# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d23ae4b6-9200-5062-89ac-3ab43e8838a2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.06.2010 BVGE 2010/38
**Docket/Reference:** BVGE-2010-38
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2010-38_2010-06-21

## Full Text

Verwaltungsmassnahmen | 
Landwirtschaft. Unzulässige
Heilanpreisungen für Futtermittel. Ab­grenzung von Futtermitteln und Tierarzneimitteln. Inverkehrbrin­gen
von unzulässigen Produkten. Verwaltungsmassnahmen.
Art.&#160;2 Abs.&#160;2 Bst.&#160;c,
Art.&#160;2 Abs.&#160;2 Bst.&#160;d, Art.&#160;14 Abs.&#160;1, Art.&#160;20b,
Art.&#160;22 Abs.&#160;1 Futtermittel-Verordnung vom 26.&#160;Mai 1999. Art.&#160;20 Abs.&#160;7 Bst.&#160;b
FMBV. Art.&#160;27, Art.&#160;94 BV. Art.&#160;169 Abs.&#160;1 Bst.&#160;h LwG.

Tierarzneimittel
unterscheiden sich von Futtermitteln in Zusam­mensetzung, Eigenschaften und ihrem üblichen
Zweck nach der Verkehrsauffassung der Konsumenten. Sie sind objektiv gesehen primär zur medizinischen
Verwendung bestimmt. Heilan­preisun­gen sind nur Indizien: Weder rechtfertigen sie die Qualifikation
als Tierarz­neimittel noch schliessen sie diese aus, wenn sie fehlen (E.&#160;4.4).
Werbeaussagen
für Futtermittel dürfen sich nicht auf Eigen­schaften der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung
oder Heilung von Krankheiten beziehen. Der Krankheitsbegriff umfasst alle ge­sundheitlichen Störungen,
die über den Zustand bloss ein­ge­schränkten Wohlbefindens hinausgehen (E.&#160;6.1-6.2).
Verwaltungsmassnahmen
haben sich gegen den Störer zu richten. Wer in seiner Werbung unzulässige Heilanpreisungen
für Futter­mittel macht oder Futtermittel mit unzulässigen In­haltsstoffen in Verkehr
bringt, gilt als Verhaltensstörer (E.&#160;8.1-8.6).

2012-03-05T16:29:52Z