# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 787fb2a7-ecec-51de-9e92-f4215aba50f0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.11.2016 PQ160078
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ160078_2016-11-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 

 

Geschäfts-Nr.: PQ160078-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Würsch. 

Urteil vom 21. November 2016 

 

in Sachen 

 
Sozialbehörde A._____,  

Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 
1. B._____,  

2. C._____, 

Beschwerdegegner 

 

betreffend Kosten Beistand 
 

Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Dielsdorf vom 10. September 
2016; VO.2015.19 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Dielsdorf) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Sachverhalt/Verfahrensgang 

1.1. Das Verfahren hat die Kosten einer Kindesschutzmassnahme zum Ge-

genstand. Die Gemeinde A._____ ist nicht bereit diese Kosten zu tragen und 

wehrt sich gegen eine entsprechende Anordnung der Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde des Bezirks Dielsdorf (KESB). Dazu kam es wie folgt: 

1.2. D._____ und E._____ sind die Eltern von F._____, geboren am 

tt.mm.1994, und B._____, geboren am tt.mm.1997. Mit Urteil des erstinstanz-

lichen Gerichts 14 von Barcelona vom 16. Oktober 2012 wurde die Ehe von 

D._____ und E._____ geschieden. Das Gericht beliess den Eltern die gemein-

same elterliche Sorge und teilte die Obhut über die beiden Kinder der Mutter zu, 

im Wissen, dass die Mutter mit den Kindern im August 2012 von Barcelona nach 

A._____ zog und dort Wohnsitz nahm (KESB-act. 14 f. und KESB-act. 1). 

 D._____ verstarb am 3. Dezember 2012. Die beiden Kinder, F._____ und 

B._____, lebten in der Folge bei ihrem Onkel, G._____, der mit seiner Familie 

ebenfalls in A._____ wohnt. Am 25. April 2013 erteilte die KESB G._____ und 

seiner Ehefrau, H._____, die Bewilligung zur Aufnahme von B._____ als Pflege-

kind (KESB-act. 25; bezüglich F._____, welche am tt.mm.2012 volljährig gewor-

den war, erübrigte sich eine Bewilligung). Da H._____ im September 2013 ver-

starb, wurde das Pflegeverhältnis mit G._____ per Ende 2013 aufgelöst. Fortan 

lebte B._____ zusammen mit seiner Schwester in einer Notwohnung der Ge-

meinde A._____ (KESB-act. 36). 

1.3. Der Vater von B._____, dem nach dem Versterben von D._____ die elter-

liche Sorge zustand, war aufgrund seiner Ortsabwesenheit, er lebt in Barcelona, 

seiner fehlenden Kenntnisse der hiesigen Verhältnisse und der spärlichen Kon-

takte zu B._____, zwischen den beiden bestanden erhebliche Spannungen, 

nicht in der Lage, seine Elternpflichten gehörig wahrzunehmen. Hinsichtlich des 

Unterhalts und der Berechtigung am Nachlass von D._____, zur Debatte steht 

eine Eigentumswohnung in Barcelona, bestand sodann ein Interessenkonflikt 

- 3 - 

zwischen B._____ und seinem Vater. Aus diesen Gründen errichtete die KESB 

mit Entscheid vom 30. Mai 2013 für B._____ eine Beistandschaft nach Art. 306 

Abs. 2 und 3 ZGB und erteilte dem Beistand diverse Aufgaben. Was die Person 

des Beistandes betrifft, erachtete die KESB wegen der pendenten Abwicklung 

des in Spanien gelegenen Nachlasses der Mutter von B._____ besondere Fach-

kenntnisse als erforderlich. Sie ernannte deshalb C._____ von der Rechts- und 

Steuerpraxis I._____ AG zum Beistand und setzte dessen Entschädigung auf 

Fr. 245.− pro Stunde und die Entschädigung für beizuziehende Sachbearbeite-

rinnen auf Fr. 100.− pro Stunde fest (KESB-act. 28). 

1.4. Am tt.mm.2015, mit Eintritt der Volljährigkeit von B._____, endete die 

Beistandschaft von Gesetzes wegen. Nachdem der Beistand den Schlussbericht 

(KESB-act. 40) und die Honorarabrechnung (KESB-act. 41) eingereicht hatte, 

genehmigte die KESB mit Entscheid vom 11. Juni 2015 den Schlussbericht, 

schrieb die Beistandschaft für B._____ wegen Volljährigkeit ab, nahm vom ver-

walteten Vermögen per Datum der Volljährigkeit von Fr. 80'453.64 Vormerk (da-

von flüssige Mittel in der Höhe von Fr. 1'476.37) und entliess den Beistand. Hin-

sichtlich der Entschädigung des Beistandes entschied die KESB wie folgt 

(KESB-act. 45): 

"5. Die Entschädigung des Beistandes C._____ wird auf Fr. 10'510.25 zuzüglich 

Spesen von Fr. 450.−, insgesamt auf Fr. 10'960.25 (zuzüglich allfälliger So-

zialversicherungsbeiträge), festgesetzt und der Wohnsitzgemeinde A._____ 

auferlegt. Die Auszahlung an den Beistand erfolgt nach Zahlungseingang 

durch die KESB Bezirk Dielsdorf. Vorbehalten bleibt § 22 Abs. 2 und Abs. 3 

EG KESR." 

1.5. Die Sozialbehörde A._____ focht diesen Entscheid der KESB mit Be-

schwerde vom 6. Juli 2015 beim Bezirksrat Dielsdorf an und beantragte Folgen-

des (BR-act. 1 S. 1): 

"Ziffer 5 des Beschlusses vom 11. Juni 2015 sei dahingehend zu ändern, dass 

die Kosten des Beistandes C._____ vollumfänglich von der KESB zu tragen 

sind." 

- 4 - 

 Nachdem sich die KESB zur Beschwerde vernehmen lassen (BR-act. 5) 

und die Sozialbehörde A._____ und die KESB je mit einer weiteren Eingabe 

nochmals Stellung genommen hatten (BR-act. 12 und BR-act. 15), fällte der Be-

zirksrat am 10. September 2016 folgendes Urteil (act. 6 [= act. 3/9 = BR-act. 18]): 

"I. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und der Entscheid 

der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Dielsdorf vom 11. Juni 2015 

wird bestätigt. 

II. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'100.− festgesetzt und der Beschwerdeführerin 

auferlegt. 

III. (Rechtsmittel) 

IV. (Mitteilung)" 

1.6. Mit Eingabe vom 21. September 2016 (Poststempel vom 29. September 

2016) erhob die Sozialbehörde A._____ rechtzeitig Beschwerde gegen das Ur-

teil des Bezirksrats mit folgenden Anträgen (act. 2 S. 1): 

"Es sei das Urteil des Bezirksrates Dielsdorf vom 10. September 2016 aufzuhe-

ben und die Entschädigung des Beistandes sei wie beantragt aus dem Vermögen 

des Mündels zu beziehen, eventualiter sei die Rechnung des Beistandes auf ein 

angemessenes Mass zu reduzieren, alles unter Kosten- und Entschädigungsfol-

gen zu Lasten der Vorinstanz." 

 Die Akten des Bezirksrates (BR-act. 1-20) und der KESB (KESB-act. 1-45) 

wurden beigezogen. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2. Prozess- bzw. Beschwerdevoraussetzungen 

2.1. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist 

im entsprechenden kantonalen Einführungsgesetz (EG KESR) geregelt, welches 

als kantonales Verfahrensrecht die Vorgaben der Art. 450 ff. ZGB zu befolgen 

hat (vgl. auch Art. 314 ZGB). Es sind die Vorschriften des EG KESR (insbes. die 

§§ 63, 65 ff. EG KESR) anzuwenden und – soweit das EG KESR etwas nicht 

regelt – ergänzend die Vorschriften des GOG sowie der ZPO als kantonales 

Recht zu beachten (vgl. § 40 EG KESR und dazu ebenfalls Art. 450f ZGB). Der 

- 5 - 

Kanton Zürich kennt seit dem Inkrafttreten des revidierten Kindes- und Erwach-

senenschutzrechtes im ZGB zwei gerichtliche Beschwerdeinstanzen, als erste 

Beschwerdeinstanz den Bezirksrat und als zweite das Obergericht. Gegenstand 

des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens können daher stets nur Entschei-

de des Bezirksrates sein, nicht hingegen solche der KESB. 

2.2. Die Sozialbehörde A._____, welche die Beschwerde bei der Kammer und 

schon bei der Vorinstanz einreichte, bezeichnet sich als Beschwerdeführerin 

bzw. als antragsberechtigte Behörde (act. 2 S. 1, BR-act. 1 S. 1). Dies wirft Fra-

gen nach ihrer Parteifähigkeit und nach ihrer Legitimation auf, und zwar sowohl 

für das vorliegende zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren, als auch für das 

erstinstanzliche Beschwerdeverfahren vor dem Bezirksrat, handelt es sich dabei 

doch um Prozessvoraussetzungen, die von Amtes wegen zu prüfen sind (Art. 59 

f. ZPO). 

 Parteifähig ist, wer rechtsfähig ist oder von Bundesrechts wegen als Partei 

auftreten kann (Art. 66 ZPO). Die Rechtsfähigkeit von Gemeinwesen bestimmt 

sich dabei nach den einschlägigen Bestimmungen des öffentlichen Rechts. Auf 

kommunaler Ebene kommt namentlich den politischen Gemeinden Rechtsfähig-

keit zu (Art. 83 Abs. 3 Kantonsverfassung). Den einzelnen Verwaltungsabteilun-

gen einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft fehlt die Rechtsfähigkeit, und sie 

können daher ohne explizite gesetzliche Erlaubnis nicht als Partei im eigenen 

Namen klagen bzw. Beschwerde führen (vgl. auch BSK ZPO-TENCHIO-KUZMIC, 

Art. 66 N 15; MARTIN BERTSCHI, in: Kommentar VRG, Vorbemerkungen zu §§ 21-

21a N 5 f.). Die Sozialbehörde A._____ bildet eine Verwaltungsabteilung der poli-

tischen Gemeinde. Eine gesetzliche Bestimmung, die sie zur Prozessführung im 

eigenen Namen ermächtigt, ist nicht ersichtlich (vgl. namentlich Gemeindegesetz, 

Sozialhilfegesetz und Gemeindeordnung der politischen Gemeinde A._____). Ihre 

Rechts- und damit Parteifähigkeit ist demnach zu verneinen. 

 Der Sozialbehörde A._____ fehlt ebenso die Beschwerdebefugnis. Die 

Entschädigung für den Beistand von B._____ wurde der (politischen) Gemeinde 

A._____ auferlegt, nicht der Sozialbehörde, was auch keinen Sinn machen würde, 

ist diese, wie schon dargelegt, doch gar nicht rechtsfähig. 

- 6 - 

 Ob im heutigen Verfahrensstadium die Gemeinde A._____ die bisher er-

folgten Prozesshandlungen ihrer Sozialbehörde bzw. deren Abteilungsleiters noch 

genehmigen und so nachträglich Parteistellung und Beschwerdebefugnis er-

langen könnte (vgl. dazu STAEHELIN/SCHWEIZER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ 

Leuenberger, ZPO Komm., 3. A., Art. 66 N 11), kann offen bleiben, kann auf die 

Beschwerde doch aus einem anderen Grunde nicht eingetreten werden. 

2.3. Im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren erhob die Beschwerdeführerin 

verschiedene Einwendungen gegen den Entscheid der KESB zur Entschädigung 

des Beistandes. Zum einen kritisierte sie die Höhe der Entschädigung. Die 

KESB habe ohne Notwendigkeit einen privaten Mandatsträger, einen Finanz-

fachmann, zum Beistand ernannt und mit der getroffenen Honorarvereinbarung 

unnötig hohe Kosten verursacht. Zum anderen beanstandete die Beschwerde-

führerin, dass die Entschädigung nicht B._____ auferlegt worden sei. Dieser ver-

füge über ausreichend Vermögen und wäre daher in erster Linie kostenpflichtig 

gewesen. Die KESB habe diese Fehler zu verantworten und für den Schaden 

selber gerade zu stehen. In einen Antrag, die Kosten dem Verbeiständeten auf-

zuerlegen oder gegenüber dem Beistand das Honorar zu reduzieren, mündete 

das freilich nicht; die Beschwerdeführerin beantragte vielmehr einzig, dass die 

Kosten des Beistandes von der KESB zu tragen seien (BR-act. 1 S. 1 und S. 5) - 

entsprechend behandelte der Bezirksrat nur die Gemeinde als Beschwerdegeg-

nerin. 

 Mit ihrer Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksrats beantragt die Be-

schwerdeführerin neu, dass die Entschädigung des Beistandes B._____ aufzuer-

legen sei ("aus dem Vermögen des Mündels zu beziehen"), eventualiter sei die 

Rechnung des Beistandes auf ein angemessenes Mass zu reduzieren (act. 2 

S. 1). 

 Diese Anträge haben zur Folge, dass sowohl der Verbeiständete als auch 

der Beistand in das (zweitinstanzliche) Beschwerdeverfahren zu involvieren sind, 

und zwar als Beschwerdegegner: wenn den Anträgen der Beschwerde gefolgt 

werden könnte, würde das Honorar in welcher Höhe auch immer dem Verbei-

ständeten auferlegt resp. (eventuell) würde der Beistand weniger Honorar erhal-

- 7 - 

ten. Da sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig er-

weist, braucht von ihnen allerdings keine Antwort eingeholt zu werden (§ 66 Abs. 

1 EG KESR). Es genügt, ihnen das Doppel der Beschwerde mit dem vorliegenden 

Entscheid zuzustellen. 

 Im Beschwerdeverfahren sind neue Anträge, wie es die Beschwerdeführe-

rin sowohl mit dem Haupt- als auch dem Eventualantrag stellt, unzulässig. § 67 

EG KESR erlaubt neue Anträge zwar unter den einschränkenden Voraussetzun-

gen von Art. 317 ZPO. Ob das für reine Kostenfragen überhaupt gilt, kann hier of-

fen bleiben. Jedenfalls ist das Auswechseln der beklagten Partei gar keine Klage-

änderung im Sinne von Art. 317 / 227 ZPO, und die Beschwerdeführerin beruft 

sich zudem nicht auf einen ausnahmsweise zulässigen neuen Sachverhalt im 

Sinne von Art. 317 Abs. 1 ZPO. Am Antrag, die Kosten der KESB aufzuerlegen, 

hält sie im Beschwerdeverfahren wie gesehen nicht fest. 

 Die Beschwerde ist daher abzuweisen, so weit darauf eingetreten werden 

kann. 

3. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

 Umständehalber ist darauf zu verzichten, Kosten zu erheben. 

 Parteientschädigungen sind nicht zuzusprechen. Der Beschwerdeführerin 

nicht, weil sie unterliegt, den Beschwerdegegnern nicht, weil sie mit dem Rechts-

mittelverfahren keine Aufwendungen und Umtriebe hatten. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, so weit darauf eingetreten werden kann. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien des Beschwerdeverfahrens (an die 

Beschwerdegegner unter Beilage einer Kopie der Beschwerdeschrift) und an 

- 8 - 

die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Dielsdorf, an die Direk-

tion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sowie – 

unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Dielsdorf, je 

gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 10'960.25. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Würsch 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 21. November 2016
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt/Verfahrensgang
	1.1. Das Verfahren hat die Kosten einer Kindesschutzmassnahme zum Gegenstand. Die Gemeinde A._____ ist nicht bereit diese Kosten zu tragen und wehrt sich gegen eine entsprechende Anordnung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirks Dielsdorf...
	1.2. D._____ und E._____ sind die Eltern von F._____, geboren am tt.mm.1994, und B._____, geboren am tt.mm.1997. Mit Urteil des erstinstanzlichen Gerichts 14 von Barcelona vom 16. Oktober 2012 wurde die Ehe von D._____ und E._____ geschieden. Das Ger...
	D._____ verstarb am 3. Dezember 2012. Die beiden Kinder, F._____ und B._____, lebten in der Folge bei ihrem Onkel, G._____, der mit seiner Familie ebenfalls in A._____ wohnt. Am 25. April 2013 erteilte die KESB G._____ und seiner Ehefrau, H._____, di...
	1.3. Der Vater von B._____, dem nach dem Versterben von D._____ die elterliche Sorge zustand, war aufgrund seiner Ortsabwesenheit, er lebt in Barcelona, seiner fehlenden Kenntnisse der hiesigen Verhältnisse und der spärlichen Kontakte zu B._____, zwis...
	1.4. Am tt.mm.2015, mit Eintritt der Volljährigkeit von B._____, endete die Beistandschaft von Gesetzes wegen. Nachdem der Beistand den Schlussbericht (KESB-act. 40) und die Honorarabrechnung (KESB-act. 41) eingereicht hatte, genehmigte die KESB mit E...
	"5. Die Entschädigung des Beistandes C._____ wird auf Fr. 10'510.25 zuzüglich Spesen von Fr. 450.−, insgesamt auf Fr. 10'960.25 (zuzüglich allfälliger Sozialversicherungsbeiträge), festgesetzt und der Wohnsitzgemeinde A._____ auferlegt. Die Auszahlung...
	1.5. Die Sozialbehörde A._____ focht diesen Entscheid der KESB mit Beschwerde vom 6. Juli 2015 beim Bezirksrat Dielsdorf an und beantragte Folgendes (BR-act. 1 S. 1):
	"Ziffer 5 des Beschlusses vom 11. Juni 2015 sei dahingehend zu ändern, dass die Kosten des Beistandes C._____ vollumfänglich von der KESB zu tragen sind."
	Nachdem sich die KESB zur Beschwerde vernehmen lassen (BR-act. 5) und die Sozialbehörde A._____ und die KESB je mit einer weiteren Eingabe nochmals Stellung genommen hatten (BR-act. 12 und BR-act. 15), fällte der Bezirksrat am 10. September 2016 folg...
	"I. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und der Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Dielsdorf vom 11. Juni 2015 wird bestätigt.
	II. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'100.− festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	III. (Rechtsmittel)
	IV. (Mitteilung)"
	1.6. Mit Eingabe vom 21. September 2016 (Poststempel vom 29. September 2016) erhob die Sozialbehörde A._____ rechtzeitig Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksrats mit folgenden Anträgen (act. 2 S. 1):
	"Es sei das Urteil des Bezirksrates Dielsdorf vom 10. September 2016 aufzuheben und die Entschädigung des Beistandes sei wie beantragt aus dem Vermögen des Mündels zu beziehen, eventualiter sei die Rechnung des Beistandes auf ein angemessenes Mass zu ...
	Die Akten des Bezirksrates (BR-act. 1-20) und der KESB (KESB-act. 1-45) wurden beigezogen. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

	2. Prozess- bzw. Beschwerdevoraussetzungen
	2.1. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist im entsprechenden kantonalen Einführungsgesetz (EG KESR) geregelt, welches als kantonales Verfahrensrecht die Vorgaben der Art. 450 ff. ZGB zu befolgen hat (vgl. auch Art. 314 ZGB...
	2.2. Die Sozialbehörde A._____, welche die Beschwerde bei der Kammer und schon bei der Vorinstanz einreichte, bezeichnet sich als Beschwerdeführerin bzw. als antragsberechtigte Behörde (act. 2 S. 1, BR-act. 1 S. 1). Dies wirft Fragen nach ihrer Partei...
	Parteifähig ist, wer rechtsfähig ist oder von Bundesrechts wegen als Partei auftreten kann (Art. 66 ZPO). Die Rechtsfähigkeit von Gemeinwesen bestimmt sich dabei nach den einschlägigen Bestimmungen des öffentlichen Rechts. Auf kommunaler Ebene kommt ...
	Der Sozialbehörde A._____ fehlt ebenso die Beschwerdebefugnis. Die Entschädigung für den Beistand von B._____ wurde der (politischen) Gemeinde A._____ auferlegt, nicht der Sozialbehörde, was auch keinen Sinn machen würde, ist diese, wie schon dargele...
	Ob im heutigen Verfahrensstadium die Gemeinde A._____ die bisher erfolgten Prozesshandlungen ihrer Sozialbehörde bzw. deren Abteilungsleiters noch genehmigen und so nachträglich Parteistellung und Beschwerdebefugnis erlangen könnte (vgl. dazu Staehe...
	2.3. Im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren erhob die Beschwerdeführerin verschiedene Einwendungen gegen den Entscheid der KESB zur Entschädigung des Beistandes. Zum einen kritisierte sie die Höhe der Entschädigung. Die KESB habe ohne Notwendigkeit e...
	Mit ihrer Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksrats beantragt die Beschwerdeführerin neu, dass die Entschädigung des Beistandes B._____ aufzuerlegen sei ("aus dem Vermögen des Mündels zu beziehen"), eventualiter sei die Rechnung des Beistandes auf ...
	Diese Anträge haben zur Folge, dass sowohl der Verbeiständete als auch der Beistand in das (zweitinstanzliche) Beschwerdeverfahren zu involvieren sind, und zwar als Beschwerdegegner: wenn den Anträgen der Beschwerde gefolgt werden könnte, würde das H...
	Im Beschwerdeverfahren sind neue Anträge, wie es die Beschwerdeführerin sowohl mit dem Haupt- als auch dem Eventualantrag stellt, unzulässig. § 67 EG KESR erlaubt neue Anträge zwar unter den einschränkenden Voraussetzungen von Art. 317 ZPO. Ob das fü...
	Die Beschwerde ist daher abzuweisen, so weit darauf eingetreten werden kann.

	3. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Umständehalber ist darauf zu verzichten, Kosten zu erheben.
	Parteientschädigungen sind nicht zuzusprechen. Der Beschwerdeführerin nicht, weil sie unterliegt, den Beschwerdegegnern nicht, weil sie mit dem Rechtsmittelverfahren keine Aufwendungen und Umtriebe hatten.

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, so weit darauf eingetreten werden kann.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien des Beschwerdeverfahrens (an die Beschwerdegegner unter Beilage einer Kopie der Beschwerdeschrift) und an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Dielsdorf, an die Direktion der Justiz und des Innern ...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...