# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4eed4974-6bd2-56cc-b6aa-72f1efd1f4ce
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-06
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 06.05.2025 RR.2024.151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2024-151_2025-05-06.pdf

## Full Text

Entscheid vom 6. Mai 2025 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Daniel Kipfer Fasciati und Nathalie Zufferey, 

Gerichtsschreiber Martin Eckner  

   
 

Parteien 

  

A. GMBH,  

vertreten durch Rechtsanwälte Adriano Maissen, 

Thomas Nagel und Daniel S. Weber, 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS ZUG, 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an  

Deutschland 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2024.151 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Deutschland ersuchte die Schweiz in folgendem Sachverhalt mit Ersuchen 

vom 23. Juli 2024 um Rechtshilfe, namentlich Beweiserhebungen: 

 

Die Staatsanwaltschaft München I führte gegen unbekannte Täterschaft 

bzw. unter dem Namen «B.» ein Strafverfahren wegen Betrugs. Der unbe-

kannte Beschuldigte habe unter diesem Namen als Mitarbeiter der Firma C. 

dem Geschädigten D. nach dem 14. Juni 2023 telefonisch eine Festgeldan-

lage bei der Bank E. ohne Risiko angeboten (Zinssatz 4.75%, Laufzeit sechs 

Monate). D. sei versichert worden, die Anlage sei bis zu einem Betrag von 

EUR 100'000.-- für alle Kunden mit Wohnsitz in der EU abgesichert. Eine 

Rückzahlung des Geldes habe der Beschuldigte von Anfang an nicht beab-

sichtigt. Nachdem D. den Antrag auf Eröffnung eines Festgeldkontos via der 

Firma C. unterzeichnet habe, habe er am 22. und 30. Juni je EUR 49'875.-- 

auf das Konto IBAN 1 der Bank E. überwiesen. Das Geld sei nicht zurückbe-

zahlt worden. 

 

 

B. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug trat am 14. August 2024 auf das 

Rechtshilfeersuchen ein und ordnete die Edition von Kontounterlagen bei der 

Bank E. AG und der Bank E1. AG (nachfolgend kollektiv «E.») an. Die E. 

entsprach dem mit Schreiben vom 16. September 2024. Die Staatsanwalt-

schaft Zug gab der A. GmbH am 8. Oktober 2024 Gelegenheit, sich zum 

Rechtshilfeersuchen und der vorgesehenen Herausgabe von Kontounterla-

gen zu äussern. A. GmbH liess sich nicht vernehmen. 

 

 

C. Die Staatsanwaltschaft Zug erliess am 11. November 2024 die Schlussver-

fügung. Sie ordnete darin an, die erhobenen Bankunterlagen herauszugeben 

(act. 1.3 S. 4). 

 

 

D. Dagegen erhob die A. GmbH am 12. Dezember 2024 Beschwerde ans Bun-

desstrafgericht (act. 1). Sie beantragt: 
 

1. Die Schlussverfügung vom 11.11.2024 der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, 

Internationale Rechtshilfe (RHI 2024 93), sei aufzuheben und die Rechtshilfe sei 

nicht zu gewähren. 
 

2. Eventualiter zu Rechtsbegehren 1 sei die rechtshilfeweise Übermittlung an die 

Staatsanwaltschaft München I (ersuchende Behörde) auf folgende Dokumente und 

Beweismittel der Kontoverbindung bei der Bank E. AG mit der IBAN 1, lautend auf 

A. GmbH (Konto-Nummern: 2, 3, 4) zu begrenzen: 
 

  

- 3 - 

 

 

a) Basisdokumente (inkl. Kontoeröffnungsunterlagen, Unterlagen betreffend 

die wirtschaftliche Berechtigung sowie Vollmachten); 
 

b) Belege Transaktionen mit D. 
 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zu Lasten der Staatskasse. 

 

Das Bundesamt für Justiz reichte am 20. Dezember 2024 eine Vernehmlas-

sung ein. Die Beschwerde sei abzuweisen (act. 5). Die Zuger Staatsanwalt-

schaft beantragt am 30. Dezember 2024 ebenfalls, die Beschwerde sei ab-

zuweisen (act. 7).  

