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**Case Identifier:** 9be92032-5177-5ca2-a15f-b0bd6a049d7c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 06.06.2018 810 18 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-18-44_2018-06-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 6. Juni 2018 (810 18 44) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung / Straffälligkeit 

 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Claude Jeanneret,  

Markus Clausen, Hans Furer, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin 
i.V. Jenny Rohr 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 97 vom 23. Januar 2018) 
 
 
 
A. Der 1983 in der Türkei geborene A.____ reiste im September 1988 im Rahmen des 
Familiennachzugs zu seinen Eltern in die Schweiz ein, wo er gemeinsam mit seinen Geschwis-
tern (Bruder geb. 1992, Schwester geb. 1999) aufwuchs. In der Folge erhielt er eine Aufent-
haltsbewilligung. 

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B. Bereits im Jugendalter wurde A.____ mit Urteil der Jugendanwaltschaft Basel-
Landschaft vom 13. Februar 2001 wegen Sachbeschädigung, Tätlichkeiten, Nötigung, Raub, 
Drohung und einfacher Körperverletzung zu 30 Tagen Arbeitsleistung verurteilt. 
 
C. Am 8. Februar 2002 wurde A.____ vom Amt für Migration des Kantons Basel-
Landschaft (AfM) aufgrund der bis dahin begangenen Straftaten verwarnt. 

 
D. Unter Bezugnahme auf eine neuerliche Verurteilung vom 14. Juli 2004 wegen Betäu-
bungsmitteldelikten verweigerte das AfM A.____ mit Schreiben vom 22. August 2005 die bean-
tragte Niederlassungsbewilligung. Gleichzeitig verwarnte ihn das AfM ein zweites Mal. 
 
E. Ein weiteres Gesuch um Erteilung der Niederlassungsbewilligung wies das AfM am 
18. August 2008 ab. 

 
F. Im Nachgang zu einem Vorfall häuslicher Gewalt zwischen A.____ und seiner damali-
gen Freundin unterzeichnete dieser am 14. September 2009 eine Integrationsvereinbarung und 
verpflichtete sich zur Teilnahme an einem Programm gegen häusliche Gewalt. 

 
G. Am 24. September 2012 wurde A.____ vom AfM aufgrund seiner Schulden verwarnt. 
Er war damals im Betreibungsregister Basel-Landschaft mit Betreibungen im Umfang von über 
Fr. 47‘000.-- sowie offenen Verlustscheinen mit einem Gesamtbetrag von über Fr. 45'000.-- 
verzeichnet. 

 
H. Mit Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 11. Mai 
2016 wurde A.____ wegen mengen- und gewerbsmässig qualifizierter Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 3 Jahren, 
davon 1 Jahr unbedingt, verurteilt. 
 
I. Mit Verfügung vom 13. September 2017 verweigerte das AfM unter Berufung auf die 
ergangenen Strafurteile die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und wies A.____ auf den 
Zeitpunkt seiner bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug aus der Schweiz weg. 

 
J. Eine von A.____ dagegen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit Beschluss Nr. 97 vom 23. Januar 2018 ab. 

 
K. Mit Eingabe vom 9. Februar 2018 erhob A.____ Beschwerde gegen den Regierungs-
ratsbeschluss vom 23. Januar 2018 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen 
Regierungsratsbeschlusses sowie die Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung. Eventualiter 
sei der Beschluss aufzuheben und die Angelegenheit zur erneuten Prüfung an den Regierungs-
rat bzw. ans AfM zurückzuweisen; alles unter o/e-Kostenfolge. In seiner Begründung bringt er 
im Wesentlichen vor, dass er aufgrund seiner langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz ein ge-
wichtiges Interesse an einem Verbleib habe. Ferner lebten seine gesamte Familie sowie seine 
Freundin in der Schweiz. Die dem vorliegenden Verfahren zugrunde liegenden Straftaten habe 

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er vor fünf Jahren begangen. Seither sei er strafrechtlich nie mehr in Erscheinung getreten. Er 
bereue sein Fehlverhalten und insbesondere die Gefährdung anderer Menschen sehr und habe 
sein Leben grundlegend geändert. So habe er auch in beruflicher Hinsicht Fuss fassen können 
und arbeite seit August 2017 unbefristet bei der Firma B.____AG. Schliesslich sei er sehr be-
müht, seine Schulden abzubezahlen, und lasse sich diesbezüglich auch vom Verein C.____ 
betreuen. Eine Rückkehr in die Türkei könne für ihn aufgrund der aktuellen politischen Situation 
bedrohliche Konsequenzen haben. 

 
L. Der Regierungsrat liess sich mit Schreiben vom 8. März 2018 vernehmen und bean-
tragt die Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die Be-
schwerde eingetreten werden kann. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantonsge-
richt dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 
Abs. 1 lit. c VPO). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Nichtverlänge-
rung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der 
Schweiz zu Recht erfolgten. 
 
4.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz berechtigt, wenn sie eine 
Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit dem 
Ausland nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne Erwerbs-
tätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung hat die ausländi-
sche Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche Verpflich-
tungen sehen dies vor (vgl. BGE 133 I 185 E. 2.3; PETER UEBERSAX, in: Ueber-sax/Rudin/Hugi 
Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, N 7.84 ff.). 
 

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4.2 Vorab ist festzustellen, dass zwischen der Schweiz und der Türkei kein Staatsvertrag 
besteht, der dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz gewähren 
würde. 
 
4.3 Gemäss Art. 33 Abs. 3 AuG ist die Aufenthaltsbewilligung befristet und kann verlängert 
werden, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen. Nach Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG 
kann die Aufenthaltsbewilligung unter anderem dann widerrufen werden, wenn der Betroffene 
zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Vorausgesetzt ist ein rechtskräftiges 
Urteil (SILVIA HUNZIKER, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Auslände-
rinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, N 24 zu Art. 62). Der Gesetzgeber hat darauf verzich-
tet, den unbestimmten Rechtsbegriff "längere Freiheitsstrafe" zu definieren. Nach der Recht-
sprechung des Bundesgerichts liegt eine "längerfristige Freiheitsstrafe" nach Art. 62 Abs. 1 lit. b 
AuG dann vor, wenn die Ausländerin oder der Ausländer zu einer bedingten oder unbedingten 
Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt wurde (BGE 135 II 377 E. 4.2). Mit Urteil des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 11. Mai 2016 wurde der Be-
schwerdeführer rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren verurteilt. Damit ist vorlie-
gend der Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG erfüllt, was vom Beschwerdeführer auch 
nicht bestritten wird. 
 
5. Liegt ein Widerrufsgrund vor, muss die Aufenthaltsbeendigung im konkreten Fall auch 
verhältnismässig sein (Art. 96 Abs. 1 AuG). Dies erfordert eine Interessenabwägung, welche die 
wesentlichen Umstände des Einzelfalls berücksichtigt (BGE 135 II 110 E. 2.1). Da der heute 34-
jährige Beschwerdeführer seit seinem sechsten Lebensjahr in der Schweiz lebt, befinden sich 
seine sozialen Bindungen in der Schweiz. Mit Blick auf die Dauer des ordnungsgemässen Auf-
enthalts kann er demnach auch das Recht auf Achtung des Privatlebens im Sinne von Art. 8 
Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 
4. November 1950 anrufen. Somit ist über die landesrechtliche Verhältnismässigkeitsprüfung 
hinaus eine solche gemäss dem Konventionsrecht vorzunehmen (Art. 8 Ziff. 2 EMRK; BGE 122 
II 1 E. 2). Die konventionsrechtliche Verhältnismässigkeitsprüfung entspricht jener nach Art. 96 
Abs. 1 AuG. Die Prüfung kann in einem einzigen Schritt vorgenommen werden (Urteile des 
BGer 2C_551/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2.4 und 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1 
mit Hinweisen). Bei der Prüfung sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die 
öffentlichen und privaten Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwägen (MARTINA CARONI, in: 
Kommentar AuG, a.a.O., N 3 zu Art. 51; ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Ausländer-
recht, a.a.O., N 8.48). Verlangt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden priva-
ten Interessen an der Erteilung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Ver-
weigerung, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwen-
dig erweist (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Dabei sind namentlich die Schwere des 
Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Ver-
halten des Ausländers während diesem, der Grad seiner Integration bzw. die Dauer der bisheri-
gen Anwesenheit sowie die der betroffenen Person und seiner Familie drohenden Nachteile zu 
beachten (BGE 139 I 31 E. 2.3.3 mit Hinweisen; 135 II 377 E. 4.3). Einem Ausländer, der sich 
schon seit langer Zeit hier aufhält, soll der weitere Aufenthalt zwar nur mit besonderer Zurück-
haltung verweigert werden, doch ist dies bei wiederholter bzw. schwerer Straffälligkeit selbst 

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dann nicht ausgeschlossen, wenn er hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im 
Land verbracht hat. Bei schweren Straftaten, Rückfall und wiederholter Delinquenz besteht – 
überwiegende private oder familiäre Bindungen vorbehalten – auch in diesen Fällen ein öffentli-
ches Interesse daran, zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straf-
taten die Anwesenheit des Ausländers zu beenden (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1 und 2.3.2 mit 
Hinweisen). 
 
6. Demzufolge sind nachfolgend die massgebenden Interessen zu ermitteln. 
 
6.1 Ausgangspunkt für das öffentliche Interesse an einer Beendigung des Aufenthalts sind 
die strafrechtlichen Verurteilungen und die Schwere des Verschuldens des Beschwerdeführers. 
Die vom Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, ausgesprochene Freiheitsstrafe von 3 Jahren 
indiziert ein erhebliches migrationsrechtliches Verschulden, denn dieses Strafmass liegt weit 
über der Grenze von einem Jahr, welche für die Möglichkeit des Widerrufs massgeblich ist (vgl. 
vorne E. 4.3). Der Beschwerdeführer hat eine beträchtliche kriminelle Energie offenbart, indem 
er über den Zeitraum von rund einem Jahr gewerbsmässig mit Drogen handelte. Dadurch hat er 
eine Gesundheitsgefährdung vieler Menschen in Kauf genommen. Das Kantonsgericht, Abtei-
lung Strafrecht, erkannte in seiner Begründung denn auch auf ein erhebliches strafrechtliches 
Verschulden und führte aus, der Beschwerdeführer habe insgesamt 7.25 kg Amphetaminge-
misch verkauft. Ferner habe er 30 g Kokaingemisch umgesetzt und 6‘653 Ecstasy-Pillen sowie 
2.3 kg Marihuana verkauft. Das Gericht erwog, der Beschwerdeführer habe mit dem gewerbs-
mässigen Drogenhandel einen Gesamtgewinn von mindestens Fr. 77‘330.-- erzielt. Es sei da-
von auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Straftaten aus reinem Profitstreben begangen 
habe. 
  
6.2 Der Beschwerdeführer wurde bereits in seinen Jugendjahren unter anderem wegen 
Sachbeschädigung, Tätlichkeiten, Nötigung, Raub, Drohung und einfacher Körperverletzung 
sowie mehrfacher Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz jugendstrafrechtlich 
verurteilt. Die kriminelle Karriere setzte er im Erwachsenenalter nahtlos fort, wobei er zuletzt 
nicht mehr als junger Erwachsener gelten konnte. So wurde der Beschwerdeführer nach Errei-
chen der Volljährigkeit wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, 
mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln, einfacher Körperverletzung, Tätlichkeiten, Rauf-
handels, mehrfachen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung, grober und einfacher Ver-
letzung von Verkehrsregeln sowie Führens eines Fahrzeugs in nicht vorschriftsgemässem Zu-
stand verurteilt. Die zahlreichen Verurteilungen über einen langen Zeitraum hinweg betreffen 
zum Teil gravierende Delikte, was insbesondere auch für die letzte Verurteilung wegen qualifi-
zierter Betäubungsmitteldelikte gilt. Insgesamt wurde der Beschwerdeführer zwischen 1996 und 
2016 zehn Mal strafrechtlich verurteilt (vgl. die detaillierte Liste der Straferkenntnisse im vor-
instanzlichen Entscheid, E. 4e/bb), wobei er zuletzt immer schwerer gegen die hiesige Rechts-
ordnung verstossen hat. 
 
6.3 Insgesamt führt die wiederholte Delinquenz des Beschwerdeführers über beinahe zwei 
Jahrzehnte hinweg dazu, dass in Bezug auf die migrationsrechtliche Interessenabwägung von 
einem massiven Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen ist. Der Beschwerdeführer 

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erscheint als unbelehrbarer Serienstraftäter, der sich trotz zahlreicher gebotener Chancen, sich 
doch noch zu bewähren, als unfähig oder unwillig gezeigt hat, sich an die hiesige Rechtsord-
nung zu halten. Daran vermag auch die Einschätzung des Straf- und Massnahmenvollzugs der 
Sicherheitsdirektion nichts zu ändern, welcher in seinem Zwischenbericht vom 30. Oktober 
2017 die Möglichkeit eines Rückfalles als äusserst gering einschätzt. Für Legalprognosen in 
fremdenpolizeilicher Hinsicht kommt mit Blick auf das im Vordergrund stehende Interesse der 
öffentlichen Ordnung und Sicherheit ein strengerer Beurteilungsmassstab zum Tragen als im 
strafrechtlichen Sanktionenrecht (vgl. BGE 137 II 233 E. 5.2.2 mit Hinweisen). Bei schwerer 
Straffälligkeit im Gewalt- und Drogenbereich muss selbst ein geringfügiges Rückfallrisiko nicht 
in Kauf genommen werden (Urteile des BGer 2C_282/2012 vom 31. Juli 2012 E. 2.5; 
2C_477/2008 vom 24. Februar 2009 E. 2.3 mit Hinweis). 
 
6.4 Dass sich der Beschwerdeführer um die hiesigen Regeln des gesellschaftlichen Zu-
sammenlebens foutiert, zeigt sich auch in seinem Umgang mit öffentlich-rechtlichen und privat-
rechtlichen Verpflichtungen. So weist der bei den Akten liegende Betreibungsregisterauszug 
vom 9. Januar 2018 insgesamt 40 offene Betreibungen über einen Gesamtbetrag von 
Fr. 152‘526.75 auf, dazu kommen 20 Verlustscheine über gesamthaft Fr. 73‘234.20. Seit der 
Verwarnung im Jahr 2012 und der Aufforderung durch das AfM, seinen finanziellen Verpflich-
tungen nachzukommen, hat der Beschwerdeführer somit innert weniger Jahre massiv weitere 
Schulden angehäuft. Ernsthafte Bemühungen, die Verbindlichkeiten abzutragen oder einem 
weiteren Anwachsen der Ausstände entgegenzuwirken, legte er erst unter dem Druck des vor-
liegenden ausländerrechtlichen Verfahrens an den Tag. Obschon er zuvor einer geregelten Ar-
beitstätigkeit nachgegangen war, liess er die Verschuldung weiter anwachsen. Die beachtlichen 
Einkünfte aus dem Betäubungsmittelhandel verwendete er gemäss dem strafgerichtlichen Urteil 
nicht für den Schuldenabbau, sondern finanzierte sich daraus einen besseren Lebensstandard. 
Sein über Jahre an den Tag gelegtes Verhalten zeugt damit insgesamt von einer Geringschät-
zung der schweizerischen Rechtsordnung. 
 
6.5 In Anbetracht der vorstehenden Erwägungen besteht ein erhebliches sicherheitspoli-
zeiliches Interesse daran, dem Beschwerdeführer die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
zu verweigern und ihn aus der Schweiz wegzuweisen. 
 
6.6 Das private Interesse des Beschwerdeführers ergibt sich primär aus dessen enger 
Verbindung zur Schweiz und zum Raum Basel. Der Beschwerdeführer lebt seit seinem sechs-
ten Lebensjahr in der Region. Auch wenn es sich bei ihm nicht um einen Ausländer der zweiten 
Generation handelt, so gilt es trotzdem zu berücksichtigen, dass er sich seit rund 30 Jahren in 
der Schweiz aufhält, wobei er die prägenden Jugendjahre hier verbracht hat. Sein Lebensmit-
telpunkt befindet sich unbestrittenermassen in der Schweiz. Die lange Aufenthaltsdauer des 
Beschwerdeführers ist als gewichtiges privates Interesse anzuerkennen. Seine engsten Fami-
lienangehörigen und sein gesamtes soziales Umfeld wohnen hier. Seit drei Jahren lebt er in 
einer festen Beziehung mit einer Schweizer Bürgerin. Mit Bezug auf seine soziale Integration 
bringt er weiter vor, er sei bei einem lokalen Fussballklub als Juniorentrainer aktiv. Zweifelsohne 
reisst ihn eine Rückkehr aus seinen hiesigen sozialen Kontakten und dürfte die Beziehung zu 
seiner Partnerin vor die Probe stellen. Die Schweiz und das hiesige familiäre Umfeld verlassen 

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zu müssen, würde ihn und sein unmittelbares familiäres Umfeld gewiss hart treffen. Auch in 
wirtschaftlicher Hinsicht droht ihm durch den Verlust des Arbeitsplatzes in der Schweiz ein 
Nachteil. Dem privaten Interesse am Verbleib in der Schweiz ist erhebliches Gewicht beizu-
messen. 
 
7. Es bleibt anhand der aufgezeigten Rechts- und Interessenlage zu prüfen, ob unter Be-
rücksichtigung der konkreten Umstände die öffentlichen Interessen an der Nichtverlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung die privaten Interessen des Beschwerdeführers an 
einem Verbleib in der Schweiz überwiegen. 
 
7.1 Wie ausgeführt wurde, besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Fernhal-
tung des Beschwerdeführers. Aufgrund der langen Aufenthaltsdauer verfügt der Beschwerde-
führer zugleich über ein substantielles Interesse an einem Verbleib in der Schweiz. Allerdings 
ist zu betonen, dass dem Beschwerdeführer nie die Niederlassungsbewilligung erteilt wurde, 
was für sich allein schon für eine misslungene Integration spricht. Er verfügte nie über einen 
gefestigten Aufenthaltsstatus, wodurch die Schwere des Eingriffs relativiert wird. Bezüglich der 
Integration ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer hier aufgewachsen ist, die hiesigen 
Schulen besucht hat und fliessend Schweizerdeutsch spricht. Eine berufliche Ausbildung hat er 
hingegen nicht absolviert. Seit dem Abgang von der Schule im Jahr 2000 arbeitete er immer 
wieder temporär für verschiedene Arbeitgeber und absolvierte nach eigenen Angaben die Ran-
giererausbildung der SBB, die Taxiprüfung sowie diverse Prüfungen zum Staplerfahrer. In den 
Jahren 2009 bis 2011 sowie 2014 bis 2015 war er arbeitslos. Auch heute ist er entgegen seiner 
Darstellung nicht unbefristet angestellt, sondern lediglich auf temporärer Basis über eine Perso-
nalvermittlungsfirma bei der B.____AG im Stundenlohn beschäftigt (vgl. Einsatzvertrag vom 
3. August 2017). Letztere beschreibt ihn in der Arbeitsbestätigung vom 26. Oktober 2017 als 
sehr zuverlässigen, hilfsbereiten Mitarbeiter und gibt der Hoffnung auf eine weitere Zusammen-
arbeit Ausdruck. Dennoch muss die Unternehmung mit ihm nicht auf einen bestens qualifizier-
ten, gut eingearbeiteten Angestellten verzichten. Von einer nachhaltigen beruflichen Integration 
auf dem Arbeitsmarkt kann unter diesen Umständen nicht ausgegangen werden. Die Nebenbe-
schäftigung als angestellter Trainer beim FC D.____ ändert daran nichts. Die gesamthafte In-
tegration des Beschwerdeführers in der Schweiz kann angesichts der wiederholten Delinquenz 
und massiven Schuldenwirtschaft nicht als gelungen bezeichnet werden. Vielmehr scheint es 
ihm trotz langem Aufenthalt und weitgehender Sozialisation in der Schweiz am Verständnis für 
die hiesige Rechtsordnung zu mangeln. Nach der Rechtsprechung kann eine schlechte Integra-
tion eine lange Aufenthaltsdauer denn auch aufwiegen (vgl. KGE VV vom 4. März 2015 [810 14 
255] E. 7.3; Urteil des BGer 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 3.3.2). Ins Leere geht der Ver-
weis des Beschwerdeführers auf sein Verhalten seit der letzten Straftat. Zum einen kommt dem 
Wohlverhalten unter dem Druck eines strafrechtlichen oder ausländerrechtlichen Verfahrens 
ohnehin nur untergeordnete Bedeutung zu, da ein vorbildliches Verhalten in dieser Zeit erwartet 
wird und keine besondere Leistung darstellt (vgl. Urteil des BGer 2C_516/2014 vom 24. März 
2015 E. 4.3.3). Zum anderen war der Bewegungsspielraum des Beschwerdeführers auch durch 
das Strafverfahren resp. den Strafvollzug eingeschränkt und stand er unter scharfer Kontrolle 
der Behörden. Ohnehin darf vorliegend im Rahmen der Interessenabwägung auch generalprä-

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ventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (vgl. Urteil des BGer 2C_431/2016 vom 
9. Januar 2017; 2C_1026/2011 vom 23. Juli 2012 E. 3). 
 
7.2 Eine Rückkehr in die Türkei wäre sodann unbestreitbar mit persönlichen und wirt-
schaftlichen Nachteilen für den Beschwerdeführer selbst und für die ihm nahestehenden Perso-
nen verbunden. Namentlich die Trennung von seiner Lebenspartnerin und von seinen engsten 
Familienangehörigen ist zugunsten des Beschwerdeführers zu berücksichtigen. Trotzdem er-
scheint die Wegweisung gesamthaft betrachtet zumutbar. Nach eigenen Angaben hat der Be-
schwerdeführer zu seinem Heimatort in der Türkei keinerlei Bezug. Dennoch verfügt er entge-
gen seiner Darstellung durchaus über Verbindungen zu seinem Heimatland, hat er doch die 
ersten Lebensjahre im Land verbracht und dieses danach mehrfach besucht. Auch leben dort 
gemäss seiner Erklärung gegenüber dem AfM zumindest eine Tante und ein Onkel sowie meh-
rere Cousins und Cousinen. Es ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass ein Neuanfang 
in der Türkei mit Schwierigkeiten verbunden sein wird. Indes ist davon auszugehen, dass ihm 
sein Heimatland aus der Kindheit und Ferienaufenthalten bekannt ist und ihm die türkische 
Sprache sowie Kultur durch sein Elternhaus vermittelt worden sind. Die Verwandten können 
ihm bei der Wiedereingliederung in seiner Heimat behilflich sein. Er ist jung, gesund und spricht 
Deutsch, was seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigert. Seine in der Schweiz gesammelte 
Berufserfahrung wird ihm den Einstieg zusätzlich erleichtern. Den Kontakt mit den in der 
Schweiz lebenden Angehörigen sowie seiner Partnerin wird er mittels Kurzaufenthalten in der 
Schweiz, Besuchs- und Ferienaufenthalten sowie modernen Kommunikationsmitteln aufrecht-
erhalten können. Soweit er geltend macht, er müsse als Mitglied einer pro-kurdischen Familie in 
der Türkei mit Schwierigkeiten rechnen, so kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. 
Es trifft zwar zu, dass sich das Verhältnis zwischen Türken und Kurden in jüngster Vergangen-
heit zugespitzt hat und es vermehrt zu Zusammenstössen zwischen den beiden Volksgruppen 
kommt. Der Beschwerdeführer legt aber nicht dar, inwiefern diese allgemeinen Aspekte geeig-
net sein könnten, seine persönliche Situation wesentlich zu beeinträchtigen. Eine persönliche 
Gefährdung in der Türkei wird in keiner Weise belegt oder auch nur glaubhaft gemacht. Einer 
Rückkehr stehen somit keine ernsthaften Hindernisse im Weg. 
 
7.3 Auch wenn Ausländer, die als Kind in die Schweiz eingereist sind und eine lange Auf-
enthaltsdauer vorweisen können, nur mit Zurückhaltung wegzuweisen sind, so erweist sich vor-
liegend die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung als einzig geeignete und als erforder-
liche ausländerrechtliche Massnahme, um den Sicherheitsinteressen der Schweiz gerecht zu 
werden. Das AfM hat den Beschwerdeführer drei Mal verwarnt und ihm mit Nachdruck die mög-
lichen gravierenden ausländerrechtlichen Folgen weiterer Delinquenz und Schuldenwirtschaft 
aufgezeigt. Es hat zusätzlich mit ihm eine Integrationsvereinbarung abgeschlossen, an welche 
er sich offenbar nicht gebunden fühlte. Nachdem er sämtliche gewährten Chancen ungenutzt 
verstreichen liess, wäre eine erneute Verwarnung offensichtlich nicht zielführend. Obschon der 
Beschwerdeführer wegen der Dauer seines Aufenthalts und mit Blick auf sein Alter bei der Ein-
reise ein gewichtiges privates Interesse an einem Verbleib geltend macht und die Wegweisung 
zur Trennung von seiner Partnerin und den Familienmitgliedern führt, so überwiegt letztendlich 
insbesondere angesichts der schweren und wiederholten Delinquenz und des daraus folgenden 
öffentlichen Sicherheitsbedürfnisses das öffentliche Interesse an der aufenthaltsbeendenden 

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Massnahme. Damit erweist sich die Beendigung des Aufenthalts als verhältnismässig und der 
Eingriff in das Recht auf Privatleben als gerechtfertigt, was zur Abweisung der Beschwerde 
führt. 
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1‘400.-- dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kos-
tenvorschuss von Fr. 1‘800.-- zu verrechnen. Der zu viel geleistete Kostenvorschuss von 
Fr. 400.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz 
oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine an-
gemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton 
wird keine Parteientschädigung zugesprochen (§ 21 Abs. 2 VPO). Die Parteikosten sind dem-
nach wettzuschlagen. 
  

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
von Fr. 1‘800.-- verrechnet. Der zu viel geleistete Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 400.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
 
 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 14. September 2018 Beschwerde beim Bundesgericht (Ver-
fahrensnummer 2C_832/2018) erhoben