# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 06565df6-df9c-57e5-8db3-7997b8fc10c0
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-08
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 08.09.2023 S 2021 138
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-138_2023-09-08.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: MLaw Luca Bernasconi

U R T E I L vom 8. September 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
vertreten durch RA lic. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2021 138

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Urteil S 2021 138

A. Der Versicherte, A.________, beantragte im Februar 2008 mit Hinweis auf ein 
Burn-Out und Narkolepsie erstmals IV-Leistungen (IV-act. 3). In der Folge liess die IV-
Stelle Zug den Versicherten psychiatrisch begutachten (Gutachten vom 9. März 2009, IV-
act. 35). Gestützt auf das Gutachten verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Invali-
denrente (Verfügung vom 27. November 2009, IV-act. 43); das Verwaltungsgericht wies 
die dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 25. Juni 2010 ab (Urteil VG ZG S 2009 
190, IV-act. 49). Am 24. Januar 2018 beantragte der Versicherte mit Hinweis auf muskulä-
re Einschränkungen, Schmerzen, Fibromyalgie und Schlafapnoe erneut Leistungen der 
Invalidenversicherung (IV-act. 59). In der Folge tätigte die IV-Stelle erwerbliche und medi-
zinische Abklärungen; im Rahmen des Vorbescheidverfahrens liess sie den Versicherten 
neuropsychologisch begutachten (Gutachten vom 1. Oktober 2020, IV-act. 116). Mit Ver-
fügung vom 9. September 2021 verneinte sie einen Rentenanspruch des Versicherten 
(BF-act. 2).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 7. Oktober 2021 verlangt der Beschwer-
deführer namentlich die Aufhebung der Verfügung vom 9. September 2021 und die Zu-
sprache einer ganzen Invalidenrente ab Juli 2018 (act. 1). Den von ihm verlangten Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.– beglich er fristgerecht (act. 2 f.).

C. Die IV-Stelle Zug beantragt mit Vernehmlassung vom 4. November 2021 die voll-
umfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 5).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätz-
lich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 9. Septem-
ber 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind in 
zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1). 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil

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Urteil S 2021 138

des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes zu den Bun-
desgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversiche-
rung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist 
vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – gegeben. Die Verfügung 
datiert vom 9. September 2021. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen di-
rekt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerde-
schrift wurde am 7. Oktober 2021 der Schweizerischen Post übergeben, womit die 30-
tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG als gewahrt gilt. Der Beschwerdeführer ist von 
der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Be-
schwerdeschrift enthält einen Antrag und eine Begründung. Damit ist den formellen Anfor-
derungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung er-
folgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerich-
tes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 
ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

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Urteil S 2021 138

60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf 
eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.3 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, wird ei-
ne neue Anmeldung nur geprüft, wenn die gesuchstellende Person glaubhaft macht, dass 
sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 
Tritt die IV-Stelle auf die Neuanmeldung ein, hat sie abzuklären, ob eine solche (glaubhaft 
gemachte; vgl. dazu BGer 9C_367/2016 vom 10. August 2016 E. 2.2) Veränderung 
tatsächlich eingetreten ist. Verneint sie dies, weist sie das Rentengesuch ab (BGE 117 V 
198 E. 3a). Die Frage, ob eine erhebliche Tatsachenänderung im Sinne von Art. 87 Abs. 2 
IVV eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich der Verhältnisse im Zeitpunkt der Neu-
anmeldung mit denjenigen bei Erlass der letzten, auf einer materiellen Prüfung des Ren-
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades beruhenden Verfügung (BGer 9C_451/2018 vom 6. November 
2018 E. 3). Im Rahmen einer Neuanmeldung sind die Revisionsregeln analog anwendbar. 
Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Invalidenrente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn der Invaliditätsgrad einer 
Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers sich um mindestens fünf Prozentpunkte än-
dert (lit. a) oder auf 100 Prozent erhöht (lit. b). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesent-
liche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeig-
net ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere 
ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. 
Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Aus-
wirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 
134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentli-
chen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) 
Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2; 130 V 343 E. 3.5; 117 V 198 E. 3b, je mit 
Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen 
gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 144 I 
103 E. 2.1; 141 V 9 E. 2.3, je mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztli-
chen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche 
diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf 
einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig 
ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (BGer 8C_384/2022 
vom 9. November 2022 E. 2.3 mit Hinweisen).

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Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und 
tatsächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen 
besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; BGer 8C_384/2022 vom 9. November 2022 E. 2.3, je mit 
Hinweisen).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im Be-
schwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärz-
tin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel-
chem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. 
Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 140 V 
193 E. 3.2; 132 V 93 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts oder eines 
Gutachtens kommt es entscheidend darauf an, ob die betreffenden Angaben für die strei-
tigen Belange umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklag-
ten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 
Situation einleuchten und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vor-
liegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich fest ste-
henden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der 
versicherten Person in den Hintergrund rückt (BGer 8C_119/2012 vom 30. März 2012 E. 4 
und 9C_1063/2009 vom 22. Januar 2010 E. 4.2.1). Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug 
auf Berichte und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (statt vieler: BGer 
9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist es 
dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf 
die (versicherungsinterne) Beurteilung des RAD zu entscheiden. In solchen Fällen sind an 
die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei 
auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Fest-
stellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 
122 V 157 E. 1d S. 162; BGer 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3.3).

3.5 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten ei-
ner oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei deren oder 

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dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und 
kann Gegenvorschläge machen (Art. 44 ATSG). 

Als Experte im Sinne von Art. 44 ATSG ist derjenige zu verstehen, der (als beauftragtes 
Subjekt) ein Gutachten erstellt und dafür verantwortlich zeichnet. Es handelt sich zum ei-
nen um das mit der Begutachtung beauftragte Subjekt und zum andern die natürliche Per-
son, die das Gutachten erarbeitet. Als Auftraggeber hat der Versicherungsträger Anspruch 
darauf, dass die Begutachtung durch die beauftragte Person durchgeführt wird. Die Sub-
stitution oder Weitergabe (selbst eines Teils) des Auftrags an einen anderen Sachverstän-
digen setzt grundsätzlich die Einwilligung des Auftraggebers voraus. Die persönliche Leis-
tungspflicht des Beauftragten schliesst jedoch nicht aus, dass der Experte die Unterstüt-
zung einer Hilfsperson in Anspruch nimmt, die unter seiner Anleitung und Aufsicht handelt, 
um gewisse untergeordnete Hilfsarbeiten auszuführen, zum Beispiel technische Aufgaben 
(Analysen) oder Recherchier- Schreib-, Kopier- oder Kontrollarbeiten. Eine solche durch 
einen qualifizierten Dritten vorgenommene Unterstützung für untergeordnete Hilfsarbeiten 
ist zulässig, ohne dass darin eine zustimmungsbedürftige Substitution zu sehen ist, solan-
ge die Verantwortung für die Expertise, insbesondere die Begründung und die Schlussfol-
gerungen sowie die Beantwortung der Gutachterfragen, in den Händen des beauftragten 
Experten bleiben. Es ist wichtig, dass der beauftragte Gutachter die grundlegenden Auf-
gaben im Rahmen einer medizinischen Expertise im Sozialversicherungsrecht persönlich 
erfüllt, da er genau aufgrund seines Fachwissens, seiner besonderen wissenschaftlichen 
Fähigkeiten und seiner Unabhängigkeit beauftragt wurde. Zu diesen Aufgaben, die nicht 
delegiert werden können, gehören insbesondere die Kenntnisnahme vom Dossier in sei-
ner Gesamtheit und dessen kritische Analyse, die Untersuchung der zu begutachtenden 
Person oder die Gedankenarbeit hinsichtlich der Beurteilung des Falles und der Schluss-
folgerungen, die gezogen werden können, wenn nötig im Rahmen einer interdisziplinären 
Diskussion. Im Zusammenhang mit Art. 44 ATSG resultiert aus dem Gesagten, dass die 
Verpflichtung, den Namen der mit der Begutachtung beauftragten Mediziner im Voraus zu 
kommunizieren, respektive das Recht des Versicherten, diesen Namen zu kennen, dieje-
nige Person betrifft, die durch die Invalidenversicherung mit der Erstellung des Gutachtens 
beauftragt wurde. Diese Verpflichtung erstreckt sich nicht auf den Namen von Dritten, die 
den Experten mit Hilfsarbeiten unterstützen (vgl. zum Ganzen: BGE 146 V 9 E. 4.2.1 ff. mit 
Hinweisen).

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4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die neuerliche Ablehnung eines Rentenan-
spruchs zusammengefasst damit, dass ausgehend von den medizinischen Akten und den 
Stellungnahmen des RAD aus versicherungsmedizinischer Sicht gegenüber dem Zeit-
punkt der ersten Verfügung (27. November 2009) keine wesentliche und dauerhafte Ver-
schlechterung der Arbeitsfähigkeit ausgewiesen sei (BF-act. 2 S. 4).

4.2 Der Beschwerdeführer macht dagegen eine wesentliche Verschlechterung des 
(somatischen und psychosomatischen) Gesundheitszustandes seit der Verfügung vom 
27. November 2009 geltend (act. 1 Ziff. 29 ff.). Ausserdem verneint er die Verwertbarkeit 
des im Verwaltungsverfahren eingeholten neuropsychologischen Gutachtens; dieses sei 
durch eine nicht adäquat ausgebildete Person erstellt worden, welche ihm nicht vorgängig 
mitgeteilt worden sei. Daneben bemängelt er eine mangelhafte Durchführung der Tests 
(act. 1 Ziff. 43 ff.). Schliesslich sieht er sein Akteneinsichtsrecht verletzt, da ihm die Ver-
waltung die Feststellungsblätter nicht herausgegeben habe (act. 1 Ziff. 71 ff.).

5. Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der Verfügung vom 9. September 
2021.

6.
6.1 Mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 25. Juni 2010 wurde die rentenanspruchsver-
neinende Verfügung vom 27. November 2009 bestätigt. Darin wurde ausgeführt, die 
Schmerzproblematik (Finger-/Hand- und Fuss-/Zehengelenke) des Beschwerdeführers sei 
unbestrittenermassen nicht objektivierbar und stehe gemäss übereinstimmender ärztlicher 
Ansicht auch nicht im Vordergrund, sondern sei klar der psychiatrischen Seite zuzuordnen; 
die IV-Stelle Zug habe den Beschwerdeführer zu Recht nur noch psychiatrisch abklären 
lassen. Das entsprechende Gutachten von Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, sei beweiskräftig und es sei darauf abzustellen (IV-act. 49/15 
ff.).

Im Gutachten vom 9. März 2009 kam Dr. C.________ zu folgender Diagnosestellung: Mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine Neurasthenie (ICD-10 F48.0) – ana-
mnestisch multiple Beschwerden wie Müdigkeit, Leistungsschwäche, Muskelschmerzen, 
Schwindelgefühle, Konzentrationsstörungen, etc. – initial Beginn im Rahmen eines Burn-
out-Syndroms (ICD-10 Z73.0) (bestehend seit 2005) sowie eine Agoraphobie mit Pa-
nikstörung (ICD-10 F40.1) aktuell gering, bis höchstens mittelgradig ausgeprägt (beste-

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hend seit 2006). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei der Status nach Anpas-
sungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) (Symptomatik habe im 
Jahr 2007 bestanden). Die Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht 
könne er indes bei den weiteren Diagnosen wie der Coxarthrose, rechts mehr als links, 
des Status nach Appendektomie sowie des anamnestischen Asthma bronchiale nicht be-
urteilen. Bei der Beurteilung und Prognose gelangte Dr. C.________ zum Ergebnis, dass 
der Explorand lernen müsse, seine dysfunktionalen Überzeugungs- und Verhaltensmuster 
zu überwinden und zu neuen Erfahrungen zu kommen. Er empfehle aus psychiatrischer 
Sicht die Weiterführung der bisher gut etablierten Arbeitstätigkeit als therapeutische 
Massnahme. Menschen, die keiner Arbeit nachgingen, bekämen kaum Anerkennung und 
Wertschätzung, was schliesslich das Gefühl des Nichtmehrgebrauchtwerdens verstärken 
würde. Dies solle beim Exploranden vermieden werden. Bei Durchführung der für den Ex-
ploranden zumutbaren therapeutischen Massnahmen könne mit einer mittleren Wahr-
scheinlichkeit mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit gerechnet werden. Insgesamt be-
stehe beim Exploranden aus psychiatrischer Sicht aktuell durch die Neurasthenie und 
durch die Agoraphobie mit Panikstörung eine höchstens mittelgradige Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit. Auf Grund der kognitiven Einschränkungen ergebe sich beim Exploran-
den eine erhöhte Fehleranfälligkeit im Arbeitsprozess, vor allem bei Hektik und bei gros-
sem zeitlichem Druck. Der Explorand weise einen erhöhten Pausenbedarf auf. Bei Stress 
könne es bei ihm zu einer Reduktion des Arbeitstempos und auch zu Blockierungen im 
Arbeitsprozess kommen. Der Explorand sei durch die von ihm als invalidisierend erlebte 
Schmerzproblematik beeinträchtigt, wobei ihm die notwendige Willensanstrengung zur 
Überwindung der Schmerzen aus psychiatrischer Sicht in jedem Fall zugemutet werden 
könne. Die bisherige Tätigkeit sei dem Exploranden im Rahmen von sieben Stunden pro 
Tag zumutbar. Dabei bestehe aus psychiatrischer Sicht aktuell eine Einschränkung der 
Leistungsfähigkeit von höchstens 25 %. Seit 2006 sei der Grad der Arbeitsfähigkeit wech-
selnd gewesen. Aus seiner Sicht stehe eine adäquate Behandlung der Neurasthenie und 
der Agoraphobie mit Panikstörung im Vordergrund. Eine ambulante psychiatrische Be-
handlung mit psychopharmakologischen und kognitiv-behavioralen Therapiestrategien sei 
zu empfehlen. Es seien dem Exploranden im gleichen Masse auch andere Tätigkeiten 
zumutbar. Sofern eine Reintegration in einen Arbeitsprozess vorgenommen werde, so sei-
en folgende Aspekte eines Arbeitsplatzes zu berücksichtigen: Vermeidung von Arbeitssi-
tuationen in Bezug auf sehr enge Räumlichkeiten oder Arbeiten in Menschenansammlun-
gen; gute Einführung in Arbeitsprozesse sowie gute Arbeitsanleitung; regelmässige Ar-
beitszeiten; Hilfe und Unterstützung durch Vorgesetzten, wobei Lob, Anerkennung aber 
auch konstruktive Kritik vermittelt werden sollten; Schaffung von Möglichkeiten für den Ex-

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ploranden, am Arbeitsplatz eigene kognitive Kontrollüberzeugungen, ein Kohärenzerleben, 
Optimismus, die eigene Kontaktfähigkeit sowie ein Erleben von Selbstwirksamkeit auf- und 
auszubauen; Schaffung einer Zeitelastizität sowie einer zeitlichen Regulierbarkeit der Ar-
beitstätigkeit des Exploranden, z.B. im Sinne des Schaffens von Zeitpuffern bei der Fest-
legung von Vorgabezeiten (IV-act. 35). 

6.2 Im Zusammenhang mit der Neuanmeldung vom Januar 2018 und dem späteren 
Vorbescheidverfahren liegen im Wesentlichen die folgenden (medizinischen) Berichte vor:

6.2.1 Vom 21. Juli bis 10. August 2015 absolvierte der Beschwerdeführer eine stationä-
re muskuloskelettale Reha in der D.________. Die Klinik-Ärzte diagnostizierten ein chroni-
sches Fibromyalgiesyndrom (ED 2007) mit ansatztendinotischen Schmerzen der Extre-
mitäten und paravertebral mit schubförmigen Myo- und Arthralgien. Als Nebendiagnosen 
wurden Zustand nach HWS-Distorsionstrauma nach Autounfall 1996, Fingerpolyarthrosen, 
degeneratives Panvertebralsyndrom mit Coxarthrosen beidseits, chronische Depression 
mit Panikattacken und Somatisierung bei Zustand nach langfristiger SSRI-Therapie und 
psychiatrischer Behandlung und Zustand nach wiederholten Erschöpfungszuständen und 
obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (ED 2009 mit vorübergehender CPAP-Therapie) an-
gegeben. In der klinischen Austrittsuntersuchung hätten sich zahlreiche Fortschritte und 
Verbesserungen gezeigt. Der Patient habe sein Körpergewicht auf 90 kg reduzieren kön-
nen. Der toracolumbale Hartspann im Bereich der Wirbelsäule sei nicht mehr vorhanden. 
Die minimalen Abstände AC-Gelenke zu Kinn seien kleiner geworden, rechts 8 cm, links 
13 cm. Die Seitenneigung der HWS sei weniger eingeschränkt, links überhaupt nicht mehr 
und rechts noch zu 1/3. Ebenso seien die Rotationen in der HWS weniger eingeschränkt, 
links 1/3 und rechts überhaupt nicht mehr. Die Seitenneigungen in der Wirbelsäle seien 
nun vollständig möglich. Insbesondere sei hervorzuheben, dass nun auch der Fersengang 
problemlos vorführbar sei. Auch neurologisch hätten sich deutliche Verbesserungen ge-
zeigt. Die Kraft in den Segmenten L4 bis S1 sei deutlich verbessert. Einzig im Segment L3 
(Hüftbeugung) sei die Kraft weiterhin leicht reduziert. Insgesamt sei der Patient bei Austritt 
zufrieden mit den erreichten Therapieergebnissen und könne mit einem verbesserten All-
gemein- und Lokalbefinden entlassen werden. Schliesslich empfahlen die Ärzte die Fort-
führung der Physiotherapie im ambulanten Setting sowie das regelmässige Ausführen des 
erlernten Heimprogramms mit funktionellen Bewegungsübungen und Rumpfkräftigungsü-
bungen. Um auch in Zukunft die erworbenen muskuloskelettalen und neurologischen Fort-
schritte beizubehalten und idealerweise weiter auszubauen, werde empfohlen, die statio-

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näre Reha mindestens einmal jährlich zu wiederholen (Bericht vom 7. August 2015, IV-act. 
61/3 ff.).

6.2.2 Im Bericht vom 27. September 2016 gab Physiotherapeut E.________ an, der Pa-
tient sei im März 2016 bei starken chronischen Verspannungen und Schmerzen um die 
ganze Wirbelsäule und ausstrahlend bis in die Finger in die Therapie gekommen. Vom 
Beginn der Therapie bis jetzt seien die Schmerzen etwas weniger geworden und die Ba-
sisbelastbarkeit habe sich verbessert. Jedoch würden immer wieder Schmerzen eintreten, 
wenn die Belastung auf der Arbeit oder im Alltag zu hoch sei. Als therapeutische Mass-
nahme wurde eine aktive Trainingstherapie zur Verbesserung der Beweglichkeit und Hal-
tung, kombiniert mit manueller Lockerung der Muskulatur angegeben. Das Ziel wäre es, 
die aktive Therapie mit Medizinische Trainings Therapie (MTT) zu kombinieren, um den 
Patienten strukturell mit dem Training begleiten zu können (IV-act. 61/2).

6.2.3 Professor Dr. med. F.________, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
führte in der Plausibilisierungsabklärung vom 26. Januar 2017 zuhanden des Krankentag-
geld-Versicherers beurteilend aus, die diversen Aspekte der Beschwerden des Patienten 
könnten zweifellos durch die nicht behandelte Schlafapnoe erklärt werden. Da der Patient 
die CPAP-Maske wegen Angststörung nicht toleriere, was durchaus authentisch töne, 
könnte eine Therapie mit der nasalen Kanüle versucht werden. Darüber hinaus bestehe 
offensichtlich bei einer bereits in der Jugendzeit sich angedeuteten Ängstlichkeit eine 
Angststörung im Sinne von Panikattacken mit Agoraphobie (ICD-10 F40.01). Anamnes-
tisch hätten auch depressive Phasen bestanden, wobei depressive Störungen oft komor-
bid mit den Angststörungen vorkämen. Zum Zeitpunkt der Untersuchung könne keine de-
pressive Stimmung nachgewiesen werden. Es bestehe darüber hinaus eine grosse Anzahl 
von somatischen Beschwerden. Diese könnten zumindest teilweise (allerdings nicht in vol-
lem Umfang – offenbar seien auch strukturelle Pathologien am Bewegungsapparat objek-
tiviert) als Ausdruck einer Somatisierung im Zusammenhang mit der offensichtlichen affek-
tiven Problematik interpretiert werden. Ein Teil der Beschwerden (zumal muskuläre Ver-
spannungen, der angegebene Hypertonus, insbesondere unter dem Einfluss der kalten 
Temperaturen) imponierten als neuromuskuläre Beschwerden und sollten allenfalls neuro-
logisch abgeklärt werden. Die Abklärung sollte insbesondere im Hinblick auf eine negative 
Rückkopplung zwischen somatischen und psychischen Beschwerden erfolgen, welche 
aufgrund der Anamnese seit längerer Zeit vermutet werden dürfe. Zum aktuellen Zeitpunkt 
präsentiere sich der Patient nicht in einem psychopathologisch auffälligen Zustand, wobei 
bei Angststörungen (welche im Vordergrund des psychiatrischen Krankheitsbildes stän-

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Urteil S 2021 138

den) eine relevante Psychopathologie nicht kontinuierlich nachgewiesen werden müsse. 
Wenn man die Arbeitsfähigkeit ausschliesslich vor dem Hintergrund des aktuellen psycho-
pathologischen Befundes beurteilen würde, müsste diese relativ hoch beurteilt werden. 
Gehe man jedoch davon aus, dass es sich um eine chronifizierte Störung handle und 
Angst bzw. affektive Störungen insgesamt unter Belastungen eskalieren könnten, dann 
dürfe (rein psychiatrisch) von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit (in der bisherigen und in 
einer anderen Tätigkeit) ausgegangen werden. Inwiefern die somatischen Beschwerden 
zusätzlich die Arbeitsleistung beeinträchtigten, werde hier nicht diskutiert. Dabei müsse 
hervorgehoben werden, dass insbesondere eine nicht behandelte Schlafapnoe die we-
sentlichen Funktionen beeinträchtigen könne, was zu einer relevant höheren Arbeitsun-
fähigkeit führen könne. Wegen dieser Störung empfehle sich eine CPAP-Maske. Deren 
mangelnde Akzeptanz wegen Agoraphobie leuchte ein. Doch sei diese mit einer gezielten 
kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung therapierbar, was auch wegen anderer 
potenziell negativer Folgen der Schlafapnoe dringend zu empfehlen sei. Als (Arbeits-) 
Diagnose gab Dr. F.________ Folgendes an: Agoraphobie mit Panikattacken (ICD-10 
F40.01); rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig weitgehend remittiert (ICD-10 
F33.4); darüber hinaus (nicht psychiatrisch) Verdacht auf schwere Schlafapnoe-Syndrom 
(dringend behandlungsbedürftig); Verdacht auf Refluxkrankheit. Zur Therapie und zum 
Prozedere gab er an, die medikamentöse Behandlung scheine adäquat. Immerhin habe 
mit dieser eine weitgehende Remission der (aktenkundigen) rezidivierenden depressiven 
Störung erreicht werden können. Inwiefern eine spezifische kognitiv-
verhaltenstherapeutische Behandlung durchgeführt worden sei, könne anhand der Doku-
mentation nicht beurteilt werden. Allerdings würden vom Patienten keine Elemente einer 
solchen Therapie angegeben. Wenn eine solche Therapie nicht durchgeführt wurde, sollte 
diese versucht werden. Dringend angezeigt sei eine Behandlung der Schlafapnoe, wobei 
auch diesbezüglich eine spezifische kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlung ver-
sucht werden sollte. Eine Prognose könne in Unkenntnis der tatsächlich durchgeführten 
Behandlung nicht gemacht werden, wobei die Prognose von affektiven Störungen (Angst 
und depressive Störung) bei einer spezifischen kognitiv-verhaltenstherapeutischen Be-
handlung grundsätzlich positiv sei, zumal in Kombination mit Medikation (IV-act. 69/113 
ff.).

6.2.4 Dem Bericht des Pneumologen Dr. med. G.________ vom 11. Mai 2017 ist zu 
entnehmen, dass die aktuelle Polygraphie eine Zunahme der obstruktiven Ereignisse mit 
einem AHI von 70/h zeige. Der Patient sei motiviert, die CPAP-Therapie nochmals zu ver-
suchen (IV-act. 94/8 f.).

12

Urteil S 2021 138

6.2.5 Am 19. Juni 2017 habe der Patient berichtet, die CPAP-Therapie habe initial Mühe 
bereitet, mittlerweile habe er sich aber daran gewöhnt. Er müsse aber abends eine halbe 
Tablette Dormicum zum Schlafen nehmen. Er merke, dass er tagsüber deutlich weniger 
müde sei. Im Gerätedownload habe sich eine Nutzung an 70 % der Nächte mit einer 
durchschnittlichen nächtlichen Nutzung von vier Stunden gezeigt. Der geräteseits gemes-
sene Rest-AHI betrage vier Stunden. Somit scheine die Therapie gut eingestellt zu sein, 
werde auch relativ konsequent genutzt (Bericht von Dr. G.________ vom 20. Juni 2017, 
IV-act. 94/6 f.).

6.2.6 Nach Durchführung eines MRI anlässlich einer Erstkonsultation Anfang August 
2017 bei Verdacht auf idiopathischen Gesichtsschmerz rechts hielt Dr. med. H.________, 
Fachärztin für Neurologie FMH, im Bericht vom 23. August 2017 fest, dass keine nach-
weisbare Pathologie gefunden worden sei, welche die klinische Symptomatik erkläre (IV-
act. 98/1 ff.).

6.2.7 Im Bericht vom 6. Dezember 2017 gab Dr. G.________ an, der Patient berichte 
von Problemen mit der CPAP-Therapie. Im Gerätedownload zeige sich eine Nutzung an 
praktisch 100 % der Nächte mit einer durchschnittlichen Nutzung von 4,5 Stunden. Der 
geräteseits gemessene Rest-AHI betrage drei Stunden. Die Therapie scheine gut einge-
stellt zu sein und werde zwar regelmässig benutzt, jedoch pro Nacht etwas zu knapp. Er 
habe dem Patienten empfohlen, den Befeuchter etwas hoch zu stellen. Zudem sei sicher 
eine HNO-Standortbestimmung indiziert, da auch ein upper Airway cough Syndrom vor-
handen sein könne. Das Pulmicort solle er für 2–4 Wochen einnehmen; falls der Husten 
dann nicht verschwinden sollte, könne er sich gerne wieder melden. Ansonsten sei eine 
reguläre Verlaufskontrolle der CPAP-Therapie in 12 Monaten geplant (IV-act. 94/4 f.).

6.2.8 Doktor med. I.________, Rheumatologie und Innere Medizin FMH, gab im Bericht 
vom 13. Dezember 2017 folgenden Diagnosen an:

- teilweise erosive Heberden-Arthrosen

- DD Psoriasisarthropathie

- Fibromyalgiesyndrom

- Polyarthralgien der Hände und Füsse und plantare Fersenschmerzen beidseits

- DD Psoriasisarthropathie

- Chronisches Lumbovertebralsyndrom

- Coxarthrosen beidseits linksbetont

13

Urteil S 2021 138

- Chronische Depression mit Panikattacken/Somatisierung

- Chronisches obstruktives Schlafapnoesyndrom

- Idiopathische Gesichtsschmerzen rechts

- Hypertonie

In der Anamnese wurde ausgeführt, seit ca. 15 Jahren beständen skelettale und artikuläre 
Beschwerden, vor allem Gelenkschmerzen im Bereich der Hände und Füsse und lumbale 
und cervikale Rückenschmerzen, mit im Verlauf subjektiv zunehmenden Bewegungsein-
schränkungen mit Blockaden in den betroffenen Gelenken und am Rücken. 2007 sei in 
Leukerbad ein Fibromyalgiesyndrom diagnostiziert worden, 2008 Polyarthrosen. Subjektiv 
bestehe eine zunehmende Funktionseinschränkung im Bereich der Hände mit Schmerzen 
beim Faustschluss und Kraftverlust, Morgensteifigkeit bis 15 Minuten in den Händen, mit 
Besserung durch Wärme. Daneben auch Bewegungsschmerzen in den Schultergelenken 
rechts mehr als links, mit Einschränkung im Schürzengriff. Beurteilend gab Dr. I.________ 
an, zu einem Fibromyalgiesyndrom passend beständen chronische multifokale Polyar-
thralgien der Hände und Füsse, mit Myalgien und multifokalen Ansatztendinopathien, mit 
mässiger Bewegungseinschränkung am Achsenskelett lumbal und cervikal bei radiolo-
gisch nachweisbaren, teilweise erosiven Heberden-Arthrosen sowie Coxarthrosen beid-
seits und weiteren klinischen muskulären Beschwerden. Wegen teilweise erosi-
ver/produktiver Veränderung im DIP-Gelenk III rechts sowie auffälligen Verknöcherungen 
im Bereich des Längsbandes lumbal, bei erhaltenen Bandscheibenzwischenräumen, Ver-
änderungen, welche an Syndesmophyten/Parasyndesmophyten erinnerten, wäre differen-
zialdiagnostisch noch eine Psoriasisarthropathie in Betracht zu ziehen. Da das ISG in der 
konventionellen Beckenröntgenaufnahme nicht konklusiv beurteilbar sei, habe er noch ei-
ne MRT-Untersuchung veranlasst. Am Integument finde man keine sicheren Hinweise für 
eine Psoriasis. Therapeutisch könnte man noch eine Antiarthrosebehandlung mit Chondo-
protektiva versuchen, daneben Weiterführung einer regelmässigen mobilisierenden und 
stabilisierenden Gymnastik sowie regelmässige Fingergymnastikübungen mit einem 
Schaumstoffball (IV-act. 60/5 ff.).

6.2.9 Bezugnehmend auf den Bericht vom 13. Dezember 2017 gab Dr. I.________ im 
Bericht vom 10. Januar 2018 folgenden Diagnosen an:

- teilweise erosive Heberden-Arthrosen

- Fibromyalgiesyndrom

- Polyarthralgien der Hände und Füsse und plantare Fersenschmerzen beidseits

- DD Psoriasisarthropathie

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Urteil S 2021 138

- Chronisches Lumbovertebralsyndrom bei

- Chondrose und Diskusprotrusion L4/5, kleine mediane Diskushernie L5/S1

- Coxarthrosen beidseits linksbetont

- Chronische Depression mit Panikattacken/Somatisierung

- Chronisches obstruktives Schlafapnoesyndrom

- Idiopathische Gesichtsschmerzen rechts

- Hypertonie

- Plantarer Fersensporn beidseits

Die MRI-Untersuchung habe lediglich degenerative Veränderungen und Diskusprotrusio-
nen gezeigt, aber keine Hinweise für eine Spondyloarthropathie oder ISG-Arthritis. Unter 
der eingeleiteten Behandlung mit Vimovo sei es zwischenzeitlich zu einer 30-40%igen 
Schmerzlinderung gekommen, vor allem weniger Kreuzschmerzen und weniger Schmer-
zen in den Füssen. Der Patient werde diese Behandlung weiterführen; evtl. könne man die 
Dosis auf eine Tablette täglich reduzieren. Daneben seien weiterhin regelmässige und 
stabilisierende Gymnastikübungen indiziert (IV-act. 60/2 f.).

6.2.10 Doktor med. J.________, Innere Medizin FMH, bestätigte dem Beschwerdeführer 
mit Zeugnis vom 15. Januar 2018, dass sich sein Gesundheitszustand, insbesondere im 
muskuloskelettalen Bereich, in den letzten Jahren (seit 2008) verschlechtert habe (IV-
act. 60/1).

6.2.11 Doktor med. K.________, Facharzt Psychiatrie FMH, gab im Arztzeugnis vom 
27. Januar 2018 an, der Patient sei seit 2009 in unregelmässigen Abständen bei ihm in 
psychiatrischer Behandlung. Während den letzten zwei Jahren habe er zusehen können, 
wie es dem Patienten somatisch und psychisch immer schlechter gegangen sei. Trotz in-
tensiver schulmedizinischer und paramedizinischer Therapien habe das Zustandsbild nicht 
verbessert werden können. Objektiv sichtbar seien bei jeder Sitzung die zunehmend ge-
schwollenen und geröteten Finger und Fussgelenke und der einschränkte Gang. Beim 
Händegeben jucke er vor Schmerz kurz zusammen und berichte, dass er durch die Ge-
lenkbeschwerden sowohl im privaten Bereich (Haushalt machen, sportliche Betätigung) 
wie auch im beruflichen (am Computer schreiben, schwerere Sachen tragen) immer mehr 
Einschränkungen in Kauf nehmen müsse. Dazu komme aufgrund des schweren Apnoe-
Syndroms eine wiederkehrende Tagesmüdigkeit mit Verminderung des Aufnahmevermö-
gens, des Gedächtnisses, der Konzentration, und es kämen neu auch Versprecher oder 
Wortfindungsstörungen bei der Kundenberatung hinzu. Das nächtliche Tragen der CPAP-

15

Urteil S 2021 138

Maske sei fast unmöglich, da der Patient trotz intensiver Verhaltenstherapie bei der Atem-
therapeutin immer wieder in Panik gerate, nicht schlafen könne oder die Maske im Schlaf 
wegreisse. Alle diese somatischen Beeinträchtigungen hätten zu einem therapieresisten-
ten chronischen psychophysischen Erschöpfungszustand mit Mangel an Freude, Interes-
se, Motivation, Lust und Energie geführt, starker innerer Anspannung und Nervosität mit 
Stressintoleranz und folglich zu einer Verminderung der Leistung am Arbeitsplatz. Ein wei-
terer Punkt, der die Befindlichkeit stark beeinträchtige, sei der sich mehrende Tinnitus. 
Medikamentös sei vieles ausprobiert worden, ohne jedoch eine erfolgreiche Verbesserung 
erzielen zu können (IV-act. 61/1).

6.2.12 RAD-Arzt Dr. med. L.________, Facharzt Allgemeine Innere Medizin FMH, fasste 
in seiner Stellungnahme vom 5. Februar 2018 die Neuakten zusammen und kam zum 
Schluss, dass diesen im Wesentlichen dieselben bzw. ähnliche Beschwerden/Symptome 
wie zum Zeitpunkt der letzten Verfügung entnommen werden könnten. Vordergründig be-
klage der Versicherte Schmerzen v.a. im Bereich der Hände und Füsse beidseits sowie 
lumbale und zervikale Rückenschmerzen mit subjektiv im Verlauf zunehmenden Bewe-
gungseinschränkungen. Schmerzassoziiert werde auch über Konzentrations-, Aufmerk-
samkeits- und Gedächtnisprobleme berichtet und diese zudem mit der Schlaf-Apnoe-
Problematik begründet. Über die fachärztlich rheumatologisch erhobenen hinausgehende 
Befunde liessen sich den Berichten indes nicht entnehmen. Eine zwischenzeitlich wieder 
erfolgte Gewichtszunahme erkläre einen der Teil der vom Versicherten beklagten Sym-
ptomatik und begünstige insbesondere die an sich behandelbare Schlaf-Apnoe-
Symptomatik. Die unstrittigen degenerativen Veränderungen tieflumbal, im Bereich der 
Hüftgelenke und der Fingergelenke bedingten eine qualitative Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit dahingehend, dass dem Versicherten körperlich schwere und überwiegend mit-
telschwere ebenso wie überwiegend gehend/stehende Tätigkeiten nicht zumutbar seien. 
Bezogen auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Versicherungsberater ergebe sich hieraus 
indes keine über die bisherige hinausgehende Einschränkung der Arbeits- bzw. Leistungs-
fähigkeit; dies nicht zuletzt auch unter Berücksichtigung, dass zwischenzeitlich unter der 
eingeleiteten Analgetika-Behandlung eine 30-40%ige Schmerzreduktion eingetreten sei. 
Auf psychiatrischem Fachgebiet werde behandlerseitig mit subjektiven Angaben bzw. 
Äusserungen argumentiert, ohne dass ein detaillierter psychopathologischer Befund und 
eine ICD-10-gestützte Diagnose gestellt werde. Die bereits früher beklagten multiplen Be-
schwerden im Sinne von Müdigkeit, Leistungsschwäche, Muskelschmerzen, Konzentrati-
onsstörungen, etc. seien im gleichen Kontext der Neurasthenie zu erklären, wie dies be-
reits zum Zeitpunkt der Begutachtung durch Dr. C.________ der Fall gewesen sei. Dass 

16

Urteil S 2021 138

die degenerativen Veränderungen (distale LWS, Hüftgelenke, Fingerend-Gelenke) zwi-
schenzeitlich progredient waren, werde nicht bestritten, während hiervon jedoch bezogen 
auf die zuletzt ausgeübte, körperlich leichte und potenziell wechselbelastende Tätigkeit 
keine über die bisherige hinausgehende Einschränkung zu erwarten sei (IV-act. 62).

6.2.13 Doktor K.________ gab im Fragebogen vom 19. April 2018 an, der Patient sei bei 
ihm seit 2009 in psychiatrischer Behandlung; erste Anzeichen der somatischen und psy-
chischen Störung (rezidivierendes angstdepressives Zustandsbild mit Mangel an Freude, 
Lust, Energie, Interesse und Motivation, innerer Unruhe und Anspannung, Konzentrations-
störungen mit vermindertem Aufnahmevermögen, Grübeln und Sorgedenken, 
Schlafstörungen, Muskelverkrampfungen, Herzklopfen und zurzeit starker Tinnitus; dazu 
extreme Tagesmüdigkeit und Tagesschläfrigkeit, auf viele Jahre bestehendes Apnoe-
Syndrom zurückzuführen) beständen seit ca. 2006. Die CPAP-Maske trage er nachts ma-
ximal zwei Stunden, aus panischer Angst vor Ersticken reisse er diese automatisch wieder 
herunter. Als Hauptursache für die rezidivierenden depressiven Verstimmungen seien ak-
tuell v.a. die polyarthrotischen Veränderungen der Finger und das degenerative Panverte-
bralsyndrom mit Coxarthrosen beidseits zu betrachten. Die Schmerzschübe und Schwel-
lungen an den Fingergelenken und den unteren Extremitäten würden den Patienten so-
wohl beim Arbeiten am Computer wie auch in den alltäglichen Aufgaben sehr behindern. 
Die Einschränkungen seien zeitweise schon bei einfachen Handhabungen zu sehen wie 
z.B. Mühe, eine Flasche zu öffnen, oder sich den Hintern zu putzen. Er habe z.T. extreme 
Beschwerden beim Gehen und könne zeitweise den Kopf kaum mehr drehen. Einschrän-
kend seien in der Folge starke Muskelverspannungen im Hals-Nackenbereich, die je nach 
Schmerzen zunähmen. Der Patient sei wegen dieser Symptomatik mehr oder weniger 
immer in Therapie (Atem-, Massage- und Physiotherapie). Der Verlauf der Arbeitsunfähig-
keit sei wie folgt: Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 5. April 2016 bis auf weiteres; Arbeits-
unfähigkeit von 70 % vom 1. September 2016 bis 4. April 2016 [recte wohl: 2018]. Zum 
Befund führte Dr. K.________ Folgendes aus: Konzentration und Aufmerksamkeit leicht 
vermindert; Gedächtnisleistungen unauffällig: keine Anzeichen für Wahrnehmungs- oder 
Denkstörungen; Gefühlsstimmung bedrückt, Mangel an Freude, Motivation und Antrieb. 
Häufig negatives Gedankenreisen, aktuell verstärkt durch Kündigung. Als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte der Arzt ein Schlafapnoe-Syndrom, eine rezidi-
vierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0), Panikattacken 
(ICD-10 F41.0) sowie ein muskulo-skelettales Beschwerdebild bei polyarthrotischen Ver-
änderungen. Zur Prognose betreffend Arbeitsfähigkeit gab Dr. K.________ an, der Patient 
möchte 50 % erreichen; es komme darauf an, ob sich die somatischen Leiden verbesser-

17

Urteil S 2021 138

ten; in einer leidensangepassten Tätigkeit seien 3-4 Stunden pro Tag, vielleicht eine 
50%ige Arbeitsleistung möglich. Faktoren seien die polyarthrotischen Veränderungen mit 
muskuloskelettalen Störungen und das schwere Apnoesyndrom mit Tagesmüdigkeit (IV-
act. 76).

6.2.14 In der Stellungnahme vom 11. Juni 2018 führte RAD-Arzt Dr. L.________ aus, die 
behandlerseitig attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % werde mit polyarthralgischen Be-
schwerden, einer ängstlich-depressiven Störung und einem Schlaf-Apnoe-Syndrom be-
gründet. Die Behandlung der Schlaf-Apnoe werde einerseits durch eine zuletzt neuerliche 
Gewichtszunahme und eine im Kontext der Angststörung vorhandene Maskenintoleranz 
kompliziert bzw. verunmöglicht, während gleichzeitig von Prof. F.________ darauf hinge-
wiesen worden sei, dass dies durch eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlung 
behoben werden könne. Zum Zeitpunkt der psychiatrischen Exploration im Januar 2017 
habe sich der Versicherte psychopathologisch unauffällig präsentiert, weshalb dann 
gleichwohl eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert werde, leuchte aus internistischer 
Sicht nicht ein. Auch Dr. K.________ sei zuletzt von einer höchstens leichtgradigen de-
pressiven Störung ausgegangen. Dieser komme angesichts der chronischen Schmerzsi-
tuation indes kein eigenständiger Krankheitswert zu, sondern sei im Kontext der zuletzt mit 
Degenerationen erklärbaren muskuloskelettalen Beschwerden durchwegs erklärbar. Die 
Degenerationen ihrerseits bedingten bezogen auf die zuletzt ausgeübte körperlich leichte, 
potenziell wechselbelastende Tätigkeit keine funktionellen Einschränkungen. Zusammen-
fassend hielt der RAD-Arzt fest, die Verschlechterung des Gesundheitszustandes bzw. die 
postulierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % werde überwiegend mit psychischen Problemkrei-
sen begründet, was für den Allgemeinmediziner nicht nachvollziehbar sei, weshalb das 
Dossier RAD-Arzt M.________, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, vorzulegen sei 
(IV-act. 77).

6.2.15 RAD-Arzt M.________ hielt in der Stellungnahme vom 14. Juni 2018 fest, Dr. 
K.________ habe im Bericht vom 27. Januar 2018 keine ICD-10-Diagnose gestellt; am 19. 
April 2018 spreche er dann von einem rezidivierenden angstdepressiven Zustandsbild und 
diagnostiziere dieses dann in Kombination mit einer rezidivierenden depressiven Störung, 
gegenwärtig leichte Episode ICD-10 F33.0 mit Panikattacken F41.0. Hinsichtlich der Ar-
beitsfähigkeit attestiere er 3-4 Stunden mit einer Arbeitsleistung von 50 %, eingliederungs-
einschränkende Faktoren seien dann aber ausschliesslich somatische. Doktor F.________ 
sehe einen wesentlichen Teil der psychischen Beschwerden im Zusammenhang mit dem 
Schlaf-Apnoe-Syndrom, welches aufgrund einer Angstsymptomatik (Agoraphobie mit Pa-

18

Urteil S 2021 138

nikattacken F40.01) nur unzureichend behandelt werden könne; eine als rezidivierend ein-
geschätzte depressive Symptomatik sei zum Zeitpunkt der Untersuchung als remittiert an-
gesehen worden; trotz weitgehend fehlender psychopathologischer Befunde attestierte 
Dr. F.________ aufgrund der Dauer der Angstproblematik und der Möglichkeit einer Ver-
schlechterung unter Belastung eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 50 %; neben 
der medikamentösen Behandlung empfehle der Untersucher eine spezifische kognitiv-
verhaltenstherapeutische Psychotherapie. 

Hinsichtlich der beschriebenen depressiven Störung könne eine wesentliche Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit nicht bestätigt werden; hinsichtlich Angstkomponente, welche of-
fenbar auch die Behandlung der Schlaf-Apnoe erschwere, sei soweit erkennbar die Emp-
fehlung von Dr. F.________ betr. kognitiv-verhaltenstherapeutische Therapie nicht umge-
setzt worden; aufgrund der bestehenden psychischen Problematik erscheine allenfalls ei-
ne Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20–30 % gerechtfertigt, womit die aktuelle Si-
tuation weitgehend derjenigen von 2009 entspreche, als Dr. C.________ das gesamte 
psychische Zustandsbild als eine Kombination von einer Neurasthenie mit einer Agora-
phobie mit Panikstörung interpretiert habe (IV-act. 78).

6.2.16 Im Bericht vom 15. März 2019 gab Dr. G.________ an, der Patient berichte von 
grosser Mühe mit der CPAP-Therapie; er sei zu unruhig und toleriere die Maske nicht; die 
Situation habe sich seit der letzten Kontrolle verschlechtert. Im Gerätedownload zeige sich 
eine entsprechend schlechte Nutzung in lediglich knapp 50 % der Nächte mit einer durch-
schnittlichen nächtlichen Nutzung von knapp zwei Stunden. Der geräteseits gemessene 
Rest-AHI betrage vier Stunden. Somit wäre die Therapie wahrscheinlich gut eingestellt, 
werde jedoch kaum genutzt. Ob Müdigkeit allein aufgrund des Schlafapnoe beginne, sei 
fraglich; vermutlich habe die Depression auch einen grossen Anteil; der Patient müsse 
seine Gesamtsituation in den Griff bekommen, damit die CPAP-Therapie funktioniere (IV-
act. 98/4 f.)

6.2.17 In der Stellungnahme vom 19. März 2019 hielt RAD-Arzt Dr. L.________ fest, den 
Neuakten könnten faktisch auf der Befundebene keine Informationen entnommen werden, 
welche eine von der bisherigen abweichende Einschätzung zu begründen vermögen. Zu-
mal die beklagten Probleme (affektive Störung, Neurasthenie, Schmerzen, Tinnitus, ob-
struktives Schlafapnoe-Syndrom) und die damit assoziierten Beschwerden auf der funktio-
nellen Ebene und bezogen auf die angestammte, körperlich leichte, jedoch kognitiv an-
spruchsvolle Tätigkeit als Versicherungsberater potenziell mit vordergründigen, neuroko-

19

Urteil S 2021 138

gnitiven Defiziten verbunden seien, wären diese mittels einer neuropsychologischen Tes-
tung zu objektivieren, wobei zwingend geeignete Tests zur Symptom- bzw. Beschwerde-
validierung zur Anwendung kommen sollten. Ob darüber hinausgehend vertiefte Abklärun-
gen auf den Fachgebieten der Allgemeinen Inneren Medizin, Rheumatologie, Neurologie, 
HNO, Pneumologie, Psychiatrie zu tätigen wären, wäre gegebenenfalls von den erhobe-
nen Ergebnissen der neuropsychologischen Testung/Begutachtung (Validität der Ergeb-
nisse) abhängig zu machen (IV-act. 95).

6.2.18 Doktor med. N.________, FMH ORL, diagnostizierte im Bericht vom 27. März 
2019 u.a. einen dekompensierten Tinnitus beidseitig, rechtsbetont, und führte aus, beim 
Patienten komme es bei kombinierter rechtsbetonter Schwerhörigkeit zur verstärkten 
Wahrnehmung des rechtsbetonten Tinnitus. Die subjektive Wahrnehmung fluktuiere stark 
und führe teilweise zu Dekompensationen. Bekannterweise exazerbiere die Symptomatik 
des dekompensierenden Tinnitus im Rahmen von Verspannungen im Schulter- und Na-
ckenbereich. Beim bekannten chronischen degenerativen Panvertebralsyndrom zeige der 
Patient druckdolente Triggerstellen im Bereich der Muskulatur und der Muskelansätze an 
der Schädelbasis. Eine Exazerbation der subjektiven Wahrnehmung des vorhandenen 
Tinnitus sei mit dieser Konstellation offensichtlich und werde regelmässig beobachtet. Aus 
pharmakologischer Sicht sei man leider am Anschlag, was die Behandlung des Tinnitus 
angehe (IV-act. 100).

6.2.19 Nach Würdigung der Neuakten kam RAD-Arzt L.________ am 18. April 2019 zum 
Schluss, vordergründig verblieben zahlreiche subjektive Symptome wie Schmerzen, Mü-
digkeit, Erschöpfung, Angst, Tinnitus, etc., welche sich schlecht objektivieren bzw. messen 
liessen, während deren funktionellen Auswirkungen auf die Kognition sehr wohl mittels 
neuropsychologischer Testung objektiviert werden könnte, vorausgesetzt, dass dabei vali-
de Untersuchungsergebnisse erhoben werden könnten (IV-act. 101).

6.2.20 Im Neuropsychologischen Fachgutachten vom 1. Oktober 2020 wurden keine neu-
ropsychologischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt; als Diagno-
se ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine wahrscheinliche Aggravation ko-
gnitiver Defizite und psychischer Beeinträchtigungen angegeben (IV-act. 116/25).

6.2.21 In der Stellungnahme vom 16. Oktober 2020 gab Dr. L.________ an, das Gutach-
ten sei inhaltlich und formal korrekt und vermöge die an ein medizinisches Gutachten ge-
stellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen; es sei eine Aktenaktualisierung betref-

20

Urteil S 2021 138

fend die somatischen Leiden (Rheumatologie, Neurologie, Pneumologie, Psychiatrie) vor-
zunehmen, gegebenenfalls zudem eine interdisziplinäre Fallbesprechung zwecks Festle-
gung der weiteren Fallstrategie (IV-act. 118).

6.2.22 Doktor K.________ gab im Verlaufsbericht vom 6. November 2020 an, der Ge-
sundheitszustand das Patienten habe sich verschlechtert. Als Diagnosen nannte er ein 
Schlafapnoe-Syndrom, rezidivierende depressive Episoden mit schwerem psychophysi-
schem Erschöpfungszustand bei chronisch zunehmenden muskuloskelettalen Beschwer-
den und massiver Zunahme der Gelenksschmerzen an Händen, Fingern und Füssen und 
Panikattacken. Seit dem letzten Bericht hätten die physischen und psychischen Be-
schwerden eine derartiges Ausmass angenommen, dass sich die Belastbarkeit des Pati-
enten enorm stark reduziert habe. Schon geringe körperliche Aktivitäten führten zu einer 
Erschöpfung und Schmerzen, sodass der Patient, wenn er sich hinlegen könne, sofort ein-
schlafe. Ebenso seien die kognitive Konzentrationsfähigkeit und das Aufnahmevermögen 
stark abgesunken. Mehrere Versuche, die Arbeitsleistung zu steigern, seien aufgrund der 
chronischen psychophysischen Erschöpfbarkeit gescheitert. Es bestehe eine Arbeitsfähig-
keit von maximal 20–30 %; oft bestehe auch eine völlige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 124).

6.2.23 RAD-Arzt Dr. L.________ hielt am 24. November 2020 fest, den im Rahmen der 
Aktenaktualisierung beigebrachten medizinischen Neuakten könnten auf der objektiven 
Befundebene (somatisch und psychopathologisch) keine neuen Informationen entnommen 
werden, welche eine von der bisherigen abweichende Beurteilung zu begründen vermö-
gen. Nebst der fortgeführten fachärztlich psychiatrischen Behandlung fänden sich keine 
Hinweise auf zeitnah stattgehabte fachärztliche Diagnostiken/Behandlungen auf somati-
schem Fachgebiet (IV-act. 127).

6.2.24 Die Neurologen des Kantonsspitals O.________ gaben im Bericht vom 15. Januar 
2020 an, die beim Patienten seit 2008 bestehenden und über die Jahre zunehmenden 
krampfartigen und mit einer erhöhten Verspannung einhergehenden muskulären Schmer-
zen seien nicht auf eine neuromuskuläre Erkrankung zurückzuführen. Deren Ursache blei-
be ungeklärt. Die Hyperästhesie/Dysästhesie im Bereich der Füsse sei mit einer prädiabe-
tischen Polyneuropathie vereinbar. Eine Schwäche der Fusshebung bei Angabe eines 
Hängenbleibens des linken Fusses habe sich in der klinischen Untersuchung nicht darstel-
len lassen. Bei einer in der Untersuchung auffallenden Steifigkeit beim Gehen, sei eine 
rheumatologische Erkrankung im Sinne einer Polymyalgia rheumatica diskutiert worden. 
Differentialdiagnostisch komme eine Leistungsintoleranzerkrankung, auch als chronisches 

21

Urteil S 2021 138

Fatigue Syndrom, in Frage, insbesondere in Zusammenschau der berichteten begleiten-
den Symptome wie erhöhte Ermüdbarkeit, trotz Anwendung der CPAP-Maske bei schwe-
rem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. 
Therapeutisch werde ein pragmatischer Ansatz empfohlen; bei Angabe einer Besserung 
der Müdigkeit und der Schmerzen unter Einnahme von CBD-Tropfen und einer deutlichen 
Besserung der Verspannung der Muskulatur unter Einnahme von Sirdalud in der Vergan-
genheit wurde der Ausbau der Therapie mit CBD-Öl und die Wiederaufnahme der Thera-
pie mit Sirdalud besprochen (IV-act. 135).

6.2.25 In der Stellungnahme vom 25. Februar 2021 hielt RAD-Arzt Dr. L.________ fest, 
den Neuakten liessen sich auf der objektiven Befundebene keine neuen Informationen 
entnehmen, welche eine von den bisherigen abweichende Beurteilung zu begründen ver-
mögen. Zur Festlegung der weiteren Fallstrategie erachte er die Durchführung einer inter-
disziplinären Fallbesprechung weiterhin als angezeigt/sinnvoll (IV-act. 137).

7.
7.1 Zu prüfen ist zunächst, ob den Neuakten eine revisionsrelevante wesentliche Än-
derung in den tatsächlichen Verhältnissen des Beschwerdeführers seit der Verfügung vom 
27. November 2009 zu entnehmen ist. Die Beschwerdegegnerin verneinte dies gestützt 
auf die medizinischen Akten und die Stellungnahmen des RAD.

7.2 Der Beschwerdeführer bestreitet zu Recht nicht, dass die ("sehr starke") Ein-
schränkung durch die Müdigkeit bereits bei der Erstanmeldung im Jahr 2008 Thema war. 
Wenn er nun geltend macht, dieses Leiden sei damals im Zusammenhang mit dem Burn-
Out bzw. im Kontext der Diagnosen Narkolepsie und nichtorganische Insomnie re-
sp. Neurasthenie gesehen worden, wohingegen mittlerweile klar sei, dass dieses auf die 
Schlafapnoe zurückzuführen sei, so ist er darauf hinzuweisen, dass eine andere diagnos-
tische Einschätzung bekannter Befunde und Symptome revisionsrechtlich gerade nicht 
beachtlich ist (E. 3.3). Offen bleiben kann daher, ob die beschwerdeführerische Ansicht 
bzgl. unterschiedlicher Diagnostik in den medizinischen Akten – insbesondere in den Arzt-
berichten des Pneumologen Dr. G.________ – überhaupt eine hinreichende Stütze findet, 
merkte dieser im Bericht vom 15. März 2019 doch an, dass fraglich sei, ob die Müdigkeit 
allein aufgrund der Schlafapnoe beginne (IV-act. 98/4 f.).

Der Rheumatologe Dr. I.________ ordnete die Heberden-Arthrosen dem bereits im Jahre 
2007 diagnostizierten Fibromyalgiesyndrom zu. In therapeutischer Hinsicht zog er eine An-

22

Urteil S 2021 138

tiarthrosebehandlung mit Chondoprotektiva in Betracht, daneben regelmässige Finger-
gymnastikübungen mit einem Schaumstoffball. Ausgehend von einer MRI-Untersuchung 
ging er von lediglich degenerativen Veränderungen und Diskusprotrusionen aus; Hinweise 
für eine Spondyloarthropathie oder ISG-Arthritis fand er nicht. Vor diesem Hintergrund 
leuchtet die Einschätzung von RAD-Arzt Dr. L.________ vom 5. Februar 2018 ein, wonach 
im Vergleich zum Zeitpunkt der Erstverfügung bezogen auf die Beschwerden an den Hän-
den bzw. Fingern und am Rücken keine wesentliche Veränderung resp. Verschlechterung 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen sei.

Auch hinsichtlich der psychischen Beschwerden ist ausweislich der Akten nicht von einer 
deutlichen Verschlechterung auszugehen. Professor F.________ ging im Januar 2017 
namentlich von der bekannten Diagnose einer Agoraphobie mit Panikattacken aus; die re-
zidivierende depressive Störung erachtete er als weitgehend remittiert. Der Beschwerde-
führer habe sich psychopathologisch unauffällig gezeigt. Ausgehend vom psychopatholo-
gischen Befund beurteilte er die Arbeitsfähigkeit als relativ hoch. RAD-Arzt Dr. L.________ 
hielt im Februar 2018 sodann zu Recht fest, dass der behandelnde Psychiater zunächst 
(Bericht vom 27. Januar 2018) keinerlei Diagnosen nach ICD-10 gestellt habe und sich 
das Beschwerdebild weitgehend im Kontext der bereits von Dr. C.________ diagnostizier-
ten Neurasthenie erklären lasse. Im Bericht vom 19. April 2018 ging Dr. K.________ so-
dann (auch) von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode 
(ICD-10 F33.0), aus, wobei die Einschätzung des RAD, wonach dieser angesichts der 
chronischen Schmerzsituation kein eigenständiger Krankheitswert zukomme, einleuchtet, 
zumal auch Dr. K.________ zur Prognose der Arbeitsfähigkeit ausführte, es komme dar-
auf an, ob sich die somatischen Leiden verbesserten. 

Dem Bericht von Dr. N.________ ist schliesslich nicht zu entnehmen, dass sich der Tinni-
tus wesentlich auf die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführer auswirkt.

In Anbetracht der zahlreichen subjektiven Symptome wie Schmerzen, Müdigkeit, Erschöp-
fung, Angst und Tinnitus liess die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer auf Anraten 
des RAD zwecks Evaluierung der funktionellen Auswirkungen auf die Kognition sodann 
neuropsychologisch begutachten. Der Beschwerdeführer bestreitet die Verwertbarkeit des 
entsprechenden Gutachtens.

