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**Case Identifier:** 4b3b96fb-91cc-56e9-b5e2-c9e9371d65a2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-08-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.08.2017 C-2217/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2217-2015_2017-08-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Das BGer ist mit Entscheid vom 

03.11.2017 auf die Beschwerde nicht 

eingetreten (9C_749/2017) 

 
 
    
 

  

  

 

 Abteilung III 

C-2217/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  A u g u s t  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richterin Franziska Schneider, Richter Beat Weber,    

Gerichtsschreiberin Simona Risi. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Zusprache einer Viertelsrente;  

Verfügung IVSTA vom 10. März 2015. 

 

 

 

C-2217/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1958 geborene, in seiner Heimat Spanien wohnhafte A._______ (im 

Folgenden: Beschwerdeführer oder Versicherter) war gemäss Formular E 

205 CH (Bescheinigung über den Versicherungsverlauf in der Schweiz) in 

den Jahren 1978 bis 1992 mit Unterbrüchen in der Schweiz erwerbstätig 

und entrichtete während 155 Monaten Beiträge an die Alters-, Hinterlasse-

nen- und Invalidenversicherung (AHV/IV; Vorakten [nachfolgend: IV-act.] 

58). Seit dem 4. September 2006 geht der Versicherte keiner Erwerbstä-

tigkeit mehr nach (IV-act. 11/3). 

B.  

B.a Am 11. September 2013 meldete sich der Versicherte beim spanischen 

Versicherungsträger zum Bezug von Leistungen der schweizerischen In-

validenversicherung an (IV-act. 1). Daraufhin wurden der IVSTA in Bezug 

auf den Versicherten die Formulare E 204 ES (IV-act. 1), E 205 ES (IV-act. 

2/1 ff.), E 207 (IV-act. 2/7 ff.) sowie ein medizinischer Bericht von Dr. 

B._______ ([…]) vom 10. August 2006 (IV-act. 5), ein ärztlicher Rapport 

von Dr. C._______des Ministeriums für Arbeit und soziale Angelegenheiten 

(IV-act. 4) vom 7. März 2007 und eine Stellungnahme des Ministeriums für 

Arbeit und Soziales der Provinzdirektion D._______ vom 14. März 2007 

(IV-act. 3) übermittelt. 

B.b Nachdem die Vorinstanz festgestellt hatte, dass die ihr vorgelegte Do-

kumentation noch keinen Entscheid erlaube, ersuchte sie den spanischen 

Versicherungsträger am 9. Oktober 2013, den Versicherten erneut medizi-

nisch zu untersuchen (IV-act. 8). Gleichzeitig forderte sie den Versicherten 

zur Einreichung diverser Unterlagen auf (IV-act. 10).  

In der Folge reichte der Versicherte insbesondere die ausgefüllten Arbeit-

nehmer- und Arbeitgeberfragebögen (IV-act. 11 f., 26), ärztliche Berichte 

von Dr. E._______ (Abteilung für Lungenheilkunde des Hospital Universi-

tario F._______) vom 15. Juni 2012 (IV-act. 17), Dr. G._______ (Klinik 

H._______) vom 5. Oktober 2012 (IV-act. 15), Dr. I._______ vom 26. März 

und 8. April 2013 (IV-act. 19, 20), Dr. J._______ (Psychiater des Hospital 

Universitario F._______) vom 2. April 2013 (IV-act. 16/48), K._______ vom 

22. Oktober 2013 (IV-act. 14) und Ergebnisse einer Schlafuntersuchung 

vom 14. September 2012 (IV-act. 18) zu den Akten. Am 18. November 

2013 reichte der spanische Versicherungsträger den ausführlichen ärztli-

chen Bericht E 213 ES vom 12. November 2013 (IV-act. 24 f.) ein. 

C-2217/2015 

Seite 3 

Mit Stellungnahme vom 12. Dezember 2013 (IV-act. 29) äusserte sich der 

medizinische Dienst der IVSTA (nachfolgend: medizinischer Dienst) zu den 

medizinischen Akten dahingehend, dass der medizinische Sachverhalt 

noch nicht hinreichend abgeklärt sei. 

B.c Auf Aufforderung der Vorinstanz vom 6. Januar 2014 hin (IV-act. 30), 

reichte der spanische Versicherungsträger ärztliche Berichte von 

Dr. L._______ ([…] Psychiatrie und Psychologie) vom 8. Februar 2014 (IV-

act. 36), Dr. E._______ (pneumologische Abteilung […]) vom 13. Februar 

2014 (IV-act. 34) und Dr. M._______ (rheumatologische Abteilung […]) 

vom 13. Februar 2014 (IV-act. 35) ein.  

Gestützt auf die medizinischen Unterlagen schloss der medizinische 

Dienst mit Stellungnahmen vom 8. April 2014 und 22. August 2014 (IV-act. 

38, 42) aus somatischer Sicht auf eine Arbeitsunfähigkeit in der ange-

stammten Tätigkeit von 100% und in einer angepassten Tätigkeit von 20% 

seit Juni 2012. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine supplementäre Ar-

beitsunfähigkeit. 

B.d Mit Vorbescheid vom 29. September 2014 (IV-act. 44) teilte die Vor-

instanz dem Versicherten mit, seit dem 15. Juni 2012 bestehe Anspruch 

auf eine Viertelsrente. Da der Antrag am 11. September 2013 gestellt wor-

den sei, könne die Rente frühestens ab 1. März 2014 ausgerichtet werden. 

B.e Der Versicherte erhob mit Eingabe vom 29. Oktober 2014 Einwand (IV-

act. 45) und reichte neben bereits vorhandenen Akten einen medizinischen 

Bericht von Dr. I._______ vom 8. Juli 2014 (IV-act. 50) sowie zwei Rapp-

orte von Dr. J._______ vom 7. Februar 2011 und vom 3. November 2014 

(IV-act. 47, 49) ein. 

B.f Nach Prüfung der neueingereichten ärztlichen Berichte bestätigte der 

medizinische Dienst mit Stellungnahmen vom 21. November 2014 und vom 

10. Februar 2015 seine bisherige Einschätzung (IV-act. 52, 54). 

B.g Mit Verfügung vom 10. März 2015 sprach die Vorinstanz dem Versi-

cherten ab dem 1. März 2014 nach Ermittlung eines Invaliditätsgrades von 

47% eine ordentliche Viertelsrente zu (IV-act. 56, 60). 

 

 

C-2217/2015 

Seite 4 

C.  

Gegen die vorinstanzliche Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 

27. März 2015 (Eingang: 10. April 2015) Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzli-

chen Verfügung. Im Wesentlichen machte er geltend, er leide neben seinen 

osteoartikulären Beschwerden, die ihn an körperlichen Belastungen hin-

derten, an einem Schlafapnoe-Syndrom, beidseitiger Osteosklerose mit 

Tinnitus im linken Ohr, einer obstruktiven infravesikalen Uropathie, sowie 

an einer gemischten Angst- und Depressionsstörung (Akten im Beschwer-

deverfahren [nachfolgend: BVGer-act.] 1). 

