# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f156be3a-ec1c-59fe-85e9-11f89b38e373
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-02-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.02.2016 UV 2014/47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-47_2016-02-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/47

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.02.2016

Entscheiddatum: 23.02.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 23.02.2016
Art. 6 UVG: Bejahung Unfallkausalität des somatischen Leidens im Bereich 
der rechten Schulter. Verneinung eines adäquaten Kausalzusammenhangs 
zwischen Unfall und allfälliger psychischer Symptomatik.Art. 6 ATSG: 100%-
ige Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer schulteradaptierten Tätigkeit.Art. 24 
UVG: Integritätsentschädigung entsprechend einer Periarthrosis humero 
scapularis mässigen Grades (vgl. Feinrastertabelle der Suva Nr. 1: 
Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. 
Februar 2016, UV 2014/47).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_254/2016.Entscheid vom 23. Februar 2016

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 

Karin Huber-Studerus und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

UV 2014/47

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Antonius Falkner, Mag. iur., Lettstrasse 18, 

FL-9490 Vaduz

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Stefan Mattmann, Egli Mattmann Hehli 

Rechtsanwälte, Murbacherstrasse 3, 6003 Luzern,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.       

A.a      A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 8. Juni 1998 bei der B.___ GmbH als 

Bodenleger angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als am 12. Juni 2012 sein rechter Arm 

beim Reinigen eines Betonmischers von dem sich ohne manuelle Betätigung des 

Startknopfs in Bewegung gesetzten Mischarm erfasst wurde (Suva-act. 3, 10, 39). Der 

Versicherte begab sich notfallmässig ins Spital C.___, wo die Ärzte eine 

Décollementverletzung des rechten Vorderarms dorsal mit multiplen röntgendichten 

Fremdkörpern sowie einer Verletzung des Musculus abductor pollicis longus 

diagnostizierten und noch am Unfalltag ein Débridement mit Wundspülung 

durchführten, die multiplen Metallsplitter entfernten und eine Muskel- sowie 

Subcutanadaptation vornahmen. Grössere neurale Strukturen waren laut 

Operationsbericht vom 3. Juli 2012 keine verletzt. Nach dem Spitalaustritt am 13. Juni 

2012 mit Attestierung einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit und einer Ruhigstellung mit 

einer Vorderarmgipsschiene bis zur gesicherten Wundheilung erfolgte eine 

engmaschige Kontrolle im Wundambulatorium (Suva-act. 9, 10, 24). Die Suva 

anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten 

und Taggelder; Suva-act. 4, 5).

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A.b     Anlässlich der Kontrolluntersuchung im Spital C.___ vom 4. September 2012 

zeigte sich die Wunde geheilt, doch klagte der Versicherte über anhaltende 

Bewegungseinschränkungen im Bereich der Hand, über einschiessende, 

elektrisierende Schmerzen bei Palmarflexion und Schulterabduktion über 90° im 

Bereich der Narbe am dorsalen Unterarm sowie über Kribbelparästhesien beim 

Herunterhängen der Hand dorsal und palmar (Suva-act. 24). Auf Zuweisung des Spitals 

C.___ erfolgte am 25. Oktober 2012 eine klinisch neurologische sowie 

elektrophysiologische Untersuchung des Versicherten durch Prof. Dr. med. D.___, 

Facharzt FMH Neurologie. Laut dessen Untersuchungsbericht vom 2. November 2012 

liess sich auf neurologischem Gebiet für die Beschwerden des Versicherten keine 

Begründung finden. Prof. Dr. D.___ stellte fest, dass die angegebenen 

Sensibilitätsstörungen weit über ein Nervenversorgungsgebiet oder Dermatom 

hinausgingen. In der Neurographie fand sich ein allenfalls mildes Karpaltunnelsyndrom 

auf der rechten Seite, das jedoch von Prof. Dr. D.___ nicht als krankheitsrelevant 

eingestuft wurde. Hinweise für eine Neuropathie im Bereich des Unterarms gab es gar 

keine. Auch der sympathische Hautreflex lag mit seinen Latenzen beidseits im 

Normbereich, so dass der Neurologe ein zumindest elektrophysiologisch messbares, 

komplexes, regionales Schmerzsyndrom als nicht vorliegend betrachtete. Die Diagnose 

des Neurologen lautete schliesslich: Persistierende Schmerzen rechter Arm nach 

Décollementverletzung rechter Vorderarm am 12. Juni 2012 bei Status nach operativer 

Sanierung am 12. Juni 2012 und ohne Hinweise auf eine höhergradige Neuropathie 

(Suva-act. 30). Auf Ersuchen der Suva (Suva-act. 25) wurde sodann am 4. Dezember 

2012 das rechte Handgelenk, aber auch der rechte Ellbogen, die rechte Schulter und 

der rechte Oberarm des Versicherten durch den Handchirurgen Prof. Dr. E.___, Arzt der 

Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des Kantonsspitals St. 

Gallen (nachfolgend: KSSG), untersucht. In der Röntgenuntersuchung des Ellbogens 

kamen abgerundete freie Gelenkskörper anterior sowie ein anguliertes Radiusköpfchen 

zur Darstellung. Im handchirurgischen Status fiel vor allem ein Krepitieren ulnarseits mit 

Verdacht auf eine TFCC-Läsion auf. Der Bewegungsumfang war aktiv und passiv 

deutlich eingeschränkt, mit Schmerzen. Der Oberarm war inspektorisch unauffällig, 

zeigte jedoch eine möglicherweise diffuse, proximal der Décollementverletzung 

liegende Hyposensibilität. Prof. Dr. E.___ regte eine orthopädische Untersuchung der 

ganzen oberen Extremität sowie eine MRT-Untersuchung des rechten Handgelenks an 

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(Suva-act. 36). Letztere fand am 7. Februar 2013 im Institut für Radiologie des KSSG 

unter der Fragestellung nach dem Vorliegen eines ulnolunären Impaction-Syndroms 

statt, welches sich beim Befund einer Ulna-Plusvariante mit fortgeschrittenem 

Knorpelverlust lunär, radial und ulnar sowie verschiedener Bandrupturen bzw. -risse 

und einer fokalen Zerrung/Tendinose der Sehne des Musculus extensor carpi ulnaris 

bestätigte (Suva-act. 60). Bei einer weiteren neurologischen Untersuchung vom 14. 

Februar 2013 durch die Ärzte der Klinik für Neurologie des KSSG entsprach das 

Verteilungsmuster der klinisch angegebenen Hypästhesie keinem peripheren Nerven. 

Anlässlich der ergänzenden elektrophysiologischen Untersuchung bestätigte sich das 

leichte Karpaltunnelsyndrom mit ansonsten unauffälligen motorischen und sensiblen 

Neurographien des rechten Arms. Unter Zusammenschau aller Befunde wurde 

festgehalten, dass sich abgesehen von dem leichten Karpaltunnelsyndrom keine 

Nervenläsionen im Bereich des rechten Arms feststellen liessen (Suva-act. 49; vgl. 

auch Suva-act. 50). Am 21. März und 19. April 2013 fanden orthopädische 

Untersuchungen der rechten Schulter und des rechten Ellbogens in der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG statt. 

Die untersuchenden Ärzte diagnostizierten in den entsprechenden Untersuchungs­

berichten vom 23. März bzw. 22. April 2013 einen Status nach Trauma mit/bei 

ausgedehnter Décollementverletzung am Vorderarm mit Entfernung der Fremdkörper, 

Muskeladaptation und sekundärer Wundheilung, Beweglichkeitseinschränkung 

Schulter rechts, möglicher posttraumatischer (DD vorbestehender) Ellbogenarthrose 

mit freien Gelenkskörpern rechts und leichtem sensomotorischen Karpaltunnelsyndrom 

rechts (Suva-act. 51, 52). Die in der Zwischenzeit am 15. April 2013 im Institut für 

Radiologie des KSSG durchgeführte MRT-Untersuchung des rechten Schultergelenks 

brachte einen interstitiellen Riss sowie eine Tendinose der Supraspinatussehne und 

eine moderate Tendinose der Sehne des Musculus infraspinatus, eine mässige 

adhäsive Capsulitis sowie eine fortgeschrittene AC-Arthrose hervor (Suva-act. 57). Die 

gleichentags erfolgte CT-Untersuchung des rechten Ellbogengelenks zeigte multitope 

hochgradige Chondropathien humeral, radial und ulnar bei moderat ausgeprägter 

Arthrose und bestätigte das von Prof. Dr. E.___ festgehaltene Röntgenergebnis mit 

freien Gelenkskörpern (Suva-act. 56; vgl. Suva-act. 36).

A.c      Vom 2. Juli bis 27. August 2013 hielt sich der Versicherte in der Rehaklinik 

Bellikon auf, wo eine diagnostische Beurteilung, eine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung 

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sowie therapeutische Massnahmen vorgenommen wurden. Gestützt auf die bereits 

vorliegenden Untersuchungsergebnisse sowie eigene klinische Untersuchungen der 

rechten Schulter, des rechten Ellbogens/Unterarms sowie der rechten Hand, welche 

allesamt schmerzhafte Bewegungseinschränkungen zeigten, diagnostizierten die 

verantwortlichen Ärzte im Austrittsbericht vom 2. September 2013 einen Unfall vom 12. 

Juni 2012 mit/bei: Rotatorenmanschettenläsion, aktuell Frozen Shoulder rechts in 

Regredienz; Décollement-Verletzung rechter Vorderarm dorsal mit multiplen 

Fremdkörpern mit/bei Ulna-Plus-Variante mit ulnalunärem Impaktionssyndrom mit 

fortgeschrittenem Knorpelverlust lunär, radial und ulnar sowie Bandläsionen im 

Handwurzelbereich und fokaler Zerrung/Tendinose der Sehne des Musculus extensor 

carpi ulnaris sowie Ellbogenarthrose mit freien Gelenkskörpern und ein leichtes, 

sensomotorisches Karpaltunnelsyndrom rechts. Beim Versicherten wurde sodann eine 

erhebliche Symptomausweitung beobachtet. Die Beschreibung der Schmerzen sei 

undifferenziert und das Schmerzverhalten nicht adäquat gewesen. Das Ausmass der 

von ihm demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den 

objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung sowie den 

Diagnosen aus somatischer Sicht nicht erklären. Hinsichtlich Arbeitsfähigkeit hielten die 

zuständigen Ärzte fest, dem Versicherten sei die angestammte Tätigkeit als Bodenleger 

nicht mehr zumutbar, hingegen seien ihm leichte bis mittelschwere Arbeiten ohne 

Tätigkeiten mit wiederholtem Krafteinsatz des rechten Arms, rechts über Brusthöhe, 

häufiger Zwangshaltung bezüglich der rechten Hand und ohne Tätigkeiten mit 

Vibrationsbelastung und Schlägen bezüglich der rechten oberen Extremität ganztags 

zumutbar (Suva-act. 73; vgl. auch Suva-act. 69).

A.d     Anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 21. Oktober 2013 

teilte Dr. med. E.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates FMH, die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der Rehaklinik Bellikon. 

Inzwischen habe sich der Endzustand eingestellt, d.h. es würden sich keine 

Behandlungsmassnahmen mehr anbieten, die den derzeitigen Zustand weiter 

verbessern würden. Als dauernde und erhebliche Unfallrestfolgen lägen ein Status 

nach Berufsunfall am 12. Juni 2012 mit Décollementverletzung am rechten Vorderarm 

dorsal und Rotatorenmanschettenläsion rechts (Supraspinatus-, Infraspinatussehne), 

ein Status nach Débridement und Muskeladaptation am 12. Juni 2012, eine Periarthritis 

humero-scapularis rechts nach Frozen Shoulder mit verminderter Beweglichkeit der 

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rechten Schulter und verminderter Kraft des rechten Arms sowie eine 

Symptomausweitung vor. Als unfallfremd bezeichnete er die Diagnosen leichtes 

sensomotorisches Karpaltunnelsyndrom rechts, Ellbogenarthrose rechts mit freien 

Gelenkskörpern und Ulnaplus Variante Handgelenk rechts mit ulnalunärem 

Impaktionssyndrom und fortgeschrittenem Knorpelverlust lunär (Suva-act. 75). Dr. 

E.___ beurteilte zudem den Integritätsschaden des Versicherten. Gemäss Tabelle 1 

"Integritätsentschädigung gemäss UVG" betrage dieser bei einer Periarthrosis humero-

scapularis mässigen Grades 10% (Suva-act. 74).

A.e      Gestützt auf die kreisärztliche Abschlussuntersuchung von Dr. E.___ teilte die 

Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 22. Oktober 2013 die Einstellung der 

Taggeldleistungen per 1. Dezember 2013 mit. Für die Kosten der noch notwendigen 

Behandlung werde weiterhin aufgekommen (Suva-act. 77).

A.f       Mit Verfügung vom 15. November 2013 wurde dem Versicherten eine 

Invalidenrente ab 1. Dezember 2013 auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 12% 

sowie eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 10% 

zugesprochen (Suva-act. 84).

B.         

B.a      Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch Rechtsanwalt Mag. iur. A. 

Falkner, Vaduz (FL), mit Eingabe vom 17. Dezember 2013 Einsprache erheben (Suva-

act. 91). Rechtsanwalt Falkner brachte insbesondere vor, dass der Versicherte seine 

dominante, rechte Gebrauchshand so gut wie nicht mehr brauchbar einsetzen könne. 

Nach Anhang 3 zur Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) sei die 

völlige Gebrauchsunfähigkeit dem Verlust eines Organs gleichzusetzen. Bei teilweiser 

Gebrauchsunfähigkeit sei eine Reduktion des Prozentsatzes vorzunehmen. Der Verlust 

eines Arms gebe Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von 50%. Der Versicherte 

weise erhebliche Einschränkungen in der Gebrauchsfähigkeit auf. Damit sei von einem 

Integritätsschaden von mindestens 35 bis 50% auszugehen. Dr. E.___ würden für die 

Beurteilung der hier relevanten Einschränkungen des rechten Arms bzw. der rechten 

Hand die notwendigen Fachkenntnisse fehlen, weshalb ein Facharzt für Handchirurgie 

heranzuziehen sei. Es sei abzuklären, in welcher Bandbreite der Einsatz der rechten 

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Gebrauchshand aufgrund der Unfallfolgen möglich bzw. nicht mehr möglich sei. Im 

Weiteren folgten Ausführungen zum Valideneinkommen und zu den von der Suva für 

die Bemessung des Invalideneinkommens verwendeten DAP (Dokumentation von 

Arbeitsplätzen)-Zahlen bzw. DAP-Arbeitsplätzen (Suva-act. 91).

B.b     Angesichts des einspracheweise vorgetragenen Standpunktes betreffend 

Integritätsschaden liess die Suva Dr. E.___ am 1. April 2014 nochmals zur 

Einschätzung des Integritätsschadens ohne Anerkennung von Restfolgen im Bereich 

von Vorderarm und Hand rechts, sondern einzig in Bezug auf das rechte 

Schultergelenk, Stellung nehmen. Dr. E.___ erläuterte, dass der beim fraglichen Unfall 

verletzte Musculus abductor pollicis longus offensichtlich seine Funktion 

uneingeschränkt wieder aufgenommen habe, sodass anlässlich der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung vom 21. Oktober 2013 eine freie maximale Abspreizdistanz 

habe festgestellt werden können. Somit sei die Muskelverletzung vollständig 

ausgeheilt. Die übrigen Funktionseinschränkungen im Bereich der Hand seien nicht als 

unfallkausal zu beurteilen. Zu verweisen sei insbesondere auf das Ergebnis der 

neurologischen Untersuchung vom 25. Oktober 2012 (vgl. Suva-act. 30), bei der 

höhergradige Neuropathien im Bereich des rechten Vorderarms ausgeschlossen 

worden seien. Das milde Karpaltunnelsyndrom rechts sei laut Prof. Dr. D.___ ohne 

Krankheitswert. Das erhebliche Schmerzbild sei auf eine somatoforme 

Schmerzausweitung zurückzuführen (Suva-act. 96). Weiter wechselte die Suva den 

DAP-Arbeitsplatz Nr. 5263 durch den DAP-Arbeitsplatz Nr. 5436 aus (Suva-act. 97, 98). 

Am 4. April 2014 berichtete der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. G.___, Allgemeine 

Medizin FMH, dass es beim Versicherten durch die Ausübung der Arbeit im Rahmen 

eines RAV-Einsatzprogrammes (täglich 8 Stunden Computer entsorgen und mit einer 

Schere Kabel abschneiden) - zur Schonung der rechten Hand einhändig links - zu einer 

massiven Überlastung der linken Hand und des linken Arms mit reaktivem 

Cervikalsyndrom gekommen sei. Die fragliche Tätigkeit sei dem Versicherten nicht 

zumutbar (Suva-act. 99/1 f.). Am 15. April 2014 nahm Dr. E.___ zum Bericht von Dr. 

G.___ Stellung (Suva-act. 100). Am 28. April 2014 telefonierte er zudem mit ihm (Suva-

act. 103). Mit Schreiben vom 3. April 2014 stellte die Suva dem Rechtsvertreter des 

Versicherten die neuen Akten zur Kenntnis- und allfälligen Stellungnahme zu (Suva-act. 

98). Dieser liess sich am 29. April 2014 vernehmen (Suva-act. 104).

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B.c      Mit Einspracheentscheid vom 5. Mai 2014 wies die Suva die Einsprache des 

Rechtsvertreters des Versicherten vom 17. Dezember 2013 gegen die Verfügung vom 

15. November 2013 ab (Suva-act. 106).

C.       

C.a      Dagegen erhob der Rechtsvertreter des Versicherten (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) am 5. Juni 2014 Beschwerde und beantragte, die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine 

seinem IV-Grad entsprechende Invalidenrente sowie eine dem Anhang 3 zur UVV 

entsprechende Integritätsentschädigung von zumindest 35% auszurichten. Eventualiter 

sei der bekämpfte Einspracheentscheid aufzuheben und die Rechtssache an die 

Beschwerdegegnerin zur neuerlichen Entscheidung über das Rentengesuch des 

Beschwerdeführers zurückzuleiten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten 

der Beschwerdegegnerin. Dem Beschwerdeführer sei ausserdem im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren (act. G 1).

C.b     Die Verfahrensleitung des Versicherungsgerichts bewilligte am 26. Juni 2014 das 

Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das Gerichtsverfahren (act. G 5).

C.c      Mit Beschwerdeantwort vom 30. Juli 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. St. Mattmann, Luzern, die Abweisung der 

Beschwerde sowie die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 5. Mai 2014 und 

der Verfügung vom 15. November 2013 (act. G 8).

C.d     Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat auf die Einreichung einer Replik 

verzichtet (act. G 9, 10).

C.e      Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die weiteren 

Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen

1.        

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Streitig und zu prüfen ist die Höhe des Invalidenrenten- und 

Integritätsentschädigungsanspruchs des Beschwerdeführers. Unbestritten geblieben 

ist, dass spätestens per 1. Dezember 2013 (vgl. dazu Suva-act. 73/2, 75/5) der 

gesundheitliche Endzustand erreicht und daher ein Renten- und 

Integritätsentschädigungsanspruch ab bzw. in diesem Zeitpunkt zu prüfen war. Die von 

der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 22. Oktober 2013 zugesicherten, weiter 

ausgerichteten Heilkostenleistungen werden offensichtlich im Rahmen von Art. 21 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) gewährt und bilden 

nicht Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens.

2.          

2.1      Ist der Versicherte infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet der 

Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Der Unfallversicherer ist demnach nur 

für Gesundheitsschäden leistungspflichtig, die natürlich und adäquat-kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; A. 

Rumo-Jungo/A.P. Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen 

natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht bisweilen auf 

Angaben ärztlicher Experten angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den 

von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 

123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen spielt 

indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle (BGE 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45).

2.2      Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

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die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Den 

Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss 

gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 ff.).

2.3      Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt, er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit 

Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst 

die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der zu 

erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines natürlichen Kausalzusammenhangs handelt 

es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die diesbezüglichen Konsequenzen 

bei Beweislosigkeit trägt damit die versicherte Person (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 

3b; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4). Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im 

Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 

wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das 

Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit 

eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 

(BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 119 V 338 E. 1, BGE 118 V 289 E. 1b, BGE 117 V 360 E. 

4a mit Hinweisen).

3.        

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Vorab ist mithin zu prüfen, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen des 

Beschwerdeführers als unfallkausal zu betrachten und damit für die Festlegung der 

strittigen Ansprüche - Invalidenrente und Integritätsentschädigung - relevant sind.

3.1      Der Beschwerdeführer beklagt einen rechtsseitigen Schulter-, Arm- und 

Handschmerz, der unter Belastung zunimmt, eine anhaltend verminderte 

Schulterbeweglichkeit sowie ein ständiges Ameisenlaufen im Bereich von Hand und 

Vorderarm dorsal und volar (vgl. Suva-act. 69, 73/2, 75/3).

3.1.1  Hinsichtlich der im Sachverhalt angeführten medizinischen Aktenlage ist 

zunächst festzustellen, dass die Diagnosen (unfallkausal und unfallfremd) von Dr. E.___, 

der Ärzte der Rehaklinik Bellikon und der Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG übereinstimmen und vor allem in 

umfangreichen sowie umfassenden fachspezifischen klinischen und apparativen 

(elektrophysiologischen und radiologischen) Untersuchungen, die sich gleichfalls ohne 

Unstimmigkeiten zeigten, ihre Stütze finden. Stattgefunden hat insbesondere auch eine 

handchirurgische Untersuchung, die keine abweichenden Ergebnisse zeitigte (vgl. 

Suva-act. 36). Es besteht somit kein Anlass, nicht von diesen Diagnosen auszugehen. 

Dass Dr. E.___ einzig in Bezug auf das rechte Schultergelenk bzw. die diesbezüglich 

gestellten Diagnosen relevante Unfallrestfolgen annimmt (vgl. dazu auch Erwägung 

3.1.4), erscheint schlüssig und überzeugend. Eine unfallbedingte neurologische Läsion 

im Bereich des Vorderarms liess sich - wie von Dr. E.___ festgestellt - wiederholt nicht 

erheben, womit die Ursache der vom Beschwerdeführer geklagten neurologischen 

Symptome zumindest nicht im Unfall zu suchen ist. Schmerzen im Handgelenk und in 

der Hohlhand, ausstrahlend in die radialen Finger, nicht selten in den ganzen Arm, 

vermögen zwar laut medizinischer Literatur auf ein – beim Beschwerdeführer 

grundsätzlich diagnostiziertes - Karpaltunnelsyndrom hinzuweisen (vgl. dazu Alfred M. 

Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Studienausgabe 2005 der 4. Aufl. 

Bern, S. 752; Leitlinie der Orthopädie, Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für 

Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und dem Berufsverband der Ärzte für 

Orthopädie, 2. Aufl. Köln 2002, S. 93; Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, 

S. 978; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 1056), 

doch wurde dieses zum einen von Dr. E.___ als unfallfremd gewertet und zum anderen 

in den neurologischen Untersuchungen ohnehin übereinstimmend als nicht weiter 

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krankheitsrelevant bzw. leicht gemessen. Den medizinischen Akten sind sodann keine 

Hinweise auf Untersuchungsergebnisse zu entnehmen, welche die klinische 

Feststellung von Dr. E.___ einer beim Unfall erlittenen, inzwischen aber vollständig 

verheilten Muskelverletzung in Zweifel zu ziehen und damit fortdauernde, unfallkausale 

Restbeschwerden im Bereich des Vorderarms und der Hand zu begründen 

vermöchten.

3.1.2  Die Ärzte der Rehaklinik Bellikon gehen von einer erheblichen 

Symptomausweitung aus und betrachten das Ausmass der demonstrierten physischen 

Einschränkungen mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen 

Untersuchung nicht erklärbar (Suva-act. 73). An eine somatoforme Schmerzausweitung 

hatte bereits Prof. Dr. D.___ anlässlich seiner Untersuchung vom 25. Oktober 2012 

gedacht (Suva-act. 30). Dr. E.___ schloss sich dieser Beurteilung am 1. April 2014 

augenscheinlich an (Suva-act. 75 [Diagnose "Symptomausweitung"], 96). Damit 

übereinstimmend beschrieb auch Dr. G.___ anlässlich seines Telefongesprächs mit Dr. 

E.___ vom 28. April 2014 eine schwere psychische Fehlentwicklung mit einem 

unverständlichen Schonverhalten bezüglich des rechten Arms und der rechten Hand, 

die überhaupt nicht mehr eingesetzt werde (Suva-act. 103). In der dargelegten, 

einheitlichen Sachlage ist gerade eine massgebliche unfallfremde Komponente für die 

geklagten Beschwerden zu sehen (vgl. nachfolgende Erwägung 3.1.4).

3.1.3  Schmerzen im Ellbogen, aber auch im ganzen Arm sowie im Handgelenk, sind 

sodann Symptome der beim Beschwerdeführer radiologisch festgestellten 

Ellbogenarthrose rechts mit freien Gelenkskörpern und des ulnalunären 

Impaktionssyndroms (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 738 ff., http://www.berlin-

handchirurgie.com/de/krankheitsbilder/erkrankungen/ellenseitiger-

handgelenksschmerz, abgerufen am 24. November 2015). Auch diese Diagnosen 

wurden jedoch von Dr. E.___ unter den unfallfremden Diagnosen eingeordnet bzw. als 

anatomische Variante bezeichnet (vgl. Suva-act. 100/1). Nachdem Arthrosen höchstens 

sekundär auftreten, d.h. als Spätfolge einer primären Verletzung (beispielsweise einer 

Fraktur oder Ruptur) im Bereich oder mit Auswirkung auf das fragliche Gelenk (vgl. 

dazu Debrunner, a.a.O, S. 580 f.; Pschyrembel, a.a.O., S. 172), vorliegend jedoch in 

Bezug auf den Ellbogen radiologisch keine primäre Unfallverletzung dokumentiert ist, 

steht dieser Einordnung nichts entgegen. Der Umstand, dass die Ellbogenarthrose von 

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den Ärzten der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparats des KSSG als posttraumatisch und nur differentialdiagnostisch 

als vorbestehend bezeichnet wurde, vermag ebenfalls keine unfallkausale Restfolge zu 

begründen. Der Begriff "posttraumatisch" beschreibt einzig einen zeitlichen Aspekt 

bzw. bedeutet, dass eine gesundheitliche Schädigung nach dem Unfall aufgetreten ist 

(vgl. dazu Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich 2015, N 68 f. zu Art. 4; Alfred 

Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205 

[= Beweisführung nach der Formel "post hoc ergo propter hoc"]; SVR 2009 UV Nr. 13 

[8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). Der 

Nachweis einer überwiegend wahrscheinlichen Unfallkausalität ist damit jedoch nicht 

erbracht. Eine posttraumatische Arthrose steht also nur im zeitlichen Sinn definitiv im 

Gegensatz zu einem (degenerativen) Vorzustand. Da der Beschwerdeführer nicht über 

Gelenksblockaden berichtete und die Schmerzen auch etwas diffus angegeben worden 

waren, hielten die Ärzte im Übrigen fest, dass die geklagten Schmerzen im Ellbogen 

nicht sicher arthrotischer Natur seien (Suva-act. 52). Ein Kausalzusammenhang 

zwischen der von Dr. E.___ als anatomisch- bzw. anlagebedingt bezeichneten Ulna-

Plus-Variante mit nachgewiesenen Spätveränderungen (u.a. Impaktionssyndrom) und 

dem Unfallereignis vom 12. Juni 2012 wird vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers schliesslich zu Recht nicht geltend gemacht. Auch eine solche ist 

als Unfallfolge höchstens sekundär (beispielsweise infolge eines Speichenbruchs) 

möglich (vgl. dazu medizinische Literatur: http://berlin.immanuel.de/abteilungen/

orthopaedie-obere-extremitaet-hand-und-mikrochirurgie /leistungen/hand/

krankheitsbilder/ulna-plusvariante/, http://www.bgu-ludwigshafen.de/en/health-abc/

gesundheits-abc/d/diskusverletzungen/info-fuer-fachpublikum-handgelenks-

arthroskopie.html, beide abgerufen am 24. November 2015).

3.1.4  Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass sich aufgrund der schlüssigen 

und überzeugenden Darlegungen von Dr. E.___ die unfallverursachten Restfolgen 

einzig auf das rechte Schultergelenk des Beschwerdeführers in Form der auch von der 

Rehaklinik Bellikon und der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des KSSG diagnostizierten Frozen Shoulder bzw. Periarthritis 

humero-scapularis rechts und Capsulitis mit verminderter Beweglichkeit der rechten 

Schulter und verminderter Kraft des rechten Arms beschränken. Dies wohl als Folge 

der beim Unfall erlittenen Unterarm- bzw. Muskelverletzung mit Wechselwirkung 

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zwischen Unterarm und Schultergelenk (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 721, 733). Den 

diesbezüglich von Dr. E.___ gestellten unfallbedingten Statusdiagnosen - Status nach 

Berufsunfall am 12. Juni 2012 mit Décollementverletzung am rechten Vorderarm dorsal 

und Status nach Débridement und Muskeladaptation am 12. Juni 2012 - kommt keine 

Bedeutung im Sinne von leistungsbeeinflussenden Unfallrestfolgen zu. Sie sagen 

lediglich aus, auf welchen Umstand der heutige Zustand des Beschwerdeführers 

zurückzuführen ist, d.h. beschreiben einen sich in der Vergangenheit zugetragenen 

Sachverhalt. Über Unfallrestfolgen im Sinne traumatisch bedingter 

Gesundheitsstörungen wird damit jedoch nichts Konkretes gesagt. Fortdauernde 

Unfallrestfolgen im Bereich des rechten Handgelenks und des rechten Unterarms sind 

in den medizinischen Akten nicht belegt. Die Einordnung der radiologisch erhobenen 

Rotatorenmanschettenläsionen als Unfallfolgen ist sodann zwar ohne 

Schulterverletzung nicht ohne Weiteres nachvollziehbar. Nachdem jedoch die 

Pathologien im Bereich der rechten Schulter, abgesehen von der Capsulitis, von den 

Ärzten der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des KSSG im Untersuchungsbericht vom 22. April 2013 nicht als 

wesentlich bezeichnet und keine grösseren Rotatorenmanschettenrupturen festgestellt 

worden sind, bedarf es hierzu keiner weiteren Überlegungen. Die Symptomausweitung 

stellt schliesslich auch keine somatisch bedingte Unfallrestfolge dar, sondern kann 

höchstens als Symptom einer psychischen Fehlentwicklung gewertet werden, für 

welche die Beschwerdegegnerin nicht leistungspflichtig ist (vgl. nachfolgende 

Erwägung 3.4). Dem Einwand des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, dieser 

weise angesichts der von Dr. E.___ über mehr als fünf Zeilen genannten Unfallfolgen 

umfangreiche und dauerhafte Beeinträchtigungen auf, kann somit insofern nicht gefolgt 

werden, als diese nicht den bei der Festsetzung der Leistungsansprüche zu 

berücksichtigenden Unfallrestfolgen gleichzusetzen sind.

3.2      Nicht zu berücksichtigen sind im Rahmen der Festlegung der strittigen 

Ansprüche auch die von Dr. G.___ in seinem Schreiben vom 4. April 2014 

diagnostizierten linksseitigen Beschwerden im Bereich der HWS und der linken Hand, 

sodass der Beschwerdeführer 100% arbeitsunfähig sei (Suva-act. 99/1 f.). Laut 

Hausarzt handelt es sich dabei um Folge- bzw. Begleiterscheinungen einer 

Überanstrengung der linken Hand und des linken Arms, die wiederum in der Schonung 

der rechten Hand begründet ist. Eine indirekte Unfallfolge im Sinne einer Überlastung 

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kann jedoch im konkreten Fall nur dann vorliegen, wenn eine Verletzung der rechten 

Hand deren Schonung tatsächlich verlangte und damit den vermehrten Einsatz der 

linken Hand erforderlich machte. Angesichts der Ausführungen in den Erwägungen 

3.1.3 und 3.1.4 und den nachfolgenden Erwägungen 6.1.1 f. ist dies nicht der Fall. 

Betreffend Kausalität der linksseitigen Beschwerden verwies Dr. E.___ in seiner 

ärztlichen Beurteilung vom 15. April 2014 nochmals auf seine Beurteilung vom 1. April 

2014 (Suva-act. 96), laut welcher die Vorderarmverletzung rechts vollständig ohne 

erfassbare Funktionseinschränkung der rechten Hand ausgeheilt sei. Die Klinik der 

rechten Hand anlässlich seiner Untersuchung vom 21. Oktober 2013 (Suva-act. 75) 

habe Handfunktionen gezeigt, die einer Tätigkeit, wie sie der Hausarzt in seinem 

Bericht erwähne, durchaus genügten. Insofern hält Dr. E.___ nachvollziehbar und 

schlüssig fest, dass bezüglich der Nackenbeschwerden bzw. der Beschwerden in der 

linken Hand kein zumindest wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zum Unfallereignis 

vom 12. Juni 2012 vorliege. Eine direkte Unfallverletzung oder Berufskrankheit der 

linken Hand schliesst Dr. G.___ ferner aus, was auch unbestritten ist. Bezüglich der 

rechten Hand weist Dr. E.___ schliesslich zutreffend darauf hin, dass Dr. G.___ in 

seinem Schreiben keinen unfallverursachten Befund festhält. Wie bereits erwähnt, kann 

eine Statusdiagnose nicht Unfallrestfolgen gleichgesetzt werden. Dasselbe gilt für die 

Diagnosen eines chronischen Schmerzsyndroms und einer chronischen 

Funktionseinschränkung. Das Vorliegen von Schmerzsyndromen bedeutet keinesfalls 

automatisch auch das Vorliegen unfallkausaler struktureller Gesundheitsschädigungen. 

Eine Chronifizierung spricht sodann gerade nicht für ein unfallkausales Geschehen. Im 

Verlauf einer solchen wird das ursprünglich erlittene Verletzungsmuster für das 

Ausmass der erlebten Behinderung immer bedeutungsloser. Andere Faktoren, wie zum 

Beispiel das Individuum selber, die Arbeitsumstände, das soziale Umfeld, das 

medizinische und legale System sowie ökonomische Umstände spielen eine 

massgebende Rolle (vgl. Bär/Kiener, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der 

Wirbelsäule, in: Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 67 [1994], S. 45 ff.).

3.3      Laut Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 2. September 2013 liegt beim 

Beschwerdeführer keine psychische Störung vor, welche eine arbeitsrelevante 

Leistungsminderung begründen könnte. Hingegen stellten deren Ärzte eine erhebliche 

Symptomausweitung fest (Suva-act. 73/2). Zudem berichtete Dr. G.___ anlässlich 

seines Telefongesprächs mit Dr. E.___ vom 28. April 2014 von einer psychischen 

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Fehlentwicklung des Beschwerdeführers infolge "der ganzen Misere", worauf sich auch 

eine familiäre Problematik mit Existenzängsten entwickelt habe (Suva-act. 103). 

Angesichts dieser Sachlage lässt sich eine psychische Komponente nicht ohne 

weiteres ausschliessen. Die Durchführung einer psychosomatischen Abklärung des 

Beschwerdeführers ist nicht aktenkundig. Ob die Notwendigkeit einer psychiatrischen 

Begutachtung zur Klärung des Vorliegens unfallkausaler psychischer 

Gesundheitsstörungen gegeben ist, ist davon abhängig, ob auch der kumulativ 

erforderliche adäquate Kausalzusammenhang gegeben ist. Die Adäquanzbeurteilung 

ist dabei anhand der sogenannten Psycho-Praxis (BGE 115 V 133 E. 6c/aa) 

vorzunehmen.

3.4       

3.4.1  Dabei ist zunächst zu prüfen, ob dem Unfall eine massgebende Bedeutung für 

die Entstehung der psychischen Beschwerden zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er 

eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für 

die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend 

vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen 

einerseits, schweren Unfällen andererseits und schliesslich dem dazwischen liegenden 

mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in 

der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfällen 

verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem 

mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es 

sind weitere, objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in 

Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 

eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen rechtsprechungsgemäss (vgl. 

BGE 115 V 140 f. E. 6c/bb; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 E. 2, 2001 UV Nr. 8 S. 32 E. 3, je 

mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien in gehäufter oder auffallender 

Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die 

Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 115 V 

140 E. 6c/aa): besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

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körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert hat; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen sowie Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Bei 

der Beurteilung der Frage, ob diese Kriterien erfüllt sind, ist die psychisch bedingte 

Beeinträchtigung auszuklammern und nur der somatische Anteil zu berücksichtigen 

(Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2009, 8C_825/2008, E. 4.6).

3.4.2  Der Beschwerdeführer erlitt am 12. Juni 2012 einen Unfall, wobei sein rechter 

Arm beim Reinigen eines Betonmischers von dem sich ohne manuelle Betätigung des 

Startknopfs in Bewegung gesetzten Mischarm erfasst wurde (Suva-act. 3, 10, 39). 

Dieser Unfall ist aufgrund einer objektivierten Betrachtungsweise nach dem 

augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften höchstens 

als mittelschwer im engeren Sinn zu qualifizieren (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 22. April 2002, U 82/00, Sachverhalt A und E. 3.1; 

Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juni 2009, 8C_77/2009, Sachverhalt A und E. 4.1.3). 

Von einem mittelschweren Ereignis im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen oder 

gar schweren Ereignis kann mit Blick auf diese Präjudizien nicht ausgegangen werden. 

Die adäquate Unfallkausalität des Gesundheitsschadens kann somit nur bejaht werden, 

wenn drei der sieben Adäquanzkriterien erfüllt sind oder eines besonders ausgeprägt 

vorliegt (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5).

3.4.3  Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit 

sind im vorliegenden Unfallereignis nicht zu erblicken und werden vom 

Beschwerdeführer auch in keiner Weise geltend gemacht.

3.4.4  Die beim Unfall vom 12. Juni 2012 erlittene Décollementverletzung des rechten 

Vorderarms mit multiplen röntgendichten Fremdkörpern und die Verletzung des 

Musculus abductor pollicis longus können zwar punktuell gesehen, d.h. mit Bezug auf 

den Arm, nicht als leicht, aber auch nicht als ausgesprochen schwer bezeichnet 

werden. Die Décollementverletzung war zwar ausgedehnt und musste notfallmässig 

operativ versorgt werden (Suva-act. 9), doch heilte sie einschliesslich der 

Muskelverletzung vollständig aus. Ein gewisser körperlicher Restschaden ist nur 

bezüglich der linken Schulter nachgewiesen: eine Frozen Shoulder bzw. Periarthritis 

humero-scapularis rechts und Capsulitis mit verminderter Beweglichkeit der rechten 

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Schulter und verminderter Kraft des rechten Arms. Hierbei kann nicht von schweren 

Unfallrestfolgen gesprochen werden. Unfallrestfolgen im Bereich der Schulter können 

erfahrungsgemäss ohnehin nicht als geeignet bezeichnet werden, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen. Weitere Unfallfolgen konnten nicht objektiviert werden. 

Zwischen den geklagten Schmerzen und dem Ameisenlaufen im Bereich von Hand und 

Vorderarm sowie den linksseitigen Nackenschmerzen und Handbeschwerden und dem 

Unfallereignis vom 12. Juni 2012 ist ein natürlicher Kausalzusammenhang mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen. Unfallfremde 

Gesundheitsbeeinträchtigungen sowie psychische Einflüsse sind, wie bereits erwähnt, 

bei der Beurteilung einer Adäquanzbeurteilung ausser Acht zu lassen, selbst wenn 

letztere als körperlich imponieren (vgl. Erwägung 3.3; Urteil des Bundesgerichts vom 9. 

April 2009, 8C_825/2008, E. 4.6).

3.4.5  Der Beschwerdeführer musste sich noch am Unfalltag einer Operation 

unterziehen (Suva-act. 9), wobei er bereits am Folgetag wieder entlassen werden 

konnte. Darauf folgte bis zur gesicherten Wundheilung eine engmaschige ambulante 

ärztliche Kontrolle. Erforderlich waren weiter das Tragen einer Vorderarmgipsschiene 

sowie die Einnahme von Antibiotika. Am 4. September 2012 wurde die Wunde als 

geheilt bezeichnet (Suva-act. 10, 24). Nachfolgend bestand die ärztliche Behandlung in 

der Vergabe von Medikamenten, physiotherapeutischen Massnahmen und einer 

Infiltration vom 3. Mai 2013, d.h. in nicht ausgesprochen belastenden Therapieformen 

(vgl. Suva-act. 8, 10, 24, 32, 55). Im Weiteren erfolgte ein rund zweimonatiger 

stationärer Aufenthalt in der Rehaklinik Bellikon. Sodann wurde eine umfassende 

Anzahl von fachärztlichen Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt, welche 

allerdings nicht als ärztliche Behandlungen gelten können (Urteil des Bundesgerichts 

vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Die Dauer der ärztlichen 

Behandlung und die geklagten Beschwerden deuten im Übrigen nicht schon auf einen 

schwierigen Heilungsverlauf hin. Es erfordert besondere Gründe, welche die Heilung 

beeinträchtigt und verzögert haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. Februar 

2008, U 590/06, E. 4.3.2, und vom 10. Juli 200, 8C_61/2008, E. 7.6). Solche Gründe 

sind jedoch im konkreten Fall nicht ersichtlich. Angesichts des Gesagten können somit 

auch die Zusatzkriterien - schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen 

sowie ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung - zumindest nicht in der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/30

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geforderten Schwere (schwierig, erheblich, ungewöhnlich lange) als erfüllt betrachtet 

werden.

3.4.6  In Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin ist festzustellen, dass in den 

Akten jegliche Anhaltspunkte für eine Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

verschlimmert haben sollen, fehlen. Der Umstand, dass Unfallrestfolgen zurückbleiben, 

ist nicht als Fehlbehandlung zu bezeichnen.

3.4.7  Das Schmerzempfinden des Beschwerdeführers im Bereich des rechten 

Vorderarms und der rechten Hand im späteren Verlauf war mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit durch psychische Einflüsse und/oder unfallfremde physische 

Pathologien beeinflusst (vgl. vorstehende Erwägung 3.1.4). Als körperlich unfallbedingt 

sind hingegen die Schmerzen im Zusammenhang mit der Frozen Shoulder bzw. 

Perarthritis humero-scapularis und Capsulitis zu betrachten. Der Beschwerdeführer 

beschreibt die Schmerzen als Dauerschmerzen, auch nachtsüber, erklärt aber auch, 

dass die Schmerzen unter Belastung zunehmen würden. Nachdem die Diagnose in den 

medizinischen Akten insbesondere im Zusammenhang mit einer 

Beweglichkeitseinschränkung bzw. einer verminderten Beweglichkeit definiert wird (vgl. 

Suva-act. 51, 75), darf davon ausgegangen werden, dass das Kriterium 

Dauerschmerzen zumindest nicht in besonders ausgeprägter Weise als erfüllt zu 

betrachten ist.

3.4.8  Selbst für den Fall, dass das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch 

bedingten Arbeitsunfähigkeit - wenn gleichfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise 

(vgl. nachfolgende Erwägung 5.1) - als erfüllt zu betrachten wäre, würde mithin auch 

dies zur Adäquanzbejahung praxisgemäss nicht ausreichen. Die fehlende Adäquanz 

hat zur Folge, dass der Unfall zwar unter Umständen eine natürlich kausale Teilursache 

einer zusätzlich aufgetretenen und Schmerzen verstärkt wahrnehmenden psychischen 

Gesundheitsstörung darstellt, diese ihm rechtlich aber nicht zugerechnet werden kann, 

womit sich eine weitere medizinische Abklärung der psychischen Komponente erübrigt. 

An dieser Stelle bleibt zu bemerken, dass sich der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers zur Adäquanzfrage in keiner Weise verlauten liess.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/30

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3.5      Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass im Rahmen der nachfolgenden 

Bemessung der unfallbedingten Invalidität sowie des unfallbedingten 

Integritätsschadens lediglich die unfallbedingte Beeinträchtigung in somatischer 

Hinsicht, diejenige der rechten Schulter in Form einer Frozen Shoulder bzw. einer 

Periarthritis humero-scapularis und Capsulitis, miteinbezogen werden kann.

4.        

Im Folgenden gilt es zu prüfen, ob der Beschwerdeführer wegen seiner Unfallrestfolgen 

Anspruch auf eine Invalidenrente im Sinn von Art. 18 ff. UVG hat. Hierbei ist der 

Invaliditätsgrad nach Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln ist. 

Verglichen werden das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen) und das Erwerbseinkommen, 

das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

5.          

5.1      Für die Festlegung des Valideneinkommens 2013 (Rentenbeginn am 1. 

Dezember 2013) ging die Beschwerdegegnerin von den Angaben der Arbeitgeberin 

bzw. deren Administrators (vgl. dazu Suva-act. 48) vom 18. September 2013 aus, 

wonach der Stundenlohn des Beschwerdeführers im fraglichen Jahr Fr. 24.-- betragen 

hätte. Ausserdem hätte ihm eine Gratifikation von Fr. 3'000.-- zugestanden. Sein 

Ferienanspruch hätte 30 Tage und seine Jahresarbeitszeit voraussichtlich 2'112 

Stunden betragen (Suva-act. 72). Gestützt auf diese Entscheidungsgrundlagen 

errechnete die Beschwerdegegnerin ein Valideneinkommen von Fr. 53'688.-- 

(Berechnung: Fr. 24.-- x 2112 + Fr. 3'000.--).

5.2      In Übereinstimmung mit dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist für die 

Ermittlung des Valideneinkommens im Sinn von Art. 16 ATSG rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunde verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 135 V 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/30

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59 E. 3.1). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 

der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es der 

Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt sein. Entscheidend ist, was die versicherte Person verdient hätte und nicht, von 

welchem Lohn sie gestützt auf den guten Glauben allenfalls hätte ausgehen können 

(BGE 134 V 325 f. E. 4.1, Urteil des EVG vom 20. Mai 2005, U 423/04, E. 2.3; Rumo-

Jungo/Holzer, a.a.O., S. 126 f.). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verweist 

somit richtig auf die zeitlich direkt vor dem Unfall vom 12. Juni 2012 erstellten 

Lohnunterlagen des Beschwerdeführers bzw. seiner Arbeitgeberin und hält 

entsprechend fest, es sei an den zuletzt erzielten Verdienst vor Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit anzuknüpfen. Dies, zumal als überwiegend wahrscheinlich gelte, 

dass der Beschwerdeführer seine Tätigkeit fortgesetzt hätte, wäre er nicht verunfallt. 

Der zuletzt erzielte Jahresverdienst sei nicht anhand theoretisch geleisteter 

Jahresstunden zu berechnen. Heranzuziehen sei vielmehr der anhand der Akten 

feststellbare, tatsächlich erzielte Jahresverdienst (vgl. act. G 1, S. 3 Ziff. 3.1). Dieser 

Argumentation ist zu folgen. Den Angaben der Arbeitgeberin lässt sich keine 

Begründung dafür entnehmen, weshalb nun plötzlich im Jahr 2013 die von ihr 

angegebenen Eckwerte, insbesondere eine Jahresarbeitszeit von 2'112 Stunden, 

gelten sollen.

5.3      Laut Lohnbuchauszug vom 4. März 2013 erzielte der Beschwerdeführer ein Jahr 

vor dem Unfall vom 12. Juni 2012, d.h. vom 12. Juni 2011 bis 11. Juni 2012, ein 

Bruttojahreseinkommen von Fr. 56'673.-- (inklusive der offensichtlich arbeitsvertraglich 

vereinbarten Gratifikation von Fr. 3‘000.-- [vgl. Frank Vischer/Roland M. Müller, Der 

Arbeitsvertrag, 4. erweiterte Aufl. Basel Juli 2014, § 10 Rz 80 ff.]; exklusive 

Kinderzulagen von insgesamt Fr. 4‘800.--; Suva-act. 48/1). Nominallohnindexiert auf 

das Jahr 2013 (Lohnentwicklung des Bundesamtes für Statistik, Tabelle T39, Index 

Männer: 2013: 0.8%) ergibt dies ein Valideneinkommen von Fr. 57‘126.--.

5.4      Das durchschnittliche Jahreseinkommen gemäss LSE 2012 (Tabelle TA1, 

privater Sektor, Produktion, Baugewerbe, Männer Kompetenzniveau 1) beträgt Fr. 

5'430.-- bzw. jährlich Fr. 65'160.--. Aufgerechnet auf die in der Branche Baugewerbe 

betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.5 Stunden und angepasst an die 

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Nominallohnentwicklung 2013 (+ 0.8%) ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 

68‘144.--. Dieser Wert liegt 16.17% über dem tatsächlich erzielten Verdienst. Der 

Umstand, dass der Beschwerdeführer eine Tätigkeit mit unterdurchschnittlicher 

Entlöhnung ausübte, war überwiegend wahrscheinlich nicht darauf zurückzuführen, 

dass er sich freiwillig mit einem tieferen Lohn begnügen wollte, sondern dürfte 

invaliditätsfremde Ursachen gehabt haben, weshalb eine Parallelisierung (BGE 135 V 

297) geboten erscheint. Bei der Parallelisierung sind die gesamtschweizerischen 

Zahlen massgeblich (Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2012, 8C_744/2011, E. 5). 

Die Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des 

Valideneinkommens durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten 

Einkommens oder durch Abstellen auf die statistischen Werte (vgl. SVR 2008 IV Nr. 2 

S. 3, I 697/05, und Urteil des EVG vom 5. April 2006, I 750/04, E. 5.5) oder aber auf 

Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des 

statistischen Werts (vgl. Urteil des EVG vom 6. September 2006, U 454/05, E. 6.3.3 mit 

Hinweisen) erfolgen (BGE 134 V 322 E. 4.1). Bei einer Parallelisierung auf Seiten des 

Valideneinkommens ist dieses mithin um 11.17% (16.17% abzüglich 5% [BGE 135 V 

297 E. 6.1.3]) heraufzusetzen, was letztlich ein Valideneinkommen von Fr. 63‘507.-- 

ergibt.

6.          

6.1      Grundlage der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die 

Arbeitsfähigkeitsgradschätzung und die Umschreibung der trotz der 

Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und zumutbaren Tätigkeiten. Um das 

Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).

6.1.1  Die Parteien sind sich darüber einig, dass dem Beschwerdeführer die 

angestammte Tätigkeit im Baugewerbe als Bodenleger mit wiederholtem Hantieren mit 

schweren Lasten wegen der verbleibenden Unfallfolgen im Bereich der rechten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/30

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Schulter nicht mehr zugemutet werden kann. Hingegen erachtet die 

Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilungen der Rehaklinik Bellikon und von Dr. 

E.___ eine Arbeitsfähigkeit von 100% in einer adaptierten Tätigkeit als zumutbar. Laut 

Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 2. September 2013 sind dem 

Beschwerdeführer allgemein nur noch leichte bis

mittelschwere Tätigkeiten zumutbar. Diesbezüglich sind zudem spezielle schulter-, 

arm- und handbezogene Einschränkungen zu berücksichtigen: Tätigkeiten mit 

wiederholtem Krafteinsatz des rechten Arms, Tätigkeiten rechts über Brusthöhe sowie 

häufige Zwangshaltungen bezüglich der rechten Hand können nicht mehr ausgeübt 

werden. Zu vermeiden sind ausserdem Vibrationsbelastungen sowie Schläge bezüglich 

der rechten oberen Extremität (Suva-act. 73/2). Dr. E.___ übernimmt in seinem Bericht 

vom 21. Oktober 2013 über die gleichentags erfolgte kreisärztliche 

Abschlussuntersuchung die Arbeitsfähigkeitsschätzung bzw. das Zumutbarkeitsprofil 

der rechtsseitig adaptierten Tätigkeit der Rehaklinik Bellikon uneingeschränkt (Suva-

act. 75/5). Die Arbeitsfähigkeitsschätzung bzw. das Zumutbarkeitsprofil der Rehaklinik 

Bellikon bezüglich der rechtsseitig adaptierten Tätigkeit erscheint ohne weiteres 

schlüssig und überzeugend. Mit dem definierten Zumutbarkeitsprofil wird offensichtlich 

der Schultergelenksproblematik mit einer Frozen Shoulder bzw. einer Periarthritis 

humero-scapularis rechts und Capsulitis mit verminderter Beweglichkeit der rechten 

Schulter und verminderter Kraft des rechten Arms umfassend Rechnung getragen. Die 

Einwirkung auf das Schultergelenk durch Belastung, d.h. durch direkte (keine 

wiederholten Arbeiten über Schulterhöhe) und indirekte (Schläge und Vibrationen) 

Bewegung, wird weitgehend reduziert. Hinsichtlich des rechten Arms und des rechten 

Handgelenks an sich konnten zwar keine somatischen Unfallrestfolgen objektiviert und 

Funktionseinschränkungen erfasst werden. Berücksichtigt wurde von den Ärzten der 

Rehaklinik aber dennoch, dass der Einsatz des Arms durch die Unfallrestfolgen im 

Bereich des Schultergelenks eingeschränkt ist (keine Tätigkeiten mit wiederholtem 

Krafteinsatz des rechten Arms) und der Einsatz von Arm und Handgelenk 

Auswirkungen auf das Schultergelenk hat (keine häufige Zwangshaltung bezüglich der 

rechten Hand). Die Schmerzkomponente sollte im Übrigen mit der Einnahme von 

Schmerzmitteln therapiert werden. Das Anrecht darauf hat die Beschwerdegegnerin im 

Rahmen von Art. 21 UVG anerkannt (Suva-act. 75/6, 77). Auf die klinisch erhobenen 

Befunde, die Schmerzangaben und Bewegungsdefizite des Beschwerdeführers konnte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/30

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jedoch infolge des nicht objektivierbaren Ausmasses der demonstrierten physischen 

Einschränkungen nur teilweise abgestellt werden.

6.1.2  Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist darin zuzustimmen, dass die 

Ursache der im Rahmen der Rehaklinik Bellikon formulierten eingeschränkten 

Einsetzbarkeit des rechten Schultergelenks, Arms und Handgelenks in den 

somatischen Unfallrestfolgen liegt und nicht in einer psychischen Fehlentwicklung zu 

suchen ist (vgl. act. G 1, S. 4, Ziff. 3.2). Zu widersprechen ist ihm jedoch insoweit, als er 

beim Beschwerdeführer von einer funktionellen Einarmigkeit ausgeht, weil er seine 

dominante Gebrauchshand nur mehr sehr eingeschränkt verwenden und einsetzen 

könne (vgl. act. G 1, S. 5, Ziff. 3.2). Die Beschwerdegegnerin hält im angefochtenen 

Einspracheentscheid angesichts des Zumutbarkeitsprofils der Rehaklinik Bellikon 

zutreffend fest, dass der rechte Arm und die rechte Hand für gewisse Tätigkeiten 

immer noch eingesetzt werden können. Wenn der Beschwerdeführer dies nicht mehr 

tue, sei die Ursache dafür in einer psychischen Fehlentwicklung und den krankhaften 

Veränderungen zu suchen (vgl. Suva-act. 106/9 und 10, Erwägung 6.b.). Die funktionell 

zu berücksichtigende Einschränkung bezüglich des rechten Arms und der rechten 

Hand im Sinne einer Einwirkung auf die rechte Schulter beschränkt sich auf die 

Vermeidung eines wiederholten Krafteinsatzes des rechten Arms und einer häufigen 

Zwangshaltung bezüglich der rechten Hand. Nur in diesem Sinn und Umfang ist dem 

Beschwerdeführer ein beidhändiges Arbeiten bedingt und ein uneingeschränkter 

beidhändiger Einsatz nicht mehr möglich. Leidensangepasst ist jedoch der rechte Arm 

des Beschwerdeführers einsatzfähig. Nicht ausdrücklich erfasst wird zwar vom 

Zumutbarkeitsprofil der Rehaklinik Bellikon ein Ausschluss feinmotorischer Tätigkeiten. 

Dennoch erscheint ein solcher in Übereinstimmung mit dem Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers - jedenfalls wenn feinmotorisches Handtieren sehr oft gefordert ist 

- durch die Vermeidung von häufigen Zwangshaltungen bezüglich der rechten Hand 

eine logische, indirekte Folge oder ist zumindest als sinnvoll zu erwägen (vgl. dazu 

nachfolgende Erwägung 6.2.1). Dem Umstand, dass dem Beschwerdeführer bei 

Ausübung einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit nicht das ganze 

Tätigkeitsspektrum einer uneingeschränkt zweihändigen Person offensteht und sein 

rechtes Schultergelenk, der rechte Arm und die rechte Hand gesundheitlich bedingt nur 

eingeschränkt eingesetzt werden können, ist selbstverständlich Rechnung zu tragen, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/30

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dies jedoch erst bei der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens (vgl. 

nachstehende Erwägung 6.2.3).

6.1.3  Die Ärzte der Rehaklinik Bellikon und Dr. E.___ sehen sodann die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers nur in qualitativer Hinsicht eingeschränkt. Unter den 

erwähnten, limitierenden Bedingungen ist denn auch eine volle Arbeitsfähigkeit als 

gegeben zu erachten. Eine Schmerzhaftigkeit steht in einem wesentlichen 

Zusammenhang mit der Belastung und Bewegung des entsprechenden Körperteils und 

kann demzufolge durch eine entsprechende Verminderung der Belastung sowie durch 

eine Anpassung des Bewegungsumfangs gemildert werden. Bezüglich des rechten 

Schultergelenks (und indirekt des rechten Arms und der rechten Hand) ist mithin im 

Folgenden von dem von der Rehaklinik im Austrittsbericht beschriebenen 

Zumutbarkeitsprofil auszugehen.

6.2      Im Folgenden gilt es gestützt auf die Restarbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers von 100% in einer adaptierten Tätigkeit das zumutbare 

Invalideneinkommen zu ermitteln.

6.2.1  Gemäss Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2012, 8C_744/2011, E. 6.1, hat 

die Ermittlung des Invalideneinkommens in den Fällen, bei denen zufolge 

Unterdurchschnittlichkeit des Valideneinkommens ein statistischer 

(gesamtschweizerischer) Wert anstelle des effektiv erzielten Verdienstes herangezogen 

wird, grundsätzlich gestützt auf den LSE-Tabellenlohn zu erfolgen. Die 

Beschwerdegegnerin hat im vorliegenden Fall bei der Ermittlung des 

Invalideneinkommens auf DAP-Profile abgestellt. Das Bundesgericht hat 

Invaliditätsbemessungen unter Beizug von DAP-Profilen, bei welchen es sich nicht um 

statistische Werte handelt (BGE 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1 und 4.2.2), auch in 

Fällen mit statistisch (gesamtschweizerisch) gesehen unterdurchschnittlichen 

Valideneinkommen dann geschützt, wenn der herangezogene DAP-Lohn (Durchschnitt 

der fünf ausgewählten Arbeitsplätze; BGE 129 V 472) erheblich unter dem Durchschnitt 

aller den Suchkriterien entsprechenden DAP-Einkommen oder deutlich unter dem 

statistischen (gesamtschweizerischen) Durchschnittslohn lag (Urteile des 

Bundesgerichts vom  1. Dezember 2008, 8C_445/2008, E. 5.3.2, vom 26. August 2010, 

8C_413/2010, E. 7 und vom 25. April 2012, 8C_744/2011, E. 7.1). Zumindest ersteres 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/30

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ist vorliegend nicht der Fall (Fr. 56'194.20 [Durchschnitt der fünf ausgewählten 

Arbeitsplätze; vor Austausch des Arbeitsplatzes Arbeitsplatz Nr. 5263 durch 

Arbeitsplatz Nr. 5436] / Fr. 54'574.-- [Durchschnitt aller 90 gemäss dem 

Zumutbarkeitsprofil des Beschwerdeführers nach Auffassung der Beschwerdegegnerin 

in Frage kommenden DAP-Profile]; vgl. Suva-act. 80/1). Hinzu kommt, dass auf die 

DAP-Arbeitsplätze Nr. 6150 und Nr. 6481 nicht bedenkenlos abgestellt werden kann. 

Während beim Arbeitsplatz Nr. 6150 sehr oft feinmotorischesHantieren mit 

Gegenständen und zusätzlich Beidhändigkeit notwendig ist (Suva-act. 80/6), ist beim 

Arbeitsplatz Nr. 6481 Beidhändigkeit zwar nur bedingt notwendig, feinmotorisches 

Arbeiten jedoch ebenfalls sehr oft gefordert (vgl. dazu Erwägung 6.1.2). Die 

Unfallrestfolgen betreffen zwar einen paarigen und damit grundsätzlich teilweise 

kompensierbaren Körperteil. Dennoch kann bei einem Rechtshänder, wie dem 

Beschwerdeführer, wohl kaum davon ausgegangen werden, dass er bei geforderter 

Beidhändigkeit die feinmotorischen Tätigkeiten alle linksseitig vornimmt. Insgesamt ist 

im vorliegenden Fall mithin eine Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf einen 

LSE-Tabellenlohn gerechtfertigt.

6.2.2  Abzustellen ist auf die Tabelle TA1, privater Sektor, Total, Männer 

Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) der LSE 

2012. Insbesondere im Produktions- und Dienstleistungsbereich dürften Kontroll- oder 

Überwachungstätigkeiten oder Tätigkeiten im Kurierdienst, wie sie der 

Beschwerdeführer ohne Weiteres auszuüben vermöchte, vorhanden sein. Im Jahr 2013 

betrug der durchschnittliche Jahreslohn für Hilfsarbeiter bei der betriebsüblichen 

Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden Fr. 65‘654.-- (vgl. Anhang 2: Lohnentwicklung, 

IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2015).

6.2.3  Nach der Rechtsprechung ist ein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt, wenn 

im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ein Versicherter, der 

gesundheitsbedingt lediglich noch leichte Hilfsarbeiten ausführen kann, seine 

Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 

erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage ist. Zudem können weitere persönliche 

und berufliche Merkmale (Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad) Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben (BGE 126 V 78 E. 5a mit Hinweisen). Im konkreten Fall gilt es zunächst zu 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/30

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berücksichtigen, dass hinsichtlich der körperlichen Anforderungen (schwer, 

mittelschwer, leicht) zwischen der angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers und 

der ihm nach Eintritt des Gesundheitsschadens an der linken Schulter noch 

zumutbaren Tätigkeiten ein Unterschied besteht. Während der Beschwerdeführer vor 

dem Unfall im Baugewerbe mit schwereren Arbeiten beschäftigt war, sind ihm nun nur 

noch leichte bis mittelschwere schulteradaptierte Tätigkeiten zumutbar und dies 

bezüglich des dominanten Arms, immerhin jedoch zu einem Vollpensum. Das 

Spektrum der Tätigkeiten, welche der Beschwerdeführer noch verrichten kann, hat sich 

dadurch verringert. Die Tatsache, dass der Durchschnittslohn der Männer seit der LSE 

2012 im Kompetenzniveau 1 im Verhältnis zur Nominallohnentwicklung spürbar höher 

ist als derjenige der Männer in der LSE 2010 im Anforderungsniveau 4, ist offenbar mit 

einer erhöhten Gewichtung von Schwerarbeiterlöhnen bzw. von körperlich 

herausfordernden Arbeiten über alle Sektoren zu begründen (vgl. in TA1 2012 die 

Legende zur Definition von Tätigkeiten des Kompetenzniveaus 1 „Einfache Tätigkeiten 

körperlicher oder handwerklicher Art“). Nachdem der Beschwerdeführer gerade keine 

körperlich schweren Arbeiten mehr ausüben kann, ist dem vorgenannten Umstand bei 

der Festlegung des Tabellenlohnabzugs Rechnung zu tragen. Zu berücksichtigen ist 

schliesslich, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Unfalls bereits seit rund 15 

Jahren bei seiner Arbeitgeberin angestellt war (zur langen Betriebszugehörigkeit als 

möglicher Abzugsgrund siehe Urteil des Bundesgerichts vom 29. November 2012, 

9C_655/2012, E. 3). Nach dem Gesagten erscheint ein Abzug von 15% angemessen. 

Es bestehen keine weiteren Aspekte, die eine Erhöhung des Abzugs rechtfertigen. 

Damit resultiert für das Jahr 2013 ein Invalideneinkommen von Fr. 55‘806.-- (Fr. 

65‘654.-- x 0.85).

6.3      Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 63‘507.-- und des 

Invalideneinkommens von Fr. 55‘806.-- resultiert ein Invaliditätsgrad von 12 %. Dies 

entspricht im Ergebnis dem von der Beschwerdegegnerin ermittelten Invaliditätsgrad.

7.        

Letztlich bleibt noch die Höhe der Integritätsentschädigung zu prüfen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 28/30

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7.1      Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid 

(Erwägung 7) die rechtlichen Voraussetzungen der Bemessung der 

Integritätsentschädigung zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.

7.2      Die im vorliegenden Fall zugesprochene Integritätsentschädigung von 10% 

basiert auf der Beurteilung von Dr. E.___ vom 21. Oktober 2013 (Suva-act. 74). Die 

Höhe der Integritätsentschädigung ist lediglich in Bezug auf die (insbesondere 

bildgebend) objektivierbaren, natürlich und adäquat kausalen Unfallrestfolgen zu 

bemessen (vgl. Erwägung 3; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. September 2011, 

8C_101/2011, E. 5). Dr. E.___ berücksichtigt damit ohne weiteres nachvollziehbar und 

überzeugend (nur) eine Periarthrosis humero scapularis und legt den diesbezüglichen 

Integritätsschaden gemäss Feinrastertabelle der Suva Nr. 1 (Integritätsschaden bei 

Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) ebenfalls schlüssig und ohne Hinweis 

darauf, dass der Schweregrad in Zweifel zu ziehen wäre, entsprechend einer 

Periarthrosis humero scapularis mässigen Grades auf 10% fest. Eine Periarthrosis 

humero scapularis stellt eine schmerzbedingte Bewegungseinschränkung im Bereich 

der rechten Schulter dar, im Falle des Beschwerdeführers mit verminderter Kraft des 

rechten Arms. Die von der fraglichen Gesundheitsstörung betroffene rechte Schulter, 

und damit verbunden der ebenfalls betroffene rechte Arm, können noch eingesetzt 

werden, wenn auch nur unter gewissen Bedingungen. Wenn der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers für die Integritätsschadenschätzung bei einer völligen 

Gebrauchsunfähigkeit ansetzt und vom dafür festgehaltenen Wert von 50% ausgeht, 

entbehrt dies jeglicher Rechtfertigung (vgl. dazu auch die von Dr. E.___ am 21. Oktober 

2013 erhobenen Befunde [Suva-act. 75] unter Berücksichtigung der Feststellung der 

Ärzte der Rehaklinik Bellikon im Austrittsbericht vom 2. September 2013 betreffend 

Vergleich des Ausmasses der demonstrierten physischen Einschränkungen mit den 

objektivierbaren pathologischen Befunden, der klinischen Untersuchung und den 

Diagnosen aus somatischer Sicht [Suva-act. 73]). Dies insbesondere deshalb, weil der 

unfallkausale Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers in der Feinrastertabelle der 

Suva Nr. 1 für Integritätsschäden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten 

ausdrücklich aufgelistet ist und der konkrete Wert damit ausgehend vom dafür 

festgehaltenen Wert zu ermitteln ist. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der 

Antrag des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers auf eine Erhöhung der 

Integritätsentschädigung abgewiesen werden muss.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 29/30

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8.          

8.1      Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 5. Juni 2014 

unter Bestätigung des Einspracheentscheids vom 5. Mai 2014 abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

8.2      Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung am 26. 

Juni 2014 bewilligt (act. G 5). Der Staat ist mithin zu verpflichten, für die Kosten seiner 

Rechtsvertretung aufzukommen. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr. 12‘000.--. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint mit Blick auf die Anforderungen und Komplexität der 

Streitsache eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4‘000.-- angemessen. Diese ist 

um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes [AnwG; sGS 963.70]). 

Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 

3‘200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

8.3      Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.           

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.           

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 30/30

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3.           

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3‘200.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.02.2016
	Art. 6 UVG: Bejahung Unfallkausalität des somatischen Leidens im Bereich der rechten Schulter. Verneinung eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und allfälliger psychischer Symptomatik.Art. 6 ATSG: 100%-ige Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer schulteradaptierten Tätigkeit.Art. 24 UVG: Integritätsentschädigung entsprechend einer Periarthrosis humero scapularis mässigen Grades (vgl. Feinrastertabelle der Suva Nr. 1: Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Februar 2016, UV 2014/47).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_254/2016.Entscheid vom 23. Februar 2016

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		2025-07-19T08:25:24+0200
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