# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dad0b50e-281e-5505-8ff2-950d1e35e331
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 29.11.2022 ZK1 2022 97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2022-97_2022-11-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 29. November 2022

Referenz ZK1 22 97

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Cavegn, Vorsitzender
Michael Dürst und Bergamin
Eckstein, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

B._____
Beschwerdeführerin

beide vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Flavia Buchli Jöri-
mann, Masanserstrasse 35, Postfach 414, 7001 Chur

Gegenstand Errichtung einer Beistandschaft, Ernennung Beistandsperson

Anfechtungsobj. Entscheid Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden 
vom 19.05.2022, mitgeteilt am 20.05.2022

Mitteilung 30. November 2022

2 / 18

Sachverhalt

A. A._____, geboren am _____ 1974, wurde nach einem Gewaltexzess ihres 
Ehemannes im C._____ behandelt und in ein künstliches Koma versetzt. Eine Ge-
fährdungsmeldung ging am 4. April 2022 bei der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde Nordbünden (nachfolgend: KESB Nordbünden) ein.

B. In der Folge eröffnete die KESB Nordbünden ein Abklärungsverfahren. Eine 
Mitarbeiterin des Abklärungsdienstes führte Gespräche mit D._____, dem Sohn 
von A._____, mit B._____, der Schwester von A._____, und der Opferhilfe 
Graubünden. Sie holte weitere Informationen bei der Steuerverwaltung und beim 
örtlich zuständigen Betreibungsamt ein. Gestützt darauf kam die KESB Nordbün-
den zunächst zum Schluss, dass kein Handlungsbedarf betreffend Massnahmen 
nach Erwachsenenschutz bestehe. Zunächst hat der Sohn und anschliessend die 
Schwester die finanziellen und administrativen Angelegenheiten von A._____ er-
ledigt.

C. Am 26. April 2022 wurde A._____ aus dem C._____ entlassen und in das 
Rehazentrum E._____ verlegt.

D. Am 2. Mai 2022 ersuchte Rechtsanwalt lic. iur. Gian Reto Bühler, welcher 
bislang mit einer Vollmacht des Sohnes von A._____ tätig war, um Errichtung ei-
ner Vertretungsbeistandschaft für das laufende Strafverfahren.

E. Mit Schreiben vom 3. Mai 2022 teilte die KESB Nordbünden dem Rehazen-
trum E._____ mit, dass aufgrund einer Meldung abgeklärt werde, ob für A._____ 
Massnahmen nach Erwachsenenschutzrecht notwendig seien, und ersuchte um 
eine Kurzbeurteilung des Schwächezustands bzw. der Schutz- und Hilfsbedürftig-
keit von A._____. Mit Schreiben vom 9. Mai 2022 bestätigten die zuständigen Ärz-
te des Rehazentrums E._____, dass A._____ auf einfache Fragen, die ihr aktuel-
les Befinden betreffen, einigermassen adäquat antworten könne. Zu komplexen 
Fragestellungen könne sie sich im Moment definitiv nicht äussern. Aktuell ergebe 
sich aufgrund der Einschränkungen von A._____ die Unfähigkeit, die eigenen An-
gelegenheiten selbständig und vernunftgemäss zu erledigen.

F. Am 10. Mai 2022 teilte die KESB Nordbünden dem Rechtsvertreter des 
Ehemanns telefonisch mit, dass für A._____ die Errichtung einer Beistandschaft in 
Aussicht gestellt werde. 

G. Am 11. Mai 2022 fand im Rehazentrum E._____ ein Gespräch zwischen 
einem Mitglied der Kollegialbehörde der KESB Nordbünden, A._____ und deren 

3 / 18

Sohn, D._____, statt. Dabei teilte das Behördenmitglied A._____ und deren Sohn 
mit, dass die KESB Nordbünden die Errichtung einer Beistandschaft und die Ein-
setzung von Frau F._____ als private Beistandsperson plane.

H. Mit Telefonat und E-Mail vom 12. Mai 2022 gab B._____, die Schwester 
von A._____, gegenüber der KESB Nordbünden zum Ausdruck, dass sie als Bei-
ständin ihrer Schwester eingesetzt werden möchte, da sie sich bislang um die fi-
nanziellen und administrativen Angelegenheiten ihrer Schwester gekümmert habe.

I. Mit Entscheid vom 19. Mai 2022 erkannte die Kollegialbehörde der KESB 
Nordbünden was folgt:

1. Für A._____ wird eine Beistandschaft nach Erwachsenenschutzrecht (Art. 
390 ZGB) errichtet.

2. Die Beistandsperson erhält die Aufgaben und Kompetenzen, A._____ im 
Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) in den nachfolgen-
den aufgelisteten Bereichen zu beraten, zu unterstützen und soweit nötig bei 
allen damit verbundenen Handlungen (Administration, Rechtsverkehr) zu 
vertreten:

a. Vermögensverwaltung (Art. 395 ZGB): Verwaltung des gesamten Einkom-
mens und Vermögens (insbesondere Bestreitung der Lebenskosten, Gel-
tendmachung von Forderungen und Leistungsansprüchen, Verwaltung sämt-
licher Mobilien und Immobilien inkl. Veräusserung, Verpfändung und andere 
dingliche Belastung von Grundstücken, Verkehr mit Banken, Post und ähnli-
chen Finanzinstituten);

b. Wohnen: stets für eine geeignete Wohnsituation bzw. Unterkunft für A._____ 
besorgt zu sein (insbesondere Mietverhältnis, Wohnungssuche, evtl. Wohn-
begleitung organisieren);

c. Medizin und Gesundheit: unter Berücksichtigung einer allfälligen Patienten-
verfügung für das gesundheitliche Wohl von A._____ sowie für hinreichende 
medizinische Versorgung besorgt zu sein (insbesondere Verkehr mit Ärzten 
und anderem medizinischen Betreuungspersonal, Prävention), wobei das 
Vertretungsrecht für medizinische Massnahmen bei Urteilsunfähigkeit (Art. 
378 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB) ausdrücklich eingeschlossen ist;

d. öffentliche Verwaltung: insbesondere Verkehr mit Steuerbehörden, Gemein-
den, Betreibungsamt;

4 / 18

e. Versicherungen: stets für eine ausreichende und geeignete Versicherungs-
deckung und Leistungssituation besorgt zu sein (insbesondere Sozialversi-
cherungen, private Versicherungen, Krankenkassen);

3. F._____ (G._____) wird zur Beistandsperson von A._____ ernannt.

4. [Aufgaben der Beistandsperson nach Erhalt der Ernennungsurkunde]

5. [Pflichten der Beistandsperson betreffend Berichterstattung und Meldung von 
Veränderungen]

6. Die Kosten im Verfahren Prüfung Erwachsenenschutzmassnahme werden 
auf Fr. 500.– festgesetzt und beim Fall belassen.

7. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Mitteilung schrift-
lich und begründet Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden, 
Poststrasse 14, 7001 Chur, erhoben werden. Für diese gesetzlich angeord-
nete Frist gilt kein Fristenstillstand (Art. 450 ff. ZGB, Art. 60 Abs. 1 und 4 
EGzZGB). Die aufschiebende Wirkung einer Beschwerde wird entzogen, 
wovon der Kostenpunkt ausgenommen wird (Art. 450c ZGB).

8. [Mitteilung]

J. Mit Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Nordbünden vom 20. Mai 
2022 wurde eine Vertretungsbeistandschaft in Bezug auf das laufende Strafver-
fahren errichtet und Rechtsanwalt lic. iur. Gian Reto Bühler als Fachbeistand ein-
gesetzt, womit ihm die Zustimmung zur Prozessführung erteilt wurde.

K. Gegen den Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Nordbünden vom 
19. Mai 2022 erhoben A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin 1) sowie 
B._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin 2), beide vertreten durch Rechtsan-
wältin lic. iur. Flavia Buchli Jörimann, mit Eingabe vom 20. Juni 2022 Beschwerde 
beim Kantonsgericht von Graubünden und beantragten die vollumfängliche Auf-
hebung des angefochtenen Entscheids, eventualiter die Aufhebung von Disposi-
tivziffer 3 des angefochtenen Entscheids und die Einsetzung der Beschwerdefüh-
rerin 2 als Beiständin der Beschwerdeführerin 1, alles unter Kosten- und Entschä-
digungsfolge zu Lasten des Staats.

L. Mit Beschwerdeantwort vom 8. Juli 2022 beantragte die KESB Nordbünden 
die kostenfällige Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden 
könne.

5 / 18

M. Mit Stellungnahme vom 26. Juli 2022 beantragten die Beschwerdeführerin-
nen 1 und 2 eine Anhörung der Beschwerdeführerin 1 und hielten im Übrigen an 
den mit Eingabe vom 20. Juni 2022 gestellten Rechtsbegehren und Standpunkten 
vollumfänglich fest.

N. Mit Noveneingabe vom 13. September 2022 reichte die Rechtsvertreterin 
der Beschwerdeführerinnen 1 und 2 einen ärztlichen Bericht der behandelnden 
Hausärztin, Dr. med. H._____, vom 8. September 2022 ein, welcher A._____ Ur-
teils- und Handlungsfähigkeit attestiert.

O. Am 26. Oktober 2022 fand die mündliche Verhandlung vor der I. Zivilkam-
mer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher die Beschwerdeführe-
rin 1 persönlich teilnahm und befragt wurde. Die Beschwerdeführerin 2 blieb der 
Verhandlung fern.

P. Auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin 1 anlässlich der richterlichen 
Befragung sowie auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und im 
angefochtenen Entscheid und auf die Verfahrensakten wird, soweit erforderlich, in 
den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1 Anfechtungsobjekt ist ein Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Nord-
bünden vom 19. Mai 2022 betreffend die Errichtung einer Beistandschaft, die Auf-
tragserteilung im Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft und die Ernennung der 
Beistandsperson. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen einen solchen Ent-
scheid beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. Nach Art. 60 
Abs. 1 EGzZGB (BR 210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die einzige 
kantonale Beschwerdeinstanz, wobei innerhalb des Kantonsgerichts die I. Zivil-
kammer zuständig ist (Art. 6 KGV [BR 173.000]).

1.2. Gemäss Art. 450 Abs. 3 ZGB ist die Beschwerde innert 30 Tagen seit Mit-
teilung des Entscheids der KESB schriftlich und begründet bei der Beschwerdein-
stanz einzureichen. Mit schriftlicher Eingabe vom 20. Juni 2022 haben die Be-
schwerdeführerinnen 1 und 2 die Frist gewahrt. Den Anforderungen an die Be-
gründung der Beschwerde wurde mit dieser Eingabe ohne Weiteres Genüge ge-
tan.

1.3.1. Zur Erhebung einer Beschwerde befugt sind gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB 
die am Verfahren beteiligten Personen (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahe-
stehenden Personen (Ziff. 2) sowie Personen, die ein rechtlich geschütztes Inter-

6 / 18

esse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 
3).

1.3.2. Mit den am Verfahren beteiligten Personen im Sinne von Art. 450 Abs. 2 
Ziff. 1 ZGB sind in erster Linie die betroffenen Personen gemeint, das heisst die 
natürlichen Personen, die von der behördlichen Massnahme als Hilfsbedürftige 
oder Schutzbefohlene unmittelbar berührt sind. Als Verfahrensbeteiligte gelten 
darüber hinaus auch weitere Personen, die am Verfahren vor der KESB tatsäch-
lich beteiligt waren oder denen mindestens ein Entscheid der KESB zugestellt 
wurde (vgl. Christoph Häfeli, Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 3. Aufl., Bern 
2021, Rz. 886; Daniel Steck, in: Rosch/Büchler/Jakob Hrsg., Erwachsenen-
schutzrecht, Einführung und Kommentar zu Art. 360 ff. ZGB und VBVV, 2. Aufl., 
Basel 2015, N 9a zu Art. 450 ZGB). Allerdings begründet der Umstand allein, dass 
eine Person im erstinstanzlichen Verfahren zur Stellungnahme eingeladen oder 
dass ihr der Entscheid eröffnet worden ist, noch keine Parteistellung im Sinne von 
Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB (vgl. BGE 141 III 353 E. 4.2; Lorenz Droese/Daniel 
Steck, in: Geiser/Fountoulakis Hrsg., Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, Art. 1-
456 ZGB, 6. Aufl., Basel 2018, N 29 f. zu Art. 450 ZGB). Die Beschwerdeführerin 
1, welche von der Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft unmittelbar betroffen 
ist, gilt ohne Weiteres als eine am Verfahren beteiligte Person und ist somit be-
schwerdelegitimiert. Hingegen kommt der Beschwerdeführerin 2 unter Ziff. 1 von 
Art. 450 Abs. 2 ZGB keine Beschwerdelegitimation zu. Entsprechend machen die 
Beschwerdeführerinnen 1 und 2 in ihrer Eingabe vom 20. Juni 2022 geltend, die 
Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin 2 stütze sich auf Art. 450 Abs. 2 
Ziff. 2 ZGB (siehe act. A.1, S. 3).

1.3.3. Gestützt auf Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB ist zur Beschwerde legitimiert, wer 
der betroffenen Person nahesteht, dadurch geeignet erscheint, deren Interessen 
wahrzunehmen und mit der Beschwerde auch tatsächlich die Interessen der be-
troffenen Person verfolgt. Mithin genügt die Eigenschaft als «nahestehende Per-
son» für sich alleine nicht für die Beschwerdelegitimation gemäss Art. 450 Abs. 2 
Ziff. 2 ZGB. Vielmehr muss sich aus der Nähe zur betroffenen Person auch eine 
Eignung zur Wahrung deren Interessen ergeben und überdies muss die naheste-
hende Person auch tatsächlich die Wahrung der Interessen der betroffenen Per-
son mit der Beschwerde bezwecken (vgl. BGer 5A_721/2019 v. 8.5.2020 E. 2.3.1 
m.w.H.). Nimmt die Drittperson hingegen eigene Interessen wahr, ist unerheblich, 
ob sie als nahestehende Person qualifizieren könnte. Ihre Beschwerdelegitimation 
richtet sich diesfalls nach den Voraussetzungen von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB 
(vgl. BGer 5A_746/2016 v. 5.4.2017 E. 2.3.3; 5A_112/2015 v. 7.12.2015 E. 

7 / 18

2.5.1.1). Da die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 Schwestern sind und die Be-
schwerdeführerin 1 nach ihrem Aufenthalt im Rehazentrum E._____ bei der Be-
schwerdeführerin 2 eingezogen ist, kann ohne Weiteres davon ausgegangen wer-
den, dass die Beschwerdeführerin 2 als «nahestehende Person» der Beschwerde-
führerin 1 zu qualifizieren ist, wie auch in der Beschwerdeschrift vom 20. Juni 
2022 ausführlich dargelegt (act. A.1, S. 3). Allein aus dem Umstand, dass mit der 
Beschwerde (eventualiter) die Nichteinsetzung der Beschwerdeführerin 2 als Bei-
ständin gerügt wird, kann nicht zwingend geschlossen werden, dass diese mit der 
Beschwerde eigene Interessen verfolgt. Das Amt als Beiständin ist mit Arbeit ver-
bunden und bringt der Beschwerdeführerin 2 kaum eigene Vorteile, zumal sie – 
soweit es sich aus den Verfahrensakten ergibt – nie geltend gemacht hat, dass sie 
für das Amt als Beiständin entschädigt werden möchte. Wenn sie sich dafür ein-
setzt, dass ihre private Hilfe die Errichtung einer Beistandschaft erübrigt und an-
sonsten wenigstens dem Wunsch der Beschwerdeführerin 1 entsprochen werden 
soll, tut sie dies offenkundig in deren Interesse. Dies zeigt sich auch darin, dass 
sie sich an keiner Stelle auf eigene Rechte beruft, sondern auf die bisher geleiste-
te Unterstützung verweist und geltend macht, für die Beschwerdeführerin 1 «da 
sein und das Richtige für sie tun» zu wollen (act. A.3, S. 2). Die Beschwerdelegi-
timation der Beschwerdeführerin 2 ist daher gestützt auf Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 
ZGB zu bejahen.

1.3.4. Damit kann zusammenfassend festgehalten werden, dass die Beschwerde-
führerin 1 gestützt auf Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB und die Beschwerdeführerin 2 
gestützt auf Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB zur Beschwerde gegen den angefochtenen 
Entscheid legitimiert sind.

1.4. In vorstehendem Zusammenhang wurde die Frage aufgeworfen, ob die an 
Rechtsanwältin lic. iur. Flavia Buchli Jörimann erteilte Vollmacht vom 2. Juni 2022 
rechtsgültig ist (vgl. KESB act. 56). Nebst der Vollmacht wurde mit der Beschwer-
de ein handschriftliches Schreiben der Beschwerdeführerin 1 eingereicht (act. 
B.3). Es wurde geltend gemacht, dass anhand der Verfahrensakten nicht festge-
stellt werden könne, ob sie dieses Schreiben aus eigenem Antrieb verfasst habe 
und ob sie zu diesem Zeitpunkt urteilsfähig gewesen sei. Einer Aktennotiz der 
KESB Nordbünden ist zu entnehmen, dass anlässlich eines Gesprächs der Bei-
ständin mit der Beschwerdeführerin 1 vom 23. Juni 2022, an welchem auch die 
Beschwerdeführerin 2 anwesend war, die Beiständin die Beschwerdeführerin 1 auf 
die beim Kantonsgericht von Graubünden eingereichte Beschwerde angesprochen 
hat. Die Beschwerdeführerin 1 habe nicht gewusst, dass eine Beschwerde in ih-
rem Namen eingereicht worden sei. Darauf habe die Beschwerdeführerin 2 be-

8 / 18

merkt, dass sie der Beschwerdeführerin 1 noch nichts von der Beschwerde erzählt 
habe, dies aber in ihrem Interesse sei (KESB act. 61). Die Beschwerdeführerinnen 
1 und 2 liessen jedoch diese Ausführungen in ihrer Stellungnahme vom 26. Juli 
2022 explizit bestreiten (act. A.3, S. 2).. 

Im Rahmen der persönlichen Anhörung anlässlich der Hauptverhandlung vom 26. 
Oktober 2022 kam die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden zur 
Überzeugung, dass es der Beschwerdeführerin 1 am Willen zur Beschwerde-
führung nicht fehlte. Sie gab unmissverständlich zum Ausdruck, dass sie sich 
selbständig um ihre administrativen und finanziellen Angelegenheiten kümmern 
wolle, allenfalls unter Zuhilfenahme ihrer Schwester, der Beschwerdeführerin 2 
(act. H.2, S. 2). Damit gab sie der I. Zivilkammer des angerufenen Gerichts klar zu 
verstehen, dass sie mit dem angefochtenen Entscheid nicht einverstanden war, 
womit der Wille zur Beschwerdeführung ohne Weiteres bejaht werden kann.

2.1. Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen. Zu beachten sind insbesondere die 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. 
ZGB), die auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar 
sind, soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften 
enthält (vgl. Droese/Steck, a.a.O., N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für 
die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialma-
xime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung 
von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsät-
ze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde und erstreckt sich – wenn auch teilweise in abgeschwächter Form – nach 
dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor der gericht-
lichen Beschwerdeinstanz (vgl. Luca Maranta/Christoph Auer/Michèle Marti, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 
2018, N 1 f. zu Art. 446 ZGB m.w.H.). Mit der Beschwerde können gemäss Art. 
450a Abs. 1 ZGB Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessen-
heit (Ziff. 3) gerügt werden.

2.2.1. Die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 beantragten mit Eingaben vom 20. Juni 
2022 sowie 26. Juli 2022 eine Verhandlung vor dem Kantonsgericht von Graubün-
den. Im Wesentlichen machten sie geltend, dass die Beschwerdeführerin 2 die 
Beschwerdeführerin 1 entgegen den Ausführungen der Beiständin vom 24. Juni 
2022 über die Einreichung der Beschwerde orientiert und dass die Rechtsvertrete-

9 / 18

rin die Beschwerde direkt mit der Beschwerdeführerin 1 besprochen habe (vgl. 
KESB act. 61). Des Weiteren stütze sich die KESB Nordbünden bei ihrer Beurtei-
lung auf «offensichtlich falsche Annahmen», wenn sie davon ausgehe, dass die 
Beschwerdeführerin 2 nicht im Interesse der Beschwerdeführerin 1 handle und 
deswegen nicht als Beiständin in Frage käme (zum Ganzen act. A.3, S. 2).

2.2.2. Sofern weder das ZGB noch das EGzZGB eine Regelung enthalten, sind 
die Regelungen für die zivilprozessuale Berufung sinngemäss anwendbar (Art. 
450f ZGB und Art. 60 Abs. 5 EGzZGB). Demnach kann die Rechtsmittelinstanz 
gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO aufgrund der Akten und ohne Durchführung einer 
mündlichen Hauptverhandlung entscheiden. Die Durchführung einer mündlichen 
Hauptverhandlung ist mithin nicht zwingend. Um den aktuellen Gesundheitszu-
stand der Beschwerdeführerin 1 beurteilen zu können, hat der Vorsitzende der I. 
Zivilkammer mit Verfügung vom 3. Oktober 2022 jedoch zu einer Verhandlung 
vorgeladen (act. D.8). Am 26. Oktober 2022 hat vor der I. Zivilkammer des Kan-
tonsgerichts von Graubünden die mündliche Hauptverhandlung stattgefunden, an 
welcher die Beschwerdeführerin 1 persönlich teilnahm und angehört wurde (vgl. 
act. H.2). Dem Antrag der Beschwerdeführerinnen 1 und 2 wurde somit entspro-
chen.

2.3. Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung, sofern die Erwachsenen-
schutzbehörde oder die gerichtliche Beschwerdeinstanz nichts Anderes verfügt 
(Art. 450c ZGB). Vorliegend wurde in Ziffer 7 des Dispositivs des angefochtenen 
Entscheids einem allfälligen Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung entzogen. 
Die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 stellten in der Beschwerde keinen Antrag, 
dem Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung zu erteilen, weshalb es für die I. Zi-
vilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden keinen Anlass gab, der Be-
schwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

3.1. Als Hauptbegehren beantragt die Beschwerdeführerin 1 die vollständige 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids (act. A.1, S. 2).

Im Wesentlichen rügt sie, dass die Voraussetzungen für die Errichtung einer Bei-
standschaft nicht gegeben seien. Zwar liege ein Schwächezustand vor, indessen 
könne die Beschwerdeführerin 1 ihre Angelegenheiten selber erledigen bzw. lasse 
sie durch die Beschwerdeführerin 2 erledigen, sofern sie dazu nicht selbst in der 
Lage sei. Mithin fehle es an der Voraussetzung des Schutzbedürfnisses der Be-
schwerdeführerin 1 (act. A.1, S. 5). Ferner habe sich die Situation der Beschwer-
deführerin 1 seit dem 3. Mai 2022 in gesundheitlicher Hinsicht verändert und sie 
könne nun angehört werden. Eine persönliche Anhörung sei unumgänglich, um 

10 / 18

das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin 1 zu wahren. Entsprechend verletze 
der Entscheid der KESB Nordbünden vom 19. Mai 2022 Art. 390 ZGB sowie Art. 
29 Abs. 2 BV (ibid., S. 6). Zudem rügen die Beschwerdeführerinnen eine Verlet-
zung von Art. 394 Abs. 1 ZGB, da die Beschwerdeführerin 1 zum heutigen Zeit-
punkt nicht vertreten werden müsse (ibid., S. 7).

3.2. Die KESB Nordbünden begründete die Errichtung der Vertretungsbeistand-
schaft damit, dass die Beschwerdeführerin 1 aufgrund des erlittenen schweren 
Schädelhirntraumas derzeit nicht in der Lage sei, ihre Angelegenheiten in den Be-
reichen Vermögensverwaltung, Wohnen, Medizin und Gesundheit, öffentliche 
Verwaltung sowie Versicherungen zu erledigen, weshalb eine Beistandschaft zu 
errichten sei. Auf eine persönliche Anhörung der Beschwerdeführerin 1 zur beab-
sichtigten Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft sei aufgrund der kognitiven 
Einschränkungen verzichtet worden, es habe aber ein persönliches Gespräch mit 
ihr stattgefunden, anlässlich welchem ihr die geplanten Massnahmen eröffnet und 
erklärt worden seien (KESB act. 40 E. 2). Als Beiständin sei F._____ eingesetzt 
worden, da es aufgrund der komplexen Situation einer erfahrenen und aussenste-
henden Fachperson bedürfe. Eine familieninterne Lösung, wie von der Beschwer-
deführerin 2 vorgeschlagen, scheide aus. Es bestünde die Gefahr der Überforde-
rung und von Rollenkonflikten (KESB act. 40 E. 3). In ihrer Beschwerdeantwort 
vom 8. Juli 2022 hielt die KESB an den Ausführungen im angefochtenen Ent-
scheid vollumfänglich fest (act. A.2).

4.1. Was die Verletzung des rechtlichen Gehörs aufgrund der unterlassenen 
persönlichen Anhörung betrifft, so kann den Ausführungen der Beschwerdeführe-
rinnen nicht gefolgt werden. Die betroffene Person wird persönlich angehört, so-
weit dies nicht als unverhältnismässig erscheint (Art. 447 Abs. 1 ZGB). Für den 
Anspruch auf rechtliches Gehör der am Verfahren beteiligten Personen gilt Art. 29 
Abs. 2 BV, wobei das Recht gemäss Art. 447 Abs. 1 ZGB, persönlich (d.h. münd-
lich) angehört zu werden, lediglich der von der Massnahme betroffenen Person 
zukommt. Ausnahmsweise kann vom Grundsatz der persönlichen Anhörung ab-
gewichen werden, sofern die persönliche Anhörung nach den gesamten Umstän-
den als unverhältnismässig erscheint (BGer 5A_611/2017 v. 31.10.2018 E. 7.1 ff.). 
Der Umstand allein, dass die physische oder psychische Gesundheit einer betrof-
fenen Person die Durchführung erschwert, lässt eine persönliche Anhörung jedoch 
nicht von vornherein als unnötig erscheinen, wobei dabei aber auch ein Besuch 
oder ein Augenschein als Anhörung im Sinne von Art. 447 Abs. 1 ZGB qualifizie-
ren (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Er-
wachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht], BBl 2006 7001, S. 7079).

11 / 18

4.2. Gemäss dem externen Austrittsbericht des C._____ erlitt die Beschwerde-
führerin 1 infolge des Gewaltexzesses ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. 
Zunächst war die Beschwerdeführerin 1 nicht in der Lage, Aufforderungen zu be-
folgen oder eine verbale Kommunikation zu führen. Im Verlauf war sodann eine 
Kommunikation möglich, jedoch nur mit einzelnen Worten, wobei die Aufmerk-
samkeitsspanne weiterhin beschränkt gewesen war (KESB act. 15). Mit E-Mail 
vom 27. April 2022 und Telefonat von 4. Mai 2022 teilte Rechtsanwalt lic. iur. Gian 
Reto Bühler der KESB Nordbünden mit, dass der Gesundheitszustand der Be-
schwerdeführerin 1 nicht gut und ihre Kommunikationsfähigkeit nicht gegeben sei-
en. Es sei davon auszugehen, dass sich ihr Gesundheitszustand «zeitnah nicht 
verbessern» werde und «von einer längerdauernden Handlungsunfähigkeit» aus-
zugehen sei. Entsprechend finde auch keine Einvernahme der Beschwerdeführe-
rin 1 durch die Strafverfolgungsbehörden statt, da sie derzeit nicht einvernahme-
fähig sei (KESB act. 13 und 20). Nach Verlegung der Beschwerdeführerin 1 am 
27. April 2022 in das Rehazentrum E._____ erfolgte am 9. Mai 2022 eine Kurzbe-
urteilung durch den behandelnden Arzt, Dr. med. I._____. Diese Beurteilung wur-
de von der KESB Nordbünden einzig für die Abklärung, ob eine persönliche An-
hörung aufgrund des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin 1 durchge-
führt werden könnte, eingeholt (vgl. act. A.2, S. 1) – mithin also zur Wahrung des 
rechtlichen Gehörs. Er hielt fest, dass eine ausgeprägte kognitive Einschränkung 
bestehe und sie sich zu komplexen Fragestellungen definitiv nicht äussern könne. 
Eine persönliche Anhörung zur geplanten Massnahme erachtete der behandelnde 
Arzt als derzeit noch nicht zumutbar (KESB act. 28). Entsprechend hat die KESB 
Nordbünden auf eine persönliche Anhörung verzichtet und dafür ein persönliches 
Gespräch mit der Beschwerdeführerin 1 geführt, an welchem auch ihr Sohn anwe-
send war. Anlässlich dieses Gesprächs wurde die geplante Errichtung einer Bei-
standschaft thematisiert (KESB act. 31). Somit war es der Beschwerdeführerin 1 
nicht verwehrt, sich zur geplanten Massnahme zu äussern und die KESB Nord-
bünden hat sich vor Erlass des Entscheids ein eigenes Bild von der Situation ver-
schaffen können (vgl. act. A.2, S. 1), wie auch das Gesprächsprotokoll belegt 
(vgl. KESB act. 31).

4.3. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 1 verbesserte sich stetig 
und mit ärztlichem Bericht vom 8. September 2022 attestierte ihre behandelnde 
Hausärztin, Dr. med. H._____, der Beschwerdeführerin 1 Urteils- und Handlungs-
fähigkeit (act. D.6.1), woraufhin der Vorsitzende der I. Zivilkammer mit Verfügung 
vom 3. Oktober 2022 zur Verhandlung am 26. Oktober 2022 vorlud, an welcher 
die Beschwerdeführerin 1 persönlich angehört wurde (vgl. dazu auch vorstehend 

12 / 18

E. 2.2.2). Damit wäre eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die 
Vorinstanz ohnehin geheilt.

5.1. Die allgemeinen Voraussetzungen der Beistandschaft werden in Art. 390 
ZGB definiert. Danach errichtet die Erwachsenenschutzbehörde unter anderem 
eine Beistandschaft, wenn eine volljährige Person wegen einer geistigen Behinde-
rung, einer psychischen Störung oder eines ähnlichen in der Person liegenden 
Schwächezustands ihre Angelegenheiten nicht selbst ausführen kann (Art. 390 
Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Die Wendung des «ähnlichen in der Person liegenden 
Schwächezustands» ist als Generalklausel und Auffangnorm zu verstehen und 
umfasst – bei der erforderlichen Zurückhaltung – alle denkbaren physischen und 
psychischen Beeinträchtigungen, aber auch Unerfahrenheit, Unfähigkeit einer 
Person und Charakterschwächen (BGer 5A_844/2017 v. 15.5.2018 E. 3.1 ff.; 
5A_417/2018 v. 17.10.2018 E. 4.1 ff.). Damit eine Beistandschaft errichtet werden 
kann, muss ein Schwächezustand vorliegen, der diese Massnahme für die Inter-
essenwahrung und den Schutz der hilfsbedürftigen Person als angezeigt erschei-
nen lässt (vgl. Helmut Henkel, in: Geiser/Reusser Hrsg., Basler Kommentar zum 
Erwachsenenschutz, Basel 2012, N. 11 f. zu Art. 390 ZGB).

5.2. Das Kantonsgericht als Beschwerdeinstanz hat die Voraussetzungen für die 
Errichtung einer Beistandschaft im Zeitpunkt des Beschwerdeentscheides zu prü-
fen. Mit anderen Worten ist massgebend, wie sich die Sachlage bzw. der Zustand 
der Beschwerdeführerin 1 im Zeitpunkt des Entscheids präsentiert. 

Aus der Kurzbeurteilung durch den behandelnden Arzt vom 9. Mai 2022 erhellt, 
dass zu jenem Zeitpunkt eine ausgeprägte kognitive Einschränkung bestanden 
hat. Die Beschwerdeführerin 1 hat sich zu komplexen Fragestellungen nicht äus-
sern können und es hat die Unfähigkeit bestanden, die eigenen Angelegenheiten 
selbständig und vernunftgemäss zu erledigen (KESB act. 28). Die telefonischen 
Mitteilungen des behandelnden Arztes vom 13. Juni 2022 und der Beiständin vom 
24. Juni 2022 bestätigen, dass der Schwächezustand über den 9. Mai 2022 hin-
aus fortgedauert hat. Der behandelnde Arzt taxierte die Beschwerdeführerin 1 am 
13. Juni 2022 als «nicht urteilsfähig» in Bezug auf ihr Gesuch um Akteneinsicht in 
die medizinischen Akten (KESB act. 59). Die Beiständin wiederum konnte aus ih-
rer Sicht am 24. Juni 2022 zwar eine Verbesserung des körperlichen Zustands der 
Beschwerdeführerin 1 feststellen, nicht jedoch des geistigen (KESB act. 61). Auch 
die Beschwerdeführerinnen führen in ihrer Beschwerdeschrift vom 20. Juni 2022 
aus, dass «die Voraussetzung eines objektiven Schwächezustandes der Be-
schwerdeführerin 1 wohl vorliege» (act. A.1, S. 5). Mit Noveneingabe vom 13. 
September 2022 (act. D.6) legten die Beschwerdeführerinnen den ärztlichen Be-

13 / 18

richt der behandelnden Hausärztin, Dr. med. H._____, vom 8. September 2022 ins 
Recht, wonach die Beschwerdeführerin 1 urteils- und handlungsfähig sei, mithin 
«fähig sei, ein Urteil zu fällen und ihren eigenen Willen zu erkennen und dafür ein-
zustehen» (act. D.6.1). 

Anlässlich der persönlichen Anhörung im Rahmen der Hauptverhandlung vom 26. 
Oktober 2022 zeigte sich, dass der vom behandelnden Arzt und der Beiständin 
festgestellte Schwächezustand so nicht (mehr) vorhanden war. Die Beschwerde-
führerin 1 war in der Lage, zu allen Fragen des Vorsitzenden und der Beisitzer der 
I. Zivilkammer Stellung zu nehmen, sich mündlich verständlich und kohärent aus-
zudrücken. Entsprechend war für das Kantonsgericht eine deutliche Besserung 
der kognitiven Fähigkeiten der Beschwerdeführerin 1 ohne Weiteres festzustellen, 
insbesondere im Vergleich zu der Kurzbeurteilung vom 9. Mai 2022, allerdings 
unter Berücksichtigung, dass die Fragen, welche der Beschwerdeführerin 1 im 
Rahmen der persönlichen Anhörung gestellt wurden, nicht komplexer Natur wa-
ren. Dennoch gilt es festzuhalten, dass eine gewisse kognitive Beeinträchtigung 
immer noch vorhanden ist, was auch die Beschwerdeführerin 1 im Rahmen der 
Anhörung zu erkennen gegeben hat (vgl. act. H.2), und deswegen die Beschwer-
deführerin 1 regelmässig in Therapie geht und auf Unterstützung aus ihrem Um-
feld angewiesen ist (vgl. act. H.2, S. 2). Ob sich unter diesen Umständen – und in 
Würdigung des ärztlichen Attests vom 8. September 2022 – ein objektiver 
Schwächezustand noch feststellen lässt, ist fraglich. Ob tatsächlich ein objektiver 
Schwächezustand gegeben ist, kann letztlich offenbleiben, weil die Errichtung ei-
ner Beistandschaft ohnehin am Grundsatz der Subsidiarität scheitert (vgl. nach-
stehend E. 5.6). 

5.3. Als Voraussetzung für die Anordnung einer Beistandschaft ist zusätzlich 
zum Schwächezustand erforderlich, dass die betroffene Person als Folge des 
Schwächezustandes die eigenen Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht 
zweckmässig besorgen kann. Mit anderen Worten muss ihr die Fähigkeit zur Aus-
übung des Selbstbestimmungsrechts in Bezug auf die zu erledigende Angelegen-
heit faktisch oder rechtlich fehlen oder diese derart beeinträchtigt sein, dass ei-
genverantwortliches Entscheiden nicht mehr möglich oder zumindest erschwert 
ist. Abzustellen ist auf die jeweils aktuellen Verhältnisse (Yvo Biderbost/Helmut 
Henkel, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch, Art. 
1-456 ZGB, 6. Aufl., Basel 2018, N 17 zu Art. 390 ZGB).

5.4. Alle involvierten Fachpersonen sahen die Beschwerdeführerin 1 nicht in der 
Lage, ihre Angelegenheiten zweckmässig und in ihrem wohlverstandenen Interes-
se selbständig zu verfolgen. Der behandelnde Arzt sprach in seiner Kurzbeurtei-

14 / 18

lung vom 9. Mai 2022 von einer ausgeprägten kognitiven Einschränkung (KESB 
act. 28, Antwort auf Frage 2). Anlässlich des persönlichen Gesprächs mit einem 
Mitglied der KESB Nordbünden schien die Beschwerdeführerin 1 nicht in der Lage 
zu sein, komplexe Fragestellungen richtig einzuschätzen und zu beantworten 
(KESB act. 31). Die jüngste Beurteilung durch die Beiständin datiert vom 23. Juni 
2022. Sie verneint eine Verbesserung der geistigen Verfassung der Beschwerde-
führerin 1 und weist insbesondere darauf hin, dass die Beschwerdeführerin 1 sich 
immer an die ebenfalls anwesende Beschwerdeführerin 2 gerichtet habe, wenn sie 
eine Frage hätte selbständig beantworten sollen (KESB act. 61). Anlässlich der 
persönlichen Anhörung vom 26. Oktober 2022, an welcher die Beschwerdeführe-
rin 2 eben gerade nicht anwesend war, war die Beschwerdeführerin ohne Weite-
res in der Lage, selbständig die Fragen der I. Zivilkammer zu beantworten (vgl. 
act. H.2). Allerdings gab die Beschwerdeführerin 1 dabei von sich aus zu beden-
ken, dass sie ihre finanziellen und administrativen Angelegenheiten wohl lediglich 
mit Unterstützung ihres Sohnes, ihrer Schwester oder ihrer Freundinnen werde 
erledigen können. Insofern äusserte die Beschwerdeführerin 1 selbst Zweifel an 
ihrer Fähigkeit, die eigenen Angelegenheiten selbständig und zweckmässig be-
sorgen zu können. So antwortete sie auf die Frage des Vorsitzenden, wie sie den 
Alltag zu meistern gedenke, wenn die Beistandschaft aufgehoben werden würde, 
dass man «Post und Bank wisse» und falls sie es eben nicht wisse, dann sei ihre 
Schwester da, ihr Sohn und ihre Kolleginnen. Ferner brachte sie zum Ausdruck, 
dass sie bislang mit der Steuererklärung nie etwas «zu tun gehabt habe» (act. 
H.2, S. 2). Wenn sie Hilfe benötige, so die Beschwerdeführerin 1, dann melde sie 
sich zuerst bei ihrer Schwester, anschliessend bei Kolleginnen (act. H.2, S. 3). 
Entsprechend scheint sie weiterhin Hilfe und Unterstützung in Anspruch zu neh-
men. Es ist anzunehmen, dass in Anbetracht dieser Umstände die komplexen 
Problemstellungen der Beschwerdeführerin 1 vor allem in Sachen Vermögensver-
waltung von ihr zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht komplett selbständig in einer 
zweckmässigen Art und Weise erledigt werden könnten, sondern sie – zumindest 
teilweise – Unterstützung bedarf. Auch ob ein Schutzbedürfnis tatsächlich gege-
ben ist, kann insofern offenbleiben, als die Errichtung einer Beistandschaft am 
Grundsatz der Subsidiarität scheitert (vgl. nachstehend E. 5.6). 

5.5. Alle behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes unterstehen den 
Maximen der Subsidiarität und der Verhältnismässigkeit (Art. 389 ZGB). Subsidia-
rität (Art. 389 Abs. 1 ZGB) bedeutet, dass behördliche Massnahmen nur anzuord-
nen sind, wenn die Betreuung der hilfsbedürftigen Person auf andere Weise nicht 
angemessen sichergestellt ist (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-

15 / 18

desrecht], BBl 2006 7042 Ziff. 2.2.1). Ist die gebotene Unterstützung der hilfsbe-
dürftigen Person auf andere Art – durch die Familie, andere nahestehende Perso-
nen (vgl. dazu BGer 5A_663/2013 v. 5.11.2013 E. 3) oder private oder öffentliche 
Dienste – schon gewährleistet, so ordnet die Erwachsenenschutzbehörde keine 
Massnahme an (Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Kommt sie demgegenüber zum 
Schluss, die vorhandene Unterstützung sei nicht ausreichend oder von vornherein 
ungenügend, so muss ihre behördliche Massnahme verhältnismässig, d.h. erfor-
derlich und geeignet sein (Art. 398 Abs. 2 ZGB). Die KESB hat dabei nicht gesetz-
lich fest umschriebene, starre Massnahmen, sondern "Massnahmen nach Mass" 
zu treffen, d.h. solche, die den Bedürfnissen der betroffenen Person entsprechen 
(Art. 391 Abs. 1 ZGB). Zu beachten ist der Grundsatz "So viel staatliche Fürsorge 
wie nötig, so wenig staatlicher Eingriff wie möglich". Dies gilt auch für die Errich-
tung einer Vertretungsbeistandschaft (BGE 140 III 49 E 4.3.1 mit Hinweisen). Die 
Wahrung der Verhältnismässigkeit bedeutet folglich, auf eine Massnahme zu ver-
zichten, wenn sie nach Prüfung der näheren Umstände als unnötig und aller Vor-
aussicht nach als unwirksam erkannt wird.

5.6. Die Beschwerdeführerin 1 hat keine eigene Vorsorge getroffen und die Ver-
tretung durch den Ehemann kommt aufgrund der Umstände offensichtlich nicht in 
Frage.

Die KESB Nordbünden vertrat mit Entscheid vom 19. Mai 2022 die Ansicht, dass 
sich die aktivierten Unterstützungen wie der Kliniksozialdienst und die Unterstüt-
zung aus dem familiären Umfeld durch den Sohn und die Beschwerdeführerin 2 
aufgrund der umfassenden Vertretungsbedürftigkeit der Beschwerdeführerin 1, der 
Komplexität der Situation sowie aufgrund verschiedener Rollenfunktionen als nicht 
mehr ausreichend und auch nicht als sinnvoll erweisen würden (act. B.0 E. 1 in 
fine). Entsprechend hat die KESB Nordbünden der Beschwerdeführerin 2 am 
12. Mai 2022 – und damit vor Erlass des angefochtenen Entscheids – telefonisch 
mitgeteilt, dass die Kollegialbehörde sie nicht als geeignete Beiständin erachte, 
und zwar aufgrund der emotionalen Belastung und der notwendigen Kontaktauf-
nahme zum Ehemann (KESB act. 32).

Da die Beschwerdeführerin 1 in der Beschwerdeschrift vom 20. Juni 2022 das 
Schutzbedürfnis verneint hatte (vgl. act. A.1, S. 5), verzichtete sie auf Ausführun-
gen zur Subsidiarität und Verhältnismässigkeit der Massnahme, führte aber zum 
Schutzbedürfnis aus, dass sich die Beschwerdeführerin 1 für die Angelegenheiten, 
welche sie nicht selbständig erledigen könne, Hilfe besorge. So habe die Be-
schwerdeführerin 2 vor Errichtung der Beistandschaft geholfen, die Rechnungen 
zu bezahlen, die Gespräche mit den Ärzten und den Betreuern zu führen, die Post 

16 / 18

an die Adresse der Schwester umzuleiten, die notwendige Korrespondenz mit den 
Ämtern zu führen und für die verschiedenen Rechtsverfahren, welche angestan-
den haben, die entsprechende Rechtsvertretung zu besorgen (ibid.).

Der Auffassung der KESB Nordbünden, dass der Grundsatz der Subsidiarität mit 
der angeordneten Massnahme gewahrt werde, ist nicht zu folgen. Aus dem ange-
fochtenen Entscheid ergibt sich nicht, inwiefern ein konkreter Unterstützungsbe-
darf gegeben sein soll, welchen die Beschwerdeführerin 2 im Sinne einer familien-
internen Hilfe nicht adäquat abdecken könnte bzw. hätte abdecken können. Die 
KESB Nordbünden sah in der Unterstützung der Beschwerdeführerin 2 die Gefahr 
von Rollenkonflikten, namentlich in Bezug auf das belastete Verhältnis zum Ehe-
mann der Beschwerdeführerin 1 (act. B.0 E. 3). Ein direkter Kontakt mit dem 
Ehemann scheint in Anbetracht der bereits bestehenden (beidseitigen) anwaltli-
chen Vertretung im Straf- und Scheidungsverfahren nicht unumgänglich. Das 
Scheidungsverfahren scheint zudem gemäss den Ausführungen der Rechtsvertre-
terin der Beschwerdeführerin 1 kurz vor Abschluss zu stehen (vgl. H.2, S. 2 in fi-
ne), womit sich zeitnah der Kontakt zum Ehemann ohnehin erübrigen würde. Fer-
ner entspricht es auch dem ausdrücklichen Wunsch der Beschwerdeführerin 1, 
dass sich – sofern notwendig – ihre Schwester, die Beschwerdeführerin 2, um ihre 
Angelegenheiten kümmere, zumal die Beschwerdeführerin 2 bereits jetzt im Kon-
takt mit der Beiständin stehe und auf deren Anweisung tätig sei (vgl. H.2, S. 2 und 
3). Schliesslich scheint die Beschwerdeführerin 2 sowohl die fachlichen als auch 
die persönlichen Eigenschaften mitzubringen, welche es für die Unterstützung der 
Beschwerdeführerin 1 in deren administrativen und finanziellen Angelegenheiten 
bedarf sowie genügend Zeit, um sich diesen Aufgaben zu widmen (vgl. act. A.1, S. 
10). Somit verfügt die Beschwerdeführerin 1 über eine genügende Unterstützung 
durch die Beschwerdeführerin 2. Die Gefahr von Rollenkonflikten besteht zudem 
nicht. Aus diesem Grund rechtfertigt sich die Errichtung einer behördlichen Mass-
nahme nicht bzw. hat die KESB den Grundsatz der Subsidiarität mit der angeord-
neten Massnahme verletzt. 

5.7. Eine eingehende Prüfung der Verhältnismässigkeit der angeordneten 
Massnahme erübrigt sich damit. Ebenso erübrigt sich auch eine Prüfung der Even-
tualbegehren der Beschwerdeführerinnen 1 und 2, wonach die Beschwerdeführe-
rin 2 als Beiständin einzusetzen sei. 

5.8. Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die Vorausset-
zungen für die Errichtung einer Beistandschaft nach Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB 
nicht erfüllt sind. Die Beschwerde ist gutzuheissen und der angefochtene Ent-
scheid ist somit aufzuheben. 

17 / 18

6. Nachdem die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von der KESB Nordbün-
den einstweilen beim Verfahren belassen wurden (vgl. act. B.1, Dispositiv-Ziffer 6) 
und Kosten im Zusammenhang mit der eingesetzten Beiständin entstanden sind, 
hat die Vorinstanz darüber noch zu befinden, weshalb die Sache diesbezüglich zu 
neuem Entscheid an die KESB Nordbünden zurückzuweisen ist. Allerdings ist 
darauf hinzuweisen, dass bei deren Festlegung zu beachten ist, dass der Grund-
satz der Subsidiarität verletzt worden ist und eine genügende Unterstützung der 
Beschwerdeführerin 1 durch die Beschwerdeführerin 2 bestanden hat (vgl. vorste-
hende E. 5.6).  

7.1. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 Abs. 5 
EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die Pro-
zesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO grundsätzlich der unterliegenden Partei 
auferlegt. Bei diesem Ausgang des Verfahrens dringen die Beschwerdeführerin-
nen im Hauptantrag durch, womit die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu Las-
ten des Kantons Graubünden gehen. 

7.2. Die Gerichtskosten werden auf CHF 1'500.00 festgesetzt (vgl. Art. 10 der 
Verordnung über die Gerichtsgebühren im Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]) und 
gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. Zudem hat der Kanton Graubünden 
die Beschwerdeführerinnen für das Beschwerdeverfahren zu entschädigen (Art. 
450f ZGB i.V.m. Art. 95 ZPO i.V.m. Art. 105 und Art. 106 ZPO). Die Rechtsvertre-
terin der Beschwerdeführerinnen macht mit Honorarnote vom 26. Oktober 2022 
einen zu entschädigenden Aufwand von 14.38 Stunden zu einem Ansatz von CHF 
200.00 pro Stunde und damit eine Entschädigung von insgesamt CHF 3'212.60 
(inkl. Spesenpauschale von 3% und MwSt. von 7.7%) geltend (act. G.3). Der ver-
rechnete Stundenansatz entspricht der Honorarvereinbarung vom 2. Juni 2022 
(act. G.1 und G.2) und die Barauslagen der praxisgemäss gewährten Spesenpau-
schale von 3% (vgl. ZK1 20 31 v. 20.4.2021 E. 1.4.2). Der geltend gemachte 
Zeitaufwand erscheint angesichts der sich stellenden Rechts- und Sachverhalts-
fragen sowie der eingereichten Rechtsschriften angemessen. Die Beschwerdefüh-
rerinnen sind somit für das Verfahren vor Kantonsgericht mit CHF 3'212.60 zu 
Lasten des Kantons Graubünden aussergerichtlich zu entschädigen.

18 / 18

Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Entscheid der 
Kollegialbehörde der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden 
vom 19. Mai 2022 wird aufgehoben. In Bezug auf die Verteilung der vorin-
stanzlichen Kosten wird die Sache an die Vorinstanz zu neuem Entscheid 
zurückgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten 
des Kantons Graubünden.

3. Für das Beschwerdeverfahren werden A._____ und B._____ mit 
CHF 3'212.60 (inkl. Spesenpauschale und MwSt.) zu Lasten des Kantons 
Graubünden entschädigt.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: