# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 808064ef-8d38-59cd-b89d-2663d7b22931
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.07.2009 D-4421/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4421-2009_2009-07-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4421/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;
Gerichtsschreiberin Corinne Krüger.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 2. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4421/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein katholischer Igbo mit letztem Wohnsitz 
in  X._______  (...),  seinen  Heimatstaat  Nigeria  eigenen  Angaben 
zufolge am 22. August 2008 auf dem Luftweg verliess und am 23. Au-
gust 2008 in die Schweiz einreiste,

dass er gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum U._______ 
um Asyl nachsuchte, von wo aus er ins Empfangs- und Verfahrenszen-
trum V._______ transferiert wurde,

dass das BFM am 4. September 2008 im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum V._______ die Personalien des Beschwerdeführers erhob und 
ihn summarisch zum Reiseweg sowie zu den Gründen für das Verlas-
sen seines Heimatlandes befragte,

dass der Beschwerdeführer für die Dauer des Verfahrens mittels Verfü-
gung  des  BFM  vom  5. September  2008  dem  Kanton  W._______ 
zugewiesen wurde,

dass ihn das BFM am 25. Mai 2009 einlässlich zu seinen Asylgründen 
anhörte,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte,  er  sei  in  Y._______ (...)  geboren und 
habe dort sechs Jahre lang die Primarschule besucht,

dass  er  danach  am  (...)  sechs  Jahre  lang  eine  Ausbildung  als 
Elektriker  gemacht  und anschliessend als  Selbstständiger  gearbeitet 
habe,

dass  in  der  Region,  aus  der  er  stamme,  die  Regierung  eine  Erdöl-
Pipeline gebaut habe, was zur Folge gehabt habe, dass die Landschaft 
zerstört worden sei, 

dass dies insbesondere die Arbeit bzw. die Ernten der Bauern beein-
trächtigt habe und auch seine Eltern Bauern und damit direkt betroffen 
gewesen seien,

dass den Einwohnern als Entschädigung für diese Nachteile kostenlo-
ser Schulunterricht versprochen worden sei,

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dass die Regierung dieses Versprechen nicht gehalten habe, weshalb 
die Dorfbewohner wütend geworden seien,

dass sich das ganze Dorf versammelt habe, um dagegen etwas zu un-
ternehmen,

dass  die  Jugendlichen  deshalb  beschlossen  hätten,  die  Pipeline  zu 
zerstören,

dass  sie  am  3. Juli  2008  zu  graben  angefangen  und  die  Pipeline 
schliesslich einige Tage später erreicht und zerstört hätten,

dass die Regierung deshalb eine Kampftruppe ("Firing Squad") dorthin 
geschickt habe, die dann wahllos Leute erschossen und die Leichen 
mitgenommen habe,

dass es ihm zusammen mit vielen anderen gelungen sei, in den Wald 
zu flüchten,

dass er  von dort  aus seinem Onkel  eine Nachricht  habe zukommen 
lassen können, wo er sich befinde,

dass sein Onkel dann zu ihm in den Wald gekommen und mit ihm nach 
Z._______ gegangen sei, von wo aus er am 22. August 2008 in einem 
Flugzeug das Land verlassen habe,

dass ihn ein Mann begleitet  habe, der für  ihn Reisedokumente ("ein 
grünes Büchlein") dabei gehabt habe,

dass er in einem ihm unbekannten Land gelandet sei, von wo aus er 
mit dem Zug in die Schweiz gelangt sei,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  2. Juli  2009  in  Anwendung  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst. a des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG, 
SR 142.31) auf  das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht  eintrat 
und seine Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordne-
te,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglicht hätten, innerhalb von 48 Stunden Reise- oder Identitätspa-
piere einzureichen,

