# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af39f2eb-70c0-5101-b10e-436c9095edd6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-06-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.06.2014 D-3127/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3127-2014_2014-06-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-3127/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  J u n i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Robert Galliker, 

mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier;   

Gerichtsschreiberin Sandra Min. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), Somalia, 

vertreten durch Livia Kunz, Fürsprecherin,  

Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des BFM vom 21. Mai 2014 / N (…). 

 

 

D-3127/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 1. März 2014 im Empfangs- und Verfah-

renszentrum (EVZ) B._______ ein Asylgesuch einreichte, 

dass das BFM mit Verfügung vom 21. Mai 2014 – eröffnet am 28. Mai 

2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b des Asylgesetzes vom 

26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die 

Wegweisung aus der Schweiz nach Italien anordnete und den Beschwer-

deführer aufforderte, die Schweiz (spätestens) am Tag nach Ablauf der 

Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Be-

schwerdeführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. Juni 2014 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und da-

bei in materieller Hinsicht beantragen liess, die Verfügung der Vorinstanz 

sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, sich für das vorlie-

gende Asylgesuch als zuständig zu erachten und dieses im nationalen 

Verfahren zu prüfen, eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurück-

zuweisen und diese sei anzuweisen, den Sachverhalt vollumfänglich zu 

erstellen und zu würdigen sowie in der Sache neu zu entscheiden, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensge-

setzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) sowie um Verzicht 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte, 

dass ihm die unterzeichnende Juristin gestützt auf Art. 110a AsylG als 

amtliche Rechtsbeiständin beizuordnen sei, 

dass eine Parteikostenentschädigung gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG aus-

zurichten sei, 

dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren sei, 

dass auf die Begründung der Rechtsbegehren – soweit für den Entscheid 

wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird, 

D-3127/2014 

Seite 3 

dass der Beschwerde eine Fürsorgebestätigung vom 4. Juni 2014 beilag, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. Juni 2014 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31‒33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 

SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts sowie die Rüge-

möglichkeiten nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), 

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Seite 4 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Krite-

rien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prü-

fung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem 

Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, 

(nachfolgend: Dublin-III-Verordnung) zur Anwendung kommt, 

dass der nach der Dublin-III-Verordnung zuständige Staat einer Über-

nahme der asylsuchenden Person (mindestens implizit) zugestimmt ha-

ben muss, damit das BFM einen Nichteintretensentscheid fällen kann 

(vgl. Art. 29a Abs. 2 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, 

SR 142.311]), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-Verordnung jeder Asylantrag von ei-

nem einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapi-

tels III (Art. 8–15 Dublin-III-Verordnung) als zuständiger Staat bestimmt 

wird, wobei die einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer 

Auflistung im Kapitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-Verord-

nung), 

dass der zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, einen Antragsteller, der 

in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat, nach Massgabe 

der Art. 21, 22 und 29 Dublin-III-Verordnung aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 

Bst. a Dublin-III-Verordnung), 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen ge-

stellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach 

den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zu-

ständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-Verordnung; sog. Selbstein-

trittsrecht), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-Verordnung der die 

Zuständigkeit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfah-

rens zuständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragstel-

ler in den eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es we-

sentliche Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die 

Aufnahmebedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemi-

sche Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen 

oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der 

Grundrechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, 

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nachfolgend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Re-

geln der Dublin-III-Verordnung kein anderer zuständiger Mitgliedstaat be-

stimmt werden kann, 

dass vorab – nach Prüfung der Akten durch das Gericht und im Hinblick 

auf Art. 8 Dublin-III-Verordnung – festzuhalten ist, dass das BFM den Be-

schwerdeführer zu Recht nicht als unbegleiteten Minderjährigen behan-

delte, 

dass diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen in der vorinstanzli-

chen Verfügung verwiesen werden kann, welchen im Übrigen auf Be-

schwerdeebene nichts entgegengehalten wird, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Person (BzP) 

vom 7. März 2014 zu Protokoll gab, er sei im Februar 2014 auf dem See-

weg – von Libyen herkommend – illegal in Italien eingereist, 

dass er von den italienischen Behörden in ein Flüchtlingslager nach Sy-

rakus gebracht worden und von dort aus am 1. März 2014 in die Schweiz 

gereist sei, 

dass das BFM gestützt auf diese Aussage die italienischen Behörden am 

17. März 2014 und somit innerhalb der in Art. 21 Dublin-III-Verordnung 

festgelegten Frist um Aufnahme des Beschwerdeführers ersuchte, 

dass die italienischen Behörden dem BFM am 19. Mai 2014 mitteilten, 

der Beschwerdeführer könne nicht aufgenommen werden, weil er in Ita-

lien unbekannt sei und ein Grenzübertritt nicht nachgewiesen sei, 

dass in der Beschwerde im Wesentlichen geltend gemacht wird, das BFM 

hätte die ablehnende Antwort der italienischen Behörden berücksichtigen 

und demzufolge auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eintreten 

müssen, 

dass der Beschwerdeführer dazu unter anderem auf Grundsätze der 

Dublin-Verordnung, die in der Schweiz gängige Praxis und die allgemeine 

Regelung des Art. 3 Abs. 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1182/71 des Rates 

vom 3. Juni 1971 zur Festlegung der Regeln für die Fristen, Daten und 

Termine verweist, 

dass das Gericht feststellt, dass die in Art. 22 Abs. 1 Dublin-III-Verord-

nung festgelegte Frist – wie vom BFM ausgeführt – bereits am 18. Mai 

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2014 abgelaufen ist, auch wenn es sich bei diesem Datum um einen 

Sonntag handelt (vgl. zur Berechnung des Fristenlaufs: CHRISTIAN FILZ-

WIESER/ANDREA SPRUNG, Dublin III-Verordnung, Wien/Graz 2014, K5 zu 

Art. 42), und die italienischen Behörden das Übernahmeersuchen innert 

der zweimonatigen Frist unbeantwortet liessen, 

dass Italien somit gemäss Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-Verordnung seit dem 

18. Mai 2014 ex lege für die Durchführung des Asylverfahrens des Be-

schwerdeführers zuständig ist (vgl. CHRISTIAN FILZWIESER/ANDREA 

SPRUNG, a.a.O., K16 zu Art. 22), 

dass der vorgängige Aufenthalt des Beschwerdeführers in Italien von die-

sem auf Beschwerdeebene nicht bestritten wird, sondern lediglich geltend 

gemacht wird, es sei nicht auszuschliessen, dass er durch ein anderes 

Land als Italien gereist sei, 

dass die Zuständigkeit Italiens somit grundsätzlich gegeben ist, 

dass an dieser Stelle festzuhalten ist, dass die Rüge, die Vorinstanz habe 

den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt, in-

dem sie sich in der angefochtenen Verfügung nicht mit dem Schreiben 

der italienischen Behörden vom 19. Mai 2014 auseinandergesetzt habe, 

nach dem Gesagten unbegründet ist, 

dass auch die Rüge, das BFM habe eine Antwort der italienischen Behör-

den bezüglich der Tatsache, dass die Schweiz Italien als zuständig erach-

te, nicht abgewartet und dadurch den Sachverhalt unvollständig festge-

stellt beziehungsweise das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers ver-

letzt, aufgrund der klaren Rechtslage ebenfalls nicht gehört werden kann, 

weshalb der Eventualantrag abzuweisen ist, 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Italien würden sys-

temische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschli-

chen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der EU-

Grundrechtecharta mit sich bringen, 

dass Italien Signatarstaat der Konvention vom 4. November 1950 zum 

Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

(FoK, SR 0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

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stellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der 

FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen 

völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, Italien anerkenne und schüt-

ze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus der Richtlinie 2013/32/EU 

des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zu ge-

meinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des interna-

tionalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie der Richtlinie 

2013/33/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die in-

ternationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-Verordnung nicht gerechtfertigt ist, 

dass der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen anlässlich der Gewäh-

rung des rechtlichen Gehörs am 13. März 2014, ausländische Personen 

würden in Italien keinerlei Unterstützung erhalten, implizit die Anwendung 

der Ermessensklausel von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-Verordnung fordert, 

was zum Selbsteintritt der Schweiz und zur Beurteilung des Antrags auf 

internationalen Schutz durch dieses Land führen würde, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die italienischen Behörden würden sich weigern, ihn aufzuneh-

men und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der 

Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass der Beschwerdeführer keine konkreten Hinweise für die Annahme 

dargetan hat, Italien würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnahmericht-

linie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, und er 

sich bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls 

an die italienischen Behörden wenden und die ihm zustehenden Aufnah-

mebedingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Auf-

nahmerichtlinie), 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Italien werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement miss-

achten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein 

Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG ge-

fährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden,  

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Seite 8 

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Er-

messensklauseln von Art. 17 Dublin-III-Verordnung gibt und an dieser 

Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-Verordnung den Schutzsu-

chenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber 

auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetre-

ten ist und – weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen 

Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von 

Art. 44 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1),  

dass es sich nach dem Gesagten erübrigt, weiter auf die Beschwerdevor-

bringen einzugehen, da sie nicht geeignet sind, eine Änderung dieser 

Einschätzung zu bewirken,  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) nicht mehr zu prü-

fen sind, da das Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraus-

setzung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-

gung des BFM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen 

ist, weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

als gegenstandslos erweist, 

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses mit vorliegendem Entscheid in der Hauptsache hinfällig wird, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich 

aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeich-

nen waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht 

erfüllt sind, 

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Seite 9 

dass folglich auch das Gesuch um Gewährung der amtlichen Verbeistän-

dung, für welches vorliegend im Übrigen Art. 65 Abs. 2 VwVG und nicht 

Art. 110a Abs. 1 AsylG gilt (vgl. Art. 110a Abs. 2 AsylG), abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  600.–

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,  

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

und 5 VwVG) und demzufolge keine Parteientschädigung im Sinne von 

Art. 64 Abs. 1 VwVG auszurichten ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gérald Bovier Sandra Min 

 

 

Versand: