# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f615b396-647c-573e-8d5b-06726956bb68
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 02.09.2014 ZK2 2012 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2012-36_2014-09-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 2. September 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 12 36 16. September 2014

Urteil
II. Zivilkammer

Vorsitz Pritzi
RichterInnen Hubert und Michael Dürst
Aktuarin Aebli

In der zivilrechtlichen Berufung

des X._____, Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
HSG Andrea Cantieni, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur,

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Plessur vom 27. Juni 2012, mitgeteilt am 
19. Juli 2012, in Sachen des Klägers und Berufungsklägers gegen die 
Y . _ _ _ _ _ S A , Beklagte 1 und Berufungsbeklagte 1, vertreten durch Rechtsan-
walt lic. iur. Wilfried Caviezel, Masanserstrasse 35, 7001 Chur, und die 
A . _ _ _ _ _ , Beklagte 2 und Berufungsbeklagte 2, vertreten durch Rechtsanwältin 
lic. iur. Karin Caviezel, Reichsgasse 65, 7002 Chur,

betreffend Forderung aus Arbeitsvertrag,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____ schloss am 28. April 2008 mit der Y._____SA (nachfolgend 
Y._____) einen Rahmenarbeitsvertrag sowie einen Einsatzvertrag betreffend ei-
nen dreimonatigen Einsatz als Hilfsarbeiter bei der A._____AG (nachfolgend 
A._____). Den Arbeitsbeginn legten die Parteien auf den 29. April 2008 fest und 
als Arbeitsort wurde O.1_____ bestimmt. Der Arbeitseinsatz bei der A._____ wur-
de mit Bestätigungsschreiben der Y._____ vom 28. September 2009 auf unbe-
stimmte Zeit verlängert. Mit Schreiben vom 17. Juni 2010 kündigte die Y._____ im 
Auftrag der A._____ das Arbeitsverhältnis mit X._____ auf den 31. Juli 2010. 
Hiergegen liess Letzterer am 16. Juli 2010 bei der Y._____ sowie bei der A._____ 
Einsprache erheben, wobei er geltend machte, die Kündigung sei missbräuchlich 
erfolgt.

B. Nachdem X._____ seine Klage auf Leistung einer Entschädigungszahlung 
am 27. August 2010 beim Kreisamt Chur zur Vermittlung anmelden liess, gelang 
es den Parteien anlässlich der Sühneverhandlung vom 30. September 2010 nicht, 
eine Einigung zu treffen. Infolgedessen wurde am 2. November 2010 der Leit-
schein mit folgendem Rechtsbegehren ausgestellt:

„ Klägerische Rechtsbegehren

1. Es sei entweder die Y._____S.A. oder die A._____ zu verpflichten, dem 
Kläger eine Entschädigung von CHF 16‘000.00 zuzüglich Zins von 5% 
seit dem 1.8.2010 zu bezahlen.

2. Eventualiter seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, dem Kläger 
eine Entschädigung von CHF 16‘000.00 zuzüglich Zins von 5% seit 
dem 1.8.2010 zu bezahlen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich der gesetzlich ge-
schuldeten Mehrwertsteuer zulasten der unterlegenen Beklagten even-
tualiter unter solidarischer Verpflichtung beider Beklagten.“

C. Mit Eingabe vom 19. November 2010, gleichentags der Post zwecks Zustel-
lung übergeben, erhob X._____ mit unverändertem Rechtsbegehren Klage beim 
Bezirksgericht Plessur. Die A._____ beantragte mit Klageantwort vom 20. Januar 
2011 die vollumfängliche Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen zuzüglich der gesetzlich geschuldeten Mehrwertsteuer zulasten des 
Klägers. Die Y._____ ihrerseits begehrte mit Klageantwort vom 24. Januar 2011 
ebenfalls die vollumfassende Abweisung der Klage unter vermittleramtlicher, ge-
richtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten 
des Klägers. In der Folge verzichtete der Kläger mit Schreiben vom 23. Februar 
2011 auf eine Stellungnahme.

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D. Mit Verfügung vom 2. Mai 2012 wurden die Parteien zur Hauptverhandlung 
für den 27. Juni 2012 vor dem Bezirksgericht Plessur vorgeladen. X._____, die 
Y._____ als auch die A._____ hielten anlässlich der Verhandlung an ihren in den 
schriftlichen Eingaben gestellten Rechtsbegehren fest.

E. Der Entscheid des Bezirksgerichts Plessur vom 27. Juni 2012 wurde den 
Parteien am 19. Juli 2012 mitgeteilt. Die Vorinstanz erkannte wie folgt:

„1. Auf die Klage wird nicht eingetreten.

2.a) Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 6‘554.00 (Gerichtsgebühr 
CHF 5‘500.00, Schreibgebühr CHF 523.00, Bargebühren CHF 531.00 
[inkl. ZE-Geld CHF 180.00]) gehen zu Lasten der Gerichtskasse.

2.b) Der Kläger hat die Beklagte 1 mit CHF 10‘737.65 (inkl. Barauslagen 
und MwSt.) und die Beklagte 2 mit CHF 8‘403.05 (inkl. Barauslagen 
und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

3.a) (Rechtsmittelbelehrung Hauptentscheid)

3.b) (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid)

4. (Mitteilung).“

Das Bezirksgericht Plessur erwog im Wesentlichen, auf das Hauptbegehren des 
Klägers könne infolge mangelnder Bestimmtheit nicht eingetreten werden. Glei-
ches gelte für das Eventualbegehren, welches mit Blick auf die Vollstreckbarkeit 
des Urteils ungenügend sei. Ferner führte das Bezirksgericht aus, die Klage gegen 
die A._____ hätte – auch im Falle des Eintretens – wegen fehlender Passivlegiti-
mation abgewiesen werden müssen. Zudem erachtete es die vom Kläger geltend 
gemachten missbräuchlichen Kündigungsgründe als wenig überzeugend; vielmehr 
würden der Kündigung angesichts der klaren Zeugenaussagen sowie der Aktenla-
ge sachliche Motive zugrunde liegen.

G. Gegen diesen Entscheid erhob X._____ (nachfolgend Berufungskläger) mit 
Eingabe vom 3. September 2012 Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden 
und beantragte was folgt:

„1. Ziff. 1 des Urteils vom 27. Juni 2012 sei aufzuheben und es sei entwe-
der die Berufungsbeklagte 1 oder die Berufungsbeklagte 2 zu ver-
pflichten, dem Berufungskläger eine Entschädigung von 
CHF 16‘000.00 zuzüglich Zins von 5% seit dem 1.8.2010 zu bezahlen.

2. Eventualiter seien die Berufungsbeklagten 1 und 2 solidarisch zu ver-
pflichten, dem Berufungskläger eine Entschädigung von CHF 16‘000.00 
zuzüglich Zins von 5% seit dem 1.8.2010 zu bezahlen.

3. Ziff. 2b des Urteils vom 27. Juni 2012 sei aufzuheben und es sei die Be-
rufungsbeklagte 1, eventualiter die Berufungsbeklagte 2, subeventuali-
ter die Berufungsbeklagte 1 und die Berufungsbeklagte 2 gemeinsam, 
zu verpflichten, den Berufungskläger für das erstinstanzliche Verfahren 

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ausseramtlich mit CHF 12‘841.10, eventualiter nach Ermessen des Ge-
richts, zu entschädigen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich der gesetzlich ge-
schuldeten Mehrwertsteuer zulasten der unterlegenen Berufungsbe-
klagten eventualiter unter solidarischer Verpflichtung beider Berufungs-
beklagten.“

H. Mit Eingabe vom 10. Oktober 2012 beantragte die A._____ (nachfolgend 
Berufungsbeklagte 2), die Berufung unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu-
züglich 8% Mehrwertsteuer zulasten des Berufungsklägers abzuweisen. Die 
Y._____ (nachfolgend Berufungsbeklagte 1) begehrte mit Berufungsantwort vom 
11. Oktober 2012 ebenfalls die vollumfassende und kostenfällige Abweisung der 
Berufung.

I. Der Vorsitzende der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts stellte dem Beru-
fungskläger am 12. November 2012 die Berufungsantworten zu und teilte den Par-
teien gleichzeitig mit, dass kein weiterer Schriftenwechsel vorgesehen sei. 

J. Auf die Ausführungen im erstinstanzlichen Entscheid sowie in den Rechts-
schriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegan-
gen.

II. Erwägungen

1. Der angefochtene Entscheid des Bezirksgerichts Plessur vom 27. Juni 2012 
wurde den Parteien am 19. Juli 2012 mitgeteilt und somit nach Inkrafttreten der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) am 1. Januar 2011 eröffnet. 
Im Gegensatz zum vorinstanzlichen Verfahren, welches noch nach der alten 
Bündnerischen Zivilprozessordnung (GR-ZPO; BR 320.000) durchgeführt wurde 
(vgl. angefochtener Entscheid E. 1), findet auf das vorliegende Rechtsmittelverfah-
ren demnach die Schweizerische Zivilprozessordnung Anwendung (Art. 405 
Abs. 1 ZPO).

2.a) Gemäss Art. 308 Abs. 1 ZPO sind mit der Berufung erstinstanzliche End- 
und Zwischenentscheide sowie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche 
Massnahmen anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beru-
fung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbe-
gehren mindestens CHF 10‘000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Berufung ist 
unter Beilage des angefochtenen Entscheids innert 30 Tagen seit der Zustellung 
desselben beim Kantonsgericht von Graubünden schriftlich und begründet einzu-

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reichen (Art. 311 ZPO und Art. 7 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]).

b) Beim angefochtenen Nichteintretensentscheid handelt es sich um einen 
Endentscheid, mit welchem das vorinstanzliche Verfahren erledigt wurde (vgl. 
Art. 236 Abs. 1 ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ 
Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 
2. Auflage, Zürich 2013, N 16 zu Art. 308 ZPO). Zudem übersteigt der Streitwert 
die massgebliche Grenze von CHF 10‘000.00. Der angefochtene Entscheid vom 
27. Juni 2012 wurde dem Berufungskläger am 19. Juli 2012 mitgeteilt, weshalb die 
am 3. September 2012 der Schweizerischen Post übergebene Berufung unter 
Berücksichtigung der Gerichtsferien nach Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO rechtzeitig er-
folgt ist und im Übrigen auch den Formerfordernissen entspricht.

c) Das Gericht tritt auf eine Klage oder auf ein Gesuch ein, sofern die Pro-
zessvoraussetzungen erfüllt sind. Sind diese nicht erfüllt, fällt das Gericht einen 
Nichteintretensentscheid. Die Prozessvoraussetzungen werden in Art. 59 Abs. 2 
ZPO nicht abschliessend aufgezählt (vgl. Alexander Zürcher, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2013, N 9 ff. zu Art. 59 ZPO). Ein Nichteintre-
tensentscheid ergeht insbesondere auch dann, wenn die gestellten Rechtsbegeh-
ren dem Bestimmtheitsgebot nicht genügen (vgl. Daniel Willisegger, in; Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung, Basel 2013, N 20 zu Art. 221 ZPO; Christoph Leuenberger, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2013, N 40 zu Art. 221 ZPO). Das Rechtsbe-
gehren ist derart genau abzufassen, dass es bei Gutheissung gleichsam zum Dis-
positiv des Urteils erhoben werden kann und es zur Vollstreckung keiner weiteren 
Abklärungen mehr bedarf (vgl. BGE 137 III 617 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). 
Dieser Grundsatz beruht auf der Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO) und 
dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Leuenberger, a.a.O., N 28 f. zu Art. 221 
ZPO; Daniel Füllemann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Zürich 2011, N 4 zu Art. 84 ZPO; Karl Spüh-
ler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, Basel 2013, N 7 zu Art. 84 ZPO); die beklagte Partei soll ge-
nau wissen, was von ihr gefordert wird, damit sie in voller Kenntnis Stellung bezie-
hen kann. 

