# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be5d680c-2cbe-5320-9fc0-8a0a5503a9fe
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-12-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 07.12.2005 SB 2005 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2005-41_2005-12-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 07. Dezember 2005 Schriftlich mitgeteilt am: 
SB 05 41 (nicht mündlich eröffnet)
SB 05 42

Urteil 
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInn Riesen-Bienz und Hubert 
Aktuar ad hoc Hitz

——————

In den strafrechtlichen Berufungen

des Z., Angeklagter, Berufungskläger und Berufungsbeklagter,

und der X., Berufungsklägerin und Berufungsbeklagte und des Y., Berufungskläger 
und Berufungsbeklagter, beide vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto A. Lar-
delli, Hartbertstrasse 1, 7000 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Prättigau/Davos vom 18. August 2005, 
mitgeteilt am 4. Oktober 2005, in Sachen gegen den Angeklagten, Berufungskläger 
und Berufungsbeklagten, 

betreffend Sachbeschädigung,

hat sich ergeben:

2

A. Z. ist in Thusis in geordneten Verhältnissen aufgewachsen. Nach dem 
Besuch der Primar-, Sekundar- und Kantonsschule absolvierte er an der Universität 
Bern ein Jus-Studium, welches er erfolgreich abschloss. Nach einem Amerika-Auf-
enthalt eröffnete er in E. ein eigenes Advokatur- und Notariatsbüro, welches er bis 
heute innehat. Im Jahre 2003 versteuerte er ein Einkommen von Fr. 53'100.-- und 
ein Reinvermögen von Fr. 320'300.--. Z. geniesst in E. einen einwandfreien Leu-
mund. Im Schweizerischen Strafregister ist er nicht verzeichnet (vgl. zum Ganzen 
die Anklageschrift vom 17. November 2004, act. 40, S. 2, Ziffer I).

B. Mit Strafmandat vom 1. September 2004 erkannte der Kreispräsident 
E.:

 „1. Z. ist schuldig der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 
StGB;

2. Dafür wird er bestraft mit einer Busse von CHF 1'000.00;
3. Der Eintrag der Busse im Strafregister wird nach Ablauf einer 

Probezeit von 1 Jahr vorzeitig gelöscht.
4. (Kosten).
5. (Rechtsmittelbelehrung).
6. (Mitteilung).“

C. Mit Eingabe vom 6. September 2004 erhob Z. fristgerecht Einsprache 
gegen das Strafmandat.

D. In der Folge überwies der Kreispräsident von E. die Verfahrensakten 
der Staatsanwaltschaft von Graubünden zur Durchführung des ordentlichen Verfah-
rens (vgl. act. 35; Art. 175 Abs. 2 StPO). Alsdann ergänzte das Untersuchungsrich-
teramt Chur die Akten.

E. Am 26. Oktober 2004 erging die Schluss-, am 17. November 2004 die 
Anklageverfügung (vgl. act. 38 f.). Gemäss letzterer wurde Z. wegen Sachbeschä-
digung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB in Anklagezustand versetzt. Zudem wurde der 
Fall dem Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos zur Beurteilung überwiesen.

F. Die Staatsanwaltschaft von Graubünden legt ihrer Anklage folgenden 
Sachverhalt gemäss Anklageschrift vom 17. November 2004 zugrunde (vgl. act. 40, 
S. 2 ff., Ziffer II):

„1. In dem am 25. April 2002 beim Bezirksgericht Prättigau/Davos 
eingereichten Zivilprozess zwischen A. und B. einerseits und X. 
andererseits war der Angeklagte Rechtsvertreter von A.. Gegen-
stand dieses Zivilprozesses war der Umfang einer Dienstbarkeit 
zulasten der Parzelle von X., Parz.-Nr. C., in D., E.. A. und B. 

3

stellten sich auf den Standpunkt, sie hätten ein unbeschränktes 
Durchfahrtsrecht durch die Parzelle C. auf die Parzelle G. von A., 
während X. der Gegenpartei verbieten wollte, das Fahrwegrecht 
zulasten der Parzelle C. anders zu nutzen als als Zufahrt zur Ga-
rage Nr. 1 & 2 und zum Parkplatz Nr. 2 & 3 auf Parzelle C..

2. Im Rahmen des Zivilprozesses stellte X. das Gesuch, es sei A. 
vorsorglich die Durchfahrt auf seine Parzelle G. zu untersagen. 
Mit Verfügung vom 22. April 2002 lehnte das Bezirksgerichtsprä-
sidium dieses Gesuch ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde 
wies der Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos mit Beiurteil 
vom 22. August 2002 ebenfalls ab. Mit Urteil vom 5. Dezember 
2002 wurden auch die Klagen von X. gegen A. und B. abgewie-
sen.

3. Mit Urteil vom 26. Mai 2003 hob das Kantonsgericht Graubünden 
das Urteil des Bezirksgerichtes Prättigau/Davos auf und unter-
sagte den Eigentümern der Parzellen G. und H., das Fahrweg-
recht auf Parzelle C. anders zu nutzen als als Zufahrt zu den Ga-
ragen und Parkplätzen auf Parzelle C.. Dieser Entscheid wurde 
vom Bundesgericht mit Urteil vom 23. Dezember 2003 bestätigt.

4. Am 6. November 2003 war die Baufirma I. im Auftrag von X. da-
mit beschäftigt, auf dem Grundstück von X. beim Durchgang zur 
Parzelle G. von A. Einschubhülsen und demontierbare Sperr-
pfosten zu montieren, um die Zufahrt auf Parzelle G. zu verhin-
dern. Als nun Z. von dieser baulichen Massnahme Kenntnis er-
halten hatte, ersuchte er das Kreisamt E. telefonisch und per Fax 
um Hilfe. Ohne jedoch den Entscheid des Kreisamtes abzuwar-
ten, gab der Angeklagte am 6. November 2003 um 16.25 Uhr der 
Bauunternehmung J. per Fax folgenden Auftrag: „Auftrag für Be-
seitigung von drei Eisenpfosten Liegenschaften X. und K./A. auf 
meine Verantwortung und auf meine Kosten.“ Die Bauunterneh-
mung J. führte diesen Auftrag umgehend aus und entfernte die 
Eisenpfosten, wobei auch die Zementverankerungen zerstört 
wurden. Der Sachschaden beläuft sich auf Fr. 2'000.00.--. Am 9. 
Dezember 2003 stellte X. gegen Rechtsanwalt Z. Strafantrag we-
gen Sachbeschädigung.

5. Der Angeklagte gibt zu, die Beseitigung der Absperrung ange-
ordnet zu haben. Zu seiner Rechtfertigung beruft er sich auf Art. 
926 ZGB.“

G. Mit Eingabe vom 10. Dezember 2004 erhoben die Eheleute X. und L.. 
Adhäsionsklage. Dabei stellten sie folgende Anträge:

 „1. Lic.iur. Z. sei zu verpflichten, den Adhäsionsklägern CHF 1'769.00 
nebst Zins zu 5% seit dem 06.11.2003 zu bezahlen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Adhäsionsbe-
klagten.“

4

Zur Begründung wurde im Wesentlichen geltend gemacht, dass Z. durch das 
gewaltsame Herausreissen der demontierbaren Sperrpfosten mitsamt den frisch 
einbetonierten Einschubhülsen die von der Baufirma I. ausgeführten und den Adhä-
sionsklägern verrechneten Arbeiten zerstört habe. An den Einschubhülsen sei ein 
Teil der Betonfundamente haften geblieben. Dieser sei vollständig ausgehärtet, 
nachdem die Pfosten inklusive Einschubhülsen achtlos auf dem Grundstück der Ad-
häsionskläger liegen gelassen worden seien. Der grösste Teil des Betonfunda-
ments sei im Boden ausgehärtet. Damit die Pfosten erneut versetzt werden könnten, 
müsse der ausgehärtete Beton von den Einschubhülsen wieder entfernt werden. 
Zudem müssten die Betonfundamente ausgegraben werden. Gemäss Rechnung 
Nr. 2394 der Bauunternehmung I. vom 30. Juli 2002 würden sich die Kosten für die 
drei Absperrpfosten auf Fr. 975.-- belaufen. Die Adhäsionskläger schätzten, dass 
die Reinigung oder der Ersatz der Einschubhülsen mit 30% des Warenwerts, somit 
mit Fr. 293.--, zu veranschlagen sei. Nutzlos geworden seien sodann die durch die 
Baufirma I. mit Rechnung Nr. 3639 vom 18. Dezember 2003 berechneten Material-
lieferungen, Arbeiten und Nebenkosten für das Liefern und Versetzen der Pfosten. 
Diese Rechnung sei um die Kosten für Liefern und Versetzen des Findlings und die 
zwei Schliesszylinder KABA, die weiterverwendet werden könnten, zu korrigieren, 
womit aus dieser Rechnung eine Schadenersatzforderung von Fr. 976.-- resultiere. 
Die Kosten für das Ausspitzen der Pfostenfundamente und die Wiederherstellung 
des ursprünglichen Zustandes habe die Bauunternehmung I. mit Offerte vom 4. Ok-
tober 2004 pauschal mit Fr. 500.-- veranschlagt. Die geltend gemachte Schadener-
satzforderung setze sich demnach wie folgt zusammen:

1. Material (Minderwert) Fr.    293.00
2. Liefern und Versetzen Fr.    976.00
3. Entfernung der Pfostenfundamente Fr.    500.00
Total Fr. 1'769.00

Zuzüglich zu der Hauptforderung sei ferner ein Schadenszins zu 5% seit dem 
6. November 2003 geschuldet.

H. Mit Eingabe vom 17. Dezember 2004 überliess der Rechtsvertreter 
der Adhäsionskläger der Anklagebehörde Kopien der Flugscheine bzw. Bordkarten 
der Eheleute X. zum Nachweis ihrer in der Adhäsionsklage beschriebenen Mexiko-
Reise. Z. hat darauf verzichtet, zur Adhäsionsklage schriftlich Stellung zu nehmen, 
wie es ihm mit Verfügung vom 6. Januar 2005 ermöglicht wurde. Mit Schreiben vom 
10. August 2005 ersuchte Z. um Dispensation von einer persönlichen Teilnahme an 
der Hauptverhandlung. Dem Ersuchen wurde mit Verfügung vom 11. August 2005 

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entsprochen. Am 15. August 2005 traf beim Bezirksgerichtsausschuss Prätti-
gau/Davos das schriftliche, vom 10. August 2005 datierende Plädoyer von Z. ein.

I. Am 18. August 2005 fand die Hauptverhandlung in E. statt, an welcher 
weder Z. noch die Eheleute X. teilnahmen. Ihr Rechtsvertreter liess seine Abwesen-
heit vorgängig mündlich entschuldigen.

J. Gemäss Ergänzung der Anklageschrift stellte und begründete die 
Staatsanwaltschaft von Graubünden, welche durch das Untersuchungsrichteramt 
Chur vertreten wurde, folgende Anträge (vgl. act. 41):

 „1. Z. sei der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB 
schuldig zu sprechen.

2. Dafür sei er mit einer Busse von Fr. 1'000.-- zu bestrafen.
3. Bei Wohlverhalten sei die Busse nach Ablauf einer Probezeit von 

einem Jahr im Strafregister zu löschen.
4. Kostenfolge sei die gesetzliche.“

K. Im Rahmen seines schriftlichen Plädoyers führte Z. unter anderem 
aus, dass er unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge freizusprechen 
sei. Ferner taxierte er die Adhäsionsklage als unbegründet. Die Beschädigung 
könne sich nur auf die unterirdischen Sockel beziehen. Diese seien indessen ge-
stützt auf Art. 671 ZGB Bestandteile des Grundstücks von A. geworden, auf dem 
sie platziert worden seien. Die Zementsockel könnten noch heute benutzt werden, 
wenn diese nicht durch Y. zugeschüttet oder beschädigt worden wären. Z. habe 
damals den Kreispräsidenten angerufen, um die rechtswidrige Abschrankung zu 
verhindern. Nach erfolgter Tat durch die Adhäsionskläger bzw. die Baufirma I. habe 
sich eine neue Situation ergeben. Die Klage auf Unterlassung sei gegenstandslos 
geworden. Es habe sich somit nur mehr darum handeln können, wie die Pfosten 
rechtmässig zu beseitigen seien. Hierfür habe sich Z. auf Art. 926 ZGB berufen dür-
fen.

L. Mit Urteil vom 18. August 2005, mitgeteilt am 4. Oktober 2005, er-
kannte der Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos wie folgt:

 „1. Z. ist schuldig der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 
StGB.

2. Dafür wird Z. mit einer Busse in Höhe von Fr. 1'000.00 bestraft.
3. Nach Ablauf einer Probezeit von einem Jahr wird der Strafregis-

tereintrag bei Wohlverhalten vorzeitig gelöscht.

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4. Die Adhäsionsklage der X. und des Y. wird teilweise gutgeheis-
sen und Z. verpflichtet, X. und Y. insgesamt Fr. 500.00 zu bezah-
len.

5. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft von

  Fr. 1'110.00
- den Barauslagen der Staatsanwaltschaft von   Fr.   130.00
- der Gebühr des Kreisamtes E. von   Fr.   250.00
- der Gerichtsgebühr von   Fr. 2'000.00
total somit von  Fr. 3'490.00
gehen zulasten des Z.. Sie sind zusammen mit der Busse, innert 
30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils der Bezirksgerichts-
kasse, PC 70-3922-1, zu überweisen.

6. (Rechtsmittelbelehrung).
7. (Mitteilung).“

Zur Begründung wurde ausgeführt, dass es aufgrund der bereits mannigfa-
chen Rechtshändel zwischen A. und L. und X. ausgeschlossen sei, dass die Ehe-
leute X. die Pfosten auf dem Grundstück von A. hätten montieren lassen. Des Wei-
teren habe Z. bis zur Einreichung seines schriftlichen Plädoyers vom 10. August 
2005 nie vorgetragen, dass die Pfosten auf dem Boden von A. eingemauert worden 
seien. Auch sei man im Protokoll anlässlich des Augenscheins mit dem Untersu-
chungsrichter davon ausgegangen, dass die Einschubhülsen für das Verankern der 
drei Sperrpfosten auf dem Grundstück von X. eingemauert worden seien. Der Ein-
wand von Z. erscheine vor diesem Hintergrund als zuwenig glaubhaft, als dass ihm 
gefolgt werden könne. Auch könne sich Z. nicht auf BGE 118 IV 291 berufen, da in 
diesem Fall ein Schaden von Fr. 5.30.-- zur Debatte gestanden habe. Zwar sei Z. 
vorliegend grundsätzlich berechtigt gewesen, sich auf Art. 926 ZGB zu berufen und 
die von Frau X. angebrachte Sperranlage entfernen zu lassen, doch sei vorliegend 
keine Gefahr im Sinne von Art. 926 ZGB in Verzug gewesen, sodass Z. den von 
ihm eingeschlagenen Weg, die vom Kreispräsidenten von E. angeforderte Hilfe in 
Anspruch zu nehmen, fortschreiten hätte sollen, d.h. er den Entscheid des Kreisprä-
sidenten hätte abwarten müssen. Da er dies nicht getan und zur unerlaubten Selbst-
hilfe gegriffen habe, sei Z. der vorsätzlichen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 
Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. Da das Verschulden von Z. nicht schwer wiege, 
erscheine unter Berücksichtigung des guten Leumunds als Strafminderungsgrund 
und der finanziellen Verhältnisse von Z. eine Busse in Höhe von Fr. 1'000.00.-- als 
angemessen. In Bezug auf die Adhäsionsklage der Geschädigten wurde ausge-
führt, dass diese so zu stellen seien, wie wenn Z. die Sachbeschädigung nicht be-
gangen hätte. Die Offerte der Bauunternehmung I. vom 4. Oktober 2004 in Höhe 

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von Fr. 500.00.-- beinhalte nach deren klaren Wortlaut alle Aufwendungen, die es 
brauchen würde, um den ursprünglichen Zustand mit den noch vorhandenen Pfos-
ten und Einschubhülsen wieder herzustellen. Dass die drei offenbar unbeschädigt 
gebliebenen Pfosten gereinigt werden müssten, um wieder verwendet werden zu 
können, sei beweismässig ebenso wenig erstellt wie die Behauptung, die zur Ein-
betonierung vorgesehenen Einschubhülsen seien beschädigt worden. Mit den von 
den Adhäsionsklägern geltend gemachten Fr. 500.-- sei somit der Schaden, den sie 
erlitten hätten, gedeckt.

M. Gegen dieses Urteil liess Z. mit Eingabe vom 24. Oktober 2005 beim 
Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden strafrechtliche Berufung erheben. Da-
bei stellte er folgende Rechtsbegehren:

 „1. Das angefochtene Urteil sei aufzuheben.
2. Der Unterzeichnete sei freizusprechen.
3. Die Adhäsionsklagen der X. und des Y. seien abzuweisen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.“

Als Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, dass einerseits eine 
erlaubte Selbsthilfe vorliege und andererseits von einer Sachbeschädigung keine 
Rede sein könne. Zudem seien die unterirdisch eingemauerten Sockel gemäss Art. 
671 ZGB Bestandteile des Grundstücks von A. geworden. Die Vorinstanz habe den 
Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 75 StPO verletzt, da der Untersuchungsrich-
ter den Grenzverlauf der beiden Parzellen G. und C. nicht eruiert habe um festzu-
stellen, wo die Zementsockel eingegraben worden seien. Auch wenn man unterstel-
len wolle, die Zementsockel hätten sich auf der Parzelle von den Eheleuten X. be-
funden, so könne von einer Sachbeschädigung sowohl aus objektiver als auch sub-
jektiver Sicht keine Rede sein, da die Eisenpfosten derart herausgezogen worden 
seien, dass diese jederzeit wieder hätten eingelassen werden können. Die Zement-
sockel seien wegen der Platzierung der Findlinge beschädigt worden. Auch könne 
er sich auf den Rechtfertigungsgrund von Art. 926 ZGB und BGE 118 IV 291 beru-
fen. Der Aufwand für die Einbringung der Eisenpflöcke belaufe sich auf höchstens 
Fr. 20.--. Die Adhäsionsklage erweise sich als unbegründet, da der Schaden nicht 
nachgewiesen und durch die Adhäsionskläger selber verursacht worden sei.

N. In der Stellungnahme vom 10. November 2005 führte der Rechtsver-
treter der Eheleute X. unter anderem aus, dass Z. genau gewusst habe, wo die 
Grundstücksgrenze zwischen den Parzellen C. und G. verlaufe und dass mit dem 
Herausreissen der Pfosten mit den Einschubhülsen vor dem Aushärten des Betons 
das erstellte Werk zumindest beschädigt wenn nicht ganz zerstört worden sei. Des 

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Weiteren könne der Schaden nicht mit Fr. 20.-- behoben werden. Auch seien die 
herausgerissenen Pfosten samt Einschubhülsen weder gereinigt noch säuberlich 
auf der Parzelle der Adhäsionskläger deponiert worden. Z. sei sich als praktizieren-
der Rechtsanwalt bewusst gewesen, dass er vorab amtliche Hilfe in Anspruch hätte 
nehmen müssen, weshalb er auch das Kreisamt E. um Hilfe angefragt habe.

O. Mit Eingabe vom 24. Oktober 2005 erhoben die Eheleute X. und L. 
Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Prättigau/Davos vom 
18. August 2005 an den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden mit folgenden 
Rechtsbegehren:

 „1. Ziff. 4 des Dispositivs des angefochtenen Urteils des Bezirksge-
richtsausschusses Prättigau/Davos, Proz. Nr. 520-2004-21, vom 
18.08.2005 sei aufzuheben.

2. Lic.iur. Z. sei zu verpflichten, den Adhäsionsklägern CHF 
1'689.30 nebst Zins zu 5% auf CHF 895.30 seit dem 06.11.2003 
zu bezahlen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für beide Verfahren zu 
Lasten des Adhäsionsbeklagten.“

Als Begründung wird geltend gemacht, dass die Vorinstanz die Beilage 4 zur 
Adhäsionsklage falsch interpretiert habe. Die darin erwähnte Wiederherstellung des 
ursprünglichen Zustandes beziehe sich nicht auf die Instandstellung der durch Z. 
zerstörten Bauarbeiten der Bauunternehmung I., sondern auf den Zustand wie er 
sich vor der Ausführung dieser Arbeiten präsentiert habe. Die Offerte der Bauunter-
nehmung I. vom 4. Oktober 2004 beziehe sich somit nicht auf den Wiedereinbau 
der Einschubhülsen und Pfosten, sondern allein darauf, die nutzlosen und zerstör-
ten Betonfundamente auszuspitzen und den vor dem Einbau der Einschubhülsen 
und Pfosten bestehende Zustand wieder herzustellen. Mit der Zusprechung von le-
diglich Fr. 500.-- sei der Schaden, den die Adhäsionskläger erlitten hätten, nicht 
gedeckt.

P. Mit Schreiben vom 2. November 2005 verzichtete die Staatsanwalt-
schaft Graubünden auf die Einreichung einer Vernehmlassung.

Q. In seiner Vernehmlassung vom 3. November 2005 führt Z. aus, dass 
auf die Adhäsionsklage nicht einzutreten, beziehungsweise diese eventualiter auf 
den Zivilweg zu verweisen sei. Zur Begründung macht er geltend, dass die Adhäsi-
onsklage verspätet eingereicht worden sei. Zudem handle es sich bei der Adhäsi-
onsklage um eine Schadenersatzklage, bei welcher die Geschädigten die Wider-

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rechtlichkeit, den Schaden, den Kausalzusammenhang und das Verschulden nach-
weisen müssten. Diese Voraussetzungen seien vorliegend nicht erfüllt.

R. In ihrer Stellungnahme vom 15. November 2005 verwies die Vorin-
stanz auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil und dabei insbesondere auf die 
im Zusammenhang mit BGE 118 IV 291 stehende Erwägung 3.5 auf Seite 11.

Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Urteil sowie in den Rechts-
schriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. a) Gegen Urteile und Beschlüsse der Bezirksgerichte und ihrer Aus-
schüsse, sowie gegen Verfügungen der Bezirksgerichts- und Kreispräsidenten 
(ausgenommen Untersuchungshandlungen, prozessleitende Verfügungen und 
Strafmandate) können der Verurteilte und der Staatsanwalt beim Kantonsgerichts-
ausschuss Berufung einreichen. Die Berufung ist innert 20 Tagen seit der schriftli-
chen Eröffnung des angefochtenen Entscheides einzureichen. Sie ist zu begründen 
und hat darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheides oder Gerichts-
verfahrens gerügt werden und ob das ganze Urteil oder lediglich Teile davon ange-
fochten werden (vgl. Art. 141 ff. der Strafprozessordnung des Kantons Graubünden 
in der Fassung vom 12. März 2000 (StPO; BR 350.000)). Diesen Anforderungen 
vermag die im Übrigen form- sowie fristgerecht eingereichte Berufung des Z. vom 
24. Oktober 2005 zu genügen, weshalb auf sie einzutreten ist. Auch genügt die ein-
gereichte Berufung der X. und des Y. vom 24. Oktober 2005 den Anforderungen 
nach Art. 133 Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 142 Abs. 1 StPO, weshalb auf sie 
ebenfalls einzutreten ist.

b) Der Kantonsgerichtsausschuss überprüft das erstinstanzliche Urteil in 
tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht im Rahmen der gestellten Anträge frei (vgl. 
Art. 146 Abs. 1 StPO). Er besitzt somit eine umfassende, uneingeschränkte Kogni-
tion, und zwar auch in Bezug auf Ermessensfehler, obschon er sich bei deren Über-
prüfung eine gewisse Zurückhaltung auferlegt. Wenn die Aktenlage die Beurteilung 
zulässt und keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegt, oder der Mangel ge-
heilt ist, entscheidet der Kantonsgerichtsausschuss in der Sache selbst (vgl. Art. 
146 Abs. 2 StPO e contrario). Die Rückweisung an die Vorinstanz bildet die Aus-

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nahme (vgl. Willy Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons 
Graubünden, 2. Aufl., Chur 1996, S. 376).

2. Der Berufungskläger hat die Durchführung einer mündlichen Beru-
fungsverhandlung nicht verlangt. Davon abgesehen besteht auch kein Grund, dass 
das urteilende Gericht, vorliegend der Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden, 
von sich aus (vgl. hierzu Art. 144 Abs. 1 StPO) eine mündliche Berufungsverhand-
lung anordnet, nachdem die Vorinstanz öffentlich verhandelt hat, bezüglich des strit-
tigen Sachverhaltes keine zusätzlichen Aufschlüsse von einer mündlichen Verhand-
lung zu erwarten sind, die Akten vollständig sind, eine reformatio in peius, das heisst 
eine Abänderung des vorinstanzlichen Urteils zu Ungunsten des Berufungsklägers, 
ausgeschlossen ist und sich ferner im vorliegenden Fall keine Fragen zur Person 
des Berufungsklägers stellen, welche sich nicht genügend aufgrund der Akten be-
antworten lassen. Zudem steht einem nichtöffentlichen Verfahren kein öffentliches 
Interesse entgegen (vgl. Art. 107 StPO; BGE 119 Ia 318; ZR 99 2000 Nr. 36; SJZ 
96 2000 S. 197 f.). Die streitige Strafsache kann somit gestützt auf die vorliegenden 
Akten sachgerecht entschieden werden. Ein persönliches Vortreten des Berufungs-
klägers ist nicht notwendig. 

3. a) Es ist Aufgabe des Gerichts, die materielle Wahrheit bezüglich des 
Gegenstands des Verfahrens bildenden Sachverhalt zu ermitteln. Bei der Würdi-
gung der Beweismittel entscheidet das Gericht nach Art. 144 Abs. 2 StPO in Ver-
bindung mit Art. 125 Abs. 2 StPO auch im Berufungsverfahren nach freier Überzeu-
gung (vgl. Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 3. Aufl., Zürich 1997, N. 286). Dem 
Verfahrensbeteiligten steht es als Ausfluss des rechtlichen Gehörs frei, Beweisan-
träge zu stellen. Dabei besteht aber kein uneingeschränktes Recht auf Beweisab-
nahme. Die Beweislast für die dem Angeklagten zur Last gelegten Tat liegt dabei 
grundsätzlich beim Staat (vgl. Willy Padrutt, a.a.O., S. 306). An den Beweis der zur 
Last gelegten Tat sind hohe Anforderungen zu stellen. Verlangt wird mehr als eine 
blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis der Täterschaft. Nach 
der aus Art. 32 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV; SR 101) und Art. 6 Ziffer 2 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) fliessenden Beweiswürdigungsregel 
„in dubio pro reo“ darf sich der Strafrichter jedoch nicht von der Existenz eines für 
den Angeklagten ungünstigen Sachverhaltes überzeugt erklären, wenn bei objekti-
ver Betrachtung Zweifel an den tatsächlichen Voraussetzungen für ein verurteilen-
des Erkenntnis bestehen (vgl. BGE 124 IV 87 f.). Bloss theoretische und abstrakte 
Zweifel sind indessen nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und ab-
solute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich vielmehr um erhebliche 

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und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich nach 
der objektiven Rechtslage aufdrängen (vgl. BGE 120 Ia 37). Aufgabe des Richters 
ist es, ohne Bindung an Beweisregeln die an sich möglichen Zweifel zu überwinden 
und sich mit Überzeugung für einen bestimmten Sachverhalt zu entscheiden, wobei 
die Bildung der Überzeugung objektivier- und nachvollziehbar sein muss. Die 
Schuld des Angeklagten muss sich dabei auf vorgelegte Beweise und Indizien stüt-
zen, die vernünftige Zweifel in ausschliesslicher Weise zu beseitigen vermögen (vgl. 
PKG 1987 Nr. 12). Es ist anhand sämtlicher sich aus den Akten ergebenden Um-
stände zu untersuchen, ob die Darstellung der Anklage oder jene des Angeklagten 
den Richter zu überzeugen vermag. Erst wenn eine solche Überzeugung weder in 
der einen noch in der anderen Richtung zu gewinnen ist, muss gemäss dem Grund-
satz „in dubio pro reo“ der für den Angeklagten günstigere Sachverhalt angenom-
men werden und es hat ein Freispruch zu erfolgen (vgl. Willy Padrutt, a.a.O., S. 307; 
Niklaus Schmid, a.a.O., N. 286; BGE 127 I 40 E. 2).

b) Der Grundsatz des fairen Verfahrens ergibt sich aus Art. 32 Abs. 2 BV 
und Art. 6 Ziffer 1 EMRK. Der Grundsatz besagt im Wesentlichen, dass die Durch-
führung des Strafverfahrens auf Gerechtigkeit und Billigkeit auszurichten ist. Dazu 
gehören unter anderem der Anspruch auf rechtliches Gehör, das Recht auf mündli-
che und öffentliche Verhandlung, das Gebot der Waffengleichheit und die Un-
schuldsvermutung. Kurz gesagt lässt sich als faires Verfahren ein Verfahren be-
zeichnen, das einen unabhängigen, unparteiischen Richter unter Kontrolle der Öf-
fentlichkeit gewährt, die Menschenwürde sowie die Waffengleichheit wahrt und die 
Justizförmigkeit beachtet (vgl. Robert Hauser/Erhard Schweri/Karl Hartmann, 
Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, § 56). 

c) Der Berufungskläger bringt vor, dass die Vorinstanz die Voraussetzun-
gen für ein faires Verfahren gemäss Art. 6 EMRK nicht erfüllt habe. Aufgrund der 
vorliegenden Akten und obigen Ausführungen ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vor-
instanz gegen den Grundsatz von Art. 6 EMRK verstossen haben soll, zumal der 
Berufungskläger dies nicht weiter ausführt. Auch hat der Berufungskläger bei der 
Rechtsmittelinstanz keine weiteren Beweisanträge gestellt. Der Kantonsgerichts-
ausschuss erachtet somit den rechtlich relevanten Sachverhalt – wie in den nach-
folgenden Erwägungen gezeigt wird – als durch die erhobenen Beweismittel hinrei-
chend abgeklärt, so dass die vorliegenden verfügbaren Entscheidgrundlagen eine 
zuverlässige Beurteilung des Sachverhaltes gestatten. 

d) Weiter bringt der Berufungskläger vor, dass die Sperrpfosten nicht be-
schädigt worden seien, und eine Beschädigung sich nur auf die unterirdischen So-

12

ckel beziehen könne, die aber gestützt auf Art. 671 ZGB Bestandteile des Grunds-
tückes von A. geworden seien, auf welchem diese platziert worden seien. Vorlie-
gend stehen A. und X. in einer schon seit Jahren geführten Auseinandersetzung. 
Ursprünglich stand die Frage im Mittelpunkt, ob A. über die Parzelle Nr. C. von X. 
auf sein Grundstück Parzelle Nr. G. zu- beziehungsweise wegfahren dürfe (vgl. zum 
Ganzen das Urteil der Zivilkammer des Kantonsgerichts Graubünden ZF 03 7 vom 
26. Mai 2003 und Urteil des Bundesgerichts 5C.225/2003 bzw. 5C.226/2003 vom 
23. Dezember 2003). Auf Grund dieser jahrelangen Auseinandersetzung ist es, wie 
die Vorinstanz zu Recht ausführte, auszuschliessen, dass die Eheleute X. die Pfos-
ten nicht auf ihrem Grundstück sondern auf dem von A. montieren liessen. Ein sol-
ches Vorgehen wäre A. beziehungsweise dem Berufungskläger als Rechtsvertreter 
sicherlich nicht unbemerkt geblieben. Wäre dem so gewesen, dann hätte der Beru-
fungskläger die Rüge, die Pfosten seien auf fremdem Grund und Boden montiert 
worden, bereits zu einem früheren Zeitpunkt erhoben. Der Berufungskläger erhob 
diese Rüge aber erstmals in seinem schriftlich eingereichten Plädoyer vom 10. Au-
gust 2005. Er erhob diesen Einwand somit erst nach Abschluss der Strafuntersu-
chung. So bestritt der Berufungskläger weder anlässlich der polizeilichen Einver-
nahme vom 4. Januar 2004 (vgl. act. 8), in welcher ausdrücklich festgehalten wurde, 
dass die Eisenpfosten auf der Parzellengrenze der Liegenschaft X. eingebaut wur-
den, noch am durchgeführten Augenschein vom 9. Juni 2004 (vgl. act. 16) noch in 
seiner namens von A. gegen X. erhobenen Strafanzeige vom 12. November 2003, 
dass die einbetonierten Pfosten auf der Parzelle der Liegenschaft X. errichtet wor-
den seien. Zudem führte die Berufungsbeklagte bereits in ihrem Strafantrag gegen 
den Berufungskläger an die Staatsanwaltschaft Graubünden vom 9. Dezember 
2003 (vgl. act. 2) explizit aus, dass die drei demontierbaren Sperrpfosten bezie-
hungsweise deren Einschubhülsen im Grundeigentum der Berufungsbeklagten ein-
zumauern gewesen seien. In Anbetracht dieser Umstände ist der von Z. erstmals 
vorgebrachte Einwand in seinem schriftlichen Plädoyer vom 10. August 2005 als 
Schutzbehauptung zu qualifizieren und vor diesem Hintergrund somit als zuwenig 
glaubhaft, als dass diesem gefolgt werden könnte. Somit ist erstellt, dass die Sperr-
pfosten mit den Einschubhülsen am 6. November 2003 von der Baufirma I. auf der 
Parzelle Nr. C. der Berufungsbeklagten errichtet wurden und zu keinem Zeitpunkt 
Bestandteile des Grundstückes von A. nach Art. 671 ZGB geworden sind.

4. a) Wer eine Sache, an der ein fremdes Eigentums-, Gebrauchs- oder 
Nutzniessungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht, wird 
gemäss Art. 144 Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0), 
auf Antrag, mit Gefängnis oder mit Busse bestraft. Als Tatobjekte kommen somit 
fremde Sachen in Betracht, also solche, die jemand anderem gehören oder nicht 

13

alleiniges Eigentum des Täters sind. Das Beschädigen umfasst Substanzverände-
rung, Minderung der Funktionsfähigkeit und Minderung der Ansehnlichkeit (vgl. 
BGE 115 IV 28). Art. 144 Abs. 1 StGB nennt alternativ Beschädigen, Zerstören und 
Unbrauchbarmachen als Tathandlung. Letzterer Ausdruck ist in einem weiten Sinn 
zu verstehen. So begeht ebenfalls Sachbeschädigung, wer den Gegenstand – wenn 
auch nur vorübergehend – in der Funktion beeinträchtigt, die ihm nach seiner Be-
schaffenheit zukommt oder vom Eigentümer zugedacht wird. Diese weite Ausle-
gung entspricht dem Zweck der Bestimmung. Letztlich muss jede Zustandsverän-
derung als Sachbeschädigung aufgefasst werden, sofern sie den Berechtigten in 
schützenswerten Interessen beeinträchtigt und nicht ohne nennenswerten Aufwand 
wieder rückgängig gemacht werden kann (vgl. Jörg Rehberg/Niklaus Schmid/An-
dreas Donatsch, Strafrecht III, Delikte gegen den Einzelnen, 8. Aufl., Zürich 2003, § 
15, S. 166 ff.). Dass die Sache einen wirtschaftlichen Wert hat und dieser eine Ein-
busse erleidet, ist indes nicht erforderlich (vgl. Stefan Trechsel, Kurzkommentar 
zum StGB, 2. Aufl., Zürich 1997, N. 1 und 3 zu Art. 144 StGB mit Hinweisen; Martin 
Schubarth/Peter Albrecht, Kommentar zum Schweizerischen Strafrecht, BT, 2. 
Band: Delikte gegen das Vermögen, Bern 1990, N. 23 zu Art. 145 sowie Marcel 
Alexander Niggli, Das Verhältnis von Eigentum, Vermögen und Schaden nach 
schweizerischem Strafgesetz, Zürich 1992, S. 215, Rz 473 mit Hinweisen, insb. S. 
222-224, Rz 485-488). Der Begriff des Schadens ist dabei in einem weiten Sinn zu 
verstehen; in Frage kommen sowohl materielle als auch immaterielle Schäden. Zu 
berücksichtigen sind dabei die Kosten für die Wiederbeschaffung oder der Repara-
tur (vgl. Philippe Weissenberger in: Marcel Alexander Niggli/Hans Wiprächtiger 
(Hrsg.), Basler Kommentar, Strafgesetzbuch II, Art. 111-401 StGB, Basel 2003, N. 
35 zu Art. 144 StGB, zit. BSK).

In subjektiver Hinsicht ist nur die vorsätzliche oder zumindest eventualvor-
sätzliche Sachbeschädigung strafbar. Der Täter muss wissen, dass es sich um eine 
fremde Sache handelt, beziehungsweise einem anderen daran ein Gebrauchsrecht 
zusteht. Ein diesbezüglicher Irrtum ist nach Art. 19 Abs. 1 StGB zu würdigen. Stets 
ist auch der Wille erforderlich, den Zustand der Sache im oben umschriebenen 
Sinne zu verändern (vgl. BGE 116 IV 144 sowie Stefan Trechsel, a.a.O., N. 5 zu 
Art. 144 StGB; Jörg Rehberg/Niklaus Schmid/Andreas Donatsch, a.a.O., § 15, S. 
170; Marcel Alexander Niggli, a.a.O., § 17, N. 499, S. 231/232 mit Hinweisen).

b) Der Berufungskläger macht geltend, dass vorliegend, auch wenn man 
unterstellen wolle, die Zementsockel hätten sich auf der Parzelle Nr. C. der Beru-
fungsbeklagten befunden, sowohl in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht keine 
Sachbeschädigung vorliege. Ist erstellt, dass die Eisenpfosten auf dem Grundstück 

14

der Berufungsbeklagten eingemauert worden sind, so hat der Berufungskläger den 
objektiven Tatbestand der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB erfüllt, 
indem er der Baufirma J. am 6. November 2003 den Auftrag erteilte, die drei Eisen-
pfosten auf der Liegenschaft X. auf seine Verantwortung und auf seine Kosten zu 
entfernen. Durch das Entfernen der Eisenpfosten und der Einschubhülsen aus den 
(noch nicht eingetrockneten) Zementsockeln wurde deren von der Beschwerdegeg-
nerin konkret zugedachter Gebrauch (nämlich die Verwendung der Einschubhülsen 
als Halterung für die abschliess- und herausziehbaren Sperrpfosten) verunmöglicht, 
da die Einschubhülsen nach deren Entfernung aus den Fundamenten nicht einfach 
wieder in die ausgetrockneten Zementsockel eingesetzt werden konnten. Es ist so-
mit nachvollziehbar, dass unabhängig davon, ob im Zeitpunkt der Herausnahme der 
Eisenpfosten und der Einschubhülsen die Zementsockel beschädigt wurden oder 
nicht, die für die Verankerung der Einschubhülsen notwendigen Zementsockel nicht 
ohne weiteres wieder zu gebrauchen waren. Somit ist zweifelsohne ein Schaden 
entstanden. So führt der Berufungskläger in seiner Berufung vom 24. Oktober 2005 
auch sinngemäss aus, dass zwar ein Sachschaden vorliege, sich hingegen dieser 
auf höchstens Fr. 20.-- belaufen könne (vgl. act. 01, S. 6 f.). Der eingetretene Scha-
den ist seiner Meinung nach als klein und schnell reparierbar einzustufen. Somit 
geht auch der Berufungskläger davon aus, dass durch sein Vorgehen ein Schaden 
entstanden ist. Auch in subjektiver Hinsicht hat Z. den Tatbestand von Art. 144 Abs. 
1 StGB erfüllt, indem er einen Schaden zumindest in Kauf genommen hat, als er 
der Baufirma J. am 6. November 2003 den Auftrag erteilte, die drei Eisenpfosten 
auf der Liegenschaft X. seien auf seine Verantwortung entfernen zu lassen. Er 
durfte nicht davon ausgehen, dass das Entfernen der drei Eisenpfosten und der 
Einschubhülsen ohne Beschädigung der Zementverankerungen von statten geht 
beziehungsweise eine Wiederverwendung der Zementsockel ohne weiteres mög-
lich ist. Dafür spricht auch der Umstand, dass der Berufungskläger gemäss eigenen 
Angaben mit der Kunst des Giessens vertraut ist (vgl. act. 01, S. 5). Der objektive 
und subjektive Tatbestand von Art. 144 Abs. 1 StGB wurde damit von Z. fraglos 
erfüllt. 

5. a) Z. beruft sich sodann auf BGE 118 IV 291. Diesbezüglich kann fest-
gehalten werden, dass dem angerufenen Bundesgerichtsentscheid ein anderer 
Sachverhalt zugrunde lag und lediglich ein Schaden von wenigen Franken zur Dis-
kussion stand, da bloss ein Pflock (ohne Beschädigung von Fundamenten) vom 
Wegrechtsberechtigten entfernt worden ist. Dem Einwand des Berufungsklägers, 
das angestrengte Verfahren wegen Sachbeschädigung würde sich aufgrund des 
seiner Meinung nach geringen Schadens von Fr. 20.-- als rechtsmissbräuchlich er-
weisen, kann somit nicht gefolgt werden, da vorliegend der Aufwand für eine Wie-

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derherstellung des ursprünglichen Zustandes zweifelsohne mehr als Fr. 20.-- betra-
gen wird.

b) Z. beruft sich weiter auf den Rechtfertigungsgrund der Selbsthilfe 
gemäss Art. 926 ZGB, wonach sich jeder Besitzer verbotener Eigenmacht mit Ge-
walt erwehren dürfe. Rechtswidrig ist jedes tatbestandsmässige Verhalten, welches 
nicht durch einen Rechtfertigungsgrund gedeckt ist (vgl. Jörg Rehberg/Andreas Do-
natsch, Strafrecht I, Verbrechenslehre, 7. Aufl., Zürich 2001, S. 172). Einen Recht-
fertigungsgrund stellt nach Art. 32 StGB grundsätzlich auch das Selbsthilferecht 
gemäss Art. 926 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) dar (vgl. 
BSK StGB I-Kurt Seelmann, N. 4 zu Art. 32 StGB). Dieser sog. Besitzesschutzartikel 
bezieht sich nicht nur auf körperliche Sachen, sondern auch auf Grundstücke und 
Grunddienstbarkeiten (vgl. Emil Stark in: Berner Kommentar zum schweizerischen 
Privatrecht, Band IV: Sachenrecht, 3. Abteilung: Besitz und Grundbuch, 1. Teilband: 
Der Besitz (Art. 919-941 ZGB), 3. Aufl., Bern 2001, N. 12 zu Vorbemerkungen zu 
Art. 926-929 ZGB). Die Selbsthilfe darf indes nur so weit gehen, als es die Umstände 
rechtfertigen (vgl. Emil Stark, a.a.O., N. 18 zu Art. 926 ZGB). Obschon Selbsthilfe 
auch dann zulässig ist, wenn obrigkeitliche Hilfe zur Verfügung steht, muss doch in 
Fällen, wo keinerlei Gefahr in Verzug ist, auf die Möglichkeit der Anrufung einer 
Behörde Rücksicht genommen werden (vgl. Emil Stark, a.a.O., N. 23 zu Art. 926 
ZGB). Somit überschreitet derjenige die Grenzen der erlaubten Selbsthilfe, der Ge-
walt anwendet, obschon obrigkeitliche Hilfe eingreifen könnte. Der Rechtfertigungs-
grund nach Art. 926 ZGB verlangt somit eine Interessenabwägung. Art. 926 Abs. 3 
ZGB weist den sich wehrenden Besitzer denn auch an, sich jeder nach den Um-
ständen nicht gerechtfertigten Gewalt zu enthalten. Abwehr über diese Grenzen hin-
aus ist nicht erlaubt und damit rechtswidrig. Massgebend für den Besitz ist die 
tatsächliche Herrschaft über die Sache, werde sie direkt oder durch Vermittlung ei-
nes unselbständigen Besitzers oder eines Besitzdieners ausgeübt. Bei Grundstü-
cken und Grunddienstbarkeiten steht der Besitzesschutz demjenigen zu, der die 
tatsächliche Gewalt ausübt, also auch dem Rechtsbesitzer. Auf die Eintragung im 
Grundbuch kommt es nicht an (vgl. Emil Stark, a.a.O., N. 6 ff. zu Vorbemerkungen 
zu Art. 926-929 ZGB).

c) Die Vorinstanz führt in ihrem angefochtenen Urteil aus, dass der Be-
rufungskläger grundsätzlich berechtigt gewesen sei, die von der Berufungsbeklag-
ten angebrachte Sperranlage entfernen zu lassen (vgl. E. 3.6.3, S. 13). Dem kann 
nicht gefolgt werden. Auch wenn bei einer Verhinderung der Ausübung einer Dienst-
barkeit eine Berufung auf Art. 926 Abs. 1 ZGB möglich ist, so stellt sich vorliegend 
die Frage, ob der Berufungskläger überhaupt berechtigt ist, sich auf den Besitzes-

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schutz als Rechtfertigungsgrund zu berufen. Dies ist zu verneinen. Dem Berufungs-
kläger stand keine tatsächliche Herrschaft über die Liegenschaft des A. zu, mithin 
er in keiner Art als Besitzer zu qualifizieren ist. Dagegen spricht auch die Tatsache, 
dass Z. zum Zeitpunkt der Auftragserteilung nicht als Rechtsvertreter von A. gehan-
delt hat. Mit seinem Fax vom 6. November 2003 an die Bauunternehmung J. führte 
der Berufungskläger denn auch explizit aus, dass die drei Eisenpfosten auf der Lie-
genschaft X. und L./A. auf seine Verantwortung und auf seine Rechnung zu entfer-
nen seien. Mit der Anrufung des Kreispräsidenten E. machte der Berufungskläger 
zudem deutlich, dass sich Selbsthilfe nicht unmittelbar aufdrängte und er sich be-
wusst war, dass er sich nicht auf den Besitzesschutz von Art. 926 ZGB berufen 
kann. Ansonsten hätte der Berufungskläger von Anfang an auf kreisamtliche Hilfe 
verzichtet. Folglich hätte er den Entscheid des Kreisamtes abwarten müssen. Dies 
hat der Berufungskläger hingegen nicht getan; er hat ohne dem Kreispräsidenten 
die erforderliche Zeit zur Behandlung seines Gesuchs einzuräumen zur unerlaubten 
Selbsthilfe gegriffen. Z. hätte sich zumindest vorgängig ein genaues Bild über die 
Lage machen müssen, bevor er die Eisenpfosten entfernen liess, zumal sich die 
Eisenpfosten auch ohne Herausnahme der Einschubhülsen aus den Zementso-
ckeln leicht hätten entfernen lassen können, da diese mit einem Schliessmechanis-
mus entriegelt und bei Bedarf heraus gezogen werden konnten. Dies durfte auch 
dem Berufungskläger nicht unbemerkt geblieben sein, da er noch vor der Auftrags-
erteilung an die Baufirma J. am 6. November 2003 mit dem Aktuar des Kreisamtes 
E. den „Tatort“ besichtigte, wo die Baufirma I. gerade dabei war, die Einschubhülsen 
für die Eisenpfosten einzuzementieren. 

Somit kann sich der Berufungskläger nicht auf den Rechtfertigungsgrund von 
Art. 926 ZGB berufen, welcher das nach Art. 144 Abs. 1 StGB objektiv und subjektiv 
tatbestandsmässige Verhalten rechtfertigen würde. Die Vorinstanz hat den Beru-
fungskläger folglich zu Recht der Sachbeschädigung schuldig gesprochen. Die Be-
rufung ist in diesem Punkt abzuweisen. 

6. a) Bei der Strafzumessung hat der Richter gemäss Art. 63 StGB vom 
Verschulden des Täters auszugehen und insbesondere die Beweggründe, das Vor-
leben und die persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Der Begriff des Ver-
schuldens umfasst den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straf-
tat. Der Bemessung der Schuld ist die Schwere der Tat zugrunde zu legen. Weiter 
unterscheidet man beim Verschulden Tat- und Täterkomponente. Bei der Tatkom-
ponente betrachtet man das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Willensrich-
tung, mit welcher der Täter handelte und seine Beweggründe. Die Täterkomponente 
hingegen umfasst Vorleben und persönliche Verhältnisse des Täters sowie das Ver-

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halten nach der Tat oder im Strafverfahren, wie zum Beispiel Reue, Einsicht oder 
Strafempfindlichkeit (vgl. BGE 129 IV 20; 117 IV 112 ff. mit Hinweisen). Diese in die 
Waagschale gelegten Elemente wirken strafmindernd oder straferhöhend, wobei in 
der Begründung der Strafzumessung die Überlegungen des Richters nachvollzieh-
bar sein müssen (vgl. BGE 121 IV 56). Liegen keine Strafmilderungs- oder Straf-
schärfungsgründe vor, hat sich der Richter an den vom Gesetzgeber vorgesehenen 
Strafrahmen zu halten.

b) Grundlage für die Strafzumessung ist im vorliegenden Fall der in Art. 
144 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 36 StGB vorgesehene Strafrahmen von 
mindestens drei Tagen Gefängnis oder Busse bis zu 40'000 Franken (vgl. Art. 48 
Abs. 1 StGB), wobei Geld- und Freiheitsstrafe gemäss Art. 50 Abs. 2 StGB mitein-
ander verbunden werden können. Wird eine Busse ausgesprochen, so bestimmt 
der Richter deren Betrag gemäss Art. 48 Ziffer 2 Abs. 1 StGB je nach den Verhält-
nissen des Täters so, dass dieser durch die Einbusse die Strafe erleidet, die seinem 
Verschulden angemessen ist. Nach Art. 48 Ziffer 2 Abs. 2 StGB sind für die Verhält-
nisse des Täters namentlich sein Einkommen und sein Vermögen, sein Familien-
stand und seine Familienpflichten, sein Beruf, Alter und seine Gesundheit von Be-
deutung. Bei der Bemessung der Busse ist somit vorerst auf das Verschulden des 
Täters abzustellen, um sodann in einem weiteren Schritt deren Höhe nach den in 
Art. 48 Ziffer 2 Abs. 2 StGB genannten Umständen festzusetzen (vgl. BGE 120 IV 
71; 119 IV 13; 116 IV 6).

c) Vorliegend wiegt das Verschulden des Berufungsklägers nicht schwer. 
Strafschärfungs-, Strafmilderungs-, und Straferhöhungsgründe liegen keine vor. 
Strafmindernd wirken sich der einwandfreie Leumund und das vorstrafenfreie Vor-
leben des Berufungsklägers aus (vgl. act. 30 und 36). In Würdigung sämtlicher 
Strafzumessungsgründe erachtet der Kantonsgerichtsausschuss die Z. von der 
Vorinstanz auferlegte Busse in Höhe von Fr. 1'000.-- als seinem Verschulden und 
seinen Einkommens-, Vermögens- und Familienverhältnissen angemessen.

7. a) Gemäss Art. 130 Abs. 1 StPO kann der Geschädigte seine zivilrecht-
liche Forderung gegenüber dem Angeschuldigten beim Strafgericht adhäsions-
weise geltend machen. Nach Abs. 2 der genannten Bestimmung ist die Klage 
während des Untersuchungsverfahrens, spätestens jedoch bis zum zwanzigsten 
Tag nach Eingang der Schlussverfügung durch schriftlich formuliertes Begehren bei 
der Staatsanwaltschaft einzureichen, die sie dem zuständigen Gericht übermittelt. 
Entscheide der Bezirksgerichte und ihrer Ausschüsse über Adhäsionsklagen kön-
nen nach Art. 132 StPO mittels Berufung an den Kantonsgerichtsausschuss weiter-

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gezogen werden. Kommt das Gericht zum Schluss, dass die Strafakten für die ab-
schliessende Beurteilung des Zivilpunktes nicht ausreichen, wird die Adhäsions-
klage an den ordentlichen Richter verwiesen (vgl. Art. 131 Abs. 3 2. Satz StPO).

b) In seiner Stellungnahme vom 3. November 2005 beantragt der Beru-
fungskläger, dass auf die Adhäsionsklage der Eheleute X. nicht einzutreten sei und 
als Eventualbegehren deren Verweisung auf den Zivilweg, da die Klage verspätet 
eingereicht worden sei und die Voraussetzungen für die Geltendmachung einer 
Schadenersatzklage nicht gegeben seien. Die Geschädigten sind so zu stellen, wie 
wenn der Berufungskläger die Sachbeschädigung nicht begangen hätte, folglich 
also Z. nicht zur unerlaubten Selbsthilfe gegriffen hätte und nun auf dem Grundstück 
der Eheleute X. drei abschliess- und demontierbare, in Einschubhülsen eingelas-
sene Eisenpfosten stehen würden. X. und Y. machten in ihrer Adhäsionsklage vom 
10. Dezember 2004 eine Schadenersatzforderung von Fr. 1'769.-- beziehungsweise 
eine solche von Fr. 1'689.30 in ihrer Berufung vom 24 Oktober 2005 geltend (vgl. 
act 43 und act. 01). Dazu kann festgehalten werden, dass diese Schadenssummen 
aufgrund der vorliegenden Unterlagen nicht substantiiert genug dargelegt sind. Zum 
einen ist nicht nachgewiesen, dass die Reinigung oder der Ersatz der Einschubhül-
sen mit dem Umbau der Pfosten mit 30% des Warenwertes, somit mit Fr. 293.-- zu 
veranschlagen sei. Dieser geltend gemachte Minderwert beruht auf einer blossen 
Schätzung der Berufungsbeklagten (vgl. act. 43, S. 4). Ebenso wenig ist erstellt, 
dass die Eisenpfosten vom Zement gereinigt werden müssten oder dass die Ein-
schubhülsen bei deren Entfernung aus den Zementverankerungen Schaden ge-
nommen hätten. Weiter bringen die Eheleute X. in ihrer Berufung vor, dass sich der 
Betrag von Fr. 500.-- in der Offerte der Baufirma I. vom 4. Oktober 2004 (vgl. Beilage 
4 zu act. 43) auf die Wiederherstellung des Zustandes beziehe, welcher sich vor 
den am 6. November 2003 vorgenommenen Arbeiten präsentiert habe. Diese 
Schlussfolgerung geht aber aus der Offerte vom 4. Oktober 2004 nicht eindeutig 
hervor (wie auch die Interpretation der Offerte durch die Vorinstanz zeigt). Auch 
erscheinen das blosse Ausspitzen der Pfostenfundamente und das Wiederherstel-
len des Grundes zum Einbau der Einschubhülsen und Pfosten mit den pauschal 
veranschlagten Fr. 500.-- der Baufirma I. dem Kantonsgerichtsausschuss als eher 
hoch. Aufgrund der unklaren Unterlagen ist vorliegend die geltend gemachte For-
derung für eine Beurteilung nicht liquide genug ausgewiesen, so dass die Adhäsi-
onsklage der X. und des Y. gemäss Art. 131 Abs. 3 2. Satz StPO auf den Zivilweg 
zu verweisen ist, wo die Forderung beim ordentlichen Richter mit allen nötigen Un-
terlagen substantiiert dargelegt werden kann. In Anbetracht dieses Umstandes erü-
brigen sich Ausführungen in Bezug auf den Einwand von Z., die Adhäsionsklage sei 
verspätet bei der Staatsanwaltschaft Graubünden eingereicht worden. Die Berufung 

19

der X. und des Y. ist somit im Sinne der Erwägungen abzuweisen. Hingegen ist die 
Berufung von Z. in diesem Punkt gutzuheissen und Ziffer 4 des Dispositivs des an-
gefochtenen Urteils ist aufzuheben.

8. Gemäss Art. 160 Abs. 1 StPO werden die Kosten des Rechtsmittel-
verfahrens demjenigen auferlegt, der ohne Erfolg ein Rechtsmittel eingelegt hat. 
Wird eine Rechtsmitteleingabe gutgeheissen, so entscheidet das Gericht gemäss 
Abs. 2 der genannten Bestimmung über die Kostenverteilung zwischen dem Einle-
ger, dem Staat und der ersten Instanz, wobei dem Verteidiger eine aussergerichtli-
che Entschädigung zugesprochen werden kann (vgl. Art. 160 Abs. 4 StPO). Vorlie-
gend vermochte der Berufungskläger mit seinen ersten beiden Anträgen in der straf-
rechtlichen Berufung vom 24. Oktober 2005 nicht durchzudringen, womit er unter-
legen ist. Auch vermochten X. und Y. aufgrund der Verweisung der Adhäsionsklage 
auf den Zivilweg mit ihrer Berufung nicht durchzudringen, womit sie unterlegen sind. 
Im Adhäsionsverfahren sind hinsichtlich der Parteikosten in Ermangelung einer be-
sonderen strafprozessualen Regelung die Bestimmungen der Zivilprozessordnung 
analog zur Anwendung zu bringen. Somit hat die unterliegende Partei die Kosten 
betreffend die Adhäsionsklage zu übernehmen (vgl. Art. 122 Abs. 1 ZPO). Beide 
Parteien haben selbständig Berufung eingereicht, wobei jene der Adhäsionskläger 
gänzlich erfolglos blieb und jene des Z. hinsichtlich der Adhäsionsklage gutgeheis-
sen wurde. Da er aber im Strafpunkt vollumfänglich unterlag, rechtfertigt es sich die 
Kosten der beiden Berufungsverfahren in Höhe von Fr. 2'500.-- je zur Hälfte den 
Parteien aufzuerlegen und die aussergerichtlichen Kosten wettzuschlagen.

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Berufung des Z. wird dahin entschieden, dass Ziffer 4 des Dispositivs des 
angefochtenen Urteils aufgehoben und die Adhäsionsklage auf den Zivilweg 
verwiesen wird. Im Übrigen wird die Berufung des Z. abgewiesen.

2. Die Berufung der X. und des Y. wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

3. Die Kosten der beiden Berufungsverfahren von Fr. 2'500.-- gehen je zur 
Hälfte zu Lasten der Berufungskläger. Die aussergerichtlichen Kosten wer-
den wettgeschlagen.

4. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

5. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Präsident: Der Aktuar ad hoc: