# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c57a392-5aad-59a6-8110-ee424b1bf74f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 15.06.2023 ZK1 2022 190
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2022-190_2023-06-15.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 15. Juni 2023

(Mit Urteil 5A_533/2023 vom 17. Januar 2024 hat das Bundesgericht eine gegen 
dieses Urteil erhobene Beschwerde abgewiesen.)

Referenz ZK1 22 190

Instanz I. Zivilkammer

Besetzung Richter, Vorsitzende
Cavegn und Moses
Eckstein, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Ronny Pers
Kunz Schmid, Gäuggelistrasse 1, Postfach 341, 7001 Chur

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Marc von Gunten
Gabi/Zarro/von Gunten Rechtsanwälte, Flurstrasse 30, 8048 
Zürich

Gegenstand Eheschutz

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Prättigau/Davos, Einzelrichter, 
vom 28.09.2022, mitgeteilt am 08.11.2022 (Proz. Nr. 135-2022-
319)

Mitteilung 23. Juni 2023

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Sachverhalt

A. B._____, geboren am _____, und A._____, geboren am ______, heirateten 
am _____ 2015. Sie haben drei gemeinsame Kinder: C._____, geboren am _____ 
2015, D._____, geboren am _____ 2017, und E._____, geboren am _____ 2019. 
Die Familie wohnte in F._____ Seit dem 9. August 2022 leben die Ehegatten ge-
trennt. B._____ ist mit den drei Kindern nach G._____ gezogen.

B. B._____ ersuchte am 10. August 2022 beim Regionalgericht Prätti-
gau/Davos um Erlass eheschutzrechtlicher Massnahmen. Am 22. August 2022 
ersuchte A._____ um superprovisorischen Erlass vorsorglicher Massnahmen in 
einem Eheschutzverfahren und beantragte, dass die gemeinsamen Kinder nach 
F._____ zurückzuführen und unter seine alleinige Obhut zu stellen seien. Bereits 
am 15. August 2022 hatte B._____ eine Schutzschrift eingereicht und beantragt, 
dass ein allfälliges Massnahmengesuch, wonach die gemeinsamen Kinder nach 
F._____ zurückgebracht werden sollten, abzuweisen sei. Der Einzelrichter am 
Regionalgericht Prättigau/Davos wies mit Entscheid vom 25. August 2022 das 
Gesuch um superprovisorischen Erlass vorsorglicher Massnahmen in einem Ehe-
schutzverfahren ab.

C. Die Stellungnahme von A._____ zum Gesuch um Erlass eheschutzrechtli-
cher Massnahmen vom 10. August 2022 datiert vom 12. September 2022. Am 26. 
September 2022 folgte die Anhörung des Sohnes C._____ durch den Einzelrich-
ter. Am 28. September 2022 fand die mündliche Verhandlung statt. Mit Entscheid 
vom 28. September 2022 fällte der Einzelrichter den folgenden Entscheid, insbe-
sondere bestätigte er das Superprovisorium betreffend Obhut, welche er bei 
B._____ beliess:

1. [Feststellung Getrenntleben seit dem 9. August 2022]

2. [Zuweisung ehelicher Wohnung und Teilen des Mobiliars]

3. [Belassung der gemeinsamen elterlichen Sorge]

4. C._____, D._____ und E._____ werden unter die alleinige Obhut der 
Kindsmutter B._____ gestellt. C._____, D._____ und E._____ haben 
ihren Wohnsitz am Wohnsitz der Mutter.

5. A._____ ist berechtigt, den persönlichen Verkehr mit C._____, 
D._____ und E._____ auf eigene Kosten wie folgt auszuüben:

a. jedes zweite Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr, bis Sonntag, 
 18:00 Uhr;

b. jedes Jahr während einer Woche in den (Kindergarten-/Schul-) 
 Frühlingsferien, zwei zusammenhängenden Wochen in den 
 (Kindergarten-/Schul-)Sommerferien und einer Woche in den 
 (Kindergarten-/Schul-)Herbstferien (in ungeraden Jahren bestimmt 
 der Kindsvater die Ferienwochen, in geraden die Kindsmutter);

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c. in Jahren mit ungerader Jahreszahl über Ostern (Gründonnerstag, 
 18:00 Uhr, bis Ostermontag, 18:00 Uhr), Pfingsten (Pfingstfreitag, 
 18:00, bis Pfingstmontag, 18:00 Uhr) und an Weihnachten jeweils 
 vom 25. Dezember, 10:00 Uhr, bis zum 26. Dezember 10:00 Uhr;

d. in Jahren mit gerader Jahreszahl über Auffahrt/Christi Himmelfahrt 
 (Mittwoch, 18:00 Uhr, bis Sonntag, 18:00 Uhr), Silvester mit 
 Neujahr (vom 30. Dezember, 18:00 Uhr, bis zum 1. Januar, 
 18:00 Uhr) und an Weihnachten jeweils vom 24. Dezember, 
 10:00 Uhr, bis zum 25. Dezember, 10:00 Uhr.

6. A._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt seiner Kinder monatlich die 
folgenden Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:

a) C._____:

a. Vom 1. September 2022 bis 30. September 2022: CHF 503.00
 Anteil Barunterhalt (Manko = CHF 163.00);

b. Vom 1. Oktober 2022 bis 30. November 2022: CHF 218.00;

c. Ab 1. Dezember 2022 für die Dauer der Trennung:
 CHF 839.00 Anteil Barunterhalt.

b) D._____:

a. Vom 1. September 2022 bis 30. September 2022: CHF 503.00
 Anteil Barunterhalt (Manko = CHF 163.00);

b. Vom 1. Oktober 2022 bis 30. November 2022: CHF 218.00;

c. Ab 1. Dezember 2022 für die Dauer der Trennung: 
CHF 839.00 Anteil Barunterhalt.

c) E._____:

a. Vom 1. September 2022 bis 30. September 2022: CHF 503.00
 Anteil Barunterhalt (Manko = CHF 163.00);

b. Vom 1. Oktober 2022 bis 30. November 2022: CHF 218.00;

c. Ab 1. Dezember 2022 für die Dauer der Trennung: 
CHF 839.00 Anteil Barunterhalt.

Die Unterhaltsbeiträge sind im Voraus an die Kindsmutter B._____ 
zahlbar, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.

Die Kinderzulagen für C._____, D._____ und E._____ bezieht die 
Kindsmutter B._____. Sie behält diese ein und verwendet sie für den 
Unterhalt der Kinder.

7. [Kein Ehegattenunterhalt]

8. [Abweisung Antrag Anordnung Gütertrennung]

9. Für die Dauer der Trennung wird der Fiat Punto A._____ und der 
BMW 216d Gran Tourer M Sport B._____ zur alleinigen Benutzung 
zugewiesen.

10. [Abweisung Antrag Prozesskostenvorschuss]

11. [Hälftige Auferlegung Gerichtskosten und Verrechnung mit Kostenvor-
schuss]

12. [Keine Parteientschädigungen]

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13. [Entschädigung unentgeltlicher Rechtsvertreter von A._____]

14. [Rechtsmittelbelehrung Eheschutzentscheid]

15. [Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid]

16. [Mitteilung]

D. A._____ (nachfolgend: Ehemann/Vater) erhob gegen diesen Entscheid am 
21. November 2022 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden und stellt 
folgende Rechtsbegehren:

1. Dispositivziffer 4 (vier), 5 (fünf), 6 (sechs) und 9 (neun) des Entscheids 
des Einzelrichters in Zivilsachen am Regionalgericht Prättigau/Davos 
vom 28. September 2022, mitgeteilt am 8. November 2022 (ohne Be-
gründung mitgeteilt am 10. Oktober 2022), Proz. Nr. 135-2022-319, 
seien aufzuheben.

2. Die elterliche Obhut über die Kinder C._____, geboren am _____ 
2015, D._____, geboren am _____ 2017, und E._____, geboren am 
_____ 2019, sei dem Berufungskläger zuzuweisen.

3. Die Berfungsbeklagte sei für berechtigt zu erklären, C._____, D._____ 
und E._____ jedes zweite Wochenende von Freitagabend bis Sonn-
tagabend zu sich auf Besuch zu nehmen.

4. Die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, an den Unterhalt ihrer Kin-
der monatlich die folgenden Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:

a) C._____: CHF 2'030.00

(Barunterhalt: CHF 1'440.00, davon CHF 955.00 Überschussan-
 teil; Betreuungsunterhalt: CHF 590.00)

b) D._____: CHF 2'030.00

(Barunterhalt: CHF 1'440.00, davon CHF 955.00 Überschussan-
 teil; Betreuungsunterhalt: CHF 590.00)

c) E._____: CHF 1'975.00

(Barunterhalt: CHF 1'385.00, davon CHF 955.00 Überschussan-
teil; Betreuungsunterhalt: CHF 590.00)

5. Die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, an den Unterhalt des Beru-
fungsklägers monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden 
Monats, CHF 1'915.00 als Ehegattenunterhaltsbeiträge zu bezahlen.

6. Für die Dauer der Trennung sei der BMW 216d Grand Tourer M Sport 
dem Berufungskläger und der Fiat Punto der Berufungsbeklagten zur 
alleinigen Benützung zuzuweisen.

7. Die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem Berufungskläger für 
das Berufungsverfahren einen Prozesskostenvorschuss in Höhe von 
CHF 7'000.00 zu bezahlen.

8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Berufungsbe-
klagten.

E. Die Berufungsantwort datiert vom 5. Dezember 2022. B._____ (nachfol-
gend: Ehefrau/Mutter) schliesst auf Abweisung der Berufung und Bestätigung des 

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angefochtenen Entscheids, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des 
Ehemanns.

F. Je eine weitere Stellungnahme reichten die Parteien am 30. Dezember 
2022 bzw. am 16. Januar 2023 hierorts ein.

G. Mit Verfügung vom heutigen Tag heisst die Vorsitzende das Gesuch des 
Ehemanns um unentgeltliche Rechtspflege gut (ZK1 22 191).

H. Die vorinstanzlichen Akten sind beigezogen. Das Verfahren ist spruchreif.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Die Berufung richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Entscheid über den 
Erlass von Eheschutzmassnahmen (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO; betreffend Pro-
zesskostenvorschuss bzw. -beitrag vgl. KGer GR ZK1 20 121 v. 24.11.2021 E. 7 
m.w.H.). Sie wurde form- und fristgerecht erhoben (Art. 311 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 
i.V.m. Art. 142 ZPO; Art. 7 Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]; act. A.1; act. B.1). Ge-
genstand des Berufungsverfahrens bildet die Zuteilung der Obhut, inklusive Pro-
zesskostenvorschuss, akzessorisch die Regelung des persönlichen Verkehrs, der 
Unterhalt sowie die Zuteilung der Fahrzeuge (act. A.1). Da die nicht vermögens-
rechtlichen gegenüber den vermögensrechtlichen Punkten überwiegen bzw. ak-
zessorisch zu diesen sind, gilt insgesamt kein Streitwerterfordernis (Art. 308 
Abs. 2 ZPO; BGer 5A_399/2014 v. 17.12.2014 E. 1). Die übrigen Eintretensvor-
aussetzungen geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Auf die Berufung 
ist einzutreten. Deren Beurteilung fällt in die Zuständigkeit der erkennenden Kam-
mer (Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV [BR 173.100]).

1.2. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichti-
ge Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).

1.3. Im Eheschutzverfahren unterliegen die Kinderbelange der Offizial- und der 
uneingeschränkten Untersuchungsmaxime (Art. 296 Abs. 1, 3 ZPO). Für den ehe-
lichen Unterhalt gilt hingegen die Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO) sowie 
die eingeschränkte Untersuchungsmaxime (Art. 271 lit. a i.V.m. Art. 272, Art. 276 
Abs. 1 ZPO). Diese Maximen gelangen in sämtlichen Verfahrensstadien, mithin 
auch vor der Rechtsmittelinstanz, zur Anwendung (Jonas Schweighauser, in: Sut-
ter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 3 zu Art. 296 ZPO, m.w.H.). 

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Die strenge Untersuchungsmaxime in Kinderbelangen durchbricht das Novenre-
gime von Art. 317 Abs. 1 ZPO mit der Folge, dass neue Tatsachen und Beweis-
mittel im Berufungsverfahren selbst dann vorgebracht werden können, wenn die 
Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349 
E. 4.2.1 = Pra 2019 Nr. 88; vgl. auch BGE 147 III 301 E. 2.2).

1.4. Was das Beweismass anbelangt, so genügt im Eheschutzverfahren hin-
sichtlich der behaupteten Tatsachen das blosse Glaubhaftmachen (Daniel Bähler, 
in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zi-
vilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Basel 2017, N 1a zu Art. 271 ZPO). Es braucht 
somit nicht die volle Überzeugung des Gerichts vom Vorhandensein einer Tatsa-
che herbeigeführt zu werden, sondern es genügt, wenn eine gewisse Wahrschein-
lichkeit dafür spricht, auch wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, 
dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte. Das Gericht darf demnach weder 
blosse Behauptungen genügen lassen noch einen strikten Beweis verlangen (vgl. 
BGer 5A_1003/2014 v. 26.5.2015 E. 3; BGE 140 III 610 E. 4.1).

1.5. Auf den Antrag des Ehemanns betreffend Leistung eines Prozesskosten-
vorschusses bzw. -beitrags ist zurückzukommen (nachstehend E. 4).

2. Obhutszuteilung

2.1. Die Vorinstanz stellte die Kinder C._____, D._____ und E._____ unter die 
alleinige Obhut der Mutter, indem sie zunächst das Gesuch des Vaters um super-
provisorischen Erlass vorsorglicher Massnahmen in einem Eheschutzverfahren 
mit Entscheid vom 25. August 2022 abwies (RG act. IV.1) und anschliessend mit 
dem Eheschutzentscheid vom 28. September 2022, welcher vorliegend Anfech-
tungsgegenstand bildet, die alleinige Obhut der Mutter zuteilte (act. B.1, Disposi-
tiv-Ziff. 4). Dem Vater wurde ein gerichtsübliches Besuchsrecht eingeräumt (ibid., 
Dispositiv-Ziff. 5).

2.2. Berufungsweise verlangt nun der Vater, dass ihm die alleinige Obhut zuge-
teilt werde. Akzessorisch ersucht er um die Regelung des persönlichen Verkehrs 
zwischen der Mutter und den Kindern, des Unterhalts sowie die provisorische Zu-
teilung der Fahrzeuge (act. A.1, A.3). Die Mutter beantragt die Abweisung der Be-
rufung und die Bestätigung der vorinstanzlichen Regelung (act. A.2, A.4). Entspre-
chend bildet zunächst die Zuteilung der Obhut Gegenstand der Untersuchung, von 
deren Ausgang die weiteren angefochtenen Regelungen, welche akzessorischer 
Natur sind, abhängig sind.

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2.3. Die allgemeinen Kriterien für die Zuteilung der Obhut gab die Vorinstanz 
zutreffend wieder. Auf die entsprechenden Erwägungen kann verwiesen werden 
(act. B.1, E. 5.1, S. 12 f.; vgl. zudem BGer 5A_569/2020 v. 15.12.2020 E. 3.1; 
5A_345/2020 v. 30.4.2021 E. 5.2; 5A_722/2020 v. 13.7.2021 E. 3.1.3; 5A_67/2021 
v. 31.8.2021 E. 3.1.3). Nochmals hervorzuheben ist, dass das Kindeswohl oberste 
Richtschnur bildet. Das Wohl des Kindes hat Vorrang vor allen anderen Überle-
gungen, insbesondere vor den Wünschen der Eltern.

2.4. Im Hinblick auf die konkrete Regelung der Obhut erwog die Vorinstanz zu-
sammengefasst, dass sich die Parteien einig seien, dass aufgrund der räumlichen 
Distanz zwischen den Wohnorten der Parteien (F._____ und G._____ eine alter-
nierende Obhut ausser Frage stehe und somit die Obhut entweder der Mutter oder 
dem Vater zuzuteilen sei (act. B.1, E. 5.2, S. 13). Die Erziehungsfähigkeit sei bei 
Mutter und Vater gegeben, doch seien bei der Mutter leichte Vorteile auszuma-
chen. Die Bereitschaft, die Kinder persönlich zu betreuen, sei alsdann zwar bei 
beiden Parteien in gleichem Masse vorhanden, doch die Möglichkeit, die Kinder 
persönlich zu betreuen, berge leichte Vorteile für den Vater, der aufgrund seines 
Berufsprofils einfacher mehr Betreuungsanteile/-prozente übernehmen könne als 
die Mutter, welche Hausärztin sei. Die Stabilität der örtlichen Verhältnisse spreche 
eher für eine Zuteilung der Obhut an den Vater, die Stabilität der familiären Ver-
hältnisse hingegen eher an die Mutter. Ein eindeutiger Wunsch der Kinder, wel-
chem Elternteil die Obhut alleine zuzuteilen sei, sei nicht erkennbar, und die Be-
reitschaft eines Elternteils, mit dem jeweilig anderen in Kinderbelangen zusam-
menzuarbeiten, sei bei beiden Parteien etwa in gleichem Masse gegeben. Das 
Verhältnis von beiden Elternteilen zu ihren Kindern – und umgekehrt – sei geprägt 
von einer hohen persönlichen Bindung und echter Zuneigung, so dass ebenfalls 
unter diesem Gesichtspunkt für keine Partei eindeutige Vorteile zu erkennen sei-
en. Entsprechend hätten gemäss dem angefochtenen Entscheid die geprüften 
Kriterien der Obhutszuteilung zu einem ziemlich ausgeglichenen Ergebnis geführt. 
Es könne nicht gesagt werden, dass mit dem vorläufigen Belassen der drei Kinder 
in G._____ ein Entscheid gefällt werde, der die für eine harmonische Entfaltung 
eines der drei Kinder in körperlicher, seelischer und geistiger Hinsicht notwendige 
Stabilität der Verhältnisse nicht gewährleiste. Die Vorinstanz gelangte somit zum 
Ergebnis, dass die Kinder unter die alleinige Obhut der Kindsmutter zu stellen sei-
en (ibid., E. 5.2.7, S. 25 f.).

2.5. Der Ehemann wehrt sich gegen diese Beurteilung der Vorinstanz. Die Er-
wägungen des angefochtenen Entscheides stützten sich auf fehlerhafte Sachver-
haltsfeststellungen und wendeten das Recht falsch an (act. A.1, Rz. 28 und Rz. 53 

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in fine). Die Gesamtwürdigung der Kriterien für die Obhutszuteilung führe, im Ge-
gensatz zur Auffassung der Vorinstanz (vgl. act. B.1, E. 5.2.7, S. 25 f.), zu keinem 
ausgeglichenen Ergebnis, sondern zum eindeutigen Resultat, dass die Obhutszu-
teilung an den Ehemann für die Kinder vorteilhafter sei (act. A.1, Rz. 53). 

2.6.1. Vorab muss die Erziehungsfähigkeit der Eltern geklärt werden. Der Ehe-
mann erachtet die Erziehungsfähigkeit bei beiden Elternteilen in gleicher Weise 
gegeben (act. A.1, Rz. 51). So sah es auch die Vorinstanz im angefochtenen Ent-
scheid, welche in Bezug auf das Kriterium der Erziehungsfähigkeit im Grundsatz 
davon ausging, dass beide Elternteile dieses Kriterium in gleicher Weise erfüllen, 
wobei die Vorinstanz leichte Vorteile bei der Mutter ausmachen konnte, da sie [die 
Mutter] mit ihrer aufgezeigten Organisation und Struktur der Kinderbetreuung eher 
zu überzeugen vermöge (act. B.1, E. 5.2.1). Letzteres rügt denn auch der Ehe-
mann berufungsweise, indem er vorbringt, dass die Ehefrau mit ihrem eigenmäch-
tigen Umzug nach G._____ lediglich ihre eigenen Bedürfnisse berücksichtige und 
jene der drei Kinder ausser Betracht lasse, was von der Vorinstanz verkannt wor-
den sei (act. A.1, Rz. 52). Die Ehefrau weist dies zurück. Sie spricht dem Ehe-
mann die Erziehungsfähigkeit nicht ab – entgegen ihres Vorbringens im vor-
instanzlichen Verfahren (vgl. RG act. VII.1, S. 5, Rz. 28; act. B.1, E. 5.2.1, S. 13) – 
und verweist auf den angefochtenen Entscheid, welcher beide Parteien als erzie-
hungsfähig erachtet (act. A.2, Rz. 65 f.).

2.6.2. Bei der Erziehungsfähigkeit geht es um die Frage, ob der Elternteil über die 
nötigen Kompetenzen verfügt, um die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse 
der Kinder zu erkennen, die Kinder zu versorgen und zu betreuen sowie erziehe-
risch angemessen auf die kindlichen Bedürfnisse einzugehen. Die Erfüllung dieser 
Grundbedürfnisse ist die Voraussetzung für das Kindeswohl. Dass beide Parteien 
in diesem Sinne erziehungsfähig sind bzw. grundsätzlich über die erforderlichen 
elterlichen Kompetenzen verfügen, steht fest. Dies gilt es zu betonen. Sowohl die 
Ausführungen der Parteien als auch diejenigen der Vorinstanz zur Erziehungs-
fähigkeit konzentrieren sich denn auch vielmehr auf die Frage der "optimaleren" 
Kompetenzen als auf die Erziehungsfähigkeit im genannten Kernverständnis. Da-
mit kam und kommt es (zwangsläufig) zu Wiederholungen resp. Überschneidun-
gen betreffend die Erörterung anderer Kriterien der Obhutszuteilung, wie der per-
sönlichen Bindung und echten Zuneigung sowie der Möglichkeit zur persönlichen 
Betreuung.

Der Umzug der Ehefrau mit den Kindern nach G._____ hätte zweifelsohne der 
Zustimmung des ebenfalls sorgeberechtigten Ehemannes bedurft und führte für 
die Kinder zu einer abrupten und erheblichen Veränderung ihrer Lebensumstände. 

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Indes erwog die Vorinstanz – im Rahmen des Kriteriums der persönlichen Bindung 
und echten Zuneigung – zu Recht, die Ehefrau habe "zwar mit ihrem verdeckten 
Vorgehen im Vorfeld des Umzugs nach G._____ den Kindsvater vor vollendete 
Tatsachen gestellt, ihn gegen sich aufgebracht und aus dem "Gleichgewicht ge-
worfen", und auch hat sie die Kinder in eine für diese unverhofft belastende Lage 
versetzt, als sie ihnen den Wohnsitzwechsel mit Schul-, Kindergarten- und Schul-
gruppeneintritt in G._____ erst am 11. August 2022 mitteilte (Protokoll Parteibe-
fragung, Frage 15). Doch vermochte sie aufzuzeigen, dass sie für dieses Vorge-
hen echte Beweggründe hatte, und es nicht etwa Ausdruck einer fehlenden per-
sönlichen Bindung oder fehlender echter Zuneigung zu ihren Kindern ist." (vgl. 
zum Ganzen act. B.1, E. 5.2.6, S. 24 f.). Zu beachten ist in diesem Zusammen-
hang, dass die Ehefrau zu ihrer Familie, insbesondere zu ihren Eltern, nach 
G._____ zog. Den Kindern war G._____ als Ort nicht fremd und sie kannten dort 
bereits einige Personen, darunter nahe Verwandte und sogar andere Kinder. 
Sechs der neuen Paten der Kinder leben zudem in I._____. Dass der Umzug ein-
zig den Bedürfnissen der Ehefrau diente bzw. diese rein egoistisch und dem Kin-
deswohl zuwiderhandelte, lässt sich jedenfalls nicht weiter erhärten. Es ist mithin 
nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz im Umzug nach G._____ in der Ge-
samtschau keine Einschränkung der Erziehungsfähigkeit der Mutter erblickte. Zu 
betonen gilt, dass der Ehemann selbst die Erziehungsfähigkeit der Mutter als der 
seinigen gleichwertig beurteilt (vgl. act. B.1, E. 5.2.5, S. 24 sowie nachstehend 
E. 2.11.3). Des Weiteren bezieht sich die Vorinstanz in der Prüfung der Organisa-
tion und Struktur der Kinderbetreuung, welche letztlich für die kindlichen Bedürf-
nisse entscheidend sind (vgl. statt vieler KGer GR ZK1 21 179 v. 6.7.2022 
E. 6.4.1), zu Recht auf objektive Gegebenheiten und stützt ihre Argumentation auf 
die von den Parteien ins Recht gelegten Akten, namentlich auf den Arbeitsvertrag 
zwischen der Ehefrau und H._____, welche aktuell einen Teil der Kinderbetreuung 
übernimmt (vgl. RG act. II.23). Gleichwertige Belege legte der Ehemann im vorin-
stanzlichen Verfahren nicht ins Recht. Darüber hinaus erwog die Vorinstanz in 
diesem Kontext, dass in der Zeit, in welcher der Ehemann nicht erwerbstätig ge-
wesen sei und sich um die Kinder und den Haushalt gekümmert habe (November 
2019 oder Januar 2020 bis September 2021 oder Mitte November 2021), die Ehe-
frau offenbar nicht nur in einem Vollpensum gearbeitet, sondern auch Betreu-
ungsaufgaben mitübernommen und nebenbei auch noch die Administrationsarbei-
ten für die Familie erledigt habe. Auch bei der Besorgung des Haushalts wurde 
der Ehemann damals durch die Ehefrau unterstützt (RG act. VIII.2, Fragen 11 und 
12). Auch gegenwärtig habe die Ehefrau die Betreuung der Kinder an ihren zwei-
einhalb Arbeitstagen umfassend geregelt. Sie habe konkret aufzeigen können, 
dass sie sich mit ihrer Mutter und Frau H._____ über eine Fremdbetreuung der 

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Kinder während ihrer beruflichen Abwesenheit nicht nur ausgesprochen, sondern 
dies auch verbindlich geregelt habe. Gerade der Arbeitsvertrag im Stundenlohn 
mit Frau H._____ (RG act. II.23) zeige auf, wie engagiert, gewissenhaft und orga-
nisiert die Kindsmutter die Betreuung ihrer Kinder und die damit anfallenden Auf-
gaben angehe. Auch habe sie Wohnsitz im Haus genommen, in dem auch ihre 
Eltern wohnten, womit sie die Verbindungswege kurzhält, was der Sache diente 
(act. B.1, E. 5.2.1, S. 13 f. m.w.H.). Entsprechend machte die Vorinstanz einen 
leichten Vorteil bei der Ehefrau aus (act. B.1, E. 5.2.1, S. 14 f.). Hiergegen wendet 
der Ehemann nichts Stichhaltiges ein. Namentlich vermögen die von berufungs-
klägerischer Seite ins Recht gelegten Noven, welche im vorliegenden Verfahren 
ohne Weiteres zu berücksichtigen sind (vgl. vorstehend E. 1.3), den angefochte-
nen Entscheid nicht zu erschüttern. Die Eintrittsinformationen der familienergän-
zenden Kinderbetreuung "J._____" in F._____ stellt keine konkret organisierte 
Kinderbetreuung der drei Kinder dar. Ob sie Kapazität für eine flexible und spora-
dische Betreuung der drei Kinder hat, lässt sich den Eintrittsinformationen nicht 
entnehmen (act. B.3). Mit Stellungnahme vom 30. Dezember 2022 reichte der 
Ehemann einen E-Mailverkehr vom 26./19. Dezember 2022 mit der zuständigen 
Mitarbeiterin der familienergänzenden Kinderbetreuung "J._____" ins Recht, wo-
mit er zumindest aufzeigen konnte, dass er um entsprechende Organisation 
bemüht ist, dies allerdings erst rund vier Monate nach Eröffnung des vorinstanzli-
chen Verfahrens (act. A.3, Rz. 26 f.; act. B.10; vgl. dazu sogleich nachstehend 
E. 2.7.1 ff.). Folglich vermögen die Vorbringen des Ehemannes an der vorinstanz-
lichen Beurteilung betreffend die Erziehungsfähigkeiten der Parteien nichts zu än-
dern. Auf die Bindungstoleranz ist zurückzukommen (nachstehend E. 2.10).

2.7.1. Weiter ist das Kriterium der persönlichen Betreuung zu prüfen. Der Ehe-
mann bringt vor, dass ihm nicht vorgeworfen werden könne, sich bezüglich der 
Fremdbetreuung (noch) nicht organisiert zu haben. Er habe dargelegt, dass im 
Bedarfsfall seine Mutter, seine Nachbarin, eine Bekannte, deren Sohn mit 
C._____ befreundet ist, sowie die ebengenannte Tagesstruktur "J._____" der 
Schule F._____ für eine Betreuung der Kinder zur Verfügung stehen würden 
(act. A.1, Rz. 38). Im Verfahren vor Berufungsinstanz belegt er Letzteres mit ei-
nem Merkblatt betreffend Eintrittsinformationen der familienergänzenden Kinder-
betreuung "J._____" (act. B.3) sowie mit einem E-Mailverkehr vom 26./19. De-
zember 2022 mit der zuständigen Mitarbeiterin betreffend freie Betreuungsplätze 
für Kinder (act. B.10), wozu sich dieser Entscheid bereits soeben vorstehend in 
E. 2.6.2 in fine geäussert hat. Ferner moniert er, der Umstand, dass sich die Mut-
ter bereits organisiert und um eine Betreuungslösung gekümmert habe, allein dar-
an liege, dass sich die Kinder zurzeit unter ihrer Obhut befinden würden und sie 

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sich im Gegensatz zum Vater diesbezüglich habe organisieren müssen. Weshalb 
bei der Mutter aufgrund der Organisation und Struktur der Kinderbetreuung leichte 
Vorteile bezüglich der Erziehungsfähigkeit auszumachen sein sollen (vgl. act. B.1, 
E. 5.2.1, S. 14), sei nicht nachzuvollziehen und beruhe auf einer falschen Beurtei-
lung der Vorinstanz (act. A.1, Rz. 37). Auf diese Rüge wurde bereits vorstehend 
eingegangen (vgl. E. 2.6.2). Die Ehefrau habe zudem die Praxisleitung des medi-
zinischen Zentrums in K._____ übernommen (vgl. act. B.4). Der Ehemann bringt 
in seiner Berufungsschrift vor, dass eine Leitungsfunktion bei einem Arbeitspen-
sum von lediglich 50 % nicht möglich sei. Dies erfordere ein höherer Grad an 
Fremdbetreuung der Kinder (act. A.1, Rz. 40). Den damit verbundenen Editions-
begehren des Ehemanns kam die Ehefrau teilweise von sich aus nach, indem sie 
die Lohnabrechnungen der Monate Oktober und November 2022 (act. C.3, C.4) 
sowie eine provisorische Lohnabrechnung und Stundenzeiterfassung der Kinder-
betreuerin H._____ nachreichte (act. C.6). Wie sich aus den nachstehenden Er-
wägungen ergibt, kann auf weitergehende Editionen verzichtet werden. Ferner sei 
gemäss dem Vorbringen des Ehemanns zu berücksichtigen, dass der hohe Grad 
an Fremdbetreuung in G._____ dem Bedürfnis der Kinder nach Sicherheit und 
Konstanz nicht gerecht werde. Die persönliche Betreuung durch den Vater und 
das den Kindern bekannte und vertraute Umfeld sei besser gewährleistet (act. A.1, 
Rz. 42). Die Bereitschaft sowie die Möglichkeit, die Kinder persönlich zu betreuen, 
sei – entgegen den fehlerhaften Vorstellungen der Vorinstanz – lediglich beim 
Ehemann vorhanden. Die Präsenz eines Elternteils als Bezugsperson im Alltag 
der Kinder sei für sie in dieser delikaten Phase nach der Trennung sehr wichtig; 
eine intensive Fremdbetreuung sei hingegen nicht angezeigt (act. A.1, Rz. 53). 
Der Ehemann führt zudem an verschiedenen Stellen aus, lange Zeit den Hauptan-
teil der Kinderbetreuung übernommen zu haben und deren wesentliche Bezugs-
person gewesen zu sein (act. A.1, A.4, je passim).

2.7.2. Die Ehefrau entgegnet, es sei nicht richtig, den Vater pauschal als "Haupt-
betreuungs- und damit Hauptbezugsperson" zu betrachten. Der Vater habe sich 
zweifellos stark in der Kinderbetreuung eingebracht, die Mutter aber ebenso. Die 
Fremdbetreuung auf dem Bauernhof durch H._____ sei ideal, wie die beigelegte 
Standortbestimmung von H._____ belege (act. A.2, Rz. 45; act. C.1). Sie [die Mut-
ter] arbeite zu 50 %; mehr nicht. Die Praxisleitung habe sie nur inne, weil sie diese 
aufgrund des unerwarteten Versterbens eines Mitarztes ad interim habe überneh-
men müssen (act. A.2, Rz. 51, 54; act. C.3-4, C.6). Zudem müsste der Ehemann 
ab August 2023 ohnehin ebenfalls in einem 50 %-Pensum arbeiten, da dann das 
jüngste Kind im Kanton L._____ in den Kindergarten eintreten würde, womit er 
nicht mehr persönliche Betreuung leisten könnte als die Ehefrau (act. A.2, Rz. 48).

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2.7.3. Nach neuerer Auffassung von Lehre und Rechtsprechung sind Eigen- und 
Fremdbetreuung als gleichwertig zu gewichten; Eigenbetreuung ist nicht in jedem 
Fall einer Fremdbetreuung vorzuziehen (vgl. BGE 144 III 481 E. 4.6.3). Dass in 
casu besondere Bedürfnisse bestünden, welche eine persönliche Betreuung der 
Kinder notwendig erscheinen liessen, ist weder ersichtlich noch dargetan. Insbe-
sondere stellt die Trennung der Parteien an sich, so belastend sie für die Kinder 
(notorisch) sein mag, in casu keine derartige Besonderheit dar. Selbst wenn die 
Eltern ungefähr gleiche erzieherische Fähigkeiten haben, kann das Kriterium der 
zeitlichen Verfügbarkeit und damit die Möglichkeit der persönlichen Betreuung 
entsprechend hinter das Kriterium der Stabilität der örtlichen und familiären Ver-
hältnisse zurücktreten (vgl. BGer 5A_968/2016 v. 14.6.2017 E. 3.1 m.w.H.). Dies 
hat die Vorinstanz auch bereits im angefochtenen Entscheid festgehalten 
(act. B.1, E. 5.2.2, S. 15). Bereits vor diesem Hintergrund greift die Rüge des 
Ehemannes, wonach einzig bei ihm die Möglichkeit zur persönlichen Betreuung 
erfüllt seien, zu kurz. Es ist glaubhaft, zumal mittels Urkunden belegt, dass die 
Ehefrau zu 50 % arbeitet. Dass sie als Ärztin arbeitet und der Ehemann es sich 
"aufgrund seines abgeschlossenen Berufes leichter einrichten [könne] als die Ge-
suchstellerin, Betreuungsprozente von bis zu 100% zu übernehmen" (act. B.1, 
E. 5.2.2, S. 17) berücksichtigte die Vorinstanz im Rahmen ihrer Beurteilung bereits 
zugunsten des Vaters. Zu betonen gilt allerdings, dass die Ehefrau als Hausärztin 
arbeitet, mithin über Praxiszeiten verfügt. Die Ehefrau erscheint ferner in der Dop-
pelbelastung von Beruf und Kinderbetreuung erprobter, zumal sie sich – wie vor-
stehend ausgeführt – bereits während dem Zusammenleben verhältnismässig 
stärker in administrativer resp. organisatorischer Hinsicht engagiert hatte. Selbst 
wenn die Ehefrau aufgrund der Praxisleitung in einem Pensum über 50 % er-
werbstätig sein sollte, was sich aber gestützt auf die ins Recht gelegten Akten ge-
rade nicht erhärten lässt, gilt auf die eingangs erläuterte Rechtsprechung der 
Gleichwertigkeit von Eigen- und Fremdbetreuung verwiesen. Massgeblich kommt 
hinzu, dass dem Ehemann selbst gestützt auf das sog. Schulstufenmodell (vgl. 
BGE 144 III 481 E. 4.7.6) ohnehin ab Kindergarteneintritt des jüngsten Kindes zu-
gemutet werden kann, in einem 50 % Arbeitspensum erwerbstätig zu sein (so 
auch die Ehefrau und die Vorinstanz: act. A.2, Rz. 48 u. act. B.1, E. 5.2.2, S. 16). 
Im Kanton L._____, welcher ein Obligatorium für Kindergarten bei Vollendung des 
vierten Altersjahrs bis zum 31. Juli vorsieht (§ 1 Abs. 1 und § 37 Abs. 1 des Ge-
setzes über die Volksschule des Kantons L._____ [VG; 411.11]; 4. Geburtstag von 
E._____ als jüngstes Kind am 18. Juni 2023), wäre dies ab August 2023 der Fall. 
Wenig realistisch erscheinen ferner die Vorbringen des Ehemannes, wonach er 
trotz 50 %-Pensum nicht auf eine Fremdbetreuung angewiesen sein will (act. A.3, 
Rz. 18, 27; act. A.4, Rz. 17, 24). Weiterungen dazu erübrigen sich. Auf die Frage 

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der gemeinsam gelebten Betreuungsregelung, welche beide Parteien auch im Zu-
sammenhang der Möglichkeit zur persönlichen Betreuung einfliessen liessen, ist 
nachstehend im Zuge der Stabilität der Verhältnisse zurückzukommen (E. 2.8.3 in 
fine). In Bezug auf die Qualität der Fremdbetreuung der Kinder in G._____ muss 
die Standortbestimmung von H._____ betreffend die Kinderbetreuung auf dem 
Bauernhof (vgl. act. C.1) allerdings mit der notwendigen Zurückhaltung beurteilt 
werden, da sie in einem beruflichen Abhängigkeitsverhältnis zur Ehefrau steht 
(vgl. RG act. II.23; vgl. auch act. A.3, Rz. 23). Nichtsdestotrotz scheinen die Kinder 
Freude daran zu haben, Zeit auf einem Bauernhof verbringen zu können. Entspre-
chend hat sich C._____ auch in der Kindesanhörung geäussert (RG act. VIII.1, 
Antwort auf die Frage 2.6). Insofern sind die Betreuungsmöglichkeiten der Ehegat-
ten als gleichwertig einzustufen, womit sich kein Vorteil bei der Zuteilung der Ob-
hut für einen Elternteil ergibt.

2.8.1. Alsdann gilt es die Stabilität der Verhältnisse zu prüfen. Der Ehemann rügt, 
dass der Kontinuität der Lebensbedingungen im angefochtenen Entscheid nicht 
hinreichend Rechnung getragen worden sei. Die Kinder hätten in G._____ zwi-
schenzeitlich nur beschränkt Kontakt zu anderen Kindern geknüpft. C._____ habe 
sich auch entsprechend in der Kindesanhörung geäussert (act. A.1, Rz. 34). Fer-
ner habe eine Eingewöhnung im vorliegenden Fall noch nicht erfolgreich stattfin-
den können. Die Vertrautheit, Stabilität und Konstanz am Wohnort des Vaters 
vermögen die Abwesenheit der Mutter besser zu kompensieren als dies umge-
kehrt bei einer Obhutszuteilung an die Mutter der Fall wäre (ibid., Rz. 35). In Be-
zug auf die Stabilität der familiären Verhältnisse müsse das gesamte persönliche 
Beziehungsnetz berücksichtigt werden. Vor dem Umzug nach G._____ habe le-
diglich ein sehr sporadischer Kontakt zur Familie der Mutter bestanden (ibid., 
Rz. 36). Die Geschwister der Mutter seien sehr selten in F._____ zu Besuch ge-
wesen. Die Beziehung zur erweiterten Familie sei aufgrund eines Erbstreits ange-
spannt (act. A.3, Rz. 12).

2.8.2. Dagegen bringt die Ehefrau vor, dass es in Bezug auf die Stabilität der örtli-
chen Verhältnisse eine "Kontinuität der Lebensbedingungen" auch bei der Rück-
kehr der Kinder nach F._____ nicht geben würde, da die sie selbst nicht mehr dort 
leben werde und damit nicht die gleiche Situation wie vor dem Umzug gewährleis-
tet werden könnte (act. A.2, Rz. 40). Zudem verfüge der Ehemann in F._____ über 
kein funktionierendes Beziehungsnetz, das ihm bei der Betreuung der Kinder hel-
fen könnte (ibid., Rz. 16). Hingegen sei das Beziehungsnetz der Ehefrau in 
G._____ gross, zumal sie und die Kinder im selben Haus wie die Grosseltern 
wohnen (ibid., Rz. 18).

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2.8.3. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid betreffend die Stabilität 
der örtlichen Verhältnisse zu Recht im Grundsatz für F._____ und damit für die 
Zuteilung der Obhut an den Vater ausgesprochen (act. B.1, E. 5.2.3.a in fine, 
S. 18 f.) und dies in der Gesamtbeurteilung auch berücksichtigt (ibid., E. 5.2.7, 
S. 25). Die Vorinstanz ging betreffend die Stabilität der örtlichen Verhältnisse so-
mit entgegen der Ansicht des Ehemannes nicht zugunsten der Ehefrau davon aus, 
dass die Kinder derzeit auf ihr Veranlassen hin in G._____ leben. Inwiefern die 
Gewichtung des Kriteriums der Stabilität der örtlichen Verhältnisse unzureichend 
in die Gesamtbeurteilung eingeflossen wäre, ist nicht ersichtlich. Insofern zielen 
die entsprechenden Rügen des Ehemanns ins Leere. Es kann vollumfänglich auf 
die zutreffenden und ausgewogenen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wer-
den (act. B.1, E. 5.2.3a, S. 17 ff.; vgl. betreffend Integration der Kinder in G._____ 
auch nachstehend E. 2.11.3). Schliesslich gilt anzumerken, dass ein Kind in den 
ersten Lebensjahren eher personen- als umgebungsbezogen ist. Der bedeutends-
te Stabilitätsfaktor im Leben zumindest der beiden jüngeren Kinder, D._____ und 
E._____, ist daher nicht die Wohnung in F._____ – und schon gar nicht ein formel-
ler Wohnsitz als solcher –, sondern wohl ihre Betreuung durch beide Elternteile 
(vgl. KGer GR ZK1 19 212 v. 24.6.2020 E. 3.3.2). Was die Stabilität der familiären 
Verhältnisse anbelangt, gilt das Folgende festzuhalten: Selbst wenn gemäss den 
berufungsklägerischen Behauptungen lediglich ein sporadischer Kontakt zur Fami-
lie der Mutter bestanden haben sollte, als die Ehegatten und deren Kinder noch in 
F._____ wohnten, ist glaubhaft, dass die Mutter seit dem Umzug nach G._____ ihr 
familiäres Beziehungsnetz intensiv gepflegt hat. Dass dies nunmehr aufgrund der 
geographischen Nähe einfacher ist, liegt auf der Hand. Angesichts der Doppelbe-
lastung von Beruf und Kinderbetreuung, welche die Ehefrau bereits während dem 
Zusammenleben in F._____ hatte, vermöchte ein allfälliger weniger intensiver 
Kontakt während besagter Zeit denn auch nur äusserst wenig über die Qualität der 
Beziehung der Ehefrau zu ihrer Familie in I._____ aussagen. Wie erwähnt, leben 
ferner sechs der neun Paten der Kinder in I._____. Weiter macht bereits der Um-
stand, dass die Ehefrau sich entschieden hat nach G._____ und damit in die Nähe 
ihrer Familie und zudem noch in das Haus, in welchem auch ihre Eltern wohnen, 
zu ziehen, glaubhaft, dass intakte und stabile familiäre Verhältnisse bestehen (und 
auch zuvor bestanden hatten), auf welche die Mutter insbesondere in Bezug auf 
die Kinderbetreuung zurückgreifen kann. Entsprechend kann auch hier auf die 
Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. act. B.1, E. 5.2.3b, S. 19 ff.). 
Wie die Vorinstanz im Übrigen zutreffend festhält, hat sich das familiäre Umfeld in 
F._____ mit den Eltern des Ehemanns hingegen erschöpft (ibid.). Somit spricht die 
Stabilität der familiären Verhältnisse für die Zuteilung der Obhut an die Ehefrau. 
Was das von der Ehefrau bestrittene Vorbringen des Ehemanns, dass die Bezie-

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hung zur erweiterten Familie der Ehefrau aufgrund eines Erbstreits angespannt 
sei, anbelangt, kann auf eine eingehende Prüfung verzichtet werden, da sich die 
Stabilität der familiären Verhältnisse im angefochtenen Entscheid zu Recht primär 
auf den engeren Familienkreis bezieht. Die Auseinandersetzung der Vorinstanz 
mit den familiären Verhältnissen überzeugt im Übrigen auch insofern, als sie die 
Schilderungen der Grossmutter sowie der Tante mütterlicherseits mit Zurückhal-
tung gewürdigt hat und Anschuldigungen von Familienmitgliedern der Ehefrau ge-
genüber dem Ehemann einer kritischen Beurteilung unterzog und festgehalten hat, 
dass aufgrund dieser Behauptungen nicht glaubhaft gemacht werden könne, dass 
die Kinder dem Vater nicht in Obhut gegeben werden könnten (ibid.). Bereits dies 
spricht gegen die vom Ehemann gerügte "ergebnisorientierte Begründung" im an-
gefochtenen Entscheid (vgl. act. A.1, Rz. 54; dazu auch nachstehend E. 2.11.3).

Betreffend die Frage nach der Weiterführung der Betreuungsregelung im Kontext 
des Kriteriums der Stabilität der Verhältnisse anbelangt, trifft es zu, dass der Ehe-
mann sich mindestens von Januar 2020 bis September 2021 (maximal von No-
vember 2019 bis Mitte November 2021) der Betreuung der Kinder und der 
Führung des Haushaltes gewidmet hatte, während die Ehefrau zu 100 % arbeitete 
(vgl. bereits vorstehend E. 2.6.2, 2.7.3; act. B.1, E. 5.2.1, 5.2.2, S. 14, 17). Die 
Ehefrau wollte damals ihre Assistenzarztzeit und damit ihre Facharztausbildung 
abschliessen. Über den exakten Zeitraum sind sich die Parteien uneinig. Ange-
sichts der nur geringfügigen Abweichungen ist dieser Umstand aber letztlich nicht 
erheblich. Mit Ausnahme dieser Zeitspanne dominierte bei den Parteien nämlich 
klar ein Modell, bei welchem beide Elternteile in Teilzeit erwerbstätig waren (Ehe-
frau i.d.R. zu 60 oder 50 % und der Ehemann zu 60 oder 80 %; act. B.1, E. 5.2.2, 
S. 17; act. A.1-4, passim). Vor diesem Hintergrund erscheint denn auch betreffend 
die zuletzt gemeinsam gelebte Betreuungsregelung mit der Vorinstanz entschei-
dend, dass beide Parteien seit September 2021 bzw. Mitte November 2021 je 
(wieder) in einem 60 %-Pensum arbeiteten.

2.9.1. In Bezug auf das Kriterium des eindeutigen Wunsches der Kinder rügt der 
Ehemann, dass die Vorinstanz die Aussagen von C._____ im Rahmen der Kin-
desanhörung, dass er und seine beiden Brüder sich dazu entschieden hätten, 
beim Vater im L._____ zu leben und nicht bei der Mutter in G._____ (vgl. RG 
act. VIII.1, Antwort auf Frage 2.35), nicht korrekt interpretiert und damit dem 
Wunsch der Kinder (bzw. vorliegend des Kindes) ungenügend Rechnung getragen 
habe, indem sie annahm, dass C._____ einem akuten Loyalitätskonflikt ausge-
setzt und schlicht zu jung sei, um das Ausmass seiner Aussage verstehen zu kön-
nen (vgl. act. B.1, E. 5.2.4, S. 22). C._____ habe sich anlässlich der Kindesan-

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hörung klar dafür ausgesprochen, dass er nach F._____ zurückkehren und beim 
Vater im L._____ leben möchte (act. A.1, Rz. 30).

2.9.2. Dem widerspricht die Ehefrau. C._____ sei diesbezüglich nicht hinreichend 
urteilsfähig und er könne sich schlicht nicht vorstellen, wie es wäre, wenn er und 
seine Brüder beim Vater, aber ohne die Mutter in F._____ leben würden. Es könne 
aus der Kindesanhörung nicht geschlossen werden, dass die Brüder es vorziehen 
würden, ohne die Mutter beim Vater in F._____ zu leben und die Mutter nur jedes 
zweite Wochenende zu sehen (act. A.2, Rz. 37). So habe denn auch C._____ auf 
die Frage, wie es für ihn wäre, wenn er und seine beiden Brüder beim Vater im 
L._____ und die Mutter in G._____ wäre, geantwortet: "Ich weiss es nicht" (ibid., 
Rz. 38). 

2.9.3. Dem Protokoll der Kindesanhörung ist wörtlich zu entnehmen, dass 
C._____ mit dem Umzug nicht zufrieden ist und lieber in F._____ geblieben wäre 
(RG act. VIII.1, Antwort auf Frage 2.24). Er habe mit seinen Brüdern abgemacht, 
bei seinem Vater im L._____ und nicht bei seiner Mutter in G._____ zu leben (RG 
act. VIII.1, Antwort auf Frage 2.35). Dies legt zunächst den Schluss nahe, dass 
der Wunsch der Kinder (bzw. vorliegend des Kindes) dahingehend laute, dass sie 
eine Obhutszuteilung an den Vater wünschten, was dem Wortsinn nach auch zu-
trifft. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid jedoch zu Recht auf die 
höchstrichterliche Praxis verwiesen, welche einen gefestigten Entschluss verlangt 
(vgl. BGE 124 III 90 E. 3b). Mithin ist eine "klare" Aussage von C._____ beim Va-
ter leben zu wollen, wie der Vater berufungsweise vorbringt, entsprechend nicht 
genügend (vgl. act. A.1, Rz. 30). Die weiteren Antworten C._____ anlässlich der 
Kindesanhörung ziehen denn auch diese "klare" Aussage stark in Zweifel (vgl. RG 
act. VIII.1, Antworten auf Fragen 2.36 ff. ["Und wenn Du mit Deinen Brüdern in 
G._____ verbleibst, wie wäre das für Dich?" "Keine Ahnung." "Und wenn ihr drei 
Brüder bei Papi im L._____ seid und Mami in G._____, also das Mami nicht auch 
im L._____, wie wäre das für Dich?" "Ich weiss es nicht."]), womit ein eindeutiger 
und gefestigter Wunsch des Kindes nicht eruiert werden kann. In Fällen, wo sich 
die Eltern über die Kinderzuteilung uneins sind und die Frage des Kindes-
wunsches aktuell wird, dürfte regelmässig ein mehr oder weniger starker Loya-
litätskonflikt vorliegen. Würde dies per se gegen eine Berücksichtigung des Kin-
deswunsches sprechen, würde jede Kindesanhörung von vornherein obsolet (vgl. 
KGer GR ZK1 09 11 v. 25.1.2010 E. 4e). Es ist aber der Vorinstanz beizupflichten, 
wenn sie bei der Begründung des fehlenden eindeutigen Wunsches in den Aussa-
gen jüngerer Kinder wie C._____ für die Zuteilungsfrage nur einen beschränkten 
Beweiswert sieht (vgl. BGE 131 III 553 E. 1.2.2) und auf die Wankelmütigkeit jün-

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gerer Kinder verweist (vgl. BGE 122 III 401 E 3b). Eine Kindesanhörung stellt letz-
ten Endes eine Momentaufnahme dar und insbesondere in Anbetracht des doch 
recht jungen Alters C._____ – er war im Zeitpunkt der Anhörung 6 Jahre und 
11 Monate alt – kann vorliegend aufgrund einzelner Aussagen nicht auf einen ein-
deutigen und gefestigten Wunsch des Kindes geschlossen werden. Kommt mass-
geblich hinzu, dass die Anhörung lediglich sechs Wochen nach dem Umzug nach 
G._____ erfolgte. Am Rande ist schliesslich noch auf den Telefonanruf von 
C._____ nach der Anhörung einzugehen (RG act. VIII.3). Zwei Tage nach der 
Kindesanhörung rief C._____ den erstinstanzlichen Einzelrichter an und teilte ihm 
mit, er habe seine Meinung mit dem L._____ geändert, er wolle nicht mehr in den 
L._____. Auf entsprechende Nachfrage des Einzelrichters erwiderte C._____, 
aber auch nicht nach G._____; der Richter solle entscheiden (RG act. VIII.3). Der 
Einzelrichter führte das Gespräch im Beisein des Gerichtsschreibers, fertigte eine 
Aktennotiz an und stellte diese den Parteien zu, welche sich dazu noch schriftlich 
vernehmen liessen (vgl. RG act. VIII.3; RG act. I.6-7; RG act. V.14, V.16-17). Im 
angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz alsdann fest, dies alles bleibe un-
berücksichtigt, da die Urteilsberatung bereits begonnen habe (act. B.1, E. 2.1.2). 
Entgegen der Ansicht des Ehemannes lässt sich aus dem Telefonat von C._____ 
keine Beeinflussung der Mutter erhärten (vgl. RG act. I.6-7). Vielmehr bestätigt der 
Telefonanruf die bereits aufgrund der Kinderanhörung gewonnene Einschätzung, 
wonach C._____ sich nicht hinreichend in die Situation resp. ihre konkreten Aus-
wirkungen hineinversetzen konnte und keinen gefestigten, eindeutigen Wunsch im 
Sinne der Rechtsprechung hat. Ebenso bestärkt das Telefonat den Eindruck, dass 
sich C._____ in einem Loyalitätskonflikt befindet und sich (verständlicherweise) 
nicht für oder gegen einen Elternteil entscheiden kann und will. Abschliessend sei 
erwähnt, dass bei Anhörungen von Kindern, namentlich im jungen Alter von 
C._____ direkte Vergleichsfragen zu den Bezugspersonen grundsätzlich zu ver-
meiden sind, da diese das Kind in die schwierige Lage versetzen, sich mindestens 
indirekt gegen einen vertrauten und geliebten Menschen aussprechen zu müssen. 
Vor diesem Hintergrund ist denn auch auf eine erneute Anhörung von C._____ zu 
verzichten. Sie würde für C._____ eine unnötige Belastung bedeuten. Dergleichen 
beantragt denn auch keine der Parteien. D._____ und E._____ sind nach wie vor 
zu jung für eine Kinderanhörung.

2.9.4. Nach dem Gesagten schloss die Vorinstanz zutreffend, es könne nicht ge-
sagt werden, C._____ und seine Brüder würden eindeutig favorisieren, unter der 
Woche in F._____ zu leben und jedes zweite Wochenende von der Mutter betreut 
zu werden. Dass die Vorinstanz deswegen, wie der Ehemann moniert, die Vorin-
stanz würde Jakos Aussage keinerlei Bedeutung zu messen, trifft nicht zu. Im Ge-

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genteil nahm die Vorinstanz die Aussagen von C._____ sehr ernst und setzte sich 
in ihrem Entscheid damit sorgfältig auseinander. Auf die gegenseitigen Anschuldi-
gungen und Vorwürfe im Kontext von emotionalen Verabschiedungen anlässlich 
von Besuchswochenenden ist nicht weiter einzugehen; sie sind nicht zielführend 
(vgl. indes hierzu zutreffend die Vorinstanz act. B.1, E. 5.2.4 in fine, S. 23).

2.10.1. Schliesslich rügt der Vater die Darstellung im angefochtenen Entscheid, 
dass die Ehefrau Bereitschaft zeige, mit ihm in Kinderbelangen zusammenzuar-
beiten. Die Ehefrau zeige mit ihrem Verhalten, dass sie ihn nicht in grundlegende 
Entscheidungen der Kinder einzubeziehen gewillt sei. So habe sie den Vater der 
Kinder weder über die Fremdbetreuung der Kinder in G._____ noch über die Frei-
zeitbeschäftigung von C._____ orientiert. Zudem habe sie rechtswidrig gehandelt, 
indem sie die Kinder in F._____ ab-, in G._____ angemeldet und ebendort einge-
schult habe, ohne das Einverständnis des Ehemanns und Vaters (act. A.1, 
Rz. 43). Die Annahme im vorinstanzlichen Entscheid, dass die Mutter gewillt sei, 
die Beziehung zwischen dem Vater und den Kindern zuzulassen und zu fördern, 
habe sich nicht bewahrheitet. Er werde in Entscheidungen nicht miteinbezogen, 
erhalte kaum Informationen über schulische Ereignisse, könne kaum mit den Kin-
dern telefonieren und müsse stets flexibel sein, was die Besuchstage und -zeiten 
angehe (act. A.1, Rz. 44). Die Feststellungen der Vorinstanz seien deswegen feh-
lerhaft (ibid., Rz. 45). Der Vater hingegen bemühe sich seinerseits um Kontakt zur 
Mutter (vgl. act. B.5). So attestiere auch der gemeinsame Paartherapeut in seiner 
Therapiebestätigung und in seinem Gutachten vom 19. November 2022 (vgl. 
act. B.6), dass der Ehemann über eine gute Bindungstoleranz verfüge (ibid., 
Rz. 46).

2.10.2. Die Ehefrau bringt dagegen vor, dass sie bereit sei, mit dem Ehemann 
zum Wohle der Kinder zusammenzuarbeiten. Es habe sich kaum vermeiden las-
sen, dass es zu Beginn der Trennung zu Störungen in der Zusammenarbeit ge-
kommen sei. In letzter Zeit habe sie aber mehr Besuche der Kinder beim Vater 
ermöglicht, als diesem gerichtlich zuerkannt worden sei (act. A.2, Rz. 60). Ihre 
Bereitschaft zur Zusammenarbeit für die Zukunft stehe ausser Frage. Einem Ein-
bezug des Vaters in grundlegende Entscheidungen im Leben der Kinder stehe 
nichts im Weg. Es könne nicht behauptet werden, der Ehemann werde systema-
tisch übergangen (ibid., Rz. 61).

2.10.3. Die Eltern haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles zu unternehmen, 
was zur gedeihlichen Entwicklung des Kindes erforderlich ist. Insbesondere haben 
sie ein kooperatives Verhalten an den Tag zu legen und die zumutbaren Anstren-
gungen bei der gegenseitigen Kommunikation zu unternehmen, ohne die die elter-

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lichen Pflichten nicht in effektiver Weise und zum Vorteil des Kindes ausgeübt 
werden können. Damit einher geht die Pflicht, zum Wohl des Kindes eine gute Be-
ziehung zum jeweils andern Elternteil zu fördern (BGE 142 III 1 E. 3.4 m.H.; 
BGer 5A_637/2022 v. 9.2.2023 E. 3.2.4). Die Vorinstanz erwog, dass in Bezug auf 
die Bindungstoleranz, verstanden als Bereitschaft eines Elternteils mit dem jewei-
lig anderen in Kinderbelangen zusammenzuarbeiten und insbesondere die Bezie-
hung zum anderen Elternteil zuzulassen und aktiv zu fördern, es keinen eindeuti-
gen Vorteil für eine der Parteien gebe (act. B.1, E. 5.2.5, S. 23). Den vom Ehe-
mann eingereichten Noven (act. B.5 und B.6) sowie den Erwägungen der Vor-
instanz (act. B.1, E. 5.2.5, S. 23 f.) lässt sich entnehmen, dass er ohne Weiteres 
über die erforderliche Bindungstoleranz verfügt, was die Ehefrau auch nicht in Ab-
rede stellt (vgl. act. A.2, Rz. 60 f.). Hingegen ist dem Ehemann beizupflichten, 
dass er zumindest in der Vergangenheit über ein gewisses Informationsdefizit ver-
fügte, was zunächst für eine verminderte Bereitschaft der Ehefrau, mit ihm in Kin-
derbelangen zusammenzuarbeiten, sprechen mag. In diesem Zusammenhang 
erwähnt der Ehemann auch zu Recht den Umzug nach G._____, welchen die 
Ehefrau ohne sein Einverständnis veranlasst hat. Dabei gilt es allerdings den ge-
samten Zeithorizont seit der Trennung und dem Umzug nach G._____ zu berück-
sichtigen. Wie sich auch dem angefochtenen Entscheid (act. B.1, E. 5.2.5, S. 24) 
und den vom Ehemann zumindest nicht bestrittenen (vgl. act. A.3, Rz. 30) Vor-
bringen der Ehefrau (act. A.2, Rz. 60 f.) entnehmen lässt, hat sich die Kommunika-
tion seitens der Ehefrau und insbesondere ihr Kooperationswille seit der Trennung 
stetig verbessert. Im angefochtenen Entscheid hat die Vorinstanz die Ehefrau im 
Hinblick auf eine funktionierende Kommunikation explizit "zur Besserung gehalten" 
(act. B.1, E. 5.2.5, S. 24). Dieser Aufforderung scheint sie zumindest mehrheitlich 
nachgekommen zu sein. Hervorzuheben ist auch, dass sie dem Vater ein gross-
zügigeres Besuchsrecht zugesteht, als gerichtlich vorgesehen ist. Insofern ist bei 
der Ehefrau unter Berücksichtigung der Entwicklungen in letzter Zeit keine ver-
minderte Bindungstoleranz auszumachen, welche für die Zuteilung der Obhut an 
den Vater sprechen würde. Von der vorinstanzlichen Beurteilung abzuweichen 
sieht die erkennende Kammer daher keinen Anlass.

2.11.1. Zu prüfen bleibt die persönliche Bindung und echte Zuneigung, welche die 
Vorinstanz beiden Parteien zusprach (act. B.1, E. 5.2.6, S. 24 f.). Der Ehemann 
wehrt sich gegen die Darstellung der Vorinstanz, welche das rechtswidrige Vorge-
hen der Ehefrau mit dem Vorliegen echter Beweggründe rechtfertige. Ein derart 
gegenüber allen Familienmitgliedern rücksichtsloses Verhalten könne nur bei Vor-
liegen einer akuten Kindeswohlgefährdung gerechtfertigt werden, was vorliegend 
nicht der Fall sei. Die Ehefrau habe egoistisch gehandelt, da sie verhindern wollte, 

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dass die Kinder in F._____ wohnhaft blieben (act. A.1, Rz. 48). Die Ehefrau ver-
folge ihre eigenen Interessen. Sie habe die Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld 
entrissen, in einer neuen Umgebung untergebracht und einer fremden Person zur 
Betreuung anvertraut. Dieses Verhalten laufe dem Kindeswohl zuwider (ibid., 
Rz. 49). Die Ehefrau berücksichtige lediglich ihre eigenen Bedürfnisse, was sie mit 
ihrem eigenmächtigen Aus- und Umzug unter Mitnahme der Kinder bewiesen ha-
be (ibid., Rz. 52). In diesem Zusammenhang rügt der Ehemann auch, dass sich 
die Vorinstanz in ihrem Entscheid offensichtlich von den durch die Ehefrau 
rechtswidrig geschaffenen Fakten habe leiten lassen. Die Ehefrau habe rechtswid-
rig gehandelt, indem sie die Kinder eigenmächtig nach G._____ mitgenommen 
habe. Dass ein Gericht ein solches Verhalten schütze, sei nicht nachvollziehbar. 
Statt zunächst die einzelnen Kriterien der Obhutszuteilung zu prüfen, was eine 
korrekte Rechtsanwendung voraussetze, habe die Vorinstanz ihren Entscheid er-
gebnisorientiert begründet. Dies zeige sich anhand folgender Formulierung in Er-
wägung 5.2.7 des angefochtenen Entscheids: "Alles in allem kann nicht gesagt 
werden, mit dem vorläufigen Belassen der Kinder in G._____ werde ein Entscheid 
gefällt, der die für eine harmonische Entfaltung eines der drei Kinder in körperli-
cher, seelischer und geistiger Hinsicht notwendige Stabilität der Verhältnisse nicht 
gewährleistet." (act. A.1, Rz. 54).

2.11.2. Die Ehefrau wehrt sich gegen die Vorwürfe des Ehemanns und führt an, 
dass sie gute Gründe für den Umzug gehabt habe (act. A.2, Rz. 62). Es sei daran 
zu erinnern, dass es im vorliegenden Verfahren nicht um die Befindlichkeiten des 
Ehemanns und den Paarkonflikt gehe, sondern einzig und allein um das Wohl der 
Kinder. Dieses sei alleinige Richtschnur für die Zuteilung der Obhut (ibid., Rz. 63).

2.11.3. Um der Mutter die persönliche Bindung und echte Zuneigung zu ihren 
Kindern abzusprechen, sieht die erkennende Kammer keinen Anlass. Mit der Vor-
instanz vermochte die Ehefrau glaubhaft darzulegen, dass der Umzug nach 
G._____ nicht Ausdruck rein egoistischer Beweggründe der Mutter gewesen ist. 
Auf diese Erwägungen ist zu verweisen (act. B.1, E. 5.2.6, S. 25). Im Hinblick auf 
den entsprechenden Einwand des Vaters bleibt darauf hinzuweisen, dass es bei 
der vorliegend getroffenen Regelung nicht darum geht, die Mutter für ihr Verhalten 
zu schützen beziehungsweise zu belohnen, sondern darum, eine im Wohl der drei 
Kinder liegende Anordnung zu treffen. Im Übrigen sei erwähnt, dass die Nieder-
lassungs- und Bewegungsfreiheit beider Elternteile zu respektieren ist (BGE 142 
III 481 E. 2.5). Die Wahl des neuen Wohnorts der Ehefrau dürfte nota bene auf die 
Nähe zu ihrer Familie und nunmehr ihrem Arbeitsort in K._____ zurückzuführen 
sein. Insofern ist der Ehefrau beizupflichten, wenn sie bemerkt, dass für die Ob-

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hutszuteilung einzig das Kindswohl massgebend sei (act. A.2, Rz. 63). Hierzu 
kann auf die vorstehenden Erwägungen im Rahmen der Erziehungsfähigkeit be-
treffend Umzug nach G._____ verweisen werden. Zu ergänzen bzw. nochmals 
hervorzuheben gilt: G._____ war den Kindern nicht fremd, sie kannten nebst Ver-
wandten auch bereits andere Kinder. Die Mutter verfügt über ein funktionierendes 
Netzwerk in G._____. Ferner handelt sich um eine deutschsprachige Gemeinde. 
All dies ermöglicht(e) den Kindern eine gute Integration in G._____. Sowohl die 
Standortbestimmung von H._____ als auch das Attest der Primarlehrerin von 
C._____ bestätigen dies als zulässige Noven im Berufungsverfahren (act. C.1-2). 
Die Lehrerin äussert durchaus auch Kritik betreffend die schulischen Leistungen 
von C._____ (act. C.2), was die Glaubhaftigkeit und Transparenz des Attestes 
unterstreicht. Dass ein solcher Umzug für die Kinder allerdings nicht leicht war 
(wie sich auch aus der Kinderanhörung ergibt) und sie den Vater sowie ihr Umfeld 
in F._____ vermissen, insbesondere C._____ als ältestes Kind, liegt auf der Hand, 
vermag vorliegend die persönliche Bindung und persönliche Zuneigung der Mutter 
aber nicht in Frage zu stellen. 

Soweit der Ehemann schliesslich moniert, die Prüfung der Vorinstanz sei ergeb-
nisorientiert ausgefallen (insb. act. A.1, Rz. 54 sowie passim), so mögen Teile des 
Schlussfazits der Vorinstanz zugegebenermassen unglücklich formuliert erschei-
nen. Sie könnten suggerieren, der bereits erfolgte Umzug nach G._____ sei das 
ausschlaggebende Kriterium für die Vorinstanz gewesen und die Mutter würde 
daher nun für ihr "rechtswidriges" Verhalten belohnt. Diese Sicht eines Vaters ist 
grundsätzlich verständlich und nachvollziehbar. Allerdings übersieht er dabei, dass 
die Obhutszuteilung an die Ehefrau das Ergebnis einer sorgfältigen und eingehen-
den Prüfung aller hierfür einschlägigen Kriterien durch die Vorinstanz ist. Dass die 
Schlussfolgerung der Vorinstanz, "[d]ie geprüften Kriterien der Obhutszuteilung 
führen zu einem ziemlich ausgeglichenen Ergebnis", die Akzeptanz des Ent-
scheids der Obhutszuteilung an die Mutter für den Vater wohl umso schwieriger 
machen dürfte, ist wiederum verständlich und nachvollziehbar. Dies lässt sich vor-
liegend indes nicht ändern und ist hinzunehmen.

2.12. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vorinstanzlichen Erwägungen 
zu den massgeblichen Beurteilungskriterien überzeugen. Die Vorbringen des 
Ehemannes vermögen daran nichts zu ändern. Der vorinstanzliche Obhutsent-
scheid ist nicht zu beanstanden und zu bestätigen. Die Berufung des Vaters be-
treffend die Obhut ist abzuweisen. Der Ehefrau ist die alleinige Obhut über die drei 
Kinder zuzuteilen. Die vorinstanzliche Regelung seines persönlichen Verkehrs mit 
den Kindern beanstandet der Ehemann nicht. 

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3. Persönlicher Verkehr / Unterhalt / provisorische Zuteilung der Fahrzeuge

Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich auf die Anträge des Vaters betreffend per-
sönlichen Verkehr der Mutter mit den Kindern, Unterhalt sowie provisorische Zutei-
lung der Fahrzeuge einzugehen. Diese Anträge stellte der Vater einzig für den 
Fall, dass ihm die Obhut über die Kinder zugeteilt würde (act. A.1, Rz. 56 ff.). Die 
erkennende Kammer braucht sich hierzu nicht zu äussern.

4. Prozesskostenvorschuss / -beitrag

4.1. Der Ehemann beantragt in seiner Berufung, die Ehefrau sei zu verpflichten, 
ihm für das Berufungsverfahren einen Prozesskostenvorschuss in Höhe von 
CHF 7'000.00 zu bezahlen (act. A.1, Rechtsbegehren Ziff. 7). Zur Begründung 
führt er an, dass er über kein relevantes Bankguthaben verfüge und dass nach 
Deckung seines Bedarfs und Bezahlung der Unterhaltsbeiträge an seine Kinder 
von seinem monatlichen Netto-Einkommen in Höhe von rund CHF 4'404.80 (inkl. 
13. Monatslohn) nichts übrigbleibe, um die Kosten des vorliegenden Rechtsstreits 
zu decken (act. A.1, Rz. 71 ff.). Im Gegensatz zu ihm habe die Ehefrau im Zeit-
punkt der Einreichung des Eheschutzgesuchs ein monatliches Netto-Einkommen 
von rund CHF 7'300.00 (inkl. 13. Monatslohn) erzielt. Ihr sei monatlich ein Über-
schuss von rund CHF 3'630.00 verblieben. Ihre Leistungsfähigkeit habe sich seit-
her noch erhöht, da sie die Praxisleitung des medizinischen Zentrums in K._____ 
übernommen habe (ibid., Rz. 77 f.).

4.2. Der Ehemann ist aufgrund des Prozessausgangs kosten- und entschädi-
gungspflichtig (nachstehend E. 6.4). Sein Antrag auf Leistung eines Prozesskos-
tenvorschusses ist daher zu prüfen.

4.3. Die Ausführungen des Ehemanns zur Zulässigkeit seines Antrags zur Ver-
pflichtung der Gegenpartei zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses für das 
Berufungsverfahren als (zulässige) Klageänderung im Sinne von Art. 317 Abs. 2 
ZPO sind korrekt (act. A.1, Rz. 69 ff.; vgl. act. A.2, Rz. 88; ausführlich dazu KGer 
GR ZK1 20 121 v. 24.11.2021 E. 7 m.w.H.). 

4.4. Die Verpflichtung eines Ehegatten, dem anderen in Rechtsstreitigkeiten 
durch Leistung eines Prozesskostenvorschusses (provisio ad litem) beizustehen, 
ist Ausfluss der ehelichen Unterhaltspflicht nach Art. 163 ZGB und der ehelichen 
Beistandspflicht nach Art. 159 Abs. 3 ZGB (BGE 148 III 21 E. 3 mit Verweis auf 
BGE 146 III 203 E. 6.3; 142 III 36 E. 2.3). Sie geht der Pflicht des Staates zur Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege vor (Denise Weingart, provisio ad litem 
– Der Prozesskostenvorschuss für eherechtliche Verfahren, in: Markus/Hrubesch-

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Millauer/Rodriguez [Hrsg.], Zivilprozess und Vollstreckung national und internatio-
nal – Schnittstellen und Vergleiche, Festschrift für Jolanta Kren Kostkiewicz, 
Bern 2018, S. 677 ff.). Anspruch auf einen Prozesskostenvorschuss von seinem 
Ehegatten hat, wer selbst nicht über ausreichend Mittel für die Bezahlung der Kos-
ten des eherechtlichen Verfahrens verfügt, die Sache nicht aussichtslos erscheint, 
die Person auf die Kostenhilfe des Ehegatten angewiesen und dieser zur Leistung 
derselben im Stande ist. Es sind die für die Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege entwickelten Grundsätze betreffend Mittellosigkeit und fehlende 
Aussichtslosigkeit anzuwenden (Weingart, a.a.O., S. 682 ff. m.H.).

4.5. Vorliegend ist der Antrag abzuweisen, da die Ehefrau finanziell nicht in der 
Lage ist, zusätzlich zu ihren eigenen (erst- und zweitinstanzlichen) Prozesskosten 
dem Ehemann einen Beitrag an die seinigen zu bezahlen (vgl. act. A.2, Rz. 89 ff.; 
act. C.3-5; act. B.1, E. 11.3, S. 42). Dabei ist das Folgende zu berücksichtigen: 
Die Ehefrau erzielt ein ausgewiesenes, monatliches Nettoeinkommen von gerun-
det CHF 7'000.00 (inkl. 13. Monatslohn; act. C.3-5; vgl. auch act. B.1, E. 8.4.1) 
und weist einen monatlichen Bedarf von gerundet CHF 3'350.00 (Oktober und No-
vember 2022) bzw. CHF 3'700.00 (ab Dezember 2022) auf (Bedarf jeweils 
gemäss Unterhaltsberechnung der Vorinstanz zuzüglich zivilprozessualer Zu-
schlag von 20 % auf den Grundbetrag gemäss den analog anwendbaren URP-
Grundsätzen, zumal nicht einzusehen ist, weshalb dem ansprechenden Ehegatten 
dieser Zuschlag für die Beurteilung der Mittellosigkeit zu gewähren ist, während 
dem angesprochenen Ehegatte dergleichen für die Prüfung dessen Leistungs-
fähigkeit per se abzusprechen wäre; entsprechend ist denn auch sowohl dem an-
gesprochenen Ehegatten als auch dem ansprechenden auf der Vermögensseite 
jedenfalls ein Notgroschen zu belassen). Allerdings hatte sich die Ehefrau bis En-
de November 2022, und damit im Zeitpunkt der Stellung des Begehrens, mit ei-
nem Anteil am Barunterhalt der Kinder von insgesamt CHF 3'049.00 pro Monat zu 
beteiligen. Ab Dezember 2022 reduzierte sich dieser Anteil der Ehefrau zwar auf 
monatlich CHF 1'186.00 (siehe Unterhaltsberechnung der Vorinstanz). Hinzu 
kommt aber, dass die Ehefrau teilweise Gerichtskosten und (vollumfänglich) ihre 
eigenen Anwaltskosten vor der ersten Instanz zu bezahlen hat. Über Vermögen, 
welches die Ehefrau zur Bestreitung eines Prozesskostenvorschusses heranzie-
hen könnte und müsste, verfügt sie keines (vgl. RG act. III.2 [Steuerer-
klärung 2021]; RG act. I.5 i.V.m. RG act. II.; vgl. ferner act. A.1 u. B.19 
[ZK1 22 191; Bestätigung betr. keine Möglichkeit der Erhöhung der Hypothek der 
selbstbewohnten ehelichen Liegenschaft im L._____]). Dergleichen ist auch sei-
tens des Ehemannes nicht behauptet. Uneins sind sich die Parteien, wie die 
Nichtbezahlung von Unterhalt an die Kinder durch den Ehemann seit der Tren-

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nung im Rahmen seines Antrags um Leistung einen Prozesskostenvorschuss in 
casu zu bewerten ist (act. A.2, Rz. 89 f.; act. A.3, Rz. 35; act. A.4, Rz. 31). Weite-
rungen dazu können nach dem Gesagten unterbleiben. Es sei an dieser Stelle 
indes auf den betreffend Prozesskostenvorschüsse geltenden Effektivitätsgrund-
satz hingewiesen (vgl. Weingart, a.a.O., S. 685; analog zu den URP-
Grundsätzen). 

4.6. Demgegenüber ist (subsidiär) mit Verfügung vom heutigen Tag das Gesuch 
des Ehemannes um unentgeltliche Rechtspflege gutzuheissen (ZK1 22 191).

5. Fazit

Im Ergebnis ist die Berufung, samt Antrag des Ehemannes auf Leistung eines 
Prozesskostenvorschusses durch die Ehefrau, abzuweisen und der angefochtene 
Entscheid zu bestätigen.

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen

6.1. Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anlass, an den erstinstanzli-
chen Prozesskosten etwas zu ändern. Zu regeln verbleiben hingegen die Kosten 
des Berufungsverfahrens, welche gestützt auf den Gebührenrahmen für Beru-
fungsentscheide (Art. 9 Abs. 1 VGZ [BR 320.210]) auf CHF 2'500.00 festzusetzen 
sind. Nach Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, wozu sowohl die Ge-
richtskosten als auch die Parteientschädigungen zählen (Art. 95 Abs. 1 ZPO), der 
unterliegenden Partei auferlegt. In familienrechtlichen Verfahren kann das Gericht 
von diesen Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Prozesskosten nach Er-
messen verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Zu beachten ist indes, dass im 
Rechtsmittelverfahren den Gesichtspunkten des Obsiegens und Unterliegens ein 
grösseres Gewicht zukommt als noch im erstinstanzlichen Verfahren (Adrian Ur-
wyler/Myriam Grütter, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zi-
vilprozessordnung [ZPO] Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2016, N 5 zu Art. 107 ZPO 
m.w.H.). Der Ehemann unterliegt im Berufungsverfahren vollständig, weshalb er 
die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2'500.00 zu tragen hat. Für ein Abweichen 
von dieser Kostenverteilung besteht in casu kein Anlass.

6.2. Mit Verfügung der Vorsitzenden der erkennenden Kammer vom heutigen 
Tag ist das Gesuch des Ehemanns um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege für das Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht von Graubünden (ZK1 
22 191) gutzuheissen und Rechtsanwalt MLaw Ronny Pers als unentgeltlicher 
Rechtsvertreter einzusetzen. Daher gehen die ihm auferlegten Gerichtskosten in 
der Höhe von CHF 2'500.00 nach Massgabe von Art. 122 Abs. 1 lit. b ZPO zu Las-

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ten des Kantons Graubünden und sind aus der Gerichtskasse zu bezahlen. Vor-
behalten bleibt die Rückforderung durch den Kostenträger im Sinne von Art. 123 
ZPO. Infolge der beantragten unentgeltlichen Rechtspflege wurde vom Ehemann 
kein Kostenvorschuss erhoben. 

6.3. Beim vorliegenden Verfahrensausgang hat der Ehemann der Ehefrau ihre 
Parteikosten zu entschädigen, zumal die unentgeltliche Rechtspflege nicht von der 
Bezahlung einer Parteientschädigung an die Gegenpartei befreit (Art. 118 Abs. 3 
ZPO u. Art. 122 Abs. 1 lit. d ZPO). Rechtsanwalt Jean-Marc von Gunten reichte 
am 28. März 2023 seine Honorarnote für das Berufungsverfahren mit einem aus-
gewiesenen Aufwand von 30.5 Stunden zu einem Ansatz von CHF 300.00 pro 
Stunde zuzüglich 3% Barauslagen und 7.7% Mehrwertsteuer ein und macht damit 
eine Entschädigung von insgesamt CHF 10'150.20 geltend (act. G.4). Der Ehe-
mann hat die eingereichte Honorarnote nicht beanstandet (vgl. act. D.9).

Zunächst ist darauf aufmerksam zu machen, dass gemäss Art. 3 Abs. 1 HV 
(BR 310.250) ein Stundenansatz zwischen CHF 210.00 und CHF 270.00 als üb-
lich gilt, weshalb maximal CHF 270.00 pro Stunde zugesprochen wird, falls eine 
entsprechende Honorarvereinbarung vorliegt (Art. 96 ZPO i.V.m. Art. 2 Abs. 2 
Ziff. 1 HV). Da allerdings keine Honorarvereinbarung vorliegt – es wurde lediglich 
eine Kopie der Vollmacht eingereicht (vgl. act. G.2) – ist praxisgemäss von einem 
mittleren Stundenansatz von CHF 240.00 auszugehen. Unerheblich bleibt dabei, 
dass die ehemalige Rechtsanwältin der Ehefrau vor Regionalgericht eine Honora-
rvereinbarung über einen Stundenansatz von CHF 250.00 ins Recht gelegt hatte 
(RG act. VI.1). Der geltend gemachte Zeitaufwand erscheint angesichts der sich 
stellenden Rechts- und Sachverhaltsfragen sowie der eingereichten Rechtsschrif-
ten – insbesondere mit Blick auf die Bedeutung der Streitsache und die entspre-
chende Verantwortung des Rechtsanwaltes – gerade noch knapp angemessen. 
Unter Berücksichtigung des reduzierten Stundenansatzes von CHF 240.00 ist so-
mit die Parteientschädigung unter Berücksichtigung der Barauslagen (3%) und der 
Mehrwertsteuer (7.7%) auf CHF 8'120.15 festzusetzen.

6.4. Die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege entbindet den Ehemann 
(einstweilen) von den Kosten der eigenen Rechtsvertretung (Art. 118 Abs. 1 ZPO), 
welche vom Kanton angemessen zu entschädigen ist (Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO). 
Der Stundenansatz des unentgeltlichen Rechtsbeistands beträgt CHF 200.00 zu-
züglich notwendige Barauslagen und Mehrwertsteuer; es werden keine Zuschläge 
gewährt (Art. 5 HV). Rechtsanwalt MLaw Ronny Pers reichte am 14. März 2023 
seine Honorarnote für das Berufungsverfahren mit einem ausgewiesenen Auf-
wand von 47.88 Stunden zu einem Ansatz von CHF 200.00 pro Stunde zuzüglich 

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3% Barauslagen und 7.7% Mehrwertsteuer ein und macht damit eine Entschädi-
gung von insgesamt CHF 10'622.75 geltend (act. G.3). Dieser Aufwand ist zu ent-
schädigen, sofern er angemessen und für die Prozessführung erforderlich war 
(Art. 2 Abs. 2 Ziff. 2 HV). 

Der für das Berufungsverfahren betriebene Aufwand von 47.88 Stunden gilt (teil-
weise) als übersetzt und ist wie folgt zu kürzen:

In der Honorarnote macht der unentgeltliche Rechtsvertreter am 9. November 
2022 einen Aufwand von 1.5 Stunden für "Eingang und Sichtung begründeter Ent-
scheid / Fristen berechnen und eintragen / E-Mail Zustellung an Mandant mit Kur-
zerklärung" geltend, wovon rund eine Stunde auf die Sichtung des begründeten 
Entscheids fallen dürfte. Am 12. November 2022 macht er einen Aufwand von 
1.25 Stunden für "Studium Entscheid RG Plessur" geltend. Die Vorinstanz war 
nicht das Regionalgericht Plessur, sondern das Regionalgericht Prättigau/Davos, 
weswegen es diese Position zu streichen gilt, da nicht mit Sicherheit festgestellt 
werden kann, ob sie dieses Verfahren betrifft, zumal bereits mit dem in Rechnung 
gestellten Aufwand vom 9. November 2022 das Studium des Entscheids erfasst 
worden ist und die Vorinstanz entsprechend der erstinstanzlichen Honorarnote 
ebenfalls 1 Stunde als Reserve für Studium Entscheid und Nachbearbeitung ver-
gütet hatte (vgl. RG act. VI.4; act. B.1, E. 12.3.2). Ferner weist die Honorarnote 
insgesamt 2.33 Stunden für das Ausarbeiten und Fertigstellen des Gesuchs um 
unentgeltliche Rechtspflege aus. Bereits dieser Aufwand erscheint vergleichswei-
se hoch. Da das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Berufungsverfahren 
(act. A.1 im Verfahren ZK1 22 191) grossmehrheitlich dem Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege im vorinstanzlichen Verfahren (vgl. RG act. XI.1) entspricht, ist 
der Aufwand für das Ausarbeiten und Fertigstellen des besagten Gesuchs ermes-
sensweise auf 1 Stunden zu kürzen. In der Honorarnote macht Rechtsanwalt 
Ronny Pers am 15., 16., 17., 18., 19. sowie 21. November 2022 einen Aufwand 
von insgesamt 24.17 Stunden für das Ausarbeiten und das Fertigstellen der Beru-
fungsschrift geltend, wobei teilweise davon auch noch E-Mailkorrespondenzen mit 
dem Ehemann erfasst sind, deren Aufwand nicht in separaten Positionen aufge-
führt worden ist. Die Berufungsschrift umfasst 22 Seiten, wovon allerdings deren 
zwei auf das Titelblatt, die Unterschrift und das Beweismittelverzeichnis (Voll-
macht, Urkunden, Editionen) entfallen. Insgesamt umfasst die Berufungsschrift 
daher 20 Seiten Text. Der geltend gemachte Aufwand von 24.17 Stunden er-
scheint daher übersetzt und gilt es ermessensweise auf 20 Stunden zu kürzen. 
Für die Stellungnahme zur Berufungsantwort macht der Rechtsvertreter am 16., 
27., 28., 29. und 30. Dezember 2022 einen Aufwand von insgesamt 11 Stunden 

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geltend, wobei auch dabei E-Mailkorrespondenzen mit dem Ehemann erfasst sind, 
deren Aufwand nicht in separaten Positionen aufgeführt worden ist. Die Stellung-
nahme umfasst neun Seiten, wovon allerdings wiederum deren zwei auf das Titel-
blatt, die Unterschrift und das Beweismittelverzeichnis (Vollmacht, Urkunden, Edi-
tionen) entfallen. Insgesamt umfasst die Stellungnahme daher sieben Seiten Text. 
Der geltend gemachte Aufwand von 11 Stunden ist daher deutlich übersetzt und 
gilt es ermessensweise auf 7 Stunden zu kürzen. Aus den dargelegten Gründen 
ist das Honorar um insgesamt 10.75 Stunden zu kürzen, womit ein zu entschädi-
gender Aufwand von 37.13 Stunden verbleibt. Dies entspricht bei einem Ansatz 
von CHF 200.00 pro Stunde zuzüglich 3% Barauslagen und 7.7% Mehrwertsteuer 
einer Entschädigung von insgesamt CHF 8'237.75. Diese Entschädigung ist aus 
der Gerichtskasse zu bezahlen. Vorbehalten bleibt die Rückforderung durch den 
Kostenträger im Sinne von Art. 123 ZPO.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung von A._____, samt Antrag auf Leistung eines Prozesskosten-
vorschusses durch B._____, wird abgewiesen und der Entscheid des Ein-
zelrichters am Regionalgericht Prättigau/Davos vom 28. September 2022 
wird bestätigt.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens in Höhe von CHF 2'500.00 werden 
A._____ auferlegt.

3. A._____ wird verpflichtet, B._____ für das Berufungsverfahren eine Partei-
entschädigung von CHF 8'120.15 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu leisten.

4. Die A._____ auferlegten Gerichtskosten von CHF 2'500.00 und die Kosten 
seines Rechtsvertreters, Rechtsanwalt MLaw Ronny Pers, in Höhe von 
CHF 8'237.75 (inkl. Barauslagen und MwSt.) gehen aufgrund der ihm mit 
Verfügung vom 15. Juni 2023 (ZK1 22 191) gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege unter Vorbehalt der Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO zu 
Lasten des Kantons Graubünden und werden aus der Gerichtskasse be-
zahlt.

5. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

6. Mitteilung an: