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**Case Identifier:** c7b1de58-6c6e-5f22-adc5-424fa46c834d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 23.06.2021 715 21 30/170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-21-30-170_2021-06-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
Vom 23. Juni 2021 (715 21 30 / 170) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung. Der Beschwerdeführer hat mit seinem Verhal-
ten das Risiko, arbeitslos zu werden, zumindest eventualvorsätzlich in Kauf genommen. 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung  
 
 
 
A. Der 1990 geborene A.____ war seit dem 7. April 2018 bei der B.____ AG in unbefriste-
ter Anstellung tätig. Am 24. März 2020 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis unter 
Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist von zwei Monaten per 31. Mai 2020. In der Folge 
meldete sich A.____ am 26. Juni 2020 bei seiner Wohnsitzgemeinde zur Arbeitsvermittlung an 
und stellte ab 1. Juni 2020 Antrag auf Arbeitslosenentschädigung bei der Öffentlichen Arbeitslo-
senkasse Baselland (Kasse) im Umfang einer Vollzeitbeschäftigung. Mit Verfügung vom 
15. September 2020 stellte die Kasse A.____ wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die 
Dauer von 36 Tagen ab 1. Juni 2020 in der Anspruchsberechtigung ein. Eine vom Versicherten 

 

 
 
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gegen diese Verfügung erhobene Einsprache hiess die Kasse mit Entscheid vom 4. Dezember 
2020 insoweit teilweise gut, als sie die Einstelldauer von 36 auf 28 Tage reduzierte. Zur Be-
gründung wurde im Wesentlichen angeführt, dass die Ausführungen des Einsprechers in der 
Einsprache nachvollzogen werden könnten, zumal er diese grösstenteils mit entsprechenden 
Nachweisen belegt habe. Ein vorsätzliches Verschulden könne ihm daher nicht zur Last gelegt 
werden. Gleichwohl habe der Versicherte seine Sorgfaltspflicht eventualvorsätzlich verletzt.  
 
B. Mit E-Mail vom 25. Januar 2021 reichte A.____ beim Kantonsgericht des Kantons Ba-
sel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) eine vom 23. Januar 2021 
datierende Beschwerde ein. In der Folge wurde er mit E-Mail vom 25. Januar 2021 bzw. 
Schreiben vom 26. Januar 2021 darauf hingewiesen, dass per E-Mail eingereichte Beschwer-
den nicht als rechtsgültig eingereicht gälten, da namentlich die Unterschrift einer Partei im Ori-
ginal Gültigkeitsvoraussetzung für eine Beschwerde bilde. Gleichzeitig wurde ihm eine uner-
streckbare Frist bis 9. Februar 2021 für die postalische Einreichung der Beschwerde gewährt. In 
der innert der ihm eingeräumten Frist eingereichten Beschwerde (Eingang am 9. Februar 2021) 
beantragte er sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids. Als Be-
gründung machte er im Wesentlichen geltend, dass ihm nicht mangels Arbeitsqualität gekündigt 
worden sei. Alsdann habe er sich gar nie arbeitslos gemeldet, sondern sei durchwegs in einer 
Anstellung gewesen, zumal ihm auch noch kein Arbeitslosengeld entrichtet worden sei. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 22. März 2021 schloss die Kasse auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den 
Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der 
Arbeitslosenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. 
Örtlich zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 
Abs. 1 lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht er-
füllt. Vorliegend kam der Beschwerdeführer seinen Kontrollpflichten im Kanton Basel-
Landschaft nach, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut 
§ 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) 
vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige ge-
richtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungs-
träger gemäss Art. 56 ATSG, weshalb auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
gegeben ist. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 23. Januar 
2021 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob 
die Beschwerdegegnerin den Versicherten zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit 
für die Dauer von 28 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat. Bei einem versicher-
ten Verdienst in der Höhe von Fr. 4'947.-- (vgl. Kassen-act. 99) und einer Einstelldauer von 28 
Tagen, sowie unter zusätzlicher Berücksichtigung, dass offenbar ein Zwischenverdienst in ei-
nem Pensum von 70% vorliegt, liegt der Streitwert in jedem Fall unter der erwähnten Grenze 
von Fr. 20'000.--. Die Angelegenheit fällt demnach in die Kompetenz der präsidierenden Person 
der Abteilung Sozialversicherungsrecht.  
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht 
nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
verfügen (Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versi-
cherung für Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als 
Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschul-
densprinzip beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schind-
ler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicher-
heit, 3. Auflage, Basel 2016, Rz. 828 ff.). 
 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberech-
tigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos ist. Ein Selbstverschulden 
im Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt oder das 
Andauern der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem 
nach den persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten 
Person liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht übernimmt (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 3. Februar 2009, 8C_842/2008, E. 3.2, mit Hinweis). Die Arbeitslosigkeit gilt nament-
lich dann als selbstverschuldet, wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten dem Arbeitge-
ber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat (Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV). Die 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV setzt keine 
fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen nach Art. 337 bzw. Art. 346 
Abs. 2 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) vom 30. März 1911 voraus. Das unkor-
rekte Verhalten muss auch nicht unbedingt eine eigentliche Verletzung arbeitsvertraglicher 
Pflichten darstellen, sondern es genügt, dass die versicherte Person durch ihr sonstiges Verhal-
ten innerhalb und ausserhalb des Betriebs berechtigten Anlass zur Kündigung gab (vgl. Urteil 
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozial-
rechtliche Abteilungen] vom 8. Oktober 2002, C 392/00, E. 3.1; ARV 1987 Nr. 7; 1982 Nr. 18). 
Dabei müssen nicht zwingend Beanstandungen in beruflicher Hinsicht vorgelegen haben. Es 
genügt beispielsweise, dass charakterliche Eigenschaften im weiteren Sinne, die den Arbeit-
nehmer für den Betrieb als untragbar erscheinen lassen, zur Entlassung geführt haben 
(BGE 112 V 244, E. 1). 
 

 

 
 
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2.3 Gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens der Internationalen Arbeitsorganisation 
über Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (Über-
einkommen Nr. 168 der IAO), das für die Schweiz am 17. Oktober 1991 in Kraft getreten ist, 
kann eine Leistung, auf die eine geschützte Person bei Voll- oder Teilzeitarbeitslosigkeit oder 
Verdienstausfall infolge einer vorübergehenden Arbeitseinstellung ohne Unterbrechung des 
Beschäftigungsverhältnisses Anspruch gehabt hätte, nur gekürzt werden, wenn die zuständige 
Stelle festgestellt hat, dass die betreffende Person vorsätzlich zu ihrer Entlassung beigetragen 
hat. Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO ist hinreichend bestimmt und klar, um 
als Grundlage eines Entscheids im Einzelfall dienen zu können, und ist daher direkt anwendbar 
(BGE 122 V 54 ff.; Urteil des EVG vom 17. Oktober 2000, C 53/00). Aufgrund des grundsätzli-
chen Primats des Völkerrechts geht Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO Art. 44 
Abs. 1 lit. a AVIV vor. Demzufolge führt nicht jedes schuldhafte Verhalten der versicherten Per-
son, das der Arbeitgeberin Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat, zu einer 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG. Das vorwerfbare 
Verhalten muss gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO vielmehr vorsätzlich 
erfolgt sein, wobei auch Eventualvorsatz genügt (Urteil des EVG vom 4. Juni 2002, C 371/01, 
E. 2b).  
 
2.4 Eventualvorsatz ist im Zusammenhang mit Art. 44 lit. a AVIV anzunehmen, wenn die 
versicherte Person vorhersehen kann oder damit rechnen muss, dass ihr Verhalten zu einer 
Kündigung durch den Arbeitgeber führt (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: 
Koller/Müller/Rhinow/Zimmerli, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 3. 
Aufl., Basel 2016, Rz. 837). Im Rahmen von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIG darf somit bei blosser 
Fahrlässigkeit keine Einstellung in der Anspruchsberechtigung erfolgen (JACQUELINE CHOPARD, 
Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 76 f.). Im Entscheid vom 6. Juni 
2012, 8C_872/2011, Erwägung 4.2.1 f. hat das Bundesgericht – unter Hinweis auf den im Straf-
recht geltenden Massstab – festgestellt, dass Eventualvorsatz und bewusste Fahrlässigkeit auf 
der Wissensseite übereinstimmen, indem der betroffenen Person die Möglichkeit des Risikos 
der Tatbestandsverwirklichung bewusst ist. Wer die Möglichkeit der Tatbestandsverwirklichung 
erkennt, kann sich, selbst leichtfertig, über sie hinwegsetzen, d.h. darauf vertrauen bzw. mit der 
Einstellung handeln, dass schon nichts passieren werde (bewusste Fahrlässigkeit). Demgegen-
über erfordert der Eventualvorsatz, dass der Täter sich für die Tatbestandsverwirklichung ent-
scheidet, sie mithin in Kauf nimmt. Weitestgehend ausser Frage stehen dürfte das Willensele-
ment nur, wenn der Betroffene die Tatbestandsverwirklichung für so naheliegend hält, dass die 
Bereitschaft, sie als Folge seines Verhaltens hinzunehmen, vernünftigerweise nicht mehr be-
zweifelt werden kann; oder wenn sie ihm, im eigentlichen Sinn des Wortes, erwünscht oder 
recht war, wie wohl auch noch im Falle schierer Gleichgültigkeit. Als Faustregel gilt: Dass die 
betroffene Person die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen hat, liegt grundsätzlich 
näher, je wahrscheinlicher es ihr erschien, dass sie eintreten könnte, und je weniger sie diese 
innerlich ablehnte, bzw. umgekehrt (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juni 2008, 
8C_504/2007, E. 5.4 mit Hinweis). Zu den Umständen, die allenfalls auf eventualvorsätzliches 
Verhalten schliessen lassen, gehören dabei die Grösse des Risikos der Tatbestandsverwirkli-
chung, die Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung, die Beweggründe und die Art der Tathand-
lung. Das Gericht darf vom Wissen der Betroffenen auf deren Willen schliessen, wenn sich ihm 

 

 
 
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der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich aufdrängte, dass die Bereitschaft, ihn als Folge 
hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann. Was 
die betroffene Person wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft innere Tatsachen und ist somit 
eine Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss 
auf Eventualvorsatz berechtigt erscheint (BGE 138 V 74 E. 8.4.1 mit Hinweisen; zum Ganzen: 
Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 2012, 8C_872/2011, E. 4.2.1 f.). 
 
3.1  Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, wonach Versicherungsträger und Ge-
richte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen haben (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a). Dies bedeutet, dass in 
Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen dann vorzunehmen sind, wenn und 
soweit hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender An-
haltspunkte hinreichender Anlass besteht (Urteil des EVG vom 8. März 2001, C 102/00, E. 1b; 
BGE 117 V 282 E. 4a; AHI-Praxis 1994 S. 212 E. 4a; SVR-Rechtsprechung 1999, IV Nr. 10 
S. 28 E. 2c).  
 
3.2  Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht darf eine 
Tatsache erst und nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt 
sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (HANS-ULRICH STAUFFER, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslo-
senversicherung und Insolvenzentschädigung, Zürich 1998, S. 77). Die blosse Möglichkeit ei-
nes bestimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a, 121 V 
208 E. 6b). 
 
4.1 Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nunmehr geltend macht, dass nie 
eine Arbeitslosigkeit bestanden habe, stellt er sinngemäss die Möglichkeit der Tilgung der Ein-
stelltage in grundsätzlicher Hinsicht in Frage. 
 
4.2  Eine Einstellungsverfügung enthält neben der Dauer der Einstellung auch ein Datum, 
ab welchem die Einstellung zu vollziehen ist. Das von der Verwaltung in einer Einstellungsver-
fügung eingesetzte Datum ist nach Art. 45 Abs. 1 lit. a, c und d AVIV nur für den Beginn der 
Einstellungsfrist (ab wann der Entschädigungsanspruch theoretisch eingestellt werden kann) 
und nicht für den Einstellungsbeginn selber (ab welchem konkreten Datum die versicherte Per-
son tatsächlich in ihrer Anspruchsberechtigung eingestellt wird) massgebend. Bei der Einstel-
lungsfrist handelt es sich um eine Verwirkungsfrist, die nach ihrem Beginn sechs Monate dauert 
und nach deren Ablauf die Einstellung dahinfällt (Art. 30 Abs. 3 letzter Satz AVIG; Urteil des 
EVG vom 25. April 2005, C 3/04, E. 4.3). Das Datum für den Beginn der Einstellungsfrist ist 
nicht zu verwechseln oder gleichzusetzen mit demjenigen des Einstellungsbeginns. Einstel-
lungstage können nämlich erst ab dem Zeitpunkt getilgt werden, in welchem die versicherte 
Person alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt. Wer sich z.B. mehr als sechs Monate nach Be-

 

 
 
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endigung des letzten Arbeitsverhältnisses erstmals auf dem Arbeitsamt zum Leistungsbezug 
meldet, hat keine Einstellung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit mehr zu befürchten 
(zum Ganzen: Urteil des EVG vom 25. April 2005, C 3/04, E. 4.3; ferner CHOPARD, a.a.O., S. 
162).  
 
4.3 Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend darlegt, ist aktenkundig, dass sich der Be-
schwerdeführer am 26. Juni 2020 im Umfang einer Vollzeitbeschäftigung zum Bezug von Ar-
beitslosenentschädigung angemeldet hat (Kassen-act. 11-14). Alsdann hat er nachweislich 
auch das Formular "Angaben der versicherten Person" für die Monate Juni und Juli eingereicht 
(Kassen-act. 7-10). Zwar trifft es zu, wie der Beschwerdeführer vorbringt, dass er durchwegs 
einer Beschäftigung nachgegangen ist. Indessen betrug der Beschäftigungsgrad des per 1. Juni 
2020 angetretenen Arbeitsverhältnisses bei der C.____ AG lediglich 70%. Nachdem der Be-
schwerdeführer eine Vollzeitbeschäftigung gesucht hatte, war er demnach ab diesem Zeitpunkt 
teilweise arbeitslos. Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin in der Folge ab 1. Juli 2020 
eine Rahmenfrist zum Leistungsbezug eröffnet und den Anspruch des Beschwerdeführers mit 
Mitteilung vom 18. August 2020 bestätigt (Kassen-act. 99). Am 4. September 2020 (Eingang bei 
der Kasse) hat sich der Beschwerdeführer per 24. August 2020 von der Arbeitsvermittlung ab-
gemeldet, wobei das Formular "Abmeldung von der Arbeitsvermittlung" einen Anspruch auf ins-
gesamt 39 Taggelder ausweist (Kassen-act. 116). Mit der Beschwerdegegnerin ist demnach 
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer – zumindest im Zeitraum vom 1. Juli bis 
23. August 2020 – (teilweise) arbeitslos war. Allfällige Einstelltage könnten demnach ab 1. Juli 
2020 getilgt werden. Die Einstellung ist somit auch nicht verwirkt. Daran vermag schliesslich 
auch nichts zu ändern, dass bisher keine Auszahlung von Arbeitslosentaggeldern erfolgt ist. 
 
5.1 Zu prüfen ist demnach, ob der Beschwerdeführer zur Kündigung Anlass gegeben und 
deshalb die Folgen einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a 
AVIG in Verbindung mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV zu tragen hat. Dabei ist namentlich zu unter-
suchen, ob ihm zu Recht ein eventualvorsätzliches Verhalten zur Last gelegt worden ist. Der 
rechtserhebliche Sachverhalt präsentiert sich hierzu wie folgt: 
 
5.2 Dem Kündigungsschreiben vom 24. März 2020 ist zu entnehmen, dass zwischen dem 
Beschwerdeführer und seinen Vorgesetzten gleichentags ein Gespräch stattgefunden habe. 
Konkrete Kündigungsgründe oder sonstige Anhaltspunkte in diesem Zusammenhang sind der 
Kündigung hingegen nicht zu entnehmen (Kassen-act. 4). Im Antrag auf Arbeitslosenentschädi-
gung vom 26. Juni 2020 hat der Beschwerdeführer "Vertrauensverlust" als Kündigungsgrund 
angegeben. In der auf Nachfrage vom 27. Juli 2020 bzw. erneute Nachfrage vom 6. August 
2020 ergangenen Stellungnahme der ehemaligen Arbeitgeberin vom 13. August 2020, wird zum 
Kündigungsgrund des Versicherten ausgeführt, dass die Kündigung nicht auf mangelnde Ar-
beitsqualität, sondern auf das Verhalten des Versicherten zurückzuführen gewesen sei. Eine 
Verwarnung sei nicht ausgesprochen worden. Die Arbeitgeberin verwies dabei auf eine Rekapi-
tulation der Ereignisse, die zahlreiche und wenig verständliche Abkürzungen enthält, wie die 
Beschwerdegegnerin zutreffend erkannte (Kassen-act. 95). Jedenfalls geht daraus hervor, dass 
sich der Versicherte (wiederholt) geweigert habe, eine schriftliche Stellungnahme betreffend 
das Fernbleiben zu einem Kurs abzugeben und mit seiner Kündigung gedroht habe. Soweit 

 

 
 
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ersichtlich, hat der Beschwerdeführer ferner von der ihm mit Schreiben vom 28. August 2020 
eingeräumten Möglichkeit zur Wahrnehmung des rechtlichen Gehörs keinen Gebrauch ge-
macht.  
 
5.3 In seiner Einsprache vom 13. Oktober 2020 bekräftigte der Beschwerdeführer, dass 
ihm nicht aufgrund mangelnder Arbeitsqualität gekündigt worden sei. Der Grund für die Kündi-
gung sei vielmehr das Verweigern einer Stellungnahme hinsichtlich eines unbesuchten Kursta-
ges am 3. Februar 2020 sowie eine daraus entstandene Auseinandersetzung gewesen. Der 
Einsprache ist weiter eine Darstellung des Sachverhalts in chronologischer Auflistung zu ent-
nehmen. Dabei macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen Folgendes geltend: Am 31. Ja-
nuar 2020 sei er mit seinem direkten Vorgesetzten in Kontakt getreten, da am 3. Februar 2020 
ein Kurs in Sachen Verkehrsschulung sowie am 5. Februar 2020 eine entsprechende Prüfung 
stattgefunden habe, er indessen vom 4. auf den 5. Februar 2020 eine Nachtschicht zu absolvie-
ren gehabt hätte. In der Folge habe sein Vorgesetzter den Prüfungstermin vom 5. Februar 2020 
sowie damit zusammenhängend den Termin für den Vorkurs vom 3. Februar 2020 im internen 
System gelöscht. In der Nacht vom 2. auf den 3. Februar 2020 habe er um 01:56 Uhr eine E-
Mail seines Vorgesetzten erhalten, wonach ein Ersatz für die Nachtschicht des Versicherten 
habe ausgemacht werden können und der Versicherte demnach am Kurstag vom 3. Februar 
2020 sowie der darauffolgenden Prüfung teilnehmen könne. Aufgrund der späten Uhrzeit habe 
er diese Nachricht übersehen und somit nicht am Kurs teilgenommen. Nachdem er die E-Mail 
entdeckt habe, habe er dies gleichentags seinem Vorgesetzten gemeldet, welcher dies zur 
Kenntnis genommen habe. Mit E-Mail vom 5. Februar 2020, abermals nachts um 02:49 Uhr, 
habe ihn sein Vorgesetzter gefragt, weshalb er nicht zur Prüfung am 5. Februar 2020 angetre-
ten sei, nachdem er ihm den Kurs vom 3. Februar 2020 bestätigt habe. In der Folge habe er 
versucht, das Missverständnis telefonisch und tagsüber persönlich mit dem Vorgesetzten zu 
klären. Er habe diesen jedoch nicht erreichen können. Um 21:01 Uhr desselben Tages habe 
ihm sein Vorgesetzter Frist bis Mitternacht gesetzt, um sich bezüglich des unentschuldigten 
Fernbleibens zu äussern. Er habe sich indessen geweigert, eine schriftliche Stellungnahme 
einzureichen, nachdem er wiederholt versucht habe, seinen Vorgesetzten zu erreichen und ihn 
mehrmals über den Nachrichtendienst WhatsApp über die Situation aufgeklärt habe. Daraufhin 
sei ein nächtliches Streitgespräch über WhatsApp erfolgt. Schliesslich sei er zu einem Ge-
sprächstermin ins Personalbüro eingeladen worden, wobei kein konstruktives Gespräch zu-
stande gekommen sei. Am 25. März 2020 sei die Kündigung erfolgt. Als Nachweis der entspre-
chenden Ausführungen legte der Beschwerdeführer Kopien der besagten E-Mail-
Korrespondenz sowie der Korrespondenz über den Nachrichtendienst WhatsApp bei.  
 
6.1 In ihrem Einspracheentscheid vom 4. Dezember 2020 gelangte die Beschwerdegegne-
rin zur Auffassung, dass der Versicherte aufgrund der beigebrachten Nachweise die Kündigung 
zwar nicht vorsätzlich verschuldet habe, indem er den Kurs vom 3. Februar 2020 bzw. die Prü-
fung vom 5. Februar 2020 nicht besucht habe. Er habe indessen seine Sorgfaltspflicht eventu-
alvorsätzlich verletzt, indem er sich geweigert habe, eine Stellungnahme abzugeben, um das 
Missverständnis aus seiner Sicht darzulegen. Dies sei ihm trotz des unzugänglichen Verhaltens 
seines Vorgesetzten möglich gewesen und hätte die Situation möglicherweise entschärft. 
 

 

 
 
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6.2 Das dem Versicherten zur Last gelegte Verhalten muss in beweismässiger Hinsicht 
klar feststehen, damit eine Einstellung in Betracht kommt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
3. März 2016, 8C_22/2016, E. 4.2 mit Hinweisen). In dieser Hinsicht ist aktenkundig und unbe-
stritten, dass der Beschwerdeführer zur Frage, weshalb er dem Kurs vom 3. Februar 2020 fern-
geblieben sei, keine schriftliche Stellungnahme eingereicht hat. Näher zu beleuchten ist, ob in 
dieser Verweigerung ein eventualvorsätzliches Verhalten des Beschwerdeführers erblickt wer-
den kann. 
 
6.3 Wie bereits dargelegt (vgl. E. 2.2 hiervor), genügt es, dass das allgemeine Verhalten 
der versicherten Person Anlass zur Kündigung bzw. Entlassung gegeben hat; Beanstandungen 
in beruflicher Hinsicht müssen nicht vorgelegen haben. Es bedarf ferner auch nicht eines Fehl-
verhaltens des Versicherten, das die Arbeitgeberin zu einer fristlosen Kündigung berechtigen 
würde. Ebenso wenig ist eine der Kündigung vorangegangene Abmahnung durch die Arbeitge-
berin erforderlich. Entscheidend ist allein das Wissen bzw. das Wissenkönnen und -müssen des 
Versicherten um die Möglichkeit, durch sein Handeln eine Kündigung zu bewirken. Die Äusse-
rungen des Beschwerdeführers im Rahmen der dokumentierten Korrespondenz zwischen ihm 
und seinem Vorgesetzten geben am ehesten Aufschluss über seinen Willen. Zwar sind in der 
Vorgehensweise des Vorgesetzten des Beschwerdeführers durchaus unprofessionelle Aspekte 
zu erblicken. Gleichwohl kann aufgrund der vorliegenden Unterlagen und in sinngemässer An-
wendung des für den Bereich des Strafrechts geltenden Massstabs (vgl. E. 2.4 hiervor), mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer 
durch sein Verhalten die Tatbestandsverwirklichung, mithin den Verlust seiner Anstellung, in 
Kauf nahm bzw. ihm dieser gar innerlich gleichgültig war. So hat er anlässlich des sich erge-
benden Streitgesprächs am 5. Februar 2020 über den Nachrichtendienst WhatsApp unter ande-
rem seine Kündigung für den Fall angedroht, dass sein Vorgesetzter weiterhin auf einer schrift-
lichen Stellungnahme beharre. In einer weiteren Nachricht vom selben Datum hat er die Andro-
hung seiner Kündigung alsdann bekräftigt. Von der ihm schliesslich mit E-Mail vom 7. Februar 
2020 eingeräumten Möglichkeit, bis am 9. Februar 2020 eine schriftliche Stellungnahme einzu-
reichen, hat er unbestrittenermassen keinen Gebrauch gemacht. Auf die mit E-Mail vom 
11. Februar 2020 erfolgte Einladung zu einem persönlichen Gespräch mit dem Ziel, die Thema-
tik aus dem Weg zu räumen, antwortete der Beschwerdeführer, dass er zum entsprechenden 
Vorfall keine Zeit mehr opfern und keine Worte mehr verlieren würde. Alsdann stellte er eine 
künftige Zusammenarbeit abermals in Frage. Dabei bediente er sich wiederholt einer unange-
brachten Wortwahl. Wenngleich der Beschwerdeführer schliesslich zu einem persönlichen Ge-
spräch erschienen ist und sich bezüglich dieses Gesprächs keine (echtzeitlichen) Gesprächsno-
tizen finden, kann aufgrund des Dargelegten nicht davon gesprochen werden, dass er darauf 
vertraut habe, es werde trotz Ausbleibens einer Stellungnahme keine Kündigung erfolgen, so-
dass sich sein Verhalten bloss auf den Vorwurf bewusst fahrlässigen Verhaltens beschränken 
würde. Vielmehr musste der Versicherte aufgrund des ohnehin angespannten Verhältnisses zu 
seinem Vorgesetzten damit rechnen, seine Stelle zu verlieren und fand sich mit dieser Möglich-
keit ab. Es sind sodann weder Gründe ersichtlich noch werden solche seitens des Beschwerde-
führers geltend gemacht, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, eine schriftliche 
Stellungnahme abzugeben, um seine Sicht der Dinge darzulegen, zumal er eine eventualvor-
sätzlich verschuldete Kündigung in seiner Beschwerde nun selbst nicht mehr in Frage stellt. 

 

 
 
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Sein Einwand, wonach dennoch nicht von einer eventualvorsätzlich verschuldeten Arbeitslosig-
keit auszugehen sei, zielt mit Blick auf das unter Erwägung 4 hiervor Ausgeführte ins Leere.  
 
6.4 Kann dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten ein eventualvorsätzliches Verhalten 
zur Last gelegt werden, erfüllt er den Tatbestand von Art. 30 Abs.1 lit. a AVIG, womit die Kasse 
ihn grundsätzlich zu Recht vorübergehend in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat.  
 
7.1 Zu prüfen bleibt die Dauer der Einstellung. Diese bemisst sich nach dem Grad des 
Verschuldens und beträgt je Einstellungsgrund höchstens 60 Tage (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Sie 
beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei 
schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 AVIV). Innerhalb dieses Rahmens fällt die Arbeitslosen-
kasse ihren Entscheid nach pflichtgemässem Ermessen. Nach § 57 lit. c VPO hat die sozialver-
sicherungsrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts bzw. deren präsidierende Person bei Prä-
sidialentscheiden die angefochtene Verfügung auch auf deren Angemessenheit zu überprüfen. 
Sie greift jedoch bei der Beurteilung der durch die Vorinstanz angeordneten Einstellungsdauer 
praxisgemäss nur mit Zurückhaltung in deren Ermessensspielraum ein (ARV 2000 Nr. 8 S. 42 
E. 2c).  
 
7.2 Die Unterschreitung des grundsätzlichen Sanktionsrahmens für ein schweres Ver-
schulden kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung dann angezeigt sein, wenn beson-
dere Umstände im Einzelfall vorliegen, die das Verschulden leichter als schwer erscheinen las-
sen. Diese können sich auf die subjektive Situation der betroffenen Person oder auf eine objek-
tive Begebenheit beziehen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. August 2017, 8C_342/2017, 
E. 4.3 mit Hinweis auf BGE 130 V 125 E. 3.5). 
 
7.3 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist im vorliegenden Fall von einer selbstver-
schuldeten Arbeitslosigkeit auszugehen. Bei einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit läge der 
praxisgemäss angenommene Einstellungsrahmen für die Bemessung der Einstelltage im Be-
reich des schweren Verschuldens, mithin zwischen 31 und 60 Tagen. Vorliegend hat die Kasse 
in Abweichung zu ihrer Verfügung vom 15. September 2020 und in teilweiser Gutheissung der 
Einsprache das Verschulden des Beschwerdeführers als mittelschwer eingestuft und die Ein-
stellungsdauer auf 28 Tage festgesetzt. Bei der Festlegung der Dauer der Einstellung bzw. der 
Kürzung der Einstelldauer von 36 auf 28 Tage sind von der Beschwerdegegnerin zu Gunsten 
des Beschwerdeführers zu Recht die besonderen Umstände sowie auch die Tatsache ver-
schuldensmindernd berücksichtigt worden, dass das Verhalten der Arbeitgeberin zur Kündigung 
beigetragen hat. Weitere verschuldensmindernde Gründe sind vorliegend nicht ersichtlich. In 
Würdigung der gesamten objektiven und subjektiven Umstände sowie unter Berücksichtigung 
der Tatsache, dass der Sanktionsrahmen für schweres Verschulden unterschritten worden ist, 
erweist sich die Sanktionshöhe als vertretbar und ist demzufolge nicht zu beanstanden. Das 
Kantonsgericht sieht daher keinen Anlass, in das vorinstanzliche Ermessen einzugreifen. 
 
8. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 4. Dezember 2020 nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist daher 
abzuweisen. 

 

 
 
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9. Gemäss § 20 Abs. 2 VPO ist das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
in der Regel kostenlos, sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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