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-

men.  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Deutschland sind primär das 

Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in 

Strafsachen (EUeR; SR 0.351.1), das hierzu ergangene zweite Zusatzproto-

koll vom 8. November 2001 (ZPII EUeR; SR 0.351.12) sowie der Vertrag 

vom 13. November 1969 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

und der Bundesrepublik Deutschland über die Ergänzung des EUeR und die 

Erleichterung seiner Anwendung (SR 0.351.913.61) massgebend. Ausser-

dem gelangen die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 

19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 

14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen [SDÜ]; CELEX-

Nr. 42000A0922[02]; Abl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19–62; Text 

nicht publiziert in der SR, jedoch abrufbar auf der Website der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft unter «Rechtssammlung zu den sektoriellen Ab-

kommen mit der EU», 8.1 Anhang A) zur Anwendung (TPF 2009 111 E. 1.2 

S. 113). Günstigere Bestimmungen bilateraler oder multilateraler Überein-

künfte zwischen den Vertragsparteien bleiben unberührt (Art. 48 Abs. 2 SDÜ; 

Art. 26 Abs. 2 und 3 EUeR). 

1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 

gelangen das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; 

SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 

Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) zur 

Anwendung (Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt 

nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn es geringere 

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Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 145 IV 294 E. 2.1; 142 IV 250 

E. 3; 140 IV 123 E. 2). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte 

(BGE 145 IV 294 E. 2.1; 123 II 595 E. 7c; TPF 2016 65 E. 1.2).  

Auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten 

sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 

SR 172.021) anwendbar (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 

des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbe-

hörden des Bundes [StBOG; SR 173.71]), wenn das IRSG nichts anderes 

bestimmt (siehe Art. 12 Abs. 1 IRSG). 

 

 

2.  

2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussverfügung 

in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten, gegen welche innert 30 Ta-

gen ab der schriftlichen Mitteilung bei der Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann (Art. 80e Abs. 1 i.V.m. 

Art. 80k IRSG; Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG). 

2.2 Im Falle der Herausgabe von Kontoinformationen ist der jeweilige Kontoin-

haber beschwerdelegitimiert (Art. 80h lit. b IRSG i.V.m. Art. 9a lit. a IRSV). 

Für die Bejahung der Beschwerdelegitimation und der Parteistellung ist bei 

der Herausgabe von Kontoinformationen mithin massgeblich, wer Kontoin-

haber ist und damit (originär) schutzwürdige Interessen an der Geheimhal-

tung der Kontoinformationen bzw. am Schutz des Bankgeheimnisses hat 

(BGE 137 IV 134 E. 6.1; 128 II 211 E. 2.3; s. auch BGE 130 II 

162 E. 1.3; 129 II 268 E. 2.3.3; 123 II 153 E. 2b; 123 II 161 E. 1d/bb). 

2.3 Die Beschwerdeführerin ist als Inhaberin der rechtshilfebetroffenen Konto-

verbindung und Adressatin der Schlussverfügung zur vorliegenden 

Beschwerde legitimiert. Auf die auch frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten.  

 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt, die StA ZG habe ihr Ermessen überschritten, 

indem sie Unterlagen übermittelt habe, die im deutschen Strafverfahren nicht 

benötigt würden. Dort sei nur von Interesse, wer hinter der Kontoverbindung 

stehe, auf die D. die beiden Zahlungen geleistet habe. Kontoauszüge zwi-

schen 1. Juni bis 31. Juli 2023 bzw. zwischen Eröffnung und Saldierung der 

Verbindung zu verlangen, sei zudem übermässig. Sie sei in Deutschland 

nicht Beschuldigte, sondern sehr wahrscheinlich selbst Opfer betrügerischer 

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- 5 - 

 

 

Machenschaften geworden. Ihre Interessen würden mit der übermässigen 

Übermittlung in gravierender und nicht wiedergutzumachender Weise ver-

letzt, namentlich zu einem substanziellen, geschäftsschädigenden Reputati-

onsschaden für ein junges FinTech-Unternehmen führen. Dies sei von der 

Staatsanwaltschaft nicht berücksichtigt worden und müsse zur Einschrän-

kung der Rechtshilfe führen. Die vorgesehene Übermittlung verletze so das 

Verhältnismässigkeitsgebot (act. 1 S. 8–10). 

 

3.2 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismässig-

keit zu genügen (statt vieler Entscheid des Bundesstrafgerichts 

RR.2011.193 vom 9. Juli 2012 E. 8.2). Die internationale Zusammenarbeit 

kann nur abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit der verfolg-

ten Straftat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich ungeeignet 

sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als Vor-

wand für eine unzulässige Beweisausforschung («fishing expedition») er-

scheint (BGE 142 II 161 E. 2.1.2; 139 II 404 E. 7.2.2; 136 IV 82 E. 4.1). Ob 

die verlangten Auskünfte für das Strafverfahren im ersuchenden Staat nötig 

oder nützlich sind, ist eine Frage, deren Beantwortung grundsätzlich dem 

Ermessen der Behörden dieses Staates anheimgestellt ist. Der ersuchte 

Staat ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle diejenigen Aktenstücke zu 

übermitteln, die sich auf den im Rechtshilfeersuchen dargelegten Sachver-

halt beziehen können; nicht zu übermitteln sind nur diejenigen Akten, die für 

das ausländische Strafverfahren mit Sicherheit nicht erheblich sind 

(sog. «potentielle Erheblichkeit»; BGE 128 II 407 E. 6.3.1; 122 II 367 E. 2c; 

TPF 2009 161 E. 5.1). Hierbei ist auch zu beachten, dass für das ausländi-

sche Strafverfahren nicht nur belastende, sondern auch entlastende Beweis-

mittel von Bedeutung sein können, um einen bestehenden Verdacht allen-

falls zu widerlegen (TPF 2011 97 E. 5.1 m.w.H.). Dabei darf die ersuchte 

Rechtshilfebehörde über ein im Rechtshilfeersuchen gestelltes Begehren 

nicht hinausgehen (Übermassverbot; BGE 136 IV 82 E. 4.1).  

Die Rechtsprechung hat diesen Grundsatz insofern präzisiert, als das 

Rechtshilfeersuchen nach Massgabe des Zwecks der angestrebten Rechts-

hilfe weit ausgelegt werden kann, solange alle Voraussetzungen für die Ge-

währung der Rechtshilfe erfüllt sind. Auf diese Weise kann eine andernfalls 

notwendige Ergänzung des Rechtshilfeersuchens vermieden werden 

(BGE 136 IV 82 E. 4.1; zum Ganzen auch TPF 2009 161 E. 5.1). Zielt das 

Rechtshilfeersuchen auf die Ermittlung ab, auf welchem Weg Geldmittel 

möglicherweise strafbarer Herkunft verschoben worden sind, so sind die Be-

hörden des ersuchenden Staates grundsätzlich über alle Transaktionen zu 

informieren, die von Gesellschaften und über Konten getätigt worden sind, 

welche in die Angelegenheit verwickelt sind (BGE 129 II 462 E. 5.3; 

TPF 2011 97 E. 5.1).   

- 6 - 

 

 

3.3 Die ersuchte Rechtshilfebehörde muss aufzeigen, dass zwischen den von 

der Rechtshilfe betroffenen Unterlagen und dem Gegenstand der Strafunter-

suchung ein ausreichender Sachzusammenhang besteht und diejenigen Ak-

ten ausscheiden, bezüglich welcher die Rechtshilfe nicht zulässig ist 

(BGE 122 II 367 E. 2c). 

 

Es ist demgegenüber Sache des von der Rechtshilfemassnahme Betroffe-

nen, klar und genau aufzuzeigen, inwiefern die zu übermittelnden Unterlagen 

und Auskünfte den Rahmen des Ersuchens überschreiten oder für das aus-

ländische Verfahren von keinerlei Interesse sein sollen (BGE 134 II 318 

E. 6.4; 130 II 14 E. 4.3 S. 17; 126 II 258 E. 9b.aa; 122 II 367 E. 2d S. 371 f.). 

Der Inhaber der herauszugebenden Unterlagen hat die Obliegenheit, schon 

im Stadium der Ausführung des Ersuchens (bzw. der erstinstanzlichen 

Rechtshilfeverfügung) an der sachgerechten Ausscheidung beschlagnahm-

ter Dokumente nötigenfalls mitzuwirken, allfällige Einwände gegen die Wei-

terleitung einzelner Aktenstücke (bzw. Passagen daraus), welche für die 

Strafuntersuchung offensichtlich entbehrlich sind, im Rahmen seiner Partei-

rechte gegenüber der ausführenden Behörde rechtzeitig und konkret darzu-

legen und diese Einwände auch ausreichend zu begründen (BGE 122 II 367 

E. 2d S. 371 f.). Dies gilt besonders bei einer komplexen Untersuchung mit 

zahlreichen Akten. Kommt der Beschwerdeführer dieser Obliegenheit nicht 

nach, hat er im Beschwerdeverfahren sein Rügerecht verwirkt (BGE 130 II 

14 E. 4.3 S. 17; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2022.15 vom 9. De-

zember 2022 E. 3.5.2; RR.2018.269 vom 18. Februar 2019 E. 7.3; 

RR.2018.234 vom 31. Januar 2019 E. 5.2). 

 

3.4 Die Schlussverfügung begründet die Herausgabe von Unterlagen der Kon-

tobeziehung 1 bei der Bank E. AG damit, dass über dieses Konto Zahlungen 

des Geschädigten D. abgewickelt worden seien (act. 1.3 S. 3 f.). Die Staats-

anwaltschaft führt in ihrer Beschwerdeantwort aus, auf dem Kontoauszug 

des EUR-Kontos (1) seien zahlreiche Eingänge von natürlichen Personen 

ersichtlich, so auch von D. Bezüglich sämtlicher Gutschriften habe F. als Ge-

sellschafter und Geschäftsführer der A. GmbH je das Formular A unterzeich-

net, mit Angabe der entsprechenden natürlichen Person. D. habe darauf am 

23. Juni 2023 EUR 49'875.-- und am 30. Juni 2023 EUR 49'875.--. einbe-

zahlt. Im Juni 2023 seien Gelder nicht nur von D., sondern auch von fünf 

weiteren natürlichen Personen aus Deutschland gutgeschrieben worden. 

Unterlagen zu diesen Zahlungen seien auch herauszugeben, da die Abläufe 

bei der Kapitalbeschaffung nicht restlos geklärt seien. Am 28. Juni 2023 

seien vom EUR Konto CHF 15'000.-- dem CHF Konto 5 der Beschwerdefüh-

rerin gutgeschrieben worden. Die Geldflüsse und Einzahlungen seien zeitlich 

- 7 - 

 

 

und örtlich konnex und die herauszugebenden Unterlagen potenziell für die 

deutsche Strafuntersuchung erheblich (act. 7).   

 

3.5 Vorliegend sind über das Konto der Beschwerdeführerin Zahlungen gelau-

fen, die mit dem in Deutschland untersuchten Sachverhalt zusammenhän-

gen. Dabei sind für die deutschen Untersuchungsbehörden die Einzahlun-

gen namentlich von fünf natürlichen Personen interessant. Die Kenntnis der 

Kontoeröffnungsunterlagen erlaubt zu verstehen, auf welche natürlichen 

Personen die Untersuchung allenfalls fokussiert werden könnte. Ihr Ver-

ständnis kann weiter helfen zu entscheiden, ob die Beschwerdeführerin Ge-

schädigte sein könnte. Die vorgesehene Herausgabe von Kontounterlagen 

ist auch zeitlich offensichtlich konnex zur deutschen Strafuntersuchung und 

notwendig, um den Geldfluss nachzuvollziehen. Die vorgesehene Rechts-

hilfe ist verhältnismässig. 

 

Die Beschwerdeführerin setzt sich nicht mit den einzelnen Zahlungen ausei-

nander und hat vor der Vorinstanz darauf verzichtet, sich zu den herauszu-

gebenden Unterlagen zu äussern. Dies wäre aber ihre Pflicht gewesen. Sie 

hat damit ihr Teilnahmerecht verwirkt (vgl. supra Erwägung 3.3 in fine) und 

kann dies nicht im Beschwerdeverfahren nachholen. Sie legt sodann nicht 

näher dar, wie Beweiserhebungen unter dem Amtsgeheimnis reputations-

schädigend sein sollen. Sie können im Gegenteil auch dazu dienen, einen 

allfälligen Verdacht deutscher Behörden zu zerstreuen. Das EUeR kennt so-

dann keine spezielle Behandlung für nicht beschuldigte Dritte und ebenso 

wenig das IRSG (ZIMMERMANN, La coopération judiciaire internationale en 

matière pénale, 6. Aufl. 2024, N. 490 S. 422 f.).  

 

3.6 Die Beschwerde ist damit unbegründet und abzuweisen. 

 

 

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kosten-

pflichtig (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 5'000.-- 

festzusetzen (vgl. Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 

8 Abs. 3 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 

über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren 

[BStKR; SR 173.713.162]) und der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, unter 

Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 5'000.– (act. 6).  

- 8 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt, un-

ter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses im gleichen Betrag.  

 

 

Bellinzona, 6. Mai 2025 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwälte Adriano Maissen und Thomas Nagel 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Zug 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe II 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag 
der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 
Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt 
massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen 
sind, die auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).