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**Case Identifier:** 37ec19ff-ec39-592c-b988-a585fd73a88e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.01.2018 200 2017 221
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-221_2018-01-11.pdf

## Full Text

200 17 221 IV
LOU/SCC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 11. Januar 2018

Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. Januar 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2018, IV/17/221, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1958 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
arbeitete bis Ende März 2012 als ... mit einem Pensum von 90 % (Dossier 
der Invalidenversicherung, Antwortbeilage [AB] 25.6, 9.2 S. 2, 68). Sie mel-
dete sich im Juni 2012 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin) zum Bezug von Leistungen an (AB 1). Die IVB holte Akten ein, u.a. die 
von der Taggeldversicherung veranlassten Gutachten der Dres. med. 
C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21. Januar 
2013 (AB 25.10) und D.________, Facharzt für Innere Medizin und Rheu-
maerkrankungen, Manuelle Medizin und Neuraltherapie, vom 24. Mai 2013 
(AB 33.18); weiter veranlasste sie eine bidisziplinäre Begutachtung durch 
die Dres. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
vom 29. November 2013 (AB 40.1) und F.________, Physikalische Medizin 
und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, psychologische Medizin 
und manuelle Medizin, vom 10. Dezember 2013 (AB 44.1; gemeinsame 
Beurteilung [AB 45]). Gegen den Vorbescheid vom 13. März 2014, worin 
die IVB die Ablehnung des Rentengesuchs in Aussicht gestellt hatte (AB 
50), erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, Ein-
wände (AB 51, 55). Mit Verfügung vom 16. Mai 2014 lehnte die IVB bei 
einem Invaliditätsgrad von 5 % einen Rentenanspruch ab (AB 56); diese 
Verfügung blieb unangefochten.

Nachdem die Versicherte zudem ein Gesuch um berufliche Massnahmen 
eingereicht hatte (AB 51 S. 2), übernahm die IVB am 20. Juni 2014 die 
Kosten für eine berufliche Abklärung in der Abklärungsstelle G.________ 
vom 7. Juli bis 6. Oktober 2014 (AB 60), wobei der Versicherten bereits ab 
dem zweiten Tag vom behandelnden Arzt eine vollständige Arbeitsunfähig-
keit attestiert wurde (AB 69). Mit Mitteilung vom 16. Juni 2015 übernahm 
die IVB weiter die Kosten für ein Belastbarkeitstraining vom 22. Juni bis 14. 
September 2015 in der Abklärungsstelle H.________ (AB 86); da sich die 
Versicherte nicht in der Lage fühlte, die berufliche Massnahme weiterzu-
führen (Bericht [AB 100], vgl. auch Bericht des behandelnden Psychiaters 
vom 10. August 2015 [AB 97] und Arztzeugnisse [AB 100 S. 15 ff.]), wurde 

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die Kostenübernahme per 10. August 2015 aufgehoben (AB 99). Die IVB 
veranlasste in der Folge eine psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. 
C.________ (psychiatrisches Gutachten vom 3. Mai 2016 [AB 116.1]). Am 
15. Juni 2016 schloss die IVB die beruflichen Massnahmen ab (AB 123).

B.

Nachdem die Versicherte sich vom 10. August bis 27. September 2016 in 
der Klinik I.________ stationär aufgehalten hatte (AB 124 S. 3 ff.), meldete 
sie sich am 12. Oktober 2016 bei der IVB neu an (AB 124 S. 1). Mit Vorbe-
scheid vom 31. Oktober 2016 stellte die IVB in Aussicht, dass auf das Neu-
anmeldungsgesuch nicht eingetreten werde (AB 125). Hiergegen erhob die 
Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, Einwände (AB 
126). Nach Einholung einer Stellungnahme von Dr. med. J.________, 
Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher 
Dienst (RAD), vom 19. Januar 2017 (AB 129) trat die IVB mit Verfügung 
vom 25. Januar 2017 auf die Neuanmeldung nicht ein (AB 130).

C.

Am 27. Februar 2017 erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Sie 
beantragt, die Verfügung der IVB vom 25. Januar 2017 sei aufzuheben und 
auf ihr Leistungsbegehren sei einzutreten. Die Sache sei zur Vornahme der 
notwendigen Abklärungen und zum anschliessenden materiellen Entscheid 
über die Ansprüche der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen.

Mit Beschwerdeantwort vom 28. März 2017 beantragt die IVB die Abwei-
sung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 
25. Januar 2017 (AB 130), mit welcher auf das Neuanmeldungsgesuch 
nicht eingetreten wurde. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin auf die 
Neuanmeldung vom 12. Oktober 2016 (AB 124) zu Recht nicht eingetreten 
ist.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen oder 
-entscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. c GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädigung oder ein Assistenz-
beitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflo-
sigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf 
einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so wird eine neue Anmeldung 
nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 
IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351). Erheblich ist eine Sachver-
haltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine 
Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend 
gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 
S. 121 E. 2). Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die 
Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründe-
ten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesu-
chen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

2.2 Nach Eingang einer Neuanmeldung oder eines Revisionsgesuchs 
ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der 
versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt 
sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei hat 
sie unter anderem zu berücksichtigen, ob die frühere Verfügung nur kurze 
oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaub-
haftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern 
steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den der Richter grundsätz-
lich zu respektieren hat. Die Behandlung der Eintretensfrage durch die 
Verwaltung ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das Eintreten 
streitig ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

2.3 Die versicherte Person muss mit der Neuanmeldung oder dem Re-
visionsgesuch die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft machen. 
Der Untersuchungsgrundsatz, wonach das Gericht von Amtes wegen für 
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts 
zu sorgen hat, spielt insoweit nicht. Wird in der Neuanmeldung oder dem 
Revisionsgesuch kein Eintretenstatbestand geltend gemacht, sondern 
bloss auf ergänzende Beweismittel, insbesondere Arztberichte, hingewie-
sen, die noch beigebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen 
seien, ist der versicherten Person eine angemessene Frist zur Einreichung 

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der Beweismittel anzusetzen. Diese Massnahme setzt voraus, dass die 
ergänzenden Beweisvorkehren geeignet sind, den entsprechenden Beweis 
zu erbringen. Sie ist mit der Androhung zu verbinden, dass ansonsten ge-
gebenenfalls auf Nichteintreten zu erkennen sei. Ergeht eine Nichteintre-
tensverfügung im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens, das diesen Erfor-
dernissen betreffend Fristansetzung und Androhung der Säumnisfolgen 
genügt, legen die Gerichte ihrer beschwerdeweisen Überprüfung den 
Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung bot (BGE 130 V 64 
E. 5.2.5 S. 69).

Die glaubhaft zu machende Änderung muss nicht gerade jenes Anspruchs-
element betreffen, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen 
Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr hat es zu genügen, wenn 
die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus 
dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum 
glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das 
neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher und rechtlicher 
Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200). Diese Regeln 
zur Behandlung von Neuanmeldungen beziehen sich nur auf gleichlauten-
de Leistungsgesuche (SVR 1999 IV Nr. 21 S. 64). 

2.4 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte 
Anforderungen an den Beweis verbunden; der Sachverhalt muss also nicht 
nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Es genügt, dass für den geltend 
gemachten rechtserheblichen Sachumstand wenigstens gewisse Anhalts-
punkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen 
ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Sachverhaltsdar-
stellung nicht erstellen lassen. Grundsätzlich unterliegt das Glaubhaftma-
chen weniger strengen Anforderungen als im Zivilprozessrecht. Dort muss 
– im Gegensatz zum vollen Beweis – das Gericht von der Richtigkeit der 
behaupteten Sachdarstellung immerhin überzeugt sein, wenn auch nicht 
vollständig und unter Ausschluss jeden Zweifels (SVR 2014 IV Nr. 33 
S. 121 E. 2).

2.5 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-

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meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Zu prüfen ist, ob eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
glaubhaft gemacht ist. Dabei ist der Sachverhalt zur Zeit der Verfügung 
vom 16. Mai 2014 (AB 56), mit welcher ein Anspruch auf eine Rente abge-
lehnt worden war, zu vergleichen mit demjenigen, der sich bis zum Erlass 
der angefochtenen Verfügung vom 25. Januar 2017 (AB 130) entwickelt hat 
(vgl. E. 2.5 hiervor).

3.2 Die leistungsablehnende Verfügung vom 16. Mai 2014 (AB 56) 
stützte sich im Wesentlichen auf die bidisziplinäre Begutachtung der Dres. 
med. F.________ und E.________ (AB 40.1, 44.1, 45):

Aus psychiatrischer Sicht hielt Dr. med. E.________ fest, dass sich keine 
Krankheit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizieren lasse 
(AB 40.1 S. 13); ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte 
der Psychiater eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 
F45.4) und einen Status nach depressiver Episode (ICD-10 F32.1). Er führ-
te aus, aufgrund der Beschwerden von Seiten der im Schweregrad als 
leichtgradig zu beurteilenden anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 
lasse sich keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit und auch keine Ver-
minderung der Leistungsfähigkeit begründen. Eine Depression könne nicht 
mehr diagnostiziert werden. Vorübergehend sei von Anfang 2012 bis Sep-
tember 2012 von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. 
Seither lasse sich aus psychiatrischer Sicht, abgesehen von einer etwa 
eineinhalb Monate dauernden zirka 20 %igen Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit, ab Anfang 2013 zu keinem weiteren Zeitpunkt mehr eine Ein-
schränkung begründen (AB 40.1 S. 17 f.). 

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Aus rheumatologischer Sicht diagnostizierte Dr. med. F.________ mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Lumbovertebralsyn-
drom bei mediolateraler Diskushernie rechts mit Kontakt zur Wurzel L5 oh-
ne klinische oder bildgebende Zeichen einer Nervenwurzelkompression 
(MRI vom 30. September 2011; ICD-10 M54.5; AB 44.1 S. 21). Die Explo-
randin leide an einem chronischen ausgedehnten Schmerzsyndrom verein-
bar mit einer generalisierten Fibromyalgie. Wegen der chronischen 
Schmerzen habe sie sich weniger bewegt, weswegen sich eine Muskelde-
konditionierung und Dysbalance mit Tendomyosen entwickelt haben (AB 
44.1 S. 27 Ziff. 7.1). Die bisherige Tätigkeit sei aus rheumatologischer Sicht 
noch weitgehend zumutbar, ausgenommen wenn die Explorandin Lasten 
heben müsse (AB 44.1 S. 27 Ziff. 7.2). Die Explorandin könne keine mittel-
schweren und schweren Arbeiten mehr verrichten; zumutbar seien zumin-
dest eine leichte bis mittelschwere Arbeit (AB 44.1 S. 27 Ziff. 7.3). Eine 
solche Tätigkeit könne sie zu 8,5 Stunden pro Tag ausüben (AB 44.1 S. 27 
Ziff. 7.4). Zum Zumutbarkeitsprofil hielt der Gutachter fest, es sollte sich 
nicht um eine dauernd stehende/gehende oder dauernd sitzende Tätigkeit 
handeln. Die Explorandin müsse gelegentlich, zirka jede halbe Stunde bis 
Stunde sich mal hinsetzen können; es sei sehr wichtig, dass am Arbeits-
platz die Rückendisziplin eingehalten werde (AB 44.1 S. 29 Ziff. 7.11). 
Durch eine konsequente Aufbaugymnastik könnte die Belastbarkeit gestei-
gert werden und innert zirka drei bis sechs Monaten eine höhere Belast-
barkeit erreicht werden (AB 44.1 S. 28 Ziff. 7.8). 

Aus gesamtmedizinischer Sicht führten die Experten aus, es könne als ge-
meinsame interdisziplinäre Beurteilung diejenige des rheumatologischen 
Gutachtens uneingeschränkt übernommen werden, da sich aus rein psych-
iatrischer Sicht keine Krankheit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit dia-
gnostizieren lasse (AB 45).

3.3

3.3.1 Im Rahmen der beruflichen Massnahmen – nachdem die Be-
schwerdeführerin diese zweimalig abgebrochen hatte – veranlasste die IVB 
eine Verlaufsbegutachtung. Im psychiatrischen Gutachten vom 3. Mai 2016 
diagnostizierte Dr. med. C.________ ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine anhaltende Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit rezidivieren-

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den ängstlich-niedergeschlagenen Verstimmungen bei depressiver 
Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F32.4/F33.4), bei akzentuierten 
(narzisstisch, emotional expressiv/histrionisch, ängstlich-depressiv) Persön-
lichkeitszügen (ICD-10 Z73.1; AB 116.1 S. 26). Er führte aus, es sei weiter-
hin von einer anhaltenden Schmerzstörung als Hauptdiagnose (ICD-10 
F45.4) auszugehen. Als Teil/Ausdruck dieser Störung zeige die Exploran-
din immer wieder unterschiedlich ausgeprägte ängstlich-depressive Ver-
stimmungen. Die ICD-10 Kriterien einer depressiven Episode seien objektiv 
nicht erfüllt. Der Schweregrad erreiche nicht das notwendige Ausmass 
(AB 116.1 S. 16). Eine relevante Arbeitsunfähigkeit sei für keinen Zeitraum 
begründbar (AB 116.1 S. 29 Ziff. 7.6).

3.3.2 Im Bericht vom 30. September 2016 diagnostizierten die Ärzte der 
Klinik I.________, nach einem stationären Aufenthalt vom 10. August bis 
27. September 2016, eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), psychische und Verhaltensstörun-
gen durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F11.2) sowie eine Fi-
bromyalgie: Mehrere Lokalisationen (ICD-10 M79.7). Sie attestierten eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 10. August bis 14. Oktober 2016. Die 
Umstellung der Medikation im Zusammenhang mit der bestehenden 
Schmerzsymptomatik habe einen sehr guten Erfolg gezeigt. Aufgrund der 
depressiven Symptomatik sei die Patientin mit gutem Erfolg auf Cymbalta 
eingestellt worden. Zur Besserung hätte auch die Behandlung mit der 
transkraniellen Magnetstimulation (TMS) beigetragen. Die Patientin sei in 
einem stabilen und deutlich gebesserten Zustand entlassen worden 
(AB 124 S. 3 ff.).

3.4 Aus psychiatrischer Sicht liess sich laut Gutachten von Dr. med. 
E.________ vom 29. November 2013 keine Arbeitsunfähigkeit begründen 
(AB 40.1 S. 18 f.): Die diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerz-
störung (ICD-10 F45.4) und der Status nach depressiver Episode (ICD-10 
F32.1) hatten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (AB 40.1 S. 14). Im 
Gutachten vom 3. Mai 2016 wurde wiederum eine anhaltende (somatofor-
me) Schmerzstörung diagnostiziert mit geringen bis gar nicht ausgeprägten 
Befunden und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Insgesamt erge-
ben sich keine wesentlichen Veränderungen zum Gesundheitszustand im 

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Jahr 2014, was Dr. med. C.________ – im Vergleich zum psychiatrischen 
Gutachten von Dr. med. E.________ – ausdrücklich bestätigte (AB 116.1 
S. 29). Der Austrittsbericht der Klinik I.________ vom 30. September 2016 
ergibt keine diagnostischen Gesichtspunkte, die nicht schon im Jahr 2014 
bekannt gewesen und berücksichtigt worden wären ausser der Opiatab-
hängigkeit, die jedoch während des stationären Aufenthalts erfolgreich be-
handelt wurde. Auch wenn nach der Begutachtung im Mai 2016 vorüberge-
hend eine Verschlechterung eingetreten sein dürfte (AB 124 S. 4), hat sich 
der Zustand nach der stationären Behandlung Ende September 2016 ver-
bessert. Die behandelnden Ärzte erwähnten im Austrittsbericht der Klinik 
I.________ vom 30. September 2016, dass die medikamentöse Behand-
lung optimiert worden sei und im Rahmen einer Nachbehandlung nach ei-
genem Wunsch lediglich ein Wechsel des ambulanten psychiatrischen Be-
handlers erfolgen werde; eine Behandlung in einer Tagesklinik lehnte die 
Beschwerdeführerin jedoch ab (AB 124 S. 5). Zudem wurde auch erwähnt, 
dass die Beschwerdeführerin grosse Mühe habe, die Ablehnung von Leis-
tungen der IV zu akzeptieren (AB 124 S. 6), was auf einen psychosozialen, 
nicht zu berücksichtigenden Faktor hinweist. Die Beschwerdeführerin wur-
de jedoch nach guter medikamentöser Einstellung Ende September 2016 
in deutlich gebessertem und stabilem Zustand entlassen und die Ärzte at-
testierten lediglich befristet eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit (AB 124 S. 6). 
Es ist deshalb davon auszugehen, dass nach der stationären Behandlung 
keine mittelgradige depressive Symptomatik mehr vorlag, dies wird denn 
auch vom RAD-Arzt in der Stellungnahme vom 19. Januar 2017 bestätigt 
(vgl. AB 129 S. 4). 

Laut dem rheumatologischen Gutachten von Dr. med. F.________ vom 
10. Dezember 2013 liegt ein chronisches ausgedehntes Schmerzsyndrom, 
vereinbar mit einer generalisierten Fibromyalgie vor (AB 44.1 S. 27 
Ziff. 7.1). Dem Austrittsbericht der Klinik I.________ vom 30. September 
2016 (AB 124 S. 3 ff.) sind keine objektiven Befunde zu entnehmen, welche 
auf eine Verschlechterung der Schmerzsymptomatik hindeuten würden. Es 
werden keine somatischen Beeinträchtigungen geltend gemacht.

3.5 Insofern die Beschwerdeführerin zu kritisieren scheint, es sei kein – 
praxismässig verlangter – Vergleich zur Verfügung vom 16. Mai 2014 (Be-

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schwerde S. 7) vorgenommen worden, ist dies nicht zu hören, denn die 
Beschwerdegegnerin erwähnt ausdrücklich, es sei glaubhaft darzulegen, 
dass sich die tatsächlichen Verhältnisse nach der Verfügung vom 16. Mai 
2014 in einer für den Anspruch erheblichen Weise verändert haben 
(AB 130 S. 1). Das Verlaufsgutachten von Dr. med. C.________ vom 
3. Mai 2016 (AB 116.1) hatte – wie bereits erwähnt – im Vergleich mit der 
Situation bei Erlass der Verfügung vom 16. Mai 2014 (AB 56) ergeben, 
dass keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes vorlag. 
Der Aufenthalt in der Klinik I.________ ergab eine bloss vorübergehende 
Beeinträchtigung, welche beim Austritt remittiert war. Soweit die Beschwer-
deführerin in der Beschwerde (S. 12) nun geltend macht, dass sich ein 
Verdacht auf ein polyglanduläres Autoimmunsyndrom ergeben habe, än-
dert sich nichts am Ergebnis; einerseits ist dieses Vorbringen nicht belegt, 
andererseits legt der Richter seiner beschwerdeweisen Überprüfung den 
Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung zum Zeitpunkt der an-
gefochtenen Verfügung bot (vgl. E. 2.3 hiervor).

Nach dem Gesagten ist im massgeblichen Zeitpunkt der angefochtenen 
Verfügung vom 25. Januar 2017 (AB 130) keine relevante Veränderung im 
Gesundheitszustand im Vergleich zu Mai 2014 (AB 56) glaubhaft gemacht.

3.6 Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 25. Januar 
2017 (AB 130) als korrekt und die Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

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4.2 Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.