# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5295d19c-010c-551a-a6eb-efc58b0996ca
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.09.2009 C-6669/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6669-2008_2009-09-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6669/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Stefan Mesmer, 
Richter Michael Peterli, 
Gerichtsschreiber Daniel Golta.

A._______
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Balthasar Settelen,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 
22. September 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6669/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (im  Folgenden: IVSTA 
oder  Vorinstanz)  das  Leistungsbegehren  von  A._______  (im 
Folgenden: Beschwerdeführer) mit Verfügung vom 22. September 2008 
abwies,

dass sie die Verfügung damit begründete, dass dem Beschwerdeführer 
trotz  seiner  Gesundheitsbeeinträchtigung  weiterhin  eine  dem 
Gesundheitszustand angepasste gewinnbringende Tätigkeit in renten-
ausschliessender Weise zugemutet werden könne, 

dass  der  Beschwerdeführer  die  besagte  Verfügung  mit  Beschwerde 
vom  22.  Oktober  2008  anfocht  und  beantragte,  die  Verfügung  sei 
aufzuheben, eventualiter sei  das Verfahren an die Vorinstanz mit  der 
Auflage  zurückzuweisen,  ein  neues  Gutachten  einzuholen,  welches 
eine  gesamtheitliche  Beurteilung  des  Gesundheitszustandes  des 
Beschwerdeführers vornehme, ausserdem seien der Beschwerdegeg-
nerin die ordentlichen und ausserordentlichen Kosten aufzuerlegen,

dass  die  IVSTA  mit  Stellungnahme  vom  28.  Januar  2009  die 
Abweisung  der  Beschwerde und die  Bestätigung der  angefochtenen 
Verfügung  beantragte  und  dies  im  Wesentlichen  damit  begründete, 
dass sich aus der Beschwerde keine neuen Fakten ergäben, welche 
die  darin  beantragte  Einholung  eines  zusätzlichen  medizinischen 
Gutachtens als notwendig erscheinen liesse,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Replik  vom  20.  April  2009  seine 
Beschwerdeanträge wiederholte und sich dabei insbesondere auf fünf 
der Replik beigelegte Arztberichte abstützte,

dass  die  IVSTA  mit  Stellungnahme  vom  19.  Mai  2009  unter 
Bezugnahme  auf  den  Bericht  ihres  medizinischen  Dienstes  vom 
12. Mai  2009  beantragte,  die  Beschwerde  sei  gutzuheissen,  die 
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache im Sinne der 
Stellungnahme  ihres  medizinischen  Dienstes  an  die  IVSTA 
zurückzuweisen,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32)  in Verbindung 
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-

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cherung  vom  19.  Juni  1959  (IVG,  SR  831.20)  zur  Beurteilung  von 
Beschwerden gegen Verfügungen der IVSTA zuständig ist, und vorlie-
gend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober  2000 über  den Allgemeinen Teil  des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und so-
mit auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass  Dr. B._______  vom medizinischen  Dienst  der  IVSTA in  seiner 
Stellungnahme  vom  12. Mai  2009  sinngemäss  erklärte,  dass  der 
jüngste  "valable"  psychiatrische  Bericht  (aus  dem  Jahr  2005)  zur 
Beurteilung der aktuellen Situation zu alt sei und sich unklar zur Frage 
der  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  aus  psychiatrischer  Sicht 
äussere, weshalb er (Dr. B._______) eine eingehende psychiatrische 
Evaluation des Beschwerdeführers in der Schweiz vorschlage, wobei 
es  angesichts  der  vielen  internistischen  Probleme  sinnvoll  sei,  bei 
dieser  Gelegenheit  den  Beschwerdeführer  auch  internistisch 
untersuchen zu lassen,

dass der Beschwerdeführer rügte, dass der medizinische Sachverhalt - 
namentlich betreffend seine psychische Gesundheit und die diversen 
internistischen Beschwerden - unrichtig und unvollständig festgestellt 
worden sei,

dass  nach  Einsicht  in  die  Akten  für  das  Bundesverwaltungsgericht 
keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, weshalb dem Antrag der IVSTA 
nicht entsprochen werden sollte,

dass Art  49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt, 

dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Wei-
sungen an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann,

dass die Beschwerde deshalb gutzuheissen, die angefochtene Verfü-
gung  vom  22.  September  2008  aufzuheben  und  die  Sache  zur 
Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  -  insbesondere  in 

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Bezug  auf  den  psychischen und  internistischen  Gesundheitszustand 
des Beschwerdeführers -  und zum Erlass einer neuen Verfügung an 
die Vorinstanz zurückzuweisen ist,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens die Duplik  (inkl. Beilagen) 
dem  Beschwerdeführer  zur  Kenntnis  zuzustellen  ist  (Art.  30  Abs.  2 
Bst. c VwVG),

dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde 
führenden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten auf-
zuerlegen sind (Art. 63 Absätze 1 und 2 VwVG), 

dass die Beschwerdeinstanz gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG der ganz 
oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zusprechen kann,

dass  dem  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführer  eine  Parteient-
schädigung von Fr. 2'000.- auszurichten ist (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  insoweit  gutgeheissen,  als  die  Verfügung  vom 
22.  September  2008  aufgehoben  und  die  Sache  an  die  Vorinstanz 
zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne 
der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu verfüge.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dem  Beschwerdeführer  wird  zu  Lasten  der  Vorinstanz  eine 
Parteientschädigung von Fr. 2'000.- zugesprochen.

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Kopie der Duplik 
[act. 11] inkl. Beilagen)

- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Golta

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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