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d) Der Berufungskläger wiederholt in seiner Berufung in Ziffer 1 des Rechts-
begehrens grundsätzlich sein ursprüngliches Hauptbegehren, auf welches die Vor-
instanz mangels Bestimmtheit nicht eintrat (vgl. angefochtener Entscheid E. 3). Im 
Zuge der Prüfung der Prozessvoraussetzungen auf Rechtsmittelstufe sowie auf-
grund der Berufungsbegehren bzw. -begründung, mit welcher die vorinstanzliche 
Entscheidung in diesem Punkt angefochten wird, hat sich das Kantonsgericht von 
Graubünden selbst mit der Frage der Zulässigkeit des vorgenannten Rechtsbe-
gehrens zu beschäftigen. Obschon die Vorinstanz die Eintretensfrage noch nach 
der alten Bündnerischen Zivilprozessordnung zu beantworten hatte, drängt es sich 
auch im vorliegenden Berufungsverfahren auf, die Prüfung unter Würdigung der 
entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen vorzunehmen, zumal die Recht-
mässigkeit des angefochtenen Entscheids zu überprüfen ist, was nach dem von 
der Vorinstanz anwendbaren Recht zu erfolgen hat. Dabei wird ersichtlich (vgl. 
nachfolgend E. 2e), dass sich die Rechtslage mit der Einführung der Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung  für die hier zu beurteilende Frage nicht geändert hat. 
Entsprechend beruft sich die Vorinstanz in der Begründung ihres Nichteintreten-
sentscheids selbst auf Kommentatoren zur neuen ZPO.

e) Sowohl die Bündnerische ZPO als auch die Schweizerische ZPO kennen 
das Institut der einfachen Streitgenossenschaft bzw. der subjektiven Klagenhäu-
fung (Art. 28 ZPO-GR; Art. 71 ZPO). Dass mehrere Personen gemeinsam beklagt 
werden können, setzt nach Art. 28 Abs. 2 ZPO-GR voraus, dass es sich um 
gleichartige Rechtsansprüche handelt, die im Wesentlichen auf den gleichen fakti-
schen oder rechtlichen Gründen beruhen (ähnlich auch Art. 71 Abs. 1 ZPO). In 
casu liegt – wie der Berufungskläger zu Recht geltend macht (vgl. Berufung III. B. 
Ziff. 2) – eine solche Konnexität der Ansprüche vor, beruhen doch beide Klagen 
auf einer Forderung aus demselben Arbeitsverhältnis, wobei sowohl die Beru-
fungsbeklagte 1 als Verleihfirma als auch die Berufungsbeklagte 2 als Einsatzbe-
trieb in einer gewissen Form in dieses Verhältnis involviert gewesen sind (vgl. 
nachfolgend E. 7c). Vor dem Inkrafttreten der Schweizerischen ZPO war die alter-
native Streitgenossenschaft als Form der einfachen Streitgenossenschaft – ob-
wohl in keiner Prozessordnung positivrechtlich geregelt (Cristina von Holzen, Die 
Streitgenossenschaft im schweizerischen Zivilprozess, Basel 2006, S. 46) – 
grundsätzlich anerkannt (vgl. BGE 83 II 79 E. 2; 113 Ia 104 E. 2c; Blätter für Zür-
cherische Rechtsprechung 32 Nr. 26, 55 Nr. 8, 56 Nr. 49; Georg Leuch/Omar Ma-
rbach/Franz Kellerhals/Martin Sterchi, Die Zivilprozessordnung für den Kanton 
Bern, Bern 2000, N 1g zu Art. 36 ZPO-BE; Christoph Leuenberger/Beatrice Uffer-
Tobler, Kommentar zur Zivilprozessordnung des Kantons St. Gallen, Bern 1999, 

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N 1 zu Art. 46 ZPO-SG; Oscar Vogel/Karl Spühler, Grundriss des Zivilprozess-
rechts und des internationalen Zivilprozessrechts der Schweiz, 8. Auflage, Bern 
2006, § 5 N 61a; Richard Frank/Hans Sträuli/Georg Messmer, Kommentar zur 
Zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 1997, § 40 N 11 f.; vgl. 
auch BGE 113 Ia 104 E. 2c). Ebenso wenig findet sich in der neuen eidgenössi-
schen ZPO eine ausdrückliche Normierung der alternativen Streitgenossenschaft, 
was deren Zulässigkeit aber nicht zum Vornherein ausschliesst. In der einschlägi-
gen Literatur wird diese Form der Streitgenossenschaft auch unter der Herrschaft 
der neuen ZPO noch immer anerkannt (vgl. Peter Ruggle, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, 2. Auflage, Basel 2013, N 8 zu Art. 71 ZPO; Balz Gross/Roger Zuber, in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 2012, N 7 zu Art. 71 ZPO). Die 
von der Vorinstanz mit einem Verstoss gegen das Bestimmtheitsgebot begründete 
Unzulässigkeit solcher alternativen Streitgenossenschaften überzeugt deshalb 
nicht. Eine Klage, mit welcher alternativ mehrere Streitgenossen eingeklagt wer-
den, ist begriffsnotwendig so zu formulieren, dass entweder der eine oder der an-
dere verpflichtet werden soll. Diese Formulierung stellt an sich keinen Verstoss 
gegen das Bestimmtheitsgebot dar, da die Parteien zwar alternativ eingeklagt 
werden, aber keine Ungewissheit über die Parteirolle besteht. Einzig ungewiss ist 
der Erfolg der eingereichten Klage, wobei dies letztlich auf alle Klagen bis zum 
Urteilszeitpunkt zutrifft. Die Möglichkeit, mehrere Personen in einer eventuellen 
oder alternativen Streitgenossenschaft einzuklagen, dürfte von der klagenden Par-
tei dann gewählt werden, wenn Ungewissheit über die Passivlegitimation herrscht. 
Die materiell-rechtliche Auseinandersetzung mit dem eingeklagten Anspruch hat 
zur Folge, dass grundsätzlich wenigstens eine der Klagen kostenpflichtig abzu-
weisen ist. So wird mit der in Ziffer 1 des Rechtsbegehrens aufgeführten Wendung 
„entweder oder“ zum Ausdruck gebracht, dass höchstens ein Streitgenosse zu 
verpflichten sei, die eingeklagte Forderung zu bezahlen. Im Eventualbegehren 
(Ziffer 2) werden die Streitgenossen sodann solidarisch ins Recht gefasst, sofern 
die Prüfung des eingeklagten Anspruchs zum Resultat führen sollte, dass die bei-
den alternativ eingeklagten Streitgenossen gemeinsam zur Bezahlung zu ver-
pflichten wären. Selbstredend kann das Gericht die Klage auch gänzlich und damit 
bezüglich beider Streitgenossen abweisen.

Damit ist erstellt, dass die Formulierung der Rechtsbegehren nicht zu beanstan-
den ist. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Berufung ist daher einzutreten.

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3. Mit der Berufung als vollkommenes Rechtsmittel kann gemäss Art. 310 
ZPO die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a), die unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts (lit. b) und – über den Wortlaut hinaus – die Unangemessenheit gel-
tend gemacht werden. Das Berufungsgericht kann die gerügten Mängel des vor-
instanzlichen Entscheids frei und unbeschränkt überprüfen (Reetz/Theiler, a.a.O., 
N 5 ff. zu Art. 310 ZPO). Der Berufungskläger hat sich mit der Begründung des 
angefochtenen Entscheids im Einzelnen auseinanderzusetzen. Ein Verweis auf 
die Vorakten genügt ebenso wenig wie eine pauschale Kritik am angefochtenen 
Entscheid. Es ist konkret aufzuzeigen, inwiefern dieser als fehlerhaft erachtet wird 
(Reetz/Theiler, a.a.O., N 36 zu Art. 311 ZPO mit zahlreichen Hinweisen auf die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung, insbesondere auf BGE 138 III 374. E. 4.3.1. 
und das Urteil des Bundesgerichts 5A_438/2012 vom 27. August 2012 E. 2.2).

4.a) Der Berufungskläger beantragt zunächst die Edition der zuhanden der Vor-
instanz eingereichten Urkunden (Nr. 1-17) sowie sämtlicher Akten des unter der 
Proz. Nr. 115-2010-51 geführten Verfahrens. Des Weiteren sei er zur Beweisaus-
sage gemäss Art. 192 ZPO zu verpflichten; eventualiter sei er im Sinne von 
Art. 191 ZPO als Partei zu befragen (vgl. Berufung IV. C.). Beantragt wird somit 
eine Beweis- oder Parteiaussage als Beweismittel für die eigene Sachverhaltsdar-
stellung bzw. als Gegenbeweis für die auf Seiten der als juristische Personen auf-
tretenden Beklagten befragten Zeugen. Während sich die Berufungsbeklagte 2 
hierzu nicht äussert, begehrt die Berufungsbeklagte 1, der Beweisantrag sei abzu-
lehnen, da bezüglich des Sachverhalts kein weiterer Klärungsbedarf bestehe (vgl. 
Berufungsantwort 1 II. D.)

b) Der Berufungsinstanz wird gemäss Art. 316 ZPO die Möglichkeit ein-
geräumt, eine Verhandlung durchzuführen oder aufgrund der Akten zu entschei-
den (Abs. 1), einen zweiten Schriftenwechsel anzuordnen (Abs. 2), oder weitere 
Beweise abzunehmen (Abs. 3). Insofern besteht für das Berufungsgericht ein 
grosser Gestaltungs- bzw. Ermessensspielraum bezüglich der Durchführung des 
Berufungsverfahrens. Es steht der Rechtsmittelinstanz unter anderem frei, Be-
weisabnahmen der ersten Instanz zu wiederholen oder den Prozessstoff durch 
Abnahme neuer, von der ersten Instanz nicht abgenommener Beweise zu ergän-
zen (Peter Reetz/Sarah Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2013, 
N 47 zu Art. 316 ZPO). Eine Wiederholung oder Ergänzung dürfte namentlich 
dann in Frage kommen, wenn wesentliche Umstände des Sachverhalts unklar 
oder unvollständig sind, die erste Instanz ungenügend Beweise abgenommen 

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oder Beweise nicht überzeugend gewürdigt hat (Reetz/Hilber, a.a.O., N 48 zu 
Art. 316 ZPO).

c) Vorliegend erweist sich der zu beurteilende Sachverhalt aufgrund der von 
der Vorinstanz durchgeführten Beweisabnahmen und der Rechtsschriften als hin-
reichend abgeklärt. Abgesehen davon, dass der Berufungskläger seinen Stand-
punkt in der Berufungsschrift klar dargelegt hat, sind die bereits vorhandenen Be-
weismittel ausreichend, um die sich stellenden Fragen und die bestehenden Di-
vergenzen zwischen den Parteien zuverlässig beurteilen zu können. Es ist somit 
weder ersichtlich, inwiefern eine Beweis- oder Parteiaussage von X._____ zu we-
sentlich neuen, entscheidrelevanten Erkenntnissen führen könnte, noch erscheint 
sie hierfür als geeignet, so dass der entsprechende Beweisantrag des Berufungs-
klägers abzuweisen ist.

Bezüglich der Editionsbegehren sei der Berufungskläger darauf hingewiesen, dass 
sämtliche vorinstanzliche Akten angefordert wurden und dem Kantonsgericht von 
Graubünden vorliegen. 

5.a) Der Berufungskläger reichte dem Kantonsgericht mit der Berufungsschrift 
einen Artikel aus der Zeitschrift Z._____ vom 25. November 2010 ein (act. B.3). 
Dieser liegt den vorinstanzlichen Akten nicht bei, weshalb es sich um ein neues 
Beweismittel handelt. Damit stellt sich die Frage, ob dieses im Berufungsverfahren 
noch eingelegt werden kann.

b) Im Berufungsverfahren sind neue Tatsachenbehauptungen und Beweismit-
tel grundsätzlich nur noch zulässig, wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorge-
bracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorge-
bracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Das eingeschränkte Novenrecht gilt 
auch, wenn der Sachverhalt wie vorliegend gemäss Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 
ZPO von Amtes wegen festzustellen ist (BGE 138 III 625 E. 2.1 [=Pra 2013 
Nr. 26]).

c) Der Berufungskläger hat den vorgenannten Zeitschriftenartikel mitsamt sei-
ner Berufung und damit grundsätzlich ohne Verzug eingereicht. Es wäre ihm je-
doch offensichtlich zumutbar gewesen, den aus dem Jahre 2010 stammenden 
Artikel schon im vorinstanzlichen Verfahren einzureichen, weshalb das Beweismit-
tel nicht zu berücksichtigen ist. Dies rechtfertigt sich bereits daher, als dem Inhalt 
des eingelegten Artikels keinerlei Sachrelevanz attestiert werden kann. Der Beru-
fungskläger versucht mit der Einlage desselben lediglich eine Spannung zwischen 
der Berufungsbeklagten 2 und dem B._____verband (nachfolgend B._____) auf-

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zuzeigen, in deren Kontext die Kündigung zu verstehen sei (vgl. Berufung III. B. 
Ziff. 7.4). Zur Sache selbst trägt der Artikel indessen wie erwähnt nichts bei.

6. Wie dargelegt trat das Bezirksgericht Plessur auf die Klage von X._____ 
aufgrund mangelnder Bestimmtheit des Haupt- und Eventualbegehrens nicht ein. 
Aus der vorstehenden Erwägung 2e folgt, dass die Formulierung des Hauptbegeh-
rens weder unter der alten Bündnerischen Zivilprozessordnung noch unter der 
neuen ZPO gegen das Bestimmtheitsgebot verstösst, womit die Vorinstanz zu Un-
recht nicht auf die Klage eingetreten ist. Trotz dieses Prozessentscheids ist sie im 
Sinne einer Eventualbegründung auf die geltend gemachte missbräuchliche Kün-
digung materiell eingegangen und kam zum Schluss, dass die Klage vollumfäng-
lich abzuweisen wäre, hätte darauf eingetreten werden können. Insofern wurde die 
Klage von der Vorinstanz in allen wesentlichen Teilen beurteilt, weswegen von 
einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz im Sinne von Art. 318 Abs. 1 lit. c. 
Ziff. 1 ZPO abzusehen ist. Der Sachverhalt wurde zudem vollständig festgestellt, 
weshalb eine Rückweisung auch diesbezüglich nicht angezeigt erscheint. Die Par-
teien äusserten sich in ihren Rechtsschriften denn auch hauptsächlich zur Frage 
der Missbräuchlichkeit der Kündigung und nicht zum Nichteintretensentscheid. 
Eine Rückweisung wurde überdies nicht beantragt. Die Rechtsmittelinstanz kann 
daher neu entscheiden oder den angefochtenen Entscheid bestätigen (Art. 318 
Abs. 1 lit. a und b ZPO).

Bevor auf die vom Berufungskläger geltend gemachte missbräuchliche Kündigung 
einzugehen ist, gilt es die Frage der Passivlegitimation der Berufungsbeklagten 1 
(Verleihfirma) sowie der Berufungsbeklagten 2 (Einsatzbetrieb) zu prüfen.

7.a) Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, da einzig zwischen der 
Berufungsbeklagten 1 als Personalverleiherin bzw. Arbeitgeberin und dem Beru-
fungskläger als Arbeitnehmer ein Arbeitsvertrag bestanden habe, sei entspre-
chend auch nur der Berufungsbeklagten 1 ein Kündigungsrecht zugekommen, 
nicht aber der Berufungsbeklagten 2 als Entleiherin bzw. als Einsatzbetrieb. Daher 
habe auch nicht die Berufungsbeklagte 2 die Folgen einer allenfalls missbräuchli-
chen Kündigung zu tragen, sondern die Berufungsbeklagte 1. Die Klage gegen die 
Berufungsbeklagte 2 wäre somit im Falle des Eintretens wegen fehlender Passiv-
legitimation abzuweisen gewesen (vgl. angefochtener Entscheid E. 4a).

b) Wie eingangs dargelegt, schloss der Berufungskläger als Temporärmitar-
beiter mit der Berufungsbeklagten 1 am 28. April 2008 einen Rahmenarbeitsver-
trag (vgl. Akten Vorinstanz KB 1). Dieser Vertrag enthielt unter Ziffer 7 auch ent-

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sprechende Kündigungsbestimmungen. Im Einsatzvertrag zwischen der Beru-
fungsbeklagten 1 und dem Berufungskläger betreffend seinen Einsatz als Hilfsmit-
arbeiter bei der Berufungsbeklagten 2 wurden alsdann die weiteren Details (Ar-
beitsort, Einsatzbeginn und -dauer, Entlöhnung etc.) näher geregelt (vgl. Akten 
Vorinstanz KB 2). Ein Arbeitsverhältnis unter den vereinbarten Rahmenbedingun-
gen kommt erst mit dem Abschluss des individuellen Einsatzvertrags zustande 
bzw. bis dahin ist der Rahmenvertrag als bedingter Arbeitsvertrag anzusehen 
(BGE 117 V 248 E. 3b; 114 V 336 E. 5b; Wolfgang Portmann, in: Hon-
sell/Vogt/Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 5. Auflage, Ba-
sel 2011, N 27 zu Art. 319 OR; Manfred Rehbinder/Jean-Fritz Stöckli, in: Haus-
heer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Band VI 
2. Abteilung 2. Teilband, Bern 2010, N 16 und N 37 zu Art. 319 OR; Frank Vischer, 
in: Wiegand [Hrsg.], Schweizerisches Privatrecht, Band VII/4, Der Arbeitsvertrag, 
3. Auflage, Basel 2005, § 8 S. 54 f.).

c) Die Temporärarbeit bildet eine Form des Personalverleihs, dessen gesetzli-
che Grundlagen im Bundesgesetz über die Arbeitsvermittlung und den Personal-
verleih (AVG; SR 823.11) sowie der dazugehörigen Verordnung (AVV; SR 
823.111) zu finden sind. Beim Personalverleih werden Arbeitskräfte durch den 
Arbeitgeber (Verleiher) einem Dritten (Einsatzbetrieb) überlassen (vgl. Art. 12 
Abs. 1 AVG). Der Arbeitnehmer schliesst mit der Verleihfirma als Arbeitgeberin 
einen Arbeitsvertrag ab, wonach er bereit ist, von dieser bei einer Drittfirma einge-
setzt zu werden (Ullin Streiff/Adrian von Kaenel/Roger Rudolph, Arbeitsvertrag, 
Praxiskommentar, 7. Auflage, Zürich 2012, N 20 zu Art. 319 OR). Als Verleiherin 
ist die Arbeitgeberin (vorliegend die Berufungsbeklagte 1) durch einen Einzelar-
beitsvertrag mit dem Arbeitnehmer (vorliegend dem Berufungskläger) verbunden. 
Durch einen zweiten, den sogenannten Verleihvertrag, überlässt sie diesen einem 
Dritten, nämlich dem Einsatzbetrieb (vorliegend der Berufungsbeklagten 2). Der 
Arbeitnehmer ist damit den Weisungen des Einsatzbetriebs unterstellt, was die 
Erbringung seiner Leistung, die Festlegung der Modalitäten seiner Arbeit und die 
Wahl der anzuwendenden Mittel und Verfahren betrifft. Arbeitsvertraglich ist und 
bleibt er jedoch nur mit der Verleihfirma verbunden, von der er auch seinen Lohn 
erhält (vgl. Entscheid der III. Zivilkammer des Kantonsgerichts St. Gallen 
BZ.2009.20 vom 20. Juli 2009 E. 3c; vgl. auch. Adrian Staehelin, in: Schmid 
[Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Zivilrecht, Obligationenrecht, Teilband V 
2c, Der Arbeitsvertrag, Zürich 2014, N 17 zu Art. 333 OR). Beim Rechtsverhältnis 
zwischen dem Arbeitnehmer und dem Einsatzbetrieb handelt es sich dagegen 
nicht um ein eigentliches arbeitsvertragliches Verhältnis, sondern bloss um eine 

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quasi-vertragliche bzw. faktische Beziehung (BGE 119 V 357 E. 2a; vgl. auch 
Streiff/von Kaenel/Rudolph, N 20 zu Art. 319 OR; Portmann, a.a.O., N 23 zu 
Art. 319 OR). Der Umstand, dass die Arbeitsleistung nicht gegenüber dem eigent-
lichen Arbeitgeber, sondern gegenüber dem Einsatzbetrieb erbracht wird, führt zu 
einer Aufspaltung der Arbeitgeberfunktionen. So ist etwa das bereits angespro-
chene Weisungsrecht zwischen dem Verleiher als rechtlicher Arbeitgeber und dem 
Entleiher als faktischer Arbeitgeber, welchem Ersterer die wesentliche Weisungs-
befugnis abtritt (vgl. Art. 26 Abs. 1 AVV; vgl. auch Staehelin, a.a.O., N 17 zu 
Art. 333 OR), aufgeteilt. Das Kündigungsrecht hingegen steht auf Arbeitgeberseite 
allein der Verleihfirma zu, wobei sie sich auf die vom Einsatzbetrieb geltend ge-
machten Kündigungsgründe berufen kann (Vischer, a.a.O., § 8 S. 54 f.; ähnlich 
auch Portmann, a.a.O., N 23 zu Art. 319 OR; vgl. auch Hubert Stöckli, „Ménage à 
trois“ bei der Temporärarbeit, in: Zeitschrift recht 2010 Heft 5, S. 142, welcher un-
ter dem Titel Kündigung und Kündigungsschutz lediglich auf das Verhältnis zwi-
schen Verleiher und Arbeitnehmer eingeht). Die Verleihfirma kann den Einsatzbe-
trieb auch zur Ausübung des Kündigungsrechts bevollmächtigen (Portmann, 
a.a.O., N 23 zu Art. 319 OR mit weiteren Hinweisen). Im vorliegend zu beurteilen-
den Fall hat die Berufungsbeklagte 1 als Arbeitgeberin das Kündigungsrecht mit 
Schreiben vom 17. Juni 2010 indessen unter Einhaltung der im Rahmenarbeits-
vertrag festgesetzten Kündigungsfrist selbst ausgeübt.

d) Das Bundesgericht hielt zur Kündigungs- bzw. Haftungsfrage im Personal-
verleihverhältnis fest, dass die kompetenzwidrige Kündigung eines Arbeitnehmers 
durch den Einsatzbetrieb von der Verleihfirma durch unterlassenen Widerspruch 
stillschweigend genehmigt werden könne. Dies führe bei ungerechtfertigter fristlo-
ser Entlassung entsprechend zu einer Haftung des Verleihers nach Art. 337c OR 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 4C.245/2006 vom 12. Dezember 2006 E. 3 und 4). 
Bereits in einem früheren Urteil wurde die Auflösung eines Temporärarbeitsver-
hältnisses mit einer schwangeren Arbeitnehmerin dem Verantwortungsbereich der 
Verleihfirma zugewiesen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4C.356/2004 vom 7. De-
zember 2004 E. 2; vgl. auch Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 2 zu Art. 336c 
OR). Übertragen auf den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass die Berufungsbe-
klagte 1 als Arbeitgeberin wegen der geltend gemachten missbräuchlichen Kündi-
gung nach Art. 336 OR belangt und gestützt auf Art. 336a OR zu einer Entschädi-
gung verpflichtet werden kann. Dies muss, bezogen auf das erstere vorzitierte Ur-
teil, erst recht gelten, wenn sie als Verleiherin die Entlassung selbst vorgenommen 
hat. Wie dargelegt ist es zulässig, dass sie sich hierbei auf den von der Beru-
fungsbeklagten 2 vorgebrachten Kündigungsgrund der betrieblichen Notwendig-

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keit beruft. Da Letztere den Auftrag erteilt hat, das Arbeitsverhältnis mit dem Beru-
fungskläger aufzulösen, rechtfertigt es sich, der Berufungsbeklagten 1 als Arbeit-
geberin das Verhalten der Berufungsbeklagten 2 bzw. allfällige missbräuchlichen 
Motive, welche den Anlass zur Kündigung gegeben haben, anzurechnen. Im Er-
gebnis ist die Passivlegitimation der Berufungsbeklagten 1 jedenfalls zu bejahen. 
Was die Passivlegitimation der Berufungsbeklagten 2 anbelangt, so wäre diese im 
Lichte der vorzitierten Lehre und Rechtsprechung wohl eher zu verneinen. Diese 
Frage braucht vorliegend indessen – mangels Missbräuchlichkeit der Kündigung 
(vgl. nachfolgend E. 10) – nicht abschliessend beantwortet zu werden. Angemerkt 
sei aber noch Folgendes: Soweit (quasi-)arbeitsvertragliche Rechte und Pflichten 
des Einsatzbetriebs betroffen wären, wie beispielsweise bei Verletzung der Für-
sorgepflicht (vgl. Art. 328 OR), sprechen sich gewisse Autoren dafür aus, dem Ar-
beitnehmer einen direkten vertraglichen Ersatzanspruch gegenüber dem Einsatz-
betrieb einzuräumen (vgl. Vischer, a.a.O., § 8 S. 57, sowie Stöckli, a.a.O., S. 140). 
Gedacht wird dabei vornehmlich an die Pflicht, die körperliche Integrität und die 
Persönlichkeit des Arbeitnehmers zu schützen sowie die Ruhezeiten zu respektie-
ren (Vischer, a.a.O., § 8 S. 57). Der Berufungskläger hält dafür, dass der Schutz 
vor einer missbräuchlichen Kündigung auch zur Fürsorgepflicht gehöre. Werde 
eine solche Kündigung mithin als Verletzung der Fürsorgepflicht qualifiziert, spre-
che dies für eine Haftung des Einsatzbetriebs (vgl. Berufung III. D. Ziff. 9). Der 
Arbeitgeber ist gemäss Art. 328 OR verpflichtet, die Persönlichkeitsgüter des Ar-
beitnehmers zu achten und zu schützen. Er hat sich jedes durch den Arbeitsver-
trag nicht gerechtfertigten Eingriffs in die Persönlichkeitsrechte zu enthalten und 
diese auch gegen Eingriffe Vorgesetzter, Mitarbeiter oder Dritter zu schützen. Ob 
die Fürsorgepflicht nun bei extensiver Auslegung auch den Schutz vor einer miss-
bräuchlichen Kündigung umfasst, so dass unter diesem Titel eine vertragliche Haf-
tungsgrundlage des Einsatzbetriebs konstruiert werden könnte, kann wie erwähnt 
offen bleiben.

Da nach dem Gesagten zumindest die Passivlegitimation der Berufungsbeklagte 1 
zu bejahen ist, gilt es im Folgenden auf die Feststellungen der Vorinstanz und die 
Vorbringen des Berufungsklägers in Bezug auf die Zeugenaussagen sowie die 
Umstände der Kündigung einzugehen (vgl. E. 8 und 9) und sodann eine etwaige 
Missbräuchlichkeit der Kündigung zu prüfen (vgl. E. 10), wobei die Motive der Be-
rufungsbeklagten 2 wie dargelegt der Berufungsbeklagten 1 zuzurechnen sind.

8.a) Die Vorinstanz hielt zunächst fest, dass die Aussagen der einvernommenen 
Zeugen (K._____, Filialleiter bei der Berufungsbeklagten 1; D._____ und C._____, 
beides Angestellte der Berufungsbeklagten 2; G._____, Gewerkschaftssekretär 

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des B._____-Regionalsekretariats O.1_____) allesamt glaubhaft seien und keiner 
von ihnen ein persönliches Interesse am Ausgang des Verfahrens habe, weswe-
gen vollumfänglich auf deren Aussagen abgestellt werden könne (vgl. angefochte-
ner Entscheid E. 4 b/bb). Der Berufungskläger moniert, insbesondere die Zeugen 
D._____ und C._____ hätten als Kadermitarbeiter der Berufungsbeklagten 2 ein 
persönliches Interesse am Ausgang des Verfahrens, was die Vorinstanz bei der 
Beweiswürdigung hätte berücksichtigen müssen (vgl. Berufung III. B. Ziff. 4.4). Die 
Berufungsbeklagte 2 bemerkt hierzu, die Aussagen der beiden Zeugen seien kon-
sistent und nur aufgrund ihrer Eigenschaft als Mitarbeiter nicht weniger wert (vgl. 
Berufungsantwort 2 Rz. 31). Die Berufungsbeklagte 1 führt an, die Rügen des Be-
rufungsklägers seien zirkelschlüssig und es treffe insbesondere nicht zu, dass die 
Vorinstanz ein allfälliges Prozessinteresse der Zeugen nicht berücksichtigt habe. 
Letztere sei lediglich zum Schluss gelangt, dass eben kein persönliches Interesse 
am Ausgang des Verfahrens bestehen würde. Die Aussagen würden zum Akten-
material keinerlei Widersprüche aufzeigen und der Berufungskläger könne nicht 
darlegen, welche konkreten Aussagen der Zeugen nicht zutreffen würden (vgl. 
Berufungsantwort 1 II. B. Ziff. 5.3).

b) Gemäss Art. 158 ZPO-GR würdigt das Gericht die Beweise nach freier 
Überzeugung (vgl. ebenfalls Art. 157 ZPO). Die Zeugenaussage gilt als zulässiges 
Beweismittel, wobei das Gericht die Glaubwürdigkeit und das Gewicht der Zeu-
genaussagen für sich allein und gegeneinander sorgfältig abzuwägen und hierbei 
alle Umstände, insbesondere Abhängigkeits- und Pflichtverhältnisse, in Betracht 
zu ziehen hat, welche sich auf die Zuverlässigkeit der Zeugen auswirken können 
(Art. 159 Ziff. 2 und Art. 186 Abs. 2 ZPO-GR; vgl. PKG 2008 Nr. 4 E. 5b). In casu 
trifft es zu, dass die Äusserungen von D._____ (Leiter _____ für die Region 
O._____ bei der Berufungsbeklagten 2) und C._____ (Teamleiter bei der Beru-
fungsbeklagten 2) aufgrund ihrer beruflichen Verbundenheit zur Berufungsbeklag-
ten 2 mit einer gewissen Zurückhaltung zu würdigen sind, insbesondere da Erste-
rer den Kündigungsentscheid fällte und Letzterer der Teamleiter der Gruppe war, 
zu welcher auch der Berufungskläger zählte. Insofern kann nicht per se auf das 
Nichtvorhandensein eines persönlichen Interesses der Zeugen geschlossen wer-
den. Es bedarf vielmehr einer Würdigung im Einzelfall. Die Vorinstanz hielt fest, es 
seien keine Anhaltspunkte vorhanden, welche darauf schliessen lassen würden, 
dass die befragten Zeugen nicht den Willen und die Fähigkeit gehabt hätten, die 
Wahrheit zu sagen, zumal sie alle im Rahmen der Einvernahme auf die strafrecht-
lichen Folgen eines Falschzeugnisses hingewiesen worden seien. Sämtliche Aus-
sagen seien alsdann widerspruchsfrei und in sich geschlossen erfolgt, womit sich 

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dieselben als glaubhaft erweisen würden (vgl. angefochtener Entscheid E. 4b/bb). 
Dem ist im Ergebnis zuzustimmen, da – wie sich anhand der nachfolgenden Er-
wägungen im Einzelnen zeigen wird – die Aussagen nicht nur in sich und unter-
einander stimmig sind, sondern auch keine nennenswerten Widersprüche zu den 
Akten aufweisen. Insofern kann nicht davon gesprochen werden, die Vorinstanz 
habe das Verhältnis der Zeugen zu der Berufungsbeklagten 2 bei der Beweiswür-
digung unberücksichtigt gelassen. Wie die Berufungsbeklagte 1 zutreffend ein-
wendet, bringt der Berufungskläger zudem nicht vor, welche Aussagen aufgrund 
des behaupteten Prozessinteresses falsch oder zumindest zweifelhaft ausgefallen 
seien. Er begnügt sich mit appellatorischer Kritik und ist daher nicht zu hören.

9.a) Bezüglich des Kündigungsgrunds hielt die Vorinstanz im angefochtenen 
Entscheid fest, es sei erstellt, dass die Berufungsbeklagte 2 im Rahmen von be-
trieblichen Reintegrationsmassnahmen am Standort O.1_____ drei festangestellte 
Mitarbeiter mit insgesamt 200 Stellenprozent vom Standort O.2_____ habe über-
nehmen und integrieren müssen. Im Zuge dessen sei dem Berufungskläger 
gekündigt worden. Die vom Berufungskläger vor dem Hintergrund, dass er über 
die Gewerkschaft habe Ansprüche erheben lassen, behauptete Rachekündigung 
werde insbesondere durch die Zeugenaussage von D._____ entkräftet. Letzterer 
habe den Kündigungsentscheid gefällt, wobei ihm jedoch nicht bekannt gewesen 
sei, dass der Berufungskläger über die Gewerkschaft Ansprüche geltend gemacht 
habe. Die Geltendmachung derselben könne demzufolge nicht kausal für die Kün-
digung gewesen sein. Ferner habe der Gewerkschaftssekretär und Zeuge 
G._____ selbst erklärt, es entspreche nicht der Vorgehensweise der Berufungsbe-
klagten 2, Arbeitsverhältnisse zu kündigen, wenn Ansprüche daraus geltend ge-
macht würden – wobei allerdings anzumerken ist, dass er diese Aussage in der 
Folge bezüglich Temporärmitarbeiter relativierte (vgl. Akten Vorinstanz Einver-
nahmeprotokoll G._____, S. 2 Frage 6 sowie S. 3 Ergänzungsfrage 5). Des Weite-
ren erachtete die Vorinstanz auch die klägerische Behauptung, die Kündigung sei 
aufgrund der Gewerkschaftszugehörigkeit erfolgt, angesichts der Zeugenaussa-
gen von D._____ und C._____, welche beide erklärten, beim Berufungskläger in 
concreto keine Kenntnis von einer etwaigen Gewerkschaftszugehörigkeit gehabt 
zu haben, als wenig stichhaltig. Insgesamt beurteilte sie die vom Kläger geltend 
gemachten missbräuchlichen Kündigungsgründe in Würdigung der Zeugenaussa-
gen und der Akten nicht als überzeugend (vgl. angefochtener Entscheid E. 4b/cc).

b) Der Berufungskläger vertritt die Auffassung, die Begründung der Kündi-
gung, wonach die Stelle des Berufungsklägers aufgrund der Übernahme und Re-
integration von insgesamt drei internen Mitarbeitern vom Standort O.2_____ hätte 

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aufgelöst werden müssen, sei als reine Schutzbehauptung zu qualifizieren. So 
habe die Berufungsbeklagte 2 die Berufungsbeklagte 1 aufgefordert, ausdrücklich 
das Arbeitsverhältnis zum Berufungskläger zu beenden und nicht irgendein ande-
res temporäres Arbeitsverhältnis aufzulösen (vgl. Berufung III. B. Ziff. 2). Zudem 
habe das Kündigungsschreiben vom 17. Juni 2010 keine Angaben über den Kün-
digungsgrund enthalten. Erst mit der jeweiligen Prozessantwort vor der Vorinstanz 
hätten die Berufungsbeklagten den erwähnten Kündigungsgrund vorgetragen (vgl. 
Berufung III. B. Ziff. 3). Ferner rügt der Berufungskläger, dass sich die Vorinstanz 
mit den Beilagen 6 (E-Mail Korrespondenz zwischen B._____ vom Gesundheits-
management der Berufungsbeklagten 2 und C._____ sowie D._____) und 7 (Ver-
einbarung vom 8. März 2010 bzw. 10. März 2010 betreffend das befristete Arbeits-
training für E._____, einen der übernommenen neuen Mitarbeiter aus O.2_____) 
der Berufungsbeklagten 2 nicht auseinandergesetzt habe. Aus dem E-Mail Ver-
kehr gehe hervor, dass E._____ bereits seit dem 26. Februar 2010 auf unbe-
stimmte Zeit bei der Berufungsbeklagten 2 eingesetzt worden sei, wohingegen die 
Auflösung des Arbeitsvertrags mit dem Berufungskläger erst Mitte Juni 2010 er-
folgt sei. Im Übrigen habe sich D._____ gemäss E-Mail Korrespondenz von An-
fang an geweigert, den Mitarbeitern aus O.2_____ eine Stelle in O.1_____ anzu-
bieten; sodann hätte hierfür auch keine Verpflichtung bestanden (vgl. Berufung III. 
B. Ziff. 4.5). Vorliegend sei davon auszugehen, dass zunächst die Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses mit dem Berufungskläger aus missbräuchlichen Gründen be-
schlossen worden sei und die Berufungsbeklagte 2 erst nach freigewordener Stel-
le E._____ angestellt habe, womit dieser nicht das Motiv der Kündigung habe sein 
können (vgl. Berufung III. B. Ziff. 4.6). Selbst wenn davon ausgegangen würde, 
dass die Anstellung von E._____ die Berufungsbeklagte 2 gezwungen habe, das 
Arbeitsverhältnis zum Berufungskläger zu beenden, stelle sich die Frage, warum 
bei drei Temporärangestellten gerade Letzterer entlassen worden sei. Es wäre zu 
erwarten gewesen, dass das jüngste Arbeitsverhältnis aufgelöst würde. Zudem sei 
man mit der Arbeit des Berufungsklägers stets zufrieden gewesen, was am 28. 
September 2009 zur Verlängerung des befristeten Einsatzvertrags geführt habe 
und auch durch das sehr gute Arbeitszeugnis belegt werde. Soweit die Beru-
fungsbeklagte 2 versuche, die Kündigung mit negativen Auffälligkeiten zu begrün-
den, sei dies ebenfalls als reine Schutzbehauptung zu werten. Hinzu komme, dass 
nach der Kündigung des Klägers ein neuer Temporärmitarbeiter über die Beru-
fungsbeklagte 1 angestellt worden sei. Es habe damit an einer betrieblichen Not-
wendigkeit für die Kündigung und an einem sachlichen Grund gefehlt (vgl. Beru-
fung III. B. Ziff. 5.1-5.8).

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Nach Ansicht des Berufungsklägers ist die Kündigung vielmehr deshalb erfolgt, 
weil der Berufungskläger seine berechtigten Ansprüche auf Nachtdienstzuschläge 
nach dem AZG (Bundesgesetz über die Arbeit in Unternehmen des öffentlichen 
Verkehrs [Arbeitszeitgesetz; SR 822.21]) und eine Beendigung der illegal geleiste-
ten _____dienste über die Gewerkschaft bei der Berufungsbeklagten 2 habe vor-
tragen lassen. Entgegen der vorinstanzlichen Feststellung habe die Berufungsbe-
klagte 2 gewusst, dass der Berufungskläger über die Gewerkschaft Ansprüche 
aus dem Arbeitsverhältnis geltend gemacht habe. So habe die Zentrale in 
O.3_____ D._____ und C._____ darüber informiert, dass Temporärmitarbeiter 
künftig nicht mehr für _____dienste eingeteilt werden dürften, da diese Tätigkeit 
eine spezielle Ausbildung voraussetze. Es entspreche dabei der allgemeinen Le-
benserfahrung, dass sich D._____ und C._____ bei der Zentrale über den Grund 
dieser Weisung informiert hätten. Anschliessend sei es ein Leichtes gewesen, zu 
erahnen, dass der Berufungskläger bei der Gewerkschaft vorgesprochen habe, 
zumal sein Name am 10. Juni 2010 gegenüber F._____, Leiter Human Resources 
Führungsunterstützung bei der Berufungsbeklagten 2, ausdrücklich bekannt ge-
geben worden sei. Es könne nicht von der Hand gewiesen werden, dass die re-
gelmässigen Auseinandersetzungen mit der Gewerkschaft D._____ veranlasst 
hätten, dem Berufungskläger zu kündigen. Die erneute Intervention der Gewerk-
schaft betreffend _____dienste und Zeitabrechnungen habe das Fass offenbar 
zum Überlaufen gebracht. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei die Kausa-
lität zwischen der Kündigung und der Geltendmachung der Ansprüche des Beru-
fungsklägers sowie der gewerkschaftlichen Intervention gegeben. Der zeitliche 
Zusammenhang zwischen der Intervention der Gewerkschaft, der Nennung des 
Namens des Berufungsklägers – von G._____, Gewerkschaftssekretär des 
B._____-Regionalsekretariats O.1_____, gegenüber F._____ – und der Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses sei derart eng und intensiv, dass die Geltendmachung 
der Ansprüche über die Gewerkschaft unzweifelhaft das Hauptmotiv für die Kündi-
gung dargestellt habe (vgl. Berufung III. B. Ziff. 7.1-7.6).

c) Eine missbräuchliche Kündigung ist auch bei temporären Arbeitnehmern 
untersagt (Stöckli, a.a.O., S. 142; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
4C.356/2004 vom 7. Dezember 2004 E. 2.1). Die Partei, die das Arbeitsverhältnis 
missbräuchlich kündigt, hat der anderen Partei eine Entschädigung auszurichten 
(Art. 336a Abs. 1 OR). Gleich wie die bei ungerechtfertigter fristloser Entlassung 
eines Arbeitnehmers nach Art. 337c Abs. 3 OR geschuldete Geldleistung hat auch 
jene wegen missbräuchlicher Kündigung eines Arbeitsverhältnisses Straf- und 
Wiedergutmachungscharakter (BGE 123 III 391 E. 3c). Wer eine solche Entschä-

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digung geltend machen will, muss jedoch gegen die Kündigung längstens bis zum 
Ende der Kündigungsfrist bei der kündigenden Partei schriftlich Einsprache erhe-
ben (Art. 336b Abs. 1 OR). Dies wurde vorliegend unbestrittenermassen getan. 
Ebenso wurde die Klage auch fristgerecht beim zuständigen Gericht anhängig 
gemacht (vgl. Art. 336b Abs. 2 OR). Die Aufzählung der missbräuchlichen Kündi-
gungsgründe in Art. 336 OR ist nicht abschliessend (BGE 136 III 513 E. 2.3; 134 
III 108 E. 7.1; 132 III 115 E. 2.1). Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses gilt 
gemäss Art. 336 Abs. 1 lit. d OR unter anderem dann als missbräuchlich, wenn 
eine Partei sie ausspricht, weil die andere Partei nach Treu und Glauben An-
sprüche aus dem Arbeitsverhältnis geltend macht (sog. Rachekündigung). Der 
gerichtlichen Geltendmachung gleichgesetzt ist ein Anspruch, der vorerst nur 
mündlich oder schriftlich beim Arbeitgeber bzw. bei der zuständigen Stelle vorge-
bracht wird (vgl. Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 8 zu Art. 336 OR). Eine 
Kündigung ist gemäss Art. 336 Abs. 2 lit. a OR auch dann als missbräuchlich zu 
beurteilen, wenn sie erfolgt, weil der Arbeitnehmer einem Arbeitnehmerverband 
angehört. Das verpönte Merkmal hat kausal für den Kündigungsentscheid zu sein. 
Die Beweislast für den Missbrauchstatbestand als auch dessen Kausalität für die 
Kündigung trägt der Arbeitnehmer. Da es sich dabei in der Regel um einen inne-
ren Vorgang handelt, wird kein strikter Beweis verlangt, sondern die Praxis lässt 
den Beweisgrad der hohen Wahrscheinlichkeit genügen, wonach die Umstände zu 
beweisen sind, die den Schluss zulassen, dass das Arbeitsverhältnis mit hoher 
Wahrscheinlichkeit aus dem entsprechenden Grund gekündigt worden ist (BGE 
130 III 699 E. 4.1; 125 III 277 E. 3c; vgl. auch Staehelin, a.a.O., N 36 zu Art. 336 
OR sowie Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 2 und N 16 zu Art. 336 OR mit 
weiterführenden Hinweisen). Sobald mehrere Kündigungsgründe im Raum stehen, 
stellt sich die Frage, ob ein missbräuchliches Motiv neben anderen, nicht miss-
bräuchlichen Motiven überwiegt oder den Ausschlag für die Entlassung gegeben 
hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_408/2011 vom 15. November 2011 
E. 5.4.1). Eine Kündigung ist mit anderen Worten bei konkurrierenden Motiven 
immer dann missbräuchlich, wenn der verpönte Grund unmittelbarer Anlass zur 
Kündigung oder zumindest derart wesentlich war, dass die Kündigung ohne sein 
Vorliegen nicht ausgesprochen worden wäre (vgl. PKG 1994 Nr. 11 E. 2c/cc; 
Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 20 zu Art. 336 OR mit diversen Hinweisen). 
Dieser Beweis kann vom Gekündigten nicht verlangt werden, zumal er nur schwer 
zu erbringen ist. Steht ein missbräuchliches Teilmotiv einmal mit hoher Wahr-
scheinlichkeit fest, hat vielmehr der Kündigende nachzuweisen, dass er auch ohne 
Vorliegen des verpönten Grundes gekündigt hätte (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
4A_430/2010 vom 15. November 2010 E. 2.1.3 sowie 4P.205/2000 vom 6. März 

http://links.weblaw.ch/de/GR:%20PKG-1994-11

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2001 E. 3a). Bei der Rachekündigung muss die Geltendmachung von Ansprüchen 
zwar nicht den einzigen Kündigungsgrund bilden, doch muss diesem Umstand 
eine entscheidende Rolle für die Kündigung zugekommen sein (Urteil des Bun-
desgerichts 4C.84/2005 vom 16. Juni 2005 E. 3.1).

d/aa) Soweit sich der Berufungskläger auf die vorinstanzlichen Beilagen 6 und 7 
der Berufungsbeklagten 2 stützt, um aufzuzeigen, dass die Übernahme und Rein-
tegration des A._____-Mitarbeiters E._____ nicht kausal für den Kündigungsent-
scheid gewesen sein könne, da Letzterer bereits seit dem 26. Februar 2010 bei 
der Berufungsbeklagten 2 eingesetzt worden sei, ist er nicht zu hören. Zunächst 
vereinbarten B._____ und D._____ für E._____ einen Testlauf bestehend aus drei 
Einsatztagen (vgl. E-Mail vom 23. Februar 2010, Akten Vorinstanz BB 2 act. 6). 
Am 8. März 2010 beziehungsweise am 10. März 2010 wurde eine Vereinbarung 
betreffend Regelung eines zeitlich befristeten Arbeitstrainings für E._____ für den 
Standort O.1_____ getroffen. Wie die Berufungsbeklagte 1 durchaus plausibel 
darlegt, ist ein solches Arbeitstraining nicht mit einer Festanstellung zu vergleichen 
(vgl. Berufungsantwort 1 II. C. Ziff. 4.4). Die Einsätze sind denn auch nicht auf 
dem Einsatzplan des Monats März 2010 ersichtlich (vgl. Akten Vorinstanz KB act. 
10), obschon E._____ gemäss vorgenannter Vereinbarung seit dem 26. Februar 
2010 bis auf Weiteres eingesetzt wurde. Erst ab dem Monat August 2010, also 
nach erfolgter Festanstellung, ist er im Einsatzplan namentlich angeführt (vgl. Ak-
ten Vorinstanz KB act. 9). Daraus erhellt, dass trotz des probeweisen Einsatzes 
von E._____ eine Festanstellung und damit der Abbau einer Temporärstelle im 
Frühjahr 2010 noch keineswegs feststanden.

d/bb) Der Berufungskläger kann aus der E-Mail Korrespondenz ebenfalls nichts 
zu seinen Gunsten ableiten, soweit er versucht darzulegen, es hätte für D._____ 
keine Verpflichtung bestanden, E._____ zu Lasten der Stelle des Berufungsklä-
gers zu integrieren. Aus dem Gesamtarbeitsvertrag der Berufungsbeklagten 2 er-
geht, dass internem Personal (nach Ablauf der Probezeit) wegen mangelnder me-
dizinischer Tauglichkeit frühestens auf das Ende der zweijährigen Anspruchsfrist 
aus wichtigem Grund gekündigt werden darf (vgl. Art. 133 Abs. 1 in Verbindung 
mit Art. 134, Art. 154 ff. [Berufliche Reintegration] sowie Art. 174 in Verbindung mit 
Art. 182 A._____ GAV). Daher ist der Auffassung der Vorinstanz beizupflichten, 
wonach es auf der Hand liege, dass sich die Berufungsbeklagte 2 im Falle von 
personellen Umstrukturierungen infolge von Reintegrationsmassnahmen von tem-
porären Mitarbeitern trenne, erlaube doch gerade das Modell der Temporärarbeit, 
die Belegschaft kurzfristig und flexibel aufzustocken bzw. wieder abzubauen (vgl. 

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angefochtener Entscheid E. 4b cc/ccc mit Verweis auf Art. 20 Abs. 1 AVG, wonach 
der Kündigungsschutz nach dem GAV für Temporärangestellte nicht gilt).

d/cc) Ferner ist die Behauptung, wonach der genannte Kündigungsgrund erst mit 
den jeweiligen vorinstanzlichen Prozessantworten der Beklagten vorgetragen wor-
den sei, aktenwidrig. So weist die Berufungsbeklagte 1 zu Recht darauf hin, dass 
der Kündigungsgrund im Schreiben der Berufungsbeklagten 1 zuhanden der 
P._____ Arbeitslosenkasse vom 20. August 2010 (vgl. Akten Vorinstanz BB1 act. 
20) angegeben worden sei und der Berufungskläger in seiner Klage vom 19. No-
vember 2010 gleich selbst darauf Bezug genommen habe. Im Übrigen tat er dies 
bereits in seiner an die Berufungsbeklagte 2 gerichteten Einsprache vom 16. Juli 
2010, in welcher er ausführte, die Begründung, dass ein Mitarbeiter aus O.2_____ 
angestellt worden sei, erweise sich als unbehelflich (vgl. Akten Vorinstanz KB act. 
5). Daraus folgt, dass ihm der geltend gemachte Kündigungsgrund sehr wohl vor 
Einreichung der Klageantworten bzw. schon vor der Einsprache bekannt war.

d/dd) Schliesslich bleibt auf den Einwand des Berufungsklägers, wonach er gleich 
nach der Entlassung zunächst durch H._____ und dann durch I._____ ersetzt 
worden sei, einzugehen (vgl. Berufung III. B. Ziff. 5.7 f.). Das Arbeitsverhältnis mit 
dem Berufungskläger wurde wie dargelegt per 31. Juli 2010 aufgelöst. Die Beklag-
te 2 hat in diesem Zusammenhang gegenüber der Vorinstanz ausgeführt, dass 
nicht der Kläger ersetzt worden sei, sondern der festangestellte Mitarbeiter 
J._____, welcher sich im August 2010 einer unvorhergesehenen Operation habe 
unterziehen müssen (vgl. Prozessantwort vom 20. Januar 2011 Rz. 11). In ihrer 
Berufungsantwort konkretisiert sie, dass erst nach der Entlassung des Berufungs-
klägers wieder Personalbedarf bestanden habe, weil J._____ für eine nicht vor-
hersehbare Dauer ausgefallen sei. Der Berufungskläger sei zu diesem Zeitpunkt 
allerdings bereits entlassen gewesen, weshalb ein anderer Temporärangestellter 
durch die Berufungsbeklagte 1 vermittelt worden sei, welcher dann nach kurzer 
Zeit durch eine weitere Temporärarbeitskraft habe ersetzt werden müssen (vgl. 
Berufungsantwort 2 Rz. 39). Aus den im Recht liegenden Einsatzplänen ergibt 
sich, dass J._____ vom 1. bis und mit 12. August 2010 krankheitshalber ausfiel; 
danach bezog er ab dem 19. August 2010 bis Ende desselben Monats Ferien. 
Während er gemäss Einsatzplan im Monat September 2010 wieder eingesetzt 
werden konnte, fiel er – teilweise krankheitsbedingt (21 Tage) sowie teilweise feri-
enbedingt (15 Tage) – in den Monaten Oktober, November und Dezember 2010 
grösstenteils aus (vgl. Akten Vorinstanz BB 2 act. 5). Der neue Temporärmitarbei-
ter H._____ wurde indessen schon am 5. Juli 2010 mit Arbeitsbeginn auf den 
7. Juli 2010 und damit vor dem unvorhergesehenen Krankheitsausfall von J._____ 

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angestellt (vgl. Akten Vorinstanz BB 1 act. 27). Der erste Einsatz von I._____, 
welcher H._____ ersetzte, erfolgte sodann am 9. August 2010 während der Ab-
senz von J._____. Allerdings wurde dieser anschliessend durchgehend und nicht 
nur als Ersatz von J._____ eingesetzt (vgl. Akten Vorinstanz BB 2 act. 5). Die Ar-
gumentation der Berufungsbeklagten 2 erscheint somit nicht völlig widerspruchs-
frei. Dennoch kann entgegen der Ansicht des Berufungsklägers nicht gesagt wer-
den, dass er durch einen neuen Temporärmitarbeiter ersetzt worden sei, da 
H._____ bereits am 7. Juli 2010, mithin während des noch andauernden Arbeits-
verhältnisses des Berufungsklägers, eingestellt wurde. Wird bezüglich dieser Fra-
ge auf die Zeugenaussagen von C._____ und K._____ abgestellt, so ist ebenfalls 
nicht davon auszugehen, dass es sich beim entsprechenden Mitarbeiter um einen 
Ersatz des Berufungsklägers handelte. C._____ gab auf die Frage, weshalb im 
August 2010 ein neuer Temporärmitarbeiter eingestellt worden sei, zur Antwort, es 
seien zwei Mitarbeiter der Berufungsbeklagten 2 von O.2_____ zu je 50% be-
schäftigt worden; er wisse jedoch nicht, wer das sein sollte (vgl. Akten Vorinstanz 
Einvernahmeprotokoll C._____, S. 3 f. Frage 9). Es trifft nicht zu, dass die Aussa-
ge dahingehend zu verstehen ist, als die Übernahme der erwähnten internen Mit-
arbeiter der Grund für die Anstellung eines neuen Temporärarbeiters gewesen 
sein solle; eine solche Aussage würde denn auch offensichtlich keinen Sinn erge-
ben, zumal die Personalressourcen bekanntlich ausgeschöpft waren. Bei richtiger 
Lesart ist die Antwort so zu verstehen, dass die vorgenannten zwei internen Mitar-
beiter übernommen worden seien, wobei er sich nicht daran erinnern könne, wer 
der neue Temporärarbeiter gewesen sein solle. Entgegen den Behauptungen des 
Berufungsklägers konnte sich K._____ vage erinnern, dass der Berufungsbeklag-
ten 2 eine neue Temporärarbeitskraft vermittelt worden sei, da ein Mitarbeiter in-
folge einer Operation ausgefallen sei (vgl. Akten Vorinstanz Einvernahmeprotokoll 
K._____, S. 4 f. Frage 7).

d/ee) Im Ergebnis lässt sich nachträglich somit nicht mehr genau evaluieren, 
weshalb die Temporärmitarbeiter H._____ bzw. I._____ angestellt wurden; jeden-
falls sind sie aufgrund des Gesagten, insbesondere da Ersterer während des noch 
laufenden Arbeitsverhältnisses des Berufungsklägers eingestellt wurde, nicht als 
Ersatzarbeitskraft für den Berufungskläger anzusehen. Vielmehr ist unter Würdi-
gung der Zeugenaussagen sowie gestützt auf die Akten davon auszugehen, dass 
die Reintegration von E._____ den Abbau einer Temporärstelle erforderte. Auch 
wenn dem nicht so wäre und angenommen würde, der Berufungskläger sei durch 
einen anderen Temporärarbeiter ersetzt worden, würde dies die Kündigung nicht 
bereits als missbräuchlich erscheinen lassen. Denn die Frage der Missbräuchlich-

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keit ist dadurch noch nicht beantwortet. Nachfolgend bleibt zu prüfen, weshalb 
gerade der Berufungskläger entlassen wurde und ob allenfalls missbräuchliche 
Gründe den Ausschlag hierfür gaben.

10.a) Der Berufungskläger bringt vor, die Kündigung sei unter Missachtung von 
Art. 336 Abs. 2 lit. a OR erfolgt, weil er als einziger Temporärmitarbeiter Mitglied 
bei einer Gewerkschaft gewesen sei. Der der Klage zugrundeliegende Sachverhalt 
fällt jedoch nicht in den Schutzbereich der erwähnten Norm (vgl. hierzu insbeson-
dere Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 11 zu Art. 336 OR), geht es vorliegend 
doch nicht um eine allfällige Sanktionierung der Gewerkschaftszugehörigkeit per 
se, sondern um die Geltendmachung allfälliger Ansprüche über die Gewerkschaft 
als Kündigungsgrund. So nimmt denn auch der Berufungskläger an keiner Stelle 
seiner Berufung Bezug darauf, inwiefern die Zugehörigkeit zu der Gewerkschaft 
an sich zur Kündigung hätte führen sollen. Die Argumentation zielt vielmehr darauf 
ab, aufzuzeigen, dass die über die Gewerkschaft geltend gemachten Forderungen 
zur Kündigung geführt hätten, weshalb es im Folgenden bloss das Vorliegen einer 
allfälligen Rachekündigung zu prüfen gilt.

b) Nicht von der Hand zu weisen ist die zeitliche Nähe zwischen der anfangs 
Juni 2010 erfolgten Weitergabe des Namens des Berufungsklägers durch 
G._____ gegenüber F._____ und der Kündigung, wobei anzumerken ist, dass 
G._____ wohl auch die Namen der beiden übrigen Temporärangestellten bekannt 
gab (vgl. Akten Vorinstanz Einvernahmeprotokoll S. 2 Frage 6), was in der Klage 
ursprünglich auch so dargelegt wurde (vgl. Prozesseingabe vom 19. November 
2011 II. Ziff. 5). Den vorangehenden Ausführungen (vgl. E. 9d/ee) lässt sich aller-
dings entnehmen, dass Reintegrationsmassnahmen eine personelle Umstrukturie-
rung am Standort O.1_____ erforderten, infolgedessen eine Temporärstelle abge-
baut werden musste. Ausserdem erscheinen die Aussagen von C._____ (vgl. Ak-
ten Vorinstanz Einvernahmeprotokoll S. 3 Ergänzungsfrage 2) und D._____ (vgl. 
Akten Vorinstanz Einvernahmeprotokoll S. 2 Frage 6), wonach sie keine Kenntnis 
über die Zugehörigkeit des Berufungsklägers zu einer Gewerkschaft gehabt hät-
ten, glaubhaft, zumal insbesondere D._____ überzeugend erklärte, nur anhand 
des Abzugs auf den Lohnabrechnungen – welche er nur auf begründetes Gesuch 
hin erhalten würde – auf eine entsprechende Zugehörigkeit schliessen zu können. 
Bei Temporärarbeitern würde keine Kenntnis darüber bestehen, was angesichts 
der Tatsache, dass der Berufungskläger den Lohn von seiner Arbeitgeberin und 
damit von der Berufungsbeklagten 1 erhielt, einleuchtet. Es war den beiden Zeu-
gen bzw. Vorgesetzten des Berufungsklägers somit nicht möglich, aufgrund der 
Intervention der Gewerkschaft bei der Zentrale in O.3_____ betreffend unzulässi-

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ge _____arbeiten irgendwelche Rückschlüsse auf den Berufungskläger zu ziehen, 
da diese keine Kenntnis über dessen Zugehörigkeit zur Gewerkschaft hatten. Im 
Übrigen waren alle drei Temporärangestellten von dieser Weisung gleichermas-
sen betroffen. Bezüglich der geltend gemachten Forderungen aus Nachtdienstzu-
schlägen war D._____ zwar bekannt, dass sich der Berufungskläger neben ande-
ren Temporärmitarbeitern bei C._____ bzw. K._____ wegen der Änderung der 
Zuschläge erkundigte (vgl. Akten Vorinstanz Einvernahmeprotokoll D._____, S. 3 
Frage 8). Im Weiteren erklärte er aber, nicht zu wissen, was für Ansprüche der 
Kläger gegen die Berufungsbeklagte 2 geltend machen könne, abgesehen davon, 
dass er weiterbeschäftigt werden wolle. Daraus kann – wie die Vorinstanz richti-
gerweise festhält (vgl. angefochtener Entscheid E. 4b cc/bbb) – gefolgert werden, 
dass D._____ keine konkrete Kenntnis über die seitens des Berufungsklägers er-
hobene Forderung hatte. In Würdigung der erwähnten Zeugenaussagen ist davon 
auszugehen, dass D._____, welcher den Entlassungsentscheid fällte bzw. 
K._____ den Kündigungsauftrag erteilte, zu diesem Zeitpunkt weder Kenntnis über 
eine allfällige Gewerkschaftszugehörigkeit hatte, noch darüber, dass der Beru-
fungskläger Ansprüche über den B._____ bei der Berufungsbeklagten 2 geltend 
gemacht hatte. Mithin können diese Sachverhalte nicht kausal für den Kündi-
gungsentscheid gewesen sein. Der Berufungskläger unterliess es vor der Vorin-
stanz, entsprechende Ausführungen betreffend die Kausalität zu machen, ob-
schon ihm die betreffenden Zeugenaussagen bekannt waren. Soweit er sich nun 
auf die allgemeine Lebenserfahrung stützt (vgl. Berufung III. B. Ziff. 7.3), um die-
ses Versäumnis nachzuholen, ist er nicht zu hören.

c) Somit gilt als erstellt, dass weder die Zugehörigkeit zur Gewerkschaft noch 
die Geltendmachung von Ansprüchen aus dem Arbeitsverhältnis über dieselbe 
kausal für den Kündigungsentscheid gewesen sind. Der Kündigung lagen mithin 
andere Motive zugrunde. In diesem Zusammenhang führt die Berufungsbeklagte 2 
an, der Berufungskläger habe gemäss Mitarbeiterjournal 2009/10 (vgl. Akten Vor-
instanz BB 2 act. 3) einmal zu früh Pause gemacht, ein anderes Mal den Arbeits-
platz verlassen und seiner Gruppe nicht bei der Reinigung eines _____ geholfen 
sowie mehrere Male den von der Berufungsbeklagten 2 finanzierten Deutschkurs 
nicht besucht. Ferner habe er der Berufungsbeklagten 1 bei krankheitsbedingten 
Abwesenheiten die entsprechenden Arztzeugnisse nicht überbracht. Es trifft zu, 
dass es sich bei den ersten beiden Rügen um denselben Vorfall gehandelt haben 
dürfte, da die beiden Einträge im Arbeitsjournal, welche die Verfehlungen festhal-
ten, vom selben Tag datieren. Des Weiteren befinden sich ebenfalls zwei Arzt-
zeugnisse bei den von der Berufungsbeklagten 1 ins Recht gelegten Akten (vgl. 

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Akten Vorinstanz BB1 act. 14 und 15). Vom Berufungskläger grundsätzlich nicht 
bestritten werden die Absenzen bei besagtem Deutschkurs, wobei er allerdings 
vorbringt, der Kurs sei freiwillig gewesen und die Absenzen damit rechtfertigt, dass 
er an einem Abend habe arbeiten müssen, zweimal in den Ferien gewesen sei 
und die restlichen drei Male nach einer langen Arbeitswoche einen freien Tag be-
zogen habe (vgl. Berufung III. B. Ziff. 5.5). Gemäss der Berufungsbeklagten 2 
reichten diese Verfehlungen jedoch aus, um den Kündigungsentscheid zu treffen 
bzw. den Berufungskläger unter den übrigen Temporärmitarbeitern negativ auffal-
len zu lassen (vgl. Berufungsantwort 2 Rz. 37). Es dürfte richtig sein, dass die an-
geführten Gründe unter anderen Umständen für eine Kündigung nicht hinreichend 
gewesen wären, zumal sich die Berufungsbeklagte 2 positiv über den Berufungs-
kläger und dessen Leistungen äusserte, was sich insbesondere dem von der Be-
rufungsbeklagten 1 ausgestellten Arbeitszeugnis entnehmen lässt (vgl. Akten Vor-
instanz KB act. 17). Wie indessen aus den vorangehenden Ausführungen (vgl. 
E. 9d/ee) hervorgeht, musste eine Temporärstelle zwecks Reintegration eines in-
ternen Mitarbeiters abgebaut werden. Damit standen beim Kündigungsentscheid 
nicht die geltend gemachten Verfehlungen, sondern betriebliche Gründe im Vor-
dergrund. Angesichts der Umstände, dass eine Temporärstelle abgebaut werden 
musste und es dem Berufungskläger nicht gelungen ist, ein missbräuchliches 
(Teil-)Motiv für die ausgesprochene Kündigung im Sinne einer hoher Wahrschein-
lichkeit nachzuweisen, ist nicht weiter auf die Frage einzugehen, weshalb nun er 
und nicht einer der beiden anderen Temporärmitarbeiter von der Entlassung be-
troffen war.

d) Zusammenfassend vermochten somit keine missbräuchlichen Kündi-
gungsmotive nachgewiesen werden, so dass die Kündigung keinen Entschädi-
gungsanspruch nach sich zieht. Es kann daher wie erwähnt offengelassen wer-
den, ob die Berufungsbeklagte 2 passivlegitimiert wäre (vgl. vorangehend E. 7d). 
Zulässig ist indessen, dass der (Berufungs-)Kläger seine Klage gegen die (Beru-
fungs-)Beklagte 1 und 2 als alternative Streitgenossen gerichtet hat, womit sein 
Rechtsbegehren entgegen der Auffassung der Vorinstanz dem Bestimmtheitsge-
bot genügt. Die Berufung erweist sich insofern als begründet, als die Vorinstanz zu 
Unrecht nicht auf die Klage eingetreten ist. Wie sich den weiteren Ausführungen 
im angefochtenen Entscheid entnehmen lässt, wurde die Klage dennoch materiell 
beurteilt, weshalb von einer Rückweisung abgesehen werden kann (vgl. vorste-
hend E. 6). Dabei kam die Vorinstanz zum Schluss, dass die Klage im Falle des 
Eintretens vollumfänglich abzuweisen wäre. Dies ist im Ergebnis zu bestätigen 
und die Berufung daher abzuweisen.

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11.a) Gemäss Art. 114 lit. c ZPO – welcher Art. 343 Abs. 3 aOR ersetzt und glei-
chermassen wie dieser  in allen Verfahrensstufen vor allen Instanzen Anwendung 
findet  (vgl. BGE 104 II 222 E. 2) – werden im Entscheidverfahren bei Streitigkei-
ten aus dem Arbeitsverhältnis sowie nach dem Arbeitsvermittlungsgesetz (AVG) 
bis zu einem Streitwert von CHF 30‘000.00 keine Gerichtskosten gesprochen. Vor-
liegend liegt der Streitwert unter CHF 30‘000.00, weshalb die Gerichtskosten von 
CHF 4‘000.00 wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren beim Kanton Graubünden 
verbleiben.

b) Der Berufungskläger beantragt gestützt auf Art. 107 ZPO, im Falle des Un-
terliegens sei den Beklagten keine, eventuell eine nach Ermessen des Gerichts 
reduzierte ausseramtliche Entschädigung auszurichten. Begründend führt er an, er 
sei angesichts des Fehlens sachlicher Kündigungsgründe sowie des engen zeitli-
chen Zusammenhangs zwischen der Auflösung des Arbeitsvertrags und der ge-
werkschaftlichen Intervention in guten Treuen zur Prozessführung veranlasst ge-
wesen. Bei dieser komplizierten und schwierigen Rechtslage könne ihm kein Vor-
wurf gemacht werden, dass er beide Arbeitgeber ins Recht gefasst und gemäss 
dem Grundsatz iura novit curia die Entscheidung dem Gericht überlassen habe. 
Zu berücksichtigen seien zudem die ungleichen wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse 
(vgl. Berufung III. E.). Die Berufungsbeklagte 2 hingegen sieht sowohl unter der 
alten als auch unter der neuen Zivilprozessordnung keinen Grund, den Kläger im 
Umfang seines Unterliegens von der Leistung einer Parteientschädigung zu ent-
binden. Er habe, obschon die Berufungsbeklagte 2 von Anfang an ihre Passivlegi-
timation bestritten habe, ein erhebliches Prozessrisiko in Kauf genommen (vgl. 
Berufungsantwort 2 Rz. 64 ff.).

c) Der Berufungskläger scheint implizit die Unangemessenheit des vorinstanz-
lichen Entscheids betreffend die zu leistenden aussergerichtlichen Entschädigun-
gen zu rügen; indes macht er keine Rechtsverletzung geltend. Grundsätzlich wird 
die unterliegende Partei verpflichtet, der obsiegenden Partei alle ihr durch den 
Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen (Art. 122 Abs. 2 ZPO-
GR). In der Regel ist bei der Kostenzuteilung somit auf das formelle Obsiegen und 
Unterliegen abzustellen. Ein Abweichen von dieser Regel ist in Anlehnung an 
Art. 122 Abs. 1 ZPO-GR nach gängiger Praxis des Kantonsgerichts von Graubün-
den in Ausnahmefällen möglich. So kann insbesondere in Scheidungsverfahren 
(vgl. PKG 1988 Nr. 14), bei Notwegrechtsprozessen (vgl. PKG 1991 Nr. 10) wie 
auch bei Erbteilungsklagen (vgl. Art. 85 Abs. 4 EGzZGB) eine andere Kostenver-
teilung getroffen werden. Bei Forderungsprozessen kann dies etwa dann erfolgen, 
wenn eine Forderung nach richterlichem Ermessen festzusetzen ist, nicht erheb-

http://links.weblaw.ch/de/GR:%20PKG-1991-10

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lich überklagt wird und in einem solchen Fall überdies ein wesentliches Interesse 
zur Prozessführung ausgewiesen ist (vgl. PKG 2004 Nr. 16).

Der Berufungskläger verweist vorliegend auf die schwierige und komplizierte 
Rechtslage, bringt jedoch nicht substantiiert vor, inwiefern ein Abweichen von der 
Regel im konkreten Fall gerechtfertigt sein sollte. Ferner birgt die Klage gegen 
alternative Streitgenossen ein erhebliches Kostenrisiko – wie auch den zitierten 
Kommentarstellen (vgl. E. 2e) zu entnehmen ist –, da zumindest eine der Klagen 
abzuweisen ist. Mit der Einreichung der Klage gegen alternative Streitgenossen 
hat der Berufungskläger ein erhebliches Kostenrisiko in Kauf genommen, auf wel-
ches er nun zu behaften bleibt. Die vorinstanzliche Regelung der ausseramtlichen 
Entschädigungen ist damit zu schützen und die Berufung in diesem Punkt eben-
falls abzuweisen, sofern sie überhaupt dem Begründungserfordernis genügt.

d) Auch die Schweizerische Zivilprozessordnung, welche bezüglich des vorlie-
genden Berufungsverfahrens Anwendung findet, kennt mit Art. 107 ZPO eine Bil-
ligkeitsnorm, die es dem Gericht erlaubt, bei der Kostenverteilung – womit sowohl 
die Gerichtskosten als auch die Parteientschädigung umfasst werden – sein Er-
messen walten zu lassen und vom klassischen Verteilgrundsatz nach Art. 106 
ZPO abzuweichen, wenn die Kostenbelastung der unterlegenen Partei im Einzel-
fall als ungerecht erscheint (vgl. Viktor Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger 
[Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Basel 2013, 
N 1 zu Art. 107 ZPO). Die besonderen Umstände, welche ein Abweichen rechtfer-
tigen, werden in Art. 107 Abs. 1 lit. a - e ZPO bloss beispielhaft und damit nicht 
abschliessend aufgezählt, was sich insbesondere auch aus dem in lit. f statuierten 
Auffangtatbestand ergibt. In der Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessord-
nung (BBl 2006 7221 ff. vom 28. Juni 2006 S. 7297 f.) werden als Beispiele ein 
sehr ungleiches finanzielles Kräfteverhältnis zwischen den Parteien sowie das 
Verhalten der obsiegenden Partei, das entweder zur Klageerhebung Anlass bot 
oder zusätzlichen ungerechtfertigten Verfahrensaufwand verursachte, aufgeführt.

Soweit der Berufungskläger versucht, durch das Aufzeigen einer schwierigen und 
komplizierten Rechtslage bezüglich der Passivlegitimation bei Temporärarbeits-
verhältnissen eine Verteilung der aussergerichtlichen Kosten nach Billigkeitsüber-
legungen zu erwirken, ist er nicht zu hören, denn dieser Umstand vermag keine 
abweichende Kostenverteilung zu rechtfertigen. Wie bereits erwähnt, ist der Beru-
fungskläger durch die subjektive alternative Klagenhäufung ein beträchtliches Kos-
tenrisiko eingegangen, was ihm vor der Einleitung des Verfahrens bewusst gewe-
sen sein musste. Im Übrigen hat der Berufungskläger wie dargelegt keine Ge-

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richtskosten zu tragen (vgl. E. 11a), womit ein gewisser wirtschaftlicher Ausgleich 
geschaffen wird. Eine weitergehende Kostenerleichterung erscheint aufgrund der 
Sachlage nicht angezeigt.

e) Gemäss Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars 
der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV; BR 310.250) 
setzt die urteilende Instanz die Parteientschädigung der obsiegenden Partei nach 
Ermessen fest. Dabei geht sie vom Betrag aus, welcher der entschädigungsbe-
rechtigten Partei vom Rechtsvertreter in Rechnung gestellt wird (Abs. 2), soweit 
insbesondere der geltend gemachte Aufwand angemessen und für die Prozess-
führung erforderlich gewesen ist (Abs. 2 Ziff. 2).

Die Berufungsbeklagte 1 macht für das Berufungsverfahren einen Zeitaufwand 
von 18.08 Stunden à CHF 250.00 nebst Barauslagen von CHF 147.00 und 8% 
MwSt., total somit CHF 5‘040.35, geltend (vgl. Berufungsantwort 1 II. C. Ziff. 8). 
Dies erscheint in Anbetracht der sich stellenden Sach- sowie Rechtsfragen als 
übersetzt. Vorliegend wird ein Zeitaufwand von 13 Stunden für die Kenntnisnahme 
bzw. Prüfung der Berufung, für die Redaktion der Berufungsantwort (inkl. Rechts-
abklärungen) sowie für eine kurze Rückbesprechung mit der Mandantin als ange-
messen erachtet. Bei einem Stundenansatz von CHF 250.00 ergibt dies ein Hono-
rar nach Zeitaufwand von CHF 3‘250.00. Zuzüglich Barauslagen von CHF 147.00 
sowie 8% MwSt. resultiert somit eine vom Berufungskläger zu leistende Parteien-
tschädigung zugunsten der Berufungsbeklagten 1 von CHF 3‘668.75.

Die Berufungsbeklagte 2 reichte keine Honorarnote ein. Ihre Aufwendungen dürf-
ten jedoch mit Blick auf den Umfang der Rechtsschrift sowie deren Inhalt im glei-
chen Rahmen wie diejenigen der Berufungsbeklagten 1 liegen. Es rechtfertigt sich 
daher, der Berufungsbeklagten 2 ebenfalls eine aussergerichtliche Entschädigung 
von CHF 3'668.75 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zuzusprechen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 4'000.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden.

3. Der Berufungskläger hat die Berufungsbeklagte 1 und die Berufungsbeklag-
te 2 für das Berufungsverfahren mit jeweils CHF 3‘668.75 (inkl. Barausla-
gen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 15'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. a des Bundesgeset-
zes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, 
BGG; SR 173.110) Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht 
schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzu-
reichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 
72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: