# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac0b3f42-8e17-51fa-871e-699bff9257e7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.11.2021 UV 2021/5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2021-5_2021-11-25.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/5

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.05.2022

Entscheiddatum: 25.11.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 25.11.2021
Art. 6 UVG: Gestützt auf die mit der Aktenlage übereinstimmende 
kreisärztliche Beurteilung ist davon auszugehen, dass die 
Beschwerdegegnerin das Erreichen des Status quo sine zu Recht 
angenommen und ihre Leistungen rund 20 Monate nach dem Unfall vom 3. 
Januar 2019 per 18. September 2020 eingestellt hat (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. November 2021, UV 
2021/5).

Entscheid vom 25. November 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann; 

Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.

UV 2021/5

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Bertschinger, St. Gallerstrasse 46, Postfach 

745, 9471 Buchs SG 1,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Beat Frischkopf, Bahnhofstrasse 24, Postfach 

160, 6210 Sursee,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter), war bei der B.___ AG als 

Instandhaltungsmechaniker tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt AG (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als er am 3. Januar 2019 beim Heruntersteigen von einer Leiter aus einer 

Höhe von 2.5 Metern fiel (vgl. Unfallmeldung UVG vom 17. Januar 2019, UV-act. 1). Am 

18. Januar 2019 suchte der Versicherte insbesondere wegen Schmerzen im Becken, 

die bis zur linken Grosszehe ausstrahlten, sowie Krippelparästhesien die Notfallstation 

des Spital C.___ auf und gab an, er habe sich beim Sturz beide Ellbogen angeschlagen. 

Diese seien nach dem Sturz ganz blau gewesen. Derzeit könne er sie frei bewegen, er 

habe jedoch noch eine Druckdolenz über dem linken Olecranon. Die 

Röntgenuntersuchungen des Ellbogen links, des Beckens und der LWS ergaben keine 

Hinweise auf eine frische ossäre Verletzung. Die Klinikärzte diagnostizierten ein 

lumboradikuläres Syndrom unklarer Ätiologie rechts sowie einen Status nach 

Kontusion der Ellbogen beidseits und attestierten dem Versicherten eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit vom 18. bis 27. Januar 2019 (UV-act. 2, 20 und 25; Verlängerung der 

Arbeitsunfähigkeit bis 10. Februar 2019). Mit Schreiben vom 21. Januar 2019 

anerkannte die Suva gegenüber dem Versicherten ihre Leistungspflicht für das 

A.a. 

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Unfallereignis vom 3. Januar 2019 und sicherte ihm die Ausrichtung der gesetzlichen 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu (UV-act. 3). Am 22. Januar 

2019 erfolgte eine MRI-Untersuchung der Wirbelsäule im Spital C.___. Daraufhin wurde 

im Sprechstundenbericht vom 25. Januar 2019 erklärt, dass es keinen Hinweis auf eine 

Fraktur und keine Erklärung für die vom Versicherten angegebenen Parästhesien im 

Bereich der Zehen gebe. Diagnostiziert wurde eine LWS-/Beckenkontusion rechts (UV-

act. 21 und 26). Die weitere ärztliche Betreuung des Versicherten erfolgte durch Dr. 

med. D.___, Fachärztin für Innere Medizin, (UV-act. 7 und 10). Ab dem 25. Februar 

2019 war der Versicherte wieder voll arbeitsfähig, jedoch noch nicht beschwerdefrei 

(UV-act. 9 und 30). Am 1. März 2019 trat er seine neue Arbeitsstelle bei der E.___ AG, 

Zweigniederlassung F.___, an (UV-act. 12).

Im Mai 2019 nahmen die Beschwerden des Versicherten im thorakolumbalen 

Übergang und Rippenthorax rechts zu (UV-act. 30). Ab dem 22. Mai 2019 war er erneut 

arbeitsunfähig (UV-act. 13). Am 13. Juni 2019 meldete er telefonisch und am 20. Juni 

2019 die Arbeitgeberin schriftlich der Suva einen Rückfall zum Unfall vom 3. Januar 

2019 (UV-act. 11 f.). Ab dem 17. Juni 2019 konnte er wieder leichtere Arbeiten im 

Umfang eines 30%-Pensums ausführen (UV-act. 13, 30 und 48-6). Da der Versicherte 

trotz Analgetika- und Physiotherapie weiterhin an Schmerzen litt, empfahl Dr. D.___ am 

30. Juli 2019 zur Intensivierung der Therapie einen stationären Rehabilitationsaufenthalt 

(UV-act. 30). Mit Schreiben vom 5. August 2019 teilte die Suva dem Versicherten mit, 

dass sie erneut Versicherungsleistungen ausrichten werde (UV-act. 32, vgl. UV-act. 31).

A.b. 

Vom 26. August bis 5. Oktober 2019 war der Versicherte in stationärer Behandlung 

im Rehazentrum G.___. Die Klinikärzte diagnostizierten im Bericht vom 2. Oktober 

2019: 1. ein panvertebrales Syndrom, DD: ein radikuläres Syndrom BWK 10/11, mit/bei 

verdeutlichter Diskushernie BWK 10/11 rechts mediolateral mit erheblicher epiduraler 

Kompression, keinen eindeutigen Anhaltspunkten für eine Myelopathie (MRI vom 

27.09.2019), degenerativen Veränderungen am thorakolumbalen Übergang, einer 

Facettengelenksarthrose der unteren LWS, einer muskulären Insuffizienz und 

Dysbalance sowie einen Status nach LWS-/Beckenkontusion rechts; 2. eine 

posttraumatische Bursitis am linken Kniegelenk mit oberflächigem Weichteilinfekt; 3. 

eine Adipositas; 4. einen Status nach Hiatushernien Operation (2013); 5. einen Status 

nach Knochenzystenoperation Unterschenkel rechts (1985, 1989). Erläuternd wurde 

A.c. 

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ausgeführt, dass durch das Therapieprogramm zwar die Kraft in den oberen und 

unteren Extremitäten habe gesteigert werden können, eine ausreichende und lang 

andauernde Schmerzkontrolle sei jedoch nicht erreicht worden. Die Abklärungen 

wegen des stark geschwollenen und überwärmten linken Kniegelenks hätten eine leicht 

tanzende Patella bei sonst unauffälligen orthopädischen klinischen Zeichen ergeben. 

Ausserdem habe sich eine verdeutlichte Diskushernie BWK 10/11 rechts mediolateral 

mit erheblicher epiduraler Kompression, jedoch keine eindeutigen Anhaltspunkte für 

eine Myelopathie gezeigt. Zur Beurteilung des weiteren Vorgehens wurde eine 

Vorstellung bei einem Neurochirurgen empfohlen. Bescheinigt wurde eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit vom 26. August bis 31. Oktober 2019 (UV-act. 48 f.).

Am 17. Oktober 2019 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit dem 

Versicherten per 30. November 2019 (UV-act. 64), die Suva erteilte Kostengutsprache 

für eine weitere physiotherapeutische Behandlung (UV-act. 56) und es erfolgte eine 

Untersuchung des Versicherten im Departement Chirurgie, Abteilung für 

Neurochirurgie, des Kantonsspitals I.___, Diagnostiziert wurde eine thorakale 

Diskushernie BWK 10/11 rechts mit radikulärem Schmerzsyndrom im Dermatom Th10 

rechts bei MR-tomographisch nachgewiesener Diskushernie Th 10/11 (MRI BWS/LWS 

25.09.2019; UV-act. 70). Die daraufhin am 23. Oktober 2019 durchgeführte CT-

gesteuerte epidurale Infiltration BWK 10/11 brachte keine Besserung der 

Schmerzsituation, weshalb eine thorakale Diskushernie als Schmerzquelle 

weitestgehend ausgeschlossen wurde. Diagnostiziert wurden nun thorakale und 

lumbale Rückenschmerzen. Empfohlen wurde vorerst die Weiterführung der 

konservativen Massnahmen und gegebenenfalls auch die Vorstellung in einem 

Schmerzzentrum (UV-act. 71).

A.d. 

Im Erstkonsultationsbericht des Schmerzzentrums des Kantonsspitals St. Gallen 

(nachfolgend: KSSG) vom 26. Februar 2020 wurde gestützt auf die am 13. Januar 2020 

durchgeführte Untersuchung und eine nachfolgende Besprechung am Schmerzboard 

eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 

F45.41) diagnostiziert (UV-act. 86). Bedingt durch die Coronavirus-Lage konnte die 

Schmerzbehandlung erst am 4. Juni 2020 aufgenommen werden (UV-act. 88, 91, 95 

und 106).

A.e. 

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B.  

In einer Beurteilung vom 30. Juli 2020 hielt Suva-Kreisarzt Dr. med. H.___, Facharzt 

für Chirurgie FMH, fest, dass keine Unfallfolgen mehr vorlägen, denn in der MRI-

Untersuchung vom 22. Januar 2019 hätten keine unfallbedingten strukturellen Läsionen 

nachgewiesen werden können. Es hätten jedoch multietagere degenerative 

Veränderungen an Bandscheiben und an Facettengelenken festgestellt werden können. 

Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei deshalb von einer vorübergehenden 

Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule auszugehen. 

Eine solche gelte nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr, als 

abgeschlossen und der Status quo sine als erreicht. Eine kreisärztliche Untersuchung 

des Versicherten sei für die Kausalitätsbeurteilung respektive Terminierung nicht 

erforderlich (UV-act. 111).

A.f. 

Am 2. September 2020 teilte der Versicherte der Suva telefonisch mit, dass die 

Schmerztherapie nicht den erhofften Erfolg gebracht habe. Da er immer mehr 

Beschwerden mit seinem Rücken habe, bitte er um eine Abklärung des ganzen 

Rückens. Die Suva informierte ihrerseits den Versicherten am 2. und 4. September 

2019 (vgl. UV-act. 122-1) darüber, dass vorgesehen sei, die Leistungen per 18. 

September 2020 einzustellen, denn gemäss ihrem ärztlichen Berater handle es sich bei 

den Beschwerden um eine vorübergehende Verschlechterung eines degenerativen 

Vorzustandes (UV-act. 114).

A.g. 

 Mit Verfügung vom 8. September 2020 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

sie die Versicherungsleistungen per 18. September 2020 einstellen werde (UV-act. 

122).

A.h. 

Mit Schreiben vom 21. September 2020 erhob der Versicherte gegen die 

Verfügung vom 8. September 2020 Einsprache. Dabei beanstandete er, dass der Suva-

Kreisarzt ihn nie untersucht habe. Zudem wies er darauf hin, dass er vor dem Unfall 

vom 3. Januar 2019 nie gesundheitliche Probleme mit seinem Rücken gehabt habe 

(UV-act. 128).

B.a. 

Mit Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2020 wies die Suva die Einsprache 

des Versicherten vom 21. September 2020 u.a. mit Verweis auf die kreisärztliche 

Aktenbeurteilung vom 30. Juli 2020 (UV-act. 111) ab (UV-act. 141).

B.b. 

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C.  

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Bertschinger, Buchs, am 

18. Januar 2021 Beschwerde. Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 3. 

Dezember 2020 sei aufzuheben und die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei 

zu verpflichten, die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) ab 

Einstellung (18. September 2020) weiterhin zu erbringen. Eventualiter sei der 

Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2020 aufzuheben und die Sache zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung führte er 

aus, dass er an progredienten lumbalen Schmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein 

sowie an thorakalen Schmerzen, die rechtsseitig nach ventral ziehen würden, leide. Ein 

degenerativer Vorzustand sei weder nachgewiesen noch habe er vor dem Unfall 

Beschwerden gehabt. Es liege eine unrichtige und unvollständige Feststellung des 

Sachverhalts vor (act. G 1).

C.a. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 1. März 2021 beantragte die 

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Beat Frischkopf, Sursee, 

die Abweisung der Beschwerde vom 18. Januar 2021. Ausgeführt wurde insbesondere, 

dass für den Leistungsanspruch der Unfallhergang und die dabei erlittenen 

Verletzungen, nicht jedoch die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers 

massgebend seien. Es gebe weder einen Frakturnachweis noch habe eine 

Kompression im Bereich der Nervenwurzel L5/S1 festgestellt werden können. Es lägen 

jedoch multietagere degenerative Veränderungen an Bandscheiben- und an 

Facettengelenken vor (act. G 3).

C.b. 

In seiner Replik vom 6. Mai 2021 hielt der Beschwerdeführer an den in der 

Beschwerde gestellten Anträgen fest. Zur Begründung führte er u.a. aus, dass nicht 

schlüssig beantwortet werden könne, ob ein Zusammenhang der aktuellen 

Beschwerden mit dem Unfallereignis vom 3. Januar 2019 bestehe. Dies dürfe sich aber 

nicht zu seinem Nachteil auswirken, zumal er vor dem Unfall absolut beschwerdefrei 

gewesen sei. Es sei durchaus möglich, dass es beim erlittenen Sturz zu einer 

Wirbelsäulenstauchung gekommen und die vorbestehende schmerzfreie 

C.c. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre 

Versicherungsleistungen für das Unfallereignis vom 3. Januar 2019 zu Recht per 18. 

September 2020 eingestellt hat.

2.  

Spondylarthrose aktiviert worden sei. Deshalb seien weiterhin Versicherungsleistungen 

zu erbringen; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen (act. G 7).

Die Beschwerdegegnerin reichte innert der gesetzten Frist keine Duplik ein, worauf 

der Schriftenwechsel für abgeschlossen erklärt wurde (UV-act. G 8 f.).

C.d. 

Mit Schreiben vom 16. Juli 2021 reichte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers eine Kostennote über Fr. 4'025.10 (inkl. MwSt. und Barauslagen) 

ein (act. G 10).

C.e. 

Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im 

Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) voraus. Als solcher gilt eine plötzliche, 

nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Ist die versicherte Person 

infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch 

auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; 

SR 832.20]). Sie hat zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Angesichts dieser gesetzlichen Bestimmungen bildet die 

Unfallkausalität Anspruchsvoraussetzung für Heilkosten- und Taggeldleistungen der 

Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur 

für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 f. mit Hinweisen; 117 V 376 

E. 3a; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018, [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. 

2.1. 

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zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.).

Für die Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 112 V 32 f. E. 1; 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 und 58 f.; KOSS UVG-Nabold, N 53 und 59 zu 

Art. 6). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

praktisch keine selbständige Rolle (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 

291 f. E. 3a und 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen).

2.2. 

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (BGE 

125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). 

Dieser schliesst eine Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. 

Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte (BGE 129 V 177 E. 3.1, 117 V 360 E. 4a, je mit Hinweisen; Urteile 

des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2, und vom 20. August 

2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 

27. April 2005, U 6/05; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 58 f.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4, 

54 f.).

2.3. 

Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht für einen Gesundheitsschaden 

einmal anerkannt, so entfällt seine Leistungspflicht erst dann, wenn der Unfall nicht 

(mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn 

also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Besteht 

im Bereich eines vom Unfall betroffenen Körperteils ein krankhafter oder degenerativer 

Vorzustand, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn entweder der 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 

ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines krankhaften oder degenerativen Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später 

eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (KOSS UVG-Nabold, N 54 zu Art. 6; BSK 

2.4. 

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UVG-Hofer, N 71 zu Art. 6; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2007, U 290/06, E. 

3.3. mit Hinweis). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein (zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 

8C_101/2008, E. 2.2 mit Hinweisen; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O, S. 54; KOSS UVG-

Nabold, N 54 zu Art. 6). Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, 

liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 

natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 

Nr. U 206 S. 328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser muss jedoch nicht den 

Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig geht es darum, vom 

Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden 

mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit Hinweisen). Welche 

Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Entscheidend ist 

allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale 

Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Dieser Beweis kann durchaus unter 

Bezugnahme auf statistische Grundlagen und medizinische Erfahrungswerte geführt 

werden (BGE 126 V 189 E. 4c; Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 

2.2). Dies hat insbesondere für den Nachweis des Status quo sine zu gelten, bei dem 

es sich um einen hypothetischen Zustand handelt, der sich häufig nur mit 

Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, 

E. 2.2).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

2.5. 

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3.

Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht für das Unfallereignis vom 3. Januar 

2019 grundsätzlich anerkannt (Anerkennung des Grundfalls vgl. UV-act. 3 und des 

Rückfalls vgl. UV-act. 32). Sie stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass der Zustand, 

wie er sich auch ohne den Unfall vom 3. Januar 2019 eingestellt hätte (Status quo sine), 

spätestens am 18. September 2020 erreicht gewesen sei (UV-act. 122 und 141, act. 

G 3). Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Ansicht, dass auch die über den 

18. September 2020 hinaus andauernden Beschwerden noch immer unfallkausal seien 

(vgl. act. UV-act. 128, act. G 1 und G 7). Zu prüfen ist somit, ob der Wegfall der 

Unfallkausalität per 18. September 2020 gestützt auf die medizinische Aktenlage mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist.

4.  

Hinweis). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden. Soll ein Versicherungsfall 

jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 

Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel 

an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. 

E. 4.4 und 4.6; bestätigt etwa in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 

8C_592/2012, E. 5.3). Die Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als 

zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 

gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist 

ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der Experte bzw. die Expertin imstande 

ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780, E. 6.1, vom 2. Februar 2016, 

8C_674/2015, E. 2.2.1, und vom 27. Juni 2012, 8C_681/2011, E. 4.1, je mit Hinweisen). 

Angesichts der obigen Darlegungen sprechen keine formellrechtlichen Gründe gegen 

den Einbezug der kreisärztlichen Aktenbeurteilung vom 30. Juli 2020 (UV-act. 111). Ob 

letztlich auf diese abgestellt werden kann, ist im Rahmen der materiellrechtlichen 

Beurteilung bzw. Beweiswürdigung zu prüfen.

Der Beschwerdeführer leidet unbestrittenermassen über den 18. September 2020 

hinaus unter Rückenschmerzen.

4.1. 

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine 

unfallkausale strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als 

4.2. 

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objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar 

und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der 

Patientin unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-

strukturellen Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit – 

wissenschaftlich anerkannten – apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRI, CT, Arthroskopie) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; 

Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2 mit Hinweisen). 

Ein massgebender Ausgangspunkt für die Beurteilung traumatischer Folgeschäden 

bzw. der Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bildet der gesundheitliche 

Zustand einer versicherten Person vor dem Unfall. Ist es durch letzteren zu keinen 

neuen strukturellen Schäden gekommen, trifft er aber auf einen vorgeschädigten 

Körper, kommt eine unfallkausale Gesundheitsschädigung höchstens als 

vorübergehende oder richtungsgebende Verschlimmerung des Vorzustandes in 

Betracht.

Eine richtungsgebende Verschlimmerung liegt nach der Rechtsprechung vor, 

wenn medizinischerseits feststeht, dass weder der Status quo ante noch der Status 

quo sine je wieder erreicht werden können (KOSS UVG-Nabold, N 54 zu Art. 6; BSK 

UVG-Hofer, N 71 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O, S. 54 mit Hinweis; Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. April 2015, 8C_484/2014, E. 2.1).

4.2.1. 

Von einer vorübergehenden unfallbedingten Verschlimmerung eines 

Vorzustandes wird dann gesprochen, wenn Unfallfolgen bzw. deren Anteil an einer 

Gesundheitsschädigung im Rahmen des posttraumatischen Verlaufs nie konkret 

beschrieben bzw. radiologisch als strukturelle Verletzung der Gelenke oder Knochen 

sichtbar gemacht werden können. In solchen Fällen wird bei einem geeigneten bzw. 

adäquaten Ereignis in einer ersten Phase davon ausgegangen, dass dieses eine 

schädigende Wirkung auf den Körper habe. Die aufgetretenen bzw. ausgelösten 

Beeinträchtigungen werden, obwohl sie möglicherweise weiterbestehen, nach einer 

gewissen Zeit gestützt auf medizinische Erfahrung aber nicht mehr dem Unfall 

angelastet. Die Unfallversicherung übernimmt in diesen Fällen nur Leistungen für den 

durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, d.h. sie hat bis zum Erreichen 

des Status quo sine oder ante Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit 

dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Als Beispiel dafür gelten 

insbesondere auch Kontusionsfolgen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 26. Februar 

2013, 8C_423/2012, E. 5.3, vom 9. Januar 2012, 8C_601/2011, E. 3.2, und vom 24. 

Juni 2008, 8C_326/2008, E. 3.2 und 4; vgl. KOSS UVG-Nabold, N 57 zu Art. 6; BSK 

UVG-Hofer, N 72 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 f.). Bei einer Kontusion 

4.2.2. 

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handelt es sich um eine Weichteilverletzung, die insbesondere anhand klinischer 

Befunde – wie Hämatome, Schwellungen, Schürfungen, Prellmarken, Druckdolenzen, 

Bewegungseinschränkungen, Muskelverhärtungen – objektiviert wird (vgl. dazu Alfred 

M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2002, S. 412; Roche 

Lexikon, Medizin, 5. Aufl. 2003, S. 357). Die Unfallversicherung übernimmt die 

Leistungen bis zur Heilung dieser spezifischen Kontusionsfolgen und/oder – wie oben 

erwähnt – für den durch ein Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub.

Am 18. Januar 2019 und damit erst rund zwei Wochen nach dem Sturz von der 

Leiter begab sich der Beschwerdeführer erstmals wegen gesundheitlicher 

Beschwerden in ärztliche Behandlung. Die im Spital C.___ durchgeführten 

radiologischen Untersuchungen der LWS und des Beckens zeigten keine Frakturen, 

jedoch am thorakolumbalen Übergang geringe degenerative Veränderungen sowie in 

der unteren LWS eine Facettengelenksarthrose (UV-act. 20 und 25). Die MRI-

Untersuchung der Wirbelsäule vom 22. Januar 2019 bestätigte das Fehlen von 

Frakturen. Erhoben wurden jedoch im Bereich LWK 3 bis SWK 1 (beginnende) 

Facettengelenksarthosen sowie im Segment LWK 4/5 eine Chondropathie mit 

rechtsforaminal fokaler Diskusherniation mit radikulärer L4 Affektion. Die Klinikärzte 

diagnostizierten daraufhin eine LWS-/Beckenkontusion rechts (UV-act. 21 und 26; vgl. 

auch UV-act. 86-2). Am 27. August 2019 wurde im Rehazentrum G.___ eine 

Röntgenuntersuchung der BWS durchgeführt. Als Befund wurden eine etwas verstärkte 

Kyphose ohne wesentliche Wirbelkörperdeformitäten, erhebliche degenerative 

Veränderungen in Form von hypertrophen Spondylosen und Osteochondrosen mit 

Schwerpunkt bei BWK 9/10, eine etwas betonte Rahmenstruktur als Hinweis auf eine 

mögliche Osteopenie oder gar Osteoporose sowie als Nebenbefund eine erhebliche 

Obstipation erhoben (UV-act. 48-11), worauf die Klinikärzte am 9. September 2019 ein 

panvertebrales Syndrom mit/bei u.a. degenerativen Veränderungen am 

thorakolumbalen Übergang und Facettengelenksarthrose der unteren LWS 

diagnostizierten (UV-act. 42). Gestützt auf eine MRI-Untersuchung vom 25. September 

2019 diagnostizierten sie auch am 2. Oktober 2019 ein panvertebrales Syndrom, 

differenzialdiagnostisch ein radikuläres Syndrom BWK 10/11, mit/bei u.a. einer 

verdeutlichten Diskushernie BWK 10/11 rechts mediolateral mit erheblicher epiduraler 

Kompression, degenerativen Veränderungen am thorakolumbalen Übergang und 

Facettengelenksarthrose der unteren LWS (UV-act. 48-1). Da die am 23. Oktober 2019 

im Kantonsspital I.___ durchgeführte CT-gesteuerte epidurale Infiltration BWK 10/11 

keinen Effekt gezeitigt hatte, schlossen die Klinikärzte eine thorakale Diskushernie als 

Schmerzquelle weitestgehend aus; das Alter der thorakalen Diskushernie sei unklar. 

Thorakale Bandscheibenvorfälle würden häufig als Zufallsbefunde entdeckt und seien 

4.3. 

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eher selten symptomatisch (UV-act. 71). Gut ein Jahr nach dem Unfall stellten die Ärzte 

des Schmerzzentrums des KSSG im Erstkonsultationsbericht vom 26. Februar 2020 

folgende Diagnosen: chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren (ICD-10: F45.41) mit/bei Chronifizierungsstadium nach Gerbershagen Grad II 

und thorakolumbalen Schmerzen sowie Adipositas (UV-act. 86; vgl. gleichlautende 

Diagnosestellung vom 14. Juli 2020, UV-act. 106).

Wie von Suva-Kreisarzt Dr. H.___ in seiner Beurteilung vom 30. Juli 2019 (UV-act. 

111) überzeugend feststellte, steht ausser Frage, dass die in Erwägung 4.3 genannten 

bildgebend erhobenen Untersuchungsergebnisse keine organisch-strukturellen 

Unfallfolgen zeigten, sich jedoch von Beginn an multietagere degenerative 

Veränderungen an den Bandscheiben und Facettengelenken fanden.

4.4. 

Eine Arthrose kann definitionsgemäss keine primäre Unfallverletzung, sondern 

einzig eine degenerative Erkrankung sein. Sie kann zwar als unfallkausaler 

Gesundheitsschaden sekundär, d.h. als Spätfolge einer primären Verletzung – 

hauptsächlich nach einer ohne anatomisch exakte Reposition verheilten intraartikulären 

Fraktur – auftreten, entsteht aber in der Regel im Rahmen des normalen 

Alterungsprozesses oder durch Überbeanspruchung (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 

579 ff., 700 f. und 735; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 152 f.; 

Roche Lexikon, a.a.O., S. 134 f.). Im Falle des Beschwerdeführers konnten radiologisch 

keine intraartikulären Frakturen ausgemacht werden, womit kein Hinweis für eine 

sekundäre traumatische Arthrose besteht. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer 

sowohl im Bereich der LWS als auch der BWS in verschiedenen Segmenten 

Gesundheitsschäden aufweist, stützt das Bild einer umfassenden degenerativen und 

nicht traumatisch bedingten Situation. Hinzu kommt, dass die 

Facettengelenksarthrosen sowie die degenerativen Veränderungen am 

thorakolumbalen Übergang am 18. Januar 2019 und damit bereits rund zwei Wochen 

nach dem Unfall festgestellt wurden, womit insbesondere auch der zeitliche Aspekt 

gegen traumatische Verletzungsfolgen spricht.

4.4.1. 

Auch bezüglich der Diskushernie BWK 10/11 rechts ist nicht von einer Unfallfolge 

im Sinne eines neuen unfallbedingten strukturellen Gesundheitsschadens ausgehen. 

Was Diskushernien angeht, entspricht es im Bereich des Unfallversicherungsrechts 

einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien bei 

Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen. Ein Unfall im 

Rechtssinne kann nur ausnahmsweise als eigentliche Ursache in Betracht fallen. 

Voraussetzung dafür ist in der Regel, dass das fragliche Ereignis von besonderer 

4.4.2. 

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Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die 

Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und 

mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193, E. 2a mit 

Hinweisen; Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3; Urteile des 

Bundesgerichts vom 1. Oktober 2009, 8C_523/2009, E. 2.2, und vom 4. Mai 2010, 

8C_1009/2009, E. 3.1.1, je mit Hinweisen; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 f.). Das 

gleiche gilt grundsätzlich für eine richtungsgebende Verschlimmerung eines 

degenerativen Vorzustandes, wenn und soweit also durch den Unfall eine Diskushernie 

früher bzw. beschleunigt zur Entwicklung gebracht wurde. Eine solche ist ausserdem 

grundsätzlich nur dann bewiesen, wenn die Radioskopie ein plötzliches 

Zusammensinken der Wirbel nach einem Trauma aufzeigt. Eine allfällige 

richtungsgebende Verschlimmerung muss radiologisch ausgewiesen sein und sich von 

der altersüblichen Progression abheben (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 f. E. 3a mit 

Hinweisen; Urteil des EVG vom 25. November 2004, U 107/04, E. 4.1; Rumo-Jungo/ 

Holzer, a.a.O., S. 55 f.).

Die Voraussetzungen für eine unfallbedingte Diskushernie bzw. 

richtungsgebende Verschlimmerung einer vorbestehenden Diskushernie sind im 

vorliegenden Fall nicht erfüllt. So ist eine besonders schwere Krafteinwirkung auf die 

Wirbelsäule, die geeignet gewesen wäre, eine Diskushernie zu verursachen, in Bezug 

auf die Ereignisschilderungen in der Schadenmeldung UVG vom 17. Januar 2019 (UV-

act. 1) und im Bericht des Spitals C.___ vom 18. Januar 2019 (UV-act. 20) nicht erstellt. 

Zwar stürzte der Beschwerdeführer gemäss der Unfallmeldung von einer Leiter aus 

einer Höhe von rund 2.5 Metern. Es blieb aber unerwähnt, wie der Aufprall ablief. 

Gegen das Vorliegen einer besonders schweren Krafteinwirkung auf die Wirbelsäule 

spricht jedenfalls, dass der Beschwerdeführer nach dem Unfall weiterhin arbeitsfähig 

war und erst nach zwei Wochen einen Arzt konsultierte. Nach rund fünf Wochen (Teil-) 

Arbeitsunfähigkeit (18. Januar bis 24. Februar 2019) nahm er seine Arbeit wieder voll 

auf (UV-act. 6, 9 f., 20-2 und 21). Erst knapp vier Monate später kam es zu einer 

erneuten Arbeitsunfähigkeit (vgl. Rückfallmeldung vom 20. Juni 2019, UV-act. 12). 

Anzumerken ist, dass es zur Einstufung von Stürzen von Leitern hinsichtlich deren 

Schwere bzw. den wirkenden Kräften eine umfangreiche bundesgerichtliche 

Rechtsprechung gibt (vgl. dazu Erwägung 6; vorliegend ist maximal von einem 

mittelschweren Unfall in Grenzbereich zu den leichten Unfällen auszugehen). 

Demzufolge kann nicht von einer besonders schweren Krafteinwirkung auf die 

Wirbelsäule ausgegangen werden, die geeignet gewesen wäre, eine Diskushernie zu 

verursachen.

4.4.3. 

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5.  

Nach dem Gesagten steht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer durch den Unfall vom 3. Januar 

2019 weder eine klar ausgewiesene neue, bleibende Gesundheitsschädigung noch 

eine richtungsgebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes erlitten hat. 

Selbst der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers spricht in der Replik vom 6. Mai 

2021 (act. G 7) nur von einer Wirbelsäulenstauchung, wodurch die vorbestehende 

schmerzfreie Spondylarthrose aktiviert worden sei.

4.5. 

Wie bereits erwähnt, kann ein Vorzustand durch einen Unfall ausgelöst oder 

vorübergehend verschlimmert werden. So kann eine Kontusion der Wirbelsäule ohne 

weiteres eine bisher stumme Diskushernie oder eine andere Wirbelsäulenerkrankung 

symptomatisch machen. Dabei handelt es sich aber, wie gesagt, meistens um eine 

vorbestehende Verletzung und die Unfallversicherung übernimmt nur den durch das 

Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub (vgl. Erwägung 2.4 und 4.2.2). Von den 

Ärzten im Spital C.___ wurde im Rahmen der Erstbehandlung lediglich eine LWS-/

Beckenkontusion diagnostiziert (UV-act. 21). Diese Verletzungsfolgen scheinen 

aufgrund der in der Schadenmeldung UVG (UV-act. 1) und im Klinikbericht des Spital 

C.___ (UV-act. 20) enthaltenen Unfallschilderungen des Beschwerdeführers zutreffend 

zu sein.

5.1. 

Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass Prellungen, 

Verstauchungen und Zerrungen der Wirbelsäule ohne strukturelle Läsionen 

normalerweise innert kurzer Zeit, in der Regel nach sechs bis neun Monaten, 

spätestens jedoch nach einem Jahr (bei vorbestehenden degenerativen 

Veränderungen), abheilen und sich die damit verbundenen Beschwerden gänzlich 

zurückbilden (Urteile des Bundesgerichts vom 4. Mai 2010, 8C_1009/2009, E. 3.1.1, 

vom 1. Oktober 2009, 8C_523/2009, E. 2.2, je mit Hinweisen, und vom 28. Februar 

2007, U 357/06, E. 4.6; Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 3.2 mit 

Hinweisen auf die medizinische Literatur; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 f.). In den 

medizinischen Mitteilungen der Suva Nr. 79 [2008], S. 100 ff., hält der Autor E. Bär 

sogar fest, dass Weichteilzerrungen bzw. -prellungen am Rücken (mithin Verletzungen 

ohne objektivierbaren strukturellen Schaden) ungeeignet seien, länger als einige 

Wochen bis wenige Monate Beschwerden zu machen, die mit organischen Folgen der 

ursprünglichen Verletzung zu erklären wären, und weist auf zahlreiche weitere 

Publikationen hin. Insofern zeichnet sich eine vorübergehende Verschlimmerung eines 

Vorzustandes im Bereich der Wirbelsäule im Regelfall durch stetige Besserung des 

unfallkausalen Beschwerdeanteils aus (vgl. dazu Bär/Kiener, Prellung, Verstauchung 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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oder Zerrung der Wirbelsäule, in: Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 67 [1994], S. 

45).

Suva-Kreisarzt Dr. H.___ geht damit schlüssig und überzeugend in seiner 

ärztlichen Beurteilung vom 30. Juli 2020 (UV-act. 111) davon aus, dass das 

Unfallereignis nur zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen 

Vorzustandes an der Wirbelsäule geführt habe und der Status quo sine überwiegend 

wahrscheinlich maximal ein Jahr nach dem Ereignis vom 3. Januar 2019 erreicht 

gewesen sei. Mit dieser Heilungsdauer befindet er sich innerhalb des in der vorgängig 

zitierten medizinischen Literatur für den Regelfall angeführten Zeitrahmens. In Kenntnis 

dessen schloss die Beschwerdegegnerin den Schadenfall mit Verfügung vom 8. 

September 2020 per 18. September 2020 und somit sogar rund 20 Monate nach dem 

Unfall vom 3. Januar 2019 ab und stellte die bisherigen Versicherungsleistungen 

(Taggeld und Heilkosten) ein (UV-act. 122). Es sind keine konkreten Gründe ersichtlich, 

derentwegen eine noch längere Heilungsdauer anzunehmen wäre. Eine vom Regelfall 

abweichende, folgenschwere Kontusion ist jedenfalls auszuschliessen. Wie bereits 

erwähnt, sind im Zusammenhang mit dem Sturz von der Leiter keine besonderen, 

erschwerenden Tatbestandselemente ersichtlich bzw. es ist im vorliegenden Fall nicht 

von einer besonders schweren Krafteinwirkung auf den Rücken auszugehen (vgl. 

Erwägung 4.4.3). Die Erstuntersuchung im Spital C.___ rund zwei Wochen nach dem 

Unfall zeigte sodann kein Hämatom, welches zumindest ein Hinweis auf eine namhafte 

Krafteinwirkung auf die Wirbelsäule hätte sein können. Bei den anlässlich der 

Erstbehandlung erhobenen Befunden – leicht verspannte Paravertebralmuskulatur und 

paravertebrale Druckdolenz im unteren LWS-Bereich rechts, Reklination 

schmerzbedingt erschwert, Einbeinstand rechts schmerzhaft über L5/S1 und Gesäss 

rechts – handelt es sich um absolut typische Kontusionsfolgen, welche für sich allein 

nicht auf eine besonders schwere Kontusion hinweisen. Allgemein ist anzufügen, dass 

die Heilung eines traumatisch bedingt symptomatisch gewordenen degenerativen 

Vorzustandes fliessenden Charakter hat. Die soeben noch traumatisch bedingten 

Beschwerden lassen sich nur schwer von den fortan degenerativ bedingten oder 

anders begründeten Beschwerden unterscheiden. Auch aus den in den Berichten des 

Kantonsspitals I.___ und des KSSG gestellten Diagnosen thorakale und lumbale 

Rückenschmerzen (vgl. UV-act. 71) und chronische Schmerzstörung mit somatischen 

und psychischen Faktoren (UV-act. 86) lassen sich keine fortdauernden Unfallfolgen 

ableiten. Mit diesen Diagnosen haben die Klinikärzte lediglich das vom 

Beschwerdeführer subjektiv angegebene "Symptommuster" fassbar gemacht bzw. 

ausgesagt, dass er persistierende, chronische Schmerzen in der Lumbalregion angibt, 

ohne dass darin ein objektiv erhobener unfallkausaler organischer Befund gesehen 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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werden könnte. Wenn eine versicherte Person vorbringt, sie leide nach wie vor unter 

Schmerzen, verfängt diese Argumentation nur insofern, als sie damit das Vorliegen 

eines Kausalzusammenhangs behauptet. Fortdauernde Schmerzen allein können 

jedoch nicht das Andauern eines Kausalzusammenhangs begründen und es obliegt 

nicht der Unfallversicherung zu beweisen, was die Ursache für die Schmerzen sein 

könnte, wenn es nicht der Unfall ist (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 

2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 18. Dezember 2003, U 

258/02; vgl. auch Erwägung 2.4). Dass im konkreten Fall nicht von einem objektiv 

erhobenen unfallkausalen organischen Befund, sondern einzig von einer subjektiven 

Schmerzangabe des Beschwerdeführers ausgegangen werden kann, zeigt sich auch 

darin, dass die Klinikärzte mit den bildgebenden Untersuchungen keine eindeutige 

Erklärung für die persistierenden bzw. anhaltenden thorakolumbalen Schmerzen finden 

konnten. So musste bspw. die von Klinikärzten als Schmerzquelle angenommene 

thorakale Diskushernie ausgeschlossen werden, nachdem die Infiltration keinerlei 

Effekt gezeigt hatte (vgl. UV-act. 71). Festzuhalten ist zudem, dass Rückenschmerzen 

ganz unterschiedliche Ursachen haben können. Die Lumbago ist insbesondere typisch 

für degenerative Gesundheitsschäden (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S: 848 ff.). 

Schliesslich ist anzufügen, dass im Jahr 2020 keiner der involvierten Ärzte mehr explizit 

von andauernden Unfallrestfolgen spricht.

Mit der Argumentation – er habe bis zum Unfall keinerlei Beschwerden gehabt, 

solche seien erst nach dem erlittenen Unfall aufgetreten – nimmt der Beschwerdeführer 

lediglich eine zeitliche Einordnung vor (act. G 1). Der zeitliche Aspekt allein besitzt 

indessen in solchen Fällen, in denen das Vorliegen einer strukturellen Verletzung mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verneint werden kann, keine 

wissenschaftlich genügende Erklärungskraft (vgl. dazu BSK UVG-Hofer, N 67 zu Art. 6; 

Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 96 zu Art. 4; Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 Fn 1205 

[Beweisführung nach der Formel "post hoc ergo propter hoc"]; BGE 119 V 340 f. E. 2b/

bb). Die von Dr. D.___ zunächst angeordnete physiotherapeutische und analgetische 

Behandlung (UV-act. 5 und 30) bilden eine umfassende, bei Rückenbeschwerden 

angemessene und wirksame Therapie. Die von Dr. D.___ (UV-act. 23 und 30) und Dr. 

H.___ (UV-act. 31) beantragte bzw. empfohlene stationäre Rehabilitation stellte eine 

zweckmässige Ergänzung der ambulanten Behandlungsmassnahmen bei 

therapieresistenten Rückenschmerzen acht Monate nach dem Unfallereignis dar, führte 

doch Dr. H.___ aus, dass eine frühzeitige arbeitsorientierte Reha sicher Sinn mache. 

Auch aus den Empfehlungen von Dr. D.___ und Dr. H.___ kann somit für die Frage der 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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6.

Ergänzend ist schliesslich auf die vom Schmerzzentrum des KSSG am 14. Juli 2020 

diagnostizierte Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 

F45.41; UV-act. 105) einzugehen. Wie bereits erwähnt, konnte die Schmerzproblematik 

keiner bestimmten Genese zugeordnet werden (vgl. Erwägung 5.3), womit eine 

Adäquanzprüfung durchzuführen ist. Da in Zusammenhang mit dem Unfall vom 3. 

Januar 2019 weder ein Schleudertrauma, ein Schädelhirntrauma noch ein 

Schreckereignis nachgewiesen ist, kommt die Adäquanzprüfung nach BGE 115 V 133 

zur Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. September 2020, 

8C_424/2020, E. 5.1). Diese erfordert, den Unfall vom 3. Januar 2019 nach dessen 

Schwere zu qualifizieren. Zu prüfen ist im Rahmen einer objektivierten 

Betrachtungsweise, ob der Unfall eher als leicht, mittelschwer oder schwer erscheint, 

wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der Nähe 

zu den leichten oder schweren Unfällen erfolgt. Massgebend sind der augenfällige 

Unfallkausalität bezüglich der zum Leistungseinstellungszeitpunkt bestehenden 

Beschwerden nichts abgeleitet werden.

Der Beschwerdeführer beanstandet, dass die Rückenproblematik ungenügend 

abgeklärt worden sei (act. G 7). Im Eventualantrag fordert er die Rückweisung der 

Sache zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin. Aufgrund der gut 

dokumentierten Aktenlage ist jedoch nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin insbesondere gestützt auf die ohne persönliche Untersuchung 

verfasste Aktenbeurteilung von Dr. H.___ vom 30. Juli 2020 (UV-act. 111) entschieden 

hat. Insbesondere die umfassenden radiologischen Untersuchungen ergaben beim 

Beschwerdeführer multietagere degenerative Veränderungen (vgl. Erwägungen 4.3 ff.). 

Nach dem Gesagten kann auf die in Einklang mit der medizinischen Aktenlage 

stehende Beurteilung von Suva-Kreisarzt Dr. H.___ abgestellt werden, womit sich die 

Leistungseinstellung per 18. September 2020 hinsichtlich der LWS-Situation als 

rechtmässig erweist.

5.5. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Nachweis für das Dahinfallen der 

Kausalität zwischen dem Unfall vom 3. Januar 2019 und den Beschwerden im Bereich 

der Wirbelsäule, insbesondere der LWS und BWS, per 18. September 2020 mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan ist. Es ist davon auszugehen, dass die 

fortdauernden Beschwerden auf unfallfremde Faktoren zurückzuführen sind. Die 

Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungen somit zu Recht per 18. September 2020 

eingestellt.

5.6. 

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Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften, nicht jedoch die Folgen 

des Unfalles oder Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet 

werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. März 2011, 8C_584/2010, 

E. 4.2.2; zur bundesgerichtlichen Rechtsprechungspraxis bei Unfällen mit Stürzen von 

Leitern siehe Entscheid des Versicherungsgerichts vom 22. August 2018, UV 2016/85, 

E. 7.2, und Urteil des Bundesgerichts vom 10. Mai 2019, 8C_632/2018, E. 8.3). 

Angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechungspraxis und des fehlenden 

Nachweises von Frakturen und Neurokompressionen (UV-act. 21 und 26) ist von einem 

leichten Unfallereignis, allenfalls noch von einem mittelschweren Unfallereignis an der 

Grenze zu den leichten Fällen auszugehen. Wie die Beschwerdegegnerin in Erwägung 

4.3 des Einspracheentscheids vom 3. Dezember 2020 (UV-act. 141-9) in zutreffender 

Weise ausführte, sind die in Anwendung der Adäquanzprüfung nach BGE 115 V 133 

bei mittelschweren Unfällen zu prüfenden Kriterien der dramatischen Begleitumstände, 

der besonderen Art der Verletzung, der ärztlichen Fehlbehandlung, des schwierigen 

Heilungsverlaufs, der langandauernden physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit und der 

langen Dauer der ärztlichen Behandlung nicht gegeben (der Sturz erfolgte lediglich aus 

2.5 Metern Höhe und ohne besondere Auffälligkeiten; es entspricht nicht der Erfahrung, 

dass die Art und Schwere der vorliegend erlittenen Verletzungen geeignet wäre, eine 

psychische Fehlentwicklung auszulösen; eine Fehlbehandlung ergibt sich weder aus 

den Akten noch wurde eine solche geltend gemacht; besondere Gründe, welche die 

Genesung bis zum Fallabschluss beeinträchtigt oder verzögert haben, sind nicht 

ersichtlich; es bestand keine durchgehende Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten, es 

bestand wiederholt eine volle Arbeitsfähigkeit über mehrere Wochen; weder die Dauer 

noch die Art und die Intensität der Behandlungen sind aussergewöhnlich). Höchstens 

das Kriterien der Dauerschmerzen ist aufgrund der Aktenlage als erfüllt einzustufen, 

jedoch nicht in ausgeprägtem Masse. Zur Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs müssen jedoch bei einem mittelschweren Unfall im 

Grenzbereich zu den leichten Unfälle mindestens vier der sieben Kriterien oder eines 

besonders ausgeprägt erfüllt sein (vgl. BGE 115 V 140 E. 6c/aa; Urteile des 

Bundesgerichts vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5, vom 27. Juni 2012, 

8C_363/2012, E. 4.3, vom 6. November 2012, 8C_398/2012, E. 5.2.3 und E. 6 Ingress, 

sowie vom 22. August 2018, 8C_114/2018, E. 5.3.3). Da nur ein Kriterium erfüllt ist, ist 

der adäquate Kausalzusammenhang der subjektiven bzw. nicht objektivierbaren 

Beschwerden zum Unfall vom 3. Januar 2019 nicht gegeben. Folglich besteht auch 

hinsichtlich der Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren keine 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin über den 18. September 2020 hinaus.

7.  

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Zusammenfassend erweist sich die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Leistungseinstellung per 18. September 2020 als rechtmässig, weshalb die 

Beschwerde abzuweisen ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.11.2021
	Art. 6 UVG: Gestützt auf die mit der Aktenlage übereinstimmende kreisärztliche Beurteilung ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin das Erreichen des Status quo sine zu Recht angenommen und ihre Leistungen rund 20 Monate nach dem Unfall vom 3. Januar 2019 per 18. September 2020 eingestellt hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. November 2021, UV 2021/5).

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		2025-07-19T02:15:04+0200
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