# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a22d0dd9-b3a8-5750-bad1-0226d98ca69d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 04.04.2022 RT220068
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT220068_2022-04-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT220068-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. Ch. von Moos Würgler und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga 

sowie Gerichtsschreiber MLaw M. Wild 

Beschluss vom 4. April 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Kanton Zürich,  
Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Kantonales Steueramt Zürich,  

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts Audienz am Bezirks-
gericht Zürich vom 11. Februar 2022 (EB211554-L) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1.1 Die Parteien standen und stehen sich vor Erstinstanz in verschiedenen 

Rechtsöffnungsverfahren gegenüber. Mit Verfügung vom 11. Februar 2022 wurde 

dem Gesuchsteller und Beschwerdegegner (fortan Gesuchsteller) im Verfahren 

EB211554-L die Eingabe des Gesuchsgegners und Beschwerdeführers (fortan 

Gesuchsgegner) vom 9. Januar 2022 zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zuge-

stellt (Urk. 2). 

1.2 Mit Eingabe vom 14. März 2022 reichte der Gesuchsgegner Beschwerde 

gegen (End-)Entscheide in den Verfahren der Vorinstanz mit den Geschäfts-

Nr. EB211551-L, EB211552-L, EB211553-L, EB211554-L und EB211555-L ein, 

mit dem sinngemässen Antrag, die Rechtsöffnungsgesuche seien abzuweisen. 

Des Weiteren ersucht er um eine persönliche Anhörung sowie um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren (Urk. 1). Neben dem 

vorliegenden wurden Beschwerdeverfahren unter den Geschäfts-Nr. RT220057-

O, RT220058-O, RT220059-O und RT220060-O bei der hiesigen Kammer 

anglegt. 

1.3 Nach Rücksprache mit der Vorinstanz wurde dem Gesuchsgegner mit 

Schreiben vom 16. März 2022 mitgeteilt, dass im Verfahren mit der Geschäfts-

Nr. EB211554-L noch kein Endentscheid ergangen sei und die obgenannte Ver-

fügung vom 11. Februar 2022 der letzte prozessleitende Entscheid gewesen sei. 

Der Gesuchsgegner wurde aufgefordert, dem Gericht mitzuteilen, ob er mit seiner 

Eingabe vom 14. März 2022 auch Beschwerde gegen diese Verfügung erheben 

wolle (Urk. 3). Mit Antworteschreiben vom 25. März 2022 bejahte der Gesuchs-

gegner dies (Urk. 4). 

2. Die Beschwer ist Zulässigkeitsvoraussetzung jedes Rechtsmittels. Das Er-

fordernis der Beschwer hat die Wirkung, dass nur derjenige zur Erhebung eines 

Rechtsmittels befugt ist, welcher ein (von der Rechtsordnung geschütztes, d.h. 

ein schutzwürdiges) Interesse (tatsächlicher oder rechtlicher Natur) an der Abän-

derung eines erstinstanzlichen Entscheids besitzt. Fehlt es an der von Amtes we-

gen zu prüfenden Beschwer, ist auf das erhobene Rechtsmittel nicht einzutreten 

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(Reetz, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Vorbemerkun-

gen zu den Art. 308-318 N 30 m.w.H.). 

3. Der Gesuchsgegner wurde durch die angefochtene Verfügung zu nichts 

verpflichtet. Ihm ist deshalb durch diese Verfügung kein Nachteil entstanden. Auf 

seine Beschwerde ist demnach mangels Beschwer nicht einzutreten. Bei diesem 

Ausgang des Verfahrens erübrigt sich eine Auseinandersetzung mit dem Antrag 

des Gesuchsgegners, es sei eine mündliche Beschwerdeverhandlung durchzu-

führen. 

4. Gemäss Art. 117 ZPO hat eine Partei Anspruch auf unentgeltliche Rechts-

pflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegeh-

ren nicht aussichtslos erscheint. Die Beschwerde war indes, wie oben aufgezeigt, 

von vornherein aussichtslos, weshalb dem Gesuchsgegner die von ihm beantrag-

te unentgeltliche Rechtspflege für das zweitinstanzliche Verfahren nicht gewährt 

werden kann. 

5.1 Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von 

Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG sowie unter Berücksichtigung des we-

gen der Parallelverfahren RT220057-O, RT220058-O, RT220059-O und 

RT220060-O reduzierten Aufwands auf Fr. 100.– festzusetzen. Die Gerichtskos-

ten sind ausgangsgemäss dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 

ZPO). 

5.2 Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzuspre-

chen, dem Gesuchsgegner zufolge seines Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO), 

dem Gesuchsteller mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 100.– festgesetzt. 

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3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner 

auferlegt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die Vorinstanz, an den Gesuch-

steller unter Beilage eines Doppels von Urk. 1, je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) Art. 82 ff. 

(Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten) oder Art. 113 ff. 

(subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundes-

gesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 80.85. Die Beschwerde 
an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs 
gelten die Art. 44 ff. BGG 

Zürich, 4. April 2022 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

MLaw M. Wild 
 
versandt am: 
lm 

	Beschluss vom 4. April 2022
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 100.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die Vorinstanz, an den Gesuchsteller unter Beilage eines Doppels von Urk. 1, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...