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7.3
7.3.1 Nachdem der Beschwerdeführer im verwaltungsinternen Verfahren geltend ge-
macht hatte, das Gutachten sei u.a. darum nicht verwertbar, weil es entgegen der Ankün-
digung nicht durch Dr. P.________, sondern durch den (dannzumal) unzureichend qualifi-
zierten M.Sc. Q.________ erstellt worden sei, forderte die Beschwerdegegnerin Dr. 
P.________ mit Verweis auf vom Beschwerdeführer formulierte Fragen zur Stellungnahme 
auf (IV-act. 136; 140). 

In der Stellungnahme vom 28. Mai 2021 gab Dr. P.________ an, ihr persönlicher Aufwand 
habe im Aktenstudium, der Planung der Untersuchung inklusive Auswahl der eingesetzten 
Testverfahren, der Durchführung wesentlicher Teile der Exploration, der fortlaufenden Su-
pervision, dem Gegenlesen sowie Korrektur und Ergänzung des Gutachtensentwurfs (bis 
und mit Punkt fünf des Gutachtens), der Datenauswertung und -interpretation sowie Be-
funddarstellung der Resultate aus der Performanz- und Beschwerdevalidierung (Punkt 
4.3.3 des Gutachtens [Testbefunde]), der Diagnosestellung und Beurteilung (Punkte sie-
ben und acht des Gutachtens) sowie der Literaturrecherche und dem Literaturstudium be-
standen. Schon rein zeitlich sei sie in massgebender Weise, also mindestens hälftig, an 
der Begutachtung des Versicherten beteiligt gewesen. Die inhaltliche Interpretation und 
gutachterliche Beurteilung und deren schriftliche Ausgestaltung erfolge grundsätzlich 
durch sie, wenn sie als Gutachterin benannt werde. Sie habe den Versicherten 1,5 Stun-
den zu Untersuchungsbeginn sowie weitere 20 Minuten gesehen; ob sie noch als Beob-
achterin während eins bis zwei Testverfahren zugegen gewesen sei, sei ihr nicht mehr si-
cher erinnerlich (IV-act. 142 S 1 f.).

7.3.2 Die Beschwerdegegnerin beauftragte Dr. phil. P.________ mit der Begutachtung 
des Beschwerdeführers (IV-act. 103). Entsprechend wurde auch der Beschwerdeführer 
orientiert (IV-act. 102).

Die beauftragte Gutachterin gibt selbst an, das Gutachten zusammen mit M.Sc. 
Q.________ erstellt zu haben (siehe E. 7.3.1 vorstehend). Daneben lassen auch einige 
formelle Aspekte des Gutachtens keine Zweifel daran aufkommen, dass M.Sc. 
Q.________ als Gutachter fungierte: Unter "Angaben zum Gutachter" sind sowohl Dr. 
P.________ als auch M.Sc. Q.________ vermerkt (IV-act. 116/2); unter "Eigene Untersu-
chungen und Befunde" wurde aufgeführt, die neuropsychologische Untersuchung sei 
durch M.Sc. Q.________ und Dr. P.________ erfolgt (IV-act. 116/3); bei der Beantwortung 
der Fragen wurde grundsätzlich die Wir-Form verwendet (vgl. etwa: IV-act. 116/5 unten); 

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das Gutachten ist sowohl von M.Sc. Q.________ als auch Dr. P.________ unterschrieben 
(IV-act. 116/39). 

Als Zwischenergebnis ist deshalb festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer auch der 
Name von M.Sc. Q.________ vor der Begutachtung hätte mitgeteilt werden müssen. Dies 
führt indes nicht ohne Weiteres zur Unverwertbarkeit der Expertise (vgl. BGer 
9C_525/2020 vom 29. April 2021 E. 5.2), zumal auch die Beschwerdegegnerin erst im 
Nachhinein von der (gutachterlichen) Mitwirkung von M.Sc. Q.________ erfuhr.

Wie der Beschwerdeführer korrekt darauf hingewiesen hat (act. 1 Ziff. 54), muss ein als 
Hauptgutachter an einem neuropsychologischen Gutachten mitwirkender Experte über ei-
ne der im IV-Rundschreiben Nr. 367 des Bundesamtes für Sozialversicherungen vom 
21. August 2017 (IV-Rundschreiben Nr. 367) alternativ aufgeführten fachlichen Qualifikati-
onen verfügen (vgl. BGer 9C_525/2020 vom 29. April 2021 E. 5.1); diese lauten folgen-
dermassen: Eidgenössisch anerkannter Abschluss in Psychologie und privatrechtlicher 
Fachtitel in Neuropsychologie der Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psycho-
logen FSP (a) oder eine gemäss Tarifvertrag zwischen H+ und SVNP sowie BSV (IV), 
MTK (UVG) und BAMV (MV) vom Dezember 2003 zugelassene äquivalente Aus- und 
Weiterbildung (b) oder eidgenössisch anerkannter Abschluss in Psychologie und einen 
eidgenössischen oder als gleichwertig anerkannten Weiterbildungstitel in Neuropsycholo-
gie gemäss dem Psychologieberufegesetz (c).

Gutachter M. Sc. Q.________ verfügte im Zeitpunkt der Gutachtenserstellung unbestritte-
nermassen (nur) über den Fachtitel "Klinischer Neuropsychologe GNP" der Gesellschaft 
für Neuropsychologie e.V. (D) (IV-act. 142/8). Der Stellungnahme von Dr. P.________ ist 
zu entnehmen, dass M.Sc. Q.________ das Äquivalenzprüfungsverfahren für die Aner-
kennung ausländisches Diplome zur Erlangung des Titels "Eidgenössisch Anerkannter 
Neuropsychologe (EAN)" nicht durchlief. Den Fachtitel "Neuropsychologe FSP" erwarb 
M.Sc. Q.________ erst im Jahre 2021 (vgl. Profil auf der Homepage von Dr. phil. 
P.________, abrufbar unter: https://www.________) Der (Mit-)Gutachter erfüllte im Zeit-
punkt der Begutachtung die nach IV-Rundschreiben Nr. 367 verlangten Anforderungen 
nicht. Dem neuropsychologischen Gutachten vom 1. Oktober 2020 kann demnach keine 
formelle Beweiskraft zugemessen werden. Daher erübrigen sich Weiterungen zur Frage, 
ob der Expertise materiell Beweiskraft zuerkannt werden kann. 

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7.4 Bei dieser Ausgangslage ist der Beschwerdeführer erneut neuropsychologisch ab-
zuklären, wozu die Sache an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden Sachverhaltsab-
klärung zurückzuweisen ist. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.

7.5 Im Übrigen ist eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts mit Blick auf die höch-
strichterliche Rechtsprechung, wonach keine Einsicht in verwaltungsinterne Akten – d.h. 
Unterlagen, denen für die Behandlung des Falles kein Beweischarakter zukommt, sondern 
– wie hier – vielmehr der verwaltungsinternen Meinungsbildung dienen und somit für den 
verwaltungsinternen Gebrauch bestimmt sind (z.B. Entwürfe, Anträge, Notizen, Mitberich-
te, Hilfsbelege usw. [vgl. BGE 125 II 473 E. 4a mit zahlreichen Hinweisen]) – zu gewähren 
ist, zu verneinen. Ferner kann der Beschwerdegegnerin auch keine Verletzung der Be-
gründungspflicht (vgl. BGE 142 II 49 E. 9.2) vorgeworfen werden, führte sie in der ange-
fochtenen Verfügung doch ausgehend von den einwandweise vorgebrachten Rügen (und 
entsprechend auch bezugnehmend auf das Gutachten von Dr. P.________) aus, weshalb 
sie einen Rentenanspruch verneinte.

8. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach ei-
ne Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt wird und entsprechend 
dem Ausgang des Verfahrens von der Beschwerdegegnerin zu tragen ist. Dem Beschwer-
deführer ist der geleistete Kostenvorschuss in nämlicher Höhe zurückzuerstatten. Praxis-
gemäss wir die Rückweisung einem Obsiegen gleichgestellt, womit dem anwaltlich vertre-
tenen Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zusteht. Dem Beschwerdeführer ist zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG auszu-
richten, welche ermessensweise auf Fr. 2'500.– (inkl. Auslagen und MWST) festgesetzt 
wird.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die Verfügung vom 9. September 
2021 aufgehoben wird und die Sache zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung im 
Sinne der Erwägungen und zum anschliessenden Neuentscheid an die Be-
schwerdegegnerin zurückgewiesen wird.  

2. Es wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– erhoben, welche der Beschwerdegegne-
rin auferlegt wird. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss 
von Fr. 800.– zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 
von Fr. 2'500.– (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das Bundesamt für 
Sozialversicherungen, Bern, sowie zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die 
Finanzverwaltung Zug.

Zug, 8. September 2023
Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am