# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a258d38-ef2a-5d83-9ce8-8443de742cff
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.11.2016 715 16 232
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-16-232_2016-11-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 11. November 2016 (715 16 232) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Der Beschwerdegegnerin ist beizupflichten, dass die Beschwerdeführerin für die Auflö-
sung des Arbeitsverhältnisses ohne Zusicherung einer anderen Anstellung einzustehen 
hat. Die Einstelldauer von 31 Tagen ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerde wird ab-
gewiesen. 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Gerichtsschreiber Robin Eschbach 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 
 
A. A.____ war zuletzt ab dem 1. September 2014 bei der B.____ Ltd. angestellt. Mit 
Schreiben vom 26. Oktober 2015 kündigte sie dieses Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der 
ordentlichen Kündigungsfrist per 31. Dezember 2015. Am 30. März 2016 meldete sie sich zur 
Arbeitsvermittlung an und erhob bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland (Arbeitslo-
senkasse) Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab diesem Zeitpunkt. Mit der in Rechtskraft 
erwachsenen Verfügung vom 18. April 2016 wurde der Versicherten vom regionalen Arbeits-
vermittlungszentrum (RAV) wegen ungenügender Arbeitsbemühungen vor Stellenlosigkeit die 

 

 
 
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Anspruchsberechtigung für 12 Tage ab dem 30. März 2016 eingestellt. Mit Verfügung vom 
12. Mai 2016 stellte das RAV wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit die Anspruchsberech-
tigung ab dem 1. Januar 2016 für 31 Tage ein. Gegen letztere Verfügung erhob A.____ mit Ein-
gabe vom 17. Mai 2016 Einsprache, welche von der Einspracheinstanz des Kantonalen Amtes 
für Industrie, Gewerbe und Arbeit Basel-Landschaft (KIGA) mit Entscheid vom 14. Juni 2016 
abgewiesen wurde. 
 
B. Hiergegen erhob A.____ am 13. Juli 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte sinngemäss, es seien die Einstellta-
ge zu reduzieren oder ganz aufzuheben. Zur Begründung führte sie sinngemäss aus, dass die 
Kündigung aus gesundheitlichen Gründen erfolgt sei. Ausserdem habe sie bereits drei Monate 
selbst finanziert, für welche sie anspruchsberechtigt gewesen sei, und damit eine grössere 
„Strafe“ als 31 Tage auf sich genommen.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 15. August 2016 schloss die Kasse auf Abweisung der 
Beschwerde und verwies zur Begründung in erster Linie auf den angefochtenen Einspracheent-
scheid.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den 
Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeits-
losenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich 
zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 
lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol-
venzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorlie-
gend kam die Beschwerdeführerin ihren Kontrollpflichten im Kanton Basel-Landschaft nach, 
weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezem-
ber 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz 
des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss 
Art. 56 ATSG, weshalb auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben ist. Auf 
die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Im vorliegenden Fall ist eine Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung im Umfang von 31 Tagen bei einem Taggeld von Fr. 206.45 und damit ein Streitwert von 
Fr. 8‘073.95 zu beurteilen. Über die Beschwerde ist demnach präsidial zu entscheiden. 
 

 

 
 
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2. Streitig und zu prüfen ist einzig, ob die Arbeitslosenkasse die Versicherte infolge 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit zu Recht für die Dauer von 31 Tagen in der Anspruchsbe-
rechtigung eingestellt hat.  
 
3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Schadenminderungspflicht; 
BGE 114 V 285 E. 3, 111 V 239 E. 2a, 108 V 165 E. 2a). Kommt sie dieser Verpflichtung nicht 
nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
verfügen (vgl. Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der 
Versicherung für Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern kön-
nen. Als Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Ver-
schuldensprinzip beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizeri-
sches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 3. Aufl., Basel 2015, Rz. 828 ff.). 
 
