# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0945984-4860-52ce-87f9-77f56cebc51d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.06.2010 D-4254/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4254-2010_2010-06-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4254/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  J u n i  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von 
Richterin Jenny de Coulon Scuntaro;
Gerichtsschreiberin Anna Kühler.

A._______, geboren B._______,
Serbien,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 7. Juni 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4254/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der  Beschwerdeführer,  ein  aus  K._______ stammender  Roma, 
eigenen  Angaben zufolge  am 24. April  2010  zusammen mit  seinem 
volljährigen  Sohn  C._______  (N  _______)  sein  Heimatland  verliess 
und  via  ihm  unbekannte  Länder  am  26.  April  2010  in  die  Schweiz 
einreiste, wo er am gleichen Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
Q._______ um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im D._______ vom 10. Mai 2010 
sowie der direkten Anhörung vom 20. Mai 2010 zur Begründung des 
Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  habe  mit  seiner 
Familie in einem serbischen Wohnquartier gelebt,

dass im September/Oktober 2009 serbische Nachbarn seine Ehefrau 
und den anwesenden Sohn C._______ angegriffen hätten,

dass  seine  Ehefrau  schwer  geschlagen  worden  sei,  ins  Spital  habe 
verbracht werden müssen und im Januar 2010 an den Folgen der er lit-
tenen Verletzungen gestorben sei,

dass er noch am Tage des Vorfalls bei der Polizei Anzeige erstattet ha-
be,  diese jedoch  nichts  unternommen habe,  da sie  den  Serben ge-
glaubt habe,

dass der  Zwillingsbruder  von C._______  vor  ungefähr  drei  Monaten 
Serbien verlassen habe und seither kein Kontakt mehr zu ihm bestehe,

dass  er  (der  Beschwerdeführer)  zur  Rettung  seines  Sohnes 
C._______ und aus Angst, von den Nachbarn umgebracht zu werden, 
sich entschlossen habe, zusammen mit seinem Sohn auszureisen,

dass der Beschwerdeführer im Verlaufe der  Anhörung mit  Aussagen 
seines  Sohnes  konfrontiert  und  ihm  dazu  das  rechtliche  Gehör  ge-
währt wurde,

dass Sohn C._______ am 25. Mai  2010 sein Asylgesuch zurückzog, 
um in seinen Heimatstaat zurückzukehren,

dass  das  BFM  mit  in  deutscher  Sprache  verfasster  Verfügung  vom 
7. Juni 2010 - gleichentags eröffnet - in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asyl-

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gesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete und mit der Eröffnung der Verfü-
gung Einsicht in die editionspflichtigen Verfahrensakten gewährte,

dass das Bundesamt zur Begründung seines Nichteintretensentschei-
des auf die Tatsache hinwies, dass der Bundesrat mit Beschluss vom 
6. März 2009 Serbien als verfolgungssicheren Staat ("safe country") im 
Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet habe,

dass die Bezeichnung eines Landes als "safe country" die widerlegba-
re  Vermutung  der  Verfolgungssicherheit  begründe  und  nach  Art.  34 
Abs. 1 AsylG auf Gesuche von Asylbewerbern  aus solchen Ländern 
nicht eingetreten werde, ausser es gebe Hinweise auf Verfolgung,

dass solche Hinweise vorliegend aus den Akten nicht ersichtlich seien,

dass sich im Rahmen der Befragungen die Aussagen des Beschwer-
deführers denjenigen seines Sohnes C._______ in wesentlichen Punk-
ten (Zeitpunkt und Art  des Übergriffs,  Anzahl der bei der Polizei  an-
gezeigten  Angreifer,  Örtlichkeiten,  Todesumstände  der  Ehefrau  bzw. 
Mutter, Finanzierung der Ausreise) widersprochen hätten,

dass angesichts der gravierenden Widersprüche in den Darlegungen 
des  Beschwerdeführers  und  seines  Sohnes  C._______  zu  den 
zentralen Asylvorbringen diese nicht glaubhaft seien,

dass sich aus den Akten somit keine Hinweise ergeben würden, wel-
che die widerlegbare Vermutung von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG um-
stossen könnten,

dass der Vollzug der Wegweisung zudem zulässig, zumutbar und mög-
lich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  in  französischer  Sprache gehaltener 
Eingabe vom 10. Juni 2010 gegen diesen Entscheid beim Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde erhob und dabei sinngemäss beantragte, 
es sei die vorinstanzliche Verfügung des BFM vollumfänglich aufzuhe-
ben und auf sein Asylgesuch sei einzutreten,

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Beschwerdeschrift zu ver-
weisen ist,

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dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist, weshalb auf die frist- und formgerecht einge-
reichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  sowie 
Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

dass  der  Beschwerdeentscheid  in  deutscher  Sprache  ergeht  (vgl. 
Art. 33a Abs. 2 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-

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gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich volle Kognition zukommt,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten  nach  Art. 6a  Abs. 2  Bst. a  AsylG  (sogenannte  "safe  countries") 
nicht  eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfolgung 
(Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Bundesrat  mit  Beschluss  vom 6.  März  2009  Serbien  zum 
"safe country" im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG erklärt hat und 
von dieser  Einschätzung im Rahmen der  periodischen Prüfung (vgl. 
Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht abgewichen ist,

dass das Bundesamt Serbien daher zu Recht und unbestrittenerweise 
als auf der bundesrätlichen Liste verfolgungssicherer Staaten stehend 
erkannt  hat  und  somit  die  formelle  Bedingung  für  den  Erlass  eines 
Nichteintretensentscheides  auf  der  Grundlage  von  Art. 34  Abs. 1 
AsylG grundsätzlich erfüllt ist,

dass  die  in  der  angefochtenen Verfügung nachgezeichneten Beweg-
gründe für diesen Bundesratsbeschluss vom 6. März 2009 offensicht-
lich  gesetzlich  zureichend abgestützt  sind (Art. 6a  Abs. 2  Bst. a  und 
Art. 34 Abs. 1 AsylG) und im vorliegenden Verfahren keiner Diskussion 
zugänglich  sind,  vorbehältlich  der  Überprüfung  allfällig  in  concreto 
dennoch bestehender Hinweise auf Verfolgung,

dass  praxisgemäss  bei  Art. 34  Abs. 1  AsylG  derselbe  weite  Verfol-
gungsbegriff  zur  Anwendung  gelangt  wie  bei  Art.  18,  Art. 33  Abs. 3 
Bst. b und Art. 35 AsylG (zu den beiden erstgenannten Bestimmungen 
vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass dieser weite Verfolgungsbegriff  nicht  bloss ernsthafte Nachteile 
im Sinne von Art. 3 AsylG umfasst, sondern auch die von Menschen-
hand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art.  44 
Abs. 2  AsylG  i.V.m.  Art. 83  Abs. 3  und  4  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 
142.20) (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 Nr. 35 
E. 4.3 S. 247),

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dass ausserdem dabei ein im Vergleich zum - bereits erleichterten - 
Beweismass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab 
anzuwenden ist,

dass, sobald sich aus den Akten Hinweise auf Verfolgung ergeben, de-
ren Unglaubhaftigkeit nicht bereits auf den ersten Blick erkannt werden 
kann, auch bei Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten ein-
lässlich geprüft werden muss, ob sie die Flüchtlingseigenschaft erfül-
len (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f.),

dass die Vorinstanz zutreffend und in ausführlicher Begründung festge-
stellt hat, dass sich aufgrund der unglaubhaften Vorbringen insgesamt 
keine Hinweise auf Verfolgung ergäben und in den diesbezüglichen Er-
wägungen kein Beanstandungspotenzial zu erkennen ist,

dass zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende zu-
sammenfassende Darlegung dieser Erwägungen sowie im Detail  auf 
den  diesbezüglichen  Inhalt  der  angefochtenen  Verfügung  verwiesen 
wird,

dass die  erkannten Unglaubhaftigkeitselemente  augenfällig  sind  und 
keinen andern Schluss zulassen, als dass die Verfolgungsvorbringen 
nicht der Wahrheit entsprechen,

dass der Inhalt der Beschwerdeschrift keine andere Sichtweise erken-
nen lässt, da das darin Aufgeführte nicht geeignet ist, die in den Aus-
sagen des Beschwerdeführers im Vergleich zu denjenigen seines Soh-
nes C._______ enthaltenen Widersprüche zu entkräften, 

dass der Beschwerdeführer nicht auf die von der Vorinstanz aufgezeig-
ten Widersprüche eingeht, sondern lediglich in allgemeiner Weise auf 
die  Probleme  mit  seinen  serbischen  Nachbarn  hinweist,  weshalb  er 
aus Furcht um sein Leben nicht in sein Heimatland zurückkehren kön-
ne,

dass er mit diesem Vorbringen die vorinstanzlichen Ausführungen nicht 
entkräften kann,

dass die  geltend gemachte  Furcht  des  Beschwerdeführers,  von den 
serbischen Nachbarn umgebracht zu werden, durch die Rückreise sei -
nes  Sohnes C._______ nach  Serbien  relativiert  wird,  müsste  dieser 

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doch die gleichen Befürchtungen wie sein Vater hegen, falls die vorge-
brachten Nachstellungen glaubhaft wären,

dass zwar  nicht  auszuschliessen ist,  dass vereinzelt  Benachteiligun-
gen und Schikanen gegenüber Roma in Serbien vorkommen, 

dass  vor  diesem  Hintergrund  gewisse  Diskriminierungen  des  Be-
schwerdeführers durchaus stattgefunden haben können, 

dass sich die allgemeine Lage der Roma in Serbien – trotz  Verbesse-
rungen in den letzten Jahren – zwar weiterhin als schwierig und insbe-
sondere in  wirtschaftlicher  und sozialer  Hinsicht  teilweise als  prekär 
darstellt, 

dass aber diese Umstände die grundsätzliche Feststellung der Verfol-
gungssicherheit nicht umzustossen vermögen, da alleine die Berufung 
auf eine schwierige allgemeine Lage nicht als Ersatz für einen konkre -
ten  Verfolgungshinweis  im  Sinne  von  Art.  34  Abs.  1  AsylG  dienen 
kann, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  nach  einlässlicher  Prüfung  der 
Akten zur Ansicht gelangt, dass im Verfahren des Beschwerdeführers 
keine Hinweise auf Verfolgung vorliegen, welche nicht auf den ersten 
Blick als haltlos erkennbar wären,

dass  nach  dem  Gesagten  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von 
Art. 34 Abs. 1 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli -
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, weil keine Hinweise auf Verfolgung vorliegen, die sich nicht als of -
fensichtlich haltlos erweisen,  und keine Anhaltspunkte für  eine men-
schenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention 
vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdefüh-
rer in Serbien droht (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die allgemeine Lage in Serbien nicht auf eine konkrete Gefähr-
dung im Falle einer Rückkehr des Beschwerdeführers schliessen lässt,

dass das Bundesverwaltungsgericht den Wegweisungsvollzug von Ro-
ma nach Serbien in konstanter Praxis als grundsätzlich zumutbar er-
achtet  (vgl.  im  Sinne  von  Beispielen  die  Urteile  des  Bundesver-
waltungsgerichts  D-4273/2009  vom 7. Juli  2009 S. 11,  D-5470/2009 
vom 7. September 2009 S. 11), 

dass  im Weiteren auch aufgrund der  individuellen  Situation  des Be-
schwerdeführers keine Gründe ersichtlich sind, welche gegen die Zu-
mutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  sprechen  würden,  verfügt  er 
über Berufserfahrungen und in Gestalt seines nach Serbien zurückge-
kehrten  Sohnes  und  weiterer  Familienangehöriger  (u.a.  zwei  in 
K._______ wohnhafte Brüder)  über ein bestehendes Beziehungsnetz 

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(vgl. A1/14, S. 2), weshalb angesichts der unter den Roma traditionel-
lerweise engen sozialen Familienbande davon auszugehen ist,  seine 
Angehörigen würden ihn nötigenfalls unterstützen,

dass die geltend gemachten, nach dem Tod seiner Ehefrau aufgetrete-
nen  psychischen  Schwierigkeiten  des  Beschwerdeführers  nachvoll-
ziehbar sind, dies jedoch nicht gegen die Zumutbarkeit  des Wegwei-
sungsvollzuges  spricht,  da  der  Beschwerdeführer  um  psychiatrische 
Hilfe in seinem Heimatland nachsuchen kann,

dass somit weder allgemeine noch individuelle Unzumutbarkeitsgrün-
de gegen den Vollzug der Wegweisung sprechen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83  Abs. 2 AuG),  und es  dem Beschwerdeführer  obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  D._______ 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, (...)
- das X._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Anna Kühler

Versand: 

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