Zum Beweis seiner Vorbringen reichte er neben bereits aktenkundigen me-

dizinischen Unterlagen medizinische Berichte von Dr. I._______ vom 11. 

September 2006, Dr. N._______ vom 21. November 2008, Dr. O._______ 

(rheumatologische Abteilung des Hospital P._______) vom 27. April 2012, 

Dr. Q._______ vom 26. März 2013, Dr. R._______ (Clínica Radiologica 

[…[) vom 15. Dezember 2014, Dr. J._______ vom 2. März 2015, Dr. 

S._______ (Hospital Universitario F._______) vom 4. März 2015 und einen 

Entlassungsbericht des Hospital Universitario F._______ vom 12. Novem-

ber 2014 ein. 

D.  

Der mit Zwischenverfügung vom 5. Mai 2015 (BVGer-act. 5) eingeforderte 

Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.- wurde am 13. Mai 2015 in der 

Höhe von Fr. 396.88 bezahlt (BVGer-act. 6). Mit Zwischenverfügung vom 

22. Mai 2015 wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, den ausstehen-

den Restbetrag von Fr. 3.12 netto bis zum 15. Juni 2015 einzubezahlen 

(BVGer-act. 7). Am 4. Juni 2015 bezahlte der Beschwerdeführer den Be-

trag von Fr. 3.88 (BVGer-act. 8). 

E.  

Mit Vernehmlassung vom 12. August 2015 (BVGer-act. 12) beantragte die 

Vorinstanz unter Verweis auf die beigelegten Stellungnahmen des medizi-

nischen Dienstes vom 13. Juli 2015 und vom 10. August 2015 die Abwei-

sung der Beschwerde. 

F.  

In seiner Replik vom 15. September 2015 (BVGer-act. 14) bestätigte der 

Beschwerdeführer im Wesentlichen seine mit Beschwerde gemachten 

Ausführungen, beantragte die Anerkennung einer vollumfänglichen Ar-

beitsunfähigkeit und reichte weitere klinische Berichte von Dr. I._______ 

C-2217/2015 

Seite 5 

(Facharzt für Traumatologie und chirurgische Orthopädie) vom 2. Septem-

ber 2015 sowie von Dr. J._______ vom 3. September 2015 zu den Akten. 

G.  

Die Vorinstanz reichte am 21. Oktober 2015 eine Duplik ein (BVGer-act. 

19). Diese brachte das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer 

mit Verfügung vom 29. Oktober 2015 zur Kenntnis; gleichzeitig schloss es 

den Schriftenwechsel ab (BVGer-act. 20). 

H.  

Mit Verfügung vom 2. Mai 2017 (BVGer-act. 24) teilte der Instruktionsrichter 

dem Beschwerdeführer mit, er beabsichtige, die Beschwerde teilweise gut-

zuheissen und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese 

den Sachverhalt weiter abkläre und eine neue Verfügung erlasse, was sich 

im Ergebnis auch zu seinen Ungunsten auswirken könne (vgl. BGE 137 V 

314 E. 3.2.4). In diesem Zusammenhang wurde dem Beschwerdeführer 

Frist zur Stellungnahme und allfälligem Beschwerderückzug gegeben. 

 

I.  

Mit undatierter Eingabe (Poststempel 6. Juni 2017; BVGer-act. 26) erklärte 

der Beschwerdeführer, er halte an der Beschwerde fest, und reichte Be-

richte von T._______ (Hospital Universitario F._______) vom 8. Mai 2017 

sowie von Dr. I._______ vom 31. Mai 2017 zu den Akten und (BVGer-act. 

26). 

 

J.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, 

soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den an-

fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz 

des Bundesverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch 

C-2217/2015 

Seite 6 

Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die In-

validenversicherung [IVG, SR 831.20]). 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gestützt auf Art. 3 Bst. dbis VwVG findet dieses Gesetz in Sozialversiche-

rungssachen jedoch keine Anwendung, soweit das Bundesgesetz vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) anwendbar ist, was gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG für die 

Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) zutrifft, soweit das IVG 

nicht ausdrücklich davon abweicht.  

 

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 60 

ATSG und Art. 50 Abs. 1 sowie 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat der ange-

fochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 

ATSG). Damit ergibt sich, dass sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt 

sind. Nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist 

– vorbehältlich der Ausführungen in E. 2.3 nachfolgend – auf die Be-

schwerde einzutreten. 

 

2.  

2.1 Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger und hat sei-

nen Wohnsitz in Spanien, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene 

Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mit-

gliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) 

sowie die gemäss Anhang II des FZA anwendbaren Verordnungen (EG) 

des Europäischen Parlaments und des Rates Nr. 883/2004 vom 29. April 

2004 sowie Nr. 987/2009 vom 16. September 2009, anwendbar sind. Ge-

mäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koor-

diniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der Ver-

tragsstaaten zu gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – weder das FZA 

und die gestützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechts-

akte abweichende Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechts-

grundsätze dagegen sprechen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfah-

rens und die Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schweizeri-

schen Rechtsordnung (vgl. BGE 130 V 257 E. 2.4; Urteil des Bundesver-

waltungsgerichts C-3985/2012 vom 25. Februar 2013 E. 2.1). 

C-2217/2015 

Seite 7 

2.2 In zeitlicher Hinsicht sind – besondere übergangsrechtliche Regelun-

gen vorbehalten – jene materiellen Rechtssätze massgeblich, die bei der 

Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 

(vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Der Leistungsanspruch ist für die Zeit vor 

einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt 

nach den neuen Normen zu beurteilen (vgl. BGE 130 V 445). Vorliegend 

sind das IVG, die IVV (SR 831.201) und das ATSG gemäss der 5. IV-Revi-

sion (in Kraft seit 1. Januar 2008; AS 2007 5129) und der IV-Revision 6a 

(in Kraft seit 1. Januar 2012; AS 2011 5659) zu beachten. Die 5. IV-Revi-

sion brachte für die Invaliditätsbemessung keine substanziellen Änderun-

gen gegenüber der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage, so dass 

die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung weiterhin  

massgebend ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-2656/2015 

vom 24. Februar 2016 E. 3.4 m.H.).  

2.3 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung eingetretenen Sachverhalt ab. Damit ist vorliegend 

grundsätzlich der bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung 

(hier: 10. März 2015) eingetretene Sachverhalt zu berücksichtigen. Neue 

Tatsachen, die sich vor Erlass der streitigen Verfügung verwirklicht haben, 

die der Vorinstanz aber nicht bekannt waren oder von ihr nicht berücksich-

tigt wurden (unechte Noven), können im Verfahren vor dem Sozialversi-

cherungsgericht vorgebracht werden und sind zu würdigen. Später einge-

tretene Tatsachen (echte Noven), die zu einer Änderung des Sachverhalts 

geführt haben, sind grundsätzlich nicht im Rahmen des hängigen, sondern 

gegebenenfalls im Rahmen eines weiteren Verfahrens zu berücksichtigen 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1; BGE 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen). Immerhin 

sind indes Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, im hängigen Ver-

fahren soweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in en-

gem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im 

Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu beeinflussen (vgl. Urteil des BGer 

C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.1).  

Der Beschwerdeführer reichte im Beschwerdeverfahren acht neue, vor 

Verfügungserlass entstandene Arztberichte sowie vier nach dem 10. März 

2015 erstellte medizinische Rapporte ein (vgl. den Sachverhalt Bst. C., F. 

und I.). Die vorbestehenden Berichte sind als unechte Noven für den vor-

liegenden Entscheid zu berücksichtigen. Soweit der Beschwerdeführer mit 

den nach der Verfügung datierenden ärztlichen Berichten eine Verschlech-

http://links.weblaw.ch/BGE-132-V-215

C-2217/2015 

Seite 8 

terung seines Gesundheitszustandes geltend macht, ist er darauf hinzu-

weisen, dass eine solche nicht im Beschwerdeverfahren, sondern im Rah-

men einer Revision bei der zuständigen IV-Stelle vorzubringen wäre. Diese 

echten Noven sind im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht zu würdi-

gen (vgl. jedoch nachfolgend E. 7.1.2 in fine). 

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft im vorliegenden Verfahren die 

Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des 

Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit 

(Art. 49 VwVG). 

3.2 Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die 

Verfügung vom 10. März 2015, mit welcher die Vorinstanz dem Beschwer-

deführer ab dem 1. März 2014 eine Viertelsrente zusprach. Strittig und zu 

prüfen ist insbesondere, ob der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt 

durch die vorliegenden ärztlichen Berichte richtig und vollständig erstellt ist 

und die IVSTA zu Recht gestützt darauf von einer dauernden Erwerbsein-

schränkung von 47% ausgegangen ist. 

4.  

4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit o-

der die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zu-

mutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder ver-

bessern können (Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unter-

bruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ge-

wesen sind (Bst. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % 

invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). 

4.2 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 

nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die er-

forderlichen Auskünfte ein. Das Gesetz weist dem Durchführungsorgan die 

Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungs-

grundsatz abzuklären, sodass gestützt darauf die Verfügung über die in 

Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; SUSANNE LEUZIN-

GER-NAEF, Die Auswahl der medizinischen Sachverständigen im Sozialver-

sicherungsverfahren [Art. 44 ATSG], in: Riemer-Kafka/Rumo-Jungo 

[Hrsg.], Soziale Sicherheit – Soziale Unsicherheit, Bern 2010, S. 413 f.). 

C-2217/2015 

Seite 9 

Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegen diese Pflichten der (zu-

ständigen) IV-Stelle (Art. 54 - 56 in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 lit. c-g 

IVG). 

4.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben.  

4.3.1 Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; 125 V 256 E. 4; vgl. 

auch BGE 140 V 193 E. 3.2). 

4.3.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Exper-

tin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 

E. 3a). 

4.3.3 Die Stellungnahmen des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) bezie-

hungsweise des medizinischen Dienstes der IVSTA müssen den allgemei-

nen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genü-

gen. Die Ärztinnen und Ärzte müssen über die im Einzelfall gefragten per-

sönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteile Bundesgerichts 

9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 

E. 3a; 9C_904/2009 vom 7. Juni 2010 E. 2.2). Zu berücksichtigen ist zu-

dem, dass die Ärztinnen und Ärzte des medizinischen Dienstes der IVSTA 

ihre Beurteilungen nicht aufgrund eigener Untersuchungen abgeben, son-

dern lediglich die vorhandenen Befunde aus versicherungsmedizinischer 

Sicht zu würdigen haben. Ihre Stellungnahmen können – wie Aktengutach-

ten – beweiskräftig sein, sofern es im Wesentlichen nur um die fachärztli-

che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 

geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 

den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_28/2015 vom 

C-2217/2015 

Seite 10 

8. Juni 2015 E. 3.2 und 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1 m.w.H.). 

Soll im Gerichtsverfahren einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die (ver-

sicherungsinterne) Beurteilung des medizinischen Dienstes der IVSTA ent-

schieden werden, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen in 

dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuver-

lässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Ab-

klärungen vorzunehmen sind (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465; 122 

V 157 E. 1d; Urteile des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 

2014 E. 4 und 9C_159/2016 vom 2. November 2016 E. 2.3). 

4.3.4 In einem EU-Staat wohnhafte Versicherte können aus dem FZA kei-

nen (unbedingten) Anspruch ableiten, in der Schweiz begutachtet zu wer-

den; eine Entscheidung kann grundsätzlich auf im Wohnsitzstaat verfer-

tigte ärztliche Berichte abgestützt werden. Gleichzeitig besteht keine Re-

gel, wonach abschliessend auf im Wohnsitzstaat ausgefertigte ärztliche 

Berichte abzustellen wäre. Da sich der Leistungsanspruch nach dem ma-

teriellen Recht des Vertragsstaats bestimmt, leitet sich auch aus dem ein-

zelstaatlichen Recht ab, welche Fragen der ärztlichen Klärung bedürfen, 

welche Anforderungen an den Nachweis des rechtserheblichen medizini-

schen Sachverhalts gestellt werden und mit welchen Mitteln dieser Nach-

weis geführt wird (Urteil des Bundesgerichts 9C_952/2011 vom 7. Novem-

ber 2012 E. 2.4). Es ist mithin nicht von vornherein unzulässig, einzig auf 

im Wohnsitzstaat des Versicherten erstellte ärztliche Berichte abzustellen 

(Urteil des Bundesgerichts 9C_818/2013 vom 24. Februar 2014 E. 4.1.2; 

vgl. auch 9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 5.1). 

4.4 Im Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Dieser Grad übersteigt einerseits die 

Annahme einer blossen Möglichkeit bzw. einer Hypothese und liegt ande-

rerseits unter demjenigen der strikten Annahme der zu beweisenden Tat-

sache. Die Wahrscheinlichkeit ist insoweit überwiegend, als der begründe-

ten Überzeugung keine konkreten Einwände entgegenstehen (UELI KIE-

SER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, Art. 43 Rz. 50; THOMAS LOCHER, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70, Rz. 58 ff.). 

5.  

5.1 Einleitend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer während über 

12 Jahren in der Schweiz gearbeitet und Beiträge an die AHV geleistet hat 

(IV-act. 58, 60/3). Damit sind die versicherungsmässigen Voraussetzungen 

nach Art. 36 Abs. 1 IVG erfüllt. 

C-2217/2015 

Seite 11 

5.2 Strittig ist die Höhe des Rentenanspruchs. Der Beschwerdeführer 

macht geltend, sein Gesundheitszustand erlaube es ihm nicht mehr, eine 

Erwerbstätigkeit auszuüben, womit er sinngemäss die Ausrichtung einer 

vollen Invalidenrente beantragt. 

5.3 Im Verfügungszeitpunkt lagen der Vorinstanz im Wesentlichen die 

nachfolgend thematisch und chronologisch darzustellenden medizinischen 

Berichte vor: 

5.3.1 Aus orthopädischer/rheumatologischer Sicht stellt sich der medizini-

sche Sachverhalt folgendermassen dar: 

5.3.1.1 Anlässlich eines MRT der Hals- und Lendenwirbelsäule erhoben 

Dr. I._______ und Dr. B._______ am 10. August 2006 (IV-act. 5) folgende 

Befunde: In Bezug auf die Halswirbelsäule Signaländerungen der Band-

scheiben aufgrund von Dehydrierung, Degeneration und kleinen disko-os-

teophytären parazentralen Bandscheibenprotrusionen in C4-C5, C5-C6 

und C6-C7, die in den anterioren Subarachnoidalraum eindringen, ohne 

ihn vollständig auszufüllen, und ohne Kontakt zum Rückenmark, eine Ste-

nose des Foramens, obwohl die Protrusion in C6-C7 leicht bis zum linken 

anterioren Recessus des Wirbelkanals vordringt. In Bezug auf die Lenden-

wirbelsäule wurde festgehalten, in einigen Wirbel-Abschlussplatten seien 

aufgrund von Schmorl-Konten kleine marginale Osteophyten und Erosio-

nen erkennbar sowie ein Hämangiom im Wirbelkörper L1. In den untersten 

drei Bandscheiben sei eine Signalverringerung in T2 aufgrund von Dehyd-

ratation und Degeneration erkennbar sowie eine Protrusion des Anulus fib-

rosus der Bandscheibe L5-S1 in das Fettgewebe des Epiduralraumes ohne 

offensichtliche Kompression der Nervenwurzeln.  

5.3.1.2 Dr. Pro Bueno schlussfolgerte am 7. März 2007 (IV-act. 4), die 

wichtigsten Beeinträchtigungen seien leichte Diskopathien im Hals- und 

Lendenwirbelbereich, ohne sichtbare radikuläre oder medulläre Beein-

trächtigung, eine leichte Asymmetrie der Beinlängen sowie Schmerzen in 

der rechten Schulter. Als organische und funktionelle Einschränkungen 

wurden Schmerzepisoden der Gelenke genannt. Der Arzt gelangte zum 

Schluss, dass eine vorübergehende Erwerbsunfähigkeit in Phasen stark 

ausgeprägter Symptomatik möglich sei.  

5.3.1.3 In der Klinik U._______ wurde am 5. Oktober 2012 ein MRT der 

rechten Schulter durchgeführt. Dr. V._______ gelangte in seinem Bericht 

(IV-act. 15) zu folgendem radiologischen Befund: Flüssigkeit im Recessus 

C-2217/2015 

Seite 12 

subcoracoideus und Tendosynovitis des Supraspinatus mit intrasubstanti-

eller Ruptur der Supraspinatussehne und fibrilläre Ruptur der Schulterblatt-

muskulatur, assoziert mit akromioklavikulärer Arthrose sowie undeutliche 

Verkalkung der Supraspinatussehne. 

5.3.1.4 Ein weiteres, von Dr. I._______ durchgeführtes MRT der Hals- und 

Lendenwirbelsäule vom 22. März 2013 ergab in Bezug auf die Halswirbel-

säule diskrete degenerative Veränderungen mit generalisierter Dehydrata-

tion der Bandscheiben und beginnende posteriore disko-osteophytäre 

Protrusionen, vorwiegend in C4-C5, C5-C6 und C6-C7, die in den Wirbel-

kanal eindringen und dessen Durchmesser verringern. In C4-C5 bestehe 

ein minimaler Kontakt zum anterioren Bereich des Rückenmarks, assoziert 

mit einem kleinen Riss des Anulus fibrosus auf dieser Ebene. Die forami-

nalen Öffnungen auf den genannten Ebenen seien ebenfalls leicht verengt, 

allerdings ohne radikuläre Beeinträchtigung. In Bezug auf die Lendenwir-

belsäule resultierte im postsuperioren Bereich des Wirbelkörpers L1 ein 

kleines abgerundetes Bild, das auf ein kleines Hämangiom auf dieser 

Ebene hinweise, leichte und generalisierte degenerative Veränderungen 

mit Dehydratation der Bandscheiben, diskrete posteriore, diffuse Auswöl-

bungen in L3-L4 und L5-S1, die in den Wirbelkanal und die foraminalen 

Öffnungen eindringen, vor allem in die linken Foramina in L5-S1, ohne auf-

fällige Kompression der Nervenwurzeln, eine leicht reduzierte Höhe der 

Bandscheibe D11-D12 sowie degenerative Veränderungen in den Facet-

tengelenken (IV-act. 20). 

5.3.1.5 Dr. M._______ diagnostizierte in ihrem ärztlichen Bericht vom 13. 

Februar 2014 (IV-act. 35) eine generalisierte primäre Arthrose. Die vom 

Patienten vorgelegte Analyse vom Februar zeige rheumatisch negative 

Marker. Die Ultraschalluntersuchung der Schulter zeige eine Tendinitis mit 

Verkalkung der rechten Schulter und partieller Supraspinatusruptur. Die 

anschliessende Kernspintomographie desselben Schultergelenks zeige 

Flüssigkeit im Recessus subcoracoideus und Tendosynovitis des Supra-

spinatus mit intrasubstantieller fibrillärer Ruptur der Schulterblattmuskula-

tur, assoziiert mit akromioklavikulärer Arthrose sowie undeutliche hete-

rotrophe Verkalkung der Supraspinatussehne. Das zervikale und lumbale 

MRT zeige arthrotische Veränderungen und mehrfache Bandscheibenläsi-

onen. Der Patient sollte die verschriebene chondroprotektive/schmerzlin-

dernde und physiotherapeutische Behandlung zur Rehabilitation des rech-

ten Schultergelenks fortführen. 

C-2217/2015 

Seite 13 

5.3.1.6 Dr. I._______ beurteilte am 8. Juli 2014 in seinem ärztlichen Gut-

achten (IV-act. 50), bei der Untersuchung sei eine Kontraktion der paraver-

tebralen Muskeln und beider Trapezmuskeln festgestellt worden, was zu 

immer wiederkehrenden Schmerzen führe, die auf den gesamten Rücken-

bereich, die Schultern und das Becken ausstrahlen. Das rechte Bein sei 

sowohl am Knie als auch beim Knöchel eingeschränkt, was zu einem leicht 

hinkenden Gang und Instabilität führe. Weiter würden Parästhesien in den 

Händen mit degenerativen Knoten in den kleinen interphalangealen Gelen-

ken, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bei beiden Handgelen-

ken und schmerzende Knöchel bestehen. Der Bewegungsradius der 

Schultern sei aufgrund vor allem rechtsseitig geschädigter Rotatorenman-

schetten eingeschränkt. Es gebe klinische Symptome einer Nervenwurzel-

Schädigung, vor allem der oberen Extremitäten. Im Weiteren liege auf-

grund einer MII-Verkürzung ein Hängebecken vor, dadurch seien links Ein-

legesohlen (1 cm) zum Ausgleich erforderlich. Die Kniegelenke zeigten ein 

positives Zohlen-Zeichen und Patellareibung, vorwiegend rechtsseitig. Fer-

ner seien Symptome eines ängstlich-depressiven Krankheitsbildes erkenn-

bar; dazu zählten Apathie, Niedergeschlagenheit, Minderwertigkeitsge-

fühle, häufige Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit, leichte Reizbar-

keit usw., die aktuell unter regelmässiger Kontrolle mit Duloxetin (60 mg), 

Mirtazapin (30 mg) und Topiramat (100 mg) behandelt würden. Unter Be-

rücksichtigung der medizinischen Dokumentation gelangte Dr. I._______ 

aus arbeitsmedizinischer Sicht zur Einschätzung, in Anbetracht der chroni-

schen, fortschreitenden und irreversiblen Art der Erkrankung sei der Versi-

cherte vollständig und dauerhaft arbeitsunfähig. 

5.3.2 Der psychische Gesundheitszustand präsentiert sich wie folgt: 

5.3.2.1 In einem klinischen Bericht von Dr. J._______ vom 2. April 2013 

(IV-act. 16/48) wurde festgehalten, der Versicherte sei im Dezember 2008 

erstmals aufgrund eines hypothymen Gemütszustandes, Neigung zum 

Weinen ohne freies Weinen, Angstzuständen, Schlaflosigkeit, Alpträumen 

und Verringerung sozialer Beziehungen behandelt worden. Die Symptome 

seien auf die körperlichen Einschränkungen aufgrund der organischen Er-

krankungen und der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit zurückzufüh-

ren. Es sei eine Anpassungsstörung diagnostiziert worden. Im Januar 2010 

sei der Versicherte erneut zu einer Untersuchung gekommen, aufgrund 

derselben Symptomatik und infolge der fehlenden Akzeptanz seines kör-

perlichen Zustandes, der ihn habe reizbarer werden lassen. Es träten 

schrittweise neue organische Erkrankungen auf. Da der Versicherte keine 

C-2217/2015 

Seite 14 

Lösung für seine körperlichen Einschränkungen finde, seien die Beschwer-

den chronischer Art. Er entwickle eine pessimistische Einstellung zu seinen 

Problemen. Als aktueller klinischer Befund wurde ein gemischtes, chroni-

sches, ängstlich-depressives Krankheitsbild, das auf die physischen Ein-

schränkungen zurückgehe, festgestellt. 

5.3.2.2 Dr. L._______ bemerkte in seinem klinischen Bericht vom 8. Feb-

ruar 2014 (IV-act. 36), der Versicherte zeige aktuell klinische Symptome 

einer moderaten depressiven Psychose als Reaktion auf seine körperli-

chen Einschränkungen infolge einer organischen Polypathologie. Es seien 

Tendenzen nicht-adaptiver Benommenheit und Grübelei zu verzeichnen, 

die zur Prognose einer chronischen Symptomatik führten. Er stellte die Di-

agnose einer moderaten depressiven Störung (IV-act. 36). 

5.3.2.3 Dr. J._______ wiederholte in seinem klinischen Bericht vom 3. No-

vember 2014 (IV-act. 49) seine bereits im Bericht vom 2. April 2013 ge-

machten Beobachtungen und stellte erneut die Diagnose eines gemisch-

ten, chronischen, ängstlich-depressiven Krankheitsbildes, das auf die phy-

sischen Einschränkungen zurückgehe. 

5.3.3 Aus pneumologischer Sicht ergibt sich aus den Berichten der spani-

schen Ärzte Folgendes: 

5.3.3.1 Am 15. Juni 2012 wurde beim Beschwerdeführer im Hospital Uni-

versitario F._______ in der Abteilung für Lungenheilkunde durch Dr. 

E._______ eine Schlafanalyse durchgeführt. Diese ergab ein schweres 

Schlafapnoe-Hypopnoe-Syndrom, weshalb eine CPAP (Continuous Posi-

tive Airway Pressure)-Therapie angeordnet wurde (IV-act. 17). 

5.3.3.2 In seinem ärztlichen Bericht vom 13. Februar 2014 (IV-act. 34) 

stellte Dr. E._______ erneut die Diagnose des schweren Schlafapnoe-Hy-

popnoe-Syndroms. Der Patient habe sich nicht an die CPAP-Therapie ge-

wöhnt, zeige aber eine akzeptable Erfüllung der Therapieanweisungen. Er 

leide an fast kontinuierlichen holokraniellen Kopfschmerzen, häufiger mor-

gendlicher Körperschwäche und leichter bis moderater Tages-Hypersom-

nie. Es würden keine Atemnot, kein Husten und keine anderen respiratori-

schen Beschwerden bestehen. 

5.3.4 Im ausführlichen ärztlichen Bericht E 213 vom 18. November 2013 

(IV-act. 25) stellte Dr. W._______ anamnestisch fest, im Jahr 1995 habe 

der Versicherte eine Fraktur des rechten Schien- und Wadenbeins erlitten, 

die chirurgisch behandelt worden sei. Im Übrigen stellte sie ein schweres 

C-2217/2015 

Seite 15 

Schlafapnoe-Syndrom fest, das eine CPAP-Therapie erfordere, die 

schlecht vertragen werde; eine erneute Beurteilung durch den Lungenfach-

arzt stehe noch aus. Des Weiteren leide der Versicherte an Otosklerose, 

die im Jahr 2010 mittels Stapektomie behandelt worden sei, beim rechten 

Ohr mit schlechtem funktionellem Ergebnis; der Patient trage ein Hörgerät. 

Zudem bestehe Bluthochdruck, Diabetes Mellitus Typ 2, und eine gutartige 

Prostatavergrösserung. Der Versicherte klage derzeit vorrangig über gene-

ralisierte Schmerzen in der rechten Schulter, im Sprunggelenk und im rech-

ten Knie. Zusätzlich bestehe eine Miktionsstörung und eine ängstlich-de-

pressive Anpassungsstörung. 

Dr. W._______ diagnostizierte eine Zervikal- und Lumbalarthrose ohne Be-

einträchtigung der Nervenwurzeln, eine ängstlich-depressive Störung, die 

sekundär auf die physischen Einschränkungen zurückgehe, sowie ein 

schweres Schlafapnoe-Syndrom. Zusammenfassend gelangte sie zum 

Schluss, dass eine chronisch degenerative Erkrankung vorliege. Zu ver-

meiden seien stark anhaltende Überlastungen aufgrund der Rückenbe-

schwerden. Der Zustand sei im Vergleich zur Voruntersuchung vom 16. Ap-

ril 2013 unverändert. Der Versicherte könne seine letzte Tätigkeit nicht 

mehr ausüben. Diesbezüglich bestehe nach den Rechtsvorschriften des 

Wohnlandes vollständige Arbeitsunfähigkeit. Hingegen sei eine ange-

passte Tätigkeit, beispielsweise als Pförtner in Vollzeit möglich. Eine Ver-

besserung des derzeitigen Gesundheitszustandes könne durch Massnah-

men zur Haltungsverbesserung und körperlichen Übungen erzielt werden. 

5.4 Auf Beschwerdeebene wurden weitere vorbestandene medizinische 

Unterlagen zu den Akten gereicht, von denen die nachfolgenden bedeut-

sam sind:  

5.4.1 Dr. O._______ stellte am 27. April 2012 die Diagnosen rechtsseitige 

Epicondylitis, kalzifizierende Tendinitis mit Teilruptur des Musculus supra-

spinatus, Arthrose der Hand im Anfangsstadium sowie Femorpatellarth-

rose. Der Versicherte habe Schmerzen an beiden Schultern, ausgeprägter 

rechts mit Einschränkung der Beweglichkeit, weniger als elf positive fibro-

myalgische Triggerpunkte, Empfindlichkeit beim Abtasten der Epikondylen, 

Triggerpunkte am Musculus trapezius sowie einen positiven Brush-Test am 

rechten Knie (BVGer-act. 1, Beilage 5). 

5.4.2 Dr. Q._______ berichtete am 26. März 2013 über eine Untersuchung 

der Hals- und Lendenwirbelsäule dahingehend, dass diskrete degenerative 

Veränderungen mit generalisierter Dehydrierung der Bandscheiben und 

C-2217/2015 

Seite 16 

anfänglichen osteophytären Diskusprotrusionen, hauptsächlich an C4-C5, 

C5-C6- C6-C7, bestehen würden, die eine Einengung des Spinalkanals 

hervorrufen. An C4-C5 träten sie aufgrund eines kleinen Risses des Faser-

rings minimal mit der vorderen Seite des Wirbelkanals in Kontakt. Auch die 

Foramina seien in den erwähnten Bereichen beidseits eingeengt, wobei sie 

die Nervenwurzeln nicht beeinträchtigten. Ebenso stellte er diskrete dege-

nerative Veränderungen mit Dehydrierung der Bandscheiben der Lenden-

wirbelsäule bei diffuser posteriorer Vorwölbung an L3-L4 und L5-S1, und 

degenerative Veränderungen der interapophysären Gelenke fest (BVGer-

act. 1, Beilage 7). 

5.4.3 Dr. R._______ stellte am 15. Dezember 2014 anlässlich einer otolo-

gischen NMR-Untersuchung den Befund einer Gefässschleife (Loop) im 

Segment der Zisterne der Hirnnerven VII und VIII neben dem linksseitigen 

porus acusticus, welcher der arteria inferior anterior cerebelli entstamme 

(BVGer-act. 1, Beilage 9). 

5.4.4 Dr. J._______ bestätigte am 2. März 2015 erneut eine chronische 

gemischte Angst- und Depressionsstörung, die sekundär zu den körperli-

chen Einschränkungen aufgetreten sei (BVGer-act. 1, Beilage 14). 

5.4.5 Dr. S._______ diagnostizierte am 4. März 2015 eine Angststörung, 

Hypertonie, Diabetes Mellitus sowie einen linksseitigen schweren Tinnitus. 

Als Hauptbeschwerde nannte sie Osteosklerose (BVGer-act. 1, Beilage 

10). 

5.4.6 Aus dem klinischen Entlassungsbericht des Hospital Universitario 

F._______ vom 12. November 2014 geht hervor, dass sich der Beschwer-

deführer einer ambulanten transurethralen Resektion der Prostata unter-

zogen hat und das Ergebnis zufriedenstellend sei. Als Hauptdiagnose 

wurde eine obstruktive infravesikale Uropathie genannt (BVGer-act. 1, Bei-

lage 15). 

5.5 Die angefochtene Verfügung stützt sich im Wesentlichen auf die Stel-

lungnahmen des medizinischen Dienstes (Dr. X._______, FMH médecine 

générale, FMH médecine physique et réadapation und Dr. Y._______, 

FMH Psychiatrie und Psychotherapie). Dieser stellte nach Durchsicht der 

vorliegenden medizinischen Unterlagen die Hauptdiagnose degenerative 

Störungen (primäre generalisierte Arthrose) und nannte als Nebendiagno-

sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine moderate depressive Stö-

C-2217/2015 

Seite 17 

rung und Status nach Schien- und Wadenbeinfraktur rechts (1995). Als Ne-

bendiagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden die bilate-

rale Osteosklerose, Diabetes Typ II, Dyslipidämie und die gutartige Hyper-

throphie der Prostata bezeichnet. 

 

Dr. X._______ schloss aus somatischer Sicht auf eine Arbeitsunfähigkeit 

in der angestammten Tätigkeit als Fliesenleger von 70% seit dem 10. Au-

gust 2006 und von 100% seit Juni 2012. Hingegen bestehe in einer ange-

passten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 0% seit dem 10. August 2006 

und von 20% seit Juni 2012. Dr. Y._______ stellte fest, aus psychiatrischen 

Gründen bestehe keine supplementäre Arbeitsunfähigkeit. Als zumutbar 

erachtet wurde eine leichte Tätigkeit in sitzender oder alternierender Posi-

tion, eine Maximalbelastung von 5kg, ohne Einwirkung von Kälte, Feuch-

tigkeit und Witterungsbeeinträchtigung. Zudem sei zu berücksichtigen, 

dass keine Überkopftätigkeiten und keine Unfall- oder verletzungsgefähr-

dete Tätigkeiten verübt würden. Als mögliche Verweistätigkeit wurde die 

Arbeit als Pförtner, Hauswart, Aufseher, Magaziner, Verkäufer, die Vor-

nahme von Reparaturen kleiner Haushaltsapparate oder eine Büroarbeit 

oder administrative Tätigkeit genannt (vgl. IV-act. 38, 42, 52, 54). 