3.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberech-
tigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos ist. Eine selbstverschuldete 
Arbeitslosigkeit liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht objektiven 
Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und den per-
sönlichen Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (vgl. ARV 1982 
Nr. 4 S. 39). Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn die versicherte Person das Arbeitsver-
hältnis von sich aus kündigt, ohne dass ihr eine andere Stelle zugesichert war, es sei denn, 
dass ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte (vgl. Art. 44 Abs. 1 
lit. b AVIV). Im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV findet die 
Schadenminderungspflicht (vgl. Art. 17 Abs. 1 AVIG) ihre Grenze grundsätzlich im Zumutbar-
keitsgedanken. So gilt nach Art. 16 Abs. 1 AVIG eine Arbeit unter anderem noch als zumutbar, 
wenn sie den berufs- und ortsüblichen, insbesondere den gesamt- und normalarbeitsvertragli-
chen Bedingungen entspricht, den Fähigkeiten und dem Gesundheitszustand der arbeitslosen 
Person angemessen ist und die Wiederbeschäftigung in ihrem Beruf nicht wesentlich erschwert. 
Das Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen (vormals Eidgenössisches Versicherungsge-
richt [EVG]), hat in konstanter Praxis entschieden, dass bei der Frage der Zumutbarkeit bzw. 
Unzumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz ein strenger Massstab anzulegen ist 
(vgl. BGE 124 V 234 E. 4; ARV 1986 Nr. 23 mit Hinweisen). Wenn nicht besondere Umstände 
vorliegen, darf einer versicherten Person zugemutet werden, wenigstens so lange am Arbeits-
platz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle gefunden hat (vgl. ARV 1976 Nr. 18; GERHARD 
GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N. 27 zu Art. 16; JACQUELINE CHOPARD, Die Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung, Diss. Zürich 1998, S. 116). 
 
3.3 Ein schlechtes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten oder 
Arbeitskollegen vermögen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsver-
hältnisses zu begründen (vgl. SVR 1997 ALV Nr. 105 S. 323, C 128/96). Bei Schwierigkeiten 
wie Auseinandersetzungen, Stresssituationen und dergleichen ist es der versicherten Person 
grundsätzlich zuzumuten, ihre Stelle nicht ohne Zusicherung einer neuen Anschlussstelle auf-
zugeben. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass belastende Verhältnisse am Arbeitsplatz 
eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht rechtfertigen. Sie können aber allen-

 

 
 
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falls beim Verschulden berücksichtigt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Oktober 
2003, C 133/03, E. 3.2 mit Hinweisen). Auch ein den Vorstellungen der versicherten Person 
nicht entsprechendes Betriebsklima genügt hierzu keineswegs (vgl. ARV 1986 Nr. 24 S. 95).  
 
3.4 Zur anspruchsauslösenden freiwilligen Stellenaufgabe können nur zwingende Gründe 
führen, so etwa medizinische Gründe. Diese müssen durch ein eindeutiges Arztzeugnis oder 
Gutachten belegt sein. Die Zumutbarkeit zum Verbleiben wird diesfalls strenger beurteilt als die 
Zumutbarkeit, eine neue Stelle anzutreten (vgl. BGE 124 V 234 E. 4bb mit Hinweisen). Belegt 
die versicherte Person durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere 
geeignete Beweismittel), dass ihr die Weiterarbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr 
zumutbar war, ist grundsätzlich von einer Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen Gründen aus-
zugehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Mai 2010, 8C_12/2010, E. 3.1; BGE 124 V 234 
E. 4b/bb; Urteile des EVG vom 6. Dezember 2006, C 161/06, E. 3.2 und vom 9. Februar 2006, 
C 299/05, E. 2.2; je mit Hinweis; GERHARD GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I [Art. 1-58], 
1988, N. 14 zu Art. 30 AVIG; JACQUELINE CHOPARD, a.a.O., S. 123). Die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung verlangt für die Beurteilung der Unzumutbarkeit präzise Angaben zum Ge-
sundheitszustand der versicherten Person (vgl. Urteil C 122/00 des EVG vom 30. März 2001, 
E. 2 b) bb)). Es ist allein Sache des Arztes, die Arbeitsfähigkeit in der zugewiesenen Stelle zu 
beurteilen. Ohne ein eindeutiges ärztliches Zeugnis können gesundheitliche Probleme bei der 
Beurteilung der Zumutbarkeit nicht berücksichtigt werden. Ärztliche Zeugnisse müssen einer-
seits eine Diagnose und andererseits eine aussagekräftige Erklärung für die Arbeitsunfähigkeit 
(Kausalität) enthalten (vgl. Urteil C 318/01 des EVG vom 15. Februar 2002, E. 2 b) und Urteil 
C 123/06 des EVG vom 13 Juli 2007, E. 5.2). 
 
