# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 059fef01-ec1f-548a-9c0c-9d71d95ab7a6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-03-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.03.2022 B-628/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-628-2022_2022-03-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-628/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  M ä r z  2 0 2 2  

Besetzung 
 Richter Christian Winiger (Vorsitz), 

Richterin Vera Marantelli, Richter Marc Steiner,    

Gerichtsschreiber Thomas Reidy. 
 

 
 

Parteien 
 A. _______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Zivildienst ZIVI,  

Regionalzentrum Rüti,  

Spitalstrasse 31, Postfach, 8630 Rüti ZH,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 
 Ablehnung eines Gesuchs um Dienstverschiebung. 

 

 

 

B-628/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer), geboren am 15. Juni 1994, 

wurde mit Verfügung der Zentralstelle des Bundesamtes für Zivildienst vom 

23. Februar 2016 zum Zivildienst zugelassen und zur Leistung von 387 

Diensttagen verpflichtet, wovon er bisher 270 Diensttage geleistet hat. 

B.  

Mit Schreiben des Regionalzentrums Rüti (nachfolgend: Vorinstanz) vom 

30. September 2021 wurde der Beschwerdeführer an seine Einsatzpflicht 

im Jahr 2022 (26 Diensttage) erinnert und aufgefordert, bis am 15. Dezem-

ber 2021 eine entsprechende Einsatzvereinbarung einzureichen. 

Mit E-Mail vom 12. Dezember 2021 ersuchte der Beschwerdeführer unter 

Beilage des amtlichen Formulars "Studiengründe / berufliche Ausbildung" 

um Verschiebung seiner jährlichen Einsatzpflicht.  

Mit Schreiben vom 20. Dezember 2021 forderte die Vorinstanz den Be-

schwerdeführer auf, diverse Ergänzungsfragen zu beantworten und feh-

lende Dokumente nachzureichen. 

Mit E-Mail vom 10. Januar 2022 reichte der Beschwerdeführer der 

Vorinstanz zwei Bestätigungen der Zürcher Hochschule für Angewandte 

Wissenschaften (nachfolgend: ZHAW) vom 22. Dezember 2021 nach. Da-

rin wurde bestätigt, dass der Beschwerdeführer zurzeit den Bachelorstudi-

engang Architektur an der ZHAW belegt. Das Vollzeitstudium werde vom 

1. August 2021 bis voraussichtlich am 31. Juli 2024 dauern. Gemäss der 

ZHAW sei die Anwesenheit im Unterricht für den erfolgreichen Abschluss 

und das Bestehen der Semesterprüfungen, sowie vor allem des derzeiti-

gen Assessmentjahres, unabdingbar. Weiter wurde um die wohlwollende 

Beurteilung des Gesuchs sowie Verschiebung des Zivildienstes in die un-

terrichtsfreie Zeit (KW 4 bis 7 bzw. KW 27 bis 37) oder im Anschluss an 

das Studium ersucht. 

C.  

Mit Verfügung vom 17. Januar 2022 wies die Vorinstanz das Dienstver-

schiebungsgesuch ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, es 

liege kein rechtsgenüglicher Dienstverschiebungsgrund vor, da der Be-

schwerdeführer seinen Einsatz in die unterrichtsfreie Zeit (Semesterferien 

von 4 Wochen im Winter und von 11 Wochen im Sommer) legen und diesen 

selber organisieren könne. Da er den Einsatz auf den für ihn günstigsten 

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Seite 3 

Zeitraum festlegen könne, sei nicht davon auszugehen, dass er sein Stu-

dium für die Leistung seiner Einsatzpflicht von 26 Diensttagen überhaupt 

unterbrechen müsse. Dementsprechend liege auch kein durch eine Unter-

brechung des Studiums entstehender unzumutbarer Nachteil vor. 

D.  

Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Februar 2022 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt sinngemäss 

die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Gutheissung seines 

Dienstverschiebungsgesuchs. Als Begründung führte er im Wesentlichen 

an, dass sein Gesuch ihm ermöglichen würde, die restlichen Diensttage 

nach seinem Studium im Rahmen eines ununterbrochenen Dienstes zu 

leisten. Der aktuelle Entscheid zwinge ihn, zweifache Arbeit zu leisten, in-

dem er seine restlichen Diensttage in drei verschiedenen Betrieben leisten 

und sich jedes Jahr hierfür erneut bewerben müsse. Dies verursache einen 

unverhältnismässigen Mehraufwand. 

E.  

Mit Vernehmlassung vom 1. März 2022 beantragte die Vorinstanz die Ab-

weisung der Beschwerde. Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers 

in seinem Dienstverschiebungsgesuch sowie seiner Beschwerdeeingabe 

sei nicht ersichtlich, weshalb er den Einsatz nicht in den Semesterferien 

leisten können sollte. Insbesondere lege er nicht substantiiert dar, inwiefern 

es ihm nicht zumutbar sei, während der unterrichtsfreien Zeit von insge-

samt 11 Wochen im Sommer einen 4-wöchigen (bzw. 26-tägigen) Einsatz 

zu leisten. Auch der geltend gemachte "unverhältnismässige" Mehrauf-

wand bei der Planung der Einsätze bei drei Einsatzbetrieben sei kein 

Dienstverschiebungsgrund.  

F.  

Die Vernehmlassung der Vorinstanz wurde dem Beschwerdeführer mit Ver-

fügung vom 2. März 2022 zur Kenntnis gebracht. Dieser liess sich darauf 

nicht mehr vernehmen. 

G.  

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit rechts-

erheblich, in den folgenden Erwägungen eingegangen. 

 

 

B-628/2022 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Die Verfügung der Vorinstanz vom 17. Januar 2022 kann nach Art. 63 

Abs. 1 des Zivildienstgesetzes vom 6. Oktober 1995 (ZDG, SR 824.0) im 

Rahmen der allgemeinen Bestimmungen über die Bundesverwaltungs-

rechtspflege mit Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht ange-

fochten werden (Art. 5 Abs. 1 Bst. a und Art. 44 ff. des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021] in Verbindung 

mit Art. 31 ff. und Art. 37 ff. des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

2005 [VGG, SR 173.32]).  

1.2 Als Adressat ist der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfü-

gung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung oder Änderung. Er ist daher zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Die dreissigtägige Eingabefrist (Art. 66 Bst. b ZDG) ist ge-

wahrt und die Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwerdeschrift 

(Art. 52 Abs. 1 VwVG) sind erfüllt. Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen 

(Art. 44 ff. VwVG) liegen ebenfalls vor. Deshalb ist auf die Beschwerde ein-

zutreten. 

2.  

2.1 Jeder Schweizer ist verpflichtet, Militärdienst zu leisten (Art. 59 Abs. 1 

Satz 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). Militär-

dienstpflichtige, die den Militärdienst mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren 

können, leisten gemäss Art. 1 ZDG auf Gesuch hin einen länger dauernden 

zivilen Ersatzdienst (Zivildienst), welcher grundsätzlich 1,5-mal so lange 

wie die Gesamtdauer der noch nicht geleisteten Ausbildungsdienste nach 

der Militärgesetzgebung dauert (vgl. Art. 8 Abs. 1 Satz 1 ZDG). Die Zivil-

dienstpflicht beginnt, sobald der Entscheid für die Zulassung zum Zivil-

dienst rechtskräftig geworden ist (vgl. Art. 10 ZDG) und endet mit der Ent-

lassung oder dem Ausschluss aus dem Zivildienst (Art. 11 Abs. 1 ZDG). 

