# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4e8cb6a-7fd7-5e59-83ec-f6f968f88220
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-23
**Language:** de
**Title:** Invaliditätsgrad strittig. Auf kreisärztliche Beurteilung kann abgestellt werden. Übereinstimmende Zumutbarkeitsprofile.
**Docket/Reference:** UV.2019.00133
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2019.00133.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2019.00133
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichterin Fankhauser
Gerichtsschreiberin Stadler
Urteil
vom
2
3.
September 2020
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Markus Krapf
Sintzel
Krapf Lang Rechtsanwälte
Stampfenbachstrasse 42, Postfach, 8021 Zürich
gegen
Suva
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1971,
war von Juli 2010 bis Juni 2013 bei der
Y.___
in
Z.___
als Lagermitarbeiter in einem 100%-Pensum angestellt (vgl.
Urk.
7/115,
Urk.
7/
122
).
Ab
einer a
b
1.
Juli 2013
eröffneten Rah
menfrist
bezog er Taggelder der Arbeitslosenversicherung und war dadurch bei der
Schweizerischen Unfall
ver
siche
rungsanstalt, Suva,
gegen die Folgen von Unfällen versichert.
Am
6.
Januar 2015
fiel ihm beim Krafttraining eine 15 kg
schwere
Hantel auf den rechten Fuss (vgl. Schadenmeldung
vom 2
0.
Januar 2015,
Urk.
7/1).
Dabei zog er sich eine ausgeprägte Vorfusskontusion zu (vgl.
Urk.
7/12,
Urk.
7/15, Urk. 7/20).
Die Erstbehandlung erfolgte am
8.
Januar 2015 bei
Dr.
med.
A.___
, Facharzt Allgemeine Innere Medizin (vgl.
Urk.
7/7). Als
dann er
folgte am
9.
Februar 2015 in der Radiologie der
B.___
eine MR-Untersuchung des rechten Fusses (
Urk.
7/13), im Rahmen derer eine Fraktur ausgeschlossen wurde
(vgl.
Urk.
7/15).
Bei trotz verschiedener medika
mentöser und physiotherapeutischer Ansätze anhaltender Schwellung und persistierenden Schmerzen im Bereich des Mittelfusses äusserten die Ärzte im
B.___
den Ver
dacht auf ein Morbus Sudeck (komplexes regionales Schmerzsyn
drom [CRPS]; vgl.
Urk.
7/39). Die Suva erbrachte in der Folge die gesetz
lichen Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen (Urk. 7/3).
Am 2
6.
Mai 2016 unter
suchte Suva-Kreis
arzt
Dr.
med. C.___
, Facharzt für Chirurgie, den Versicherten. Dr.
C.___
gelangte in seiner Beurteilung zum Schluss, dass der Versicherte unter Berück
sich
tigung des Zumutbarkeitsprofils in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % ar
beits
fähig sei. Der Endzustand sei jedoch noch nicht erreicht (vgl. Urk. 7/106). Es folgten
eine neurologische und neurophysiologische
(
Urk.
7/146),
dermato
lo
gische
(
Urk.
7/153
;
in
klu
sive Biopsie
[
Urk.
7/178
]
) sowie
eine angiolog
ische
Abklärung
(
Urk.
7/167).
Vom 3. Ja
nuar bis
2.
Fe
bruar 2018 war der Ver
sicherte in der
D.___
in stationärer Behand
lung (vgl. Urk.
7/254).
Die Ärzte in
D.___
hielten eine er
hebliche Symptomaus
weitung fest und erachteten eine Verbesserung des Gesund
heitszustandes durch weitere medizinische Massnahmen
als
nicht wahrscheinlich. Am 2
1.
März 2018 fand eine weitere kreisärztliche Unter
suchung bei Dr. med. E.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie, statt.
Dr.
E.___
hielt fest, dass von keinen weiteren Behandlungen eine namhafte Besserung des unfallbedingten Zustands erwartet werden könne. Er
beurteilte den Versicherten
in vorwiegend sitzenden Tätigkeiten initial zu 50
%
arbeitsfähi
g, wobei eine Steigerung auf 75
% nach einem Monat und 100
%
nach einem weite
ren Monat zumutbar seien (vgl. Urk. 7/268). Gestützt darauf stellte die Suva das Taggeld und die Heilkos
ten
leis
tungen per 3
1.
Mai 2018 ein (vgl.
Urk.
7/277). Mit Ver
fügung vom 2
8.
