# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa0a5332-9d9f-5ab6-9bb6-a41d218fd3bb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.10.2025 200 2025 526
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-526_2025-10-10.pdf

## Full Text

ALV 200 2025 526 
KOJ/SCC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 10. Oktober 2025

Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern 
Recht und Dienste, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 12. August 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2025, ALV 200 2025 526

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Sachverhalt:

A.

Die 1996 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
ausgebildete … (Akten des Amtes für Arbeitslosenversicherung [AVA; act. 
IIA] 102), arbeitete ab 1. November 2022 als … zu 90 % für die 
B.________ (Akten der C.________ [act. II]  51 f., 54 ff., 59 f.; act. IIA 98 f., 
103). Am 28. November 2024 (act. IIA 96) kündigte die Versicherte die Ar-
beitsstelle per 31. Januar 2025. Sie meldete sich am 5. Februar 2025 bei 
der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) an (act. II 65 f.) und stellte am 
13. Februar 2025 Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (ALE) ab 1. Fe-
bruar 2025 (act. II 53 ff.). Mit Schreiben vom 21. Februar 2025 (act. IIA 90) 
forderte das RAV die Versicherte zur Stellungnahme und/oder Nachrei-
chung von Arbeitsbemühungen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit auf. Am 3. 
März reichte die Versicherte eine Liste ein (act. IIA 69 ff.). Mit Verfügung 
vom 10. Juni 2025 (act. IIA 60 ff.) stellte das RAV die Versicherte ab 5. 
Februar 2025 wegen erstmalig ungenügenden Arbeitsbemühungen vor 
Antragstellung für sechs Tage in der Anspruchsberechtigung auf ALE ein. 
Die hiergegen von der Versicherten erhobene Einsprache (act. IIA 41 f.) 
hiess der Rechtsdienst des AVA (heute: Recht und Dienste) mit Entscheid 
vom 12. August 2025 (act. IIA 15 ff.) teilweise gut und reduzierte die Anzahl 
der Einstelltage auf fünf.

B.

Mit Eingabe vom 31. August 2025 (Postaufgabe) erhob die Versicherte 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Sie beantragt, der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 12. August 2025 sei aufzuheben.

Mit Beschwerdeantwort vom 8. September 2025 schliesst der Beschwer-
degegner auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2025, ALV 200 2025 526

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung vom 31. August 
1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 12. August 
2025 (act. IIA 15 ff.). Streitig und zu prüfen ist, ob die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung auf ALE im Umfang von insgesamt fünf Tagen in-
folge ungenügender Arbeitsbemühung vor Eintritt der Arbeitslosigkeit zu 
Recht erfolgte.

1.3 Bei einer Einstellung der Anspruchsberechtigung im Umfang von 
fünf Tagen liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung 
der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 
GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG müssen Versicherte, die Versicherungs-
leistungen beanspruchen wollen, mit Unterstützung des zuständigen Ar-
beitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermei-
den oder zu verkürzen. Insbesondere sind sie verpflichtet, Arbeit zu su-
chen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufs. Sie müssen 
ihre Bemühungen nachweisen können. Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG 
ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn 
sie sich persönlich nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht. Bei der 
Beurteilung der Frage, ob sich eine versicherte Person genügend um zu-
mutbare Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Quantität, sondern auch die 
Qualität ihrer Bewerbungen von Bedeutung (BGE 139 V 524 E. 2.1.1 
S. 525 und E. 2.1.4 S. 528).

2.2 Aus der Pflicht, den Eintritt der Arbeitslosigkeit zu verhindern, fliesst 
die Last für die versicherte Person, sich bereits vom Zeitpunkt der Kündi-
gung des früheren Arbeitsverhältnisses an und damit vor Eintritt der Ar-
beitslosigkeit intensiv um eine neue Arbeit zu bemühen. Die versicherte 
Person hat sich dementsprechend während einer allfälligen Kündigungs-
frist, aber auch generell während der Zeit vor der Anmeldung, unaufgefor-
dert um Stellen zu bemühen. Sie kann sich insbesondere nicht damit ex-
kulpieren, nicht gewusst zu haben, dass sie schon vor der Anmeldung zum 
Leistungsbezug zur ernsthaften Arbeitssuche verpflichtet war und nicht 
darauf aufmerksam gemacht worden sei. Beim ersten Beratungs- und Kon-
trollgespräch hat die versicherte Person die Nachweise der Arbeits-
bemühungen einzureichen (Art. 20a Abs. 3 AVIV; vgl. BGE 139 V 524 E. 
2.1.2 S. 526; SVR 2020 ALV Nr. 23 S. 71, 8C_744/2019 E. 4.3). Qualifizier-
ten Berufsleuten in gekündigter Stellung ist das Recht zuzubilligen, ihre 
persönlichen Bemühungen zunächst auf ihren bisherigen Berufszweig zu 

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beschränken, sofern dieser offene Stellen anbietet (BGE 139 V 524 E. 
2.1.3 S. 528).

