# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a243de81-4501-5d02-906d-40cd04621904
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.03.2025 200 2024 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-1_2025-03-13.pdf

## Full Text

UV 200 2024 1 
FRC/SAW/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 13. März 2025

Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

SWICA Versicherungen AG 
Rechtsdienst UVG, Römerstrasse 37, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 20. Dezember 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. März 2025, UV 200 2024 1

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Sachverhalt:

A.

Die 1965 geborene und als Mitarbeiterin in der … erwerbstätige 
A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) war über 
ihre Arbeitgeberin bei der SWICA Versicherungen AG (nachfolgend SWICA 
bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert, als sie am 26. August 2019 auf einem Fuss-
gängerstreifen von einem Auto erfasst worden war und ein schweres Poly-
trauma mit unter anderem schwerem Schädel-Hirn-Trauma, stumpfem Tho-
raxtrauma und schwerem Beckentrauma erlitt (Akten der SWICA [act. II] 3, 
5). Die SWICA anerkannte in der Folge ihre Leistungspflicht und richtete 
Versicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeldern aus 
(act. II 4). Mit Verfügungen vom 31. Mai 2021 resp. 16. August 2021 (act. II 
86, 88) sprach die Invalidenversicherung (IV) der Versicherten ab 1. August 
2020 eine ganze IV-Rente zu. Nach weiteren Abklärungen, insbesondere 
nach Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung bei der MEDAS 
C.________ (nachfolgend MEDAS; Expertise vom 30. November 2022, act. 
II 225), sowie nach Gewährung des rechtlichen Gehörs (act. II 245, 247) 
nahm die SWICA den Fallabschluss vor und stellte die gesetzlichen Versi-
cherungsleistungen mit Verfügung vom 18. Juli 2023 (act. II 305) per 31. 
Januar 2023 ein. Zudem sprach sie der Versicherten ab dem 1. Februar 
2023 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine monatliche Komplementär-
rente sowie die Heilbehandlungen nach Festsetzung der Rente zu und ge-
währte eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 
90 % im Betrag von Fr. 133'380.--. Dagegen erhob die Versicherte Ein-
sprache und beantragte, die Verfügung vom 18. Juli 2023 sei betreffend die 
Integritätsentschädigung aufzuheben. Es sei ihr eine Integritätsentschädi-
gung von 100 % zuzusprechen (act. II 309). Mit Entscheid vom 20. Dezem-
ber 2023 (act. II 351) wies die SWICA die Einsprache ab.

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B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
am 29. Dezember 2023 Beschwerde und beantragte, der Einspracheent-
scheid vom 20. Dezember 2023 sei kostenfällig aufzuheben und der Be-
schwerdeführerin sei eine Integritätsentschädigung von 100 % zuzuspre-
chen. Eventualiter sei das Verfahren an die Vorinstanz zu weiteren Ab-
klärungen zurückzuweisen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 29. Januar 
2024 auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 20. Dezem-
ber 2023 (act. II 351). Streitig und zu prüfen ist einzig der Anspruch auf 

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eine Integritätsentschädigung und dabei insbesondere deren Höhe. Die mit 
Verfügung vom 18. Juli 2023 (act. II 305) zugesprochene Komplementär-
rente sowie die gewährten Heilbehandlungen nach Festsetzung der Rente 
waren bereits im Einspracheverfahren nicht mehr Gegenstand des Verfah-
rens (act. II 351 S. 4 Ziff. 3.2), so dass diesbezüglich Teilrechtskraft einge-
treten ist (vgl. BGE 144 V 354 E. 4.3 S. 358). 

1.3 Die Beschwerdeführerin beantragt eine Integritätsentschädigung im 
Betrag von Fr. 148'200.-- (Art. 22 Abs. 1 der Verordnung vom 20. Dezem-
ber 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) aufgrund eines 
Integritätsschadens von 100 %. Zugesprochen wurde eine Integritätsent-
schädigung entsprechend einem Integritätsschaden von 90 % in der Höhe 
von Fr. 133'380.--. Der Streitwert beträgt somit Fr. 14'820.-- (Fr. 148'200.-- - 
Fr. 133'380.--) und liegt folglich unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung 
der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 
GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt (u.a.) voraus, dass zwi-
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, In-
validität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 148 V 356 E. 3 S. 358).

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2.2 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; 
BGE 149 V 224 E. 6.3.1 S. 235, 143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 
E. 2.1 S. 201).

2.3 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung soll den immateri-
ellen Schaden (Schmerzen, Leid sowie Beeinträchtigung des Lebensge-
nusses) ausgleichen, der über die Phase der medizinischen Behandlung 
hinaus andauert und von dem anzunehmen ist, dass er ein Leben lang be-
stehen bleibt (BGE 133 V 224 E. 5.1 S. 230; SVR 2023 UV Nr. 45 S. 158, 
8C_656/2022 E. 3.2). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapi-
talleistung gewährt (Art. 25 Abs. 1 UVG).

2.4 Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach der 
Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizini-
schen Befund. Bei gleichem medizinischem Befund ist der Integritätsscha-
den für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen 
(BGE 150 V 469 E. 3 S. 470, 124 V 29 E. 3c S. 35).

2.4.1 Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung 
der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch 
gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als 
dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindes-
tens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche, 
geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, 
augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die 
Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 
3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht ab-
schliessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden prozen-
tual gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Für spezielle oder nicht aufge-

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führte Integritätsschäden wird die Entschädigung nach dem Grad der 
Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 des Anhangs 3; 
BGE 116 V 156 E. 3a S. 157). In diesem Zusammenhang hat die Suva in 
Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundla-
gen in tabellarischer Form (sog. Feinraster; abrufbar unter <www.suva.ch>) 
erarbeitet. Diese Tabellen sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, 
mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden 
soll, mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c S. 32).

2.4.2 Art. 36 Abs. 3 UVV bestimmt, dass die Integritätsentschädigung 
nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt wird, wenn mehrere kör-
perliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder meh-
reren Unfällen zusammenfallen. Die Integritätseinbusse ist für jeden Verlust 
einzeln zu bestimmen. Führen ein oder mehrere versicherte Ereignisse zu 
verschiedenen Integritätsschäden, sind die den einzelnen Schäden ent-
sprechenden Prozentzahlen zusammenzuzählen, sofern die Beeinträchti-
gungen medizinisch eindeutig feststehen und sich in ihren Auswirkungen 
klar voneinander unterscheiden lassen. Ist diese Voraussetzung nicht er-
füllt, soll das Ergebnis praxisgemäss auf vergleichbare Schäden gemäss 
Skala hin überprüft bzw. ein Quervergleich mit einer tabellarisch erfassten 
weitergehenden Schädigung vorgenommen werden. Die Gesamtentschä-
digung darf den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht 
übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen 
werden prozentual angerechnet. Diese Regelung ist auch in Bezug auf aus 
mehreren Unfällen hervorgegangene Gesundheitsschäden verfassungs- 
und gesetzeskonform (BGE 150 V 469 E. 3 S. 470; Urteil des Bundesge-
richts [BGer] 8C_812/2010 vom 2. Mai 2011 E. 6.3 und 6.5; SVR 2024 
Nr. 4 S. 16, 8C_70/2022 E. 5.1, 2018 UV Nr. 20 S. 70, 8C_534/2017 
E. 6.1).

2.5 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche 
bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen (BGE 134 V 
231 E. 5.1 S. 232). In einem ersten Schritt obliegt es der medizinischen 
Fachperson, sich unter Einbezug der in Anhang 3 der UVV und in den Su-
va-Tabellen aufgeführten Integritätsschäden dazu zu äussern, ob und 
inwiefern ein Schaden vorliegt, welcher dem Typus von Verordnung, 

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Anhang oder Weisung entspricht. Aufgabe von Verwaltung oder Gericht ist 
es aber, gestützt auf die ärztliche Befunderhebung die rechtliche 
Beurteilung vorzunehmen, ob ein Integritätsschaden gegeben ist, ob die 
Erheblichkeitsschwelle erreicht ist und, bejahendenfalls, welches Ausmass 
die erhebliche Schädigung angenommen hat. Obschon sich die 
rechtsanwendenden Behörden an die medizinischen Angaben zu halten 
haben, fällt die Beurteilung des Integritätsschadens als Grundlage des 
gesetzlichen Leistungsanspruchs letztlich in ihren Aufgabenbereich (vgl. 
BGer 8C_746/2022 vom 18. Oktober 2023 E. 4.2).

3.

