# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 54afe133-1c7b-58b1-b166-a2377e92f10b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.10.2010 D-6304/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6304-2010_2010-10-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6304/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Richter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A.__________, geboren (...),
Irak,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 4. August 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6304/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge den Irak im Jahr 
2009  auf  dem  Landweg  in  Richtung  B.__________  verliess,  nach 
einem Aufenthalt von (...) nach C.__________ weiterreiste, wo er sich 
während  (...)  aufhielt,  bevor  er  nach  einem  (...)  Aufenthalt  in 
D.__________  am  1.  Februar  2010  unter  Umgehung  der  Grenz-
kontrolle in die Schweiz gelangte und tags darauf im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum E.__________ (EVZ) um Asyl nachsuchte,

dass eine vom BFM veranlasste Bestimmung des Handknochenalters 
des  Beschwerdeführers  vom  3.  Februar  2010  ein  wahrscheinliches 
chronologisches Alter von mehr als (...) Jahren ergab,

dass er am 12. Februar 2010 im EVZ zum Reiseweg und zu seinen 
Ausreisegründen im Allgemeinen befragt, ihm das rechtliche Gehör zur 
Knochenaltersanalyse  gewährt  und  er,  da  er  bei  der  Meldung  des 
Asylgesuchs  keine  Ausweispapiere  abgab,  schriftlich  aufgefordert 
wurde,  innert  48 Stunden Ausweispapiere nachzureichen, verbunden 
mit  der  Androhung,  im  Unterlassungsfall  werde  auf  das  Asylgesuch 
nicht eingetreten,

dass er  am 24. Februar  2010 eine Identitätskarte  einreichte,  welche 
vom  BFM  einer  amtsinternen  Analyse  unterzogen  wurde,  zu  deren 
Ergebnis  ihm am 29.  März 2010 mündlich  das rechtliche Gehör  ge-
währt wurde,

dass die Fachstelle Lingua des BFM in dessen Auftrag gestützt auf ein 
am  1. April  2010  mit  dem  Beschwerdeführer  geführtes  Telefon-
gespräch eine Herkunftsanalyse erstellte,

dass er 27. Juli 2010 durch das Bundesamt im EVZ in Anwendung von 
Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
zu den Asylgründen angehört und ihm dabei das rechtliche Gehör zum 
Ergebnis der Herkunftsanalyse gewährt wurde, wobei er elektronische 
Kopien (...) zu den Akten reichte,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen ausführte, er sei am 10. März 1996 geboren, irakischer 
Staatsangehöriger und stamme aus F.__________,

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dass  seine  Mutter  nach  dem Tod seines  Vaters  im  Jahr  (...)  erneut 
geheiratet habe und er in der Folge zusammen mit seiner Schwester 
beim Stiefvater gelebt habe,

dass der Stiefvater nach einem Jahr ihm gegenüber immer aggressiver 
geworden sei und begonnen habe, ihn regelmässig zu schlagen, um 
ihn damit zur Arbeitssuche zu zwingen, welche er angesichts der ge-
fährlichen  Lage  in  F.__________  mit  den  regelmässigen 
Bombenanschlägen verweigert habe,

dass sein Stiefvater im Jahr (...) auch (...) geschlagen habe, weshalb 
er interveniert habe und dabei selbst geschlagen worden sei,

dass er sich als Folge davon wegen (...) in spitalärztliche Behandlung 
habe begeben müssen, wobei sein Stiefvater polizeilich festgenommen 
und am folgenden Tag wieder  freigelassen  worden  sei,  nachdem er 
und seine Mutter dies verlangt hätten,

dass  er  nach  seiner  Genesung  auf  Drängen  seiner  Mutter  hin  das 
Haus verlassen und sich zu einem Onkel in  F.__________ begeben 
habe,

dass er nach einigen Monaten aus dem Irak ausgereist sei, nachdem 
er vom Onkel aus finanziellen Gründen aufgefordert  worden sei,  das 
Haus zu verlassen,

dass  für  die  weiteren  Aussagen  des  Beschwerdeführers  auf  die 
Protokolle bei den Akten zu verweisen ist,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom 4.  August  2010  –  eröffnet  am  6.  August  2010  –  ablehnte,  die 
Wegweisung aus der Schweiz anordnete und den Wegweisungsvollzug 
als zulässig, zumutbar und möglich erklärte,

dass die Vorinstanz zur Begründung ausführte, dem Beschwerdeführer 
sei es durch seine Aussagen nicht gelungen, die von ihm behauptete 
Minderjährigkeit glaubhaft darzulegen,

dass  die  Handknochenaltersanalyse  entgegen  dem  von  ihm  be-
haupteten Alter von (...) Jahre ein solches von mindestens (...) Jahren 
ergeben  habe  und  die  diesbezügliche  Stellungnahme  des 
Beschwerdeführers kaum überzeuge,

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dass sich die eingereichte (...), auf welcher das vom Beschwerdeführer 
angegebene Geburtsdatum vermerkt sei, gestützt auf die amtsinterne 
Analyse als Fälschung erwiesen habe und die von ihm im Rahmen des 
ihm gewährten rechtlichen Gehörs gemachten Angaben das Resultat 
der Analyse nicht umzustossen vermöchten,

dass daran die mit  dem vom Beschwerdeführer  genannten Geburts-
datum versehenen Kopien (...) nichts änderten, da es sich zum einen 
nicht  um Originale  handle,  was eine Authentifizierung nicht  zulasse, 
zum andern im Irak solche Dokumente ohne Weiteres unrechtmässig 
oder  auf  käuflichem  Weg  erworben  werden  könnten,  weshalb  ihr 
Beweiswert  von  vornherein  als  äusserst  gering  eingestuft  werden 
müsse,  und  im  Übrigen  die  Dokumente  in  Widerspruch  zu  den 
vorangehenden,  eindeutigen  Schlussfolgerungen  des  BFM  im 
Zusammenhang  mit  dem  Alter  des  Beschwerdeführers  stünden, 
weshalb ihr Beweiswert nochmals erheblich geringer sei,

dass die eingereichten Dokumente  auch hinsichtlich der geltend ge-
machten  Herkunft  keinen  Beweiswert  zu  liefern  vermöchten,  zumal 
das  Lingua-Gutachten  eine  Sozialisation  des  Beschwerdeführers  in 
F.__________ eindeutig  ausschliesse,  sondern  von einer  solchen  in 
der Region G.__________ ausgehe, und es diesem im Rahmen des 
rechtlichen  Gehörs  nicht  gelungen  sei,  die  Schlussfolgerungen  des 
Gutachtens zu widerlegen, 

dass aufgrund der Schlussfolgerung, wonach er nicht aus der Region 
F.__________,  sondern  aus  dem irakischen  Kurdistan  stamme,  das 
Vorbringen, wonach er wegen der regelmässigen Bombenanschläge in 
F.__________  nicht  habe  ausser  Haus  gehen  und  Arbeit  suchen 
können, als unglaubhaft zu qualifizieren sei,

dass  er  die  Umstände  der  Verletzung  seiner  (...)  widersprüchlich 
geschildert habe und seine Aussagen betreffend das Zusammenleben 
mit dem Stiefvater im Zeitraum von (...) unsubstanziiert seien,

dass  die  Asylvorbringen  mithin  den  Anforderungen  an  die  Glaub-
haftigkeit nicht genügten,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  für  den  weiteren  Inhalt  der  vorinstanzlichen  Verfügung  auf  die 
Akten zu verweisen ist,

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dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  3. September  2010 
(Datum  des  Poststempels)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundes-
verwaltungsgericht Beschwerde erhob, in welcher er unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung, 
die  Gewährung  des  Asyls,  eventualiter das  Absehen  von  der  Weg-
weisung und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragte,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
beantragte,

dass auf die Begründung, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
Erwägungen eingegangen wird,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung vom 
9. September  2010  dem  Beschwerdeführer  mitteilte,  er  könne  den 
Ausgang des Verfahrens in  der  Schweiz  abwarten,  die Gesuche um 
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Verzicht  auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses abwies und Frist zur Leistung 
eines solchen bis zum 24. September 2010 setzte,

dass zur  Begründung im Wesentlichen ausgeführt  wurde,  eine erste 
Prüfung der Akten habe ergeben, dass die Beschwerde als aussichts-
los zu qualifizieren sei,  zumal  sich die vorinstanzlichen Erwägungen 
als zutreffend erweisen dürften,

dass  das  BFM  in  seiner  Verfügung  zutreffend  darauf  hingewiesen 
haben dürfte, der Beschwerdeführer sei entgegen seinen Angaben im 
EVZ, wonach er am (...) geboren und mithin (...) Jahre alt sei, gemäss 
der von der Vorinstanz veranlassten Knochenaltersanalyse mindestens 
(...)  Jahre alt,  wobei seine ihm im Rahmen des ihm dazu gewährten 
rechtlichen  Gehörs  erfolgte  Stellungnahme  nicht  überzeugt  habe, 
weshalb von der Volljährigkeit des Beschwerdeführers auszugehen sei,

dass das Ergebnis der amtsinternen Analyse, wonach es sich bei der 
vom Beschwerdeführer eingereichten (...) um eine Fälschung handle, 
zutreffend  sein  und  seine  im  Rahmen  des  ihm  dazu  gewährten 
rechtlichen  Gehörs  erfolgte  Stellungnahme  das  Resultat  der 
Dokumentenanalyse nicht umzustossen vermögen dürfte, woran auch 
die  im  Verlauf  des  erstinstanzlichen  Verfahrens  eingereichten 

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elektronischen  Kopien  (...)  aufgrund  des  äusserst  geringen 
Beweiswertes dieser Dokumente nichts änderten,

dass  dasselbe  für  die  vom  BFM  veranlasste  Lingua-Analyse  gelte, 
wonach  der  Beschwerdeführer  entgegen  seiner  Angaben  zweifellos 
nicht  aus  F.__________,  sondern  aus  der  Region  G.__________ 
stamme,

dass das BFM auch in zutreffender Weise festgehalten haben dürfte, 
der  Beschwerdeführer  habe  seine  Verfolgungsvorbringen  in  wesent-
lichen  Punkten  widersprüchlich,  wenig  konkret,  detailliert  und 
differenziert dargelegt, weshalb sie den Anforderungen an die Glaub-
haftigkeit nicht genügten,

dass die Vorinstanz schliesslich den Vollzug der Wegweisung zu Recht 
als zulässig, zumutbar und möglich eingeschätzt haben dürfte,

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde zwar daran festhalte, 
er  stamme  aus  F.__________  und  habe  dort  ernsthafte  Nachteile 
erlitten,  und  er  in  diesem Zusammenhang  die  Einreichung  (...)  aus 
F.__________ im Original innert einer Woche in Aussicht stelle, wobei 
sich diese Dokumente bereits auf dem Weg in die Schweiz befänden,

dass  aufgrund  der  vorinstanzlichen  Abklärungen  (Knochenalters-, 
Dokumenten- und Lingua-Analyse) indes feststehen dürfte,  dass der 
Beschwerdeführer  die  Asylbehörden in  verschiedener  Hinsicht  (Alter 
und Herkunft) zu täuschen versucht habe,

dass das Einreichen gefälschter Dokumente erhebliche Zweifel an der 
persönlichen Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers hervorrufe,

dass unabhängig davon auch die geltend gemachten Verfolgungsvor-
bringen in zutreffender Weise als unglaubhaft qualifiziert worden sein 
dürften,

dass  mithin  die  Ausführungen  in  der  Beschwerde  und  die  darin  in 
Aussicht  gestellten  Beweismittel  nicht  geeignet  sein  dürften,  an  den 
vorinstanzlichen  Erwägungen  etwas  zu  ändern,  weshalb  davon  ab-
gesehen werden könne, die Nachreichung der angekündigten Unter-
lagen des Beschwerdeführers abzuwarten,

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dass  angesichts  der  dem  Beschwerdeführer  nachgewiesenen 
Täuschungsversuche und aufgrund dessen uneinsichtigem Festhalten 
an  seinen  bisherigen  Vorbringen  von  mutwilliger  Prozessführung  zu 
sprechen  sei,  was  praxisgemäss  eine  Verdoppelung  des  Kostenvor-
schusses rechtfertige,

dass der  Beschwerdeführer  mit  Schreiben vom 14. September  2010 
(Datum des Poststempels) eine (...) im Original nachreichte, während 
der darin ebenfalls erwähnte (...) nicht beilag,

dass der Kostenvorschuss am 24. September 2010 geleistet wurde,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  im Bereich  des  Asylrechts  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  ist,  weshalb  auf  die  form-  und  fristgerecht  ein-
gereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 108  Abs.  1  und  Art.  105 
AsylG i.V.m. Art. 37 VGG sowie Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass  – nachdem  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenver-
fügung vom 9. September  2010  in  ausführlicher  Begründung bereits 
die  Aussichtslosigkeit  der  Rekursbegehren  erkannt  hat  (vgl.  vor-
stehend Sachverhalt, S. 5 ff.) und seither keine wesentliche Änderung 
der  Akten-  und  Sachlage  eingetreten  ist  – kein  Anlass  zur  Durch-
führung eines Schriftenwechsels oder zu einem anderweitigen Rück-
kommen auf die Zwischenverfügung besteht,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  an-
erkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art.  3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält, 

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  das BFM in der angefochtenen Verfügung darlegt,  weshalb die 
geltend gemachten Verfolgungsvorbringen den Anforderungen an die 
Glaubhaftigkeit nicht genügen, und keine den Vollzug der Wegweisung 
in  den  Nordirak  undurchführbar  erscheinen  lassende  Gründe  vor-
liegen,

dass  sich  aufgrund  der  Akten die  vorinstanzlichen  Erwägungen  als 
zutreffend  erweisen,  insbesondere  auch  was  die  Herkunft  des  Be-
schwerdeführers aus dem Nordirak betrifft,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen daher auf die nicht zu be-
anstandenden  Ausführungen  des  BFM  in  der  angefochtenen  Ver-
fügung verwiesen werden kann,

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dass die  Vorbringen in  der  Rechtsmitteleingabe nicht  geeignet  sind, 
eine Änderung der angefochtenen Verfügung herbeizuführen,

dass  dem  Beschwerdeführer  bereits  mit  Zwischenverfügung  vom 
9. September  2010 (vgl. oben)  ausführlich  dargelegt  wurde,  weshalb 
seine  Vorbringen  auf  Beschwerdeebene  –  da  aussichtslos  –  keine 
Änderung in der Frage der  Flüchtlingseigenschaft und Durchführbar-
keit des Wegweisungsvollzugs in den Nordirak zu bewirken vermögen,

dass, um Wiederholungen zu vermeiden, daher ebenfalls vollumfäng-
lich  auf  die  Ausführungen in  der  erwähnten  Zwischenverfügung ver-
wiesen werden kann,

dass an diesem Ergebnis auch die beiden auf Beschwerdeebene im 
Original nachgereichten Dokumente (...)  nichts zu ändern vermögen, 
zumal diese im erstinstanzlichen Verfahren bereits in Kopie eingereicht 
worden  sind  und  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  der  Vorinstanz 
darin  einig  geht,  dass  solche  Dokumente  im  Irak  ohne  Weiteres 
unrechtmässig  oder  auf  käuflichem  Weg  erworben  werden  können, 
weshalb ihr Beweiswert als von vornherein äusserst gering einzustufen 
ist  und  angesichts  der  eindeutigen Schlussfolgerungen des  BFM im 
Zusammenhang  mit  dem  Alter  und  der  Herkunft  des 
Beschwerdeführers in casu nochmals erheblich herabzusetzen ist,

dass zusammenfassend festzuhalten ist, dass die geltend gemachten 
Verfolgungsvorbringen den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht 
genügen,

dass sie im Übrigen auch nicht als asylrelevant zu qualifizieren wären, 
selbst  wenn von deren Glaubhaftigkeit  ausgegangen werden könnte, 
da sie weder in ihrer Intensität noch Motivation den Anforderungen an 
Art. 3 AsylG genügen würden,

dass  es  dem Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die  Flüchtlings-
eigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), und  der  Beschwerdeführer in casu weder 
eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit 

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den gesetzlichen Bestimmungen steht  und zu bestätigen ist  (Art. 44 
Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt,  ob es Gründe gibt,  die dem Vollzug der Weg-
weisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen,  unzumut-
baren  oder  unmöglichen  Vollzugs  das  Anwesenheitsverhältnis  nach 
den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art.  44 
Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen  und  keine Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Kon-
vention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  sind,  die  dem  Be-
schwerdeführer in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat drohen könnte 
(Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
dorthin sprechen, nachdem das Bundesverwaltungsgericht in einem in 
BVGE  2008/5  publizierten  Urteil  aufgrund  einer  umfassenden  Be-
urteilung  der  aktuellen  Situation  in  den  nordirakischen  Provinzen 
Dohuk,  Erbil  und  Sulaymaniya  zum Schluss  gekommen  ist,  dass  in 
den  drei  kurdischen  Provinzen  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt 
herrscht  und  die  dortige  Lage  nicht  dermassen  angespannt  ist,  als 
dass  eine  Rückführung  dorthin  als  generell  unzumutbar  betrachtet 
werden müsste,

dass der Beschwerdeführer mit Ausnahme von wenigen Monaten den 
grössten  Teil  seines  Lebens  im  kurdischen  Nordirak  verbrachte  und 
angesichts  seiner  Angaben  zu  Alter  und  Herkunft,  welche  sich  auf-
grund  der  von  der  Vorinstanz  durchgeführten  Analysen  als  unwahr 
erwiesen haben, nicht davon auszugehen ist, er besitze dort kein Be-
ziehungsnetz,

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dass  er  noch  jung  ist  und,  soweit  aktenkundig,  an  keinen  schwer-
wiegenden  gesundheitlichen  Beeinträchtigungen  leidet,  weshalb  es 
ihm zuzumuten ist, sich in seinem Heimatstaat um eine Erwerbstätig -
keit zu bemühen,

dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, er 
würde  bei  einer  Rückkehr  in  eine  existenzbedrohende  Situation  ge-
raten, die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden Be-
stimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht des Beschwerde-
führers ist, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr notwendigen 
Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
bereits  mit  Zwischenverfügung vom 9.  September  2010  abgewiesen 
wurde, weshalb die Kosten des Verfahrens von Fr. 1'200.– (Art.  1-3 des 
Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG)  und  mit  dem am 24.  September  2010  in  gleicher  Höhe  ge-
leisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

Seite 11

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.– werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvor-
schuss gedeckt und werden mit diesem verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer
- das BFM, 
- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: 

Seite 12