# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52ebfc2d-b1e1-50d3-8ef0-986d1cbcae01
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 30.09.2020 810 20 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-15_2020-09-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 30. September 2020 (810 20 15) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Raumplanung, Bauwesen 
 
 
Baugesuch für Einliegerwohnung in Ökonomiegebäude 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Claude Jeanneret,  

Markus Clausen, Hans Furer, Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Julia 
Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführende 
 
 

 gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Baugesuch für Einliegerwohnung in Ökonomiegebäude  

(RRB Nr. 14 vom 7. Januar 2020) 
 
 
 
 

A. Seit dem Jahr 1997 führt A.____ zusammen mit ihrem Ehemann B.____ den Weinbau-
betrieb "C.____". Das gesamte Rebengebiet umfasst eine Fläche von 3 Hektaren Land, wovon 
2.9 Hektaren landwirtschaftliche Nutzfläche ausmachen. Die Parzellen liegen alle innerhalb der 
Landwirtschaftszone in D.____ (Spezialzone für Rebbau I). Auf einem dieser Grundstücke 
(Parzelle Nr. XXXX, Grundbuch D.____) steht das Ökonomiegebäude mit Remise, Weinkeller 

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und Verkaufsraum, welches im Jahr 2002 erbaut wurde. Auf derselben Parzelle befindet sich 
das "Winzerbeizli", welches vom Ehepaar zusammen mit ihrer Tochter seit dem Jahr 2015 be-
trieben wird. 
 
B. Am 23. August 2018 reichte die Firma "C.____" beim Bauinspektorat der Bau- und Um-
weltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft ein Baugesuch ein. Beim Bauvorhaben han-
delt es sich um den Einbau einer Wohnung in das bestehende Ökonomiegebäude mit zusätzli-
cher Errichtung einer Aussentreppe. 
 
C. Mit Entscheid vom 2. April 2019 verweigerte die Bau- und Umweltschutzdirektion des 
Kantons Basel-Landschaft (BUD) die Bewilligung für das Baugesuch vom 23. August 2018. Zur 
Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass der projektierte Einbau nur bewilligt wer-
den könne, wenn der Wohnbedarf für den Betrieb des landwirtschaftlichen Gewerbes unent-
behrlich und die dauernde Anwesenheit der Bewirtschafter zur Bewirtschaftung des Betriebs 
unbedingt erforderlich sei. Dies sei vorliegend jedoch nicht erfüllt. Zudem liege die Parzelle 
XXXX in Fuss- und Fahrdistanz von 1 km von der nächsten Wohnzone und rund 1.6 km vom 
Ortskern D.____ entfernt, weshalb die Gesuchsteller auch dort eine Wohnung beziehen könn-
ten. Die von der Gesuchstellerin geltend gemachte finanzielle Mehrbelastung sei aus raumpla-
nerischer Sicht nicht beachtlich. 
 
D. A.____ und B.____, vertreten durch Hannes Baader, Anwalt, erhoben gegen den Ent-
scheid der BUD vom 2. April 2019 mit Eingabe vom 12. April 2019 Beschwerde beim Regie-
rungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat). Sie beantragten, es sei der Entscheid 
der BUD vom 2. April 2019 vollumfänglich aufzuheben und es sei festzustellen, dass das Bau-
vorhaben raumplanerisch zonenkonform sei. Eventualiter sei eine Ausnahmebewilligung zu 
erteilen. Alles unter o/e-Kostenfolge.  
 
E. Der Regierungsrat wies die Beschwerde vom 12. April 2019 mit Entscheid vom 
7. Januar 2020 ab, soweit darauf eingetreten wurde. 
 
F. Gegen diesen Entscheid erhoben A.____ und B.____ mit Eingabe vom 17. Januar 2020 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Sie beantragten, es sei der Entscheid des Regierungsrates vom 
7. Januar 2020 vollumfänglich aufzuheben und die Baubewilligung zu erteilen. Alles unter o/e-
Kostenfolge. Die Beschwerdebegründung wurde mit Eingabe vom 14. Februar 2020 einge-
reicht. 
 
G. Mit Schreiben vom 20. April 2020 reichte der Regierungsrat seine Vernehmlassung ein 
und schloss auf Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. 
 
H. Mit Verfügung vom 25. Mai 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung im Rahmen 
einer Parteiverhandlung mit vorangehendem Augenschein überwiesen. 
 

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I. Anlässlich der heutigen Verhandlung hat das Kantonsgericht im Beisein unter anderem 
der Beschwerdeführerin, des Architekten des Bauprojekts, des Verwaltungsleiters der Gemein-
de D.____ und der Vertreterin der BUD einen Augenschein an Ort und Stelle vorgenommen. An 
der anschliessenden Parteiverhandlung haben die Parteien an ihren bereits gestellten Anträgen 
festgehalten. Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften sowie auf diejenigen in der heutigen 
Verhandlung wird, soweit erforderlich, in den Urteilserwägungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Die Be-
schwerdeführenden sind Adressaten des angefochtenen Entscheids und verfügen über ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung (§ 47 Abs. 1 lit. a VPO). Da auch die übrigen 
formellen Voraussetzungen erfüllt sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten wer-
den. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO 
Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Er-
messens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
3.1 Die Beschwerdeführenden beabsichtigen den Einbau einer 4.5-Zimmer-Wohnung in das 
bestehende Ökonomiegebäude auf der Parzelle Nr. XXXX, Grundbuch D.____. Im Weiteren 
sieht das Baugesuch die Erstellung einer Aussentreppe an der Nordfassade des Ökonomiege-
bäudes vor.  
 
3.2 Strittig und zu prüfen ist nachfolgend, ob die Vorinstanzen das Bauvorhaben der Be-
schwerdeführenden zu Recht als zonenwidrig beurteilt und aus diesem Grund die Bewilligung 
verweigert haben. 
 
3.3.1 Der Regierungsrat begründet seinen Entscheid damit, dass es eines funktionalen Be-
zugs zwischen zonenkonformer Landwirtschaft und dem zu bewilligenden Wohnraum bedürfe. 
Die Beschwerdeführenden könnten jedoch nicht darlegen, inwiefern die Arbeiten im "Winzerbei-
zli" für die zonenkonforme landwirtschaftliche Nutzung (Rebbaubetrieb) ins Gewicht fallen wür-
den, weshalb diese Arbeiten nicht einzubeziehen seien. Zudem sei nicht ersichtlich, dass die 
zonenkonformen Arbeiten, namentlich die Rebenpflege und Ernte sowie die Direktvermarktung, 
eine unentbehrliche ständige Präsenz auf dem Hof bedingen würden. Das Bauvorhaben könne 
weder gestützt auf Art. 16a des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) vom 22. Juni 
1979 noch auf einen Ausnahmetatbestand nach Art. 24 ff. RPG bewilligt werden. 
 

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3.3.2 Die Beschwerdeführenden machen dagegen geltend, dass nicht die einzelnen Betriebs-
zweige separat betrachtet werden dürften, sondern die Gesamtsituation beurteilt werden müs-
se. Dann würde man erkennen, dass ihnen ein Wohnraum im Dorf nicht zugemutet werden 
könne. Der Weinbau als solcher werde vorwiegend tagsüber erledigt. Das "Winzerbeizli" werde 
hingegen bis in die späten Abendstunden betrieben. Bei dieser langen Präsenzzeit auf dem Hof 
sei es fast nicht möglich, zwischendurch ins Dorf in die Wohnung zu fahren und wieder zurück 
auf den Hof. Eine Wohnung im Dorf mit zwei Parkplätzen würde überdies zu einer finanziellen 
Mehrbelastung führen, welche die Beschwerdeführenden nicht tragen könnten. In der projektier-
ten Wohnung wäre auch Platz für die Unterkunft eines Angestellten. Zudem stelle die projektier-
te Aussentreppe keine deutliche bauliche Veränderung dar. 
 
4.1.1 Nach Art. 22 Abs. 1 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung 
errichtet oder geändert werden. Voraussetzung für eine Bewilligung ist nach Art. 22 Abs. 2 
RPG, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen (lit. a) und dass 
das Land erschlossen ist (lit. b). In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind nach Art. 16a 
Abs. 1 RPG Bauten und Anlagen, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den 
produzierenden Gartenbau nötig sind. Art. 34 Abs. 4 der Raumplanungsverordnung (RPV) vom 
28. Juni 2000 enthält eine Konkretisierung zu Bauten für den Wohnbedarf und hält fest, dass 
die Bewilligung nur erteilt werden darf, wenn die Baute oder Anlage für die in Frage stehende 
Bewirtschaftung nötig ist (lit. a); der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine über-
wiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b) und der Betrieb voraussichtlich längerfristig be-
stehen kann (lit. c). 
 
4.1.2 Mit Art. 16a RPG sollte an den strengen Kriterien, welche die bundesgerichtliche Recht-
sprechung für die Zonenkonformität aufgestellt hatte, festgehalten werden (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 1A.19/2001 vom 22. August 2001 E. 3b, in: Schweizerisches Zentralblatt für Staats- 
und Verwaltungsrecht [ZBl], 103/2002, S. 582 ff, mit Hinweis auf die Botschaft des Bundesrats 
zu einer Teilrevision des RPG vom 22. Mai 1996, BBl 1996 III 533). Davon ging auch der Ver-
ordnungsgeber beim Erlass der konkretisierenden Norm von Art. 34 Abs. 3 RPV aus. Danach 
sind Bauten für den Wohnbedarf zonenkonform, wenn der Wohnbedarf für den Betrieb des ent-
sprechenden landwirtschaftlichen Gewerbes unentbehrlich ist, einschliesslich des Wohnbedarfs 
der abtretenden Generation (vgl. BALTHASAR HEER, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, 
Bern 2003, N 405; BERNHARD WALDMANN/PETER HÄNNI, Handkommentar zum Raumplanungs-
gesetz, Bern 2006, N 14 zu Art. 16a RPG). 
 
4.2 Die Unentbehrlichkeit richtet sich weder nach den subjektiven Vorstellungen und Wün-
schen des Gesuchstellers noch nach der persönlichen Zweckmässigkeit. Vielmehr ist in jedem 
einzelnen Fall anhand objektiver Kriterien zu prüfen, ob eine betriebliche Notwendigkeit besteht, 
ausserhalb der Bauzonen Wohnsitz zu nehmen. Dabei ist zu unterscheiden, in welchem Um-
fang eine ständige Anwesenheit der Bewirtschafter und der betrieblich benötigten Arbeitskräfte 
notwendig ist. Diese Beurteilung hängt insbesondere von Art und Umfang der betriebsnotwen-
digen Überwachungsaufgaben, von der Distanz zur nächsten Wohnzone sowie von der Frage 
ab, ob das Gewerbe hauptberuflich ausgeübt wird. Ist die Betriebsführung auch von der Wohn-
zone aus möglich oder verlangen die betrieblichen Verhältnisse keine dauernde Anwesenheit, 

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fehlt es am erforderlichen sachlichen Bezug des Bauvorhabens zur landwirtschaftlichen Produk-
tion (vgl. WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., N 14 zu Art. 16a RPG). In der Landwirtschaftszone sind 
somit nur solche Wohngebäude zonenkonform, die in ihrer konkreten Ausgestaltung für eine 
zweckmässige Bewirtschaftung des Bodens am vorgesehenen Standort notwendig und nicht 
überdimensioniert sind. Das Vorrecht, ausserhalb der Bauzone zu wohnen, bleibt daher einem 
relativ engen Personenkreis vorbehalten (vgl. HEER, a.a.O., N 405 mit Hinweis auf BGE 121 II 
310 E. 3b; BGE 121 II 68 f. E. 3a mit Hinweisen; vgl. auch PETER HÄNNI, Planungs-, Bau- und 
besonderes Umweltschutzrecht, 6. Auflage, Bern 2016, S. 183 mit Hinweisen). 
 
4.3 Wohngebäude sind als zonenkonforme Bauten ausserhalb von Bauzonen somit nur zu-
lässig, wenn sie der objektiven, betrieblichen Notwendigkeit einer zonenkonformen Bodenbe-
wirtschaftung entsprechen und damit in erster Linie der landwirtschaftlichen Nutzung selber 
dienen (BGE 115 Ib 295 E. 2c; BGE 113 Ib 141 E. 1d; HÄNNI, a.a.O., S. 183). Bei Landwirt-
schaftsbetrieben stimmt der Begriff der Zonenkonformität im Sinn von Art. 16 Abs. 1 RPG im 
Wesentlichen mit jenem der Standortgebundenheit überein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
1C_561/2012 vom 4. Oktober 2013 E. 3.1; BGE 125 II 278 E. 3a). Bestehende zonenwidrige 
Bauten dagegen können eine weitere Ausdehnung der zonenfremden Nutzung nicht begründen 
(BGE 115 IB 295 E. 2c; BGE 114 Ib 320 E. 4d). Wohnen darf nicht Hauptzweck, sondern muss 
objektive, betriebsnotwendige Folge der zonenkonformen Bewirtschaftung sein (BGE 111 Ib 
213 Erw. 2; HÄNNI, a.a.O., S. 183). 
 
5.1 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführenden für den Betrieb und den Unterhalt 
ihrer 2.9 Hektaren Nutzfläche einen Arbeitseinsatz von 1.21 Standardarbeitskraft (SAK) leisten 
und ihr Weinbaubetrieb somit als landwirtschaftliches Gewerbe i.S.v. Art. 7 des Bundesgeset-
zes über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) vom 4. Oktober 1991 gilt. Die Zonenkonformität 
der geplanten Wohnung liegt hingegen nur vor, wenn die Wohnung hinsichtlich Standort und 
Ausgestaltung in einer unmittelbaren funktionellen Beziehung zum Landwirtschaftsbetrieb steht 
und im Hinblick auf die bodenabhängige Nutzung des Landes als unentbehrlich erscheint 
(vgl. E. 4.2 f. hiervor). 
 
5.2 Die Beschwerdeführenden machen diesbezüglich geltend, dass der Weinbau als solcher 
vorwiegend tagsüber erledigt werde. Dazu würden die Arbeiten im Rebberg, die Weinlieferun-
gen, der Weinverkauf und die Büroarbeiten zählen. Sporadisch würden auch Führungen durch 
den Rebberg sowie Degustationen hinzukommen. Damit die Beschwerdeführenden zudem je-
derzeit Kunden bedienen könnten, seien sie in der jetzigen Situation auch bei schlechtem Wet-
ter auf dem Betrieb, obschon sie zu Hause bleiben könnten. Dies wäre mit einer Wohnung im 
Ökonomiegebäude deutlich einfacher. 
 
5.3 Die Beschwerdeführenden machen zu Recht nicht geltend, dass ihre Art der Rebenbe-
wirtschaftung und Rebenpflege ihre ständige persönliche Überwachung erfordern würde. Grün-
de für eine betrieblich notwendige und dauernde Überwachung der Reben ergeben sich auch 
aus den vorliegenden Akten keine, zumal die Beschwerdeführenden keine Grossvieheinheiten 
halten oder technische Einrichtungen mit dauerndem Überwachungsbedarf besitzen. Davon 
abgesehen, wären die Rebberge bzw. der Betrieb der Beschwerdeführenden innert kurzer Zeit 

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auch aus der Wohnzone erreichbar (vgl. E. 5.4 nachstehend). Weiter legen die Beschwerdefüh-
renden anlässlich des Augenscheins dar, dass sie im bestehenden Ökonomiegebäude zwar die 
Möglichkeit hätten, eine Kelterei einzubauen, zurzeit jedoch eine externe Lohnkelterei in An-
spruch nehmen würden. Ein diesbezüglicher Überwachungsbedarf fällt somit auch ausser Be-
tracht. 
 
5.4.1 Der von den Beschwerdeführenden eingereichten Stundenkalkulation ist zu entnehmen, 
dass die Gesamtarbeitszeit ohne die Arbeiten im "Winzerbeizli" pro Jahr 4074.2 Stunden betra-
ge. Davon seien 2409.7 Arbeitsstunden im Rebbau, 590 Arbeitsstunden im Weinverkauf und 
811.5 Stunden Büroarbeit sowie 263 Stunden diverse Arbeiten. Diese von den Beschwerdefüh-
renden aufgezeigte Jahresarbeitszeit betrifft insbesondere die Arbeiten rund um ihren Vollzeit-
erwerb, den Rebbaubetrieb, welche nach ihren Angaben überwiegend tagsüber anfallen und 
erledigt würden. Aus der Stundenkalkulation geht überdies hervor, dass die Beschwerdeführen-
den grundsätzlich während 5 Tagen pro Woche mit durchschnittlich 9 Stunden pro Tag und pro 
Arbeitskraft beschäftigt sind. Dieser zeitliche Bewirtschaftungsumfang des Rebbaus, in der 
Form wie er von den Beschwerdeführenden betrieben wird, ist demzufolge vergleichbar mit ei-
ner Erwerbstätigkeit, welche ebenfalls tagsüber zu den üblichen Arbeitszeiten ausgeübt wird. 
Nichts anderes ergibt sich aus dem aufgezeigten Tagesablauf in der Beschwerdeschrift, wo-
nach die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Weinbaubetrieb grundsätzlich tagsüber anfallen. 
Eine darüberhinausgehende notwendige Präsenz für die Arbeiten im landwirtschaftlichen Be-
trieb ergibt sich zumindest aus der Stundenkalkulation nicht.  
 
5.4.2 Die Beschwerdeführenden führen weiter aus, dass sie sowie ihre Tochter, welche das 
"Winzerbeizli" führe, vollzeitlich auf dem Betrieb arbeiten würden. Zusätzlich hätten sie einen 
temporär angestellten Saisonnier. Die Tochter der Beschwerdeführenden arbeite hauptberuflich 
im "Winzerbeizli" und werde den Betrieb ihrer Eltern einmal übernehmen. Wohnraum für die 
Tochter wird von den Beschwerdeführenden nicht geltend gemacht und es ist davon auszuge-
hen, dass diese in der nahegelegenen Wohnzone lebt. Die Wohnzone von D.____ ist lediglich 1 
km vom landwirtschaftlichen Betrieb der Beschwerdeführenden entfernt und mit dem Auto in 
wenigen Minuten und zu Fuss in ca. 15 Minuten erreichbar. Es ist den Beschwerdeführenden 
zuzumuten, morgens mit dem Auto von der Wohnzone in D.____ zu ihrem Betrieb in der Land-
wirtschaftszone zu fahren. Nach der Arbeit auf dem Betrieb lässt sich dieselbe Strecke zurück 
in die Wohnzone innert nahezu gleicher Zeit zurücklegen. Den Beschwerdeführenden sowie 
dem nicht ständig benötigten Personal ist es somit zuzumuten, in der nahegelegenen Wohnzo-
ne zu wohnen, von wo aus sich der Betrieb der Beschwerdeführenden sogar zu Fuss in kurzer 
Zeit erreichen lässt. Auch wenn die Beschwerdeführenden nicht gleich am Rand der Wohnzo-
ne, sondern weiter entfernt in der Dorfmitte oder der anderen Dorfseite (Richtung E.____) eine 
Wohnung finden würden, würde eine Autofahrt ca. 10 Minuten und ein Fussmarsch ca. 30 Mi-
nuten dauern. Die Dauer des Arbeitsweges von der Wohnzone in D.____ zum landwirtschaftli-
chen Betrieb wäre auch in diesem Fall gut zu bewältigen, zumal das Bundesgericht einen 
Fussmarsch von 20 bis 30 Minuten ebenfalls als zumutbar erachtet (BGE 121 II 67 E. 3a; BGE 
117 Ib 266 E. 2b). Wie sich am Augenschein gezeigt hat, ist die Strasse von der Dorfmitte in 
D.____ bis zum Parkplatz des Betriebs der Beschwerdeführenden (Y.____strasse und 
Z.____weg) ohne grosse Höhendifferenz problemlos zu befahren. Ferner liegen die einzelnen 

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Arbeitsorte innerhalb des Betriebs nahe beieinander. Im einzigen Ökonomiegebäude befinden 
sich eine Werkstatt, Lagerräume sowie Degustations- und Verkaufsräume und auch das "Win-
zerbeizli" ist gleich neben dem Ökonomiegebäude. Die Rebflächen liegen ebenfalls relativ nah 
zusammen und nicht weit vom Ökonomiegebäude entfernt (äusserste Parzelle ca. 330 Meter 
Distanz zum Betrieb). Weder die Distanzen innerhalb des Betriebs der Beschwerdeführenden 
noch die Fahr- und Gehdistanz vom Dorf zum Betrieb oder die Beschaffenheit des Geländes 
vermögen demzufolge eine Notwendigkeit für den projektierten Wohnungsbau ausserhalb der 
Bauzone zu begründen.  
 
5.5 Die Beschwerdeführenden begründen ihren Wohnbedarf auf dem Betrieb zudem mit 
dem Bedürfnis, in der Nähe zu sein, wenn die Tochter einmal den Betrieb übernehmen wird, um 
auch allfällige Enkelkinder zu hüten. Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Tochter keine Kinder und es 
ist nicht abzusehen, wann und ob die Beschwerdeführenden ihren Betrieb an die Tochter über-
geben werden. Obschon an der Erhaltung von landwirtschaftlichen Familienbetrieben ein öffent-
liches Interesse besteht, verbietet es insbesondere der Trennungsgrundsatz i.S.v. Art. 1 Abs. 1 
RPG, Bauten und Anlagen auf Vorrat zu erstellen (CHRISTOPH JÄGER, Allgemeine Vorausset-
zungen der Bewilligungsfähigkeit von Bauten und Anlagen / III. Zonenwidrige Bauten und Anla-
gen ausserhalb der Bauzonen, Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, Zürich 2016, S. 134; Ur-
teile des Bundesgerichts 1C_877/2013 vom 31. Juli 2013 E. 3 und 1C_496/2011 vom 20. Sep-
tember 2012 E. 3.5). Weiter sind die von den Beschwerdeführenden angeführten finanziellen 
Gründe durchaus verständlich und würden für den Einbau einer Wohnung sprechen. Jedoch 
sind diese subjektiven Interessen bei der Bestimmung des zonenkonformen Wohnraums nicht 
ausschlaggebend und haben hinter die öffentlichen Interessen zurückzutreten, da ansonsten 
die Ziele der Raumplanung nicht zu verwirklichen wären (BGE 114 Ia 364 E. 4; BGE 116 Ib 228 
E. 3b). Zudem geht aus den Akten hervor, dass die Beschwerdeführenden bisher nie auf dem 
Betrieb, sondern jeweils in Mietobjekten gewohnt und einen Miet- bzw. Pachtzins bezahlt ha-
ben. 
 
5.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die betrieblichen Verhältnisse des landwirt-
schaftlichen Rebbaus keine dauernde Anwesenheit der Beschwerdeführenden oder der Ange-
stellten verlangen und der Weinbaubetrieb auch mit Wohnraum in der nahegelegenen Wohnzo-
ne in der bisherigen Art und Weise bewirtschaftet werden kann. Aus diesen Gründen fehlt es 
am erforderlichen sachlichen Bezug des Bauvorhabens zur landwirtschaftlichen Produktion und 
der projektierte Wohnraum kann insbesondere mit Blick auf den Grundsatz der Trennung von 
Baugebiet und Nichtbaugebiet i.S.v. Art. 1 Abs. 1 RPG nicht als zonenkonform anerkannt wer-
den. 
 
6. Dagegen bringen die Beschwerdeführenden jedoch vor, dass eine Gesamtbetrachtung 
vorgenommen werden müsse und auch ihre Arbeiten im "Winzerbeizli" darin einfliessen müss-
ten. Mit den Vorinstanzen ist hingegen festzuhalten, dass Wohnbauten in der Landwirtschafts-
zone nur zonenkonform sein können, wenn sie für das landwirtschaftliche Gewerbe unentbehr-
lich sind (vgl. Art. 34a RPV). Bei der Ermittlung des Wohnbedarfs kann nur die zonenkonforme 
landwirtschaftliche Nutzung nach Art. 16a RPG berücksichtigt werden. Nicht berücksichtigt wer-
den insbesondere nichtlandwirtschaftliche Nebenbetriebe gemäss Art. 24b RPG i.V.m. Art. 40 

