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**Case Identifier:** 363afda9-6d2c-5af7-b9a4-e5ba0b0b08cd
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-14
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 14.11.2025 VBE.2025.44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2025-44_2025-11-14.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

VBE.2025.44 / lf / nl 
Art. 160 

 

 

Urteil vom 14. November 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident 

Oberrichterin Hausherr 

Oberrichter Kathriner 

Gerichtsschreiberin Fricker 

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____ 

unentgeltlich vertreten durch MLaw Jonas Steiner, Rechtsanwalt, 

Buchserstrasse 18, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 12. Dezember 2024) 
 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1974 geborene Beschwerdeführer meldete sich aufgrund der gesund-

heitlichen Folgen eines Unfalles (Unfallereignis vom 21. Februar 2013) am 

31. Januar 2014 bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen 

(Rente, berufliche Massnahmen) der Eidgenössischen Invalidenversiche-

rung (IV) an. Die Beschwerdegegnerin führte daraufhin verschiedene Ab-

klärungen in medizinischer, beruflicher und persönlicher Hinsicht durch, 

nahm in diesem Zusammenhang am 18. Januar 2017 eine Abklärung an 

Ort und Stelle vor, zog die Akten der Unfallversicherung bei und hielt Rück-

sprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD). Mit Verfügung vom 

29. Mai 2017 verneinte sie einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers. 

Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  

 

1.2. 

Am 11. März 2018 meldete sich der Beschwerdeführer erneut bei der Be-

schwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen der IV an. Die Beschwerde-

gegnerin trat mit Verfügung vom 26. Juni 2018 nicht auf die Neuanmeldung 

des Beschwerdeführers ein. 

 

1.3. 

Am 24. Januar 2022 meldete sich der Beschwerdeführer abermals zum 

Leistungsbezug an, worauf die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 

31. Oktober 2022 wiederum nicht eintrat. Die dagegen erhobene Be-

schwerde hiess das Versicherungsgericht mit Urteil VBE.2022.435 vom 

11. Mai 2023 gut, hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache 

an die Beschwerdegegnerin zurück, damit diese auf die Neuanmeldung 

eintritt und materiell über das Rentenbegehren entscheidet. Die Beschwer-

degegnerin tätigte in der Folge berufliche, persönliche sowie medizinische 

Abklärungen und nahm in deren Rahmen Rücksprache mit ihrem RAD. 

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren wies sie das Rentenbegehren 

des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 12. Dezember 2024 ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 12. Dezember 2024 erhob der Beschwerdefüh-

rer mit Eingabe vom 29. Januar 2025 fristgerecht Beschwerde und stellte 

folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Die Verfügung vom 12.12.2024 sei aufzuheben. 
 
2. Es sei dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente zuzusprechen. 
 
 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Las-

ten Beschwerdegegnerin." 

 - 3 - 

 

 

Weiter stellte der Beschwerdeführer den nachfolgenden prozessualen An-

trag: 

 

"1. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu ge-
währen und der Unterzeichnete als unentgeltlicher Vertreter einzuset-
zen." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 12. Februar 2025 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 27. Februar 2025 wurde dem 

Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und zu seinem 

unentgeltlichen Vertreter MLaw Jonas Steiner, Rechtsanwalt, Aarau, er-

nannt. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren 

des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 12. Dezember 2024 (Vernehm-

lassungsbeilage [VB] 109) zu Recht abgewiesen hat. 

 

2. 

2.1. 

In der angefochtenen Verfügung vom 12. Dezember 2024 (VB 109) stützte 

sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen 

auf die Aktenbeurteilung des RAD-Arztes Prof. Dr. med. B._____, Facharzt 

für Neurologie sowie Praktischer Arzt, vom 23. August 2024. Darin führte 

Prof. Dr. med. B._____ aus, es gebe keinen Zweifel daran, dass beim Be-

schwerdeführer eine posttraumatische Arthrose im Bereich des rechten 

Sprunggelenks vorliege und die Arbeitsfähigkeit durch eine neuropathische 

Schmerzsymptomatik von erheblicher Ausprägung beeinträchtigt werde. 

Die Beurteilung des schmerztherapeutisch tätigen Facharztes für Anästhe-

siologie, dass die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit 50 % betrage 

(VB 103), sei für den RAD plausibel und nachvollziehbar. Diese Einschät-

zung entspreche dem RAD Bericht vom 12. Juli 2016 (VB 44). Insofern 

habe sich die Symptomatik des Beschwerdeführers gemäss dem behan-

delnden Arzt zwischen 2017 und 2024 verstärkt, gleichwohl schätze der 

behandelnde Arzt die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in optimal 

angepasster Tätigkeit nach wie vor mit 50 % ein. Die Einschätzung der Ar-

beitsfähigkeit bleibe damit seit 2016 im Wesentlichen konstant. Gemäss 

Fragebogen der Arbeitgeberin würde der Beschwerdeführer tatsächlich 

eine Tätigkeit mit einem Pensum von 70 % ausüben. Dieses Pensum liege 

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oberhalb des medizinisch-theoretisch ermittelten Wertes von 50 %. Die 

20%ige Abweichung liege aber im Rahmen des üblichen Ermessensspiel-

raums versicherungsmedizinischer Beurteilungen. Diese Abweichung 

stelle deshalb die Festlegung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in optimal an-

gepasster Tätigkeit nicht grundsätzlich in Frage. In der angestammten Tä-

tigkeit sei der Beschwerdeführer vollständig arbeitsunfähig (VB 105 S. 5 f.). 

Bei einer optimal angepassten Tätigkeit handle es sich um eine körperlich 

leichte, wechselbelastende, überwiegend sitzend, stehend und gehende 

Tätigkeit. Das repetitive Besteigen von Leitern und Treppen sowie das Ar-

beiten auf Gerüsten, in Kälte und Nässe, das Gehen auf unebenem Boden 

und ein kraftvolles Drücken mit den Füssen auf Pedale seien nicht möglich. 

Zwangshaltungen wie Kauern oder Knien könnten nur selten eingenom-

men werden (VB 105 S. 6). 

 

2.2. 

Dass die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht auf die Aktenbe-

urteilung von RAD-Arzt Prof. Dr. med. B._____ vom 23. August 2024 

(vgl. E. 2.1. hiervor) abstellte, wurde vom Beschwerdeführer – ausweislich 

der Akten zu Recht (vgl. zum Beweiswert von Berichten versicherungsin-

terner medizinischer Fachpersonen BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f. und 

122 V 157 E. 1d S. 162 f.) – nicht beanstandet, womit sich diesbezügliche 

Weiterungen erübrigen. 

 

2.3. 

In medizinischer Hinsicht ist es damit seit dem vorliegend massgeblichen 

Vergleichszeitpunkt (vgl. BGE 133 V 108 E. 5 S. 110 ff.; 130 V 71 E. 3 

S. 73 ff.) der Verfügung vom 29. Mai 2017 (VB 52) – mit der der Rentenan-

spruch des Beschwerdeführers verneint worden war – zu keiner wesentli-

chen Veränderung (vgl. BGE 134 V 131 E. 3 S. 132 mit Hinweisen) gekom-

men. Es ist zwischen den Parteien jedoch unbestritten und ausweislich der 

Akten nicht zu beanstanden, dass vorliegend ein Revisionsgrund gemäss 

Art. 17 Abs. 1 ATSG in beruflicher-erwerblicher Hinsicht aufgrund des Sta-

tuswechsels des Beschwerdeführers (VB 93 S. 2; VB 52) gegeben ist 

(vgl. BGE 147 V 124 E. 7 S. 133; 130 V 343 E. 3.5 S. 349 f. mit Hinweisen). 

Diesbezügliche Weiterungen erübrigen sich dementsprechend. 

 

3. 

3.1. 

Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens 

bringt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, es könne zur Berech-

nung des Invalideneinkommens nicht auf das tatsächlich bei der 

C._____ AG erzielte Einkommen abgestellt werden. Gemäss den Ausfüh-

rungen seines behandelnden Arztes könne der Beschwerdeführer ein Pen-

sum von über 50 % nur bewältigen aufgrund seiner mentalen Stärke und 

der Toleranz der Arbeitgeberin. Es müsse als Glücksfall angesehen wer-

den, dass er von der Arbeitgeberin als Nachtwächter und Allrounder 

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eingesetzt werden könne und er trotz starken Schmerzen das angeforderte, 

für ihn optimale Arbeitsprofil erfüllen könne. Zudem sei er im Stundenlohn 

angestellt und das Pensum habe zwischen 2022 bis 2024 von 59 bis knapp 

64 % geschwankt. Aufgrund dieser starken Pensums-Schwankungen und 

der unregelmässigen Arbeitszeiten im Stundenlohn könne nicht auf das bei 

der C._____ AG tatsächlich erzielte Einkommen abgestellt werden. Es sei 

daher auf die LSE-Tabellen abzustellen und ein Pauschalabzug von 10 % 

zu gewähren (vgl. Beschwerde S. 6 ff.). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-

rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-

nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-

marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 

das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 

ATSG). 

 

3.2.2. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon-

kret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei 

der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und 

anzunehmen ist, dass die versicherte Person die ihr verbleibende Arbeits-

fähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das 

Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Sozial-

lohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. 

Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na-

mentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-

dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-

keit aufgenommen hat, so können die Tabellenlöhne gemäss den vom Bun-

desamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 

(LSE) herangezogen werden (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 281, 143 V 295 

E. 2.2 S. 296 f., 139 V 592 E. 2.3 S. 593 f.; Urteil des Bundesgerichts 

9C_479/2018 vom 22. Februar 2019 E. 2.2).  

 

3.3. 

Gemäss Fragebogen für Arbeitgebende vom 6. Mai 2024 ist der Beschwer-

deführer bei der C._____ AG seit dem 24. Oktober 2019 als Nachwächter / 

Allrounder tätig. Sein Arbeitspensum betrage bei 29.4 Stunden pro Woche 

durchschnittlich 70 % (VB 102.1 S. 3). Zur Tätigkeit würden Arbeiten wie 

Sicherheitsrundgänge inkl. Nachtportier für das Hotel (manchmal), die 

Schliessrunde zu Fuss (selten) und Lagerbewirtschaftung der Restaurants 

und Barbetriebe (manchmal) gehören. Er arbeite selten im Sitzen und mit 

Heben oder Tragen von mehr als 10 Kilogramm, manchmal mit Heben oder 

 - 6 - 

 

 

Tragen bis zu 10 Kilogramm und oft im Gehen und im Stehen. Die täglichen 

geistigen Anforderungen seien betreffend Konzentration/Aufmerksamkeit, 

Durchhaltevermögen und Sorgfalt mittel und für das Auffassungsvermögen 

klein (VB 102.1 S. 4). Da der Beschwerdeführer keine vollen Arbeitstage 

arbeiten könne, seien die bestehenden Schichten optimal für ihn. So könne 

er alle zuvor aufgeführten Arbeiten ausüben. Da er Donnerstag und Sonn-

tag von 0.00 Uhr bis 5.00 Uhr und Freitag und Samstag von 23.00 bis 5.30 

Uhr arbeite, möge und könne er alle bereits erwähnten Arbeiten ausüben 

(VB 102.1 S. 5). 

 

Der Lohn des Beschwerdeführers bei der C._____ AG beträgt Fr. 23.05 pro 

Stunde mit einer Ferienentschädigung von 10.65 % und einer Feiertags-

entschädigung von 2.27 % (VB 102.1 S. 5; Beschwerdebeilage [BB] 6). Der 

Beschwerdeführer erzielte im Jahr 2019 ein jährliches Einkommen von Fr. 

6'124.70 (Anstellung ab 24. Oktober 2019, kein 13. Monatslohn; VB 92 S. 3, 

102.6), im Jahr 2020 ein jährliches Einkommen von Fr. 35'364.70 (im April 

nicht gearbeitet, ab 2020 13. Monatslohn; VB 92 S. 3, 102.5), im Jahr 2021 

ein jährliches Einkommen von Fr. 35'440.30 (Januar bis Mitte Mai 2021 

nicht gearbeitet; VB 92 S. 3, 102.4), im Jahr 2022 ein jährliches Einkommen 

von Fr. 40'021.45 (VB 92 S. 3, 102.3; Soll Arbeitsstunden 1305.17, BB 3), 

im Jahr 2023 ein jährliches Einkommen von Fr. 44'547.00 (VB 102.2; Soll 

Arbeitsstunden 1370.58, BB 4) und im Jahr 2024 betrugen seine Soll Ar-

beitsstunden 1397.13 (BB 5). 

 

3.4. 

Es ist davon auszugehen, dass der Arbeitsplatz bei der C._____ AG als 

Nachwächter und Allrounder für den Beschwerdeführer in besonderer 

Weise geeignet ist. Diese Tätigkeit entspricht dem vom RAD formulierte 

Belastbarkeitsprofil (vgl. E. 2.1. hiervor) und wird auch vom behandelnden 

Arzt als besonders passend eingeschätzt (VB 103 S. 2). Von einem absolut 

einmaligen Glücksfall (vgl. dazu SVR 1996 IV Nr. 70 E. 3c, I 124/94; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_741/2016 vom 3. März 2017 E. 4.2), der nicht mehr 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zuzurechnen ist, kann jedoch nicht ge-

sprochen werden. Dies ist insbesondere anzunehmen, da die vom Be-

schwerdeführer bei der C._____ AG ausgeführten Arbeiten (vgl. E. 3.3. 

hiervor) nicht als besonders einzigartig einzuschätzen sind und nicht davon 

auszugehen ist, dass diese auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht 

mehr zu finden wären. So ist auch nicht ersichtlich und wurde nicht sub-

stantiiert geltend gemacht, dass die Arbeitgeberin grössere betriebliche 

Umstrukturierungen oder Anpassungen für den Beschwerdeführer vorge-

nommen hätte, die ihm die Tätigkeit bei ihr erst ermöglichen würden. Zu-

dem umfasst der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sogenannte Nischenar-

beitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit 

einem sozialen Entgegenkommen von Seiten der Arbeitgeberin rechnen 

können (vgl. BGE 148 V 174 E. 9.1 S. 188 f. mit Hinweisen). 

 

 - 7 - 

 

 

Entgegen dem Beschwerdeführer sind sodann keine starken Schwankun-

gen seines Pensums, sondern ein leicht steigendes Pensum seit 2019 er-

sichtlich (vgl. E. 3.3. hiervor; SVR 2009 IV Nr. 28 S. 79, 8C_576/2008 

E. 6.3). Es sind den Akten des Weiteren keinerlei Hinweise dafür zu ent-

nehmen, dass es sich bei der seit dem 24. Oktober 2019 ausgeübten Tä-

tigkeit des Beschwerdeführers bei der C._____ AG nicht um besonders 

stabile Arbeitsverhältnisse, ein der Arbeitsleistung unangemessenes Ein-

kommen oder um Soziallohn handeln würde. Dass er seine Restarbeitsfä-

higkeit damit in zumutbarer Weise ausschöpft, ist unbestritten (vgl. E. 3.2.2. 

hiervor). So hielt auch der RAD-Arzt diesbezüglich fest, die 20%ige Abwei-

chung des Pensums des Beschwerdeführers von 70 % zum medizinisch-

theoretisch ermittelten Werts von 50 % liege im Rahmen des üblichen Er-

messensspielraums versicherungsmedizinischer Beurteilungen. Diese Ab-

weichung stelle deshalb die Festlegung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in 

optimal angepasster Tätigkeit nicht grundsätzlich in Frage (vgl. E. 2.1. hier-

vor). 

 

Hinsichtlich des Invalideneinkommens ist die Beschwerdegegnerin dem-

nach insgesamt zu Recht vom tatsächlichen erzielten Erwerbseinkommen 

des Beschwerdeführers ausgegangen (vgl. E. 3.2.2. hiervor). 

 

3.5. 

3.5.1. 

Nachdem beim Beschwerdeführer bereits seit mehreren Jahren eine min-

destens 40%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit besteht 

(VB 65; 105 S. 5 f.; Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und er sich am 24. Januar 2022 

zum Leistungsbezug angemeldet hatte (VB 73; Art. 29 Abs. 1 IVG), fällt der 

frühestmögliche Zeitpunkt eines allfälligen Rentenbeginns auf Juli 2022 

(Art. 29 Abs. 3 IVG). 

 

Unumstritten gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des 

Beschwerdeführers für das Jahr 2013 ergibt sich aufgerechnet auf ein 

100 % Pensum und der Nominallohnentwicklung bis 2022 angepasst per 

Juli 2022 ein Valideneinkommen als Logistikmitarbeiter von Fr. 66'275.75 

(Fr. 2'500.00 x 13 [VB 12 S. 19; 17.3] x 100/50 [aufgerechnet von 50 %-Pen-

sum auf 100 %-Pensum] x 103.9/101.9 [indexiert auf das Jahr 2022; BfS, 

T1.1.10, Nominallohnindex Männer 2011-2022, Ziff. H 49-53 "Verkehr und 

Lagerei", 2013 = 101.9, 2022 =103.9]).  

 

Bei Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 66'275.75 und des 

tatsächlich erzielten Einkommens im Jahr 2022 von Fr. 40'021.45 (VB 92 

S. 3, 102.3) als Invalideneinkommen resultiert per Juli 2022 ein Invaliditäts-

grad von 40 % ([Fr. 66'275.75 - Fr. 40'021.45] / Fr. 66'275.75 x 100 = 39.61; 

gerundet gemäss BGE 130 V 121 = 40 %).  

 

 - 8 - 

 

 

Der Beschwerdeführer hat damit ab dem 1. Juli 2022 bei einem Invaliditäts-

grad von 40 % Anspruch auf eine Rente in der Höhe von 25 % einer ganzen 

Rente (Art. 28b Abs. 4 IVG). 

 

3.5.2. 

Da sich das Arbeitspensum und damit das tatsächlich erzielte Einkommen 

des Beschwerdeführers ab 2023 erneut erhöht hatte (VB 102.2; BB 4 f.), ist 

per 1. Januar 2023 ein weiterer Einkommensvergleich vorzunehmen, um 

zu prüfen, ob damit eine wesentliche Änderung und damit ein weiterer Re-

visionsgrund in beruflich-erwerblicher Hinsicht gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG 

eingetreten ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_728/2020 vom 23. Juni 

2021 E. 3.2). 

 

Bei Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 67'615.30 

(Fr. 2'500.00 x 13 x 100/50 [aufgerechnet von 50 %-Pensum auf 100 %-Pen-

sum] x 106/101.9 [indexiert auf das Jahr 2023; BfS, T1.1.10, Nominallohnindex 

Männer 2011-2022, Ziff. H 49-53 "Verkehr und Lagerei", 2013 = 101.9, 

2023 =106]) und des tatsächlich erzielten Einkommens im Jahr 2023 von 

Fr. 44'547.00 (VB 102.2) als Invalideneinkommen ergibt sich per Januar 

2023 ein nicht (mehr) rentenbegründender (Art. 28b IVG) Invaliditätsgrad 

von 34 % ([Fr. 67'615.30 - Fr. 44'547.00] / Fr. 67'615.30 x 100 = 34.11; ge-

rundet gemäss BGE 130 V 121 = 34%). Der Invaliditätsgrad hat sich damit 

um sechs Prozentpunkte geändert, womit die massgebende Schwelle ge-

mäss Art. 17 Abs. 1 lit. a ATSG überschritten wurde. 

 

Damit ist per 1. Januar 2023 ein weiterer Revisionsgrund in beruflich-er-

werblicher Hinsicht gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG eingetreten und die mit 

Wirkung ab dem 1. Juli 2022 zuzusprechende Invalidenrente des Be-

schwerdeführers in der Höhe von 25 % einer ganzen Rente unter Berück-

sichtigung der dreimonatigen Anpassungsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV 

per 31. März 2023 zu befristen. 

 

4. 

4.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die 

angefochtene Verfügung vom 12. Dezember 2024 dahingehend abzuän-

dern, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine befristete Invaliden-

rente in der Höhe von 25 % einer ganzen Rente vom 1. Juli 2022 bis am 

31. März 2023 hat. 

 

4.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Der Beschwerdeführer obsiegt ledig-

lich teilweise, indem ihm nicht eine unbefristete (vgl. Beschwerde S. 7), 

 - 9 - 

 

 

sondern eine befristete Rente in der Höhe von 25 % einer ganzen Rente 

für neun Monate zuzusprechen ist. Entsprechend diesem teilweisen Obsie-

gen sind die Kosten zu Fr. 600.00 dem Beschwerdeführer und zu 

Fr. 200.00 der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 31 Abs. 2 VRPG; 

vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2016 vom 2. November 2016 E. 3.2 

mit Verweis auf Urteile des Bundesgerichts 9C_94/2010 vom 26. Mai 2010 

E. 4.3 und 9C_672/2008 vom 23. Oktober 2008 E. 5.2.1). Der auf den Be-

schwerdeführer entfallende Anteil von Fr. 600.00 ist einstweilen lediglich 

vorzumerken, da diesem die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt wurde. 

 

4.3. 

Der Beschwerdeführer hat aufgrund des teilweisen Obsiegens zudem An-

spruch auf einen Viertel seiner richterlich festzusetzenden Parteientschä-

digung von Fr. 2'500.00 (Art. 61 lit. g ATSG), das heisst auf Fr. 625.00 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_254/2018 vom 6. Dezember 2018 

E. 3.3 und 3.4; 9C_580/2010 vom 16. November 2010 E. 4). Diese sind von 

der Beschwerdegegnerin dem unentgeltlichen Rechtsvertreter zu bezah-

len. Der vom Beschwerdeführer zu tragende Anteil der Parteikosten von 

drei Vierteln von Fr. 2'500.00, das heisst Fr. 1'875.00, wird dem unentgelt-

lichen Vertreter nach Eintritt der Rechtskraft des versicherungsgerichtli-

chen Urteils aus der Obergerichtskasse zu vergüten sein (§ 34 Abs. 3 

VRPG i.V.m. Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO). 

 

4.4. 

Es wird ausdrücklich auf Art. 123 ZPO verwiesen, wonach eine Partei, der 

die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung der vor-

gemerkten Gerichtskosten sowie der der Rechtsvertreterin ausgerichteten 

Entschädigung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 12. De-

zember 2024 dahingehend abgeändert, dass der Beschwerdeführer vom 

1. Juli 2022 bis am 31. März 2023 Anspruch auf eine befristete Rente in 

der Höhe von 25 % einer ganzen Rente hat. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden im Umfang von Fr. 600.00 

dem Beschwerdeführer und im Umfang von Fr. 200.00 der Beschwerde-

gegnerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege 

werden die dem Beschwerdeführer auferlegten Verfahrenskosten in der 

Höhe von Fr. 600.00 einstweilen vorgemerkt. 

 

 - 10 - 

 

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem unentgeltlichen Rechtsver-

treter des Beschwerdeführers einen Viertel der richterlich festgesetzten 

Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'500.00, das heisst Fr. 625.00, 

zu bezahlen. 

 

3.2. 

Die Obergerichtskasse wird gestützt auf § 12 Anwaltstarif angewiesen, 

dem unentgeltlichen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, MLaw Jonas 

Steiner, Rechtsanwalt, Aarau, nach Eintritt der Rechtskraft den auf den Be-

schwerdeführer entfallenden Anteil der Parteikosten in der Höhe von 

Fr. 1'875.00 auszurichten. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 14. November 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Roth Fricker