# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 77d3c1cd-5012-55f7-8214-314f784684c0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.05.2020 200 2020 345
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-345_2020-05-20.pdf

## Full Text

200 20 345 KV
ACT/SCM/MAJ/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 20. Mai 2020

Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Sanitas Privatversicherungen AG
c/o Sanitas, Service Center Aarau, Laurenzenvorstadt 11, Postfach 4236, 
5001 Aarau
Beschwerdegegnerin

betreffend Eingabe vom 15. Mai 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Mai 2020, KV/20/345, Seite 2

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Mit Eingabe vom 15. Mai 2020 liess A.________ (Beschwerdeführerin) 
beim Verwaltungsgericht geltend machen, die von ihr abgeschlossene 
Zusatzversicherung "Natura Komfort" der Sanitas Privatversicherungen 
AG (Beschwerdegegnerin) habe die Kosten im Zusammenhang einer 
alternativmedizinischen Behandlung zu übernehmen.

2. Für Beurteilungen von Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur ob-
ligatorischen Krankenpflegeversicherung sind nach Art. 37 Abs. 1 des 
kantonalen Gesetzes vom 6. Juni 2000 betreffend die Einführung der 
Bundesgesetze über die Kranken-, Unfall- und Militärversicherung (EG 
KUMV; BSG 842.11) die Zivilgerichte zuständig. Soweit die Beschwer-
deführerin eine Vergütung auf Basis einer Zusatzversicherung geltend 
macht, ist das Verwaltungsgericht somit nicht zur Beurteilung dieser 
Streitigkeit zuständig, weshalb auf die Eingabe nicht eingetreten wer-
den kann.

3. Gemäss Art. 4 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über 
die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) besteht für die un-
zuständige Behörde die Pflicht, Eingaben an die zuständige Verwal-
tungs- oder Verwaltungsjustizbehörde weiterzuleiten. Diese Pflicht gilt 
für Verwaltungsjustizbehörden auch gegenüber bernischen Zivil- und 
Strafgerichten (MARKUS MÜLLER, Bernische Verwaltungsrechtspflege, 
2. Aufl. 2011, S. 19). Für Klagen gegen eine juristische Person sind die 
Gerichte an deren Sitz zuständig (Art. 10 Abs. 1 lit. b der Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]). 
Da die Beschwerdegegnerin ihren Sitz in Zürich hat (vgl. 
<www.zefix.ch>), sind die Zivilgerichte des Kantons Zürich für die Beur-
teilung der vorliegenden Eingabe zuständig, weshalb für das Verwal-
tungsgericht keine Weiterleitungspflicht besteht.

4. Die vereinfachte Verfahrenserledigung gilt als besonderer Umstand 
gemäss Art. 108 Abs. 1 VPRG, der es rechtfertigt, keine Verfahrenskos-
ten zu erheben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Mai 2020, KV/20/345, Seite 3

5. Dieser Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 
Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.0]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Auf die Eingabe vom 15. Mai 2020 wird nicht eingetreten.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Sanitas Privatversicherungen AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.