# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e19c9b95-c1f0-5ec9-bede-8b1a85450f28
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 14.07.2021 810 20 133
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-133_2021-07-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 14. Juli 2021 (810 20 133) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Raumplanung, Bauwesen 

 

 

Anbau Pferdestall mit Auslauf / Zonenkonformität des Bauvorhabens 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Daniel Ivanov, Jgnaz Jermann, Gerichts-
schreiber Marius Wehren 
 
 

Beteiligte Einwohnergemeinde Muttenz, Beschwerdeführerin, vertreten durch 
Sara Oeschger, Advokatin 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Vorinstanz 
 
A.____ und B.____, Beschwerdegegner, vertreten durch Erik Wass-
mer, Advokat 
 

  
  
Betreff Anbau Pferdestall mit Auslauf (RRB Nr. 527 vom 21. April 2020) 
 

 
 
A. Am 14. Juni 2018 reichten A.____ und B.____ beim Bauinspektorat des Kantons Ba-
sel-Landschaft (BIT) ein Baugesuch für den Anbau eines Pferdestalls an ein bestehendes Öko-
nomiegebäude mit Auslauf auf der in der Landwirtschaftszone gelegenen Parzelle Nr. XXXX, 
Grundbuch Muttenz, ein.  

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
B. Mit Eingabe vom 2. Juli 2018 erhob die Einwohnergemeinde Muttenz Einsprache ge-
gen das Baugesuch. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die mit dem Bauvor-
haben verbundene Aufschüttung überschreite die in Ziff. 23 Abs. 6 des Zonenreglements Land-
schaft (ZRL) der Einwohnergemeinde Muttenz vom 15. Oktober 2009 vorgesehene maximale 
Höhe von 1 m. Dem von den Gesuchstellern eingereichten Ausnahmeantrag betreffend Ter-
rainveränderung werde nicht entsprochen, da die Aufschüttung schätzungsweise eine Höhe von 
4.5 m aufweise, was eine zu grosse Massüberschreitung darstelle. 
 
C. Mit Entscheid der Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft 
(BUD) vom 25. Oktober 2019 wurde die Einsprache der Einwohnergemeinde Muttenz abgewie-
sen und die Zonenkonformität des Bauvorhabens bejaht.  
 
D. Die von der Einwohnergemeinde Muttenz gegen diesen Entscheid erhobene Be-
schwerde wurde mit Entscheid des Regierungsrats des Kantons Basel-Landschaft vom  
21. April 2020 abgewiesen.  
 
E. Gegen den Entscheid des Regierungsrats vom 21. April 2020 erhob die Einwohnerge-
meinde Muttenz, neu vertreten durch Sara Oeschger, Advokatin, mit Eingabe vom 4. Mai 2020 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Die Be-
schwerdeführerin stellt zusammengefasst die Begehren, es sei der angefochtene Entscheid 
aufzuheben und festzustellen, dass das Bauvorhaben nicht zonenkonform sei respektive dafür 
keine Ausnahmebewilligung zu erteilen sei (Ziff. 1a und b). Eventualiter sei die Sache zur Neu-
beurteilung der Zonenkonformität respektive zur Beurteilung einer allfälligen Ausnahmebewilli-
gung an die Vorinstanzen zurückzuweisen (Ziff. 2). Subeventualiter sei die Angelegenheit zur 
Beurteilung der übrigen Bewilligungsvoraussetzungen an die Baubewilligungsbehörde zu über-
weisen (Ziff. 3). Subsubeventualiter sei die Baubewilligung nicht zu erteilen (Ziff. 4). Unter o/e-
Kostenfolge (Ziff. 5). Am 6. Juli 2020 reichte die Beschwerdeführerin die Beschwerdebegrün-
dung ein.  
 
F. Mit Vernehmlassung vom 4. September 2020 beantragen A.____ und B.____, vertre-
ten durch Erik Wassmer, Advokat, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit da-
rauf eingetreten werden könne. Unter o/e-Kostenfolge.  
 
G. In seiner Vernehmlassung vom 7. September 2020 beantragt der Regierungsrat, die 
Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werde. Unter o/e-
Kostenfolge.  
 
H. Am 18. November 2020 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik ein.   
 
I. Am 21. Dezember 2020 und 20. Januar 2021 reichten die Beschwerdegegner bzw. der 
Regierungsrat eine Duplik ein. 
 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

J.  Mit Verfügung vom 26. Januar 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung über-
wiesen und die Durchführung eines Augenscheins mit anschliessender Parteiverhandlung an-
geordnet.  
 
K. Am 9. Juli 2021 reichte der Regierungsrat eine vom 8. Juli 2021 datierte Stellungnah-
me des Ebenrain-Zentrums für Landwirtschaft, Natur und Ernährung (Zentrum Ebenrain) zur 
Beurteilung der betriebseigenen Futtermittelgrundlage des Landwirtschaftsbetriebs der Be-
schwerdegegner ein. 
 
L. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung mit vorgängigem Augenschein vor Ort hiel-
ten die Parteien vollumfänglich an den gestellten Begehren fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht, zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegeben.      
 
1.2 Nach Art. 34 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) vom  
22. Juni 1979 sind Kantone und Gemeinden zur Beschwerde berechtigt gegen Entscheide letz-
ter kantonaler Instanzen über die Zonenkonformität von Bauten und Anlagen ausserhalb der 
Bauzonen. Unter dem Randtitel "Einheit des Verfahrens" statuiert Art. 111 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005, dass sich am Verfahren vor allen 
kantonalen Vorinstanzen als Partei beteiligen können muss, wer zur Beschwerde an das Bun-
desgericht berechtigt ist. Die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin ist mit Blick auf 
diese Regelungen ohne weiteres zu bejahen. Inwiefern das Bauvorhaben kommunale öffentli-
che Interessen oder die Gemeindeautonomie tangiert, ist entgegen der Auffassung der Be-
schwerdegegner im vorliegenden Fall für die Frage der Legitimation nicht massgebend.  
 
1.3 Soweit der Regierungsrat geltend macht, es liege kein Beschluss des Gemeinderats 
über die Beschwerdeerhebung vor und die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin sei nicht 
gehörig bevollmächtigt worden, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie die Beschwerdeführerin in 
der Replik aufzeigt und belegt, hat der Gemeinderat Muttenz am 29. April 2020 beschlossen, in 
der vorliegenden Streitsache verwaltungsgerichtliche Beschwerde zu erheben und Sara  
Oeschger mit der juristischen Vertretung zu beauftragen. Der Einwand des Regierungsrats, die 
für die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ausgestellte Vollmacht sei nicht von den ge-
mäss der Unterschriftenregelung der Geschäftsordnung des Gemeinderats zur Unterschrift be-
rechtigten Personen unterzeichnet worden, erweist sich bei dieser Ausgangslage – mit Blick auf 
die Bevollmächtigung der Rechtsvertreterin durch den Gesamtgemeinderat – als unbehelflich. 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Da sämtliche weiteren formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutre-
ten.  
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO).  
 
3. Strittig ist, ob die BUD zu Recht die Einsprache der Beschwerdeführerin abwies und 
die Zonenkonformität des Bauvorhabens der Beschwerdegegner bejahte. 
 
4.1 Gemäss Art. 22 Abs. 1 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilli-
gung errichtet oder geändert werden. Voraussetzung einer Bewilligung ist nach Art. 22  
Abs. 2 RPG, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen  
(lit. a) und das Land erschlossen ist (lit. b). Die übrigen Voraussetzungen des Bundesrechts und 
des kantonalen Rechts bleiben vorbehalten (Art. 22 Abs. 3 RPG). Nach Art. 25 Abs. 2 RPG ent-
scheidet die zuständige kantonale Behörde bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen, 
ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann.  
 
4.2 In Bezug auf Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone regelt das kantonale Recht 
in § 117 des Raumplanungs- und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 1998, dass Ausnahme-
bewilligungen unter Vorbehalt der Zuständigkeitsregelung in der kantonalen Waldgesetzgebung 
von der Bau- und Umweltschutzdirektion erteilt werden (Abs. 1). Baubewilligungen für zonen-
fremde Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone dürfen erst erteilt werden, wenn die 
rechtskräftige Ausnahmebewilligung vorliegt (Abs. 2). Nach der kantonalen Praxis ist § 117 
RBG dahingehend bundesrechtskonform (Art. 25 Abs. 2 RPG) anzuwenden, dass die BUD bei 
allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen zu entscheiden hat, ob sie zonenkonform sind 
oder ob für sie eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann (vgl. dazu Urteil des Kantonsge-
richts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 26. April 2006 [810 06 
125], E. 5). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin erstreckt sich die Zuständigkeit 
der BUD dabei – analog zur Praxis bei Ausnahmebewilligungen gemäss Art. 24 RPG – auf die 
Beurteilung sämtlicher im Rahmen von Einsprachen gegen Bauvorhaben erhobenen Rügen 
(vgl. auch KGE VV vom 28. September 2016 [810 15 319] E. 3.2). Soweit die Beschwerdeführe-
rin im Subeventualstandpunkt beantragt, die Angelegenheit sei zur Beurteilung der übrigen Be-
willigungsvoraussetzungen des Baugesuchs an das BIT zu überweisen, kann ihr daher nicht 
gefolgt werden und das entsprechende Begehren erweist sich als unbegründet. Die Beschwer-
deführerin macht im Übrigen nicht geltend, die BUD sei nicht auf sämtliche in der Einsprache 
vorgebrachten Rügen eingegangen. 
 
5.1 Gemäss Art. 16abis RPG werden Bauten und Anlagen, die zur Haltung von Pferden 
nötig sind, auf einem bestehenden landwirtschaftlichen Gewerbe im Sinne des Bundesgesetzes 
über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) vom 4. Oktober 1991 als zonenkonform bewilligt, wenn 
dieses Gewerbe über eine überwiegend betriebseigene Futtergrundlage und Weiden für die 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Pferdehaltung verfügt (Abs. 1). Für die Nutzung der auf dem Betrieb gehaltenen Pferde können 
Plätze mit befestigtem Boden bewilligt werden (Abs. 2). Mit der Nutzung der Pferde unmittelbar 
zusammenhängende Einrichtungen wie Sattelkammern oder Umkleideräume werden bewilligt 
(Abs. 3). Der Bundesrat regelt die Einzelheiten (Abs. 4). Der am 1. Mai 2014 in Kraft getretene 
Art. 16abis RPG trifft für Bauten und Anlagen, die der Haltung und Nutzung von Pferden dienen, 
eine Sonderregelung zu deren Zonenkonformität in der Landwirtschaftszone. Nach dem Willen 
des Gesetzgebers sollte damit die Haltung von Freizeitpferden in der Landwirtschaftszone in 
einem weitergehenden Umfang, als dies Art. 16a RPG erlaubt, zugelassen und die bisher nicht 
völlig eindeutige Rechtslage geklärt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_347/2017 vom 
23. März 2018 E. 3.2.2). Die Haltung von Pferden durch Landwirte ist gemäss Art. 16abis RPG 
unabhängig vom Zweck der Haltung und vom Eigentum an den Tieren der landwirtschaftlichen 
Produktion gleichgestellt. Voraussetzung für die Bejahung der Zonenkonformität in der Land-
wirtschaftszone ist einzig, dass die Haltung auf einem bestehenden landwirtschaftlichen Ge-
werbe erfolgt und eine überwiegend betriebseigene Futtergrundlage sowie ausreichende Wei-
den für die Pferdehaltung vorhanden sind. Die zonenkonforme Tierhaltung grenzt sich dadurch 
von der landwirtschaftsfremden gewerblichen und hobbymässigen Tierhaltung ab (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 1C_347/2017 vom 23. März 2018 E. 3.2.4). 
 
5.2 Der landwirtschaftliche Betrieb der Beschwerdegegner erfüllt unbestrittenermassen die 
Gewerbeeigenschaft im Sinne von Art. 7 BGBB, womit vorliegend eine Pferdehaltung gemäss 
Art. 16abis Abs. 1 RPG in Frage steht.  
 
6.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, die Beschwerdegegner hätten keine 
konkreten Berechnungen und Belege eingereicht, dass ihr Betrieb für die Haltung von 8 Island-
pferden im Rahmen des geplanten Erweiterungsprojekts über eine genügende betriebseigene 
Futtergrundlage und Weiden verfüge. Der im Rahmen des kantonsgerichtlichen Beschwerde-
verfahrens offengelegte Prüfbericht des Zentrums Ebenrain enthalte keine entsprechende Be-
rechnung oder Bestätigung. Auch genüge der Hinweis auf ein zwischenzeitlich geführtes Tele-
fonat mit der zuständigen Fachstelle in diesem Zusammenhang nicht. Was das von den Be-
schwerdegegnern eingereichte Betriebsdatenblatt vom 26. Februar 2020 anbelange, so gehe 
daraus hervor, dass die Beschwerdegegner entgegen ihren Angaben bereits 12 und nicht 11 
Pferde beherbergten. Dem Datenblatt könne nicht entnommen werden, dass die verschiedenen 
Wiesen zur Futterproduktion genügten und inwiefern die Fläche "vielfältige Grünlandnutzung" 
(3'787.93 Aren) sowie die verschiedenen Wiesen, die nicht als Weiden dienten, einzubeziehen 
seien.  
 
6.2 Der Regierungsrat verweist in der Vernehmlassung zum Erfordernis der genügenden 
betriebseigenen Futtergrundlage auf eine telefonische Rückfrage beim Zentrum Ebenrain, wo-
nach der Betrieb der Beschwerdegegner 14 Grossvieheinheiten (GVE) im Bereich Mutterkuh-
haltung und 4 GVE im Bereich Pferdehaltung umfasse. Die Grünlandfläche, verstanden als mit 
Gras oder krautigen Pflanzen bestockte Fläche, betrage 37 Hektaren (ha) und die Futtergrund-
lage für die 14 GVE Mutterkuhhaltung 10 ha Grünland. Für die 8 Islandpferde betrage die benö-
tigte Fläche 2.8 ha Grünland, dies unter Zugrundelegung einer Fläche von 0.35 ha pro Pferd. 
Mit Stellungnahme vom 8. Juli 2021 bestätigte das Zentrum Ebenrain diese Angaben. Die Be-

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schwerdegegner machen ihrerseits geltend, die Futtergrundlage und die nötige Weidefläche 
gemäss Art. 34b Abs. 2 der Raumplanungsverordnung (RPV) vom 28. Juni 2000 seien bei einer 
Gesamtnutzungsfläche von über 43 ha klar gegeben, wobei sich angesichts dieser Sachlage 
Berechnungen erübrigten. 
 
6.3 Um den Raufutterbedarf eines normalen erwachsenen Pferdes zu decken, werden in 
der Talzone rund 0.35 ha Raufutterfläche benötigt. Die betriebseigene Raufutterproduktion 
muss bei Pferden mindestens 70 % des Raufutterbedarfs decken, woraus sich ein Flächenbe-
darf pro Pferd von 0.245 ha ergibt (vgl. Bundesamt für Raumentwicklung ARE, Wegleitung 
Pferd und Raumplanung, Aktualisierte Version 2015 [Wegleitung], Ziff. 1.2.1 b). Nach Angaben 
der Beschwerdegegner anlässlich des Augenscheins werden auf dem Hof aktuell 13 Pferde 
gehalten. Nach Errichtung des Stallanbaus soll der Bestand auf insgesamt 18 Pferde erhöht 
werden. Daraus ergibt sich ein Flächenbedarf von rund 4.4 ha. Im Weiteren ist der Flächenbe-
darf für die Mutterkuhhaltung zu berücksichtigen. Den Beschwerdegegnern zufolge werden ak-
tuell 15 Mutterkühe gehalten, woraus sich unter Zugrundelegung der Angaben der zuständigen 
Fachstelle zum Flächenbedarf bei Mutterkuhhaltung, welche von der Beschwerdeführerin nicht 
substantiiert bestritten werden, ein Flächenbedarf für die Pferde- und Mutterkuhhaltung von 
insgesamt rund 15 ha ergibt. Angesichts der vorhandenen Grünlandfläche von rund 37 ha ist 
mit der Vorinstanz festzustellen, dass der Betrieb der Beschwerdegegner eine weitaus grössere 
als die für die betriebseigene Futtergrundlage erforderliche Fläche aufweist. Dies entspricht den 
Ausführungen der Beschwerdegegner, wonach sie keinerlei Futter zukaufen müssten und an-
gesichts der vorhandenen Grünflächen einen doppelt so hohen Tierbestand haben könnten. 
Inwiefern die im eingereichten Betriebsdatenblatt von 2020 als Grünland ausgewiesenen Flä-
chen (Wiesen und Weiden) nicht als Futtergrundlage dienen können sollen, wird von der Be-
schwerdeführerin nicht weiter dargelegt und ist auch nicht ersichtlich. Damit ist festzustellen, 
dass das Erfordernis der überwiegenden betriebseigenen Futtergrundlage im vorliegenden Fall 
erfüllt ist. Dass das Zentrum Ebenrain in seinem Prüfbericht von einer detaillierten Berechnung 
abgesehen hat, ist angesichts der dargelegten klaren Ausgangslage nicht zu beanstanden.  
 
