# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ffb205d-74a4-5cff-863b-95ad8a0727c6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-06
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 06.10.2023 BK 2023 395
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2023-395_2023-10-06.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 23 395

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 6. Oktober 2023

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Horisberger,
Oberrichter Vicari
Gerichtsschreiberin Ueltschi

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Fürsprecher B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwalt C.________

Gegenstand Haftentlassungsgesuch

Strafverfahren wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungs-
mittelgesetz

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 8. September 2023 (KZM 23 1192)

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Erwägungen:

1. Die Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben (nachfolgend: Staats-
anwaltschaft) führt gegen den Beschuldigten A.________ (nachfolgend: Beschwer-
deführer/Beschuldigter) ein Strafverfahren wegen qualifizierter Widerhandlungen 
gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel (BemtG; SR 812.121). Am 
25. Februar 2023 ordnete das Kantonale Zwangsmassnahmengericht (nachfol-
gend: Zwangsmassnahmengericht/Vorinstanz) Untersuchungshaft für eine Dauer 
von zwei Monaten, d.h. bis am 22. April 2023 an. Mit Entscheid vom 25. April 2023 
verlängerte es die Untersuchungshaft um drei Monate bis am 21. Juli 2023. Am 27. 
Juli 2023 verlängerte es die Untersuchungshaft um weitere drei Monate und somit 
bis am 22. Oktober 2023. Am 25. August 2023 stellte der Beschwerdeführer, da-
mals amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt D.________, persönlich bei der Staats-
anwaltschaft ein Haftentlassungsgesuch. Das Zwangsmassnahmengericht wies 
das Haftentlassungsgesuch auf Antrag der Staatsanwaltschaft mit Entscheid vom 
8. September 2023 ab. Am 21. September 2023 erhob der Beschwerdeführer ge-
gen den Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts Beschwerde bei der Be-
schwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfol-
gend: Beschwerdekammer) und stellte folgende Anträge:

1. Der Entscheid des Kantonalen Zwangsmassnahmengerichts vom 8. September 2023 sei aufzuhe-
ben und der Beschwerdeführer sei unverzüglich aus der Untersuchungshaft zu entlassen. 

2. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens sowie die Kosten des Beschwerdeverfahrens seien 
dem Kanton Bern aufzuerlegen. 

3. Die amtliche Entschädigung für das erstinstanzliche Zwangsmassnahmenverfahren und das Be-
schwerdeverfahren sei am Ende des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende 
Gericht festzusetzen. Für die auszurichtende amtliche Entschädigung sei festzustellen, dass we-
der eine Rückzahlungspflicht noch ein Nachforderungsrecht zu Lasten des Beschwerdeführers be-
steht. 

Die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer eröffnete mit Verfügung vom 22. 
September 2023 ein Beschwerdeverfahren und forderte das Zwangsmassnahmen-
gericht zum Einreichen der Haftakten auf. Dieses verzichtete mit Eingabe vom 
28. September 2023 unter Verweis auf die Erwägungen im angefochtenen Ent-
scheid auf eine Stellungnahme. Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer delegier-
ten Stellungnahme vom 27. September 2023 die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde. Zudem teilte sie mit, dass das amtliche Mandat von Rechtsanwalt 
D.________ mit Verfügung vom 26. September 2023 aufgehoben und neu Rechts-
anwalt E.________ als amtliche Verteidigung des Beschwerdeführers eingesetzt 
wurde. Mit E-Mail vom 29. September 2023 informierte Rechtsanwalt E.________ 
über die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 28. September 2023, wonach sein 
amtliches Mandat wieder aufgehoben und auf Wunsch des Beschwerdeführers 
Rechtsanwalt B.________ mit der amtlichen Verteidigung betraut worden sei. Auf 
die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels wurde verzichtet. Mit Verfügung 
vom 29. September wurde den Parteien Gelegenheit zur Einreichung abschlies-
sender Bemerkungen gegeben. Der Beschwerdeführer verzichtete mit Eingabe 
vom 4. Oktober 2023 auf abschliessende Bemerkungen. 

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2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312.0) können Entscheide über die Anordnung, Verlängerung 
und Aufhebung der Untersuchungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwer-
de angefochten werden. Zuständig ist die Beschwerdekammer (Art. 35 des Geset-
zes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft 
[GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Ober-
gerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die Abweisung 
des Haftentlassungsgesuchs unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen 
betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 
StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.

3. Den Akten ist folgender Rahmensachverhalt zu entnehmen:

Im Zuge der Aktion W.________ ermittelte die Kantonspolizei Bern wegen Ver-
dachts auf qualifizierten Handel mit Betäubungsmitteln (Heroin und Kokain). Dies-
bezüglich wurden mehrere Observationseinsätze durchgeführt; unter anderem 
wurde der Beschwerdeführer observiert (Identifikationsverbal vom 17. Oktober 
2022). Dabei soll beobachtet worden sein, wie er mit verschiedenen Fahrzeugen 
als Lenker und als Beifahrer unterwegs war. Er soll verschiedene Autovermietungs-
firmen aufgesucht und sich mit geständigen Drogenkurieren oder weiteren mut-
masslich in den Betäubungsmittelhandel involvierten Personen getroffen haben 
(vgl. Berichtsrapport vom 6. Juni 2022, 5.Juli 2022, 9. August 2022, 24. August 
2022, 17. Oktober 2022). Bei seiner Einreise in die Schweiz am 23. Februar 2023 
konnte er schliesslich in Begleitung zweier weiterer Personen an der Grenze ange-
halten und festgenommen werden (Haftantrag vom 25. Februar 2023, S. 2 und 3). 

4. Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass 
im Sinne eines allgemeinen Haftgrundes ein dringender Tatverdacht der Begehung 
eines Verbrechens oder Vergehens besteht.

Unbestritten ist, dass der der Strafuntersuchung zugrundeliegenden Tatbestand 
(Art. 19 Abs. 2 BetmG) – unter Vorbehalt der weiteren Voraussetzungen – die An-
ordnung von Untersuchungshaft rechtfertigt. 

4.1 Dem Beschwerdeführer werden qualifizierte Widerhandlungen gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz vorgeworfen. Konkret soll er als Koordinator am Handel mit qua-
lifizierten Mengen von Heroin und Kokain beteiligt gewesen sein. Dabei soll er ins-
besondere für die Organisation der Drogenkuriere (Läufer), für deren Unterbrin-
gung sowie Ausrüstung zuständig gewesen sein. Die Läufer sollen zudem im Auf-
trag des Beschwerdeführers oder einer ihm nahestehenden Person Betäubungs-
mittel an die jeweiligen Drogenkonsumenten überbracht haben (Polizeiliche Ein-
vernahme vom 23. Februar 2023, S. 2, Z. 17). Konkret soll der Beschwerdeführer 
Drogenkuriere in die Schweiz eingeschleust und mit Fahrzeugen, Depots, Un-
terkünften, Mobiltelefonen und Drogen ausgestattet haben. Die Konsumenten sol-
len jeweils bei «F.________» (der mutmassliche Onkel des Beschwerdeführers) 
Drogen bestellt haben, welcher in der Folge den Drogenkurieren den Auftrag zu 
Drogenlieferung erteilt haben soll (Haftantrag vom 17. Juli 2023, S. 3). 

