# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 24105ada-053a-5fa8-ad6e-522bd346dfa9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.06.2023 720 2022 153 / 149 (720 22 153 / 149)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2022-153---149_2023-06-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 22. Juni 2023 (720 22 153 / 149) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Invalidenrente: Anspruch auf rechtliches Gehör; ungenügende Abklärung des medizini-
schen Sachverhaltes 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Florian Jenal, Advokat, 
Advokatur Roth, Zeughausplatz 34, Postfach 375, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1989 geborene A.____ arbeitete vom 1. Oktober 2016 bis 31. März 2018 als Kü-
chenhilfe. Am 28. Januar 2018 erlitt er bei einem Verkehrsunfall eine Trümmerfraktur sowie meh-
rere nichtdislozierte Frakturen des rechten Fusses und des rechten Fussgelenks. Nach zwei Ope-
rationen im Februar 2018 sowie im Mai 2019 meldete sich A.____ am 26. Juni 2019 bei der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die zuständige IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft (IV-Stelle) klärte die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse ab und 

 

 
 
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sprach dem Versicherten nach Durchführung eines Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 
20. April 2022 für die Zeit vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2020 eine befristete ganze 
Invalidenrente zu.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Florian Jenal, am 
24. Mai 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er bean-
tragte, es sei ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 20. April 2022 ab dem 1. De-
zember 2020 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei die Angelegenheit zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; alles unter o/e-Kostenfolge. In verfahrens-
rechtlicher Hinsicht wurde der Beizug der Akten des Unfallversicherers und die Einholung eines 
polydisziplinären Gutachtens in den Fachrichtungen Psychiatrie, Neurologie, Rheumatologie und 
Orthopädie beantragt. Ausserdem ersuchte der Beschwerdeführer um unentgeltliche Rechts-
pflege mit Advokat Jenal als Rechtsbeistand. Zur Begründung liess der Beschwerdeführer im 
Wesentlichen ausführen, dass die Beschwerdegegnerin seinen Anspruch auf rechtliches Gehör 
verletzt habe, da sie die relevanten Unfallakten nicht formell beigezogen und insbesondere einen 
fehlenden ärztlichen Bericht nicht eingeholt habe. Ferner sei das im Unfallverfahren eingeholte 
Gutachten nicht beweiskräftig, wodurch die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz 
verletzt habe. Die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei auf dem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt nicht verwertbar. Überdies seien sowohl das Valideneinkommen als auch das Invali-
deneinkommen nicht korrekt festgelegt worden: Beim Valideneinkommen sei die vorhersehbare 
berufliche Entwicklung des Beschwerdeführers zu berücksichtigen. Beim Invalideneinkommen 
sei der hohe Pausenbedarf im Umfang von 40% der Leistungsfähigkeit, ein Teilzeitabzug in der 
Höhe von 10% sowie ein leidensbedingter Abzug in Höhe von 25% zu berücksichtigen.  
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung auf Abweisung der Be-
schwerde.  
 
D. In ihrer Replik vom 21. September 2022 und Duplik vom 24. Oktober 2022 hielten die 
Parteien an ihren jeweiligen Standpunkten und Anträgen fest.  
 
E. Mit Eingabe vom 27. Oktober 2022 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Arzt-
bericht ein, wonach eine neurologische Untersuchung anstehe. Die Beschwerdegegnerin führte 
in ihrer diesbezüglichen Stellungnahme vom 7. November 2022 unter Hinweis auf die Ausführun-
gen ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) aus, dass sich durch den eingereichten Bericht 
keine Änderung der bisherigen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten 
Tätigkeit ergebe.  
 
F. Der Beschwerdeführer nahm mit Schreiben vom 16. Dezember 2022 zu den eingeholten 
Akten des Unfallversicherers sowie zur Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 7. Novem-
ber 2022 Stellung und reichte einen weiteren Arztbericht ein.  
 
G. Mit Eingabe vom 22. Dezember reichte der Beschwerdeführer den Bericht der angekün-
digten neurologischen Untersuchung ein.  
 

 

 
 
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H. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 22. Dezember 2022 auf eine 
Stellungnahme zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 16. Dezember 2022.  
 
I. Der Fall wurde mit Verfügung vom 10. Januar 2023 dem Gericht zur Beurteilung über-
wiesen.  
 
J. Die Beschwerdegegnerin reichte am 18. Januar 2023 ihre Stellungnahme zur Eingabe 
des Beschwerdeführers vom 22. Dezember 2022 ein, wobei sie eine weitere Beurteilung ihres 
RAD vom 4. Januar 2023 beilegte.  
 
K. Mit seiner Honorarnote vom 24. Januar 2023 reichte der Beschwerdeführer eine Stel-
lungnahme zu den Ausführungen der Beschwerdegegnerin vom 18. Januar 2023 ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 4 des Bundes-
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 
frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 24. Mai 2022 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. 
Januar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 
geltenden Fassung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. die Abweisung des 
Leistungsgesuchs – wie hier – nach dem 1. Januar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: 
Liegt der – mutmassliche – Eintritt der Invalidität und Beginn des Rentenanspruchs vor dem 1. 
Januar 2022, so bleiben die bis 31. Dezember 2021 gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreis-
schreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 
2022, Rz. 9101). Vorliegend steht ein Rentenanspruch ab 1. Dezember 2019 in Frage. Demnach 
bleiben die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV sowie des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis zum 31. 
Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in die-
ser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 

 

 
 
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2. Vorab ist auf die Rüge des Beschwerdeführers, sein Anspruch auf rechtliches Gehör sei 
verletzt worden, einzugehen. In diesem Zusammenhang bringt er vor, dass die IV-Stelle die Akten 
des zuständigen Unfallversicherers nicht formell beigezogen habe. Ferner liege der Bericht von 
Dr. med. B.____, FMH Rheumatologie, vom 2. Juli 2020, auf welchen sich sowohl der vom Un-
fallversicherer beigezogene Gutachter als auch die IV-Stelle stütze, den Akten nicht bei.  
 

2.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
(BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Ge-
hör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-
wirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person ein-
greift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass eines solchen Entscheids zur Sa-
che zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen und Einsicht in die Akten zu nehmen. Der An-
spruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Partei 
einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen 
kann. Wie weit dieses Recht geht, lässt sich nicht in allgemeiner Weise, sondern nur unter Wür-
digung der konkreten Umstände sagen (BGE 144 I 11 E. 5.3 mit Hinweisen). 
 
2.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör und damit auch das Recht auf Akteneinsicht ist for-
meller Natur. Seine Verletzung führt ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels 
zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 
144 I 11 E. 5.3). Vorbehalten bleiben praxisgemäss Fälle, in denen die Verletzung des Aktenein-
sichtsrechts nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren recht-
liches Gehör verletzt wurde, sich vor einer Instanz äussern kann, welche sowohl die Tat- als auch 
die Rechtsfragen uneingeschränkt überprüft (BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweisen). Darüber hin-
aus kann nach der Rechtsprechung selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs 
auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung (im Sinne einer "Hei-
lung" des Mangels) abgesehen werden, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalisti-
schen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung 
gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache 
nicht zu vereinbaren wären (BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2 mit Hinweisen). 
 
2.3 Zunächst ist mit der Beschwerdegegnerin festzustellen, dass sie die Akten des Unfall-
versicherers durchaus – mit Akteneinsichtsgesuchen vom 3. Juli 2019, 20. Februar 2020 und 
28. Juli 2020 – beigezogen hat. Dem Beschwerdeführer wurde dies bekannt gemacht, als ihm 
am 23. Dezember 2020 die Verfahrensakten in elektronischer Form zur Einsicht zugestellt wur-
den. Inwiefern der grundsätzliche Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör inso-
weit verletzt worden sein soll, ist unter diesen Umständen nicht ersichtlich. Soweit sich der Be-
schwerdeführer jedoch auf den Bericht von Dr. B.____ bezieht, steht fest, dass dieser tatsächlich 
in den Akten der IV-Stelle fehlt. Überdies liegt er auch in den vom Gericht beigezogenen Akten 
des Unfallversicherers nicht vor. Wie der Beschwerdeführer zu Recht anbringt, beziehen sich 
indessen sowohl der vom Unfallversicherer beauftragte Gutachter Dr. med. C.____, FMH Ortho-
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, als auch die Beschwerdegeg-
nerin bzw. ihr RAD auf diesen Bericht. Es erstaunt daher, dass er in den Akten der zuständigen 
Versicherer nicht vorliegt und die Beschwerdegegnerin diesen nicht einforderte. Unverständlich 

 

 
 
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ist, dass die Beschwerdegegnerin den Bericht selbst dann nicht erhältlich gemacht hat, als der 
Beschwerdeführer dessen Fehlen im Vorbescheidverfahren ausdrücklich monierte. Indem die 
Beschwerdegegnerin die Zweitmeinung von Dr. B.____ vom 2. Juli 2022 nicht erhältlich machte 
und sich im Rahmen der medizinischen Beurteilung dennoch darauf stütze, verletzte sie in 
schwerwiegender Weise den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör. Sofern die 
Beschwerdegegnerin geltend macht, der Beschwerdeführer hätte sich den Bericht auch selbst 
beschaffen können, übersieht sie, dass sie sich selbst auf die Ausführungen Dr. B.____ abstützt. 
Die Verletzung des rechtlichen Gehörs ist überdies im vorliegenden Verfahren nicht heilbar, zu-
mal es nicht Aufgabe des Gerichts ist, die Akten der Beschwerdegegnerin zu vervollständigen. 
Damit wäre die vorliegend angefochtene Verfügung ungeachtet der materiellen Begründetheit 
des Rechtsmittels aufzuheben und die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen, damit sie den Bericht von Dr. B.____ einhole und dem Beschwerdeführer diesbezüglich das 
rechtliche Gehör gewähre. Eine Rückweisung der Angelegenheit rechtfertigt sich indes auch aus 
materiellen Gründen, wie nachfolgend aufzuzeigen ist. 
 
3. Materiell streitig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der 
Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 20. April 2022 entwi-
ckelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfä-
higkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Einglie-
derungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen 
sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
4.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 

 

 
 
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4.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (BGE 128 V 29 E. 1).  
 
4.4 Gemäss Art. 28 Abs.  2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.  
 
5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das 
Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute 
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).  
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 
V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  

 

 
 
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5.4 Die Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als ver-
einbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 
Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in 
BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ein-
sicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnis-
sen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren 
Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-
zinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 
506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen 
und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslau-
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige  
–  und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende –  Aspekte benennen, die im 
Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
5.5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2018, 9C_273/2017, 
E. 3.1). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
6. Zur Beurteilung des vorliegenden Falles liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen 
Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Entscheid als 
zentral erweisen. 
 
6.1 Gemäss Bericht der erstbehandelnden Notfallstation des Spitals D.____ vom 29. Januar 
2018 habe der Patient einen Auffahrunfall auf der Autobahn erlitten und sich dabei eine mehr-
fragmentäre, intraartikuläre Trümmerfraktur des dorsolaterokaudalen Anteils des Talus im Be-
reich des Processus lateralis mit mehreren Fragmenten im talocalcanearen Gelenkspalt sowie 
vermutlich bis in die dorsalen Weichteile dislozierten Frakturfragmenten, eine nicht-dislozierte 
Fraktur des dorsomediokaudalen Anteils des Talus, eine nicht-dislozierte Fraktur des Sustenta-
culum tali des Calcaneus sowie eine nicht-dislozierte, mehrfragmentäre Fraktur des Os cuboi-
deum mit mehreren ossären Lamellen zugezogen.  
 

 

 
 
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6.2 Am 16. Februar 2018 wurde operativ eine Osteosynthese zur Refixation des Processus 
lateralis tali vorgenommen. Dem Sprechstundenbericht von Dr. med. E.____, Fachärztin für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des Spitals F.____ vom 
27. Juli 2018 ist zu entnehmen, dass sich postoperativ klinisch und konventionell-radiologisch ein 
regelrechter Verlauf zeige. Der Patient beklage noch leichte Schmerzen im Rückfuss nach einer 
Gehstrecke von ca. 15 Minuten, er fühle sich ansonsten im Alltag nicht eingeschränkt und nehme 
keine Analgetika ein. Aus medizinischer Sicht sei er zu 100% arbeitsfähig. Weitere Kontrollen 
seien in der fusschirurgischen Sprechstunde nicht geplant.  
 
6.3 Nachdem sich im Verlauf eine symptomatische Subtalararthrose sowie eine Neuralgie des 
Nervus peroneus superficialis lateralis entwickelt hatte, wurde mit Operation vom 23. Mai 2019 
eine Osteosynthesematerialentfernung, eine Subtalararthrodese mit Revision der Peronealseh-
nen und eine Infiltration des Nervus peroneus superficialis durchgeführt. Im Rahmen einer kli-
nisch-radiologischen Verlaufskontrolle am 23. Januar 2020 stellte Dr. med. G.____, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates Spitals F.____ fest, dass 
der Patient über langsame Fortschritte im Vergleich zur letzten Kontrolle berichte, bei weiterhin 
bestehenden Beschwerden lateralbetont. Der Arbeitsbeginn im Dezember 2019 sei gescheitert. 
Radiologisch sei der Durchbau der Arthrodese festzustellen. Es lägen klinische Hinweise auf eine 
Weichteilproblematik vor. Therapeutisch sei eine lokale Infiltration der lateralen Narbe durchge-
führt worden. Der Patient sei vom 3. Mai 2019 bis auf Weiteres zu 100% arbeitsunfähig. 
 
6.4 Gemäss Sprechstundenbericht vom 8. Mai 2020 von Dr. med. H.____, FMH Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des Spitals F.____ hätten mittler-
weile fast alle Infiltrationen im Rahmen der Schmerztherapie stattgefunden. Mit einer SPECT-CT-
Untersuchung solle nun eine orthopädische Ursache der Beschwerden ausgeschlossen werden. 
Anlässlich der Dreiphasenskelettszintigraphie und des SPECT-CT des rechten Fusses und des 
oberen Sprunggelenks wurde am 26. Mai 2020 bei Status nach subtalarer Arthrodese ein intaktes 
und festsitzendes Arthrodesenmaterial mit lediglich leicht erhöhtem Tracer-Uptake im Bereich der 
mittleren hinteren Gelenksfacette im Sinne eines Remodelling festgestellt. Hauptbefund sei ein 
deutlich erhöhter Tracer-Uptake im Processus anterior calcanei, differenzialdiagnostisch eine Os-
teonekrose versus Stressreaktion. Ferner lägen eine mässiggradig aktivierte Anschlussarthrose 
talonavikular sowie calcaneokuboidal weitgehend areaktive Verhältnisse vor. Festzustellen sei 
ausserdem eine diskret aktivierte Lisfranc-Arthrose sowie eine Arthrose zwischen den Os 
cuneiforme 1 und 2. Mit Sprechstundenbericht vom 23. Juni 2020 attestierte Dr. H.____ eine Ar-
beitsunfähigkeit von 100% für die Zeit vom 28. Mai 2020 bis 31. Juli 2020. Es sei vereinbart wor-
den, den letzten Termin bei der Schmerzsprechstunde wahrzunehmen. Im Anschluss sei eine 
klinische Verlaufskontrolle geplant. Eine weitere operative Therapie zur Adressierung der 
Schmerzen sei eher unwahrscheinlich.  
 
6.5 Dr. med. I.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates des Spitals F.____, berichtete am 31. August 2020 über die klinische Verlaufs-
kontrolle. Es würde sich weiterhin eine atypische, generalisierte, diffuse Schmerzsituation im Be-
reich des operierten Rückfusses zeigen. Ein mechanisches sowie funktionelles Korrelat habe lei-
der nicht festgestellt werden können. Dadurch sei eine entsprechende Therapie-Option der 

 

 
 
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Schmerzen schwierig zu definieren. Empfohlen werde weiterhin eine zuwartende Strategie und 
Wiedervorstellung in drei Monaten zur Reevaluation der Beschwerden. Eine stehende, körperlich 
belastende Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Eine angepasste, abwechselnd belastende, mehr-
heitlich sitzende Tätigkeit sei in der Zukunft durchaus möglich.  
 
6.6 Im Auftrag des zuständigen Unfallversicherers erstattete Dr. med. C.____, FMH Orthopä-
dische Chirurgie, am 16. September 2020 ein fusschirurgisches Gutachten. In der Aktenanam-
nese nennt er die Zweitmeinung von Dr. med. B.____ vom 2. Juli 2020. Aktuell berichte der Ex-
plorand über auftretende Schmerzen medial-lateral am oberen Sprunggelenk rechts nach circa 
20 Minuten Belastung. In Ruhe bestünden Beschwerden auf der visuellen analogen Skala (VAS) 
von 1 bis 2.5, abends müsse der Fuss massiert werden, damit er schlafen könne. Er nehme keine 
Medikamente und namentlich keine Schmerzmittel ein. Aufgrund der erhobenen Befunde diag-
nostizierte Dr. C.____ ein Zustand nach Subtalargelenksarthrodese mit Revision der Peroneal-
sehnen und Infiltration am Nervus peroneus rechts am 23. Mai 2019 bei Zustand nach sympto-
matischer Subtalararthrose, passagerer Neuralgie am Nervus peroneus superficialis lateralis und 
Status nach Osteosynthese Processus lateralis tali am 15. Februar 2018 bei mehrfragmentärer, 
dislozierter Fraktur des Processus lateralis tali, Fraktur Sustentalculum tali sowie Avulsionsfraktur 
des Ligamentum bifurkatum calcaneocuboidal bei Status nach Verkehrsunfall am 28. Januar 
2018, bei persistierender Belastungsschmerzhaftigkeit bei Belastung von 15 bis 20 Minuten am 
medialen/lateralen Rückfuss/oberen Sprunggelenk rechts mit VAS 8 bis 10, üblicherweise VAS 1 
bis 2.5 im normalen Alltag sowie bei SPECT-CT des oberen Sprunggelenks vom 26. Mai 2020. 
Anlässlich der Zuweisung zu Dr. B.____ sei dieser von einer funktionellen Beeinträchtigung aus-
gegangen und habe momentan keine weiteren Interventionen empfohlen. Die aktuell durchge-
führte gutachterliche Untersuchung bestätige die Meinung von Dr. B.____. Es hätten bis auf eine 
Einschränkung der Rückfussbeweglichkeit und etwas verhärteter Narbenverhältnisse, auch im 
Bereich des Sinus tarsi, keine weiteren pathologischen Befunde erhoben werden können. Insbe-
sondere könne der Explorand hinkfrei gehen, die Schmerzen würden als relativ gering angegeben 
werden, er könne schmerzfrei schlafen und benötige keine Schmerzmedikamente. Im Alltag ver-
meide es der Explorand, den Fuss mehr als 15 Minuten zu belasten. In der bisherigen Tätigkeit 
als Küchenangestellter sei der Explorand zu 100% arbeitsunfähig, da er nach 20 Minuten Gehen 
eine starke Schmerzhaftigkeit erlebe. Es sei ihm folglich nicht zuzumuten, mehr als 20 Minuten 
zu gehen oder zu stehen oder eine stark belastende Tätigkeit auszuüben. In einer anderen, den 
Unfallfolgen ideal angepassten Tätigkeit bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Ins-
besondere in einer vorwiegend sitzenden oder wechselbelastenden Tätigkeit, bei der der Explo-
rand nicht mehr als 15 Minuten am Stück gehen müsse oder zumindest die Möglichkeit hätte, 
sich anschliessend zu erholen, sei er zu 100% arbeitsfähig. So verbringe der Explorand auch den 
normalen Alltag, er gehe mehrmals am Tag 10 bis 15 Minuten am Stück und benutzte so auch 
einen Crosstrainer. Therapeutisch könne mit einer spiraldynamischen Physiotherapie versucht 
werden, die funktionellen Beschwerden zu lindern und die Belastungszeit zu erhöhen. Auch eine 
BV-kontrollierte Infiltration des Talonaviculargelenks sei zu diskutieren bei nachgewiesener akti-
vierter Anschlussarthrose. Es könne sein, dass im weiteren Verlauf erneut Beschwerden auftre-
ten könnten von Seiten der übrigen Rückfussgelenke, insbesondere des Calcaneocuboidalge-
lenks oder des Talonaviculargelenks. 
 

 

 
 
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6.7 Die RAD-Ärztin Dr. med. J.____, Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin, 
empfahl mit Stellungnahme vom 27. November 2020, auf das Gutachten von Dr. C.____ vom 
16. September 2020 abzustellen, da ausschliesslich Unfallfolgen vorlägen. Demzufolge sei da-
von auszugehen, dass der Versicherte ab 21. August 2020 in einer vorwiegend sitzenden oder 
wechselbelastenden Tätigkeit mit der Möglichkeit, nach längerem Stehen oder Gehen zu sitzen, 
zu 100% arbeitsfähig sei. Diese Einschätzung decke sich mit derjenigen der behandelnden Ärzte. 
Auch die Zweitmeinung von Dr. B.____ komme zum Schluss, dass keine therapeutischen Optio-
nen angeboten werden könnten, um die funktionelle Beeinträchtigung zu verbessern. In ihrer 
Stellungnahme vom 11. Februar 2021 führte Dr. J.____ aus, dass die im Rahmen des Einwand-
verfahrens eingereichten Arztberichte keinen Anlass gäben, von der Einschätzung vom 27. No-
vember 2020 abzuweichen.  
 
6.8 Gemäss Operationsbericht vom 26. Mai 2021 wurde am 20. Mai 2021 bei diagnostizierter 
Anschlussarthrose am Talonaviculargelenk eine partielle Metallentfernung am Subtalargelenk so-
wie eine Talonavicular-Arthrodese vorgenommen.  
 
6.9 Mit Stellungnahme vom 6. Januar 2022 führte Dr. J.____ aus, dass sich durch die erneute 
Operation des Versicherten keine richtungsweisende Änderung des Gesundheitszustandes er-
geben habe. Der Versuch, die Beschwerden durch einen weiteren operativen Eingriff zu verbes-
sern, sei misslungen, so dass – nach einer vorübergehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit für die 
Zeit vom 20. Mai 2021 bis 18. August 2021 – das bereits definierte Zumutbarkeitsprofil und die 
vollständige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit weiterhin Gültigkeit hätten. Weitere 
Abklärungen seien nicht notwendig, der medizinische Sachverhalt sei gut dokumentiert und nach-
vollziehbar.  
 
6.10 Mit der vorliegenden Beschwerde vom 24. Mai 2022 reichte der Beschwerdeführer einen 
Bericht seines Hausarztes Dr. med. K.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 11. Mai 2022 
ein. Demnach sei der Patient aus hausärztlicher Sicht zwar für sitzende Tätigkeiten arbeitsfähig, 
er benötige jedoch nach jeweils zwei Stunden eine Pause von circa 20 Minuten zur Hochlagerung 
sowie zur Massage des Fusses, um anschliessend schmerzfrei weiterarbeiten zu können.  
 
6.11 Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 27. Oktober 2022 ausserdem den Sprech-
stundenbericht von Dr. I.____, Spital F.____, vom 20. Oktober 2022 ein, worin persistierende 
Fussschmerzen am lateralen Fussrand, Punctum maximum CC-Gelenk, bei Status nach vollstän-
diger Osteosynthesematerialentfernung, Débridement des Sinus tarsi sowie Tenolyse der Pe-
ronealsehnen des rechten Fusses am 21. Juni 2022 bei störendem Osteosynthesematerial sowie 
symptomatischen Vernarbungen im Sinus tarsi bei den bekannten Zuständen nach den operati-
ven Eingriffen diagnostiziert wurden. Es bestehe eine komplexe Situation mit seit Jahren persis-
tierenden Schmerzen. Empfohlen werde eine gründliche Diagnostik, um korrelierende Faktoren 
zu identifizieren. Zunächst sei eine spezialärztliche neurologische Untersuchung und Befundung 
der peripheren Nerven durchzuführen. Möglicherweise sei eine Revisionsoperation notwendig. 
 
6.12 Die RAD-Ärztin Dr. J.____ nahm hierzu am 7. November 2022 Stellung. Sie führte aus, 
dass im Rahmen der am 21. Juni 2022 durchgeführten Metallentfernung eine vorübergehende 

 

 
 
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Arbeitsunfähigkeit von 100% während vier Wochen attestiert werden könne. Versicherungsmedi-
zinisch ergäben sich bei chronifizierter Situation weder durch die letzte Operation noch durch 
allfällige zukünftige medizinische Massnahmen eine Änderung der attestierten zumutbaren Ar-
beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, so wie sie bereits in den letzten RAD-
Stellungnahmen definiert worden sei.  
 
6.13 Mit Stellungnahme vom 16. Dezember 2022 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren 
Sprechstundenbericht von Dr. I.____ vom 6. Dezember 2022 ein, wonach aus neurologischer 
Sicht weitere diagnostische Untersuchungen notwendig seien.  
 
6.14 Am 22. Dezember 2022 liess der Beschwerdeführer dem Gericht den Bericht der Praxis 
M.____ vom 16. Dezember 2022 zukommen. Dr. med. L.____, FMH Neurologie, diagnostizierte 
darin Nervenläsionen des rechten Fusses ohne Paresen, mit normaler Trophik, fehlenden Anga-
ben von Sensibilitätsdefiziten, mit Tinel über dem Vorderfuss. Bei der Untersuchung der Nerven-
leitgeschwindigkeit (NLG) am 22. November 2021 sei im Seitenvergleich ein nicht signifikantes 
vermindertes CMAP des Peroneus bei Ableitung über dem Extensus digitorum brevis Muskel 
sowie eine fehlende Ableitbarkeit des Peroneus superficialis rechts (differenzialdiagnostisch tech-
nisch bedingt) festgestellt worden. Anlässlich einer weiteren NLG-Untersuchung am 16. Dezem-
ber 2022 habe sich im Seitenvergleich ein deutlich amplitudengemindertes Peroneus superficia-
lis-SNAP rechts sowie ein im Seitenvergleich signifikant vermindertes Suralis-SNAP rechts ge-
zeigt. Beim am 16. Dezember 2022 durchgeführten Nervenultraschall sei ein Neuroma in conti-
nuitatem und möglicherweise einem Stumpfneurom Peroneus superficialis auf dem Vorderfuss 
rechts nachgewiesen worden.  
 
6.15 In ihrer Stellungnahme vom 4. Januar 2023 führte Dr. J.____ aus, dass das Neurom am 
oberflächlichen Ast des Nervus peroneus superficialis im Vorfussbereich die beklagten Missemp-
findungen erkläre. Es habe jedoch bezüglich der bisher bereits gewürdigten Funktionseinschrän-
kungen im Zumutbarkeitsprofil in einer angepassten Verweistätigkeit keine weitere Konsequenz. 
Ausserdem sei das Neurom behandelbar und auch deshalb versicherungsmedizinisch ohne Re-
levanz für die zumutbare Arbeitsfähigkeit, so dass im Endeffekt an der RAD-Beurteilung vom 
6. Januar 2022 festgehalten werden könne. 
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 20. April 2022 
vollumfänglich auf die Ergebnisse des Gutachtens von Dr. C.____ vom 16. September 2020 und 
die Einschätzungen ihrer RAD-Ärztin Dr. J.____ vom 27. November 2020, 11. Februar 2021 und 
6. Januar 2022. Sie ging demzufolge davon aus, dass dem Beschwerdeführer mit vorübergehen-
den Unterbrüchen aufgrund der vorgenommenen Operationen ab 18. August 2020 eine dem Lei-
den angepasste, vorwiegend sitzende oder wechselbelastete Tätigkeit mit der Möglichkeit, nach 
längerem Gehen und Stehen zu sitzen, im Umfang eines 100%-Pensums zumutbar sei.  
 
7.2 Wie unter Erwägung 5.4 hiervor ausgeführt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah-
rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender 
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 

 

 
 
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volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen. Solche Indizien liegen vorliegend in Bezug auf das Gutachten von 
Dr. C.____ vom 16. September 2020 grundsätzlich nicht vor. Das Gutachten beruht auf einge-
henden Untersuchungen des Versicherten und berücksichtigt auch die übrigen bei den Akten 
liegenden medizinischen Berichte. Zudem geht es auf die geklagten Beschwerden ein und ver-
mittelt ein hinreichendes Bild über den Gesundheitszustand des Versicherten. Namentlich er-
scheint die fachärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit begründet. Entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers schadet es der Beweistauglichkeit des Gutachtens nicht, dass es im Rah-
men des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens eingeholt wurde, zumal beim Beschwerde-
führer unbestrittenermassen ausschliesslich Unfallfolgen ohne massgebliche Vorzustände vorlie-
gen. Auch die übrige Kritik des Beschwerdeführers am Gutachten Dr. C.____ verfängt nicht. Die 
Behauptung, der Gutachter gehe ausschliesslich von belastungsabhängigen Schmerzen aus, er-
weist sich als aktenwidrig, nennt Dr. C.____ doch mehrfach den vom Beschwerdeführer angege-
benen Ruheschmerz (VAS-Skala 1 bis 2.5). Dr. C.____ berücksichtigte sodann sowohl die alltäg-
lichen Aktivitäten als auch die aktuelle Schmerzproblematik hinreichend bei der Beschreibung 
einer zumutbaren Verweistätigkeit. Dass der Gutachter sich bei der Beurteilung des neurologi-
schen Zustandes auf die Aktenlage stützte, ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Ebenso wenig zu 
beanstanden ist, dass Dr. C.____ trotz einer als möglich vorausgesehenen Verschlechterung der 
Symptomatik am Fuss von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ausgeht. Die 
diesbezügliche Kritik des Beschwerdeführers ist nicht nachvollziehbar. Insgesamt erweist sich 
das Gutachten Dr. C.____ für den damals aktuellen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 
als beweistauglich. 
 
7.3 Trotz der grundsätzlichen Beweistauglichkeit des Gutachtens von Dr. C.____ vom 
16. September 2020 erweist sich ein Abstellen darauf in der angefochtenen Verfügung vom 
20. April 2022 jedoch als unrechtmässig, da das Gutachten zu diesem Zeitpunkt als überholt an-
gesehen werden muss. Der Beschwerdeführer hat sich nach Erstattung des Gutachtens einem 
weiteren operativen Eingriff mit teilweiser Metallentfernung unterzogen, wodurch sich der Ge-
sundheitszustand verändert hat. Zu diesem aktuellen Gesundheitszustand liegen lediglich die 
versicherungsinternen Aktenbeurteilungen von Dr. J.____ vor. Obschon deren Ausführungen 
zum unveränderten Verweisprofil nicht als völlig unschlüssig angesehen werden können, erset-
zen sie doch nicht eine (Verlaufs-)Begutachtung des aktuellen Gesundheitszustandes. Dies gilt 
umso mehr, als dass der Gesundheitszustand im Verfügungszeitpunkt augenscheinlich (noch) 
nicht stabil gewesen ist, was sich durch die kurz danach vorgenommene weitere Operation zeigt. 
Unter Berücksichtigung des soeben Ausgeführten hätte die Beschwerdegegnerin im Rahmen ih-
rer Untersuchungspflicht weitere Abklärungen vornehmen müssen. Zur Wahrung der Untersu-
chungspflicht kann es dabei nicht genügen, dass eine versicherungsinterne Ärztin bei der Vorlage 
neuer Berichte bloss wiederholt und letztlich unbegründet ausführt, diese würden an der zumut-
baren Arbeitsfähigkeit nichts ändern. Die veränderte gesundheitliche Situation kann durchaus 
Auswirkungen auf die Schmerzsymptomatik und damit auch auf die Arbeitsfähigkeit haben. Dies 
wurde von der Beschwerdegegnerin nicht genügend abgeklärt. Überdies bestehen aufgrund des 
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten neurologischen Berichts vom 16. Dezem-
ber 2022 Anhaltspunkte dafür, dass sich der Gesundheitszustand seit der Begutachtung durch 
Dr. C.____ und noch vor Verfügungserlass verschlechtert haben könnte.  

 

 
 
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7.4 Somit lässt die vorhandene medizinische Aktenlage (noch) keine abschliessende Beurtei-
lung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers zu. Der relevante medizinische Sachverhalt 
bedarf vielmehr weiterer Abklärung. Namentlich ist bezüglich des Verlaufs und des aktuellen Ge-
sundheitszustandes eine orthopädische Begutachtung anzuordnen. Aufgrund der aktuellen Be-
schwerden steht ebenfalls eine neurologische Begutachtung im Raum. Die vom Beschwerdefüh-
rer angestrebte zusätzlich rheumatologische Untersuchung ist demgegenüber mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nicht erforderlich. Die Rheumatologie und die Orthopädie sind als medizini-
sche Fachbereiche sehr eng miteinander verwandt und befassen sich beide mit dem Bewegungs-
apparat. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass sich das Fachgebiet der Orthopädie 
namentlich auch mit der Entstehung und Behandlung erworbener Störungen und Anomalien in 
Form oder Funktion des Stütz- und Bewegungsapparats befasst (vgl. PSCHYREMBEL ONLINE, 
https://www.pschyrembel.de/orthop%C3%A4die/K0FU9/doc/, abgerufen am 26. September 
2023) und somit geeignet ist zur Beurteilung von Unfallfolgen. Entgegen den Ausführungen des 
Beschwerdeführers bestehen ferner keinerlei Anhaltpunkte für eine relevante psychiatrische 
Symptomatik. Nach dem Ausgeführten ist der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in 
orthopädischer und gegebenenfalls in neurologischer Hinsicht weiter abzuklären. 
 

8. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungsgerichte 
nicht frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur (neuen) Begutachtung an die Verwaltung zu-
rückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten ein-
zuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt 
für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtser-
heblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hingegen mög-
lich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage be-
gründet ist oder, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterli-
chen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1). Da die Beschwerdegegnerin den 
medizinischen Sachverhalt im vorliegenden Fall aber unvollständig abgeklärt hat (vgl. E. 7.3 hier-
vor) und es nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte 
Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin unter Berück-
sichtigung der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die 
Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird 
angewiesen, zum aktuellen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ein orthopädisches 
(Verlaufs-)Gutachten einzuholen. Überdies wird sie den neurologischen Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers weiter abzuklären haben. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Aktenergän-
zung wird die IV-Stelle anschliessend über den Rentenanspruch des Versicherten neu zu befin-
den haben.  
 
9. Zusammenfassend festzustellen, dass die angefochtene Verfügung aufzuheben ist und 
die Angelegenheit zur Wahrung des rechtlichen Gehörs sowie zu weiteren medizinischen Abklä-
rungen und zur neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Die Be-
schwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 

 

 
 
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10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Ver-
fahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb die 
Verfahrenskosten ihr aufzuerlegen sind.  
 
10.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den 
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses be-
messen. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts genügt für den bundesrechtlichen Anspruch 
auf eine Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in dem Sinne, dass der beschwerde-
führenden Person durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und der Rückweisung der 
Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Beurteilung alle Rechte im Hinblick 
auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (vgl. BGE 132 V 215 E. 6.2). Nachdem die Be-
schwerde gutzuheissen und die Sache zur erneuten Abklärung im Sinne der Erwägungen an die 
Vorinstanz zurückzuweisen ist, hat diese dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung aus-
zurichten. Der Vertreter des Beschwerdeführers hat am 21. September 2022 und 24. Januar 
2023 seine Honorarnoten eingereicht und einen Aufwand von insgesamt 25 Stunden und 40 Mi-
nuten sowie Auslagen von Fr. 150.30 geltend gemacht. Die ausgewiesenen Bemühungen müs-
sen als zu hoch bezeichnet werden. Das Kantonsgericht hat anlässlich der heutigen Urteilsbera-
tung beschlossen, den Entscheid über die Höhe des Honorars in Bedacht zu nehmen. Dieser 
Entscheid ergeht in einem separaten Beschluss. 
 
11. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn 
sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei 
einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschlies-
senden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im 
Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine 
materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) 
beantwortet wird (vgl. BGE 133 V 477 E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid han-
delt es sich um solchen einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn 
eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den 
in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet 

 

 
 
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das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrückli-
chen Vorbehalt. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung vom 20. April 2022 aufgehoben und die Angelegenheit zum 
weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine angemes-
sene Parteientschädigung zu bezahlen. 

Der Entscheid über die Höhe des Honorars wird in Bedacht genommen 
und ergeht in einem separaten Beschluss. 

 

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