# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1634290a-e06e-56b0-9e3a-28063862cf85
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-01
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 01.06.2021 ZK1 2020 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2020-6_2021-06-01.html

## Full Text

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\n       	Kantonsgericht Schwyz

\n       	1

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\n   Urteil vom 1. Juni 2021
\n   ZK1 2020 6
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\n      	Mitwirkend

\n      	Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin,
Kantonsrichter Pius Schuler, Jörg Meister,
Josef Reichlin und lic. iur. Jeannette Soro,
Gerichtsschreiberin lic. iur. Gabriela Thurnherr.

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\n      	In Sachen

\n      	A.________,
Klägerin und Berufungsführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
 
gegen
 
C.________,
Beklagter und Berufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
 
 
 

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\n      	betreffend

\n      	elterliche Obhut, Besuchsrecht, Kindesunterhalt

\n     \n    \n   \n   (Berufung gegen das Urteil der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz vom 27. Dezember 2019, ZEV 2018 42);-
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\n   hat die 1. Zivilkammer,
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\n    nachdem sich ergeben:
\n   A. A.________ und C.________ sind die unverheirateten Eltern von G.________.
\n   a) Am 30. Oktober 2018 klagte A.________ beim Bezirksgericht Schwyz gegen C.________ betreffend Kindesunterhalt für G.________ und Zuteilung der alleinigen Obhut unter Gewährung eines gerichtsüblichen Besuchsrechts (Vi-act. 1). Daraufhin reichte C.________ beim Bezirksgericht Schwyz am 19. November 2018 ein Gesuch um vorsorgliche Massnahmen ein (angefochtene Verfügung, lit. B; Verfahren ZES 2018 564). Mit Verfügung vom 12. Dezember 2018 ordnete die Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz Folgendes an (angefochtene Verfügung, lit. C):
\n   1.1 G.________ wird einstweilen bis zu einem anderslautenden gerichtlichen Entscheid oder Entscheid der Kindesschutzbehörde unter die alternierende elterliche Obhut der Parteien gestellt. Der Wohnsitz von G.________ wird einstweilen bis zu einem anderslautenden gerichtlichen Entscheid oder Entscheid der Kindesschutzbehörde bei der Gesuchsgegnerin, A.________, festgesetzt.
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\n   1.2 G.________ wird einstweilen bis zu einem anderslautenden gerichtlichen Entscheid oder Entscheid der Kindesschutzbehörde zu folgenden Zeiten vom Gesuchsteller betreut:
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\n    - von Donnerstag, 9.00 Uhr, bis Samstag, 17.00 Uhr
\n   - in den ungeraden Wochen von Samstag, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr
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\n   1.3 In den übrigen Zeiten wird G.________ einstweilen bis zu einem anderslautenden gerichtlichen Entscheid oder Entscheid der Kindesschutzbehörde von der Gesuchsgegnerin betreut.
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\n   2. [Errichtung Beistandschaft]
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\n   3. [Abweisung Prozesskostenvorschuss]
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\n   4. [Gerichtskosten, Rückzahlung Vorschuss an Gesuchsteller]
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\n   5. [Parteientschädigung]
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\n   6. [Gewährung unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung der Gesuchstellerin]
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\n   7.-8 [Rechtsmittel, Zustellung]
\n   Die dagegen von A.________ erhobene Berufung hiess das Kantonsgericht mit Beschluss vom 10. April 2019 (ZK2 2018 95) insofern teilweise gut, als es die Dispositivziffern 4, 5 und 6 Abs. 2 der angefochtenen Verfügung aufhob und die Kostenfolgen neu festsetzte. Im Übrigen wies es die Berufung ab und bestätigte die Anordnung der alternierenden Obhut.
\n   b) Am 18. Juni 2019 stellte A.________ beim Bezirksgericht Schwyz ein Gesuch um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen und beantragte die alleinige elterliche Obhut für G.________ unter Gewährung eines gerichtsüblichen Besuchsrechts zugunsten des Vaters (angef. Verfügung, lit. F, Verfahren ZES 2019 394). Mit Verfügung vom 17. September 2019 wies die Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz das Gesuch um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen ab, soweit darauf eingetreten wurde (angef. Verfügung, lit. G). Die dagegen von A.________ am 30. September 2019 erhobene Berufung wies das Kantonsgericht mit Beschluss vom 10. Juni 2020 ab (ZK2 2019 63).
\n   c) Im vorliegenden Hauptverfahren (ZEV 2018 42) stellte A.________ folgende Klagebegehren (Vi-act. 1):
\n   1. Die elterliche Sorge sei beiden Eltern zu belassen.
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\n   2. G.________ sei unter die alleinige Obhut der Klägerin zu stellen und es sei ihr die Pflege und Erziehung zuzuweisen.
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\n   3. Es sei ein gerichtsübliches Besuchsrecht anzuordnen.
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\n   4. [Unterhaltsbeiträge]
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\n   5. Es sei der Beklagte zu verpflichten, ausserordentliche Kindesunterhaltskosten (z.B. Brillen, Zahnkorrekturen, Therapiekosten, schulische Fördermassnahmen, Schul- und Studiengebühren, Sprachaufenthalte, Schul- und Sportlager etc.) zur Hälfte zu bezahlen, soweit nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für diese Kosten aufkommen.
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\n   6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.
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\n   Prozessantrag
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\n   1. Der Beklagte sei zu verpflichten, allfällige Gerichtskosten der Klägerin zu bevorschussen und an deren Anwaltskosten einen ersten Kostenvorschuss von CHF 6’000.00, evtl. wie viel, zu bezahlen.
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\n   2. Eventualiter sei der Klägerin unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und den Bevollmächtigten, RA B.________ als unentgeltlicher Rechtsbeistand einzusetzen.
\n   Mit Klageantwort vom 21. Dezember 2018 beantragte der Berufungsgegner Folgendes (Vi-act. 15):
\n   1. Antrag Ziff. 1 der Klage sei gutzuheissen.
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\n   2. G.________ sei unter die alternierende Obhut der Parteien zu stellen.
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\n    C.________ sei zu berechtigen und zu verpflichten, seine Tochter G.________ wie folgt zu betreuen:
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\n    - von Donnerstag, 9.00 Uhr bis Samstag, 17.00 Uhr
\n   - in den ungeraden Wochen von Samstag, 17.00 Uhr bis Sonntag, 17.00 Uhr
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\n    A.________ sei zu berechtigen und zu verpflichten, ihre Tochter G.________ wie folgt zu betreuen:
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\n    - von Sonntag, 17.00 Uhr bis Donnerstag, 9.00 Uhr
\n   - in den geraden Wochen von Samstag, 17.00 Uhr bis Sonntag, 17:00 Uhr
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\n   Der Sonntag sei zwischen den Parteien jeweils unter Berücksichtigung der allfälligen Arbeitszeiten der Parteien zwei Monate im Vor­aus festzulegen.
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\n   Die Parteien seien zu berechtigen und verpflichten, G.________ auf eigene Kosten und ohne Abzug von den Unterhaltsbeiträgen während 4 Ferienwochen pro Kalenderjahr zu betreuen. Das Ferienobhutsrecht sei zwischen den Parteien mindestens drei Monate im Voraus abzusprechen.
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\n   C.________ sei zu berechtigen und verpflichten, seine Tochter G.________ zudem in ungeraden Jahren am 24. Dezember, von 8:00 Uhr, bis 25. Dezember, 18:00 Uhr, zu betreuen. A.________ sei zu berechtigen und verpflichten, ihre Tochter G.________ am 24. Dezember, von 8:00 Uhr, bis 25. Dezember, 18:00 Uhr, in geraden Jahren zu betreuen.
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\n   3. Es sei festzustellen, dass sich die Parteien für die Tochter G.________ gegenseitig keine Kinderunterhaltsbeiträge schulden.
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\n   4. Anderslautende oder weitergehende Anträge der Klägerin seien abzuweisen.
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\n   5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.
\n   Anlässlich der Hauptverhandlung vom 29. März 2019 änderte die Berufungsführerin ihre Anträge betreffend die Unterhaltsbeiträge (Ziff. 4) und bezifferte den Prozesskostenvorschuss auf Fr. 7‘000.00, evtl. wie viel. Im Übrigen hielt sie an den gestellten Anträgen fest (Vi-act. 25). Der Berufungsgegner hielt ebenfalls an seinen Anträgen fest (Vi-act. 24, S. 2).
\n   Die Berufungsführerin änderte ihre Anträge anlässlich der Fortsetzung der Hauptverhandlung am 4. Dezember 2019 wie folgt (Vi-act. 50; nur Änderungen zitiert):
\n   1. [= Klagebegehren Ziff. 1]
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\n   2.1 [= Klagebegehren Ziff. 2]
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\n   2.2 [= Klagebegehren Ziff. 3]
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\n   2.3 Eventualiter sei G.________ unter Veränderung des Wohnsitzes des Beklagten nach Schwyz unter die alternierende Obhut der Parteien zu stellen.
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\n   3. Zur Ausübung des Besuchsrechts sei ein Besuchsbeistand einzusetzen.
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\n   4. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin an den Unterhalt der gemeinsamen Tochter G.________ Unterhaltsbeiträge zzgl. allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen im Voraus und ab Verfall zu 5 %, mindestens wie folgt zu bezahlen:
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\n    a) Hauptantrag: alleinige Obhut
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\n    1. Phase (10.2017-07.2019)
\n    Barunterhalt CHF 1’449.00 (zzgl. CHF 1’033.15) / Betreuungsunterhalt CHF 158.00
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\n    2. Phase (08.2019-07.2021)
\n    Barunterhalt CHF 940.00 (zzgl. CHF 1’130.95) / Betreuungsunterhalt CHF 158.00
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\n    3. Phase (08.2021-29.05.2025)
\n    Barunterhalt CHF 1’140.00 (zzgl. CHF 1’000.80) / Betreuungsunterhalt CHF 608.00
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\n    4. Phase (30.05.2025-08.2027)
\n    Barunterhalt CH 1’513.00 (zzgl. CHF 894.60) / Betreuungsunterhalt CHF 736.00
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\n    5. Phase (08.2027-29.05.2031)
\n    Barunterhalt CHF 1’313.00 (zzgl. CHF 1’056.60) / Betreuungsunterhalt CHF 106.20
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\n    6. Phase (30.05.2031-Abschluss einer angemessenen Erstausbildung)
\n    Barunterhalt CHF 1’313.00 (zzgl. CHF 1’073.40)
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\n    b) Eventualantrag: alternierende Obhut
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\n    1. Phase (10.2017-07.2019)
\n    Barunterhalt CHF 1’346.00 (zzgl. CHF 1’006.00) / Betreuungsunterhalt CHF 262.70
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\n    2. Phase (08.2019-07.2021)
\n    Barunterhalt CHF 1’330.00 (zzgl. CHF 1’039.65) / Betreuungsunterhalt CHF 262.70
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\n    3. Phase (08.2021-29.05.2025)
\n    Barunterhalt CHF 850.00 (zzgl. CHF 1’123.99) / Betreuungsunterhalt CHF 321.00
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\n    4. Phase (30.05.2025-08.2027)
\n    Barunterhalt CHF 1’323.00 (zzgl. CHF 1’080.00) – sofern keine Drittbetreuung: CHF 1’123.00 Barunterhalt (zzgl. …) / Betreuungsunterhalt CHF 321.00
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\n    5. Phase (08.2027-29.05.2031)
\n    Barunterhalt CHF 1’123.00 (zzgl. CHF 1’047.00) / Betreuungsunterhalt CHF 352.18
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\n    6. Phase (30.05.2031-Abschluss einer angemessenen Erstausbildung)
\n    Barunterhalt CHF 1’112.00 (zzgl. CHF 1’118.00)
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\n   5. [= Klagebegehren Ziff. 5]
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\n   6. [Weihnachtsfeiertage]
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\n   7. [Kostenfolgen]
\n   Im Übrigen hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.
\n   Mit Urteil vom 27. Dezember 2019 erkannte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz wie folgt (Vi-act. 54):
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\n    	          G.________ wird unter die alternierende elterliche Obhut beider Parteien gestellt. Der Wohnsitz von G.________ befindet sich am Wohnsitz der Klägerin, A.________.

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\n    	          Der Beklagte wird berechtigt und verpflichtet, G.________ zu folgenden Zeiten zu betreuen:

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\n   -          von Donnerstag, Schulbeginn (bzw. 7.30 Uhr falls unterrichtsfrei), bis Samstag, 17.00 Uhr,
\n   -          in den ungeraden Wochen von Samstag, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr.
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\n   Die Klägerin wird berechtigt und verpflichtet, G.________ in den übrigen Zeiten zu betreuen.
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\n    	          Unbesehen der Regelung nach Ziff. 1.2 wird der Beklagte berechtigt und verpflichtet, G.________ wie folgt zu betreuen:

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\n   -          vom 25. Dezember, 9.00 Uhr, bis 26. Dezember 9.00 Uhr;
\n   -          in den geraden Jahren über das Osterwochenende ab Gründonnerstag, Schulende, bis Ostermontag, 18.00 Uhr;
\n   -          in den ungeraden Jahren über das Pfingstwochenende von Samstag, 9.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr;
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\n   Unbesehen der Regelung nach Ziff. 1.2 wird die Klägerin berechtigt und verpflichtet, G.________ wie folgt zu betreuen:
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\n   -          vom 24. Dezember, 9.00 Uhr, bis 25. Dezember 9.00 Uhr;
\n   -          in den ungeraden Jahren über das Osterwochenende ab Gründonnerstag, Schulende, bis Ostermontag, 18.00 Uhr;
\n   -          in den geraden Jahren über das Pfingstwochenende von Samstag, 9.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr.
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\n    	          Unbesehen der Regelung nach Ziff. 1.2 sind die Parteien ferner berechtigt, G.________ je vier Wochen mit sich oder zu sich auf Besuch zu nehmen, wobei das Ferienrecht auf maximal zwei Wochen am Stück beschränkt wird. Sie sind verpflichtet, die Ausübung des Ferienbesuchsrechts mindestens drei Monate im Voraus anzumelden bzw. mit dem anderen Elternteil abzusprechen. Im Streitfall hat die Klägerin in den geraden Jahren und der Beklagte in den ungeraden Jahren den Vorrang.

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\n    	          Die Erziehungsgutschrift ist den Parteien je hälftig anzurechnen. Die entsprechende Mitteilung an die AHV erfolgt durch die Parteien selbst.

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\n   2. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für G.________ die folgenden monatlichen Kinderunterhaltbeiträge zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats:
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\n    2.1 Ab 1. November 2017 bis 31. Juli 2020 Fr. 1’270.00
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\n    2.2 Ab 1. August 2020 bis 31. Mai 2025:  Fr.   590.00
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\n    2.3 Ab 1. Juni 2025 bis 31. Mai 2031:  Fr.    670.00
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\n    2.4 Ab 1. Juni 2031 bis zum Abschluss einer
\n     angemessenen Erstausbildung:   Fr.    645.00
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\n   3. Der Beklagte ist berechtigt, die von ihm bereits bezahlten Kinderunterhaltsbeiträge an die geschuldeten Unterhaltsbeiträge anzurechnen.
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\n   4. [Indexierung]
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\n   5. [Fortführung der Beistandschaft]
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\n   6. Im Übrigen werden die Anträge der Parteien abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.
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\n   7.-11. [Kosten, Entschädigung, unentgeltliche Rechtspflege, Rechtsmittel, Zustellung]
\n   B. Dagegen erhob die Berufungsführerin am 3. Februar 2020 Berufung mit folgenden Anträgen (KG-act. 1):
\n   1. Die Dispositivziffern 1.1, 1.2, 1.4, 1.5, 2.1, 2.2, 2.3, 2.4, 7, 8 des angefochtenen Urteils seien aufzuheben.
\n    
\n   2. In Abänderung des Urteils vom 27. Dezember 2019 (Prozess-Nr. ZEV 2018 42) sei Ziffer 1.1. aufzuheben und die gemeinsame Tochter G.________ unter die alleinige elterliche Obhut der Kindsmutter zu stellen.
\n    
\n   3. In Abänderung des Urteils vom 27. Dezember 2019 (Prozess-Nr. ZEV 2018 42) sei Ziffer 1.2. aufzuheben und dem Kindsvater ein gerichtsübliches Besuchsrecht (jedes zweite Wochenende) zu gewähren.
\n    
\n   4. In Abänderung des Urteils vom 27. Dezember 2019 (Prozess-Nr. ZEV 2018 42) sei Ziffer 1.4. aufzuheben und dem Kindsvater ein Ferienrecht von 4 Wochen maximal 2 Wochen am Stück unter Vor­anmeldung bzw. Absprache drei Monate im Voraus zu gewähren.
\n    
\n   5. In Abänderung des Urteils vom 27. Dezember 2019 (Prozess-Nr. ZEV 2018 42) sei Ziffer 1.5. aufzuheben und die Erziehungsgutschriften der Kindsmutter/Berufungsklägerin anzurechnen.
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\n   6. In Abänderung des Urteils vom 27. Dezember 2019 (Prozess-Nr. ZEV 2018 42) sei Ziffer 2.1-2.4 aufzuheben und der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Klägerin an den Unterhalt der gemeinsamen Tochter G.________ Unterhaltsbeiträge zzgl. allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen im Voraus und ab Verfall zu 5 %, mindestens wie folgt zu bezahlen:
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\n    6.1. alleinige Obhut
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\n     6.1.1.  1. Phase (10.2017-31.4.2018)
\n     Barunterhalt CHF 2’136.63 (inkl. Überschuss CHF 988.15)
\n     Betreuungsunterhalt CHF 875.15
\n     6.1.2.  2. Phase (1.5.2018-31.12.2018)
\n     Barunterhalt CHF 2’427.50 (inkl. Überschuss CHF 931.00)
\n    Betreuungsunterhalt CHF 812.70
\n     6.1.3.  3. Phase (1.1.2019-31.7.2019)
\n     Barunterhalt CHF 1’860.72 (inkl. Überschuss CHF 1’060.20)
\n       Betreuungsunterhalt CHF 862.70
\n     6.1.4.  4. Phase (08.2019-07.2020)
\n     Barunterhalt CHF 1’829.43 (inkl. Überschuss CHF 1’089.45)
\n     Betreuungsunterhalt CHF 777.15
\n     6.1.5.  5. Phase (1.8.2020-31.5.2025)
\n     Barunterhalt CHF 1’860.70 (inkl. Überschuss CHF 1’060.22)
\n     Betreuungsunterhalt CHF 862.70
\n     6.1.6.  6. Phase (1.5.2025-31.08.2031)
\n     Barunterhalt CHF 2’359.80 (inkl. Überschuss CHF 986.28)
\n    Betreuungsunterhalt CHF 659.40
\n   6.1.7.  7. Phase (1.6.2031-Abschluss einer angemessenen Erstausbildung)
\n    Barunterhalt CHF 2’539.80 (inkl. Überschuss­anteil CHF 1’166.30)
\n    
\n   6.2. Eventualantrag (alternierende Obhut)
\n    
\n    6.2.1.  1. Phase (10.2017-31.4.2018)
\n     Barunterhalt CHF 1’976.65 (inkl. Überschuss CHF 958.15)
\n    Betreuungsunterhalt CHF 875.15
\n    6.2.2.  2. Phase (1.5.2018-31.12.2018)
\n     Barunterhalt CHF 2’267.50 (inkl. Überschuss CHF 901.02)
\n    Betreuungsunterhalt CHF 812.70
\n    6.2.3.  3. Phase (1.1.2019-31.7.2019)
\n     Barunterhalt CHF 1’700.70 (inkl. Überschuss CHF 1’030.25)
\n    Betreuungsunterhalt CHF 862.70
\n    6.2.4.  4. Phase (08.2019-07.2020)
\n     Barunterhalt CHF 1’669.43 (inkl. Überschuss CHF 1’059.45)
\n    Betreuungsunterhalt CHF 777.15
\n    6.2.5.  5. Phase (1.8.2020-31.5.2025)
\n     Barunterhalt CHF 1’700.72 (inkl. Überschuss CHF 1’033.25)
\n    Betreuungsunterhalt CHF 862.70
\n    6.2.6.  6. Phase (1.5.2025-31.08.2031)
\n     Barunterhalt CHF 2’129.78 (inkl. Überschuss CHF 956.30)
\n    Betreuungsunterhalt CFH 659.40
\n   6.2.7.  7. Phase (1.6.2031-Abschluss einer angemessenen Erstausbildung)
\n    Barunterhalt CHF 2’309.80 (inkl. Überschuss­anteil CHF 1’136.28)
\n    
\n   7. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
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\n   8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Berufungsbeklagten betreffend das vorliegende wie auch das vor­instanzliche Verfahren.
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\n   Prozessuale Anträge
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\n   1. Der Berufungsklägerin sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und den Bevollmächtigten, RA B.________, als unentgeltlicher Rechtsbeistand einzusetzen.
\n   Mit Berufungsantwort vom 19. März 2020 beantragte der Berufungsgegner Folgendes (KG-act. 9):
\n   1. Die Anträge der Berufungsklägerin seien abzuweisen.
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\n   2. Die Dispositivziffern 2.1-2.4, 6, 7, und 9 des Urteils des Bezirksgerichts Schwyz vom 27. Dezember 2019 seien aufzuheben.
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\n   3. Die Dispositivziffern 2.1-2.4 seien aufzuheben und der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten der Berufungsklägerin für G.________ monatliche im Voraus zu bezahlende Kinderunterhaltsbeiträge in der Höhe von CHF 400.00 zu bezahlen abzüglich der bisher geleisteten Beiträge.
\n    
\n   4. Die Dispositivziffer 9 sei aufzuheben und die unentgeltliche Rechtspflege der Berufungsklägerin sei mangels Bedürftigkeit abzuweisen.
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\n   5. Die Dispositivziffer 6 und 7 seien aufzuheben und die gesamten Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Berufungsklägerin aufzuerlegen.
\n   Mit Anschlussberufungsantwort vom 7. Mai 2020 hielt die Berufungsführerin an ihren Anträgen fest und beantragte zusätzlich die vollumfängliche Abweisung der Anschlussberufung, soweit darauf eingetreten werden könne, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Anschlussberufungsklägers (KG-act. 11).
\n   Der Berufungsgegner reichte am 25. Mai 2020 eine Stellungnahme ein (KG-act. 13). Am 27. Mai 2020 liess der Berufungsgegner persönlich dem Kantonsgericht eine Eingabe zukommen (KG-act. 16). Anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 5. Februar 2021 wurden die Parteien befragt, woraufhin beide Stellung nehmen konnten. Das anschliessende Vergleichsgespräch verlief ergebnislos (KG-act. 21). Am 8. Februar 2021 wurden verschiedene Unterlagen einverlangt (KG-act. 23-25), die am 17. Februar 2021 (Berufungsgegner, KG-act. 26) bzw. am 19. Februar 2021 (Berufungsführerin, KG-act. 27) eingereicht wurden. Hierzu nahmen beide Parteien am 4. März 2021 Stellung (KG-act. 29, 30);-
\n    
\n   in Erwägung:
\n   1. Das Urteil der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz vom 27. Dezember 2019 erwuchs in den Dispositivziffern 3 (Anrechnung bereits bezahlter Kinderunterhaltsbeiträge), 4 (Indexierung der Kinderunterhaltsbeiträge) und 5 (Fortführung der Beistandschaft) unangefochten in Rechtskraft. Angefochten sind die Obhutszuteilung (Dispositivziffer 1.1), die Betreuungszeiten (Dispositivziffer 1.2), die AHV-Erziehungsgutschriften (Dispositivziffer 1.5) und die Kinderunterhaltsbeiträge (Dispositivziffer 2) sowie die Kostenfolgen (Dispositivziffer 7 und 8).
\n   Im Anwendungsbereich des uneingeschränkten Untersuchungsgrundsatzes – insbesondere in Kinderbelangen (