# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fea3ac08-39dc-5271-b705-25d2a0bdee65
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 28.10.2014 SB140202
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140202_2014-10-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 

 

Geschäfts-Nr.: SB140202-O/U/eh 
 
 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. M. Langmeier, Präsident, Oberrichterin lic. iur. 

L. Chitvanni und Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichts-

schreiberin lic. iur. S. Hürlimann Winterhalter 

 
Urteil vom 28. Oktober 2014 

 

in Sachen 

 
1. A._____,  

2. B._____,  

3. C._____,  
4. D._____,  

5. E._____,  
6. F._____,  

Privatkläger und I. Berufungskläger 

1 - 6 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

sowie 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  

vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. iur. U. Weder,  

Anklägerin und II. Berufungsklägerin 

 

gegen 

 

1. ... 
2. G._____,  

3. ... 

4. ... 

-   2   - 

Beschuldigter und III. Berufungskläger 

2  amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

betreffend  
vorsätzliche Tötung etc.  

(Rückweisung der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts) 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, I. Abteilung, vom  

14. November 2011 (DG110013) 

Urteil der I. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich vom  
18. Dezember 2012 (SB120097) 

Urteil der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts vom  
15. April 2014 (6B_448/2013) ) 

 

-   3   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 12. Oktober 

2010 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 76). 

Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 14. November 2011: 
(Urk. 136 S. 164 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. … 

2. Der Beschuldigte G._____ ist schuldig: 

− der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von  

Art. 123 Abs. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 Abs. 2 StGB 

− des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB 

3.-5. … 

6. Sanktion G._____: 

a) Der Beschuldigte G._____ wird bestraft mit 36 Monaten Freiheits-

strafe. 

1. b) Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 24 Monaten aufge-
schoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im  
Übrigen (12 Monate, abzüglich 82 Tage, die durch Unter-suchungshaft er-
standen sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

7.-8. … 

9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

9. Juni 2011 beschlagnahmten drei Armierungseisen werden einge-

zogen und der Bezirksgerichtskasse Horgen zur gutscheinenden Ver-

wendung überlassen. 

10. Die Daten auf der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des  

Kantons Zürich vom 9. Juni 2011 beschlagnahmten externen Festplatte 

-   4   - 

werden nach Eintritt der Rechtskraft der Staatsanwaltschaft IV des 

Kantons Zürich zur Löschung und die externe Festplatte zur gut-

scheinenden Verwendung überlassen. 

11.-14. … 

15. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 18'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 16'900.05   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 59'524.90   Auslagen Untersuchung 

Fr. …   amtliche Verteidigung 
 

16. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, aus-

genommen derjenigen der amtlichen Verteidigungen und der unentgelt-

lichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden zu 3/6 dem Beschul-

digten H._____, zu 1/6 dem Beschuldigten G._____, zu 1/6 dem Be-

schuldigten I._____ und zu 1/6 dem Beschuldigten J._____ auferlegt. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen  

Vertretung der Privatklägerschaft werden auf die Gerichtskasse  

genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO. Die Nachforderung für die Kosten der unentgeltlichen 

Vertretung der Privatklägerschaft richtet sich einzig gegen den  

Beschuldigten H._____. 

17. (Mitteilung) 

18. (Rechtsmittel)" 

-   5   - 

Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, 
vom 18. Dezember 2012: 

(Urk. 233 S. 109 ff.) 

"Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 

14. November 2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt: 

1.-2. (…) 

3. (bereits rechtskräftig, siehe Beschluss vom 11. September 2012) 

4. (…) 

Vom Vorwurf der mehrfachen Begünstigung im Sinne von Art. 305 Abs. 1 StGB wird 

der Beschuldigte J._____ freigesprochen. 

5.-6. (…) 

7. (bereits rechtskräftig, siehe Beschluss vom 11. September 2012) 

8. (…) 

9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 9. Juni 2011 

beschlagnahmten drei Armierungseisen werden eingezogen und der Bezirksgerichts-

kasse Horgen zur gutscheinenden Verwendung überlassen. 

10. Die Daten auf der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

9. Juni 2011 beschlagnahmten externen Festplatte werden nach Eintritt der Rechts-

kraft der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zur Löschung und die externe 

Festplatte zur gutscheinenden Verwendung überlassen. 

11.-14. (…) 

 

 

 

-   6   - 

15. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 18'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 16'900.05   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 59'524.90   Auslagen Untersuchung 

Fr. …   amtliche Verteidigung 
 

 16. (…) 

17. (Mitteilung) 

18. (Rechtsmittel)" 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 

Es wird erkannt: 

1. … 

2. Der Beschuldigte G._____ ist schuldig: 

− der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von 

Art. 122 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB 

− des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB. 

3. … 

4. … 

5. Sanktion G._____: 

Der Beschuldigte G._____ wird bestraft mit 3½ Jahren Freiheitsstrafe, wo-

von 82 Tage durch Haft erstanden sind. 

6. … 

7. Die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ werden in soli-

darischer Haftbarkeit verpflichtet, den nachfolgenden Privatklägern folgende 

Genugtuungen, jeweils zuzüglich 5 % Zins seit 15. Februar 2010, zu bezah-

len: 

-   7   - 

− A._____:  Fr. 40'000.– 

− B._____:  Fr. 40'000.– 

− C._____:  Fr. 10'000.– 

− D._____:  Fr. 10'000.– 

− E._____:  Fr. 10'000.– 

− F._____:  Fr.  9'100.– 

Im Mehrbetrag werden die Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

8. Die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ werden in soli-

darischer Haftbarkeit verpflichtet, den Privatklägern A._____ und B._____ 

Schadenersatz von gesamthaft Fr. 7'339.20 zuzüglich 5 % Zins ab 15. Feb-

ruar 2010 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren 

abgewiesen. 

9. Die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ werden in soli-

darischer Haftbarkeit verpflichtet, den Privatklägern C._____, D._____ und 

E._____ Schadenersatz von je Fr. 280.– zuzüglich 5 % Zins ab 15. Februar 

2010 zu bezahlen. Im Mehrbetrag werden die Schadenersatzbegehren ab-

gewiesen. 

10. Es wird festgestellt, dass die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und 

J._____ gegenüber den Privatklägern 1-5 aus dem eingeklagten Ereignis 

dem Grundsatze nach im Umfang von 80 % für weiteren Schaden ersatz-

pflichtig sind, gegenüber dem Privatkläger 6 (F._____) im Umfang von 60 %. 

Zur genauen Feststellung der Höhe des Schadenersatzanspruches werden 

die Privatkläger auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

11. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, 

ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltli-

chen Vertretung der Privatklägerschaft, werden zu 3/6 dem Beschuldigten 

H._____, zu 1/6 dem Beschuldigten G._____, zu 1/6 dem Be- 

 

-   8   - 

schuldigten I._____ und zu 1/6 dem Beschuldigten J._____ auferlegt. 

 

Die Kosten der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung 

der Privatklägerschaft werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. Die 

Nachforderung für die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privat-

klägerschaft richtet sich im Umfang von 3/6 gegen den Beschuldigten 

H._____ sowie im Umfang von je 1/6 gegen die Beschuldigten G._____, 

I._____ und J._____. 

12. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 12'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 7'206.40   amtliche Verteidigung H._____ 

Fr.    amtliche Verteidigung G._____ 

Fr. 2'382.60   amtliche Verteidigung I._____ 

Fr.    amtliche Verteidigung J._____ 

Fr.     unentgeltliche Vertretung der Privatklägerschaft  

   

 
13. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung der Privat-

klägerschaft, werden zu 1/4 dem Beschuldigten H._____, zu 1/4 dem  

Beschuldigten G._____, zu 1/16 dem Beschuldigten I._____, zu 3/16 dem 

Beschuldigten J._____ und zu 1/8 – in solidarischer  

Haftung untereinander – der Privatklägerschaft auferlegt, sowie zu 1/8 auf 

die Gerichtskasse genommen.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigungen von H._____ und G._____ werden 

einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nach-

forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.   

 

 

-   9   - 

 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung von J._____ werden im Umfang von 

3/4 einstweilen und im Umfang von 1/4 definitiv auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO für den einstweilen auf die Gerichtskasse genommenen Teil.  

 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung von I._____ ab dem 12. September 

2012 werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten 

bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

 

Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft werden im 

Umfang von 7/8 einstweilen und im Umfang von 1/8 definitiv auf die  

Gerichtskasse genommen; die Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 

für den einstweilen auf die Gerichtskasse genommenen Teil richtet sich im 

Umfang von je 1/4 gegen die Beschuldigten H._____ und G._____, im Um-

fang von 1/16 gegen den Beschuldigten I._____, im Umfang von 3/16 gegen 

den Beschuldigten J._____ sowie im Umfang von 1/8 – in solidarischer Haf-

tung untereinander – gegen die Privatklägerschaft. 

14. (Mitteilung) 

15. (Rechtsmittel)" 

Abschliessende Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 271 S. 2): 

1. Der Beschuldigte sei im Sinne des Urteils des Bezirksgerichts Horgen vom 

14. November 2011 der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne 

von Art. 123 Abs. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 Abs. 2 StGB sowie des Rauf-

handels im Sinne von Art, 133 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

 

-   10   - 

2. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von maximal 19 Monaten zu 

bestrafen, unter Anrechnung der erstandenen Haft. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei bedingt aufzuschieben unter Ansetzung 

einer Probezeit von zwei Jahren. 

4. Der Beschuldigte sei unter solidarischer Haftung mit H._____, I._____ und 

J._____ zu verpflichten, Genugtuungen im Sinne der Anträge der Geschä-

digten und Privatkläger zu zahlen. 

b) Der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (sinngemäss; Urk. 265): 

1. Der Beschuldigte sei der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne 

von Art. 123 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB sowie  

wegen Raufhandels schuldig zu sprechen. 

2. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten zu bestrafen, 

wovon 18 Monate zu vollziehen und 18 Monate bedingt aufzuschieben  

seien. 

c) Der Privatklägerschaft (Urk. 262): 

1. Es sei der Beschuldigte unter solidarischer Haftung mit H._____, I._____ 

und J._____ zu verpflichten, den Privatklägern folgende Genugtuungen zu 

zahlen: 

A._____: 

CHF 24'000 nebst 5 % Zins aus CHF 40'000 seit 15. Februar 2010 bis 

18. Juni 2014 sowie 5 % Zins aus CHF 24'000 seit 19. Juni 2014; 

B._____: 

CHF 24'000 nebst 5 % Zins aus CHF 40'000 seit 15. Februar 2010 bis 

18. Juni 2014 sowie 5 % Zins aus CHF 24'000 seit 19. Juni 2014; 

C._____: 

CHF 6'000 nebst 5 % Zins aus CHF 10'000 seit 15. Februar 2010 bis 

18. Juni 2014 sowie 5 % Zins aus CHF 6'000 seit 19. Juni 2014; 

-   11   - 

D._____: 

CHF 6'000 nebst 5 % Zins aus CHF 10'000 seit 15. Februar 2010 bis 

18. Juni 2014 sowie 5 % Zins aus CHF 6'000 seit 19. Juni 2014; 

E._____: 

CHF 6'000 nebst 5 % Zins aus CHF 10'000 seit 15. Februar 2010 bis 

18. Juni 2014 sowie 5 % Zins aus CHF 6'000 seit 19. Juni 2014; 

F._____: 

CHF 5'100 nebst 5 % Zins aus CHF 9'100 seit 15. Februar 2010 bis 18. Juni 

2014 sowie 5 % Zins aus CHF 5'100 seit 19. Juni 2014; 

2. Es sei der Beschuldigte unter solidarischer Haftung mit H._____, I._____ 

und J._____ zu verpflichten, den Privatklägern A._____ und B._____ Scha-

denersatz von gesamthaft CHF 924.20 nebst 5 % Zins aus CHF 7'339.20 

seit 15. Februar 2010 bis 18. Juni 2014 sowie 5 % Zins aus CHF 924.20 seit 

19. Juni 2014 zu bezahlen. 

 

Erwägungen: 

I.Prozessuales 

1. Zum Verfahrensgang bis und mit dem obergerichtlichen Entscheid der  

hiesigen Kammer vom 18. Dezember 2012 kann auf die Ausführungen im  

genannten Entscheid (Urk. 233 S. 11 ff.) sowie im bundesgerichtlichen Entscheid 

vom 15. April 2014 (Urk. 253 S. 3) verwiesen werden. 

2. Gegen den obergerichtlichen Entscheid vom 18. Dezember 2012 erhob unter 

anderem die Verteidigung von G._____ Beschwerde in Strafsachen ans Bundes-

gericht (Urk. 246/2). Sie beantragte, der Beschuldigte G._____ sei freizuspre-

chen, eventuell sei das Urteil des Obergerichts aufzuheben und das Verfahren zur 

Neubeurteilung zurückzuweisen (Urk. 246/2 S. 2). Das Bundesgericht hiess die 

Beschwerde mit Urteil vom 15. April 2014 teilweise gut und wies die Sache zur 

neuen Beurteilung an das Obergericht zurück (Urk. 253 S. 19). 

-   12   - 

3. Mit Präsidialverfügung vom 11. Juni 2014 wurde das schriftliche Berufungs-

verfahren angeordnet (Urk. 257). Die Privatklägerschaft liess sich mit Eingaben 

vom 18. Juni 2014 bzw. vom 20. Juni 2014 vernehmen (Urk. 259), die Staatsan-

waltschaft mit Eingabe vom 30. Juni 2014 (Urk. 265). Der Beschuldigte erstattete 

schliesslich mit Eingabe vom 24. Juli 2014 seine Stellungnahme (Urk. 271). Die 

Vorinstanz verzichtete auf Vernehmlassung (Urk. 269). Mit Präsidialverfügung 

vom 4. August 2014 wurde der Privatklägerschaft und der Staatsanwaltschaft die 

Eingabe des Beschuldigten zugestellt und Frist zur freigestellten Vernehmlassung 

angesetzt (Urk. 273). Weder die Privatklägerschaft noch die Staatsanwaltschaft 

liessen sich daraufhin vernehmen. 

II.  Rückweisung und Bindungswirkung; Umfang der Berufung 

1. Das Bundesgericht hat die Beschwerde von G._____ teilweise gutgeheissen. 
Das Urteil vom 18. Dezember 2012 wurde in Bezug auf den Schuldspruch der 

mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung aufgehoben (Urk. 253 S. 19) 

und zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

2. Prozessgegenstand bildet nach der Rückweisung durch das Bundesgericht 

somit einzig der Schuldspruch der mehrfachen versuchten schweren Körperver-

letzung und damit zusammenhängend die Strafe und deren Vollzug. Hinsichtlich 

der weiteren Punkte erfolgte keine Korrektur des obergerichtlichen Entscheids. 

Auch wenn gemäss Eingabe des Vertreters der Privatklägerschaft die Opferhilfe-

stelle mittlerweile eine Zahlung an die Privatklägerschaft geleistet hat 

(vgl. Urk. 259-264), können die Zivilansprüche der Privatklägerschaft nicht erneut 

thematisiert werden.  

3. Das Urteil des Obergerichts Zürich vom 18. Dezember 2012 ist betreffend den 
Beschuldigten G._____ mit Ausnahme des Schuldspruch der mehrfachen ver-

suchten Körperverletzung (Disp. Ziff. 2) sowie der Strafe und des Vollzugs (Disp. 

Ziff. 5) bereits in Rechtskraft erwachsen, was der Klarheit halber vorab vorzumer-

ken ist. 

-   13   - 

III. Schuldpunkt 

1. Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten G._____ wegen mehrfacher quali-
fizierter einfacher Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 in Verbindung mit 

Ziff. 2 Abs. 2 StGB. Sie erwog, dass die Quetsch-Risswunden, welche F._____ 

und † K._____ an ihren Köpfen erlitten hätten, weder als schwere Körperverlet-

zungen noch als Tätlichkeiten zu werten seien. Die vom Beschuldigten verwende-

ten Armierungseisen qualifizierte die Vorinstanz als gefährliche  

Gegenstände im Sinne des Gesetzes. Weiter führte sie aus, indem der Beschul-

digte G._____ mit dem Armierungseisen auf die Köpfe der Gebrüder F._____ und 

K._____ eingeschlagen habe, habe er davon ausgehen müssen, ihnen zumindest 

einfache Körperverletzungen zuzufügen (Urk. 136 S. 102 f.).  

2. Vorliegend wurde (ursprünglich) der Schuldpunkt nur vom Beschuldigten ange-
fochten, die Staatsanwaltschaft beschränkte ihre Berufung auf den Vollzug der 

Strafe. Da das Verschlechterungsverbot gemäss den verbindlichen Erwägungen 

des Bundesgerichts eine härtere rechtliche Qualifikation der Tat ausschliesst (vgl. 

Urk. 253 S. 11; BGE 139 IV 282 E. 2.5 S. 288 f. mit Hinweisen), kann die Tat von 

G._____ nicht als versuchte schwere Körperverletzung qualifiziert werden. Es 

muss daher beim vorinstanzlichen Schuldspruch wegen mehrfacher qualifizierter 

einfacher Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 in Verbindung mit  

Ziff. 2 Abs. 2 StGB sein Bewenden haben, was auch den nunmehr abschliessen-

den Berufungsanträgen der Parteien entspricht. Auf die zutreffende Begründung 

der Vorinstanz kann vollumfänglich verwiesen werden, insbesondere ist zu beach-

ten, dass der Beschuldigte die Tat mit direktem Vorsatz begangen hatte (Urk. 136 

S. 102 f.). 

 

 

IV. Strafpunkt 

1. Ausgangslage 

-   14   - 

1.1. Der Beschuldigte G._____ ist der mehrfachen qualifizierten einfachen Kör-

perverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 Abs. 2 StGB 

sowie des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen 

und angemessen zu bestrafen. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten 

G._____ mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wobei der Vollzug im Umfang 

von 24 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben und 

die Strafe im Übrigen für vollziehbar erklärt wurde (Urk. 136 S. 165). 

1.2. Die Staatsanwaltschaft ist mit einer Bestrafung des Beschuldigten mit 
36 Monaten Freiheitsstrafe einverstanden. Es sei von einer mehrfachen qualifi-

zierten einfachen Körperverletzung auszugehen, welche offensichtlich im Grenz-

bereich der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung anzusiedeln sei, 

was sich auf das Verschulden und das Strafmass auswirke. Die beantragte  

dreijährige Freiheitsstrafe sei daher klar angemessen und liege am unteren Rand 

der vertretbaren Strafe. Die Strafanteile des bedingten und unbedingten Vollzugs 

seien je auf die Hälfte, auf 18 Monate festzusetzen. Dabei sei die bundesge-

richtliche Rechtsprechung zu beachten, wonach das Verhältnis zwischen unbe-

dingtem und bedingtem Strafteil so festzusetzen sei, dass darin die Wahrschein-

lichkeit der Legalbewährung des Täters einerseits und dessen Einzeltatschuld 

andererseits hinreichend zum Ausdruck kommen würden. Die Einzeltatschuld sei 

vorliegend ganz massiv und ebenso sei die Uneinsichtigkeit des Beschuldigten 

und damit auch die Beeinträchtigung der Legalprognose eklatant (Urk. 265 S. 2).  

1.3. Die Verteidigung beantragte, der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe 
von maximal 19 Monaten zu bestrafen, welche bedingt aufzuschieben sei, unter 

Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. Eine Freiheitsstrafe von 36 Monaten 

müsse als unangemessen und unverhältnismässig bezeichnet werden. Der  

Beschuldigte habe zwar mehrere Delikte begangen, den Raufhandel allerdings im 

Notwehrhilfeexzess, weshalb auch eine obligatorische Strafmilderung angezeigt 

sei. Da nun nicht mehr von versuchter schwerer Körperverletzung ausgegangen 

werden könne, sei die Strafe zwingend zugunsten des Beschuldigten zu reduzie-

ren. Bei analoger Anwendung der Ausführungen des obergerichtlichen Urteils 

vom 18. Dezember 2012 zur Tatkomponente erscheine aus heutiger Sicht eine 

Einsatzstrafe von maximal 14 Monaten als angemessen. Beim Raufhandel sei 

-   15   - 

von einem noch nicht erheblichen Verschulden auszugehen. Der Raufhandel sei 

nicht von langer Hand geplant gewesen, was unter Berücksichtigung des Not-

wehrhilfeexzesses eine recht deutliche Strafminderung rechtfertige. Im Urteil vom 

18. Dezember 2012 sei für den Raufhandel nur eine moderate Erhöhung der fest-

gesetzten Einsatzstrafe vorgenommen worden. Es sei für den Raufhandel eine 

Strafe von maximal 5 Monaten festzusetzen, dies auch vor dem Hintergrund, dass 

der Mitbeschuldigte J._____ für den gleichen Raufhandel mit einer Geldstrafe von 

150 Tagessätzen bestraft worden sei. Die Verteidigung führte sodann aus, dass 

sowohl die Anordnung der Untersuchungshaft, als auch die gesamte Dauer des 

Verfahrens und die damit verknüpften Unsicherheiten unter dem Gesichtspunkt 

der Strafempfindlichkeit und der Prävention eine grosse Rolle gespielt  

hätten. Entgegen der Meinung der Staatsanwaltschaft seien schliesslich die Vor-

aussetzungen des bedingten Vollzugs erfüllt. Insbesondere gelte es zu beachten, 

dass der sehr junge Beschuldigte nicht vorbestraft sei und dass das Gericht den 

Vollzug einer Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren in der Regel aufschiebe, 

wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheine, um den Täter von der 

Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen anzuhalten (Urk. 271 S. 2 ff.). 

2. Strafrahmen 

Der ordentliche Strafrahmen für die einfache Körperverletzung und den Rauf-

handel beträgt Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 123 Ziff. 2 

StGB; Art. 133 Abs. 1 StGB). Der Beschuldigte G._____ hat mehrere Delikte in 

echter Konkurrenz, sowie die einfache Körperverletzung mehrfach begangen, was 

strafschärfend zu berücksichtigen ist (Art. 49 Abs. 1 StGB). Sodann ist aufgrund 

der Begehung des Raufhandels in Notwehrhilfeexzess im Sinne von Art. 16 

Abs. 1 StGB eine obligatorische Strafmilderung angezeigt.  

 

 

3. Tatkomponente 

3.1. Mehrfache einfache Körperverletzung 

-   16   - 

3.1.1. Die Vorinstanz qualifizierte die objektive Tatschwere der mehrfachen ein-

fachen Körperverletzung als schwer. Der Beschuldigte habe sich mit einem  

Armierungseisen bewaffnet einer tätlichen Auseinandersetzung gestellt, in deren 

Verlauf er sowohl F._____ als auch † K._____ massive Schläge auf deren Köpfe 

ausgeteilt habe, wobei die Verletzungsfolge wohl nur zufällig nicht schwerer aus-

gefallen sei. Die kriminelle Energie des Beschuldigten sei massiv, zu berücksich-

tigen sei jedoch, dass auch er im Zuge der Auseinandersetzung Schläge  

kassiert habe (Urk. 136 S. 131 f.). Diesen Ausführungen der Vorinstanz ist grund-

sätzlich zuzustimmen. Der Rechtsprechung des Bundesgerichts folgend ist jedoch 

hernach zunächst für das schwerste Delikt – die Schläge mit dem Armierungs-

eisen gegen † K._____ – eine Einsatzstrafe festzusetzen, welche aufgrund des 

weiteren Delikts – mindestens ein Schlag gegen F._____ – zu erhöhen ist  

(Urteil des Bundesgerichts 6B_466/2013 vom 25. Juli 2013 E. 2.1).  

3.1.2. Der Beschuldigte bewaffnete sich für die Auseinandersetzung gegen die 

ohnehin schon zahlenmässig unterlegenen Gegner mit einem massiven Armie-

rungseisen. Er setzte dieses auch nicht nur zu seiner Verteidigung oder zu  

seinem Schutz ein, sondern er griff seine beiden Kontrahenten gezielt an, indem 

er diesen platzierte Hiebe mit dem schweren Armierungseisen gegen deren Köpfe 

versetzte. Der Beschuldigte hatte offenbar Zeit, die Schläge gezielt auszuführen, 

weshalb davon auszugehen ist, dass er selbst nicht in Bedrängnis war. Seinem 

Gegner † K._____ verabreichte er gar mehrere Schläge. Diese Schläge  

waren sodann derart intensiv, dass Blut † K._____s auf die Kleidung des  

Beschuldigten spritzte und das Armierungseisen deutliche Spuren insbesondere 

auf dem Kopf von † K._____ hinterliess. Dieses Vorgehen zeugt von erheblicher 

krimineller Energie. Das objektive Verschulden wiegt schwer. Insbesondere auch 

deshalb, weil im Rahmen einer einfachen Körperverletzung kaum vorstellbar ist, 

wie man noch massiver auf die körperliche Integrität eines Menschen einwirken 

könnte. 

3.1.3. Den Schlag gegen F._____ führte der Beschuldigte sodann nicht im  

direkten Kampf mit seinem Kontrahenten, sondern für den Gegner unerwartet von 

hinten aus. Auch hier ist das objektive Verschulden als schwer zu bezeichnen.  

-   17   - 

3.1.4. In subjektiver Hinsicht kann für alle durch den Beschuldigten begangenen 

einfachen Körperverletzungen festgehalten werden, dass der Beschuldigte die 

Armierungseisen nur mitgeführt haben kann, um sie schliesslich auch gegen  

seine Gegner zu verwenden. Ein anderer Grund ist nicht ersichtlich. Der Beschul-

digte handelte direkt vorsätzlich. Beim Vorgehen des Beschuldigten fällt auch eine 

erhebliche Skrupellosigkeit und Geringschätzung der körperlichen Integrität der 

Gebrüder F._____ und K._____ auf. Immerhin ist ihm aber zuzubilligen, dass die 

Tat nicht von langer Hand geplant gewesen ist. Die objektive Tatschwere wird 

vorliegend durch die subjektive Tatschwere nicht relativiert. Insbesondere kommt 

bei der mehr-fachen qualifizierten einfachen Körperverletzung – im Gegensatz 

zum Raufhandel – keine Reduktion des Verschuldens aufgrund eines Notwehrhil-

feexzesses in Betracht, wie es die Verteidigung geltend macht.  

3.1.5. Angesichts des schweren Verschuldens des Beschuldigten ist für das 
schwerste Delikt – mehrfache qualifizierte einfache Körperverletzung zum Nach-

teil von † K._____ – eine Einsatzstrafe von 27 Monaten festzusetzen. Diese Ein-

satzstrafe ist aufgrund des ebenfalls schweren Verschuldens bei der zweiten 

durch den Beschuldigten begangenen qualifizierten einfachen Körperverletzung 

zum Nachteil von F._____ deutlich zu erhöhen. 

Der Verteidigung kann nicht gefolgt werden, wenn sie ausführt, nach gleicher 

Würdigung aller relevanten Strafzumessungsgründe sei die Einsatzstrafe analog 

den Ausführungen zur schweren Körperverletzung ebenfalls bei 4/10 des zur Ver-

fügung stehenden Strafrahmens anzusetzen, mithin bei maximal 14 Monaten 

(Urk. 271 S. 3). Es ist zwar zutreffend, dass an sich die gleichen Tatelemente zu 

würdigen sind, diese sind aber im Rahmen einer qualifizierten einfachen Körper-

verletzung anders zu beurteilen, als im Rahmen einer schweren Körper-

verletzung. Die vom Beschuldigten verwirklichten Taten sind in Anbetracht aller 

denkbaren qualifizierten einfachen Körperverletzungen als schwerwiegend einzu-

stufen, während sie angesichts aller vorstellbaren schweren Körperverletzungen 

noch im mittleren Bereich anzusiedeln gewesen wären.  

3.2. Raufhandel 

-   18   - 

3.2.1. Der Beschuldigte beteiligte sich an einem zwar kurzen, in seinen Folgen 

aber massiven und intensiven Raufhandel. Das Verschulden des Beschuldigten 

G._____ ist als noch nicht erheblich zu qualifizieren, wenngleich der  

Beschuldigte mit schweren Armierungseisen bewaffnet am Raufhandel teilnahm 

und damit eine erhebliche Gefährlichkeit an den Tag legte. 

3.2.2. In subjektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass sich der Beschuldigte 

nur eventualvorsätzlich am Raufhandel beteiligt hat. Dem Raufhandel ging keine 

lange Planung voran. Daher und aufgrund des Notwehrhilfeexzesses ist eine 

deutliche Reduktion des Verschuldens angezeigt. 

3.2.3. Die Einsatzstrafe ist infolge des Raufhandels nur moderat zu erhöhen. 

4. Täterkomponente 

4.1. Auf die vollständigen und zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu den 

persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten und zu seinem Werdegang kann 

verwiesen werden. Die Vorinstanz hielt fest, dass der Beschuldigte keine Vor-

strafen aufweise und würdigte dies unter Hinweis auf die diesbezügliche Recht-

sprechung richtigerweise neutral (Urk. 136 S. 133 ff., mit Verweis auf BGE 136 IV 

1). Zu seinen persönlichen Verhältnissen führte der Beschuldigte anlässlich der 

Berufungsverhandlung aus, er sei an der Ausbildung zum Wirtschaftsinformatiker. 

Er arbeite zur Zeit an verschiedenen Projekten für die …. Es bestehe die  

Möglichkeit für eine Festanstellung bei der …. In Zukunft wolle er sich auf seine 

Karriere konzentrieren (Urk. 218 S. 2 f.). Aus den persönlichen Verhältnissen des 

Beschuldigten lässt sich nichts ableiten, was bei der Strafzumessung in massgeb-

licher Weise zu beachten wäre. Insbesondere ist beim Beschuldigten entgegen 

der Ansicht der Verteidigung keine besondere Strafempfindlichkeit auszumachen, 

welche durch die Dauer des Verfahrens und die damit verknüpfte  

Unsicherheit ausgelöst worden wäre (vgl. Urk. 271 S. 4). Das vorliegende Ver-

fahren mit erheblichem Aktenumfang hat nicht aussergewöhnlich lange gedauert 

und eine Unsicherheit über den Ausgang des Verfahrens besteht grundsätzlich 

bei jedem Verfahren, welches über mehrere Instanzen geführt wird. Immerhin ist 

in geringem Masse zugunsten des Beschuldigten zu berücksichtigen, dass das  

heutige Urteil fast zwei Jahre nach dem ersten Berufungsentscheid ergeht.  

-   19   - 

4.2. Der Beschuldigte zeigt sich nach wie vor weder geständig noch einsichtig. Er 

kann keine Reue für sich reklamieren. Dass die Verteidigung nunmehr einen 

Schuldspruch beantragt, ist nicht auf die Einsicht des Beschuldigten zurückzu-

führen, sondern stellt eine unabwendbare Folge des bundesgerichtlichen  

Entscheids dar. Es kommt daher aufgrund seines Nachtatverhaltens keine Straf-

minderung in Betracht. 

5. Fazit 

Unter Berücksichtigung aller für die Strafzumessung relevanter Kriterien und in 

Anwendung des Asperationsprinzips (Art. 49 Abs. 1 StGB) erweist sich die von 

der Vorinstanz ausgesprochene Strafe von 36 Monaten als angemessen und ist 

zu bestätigen. Die erstandene Haft im Umfang von 82 Tagen ist anzurechnen 

(Art. 51 StGB). 

6. Vollzug 

6.1. Bei einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten kommt gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB 

der teilbedingte Vollzug in Frage. Auf die zutreffenden theoretischen Ausführun-

gen der Vorinstanz dazu kann verwiesen werden (Urk. 136 S. 136). 

6.2. Mit der Vorinstanz (Urk. 136 S. 136 f.) kann beim Beschuldigten G._____ 
nicht von einer ungünstigen Prognose ausgegangen werden. Der  

Beschuldigte wurde bisher noch nie straffällig und er war auch stets bemüht, einer 

Arbeitstätigkeit nachzugehen. Es kann davon ausgegangen werden, dass dem 

Beschuldigten auch nur der teilweise Vollzug seiner Strafe Warnung genug sein 

wird, sich künftig wohl zu verhalten. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten 

hat, ist darauf zu achten, dem Beschuldigten die berufliche Zukunft nicht unnötig 

zu erschweren. Allerdings ist auch der Schwere des Verschuldens Rechnung zu 

tragen und es ist nicht nur das Minimum von 6 Monaten Freiheitsstrafe zu voll-

ziehen. Nach dem Gesagten ist daher die ausgesprochene Strafe im Umfang von  

12 Monaten zu vollziehen. Im Umfang von 24 Monaten ist der Vollzug der Strafe 

aufzuschieben. Einen grösseren unbedingten Anteil der Strafe festzusetzen  

erscheint nicht notwendig, da – entgegen der Auffassung der Staatsanwaltschaft 

– beim Beschuldigten als Ersttäter keine beeinträchtigte Legalprognose vorliegt. 

-   20   - 

Es besteht aufgrund der grundsätzlich positiven Prognose kein Anlass, eine  

Probezeit von mehr als zwei Jahren anzusetzen. 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Der Beschuldigte hat nicht zu vertreten, dass infolge Rückweisung des Bundes-

gerichts ein zweites Berufungsverfahren nötig wurde. Dementsprechend sind die 

Kosten des vorliegenden Verfahrens auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

2. Die Kosten der amtlichen Verteidigung in der Höhe von Fr. 1'630.80 inkl. MwSt. 
(vgl. Urk. 278) sind auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

3. Die Vertretung der Privatklägerschaft ist für ihren Aufwand im vorliegenden 

Verfahren aus der Gerichtskasse mit Fr. 731.05 inkl. MwSt. (vgl. Urk. 276) zu ent-

schädigen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, 

I. Strafkammer, vom 18. Dezember 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen 

ist:  

"Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 14. November 

2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt: 

1.-2. (…) 

3. (bereits rechtskräftig, siehe Beschluss vom 11. September 2012) 

4. (…) 

Vom Vorwurf der mehrfachen Begünstigung im Sinne von Art. 305 Abs. 1 StGB 

wird der Beschuldigte J._____ freigesprochen. 

5.-6. (…) 

7. (bereits rechtskräftig, siehe Beschluss vom 11. September 2012) 

-   21   - 

8. (…) 

9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 9. Juni 

2011 beschlagnahmten drei Armierungseisen werden eingezogen und der  

Bezirksgerichtskasse Horgen zur gutscheinenden Verwendung überlassen. 

10. Die Daten auf der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 

vom 9. Juni 2011 beschlagnahmten externen Festplatte werden nach Eintritt 

der Rechtskraft der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zur Löschung 

und die externe Festplatte zur gutscheinenden Verwendung überlassen. 

11.-14. (…) 

15. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 18'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 16'900.05   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 59'524.90   Auslagen Untersuchung 

Fr. …   amtliche Verteidigung 
 

16. (…) 

17. (Mitteilung) 

18. (Rechtsmittel)" 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. … 

2. Der Beschuldigte G._____ ist schuldig: 

− … 

− des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB. 

3.-6. … 

 

7. Die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ werden in solidarischer 

Haftbarkeit verpflichtet, den nachfolgenden Privatklägern 

 folgende Genugtuungen, jeweils zuzüglich 5 % Zins seit 15. Februar 2010, zu be-

zahlen: 

-   22   - 

− A._____:  Fr. 40'000.– 

− B._____:  Fr. 40'000.– 

− C._____:  Fr. 10'000.– 

− D._____:  Fr. 10'000.– 

− E._____:  Fr. 10'000.– 

− F._____:  Fr.  9'100.– 

Im Mehrbetrag werden die Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

8. Die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ werden in solidarischer 

Haftbarkeit verpflichtet, den Privatklägern A._____ und B._____ Schadenersatz von 

gesamthaft Fr. 7'339.20 zuzüglich 5 % Zins ab 15. Februar 2010 zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren abgewiesen. 

9. Die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ werden in solidarischer 

Haftbarkeit verpflichtet, den Privatklägern C._____, D._____ und E._____ Schaden-

ersatz von je Fr. 280.– zuzüglich 5 % Zins ab 15. Februar 2010 zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag werden die Schaden-ersatzbegehren abgewiesen. 

10. Es wird festgestellt, dass die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ 

gegenüber den Privatklägern 1-5 aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze 

nach im Umfang von 80 % für weiteren Schaden ersatzpflichtig sind, gegenüber dem 

Privatkläger 6 (F._____) im Umfang von 60 %. Zur genauen Feststellung der Höhe 

des Schadenersatzanspruches werden die Privatkläger auf den Weg des Zivilprozes-

ses verwiesen. 

11. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung 

der Privatklägerschaft, werden zu 3/6 dem Beschuldigten H._____, zu 1/6 dem Be-

schuldigten G._____, zu 1/6 dem Beschuldigten I._____ und zu 1/6 dem Beschuldig-

ten J._____ auferlegt.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung der  

Privatklägerschaft werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten 

bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. Die Nachforderung für die 

Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft richtet sich im Umfang 

von 3/6 gegen den Beschuldigten H._____ sowie im Umfang von je 1/6 gegen die 

Beschuldigten G._____, I._____ und J._____. 

12. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

-   23   - 

Fr. 12'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 7'206.40   amtliche Verteidigung H._____ 

Fr.    amtliche Verteidigung G._____ 

Fr. 2'382.60   amtliche Verteidigung I._____ 

Fr.    amtliche Verteidigung J._____ 

Fr.     unentgeltliche Vertretung der Privatklägerschaft  

   

 
13. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen 

Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden zu 

1/4 dem Beschuldigten H._____, zu 1/4 dem Beschuldigten G._____, zu 1/16 dem 

Beschuldigten I._____, zu 3/16 dem Beschuldigten J._____ und zu 1/8 – in solidari-

scher Haftung untereinander – der Privatklägerschaft auferlegt, sowie zu 1/8 auf die 

Gerichtskasse genommen.  

 

Die Kosten der amtlichen Verteidigungen von H._____ und G._____  

werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nach-

forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.   

 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung von J._____ werden im Umfang von 3/4 

einstweilen und im Umfang von 1/4 definitiv auf die Gerichtskasse genommen; vor-

behalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO für den einst-weilen 

auf die Gerichtskasse genommenen Teil.  

 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung von I._____ ab dem 12. September 2012 wer-

den einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforde-

rung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

 

Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft werden im Umfang 

von 7/8 einstweilen und im Umfang von 1/8 definitiv auf die Gerichtskasse ge- 

nommen; die Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO für den einstweilen auf die  

Gerichtskasse genommenen Teil richtet sich im Umfang von je 1/4 gegen die  

Beschuldigten H._____ und G._____, im Umfang von 1/16 gegen den  

Beschuldigten I._____, im Umfang von 3/16 gegen den Beschuldigten J._____ sowie 

im Umfang von 1/8 – in solidarischer Haftung untereinander –  

gegen die Privatklägerschaft. 

14.-15. …" 

-   24   - 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist zudem schuldig der mehrfachen einfachen Körperver-

letzung im Sinne von Art. 123 Abs. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 Abs. 2 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  

82 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 24 Monaten aufge-

schoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate 

abzüglich 82 Tage Haft) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

4. Die Kosten des zweiten Berufungsverfahrens (SB140202) werden auf die 

Gerichtskasse genommen. 

5. Die Kosten der amtlichen Verteidigung in der Höhe von Fr. 1'630.80 inkl. 

MwSt. werden auf die Gerichtskasse genommen. 

6. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft in der Höhe 

von Fr. 731.05 inkl. MwSt. werden auf die Gerichtskasse genommen. 

7. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich  

− die Vertretung der Privatklägerschaft 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

-   25   - 

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 28. Oktober 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. M. Langmeier 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Hürlimann Winterhalter 
 

 

	Urteil vom 28. Oktober 2014
	 Anklage:
	Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 14. November 2011: (Urk. 136 S. 164 ff.)
	"Es wird erkannt:
	 der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von
	Art. 123 Abs. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 Abs. 2 StGB
	 des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB

	1. b) Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 24 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im  Übrigen (12 Monate, abzüglich 82 Tage, die durch Unter-suchungshaft erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 9. Juni 2011 beschlagnahmten drei Armierungseisen werden einge-zogen und der Bezirksgerichtskasse Horgen zur gutscheinenden Ver-wendung überlassen.
	10. Die Daten auf der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des  Kantons Zürich vom 9. Juni 2011 beschlagnahmten externen Festplatte werden nach Eintritt der Rechtskraft der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zur Löschung und die externe Festp...
	11.-14. …
	15. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	16. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden zu 3/6 dem Beschuldigten H._____, zu 1/6 dem Beschuldigten G._____,...
	Die Kosten der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen  Vertretung der Privatklägerschaft werden auf die Gerichtskasse  genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. Die Nachforderung für die Kosten der unentgel...
	17. (Mitteilung)
	18. (Rechtsmittel)"
	Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 18. Dezember 2012: (Urk. 233 S. 109 ff.)
	"Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 14. November 2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1.-2. (…)
	3. (bereits rechtskräftig, siehe Beschluss vom 11. September 2012)
	4. (…)
	Vom Vorwurf der mehrfachen Begünstigung im Sinne von Art. 305 Abs. 1 StGB wird der Beschuldigte J._____ freigesprochen.

	5.-6. (…)
	7. (bereits rechtskräftig, siehe Beschluss vom 11. September 2012)
	8. (…)
	9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 9. Juni 2011 beschlagnahmten drei Armierungseisen werden eingezogen und der Bezirksgerichtskasse Horgen zur gutscheinenden Verwendung überlassen.
	10. Die Daten auf der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 9. Juni 2011 beschlagnahmten externen Festplatte werden nach Eintritt der Rechtskraft der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zur Löschung und die externe Festpl...
	11.-14. (…)
	15. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	16. (…)
	17. (Mitteilung)
	18. (Rechtsmittel)"
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. …
	2. Der Beschuldigte G._____ ist schuldig:
	 der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB
	 des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB.

	3. …
	4. …
	5. Sanktion G._____:
	Der Beschuldigte G._____ wird bestraft mit 3½ Jahren Freiheitsstrafe, wovon 82 Tage durch Haft erstanden sind.
	6. …
	7. Die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ werden in solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, den nachfolgenden Privatklägern folgende Genugtuungen, jeweils zuzüglich 5 % Zins seit 15. Februar 2010, zu bezahlen:
	 A._____:  Fr. 40'000.–
	 B._____:  Fr. 40'000.–
	 C._____:  Fr. 10'000.–
	 D._____:  Fr. 10'000.–
	 E._____:  Fr. 10'000.–
	 F._____:  Fr.  9'100.–
	Im Mehrbetrag werden die Genugtuungsbegehren abgewiesen.

	8. Die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ werden in solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, den Privatklägern A._____ und B._____ Schadenersatz von gesamthaft Fr. 7'339.20 zuzüglich 5 % Zins ab 15. Februar 2010 zu bezahlen. Im Mehrbet...
	9. Die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ werden in solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, den Privatklägern C._____, D._____ und E._____ Schadenersatz von je Fr. 280.– zuzüglich 5 % Zins ab 15. Februar 2010 zu bezahlen. Im Mehrbetra...
	10. Es wird festgestellt, dass die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ gegenüber den Privatklägern 1-5 aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach im Umfang von 80 % für weiteren Schaden ersatzpflichtig sind, gegenüber dem Privat...
	11. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden zu 3/6 dem Beschuldigten H._____, zu 1/6 dem Beschuldig...
	schuldigten I._____ und zu 1/6 dem Beschuldigten J._____ auferlegt.  Die Kosten der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforde...
	12. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	13. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung der Privat-klägerschaft, werden zu 1/4 dem Beschuldigten H._____, zu 1/4 dem  Beschuldigten G._____, zu 1/16 dem Beschuldig...
	Die Kosten der amtlichen Verteidigungen von H._____ und G._____ werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung von J._____ werden im Umfang von 3/4 einstweilen und im Umfang von 1/4 definitiv auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO für den einstweilen auf die Geric...
	Abschliessende Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I. Prozessuales
	1. Zum Verfahrensgang bis und mit dem obergerichtlichen Entscheid der  hiesigen Kammer vom 18. Dezember 2012 kann auf die Ausführungen im  genannten Entscheid (Urk. 233 S. 11 ff.) sowie im bundesgerichtlichen Entscheid vom 15. April 2014 (Urk. 253 S. ...
	2. Gegen den obergerichtlichen Entscheid vom 18. Dezember 2012 erhob unter anderem die Verteidigung von G._____ Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht (Urk. 246/2). Sie beantragte, der Beschuldigte G._____ sei freizusprechen, eventuell sei das Ur...
	3. Mit Präsidialverfügung vom 11. Juni 2014 wurde das schriftliche Berufungs-verfahren angeordnet (Urk. 257). Die Privatklägerschaft liess sich mit Eingaben vom 18. Juni 2014 bzw. vom 20. Juni 2014 vernehmen (Urk. 259), die Staatsanwaltschaft mit Eing...
	II.  Rückweisung und Bindungswirkung; Umfang der Berufung
	1. Das Bundesgericht hat die Beschwerde von G._____ teilweise gutgeheissen. Das Urteil vom 18. Dezember 2012 wurde in Bezug auf den Schuldspruch der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung aufgehoben (Urk. 253 S. 19) und zur neuen Beurteilung...
	2. Prozessgegenstand bildet nach der Rückweisung durch das Bundesgericht somit einzig der Schuldspruch der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung und damit zusammenhängend die Strafe und deren Vollzug. Hinsichtlich der weiteren Punkte erfolgt...
	3. Das Urteil des Obergerichts Zürich vom 18. Dezember 2012 ist betreffend den Beschuldigten G._____ mit Ausnahme des Schuldspruch der mehrfachen versuchten Körperverletzung (Disp. Ziff. 2) sowie der Strafe und des Vollzugs (Disp. Ziff. 5) bereits in...
	III.  Schuldpunkt
	1. Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten G._____ wegen mehrfacher qualifizierter einfacher Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 Abs. 2 StGB. Sie erwog, dass die Quetsch-Risswunden, welche F._____ und † K.____...
	2. Vorliegend wurde (ursprünglich) der Schuldpunkt nur vom Beschuldigten angefochten, die Staatsanwaltschaft beschränkte ihre Berufung auf den Vollzug der Strafe. Da das Verschlechterungsverbot gemäss den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts ei...
	IV.  Strafpunkt
	1. Ausgangslage
	1.1. Der Beschuldigte G._____ ist der mehrfachen qualifizierten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 Abs. 2 StGB sowie des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen und angemessen ...
	1.2. Die Staatsanwaltschaft ist mit einer Bestrafung des Beschuldigten mit 36 Monaten Freiheitsstrafe einverstanden. Es sei von einer mehrfachen qualifizierten einfachen Körperverletzung auszugehen, welche offensichtlich im Grenzbereich der mehrfachen...
	1.3. Die Verteidigung beantragte, der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von maximal 19 Monaten zu bestrafen, welche bedingt aufzuschieben sei, unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. Eine Freiheitsstrafe von 36 Monaten müsse als unangem...
	2. Strafrahmen
	Der ordentliche Strafrahmen für die einfache Körperverletzung und den Rauf-handel beträgt Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 123 Ziff. 2 StGB; Art. 133 Abs. 1 StGB). Der Beschuldigte G._____ hat mehrere Delikte in echter Konkurre...
	3. Tatkomponente
	3.1. Mehrfache einfache Körperverletzung
	3.1.1. Die Vorinstanz qualifizierte die objektive Tatschwere der mehrfachen ein-fachen Körperverletzung als schwer. Der Beschuldigte habe sich mit einem  Armierungseisen bewaffnet einer tätlichen Auseinandersetzung gestellt, in deren Verlauf er sowohl...
	3.1.2. Der Beschuldigte bewaffnete sich für die Auseinandersetzung gegen die ohnehin schon zahlenmässig unterlegenen Gegner mit einem massiven Armierungseisen. Er setzte dieses auch nicht nur zu seiner Verteidigung oder zu  seinem Schutz ein, sondern ...
	3.1.3. Den Schlag gegen F._____ führte der Beschuldigte sodann nicht im  direkten Kampf mit seinem Kontrahenten, sondern für den Gegner unerwartet von hinten aus. Auch hier ist das objektive Verschulden als schwer zu bezeichnen.
	3.1.4. In subjektiver Hinsicht kann für alle durch den Beschuldigten begangenen einfachen Körperverletzungen festgehalten werden, dass der Beschuldigte die Armierungseisen nur mitgeführt haben kann, um sie schliesslich auch gegen  seine Gegner zu verw...
	3.1.5. Angesichts des schweren Verschuldens des Beschuldigten ist für das schwerste Delikt – mehrfache qualifizierte einfache Körperverletzung zum Nachteil von † K._____ – eine Einsatzstrafe von 27 Monaten festzusetzen. Diese Einsatzstrafe ist aufgrun...
	Der Verteidigung kann nicht gefolgt werden, wenn sie ausführt, nach gleicher Würdigung aller relevanten Strafzumessungsgründe sei die Einsatzstrafe analog den Ausführungen zur schweren Körperverletzung ebenfalls bei 4/10 des zur Verfügung stehenden St...
	3.2. Raufhandel
	3.2.1. Der Beschuldigte beteiligte sich an einem zwar kurzen, in seinen Folgen aber massiven und intensiven Raufhandel. Das Verschulden des Beschuldigten G._____ ist als noch nicht erheblich zu qualifizieren, wenngleich der  Beschuldigte mit schweren ...
	3.2.2. In subjektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass sich der Beschuldigte nur eventualvorsätzlich am Raufhandel beteiligt hat. Dem Raufhandel ging keine lange Planung voran. Daher und aufgrund des Notwehrhilfeexzesses ist eine deutliche Redukt...
	3.2.3. Die Einsatzstrafe ist infolge des Raufhandels nur moderat zu erhöhen.
	4. Täterkomponente
	4.1. Auf die vollständigen und zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten und zu seinem Werdegang kann verwiesen werden. Die Vorinstanz hielt fest, dass der Beschuldigte keine Vor-strafen aufweise und ...
	4.2. Der Beschuldigte zeigt sich nach wie vor weder geständig noch einsichtig. Er kann keine Reue für sich reklamieren. Dass die Verteidigung nunmehr einen Schuldspruch beantragt, ist nicht auf die Einsicht des Beschuldigten zurückzu-führen, sondern s...
	5. Fazit
	Unter Berücksichtigung aller für die Strafzumessung relevanter Kriterien und in Anwendung des Asperationsprinzips (Art. 49 Abs. 1 StGB) erweist sich die von der Vorinstanz ausgesprochene Strafe von 36 Monaten als angemessen und ist zu bestätigen. Die ...
	6. Vollzug
	6.1. Bei einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten kommt gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB der teilbedingte Vollzug in Frage. Auf die zutreffenden theoretischen Ausführungen der Vorinstanz dazu kann verwiesen werden (Urk. 136 S. 136).
	6.2. Mit der Vorinstanz (Urk. 136 S. 136 f.) kann beim Beschuldigten G._____ nicht von einer ungünstigen Prognose ausgegangen werden. Der  Beschuldigte wurde bisher noch nie straffällig und er war auch stets bemüht, einer Arbeitstätigkeit nachzugehen....
	V.  Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1. Der Beschuldigte hat nicht zu vertreten, dass infolge Rückweisung des Bundesgerichts ein zweites Berufungsverfahren nötig wurde. Dementsprechend sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	2. Die Kosten der amtlichen Verteidigung in der Höhe von Fr. 1'630.80 inkl. MwSt. (vgl. Urk. 278) sind auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	3. Die Vertretung der Privatklägerschaft ist für ihren Aufwand im vorliegenden Verfahren aus der Gerichtskasse mit Fr. 731.05 inkl. MwSt. (vgl. Urk. 276) zu entschädigen.

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 18. Dezember 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 14. November 2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1.-2. (…)
	3. (bereits rechtskräftig, siehe Beschluss vom 11. September 2012)
	4. (…)
	Vom Vorwurf der mehrfachen Begünstigung im Sinne von Art. 305 Abs. 1 StGB wird der Beschuldigte J._____ freigesprochen.

	5.-6. (…)
	7. (bereits rechtskräftig, siehe Beschluss vom 11. September 2012)
	8. (…)
	9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 9. Juni 2011 beschlagnahmten drei Armierungseisen werden eingezogen und der  Bezirksgerichtskasse Horgen zur gutscheinenden Verwendung überlassen.
	10. Die Daten auf der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 9. Juni 2011 beschlagnahmten externen Festplatte werden nach Eintritt der Rechtskraft der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich zur Löschung und die externe Festpl...
	11.-14. (…)
	15. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	16. (…)
	17. (Mitteilung)
	18. (Rechtsmittel)"
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. …
	2. Der Beschuldigte G._____ ist schuldig:
	 …
	 des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB.

	3.-6. …
	7. Die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ werden in solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, den nachfolgenden Privatklägern  folgende Genugtuungen, jeweils zuzüglich 5 % Zins seit 15. Februar 2010, zu be-zahlen:
	 A._____:  Fr. 40'000.–
	 B._____:   Fr. 40'000.–
	 C._____:   Fr. 10'000.–
	 D._____:  Fr. 10'000.–
	 E._____:   Fr. 10'000.–
	 F._____:   Fr.  9'100.–
	Im Mehrbetrag werden die Genugtuungsbegehren abgewiesen.

	8. Die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ werden in solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, den Privatklägern A._____ und B._____ Schadenersatz von gesamthaft Fr. 7'339.20 zuzüglich 5 % Zins ab 15. Februar 2010 zu bezahlen. Im Mehrbet...
	9. Die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ werden in solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, den Privatklägern C._____, D._____ und E._____ Schadenersatz von je Fr. 280.– zuzüglich 5 % Zins ab 15. Februar 2010 zu bezahlen. Im Mehrbetra...
	10. Es wird festgestellt, dass die Beschuldigten H._____, G._____, I._____ und J._____ gegenüber den Privatklägern 1-5 aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach im Umfang von 80 % für weiteren Schaden ersatzpflichtig sind, gegenüber dem Privat...
	11. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden zu 3/6 dem Beschuldigten H._____, zu 1/6 dem Beschuldig...
	Die Kosten der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung der  Privatklägerschaft werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. Die Nachforderung für die Kosten d...
	12. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	13. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden zu 1/4 dem Beschuldigten H._____, zu 1/4 dem Beschuldigten G._____, zu 1/16 dem Beschuldigte...
	14.-15. …"
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist zudem schuldig der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Abs. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 Abs. 2 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  82 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 24 Monaten aufge-schoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate abzüglich 82 Tage Haft) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	4. Die Kosten des zweiten Berufungsverfahrens (SB140202) werden auf die Gerichtskasse genommen.
	5. Die Kosten der amtlichen Verteidigung in der Höhe von Fr. 1'630.80 inkl. MwSt. werden auf die Gerichtskasse genommen.
	6. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft in der Höhe von Fr. 731.05 inkl. MwSt. werden auf die Gerichtskasse genommen.
	7. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die Vertretung der Privatklägerschaft
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.