4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen (BGE 125 V 195 E. 2; 122 V 158 E. 1a). Dies bedeutet, dass in Bezug 
auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu aufgrund 
der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender 
Anlass besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 mit weiteren 
Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 
2009, 8C_412/2009, E. 1; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversiche-
rungsrechts, 4. Aufl., Bern 2014, § 70 Rz. 3 und 20ff.). 
 
4.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 
6. Oktober 2000; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwer-
defall das Gericht dürfen eine Tatsache erst und nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie 
von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufla-
ge, S. 135). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

 

 
 
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Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhalts-
darstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a, 121 V 208 E. 6b).  
 
5.1 Aufgrund der vorliegenden Akten stellt sich der rechtserhebliche Sachverhalt wie folgt 
dar: Die Beschwerdeführerin stand seit dem 1. September 2014 bei der B.____ Ltd. mit einem 
Pensum von 100 % in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Mit Schreiben vom 26. Oktober 
2015 kündigte sie dieses Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist 
per 31. Dezember 2015. Im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 2. April 2016 führte sie 
aus, dass die Kündigung aus gesundheitlichen Gründen erfolgt sei. Die körperliche Beeinträch-
tigung habe bereits vor Arbeitsantritt bestanden, was auch den IV-Verfügungen zu entnehmen 
sei. Nebst bereits bestehenden Leiden sei im Herbst noch ein akuter Eisen-, Zinn-, Vitamin B12 
und Vitamin D- Mangel hinzugekommen. Sie sei zu 100 % arbeitsfähig, jedoch nicht zu 130-
140 % und hätte eine weitere „busy season“ nicht durchgestanden. Auch im Fragebogen betref-
fend rechtliches Gehör vom 17. April 2016 hielt die Beschwerdeführerin fest, die Stelle aus ge-
sundheitlichen Gründen gekündigt zu haben. Im Begleitschreiben zu diesem Fragebogen führte 
sie aus, dass sie bereits seit 2005 gesundheitliche Probleme habe, für die bis heute keine ein-
deutige Diagnose habe gestellt werden können. Diese seien auch Grund für den Abbruch ihres 
Universitätsstudiums und für die Unterbrüche ihres Studiums an der Fachhochschule gewesen. 
Ihre Vorgesetzten bei der B.____ Ltd. hätten von ihrer Erkrankung gewusst. Sie hätten auch 
gewusst, dass sie notfalls die Notbremse ziehen würde. Während eines Kundengesprächs im 
Oktober 2015 sei sie in Ohnmacht gefallen und daraufhin zu der Arztpraxis C.____ gegangen, 
wo ein Eisen-, Zinn-, Vitamin B12 und Vitamin D- Mangel festgestellt worden sei. Sie habe die 
Warnsignale ihres Körpers erkannt und angesichts der bevorstehenden „busy season“ ihre 
Konsequenzen gezogen. In der „busy season“ arbeite man zwischen 55 und 60 Stunden wö-
chentlich. Sie habe gewusst, dass sie das nicht noch einmal durchstehen würde. Um wieder auf 
die Beine zu kommen, habe sie sich vom 1. Januar 2016 – 29. März 2016 eine Auszeit ge-
nommen. Da sie in dieser Zeit nicht guten Gewissens vermittelbar gewesen sei, habe sie sich 
diese Auszeit zu Gunsten ihres Gesundheitszustandes auf eigene Kosten geleistet.  
 
