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**Case Identifier:** c403ef81-64d9-59f4-89c4-f1c67f5bd71b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.12.2018 IV 2016/299
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-299_2018-12-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/299

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 10.12.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 10.12.2018
Beweiswürdigung von Berichten behandelnder Ärzte, darunter auch einer 
Klinik nach stationären Aufenthalten der Beschwerdeführerin mit 
Leistungsfähigkeitsabklärungen, und eines Gutachtens (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Dezember 2018, IV 
2016/299).

Besetzung

Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus (Vorsitz), Versicherungsrichterin Monika 

Gehrer-Hug, Versicherungsrichter Ralph Jöhl; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Geschäftsnr.  

IV 2016/299

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Braun, Oberdorfstrasse 6, Postfach 29, 

8887 Mels,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 18./19. Juni 2012 (IV-act. 1) zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an. Sie sei 1989 in die Schweiz gekommen, sei Mutter von drei 

Kindern (geboren 19__, 20__ und 20__) und habe zuletzt seit Februar 2011 eine 

Tätigkeit als Aushilfe mit einem Pensum von 100 % ausgeübt. Am _. Juni 2011 habe 

sie bei einem Unfall ein Polytrauma erlitten. Der Arbeitgeberbescheinigung vom 25. 

Juni 2012 (IV-act. 12) war zu entnehmen, dass sie (seit Februar 2011) in 

ungekündigtem Verhältnis als Aushilfsmitarbeiterin [...] angestellt sei. Das Pensum 

betrage (zurzeit) 100 %. Im IK-Auszug (IV-act. 6) waren ab 1994 Einkommen diverser 

Arbeitgeber verzeichnet. Die Versicherte hatte gemäss den UV-Akten als Lenkerin eines 

Personenwagens (in dem sich auch ihre drei Kinder befanden) einen Verkehrsunfall mit 

einer massiven Kollision erlitten (UV-act. 3-115). Nach einem Austrittsbericht des 

Kantonsspitals B.___ vom 12. Juni 2011 (Austrittstag; UV-act. 3-151 f.) hatte sie sich 

dabei eine Femurschaft-Querfraktur rechts (operiert am __. Juni 2011), ein stumpfes 

Thoraxtrauma, eine leichte, traumatische Hirnverletzung und eine Kniekontusion/-

Distorsion rechts zugezogen. Im August 2011 (UV-act. 3-95) hatte sie der 

Unfallversicherung angegeben, seit Februar 2011 (nebst einer Hauswartstätigkeit) eine 

Stelle zu 80 % zu haben und vorher (immer) als Mutter und Hausfrau tätig gewesen zu 

sein. Am 17. Oktober 2011 (UV-act. 3-72 ff.) bestätigte der Kreisarzt der 

Unfallversicherung noch eine volle Arbeitsunfähigkeit und veranlasste eine 

Rehabilitation. Nachdem die Versicherte vom 12. Dezember 2011 bis 14. Januar 2012 

dort hospitalisiert gewesen war, empfahl die Klinik Valens im Austrittsbericht vom 24. 

Januar 2012 (UV-act. 3-51 ff.) einen therapeutischen Arbeitsversuch mit 

stundenweisem Einstieg und danach eine schrittweise Steigerung der Arbeitsfähigkeit 

unter klinischer Kontrolle. Der Kreisarzt hielt am 29. Februar 2012 (UV-act. 3-38 f.) 

dafür, in der Zwischenzeit seien die strukturellen Läsionen weitgehend abgeheilt, so 

dass nun eine körperliche und psychologische Belastungssteigerung dringend nötig 

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wäre. Das Kantonsspital B.___ attestierte der Versicherten in einem Austrittsbericht 

vom 7. Mai 2012 (UV-act. 3-10 f.) nach der Osteosynthesematerialentfernung vom 4. 

Mai 2012 eine Arbeitsunfähigkeit für die Zeit vom 4. bis 20. Mai 2012 (Austritt 7. Mai 

2012). 

A.b  Nach einem FI-Triage-Protokoll (IV-act. 13) ging die Sozialversicherungsanstalt/IV-

Stelle des Kantons St. Gallen am 10. Juli 2012 von einer medizinisch-theoretisch vollen 

Arbeitsfähigkeit der Versicherten aus. 

A.c  Gemäss einem Gesprächsprotokoll vom 10. Juli 2012 (IV-act. 16, 18) gab Dr. med. 

C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Chirurgie, Kantonsspital B.___, 

an, der Hausarzt (Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin) attestiere der 

Versicherten immer noch eine volle Arbeitsunfähigkeit. Sie arbeite aber im Rahmen 

eines Aufbau- und Belastbarkeitstrainings zurzeit zwei Stunden pro Tag und befolge 

die Weisungen. Dr. D.___ sei überzeugt, dass sie mittelfristig wieder ihre ursprüngliche, 

ideal adaptierte Tätigkeit werde ausüben können.

A.d  Der Kreisarzt hielt am 19. Oktober 2012 (UV-act. 5-1 ff.) dafür, rein objektiv seien 

sämtliche Verletzungen gut und vollständig ausgeheilt. Es bestehe eine anhaltende, 

chronifizierte Schmerzsymptomatik mit inzwischen aufgetretener Symptomausweitung 

ohne klinisch fassbares pathologisches Korrelat (somatoforme Schmerzstörung mit 

Symptomausweitung). Ab 22. Oktober 2012 werde eine Arbeitsunfähigkeit von 75 % 

attestiert, ab 1. November 2012 eine solche von 50 % (ganztags zu verwerten) und ab 

3. Dezember 2012 - rein unfallspezifisch betrachtet - keine Arbeitsunfähigkeit mehr (vgl. 

auch IV-act. 23-4 f.).

A.e  In einer IV-Zielvereinbarung über einen Eingliederungsplan vom 5. November 2012 

wurde vorgesehen, dass das Pensum ab November 2012 50 % betragen und ab 3. 

Dezember 2012 eine Erhöhung abgeklärt werden solle (vgl. IV-act. 21). Nach 

Auffassung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Invalidenversicherung vom 

14. November 2012 (IV-act. 24) war zu prüfen, ob die Versicherte im Anschluss an den 

Autounfall eine Anpassungsstörung entwickelt habe.

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A.f  Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle sprach der Versicherten am 14. November 

2012 (IV-act. 25) Massnahmen zum Erhalt des Arbeitsplatzes zu. - In einem 

Abklärungsauftrag an den IV-Eingliederungsverantwortlichen wurde für die bisherige 

Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 %, für eine angepasste Tätigkeit volle 

Arbeitsfähigkeit angenommen (IV-act. 26).

A.g  Die Suva stellte, wie einem Schreiben des Rechtsvertreters der Versicherten vom 

1. Februar 2013 (UV-act. 8-2) zu entnehmen war, ihre Leistungen (Taggeld, 

Heilbehandlung) zunächst ab 3. Dezember 2012 ein. Schliesslich wurden die 

Leistungen durch Verfügung vom 20. Juni 2013 (UV-act. 11-23) bzw. 

Einspracheentscheid vom 17. Januar 2014 (UV-act. 14-8 ff.) auf den 30. Juni 2013 hin 

eingestellt.

A.h  Der IV-Eingliederungsverantwortliche hielt am 28. Juni 2013 (IV-act. 28) fest, die 

Versicherte habe ihr Pensum bis anhin nicht über 25 % hinaus steigern können. Sie 

nehme inzwischen auch psychiatrische Hilfe in Anspruch. Sie könne an einem leichten 

Arbeitsplatz wechselbelastend arbeiten. - Mit Mitteilung vom 8. Juli 2013 (IV-act. 30) 

teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle der Versicherten mit, weitere berufliche 

Massnahmen seien nicht angezeigt; die Unterstützung werde mit ihrem Einverständnis 

eingestellt.

A.i In einem IV-Arztbericht vom 15. August 2013 (IV-act. 39) gab Dr. med. E.___, 

Fachärztin FMH für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, an, es bestünden 

bei der Versicherten als Hauptdiagnosen chronische Beschwerden bei Status nach 

Polytrauma nach Autounfall am __.06.2011, belastungsabhängige Restbeschwerden im 

rechten Oberschenkel und rechten Knie bei St. n. Kniekontusion/-distorsion rechts und 

Femurschaftfraktur rechts mit Reposition und Marknagelosteosynthese 05.06.2012 

(recte wohl: 2011), Metallentfernung 04.05.2012, ventrale Thoraxschmerzen bei Status 

nach stumpfem Thoraxtrauma mit Rippenfrakturen rechts ventral im 

osteocartilaginären Übergang mit kallusartiger Vorwölbung der Rippen. Vom 4. Juni 

2011 bis 21. Oktober 2012 sei sie voll arbeitsunfähig gewesen, seither sei sie noch zu 

75 % arbeitsunfähig. - Beigelegt waren die Berichte der Kliniken Valens vom 27. 

Februar 2013 und 11. März 2013 (IV-act. 39-8 ff. und 39-12 ff.). Diagnostiziert worden 

waren dort (grob wiedergegeben) ein chronisches Panvertebralsyndrom und 

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chronische Beschwerden bei Status nach Polytrauma nach Autounfall. Als 

arbeitsrelevante Probleme seien eine verminderte Kraft des rechten Beines und eine 

leicht eingeschränkte Kniebeugung rechts aufgefallen. Die Versicherte habe im 

Rahmen der Tests keine Hinweise auf eine Symptomausweitung gezeigt. Aus 

bidisziplinärer (internmedizinischer und rheumatologischer) Sicht sei die Versicherte 

aufgrund der körperlichen Einschränkungen zu maximal 50 % arbeitsfähig. Zwei 

Stunden Arbeit am Vor- und zwei am Nachmittag sollten ihr möglich sein. Innerhalb der 

nächsten sechs bis neun Monate sollte die Arbeitsfähigkeit wieder auf ein normales 

Pensum gesteigert werden können.

A.j Die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie F.___ gab in ihrem IV-Arztbericht 

vom 27. August 2013 (IV-act. 41) an, die Versicherte weise eine depressive Störung, 

gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom, auf. Sie sei 

vom 22. Februar bis 8. April 2013 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen. Diese 

Arbeitsunfähigkeit bestehe bei ihr zurzeit. Aus psychiatrischer Sicht sei davon 

auszugehen, dass sie die volle Arbeitsfähigkeit wieder werde erreichen können.

A.k  Das Kantonsspital B.___ hielt in einer Beurteilung vom 19. September 2013 (UV-

act. 14-53 ff.) fest, die glaubhaften Schmerzen der Versicherten seien eher nicht 

organisch, sondern durch eine inadäquate Schmerzwahrnehmung bzw. -verarbeitung 

bedingt. Die Unfallfolgen seien abgeheilt.

A.l Auf ergänzende Fragen des RAD erklärte Dr. E.___ am 8. November 2013 (IV-act. 

46), die Arbeitsfähigkeit habe seit März 2013 nicht gesteigert werden können. Bei einer 

neuerlichen Beurteilung durch die Kliniken Valens sei ebenfalls ein unveränderter 

körperlicher Befund erhoben worden. Es werde eine stationäre Rehabilitation 

vorgeschlagen.

A.m Die Kliniken Valens berichteten am 21. November 2013 (IV-act. 48, nach 

konsiliarischer Untersuchung vom Oktober 2013), von Juni 2011 bis Oktober 2012 

habe volle Arbeitsunfähigkeit bestanden. Seither arbeite die Versicherte zu 25 %. Seit 

der Abklärung vom Februar 2013 sollte eine Arbeitstätigkeit an vier Stunden pro Tag 

zumutbar sein. 

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A.n  Am 17. Dezember 2013 (IV-act. 52) liess die Versicherte die Wiederaufnahme der 

beruflichen Massnahmen beantragen. Am 15. April 2014 (IV-act. 80) wurde ihr 

Anspruch auf Beratung und Unterstützung beim Arbeitsplatzerhalt bestätigt. Es waren 

weitere ärztliche Berichte eingegangen.

A.o  Am 24. Juli 2014 (Mitteilung, IV-act. 86) stellte die Sozialversicherungsanstalt/IV-

Stelle des Kantons St. Gallen die beruflichen Massnahmen wieder ein, da seit Januar 

2014 eine Steigerung des Arbeitspensums trotz entsprechender Unterstützung nicht 

gelungen sei.

A.p  In einem IV-Verlaufsbericht vom 12. August 2014 (IV-act. 87) gab F.___ an, der 

Gesundheitszustand der Versicherten sei stationär. Bezüglich der depressiven 

Erkrankung bestehe wenig Compliance; die Versicherte beziehe die Symptome primär 

auf die somatischen Folgen des Unfalls. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 

sei aus psychiatrischer Sicht um 50 % eingeschränkt; maximal vier Stunden pro Tag 

seien möglich. Diese Tätigkeit sei eher leicht, überschaubar und in Wechselbelastung 

möglich. Es sei anzunehmen, dass in jeder vergleichbaren Tätigkeit ähnliche 

Beschwerden und eine ähnliche Arbeitsfähigkeit bestünden.

A.q  Dr. E.___ erklärte in einem IV-Verlaufsbericht vom 26. August 2014 (IV-act. 89), die 

Versicherte arbeite täglich zweimal eineinhalb Stunden. Mehr habe sich die Arbeitszeit 

wegen Exazerbation der Schmerzproblematik mit Bewegungsunmöglichkeit nicht 

steigern lassen. Sie (die Ärztin) gehe davon aus, dass der Endzustand erreicht sei und 

es nicht mehr zu einer Verbesserung der Problematik komme.

A.r  Am 16. Januar 2015 erstattete die MEDAS Ostschweiz das in Auftrag gegebene 

Gutachten (IV-act. 102). Als Hauptdiagnosen wurden bezeichnet (erstens) ein Cervico-

lumbales Schmerzsyndrom, rechtsbetont, mit leichter WS-Seitausbiegung mit 

diskreten degenerativen Veränderungen an der HWS; LWS unauffällig; (zweitens) eine 

muskuläre Dysbalance und (drittens) eine generalisierte muskuläre Hypotrophie und 

Insuffizienz bei asthenisch laxem Habitus. Als Nebendiagnosen lägen (verkürzt 

wiedergegeben) der Status nach Polytrauma, eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung, eine leichte depressive Störung im Rahmen der Schmerzproblematik 

und ein Hallux valgus links > rechts vor. Unter rheumatologischem Aspekt (vgl. IV-act. 

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102-47) wurden retrospektiv die (unfallbedingten) Arbeitsfähigkeitsschätzungen (volle 

Arbeitsunfähigkeit vom 4. Juni 2011 bis 21. Oktober 2012, 75 % Arbeitsunfähigkeit 

vom 22. Oktober 2012 bis 31. Oktober 2012 und 50 % Arbeitsunfähigkeit vom 1. 

November 2012 bis 2. Dezember 2012) als nachvollziehbar bezeichnet. Polydisziplinär 

wurde erklärt, die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten in der bisherigen und jeder 

anderen leichten adaptierten Tätigkeit betrage höchstens 20 %, und zwar bedingt 

durch über das betriebsübliche Mass hinausreichenden Pausenbedarf und bestehend 

seit etwa Sommer 2013 (unter Hinweis auf eine Suva-Beurteilung vom "30. Juni 2013"; 

IV-act. 102-59; gemeint wohl Suva-Verfügung vom 20. Juni 2013 mit 

Leistungseinstellung auf 30. Juni 2013). Die Foerster-Kriterien seien nicht erfüllt.

A.s  Mit Vorbescheid vom 25. März 2015 (IV-act. 110) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen eine Abweisung des 

Leistungsgesuchs der Versicherten in Aussicht. Der Invaliditätsgrad betrage 16 % 

(Valideneinkommen Fr. 44'000.--, Invalideneinkommen Fr. 36'960.--).

A.t Der Rechtsvertreter der Versicherten wandte am 1. Mai 2015 (IV-act. 115) ein, das 

Gutachten stehe im Widerspruch zur Beurteilung der Kliniken Valens nach dem 

Aufenthalt von 2013. Die Versicherte habe die damaligen Empfehlungen im Hinblick auf 

eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit strikt befolgt, das Ziel jedoch nicht erreichen 

können. Der Verfügung werde ihre effektive Leistungsfähigkeit zugrunde zu legen sein. 

Allenfalls müsse hierzu die neuerliche Evaluation in den Kliniken Valens abgewartet 

werden, zu welcher Dr. E.___ die Versicherte angemeldet habe. - Am 22. Juni 2015 (IV-

act. 117) reichte der Rechtsvertreter den Untersuchungsbericht der Inneren Medizin/

Rheumatologie der Interdisziplinären Schmerzsprechstunde der Kliniken Valens vom 

15. Juni 2015 (IV-act. 118) ein. Danach sollte der Versicherten eine Arbeitstätigkeit 

(ohne repetitive Tätigkeiten) halbtags möglich sein. Die Schmerzangabe und die 

Bewegungsmuster könnten rein somatisch nicht vollständig erklärt werden. Der 

Psychosomatische Dienst der Interdisziplinären Schmerzsprechstunde der Kliniken 

Valens gab an (IV-act. 121), es liege bei der Versicherten eine Dysthymie vor. Eine 

rheumatologisch-orthopädisch ideal adaptierte Tätigkeit sollte aus psychiatrischen 

Gründen (zumindest aktuell) nicht wesentlich beeinträchtigt sein (vgl. insgesamt IV-act. 

120). 

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A.u  Am 10. März 2016 (IV-act. 136) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle mit, 

sie halte am Ergebnis gemäss dem ersten Vorbescheid fest.

A.v  Der Rechtsvertreter der Versicherten wandte am 29. März 2016 (IV-act. 137) ein, 

bei der Beurteilung durch die Kliniken Valens handle es sich nicht nur um eine 

abweichende Meinung von behandelnden Ärzten, sondern um eine ausführliche 

leistungsorientierte Abklärung der arbeitsbezogenen funktionellen Belastbarkeit. Die 

Versicherte sei ausserdem zu einer neuropsychologischen Abklärung angemeldet. - Am 

5. Juli 2016 (IV-act. 141) reichte er den entsprechenden Untersuchungsbericht des 

ADHD-Zentrums Ostschweiz (Dr. phil. G.___, Psychotherapeut FSP) vom 20. Mai 2016 

(IV-act. 140) ein. Danach wurden eine Störung der Aufmerksamkeit, eine massiv 

erhöhte Erregungsmodulation während des Konzentrationsverlaufstests, die schnell zu 

Erschöpfungszuständen führe, und (bei den evozierten Potenzialen) fehlende 

Aktivierungen im anterioren cingulären Kortex gefunden. Das führe zu Ratlosigkeit und 

Verwirrung in überfordernden Situationen. - Der RAD hielt am 13. Juli 2016 (IV-act. 142) 

dafür, weitere medizinische Abklärungen seien nicht angezeigt.

A.w Mit Verfügung vom 13. Juli 2016 (IV-act. 143) wies die Sozialversicherungsanstalt/

IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Leistungsgesuch der Versicherten ab.

B. 

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Braun für die 

Betroffene am 12. September 2016 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin sei ab Juni 2012 eine Invalidenrente zuzusprechen. Die Ergebnisse 

der (nach dem Gutachten erfolgten) Abklärungen durch die Kliniken Valens mit der 

Aussage, dass die Beschwerdeführerin lediglich halbtags arbeitsfähig sei, basierten auf 

einer ausführlichen leistungsorientierten Abklärung der arbeitsbezogenen funktionellen 

Belastbarkeit der Beschwerdeführerin. Die Gutachter hätten sich zumindest dazu 

äussern müssen, erst recht, da sie mit den Ergebnissen der intensiven Arbeitsversuche 

übereinstimmten. Dass die Einschränkungen weit über das von der MEDAS attestierte 

Ausmass hinausgingen, bestätige auch die Untersuchung durch Dr. phil. G.___. Dieser 

führe aus, die Schwierigkeiten der Beschwerdeführerin würden zu einer erhöhten 

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Belastung führen und Stress verursachen, und wer das nicht sehe, der wolle es nicht 

sehen. Die MEDAS habe keine neurologischen, neuropsychologischen oder 

neurophysiologischen Abklärungen getätigt. Aufgrund der Abklärungen der Kliniken 

Valens, der Arbeitsversuche und der Untersuchung durch Dr. phil. G.___ sei von einer 

Einschränkung der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin von mindestens 50 % 

auszugehen. Allenfalls sei die effektive Leistungsfähigkeit - unter Berücksichtigung der 

funktionellen Tests in den Kliniken Valens und der Arbeitsversuche - im Sinn der 

neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung nochmals umfassend zu überprüfen. 

Weder das Gutachten noch die Einschätzung der Beschwerdegegnerin würden 

ausserdem den Anforderungen der ergebnisoffenen Beurteilung des tatsächlich 

erreichbaren Leistungsvermögens mit Berücksichtigung der leistungshindernden 

äusseren Belastungsfaktoren einerseits und der Kompensationspotenziale anderseits in 

einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 gerecht. Das Gutachten 

stütze sich noch auf die Foerster-Kriterien. Allenfalls seien auch diesbezüglich 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Beim Einkommensvergleich sei zudem nebst 

einem allfälligen Teilzeitabzug ein Leidensabzug vorzunehmen. Die Beschwerdeführerin 

habe ausschliesslich bei einer Unternehmung gearbeitet und verfüge über keinerlei 

anderweitige Berufserfahrung. Ein potenzieller Arbeitgeber werde zudem wegen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit vermehrten Absenzen zu rechnen haben und 

diesem Risiko mit einem (im Vergleich zu jenem einer gesunden Arbeitnehmerin) 

tieferen Lohn Rechnung tragen.

C.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. November 2016 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Die zur Erhebung des 

medizinischen Sachverhalts bzw. zur Folgenabschätzung hinsichtlich der 

medizinischen Befunde gesetzlich vorgesehenen Organe seien die medizinischen 

Abklärungsstellen. Der Gutachter der Rheumatologie sei den ihm bekannten 

abweichenden Einschätzungen der Kliniken Valens und von Dr. E.___ nicht gefolgt, weil 

sich kein adäquates klinisches und radiologisches Korrelat für die Beschwerden der 

rechten Körperseite gefunden habe und weil die ausgesprochen tiefe 

Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin nicht habe erklärt werden können. Der 

Experte habe aber eine Korrelation mit den Beurteilungen der Orthopäden des 

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Kantonsspitals B.___ und des Kreisarztes der Unfallversicherung festgestellt. Ein UV-

Rentenanspruch bestehe mangels objektivierbarer Unfallfolgen nicht. Aus dem Bericht 

der Kliniken Valens vom 15. Juni 2015 gehe nicht hervor, dass sich am Zustandsbild 

etwas Relevantes verändert haben könnte. Angesichts der diskreten organischen 

Befunde sei schon die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den Gutachter der 

Rheumatologie als wohlwollend zu bezeichnen. Die divergierenden Einschätzungen 

seien offenkundig von einer therapeutischen Sichtweise geprägt und beruhten im 

Wesentlichen auf subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin. Die Gutachterin der 

Psychiatrie habe den diagnostizierten Leiden keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

beigemessen. Die Überprüfung im Licht der gemäss BGE 141 V 281 massgeblichen 

Indikatoren führe zu keinem anderen Ergebnis. Es bestehe zwar eine gewisse 

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome, doch eine schwere 

Ausprägung der Schmerzstörung falle angesichts des aktiven Lebens der 

Beschwerdeführerin nicht in Betracht. Eine relevante psychische Komorbidität liege 

nicht vor. Der soziale Lebenskontext enthalte Faktoren, die sich potenziell günstig auf 

die Ressourcen auswirkten. Die Indikatorenprüfung zeige weder im Komplex des 

Gesundheitsschadens noch in jenem der Persönlichkeit eine negative Beeinflussung, 

so dass sich eine Konsistenzprüfung erübrige. Der neuropsychologische Bericht 

äussere sich nicht präzis zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Nach Auffassung 

des RAD ergebe sich daraus insgesamt ein Funktionsbild, das hinsichtlich des 

umschriebenen Arbeitsprofils keine weitere Leistungsminderung bedeute. Weder die 

organischen Beeinträchtigungen noch der psychische Befund vermöchten die 

auffälligen Werte unter dem Aspekt der Aufmerksamkeit zu erklären. Der Bericht setze 

sich auch nicht mit den gutachterlichen Schlussfolgerungen auseinander. Es seien 

insgesamt keine Zweifel am Begutachtungsergebnis begründet worden. Das 

Invalideneinkommen sei nicht anhand des im Pensum von ca. 35 % erzielten Lohnes 

festzulegen, da die Beschwerdeführerin die zumutbare Restarbeitsfähigkeit von 80 % 

bei weitem nicht ausschöpfe. Umstände, die auch auf einem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu betrachten seien und deshalb als Abzugsgrund 

berücksichtigt werden könnten, lägen nicht vor. Den relevanten physischen 

Beeinträchtigungen sei bereits beim Anforderungs- und Belastungsprofil und bei der 

Leistungsfähigkeit Rechnung getragen worden. Ein Teilzeitabzug komme wegen der 

grundsätzlich vollzeitlichen Arbeitsfähigkeit nicht in Frage. Ohnehin fehlte es an einer 

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statistisch ausgewiesenen Verdiensteinbusse. Fehlende Dienstjahre an einer neuen 

Arbeitsstelle und ein angeblich höheres Risiko der krankheitsbedingten Abwesenheit 

von der Arbeit führten ebenfalls nicht zu einem Abzug.

D.

Mit Replik vom 12. Januar 2017 weist der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

darauf hin, dass sie beim Unfall nicht (nur) eine Femurschaftfraktur, sondern diverse 

Verletzungen erlitten habe. Die Abklärungen in den Kliniken Valens beruhten 

ausserdem nicht im Wesentlichen auf ihren subjektiven Angaben. Vielmehr habe eine 

ausführliche und leistungsorientierte Abklärung stattgefunden. Die Ergebnisse, die mit 

den Arbeitsversuchen übereinstimmten, dürften nicht einfach übergangen werden. Der 

Hinweis des Gutachters der Rheumatologie, wonach seine Einschätzung mit jener des 

Kreisarztes übereinstimme, sei zudem wenig stichhaltig, habe sich die 

Invalidenversicherung doch nicht allein mit den reinen Unfallfolgen zu befassen und 

spiele die Adäquanzfrage keine Rolle. Neuropsychologische Ergebnisse könnten 

unbestrittenermassen nur im Rahmen einer gesamthaften Beweisführung bedeutsam 

sein, doch habe eine vollständige Abklärung vorliegend gerade nicht stattgefunden, 

insbesondere keine neurologische Untersuchung. Für eine genügende Beurteilung der 

Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin fehlten im Zusammenhang mit der 

somatoformen Schmerzstörung konkrete Angaben zur Ausprägung der Befunde und zu 

den somatischen und psychischen Komorbiditäten. Es werde auch nicht darauf 

eingegangen, dass die jahrelange und intensive Behandlung im Wesentlichen ohne 

Erfolg geblieben und die Eingliederung mit dem postulierten Leistungsvermögen trotz 

mehrerer Versuche nicht gelungen sei. Allenfalls seien diesbezüglich ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen, die den aktuellen Anforderungen gemäss dem 

Bundesgericht genügten. In medizinischer Hinsicht könne jedenfalls auf das Gutachten 

nicht abgestellt werden. Es sei weder umfassend noch inhaltlich schlüssig oder 

nachvollziehbar.

E. 

Die Beschwerdegegnerin hat am 20. Januar 2017 auf die Erstattung einer Duplik 

verzichtet und an ihrem Antrag festgehalten.

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Erwägungen

1. 

1.1  Im Streit liegt die Verfügung vom 13. Juli 2016, mit welcher die 

Beschwerdegegnerin das Leistungsgesuch der Beschwerdeführerin vom Juni 2012, 

namentlich ihren Rentenanspruch, abgewiesen hat.

1.2  Die Beschwerdeführerin lässt mit der Beschwerde (im Hauptstandpunkt) einzig 

Rentenleistungen beantragen. Streitgegenstand bildet demnach der allfällige 

entsprechende Anspruch. Die beruflichen Eingliederungsmassnahmen waren gemäss 

Mitteilungen vom 8. Juli 2013 und vom 24. Juli 2014 eingestellt worden. Ergäbe sich 

allerdings, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in Frage 

stünde, so gehörte zum Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die 

Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht 

der Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.

2. 

2.1  Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.2  Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, 

erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) 

sind (lit. c).

2.3  Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von 

sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 

ATSG. Damit wird nicht der Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls Rente 

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geregelt (dies erfolgt in Art. 4 Abs. 2 und 28 IVG), sondern nur der Rentenbeginn (vgl. 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Oktober 2015, IV 

2013/52 E. 1.2, vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 14. Dezember 2015, 9C_655/2015 

E. 4; vgl. Rz 2025 des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen 

Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung, KSIH, 

Fassung 2018).

2.4  Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen 

von Bedeutung. Der Arzt sagt, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen 

bzw. geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist (BGE 107 V 17 = ZAK 

1982 S. 34). Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind im 

Weiteren eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 

99 f. E. 4, vgl. BGE 141 V 281 E. 5.2.1).

3. 

3.1  Der Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

wurden verschiedentlich untersucht und beurteilt, darunter namentlich in einer 

polydisziplinären Begutachtung der MEDAS Ostschweiz. Das Gutachten vom 16. 

Januar 2015 gelangte zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei zum 

Begutachtungszeitpunkt zu 80 % arbeitsfähig gewesen. Hierauf stützt die 

Beschwerdegegnerin die angefochtene Verfügung. - Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, deren Leistungsfähigkeit sei um mindestens 

50 % eingeschränkt. Das zeigten namentlich die leistungsorientierten (objektiven) 

Abklärungen der Kliniken Valens, die Arbeitsversuche und die Ergebnisse des 

Untersuchs durch Dr. phil. G.___.

3.2  Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass das MEDAS-Gutachten auf einer 

Kenntnisnahme von den Vorakten und einer Erhebung der Anamnese basiert. Die 

Beschwerdeführerin wurde nach ihren Leiden befragt. In der Folge wurden die 

objektiven Befunde erhoben, so ein orthopädischer Status mit Labor- und 

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Röntgenbefunden (letztere von HWS ap./seitlich und Dens, LWS ap./seitlich, 

Oberschenkel rechts ap./seitlich, Kniegelenk rechts ap./seitlich und Patella axial, 

Rippenthorax, alle vom 7. Januar 2015) sowie ein PACT-Test. Ausserdem wurden 

Teilgutachten in psychiatrischer und rheumatologischer Disziplin und allgemeiner/

innerer Medizin (mit jeweiliger Anamnese- und Befunderhebung) erstellt.

4. 

4.1 

4.1.1  Was den somatischen Gesichtspunkt und zunächst im Einzelnen den 

rheumatologischen Teil des Gutachtens betrifft, wurde dargelegt, dass die 

bildgebenden Untersuchungen initiale degenerative Veränderungen im Sinn 

mehrsegmentaler cervikaler Chondrosen mit geringen Discusprotrusionen und kleiner 

medianer Discushernie C6/C7 ohne Neurokompression, eine Spondylarthrose C7/Th 1 

links, initiale spondylotische Veränderungen der mittleren BWS und Th11/12, eine 

initiale Chrondrose L5/S1 sowie initiale Spondylarthrosen L4 bis S1 ohne 

Neurokompression gezeigt hätten. Hinweise auf eine radiologische Erklärung für das 

ausgedehnte muskuloskelettale Schmerzsyndrom hätten sich nicht ergeben. Die 

Beschwerdeführerin habe ein leichtes, ostentativ wirkendes Schonhinken rechts und 

eine schmerzhafte Einschränkung der Schulterabduktion/ -elevation vorne rechts, 

Schmerzen bei der Rotationsprüfung der rechten Hüfte und panvertebrale 

Rückenschmerzen bei asthenischem, laxem Habitus und generalisierter muskulärer 

Hypotrophie mit Insuffizienz der Rumpfmuskulatur und muskulärer Dysbalance der 

Rückenmuskulatur rechts und der dorsalen Schultergürtelmuskulatur rechts und bei 

lumbospondylogenen Druckdolenzen rechts gezeigt. Ausserdem habe bei 

asymmetrischem Thorax eine Vorwölbung der Rippen ventro-medial rechts objektiviert 

werden können. Angesichts des Thorax-CT-Befundes vom 20. September 2013 

erscheine retrospektiv fraglich, ob beim Unfall tatsächlich dort Rippenfrakturen 

aufgetreten seien oder es sich um eine Normvariante mit steil verlaufenden Rippen 

rechts bei Thoraxasymmetrie handle. Radikuläre Reiz- oder sensomotorische 

Ausfallsymptome seien nicht feststellbar gewesen. Der Gutachter gelangte zum 

Schluss, dass sich für die von der Beschwerdeführerin als invalidisierend 

beschriebenen ausgedehnten muskuloskelettalen Beschwerden der rechten 

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Körperseite (Nacken, rechter ventraler Thorax, rechter Oberarm, rechte Flanke, rechtes 

Becken, rechter Oberschenkel, rechtes Knie) kein adäquates klinisches oder 

radiologisches Korrelat habe finden lassen. Die leichten degenerativen Veränderungen 

der Wirbelsäule würden das Beschwerdebild höchstens zu einem kleinen Teil erklären. 

Für mittelschwere und schwere Berufstätigkeiten sei aufgrund der generalisierten 

muskulären Hypotrophie und Insuffizienz bei asthenisch laxem Habitus eine 

Arbeitsunfähigkeit nachvollziehbar. Für körperlich leichte, wechselbelastende 

Tätigkeiten betrage die Arbeitsunfähigkeit höchstens 20 %.

4.1.2  Die Kliniken Valens ihrerseits gaben im Lauf der Zeit mehrere Berichte ab. Im 

Bericht vom 24. Januar 2012 waren ein deutlich verlangsamtes, leicht hinkendes 

Gangbild der Beschwerdeführerin, eine eingeschränkte Knie- und Hüftflexion und 

muskuläre Verkürzungen von Hüftstrecker und M. rectus femoris sowie eine 

ausgeprägte Schmerzsymptomatik beschrieben worden (UV-act. 3-53). Den Berichten 

vom 27. Februar 2013 (IV-act. 39-8 ff.) war in der Folge zu entnehmen, dass damals im 

Bereich der unteren Extremität eine leichte Flexionseinschränkung im Bereich des 

rechten Knies bei Verkürzungen des M. rectus femoris rechts gefunden worden war. 

Die Gelenke der oberen Extremität waren abgesehen von einer endgradigen 

Schmerzhaftigkeit bei allen Bewegungen der rechten Schulter normal und unauffällig 

beweglich gewesen. Als arbeitsrelevante Probleme waren eine verminderte Kraft des 

rechten Beines mit einem hinkenden Gang bei längerem Gehen und eine leicht 

eingeschränkte Kniebeugung rechts bei der Hocke und beim Knien aufgefallen. Die 

beobachtete Belastbarkeit habe im Wesentlichen einer leichten Tätigkeit mit Hantieren 

von Lasten bis maximal 10 kg entsprochen (vgl. IV-act. 39-10). Es wurde geschlossen, 

wegen der verminderten Kraftausdauer und dem zunehmenden Hinken beim längeren 

Gehen sei die arbeitsspezifische Belastbarkeit noch reduziert, die Arbeitsfähigkeit 

betrage momentan maximal 50 %. Die Kliniken gingen jedoch davon aus, dass die 

Arbeitsfähigkeit in den nächsten sechs bis neun Monaten wieder auf 100 % gesteigert 

werden könne (vgl. IV-act. 39-10 f.). - Am 21. November 2013 (IV-act. 48) berichteten 

sie, eine adaptierte Tätigkeit (ohne längere Gehstrecken) sollte der Beschwerdeführerin 

an vier Stunden pro Tag möglich sein. - Im Januar 2014 hatten die Kliniken Valens 

einen Arbeitsversuch der Beschwerdeführerin mit bis zu 50-prozentiger Arbeitstätigkeit 

vorgeschlagen (so der Austrittsbericht vom 22. Januar 2014, beschrieben bei IV-act. 

102-20 und IV-act. 102-43). - In den Untersuchungsberichten vom Juni 2015 der 

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Interdisziplinären Schmerzsprechstunde der Kliniken Valens wurde eine 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin für eine halbtägige Arbeit als möglich 

bezeichnet. Grundlage der Berichte vom 15. Juni 2015 waren nochmals Basistests der 

körperlichen Leistungsfähigkeit. Als arbeitsrelevantes Problem wurden dabei nun 

(lediglich) die häufigen Angaben von verschiedenen Beschwerden bezeichnet (vgl. IV-

act. 123-1). Die beobachtete Belastbarkeit habe einer leichten Tätigkeit (mit Hantieren 

von Lasten selten bis maximal 10 kg) entsprochen. Es wurde geschlossen, die 

Beschwerden seien im Rahmen eines chronischen Panvertebralsyndroms bei 

muskulären Dysbalancen und Insuffizienzen als Unfallfolgen zu sehen, aus denen auch 

der Beckenschiefstand um 1 cm nach Femurfraktur resultiere. Die Schmerzangabe und 

die Bewegungsmuster könnten rein somatisch nicht vollständig erklärt werden. Eine 

angepasste Tätigkeit sollte halbtags möglich sein (vgl. IV-act. 122-2). 

4.1.3  Wie der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vorbringt, basieren die 

Beurteilungen der Kliniken Valens vom 27. Februar 2013 und vom 11. Juni 2015 nicht 

allein auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin, sondern auf 

Leistungsfähigkeitsabklärungen. Die dabei beobachtete Belastbarkeit hatte jeweils wie 

erwähnt - grundsätzlich - einer leichten Tätigkeit entsprochen. Die attestierte 

weitreichende, 50 % betragende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wurde zunächst 

(2013) mit verminderter Kraftausdauer und dem zunehmenden Hinken der 

Beschwerdeführerin beim längeren Gehen begründet, was im Vergleich zur 

Begründung der Beurteilung im Gutachten weniger überzeugt. Nach der zweiten 

Testreihe (2015) waren von der Abteilung Ergonomie ausserdem gar nur noch häufige 

Angaben von verschiedenen Beschwerden als arbeitsrelevantes Problem genannt 

worden (vgl. IV-act. 123-1). Dennoch blieb es (unter Hinweis auf das 

Panvertebralsyndrom und den Beckenschiefstand) bei der Einschätzung der 

Beschränkung der Leistungsfähigkeit auf eine halbtägige Arbeit (vgl. IV-act. 122-2). 

4.1.4  Die Verhaltensbeobachtung bei der arbeitsspezifischen Abklärung der Kliniken 

Valens vom Februar 2013 hatte zudem zwar zunächst noch ergeben, dass keine 

Symptomausweitung vorliege. Auffällig sei [nur] die Art der Schmerzbeschreibung bzw. 

das häufige Reiben der Schmerzbereiche (IV-act. 39-12). Gemäss dem entsprechenden 

Anhang 1 (IV-act. 39-16) hatte sich (nebst dem erwähnten Schmerzverhalten) unter 

dem Aspekt der Schmerzbeschreibung im Einzelnen (verkürzt wiedergegeben) gezeigt, 

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dass topographisch weit ausgebreitete Schmerzen (klinisch nicht plausibel) und ein 

undifferenziertes Schmerzmuster (diffuse Schmerzangaben) angegeben worden waren 

und dass der Schmerz von der Art der Bewegung/Aktivität oder durch therapeutische 

Massnahmen kaum beeinflusst werde. Ob die Handkraftverteilung physiologisch 

gewesen sei, wurde als fraglich bezeichnet. Bei der Konsistenz wurde auf eine 

Diskrepanz zwischen dem Ausmass der angegebenen Einschränkungen im PACT-Test 

und den beobachteten funktionellen Fähigkeiten (Selbsteinschätzung erheblich zu tief; 

90 Punkte) hingewiesen. Die Konsistenz wurde dennoch als gut bewertet. - Im 

Testbericht vom 11. Juni 2015 wurde von einer mässigen Symptomausweitung mit 

Augenmerk auf Schmerzbeschreibung und Verhalten ausgegangen (IV-act. 123-1). Im 

Einzelnen wurde unter anderem auf eine Inkonsistenz bei den Handkraft-Tests und 

darauf hingewiesen, dass sich die Beschwerdeführerin im Problembereich nicht bis an 

eine beobachtbare funktionelle Leistungsgrenze habe belasten lassen (dort 

Selbstlimitierung, vgl. IV-act. 123-3). Beim PACT-Test hatte sich eine Punktzahl von nur 

noch 28 ergeben. - Auch im rheumatologischen Gutachten der MEDAS war im Übrigen 

eine ausgesprochen tiefe Selbsteinschätzung ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit 

durch die Beschwerdeführerin im PACT-Test (44 von möglichen 200 Punkten; IV-act. 

102-45) zu berücksichtigen gewesen.

4.1.5  Des Weiteren kann nicht darüber hinweggesehen werden, dass sich die 

Beschwerdeführerin in den Kliniken Valens zum Zweck der Behandlung aufhielt. Die 

betreffenden Ärzte haben - wie behandelnde Ärzte allgemein - zwar einerseits die 

(vorteilhafte) Möglichkeit einer längeren Beobachtungszeit (vgl. 

Bundesgerichtsentscheid vom 21. Dezember 2005, 4P.254/2005), anderseits haben sie 

aber einen therapeutischen Auftrag (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 25. Mai 2007, I 

514/2006) und befinden sich zudem in einer Vertrauensstellung zu ihren Patienten (vgl. 

Bundesgerichtsentscheid vom 27. August 2008, 8C_588/2007; BGE 125 V 353 E. 3b/

cc), so dass es nicht ihre Sache sein kann, deren Arbeitsfähigkeit objektiv einschätzen 

zu müssen (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 22. April 2014, 9C_184/2014), und so 

dass zudem damit gerechnet werden muss, dass sie sich durch die "Macht des 

Faktischen" von deren pessimistischer subjektiver Einstellungen überzeugen lassen 

(vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. April 2007, IV 

2006/90). Das ist bei der Beweiswürdigung zu berücksichtigen. Auf einen 

entsprechenden Blickwinkel mag es hindeuten, dass die Kliniken Valens im Arztbericht 

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vom 21. November 2013 die medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit anhand des 

von der Beschwerdeführerin tatsächlich ausgeübten Arbeitspensums umschrieben (IV-

act. 48-2). 

4.1.6  Der Gutachter der Rheumatologie seinerseits setzte sich ferner mit den 

abweichenden Standpunkten auseinander und hielt dafür, die 

Arbeitsunfähigkeitsatteste der Kliniken Valens und von Dr. E.___ würden sich aufgrund 

der erwähnten objektivierbaren pathologischen klinischen und radiologischen Befunde 

nicht begründen lassen (vgl. IV-act. 102-45). Was den Bericht der Klinik Valens vom 24. 

Januar 2012 im Besonderen betrifft, wies er darauf hin, dass dort als 

rehabilitationsbehindernde Faktoren eine Anpassungsstörung im Sinn einer 

depressiven Reaktion auf das Unfallereignis, die anhaltende Schmerzsymptomatik und 

die Ungewissheit bezüglich der weiteren gesundheitlichen Entwicklung der Kinder 

bezeichnet worden seien (vgl. IV-act. 102-41 f.). Die Kliniken Valens erklärten das 

Beschwerdebild denn auch schon am 24. Januar 2012 (UV-act. 3-52) nicht allein 

rheumatologisch, sondern mit einem (mitwirkenden) psychiatrischen Einfluss, 

erwähnten sie doch wie dargelegt eine Anpassungsstörung. Von einem die 

Arbeitsfähigkeit tangierenden psychiatrischen Leiden ist allerdings, wie unten (E. 5.1) 

darzulegen ist, nicht auszugehen. 

4.1.7  Dass der Gutachter der Rheumatologie seine Beurteilung nach einer 

umfassenden Abklärung und namentlich auch in Kenntnis der abweichenden 

Standpunkte der beiden rheumatologisch behandelnden Stellen abgegeben hat, gibt 

ihr beweismässig erhebliches Gewicht. - Die Kliniken Valens beschrieben keine 

Befunde, die im Gutachten ausser Acht gelassen worden wären. Es sprechen demnach 

auch keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise (vgl. hierzu 

Bundesgerichtsurteil vom 14. Dezember 2017, 8C_616/2017 E. 6.2.2; BGE 137 V 210 

E. 2.2.2 und 1.3.4). - Dem Ergebnis der rheumatologischen Begutachtung ist 

hinsichtlich des Beweiswerts gegenüber den Beurteilungen durch die Kliniken Valens 

aus den dargelegten Gründen der Vorzug zu geben. Gleiches gilt gegenüber der vom 

Gutachten abweichenden Einschätzung von Dr. E.___, deren Basis unter den 

Gesichtspunkten der Abklärungen und der Aktenkenntnis mit jenen der Gutachter nicht 

vergleichbar ist. - Mit den Beurteilungen der Orthopäden des Kantonsspitals B.___ und 

des Kreisarztes stellte das Gutachten (vgl. IV-act. 102-45) schliesslich 

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Übereinstimmung fest. Für die Invalidenversicherung als finale Versicherung (die in der 

Regel nicht nach der Genese durch Krankheit oder Unfall eines Gesundheitsschadens 

fragt; BGE 124 V 174 E. 3b) kann diese letztgenannte Übereinstimmung nur, aber 

immerhin insofern Bedeutung haben, als den betreffenden Einschätzungen keine 

Beschränkung auf gewisse Leiden zugrunde liegt, während andere, für die 

Invalidenversicherung relevante Beschwerdeanteile aus Kausalitätsgründen 

ausgeschieden wurden (zur psychiatrischen Beurteilung unten E. 5.1, vgl. auch E. 7.2). 

4.2  Ein Ungenügen des Gutachtens ist auch nicht etwa deswegen festzustellen, weil 

eine fachärztliche neurologische Untersuchung anlässlich der Begutachtung nicht 

stattgefunden hat. Die MEDAS konnte sich in dieser Hinsicht auf die Ergebnisse eines 

fachärztlichen Berichts von Prof. Dr. med. H.___ vom 18. Mai 2013 (UV-act. 11-57) 

stützen, der nebst den Untersuchungsbefunden auch auf Zusatzdiagnostik (wie EEG, 

Elektromyo- und -neurographie, evozierte Potentiale und galvanischer Hautreflex) 

basierte. Danach hatten diagnostisch ein chronischer Kopfschmerz vom 

Spannungstypus, eine Zervikobrachialgie rechts, belastungsabhängige thorakale 

Schmerzen rechts und belastungsabhängige Schmerzen rechtes Bein (bei Ausschluss 

einer relevanten Neuropathie) vorgelegen. Der Facharzt FMH der Neurologie hatte 

bekannt gegeben, bei der klinischen Untersuchung habe sich die geklagte 

Sensibilitätsstörung keinem Dermatom oder Nervenversorgungsgebiet zuordnen 

lassen; sie habe sich nicht objektivieren lassen (die SEP-Latenzen hätten im 

Normbereich gelegen, eine Störung der peripheren oder zentralen Überleitungszeit 

habe sich nicht feststellen lassen). Die Tiefensensorik sei (klinisch) unauffällig gewesen. 

Relevante motorische Defizite hätten sich nicht feststellen lassen. Die 

elektrophysiologische Untersuchung habe einen unauffälligen hirnelektrischen Befund 

gezeigt, daneben aber Hinweise auf eine Verspannung der perikraniellen Muskulatur. 

Die Armnerven rechts seien unauffällig gewesen. Hinweise auf eine 

Kompressionsneuropathie habe es nicht gegeben, ebenso wenig klinische Hinweise 

auf eine zervikale Radikulopathie. Die chronische Zephalgie dürfte einerseits 

analgetikainduziert sein, anderseits im Zusammenhang mit der Zerviko-Zephalgie 

(keiner eigentlichen neurologischen Diagnose) bzw. dem chronischen 

Panvertebralsyndrom stehen. Bei der Sensibilitätsstörung an den unteren Extremitäten 

handle es sich ebenfalls um eine eher somatoforme Störung im Rahmen der in der 

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Aktenlage berichteten Anpassungsstörung (vgl. IV-act. 102-56; zur Beurteilung der 

psychiatrischen Sachlage vgl. wie erwähnt unten E. 5.1).

4.3  Unter allgemeinmedizinischem internistischem Gesichtspunkt war keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit festzustellen.

5. 

5.1  Unter psychiatrischem Gesichtspunkt war im Gutachten vom 16. Januar 2015 

festgehalten worden, eine diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit liege nicht vor und habe 

überwiegend wahrscheinlich nie (im Umfang von mehr als 20 %) vorgelegen (vgl. IV-

act. 102-34). - Die jüngere bundesgerichtliche Rechtsprechung sieht gemäss dem erst 

nach der vorliegenden Begutachtung (am 3. Juni 2015) ergangenen BGE 141 V 281 

(und gemäss BGE 143 V 418 E. 7.1 f. - bei Ausnahmen nach dem jeweiligen 

Beweisbedarf - grundsätzlich) für die Objektivierung der Beschwerden bei psychischen 

Erkrankungen, die generell Schwierigkeiten bietet (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 1. 

Februar 2018, 8C_300/2017 E. 4.1.4.1), ein strukturiertes Beweisverfahren vor. Für die 

Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens sind demnach in der Regel diverse 

Standardindikatoren beachtlich, die in zwei Kategorien systematisiert werden, nämlich 

einerseits in der Kategorie des funktionellen Schweregrads und anderseits in jener der 

Konsistenz. Dennoch verlieren frühere Gutachten den Beweiswert nicht per se (vgl. 

BGE 141 V 281 E. 8; vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 18. Mai 2017, 8C_842/2016). 

Im vorliegenden Gutachten wurde in den verschiedenen Disziplinen jeweils Augenmerk 

auf die erschwerenden Verhältnisse und die Ressourcen der Beschwerdeführerin 

gerichtet. Mit der gutachterlichen Schlussfolgerung im Wesentlichen übereinstimmend 

nahm der Psychosomatische Dienst der Interdisziplinären Schmerzsprechstunde der 

Kliniken Valens an, die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei aus psychiatrischen 

Gründen nicht relevant beeinträchtigt (vgl. IV-act. 121-4). Bei diesen Gegebenheiten 

kann unter dem entsprechenden Aspekt ohne Weiterungen auf das Gutachten 

abgestellt werden. Die abweichende Beurteilung der behandelnden Fachärztin für 

Psychiatrie und Psychotherapie, F.___, vermag im Beweiswert gegen die 

überzeugende gutachterliche Beurteilung nicht anzukommen.

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5.2  Auch die Ergebnisse der Untersuchung durch das ADHD-Zentrum Ostschweiz (Dr. 

phil. G.___) geben nicht Anlass zu relevanten Zweifeln an der Stichhaltigkeit der 

Beurteilung der massgeblichen zumutbaren Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

durch die Gutachter. Es wurde im entsprechenden Bericht von Dr. phil. G.___ (vgl. 

insbesondere IV-act. 140-2) erklärt, in den Fragebogen hätten sich Schwierigkeiten in 

Bezug auf die Aufmerksamkeit und eine erhöhte Aktivität gezeigt. Zur mangelnden 

Aufmerksamkeit dürften allerdings Emotionsregulation und Schmerzen wesentlich 

beitragen. Bei Schwierigkeiten in Leistungssituationen hätten sich bei der 

Beschwerdeführerin ebenfalls Schwierigkeiten in Bezug auf Aufmerksamkeit und 

Kurzzeitspeicherung gezeigt. Bei der Analyse der Daten einer evidenzbasierten 

Untersuchung mittels Messung neurophysiologischer Hirnfunktionen sei die massiv 

erhöhte Erregungsmodulation während des Konzentrationsverlaufstests aufgefallen (bei 

moderater Erhöhung während entspannter Ruhe). Es könne davon ausgegangen 

werden, dass dies schnell zu Erschöpfungszuständen führe. Eine solche 

Erregungsmodulation sei bei Personen mit depressiver Stimmung 

("Stimmungsmodulation") gefunden worden. Damit einher gingen Stress, Angst und 

Schlaflosigkeit. Die bei den evozierten Potenzialen aufgefallene fehlende Aktivierung im 

anterioren cingulären Kortex führe zu Ratlosigkeit und Verwirrung in überfordernden 

Situationen. - Allgemein ist hierzu zunächst festzuhalten, dass es diverse Einflüsse 

sind, welche auf die kognitive Leistungsfähigkeit einer Person einwirken können (wie 

etwa Trauma, Störung der Emotionalität oder psychotrop wirksame Substanzen, aber 

auch aus verschiedenen Gründen verminderte Motivation, vgl. Bogdan P. Radanov, 

Über den Stellenwert der neuropsychologischen Diagnostik bei Patienten nach 

Halswirbelsäulen-Distorsion [sog. Schleudertrauma der Halswirbelsäule], in SZS 1996 

472 ff.). Neuropsychologische Testresultate reichen daher allein nicht aus, um 

Diagnosen zu stellen und die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Die entsprechenden 

Untersuchungsergebnisse sind nach der Rechtsprechung - anerkanntermassen - im 

Rahmen einer gesamthaften Beweiswürdigung nur insoweit bedeutsam, als sie 

überprüf- und nachvollziehbar sind und sich in die übrigen medizinischen 

Abklärungsergebnisse schlüssig einfügen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 7. August 

2009, 8C_261/2009; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). Die motivationalen Aspekte sind dabei 

testmässig besonders schwierig zu evaluieren (vgl. Bogdan P. Radanov, a.a.O., 473). 

Bei der Verwendung von psychodiagnostischen Instrumenten ist in Bezug auf mögliche 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/25

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Verfälschungen oder Verzerrungen ein besonderes Augenmerk auf deren Aussagekraft 

im versicherungsmedizinischen Kontext zu richten sowie deren Konsistenz im Hinblick 

auf andere Informationen oder Ergebnisse zu prüfen (vgl. Schweizerische Gesellschaft 

für Psychiatrie und Psychotherapie SGPP, Qualitätsleitlinien für 

versicherungspsychiatrische Gutachten, 3. A. 16. Juni 2016, in SZS 2016 435 ff., 457). 

Konkret ist darauf hinzuweisen, dass die Gutachter eine neuropsychologische 

Zusatzabklärung nach Lage der Akten nicht für erforderlich hielten. Bei der 

Untersuchung durch das ADHD-Zentrum waren zudem - soweit ersichtlich - keine 

Symptomvalidierungstests durchgeführt worden. Ferner ist zu berücksichtigen, dass 

die MEDAS bei ihrer Arbeitsfähigkeitsschätzung einen über das betriebsübliche Mass 

hinausreichenden Pausenbedarf der Beschwerdeführerin (von höchstens 20 %) 

anerkannt hat, so dass sich die Annahme rechtfertigt, dem Aufmerksamkeitsdefizit und 

der erhöhten Aktivität sei insofern ebenfalls ausreichend Rechnung getragen worden.

5.3  Die Beschwerdeführerin lässt schliesslich vorbringen, trotz strikter Befolgung der 

ärztlichen Empfehlungen habe sie keine Steigerung der Arbeitsfähigkeit erreichen 

können. Nach dem Dargelegten ist die effektive Leistung im Umfang eines Pensums 

von 35 % für die vorliegende Beurteilung nicht relevant, da sie der medizinisch 

zumutbaren Leistung nicht entspricht. Auszugehen ist zusammenfassend von einer 

Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Begutachtung (vom 

Januar 2015) von höchstens 20 %.

6. 

Angesichts der Arbeitsfähigkeit von 80 % nicht nur für eine adaptierte, sondern 

zumutbarer Weise auch für die bisherige Tätigkeit ergibt ein Einkommensvergleich 

keinen Invaliditätsgrad eines Ausmasses, das Anspruch auf eine Rente begründen 

würde. Da die Beschwerdeführerin ihre letzte Stelle infolge Betriebsschliessung (auf 31. 

August 2015) verloren hat, sind die beiden Vergleichseinkommen hernach ausgehend 

vom selben Tabellenlohn zu bestimmen, weshalb der Invaliditätsgrad dem Grad der 

Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn 

gemäss BGE 126 V 75 entspricht (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 20. April 2010, 

9C_215/2010 E. 5.2). - Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte 

Person ihre gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/25

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Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist 

ein Abzug von den Tabellenlöhnen zu machen. Bei der Bestimmung der Höhe des 

Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das 

Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu 

schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. 

BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 126 V 75). Die gesundheitlich bedingten 

Einschränkungen der Beschwerdeführerin sind in der medizinisch begründeten 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung berücksichtigt. Das Risiko vermehrter 

Krankheitsabsenzen ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. 

Bundesgerichtsentscheid vom 27. Januar 2017, 9C_765/2016 E. 5.3, insbesondere zu 

psychischen Erkrankungen) ebenso wenig abzugsrelevant wie der Umstand, dass bei 

vollzeitlicher Präsenz nur ein eingeschränktes Rendement möglich ist (vgl. 

Bundesgerichtsentscheid vom 4. April 2012, 8C_20/2012), oder dass Frauen teilzeitlich 

tätig sind (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 30. November 2012, 8C_712/2012 E. 

4.2.2). Das Bundesgericht geht ausserdem davon aus, dass das Entfallen eines 

lohnrelevanten Vorteils früherer langer Betriebszugehörigkeit durch eine positive 

Wirkung der durch die langjährige Betriebstreue ausgewiesenen Zuverlässigkeit und 

Tüchtigkeit auf den Anfangslohn bei einem anderen Arbeitgeber auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausgeglichen wird (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 18. 

Januar 2018, 8C_552/2017 E. 5.4.1). Ein höherer als 10 % ausmachender Abzug 

kommt bei den vorliegenden Gegebenheiten somit nicht in Frage. Zu einem 

rentenrelevanten Invaliditätsgrad würde jedoch einzig der - hier nicht gerechtfertigte - 

Maximalabzug führen. 

7. 

7.1  Was die zurückliegende Zeit betrifft, setzte die MEDAS ihre oben beschriebene 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung von 20 % im Gutachten vom 16. Januar 2015 auf einen 

Zeitpunkt etwa ab Sommer 2013 fest, und zwar unter Bezugnahme auf eine 

"Beurteilung der Suva vom 30. Juni 2013" (IV-act. 102-59). Auf diesen Tag hin hatte die 

Suva mit Verfügung vom 20. Juni 2013 (bzw. Einspracheentscheid vom 17. Januar 

2014, UV-act. 14-8 ff.) das UV-Taggeld eingestellt. - Der Gutachter der Rheumatologie 

hatte angenommen, für die frühere Zeit seien die (unfallkausalen) 

Arbeitsunfähigkeitsschätzungen - volle Arbeitsunfähigkeit vom 4. Juni 2011 bis 21. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

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Oktober 2012, 75 % Arbeitsunfähigkeit vom 22. Oktober 2012 bis 31. Oktober 2012 

und 50 % Arbeitsunfähigkeit vom 1. November 2012 bis 2. Dezember 2012 (und null ab 

3. Dezember 2012) - nachvollziehbar (vgl. IV-act. 102-47). Bei dieser Beurteilung bezog 

er sich nach der Aktenlage auf diejenige des Kreisarztes der Unfallversicherung vom 

19. Oktober 2012. Die gemäss Gutachten massgebliche Veränderung des Sachverhalts 

(weitgehende Verbesserung der Arbeitsfähigkeit) war demnach jedenfalls nicht erst im 

Juni 2013 (bei UV-Verfügung), sondern schon früher eingetreten, vorgefunden und 

festgestellt worden.

7.2  Der Kreisarzt hatte der Beschwerdeführerin am 19. Oktober 2012 zwar die 

entsprechenden - rein unfallspezifisch betrachteten - Arbeitsunfähigkeiten attestiert, 

aber gleichzeitig festgehalten, sämtliche Verletzungen seien vollständig ausgeheilt. Es 

liege eine chronifizierte Schmerzsymptomatik mit inzwischen aufgetretener 

Symptomausweitung ohne klinisch fassbares pathologisches Korrelat vor 

(somatoforme Schmerzstörung). Die Beschwerdeführerin hatte auch schon im Juli 2012 

im Rahmen eines Aufbau- und Belastbarkeitstrainings an immerhin zwei Stunden pro 

Tag gearbeitet. Bereits am 29. Februar 2012 hatte der Kreisarzt zudem berichtet, die 

strukturellen Läsionen seien weitgehend abgeheilt und eine Belastungssteigerung sei 

dringend angezeigt. Die Annahme einer vollen Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin bis Oktober 2012 - und selbst eine rentenerhebliche 

Arbeitsunfähigkeit in bisheriger oder adaptierter Tätigkeit über Ende Mai 2012 (die Zeit 

nach dem Spitalaufenthalt) hinaus - ist daher insofern nicht überzeugend begründet, 

als sie sich auf die somatische Befundlage stützen sollte. Eine Einschränkung aus 

psychischen Gründen (aufgrund einer somatoformen Schmerzstörung) dagegen kann 

für einen Rentenanspruch der Invalidenversicherung nur relevant sein, wenn sie sich 

nach Prüfung in einem strukturierten Beweisverfahren als invalidisierend erweist. Nach 

dem oben zu den psychiatrischen Einschränkungen Dargelegten ist jedoch davon 

auszugehen, dass auch in der zurückliegenden Zeit kein die Arbeitsunfähigkeit (über 20 

%) einschränkender psychiatrischer Gesundheitsschaden bestanden hat. - Eine 

Wartezeit mit ausreichender Arbeitsunfähigkeit konnte demnach mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit im Juni 2012 nicht ablaufen und ein Rentenanspruch kann ab 

Dezember 2012 (sechs Monate nach der Anmeldung) nicht entstanden (im Sinn von 

Art. 29 Abs. 1 IVG) sein.

8. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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8.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

8.2  Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als 

unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl. 

Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit 

dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr 

getilgt.

Entscheid

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen, unter 

Anrechnung des bezahlten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.12.2018
	Beweiswürdigung von Berichten behandelnder Ärzte, darunter auch einer Klinik nach stationären Aufenthalten der Beschwerdeführerin mit Leistungsfähigkeitsabklärungen, und eines Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Dezember 2018, IV 2016/299).

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