönlich mit Eingabe vom 5. Januar 2016 (Poststempel 

ebenfalls vom 5. Januar 2016) an das hiesige Gericht gelangte (act. 1);  

 

- die Beschwerdeantworten am 14. bzw. 15. Januar 2016 erfolgten (act. 3 

und 4);  

 

- der Beschwerdeführer am 1. Februar 2016 replizierte (act. 6).  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:  

 

- sich die Parteien gegen die von den beteiligten Staatsanwaltschaften 

getroffene Entscheidung über den Gerichtsstand (Art. 39 Abs. 2) innert 

10 Tagen bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts beschweren 

können (Art. 41 Abs. 2 Satz 1 StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);  

 

- die Beschwerdefrist bei Beschlüssen oder Verfügungen mit deren Zustellung 

an den Adressaten zu laufen beginnt (Art. 384 lit. b StPO); 

 

- die StA BS am 22. Dezember 2015 die angefochtene Verfügung mittels 

eingeschriebener Postsendung an den amtlichen Verteidiger des 

Beschwerdeführers versandte (act. 4.1);  

 

- die Schweizerische Post diese am 23. Dezember 2015 Advokat B. zustellte 

(act. 1.4);  

 

- die zehntägige Frist zur Beschwerdeerhebung mithin am 4. Januar 2016 

abgelaufen ist;  

 

- 3 - 

 

 

- die Frist gewahrt ist, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der 

Frist der Beschwerdeinstanz, der Schweizerischen Post, einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder im 

Falle von inhaftierten Personen der Anstaltsleitung übergeben worden ist 

(Art. 91 Abs. 2 StPO); 

 

- die Beschwerde am 5. Januar 2016 bei der Schweizerischen Post – daher 

verspätet – eingereicht worden ist;  

 

- der Beschwerdeführer die Beschwerde mit Misstrauen gegenüber der Justiz 

der Kantone Basel-Stadt und Luzern begründet; er zudem den ihm 

vorgeworfenen Sachverhalt bestreitet; in der Beschwerde somit auch nichts 

Gerichtsstandsrelevantes vorgebracht wird;  

 

- nach dem Gesagten auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;  

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Kosten zu 

tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO);  

 

- diese auf Fr. 200.-- festzusetzen sind (Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 

BStKR).  

 

  

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 3. Februar 2016  

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt  

- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern  

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.