# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 60faa0cf-f1d6-5303-921d-334da926bfce
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2000-10-18
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 18.10.2000 AGVE_2000_79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_AGVE-2000-79_2000-10-18.pdf

## Full Text

2000 Verwaltungsrechtspflege 347 

grosser Aufwand entstanden ist, rechtfertigt es sich, nur eine geringe 
Staatsgebühr zu erheben. 

79 Rechtsmittel, Formerfordernis der Schriftlichkeit. 
- Ein mittels Fax eingereichtes Rechtsmittel ist ungültig, da die 

Originalunterschrift fehlt. Eine Nachfrist zur Verbesserung ist nicht 
anzusetzen (Bestätigung der Rechtsprechung) (Erw. 1-3). 

- Dies gilt auch für die Einsprache gegen die Steuerveranlagung 
(Erw. 3/c). 

Entscheid des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 18. Oktober 2000 in 
Sachen KStA gegen Entscheid des Steuerrekursgerichts (betreffend H.L.). Zur 
Publikation vorgesehen in StE 2001. 
 
(Redaktioneller Hinweis: Gegen diesen Entscheid ist staats-

rechtliche Beschwerde erhoben worden.) 

80 Reformatio in peius. 
- Bei Einverständnis des Steuerpflichtigen ist es trotz des Verbots der 

reformatio in peius im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdever-
fahren zulässig, die Veranlagung wegen neuer Tatsachen zu Un-
gunsten des Steuerpflichtigen abzuändern, um so ein Nachsteuer-
verfahren zu verhindern. 

Entscheid des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 12. Januar 2000 in 
Sachen L.R. gegen Entscheid des Steuerrekursgerichts. 

Aus den Erwägungen 

2. Ergibt sich auf Grund neuer Tatsachen oder Beweismittel, 
dass eine rechtskräftige Veranlagung ungenügend ist, wird die zu 
wenig veranlagte Steuer als Nachsteuer - sowie gegebenenfalls zu-
sätzlich eine Strafsteuer - erhoben (§ 175 Abs. 1 StG). Solange die 
Veranlagung nicht rechtskräftig ist, sind neue Tatsachen auch im 
Rechtsmittelverfahren noch zu berücksichtigen, und die Veranlagung 
ist entsprechend abzuändern (Marianne Klöti-Weber, in: Kommentar