7.1 Im Weiteren rügt die Beschwerdeführerin, der Nachweis genügender Abstellflächen für 
die Fahrzeuge der Pferdebesitzer sei nicht erbracht. Die Versiegelung neuer Flächen zu diesem 
Zweck sei nicht erlaubt. Dem Baugesuch habe zudem kein Parkplatznachweis nach § 87 Abs. 2 
lit. d der kantonalen Verordnung zum Raumplanungs- und Baugesetz (RBV) vom 27. Oktober 
1998 beigelegen.  
 
7.2 Als pensionsspezifische Voraussetzung der Zonenkonformität muss ein Landwirt-
schaftsbetrieb, sofern er Pensionspferde halten will, genügend bestehende Abstellflächen für 
die Fahrzeuge der Pferdebesitzer aufweisen (Wegleitung, Ziff. 1.2.3). Hinsichtlich der notwendi-
gen Parkplätze wird in der Wegleitung des ARE festgehalten, dass sich auf jedem Landwirt-
schaftsbetrieb befestigte Flächen fänden, die sich zum Abstellen von Fahrzeugen eigneten. Die 
Versiegelung neuer Flächen zu diesem Zweck sei nicht erlaubt (Wegleitung, Ziff. 1.2.2 b.bb). 
Wie anlässlich des Augenscheins ersichtlich war, sind rund um das bestehende Ökonomiege-
bäude, insbesondere im nordöstlichen Bereich, ausgedehnte versiegelte Flächen vorhanden, 
welche als Parkplätze dienen können. Der Nachweis genügender Abstellflächen bzw. Parkplät-

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ze ist damit ohne weiteres erbracht. Eine Versiegelung neuer Flächen ist mit dem Bauvorhaben 
nicht verbunden.  
 
8.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Fläche des vorgesehenen Allwetter-
auslaufs für 8 Islandpferde betrage 132.89 m2 (13.70 m x 9.70 m) und sei damit nicht zonenkon-
form. Namentlich müsste der Auslauf aufgrund dieser Fläche sowohl als Reitplatz als auch als 
Allwetterplatz, welcher die Mindestfläche gemäss Tierschutzgesetzgebung überschreite, ohne 
grossen Aufwand wieder entfernt werden können (Art. 34b Abs. 3 lit. b RPV bzw. Art. 34b Abs. 
4 lit. h RPV). Davon könne angesichts der auf einer Länge von 13.70 m errichteten Stützmauer 
und einer Terrainaufschüttung von 4.5 m nicht gesprochen werden.  
 
8.2 Der Regierungsrat entgegnet, der Allwetterplatz einschliesslich der Stützmauer sei 
zonenkonform. Die effektive Auslauffläche des Allwetterplatzes betrage 128 m2 (9.35 m x  
13.7 m), was der massgebenden Mindestfläche entspreche. Die Beschwerdegegner halten er-
gänzend fest, dass die Bodenbefestigung, soweit der Allwetterauslauf die Mindestfläche über-
schreiten würde, ohne grossen Aufwand entfernt werden könnte.  
 
8.3.1 Gemäss Art. 34b Abs. 3 RPV muss das für den täglichen Auslauf wettertauglich einge-
richtete Gehege nach Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe f der Tierschutzverordnung vom 23. April 
2008 folgende Voraussetzungen erfüllen: Der Allwetterauslauf muss unmittelbar an den Stall 
angrenzen. Wo dies nicht möglich ist, dient ein allfälliger Platz für die Nutzung der Pferde zu-
gleich als Allwetterauslauf. Verlangt die Anzahl Pferde eine zusätzliche Auslauffläche, so darf 
diese vom Stall abgesetzt sein (lit. a). Soweit der Allwetterauslauf die Mindestfläche gemäss 
Tierschutzgesetzgebung überschreitet, muss die Bodenbefestigung ohne grossen Aufwand 
wieder entfernt werden können. Der Allwetterauslauf darf jedoch die empfohlene Fläche ge-
mäss Tierschutzgesetzgebung nicht überschreiten (lit. b). Die Plätze für die Nutzung der Pferde 
(Reitplätze, Longierzirkel oder Führanlagen) müssen in jedem Fall ohne grossen Aufwand wie-
der entfernt werden können (Art. 34b Abs. 4 lit. h RPV).  
 
8.3.2 Die Regelung von Art. 34b RPV unterscheidet zwischen Bauten und Anlagen für die 
Haltung und solchen für die Nutzung der Pferde. Unter die Haltung fallen die Unterbringung, die 
Fütterung, der Auslauf und die Pflege der Pferde. Die Nutzung umfasst demgegenüber die Ar-
beit unter dem Sattel, an der Hand und im Geschirr sowie die Bewegung durch die Führma-
schine. Allwetterausläufe dienen der Haltung der Pferde. Als Auslauffläche gilt die Weide oder 
ein für den täglichen Auslauf allwettertauglich eingerichtetes, d.h. mit einem trittfesten Boden 
versehenes Gehege (vgl. RUDOLF MUGGLI, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Pra-
xiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, Zürich 2017, N 9 zu Art. 16abis RPG; Weg-
leitung, Ziff. 1.2.2 a-b). Was die Bodenbefestigung als solches anbelangt, so ist bei eigentlichen 
Hartbelägen, wie beispielsweise Beton, der Aufwand für die Beseitigung und Rekultivierung 
regelmässig gross, weshalb nur die Mindestfläche in dieser Weise befestigt werden darf. Dem-
gegenüber können Schotter, Kies, Mergel, Sand, Schnitzel, Geotextilien oder Gitterplatten im 
Allgemeinen ohne grossen Aufwand wieder entfernt werden. Bei Verwendung dieser Materia-
lien ist ein Überschreiten der Mindestfläche zulässig (vgl. Wegleitung, Ziff. 1.2.2 a). 
 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

8.3.3 Der vorliegend in Frage stehende Platz vor dem Stallanbau ist gestützt auf die vorste-
henden Ausführungen (E. 8.3.2 hiervor) als Allwetterauslauf im Sinne von Art. 34b Abs. 3 RPV 
zu qualifizieren, was der in den Bauplänen verwendeten Bezeichnung entspricht. Die Bodenbe-
festigung muss somit lediglich unter der Voraussetzung ohne grossen Aufwand wieder entfernt 
werden können, dass der Auslauf die Mindestfläche gemäss Tierschutzgesetzgebung über-
schreitet. Dies ist vorliegend nicht der Fall: Zwar ging die BUD in ihrem Entscheid von einer 
Fläche von 131 m2 aus, welche allerdings die Umgrenzung des Allwetterplatzes mitumfasste. 
Demgegenüber zeigt der Regierungsrat schlüssig auf und geht auch aus den Bauplänen her-
vor, dass der Allwetterauslauf eine Auslauffläche von rund 128 m2 aufweist. Dies entspricht un-
bestrittenermassen der Mindestfläche gemäss Tierschutzgesetzgebung (Art. 34 Abs. 3 lit. b 
RPV). Hinzu kommt, dass die Bodenbefestigung des Auslaufs aus sog. "Ecoraster" (Matten) 
besteht und damit ohne grossen Aufwand wieder entfernt werden kann. Der vorgesehene All-
wetterauslauf hält die Anforderungen von Art. 34 Abs. 3 lit. b RPV nach dem Gesagten vollum-
fänglich ein.   
 
9.1 Die Beschwerdeführerin macht im Weiteren geltend, dem Bauvorhaben stünden über-
wiegende öffentliche Interessen entgegen. Namentlich sei die vorgesehene Aufschüttung mit 
einer Höhe von 4.5 m mit dem öffentlichen Interesse am Landschaftsschutz und am Schutz und 
Erhalt der Kulturlandschaft nicht vereinbar. Die BUD habe in ihrem Entscheid festgehalten, dass 
für den vorgesehenen Allwetterplatz massive Geländeeingriffe notwendig seien, ohne jedoch 
eine umfassende Interessenabwägung unter Berücksichtigung der übergeordneten Interessen 
am Landschaftsschutz vorzunehmen. Im Rahmen der gebotenen Interessenabwägung bzw. der 
Frage der Einordnung in die Landschaft sei namentlich Ziff. 23 Abs. 6 ZRL zu berücksichtigen, 
wonach Abgrabungen und Auffüllungen auf 1 m ab dem gewachsenen Terrain limitiert seien. 
Bei der genannten Bestimmung handle es sich ausserdem um eine kantonale Bewilligungsvo-
raussetzung im Sinne von Art. 22 Abs. 3 RPG, welche der Konkretisierung der zulässigen Bau-
weise und Ausgestaltung diene und der Erteilung der Baubewilligung im vorliegenden Fall ent-
gegenstehe. Im Weiteren sei die Notwendigkeit der Baute für die vorgesehene Bewirtschaftung 
nicht geprüft worden. Auch die Standortbindung des Bauprojekts, wonach aufgrund einer Stan-
dortevaluation besonders wichtige und objektive Gründe für den gewünschten Standort spre-
chen müssten, sei nicht nachgewiesen und von den Vorinstanzen bei der Interessenabwägung 
nicht berücksichtigt worden.  
 
9.2 Der Regierungsrat führt in der Vernehmlassung zusammengefasst aus, der Stallanbau 
und der Allwetterplatz seien für die Haltung der 8 Islandpferde eine zwingende Voraussetzung. 
Der Allwetterplatz grenze unmittelbar an den Stall an, wie dies in Art. 34b Abs. 3 lit. a RPV ver-
langt werde. Die Stützmauer trage den Stallanbau und den Allwetterplatz und bilde insofern ein 
notwendiges Bauelement zur Realisierung dieser beiden zonenkonformen Bauten. Dem Bau-
vorhaben stünden zudem keine überwiegenden Interessen entgegen. Namentlich würden die 
geplanten baulichen Massnahmen einschliesslich der Terrainveränderungen konzentriert an 
das bestehende Ökonomiegebäude angegliedert und ein schwerer Eingriff in das Landschafts-
bild sei damit nicht verbunden. Dies gelte umso mehr, als das fragliche Gebiet weder von einer 
Landschaftsschutz- noch einer Landschaftsschonzone überlagert sei. Im Weiteren regle das 
Bundesrecht die Frage der Zonenkonformität von Bauten und Anlagen für die Haltung und Nut-

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

zung von Pferden in Art. 16abis RPG abschliessend. Für kantonale und kommunale Regelungen 
bestehe diesbezüglich kein Raum. Der Regelung von Ziff. 23 Abs. 6 ZRL könne deshalb ledig-
lich empfehlender Charakter zukommen. Zu berücksichtigen sei zudem, dass sich die von der 
Beschwerdeführerin monierte Auffüllung hinter der Betonstützmauer befinde. Über die zulässige 
Höhe von Stützmauern sage das ZRL jedoch nichts aus. Stützmauern in der Landwirtschafts-
zone dürften folglich höher als Aufschüttungen in dieser Zone sein. In der Duplik weist der Re-
gierungsrat ergänzend darauf hin, dass der Allwetterplatz theoretisch auch als Betondecke 
ausgestaltet werden könnte, welche auf der Mauer aufliege, die an das bestehende Ökonomie-
gebäude anschliesse. Eine Hinterfüllung der Mauer wäre dann gar kein Thema mehr bzw. nicht 
erforderlich.  
 
9.3 Die Beschwerdegegner machen geltend, die Regelung von Ziff. 23 Abs. 6 ZRL sei 
bundesrechtswidrig. Einziges Kriterium bezüglich der zulässigen Aufschüttungshöhe sei der 
Landschaftsschutz. Dieser sei hier nicht tangiert, weil die Stützmauer nicht in Erscheinung trete. 
Der Standort hinter dem bestehenden Ökonomiegebäude sei zudem ideal. Jeder andere Platz 
wäre schlechter geeignet, zumal mehr Abgrabungen und Aufschüttungen vorgenommen wer-
den müssten und ein neues Stallgebäude entstehen würde.  
 
9.4 Gemäss Art. 34b Abs. 6 RPV müssen Bauten und Anlagen für die Haltung und Nut-
zung von Pferden die allgemeinen Voraussetzungen der Zonenkonformität gemäss Art. 34 RPV 
erfüllen. Diesbezüglich ist namentlich Art. 34 Abs. 4 RPV zu beachten. Danach darf eine Bewil-
ligung nur erteilt werden, wenn die Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaf-
tung nötig ist (lit. a); der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine überwiegenden 
Interessen entgegenstehen (lit. b); der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann (lit. c).  
 
9.5.1 Das Erfordernis der objektiven betrieblichen Notwendigkeit (Art. 34 Abs. 4 lit. a RPV) 
gebietet, vor Errichtung eines Neubaus zu prüfen, ob bestehende Bauten und Anlagen umge-
nutzt werden können. Ist ein Neubau unumgänglich, so hat er wenn möglich an Ort und Stelle 
einer nicht mehr benötigten Altbaute zu erfolgen. Aus dem Konzentrationsprinzip folgt, dass die 
betrieblichen Bauten und Anlagen möglichst kompakt an einem Ort – in der Regel beim Be-
triebszentrum – zusammenzufassen sind (vgl. Wegleitung, Ziff. 1.1; MUGGLI, a.a.O., N 11 zu 
Art. 16abis RPG). Hinsichtlich der Allwetterausläufe werden die Anforderungen des Konzentrati-
onsprinzips in Art. 34b Abs. 3 lit. a RPV präzisiert. Danach muss der Allwetterauslauf unmittel-
bar an den Stall angrenzen. Vom Stall abgesetzte, freistehende Allwetterausläufe sind unzuläs-
sig. Ist ein Anschluss aus zwingenden Gründen (z. B. starke Hangneigung, bestehende be-
triebsnotwendige Zufahrten oder andere Verkehrsflächen) nicht realisierbar, so dient der Platz 
für die Nutzung zugleich als Allwetterauslauf (vgl. MUGGLI, a.a.O., N 14 zu Art. 16abis RPG; 
Wegleitung, Ziff. 1.2.2 a).  
 
9.5.2 Die betriebliche Notwendigkeit des geplanten Stallanbaus und des Allwetterauslaufs für 
die vorgesehene Nutzung (Art. 34 Abs. 4 lit. a RPV) ist zu bejahen. Wie die Beschwerdegegner 
anlässlich des Augenscheins schlüssig darlegten und von der Beschwerdeführerin nicht sub-
stantiiert bestritten wurde, stehen auf dem Betrieb keine bereits vorhandenen Bauten zur Verfü-
gung, welche für die Haltung der 5 zusätzlichen Islandpferde verwendet werden könnten. Was 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

den Standort des Stallanbaus anbelangt, so befindet sich dieser im Einklang mit dem Konzent-
rationsprinzip unmittelbar beim Ökonomiegebäude. Der Allwetterauslauf grenzt seinerseits ent-
sprechend den Vorgaben von Art. 34b Abs. 3 lit. a RPV unmittelbar an den Stall an.  
 