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4.2 Das Zwangsmassnahmengericht begründet im angefochtenen Entscheid vom 
8. September 2023, der dringende Tatverdacht habe sich im Verlaufe des Verfah-
rens bestätigt und es lägen keine Unterlagen bzw. Hinweise auf veränderte Ver-
hältnisse zugunsten des Beschuldigten vor, welche den als bestätigt erachteten 
Tatverdacht entkräfteten. Des Weiteren verwies es auf die bereits in der Sache er-
gangenen Entscheide (KZM 23 268, KZM 23 506, KZM 23 993) bezüglich der An-
ordnung und Verlängerung der Untersuchungshaft. 

4.2.1 Dem Haftanordnungsentscheid vom 27. Februar 2023 (KZM 23 268) kann Folgen-
des zum dringenden Tatverdacht entnommen werden: 

Das kantonale Zwangsmassnahmengericht erachtet die Sach- und Beweislage in Anbetracht der zur 
Verfügung gestellten Akten gerade noch als genügend dokumentiert für den Nachweis konkreter Ver-
dachtsmomente für eine Beteiligung des Beschuldigten – in einer im Rahmen des Verfahrens genauer 
zu untersuchenden Form – an den ihm vorgeworfenen Straftaten. Der dringende Tatverdacht der qua-
lifizierten Widerhandlungen gegen das BetmG basiert im gegenwärtigen Verfahrenstand zunächst auf 
den im Haftantrag zusammengefassten und damit für das Haftanordnungsverfahren ausreichend wie-
dergegebenen Feststellungen der Staatsanwaltschaft; in Anbetracht der zeitlichen Dringlichkeit sowie 
des Umstands, dass im Haftanordnungsverfahren weniger hohe Anforderungen an die notwendige 
Begründung als im Stadium der Haftverlängerung gestellt werden, ist es der Staatsanwaltschaft nicht 
verboten, gewisse Akten zurückzubehalten. Will die Staatsanwaltschaft den dringenden Tatverdacht 
beispielsweise auf Aktenstücke stützen, in Bezug auf welche das Einsichtsrecht eingeschränkt ist, 
darf auf diese zum Nachteil des Beschuldigten nur abgestellt werden, wenn er über deren wesentli-
chen Inhalt in Kenntnis gesetzt und ihm Gelegenheit gegeben wurde, sich dazu zu äussern (siehe 
hauptsächlich Urteil des Bundesgerichts 1S.1/2004 vom 9. Juli 2004 E. 3 und Beschluss der I: Be-
schwerdekammer des Bundesstrafgerichts BH.2011.1 vom 16. Februar 2011 E. 5.1.5). Dass sich, wie 
die Verteidigung unter anderem einwendet, in den zur Verfügung gestellten Akten nicht alle den Vor-
halten zugrundeliegenden Unterlagen befinden, schadet dem Haftanordnungsverfahren mit Blick auf 
den dringenden Tatverdacht zum jetzigen Zeitpunkt nicht, zumal dem Beschuldigten die diesbezügli-
chen Untersuchungsergebnisse im Rahmen der polizeilichen Einvernahme vom 24. Februar 2023 
sowie der Hafteröffnung vom 24. Februar 2023 (indirekt) zugänglich gemacht wurden. Der dringende 
Tatverdacht basiert im jetzigen Verfahrensstand insbesondere auf den Berichtsrapporten der Kan-
tonspolizei Bern vom 5. Juli 2022 und 9. August 2022, wobei es sich bei der unbekannten Täterschaft 
P2 um den Beschuldigten handelt (vgl. Identifikationsverbal der Staatsanwaltschaft vom 17. Oktober 
2022); den Ergebnissen der Echtzeitüberwachung der Rufnummer +.________ verbunden mit den 
Beobachtungen der Kantonspolizei Bern vom 30. September 2022 und 28. Oktober 2022 in 
G.________ (Adresse) denjenigen im Rahmen der Observation vom 13. April 2022 verbunden mit 
dem gemäss Staatsanwaltschaft abgelegten Geständnis von H.________ (im Auftrag von anderen 
Heroin und Kokain in qualifizierten Mengen verkauft zu haben); denjenigen im Rahmen der Observa-
tion vom 12. Dezember 2022 verbunden mit den die Anhaltung von I.________ veranlassenden Um-
stände und seinem gemäss Staatsanwaltschaft abgelegten Geständnis (im Auftrag von anderen He-
roin und Kokain in qualifizierten Mengen verkauft zu haben) sowie auf dem Bewegungsprofil des Be-
schuldigten (gemäss Staatsanwaltschaft hielt sich der Beschuldigte oft, aber unregelmässig und je-
weils nur für kurze Zeit in der Schweiz auf). 

Im Haftantrag der Staatsanwaltschat führte diese aus, dass der Beschwerdeführer 
hatte beobachtet werden können, wie er sich mit dem geständigen H.________ auf 
einem Parkplatz getroffen und nach nur einer Minute die Örtlichkeit wieder verlas-

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sen hatte. Mit dem geständigen Drogenläufer I.________ sei er in einem Sunrise-
Shop im J.________ Center in K.________ (Ortschaft) gesichtet worden, wie sie 
zusammen eine SIM-Karte gekauft hätten. Zudem seien beide am 6. Dezember 
2022 in die Schweiz eingereist. Des Weiteren habe sich der Beschwerdeführer 
verdächtig verhalten, indem er sich unregelmässig in der Schweiz aufgehalten und 
wiederholt seine Mobiltelefonnummer und Personenwagen ausgetauscht habe. Ei-
ne Überwachung des Fernmeldeverkehrs habe sodann ergeben, dass der Be-
schwerdeführer einen weiteren mutmasslichen Drogenläufer angewiesen habe, für 
ihn Geld einzutreiben, und dass er eine Person angewiesen habe, mutmassliche 
Drogenläufer in der Schweiz anzurufen. Bei seiner Einreise in die Schweiz am 23. 
Februar 2023 und der darauffolgenden Anhaltung habe er wiederum mit zwei alba-
nischen Staatangehörigen, L.________ und M.________, welche ins Schema der 
Personen passten, die als Drogenläufer angehalten worden seien, angetroffen 
werden können (vgl. Haftantrag vom 25. Februar 2023, S. 2 und 3).

4.2.2 Im ersten Haftverlängerungsentscheid vom 25. April 2023 (KZM 23 506) führte das 
Zwangsmassnahmengericht Folgendes zum dringenden Tatverdacht aus:

Das kantonale Zwangsmassnahmengericht hat den dringenden Tatverdacht der qualifizierten Wider-
handlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz in seinem Entscheid vom 27. Februar 2023 (KZM 23 
268) bejaht. Die Verhältnisse habe sich zwischenzeitlich nicht zugunsten des Beschuldigten verän-
dert, so dass der dringende Tatverdacht entkräftet würde, im Gegenteil hat sich dieser angesichts der 
im Rahmen der Einvernahmen des Beschuldigten vom 8. März 2023 bzw. derjenigen von H.________ 
vom 29. März 2023 offengelegten Umstände bzw. Untersuchungsergebnisse (vgl. Haftverlängerungs-
antrag Ziff. 1 bzw. Vorhalte im Rahmen der genannten Einvernahmen sowie am 21. April 2023 nach-
gereichte Unterlagen) bestätigt, wobei sowohl der Beschuldigte als auch H.________ die Aussagen 
(zur Sache) verweigerten. Der dringende Tatverdacht insbesondere der qualifizierten Widerhandlun-
gen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG ist nach wie vor gegeben. 

Dem Haftverlängerungsantrag der Staatsanwaltschaft kann konkret entnommen 
werden, dass es nicht nur einmal, sondern mehrere Male zu einem Treffen von 
H.________ und dem Beschwerdeführer gekommen sei. Zum einen seien sie zu-
sammen gesichtet worden, wie sie sich an einem polizeilich bekannten Drogen-
übergabeort für zwei Minuten getroffen hätten und H.________ dem Beschwerde-
führer Gegenstände ausgehändigt habe, die er kurz zuvor von einem Betäubungs-
mittelkonsumenten erhalten gehabt habe. Zum anderen sei beobachtet worden, 
wie sie für fünf Minuten zusammen in einem McDonalds Restaurant an einem 
Tisch gesessen hätten und anschliessend zusammen in einem Fahrzeug wegge-
fahren seien. Daneben hätten weitere fünf Drogenläufer angehalten werden kön-
nen, welche mit dem Beschwerdeführer oder seinem Umfeld in Verbindung stün-
den. So habe ein Treffen mit dem ebenfalls geständigen Drogenläufer N.________ 
stattgefunden, wobei gemäss Echtzeitüberwachung der Mobiltelefonnummer des 
Beschwerdeführers auch mehrere Verbindungen zur Halterin des Fahrzeuges von 
N.________ hätten festgestellt werden können. Ein weiteres Fahrzeug, welches 
durch N.________ und einem weiteren Drogenläufer verwendet worden sei, sei auf 
ein Occassion Center in O.________ (Ortschaft) (Anmerkung: wohl P.________ 
(Ortschaft)) registriert, welches der Beschwerdeführer kurz zuvor aufgesucht habe. 
Des Weiteren seien auch andere Mobiltelefonnummern weiterer Drogenläufer im 

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J.________ Center registriert worden (vgl. Haftverlängerungsantrag vom 17. April 
2023, S. 2 und 3).

4.2.3 Im letzten Haftverlängerungsentscheid vom 27. Juli 2023 (KZM 23 993) verwies 
das Zwangsmassnahmengericht auf die bereits ergangenen Entscheide (KZM 23 
268 und KZM 23 506) und betonte, dass sich die Verhältnisse nicht zugunsten des 
Beschuldigten verändert hätten, der dringende Tatverdacht nicht entkräftet worden 
und somit nach wie vor gegeben sei. Dabei verwies es auf die zwischenzeitlichen 
Untersuchungsergebnisse im Haftverlängerungsantrag der Staatsanwaltschaft vom 
17. Juli 2023. Der dringende Tatverdacht habe sich dabei bestätigt und sei nach 
wie vor gegeben.

Im Wesentlichen führte die Staatsanwaltschaft in ihrem letzten Haftverlängerungs-
antrag aus, dass der Beschuldigte mit weiteren für den Drogenhandel verwendeten 
Fahrzeugen in Verbindung gebracht werde. So hätten beispielsweise mehrere Ver-
bindungen zwischen dem Beschwerdeführer und einem Occasion Center in 
P.________ (Ortschaft) festgestellt werden können, welches einen grauen Skoda 
Octavia vermietet habe. Der genannte Skoda habe mehrfach vor der Unterkunft für 
Drogenkuriere in Q.________ (Ortschaft) festgestellt werden können. Gemäss 
Aussagen des Drogenkonsumenten R.________ und der durchgeführten Telefon-
kontrolle sei dieser von einem grauen Skoda Octavia mit Heroin beliefert worden. 
Des Weiteren hätten auch erste Abklärungen bei den albanischen Behörden ent-
sprechende Informationen geliefert; insbesondere habe sich eine Verbindung zu 
einem mutmasslichen Onkel, S.________, in Albanien ergeben, welcher bereits 
wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das BetmG verurteilt worden sei. Es 
werde vermutet, dass der Beschwerdeführer zusammen mit diesem Onkel im Dro-
genhandel tätig sei. Dies entspreche auch den Angaben des Drogenkonsumenten 
R.________. Dieser habe in seiner Einvernahme angegeben, er bestelle jeweils die 
Drogen über eine «jugoslawische» Nummer bei einem «F.________». So habe er 
am 20. Dezember 2022 Drogen bei «F.________» bestellt. Kurze Zeit später hät-
ten R.________ und I.________ angehalten werden können (vgl. Haftverlänge-
rungsantrag vom 17. Juli 23, S. 2 und 3).

4.3 Der Beschwerdeführer bestreitet im Wesentlichen das Vorliegen des dringenden 
Tatverdachts. Er wendet ein, dass sich der von Anfang an zweifelhafte Tatverdacht 
in den letzten Monaten nicht verdichtet und sich die Vorinstanz nur oberflächlich 
und zuletzt kaum mehr mit den Argumenten des Beschwerdeführers auseinander-
gesetzt habe. Es lägen bislang keine genügend konkreten Anhaltspunkte dafür vor, 
dass der Beschwerdeführer als Koordinator am Handel mit qualifizierten Mengen 
Heroin und Kokain beteiligt gewesen sei. Der Beschwerdeführer macht geltend, 
dass sich in den zur Verfügung gestellten Akten der Staatsanwaltschaft nicht alle 
den gemachten Vorhalten zugrundeliegenden Unterlagen befänden. Die meisten 
belastenden Beobachtungen der Staatsanwaltschaft seien in den zur Verfügung 
gestellten Akten einzig in den eingereichten Einvernahmeprotokollen als Vorhalte 
dokumentiert. Unter Bezugnahme auf den in seiner Stellungnahme erwähnten Be-
schluss des Obergerichts des Kantons Bern vom 2. März 2020 (BK 2020 65) bringt 
der Beschwerdeführer vor, dass der blosse Verweis auf Belastungstatsachen, wel-
che dem Beschwerdeführer zwar vorgehalten würden, sich aber nicht bei den Ak-

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ten befänden, zur Begründung des dringenden Tatverdachts per se nicht ausreich-
ten. 

4.4 Zunächst kann festgehalten werden, dass es im Haftprüfungsverfahren nicht darum 
geht, den Schuldbeweis zu erbringen, sondern den dringenden Tatverdacht zu be-
legen. Dementsprechend ist keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender 
und entlastender Beweise vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob genügend kon-
krete Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung der betroffenen Person 
daran vorliegen, die Untersuchungsbehörden somit das Bestehen eines dringen-
den Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungsver-
fahren genügt der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das in-
kriminierte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbe-
standsmerkmale erfüllen könnte (vgl. BGE 143 IV 330 E. 2.1; 137 IV 122 E. 3.2 f.; 
Urteil des Bundesgerichts 1B_185/2018 vom 8. Mai 2018 E. 3.2). Zu Beginn der 
Strafuntersuchung sind die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht geringer 
als in späteren Stadien des Verfahrens (Urteil des Bundesgerichts 1B_60/2018 
vom 22. Februar 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Im Laufe des Strafverfahrens ist ein 
immer strengerer Massstab an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts 
zu stellen. Nach Durchführung der in Betracht kommenden Untersuchungshand-
lungen muss eine Verurteilung als wahrscheinlich erscheinen (BGE 143 IV 316 
E. 3.2; Urteile des Bundesgerichts 1B_81/2023 vom 27. Februar 2023 E. 3.5; 
1B_595/2022 vom 23. Dezember 2022 E. 5.1; je mit Hinweisen).

Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten Tatsachen, die nicht unmittelbar rechts-
erheblich, aber bewiesen sind, auf die zu beweisende, unmittelbar rechtserhebliche 
Tatsache geschlossen. Eine Mehrzahl von Indizien, welche für sich allein betrach-
tet nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Tatsache oder 
Täterschaft hindeuten und insofern Zweifel offenlassen, können in ihrer Gesamtheit 
ein Bild erzeugen, das den Schluss auf den vollen rechtsgenügenden Beweis von 
Tat oder Täter erlaubt (Urteile des Bundesgerichts 1B_81/2023 vom 27. Febru-
ar 2023 E. 3.2; 6B_582/2021 vom 1. September 2021 E. 2.3; 6B_926/2020 vom 20. 
Dezember 2022 E. 1.4.3; je mit weiteren Hinweisen).  

4.5 Was die Verteidigung vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Zu prüfen ist, ob 
genügend Anhaltspunkte zur Annahme einer Beteiligung an einer Straftat vorliegen 
und nicht, ob eine solche bewiesen werden kann. Wie die Staatsanwaltschaft in ih-
rer Stellungnahme vom 27. September 2023 richtig ausführt, muss die Gesamtheit 
der Beweislage gewürdigt werden. Es wird ersichtlich, dass seit Beginn des Haft-
verfahrens immer mehr Ermittlungsergebnisse durch die Staatsanwaltschaft vorge-
legt wurden, welche auf eine Beteiligung des Beschwerdeführers am Drogenhandel 
hindeuten. Im Rahmen der Observationseinsätze und der Echtzeitüberwachung der 
Rufnummer des Beschwerdeführers konnte festgestellt werden, dass der Be-
schwerdeführer diverse Verbindungen zu geständigen Drogenläufern aufweist. So 
konnte beobachtet werden, wie er sich jeweils für eine auffällig kurze Dauer mit 
verschiedenen Drogenläufern traf. Dem ersten Haftverlängerungsantrag vom 
17. April 2023 kann entnommen werden, dass sich der Beschwerdeführer und 
H.________ in T.________ (Ortschaft) trafen, wobei der Beschwerdeführer sich in 
das von H.________ gelenkte Fahrzeug setzte und nach einer Minute wieder ver-

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liess. Am 14. April 2022 kam es zu einem weiteren kurzen Treffen (zwei Minuten), 
wobei H.________ dem Beschwerdeführer Gegenstände übergab, welche er zuvor 
von einem unbekannten Mann erhalten hatte. Am 4. Mai 2022 kam es zu einem 
Treffen mit H.________ im McDonalds Restaurant in K.________ (Ortschaft), wo-
bei sie sich nur kurz mit einer weiteren Person an einen Tisch setzten, nach fünf 
Minuten das Lokal wieder verliessen, zusammen wegfuhren und später wieder zum 
McDonalds Restaurant zurückkehrten, wo sie sich dann trennten (Berichtsrapport 
vom 8. Juni 2022). Anlässlich seiner Einvernahme war H.________ grundsätzlich 
bereit, über seine Tätigkeit als Drogenläufer Auskunft zu geben, verweigerte jedoch 
alle Aussagen betreffend den Beschwerdeführer und «F.________» (Einvernahme 
von H.________ vom 29. März 2023, Z. 221 ff.). Am 13. Juni 2022 wurde der Be-
schwerdeführer bei einem Treffen mit N.________ beobachtet (Vorhalt der Einver-
nahme des Beschwerdeführers vom 8. März 2023, Z. 147 ff.). Zudem konnten über 
die Echtzeitüberwachung der Rufnummer des Beschwerdeführers mehrere Verbin-
dungen zur Halterin des Fahrzeuges von N.________ festgestellt werden (Vorhalt 
der Einvernahme des Beschwerdeführers vom 11. Juli 2023, inkl. Beilagen, Z. 294 
ff; 340). Sodann führte die Staatsanwaltschaft im Haftverlängerungsantrag vom 17. 
Juli 2023 unter anderem aus, dass der Beschwerdeführer mehrere Verbindungen 
zum Occasion Center P.________ (Ortschaft) aufweist, das einen grauen Skoda 
Octavia BE .________ vermietet hatte (Berichtsrapport vom 14. Juni 2022, S. 2). 
Der genannte Skoda konnte mehrfach vor einer Unterkunft für Drogenkuriere in 
Q.________ (Ortschaft) festgestellt werden (Vorhalt der Einvernahme des Be-
schwerdeführers vom 11. Juli 2023, Z. 273 f.). Zudem gab der Drogenkonsument 
R.________ an, ein Drogenläufer in einem grauen Skoda habe ihm Drogen gelie-
fert, was wiederum die durchgeführte Telefonkontrolle bestätigte (Vorhalt der Ein-
vernahme des Beschwerdeführers vom 11. Juli 2023, Z. 238 ff.; Überwachung des 
Fernmeldeverkehrs vom 26. November 2022). Dazu kommen die ersten Abklärun-
gen bei den albanischen Behörden, welche auf eine Zusammenarbeit mit einem 
Onkel des Beschwerdeführers in Albanien hindeuten (Haftverlängerungsantrag 
vom 17. Juli 2023). Gemäss Ermittlungsergebnisse weisen auch die Drogenläufer 
untereinander Zusammenhänge auf, was auf die Existenz einer Organisation rum 
um den Beschwerdeführer hinweisen könnte. So suchten H.________ und 
N.________ mehrheitlich die gleichen Örtlichkeiten und Personen auf (Berichtsrap-
port vom 24. August 2022, S. 3). Auf eine Beteiligung des Beschwerdeführers am 
Drogenhandel deuten auch die Aussagen des geständigen Drogenläufers, 
I.________, hin. Anlässlich seiner Einvernahme gab dieser an, er sei von seinen 
Auftraggebern angewiesen worden, ein Telefon zu kaufen, wobei ihm ein Mann 
dabei habe helfen sollen. Anhand der Fotovorweisung erkannte er den Beschwer-
deführer als diesen Mann, der ihm geholfen habe, eine SIM-Karte zu kaufen (Ein-
vernahme I.________ vom 20. April 2023, Z. 391-407). Diese Aussagen decken 
sich mit den Observationen der Kantonspolizei Bern, wonach diese das Treffen des 
Beschwerdeführers mit I.________ und den Kauf der SIM-Karte beobachten konn-
te (Vorhalt der Einvernahme vom 24. Februar 2023, Z. 294 ff.).

Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, eine übergeordnete Rolle als Koordina-
tor im Drogenhandel auszuführen. Es dürfte naturgemäss vergleichsweise schwie-
riger sein, eine solche Beteiligung anhand konkret strafbarer Einzelhandlungen 

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nachzuweisen, als etwa der Drogenverkauf bei Drogenläufern. Mit den vorgenann-
ten Ermittlungsergebnissen liegen genügend Anhaltspunkte vor, die im Sinne eines 
dringenden Tatverdachts auf eine Beteiligung des Beschwerdeführers an einer ent-
sprechenden Organisation schliessen lassen. Entsprechende entlastende Hinwei-
se, insbesondere plausible Erklärungen zum auffälligen Verhalten des Beschwer-
deführers, sind den Akten nicht zu entnehmen. Aus diesem Grund kann sich die 
Kammer der Vorinstanz anschliessen, dass der dringende Tatverdacht zu bejahen 
ist und sich im Verlaufe des Verfahrens erhärtet hat. In Hinblick auf die angekün-
digten Ermittlungsergebnisse der Mobiltelefonauswertung und des Rechtshilfeersu-
chens an die albanischen Behörden ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft 
weitere Untersuchungserkenntnisse offengelegt werden können. 

4.6 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, dass sich in den von der Staatsanwalt-
schaft zur Verfügung gestellten Akten noch immer kaum Unterlagen befinden, wel-
che den dringenden Tatverdacht zu begründen vermögen, kann dem nicht gefolgt 
werden. 

4.7 Grundsätzlich hat die Staatsanwaltschaft dem Antrag auf Anordnung der Untersu-
chungshaft die wesentlichen Akten beizulegen (Art. 224 Abs. 2 StPO). Es müssen 
alle relevanten Aktenbestandteile übermittelt werden, die für oder gegen die An-
ordnung von Untersuchungshaft sprechen. Dazu gehören in der Regel die vor und 
während des Haftanordnungsverfahrens erstellten Einvernahmeprotokolle. Das 
Zwangsmassnahmengericht kann seinen Entscheid nach Art. 226 StPO jedenfalls 
nur auf Akten stützen, die ihm die Staatsanwaltschaft vorgelegt hat und in welche 
die beschuldigte Person bzw. die Verteidigung zuvor Einsicht nehmen konnte (JO-
SITSCH/SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 4. Aufl. 
2023, N. 8 zu Art. 224 StPO; FORSTER, in: Basler Kommentar, Schweizerische 
Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 5 zu Art. 224 StPO). Dem Haftgericht sind 
dabei grundsätzlich die Originalakten vorzulegen. Ergibt sich der dringende Tatver-
dacht eines Verbrechens oder Vergehens jedoch vornehmlich aufgrund polizeili-
cher Feststellungen und/oder Beobachtungen, ist es mit der Vorinstanz gerade im 
frühen Verfahrensstadium ausreichend, wenn diese in schriftlichen Berichten zu-
handen der Staatsanwaltschaft festgehalten werden (Art. 307 Abs. 3 i.V.m. Art. 76 
ff. StPO). Die polizeilichen Berichte i.S.v. Art. 307 Abs. 3 StPO stellen gesetzlich 
zulässige strafprozessuale Beweismittel dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
1B_218/2016 vom 3. November 2016 E. 2.2). 

4.8 Die Staatsanwaltschaft reichte als Beilagen der Haftverlängerungsanträge laufend 
neue Aktenstücke mit neuen Ermittlungsergebnissen ein, so dass dem Zwangs-
massnahmengericht folgende Aktenstücke vorlagen: Einvernahmeprotokolle inkl. 
Beilagen des Beschwerdeführers vom 8. März 2023 und 11. Juli 2023 (Beilagen: 
polizeiliche Einvernahme von U.________, Extraktionsbericht des Mobiltelefons 
von I.________, lRC-Reports, Ergebnisse aus den Überwachungen des Fernmel-
deverkehrs, Fotos), von H.________ vom 29. März 2023, von I.________ vom 20. 
April 2023, von R.________ vom 8. Juni 2023, Berichtsrapporte vom 17. Februar 
2022, 29. Mai 2023, 8. Juni 2022, 14. Juni 2022, 5. Juli 2022, 24. August 2022, 17. 
Oktober 2022, und 15. Oktober 2015. Insgesamt handelt es sich bei den letztge-
nannten um polizeiliche Berichte, bei welchen es sich um zulässige strafprozessua-

10

le Beweismittel handelt. Die Observationsergebnisse, insbesondere die Treffen des 
Beschwerdeführers mit H.________, sind in Form des Berichtsrapports bzw. An-
trags vom 8. Juni 2022 für Überwachungsmassnahmen an die Staatsanwaltschaft 
enthalten (Berichtsrapport vom 8. Juni 2022, S. 3). Dem Beschwerdeführer ist zwar 
recht zu geben, dass sich die Observationsberichte selbst, welche den Vorhalten 
zugrunde liegen, (noch) nicht in den Akten befinden. Die Vorhalte erfolgten immer-
hin aber jeweils sehr detailliert, insbesondere etwa unter der konkreten Datumsan-
gabe. Die Staatsanwaltschaft wird aber zu prüfen haben, ob sie zukünftig nicht 
mindestens auszugsweise diese Observationsberichte vorlegen will. Soweit der 
Beschwerdeführer hingegen in seiner Begründung auf den Beschluss des Oberge-
richts des Kantons vom 2. März 2020 Bern (BK 2020 65) verweist, wonach der 
blosse Verweis auf Belastungstatsachen, welche dem Beschuldigten zwar vorge-
halten wurden, sich aber nicht bei den Akten befinden, zur Begründung des drin-
genden Tatverdachts nicht ausreiche, kann er nichts für sich daraus ableiten. Die 
Aktenlage ist mit Verweis auf die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Akten 
vorliegend klar eine andere. Der dringende Tatverdacht stützt sich nicht einfach 
bzw. allein auf nicht näher belegte Vorhalte. 

4.9 Zusammengefasst gelangt auch die Beschwerdekammer derzeit zum Schluss, 
dass die beobachteten Verbindungen des Beschwerdeführers zu den Drogenläu-
fern und deren Verbindungen untereinander sowie zu weiteren involvierten Perso-
nen auf eine Beteiligung des Beschwerdeführers im Drogenhandel hindeuten. Die 
von der Staatsanwaltschaft eingereichten Aktenstücke vermögen den Tatverdacht 
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers weiterhin genügend zu bestäti-
gen. 

Nach dem Gesagten erachtet auch die Beschwerdekammer den dringenden Tat-
verdacht beim gegenwärtigen Verfahrensstand als gegeben.

5. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die Vorinstanz hätte überprüfen sollen, ob 
sich der dringende Tatverdacht verdichtet habe, und sich vertiefter mit den Vorbrin-
gen des Beschwerdeführers auseinandersetzen sollen. Indem sie dies nicht getan 
habe, habe sie den Gehörsanspruch des Beschwerdeführers verletzt. 

5.1 Die Begründungspflicht als Bestandteil des verfassungsmässigen Anspruchs auf 
rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 10 StPO) verlangt nicht, dass sich 
das Gericht mit sämtlichen vorgebrachten Sachverhaltselementen, Beweismitteln 
und Rügen auseinandersetzt. Vielmehr kann es sich auf die wesentlichen Überle-
gungen beschränken, welche zum Entscheid geführt haben (BGE 143 III 65 E. 5.2; 
141 III 28 E. 3.2.4; 138 I 232 E. 5.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
1B_577/2019 vom 13. Dezember 2019 E. 2.2 mit Hinweisen). 

5.2 Entgegen der Auffassung der Verteidigung geht aus dem angefochtenen Entscheid 
grundsätzlich hervor, aus welchen Gründen die Vorinstanz den dringenden Tatver-
dacht bejaht hat. Der Beschwerdeführer bringt in seinen Rügen im Kern vor, dass 
kein dringender Tatverdacht besteht. Diesbezüglich führte die Vorinstanz klar aus, 
dass sich die Sach- und Beweislage seit dem letzten Haftverlängerungsentscheid 
für den Beschwerdeführer weder zu Gunsten noch zu Ungunsten verändert habe. 
Zwischen dem Haftverlängerungsentscheid und dem Haftentlassungsentscheid 

11

vergingen bloss sechs Wochen. Es ist deshalb nachvollziehbar, dass die Vorin-
stanz weitgehend auf ihre Ausführungen in den bereits ergangenen Entscheiden 
KZM 23 268, KZM 23 506 und KZM 23 993 verwiesen hat. In den Entscheiden hielt 
sie jeweils fest, dass sich der dringende Tatverdacht aufgrund der neuen Erkennt-
nisse bestätigt habe. Dabei verwies sie jeweils auf die in den Haftanträgen ge-
machten Ausführungen zu den neuen Ermittlungsergebnissen. Mit der Bejahung 
des dringenden Tatverdachts setzte sie sich mit dem Kernvorbringen des Be-
schwerdeführers auseinander. Damit beschränkte sich die Vorinstanz zwar auf die 
wesentlichen Überlegungen, welche zur Annahme des dringenden Tatverdachts 
führten, verletzte aber ihre Begründungspflicht bzw. den Gehörsanspruch des Be-
schwerdeführers nicht. 

6. Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinn von Art. 221 Abs. 1 Bst. a bis c StPO voraus. Das Zwangsmass-
nahmengericht begründet die Verlängerung der Untersuchungshaft mit Flucht- und 
Kollusionsgefahr. In der Beschwerde wird die Annahme von Flucht- und Kollisions-
gefahr nicht gerügt, so dass es im Folgenden bei einer summarischen Prüfung sein 
Bewenden haben kann. 

6.1 Fluchtgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO liegt vor, wenn ernsthaft zu 
befürchten ist, dass sich die beschuldigte Person durch Flucht der Strafverfolgung 
oder der zu erwartenden Sanktion entzieht. Im Vordergrund steht dabei eine mögli-
che Flucht ins Ausland, denkbar ist aber auch ein Untertauchen im Inland 
(BGE 143 IV 160 E. 4.3; Urteile des Bundesgerichts 1B_379/2019 vom 15. Au-
gust 2019 E. 6.1; 1B_387/2016 vom 17. November 2016 E. 5, auch zum Folgen-
den). Bei der Bewertung, ob Fluchtgefahr besteht, sind die gesamten konkreten 
Verhältnisse zu berücksichtigen. Es müssen Gründe vorliegen, die eine Flucht nicht 
nur als möglich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Schwere der 
drohenden Strafe darf als Indiz für die Fluchtgefahr gewertet werden. Sie genügt 
jedoch für sich allein nicht, um den Haftgrund zu bejahen (BGE 125 I 60 E. 3a; Ur-
teile des Bundesgerichts 1B_126/2012; 1B_146/2012 vom 26. März 2012 E. 3.3.2). 
Vielmehr müssen die konkreten Umstände, insbesondere die gesamten Lebens-
verhältnisse der beschuldigten Person, in Betracht gezogen werden (vgl. zum Gan-
zen: BGE 143 IV 160 E. 4.3 mit Hinweisen). So ist es zulässig, die familiären und 
sozialen Bindungen der inhaftierten Person, deren berufliche Situation und Schul-
den sowie private und geschäftliche Kontakte ins Ausland und Ähnliches mit zu 
berücksichtigen (FORSTER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozess-
ordnung, 3. Aufl. 2023, N. 5 zu Art. 221 StPO; Urteile des Bundesgerichts 
1B_541/2017 vom 8. Januar 2018 E. 3.2; 1B_150/2015 vom 12. Mai 2015 E. 3.1; 
1B_285/2014 vom 19. September 2014 E. 3.3). Ein gewichtiges Indiz für Fluchtge-
fahr stellen auch unklare Wohn- und Arbeitsverhältnisse dar (FREI/ZUBERBÜHLER 
ELSÄSSER, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, 
N. 17 zu Art. 221 StPO). Selbst bei einer befürchteten Reise in ein Land, welches 
die beschuldigte Person grundsätzlich an die Schweiz ausliefern bzw. stellvertre-
tend verfolgen könnte, ist die Annahme von Fluchtgefahr nicht ausgeschlossen. Die 
Wahrscheinlichkeit einer Flucht nimmt in der Regel mit zunehmender Verfahrens- 
bzw. Haftdauer ab, da sich auch die Dauer des allenfalls noch zu verbüssenden 

12

strafrechtlichen Freiheitsentzugs mit der bereits geleisteten prozessualen Haft, die 
auf die mutmassliche Freiheitsstrafe anzurechnen wäre (Art. 51 des Schweizeri-
schen Strafgesetzbuchs [StGB; SR 311.0]), kontinuierlich verringert (zum Ganzen: 
BGE 145 IV 503 E. 2.2 und 143 IV 160 E. 4.3, je mit Hinweisen; ferner Urteil des 
Bundesgerichts 1B_476/2021 vom 23. September 2021 E. 3.1).

6.2 Das Zwangsmassnahmengericht verweist betreffend die Ausführungen zur Flucht-
gefahr vorwiegend auf ihren Haftanordnungsentscheid vom 27. Februar 2023. Dar-
in führte sie Folgendes aus:

Der Haftgrund der Fluchtgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO besteht bereits aufgrund der feh-
lenden Verwurzelung des Beschuldigten in der Schweiz; dieser ist albanischer Staatsangehöriger oh-
ne festen Wohnsitz, ohne Beruf und ohne gefestigte familiäre/soziale Bindungen in der Schweiz. 
Darüber hinaus droht ihm im Falle einer Verurteilung eine empfindliche Freiheitsstrafe inkl. Landes-
verweisung. Im Sinne einer Gesamtbetrachtung der konkreten Umstände besteht die Gefahr, dass 
der Beschuldigte sich dem Strafverfahren und schliesslich der zu erwartenden Sanktion durch Flucht 
aus der Schweiz oder durch Untertauchen dem Strafverfahren entzieht. 

6.3 Den Ausführungen des Zwangsmassnahmengerichts kann gefolgt werden. Zusätz-
lich erwähnt seien die Tatsachen, dass sich seine Ehefrau und die Kinder in Alba-
nien befinden und bei der Ehefrau kürzlich eine chronische Darmerkrankung dia-
gnostiziert wurde. Diese Umstände sprechen zusätzlich für die Annahme von 
Fluchtgefahr. Dazu kommt, dass er über einen weiteren Aufenthaltstitel in den USA 
verfügt (Haftantrag vom 17. Juli 2023, S. 4).

Insgesamt ist die Fluchtgefahr somit zu bejahen. 

6.4 Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung soll Untersuchungshaft wegen 
Kollusionsgefahr verhindern, dass die beschuldigte Person die Freiheit dazu miss-
brauchen würde, die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts zu vereiteln 
oder zu gefährden. Die theoretische Möglichkeit, dass die beschuldigte Person in 
Freiheit kolludieren könnte, genügt nicht, um die Fortsetzung der Haft unter diesem 
Titel zu rechtfertigen. Es müssen vielmehr konkrete Indizien für die Annahme von 
Verdunkelungsgefahr sprechen. Das Vorliegen des Haftgrunds ist nach Massgabe 
der Umstände des jeweiligen Einzelfalls zu prüfen. Konkrete Anhaltspunkte für Kol-
lusionsgefahr können sich namentlich ergeben aus dem bisherigen Verhalten der 
beschuldigten Person im Strafprozess, aus ihren persönlichen Merkmalen, aus ih-
rer Stellung und ihren Tatbeiträgen im Rahmen des untersuchten Sachverhalts so-
wie aus den persönlichen Beziehungen zwischen ihr und den sie belastenden Per-
sonen. Bei der Frage, ob im konkreten Fall eine massgebliche Beeinträchtigung 
des Strafverfahrens wegen Verdunkelung droht, ist auch der Art und Bedeutung 
der von Beeinflussung bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere der 
untersuchten Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen. Je 
weiter das Strafverfahren fortgeschritten ist und je präziser der Sachverhalt bereits 
abgeklärt werden konnte, desto höhere Anforderungen sind an den Nachweis von 
Verdunkelungsgefahr zu stellen (BGE 137 IV 122 E. 4.2 und 132 I 21 E. 3.2, je mit 
Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 1B_15/2023 vom 24. Januar 2023 E. 3.1; 
1B_357/2022 vom 22. Juli 2022 E. 3.1; je mit Hinweisen).

13

6.5 Das Zwangsmassnahmengericht verweist hierzu wiederum auf den Haftanord-
nungsentscheid vom 27. Februar 2023. Dort führte es aus:

Nachdem der Haftgrund der Fluchtgefahr gegeben ist, kann grundsätzlich offenbleiben, ob auch der-
jenige der Kollusionsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO gegeben ist (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 1B_369/2022 [recte: 2020] vom 5. August 2020, E. 3.3). Dieser wird vorliegend angesichts 
des Verfahrensstands insbesondere mit Blick auf die weiteren Beteiligten bzw. zu ermittelnden Betei-
ligten als gegeben erachtet, hat der Beschuldigte doch neben einer konkreten Verdunkelungsmög-
lichkeit ein grosses strafprozessuales Interesse daran, weitere mutmassliche beteiligte Personen zu 
seinen Gunsten zu beeinflussen, zumal den Aussagen der beteiligten Personen im zu beurteilenden 
Fall grosses Gewicht zukommt und die zu erhebenden Personenbeweise im vorliegenden Kontext 
besonders kollusionsanfällig sind. 

6.6 Diese Ausführungen erweisen sich nach wie vor als zutreffend, zumal der Be-
schwerdeführer wie erwähnt keine Einwände erhebt. Mit der Staatsanwaltschaft im 
Haftverlängerungsantrag vom 17. Juli 2023 kann ergänzt werden, dass im Dro-
genmilieu Einschüchterungen und Beeinflussungen keine Seltenheit darstellen. 
Angesichts der Vermutung, dass dem Beschwerdeführer eine übergeordnete Rolle 
in der Organisation zukommt, besteht somit die Gefahr, dass er sich mit anderen 
Beteiligten absprechen oder diese beeinflussen und so die umfangreichen Ermitt-
lungen gefährden könnte. 

7.

7.1 Die Haft muss überdies verhältnismässig sein. Freiheitsentziehende Zwangsmass-
nahmen sind aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen zum gleichen Ziel führen 
(Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO). 

7.2 Darüber hinaus hat eine in Haft gehaltene Person gemäss Art. 5 Ziff. 3 
EMRK Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist abgeurteilt oder 
während des Verfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Dass eine an sich 
rechtmässige Haft nicht übermässig lange dauern darf, ergibt sich aus dem Verfas-
sungsrecht der persönlichen Freiheit. Eine übermässige Haft liegt dann vor, wenn 
die Haft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden Strafe übersteigt (sog. Über-
haft; BGE 139 IV 270 E. 3.1).

7.3 Der Beschwerdeführer wurde am 23. Februar 2023 festgenommen. Die vom 
Zwangsmassnahmengericht ausgesprochene Verlängerung der Untersuchungshaft 
um drei Monate bis am 22. Oktober 2023 führt zu einer Haftdauer von 8 Monaten. 
In Anbetracht des im Raum stehenden Vorwurfs der qualifizierten Widerhandlun-
gen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 BetmG) und des dabei an-
gedrohten Strafmasses von einer Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr liegt 
mit 8 Monaten Untersuchungshaft offensichtlich noch keine Überhaft vor. Die Ab-
weisung des Haftentlassungsgesuchs erscheint zudem angesichts der noch anste-
henden Ermittlungshandlungen (Auswertung des Mobiltelefons, angesetzter Ein-
vernahmetermin vom 10. Oktober 2023, Rückmeldung der albanischen Behörden) 
und in Anbetracht der Erfahrungstatsache, dass Ermittlungen im Bereich der orga-
nisierten Kriminalität aufwändig sind, verhältnismässig, zumal die aktuelle Haftdau-
er am 22. Oktober 2023 ausläuft. Im Übrigen sind keine Anhaltspunkte auszuma-

14

chen, dass dem in Haftsachen besonders zu beachtenden Beschleunigungsgebot 
nicht ausreichend Rechnung getragen würde. 

7.4 Wie die Vorinstanz vermag auch die Beschwerdekammer keine milderen Ersatz-
massnahmen nach Art. 237 StPO zu erkennen, welche die Flucht- und Kollusions-
gefahr – allein oder in Kombination – hinreichend zu bannen vermöchten. 

Zunächst ist daran zu erinnern, dass das Bundesgericht bereits mehrfach und 
jüngst in seinem Urteil 1B_651/2022 vom 18. Januar 2023 ausgeführt hat, dass 
sich Ersatzmassnahmen bei ausgeprägter Fluchtgefahr regelmässig als nicht aus-
reichend erweisen (siehe ferner BGE 145 IV 503 E. 3.2 f.). Von dem muss hier 
ebenfalls ausgegangen werden, zumal die Fluchtgefahr nicht mehr als nieder-
schwellig bezeichnet werden kann. Eine Ausweis- und Schriftensperre vermag eine 
Flucht ins Ausland oder ein Untertauchen im Inland nicht zu verhindern. Im Schen-
genraum finden grundsätzlich keine Personenkontrollen statt, weshalb insoweit die 
Grenze auch ohne Ausweispapiere leicht überschritten werden kann (BGE 145 IV 
503 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts 1B_142/2021 vom 15. April 2021 E. 5.). Auch 
eine (tägliche) Meldepflicht auf einer Polizeiwache und ein überwachter Hausarrest 
sind nicht geeignet, eine Flucht oder ein Untertauchen des Beschwerdeführers zu 
verhindern. Diese erlauben einzig die rasche Einleitung einer Fahndung im Fall ei-
ner Flucht (Urteil des Bundesgerichts 1B_181/2013 vom 4. Juni 2013 E. 3.3.2). 
Dem Beschwerdeführer verbliebe innerhalb des Meldeintervalls resp. der Überprü-
fung des Aufenthalts am Wohnsitz genügend Zeit, um die relativ kleinräumige 
Schweiz zu verlassen. Mit einer elektronischen Fussfessel kann die Flucht nur im 
Nachhinein festgestellt werden (BGE 145 IV 503 E. 3.3, Urteile des Bundesgerichts 
1B_142/2021 vom 15. April 2021 E. 5 und 1B_574/2020 vom 3. Dezember 2020 
E. 6.2). Die elektronische Überwachung einer Eingrenzung oder eines Hausarrests 
kann somit ebenfalls nicht als geeignete Massnahme bezeichnet werden. Geeigne-
te Ersatzmassnahmen, welche einzeln oder in Kombination die derzeitige Fluchtge-
fahr zu bannen vermöchten, bestehen somit nicht. 

7.5 Auch betreffend die Kollusionsgefahr bestehen keine geeigneten Ersatzmassnah-
men. Ein allfälliger Hausarrest vermag die Gefahr einer Kontaktaufnahme nicht hin-
reichend zu bannen. Zum einen würde – wie erwähnt – eine Verletzung des Haus-
arrests erst zu spät erkannt werden. Zum anderen könnte eine Verletzung eines 
gleichzeitig erlassenen Kontaktverbots ebenfalls erst im Nachhinein und damit zu 
spät festgestellt werden. Eine Kontaktaufnahme ist im Übrigen auch von zu Hause 
aus mittels elektronischer Geräte möglich. Beeinflussungsversuche lassen sich da-
her durch solche Ersatzmassnahmen nicht wirksam verhindern. 

7.6 Das Aufrechterhalten der Untersuchungshaft erweist sich folglich auch unter Ver-
hältnismässigkeitsaspekten als rechtens.

8. Gestützt auf das Ausgeführte ist festzuhalten, dass sämtliche Haftvoraussetzungen 
erfüllt sind. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass das Zwangsmassnahmenge-
richt das Haftentlassungsgesuch des Beschwerdeführers mit Entscheid vom 
8. September 2023 abgewiesen hat. Die dagegen erhobene Beschwerde ist unbe-
gründet und abzuweisen.

15

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 1'500.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers für seine 
Aufwendungen im Beschwerdeverfahren ist durch die Staatsanwaltschaft oder das 
urteilende Gericht im Endentscheid festzusetzen (Art. 135 Abs. 2 StPO).

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Vom Verzicht auf abschliessende Bemerkungen des Beschuldigten/Beschwerde-
führers vom 4. Oktober 2023 wird Kenntnis genommen und gegeben.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'500.00, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

4. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Fürsprecher B.________

(per Einschreiben)
- Staatsanwalt C.________, Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben

(per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsidentin V.________

(mit den Akten und unter Beilage einer Kopie der Eingabe – per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 6. Oktober 2023 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Ueltschi

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.