2.3 Nach der Praxis sind als Arbeitsbemühungen im Sinne des Geset-
zes in erster Linie gezielte Bewerbungen um offene Stellen zu verstehen, 
da einem solchen planmässigen Vorgehen am ehesten Erfolg beschieden 
ist. Blosse Anfragen bei möglichen Arbeitgebern sowie die Kontaktnahme 
mit Stellenvermittlungsbüros mögen als ergänzende Anstrengungen zur 
Beendigung von Arbeitslosigkeit durchaus sinnvoll sein. Da ihr Erfolg aber 
weitgehend vom Zufall abhängt, können sie systematische Bewerbungen 
um offene Stellen nicht ersetzen (ARV 1990 S. 133 E. 2a, 1987 S. 41 
E. 2a).

2.4 In quantitativer Hinsicht werden in der Praxis durchschnittlich zehn 
bis zwölf Stellenbewerbungen pro Monat in der Regel als genügend erach-
tet (BGE 141 V 365 E. 4.1 S. 369, 139 V 524 E. 2.1.4 S. 528). Dabei ist 
allerdings nicht schematisch auf eine rein quantitative Grenze abzustellen. 
Vielmehr ist die Qualität des Vorgehens der versicherten Person mit Blick 
auf die konkreten Umstände zu prüfen, wobei mitunter eine gezielte Ar-
beitssuche und gut dargestellte Bewerbungen besser sind als zahlreiche 
Arbeitsbemühungen (Urteil des Bundesgerichts 8C_737/2017 vom 8. Ja-
nuar 2018 E. 2.2). 

2.5 Der Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) umfasst einerseits 
den Anspruch auf Schutz berechtigten Vertrauens in Zusicherungen oder 
sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden, 
sofern sich dieses auf eine konkrete, den betreffenden Bürger berührende 
Angelegenheit bezieht. Andererseits verbietet er sowohl den staatlichen 
Behörden wie auch den Privaten, sich in ihren öffentlich-rechtlichen 
Rechtsbeziehungen widersprüchlich oder rechtsmissbräuchlich zu verhal-
ten. Rechtsmissbrauch liegt insbesondere dann vor, wenn ein Rechtsinsti-
tut zweckwidrig zur Verwirklichung von Interessen verwendet wird, die die-
ses Rechtsinstitut nicht schützen will (BGE 130 I 26 E. 8.1 S. 60, 127 II 49 
E. 5a S. 56; Urteil des EVG H 157/04 vom 14. Dezember 2004 E. 3.3.1).

2.6 Bei der Schadenminderungspflicht der versicherten Person handelt 
es sich um einen allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts 

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(BGE 129 V 460 E. 4.2 S. 463; SVR 2020 EL Nr. 6 S. 21, 9C_251/2019 
E. 7.3.1). Einer versicherten Person sind im Rahmen der Schadenminde-
rungspflicht Massnahmen zuzumuten, die ein vernünftiger Mensch in der 
gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwar-
ten hätte (BGE 140 V 267 E. 5.2.1 S. 274).

3.

3.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe sich auf die offizi-
elle Information auf der Webseite der Arbeitslosenversicherung 
(<www.weu.be.ch>) gestützt, wonach monatlich mindestens acht Bewer-
bungen erwartet würden. Die Sanktion erscheine ihr nicht gerechtfertigt, da 
sie zu keinem Zeitpunkt über eine höhere Anzahl einzureichender Bewer-
bungen informiert worden sei.

3.2 Erstellt und unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin die Ar-
beitsstelle bei der B.________ mit Schreiben vom 28. November 2024 
kündigte (act. IIA 96 f.). Als Grund für die Kündigung gab sie an, sie absol-
viere eine Weiterbildung (D.________ [act. IIA 81]) und benötige eine An-
stellung im …, welche sie beim E.________ (E.________) als … mit einem 
Pensum von 30 % gefunden habe (vgl. auch act. II 26 ff.). Eine Reduktion 
des bisherigen Arbeitspensums von 90 % auf 30 % mit dem Ziel, zwei Ar-
beitsstellen zu haben, sei von der B.________ am 28. November 2024 ab-
gelehnt worden (vgl. auch act. II 21, 57). Am 3. März 2025 reichte die Be-
schwerdeführerin eine Tabelle mit 15 Arbeitsbemühungen in der Zeit vom 
28. November 2024 bis 22. Januar 2025 ein (act. IIA 69 f.).

Bezüglich der vor Versicherungsbeginn von der Beschwerdeführerin zu 
tätigenden Arbeitsbemühungen ist der Zeitpunkt massgebend, an dem sie 
Kenntnis von der objektiv drohenden Arbeitslosigkeit hatte. Vorliegend ist 
dies die Kündigung bei der B.________ am 28. November 2024. Bis zur 
Anmeldung beim RAV am 5. Februar 2025 (act. II 65 f.) bewarb sich die 
Beschwerdeführerin im November 2024 einmal, im Dezember 2024 
sechsmal und im Januar 2025 achtmal (act. IIA 69 f.). Grundsätzlich wer-
den gemäss Rechtsprechung in quantitativer Hinsicht durchschnittlich zehn 
bis zwölf Bewerbungen erwartet (E. 2.4 hiervor). Ob die von der Beschwer-

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deführerin erwähnte Anzahl von monatlich acht nachzuweisenden Bewer-
bungen gemäss den Angaben auf der Webseite des AVA (vgl. auch Be-
schwerdeantwort S. 4) eine hinreichende Grundlage für Vertrauensschutz 
(vgl. E. 2.5 hiervor) bildet, um von der gesetzlichen bzw. praxisgemässen 
Regelung abzuweichen, kann hier offenbleiben. Denn die Beschwerdefüh-
rerin hat sich so oder anders anzahlmässig ungenügend beworben, da sie 
sich im hier interessierenden Zeitraum vom 28. November 2024 bis 4. Fe-
bruar 2025 monatlich weniger als achtmal auf konkret freie Stellen bewor-
ben hat. Von den insgesamt 15 Bewerbungen handelt es sich um drei ge-
nerelle Anfragen bei Temporärbüros (jeweils eine pro Monat). Auch wenn 
diese Anfragen als Ergänzung sinnvoll sein können, ersetzen sie keine 
gezielte Bewerbung auf eine offene Stelle (E. 2.3 hiervor) und können da-
her nicht angerechnet werden. Die verbleibenden Arbeitsbemühungen von 
insgesamt zwölf Bewerbungen sind quantitativ ungenügend. Daran ändert 
nichts, dass der Beschwerdegegner zugunsten der Beschwerdeführerin die 
Bewerbung vor der Kündigung, welche zur Anstellung beim E.________ zu 
30 % führte, ebenfalls berücksichtigte (Beschwerdeantwort S. 3 Art. 4).

3.3 Zusammenfassend ist mit dem Beschwerdegegner von ungenügen-
den Arbeitsbemühungen im massgebenden Beobachtungszeitraum auszu-
gehen. Die Beschwerdeführerin ist damit ihrer Schadenminderungspflicht 
(vgl. E. 2.6 hiervor) nur ungenügend nachgekommen, womit die Einstellung 
in der Anspruchsberechtigung zu Recht erfolgte.

4.

Zu prüfen bleibt die Angemessenheit der Sanktion von fünf Einstelltagen.

4.1 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst 
sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG) und 
nicht nach der tatsächlichen Dauer der Arbeitslosigkeit (BGE 113 V 154; 
ARV 2023 S. 279 E. 4.1). Massgebend ist das Gesamtverhalten der versi-
cherten Person, das unter Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände 
des Einzelfalls, d.h. der objektiven und subjektiven Gegebenheiten zu wür-
digen ist (BGE 141 V 365 E. 4.1 S. 369). Die Dauer der Einstellung beträgt 
1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 

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60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 lit. a - c AVIV). Die Ein-
stellung gilt nur für Tage, für die die arbeitslose Person die Voraussetzun-
gen der Anspruchsberechtigung erfüllt (Art. 30 Abs. 3 Satz 1 AVIG).

Innerhalb dieses Rahmens entscheiden die Organe der Arbeitslosenversi-
cherung nach pflichtgemässem Ermessen. Das Sozialversicherungsgericht 
darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund anstelle desjenigen der Ver-
waltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, 
die seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen 
lassen (BGE 123 V 150 E. 2 S. 152; SVR 2020 ALV Nr. 11 S. 35, 
8C_331/2019 E. 3.3; ARV 2023 S. 279 E. 4.3, S. 197 E. 5.3, 2022 S. 444 
E. 3.3).

4.2 Bei der im angefochtenen Einspracheentscheid vom 12. August 
2025 festgesetzten Einstelldauer in der Anspruchsberechtigung von fünf 
Tagen (act. IIA 17) geht der Beschwerdegegner vom unteren Bereich des 
leichten Verschuldens aus (Art. 45 Abs. 3 lit. a AVIV). Gemäss "Einstellras-
ter" des vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) herausgegebenen 
Kreisschreibens AVIG-Praxis ALE (<www.arbeit.swiss>, Rubrik: Arbeitge-
ber/Publikationen/Kreisschreiben/AVIG-Praxis; D79 Ziff. 1.A) liegt die An-
zahl Einstelltage für ungenügende Arbeitsbemühungen bei einmonatiger 
Kündigungsfrist bei drei bis vier Tagen und bei zweimonatiger Kündigungs-
frist bei sechs bis acht Tagen. Der Beschwerdegegner begründete die Re-
duktion der verfügten sechs auf fünf Einstelltage mit der privaten Situation 
der Beschwerdeführerin und den knapp ungenügenden Arbeitsbemühun-
gen (act. IIA 17). Vorliegend wurde damit den konkreten Umständen an-
gemessen Rechnung getragen und es besteht mithin kein Anlass, in das 
Ermessen der Verwaltung einzugreifen (vgl. E. 4.1 hiervor).

4.3 Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 12. August 2025 (act. IIA 15 ff.) sowohl in grundsätzlicher als auch 
masslicher Hinsicht nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen.

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5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Recht und 

Dienste 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.