# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ab56e3f-a5b5-5b8a-b812-61fddfa2d297
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-31
**Language:** de
**Title:** Statusfrage, 50 % Erwerbstätigkeit 50 % Freizeit, keine Anwendung gemischte Methode, keine Verschlechterung Gesundheitszustand ausgewiesen, proportionale Berücksichtigung des Arbeitspensums bei der Bemessung des IV-Grades (9C_178/2015 vom 4. Mai 2016), Abweisung
**Docket/Reference:** IV.2015.00051
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2015.00051.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2015.00051
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Gerichtsschreiber Hausammann
Urteil
vom
31. Mai 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Die 1958 geborene
X.___
ist
seit November 2001
bei der
Y.___
als Sachbearbeiterin in der Spendenbuchhaltung tätig (
Urk.
7/9, 7/10).
Am 2
5.
Mai 2012 (Eingangs
datum) meldete sie sich unter Hinweis auf eine seit November 2011 bestehende chronisch obstruktive
Pneumopathie
,
GOLD IV
,
bei der
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invaliden
versicherung an (
Urk.
7/1). Zur Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse zog die IV-Stelle zunächst die Akten des
Krankentaggeldversiche
rers
(
Urk.
7/12)
sowie
einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
7/9) bei und h
olte einen Arbeitgeberbericht (Urk. 7/10) sowie Berichte der behandelnden Ärz
te ein (
Urk.
7/17, 7/18, 7/19
). Am 1
3.
Dezember 2012 wurde
n
der Versi
cherten Integrationsmassnahmen
(Support am Arbeitsplatz)
zugesprochen (
Urk.
7/29), welche am 1
7.
Juli 2013 erfolgreich abgeschlossen wurden (
Urk.
7/43). Die IV-Stelle holte erneut Berichte der behandelnden Ärzte (
7/46, 7/55
)
sowie die Akten des Krankentaggeldversicherers ein (
Urk.
7/45)
und liess
die Beeinträchtigung im Haushalt
vor Ort abklären
(Urk. 7/56)
.
Gestützt darauf sowie auf die Berichte der behandelnden Ärzte sprach die IV-Stelle der Versi
cherten n
ach durchgeführtem
Vorbesche
idverfahren
(Vorbescheid vom
8
.
September
2014 [Urk.
7
/
60
]
, Einwand vom
7.
Oktober 2014 [
Urk.
7/62]
)
mit Verfügung vom 28. November 2014 rückwirkend eine vom 1. November 2012 bis 3
0.
April 2013 befristete, halbe Invalidenrente zu
(Urk. 2 [=
7/77, 7/68 (Verfügungsteil 2)
]).
2
.
Gegen diese Verfügung
legte die
Versicherte mit Eingabe vom
12
.
Januar 2015 Beschwerde
ein und beantrag
te
, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei
ih
r
weiterhin eine Teilrente zuzusprechen
(Urk.
1).
Mit
Beschwerde
antwort
vom
2
3.
Februar 2015
beantragte die IV-Stelle
Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was der Beschwerdeführerin am 4
.
März 2015
mitgeteilt wurde (Urk. 8
).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren
Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungsver
gleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte,
sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne
Gesundheitsscha
den
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung [
IVV
])
. Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des
Invalidi
tätsgrades
(BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Ist anzunehmen, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Be
einträchti
gung teilerwerbstätig
, ohne daneben in einem andern Aufgabenbe
reich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen
(
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
IVV). Das
Valideneinkommen
ist nach Massgabe der ohne
Gesundheits
schaden
ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeits
marktlage
erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende –
Arbeits
pensum
unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträch
tigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
1.4
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des
Einkommens
vergleichs
gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorge
nommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypotheti
sche Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das
Inva
lideneinkommen
auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog.
Pro
zentvergleich
; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die kon
kreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und
Invali
deneinkommen
die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwert
e von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs.
2 IVG) eindeutig über- oder untersch
r
eitet (Urteil des Bun
desgerichts 8C_333/2013 vom 11.
Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
1.
5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.6
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzuspre
chung
oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bezie
hungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten
verfü
gungsweise
geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die
IV-Stelle
erwog im
angefochtenen Entscheid
,
d
ie Abklärungen vor Ort hät
ten
ergeben
, dass
die
Beschwerdeführerin vor dem Eintritt des
Gesundheitsscha
dens
zu 50
%
erwerbstätig gewesen sei und die
restlichen 50 %
in den
Freizeit
bereich
entfallen
seien – wobei davon ausgegangen werde, dass
sie
diese Auf
teilung auch ohne Gesundheitsschaden beibehalten
hätte
. Die Abklärungen der medizinischen Verhältnisse hätten ergeben, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit zwischen November 2011 bis Dezember 2012 bezogen auf ein 50%-Pensum zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen sei. Deshalb
resultiere
beim
Einkommensvergleich
für diese Zeitspanne
eine Erwerbseinbusse von 100
%
und
ein Invaliditätsgrad von 50
%
.
Ab
Januar 2013 sei eine Verbesse
rung des Gesundheitszustands
ausgewiesen
. A
b diesem Zeitpunkt
sei sie
in
der
angestammten Tätigkeit
bezogen auf ein 50%-Pensum
noch
zu 20
%
arbeits
un
fähig gewesen.
Beim
Einkommensvergleich resultiere
nunmehr
eine
Erwerbs
einbusse
von 20
%
, im Freizeitbereich eine Einschränkung von 0
%
, was gewichtet ein Invaliditätsgrad von 10
%
ergebe
(Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Beschwerde dagegen vor,
ihr Gesund
heitszustand habe sich
im November 2013 verschlechtert und sie sei seither sauerstoffpflichtig.
Dies gehe aus Berichten des behandelnden
Pneumologen
hervor. Sie sei froh
,
überhaupt noch ein 40%-Pensum ausüben zu können
(
Urk.
1).
Zur Stützung ihrer Vorbringen legte sie Berichte der behandelnden Ärzte
des Spitals
Z.___
sowie ein Schreiben von
Dr. med.
A.___
, Fach
arzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und Pneumologie, Leitender Arzt am Spital
Z.___
,
ein (
Urk.
3/2
-4).
3.
3.
1
Dem Bericht
von
Dr.
A.___
vom 2
7.
März 2014
zuh
anden der
Beschwerdegegne
rin
(
Urk.
7/55
/5-8
) kann folgende Diagnos
e
mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit entnommen werden (Urk.
7/55/5
):
-
chronisch obstruktive Lungenerkrankung GOLD IV, ED 12/2011
-
Status nach schwerer Exazerbation mit invasiver Beatmung vom
14.
–
18.12.2011 bei akuter respiratorischer Globalinsuffizienz
-
anschliessend intermittierend nicht invasive Beatmung bis 28.12.2011
-
Status nach erneuter Exazerbation 01/2012 und 10/2013
-
Panlobuläres
, unterlappenbetontes Lungenemphysem
-
Negativer Genotyp für Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, 12/2011
-
PiMM
(kein Z- oder S-Allel)
-
Status nach Nikotinabusus ca. 50 pack
years
, sistiert 14.12.2011
-
Heimsauerstofftherapie seit 11/2013
Sodann werden folgende Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähig
keit genannt
(
Urk.
7/55/5 f.)
:
-
Konsolidation unklarer Dignität Oberlappen Lunge links, Erstdiagnose 12/2011
-
Grössenregredient
im CT 03/2012, unverändert im CT 07/2012, 01/2013, 07/2013 und 03/2014
-
die Läsion entspricht am ehesten einer Narbe
-
PET-CT 11.07.2012: Metabolisch inaktiv, keine tumorverdächtigen Läsi
onen
-
ausgeprägte Osteoporose lumbale Wirbelsäule und linke Hüfte
-
DEXA 06/2012: T-Score L1-L4: -4.7, linker Schenkelhals -4.3
-
IgA-Paraproteinämie
, Erstdiagnose 12/2011
-
Differentialdiagnose: MGUS, multiples
Myelom
,
low
grade-Lymphom
-
Hepatomegalie
, Erstdiagnose 12/2011
-
Differentialdiagnose:
Aethylisch
,
Hämochromatose
-
Uterusmyom, Erstdiagnose 12/2011
-
Anamnestisch Laktose-Intoleranz
-
Verdacht auf Kontrastmittel-Unverträglichkeit (Exanthem nach CT 07/2012)
Zur medizinisch begründeten Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20
%
für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als kaufmännische Angestellte führte
Dr.
A.___
aus, vom 1
4.
Dezember 2011 bis am 3
0.
September 2012
habe
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, vom
1.
Oktober 2012 bis am 1
6.
Januar 2013 eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit und ab Januar 2013 eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit vorge
legen. An körperlichen Einschränkungen bestünden insbesondere eine ausge
prägte Belastungsdyspnoe und rasche Erschöpfbarkeit bei bereits geringer kör
perlicher Anstrengung. Durch die rasch auftretende, zum Teil schwere Atemnot bestehe auch eine nachvollziehbar ängstliche Verunsicherung. Aus medizini
scher Sicht sei die bisherige Tätigkeit im aktuell geleisteten Umfang aufgrund der hohen Anpassungsfähigkeit und psychischen Belastbarkeit der Patientin noch zumutbar. Aktuell leiste sie mit 5.6 Stunden jeweils am Dienstag, Mitt
woch und Donnerstag an und für sich ein Pensum, das über der medizinisch-theoretischen Ateminvalidität liege. Es könnte in diesem Kontext durchaus auch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Eine Aufstockung des Arbeitspensums oder eine stärkere körperliche oder psychische Belastung sollte deshalb unbedingt
vermieden werden, beziehungsweise eine solche wäre grundsätzlich nicht mehr zumutbar. Die Patientin sollte in ihren bisherigen Bemühungen, das aktuelle Arbeitspensum zu halten, unbedingt unterstützt wer
den. Die aktuelle Tätigkeit scheine hierzu an und für sich ideal
(
Urk.
7/55/7)
.
Zu den durchgeführten Zusatzuntersuchungen wurde
n
sodann hinsichtlich der am 1
0.
März 2014 durchgeführten
Bodyplethysmographie
folgende Befunde erhobenen: TLC 6.8l (164
%
), VC IN 1,4l (59
%
), FVC 1,1l (46
%
), ITGV 5,8l (238 %), ERV 0,4l (49
%
), RV 5,4l (334
%
), RV/TLC 89
%
, FEV1 0,38l (19%), nach Inhalation 0,37l (19
%
), massiv erhöhte Atemwegswiderstände, DLCO
pati
entenseitig
nicht mehr bestimmbar
(
Urk.
7/55/6).
3.2
Gemäss Haushaltabklärungsbericht vom
2
.
April 2014
fand die Abklärung am
4
.
Dezember 2013
zu Hause bei der Beschwerdeführerin statt. Die Beschwerd
e
führerin schilderte, sie arbeite seit November 2001 als Sachbearbeiterin in der Spendenbuchhaltung bei der
Y.___
. Ihr Arbeitspensum betrage 50
%
. Dies ent
spreche einer wöchentlichen Arbeitszeit von 21 Stunden. Das Salär habe vor Eintritt des Gesundheitsschadens
Fr.
3‘207.15 pro Monat betragen. Ursprünglich habe sie sich bei der
Stiftung
Y.___
auf eine andere Teilzeitstelle beworben. Dieses Teilzeitpensum sei etwas höher gewesen. Leider habe sie die gewünschte
Stelle nicht erhalten. Ihr sei jedoch die aktuelle Arbeit im Rahmen von 50
%
angeboten worden, welche sie auch angenommen habe. Auf die Frage, weshalb
sie
in einem Teilzeitpensum tätig sei
, habe sie geantwortet
, s
eit 1994 erhalte
sie
eine Witwenrente. Diese betr
a
g
e
monatlich CHF 2‘900.
--
.
Daher reichte
das 50%ige Arbeitspensum aus, um
den
Lebensunterhalt finanzieren
zu können
. Zwar ble
i
b
e
nicht mehr viel Geld für Ferien und Hobbys übrig. Die restliche Zeit
habe sie
im Rahmen von vermehrter Freizeit geniessen
können
.
Die
Abklä
rungsperson
gab an
, die Frage betreffend
die
Erwerbstätigkeit bei guter Gesundheit sei ausführlich vor Ort mit der
Beschwerdeführerin
besprochen wor
den.
Sie
sei auf die Wichtigkeit dieser hypothetischen Frage hingewiesen wor
den. Die Beschwerde
führerin
habe sodann angegeben, dass sie bei guter Gesundheit weiterhin im Rahmen von 50
% bei der
Stiftung
Y.___
tätig wäre. Die Arbeit habe ihr immer gut gefallen (
Urk.
7/56/3).
Die Abklärungsperson kam zum Schluss, unter Berücksichtigung der bisherigen Erwerbsbiografie als auch der aktuellen Familiensituation müsse mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die versicherte Person weiterhin im Rahmen von 50
%
einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Aufgrund der monatlichen Witwenrente von
Fr.
2‘900.-- sei sie wirtschaftlich nicht dazu gezwungen gewesen, ihr Ar
beitspensum zu erhö
hen. Die Abklärungsperson qualifizierte die Beschwerde
führeri
n folglich als zu 50
%
erwerbstätig. Die restlichen 50
%
würde
sie
zu Gunsten von vermehrter Freizeit nutz
en
(
Urk.
7/56/4).
4.
4.
1
E
s ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der angefochtenen Verfü
gung an
einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, GOLD IV
,
litt
(Urk.
7/55/5, vgl.
E. 3.
1
). Keine der Parteien stellte
die Einschätzung der
Klinik
ä
rzte
hinsichtlich der Auswirkungen
der
gesundheitlichen Einschränkung auf die Arbeitsfähigkeit in Frage
.
Vielmehr bestätigt die Beschwerdeführerin selber, froh zu sein, noch
zu
40
%
arbeiten zu können.
4.
2
Strittig
und zu prüfen ist jedoch, ob
seit dem letzten Arztbericht (E. 3.1)
bis zum Erlass der Verfügung vom 28. November 2014
eine Verschlechterung des Gesundheitszustands
eingetreten ist
(vgl.
Urk.
1
, 3/4/1
)
.
4.
3
Im
beschwerdeweise eingereichten Schreiben
zu
h
anden der IV-Stelle vom 23. Dezember 2014
(
Urk.
3/4)
berichtet
Dr.
A.___
,
seit der zweiten
November
woche
2013 sei die Patientin auf eine möglichst 24 Stunden dauernde
Heimsau
ersto
ff
therapie
angewiesen, was anlässlich einer Kurzhospitalisierung vom
7.
bis
9.
November 2013 festgelegt worden sei. Zu diesem Zeitpunkt sei eine relevante gesundheitliche Verschlechterung, welche eine aufwendige zusätzliche Behandlung notwendig gemacht habe, dokumentiert.
Das Erstsekundenvolumen habe sich zwischen 410 ml und im Juli 2014 350ml bewegt, wobei dieses damals lediglich 18
%
des Solls betragen habe.
In Kombination mit der schwe
ren Hypoxämie, welche eine Dauersauerstofftherapie notwendig
gemacht habe,
und der ebenfalls schwere
n
Diffusionsstörung, welche am 3. Dezember 2014 mit lediglich 28
%
des Solls
habe
beziffert werden m
üssen
, müsse somit von einer längerdauernden, hochgradigen Ateminvalidität ausgegangen werden
(
Urk.
3/4/1)
.
Diesem Schreiben können
keine neuen Befunde
oder Diagnosen
entnommen werden.
Zur Arbeitsfähigkeit macht
e
Dr.
A.___
keine Angaben.
Es werden
im Wesentlichen die anlässlich der
Bodyplethysmographie
vom 10. März 2014 erhobenen Befunde zum Erstsekundenvolumen
wiederholt
(
vgl.
Urk.
7/55/6
: „
FEV1 0,38l [19
%
]
“
), welche bereits im Bericht
des Spitals
Z.___
vom 2
7.
März 2014
von
Dr.
A.___
festgehalten und
ausführlich beschrieben
wurden
.
Darin
wurden
auch
sowohl
die zusätzlich notwendig gewordene
Heimsauerstoffthera
pi
e
,
als auch
die Exazerbationen vom Januar 2012 und Oktober 2013
berück
sichtigt (vgl.
Urk.
7/55/5).
Zudem kann w
eder dem Bericht des Spitals
Z.___
vom 1
6.
September 2014 (Urk. 3/2), noch
dem
jenigen
vom
1
4.
Oktober 2014 (
Urk.
3/3)
entnommen wer
den, dass sich der Zustand der Beschwerdeführerin
seit März 2014
verschlech
tert hätte
.
Es werden auch darin
keine neuen Diagnosen gestellt oder wesentlich veränderte Befunde
genannt
(vgl.
Urk.
3/2,
Bodyplethysmographie
vom 4. August 2014)
. Vielmehr
wird berichtet, es
habe
in der ersten Jahreshälfte bislang keine Exazerbation der bekannten COPD stattgefunden, die
Anstren
g
ungsdyspnoe
NYHA Klasse II sei stabil, der Schlaf ungestört und die
Heimsau
erstoffbehandlung
werde konsequent angewendet, wobei sich die Beschwerde
führerin auswärts noch immer schwer tue, jedoch weiterhin ein 40%iges Arbeitspensum absolviere.
Der zwischenzeitliche Verlauf bei bekanntem schwerstem Lungenemphysem mit massiver lungenfunktioneller Einschränkung
wird als
erfreulich unkompliziert
bezeichnet
(
Urk.
3/2/2).
D
ie
nachträglich zuh
anden der Beschwerdegegnerin
sowie des Hausarztes beschwerdeweise
ein
gereichte
n
Schreiben
sind
somit
nicht geeignet,
eine
invalidenversicherungs
rechtlich
relevante
und noch nicht berücksichtigte
Verschlechterung des Gesundheitszustands
der Beschwerdeführerin
nachzuweisen.
4.4
Nach dem Gesagten steht mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest,
dass d
ie
Beschwerde
führer
in
in
ihrer
angestammten
und zuletzt ausgeübten
Tätigkeit als
Sachbear
beiterin
in der Spendenbuchhaltung bei der
Y.___
– in einem 50%-Pensum –
vom 1
4.
Dezember 2011 und 30. September 2012
zu 100 %
und vom
1.
Oktober 2012 bis 16. Januar 2013 zu 70
%
arbeitsunfähig war sowie dass sie ab 1
6.
Januar 2013 noch zu 20
%
arbeitsunfähig
ist und sich bis zum Erlass der Verfügung durch die Beschwerdegegnerin daran keine Änderungen ergeben ha
b
en.
5.
5.1
5.1.1
Strittig und zu prüfen ist
sodann
die für die Wahl der Methode der
Invaliditätsbe
messung
ausschlaggebende Statusfrage (E. 1.
3)
.
5.1.2
Die Beschwerdeführerin
stellte
die
Feststellungen der Abklärungsperson vor Ort grundsätzlich nicht in Frage.
Dr.
A.___
brachte im
beschwerdeweise
einge
reichte
n
Schreiben vom 2
3.
Dezember 2014
namens und Auftrags der Beschwerdeführerin
jedoch vor,
d
er
Beschwerdeführerin dürfe nicht
50
%
“Nichtarbeitszeit“ als
50
%
Freizeit
angerechnet
werden
, da
s
ie aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen einen deutlich erhöhten Zeitbedarf für
Haushalts- und
Alltagsverrichtungen aufbringen müsse
, wobei es sich nicht um Freizeit handle
(Urk.
3/4/2)
.
5.1.3
Richtig ist, dass für den Rentenanspruch einzig die Einschränkungen in der Erwerbsfähigkeit und im sogenannten Aufgabenbereich Berücksichtigung fin
den, nicht jedoch Freizeitaktivitäten oder alltägliche Lebensverrichtungen. Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (
Art.
27 IVV). Darunter fallen praxisgemäss auch die unentgeltliche Betreuung und Pflege von Familienangehörigen oder ehren
amtliche Engagements (vgl. BGE 130 V 360 E. 3.3), nicht jedoch sportliche Aktivitäten oder Hobbys. Besteht kein Aufgabenbereich, spielt ein erhöhter Zeitbedarf für Alltagsverrichtungen keine Rolle. Solche Einschränkungen wären allenfalls im Rahmen der
Hilflosenentschädigung
zu prüfen. Andererseits ist im Erwerbsbereich nicht massgebend, was die
Versicherte
Person, wäre sie gesund geblieben, im besten Fall zu erzielen im Stande wäre (vgl. E. 1.3). Ist aufgrund der gesamten Umstände des Einzelfalls anzunehmen, dass sie sich als Gesunde voraussichtlich dauernd mit einer bescheidenen Erwerbstätigkeit aus freien Stü
cken begnügen würde, so ist darauf abzustellen (Meyer/
Reichmuth
, Rechtspre
chung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 2014,
Art.
28a N 71 mit Hinweisen).
5.1.4
Massgebend für die Statusfrage ist
daher
, ob sich die versicherte Person zusätz
lich zur
teilzeitlichen
Erwerbstätigkeit vor Eintritt des Gesundheitsschadens in einem Aufgabenbereich betätigt
hat
. Im Haushaltsabklärungsbericht vom
2.
April
2014
(Urk. 7/56) wurde diesbezüglich festgehalten, die Beschwerdefüh
rerin habe anlässlich der Abklärungen vor Ort angegeben, seit
dem Versterben ihres Ehemannes im Jahre
1994 als zusätzliches Einkommen eine Witwenrente in der Höhe von Fr. 2‘900.-- zu erhalten, weshalb ihr ein 50%-Pensum ausrei
che, um den Lebensunterhalt zu finanzieren. Die restliche Zeit habe sie im Rah
men von vermehrter Freizeit geniessen können
(
Urk.
7/56/3)
. In der Folge ver
zichtete die Abklärungsperson auf weitere Abklärungen bezüglich
Einschrän
kungen im
Aufgabenbereich. Mit Blick auf den beruflichen Werdegang (vgl.
Urk.
7/9, 7/10, 7/56/2) – die Beschwerdeführerin erzielte gemäss IK-Auszug seit 1994 durchge
hend ein Einkommen von rund Fr.
30‘000.-- bis
Fr.
40‘000.-- (
Urk.
7/9) – sowie gestützt auf ihre eigenen Angaben
,
ist es
überwiegend wahr
scheinlich, dass sich die Beschwerdeführerin
auch ohne Gesundheitsschaden
mit einem 50%-Pensum zufrieden geben würde.
Es liegen keine Hinweise vor, dass die Beschwerdeführerin einen
Aufgabenbereich im Sinne von
Art.
27 IVV ausü
ben würde, wäre sie gesund.
S
ie lebt gemäss Abklärungsbericht alleine in einer 2.5 Zimmerwohnung und hat keine Kinder; ihr Ehemann
, den sie gepflegt hatte,
verstarb
bereits vor über 20 Jahren
(Urk.
7/56/2).
Unter diesen Umständen kann nicht vom Vorliegen eines Aufgabenbereichs ausgegangen werden,
fällt
doch die Führung eines Einpersonenhaushalts nach allgemeiner Lebenserfahrung
auch
einem vollzeitig Erwerbstätigen
an
.
5.1.5
Nach dem Gesagten ist mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwer
deführerin ohne Gesundheitsschaden auch heute noch einem 50
%
-Pensum nachgehen würde.
Aufgrund der Qualifikation der Beschwerdeführerin als
Teil
zeiterwerbstätige
ohne Betätigung im Aufgabenbereich kommt vorliegend die gemischte Methode nicht zur Anwendung.
Dementsprechend ist für die
Invali
ditätsbemessung
einzig e
in Erwerbsvergleich vorzunehmen.
5.2
5.2.1
Zu prüfen bleibt anhand des Einkommensvergleichs, wie sich die gesundheitli
che Beeinträchtigung in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
5.2.2
Da davon auszugehen ist, dass
d
ie
Beschwerdeführerin
ohne
Gesundheitsscha
den
auch heute noch
einem
50%-Pensum nachgehen würde
, ist
das Einkom
men, das sie in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit erzielt hatte, als
Validenein
kommen
heranzuziehen. Da
sie
zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 28. November 2014
wieder
teilweise in ihrer angestammten Tätigkeit bei der
Y.___
arbeitsfähig war und sie das ihr medizinisch zumutbare Pensum auch ausübte,
genügt für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen
(vgl. E. 1.4)
.
5.2.3
Gemäss dem Bericht des Spitals
Z.___
vom 2
7.
März 2014 war die Beschwerde
führerin in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als kaufmännische Angestellte i
m Zeitraum zwischen
1
4.
Dezember 2011 und 30.
September 2012 zu 100
%
arbeitsunfähig
(
Urk.
7/55/7)
.
Es war ihr somit keine Tätigkeit zumutbar.
V
om
1.
Oktober 20
12 bis am 16. Januar 2013
war
sie
zu 70
%
arbeitsunfähig
(
Urk.
7/55/7)
.
Die Ausübung ihrer Tätigkeit als
Sachbearbeiterin in der
Spen
denbuchhaltung
bei der
Y.___
(50
%
-Pensum
)
war ihr demnach in dieser Zeit in einem 15%-Pensum (
50
%
x 0.3
) zumutbar. Seit
der
Verbesserung ihres
Gesundheitszustands im Januar 2013
ist davon auszugehen, dass noch eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit besteht
und
der Beschwerdeführerin mithin
trotz Einschränkung durch die chronisch obstruktive Lungenerkrankung GOLD IV
ein 40
%-Pensum (50
%
x 0.8
) zumutbar ist.
Dies ergibt sich auch aus den von ihr absolvierten Arbeitsstunden von dreimal 5.6 Stunden wöchentlich, was bei einer Wochenarbeitszeit von 42 Stunden einem
tatsächlich geleisteten
Pensum von 40
%
entspricht (vgl.
Urk.
7/10,
7/55/7).
In Anwendung des zur Publikation vorgesehenen Urteils des Bundesgerichts 9C_178/2015 vom
4.
Mai 2016
E. 7.3
, wonach
die Rechtsprechung gemäss
BGE
131 V 51
dahingehend präzisier
t wurde
, dass bei teilerwerbstätigen Versi
cherten ohne Aufgabenbereich die anhand der Einkommensvergleichsmethode (
Art.
16 ATSG) zu ermittelnde Einschränkung im allein versicherten erwerbli
chen Bereich proportional – im Umfang der hypothetischen Teilerwerbstätigkeit – zu berücksichtigen ist und der Invaliditätsgrad somit der proportionalen Ein
schränkung im erwerblichen Bereich entspricht und damit den versicherten Bereich, welcher durch das hypothetische Teilzeitpensum definiert wird, nicht übersteigen kann
,
ergibt sich für de
n
Zeit
raum
vom
1
4.
Dezember 2011 bis 30. September 2012
ein Invaliditätsgrad von
50
%
(
[
50
%
–
0
%
]
: 50
%
x 0.5
)
, für die Zeit vom
1.
Oktober 2012 bis am 16. Januar 2013
ein Invaliditätsgrad von
35
%
([50 % – 15 %
]
: 50
%
x
0.5
)
und für die Zeit ab 1
6.
Januar 2013 ein Invaliditätsgrad von
1
0
%
([
50
%
– 40
%]
: 50
%
x 0.5
).
Somit steht der Beschwerdeführerin – nach Ablauf des Wartejahres und in Berücksichtigung der
Anmeldung vom 2
5.
Mai 2012 (
Art.
29
Abs.
1 IVG) –
ab dem
1
4.
Dezember 201
2
keine
Rente der Invalidenversicherung zu.
Damit ergäbe sich f
ür den Zeitraum zwischen 1. Oktober 2012 und
3
0.
April 2013
in Anwendung der jüngsten Rechtsprechung des Bundesgerichts eine Schlechterstellung der Beschwerdeführerin
.
Zug
unsten der Beschwerdeführerin
wird
auf eine Anwen
dung der neu
sten
Praxis
und damit auf eine
reformatio
in
peius
verzichtet
.
5.3
Damit ist die angefochtene Verfügung, mit welcher
der Beschwerdeführerin eine befristete halbe Rente vom
1.
Januar 2012 bis 3
0.
April 2013 zugesprochen wurde,
nicht
– jedenfalls nicht zugunsten der Beschwerdeführerin -
zu bean
standen und die Beschwerde abzuweisen.
Eine Minderheit des Gerichts gab eine abweichende Meinung zu Protokoll (Urk. 9).
6.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der
Invalidenversiche-rung
vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--
festge
-legt.
Die Gerichtskosten sind auf Fr. 600.-- festzulegen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
r
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein
je unter Beilage einer Kopie von
Urk.
9
an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstHausammann