# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0529f5e6-af93-5c7b-b184-d0d8dd4b8d93
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.08.2019 725 18 314/197
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-18-314-197_2019-08-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 15. August 2019 (725 18 314 / 197) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Einstellung der Versicherungsleistungen: Uneinigkeit zwischen Fachärzten, ob der Status 

quo sine vel ante bezüglich der beim Unfallereignis erlittenen AC-Gelenksverletzung vor-

liegt; Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Klärung des medizinischen Sachver-

halts 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichter 

Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Natalie Matiaska, Advo-
katin, Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Direktion 
Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern, Beschwerdegegnerin, 
vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 106, Post-
fach 109, 4018 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
 

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. Der 1945 geborene A.____ ist seit 1. Januar 2008 bei der B.____ angestellt. Durch die 
Arbeitgeberin ist er bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (Versiche-
rung) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Mit Unfall-
meldung vom 25. Oktober 2016 liess A.____ der Versicherung durch seine Arbeitgeberin einen 
Unfall melden. Danach sei er am 30. September 2016 gestürzt, als ein Hund in sein Fahrrad 
gesprungen sei. Am gleichen Tag suchte A.____ die C.____ auf, wo die behandelnde Ärztin eine 
Schulterprellung links, Schürfungen an der linken Schulter, am linken Ellbogen und am linken 
Knie und am Folgetag zudem Rippenbrüche 4 – 6 feststellte (vgl. Einträge ins Patientendossier 
vom 30. September 2016 und 1. Oktober 2016). Danach stand der Versicherte bei seinem Haus-
arzt, Dr. med. D.____, FMH Allgemeinmedizin, in Behandlung. Wegen anhaltender Schulter-
schmerzen überwies Dr. D.____ den Versicherten im Februar 2017 an Dr. med. E.____, FMH 
Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Klinik F.____. Mit den bildgebenden 
Untersuchungen vom 20. Februar 2017 konnten eine Tendinopathie der Supraspinatussehne so-
wie eine Tendinopathie/Teilläsion der langen Bizepssehne auf der Höhe des Bizepssehnen-Pul-
ley nachgewiesen werden. Weiter wurde der Verdacht auf eine erlittene Luxation des Schulter-
Eckgelenks (= AC-Gelenk) mit Hämatom geäussert (vgl. Bericht von PD Dr. med. G.____, FMH 
Radiologie, vom 20. Februar 2017). Da die Schulterschmerzen trotz intensiver Physiotherapie 
anhielten, schlug Dr. E.____ am 19. Januar 2018 eine Schulterarthroskopie mit lateraler Clavicu-
laresektion, Acromioplastik sowie Bizepstenotomie vor. Daraufhin unterbreitete die Versicherung 
den Fall ihrem beratenden Arzt, Dr. med. H.____, FMH Chirurgie. Mit Verfügung vom 12. März 
2018 stellte die Versicherung gestützt auf die vertrauensärztliche Beurteilung vom 3. Februar 
2018 fest, dass der Status quo sine vel ante per 31. Dezember 2016 eingetreten sei. Ein Anspruch 
auf Versicherungsleistungen ab dem 1. Januar 2017 bestehe somit nicht. Die dagegen erhobene 
Einsprache des Versicherten wies die Versicherung mit Entscheid vom 30. August 2018 ab.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokatin Natalie 
Matiaska, am 20. September 2018 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung So-zialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Es wurde die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die 
Erbringung der Versicherungsleistungen über den 31. Dezember 2016 hinaus beantragt. Even-
tualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Versicherung zurückzu-
weisen; alles unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde der Antrag gestellt, 
es sei ein medizinisches Gutachten einzuholen. In der Begründung wurde im Wesentlichen die 
Beweistauglichkeit der vertrauensärztlichen Aktenbeurteilung von Dr. H.____ vom 3. Februar 
2018 beanstandet. Zudem teilte der Versicherte mit, dass die von Dr. E.____ empfohlene Schul-
teroperation am 9. März 2018 in der Klinik F.____ durchgeführt worden sei.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 7. Dezember 2018 beantragte die Versicherung, vertreten 
durch Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. Sie wies darauf hin, 
dass sie im Sinne einer Zweitmeinung eine Stellungnahme von Dr. med. I.____, FMH Allgemein-
chirurgie und Traumatologie, eingeholt habe. Gestützt auf seine Beurteilung vom 5. November 
2018 sei davon auszugehen, dass einzig die Rippenfrakturen, welche zwischenzeitlich abgeheilt 
seien und die Verletzungen am AC-Gelenk auf das Unfallereignis zurückzuführen seien. Diesbe-
züglich sei der Status quo sine vel ante spätestens am 31. Dezember 2017 eingetreten.  
 

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

D. Nachdem der Versicherte eine Stellungnahme von Dr. E.____ vom 5. Februar 2019 und 
das vom Hausarzt geführte Patientendossier eingeholt hatte, liess er durch seine Rechtsvertre-
terin am 13. Februar 2019 eine Replik einreichen. Darin wies er darauf hin, dass in der dem 
Einspracheentscheid zugrundeliegenden Verfügung vom 12. März 2018 die Leistungen per 
31. Dezember 2016 eingestellt worden seien. In der Vernehmlassung werde gestützt auf die Be-
urteilung von Dr. I.____ nun aber davon ausgegangen, dass die Leistungseinstellung erst per 
Ende Dezember 2017 rechtmässig sei. Damit habe die Versicherung ihre Leistungspflicht teil-
weise anerkannt. Strittig sei somit nur noch sein Leistungsanspruch ab 1. Januar 2018. 
Dr. E.____ begründe anhand der Arthro-MRI-Bilder vom 20. Februar 2017 schlüssig, dass die bis 
zur Operation vom 9. März 2018 geklagten Schulterbeschwerden auf das Unfallereignis vom 30. 
September 2016 zurückzuführen seien. Dadurch sei die Versicherung über den 31. Dezember 
2017 hinaus leistungspflichtig.  
 
E.  Die Versicherung hielt in ihrer Duplik vom 14. März 2019 an der Abweisung der Be-
schwerde fest. Sie machte geltend, dass die Stellungnahme von Dr. I.____ vom 5. November 
2018 überzeuge. Daran ändere auch der nachträgliche Parteibericht von Dr. E.____ vom 5. Feb-
ruar 2019 nichts, nehme dieser doch keine Stellung zur Beurteilung von Dr. I.____. Weiter führte 
sie an, dass die Einträge von Dr. D.____ im Patientendossier unleserlich seien, weshalb daraus 
nichts zu Gunsten des Versicherten abgeleitet werden könne.  
 
F. Auf Aufforderung des Kantonsgerichts reichte der Versicherte durch seine Rechtsvertre-
terin am 24. April 2019 eine Abschrift des Patientendossiers von Dr. D.____ ein. Nach Zustellung 
dieser Abschrift an die Versicherung reichte die Versicherung am 29. Mai 2019 ihre Stellung-
nahme an. Dabei beantragte sie weiterhin die Abweisung der Beschwerde. 
 
G. In der Eingabe vom 25. Juni 2019 nahm der Versicherte keinen neuen Standpunkt ein. 
Die Versicherung verzichtete auf die Einreichung einer weiteren Stellungnahme.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der Versi-
cherte wohnt in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft 
zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge-
richt als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der 
Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist damit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde vom 20. September 2018 ist einzutreten.  

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
2. Strittig ist der Leistungsanspruch des Versicherten. Während die Versicherung in ihrer 
Verfügung vom 12. März 2018 sich noch auf den Standpunkt gestellt hat, dass ab 1. Januar 2017 
keine Leistungen geschuldet seien, hat sie in ihrer Vernehmlassung vom 7. Dezember 2018 ge-
stützt auf die Beurteilung von Dr. I.____ vom 5. November 2018 ihre Leistungspflicht bis 31. De-
zember 2017 anerkannt. Infolge dieser teilweisen Anerkennung der Beschwerde ist vorliegend 
nur noch zu prüfen, ob der Versicherte über den 31. Dezember 2017 hinaus Anspruch auf Leis-
tungen der Versicherung hat.  
 
3.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Laut Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Ände-
rung des UVG vom 25. September 2015 werden jedoch Versicherungsleistungen für Unfälle, die 
sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufs-
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So 
verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die 
dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
3.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person.  
 
3.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integ-
ritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 
181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in 
der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend 
dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforder-
lich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 
genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche o-
der geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten 
nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung ent-
fiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 
gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, wo-
rüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen 
der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis-

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zu-
sammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 
3.1 mit Hinweisen). Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem 
eingetretenen Schaden ist nach der Rechtsprechung dann zu bejahen, wenn das Ereignis nach 
dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet 
ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also 
durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis).  
 
3.4 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürli-
che und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem 
im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit nachgewiesen sein (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit nunmehr 
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versi-
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 
363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Mit dem Erreichen des 
Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. 
Solange der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer 
gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und 
Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG 
fallen (Urteil des Bundesgerichts vom 11. März 2014, 8C_637/2013, E. 2.3.2). 
 
3.5 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das So-
zialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür-
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob 
dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-
nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten be-
gründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.6 Bei Entscheiden gestützt auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im We-
sentlichen oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, 
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zwei-
fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungs-
externe medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten 
anzuordnen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
4.1 Gemäss den Behandlungseinträgen von Dr. med. J.____, FMH Allgemeine Innere Me-
dizin, C.____, verletzte sich der Versicherte am 30. September 2016 beim Sturz mit dem Fahrrad 
an der linken Schulter und erlitt zudem Schürfungen am linken Ellbogen und am linken Knie sowie 
Frakturen an den Rippen 4 – 6 (vgl. Einträge vom 30. September 2016 und 1. Oktober 2016). Zur 
Behandlung der starken Schmerzen wurden dem Versicherten Schmerzmittel verschrieben. Am 
3. und 7. Oktober 2016 vermerkte Dr. J.____ eine Verbesserung der Schmerzsituation. Zur Wei-
terbehandlung wurde der Versicherte an den Hausarzt verwiesen. Dr. D.____ notierte im Patien-
tendossier, dass der Versicherte anlässlich der Konsultationen vom 21. Oktober 2016, 13. De-
zember 2016 und am 24. Januar 2017 weiterhin über Schulterschmerzen, insbesondere beim 
Sternoclaviculargelenk (SC-Gelenk), geklagt habe (vgl. Abschrift der Einträge ins Patientendos-
sier vom 16. April 2019).  
 
4.2 Auf Zuweisung von Dr. D.____ stand der Versicherte bei Dr. E.____ in Behandlung. In 
seinem Bericht vom 8. Februar 2017 hielt dieser fest, dass der Versicherte seit dem Unfall über 
persistierende Schulterschmerzen klage. Bei der klinischen Untersuchung habe er ein druckdo-
lentes und minimal instabiles SC-Gelenk links sowie eine geringe Druckdolenz über dem AC-
Gelenk und dem Tuberculum majus vorgefunden. Die Aussenrotationskraft gegen Widerstand 
sei leicht vermindert und der Impingement-Test nach Hawkins sei positiv gewesen. Bei der Situ-
ation am SC-Gelenk handle es sich um einen Status nach Subluxation. Aufgrund des von 
Dr. E.____ geäusserten Verdachts auf eine Rotatorenmanschettenläsion wurde am 20. Feb-ruar 
2017 eine MRI-Arthrografie veranlasst. Gestützt auf diesen bildgebenden Befund von PD Dr. 
G.____ vom 20. Februar 2017 kam Dr. E.____ in seinem Bericht vom 22. Februar 2017 zum 
Schluss, dass beim Versicherten eine minimale bursaseitige Partialläsion der Supraspinatus-
sehne, eine Tendinitis der Bizepssehne, eine umschriebene Flüssigkeitsansammlung im Bereich 
des AC-Gelenks und eine Knochenmarksödembildung im Bereich der lateralen Clavicula mit 
möglichem altem Hämatom nachzuweisen sei. Als Behandlung schlug er vorerst Physiotherapie 
mit lokalantalgischen Massnahmen, eine Weichteilbehandlung sowie eine Zentrierung der Schul-
ter vor. Knapp 6 Monate später berichtete Dr. E.____ am 15. August 2017, dass die Schmerzen 
mit der Physiotherapie deutlich hätten reduziert werden können. Bei feinmotorischen Übungen 
träten teilweise Schmerzen an der linken Schulter und beim Fahrradfahren im Brustbereich auf. 
Der Versicherte nehme keine Medikamente mehr ein und weise wenig Druckdolenz über dem 
AC-Gelenk auf. Nach wie vor sei der Impingement-Test nach Hawkins leicht schmerzhaft. Aktuell 

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

bestehe noch eine Reizung der Bizepssehne. Am 19. Januar 2018 berichtete Dr. E.____ wieder 
über persistierende Schmerzen, welche vor allem im Überkopfbereich und teilweise beim Liegen 
auf der linken Schulter, auch nachts, aufträten. Nach der Physiotherapie träten verstärkt Schmer-
zen auf. Der Palm-up-Test, der Impingement-Test nach Hawkins und der Horizontaladduktions-
test seien positiv gewesen.  
 
4.3 Dem Patientendossier des Hausarztes, Dr. D.____, ist zu entnehmen, dass der Versi-
cherte anlässlich der Konsultation vom 13. Dezember 2016 über einen verbesserten Zustand der 
Rippen berichtete. Es beständen aber nach wie vor Schulterschmerzen links und vor allem beim 
SC-Gelenk, das auch geschwollen sei. Beim AC-Gelenk habe der Versicherte keine Schmerzen 
mehr. Am 24. Januar 2017 äusserte er, dass die Beschwerden an der Schulter abnähmen, aber 
noch nicht verschwunden seien. Phasenweise beständen linksseitige Armschmerzen und ein 
leichter Schmerz beim SC-Gelenk. Am 11. September 2018 bestätigte Dr. D.____, dass ihn der 
Versicherte vor dem Unfallereignis nie wegen Schulterbeschwerden konsultiert habe. 
 
4.4 Dr. H.____ beurteilte die bisherige medizinische Aktenlage in seinem Kurzbericht vom 
3. Februar 2017 (recte: 2018). Als unfallkausale Diagnosen hielt er eine AC-Gelenksprengung/-
zerrung links, Frakturen der Rippen 4 – 6 links und einen Verdacht auf eine Subluxation des SC-
Gelenks links fest. Die Tendinopathie der langen Bizepssehne mit Teilläsion des Pulley-Komple-
xes sei auf einen Vorzustand zurückzuführen und somit unfallfremd. Der Status quo sine vel ante 
sei am 31. Dezember 2016 erreicht worden. Die aktuelle Beschwerdesymptomatik sei am ehes-
ten durch die unfallfremde Tendinopathie der langen Bizepssehne zu erklären. Klinisch seien 
keine Hinweise für eine bleibende Instabilität des AC-Gelenks dokumentiert. 
 
4.5 Dr. E.____ äusserte in einer E-Mail zur Einschätzung von Dr. H.____, dass in der Arthro-
MRI vom 20. Februar 2017 klar hervorgehe, dass ein altes Hämatom vorhanden sei, welches 
vom Unfall herrühre. Anlässlich der Schulterarthroskopie mit lateraler Clavicularresektion, Acro-
mioplastik und Bizepstenotomie vom 9. März 2018 stellte er einen instabilen Bizepssehnenansatz 
entsprechend einer Läsion des superioren Labrums von anterior nach posterior (= SLAP) nach 
Snyder Grad II, eine partielle Pulley-Läsion, ein leicht degenerativ verändertes vorderes Labrum, 
eine artikulärseitige minimale Unterflächenläsion im Bereich der Supraspinatussehne, ein ver-
dicktes, ventral ausgefranstes Ligamentum coracoacromiale als Zeichen eines Impingement-
Syndroms sowie eine leichte Dehiszenz beim AC-Gelenk mit deutlichen Vernarbungen und altem 
Hämatom fest. 
 
4.6 In der im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingeholten Beurteilung von Dr. I.____ 
vom 5. November 2018 sind als Diagnosen eine Schulterkontusion links, eine AC-
Gelenksverletzung links, eine Rippenserienfraktur 4 - 6 links, ein interkurrent aufgetretenes symp-
tomatisches subacromiales Impingement der linken Schulter mit Tendinopathie der Supraspi-
natussehne und der langen Bizepssehne sowie einer SLAP-II-Läsion aufgeführt. Beim Sturz sei 
das linke AC-Gelenk im Sinne einer Tossy-Läsion I bis II verletzt und die Rippen 4 - 6 gebrochen 
worden. Diese Verletzungen könnten über mehrere Monate Beschwerde bereiten. Es sei nicht 
anzunehmen, dass das linke Glenohumeralgelenk relevant verletzt worden sei, ansonsten es 
dem Versicherten nicht möglich gewesen wäre, die Schulter schon nach einer Woche annähernd 

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

normal zu bewegen. Auch in der Arthro-MRI-Untersuchung vom 20. Februar 2017 hätten beim 
AC-Gelenk keine relevanten Verletzungsfolgen festgestellt werden können; eine SLAP-Läsion 
sei nicht sichtbar gewesen. Demgegenüber habe sich eine Tendinopathie der Supraspinatus-
sehne und der langen Bizepssehne gezeigt, was auf ein nicht symptomatisches subacromiales 
Impingement hinweise. Entsprechend seien auch die von Dr. E.____ durchgeführten Impinge-
ment-Tests positiv gewesen. Beim Impingement-Syndrom handle es sich um eine degenerative 
Abnutzung im ansatznahen Bereich der Supraspinatussehne und im intraartikulären Bereich der 
langen Bizepssehne. Das Impingement sei erstmals bei der Konsultation vom 19. Januar 2018 in 
Form von Schmerzen bei Überkopfarbeiten symptomatisch geworden. Dies sei typisch für ein 
degeneratives Leiden. Die am 9. März 2018 angewandte Operationstechnik (Erweiterung des 
subacromialen Raumes mit Acromioplastik und Bursektomie, Tenotomie der langen Bi-
zepssehne) spreche zudem für das Vorliegen eines subacromialen Impingements. Die SLAP-
Läsion habe erst mit der Operation vom 9. März 2018 nachgewiesen werden können. Da diese 
Läsion auf dem Arthro-MRI vom 20. Februar 2017 nicht sichtbar gewesen sei, sei sie mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit in der Zeit danach und vor der Operation vom 9. März 2018 ent-
standen. Sie sei damit als unfallfremd zu betrachten; zumal die Arthro-MRI-Untersuchung eine 
zuverlässige Untersuchungsmethode sei, um eine SLAP-Läsion nachzuweisen. Die Tatsache, 
dass der Versicherte anfänglich auf der linken Schulter habe liegen können, selten unter Nacht-
schmerzen gelitten und im August 2017 keine Schmerzmittel mehr eingenommen habe, deute 
jedenfalls auf eine unfallfremde Problematik hin. Zudem sei eine Schulterkontusion nicht geeig-
net, eine traumatische SLAP-Läsion zu verursachen. Ausserdem wäre eine annähernd normale 
Schulterbeweglichkeit – wie dies beim Versicherten vorgelegen habe – nicht möglich gewesen. 
Er gehe davon aus, dass der Status quo sine vel ante in Bezug auf die Rippenfrakturen ca. 6 
Monaten nach dem Sturz und in Bezug auf die unfallbedingte AC-Gelenksverletzung am 15. Au-
gust 2017 erreicht gewesen sei.  
 
4.7 In seiner Stellungnahme vom 5. Februar 2019 führte Dr. E.____ weiter aus, dass die 
AC-Verletzung nach Tossy II und die SLAP-Läsion II unfallkausal seien. Im Arthro-MRI vom 
20. Februar 2017 habe eine umschriebene Flüssigkeitsansammlung im Bereich des AC-Gelenks 
mit Knochenmarksödembildung der lateralen Clavicula und altem Hämatom festgestellt werden 
können. Dieses Hämatom habe zu therapieresistenten Beschwerden geführt, so dass am 9. März 
2018 eine Schulterarthroskopie links mit Bizepstenotomie, lateraler Clavicularesektion und Hä-
matomentfernung habe durchgeführt werden müssen. Klinisch zeigten sich eine Druckdolenz 
über dem AC-Gelenk und ein positiver Horizonaladduktionstest, was für eine AC-Verletzung spre-
che. Ein Sturz nach vorne mit abgestrecktem Arm könne – wie vorliegend - zu einer traumatischen 
SLAP-Läsion nach Snyder II führen. Nach nochmaliger Durchsicht der Arthro-MRI-Bilder vom 20. 
Februar 2017 habe er festgestellt, dass sich Kontrastmittel unter das obere Labrum angereichert 
habe; dies spreche für das Vorliegen einer SLAP-Läsion nach Snyder II. Entgegen der Ansicht 
von Dr. I.____ sei die Beweglichkeit nach einer AC-Verletzung nicht eingeschränkt. Da es sich 
vorliegend nicht um eine glenohumerale Problematik handle, sei die Schulterbeweglichkeit völlig 
normal. Seit der Operation vom 9. März 2018 seien das AC-Gelenk indolent und der Horizon-
taladduktionstest negativ, was auf einen guten Verlauf hindeute. Es sei deshalb davon auszuge-
hen, dass die bis zum operativen Eingriff geklagten Beschwerden auch auf die Verletzung des 
AC-Gelenks zurückzuführen gewesen seien.  

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
4.8 In Würdigung dieser medizinischen Beurteilungen ist festzustellen, dass ein Fachstreit 
zwischen Dr. E.____ und Dr. I.____ in Bezug auf die Unfallkausalität der SLAP-Läsion und den 
Zeitpunkt des Erreichens des Status quo sine vel ante der Unfallfolgen besteht. Dabei sind sich 
die beiden Fachärzte einig, dass die AC-Gelenksverletzung auf den Sturz vom 30. September 
2016 zurückzuführen ist. Während Dr. I.____ der Ansicht ist, dass diesbezüglich der Status quo 
sine vel ante Mitte August 2017 erreicht gewesen sei, geht Dr. E.____ davon aus, dass dieser 
zum Zeitpunkt der Operation vom 9. März 2018 noch nicht vorgelegen habe. 
 
5.1 Die Versicherung geht gestützt auf die aktenbasierte vertrauensärztliche Beurteilung von 
Dr. I.____ vom 5. November 2018 davon aus, dass die Einstellung per 31. Dezember 2017 rech-
tens sei. Wie oben (vgl. E. 3.6 hiervor) ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anfor-
derungen zu stellen, wenn der Unfallversicherer einen Versicherungsfall wie hier ohne Einholung 
eines externen Gutachtens entscheidet. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässig-
keit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen. Solche Zweifel kommen insbesondere mit der vom Versicherten ein-
gereichten Stellungnahme von Dr. E.____ vom 5. Februar 2019 auf. Zweifel an der Zuverlässig-
keit der Einschätzung von Dr. I.____ erweckt unter anderem die Tatsache, dass dieser sich bei 
der Begründung der fehlenden Unfallkausalität der SLAP-Läsion auf einen teilweise aktenwidri-
gen Sachverhalt stützt. Entgegen seiner Ausführungen geht aus den Akten nicht hervor, dass der 
Versicherte selten über Nachtschmerzen geklagt und nach dem Unfallereignis anfangs auf der 
linken Schulter habe liegen können. Wie dem Bericht von Dr. E.____ vom 8. Februar 2017 zu 
entnehmen ist, hat der Versicherte vor allem nachts an erheblichen Schulterbeschwerden gelit-
ten. Gleichermassen hat er zumindest bis zu dieser Konsultation im Februar 2017, also mehr als 
4 Monate nach dem Sturz, über persistierende Schulterschmerzen geklagt, weshalb nicht anzu-
nehmen ist, dass bis dahin das Liegen auf der Schulter schmerzfrei möglich gewesen ist (vgl. 
Einträge von Dr. J.____ und Dr. D.____ ins Patientendossier sowie Berichte von Dr. E.____ vom 
8. Februar 2017 und PD Dr. G.____ vom 20. Februar 2017). Erst knapp ein Jahr nach dem Sturz 
vom 30. September 2016 beschrieb der Versicherte nur noch selten auftretende Nachtschmerzen 
und ein schmerzfreies Liegen auf der linken Schulter (vgl. Bericht von Dr. E.____ vom 15. August 
2017). Allerdings hat dieser Zustand nicht lange gedauert, hat doch Dr. E.____ am 19. Januar 
2018 wieder von nächtlichen Schmerzen beim Liegen auf der linken Schulter berichtet. Desglei-
chen ist in den Berichten der behandelnden Fachpersonen dokumentiert, dass der Versicherte 
ständig Schmerzen hatte und bis zur Konsultation bei Dr. E.____ vom 8. Februar 2017 Schmerz-
mittel eingenommen habe (vgl. Einträge ins Patientendossier von Dr. J.____ und Dr. D.____ so-
wie Bericht von Dr. E.____ vom 8. Februar 2017). Auch wenn der Versicherte offenbar im August 
2017 ohne Analgetika ausgekommen ist, ist gestützt auf den Bericht von Dr. E.____ vom 19. 
Januar 2018 anzunehmen, dass er irgendwann in der Zeit vom August 2017 bis Anfang Januar 
2018 aufgrund der persistierenden Schmerzen wieder begonnen hat, Medikamente einzuneh-
men. Auch die weiteren Argumente von Dr. I.____ gegen das Vorliegen einer traumatischen Ur-
sache der SLAP-Läsion überzeugen nicht restlos. Wie Dr. E.____ zutreffend ausführt, zeigt eine 
kurze Internet-Recherche, dass die häufigste Ursache einer traumatischen SLAP-Läsion ein 
Sturz auf den ausgestreckten Arm bei leichter Flexion und Abduktion ist (vgl. WEBER-SPICKSCHEN 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

SANAY/AGNESKIRCHNER JENS D., Bicepssehnenpathologie, in: Orthopädische und Unfallchirurgi-
sche Praxis, 2013, S. 140, URL: www.online-oup.de – short-URL: https://bit.ly/2nb4aup 
[12.08,2019]; THOMAS MICHAEL/ BUSSE D.____N, SLAP-Läsion der Schulter: Ätiologie, Klassifika-
tion, Diagnostik und Therapie, URL: www.klinischesportmedizin.de – short-URL: 
https://bit.ly/2mELYJ0). Ob der Versicherte beim Unfallereignis tatsächlich nach vorne mit aus-
gestrecktem Arm vom Fahrrad gestürzt ist, lässt sich aus den Akten nicht entnehmen, ist aber 
durchaus vorstellbar. Weiter stellt sich die Frage, ob Dr. I.____ zu Recht davon ausgeht, dass im 
Zeitpunkt der Arthro-MRI vom 20. Februar 2017 noch keine SLAP-Läsion vorgelegen habe. Wie 
Dr. E.____ in seiner Beurteilung vom 5. Februar 2019 erklärt, habe er nach nochmaliger Durch-
sicht dieser Aufnahmen eine Anreicherung des Kontrastmittels unter dem vorderen Labrum fest-
stellen können. Da SLAP-Läsionen Verletzungen des oberen Labrums im Ursprungsbereich der 
langen Bizepssehne darstellen und Arthro-MRI-Untersuchungen mit intraartikulärer Kontrastmit-
telabgabe eine geeignete Methode zum Nachweis einer SLAP-Läsion sind, ist es fraglich, ob – 
wie Dr. I.____ annimmt - diese Läsion tatsächlich erst nach der bildgebenden Untersuchung ent-
standen ist (vgl. WEBER-SPICKSCHEN/AGNESKIRCHER, a.a.O., S. 139; OFNER MICHAEL/LAJTAI 
GEORG, SLAP-Läsion – update, in: Universimed, URL: https://ch.universimed.com – short-URL: 
https://bit.ly/2l2FALk [12.08.2019]). Auch wenn PD Dr. G.____ im Rahmen seiner Beurteilung der 
Arthro-MRI-Bilder von keiner Kontrastmittelanreicherung unter dem oberen Labrum berichtet und 
lediglich degenerative Veränderungen am vorderen und hinteren Labrum beschreibt, ist es durch-
aus möglich, dass eine SLAP-Läsion bereits bei der bildgebenden Untersuchung vorgelegen hat. 
Immerhin hat auch Dr. E.____, dessen Kernkompetenz in arthroskopischen Operationen an 
Schultern, Knien Sprunggelenken liegt, erst nach einer zweiten, genaueren Durchsicht der Auf-
nahmen die Kontrastmittelanreicherung feststellen können. Die Frage, ob auf den Arthro-MRI-
Bildern tatsächlich eine SLAP-Läsion zu erkennen ist und ob eine solche gegebenenfalls eine 
traumatische Ursache hat, vermag das Gericht aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht zu 
beurteilen. Wenn sich erweist, dass die SLAP-Läsion traumatischer Natur ist, kann der Argumen-
tation von Dr. I.____, wonach die Operation vom 9. März 2018 nicht unfallbedingt sei, sondern 
auf das degenerative subacromiale Impingement mit Tendinopathie der Supraspinatussehne und 
der langen Bizepssehne zurückzuführen sei, nicht gefolgt werden. 
 
5.2 Ein weiterer Grund, an der Beweiskraft der Beurteilung von Dr. I.____ zu zweifeln, ist 
darin zu sehen, dass eine Auseinandersetzung mit dem auf den Arthro-MRI-Bildern vom 20. Feb-
ruar 2017 sichtbaren Hämatom im Bereich der lateralen Clavicula fehlt. Genau dieses Hämatom 
betrachtet Dr. E.____ als Ursache für die Beschwerden am AC-Gelenk. Da das AC-Gelenk seit 
der Entfernung dieses Hämatoms bei der Operation vom 9. März 2018 gemäss den Ausführun-
gen von Dr. E.____ in seiner Beurteilung vom 5. Februar 2019 indolent sei, stellt sich die Frage, 
ob der von Dr. I.____ festgelegte Zeitpunkt des Erreichens des Status quo sine vel ante per 
15. August 2017 bzw. – gemäss Vernehmlassung der Versicherung vom 7. Dezember 2018 an-
erkannt - per 31. Dezember 2017 nicht zu früh erfolgt ist. Da sich Dr. I.____ zu dieser Thematik 
nicht geäussert hat, herrscht hier Unklarheit.  
 
5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beurteilung von Dr. E.____ geeignet ist, 
Zweifel an der Zuverlässigkeit der versicherungsinternen Aktenbeurteilung von Dr. I.____ auf-
kommen zu lassen. Die Versicherung hat deshalb zu Unrecht die Versicherungsleistungen per 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

31. Dezember 2017 eingestellt. Da jedoch auch die Ausführungen von Dr. E.____ nicht stichhaltig 
genug sind, um darauf abstellen zu können, ist die Sache zur Klärung des medizinischen Sach-
verhalts im Sinne der Erwägungen an die Versicherung zurückzuweisen. Demgemäss ist die vor-
liegende Beschwerde gutzuheissen.  
 
6. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. a ATSG ist der Prozess vor dem 
kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos. Es sind deshalb keine Verfahrenskosten zu erhe-
ben. Gemäss dem Ausgang des Verfahrens hat der Versicherte Anspruch auf eine Parteient-
schädigung. Seine Rechtsvertreterin hat in ihrer Honorarnote vom 25. Juni 2019 für das vorlie-
gende Verfahren einen Zeitaufwand von 17,5 Stunden geltend gemacht, welcher angesichts der 
sich stellenden Rechtsfragen angemessen ist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversiche-
rungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stunden-
ansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Die Auslagen in der Höhe von Fr. 223.50 sind nicht zu 
beanstanden. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 
4'952.60 (17,5 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 223.50 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) 
zu Lasten der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG zuzusprechen. 
 
7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegeh-
ren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
7.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 30. August 2018 aufgehoben und die Angelegenheit zur wei-
teren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen 
Verfügung an die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft 
AG zurückgewiesen,  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG hat dem Be-
schwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'952.60 
(inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) auszurichten.