5.2 Im ärztlichen Zeugnis von Dr. med. D.____, Arztpraxis C.____, vom 31. März 2016 
wurde am 21. Oktober 2015 eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wegen Krankheit. 
Weitere Informationen zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sind dem Zeugnis 
nicht zu entnehmen. Mit Bericht vom 4. April 2016 führt Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Inne-
re Medizin, aus, die Patientin stehe seit November 2015 in Behandlung. Es hätten sich diverse 
Mangelzustände nachweisen lassen, die eine ausgeprägte psychophysische Leistungsvermin-
derung erklären könnten. Eine entsprechende Substitutionstherapie sei durchgeführt worden. 
Mit Verfügung vom 18. April 2016 wurde der Versicherten vom RAV wegen ungenügender Ar-
beitsbemühungen vor Stellenlosigkeit die Anspruchsberechtigung für 12 Tage ab dem 30. März 
2016 eingestellt. Mit einer weiteren Verfügung vom 12. Mai 2016 stellte das RAV wegen selbst-
verschuldeter Arbeitslosigkeit die Anspruchsberechtigung ab dem 1. Januar 2016 für 31 Tage 
ein. Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 17. Mai 2016 Einsprache, welche mit 
Entscheid des KIGA Baselland vom 14. Juni 2016 abgewiesen wurde.  

 

 
 
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6.1 Die Beschwerdeführerin kündigte ihr Arbeitsverhältnis mit Schreiben vom 26. Oktober 
2015 unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist, womit es sich vorliegend grundsätzlich 
um eine freiwillige Stellenaufgabe handelt. Zur anspruchsauslösenden freiwilligen Stellenaufga-
be können nur zwingende Gründe führen, so etwa medizinische Gründe. Diese müssen durch 
ein eindeutiges Arztzeugnis oder Gutachten belegt sein. Ohne ein eindeutiges ärztliches Zeug-
nis können gesundheitliche Probleme bei der Beurteilung der Zumutbarkeit nicht berücksichtigt 
werden. Ärztliche Zeugnisse müssen einerseits eine Diagnose und andererseits eine aussage-
kräftige Erklärung für die Arbeitsunfähigkeit (Kausalität) enthalten (vgl. E. 3.4 hiervor). 
 
6.2 Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, fällt bei der Prüfung der Unterlagen 
auf, dass kein Arztzeugnis vorliegt, welche die Weiterführung der bisherigen Stelle für die Be-
schwerdeführerin unzumutbar erscheinen liesse. Weder das Zeugnis von Dr. D.____, noch von 
Dr. E.____ enthält Anhaltspunkte dafür, dass das Arbeitsverhältnis bei der B.____ Ltd. gesund-
heitsschädigend gewesen wäre. Es wurden insbesondere keine Diagnosen gestellt, die eine 
Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses begründen würden. Eine ärztliche 
Empfehlung, dass aus medizinischer Sicht eine Kündigung angezeigt gewesen sei, liegt nicht 
vor. Gegen eine Gesundheitsschädigung spricht auch der Umstand, dass – abgesehen vom 
21. Oktober 2015 – bei der Beschwerdeführerin in den 12 Monaten vor der Kündigung keine 
Arbeitsunfähigkeit bestanden hat. Die Beschwerdeführerin macht weder geltend, dass sie um 
eine Reduktion der Arbeitsbelastung bemüht gewesen wäre, noch dass sie vorgängig eine fun-
dierte ärztliche Beratung und Behandlung in Anspruch genommen hätte, um eine Arbeitslosig-
keit zu vermeiden. In Bezug auf den von Dr. D.____ festgestellten Eisen-, Zinn-, Vitamin B12 
und Vitamin D- Mangel wäre es der Beschwerdeführerin zumutbar gewesen ihre Anstellung – 
neben einer allfälligen ärztlichen Therapie – zu behalten. Diesbezüglich ist auch zu berücksich-
tigen, dass dem Bericht von Dr. D.____ nicht entnommen werden kann, inwiefern ein Zusam-
menhang zwischen den ausgeführten Mängeln und der Arbeitssituation überhaupt bestanden 
hat. Der Beschwerdeführerin wäre es mindestens zumutbar gewesen, so lange am Arbeitsplatz 
zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle gefunden hätte. Der Beschwerdegegnerin ist demnach 
beizupflichten, dass die Beschwerdeführerin für ihr Fehlverhalten – nämlich die Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses ohne Zusicherung einer anderen Anstellung – einzustehen hat. Die Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ist demnach im 
Grundsatz nicht zu beanstanden. 
 
7.1 Es verbleibt zu überprüfen, ob die verfügte Einstellungsdauer von 31 Tagen angemes-
sen ist. Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach dem Grad 
des Verschuldens und beträgt je Einstellungsgrund höchstens 60 Tage (vgl. Art. 30 
Abs. 3 AVIG). Nach Art. 45 Abs. 2 AVIV wird die Einstellung in der Anspruchsberechtigung ab-
gestuft; sie dauert 1-15 Tage bei leichtem (lit. a), 16-30 Tage bei mittelschwerem (lit. b) und 31-
60 Tage bei schwerem (lit. c) Verschulden. Innerhalb dieses Rahmens fällt die Arbeitslosenkas-
se ihren Entscheid nach pflichtgemässem Ermessen. Nach § 57 lit. c VPO hat die sozialversi-
cherungsrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts die angefochtene Verfügung auch auf deren 
Angemessenheit zu überprüfen. Sie greift jedoch bei der Beurteilung der von der Arbeitslosen-
kasse angeordneten Einstellungsdauer praxisgemäss nur mit Zurückhaltung in deren Ermes-
sensspielraum ein. 

 

 
 
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7.2 Vorliegend hatte die Arbeitslosenkasse das Verhalten der Versicherten als schweres 
Verschulden qualifiziert und die Dauer der Einstellung auf 31 Tage festgesetzt. Dabei unter-
schritt sie die bei selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit übliche Einstelldauer von 36 Tagen und 
hat bei der Festlegung der Dauer der Einstellung zu Recht zu Gunsten der Beschwerdeführerin 
berücksichtigt, dass die Versicherte gesundheitliche Beschwerden aufwies. Wie vorstehend 
dargelegt wurde, ist nicht ausreichend belegt, dass die Weiterführung der bisherigen Stelle für 
die Beschwerdeführerin aus gesundheitlicher Sicht nicht zumutbar gewesen wäre. Die Be-
schwerdeführerin hat ihre Arbeitsstelle vor der Zusicherung einer neuen Anstellung aufgegeben 
und musste damit rechnen, nach Ablauf der Kündigungsfrist arbeitslos zu werden. Gemäss 
Art. 45 Abs. 4 lit. a AVIV liegt ein schweres Verschulden vor, wenn die versicherte Person ohne 
entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle 
aufgegeben hat. Wie ausgeführt besteht kein Grund, – insbesondere auch keine Unzumutbar-
keit aus gesundheitlicher Sicht – der die Kündigung der Beschwerdeführerin entschuldigen 
würde, weshalb ein schweres Verschulden vorliegt. Mit einer Einstelldauer von 31 Tagen be-
wegt sich die Beschwerdegegnerin an der untersten Grenze der gesetzlich vorgesehenen Dau-
er für ein schweres Verschulden, was nicht zu beanstanden ist. Wie die Beschwerdegegnerin 
ausserdem zu Recht vorbringt, können Einstelltage gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. g i.V.m. Art. 17 
Abs. 2 AVIG nur mit Tagen getilgt werden, für welche ein Anspruch besteht. Wartet die versi-
cherte Person nach Eintritt der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit mit der Anmeldung zum 
Taggeldbezug zu, führt dies nur dann zu einer Verminderung der Einstellungsdauer, wenn sie 
sich in dieser Zeit genügend um eine neue Beschäftigung bemühte (vgl. Rz. D 62 AVIG-Praxis 
ALE, Arbeitsmarkt und Arbeitslosenversicherung, gültig ab Januar 2016). Entsprechende Be-
mühungen wurden von der Beschwerdeführerin für ihre Auszeit vom 1. Januar 2016 – 29. März 
2016 nicht belegt. Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist demnach nicht zu beanstanden, 
weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.  
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
 
Vermerk eines allfälligen Weiterzugs 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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