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**Case Identifier:** 8470d29c-ccf2-525a-8518-07c0d8c26e88
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.11.2018 200 2018 422
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-422_2018-11-08.pdf

## Full Text

200 18 422 IV
SCJ/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. November 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. Mai 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Nov. 2018, IV/18/422, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1977 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im März 2017 unter Hinweis auf einen Dauerschwindel bei der 
IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Bezug von Leistungen 
der Invalidenversicherung an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 3). In der 
Folge holte die IVB diverse erwerbliche und medizinische Unterlagen ein – 
insbesondere die Berichte von Dr. med. C.________, Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 17. Okto-
ber 2017 und 7. Februar 2018 samt Ergänzung vom 28. Februar 2018 (AB 
25, S. 3 f.; 41, S. 4 ff.; 42). Mit Vorbescheid vom 6. März 2018 stellte die 
IVB wegen Fehlens eines invalidisierenden Gesundheitsschadens die Ab-
weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (AB 43). Auf den hiergegen 
erhobenen Einwand (AB 45) hin veranlasste die IVB eine Stellungnahme 
des RAD vom 27. April 2018 (AB 51) und verfügte am 2. Mai 2018 wie an-
gekündigt (AB 53).

B.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 4. Juni 2018 beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern 
Beschwerde und beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 2. Mai 
2018 und die Rückweisung der Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen. 
Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, auf die Einschätzung 
des RAD vom 27. April 2018 könne nicht abgestellt werden. Im psychiatri-
schen Gutachten vom 20. März 2017 sei eine neurologische bzw. neuro-
psychiatrische Begutachtung empfohlen worden. Ein solches Gutachten sei 
in der Folge jedoch nicht erstellt worden. Zudem leide die Beschwerdefüh-
rerin nach wie vor an Nackenschmerzen, einer Diskushernie sowie 
Schwankschwindel, was ihr die Wiederaufnahme ihrer Arbeit verunmögli-
chen würde. Die konservativen Therapieansätze hätten kaum eine dauer-
hafte Verbesserung erzielen können, weshalb am 9. Mai 2018 ein operati-
ver Eingriff erfolgt sei. Eine solche Operation wäre nicht vorgenommen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Nov. 2018, IV/18/422, Seite 3

worden, wenn die Beschwerdeführerin ab dem 11. August 2017 voll ar-
beitsfähig gewesen wäre. Es sei daher ein neurologisches bzw. neuro-
psychiatrisches Gutachten zur Abklärung der effektiven Leistungsfähigkeit 
in einer angepassten Tätigkeit zu erstellen und die notwendige Unterstüt-
zung mit beruflichen Massnahmen zu gewähren.

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Juli 2018 beantragte die IVB die Abweisung 
der Beschwerde.

In der Replik vom 16. August 2018 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 
Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

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1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 2. Mai 2018 (AB 53). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leis-
tungen der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

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wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand sowie zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.1.1 Der Hausarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, bei welchem die Beschwerdeführerin seit dem 12. September 
2016 wegen akuten psychosomatischen Problemen mit Hyperventilationen 
in Behandlung ist, diagnostizierte im Bericht vom 14. November 2016 eine 
Hyperventilation (AB 2.2, S. 2). Er attestierte vom 12. September bis am 
23. Oktober 2016 eine 100%-ige und anschliessend eine 60%-ige Arbeits-
unfähigkeit (vgl. auch AB 2.1, S. 3). Es könne mit einer Besserung gerech-
net werden. Er warte aber noch die neuropsychiatrische Beurteilung ab. Es 
gäbe keine spezifischen Tätigkeiten, welche die Beschwerdeführerin nicht 
ausführen dürfe. Es sei jedoch darauf zu achten, dass sie keine Stelle ha-
be, in der sie stressreiche Arbeiten, d.h. vor allem mehrere Tätigkeiten 
gleichzeitig und unter hohem Zeitdruck oder mit langen Arbeitszeiten, erle-
digen müsse (AB 2.2, S. 3 ff.).

3.1.2 Im Bericht des Spitals E.________, Neurologie, vom 9. Februar 
2017 wurde eine leichte kognitive Störung unklarer Ätiologie diagnostiziert 

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(AB 14, S. 1). Im Rahmen der klinisch-neurologischen Untersuchung habe 
sich kein Hinweis auf eine spezifische neurologische oder psychiatrische 
Erkrankung finden lassen. Es wurde eine Liquoruntersuchung empfohlen. 
Ausserdem sei eine weitere endokrinologische Beurteilung sinnvoll, soweit 
dies nicht schon erfolgt sei. Auch wenn keine Hinweise bestünden, sollte 
eine psychiatrische Begutachtung erfolgen, um eine psychiatrische Genese 
auszuschliessen (AB 14, S. 2).

3.1.3 Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, diagnostizierte in dem im Auftrag der G.________ erstellten psychiatri-
schen Gutachten vom 20. März 2017 vorläufig eine Neurasthenie (ICD-10: 
F48.0) mit verschiedenen Differentialdiagnosen (AB 22.1, S. 16). Eine ab-
schliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen (wie auch in 
einer angepassten) Tätigkeit sollte erst nach Vorliegen der noch ausste-
henden Untersuchungen (HNO-Untersuchung inklusive Vestibularisprüfung 
und Bewertung der Ergebnisse der Liquorserologie) sowie einer abschlies-
senden Begutachtung auf neurologischem bzw. neuropsychiatrischem Ge-
biet erfolgen (AB 22.1, S. 17).

3.1.4 Am 4. Mai 2017 erfolgte im Spital E.________ ein MRI HWS – BWS 
(AB 45, S. 9). Es wurde die folgende Beurteilung festgehalten: „Rechts me-
diolaterale Diskushernie C5/6 mit Kompression der rechten C7-Wurzel in-
traspinal und mit Tangierung des zervikalen Myelons, kein Nachweis einer 
Kompressionsmyelopathie. Kleinste, nicht komprimierende mediane Dis-
kushernie C6/7. Kein Nachweis von MS-typischen Myelonherden.“

3.1.5 Im Bericht vom Spital E.________, Neurologie, vom 14. Juni 2017 
wurden leichte kognitive Auffälligkeiten und ein unsystematischer Schwin-
del im Sinne einer Gangunsicherheit ungeklärter Ätiologie diagnostiziert 
(AB 30, S. 3). In der Nervenwasseruntersuchung habe sich ein unauffälliger 
Befund ohne Hinweis für einen chronisch-entzündlichen Prozess gezeigt. 
Die Symptomatik bestehe unverändert. Im Vordergrund stehe ein ungerich-
teter Schwindel im Sinne einer Gangunsicherheit. Im MRI des spinalen 
Myelons vom 4. Mai 2017 würden sich keine entzündlichen Läsionen zei-
gen, allerdings ein cervikaler Bandscheibenvorfall ohne Myelopathiesignal. 
Das Druckgefühl in dem Bereich sei damit zu erklären, eine Gangunsicher-
heit bei fehlender Myelopathie nicht. Allerdings trete die Symptomatik nur 

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intermittierend auf und es bestehe Kontakt zum Myelon, aber eben ohne 
Myelopathiesignal. Die kognitiven Auffälligkeiten liessen sich dadurch aller-
dings nicht erklären. Die SEP (sensomotorisch evozierte Potentiale) Unter-
suchung habe einen unauffälligen Befund gezeigt. Es wurden Vorstellun-
gen im Zentrum H.________ zur Einschätzung des Bandscheibenvorfalls 
und in der Spezialambulanz für Schwindel im Spital I.________ empfohlen 
(AB 30, S. 4).

3.1.6 Im Bericht des Zentrums J.________ vom 6. Juli 2017 wurde ein 
unspezifisches Schwindelsyndrom und ein zervikoradikuläres Schmerzsyn-
drom rechtsseitig bei Diskushernie HWK5/6 rechtsseitig diagnostiziert 
(AB 34, S. 12). Es wurde ausgeführt, die Begleitsymptomatik lasse sich 
gestützt auf das MRI vom 4. Mai 2017 sicher zu einem Teil auf die degene-
rative Veränderung der HWS (degenerative Diskopathie auf der Höhe 
HWK5/6 mit rechtsseitiger mediolateraler Hernation und erheblicher Unkof-
oraminalstenosierung rechtsseitig) zurückführen. Es bestehe jedoch noch 
eine ungeklärte Komponente mit dem persistierenden Schwindel, weswe-
gen eine HNO-ärztliche Behandlung empfohlen wurde (AB 34, S. 13).

3.1.7 Dr. med. D.________ führte im Bericht zu Handen der G.________ 
vom 20. September 2017 aus, geplant seien Abklärungen bezüglich der 
HWS mit einer Infiltration, weitere HNO-Abklärungen sowie eine Beurtei-
lung und ein Therapievorschlag von psychosomatischer Seite vom Spital 
I.________. Eine vollständige Genesung erscheine eher unwahrscheinlich, 
eine Verbesserung erhoffe er sich schon. Als … bestehe seit dem 21. Au-
gust 2017 erneut eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (AB 23, S. 1; vgl. auch 
AB 45, S. 2 f.). Die Tätigkeit als … sei relativ gut geeignet, die Beschwerde-
führerin mache die Arbeit auch gerne. Ob in einer anderen Tätigkeit eine 
bessere Arbeitsfähigkeit erreichbar sei, sei eher zu bezweifeln. Einschrän-
kungen bestünden vor allem durch die Konzentrationsstörung und Über-
kopfarbeiten seien nicht möglich (AB 23, S. 2).

3.1.8 Im Bericht der Klinik K.________ vom 28. September 2017 wurde 
primär ein somatoformer Schwankschwindel, Differentialdiagnose: Ver-
dacht auf vestibuläre Migräne, diagnostiziert. Die Arbeitsfähigkeit sei gege-
ben (AB 39, S. 5). Es wurde eine ambulante psychosomatische Behand-

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lung, eine rezeptierte Physiotherapie und die Weiterführung der psychiatri-
schen Behandlung empfohlen (AB 39, S. 6).

3.1.9 Der RAD-Arzt Dr. med. C.________ diagnostizierte im Bericht vom 
17. Oktober 2017 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit unklare anhalten-
de Schwindelbeschwerden seit dem 12. September 2016. Ohne Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er aktenanamnestisch ein myo-
fasziales Schmerzsyndrom seit Januar 2014. Die Arbeitsfähigkeit könne 
zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschliessend beurteilt werden. Es sei-
en die Berichte der seit Frühjahr 2017 durchgeführten weiteren Abklärun-
gen einzufordern (Spital E.________: Neurologie, HNO; Abklärungen sei-
tens der HWS sowie allenfalls durchgeführte Infiltrationen in diesem Be-
reich; AB 25, S. 3).

3.1.10 Im Bericht vom 20. Oktober 2017 wurde durch das Zentrum 
J.________ ein zervikoradikuläres Schmerzsyndrom rechtsseitig bei Dis-
kushernie HWK5/6 rechts und ein Schwankschwindel bei Zeichen einer 
peripheren Vestibulopathie mit möglichem Makuladefizit rechts diagnosti-
ziert (vgl. auch den Bericht vom 1. Dezember 2017, wo mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine Diskushernie HWK5/6 seit September 2016 dia-
gnostiziert wurde, AB 34, S. 2). Zur Zwischenanamnese wurde auf die mitt-
lerweile durchgeführten HNO-ärztlichen Untersuchungen vom 29. August 
und 7. September 2017 (vgl. Bericht vom 29. August 2017, AB 34, S. 10 f.) 
verwiesen. Dabei sei ein intensives vestibuläres Training inklusive Orthoki-
netik zur Kompensation des vestibulären Defizits rechts empfohlen worden. 
Da die zervikoradikuläre Schmerzsymptomatik im Hintergrund stehe, sei 
keine unmittelbare Indikation zu einer operativen Behandlung zervikal indi-
ziert. Zur weiteren diagnostischen Abklärung solle eine Infiltrationsbehand-
lung zervikal erfolgen. Je nach Ergebnis könne über die weitere Behand-
lung, gegebenenfalls auch operativ, im Bereich der HWS diskutiert werden 
(AB 34, S. 8).

3.1.11 Im Bericht vom 11. Januar 2018 diagnostizierten die Ärzte der Klinik 
L.________ chronische zervikoradikuläre Schmerzen rechts (AB 45, S. 7). 
Neben der bereits bekannten Schwindelsymptomatik würden sich eindeutig 
radikuläre Beschwerden im Bereich des rechten Arms zeigen, von der Kli-
nik passend zu der Nervenwurzel C6. Dies sei primär einer Infiltration sehr 

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gut zugänglich. Auch wenn eine Steroidinfiltration an der Wurzel nicht zu 
einer bleibenden Beschwerdeverbesserung führen sollte, sei sie zumindest 
differentialdiagnostisch hilfreich (AB 45, S. 8).

3.1.12 Die Ärzte der Klinik K.________ diagnostizierten im Bericht vom 
29. Januar 2018 einen Verdacht auf eine vestibuläre Migräne. Die Arbeits-
fähigkeit sei gegeben (AB 39, S. 2). Aufgrund der häufigen Schwindel- und 
Kopfschmerzepisoden wurde der Beginn einer Basisprophylaxe, ein Fort-
führen der Attackentherapie sowie das Fortsetzen der vestibulären Physio-
therapie und nicht-medikamentösen Massnahmen (z.B. Ausdauersport, 
gute Schlafhygiene, gesunde Ernährung) empfohlen (AB 39, S. 3 f.; vgl. 
auch Bericht vom 28. September 2017, AB 39, S. 5 f.).

3.1.13 Im Bericht vom 7. Februar 2018 diagnostizierte der RAD-Arzt Dr. 
med. C.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bisher unklare 
anhaltende Schwindelbeschwerden seit dem 12. September 2016, am 
ehesten eine vestibuläre Migräne. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit diagnostizierte er neben dem aktenanamnestisch bekannten myofaszi-
alen Schmerzsyndrom neu ein zervikoradikuläres Schmerzsyndrom rechts-
seitig (AB 41, S. 4). Die Arbeitsfähigkeit könne zum aktuellen Zeitpunkt 
noch nicht abschliessend beurteilt werden (AB 41, S. 6). Vor dem Hinter-
grund der bisher gestellten Diagnosen, der Befunde und des bisherigen 
Verlaufs sei die bisher attestierte Arbeitsunfähigkeit nachvollziehbar (Ar-
beitsunfähigkeit von 100% vom 12. September bis am 17. Oktober 2016, 
Arbeitsunfähigkeit von 60% ab dem 18. Oktober 2016). Da die Arbeits-
fähigkeit aus neurologischer Sicht bereits anlässlich der Untersuchung vom 
11. August 2017 als (wieder) gegeben beurteilt worden sei, bestehe zum 
Zeitpunkt des Ablaufs des Wartejahres am 1. September 2017 eine unein-
geschränkte Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als … respektive in 
jeder Verweistätigkeit (AB 41, S. 7). Mit Schreiben vom 28. Februar 2018 
führte Dr. med. C.________ ergänzend zu seinem Bericht vom 7. Februar 
2018 aus, dass er auch unter Berücksichtigung des Berichts des Hausarz-
tes vom 20. September 2017, welcher ab dem 21. August 2017 erneut eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestierte, an seiner Beurteilung vom 7. Fe-
bruar 2018 festhalte (AB 42).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Nov. 2018, IV/18/422, Seite 10

3.1.14 Am 18. April 2018 erfolgte im Spital I.________ eine MR-
Untersuchung der Wirbelsäule nativ (AB 52). Es wurde die folgende Beur-
teilung festgehalten: „Stationäre, rechts betonte Diskushernie HWK5/6 mit 
Kompression des Myelons und der Radix C6 rechts rezessal sowie Dorsal-
verlagerung der anterioren Radix C6 links rezessal. Absolute Spinalkanals-
tenose ohne Myelopathie. Stationäre kleinere Hernie HWK6/7 rechts para-
median ohne Anhaltspunkt für eine Neurokompression.“

3.1.15 Der RAD-Arzt Dr. med. C.________ führte in der Stellungnahme 
vom 27. April 2018 aus, aus den neu eingereichten medizinischen Berich-
ten gingen keine relevanten Befunde hervor, die eine veränderte Beurtei-
lung des Zumutbarkeitsprofils begründen würden. Er bestätigte seine Ein-
schätzungen vom 7. und 28. Februar 2018, wonach zum Zeitpunkt des 
Ablaufs des Wartejahres am 1. September 2017 eine uneingeschränkte 
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit sowie in jeder Verweistätigkeit 
bestehe (AB 51, S. 2 f.).

3.1.16 Vom 8. bis am 15. Mai 2018 war die Beschwerdeführerin in der Kli-
nik M.________ hospitalisiert, wo sie sich am 9. Mai 2018 einer mikrochir-
urgischen Diskektomie in der Höhe HWK5/6 mit Anlage einer Rotaio-
Prothese unterzog. Es wurde ein Diskusprolaps HKW5/6 rechts diagnosti-
ziert (Beschwerdebeilage [BB] 3, S. 1). Die Beschwerdeführerin wurde bis 
am 10. Juni 2018 arbeitsunfähig geschrieben (BB 3, S. 2).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Nov. 2018, IV/18/422, Seite 11

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 
fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der 
versicherten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch 
in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen regionaler ärztlicher Dienste 
(Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 29. Oktober 2015, 
9C_610/2015, E. 3.1).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung vom 2. Mai 
2018 (AB 53) in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Aktenbe-
richte des RAD-Arztes Dr. med. C.________ vom 17. Oktober 2017 und 
7. Februar 2018 (AB 25, S. 3 f.; 41, S. 4 ff.) samt Ergänzung vom 28. Fe-
bruar 2018 (AB 42) sowie die Stellungnahme vom 27. April 2018 (AB 51, 
S. 2 ff.). Der RAD-Arzt untersuchte die Beschwerdeführerin nicht persön-
lich, sondern verfasste seine Berichte bzw. die Stellungnahme einzig auf-
grund der Akten. Wie nachfolgend dargelegt, bestehen vorliegend Zweifel 
an der Schlüssigkeit dieser Aktenberichte, weshalb sie zur Beurteilung des 
Leistungsgesuchs nicht geeignet sind (vgl. E. 3.2 hiervor sowie RKUV 2006 
U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

Dr. med. C.________ bestätigte im Bericht vom 7. Februar 2018 die attes-
tierte Arbeitsunfähigkeit vom 12. September bis am 17. Oktober 2016 von 
100% und ab dem 18. Oktober 2016 von 60%. Zum Zeitpunkt des Ablaufs 
des Wartejahres am 1. September 2017 bestehe (wieder) eine uneinge-
schränkte Arbeitsfähigkeit in der bisherigen wie auch in einer angepassten 
Tätigkeit (AB 41, S. 7). Diese Einschätzung hat der RAD-Arzt mit Ergän-
zung vom 28. Februar 2018 sowie mit Stellungnahme vom 27. April 2018 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Nov. 2018, IV/18/422, Seite 12

bestätigt (AB 51, S. 3). Bei der entsprechenden Beurteilung stützte er sich 
insbesondere auf den Bericht der Klinik K.________ vom 28. September 
2017, wonach anlässlich der Schwindelsprechstunde vom 11. August 2017 
eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei (AB 39, S. 5). 
Dabei verkennt der RAD-Arzt jedoch, dass in den Berichten des Zentrums 
J.________ seit September 2016 eine Diskushernie HWK5/6 bzw. ein zer-
vikoradikuläres Schmerzsyndrom rechtsseitig bei Diskushernie HWK5/6 
rechtsseitig diagnostiziert wurde (AB 34) und die geklagten Beschwerden 
im Bereich des Nackens mit Ausstrahlung in den Kopf und die Schulter bis 
zum Daumen im Laufe des Jahres 2017 zunehmend stärker geworden 
sind. Dabei bestehen – entgegen der Auffassung des RAD-Arztes (AB 51, 
S. 3) – gestützt auf die bildgebenden Untersuchungen erhebliche Anzei-
chen für einen inzwischen veränderten Zustand der Wirbelsäule. So wurde 
im Rahmen der MR-Untersuchung der Wirbelsäule vom 17. April 2018 be-
treffend die Diskushernie HWK5/6 eine absolute Spinalkanalstenose fest-
gestellt (AB 52, S. 1), während im MRI der HWS - BWS vom 4. Mai 2017 
eine solche (noch) nicht zu erkennen war (AB 45, S. 9). Ferner führte der 
RAD-Arzt im Bericht vom 27. April 2018 zwar richtig aus, dass anlässlich 
der Untersuchung in der Klinik L.________ vom 14. Dezember 2017 (Be-
richt vom 11. Januar 2018; AB 45, S. 7 f.) keine funktionellen Einschrän-
kungen und keine sensomotorischen Ausfälle beschrieben worden sind 
(vgl. AB 51, S. 3). Dennoch wurde von den Ärzten festgehalten, dass sich 
eindeutig radikuläre Beschwerden im Bereich des rechten Arms, von der 
Klinik passend zu der Nervenwurzel C6, zeigten, weswegen sie eine Infil-
tration planten und den Einsatz eines TENS-Gerätes zur Behandlung der 
myofaszialen Symptome empfahlen. Aufgrund der erfolglos gebliebenen 
medizinischen und nicht-medizinischen Massnahmen – insbesondere auch 
den Infiltrationen im Januar und Februar 2018 (vgl. AB 45, S. 1 und 8) – 
unterzog sich die Beschwerdeführerin sodann am 9. Mai 2018 bei einem 
diagnostizierten Diskusprolaps HWK5/6 rechts mit Kompression der C6-
Wurzel einer Operation (mikrochirurgische Diskektomie) in der Klinik 
M.________. Es wurde eine volle Arbeitsunfähigkeit bis am 10. Juni 2018 
attestiert (BB 3). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin ist der 
Austrittsbericht der Klinik M.________ vom 15. Mai 2018 für die vorliegen-
de Beurteilung denn auch nicht unbeachtlich. Zwar datiert er nach der hier 
angefochtenen Verfügung vom 2. Mai 2018 (AB 53), jedoch lässt er im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Nov. 2018, IV/18/422, Seite 13