9.6.1 Die Beschwerdeführerin rügt, dem Bauvorhaben stünden überwiegende Interessen 
(Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV) entgegen. Sie macht in diesem Zusammenhang unter anderem eine 
Überschreitung der zulässigen Auffüllungshöhe gemäss Ziff. 23 Abs. 6 ZRL geltend.    
 
9.6.2 Das kommunale Recht statuiert in Ziff. 5 Abs. 3 ZRL, das Erstellen und die Zweckän-
derung von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone richte sich nach Art. 22, 24, 24a 
und 24b RPG oder dem nachfolgenden übergeordneten Raumplanungsrecht. Darüber hinaus 
enthält das ZRL unter dem Titel "Allgemeine Bestimmungen" ergänzende Vorschriften über die 
Gestaltung von Bauten und Anlagen (Ziff. 23). Danach müssen sich alle zulässigen Bauten und 
Anlagen hinsichtlich Standort, kubischer Erscheinung, Stellung der Baukörper, baulicher Gestal-
tung, Material- und Farbgebung sowie Umgebungsgestaltung harmonisch in das Landschafts-
bild einfügen (Ziff. 23 Abs. 1 ZRL). Abgrabungen und Auffüllungen dürfen maximal 1 m vom 
gewachsenen Terrain abweichen (Ziff. 23 Abs. 6 ZRL). 
 
9.6.3 Die Zulässigkeit baulicher Massnahmen in der Landwirtschaftszone ergibt sich in erster 
Linie aus dem Bundesrecht. Der bundesrechtlich definierte Rahmen darf durch kantonales 
Recht nicht erweitert, gestützt auf Art. 27a RPG in Bezug auf Art. 16a Abs. 2, Art. 24b, Art. 24c 
und Art. 24d RPG jedoch eingeschränkt werden. Von dieser Möglichkeit hat das baselland-
schaftliche Recht unbestrittenermassen keinen Gebrauch gemacht. Was die von der Be-
schwerdeführerin angeführte kommunale Kompetenz zum Erlass ergänzender Bewilligungsvo-
raussetzungen anbelangt, so müssen die entsprechenden Regelungen mit dem Bundesrecht 
vereinbar sein. Kantonale oder kommunale Bauvorschriften, Ausdifferenzierungen und Überla-
gerungen sind mithin nur in den Grenzen des Bundesrechts zulässig. Dies unterscheidet die 
Landwirtschaftszone von den Bauzonen und Schutzzonen, deren Ausgestaltung weitgehend 
dem kantonalen Recht überlassen bleibt (vgl. ALEXANDER RUCH/RUDOLF MUGGLI, in: Aemiseg-
ger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], a.a.O., N 10 zu Art. 16 RPG). Kommunale Regelbauvor-
schriften dürfen namentlich nicht dazu führen, dass nach Bundesrecht zonenkonforme Bauten 
und Anlagen verhindert werden. Die entsprechenden Regelungen schränken den bundesrecht-
lichen Rahmen baulicher Massnahmen ausserhalb der Bauzone anders als auf Art. 27a RPG 
gestütztes kantonales Recht mithin nicht generell ein. Die sich aus ihnen ergebenden öffentli-
chen Interessen können einer Bewilligung nach Art. 16a ff. oder Art. 24 ff. RPG aber im konkre-
ten Einzelfall entgegenstehen und sind in die nach dem Bundesrecht vorzunehmende Interes-
senabwägung miteinzubeziehen (vgl. RUDOLF MUGGLI/CHRISTOPH JÄGER, in: Aemisegger/Moor/ 
Ruch/Tschannen [Hrsg.], a.a.O., N 24 f. zu Art. 27a RPG; CHRISTIN KAISER/RAPHAEL MANSER, 
in: Ehrenzeller/Engeler [Hrsg.], Handbuch Heimatschutzrecht, Zürich 2019, Rz. 52 f.).  
 
9.6.4 Aus den in den Akten befindlichen Plänen geht hervor, dass der geplante Stallanbau 
und der daran anschliessende Allwetterauslauf auf der Ostseite von einer Betonmauer getragen 
bzw. gestützt werden. Der Stallanbau und die Stützmauer schliessen an die östliche Fassaden-
flucht des bestehenden Ökonomiegebäudes an. Die Stützmauer weist an ihrer höchsten Stelle, 

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

am äusseren Rand des Ökonomiegebäudes, eine Höhe von rund 4 m auf. Aufgrund des anstei-
genden Geländes nimmt die Höhe der in südwestlicher Richtung verlaufenden Stützmauer in 
der Folge kontinuierlich ab und beträgt am südwestlichen Ende noch rund 80 cm. Das Bauvor-
haben sieht vor, das Terrain hinter der Stützmauer auf einer Höhe von maximal rund 4 m auf-
zuschütten. Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang eine Überschreitung der 
in Ziff. 23 Abs. 6 ZRL definierten maximalen Höhe von 1 m geltend macht, ist zu berücksichti-
gen, dass die strittige Aufschüttung nicht isoliert in unbebautem Gelände erfolgt, sondern im 
Zusammenhang mit den geplanten Bauten (Allwetterauslauf, Stallanbau und Stützmauer) steht, 
für welche das ZRL keine Massvorschriften statuiert. Der Regierungsrat weist insofern zutref-
fend darauf hin, dass der Allwetterplatz auch als Betondecke ausgestaltet werden könnte und 
sich eine Hinterfüllung der Mauer dadurch erübrigen würde. Hinsichtlich der in Ziff. 23 Abs. 6 
ZRL zum Ausdruck kommenden öffentlichen Interessen ist weiter festzustellen, dass das Bau-
vorhaben zwar mit einem Eingriff in das Landschaftsbild verbunden ist. Der entsprechende Ein-
griff wird allerdings dadurch massgeblich relativiert, dass im streitbetroffenen Gebiet bereits 
eine mit einer Mauer befestigte Böschung sowie ein Pferdeunterstand bestehen. Das geplante 
Bauvorhaben ist insofern – wie auch mit Blick auf das bestehende, dominant in Erscheinung 
tretende Ökonomiegebäude – nicht mit einem Eingriff in ein bis anhin intaktes Landschaftsbild 
verbunden. Vielmehr wird damit im Wesentlichen der bisherige Zustand fortgeschrieben, indem 
die bestehende Befestigung durch eine rund 3 m nach Osten versetzte, an die Fassade des 
Ökonomiegebäudes anschliessende Stützmauer aus Beton ersetzt wird. Die vorhandene Mau-
er, welche gemäss den schlüssigen Ausführungen der Beschwerdegegner bereits nachge-
rutscht sei und weiter nachrutsche, müsste denn auch in absehbarer Zeit durch eine neue Mau-
er ersetzt werden. Hinsichtlich des Abbruchs des bestehenden Pferdeunterstands ist davon 
auszugehen, dass der an dessen Stelle geplante Stallanbau aufgrund der geringeren Länge 
und der an das Ökonomiegebäude angelehnten architektonischen Ausgestaltung zurückhalten-
der in Erscheinung treten wird. Im Rahmen der Interessenabwägung ist weiter zu berücksichti-
gen, dass das Bauvorhaben dem Konzentrationsprinzip insofern bestmöglich entspricht, als die 
geplanten Bauten konzentriert beim Betriebszentrum zusammengefasst werden bzw. der All-
wetterauslauf unmittelbar an den Stall angrenzt. Was die Empfindlichkeit des streitbetroffenen 
Gebiets in Bezug auf den Schutz des Landschaftsbilds (Ziff. 2 Abs. 2 ZRL) anbelangt, so ist 
festzustellen, dass die Landwirtschaftszone im betreffenden Gebiet weder von einer Land-
schaftsschutz- noch einer Landschaftsschonzone überlagert wird. Mit der BUD ist zudem fest-
zustellen, dass sich der Standort des Bauvorhabens in einer Mulde befindet und wenig einseh-
bar ist. Nach dem Gesagten ist die Beurteilung der BUD, dem Bauvorhaben stünden keine 
überwiegenden Interessen (Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV) entgegen, im Rahmen einer Gesamtbe-
trachtung unter Berücksichtigung der Regelung gemäss Ziff. 23 Abs. 6 ZRL nicht zu beanstan-
den. Die geplanten Bauten erweisen sich auch unter diesem Gesichtspunkt als zonenkonform 
und die BUD hat die Zonenkonformität des Bauvorhabens zu Recht bestätigt.    
 
9.6.5 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dem Bauvorhaben sei infolge Nichtein-
haltung der maximalen Aufschüttungshöhe unmittelbar gestützt auf Ziff. 23 Abs. 6 ZRL die Be-
willigung zu verweigern, kann ihr nicht gefolgt werden. Wie bereits ausgeführt (E. 9.6.3 hiervor), 
dürfen Regelbauvorschriften nicht dazu führen, zonenkonforme Bauten und Anlagen zu verhin-
dern. Im vorliegenden Fall erwiese es sich mit Blick auf die festgestellte Zonenkonformität, wel-

Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

che unter Berücksichtigung der in Ziff. 23 Abs. 6 ZRL zum Ausdruck kommenden öffentlichen 
Interessen beurteilt wurde, als unzulässig, dem Bauvorhaben gestützt auf diese Bestimmung 
die Bewilligungsfähigkeit abzusprechen. Eine Verletzung der Gemeindeautonomie ist damit 
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin im Hinblick auf den Vorrang des Bundes-
rechts nicht verbunden. Die Argumentation der Vorinstanzen, die Regelung von Ziff. 23 Abs. 6 
ZRL sei nicht rechtsverbindlich umsetzbar, erweist sich demnach – bezogen auf den vorliegen-
den Fall – als zutreffend.      
 
10. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist festzustellen, dass die BUD zu Recht 
die Einsprache der Beschwerdeführerin abgewiesen und die Zonenkonformität des Bauvorha-
bens bejaht hat. Die Beschwerde ist demnach vollumfänglich abzuweisen.  
 
11.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 3'000.-- entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.  
 
11.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Ausgangsgemäss ist den Beschwerdegegnern eine Partei-
entschädigung zulasten der Beschwerdeführerin zuzusprechen. Entsprechend dem in den Ho-
norarnoten vom 3. Februar 2021 und 13. Juli 2021 geltend gemachten, als angemessen zu 
qualifizierenden Aufwand sowie unter Berücksichtigung der heutigen Verhandlungsdauer von 4 
Stunden ist das Honorar auf Fr. 6'011.85 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) festzusetzen. 
  
  

Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 2'200.-- verrechnet. Die Beschwerdeführerin hat dem-
nach restliche Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- zu bezahlen.    

   
 3. Den Beschwerdegegnern wird eine Parteientschädigung in der Höhe von 

Fr. 6'011.85 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zulasten der Beschwerde-
führerin zugesprochen. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber