# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39aaa6d3-f03e-5007-8696-49d73809ccb6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.04.2015 200 2014 1176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1176_2015-04-24.pdf

## Full Text

200 14 1176 IV
SCJ/BRL/JAA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. April 2015

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Brönnimann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. November 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2015, IV/14/1176, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 6. Januar 2011 unter Hinweis auf eine seit der Kindheit 
bestehende Psoriasis zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) an (Akten der IV-Stelle Bern, Antwortbeilage 
[AB] 4). In der Folge holte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin) diverse erwerbliche und medizinische Unterlagen ein, namentlich einen 
Arztbericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-Stellen (RAD) vom 
6. Juli 2011 (AB 16/3 ff.). Vom 13. bis 14. September 2011 absolvierte der 
Versicherte auf Kosten der IV eine Berufswahlabklärung (AB 20-23).

Am 21. Dezember 2011 unterzog sich der Versicherte einer Fussoperation 
(AB 26/1), woraufhin die IVB weitere medizinische Unterlagen einforderte. 
In der Folge sprach die IVB dem Versicherten wiederum berufliche Einglie-
derungsmassnahmen zu, namentlich in Form eines Grundkurses für … (AB 
48, 50-52, 56).

Mit Vorbescheid vom 12. August 2013 (AB 61) stellte die IVB dem Versi-
cherten die Abweisung des Rentenbegehrens bei einem IV-Grad von 19% 
in Aussicht. Dagegen liess der Versicherte Einwand erheben (AB 62, 65). 
Nach der Einholung weiterer medizinischer Unterlagen – insbesondere 
zweier Stellungnahmen des RAD vom 20. März 2014 und vom 8. Septem-
ber 2014 (AB 73, 81) – sowie erneut durchgeführtem Vorbescheidverfahren 
(AB 82, 85) verneinte die IVB mit Verfügung vom 5. November 2014 
(AB 87) bei einem Invaliditätsgrad von 23% einen Rentenanspruch.

B.

Mit Eingabe vom 8. Dezember 2014 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und beantragte:

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 „1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 5. November 2014 ist aufzuhe-
ben und die Akten sind der Beschwerdegegnerin mit der Aufforderung 
zurück zu weisen, es sei eine polydisziplinäre medizinische Begutach-
tung bezüglich des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und 
daraus ableitend bezüglich seiner Arbeits- und Leistungsfähigkeit anzu-
ordnen.

2. Die Beschwerdegegnerin ist weiter anzuweisen, nach Vorliegen des po-
lydisziplinären medizinischen Gutachtens weitere Massnahmen berufli-
cher Art durchzuführen.

3. Eventualiter ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers auf mindes-
tens 40% anzusetzen.“

Zur Begründung brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, die 
Beschwerdegegnerin habe den Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abge-
klärt, insbesondere hätten sich die RAD-Ärzte damit begnügt, die einzelnen 
Beurteilungen der Arztberichte zu übernehmen, ohne zu berücksichtigen, 
dass die einzelnen Einschränkungen in einem gegenseitigen Wechselver-
hältnis stünden. 

In der Beschwerdeantwort vom 23. Februar 2015 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – vorbehält-
lich der nachstehenden Ausführungen – auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 5. November 2014 (AB 87), mit 
welcher der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine IV-Rente abgewie-
sen wurde. Soweit der Beschwerdeführer überdies die Zusprechung von 
beruflichen Massnahmen beantragt, ist auf die Beschwerde nicht einzutre-
ten, da die beruflichen Massnahmen nicht Gegenstand der angefochtenen 
Verfügung bilden und es insoweit an einem Anfechtungsobjekt fehlt 
(BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164). Streitig und zu prüfen ist damit (einzig), ob 
die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf eine IV-Rente zu Recht ver-
neint hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-

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beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgen-
de entnehmen:

3.1.1 Im Arztbericht vom 7. Juni 2011 führte Dr. med. C.________, Fach-
arzt für Dermatologie und Venerologie FMH sowie Allergologie und klini-
sche Immunologie FMH, als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit eine Psoriasis partim inversa mit schwerer Nagelpsoriasis auf. Unter 
der Behandlung mit Humira sei der Beschwerdeführer praktisch beschwer-

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defrei und zu 100% arbeitsfähig. Aus dermatologischer Sicht sei eine Arbeit 
ohne stärkere Belastung der Hände oder Helmpflicht empfehlenswert. Das 
Tragen eines Helmes könne die Psoriasis auf dem Haarboden verschlech-
tern und mechanische Arbeit mit den Händen bzw. Fingern könne zu einer 
Verschlechterung in diesem Bereich bzw. an den Nägeln führen (AB 14/2 
ff.).

3.1.2 Im Bericht vom 6. Juli 2011 legte der RAD-Arzt Dr. med. 
D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, dar, beim Be-
schwerdeführer seien die Psoriasisschübe im Allgemeinen unter Humira 
gut behandelbar. Nach Absetzen des Humira komme es aber jeweils zu 
einem Psoriasisrezidiv. In der bisherigen Tätigkeit als … sei er sicherlich 
weiterhin voll arbeitsfähig. Auch sonst sei er auf dem Bau an sich, jeden-
falls zwischen den Psoriasisschüben, voll arbeitsfähig. Damit der Be-
schwerdeführer nicht zu starken physikalischen Einwirkungen ausgesetzt 
sei und er zwischendurch auch auf das Tragen eines Schutzhelms verzich-
ten könne, sei eine Anpassung der Tätigkeit auf dem Bau in Betracht zu 
ziehen, allenfalls sogar eine Umschulung (AB 16/8 f.).

3.1.3 Am 21. Dezember 2011 sowie am 7. September 2012 wurde der 
Beschwerdeführer bei einer Rezidiv-Supinationsfehlstellung bei posttrau-
matischem Fallfuss rechts nach Schussverletzung 1991, einem Status 
nach Tibialis posterior Transfer, lateralisierender Calcaneus-Osteotomie 
und Achillessehnenverlängerung 1996 sowie einer Krallenzehendeformität 
II und III im Spital E.________ durch Dr. med. F.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH, operiert (AB 26/1, AB 53/4). 

Im Bericht vom 6. November 2012 hielt Dr. med. F.________ fest, betref-
fend eine Umschulung seien nicht belastende Tätigkeiten für das obere 
Sprunggelenk zu empfehlen. Für das Führen von Maschinen oder Trans-
portfahrzeugen, welche mit dem rechten Fuss gesteuert werden müssten 
(Gas/Bremsen), ergebe sich sicherlich eine Einschränkung (AB 31/1).

Im Verlaufsbericht vom 9. Juli 2013 führte Dr. med. F.________ aus, in 
seinem Praktikum als … sei der Beschwerdeführer wieder vermehrt durch 
seine persistierende Vorfussdeformität gestört. Aufgrund der Restbe-

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schwerden sei beruflich eine Tätigkeit mit ca. 50% Gehen und Stehen ohne 
Heben und Tragen schwerer Gegenstände und 50% Sitzen anzustreben 
(AB 59).

3.1.4 Im Bericht vom 28. Februar 2014 legte Dr. med. C.________ dar, 
aus dermatologischer Sicht sei eine Arbeit ohne stärkere physikalische 
Belastung der Hände sowie ohne Helmpflicht empfehlenswert und eine 
Umschulung in einen Beruf, in welchem die Haut möglichst wenig gereizt 
werde, sinnvoll (AB 71/2).

3.1.5 In der Stellungnahme vom 20. März 2014 legte die RAD-Ärztin 
med. pract. G.________, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabi-
litation FMH, dar, aufgrund der persistierenden Vorfussdeformation sei dem 
Beschwerdeführer eine überwiegend sitzende Tätigkeit ohne Bedienung 
von Maschinen mit der rechten unteren Extremität und ohne Zwangshal-
tung für die untere rechte Extremität ganztags ohne Leistungsminderung 
zumutbar. Unter Berücksichtigung sämtlicher Erkrankungen laute das Zu-
mutbarkeitsprofil somit wie folgt: keine Tätigkeiten mit starken physikali-
schen Einwirkungen (Reibungen und Schwitzen), keine Arbeiten im feuch-
ten Milieu, kein Tragen von feuchtigkeitsdichten Schutzhandschuhen, keine 
Tätigkeiten mit häufigem oder intensivem Reinigen der Hände, keine Hitze- 
oder Kältearbeitsplätze sowie keine Tätigkeiten mit intensivem Publikums-
verkehr. Berufe mit besonderer Belastung der Haut (z.B. Pflegeberufe, Be-
rufe mit hoher Staubentwicklung, Arbeiten im nassen Milieu oder mit Che-
mikalien) seien nicht zumutbar. Zudem dürften keine schweren 
oder mittelschweren Tätigkeiten ausgeübt werden. Die Tätigkeit als … sei 
somit seit der Erstanmeldung nicht mehr zumutbar gewesen. Im Rahmen 
der zu erwartenden späteren zusätzlichen Gelenksbeteiligungen und et-
waigem Prothesenersatz empfehle sich eine überwiegend sitzende, leichte 
Tätigkeit (zeitlicher Anteil sitzend mindestens 50% der Arbeitszeit) ohne 
Überbeanspruchung der oberen Extremitäten (AB 73).

3.1.6 Am 11. März 2014 unterzog sich der Beschwerdeführer einer weite-
ren Operation am rechten Fuss (AB 78.3/14). Im Bericht vom 8. Mai 2014 
hielt Dr. med. F.________ fest, nach unveränderter Schmerzpersistenz 
zwei Monate postoperativ könne sicherlich noch eine Verbesserung erwar-
tet werden, insgesamt sei aber mit Restbeschwerden zu rechnen. Hinsicht-

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lich der beruflichen Situation sei eine Tätigkeit mit leichter körperlicher, be-
züglich Fuss belastender Tätigkeit mit ca. 50% sitzendem Anteil zu emp-
fehlen. Bis am 31. Mai 2014 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100%, im 
Anschluss noch bis am 30. Juni 2014 eine solche von 50% (AB 78.3/1 f.).

3.1.7 In der Stellungnahme vom 8. September 2014 führte der RAD-Arzt 
Dr. med. D.________ aus, das Zumutbarkeitsprofil vom 20. März 2014 
müsse nicht angepasst werden. Nach der Fussoperation vom 11. März 
2014 sei eine vollständige Arbeitsunfähigkeit anzunehmen (in der Regel für 
maximal drei Monate; AB 81/2).

3.2 Auf der Basis der in den Akten liegenden Berichte ist festzuhalten, 
dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in dermatologischer 
wie auch in orthopädischer Hinsicht lückenlos erhoben wurde und die me-
dizinischen Beurteilungen eine schlüssige Einschätzung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit zulassen. Namentlich ist den Unterlagen übereinstim-
mend zu entnehmen, dass die Psoriasis partim inversa mit schwerer Na-
gelbeteiligung mit Humira gut behandelbar ist. Unter dieser Behandlung 
besteht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkei-
ten. Weiter wird in dermatologischer Hinsicht wiederholt eine Arbeit ohne 
stärkere physikalische Belastung der Hände, mit möglichst minimaler Rei-
zung der Haut sowie ohne Helmpflicht empfohlen (AB 14/2 ff., 16/8 f., 
71/2). Aus den Akten geht sodann hervor, dass die nach einer Schussver-
letzung im Jahr 1991 persistierenden Fussbeschwerden am 21. Dezember 
2011 (AB 26/1 f.), am 7. September 2012 (AB 53/4) sowie am 11. März 
2014 (AB 78.3/11) operativ behandelt wurden. Unter Berücksichtigung der 
orthopädischen Einschränkungen wird in sämtlichen massgebenden Be-
richten eine Tätigkeit mit ca. 50% Sitzen und 50% Gehen und Stehen ohne 
Heben und Tragen schwerer Gegenstände sowie ohne belastende Tätig-
keiten für das obere Sprunggelenk empfohlen (AB 31/1, 59, 78.3/1 f.).

Demnach basiert die Beurteilung der RAD-Ärzte med. pract. G.________ 
und Dr. med. D.________ vom 20. März 2014 (AB 73) bzw. vom 8. Sep-
tember 2014 (AB 81), wonach der Beschwerdeführer in einer überwiegend 
sitzenden, leichten Tätigkeit ohne Überbeanspruchung der oberen Extre-
mitäten und ohne Tätigkeiten mit starken physikalischen Einwirkungen voll-
umfänglich arbeitsfähig sei, auf einer vollständigen und bezüglich der 

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fachärztlichen Angaben übereinstimmenden Aktenlage. Eine Aktenbeurtei-
lung zur Einschätzung der massgebenden Einschränkungen sowie zur 
Formulierung des entsprechenden Zumutbarkeitsprofils war somit ohne 
Weiteres zulässig und hinreichend. Auch in medizinischer Hinsicht gibt die 
Beurteilung zu keinen Beanstandungen Anlass. Sie stimmt mit der Sachla-
ge überein, ist nachvollziehbar und schlüssig. Das Vorbringen des Be-
schwerdeführers, das Zumutbarkeitsprofil sei im Wesentlichen einzelnen 
Arztberichten entnommen worden und berücksichtige nicht, dass die Ein-
schränkungen auch in einem gegenseitigen Wechselverhältnis stünden 
(Beschwerde, S. 6), zielt folglich ins Leere, zumal sich die RAD-Ärzte 
durchaus im Rahmen einer gesamthaften Betrachtungsweise zum Zumut-
barkeitsprofil geäussert haben und der Beschwerdeführer nicht darzulegen 
vermag, inwiefern zwischen seinen gesundheitlichen Beschwerden hin-
sichtlich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit weitere Wechselwirkungen 
bestehen sollten. Aufgrund der lückenlos dokumentierten Gesundheitssi-
tuation sind auch von einem polydisziplinären Gutachten keine relevanten 
neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung 
auf die Anordnung eines solchen verzichtet werden konnte (vgl. BGE 122 V 
157 E. 1d S. 162). Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht auf die 
Beurteilung des RAD abgestellt. 

3.3 Nach dem Gesagten ist der Beschwerdeführer in einer Ver-
weistätigkeit (eine überwiegend sitzende, leichte Tätigkeit ohne Überbean-
spruchung der oberen Extremitäten und ohne Tätigkeiten mit starken phy-
sikalischen Einwirkungen) vollständig arbeitsfähig. Da die erneute Fuss-
operation vom 11. März 2014 nur zu einer vorübergehenden Arbeitsun-
fähigkeit führte (AB 78.3/2, AB 78.3/9; AB 81/2) und das Zumutbarkeitspro-
fil daraufhin keiner Anpassung bedurfte (AB 81/2), gilt dies bereits seit De-
zember 2012 – dem Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (vgl. E. 
4.1 hiernach).

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 

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Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222).

Der Rentenanspruch entsteht frühestens mit Ablauf von sechs Monaten 
seit Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG) und nur 
sofern die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen 
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen ist 
(Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Der Beschwerdeführer meldete sich am 6. Januar 
2011 zum Leistungsbezug an, war in der Folge jedoch weiterhin voll ar-
beitstätig (AB 14/3). Erst ab dem Zeitpunkt der Fussoperation vom 21. De-
zember 2011 wurde ihm erstmals eine Arbeitsunfähigkeit attestiert 
(AB 78.3/51; 78.5/2). Datum des frühestmöglichen Rentenbeginns ist dem-
nach der 1. Dezember 2012; auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommens-
vergleich vorzunehmen. Der Umstand, dass die RAD-Ärztin med. pract. 
G.________ mit Stellungnahme vom 20. März 2014 ausführte, die Tätigkeit 
als … sei bereits seit der Erstanmeldung im Januar 2011 nicht mehr zu-
mutbar gewesen (AB 73/2), vermag hieran nichts zu ändern, ist für die Be-
urteilung der Arbeitsunfähigkeit doch einzig die tatsächliche Unfähigkeit, 
am angestammten Arbeitsplatz nutzbringend tätig zu sein, massgebend. 
Eine (allenfalls erst nach Jahren) rückwirkend festgelegte medizinisch-
theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht (vgl. SVR 2008 IV Nr. 11 S. 33 
E. 5.1). Der Zeitpunkt des von der Beschwerdegegnerin zu Recht per De-
zember 2012 angenommenen frühestmöglichen Rentenbeginns blieb denn 
auch unbestritten. Ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Ablaufs der 
einjährigen Wartefrist per Dezember 2012 immer noch – zumindest teilwei-
se – arbeitsunfähig war und deshalb das Erfordernis einer ununterbroche-
nen Arbeitsunfähigkeit während mindestens eines Jahres erfüllt gewesen 
wäre (vgl. hierzu AB 60 sowie den Bericht der Klinik H.________ vom 6. 
November 2012, in welchem die Wiedererlangung einer vollen Arbeits-
fähigkeit als … in Aussicht gestellt worden ist; AB 31/2), kann vorliegend 
offen bleiben. Der Anspruch auf eine Rente setzt zusätzlich voraus, dass 
der Beschwerdeführer in diesem Zeitpunkt zu mindestens 40% invalid war, 
was nachfolgend zu prüfen ist.

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4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Für die Bestimmung des Invalidenein-
kommens anhand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die nach Eintritt 
des Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht an-
spruchsvolle Arbeiten verrichten können, ist in der Regel vom durchschnitt-
lichen monatlichen Bruttolohn („Total“) für Männer oder Frauen bei einfa-
chen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) auszugehen. Da-
bei sind in erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor massge-
bend (SVR 2002 UV Nr. 15 S. 50 E. 3c/cc).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-

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schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.3 Zur Berechnung des Valideneinkommens stützte sich die Be-
schwerdegegnerin auf das ab Januar 2011 erzielbare Einkommen von 
Fr. 5‘535.-- monatlich (vgl. AB 8, S. 2) bzw. auf ein Jahreseinkommen (inkl. 
13. Monatslohn) von Fr. 71‘955.-- und indexierte dieses auf das Jahr 2012. 
Dieses Vorgehen ist – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – 
nicht zu beanstanden. Insbesondere bestand keine Veranlassung, statt auf 
das Einkommen des Jahres 2011 auf jenes des vorangehenden Jahres 
abzustellen, zumal das höhere Einkommen des Jahres 2010 angesichts 
der stark variierenden monatlichen Löhne wohl auf das Leisten von Über-
stunden zurückzuführen ist und diese nur dann zum Valideneinkommen zu 
zählen sind, wenn sie regelmässig erbracht werden (vgl. SVR 2011 IV 
Nr. 55 S. 165 E. 4.5.2). Für die Annahme, dass der Beschwerdeführer auch 
im Jahr 2012 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in gleichem Umfang 
Überstunden geleistet hätte, bestehen mit Blick auf die Arbeitsstunden der 
vorangehenden Jahre (AB 8/2) nicht genügend Hinweise. Letztlich kann 
diese Frage jedoch offengelassen werden, da selbst unter Berücksichti-
gung des Jahreseinkommens 2010 kein rentenbegründender Invaliditäts-
grad resultiert. Wird das Einkommen des Jahres 2010 aufindexiert auf das 
Jahr 2012, resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 76‘396.25 
(Fr. 75‘119.20 ÷ 100 x 101.7 [Bundesamt für Statistik {BFS}, Lohnentwick-
lung 2012, Tabelle T1.1.10, „Nominallohnindex nach Geschlecht, 2011-
2012“, Baugewerbe/Bau, Männer, 2012]).

4.4 Da dem Beschwerdeführer nur noch eine angepasste berufliche 
Tätigkeit zumutbar ist (eine überwiegend sitzende, leichte Tätigkeit ohne 
Überbeanspruchung der oberen Extremitäten und ohne starke physikali-
sche Einwirkungen; vgl. E. 3.3 hiervor) und er keine diesem Zumutbar-
keitsprofil entsprechende Tätigkeit aufgenommen hat, ist das Invalidenein-
kommen aufgrund statistischer Werte festzusetzen. Die Beschwerdegegne-
rin stellte dazu auf die LSE 2010, Tabelle TA1, „Monatlicher Bruttolohn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2015, IV/14/1176, Seite 14

Zentralwert nach Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des Arbeits-
platzes und Geschlecht, Privater Sektor“, Niveau 4 (einfache und repetitive 
Tätigkeiten), Männer, Total, ab, welche für das Jahr 2010 einen Betrag von 
Fr. 4‘901.-- pro Monat bzw. Fr. 58‘812.-- pro Jahr enthält. Aufindexiert auf 
das Jahr 2012 (BFS, Lohnentwicklung 2012, Tabelle T1.1.10, „Nominal-
lohnindex nach Geschlecht, 2011-2012“, Total, Männer, 2012) sowie aufge-
rechnet auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden („Die 
Volkswirtschaft“ 1/2-2015, S. 92, Tabelle B9.2, Total) resultiert ein Invali-
deneinkommen von Fr. 62‘353.80 (Fr. 58‘812.-- ÷ 100 x 101.7 ÷ 40 x 41.7).

Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zu Recht festhielt, 
vermag der Beschwerdeführer aus seinem Vorbringen, wonach zur Be-
rechnung des Invalideneinkommens auf die LSE 2012 hätte abgestellt wer-
den müssen, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Vielmehr würde bei 
Berücksichtigung der LSE 2012 ein höheres Invalideneinkommen und da-
mit hinsichtlich der Berechnung des IV-Grades ein für den Beschwerdefüh-
rer ungünstigeres Ergebnis resultieren (Fr. 5‘210.-- [BFS, LSE 2012, Tabel-
le TA1, „Monatlicher Bruttolohn {Zentralwert} nach Wirtschaftszweigen, 
Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor“, Kompetenzniveau 1 
{einfache Tätigkeiten körperlicher Art}, Männer, Total] x 12 ÷ 40 x 41.7 = 
Fr. 65‘177.10). Zur Berechnung des IV-Grades ist daher zu Gunsten des 
Beschwerdeführers das gestützt auf die LSE 2010 ermittelte Invalidenein-
kommen herbeizuziehen.

Vom errechneten Invalideneinkommen gewährte die Beschwerdegegnerin 
einen leidensbedingten Abzug von 10%. Soweit der Beschwerdeführer 
hiergegen im Wesentlichen vorbringt, das stark eingeschränkte Tätig-
keitsspektrum erschwere seine berufliche Eingliederung in den ersten Ar-
beitsmarkt massiv und rechtfertige den maximalen leidensbedingten Abzug 
von 25% (Beschwerde, S. 9 f.), scheint er zunächst zu verkennen, dass für 
die Bemessung des trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutba-
rerweise erzielbaren Einkommens nicht die konkrete Arbeitsmarktsituation, 
sondern allein der nach Art. 16 ATSG hypothetisch ausgeglichene Arbeits-
markt massgebend ist. Dieser ist gekennzeichnet durch ein gewisses 
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und 
weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und zwar sowohl be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2015, IV/14/1176, Seite 15

züglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzun-
gen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b 
S. 276; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1). In diesem Zusammenhang ist 
festzustellen, dass dem Beschwerdeführer weiterhin ein volles Pensum 
ohne Leistungseinschränkung zumutbar ist und auf dem hier mass-
gebenden hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt Hilfsarbeiten altersu-
nabhängig nachgefragt werden (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
15. Dezember 2008, 8C_559/2008, E. 4), zumal dem Beschwerdeführer bis 
zum ordentlichen Pensionierungsalter noch eine Aktivitätsdauer von mehr 
als 20 Jahren verbleibt. Ein Abzug von 25% steht daher von vornherein 
ausser Frage. Hinsichtlich eines allfällig zu erhöhenden Abzugs fallen ein-
zig noch die Umstände, dass der Beschwerdeführer seit seiner Einreise in 
die Schweiz im Jahr … grösstenteils körperlich anspruchsvollen Arbeiten 
nachging (vgl. AB 7/3; 8/1; Protokoll per 23. Februar 2015 [Protokoll] S. 3; 
in den Gerichtsakten) und zuletzt während knapp zwölf Jahren für densel-
ben Arbeitgeber tätig war (vgl. AB 7/3; 8/1; Protokoll, S. 10), in Betracht. 
Die Frage, ob der Abzug allenfalls zu erhöhen wäre, braucht indessen nicht 
abschliessend geklärt zu werden, da – wie die nachfolgenden Ausführun-
gen zeigen – selbst bei Anrechnung eines Abzugs von maximal 20% ein 
rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultiert; diesfalls ergäbe sich ein 
Invalideneinkommen von Fr. 49‘883.05 (Fr. 62‘353.80 ÷ 100 x 80).

4.5 Bei einem Valideneinkommen von maximal Fr. 76‘396.25 und einem 
Invalideneinkommen von mindestens Fr. 49‘883.05 resultiert eine Erwerbs-
einbusse von Fr. 26‘513.20 und damit ein rentenausschliessender Invali-
ditätsgrad von gerundet (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) maximal 
35% ([Fr. 76‘396.25 - Fr. 49‘883.05] ÷ Fr. 76‘396.25 x 100). Die angefoch-
tene Verfügung vom 5. November 2014 ist daher nicht zu beanstanden und 
die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen, soweit auf diese einzutre-
ten ist.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2015, IV/14/1176, Seite 16

Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.