# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 55e8e87a-57cf-599e-add0-a41fc769da01
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2008 B-5163/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5163-2008_2008-12-12.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-5163/2008
{T 0/2}

A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d  v o m 
1 2 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Frank Seethaler,
Gerichtsschreiberin Marion Spori.

X._______, 
vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Michael Kunz, 
Kapellenstrasse 14, Postfach 7015, 3001 Bern,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Bankenkommission (EBK),
Schwanengasse 12, Postfach, 3001 Bern,
Vorinstanz.

Aufsicht über Kreditinstitute; vorsorgliche Massnahmen 
Einsetzung eines Untersuchungsbeauftragten.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-5163/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 19. August 2008 betreffend vor-
sorgliche Massnahmen (Einsetzung eines Untersuchungsbeauftragten) 
gegen den Beschwerdeführer und vier weitere Personen die zuvor mit 
superprovisorischer Verfügung angeordneten Massnahmen bestätigte, 
das heisst unter anderem die Ernennung von zwei Untersuchungsbe-
auftragten, die Sperre von Kontoverbindungen der Verfügungsadressa-
ten,  die  Ermächtigung  der  Untersuchungsbeauftragten,  über  Vermö-
genswerte auf gesperrten Konten zu verfügen und Kostenvorschüsse 
zu beziehen; 

dass  der  Beschwerdeführer  gegen  diese  Verfügung  mit  Datum vom 
14. September 2008 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und beantragte,  die  Verfügung  der  Vorinstanz  sei  bezüglich  der 
Ziffern 2 – 9 soweit ihn selber betreffend aufzuheben, die aufschieben-
de Wirkung der Beschwerde sei wiederherzustellen und es seien wei-
tere vorsorgliche Massnahme nach Art. 56 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) zu treffen; 

dass das Bundesverwaltungsgericht die Vorinstanz am 19. September 
2008 aufforderte, eine Vernehmlassung einzureichen;

dass sich die Vorinstanz am 10. Oktober vernehmen liess;

dass die Vorinstanz am 29. Oktober 2008 in gleicher Sache einen Ent-
scheid betreffend unerlaubte Entgegennahme von Publikumseinlagen/
kollektive Kapitalanlage/unerlaubter  Effekten-handel/Werbeverbot  fäll-
te,  worin  sie  unter  anderem  feststellte,  dass  der  Beschwerdeführer 
ohne Bewilligung gewerbsmässig Publikumseinlagen entgegengenom-
men habe und damit gegen das Bankengesetz verstossen habe, dass 
er  eine  kollektive  Kapitalanlage  öffentlich  anbiete  und  vertreibe  und 
damit gegen das Kollektivanlagengesetz verstosse sowie dass er ge-
werbsmässig  eine  Effektenhändlertätigkeit  ausübe  und  damit  gegen 
das Börsengesetz verstosse;

dass  der  Beschwerdeführer  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
2. Dezember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht; 

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B-5163/2008

dass mit dem Entscheid der Vorinstanz vom 29. Oktober 2008 das vor-
gängige Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen gegenstands-
los geworden ist und im einzelrichterlichen Verfahren abzuschreiben ist 
(vgl.  Art.  23  Abs.  1  Bst.  a  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]);

dass sich die Vorinstanz mit Eingabe vom 26. November 2008 auffor-
derungsgemäss zur Frage der Kostenverlegung äusserte; 

dass diese Stellungnahme dem Beschwerdeführer zur Kenntnis zu ge-
ben ist;

dass die Verfahrenskosten bei gegenstandslos gewordenen Verfahren 
in der Regel jener Partei auferlegt werden, deren Verhalten die Gegen-
standslosigkeit bewirkt hat, bzw. - falls das Verfahren ohne Zutun der 
Parteien gegenstandslos geworden ist - die Kosten aufgrund der Sach-
lage vor Eintritt des Erledigungsgrundes festgelegt werden (vgl. Art. 5 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]); 

dass es sich,  weil  das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht 
weitergeführt  wird,  rechtfertigt,  im  Rahmen  des  nun  hängigen  Be-
schwerdeverfahrens gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 29. Ok-
tober 2008 über  die Kostenverlegung (Verfahrens- und Parteikosten) 
des  abzuschreibenden  Verfahrens  betreffend  vorsorgliche  Massnah-
men zu entscheiden, so dass sich eine Abschätzung der Sachlage vor 
Eintritt des Erledigungsgrundes und damit der Prozessaussichten oder 
der Frage, wer die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat, im jetzigen Zeit-
punkt erübrigt; 

dass der vom Beschwerdeführer am 14. August 2008 bezahlte Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.- an den im Beschwerdeverfahren 
gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 29. Oktober 2008 zu zahlen-
den Kostenvorschuss angerechnet wird.

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Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Stellungnahme der Vorinstanz vom 26. November 2008 geht zur 
Kenntnis an den Beschwerdeführer.

2.
Das Beschwerdeverfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen wird 
infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben.

3.
Über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung wird 
im Rahmen des vom Beschwerdeführer mit  Beschwerde vom 2. De-
zember  2008  beim  Bundesverwaltungsgericht  anhängig  gemachten 
Verfahrens entschieden.

4.
Der vom Beschwerdeführer am 14. August 2008 bezahlte Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 1'500.- wird an den Kostenvorschuss ange-
rechnet,  welcher  im  mit  Beschwerde  vom  2.  Dezember  2008  beim 
Bundesverwaltungsgericht  anhängig  gemachten Verfahren zu bezah-
len ist.

5.
Dieser Entscheid geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage gemäss Ziffer 1)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 257/25354; Gerichtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Frank Seethaler Marion Spori

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 12. Dezember 2008

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