Verbleiben der zivildienstpflichtigen Person noch höchstens drei Jahre bis 

zum Ende der Zivildienstpflicht und legt sie glaubwürdig dar, dass die Ver-

pflichtung zur Leistung der restlichen Diensttage bis zur ordentlichen Ent-

lassung aus dem Zivildienst für sie, ihre engsten Angehörigen oder ihren 

Arbeitgeber eine ausserordentliche Härte bedeuten würde, so kann sie mit 

der Vollzugsstelle eine Vereinbarung über die spätere Entlassung aus der 

Zivildienstpflicht abschliessen, wobei sie die Vereinbarung nicht kündigen 

kann (vgl. Art. 15 Abs. 3bis der Zivildienstverordnung vom 11. September 

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Seite 5 

1996 [ZDV, SR 824.01]). Eine Entlassung aus der Zivildienstpflicht erfolgt 

spätestens am Ende des Jahres, in dem die zivildienstpflichtige Person das 

49. Altersjahr vollendet hat (vgl. Art. 15 Abs. 4 ZDV). 

2.2 Der Zivildienst wird in einem oder mehreren Einsätzen geleistet (Art. 20 

Satz 1 ZDG). Die zivildienstpflichtige Person hat dabei ihre Einsätze so zu 

planen und zu leisten, dass sie die Gesamtheit der verfügten ordentlichen 

Zivildienstleistungen vor der Entlassung aus der Zivildienstpflicht erbracht 

hat (Art. 35 Abs. 1 ZDV). Leistet die zivildienstpflichtige Person ihren Zivil-

dienst in mehreren Einsätzen, so beträgt die Mindestdauer eines Einsatzes 

grundsätzlich 26 Tage (Art. 38 Abs. 1 ZDV). Hat die zivildienstpflichtige 

Person keine Rekrutenschule bestanden, so hat sie einen langen Einsatz 

von mindestens 180 Tagen zu leisten, wobei sie den langen Einsatz in zwei 

Teilen innerhalb von zwei Kalenderjahren leisten kann (Art. 37 Abs. 1 und 

3 ZDV). Die zivildienstpflichtige Person, die keine Rekrutenschule bestan-

den hat, schliesst den langen Einsatz spätestens bis zum Ende des dritten 

Kalenderjahres, das der rechtskräftigen Zulassung zum Zivildienst folgt, ab 

(Art. 39a Abs. 2 ZDV).  

2.3 Die zivildienstpflichtige Person hat bei der Vorinstanz ein Dienstver-

schiebungsgesuch einzureichen, wenn eine gesetzliche Verpflichtung oder 

ein Aufgebot nicht befolgt werden kann. Die Gesuche müssen eine Begrün-

dung und die nötigen Beweismittel sowie die Angabe des Zeitraums, in 

welchem der fragliche Einsatz geleistet werden soll, enthalten (Art. 44 

ZDV). 

2.3.1 Die Gründe, welche eine Dienstverschiebung rechtfertigen oder aus-

schliessen, hat der Verordnungsgeber in Art. 46 ZDV umschrieben. Absatz 

3 der Bestimmung sieht vor, dass die Vollzugsstelle das Gesuch einer zi-

vildienstpflichtigen Person um Dienstverschiebung dann gutheissen kann, 

wenn die zivildienstpflichtige Person: 

"a) während des Einsatzes oder der diesem folgenden drei Monate eine 

wichtige Prüfung ablegen muss; 

b) eine schulische oder berufliche Ausbildung absolviert, deren Unterbre-

chung mit unzumutbaren Nachteilen verbunden ist; 

c) andernfalls ihren Arbeitsplatz verlieren würde; 

cbis) …; 

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d) vorübergehend aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, den 

vorgesehenen Einsatz zu absolvieren; die Vollzugsstelle kann eine ver-

trauensärztliche Untersuchung anordnen;  

e) glaubwürdig darlegt, dass die Ablehnung des Gesuchs für sie, ihre engs-

ten Angehörigen oder ihren Arbeitgeber eine ausserordentliche Härte 

bedeuten würde." 

Demgegenüber hat die Vollzugsstelle ein Gesuch einer zivildienstpflichti-

gen Person um Dienstverschiebung insbesondere dann abzulehnen, wenn 

keine Gründe im Sinne von Art. 46 Abs. 3 ZDV vorliegen (vgl. Art. 46 Abs. 4 

Bst. a ZDV). 