6.  

Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Vorinstanz den medizinischen Sachver-

halt richtig und vollständig erhoben und daraus nachvollziehbare Schlüsse 

in Bezug auf die verbleibende Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ge-

zogen hat.  

6.1 Die vollständige und richtige Sachverhaltserstellung hängt im Wesent-

lichen vom Vorliegen beweiskräftiger medizinischer Berichte ab (zum Be-

weiswert vgl. vorne E. 4.3.2 f.). 

 

6.2 Die Beschwerden des Versicherten sind durch die vorliegenden medi-

zinischen Berichte der spanischen Ärzte umfassend dokumentiert und hin-

sichtlich der diversen Befunde liegt im Wesentlichen Einigkeit vor. Indes 

mangelt es ihnen an Folgendem: 

 

6.2.1 Bei Gesundheitsschädigungen im Bereich der Orthopädie ist eine 

schlüssige qualitative und quantitative Analyse der Funktionsstörung des 

Bewegungsapparates und seiner Folgen von zentraler Bedeutung. Die or-

thopädischen Berichte der spanischen Ärzte äussern sich jedoch kaum zu 

den funktionalen Beschwerden des Beschwerdeführers. Mithin fehlt eine 

C-2217/2015 

Seite 18 

eingehende (fachärztliche) klinische Erhebung in Bezug auf die funktionel-

len Einschränkungen des Bewegungsapparates. Daher kann aus orthopä-

discher Sicht nicht von einem feststehenden Sachverhalt – allenfalls abge-

sehen von der der Diagnosestellung – ausgegangen werden (vgl. zum 

Ganzen das Urteil des Bundesgerichts 9C_335/2015 vom 1. September 

2015 E. 4.2). 

 

6.2.2 Zudem äussern sich die Berichte der spanischen Ärzte – wenn über-

haupt – kaum dazu, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten 

der Beschwerdeführer arbeitsunfähig ist und welche Arbeitsleistungen 

noch zumutbar sind. Ebenso wenig lässt sich aus den aufgeführten Befun-

den eine zuverlässige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit beziehungsweise 

-unfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit ablei-

ten.  

 

6.3 Die Einschätzung des medizinischen Dienstes stellt den medizinischen 

Sachverhalt ebenfalls nicht vollständig fest. 

 

6.3.1 Die Funktion des medizinischen Dienstes besteht darin, aus medizi-

nischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen 

Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leis-

tungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zu-

sammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei wi-

dersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu 

beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber 

eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei (Urteile des Bundesge-

richts 8C_756/2008 vom 4. Juni 2009 E. 4.4, in: SVR 2009 IV Nr. 50; 

9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Nach der Rechtsprechung ist 

es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesent-

lichen gestützt auf die (versicherungsinterne) Beurteilung des RAD zu ent-

scheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge 

Anforderungen zu stellen (vgl. vorne E. 4.3.3). 

 

6.3.2 Der medizinische Dienst erkennt als Hauptdiagnose eine primäre ge-

neralisierte Arthrose, führt in seiner Beurteilung dazu aber primär lediglich 

aus, der Beschwerdeführer leide unter Lumbalgien und Zervikalgien. Nach 

der Tibiafraktur im Jahre 1995 zeige er funktionelle Limitationen, die Be-

weglichkeit sei aber erhalten (IV-act. 29). Die Beweglichkeit der Arme sei 

schmerzhaft und die Seitwärtsbewegung eingeschränkt; zudem würden 

Schmerzen in der rechten Schulter bestehen (IV-act. 38/1, 52/1). Mangels 

C-2217/2015 

Seite 19 

eingehender klinischer Erhebungen in Bezug auf die funktionellen Ein-

schränkungen, insbesondere aus orthopädischer Sicht, fehlt es der Ein-

schätzung des medizinischen Dienstes hingegen an der Grundlage zur zu-

verlässigen Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers. In 

ihrer Stellungnahme vom 21. November 2014 hielt Dr. X._______ denn 

auch fest, die Funktionseinschränkungen gemäss dem Bericht von 

Dr. I._______ vom 8. Juli 2014 (IV-act. 50) seien wenig präzise und teil-

weise gar nicht begründet (IV-act. 52). Nach dem Gesagten ist nicht nach-

vollziehbar, inwieweit sich die verschiedenen Beschwerden konkret auf die 

Arbeitsfähigkeit auswirken. Bei der Auflistung der relevanten Diagnosen 

fehlt sodann das Schlafapnoe-Syndrom, obwohl dieses in der Beurteilung 

als schwer bezeichnet wird und die Tagesschläfrigkeit – offenbar alleine – 

eine Limitierung der Verweistätigkeit im Umfang von 20% bewirkt (vgl. IV-

act. 38). Keine Erwähnung finden die Beschwerden respektive Nebenwir-

kungen, die sich aus der CPAP-Therapie ergeben. 

 

Dr. X._______ und Dr. Y._______ leiten ihre Einschätzung der Arbeitsun-

fähigkeit ohne Vornahme einer eigenen Untersuchung aus den gestellten 

Diagnosen ab, obgleich sich aus den vorhandenen medizinischen Berich-

ten diesbezüglich eine unvollständige sowie – soweit eine Beurteilung 

überhaupt vorgenommen wird – uneinheitliche und teilweise deutlich pes-

simistischere Würdigung ergibt (vgl. IV-act. 25 und 50 sowie vorne E. 

6.2.2). Vor diesem Hintergrund ist die Beurteilung des medizinischen 

Dienstes als ungenügend zu bezeichnen.  

 

6.3.3 Treffen verschiedene (anspruchsrelevante) Gesundheitsbeeinträch-

tigungen zusammen, ist in der Regel eine interdisziplinäre Untersuchung 

durchzuführen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_168/2008 vom 

11. August 2008 E. 6.2.2), und der Grad der Arbeitsunfähigkeit ist grund-

sätzlich in einer sämtliche Behinderungen umfassenden medizinischen 

Gesamtbeurteilung zu bestimmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

9C_948/2012 vom 22. Juli 2013 E. 4.3). In den Akten befindet sich jedoch 

keine in diesem Sinn zuverlässige und schlüssige interdisziplinäre Begut-

achtung des Beschwerdeführers, auf die sich der medizinische Dienst hätte 

stützen können. 

 

Der Versicherte leidet an Pathologien, die verschiedene medizinische Dis-

ziplinen tangieren. Es liegen pneumologische, rheumatologische, psychi-

atrische sowie orthopädische Beschwerden vor, die es zu beurteilen gilt. 

Wohl wurden die psychiatrischen Aspekte separat von einem Arzt mit der 

C-2217/2015 

Seite 20 

entsprechenden Qualifikation ausgewertet. Hingegen erfolgte keine wei-

tere Abgrenzung durch die einzelnen relevanten medizinischen Diszipli-

nen. Eine Differenzierung der bestehenden Beschwerden und ihren Aus-

wirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers wäre vorlie-

gend jedoch nötig gewesen, um eine Gesamteinschätzung vornehmen zu 

können. 

 

6.3.4 Nach dem Gesagten bestehen an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-

keit der Einschätzung des medizinischen Dienstes erhebliche Zweifel, wes-

halb nicht darauf abgestellt werden kann. 

 

6.4 Zusammenfassend sind aufgrund der vorhandenen medizinischen Be-

richte der medizinische Sachverhalt und dessen Auswirkungen auf die ver-

bleibende Erwerbsfähigkeit nicht rechtsgenüglich erstellt. Insbesondere 

sind keine medizinischen Unterlagen aktenkundig, die eine sämtliche Lei-

den berücksichtigende, den Beweisanforderungen genügende Beurteilung 

der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner bisherigen und in 

einer leidensangepassten Tätigkeit enthalten. Es ist unklar, wie die ver-

schiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zusammenwirken. Unter 

diesen Umständen hätte sich die Vorinstanz nicht mit Aktenbeurteilungen 

des medizinischen Dienstes begnügen dürfen, sondern mit Blick auf die 

unklare Aktenlage weitere Abklärungen tätigen müssen. Indem sie darauf 

verzichtet hat, hat sie den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) 

verletzt. Mithin kann nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwie-

genden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) beurteilt werden, ob der 

Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit im Umfang von 80% ar-

beitsfähig ist. 

 

7.  

7.1 Da die angefochtene Verfügung gestützt auf eine unvollständige Sach-

verhaltsabklärung ergangen ist, ist die Sache in Anwendung von Art. 61 

Abs. 1 VwVG zur Vornahme der notwendigen medizinischen Abklärungen 

gemäss den Anforderungen der schweizerischen Rechtsprechung und zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

7.1.1 Diese Rückweisung an die Vorinstanz erfolgt in Übereinstimmung mit 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). 

Demnach bleibt eine Rückweisung an die IV-Stelle möglich, wenn sie in 

der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage be-

gründet ist, oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergän-

zung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 

C-2217/2015 

Seite 21 

4.4.1 ff.). Die Rechtsstaatlichkeit der Versicherungsdurchführung litte emp-

findlich und wäre von einem Substanzverlust bedroht, so das Bundesge-

richt, wenn die Verwaltung von vornherein darauf bauen könnte, dass ihre 

Arbeit in jedem verfügungsweise abgeschlossenen Sozialversicherungsfall 

auf Beschwerde hin gleichsam gerichtlicher Nachbesserung unterliege. Im 

Rahmen der de lege lata gegebenen Organisation dränge es sich vielmehr 

auf, das drohende Defizit dort durch gerichtliche Expertisen auszugleichen, 

wo die Gerichte bei der Würdigung des Administrativgutachtens im Kontext 

der gesamten Aktenlage zum Schluss kommen, weitere Abklärungen seien 

notwendig (BGE 137 V 210 E. 4.2). Vorliegend erscheint eine Rückweisung 

der Streitsache an die IVSTA im Lichte der dargelegten Rechtsprechung 

ausnahmsweise möglich, da keine gutachterliche Abklärung der einzelnen 

Beschwerden mit Beurteilung der funktionellen Einschränkungen und 

keine Gesamtbeurteilung vorgenommen wurde, und die Restarbeitsfähig-

keit des Beschwerdeführers gestützt auf die vorliegenden Akten nicht ab-

schliessend beurteilt werden kann. 

7.1.2 Die IVSTA wird bei bisher nicht mit der Beurteilung des Beschwerde-

führers befassten medizinischen Fachpersonen in der Schweiz ein pluri-

disziplinäres medizinisches Gutachten (Fachrichtungen Pneumologie, 

Rheumatologie, Psychiatrie, Orthopädie) einzuholen haben (vgl. zu den 

verschiedenen Leiden des Beschwerdeführers vorne E. 5). Die beauftrag-

ten Sachverständigen sind letztverantwortlich einerseits für die fachliche 

Güte und die Vollständigkeit der interdisziplinär erstellten Entscheidungs-

grundlage, anderseits aber auch für eine wirtschaftliche Abklärung (BGE 

139 V 349 E. 3.2 f.). Vor der erneuten Entscheidfällung wird das einzuho-

lende Gutachten durch einen versicherungsinternen Arzt zu würdigen sein, 

um die Restarbeitsfähigkeit zu ermitteln. Bei der Erstellung des aktuellen 

medizinischen Sachverhalts sind auch die im vorliegenden Beschwerde-

verfahren eingereichten neuen medizinischen Berichte zu berücksichtigen. 

7.1.3 Von der Einholung eines Gerichtsgutachtens oder Erhebung anderer 

Beweismassnahmen ist daher abzusehen. 

7.2 Die vorzunehmende Rückweisung beinhaltet die Gefahr einer reforma-

tio in peius, da die von der Vorinstanz mit der angefochtenen Verfügung 

zugesprochene Viertelsrente in Frage gestellt wird (vgl. BGE 137 V 314 E. 

3.2.4). Dem Beschwerdeführer wurde daher vorgängig das rechtliche Ge-

hör gewährt. Mit Eingabe vom 6. Juni 2017 erklärte er, an der Beschwerde 

festhalten zu wollen. 

C-2217/2015 

Seite 22 

7.3 Die Beschwerde ist folglich insoweit gutzuheissen, als die angefoch-

tene Verfügung aufzuheben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur 

Durchführung weiterer Abklärungen und anschliessendem Erlass eines 

neuen Entscheids an die Vorinstanz zurückzuweisen ist.  

8.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

8.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. 

Abs. 2 IVG). Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 

1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da 

eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden 

Partei gilt (BGE 137 V 210 E. 7.1), sind im vorliegenden Fall dem Be-

schwerdeführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der geleistete Ver-

fahrenskostenvorschuss von Fr. 400.76 ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. Der Vorinstanz werden eben-

falls keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

8.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die Parteient-

schädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere not-

wendige Auslagen der Partei (Art. 8 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Da der obsiegende Beschwerdeführer im vorlie-

genden Beschwerdeverfahren nicht anwaltlich vertreten war und keine an-

derweitigen Auslagen geltend gemacht hat, ist ihm keine Parteientschädi-

gung zuzusprechen.  

(Dispositiv: nächste Seite) 

 

 

  

C-2217/2015 

Seite 23 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 10. März 2015 aufgehoben und die Streitsache im Sinne der 

Erwägungen zur Vornahme weiterer Abklärungen und zum Erlass einer 

neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.76 wird diesem nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: 

Formular Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Daniel Stufetti Simona Risi 

 

 

  

C-2217/2015 

Seite 24 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG).