# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7b978ff5-4592-5380-bfae-2c354ff6ebbf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.03.2025 A-5670/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5670-2024_2025-03-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-5670/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richterin Annie Rochat Pauchard,  

Richter Pierre-Emmanuel Ruedin, 

Gerichtsschreiberin Katharina Meienberg. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Mehrwertsteuer,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Mehrwertsteuer; Vorsteuerabzug  

(Steuerperioden 2016 bis 2020). 

 

 

 

A-5670/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die A._______ AG (nachfolgend: Steuerpflichtige) ist seit dem 1. Ja-

nuar 1995 im Register der Steuerpflichtigen bei der Eidgenössischen Steu-

erverwaltung (ESTV) eingetragen. Im vorliegend relevanten Zeitraum rech-

nete sie die Mehrwertsteuer nach der effektiven Abrechnungsmethode so-

wie nach vereinnahmten Entgelten ab. 

A.b Bei der Steuerpflichtigen wurde im Februar 2022 eine Kontrolle nach 

Art. 78 des Bundesgesetzes vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer 

(MWSTG, SR 641.20) der Steuerperioden 2016 bis 2020 (Zeitraum vom 

1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2020) durchgeführt. Die ESTV stellte 

Umsatzdifferenzen, unterlassene Vorsteuerkorrekturen infolge der Erbrin-

gung steuerausgenommener Leistungen sowie mangels vorhandener Be-

lege ungerechtfertigt durch die Steuerpflichtige getätigte Vorsteuerabzüge 

fest. Insgesamt führten die Feststellungen der ESTV gemäss der Einschät-

zungsmitteilung Nr. (…) vom 14. Juli 2022 zu einer Steuerkorrektur (Nach-

belastung) von gerundet Fr. 54’523 zuzüglich Verzugszins. 

A.c Die Steuerpflichtige bestritt vor der ESTV die Aufrechnung der unbe-

legten Vorsteuerbetreffnisse und räumte ein, dass die Belege im Zeitpunkt 

der Vornahme der Kontrolle nicht vorhanden gewesen seien, diese könn-

ten jedoch nachgereicht werden. Da in der Folge keine Nachweise einge-

reicht worden waren, bestätigte die ESTV ihre Feststellungen mit Verfü-

gung vom 8. Dezember 2022. 

A.d Mit Schreiben vom 30. Dezember 2022 erhob die Steuerpflichtige frist-

gerecht Einsprache gegen diese Verfügung der ESTV vom 8. Dezember 

2022, welche die ESTV mit Einspracheentscheid vom 9. Juli 2024 teilweise 

guthiess. Die ESTV korrigierte die Nachforderung für die Steuerperioden 

2016 bis 2020 aufgrund nun eingereichter Belege auf einen Betrag von 

Fr. 42'261.- nebst Verzugszins.  

B.  

B.a Gegen diesen Einspracheentscheid der ESTV vom 9. Juli 2024 erhebt 

die Steuerpflichtige (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 9. September 

2024 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragt eine 

Neubeurteilung bzw. sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Ein-

spracheentscheids. Die Belege seien alle vorhanden, aufgrund verschie-

dener Umstände hätten diese jedoch ressourcenintensiv extern beschafft 

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werden müssen. Die Beschwerdeführerin reicht umfangreiche Belege für 

die relevante Steuerperiode ein. 

B.b Mit Vernehmlassung vom 1. November 2024 beantragt die ESTV 

(nachfolgend: Vorinstanz) die teilweise Gutheissung der Beschwerde.  

 

Auf die übrigen Vorbringen der Parteien und die Akten, wird sofern und 

soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Bundes-

gesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, 

SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwal-

tungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), 

sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche liegt 

hier nicht vor. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 9. Juli 2024 

stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG dar. Die Vorinstanz ist eine 

Behörde im Sinne von Art. 33 VGG. Das Bundesverwaltungsgericht ist 

demnach für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Das 

Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem 

VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).  

1.2 Die Beschwerdeführerin ist Adressatin der angefochtenen Verfügung 

und von dieser betroffen. Sie ist damit zur Beschwerdeerhebung berechtigt 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutre-

ten.  

1.3 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann neben der Ver-

letzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder 

unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 

Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG).  

1.4 Im Beschwerdeverfahren gilt die Untersuchungsmaxime, wonach die 

entscheidende Behörde den rechtlich relevanten Sachverhalt von sich aus 

abklären und darüber ordnungsgemäss Beweis führen muss. Der 

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Untersuchungsgrundsatz wird im Mehrwertsteuerverfahren indes dadurch 

relativiert, dass den Verfahrensbeteiligten spezialgesetzlich statuierte Mit-

wirkungspflichten auferlegt werden (Art. 13 VwVG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 

MWSTG; BVGE 2009/60 E. 2.1.2). Dazu zählt namentlich das im Mehr-

wertsteuerrecht geltende (modifizierte) Selbstveranlagungsprinzip (BGE 

140 II 202 E. 5.4 f.; Urteil des BGer 2C_443/2020 vom 8. Oktober 2020 

E. 3.2.3). Die Beschwerdeinstanz nimmt jedoch nicht von sich aus zusätz-

liche Sachverhaltsabklärungen vor oder untersucht weitere Rechtsstand-

punkte, für die sich aus den vorgebrachten Rügen oder den Akten nicht 

zumindest Anhaltspunkte ergeben (BVGE 2010/64 E. 1.4.1; MOSER et al., 

Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 1.49 

ff., 1.54 f., 3.119 ff.). Sodann gilt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungs-

gericht der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. auch Art. 81 Abs. 3 

MWSTG). Die Beweiswürdigung endet mit dem richterlichen Entscheid 

darüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu gelten hat oder 

nicht. Der Beweis ist geleistet, wenn das Gericht gestützt auf die freie Be-

weiswürdigung zur Überzeugung gelangt ist, dass sich der rechtserhebli-

che Sachumstand verwirklicht hat (BGE 130 II 482 E. 3.2; vgl. statt vieler: 

Urteil des BVGer A-719/2018 vom 2. Mai 2019 E. 2.5). 

1.5 Die vorliegend zu beurteilende Sache betrifft die Steuerperioden 2016 

bis 2020. Somit ist das MWSTG mitsamt der zugehörigen Mehrwertsteuer-

verordnung vom 27. November 2009 (MWSTV, SR 641.201) in den in den 

Jahren 2016 bis 2020 gültigen Fassungen (AS 2015 5339, 2016 2131, 

2017 249, 2017 3575, 2017 7667, 2017 6305, 2018 5102 und AS 2019 

4631) massgebend. Darauf wird referenziert, sofern nicht explizit etwas an-

deres angegeben wird.  

2.  

2.1 Der Bund erhebt eine allgemeine Verbrauchssteuer nach dem System 

der Netto-Allphasensteuer mit Vorsteuerabzug (Mehrwertsteuer; Art. 130 

der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 

18. April 1999 [BV, SR 101]; Art. 1 Abs. 1 MWSTG). Die Steuer wird auf 

den im Inland von steuerpflichtigen Personen gegen Entgelt erbrachten 

Leistungen (Inlandsteuer), auf dem Bezug von Leistungen von Unterneh-

men mit Sitz im Ausland durch Empfänger und Empfängerinnen im Inland 

(Bezugsteuer) und auf Einfuhren von Gegenständen (Einfuhrsteuer) erho-

ben (Art. 1 Abs. 2 MWSTG). Der so genannten Inlandsteuer unterliegen die 

im Inland durch steuerpflichtige Personen gegen Entgelt erbrachten Leis-

tungen; sie sind steuerbar, soweit das MWSTG keine Ausnahme vorsieht 

(Steuerobjekt; Art. 18 Abs. 1 MWSTG). Als Leistung gilt die Einräumung 

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eines verbrauchsfähigen wirtschaftlichen Wertes an eine Drittperson in Er-

wartung eines Entgelts (Art. 3 Bst. c MWSTG). Sie besteht in einer Liefe-

rung oder einer Dienstleistung (vgl. Art. 3 Bst. d und e MWSTG). 

2.2  

2.2.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 Bst. a MWSTG kann die steuerpflichtige Per-

son im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit, unter Vorbehalt von 

Art. 29 und Art. 33 MWSTG, die ihr in Rechnung gestellte Inlandsteuer als 

Vorsteuer abziehen.  

2.2.2 Die Inlandsteuer gilt gemäss Art. 59 Abs. 1 MWSTV als in Rechnung 

gestellt, wenn der Leistungserbringen oder die Leistungserbringerin für den 

Leistungsempfänger oder die Leistungsempfängerin von diesem oder die-

ser erkennbar die Mehrwertsteuer eingefordert hat. Der Grundsatz der Be-

weismittelfreiheit erlaubt es der steuerpflichtigen Person, auch mit anderen 

Mitteln – als mit einer Rechnung – zu beweisen, dass ihr die Mehrwert-

steuer in Rechnung gestellt wurde. Um der steuerpflichtigen Person die 

Möglichkeit des Nachweises ihres Rechts auf Vorsteuerabzug zu erleich-

tern, verpflichtet Art. 26 Abs. 1 MWSTG den Leistungserbringer bzw. die 

Leistungserbringerin dem Leistungsempfänger bzw. der Leistungsempfän-

gerin auf Verlangen eine Rechnung auszustellen, die bestimmten Formvor-

schriften genügt (vgl. zum Ganzen: Urteil des BVGer A‑1996/2022 vom 

19. Dezember 2022 E. 5.1 m.w.H.).  

2.2.3 Der Abzug der Vorsteuer nach Art. 28 Abs. 1 MWSTG ist nur zulässig, 

wenn die steuerpflichtige Person nachweist, dass sie die Vorsteuer tat-

sächlich bezahlt hat (Art. 28 Abs. 3 MWSTG [Art. 28 Abs. 4 MWSTG in der 

bis 31. Dezember 2017 geltenden Fassung; AS 2017 3575]). Die Recht-

sprechung erachtet – unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Beweis-

mittelfreiheit – insbesondere Buchungs- und Zahlungsbelege als taugliche 

Beweise hierfür (vgl. Urteil des BVGer A‑1996/2022 vom 19. Dezember 

2022 E. 5.2 m.w.H., bestätigt mit Urteil des BGer 9C_111/2023 vom 16. Mai 

2023 E. 6). Kann die steuerpflichtige Person nicht nachweisen, dass sie 

die ihr in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer bezahlt hat, ist der Abzug der 

entsprechenden Beträge als Vorsteuer zu verweigern (Urteil des BVGer 

A-1996/2022 vom 19. Dezember 2022 E. 5.2).  

2.2.4 Der Leistungsempfänger muss nicht prüfen, ob die Mehrwertsteuer 

von ihm zu Recht eingefordert wurde. Weiss er aber, dass die Person, die 

ihm die Mehrwertsteuer überwälzt hat, nicht als steuerpflichtige Person im 

MWST-Register eingetragen ist, so ist der Vorsteuerabzug 

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ausgeschlossen (Art. 59 Abs. 2 MWSTV). Kein Anspruch auf Vorsteuerab-

zug besteht sodann bei Leistungen und bei der Einfuhr von Gegenständen, 

die für die Erbringung von Leistungen, die von der Steuer ausgenommen 

sind und für deren Verwendung nicht optiert wurde, verwendet werden 

(Art. 29 Abs. 1 MWSTG).  

2.3 Die Veranlagung und Entrichtung der Inlandsteuer erfolgt nach dem 

Selbstveranlagungsprinzip. Dies bedeutet, dass der Leistungserbringer 

selbst für die Feststellung der Mehrwertsteuerpflicht bzw. -forderung ver-

antwortlich ist (vgl. BGE 140 II 202 E. 5.4; daran ändert nichts, dass neuere 

Bundesgerichtsentscheide von «modifizierter Selbstveranlagung» spre-

chen [BGE 144 I 340 E. 2.2.1 m.w.H.]; zum Ganzen: Urteil des BVGer 

A-5126/2020 vom 1. September 2021 E. 3.6 m.w.H.).  

3.  

3.1 Im vorliegenden Fall wendet sich die Beschwerdeführerin mit ihrer Be-

schwerde sinngemäss gegen den Einspracheentscheid der Vorinstanz 

vom 9. Juli 2024 und verlangt aufgrund neu eingereichter und den einzel-

nen Positionen zugeordneter Belege, eine Neubeurteilung des Falls. Sie 

argumentiert, die Rechnungen seien alle vorhanden. Ohne eine Anpas-

sung der Vorsteuerabzüge entstünde ihr ein erheblicher Schaden und die 

Mehrwertsteuer würde doppelt entrichtet.  

3.2 Die Vorinstanz teilt in ihrer Vernehmlassung vom 1. November 2024 

mit, dass sie die neu eingereichten Belege geprüft habe und zum Schluss 

gekommen sei, dass weitere Positionen nun gewährt werden könnten. Teil-

weise handle es sich allerdings nur um Teilzahlungen bzw. Abzahlungen 

aufgelaufener Verbindlichkeiten bei Lieferanten, wobei die Vorsteuer nur 

im Umfang der jeweils getätigten Bezahlung zu gewähren sei. Einige Vor-

steuerbetreffnisse könnten nach wie vor nicht gewährt werden, weil die Vo-

raussetzungen nicht erfüllt seien. Insgesamt ergäben sich Gutschriften für 

die Steuerperioden 2016 bis 2020 von gerundet Fr. 15'613.-, sodass die 

Steuerkorrektur zugunsten der ESTV gesamthaft gerundet Fr. 26'648.- be-

trage. Da die Beschwerdeführerin das Verfahren verschuldet habe, indem 

sie die Belege nicht früher eingereicht hat, habe sie die Verfahrenskosten 

des vorliegenden Beschwerdeverfahrens zu tragen. 

3.3  

3.3.1 Die Beschwerdeführerin reichte diverse Belege ein, welche sie den 

verschiedenen Positionen der Tabelle der Vorinstanz (Beilage zum Ein-

spracheentscheid vom 9. Juli 2024) zuordnet. Bei Durchsicht der Belege 

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zeigt sich, dass 33 Positionen aufgrund der im Beschwerdeverfahren ein-

gereichten Dokumente zumindest teilweise zum Vorsteuerabzug berechti-

gen (in der Liste aufgrund der Vernehmlassung blau markiert). Es kann auf 

die Ausführungen der Vorinstanz in der Vernehmlassung vom 1. November 

2024 verwiesen werden. Die ESTV berücksichtigte bei ihrer Neuberech-

nung zurecht auch teilweise Zahlungen in WIR, soweit diese nachgewie-

sen wurden (Position 4). Wurde die Zahlung nicht vollständig nachgewie-

sen, so wurde der nachgewiesene Anteil berücksichtigt (Position 9). Bei 

Position 16 wurde die Rechnung im Jahr 2017 für einen Leistungsbezug 

im Jahr 2017 ausgestellt. Bei der Verbuchung der Zahlung und Berücksich-

tigung der Vorsteuer im Jahr 2018 wurde als Vorsteuer jedoch lediglich der 

Steuersatz von 7.7 % (gültig erst ab 1. Januar 2018) anstatt 8 % vom Brut-

tobetrag als Vorsteuer verbucht. Zurecht hat die Vorinstanz bloss den in 

der Rechnung ausgewiesenen Betrag berücksichtigt. 

3.3.2 Sieben Positionen können hingegen vollumfänglich nicht zugelassen 

werden (in der Liste aufgrund der Vernehmlassung orange markiert). Bei 

Position 1 ist bei den Bemerkungen der Beschwerdeführerin festgehalten, 

dass die Bezahlung privat von Angehörigen erfolgt sei, sodass diesbezüg-

lich die Voraussetzung der Bezahlung durch die steuerpflichtige Person 

nicht erfüllt ist. Bei Position 2, Position 6 (der Hauptliste) und Position 6 der 

zweiten Liste mit nicht zugeordneten Belegen enthalten die eingereichten 

Dokumente keinen Steuerausweis und es liegen auch keine elektronischen 

Veranlagungsverfügungen des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit 

(BAZG) betreffend die Einfuhrsteuer vor. Bei Position 19 lautet die Rech-

nung auf eine andere Person, die Beschwerdeführerin wird lediglich hand-

schriftlich aufgeführt. Bei Position 10 auf der zweiten Liste mit nicht zuge-

ordneten Belegen wurde kein Mehrwertsteuerbetrag ausgewiesen, wes-

halb auch bei dieser Position keine Gewährung erfolgen kann. Bei Posi-

tion 1 auf der zweiten Liste mit nicht zugeordneten Belegen ist auf der 

Rechnung ein Rechnungsdatum (inkl. handschriftlichem «bezahlt»-Ver-

merk für einen Teil des Betrags) vom 13. August 2015 ersichtlich. Dieser 

Zeitpunkt liegt ausserhalb der beurteilten Steuerperiode und bildet daher 

vorliegend nicht Streitgegenstand. Dass später noch eine Teilzahlung er-

folgte, wies die Beschwerdeführerin nicht nach, weshalb diese Position vor-

liegend nicht berücksichtigt werden kann. Diese Positionen hat die ESTV 

folglich aufgrund fehlender Vorsteuerbelege zurecht verweigert.  

3.3.3 Ebenfalls zurecht verweigert wurden die bereits im Einspracheent-

scheid vom 9. Juli 2024 nicht gewährten Positionen (in der Liste rot mar-

kiert). Diesbezüglich finden sich keine oder keine genügenden Belege in 

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Seite 8 

den vorinstanzlichen Akten und auch im Rahmen des Beschwerdeverfah-

rens wurden diesbezüglich keine neuen Belege eingereicht.  

3.3.4 Zudem bestritt die Beschwerdeführerin die neue Einschätzung der 

Vorinstanz aufgrund der neu eingereichten Belege gemäss ihrer Vernehm-

lassung vom 1. November 2024 nicht weiter und reichte auch keine weitere 

Eingabe ein. Die neue Berechnung der ESTV ist deshalb, unter Berück-

sichtigung der vorgenommenen Prüfung, zu bestätigen. Letztlich räumt 

auch die Beschwerdeführerin selbst ein, dass gewisse Fehler in der Buch-

haltung vorliegen, führt sie doch in der Beschwerde aus, ihr sei nicht be-

kannt, weshalb teilweise Differenzen im Mehrwertsteuerbetrag vorkom-

men.  

3.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Ausführungen der Vorinstanz 

in ihrer Vernehmlassung vom 1. November 2024 überzeugen und die von 

der Beschwerdeführerin im Rahmen der Beschwerde eingereichten Unter-

lagen zu weiteren Vorsteuerabzügen berechtigen. Allerdings fehlen nach 

wie vor teilweise (gültige) Belege für einige Positionen und teilweise erlau-

ben die Belege – wie dargelegt – keine oder keine vollständige Berücksich-

tigung. Entsprechend sind die im Rahmen der Beschwerde vorzunehmen-

den Gutschriften des Vorsteuerabzugs auf Fr. 15'613.- festzusetzen 

(Fr. 2'860.- für 2016, Fr. 10'666.- für 2017, Fr. 798.- für 2018 und Fr. 1'289.- 

für 2019). Dies resultiert in einer Steuerkorrektur zugunsten der Vorinstanz 

von Fr. 26'648.- (anstatt Fr. 42'261.- gemäss dem angefochtenen Ent-

scheid). Die Beschwerdeführerin obsiegt mithin im Umfang von  

Fr. 15'613.-. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 

4.   

4.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der 

Regel der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Keine Verfahrens-

kosten zu tragen haben Vorinstanzen sowie beschwerdeführende und un-

terliegende Bundesbehörden (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Einer obsiegenden 

Partei dürfen nur Verfahrenskosten auferlegt werden, die sie durch Verlet-

zung von Verfahrenspflichten verursacht hat (Art. 63 Abs. 3 VwVG). Dabei 

muss als unnötigerweise verursacht ein Verfahren namentlich dann gelten, 

wenn die Beschwerdeführerin ihren Mitwirkungspflichten nicht nachgekom-

men ist und beispielsweise Beweismittel zu spät eingereicht hat (vgl. Urteil 

des BVGer A-6822/2016 vom 6. Juli 2017 E. 6.1; MICHAEL BEUSCH, in: 

Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar VwVG, 2. Aufl. 2019, Art. 63 

Rz. 20). 

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Seite 9 

4.2 Die Beschwerdeführerin wurde von der ESTV im vorinstanzlichen 

Verfahren mehrmals aufgefordert, die entsprechenden Vorsteuerbelege 

einzureichen. Indem die Beschwerdeführerin erst im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren weitere relevante Akten für die Überprüfung der 

Vorsteuerabzüge eingereicht hat, hat sie im vorinstanzlichen Verfahren ihre 

Mitwirkungspflichten verletzt. Die Begründung, weshalb sie die geforderten 

Unterlagen nicht bereits vor Vorinstanz einreichte, sind nicht stichhaltig. Die 

längere Zeit seit der Rechnungstellung und das Ableben des Buchhalters 

stellen organisatorische Aspekte dar, welche zwar durchaus 

nachvollziehbar erscheinen lassen, dass die Beschaffung der Belege mit 

grösserem Aufwand verbunden war. Diese Gründe genügen aber nicht, um 

eine rechtzeitige Beibringung unzumutbar erscheinen zu lassen. Analoges 

gilt für die Umstellungen der Computersysteme bei den Lieferanten. Im 

Weiteren hat die Beschwerdeführerin den behaupteten Wasserschaden in 

ihrem Büro weder hinsichtlich des tatsächlichen Eintritts noch der Folgen 

nachgewiesen. Daraus ergibt sich, dass es trotz der teilweisen 

Gutheissung der Beschwerde vorliegend gerechtfertigt ist, der 

Beschwerdeführerin die vollen Verfahrenskosten im Umfang von 

Fr. 3’500.- aufzuerlegen. Diese werden mit dem geleisteten 

Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 

 

Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen. 

  

A-5670/2024 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen im Betrag von Fr. 15'613.- 

gutgeheissen und im Übrigen abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 3’500.- festgesetzt und der Be-

schwerdeführerin auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jürg Steiger Katharina Meienberg 

 

  

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Seite 11 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 

 

  

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Seite 12 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)