2.3.2 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit voller 

Überprüfungsbefugnis. Aus diesem Grund können nicht nur Rechtsverlet-

zungen oder fehlerhafte Sachverhaltsfeststellungen gerügt werden, son-

dern auch die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). Die "Kann-Formulie-

rung" von Art. 46 Abs. 3 ZDV bringt zum Ausdruck, dass kein unbedingter 

Rechtsanspruch auf Dienstverschiebung besteht. Diese Vorschrift räumt 

der Vorinstanz beim Entscheid über ein Dienstverschiebungsgesuch viel-

mehr einen Ermessensspielraum ein, der vom Bundesverwaltungsgericht 

grundsätzlich zu respektieren ist (vgl. Urteile des BVGer B-4700/2021 vom 

4. Januar 2022 E. 2.4 und B-4597/2017 vom 19. Dezember 2017 E. 5.2; 

allgemein zur Einräumung von Ermessen durch sog. "Kann-Vorschriften" 

HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, 

Rz. 398 ff.). Die in Art. 46 Abs. 3 ZDV statuierten Dienstverschiebungs-

gründe sind jedoch einer vollen richterlichen Kognition zugänglich (vgl. Ur-

teil des BVGer B-4135/2010 vom 3. November 2010 E. 4.1). So stellen 

etwa die Kriterien des "unzumutbaren Nachteils" sowie der "ausserordentli-

chen Härte" unbestimmte Rechtsbegriffe dar, deren Auslegung und Anwen-

dung gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine Rechtsfrage bil-

det, die grundsätzlich ohne Beschränkung zu überprüfen ist (vgl. Urteile 

des BVGer B-4700/2021 E. 2.4 und B-2674/2009 vom 23. Juni 2009 

E. 3.1). 

3.  

Der am […] geborene Beschwerdeführer hat das 27. Altersjahr im Jahr 

2021 vollendet und ist seitdem verpflichtet, jährliche Zivildienstleistungen 

von mindestens 26 Diensttagen zu erbringen, bis er die Gesamtdauer sei-

ner 94 noch zu leistenden Diensttage erfüllt hat (vgl. Art. 118 Bst. a ZDV).  

3.1 Der Beschwerdeführer ersucht um Verschiebung seiner jährlichen Ein-

satzpflicht bis nach Ende seines Bachelorstudiums, welches er an der 

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ZHAW mit Studienrichtung Architektur im Herbst 2021 begonnen hat und 

voraussichtlich im Sommer 2024 abschliessen wird. Als Grund für die ge-

wünschte Dienstverschiebung gibt er unzumutbare Nachteile aufgrund der 

Unterbrechung des Studiums an. Einerseits nehme das eben begonnene 

Studium viel Zeit ein, sodass ihm keine Zeit verbleibe, um sich auf eine 

Stelle zu bewerben bzw. an Vorstellungsgesprächen teilzunehmen. Dieser 

zusätzliche Aufwand führe zu einem "potenziellen nicht-Bestehen des Stu-

diums". In der Beschwerde macht er weiter geltend, dass ihm die unter-

richtsfreie Zeit im Sommer nicht vollständig zur Verfügung stehen werde, 

da die Nachbearbeitung des vergangenen bzw. die Vorbereitung des 

neuen Semesters viel Zeit einnehme und sich viele weitere Pflichten wäh-

rend dem Semester "aufstauen" würden. 

Damit beruft sich der Beschwerdeführer auf den Dienstverschiebungs-

grund von Art. 46 Abs. 3 Bst. b ZDV.  

