# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 918a46b6-1f62-57c7-b7f5-0f7c36d480c3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 05.02.2013 S 2012 102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2012-102_2013-02-05.pdf

## Full Text

S 12 102

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 5. Februar 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. …, geboren 1968 (nachfolgend: Beschwerdeführer), war zum Zeitpunkt des 

Unfalls bei der … GmbH tätig und dadurch bei der … Unfall AG obligatorisch 

unfallversichert. Gemäss Bagatell-Unfallmeldung vom 08. Juni 2012 verspürte 

der Beschwerdeführer am 26. Mai 2012 (recte: 19. Mai 2012) beim Hochheben 

eines Hundewelpen aus einer Hundehütte im linken Ellenbogen einen Knall. 

Gleichentags erfolgte die Erstbehandlung durch Dr. med. …, Kantonsspital 

Graubünden. Dieser diagnostizierte einen distalen Ausriss der Bizepssehne am 

linken Arm. Radiologisch konnte keine ossäre Läsion des Ellenbogens 

nachgewiesen werden. Mit Arztzeugnis vom 18. Juni 2012 wurde der 

Beschwerdeführer vom 26. Mai 2012 bis voraussichtlich am 10. Juni 2012 als 

100 % arbeitsunfähig eingestuft. Am 26. Mai 2012 wurde er im Kantonsspital 

Graubünden operiert. Gemäss Operationsbericht vom 30. Mai 2012 und 

Austrittsbericht vom 27. Mai 2012 erfolgte folgender operativer Eingriff: 

Reinsertion der Bizepssehne an der Tuberositas radii links. Im Fragebogen der 

Unfallversicherung vom 27. Juli 2012 gab der Beschwerdeführer zum Thema 

Verhebetrauma an, dass er beim Strecken der Oberarme, um eine normale 

Arbeit zu erledigen, die Sehne gerissen habe und sich diese vom Knochen 

abgelöst habe. Zudem gab der Beschwerdeführer an, dass er einen 

Hundewelpen mit einem Gewicht von 3-4 Kilogramm hochgehoben habe. Dafür 

habe es keinen besonderen Kraftaufwand gebraucht.

2. Mit Verfügung vom 2. August 2012 teilte die Unfallversicherung dem 

Beschwerdeführer die Ablehnung ihrer Leistungspflicht mit. Dagegen erhob der 

Beschwerdeführer am 8. August 2012 Einsprache. Mit Entscheid vom 5. 

September 2012 wies die Versicherung die Einsprache ab. Begründend führte 

sie aus, der Beschwerdeführer habe gemäss der Schadenmeldung vom 8. Juni 

2012, des Operationsberichts vom 30. Mai 2012 sowie des Fragebogens vom 

27. Juli 2012, am 19. Mai 2012 einen Hundewelpen von 3-4 kg auf 

Schulterhöhe hochgehoben, wodurch er einen Knall im linken Ellbogen verspürt 

habe. Erst in der Einsprache vom 8. August 2012 mache er geltend, er habe ein 

massives, sehr schweres Spielholzhaus zusammengebaut, weshalb, 

hervorgerufen durch das Aufheben von schwerem Material, sein Körper einer 

aussergewöhnlichen Einwirkung ausgesetzt gewesen sei. Zudem wende er 

erstmals ein, es sei für ihn keine normale, alltägliche Arbeit gewesen. Die 

Angaben des Beschwerdeführers zum Unfallhergang würden sich klar 

widersprechen und seiner Erstaussage komme somit, gemäss der 

Beweismaxime „Aussagen der ersten Stunde“, höheres Gewicht zu. Stelle man 

auf die Aussagen im Fragebogen ab, so könne nicht von einem 

ungewöhnlichen äusseren Faktor die Rede sein. Das Hochheben des 

Hundewelpen habe unter normalen äusseren Bedingungen stattgefunden und 

es habe sich um eine alltägliche Bewegung gehandelt, weshalb vorliegend 

gemäss Art. 4 ATSG kein Unfall vorliege. Die diagnostizierte distale 

Bizepssehnenruptur sei eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 

9 Abs. 2 lit. f UVV. Das Kriterium des äusseren Faktors sei jedoch vorliegend 

nicht gegeben, da das Auftreten von Schmerzen als solches keinen äusseren 

Faktor darstelle. Das Hochheben eines 3-4 kg Hundewelpen berge weder ein 

gesteigertes Gefährdungspotenzial noch ein erhebliches Schädigungspotential. 

Die Vornahme einer derartigen Tätigkeit falle auch nicht in den Bereich der 

allgemein gesteigerten Gefahrenlage. Das Hochheben eines Hundewelpen 

stelle eine physiologisch normale und psychologisch beherrschte 

Körperbeanspruchung dar. Der Vollständigkeit halber wies die 

Beschwerdegegnerin darauf hin, dass auch das Zusammenbauen eines 

Baumhauses weder den Unfallbegriff gemäss Art. 4 ATSG noch die 

Tatbestandsmerkmale für eine unfallähnliche Körperschädigung nach Art. 9 

Abs. 2 UVV erfüllen würden. Somit liege weder ein Unfall nach Art. 4 ATSG, 

noch eine unfallähnliche Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV vor.

3. Der Beschwerdeführer reichte am 13. September 2012 eine als "Stellungnahme 

zum Einspracheentscheid" betitelte Eingabe an das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden ein. Auf Aufforderung der Instruktionsrichterin reichte der 

Beschwerdeführer am 4. Oktober 2012 eine im Sinne von Art. 61 lit b. ATSG 

ergänzte Beschwerde mit sinngemässem Antrag auf Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 5. September 2012 ein. Der Beschwerdeführer 

äusserte sich dahingehend, dass das Zusammenbauen eines aus Massivholz 

bestehenden Kinderspielplatz-Spielturms (in seinem Fall als Hundehütte 

genutzt), sehr wohl eine aussergewöhnliche körperliche Anstrengung darstelle. 

Es handle sich um eine aussergewöhnliche körperliche Einwirkung eines 

äusseren Faktors auf seinen Körper in Form von sehr schwerem Material. 

Dieses habe aufgehoben und zusammengesetzt werden müssen, was für 

seinen Alltag einmalig sei und für ihn eine starke, körperliche Tätigkeit bedeute. 

Er habe einen massiven, sehr schweren Spielturm zusammengebaut. Als er mit 

der Arbeit fast fertig gewesen sei, habe sein Nachbar seine kleine Hündin aufs 

Podest gestellt. Diese habe vor lauter Angst gezittert, weshalb er sie wieder 

herunter genommen habe. Dabei habe er sich die Bizepsruptur zugezogen. 

Laut Dr. med. … sei diese Bewegung nicht Auslöser für die Bizepsruptur 

gewesen, sondern, was wahrscheinlicher sei, sei der die Verletzung schon 

vorher durch den Zusammenbau des massiven Spielturms entstanden. Auch 

habe er zuvor noch nie ein Unfallprotokoll ausfüllen müssen, weshalb es 

durchaus möglich sei, dass er dieses Formular falsch eingestuft und ausgefüllt 

habe. Es handle sich vorliegend um einen Unfall, da eine einmalige starke 

körperliche Tätigkeit das Kriterium einer äusseren Einwirkung erfülle. Laut Art. 9 

Abs. 2 UVV handle es sich klarerweise um eine Schädigung, denn der Vorfall 

habe sich nicht während einer alltäglichen Lebensverrichtung ereignet. Zudem 

sei das gesteigerte Schädigungspotential durch die Einwirkung eines äusseren 

Faktors klar gegeben.

4. In ihrer Vernehmlassung vom 10. Oktober 2012 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 13. September 

2012, soweit darauf einzutreten sei. In der Beschwerde werde nichts gerügt, 

was nicht bereits schon in der Einsprache geltend gemacht worden sei, 

weshalb vollständig auf die Ausführungen im Einspracheentscheid vom 5. 

September 2012 verwiesen werde.

5. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und auf 

den angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 5. September 2012, mit 

welchem sie ihre Leistungsplicht für das Ereignis vom 19. Mai 2012 abgelehnt 

hat.

2. a) Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.2) werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, 

die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen 

(Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei 

Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden 

(Abs. 3).

b) Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Nach der Rechtsprechung bezieht sich 

das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren 

Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der 

Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwer 

wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist 

ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich 

Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich 

der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den 

menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen 

keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis). Das Merkmal des 

ungewöhnlichen äusseren Faktors kann sodann in einer unkoordinierten 

Bewegung bestehen (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen; 

Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 176 f.). Bei 

Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der 

äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt 

begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam 

"programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung 

ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor - 

Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - ist wegen der erwähnten 

Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 

2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 

3.1).

c) Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den 

Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherungen einbeziehen. Von 

dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) Gebrauch gemacht und folgende, 

abschliessend aufgeführte Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf 

eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne 

ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt:

a. Knochenbrüche,

b. Verrenkungen von Gelenken,
c. Meniskusrisse,
d. Muskelrisse,
e. Muskelzerrungen,
f. Sehnenrisse, 
g. Bandläsionen,
h. Trommelfellverletzungen.

Bei unfallähnlichen Körperschädigungen nach Art. 9 Abs. 2 UVV müssen zur 

Begründung der Leistungspflicht des Unfallversicherers mit Ausnahme der 

Ungewöhnlichkeit die übrigen Tatbestandsmerkmale des Unfalls erfüllt sein. 

Besondere Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzung des äusseren 

Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv 

feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (vgl. zum Ganzen 

Rumo-Jungo/Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl., 2012, 

S. 80 ff.; BGE 129 V 466 E. 2.2). Die schädigende äussere Einwirkung kann in 

einer körpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E. 4.1 mit 

Hinweisen). Das Auftreten von Schmerzen als solches ist kein äusserer 

(schädigender) Faktor im Sinne der Rechtsprechung, weshalb dieser nicht 

gegeben ist, wenn die versicherte Person nur das (erstmalige) Auftreten von 

Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag (BGE 129 V 466 E. 4.2.1). 

Nicht erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors auch, wenn 

das erstmalige Auftreten der Schmerzen mit einer blossen Lebensverrichtung 

einhergeht, welche die versicherte Person zu beschreiben in der Lage ist. 

Vielmehr ist gemäss Rechtsprechung für die Bejahung eines äusseren auf den 

menschlichen Körper schädigend einwirkenden Faktors stets ein Geschehen 

verlangt, dem ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das 

ist zu bejahen, wenn die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im 

Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie 

dies etwa für viele sportliche Betätigungen zutreffen kann (BGE 129 V 466 E. 

2.2 und 4.2). Der äussere Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial ist 

sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage stehende Lebensverrichtung einer 

mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten 

Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, gleichkommt. 

Deswegen fallen einschiessende Schmerzen als Symptome einer Schädigung 

nach Art. 9 Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer 

alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hierzu ein davon 

unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt. Wer also lediglich beim 

Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handreichungen usw. 

einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom einer 

Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf das 

Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen. Die physiologische 

Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt 

keinen äusseren Faktor dar, dem ein zwar nicht ungewöhnliches, jedoch 

gegenüber dem normalen Gebrauch der Körperteile gesteigertes 

Gefährdungspotenzial innewohnen muss (BGE 129 V 466 E. 4.2.2). Für die 

Bejahung eines äusseren Faktors braucht es zusammenfassend demzufolge 

ein gesteigertes Schädigungspotenzial, sei es zufolge einer allgemein 

gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrolliertheit 

der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Faktors (BGE 129 

V 466 E. 4.3). Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der 

versicherten Person glaubhaft zu machen. 

d) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 

Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im 

Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 

Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der 

gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 

natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die 

alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 

dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, 

der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 

die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 123 V 

45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, je mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden 

Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung 

beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm 

obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruches jedoch nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 

V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).

3. Die versicherte Person muss die Umstände des Unfalls möglichst plausibel 

darlegen und ihre Aussagen glaubhaft machen. Unvollständige, ungenaue oder 

widersprüchliche Angaben zum Unfallhergang genügen diesem Erfordernis 

nicht (RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Bei sich widersprechenden Angaben der 

versicherten Person über den Unfallhergang ist auf die Beweismaxime 

hinzuweisen, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten 

Stunde" grundsätzlich unbefangener und zuverlässiger sind als spätere 

Schilderungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen 

versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die 

versicherte Person ihre Aussagen im Laufe der Zeit wechselt, kommt den 

Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres 

Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des 

Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen). Die Beweisregel kommt 

jedoch nur zur Anwendung, wenn von zusätzlichen Beweisabnahmen keine 

neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_827/2007 

vom 22. September 2008 E. 5.1 mit Hinweisen).

4. a) Streitig und zu prüfen ist, ob in Bezug auf das Ereignis am 19. Mai 2012 ein 

Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG oder eine unfallähnliche Körperschädigung 

gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV vorliegt.

b) Hinsichtlich des Unfallhergangs macht der Beschwerdeführer widersprüchliche 

Angaben. Nach Bagatell-Unfallmeldung vom 8. Juni 2012 hat der 

Beschwerdeführer am 19. Mai 2012 einen 3-4 kg schweren Hundewelpen auf 

Schulterhöhe hochgehoben und dabei im linken Ellenbogen einen Knall 

verspürt. Im Fragebogen zum Verhebetrauma gab der Beschwerdeführer 

ebenfalls an, einen ca. 3-4  kg schweren Hundewelpen unter keinem/normalem 

Kraftaufwand hochgehoben zu haben. Beim Strecken der Oberarme, um eine 

normale Arbeit zu erledigen, sei die Sehne gerissen. Auf diesen Unfallhergang 

lassen auch der Austrittsbericht vom 27. Mai 2012 sowie der Operationsbericht 

vom 30. Mai 2012 des Kantonsspitals Graubünden deuten, wobei allerdings zu 

bemerken ist, dass diese Berichte keine direkten Schilderungen des 

Beschwerdeführers beinhalten, sondern von Drittpersonen stammen. Entgegen 

seinen ersten Aussagen macht der Beschwerdeführer erstmals in der 

Einsprache vom 8. August 2012 und wiederholt in der Beschwerde vom 13. 

September 2012 geltend, der Zusammenbau des massiven Spielholzbau sei 

der Grund für den Unfall gewesen. Sein Körper sei einer ungewöhnlichen 

Auswirkung eines äusseren Faktors in Form von sehr schwerem Material 

ausgesetzt gewesen. Ebenfalls erstmals gab der Beschwerdeführer in der 

Einsprache an, dass es sich beim Unfallereignis um eine für ihn unübliche, nicht 

alltägliche Tätigkeit gehandelt habe. Bis zum Erhalt der ablehnenden Verfügung 

hat der Beschwerdeführer damit mehrfach geschildert, dass er einen Knall im 

linken Ellenbogen beim Hochheben des 3-4 Kilogramm schweren Hundewelpen 

verspürt habe. Seine späteren Angaben decken sich nicht mit seinen 

Erstaussagen, welche er bis vor dem Einreichen der Einsprache vom 8. August 

2012 mehrmals wiederholt hat. Auch finden sich keine Hinweise in den Akten, 

wonach Dr. med. … festgehalten haben soll, dass nicht das Hochheben des 

Hundewelpen Auslöser der Sehnenruptur gewesen sei, sondern wahrscheinlich 

die Verletzung schon vorher durch den Zusammenbau des Spielturms 

entstanden sei. Einen entsprechenden Bericht hat der Beschwerdeführer auch 

nicht eingereicht. Der Beschwerdeführer hat sich in Bezug auf seine Aussagen 

zum Unfallhergang somit widersprüchlich verhalten, weshalb auf die "Aussagen 

der ersten Stunde" abzustellen ist (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen). Auch 

ist nicht ersichtlich, inwiefern mit der Befragung des Zeugen (…) noch neue 

Erkenntnisse zum Unfallereignis erlangt werden können, zumal dieser nur das 

vom Beschwerdeführer Geschilderte bestätigen könnte. Die erste Darstellung 

des Beschwerdeführers wird von der Beschwerdegegnerin sodann auch nicht in 

Abrede gestellt und eine Zeugenbefragung erübrigt sich somit. In seiner 

Beschwerde führt der Beschwerdeführer einen weiteren Zeugen (…) auf, 

jedoch kann der Beschwerdeführer nicht darlegen, inwiefern dieser Aussagen 

zum Unfallhergang machen könnte.

c) Vorliegend stellt sich die Frage, ob die Tatbestandsmerkmale von Art. 4 ATSG 

in Bezug auf das Ereignis vom 19. Mai 2012 erfüllt sind. Ausgehend von der in 

vorstehender Erwägung 2b zitierten Rechtsprechung zeigt sich, dass die 

Beschwerdegegnerin in Bezug auf das geltend gemachte Ereignis vom 19. Mai 

2012 den Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG, insbesondere das Kriterium 

des ungewöhnlichen äusseren Faktors zu Recht verneint hat. Der geschilderte 

Hergang enthält offenkundig keinen ungewöhnlichen äusseren Faktor, welcher 

den Rahmen einer normalen Alltagsbewegung übersteigt. Laut den Angaben 

des Beschwerdeführers im Fragebogen vom 27. Juli 2012 ist das Austrecken 

der Oberarme und das Anheben eines Gewichtes normale Arbeit und gehört zu 

einer alltäglichen Bewegung. Inwiefern sich bei erwähnter Handlung etwas 

Unvorhergesehenes oder Besonderes zugetragen haben soll, konnte der 

Beschwerdeführer nicht darlegen. Laut seinen eigenen Angaben herrschten am 

19. Mai 2012 ausserordentliche äussere Bedingungen. Aus den Akten ergeben 

sich insgesamt keine Hinweise, dass der natürliche Ablauf der Körperbewegung 

durch etwas Programmwidriges beeinträchtigt worden wäre. Eine 

unkoordinierte Bewegung hat daher nicht stattgefunden. Somit fehlt es an 

einem ungewöhnlichen äusseren Faktor, weshalb die Kriterien für die Bejahung 

des Unfallbegriffes im Sinne von Art. 4 ATSG nicht erfüllt sind und daher keine 

Leistungspflicht im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG gegeben ist.

d) Zu prüfen bleibt, ob eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 6 

Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV vorliegt. Wie die Beschwerdegegnerin 

im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend festhält, handelt es sich bei 

der vorliegend diagnostizierten distalen Bizepssehnenruptur um die in Art. 9 

Abs. 2 lit. f. UVV aufgeführte unfallähnliche Körperschädigung. Zur Begründung 

einer Leistungspflicht der Beschwerdeführerin müssen indessen mit Ausnahme 

der Ungewöhnlichkeit auch die übrigen Tatbestandsmerkmale des Unfalls erfüllt 

sein (vgl. vorstehende Erwägung 2c). Vorliegend ist insbesondere die 

Voraussetzung des äusseren Ereignisses strittig. Gemäss ständiger 

Rechtsprechung ist das Auftreten von Schmerzen als solches kein äusserer 

Faktor (BGE 129 V 466 E. 4. 2. 1). Verlangt wird stets ein Geschehen, dem ein 

gewisses gesteigertes Gefährdungspotential innewohnt. Dies wäre 

beispielsweise bei einer sportlichen Tätigkeit möglich, da die zum Schmerz 

führende Handlung im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage 

vorgenommen wird. Zudem ist der äussere Faktor mit erheblichem 

Schädigungspotenzial zu bejahen, wenn die in Frage stehende Tätigkeit einer 

mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten 

Beanspruchung des Körpers gleichkommt (BGE 129 V 466 E. 4. 2. 2). 

Vorliegend ist dies nicht der Fall. Das Hochheben eines 3-4 kg schweren 

Hundewelpen bringt kein erhebliches Schädigungspotential mit sich. Die 

Tätigkeit ist auch nicht im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage 

vorgenommen worden. Aus der ursprünglichen Sachverhaltsdarstellung 

ergeben sich auch keine Indizien auf eine unkontrollierte, plötzliche oder 

ruckartige Körperbewegung. Die hier in Frage stehende Lebensverrichtung 

kommt einer physiologisch normalen und psychologisch beherrschten 

Körperbeanspruchung, insbesondere seiner Gliedmassen, gleich. Somit liegt im 

konkreten Fall kein äusseres Ereignis im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV vor und 

die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht somit zu Recht verneint.

e) Wie die Beschwerdegegnerin sodann zu Recht festhält, würde auch das 

Zusammenbauen des vom Beschwerdeführer erwähnten Spielturms weder den 

Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG noch die Voraussetzungen für eine 

unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV erfüllen.

f) Zusammengefasst ergibt sich damit, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund 

des geschilderten Geschehensablaufs zu Recht weder das Vorliegen eines 

Unfalls (Art. 4 ATSG) noch das Vorliegen der Voraussetzungen einer 

unfallähnlichen Körperschädigung (Art. 9 Abs. 2 UVV) bejaht und somit jede 

Leistungspflicht verweigert hat.

5. a) Der angefochtene Entscheid vom 5. September 2012 ist demnach rechtens, 

was zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der Beschwerde führt.

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale Beschwerdeverfahren 

nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos ist. Die Beschwerdegegnerin hat keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g 

ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.