Hinblick auf die seit September 2016 geklagten Beschwerden im Bereich 
des Nackens Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Ver-
waltungsverfahrens bestehende Situation zu (SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 
E. 3.4). Somit kann nicht unbesehen auf die Einschätzung von Dr. med. 
C.________ abgestellt werden. Für die Beurteilung der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit kann jedoch auch nicht auf die Einschätzung von Dr. med. 
D.________ abgestellt werden, welcher der Beschwerdeführerin seit dem 
21. August 2017 (wieder) eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert 
(AB 45, S. 2 f.). So begründet der Allgemeinmediziner nicht weiter, weshalb 
sich die gesundheitliche Situation im August 2017 verschlechtert hat und 
führt nicht näher aus, warum eine Verweistätigkeit nicht möglich sein sollte. 
Ein aktueller Bericht des Hausarztes zur Einschätzung der medizinischen 
Situation im Rahmen des operativen Eingriffs im Mai 2018 liegt nicht vor. 

Insgesamt kann gestützt auf die vorliegenden Akten nicht beurteilt werden, 
ob und allenfalls in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin vor dem 
Eingriff vom 9. Mai 2018 arbeitsunfähig war und wie sich die Situation nach 
der Operation der Diskushernie HWK5/6 entwickelt hat bzw. ob die in Aus-
sicht gestellte Arbeitsfähigkeit ab 11. Juni 2018 umgesetzt werden konnte. 

3.4 Damit ist der medizinische Sachverhalt ungenügend abgeklärt. Weil 
bislang bloss eine versicherungsinterne medizinische Beurteilung vorliegt, 
ist kein gerichtliches Gutachten anzuordnen, sondern die Akten sind an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese eine polydisziplinäre 
Begutachtung bei einer Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) veran-
lasst. Obwohl im Rahmen der neurologischen sowie der ophthalmologi-
schen Untersuchungen (AB 30; 34, S. 9 ff.; 39, S. 5) vorliegend keine so-
matische Ursache gefunden und auch aus psychiatrischer Sicht die geklag-
ten Beschwerden nicht objektiviert werden konnten (AB 22.1, S. 16 f.) er-
scheint eine interdisziplinäre Abklärung angezeigt. Dies deshalb, damit eine 
Gesamtschau sämtlicher Beschwerden nicht nur isoliert aus neurochirurgi-
scher und orthopädischer Sicht vorgenommen wird, sondern auch die an-
deren mitbetroffenen Disziplinen der Neurologie, Ophthalmologie sowie 
Psychiatrie miteinbezogen werden können. Im Anschluss hat die Be-
schwerdegegnerin erneut über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
Leistungen der Invalidenversicherung zu befinden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Nov. 2018, IV/18/422, Seite 14

3.5 Aufgrund des Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 
2. Mai 2018 (AB 53) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegne-
rin zurückzuweisen, damit sie nach Vornahme der weiteren Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen neu verfüge.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Mit angemessener Kostennote vom 16. August 2018 hat Rechtsanwalt 
B.________ ein Honorar von Fr. 2‘187.50 sowie Auslagen von Fr. 53.20 
und die Mehrwertsteuer von Fr. 172.55 geltend gemacht. Der gesamte Par-
teikostenersatz wird somit auf Fr. 2‘413.25 (inkl. Auslagen und MWSt.) 
festgesetzt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Nov. 2018, IV/18/422, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 2. Mai 2018 aufgehoben und die Sache 
an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit sie nach Vor-
nahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihr nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘413.25 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.