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dass  der  Beschwerdeführer  angegeben  habe,  nie  einen  Reisepass 
oder eine Identitätskarte besessen zu haben und sich aus den Akten 
keine Hinweise entnehmen liessen, dass er sich seit der Einreichung 
seines Asylgesuches um Dokumente bemüht habe,

dass seine Aussage, nicht zu wissen, mit welchen Papieren er gereist 
sei, weil der Schlepper dies für ihn erledigt habe, nicht geglaubt wer-
den könne, weil es eine Tatsache sei, dass erwachsene Personen auf 
einem Flug ihre Reisepapiere selbst vorzuweisen hätten,

dass  seine  diesbezüglichen  Antworten  stereotypen  Vorbringen  von 
Asylsuchenden entsprächen,  die nicht  bereit  seien,  ihre Identität  mit 
Ausweispapieren zu belegen,

dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es ihm ver-
unmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass das BFM hinsichtlich der Asylvorbringen des Beschwerdeführers 
ausführte, diesbezüglich habe er unsubstanziierte Angaben gemacht,

dass seine Aussagen bezüglich der Grabungen sowie zum Zwischen-
fall mit den Sicherheitskräften sehr oberflächlich und vage seien,

dass er beispielsweise auf entsprechende Nachfrage hin nicht gewusst 
haben wolle, wie viele Jugendliche bei den Grabungen ungefähr betei-
ligt gewesen sein sollen und er auch keine beteiligte Person mit Na-
men habe nennen können,

dass einfache und allgemein gehaltene Schilderungen eine subjektiv 
geprägte Wahrnehmung vermissen liessen,  so dass seine Darlegun-
gen als offensichtlich unglaubhaft zu taxieren seien,

dass seine Schilderung insbesondere die vertiefende Substanz sowie 
eine authentische und erlebnisgeprägte Nacherzählung vermissen lie-
ssen, die von ihm zu erwarten gewesen wäre, wenn er das Geschilder-
te tatsächlich erlebt hätte,

dass  seine  diesbezüglichen  Darlegungen  zudem  jeglicher  Realitäts-
merkmale entbehrten,

dass er sich schliesslich bezüglich seiner Angaben zu seiner Familie 
widersprochen habe,

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dass die Vorbringen des Beschwerdeführers aus diesen Gründen den 
Anforderungen  an  die  Glaubwürdigkeit  gemäss  Art. 7  AsylG  nicht 
stand hielten, so dass ihre Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 9. Juli 2009 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und beantragte, die angefochtene Verfügung sei auf-
zuheben und es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und 
Asyl zu gewähren, eventualiter sei ihm eine vorläufige Aufnahme infol-
ge Unzulässigkeit  bzw. Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs zu 
gewähren,

dass er zudem in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei ihm 
die Bezahlung der  Verfahrenskosten sowie eines Kostenvorschusses 
zu erlassen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwer-
de – unter nachfolgendem Vorbehalt – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 
AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-

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schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass nach dem vorstehend Gesagten auf den Antrag, dem Beschwer-
deführer sei die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und ihm Asyl zu 
gewähren, nicht einzutreten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht  innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass die Ausführungen des Beschwerdeführers, er sei mit dem Flug-
zeug und dem Zug interkontinental gereist, ohne selber einen Ausweis 
vorzeigen zu müssen, nicht den tatsächlichen Begebenheiten entspre-
chen können,

dass sich der Beschwerdeführer zudem offensichtlich in keiner Weise 
um  den  Erhalt  von  Identitätspapieren  bemühte,  und  auch  weiterhin 
nicht gewillt ist, solche zu beschaffen,

dass er lediglich angab, nie einen Pass oder eine Identitätskarte be-
sessen zu haben (vgl. act. A1/9, S. 3),

dass er im Jahr 2004 zwar eine ID beantragt, diese aber nie erhalten 
habe (vgl. act. A1/9, S. 3 und act. A9/14, S. 3),

dass er sich bezüglich Identitätsdokumenten ausserdem auch wider-
sprach,

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dass  er  beispielsweise  bei  der  Erstbefragung  angab,  er  habe  einen 
Schülerausweis gehabt (act. A1/9, S. 3), diese Aussage anlässlich der 
direkten Anhörung jedoch bestritt (vgl. act. A9/14, S. 3),

dass er dazu ausführte, solche Dokumente seien in seinem Dorf nicht 
geschätzt und auch nicht üblich,

dass diese Aussage der allgemeinen Erfahrung widerspricht,

dass der Beschwerdeführer demnach keine entschuldbaren Gründe für 
die Nichtabgabe von Identitätspapieren geltend machen kann,

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach  der  Direktanhörung  vom 25. Mai  2009  präsentierte,  unter  Ver-
zicht  auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im 
Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen wer-
den konnte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, und 
ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine Hin-
dernisse  entgegen  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  und c  AsylG;  vgl.  BVGE 
2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  dessen  im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum V._______ am 4. September 2008 
protokollierte Aussagen sowie auf das Protokoll der direkten Bundes-
anhörung vom 25. Mai 2009 zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerde  im  Wesentlichen 
den zur Begründung des Asylgesuches geltend gemachten Sachver-
halt wiederholt, 

dass er  erneut  vorbringt,  aufgrund seiner Beteiligung an der Zerstö-
rung der Ölpipeline drohe ihm Verfolgung durch die Regierungsbehör-
den,

dass  der  Beschwerdeführer  den  diesbezüglichen  Erwägungen  des 
BFM  nichts  Konkretes  oder  Substanziiertes  entgegenhält,  sondern 
sich mit der Behauptung begnügt, er erfülle die Anforderungen an die 
Flüchtlingseigenschaft,  weshalb anstelle von Wiederholungen auf die 
zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen ist,

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dass bereits das BFM an der Glaubhaftigkeit der vom Beschwerdefüh-
rer  vorgebrachten  und  befürchteten  Nachteile  aufgrund  derer  wider-
sprüchlichen,  realitätsfremden  und  unsubstanziierten  Schilderung 
zweifelte,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich des Anschlags 
auf die Pipeline in den wesentlichen Punkten derart vage und undiffe-
renziert sind, dass sie nicht den Eindruck vermitteln können, er habe 
das Geschilderte selbst erlebt,

dass er beispielsweise weder sagen konnte, wie lange er sich auf der 
Flucht im Wald aufgehalten habe, wann die Truppen gekommen seien 
und wieviele Leute ungefähr an dem Anschlag beteiligt gewesen sei-
en,

dass er darüber hinaus auch keinen einzigen Namen der mitbeteiligten 
Dorfbewohner nennen konnte,

dass seine Vorbringen somit jeglicher Details entbehren,

dass der Beschwerdeführer im Laufe des Verfahrens zudem zu weite-
ren wesentlichen Punkten unterschiedliche Angaben gemacht hat, 

dass er beispielsweise auf die Frage nach Familienmitgliedern anläss-
lich  der  Kurzbefragung  angab,  er  habe  zwei  Schwestern  und  einen 
Bruder (vgl. act. A1/9, S. 3), bei der zweiten Anhörung jedoch erklärte, 
nur einen Bruder zu haben (act. A9/14, S. 4), 

dass er auf die Frage, ob er noch weitere Verwandte habe, nur antwor-
tet,  einige  davon seien  gestorben,  er  könne  aber  nicht  sagen wann 
(act. A9/14, S. 4),

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  somit  nicht  glaubhaft 
sind, weshalb – wie vom BFM richtigerweise festgestellt – ihre Asylre-
levanz grundsätzlich gar nicht mehr geprüft werden müsste,

dass trotzdem angefügt werden kann, dass auch wenn die Vorbringen 
des Beschwerdeführers geglaubt werden könnten, eine allfällige Straf-
verfolgung des Beschwerdeführers wegen Sachbeschädigung rechts-
staatlich  legitim  wäre  und  daher  nicht  als  asylrelevante  Verfolgung 
qualifiziert werden könnte,

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dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  offenkundig 
nicht erfüllt,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 

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ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass es sich beim Beschwerdeführer – soweit aus den Akten ersicht-
lich  – um einen jungen und gesunden Mann handelt,  der  über  eine 
gute  Ausbildung  als  Elektriker  sowie  jahrelange  Berufserfahrung  als 
Selbstständiger  verfügt,  weshalb  davon  auszugehen  ist,  es  gelinge 
ihm, sich in seiner Heimat eine Existenz aufzubauen,

dass  deshalb  keine  Gefahr  besteht,  er  gerate  nach  einer  Rückkehr 
nach Nigeria in eine existenzbedrohende Lage,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass der Antrag, dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechts-
pflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zu gewähren, zufolge Aussichtslo-
sigkeit der Beschwerde abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 3  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 

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Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Telefax und Kurier)
- (kantonale Behörde)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Corinne Krüger

Versand: 

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