# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2081e92-6c2f-58be-935a-c74532a95c2b
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-17
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 17.01.2024 C3 23 92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_C3-23-92_2024-01-17.pdf

## Full Text

152 RVJ / ZWR 2024 

Zivilprozessrecht – Vereinfachtes Verfahren – KGE (Einzelrichter 
der Zivilkammer) vom 17. Januar 2024, X. c. Y. – C3 23 92  

Behauptungs- und Substantiierungslast im vereinfachten Verfahren 

- Abschwächung der Verhandlungsmaxime im vereinfachten Verfahren (Art. 55 Abs. 1 
i.V.m. Art. 247 ZPO; E. 2.2). 

- Anerkennt der Beklagte in seiner Klageantwort den ihm in der Klage vorgeworfenen 
Sachverhalt und bildete dieser bereits Gegenstand eines rechtskräftigen Strafbefehls, 
so genügt bezüglich der Einzelheiten im Allgemeinen ein Verweis auf das Strafverfah-
ren (E. 2.3 und 2.4). 

- Im vereinfachten Verfahren darf vom Richter verlangt werden, dass er bei einem im 
Grundsatz anerkannten Sachverhalt zur Klärung einer Einzelheit die wenig umfangrei-
chen Strafakten konsultiert oder in Ausübung der ihm obliegenden Fragepflicht 
(Art. 247 Abs. 1 ZPO) beim Kläger nachfragt (E. 2.5 und 2.6). 

- Vorliegend Verletzung des Verbots des überspitzten Formalismus, indem die Klage 
aufgrund ungenügender Behauptungen bzw. ungenügender Substantiierung abgewie-
sen wurde (E. 2.7). 

Fardeau de l’allégation et de la motivation des allégués en procédure 
simplifiée  

- Atténuation de la maxime des débats en procédure simplifiée (art. 55 al. 1 en lien avec 
art. 247 CPC ; consid. 2.2).  

- Si dans sa réponse, le défendeur admet les faits qui lui sont imputés dans la demande 
et que ceux-ci ont déjà fait l’objet d’une ordonnance pénale entrée en force et 
exécutoire, le simple renvoi par le demandeur à la procédure pénale s’agissant du 
détail des faits est en général suffisant (consid. 2.3 et 2.4).  

- En procédure simplifiée, il peut être requis du juge qu’il consulte un dossier pénal peu 
volumineux dans le but de clarifier un détail d’un état de fait sur le principe admis ou 
qu’il interroge le demandeur dans le cadre de son devoir d’interpellation accru 
découlant de l’art. 247 al. 1 CPC (consid. 2.5 et 2.6).  

- En l’occurrence, en rejetant la demande en raison d’une allégation, respectivement 
d’une motivation des allégués insuffisante, l’autorité intimée a commis une violation de 
l’interdiction du formalisme excessif (consid. 2.7). 

 

Sachverhalt (Zusammenfassung) 
 

X. ist Eigentümer der Parzelle Nr. xxx1 in A. Auf dieser Parzelle sägte 
Y. am 28. Oktober 2016 ohne Einwilligung des Grundstückeigentümers 
zwei Tannen ab. Mit Strafbefehl vom 2. September 2019 wurde Y. dafür 
der Sachbeschädigung schuldig gesprochen und das Zivilbegehren 
des Grundeigentümers auf den Zivilweg verwiesen. X reichte eine 
Klage gegen Y ein und verlangte Schadenersatz für die auf der Parzelle 

RVJ / ZWR 2024 153 

Nr. xxx1 in A. abgesägten Bäume. Das Bezirksgericht wies die Klage 
ab. 

 

Aus den Erwägungen 
 

2.2  Die vorliegende Angelegenheit war aufgrund ihres Streitwerts im 
vereinfachten Verfahren zu behandeln (Art. 243 Abs. 1 ZPO). Im ver-
einfachten Verfahren sind die formellen Anforderungen an eine Klage 
in bestimmter Hinsicht (z.B. hinsichtlich der Form der Klage [Art. 244 
ZPO] oder der verstärkten richterlichen Fragepflicht [Art. 247 Abs. 1 
ZPO]) herabgesetzt, was letztlich der prozessökonomischen Erledi-
gung des Verfahrens und dem Schutz der schwächeren Partei dienen 
soll (BGE 139 III 368 E. 3.4). Die Unterschiede zum ordentlichen Ver-
fahren (Art. 219 ff. ZPO) dürfen jedoch nicht überschätzt werden (BGE 
139 III 368 E 3.4). Wie im ordentlichen Verfahren (Art. 221 Abs. 1 lit. d 
ZPO) gilt auch im Rahmen des vereinfachten Verfahrens grundsätzlich 
die Verhandlungsmaxime (Art. 55 Abs. 1 ZPO). Der Kläger hat die an-
spruchsbegründenden Tatsachen zu behaupten (Bundesgerichtsurteil 
4A_57/2014 vom 8. Mai 2014 E. 1.3.3; HAUCK, in: Sutter-Somm/Hasen-
böhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung, 3. A., 2016, N. 2 zu Art. 247 ZPO). Zwar muss die Klage 
im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 244 Abs.1 ZPO nur die Par-
teien (lit. a) und die Rechtsbegehren nennen (lit. b), den Streitgegen-
stand bezeichnen (lit. c) sowie wenn nötig den Streitwert angeben (lit. 
d), jedoch dürfen diese minimalen Anforderungen an die Klage nicht 
darüber hinwegtäuschen, dass es im Rahmen der Verhandlungsma-
xime immer noch Aufgabe der Parteien ist, im Verlaufe des Gerichts-
verfahrens dem Gericht die Tatsachen, auf die sie ihre Begehren 
stützen, darzulegen und entsprechende Beweise anzubieten (Art. 55 
Abs. 1 ZPO). Im vereinfachten Verfahren wirkt das Gericht durch ent-
sprechende Fragen darauf hin, dass die Parteien ungenügende Anga-
ben zum Sachverhalt ergänzen und die Beweismittel bezeichnen 
(Art. 247 Abs. 1 ZPO), wobei es sich hierbei lediglich um eine Abschwä-
chung der Verhandlungsmaxime handelt (FRAEFEL, in: Oberham-
mer/Domej/Haas [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A., 
2021, N. 1 zu Art. 247 ZPO; vgl. auch ZWR 2021 S. 132 f.). Selbst in 
Verfahren nach der sozialen Untersuchungsmaxime gemäss Art. 247 
Abs. 2 ZPO muss sich das Gericht bei anwaltlich vertretenen Parteien 

154 RVJ / ZWR 2024 

gleich wie im ordentlichen Verfahren zurückhalten (BGE 141 III 569 
E. 2.3.1).  

Inwieweit unter Geltung der Verhandlungsmaxime Tatsachen zu be-
haupten und zu substantiieren sind, ergibt sich einerseits aus den Tat-
bestandsmerkmalen der angerufenen Norm und andererseits aus dem 
prozessualen Verhalten der Gegenpartei (BGE 144 III 519 E. 5.2.1.1, 
127 III 365 E. 2b). Eine Tatsachenbehauptung hat nicht alle Einzelhei-
ten zu enthalten; es genügt, wenn die Tatsachen, die unter die das Be-
gehren stützenden Normen zu subsumieren sind, in einer den 
Gewohnheiten des Lebens entsprechenden Weise in ihren wesentli-
chen Zügen oder Umrissen behauptet werden (BGE 136 III 322 
E. 3.4.2). Ein solchermassen vollständiger Tatsachenvortrag wird als 
schlüssig bezeichnet, da er bei Unterstellung, er sei wahr, den Schluss 
auf die anbegehrte Rechtsfolge zulässt. Soweit der Prozessgegner den 
schlüssigen Tatsachenvortrag der behauptungsbelasteten Partei be-
streitet, greift eine über die Behauptungslast hinausgehende Substan-
tiierungslast. Die Vorbringen sind diesfalls nicht nur in den Grundzügen, 
sondern in Einzeltatsachen zergliedert so umfassend und klar darzule-
gen, dass darüber Beweis abgenommen oder dagegen der Gegenbe-
weis angetreten werden kann (BGE 144 III 519 E. 5.2.1.1, 127 III 365 
E. 2b; Bundesgerichtsurteile 4A_466/2020 vom 10. Februar 2021 
E. 3.31, 4A_412/2019 vom 27. April 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). Die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung verlangt, dass der Behauptungs- 
und Substantiierungslast grundsätzlich in den Rechtsschriften nachzu-
kommen ist. Der bloss pauschale Verweis auf Beilagen genügt in der 
Regel nicht (BGE 147 III 440 E. 5.3; Bundesgerichtsurteile 4A_19/2021 
vom 6. April 2021 E. 5.1, 4A_360/2020 vom 2. November 2020 E. 4.2, 
4A_443/2017 vom 30. April 2018 E. 2.2.1, 4A_284/2017 vom 22. Ja-
nuar 2018 E. 4.2, 4A_281/2017 vom 22. Januar 2018 E. 5).  

Dass ein Verweis auf die Akten grundsätzlich nicht genügt, bedeutet 
indessen nicht, dass jeglicher Verweis unzulässig und damit unbeacht-
lich wäre. Werden Tatsachen in ihren wesentlichen Zügen oder Umris-
sen in einer Rechtsschrift behauptet (vgl. BGE 136 III 322 E.  3.4.2 
S. 328; Bundesgerichtsurteil 4A_360/2020 vom 2. November 2020 
E. 4.2) und wird für Einzelheiten auf eine Beilage verwiesen, ist viel-
mehr zu prüfen, ob die Gegenpartei und das Gericht damit die notwen-
digen Informationen in einer Art erhalten, die eine Übernahme in die 
Rechtsschrift als blossen Leerlauf erscheinen lässt (BGE 144 III 519 
E. 5.2.1.1 S. 523; Bundesgerichtsurteil 4A_360/2020 vom 2. November 

RVJ / ZWR 2024 155 

2020 E. 4.2). Dies ist namentlich der Fall, wenn eine Beilage selbster-
klärend ist oder in der Rechtsschrift derart konkretisiert und erläutert 
wird, dass die Informationen ohne weiteres zugänglich werden und 
nicht interpretiert und zusammengesucht werden müssen (BGE 144 III 
519 E. 5.2.1.1 S. 523 f.; Bundesgerichtsurteile 4A_360/2020 vom 2. No-
vember 2020 E. 4.2, 4A_588/2018 vom 27. Juni 2019 E. 4.3.2). Es ist 
stets vor Augen zu halten, dass eine sinnvolle Prozessführung möglich 
sein muss. Das Zivilprozessrecht hat eine dienende Funktion. Es ist 
nicht Selbstzweck, sondern ist vielmehr darauf ausgerichtet, dem ma-
teriellen Recht zum Durchbruch zu verhelfen (BGE 139 III 457 
E. 4.4.3.3 S. 463 mit Hinweisen; Bundesgerichtsurteil 4A_360/2020 
vom 2. November 2020 E. 4.2).  

2.3  Der Beschwerdeführer und erstinstanzliche Kläger verlangt vom 
Beschwerdegegner und erstinstanzlichen Beklagten für die auf der Par-
zelle Nr. xxx1 in A. abgesägten Bäume Schadenersatz. In seiner ersten 
Tatsachenbehauptung umschrieb er den Streitgegenstand. Er spezifi-
zierte die Tannen in seiner Klage einzig dahingehend, dass sich diese 
auf der Parzelle Nr. xxx1 befinden und rund 30-jährig sind. Er verwies 
in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf das dem Zivilverfahren vo-
rangegangene Strafverfahren in dieser Sache, indem er einerseits den 
Strafbefehl als Beilage einreichte und anderseits die Edition der Straf-
akten des Verfahrens SAO […] verlangte. Ein solcher pauschaler Ver-
weis auf Beilagen vermag mit Blick auf die in E. 2.2 zitierte 
bundesgerichtliche Rechtsprechung nicht in jedem Falle zu genügen.  

2.4  Vorliegend gilt es jedoch zunächst das prozessuale Verhalten der 
Gegenpartei zu beachten. Der Beschwerdegegner anerkannte in seiner 
Klageantwort, dass der Beschwerdeführer Eigentümer der Parzelle Nr. 
xxx1 in A. ist und dass er selbst zwei Tannen abgesägt hatte. Er aner-
kannte auch, dass die im Strafverfahren SAO […] vom Beschwerdefüh-
rer gestellten Zivilbegehren auf den Zivilweg verwiesen wurden. Die 
Staatsanwaltschaft warf dem Beschwerdegegner im genannten Straf-
verfahren vor, ebendiese Tannen abgesägt zu haben. Das Strafverfah-
ren wurde mit Strafbefehl vom 2. September 2019, welcher 
unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, abgeschlossen. Aufgrund 
der Klage und des Verweises auf das Strafverfahren bzw. den rechts-
kräftigen Strafbefehl wusste der Beschwerdegegner darum, dass 
Streitgegenstand des vorliegenden zivilrechtlichen Verfahrens keine 
anderen Tannen bilden, als die, die bereits im Mittelpunkt des straf-
rechtlichen Verfahrens standen, die er eingestandermassen abgesägt 

156 RVJ / ZWR 2024 

hatte und wofür er verurteilt worden war. Daran ändert nichts, dass der 
Beschwerdegegner in seiner Klageantwort bestritt, dass auf dem be-
treffenden Grundstück lediglich zwei Tannen stehen bzw. standen und 
dass diese 30-jährig sind. Dem Beschwerdegegner war es entgegen 
der Ansicht der Vorinstanz in voller Kenntnis des ihm angelasteten und 
von ihm zugegebenen Sachverhalts sowie aufgrund der Bezugnahme 
auf das Strafverfahren durchaus möglich, zum geltend gemachten 
Schaden Stellung zu nehmen. Dies durfte von ihm auch ohne weiteres 
erwartet bzw. verlangt werden. Der Beschwerdegegner verhält sich wi-
der Treu und Glauben (Art. 52 ZPO), wenn er in diesem Verfahren ein-
wendet, er wisse nicht, um welche Bäume es gehe, obwohl er 
gleichzeitig anerkannte, dass er zwei Tannen abgesägt hatte und im 
Strafverfahren den diesbezüglichen Strafbefehl auch nicht angefochten 
hatte.  

2.5  Im Weiteren wäre es auch für das Bezirksgericht ohne unzumutba-
ren Aufwand erkennbar bzw. möglich gewesen, festzustellen, welche 
zwei Tannen Streitgegenstand des Verfahrens bilden und über welche 
abgesägten Tannen eine Expertise für die Bestimmung des Schadens 
durchzuführen ist. Bereits ein kurzer Blick in die Strafakten hätte es 
dem Bezirksgericht ermöglicht, den Standort der zwei abgesägten Tan-
nen zu bestimmen, zumal die Strafakten keineswegs umfangreich sind 
und damit nicht gesagt werden kann, dass die Tatsachen zusammen-
gesucht werden mussten. Die Strafakten umfassten unter anderem Fo-
toaufnahmen sowie einen Situationsplan des Eingangsbereichs, auf 
welchen auch die abgesägten Tannen ersichtlich sind (S. 20 ff. Straf-
akten SAO […]). Ein problemloser Zugriff auf die massgebenden Infor-
mationen war ohne weiteres gewährleistet und es bestand kein 
Interpretationsspielraum. Da diesem Zivilverfahren ein Strafverfahren 
mit exakt derselben widerrechtlichen Handlung, dem Absägen von zwei 
Tannen, vorausgegangen ist und der Beschwerdegegner diese Hand-
lung auch anerkannte, hatten beide Prozessparteien, volle Kenntnis 
des Streitgegenstands, weshalb auf eine detailliertere Übernahme der 
entsprechenden Informationen in die Rechtsschriften, d.h. des ge-
nauen Standortes der Tannen, ohne Rechtsnachteil verzichtet werden 
durfte. Infolge dieser Ausgangslage und insbesondere der Anerken-
nung der ihm in der Klage vorgeworfenen Handlung durch den Beklag-
ten musste der Kläger bzw. Beschwerdeführer im vorinstanzlichen 
Verfahren seine Tatsachenbehauptungen in seiner Replik nicht in Ein-
zeltatsachen zergliedern und umfassender als in der Klage darstellen. 
Eine darüberhinausgehende Substantiierungspflicht bestand mithin 

RVJ / ZWR 2024 157 

nicht und der Verweis auf das strafrechtliche Verfahren reichte vorlie-
gend aus.  

2.6  Selbst wenn die Vorinstanz nicht in den Akten hätte nachschauen 
müssen bzw. der Verweis auf das Strafverfahren ungenügend gewesen 
wäre, hätte sie zumindest gestützt auf die im vereinfachten Verfahren 
geltende richterliche Fragepflicht (Art. 247 Abs. 1 ZPO) durch eine 
simple Nachfrage darauf hinwirken müssen, dass der Beschwerdefüh-
rer den Standort der zwei Tannen genauer bezeichnet, dies obschon 
der Beschwerdeführer anwaltlich vertreten ist. Denn der Beschwerde-
gegner wäre dadurch nicht benachteiligt worden, zumal er das Absägen 
von zwei Tannen ausdrücklich anerkannte. Es wäre folglich nicht darum 
gegangen, eine ungenügende, unverständliche Klage durch die Frage-
pflicht rechtsgenügend zu vervollständigen, womit allenfalls die Kläger-
partei einseitig bevorzugt worden wäre, sodass für die richterliche 
Fragepflicht unter Umständen kein Raum bestanden hätte. Vielmehr 
musste sich der Bezirksrichter bezüglich eines Sachverhalts vergewis-
sern, welcher beiden Prozessparteien vollumfänglich bekannt war. 

2.7  Die von der Vorinstanz ausgeübte Formstrenge im vorliegenden 
Fall lässt sich daher sachlich nicht rechtfertigen. Indem die Vorinstanz 
die Klage aufgrund ungenügender Behauptungen bzw. ungenügender 
Substantiierung abwies, obschon der Beschwerdegegner und erstin-
stanzlich Beklagte das Absägen der Tannen und damit die auch im Zi-
vilverfahren zentrale widerrechtliche Handlung anerkannte, wobei sich 
der Standort der zwei Tannen aus den edierten Strafakten ergibt, stellte 
sie überspannte Anforderungen an die Rechtsschriften des Beschwer-
deführers bzw. erstinstanzlichen Klägers und versperrte ihm damit in 
unzulässiger Weise den Rechtsweg (vgl. BGE 142 IV 152 E. 4.2; 135 I 
6 E. 2.1; Bundesgerichtsurteile 4A_218/2021 vom 1. September 2022 
E. 3.1.3, 4A_204/2021 vom 7. Juni 2021 E. 2.1.2). In diesem Zusam-
menhang bleibt nochmals zu erwähnen, dass das Zivilprozessrecht 
eine dienende Funktion innehat und darauf ausgerichtet ist, dem mate-
riellen Recht zum Durchbruch zu verhelfen (BGE 139 III 457 E. 4.4.3.3). 
Die Vorinstanz verletzt demzufolge mit ihrem Entscheid das Verbot des 
überspitzen Formalismus in klarer Weise.