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RPV (vgl. Merkblatt der BUD, Landwirtschaftliche Wohnbauten, Stand September 2020). Es 
braucht demzufolge einen funktionalen Bezug zwischen der zonenkonformen Landwirtschaft 
und dem zu bewilligenden Wohnraum. Das "Winzerbeizli" ist ein nichtlandwirtschaftlicher Ne-
benbetrieb mit engem Bezug zum landwirtschaftlichen Gewerbe gemäss Art. 24b Abs. 1bis RPG 
(vgl. Baubewilligung für den Neubau des "Winzerbeizlis" vom 26. Februar 2014). Die Arbeiten 
im "Winzerbeizli", obschon sie einen beträchtlichen Teil der Jahresarbeitszeit (vgl. eingereichte 
Stundenkalkulation) ausmachen, sind nicht zonenkonform und gehören nicht in die betriebswirt-
schaftliche Einheit des landwirtschaftlichen Rebbaus, weshalb sie auch bei der Gesamtbeurtei-
lung der Zonenkonformität des Wohnbedarfs nicht berücksichtigt werden dürfen. In die Ge-
samtbetrachtung, wie sie auch die Vorinstanzen vorgenommen haben, fliessen ausschliesslich 
landwirtschaftliche Arbeiten, welche den Rebbaubetrieb betreffen. Im Urteil des Bundesgerichts 
1C_647/2012, welches von den Beschwerdeführenden als Vergleich herangezogen wird, wer-
den ebenfalls nur Arbeiten berücksichtigt, welche das landwirtschaftliche Gewerbe betreffen, da 
diese zusammen eine betriebswirtschaftliche Einheit bilden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
1C_647/2012 vom 3. September 2014 E. 6). Die Vorinstanzen haben ebenfalls alle Arbeiten 
rund um den landwirtschaftlichen Rebbau (Arbeit im Rebbau, Weinverkauf, Büroarbeiten, diver-
se Unterhaltsarbeiten) in ihre Gesamtbeurteilung nach Art. 16a RPG bzw. Art. 34 Abs. 3 RPV 
einbezogen und die Verrichtungen im Zusammenhang mit dem "Winzerbeizli" zu Recht unbe-
rücksichtigt gelassen. Im Übrigen machen die Beschwerdeführenden nicht geltend, dass die 
Arbeiten im "Winzerbeizli" zum Rebbau gehören würden. Ob die Arbeits- bzw. Präsenzzeit im 
Zusammenhang mit dem "Winzerbeizli" einen Wohnbedarf ausserhalb der Wohnzone zu be-
gründen vermag, ist vorliegend nicht relevant und muss nicht beurteilt werden. 
 
7. Schliesslich berufen sich die Beschwerdeführenden auf das Rechtsgleichheitsgebot. 
Sie machen geltend, ihr Nachbar habe das ganze Dachgeschoss für privaten Wohnraum auf-
gestockt, führe kein landwirtschaftliches Gewerbe und habe die Auflage, weiterhin ein Restau-
rant zu betreiben, nicht umgesetzt. Die Rechtsgleichheit gibt grundsätzlich keinen Anspruch 
darauf, abweichend vom Gesetz behandelt zu werden, es sei denn, die Behörde lehne es ab, 
ihre gesetzwidrige Praxis aufzugeben und weder überwiegende öffentliche noch überwiegende 
private Interessen würden die Anwendung des Gesetzes erfordern (vgl. BEATRICE WEBER-
DÜRLER, Zum Anspruch auf Gleichbehandlung in der Rechtsanwendung, in: ZBl 105/2004 S. 1, 
S. 2). Gestützt auf die vorliegenden Akten lässt sich keine ständige gesetzwidrige Praxis der 
Behörden erkennen, welche den Beschwerdeführenden ausnahmsweise einen Anspruch auf 
Gleichbehandlung im Unrecht verleihen könnte. Zudem wiegt das Legalitätsinteresse in 
Rechtsgebieten wie im Polizei-, Raumplanungs- und Umweltrecht tendenziell relativ schwer und 
wird dem Gleichbehandlungsinteresse im Allgemeinen vorgehen (BEATRICE WEBER-DÜRLER, 
a.a.O., S. 23 mit weiteren Hinweisen).  
 
8. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen haben die Vorinstanzen die Zonenkonformi-
tät der geplanten Wohnung im bestehenden Ökonomiegebäude in der Landwirtschaftszone 
gestützt auf Art. 16a RPG und Art. 34 Abs. 3 RPV zu Recht verneint. Da sich die Standortge-
bundenheit von Wohnraum zu landwirtschaftlichen Zwecken ausserhalb der Bauzonen nach 
den gleichen Kriterien beurteilt wie die Zonenkonformität (vgl. BGE 121 II 67 E. 3d; BGE 113 Ib 
307 E. 4; BGE 112 Ib 259 E. 3), hat die Vorinstanz ebenfalls zu Recht eine Ausnahmebewilli-

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gung nach Art. 24 Abs. 1 RPG verweigert und es kann auf die zutreffenden Ausführungen im 
angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Überdies machen die Beschwerdeführenden nicht 
geltend, die Voraussetzungen einer Ausnahmebewilligung seien erfüllt. Demzufolge erweist 
sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. 
 
9. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 2'200.-- ausgangsgemäss den Beschwerdeführenden aufzuerlegen. Die Parteikosten 
sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
 
 
 
 
 
  

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'200.-- werden den Be-

schwerdeführenden auferlegt und mit dem Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin