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**Case Identifier:** d493aeb4-ff70-585f-83d7-56e9282f106c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.08.2018 200 2018 247
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-247_2018-08-02.pdf

## Full Text

200 18 247 UV
ACT/SHE/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 2. August 2018

Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG 
Postfach, 8010 Zürich-Mülligen 
Beschwerdegegnerin

betreffend Zwischenverfügung vom 9. März 2018 (2004 7247409)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Aug. 2018, UV/18/247, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) war über ihre berufliche Tätigkeit bei der Allianz Suisse Versi-
cherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Allianz oder Beschwerdegeg-
nerin) obligatorisch nach dem Bundesgesetz vom 20. März 1981 über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) versichert, als sie sich am 17. Sep-
tember 2004 durch eine „falsche“ Bewegung das linke Knie verrenkte (Ak-
ten der Allianz [act. II]A 2). Nachdem die Allianz zunächst Leistungen er-
bracht hatte (vgl. act. IIA 6), verneinte sie mit Verfügung vom 21. April 2015 
(act. IIB 218) resp. Einspracheentscheid vom 26. Februar 2016 (act. IIB 
243) ihre Leistungspflicht, da weder ein Unfall noch eine unfallähnliche 
Körperschädigung vorliege. Im darauffolgenden Beschwerdeverfahren (act. 
IIB 246 ff.) hob die Allianz am 7. Juni 2016 (act. IIB 255) den angefochte-
nen Einspracheentscheid lite pendente wiedererwägungsweise auf und 
kündigte an, ihre Leistungspflicht unter Annahme eines Unfallereignisses 
vom 6. September 2014 zu prüfen; damals fiel der Versicherten eine Holz-
kiste auf ihr Knie (vgl. u.a. act. IIA 18). Das Verwaltungsgericht schrieb 
daraufhin das entsprechende Beschwerdeverfahren ab (Urteil vom 14. Juni 
2016, IV/2016/357 [act. IIB 259]).

B.

In der Folge veranlasste die Allianz eine medizinische Begutachtung durch 
die Begutachtungsstelle C.________ (Begutachtungsstelle). Betreffend 
Kniebeschwerden links habe die Versicherte am 3. August 2004 nach dem 
Aussteigen aus dem Taxi das Knie angeschlagen, am 6. September 2004 
sei ihr eine Holzkiste von ca. 50 kg auf das Knie gefallen und am 17. Sep-
tember 2004 habe sie nach einer falschen Bewegung das Knie verrenkt. 
Betreffend Schulterbeschwerden habe sich die Versicherte am 21. Sep-
tember 2015 verletzt, indem sie nach einer abrupten Bewegung mit einer 
Holzsäge den Halt verloren habe und zu Boden gestürzt sei (act. IIB 267). 

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Noch vor Durchführung der Untersuchung am 23. November 2016 bzw. der 
Erstellung des Gutachtens am 9. Dezember 2016 (act. IIB 283) kam es am 
7. November 2016 zu einem weiteren Ereignis. Die Versicherte stürzte, als 
sie beim Verlassen des Hauses auf einen mit Rollen ausgestatteten Unter-
setzer trat; sie machte wiederum einen Knieschaden geltend (act. II 1 und 
15). Auch dieses Ereignis fand Eingang ins Gutachten (S. 74 Ziff. 3.1.1). 
Mit Schreiben vom 6. Januar 2017 (act. IIB 286) bezeichnete die Allianz 
das Gutachten als mangelhaft, da das Ereignis vom 7. November 2016 
nicht hätte beurteilt werden sollen und zudem psychische Beschwerden 
mitspielen würden. Am 21. Februar 2017 (act. IIC 292) unterbreitete sie der 
Versicherten die vorgesehenen Zusatzfragen an die Gutachter, woran sie 
trotz Ablehnung der Versicherten festhielt (act. IIC 293 ff.). 

C.

Obschon dies von der Versicherten gefordert wurde (act. IIC 295), erliess 
die Allianz in diesem Zusammenhang keine anfechtbare Verfügung und 
entrichtete (vorerst) keine UVG-Versicherungsleistungen (act. IIC 296). 
Hierauf erhob die Versicherte – vertreten durch Fürsprecher B.________ – 
Rechtsverzögerungsbeschwerde (act. IIC 305) mit dem Rechtsbegehren, 
die Allianz sei gerichtlich anzuweisen, unverzüglich eine Verfügung über 
den Renten- und Taggeldanspruch zu erlassen. Mit Urteil vom 24. Novem-
ber 2017, IV/2017/543 (act. IIC 317), wies das Verwaltungsgericht die Be-
schwerde ab. Das Urteil blieb unangefochten.

D.

Bereits am 9. Juni 2017 (act. IIC 306) beantwortete die Begutachtungsstel-
le die gestellten Zusatzfragen. In der Folge holte die Allianz bei Dr. med. 
D.________, Facharzt für Chirurgie, eine Stellungnahme zum Gutachten 
ein (Bericht vom 9. August 2017 [act. IIC 310]), wozu die Begutachtungs-
stelle mit Bericht vom 15. September 2017 (act. IIC 315) Stellung nahm. 
Am 7. Februar 2018 (act. IIC 320) gewährte die Allianz das rechtliche 
Gehör betreffend die geplante bidisziplinäre orthopädisch-psychiatrische 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Aug. 2018, UV/18/247, Seite 4

Begutachtung. Mit Schreiben vom 9. Februar 2018 (act. IIC 321) zeigte sich 
die Versicherte mit der geplanten orthopädischen Begutachtung nicht ein-
verstanden, bekundete jedoch Bereitschaft, sich einer psychiatrischen „Zu-
satzbegutachtung“ zu unterziehen. Mit Zwischenverfügung vom 9. März 
2018 (act. IIC 324) ordnete die Allianz eine bidisziplinäre Begutachtung 
durch die MEDAS E.________ AG (MEDAS) an und teilte die Namen der in 
Frage kommenden Gutachter mit; einer allfälligen „Einsprache“ entzog sie 
die aufschiebende Wirkung. 

E.

Gegen die Zwischenverfügung vom 9. März 2018 erhob die Versicherte – 
weiterhin vertreten durch Fürsprecher B.________ – Beschwerde mit fol-
genden Rechtsbegehren:

1. Die Zwischenverfügung vom 9. März 2018 betreffend Anordnung einer bidiszi-
plinären Begutachtung sei aufzuheben.

2. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, ein monodisziplinäres psychiatri-
sches Zusatzgutachten in Auftrag zu geben.

3. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, der Beschwerdeführerin verzugslos 
Vorschussleistungen nach Art. 19 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in 
der Höhe der bis dato verfallenen Taggeld- bzw. Rentenansprüche basierend 
auf einer Arbeitsunfähigkeit bzw. Invalidität von 50% sowie der Integritätsent-
schädigung von 30% auszurichten.

4. Ziff. 2 der Zwischenverfügung sei aufzuheben und der Beschwerde die auf-
schiebende Wirkung zu erteilen.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –

Mit separater Eingabe vom gleichen Tag beantragte die Versicherte die un-
entgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von Fürsprecher B.________ 
als amtlicher Anwalt.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2018 
auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 6. Juni 2018 wies der Instruktionsrich-
ter das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung durch 
das Verwaltungsgericht ab. 

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Erwägungen:

1.

1.1  Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a 
des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Be-
schwerden gegen solche Entscheide. Die angefochtene Verfügung vom 9. 
März 2018 (act. IIC 324) hat die Anordnung einer medizinischen Expertise 
zum Inhalt. Bei der Anordnung des Gutachtens handelt es sich um eine 
Zwischenverfügung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 
VwVG); solche können unter anderem dann angefochten werden, wenn sie 
einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (BGE 132 V 
93 E. 6.1 S. 106). Diese Anfechtbarkeitsvoraussetzung ist für das erstin-
stanzliche Beschwerdeverfahren in IV-Angelegenheiten zu bejahen, womit 
die entsprechende Verfügung unter Erhebung aller gesetzlich vorgesehe-
nen Rügen rechtlicher und tatsächlicher Natur angefochten werden kann 
(BGE 138 V 271 S. 275 E. 1.1 und 1.2.1 sowie S. 276 E. 1.2.3, 137 V 210 
E. 3.4.2.7 S. 256). Dies gilt auch im Verfahren der Unfallversicherung (BGE 
138 V 318 E. 6.1.4 S. 323). Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen 
Verfahren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefoch-
tenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die 
örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestim-
mungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde grundsätzlich einzutreten.

Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde insoweit, als die Beschwerdefüh-
rerin Vorschusszahlungen geltend macht (vgl. Beschwerde S. 2 Rechtsbe-
gehren 3 sowie S. 15 f. Ziff. 2.4), da diese nicht Gegenstand des Verfah-
rens bilden, hat doch die Beschwerdegegnerin darüber nicht verfügt. Inso-

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fern fehlt es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand und somit an 
einer Sachurteilsvoraussetzung (BGE 125 V 413 E. 1a S. 414).

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Zwischenverfügung vom 9. März 2018 
(act. IIC 324). Streitig und zu prüfen ist die Anordnung einer bidisziplinären 
Begutachtung in den Fachrichtungen Orthopädie und Psychiatrie und dabei 
insbesondere, ob die Allianz eine erneute orthopädische Begutachtung an-
ordnen durfte.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen 
Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte 
ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die 
verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, 
aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisan-
träge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle 
Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen An-
spruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Ver-
waltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu 
veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich 
aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht 
(BGE 117 V 282 E. 4a S. 283).

2.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Aug. 2018, UV/18/247, Seite 7

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In-
halt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

2.3 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein 
Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so 
gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gut-
achter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen 
(Art. 44 ATSG).

Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt mit, dass 
eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art der vorge-
sehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) sowie die vor-
gesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In diesem Stadi-
um kann die versicherte Person erst einmal (nicht personenbezogene) ma-
terielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich oder gegen Art 
oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: unnötige second 
opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen Disziplinen). Ausserdem 
hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu äussern (BGE 138 V 271 
E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In einem zweiten Verfahrens-
schritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person die durch SuisseMED@P 
zugeteilte Gutachterstelle (bzw. bei mono- und bidisziplinären Expertisen 
die von ihr ausgewählten Gutachter) und die Namen der Sachverständigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Aug. 2018, UV/18/247, Seite 8

mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der Bezeichnung der Sachverständigen 
kommt die Möglichkeit (materieller oder formeller) personenbezogener 
Einwendungen hinzu (BGE 140 V 507 E. 3.1 S. 510, 139 V 349 E. 5.2.2.2 
S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 257). Die bundes-
gerichtlichen Korrektive zur Stärkung der Partizipationsrechte gelten – so-
fern nicht IV-spezifisch – auch im Verfahren der Unfallversicherung. Auch 
im Bereich der Unfallversicherung ist eine Begutachtung bei Uneinigkeit 
durch eine beim kantonalen Versicherungsgericht anfechtbare Zwischen-
verfügung anzuordnen und es stehen der versicherten Person vorgängige 
Mitwirkungsrechte in dem Sinne zu, dass sie sich zu den Gutachterfragen 
äussern kann. Die dabei zu beachtenden Modalitäten richten sich sinn-
gemäss nach BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258 (BGE 138 V 318 E. 6.1.1 S. 
322 und E. 6.1.4 S. 323).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 Aufgrund der Akten ist erstellt, dass neben den somatischen Be-
schwerden auch psychische Beschwerden vorliegen, welche abklärungsbe-
dürftig sind. So berichtete die Beschwerdeführerin anlässlich der orthopädi-
schen Begutachtung vom 23. November 2016 in der Begutachtungsstelle 
über einen psychischen Zusammenbruch 2015 sowie über die seit Novem-
ber 2015 einmal wöchentlich stattfindende psychologische Betreuung (act. 
IIB 283 S. 45 und 47). Die Gutachter führten denn auch aus, die Be-
schwerdeführerin leide neben den physischen Symptomen aufgrund der 
langen Leidensgeschichte sowie persönlicher Schicksalsschläge an psy-

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chischen Beschwerden mit depressiver Verstimmung, welche das heutige 
Beschwerdebild beeinflussen könnten (S. 72 Ziff. 2.2.4). Sie erachteten für 
eine weitergehende Beurteilung diesbezüglich ein entsprechendes psychia-
trisches Gutachten für erforderlich (S. 76 Ziff. 3.2.1). Die Notwendigkeit 
einer psychiatrischen Begutachtung ist denn auch unter den Parteien zu 
Recht nicht bestritten (vgl. u.a. Beschwerde S. 15 Ziff. 2.3 und Beschwer-
deantwort S. 15 Ziff. 41). Streitig und zu prüfen ist in der Folge daher ledig-
lich das Erfordernis einer weiteren orthopädischen Begutachtung.

3.2 In VGE UV/207/543 (act. IIC 317) musste sich das Verwaltungsge-
richt einzig mit der Frage einer Rechtsverweigerung bzw. -verzögerung 
auseinandersetzen. Nicht Streitthema waren daher die materiellen Rechte 
und Pflichten (E. 1.2), weshalb insoweit keine gerichtliche Beweiswürdi-
gung erfolgte. Somit sind die im Urteil getätigten Ausführungen zu den me-
dizinischen Berichten und Gutachten, soweit sie die materielle Beurteilung 
betreffen, nicht bindend. In Bezug auf die somatischen Beschwerden/Ein-
schränkungen lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende ent-
nehmen:

3.2.1 Im orthopädischen Gutachten der Begutachtungsstelle vom 9. De-
zember 2016 (act. IIB 283) wurden als Hauptdiagnosen eine anteroin-
feriore Labrumläsion Schulter rechts (dominant) sowie eine chronische pos-
terolaterale und anteriore Instabilität mit beginnender posttraumatischer 
Gonarthrose links aufgeführt (S. 66). Als Nebendiagnosen bestünden u.a. 
unspezifische Knieschmerzen rechts, eine chronische Lumbago und Lum-
boischialgie rechts, unspezifische aber eher muskuläre Hüftschmerzen 
rechts mehr als links sowie eine depressive Verstimmung (S. 67).

Das Trauma vom 6. September 2004 habe mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit die geltend gemachte Gesundheitsschädigung des linken Kniege-
lenkes verursacht, welche mit dem zweiten Trauma vom 17. September 
2004 exazerbiert sei (S. 71 Ziff. 2.1). Seitens des linken Knies sei es am 7. 
November 2016 zu einem Hyperflexionstrauma mit Zuzug einer undislozier-
ten posterolaterelen Tibiakopfimpressionsfraktur gekommen. Diese Retrau-
matisierung sei jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die chro-
nische Kniegelenksinstabilität zurückzuführen und dementsprechend nicht 
als unabhängiges neues Trauma anzusehen (S. 72 Ziff. 2.2.4). Der Status 

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quo ante bzw. sine sei zum Zeitpunkt der Exploration vom 23. November 
2016 noch nicht erreicht gewesen, wobei auch fraglich sei, ob und inwie-
weit sich das geschädigte Kniegelenk wieder erholen werde. Aktuell sei die 
Versicherte in der angestammten Tätigkeit als … in einer …, auch aufgrund 
des Ereignisses vom 7. November 2016, zu 100% arbeitsunfähig. In einer 
angepassten Verweistätigkeit in sitzender Position wäre eine Arbeitstätig-
keit für zweimal eine bis zwei Stunden pro Tag mit einer Stunde Pause 
dazwischen zumutbar. Vor dem erneuten Trauma am 7. November 2016 
wäre die Versicherte in der angestammten Tätigkeit maximal zweimal eine 
Stunde pro Tag mit einer Stunde Pause arbeitsfähig gewesen. Rein sit-
zend, alternierend sitzend und stehend wäre sie bis zweimal zwei Stunden 
pro Tag mit einer Stunde Pause einsetzbar gewesen (S. 74 Ziff. 3.1.1). Die 
unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
bleibend (S. 75 Ziff. 3.1.3). Der medizinische Endzustand des linken Knie-
gelenkes sei noch nicht erreicht (S. 77 Ziff. 4.2). Der Integritätsschaden am 
linken Knie sei mit 30% als angemessen zu betrachten (S. 79 Ziff. 6.2).

Bezüglich der rechten Schulter bestehe eine anteroinferiore Labrumläsion 
mit Knorpelaffektion des Glenoids, welche mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit auf das Trauma vom 21. September 2015 zurückzuführen sei (S. 81 
Ziff. 1.6). Die Versicherte wäre diesbezüglich in der angestammten Tätig-
keit wenig eingeschränkt. Es bestehe eine verminderte Belastbarkeit bei 
längeren Arbeiten am Computer (> 2 Stunden), beim Heben von Lasten 
über Kopf sowie beim Tragen von schweren Lasten (>15 kg). In einer 
wechselbelastenden Schreibtischtätigkeit (z.B. …) wäre die Versicherte zu 
100% arbeitsfähig (S. 83 Ziff. 3.1.1 f.). Der Endzustand sei noch nicht er-
reicht (S. 86 Ziff. 5.2).

3.2.2 Die Begutachtungsstelle beantwortete am 9. Juli 2017 (act. IIC 306) 
Zusatzfragen der Beschwerdegegnerin wie auch der Versicherten. Die Aus-
führungen der Beschwerdegegnerin, wonach von objektiven Befunden nur 
ausgegangen werden könne, wenn die Beschwerden mit apparativen/ bild-
gebenden Verfahren bestätigt werden könnten, sei in keinster Weise nach-
vollziehbar, da dies den Hauptbestandteil der ärztlichen Tätigkeit darstelle. 
Die klinische Untersuchung sei eine der wichtigsten Fähigkeiten eines er-
fahrenen Orthopäden und könne höchstens durch apparative bzw. bildge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Aug. 2018, UV/18/247, Seite 11

bende Verfahren unterstützt werden. An der Beurteilung der rein organi-
schen und objektivierbaren Beschwerden ändere sich somit nichts, zumal 
diese Beurteilung bzw. die Untersuchungsbefunde auch durch bildgebende 
Verfahren bestätigt bzw. unterstützt würden. (S. 1 f. Ziff. 1). Die Re-
traumatisierung vom 7. November 2016 sei mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf die chronische Kniegelenksinstabilität zurückzuführen 
und dementsprechend nicht als unabhängiges neues Trauma anzusehen 
(Ziff. 2).

3.2.3 Am 9. August 2017 (act. IIC 310) nahm Dr. med. D.________ eine 
Validierung des Gutachtens der Begutachtungsstelle vor. Die nachträgliche 
Beurteilung eines Endzustandes aufgrund der Dokumente sei schwierig. Im 
vorliegenden Fall seien vor allem die subjektiven Beschwerden dokumen-
tiert. Die beschriebenen objektiven Befunde seien meist diskret gewesen 
und wenig ausführlich festgehalten worden. Alleine die Folgen des Unfalls 
vom 17. September 2004 berücksichtigend und in Unkenntnis des weiteren 
Verlaufs, hätte man im Januar 2009 aufgrund der Aufzeichnungen der klini-
schen Befunde einen Endzustand erklären können (S. 2 Ziff. 1). Gemäss 
den Ausführungen des Hausarztes habe sich ab April 2009 der Zustand im 
linken Knie wieder verschlechtert. Dies habe in der Folge zu weiteren Be-
handlungen geführt. Somit könne von einem Rückfall zum Ereignis von 
2004 gesprochen werden. Nach diesem Rückfall und der medizinischen 
Behandlung sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zwölf Monate nach 
der Operation vom 10. Mai 2010 der Endzustand erreicht worden (S. 3 Ziff. 
1). Die gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Verweistätigkeit erscheine etwas gar restriktiv. Zudem enthalte das Gutach-
ten keine Würdigung der nicht unwesentlichen unfallfremden somatischen 
und psychischen Beschwerden. Erfahrungsgemäss entstehe nach einer 
Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes je nach Tätigkeit eine Arbeits-
unfähigkeit von einigen Monaten (S. 3 Ziff. 2). Eine Gonarthrose infolge 
einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes kombiniert mit einem Meniskus-
schaden sei häufig. Die überwiegende Mehrheit dieser „Kreuzbandopfer“ 
arbeite in der Regel ohne relevante Einschränkungen. Zur eingeschränkten 
Arbeitsfähigkeit komme es erst, wenn eine massive Instabilität und / oder 
fortgeschrittene Arthrose vorliege. Dadurch würden vor allem körperlich 
belastende Tätigkeiten, wie sie z.B. Handwerker ausüben würden, einge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Aug. 2018, UV/18/247, Seite 12

schränkt. Das sei bei der Versicherten nicht der Fall. Bei ihr liege eine 
leichte Instabilität bzw. Arthrose vor, wie sie häufig nach Kreuzbandverlet-
zungen vorkäme. Bei einer entsprechend angepassten Arbeit sei eine Ar-
beitstätigkeit von 75-100% zumutbar. Eine solche Tätigkeit beinhalte eine 
Arbeit, die vorwiegend im Sitzen ausgeübt werden könne; aber auch gele-
gentliches Stehen und Gehen sowie Treppensteigen sei zumutbar. Das 
gelegentliche Heben und Tragen von Lasten von 5 bis 15 kg sei ebenfalls 
möglich (S. 4 Ziff. 2).

3.2.4 In der Beurteilung vom 15. September 2017 (act. IIC 315) nahm die 
Begutachtungsstelle Stellung zu den Ausführungen von Dr. med. 
D.________ vom 9. August 2017. Man sehe keinen Anlass, aufgrund die-
ser Aktenbeurteilung die eigenen Ausführungen und Schlussfolgerungen zu 
revidieren (S. 1 Ziff. 1). Aus der klinischen Erfahrung sei der Begutach-
tungsstelle bewusst, dass im Normalfall nach einer vorderen Kreuzbandre-
konstruktion die meisten Patienten wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit 
erzielen bzw. erreichen könnten. Hätte Dr. med. D.________ die Versicher-
te untersucht bzw. gesehen, wäre ihm jedoch wohl auch bewusst, dass 
dies kein typischer Verlauf nach einer vorderen Kreuzbandverletzung sei. 
Weiter hätte die Begutachtungsstelle in ihrem orthopädisch-traumatologi-
schen Gutachten die unfallfremden somatischen und psychischen Be-
schwerden nicht beurteilen dürfen/können und daher auch nicht in die Be-
urteilung einfliessen lassen dürfen (S. 2 Ziff. 2). Die Arthrose sei zumindest 
mässiggradig fortgeschritten, für die Versicherte jedoch in Kombination mit 
der Instabilität hoch symptomatisch. Bezüglich der Instabilität sei nicht an-
zunehmen, dass Dr. med. D.________ diese aktenanamnistisch beurteilen 
könne (Ziff. 3).

3.3 Das orthopädische Gutachten der Begutachtungsstelle vom 9. De-
zember 2016 (act. IIB 283) erfüllt – zumindest aufgrund des gegenwärtigen 
Stands der Akten – grundsätzlich die Anforderungen der Rechtsprechung 
an Expertisen (E. 2.2 hiervor). Nicht gegen die Zuverlässigkeit der Ein-
schätzung spricht die Aktenbeurteilung des beratenden Arztes der Be-
schwerdegegnerin, Dr. med. D.________, vom 9. August 2017 (act. IIC 
310): Einerseits benennt der Mediziner hinsichtlich des Zeitpunkts des 
Fallabschlusses kein Indiz, das die Experten der Begutachtungsstelle nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Aug. 2018, UV/18/247, Seite 13

beachtet hätten. Andererseits wird sein Argument, die Arbeitsfähig-
keitseinschätzung erscheine „etwas restriktiv“ (S. 3 Ziff. 2), durch den Be-
richt der Begutachtungsstelle vom 15. September 2017 (act. IIC 315) ent-
kräftet, indem die Experten darauf hinweisen, dass hier zwar eine mässig-
gradig fortgeschrittene Arthrose bestehe, diese jedoch in Kombination mit 
der Instabilität für die Beschwerdeführerin hoch symptomatisch sei (S. 2 
Ziff. 3). Diese Erkenntnis deckt sich denn auch letztlich mit der Einschät-
zung des Dr. med. D.________, der ebenfalls davon ausgeht, dass es erst 
zu einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit komme, wenn eine massive In-
stabilität und/oder eine fortgeschrittene Arthrose vorliege (act. IIC 310 S. 4 
Ziff. 2), d.h. die beiden Varianten können alternativ auftreten. Wie in der 
Beschwerde, S. 9, zu Recht ausgeführt wird, ist nicht ersichtlich, dass die 
Experten psychische Faktoren in ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
aufgenommen hätten. Sie haben mögliche Auswirkungen von psychischen 
Beschwerden zwar erkannt, aber weder bewertet noch quantifiziert und 
darauf hingewiesen, dass psychischen Beschwerden nicht in ihrem Kompe-
tenzbereich liegen (vgl. hierzu insbesondere die Berichte der Begutach-
tungsstelle vom 9. Juni 2017 [act. IIC 306] S. 4 Ziff. 5 und vom 15. Sep-
tember 2017 [act. IIC 315] S. 2 Ziff. 2). 

Am 7. November 2016, d.h. rund zwei Wochen vor der Begutachtung am 
23. November 2016 in der Begutachtungsstelle, stürzte die Versicherte, als 
sie beim Verlassen des Hauses auf einen mit Rollen ausgestatteten Unter-
setzer trat und wiederum einen Knieschaden geltend machte (act. II 1 und 
15). Der behandelnde Arzt diagnostizierte eine Impressionsfraktur des dor-
solateralen Tibiaplateaus links nach Hyperflexionstrauma am 7. November 
2016 (act. II 13). Die Gutachter der Begutachtungsstelle haben dieses Er-
eignis in ihrer Einschätzung berücksichtigt und ausgeführt, diese „Retrau-
matisierung“ sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die chronische 
Kniegelenksinstabilität zurückzuführen „und dementsprechend nicht als 
unabhängiges neues Trauma anzusehen“ (act. IIB 283 S. 72 Ziff. 2.2.4). 
Die Experten haben damit die Kausalität zu den früheren Unfällen bejaht 
und aus medizinischer Sicht kein neues Ereignis angenommen. Für die 
unfallversicherungsrechtliche Seite ist jedoch entscheidend, ob das Ereig-
nis vom 7. November 2016 selber als Unfall gilt, wobei zu beachten ist, 
dass sich der rechtliche Begriff des Unfalls nicht mit dem medizinischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Aug. 2018, UV/18/247, Seite 14

Begriff des Traumas deckt (ALFRED BÜHLER, Der Unfallbegriff, in ALFRED 
KOLLER [Hrsg.], Haftpflicht- und Versicherungsrechtstagung 1995, 1995, S. 
266 Fn. 375). So kann ein traumatisches Ereignis oder Trauma im medizi-
nischen Sinne neben dem eigentlichen Unfall im Rechtssinne auch Ereig-
nisse umfassen, denen der Charakter der Ungewöhnlichkeit und/oder 
Plötzlichkeit abgeht (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 27. 
August 2007, U 533/06, E. 3.2) und damit keinen Leistungen des obligato-
rischen Unfallversicherers nach UVG zur Folge haben. Damit ist hier die 
Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Ereignis vom 
7. November 2016 und den allenfalls daraus resultierenden Folgen medizi-
nisch nicht beantwortet, was wiederum Rückwirkungen auf die Einschät-
zung der Folgen der anderen Unfälle hat. Entgegen der Auffassung in der 
Beschwerde, S. 8, ist es im Übrigen durchaus Aufgabe der Verwaltung, 
über den rechtlichen Begriff der Kausalität zu befinden. Die Experten der 
Begutachtungsstelle haben die Problematik eines Kausalzusammenhangs 
zwischen dem neuen Ereignis und den allenfalls daraus resultierenden 
Auswirkungen auch nach Nachfragen der Beschwerdegegnerin vom 3. Mai 
2017 (act. IIC 299) in der Beurteilung vom 9. Juni 2017 nicht aufgelöst (act. 
IIC 306 S. 2 Ziff. 2). Aus rechtlicher Sicht ist jedoch zwischen verschiede-
nen Unfällen und deren allfälligen Folgen zu unterscheiden. In der Folge ist 
die neu angeordnete Begutachtung nicht zu beanstanden. Dies insbeson-
dere auch deshalb, weil die Beschwerdegegnerin zunächst versucht hat, 
dies Problematik durch gezieltes Nachfragen bei den Gutachtern zu lösen. 
Daher ist entgegen dem Vorbringen in der Beschwerde, S. 7 Ziff. 2.1, das 
Einholen einer second opinion zu verneinen. 

3.4 Aufgrund des Dargelegten besteht sowohl aus psychischer wie 
auch orthopädischer Sicht Abklärungsbedarf. Das Vorhaben der Be-
schwerdegegnerin, eine bidisziplinäre Expertise einzuholen, ist daher nicht 
zu beanstanden. Die vorgesehenen Fragen sowie die vorgeschlagenen 
Experten (vgl. Zwischenverfügung vom 9. März 2018 [act. IIC 324]) sind 
nicht zu beanstanden und werden denn auch nicht gerügt. Somit ist die 
Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Aug. 2018, UV/18/247, Seite 15

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf Par-
teientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

4.3

4.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin ist aufgrund der Akten ausgewie-
sen (vgl. Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 2-12) und das Verfahren 
war nicht von vornherein als aussichtslos zu bezeichnen. Weiter war eine 
anwaltliche Verbeiständung geboten, so dass die unentgeltliche Rechts-
pflege zu gewähren ist unter Beiordnung von B.________ als amtlicher 
Anwalt. Festzusetzen bleibt das amtliche Honorar von Fürsprecher 
B.________.

4.3.2 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. Art. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Aug. 2018, UV/18/247, Seite 16

1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der amtli-
chen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stunden-
ansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 19. Juni 2018 macht Fürsprecher B.________ eine 
Entschädigung von Fr. 5‘102.80 (inkl. Auslagen und MwSt.) basierend auf 
einem Aufwand von 23 Stunden geltend. Unter Berücksichtigung des im 
Vergleich zu ähnlich gelagerten Fällen gebotenen Aufwands, des Um-
stands, dass allein die Frage der orthopädischen Begutachtung zu beant-
worten war, der Rechtsvertreter wegen des früheren Rechtsverzögerungs-
verfahrens bereits Aktenkenntnis hatte und allein ein einfacher Schriften-
wechsel erfolgte, erweist sich der geltend gemacht Zeitaufwand als zu 
hoch. Objektiv geboten bzw. der Fallkonstellation angemessen erscheint 
ein Aufwand von maximal 14 Stunden. Dementsprechend ist das amtliche 
Honorar auf Fr. 2‘800.-- (14 Stunden à Fr. 200.--), zuzüglich der geltend 
gemachten Auslagen von Fr. 138.-- und der Mehrwehrtsteuer von Fr. 
205.65 (7% von Fr. 2‘938.--), somit total Fr. 3‘143.65, festzusetzen und 
Fürsprecher B.________ aus der Gerichtskasse zu vergüten. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin gegenüber dem 
Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 der Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessord-
nung, ZPO; SR 272).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von Für-
sprecher B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Aug. 2018, UV/18/247, Seite 17

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3‘143.65 (inkl. Auslagen und MWSt.) festgesetzt. 
Dieser Betrag wird Fürsprecher B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse vergütet. Vorbehalten bleibt 
die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG  
- Bundesamt für Gesundheit
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.