3.2 Zum Dienstverschiebungsgrund des unzumutbaren Nachteils bei Un-

terbrechung einer Ausbildung i.S.v. Art. 46 Abs. 3 Bst. b ZDV ist vorweg 

darauf hinzuweisen, dass eine zivildienstpflichtige Person ihre beruflichen 

bzw. schulischen Aufgaben mit der Dienstpflicht in Einklang zu bringen und 

die Erfüllung ihrer Zivildienstpflicht in die persönliche Lebens- und Karrie-

replanung einzubeziehen hat. Dabei sind zivildienstbedingte Abwesenhei-

ten, anders als krankheits- oder unfallbedingte Ausfälle, frühzeitig abseh-

bar, so dass ihnen rechtzeitig mit geeigneten Planungsmassnahmen be-

gegnet werden kann. Der Unterbruch einer Ausbildung ist daher nach der 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich nachhol-

bar und führt nicht zu einem unzumutbaren Nachteil (Urteile des BVGer 

B-1307/2021 vom 4. Juli 2021 E. 4.2, B-402/2016 vom 15. Juni 2016 E. 

4.3.2 und B-1013/2014 vom 22. Mai 2014 E. 4.4). 

Mit anderen Worten kann die zivildienstpflichtige Person ihren Einsatz 

selbst planen und mittels einer geeigneten Einsatzplanung dafür sorgen, 

dass sie den Dienst zu einem für ihre Ausbildung möglichst günstigen Zeit-

punkt leisten kann, beispielsweise während den Schul- oder Semesterfe-

rien (Urteile des BVGer B-4700/2021 E. 4.1, B-2030/2011 vom 24. Juni 

2011 S. 4). 

3.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist es durchaus zu-

mutbar, den Zivildienst während der Ferien zu leisten, wenn ein anderer 

Zeitraum ungünstiger erscheint. Wie die Vorinstanz zurecht erwähnt, liegt 

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Seite 8 

es in der Natur der Leistung von Zivil- wie auch Militärdienst, dass in ir-

gendeiner Art und Weise eine zeitliche Einbusse hingenommen werden 

muss, sei es während der Arbeit, dem Studium oder den Ferien.  

Die ZHAW bestätigt zwar, dass der Beschwerdeführer im Bachelorstudien-

gang Architektur immatrikuliert ist, und dass die Anwesenheit im Unterricht 

für den erfolgreichen Abschluss und das Bestehen der Semesterprüfungen 

sowie vor allem des derzeitigen Assessmentjahres, unabdingbar sei. 

Gleichzeitig schliesst die ZHAW aber nebst der Möglichkeit, die verbleiben-

den Zivildiensttage im Anschluss an das Studium zu absolvieren, nicht aus, 

dass die diesjährige Dienstpflicht in der unterrichtsfreien Zeit (KW 4 bis 7 

bzw. 27 bis 37) geleistet werden könnte (vgl. Schreiben ZHAW vom 22. De-

zember 2021).  

Dem Beschwerdeführer steht somit vom 4. Juli bis zum 16. September 

2022 (Kalenderwochen 27 bis 37) ein unterrichtsfreier Zeitraum von insge-

samt 11 Wochen zur Verfügung, um seinen Einsatz von 26 Diensttagen zu 

leisten. Somit müsste er seinen Einsatz nicht während des Frühlings- oder 

Herbstsemesters 2022 leisten, mit der Gefahr, das Studium für ein halbes 

Jahr oder ein Jahr unterbrechen zu müssen. 

Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb es dem Beschwerdeführer – gemes-

sen an der zu leistenden Mindesteinsatzdauer von 26 Tagen (Art. 38 Abs. 1 

ZDV) – in den unterrichtsfreien 11 Wochen nicht möglich sein sollte, den 

im Jahr 2022 geforderten Einsatz zu leisten und auch die übrigen geltend 

gemachten Verpflichtungen (wie Vor- und Nachbearbeitung der Semester, 

Umzug usw.) nicht zu vernachlässigen.  

Inwiefern im Falle des Beschwerdeführers ein unzumutbarer Nachteil bei 

Leistung der diesjährigen Dienstpflicht in der unterrichtsfreien Zeit (KW 4 

bis 7 bzw. 27 bis 37) im Sinne von Art. 46 Abs. 3 Bst. b ZDV vorliegen 

könnte, ist daher nicht ersichtlich. 

3.4 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde schliesslich gel-

tend, ihm entstehe durch die Ablehnung seines Dienstverschiebungsge-

suchs ein unverhältnismässiger Mehraufwand, da er dadurch seine restli-

chen Diensttage in drei verschiedenen Einsatzbetrieben leisten und sich 

hierfür jedes Jahr erneut bewerben müsse. Zudem wünsche die Mehrheit 

der Einsatzbetriebe eine Einsatzdauer von mindestens drei Monaten bzw. 

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Seite 9 

setze eine solche voraus. Dies schränke seine Möglichkeit, einen passen-

den Einsatzbetrieb zu finden, erheblich ein bzw. erhöhe seinen Aufwand 

bis er einen Einsatz gefunden habe.  

3.4.1 Grundsätzlich haben zivildienstpflichtige Personen ihre Einsatzbe-

triebe selber zu suchen und die Einsätze abzusprechen (Art. 31a Abs. 1 

ZDV). Das ZIVI stellt ihnen die für die Suche erforderlichen Informationen 

zur Verfügung und unterstützt sie auf Anfrage (Art. 31a Abs.2 ZDV). 

3.4.2 Somit steht es dem Beschwerdeführer grundsätzlich frei, seine jähr-

lichen Einsätze ganz oder teilweise beim gleichen Einsatzbetrieb zu leis-

ten, wodurch er seinen Aufwand, wie die Vorinstanz zurecht bemerkt, bei 

der Suche eines geeigneten Einsatzplatzes begrenzen kann. Die 

Vorinstanz macht weiter geltend, dass entgegen der Auffassung des Be-

schwerdeführers zahlreiche Einsatzbetriebe 26-tägige Zivildiensteinsätze 

anbieten würden. Sie stehe ihm zur Unterstützung bei der Suche nach ei-

nem geeigneten Einsatz auf Anfrage jederzeit zur Verfügung. Im Übrigen 

verkennt der Beschwerdeführer, dass er keinen Anspruch darauf hat, den 

Zivildienst in einem seinen Präferenzen vollumfänglich entsprechenden 

Einsatzbetrieb zu leisten. 

Entsprechend ist auch in diesem Zusammenhang kein Dienstverschie-

bungsgrund ersichtlich. 

3.5 Zusammengefasst vermag der Beschwerdeführer nicht substantiiert 

und nachvollziehbar darzulegen, dass ein 26-tägiger Zivildiensteinsatz im 

Jahr 2022 bei ihm unzumutbare Nachteile verursacht (Art. 46 Abs. 3 Bst. b 

ZDV), was eine Dienstverschiebung rechtfertigen würde.  

4.  

Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen erweist sich die angefochtene 

Verfügung der Vorinstanz vom 17. Januar 2022 als gesetzeskonform, wes-

halb die Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist. 

5.  

Gemäss Art. 65 Abs. 1 Satz 1 ZDG ist das Verfahren vor dem Bundesver-

waltungsgericht kostenlos, sofern es sich nicht um eine mutwillige Be-

schwerdeführung handelt. Dies ist vorliegend nicht der Fall und wird zu-

recht auch nicht geltend gemacht. Damit sind keine Verfahrenskosten zu 

erheben. 

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Seite 10 

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet (Art. 65 Abs. 1 Satz 2 

ZDG). 

6.  

Dieser Entscheid kann nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht weiter-

gezogen werden (Art. 83 Bst. i des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

2005 [BGG, SR 173.110]). Er ist somit endgültig. 

 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädigun-

gen ausgerichtet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die Zent-

ralstelle. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Christian Winiger Thomas Reidy 

 

 

Versand: 15. März 2022 

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Seite 11 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen zurück) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 93234; Einschreiben) 

– die Zentralstelle des Bundesamtes für Zivildienst (Einschreiben;  

Vorakten zurück)