# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b011b935-03fa-590d-81f4-ae2ffc1ae9c8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2017 D-6325/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6325-2017_2017-11-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6325/2017 

law/rep/plo 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  N o v e m b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richter Hans Schürch; 

Gerichtsschreiber Philipp Reimann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Russland, 

vertreten durch lic. iur. Pascale Bächler, 

BAS Beratungsstelle für Asylsuchende der Region Basel, 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 26. Oktober 2017 / N (…). 

 

 

 

D-6325/2017 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer in der Schweiz erstmals am 6. Juli 2011 um 

Asyl nachsuchte, 

dass das damalige BFM (Bundesamt für Migration; seit dem 1. Januar 

2015: SEM) dieses Asylgesuch mit Verfügung vom 16. April 2014 ablehnte, 

die Wegweisung verfügte und deren Vollzug anordnete, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die gegen diese Verfügung erhobene 

Beschwerde mit Urteil D-2794/2014 vom 23. Juni 2014 abwies, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-1742/2015 vom 27. März 

2015 auf ein Revisionsgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, 

dass das SEM mit Verfügung vom 8. April 2015 ein Wiedererwägungsge-

such des Beschwerdeführers vom 17. März 2015 abwies, die Rechtskraft 

und Vollstreckbarkeit seiner Verfügung vom 16. April 2014 feststellte und 

festhielt, einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wir-

kung zu, 

dass das Bundesverwaltungsverwaltungsgericht auf die gegen diese Ver-

fügung erhobene Beschwerde mit Urteil D-3066/2015 vom 30. Juni 2015 

nicht eintrat, 

dass der Beschwerdeführer in der Folge am 15. Juli 2015 in sein Heimat-

land zurückgeführt wurde, 

dass der Beschwerdeführer mit schriftlicher Eingabe vom 4. September 

2017 (Eingang beim SEM: 7. September 2017) ein zweites Asylgesuch in 

der Schweiz stellte, 

dass ein Abgleich mit dem zentralen Visa-Informationssystem (CS-Vis) 

ergab, dass ihm von Polen ein vom 31. August 2017 bis am 14. September 

2017 gültiges Visum ausgestellt wurde, 

dass das SEM die polnischen Behörden am 11. Oktober 2017 gestützt auf 

Art. 12 Abs. 2 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und 

Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 

von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitglied-

staat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfol-

gend: Dublin-III-VO), um Übernahme des Beschwerdeführers ersuchte, 

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Seite 3 

dass die polnischen Behörden dieses Ersuchen am 24. Oktober 2017 gut-

hiessen, 

dass das SEM mit Verfügung vom 26. Oktober 2017 – eröffnet am 2. No-

vember 2017 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach 

Polen anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spä-

testens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu und die Aushändigung der 

editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwerde-

führer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 

9. November 2017 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde erheben und beantragen liess, die angefochtene Verfü-

gung sei aufzuheben und das SEM anzuweisen, auf sein Asylgesuch ein-

zutreten; eventualiter sei die Angelegenheit zur rechtskonformen Ermes-

sensausübung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht ferner beantragt wurde, der vorlie-

genden Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen, die Vor- 

instanz und die Vollzugsbehörden seien im Rahmen von vorsorglichen 

Massnahmen unverzüglich anzuweisen, bis zum Entscheid über die Wie-

derherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde von jeglichen 

Vollzugshandlungen abzusehen, und dem Beschwerdeführer sei die un-

entgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es sei auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses zu verzichten,  

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. November 2017 beim Bundesver-

waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

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dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um 

eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch 

zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 

m.w.H.), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird, 

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dass der zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, eine antragstellende Per-

son, die in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat, nach 

Massgabe der Art. 21, 22 und 29 Dublin-III-VO aufzunehmen (Art. 18 

Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000) mit sich 

bringen, und nach den Regeln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger 

Mitgliedstaat bestimmt werden kann, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass das SEM in seiner Verfügung vom 26. Oktober 2017 zutreffend erwo-

gen hat, angesichts der Tatsache, dass Polen dem Beschwerdeführer ein 

Visum ausgestellt und dem Übernahmegesuch der Schweizer Behörden 

zugestimmt habe, liege die Zuständigkeit für die Durchführung des Asyl- 

und Wegweisungsverfahrens bei Polen, 

dass der Beschwerdeführer zur Zuständigkeit Polens im Rahmen des ihm 

gewährten rechtlichen Gehörs und auf Beschwerdeebene einwendet, sein 

Zielland sei von Anfang an die Schweiz gewesen, weshalb es auch sein 

Wunsch sei, dass die Schweiz sein Asylgesuch materiell prüfe, 

dass der Umstand, in die Schweiz weitergereist zu sein, ohne in Polen ein 

Asylgesuch gestellt zu haben, aus polnischer Sicht im Rahmen der Prüfung 

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seines Asylverfahrens als Indiz dafür gewertet werden könnte, dass er 

hauptsächlich an der Verbesserung seiner wirtschaftlichen Situation und 

nicht am wirklichen Schutz vor Verfolgung interessiert sei, 

dass zusätzlich darauf hinzuweisen sei, dass er sich in der Schweiz zufolge 

durch Folter in der Heimat erlittener Verletzungen an einem Finger nach 

wie vor in medizinischer Behandlung befinde, 

dass diese Vorbringen in Bezug auf die Zuständigkeit Polens für die Durch-

führung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens aus den nachfolgenden 

Gründen zu keiner anderen Beurteilung führen, 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Polen würden sys-

temische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-

III-VO aufweisen, 

dass Polen Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen grundsätzlich nachkommt, 

dass Polen an die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien 

des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 

2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung 

des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU 

vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Per-

sonen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) er-

geben, gebunden ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht in konstanter Praxis davon ausgeht, 

die polnischen Behörden würden ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen 

respektieren (vgl. statt vieler die Urteile des BVGer D-8011/2016 vom 5. Ja-

nuar 2017 S. 7; E-3901/2016 vom 19. Juli 2016 S. 8, je mit weiteren Hin-

weisen),  

dass diese Einschätzung durch Berichte zur Situation von Asylsuchenden 

in Polen gestützt wird (vgl. AIDA Asylum Information Database, Country 

Reports: Poland, Januar 2015 und November 2015; US Department of 

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State: Country Report on Human Rights Practices 2014 – Poland, 25. Juni 

2015, S. 14 f.), 

dass der Beschwerdeführer auch kein konkretes und ernsthaftes Risiko 

dargetan hat, wonach die polnischen Behörden sich weigern würden, ihn 

aufzunehmen und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhal-

tung der Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass den Akten und insbesondere auch den Vorbringen in der Beschwerde 

keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, Polen werde vorliegend 

den Grundsatz des Non-Refoulement missachten und den Beschwerde-

führer zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, Leben oder 

seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder 

in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein solches Land gezwun-

gen zu werden, 

dass der Beschwerdeführer ferner keine konkreten Hinweise für die An-

nahme dargetan hat, Polen würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnah-

merichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, 

und er sich bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigen-

falls an die polnischen Behörden wenden und die ihm zustehenden Auf-

nahmebedingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 

Aufnahmerichtlinie), 

dass der Beschwerdeführer – abgesehen von den angeblich durch Folter 

erlittenen Verletzungen an einem Finger – keinerlei gesundheitliche Prob-

leme geltend machte, 

dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen nur unter ganz ausserordentlichen Umständen einen Verstoss 

gegen Art. 3 EMRK darstellen kann (vgl. BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen 

auf die Praxis des EGMR) und diese hohe Schwelle vorliegend beim Be-

schwerdeführer offensichtlich nicht erreicht ist, 

dass im Übrigen die Mitgliedstaaten den Antragstellern jeweils die erforder-

liche medizinische Versorgung, die zumindest die Notversorgung und die 

unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und schweren psy-

chischen Störungen umfasst, zugänglich machen müssen (Art. 19 Abs. 1 

Aufnahmerichtlinie), und Personen mit besonderen Bedürfnissen die erfor-

derliche medizinische oder sonstige Hilfe zu gewähren haben (Art. 19 

Abs. 2 Aufnahmerichtlinie), 

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dass Polen über medizinische Institutionen verfügt, welche auch Asylsu-

chenden zugänglich sind, weshalb sich der Beschwerdeführer im Bedarfs-

fall für eine adäquate Behandlung und Betreuung an das dafür zuständige 

medizinische Fachpersonal wenden kann, 

dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochte-

nen Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Be-

stimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung des Beschwerdefüh-

rers entsprechend Rechnung tragen und die polnischen Behörden im Be-

darfsfall vorgängig in geeigneter Weise über die spezifischen medizini-

schen Umstände und den indizierten Behandlungsbedarf detailliert infor-

mieren würden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO), 

dass zusammenfassend kein konkretes und ernsthaftes Risiko besteht, die 

Überstellung des Beschwerdeführers nach Polen würde gegen Art. 3 

EMRK oder andere völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz oder Lan-

desrecht verstossen, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Ermes-

sensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt, 

dass an dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den 

Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat 

selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil dieser nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Niederlas-

sungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung 

nach Polen angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), 

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

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Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.w.H.), 

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung 

des SEM zu bestätigen ist, 

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

ebenso als gegenstandslos erweist wie jener auf Erlass vollzugshemmen-

der vorsorglicher Massnahmen, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–  

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), nach-

dem das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 

Abs. 1 VwVG infolge der Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen 

ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Lang Philipp Reimann 

 

 

Versand: