# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 90e38d96-498e-5b67-b4c8-6aef20eb9bac
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB240392-O1
**Docket/Reference:** SB240392-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB240392-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240392-O/U/bs

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. S. Volken, Präsident, lic. iur. M. Langmeier 

und Ersatzoberrichter Dr. iur. F. Manfrin sowie die 

Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Maurer

Urteil vom 15. Januar 2025

in Sachen

A._____, 

Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 6. Abteilung, 

vom 5. Juni 2024 (DG240007)

- 2 -

Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 29. Januar 2024 

(Urk. 1/29) sowie das Privatklägerverzeichnis vom selben Datum (Urk. 1/30) ist 

diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 217 S. 103 ff.)

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

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









des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage i.S.v. Art. 147 

Abs. 1 StGB, teilweise des Versuchs hierzu i.S.v. Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier 6),

des mehrfachen Diebstahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 StGB (Dossiers 2, 4 und 6),

des mehrfachen versuchten Diebstahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 

Abs. 1 StGB (Dossiers 1 und 5),

des mehrfachen Hausfriedensbruchs i.S.v. Art. 186 StGB (Dossiers 1, 2, 3, 4, 5 und 

6),

der Datenbeschädigung i.S.v. Art. 144bis Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Dossier 3),

der geringfügigen Sachbeschädigung i.S.v. Art. 144 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter 

Abs. 1 StGB (Dossier 4) sowie

des geringfügigen Diebstahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB 

(Dossier 3).

2.

Der Beschuldigte wird freigesprochen von den Vorwürfen des versuchten Diebstahls i.S.v. 

Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, des Hausfriedensbruchs i.S.v. Art. 186 

StGB und des geringfügigen Diebstahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 

StGB (Dossier 7).

3.

Der Beschuldigte wird bestraft mit 23 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 

385 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr. 350.–.

4.

5.

6.

Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.

Die Busse ist zu bezahlen.

Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfrei-

heitsstrafe von 3 Tagen.

- 3 -

7.

8.

Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 9 Jahre des Landes verwiesen.

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) im Zusammenhang mit 

dem Dossier 3 Schadenersatz von Fr. 217.19 zuzüglich 5 % Zins ab 9. September 2022 zu 

bezahlen.

9.

Die nachfolgend genannten Privatklägerinnen und Privatkläger werden mit ihren Schaden-

ersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen:







Privatklägerin 1 (B._____, Dossier 2 und Dossier 4),

Privatklägerin 2 (C._____, Dossier 4),

Privatkläger 3 (D._____, Dossier 4).

10.

Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 1 (B._____) im Zusammenhang mit dem 

Dossier 6 wird abgewiesen.

11.

Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 29. Januar 2024 

beschlagnahmten und unter den Geschäfts-Nr. 83614124, 84006622, 85143766 lagernden 

Gegenstände werden eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft der Lagerbehörde (Kan-

tonspolizei Zürich, Asservate-Triage) zur Vernichtung  überlassen:

  

  

  

  





ein Datenträger «Kongston» (Asservate-Nr. A017'402'072),

ein Datenträger «Sandisk» (Asservate-Nr. A017'402'083),

ein USB Datenträger «Innostar» (Asservate-Nr. A017'402'094),

eine SSD Harddisk «Sandisk» (Asservate-Nr. A017'402'107),

ein SD Kartenadapter mit eingesetzter Speicherkarte (Asservate-Nr. A017'402'118),

Verpackung von Samsung Portable SSD T7 (Asservate-Nr.A016'541'176),

   USB-Stick «SanDisk» (Asservate-Nr. A016'541'187),

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

eine deformierte Büroklammer (Asservate-Nr. A017'402'129),

eine chirurgische Klinge "Surgical Blade" (Asservate-Nr. A017'402'130),

ein Schlüssel "ABUS" (Asservate-Nr. A017'402'141),

ein Vierkantschlüssel-Tool (silberfarben) (Asservate-Nr. A017'402'152),

eine Taschenlampe "Ortex" (schwarz) (Asservate-Nr. A017'402'163),

ein Arbeitshandschuh (Gelb/Schwarz) (Asservate-Nr. A017'402'185),

ein Paar Latexhandschuhe (hellblau) (Asservate-Nr. A017'402'196),

ein Paar Latexhandschuhe (dunkelblau) (Asservate-Nr. A017'402'209),

eine chirurgische Klinge "Surgical Blade" (geöffnete Verpackung) (Asservate-

Nr. A017'402'254),

Vergleichs-WSA von E._____ (A017'366'813) sowie

Vergleichs-WSA von F._____ (A017'366'891).

- 4 -

12.

Die folgenden sichergestellten beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich, Asser-

vate-Triage, unter der Geschäfts-Nr. 84006622 lagernden Gegenstände des Beschuldigten 

werden diesem nach Eintritt der Rechtskraft bis spätestens 3 Monate danach auf erstes 

Verlangen hin herausgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden die Gegen-

stände der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:





«Samsung», lMEl Nr. 1 (Asservate-Nr. A017'402'232),

eine Hülle zu Mobiltelefon (schwarz) mit verklebter Rückseite sowie einer Plastikhalte-

rung (Asservate-Nr. A017'402'210).

13.

Die bei der Kantonspolizei Zürich, Asservate-Triage, unter der Geschäfts-Nr. 84006622 

lagernde Mitgliederkarte Verkehrshaus Luzern (Nr. …, ltd. auf G._____) (Asservate-Nr. 

A017'402'174) wird der Privatklägerin 4 (H._____ GmbH) nach Eintritt der Rechtskraft bis 

spätestens 3 Monate danach auf erstes Verlangen hin herausgegeben. Nach ungenutztem 

Ablauf dieser Frist werden die Gegenstände der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.

14.

Es wird die Abnahme einer DNA-Probe und Erstellung eines DNA-Profils im Sinne von 

Art. 257 StPO angeordnet. Das Forensische Institut Zürich (FOR) wird mit dem Vollzug 

beauftragt. 

Die Vollzugsbehörde wird ersucht, den Beschuldigten innert 30 Tagen ab Rechtskraft 

dieses Entscheids dem Forensische Institut Zürich (FOR) zuzuführen.

15.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

8'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:

7'500.00   Gebühr Vorverfahren;

550.00   Auslagen;

1'300.00   Kosten Beschwerdeverfahren UB230117-O

1'200.00   Kosten Beschwerdeverfahren UB230135-O

1'200.00   Kosten Beschwerdeverfahren UB230188-O

1'200.00   Kosten Beschwerdeverfahren UB240023-O

1'000.00   Kosten Beschwerdeverfahren UB240058-O

1'000.00   Kosten Entsiegelungsverfahren GT230081-L

10'465.15   Amtliche Verteidigung RA X2._____;

    noch offen

  Amtliche Verteidigung RAin X3._____.

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

16.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden mit separatem Entscheid festgesetzt.

- 5 -

17.

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforde-

rung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

18.

Die Kosten für das Entsiegelungsverfahren GT230081-L in der Höhe von Fr. 1'000.– 

werden dem Beschuldigten auferlegt.

19.

Die Kosten der nachfolgenden Beschwerdeverfahren werden in der nachfolgenden Höhe 

dem Beschuldigten auferlegt:











Beschwerdeverfahren UB230117-O: Fr. 1'300.–,

Beschwerdeverfahren UB230135-O: Fr. 1'200.–,

Beschwerdeverfahren UB230188-O: Fr. 1'200.–,

Beschwerdeverfahren UB240023-O: Fr. 1'200.–,

Beschwerdeverfahren UB240058-O: Fr. 1'000.–.

20.

(Mitteilungen)

21.

(Rechtsmittel)"

Berufungsanträge:
(Prot. II S. 12)

a)

Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 276 S. 1)

1.

2.

Es sei das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 5. Juni 2024 aufzuheben. 

Alles und Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

b)

Des Vertreters der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 242)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

- 6 -

Erwägungen:

I. Verfahrensgang und Prozessuales

1.

Verfahrensgang

1.1.

Zum Verfahrensgang bis zum Erlass des erstinstanzlichen Urteils kann auf 

die  zutreffenden  Erwägungen  im  angefochtenen  Entscheid  verwiesen  werden 

(Urk. 217  S. 8  ff.).  Der  Beschuldigte  wurde  mit  Urteil  des  Bezirksgerichts  Zürich 

vom 5. Juni 2024 gemäss dem eingangs zitierten Urteilsdispositiv schuldig gespro-

chen. Innert gesetzlicher Frist meldete der Beschuldigte sowohl persönlich als auch 

via Verteidigung Berufung an (Urk. 175 und Urk. 176; Art. 399 Abs. 1 StPO). Nach-

dem  das  begründete  Urteil  den  Parteien  zugestellt  worden  war,  reichte  der  Ver-

teidiger wiederum fristgerecht mit Eingabe vom 26. August 2024 die Berufungser-

klärung ein (Urk. 226; Art. 399 Abs. 3 StPO). Die Staatanwaltschaft und die Privat-

klägerin 1  verzichteten  in  der  Folge  ausdrücklich  auf  eine  Anschlussberufung 

(Urk. 242  und  Urk. 247;  Art. 400  Abs. 3  StPO).  Auch  seitens  der  übrigen  Privat-

kläger ging keine Anschlussberufungserklärung ein.

1.2. Der  Beschuldigte  reichte  –  wie  schon  zuvor  in  der  Untersuchung  und  im 

vorinstanzlichen Verfahren – auch im Berufungsverfahren diverse handschriftlich 

verfasste  Eingaben  ein  (Urk. 223,  Urk. 224,  Urk. 225,  Urk. 227,  Urk. 232/1-3, 

Urk. 244  und  Urk. 248,  vgl.  Urk. 257).  Mit  Präsidialverfügung  vom  4. September 

2024 wurde daher entschieden, dass künftige Eingaben der Verteidigung zugestellt 

würden, welche dem Gericht mitzuteilen habe, an welchen Anträgen festgehalten 

werde (Urk. 233). 

1.3. Der Beschuldigte reichte der Vorinstanz mit Eingabe vom 5. bzw. 6. August 

2024 ein Haftentlassungsgesuch ein, welches das Zwangsmassnahmengericht mit 

Verfügung vom 14. August 2024 abwies (vgl. Urk. 236 S. 3). Die III. Strafkammer 

des  Obergerichts  wies  eine  seitens  des  Beschuldigten  hiergegen  erhobene 

Beschwerde mit Beschluss vom 4. September 2024 ab (Urk. 236). Die Verteidigung 

reichte  namens  des  Beschuldigten  mit  Eingabe  vom  4. September  2024  ein 

weiteres  Haftentlassungsgesuch  ein  (Urk. 237).  Dieses  wurde  nach  Einholung 

von Stellungnahmen  der  Staatsanwaltschaft  sowie  eines  Führungsberichts  des 

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Gefängnisses (Urk. 240 und Urk. 241) mit Präsidialverfügung vom 26. September 

2024  abgewiesen  (Urk. 245).  Schliesslich  wurde  mit  Präsidialverfügung  vom 

2. Oktober  2024  ein  Gesuch  des  Beschuldigten  um  Wechsel  der  amtlichen  Ver-

teidigung  abgewiesen  (Urk. 250).  Mit  Präsidialverfügung  vom  3. Dezember  2024 

wurde der Beschuldigte sodann aus der Haft entlassen und dem Migrationsamt des 

Kantons Zürich zugeführt (Urk. 268).

1.4. Die vom Verteidiger eingereichten Plädoyernotizen bzw. die Berufungsbe-

gründung  wurde  per  15. Januar  2025  als  verlesen  entgegengenommen  und  der 

Beschuldigte  und  der  Verteidiger  wurden  von  der  Hauptverhandlung  dispensiert 

(Urk. 275 und Urk. 276; Prot. II S. 12). Das Berufungsurteil wurde am 15. Januar 

2025 gefällt und den Parteien im Dispositiv zugestellt (Urk. 280; Prot. II S. 12 ff.). 

2.

Umfang der Berufung

2.1. Der Verteidiger hat in seiner Berufungserklärung vom 26. August 2024 die 

Berufung insoweit beschränkt, als er den Schuldspruch gemäss Dossier 2 unange-

fochten  gelassen  hat  (Urk. 226  S. 2).  Diese  Erklärung  ist  verbindlich  (Art. 399 

Abs. 4 StPO). Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist kann der Umfang der Anfechtung 

nicht mehr ausgedehnt werden (BSK StPO-BÄHLER, Art. 399 StPO N 10 m.w.H.). 

Der Schuldspruch gemäss Dossier 2 ist damit rechtskräftig, zumal der Berufungs-

erklärung ein Schreiben vom 13. August 2024 an den Beschuldigten mit dem Inhalt 

"ausführliche Beratung zum weiteren Vorgehen" (zeitlicher Aufwand von 40 Minu-

ten) sowie ein 30-minütiges Telefonat mit dem Beschuldigten am 26. August 2024 

vorangingen (Urk. 277). Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Inhalt – und 

insbesondere auch die Beschränkung – der Berufung mit dem Beschuldigten ein-

lässlich  besprochen  wurde.  An  der  Rechtskraft  des  Schuldspruchs  gemäss 

Dossier 2 ändert ferner nichts, dass dies nicht formell im Dispositiv so festgehalten 

werden kann, weil der Schuldspruch (gemäss Dossier 2) Teil eines Schuldspruchs 

wegen  mehrfacher  Tatbegehung  bildet.  Soweit  in  der  Berufungsbegründung  so-

wohl  der  Verteidigung  als  auch  des  Beschuldigten  persönlich  die  Verurteilung  in 

Dossier 2 beanstandet wird, ist deshalb nicht weiter darauf einzugehen.

- 8 -

2.2. Neben  dem  Vorstehenden  wird  das  vorinstanzliche  Urteil  vollumfänglich 

angefochten. Das betrifft namentlich auch Dispositivziffer 2, wo der Beschuldigte 

hinsichtlich Dossier 7 freigesprochen wird. Mangels Beschwer ist diesbezüglich auf 

die  Berufung  nicht  einzutreten.  Gleiches  gilt  hinsichtlich  Dispositivziffer 10,  in 

welcher Ziffer das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 1 im Zusammenhang 

mit Dossier 6 abgewiesen wird, und betreffend Dispositivziffer 12, in welcher Ziffer 

die  Herausgabe  von  verschiedenen  Gegenständen  an  den  Beschuldigten  ange-

ordnet wird. Diesbezüglich ist auf die Berufung des Beschuldigten nicht einzutreten.

3.

Prozessuales

3.1. Soweit nachfolgend auf die Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen 

Entscheid verwiesen wird, erfolgt dies in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch 

ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung findet. Im Übrigen ist an dieser Stelle 

darauf  hinzuweisen,  dass  sich  die  urteilende  Instanz  nicht  mit  allen  Parteistand-

punkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich 

widerlegen muss (BGE 146 IV 297 E. 2.2.7, m.H.). Die Berufungsinstanz kann sich 

somit in der Begründung auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschrän-

ken,  was  insbesondere  hinsichtlich  der  vom  Beschuldigten  (in  Ergänzung  –  zur 

bereits ausführlichen – Berufungserklärung sowie der Berufungsbegründung des 

Verteidigers)  selbst  eingereichten,  62-seitigen  Berufungsbegründung  (Urk. 278) 

Geltung beansprucht. Bei deren Durchsicht fällt denn auch auf, dass der Beschul-

digte  sich  neben  vielen  Wiederholungen  zu  grossen  Teilen  in  weitschweifigen 

Ausführungen und insbesondere auch mannigfaltigen Spekulationen zu rein theo-

retisch  möglichen  Dritttäterschaften  oder  alternativen  Handlungsabläufen  ergeht, 

die prozessual nicht relevant sein können.

3.2. Die Verteidigung macht betreffend Dossier 1 "nebenbei" geltend, dass der 

Strafantrag  nicht  rechtzeitig  eingegangen  sei  (Urk. 226  S. 6;  Urk. 276  S. 5).  Der 

Strafantrag  der  B._____  betreffend  Hausfriedensbruch  datiert  vom  18. Mai  2023 

und damit vom Tag der Verhaftung des Beschuldigten. Der dem Beschuldigten vor-

geworfene Hausfriedensbruch gemäss Dossier 1 hat sich an diesem Tag ereignet, 

weshalb der Strafantrag ohne Weiteres rechtzeitig gestellt wurde. An welchem Tag 

er  konkret  bei  der  Staatsanwaltschaft  einging,  spielt  keine  entscheidende  Rolle. 

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Gemäss Polizeirapport sei der Strafantrag jedenfalls am Folgetag – und damit ohne 

weiteres rechtzeitig – per Mail der Polizei zugestellt worden (Urk. D1/1/1 S. 4 und 

Urk. D1/1/6/3).

3.3.

Im Übrigen kann auf die Erwägungen der Vorinstanz betreffend die Zustän-

digkeit des Gerichts, die Konstituierung der Privatklägerschaft sowie das Vorliegen 

von gültigen Strafanträgen verwiesen werden (Urk. 217 S. 11 f.).

II. Schuldpunkt und Zivilforderungen

1.

Vorbemerkungen

Vorab ist daran zu erinnern, dass der Grundsatz "in dubio pro reo" auf das einzelne 

Indiz  keine  Anwendung  findet  (BGE  144  IV  345  E. 2.2.3.4;  Urteile  des  Bundes-

gerichtes  6B_360/2016  vom  1. Juni  2017  E. 2.4,  nicht  publ.  in  BGE  143  IV  361; 

6B_605/2016  vom  15. September 2016  E. 2.8  und  6B_1021/2016  vom  20. Sep-

tember 2017 E. 4.1 mit Hinweisen). Er entfaltet seine Wirkung bei der Beweiswür-

digung vielmehr als Ganzes. Massgebend ist nicht eine isolierte Betrachtung der 

einzelnen  Beweise,  sondern  deren  gesamthafte  Würdigung  (BGE 144  IV 345 

E. 2.2.3.4;  Urteile  des  Bundesgerichtes  6B_90/2019  vom  7. August 2019  E. 4.3; 

6B_699/2018 vom 7. Februar 2019 E. 2.3.2).

2.

Dossier 2

Der Schuldspruch gemäss Dossier 2 ist nicht mehr angefochten (Urk. 226 S. 2; vgl. 

vorne E. I.2.1). Nachdem – wie bereits bei der Bestimmung des Umfangs der Be-

rufung dargetan – die Schuldsprüche betreffend Diebstahl im Sinne von Art. 139 

Ziff. 1  StGB  und  Hausfriedensbruch  im  Sinne  von  Art. 186  StGB  aufgrund  von 

Schuldsprüchen in weiteren Dossiers im Dispositiv in der mehrfachen Tatbegehung 

aufgehen,  kann  die  Rechtskraft  nicht  formell  festgestellt  werden.  Die  Schuld-

sprüche gemäss Dossier 2 sind daher nochmals zu bestätigen.

3.

Dossier 3

3.1. Die  Staatsanwaltschaft  wirft  dem  Beschuldigten  in  Dossier 3  vor,  sich  im 

Zeitraum vom 8. bis 9. September 2022 Zutritt zu den Räumlichkeiten der B._____ 

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an der I._____-strasse … in Zürich verschafft zu haben. In der Folge habe er sich 

unberechtigt in das der Öffentlichkeit nicht zugängliche und besonders gesicherte 

J._____ / K._____ (…) begeben, im Wissen und mit Willen darum, eine der Öffent-

lichkeit nicht zugängliche Räumlichkeit an der B._____ zu betreten. Dort habe er 

mithilfe eines mitgebrachten USB-Sticks zum Nachteil der B._____ einen von ihm 

vorgefundenen Laptop umformatiert und dadurch sämtliche Daten auf dem Gerät 

gelöscht. Als er den USB-Stick in den Laptop eingeführt habe, habe der Beschul-

digte  beabsichtigt  oder  zumindest  in  Kauf  genommen,  dass  die  elektronisch  ge-

speicherten Dateien durch das darauffolgende Umformatieren nicht mehr (elektro-

nisch) lesbar sein würden, was sich dann auch so verwirklicht habe. Des Weiteren 

habe der Beschuldigte eine im … vorgefundene Festplatte im Wert von Fr. 217.– 

an  sich  genommen  und  mit  dieser  die  Räumlichkeiten  wieder  verlassen.  Dabei 

habe er gewusst, dass er auf die Festplatte keinen Anspruch hatte, und er habe 

beabsichtigt, hernach ohne Rechtsanspruch über diese wie ein Eigentümer zu ver-

fügen und sie für fremde oder eigene Bedürfnisse zu verwenden (Urk. 1/29 S. 4).

3.2. Die  Vorinstanz  sah  den  Anklagesachverhalt  als  vollumfänglich  erstellt  an. 

Stark zusammengefasst erwog sie, dass ab dem USB-Stick eine DNA-Spur sicher-

gestellt worden sei, bei welcher der Beschuldigte als Spurenverursacher habe iden-

tifiziert  werden  können.  Weiter  habe  sich  auf  dem  USB-Stick  ein  Programm  zur 

Neuinstallation  von  Betriebssystemen  befunden.  Neben  der  DNA  Spur  sieht  die 

Vorinstanz  als  weitere  Indizien  für  die  Täterschaft  des  Beschuldigten,  dass  der 

Beschuldigte  auf  seinem  Mobiltelefon  Anleitungen  für  die  Formatierung  von 

Laptops heruntergeladen habe. Weiter habe er bei seiner Verhaftung eine aufge-

bogene Büroklammer bei sich gehabt, wobei eine solche gemäss aktenkundigen 

Anleitungen  zur  Formatierung  von  Lenovo-Laptops  benötigt  werde.  Die  Er-

klärungen des Beschuldigten, wie seine DNA auf den USB Stick gelangt sei, seien 

zudem  sehr  unterschiedlich  ausgefallen  und  würden  nicht  überzeugen.  Auch  sei 

nicht überzeugend, wenn der Beschuldigte angebe, nicht zu wissen, was eine SSD 

bzw. portable Harddisk sei, bei seiner Verhaftung aber exakt eine solche Speicher-

karte mit sich geführt habe (Urk. 217 S. 26 ff.).

- 11 -

3.3. Die Verteidigung bringt im Berufungsverfahren vor, es sei unbestritten, dass 

auf  dem  im  fraglichen  Labor  gefundenen  USB-Stick  die  DNA  des  Beschuldigten 

habe festgestellt werden können. Der Beschuldigte habe hierzu aber konstant und 

detailliert geschildert, wie ihm dieser Stick abhanden gekommen sei. So gehe aus 

seinen  Aussagen  hervor,  dass  er  für  Dritte  erkennbar  in  einem  Seminarraum  an 

einem Dokument gearbeitet habe und den Seminarraum sodann zwecks Beschaf-

fung von Tabak habe verlassen und den USB-Stick zurücklassen müssen. Nach 

seiner Rückkehr sei das Gebäude verschlossen gewesen. Im Übrigen fehle es dem 

Beschuldigten an einem Motiv, um Daten zu löschen. Zudem hätte der Beschul-

digte, wenn die Vorwürfe stimmen würden, den Laptop wohl nachhause mitgenom-

men und die Daten dort gelöscht. Die DNA-Spur als einziges Indiz reiche nicht aus, 

da der Beschuldigte nachvollziehbar habe erklären können, wie es zu dieser ge-

kommen sei (Urk. 226 S. 3 f.; Urk. 276 S. 2 f.). 

3.4.

3.4.1. Vorab  kann  auf  die  sehr  ausführlichen  und  sorgfältigen  Erwägungen  der 

Vorinstanz verwiesen werden, welche sich in allen Teilen als zutreffend erweisen 

(Urk. 217 S. 26 ff.). Entgegen der Argumentation der Verteidigung stellt die DNA-

Spur vorliegend keineswegs das einzige Indiz für die Täterschaft des Beschuldigten 

dar. Es stimmt zwar, dass die Darstellung des Beschuldigten, wonach er den USB-

Stick in einem Seminarraum der B._____ zurückgelassen habe, theoretisch zutref-

fen könnte. Vorliegend kommt indessen – wie die Vorinstanz zutreffend erwogen 

hat – hinzu, dass sich der Beschuldigte nachweislich bereits mit der Neuformatie-

rung  von  Laptops  befasst  hatte  und  demnach  über  entsprechendes  Wissen  ver-

fügte. Auf dem fraglichen USB-Stick befanden sich sodann keine persönlichen Da-

teien des Beschuldigten, was ebenfalls dagegen spricht, dass er diesen beim Ver-

fassen eines Dokuments während einer Pause in einem Seminarraum zurückge-

lassen hätte. Bloss ergänzend ist – mit der Vorinstanz – sodann darauf hinzuwei-

sen, dass der hier angewandte Modus Operandi dem typischen Vorgehen des Be-

schuldigten entspricht, da er auch bei anderen Gelegenheiten sich in interne Räum-

lichkeiten  der B._____  am Standort L._____  begeben und dort  Vermögenswerte 

entwendet bzw. dies zumindest versucht hat (vgl. Dossiers 1, 4, 5 und 6).

- 12 -

3.4.2. Was die Motivlage betrifft, muss davon ausgegangen werden, dass der Be-

schuldigte den Laptop zunächst entwenden und verkaufen wollte und ihn zu diesem 

Zweck zurückgesetzt hatte. Aus welchem Grund der Laptop schliesslich im Labor 

zurückblieb  bzw.  zurückgebracht  wurde,  kann  nicht  mehr  rekonstruiert  werden, 

spielt aber letztlich auch keine Rolle. Dass sowohl die Formatierung des Laptops, 

das Betreten der Räumlichkeiten und die Wegnahme der Festplatte vorsätzlich er-

folgten, hat bereits die Vorinstanz zutreffend erwogen (Urk. 217 S. 32 f.).

3.4.3. Zusammenfassend  ist  demnach  unter  Hinweis  auf  die  ausführlichen  und 

sorgfältigen  Erwägungen  der  Vorinstanz,  auf  welche  gesamthaft  und  ohne  Ein-

schränkungen verwiesen werden kann (Urk. 217 S. 24 ff.), der Anklagesachverhalt 

sowohl in subjektiver als auch in objektiver Hinsicht als erstellt anzusehen.

3.5. Die Vorinstanz würdigt den erstellten Anklagesachverhalt als Datenbeschä-

digung im Sinne von Art. 144 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, geringfügigen Diebstahl im Sinne 

von Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB sowie Hausfriedensbruch 

i.S.v. Art. 186 StGB (Urk. 217 S. 33 ff.). Diese Würdigung ist zutreffend, weshalb 

auf die vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist. Lediglich rekapitulierend ist 

auch an dieser Stelle zu betonen, dass für das Vorliegen eines Hausfriedensbruchs 

nicht von Bedeutung ist, ob der Inhaber des Hausrechts ein ausdrückliches Haus-

verbot ausgestellt hat. Der Wille des Berechtigten kann ausdrücklich (durch Schrift 

oder Bild) oder konkludent von ihm selbst oder einem Vertreter zum Ausdruck ge-

bracht werden oder aus den Umständen hervorgehen (BSK StGB-DELNON/RÜDY, 

Art. 186  N 28).  Wo  bestimmte  Räumlichkeiten  dem  Publikum  nur  für  bestimmte 

Zwecke offenstehen und ihre Zweckbestimmung für jedermann ohne jeden Zweifel 

klar zutage tritt, handelt gegen den Willen des Berechtigten, wer zu einem anderen 

Zweck in sie eindringt (BGE 108 IV 33 E. 5b). Vorliegend war angesichts der Art 

der Räumlichkeiten, welche eindeutig als interne Büroräume zu erkennen sind, klar, 

dass  diese  nur  Mitarbeitenden  oder  gegebenenfalls  Personen  mit  konkreten  An-

liegen  betreffend  einen  Kontakt  mit  einer  dort  ansässigen  Stelle  offen  stehen. 

Personen, die – wie der Beschuldigte – einzig zwecks Suche nach Wertgegenstän-

den die internen Räumlichkeiten durchstreifen, sind dazu nach dem aufgrund der 

Umstände erkennbaren Willen der B._____ nicht berechtigt.

- 13 -

3.6. Ebenfalls verwiesen werden kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen be-

treffend die Zivilforderung der Privatklägerin 1 (Urk. 217 S. 35). Der Beschuldigte 

ist  demnach  zu  verpflichten,  der  Privatklägerin 1  Schadenersatz  im  Betrag  von 

Fr. 217.19 zuzüglich 5 % Zins ab 9. September 2022 zu bezahlen.

4.

Dossier 4

4.1. Die  Staatsanwaltschaft  wirft  dem  Beschuldigten  in  Dossier 4  vor,  er  habe 

sich im Zeitraum von 18. bis 21. November 2022 Zutritt zu den Räumlichkeiten der 

B._____ verschafft und sich dabei unberechtigt – und mit Wissen und Willen, eine 

nicht  öffentlich  zugängliche  Räumlichkeit  zu  betreten  –  in  das  der  Öffentlichkeit 

nicht zugängliche, besonders gesicherte Betriebsbüro … der M._____ (…) bege-

ben. Dort soll er aus einer Pulttischschublade eine im Eigentum von C._____ und 

D._____ stehende Geldkassette entnommen und sodann aufgebrochen haben, so-

dass diese nicht mehr verschliess- bzw. brauchbar gewesen sei, wodurch ein Sach-

schaden von Fr. 20.– entstanden sei. Zudem soll der Beschuldigte zum Nachteil 

der  B._____,  eventualiter  zum  Nachteil  der  beiden  Vorgenannten,  Bargeld  von 

Fr. 2'500.– aus der Geldkassette entwendet und damit die Räumlichkeiten verlas-

sen haben, obschon er gewusst habe, dass er darauf keinen Anspruch hatte, und 

in  der  Absicht,  das  Geld  für  eigene  oder  fremde  Bedürfnisse  zu  verwenden 

(Urk. 1/29 S. 5).

4.2. Die Vorinstanz sah den Anklagesachverhalt als erstellt an. Sie erwog stark 

zusammengefasst, an der Geldkassette seien ab der Aufbruchstelle sowie ab der 

schwarzen Einlage innerhalb der Kassette DNA-Spuren gefunden worden, wobei 

der  Beschuldigte  als  Spurengeber  habe  identifiziert  werden  können.  Dem  Kurz-

bericht  des  Forensischen  Instituts  Zürich  vom  27. Dezember  2022  sei  allerdings 

nicht zu entnehmen, ob die DNA des Beschuldigten sowohl an der Aufbruchstelle 

als auch an der schwarzen Einlage gefunden worden sei, oder ob für beide Stellen 

eine gemeinsame Probe genommen worden sei. Mithin könne nicht gesagt werden, 

ob sich die DNA-Spuren nur aussen an der Geldkassette oder auch in deren Inne-

ren befunden hätten. Die Erklärung des Beschuldigten, wie seine DNA an die Geld-

kassette gekommen sei, sei nicht überzeugend. So habe der Beschuldigte ausge-

führt, er sei durch einen Eingang, den er zuvor nie benutzt habe, in das Gebäude 

- 14 -

gelangt  und  habe  nicht  gewusst,  wo  er  war.  Die  Tür  zum  betreffenden  Büro  sei 

offen  gewesen.  Da  habe  er  gesehen,  dass  in  jenem  Büro  eine  Schublade  offen 

gewesen und die Kasse dort gestanden sei. Aus Neugier sei er hineingegangen, 

habe  dann  jedoch  realisiert,  dass  jemand  etwas  aufgebrochen  habe.  Er  sei 

geschockt gewesen davon, was er dort angetroffen habe. Da er befürchtet habe, 

man würde ihm diese Tat anlasten, habe er die Kasse zugeschlagen, diese dabei 

irgendwie angefasst und dann mit dem Fuss die Schublade zugeschoben. Danach 

sei er ziemlich schnell hinausgegangen. Diese Darstellung sei – so die Vorinstanz – 

nicht überzeugend. Wer zufällig einen fremden Tatort entdecke und darauf bedacht 

sei, keine Spuren zu hinterlassen, fasse nicht mit blossen Händen auch noch Ge-

genstände  an,  die  er  bereits  als  Tatobjekte  identifiziert  habe  (Urk. 217  S. 36  ff.). 

Nicht erstellt werden könne aber der konkrete Betrag, welcher aus der Geldkassette 

entwendet worden sei (Urk. 217 S. 40 f.). Weiter liege das anklagegenständliche 

Büro zwar ausserhalb des zutrittsgesicherten Bereichs. Beim Betriebsbüro selber 

handle es sich aber offenkundig – und für jeden uneingeschränkt erkennbar – nicht 

um einen für die Öffentlichkeit konzipierten Raum. Auch eine offenstehende Schub-

lade  oder  selbst  eine  –  schon  von  der  Tür  aus  zu  erblickende  –  aufgebrochene 

Geldkassette  hätte  dem  Beschuldigten  nicht  das  Recht  gegeben,  einen  solchen 

erkennbar nicht für die Öffentlichkeit gedachten Raum zu betreten (Urk. 217 S. 41).

4.3. Die  Verteidigung  bringt  im  Berufungsverfahren  vor,  es  sei  nicht  per  se 

unmöglich,  dass  die  Türe  bereits  offen  gewesen  sei,  als  der  Beschuldigte  den 

fraglichen Raum betreten habe. Weiter sei aufgrund des Umstands, dass mehr als 

30 Personen einen Schlüssel für den Raum gehabt hätten, viel wahrscheinlicher, 

dass  die  Täterschaft  über  einen  Schlüssel  verfügt  habe.  Sodann  sei  die  fest-

gestellte Mischspur bloss schwach, wobei bei einem gewaltsamen Aufbrechen der 

Geldkassette  die  DNA-Spuren  zwangsläufig  eindeutig  hätten  sein  müssen.  Der 

Beschuldigte  habe  die  Kassette  zudem  nur  aus  Neugierde  berührt.  Auch  der 

Vorwurf des Hausfriedensbruchs sei nicht erfüllt, da der Beschuldigte auf der Suche 

nach  der  S._____  gewesen  sei.  Es  fehle  daher  am  Vorsatz  (Urk. 226  S. 4  f.; 

Urk. 276 S. 3 f.).

- 15 -

4.4.

4.4.1. Die Beanstandungen der Verteidigung ändern nichts an der überzeugenden 

Würdigung der Vorinstanz. Auf die ausführlichen und sorgfältigen vorinstanzlichen 

Erwägungen  kann  daher  vorab  vollumfänglich  verwiesen  werden.  Insbesondere 

überzeugt nach wie vor nicht, dass der Beschuldigte bloss "aus Neugierde" eine 

bereits aufgebrochene Geldkassette berührt haben will. Gerade wenn er – wie er 

selbst  ausführte  –  erkannt  hätte,  dass  jemand  die  Geldkassette  aufgebrochen 

haben muss und darauf bedacht gewesen sein will, nicht noch weitere Spuren zu 

hinterlassen, erschiene das absichtliche Berühren des potentiellen Tatobjekts völlig 

lebensfremd. Auch der Umstand, dass es sich bei der DNA-Spur um ein Mischprofil 

gehandelt hat, ändert an der Sachlage nichts. Der Beschuldigte konnte letztlich im 

Hauptprofil als Spurengeber identifiziert werden. Da die konkrete Vorgehensweise 

beim Aufbrechen der Kassette nicht bekannt ist, kann auch nicht gesagt werden, 

dass zwangsläufig mehr Spuren hätten entstehen müssen. Insbesondere wenn die 

Täterschaft Handschuhe trägt, dürften nur reduzierte Spuren die Folge sein. Weiter 

überzeugt  auch  nicht,  wenn  die  Verteidigung  darauf  hinweist,  dass  der  Beschul-

digte auf der Suche nach der S._____ gewesen sei. Die Vorinstanz hat sich bereits 

ausführlich mit diesem Vorbringen auseinandergesetzt und kam zum überzeugen-

den  Schluss,  dass  aufgrund  der  tatsächlichen  Begebenheiten  im  fraglichen  Ge-

bäude und der dort angebrachten Beschilderung etc. nicht möglich sei, dass man 

sich  auf  der  Suche  nach  einer  S._____  ins  Betriebsbüro  der  M._____  verirren 

könnte (Urk. 217 S. 39 ff.). Schliesslich ist auch irrelevant, dass 30 Schlüssel für 

die fraglichen Räumlichkeiten in Umlauf waren, wie dies neben der Verteidigung 

auch der Beschuldigte in seiner eigenen Berufungsbegründung vorbringt (Urk. 278 

S. 37). Entscheidend ist, dass es sich beim Betriebsbüro um einen – für jeden er-

kennbar – nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Raum handelte. Letztlich ist daher 

gesamthaft auf die sehr ausführlichen und sorgfältigen Erwägungen der Vorinstanz 

zu  verweisen,  welche  uneingeschränkt  übernommen  werden  können  (Urk. 217 

S. 35 ff.).

4.4.2. Zusammenfassend ist der Anklagesachverhalt damit – mit der Vorinstanz – 

sowohl in subjektiver als auch in objektiver Hinsicht erstellt.

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4.5. Die Vorinstanz würdigt den erstellten Anklagesachverhalt als Diebstahl im 

Sinne  von  Art. 139  Ziff. 1  StGB,  Hausfriedensbruch  im  Sinne  von  Art. 186  StGB 

sowie geringfügige Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB i.V.m. 

Art. 172ter Abs. 1 StGB (Urk. 217 S. 42). Was die Würdigung des erstellten Sach-

verhalts  als  Diebstahl  im  Sinne  von  Art. 139  Ziff.  1  StGB  anbelangt,  ist  noch 

Folgendes zu ergänzen: Der Deliktsbetrag ist vorliegend gerade nicht bekannt bzw. 

konnte nicht erstellt werden. Da es sich zudem um einen Diebstahl aus einer Kaf-

feekasse handelt, kann auch nicht ohne Weiteres von einem erheblichen Betrag 

ausgegangen werden. Zugunsten des Beschuldigten muss daher ein Deliktsbetrag 

unter Fr. 300.– angenommen werden. Es ist indessen nicht auf den eingetretenen 

Erfolg,  sondern  den  Vorsatz  des  Täters  abzustellen.  Art. 172ter  StGB  ist  nur  an-

wendbar,  wenn  der  Täter  von  vornherein  bloss  einen  geringen  Vermögenswert 

oder  geringen  Schaden  im  Auge  hatte.  Ist  Eventualvorsatz  bezüglich  eines 

Fr. 300.– übersteigenden Betrages gegeben, so scheidet die Privilegierung nach 

Art. 172ter  StGB  aus  (BSK  StGB-WEISSENBERGER,  Art. 172ter  N 35  und  N 40; 

BGE 123 IV 197 E. 2.a). Da der Beschuldigte klarerweise so viel mitgenommen hat 

bzw. hätte, wie er finden konnte, und sein Vorsatz nicht auf einen gewissen Betrag 

beschränkt  war,  scheidet  die  Privilegierung  als  geringfügiges  Vermögensdelikt 

nach Art. 172ter StGB vorliegend aus. Im Übrigen ist die rechtliche Würdigung zu-

treffend  und  demzufolge  unter  Hinweis  auf  die  vorinstanzlichen  Erwägungen  zu 

übernehmen.

4.6. Ebenfalls verwiesen werden kann auf die Erwägungen der Vorinstanz, wenn 

sie die Privatkläger 1-3 mit ihren Schadenersatzbegehren betreffend Dossier 4 auf 

den Weg des Zivilprozesses verweist (Urk. 217 S. 43).

5.

Dossier 5

5.1. Der  Beschuldigte  soll  sich  am  27. November  2022  am  späteren  Abend, 

spätestens  aber  um  ca.  23:00 Uhr,  Zutritt  zu  den  Räumlichkeiten  der  B._____ 

verschafft  haben.  Dabei  habe  er  sich  unberechtigt  in  das  der  Öffentlichkeit  nicht 

zugängliche  und  besonders  gesicherte  Gebäude  …  begeben  und  zwar  im 

Bewusstsein  darum  und  mit  dem  Willen,  innerhalb  der  B._____  nicht  öffentlich 

zugängliche Räumlichkeiten zu betreten. Bis ca. 00:30 Uhr am Folgetag habe er 

- 17 -

sodann  mehrere  Büros  betreten  und  diese  erfolglos  nach  Wertgegenständen 

durchsucht  in  der  Absicht,  solche  unerlaubt  an  sich  zu  nehmen  und  hernach  für 

eigene  oder  fremde  Bedürfnisse  zu  verwenden.  Nachdem  er  von  einem  Sicher-

heitsangestellten  zur  Rede  gestellt  worden  sei,  habe  der  Beschuldigte  die 

Örtlichkeit ohne Deliktsgut verlassen (Urk. 1/29 S. 5 f.).

5.2. Die Vorinstanz erwog stark zusammengefasst, dass anhand der Videoüber-

wachungsbilder vom 27. November 2022 erkannt werden könne, wie der Beschul-

digte die B._____ betrete. Erkannt werden könne der Beschuldigte durch einen Ver-

gleich der Videobilder mit jenen des Tages seiner Verhaftung am 18. Mai 2023 ins-

besondere an Statur, Körperhaltung, Fussstellung, Schrittlänge, Haarwuchs, Haa-

rfarbe, gleichartigen Stirnfalten sowie ähnlichen anatomischen Auswölbungen im 

Stirn- und Schläfenbereich. Hinzu komme, dass der Beschuldigte das B.______-

Areal  am  18. Mai  2023  aus  der  Richtung  des  L._____-Parks  betreten  habe,  ge-

nauso wie es schon die Person auf den Videosequenzen vom 27. November 2022 

getan habe. Und ebenso wie am 27. November 2022 sei der Beschuldigte dann mit 

dem Lift in die Etage … und von dort zielstrebig in Richtung des L._____ gegangen. 

Der  Umstand,  dass  der  als  Zeuge  einvernommene  Sicherheitsangestellte, 

N._____, den Beschuldigten auf der Wahlbildkonfrontation nicht erkannt habe und 

auch  eine  nicht  ganz  zutreffende  Personenbeschreibung  zu  Protokoll  gegeben 

habe,  führe  nicht  zwangsläufig  dazu,  dass  es  sich  beim  von  ihm  angetroffenen 

Mann nicht um den Beschuldigten gehandelt haben könne. So habe die Täterschaft 

beim  Aufeinandertreffen  mit  N._____  eine  Atemschutzmaske  getragen,  wodurch 

grosse Teile seines Gesichts verdeckt worden seien (Urk. 217 S. 53 ff.). Beim vom 

Beschuldigten betretenen Gebäudeteil handle es sich zudem offenkundig um einen 

Bürotrakt mit vielen Arbeitsplätzen und nicht um einen für die Öffentlichkeit konzi-

pierten Bereich. Dies gelte umso mehr für die vom Korridor abzweigenden Büros, 

die  der  Beschuldigte  dort  –  wie  er  selbst  einräumte  –  betreten  habe  (Urk. 217 

S. 59 f.).

5.3. Die  Verteidigung  bringt  im  Berufungsverfahren  vor,  die  Beweislage  reiche 

hier  klar  nicht  aus,  um  den  Beschuldigten  zu  verurteilen.  So  habe  der  Zeuge 

N._____  den  Beschuldigten  bei  den  Einvernahmen  gerade  nicht  wiedererkannt. 

- 18 -

Seine Schätzungen zu Alter und Grösse würden zudem eine erhebliche Differenz 

zu den Merkmalen des Beschuldigten aufweisen. Die auf den Videobildern ersicht-

liche Ähnlichkeit der Person mit dem Beschuldigten reiche daher nicht aus, um ihn 

gestützt darauf identifizieren zu können (Urk. 226 S. 6 f.; Urk. 276 S. 5 f.). 

5.4. Dem  Standpunkt  der  Verteidigung  kann  nicht  gefolgt  werden.  Die  Video-

bilder  und  der  darauf  gestützte  Bildvergleich  sprechen  in  Kombination  mit  den 

weiteren  Umständen  eine  klare  Sprache.  Zunächst  handelte  es  sich  nicht  etwa 

bloss um ein einziges Standbild, bei dem Verzerrungen auftreten könnten. Vielmehr 

liegen  zahlreiche  Videobilder  bei  den  Akten,  anhand  welcher  nicht  nur  Statur, 

Kopfform, Haare und Grösse der aufgenommenen Person erkannt werden können. 

Auch  deren  Bewegungsabläufe  sind  erkennbar.  All  dies  spricht  ganz  eindeutig 

dafür, dass es sich bei der auf den Videobildern vom 27. November 2022 ersicht-

lichen  Person  um  den  Beschuldigten  handelt.  Wie  die  Vorinstanz  erwogen  hat, 

kommt  vorliegend  hinzu,  dass  die  Person  sich  praktisch  identisch  im  Gebäude 

bewegte wie der Beschuldigte am Tag seiner Verhaftung. Weiter entspricht das auf 

den Videobildern ersichtliche Vorgehen dem Verhalten des Beschuldigten, wie es 

sich im vorliegenden Verfahren in anderen Dossiers gezeigt hat. Insgesamt kann 

der Beschuldigte anhand der Videobilder demnach mit rechtsgenügender Sicher-

heit  erkannt  werden.  Der  Umstand,  dass  der  Zeuge  N._____  den  Beschuldigten 

nicht selbst wiedererkannt hatte, ändert daran nichts. Bekanntlich sind Beschreib-

ungen  einer  Person  –  insbesondere  nach  einer  nur  kurzen  Begegnung  –  natur-

gemäss in der Regel nicht präzise und gleichsam fotografisch möglich, zumal wenn 

diese Person noch eine Atemschutzmaske trägt. Letztlich ist daher gesamthaft auf 

die sehr ausführlichen und sorgfältigen Erwägungen der Vorinstanz zu verweisen, 

welche  uneingeschränkt  übernommen  werden  können  (Urk. 217  S. 52  ff.).  Der 

Anklagesachverhalt ist in objektiver und subjektiver Hinsicht erstellt.

5.5. Die  Vorinstanz  würdigt  den  erstellten  Anklagesachverhalt  als  versuchten 

Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB sowie als 

Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB (Urk. 217 S. 61). Diese rechtliche 

Würdigung ist zutreffend. Insbesondere ging die Vorinstanz auch zu Recht davon 

aus, dass der Beschuldigte die Schwelle zu einem strafbaren Versuch zum Dieb-

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stahl bereits überschritten hatte. Sein Vorgehen in den übrigen Dossiers zeigt zwei-

fellos auf, was seine Absichten in den nicht öffentlichen Bereichen der B._____-

L._____ waren. Vorliegend ist zudem die Tageszeit (23:00 bis 00:30 Uhr) zu be-

achten, welche zwanglos den Schluss zulässt, dass der Beschuldigte auf der Suche 

nach  Wertgegenständen  war  und  solche  auch  behändigt  hätte,  wenn  er  vor  der 

Konfrontation  mit  dem  Zeugen  N._____  passende  Vermögenswerte  gefunden 

hätte. Die vorinstanzlichen Erwägungen sind demnach auch diesbezüglich zu über-

nehmen.

6.

Dossier 6

6.1. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten in Dossier 6 vor, sich zwi-

schen ca. 9. April 2023, 12:00 Uhr, und 11. April 2023, 12:00 Uhr, ein weiteres Mal 

Zutritt zu den Räumlichkeiten der B._____ verschafft zu haben. Dabei soll er sich 

unbefugt in das der Öffentlichkeit nicht zugängliche und besonders gesicherte Ge-

bäude  …,  Ebene  …,  begeben  haben;  dies  im  Bewusstsein  darum  und  mit  dem 

Willen, innerhalb der B._____ nicht öffentlich zugängliche Räumlichkeiten zu betre-

ten. Dort angekommen, habe er mehrere Büros betreten und diese erfolglos nach 

Wertgegenständen durchsucht, in der Absicht, solche unerlaubt an sich zu nehmen 

und hernach für eigene oder fremde Bedürfnisse zu verwenden. Im Büro … habe 

der Beschuldigte schliesslich eine dort liegende UBS/Visa-Kreditkarte, lautend auf 

E._____,  B._____,  O._____,  … Zürich,  an  sich  genommen.  Gleichzeitig  habe  er 

von  einem  im  Bereich  des  dortigen  Schreibtisches  liegenden  Bankschreiben  mit 

dem PIN-Code für die besagte Kreditkarte Kenntnis genommen. Alsdann habe der 

Beschuldigte das Gebäude mit der Kreditkarte verlassen, in der Absicht, diese ohne 

Rechtsanspruch  im  elektronischen  Zahlungsverkehr  einzusetzen.  In  der  Folge 

habe der Beschuldigte auch mehrfach versucht, die Karte einzusetzen, wobei die 

Transaktionen beim UBS-Bankomaten am P._____ sowie die übrigen Transaktio-

nen aus nicht erklärbaren Gründen nicht ausgeführt worden seien, als der Beschul-

digte die Kreditkarte im Rahmen der elektronischen Geldbezugs- bzw. Zahlungs-

vorgänge in die jeweiligen Bankomaten bzw. Zahlterminals ein- bzw. an diese her-

angeführt habe. Bloss ein einziges Mal sei eine Transaktion im Betrag von Fr. 5.90 

erfolgreich gewesen. Im Anschluss an die Transaktionsversuche habe der Beschul-

- 20 -

digte die Karte zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt wieder an den Ort zu-

rückgelegt, wo er sie behändigt habe (Urk. 1/29 S. 6 ff.). 

6.2. Die Vorinstanz sah den Anklagesachverhalt als erstellt an. Sie erwog stark 

zusammengefasst,  dass  sich  insbesondere  aufgrund  der  Informationen  der  UBS 

Switzerland AG ohne Weiteres nachweisen lasse, dass die fraglichen Transaktio-

nen getätigt bzw. versucht worden seien. Im Übrigen ergebe sich der äussere Sach-

verhalt aus den Schilderungen des Geschädigten sowie den polizeilichen Ermitt-

lungen (Urk. 217 S. 63 f.). Zur Täteridentifikation erwog die Vorinstanz zusammen-

gefasst, insbesondere das einschlägige Videomaterial aus der UBS-Schalterhalle 

sowie die gestützt darauf erstellte Fotodokumentation liessen erkennen, dass es 

sich  bei  der  Person  am  Bankomaten  um  den  Beschuldigten  handle.  Diese  habe 

zwar einen beigen Kopfstumpf sowie eine FFP2-Maske getragen, anhand der ha-

geren und drahtigen Statur, der sowohl beim Gehen als auch beim Stehen leicht 

nach vorne gekrümmten Haltung sowie der V-förmigen Fussstellung sei eine Iden-

tifikation  des  Beschuldigten  aber  möglich.  Neben  den  körperlichen  Merkmalen 

komme  die  augenfällige  Kleidung  der  auf  den  Videobildern  ersichtlichen  Täter-

schaft hinzu. Es handle sich dabei um ein blau, orange und rot kariertes Langarm-

hemd. Ein gleiches Hemd habe der Beschuldigte auch bei einer erkennungsdienst-

lichen Behandlung am 24. Juni 2022 in Deutschland getragen. Weiter habe der Be-

schuldigte ein gleiches Hemd auch schon im Zusammenhang mit dem – (damals) 

nicht  mehr  bestrittenen  –  Vorwurf  gemäss  Dossier 2  getragen.  Die  körperlichen 

Merkmale sowie die getragene Kleidung lasse höchstens noch theoretische Zweifel 

daran aufkommen, dass es sich bei der Täterschaft um den Beschuldigten handle. 

Es komme weiter hinzu, dass die Suche nach Wertgegenständen in nicht öffentlich 

zugänglichen Bereichen der B._____ dem typischen Vorgehen des Beschuldigten 

entspreche.  Gleiches  gelte  auch  für  die  Verschleierung  des  Gesichts  durch  Ge-

sichtsmasken.  Weiter  gehe  aus  einem  vom  Beschuldigten  bei  seiner  Verhaftung 

mitgeführten  Eurorailticket  bzw.  dem  zugehörigen  Formular  hervor,  dass  er  am 

7. April 2023 – mithin unmittelbar vor der hier interessierenden Tat – nach Zürich 

gereist sei. Einen Tag nach der Tat, mithin am 11. April 2023, sei der Beschuldigte 

wiederum mit seinen Geräten im WLAN der Q._____ eingeloggt gewesen. Wenn 

es  sich  beim  Beschuldigten  nicht  um  den  Täter  handeln  würde,  hätte  die  betref-

- 21 -

fende Person bei ihrer Tat ausgerechnet ein solches auffälliges Hemd tragen müs-

sen, wie auch er eines besass, und sie müsste die Tat zudem just in jenem Zeitraum 

begangen haben, als auch der Beschuldigte sich in Zürich aufhielt. Zudem müsste 

sie eine Kreditkarte im L._____ gestohlen haben, wo der Beschuldigte zuvor schon 

– wie sich aus den erstellten Sachverhalten in den vorangegangenen Dossiers er-

gibt – mehrfach deliktisch aktiv gewesen war. Dass es sich bei der geschilderten 

Beweislage allesamt um Zufälle handeln soll, sei vor diesem Hintergrund kaum vor-

stellbar. Der Sachverhalt gelte damit als erstellt (Urk. 217 S. 63 ff.).

6.3. Die Verteidigung argumentiert im Berufungsverfahren, dass sich die Beweis-

führung einzig auf den Bildvergleich sowie das Holzfällerhemd stütze. Der Beschul-

digte sei am Tattag aber gar nie im WLAN der Q._____ eingeloggt gewesen. Zu-

dem sei nicht belegt, dass er am fraglichen Tag überhaupt in Zürich gewesen sei. 

Schliesslich  sei  lebensfremd,  dass  der  Beschuldigte  die  Karte  nach  Gebrauch 

wieder zurückgelegt haben soll (Urk. 226 S. 7; Urk. 276 S. 6).

6.4. Die  Verteidigung  verkennt  mit  ihren  Ausführungen,  dass  die  einzelnen 

Elemente nicht isoliert zu betrachten sind. Vielmehr ist eine Gesamtwürdigung der 

Beweismittel  vorzunehmen,  bei  welcher  die  Indizien  ineinander  übergreifen.  So 

wäre  es  zwar  theoretisch  möglich,  dass  eine  dem  Beschuldigten  von  Grösse, 

Körperhaltung und Gangart ähnlich wirkende Person die Karte in der Schalterhalle 

der UBS eingesetzt hat. Auch dass eine weitere Person ein gleiches Hemd wie der 

Beschuldigte  trägt,  ist  ohne  Weiteres  möglich.  Die  Vorinstanz  hat  die  Indizien 

indessen in überzeugender Manier gewürdigt und kam zum Schluss, dass sie in 

einer  Gesamtbetrachtung  nicht  mehr  Zufällen  zugeschrieben  werden  können. 

Dieser Schluss ist vollumfänglich zu teilen. Die zahlreichen Indizien greifen lücken-

los ineinander, sodass das Gericht keine relevanten Zweifel an der Täterschaft des 

Beschuldigten mehr hat. Letztlich ist daher gesamthaft auf die sehr ausführlichen 

und  sorgfältigen  Erwägungen  der  Vorinstanz  zu  verweisen,  welche  uneinge-

schränkt  übernommen  werden  können  (Urk. 217  S. 63  ff.),  zumal  die  Karte 

möglicherweise  zurückgelegt  wurde,  um  deren  vorgängige  Entwendung  zu  ver-

bergen. Wenn auch der Beschuldigte in seiner persönlichen Berufungsbegründung 

vorbringt, es mache keinen Sinn, die Karte zurückzulegen (Urk. 278 S. 49), ist er 

- 22 -

damit nicht zu hören. Der Anklagesachverhalt ist infolgedessen sowohl in objektiver 

als auch subjektiver Hinsicht erstellt.

6.5. Die Vorinstanz würdigt den erstellten Anklagesachverhalt als Diebstahl im 

Sinne  von  Art. 139  Ziff. 1  StGB,  Hausfriedensbruch  im  Sinne  von  Art. 186  StGB 

sowie  (teils  versuchter)  betrügerischer  Missbrauch  einer  Datenverarbeitungsan-

lage  im  Sinne  von  Art. 147  Abs. 1  StGB,  teilweise  i.V.m.  Art. 22  Abs. 1  StGB 

(Urk. 217 S. 69 ff.). 

6.5.1. Sachherrschaftsdelikte  stellen  mitbestrafte  Vortaten  zu  Art. 147  StGB  dar, 

soweit  bereits  im  Zeitpunkt  ihrer  Begehung  der  Vorsatz  zur  Begehung  einer  Tat 

nach Art. 147 StGB bestand (BSK StGB-FIOLKA, Art. 147 N 45). Nachdem der Be-

schuldigte die Kreditkarte ganz gezielt mitgenommen und Kenntnis vom auf dem 

Tisch liegenden Schreiben mit dem PIN-Code genommen hatte (und er beispiels-

weise nicht einfach ein Portemonnaie, in dem sich auch eine Kreditkarte befand, 

entwendet  hatte),  beabsichtigte  er  von  Anfang  an,  die  Karte  einzusetzen.  Als 

mitbestrafte  Vortat  fällt  ein  Schuldspruch  wegen  Diebstahls  oder  geringfügigen 

Diebstahls der Kreditkarte zufolge der – unechten – Konkurrenzen der vorliegend 

erfüllten Tatbestände daher ausser Betracht.

6.5.2. Im  Übrigen  ist  die  vorinstanzliche  Würdigung  des  Anklagesachverhalts  als 

Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB sowie (teils versuchter) betrügeri-

sche  Missbrauch  einer  Datenverarbeitungsanlage  im  Sinne  von  Art. 147  Abs. 1 

StGB, teilweise i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB zutreffend, weshalb auf die vorinstanzli-

chen Erwägungen zu verweisen ist. 

6.6. Ebenfalls verwiesen werden kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen be-

treffend  die  Zivilforderung  der  Privatklägerin 1  (Urk. 217  S. 72).  Das  Schadener-

satzbegehren der Privatklägerin 1 betreffend Dossier 6 ist demnach abzuweisen.

7.

Dossier 1

7.1. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten gemäss dem zeitlich letzt-

gelagerten Dossier 1 vor, sich am 18. Mai 2023, ca. 15:50 Uhr, unbefugt Zutritt zu 

Räumlichkeiten der B._____ verschafft zu haben. Namentlich habe er das der Öf-

- 23 -

fentlichkeit nicht zugängliche und besonders gesicherte Gebäude … (2. Stock) so-

wie das Gebäude … betreten, und zwar im Bewusstsein darum und mit dem Willen, 

innerhalb der B._____ nicht öffentlich zugängliche Räumlichkeiten zu betreten. Da-

bei  habe  der  Beschuldigte  beabsichtigt,  ihm  genehme  Wertgegenstände  ohne 

Rechtsanspruch an sich zu nehmen und hernach unrechtmässig für eigene oder 

fremde Bedürfnisse zu verwenden, woran er aber durch polizeilichen Zugriff gehin-

dert worden sei (Urk. 1/29 S. 3).

7.2. Die  Vorinstanz  kam  zum  Schluss,  dass  der  Anklagesachverhalt  sowohl  in 

objektiver als auch in subjektiver Hinsicht erstellt sei. Sie erwog stark zusammen-

gefasst, die Sachdarstellung des Beschuldigten, wonach er das Gebäude … nur 

deshalb betreten habe, weil er auf der Suche nach einem Kaffee gewesen sei, sei 

nicht überzeugend. So seien die R._____ und die S._____ auf dem L._____ gut 

signalisiert. Zudem erscheine es als Schutzbehauptung, dass der Beschuldigte an 

der B._____ L._____ bloss einen Kaffee habe trinken wollen. Der Vorfall habe sich 

an Auffahrt ereignet, weshalb nicht ernsthaft damit habe gerechnet werden können, 

dass  die  R._____,  T.______  oder  Ähnliches  auf  dem  L._____-…  bedient  wäre. 

Auch  die  Darstellung  des  Beschuldigten,  dass  er  sich  aus  Gründen  der 

Geldersparnis eigens in den L._____ begeben habe, sei nicht überzeugend; dies 

da es in der Stadt und um den Hauptbahnhof weitaus nähere und ebenso günstige 

Kaffeeautomaten habe. Zudem habe der Beschuldigte erklärt, er sei mit der Stras-

senbahn zur B._____ L._____ gefahren und habe dafür ein Einzelticket gekauft. 

Damit sei eine allfällige Einsparung aufgrund eines vorteilhaften Kaffeepreises an 

der  B._____  mehr  als  wettgemacht  worden.  Im  Übrigen  hätte  der  Beschuldigte 

auch auf dem … anwesende Personen nach einem Kaffeeautomaten fragen kön-

nen. Weiter sei auf der Videoüberwachung erkennbar, dass sich der Beschuldigte 

zunächst direkt zum U._____ begeben habe, was jemand nicht tue, der einen Kaf-

feeautomaten suche. Es sei daher kein nachvollziehbarer Grund ersichtlich, wes-

halb  der  Beschuldigte  das  Gebäude  …  betreten  habe.  Vielmehr  dränge  sich  die 

Schlussfolgerung auf, dass er sich hauptsächlich von deliktischen Absichten habe 

leiten lassen. In diese Richtung weise auch der Umstand, dass er – obschon im 

fraglichen Zeitpunkt sämtliche Corona-Schutzmassnahmen aufgehoben gewesen 

seien – bei seiner Verhaftung eine Atemschutzmaske getragen habe. Weiter habe 

- 24 -

er bei seiner Verhaftung einen Schraubenschlüssel, eine Taschenlampe, einen ein-

zelnen gelben Stoffhandschuh sowie mehrere blaue Gummihandschuhe mit sich 

geführt. Die Erklärung des Beschuldigten, er habe die Gummihandschuhe dabei, 

um sich beim Tragen der Tasche nicht in die Finger zu schneiden sowie um seine 

Hände  beim  Essen  von  Hähnchen  sauber  zu  halten,  seien  nicht  überzeugend. 

Schliesslich sei es – wie die Vorwürfe in den anderen Dossiers zeigen würden – 

nicht das erste Mal, dass der Beschuldigte in der Absicht, Wertgegenstände mitge-

hen zu lassen, unbefugt Büroräumlichkeiten auf dem L._____ aufgesucht habe. Die 

Vorwürfe gemäss Dossiers 2, 3 und 4 hätten sich in zeitlichen Abständen von nur 

wenigen Monaten ereignet und lägen zudem auch örtlich nahe beieinander. Auch 

die Tatzeiten seien stets abends bzw. über Nacht oder am Wochenende gewesen. 

Dies  treffe  auch  auf  den  Vorfall  gemäss  Dossier 1  zu,  an  welchem  sich  der  Be-

schuldigte an Auffahrt zum L._____ begeben habe. Weiter seien im Vorstrafenre-

gister des Beschuldigten zahlreiche ähnlich gelagerte Vorfälle zu finden. In einer 

Gesamtwürdigung sei der angeklagte Sachverhalt daher sowohl in subjektiver als 

auch in objektiver Hinsicht erstellt (Urk. 217 S. 43 ff.).

7.3. Die Verteidigung stellt sich im Berufungsverfahren auf den Standpunkt, die 

Aussage des Beschuldigten, er habe das Gebäude … bloss auf der Suche nach 

einem  Kaffeeautomaten  betreten,  sei  nachvollziehbar.  Da  die  Türen  der  …-ge-

bäude tagsüber zudem meist offen seien, habe der Beschuldigte davon ausgehen 

dürfen, zum Zutritt berechtigt zu sein. Dies zeige sich auch daran, dass er an meh-

reren Menschen im Gebäude vorbeigegangen sei, was er nicht getan hätte, wenn 

er  die  Absicht  gehabt  hätte,  einen  Diebstahl  zu  begehen.  Bei  den  …-gebäuden 

handle es sich zudem um öffentlich zugängliche Häuser. Wenn zusätzlich noch die 

Türen offen stehen, könne wohl jede Person davon ausgehen, zum Zutritt berech-

tigt zu sein. Dies gelte auch für Feiertage. Die Türen müssten vorliegend offen ge-

standen sein, da der Beschuldigte bekanntlich weder über Schlüssel noch Badge 

verfüge. Eine Absicht, Gegenstände zu entwenden oder einen Hausfriedensbruch 

zu begehen, könne dem Beschuldigten nicht nachgewiesen werden. Die Vorinstanz 

stütze sich hierbei auf bloss vage Mutmassungen (Urk. 226 S. 5 f.; Urk. 276 S. 4 

f.). 

- 25 -

7.4. Dass der Beschuldigte sich zum in der Anklage umschriebenen Zeitpunkt im 

Gebäude … der B._____ am L._____ aufgehalten hat, ist nicht bestritten und ohne 

Weiteres erstellt. Hinsichtlich der Absichten des Beschuldigten liegen mangels ei-

nes Geständnisses selbstredend keine direkten Beweise vor. Dies schliesst indes-

sen  nicht  aus,  dass  –  auch  hier  –  gestützt  auf  die  äusseren  Umstände,  auf  den 

Vorsatz und die Absicht des Beschuldigten geschlossen werden kann. Die Vorin-

stanz hat hierzu eine sehr sorgfältige, umfassende und überzeugende Beweiswür-

digung vorgenommen. Rekapitulierend ist festzuhalten, dass das Vorbringen des 

Beschuldigten, er habe im fraglichen Gebäude bloss nach einem Kaffeeautomaten 

gesucht und sich eigens zu diesem Zweck in den L._____ begeben, eine absolut 

unplausible Behauptung ist, welche als frei erfundene Schutzbehauptung verwor-

fen werden muss. Es kann hierzu auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen 

werden. Weiter ging die Vorinstanz auch zutreffend davon aus, dass die Vorfälle 

gemäss den zuvor beurteilten Dossiers den Schluss nahe legen, dass sich der Be-

schuldigte auch dieses Mal zum L._____ begeben hatte, um Wertgegenstände zu 

entwenden. Wenn die Verteidigung darauf hinweist, dass die Türen offen gestan-

den sein müssen, so kann dies nicht widerlegt werden. Mit der Vorinstanz ist indes-

sen davon auszugehen, dass angesichts der dokumentierten räumlichen Begeben-

heiten  im  Gebäude  …  (vgl.  Urk. D1/6/6)  für  jedermann  eindeutig  erkennbar  war, 

dass dieser Bereich nicht generell für die Öffentlichkeit zugänglich war. Dieses Wis-

sen muss entsprechend auch dem Beschuldigten angerechnet werden. Schliess-

lich ist – entgegen dem Vorbringen des Beschuldigten in seiner persönlichen Beru-

fungsbegründung  (Urk. 278  S. 10)  –  nicht  entscheidend,  ob  er  einer  christlichen 

Glaubensgemeinschaft angehört und den theologischen Hintergrund des Auffahrts-

tages kennt, sondern relevant ist, dass ihm bewusst war, dass es sich beim 18. Mai 

2023 um den Auffahrts- und damit einen Feiertag handelte, wovon ohne Weiteres 

auszugehen ist. Zusammenfassend ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung daher 

nicht zu beanstanden. Es kann demnach ohne Einschränkungen auf ihre ausführ-

lichen und sorgfältigen Erwägungen verwiesen werden (Urk. 217 S. 43 ff.). Der An-

klagesachverhalt ist somit sowohl in objektiver als auch subjektiver Hinsicht erstellt.

7.5.

In rechtlicher Hinsicht würdigte die Vorinstanz den erstellten Anklagesach-

verhalt  als  Hausfriedensbruch  im  Sinne  von  Art. 186  StGB  sowie  als  versuchter 

- 26 -

Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (Urk. 217 

S. 51  f.).  Auch  diese  rechtliche  Würdigung  erweist  sich  als  zutreffend  und  ist  zu 

übernehmen.  Rekapitulierend  ist  nochmals  festzuhalten,  dass  der  Beschuldigte 

durch  das  Eindringen  zwecks  Suche  von  Wertgegenständen  die  Schwelle  zum 

strafbaren Versuch überschritten hatte. Es konnte erstellt werden, dass er sich ein-

zig zum Zweck eines möglichen Diebstahls ins Gebäude … begeben hatte. Ent-

sprechend ist auch erstellt, dass er nur aufgrund des polizeilichen Zugriffs keine 

Wertgegenstände behändigen konnte. Letztlich war es einzig dem Zufall bzw. dem 

Eingreifen der Polizei geschuldet, dass der Beschuldigte sein Vorhaben – im Ge-

gensatz zu den Vorwürfen gemäss den vorstehend abgehandelten Dossiers – noch 

nicht vollenden konnte. Damit liegt ein strafbarer Versuch zu einem Diebstahl vor.

8.

Fazit

Der Beschuldigte ist demnach des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverar-

beitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB, teilweise des Versuchs hierzu 

i.S.v.  Art. 22  Abs. 1  StGB  (Dossier 6),  des  mehrfachen  Diebstahls  im  Sinne  von 

Art. 139 Ziff. 1 StGB (Dossiers 2 und 4), des mehrfachen versuchten Diebstahls im 

Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossiers 1 und 5), des 

mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Dossiers 1, 2, 3, 4, 

5 und 6), der Datenbeschädigung im Sinne von Art. 144bis Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Dos-

sier 3), der geringfügigen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

i.V.m.  Art. 172ter  Abs. 1  StGB  (Dossier 4)  sowie  des  geringfügigen  Diebstahls  im 

Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB (Dossier 3) schuldig 

zu sprechen.

III. Sanktion 

1.

Vorbemerkungen und Wahl der Strafart

1.1. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 

StGB  und  die  an  sie  gestellten  Begründungsanforderungen  wiederholt  dargelegt 

(BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen). Entsprechendes gilt für die Bildung der 

Einsatz- und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in Anwendung des Aspe-

- 27 -

rationsprinzips (BGE 144 IV 313 E. 1.1.; BGE 144 IV 217 E. 2.2 und E. 3; BGE 141 

IV 61 E. 6.1.2; je mit Hinweisen). Darauf sowie auf die zutreffenden vorinstanzli-

chen Erwägungen kann verwiesen werden (Urk. 217 S. 75 ff.).

1.2. Der Beschuldigte hat vorliegend mehrere Delikte begangen, für welche so-

wohl  eine  Geld-  als  auch  eine  Freiheitsstrafe  ausgefällt  werden  könnte.  Wie  die 

Vorinstanz zutreffend erwogen hat, ist aus spezialpräventiven Gründen die Strafart 

der  Freiheitsstrafe  vorzuziehen.  Der  Beschuldigte  wurde  in  den  vergangenen 

Jahren  im  In-  und  Ausland  wegen  zahlreicher  Delikte  verurteilt.  In  der  Schweiz 

wurde er mit Urteil des Strafgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 12. Juni 2014 

aufgrund  von  Einschleichdiebstählen  und  Hausfriedensbrüchen  in  Hotels  und 

Spitälern  sowie  weiteren  Delikten  zu  einer  mehrmonatigen  bedingten  Freiheits-

strafe verurteilt (Urk. 1/22/4-5). Im deutschen Strafregisterauszug des Beschuldig-

ten sind unter Einbezug von Schweizerischen und Österreichischen Verurteilungen 

insgesamt 36 Verurteilungen verzeichnet, welche bis ins Jahr 1988 zurückreichen. 

Die  Verurteilungen  liegen  aber  keineswegs  alle  längere  Zeit  zurück.  Nach  dem 

Eintrag vom Juni 2014 aus dem Kanton Basel Stadt wurden im deutschen Straf-

registerauszug insgesamt 13 Verurteilungen deutscher Behörden und Gerichte ein-

getragen. Dabei wurde er z.B. am 27. Oktober 2014 vom Amtsgericht Tiergarten 

wegen eines Diebstahls mit einer Waffe zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 

8 Monaten verurteilt. Die übrigen Einträge betreffen mehrheitlich Diebstahls- und 

Sachbeschädigungsdelikte, vereinzelt aber auch Verurteilungen aufgrund von an-

deren,  u.a.  Körperverletzungs-,  Ehrverletzungs-  und  Betäubungsmitteldelikten 

(Urk. 1/22/3). Zuletzt erwirkte der Beschuldigte in Österreich am 29. Juni 2021 eine 

Verurteilung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 2 Monaten wegen Diebstahls 

(Urk. 1/22/6; vgl. zudem Urk. 1/1/2 S. 5). An dieser Kriminalkarriere ist erkennbar, 

dass  sich  der  Beschuldigte  in  der  Vergangenheit  nicht  einmal  durch  unbedingte 

Freiheitsstrafen von der Begehung weiterer Delikte abhalten liess. Entsprechend 

muss davon ausgegangen werden, dass die Ausfällung von Geldstrafen vorliegend 

keine ausreichend spezialpräventive Wirkung entfalten würde. Weiter kommt hinzu, 

dass der Beschuldigte weder über einen festen Wohnsitz noch relevantes Vermö-

gen oder ein geregeltes Einkommen verfügt. Eine allfällige Geldstrafe könnte daher 

voraussichtlich auch nicht vollzogen werden. In Anwendung von Art. 41 Abs. 1 lit. a 

- 28 -

und b StGB ist vorliegend daher die Strafart der Freiheitsstrafe der Geldstrafe vor-

zuziehen.

2.

Einzelstrafen

2.1.

Teilweise versuchter betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungs-

anlage gemäss Dossier 6

2.1.1. Beim  teilweise  versuchten  betrügerischen  Missbrauch  einer  Datenver-

arbeitungsanlage  gemäss  Dossier 6  hat  der  Beschuldigte  die  Kreditkarte  des 

Geschädigten entwendet und mehrfach versucht, Bargeldbeträge abzuheben bzw. 

Transaktionen  mit  der  Karte  durchzuführen.  Wäre  er  damit  erfolgreich  gewesen, 

hätte  er  erheblichen  Schaden  anrichten  bzw.  einen  erheblichen  Deliktserlös  er-

zielen können. Dass es letztlich abgesehen von einer erfolgreichen Transaktion in 

Höhe von Fr. 5.90 zu keinen Vermögensverschiebungen kam, ist wohl den Sicher-

heitsvorkehrungen der Bank zu verdanken. Der Beschuldigte nahm jedenfalls nicht 

aus eigenem Antrieb Abstand von seinem Vorhaben, sondern versuchte nament-

lich  innerhalb  von  wenigen  Minuten  hartnäckig  durch  die  Eingabe  verschieden 

hoher Bezugsbeträge Geld aus dem Bankomaten erhältlich zu machen. Gleichwohl 

muss auch festgehalten werden, dass im Rahmen dieses Straftatbestandes noch 

deutlich gravierende Taten mit höheren Deliktsbeträgen denkbar sind.

2.1.2. In  subjektiver  Hinsicht  handelte  der  Beschuldigte  schlicht  aus  finanziellen 

Motiven. Er erhoffte sich, durch den unrechtmässigen Einsatz der Kreditkarte zu 

finanziellen Mitteln zu gelangen. Sein Vorgehen erweist sich dabei als zielgerichtet 

und geplant. Beim Versuch, Bargeld zu beziehen, maskierte er sich mit einem Kopf-

strumpf sowie einer Gesichtsmaske. 

2.1.3. Es rechtfertigt sich angesichts des Tatverschuldens, eine Strafe im unteren 

Drittel des Strafrahmens festzusetzen. Insgesamt erscheint – mit der Vorinstanz – 

eine Freiheitsstrafe von 4 Monaten angemessen. 

- 29 -

2.2. Datenbeschädigung (Dossier 3)

2.2.1. Der  Beschuldigte  löschte  durch  das  Umformatieren  des  nicht  ihm  ge-

hörenden Laptops fremde Daten. Diesen kommt kein quantifizierbarer finanzieller, 

aber doch ein grosser immaterieller Wert zu. Der Geschädigte, der seinen Laptop 

an  einem  vermeintlich  sicheren  Ort  zurückgelassen  hatte,  konnte  die  seit  dem 

letzten Back-Up einen Monat zuvor erstellten Daten – inkl. seiner Masterarbeit – 

nicht  mehr  wiederherstellen.  Insbesondere  wird  der  Geschädigte  deshalb  einige 

Zeit  und  Mühen  in  die  erneute  Erstellung  seiner  Arbeit  investiert  haben,  welche 

selbstredend nicht ersetzt werden können. Angesichts des Fundorts des Laptops 

in  einem  …  war  zudem  offensichtlich,  dass  sich  darauf  wichtige 

Forschungserkenntnisse  befinden  könnten,  welche  durch  eine  Umformatierung 

gegebenenfalls unwiderruflich hätten gelöscht werden können.

2.2.2. In subjektiver Hinsicht ist nicht restlos klar, was der Beschuldigte durch das 

Umformatieren bezwecken wollte. In erster Linie muss indessen davon ausgegan-

gen werden, dass er den Laptop zunächst entwenden und verkaufen wollte, wobei 

er zu diesem Zweck sicherstellen wollte, dass dessen Herkunft nicht nachvollzogen 

werden kann. Aus welchem Grund der Laptop schliesslich im Labor zurückblieb, 

kann nicht mehr mit Sicherheit festgestellt werden. Gleichzeitig lässt das Vorgehen 

des Beschuldigten darauf schliessen, dass ihm der Datenverlust des Geschädigten 

und die damit für diesen verbundenen Mühen schlicht gleichgültig waren. 

2.2.3. Gesamthaft wäre bei isolierter Betrachtung für dieses Delikt demnach eine 

Freiheitsstrafe von 6 Monaten festzusetzen. 

2.3. Diebstahl (Dossier 2)

2.3.1. Der  Beschuldigte  entwendete  zwei  nicht  mehr  neuwertige  Laptops,  eine 

Spiegelreflexkamera, deren Wert nicht näher bekannt ist, sowie eine Sporttasche. 

Die Vorinstanz ging von einem Deliktsbetrag im unteren vierstelligen Bereich aus 

(Urk. 217 S. 84). Nachdem der Schuldpunkt diesbezüglich nicht mehr als angefoch-

ten gilt, ist hiervon auch im Berufungsverfahren auszugehen. Der Gesamtdelikts-

betrag ist demnach nicht unerheblich.

- 30 -

2.3.2. In  subjektiver  Hinsicht  handelte  der  Beschuldigte  auch  diesbezüglich  aus 

finanziellen Motiven. Er wollte sich damit schlicht bereichern und einen finanziellen 

Vorteil erlangen. Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich.

2.3.3. Insgesamt ist das Tatverschulden im Vergleich mit allen denkbaren Varianten 

des Tatbestandes noch im unteren Drittel einzuordnen. Bei isolierter Betrachtung 

erschiene damit – mit der Vorinstanz – eine Freiheitsstrafe von 4 Monaten ange-

messen.

2.4. Diebstahl (Dossier 4)

2.4.1. Wie  viel  Bargeld  der  Beschuldigte  aus  der  Geldkassette  entwendet  hat, 

konnte nicht erstellt werden. Zu seinen Gunsten muss daher davon ausgegangen 

werden, dass es sich nur um einen Betrag von unter Fr. 300.– gehandelt hat. Dass 

kein geringfügiges Vermögensdelikt vorliegt, liegt einzig daran, dass sein Vorsatz 

nicht  spezifisch  auf  einen  geringfügigen  Betrag  begrenzt  war.  Vielmehr  hätte  er 

alles an sich genommen, was er finden konnte.

2.4.2. In  subjektiver  Hinsicht  sind  auch  hier  finanzielle  Motive  gegeben.  Der  Be-

schuldigte handelte direktvorsätzlich.

2.4.3. Bei  isolierter  Betrachtung  würde  sich  eine  Freiheitsstrafe  von  3  Monaten 

rechtfertigen. 

2.5. Mehrfacher versuchter Diebstahl (Dossier 1 und Dossier 5)

2.5.1. Der Beschuldigte hat sowohl beim Vorfall gemäss Dossier 1 als auch beim 

Vorfall  gemäss  Dossier  5  versucht,  Wertgegenstände  aus  dem  L._____  der 

B._____  zu  entwenden.  Infolge  der  Verhaftung  bzw.  dem  Zusammentreffen  mit 

dem Sicherheitsangestellten N._____ konnte der Beschuldigte seine Taten jeweils 

nicht vollenden.

2.5.2. Der Beschuldigte handelte auch hier aus finanziellen Motiven .

- 31 -

2.5.3. Insgesamt erschiene bei isolierter Betrachtung für die versuchten Diebstähle 

mit  der  Vorinstanz  eine  Freiheitsstrafe  je  von  einem  Monat  (somit  insgesamt 

2 Monate) angemessen. 

2.6. Mehrfacher Hausfriedensbruch (Dossier 1, 2, 3, 4, 5 und 6)

2.6.1. Der Beschuldigte ist bei all diesen Dossiers unberechtigt in nicht öffentlich 

zugängliche Räumlichkeiten auf dem L._____ der B._____ eingedrungen. Das Ein-

dringen in Büro- und Laborräumlichkeiten ist dabei nicht mit dem Einschleichen in 

Privatwohnungen zu vergleichen. Das Verschulden erscheint entsprechend nicht 

besonders hoch.

2.6.2. In subjektiver Hinsicht ist festzuhalten, dass der Beschuldigte die Hausfrie-

densbrüche  als  Vortat  zu  den  Vermögensdelikten  beging.  Letztlich  lagen  somit 

auch hier finanzielle Motive seinem Handeln zugrunde. Der Beschuldigte handelte 

betreffend die Hausfriedensbrüche aber direktvorsätzlich.

2.6.3. Insgesamt  erwiese  sich  bei  isolierter  Betrachtung  eine  Freiheitsstrafe  von 

4 Monaten angemessen. 

3.

Asperation der Freiheitsstrafe

3.1. Der  (teilweise  versuchte)  betrügerische  Missbrauch  einer  Datenverarbei-

tungsanlage  im  Sinne  von  Art. 147  Abs. 1  StGB  (teilweise  i.V.m.  Art. 22  Abs. 1 

StGB) hat die gleiche Strafdrohung wie die Diebstähle im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 

StGB. Vorliegend erscheint indessen der (teilweise versuchte) betrügerische Miss-

brauch  einer  Datenverarbeitungsanlage  als  schwerstes  Delikt,  da  der  potentielle 

Deliktsbetrag dort deutlich höher war als bei den Diebstahlsdelikten. Bei der Ge-

samtstrafenbildung  ist  daher  von  diesem  Delikt  auszugehen.  Die  hierfür  festge-

setzte Strafe von 4 Monaten Freiheitsstrafe dient somit als Einsatzstrafe und ist in 

Anwendung des Asperationsprinzips aufgrund der weiteren Einzelstrafen wie folgt 

zu erhöhen:

-

Datenbeschädigung im Sinne von Art. 144bis Ziff. 1 StGB (Dossier 3)

um 4 Monate (Einzelstrafe: 6 Monate)

- 32 -

-

-

-

-

Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB (Dossier 2)

um 3 Monate (Einzelstrafe: 4 Monate)

Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB (Dossier 4) 

um 2 Monate (Einzelstrafe: 3 Monate)

Mehrfacher versuchter Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB 

i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossiers 1 und 5) 

um insgesamt 1 Monat (Einzelstrafe: 2 Monate)

Mehrfacher Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB (Dossi-

ers 1-6) um 3 Monate (Einzelstrafe: 4 Monate). 

3.2. Es  resultiert  damit  gesamthaft  –  vor  Berücksichtigung  der  Täterkompo-

nente – eine Freiheitsstrafe von 17 Monaten. 

4.

Übertretungen

4.1.

Für den geringfügigen Diebstahl gemäss Dossier 3 betreffend das Entwen-

den der Festplatte im Wert von gut Fr. 217.– erweist sich – auch unter Berücksich-

tigung der sehr knappen finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten – eine Busse 

in Höhe von Fr. 300.– angemessen.

4.2.

Für die geringfügige Sachbeschädigung gemäss Dossier 4 betreffend Zer-

störung  der  Geldkassette  im  Wert  von  Fr. 20.–  erscheint  sodann  eine  Busse  in 

Höhe von Fr. 75.– angemessen. 

4.3. Die für Dossier 3 festgesetzte Busse von Fr. 300.– ist demnach in Anwen-

dung des Asperationsprinzips zu erhöhen, wobei sich für die geringfügige Sachbe-

schädigung  gemäss  Dossier 4  eine  Erhöhung  um  Fr. 50.–  (Einzelstrafe  Fr. 75.–) 

angezeigt  erweist.  Insgesamt  erscheint  damit  eine  Gesamtbusse  in  Höhe  von 

Fr. 350.– dem Verschulden angemessen. 

5.

Täterkomponente

5.1. Den  Vorstrafen  kommt  bei  der  Strafzumessung  allgemein  eine  wichtige 

Rolle zu (BSK StGB-WIPRÄCHTIGER/KELLER, Art. 47 N 130). Wer ungeachtet frühe-

- 33 -

rer  Verurteilungen  wiederum  straffällig  wird,  erscheint  als  unbelehrbar  und  als 

uneinsichtig.  Die  Gültigkeit  der  Rechtsnormen  ist  dem  Beschuldigten  bereits 

persönlich verdeutlicht worden. Als Wiederholungstäter kennt er die Schädlichkeit 

seines Tuns wie auch die entsprechende soziale Missbilligung. Dies gilt nicht nur, 

aber umso mehr für einschlägige Vorstrafen (MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 

2. Auflage, Basel 2019, N 320 und 322). 

5.2. Der Beschuldigte wurde bereits viele Male verurteilt (vgl. den Abriss in E. III. 

1.2; Urk. 219, Urk. 274, Urk. 1/22/3). Durch die langjährige wiederholte Delinquenz 

hat der Beschuldigte im Vorstrafenregister eine eindrückliche Liste an Verurteilun-

gen erwirkt. Er ist offensichtlich nicht gewillt, sich an das Gesetz zu halten und de-

linquiert unbeeindruckt von jeglichen Verurteilungen und Strafen stets weiter. Auch 

im vorliegenden Verfahren hat der Beschuldigte keine Anzeichen von Reue oder 

Einsicht gezeigt. Vielmehr streitet er praktisch alle Vorwürfe stets ab. Diese Vor-

strafen sind stark straferhöhend zu werten.

5.3.

Im  Übrigen  ist  aus  der  Untersuchung  und  der  Hauptverhandlung  zu  den 

persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten bekannt, dass der Beschuldigte am 

4. Februar  1968  in  V._____  (Rumänien)  geboren  und  dort  aufgewachsen  ist. 

Später zog er mit seinen Eltern nach Deutschland, wo er daraufhin mehrfach seinen 

Wohnort  wechselte.  Er  machte  das  Abitur  und  studierte  in  W._____  und  in 

AA._____ Chemie. Der Beschuldigte ist ledig und hat keine Kinder. Er verfügt über 

keine  abgeschlossene  Ausbildung,  durchlief  aber  einen  Technikerlehrgang  und 

arbeitete  in  AB._____  als  Mechatroniker.  Zuletzt  war  er  als  freier  Journalist  in 

AA._____  tätig,  wo  sich  eigenen  Angaben  zufolge  auch  sein  Lebensmittelpunkt 

befindet. Allerdings hat er dort keinen festen Wohnsitz und ist auch nicht offiziell 

angemeldet. Er lebte überwiegend in Hotels oder bei seiner damaligen Freundin; 

die Beziehung sei nun aber aufgrund seiner Inhaftierung in die Brüche gegangen. 

Oft  fahre  er  auch  mit  dem  Zug,  wo  er  dann  auch  übernachte.  Seinen 

Lebensunterhalt bestreitet er eigenen Angaben zufolge durch seine journalistische 

Tätigkeit,  welche  in  der  Informationsbeschaffung  und  Vorarbeit  für  Artikel  und 

Reportagen  besteht.  Artikel  veröffentlicht  er  selber  keine;  je  nach  Auftragslage 

verdient  er  ca.  EUR 700.–  bis  EUR 800.–/Monat,  dann  wieder  gar  nichts;  der 

- 34 -

Durchschnitt  liege  bei  EUR 350.–/Monat.  Vermögen  habe  er  keines,  jedoch 

Schulden beim AC._____ im Betrag von ca. EUR 15'000.–, welche abzuzahlen er 

derzeit  ausserstande  sei  (Urk. D1/3/1  und  D1/4/1).  Aus  den  persönlichen 

Verhältnissen ergeben sich keine strafzumessungsrelevanten Faktoren.

5.4. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten sodann aufgrund des teilweisen Ge-

ständnisses eine Strafreduktion von 2 Monaten gewährt (Urk. 217 S. 90 f.). Dem 

kann nicht gefolgt werden. Ein Geständnis kann bei der Beurteilung des Nachtat-

verhaltens  zugunsten  des  Täters  berücksichtigt  werden,  wenn  es  auf  Einsicht  in 

das begangene Unrecht oder auf Reue schliessen lässt oder der Täter zur Tatauf-

deckung  über  seinen  eigenen  Tatanteil  hinaus  beiträgt.  Hat  ein  Geständnis  die 

Strafverfolgung nicht erleichtert oder ist die beschuldigte Person nur aufgrund einer 

erdrückenden Beweislage geständig geworden, ist auf eine Strafminderung zu ver-

zichten (Urteil des Bundesgerichtes 6B_608/2023 vom 13. November 2023 E. 1.5.2 

mit  Hinweisen).  Auch  die  Vorinstanz  ging  davon  aus,  dass  betreffend  Dossier 2 

ohnehin in weiten Teilen bereits von einer erdrückenden Beweislage auszugehen 

war (Auffindung des gestohlenen Laptops in AD._____, Zurückverfolgung der Ver-

käuferkette  bis  zum  Beschuldigten,  Fotografie  seines  Personalausweises  durch 

AE._____  usw.).  Im  Übrigen  zeigte  sich  der  Beschuldigte  in  subjektiver  Hinsicht 

auch  diesbezüglich  nicht  geständig  und  im  Rahmen  der  Berufungsbegründung 

wollte er nunmehr gar den Schuldspruch betreffend Dossier 2 anfechten (vgl. vorne 

E. I.2.). Er hat damit weder die Untersuchung erleichtert noch war er von Beginn 

weg vollumfänglich geständig. Eine Strafreduktion ist unter diesem Titel daher nicht 

angezeigt.

5.5.

Insgesamt führen die zahlreichen Vorstrafen zu einer starken Straferhöhung 

– jedenfalls zu einer höheren Straferhöhung als die von der Vorinstanz als ange-

messen  erachteten  4 Monate.  Die  vorinstanzlich  ausgefällte  Freiheitsstrafe  von 

23 Monaten erscheint damit fast zu milde. Da aber nur der Beschuldigte als Beru-

fungskläger auftritt, ist das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO 

zu beachten. Letztlich bleibt es daher bei der vorinstanzlich ausgefällten Sanktion 

von 23 Monaten Freiheitsstrafe. Hinzu kommt die Busse in Höhe von Fr. 350.– für 

die Übertretungen. 

- 35 -

5.6. Von  der  Freiheitsstrafe  hat  der  Beschuldigte  in  der  Zeit  von  seiner  Ver-

haftung am 18. Mai 2023 bis zu seiner Entlassung am 3. Dezember 2024 566 Tage 

durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden.

IV. Vollzug

1. Grundlagen

Die Vorinstanz hat die einschlägigen Gesetzesbestimmungen zutreffend aufgeführt 

und erwogen, dass die vorliegend ausgefällte Strafe noch in den Bereich fällt, in 

welchem  sie  sowohl  voll-  als  auch  teilbedingt  ausgesprochen  werden  könnte 

(Urk. 217 S. 91 f.). Auf diese Erwägungen ist vorab zu verweisen.

2. Würdigung im vorliegenden Fall

2.1. Der Beschuldigte wurde bereits viele Male verurteilt. Zahlreiche der Vorstra-

fen  sind  zudem  einschlägig.  Im  vorliegenden  Fall  hat  der  Beschuldigte  ebenfalls 

während einer relativ kurzen Zeitspanne eine beachtliche Anzahl Delikte begangen 

und damit eine bemerkenswerte Hartnäckigkeit an den Tag gelegt. Die Deliktserie 

konnte schliesslich erst aufgrund der Verhaftung unterbrochen werden. Reue oder 

Einsicht zeigt der Beschuldigte weiterhin nicht. Es ist ihm daher klarerweise eine 

schlechte Legalprognose zu stellen. Ein voll- oder teilbedingter Vollzug kommt nicht 

in Frage. Die Freiheitstrafe ist zu vollziehen.

2.2. Die Busse ist von Gesetzes wegen zu bezahlen (Art. 105 Abs. 1 StGB). Für 

den Fall, dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt werden sollte, ist unter Anwen-

dung  des  praxisgemässen  Umwandlungssatzes  eine  Ersatzfreiheitsstrafe  von 

3 Tagen festzusetzen. 

V. Landesverweisung

1.

Vorbemerkungen

1.1. Die  Vorinstanz  hat  den  Beschuldigten  in  Anwendung  von  Art. 66a  Abs. 1 

StGB für 9 Jahre des Landes verwiesen (Urk. 217 S. 94).

- 36 -

1.2. Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundlagen zur Landesverweisung und 

zum  Härtefall  zutreffend  aufgeführt  (Urk. 217  S. 94  f.).  In  der  Folge  wies  sie  zu 

Recht daraufhin, dass der Beschuldigte infolge der Verurteilung wegen mehrfachen 

(Einschleich-)Diebstahls  im  Sinne  von  Art. 139  Ziff. 1  StGB  (Diebstahl)  i.V.m. 

Art. 186  StGB  (Hausfriedensbruch)  eine  Katalogtat  im  Sinne  von  Art. 66a  Abs. 1 

lit. d StGB begangen hat und grundsätzlich obligatorisch aus dem Land zu verwei-

sen ist.

2.

Härtefallprüfung 

Der Beschuldigte ist weder in der Schweiz aufgewachsen noch hierzulande wohn-

haft. Vielmehr hält er sich ohne festen Wohnsitz an verschiedenen Orten in Europa 

auf. Familienangehörige oder auch nur nähere Bekannte hat der Beschuldigte in 

der Schweiz keine. Es liegt damit offenkundig kein schwerer persönlicher Härtefall 

im  Sinne  von  Art. 66a  Abs. 2  StGB  vor.  Eine  Interessenabwägung  kann  daher 

grundsätzlich unterbleiben.

3.

Vereinbarkeit mit dem Freizügigkeitsabkommen

3.1. Da  der  Beschuldigte  Staatsbürger  von  Deutschland  ist,  mithin  eines  EU-

Staats,  stellt  sich  die  Frage,  ob  das  Freizügigkeitsabkommen  einen  Hinderungs-

grund für die Landesverweisung bildet (Urteile des Bundesgerichtes 6B_244/2021 

vom 17. April 2023 E. 6.3.6; 6B_134/2021 vom 20. Juni 2022 E. 5.3.6; je mit Hin-

weisen). Nach Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA dürfen die im Abkommen eingeräumten 

Rechte nur durch Massnahmen, die aus Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicher-

heit und Gesundheit gerechtfertigt sind, eingeschränkt werden. Die Landesverwei-

sung nach Art. 66a ff. StGB ist als Institut des Strafrechts und nach der Intention 

des  Verfassungs-  und  des  Gesetzgebers  primär  als  sichernde  strafrechtliche 

Massnahme zu verstehen (vgl. Art. 121 Abs. 2 und Abs. 5 BV; Urteile des Bundes-

gerichtes  6B_244/2021  vom  17. April  2023  E. 6.3.6;  6B_134/2021  vom  20. Juni 

2022 E. 5.3.6; je mit Hinweisen). Ob die öffentliche Ordnung und Sicherheit (wei-

terhin) gefährdet ist, folgt aus einer Prognose des künftigen Wohlverhaltens. Es ist 

nach Art und Ausmass der möglichen Rechtsgüterverletzung zu differenzieren: Je 

schwerer die Gefährdung, desto niedriger die Anforderungen an die in Kauf zu neh-

- 37 -

mende  Rückfallgefahr.  Ein  geringes,  aber  tatsächlich  vorhandenes  Rückfallrisiko 

kann  für  eine  aufenthaltsbeendende  Massnahme  im  Sinne  von  Art. 5  Abs. 1  An-

hang I FZA genügen, sofern dieses Risiko eine schwere Verletzung hoher Rechts-

güter wie beispielsweise die körperliche Unversehrtheit beschlägt (BGE 145 IV 364 

E. 3.5.2;  Urteile  des  Bundesgerichtes  6B_244/2021  vom  17. April  2023  E. 6.3.6; 

6B_134/2021 vom 20. Juni 2022 E. 5.3.6; je mit Hinweisen).

3.2. Dem Beschuldigten muss – wie erwogen (vgl. E. IV.2.1) – eine ausgeprägt 

schlechte Legalprognose gestellt werden. Er weist zahlreiche, teilweise einschlä-

gige Vorstrafen auf. Im vorliegenden Verfahren lässt er Reue und Einsicht gänzlich 

vermissen.  Er  muss  als  eigentlicher  Kriminaltourist  bezeichnet  werden.  Von  ihm 

geht folglich eine nicht unerhebliche Gefährdung für die öffentliche Sicherheit und 

Ordnung aus. Das FZA steht der Landesverweisung damit nicht entgegen. 

4.

Dauer der Landesverweisung

Angesichts  der  zahlreichen  Vorstrafen,  der  fehlenden  Reue  und  Einsicht  im 

vorliegenden  Verfahren  sowie  der  schlechten  Legalprognose  rechtfertigt  sich 

– entgegen  der  vorinstanzlichen  Erwägung  (Urk. 217  S. 97)  –  eine  Landesver-

weisung für eine Dauer, die nicht mehr am unteren Rand des Möglichen liegt. Die 

vorinstanzlich festgesetzte Dauer von 9 Jahren erweist sich indessen sowohl dem 

Tatverschulden als auch den persönlichen Verhältnissen angemessen. Sie bewegt 

sich sodann auch nicht am unteren Rand, sondern im mittleren Bereich des gemäss 

Art. 66a Abs. 1 StGB von 5 bis 15 Jahren reichenden Rahmens.

VI. Sicherstellungen Beschlagnahmungen

Die Regelung der Vorinstanz betreffend die Beschlagnahmungen und Sicherstel-

lungen ist unter Hinweis auf ihre zutreffenden Erwägungen (Urk. 217 S. 97 ff.) zu 

bestätigen.

- 38 -

VII. Erstellung DNA-Profil

Schliesslich ist auch die Regelung der Vorinstanz betreffend Erstellung eines DNA-

Profils unter Hinweis auf ihre zutreffenden Erwägungen (Urk. 217 S. 99 f.) zu be-

stätigen.

VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Kosten Untersuchung und erstinstanzliches Verfahren

Ausgangsgemäss ist das vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv zu 

bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO). 

2.

Kosten Berufungs- und Beschwerdeverfahren

2.1. Die  Gerichtsgebühr  für  das  Berufungsverfahren  ist  praxisgemäss  auf 

Fr. 4'000.– festzusetzen (Art. 424 Abs. 1 StPO i.V.m. § 16 Abs. 1 und § 14 GebV 

OG). 

2.2. Der amtliche Verteidiger ist gestützt auf die geltend gemachten Aufwendun-

gen (Urk. 277) mit Fr. 13'720.95 zu entschädigen, welche unter Berücksichtigung 

des Umstandes, dass er erst nach dem vorinstanzlichen Urteil zum amtlichen Ver-

teidiger bestellt wurde, als angemessen erscheinen.

2.3. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unter-

liegt mit seinen Berufungsanträgen vollumfänglich. Die Kosten des Berufungsver-

fahrens sind daher ihm aufzuerlegen. Davon ausgenommen sind die Kosten der 

amtlichen Verteidigung, welche einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen sind. 

Vorbehalten bleibt indessen eine Rückforderung gestützt auf Art. 135 Abs. 4 StPO.

2.4. Ausgangsgemäss  hat  der  Beschuldigte  zudem  die  Kosten  gemäss 

Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts vom 4. September 2024 in Höhe 

von Fr. 1'000.– (Geschäftsnr. UB240134) zu tragen (Urk. 236).

- 39 -

Es wird beschlossen:

1.

Auf die Berufung des Beschuldigten hinsichtlich Dispositivziffern 2, 10 und 12 

wird nicht eingetreten. 

2.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 6. Abteilung, 

vom 5. Juni 2024 daher wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt:

[…]

Der Beschuldigte wird freigesprochen von den Vorwürfen des versuchten Diebstahls 

i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, des Hausfriedensbruchs i.S.v. 

Art. 186  StGB  und  des  geringfügigen  Diebstahls  i.S.v.  Art. 139  Ziff. 1  StGB  i.V.m. 

Art. 172ter Abs. 1 StGB (Dossier 7).

[…]

[…]

[…]

[…]

[…]

[…]

[…]

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

Das  Schadenersatzbegehren  der  Privatklägerin 1  (B._____)  im  Zusammenhang  mit 

dem Dossier 6 wird abgewiesen.

11.

[…]

12.

Die  folgenden  sichergestellten  beschlagnahmten  und  bei  der  Kantonspolizei  Zürich, 

Asservate-Triage,  unter  der  Geschäfts-Nr.  84006622  lagernden  Gegenstände  des 

Beschuldigten  werden  diesem  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  bis spätestens 3 Monate 

danach  auf  erstes  Verlangen  hin  herausgegeben.  Nach  ungenutztem  Ablauf  dieser 

Frist werden die Gegenstände der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:

- 40 -

«Samsung», lMEl Nr. 1 (Asservate-Nr. A017'402'232),

eine  Hülle  zu  Mobiltelefon  (schwarz)  mit  verklebter  Rückseite  sowie  einer 

Plastikhalterung (Asservate-Nr. A017'402'210).

-

-

13.

[…]

14.

[…]

15.

[…] 

16.

[…]

17.

[…]

18.

[…]

19.

(Mitteilungen)

20.

(Rechtsmittel)"

3.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

4. Gegen  diesen  Entscheid  kann  bundesrechtliche  Beschwerde  in  Straf-

sachen erhoben werden.

Die  Beschwerde  ist  innert  30  Tagen,  von  der  Zustellung  der  vollständigen, 

begründeten  Ausfertigung  an  gerechnet,  bei  der  gemäss  Art.  35  und  35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lau-

sanne  14)  in  der  in  Art.  42  des  Bundesgerichtsgesetzes  vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen.

Die  Beschwerdelegitimation  und  die  weiteren  Beschwerdevoraussetzungen 

richten  sich  nach  den  massgeblichen  Bestimmungen  des  Bundesgerichts-

gesetzes.

Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- 41 -















des  betrügerischen  Missbrauchs  einer  Datenverarbeitungsanlage  im 

Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB, teilweise des Versuchs hierzu im Sinne 

von Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier 6),

des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB (Dossiers 

2 und 4),

des  mehrfachen  versuchten  Diebstahls  im  Sinne  von  Art. 139  Ziff. 1 

StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossiers 1 und 5),

des  mehrfachen  Hausfriedensbruchs  im  Sinne  von  Art. 186  StGB 

(Dossiers 1, 2, 3, 4, 5 und 6),

der  Datenbeschädigung  im  Sinne  von  Art. 144bis  Ziff. 1  Abs. 1  StGB 

(Dossier 3),

der geringfügigen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB (Dossier 4) sowie

des geringfügigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. 

Art. 172ter Abs. 1 StGB (Dossier 3).

2.

Der  Beschuldigte  wird  bestraft  mit  23  Monaten  Freiheitsstrafe  (wovon 

566 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr. 350.–.

3.

4.

5.

Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.

Die Busse ist zu bezahlen.

Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.

6.

Der  Beschuldigte  wird  im  Sinne  von  Art. 66a  StGB  für  9  Jahre  des  Landes 

verwiesen.

7.

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) im Zusam-

menhang  mit  dem  Dossier 3  Schadenersatz  von  Fr. 217.19  zuzüglich 

5 % Zins ab 9. September 2022 zu bezahlen.

8.

Die  nachfolgend  genannten  Privatklägerinnen  und  Privatkläger  werden  mit 

ihren Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen:

- 42 -







Privatklägerin 1 (B._____, Dossier 2 und Dossier 4),

Privatklägerin 2 (C._____, Dossier 4),

Privatkläger 3 (D._____, Dossier 4).

9.

Die folgenden sichergestellten und teilweise mit Verfügung der Staatsanwalt-

schaft Zürich-Limmat vom 29. Januar 2024 beschlagnahmten sowie unter den 

Geschäfts-Nr.  83614124,  84006622,  85143766  lagernden  Gegenstände 

werden  eingezogen  und  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  der  Lagerbehörde 

(Kantonspolizei Zürich, Asservate-Triage) zur Vernichtung überlassen:

  ein Datenträger «Kongston» (Asservate-Nr. A017'402'072),

  ein Datenträger «Sandisk» (Asservate-Nr. A017'402'083),

  ein USB Datenträger «Innostar» (Asservate-Nr. A017'402'094),

  eine SSD Harddisk «Sandisk» (Asservate-Nr. A017'402'107),



ein  SD  Kartenadapter  mit  eingesetzter  Speicherkarte  (Asservate-

Nr. A017'402'118),

 Verpackung von Samsung Portable SSD T7 (Asservate-

Nr. A016'541'176),

  USB-Stick «SanDisk» (Asservate-Nr. A016'541'187),

  eine deformierte Büroklammer (Asservate-Nr. A017'402'129),

  eine chirurgische Klinge "Surgical Blade" (Asservate-Nr. A017'402'130),

  ein Schlüssel "ABUS" (Asservate-Nr. A017'402'141),

  ein Vierkantschlüssel-Tool (silberfarben) (Asservate-Nr. A017'402'152),

  eine Taschenlampe "Ortex" (schwarz) (Asservate-Nr. A017'402'163),

  ein Arbeitshandschuh (Gelb/Schwarz) (Asservate-Nr. A017'402'185),

  ein Paar Latexhandschuhe (hellblau) (Asservate-Nr. A017'402'196),

  ein Paar Latexhandschuhe (dunkelblau) (Asservate-Nr. A017'402'209),



eine chirurgische Klinge "Surgical Blade" (geöffnete Verpackung) (Asser-

vate-Nr. A017'402'254),

 Vergleichs-WSA von E._____ (A017'366'813) sowie

 Vergleichs-WSA von F._____ (A017'366'891).

- 43 -

10. Die  bei  der  Kantonspolizei  Zürich,  Asservate-Triage,  unter  der  Geschäfts-

Nr. 84006622 lagernde Mitgliederkarte Verkehrshaus Luzern (Nr. ..., ltd. auf 

G._____)  (Asservate-Nr.  A017'402'174)  wird  der  Privatklägerin 4  (H._____ 

GmbH) nach Eintritt der Rechtskraft bis spätestens 3 Monate danach auf ers-

tes Verlangen hin herausgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist wer-

den die Gegenstände der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.

11. Es wird die Abnahme einer DNA-Probe und Erstellung eines DNA-Profils im 

Sinne von Art. 257 StPO angeordnet. Das Forensische Institut Zürich (FOR) 

wird mit dem Vollzug beauftragt. 

Die  Vollzugsbehörde  wird  ersucht,  den  Beschuldigten  innert  30  Tagen  ab 

Rechtskraft dieses Entscheids dem Forensischen Institut Zürich (FOR) zuzu-

führen.

12. Das  erstinstanzliche  Kosten-  und  Entschädigungsdispositiv  (Dispositiv-

ziffern 15-19) wird bestätigt.

13. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

4'000.– ; die weiteren Kosten betragen:

13'720.95   amtliche Verteidigung.

14. Die  Kosten  des  Berufungsverfahrens  –  mit  Ausnahme  der  Kosten  der 

amtlichen  Verteidigung  –  werden  dem  Beschuldigten  auferlegt.  Die  Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

men.  Die  Rückzahlungspflicht  des  Beschuldigten  bleibt  gemäss  Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten.

15. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens der III. Strafkammer des Obergerichts 

UB240134 in Höhe von Fr. 1'000.– werden dem Beschuldigten auferlegt.

16. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an







die  amtliche  Verteidigung  im  Doppel  für  sich  und  zuhanden  des 
Beschuldigten 

die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

die Privatklägerin B._____

- 44 -

die Privatklägerin C._____

den Privatkläger D._____

die Privatklägerin H._____ GmbH

(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 
den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach 
Erhalt des Dispositivs verlangen.)

den  Justizvollzug  des  Kantons  Zürich,  Abteilung  Bewährungs-  und 
Vollzugsdienste 

das Migrationsamt des Kantons Zürich 











sowie in vollständiger Ausfertigung an





die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschul-
digten

die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an

















die Vorinstanz

den  Justizvollzug  des  Kantons  Zürich,  Abteilung  Bewährungs-  und 
Vollzugsdienste 

das Migrationsamt des Kantons Zürich 

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des 
DNA-Profils  und  Vernichtung  des  ED-Materials"  zwecks  Bestimmung 
der Vernichtungs- und Löschungsdaten

die 
für  die  Lagerung  zuständige  Stelle,  Kantonspolizei  Zürich, 
KMD-FS-A  betr.  Dispositivziffern  9-10  (Geschäfts-Nr.  83614124, 
84006622, 85143766)

die Privatklägerin 4 (H._____ GmbH) betr. Dispositifziffer 10

das  Forensische  Institut  Zürich,  Erkennungsdienst,  betr.  Dispositiv-
ziffer 11.

17. Gegen  diesen  Entscheid  kann  bundesrechtliche  Beschwerde  in  Straf-

sachen erhoben werden.

Die  Beschwerde  ist  innert  30  Tagen,  von  der  Zustellung  der  vollständigen, 

begründeten  Ausfertigung  an  gerechnet,  bei  der  gemäss  Art.  35  und  35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lau-

- 45 -

sanne  14)  in  der  in  Art.  42  des  Bundesgerichtsgesetzes  vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen.

Die  Beschwerdelegitimation  und  die  weiteren  Beschwerdevoraussetzungen 

richten  sich  nach  den  massgeblichen  Bestimmungen  des  Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 15. Januar 2025

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. S. Volken

lic. iur. S. Maurer