# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71c4372f-6cc5-5b9c-b9b4-22cd13c6e340
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-09
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 09.06.2020 608 2019 85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2019-243_2020-05-27.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2019 243

Urteil vom 27. Mai 2020

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marc Sugnaux 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Armin 
Sahli    

gegen

HELVETIA SCHWEIZERISCHE VERSICHERUNGSGESELLSCHAFT AG, 
Vorinstanz    

Gegenstand Unfallversicherung – Kausalität; unfallähnliche Körperschädigung

Beschwerde vom 17. September 2019 gegen den Einspracheentscheid 
vom 28. August 2019

Kantonsgericht KG
Seite 2 von 10

Sachverhalt

A. A.________, Staatsangehöriger der Bundesrepulik Deutschland, geboren 1973, verheiratet, 
wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 31. August 2017 als Geschäftsführer bei der 
C.________ SA, mit Sitz in B.________. Er war im Rahmen dieser Anstellung bei der Schweizeri-
schen National-Versicherungs-Gesellschaft AG (heute: Helvetia Schweizerische Versicherungsge-
sellschaft AG; nachfolgend: Helvetia) gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankhei-
ten versichert.

Gemäss Unfallmeldung stürzte er am 11. Juni 2018 in der Freizeit und zog sich einen Riss der 
rechten Schulter zu. In einem Fragebogen der Helvetia gab er an, er habe in einem Mineralfreibad 
eine schnelle Bewegung mit dem rechten Arm gemacht. Am 4. Juli 2018 musste er sich einer 
Arthroskopie der rechten Schulter unterziehen. Nachdem ihn die Helvetia darüber informiert hatte, 
dass sie ihre Leistungspflicht verneinen werde, erklärte A.________, er habe im Mineralfreibad 
eine Wasserrutsche mit dem Sohn zwischen seinen Beinen benutzt, als er das Gleichgewicht 
verloren habe und schräg ins Wasser eingetaucht sei. Er habe versucht, seinen Sohn weiter zu 
halten, damit dieser nicht vollständig ins Wasser falle. Am 7. November 2018 musste er sich einer 
Revisionsoperation unterziehen.

Mit Verfügung vom 9. November 2018, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 28. August 2019, 
verneinte die Helvetia ihre Leistungspflicht. Beim Ereignis vom 11. Juni 2018 handle es sich weder 
um einen Unfall noch liege eine unfallähnliche Körperschädigung vor.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwalt 
Armin Sahli, am 17. September 2019 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg und stellt den 
Antrag, der Einspracheentscheid vom 28. August 2019 sei aufzuheben und festzustellen, die am 
11. Juni 2018 erlittenen Schulterverletzungen seien Unfallfolgen und die Helvetia sei anzuweisen, 
die gesetzlichen Unfall-Leistungen zu übernehmen, eventualiter sei die Angelegenheit für weitere 
medizinische Abklärungen an die Helvetia zurückzuweisen. Zur Begründung bringt er vor, die 
Aktenführung sowie die medizinischen Abklärungen der Helvetia seien mangelhaft. Zudem liege 
ein Unfall vor, die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors müsse bejaht werden.

Die Helvetia bestätigt in ihren Bemerkungen vom 18. Oktober 2019 ihre Ausführungen im Einspra-
cheentscheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 17. September 2019 gegen den Einspracheentscheid der Helvetia vom 
28. August 2019 ist fristgerecht durch einen ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter bei der 
sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer 
hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, 
prüft, ob die Helvetia aus dem Ereignis vom 11. Juni 2018 leistungspflichtig ist.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

Kantonsgericht KG
Seite 3 von 10

2.

Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 
verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die 
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten.

Der hier zu beurteilende Vorfall hat sich am 11. Juni 2018 ereignet, weshalb die seit 1. Januar 
2017 in Kraft stehenden Normen Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

3.

3.1. Nach Art. 6 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nicht-
berufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 UVG zur Anwen-
dung kommt, gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines unge-
wöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

3.2. Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren 
Faktors, sondern nur auf diesen selbst. Ohne Belang ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls 
schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn 
er – nach einem objektiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen 
Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Der äussere Faktor ist zentrales Begriffscharakteristikum 
eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenstück zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – 
inneren Ursache. Die Bezeichnung der massgebenden Genese wird aber erst durch die weiter 
erforderliche Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors ermöglicht. Das Begriffsmerkmal der Unge-
wöhnlichkeit wurde entwickelt, um die "tausendfältigen kleinen und kleinsten Insulte des täglichen 
Lebens, die als solche gänzlich unkontrollierbar sind und deshalb nur beim Hinzutreten von etwas 
Besonderem Berücksichtigung finden sollen", aus dem Unfallbegriff auszuscheiden. Das Merkmal 
des Ungewöhnlichen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. Einwirkungen, die 
aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht als Ursache einer Gesundheits-
schädigung. Liegt der Grund somit allein im Innern des Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran 
ändert die blosse Auslösung des Gesundheitsschadens durch einen äusseren Faktor nichts; Unfall 
setzt vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene Element so ungewöhnlich ist, dass eine endo-
gene Verursachung ausser Betracht fällt (Urteil BGer 8C_842/2018 vom 6. Mai 2019 mit Hinwei-
sen unter anderem auf BGE 142 V 219 E. 4.3.1 sowie BGE 134 V 72 E. 4).

Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann in einer unkoordinierten Bewegung 
bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren 
Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürli-
chen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam «programmwidrig» beeinflusst hat. Dies trifft 
beispielsweise dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem Gegen-
stand anstösst, oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung 
ausführt oder auszuführen versucht (Urteil BGer 8C_783/2013 vom 10. April 2014 E. 4.2 mit 
Hinweisen).

Der mangelnde Nachweis eines Unfalls lässt sich in der Regel nicht durch medizinische Feststel-
lungen ersetzen (Urteil BGer 8C_186/2011 vom 26. Juli 2011 mit Hinweis).

Kantonsgericht KG
Seite 4 von 10

3.3. Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in einem 
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht. Das Vorliegen 
eines natürlichen Kausalzusammenhanges ist eine Tatfrage und muss daher mit dem im Sozial-
versicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 
werden (Urteil BGer 8C_408/2019 vom 26. August 2019 E. 3.1 f. mit Hinweisen). Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Ferner kommt die Formel "post hoc, ergo propter hoc", 
wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn 
sie nach diesem aufgetreten ist, nicht zur Anwendung (BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

3.4. Entsprechend der Regelung von Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder 
Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (Bst. a), Verrenkungen von Gelenken (Bst. b), 
Meniskusrisse (Bst. c), Muskelrisse (Bst. d), Muskelzerrungen (Bst. e), Sehnenrisse (Bst. f), Band-
läsionen (Bst. g) sowie Trommelfellverletzungen (Bst. h).

Nicht zu den Listenverletzungen gehört eine Verletzung am Labrum glenoidale. Wie das Bundes-
gericht im Fall eines Risses der Hüftgelenkpfannenlippe eingehend erörtert hat, zählt ein solcher 
Defekt nicht zu den in Art. 9 Abs. 2 UVV [heute Art. 6 Abs. 2 UVG] abschliessend aufgezählten 
Listenverletzungen. Es wurde in jenem Fall geltend gemacht, dass das Labrum acetabulare der 
Hüfte (dessen Riss dort zu beurteilen war) ebenso wie auch das Labrum glenoidale der Schulter 
hätten die gleiche Funktion wie der in Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV genannte Meniskus. Das Bundesge-
richt hat insbesondere unter Hinweis auf die Entstehungsgeschichte der Bestimmung erkannt, 
dass unter Bst. c nur eine entsprechende Verletzung am Knie zu subsumieren sei und eine analo-
gieweise Ausdehnung des Begriffs des Meniskus auf andere Körperstellen von vergleichbarer 
Natur und mit gleicher Funktion ausser Betracht falle (Urteil BGer 8C_835/2013 vom 28. Januar 
2014).

Obwohl die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG neu keinen äusseren Faktor und damit kein unfall-
ähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein gesteigerte Gefahrenlage mehr voraussetzt, 
bedarf es zwecks zeitlicher Abgrenzung der Versicherungsdeckung des zuständigen Unfallversi-
cherers eines initial erinnerlichen und benennbaren Ereignisses (Urteil BGer 8C_819/2019 vom 
26. Februar 2020 E. 5.1 mit Hinweis auf das zur Publikation vorgesehene Urteil BGer 8C_22/2019 
vom 24. September 2019).

Der Unfallversicherer steht bei Vorliegen einer Listenverletzung grundsätzlich in der Pflicht, Leis-
tungen zu erbringen, solange er nicht den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch 
Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungs-
pflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitum-
stände der Verletzung genau abklärt. Lässt sich dabei kein initiales Ereignis erheben oder lediglich 
ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller 
Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizini-
schen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der 
in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch 
die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiede-
nen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer 
Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt 
auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d. h. im gesamten 
Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht 

Kantonsgericht KG
Seite 5 von 10

das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so 
folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich 
weitere Abklärungen erübrigen (Urteil BGer 8C_8C_267/2019 vom 30. Oktober 2019 E. 6 mit 
Hinweis auf das vorerwähnte zur Publikation vorgesehene Urteil BGer 8C_22/2019).

3.5. Gemäss Rechtsprechung und Lehre muss die Verwaltung und im Beschwerdefall der Rich-
ter einen Sachverhalt erst dann als gegeben ansehen, wenn sie von seiner Wirklichkeit überzeugt 
sind. Im Bereich des Sozialversicherungsrechts stützt sich der Richter – mit Ausnahme von anders 
lautenden Gesetzesbestimmungen – auf diejenigen Tatsachen, die zumindest mit dem im Sozial-
versicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gegeben sind. 
Dass eine Tatsache bloss eine mögliche Hypothese darstellt, genügt dementsprechend nicht. 
Unter allen möglichen Tatbestandselementen muss der Richter diejenigen berücksichtigen, die ihm 
als die wahrscheinlichsten scheinen (BGE 126 V 353 E. 5b).

Zu beachten ist die Beweismaxime, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten 
Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst 
oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art 
beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der Zeit wechselt, 
kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu, 
als jenen, die sie nach einer Ablehnungsverfügung des Versicherers getan hat (Urteil BGer 
8C_358/2016 vom 28. September 2016 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 121 V 45). Sofern der Unfall-
versicherer die tatsächlichen Verhältnisse mittels Frageblättern detailliert erhoben und damit seine 
Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 
erfüllt hat, überzeugt es rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die versicherte Person den entspre-
chenden Sachverhalt erst nach der abschlägigen Verfügung darlegt. Zudem ist der Unfallversiche-
rer nicht gehalten, die versicherte Person im Nachgang zu umfassenden Erhebungen zur weiteren 
Substantiierung des gemeldeten Geschehnisses aufzufordern (Urteil BGer 8C_436/2009 vom 
22. Oktober 2009 E. 6.2 mit Hinweisen, bestätigt in Urteil BGer 8C_696/2013 vom 14. November 
2013 E. 6.2 in fine und 6.3).

Ferner besteht im Sozialversicherungsrecht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung oder 
der Richter im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte. Vielmehr haben die 
Versicherten die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des ihnen 
Zumutbaren zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben (BGE 
126 V 319 E. 5a; ARV 1990 Nr. 12 S. 67).

3.6. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. In Bezug auf Berichte 
von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärz-
te mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen. Auch Gutachten, welche der Unfallversicherer während des 
Administrativverfahrens von seinen eigenen Ärzten einholt, sind beweistauglich, solange ihre Rich-
tigkeit nicht durch konkrete Indizien erschüttert wird. Ebenso sind ärztliche Beurteilungen aufgrund 
der Akten nicht an sich unzuverlässig, wenn genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchun-
gen vorhanden sind (BGE 125 V 351 E. 3 mit Hinweisen).

Kantonsgericht KG
Seite 6 von 10

Auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für 
Menschenrechte besteht kein förmlicher Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung. Eine 
solche ist indessen aber anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4).

4.

Es ist streitig, ob die Helvetia aus dem Ereignis vom 11. Juni 2018 leistungspflichtig ist.

4.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Aktenführung müsse als äusserst mangelhaft 
bezeichnet werden. So fehle der erste Bericht von Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie, 
vom 14. August 2018. Ferner befänden sich die Arztberichte "gefühlt in 10-facher Ausführung 
wieder" und es sei praktisch unmöglich, sich eine Übersicht zu verschaffen. Auch die vorgenom-
menen medizinischen Abklärungen seien mangelhaft. Beim beratenden Arzt der Helvetia Dr. med. 
E.________ handle es sich um einen Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und nicht um einen 
Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, weshalb 
bereits vor diesem Hintergrund dessen Bericht nicht als schlüssig betrachtet werden könne. Ferner 
gingen sowohl Dr. med. D.________ als auch Dr. med. E.________ von einem Vorzustand aus. Er 
habe zwar im Kindesalter eine Schulterverletzung erlitten, jedoch an der linken Schulter. Er habe 
vor dem Ereignis keine Schulterbeschwerden gehabt. Zudem habe er nie schwere Arbeiten 
verrichtet, die einen degenerativen Zustand (mannigfache Mikrotraumen) erklären könnten. Die 
Berichte dieser beiden Ärzte könnten die Beurteilung des behandelnden Orthopäden Dr. med. 
F.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
nicht widerlegen. Es sei deshalb eine neutrale Begutachtung durch einen ausgewiesenen Orthopä-
den anzuordnen.

Weiter sei die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors und damit der Unfallbegriff zu bejahen. Er 
habe beim Benutzen der Wasserrutsche das Gleichgewicht verloren und sei schräg ins Wasser 
eingetaucht und habe reflexartig seinen Sohn, der auf der Rutsche zwischen seinen Beinen war, 
mit dem rechten Arm nach oben gehoben, damit dieser nicht vollständig eintauche. Diese 
programmwidrige Bewegung habe den Sehnenabriss (SLAP-Läsion) verursacht. Da somit ein 
Unfall vorliege, erübrige sich die Beantwortung der Frage ob eine Listenverletzung vorliege.

Zudem könne ihm nicht vorgeworfen werden, dass eine detaillierte Beschreibung des Sachverhalts 
erst nach dem Erhalt der Verfügung vom 9. November 2018 erfolgte. Der Fragebogen habe nur 
sehr wenig Platz geboten, um den Vorfall zu schildern. Auch habe er nicht gewusst, wie in der 
Schweiz die Unterscheidung zwischen Unfall und Krankheit erfolge, weshalb er keine Veranlas-
sung gehabt habe, den Vorgang detaillierter zu schildern.

4.2. Als Vorbemerkung ist festzuhalten, dass die Kritik hinsichtlich der Akten nicht gehört 
werden kann. Diese sind vollständig und enthalten ebenfalls den Erstbericht von Dr. med. 
D.________ vom 14. August 2018 (UV-Akten M7), bei welchem es sich einzig um einen Kurzbe-
richt handelt. Es ist zwar richtig, dass die Arztberichte mehrmals vorhanden sind, da die Helvetia 
bei der Korrespondenz jeweils alle Beilagen anfügte, wie beispielsweise, als am 4. Dezember 2018 
(UV-Akten K27, mit Beilagen K27.1–K27.20) die Akten zum ersten Mal dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers zugestellt wurden, wobei bereits damals der Kurzbericht D.________ vom 
14. August 2018 enthalten war. Aufgrund dieser Vorgehensweise war das Dossier bei der zweiten 
Aktenedition durch den Rechtsvertreter um einiges umfangreicher. Da seit der ersten Aktenedition 
nur wenige neue Unterlagen dazukamen, ist es dennoch möglich, eine Übersicht über die Akten zu 
haben und der Rechtsvertreter vermochte seine Beschwerde denn auch umfassend zu begründen.

Kantonsgericht KG
Seite 7 von 10

4.3. Hinsichtlich der Frage, ob ein Unfall vorliegt und damit, ob die Voraussetzung eines ausser-
gewöhnlichen äusseren Faktors erfüllt ist, liegen unterschiedliche Beschreibungen des Ereignisses 
vom 11. Juni 2018 vor. In der vom Arbeitgeber ausgefüllten Unfallmeldung vom 19. Juni 2018 (UV-
Akten UM) wurde vermerkt, der Beschwerdeführer sei in der Freizeit gestürzt und als Verletzung 
wurde ein Riss der rechten Schulter angegeben (Unfallort Freiburg). Der behandelnde Orthopäde 
erwähnte am 28. Juni 2018 (UV-Akten M3) ein Ungleichgewicht im Schwimmbad mit einer Abdukti-
ons- und Rotationsbewegung und hält später auch einen Sturz fest. Im Fragebogen der Helvetia, 
ausgefüllt durch den Beschwerdeführer am 23. Juli 2018 (UV-Akten M2.2), erklärte dieser, der 
Unfall habe sich in G.________ im Mineralfreibad ereignet. Er habe eine schnelle Bewegung mit 
dem rechten Arm gemacht und die Beschwerden hätten sich sofort bemerkbar gemacht. Sein 3-
jähriger Sohn sei beteiligt gewesen. Die Frage, ob er bereits vor dem Ereignis wegen ähnlicher 
Beschwerden in Behandlung gewesen sei, bejahte er unter Hinweis auf seinen behandelnden 
Orthopäden. Am 6. August 2018 (UV-Akten M6) notierte dieser hinsichtlich des Ereignisses eine 
forcierte Abduktionsbewegung. Erst nachdem die Helvetia den Beschwerdeführer am 22. August 
2018 (UV-Akten K17) über die Leistungsablehnung und über die Möglichkeit, eine Verfügung zu 
verlangen, informiert hatte, teilte dieser mit E-Mail vom 20. September 2018 (UV-Akten K20) eine 
ausführliche Darstellung des Sachverhaltes mit. Die Verletzung in der rechten Schulter sei eindeu-
tig als Unfall zu sehen. Er habe im Mineralfreibad zusammen mit seinen Kindern eine Kinderwas-
serrutsche benutzt, wobei seine Tochter (6 Jahre) alleine und sein Sohn (damals noch 2 Jahre) 
zwischen seinen Beinen gerutscht sei. Beim sechsten- oder siebten Mal seien sein Sohn und er 
leider etwas schräg von der Rutsche ins Wasserbecken (ca. 80 cm Wassertiefe) eingetaucht. Er 
habe versucht, ihn weiter zu halten, damit er nicht völlig unter Wasser gehe. Leider habe er durch 
den Schwung der Rutsche und den Umstand, dass er mit den Händen seinen Sohn gehalten 
habe, das Gleichgewicht verloren. Er und sein Sohn seien untergetaucht und er habe dabei seinen 
Sonnenhut und -brille verloren und in der rechten Schulter habe sich ein stechender Schmerz 
bemerkbar gemacht. Somit seien alle Elemente eines Unfalles gegeben. Das Schultergelenk sei 
ausgekugelt und die Bänder des Schultergelenkes verletzt worden. Sein behandelnder Orthopäde 
bestätige den Unfall.

Gemäss der vorne dargestellten Beweismaxime sind die sogenannten spontanen "Aussagen der 
ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger als spätere Darstellungen, die 
bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer 
Art beeinflusst sein können. Deshalb kommt vorliegend den Angaben des Beschwerdeführers kurz 
nach dem Ereignis vom 11. Juni 2018 grösseres Gewicht zu als jenen, die er nach Kenntnis der 
Leistungsablehnung durch die Helvetia in der E-Mail vom 20. September 2018 machte. Somit ist 
davon auszugehen, dass er im Mineralfreibad einzig eine schnelle Bewegung mit dem Arm 
gemacht hat. Bei diesem Sachverhalt ist das Vorliegen eines aussergewöhnlichen äusseren 
Faktors im Sinne der dargestellten Rechtsprechung klar zu verneinen.

Das Argument, auf dem Fragebogen sei nur wenig Platz vorgesehen gewesen, um den Sachver-
halt darzustellen, kann nicht gehört werden. So ergibt sich bereits aus der Fragestellung "Wo, 
wann und wie hat sich der Unfall zugetragen? Genaue Schilderung mit Angabe über Unfallort, Zeit, 
Ursache und Unfallhergang", dass eine exakte Schilderung des Ereignisses erwartet wird. Zwar 
war der hierfür vorgesehene Platz knapp, jedoch hätte der Beschwerdeführer ohne weiteres auf 
der Rückseite oder einem Zusatzblatt seine Ausführungen erweitern können. Mit der Abgabe des 
Fragebogens kam die Helvetia, wie dargestellt, ihrer Abklärungspflicht nach und sie war nicht 
gehalten, erneut beim Beschwerdeführer hinsichtlich des Sachverhalts nachzufragen. Ebenso 
kann nicht gehört werden, der Beschwerdeführer sei sich nicht bewusst gewesen, wie in der 

Kantonsgericht KG
Seite 8 von 10

Schweiz die Abgrenzung zwischen Krankheit und Unfall getroffen werde, da er schon einen Streit-
fall mit der Suva hatte (Dossier 605 2016 206).

Ferner hat der Beschwerdeführer offenbar seinen behandelnden Orthopäden nicht ausführlich 
über den Unfallhergang informiert. Dieser gab in seinen Berichten jeweils auch einen Sturz an, 
ohne dies weiter zu präzisieren. Zudem wurde im Bericht zum MRI der rechten Schulter vom 
15. Juni 2018 (UV-Akten M1) an den behandelnden Orthopäden bei der Indikation notiert, der 
Unfall-Mechanismus sei unbekannt.

Doch selbst wenn der letzten Version des Ereignisses vom 11. Juni 2018 gefolgt würde, ändert 
sich im Ergebnis nichts. So stellt das "ein bisschen schräg" ins Wasser eintauchen bei einer 
Wasserrutsche nichts Aussergewöhnliches bzw. Programmwidriges dar. Vielmehr ist das Rutsch-
bahnfahren als sportlicher Zeitvertreib zu sehen, welcher der Vergnügung dient, und der einen 
gewissen, durchaus gewollten Verlust der Kontrolle über die zu Beginn eingenommene Körperpo-
sition mit sich bringt, wobei eine nicht ganz planmässig verlaufene Rutschpartie nicht ungewöhn-
lich ist (Urteil Sozialversicherungsgericht Zürich UV.2018.00075 vom 22. März 2019 E. 4.3). Auch 
der Versuch, dabei seinen Sohn in die Höhe zu halten, damit dieser nicht eintaucht, sprengt nicht 
den Rahmen dieser Freizeitbeschäftigung. Zumal der Beschwerdeführer ansonsten nicht Besonde-
res hinsichtlich des Bewegungsablaufs festhielt. Die Helvetia hat deshalb zu Recht das Vorliegen 
eines aussergewöhnlichen äusseren Faktors und damit eines Unfalls verneint.

5.

Es stellt sich weiter die Frage, ob eine sog. Listenverletzung vorliegt.

5.1. Im vorgenannten MRI-Bericht wurde eine Luxation der rechten Schulter im Alter von zwei 
Jahren erwähnt. Es bestehe ein Status nach vermuteter Luxation der rechten Schulter mit inverser 
Hill-Sachs-Läsion sowie einem Ödem am postero-inferioren Rand des Glenoids mit einer postero-
inferioren Verletzung des Labrums. Ebenso liege ein Riss in der Bicepssehne intraartikulär vor.

Am 28. Juni 2018 (UV-Akten M3) hielt der behandelnde Orthopäde fest, die Erstbehandlung habe 
am 14. Juni 2018 stattgefunden. Der Beschwerdeführer habe einen antero-lateralen Schmerz, vor 
allem nachts. Die aktive und passive Mobilität sei komplett erhalten. Es liege eine SLAP-Läsion der 
rechten Schulter vor. Bei dieser Diagnose nahm der behandelnde Orthopäde am 4. Juli 2018 (UV-
Akten M4) eine Arthroskopie sowie Fixierung der SLAP-Läsion vor. Es liege eine anteriore Läsion 
des Labrums sowie Arthrose im Glenoid vor. Die Rotatorenmanschette sei intakt. In seinem Opera-
tionsbericht vom 7. November 2018 (UV-Akten M9.1) diagnostizierte er ein Rezidiv der SLAP-Läsi-
on der rechten Schulter. Am 22. November 2018 (UV-Akten M9) notierte er ohne weitere Begrün-
dung, er denke, die SLAP-Läsion könne nur traumatischer Natur sein.

5.2. In seinem Kurzbericht vom 14. August 2018 (UV-Akten M7) hielt der beratende Arzt der 
Helvetia, Dr. med. D.________, fest, bei der Hill-Sachs Verletzung handle es sich um eine Fraktur 
und die Verletzung des Labrums sei keine Listenverletzung. Die Schädigung sei vorbestehend. In 
seiner umfassenden Beurteilung vom 23. Oktober 2018 (UV-Akten M8) erklärte er, die Beurteilung 
gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG ergebe einen Listenfall, nämlich eine Hill-Sachs-Fraktur, diese sei aber 
vorbestehend nach Luxation der Schulter im Kindesalter. Die Labrum-Verletzung sei kein Listen-
fall. Die Arthrose im Bereich des Schultergelenkes (minimale Dekonfiguration des Humeruskopfes) 
sei ebenfalls vorbestehend. Während des Einspracheverfahrens nahm er am 5. Juni 2019 (UV-
Akten M12) erneut Stellung und bestätigte seine Ansicht. Es handle sich um einen Listenfall (Hill-
Sachs-Fraktur), die zurückzuführen sei auf die Luxation im Jahre 1975, die effektiv die rechte 
Schulter betroffen habe. Die Labrumverletzung sei kein Listenfall. Die Schultergelenksarthrose sei 

Kantonsgericht KG
Seite 9 von 10

vorbestehend. Der Beschwerdeführer gebe am 20. September 2018 an, das Schultergelenk sei 
ausgekugelt gewesen und die Bänder verletzt worden. Bei der Untersuchung durch den behan-
delnden Orthopäden elf Tage nach dem Ereignis habe dieser keine Anzeichen für einen Rotato-
renmanschetten-Läsion gefunden und die passive und aktive Schultermobilisation sei komplett 
gewesen. Diese Aussage sei nicht vereinbar mit einer klinischen Schulterluxation nach Reposition. 
Die Leistungspflicht sei zu verneinen, weil alles was vorliege vorbestehend sei.

Da sich Dr. med. D.________ nicht zur SLAP-Läsion geäussert hatte (vgl. UV-Akten K42), wurde 
das Dossier Dr. med. E.________ vorgelegt. Dieser hielt am 7. August 2019 (UV-Akten M13) fest, 
die Beurteilung von Dr. med. D.________ sei unkorrekt. Bei der Hill-Sachs-Läsion handle es sich 
um eine leichte Eindellung bildgebend mit Knochenödem. Dies entspreche keiner Fraktur, weshalb 
keine Fraktur i. S. v. Art. 6 Abs. 2 UVG vorliege. Ferner sei eine Schulterluxation aufgrund der Bild-
gebung und der Klinik nur möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich. Die SLAP-Läsion 
entspreche keinem Listenschaden. Für eine traumatische SLAP-Läsion benötige es zwingend eine 
Schulterluxation. Da diese nicht bewiesen sei, liege keine traumatische SLAP-Läsion vor. Die 
Behauptung des Rechtsvertreters, wonach SLAP-Läsionen in der Regel durch Unfälle verursacht 
würden, sei falsch und entspreche nicht der gutachterlichen Literatur. SLAP-Läsionen würden 
spontan infolge krankhafter Gewebsveränderungen durch chronische Überlastungen oder verlet-
zungsbedingt, meist durch rezidivierende Mikrotraumen, entstehen. Es sei von einem Vorzustand 
auszugehen, der lediglich durch das Ereignis symptomatisch geworden sei. Die Operationen, die 
dazu dienten, einen degenerativen Schaden zu sanieren, seien als unfallfremd zu qualifizieren. 
Auch die Berichte des behandelnden Orthopäden würden keinen Listenschaden belegen. Vielmehr 
ergebe sich aus diesen, dass keine Schulterluxation vorgelegen hat, sondern eine SLAP-Läsion, 
die als degenerativ zu qualifizieren sei.

5.3. Zwar ist Dr. med. E.________ Allgemeinmediziner und nicht Facharzt der Orthopädie, 
dennoch genügt dieses Argument allein nicht, um seinem Bericht den Beweiswert abzusprechen. 
So hatte er Kenntnis der vollständigen Akten (vgl. UV-Akten K43–K43.27) und er begründet seine 
Sichtweise ausführlich und nachvollziehbar unter Berücksichtigung der medizinischen Lehre, 
weshalb seinen Ausführungen gefolgt werden kann (in diesem Sinne Urteil BGer 8C_68/2019 vom 
22. Juli 2019 E. 4.2.2). Weitergehende Abklärungen, wie vom Beschwerdeführer beantragt, erübri-
gen sich daher.

Es ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sich der Beschwerdeführer beim 
Ereignis vom 11. Juni 2018 eine Schulterluxation zugezogen hat. Im MRI-Bericht wurde einzig ein 
"probable status après luxation" notiert und der behandelnde Orthopäde hat in keinem seiner 
Berichte eine Schulterluxation notiert, weshalb es nicht zu kritisieren ist, dass Dr. med. 
E.________ festhielt, eine Schulterluxation sei nur möglich.

Insoweit der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, gemäss Dr. med. E.________ benötige es für 
eine SLAP-Läsion, die auch er anerkenne, eine Schulterluxation, weshalb eine solche vorgelegen 
habe, kann er nicht gehört werden. Einzig für eine traumatische SLAP-Läsion benötigt es eine 
Schulterluxation, nicht aber für eine degenerativ bedingte SLAP-Läsion, von welcher gemäss den 
überzeugenden Ausführungen von Dr. med. E.________ hier auszugehen ist. Der Umstand, dass 
der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben nie einer schweren Arbeit nachgegangen ist, 
genügt nicht um auf Mikrotraumen zurückzuführende degenerative Schäden auszuschliessen, 
zumal er zum Zeitpunkt des Ereignisses vom 11. Juni 2018 bereits beinahe 45 Jahre alt war. Die 
gegenteilige Ansicht des behandelnden Orthopäden in seinem vorerwähnten Bericht vom 
22. November 2018, wonach die SLAP-Läsion nur traumatischer Natur sein könne, wird von 
diesem nicht begründet. Darauf kann deshalb nicht abgestützt werden kann. Zudem hat Dr. med. 

Kantonsgericht KG
Seite 10 von 10

E.________ richtig erkannt, dass eine SLAP-Läsion nicht zu den Listenverletzungen gemäss Art. 6 
Abs. 2 UVG gehört, wie es auch der dargestellten höchstrichterlichen Rechtsprechung entspricht.

Bei der Hill-Sachs-Läsion handelt es sich gemäss Dr. med. E.________ um eine leichte Eindellung 
mit Knochenödem und damit nicht um eine Fraktur, wie fälschlicherweise von Dr. med. 
D.________ festgehalten wurde, weshalb auch diesbezüglich Dr. med. E.________ zu Recht eine 
Listenverletzung verneint hat. Ferner wurde auch diese Diagnose nur im MRI-Bericht aber zu 
keinem Zeitpunkt vom behandelnden Orthopäden gestellt.

6.

Zusammenfassend hat die Helvetia zu Recht ihre Leistungspflicht für das Ereignis vom 11. Juni 
2018 verneint, da weder ein Unfall noch eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vorliegt. 
Der Einspracheentscheid vom 28. August 2019 ist zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

Der mit seinen Anträgen unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Parteientschä-
digung.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesge-
richt ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 27. Mai 2020/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: