# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7022ab42-d2e3-5250-b5cb-c5d0d9181124
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB230604-O1
**Docket/Reference:** SB230604-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB230604-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB230604-O/U/bs

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, lic. iur. B. Amacker und 

lic. iur. R. Faga sowie der Gerichtsschreiber MLaw S. Zuber

Urteil vom 19. Dezember 2024

in Sachen

A._____, 

Beschuldigter und I. Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____

gegen

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, 

Anklägerin und II. Berufungsklägerin

betreffend Mord etc. 

(Rückweisung der I. strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundes-

gerichts)

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung, 

vom 30. Januar 2020 (DG190122)

Urteil der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich 

vom 26. August 2022 (SB200132)

Urteil der I. strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts 

vom 20. Oktober 2023 (6B_452/2023)

- 2 -

Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 29. April 2019 

ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 160).

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 289 S. 286 ff.)

" Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte B._____ ist schuldig











des Mordes im Sinne von Art. 112 StGB, 

der  versuchten  Befreiung  von  Gefangenen  im  Sinne  von  Art. 310  Ziff. 1  StGB  in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

der Irreführung der Rechtspflege im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, 

der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Mord im Sinne von Art. 260bis Abs. 1 lit. b 

StGB, 

des mehrfachen versuchten Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 

Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.

2.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig





der Anstiftung zu Mord im Sinne von Art. 112 StGB in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 

StGB,

der  Anstiftung  zur  Irreführung  der  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 304  Ziff. 1  Abs. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 StGB. 

3.

Der Beschuldigte A._____ wird von den Vorwürfen







der versuchten Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 

StGB, 

der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Mord im Sinne von Art. 260bis Abs. 1 lit. b 

StGB,

des mehrfachen versuchten Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 

Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB

freigesprochen.

- 3 -

4.

Der  Beschuldigte  B._____  wird  bestraft  mit  einer  Freiheitsstrafe  von  20 Jahren,  wovon  bis 

und mit heute 1'108 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden sind, sowie 

mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu CHF 10. 

5.

6.

7.

8.

Die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe des Beschuldigten B._____ werden vollzogen.

Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 16 ½ Jahren, wovon bis 

und mit heute 1'031 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden sind, sowie 

mit einer Geldstrafe von 270 Tagessätzen zu CHF 10.

Die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe des Beschuldigten A._____ werden vollzogen.

Von  einer  Verwahrung  des  Beschuldigten  B._____  im  Sinne  von  Art. 64  Abs. 1  StGB  wird 

abgesehen.

9.

Von  einer  Verwahrung  des  Beschuldigten  A._____  im  Sinne  von  Art. 64  Abs. 1  StGB  wird 

abgesehen.

10.

Eine  Landesverweisung  des  Beschuldigten  A._____  nach  Art. 66a  Abs. 1  StGB  wird  nicht 

angeordnet.

11.

Die Beschuldigten B._____ und A._____ werden unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, 

den  Privatklägern  die  folgenden  Genugtuungsbeträge  zu  bezahlen,  jeweils  zuzüglich  5 % 

Zins ab 30. Juni 2016:







C._____: CHF 30'000

D._____: CHF 25'000

E._____: CHF 15'000

12.

Der Beschuldigte B._____ wird gemäss seiner Anerkennung über die in Ziffer 11 genannten 

Beträge hinaus verpflichtet, den Privatklägern die folgenden Genugtuungsbeträge zu bezah-

len, jeweils zuzüglich 5 % Zins ab 30. Juni 2016:











C._____: CHF 30'000

D._____: CHF 25'000

E._____: CHF 45'000

F._____: CHF 35'000

G._____: CHF 35'000.

13.

Die Beschuldigten B._____ und A._____ werden unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, 

den Privatklägern die folgenden Schadenersatzbeträge zu bezahlen, jeweils zuzüglich 5 % 

Zins ab dem 27. Januar 2020:

- 4 -

C._____: CHF 1‘596.20

D._____: CHF 4‘444.60

E._____: CHF 8'922.70; im Übrigen werden die Beschuldigten verpflichtet, allfälligen 
zukünftigen Schaden von E._____ aus dem angeklagten Ereignis zu ersetzen 

F._____: CHF 10‘298.40

G._____: CHF 3‘140.05.











14.

Der Beschuldigte B._____ wird gemäss seiner Anerkennung über die in Ziffer 13 genannten 

Beträge  hinaus  verpflichtet,  den  Privatklägern  die  folgenden  Schadenersatzbeträge  zu  be-

zahlen, jeweils zuzüglich 5 % Zins ab dem 27. Januar 2020:









C._____: CHF 811.70

D._____: CHF 5'584

F._____: CHF 11'635

G._____: CHF 1'569.50.

15.

Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 9. April 2018 beschlagnahmte Tablet, Marke 

"iPad Air", Modell A1474, Seriennummer 1, Ass.-Nr. A011'289'002 und die mit Verfügung der 

Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2019 beschlagnahmten Digitalkameras, Marke Sony, Mo-

dell Cybershot DSC-H400 inkl. Speicherkarte, Ass.-Nr. A009'463'212, und Marke Canon, Mo-

dell PowerShot A3400, Ass.-Nr. A009'463'994 (Aufbewahrungsort: Kantonspolizei Zürich, As-

servaten-Triage) werden nach Eintritt der Rechtskraft H._____ auf erstes Verlangen heraus-

gegeben. Werden die Geräte nicht innert drei Monaten seit Eintritt der Rechtskraft herausver-

langt, werden sie der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.

16.

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 11. Dezember 2017 aus dem Besitz des Be-

schuldigten B._____ beschlagnahmte Barschaft von CHF 1'710.05 (Ass.-Nr. A010'040'047) 

und EUR 100.– (Ass.-Nr. A010'040'069), sich befindend bei der Kasse des Bezirksgerichts, 

wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten des Beschuldigten B._____ verwendet.

17.

Das  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  25. Januar 2019  beschlagnahmte  Bitcoin-

Konto "I._____" bzw. dessen Saldo in Kyptowährungen in Höhe von BTC 1.28005 (Bitcoin) 

und BCH 1.282087 (Bitcoin Cash) werden zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten des 

Beschuldigten B._____ verwendet.

18.

Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 29. August 2017 beschlagnahmten 

und bei der Kasse des Bezirksgerichts befindlichen Gegenstände werden dem Beschuldigten 

B._____ nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Ver-

langen zurückgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der Lagerbehörde 

zur Vernichtung überlassen: 



USB Memory Stick, Marke disk2go, schwarz/silber, Nr. 2, 
Ass-Nr. A010'039'426,

- 5 -

















Mobiltelefon Wiko, Typ Sunny, IMEI 3, Ass.-Nr. A010'036'109,

Tablet Medion, Typ S1220T, in Originalverpackung, Ref.-Nr. 4, 
Ass.-Nr. A010'036'187,

Mobiltelefon Nokia, Typ RM-1111, schwarz, IMEI 5, 
Ass.-Nr. A010'039'313,

USB Memory Stick Huawei, Typ E3537-i, Nr. 6, 
Ass.-Nr. A010'039'379,

Mobiltelefon  Nokia,  Typ  Asha  206.1,  weiss,  mit  Ladekabel, 
Ass.-Nr. A010'039'404,

IMEI 7,

Notebook HP, Typ Envy, Nr. 8, Ass.-Nr. A010'039'448,

Mobiltelefon Wiko, Typ Sunny, IMEI 9, Ass.-Nr. A010'050'176,

Mobiltelefon Wiko, Typ Lenny 3, Rufnummer 10, IMEI 11, Ass.-Nr. A010'050'187.

19.

Die mit Verfügung vom 16. Oktober 2017 beschlagnahmte Festplatte Marke Maxtor, 40 GB 

(Aufbewahrungsort: Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage) wird der Kantonspolizei Zürich 

zur gutscheinenden Verwendung überlassen.

20.

Die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  11. Dezember 2019  beschlag-

nahmten Gegenstände (Aufbewahrungsort: Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage) wer-

den dem Beschuldigten B._____ nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids bis drei Monate 

danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden 

sie der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:





























Fotografien  von  B._____  etc.,  BVD-Schreiben,  JVA-Schreiben,  Hausbriefe, 
Sichtmappe blau mit Unterlagen JVA Pöschwies und div. Briefe, u.a. Brief von A._____ 
an Bundesgericht vom 13.12.2015, Zeitungsausschnitt J._____, persönliche Briefe, Vi-
sitenkarten, Zettel Adresse K._____ und Tel.: 12 aus Buch entnommen (allesamt im 
Original), Ass.-Nr. A009'453'296,

1 x Fr. 10.– Taxkarte und 1 x Fr. 20.00 Taxkarte, Asservaten-Nr. A010'040'116,

Gegenstand/Optik/Foto/Video/TV/Radio/Optik/Kontaktlinsenetui, 
Ass.-Nr. A010'040'127,

2 Zettel Handnotizen, Ass.-Nr. A010'039'211,

Div. Briefe, Ass.-Nr. A010'039'233,

2 Notizzettel, Asservaten-Nr. A010'039'335,

1 Bahnbillett SBB, … [Strecke], vom 18.01.2017, Ass.-Nr. A010'040'138,

1 Plastikbox mit div. Medikamenten, Ass.-Nr. A010'038'887,

1 Kiste "Christstollen" mit div. Stechbeuteln, Ass.-Nr. A010'039'119,

2 Plastiksäcke mit Putzfäden in Kiste "Christstollen", Ass.-Nr. A010'039'211,

1 Beutel IKEA mit Dose Bienenwachs, Ass.-Nr. A010'039'186,

1 Handyverpackung Wiko lMEl 13 und lMEl 14, 
Ass.-Nr. A010'039'186,

1 kleines schwarzes Messer in schwarzer Scheide, Ass.-Nr. A010'039'460,

1 Armschiene, schwarz, Marke Bort, Ass.-Nr. A010'039'017,

- 6 -





1 Toilettentasche enthaltend Linsenmaterial und 2 Wörterbücher auf Serbisch und 
Rumänisch, Ass.-Nr. A010'038'901,

1 Toilettentasche, braun, enthaltend Linsenmaterial, Ass.-Nr. A010'038'912.

21.

Die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  11. Dezember 2019  beschlag-

nahmten Gegenstände werden L._____ nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids bis drei 

Monate danach auf erstes Verlangen zurückzugeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist 

werden sie der Lagerbehörde zur Vernichtung zu überlassen:











Handschriftlicher Brief auf Notizpapier A4, Ass.-Nr. A010'218'378,

Handy Samsung, Ass.-Nr. A010'218'425,

Bankkontoauszug ZKB 15, Ass.-Nr. A010'218'470,

Schreiben mit Passwörtern, Ass.-Nr. A010'218'481,

Buchungsbestätigung SWISS … [Strecke], Ass.-Nr. A010'218'492.

22.

Es  wird  davon  Vormerk  genommen,  dass  über  die  ebenfalls  mit  Verfügung  der  Staats-

anwaltschaft  vom  11. Dezember 2017  beschlagnahmte  Steinschleuder 

(Asservaten-

Nr. A010'039'459) im separaten Verfahren gegen L._____ entschieden wird.

23.

Der  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  11. Dezember 2019  beschlagnahmte  Bun-

desordner  blau,  enthaltend  persönliche  Briefe  aus  dem  Gefängnis  und  einem  Notfallplan 

(Ass. Nr. A010'038'183) (Aufbewahrungsort: Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage) wird 

M._____ nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Ver-

langen zurückgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist wird er der Lagerbehörde zur 

Vernichtung zu überlassen.

24.

Die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  11. Dezember 2019  beschlag-

nahmten Gegenstände (Aufbewahrungsort: Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage) wer-

den N._____ nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids bis drei Monate danach auf erstes 

Verlangen  zurückgegeben.  Nach  ungenutztem  Ablauf  dieser  Frist  werden  sie  der 

Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:





Mobiltelefon Samsung, Ass.-Nr. A009'569'317,

SIM-Karte Sunrise, ohne SIM-Nummer, Ass.-Nr. A009'569'328.

25.

Die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  11. Dezember 2017  beschlag-

nahmten Gegenstände werden O._____ nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids bis drei 

Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist 

werden sie der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:

- 7 -









Kaba 8 Nr. AS156370 (Ass.-Nr. A009'603'116),

Couvert  B5  enthaltende  Briefe  ca.  A6  mit  Telefonnummern  (Ass.-Nr.  A009'603'139, 
recte: A009'603'138),

Quittungen von Einzahlungen ins Flughafengefängnis (Ass.-Nr. A009'603'149),

Diverse Briefe an O._____ (Ass. -Nr. A009'603'229).

26.

Die  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  10. Januar 2018  beschlagnahmten  Daten 

bzw.  die  diese  sichernden  zwei  Festplatten,  Marke  "Seagate  320  GB"  (Aufbewahrungsort: 

Kantonspolizei  Zürich,  Asservaten-Triage)  werden  der  Kantonspolizei  Zürich  zur  gutschei-

nenden Verwendung überlassen.

27.

Die  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  11. Januar 2018  beschlagnahmten  Daten 

bzw. die diese sichernde Festplatte, Marke "Seagate 160 GB" (Aufbewahrungsort: Kantons-

polizei  Zürich,  Asservaten-Triage)  werden  der  Kantonspolizei  Zürich  zur  gutscheinenden 

Verwendung überlassen.

28.

Die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  9. Mai 2018  beschlagnahmten 

Gegenstände  (Aufbewahrungsort:  Kantonspolizei  Zürich,  Asservaten-Triage)  werden  dem 

Beschuldigten B._____ nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids bis drei Monate danach 

auf erstes Verlangen zurückgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der 

Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:





Buch "Der neue Klassenkampf" (von Slavoj Žižek), Ass.-Nr. A011'467'564,

Buch "Soziale Gerechtigkeit" (von Thomas Ebert), Ass.-Nr. A011'467'597.

29.

Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2019 beschlagnahmten 

Gegenstände  (Aufbewahrungsort:  Kantonspolizei  Zürich,  Asservaten-Triage)  werden  dem 

Beschuldigten B._____ nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids bis drei Monate danach 

auf erstes Verlangen zurückgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der 

Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:





















2 x Haarbleichmittel DiCoPar Oxidant, Ass.-Nr. A010'339'062,

2 x Bleichmittel Osmoikon, Ass.-Nr. A010'339'073,

Diverse Kleider aus Papiersack "1", Ass.-Nr. A010'038'730,

Diverse Kleider aus Papiersack "2", Ass.-Nr. A010'038'752,

Diverse Kleider aus Papiersack "3", Ass.-Nr. A010'038'774,

Diverse Kleider aus Papiersack "4", Ass.-Nr. A010'038'796,

Diverse Kleider aus Papiersack "6", Ass.-Nr. A010'039'028,

1 Herrenveston, Marke "Angelo Litrico", Ass.-Nr. A010'039'039,

1 Herrenhose, schwarz, Marke "Angelo Litrico", Ass.-Nr. A010'039'040,

3 Küchenmesser, Ass.-Nr. A010'039'631,

- 8 -

























1 Taschenmesser, schwarze Griffschalen mit gravierten asiatischen Zeichen, 
Ass.-Nr. A010'039'982,

1 Mobiltelefon, Marke "Nokia", Asha 2016, Ass.-Nr. A010'039'904,

1 SIM-Karte, Ass.-Nr. A010'061'264,

1 Paar Bergschuhe, schwarz, Marke "Lowa", Ass.-Nr. A010'039'744,

2 Pullover, anthrazit, Grösse M, Ass.-Nr. A010'039'766,

1 Herrenhose, blau, Grösse 32, Ass.-Nr. A010'039'802,

1 Herrenjacke, schwarz, Marke "H&M", Ass.-Nr. A010'039'824,

1 Leibgurt, schwarz, Grösse 35/37, Ass.-Nr. A010'040'025,

1 Rucksack, schwarz, Marke "DIVIDED", Ass.-Nr. A010'039'891,

1 lange Unterhose, schwarz, Ass.-Nr. A010'101'367,

1 Trägershirt, schwarz, Marke "Angelo Litrico", Ass.-Nr. A010'101'390,

1 Tablet, Marke "Medion", Typ S1220T.

30.

Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2019 beschlagnahmten 

Gegenstände aus der Zelle des Beschuldigten A._____ (Aufbewahrungsort: Kantonspolizei 

Zürich, Asservaten-Triage) werden diesem nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids bis 

drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser 

Frist werden sie der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:







1 USB-Stick mit gespeicherten Daten des Beschuldigte A._____, 
Ass.-Nr. A009'433'378,

2 Filzstifte, schwarz, Marke "Edding", 400 und 3000, Ass.-Nr. A009'425'507,

3 Seiten unbedrucktes, weisses Papier im A4-Format, Ass.-Nr. A009'426'044.

31.

Es  wird  davon  Vormerk  genommen,  dass  die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwalt-

schaft vom 24. Januar 2019 aus dem Besitz von M._____ beschlagnahmten Gegenstände 

bereits an diese herausgegeben wurden: 













1 PC, Marke "HP", Typ Pavilion P6000 Series, Ass.-Nr. A010'038'161,

1 Mobiltelefon, Marke "Samsung", Typ Galaxy, SM-G900F, Android 5.0, 
Ass.-Nr. A010'073'895 (recte A010'037'895),

1 Mobiltelefon, Marke "Samsung", Typ Galaxy S7 Edge, Ass.-Nr. A010'037'919,

1 Mobiltelefon, Marke "Samsung", Typ Galaxy S7, Ass.-Nr. A010'037'931,

1 Tablet, Marke "Ody", Typ Xelio, Ass.-Nr. A010'037'986,

1 Tablet, Marke "Samsung", Typ Galaxy Tab 4, Ass.-Nr. A010'038'081.

32.

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2019 beschlagnahmt Festplatte, 

Marke  "WD  My  Book",  6 TB,  mit  Videoaufnahmen  vom  Zürcher  Bellevue  und  von  Trams 

der  Linien  2  und  4  (Aufbewahrungsort:  Kantonspolizei  Zürich,  Asservaten-Triage), 

Ass.-Nr. A011'407'731 werden bei den Akten belassen.

- 9 -

33.

Das  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  24. Januar 2019  beschlagnahmte  Wurf-

messer,  schwarz,  Marke  "Herbetz",  Modell  AISI  420,  gefunden  in  der  Nähe  des  Tatorts 

(Tötungsdelikt  im  P._____),  Ass.-Nr.  A010'404'065  wird  eingezogen  und  durch  die 

Lagerbehörde vernichtet.

34.

Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2019 beschlagnahmte Couvert mit 

dem  "Erpresserschreiben"  (Original)  an  den  Kantonsrat,  Ass.-Nr. A009'425'507,  wird  als 

Beweismittel bei den Akten belassen.

35.

Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2019 beschlagnahmten 

Gegenstände, die †Q._____ am Tatort auf sich trug, werden den Privatklägern 1-5 nach Ein-

tritt der Rechtskraft des Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückge-

geben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der Lagerbehörde zur Vernichtung 

überlassen.





1 goldfarbener Ohrring, Ass.-Nr. A009'442'131,

1 Halskette, silberfarbig, Ass.-Nr. A009'442'142.

36.

Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2019 beschlagnahmten 

Gegenstände,  die  am  Tatort  sichergestellt  wurden,  werden  durch  die  Lagerbehörde  ver-

nichtet:





















1 Elektrozigarette (aus der rechten Hand des Verstorbenen), Ass.-Nr. A009'442'120,

1 Jeanshose, blau, Marke "Lee", Ass.-Nr. A009'442'164,

1 T-Shirt, blau, Marke "Puma", Ass.-Nr. A009'442'175,

1 Kapuzenpullover, schwarz, Grösse M, Ass.-Nr. A009'442'186,

1 Herrenunterwäsche, schwarz, Marke "Angelo Litrico", Grösse 5, 
Ass.-Nr. A009'442'197,

1 Paar Socken, schwarz, Ass.-Nr. A009'442'200,

1 Paar Schuhe, schwarz, Marke "Nike", Ass.-Nr. A009'442'211,

1 Umhängetasche, schwarz, Marke "Mammut" inkl. Inhalt, Ass.-Nr. A009'442'266.

1 Bierdose, Marke "Feldschlösschen", ganz, Ass.-Nr. A009'434'100,

2 Bierdosen, Marke "Feldschlösschen", zerdrückt, A009'434'122.

37.

Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2019 beschlagnahmten 

Gegenstände,  gefunden  am  Tatort  (Aufbewahrungsort:  Kantonspolizei  Zürich,  Asservaten-

Triage), werden durch die Lagerbehörde vernichtet:





1  Trainingshose,  schwarz,  Marke  "Joy",  Grösse 21,(lag  neben  dem  Verstorbenen), 
Ass.-Nr. A009'442'222,

1 Wolldecke, gelb-bordeaux kariert (lag neben dem Verstorbenen), 
Ass.-Nr. A009'442'233,

- 10 -

1 Dose "Coca Cola", Ass.-Nr. A009'434'144,

1 Zigarettenstummel, Marke "Chesterfield", Ass.-Nr. A009'434'144,

1 Zigarettenstummel, Marke "Marlboro", Ass.-Nr. A009'434'155,

1 Zigarettenstummel, Marke "Winston", Ass.-Nr. A009'434'166,

1 Zigarettenstummel, Marke "Winston", Ass.-Nr. A009'434'177,

1 Zigarettenstummel, Marke "Kent", Ass.-Nr. A009'434'188,

1 Weinflasche (leer), Marke "Marques de Riscal", mit Drehverschluss, 
Ass.-Nr. A009'435'590,

1 Kaugummi (gekaut), Ass.-Nr. A009'442'324,

1 Kunststoffteil aus Hartplastik, Ass.-Nr. A009'442'335,

1 Zigarettenstummel, Marke "Parisienne", Ass.-Nr. A009'442'346,

1 Zigarettenstummel, Marke "Winston", Ass.-Nr. A009'442'357,

1 Zigarettenstummel, Marke "Parisienne", Ass.-Nr. A009'442'368,

1 Zigarettenstummel, Marke "Marlboro", Ass.-Nr. A009'442'379,

1 Zigarettenstummel, Marke "Marlboro", Ass.-Nr. A009'442'380,

1 Zigarettenstummel, Marke "Winston", Ass.-Nr. A009'442'391,

1 Weinflasche, 0.75 L, Marke "Kangaroo Ridge Chardonnay", aus dem Gebüsch, 
Ass.-Nr. A009'438'237.

































38.

Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2019 beschlagnahmte Hut, grau 

mit schwarzem Band, Ass.-Nr. A009'434'053, der vom Beschuldigten B._____ am Tatort im 

P._____ zurückgelassen wurde, wird als Beweismittel bei den Akten belassen.

39.

Das  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  24. Januar 2019  beschlagnahmte  Küchen-

messer,  mit  schwarzem  Griff,  genietet,  aus  dem  Badezimmer  der  Wohnung  von  H._____, 

Ass.-Nr. A009'452'180 wird diesem nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids bis drei Mo-

nate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist wird 

es der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.

40.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

25'000.00

; die weiteren Kosten betragen:

22'000.00

  Gebühr Strafuntersuchung (Beschuldigter B._____)

22'000.00

  Gebühr Strafuntersuchung (Beschuldigter A._____)

51'577.80

  Auslagen Untersuchung, Gutachten (Beschuldigter B._____)

39'666.80

  Auslagen (Beschuldigter A._____)

718.65

  Auslagen, Legalinsp (Beschuldigter B._____)

1'000.00

  Gerichtskosten Beschwerdeverfahren (Beschuldigter B._____) 

- 11 -

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

1'000.00

  Gerichtskosten Beschwerdeverfahren (Beschuldigter A._____)

1'135.95

  Auslagen (Beschuldigter A._____)

7'205.10

  Obduktion (Beschuldigter B._____) 

5'156.70

  Auslagen (weitere, Beschuldigter B._____)

137'919.00

  Telefonkontrolle (Beschuldigter B._____)

1'120.00

  Auslagen Polizei (Beschuldigter B._____)

600.15

  Entschädigung Zeuge (Beschuldigter B._____)

375.00

  Entschädigung Dolm. (Beschuldigter B._____)

28.45

  Entschädigung Zeuge (Beschuldigter A._____)

111'424.36

  amtliche Verteidigung des Beschuldigten B._____ (RA Y._____)

83'160.75

  amtliche Verteidigung des Beschuldigten A._____ (RA X._____)

47'119.75

  unentgeltliche Rechtsvertretung der Privatklägerin E._____

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.

41.

Dem Beschuldigten B._____ werden die ihn betreffenden Kosten der Untersuchung, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Rechtsvertretung für 

die Privatklägerschaft, in der Höhe von CHF 226'672.40 auferlegt.

42.

Dem Beschuldigten A._____ werden die ihn betreffenden Kosten der Untersuchung, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Rechtsvertretung für 

die Privatklägerschaft, zu vier Fünfteln in der Höhe von CHF 50'264.95 auferlegt. Ein Fünftel 

der Kosten wird auf die Gerichtskasse genommen.

43.

Die  Kosten  des  gerichtlichen  Verfahrens,  ausgenommen  diejenigen  für  die  amtlichen  Ver-

teidigungen und die unentgeltliche Rechtsvertretung der Privatklägerschaft, werden dem Be-

schuldigten B._____ zur Hälfte und dem Beschuldigten A._____ zu vier Zehnteln auferlegt. 

Ein Zehntel der Kosten wird auf die Gerichtskasse genommen.

44.

Rechtsanwalt lic. iur. D. Y._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als amtlicher Ver-

teidiger  des  Beschuldigten  B._____  mit  CHF 111'424.36  (inkl.  MWST,  abzüglich  Akonto-

zahlungen von insgesamt CHF 80'306.50) aus der Gerichtskasse entschädigt.

45.

Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als amtlicher Ver-

teidiger  des  Beschuldigten  A._____  mit  CHF 83'160.74 

(inkl.  MWST,  abzüglich 

Akontozahlung von CHF 28'626.60) aus der Gerichtskasse entschädigt.

- 12 -

46.

Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als unentgeltlicher 

Rechtsvertreter der Privatklägerin E._____ mit CHF 47'119.75 (inkl. MWST, abzüglich Akon-

tozahlung von insgesamt CHF 20'434.60) aus der Gerichtskasse entschädigt.

47.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten B._____ werden einstweilen auf 

die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO gegenüber dem Beschuldigten B._____.

48.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten A._____ werden zu vier Fünfteln 

einstweilen  und  zu  einem  Fünftel  definitiv  auf  die  Gerichtskasse  genommen;  vorbehalten 

bleibt  eine  Nachforderung  gemäss  Art. 135  Abs. 4  StPO  gegenüber  dem  Beschuldigten 

A._____ im Umfang von vier Fünfteln.

49.

Die Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin E._____ werden definitiv 

auf die Gerichtskasse genommen.

50.

Die Beschuldigten B._____ und A._____ werden solidarisch verpflichtet, den Privatklägern 1 

und  2  (D._____  und  C._____)  eine  Prozessentschädigung  in  Höhe  von  je  CHF  24'665.70 

(inkl. MWST) zu bezahlen.

51.

[Mitteilungen]

52.

[Rechtsmittel] "

Berufungsanträge:

a)

Der Verteidigung des Beschuldigten A._____ (Urk. 533):

" 1. Mein Klient sei vom Vorwurf der Anstiftung zu Mord freizusprechen;

2.

3.

die Zivilansprüche seien abzuweisen.

die meinem Klienten auferlegten Verfahrenskosten seien - infolge Frei-

spruchs vom Vorwurf der Anstiftung zu Mord - angemessen zu reduzie-

ren;

4. meinem Klienten sei eine angemessene Genugtuung zuzusprechen;

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. "

- 13 -

b)

Der Staatsanwaltschaft (Urk. 536):

" 1. Der  Beschuldigte  sei  der  Anstiftung  zu  Mord,  eventualiter  der  Gehilfen-

schaft zu Mord schuldig zu sprechen.

2. Die Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten vollumfänglich aufzuerle-

gen.

3. Dem Beschuldigten sei keine Genugtuung zuzusprechen. "

c)

Der Privatklägerschaft 1-5 (Prot. 539):

" 1.

Der Beschuldigte A._____ sei der Anstiftung zu Mord schuldig zu spre-

chen und angemessen zu bestrafen.

2.

Der Entscheid über die Zivilansprüche der Privatkläger 1-5 gemäss

Urteil des Obergerichts Zürich vom 26. August 2022 (Dispositiv Ziffern 

8 und 9) sei zu bestätigen.

3.

Der Entscheid über die Prozessentschädigung der Privatkläger 1-2 ge-

mäss Urteil des Obergerichts Zürich vom 26. August 2022 (Dispositiv 

Ziffer 10) sei zu bestätigen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten 

des Beschuldigten A._____. "

- 14 -

Erwägungen:

I. Verfahrensgang

1. Gegen  das  am  26. August  2022  vom  Obergericht  des  Kantons  Zürich, 

I. Strafkammer  ausgefällte  Urteil  gegen  den  Beschuldgten  A._____  (SB200132) 

erhob dieser am 3. April 2023 Beschwerde in Strafsachen (Urk. 487/2; Urk. 486). 

Zum Verfahrensgang bis zur Beschwerde ans Bundesgericht kann auf das Urteil 

der hiesigen Kammer verwiesen werden (Urk. 473 S. 14 ff.).

2.

Das Bundesgericht hiess in der Folge die Beschwerde mit Urteil vom 20. Ok-

tober 2023 teilweise gut, hob das obergerichtliche Urteil auf und wies die Sache zur 

Neubeurteilung an das Obergericht zurück (Urk. 515 S. 32).

3. Mit  Präsidialverfügung  vom  5. Dezember  2023  wurde  dem  Beschuldigten 

A._____ der vorzeitige Strafantritt bewilligt (Urk. 518).

4.

Nachdem die Parteien sich mit der schriftlichen Durchführung des vorliegen-

den  Berufungsverfahrens  einverstanden  erklärt  haben  (Urk. 527/1-3),  wurde  mit 

Beschluss vom 15. Januar 2024 die schriftliche Durchführung des Berufungsver-

fahren angeordnet und dem Beschuldigten A._____ Frist angesetzt, Berufungsan-

träge  zu  stellen  und  zu  begründen  sowie  letztmals  Beweisanträge  zu  stellen 

(Urk. 528). Mit Eingabe vom 18. März 2024 liess der Beschuldigte A._____ die Be-

rufungsbegründung einreichen (Urk. 533).

5.

Diese  Berufungsbegründung  wurde  mit  Präsidialverfügung  vom  20. März 

2024 der Anklagebehörde und der Privatklägerschaft zugestellt und diesen Frist zur 

Einreichung der Berufungsantwort gesetzt (Urk. 534). In der Folge reichten die An-

klagebehörde am 6. April 2024 (Urk. 536) und die Privatkläger 1 - 5 am 6. Mai 2024 

(Urk. 539) ihre Berufungsantworten ein.

6.

Diese  wurden  mit  Präsidialverfügung  vom  8. Mai  2024  dem  Beschuldigten 

A._____  bzw.  seiner  Verteidigung  zur  freigestellten  Stellungnahme  zugestellt 

(Urk. 540).  Die  Stellungnahme  des  Beschuldigten  A._____  datiert  vom  27. Mai 

2024 (Urk. 543). 

- 15 -

7. Mit Präsidialverfügung vom 4. Juni 2024 wurde der Anklagebehörde und der 

Privatklägerschaft Frist zur Duplik angesetzt (Urk. 545).

8.

Die  Duplikschriften  gingen  am  21. und  27. Juni  2024  ein  (Urk. 547  und 

Urk. 548).

9.

Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

II. Prozessuales

1.

Rückweisung und Bindungswirkung

1.1. Das Bundesgericht hiess die Beschwerde des Beschuldigten A._____ teil-

weise  gut,  hob  das  Urteil  des  Obergerichts  des  Kantons  Zürich  vom  26. August 

2022 (SB200132; Urk. 473) bezüglich der rechtlichen Würdigung als mittäterschaft-

lich  begangenen  Mord  im  Sinne  von  Art. 112  StGB  auf  und  wies  die  Sache  zur 

neuen Beurteilung an das Obergericht zurück (Urk. 515 S. 32). Sämtliche weitere 

Rügen des Beschuldigten verwarf das Bundesgericht. Damit steht namentlich der 

Sachverhalt nicht mehr zur Disposition, weshalb auf die diesbezüglichen Rügen der 

Verteidigung nicht mehr einzugehen ist (vgl. nachfolgend E. 1.3. sowie E. 3. zu den 

prozessualen Anträgen).

1.2. Der Beschuldigte A._____ lässt im Wesentlichen einen Freispruch vom Vor-

wurf der Anstiftung zu Mord sowie die Abweisung der Zivilansprüche beantragen 

(Urk. 533 und Urk. 543).

1.3.

In prozessualer Hinsicht lässt der Beschuldigte A._____ seinen Antrag auf 

Freispruch  damit  begründen,  dass  es  der  Anklageschrift  an  einer  Umschreibung 

der Anstiftung zu Mord fehle, weshalb eine entsprechende Verurteilung nicht zuläs-

sig sei (Urk. 533 S. 9 ff.). Von den materiellen Rügen abgesehen, ist vorab darüber 

zu befinden, ob der Einwand in diesem Verfahrensstadium noch zulässig ist oder 

nicht.

1.3.1.  Der Beschuldigte A._____ lässt vorbringen, dass sich vorliegend noch kein 

Gericht mit den anlässlich der Berufungsverhandlung vom 25. August 2022 vorge-

- 16 -

tragenen Argumenten auseinandergesetzt habe, womit der Anspruch des Beschul-

digten A._____ auf rechtliches Gehör, die Rechtsweg-Garantie sowie die Rechts-

mittel-Garantie verletzt sei. Soweit sich das Bundesgericht mit dieser Frage befasst 

habe, sei das hiesige Gericht nicht daran gebunden, da ersteres mangels entspre-

chender  Rüge  gar  nicht  befugt  gewesen  sei,  die  Frage  zu  beurteilen  (Urk. 533 

S. 9 ff.).

1.3.2.  Die  Staatsanwaltschaft  hat  sich  zu  dieser  Frage  nicht  vertieft  geäussert 

(Urk. 536).  Die  Privatklägerschaft  ergänzte,  dass  der  Beschuldigte  A._____  die 

Thematik  der  Verletzung  des  Anklageprinzips  von  sich  aus  aufgenommen  habe 

(Urk. 548).

1.4. Wie oben unter E. 1.1. festghalten, hiess das Bundesgericht die Beschwerde 

des Beschuldigten A._____ teilweise gut, hob das Urteil des hiesigen Gerichts vom 

26. August  2022  bezüglich  der  rechtlichen  Würdigung  als  mittäterschaftlich 

begangene Mord im Sinne von Art. 112 StGB auf und wies die Sache zur neuen 

Beurteilung an das Obergericht zurück (Urk. 515 S. 32). Es hielt weiter fest, dass 

nicht einzusehen sei, weshalb ein Schuldspruch wegen Anstiftung zu Mord gegen 

das  Anklageprinzip  verstossen  würde,  bzw.  die  Anklage 

lediglich  einen 

Schuldspruch  wegen  Mordes  zulassen  solle.  Daraus  erhellt,  dass  das  Bundes-

gericht der Ansicht ist, dass die Anklageschrift die rechtliche Würdigung "Anstiftung 

zum Mord" abdeckt (Urk. 521 S. 31 E. 3.9).

1.4.1.  Entsprechend  ist  heute  nochmals  über  die  rechtliche  Würdigung  des 

Tötungsdeliktes,  die  Strafzumessung  sowie  die  Zivilforderungen  zu  entscheiden. 

Die  anderen  Teile  des  Urteils  haben  Bestand  und  werden  in  das  neue  Urteil 

übernommen  (JOSITSCH/SCHMID,  Handbuch  des  schweizerischen  Strafprozess-

rechts, 4. Aufl., Zürich/St. Gallen 2023, N 1713).

1.4.2.  Irrelevant ist, dass das Bundesgericht mit seinem Rückweisungsentscheid 

formell (in der Regel) das ganze angefochtene Urteil aufhebt. Entscheidend ist nicht 

das  Dispositiv,  sondern  die  materielle  Tragweite  des  bundesgerichtlichen 

Entscheids. Die neue Entscheidung der Berufungskammer ist somit auf diejenige 

Thematik  beschränkt,  die  sich  aus  den  bundesgerichtlichen  Erwägungen  als 

- 17 -

Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu in 

Gang  gesetzt,  als  dies  notwendig  ist,  um  den  verbindlichen  Erwägungen  des 

Bundesgerichts  Rechnung  zu  tragen  (BGE  143  IV  214  E. 5.2.1;  BGE  148  I  127 

E: 3.1;  Urteile  des  Bundesgerichts  5A_392/2021  vom  20. Juli  2021  E. 2.1, 

6B_998/2019  vom  20. November  2020  E. 1.1).  Die  Bindungswirkung  bundes-

gerichtlicher Rückweisungsentscheide ergibt sich aus ungeschriebenem Bundes-

recht (BGE 135 III 334 E. 2.1 S. 335; Urteile 6B_35/2012 vom 30. März 2012 E. 2.2; 

6B_372/2011 vom 12. Juli 2011 E. 1.1.1). Im Falle eines Rückweisungsentscheids 

hat  die  mit  der  Neubeurteilung  befasste  kantonale  Instanz  nach  ständiger 

Rechtsprechung die rechtliche Beurteilung, mit der die Zurückweisung begründet 

wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen. Wegen dieser Bindung der Gerichte 

ist es diesen wie auch den Parteien, abgesehen von allenfalls zulässigen Noven, 

verwehrt,  der  Beurteilung  des  Rechtsstreits  einen  anderen  als  den  bisherigen 

Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu 

prüfen,  die  im  Rückweisungsentscheid  ausdrücklich  abgelehnt  oder  überhaupt 

nicht in Erwägung gezogen worden sind (BGE 135 III 334 E. 2 und E. 2.1 S. 335 f. 

mit Hinweisen).

1.4.3.  Die zitierte Rechtsprechung kommt zum Tragen, wenn das Bundesgericht 

eine  Angelegenheit  lediglich  zur  neuen  rechtlichen  Würdigung  an  die  Vorinstanz 

zurückweist. Dies ist der Fall, wenn die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung vor 

Bundesgericht  nicht  angefochten  war,  wenn  die  Sachverhaltsrügen  vom 

Bundesgericht  als  unbegründet  abgewiesen  und  daher  definitiv  entschieden 

wurden  (vgl.  BGE  131  III  91  E. 5.2  S. 94  mit  Hinweisen)  oder  wenn  auf  Rügen 

betreffend die Beweiswürdigung nicht eingetreten wurde, da sie den gesetzlichen 

Begründungsanforderungen nicht genügten (siehe dazu nicht publ. E. 8.3). Steht 

im  Rückweisungsverfahren  nur  noch  die  rechtliche  Würdigung  zur  Diskussion, 

muss die mit der Neubeurteilung befasste kantonale Instanz keine neue mündliche 

Berufungsverhandlung  durchführen  und  sie  darf,  abgesehen  von  allenfalls 

zulässigen  Noven,  auch  keine  neue  Beweiswürdigung  vornehmen.  Wegen  der 

Bindungswirkung  von  bundesgerichtlichen  Rückweisungsentscheiden  ist  es  dem 

Gericht  in  solchen  Fällen  in  der  Regel  daher  verwehrt,  auf  ihre  Sachver-

- 18 -

haltsfeststellungen zurückzukommen (vgl. BGE 143 IV 214 S. 223, BGE 135 III 334 

E. 2 und E. 2.1 S. 335 f. mit Hinweisen).

1.5. Das Bundesgericht hielt fest, dass dem Beschuldigten A._____ im Zusam-

menhang  mit  dem  Mord  vom  30. Juni  2016  kein  mittäterschaftlicher  Tatbeitrag 

nachgewiesen werden könne und zu prüfen sei, ob sich dieser der Anstiftung zu 

Mord  im  Sinne  von  Art. 24  Abs. 1  i.V.m.  Art. 112  StGB  strafbar  gemacht  habe 

(Urk. 515 S. 29).

1.6. Diese  Auffassung  wird  von  der  Staatsanwaltschaft  und  Privatklägerschaft 

– jedoch nicht von der Verteidigung – geteilt. Es gehe einzig um eine neue rechtli-

che Würdigung des Tötungsdelikts, an die Beweiswürdigung und die gemachten 

Sachverhaltsfeststellungen  sei  das  Gericht  gebunden  (Urk. 533  S. 13;  Urk. 536 

S. 2; Urk. 539 S. 5).

1.7. Der  Beschuldigte  A._____  thematisierte  in  seiner  Beschwerdeschrift  ans 

Bundesgericht, dass das Obergericht die von ihm geltend gemachte Verletzung des 

Anklageprizips  grundsätzlich  bejaht  habe.  Das  Bundesgericht  habe  dann  eine 

Verletzung des Anklagegrundsatzes verneint, obwohl es nicht befugt gewesen sei, 

die Frage der Verletzung des Anklagegrundsatzes zu beurteilen, weil dies von ihm 

nicht  gerügt  worden  sei  (Urk. 533  S. 9).  Hierzu  ist  zu  sagen,  dass  das 

Bundesgericht das Recht von Amtes wegen anwendet (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es 

ist  weder  an  die  von  den  Parteien  in  der  Beschwerde  vorgebrachten  Argumente 

noch an die vorinstanzliche Begründung gebunden. Es kann eine Beschwerde aus 

einem anderen, als dem angerufenen Grund beziehungsweise mit einer von den 

vorinstanzlichen  Erwägungen  abweichenden  Begründung  gutheissen  oder  ab-

weisen,  vorausgesetzt  die  Beschwerde  genügt  den  Begründungsanforderungen 

(BGE  146  IV  88  E. 1.3.2).  Das  Bundesgericht  konnte  deshalb  ohne  Weiteres 

prüfen, ob eine Verurteilung wegen Anstifung – nachdem eine Verurteilung wegen 

Mittäterschaft  ausgeschlossen  wurde  –  überhaupt  duch  die  Anklage  gedeckt  ist. 

Damit  ist  –  wie  gesagt  –  zur  Kenntnis  zu  nehmen,  dass  im  bundsgerichtlichen 

Entscheid festgehalten wurde, dass keine Verletzung des Anklageprinzips vorliegt. 

An diese Feststellung ist die hiesige Kammer gebunden.

- 19 -

1.8. Prozessgegenstand bildet mithin nach der Rückweisung durch das Bundes-

gericht  gemäss  dessen  Erwägungen  die  Überprüfung,  ob  sich  der  Beschuldigte 

A._____ der Anstiftung zu Mord strafbar gemacht hat, mit den entsprechenden Aus-

wirkungen  auf  Sanktion,  Zivilforderungen  sowie  Kosten-  und  Entschädigungsfol-

gen.

1.9.

Im Übrigen hat das Urteil vom 26. August 2022 weiterhin Bestand und ist im 

neuerlichen Entscheid vollständig zu übernehmen. Um eine extensive Wiederho-

lung der Erwägungen im aufgehobenen Entscheid zu vermeiden, kann hinsichtlich 

der unangefochten gebliebenen bzw. materiell nicht aufgehobenen Punkte deshalb 

in sinngemässer Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO vollständig auf die Erwägun-

gen im Entscheid vom 26. August 2022 verwiesen werden (Urk. 289).

2.

Umfang der Berufung

2.1. Aufgrund der Berufung des Beschuldigten A._____ sowie der teilweisen Auf-

hebung des Urteils der hiesigen Kammer vom 26. August 2022 (SB200132) durch 

das Bundesgericht steht dieser Entscheid nunmehr wie folgt zur Disposition:

Ziffer 2, 1. Spiegelstrich (Schuldpunkt bezüglich dem Beschuldigten A._____), 

Ziffer  5  (Bemessung  der  Strafe),  Ziffern  8  bis  10  (Zivilansprüche),  Ziffer  11 

(erstinstanzliches 

Kosten- 

und 

Entschädigungsdispositiv), 

Ziffer 

13 

(Kostenverlegung des ersten Berufungsverfahrens) und Ziffer 15 (Kostenverlegung 

der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten A._____).

2.2. Der Rest des Entscheids vom 26. August 2022 ist in Rechtskraft erwachsen, 

was vorab mittels Beschluss festzustellen ist (Art. 404 Abs. 1 StPO).

3.

Prozessuale Anträge

3.1. Mit  der  Eingabe  vom  27. Mai  2024  (Urk. 543)  stellte  der  Beschuldigte 

A._____ die prozessualen Anträge, es seien die Zeitungsartikel aus der NZZ und 

des  Tageanzeigers  vom  tt.mm.2024  zu  den  Akten  zu  nehmen.  Ebenfalls  sei  die 

Einvernahme  von  B._____  vom  28. März  2017  für  unverwertbar  zu  erklären.  Es 

- 20 -

würden damit Tatsachen und Beweismittel vorgebracht, die erst nach Durchführung 

des Beschwerdeverfahrens vor Bundesgericht entstanden seien.

3.2. Entgegen der Ansicht der Verteidigung kann offenbleiben, ob es sich bei den 

eingebrachten Anträgen um zulässige Noven handelt. Der in den genannten Zei-

tungsberichten  thematisierte  Sachverhalt  hat  mit  dem  vorliegenden  Sachverhalt 

keinen Zusammenhang. Die Umstände, die in Urk. 543 S. 3 f. ausgelistet werden, 

hätte der Beschuldigte A._____ vor Vorinstanz, respektive im ersten Berufungsver-

fahren einbringen müssen. Den Anträgen der Verteidigung wird deshalb nicht ent-

sprochen.

4.

Formelles

4.1. Soweit nachfolgend auf Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Ent-

scheid verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch 

ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung findet.

4.2.

Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende 

Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes 

einzelne  Vorbringen  ausdrücklich  widerlegen  muss  (BGE  146  IV  297,  E. 2.2.7; 

BGE 141 IV 249, E. 1.3.1; BGE 139 IV 179, E. 2.2; BGE 138 IV 81, E. 2.2, je mit 

Hinweisen). Die Berufungsinstanz kann sich somit in der Begründung auf die für 

ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken.

III. Rechtliche Würdigung

1.

Anstiftung zum Mord

1.1. Hinsichtlich des Beschuldigten A._____ ist zu prüfen, ob er sich betreffend 

des durch B._____ begangenen Mordes der Anstiftung schuldig gemacht hat.

1.2. Das Bundesgericht hat in seinem Urteil 6B_452/2023 vom 20. Oktober 2023 

wie folgt erwogen (E. 3.3.1 ff.): Anstifter im Sinne von Art. 24 Abs. 1 StGB ist, wer 

jemanden vorsätzlich zu dem von diesem verübten Verbrechen oder Vergehen be-

stimmt hat. Der Anstifter wird nach der Strafdrohung, die auf den Täter Anwendung 

- 21 -

findet, bestraft (Art. 24 Abs. 1 StGB). Die Anstiftung ist nach der Rechtsprechung 

keine selbstständige Straftat, sondern wie die Gehilfenschaft (Art. 25 StGB) eine 

Form der akzessorischen Teilnahme an der Haupttat (BGE 148 IV 393 E. 3.4; 144 

IV 265 E. 2.3.2). Durch die Anstiftung wird in einem andern der Entschluss zu einer 

bestimmten Tat hervorgerufen. Der Tatentschluss muss auf das motivierende Ver-

halten des Anstifters zurückzuführen sein. Es bedarf insofern eines Kausalzusam-

menhangs. Nicht erforderlich ist, dass beim Anzustiftenden Widerstände zu über-

winden wären. Auch bei demjenigen, der bereits zur Tat geneigt ist oder sich zur 

Begehung von Straftaten sogar anbietet, kann ein Tatentschluss noch hervorgeru-

fen werden, und zwar so lange, als er zur konkreten Tat noch nicht entschlossen 

ist. Anstiftung fällt aber ausser Betracht, wenn der andere zu einer bestimmten Tat 

bereits entschlossen ist (zum Ganzen: BGE 144 IV 265 E. 2.3.2; 128 IV 11 E. 2a; 

127 IV 122 E. 2b/aa).

Erforderlich ist eine psychisch-geistige Beeinflussung, eine unmittelbare Ein-

flussnahme  auf  die  Willensbildung  des  anderen  (BGE  144  IV  265  E.  2.3.2;  128 

IV 11 E. 2a; 127 IV 122 E. 2b/aa). Dabei kommt als Anstiftungsmittel jedes motivie-

rende Verhalten infrage, welches beim anderen den Handlungsentschluss hervor-

rufen kann, wie etwa eine blosse Bitte, eine Anregung oder konkludente Aufforde-

rung  (BGE  128  IV  11  E.  2a;  127  IV  122  E.  2b/aa).  Wer  lediglich  eine  Situation 

schafft, in der sich ein anderer voraussichtlich zur Verübung einer Straftat entsch-

liessen wird, ist nicht Anstifter (BGE 128 IV 11 E. 2a; 127 IV 122 E. 2b/aa). 

Die Tat, zu der angestiftet wird, braucht nicht in allen Einzelheiten bestimmt 

zu  sein.  Die  Einzelheiten  der  Ausführung  können  dem  Angestifteten  überlassen 

sein  (BGE  116  IV  1  E.  3c;  Urteile  6B_694/2020  vom  17. Juni  2021  E. 3.1; 

6B_1194/2019 vom 27. April 2020 E. 2.1). Der Anstifter nimmt direkten psychisch-

intellektuellen, motivierenden kausalen Einfluss auf die Bildung des Tatentschlus-

ses beim Angestifteten. Bei der anschliessenden Planungs- und Ausführungsphase 

der Haupttat übt er jedoch keinen entscheidenden Einfluss mehr auf den Täter aus, 

andernfalls bei Tatherrschaft Mittäterschaft zu prüfen ist (MARC FORSTER, in: Basler 

Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, N. 12 zu Art. 24 StGB).

- 22 -

Subjektiv  genügt  für  die  Anstiftung  Eventualvorsatz  (Art. 12  Abs. 2  Satz  2; 

BGE 128 IV 11 E. 2a; 127 IV 122 E. 1 und 4a). Der Vorsatz des Anstifters muss 

sich zum einen auf die Herbeiführung des Tatentschlusses und zum andern auf die 

Ausführung der Tat durch den Angestifteten beziehen (BGE 127 IV 122 E. 4a). Der 

Anstifter muss zumindest für möglich halten und in Kauf nehmen, dass infolge sei-

nes Verhaltens der Angestiftete eine Handlung begeht, welche die objektiven und 

subjektiven  Merkmale  eines  bestimmten  Straftatbestands  erfüllt  (BGE  128  IV  11 

E. 2a; 127 IV 122 E. 4a). Die Tat, zu welcher angestiftet wird, muss ihrerseits eine 

Vorsatztat sein; ob insoweit Eventualdolus ausreicht oder direkter Vorsatz erforder-

lich  ist,  bestimmt  sich  nach  den  für  die  Tat  geltenden  Regeln  (BGE  127  IV  122 

E. 4a).

Die blosse Mitwirkung am Zustandekommen des Tatentschlusses ist nach der 

heute vorherrschenden Lehre keine mittäterschaftliche Beteiligung am Delikt, son-

dern nichts anderes als eine Anstiftung oder allenfalls eine psychische Gehilfen-

schaft (GÜNTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I: Die 

Straftat, 4. Aufl. 2011, § 13 N. 64; WOHLERS, a.a.O., vor Art. 24 ff. N. 18; BERNHARD 

STRÄULI,  Code  pénal  I,  in:  Commentaire  romand,  2.  Aufl.  2021,  Intro  Art.  24-27 

N. 96; je mit weiteren Hinweisen auf die Lehre). Ebenso wenig reicht es aus, dass 

der  potenzielle  (Mit-)  Täter  z.B.  wegen  einer  anteilsmässigen  Beteiligung  an  der 

Tatbeute ein Interesse am Erfolg der Tat hat, weil das Interesse als solches keine 

Tatherrschaft  begründet.  Derjenige,  der  das  Delikt  zwar  initiiert,  dann  aber  an 

diesem  nicht  weiter  mitgewirkt  hat,  ist  daher  Anstifter  oder  psychischer  Gehilfe 

(WOHLERS, a.a.O., vor Art. 24 ff. N. 18). Eine abweichende Lösung würde die Ab-

grenzung  der  Mittäterschaft  von  der  Anstiftung  verunmöglichen  (STRATENWERTH, 

a.a.O.,  S.  396).  Dies  entspricht  trotz  der  Formulierung  "Entschliessung,  Planung 

oder Ausführung" auch der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts, welche 

für  die  Mittäterschaft  (Mit-)  Tatherrschaft  bzw.  einen  Tatbeitrag  im  Sinne  eines 

gleichwertigen  koordinierten  Zusammenwirkens  bei  Begehung  einer  strafbaren 

Handlung verlangt (BGE 133 IV 76 E. 2.7; Urteil 6B_1034/2021 vom 3. März 2022 

E. 3.3 und 3.5; je mit Hinweisen auf die Lehre).

- 23 -

1.3. Vorliegend  ist  erstellt,  dass  der  Beschuldigte  A._____  seine  Freipressung 

aus  dem  Strafvollzug  sowie  das  zu  diesem  Zweck  an  den  Kantonsrat  gerichtete 

Erpresserschreiben,  welches  die  Tötung  von  Zufallsopfern  androhte,  in  gemein-

schaftlichem  Zusammenwirken  mit  B._____  geplant  hatte  (Urk. 521  E. 2.3.  und 

E. 3.5.).

1.4. Der Beschuldigte A._____ hat die Tötung gewollt und auch für möglich ge-

halten, dass B._____ eine unschuldige Person umbringen würde, um seine eigene 

Entlassung aus dem Gefängnis zu erzwingen. Eine eigentliche gemeinsame detail-

lierte  Planung  der  Tötung  hat  indes  nicht  stattgefunden.  Über  das  konkrete  Tö-

tungsdelikt wurde nicht gesprochen. Als B._____ am 30. Juni 2016 tötete, befand 

sich der Beschuldigte A._____ nach wie vor im Strafvollzug, wobei er keinen über 

den im Rahmen des Strafvollzugs ausgeübten Einfluss hinausgehenden Einfluss 

auf B._____ bzw. auf die Verwirklichung der Tat auszuüben vermochte. B._____ 

entschied daher autonom, ob, wie und wo er die Drohung aus dem Erpresserschrei-

ben umsetzte. Bezüglich des Tötungsdelikts fanden überdies keine Vorbereitungs-

handlungen statt, was die Anklage auch nicht vorwirft. Der Anklagevorwurf, wonach 

der  Beschuldigte  A._____  B._____  vorgeschlagen  habe,  das  Opfer  mit  einer 

Schusswaffe zu töten, liess sich nicht erstellen.

1.5. Die Vorinstanz hat zutreffend wie folgt erwogen (Urk. 289 S. 173): Der Be-

schuldigte A._____ wirkte bei der Entschliessung und der Planung der Tat in mass-

geblicher Weise mit B._____ zusammen und beeinflusste dessen Entschluss, ein 

Zufallsopfer zu töten, in einer ersten Phase durch das Vorbringen seiner Lügenge-

schichte in massgeblicher Art und Weise. Dabei ist diese Beeinflussung - bzw. der 

Tatbeitrag des Beschuldigten A._____ - für die Ausführung der Tat auch als derart 

wesentlich zu erachten, dass die Tat - im Sinne der Rechtsprechung - mit seinem 

Tatbeitrag steht oder fällt, zumal der Beschuldigte A._____ ja als eigentlicher Initi-

ator betrachtet werden muss, ohne dessen Lügengeschichten es niemals zur vor-

liegend zu beurteilenden Tötungshandlung gekommen wäre. Dass die Tat mit dem 

Tatbeitrag steht oder fällt ist jedoch nicht nur bei einer Mittäterschaft der Fall, son-

dern auch hinsichtlich des "Tatbeitrags" eines Anstifters.

- 24 -

1.6. Vorliegend  haben  der  Beschuldigte  A._____  und  B._____  die  Tat  in  der 

Folge nicht gemeinsam ausgeführt. Auch hat der Beschuldigte A._____ keine Be-

reitschaft zur Übernahme einer wesentlichen Funktion bei der Tatausführung ma-

nifestiert oder eine Möglichkeit zur mitbestimmenden Einwirkung gehabt. Der Be-

schuldigte A._____ hat sich trotz seines enormen Einflusses auf B._____ "lediglich" 

an der Planung zum Erpresserschreiben und am Entschluss zur Tötung gemäss 

Erpresserschreiben beteiligt und - über seine während des Strafvollzugs verwirk-

lichte Beeinflussung von B._____ hinaus - keine Funktion im Rahmen der Verwirk-

lichung der Tat übernommen. Dies wäre ihm auch nicht möglich gewesen, da er 

sich im Strafvollzug befand. Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschul-

digte A._____ nicht als Mittäter, sondern als Anstifter zu behandeln ist, auch wenn 

sein Tatbeitrag ihn, aufgrund der sehr grossen Beeinflussung von B._____ sowie 

aufgrund des Umstandes, dass es letztlich um die Freipressung des Beschuldigten 

A._____ selbst ging, in die Nähe eines Mittäters rückt.

1.7. Gemäss Bundesgericht (Urteil 6B_452/2023 vom 20. Oktober 2023 E. 3.8), 

wirkte vorliegend der Beschuldigte A._____ insofern motivierend auf B._____ ein, 

als er ihn gestützt auf Lügengeschichten von der Notwendigkeit einer vorzeitigen 

Entlassung aus dem Strafvollzug überzeugte und mit ihm hierfür die Idee des "Er-

presserschreibens" entwickelte, welches als Druckmittel die Tötung von Menschen 

vorsah.  Ohne  die  psychisch-geistige  Beeinflussung  von  B._____  durch  den  Be-

schuldigten A._____ wäre es nicht zum Tötungsdelikt vom 30. Juni 2016 gekom-

men.

Eine gewisse Tatbereitschaft des Angestifteten schliesst Anstiftung, d.h. das 

Herbeiführen  des  Tatentschlusses,  nicht  aus  (Urteil  6B_694/2020  vom  17. Juni 

2021 E. 3.2 sowie oben E. 3.3.1). Einer Anstiftung steht daher nicht entgegen, dass 

sich im Nachhinein nicht mehr mit Bestimmtheit sagen lässt, wer im Zusammen-

hang mit dem vom Beschuldigten A._____ initiierten "Erpresserschreiben" die Idee 

des  Nötigungsmittels  "Tötung  von  Menschen"  einbrachte  und  der  Beschuldigte 

A._____ und B._____ in den Tagen vor dem Hafturlaub vom 23. Juni 2016 allenfalls 

gemeinsam entschieden, die Drohung auch umzusetzen, für den Fall, dass der Be-

schuldigte A._____ nicht aus dem Strafvollzug entlassen werden sollte. Diese Mit-

- 25 -

wirkung bzw. Einflussnahme auf den Tatentschluss von B._____ ist eine typische 

Anstiftung im Sinne von Art. 24 Abs. 1 StGB, wenn dieser den Entschluss zum Tö-

tungsdelikt  vom  30. Juni  2016  alleine  nicht  gefasst  hätte  und  der  Beschuldigte 

A._____  bezüglich  dieses  Tötungsdelikts  keinen  über  die  psychisch-geistige  Be-

einflussung  hinausgehenden  Tatbeitrag  leistete.  Erforderlich  ist  eine  Gesamtbe-

trachtung,  welche  insbesondere  auch  der  Vorgeschichte  und  den  Umständen 

Rechnung  zu  tragen  hat,  wie  es  überhaupt  zur  Idee  des  "Erpresserschreibens" 

kam. Rekapitulierend kann deshalb festgehalten werden: ohne die Lügengeschich-

ten des Beschuldigten A._____ und die gemeinsam entwickelte Idee des "Erpres-

serschreibens" wäre es nicht zum Tötungsdelikt vom 30. Juni 2016 gekommen.

1.8. Die Verteidigung stellte sich auf den Standpunkt, dass die vom Beschuldig-

ten A._____ im Gefängnis erzählten Geschichten über einen Grossindustriellen ab-

surd und lebensfremd gewesen seien, so dass diese nichts mehr als nicht ernst zu 

nehmendes  Geschwätz  gewesen  seien.  Diese  Geschichten  hätten  deshalb 

einerseits  kein  unerlaubtes  Risiko  geschaffen  und  andererseits  hätten  sie  nicht 

dermassen  intensiv  auf  B._____  gewirkt,  so  dass  sie  massgeblich  seinen 

Tatentschluss  beeinflusst  hätten.  Die  Geschichten  des  Beschuldigten  A._____ 

hätten  auch  keine  unmittelbare  oder  konkludente  Aufforderung  enthalten, 

jemanden zu ermorden, womit sie als Anstiftungshandlung zum Mord grundsätzlich 

ausscheiden würden (Urk. 533 S. 17 ff.)

Hierzu kann gesagt werden, dass der Beschuldigte A._____ - wie oben bereits 

ausgeführt - Initiator des (Erpresser-)Schreibens war. Er überzeugte B._____ von 

der Notwendigkeit einer vorzeitigen Entlassung. Mit dem Ziel einer vorzeitigen Ent-

lassung ging eine Tötung einer Drittperson Hand in Hand. Das Erpresserschreiben 

wurde gemeinsam geplant, womit das "Szenario" schliesslich auch gemeinsam ent-

wickelt wurde. Der Beschuldigte A._____ sowie B._____ fassten den Tatentschluss 

zur  Tötung  gemäss  dem  Erpresserschreiben.  An  der  Umsetzung  dieser  Tötung 

hatte in erster Linie der Beschuldigte A._____ ein Interesse. Der Entschluss von 

B._____ zur Tötungshandlung muss – entgegen der Verteidigung – auf die Beein-

flussung seiner Willensbildung durch den Beschuldigten A._____ und dessen Lü-

gengebäude zurückgeführt werden. Genau diesen Entschluss wollte der Beschul-

- 26 -

digte A._____ bei B._____ auslösen, womit ebenfalls ein doppelter Vorsatz (in Be-

zug auf den Tatentschluss bei B._____ und die Vollendung der Tat) zu bejahen ist. 

Eine Mitwirkung am Zustandekommen des Tatentschlusses liegt damit vor und es 

braucht - entgegen der Verteidigung - keine ausdrückliche Aufforderung zur Tat.

Gemäss  der  Auffassung  der  Verteidigung  liege  kein  Kausalzusammenhang 

vor (Urk. 533 S. 21). Hierzu kann nochmals auf das bereits Ausgeführte verwiesen 

und festgehalten werden: ohne die Lügengeschichten des Beschuldigten A._____ 

und die gemeinsam entwickelte Idee des Erpresserschreibens, wäre es nicht zum 

Tötungsdelikt gekommen. Damit ist auch gesagt, dass ein Kausalzusammenhang 

zwischen der Anstiftungshandlung und dem Entschluss zur Begehung der Straftat 

vorliegt.

2.

Abgrenzungen

2.1. Der  psychische  Gehilfe  bestärkt  den  Täter  in  dessen  Tatentschluss.  Im 

Gegensatz zum Anstifter ruft der Gehilfe jedoch den Tatentschluss im Täter nicht 

selber hervor. Der Anstifter übt eine stärker lenkende und bestimmende Funktion 

auf das Tatgeschehen aus, als der Gehilfe (vgl. FORSTER, BSK, Art. 24 N 3 ff.).

Der Entschluss von B._____ zur Tötungshandlung ist auf die Beeinflussung 

seiner  Willensbildung  durch  den  Beschuldigten  A._____  und  dessen  Lügenge-

bäude  zurückzuführen.  Bereits  dieser  Umstand  zeigt,  dass  der  Beschuldigte 

A._____  B._____  in  diesem  Sinne  massgebend  beeinflusste  und  eine  entschei-

dende lenkende Funktion ausübte, die über eine blosse Gehilfenschaft hinausgeht. 

Auch das grosse Interesse des Beschuldigten A._____ an seiner Freipressung und 

nötigenfalls an der Umsetzung spricht für die Anstiftungshandlung und nicht für eine 

blosse Gehilfenschaft.

2.2. Ebenfalls liegt vorliegend keine Anstiftung zu einer vorsätzlichen Tötung vor. 

Diesbezüglich  kann  auf  die  zutreffenden  Ausführungen  der  Vorinstanz  (Urk. 289 

S. 147 f.) und auf dem Umstand, dass das Bundesgericht in seinem Entscheid von 

Mord ausging (Urteil 6B_452/2023 vom 20. Oktober 2023 E. 3.8) verweisen wer-

den.

- 27 -

3.

Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe

Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe sind vorliegend nicht ersicht-

lich. Die paranoide Persönlichkeitsstörung des Beschuldigten A._____ ist als nicht 

exkulpierungsrelevant zu erachten (vgl. das Gutachten in HD 52/22 S. 153 ff. und 

S. 162).

4.

Fazit

Der  Beschuldigte  A._____  ist  somit  der  Anstiftung  zu  Mord  im  Sinne  von 

Art. 112 StGB in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.

IV. Strafzumessung

1. Grundlagen

1.1. Die Vorinstanz hat die allgemeinen Regeln der Strafzumessung ausführlich 

und zutreffend dargelegt, weshalb  vollumfänglich darauf verwiesen werden kann 

(Urk. 289 S. 192 ff.).

1.2. Strafrahmen

Die  Vorinstanz  hat  die  Strafrahmen  der  einzelnen  Taten  zutreffend  wieder-

gegeben.  Es  wird  grundsätzlich  auf  diese  Ausführungen  verwiesen.  Besonders 

darauf hinzuweisen gilt es, dass der Strafrahmen trotz Vorliegens einer Anstiftung 

unverändert bleibt, weil der Anstifter nach der Strafdrohung bestraft wird, die auf 

den  Täter  Anwendung  findet  (Art. 24  Abs. 1  StGB;  Urk. 289  S. 219 ff.).  Folglich 

ergibt sich hinsichtlich der Anstiftung zu Mord ein theoretischer Strafrahmen von 

10 Jahren Freiheitsstrafe bis lebenslängliche Freiheitsstrafe.

1.3.

Tatkomponente betreffend die Anstiftung zu Mord

1.3.1.  Beim objektiven Tatverschulden ist zu berücksichtigen, dass der Beschul-

digte A._____ eigentlicher Initiator des Erpresserschreibens ist. Er hat es auf eine 

besonders  heimtückische  Weise  verstanden,  B._____ 

in  seinen  Plan 

miteinzubeziehen.  Besonders  verwerflich  ist  dabei,  dass  er  die  strafvollzugs-

spezifischen  Umstände  geschickt  ausgenutzt  hat.  Der  Alltag  im  Strafvollzug, 

- 28 -

geprägt von Monotonie, zu viel freier Zeit und arm an geistigen Impulsen, bot dem 

Beschuldigten  A._____  ideale  Bedingungen,  um  den  idealistischen  B._____  zu 

vereinnahmen.  So  entwickelte  sich  zwischen  diesem  ungleichen  Duo  – auf  der 

einen  Seite  der  ältere,  abgeklärte  und  manipulative  Beschuldigte  A._____  mit 

unbändigem Drang zum ultimativen finanziellen Coup, auf der anderen Seite der 

erlebnishungrige, impulsive und in seinem eigenen klischierten Weltbild verhaftete 

Idealist  B._____  –  eine  tiefe  Freundschaft.  Ob  diese  Freundschaft  seitens  des 

Beschuldigten A._____ einzig Mittel zum Zweck oder ernsthaft war, lässt sich nicht 

klären.  Jedenfalls  verstand  es  der  Beschuldigte  A._____  dank  seiner 

überdurchschnittlich  ausgeprägten  manipulativen  Fähigkeiten  und  unter  gezielter 

Ausnützung der Charaktereigenschaften von B._____, diesen für sich komplett zu 

vereinnahmen. Dies ist besonders verwerflich. Zwar ist es nicht so, dass B._____ 

in  ein  Abhängigkeitsverhältnis  geriet  und  als  willensloses  Instrument  eingesetzt 

wurde. Aber, bedingt durch das abgeschottet sein, fehlte B._____ der Kontakt zu 

wohlwollenden Bezugspersonen mit denen er sich hätte austauschen und welche 

ihn  auf  den  Boden  der  Realität  hätten  zurückholen  können.  Zudem  haben  ihm 

positive  Impulse  gefehlt,  mit  denen  er  sich  hätte  beschäftigen  und  die  ihn  auf 

andere,  vernünftige  Gedanken  hätten  bringen  können.  Und  so  gelang  es  dem 

Beschuldigten  A._____  mit  grosser  Hartnäckigkeit  und  über  einen  sehr  langen 

Zeitraum B._____ die aufgetischten Lügen glauben zu lassen. Dabei hat er einen 

ausserordentlichen  Ideenreichtum  an  den  Tag  gelegt  und  einen  einzigartig 

grossen,  dicht  gewobenen  und  mit  zahlreichen  schriftlichen  Beweismittel 

dekorierten  Lügenteppich  gewoben.  Alleine  dies  ist  Ausdruck  einer  besonders 

grossen  kriminellen  Energie,  welche  unabdingbar  ist,  um  ein  solch  komplexes 

Lügengebäude über einen derart langen Zeitraum aufrechtzuerhalten. Immerhin gilt 

es aber festzuhalten, dass er B._____ nicht zu einer Art ferngesteuertem Objekt 

gemacht  hat,  sondern  damit  lediglich  eine  Basis  geschaffen  hat,  auf  welcher 

B._____  letztlich  aus  eigenem  Antrieb  den  eigentlichen  Fluchtplan  mitentwickelt 

hat. Im Gegensatz zu B._____, der immerhin von einer Bedrohungslage gegenüber 

Dritten  ausging  und  welcher  der  irrigen  Annahme  unterlag,  dass  er  mit  der 

Ausführung des mörderischen Plans diese Gefahr abwenden konnte, wusste der 

Beschuldigte A._____ ebenso um die Unwahrheit der Lügengeschichten wie den 

- 29 -

Umstand,  dass  B._____  nicht  nur  daran  glaubte,  sondern  geradezu  davon 

besessen war. Dies ist mit Blick auf das Verschulden besonders verwerflich. Er hat 

B._____ bewusst über dessen wundesten Punkt, nämlich seine Familie, eine Angst 

eingeimpft,  welche  für  B._____  Antrieb  für  die  Mordtat  einerseits  und  zur 

Überwindung  jeglicher  Hemmschwellen  andererseits  war.  Der  Beschuldigte 

A._____  wusste,  dass  B._____  die  Geschichte  glauben  würde.  Er  kannte  ihn 

mittlerweile  auch  gut  genug,  um  zu  wissen,  dass  B._____  den  Plan  in  die  Tat 

umsetzen  würde.  Deshalb  gilt  das  im  Zusammenhang  mit  dem  objektiven 

Tatverschulden  zum  Mord  hinsichtlich  B._____  Gesagte  auch 

für  dem 

Beschuldigten  A._____:  Auch  wenn  dieser  nicht  wusste,  wie  der  Mord  im  Detail 

ausgeführt  werden  wird,  wusste  er  um  alle  anderen  Qualifikationselemente. 

Erheblich entlastet ihn allerdings, dass er beim Tötungsvorgang nicht zugegen war. 

Die  hohen  Hemmschwellen  des  zur  Tat  Schreitens  hat  er  nicht  überwunden. 

Folglich ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte A._____ als Anstifter - und 

somit als Teilnehmer - und nicht als Täter zu beurteilen ist und dass er nur einen 

beschränkten  Einfluss  auf  die  konkreten  Modalitäten  der  Tatbegehung  durch 

B._____  ausübte.  Als  Anstifter  wiegt  sein  Angriff  auf  das  Leben  von  †Q._____ 

grundsätzlich weniger unmittelbar und erscheint damit auch weniger strafwürdig als 

der  Tatbeitrag  von  B._____.  Dennoch  stand  B._____  auch  im  Zeitpunkt  der  Tat 

noch unter dem starken Eindruck der intensiven Beeinflussung. Der Tatbeitrag des 

Beschuldigten A._____ erscheint aufgrund dieser über einen sehr langen Zeitraum 

hinweg  in  beispielloser  Intensität  ausgeübten  Beeinflussung  als  sehr  gewichtig. 

Ohne dessen Lügengeschichten wäre es nicht zum Mord gekommen. Wohl wies 

B._____  aufgrund  seiner  Vorgeschichte  und  Weltanschauung  eine  gewisse 

Tatneigung  auf,  es  fällt  vorwiegend  jedoch  vor  allem  die  äusserst  hohe 

Anstiftungsintensität  ins  Gewicht,  welche  der  Beschuldigte  A._____  schuf  und 

welche seinen Tatbeitrag - trotz Nichtteilnahme an der Ausführung der Tat - in die 

Nähe einer Tatherrschaft bzw. zur Mittäterschaft rückt.

Insgesamt wiegt sein Verschulden erheblich. In objektiver Hinsicht ist somit 

– unter  Berücksichtigung  des  Strafrahmens  von  über  10  Jahren  Freiheitsstrafe 

bis zu  lebenslänglicher  Freiheitsstrafe –  eine  hypothetische  Einsatzstrafe  von 

14 Jahren Freiheitsstrafe als angemessen zu erachten

- 30 -

1.3.2.  Bei der subjektiven Tatschwere spielen grundsätzlich nebst der Frage einer 

verminderten  Zurechnungsfähigkeit,  das  Motiv  und  weitere  subjektive  Ver-

schuldenskomponenten eine Rolle. Es liegen dabei keine Anhaltspunkte dafür vor, 

dass  beim  Beschuldigten  A._____  im  Tatzeitpunkt  seine  Einsichts-  und/oder 

Handlungsfähigkeit eingeschränkt gewesen sein könnte. Auch das psychiatrische 

Gutachten gelangt – in Berücksichtigung der diagnostizierten paranoiden Persön-

lichkeitsstörung - zu diesem Schluss (vgl. HD 52/22 S. 153 ff. und S. 162). Beim 

subjektiven Tatverschulden ist zu berücksichtigen, dass das unmittelbare Tatmotiv 

des Beschuldigten A._____ dasselbe war, wie bei B._____: Die Ermordung eines 

Zufallsopfers, um die Zürcher Regierung so unter Druck zu setzen, damit diese ihn 

aus dem Gefängnis entlässt. Dass der Beschuldigte A._____ aber, im Gegensatz 

zu  B._____,  nicht  unter  dem  Eindruck  einer  subjektiv  empfundenen  Bedrohung 

stand, macht sein ganzes Handeln noch verwerflicher. Denn nicht nur hat er damit 

bewusst das Leben des Mordopfers aus nichtigem Grund zerstört, sondern letztlich 

auch weitgehend dasjenige von B._____. Er konnte damit rechnen, dass B._____ 

die Tat ausführen wird und es musste ihm auch bewusst sein, welche Folgen dies 

auf dessen Leben haben wird. Er wusste auch, wie wichtig B._____ seine Familie 

war und dass er mit dieser Tat sehr lange Zeit von dieser getrennt sein wird. Die 

planmässige  Inkaufnahme  derart  krasser  Folgen  für  einen  eigenen  kleinen  und 

notabene  illegalen  Vorteil  ist  Ausdruck  von  ausserordentlichem  Egoismus  und 

ebensolcher  Rücksichtslosigkeit  und  Kaltblütigkeit.  Davon  zeugt  auch  sein 

Verhalten unmittelbar nach der Tat. Es bestehen keinerlei Anzeichen dafür, dass 

ihm  die  Folgen  in  irgendeiner  Weise  nahegegangen  wäre.  Davon  zeugte 

insbesondere  seine  teilnahmslose  Art  im  Anschluss  an  die  Geschehnisse.  Der 

gutachterlich 

festgestellte  paranoid-narzisstische  Charakter  mag  einen 

Erklärungsansatz  für  sein  Verhalten  darstellen.  Zu  entlasten  vermag  ihn  dies 

keinesfalls,  da  dies  keine  schwerwiegende  psychische  Störung  ist,  welche  ihn 

daran  gehindert  hätte,  Einsicht  in  das  Unrecht  seiner  Taten  zu  entwickeln  und 

gemäss  dieser  Einsicht  zu  handeln  (Urk. 52/22  S. 151).  Insgesamt  wird  das  als 

erheblich  zu  qualifizierende  objektive  Tatverschulden  durch  die  subjektiven 

Komponenten um ein Jahr erhöht, womit unter Berücksichtigung dieser Umstände 

- 31 -

eine  hypothetische  Einsatzstrafe  von  15 Jahren  Freiheitsstrafe  angemessen 

erscheint.

1.4.

Tatkomponente betreffend Irreführung der Rechtspflege

1.4.1.  In objektiver Hinsicht gilt es festzuhalten, dass die Tat Teil seines mörde-

rischen, von langer Hand akribisch gesponnenen Plans war und die unbekannte 

angebliche Täterschaft schwerster Delikte bezichtigt wurde. Andererseits gilt es zu 

berücksichtigen,  dass  die  Umsetzung  weitgehend  durch  B._____  erfolgte.  Auch 

war  die  Vorgehensweise  diesbezüglich  derart  plump,  dass  die  Strafver-

folgungsbehörden von Anfang an vom Beschuldigten A._____ als Täter ausgingen. 

Davon zeugt der Polizeirapport der Kantonspolizei Zürich vom 30. Juni 2016, der 

ersten  dokumentierten  Ermittlungshandlung 

in  der  Sache.  Dort  wird  der 

Beschuldigte A._____ als solcher aufgeführt. Offenbar erweckte der Brief bei den 

Ermittlungsbehörden  noch  nicht  einmal  den  Gedanken,  dass  es  sich  bei  den 

Verfassern um eine unbekannte Bande aus dem "Ostblock" handeln könnte. Damit 

ist  das  Tatverschulden  in  objektiver  Hinsicht  aber  stark  zu  relativieren.  Hält  man 

sich auch hier vor Augen, was innerhalb des Spektrums dieses Straftatbestandes 

möglich wäre, so erscheint die blosse Irreführung der Rechtspflege insgesamt in 

objektiver  Hinsicht  als  nicht  mehr  leicht.  Eine  Sanktion  von  270 Strafeinheiten 

erscheint angemessen.

1.4.2.  In  subjektiver  Hinsicht  gilt  es  zu  berücksichtigen,  dass  der  Beschuldigte 

A._____ wider besseres Wissen und mit uneingeschränkter Steuerungs- und Ein-

sichtsfähigkeit gehandelt hat. Hauptmotiv war nicht die unnötige Ingangsetzung der 

Strafjustiz, sondern das Ablenken von der eigenen Täterschaft. Berücksichtigt man 

aber die im Rahmen der Ausführungen zur Anstiftung zum Mord gemachten beson-

ders  egoistischen  Motive,  so  vermag  der  subjektive  Aspekt  das  objektive 

Tatverschulden nicht zu relativieren.

1.5. Asperation

1.5.1.  Da einerseits ein enger Sachzusammenhang zum Hauptdelikt besteht aber 

andererseits  der  Unrechtsgehalt  nicht  durch  die  Haupttat  absorbiert  wird, 

- 32 -

rechtfertigt  sich  eine  Asperation  des  Delikts  "Irreführung  der  Rechtspflege"  um 

270 Strafeinheiten.

1.5.2.  Der Beschulidgte A._____ hat eine längere Haftstrafe zu verbüssen und es 

ist nicht davon auszugehen, dass er nach deren Verbüssung in der Schweiz bleiben 

wird  und  eine  Geldstrafe  vollstreckt  werden  kann.  Eine  Geldstrafe  kommt  auch 

deshalb  –  entgegen  der  Vorinstanz  –  nicht  in  Betracht,  da  dieses  Delikt  einen 

unmittelbaren  und  untrennbaren  Zusammenhang  mit  dem  Hauptdelikt  aufweist. 

Damit ist zufolge Uneinbringlichkeit der Geldstrafe eine Freiheitsstrafe auszufällen. 

Es ist somit eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren und 9 Monaten festzusetzen.

1.6.

Täterkomponente

1.6.1.  Auf Fragen nach seinem Vorleben und seinen persönlichen Verhältnissen 

hat  der  Beschuldigte  A._____  die  Aussage  weitgehend  verweigert  (Urk. 12/9 

S. 33 ff.; Urk. 269). Die Vorinstanz hat sich unter diesem Titel auf die Ausführun-

gen,  welche  der  Beschuldigte  A._____  im  Rahmen  der  psychiatrischen  Untersu-

chung gemacht hat, abgestützt (Urk. 289 S. 226).

1.6.2.  Die Akten aus dem früheren gegen den Beschuldigten A._____ geführten 

Strafverfahren  wurden  beigezogen 

(BGZ  DG130076 

/  OGZ  SB140042). 

Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass der Beschuldigte A._____ in 

Litauen  aufgewachsen  und  zur  Schule  gegangen  ist,  dort  eine  Ausbildung  zum 

Schreiner gemacht hat, Militärdienst geleistet hat, mit seiner Frau und seinen zwei 

Kindern hernach einige Zeit in England verbracht hat und daraufhin in die Schweiz 

migriert ist. Seit dem 30. Mai 2012, mithin seit über 12 Jahren, ist der Beschuldigte 

A._____ in Haft (Vorakten A._____; Urk. 14). Abgesehen davon bleiben mangels 

verlässlicher  Angaben  seine  Vorgeschichte  und  seine  persönlichen  Verhältnisse 

weitgehend  im  Dunkeln.  Strafzumessungsrelevante  Faktoren  lassen  sich  daraus 

jedenfalls nicht ableiten.

1.6.3.  Hingegen  ist  seine  Vorstrafe  zu  berücksichtigen.  Er  wurde  mit  Urteil  des 

Obergerichts vom 23. Mai 2014 wegen mehrfacher versuchter, teilweise qualifizier-

ter Erpressung und wegen vorsätzlicher Störung von Betrieben die der Allgemein-

- 33 -

heit dienen verurteilt und mit einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren bestraft. Obwohl die 

Vorstrafe tatbestandsmässig nicht einschlägig ist, fällt doch ins Gewicht, dass die 

neu zu beurteilenden Taten letztlich nichts weiter als der Auftakt zur Fortsetzung 

der damaligen Tat, die Erpressung R._____s, sind. Es besteht somit ein sehr enger 

Sachzusammenhang, was sich zu seinen Ungunsten auswirkt. Ebenso zu seinen 

Ungunsten wirkt sich aus, dass er nur rund 2 Jahre nach der letzten Verurteilung 

und noch während des laufenden Strafvollzugs erneut in schwerster Weise und mit 

denselben  Motiven,  Absichten  und  in  Weiterverfolgung  desselben  Plans  delin-

quierte. Ebenso zu seinen Ungunsten wirkt sich der Umstand aus, dass selbst das 

damalige Strafverfahren und die sehr hohe Strafe, welche zu einem grossen Teil 

bereits vollzogen war, ihn nicht von der Weiterverfolgung dieses zur Obsession ge-

wordenen Plans abhielten. Dies ist Ausdruck grösster Uneinsichtigkeit und Unbe-

lehrbarkeit und zeugt von einer bedenklichen Gleichgültigkeit. Dies führt zu einer 

Erhöhung der Strafe um 25%.

1.6.4.  Auf  der  anderen  Seite  ist  auch  beim  Beschuldigten  A._____  die  lange 

Verfahrensdauer  angemessen  zu  berücksichtigen.  Es  kann  auf  das  zu  B._____ 

Ausgeführte  (Urk. 473  S. 62  E. 2.8.5.)  verwiesen  werden.  Eine  Reduktion  der 

Strafe um 20% erscheint hier angemessen.

1.7.

Fazit

1.7.1.  Aufgrund aller relevanten Strafzumessungsgründe ist in Würdigung der ob-

jektiven  und  subjektiven  Tatkomponenten  der  Delinquenz  sowie  in  Berück-

sichtigung  der  Täterkomponenten  eine  Freiheitsstrafe  von  16 ½  Jahren  ange-

messen. Bei dieser Strafdauer fällt der bedinge Strafvollzug ausser Betracht.

1.7.2.  Der Beschuldigte A._____ wurde am 7. April 2017 festgenommen und in Un-

tersuchungshaft  versetzt  und  befindet  sich  derzeit  im  vorzeitigen  Strafvollzug 

- 34 -

(Urk. 82/2 ff.). Der Anrechnung der erstandenen Haft von 2'814 Tagen steht nichts 

entgegen.

V. Zivilforderungen

1.

Vorbemerkungen

1.1.

Zunächst kann festgehalten werden, dass die erstinstanzlichen Entscheide 

über die Zivilforderungen betreffend B._____ in Rechtskraft erwachsen sind.

1.2. Der Beschuldigte A._____ hat die ihn betreffenden Verurteilungen zur Leis-

tung von Schadenersatz und Genugtuung angefochten. Seine Berufung liess er in 

diesem Punkt – wie schon seinen Antrag auf Abweisung der Begehren vor Vorin-

stanz (Urk. 262 S. 75) – einzig mit seinem Antrag auf Freispruch im Strafpunkt be-

gründen (Urk. 533). Es bleibt somit die Feststellung, dass keine Eventualanträge 

gestellt wurden und er auf eine substantiierte Bestreitung, insbesondere im Quan-

titativ, verzichtet hat.

1.3. Die Vorinstanz hat die Grundzüge des Adhäsionsverfahrens sowie der Fest-

legung  von  Schadenersatz  und  Genugtuung  zutreffend  dargelegt  (Urk. 289 

S. 263 ff.).

2.

Privatkläger 1, D._____

2.1. Die  Vorinstanz  hat  dem  Privatkläger 1,  D._____,  Schadenersatz  im  Um-

fange von Fr. 4'444.60 sowie eine Genugtuung von Fr. 25'000.– zuzüglich Zins zu-

gesprochen  (Urk. 289  S. 287 f.).  Dies  blieb  seitens  des  Privatklägers 1  unange-

fochten.

2.2. Der Beschuldigte A._____ verlangte mit seiner Berufung die vollumfängliche 

Abweisung dieser Forderung mit der Begründung, dass ein Freispruch zu ergehen 

habe.  Sinngemäss  machte  er  damit  geltend,  dass  keine  Haftungsgrundlage  be-

stehe.  In  quantitativer  Hinsicht  blieb  die  Forderung  unbestritten  (Urk. 457; 

Urk. 533).

- 35 -

2.3. Die Vorinstanz hat mit ausführlichen und zutreffenden Erwägungen darge-

legt, weshalb die Forderung ausgewiesen ist. Der Beschuldigte A._____ wird we-

gen Anstiftung zum Mord verurteilt und er wird damit schadenersatz- und genugtu-

ungspflichtig. Nachdem der Beschuldigte A._____ der Vorinstanz nichts entgegen-

gesetzt hat, kann vollumfänglich darauf verwiesen werden (Urk. 289 S. 266 f.). Der 

Beschuldigte A._____ ist demnach unter solidarischer Haftbarkeit mit B._____ zu 

verpflichten, dem Privatkläger 1, D._____, Schadenersatz von Fr. 4'444.60, nebst 

Zins zu 5% ab 27. Januar 2020, zu bezahlen.

2.4. Dasselbe  gilt  auch  für  die  Genugtuung.  Demnach  ist  er  unter  solidarischer 

Haftbarkeit mit B._____ zu verpflichten, dem Privatkläger 1, D._____, eine Genug-

tuung von Fr. 25'000.– zu bezahlen, zuzüglich 5% Zins ab 30. Juni 2016.

3.

Privatklägerin 2, C._____

3.1. Die  Vorinstanz  hat  der  Privatklägerin 2,  C._____,  Schadenersatz  von 

Fr. 1'596.20 sowie eine Genugtuung von Fr. 30'000.– zuzüglich Zins zugesprochen 

(Urk. 289 S. 287 f.). Dies blieb seitens der Privatklägerin 2 unangefochten.

3.2. Der Verteidiger des Beschuldigten A._____ beantragte die vollständige Ab-

weisung der Zivilforderungen unter Verweis auf den beantragten Freispruch. Sinn-

gemäss  machte  er  damit  geltend,  dass  es  an  einer  Haftungsgrundlage  fehle,  im 

Quantitativ blieben die Forderungen unbestritten (Urk. 457; Urk. 533).

3.3. Auch hier gilt das zum Privatkläger 1, D._____, Gesagte. Der Beschuldigte 

A._____ wird wegen Anstiftung zum Mord verurteilt und er wird damit schadener-

satz- und genugtuungspflichtig. Im Quantitativ wurden die Forderungen nicht be-

stritten, weshalb die geforderten Beträge zuzusprechend sind. Er ist unter solidari-

scher Haftbarkeit mit B._____ zu verpflichten, der Privatklägerin 2, C._____ Scha-

denersatz von Fr. 1'596.20, zuzüglich 5% Zins ab 27. Januar 2020, sowie eine Ge-

nugtuung von Fr. 30'000.–, zuzüglich 5% Zins ab 30. Juni 2016, zu bezahlen

- 36 -

4.

Privatkläger 3, F._____

4.1. Die  Vorinstanz  hat  den  Beschuldigten  A._____  und  B._____  zur  Leistung 

von  Schadenersatz  von  Fr. 10'298.40  zuzüglich  Zins  an  den  Privatkläger 3, 

F._____, verpflichtet (Urk. 289 S. 287 f.). Dies blieb seitens des Privatklägers 3 un-

angefochten.

4.2. Der Verteidiger beantragte die vollständige Abweisung der Zivilforderungen 

unter Verweis auf den beantragten Freispruch. Sinngemäss machte er damit gel-

tend, dass es an einer Haftungsgrundlage fehle, im Quantitativ blieben die Forde-

rungen unbestritten.

4.3. Auch hier gilt das vorgängig Gesagte. Der Beschuldigte A._____ wird wegen 

Anstiftung zu Mord verurteilt und er wird damit schadenersatzpflichtig. Im Quantita-

tiv wurden die Forderungen nicht bestritten, weshalb der geforderte Betrag zuzu-

sprechen ist und er unter solidarischer Haftbarkeit mit B._____ zu verpflichten ist, 

dem Privatkläger 3, F._____, Schadenersatz von Fr. 10'298.40, zuzüglich 5% Zins 

ab 27. Januar 2020, zu bezahlen.

5.

Privatklägerin 4, G._____

5.1. Die  Vorinstanz  hat  den  Beschuldigten  A._____  und  B._____  zur  Leistung 

von Fr. 3'140.05 an die Privatklägerin 4, G._____, verpflichtet (Urk. 289 S. 287 f.). 

Dies blieb seitens der Privatklägerin 4 unangefochten.

5.2. Der Verteidiger hingegen beantragte die vollständige Abweisung des Scha-

denersatzanspruchs unter Verweis auf den beantragten Freispruch. Sinngemäss 

macht er damit geltend, dass es an einer Haftungsgrundlage fehle, im Quantitativ 

blieben die Forderungen unbestritten.

5.3. Der  Beschuldigte  A._____  ist  auch  hier  unter  solidarischer  Haftbarkeit  mit 

B._____  zu  verpflichten,  der  Privatklägerin 3,  G._____,  Schadenersatz  von 

Fr. 3'140.05, zuzüglich 5% Zins ab 27. Januar 2020, zu bezahlen.

- 37 -

6.

Privatklägerin 5, Dr. E._____

6.1. Die  Vorinstanz  hat  den  Beschuldigten  A._____  und  B._____  verpflichtet, 

Schadenersatz von Fr. 8'922.70 sowie eine Genugtuung von Fr. 15'000.–, zuzüg-

lich  Zins,  zu  bezahlen  (Urk. 289  S. 287 f.).  Im  Übrigen  wurden  der  Beschuldigte 

A._____  und  B._____  verpflichtet,  der  Privatklägerin 5  zukünftigen  Schaden  aus 

dem Ereignis zu ersetzen.

6.2. Der Verteidiger des Beschuldigten A._____ beantragte die vollständige Ab-

weisung der Zivilforderungen unter Verweis auf den beantragten Freispruch. Sinn-

gemäss  macht  er  damit  geltend,  dass  es  an  einer  Haftungsgrundlage  fehle,  im 

Quantitativ blieben die Forderungen unbestritten.

6.3. Auch hier gilt das zuvor Erwogene. Der Beschuldigte A._____ wird wegen 

Anstiftung  zu  Morde  verurteilt  und  er  wird  damit  schadenersatz-  und 

genugtuungspflichtig.  Im  Quantitativ  wurden  die  Forderungen  nicht  bestritten, 

weshalb die geforderten Beträge zuzusprechen sind. Der Beschuldigte A._____ ist 

unter solidarischer Haftbarkeit mit B._____ zu verpflichten, der Privatklägerin 5, Dr. 

E._____, Schadenersatz von Fr. 8'922.70, zuzüglich 5% Zins ab 27. Januar 2020, 

sowie  eine  Genugtuung  von  Fr. 15'000.–  zu  bezahlen,  zuzüglich  5%  Zins  ab 

30. Juni 2016. Darüber hinaus wird er verpflichtet, allfälligen zukünftigen Schaden 

aus dem angeklagten Ereignis zu ersetzen.

VI. Kosten- und Entschädigungen

1.

Kosten und Entschädigung des vorinstanzlichen Verfahrens

1.1. Ausgangsgemäss  ist  die  vorinstanzliche  Kosten-  und  Entschädigungsauf-

lage ebenso wie die Verteilung der Kosten für anwaltliche Vertretung zu bestätigen 

(Art. 426 StPO).

1.2. Dies gilt auch für die Prozessentschädigung für die Rechtsvertretung der Pri-

vatkläger  1  und  2  (D._____  und  C._____)  über  Fr. 24'665.70.  Der  Beschuldigte 

A._____ ist unter solidarischer Haftbarkeit mit B._____ zu verpflichten, den Privat-

- 38 -

klägern 1 und 2 eine Prozessentschädigung in der Höhe von je Fr. 24'665.70 (inkl. 

MwSt.) zu bezahlen.

2.

Kosten und Entschädigung des ersten Berufungsverfahrens (SB200132)

2.1. Die Festsetzung der Kosten des ersten Berufungsverfahrens wurde nicht an-

gefochten und ist in Rechtskraft erwachsen.

2.2. Bezüglich der Kostenverlegung kann vollumfänglich auf die Erwägungen im 

Entscheid vom 26. August 2022 (Urk. 473 S. 82 ff.) verwiesen werden.

Demnach sind die Kosten des ersten Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der 

Kosten  der  amtlichen  Verteidigung,  der  unentgeltlichen  Vertretung  der  Privat-

klägerschaft und der beiden Gutachten, zu 1/6 B._____ und zu 1/3 dem Beschul-

digten A._____ aufzuerlegen. Die verbleibende Hälfte ist auf die Gerichtskasse zu 

nehmen.  Die  Kosten  des  Gutachtens  von  B._____  sind  diesem  zu  2/3 

aufzuerlegen, diejenigen des Beschuldigten A._____ sind diesem zu 3/4 aufzuer-

legen. Im Übrigen sind die Kosten der Gutachten auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

Weiter  sind  die  Kosten  der  amtlichen  Verteidigung  (des  ersten  Berufungsverfah-

rens)  des  Beschuldigten  A._____  zu  1/4  definitiv  und  zu  3/4  einstweilen  auf  die 

Gerichtskasse zu nehmen. Es ist eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 

gegenüber  dem  Beschuldigten  A._____  im  Umfang  von  3/4  vorzubehalten.  Die 

Kostenauflage der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin 5 (E._____) 

wurde im Übrigen nicht angefochten und ist in Rechtskraft erwachsen.

3.

Kosten des zweiten Berufungsverfahrens

3.1. Die Gerichtsgebühr für das zweite Berufungsverfahren fällt ausser Ansatz.

3.2.

Für  die  Kosten  der  Verteidigung  des  Beschuldigten  A._____  werden  im 

zweiten  Berufungsverfahren  vom  amtlichen  Verteidiger  Fr. 29'667.45  (Urk. 553) 

geltend gemacht.

Gemäss § 18 Abs. 1 AnwGebV OG in Verbindung mit § 17 Abs. 1 lit. b Anw-

GebV OG reicht der anwendbare Tarifrahmen für das Verteidigerhonorar im Beru-

fungsprozess bei Straffällen im kollegialgerichtlichen Zuständigkeitsbereich in der 

- 39 -

Regel  von  Fr. 1'000.–  bis  Fr. 28'000.–.  Konkret  erfolgt  die  Festsetzung  der 

Entschädigungssumme  bei  einer  Honorarbemessung  nach  Pauschalgebühr  so, 

dass alle prozessualen Bemühungen zusammen als einheitliches Ganzes aufge-

fasst werden, wohingegen der tatsächlich geleistete Zeitaufwand nur sehr bedingt 

berücksichtigt wird. Entsprechend ist das Gericht bei der rein pauschalen Entschä-

digungsbemessung  auch  nicht  gehalten,  sich  mit  den  in  der  Honorarnote  der 

Verteidigung enthaltenen Aufwandspositionen im Einzelnen auseinanderzusetzen 

(BGE 143 IV 453 E. 2.5). Nach Massgabe von § 2 Abs. 1 AnwGebV OG bemisst 

sich  die  Gebühr  vielmehr  vor  allem  nach  der  Bedeutung  der  Strafsache,  der 

Verantwortung der Verteidigung und der Schwierigkeit des Falls.

Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass für den Beschuldigten A._____ das 

Verfahren von einiger Bedeutung war, weil ein Schuldspruch wegen Mordes und 

damit  eine  entsprechende  Strafe  zur  Beurteilung  stand.  Hingegen  weist  der  Fall 

nach der Rückweisung durch das Bundesgericht keine komplexen rechtlichen Fra-

gen auf. Der Beschuldigte A._____ liess einen vollumfänglichen Freispruch fordern. 

Das Prozessthema bleibt damit dasselbe, wie bisher. Auffallend ist ein unangemes-

sener Ausarbeitungsaufwand über mehr als 50 Stunden alleine für die Eingaben 

ans Obergericht. Ebenfalls fällt auf, dass ein beträchtlicher Aufwand für rechtliche 

Abklärungen getätigt wurde, wobei darauf hinzuweisen ist, dass das Rechtsstudium 

keine  entschädigungspflichtige  Aufwendung  im  Rahmen  der  amtlichen  Verteidi-

gung ist (vgl. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Leitfaden amtliche Man-

date, 2024, S. 65 m.w.H.). Ungeachtet der Bedeutung des Verfahrens für den Be-

schuldigten A._____ persönlich sind die vorliegend zu beurteilenden Fragestellun-

gen bestenfalls als maximal durchschnittlich komplex zu bezeichnen. In Anbetracht 

der dargelegten Umstände erweist sich der geltend gemachte Aufwand von rund 

Fr. 29'700.– als massiv zu hoch. Als angemessen erscheint ein Pauschalbetrag von 

Fr. 8'000.– (inkl. Barauslagen und MwSt).

3.3. Der  amtliche  Verteidiger,  Rechtsanwalt  Dr. iur.  X._____  ist  daher  mit 

Fr. 8'000.– (inkl. MwSt und Barauslagen) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.

3.4. Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Privatklägerin 5 machte für seine Auf-

wendungen  im  zweiten  Berufungsverfahren  Fr. 5'978.30  geltend  (Urk. 552).  Das 

- 40 -

geltend gemachte Honorar steht im Einklang mit den Ansätzen der Anwaltsgebüh-

renverordnung und erweist sich grundsätzlich als angemessen. Mithin ist Rechts-

anwalt lic. iur. Z._____ mit Fr. 5'978.30 aus der Gerichtskasse zu entschädigen.

3.5. Da der Beschuldigte A._____ sowie B._____ mittellos sind, kommt die Kos-

tenauflage auf diese nicht in Frage (Art. 426 Abs. 4 StPO). Dementsprechend sind 

die  Kosten  für  das  zweite  Berufungsverfahren  definitiv  auf  die  Gerichtskasse  zu 

nehmen.

Es wird beschlossen:

1.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung, 

vom 30. Januar 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

" Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte B._____ ist schuldig



[…],

 der versuchten Befreiung von Gefangenen im Sinne von Art. 310 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB,

 der Irreführung der Rechtspflege im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 StGB,



[…],

 des mehrfachen versuchten Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von 

Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.

2.

3.

[…]

Der Beschuldigte A._____ wird von den Vorwürfen

 der versuchten Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB in Verbindung mit Art. 22 

Abs. 1 StGB,



[…]

- 41 -

 des mehrfachen versuchten Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von 

Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB

freigesprochen.

4.-9.

[…]

10.

Eine  Landesverweisung  des  Beschuldigten  A._____  nach  Art. 66a  Abs. 1  StGB 

wird nicht angeordnet.

11.

Die Beschuldigten B._____ […] werden unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, 

den  Privatklägern  die  folgenden  Genugtuungsbeträge  zu  bezahlen,  jeweils  zu-

züglich 5 % Zins ab 30. Juni 2016:







C._____: CHF 30'000

D._____: CHF 25'000

Dr. E._____: CHF 15'000

12.

Der Beschuldigte B._____ wird gemäss seiner Anerkennung über die in Ziffer 11 

genannten Beträge hinaus verpflichtet, den Privatklägern die folgenden Genugtu-

ungsbeträge zu bezahlen, jeweils zuzüglich 5 % Zins ab 30. Juni 2016:











C._____: CHF 30'000

D._____: CHF 25'000

Dr. E._____: CHF 45'000

F._____: CHF 35'000

G._____: CHF 35'000.

13.

Die Beschuldigten B._____ […] werden unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, 

den  Privatklägern  die  folgenden  Schadenersatzbeträge  zu  bezahlen,  jeweils  zu-

züglich 5 % Zins ab dem 27. Januar 2020:











C._____: CHF 1‘596.20

D._____: CHF 4‘444.60

Dr. E._____: CHF 8'922.70; im Übrigen werden die Beschuldigten verpflich-
tet,  allfälligen  zukünftigen  Schaden  von  Dr.  E._____  aus  dem  angeklagten 
Ereignis zu ersetzen 

F._____: CHF 10‘298.40

G._____: CHF 3‘140.05.

14.

Der Beschuldigte B._____ wird gemäss seiner Anerkennung über die in Ziffer 13 

genannten Beträge hinaus verpflichtet, den Privatklägern die folgenden Schaden-

ersatzbeträge zu bezahlen, jeweils zuzüglich 5 % Zins ab dem 27. Januar 2020:



C._____: CHF 811.70

- 42 -







D._____: CHF 5'584

F._____: CHF 11'635

G._____: CHF 1'569.50.

15.

Das  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  9. April 2018  beschlagnahmte 

Tablet, Marke "iPad Air", Modell A1474, Seriennummer 1, Ass.-Nr. A011'289'002 

und  die  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  24. Januar  2019 

beschlagnahmten Digitalkameras, Marke Sony, Modell Cybershot DSC-H400 inkl. 

Speicherkarte,  Ass.-Nr.  A009'463'212,  und  Marke  Canon,  Modell  PowerShot 

A3400, Ass.-Nr. A009'463'994 (Aufbewahrungsort: Kantonspolizei Zürich, Asserva-

ten-Triage)  werden  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  H._____  auf  erstes  Verlangen 

herausgegeben.  Werden  die  Geräte  nicht  innert  drei  Monaten  seit  Eintritt  der 

Rechtskraft  herausverlangt,  werden  sie  der  Lagerbehörde  zur  Vernichtung 

überlassen.

16.

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 11. Dezember 2017 aus dem Besitz 

des Beschuldigten B._____ beschlagnahmte Barschaft von CHF 1'710.05 (Ass.-Nr. 

A010'040'047)  und  EUR 100.–  (Ass.-Nr. A010'040'069),  sich  befindend  bei  der 

Kasse des Bezirksgerichts, wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten des 

Beschuldigten B._____ verwendet.

17.

Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 25. Januar 2019 beschlagnahmte 

Bitcoin-Konto  "I._____"  bzw.  dessen  Saldo  in  Kyptowährungen  in  Höhe  von 

BTC 1.28005 (Bitcoin) und BCH 1.282087 (Bitcoin Cash) werden zur teilweisen De-

ckung der Verfahrenskosten des Beschuldigten B._____ verwendet.

18.

Die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  29. August 2017  be-

schlagnahmten und bei der Kasse des Bezirksgerichts befindlichen Gegenstände 

werden dem Beschuldigten B._____ nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids 

bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. Nach ungenutztem 

Ablauf dieser Frist werden sie der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: 











USB Memory Stick, Marke disk2go, schwarz/silber, Nr. 2, 
Ass-Nr. A010'039'426,

Mobiltelefon Wiko, Typ Sunny, IMEI 3, 
Ass.-Nr. A010'036'109,

Tablet Medion, Typ S1220T, in Originalverpackung, Ref.-Nr. 4, 
Ass.-Nr. A010'036'187,

Mobiltelefon Nokia, Typ RM-1111, schwarz, IMEI 5, 
Ass.-Nr. A010'039'313,

USB Memory Stick Huawei, Typ E3537-i, Nr. 6, 
Ass.-Nr. A010'039'379,

- 43 -









Mobiltelefon Nokia, Typ Asha 206.1, weiss, mit Ladekabel, 
IMEI 7, Ass.-Nr. A010'039'404,

Notebook HP, Typ Envy, Nr. 8, Ass.-Nr. A010'039'448,

Mobiltelefon Wiko, Typ Sunny, IMEI 9, 
Ass.-Nr. A010'050'176,

Mobiltelefon Wiko, Typ Lenny 3, Rufnummer 10, 
IMEI 11, Ass.-Nr. A010'050'187.

19.

Die mit Verfügung vom 16. Oktober 2017 beschlagnahmte Festplatte Marke Maxtor, 

40  GB  (Aufbewahrungsort:  Kantonspolizei  Zürich,  Asservaten-Triage)  wird  der 

Kantonspolizei Zürich zur gutscheinenden Verwendung überlassen.

20.

Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 11. Dezember 2019 be-

schlagnahmten Gegenstände (Aufbewahrungsort: Kantonspolizei Zürich, Asserva-

ten-Triage) werden dem Beschuldigten B._____ nach Eintritt der Rechtskraft des 

Entscheids  bis  drei  Monate  danach  auf  erstes  Verlangen  zurückgegeben.  Nach 

ungenutztem  Ablauf  dieser  Frist  werden  sie  der  Lagerbehörde  zur  Vernichtung 

überlassen:

































Fotografien von B._____ etc., BVD-Schreiben, JVA-Schreiben, Hausbriefe, 
Sichtmappe  blau  mit  Unterlagen  JVA  Pöschwies  und  div.  Briefe,  u.a.  Brief 
von A._____ an Bundesgericht vom 13.12.2015, Zeitungsausschnitt J._____, 
persönliche  Briefe,  Visitenkarten,  Zettel  Adresse  K._____  und  Tel.:  12  aus 
Buch entnommen (allesamt im Original), Ass.-Nr. A009'453'296,

1 x Fr. 10.– Taxkarte und 1 x Fr. 20.00 Taxkarte, Asservaten-Nr. 
A010'040'116,

Gegenstand/Optik/Foto/Video/TV/Radio/Optik/Kontaktlinsenetui, 
Ass.-Nr. A010'040'127,

2 Zettel Handnotizen, Ass.-Nr. A010'039'211,

Div. Briefe, Ass.-Nr. A010'039'233,

2 Notizzettel, Asservaten-Nr. A010'039'335,

1 Bahnbillett SBB, … [Strecke], vom 18.01.2017, 
Ass.-Nr. A010'040'138,

1 Plastikbox mit div. Medikamenten, Ass.-Nr. A010'038'887,

1 Kiste "Christstollen" mit div. Stechbeuteln, Ass.-Nr. A010'039'119,

2 Plastiksäcke mit Putzfäden in Kiste "Christstollen", Ass.-Nr. A010'039'211,

1 Beutel IKEA mit Dose Bienenwachs, Ass.-Nr. A010'039'186,

1 Handyverpackung Wiko lMEl 13 und 
lMEl 14, Ass.-Nr. A010'039'186,

1 kleines schwarzes Messer in schwarzer Scheide, Ass.-Nr. A010'039'460,

1 Armschiene, schwarz, Marke Bort, Ass.-Nr. A010'039'017,

1 Toilettentasche enthaltend Linsenmaterial und 2 Wörterbücher auf 
Serbisch und Rumänisch, Ass.-Nr. A010'038'901,

1 Toilettentasche, braun, enthaltend Linsenmaterial, Ass.-Nr. A010'038'912.

- 44 -

21.

Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 11. Dezember 2019 be-

schlagnahmten Gegenstände werden L._____ nach Eintritt der Rechtskraft des Ent-

scheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückzugeben. Nach unge-

nutztem Ablauf dieser Frist werden sie der Lagerbehörde zur Vernichtung zu über-

lassen:











Handschriftlicher Brief auf Notizpapier A4, Ass.-Nr. A010'218'378,

Handy Samsung, Ass.-Nr. A010'218'425,

Bankkontoauszug ZKB 15, Ass.-Nr. A010'218'470,

Schreiben mit Passwörtern, Ass.-Nr. A010'218'481,

Buchungsbestätigung SWISS … [Strecke], Ass.-Nr. A010'218'492.

22.

Es  wird  davon  Vormerk  genommen,  dass  über  die  ebenfalls  mit  Verfügung 

der  Staatsanwaltschaft vom 11. Dezember 2017 beschlagnahmte Steinschleuder 

(Asservaten-Nr. A010'039'459) im separaten Verfahren gegen L._____ entschieden 

wird.

23.

Der  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  11. Dezember 2019  beschlag-

nahmte Bundesordner blau, enthaltend persönliche Briefe aus dem Gefängnis und 

einem  Notfallplan  (Ass.  Nr. A010'038'183)  (Aufbewahrungsort:  Kantonspolizei 

Zürich,  Asservaten-Triage)  wird  M._____  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  Ent-

scheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. Nach unge-

nutztem  Ablauf  dieser  Frist  wird  er  der  Lagerbehörde  zur  Vernichtung  zu  über-

lassen.

24.

Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 11. Dezember 2019 be-

schlagnahmten Gegenstände (Aufbewahrungsort: Kantonspolizei Zürich, Asserva-

ten-Triage) werden N._____ nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids bis drei 

Monate  danach  auf  erstes  Verlangen  zurückgegeben.  Nach  ungenutztem  Ablauf 

dieser Frist werden sie der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:





Mobiltelefon Samsung, Ass.-Nr. A009'569'317,

SIM-Karte Sunrise, ohne SIM-Nummer, Ass.-Nr. A009'569'328.

25.

Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 11. Dezember 2017 be-

schlagnahmten  Gegenstände  werden  O._____  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des 

Entscheids  bis  drei  Monate  danach  auf  erstes  Verlangen  zurückgegeben.  Nach 

ungenutztem  Ablauf  dieser  Frist  werden  sie  der  Lagerbehörde  zur  Vernichtung 

überlassen:





Kaba 8 Nr. AS156370 (Ass.-Nr. A009'603'116),

Couvert B5 enthaltende Briefe ca. A6 mit Telefonnummern 
(Ass.-Nr. A009'603'139, recte: A009'603'138),

- 45 -





Quittungen von Einzahlungen ins Flughafengefängnis 
(Ass.-Nr. A009'603'149),

Diverse Briefe an O._____ (Ass. -Nr. A009'603'229).

26.

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 10. Januar 2018 beschlagnahmten 

Daten bzw. die diese sichernden zwei Festplatten, Marke "Seagate 320 GB" (Auf-

bewahrungsort:  Kantonspolizei  Zürich,  Asservaten-Triage)  werden  der  Kantons-

polizei Zürich zur gutscheinenden Verwendung überlassen.

27.

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 11. Januar 2018 beschlagnahmten 

Daten  bzw.  die  diese  sichernde  Festplatte,  Marke  "Seagate  160 GB"  (Auf-

bewahrungsort:  Kantonspolizei  Zürich,  Asservaten-Triage)  werden  der  Kantons-

polizei Zürich zur gutscheinenden Verwendung überlassen.

28.

Die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  9. Mai 2018  beschlag-

nahmten  Gegenstände  (Aufbewahrungsort:  Kantonspolizei  Zürich,  Asservaten-

Triage) werden dem Beschuldigten B._____ nach Eintritt der Rechtskraft des Ent-

scheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. Nach unge-

nutztem  Ablauf  dieser  Frist  werden  sie  der  Lagerbehörde  zur  Vernichtung  über-

lassen:





Buch "Der neue Klassenkampf" (von Slavoj Žižek), Ass.-Nr. A011'467'564,

Buch "Soziale Gerechtigkeit" (von Thomas Ebert), Ass.-Nr. A011'467'597.

29.

Die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  24. Januar 2019  be-

schlagnahmten Gegenstände (Aufbewahrungsort: Kantonspolizei Zürich, Asserva-

ten-Triage) werden dem Beschuldigten B._____ nach Eintritt der Rechtskraft des 

Entscheids  bis  drei  Monate  danach  auf  erstes  Verlangen  zurückgegeben.  Nach 

ungenutztem  Ablauf  dieser  Frist  werden  sie  der  Lagerbehörde  zur  Vernichtung 

überlassen:





















2 x Haarbleichmittel DiCoPar Oxidant, Ass.-Nr. A010'339'062,

2 x Bleichmittel Osmoikon, Ass.-Nr. A010'339'073,

Diverse Kleider aus Papiersack "1", Ass.-Nr. A010'038'730,

Diverse Kleider aus Papiersack "2", Ass.-Nr. A010'038'752,

Diverse Kleider aus Papiersack "3", Ass.-Nr. A010'038'774,

Diverse Kleider aus Papiersack "4", Ass.-Nr. A010'038'796,

Diverse Kleider aus Papiersack "6", Ass.-Nr. A010'039'028,

1 Herrenveston, Marke "Angelo Litrico", Ass.-Nr. A010'039'039,

1 Herrenhose, schwarz, Marke "Angelo Litrico", Ass.-Nr. A010'039'040,

3 Küchenmesser, Ass.-Nr. A010'039'631,

- 46 -

























1 Taschenmesser, schwarze Griffschalen mit gravierten asiatischen 
Zeichen, Ass.-Nr. A010'039'982,

1 Mobiltelefon, Marke "Nokia", Asha 2016, Ass.-Nr. A010'039'904,

1 SIM-Karte, Ass.-Nr. A010'061'264,

1 Paar Bergschuhe, schwarz, Marke "Lowa", Ass.-Nr. A010'039'744,

2 Pullover, anthrazit, Grösse M, Ass.-Nr. A010'039'766,

1 Herrenhose, blau, Grösse 32, Ass.-Nr. A010'039'802,

1 Herrenjacke, schwarz, Marke "H&M", Ass.-Nr. A010'039'824,

1 Leibgurt, schwarz, Grösse 35/37, Ass.-Nr. A010'040'025,

1 Rucksack, schwarz, Marke "DIVIDED", Ass.-Nr. A010'039'891,

1 lange Unterhose, schwarz, Ass.-Nr. A010'101'367,

1 Trägershirt, schwarz, Marke "Angelo Litrico", Ass.-Nr. A010'101'390,

1 Tablet, Marke "Medion", Typ S1220T.

30.

Die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  24. Januar 2019  be-

schlagnahmten  Gegenstände  aus  der  Zelle  des  Beschuldigten  A._____  (Aufbe-

wahrungsort:  Kantonspolizei  Zürich,  Asservaten-Triage)  werden  diesem  nach 

Eintritt der Rechtskraft des Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen 

zurückgegeben.  Nach  ungenutztem  Ablauf  dieser  Frist  werden  sie  der  Lager-

behörde zur Vernichtung überlassen:







1 USB-Stick mit gespeicherten Daten des Beschuldigte A._____, 
Ass.-Nr. A009'433'378,

2 Filzstifte, schwarz, Marke "Edding", 400 und 3000, Ass.-Nr. A009'425'507,

3 Seiten unbedrucktes, weisses Papier im A4-Format, 
Ass.-Nr. A009'426'044.

31.

Es wird davon Vormerk genommen, dass die folgenden, mit Verfügung der Staats-

anwaltschaft vom 24. Januar 2019 aus dem Besitz von M._____ beschlagnahmten 

Gegenstände bereits an diese herausgegeben wurden: 













1 PC, Marke "HP", Typ Pavilion P6000 Series, Ass.-Nr. A010'038'161,

1 Mobiltelefon, Marke "Samsung", Typ Galaxy, SM-G900F, Android 5.0, 
Ass.-Nr. A010'073'895 (recte A010'037'895),

1 Mobiltelefon, Marke "Samsung", Typ Galaxy S7 Edge, 
Ass.-Nr. A010'037'919,

1 Mobiltelefon, Marke "Samsung", Typ Galaxy S7, Ass.-Nr. A010'037'931,

1 Tablet, Marke "Ody", Typ Xelio, Ass.-Nr. A010'037'986,

1 Tablet, Marke "Samsung", Typ Galaxy Tab 4, Ass.-Nr. A010'038'081.

32.

Die  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  24. Januar 2019  beschlagnahmt 

Festplatte, Marke "WD My Book", 6 TB, mit Videoaufnahmen vom Zürcher Bellevue 

- 47 -

und  von  Trams  der  Linien 2  und  4  (Aufbewahrungsort:  Kantonspolizei  Zürich, 

Asservaten-Triage), Ass.-Nr. A011'407'731 werden bei den Akten belassen.

33.

Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2019 beschlagnahmte 

Wurfmesser, schwarz, Marke "Herbetz", Modell AISI 420, gefunden in der Nähe des 

Tatorts  (Tötungsdelikt  im  P._____),  Ass.-Nr.  A010'404'065  wird  eingezogen  und 

durch die Lagerbehörde vernichtet.

34.

Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2019 beschlagnahmte 

Couvert  mit  dem  "Erpresserschreiben"  (Original)  an  den  Kantonsrat,  Ass.-Nr. 

A009'425'507, wird als Beweismittel bei den Akten belassen.

35.

Die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  24. Januar 2019  be-

schlagnahmten Gegenstände, die †Q._____ am Tatort auf sich trug, werden den 

Privatklägern  1-5  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  Entscheids  bis  drei  Monate 

danach  auf  erstes  Verlangen  zurückgegeben.  Nach  ungenutztem  Ablauf  dieser 

Frist werden sie der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.





1 goldfarbener Ohrring, Ass.-Nr. A009'442'131,

1 Halskette, silberfarbig, Ass.-Nr. A009'442'142.

36.

Die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  24. Januar 2019  be-

schlagnahmten Gegenstände, die am Tatort sichergestellt wurden, werden durch 

die Lagerbehörde vernichtet:





















1 Elektrozigarette (aus der rechten Hand des Verstorbenen), 
Ass.-Nr. A009'442'120,

1 Jeanshose, blau, Marke "Lee", Ass.-Nr. A009'442'164,

1 T-Shirt, blau, Marke "Puma", Ass.-Nr. A009'442'175,

1 Kapuzenpullover, schwarz, Grösse M, Ass.-Nr. A009'442'186,

1 Herrenunterwäsche, schwarz, Marke "Angelo Litrico", Grösse 5, 
Ass.-Nr. A009'442'197,

1 Paar Socken, schwarz, Ass.-Nr. A009'442'200,

1 Paar Schuhe, schwarz, Marke "Nike", Ass.-Nr. A009'442'211,

1 Umhängetasche, schwarz, Marke "Mammut" inkl. Inhalt, 
Ass.-Nr. A009'442'266.

1 Bierdose, Marke "Feldschlösschen", ganz, Ass.-Nr. A009'434'100,

2 Bierdosen, Marke "Feldschlösschen", zerdrückt, A009'434'122.

37.

Die  folgenden,  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  24. Januar 2019  be-

schlagnahmten  Gegenstände,  gefunden  am  Tatort  (Aufbewahrungsort:  Kantons-

polizei Zürich, Asservaten-Triage), werden durch die Lagerbehörde vernichtet:

- 48 -





































1 Trainingshose, schwarz, Marke "Joy", Grösse 21,( lag neben dem 
Verstorbenen), Ass.-Nr. A009'442'222,

1 Wolldecke, gelb-bordeaux kariert (lag neben dem Verstorbenen), 
Ass.-Nr. A009'442'233,

1 Dose "Coca Cola", Ass.-Nr. A009'434'144,

1 Zigarettenstummel, Marke "Chesterfield", Ass.-Nr. A009'434'144,

1 Zigarettenstummel, Marke "Marlboro", Ass.-Nr. A009'434'155,

1 Zigarettenstummel, Marke "Winston", Ass.-Nr. A009'434'166,

1 Zigarettenstummel, Marke "Winston", Ass.-Nr. A009'434'177,

1 Zigarettenstummel, Marke "Kent", Ass.-Nr. A009'434'188,

1 Weinflasche (leer), Marke "Marques de Riscal", mit Drehverschluss, 
Ass.-Nr. A009'435'590,

1 Kaugummi (gekaut), Ass.-Nr. A009'442'324,

1 Kunststoffteil aus Hartplastik, Ass.-Nr. A009'442'335,

1 Zigarettenstummel, Marke "Parisienne", Ass.-Nr. A009'442'346,

1 Zigarettenstummel, Marke "Winston", Ass.-Nr. A009'442'357,

1 Zigarettenstummel, Marke "Parisienne", Ass.-Nr. A009'442'368,

1 Zigarettenstummel, Marke "Marlboro", Ass.-Nr. A009'442'379,

1 Zigarettenstummel, Marke "Marlboro", Ass.-Nr. A009'442'380,

1 Zigarettenstummel, Marke "Winston", Ass.-Nr. A009'442'391,

1 Weinflasche, 0.75 L, Marke "Kangaroo Ridge Chardonnay", aus dem 
Gebüsch, Ass.-Nr. A009'438'237.

38.

Der  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom  24. Januar 2019  beschlagnahmte 

Hut,  grau  mit  schwarzem  Band,  Ass.-Nr. A009'434'053,  der  vom  Beschuldigten 

B._____ am Tatort im P._____ zurückgelassen wurde, wird als Beweismittel bei den 

Akten belassen.

39.

Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. Januar 2019 beschlagnahmte 

Küchenmesser, mit schwarzem Griff, genietet, aus dem Badezimmer der Wohnung 

von H._____, Ass.-Nr. A009'452'180 wird diesem nach Eintritt der Rechtskraft des 

Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen zurückgegeben. Nach un-

genutztem Ablauf dieser Frist wird es der Lagerbehörde zur Vernichtung überlas-

sen.

40.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

- 49 -

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

25'000.00

; die weiteren Kosten betragen:

22'000.00

  Gebühr Strafuntersuchung (Beschuldigter B._____)

22'000.00

  Gebühr Strafuntersuchung (Beschuldigter A._____)

51'577.80

  Auslagen Untersuchung, Gutachten (Beschuldigter B._____)

39'666.80

  Auslagen (Beschuldigter A._____)

718.65

  Auslagen, Legalinsp (Beschuldigter B._____)

1'000.00

  Gerichtskosten Beschwerdeverfahren (Beschuldigter B._____) 

1'000.00

  Gerichtskosten Beschwerdeverfahren (Beschuldigter A._____)

1'135.95

  Auslagen (Beschuldigter A._____)

7'205.10

  Obduktion (Beschuldigter B._____) 

5'156.70

  Auslagen (weitere, Beschuldigter B._____)

137'919.00

  Telefonkontrolle (Beschuldigter B._____)

1'120.00

  Auslagen Polizei (Beschuldigter B._____)

600.15

  Entschädigung Zeuge (Beschuldigter B._____)

375.00

  Entschädigung Dolm. (Beschuldigter B._____)

28.45

  Entschädigung Zeuge (Beschuldigter A._____)

111'424.36

  amtliche Verteidigung des Beschuldigten B._____ (RA Y._____)

83'160.75

  amtliche Verteidigung des Beschuldigten A._____ (RA X._____)

47'119.75

  unentgeltliche Rechtsvertretung der Privatklägerin E._____

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.

41.-43.

[…]

44.

Rechtsanwalt lic. iur. D. Y._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als amt-

licher Verteidiger des Beschuldigten B._____ mit CHF 111'424.36 (inkl. MWST, ab-

züglich  Akontozahlungen  von  insgesamt  CHF 80'306.50)  aus  der  Gerichtskasse 

entschädigt.

45.

Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als amtli-

cher Verteidiger des Beschuldigten A._____ mit CHF 83'160.74 (inkl. MWST, ab-

züglich Akontozahlung von CHF 28'626.60) aus der Gerichtskasse entschädigt.

46.

Rechtsanwalt  lic. iur.  Z._____  wird  für  seine  Bemühungen  und  Auslagen  als 

unentgeltlicher Rechtsvertreter der Privatklägerin Dr. E._____ mit CHF 47'119.75 

- 50 -

(inkl. MWST, abzüglich Akontozahlung von insgesamt CHF 20'434.60) aus der Ge-

richtskasse entschädigt.

47.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten B._____ werden einst-

weilen  auf  die  Gerichtskasse  genommen;  vorbehalten  bleibt  eine  Nachforderung 

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO gegenüber dem Beschuldigten B._____.

48.

49.

[…]

Die  Kosten  der  unentgeltlichen  Rechtsvertretung  der  Privatklägerin  Dr.  E._____ 

werden definitiv auf die Gerichtskasse genommen.

50.

Die Beschuldigten B._____ […] werden […] verpflichtet, den Privatklägern 1 und 2 

(D._____ und C._____) eine Prozessentschädigung in Höhe von je CHF 24'665.70 

(inkl. MWST) zu bezahlen.

51.

52.

[Mitteilungen]

[Rechtsmittel] "

2.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird weiter beschlossen:

1.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, 

I. Strafkammer vom 26. August 2022 (SB200132) wie folgt in Rechtskraft er-

wachsen ist:

" Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte B._____ ist zusätzlich schuldig





des Mordes im Sinne von Art. 112 StGB

der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Mord im Sinne von Art. 260bis Abs. 1 

lit. b StGB

2.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 





[…]

der Irreführung der Rechtspflege im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 StGB

- 51 -

3.

Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf der strafbaren Vorbereitungshandlungen 

zu Mord im Sinne von Art. 260bis Abs. 1 lit. b StGB freigesprochen.

4.

Der  Beschuldigte  B._____  wird  bestraft  mit  einer  lebenslänglichen  Freiheitsstrafe 

(wovon  2'047  Tage  durch  Untersuchungs-  und  Sicherheitshaft  sowie  vorzeitigen 

Strafvollzug erstanden sind).

[…]

Von der Verwahrung des Beschuldigten B._____ wird abgesehen.

Von der Verwahrung des Beschuldigten A._____ wird abgesehen.

5.

6.

7.

8.-11. […]

12.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

18'000.–

; die weiteren Kosten betragen:

11'180.60   Gutachten B._____

5'677.–

  Gutachten A._____

29'059.30   amtliche Verteidigung B._____ (inkl. Auslagen u. MwSt.)

36'878.35   amtl. Verteidigung A._____ (inkl. Auslagen u. 

MwSt.)

6'978.30   unentgeltliche Vertretung der Privatklägerin E._____

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

13.

[…]

14.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten B._____ werden zu 1/3 de-

finitiv und zu 2/3 einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine 

Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO gegenüber dem Beschuldigten B._____ 

im Umfang von 2/3.

15.

[…]

16.

Die  Kosten  der  unentgeltlichen  Rechtsvertretung  der  Privatklägerin 5  (Dr.  E._____) 

werden definitiv auf die Gerichtskasse genommen.

17.

[Mitteilungen]

18.

[Rechtsmittel] "

- 52 -

2.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist zusätzlich schuldig der Anstiftung zu Mord im 

Sinne von Art. 112 StGB in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 StGB.

2.

Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 16 ½ 

Jahren, wovon bis und mit heute 2'814 Tage durch Untersuchungs- und Si-

cherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.

3.

Der Beschuldigte A._____ wird unter solidarischer Haftbarkeit mit B._____ 

verpflichtet, den Privatklägern die folgenden Genugtuungsbeträge zu bezah-

len, jeweils zuzüglich 5 % Zins ab 30. Juni 2016:







C._____: CHF 30'000.–

D._____: CHF 25'000.–

Dr. E._____: CHF 15'000.–.

4.

Der Beschuldigte A._____ wird unter solidarischer Haftbarkeit mit B._____ 

verpflichtet, den Privatklägern die folgenden Schadenersatzbeträge zu be-

zahlen, jeweils zuzüglich 5 % Zins ab dem 27. Januar 2020:











C._____: CHF 1‘596.20

D._____: CHF 4‘444.60

Dr. E._____: CHF 8'922.70; im Übrigen wird der Beschuldigte verpflich-
tet, allfälligen zukünftigen Schaden von Dr. E._____ aus dem angeklag-
ten Ereignis zu ersetzen 

F._____: CHF 10‘298.40

G._____: CHF 3'140.05.

5.

Der Beschuldigte A._____ wird unter solidarischer Haftbarkeit mit B._____ 

verpflichtet, den Privatklägern 1 und 2 (D._____ und C._____) eine Prozes-

sentschädigung in Höhe von je CHF 24'665.70 (inkl. MWST) zu bezahlen.

6.

Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziffern 41, 42, 

43 und 48) wird bestätigt.

- 53 -

7.

Die Kosten des ersten Berufungsverfahrens (SB200132), mit Ausnahme der 

Kosten  der  amtlichen  Verteidigung,  der  unentgeltlichen  Vertretung  der 

Privatklägerschaft und der beiden Gutachten, werden zu 1/6 B._____ und zu 

1/3  dem  Beschuldigten  A._____  auferlegt.  Die  verbleibende  Hälfte  wird  auf 

die Gerichtskasse genommen.

Die Kosten des Gutachtens von B._____ werden ihm zu 2/3 auferlegt, dieje-

nigen des Beschuldigten A._____ werden diesem zu 3/4 auferlegt. Im Übrigen 

werden die Kosten der Gutachten auf die Gerichtskasse genommen.

8.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung (erstes Berufungsverfahren) des Be-

schuldigten  A._____  werden  zu  1/4  definitiv  und  zu  3/4  einstweilen  auf  die 

Gerichtskasse  genommen;  vorbehalten  bleibt  eine  Nachforderung  gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO gegenüber dem Beschuldigten A._____ im Umfang von 

3/4.

9.

Die Gerichtsgebühr für das zweite Berufungsverfahren fällt ausser Ansatz. Die 

weiteren Kosten betragen:

Fr.

Fr.

8'000.–

amtliche Verteidigung (zweites Berufungsverfahren)

5'978.30

unentgeltlichen  Rechtsvertretung  der  Privatklägerin 5, 
Dr. E._____ (zweites Berufungsverfahren)

10. Die Kosten des zweiten Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse 

genommen.

11. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an









Rechtsanwalt X._____ (im Doppel, für sich und zuhanden des Beschul-
digten A._____) (versandt);

die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (versandt);

Rechtsanwalt  Z._____  (sechsfach,  für  sich  und  zuhanden  der  Privat-
klägerschaft E._____, D._____, C._____, F._____ und G._____) (ver-
sandt);

das Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, 
Bewährungs- und Vollzugsdienste (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an

- 54 -







Rechtsanwalt X._____ (im Doppel, für sich und zuhanden des Beschul-
digten A._____);

Rechtsanwalt  Z._____  (sechsfach,  für  sich  und  zuhanden  der  Privat-
klägerschaft E._____, D._____, C._____, F._____ und G._____);

die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich;

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an













die Vorinstanz;

die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A betreffend den Beschul-
digten A._____;

das Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, 
Bewährungs- und Vollzugsdienste, nebst dem Formular "Löschung des 
DNA-Profils und ED-Materials" betreffend den Beschuldigten A._____;

die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich;

das  Migrationsamt  des  Kantons  Zürich,  Berninastrasse 45,  Postfach, 
8090 Zürich;

die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben gemäss 
§ 54a PolG;

12. Gegen  diesen  Entscheid  kann  bundesrechtliche  Beschwerde  in  Straf-

sachen erhoben werden.

Die  Beschwerde  ist  innert  30 Tagen,  von  der  Zustellung  der  vollständigen, 

begründeten  Ausfertigung  an  gerechnet,  bei  der  Strafrechtlichen  Abteilung 

des  Bundesgerichtes  (1000 Lausanne 14)  in  der  in  Art. 42  des  Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die  Beschwerdelegitimation  und  die  weiteren  Beschwerdevoraussetzungen 

richten  sich  nach  den  massgeblichen  Bestimmungen  des  Bundesgerichts-

gesetzes.

- 55 -

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 19. Dezember 2024

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Ch. Prinz

MLaw S. Zuber