Mai 2018
gewährte die Suva dem Versicherten ab
1.
Juni 2018 eine Invalidenrente
von 15
% sowie eine
Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 10
% (vgl.
Urk.
7/284). Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
5.
Juni 2018 (
Urk.
7/286) sowie ergänzend am 2
8.
Juni 2
018 (
Urk.
7/29
3)
unter Beilage einer Stellungnahme von
Dr.
A.___
(
Urk.
7/292) Einsprache, welche die Suva mit Verfügung vom
6.
Mai 2019 teilweise guthiess und den Rentensatz von 15
%
auf 18
%
erhöht (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 24. Mai 2019 Beschwerde
und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Be
schwer
de
gegnerin sei zu verpflichten, ihm eine Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 59
%
sowie eine Integritätsentschädigung von 20
%
zuzusprechen (Urk. 1).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
3.
September 2019 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6, unter Beilage der Akten [Urk. 7/1-309]). Mit Verfügung vom
5.
September 2019 wu
rde dem Beschwerdeführer die Be
schwer
de
antwort zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am
1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
6.
Januar 2015 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozial
versicherungsrechts [ATSG]
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenan
spruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine nam
hafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicher
ten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beur
teilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
1.4
1.4.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4.2
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als
Invalidenlohn. Ist kein solches
tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweisen).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich exis
tierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Darstellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der Schweizerischen Lohn
strukturerhebung (LSE) vom Bundesamt für Statistik regelmässig erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Verdienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen fest
gehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leistungsprüfung). Die Suva entschloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalideneinkommen entsprechend den gerichtli
chen Anforderungen so konkret wie möglich
ermitteln zu können (BGE 139 V
592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs
profil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der
von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erheben, damit sich die Suva im
Einspracheentscheid
damit auseinandersetzen kann.
Rechtsprechungsgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungsmäs
sige Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruf
lichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzu
weisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3, 129 V 472 E. 4.2.3).
1.5
1.5.1
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5.2
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versi
che
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das
Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungs
träger alleine lässt nicht schon auf
mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid vom
6.
Mai 2019 (
Urk.
2) ging die Beschwerde
geg
nerin gestützt auf die medizinischen Abklärungen, insbesondere die kreis
ärzt
liche Untersuchung vom 2
1.
März 2018 (
Urk.
7/268) davon aus, dass der Be
schwer
de
führer unter Berücksichtigung des Zumutbarkeitsprofils in einer ange
passten Tätigkeit
einen Invalidenlohn in der Höhe von Fr. 61'553.-- erzielen könne, ent
sprechend ein Invaliditätsgrad von 18
%
resultiere. Ferner stehe ihm eine Integ
ritätsentschädigung von 10
%
zu.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 2
4.
Mai 2019 (
Urk.
1) zusammengefasst geltend,
er benötige täglich mehrere Stunden Pause
,
um das Bein hoch zu lagern, sodass er die Schmerzen lindern könne. Hinzu komme die Tagesmüdigkeit, da er nachts aufgrund der Schmerzen nicht schlafen könne. Die Einsatzfähigkeit sei seitens des Kreisarztes viel zu optimistisch einge
schätzt worden. Realistisch sei maximal eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit. Hieraus resultiere eine Invaliditätsgrad von 59 %, mithin habe er Anspruch auf eine Rente in diesem Umfang. Ferner sei ihm eine Integritätsentschädigung von 20
%
zuzusprechen, leide er doch an erhebli
ch
en Schmerzen und sei die Gebrauchsfähigkeit des Fusses doch stark einge
schränkt.
3.
3.1
Am
6.
Januar 2015 fiel dem Beschwerdeführer beim Training eine Gewichtshantel (15 kg) auf den rechten Fuss. Dabei zog er sich eine Vorfusskontusion zu, wobei eine
Fraktur habe ausgeschlossen werden können.
Die am
9.
Februar 2015
durch
ge
führte Magnetresonanztomographie (MRI
; vgl.
Urk.
7/13
) zeige eine
subcutane
Kontrastaufnahme im Sinne eines posttraumatischen Hämatoms sowie ein Kno
chen
marksödem. Auf eine
arteriovenöse
Fis
tel gebe es keine Hinweise. Dr.
med.
F.___
, FMH Chirurgie, empfahl die Aufnahme einer Physio
therapie zur Förderung der Resorption (vgl. Arz
tbericht vom
3.
März 2015, Urk.
7/15).
Bei persistierender Schwellung und Schmerzen im Bereich des rechten Vorfusses
konsultierte der Beschwerdeführer
die Ärzte der Orthopädie im
B.___
. Diese beschrieben
ein leicht livide verfärbtes Integument mit ausgeprägter Schwellung im Mittel- und Vorfussbereich bis zu den Grundgelenken reichend. Die Schwel
lung sei druckdolent.
Es werde
die Ruhigstellung in einem Unterschenkelgehgips
empfohlen
(vgl. Arztbericht vom 1
7.
April 2015,
Urk.
7/20).
Der Verlauf war regel
recht
(vgl. Arztbericht vom
9.
Juni 2015,
Urk.
7/30).
Bei
residueller
Schwel
lung und persistierenden Schmerzen äusserten die Orthopäden im
B.___
de
n
Ver
dacht auf ein Morbus Sudeck
(CRPS)
und
empfahlen
eine rheuma
to
logische Abklärung
(vgl. Arztbericht vom 2
9.
Juli 2015,
Urk.
7/39).
Am 1
5.
September 2015 wurde der Beschwerdeführer
in der Rheumatologie
im
B.___
unter
sucht.
Die Ärzte konstatierten, klinisch zeige sich eine Hyperalgesie, eine Verän
derung des Hautkolorits mit bläulicher Verfärbung und eine verminderte Beweg
lichkeit des rechten Fusses. Es bestehe ein hochgradiger Verdacht auf eine CRPS (vgl.
Urk.
7/52).
Es folgte eine erneute radiologische Abklärung (vgl. MRI vom 17.
März
2016
,
Urk.
7/98)
. Die Ärzte der Rheumatologie
B.___
hielten fest, es zeige sich
eine ödematöse Schwellung mit deutlicher Progredienz im Bereich des Fussrückens rechts bei unauffälligem Knochenstatus
. Aus rheumatologischer Sicht sei eine stationäre Behandlung zu empfehlen. Eine solche könne sich der Beschwerdeführer aufgrund negativer Assoziationen mit dem Spitalklima jedoch nicht vorstellen (vgl. Arztberichte vom 2
3.
März 2016 [
Urk.
7/96], 2
2.
Juni 2016 [
Urk.
7/121])
.
3.2
Am 2
6.
Mai 2016 wurde der Beschwerdeführer von
Dr.
C.___
kreisärztlich untersucht (vgl.
Urk.
7/106). Er beurteilte die noch vorhandenen Beschwerden im Bereich des rechten Fusses als unfallkausal. Ein Endzustand sei noch nicht erreicht. Von weiteren Behandlungen könne noch eine gewisse Verbesserung erwartet werden.
Dr.
C.___
attestierte dem Beschwer
de
führer ab Untersuchungs
datum eine 100%ige Arbeits
fähigkeit unter Berück
sich
tigung des folgenden Zumut
barkeitsprofils: leichte Tätig
keiten ohne repetitiv zurückzulegende Geh
stre
ck
en über 50 m, ohne repeti
ti
ves Treppengehen, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Gehen oder gar Tragen von Lasten auf unebenem Gelän
de und ohne repetitive kniende, kauernd und hockende Arbeiten. Die Arbeits
fähig
keit in der angestammten Tätig
keit als Bauarbeiter sei nicht mehr gegeben und werde voraussichtlich auch nicht mehr erreicht werden.
3.3
Trotz fortgeführter Physiotherapie habe sich keine Symptombesserung eingestellt,
berichteten in der Folge
die Rheumatologen des
B.___
. Klinisch imponiere nach wie vor eine deut
li
che, druckdolente Rötung und Schwellung im Bereich des
laterodorsalen
Fuss
rückens auf der recht
en Seite (vgl. Arztbericht vom
7.
Dezem
ber 2016, Urk.
7/136
). Bei
unveränderter Symptomatik wurde am 2
7.
Dezember 2016 ein weiteres MRI angefertigt (vgl.
Urk.
7/142).
Die Rheumatologen des
B.___
konstatierten
eine leichte
Tenovaginitis
der Strecksehen des II bis IV Strahls am rechten Fuss sowie ein im Vergleich zum März 2016 nur minimal
regredientes
Weichteilödem am Fussrücken,
subcutan
betont. Zudem bestehe ein unspezifisches minimales Knochenmarksödem im Os
cuboideum
sowie am TMT IV-Gelenk. Aufgrund des für ein CRPS untypischen Verlaufs mit lokalisiertem Befund und fehlender Besserung in den letzten sechs bis neun Monaten Physio
therapie erachteten die Rheumatologen eine
nochmalige Laboruntersuchung und
eine
neurophysiologische sowie eine dermatologische
Untersuchung für ange
zeigt (vgl. Arztbericht vom
1
0.
Januar 2017,
Urk.
7/143). Es erfolgte eine Unter
suchung der peripheren Ner
ven
beteiligung
bei Verdacht auf CRPS Typ I des rechten Fusses
, die jedoch
gemäss
G.___
des
B.___
ein weit
gehend unauffälliges Ergebnis aller untersuchten peripheren Nerven gezeigt habe. Basierend auf aktuellen neuro
physiologischen Ergebnissen könne eine peri
pher neurologische Ursache für das Defizit der Sensibilität sowie der reduzierten Motorik des rechten Fusses ausgeschlossen w
erden (vgl. Arztbericht vom 20.
Ja
nuar 2017,
Urk.
7/146).
3.4
Zur Beurteilung der bestehenden schmerzhaften Rötung und Schwellung im Bereich des rechten Fussrückens fand am
7.
Februar 2017 eine dermatologische Abklärung im
H.___
statt. Die Ärzte konstatierten, es zeige sich am Fussrücken rechts im Vergleich zu links eine unscharf begrenzte Rötung und Schwellung. Dieser Bereich sei druckempfindlich und überwärmt. Eine epidermale Beteiligung liege keine vor und es seien auch keine Bläschen und Pusteln zu sehen. Das restliche Integument sei unauffällig. Eine dermatologische Diagnose stehe eher nicht im Vordergrund. Zur Abklärung ei
ner Zellulitis, Fas
ziitis oder
Pannikulitis
sei eine Biopsie notwen
dig (vgl. Arztbericht vom 7. Fe
b
ru
ar 2017,
Urk.
7/153). Die Rheumatologen
des
B.___
hielten i
n ihrem Ver
laufs
bericht vom 21
.
April 2017 (
Urk.
7/160) fest, es bestünden keine Anhalts
punkte mehr auf ein florides CRPS. Nicht passend sei insbesondere die umschrie
bene, lokalisierte Rötung und persistierende Schwellung über dem Fussrücken 26
Monate nach dem auslösenden Ereignis. Sie empfahlen eine angiologische
Abklä
rung sowie die Durchführung der Biopsie. Ferner wiesen sie den Beschwerde
führer abermals auf
eine
stationäre Rehabilitation hin, wobei dieser eine solche erneut kategorisch abgelehnt habe.
3.5
Zum Ausschluss einer Phlebothrombose der rechten unteren Extremität begab sich der Beschwerdeführer am 2
3.
Mai 2017 in die angiologische Konsultation ins
H.___
(vgl.
Urk.
7/167). Die Ärzte verzeichn
eten keine Hinw
e
ise auf eine Ob
struktion des Leit- und Stammvenensystems auf der rechten Seite. Klinisch liege ein einseitiges sekundäres
(posttraumatis
ch) bedingtes Lymphödem Stadium
I vor. Es werde eine Kompressionsbehandlung mit einem Kompressionsstrumpf em
pfoh
len. Aufgrund der Schmerzen
soll
der Beschwerdeführer diesen nach zwei Wochen jedoch wieder weggelassen
haben
(vgl. Arztbericht vom 2
5.
Juli 2017 [Urk. 7/171], Bericht vom
1.
September 2017 [
Urk.
7/179]). Am 2
5.
August 2017 wurde am
H.___
die Biopsie durchgeführt (vgl.
Operationsbericht,
Urk.
7/180). Diese ergab, dass histologisch
kleine, dilatierte Gefässe im
Korium
mit Aus
gussthromben im Sinne eines Sludge-Phänomens im Vordergrund
stünden
. Dieses histologische Bild lasse in erster Linie an eine Erkrankung aus dem Formenkreis der
Kryo
glo
bu
linämien
vermuten. Eine
Pannikulitis
sei nicht nach
weisbar. Ebenso wenig gebe es Anhaltspunkte für ein Wells-Syndrom oder eine
Intimafibrose
. Ein sehr spätes
fibrosiertes
Stadium eines komplexen regionalen Schmerzsyndroms könne jedoch histologisch nicht ausgeschlossen werden (vgl.
Dermato
histo
logischer
Be
fund vom 3
0.
August 2017,
Urk.
7/188). Im Folgenden
kam
es zu einer deutlichen Progredienz der Schmerzen sowie zu einer Wundhei
lungsstörung nach der Biop
sie
. Eine stationäre muskuloskelettale Rehabilitation
wurde
erst nach ab
ge
schlossener Wundheilung
empfo
hlen (vgl. Arztbericht
vom 3
0.
Oktober 2017,
Urk.
7/222
). Unter
einer Vakuumsystem-Therapie
soll
es zu einer kontinuier
lichen Heilung gekommen
sein
, sodass die Wunde am 2
4.
No
vember 2017 praktisch geschlossen und vernarbt
gewesen
sei (vgl. Ärztliches
Triagekonsilium
der
D.___
vom 2
7.
November 2017,
Urk.
7/228).
3.6
Vom
3.
Januar bis
2.
Februar 2018 war der Beschwerdeführer in der
D.___
hospitalisiert.
Die Ärzte
in
D.___
erachteten die Kriterien für die Dia
gno
se eines CRPS als nicht erfüllt. Sie gingen von einem c
hronifizierte
n
Schmerz
syndrom
aus
, das sich absolut therapieresistent zeige. Während des stationären Aufenthalts sei es nicht gelungen, einen therapeutischen Ansatz zu erarbeiten, der die Beschwerden verbessert hätte.
Anlässlich der während der Rehabilitation erfolgte
n
psychosomatische
n
Ab
kl
ä
rung habe
sich im Zusammenhang mit der anhaltenden Schmerz
problematik eine ängstliche und negativistische Haltung, Verunsicherung und dysfunktionale Überzeugungs- und Bewältigungsmuster mit deutlichem Schonverhalten gezeigt. Der Beschwerdeführer habe diffuse Vorste
llungen und Ängste bezüglich des
Fuss
es
, welche womöglich zu seinem passiven Therapieverhalten beigetragen hät
ten.
Alle gemachten Abklärungen und Diagnostik hätten nie eine somatische Ursache für die umschriebene Schwellung und die Schmerzen zu erklären ver
mö
gen.
Es sei zu spüren, dass sich der Beschwerdeführer mit der Diagnose eines CRPS arrangiert habe, im festen Glauben daran, dass es keine Verbesserung geben könne und eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit
die Folge sei. Ferner hätten ihm die immer wieder unterschiedlichen medizinischen Aussagen und der langwierige klinische Verlauf emotional zugesetzt. Als psychosoziale Belastungsfaktoren seien die Arbeits
losigkeit, die geringe berufliche Qualifikation sowie die finan
zi
el
len Sorgen (Vater von vier Kindern) zu nennen. Folglich sei bei dem vor
lie
gen
den Beschwerdebild von einer Schmerzverarbeitungsstörung mit Ausweitung der Symptome im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung aus
zuge
hen.
Die Ärzte der
D.___
konstatierten, das Ausmass der de
mon
s
trierten Einschränkungen lasse sich mit den geringfügigen objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Ab
klä
rungen sowie den Diagnosen aus somatischer Sicht ungenügend erklären. Der Be
schwerdeführer zeige ein auffälliges Schmerz- und Leistungsverhalten sowie eine erhebliche Symptomausweitung.
Die Beschreibung der Schmerzen sei undif
ferenziert gewesen, das Schmerzverhalten nicht adäquat.
Es sei davon aus
zuge
hen, dass bei gutem
Effort
eine bessere Leistung hätte erbracht werden kön
nen, als bei den Leistungs
tests und im Behandlungsprogramm gezeigt worden sei. Infolge Selbstlimitierung hätten die zu erwartenden Verbesserungen bezüglich Funktion und Belastbarkeit nicht erreicht werden können. Die Resultate der phy
sischen Leistungstests seien deshalb für die Beurteilung der zumutbaren kör
per
lichen Belastbarkeit nur teil
weise verwertbar. Die festgestellte psychische Störung begründe aktuell keine arbeits
relevante Leistungsminderung. Von weite
ren medizinischen Massnahmen seien keine Verbesserungen des Gesundheits
zustands mehr zu erwarten. Unter Be
rück
sichtigung der objektivierbaren Unfall
folgen hielten die Ärzte folgendes Zu
mut
bar
keitsprofil fest: mindestens leicht bis mittelschwere Arbeit, wechsel
be
lastend (
Urk.
7/254 S.
2-
5
).
3.7
Am 2
1.
März 2018 wurde der Beschwerdeführer erneut kreisärztlich untersucht (vgl.
Urk.
7/268).
Dr.
E.___
führte aus, die geltend gemachten Beschwerden seien mit mindestens überwiegender Wahrscheinl
ichkeit auf das Ereignis vom 6.
Ja
nuar 2015 zurückzuführen. Von weiteren Behandlungen seien keine nam
haften Bes
serungen des unfallbedingten Gesundheitszustands zu erwarten. In Anbetracht der Unfallfolgen seien dem Beschwerdeführer sämtliche Tätigkeiten und Ver
rich
tungen mit vorwiegend im Sitzen ausgeübten Arbeiten zumutbar. Not
wen
dige Pausen aus der sitzenden Haltung zu
r Verbesserung
der Zirkulation des lin
ken Beines entsprä
chen im Wesentlichen
den normalen Arbeitspausen bei
sitzenden Tätigkeiten wie vormittägliche Pausen (Znüni), Mittagspausen und nach
mittäg
lichen Pausen (Zvieri) sowie das Aufstehen, um kurzfristige Tätig
kei
ten im Stehen auszuüben. Für sitzende Tätigkeiten würden keine
Gewichts
limiten
bestehen. Unter Berücksichtigung einer über dreijährigen Abwesenheit
vom Arbeitsalltag könne mit einer initialen Arbeitsfähigkeit von 50 % ab Untersu
chungs
datum der Ar
beits
versuch begonnen werden. Nach einem Monat sei eine Steigerung auf 75 %, nach einem weiteren Monat eine Steigerung auf 100 % zumutbar.
3.8
Im Rahmen des
Einspracheverfahrens
reichte der Beschwerdeführer die Stellung
nahme von
Dr.
A.___
vom 2
3.
Juni 2017 (recte: 2018) zu den Akten (vgl. Urk. 7/292).
Dr.
A.___
präzisierte, der Beschwerdeführer sei aufgrund der Fussverletzung nicht mehr im Stande, Arbeiten auszuführen, welche mit Be
las
tung
en
der Beine einhergehen würden. Rein theoretisch vorstellbar seien leichte Tätigkeiten in Wechselbelastung ohne Belastung der Beine. Der Be
schwer
de
führer weise jedoch keine Fähigkeiten auf, welche es ihm erlauben würden, eine solche theoretische Tätigkeit auszuführen.
4.
4.1
Dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr.
E.___
am 2
1.
März 2018
die Heilbehandlung mit Schreiben vom
3.
Mai 2018 (
Urk.
7/277)
abschloss und die
Rentenprüfung einleitete, wird nicht be
strit
ten und ist aufgrund der medizinischen Aktenlage
nicht zu bean
standen (vgl. E.
3.6-3.7 hiervor).
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit d
es Beschwerdeführers im Zeitpunkt des Fallab
schlusses ist
unbestritten, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als
Lagermitarbeiter
nicht mehr arbeitsfähig ist (vgl. E.
3.2, E.
3.6-3.8). Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit stützte sich die Beschwerdegegnerin insbesondere auf die kreis
ärztliche Beurteilung vom 21. März 2018 und das darin definierte Zumutbar
keitsprofil (E. 3.7).
4.2
Der Untersuchungsbericht
von Dr.
E.___
vom
2
1.
März 2018
wurde von einem Facharzt für
Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates
er
stattet, beruht auf allseitigen Untersuchun
gen des Beschwerdeführers (Urk.
7/268 S. 6
), berücksichtigt auch die von
ihm geklagten Beschwerden (Urk.
7/268 S. 5
), wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben (
Urk.
7/268 S. 1-5
), leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schluss
folgerungen des Experten wurden begründet (
Urk.
7/268 S. 7
). Damit erfüllt der kreisärztl
iche Untersuchungsbericht vom
2
1.
März
201
8
grundsätzlich die
Voraussetzungen an eine beweiskräftige
Entscheidgrundlage
(vgl. E.
1.5
).
4.3
D
ie Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
E.___
vom
2
1.
März 2018
ist anhand der
Vorakten
nachvollziehbar und das erstellte Zumutbarkeitsprofil nimmt auf die
bestehenden Einschränkungen angemessen Rücksicht.
Die Ein
schätzung von Dr.
E.___
stimmt insbesondere auch mit
dem angegebenen Belastungsprofil
von
Dr.
A.___
überein
, wonach der Beschwerdeführer keine die Beine belastende Arbeiten ausführen könne
.
Zu diesen Arbeiten gehör
ten unter anderem
Ar
beiten mit langen Gehstrecken oder schwere
m
Heben bzw. Tragen, langem Aus
harren in der gleichen Position bzw. Arbeiten nur im Sitzen oder nur im Stehen
(vgl.
Urk.
7/292,
E.
3.
8
hiervor).
Ein
dem von
Dr.
E.___
beschriebenen
ver
gleichbares Zumut
barkeitsprofil formulierte bereits
Dr.
C.___
im Rahmen der ersten kreisärztlichen Untersuchung im Mai 2016 (vgl. E. 3.2)
und auch die Ärzte der
D.___
erachteten leichte bis mittelschwere Arbeiten, wechsel
belastend, zumut
bar (vgl. E. 3.6 in
fine
). Schliesslich vermag der Beschwer
de
führer mit seinem Vorbrin
gen eines erhöhten Pausenbedarfs
(Urk. 1 S. 5
) nichts zu seinen Guns
ten abzuleiten, wurde dies von Dr.
E.___
doch
explizit berück
sichtigt und
im Rahmen der üblichen Arbeitspausen bei sitzenden Tätigkeiten für genügend beurteilt (E. 3.7).
Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Tages
müdigkeit zufolge eines durch Schmerzen gestörten Schlafs
ergibt sich nicht aus den vorliegenden medizinischen Akten und ist nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit ausgewiesen
. Im Austrittsbe
richt der
D.___
wu
rden Durchschlafstörungen zwar festgehalten (vgl.
Urk.
7/254 S. 10), ein daraus resul
tierender
über die üblichen Arbeitspausen hinausgehender Pausenbedarf
ergibt sich
aber
nicht.
Es ist somit von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer
l
eiden
s
angepassten Tätigkeit aus
zu
gehen.
5.
5.1
Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Die Beschwerdegegnerin bemass das
Valideneinkommen
(Fr.
74’750
.--) gestützt auf die
Lohnangaben des ehemaligen Arbeitgebers (vgl.
Urk.
7/122)
, was nicht strittig ist.
5.3
Das
Invalideneinkommen setzte die Beschwerdegegnerin mittels der DAP-Methode auf
Fr.
61’553
.-- fest (
Urk.
2 S. 7
)
, was nicht zu beanstanden ist
.
Wie die Beschwerdegegnerin zu
treffend feststellte (Urk. 2 S.
7
), handelt es sich bei den fünf ausgewählten Ar
beits
plätzen als
E
lektrokontrolleur, Montagearbeiter,
Pro
duk
tions
mitarbeiter (
Qua
li
tätskontrolleur), Hilfsarbeiter (Produktions
mitar
beiter) und Büroan
ge
stel
lter (Büroverkauf)
(
vgl.
Urk.
7/280
) um leichte bis sehr leichte, vorwiegend
sitzen
de
Tätigkeiten.
Gestützt auf das von Kreisarzt Dr.
E.___
erstellte Zumutbar
keitsprofil kann
davon ausgegangen werden, dass der Beschwer
de
führer die kör
per
lichen Anforderungen dieser Stellen grundsätzlich erfüllt.
Ins
besondere ist es ihm möglich,
selten
eine Tätigkeit bis zu 30 Minuten stehend aus
zuführen,
manchmal vornüber geneigt zu sitzen und
selten
Geh
distanzen bis 50 m zurückzulegen sowie Lasten bis 5 kg bis Lendenhöhe zu tragen und oft mit leicht/feinmotorischen Gegenständen zu hantieren (vgl. DAP-Nr. 8080, DAP-Nr. 338503, DAP-Nr. 8326, DAP-Nr. 9640064, DAP-Nr. 10663).
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, er verfüge nicht über die
notwen
di
gen
Fähigkeiten für eine behinderungsangepasste Tätigkeit (
Urk.
1 S
. 5
) und
diesbezüglich
auf die Stellungnahme von
Dr.
A.___
vom Juni 2018 ver
wies (vgl. E. 3.8), ist dem entgegenzuhalten, dass
körperlich leichte Arbeiten nicht nur auf den Sektor 3 (Dienstleistungen) beschränkt sind
.
Im Übrigen
sind
die Ausbildungsanforderungen in den vorliegenden
ausgewählten Arbeitsplätzen
ein Abschluss der Grund
schule oder eine Anlehre.
Der Beschwerde
führer verfügt
zwar
über keinen Lehr
abschluss,
absolvierte jedoch eine Anlehre als Maler
(vgl. Urk.
7/80)
. Danach fand er Anstellungen als Lagermitarbeiter, Monteur
, Sachbe
ar
beiter Verkaufsinnen
dienst und Disponent (vgl. Lebenslauf,
Urk.
7/80/5-7).
Demzufolge verfügt er
in verschiedenen Hilfstätigkeiten
über angelernte,
prak
ti
sche berufliche Erfahrung.
5
.4
Bei einem
Valideneinkommen
von Fr.
74'750.--
(vgl. E.
5.2
) und einem Invali
den
einkommen von Fr. 61
’
553
.-- resultiert eine unfallbedingte Er
werbs
einbusse von Fr.
13'197.--
, was einem Invaliditätsgrad von
17,7
% entspricht und
einen Rentenanspruch
zum Rentensatz von 18
%
ergibt (vgl. E. 1.3 und E. 1.4.1).
6.
6.1
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebli
che Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während
des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
6.2
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (
Ziff.
1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilwei
ser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
6.3
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundesrätli
chen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinras
ter) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als
Ziff.
1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Pro
zentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewähr
leistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
6.4
In der Tabelle 2, «Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den unteren Ex
tre
mitäten», wird in Bezug auf die Sprunggelenke und den Mittelfuss Folgendes festgehalten:
-
oberes steif im rechten Winkel, 15
%
-
steif in starkem Spitzfuss, 20
%
-
Funktionsbehinderung in den unteren Sprunggelenken, z.B. nach
Calcaneusfraktur
(USG-Arthrodese), 5-30
%
-
subtalare
Arthrodese, 15
%
-
schmerzhafte Funktionsstörung nach Luxationsfrakturen im
Lisfranc
oder Mittelfussfrakturen, 10-20
%
6.5
Zur Beurteilung des Integritätsschadens stützte sich die Beschwerdegegnerin auf den Bericht von Kreisarzt
Dr.
E.___
vom 2
1.
März 2018 (vgl.
Urk.
7/267). Dr.
E.___
notierte
unter Bezugnahme auf das Ereignis vom
6.
Januar 2015
eine bleibende Funktionseinschränkung im Bereich des rechten Fusses und veran
schlagte gestützt auf die Tabelle 2 der SUVA
(Integritätsschaden bei Funk
tions
störungen an den unteren Extremitäten) den Integritätsschaden bei fehlen
der knöcherner Beteiligung auf 10 %. Er wies darauf hin, dass
s
eitens des Stütz
appa
rats keine morpho
logische Ver
änderung
bestehe und die Funktions
störung einzig auf Weichteilveränderungen im Vorfussbereich beruhe.
Der gesamte rechte Fuss sei gleichmässig geschwollen, nicht gerötet und nicht überwärmt. Druck
schmer
zen würden über dem gesamten Fussrücken bestehen.
Die Dorsal-/
Plantarflexion
des oberen Sprunggelenks betrage rechts 10-0-10° und links 20-0-50°
. Im Zuge der Beweglichkeitsprüfung im Sprunggelenk und in den Zehengelenken sei es zu einer massiven Schmerzzunahme gekommen
(Urk. 7/268 S. 6).
Die Beurteilung durch
Dr.
E.___
ist nachvollziehbar und plausibel begründet und insgesamt überzeugend.
Soweit der Be
schwerde
führer geltend machte, ihm sei aufgrund der erheblichen Schmerzen eine Integritäts
ent
schädigung am oberen Rand bei 20
%
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 6), ist darauf hinzuweisen, dass
die Integritätsent
schädi
gung lediglich anhand des medizinischen Befundes bemessen
wird
und subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen
sind
(vgl.
BGE 115 V 147 E. 1
).
Im Übrigen hat Dr.
E.___
die eingeschränkte Gebrauchsfähigkeit des Fusses sowie die vorhan
de
nen Schmerzen in seiner Beurteilung berücksichtigt. Darauf ist abzustellen, zumal der Beschwerdeführer keine davon abweichende
ärztliche Einschätzung vorlegte
.
Zusammenfassend ist der
von der Beschwerdegegnerin auf
10
% veranschlagte Integritätsschaden nicht zu beanstanden.
7.
Nach dem Gesagten erweist sich der
Einspracheentscheid
vom
6.
Mai 2019
als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen
.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
Markus Krapf
-
Suva
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstStadler