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**Case Identifier:** 6ed6ab87-bc75-53bc-9c3a-d9336bd8b584
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.09.2023 200 2023 348
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-348_2023-09-08.pdf

## Full Text

200 23 348 UV
SCP/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. September 2023

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Fürsprech B.________
Beschwerdeführerin

gegen

AXA Versicherungen AG
General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 31. März 2023 (UVG 44.089.625/5)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2023, UV/23/348, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.a.

Die … geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin) war bei der C.________ AG als … bzw. … angestellt und dadurch 
bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA bzw. Beschwerdegeg-
nerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 
sowie Berufskrankheiten versichert, als sie sich am 25. April 2017 bei ei-
nem Fahrradsturz am linken Ellbogen und an der linken Schulter verletzte 
(Akten der AXA [act. II] A1; A155 S. 1). Die AXA erbrachte in der Folge die 
gesetzlichen Versicherungsleistungen (vgl. act. II A35 S. 2). Am 26. März 
2018 unterzog sich die Versicherte einer Operation an der linken Schulter 
(Akten der Axa [act. IIA] M17). Nachdem die AXA das Dossier ihrem bera-
tenden Arzt Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, zur Beurteilung vorgelegt 
hatte (act. IIA M19), stellte sie die Versicherungsleistungen mit Verfügung 
vom 25. Mai 2018 (act. II A35) rückwirkend per 5. September 2017 mit der 
Begründung ein, der Status quo sine sei in diesem Zeitpunkt erreicht ge-
wesen. Die von der Versicherten dagegen erhobene Einsprache (act. II 
A42) wies die AXA mit Entscheid vom 10. Oktober 2018 (act. II A57) ab, 
nachdem sie das Dossier ihrem beratenden Arzt Dr. med. E.________, 
Facharzt für Chirurgie, zur Beurteilung vorgelegt hatte (act. IIA M22). Die 
dagegen von der Versicherten erhobene Beschwerde hiess das Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 14. August 2020 (VGE 
UV/2018/830; act. II A63) insoweit gut, als es den angefochtenen Einspra-
cheentscheid aufhob und die Sache an die AXA zurückwies, damit sie – 
nach Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne eines externen Gutachtens 
– neu verfüge. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2023, UV/23/348, Seite 3

A.b.

In der Folge zog die AXA Berichte behandelnder Ärzte bei. Nachdem die 
Versicherte die Durchführung einer Aktenbegutachtung abgelehnt hatte 
(act. II A82; A91), beabsichtigte die AXA, sich an der von der IV-Stelle Bern 
(IVB) bei der F.________ (MEDAS) in Auftrag gegebenen bidisziplinären 
neurologisch-orthopädischen Begutachtung zu beteiligen (act. II A95; A97), 
wobei sowohl die AXA als auch die Versicherte Zusatzfragen an den or-
thopädischen Gutachter formulierten (act. II A109; A113). Ferner einigten 
sich die Parteien mit der IVB darauf, zusätzlich ein radiologisches Teilgut-
achten (im Verbund mit der IV-Begutachtung) zu veranlassen (act. II A102; 
A105). In der Folge wurden weder die gestellten Zusatzfragen beantwortet 
noch ein radiologisches Teilgutachten durchgeführt (act. II A116 f.), wor-
aufhin die AXA selber bei der Gutachterstelle um Erledigung des Auftrags 
ersuchte (act. II A124). Nach Vorliegen der entsprechenden Zusatzexperti-
sen (act. IIA M36-M38) stellte die AXA mit Schreiben vom 22. Dezember 
2021 (act. II A139) formlos die Einstellung der Versicherungsleistungen per 
1. November 2017 in Aussicht. In der dagegen gerichteten Stellungnahme 
kritisierte die Versicherte u.a., es seien nicht sämtliche Zusatzfragen im 
Rahmen der Konsensfindung polydisziplinär beantwortet worden (act. II 
A142), woraufhin die AXA bei der Gutachterstelle entsprechende Nachbes-
serung verlangte (act. II A143). Nachdem der orthopädische Teilgutachter 
eine Stellungnahme eingereicht (act. IIA M39) und die Versicherte hernach 
um Erlass einer anfechtbaren Verfügung ersucht hatte (act. II A149), ver-
fügte die AXA am 20. April 2022 (act. II A151) wie mit Schreiben vom 22. 
Dezember 2021 (act. II A139) in Aussicht gestellt, wobei sie auf die Rück-
forderung zuviel erbrachter Leistungen verzichtete. Dagegen erhoben so-
wohl der Krankenversicherer wie auch die Versicherte, vertreten durch 
Fürsprech B.________, Einsprache (act. II A152; A155). In der Folge holte 
die AXA bei Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, ein Aktengutachten ein (act. 
IIA M41) und gewährte der Versicherten daraufhin das rechtliche Gehör 
(act. II A162). Während der Krankenversicherer seine Einsprache bereits 
mit Schreiben vom 30. Mai 2022 zurückgezogen hatte (act. II A157), wies 
die AXA jene der Versicherten mit Entscheid vom 31. März 2023 ab (act. II 
A168). 

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B.

Dagegen erhob die Versicherte, weiterhin vertreten durch Fürsprech 
B.________, mit Eingabe vom 8. Mai 2023 Beschwerde. Sie stellt die fol-
genden Anträge: 

1. Der Einspracheentscheid vom 31. März 2023 sei aufzuheben und die Be-
schwerdegegnerin sei zu verpflichten, rückwirkend auf den Zeitpunkt der 
Leistungseinstellung per 1. November 2017 die gesetzlichen Leistungen bis 
auf weiteres zu erbringen.

2. Eventuell sei der rechtserhebliche Sachverhalt durch ein Gutachten zur Be-
urteilung der mittelbaren Unfallkausalität durch Schädigung anlässlich der 
Heilbehandlung infolge des Unfalles vom 25. April 2017 und des Endzu-
standes weiter abzuklären.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Mit Schreiben vom 26. Juli 2023 schliesst die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde. Diese Eingabe ging zur Kenntnis an die Be-
schwerdeführerin.

Erwägungen:

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 20. April 2022 (act. II 
A151) bestätigende Einspracheentscheid vom 31. März 2023 (act. II A168). 
Streitig ist der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung in Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. April 2017 über den 
1. November 2017 hinaus. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20]) sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 147 V 
161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181). 

2.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.3

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 

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für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn 
der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache 
darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 
UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 147 V 161 E. 3.3 S. 163).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
(vgl. BGE 142 V 435 E. 1 S. 438) muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 
dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Mög-
lichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfal-
les genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende 
Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – 
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (BGE 
146 V 51 E. 5.1 S. 56). Praxisgemäss muss der Beweis des Wegfalls des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht durch den Nachweis unfallfrem-
der Gründe erbracht werden. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ur-

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sachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, 
also dahingefallen sind (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 3. März 
2022, 8C_600/2021, E. 3.2). 

2.3.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2020 UV Nr. 34 S. 137 E. 3.2).

2.4 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher 
Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer 
Entscheidungsgrundlagen (Entscheid des BGer vom 26. März 2019, 
8C_824/2018, E. 3.2). Insbesondere ist der Beweis des natürlichen 
Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens in erster Linie mit den 
Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Entscheid des BGer vom 
23. Dezember 2022, 8C_410/2022, E. 4.2).

3.

Das Ereignis vom 25. April 2017 stellt einen Unfall im Rechtssinne (Art. 4 
ATSG) dar (vgl. E. 2.2 vorne; VGE UV/2018/830 E. 4.1 [act. II A63 S. 15]). 
Streitig und zu prüfen ist die Unfallkausalität der über den 1. November 
2017 hinaus bestehenden Schulterbeschwerden links.

4.

Zum Gesundheitszustand sowie der Frage der Kausalität lässt sich den 
medizinischen Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen: 

4.1 Der Röntgenbefund der linken Schulter vom 2. Mai 2017 war un-
auffällig (act. IIA M2).

4.2 Ein am 17. Mai 2017 durchgeführtes Arthro-MRI der linken Schul-
ter beurteilte Dr. med. H.________, Facharzt für Radiologie, wie folgt (act. 
IIA M1): "Bild passend zu leichter Kapsulitis, DD adhäsiva. Mögliche Im-

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pingement-Problematik bei grenzwertig weitem Subakromialraum jedoch 
ohne Zeichen einer begleitenden Tendinopathie. Kein osteochondraler De-
fekt."

4.3 Dr. med. I.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
5. September 2017 (act. IIA M4) eine Schulter- und Ellbogenkontusion links 
vom 25. April 2017 bei rückläufigem subacromialem Impingement Stadium 
I sowie oberflächlicher Restentzündung proximale Ulna und Extensoren-
Tendinopathie. Die Schulterschmerzen seien verschwunden. Die Be-
schwerdeführerin habe das Klettern wieder aufnehmen können. Die aktive 
und passive Beweglichkeit der linken Schulter sei frei, das Impingement-
zeichen grenzwertig positiv, die Rotatorenmanschette kräftig.

Mit weiterem Bericht vom 12. Janaur 2018 (act. IIA M5) diagnostizierte Dr. 
med. I.________ eine beginnende Schultersteife links. Der Beschwerdefüh-
rerin sei es bis im Herbst 2017 mit der linken Schulter deutlich besser ge-
gangen. Sie habe in der Physiotherapie die Belastung aufgebaut und dies 
gleichzeitig in der beruflichen Aktivität im Kletterzentrum umgesetzt. Je 
stärker sie die Schulter beansprucht habe, umso stärker seien die Schmer-
zen geworden. In der Beurteilung hielt Dr. med. I.________ fest, in der heu-
tigen Untersuchung stehe eine entzündliche, überreizte Situation mit einer 
beginnenden Schultersteife im Vordergrund. 

4.4 Ein am 24. Januar 2018 durchgeführtes MRI der linken Schulter 
wurde wie folgt beurteilt (act. IIA M9): "Befund passend zu einer Schulter-
kontusion mit Knochenmarksödem im Humeruskopf posterior. Keine Bank-
art und keine Hill-Sachs-Läsion."

4.5 Prof. Dr. med. J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht 
vom 20. Februar 2018 (act. IIA M8) postdistorsionelle Schulterbeschwerden 
links bei Tendinopathie und Elongation der dorsocranialen Rotatorenman-
schette. Insgesamt bestehe kein operativ behandlungsfähiger pathologisch-
anatomischer Befund. Er empfehle der Beschwerdeführerin, die 
Beanspruchung der Schulter nachhaltig zu reduzieren, ergo auf das Klet-
tern zu verzichten.

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4.6 Prof. Dr. med. K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im Bericht vom 15. 
März 2018 (act. IIA M15) fest, das Arthro-MRI sowie das native MRI vom 
Januar 2018 wiesen eine "Slap-3-zum Teil-5-Komponente mit kombinierter 
antero-inferiorer Labrumläsion" nach. Ebenfalls sei das Bizeps Pulley ge-
rissen, insbesondere im MRI vom Januar 2018 auf Schnittbild 12 deutlich 
sichtbar. Ferner bestehe eine minime bursaseitige Ruptur des Supraspina-
tus mit subacromialer Bursitis. Seines Erachtens handle es sich um eine 
traumatische Schultersubluxation mit Ruptur der Aufhängung des Bizeps 
im Sinne einer SLAP-3-Komponente und des Pulley (S. 2).

4.7 Am 26. März 2018 erfolgte durch Prof. Dr. med. K.________ eine 
arthroskopische SLAP-Refixation und Bizepstenodese, eine Labrumrefixa-
tion sowie Bursektomie und Acromioplastik links (act. IIA M17). Die dia-
gnostische Arthroskopie ergab gemäss Operationsbericht vom 26. März 
2018 u.a. ein "SLAP 2 mit kleiner Lefze anterosuperior welche ins Gelenk 
ragt."

4.8 In seiner Stellungnahme vom 18. Mai 2018 (act. IIA M19) hielt der 
beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. D.________, fest, ein 
beim Ereignis vom 25. April 2017 entstandener potentiell dauerhafter struk-
tureller Schaden habe bereits mit der MRT vom 17. Mai 2017 ausgeschlos-
sen werden können. Rein anhand der vorliegenden klinischen und 
bildgebenden Befunde könne er nicht nachvollziehen, wie Prof. Dr. med. 
K.________ im Vergleich zu den früheren Beurteilern zu einem derart dis-
krepanten Befund komme. Dies beinhalte nicht nur die klinische Einschät-
zung, die sich deutlich von derjenigen von Prof. Dr. med. J.________ 
unterscheide, sondern auch die Bildbeurteilung, die von derjenigen zweier 
unterschiedlicher Radiologen abweiche. Zwar würden darin Veränderungen 
des kranialen Labrums beschrieben, die aber als sublabrales Foramen und 
somit als anatomische Variante und nicht als SLAP-Läsion klassiert worden 
seien. Auch hätten sich anlässlich der Operation vom 26. März 2018 über-
haupt keine Befunde erheben lassen, die überwiegend wahrscheinlich in 
kausalem Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. April 2017 gestanden 
hätten. Der Status quo sine sei am 4. September 2017 erreicht gewesen. 

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4.9 Im Bericht vom 25. Juli 2018 (act. IIA M24) hielt Prof. Dr. med. 
K.________ fest, er halte an seiner Beurteilung fest, dass nebst der ana-
mnetisch klaren Situation sich auf den Bildgebungen vom initialen Arthro-
MRI vom 17. Mai 2017 sowie vom nativen MRI vom Januar 2018 auf den 
einzelnen Schnittbildern sowohl indirekte Anzeichen einer durchgemachten 
Schultersubluxation, welche sich auch intraoperativ bestätigt hätten, als 
auch Anzeichen der Bizeps Pulley-Läsion sowie SLAP-3-Komponente zeig-
ten. 

4.10 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. 
E.________, hielt im Bericht vom 18. September 2018 (act. IIA M22) fest, 
die gegenwärtig noch geltend gemachte Symptomatik an der linken Schul-
ter stehe lediglich mit dem Beweisgrad der Möglichkeit in einem natürlichen 
Zusammenhang zum Ereignis vom 25. April 2017. Die MRI-
Untersuchungen vom 17. Mai 2017 und 24. Januar 2018 liessen keine si-
chere strukturelle Schädigung erkennen, die mit dem Ereignis vom 25. April 
2017 in Zusammenhang gebracht werden könne. Im MRI vom 17. Mai 
2017 zeige sich wohl eine Veränderung sublabral, die er als offenes Fora-
men interpretiere, wie es anlagebedingt häufig gesehen werde. Im Operati-
onsbericht vom 26. März 2018 zeige sich hingegen eine Ablösung im Sinne 
einer SLAP-2-Läsion mit kleiner Lefze, was überwiegend wahrscheinlich 
der Folge einer chronischen Überlastung mit Gewebedegeneration (Klet-
tersport) entspreche (S. 1). Der Status quo sine sei am 5. September 2017 
erreicht gewesen (S. 2). 

4.11 PD Dr. med. L.________, Facharzt für Radiologie, führte im zu 
Handen der Beschwerdeführerin erstellten (vgl. act. II A92) radiologischen 
Befundbericht vom 5. November 2018 (act. IIA M25) aus, die MR-
Arthrographie ergebe keinen Nachweis einer periartikulären Sehnenläsion 
sowie keinen Nachweis einer vorderen, hinteren oder superioren Labrum-
läsion; der hyaline Gelenkknorpel sei intakt, es beständen keine direkten 
Impingementzeichen und kein Hinweis einer Fraktur (S. 2). Die MRT-
Untersuchung vom 24. Januar 2018 sei ohne vorbereitende Arthrographie 
durchgeführt worden. Dadurch bedingt seien die intraartikulären Strukturen 
erheblich schlechter beurteilbar, insbesondere die Labrumdiagnostik sei 
deutlich erschwert (S. 2). Es beständen Zeichen einer Impingementproble-

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matik mit Flüssigkeit in der Bursa subdeltoidea sowie intratendinöser Si-
gnalalterationen betreffend die Supraspinatussehne im ansatznahen Be-
reich. Ein Kontusionsödem sei nicht nachweisbar; hingegen Nachweis von 
blutbildendem Knochenmark an bekannter und vorbestehender Stelle (infe-
roposteriore Humeruskopfepiphyse); MR-tomographisch bestehe fraglich 
eine SLAP-Läsion (S. 3). Die Vergleichbarkeit beider Untersuchungen sei 
aufgrund der unterschiedlichen Untersuchungstechniken problematisch, 
insbesondere die Beurteilbarkeit des oberen Labrums. Eindeutig dokumen-
tiert sei, dass auf der Untersuchung vom 17. Mai 2017 keine Labrumläsion 
vorhanden gewesen sei. Die Veränderungen am 24. Januar 2018 seien 
bildmorphologisch fraglich. Die Qualität der Untersuchung vom 17. Mai 
2017 sei sehr gut, die Beurteilung somit zuverlässig möglich. Die Qualität 
der Untersuchung vom 24. Januar 2018 sei limitiert (S. 4). 

4.12 In der Zeit vom 7. Dezember 2018 bis 8. März 2021 erfolgten di-
verse operative Eingriffe an der linken Schulter aufgrund eines langwieri-
gen Infektverlaufs nach erfolgter prothetischer Versorgung (act. IIA M27-
M34; M35 Dok. 1.1 S. 6 f.).

4.13 Die Dres. med. M.________ und N.________, Fachärzte für Ra-
diologie, hielten im Bericht vom 16. November 2021 (act. IIA M36) auf die 
Frage, ob sie die Beurteilung von PD. Dr. med. L.________ im radiologi-
schen Bericht vom 5. November 2018, wonach erstmals im MRT vom 24. 
Januar 2018 eine Impingementproblematik mit Flüssigkeit in der Bursa 
subdeltoidea sowie intratendinöser Signalalteration betreffend die Supra-
spinatussehne im ansatznahen Bereich feststellbar sei, bestätigen könnten, 
Folgendes fest: "[…]. Die oben von Ihnen erwähnten MR-Befunde sind für 
uns nachvollziehbar; dies kann grundsätzlich ein Ausdruck einer subakro-
mialen Impingement-Konstellation sein. Die oben erwähnten Befunde sind 
in der ebenfalls eingelesenen auswärtigen MR-Voruntersuchung vom 
17.05.17 so nicht zu erkennen." Auf die Frage, mit welcher Wahrscheinlich-
keit aufgrund der Akten anfangs 2018 im Zeitpunkt der Operation durch 
Prof. Dr. med. K.________ am 26. März 2018 eine SLAP-Läsion ausge-
schlossen werden könne, hielten die Dres. med. M.________ und 
N.________ Folgendes fest: "Laut Operationsbericht vom 26.03.18 (Prof. 
K.________) handelte es sich bei der diagnostischen Arthroskopie um eine 

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SLAP 2 -Läsion mit kleiner Lefze anteriosuperior welche ins Gelenk ragte. 
Die intraoperative Diagnose gilt hierbei als die Referenz. Eine SLAP-Läsion 
in den MRI-Aufnahmen vom 24.01.2018 kann (insbesondere bei entspre-
chender klinischer Symptomatik) nicht sicher ausgeschlossen werden, eine 
valide Differenzierung zu einem sublabralen Recessus ist nicht immer mög-
lich."

4.14 Dr. med. O.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im Bericht vom 14. Dezem-
ber 2021 (act. IIA M38) fest, der Unfall vom 25. April 2017 habe mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit zu einer vorübergehenden Verschlimmerung 
des Vorzustandes an der linken Schulter geführt im Sinne einer Aktivierung 
einer bis dahin (stummen) larvierten Impingementanlage. Diese sei als vor-
bestehend anzusehen im Sinne eines knöchernen Outletimpingements bei 
grenzwertig weitem Subakromialraum. Bedingt durch die am 25. April 2017 
erlittene Kontusion sei es jedoch zu einer ödematösen Schwellung der 
Weichteilstrukturen im Bereich des linken Schultergelenks gekommen mit 
dadurch verursachter Verstärkung der bis dahin nach Aktenlage nicht im-
minenten Beschwerden im Bereich des linken Schultergelenks. Der Status 
quo sine sei hierbei nach unfallchirurgischer Lehrmeinung nach einer post-
traumatischen Rekonvaleszenz von längstens sechs Monaten und somit 
zum 1. November 2017 erreicht worden. 

Mit weiterem Bericht vom 9. März 2022 (act. IIA M39) hielt Dr. med. 
O.________ auf die vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin gestellte 
Zusatzfrage, mit welcher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kön-
ne, dass die erstsmals im MRT vom 24. Januar 2018 feststellbare Im-
pingementproblematik mit Flüssigkeit in der Bursa subdeltoidea sowie 
intratendinöser Signalalteration betreffend die Supraspinatussehne im an-
satznahen Bereich die Folge einer Überbelastung der linken Schulter (Phy-
siotherapie, Klettern) in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 sei, fest, dass 
es für die Beantwortung dieser Frage einer Facharztqualifikation für „Dia-
gnostische Radiologie" bedürfe. 

4.15 Dr. med. G.________ führte im Aktengutachten vom 14. Februar 
2023 (act. IIA M41) aus, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei eine 
Unfallgenese der dokumentierten Schulterschädigungen nicht stimmig und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2023, UV/23/348, Seite 13

nicht nachvollziehbar. Insbesondere zeigten die härtesten Fakten (MRI vom 
17. Mai 2017) keine Zeichen einer frischen Schulterverletzung, wie sie 
durch Prof. Dr. med. K.________ moniert, interpretiert und operativ am 26. 
März 2018 behandelt worden sei (S. 17 f.). Verglichen mit den Einschät-
zungen der vier Fachradiologen müsse mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit von einer Fehlinterpretation durch Prof. Dr. med. K.________ 
ausgegangen werden. Zusammen mit dem Fachradiologen mit der Sub-
spezialität Bewegungsapparat Dr. med. P.________, sei der gesamte 
Wortlaut von PD Dr. med. L.________ schrittweise überprüft und ohne Ein-
schränkung für nachvollziehbar und korrekt befunden worden. Insbesonde-
re habe die begrenzte Aussagekraft des Nativ-MRI vom 24. Januar 2018 
hervorgehoben werden müssen. Bei dieser Technik liessen sich keine zu-
verlässigen Angaben über die Strukturen rund um das Glenoid machen 
(Labrum, Bizepsanker [S. 20]).

5.

5.1

5.1.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

5.1.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2023, UV/23/348, Seite 14

kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, 
mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 
Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Zudem kann insbe-
sondere (auch) die Kausalität im Rahmen eines Aktengutachtens erörtert 
werden (Entscheid des BGer vom 9. November 2011, 8C_383/2011, 
E. 4.2). 

5.2 Die Beschwerdeführerin kritisiert, das Vorgehen der Beschwerde-
gegnerin bei der sachverhaltlichen Abklärung entspreche nicht den Vorga-
ben gemäss VGE UV/2018/830 E. 4.2, wonach ein "externes Gutachten" 
hätte veranlasst werden müssen (Beschwerde, S. 5 ff.; act. II A63 S. 17). 
Indem sich die Beschwerdegegnerin der von der IV veranlassten Begutach-
tung anschloss bzw. anschliessen wollte, hat sie den gerichtlichen Vorga-
ben entgegen der Beschwerdeführerin entsprochen. Dass die UVG-
spezifischen Fragen im Rahmen der eigentlichen IV-Begutachtung – 
offenbar wegen eines Missverständnisses (vgl. act. II A117 f.) – zunächst 
unbeantwortet blieben bzw. deren Beantwortung hat nachgeholt werden 
müssen (act. II A124), stellt unter den gegebenen Umständen respektive 
mit Blick darauf, dass allein unfallversicherungsrechtlich spezifische Fragen 
zu beurteilen waren, keinen wesentlichen Mangel dar. Denn mit der Stel-
lungnahme der Radiologen Dres. med. M.________ und N.________ vom 
16. November 2021 (act. IIA M36) und dem Bericht des Orthopäden Dr. 
med. O.________ vom 14. Dezember 2021 (act. IIA M38) liegen Einschät-
zungen von mit dem Fall bisher nicht befassten externen Experten vor. 
Insbesondere wurde die hier (allein) streitige Kausalitätsfrage von Dr. med. 
O.________ ausführlich und schlüssig (vgl. E. 5.1.2 vorne) beurteilt, womit 
der zentralen Vorgabe gemäss VGE UV/2018/830 Rechnung getragen 
wurde. Dass der Gutachter die vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführe-
rin unter "Konsensfindung" formulierte Zusatzfrage 3 (act. II A121; Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2023, UV/23/348, Seite 15

schwerde S. 6 oben) mit der Begründung, diese beschlage den radiologi-
schen Fachbereich, womit er für deren Beantwortung nicht kompetent sei 
(act. IIA M39), bewusst unbeantwortet liess, schadet unter den gegebenen 
Umständen ebenso wenig. Denn allemal ist die (vorliegend zu bejahende) 
Frage entscheidend, ob die medizinische Aktenlage in ihrer Gesamtheit 
eine zuverlässige Beurteilung der streitigen Tat- und Rechtsfragen erlaubt, 
wofür eine Konsensfindung zwischen Gutachtern nicht zwingend vorausge-
setzt wird (vgl. Entscheid des BGer vom 3. August 2022, 8C_208/2022, E. 
6.3). Darüber hinaus zielt die nämliche Frage am Beweisthema vorbei, in-
dem in streitgegenständlicher Hinsicht nicht nach unfallfremden Ursachen 
von Beschwerden zu fragen, sondern allein entscheidend ist, ob unfallbe-
dingte Ursachen des Gesundheitsschadens weggefallen sind (vgl. E. 2.3.2 
vorne). 

Indem die vorliegend streitigen Tatfragen (auch noch) durch externe 
Fachärzte und darüber hinaus durch zahlreiche weitere Experten der hier 
relevanten Fachrichtungen Orthopädie und Radiologie mehrmals beurteilt 
wurden, ist es somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 
das Dossier im Hinblick auf eine gesamthafte Würdigung und Einschätzung 
ihrem beratenden Arzt Dr. med. G.________ unterbreitete (act. IIA M41 f.). 
Gestützt auf dessen, die Voraussetzungen der Rechtsprechung an den 
Beweiswert medizinischer Berichte (vgl. E. 5.1.2 vorne) erfüllende Beurtei-
lung, sowie basierend auf den übrigen medizinischen Berichten lassen sich 
vorliegend sämtliche erheblichen Tat- und Rechtsfragen auf dem Wege der 
Beweiswürdigung zuverlässig beantworten (vgl. E. 5.1.1 vorne). 

5.3 Mit Blick auf die hier streitige Kausalitätsproblematik steht die Fra-
ge im Zentrum, ob die von Prof. Dr. med. K.________ im Bericht vom 
15. März 2018 diagnostizierte SLAP-3-Läsion (act. IIA M15) respektive die 
im Operationsbericht vom 26. März 2018 festgehaltene SLAP-2-Läsion 
(act. IIA M17) ursächlich auf das Ereignis vom 25. April 2017 zurückzu-
führen ist. Wie zuvor bereits die beratenden Ärzte Dres. med. D.________ 
und E.________ (act. IIA M19; M22) verneinte auch der beratende Arzt 
Dr. med. G.________ diese Frage, indem er in seiner Stellungnahme vom 
14. Februar 2023 argumentiert, dass die "härtesten Fakten" – nämlich das 
Arthro-MRI vom 17. Mai 2017 – keine Zeichen einer frischen Schulterver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2023, UV/23/348, Seite 16

letzung aufzeige und der Status quo sine per 4. September 2017 erreicht 
gewesen sei (act. IIA M41 S. 17-19). 

Entgegen der Beschwerdeführerin steht diese Einschätzung im Einklang 
mit der Aktenlage: 

5.4

5.4.1 Dass Dr. med. G.________ massgeblich auf die am 17. Mai 2017 
erfolgte Bildgebung abstellte überzeugt, handelt es sich doch beim Arthro-
MRI – im Unterschied zum am 24. Januar 2018 durchgeführten nativen 
MRI – um die Methode der Wahl, wenn es um die exakte Abklärung der 
anatomischen Strukturen der Schulter geht, so namentlich auch die Fest-
stellung von SLAP-Läsionen (vgl. etwa <www.mri-roentgen.ch> ->Angebot 
->MRI der Schulter). Dies gilt vorliegend umso mehr, als die Qualität der 
Untersuchung vom 17. Mai 2017 als sehr gut beurteilt wurde (act. IIA M25 
S. 4), was von keiner Seite in Frage gestellt wird. Ferner erfolgte diese Un-
tersuchung knapp einen Monat nach dem Unfallereignis vom 25. April 
2017, womit die entsprechenden Ergebnisse für die Frage nach dem Vor-
liegen unfallbedingter Pathologien tendenziell aufschlussreicher sind als die 
zeitlich erst mehrere Monate später bzw. ab Januar 2018 erfolgten Ab-
klärungen und darauf basierenden Einschätzungen. Dies gilt vorliegend 
umso mehr, als es in den ersten vier Monaten nach dem Unfall zu einem 
Decrescendo-Verlauf mit abklingenden Schulterbeschwerden links (act. IIA 
M4 f.; act. II A18 S. 2) bzw. nach einem beschwerdearmen Intervall mit 
schulterbelastenden Kletteraktivitäten ab Dezember 2017 wiederum zu 
einem Crescendo-Verlauf mit wieder zunehmenden Beschwerden kam 
(act. IIA M5; M41 S. 15). Denn mit Blick auf diesen Beschwerdenverlauf 
fällt im Spektrum möglicher Ursachen der geltend gemachten Symptomatik 
auch eine zwischenzeitlich eingetretene Überlastung des Schultergelenks 
in Betracht. 

5.4.2

5.4.2.1 Was die gesundheitliche Situation von Seiten der linken Schulter 
im Zeitpunkt des Arthro-MRI’s vom 17. Mai 2017 mit den darin dokumen-
tierten Befunden anbelangt, so postulierte Prof. Dr. med. K.________ – wie 
gezeigt (vgl. E. 5.3 vorne) – das Vorliegen einer SLAP-3-Läsion (vgl. act. 

http://www.mri-roentgen.ch

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2023, UV/23/348, Seite 17

IIA M15 S. 2). Diese Einschätzung steht entweder in Widerspruch zur Ein-
schätzung der vorliegend involvierten Radiologen oder aber wird durch 
diese zumindest nicht gestützt: So befundete der erstbeurteilende Radiolo-
ge Dr. med. H.________ ein intaktes Labrum und es lassen sich aus seiner 
Beurteilung des Arthro-MRI’s vom 17. Mai 2017 somit keinerlei Anhalts-
punkte für eine unfallbedingte Pathologie, namentlich eine SLAP-Läsion, 
entnehmen (act. IIA M1). Auch PD Dr. med. L.________ gelangte zum 
Schluss, die MR-Arthrographie ergebe keinen Nachweis einer periarti-
kulären Sehnenläsion sowie keinen Nachweis einer vorderen, hinteren oder 
superioren Labrumläsion (act. IIA M25 S. 2, 4). Die Dres. med. 
M.________ und N.________ äusserten sich zur Frage nach der Doku-
mentation einer SLAP-Läsion im Arthro-MRI vom 17. Mai 2017 zwar nicht 
explizit, hielten jedoch zu den im MRI vom 24. Januar 2018 dokumentierten 
Befunden sowie unter Bezugnahme auf die entsprechende Kommentierung 
durch PD Dr. med. L.________ fest, diese Befunde liessen sich im Arthro-
MRI vom 17. Mai 2017 nicht erkennen (vgl. act. IIA M36 Ad 1), womit auch 
die Beurteilung dieser Radiologen nicht den Schluss auf eine unfallbedingt 
erlittene und im letztgenannten MRI dokumentierte SLAP-Läsion erlaubt. 
Soweit die Dres. med. M.________ und N.________ hinsichtlich der SLAP-
Läsion auf den Operationsbericht vom 26. März 2018 verwiesen (act. IIA 
M17), den sie als referenziell beurteilten (act. IIA M36), ist festzuhalten, 
dass der erste Eingriff an der Schulter 11 Monate nach dem Unfallereignis 
vom 25. April 2017 erfolgte, womit der entsprechende Bericht vom 26. März 
2018 für die Frage nach dem Vorliegen einer SLAP-Läsion unter dem (hier 
massgeblichen Blickwinkel) der Kausalität nicht ausschlaggebend ist, zu-
mal die Beschwerdeführerin – wie bereits dargelegt (vgl. E. 5.4.1 vorne) – 
nach dem Unfall den (sehr schulterbelastenden) Klettersport wieder aufge-
nommen hatte (vgl. act. IIA M4) und damit – bei einer (damals) 44jährigen 
Berufs- und Sportkletterin – auch eine Überlastungsproblematik als Ursa-
che in Betracht fällt. Ferner hielt der von G.________ beigezogene Radio-
loge Dr. med. P.________ zwar fest, dass eine leichte Traumatisierung im 
Sinne einer SLAP-1-Läsion angenommen werden könne (act. IIA M42). 
Dies lasse jedoch – so Dr. med. G.________ in seiner Stellungnahme vom 
14. Februar 2023 – nicht auf eine klinische Relevanz schliessen; insbeson-
dere könne eine traumatisch bedingt entstandene Läsion mit stark über-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2023, UV/23/348, Seite 18

wiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden (act. IIA M41 S. 20 
f.). 

Nur der Vollständigkeit halber ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass 
auch im Rahmen des (beschränkt aussagekräftigen [act. IIA M25 S. 4; M41 
S. 20]) nativen MRI’s vom 24. Januar 2018 eine relevante SLAP-Läsion 
radiologisch nicht klar erstellt ist. So befundete der erstbeurteilende Radio-
loge Dr. med. Q.________ ein "Labrum mit kleinem sublabralem Foramen, 
ansonsten intakt" (act. IIA M9). Auch PD Dr. med. L.________ erkannte in 
Bezug auf das Labrum keine Pathologie, hielt eine SLAP-Läsion lediglich 
für möglich und letztlich nicht für beweisbar (act. IIA M25 S. 4). Ebenso 
vermochten die Dres. med. M.________ und N.________ eine SLAP-
Läsion lediglich "nicht sicher" auszuschliessen (act. IIA M36). Schliesslich 
stellte Dr. med. P.________ in Bezug auf das supraglenoidale Labrum al-
lein eine diskrete hyperintense radiäre Dehiszenz fest, was "den Verdacht 
auf eine geringfügige Traumatisierung bzw. einen Status danach" stütze 
(act. IIA M42). Mithin liegt der Schluss nahe, dass es sich beim erhobenen 
Befund nicht um eine unfallbedingte Pathologie, sondern um eine Anlage-
variante des anterosuperioren sublabralen Recessus handelt, wie Dr. med. 
G.________ schlüssig resümierte (act. IIA M41 S. 20). 

5.4.2.2 Ist demnach eine unfallbedingte relevante SLAP-Läsion im Arthro-
MRI vom 17. Mai 2017 – und damit relativ zeitnah zum Unfallereignis vom 
25. April 2017 – bildgebend nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, ent-
fällt die Annahme einer relevanten unfallbedingten Schulterpathologie 
grundsätzlich, weil vorliegend anderweitige, potentiell unfallbedingte Verlet-
zungen nicht dokumentiert sind. So hielt Dr. med. G.________ in seiner 
Stellungnahme vom 14. Februar 2023 fest, aus morphologischer bildge-
bender Sicht sei nach dem inkriminierten Ereignis keine relevante unfallbe-
dingte Schädigung nachweisbar (act. IIA M41 S. 19). Insbesondere 
beständen keine Hinweise auf eine wesentliche Sehnenverletzung der Ro-
tatorenmanschette oder eine subacromiale Bursitis (S. 18). Dies deckt sich 
ohne weiteres mit der Befundung des erstbeurteilenden Radiologen Dr. 
med. H.________ (act. IIA M1), aber auch mit den Einschätzungen von PD 
Dr. med. L.________ (act. IIA M25 S. 4) und Dr. med. P.________ (act. IIA 
M42). Auch stehen die Beurteilung von Dr. med. G.________ nicht nur im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2023, UV/23/348, Seite 19

Einklang mit jenen der Dres. med. D.________ (act. IIA M19) und 
E.________ (act. IIA M22), sondern auch mit der Einschätzung des exter-
nen Gutachters Dr. med. O.________, welcher allein auf eine vorüberge-
hende Verschlimmerung eines Vorzustandes an der linken Schulter im 
Sinne einer Aktivierung einer bis dahin stummen Impingementlage schloss 
(act. IIA M38). Auch Prof. Dr. med. J.________ erkannte keinen operativ 
behandlungsfähigen patholologisch-anatomischen Befund (act. IIA M8), 
wobei er sich zur Kausalität nicht weiter äusserte. Namentlich kann aus der 
Umschreibung "postdistorsionell" – analog zum Begriff "postraumatisch" 
(vgl. Entscheid des BGer vom 16. Februar 2023, 8C_645/2022, E. 4.1) – 
nicht schon auf eine Bejahung der Unfallkausalität geschlossen werden. 

5.4.3 Soweit Prof. Dr. med. K.________ somit als einziger vorliegend 
involvierter Arzt von einer traumatischen Schultersubluxation mit Ruptur der 
Aufhängung des Bizeps "im Sinne einer Slap-3-Komponente und des Pul-
ley" ausgeht (act. IIA M15), kann darauf nicht abgestellt werden. Abgese-
hen davon, dass Prof. Dr. med. K.________ – wie gezeigt – zu einer von 
den Radiologen (aber auch den übrigen Ärzten) abweichenden Beurteilung 
insbesondere der hier relevanten Bildgebung vom 17. Mai 2017 gelangte 
(vgl. E. 5.4.2.1 vorne), vermag auch seine Hypothese einer Schultersublu-
xation nicht zu überzeugen. Wie Dr. med. G.________ in seiner Stellung-
nahme vom 14. Februar 2023 nachvollziehbar ausführte, braucht es für die 
Entstehung einer traumatischen glenohumeralen vorderen und unteren 
(Sub)luxation zwingend die entsprechende Armposition in Seitelevation mit 
Aussenrotation. Prof. Dr. med. K.________ gehe aber davon aus, dass es 
sich um eine axiale Schulterstauchung gehandelt habe (vgl. act. IIA M15 S. 
1) und offenbare damit einen Widerspruch in seinen eigenen Aussagen 
(act. IIA M41 S. 19). Im Übrigen ist mit Dr. med. G.________ festzustellen, 
dass der Schadenmechanismus nicht erstellt ist (S. 18) bzw. lediglich als 
Sturz auf den Ellbogen geschildert wurde (vgl. act. II A1 f.; A18), womit 
Rückschlüsse auf das dabei erlittene Verletzungsbild betreffend die (linke) 
Schulter schwierig sind und in beweismässiger Hinsicht folglich die (zeitnah 
dokumentierte) Befundlage für die Kausalitätsbeurteilung in den Vorder-
grund rückt. Im Weiteren weist Dr. med. G.________ zu Recht darauf hin, 
dass Prof. Dr. med. K.________ dem Umstand, dass die Beschwerdeführe-
rin seit Jahren schulterbelastenden Klettersport betreibt, keine Beachtung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2023, UV/23/348, Seite 20

schenkte (act. IIA M41 S. 20; vgl. auch act. IIA M24). Wenn Dr. med. 
G.________ deshalb resümiert, bei konstitutionell bestehenden Anhalts-
punkten für eine Hyperlaxität der Bandstrukturen mit Potential für einen 
subacromialen Konflikt sei zusammen mit der langjährigen sportlichen und 
beruflichen Exposition beim Klettern früher oder später eine Dekompensa-
tion und ein Symptomatischwerden mühelos nachvollziehbar und bei Feh-
len von relevanten traumatischen Verletzungszeichen der morphologische 
Vorzustand für den weiteren Verlauf vollumfänglich massgebend, ist dies 
nachvollziehbar und schlüssig (act. IIA M41 S. 18 f.). Dies umso mehr, als 
kein Bericht im Recht liegt, welcher begründete Zweifel an dieser Einschät-
zung zu wecken vermöchte. 

5.5 Damit hat die Beschwerdegegnerin mit dem erforderlichen Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit den Nachweis dafür er-
bracht, dass die intial – im Zuge des Ereignisses vom 25. April 2017 
aufgetretenen – unfallbedingten Ursachen der linksseitigen Schulterbe-
schwerden dahingefallen sind (vgl. E. 2.3.2 vorne). Der Zeitpunkt der Leis-
tungseinstellung per 1. November 2017 (act. II A151) stützt sich auf die 
Einschätzung von Dr. med. O.________ in seiner Beurteilung vom 14. De-
zember 2021 (act. IIA M38) und ist in Anbetracht der Tatsache, dass die 
Datierung des Status quo sine eine Schätzung darstellt (Entscheid des 
BGer vom 28. Februar 2019, 8C_167/2018, E. 6.5), nicht zu beanstanden. 
Insbesondere steht dem Erreichen des Status quo sine auch der Umstand 
nicht entgegen, dass – wie beschwerdeweise vorgebracht wird (S. 6 f.) – 
die Beschwerdeführerin im Sinne eines stummen Vorzustandes vor dem 
Unfall keine Schulterbeschwerden hatte (vgl. Entscheid des BGer vom 
22. Mai 2013, 8C_1029/2012, E. 3.2.2). Sind damit die nach dem 1. No-
vember 2017 geklagten Schulterbeschwerden links in rechtlicher Hinsicht 
nicht mehr unfallbedingter, sondern krankheitsbedingter Natur, erübrigen 
sich Ausführungen zu Art. 6 Abs. 3 UVG bzw. zur Haftung der Beschwer-
degegnerin für die im Rahmen der Heilbehandlung aufgetretenen Kompli-
kationen. Denn diese Regelung kommt nur zur Anwendung, wenn die 
fragliche medizinische Massnahme der Behandlung einer Unfallfolge diente 
(Entscheid des BGer vom 29. September 2021, 8C_267/2021, E. 3.3), was 
hier nicht zutrifft, traten die Komplikationen doch erst nach der ersten Ope-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2023, UV/23/348, Seite 21

ration vom 26. März 2018 und damit nach Erreichen des Status quo sine 
per 1. November 2017 auf (act. IIA M35 Dok. 1.1 S. 5; M32).

5.6 Zusammenfassend ist die Beschwerde gegen den angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 31. März 2023 abzuweisen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben. 

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin 
nach allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b 
S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprech B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- AXA Versicherungen AG  
- Bundesamt für Gesundheit

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Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Sept. 2023, UV/23/348, Seite 23

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.