# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92f4598d-08da-5eaa-997f-a1ad94637197
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.09.2009 C-6925/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6925-2007_2009-09-18.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6925/2007/mes/wam
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, 
Richter Beat Weber, 
Gerichtsschreiber Marc Wälti.

X._______, BA-75240 Lopare,
vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, 
Rechtsberatung für Ausländer, Go-Re-Ma, Y._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Einspracheentscheid vom 
13. September 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6925/2007

Sachverhalt:

A.
Der  am  _______1949  geborene,  verheiratete  X._______(im 
Folgenden:  Beschwerdeführer),  ist  Bürger  von  Bosnien  und  Herze-
gowina, daselbst wohnhaft  und Vater eines _______1973 geborenen 
Sohnes (act. 3). In den Jahren 1977, 1980 und 1984 bis 1988 war er in 
der Schweiz als Saisonnier erwerbstätig und leistete in dieser Zeit laut 
Angaben der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: Vor-
instanz)  während  insgesamt  54  Monaten  Beiträge  an  die  schweize-
rische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Er 
kehrte  danach  in  sein  Heimatland  zurück  und  leistete  noch  vom 
15. Mai 1992 bis zum 7. März 1996 sowie vom 1. Januar 1997 bis zum 
31. Dezember 1998 Beiträge an die Sozialversicherung seines Heimat-
staates (act. 3 S. 6, 22, 58 S. 4).

B.
Am 8. März 2005 ging bei der Vorinstanz ein Gesuch um Leistungen 
der  schweizerischen  Invalidenversicherung  (IV)  ein,  das  der  Be-
schwerdeführer  beim  bosnischen  Versicherungsträger  eingereicht 
hatte (amtliches Formular YU/CH 4; act. 3 und 4).

C.
Mit Verfügung vom 31. Januar 2006 wies die Vorinstanz das Leistungs-
gesuch des Beschwerdeführers ab; im Wesentlichen mit  der Begrün-
dung, beim Beschwerdeführer liege keine rentenbegründende Invalidi-
tät vor (act. 25). Dabei stützte sie sich hauptsächlich auf die Stellung-
nahme  zur  (Rest-)Arbeitsfähigkeit  vom  23.  November  2005  von  Dr. 
med. _______ vom regionalen ärztlichen Dienst Rhone (im Folgenden: 
RAD; vgl. act. 23) und den Einkommensvergleich vom 17. Januar 2006 
(act. 24) ab. 

D.
Die gegen diese Verfügung am 16. Februar 2006 erhobene Einsprache 
(act. 28) hiess die Vorinstanz mit Entscheid vom 13. September 2007 
gut  und sprach dem Beschwerdeführer rückwirkend ab dem 1. März 
2004 eine ordentliche ganze Invalidenrente sowie eine entsprechende 
Zusatzrente für seine Ehefrau zu (act. 59). Unter Berücksichtigung der 
in den Jahren 1977 bis 1988 geleisteten Beiträge legte sie die Renten-
ansprüche  in  der  einen  integrierenden  Bestandteil  des  Einsprach-

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entscheids bildenden Verfügung Nr. 0710009277 vom 11. September 
2007 wie folgt fest (vgl. act. 58): 

• Vom 1. März 2004 bis 31. Dezember 2004: Fr. 304.- bzw. Fr. 91.-, 

• vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2006: Fr. 310.- bzw. Fr. 93.-, 

• ab dem 1. Januar 2007: Fr. 318.- bzw. Fr. 95.-.

Mit  Verfügung Nr. 0710009353  vom 11. September  2007 sprach die 
Vorinstanz dem Beschwerdeführer ferner rückwirkend ab dem 1. März 
2006 bis Ende Oktober 2007 Verzugszinsen von insgesamt Fr. 1'120.- 
zu (vgl. Beschwerdebeilage 1).

E.
Mit  Eingabe vom 10. Oktober  2007 focht  der  Beschwerdeführer  den 
Einspracheentscheid  vom  13.  September  2007  und  die  Verfügung 
Nr. 0710009277  vom 11. September  2007 beim Bundesverwaltungs-
gericht an, sinngemäss aber auch die Verfügung Nr. 0710009353 vom 
11. September 2007, die der Beschwerde beigelegt war, sich aber in 
den  Vorakten  nicht  findet  (die  drei  angefochtenen  Anordnungen 
werden im Folgenden als Einspracheentscheid bezeichnet). Er bean-
tragte im Wesentlichen, in Aufhebung des Einspracheentscheids seien 
ihm  rückwirkend  ab  dem  1. November  2003  höhere  Invalidenrenten 
sowie entsprechende Verzugszinsleistungen zuzusprechen. Diese Be-
gehren begründete er damit, dass er sich bereits mit Schreiben an die 
Vorinstanz vom 8. November 2004 (act. 1) zum Leistungsbezug ange-
meldet  und  die  Vorinstanz  bei  der  Rentenberechnung  ungerecht-
fertigterweise  keine  Erziehungsgutschriften  für  seinen  am  _______ 
1983 (recte: _______1973) geborenen Sohn angerechnet habe. 

F.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom 13. Februar  2008  beantragte  die  Vor-
instanz,  die  Beschwerde sei  insoweit  gutzuheissen,  als  der  Renten-
auszahlungsbeginn auf  den 1. Februar  2004 festzulegen sei;  weiter-
gehend sei die Beschwerde abzuweisen. Zur Begründung führte sie im 
Wesentlichen  aus,  der  für  den  Rentenauszahlungsbeginn  mass-
gebende  Zeitpunkt  sei  der  Eingang  des  Leistungsgesuchs  beim 
bosnischen  Versicherungsträger  (28.  Februar  2005)  und  der  Be-
schwerdeführer habe in Anbetracht des Alters seines Sohnes keinen 
Anspruch auf Ausrichtung einer Kinderrente.

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G.
In seiner Replik vom 20. Februar 2008 hielt der Beschwerdeführer an 
den gestellten Anträgen und sinngemäss auch deren Begründung fest. 
Er  betonte,  nicht  die  Ausrichtung  einer  Kinderrente  beantragt  zu 
haben,  sondern  die  Anrechnung  von  Erziehungsgutschriften  bei  der 
Rentenberechnung. 

H.
In ihrer Duplik vom 28. Februar 2008 bekräftigte die Vorinstanz die mit 
Beschwerdevernehmlassung gestellten Anträge und hielt an deren Be-
gründung fest.

I.
Nachdem  der  Schriftenwechsel  mit  Verfügung  vom  14.  März  2008 
geschlossen worden war, wies der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 
31. März 2008 erneut  darauf  hin,  dass er  nicht  die Zusprache einer 
Kinderrente, sondern die Anrechnung von Erziehungsgutschriften be-
antragt habe.

J.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten 
Unterlagen  wird  – soweit  erforderlich  – in  den  nachfolgenden  Er-
wägungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über das 
Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesver-
waltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 
VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten 
Behörden.  Zu  diesen  gehört  auch  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im 
Ausland,  die  mit  Verfügungen über  Rentengesuche befindet  (Art.  33 
Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]).

1.2 Der angefochtene Einspracheentscheid ist  ohne Zweifel  als  Ver-
fügung im Sinne von Art. 5  VwVG zu qualifizieren. Da zudem keine 

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Ausnahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt, ist  das Bundesverwaltungs-
gericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig.

1.3 Nach Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist 
zur Beschwerdeführung vor dem Bundesverwaltungsgericht legitimiert, 
wer  durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  ist,  und  ein  schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (vgl. auch 
Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren  als  Partei  teilgenommen.  Er  ist  als  Adressat  durch  den 
angefochtenen  Einspracheentscheid  besonders  berührt,  und  hat  an 
dessen Aufhebung bzw. Änderung ein schutzwürdiges Interesse.

1.4 Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass der angefochtene 
Einspracheentscheid dem Beschwerdeführer am 24. September 2007 
eröffnet wurde. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
ist daher einzutreten (Art. 38 Abs. 1 und Art. 60 ATSG; vgl. auch Art. 
20 Abs. 1, Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG).

2.
Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  im 
Wesentlichen nach den Vorschriften des VGG, des VwVG (vgl. Art. 37 
VGG) sowie des ATSG (vgl. Art. 3 Bst. dbis  VwVG). Dabei finden nach 
den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  diejenigen  Ver-
fahrensregeln  Anwendung,  welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerde-
beurteilung  in  Kraft  stehen  (BGE 130  V  1  E. 3.2;  vgl.  auch  Art.  53 
Abs. 2 VGG).

2.1 Mit  der  Beschwerde  kann  gerügt  werden,  die  vorinstanzliche 
Verfügung  verletze  Bundesrecht  (einschliesslich  der  Überschreitung 
oder  des  Missbrauchs  von Ermessen),  beruhe  auf  einer  unrichtigen 
oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 
oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung  von  Amtes  wegen  nicht  an  die  Begründung  der 
Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die 
Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 
gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit  einer 
Begründung  bestätigen,  die  von  jener  der  Vorinstanz  abweicht  (vgl. 
FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2.  Auflage,  Bern  1983, 
S. 212).

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3.
Zunächst  ist  zu  prüfen,  welche  materiellrechtlichen  Normen  im  vor-
liegenden Verfahren zur Anwendung gelangen. 

3.1 Der  Beschwerdeführer  ist  Staatsangehöriger  von  Bosnien  und 
Herzegowina  und  hat  dort  seinen  Wohnsitz.  Da  die  Schweiz  mit 
diversen  Nachfolgestaaten  des  ehemaligen  Jugoslawiens  neue  Ab-
kommen  über  soziale  Sicherheit  abgeschlossen  hat,  nicht  aber  mit 
Bosnien und Herzegowina, findet vorliegend weiterhin das Abkommen 
vom 8. Juni  1962  zwischen der  Schweizerischen Eidgenossenschaft 
und der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicher-
ung (SR 0.831.109.818.1;  im Folgenden: Sozialversicherungsabkom-
men)  Anwendung  (zu  dessen  Anwendbarkeit  für  alle  Staatsange-
hörigen des ehemaligen Jugoslawiens vgl. BGE 126 V 198 E. 2b, 122 
V 381 E. 1, 119 V 98 E. 3). Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen die 
Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten 
aus  den  in  Art.  1  des  Sozialversicherungsabkommens  genannten 
Rechtsbereichen, zu welchen auch die schweizerische Bundesgesetz-
gebung  über  die  IV  gehört,  einander  gleich,  soweit  nichts  anderes 
bestimmt ist. Bestimmungen, die hinsichtlich der Voraussetzungen des 
Anspruchs auf eine schweizerische Invalidenrente sowie der anwend-
baren Verfahrensvorschriften von dem in Art. 2 des Abkommens auf-
gestellten Grundsatz der Gleichstellung abweichen, finden sich weder 
im Abkommen selbst noch in anderen, auf Bosnien und Herzegowina 
anwendbaren  völkerrechtlichen  Vereinbarungen.  So  insbesondere 
auch nicht  in  der  vorliegend ebenfalls  anwendbaren Verwaltungsver-
einbarung betreffend die Durchführung des Abkommens zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft und der föderativen Volksrepublik 
Jugoslawien  über  Sozialversicherung  (SR  0.831.109.818.12;  im 
Folgenden: Verwaltungsvereinbarung; vgl. auch Art. 17 Abs. 2 Bst. a 
des Sozialversicherungsabkommens).

Die Frage, ob und ab wann Anspruch auf Leistungen der schweizer-
ischen  Invalidenversicherung  besteht  und  wie  eine  Rente  sowie 
Verzugszinsen auf Nachzahlungen zu berechnen sind, bestimmt sich 
somit aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften.

3.2 In  zeitlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen  führenden 
Tatbestandes  Geltung  haben  (BGE 130  V  329). Ein  allfälliger  Leist-
ungsanspruch ist  für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der 

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bisherigen  und  ab  diesem  Zeitpunkt  nach  den  neuen  Normen  zu 
prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). 

Vorliegend können somit grundsätzlich jene schweizerischen Rechts-
vorschriften  Anwendung  finden,  die  bei  Erlass  des  Einsprache-
entscheids vom 13. September 2007 in Kraft standen; weiter aber auch 
solche  Vorschriften,  die  zu  jenem  Zeitpunkt  bereits  ausser  Kraft 
getreten  waren,  die  aber  für  die  Beurteilung  eines  allenfalls  früher 
entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (für das IVG: ab dem 
1. Januar 1992 in der Fassung vom 9. Oktober 1991 [AS 1991 2377; 3. 
IVG-Revision]; ab dem 1. Januar 1997 in der Fassung vom 7. Oktober 
1994 [AS 1995 221; 10. AHV-Revision]; ab dem 1. Januar 2001 in der 
Fassung vom 23. Juni  2000 [AS 2685];  ab  dem 1. Juni  2002 in  der 
Fassung vom 8. Oktober 1999 [AS 2002 701 sowie AS 2002 685]; ab 
dem 1. Januar 2003 in der Fassung vom 6. Oktober 2000 [AS 2002 
3371  und  3453]  und  ab  dem  1.  Januar  2004  in  der  Fassung  vom 
21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IVG-Revision]).

Im  Weiteren  ist  das  am  1.  Januar  2003  in  Kraft  getretene  ATSG 
anwendbar. Da die darin  enthaltenen Formulierungen der  Arbeitsun-
fähigkeit,  der  Erwerbsunfähigkeit  und  der  Invalidität  den  bisherigen 
von  der  Rechtsprechung  dazu  entwickelten  Begriffen  in  der  IV  ent-
sprechen,  und  die  von  der  Rechtsprechung  dazu  herausgebildeten 
Grundsätze unter  der Herrschaft  des ATSG weiterhin Geltung haben 
(BGE  130  V  343  E.  3.1,  3.2  und  3.3),  wird  im  Folgenden  auf  die 
dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen.

Die Änderungen vom 6. Oktober 2006 des IVG und des ATSG sowie 
die  Änderungen  vom  28.  September  2007  der  Verordnung  vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) und 
der  Verordnung  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungs-
rechts vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11 [5. IV-Revision, AS 
2007 5129 bzw. AS 2007 5155], in Kraft seit 1. Januar 2008) sind im 
vorliegenden  Verfahren  hingegen  nicht  anwendbar,  da  der  ange-
fochtene  Einspracheentscheid  vor  Inkrafttreten  der  entsprechenden 
Bestimmungen  ergangen  ist  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2. 
Aufl., Zürich 2009, Rz. 5 zu Art. 82 [im Folgenden: KIESER, ATSG]).

3.3 Nach der Rechtsprechung stellt sodann das Sozialversicherungs-
gericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis 
zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 

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13. September 2007) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 368 E. 
6.1, BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachver-
halt  seither  verändert  haben,  sollen im Normalfall  Gegenstand einer 
neuen  Verwaltungsverfügung  sein  (BGE  121  V  362  E.  1b  mit  Hin-
weisen).

4.
Im  vorliegenden  Verfahren  ist  hauptsächlich  umstritten  und  nach-
stehend  als  erstes  zu  prüfen,  ob  die  Vorinstanz  im  Rahmen  der 
Rentenberechnung  zu  Recht  keine  Erziehungsgutschriften  ange-
rechnet hat. 

4.1 Am 1. Januar 1997 trat die 10. AHV-Revision in Kraft, welche die 
Rentenberechnung  auch  bezüglich  der  ordentlichen  Invalidenrenten 
(Art. 36 Abs. 2 IVG) insoweit änderte, als ein weitgehend zivilstands-
unabhängiges Rentensystem und im neuen Art. 29sexies Abs. 1 AHVG 
insbesondere auch die Anrechnung von Erziehungsgutschriften einge-
führt wurden (vgl. hierzu auch THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialver-
sicherungsrechts,  3. Aufl.,  Bern  2003,  § 48  Rz. 1 ff.).  Diese  neuen 
Vorschriften  gelten  indessen  ausschliesslich  für  Renten,  auf  die  der 
Anspruch nach dem 31. Dezember 1996 entstanden ist (vgl. Abs. 1 der 
Schlussbestimmungen der Änderung vom 7. Oktober 1994 [10. AHV-
Revision] des IVG i.V.m. Bst. c Abs. 1 der Schlussbestimmungen der 
Änderung vom 7. Oktober 1994 [10. AHV-Revision] des AHVG).

Im  Folgenden  ist  daher  abzuklären,  ob  der  Rentenanspruch  des 
Beschwerdeführers nach dem 31. Dezember 1996 entstanden ist. Nur 
dann, wenn dies zutreffen sollte, könnten bei der Rentenberechnung in 
Anwendung von Art. 29sexies Abs. 1 AHVG Erziehungsgutschriften be-
rücksichtigt werden.

4.2 Der  angefochtene  Einspracheentscheid  beruht  im  Wesentlichen 
auf  der medizinisch nachvollziehbaren, in sich schlüssigen und somit 
nicht  zu  beanstandenden  Stellungnahme vom 25. Juli  2007  von  Dr. 
med. A._______ vom RAD, die dem Beschwerdeführer angesichts der 
festgestellten  Diagnosen  (posttraumatische  Coxarthrose  rechts  bei 
Status  nach  Schussverletzung  Femur  rechts  mit  proximaler  Femur-
fraktur  versorgt  mit  Winkelplatte,  und  bei  chronischer  Osteomyelitis 
Femur rechts, chronisches Lumbovertebralsyndrom bei degenerativen 
Veränderungen  im  Sinne  einer  Spondylose  und  Spolyloarthrose 
[Hauptdiagnosen  mit  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit],  Diaze-
pamabhängigkeit  [Nebendiagnose  mit  Auswirkungen auf  die  Arbeits-

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fähigkeit],  anhaltende  somatoforme  Schmerzstörung  und  Schwierig-
keiten  bei  der  kulturellen  Eingewöhnung  [Diagnosen  ohne  Auswir-
kungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit])  eine  seit  dem  25.  Oktober  1994 
bestehende  Arbeitsunfähigkeit  von  100%  in  der  zuletzt  ausgeübten 
Erwerbstätigkeit attestierte. In einer leidensangepassten Verweisungs-
tätigkeit erachtete sie den Beschwerdeführer ab dem 25. Oktober 1994 
bis Ende des Jahres 1999 zu 50% und ab dem Jahre 2000 zu 100% 
arbeitsunfähig (act. 53). 

4.2.1 Vor  diesem  Hintergrund  sei  vorab  festgehalten,  dass  die  vor-
erwähnten,  die  Leistungsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  seit  dem 
25. Oktober 1994 einschränkenden Leiden zweifellos als labiles patho-
logisches Geschehen zu qualifizieren sind, also als Leiden, die sowohl 
eine Besserung als auch eine Verschlimmerung durchmachen können. 
Daher  konnte  ein  Rentenanspruch  nach  Art.  28  IVG (in  der  bis  am 
31. Dezember 2007 geltenden Fassung) frühestens in dem Zeitpunkt 
entstehen, in dem er während eines Jahres ohne wesentlichen Unter-
bruch durchschnittlich mindestens zu 50% arbeitsunfähig gewesen war 
(Wartefrist  gemäss  Art.  29  Abs.  1  Bst. b  IVG;  Art.  6  ATSG)  und 
hernach  zumindest  in  diesem Umfang  voraussichtlich  bleibend  oder 
längere  Zeit  dauernd  erwerbsunfähig  war  (vgl.  Art.  8  Abs.  1  ATSG 
sowie Art. 4 IVG; vgl. insbes. auch BGE 121 V 264 E. 6c).

4.2.2 Gemäss  Art.  28  Abs.  1  IVG  in  der  bis  Ende  2003  gültig  ge-
wesenen Fassung besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 
wenn  die  versicherte  Person  zu  mindestens  zwei  Dritteln  und  der-
jenige auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte invalid ist. 
Die  seit  dem  1. Januar  2004  massgeblichen  neuen  Rentenabstu-
fungen gemäss Art. 28  Abs. 1  IVG geben bei  einem Invaliditätsgrad 
von  mindestens  50%  Anspruch  auf  eine  halbe  Rente,  bei  einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 60% Anspruch auf  eine Dreiviertels-
rente und bei einem solchen von mindestens 70% Anspruch auf eine 
ganze Rente. Bei einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% wurden 
und werden in  Bosnien und Herzegowina keine schweizerischen IV-
Renten  ausgerichtet  (vgl.  Art.  28  Abs. 1ter IVG in  der  Fassung  vom 
9. Oktober 1986).

4.2.3 Die Vorinstanz ging im angefochtenen Einspracheentscheid von 
einem  Invaliditätsgrad  des  Beschwerdeführers  von  100%  seit  dem 
25. Oktober 1995 aus (act. 59; vgl. auch act. 54) – obschon die Be-
urteilung der (Rest-)Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. A._______ in ihrer 

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Stellungnahme vom 25. Juli 2007 einen solchen Schluss nicht zulässt 
(vgl.  E.  4.2  hiervor).  Richtigerweise  hätte  berücksichtigt  werden 
müssen, dass Dr. med. A._______ die (Rest)Arbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers in leidensangepassten Verweisungstätigkeiten für die 
Zeit vom 25. Oktober 1995 bis ins Jahr 2000 auf 50% veranschlagt hat 
und somit für diese Zeitspanne nicht ohne weiteres ein Invaliditätsgrad 
von 100% angenommen werden kann.

Aufgrund der medizinisch-theoretisch festgestellten Arbeitsunfähigkeit 
in Verweisungstätigkeiten von 50% kann allerdings vorliegend – auch 
ohne erneuten Einkommensvergleich – davon ausgegangen werden, 
dass der Beschwerdeführer ab dem 25. Oktober 1994 weniger als 50% 
des im zuletzt ausgeübten Beruf erzielten Einkommens zu generieren 
in der Lage gewesen ist. Dies ergibt sich aus dem von der Vorinstanz 
am 17. Januar  2006  durchgeführten  Einkommensvergleich  (act.  24), 
der  zeigt,  dass  der  Beschwerdeführer  ohne  gesundheitliche  Beein-
trächtigung  in  seiner  bisherigen  Tätigkeit  als  Hilfsarbeiter  (Validen-
einkommen)  ein  höheres  Einkommen  hätte  erzielen  können  als  in 
einer leidensangepassten leichten Tätigkeit – etwa in der Herstellung 
von Nahrungsmitteln,  Lederwaren oder Bekleidung (Invalideneinkom-
men). Zudem wäre vom Invalideneinkommen aufgrund des Alters und 
dem  Umstand,  dass  der  Beschwerdeführer  nur  noch  teilzeitig  hätte 
arbeiten  können,  ein leidensbedingter  Abzug von gut  10% durchaus 
gerechtfertigt  (vgl.  etwa  das  Urteil  des  Eidgenössischen  Versicher-
ungsgerichts  [im  Folgenden:  EVG;  heute  Schweizerisches  Bundes-
gericht]  U 75/03 vom 12. Oktober 2006). Insgesamt bestehen daher 
keine Zweifel daran, dass der Beschwerdeführer am 25. Oktober 1995 
nicht  nur  während  eines  Jahres  zu  mehr  als  50%  arbeitsunfähig, 
sondern  nach  Ablauf  der  in  Art.  29  Abs.  1  Bst.  a  IVG  statuierten 
zwölfmonatigen Wartefrist auch weiterhin zu mindestens 50% erwerbs-
unfähig  bzw.  invalid  war.  Vorliegend  konnte  demnach  ein  Renten-
anspruch frühestens am 25. Oktober 1995 entstehen.

4.2.4 Es fragt  sich  allerdings,  ob  mit  der  Verschlechterung  des  Ge-
sundheitszustandes des Beschwerdeführers im Jahre 2000 ein neuer 
Rentenanspruch entstanden sein könnte.

Nach bundesgerichtlicher  Praxis  kennt  das  IVG keinen  einheitlichen 
Versicherungsfall; vielmehr folgt es dem System des leistungsspezifi-
schen  Versicherungsfalls.  Ein  Gesundheitsschaden  kann  daher  be-
züglich  verschiedener  Leistungen der  Invalidenversicherung mehrere 

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Invaliditätseintritte auslösen. Wenn die den Übergang auf eine höhere 
Rente rechtfertigende Erhöhung des Invaliditätsgrades indessen bloss 
die  Folge  einer  Verschlimmerung  der  ursprünglichen  Gesundheits-
beeinträchtigung ist,  liegt  kein neuer Invaliditätseintritt  vor, der einen 
neuen,  selbständigen  Rentenanspruch  begründen  könnte  (vgl.  dazu 
das Urteil des EVG I 76/05 vom 30. Mai 2006 E. 1.1, E. 2 und E 3 ff.). 

Dr. med. A._______ hat dem Beschwerdeführer in ihrer Stellungnahme 
vom 25. Juli 2007 eine sich ab dem Jahre 2000 auswirkende Erhöhung 
der  Arbeitsunfähigkeit  in  leidensangepassten  Verweisungstätigkeiten 
von  50%  auf  100%  attestiert,  was  – angesichts  der  nach  wie  vor 
bestehenden Arbeitsunfähigkeit  von 100% in  der  zuletzt  ausgeübten 
Erwerbstätigkeit  – zu einem Invaliditätsgrad von 100% führte (vgl. E. 
4.2 hiervor). Aufgrund dieser Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit entstand 
aber  kein  neuer  Rentenanspruch: Dr.  med.  A._______  hat  die 
Erhöhung  der  Arbeitsunfähigkeit  nachvollziehbar  und  überzeugend 
damit begründet, dass es nach der zweimaligen Operation der Schus-
sverletzung,  die  sich  der  Beschwerdeführer  bereits  am  25.  Oktober 
1994  zugezogen  hatte,  im  Jahre  2000  zu  einem  Aufbrechen  der 
betreffenden  Wunde  mit  seither  bestehender  permanenter  Fistelung 
bei  chronischer  Osteomyelitis  kam,  dass  also  im  Wesentlichen  eine 
Verschlimmerung  der  ursprünglichen,  seit  dem  25.  Oktober  1994 
bestehenden  Gesundheitsbeeinträchtigung  eingetreten war  (act.  53). 
Die Änderung des Invaliditätsgrades im Jahre 2000 hat damit keinen 
neuen Rentenanspruch entstehen lassen und es ist  auch aus dieser 
Sicht  davon  auszugehen,  dass  der  Rentenanspruch  frühestens  am 
25. Oktober 1995 entstanden sein könnte.

4.2.5 Im Jahre  1995 konnte  ein  Rentenanspruch  allerdings  nur  ent-
stehen,  wenn auch die versicherungsmässigen Voraussetzungen ge-
mäss Art. 6 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2000 gültigen Fassung) 
erfüllt  waren. Gemäss dieser Bestimmung wurden Leistungen der IV 
nur  erbracht,  wenn  die  gesuchstellende  Person  im  Zeitpunkt  des 
Versicherungsfalls im Sinne von Art. 1 IVG versichert war (Art. 6 Abs. 1 
IVG in  der  Fassung vom 5. Oktober  1967). Dies  war  dann der  Fall, 
wenn  sie  in  der  Schweiz  Wohnsitz  hatte  oder  in  der  Schweiz 
erwerbstätig  bzw. für  einen  Schweizer  Arbeitgeber  im  Ausland  tätig 
war (Art. 1 IVG in der Fassung vom 9. Oktober 1986 in Verbindung mit 
Art.  1  Abs. 1  AHVG in  der  Fassung  vom 20.  Dezember  1946).  Bei 
Ausländern  mit  Wohnsitz  im  Ausland  konnte  ein  Rentenanspruch 
zudem nur entstehen, wenn sie während 10 ganzen Jahren Beiträge 

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an  die  AHV/IV  geleistet  oder  während  15  Jahren  ununterbrochen 
Wohnsitz in der Schweiz gehabt hatten. 

Art. 2  des Sozialversicherungsabkommens sieht  vor,  dass schweize-
rische und jugoslawische Staatsangehörige in den Rechten und Pflich-
ten  aus  der  Invalidenversicherungsgesetzgebung  einander  gleichge-
stellt  sind.  Gemäss  Art. 8 Bst. b des Sozialversicherungsabkommens 
sind zudem jugoslawische Staatsangehörige,  die der  jugoslawischen 
Versicherung  angehören  oder  die  vor  Verlassen  der  Schweiz  eine 
ordentliche Invalidenrente bezogen haben,  den Versicherten gemäss 
schweizerischer  Gesetzgebung  gleichgestellt.  Diese  Bestimmungen 
gehen als  leges speciales Art. 6 IVG in der Fassung vom 5. Oktober 
1967  vor,  so  dass  nach  ständiger  Rechtsprechung  jugoslawische 
Staatsangehörige (und heute auch Staatsangehörige von Bosnien und 
Herzegowina, vgl. E. 3.1 hiervor) einen Anspruch auf eine Rente der 
schweizerischen Invalidenversicherung auch dann erwerben können, 
wenn sie nur die Voraussetzungen gemäss Art. 8 Bst. b des Sozialver-
sicherungsabkommens erfüllen (vgl. etwa das Urteil des EVG I 692/01 
vom 1. Februar 2002, E. 1; ZAK 1989 S. 449 E. 3a sowie ZAK 1987 
S. 443 E. 2c). 

Es ist unbestritten und ergibt sich aus den Akten, dass der Beschwer-
deführer  nach  Angabe  des  bosnischen  Versicherungsträgers  insbe-
sondere  seit  dem  Jahr  1992  bis  ins  Jahr  1996  in  Jugoslawien  als 
arbeitstätig galt und bei der heimatlichen Sozialversicherung versichert 
war (vgl. act. 3 letzte Seite). Im Zeitpunkt der möglichen Entstehung 
des  Rentenanspruchs  (25.  Oktober  1995)  war  er  daher  den  Ver-
sicherten  gemäss  schweizerischer  Gesetzgebung  gleichgestellt,  so 
dass er als Versicherter  im Sinne von Art. 36 Abs. 1 IVG (in der bis 
zum  31.  Dezember  2007  in  Kraft  gestandenen  Fassung)  zu  gelten 
hatte.  Da  der  Beschwerdeführer  zudem  bei  Eintritt  der  Invalidität 
während mehr als einem vollen Jahr Beiträge an die AHV/IV geleistet 
hatte  (vgl.  act.  22  und  act.  58  S.  4),  sind  auch  alle  versiche-
rungsmässigen  Voraussetzungen  für  die  Entstehung  des  Renten-
anspruchs am 25. Oktober 1995 erfüllt.

4.2.6 Damit steht fest, dass der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine  Invalidenrente  vor  dem 31.  Dezember  1996  entstanden  ist,  so 
dass die Vorschriften der 10. AHV-Revision gemäss Bst. c Abs. 1 der 
Schlussbestimmungen der Änderung vom 7. Oktober 1994 des AHVG 
im  vorliegenden  Verfahren  noch  keine  Anwendung  finden.  Bei  der 

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Rentenberechnung  können  daher  –  entsprechend  den  altrechtlichen 
Bestimmungen  –  keine  Erziehungsgutschriften  angerechnet  werden. 
Der  Beschwerdeführer  bringt  im  Weiteren  nichts  vor  und  aus  den 
Akten lässt  sich  nichts  entnehmen,  was die  korrekte  Rentenberech-
nung der Vorinstanz (act. 58) in Frage stellen könnte. In diesem Punkte 
erweist sich die Beschwerde daher als unbegründet.

5.
Weiter  ist  der Beginn der Rentenzahlungen umstritten. Im angefoch-
tenen  Einspracheentscheid  wurde  eine  ordentliche  ganze  Invaliden-
rente samt Zusatzrente für die Ehefrau rückwirkend ab dem 1. März 
2004  gewährt.  In  ihrer  Vernehmlassung  räumte  die  Vorinstanz  aller-
dings ein,  richtigerweise hätte der Rentenbeginn auf  den 1. Februar 
2004  festgelegt  werden  müssen.  Der  Beschwerdeführer  macht  gel-
tend, rückwirkend bereits ab dem 1. November 2003 Anspruch auf die 
Auszahlung  der  Renten  sowie  auf  entsprechende  Verzugszinsleis-
tungen zu haben. 

5.1 Meldet sich indessen ein Versicherter mehr als zwölf Monate nach 
Entstehen  des  Leistungsanspruchs  (hier:  am 25. Oktober  1995)  bei 
der  Invalidenversicherung  an,  so  werden  die  Leistungen  in  Abwei-
chung von Art. 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die zwölf der Anmeldung 
vorangehenden Monate  ausgerichtet  (Art. 48 Abs. 2  IVG in  der  vor-
liegend anwenbaren, bis am 31. Dezember 2007 geltenden Fassung).

5.2 Der  Beschwerdeführer  macht  sinngemäss geltend,  er  habe sich 
bereits  mit  dem  an  die  Vorinstanz  gerichteten  Schreiben  seines 
Rechtsvertreters vom 8. November 2004 (act. 1) rechtsgenüglich zum 
Leistungsbezug angemeldet,  weshalb  er  rückwirkend ab dem 1. No-
vember  2003  Anspruch  auf  die  Auszahlung  der  ganzen  Invaliden-
renten habe. 

5.2.1 Staatsangehörige von Bosnien und Herzegowina, die Anspruch 
auf  Leistungen  der  schweizerischen  Invalidenversicherung  erheben, 
haben sich auf dem von der Schweizerischen Ausgleichskasse hierfür 
erstellten amtlichen Formular beim heimatlichen Sozialversicherungs-
träger  anzumelden  und  eine  Ermächtigung  zur  Einholung  weiterer 
Auskünfte  zu  erteilen  (vgl.  Art.  4  Abs.  1  und  2  der  Verwaltungs-
vereinbarung).  Hernach  vermerkt  der  hiefür  zuständige  heimatliche 
Sozialversicherungsträger  das  für  den  Anmeldungszeitpunkt  mass-
gebende Datum des Eingangs auf dem Rentengesuch, prüft dasselbe 
auf seine Vollständigkeit und bestätigt die Richtigkeit der vom Gesuch-

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steller  gemachten  Angaben  (vgl.  Art.  4  Abs.  3  der  Verwaltungsver-
einbarung, vgl. auch Art. 20 des Sozialversicherungsabkommens). 

5.2.2 Das an die Vorinstanz gerichtete formlose Schreiben vom 8. No-
vember  2004  (act.  1)  erfüllt  die  Voraussetzungen  der  Verwaltungs-
vereinbarung nicht, weshalb es – im Gegegensatz zum aktenkundigen, 
mittels amtlichem Antragsformular YU/CH 4 beim bosnischen Sozial-
versicherungsträger eingereichten Leistungsgesuch (act. 3) – nicht als 
rechtsgenügliche Anmeldung zum Leistungsbezug zu qualifizieren ist. 
Zudem ist zu betonen, dass der Beschwerdeführer im Schreiben vom 
8. November 2004 keineswegs zum Bezug von Leistungen angemeldet 
sondern  bloss  nachgefragt  worden  ist,  ob  die  Vorinstanz  vom  bos-
nischen Versicherungsträger eine Anmeldung erhalten habe – was zu 
diesem Zeitpunkt im Übrigen noch nicht der Fall war. 

Dem  Antragsformular  YU/CH  4  kann  entnommen  werden,  dass  der 
bosnische  Sozialversicherungsträger  am  22.  Februar  2005  die  Voll-
ständigkeit  und  Richtigkeit  der  Angaben  des  Beschwerdeführers  in 
seinem Leistungsgesuchs bestätigt  hat  (act. 3  S. 7). Als  Datum des 
Eingangs dieses Leistungsgesuchs ist allerdings der 28. Februar 2005 
vermerkt  (act.  3  S.  1).  Unter  diesen  Umständen  ist  zugunsten  des 
Beschwerdeführers  davon  auszugehen,  dass  er  sich  bereits  am 22. 
Februar 2005 rechtsgenüglich zum Leistungsbezug angemeldet hat. 

5.3 Da die Rentenleistungen rückwirkend nur für die zwölf der rechts-
genüglichen Anmeldung vorangegangenen Monate ausgerichtet  wer-
den  können,  ist  der  Rentenauszahlungsbeginn  –  wie  von  der  Vor-
instanz beantragt – auf den 1. Februar 2004 festzusetzen.

6.
Mit seiner teilweise berechtigten Rüge, der Zeitpunkt des Beginns der 
Rentenauszahlung  sei  unrichtig  festgelegt  worden,  macht  der  Be-
schwerdeführer  sinngemäss  auch  geltend,  die  in  der  (ebenfalls 
angefochtenen) Verfügung Nr. 0710009353 vom 11. September 2007 
festgelegten  Verzugszinsen  auf  den  zu  leistenden  Nachzahlungen 
müssten korrigiert werden.

6.1 Sofern die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht vollumfäng-
lich nachgekommen ist, werden die Sozialversicherungen nach Ablauf 
von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspruchs, frühestens aber 
12 Monate nach dessen Geltendmachung, verzugszinspflichtig (Art. 26 
Abs. 2 ATSG). 

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6.2 Es ist unbestritten und ergibt sich eindeutig aus den Akten, dass 
dem  Beschwerdeführer  keine  Verletzung  seiner  Mitwirkungspflichten 
vorzuwerfen  ist.  Er  hat  sich  allerdings  bereits  am 22. Februar  2005 
rechtsgenüglich  zum Leistungsbezug angemeldet  (vgl.  E. 5.2.2  hier-
vor).  Die  ihm  seit  dem  1.  Februar  2004  zustehenden  Rentennach-
zahlungen sind daher  ab dem 1. Februar  2006 zu 5% zu verzinsen 
(vgl. Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSV) – und nicht erst ab dem 1. März 2006, 
wie  in  der  angefochtenen  Verfügung  festgehalten.  Der  Beginn  der 
Verzugszinspflicht  ist  folglich  rückwirkend  auf  den  1.  Februar  2006 
festzusetzen.

7.
Damit steht fest, dass die Beschwerde insoweit teilweise gutzuheissen 
ist,  als  der  Beginn  der  Rentenauszahlung  für  die  ordentliche  ganze 
Invalidenrente  und  die  entsprechende  Zusatzrente  für  die  Ehefrau 
rückwirkend auf  den 1. Februar  2004 festzusetzen und die dem Be-
schwerdeführer  ab  diesem  Zeitpunkt  zustehenden  Rentennach-
zahlungen rückwirkend seit dem 1. Februar 2006 zu 5% zu verzinsen 
sind. Weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen.

8.
Als Fachbehörde ist die Vorinstanz besser als das Bundesverwaltungs-
gericht  in  der  Lage,  die  Rentenbetreffnisse  für  den  Monat  Februar 
2004 zu bestimmen und insbesondere die  Zinseszinsberechnung ab 
Februar  2006  vorzunehmen.  Unter  Aufhebung  des  angefochtenen 
Einspracheentscheides  und  der  angefochtenen  Verfügungen  ist  die 
Sache daher an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 61 Abs. 1 VwVG). 
Diese  ist  anzuweisen,  die  Höhe  der  dem  Beschwerdeführer  rück-
wirkend ab dem 1. Februar 2004 auszurichtenden ordentlichen ganzen 
Invalidenrente  samt  Zusatzrente  sowie  die  auf  die  entsprechenden 
Rentenleistungen  seit  dem 1.  Februar  2006  aufgelaufenen  Verzugs-
zinse zu berechnen und anschliessend neu zu verfügen. 

9.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

9.1 Verfahrenskosten werden nicht erhoben, da es vorliegend um die 
Bewilligung bzw. Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, und 
gemäss den bis zum 30. Juni 2006 geltenden und nach der Praxis des 
Bundesverwaltungsgerichts  für  hängige  Beschwerden  gegen  IV-Ein-
spracheentscheide  auch  weiterhin  anwendbaren  Bestimmungen  das 

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Verfahren  kostenfrei  ist  (vgl.  Art. 69  Abs. 2  IVG  in  Verbindung  mit 
Art. 85bis Abs. 2 AHVG).

9.2 Dem  teilweise  obsiegenden  Beschwerdeführer  steht  eine 
reduzierte  Parteientschädigung  für  ihm erwachsene  notwendige  und 
verhältnismässig hohe Kosten zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädig-
ungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]). 
Mangels Kostennote ist die Entschädigung nach Ermessen, unter Be-
rücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwandes seines 
Rechtsvertreters festzusetzen (Art. 65 Abs. 5 VwVG in Verbindung mit 
Art. 14 Abs. 2 VGKE). Das Bundesverwaltungsgericht  erachtet  einen 
Aufwand  von  etwa  4  Stunden  für  geboten,  der  mit  einem Stunden-
ansatz von Fr. 150.- zu entschädigen ist (Art. 10 VGKE). Die dem teil-
weisen  Obsiegen  entsprechende  reduzierte  Parteientschädigung 
inklusive  pauschalem  Auslagenersatz  wird  daher  auf  Fr.  200.- 
festgesetzt, wobei keine Mehrwertsteuer geschuldet ist (vgl. Art. 5 Bst. 
b  des  Bundesgesetzes  vom  2.  September  1999  über  die 
Mehrwertsteuer  [Mehrwertsteuergesetz,  MWSTG,  SR  641.20]  in 
Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c 
VGKE). Diese Entschädigung ist von der Vorinstanz zu leisten (Art. 64 
Abs. 2 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Einspracheentscheid 
vom 13. September 2007 sowie die Verfügungen Nrn. 0710009277 und 
0710009353 vom 11. September 2007 werden aufgehoben.

2.
Der Beginn der Rentenauszahlung für die ordentliche ganze Invaliden-
rente des Beschwerdeführers und die entsprechende Zusatzrente wird 
auf den 1. Februar 2004 und der Beginn der Verzugszinspflicht auf den 
1.  Februar  2006  festgesetzt.  Weitergehend  wird  die  Beschwerde 
abgewiesen.

3.
Die  Vorinstanz  wird  angewiesen,  die  im  Sinne  von  Erwägung  8  er-
forderlichen Berechnungen vorzunehmen und neu zu verfügen.

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4.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

5.
Dem Beschwerdeführer wird eine reduzierte Parteientschädigung von 
Fr. 200.- zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Marc Wälti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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