# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51b1bc1d-8f2f-514c-b426-67cd17418b26
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 19.01.2018 ZK2 2014 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2014-2_2018-01-19.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 19. Januar 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 14 2          24. Januar 2018

Urteil
II. Zivilkammer

Vorsitz Hubert
Richter Brunner und Pedrotti
Aktuarin ad hoc Riesen-Ryser

In der zivilrechtlichen Berufung

der X ._____ , Klägerin und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. 
iur. Christoph Suenderhauf, Gäuggelistrasse 29, Postfach, 7001 Chur,

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Plessur vom 4. Juni 2013, mitgeteilt am 6. De-
zember 2013, in Sachen der Klägerin und Berufungsklägerin gegen die 
Y ._____ , bestehend aus der Y .1_____ , Beklagte und Berufungsbeklagte, und 
dipl. Bauing. ETH/SIA Y.2_____, Beklagter und Berufungsbeklagter, alle vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel, Kornplatz 2, Postfach 21, 7001 
Chur,

betreffend Forderung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Die X._____ und die Y._____ schlossen am 2./9. August 2004 einen Gene-
ralunternehmervertrag über den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit 
Einstellhalle am G._____ in O.1_____ ab. In der Folge kam es zwischen den Par-
teien zu Streitigkeiten bezüglich eines Teils der von der X._____ geltend gemach-
ten Werklohnforderung.

B. Am 31. Mai 2007 meldete die X._____ beim Kreisamt Chur eine Klage ge-
gen die „Y._____ zur Vermittlung an. Anlässlich der Sühneverhandlung vom 27. 
Juni 2007 konnte zwischen den Parteien keine Einigung erzielt werden, woraufhin 
der Kreispräsident Chur am 4. März 2008 den Leitschein mit folgendem Rechts-
begehren ausstellte:

„Klägerisches Rechtsbegehren:

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin Fr. 1.6 Mio. zuzüglich 8 
¾ % Verzugszinsen seit 21.10.2006 zu bezahlen.

2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6 % MWSt. zu Lasten der Be-
klagten.“

C. Am 7. April 2008 prosequierte die X._____ ihre Klage an das Bezirksgericht 
Plessur, wobei sie den eingeklagten Betrag auf Fr. 1‘482‘756.10 zuzüglich 8 ¾ % 
Verzugszinsen seit dem 21.Oktober 2006 reduzierte.

Die „Y._____ beantragte in ihrer Prozessantwort vom 5. Juni 2008 die kostenfälli-
ge vollumfängliche Abweisung der Klage. 

D. Am 8. August 2008 informierten die Parteien den Vorsitzenden des Be-
zirksgerichts Plessur, dass sie übereingekommen seien, A._____ als privaten Ex-
perten einzusetzen. Das Verfahren wurde in der Folge auf Antrag der Parteien für 
Einigungsverhandlungen – unter mehrmaliger Verlängerung – bis zum 30. Sep-
tember 2009 sistiert. Am 29. September 2009 ersuchte die X._____ den Vorsit-
zenden des Bezirksgerichts Plessur, das Verfahren mangels Einigung der Partei-
en fortzusetzen. In der Folge reichte die X._____ am 23. November 2009 ihre Re-
plik und die „Y._____ am 3. Februar 2010 ihre Duplik ein. Beide Parteien hielten 
an ihren Rechtsbegehren fest. 

E. Mit Verfügung vom 30. April 2010 erteilte der Bezirksgerichtspräsident 
Plessur B._____ den Auftrag zur Erstellung einer Expertise betreffend die angefal-
lenen Mehrarbeiten und –kosten. Am 7. September 2010 erfolgte die Zustellung 
der Experteninstruktionen der beiden Parteien an den Experten. Der Expertenbe-

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richt datiert vom 31. Juli 2012 und ging am 6. August 2012 beim Bezirksgericht 
Plessur ein. Mit Schreiben vom 27. September 2012 nahmen die X._____ und am 
8. Oktober 2012 die „Y._____ schriftlich zum Expertenbericht Stellung.

F. Mit Beweisverfügung vom 15. März 2011 erklärte der Bezirksgerichtsvize-
präsident Plessur die mit den Rechtsschriften eingereichten Urkunden als rele-
vant. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass eine Expertise bereits angeordnet wor-
den sei. Die beantragten Zeugen liess er nur teilweise zu. Er setzte den Parteien 
zudem Frist, um die Wohnsitzadressen der als relevant erklärten Zeugen beizu-
bringen, sofern dies nicht bereits geschehen sei, andernfalls die Zeugen ersatzlos 
aus der Beweisverfügung gestrichen würden. Die Beweisverfügung blieb unange-
fochten. Mit Schreiben vom 22. März 2011 gab die „Y._____ die Wohnsitzadres-
sen ihrer Zeugen bekannt, soweit sich diese nicht bereits in den Rechtsschriften 
fanden. Die X._____ liess sich innert Frist nicht vernehmen, worauf ihre Zeugen, 
deren Wohnsitzadressen nicht schon in den Rechtsschriften bekanntgegeben 
worden waren, bis auf eine Ausnahme nicht einvernommen wurden. Mit Bezug auf 
die Ausnahme hatte die X._____ die Privatadresse nach Ablauf der Frist einge-
reicht und geltend gemacht, sie sei davon ausgegangen, dass sie die Adresse 
bereits bekannt gegeben habe.

G. Mit Verfügung vom 21. April 2011 wies der Bezirksgerichtspräsident Plessur 
die von der X._____ vorgenommene schriftliche Beantwortung von Ergänzungs-
fragen des Experten, welche nach Ansicht des Experten den Zeugen A._____ und 
F._____ anlässlich ihrer Einvernahmen gestellt werden sollten, aus dem Recht, da 
es sich dabei um eine Ergänzung der Parteivorbringen ausserhalb der Rechts-
schriften handle, was unzulässig sei. Die Verfügung blieb unangefochten. Die wei-
teren von den Parteien im Verlaufe des Verfahrens eingereichten Urkunden wur-
den ins Recht genommen.

H. Am 5. Dezember 2012 erläuterte der vom Gericht eingesetzte Experte 
B._____ dem Bezirksgerichtspräsidenten Plessur als Vorsitzendem sowie der dem 
Fall zugeteilten Aktuarin des Bezirksgerichts Plessur einzelne Positionen seiner 
Expertise. Am 1. Februar 2013 fand zur Erörterung offener Fragen ein Augen-
schein beim Wohn- und Geschäftshaus „G._____“ in O.1_____ statt, an welchem 
der Bezirksgerichtspräsident Plessur, die dem Fall zugeteilte Aktuarin des Be-
zirksgerichts Plessur sowie beide Parteien mit ihren Rechtsvertretern teilnahmen.

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I. Am 4. Juni 2013 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur 
statt, welches mit Entscheid vom gleichen Tag, mitgeteilt am 6. Dezember 2013, 
wie folgt erkannte:

„1. Die Y._____ wird verpflichtet, der X._____ CHF 216‘629.70 zuzüglich 
8.75 % Zins seit dem 21. Oktober 2006 zu bezahlen.

2. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. 

3.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 96‘297.45 (Entscheidgebühr 
CHF 30‘000.00, Streitwertzuschlag CHF 26‘000.00, Schreibgebühren 
CHF 1‘701.00, Barauslagen CHF 1‘576.55, Zeugengeld CHF 720.00. 
Gutachten CHF 36‘299.90) gehen zu 4/5 zu Lasten der X._____ und 
zu 1/5 zu Lasten der Y._____ und werden mit den geleisteten Vor-
schüssen verrechnet. Der X._____ werden CHF 18‘962.00 und der 
Y._____ CHF 76‘740.55 durch das Gericht zurückerstattet, sobald der 
vorliegende Entscheid vollstreckbar geworden ist.

b) Die X._____ hat die Y._____ mit CHF 83‘060.70 (inkl. Barauslagen 
und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

4. (Rechtsmittelbelehrung.)

5. (Mitteilung.)“

J. Gegen diesen Entscheid führt die X._____ mit Eingabe vom 16. Januar 
2014 Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden. Sie beantragt:

„A Rechtsbegehren

1. Das Urteil des Bezirksgerichtes vom 4. Juni 2013, mitgeteilt am 6. De-
zember 2013 sei aufzuheben, soweit die Klage abgewiesen wurde.

2. Zusätzlich zur Gutheissung der Klage im Umfang von Fr. 216‘629.70, 
nebst 8 ¾ % Zins seit dem 21. Oktober 2006, sei die Beklagte zu ver-
pflichten, Fr. 658‘460.30 nebst 8 ¾% Zins, seit dem 21.10.2006 zu be-
zahlen, somit insgesamt Fr. 875‘090.00 nebst 8 ¾ % Zins seit dem 
21.10.2006

3. Unter Kosten und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

B Beweisergänzung

I. Anträge

1. Einvernahme des Zeugen C._____, O.2_____.

2. Es sei eine Oberexpertise anzuordnen und zwar insbesondere für fol-
gende Positionen:

- Pos. 9b: Notspriessungen
- Pos. 14e: Verbindungsgang D._____, insbesondere Baustellenin-

stallation
- Pos. 15: Keramikfassade, bzw. AWD Fassade
- Pos. 26: Umgebungsarbeiten

3. Gemäss prozessualer Kostenfolge.“

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Mit Berufungsantwort vom 20. Februar 2014 beantragt die „Y._____ die kostenfäl-
lige Abweisung sowohl der beiden Beweisanträge als auch der Berufung als sol-
cher.

K. Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen in 
den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.

II. Erwägungen

1. a) Die Berufungsklägerin hat ihre Klage am 31. Mai 2007 zur Vermittlung 
angemeldet. Damit hat sie die Streitsache vor Inkrafttreten der Schweizerischen 
Zivilprozessordnung am 1. Januar 2011 anhängig gemacht (vgl. zur Rechtshän-
gigkeit: Art. 62 Abs. 1 ZPO-CH [im Folgenden ZPO]; Art. 50 Abs. 1 ZPO-GR). Ge-
stützt auf Art. 404 Abs. 1 ZPO hat die Vorinstanz auf das vor ihr durchgeführte 
Verfahren deshalb das bündnerische Zivilprozessrecht angewandt. Nachdem der 
vorinstanzliche Entscheid am 4. Juni 2013 und damit nach Inkrafttreten der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung ergangen ist, unterliegt das vorliegende 
Rechtsmittelverfahren gemäss Art. 405 Abs. 1 ZPO nun aber dem neuen Recht. 
Das Berufungsverfahren ist damit gemäss Schweizerischer Zivilprozessordnung 
zu führen. Für die Zulässigkeit, die Legitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Berufung sind daher die Bestimmungen der Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung massgebend. Bei der Überprüfung des vorinstanzli-
chen Entscheids ist jedoch zu berücksichtigen, dass das erstinstanzliche Verfah-
ren nach bündnerischem Zivilprozessrecht zu führen war und es daher die in der 
bündnerischen Zivilprozessordnung verankerten Prozessmaximen erfüllen muss-
te.

b) Beim angefochtenen Entscheid, welcher offensichtlich eine vermögens-
rechtliche Angelegenheit mit einem Streitwert über Fr. 10‘000.-- zum Gegenstand 
hat, handelt es sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid, welcher mit Beru-
fung angefochten werden kann (vgl. Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Die Zuständigkeit 
des Kantonsgerichts von Graubünden ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 des Ein-
führungsgesetzes zur Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100). Gemäss Art. 
311 ZPO ist die Berufung unter Beilage des angefochtenen Entscheids innert 30 
Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids beziehungsweise seit der 
nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet ein-
zureichen. Der angefochtene Entscheid des Bezirksgerichts Plessur vom 4. Juni 
2013 wurde den Parteien am 6. Dezember 2013 begründet mitgeteilt. Die Beru-

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fung der Berufungsklägerin erfolgte mit Eingabe vom 16. Januar 2014 (Poststem-
pel 17. Januar 2014) unter Berücksichtigung des Stillstands der Berufungsfrist 
vom 18. Dezember 2013 bis und mit dem 2. Januar 2014 (vgl. Art. 145 Abs. 1 lit. c 
ZPO) fristgerecht. Da die Rechtsschrift zudem den übrigen Formerfordernissen 
entspricht, ist auf die Berufung grundsätzlich einzutreten. 

2. In ihrer Berufungsantwort verweisen die Berufungsbeklagten an mehreren 
Stellen zur Begründung auf ihre Ausführungen vor der ersten Instanz, ohne diese 
Ausführungen jedoch zu wiederholen. Allgemein haben sie erklärt, es gelte der 
Prozessgrundsatz, dass die Rechtsmittelinstanz bei vollkommenen Rechtsmitteln 
von allen Parteierklärungen Kenntnis zu nehmen habe, seien diese vor der ersten 
Instanz oder im Rechtsmittelverfahren aufgestellt worden. Das heisse, dass bei 
vollkommenen Rechtmitteln die in erster Instanz aufgestellten Tatsachenbehaup-
tungen und Beweisanträge im Rechtsmittelverfahren nicht im Einzelnen wiederholt 
zu werden bräuchten. Bei der Berufung handle es sich um ein vollkommenes 
Rechtsmittel, weshalb sie auf ihre bisherigen Ausführungen und Beweisofferten in 
ihren Rechtsschriften vor Bezirksgericht Plessur verweisen und daran festhalten 
würden.

Die Berufungsbeklagten stützen ihre Meinung auf das Urteil des Bundesgerichts 
5A_75/2007 vom 25. Mai 2007 E. 4.1. In jenem Entscheid hat das Bundesgericht 
ausgeführt, da es sich beim Rekurs nach luzernischem Zivilprozessrecht um ein 
vollkommenes Rechtmittel handle, erscheine es nicht willkürlich, in erster Instanz 
aufgestellte Tatsachenbehauptungen zu berücksichtigen, obwohl diese in der Re-
kursvernehmlassung nicht eigens wiederholt worden seien. In seinem Urteil 
5A_370/2011 vom 5. September 2011 E. 3.3 hat das Bundesgericht präzisierend 
festgehalten, der von der einen Partei behauptete prozessuale Grundsatz, wonach 
die Rechtsmittelinstanz bei einem vollkommenen Rechtsmittel von allen (das heis-
se, sowohl erst- wie auch zweitinstanzlich vorgetragenen) Parteierklärungen 
Kenntnis nehmen müsse, lasse sich aus dem (bereits genannten) Bundesge-
richtsurteil vom 25. Mai 2007 nicht ableiten. Betrachte das Bundesgericht eine be-
stimmte Praxis als nicht willkürlich, lasse sich daraus nicht notwendigerweise 
durch Umkehrschluss ableiten, die gegenteilige Praxis sei willkürlich. Dies folge 
aus dem Begriff der Willkür, der nicht einfach gleichbedeutend mit Unrichtigkeit 
sei, sondern in einer qualifizierten Unrichtigkeit bestehe. In seinem Urteil 
5D_148/2013 vom 10. Januar 2014 E. 5.1 f. schliesslich hat das Bundesgericht 
erklärt, vor Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung sei für die Be-
antwortung der Frage, ob die Rechtmittelinstanz die vor erster Instanz aufgestell-
ten Tatsachenbehauptungen und Beweisantretungen von Amtes wegen berück-

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sichtigen müsse oder ob die entsprechenden Vorbringen von den Parteien im 
Rechtsmittelverfahren wiederholt werden müssten, insbesondere entscheidend 
gewesen, welche Anforderungen das kantonale Recht an die Begründung von 
Eingaben im Rechtsmittelverfahren gestellt habe. Gemäss Art. 311 Abs. 1 der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung sei die Berufung schriftlich und begründet 
einzureichen. Begründen im Sinne von Art. 311 Abs. 1 ZPO bedeute aufzeigen, 
inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet werde. Dieser Anfor-
derung genüge der Berufungskläger nicht, wenn er lediglich auf die vor erster In-
stanz vorgetragenen Vorbringen verweise, sich mit Hinweisen auf frühere Pro-
zesshandlungen zufrieden gebe oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner 
Weise kritisiere. Die Anforderungen an die Berufungsbegründung gälten sinn-
gemäss auch für den Inhalt der Berufungsantwort (vgl. zu Letzterem auch die Ur-
teile des Bundesgerichts 5A_660/2014 vom 17. Juni 2015 E. 4.2 und 
5A_438/2012 vom 27. August 2012 E. 2.4). Damit steht fest, dass es entgegen der 
Meinung der Berufungsbeklagten nicht genügt, wenn in einer Rechtsschrift im Be-
rufungsverfahren auf im erstinstanzlichen Verfahren vorgetragene Vorbringen 
verwiesen wird, ohne diese Vorbringen in der Rechtsschrift selbst zu wiederholen. 
Es ist der Rechtsmittelinstanz nicht zuzumuten, die Argumentationen der jeweili-
gen Partei im Sinne eines Puzzles in verschiedenen anderen Schriftstücken zu-
sammenzusuchen und an deren Stelle zusammenzutragen beziehungsweise das-
jenige davon, das für die Argumentation an den entsprechenden Orten gerade als 
passend erscheinen könnte. Das ist Sache der Parteien. Die berufungsbeklagte 
Partei hat folglich in der Berufungsantwort selbst aufzuzeigen, aus welchen Grün-
den der Berufung nicht gefolgt werden kann; die Argumentationsketten müssen 
sich dabei aus der Rechtsschrift selbst ergeben. Soweit die Berufungsbeklagten 
ihre Ausführungen, Argumente, Rügen und Beweisofferten, die sie vor der ersten 
Instanz vorgetragen haben, in ihre Berufungsantwort aufnehmen wollen, ohne sie 
jedoch zu wiederholen, genügt ihre Berufungsantwort somit den Begründungsan-
forderungen im Berufungsverfahren nicht. Die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts 
hat sich nur mit Ausführungen, Argumenten, Rügen und Beweisofferten zu befas-
sen, die sich in der Berufungsantwort selbst finden.

Dasselbe gilt für die Berufung, soweit die Berufungsklägerin darin lediglich auf ei-
gene Vorbringen vor der ersten Instanz verweist, ohne ihre Argumente in der Be-
rufungsschrift selbst zu wiederholen. Damit genügt die Berufungsklägerin ihrer 
Begründungspflicht nicht. Die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts tritt auf die Be-
rufung mangels Begründung nicht ein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_82/2013 
vom 18. März 2013 E. 3.2), soweit die Berufungsklägerin es bei einem Hinweis auf 

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ihre Vorbringen vor der Vorinstanz belässt, ohne die Ausführungen, Argumente 
und Rügen in der Berufungsschrift zu wiederholen.

Zur Begründungspflicht sei zur Verdeutlichung noch Folgendes festgehalten: Im 
Rechtsmittelverfahren geht es um die Überprüfung des vom Erstgericht getroffe-
nen Entscheids aufgrund von erhobenen Beanstandungen und nicht darum, dass 
die Rechtsmittelinstanz von Grund auf eine eigene Prüfung sich stellender Rechts-
fragen vornimmt, als wäre dem Rechtsmittelverfahren noch keine gerichtliche Be-
urteilung vorangegangen (Urteil des Bundesgerichts 4A_651/2012 vom 7. Februar 
2013 E. 4.3). Das Berufungsgericht wendet zwar das Recht von Amtes wegen an 
(Art. 57 ZPO); dabei behandelt es aber grundsätzlich nur die geltend gemachten 
Rügen, sofern die rechtlichen Mängel nicht geradezu offensichtlich sind (Urteil des 
Bundesgerichts 4A_290/2014 vom 1. September 2014 E. 5). Ohne entsprechende 
begründete Rügen ist die Rechtsmittelinstanz nicht gehalten, die erhobenen Be-
weismittel von sich aus neu zu würdigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015 E. 2.5). Und schliesslich muss die Begrün-
dung hinreichend genau und eindeutig sein, um von der Rechtsmittelinstanz 
mühelos verstanden werden zu können (Urteil des Bundesgerichts 5D_148/2013 
vom 10. Januar 2014 E. 5.2.1; BGE 138 III 374 E. 4.3.1; zum Ganzen vergleiche 
auch Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Thomas Sutter-Somm/Franz Hasenböh-
ler/Chris-toph Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
[ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 36 zu Art. 311 ZPO). Soweit die Parteien es also 
unterlassen, in ihren Rechtsschriften substantiierte Rügen zu erheben bezie-
hungsweise erhobene Rügen ausreichend zu substantiieren, fehlt es an der not-
wendigen Begründung und die Rechtsmittelinstanz ist nicht verpflichtet, das vorin-
stanzliche Urteil insoweit zu überprüfen.

3. a) Die Berufungsklägerin hat vor der Vorinstanz eine Forderung in Höhe 
von Fr. 1‘482‘756.10 zuzüglich 8 ¾ % Zins seit dem 21. Oktober 2006 geltend 
gemacht. Zugesprochen worden sind ihr von der Vorinstanz Fr. 216‘629.70 zuzüg-
lich 8 ¾ % Zins seit dem 21. Oktober 2006. Im darüber hinausgehenden Betrag ist 
die Klage im erstinstanzlichen Verfahren abgewiesen worden. Vorliegend verlangt 
die Berufungsklägerin, dass ihre Klage neben dem von der Vorinstanz bereits zu-
gesprochenen Betrag noch für weitere Fr. 658‘460.30 nebst Zins zu 8 ¾ % seit 
dem 21. Oktober 2006 gutgeheissen wird. Sie verlangt somit insgesamt die Zu-
sprechung einer Forderung in Höhe von Fr. 875‘090.-- nebst 8 ¾ % Zins seit dem 
21. Oktober 2006. Die Abweisung der Klage im darüber hinausgehenden Betrag 
ist mithin unangefochten geblieben und damit rechtskräftig geworden (Art. 315 
Abs. 1 ZPO).

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Die Berufungsklägerin hat vor der Vorinstanz eine Forderung aus Werklohn einge-
klagt, die aus mehreren Teilforderungen zusammengesetzt ist. Streitig sind in vor-
liegendem Verfahren gemäss Berufungsbegründung nur noch die Teilbeträge, die 
auf den Positionen 9 (bezüglich Notspriessungen), 14d, 14e (bezüglich Baustel-
leneinrichtung), 15, 23, 26, 35, 36 (bezüglich Niedervoltlampen), 37, 38 (bezüglich 
Minderkosten Lüftung Laden Süd) und 53 beruhen, sowie die von der Vorinstanz 
akzeptierten Minderkosten für die fehlende Lüftung im Bürogeschoss. In den übri-
gen Positionen hat die Berufungsklägerin in ihrer Berufung die von der Vorinstanz 
zugesprochenen Beträge ausdrücklich anerkannt. 

b) Die Berufungsbeklagten haben weder Berufung noch Anschlussberufung 
erhoben. In der Berufungsantwort führen sie an mehreren Stellen aus, dass sie 
sich trotz teilweise abweichender rechtlicher Beurteilung mit dem vorinstanzlichen 
Urteil abgefunden haben und es akzeptieren. Die von der Vorinstanz der Beru-
fungsklägerin zugesprochene Forderung wird daher von den Berufungsbeklagten 
in ihrer Höhe anerkannt. Der Berufungsklägerin darf folglich von vornherein nicht 
weniger zugesprochen werden, als sie von der Vorinstanz bereits erhalten hat.

4. Die Berufungsklägerin stellt in der Berufung zwei Beweisanträge. Diese 
sind vorweg zu behandeln.

a) Die Berufungsklägerin beantragt, den schon im vorinstanzlichen Verfahren 
benannten, aber von der Vorinstanz aufgrund fehlenden Nachweises der Wohn-
sitzadresse nicht einvernommenen Zeugen C._____ im Berufungsverfahren ein-
zuvernehmen. 

aa) Die Berufungsklägerin hält fest, obwohl sie im Plädoyer anlässlich der 
Hauptverhandlung vor der Vorinstanz nochmals eingehend begründet habe, war-
um der Zeuge C._____ wichtig sei, habe sich die Vorinstanz ohne ein Wort über 
diesen Beweisergänzungsantrag hinweggesetzt, gleichwohl aber bei der entspre-
chenden Position „Fassade“ den Anspruch der Klägerin abgewiesen. Diese offen-
sichtliche Verletzung des rechtlichen Gehörs könne mit einer Einvernahme des 
Zeugen im Berufungsverfahren geheilt werden. Eine Zeugenaussage von C._____ 
sowie eine allfällige Ergänzung der Expertise würden im Weiteren ohne weiteres 
ergeben, dass der Leistungsumfang bezüglich der Fassade gegenüber dem 
Werkvertrag zwischen der Berufungsklägerin und dem Gipsergeschäft Gebrüder 
C._____ vom 31. Januar 2005 erheblich ausgedehnt worden sei und zwar nicht 
aufgrund von Entscheidungen der Berufungsklägerin, sondern aufgrund von Pla-
nungs- und Projektänderungen. C._____ könne zudem im Zusammenhang mit 

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dem zweimaligen Aufstellen des Gerüsts an der Süd-/Westfassade bestätigen, 
dass für ein sauberes Fassadenbild beide Fassaden nochmals hätten gestrichen 
werden müssen.

bb) Entgegen den Ausführungen der Berufungsklägerin in der Berufung hat sich 
die Vorinstanz im angefochtenen Urteil mit dem von der Berufungsklägerin an der 
Hauptverhandlung erneuerten Antrag auf Einvernahme von C._____ als Zeuge 
durchaus auseinandergesetzt. So hat die Vorinstanz ausgeführt, dass der mit den 
Zeugeneinvernahmen (die Berufungsklägerin hatte an der Hauptverhandlung ne-
ben der Einvernahme von C._____ noch die Einvernahme eines weiteren Zeugen 
beantragt) darzulegende Sachverhalt durch die eingereichten Urkunden, erfolgte 
Zeugenbefragungen und die Expertise B._____ bereits habe erstellt werden kön-
nen, weshalb sich diesbezüglich weitere Zeugeneinvernahmen erübrigten (ange-
fochtenes Urteil, act. II.2, S. 6 lit. 3b). Auch wenn die Vorinstanz in ihrem Urteil auf 
die einzelnen Argumente, die die Berufungsklägerin in ihrem Plädoyer zur Be-
gründung des Antrags auf Zeugeneinvernahme von C._____ vorgebracht hat, 
nicht eingegangen ist, so hat sie doch klar und konzise zum Ausdruck gebracht, 
weshalb sie – in antizipierter Beweiswürdigung – eine Einvernahme von C._____ 
nicht als notwendig erachtete. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beru-
fungsklägerin ist nicht auszumachen.

cc) Die Berufungsklägerin hat sowohl in der Prozesseingabe (Akten der Vor-
instanz, act. I/2, S. 33) als auch in der Replik (Akten der Vorinstanz, act. I/4, S.13) 
die Einvernahme des Zeugen C._____ beantragt. Angegeben hat sie dabei neben 
dem Namen von C._____ jeweils die Adresse der Firma, deren Mitinhaber 
C._____ ist und in der er arbeitet. In der Beweisverfügung vom 15. März 2011 (Ak-
ten der Vorinstanz, act. VIII/63) erklärte der Bezirksgerichtsvizepräsident unter 
anderem den Zeugen C._____ als relevant. Gleichzeitig setzte er der Berufungs-
klägerin Frist zur Bekanntgabe der Privatadressen verschiedener Zeugen, so auch 
derjenigen von C._____. Der Bezirksgerichtsvizepräsident fügte an, dass diese 
Zeugen ansonsten ersatzlos aus der Beweisverfügung gestrichen würden. Die 
Berufungsklägerin liess sich innert der gesetzten Frist und auch später mit Bezug 
auf die Wohnsitzadresse von C._____ nicht vernehmen. Erst im Rahmen ihres 
Plädoyers vor der Vorinstanz, in welchem sie den Antrag auf Einvernahme von 
C._____ als Zeuge erneuerte, nannte sie dessen Privatadresse. Es stellt sich die 
Frage, ob die fehlende Reaktion der Berufungsklägerin auf die Aufforderung in der 
Beweisverfügung, die Privatadresse von C._____ bekannt zu geben, Auswirkun-
gen auf die Möglichkeit hatte, die Einvernahme dieses Zeugen in der Hauptver-
handlung erneut zu beantragen. Bei der Beantwortung dieser Frage ist zu berück-

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sichtigen, dass das Verfahren vor der Vorinstanz nach bündnerischem Zivilpro-
zessrecht zu führen war. 

Gemäss Art. 185 Abs. 1 ZPO-GR konnte der Gerichtspräsident im Kanton wohn-
hafte Zeugen zur Einvernahme in seinen Gerichtssprengel vorladen oder sie an 
ihrem Wohnort einvernehmen oder durch den dortigen Bezirksgerichtspräsidenten 
einvernehmen lassen. Ausserhalb des Kantons wohnhafte Zeugen wurden in der 
Regel auf rogatorischem Weg einvernommen (vgl. Art. 185 Abs. 2 ZPO-GR). Nach 
dem im Zeitpunkt des Erlasses der Beweisverfügung gültigen Konkordat über die 
Gewährung gegenseitiger Rechtshilfe in Zivilsachen (vormals SR 274 und BR 
320.067, in Kraft bis 31. Dezember 2010) konnten Behörden in einem anderen 
Kanton wohnhafte Personen direkt vorladen, selbst Einvernahmen in einem ande-
ren Kanton vornehmen (unter vorgängiger Bekanntgabe der Einvernahme an die 
zuständige Behörde des anderen Kantons) oder Rechtshilfe in Anspruch nehmen. 
Die Rechtslage im Zeitpunkt des Erlasses der Beweisverfügung war mithin derge-
stalt, dass es in der Kompetenz des Bezirksgerichtspräsidenten (und in dessen 
Vertretung in derjenigen des Bezirksgerichtsvizepräsidenten) lag, darüber zu ent-
scheiden, wo er die Einvernahme eines in der Schweiz wohnhaften Zeugen durch-
führen (lassen) wollte. Der Bezirksgerichtsvizepräsident Plessur konnte daher ent-
scheiden, ob die Einvernahme von C._____ in seinem Gerichtssprengel und damit 
am Bezirksgericht Plessur oder aber am Wohnsitz des Zeugen durchgeführt wer-
den sollte. Diese Entscheidung hat er offensichtlich dahingehend getroffen, dass 
er einer Einvernahme am Wohnsitz des Zeugen den Vorzug gab, weshalb er die 
Bekanntgabe der Privatadresse des Zeugen verlangte. Dass Wohnsitz und Ar-
beitsort von C._____ zusammenfielen, musste der Bezirksgerichtsvizepräsident 
aufgrund der damaligen Aktenlage, die keinen diesbezüglichen Hinweis enthielt, 
nicht wissen. Kommt hinzu, dass der Zeuge seinen Wohnsitz auch im (nahen) 
Ausland hätte haben können, was wiederum die Frage der korrekten Vorgehens-
weise in den Raum gestellt hätte. Als der Bezirksgerichtsvizepräsident verfügte, 
dass die Privatadresse des Zeugen bekanntzugeben sei, ansonsten der Zeuge 
ersatzlos gestrichen werde, handelte er jedenfalls und leicht erkennbar im Rah-
men seiner Kompetenzen. Es kann ihm des Weiteren auch nicht überspitzter For-
malismus vorgeworfen werden, nachdem ihm zum einen das Gesetz diese Wahl-
möglichkeit zugestand, er zum andern nicht wissen musste, dass der beantragte 
Zeuge nicht nur in seinem Gerichtssprengel arbeitete, sondern auch wohnte, und 
zum dritten ein ausländischer Wohnsitz nicht von vornherein ausgeschlossen war. 
Ferner hat der Bezirksgerichtsvizepräsident Plessur auf die Säumnisfolgen hinge-
wiesen. Wenn nun die Berufungsklägerin, die auch in jenem Zeitpunkt anwaltlich 

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vertreten war, trotz der Androhung, dass im Säumnisfall der Zeuge ersatzlos aus 
der Beweisverfügung gestrichen werde, nicht reagierte und die Privatadresse des 
Zeugen nicht innert Frist bekannt gab, dann kann der Zeuge im weiteren Verlauf 
des Verfahrens nur noch als nicht rechtzeitig angemeldet beurteilt werden (vgl. 
Art. 82 Abs. 1 Ziff. 4 lit. a in Verbindung mit Abs. 2 Ziff. 3 ZPO-GR sowie Art. 98 
Ziff. 2 ZPO-GR). Es war der Berufungsklägerin damit verwehrt, an der Hauptver-
handlung vor der Vorinstanz auf ihren Antrag, C._____ als Zeugen einzuverneh-
men, zurückzukommen beziehungsweise diesen Antrag erneut zu stellen (vgl. Art. 
226 Abs. 1 ZPO-GR e contrario; Art. 226 Abs. 1 ZPO-GR war gemäss kantonsge-
richtlicher Rechtsprechung auf das erstinstanzliche Hauptverfahren analog an-
wendbar). Aus dem Gesagten erhellt, dass die Vorinstanz die Einvernahme von 
C._____ als Zeuge im Ergebnis zu Recht abgelehnt hat.

dd) Auch im Berufungsverfahren ist dem Antrag auf Einvernahme von C._____ 
als Zeuge kein Erfolg beschieden.

Nachdem der Zeuge im vorinstanzlichen Verfahren nicht rechtzeitig angemeldet 
worden ist, ist seine Einvernahme im Berufungsverfahren als neues Beweismittel 
im Sinne von Art. 317 Abs. 1 ZPO zu qualifizieren. Der Zeuge kann daher nur 
berücksichtigt werden, wenn seine Einvernahme ohne Verzug beantragt worden 
ist und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon im erstinstanzlichen Verfahren bean-
tragt werden konnte. Der Gang des vorinstanzlichen Verfahrens zeigt mehr als 
deutlich auf, dass weder die eine noch die andere Voraussetzung erfüllt ist, führte 
die Berufungsklägerin C._____ doch bereits in der ersten Rechtsschrift, der Pro-
zesseingabe, als Zeugen auf. Der Antrag auf Einvernahme von C._____ im Beru-
fungsverfahren ist demzufolge bereits aus formellen Gründen abzulehnen.

Auch eine materielle Prüfung führt zu keinem anderen Ergebnis. Die Berufungs-
klägerin beantragt die Einvernahme dieses Zeugen gemäss Begründung in der 
Berufung, um zu belegen, dass mit Bezug auf die Fassade der Leistungsumfang 
gegenüber dem am 31. Januar 2005 abgeschlossenen Werkvertrag zwischen der 
Berufungsklägerin und der Firma Gebrüder C._____ aufgrund von Planungs- und 
Projektänderungen ausgedehnt worden sei. Es seien daher schlussendlich nicht 
Minder-, sondern Mehrkosten entstanden. – Die Berufungsklägerin hat in den 
Rechtsschriften im vorinstanzlichen Verfahren den Umstand, dass die AWD-
Fassade erheblich teurer abgerechnet worden ist als im Werkvertrag vereinbart 
(Akten der Vorinstanz, act. II/128) und im Vergabeantrag ausgewiesen (Akten der 
Vorinstanz, act. III/41), damit begründet, dass im Werkvertrag zahlreiche Positio-
nen gefehlt hätten, so dass sich der Werkvertrag gar nicht mehr mit der Abrech-

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nung vergleichen lasse (Prozesseingabe, Akten der Vorinstanz, act. I/2, S. 8 Ziff. 
3.4), beziehungsweise dass in der Offerte der Firma Gebrüder C._____ zahlreiche 
Punkte gefehlt hätten, die unabhängig von der ausführenden Unternehmung für 
das Aufbringen der verputzen Aussenwärmedämmung erforderlich gewesen sei-
en. Der Betrag von Fr. 176‘000.-- für diese Fassadenfläche sei ungenügend ge-
wesen, da die Ausschreibung sich als unvollständig erwiesen habe. Erhalten hät-
ten die Berufungsbeklagten eine AWD-Fassade mit einem „Wert“ von Fr. 
276‘993.40 (Replik, Akten der Vorinstanz, act. I/4, S. 11 f. Ziff. 3.9). Die Beru-
fungsklägerin hat in ihren Rechtsschriften im vorinstanzlichen Verfahren die erhöh-
ten Kosten der AWD-Fassade mithin nicht auf Planungs- und Projektänderungen 
zurückgeführt, sondern auf eine unvollständige und damit fehlerhafte Devisierung. 
Die Behauptungen, die sie in der Prozesseingabe und in der Replik im vorinstanz-
lichen Verfahren aufgestellt hat, decken das in der Berufung neu vorgebrachte 
Argument, die Kostenüberschreitung sei durch eine Ausdehnung des Leistungs-
umfanges aufgrund von Planungs- und Projektänderungen verursacht worden, 
also nicht ab. Daran ändert nichts, dass aus den von der Berufungsklägerin einge-
reichten Rapporten der Firma Gebrüder C._____ (Akten der Vorinstanz, act. 
II/129) allenfalls gewisse Projektänderungen ersichtlich wären. Allfällig vorhande-
ne Beweise können fehlende Behauptungen nicht ersetzen. Bei der in der Beru-
fung vorgetragenen Argumentation handelt es sich demzufolge um eine neue Tat-
sachenbehauptung im Sinne von Art. 317 Abs. 1 ZPO. Sie ist nur zu berücksichti-
gen, wenn sie ohne Verzug vorgebracht worden ist und trotz zumutbarer Sorgfalt 
nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnte. Vorliegend ist nun of-
fensichtlich, dass die Behauptung, die Kostenüberschreitung gründe auf einer 
Ausdehnung des Leistungsumfanges aufgrund von Planungs- und Projektände-
rungen, bereits vor der Vorinstanz hätte vorgebracht werden können, hatten sich 
zum einen doch alle neu behaupteten Umstände schon lange vor Einleitung der 
Klage verwirklicht und war zum andern die Frage, wer die Mehrkosten der Fassa-
de zu tragen habe, unter den Parteien von Anfang an umstritten. Die neue Be-
hauptung ist daher im Berufungsverfahren nicht zu hören. Damit aber ist die Ein-
vernahme des Zeugen C._____, der gemäss Berufungsbegründung genau diese 
neue Behauptung bestätigen soll, nicht notwendig und der entsprechende Antrag 
ist abzulehnen. Zudem ergibt sich aus den vorhandenen Akten deutlich, dass nicht 
eine Ausdehnung des Leistungsumfanges aufgrund von Planungs- und Projektän-
derungen ursächlich für die massive Überschreitung der Kosten der Fassade war 
(vgl. Erwägung 7d). Die Einvernahme von C._____ als Zeuge bezüglich der Fas-
sade wäre unter diesen Umständen auch aufgrund antizipierter Beweiswürdigung 
abzulehnen.

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Die Berufungsklägerin verlangt die Einvernahme von C._____ auch, um belegen 
zu können, dass die gesamte Süd-/Westfassade nochmals habe gestrichen wer-
den müssen, um Farbunterschiede zu vermeiden. Damit will sie ihr Argument stüt-
zen, das im Frühling 2006 an der Süd- und der Westfassade aufgestellte Fassa-
dengerüst sei nicht nur zur Wiederverschliessung eines Lochs in der Umfas-
sungsmauer benutzt worden, sondern generell für die gesamte Süd- und Westfas-
sade, weshalb auch die gesamten Gerüstumstellungs- beziehungsweise Gerüst-
wiederaufbaukosten zu Lasten der Berufungsbeklagten gingen. Auch in diesem 
Zusammenhang ist festzuhalten, dass sich aus den bereits vorhandenen Akten 
klar ergibt, dass ein nicht schon im Werkvertrag vom 31. Januar 2005 vorgesehe-
ner zusätzlicher Anstrich der Süd- und Westfassade nicht erfolgt ist (vgl. Erwä-
gung 7e). Der Argumentation der Berufungsklägerin ist daher bereits aufgrund der 
eingereichten Akten der Boden entzogen. Daran vermöchte auch eine Aussage 
von C._____ nichts zu ändern, weshalb auf sie in antizipierter Beweiswürdigung 
verzichtet werden kann. 

Zusammenfassend ergibt sich, dass der Antrag, C._____ im Berufungsverfahren 
als Zeugen einzuvernehmen, abzuweisen ist.

b) Die Berufungsklägerin beantragt weiter die Anordnung einer Oberexpertise. 

aa) Wie jedes Beweismittel unterliegen auch Gutachten der freien richterlichen 
Beweiswürdigung (Urteil des Bundesgerichts 4A_177/2014 vom 8. September 
2014 E. 6.2). Jedoch ergeben sich Unterschiede zwischen einem gerichtlichen 
Gutachten, das in einem genau vorgegebenen Verfahren eingeholt worden ist, 
und einem Parteigutachten. Art. 168 Abs. 1 lit. d ZPO lässt nämlich einzig vom 
Gericht eingeholte Gutachten als Beweismittel zu. Parteigutachten sind zwar 
zulässig, jedoch können sie nicht als Beweismittel in den Prozess eingeführt wer-
den. Vielmehr kommt ihnen die Qualität einer Parteibehauptung zu (vgl. zum Gan-
zen BGE 141 III 433 E. 2.3 und 2.5). Parteigutachten sind daher wie Parteibe-
hauptungen zu würdigen, sie geniessen keine erhöhte Glaubwürdigkeit. Dies be-
trifft vorliegend das von A._____ erstellte Gutachten (Akten der Vorinstanz, act. 
V/60). Mit Bezug auf gerichtliche Gutachten jedoch weicht der Richter in Fachfra-
gen nur aus triftigen Gründen von den Einschätzungen des Gutachters ab, dessen 
Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stel-
len, um einen bestimmten Sachverhalt zu erfassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
4A_387/2010 vom 14. Januar 2011 E. 4.3.2); Abweichungen vom Gutachten sind 
zu begründen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_177/2014 vom 8. September 
2014 E. 6.2). Triftige Gründe können sich ergeben, wenn das Gutachten die ge-

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setzlichen Qualitätserfordernisse nicht erfüllt, mithin unvollständig, unklar bezie-
hungsweise nicht nachvollziehbar oder widersprüchlich ist (vgl. Art. 188 Abs. 2 
ZPO; Urteil des Bundesgerichts 4A_177/2014 vom 8. September 2014 E. 6.2). 
Ebenso hat das Gericht zu prüfen, ob sich aufgrund der übrigen Beweismittel und 
der Vorbringen der Parteien ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der gut-
achterlichen Darlegungen aufdrängen. Erscheint ihm die Schlüssigkeit eines Gut-
achtens in wesentlichen Punkten als zweifelhaft, hat das Gericht nötigenfalls er-
gänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben (Urteil des Bundesge-
richts 4A_483/2014 vom 25. November 2014 E. 6.1 mit zahlreichen Hinweisen). 
Die Beweiswürdigung und die Beantwortung der sich stellenden Rechtsfragen da-
hingegen ist allein Aufgabe des Richters (vgl. BGE 133 II 384 E. 4.2.3). 

Nicht unerwähnt bleiben soll schliesslich auch, dass in einem Prozess wie dem 
vorliegenden, der der Verhandlungsmaxime untersteht, dem Richter mit einem 
Gutachten Fachwissen zugänglich gemacht werden soll, das für die Beurteilung 
der von den Parteien erhobenen Behauptungen notwendig ist. Es geht dahinge-
gen nicht darum, einen Sachverhalt über das Behauptete hinaus abzuklären, das 
heisst, unter der Ägide des Verhandlungsgrundsatzes kann ein Gutachten fehlen-
de Behauptungen nicht ersetzen. Ebenso wenig aber ist in einem der Verhand-
lungsmaxime unterstehenden Verfahren ein Gutachten für die Abklärung von 
Sachverhaltsaspekten anzuordnen, die nicht behauptet worden sind beziehungs-
weise mit keiner Behauptung in Zusammenhang stehen.

bb) Die Berufungsklägerin begründet ihren Antrag auf Anordnung einer Ober-
expertise damit, dass die im vorinstanzlichen Verfahren eingeholte Expertise den 
fachlichen Anforderungen nicht genüge, was bereits mit der Stellungnahme zur 
Expertise vom 27. September 2012 eingehend begründet worden sei. Die Stel-
lungnahme werde zum integrierenden Bestandteil der Berufung erklärt. Es ist be-
reits festgestellt worden, dass der Hinweis auf im vorinstanzlichen Verfahren vor-
getragene Vorbringen allein nicht genügt, um die Begründungsanforderungen im 
Berufungsverfahren zu erfüllen. Die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts prüft folg-
lich nur die Argumente, die in der Berufungsschrift selbst aufgeführt worden sind. 
Die Berufungsklägerin bemängelt in der Berufung, dass der Experte keine Mehr- 
und Minderkostenabrechnung aufgrund der gesamten Aktenlage vorgenommen 
habe; so fehle ein Vergleich zwischen Baueingabeplänen und Ausführungsplänen. 
Weiter habe sich der Experte im Wesentlichen auf eine oberflächliche Überprü-
fung der Abrechnung von A._____ beschränkt, wobei zu berücksichtigen sei, dass 
A._____ mit den Berufungsbeklagten in einem Vertragsverhältnis gestanden habe, 
was dazu geführt habe, dass seine Beurteilungen einseitig zu Gunsten der Beru-

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fungsbeklagten ausgefallen seien. Der Experte habe wesentliche Vertragsgrund-
lagen nicht berücksichtigt. Ebenso sei der Bauverlauf, insbesondere die nachge-
wiesenen Bauverzögerungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die 
Preisgestaltung zwischen der Berufungsklägerin und den Unternehmern, nicht 
berücksichtigt worden. – Diesen Argumenten der Berufungsklägerin ist zunächst 
entgegen zu halten, dass in den Fragen an den Experten (Akten der Vorinstanz, 
act. I/7 und act. V/49) kein Vergleich der Baueingabe- mit den Ausführungsplänen 
verlangt worden ist. Vielmehr ist es offenbar dem Experten überlassen worden, die 
Überprüfungsmethode zu wählen. Dies macht durchaus Sinn, handelt es sich 
beim Experten ja gerade um einen Fachmann, der am besten beurteilen können 
muss, welche Überprüfungsmethode zielführend ist. Kommt hinzu, dass die Bau-
eingabepläne im Massstab 1:200 gezeichnet worden sind (Akten der Vorinstanz, 
act. III/116), sich aus ihnen daher kaum Details und keine Hinweise zu Ausführung 
und Beschaffenheit entnehmen lassen, so dass ein Vergleich mit den Aus-
führungsplänen, die den Massstab 1:50 oder 1:20 aufweisen und konkrete Anwei-
sungen zu Ausführung, Materialien etc. enthalten (Akten der Vorinstanz, Editionen 
der Berufungsklägerin), nicht wirklich zur Klärung der vorliegend relevanten Fra-
gen beitragen würde. Dass der Experte darauf verzichtet hat, in jedem Fall die 
Baueingabe- mit den Ausführungsplänen zu vergleichen, spricht daher keines-
wegs gegen die Überzeugungskraft seiner Expertise. Inwieweit der Experte seine 
Mehr- und Minderkostenberechnung nicht aufgrund der gesamten Akten erstellt 
haben sollte, führt die Berufungsklägerin zudem nicht näher aus, so dass es an 
einer substantiierten Rüge fehlt, weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist. Dem 
Experten standen ausserdem die gesamten, damals vorhandenen Akten des Ver-
fahrens zur Verfügung (vgl. Akten der Vorinstanz, act. V/55), so dass ohne über-
zeugende Anhaltspunkte nicht davon ausgegangen werden kann, er habe bei sei-
ner Beurteilung nicht sämtliche Akten miteinbezogen. Des Weiteren beziehen sich 
die Expertenfragen der Berufungsbeklagten (Akten der Vorinstanz, act. V/49) aus-
drücklich auf das Gutachten von A._____. Zwangsläufig setzt der Experte sich 
daher mit diesem Gutachten auseinander. Inwiefern er dies oberflächlich getan 
hätte, begründet die Berufungsklägerin nicht weiter beziehungsweise zeigt sie 
nicht auf. Es fehlt mithin auch hier an substantiierten Rügen. Dasselbe ist mit Be-
zug auf den Einwand zu sagen, der Experte habe wichtige Vertragsgrundlagen 
sowie die nachgewiesenen Bauverzögerungen und deren Auswirkungen auf die 
Preisgestaltung nicht beachtet. Die Berufungsklägerin unterlässt es aufzuzeigen, 
wo der Experte die entsprechenden Unterlagen beziehungsweise die Bauverzöge-
rungen nicht berücksichtigt haben soll. Im Zusammenhang mit den Unterlagen sei 
zudem darauf hingewiesen, dass gemäss GU-Vertrag die Kostenberechnungen 

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der Berufungsklägerin den Plänen und dem Baubeschrieb zwar vorgehen (Akten 
der Vorinstanz, act. II/4. GU-Vertrag, S. 3 Ziff. 2), aus dem revidierten Kostenvor-
anschlag, der dem GU-Vertrag angeheftet ist (Akten der Vorinstanz, act. II/4, Kos-
tenvoranschlag), jedoch keine detaillierten Informationen zu entnehmen sind, da 
für die einzelnen Positionen einfach Gesamtbeträge eingesetzt worden sind ohne 
Hinweis darauf, wie diese zustande gekommen sind beziehungsweise welche 
konkreten Leistungen ihnen zugrunde liegen. Der revidierte Kostenvoranschlag 
trägt daher zur Klärung der vorliegend relevanten Fragen nicht wirklich etwas bei. 
Dass in der Expertise nicht explizit auf den revidierten Kostenvoranschlag verwie-
sen wird, schmälert die Aussagekraft der Expertise demzufolge nicht. Insgesamt 
gesehen überzeugen die von der Berufungsklägerin vorgebrachten Argumente, 
die gegen die von der Vorinstanz eingeholte Expertise sprechen sollen, nicht. Sie 
vermögen die Anordnung einer Oberexpertise nicht zu rechtfertigen.

cc) Die Berufungsklägerin macht bei der Begründung einzelner Positionen wei-
tere Ausführungen zu der beantragten Oberexpertise. 

Mit Bezug auf Position 9 (Notspriessungen) führt sie aus, weder der Experte 
B._____ noch die Vorinstanz hätten in ihre Beurteilung miteinbezogen, dass die 
Spriesse hätten von Hand ins Gebäude getragen werden müssen. Dabei handle 
es sich um eine einmalige Arbeitsgattung, für die vergleichbare Einheitspreise ge-
fehlt hätten. Ursache der Notspriessungen sei eine Projektänderung und damit 
eine Bestellungsänderung gewesen, weshalb die Berufungsbeklagten die Kosten 
zu tragen hätten. Werde eine Oberexpertise angeordnet, sei diese Position spezi-
ell zu begutachten. Wie sich noch zeigen wird, ist die Behauptung, es habe sich 
um eine einmalige Arbeitsgattung ohne vergleichbare Einheitspreise gehandelt, 
neu. Da sie die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt, kann sie 
nicht berücksichtigt werden. Ob die Spriesse von Hand ins Gebäude getragen 
werden mussten, ist mittels Beweiswürdigung zu klären, was die Aufgabe des Ge-
richts und nicht eines Experten ist (vgl. zum Ganzen Erwägung 7a). Eine Oberex-
pertise ist unter diesen Umständen weder angezeigt noch nötig.

Mit Bezug auf Position 14e (Baustelleneinrichtung) führt die Berufungsklägerin 
aus, die Hinweise von A._____, man hätte einen kleineren Kranen einsetzen kön-
nen oder auf die Kosten für die Grundinstallation oder einfach auf einen Prozent-
satz der Ortsbetonsumme abstellen müssen, seien reinste Willkür, was sich im 
Rahmen einer Oberexpertise leicht bestätigen lasse. Dazu ist zu sagen, dass der 
Experte B._____ in seiner Expertise die von A._____ vorgenommene Kostenre-
duktion betreffend die Baustelleninstallation als nachvollziehbar und korrekt erach-

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tet hat (Expertise, Akten der Vorinstanz, act. V/19, S. 13 „Antwort auf Frage 6“). 
Insofern ist die Berechnung von A._____ und deren Begründung bereits durch 
einen vom Gericht eingesetzten Experten überprüft worden. Die Berufungsklägerin 
begründet nicht, weshalb die Beurteilung durch den Experten nicht genügen be-
ziehungsweise willkürlich sein sollte. Im Übrigen kann es den Anforderungen an 
die Substantiiertheit von Rügen nicht genügen, wenn einfach behauptet wird, eine 
Annahme, eine Feststellung oder ein Schluss seien willkürlich. Es wäre vielmehr 
detailliert auszuführen, worin die Willkür erblickt wird. Die Notwendigkeit einer 
Oberexpertise in diesem Punkt ist damit nicht dargetan. 

Bezüglich der Fassade (Position 15) hält die Berufungsklägerin lediglich fest, im 
Falle eines weitergehenden Klärungsbedürfnisses (neben der Einvernahme von 
C._____ als Zeuge) sei eine Oberexpertise durchzuführen. Wie bereits ausgeführt, 
begründet die Berufungsklägerin die Berufung bezüglich der Kosten für die Fas-
sade einzig mit dem neuen Argument, dass die Mehrkosten auf eine Leistungser-
weiterung aufgrund von Planungs- und Projektänderungen zurückzuführen seien. 
Dieses neue Argument ist nicht zu hören, da es die Voraussetzungen von Art. 317 
Abs. 1 ZPO nicht erfüllt. Zudem unterlässt es die Berufungsklägerin, jedwelche 
konkreten Ausführungen zu den Projektänderungen zu machen, die zu einer Ver-
teuerung der Fassade geführt haben sollen, weshalb ihre Rügen auch zu wenig 
substantiiert sind. Und schliesslich ergibt sich – wie schon festgestellt – aus den 
Akten klar, dass die Mehrkosten nicht mit Planungs- und Projektänderungen er-
klärt werden können. Nachdem es an Rügen fehlt und zudem bereits aufgrund der 
Akten der Argumentation der Berufungsklägerin nicht gefolgt werden kann, erüb-
rigt sich eine Oberexpertise zu diesem Punkt.

Mit Bezug auf die Umgebungsarbeiten (Position 26) verlangt die Berufungskläge-
rin, dass bei einer allfälligen Oberexpertise der Experte anzuweisen wäre, die 
Baueingabepläne mit den Ausführungsplänen zu vergleichen und die Mehrkosten 
aufgrund der bei den Akten liegenden Abrechnungen zu ermitteln. Sie verweist in 
der Berufung zur Begründung der von ihr geltend gemachten Mehrkosten jedoch 
allein auf die Prozesseingabe. Dies genügt den Begründungsanforderungen im 
Berufungsverfahren nicht, weshalb auf diesen Punkt schon gar nicht eingetreten 
werden kann (vgl. Erwägung 7f). Die Anordnung einer Oberexpertise zu den Kos-
ten der Umgebungsarbeiten kann unter diesen Umständen unterbleiben. 

Schliesslich äussert sich die Berufungsklägerin mit Bezug auf die von der Vor-
instanz anerkannten Minderkosten für die nicht installierte Lüftung im Büroge-
schoss dahingehend, dass sich aus einer Zusammenstellung der Fachplanerin für 

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Heizung-Lüftung-Sanitär ergebe, dass für das Bürogeschoss eine Lüftung nicht 
geplant und folglich auch nicht berechnet worden sei. Damit sei der Nachweis er-
bracht, dass in der Kostenberechnung des GU für das Bürogeschoss keine Lüf-
tung kalkuliert worden sei, übrigens in Übereinstimmung mit den Plangrundlagen. 
Im Falle der Anordnung einer Oberexpertise könne sich der Experte auch dazu 
äussern, da die bei den Akten liegende Expertise diesbezüglich keine Aussage 
mache. – Entgegen den Ausführungen der Berufungsklägerin behandelt der Ex-
perte B._____ in seiner Expertise die Lüftung im Bürogeschoss sehr wohl. Er stellt 
– kurz gesagt – fest, dass diese Lüftung im Werkpreis inbegriffen sei (Expertise, 
Akten der Vorinstanz, act. V/19, S. 15 Ziff. 2). Im Weiteren wird sich zeigen, dass 
die von der Berufungsklägerin herangezogene Zusammenstellung der Fachplane-
rin Heizung-Lüftung-Sanitär den Nachweis, dass für das Bürogeschoss keine Lüf-
tung geplant gewesen ist, nicht zu erbringen vermag (vgl. Erwägung 7l). Und 
schliesslich handelt es sich bei der Würdigung von Beweisen um die ureigene 
Aufgabe des Gerichts, die es in jedem Fall selbst zu erfüllen und nicht einem Ex-
perten zu übertragen hat. Die Frage aber, ob die Lüftung im Bürogeschoss im 
Werkpreis enthalten ist, ist gerade durch Beweiswürdigung zu beantworten (Aus-
legung des Werkvertrages unter Beizug der übrigen Akten). Die Anordnung einer 
Oberexpertise ist folglich auch in diesem Punkt nicht angezeigt.

dd) Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Antrag auf Anord-
nung einer Oberexpertise abzulehnen ist.

5. Im GU-Vertrag haben die Parteien für gewisse, genau bezeichnete Leistun-
gen „Budgetpreise“ vereinbart (vgl. GU-Vertrag, Akten der Vorinstanz, act. II/4, S. 
6 f. BKP 2, 3 und 4 sowie S. 9 f. Ziff. 7). Zwischen den Parteien ist nun strittig, was 
unter diesen „Budgetpreisen“ zu verstehen ist. Während Vorinstanz und Beru-
fungsbeklagte sich auf den Standpunkt stellen, es handle sich um Circa-Preise, 
macht die Berufungsklägerin geltend, es seien ungefähre Kostenansätze. 

a) Sowohl die Vorinstanz als auch die Berufungsbeklagten stützen sich bezüg-
lich der Definition eines Circa-Preises auf Peter Gauch (Der Werkvertrag, 5. Auf-
lage, Zürich 2011, N 941). Gemäss Peter Gauch haben die Parteien bei einem 
Circa-Preis zwar keine feste Vergütung vereinbart, sich aber doch auf eine 
Höchst- und eine davon verschiedene Mindestgrenze des Preises geeinigt, die 
das Maximum und das Minimum der zu leistenden Vergütung bestimmen. Dieser 
Preisrahmen sei für die Parteien verbindlich. Im Unterschied zum Pauschalpreis 
lasse er einen durch die Höchst- und Mindestgrenze definierten Bereich offen, 
worin sich die Vergütung mangels anderer Abrede nach Massgabe des Wertes 

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der Arbeit und den Aufwendungen des Unternehmers (Art. 374 OR) bemesse (vgl. 
zum Ganzen auch Gaudenz G. Zindel/Urs Pulver/Bertrand G. Schott, Basler 
Kommentar, N 10 zu Art. 374 OR). 

b) Voraussetzung eines Circa-Preises ist die Vereinbarung eines Maximal- 
und eines davon verschiedenen Minimalpreises. Vorliegend haben die Parteien 
mit den Budgetpreisen offensichtlich keinen solchen Preisrahmen festgelegt. Im 
GU-Vertrag werden die Budgetpreise konkret mit jeweils einem einzigen Betrag 
pro Budgetposition bestimmt ohne irgendwelche Hinweise darauf, dass dieser Be-
trag lediglich ein Punkt eines genau definierten Preisbereiches sein könnte (vgl. 
den GU-Vertrag, Akten der Vorinstanz, act. II/4, S. 9 f. Ziff. 7). Die Parteien haben 
denn auch weder vor der Vorinstanz noch im Rahmen des Berufungsverfahrens 
geltend gemacht, sie hätten mit den Budgetpreisen einen Preisrahmen mit einem 
Maximalpreis und einem davon verschiedenen Minimalpreis vereinbart. Die Beru-
fungsbeklagten argumentieren im Berufungsverfahren zwar, dass ein Maximal- 
sowie ein Minimalpreis vereinbart worden seien, wobei diese sich genau entspre-
chen würden. Das hiesse jedoch zwangsläufig, dass kein Preisrahmen vereinbart 
worden wäre, was wiederum der Annahme eines Circa-Preises entgegenstehen 
würde. Darüberhinaus würde die Argumentation der Berufungsbeklagten, dass der 
Maximal- und der Minimalpreis zusammenfallen würden, so dass sie (die Beru-
fungsbeklagten) nicht mehr und nicht weniger als genau den vereinbarten Budget-
preis zu bezahlen hätten – sofern der Nachweis von Bestellungsänderungen fehle 
–, auch wenn die Aufwendungen der Berufungsklägerin grösser oder kleiner ge-
wesen seien, dafür sprechen, dass es sich bei den Budgetpreisen eben gerade 
nicht um (nur ungefähr bestimmte) Circa-Preise, sondern um (genau bestimmte) 
Einheits- beziehungsweise Festpreise gemäss Art. 373 OR handeln müsste. Der 
Auffassung der Vorinstanz und der Berufungsbeklagten, die vereinbarten Budget-
preise seien Circa-Preise, kann nicht gefolgt werden. 

c) Die Berufungsklägerin behauptet, bei den Budgetpreisen handle es sich um 
ungefähre Kostenansätze. 

aa) Entgegen den Ausführungen der Berufungsbeklagten in der Berufungsant-
wort handelt es sich dabei nicht um eine neue Behauptung, hat die Berufungsklä-
gerin doch in der Replik im vorinstanzlichen Verfahren bereits ausgeführt, die 
Budgetpositionen seien nicht genau definiert gewesen beziehungsweise es sei 
lediglich ein Richtwert aufgenommen worden (Akten der Vorinstanz, act. I/4, S. 15 
Ziff. 3.21). Dies genügt, um einen ungefähren Kostenansatz zu behaupten. Unter 
einem ungefähren Kostenansatz ist ein Kostenvoranschlag zu verstehen, der als 

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unverbindlicher Richtpreis im Sinne einer Preisschätzung dient; der Unternehmer 
ist nicht verpflichtet, das Werk zum geschätzten Preis zu erstellen; massgebend 
für die Werkpreisberechnung ist vielmehr der tatsächliche Aufwand (vgl. Gaudenz 
G. Zindel/Urs Pulver/ Bertrand G. Schott, a.a.O., N 4 f. zu Art. 375 OR; siehe auch 
Peter Gauch, a.a.O., N 937 f.). Ein ungefährer Kostenansatz enthält mithin keine 
verbindliche Festlegung des Werkpreises, er beschränkt diesen weder nach oben 
noch nach unten. Und nur wenn der ungefähre Kostenansatz zur Geschäftsgrund-
lage geworden ist, kann sich der Besteller gegen eine unverhältnismässige Über-
schreitung desselben wehren (vgl. Art. 375 OR; BGE 132 III 24 E. 5.1.2). 

bb) Die Berufungsklägerin macht geltend, die Budgetpreise seien dort einge-
setzt worden, wo aufgrund des damaligen Planungsstandes keine Offerten hätten 
eingeholt werden können und wo auch keine Erfahrungswerte vorgelegen hätten. 
Beide Seiten hätten also wissen müssen, dass im Falle einer Konkretisierung die 
Budgetpreise überschritten werden könnten, was sich naturgemäss auch auf das 
Kostendach ausgewirkt hätte. Vorliegend sind Budgetpreise für Sanitärapparate, 
Kücheneinrichtungen, Decken in Metall und Holz, Bodenbeläge, Wandbeläge, Be-
triebseinrichtungen und Umgebung vorgesehen worden (Akten der Vorinstanz, 
act. II/4, GU-Vertrag, S. 9 f. Ziff. 7). Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, dass be-
züglich all dieser Positionen keine Unternehmerofferten hätten eingeholt werden 
können und auch keine Erfahrungswerte vorgelegen hätten. Das Projekt 
„Y._____" war gemäss Aktenlage nicht das erste Wohn- und Geschäftshaus, das 
die Berufungsklägerin als Generalunternehmerin betreute. Wie sich aus den Akten 
klar ergibt, hatte die Berufungsklägerin zudem zusammen mit den Berufungsbe-
klagten bereits ein anderes, durchaus vergleichbares Projekt realisiert, dessen 
Baubeschrieb sogar als Vorlage für den Baubeschrieb für das Wohn- und Ge-
schäftshaus „Y._____" diente (vgl. die entsprechende Aussage von A._____, Ak-
ten der Vorinstanz, act. VII/4, S. 5 Ziff. III). Weshalb die Berufungsklägerin unter 
diesen Umständen nicht auf Erfahrungswerte hätte zurückgreifen können, ist nicht 
nachvollziehbar. Insbesondere aber hat die Berufungsklägerin auch bezüglich Po-
sitionen, die nicht als Budgetpositionen ausgeschieden worden sind, Offerten erst 
nach Abschluss des GU-Vertrages eingeholt (vgl. zum Beispiel Akten der Vorin-
stanz, act. III/113 und III/114). Und schliesslich hätten Offerten auch einfach be-
züglich Standardausführungen eingeholt werden können. Wären schliesslich doch 
andere Ausführungen gewählt worden, hätte es sich um Bestellungsänderungen 
gehandelt, deren allfällige Mehrkosten ohne weiteres den Berufungsbeklagten hät-
ten in Rechnung gestellt werden können. Die Argumentation der Berufungskläge-
rin überzeugt daher nicht. Insoweit steht auch nicht fest, dass es sich bei den 

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Budgetpreisen lediglich um Richtwerte handelte und dass beide Parteien davon 
ausgehen mussten, dass bei einer Konkretisierung der Budgetpreis überschritten 
werden konnte.

Die Parteien haben im GU-Vertrag einerseits die Budgetpositionen aufgezählt (Ak-
ten der Vorinstanz, act. II/4, GU-Vertrag, S. 6 BKP 2, BKP 3 und BKP 4) und an-
dererseits die konkreten Budgetpreise für die jeweiligen Leistungen genannt (Ak-
ten der Vorinstanz, act. II/4, GU-Vertrag, S. 9 f. Ziff. 7). Der Aufzählung der kon-
kreten Budgetpreise haben sie folgenden Satz vorangestellt: „Im Kostendach-
werkpreis sind folgende Leistungen als Budgetpositionen eingerechnet: (generell 
inkl. Sockel und allen Nebenarbeiten und Zuschlägen, fertig verlegt) (inkl. 7.6 % 
Mwst.)“. Dieser Satz lässt keinen Schluss darauf zu, ob die Budgetpreise trotz des 
vereinbarten Kostendaches, in dessen Berechnung sie miteinbezogen worden 
sind, offen abgerechnet werden sollten oder nicht. Er kann sowohl bedeuten, dass 
die Budgetpreise durch das Kostendach nach oben beschränkt werden, als auch, 
dass das Kostendach entsprechend erhöht werde, wenn die Budgetpositionen 
teurer ausfallen, als bei Berechnung des Kostendaches angenommen. Er trägt 
mithin nichts zur Klärung der Frage bei, was die Parteien mit den Begriffen „Bud-
getposition“ und „Budgetpreis“ vereinbaren wollten. Weitere Ausführungen zu den 
Budgetpreisen finden sich im GU-Vertrag und seinen Anhängen nicht. 

Der Experte B._____ äussert sich zur Frage, wie die von den Parteien vereinbar-
ten Budgetpositionen allgemein zu verstehen sind, nicht. Mit Bezug auf die noch 
strittigen Budgetpositionen hält er lediglich fest, die Ausführungen im Gutachten 
A._____ seien nachvollziehbar und korrekt (bezüglich Umgebung, Position 26) 
beziehungsweise über die Anrechnung oder nicht Anrechnung der Mehrkosten 
müsse das Gericht entscheiden, weil es sich dabei um ein auftragsrechtliches be-
ziehungsweise vertragsrechtliches Problem handle (bezüglich Gummigranulat, 
Position 35) (Akten der Vorinstanz, act. V/19, S. 10 f. Frage 2 und 3). Bezüglich 
Position 35 hat er im Weiteren festgestellt, dass es die Berufungsklägerin unter-
lassen habe, den Berufungsbeklagten vor Ausführung des Granulat-Bodens eine 
Mehrkostenaufstellung zur Genehmigung zu unterbreiten; das Gericht habe zu 
entscheiden, welche Auswirkungen dieses Vorgehen auf die Anrechenbarkeit der 
Mehrkosten habe. Aus diesen Ausführungen ist zu schliessen, dass der Experte 
nicht von einem ungefähren Kostenansatz ausgegangen ist, denn wie bereits fest-
gestellt, ist ein ungefährer Kostenansatz ein unverbindlicher Kostenvoranschlag, 
an den der Unternehmer in keiner Weise gebunden ist. Eine Mehrkostenaufstel-
lung und die Genehmigung derselben wären daher von vornherein nicht notwen-
dig gewesen. Zum selben Resultat, dass der Experte bei Position 35 nicht von 

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einem ungefähren Kostenansatz ausgeht, führt die Überlegung, dass A._____ in 
seinem Gutachten bei Position 35 klarerweise ein Vorgehen gewählt hat, das bei 
einem ungefähren Kostenansatz zum Tragen kommt, und er ausdrücklich auf Er-
wägungen von Peter Gauch verweist, die dieser in seinem Buch „Der Werkver-
trag“ zum ungefähren Kostenansatz gemacht hat (vgl. Akten der Vorinstanz, act. 
V/60, S. 24 f. „Zu Pos. 35“). Wäre der Experte von einem ungefähren Kostenan-
satz ausgegangen, hätte er A._____s Gutachten insoweit bestätigen müssen, was 
er jedoch nicht getan hat. Nachdem der Experte den Budgetpreis nicht als unge-
fähren Kostenansatz behandelt hat, steht fest, dass der Begriff „Budgetpreis“ in 
Fachkreisen nicht zwangsläufig mit einem ungefähren Kostenansatz gleichgesetzt 
wird. Der Ausdruck „Budgetpreis“ hat mithin keine feste Bedeutung. Vielmehr 
kommt es darauf an, was die Vertragsparteien darunter verstanden haben bezie-
hungsweise welche Bedeutung sie dem verwendeten Begriff zugemessen haben.

Aufgrund der Vertragsautonomie wäre es den Parteien ohne weiteres frei gestan-
den zu vereinbaren, dass die Budgetpreise offen abgerechnet werden, auch wenn 
sie grundsätzlich in das Kostendach miteinbezogen worden sind. Eine entspre-
chende Vereinbarung ergibt sich gemäss dem Dargelegten jedoch nicht. Dass in 
den Budgetpositionen das Kostendach übersteigende Mehrkosten auch ohne Be-
stellungsänderung zu Lasten der Berufungsbeklagten gehen, ist damit nicht nach-
gewiesen. Der Ansicht der Berufungsklägerin, bei den Budgetpositionen bezie-
hungsweise den Budgetpreisen handle es sich um ungefähre Kostenansätze, 
kann entsprechend nicht gefolgt werden.

d) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Budgetpreise, die sich im GU-
Vertrag finden, weder Circa-Preise noch ungefähre Kostenansätze sind. Beide 
Parteien gehen gemäss ihren Argumentationen im Berufungsverfahren jedoch 
davon aus, dass es sich bei den Budgetpreisen grundsätzlich um nicht genau be-
stimmte Preise handelt. Nachdem nicht nachgewiesen ist, dass die Budgetpositio-
nen die Möglichkeit bieten sollten, auch ohne Bestellungsänderung das Kosten-
dach übersteigende Mehrkosten zu Lasten der Berufungsbeklagten abzurechnen, 
haben die Parteien die Budgetpositionen aber nach oben beschränkt, als sie sie 
dem Kostendach unterstellt haben. Daraus folgt, dass Budgetpositionen 
grundsätzlich auch ohne Bestellungsänderung teurer abgerechnet werden dürfen, 
als im GU-Vertrag vorgesehen – weil ihre Preise ja eben nicht fest bestimmt sind –
; dies gilt aber nur, soweit das garantierte Kostendach durch den Mehrpreis nicht 
überschritten wird.

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6. Im angefochtenen Urteil hat sich die Vorinstanz auch mit der Frage ausein-
ander gesetzt, ob die Parteien für Bestellungsänderungen zwingend die Schrift-
form vereinbart haben mit der Folge, dass Bestellungsänderungen, die ohne 
schriftliche Offerte der Berufungsklägerin an die Berufungsbeklagten und schriftli-
ches Akzept durch die Berufungsbeklagten ausgeführt worden sind, den Beru-
fungsbeklagten nicht entgegengehalten werden können und von diesen auch nicht 
vergütet werden müssen. Sie hat diese Frage nach Würdigung der Beweise und 
insbesondere des Verhaltens der Parteien während der Errichtung der Bauten 
verneint.

a) Die Berufungsbeklagten wenden sich in der Berufungsantwort gegen die 
Auffassung der Vorinstanz. Sie führen aus, sie hätten das Urteil der Vorinstanz im 
Ergebnis zwar akzeptiert im Sinne des Rechtsfriedens. Den Erwägungen der Vor-
instanz bezüglich der Frage der Bestellungsänderungen und deren Gültigkeit auch 
ohne Schriftform und dem dabei von der Vorinstanz den Berufungsbeklagten ge-
genüber erhobenen Vorwurf des Rechtsmissbrauchs vermöchten sie jedoch in 
keiner Weise zu folgen. Anschliessend bringen sie in der Berufungsantwort in die-
sem Punkt verschiedene Rügen vor.

b) Ziffer 10 des GU-Vertrages befasst sich mit dem Thema „Änderungen“ (Ak-
ten der Vorinstanz, GU-Vertrag, act. II/4, S. 12). Gemäss Ziffer 10.1 hat der Be-
steller dem Generalunternehmer seine Änderungswünsche so frühzeitig mitzutei-
len, dass der Baufortschritt nicht gehemmt wird und die Bauarbeiten nicht beein-
trächtigt werden. Weiter hält Ziffer 10.1 fest, dass der Generalunternehmer bei 
Änderungswünschen des Bestellers jeweils eine schriftliche Offerte erstellt und 
dass die Änderungen nur ausgeführt werden, wenn diese Offerte vom Besteller 
schriftlich angenommen worden ist. Die Parteien haben damit für Bestellungsän-
derungen grundsätzlich Schriftlichkeit vereinbart. Der GU-Vertrag enthält jedoch 
keinen Vorbehalt der Schriftlichkeit für seine eigene Abänderung. Die Parteien 
konnten daher von der vereinbarten Schriftlichkeit bei Bestellungsänderungen oh-
ne weiteres und insbesondere auch konkludent abweichen, sofern sie sich darin 
einig waren beziehungsweise ihr Verhalten als Abänderung verstanden werden 
musste. Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, ist daher von zentraler Bedeutung, 
wie die Parteien die (unbestrittenermassen vorhandenen) Änderungen im Tages-
geschäft gehandhabt haben. Aus der Aussage von A._____ geht hervor, dass die 
von ihm visierten Mehrkostenrechnungen von der Bauherrschaft teils schon vor-
gängig bewilligt worden waren, teils nachträglich besprochen und dann genehmigt 
oder nicht genehmigt worden sind (Akten der Vorinstanz, act. VII/4, S. 3 unten). 
Ob es für diese Zusatzarbeiten Offerten gegeben hatte oder nicht, wusste A._____ 

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nicht (vgl. Akten der Vorinstanz, act. VII/4, S. 3 unten). Die Berufungsbeklagten 
machen geltend, dass schriftliche Offerten für Bestellungsänderungen – abgese-
hen von jener für die Änderung der Fassade – gefehlt hätten. Die Berufungskläge-
rin wiederum behauptet nicht, dass sie für alle ausgeführten Änderungen schriftli-
che Offerten an die Berufungsbeklagten gestellt habe, die von den Berufungsbe-
klagten schriftlich akzeptiert worden seien. Solche finden sich in den Akten denn 
auch nicht für alle ausgeführten Änderungen. Bei dieser Beweislage führt die Aus-
sage von A._____ zum Schluss, dass die Berufungsbeklagten Mehrkostenrech-
nungen für Bestellungsänderungen auch bewilligt oder nachträglich genehmigt 
haben, wenn keine schriftliche Offerte und damit auch kein schriftliches Akzept 
derselben vorlagen. Allein diese Tatsache zeigt schon sehr deutlich auf, dass die 
Parteien im Tagesgeschäft bei Bestellungsänderungen übereinstimmend auf die 
an sich vereinbarte Schriftlichkeit verzichtet haben. Richtigerweise führt die Vorin-
stanz weitere Aspekte auf, die diesen Schluss stützen: Die Berufungsbeklagten 
haben die Bestellungsänderungen so entgegen genommen, wie sie die Beru-
fungsklägerin ausgeführt hatte. Sie haben sich weder gegen die Änderungen ge-
wehrt, noch haben sie deren Rücknahme verlangt oder den Bau eingestellt. Die 
Änderungen entsprachen offensichtlich genau dem Willen der Berufungsbeklag-
ten. Sowohl die Berufungsbeklagten als Fachbauherrschaft als auch ihr Architekt 
A._____ waren zudem ohne weiteres in der Lage, die Folgen und insbesondere 
die Kostenfolgen der Ausführung der Änderungen abzuschätzen, auch wenn keine 
schriftlichen Offerten vorlagen. Dass die Berufungsbeklagten geglaubt haben soll-
ten, ihre Bestellungsänderungen seien allesamt vom Kostendach gemäss Vertrag 
umfasst, ist unter diesen Umständen auszuschliessen. Über die Bausitzungen und 
insbesondere die Bausitzungsprotokolle, die ihnen und auch ihrem Architekten 
A._____ zugestellt wurden, waren die Berufungsbeklagten über den Verlauf des 
Baus und die Arbeiten im Detail informiert. Die Änderungen zum GU-Vertrag er-
gaben sich klar. Alle waren sich der Änderungen und des Verlaufs bewusst, woll-
ten sie auch, und so wurde die Baustelle nie eingestellt, sondern es wurde stets 
weiter gearbeitet, auch wenn aufgrund des Zeitdrucks bei Fortschreiten des Baus 
die Bereinigung der Mehrkosten vernachlässigt und schliesslich nicht mehr vorge-
nommen wurde. Aufgrund dieses dargestellten Sachverhalts und dabei insbeson-
dere aufgrund der Tatsache, dass die Berufungsbeklagten Mehrkosten auch ohne 
schriftliche Offerte und Akzept bewilligt beziehungsweise genehmigt haben, sowie 
des Umstands, dass die Berufungsbeklagten die Änderungen offensichtlich genau 
so wollten, wie sie ausgeführt worden sind, und sie das Werk mit Bezug auf die 
Änderungen bedingungslos entgegengenommen haben, ist der Vorwurf der Vorin-
stanz, die Berufungsbeklagten würden sich rechtsmissbräuchlich verhalten, wenn 

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sie nun bezüglich der ausgeführten Bestellungsänderungen den Einwand der feh-
lenden Schriftlichkeit erhöben, gerechtfertigt. Die Beweiswürdigung führt zum 
Schluss, dass die Parteien den GU-Vertrag konkludent dahingehend abgeändert 
haben, dass Bestellungsänderungen auch ohne schriftliche Offerte und ohne 
schriftliches Akzept möglich waren. Der Einwand der Berufungsbeklagten, die Be-
rufungsklägerin habe nicht nachgewiesen, dass sie für jede Bestellungsänderung 
eine schriftliche Offerte unterbreitet habe und diese Offerte schriftlich angenom-
men worden sei, geht daher ins Leere.

7. Bezüglich der einzelnen, noch strittigen Positionen ergibt sich was folgt:

a) Mit Bezug auf Position 9 sind die Kosten der Notspriessungen strittig. Die 
Berufungsklägerin macht geltend, die Notspriessungen seien Folge des gestörten 
Bauablaufs gewesen. Weder der Experte noch die Vorinstanz hätten berücksich-
tigt, dass das Spriessmaterial von Hand in das bereits betonierte Gebäude habe 
getragen und unter erschwerten Bedingungen habe montiert werden müssen. Oh-
ne diese Notspriessungen sei der Bauablauf gefährdet gewesen. Diese Arbeits-
gattung sei einmalig gewesen, vergleichbare Einheitspreise hätten gefehlt, wes-
halb der Baumeister in Regie abgerechnet habe. Ursache der Notspriessungen sei 
der Einbau eines zweiten Ladens und damit eine Projektänderung gewesen. Der 
Aufwand habe nachweislich den Regierechnungen entsprochen, weshalb diese 
Mehrkosten in vollem Umfange von den Berufungsbeklagten zu übernehmen sei-
en. – Die Behauptungen der Berufungsklägerin, die Notspriesse hätten unter er-
schwerten Bedingungen montiert werden müssen, ohne die Notspriessungen sei 
der Bauablauf gefährdet gewesen, die Arbeitsgattung sei einmalig gewesen und 
vergleichbare Einheitspreise hätten gefehlt, finden sich in den vorinstanzlichen 
Rechtsschriften nicht. Insoweit sind diese Behauptungen im Berufungsverfahren 
neu und daher nur zu hören, wenn sie ohne Verzug vorgebracht worden sind und 
trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor der Vorinstanz vorgebracht werden 
konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Augenscheinlich hatten sich die Umstände, die die 
Berufungsklägerin neu behauptet, bereits lange vor Einleitung der Klage verwirk-
licht und es wäre ohne Weiteres möglich gewesen, diese Behauptungen schon vor 
der Vorinstanz anzubringen, nachdem die Kostentragung bezüglich der Notspries-
sungen zwischen den Parteien von Anfang an umstritten war. Die in der Berufung 
neu vorgebrachten Behauptungen sind damit nicht zu hören. Des Weiteren hat die 
Berufungsklägerin vor der Vorinstanz einzig mit Bezug auf das Untergeschoss 
behauptet, die Spriesse hätten von Hand hineingetragen werden müssen; für das 
Erdgeschoss und das erste Obergeschoss fehlen entsprechende Behauptungen 
(vgl. Prozesseingabe, Akten der Vorinstanz, act. I/2, S. 6 f. Ziff. 3.3; Replik, Akten 

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der Vorinstanz, act. I/4, S. 7 lit. B; das Aufführen von Kosten für die Spriessung im 
EG und im 1. OG in der Zusammenstellung der Spriesskosten in der Replik stellt 
im Kontext der Begründung in den vorinstanzlichen Rechtsschriften offensichtlich 
keine Behauptung dar, dass die Spriesse von Hand in diese Geschosse hätten 
getragen werden müssen). In der Berufung macht die Berufungsklägerin nun aber 
geltend, das ganze Spriessmaterial habe von Hand getragen werden müssen. 
Soweit die Berufungsklägerin damit auch das Spriessmaterial für das Erdgeschoss 
und das erste Obergeschoss meint, handelt es sich aufgrund der fehlenden Be-
hauptungen im Verfahren vor der Vorinstanz um neue Behauptungen, die offen-
sichtlich die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllen, nachdem 
sich die behaupteten Umstände lange vor Klageeinleitung verwirklicht haben und 
die Tragung der Kosten der Spriessungen unter den Parteien stets umstritten war. 
Diese neuen Behauptungen sind daher nicht zu hören. Im Übrigen wäre die Be-
hauptung, die Spriesse hätten von Hand ins Erdgeschoss und ins erste Oberge-
schoss getragen werden müssen, aufgrund der Akten auch widerlegt. Der definiti-
ve Spriessplan lag am 24. Februar 2005 vor (Akten der Vorinstanz, act. II/13 und 
act. III/40). Die Decke des Erdgeschosses wurde erst ab dem 14. März 2005 ge-
schalt (vgl. das Protokoll der 14. Bausitzung, Akten der Vorinstanz, act. III/115, S. 
2 Ziff. 3.1). Es war daher ohne weiteres möglich, die notwendigen Spriesse mit 
dem Kran ins Erdgeschoss und ebenso ins erste Obergeschoss zu transportieren; 
besondere Leistungen wie ein Hineintragen von Hand fielen nicht an. Diese Sach-
lage führt des Weiteren zum Schluss, dass die Spriesse für das Erd- und das erste 
Obergeschoss problemlos gemäss den im Werkvertrag vereinbarten Einheitsprei-
sen (mit Anpassungen bezüglich der höheren Spriesslasten) abgerechnet werden 
konnten. Genau dies hat der Ingenieur H._____ in seiner Berechnung der Kosten 
der Notspriessung (Beilage 1 zum Gutachten von A._____, Akten der Vorinstanz, 
act. V/60), welche vom Experten B._____ als korrekt bezeichnet worden ist (Akten 
der Vorinstanz, act. V/19, S. 10 oben), denn auch getan. Mehrkosten für die 
Spriessung im Erd- und im ersten Obergeschoss sind daher über das hinaus, was 
von Ingenieur H._____ unter Einbezug der tatsächlich notwendigen Spriessung 
errechnet worden ist, nicht angefallen. Wenn die Berufungsklägerin für diese 
Spriesse mehr als den (den höheren Spriesslasten angepassten) Einheitspreis 
bezahlt hat, so hat sie diese über den (angepassten) Einheitspreis hinausgehen-
den Kosten selbst zu tragen.

Die Berufungsklägerin macht geltend, die Notspriessung sei aufgrund einer Pro-
jektänderung notwendig geworden, nämlich wegen des Einbaus eines zweiten 
Ladens im EG (Laden „Süd“). Es handle sich also um eine Bestellungsänderung. 

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Die Berufungsbeklagten bestreiten diese Behauptungen. Vergleicht man den 
Spriessplan (Akten der Vorinstanz, act. II/13 und act. III/40) mit den Baueingabe-
plänen (Akten der Vorinstanz, act. II/15 und act. III/116), so lässt sich leicht fest-
stellen, dass sämtliche Spriessreihen Wände in darüber liegenden Stockwerken 
abstützten, die von Anfang an geplant gewesen waren. Die definitive Spriessung, 
wie sie vom Ingenieur vorgegeben worden ist, wäre folglich auch angefallen, wenn 
keine Planänderung im EG vorgenommen worden wäre. Die vorliegend ausge-
führte Spriessung ist damit nicht Folge der Planänderung im EG und damit auch 
nicht Folge einer Bestellungsänderung. Es handelt sich insofern offensichtlich 
auch nicht um eine Notspriessung, die überraschend und unerwartet angefallen 
ist, sondern um eine normale Spriessung, die für Fachpersonen wie die Beru-
fungsklägerin in ihrer Ausdehnung zweifellos weitgehend voraussehbar war.

Die Berufungsklägerin macht ebenso geltend, die Notspriessung sei Folge des 
gestörten Bauablaufs gewesen. Aus den Akten ergibt sich, dass die Decke des 
Untergeschosses bereits Mitte Dezember 2004 betoniert worden war (vgl. Proto-
koll der 9. Bausitzung, Akten der Vorinstanz, act. III/115, S. 2 Ziff. 7, sowie Proto-
koll der 10. Bausitzung, Akten der Vorinstanz, act. III/115, S. 3 Ziff. 4). Der definiti-
ve Spriessplan lag jedoch erst am 24. Februar 2005 vor. Und dies, obwohl die Be-
rufungsbeklagten seit dem 25. November 2004 wussten, dass die Decke des Un-
tergeschosses voraussichtlich Mitte Dezember 2004 betoniert werden sollte (vgl. 
das Telefax von I._____ an Architekt A._____ vom 25. November 2004, Editionen 
der Berufungsklägerin, Ordner „Ausführungspläne Architekt – Korrespondenz, Lie-
ferscheine, ...“, Register Nr. 2). Es kann in dieser Konstellation, in der ein notwen-
diger Plan erst mehrere Monate zu spät vorliegt, offensichtlich von einem gestör-
ten Bauablauf gesprochen werden (dies betrifft die übrigen Geschosse nicht, war 
der Spriessplan dort doch lange vor dem Einschalen der Decken und damit recht-
zeitig vorhanden). In dem bereits erwähnten Telefax wurde der Architekt zudem 
ersucht, die notwendigen Planunterlagen dem Termin für das Betonieren der Un-
tergeschossdecke entsprechend zu forcieren. Zu den notwendigen Planunterlagen 
zählte offensichtlich auch der Spriessplan, sollten die Spriesse nicht zumindest 
teilweise von Hand in das Untergeschoss getragen werden müssen. Denn ohne 
den Spriessplan fehlten dem Baumeister die Daten bezüglich der abzustützenden 
Spriesslasten, weshalb nicht klar war, welche Spriesse Verwendung finden muss-
ten beziehungsweise ob neben den Deckenstützen der Deckenschalung über-
haupt noch weitere Spriesse nötig waren. Aufs Geratewohl Spriesse mit dem Kran 
ins Untergeschoss zu bringen, konnte keine Option sein. Die Berechnung der 
Spriesslasten und die Festlegung der Positionen der Spriesse waren Aufgaben 

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des Ingenieurs, welcher wiederum von den Berufungsbeklagten gestellt wurde. 
Dass der definitive Spriessplan erst am 24. Februar 2005 vorlag, obwohl die Beru-
fungsbeklagten ab dem 25. November 2004 wussten, dass die Decke des Unter-
geschosses voraussichtlich Mitte Dezember 2004 betoniert werden würde, ge-
reicht daher den Berufungsbeklagten zum Nachteil. Die Berufungsklägerin dahin-
gegen hatte offensichtlich nur die Möglichkeit, im Dezember 2004 ohne den 
Spriessplan fortzufahren mit der Konsequenz, dass Spriesse von Hand in das Un-
tergeschoss getragen werden mussten, was zu Mehrkosten führte, oder die Bau-
stelle zumindest teilweise einzustellen, bis der Spriessplan da war, was ebenso 
und augenscheinlich zu höheren Mehrkosten geführt hätte. Dass sie den Bau oh-
ne definitiven Spriessplan fortsetzen liess, kann ihr bei dieser Sachlage nicht vor-
geworfen werden. In Abwägung der gesamten Umstände gelangt die II. Zivilkam-
mer des Kantonsgerichts zum Schluss, dass die Mehrkosten, welche durch das zu 
späte Vorliegen des Spriessplans verursacht worden sind, zu Lasten der Beru-
fungsbeklagten gehen. Konkret haben die Berufungsbeklagten die Kosten zu tra-
gen, die darauf zurückzuführen sind, dass die Spriesse von Hand ins Unterge-
schoss getragen werden mussten. Nicht durch das verspätete Vorliegen des 
Spriessplans verursacht waren jedoch das Aufstellen, das Vorhalten sowie das 
Abbauen der Spriesse im Untergeschoss. Diese Arbeiten wären in gleichem Mas-
se auch angefallen, wenn der Spriessplan rechtzeitig vorgelegen hätte. Eine Ab-
rechnung in Regie für diese Arbeiten ist daher nicht gerechtfertigt, dafür kann auf 
den im Werkvertrag vereinbarten Einheitspreis zurückgegriffen werden (vgl. Art. 
87 der SIA-Norm 118, welche zwischen den Parteien vereinbart worden ist [Akten 
der Vorinstanz, act. II/4, Generalunternehmervertrag, S. 3 Ziff. 2.5]), der diese Ar-
beiten mitumfasst (vgl. den Werkvertrag, Akten der Vorinstanz, act. III/126, S. 29 
NPK R 093.190 [„Artikel 39 Absatz 2“]). Diese Kosten sind darum auch bereits in 
der Berechnung von Ingenieur H._____ berücksichtigt (Akten der Vorinstanz, act. 
V/60, Beilage 1). Für das Hereintragen der Spriesse ist jedoch die Abrechnung in 
Regie angebracht, da ein vergleichbarer Einheitspreis nicht gegeben ist. Die Beru-
fungsklägerin macht für die Spriesse im Untergeschoss gemäss Replik ohne Vor-
halten und Ausbau Kosten von Fr. 4‘637.95 und Fr. 1‘034.30, insgesamt somit Fr. 
5‘672.25, geltend (Akten der Vorinstanz, act. I/4, S. 7 f. unten). Bezüglich der 
Spriesse, die mit Fr. 1‘034.30 abgerechnet worden sind, hat die Berufungsklägerin 
für das Entfernen Fr. 545.60 veranschlagt (vgl. Replik, Akten der Vorinstanz, act. 
I/4, S. 8 oben; nachdem alle anderen Spriesse am 2. Juni 2005 bereits ausgebaut 
waren [vgl. Protokoll der 23. Bausitzung, Akten der Vorinstanz, act. III/115, S. 3 
Ziff. 3.3], können sich diese Kosten fürs Entfernen von Spriessen nur auf die am 
15. Juni 2005 neu eingebauten Spriesse beziehen [Rechnungen des Baumeisters, 

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Akten der Vorinstanz, act. II/19, S. 2 Rapport 20555, und act. II/20, S. 2 Rapport 
20570]). Da der Einbau der Spriesse kaum weniger Zeitaufwand erfordert haben 
dürfte als der Ausbau, kann der Aufwand für das Aufstellen der Spriesse im Un-
tergeschoss, der in den Regierechnungen enthalten ist, in etwa mit 50 % beziffert 
werden. Die Hälfte des geltend gemachten Regieaufwandes für die Spriessung im 
Untergeschoss entfällt mithin auf das Aufstellen, die andere Hälfte auf das Herein-
tragen der Spriesse. Die Berufungsklägerin hat damit Anspruch auf (gerundet) Fr. 
3‘000.-- für den zusätzlichen Aufwand, den das Hereintragen der Spriesse von 
Hand verursacht hat. Nachdem der von der Vorinstanz der Berufungsklägerin zu-
gesprochene Betrag die Kosten für das Hereintragen der Spriesse von Hand in 
das Untergeschoss nicht umfasst, ist die Berufung in diesem Punkt teilweise gut-
zuheissen und das vorinstanzliche Urteil insoweit aufzuheben. Der Berufungsklä-
gerin sind für die Spriessungen insgesamt Mehrkosten von Fr. 8‘000.-- zuzuspre-
chen (Fr. 5‘000.-- wie von der Vorinstanz und in der Berufungsantwort von den 
Berufungsbeklagten anerkannt plus Fr. 3‘000.-- für das Hereintragen der Spriesse 
ins Untergeschoss).

Der Vollständigkeit halber sei noch festgehalten, dass die Berufungsbeklagten 
geltend machen, es hätten auch die Deckenstützen der Deckenschalung als 
Spriesse verwendet werden können. Es trifft wohl zu, dass aus dem Blickwinkel 
der Kosten mit Vorteil soweit als möglich bereits aufgestellte Deckenstützen für 
Spriessungen verwendet werden. Vorliegend aber hat sich gezeigt, dass der 
Spriessplan noch nicht vorlag, als die Untergeschossdecke geschalt werden 
musste. Damit war noch nicht klar, welche Spriesslasten abgedeckt werden und 
wo die Spriesse stehen mussten, weshalb der Baumeister bei der Schalung keine 
Rücksicht darauf nehmen konnte. Dass die Deckenstützen die notwendigen 
Spriesslasten tragen konnten und an den Orten standen, an denen später auch 
die Spriessreihen stehen mussten, ist daher nicht gesichert. Es steht folglich nicht 
fest beziehungsweise ist nicht nachgewiesen, dass der Baumeister die Decken-
stützen als Spriesse hätte verwenden können. Der Argumentation der Berufungs-
beklagten kann aus diesem Grund nicht gefolgt werden.

b) Bei Position 14d macht die Berufungsklägerin geltend, die Vorinstanz habe 
Minderkosten in Höhe von Fr. 51‘200.-- anerkannt. Dabei habe sie übersehen, 
dass in diesem Betrag Fr. 20‘869.-- für die schlussendlich nicht realisierte Verbin-
dung der Tiefgarage unter der _____strasse hindurch in die Tiefgarage J._____ 
enthalten seien. Gemäss Ziffer 5 des GU-Vertrages seien Arbeiten ausserhalb des 
Grundstückes, worum es sich bei dieser Verbindung gehandelt hätte, jedoch vom 
Leistungsumfang ausgeklammert. Die Nichtrealisierung der Verbindung zur Tief-

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garage J._____ könne daher nicht als Minderkosten aufgerechnet werden, was 
die Minderkosten auf Fr. 30‘331.-- reduziere. – In der Replik im vorinstanzlichen 
Verfahren hat die Berufungsklägerin am Schluss eine Zusammenstellung der 
Mehr- und Minderkosten vorgenommen. Darin hat sie unter Position 14d explizit 
Minderkosten in Höhe von Fr. 51‘200.-- aufgeführt (Akten der Vorinstanz, act. I/4, 
S. 19 unten). Weder in der Prozesseingabe noch in der Replik hat sie Vorbehalte 
diesbezüglich angebracht. Damit aber hat die Berufungsklägerin in ihrer Replik 
unter Position 14d Minderkosten von Fr. 51‘200.-- anerkannt. Kommt hinzu, dass 
die von ihr in der Berufung vorgetragene Argumentation, dass es sich bei Fr. 
20‘869.-- um Kosten für Arbeiten ausserhalb des Grundstücks handle, welche vom 
Kostendach ausgeklammert seien, so dass sie nicht als Minderkosten aufgerech-
net werden dürften, neu ist, finden sich entsprechende Behauptungen doch weder 
in der Prozesseingabe noch in der Replik im vorinstanzlichen Verfahren. Gemäss 
Art. 317 Abs. 1 ZPO sind neue Behauptungen nur zu hören, wenn sie ohne Ver-
zug vorgebracht worden sind und wenn sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht bereits 
vor der Vorinstanz vorgebracht werden konnten. Es ist offensichtlich und bedarf 
keiner weiteren Begründung, dass die nun verwendete Argumentation der Beru-
fungsklägerin mit zumutbarer Sorgfalt bereits vor der Vorinstanz hätte vorgebracht 
werden können. Die neuen Behauptungen der Berufungsklägerin bezüglich der 
von der Vorinstanz unter Position 14d anerkannten Minderkosten sind daher nicht 
zu hören. Die Berufung ist in diesem Punkt abzuweisen.

c) Unter Position 14e sind die Kosten für die Baustelleneinrichtung umstritten. 
Die Berufungsklägerin führt aus, infolge der Neuerschliessung der Tiefgarage über 
die Tiefgarage des D._____ anstatt über den J._____ habe die gesamte Baustel-
leneinrichtung, insbesondere der Kran, umgestellt werden müssen. Dafür habe es 
keine vertraglichen Grundlagen gegeben, auf welche die Preise hätten abgestützt 
werden können. Es sei auch naheliegend, dass das Umstellen einer Baustellenin-
stallation bei einer Baustelle unter Betrieb nicht die gleichen Kosten verursache 
wie eine Installation auf grüner Wiese, weshalb der Baumeister nach Aufwand ab-
gerechnet habe. Der Baumeister habe zudem die Kalkulationsgrundlage offenge-
legt, so dass diese Aufwandposition ohne weiteres überprüft werden könne. – Die 
Berufungsklägerin macht unter Position 14e mit Bezug auf die Baustelleninstallati-
on eine Forderung von insgesamt Fr. 51‘950.95 geltend (Fr. 38‘928.50 für die 
Baustelleninstallation und Fr. 13‘022.45 für das längere Vorhalten derselben). Die 
Vorinstanz hat sich im angefochtenen Urteil zur Baustelleninstallation und den 
dafür anrechenbaren Mehrkosten nicht explizit geäussert, sie hat jedoch die ent-
sprechende Berechnung des Experten B._____ übernommen. Gemäss Expertise 

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sind der Berufungsklägerin für die Baustelleninstallation im Zusammenhang mit 
dem Verbindungsgang D._____ inklusive längerem Vorhalten Mehrkosten von Fr. 
10‘000.-- zuzugestehen. Der Experte stützt sich dabei auf die Berechnungen und 
Kostenreduktionen im Gutachten von A._____, welche er als nachvollziehbar und 
korrekt beurteilt hat (Akten der Vorinstanz, act. V/19, S. 13 „Antwort auf Frage 6“). 
Sowohl die Vorinstanz, als auch der Experte und A._____ übersehen dabei, dass 
die Berufungsbeklagten in ihrer Prozessantwort im Zusammenhang mit dem Ver-
bindungsgang D._____ für die Baustelleninstallation gewisse Mehrkosten aus-
drücklich anerkannt haben. So gehen sie mit Bezug auf die Umstellung der Bau-
stelleninstallation von berechtigten Mehrkosten in Höhe von Fr. 19‘702.90 aus (Ak-
ten der Vorinstanz, act. I/3, S. 50 Ziff. 7.3/a). Als Mehrkosten für den Installations-
anteil für die verlängerte Zufahrt und für das Vorhalten anerkennen sie Fr. 
12‘129.65 (Akten der Vorinstanz, act. I/3, S. 51 f. Ziff. 7.3/b). Dies ergibt anerkann-
te Mehrkosten für die Baustelleninstallation im Zusammenhang mit dem Verbin-
dungsgang D._____ von insgesamt Fr. 31‘832.55. In der Duplik haben die Beru-
fungsbeklagten zunächst festgestellt, dass sie an ihren Darlegungen in der Kla-
geantwort festhalten würden, um dann aber nach ausführlicher Zitation des Gut-
achtens von A._____ anzumerken, es würden die in der Zusammenstellung der 
Mehr-/Minderkosten vom 24.08.2009 durch die Berufungsbeklagten eingesetzten 
Beträge anerkannt. In der genannten Zusammenstellung haben die Berufungsbe-
klagten für die Baustelleninstallation bei der Zufahrt zur Einstellhalle – offenbar in 
Anlehnung an das Gutachten von A._____ – Fr. 10‘000.-- als Mehrkosten einge-
setzt (Akten der Vorinstanz, act. III/94, Ziff. 14). Die Berufungsbeklagten wider-
sprechen sich damit offensichtlich selbst. Die Anerkennung in der Prozessantwort 
erfolgte für den Fall, dass das Gericht eine schriftliche Offertstellung für Bestel-
lungsänderungen sowie deren schriftliche Annahme als nicht notwendig erachtete. 
Dies ist vorliegend der Fall. Andere Vorbehalte machten die Berufungsbeklagten 
nicht. Die Anerkennung in der Prozessantwort ist mithin rechtsgültig erfolgt; die 
Ausführungen in der Duplik vermögen daran nichts zu ändern. Dies insbesondere 
auch unter Berücksichtigung, dass die Berufungsbeklagten in der Duplik explizit 
darauf hingewiesen haben, dass sie an ihren Darlegungen in der Prozessantwort 
festhalten würden. Es ist folglich von einer Anerkennung der Forderung der Beru-
fungsklägerin für die Baustelleninstallation im Zusammenhang mit dem Verbin-
dungsgang D._____ in Höhe von Fr. 31‘832.55 auszugehen. Unter diesen Um-
ständen ist ein Abweichen von der Expertise in diesem Punkt angezeigt. Der Beru-
fungsklägerin stehen unter Position 14e für die Baustelleninstallation Mehrkosten 
in Höhe von Fr. 31‘832.55 zu.

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Die von der Berufungsklägerin in der Berufung vorgebrachten Argumente vermö-
gen keine höheren Mehrkosten zu belegen, soweit sie überhaupt zu hören sind. 
Die Behauptung, dass die Umstellung der Baustelleninstallation ein unvorherge-
sehenes Ereignis gewesen sei, für welches keine vertraglichen Grundlagen be-
standen hätten, auf welche die Preise hätten abgestützt werden können, bringt die 
Berufungsklägerin in der Berufung zum ersten Mal vor. Die Behauptung ist mithin 
neu. Da sie mit zumutbarer Sorgfalt bereits vor der ersten Instanz hätte vorgetra-
gen werden können, nachdem sich die Umstände lange vor Einleitung der Klage 
verwirklicht hatten und die Tragung der Kosten der Baustelleninstallation unter 
Position 14e zwischen den Parteien auch vor der Vorinstanz strittig war, ist sie im 
Berufungsverfahren nicht zu hören (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Inwieweit die Kürzun-
gen von A._____, die vom Experten B._____ als nachvollziehbar und korrekt beur-
teilt worden sind, willkürlich sein sollen, begründet die Berufungsklägerin nicht wei-
ter. Ebenso wenig führt sie näher aus, weshalb eine Umstellung der Baustellenin-
stallation bei einer Baustelle unter Betrieb nicht die gleichen Kosten verursachen 
soll wie eine Installation auf grüner Wiese. Es ist selbstverständlich vorauszuset-
zen, dass erstere gut geplant wird, so dass Wartezeiten etc. weitgehend vermie-
den beziehungsweise minimiert werden können. Sollte die Berufungsklägerin mit 
diesem Argument ebenso wie vor der Vorinstanz geltend machen wollen, dass es 
nicht möglich sei, bei bereits begonnenem Bau Preise zu den ursprünglichen Ver-
tragsbedingungen auszuhandeln, so sei ihr entgegen gehalten, dass es auch un-
ter diesen Umständen ihre Aufgabe als Generalunternehmerin war, mit den ihr zur 
Verfügung stehenden Mitteln den für die Bauherren günstigsten Preis auszuhan-
deln. Sie hätte zudem jederzeit mit den Bauherren Rücksprache nehmen können. 
Zentral jedoch ist Folgendes: Als Mehrkosten anrechenbar sind nur jene Kosten, 
die durch die Bestellungsänderung (andere Zufahrt zur Einstellhalle) entstanden 
sind. Kosten, die auch ohne Bestellungsänderung angefallen wären, sind keine 
Mehrkosten. Die Baustelleneinrichtung hätte auch dann zur Verfügung stehen 
müssen, wenn die Zufahrt zur Tiefgarage wie anfangs geplant über den J._____ 
realisiert worden wäre. Die Kosten der Baustelleneinrichtung als solche sind daher 
keine Mehrkosten. Ebenso wenig aber wäre einsichtig, weshalb bei dieser Aus-
gangslage – die Baustelleneinrichtung war ohnehin notwendig – die Bestellungs-
änderung zu einer Neuverhandlung der Preise für die Baustelleneinrichtung als 
solche hätte führen müssen. Mehrkosten können bezüglich der Baustelleneinrich-
tung als solche nicht angefallen sein. Was jedoch durch die Bestellungsänderung 
verursacht war, war die Umstellung der Baustelleninstallation, allenfalls auch ein 
längeres Vorhalten. Hier können Mehrkosten entstanden sein.

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Aus der Kalkulationsgrundlage für die Kosten der Baustelleninstallation, die die 
Berufungsklägerin eingelegt hat (Akten der Vorinstanz, act. II/104), geht in Verbin-
dung mit der Offerte für die Baustelleninstallation (Akten der Vorinstanz, act. II/66) 
klar hervor, dass die offerierten und von der Berufungsklägerin als Mehrkosten 
verlangten Fr. 38‘928.50 nicht nur das Umstellen der Baustelleninstallation betref-
fen, sondern auch deren Miete beziehungsweise das Vorhalten für zwei Monate 
(vgl. den in der Offerte explizit festgehaltenen Hinweis: „Gesamte Baustellenein-
richtung für die Dauer der Leistung des Unternehmers. Umstellen der gesamten 
Installation ab Decke neue ESH inklusive. Vorhaltezeit Oktober – November 
2005“). Damit ist offensichtlich, dass von vornherein nicht der gesamte Betrag der 
Kalkulation als Mehrkosten veranschlagt werden kann, da die Miete beziehungs-
weise das Vorhalten ohnehin angefallen wären. Alle Punkte, die mit der Miete für 
zwei Monate zu tun haben, fallen daher weg. Die Berufungsbeklagten haben ge-
stützt auf die Kalkulationsgrundlage Fremdleistungen (Umstellen Kran) und die 
Löhne für die Umstellung anerkannt (Prozessantwort, Akten der Vorinstanz, act. 
I/3, S. 50 Ziff. 7.3/a; vgl. auch Akten der Vorinstanz, act. III/59). Mehr steht der 
Berufungsklägerin unter dem Titel Mehrkosten nicht zu.

Was nun die von der Berufungsklägerin geltend gemachten Kosten für das länge-
re Vorhalten der Baustelleninstallation betrifft, so können diese nicht nachvollzo-
gen werden. Gemäss Ausmass vom 9. Juni 2005 wurde eine längere Vorhaltezeit 
von 3.79 Monaten in Rechnung gestellt (Akten der Vorinstanz, act. III/61, S. 3). 
Waren die Monate Oktober und November 2005 von der Offerte abgedeckt, so 
umfasste das in Rechnung gestellte längere Vorhalten den Zeitraum von Dezem-
ber 2005 bis gegen Ende März 2006. Gemäss Bauprogramm war die Zufahrt zur 
Einstellhalle jedoch am 27. Januar 2006 fertiggestellt (Akten der Vorinstanz, act. 
III/16). Eine Vorhaltezeit bis gegen Ende März 2006 erscheint damit nicht als ge-
rechtfertigt. In der undatierten Zusammenstellung der Mehraufwendungen des 
Baumeisters, welche die Berufungsklägerin eingereicht hat, wird für das längere 
Vorhalten die Zeit bis zum 10. Februar 2006 angegeben; überraschenderweise 
wird die längere Vorhaltezeit jedoch trotz ihrer kürzeren Dauer mit demselben Be-
trag abgerechnet wie im Ausmass vom 9. Juni 2005 (Akten der Vorinstanz, act. 
II/65). Zudem wird ein Teil der längeren Vorhaltezeit mit 07. – 16. November 2005 
angegeben, obwohl das Vorhalten im November 2005 laut Offerte bereits in dieser 
enthalten war. Gemäss der von der Berufungsklägerin im vorinstanzlichen Verfah-
ren eingelegten Kopie des Ausmasses vom 9. Juni 2005 deckt der offerierte Be-
trag von Fr. 38‘928.50 sogar das Vorhalten bis Ende Dezember 2005 ab (Akten 
der Vorinstanz, act. II/67). Da sich aus den Akten nicht mit der notwendigen Si-

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cherheit schliessen lässt, wie lange das längere Vorhalten der Baustelleneinrich-
tung effektiv gedauert hat, sind die tatsächlichen Mehrkosten für das längere Vor-
halten nicht eruierbar. Unter diesen Umständen kann der Berufungsklägerin unter 
diesem Titel nicht mehr zugesprochen werden, als die Berufungsbeklagten in der 
Prozessantwort anerkannt haben.

Damit steht fest, dass die Berufungsklägerin für die Baustelleninstallation im Zu-
sammenhang mit dem Verbindungsgang D._____ Mehrkosten von Fr. 31‘832.55 
geltend machen kann. Die Vorinstanz hat ihr lediglich Fr. 10‘000.-- zugesprochen. 
Die Berufung ist in diesem Punkt mithin teilweise begründet und das vorinstanzli-
che Urteil insoweit aufzuheben. Der Berufungsklägerin sind unter Position 14e für 
die Baustelleneinrichtung Mehrkosten in Höhe von Fr. 31‘832.55 zuzusprechen.

d) Der nächste Punkt, den die Berufungsklägerin anficht, betrifft die Kosten für 
die Fassade. Wie bereits in Erwägung 4a/dd festgestellt, sind die in der Berufung 
vorgebrachten Argumente neu im Sinne von Art. 317 Abs. 1 ZPO. Da sie mit zu-
mutbarer Sorgfalt bereits vor der ersten Instanz hätten vorgebracht werden kön-
nen, sind sie im Berufungsverfahren nicht zu hören. Selbst wenn sie aber zu prü-
fen wären, vermöchten sie nicht zu überzeugen. Die Berufungsklägerin macht gel-
tend, die Mehrkosten bezüglich der Fassade rührten von einer Ausdehnung des 
Leistungsumfangs aufgrund von Planungs- und Projektänderungen her. Gemäss 
Schlussrechnung der Firma Gebrüder C._____ (Akten der Vorinstanz, act. II/23) 
sind jedoch lediglich insgesamt Fr. 8‘015.80 auf Projektänderungen, Käuferwün-
sche und Planungsfehler zurückzuführen (die der Berufungsklägerin jedoch nicht 
als Mehrkosten zugesprochen werden können, da die entsprechende Behauptung 
nicht zu hören ist und damit fehlt). Die Summe aller in der Schlussrechnung aus-
gewiesenen Regiearbeiten beträgt Fr. 14‘109.75. Offensichtlich hängt die massive 
Kostenüberschreitung von in etwa Fr. 100‘000.-- nicht mit Planungs- und Projek-
tänderungen und auch nicht mit Regiearbeiten zusammen. Es fällt sodann auf, 
dass die Schlussrechnung bis zum „Total Werkvertrag“ – bei welchem Rabatt, 
Skonto, Abzüge und die Mehrwertsteuer noch nicht berücksichtigt sind – (Akten 
der Vorinstanz, act. II/23, S. 6 unten) bis auf knapp Fr. 19‘000.-- der im Werkver-
trag offerierten Summe (ebenfalls vor Rabatt, Skonto und Abzügen sowie exklusiv 
Mehrwertsteuer) entspricht (Akten der Vorinstanz, act. II/128, S. 17 und 18). Daran 
anschliessend werden in der Schlussrechnung jedoch weitere Arbeiten und Zu-
schläge aufgeführt, die sich im Werkvertrag nicht finden. Geht man die Liste 
durch, zeigt sich schnell, dass es sich dabei um Arbeiten und Zuschläge handelt, 
die mit der verputzten Aussenwärmedämmung ohnehin angefallen wären. Die Be-
rufungsklägerin hat denn auch in ihrer Replik vor der Vorinstanz explizit festge-

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stellt, dass „in der Offerte der Firma Gebr. C._____ [...] zahlreiche Positionen [fehl-
ten], die unabhängig von der ausführenden Unternehmung für das Aufbringen der 
verputzten Aussendämmung erforderlich gewesen wären. [...] Der Betrag [...] für 
diese Fassadenfläche war zudem ungenügend, da die Ausschreibung sich als un-
vollständig erwies“ (Akten der Vorinstanz, act. I/4, S. 11 Ziff. 3.9). Die Berufungs-
klägerin hat damit zugestanden, dass die massive Kostenüberschreitung auf eine 
unvollständige Ausschreibung zurückzuführen ist. Eine mangelhafte Devisierung 
geht jedoch zu Lasten desjenigen, der die Devisierung vorgenommen hat, mit Be-
zug auf die Fassade also zu Lasten der Berufungsklägerin. Die von der Beru-
fungsklägerin verschuldete ungenügende Ausschreibung kann nicht dazu führen, 
dass die Berufungsbeklagten eine massive Überschreitung der ihnen zuvor be-
kanntgegebenen und von ihnen akzeptierten offerierten Kosten (Akten der Vor-
instanz, act. III/41) hinzunehmen hätten. Dies insbesondere unter Berücksichti-
gung, dass nicht nachgewiesen ist, dass den Berufungsbeklagten die Ausschrei-
bung beziehungsweise die Offerte der Firma Gebrüder C._____ vor dem Akzept 
des Vergabeantrags im Detail bekannt war.

Die Vorinstanz hat im Zusammenhang mit der Fassade nicht nur die Überbindung 
von Mehrkosten auf die Berufungsbeklagten abgelehnt, sondern sie hat auch ei-
nen Minderpreis in Abzug gebracht. In der Berufung äussert sich die Berufungs-
klägerin dazu nicht, auch nicht für den Fall, dass die von ihr geltend gemachten 
Mehrkosten nicht zugesprochen werden. Es fehlt mithin an substantiierten Rügen, 
so dass die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts sich nicht weiter damit beschäfti-
gen muss. Selbst wenn der Abzug eines Minderpreises jedoch zu beurteilen wäre, 
so würde er sich als rechtens erweisen. Im Kostenvoranschlag, der Grundlage des 
Kostendaches war, war eine Keramikfassade vorgesehen (Akten der Vorinstanz, 
act. II/4, KV revidiert, S. 2 BKP 226.9). Zur Ausführung gelangte eine verputzte 
Aussenwärmedämmung. Gemäss Expertise B._____ besteht zwischen einer hin-
terlüfteten gedämmten Keramikfassade und einer verputzten Aussenwärmedäm-
mung ein grosser Qualitätsunterschied, der sich deutlich auf den Preis auswirkt 
(Akten der Vorinstanz, act. V/19, S. 19 oben). Die verputzte Aussenwärmedäm-
mung wurde denn auch weitaus günstiger offeriert als die Keramikfassade (Akten 
der Vorinstanz, act. III/41 und act. II/22), was die Ausführungen des Experten 
bestätigt. Die Berufungsbeklagten haben mit der verputzten Aussenwärmedäm-
mung mithin eine Fassade erhalten, die nicht dieselbe Qualität und auch nicht 
denselben Wert aufweist wie die im Kostenvoranschlag aufgeführte und im Kos-
tendach enthaltene Keramikfassade. Die Berufungsbeklagten haben erheblich 
weniger bekommen, als gemäss Kostenvoranschlag und damit Kostendach vor-

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gesehen war. Dass sich diese bedeutende Verminderung der Qualität und damit 
des Wertes der Baute auf das Kostendach – den Preis des Werkes – auswirken 
muss, ist offensichtlich. Die Vorinstanz hat damit – in Anlehnung an die Expertise 
– zu Recht einen Minderpreis in Abzug gebracht. Die Höhe dieses Minderpreises 
wird von der Berufungsklägerin nicht substantiiert bestritten, so dass es dabei 
bleiben muss.

e) Der nächste Punkt, den die Berufungsklägerin anficht, betrifft die Mehrkos-
ten für das Gerüst Süd-/Westfassade (Position 23). Die Berufungsklägerin macht 
geltend, dass das Gerüst nicht nur zum Verschliessen eines Lochs, sondern für 
die ganze Süd- und Westfass