# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 229224df-1ea8-5194-8169-ff995113d8ee
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-04-23
**Language:** de
**Title:** Aargau Verwaltungsbehörden Departement Volkswirtschaft und Inneres 23.04.2007 AGVE_2007_120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_VB_003_AGVE-2007-120_2007-04-23.pdf

## Full Text

2007 Gemeinderecht 465 

III. Gemeinderecht 

 

120 Initiative; Referendumsfähigkeit des zustimmenden Einwohnerratsbe-
schlusses zu einer Initiative, deren Gegenstand dem obligatorischen 
Referendum unterliegt; Abstimmungserläuterungen bei Einwohnerrats-
gemeinden.  

Entscheid des Departements Volkswirtschaft und Inneres, Gemeindeabtei-
lung, vom 23. April 2007 in Sachen A. und B. gegen die Einwohnergemeinde 
X. 

Aus den Erwägungen 

4. a) Nach § 60 des Gesetzes über die Einwohnergemeinden 
(GG) vom 19. Dezember 1978 kann ein Zehntel der Stimmberech-
tigten in Form einer allgemeinen Anregung oder eines ausgearbeite-
ten Entwurfes die Behandlung von Gegenständen, die in die Zustän-
digkeit der Gesamtheit der Stimmberechtigten oder des Einwohner-
rates fallen, beim Präsidenten des Einwohnerrates verlangen. Unbe-
strittenermassen untersteht im vorliegenden Fall der Gegenstand der 
Initiative dem obligatorischen Referendum, da er auf eine Änderung 
im Bestand von Gemeinden abzielt (vgl. § 57 lit. b GG). 

b) Das kantonale Recht sieht für das Verfahren zur Behandlung 
eines Initiativbegehrens, welches dem obligatorischen Referendum 
untersteht, folgende Regelung vor: 

„§ 61 GG (Verfahren: obligatorisches Referendum) 
1. Unterliegt der Gegenstand der Initiative dem obligatorischen Refe-

rendum, so ist innert eines Jahres seit Einreichung der Initiative die Urnen-
abstimmung anzuordnen. In Ausnahmefällen kann beim Departement des 
Innern (heute: Departement Volkswirtschaft und Inneres) um eine Fristver-
längerung nachgesucht werden.