3.1 Es steht zu Recht ausser Diskussion, dass das Ereignis vom 
26. August 2019 (act. II 3) die kumulativen Tatbestandsvoraussetzungen 
des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition erfüllt (vgl. E. 2.1 hiervor). Nicht 
streitig ist zudem der medizinische Sachverhalt, insbesondere die unfall-
kausalen Diagnosen (act. II 225 S. 11 f. Ziff. 3) und die hieraus resultieren-
de Arbeitsunfähigkeit von 100 % (act. II 225 S. 20 ff. Ziff. 9). Weiter ist zwi-
schen den Parteien zu Recht unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ab 
dem 1. Februar 2023 (Fallabschluss per 31. Januar 2023, act. II 305 S. 4 
Ziff. 5; vgl. dazu auch E. 2.2 hiervor) Anspruch auf eine Komplementärrente 
sowie eine Integritätsentschädigung der Unfallversicherung hat. 

Umstritten und zu prüfen ist indessen die Höhe der Integritätsentschädi-
gung (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. 6). 

3.2 In Bezug auf den Integritätsschaden sind dem polydisziplinären 
MEDAS-Gutachten vom 30. November 2022 (act. II 225), welches auf Un-
tersuchungen in den Fachdisziplinen Psychiatrie, Orthopädie, Neurologie, 
Neuropsychologie und Ophthalmologie beruht, die folgenden unfallkausa-
len Hauptdiagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit und Residuen zu 
entnehmen (act. II 225 S. 11 f. Ziff. 3): 

1. Schwere traumatische Hirnverletzung
Residuen:
- klinisch-neurologisch: Ataxie gemischt (sensibel und zere-

bellär), Tetraparese (peripher bei Status nach CIPN), gesteiger-
te Muskeleigenreflexe rechts (bei Status nach zentral bedingter 

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Hemiparese rechts), strukturelle Epilepsie (aktiv, unter antiepi-
leptischer Mehrfachmedikation)

- ophthalmologisch: OU homonymen, inkompletten Quadranten-
ausfall nebst beidseits nicht homonymen, eher unspezifischen 
Ausfällen

- neuropsychologisch: mittelschwere bis schwere neuropsycho-
logische Störung

- neuropsychiatrisch: hirnorganisch bedingte psychiatrische 
Symptome (ICD-10 F06.9; nicht näher bezeichnete organische 
psychische Störung aufgrund einer Schädigung des Gehirns) 
mit Affektlabilität, kognitiven Störungen, Verhaltensänderungen 
(mitmoduliert durch die Medikation mit Levetiracetam bis Juni 
2022)

2. Verletzungen des Beckens und der unteren Extremität links 
mit/bei:
- schwerem Beckentrauma mit aktiver Blutung
- mehrfragmentärer Acetabulum T-Fraktur links (zentrale Hüftlu-

xation mit lateralem Femurkopfschaden) und Fraktur des Ra-
mus superior und inferior ossis pubis rechts und inferior links 
mit/bei: 
- ORIF Acetabulum links am 11.09.2019 
- schwerer posttraumatischer (sekundärer) Coxarthrose links

- Bimalleolarfraktur oberes Sprunggelenk (OSG) links mit/bei:
- ORIF OSG links am 11.09.2019
- geringer posttraumatischer (sekundärer) OSG-Arthrose links

3. Stumpfes Thoraxtrauma mit/bei:
- Rippenserienfraktur links
- Wirbelsäulentrauma mit/bei: 

- stabilen Frakturen BWK-4 und BWK-5 
- leichter, medianer Diskushernie Th-11-12

Zu den somatischen Befunden führten die Gutachter aus, die strukturelle 
aktive Epilepsie unter (lebenslanger) antiepileptischer Dauermedikation 
begründe gemäss UVV Anhang 3 einen Integritätsschaden in der Höhe von 
30 %. Die Tetraparese und die Ataxie interagierten im Hinblick auf die da-
durch verursachten Funktionseinschränkungen (Beeinträchtigung der Geh-
/Stehfähigkeit) und würden daher gemeinsam im Hinblick auf den Inte-
gritätsschaden gewertet. Gemäss Suva Tabelle 21 und im Hinblick auf die 
ASIA Klassifikation (ASIA Impairment Scale) sei im Quervergleich bei er-
haltener Mobilität (Gehfähigkeit) unter expliziter Berücksichtigung der Ko-
ordinationsstörung, der motorischen Ermüdbarkeit und der dadurch beding-
ten Einschränkungen im Alltag ein Integritätsschaden in der Höhe von 40 % 
(Tetraplegie ASIA E) ausgewiesen. Die Quadrantenanopsie begründe eine 
Integritätsschadenshöhe von 18 % (aus rein augenärztlicher Sicht bestehe 
ein unfallbedingter Integritätsschaden von 18 %. Diese Schätzung beruhe 
auf der Suva-Publikation "Arbeitsbehelf Augenschäden 1994"; kurz AB-

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AS94). Die mittelschwere bis schwere neuropsychologische Störung und 
die komplexe, hirnorganisch bedingte psychiatrische Störung interagierten 
miteinander und müssten beide in Zusammenschau mit der Suva Tabelle 8 
gewürdigt werden. Betrachte man das aktuell vorliegende Ausmass der 
kognitiven und psychischen Störung, dann liege bei der Explorandin mit 
Blick auf die in der Tabellendefinition geforderten Einschränkungen insge-
samt eine schwere Störung per definitionem vor (act. II 225 S. 22). Neuro-
psychologisch sei insgesamt bei alters- und bildungsentsprechend unter-
durchschnittlich intelligent einzustufender Explorandin im Sinne einer leich-
ten Intelligenzminderung eine (mittelgradige bis) schwergradige neuroko-
gnitive Störung festgestellt worden. Es habe sich in fast allen überprüften 
Bereichen eine defizitäre Leistung mit einem globalen Ausfallmuster ge-
zeigt. Einzig die verbale Behaltens-, Lern- und Gesamtlernleistung habe im 
unauffälligen Bereich gelegen. Im Hinblick auf die festgestellte neuropsy-
chologische Störung habe sich in der klinischen Verhaltensbeobachtung 
ein weitschweifiges Antwortverhalten mit Vorbeireden gezeigt. Es sei auf-
gefallen, dass mehrgliedrige Fragen oft nicht verstanden worden seien und 
umformuliert sowie stark vereinfacht hätten formuliert werden müssen, da-
mit die Explorandin sie richtig habe verstanden und beantworten können. 
Die signifikante neuropsychologische Einschränkung führe angesichts ihres 
Ausmasses allein zu einer Aufhebung der Arbeitsfähigkeit in jeglicher 
Tätigkeit. Neuropsychiatrisch seien hinsichtlich der Verhaltensstörung hirn-
organisch bedingte psychiatrische Symptome festgestellt worden mit Af-
fektlabilität, kognitiven Störungen, Verhaltensänderungen (mitmoduliert 
durch die Medikation mit Levetiracetam bis Juni 2022), die ebenso ohne 
begründete Zweifel Folge der schweren Hirnverletzung seien (act. II 225 S. 
17). Damit liege eine schwere Hirnfunktionsstörung vor, die einen Inte-
gritätsschaden in der Höhe von 80 % plausibilisiere (act. II 225 S. 23).

Im orthopädischen Fachgebiet kämen folgende Integritätsschäden dazu: 
Linke Hüfte: Der Integritätsschaden gemäss UVV Anhang 3 und Suva-
Tabelle 5 werde mit 40 % eingeschätzt. Dies entspreche einer Endoprothe-
se mit schlechtem Erfolg. Aus gutachterlicher Sicht müsse ein schlechter 
Erfolg angenommen werden, da bei komplizierter Ausgangssituation mit 
komplexer Voroperation auch nach Implantation einer Endoprothese noch 
erhebliche Beschwerden und Funktionseinschränkungen dauerhaft zu er-

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warten seien. Linkes OSG: Der Integritätsschaden gemäss UVV Anhang 3 
und Suva-Tabelle 5 werde mit 10 % eingeschätzt. Dies entspreche einer 
mässigen Arthrose bei noch guter Gelenkfunktion. Aus orthopädischer 
Sicht resultiere ein Integritätsschaden von 50 % (act. II 225 S. 23).

Beim Zusammenzählen der Einzelschäden resultiere ein Gesamtinte-
gritätsschaden in der Höhe von 218 %. Im Quervergleich mit einer vollstän-
digen Tetraplegie mit Beatmungs- und 24-Stunden Pflege/Supervisionsbe-
dürftigkeit müsse im vorliegenden Fall eine Korrektur des Gesamtinte-
gritätsschadens erfolgen. Im Vergleich hierzu liege bei der Explorandin 
zwar eine Einschränkung, aber kein Verlust der Mobilität vor. Die Exploran-
din sei nicht 24-Stunden voll pflege- und supervisionsbedürftig, aber sie 
benötige dennoch regelmässig Hilfe im Alltag und bei der Grundpflege. Im 
Gegensatz zu einer vollständigen Tetraplegie (ASIA A) leide die Exploran-
din aber unter namhaften kognitiv-psychischen Einschränkungen, die in der 
Gesamtbeurteilung mitberücksichtigt werden müssten. Daher sollte der 
Gesamtschaden unter 100 %, aber mindestens 80 % (schwere Hirnfunkti-
onsstörung) betragen. Die überlappenden Funktionseinschränkungen auf-
grund der orthopädischen Befunde müssten in der Gesamtwürdigung als 
hierin weitgehend enthalten angesehen werden. Unter Berücksichtigung 
der orthopädischen Schäden und der vorliegenden Sehbehinderung er-
scheine daher ein Integritätsschaden in Höhe von insgesamt 90 % als ge-
rechtfertigt (act. II 225 S. 23).

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

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3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im hier angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 20. Dezember 2023 (act. II 351) auf das polydisziplinäre 
MEDAS-Gutachten vom 30. November 2022 (act. II 225) gestützt. Dieses 
erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hier-
vor) und erbringt vollen Beweis. Die darin enthaltenen Feststellungen beru-
hen auf eingehenden persönlichen Untersuchungen und sind in Kenntnis 
bzw. Würdigung der Vorakten (act. II 225 S. 27 ff.) sowie unter Berücksich-
tigung der Angaben der Beschwerdeführerin getroffen worden. Die Aus-
führungen der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die 
gezogenen Schlussfolgerungen, insbesondere zum unfallbedingten Inte-
gritätsschaden (act. II 225 S. 22 f. Ziff. 10), wurden nachvollziehbar, umfas-
send und einlässlich begründet.

Die Gutachter ermittelten basierend auf dem klinischen Gesamtbild die 
Einbussen der einzelnen unfallkausalen Residuen und legten anhand der 

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Skala des UVV Anhangs 3, der Suva Tabellen 5, 8 und 21 sowie der Suva-
Publikation "Arbeitsbehelf Augenschäden 1994" (heute Suva Tabelle 11) 
verständlich dar, dass daraus ein Gesamtintegritätsschaden in der Höhe 
von 218 % resultiert. Sodann führten sie im Quervergleich mit einer 
vollständigen Tetraplegie differenziert und schlüssig aus, dass im vorlie-
genden Fall eine Korrektur des Gesamtintegritätsschadens zu erfolgen hat, 
da bei der Beschwerdeführerin eine Einschränkung, aber kein Verlust der 
Mobilität vorliegt und sie nicht 24-Stunden voll pflege- und supervisionsbe-
dürftig ist. Unter Berücksichtigung der namhaften kognitiv-psychischen Ein-
schränkungen, der orthopädischen Schäden und der Sehbehinderung er-
achteten sie einen Integritätsschaden in der Höhe von insgesamt 90 % als 
gerechtfertigt. Diese Beurteilung ist nachvollziehbar und überzeugt. Zudem 
entspricht das Vorgehen der Gutachter der Rechtsprechung (vgl. E. 2.4.2 
hiervor) und ist nicht zu beanstanden. Daran vermögen die Vorbringen in 
der Beschwerde – wie nachfolgend dargelegt wird – nichts zu ändern.

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, ein Integritätsschaden von 
weniger als 100 % sei nicht gerechtfertigt, da sie deutlich voneinander ab-
grenzbare Beeinträchtigungen aufweise und sich die schwere Hirnfunkti-
onsstörung von 80 % und die orthopädischen Schäden von nochmals 50 % 
keinesfalls gegenseitig aufheben könnten (vgl. Beschwerde S. 3 f. Ziff. 4 
und 6), kann ihr nicht gefolgt werden. Dabei wird verkannt, dass die ermit-
telten Einbussen der einzelnen unfallkausalen Residuen grundsätzlich nur 
addiert werden können, wenn die Beeinträchtigungen medizinisch eindeutig 
feststehen und sich in ihren Auswirkungen klar voneinander unterscheiden 
lassen (vgl. E. 2.4.2 hiervor und Urteil des BGer 8C_300/2020 vom 2. De-
zember 2020 E. 4.3 mit Hinweisen). Dies ist hier nicht gegeben, bestehen 
doch insbesondere in Bezug auf die orthopädischen Befunde überlappende 
Funktionseinschränkungen mit der schweren Hirnfunktionsstörung 
(act. II 225 S. 23). Nach der Addition der den einzelnen Schädigungen ent-
sprechenden Prozentzahlen ist – worauf auch in der Beschwerde hinge-
wiesen wurde (vgl. S. 3 f. Ziff. 5) – zudem eine Gesamtwürdigung vorzu-
nehmen und zu beurteilen, ob das Ergebnis im Vergleich mit anderen Inte-
gritätsschäden in Anhang 3 zur UVV gerecht und verhältnismässig ist 
(RKUV 1998 U 296 S. 235 E. 2a mit Hinweis; Urteil des BGer U 556/06 
vom 17. Dezember 2007 E. 3.2). Denn das Gesetz will in der Unfallversi-

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cherung Integritätsschäden nicht nur als solche – nach Massgabe des im 
Einzelfall erhobenen medizinischen Befundes – egalitär-abstrakt abgelten 
(vgl. E. 2.4 hiervor), sondern auch im Quervergleich zu anderen Schädi-
gungen, wie sie Anhang 3 zur UVV tarifiert, unter Berücksichtigung von 
deren Bewertung durch den Verordnungsgeber angemessen entschädigen 
(vgl. E. 2.4.2 hiervor; Urteil des BGer U 133/06 vom 11. Januar 2007 
E. 4.1). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass ein Quervergleich mit einer 
tabellarisch erfassten weitergehenden Schädigung – hier der vollständigen 
Tetraplegie – vorgenommen wurde. Sodann haben die Gutachter schlüssig 
und nachvollziehbar dargelegt, weshalb hier kein Integritätsschaden von 
100 % gerechtfertigt ist (act. II 225 S. 23). Kann doch bei mehreren Schä-
digungen von insgesamt über 100 % nicht per se davon ausgegangen wer-
den, dass der Integritätsschaden folglich 100 % und damit das Maximum 
beträgt (vgl. BGer 8C_812/2010 E. 5 f.). Im Weiteren ist – entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 4) – nicht 
zu beanstanden, dass die Gutachter den Integritätsschaden feststellten und 
einen Quervergleich durchführten (vgl. Urteil des BGer 8C_38/2024 vom 
28. Juni 2024 E. 4.1). Die Feststellung des Integritätsschadens betrifft eine 
Tatfrage, die ein Mediziner zu beantworten hat. Demgegenüber gehört es 
zur Aufgabe der rechtsanwendenden Behörde bzw. des Gerichts, die Be-
weise frei zu würdigen (Art. 61 lit. c ATSG; BGer 8C_38/2024 E. 2.4; E. 2.5 
hiervor). Vorliegend besteht kein Anlass in das Ermessen der ärztlichen 
Sachverständigen einzugreifen, wenn und soweit sich im Rahmen der Be-
weiswürdigung keine Anhaltspunkte ergeben, welche deren Feststellungen 
– aus beweisrechtlicher Sicht – in Zweifel zu ziehen vermöchten. Nichts 
anderes geht aus BGE 150 V 469 hervor. Vielmehr wird darin wiederholt 
darauf hingewiesen, dass das Bundesgericht lediglich bei rechtsfehlerhafter 
Ermessensausübung korrigierend einzuschreiten hätte (BGE 150 V 469 
E. 5.2 S. 472). Vorliegend wurde korrekterweise ein Quervergleich vorge-
nommen und ein Integritätsschaden von 90 % ermittelt (BGE 150 V 469 
E. 3 S. 470).

Nach dem Ausgeführten erweist sich der Sachverhalt als rechtsgenüglich 
abgeklärt. Weitere Sachverhaltserhebungen – wie in der Beschwerde even-
tualiter beantragt (vgl. Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 2) – erübri-
gen sich in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 

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124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; Urteil des BGer 
9C_298/2024 vom 14. August 2024 E. 5.2, zur Publikation vorgesehen; 
SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4).

Nach dem Dargelegten ist somit nicht zu beanstanden, dass die 
Integritätsentschädigung auf 90 % festgelegt wurde. Damit erweist sich der 
Einspracheentscheid vom 20. Dezember 2023 (act. II 351) als rechtens und 
die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben. 

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin 
nach allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. dazu auch BGE 128 V 
124 E. 5b S. 133; Entscheid des BGer vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, 
E. 7).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

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3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst UVG 
- Bundesamt für Gesundheit

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.