# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5fa9612c-14ed-5803-a969-5a895f6af622
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.11.2025 E-8522/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8522-2025_2025-11-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-8522/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Mathias Lanz, 

mit Zustimmung von Richterin Constance Leisinger;   

Gerichtsschreiberin Irène Meier. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), 

Kamerun,   

vertreten durch MLaw Alfred Ngoyi Wa Mwanza,  

Swiss Immigration Law Office (SILO),  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 27. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

E-8522/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführerin suchte am 12. September 2025 in der 

Schweiz um Asyl nach. Am 15. September 2025 erfolgte gestützt auf 

Art. 29 AsylG (SR 142.31) die Anhörung zu den Asylgründen. 

Die Beschwerdeführerin machte geltend, sie sei kamerunische Staatsan-

gehörige. Sie sei in der Stadt B._______ in Zentralafrika geboren und habe 

dort bis im Jahr 2013 bei ihrer Mutter gelebt. Anfang des Jahres 2014 sei 

sie aufgrund des dortigen Kriegsausbruches nach C._______ in Kamerun 

zu ihrem kamerunischen Vater gezogen und habe dort bis zu ihrer Ausreise 

im Jahr 2025 gelebt. Als Grund für ihre Ausreise gab sie im Wesentlichen 

die journalistische Tätigkeit ihres Vaters an. Aufgrund seiner publizierten 

regierungskritischen Artikel habe sie mehrere Drohanrufe erhalten und sei 

am (…) November 2024 von einem Auto angefahren worden. Am (…) Sep-

tember 2025 sei sie zusammen mit ihrem Vater mit dem Flugzeug in die 

Schweiz geflogen. Sie seien einer Einladung zu einer Hochzeitstagfeier 

gefolgt. Sie habe sich aufgrund der vorangegangenen Ereignisse zur Asyl-

gesuchstellung entschieden, ihr Vater sei kurz darauf wieder nach Kame-

run zurückgekehrt. Bei einer Rückkehr fürchte sie um ihr Leben, weil ihr 

Vater seine Tätigkeit und die Kritik an der Regierung weiterführe. Zudem 

gehe die Regierung nicht mehr direkt gegen Journalisten, sondern gegen 

die nahen Angehörigen vor. 

A.b Zum Nachweis der Vorbringen reichte sie nachfolgende Unterlagen in 

Kopie ein: Ein «Certificat de Scolarite», eine Geburtsurkunde, diverse me-

dizinische Unterlagen zum Unfall, ein Schreiben des Vaters an die Polizei 

in C._______ vom (…) 2024, Familienfotos und mehrere Unterlagen zur 

beruflichen Tätigkeit des Vaters (Pass, Presseausweis, Titelseiten seiner 

Zeitung, Zeitungsausschnitte, Fotos von Medienauftritten). Zudem reichte 

sie ihren kamerunischen Reisepass und ihre Identitätskarte im Original ein. 

A.c Am 23. Oktober 2025 nahm die zugewiesene Rechtsvertretung der 

Beschwerdeführerin zum Entwurf des vorgesehenen Asylentscheids Stel-

lung. 

A.d Mit Verfügung vom 27. Oktober 2025 – gleichentags eröffnet – stellte 

das SEM fest, die Beschwerdeführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, und lehnte ihr Asylgesuch ab. Gleichzeitig wies das SEM die Be-

schwerdeführerin aus der Schweiz weg und ordnete den Vollzug der Weg-

weisung an. 

E-8522/2025 

Seite 3 

A.e Ebenfalls am 27. Oktober 2025 teilte die zugewiesene Rechtsvertre-

tung der Vorinstanz die Beendigung des Mandatsverhältnisses mit. 

B.  

B.a Am 5. November 2025 gelangte die Beschwerdeführerin – vertreten 

durch den rubrizierten Rechtsvertreter – an das Bundesverwaltungsge-

richt. Sie beantragte unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, es sei die 

angefochtene Verfügung aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft festzu-

stellen und ihr Asyl zu gewähren. Eventualiter sei sie wegen Unzulässigkeit 

und Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung in der Schweiz vorläu-

fig aufzunehmen. Subeventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzu-

heben und die Sache zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und zu 

neuer Entscheidung im Sinne der Beschwerdebegründung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung, inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses, und um Einsetzung des rubrizierten Rechtsvertreters als 

amtlicher Rechtsbeistand. 

B.b Der Beschwerde lag ein Ausgangsschein der Beschwerdeführerin für 

das Verlassen des Bundesasylzentrums vom 29. Oktober 2025 bei. 

C.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

7. November 2025 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 1 AsylG).  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, 

E-8522/2025 

Seite 4 

ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungs-

gericht hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in 

verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Da-

rauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1 m.w.H.). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz gelangte in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, 

die Vorbringen der Beschwerdeführerin würden den Anforderungen an die 

E-8522/2025 

Seite 5 

Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten. Sie führte im 

Wesentlichen aus, das politische Profil der Beschwerdeführerin sei sehr 

niederschwellig und den geschilderten telefonischen Drohungen, der De-

pression sowie dem Unfall im November 2024 fehle es – ungeachtet der 

Täterschaft – an der flüchtlingsrelevanten Intensität. Die ungefähr 30 An-

rufe seien ohne ersichtliche Folgen geblieben und für einen Zusammen-

hang mit dem Unfall im November 2024 lägen keine konkreten Anhalts-

punkte vor. Nachdem ihr Vater aufgrund des Unfalles Strafanzeige erstattet 

habe, habe sie zudem, abgesehen von Drohanrufen, auch keine konkreten 

Nachteile mehr erlitten. Die Einschätzung der fehlenden flüchtlingsrechtlich 

relevanten Intensität werde ferner dadurch gestützt, dass die Beschwerde-

führerin nach dem Unfall, im Dezember 2024 mit ihrem Vater nach 

D._______ gereist, wieder nach Kamerun zurückgekehrt und erst knapp 

ein Jahr später im September 2025 geflüchtet sei. Schliesslich liege auch 

keine objektiv begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung aufgrund der 

Tätigkeiten ihres Vaters vor, zumal dieser ohne weitere Probleme zu erlei-

den in Kamerun lebe und nicht ersichtlich sei, weshalb sich die Probleme 

gegenüber der Beschwerdeführerin intensivieren sollten. Es handle sich 

daher um eine rein hypothetische zukünftige Verfolgung. 

5.2 Die Beschwerdeführerin wiederholt in der Rechtsmitteleingabe im We-

sentlichen die Vorbringen aus dem erstinstanzlichen Asylverfahren und be-

tont dabei, dass die Regierung Oppositionelle und Kritiker unter Druck 

setze, indem sie gegen deren nahestehende Personen vorgehe. Im vorlie-

genden Fall sei unbestritten, dass es sich bei ihrem Vater um einen be-

kannten Journalisten handle. Die kamerunischen Behörden könnten je-

doch nicht gegen ihn direkt vorgehen, weil dies einen Skandal auslösen 

würde, weshalb man gegen ihm Nahestehende vorgehe. In diesem Zusam-

menhang müsse man die an sie gerichteten Drohungen beurteilen. Aus-

serdem habe sie zwischenzeitlich den Kontakt zu ihrem Vater und ihrer 

Stiefmutter verloren. 

5.3 Die von der Beschwerdeführerin geschilderten Behelligungen (Drohun-

gen durch verschiedene Unbekannte und einmaliger durch Unbekannte 

provozierter Unfall) weisen (ungeachtet der Täter- bzw. Urheberschaft und 

eines allfälligen Zusammenhangs zur beruflichen Tätigkeit des Vaters) die 

für die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft erforderliche Intensität von 

Verfolgungshandlungen nicht auf. Die erlittenen (oder drohenden) Nach-

teile können nicht als ernsthaft im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG bezeichnet 

werden. Für die Annahme eines unerträglichen psychischen Drucks müss-

ten diese sodann eine Intensität aufweisen, die ein menschenwürdiges 

E-8522/2025 

Seite 6 

Leben im Heimatstaat nicht mehr möglich erscheinen liessen, so dass die 

Beschwerdeführerin sich in einer Zwangslage befinden würde, welcher sie 

sich nur durch eine Flucht ins Ausland entziehen könnte (vgl. BVGE 

2010/28 E. 3.3.1.1; Entscheidungen und Mitteilung der vormaligen Schwei-

zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 21 E. 10.3.1; EMARK 

2000 Nr. 17 E. 11b; EMARK 1996 Nr. 30 E. 4d.). Von einer solchen 

Zwangslage ist vorliegend angesichts der geringen Intensität der bisher er-

littenen Behelligungen nicht auszugehen. Auch scheint im Falle einer 

Rückkehr der Beschwerdeführerin die Gefahr von Verfolgungshandlungen 

objektiv nicht wahrscheinlich, zumal der Vater der Beschwerdeführerin 

nach seinem Aufenthalt in der Schweiz wieder in den Heimatstaat zurück-

gekehrt ist und dort offenbar nahezu unbehelligt lebt  

(vgl. SEM-Akte […]-19 F94). Soweit auf Beschwerdeebene ausgeführt 

wird, die Beschwerdeführerin könne aktuell weder ihren Vater noch die 

Stiefmutter erreichen (Beschwerde S. 7), allenfalls sei dieser verhaftet wor-

den oder geflohen, ist dieses Vorbringen nicht substanziiert worden und als 

nachgeschoben zu erachten. 

5.4 Ferner vermögen auch die weiteren Beschwerdeausführungen, welche 

in allgemeiner Weise auf ein Vorgehen der kamerunischen Regierung ge-

gen Nahestehende von Oppositionellen hinweisen, den vorinstanzlichen 

Erwägungen nichts entgegenzusetzen, lassen sie doch im vorliegenden 

Fall keine hinreichenden Anhaltspunkte für eine konkrete Bedrohung der 

Beschwerdeführerin (bspw. durch den staatlichen Geheimdienst) erken-

nen.  

5.5 Die Vorinstanz ist in der angefochtenen Verfügung somit mit überzeu-

gender Begründung zum Schluss gelangt, dass die Vorbringen der Be-

schwerdeführerin den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die Flüchtlings-

eigenschaft nicht standhalten. Auf Beschwerdeebene wird nichts vorge-

bracht, was an der vorinstanzlichen Würdigung etwas zu ändern vermag. 

Daher kann im Weiteren vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen 

der Vorinstanz verwiesen werden (zusammenfassend wiedergegeben in 

E. 5.1; vgl. Verfügung des SEM vom 27. Oktober 2025 Ziff. II). 

5.6 Die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin ist daher zu vernei-

nen. Die Vorinstanz hat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt. 

6.  

Die Beschwerdeführerin verfügt insbesondere weder über eine ausländer-

rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung 

E-8522/2025 

Seite 7 

einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht ange-

ordnet (vgl. Art. 44 AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9; je m.w.H.). 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

7.2 Vorliegend werden mit dem Wegweisungsvollzug keine völkerrechtli-

chen Verpflichtungen verletzt (Art. 83 Abs. 3 AIG). Hinweise dafür, dass die 

Beschwerdeführerin nach ihrer Rückkehr im Heimatstaat Folter oder eine 

unmenschliche oder erniedrigende Strafe oder Behandlung drohen, sind 

keine ersichtlich (vgl. Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 

EMRK). Im Weiteren finden das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Re-

foulement sowie der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrück-

schiebung vorliegend keine Anwendung, weil es der Beschwerdeführerin 

nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung glaubhaft zu 

machen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 

[FK, SR 0.142.30]). 

7.3 Trotz politischer und interethnischer Spannungen herrscht in Kamerun 

keine Situation von Krieg, Bürgerkrieg oder allgemeiner Gewalt, die sich 

über das ganze kamerunische Staatsgebiet erstrecken würde (vgl. statt 

vieler Urteil des BVGer E-2785/2025 vom 15. August 2025 E. 9.3.1 m.H.). 

Auch sprechen vorliegend keine individuellen Gründe gegen den Wegwei-

sungsvollzug. Die aus C._______ stammende Beschwerdeführerin ist 

jung, leidet unter keinen erheblichen medizinischen Beschwerden und ver-

fügt über eine sehr gute Schulbildung und teilweise Arbeitserfahrung. Vor 

ihrer Ausreise hatte sie eigenen Angaben gemäss ein Arbeitsangebot in 

einer (…). Es ist ihr zuzumuten, sich im Heimatstaat wirtschaftlich zu integ-

rieren. Zudem kann die Beschwerdeführerin in Kamerun auf ein grosses 

familiäres Netz zurückgreifen, das sie nach ihrer Rückkehr im Bedarfsfall 

unterstützen kann. Auch der geltend gemachte zwischenzeitliche Kontakt-

verlust zu ihrem Vater und ihrer Stiefmutter ändert nichts an der Einschät-

zung, zumal die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben über wei-

tere Familienangehörige in Kamerun verfügt und sie – wie bereits 

E-8522/2025 

Seite 8 

festgehalten – auch nicht substantiiert darlegt, weshalb der telefonische 

Kontakt zum Vater und der Stiefmutter abgebrochen ist. 

7.4 Der Vollzug der Wegweisung ist demnach sowohl im Sinne der asyl- 

als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig und zumutbar. Dar-

über hinaus ist er auch als möglich anzusehen, da es der Beschwerdefüh-

rerin obliegt, sich bei der zuständigen Vertretung des Heimatstaates die für 

eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 47 

Abs. 1 AsylG und BVGE 2008/34 E. 12). Eine Anordnung der vorläufigen 

Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Im Ergebnis verletzt die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht, stellt 

den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig fest und ist 

– soweit diesbezüglich überprüfbar – angemessen. Für eine Rückweisung 

der Sache an die Vorinstanz im Sinne des Subeventualbegehrens besteht 

kein Anlass. Die Beschwerde ist abzuweisen.  

9.  

9.1 Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

um amtliche Rechtsverbeiständung sind abzuweisen, da sich die Begehren 

– wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als von vornherein 

aussichtlos erweisen (Art. 65 Abs. 1 VwVG; Art. 102m AsylG). Der Antrag 

auf Befreiung von der Vorschusspflicht wird mit dem vorliegenden Ent-

scheid in der Sache gegenstandslos. 

9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwerde-

führerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1'000.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-8522/2025 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der 

amtlichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Mathias Lanz Irène Meier 

 

 

Versand: