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**Case Identifier:** 78a61095-626a-577d-a624-83ef65685e8c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.06.2019 UV 2017/87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-87_2019-06-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/87

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 22.08.2019

Entscheiddatum: 14.06.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 14.06.2019
Art. 53 Abs. 3 ATSG: Verletzung des Devolutiveffekts verneint. Art. 6 UVG: 
Der Beweis des Dahinfallens unfallbedingter Restfolgen in Form einer 
indirekten Unfallfolge, d.h. einer fehlbelastungsbedingten 
Gesundheitsstörung als Folge einer primären Unfallverletzung, ist nicht mit 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Juni 2019, UV 
2017/87).  Beim Bundesgericht angefochten.

Entscheid vom 14. Juni 2019

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/87

             

Parteien

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A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, Studer

Anwälte AG, Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,

 

gegen

 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

 

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

 

Sachverhalt

 

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Hilfsfensterbauer bei der B.___ GmbH 

angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 17. Oktober 2016 liess er durch seine 

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Arbeitgeberin melden, er sei am 21. September 2016 auf einer Treppe gestolpert und 

habe sich am rechten Bein verletzt (Suva-act. 1). Die Erstbehandlung hatte am 

Unfalltag in der Zentralen Notfallaufnahme (nachfolgend: ZNA) des Kantonsspitals St. 

Gallen (nachfolgend: KSSG) stattgefunden, wo röntgenologisch keine Frakturen hatten 

nachgewiesen werden können. Der Versicherte war mit einer De Royal-Schiene, der 

Anweisung auf Belastung nach Massgabe der Beschwerden und der Bescheinigung 

einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 15) nach Hause entlassen worden (Suva-

act. 6-2).

 

A.b  Am 18. Oktober 2016 wurde beim Versicherten bei persistierenden Schmerzen im 

rechten OSG über dem medialen Malleolus eine MRT-Untersuchung im Röntgeninstitut 

C.___ durchgeführt, welche eine leichtest dislozierte mediale Malleolarfraktur mit Bone 

bruise über dem medialen Malleolus sowie vermehrter Flüssigkeit im OSG zur 

Darstellung brachte (Suva-act. 14). Der Versicherte wurde am selben Tag auf der ZNA 

des KSSG vorstellig, wo eine radiologische Zweitbefundung die Fraktur bestätigte. Die 

behandelnden Ärzte diagnostizierten eine undislozierte mediale Malleolarfraktur vom 

21. September 2016 bei OSG-Distorsion in Hyperextension rechts, verordneten dem 

Versicherten einen Vacopedstiefel und bescheinigten ihm ab 18. Oktober 2016 eine 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 6 f., 20).

 

A.c  Mit Schreiben vom 19. Oktober 2016 sicherte die Suva dem Versicherten die 

gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 4).

 

A.d  Anlässlich einer Untersuchung in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG vom 2. November 2016 gab der 

Versicherte weiterhin Schmerzen im Bereich des OSG rechtsseitig, vor allem aber auch 

Schmerzen im ganzen rechten Bein dorsalseitig an. Diese würden von gluteal rechts 

bis in den Unterschenkel rechts ausstrahlen. Sensomotorisch bestünden keine 

Ausfälle. Die behandelnden Ärzte leiteten eine MRT-Untersuchung der LWS in die 

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Wege. Bezüglich der Malleolarfraktur teilten sie dem Versicherten mit, dass er den 

Vacomedstiefel nicht mehr benötige (Suva-act. 10). Bei der am 4. November 2016 im 

KSSG durchgeführten MRT-Untersuchung der Wirbelsäule konnte bei gesehener 

Diskushernie L5/S1 keine Nervenwurzelkompressionen ausgemacht werden (Suva-act. 

13, 22). Am 15. Dezember 2016 wurde im KSSG das OSG rechts röntgenologisch 

angeschaut. Die mediale Malleolarfraktur zeigte eine deutliche Konsolidation (Suva-act. 

21). Ärztlich bescheinigt war der Versicherte weiterhin zu 100% arbeitsunfähig (Suva-

act. 9 f., 13, 19).

 

A.e  Am 30. Januar 2017 legte die Suva den Schadenfall ihrem Kreisarzt Dr. med. 

D.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, zur Beurteilung der Kausalität der OSG- und 

Rückenbeschwerden zum Unfall vom 21. September 2016 und der unfallbedingten 

Arbeitsfähigkeit vor. In seiner Beurteilung vom 31. Januar 2017 bejahte Dr. D.___ 

weiterhin die Unfallkausalität der OSG-Beschwerden und schätzte die Arbeitsfähigkeit 

"bei nachgewiesener knöcherner Konsolidation" der Fraktur auf 50%. Eine 

Unfallkausalität der Rückenbeschwerden verneinte er (Suva-act. 32). Die Suva teilte 

dem Versicherten daraufhin mit Schreiben vom 6. Februar 2017 die Herabsetzung der 

Taggeldleistungen entsprechend einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ab 9. Februar 2017 

und die Leistungsablehnung bezüglich der Rückenbeschwerden mit (Suva-act. 34).

 

A.f  Anlässlich einer Untersuchung vom 7. Februar 2017 diagnostizierte der 

behandelnde Arzt des KSSG einen Verdacht auf ein lumboradikuläres 

Schmerzsyndrom S1 rechts seit OSG-Distorsion am 21. September 2016 mit nicht 

dislozierter medialer Malleolarfraktur (Suva-act. 36), worauf der Versicherte am 9. 

Februar 2017 mittels Sacralblock behandelt wurde (Suva-act. 37).

 

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A.g  Am 10. Februar 2017 wurde dem Versicherten von seinem Hausarzt, Dr. med. 

E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis für 

eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit ausgestellt (Suva-act. 35).

 

A.h  Am 3. März 2017 überwies Dr. E.___ den Versicherten wegen persistierender 

belastungsabhängiger Schmerzen im Bereich des medialen Malleolus für eine 

Reevaluation ins KSSG (Suva-act. 42).

 

A.i   Anlässlich eines Telefongesprächs vom 7. März 2017 mit der Suva teilte die 

Ehefrau des Versicherten mit, ihr Mann könne die Arbeit wegen der Fussbeschwerden 

rechts nicht zu 50% aufnehmen. Bezüglich der Rückenbeschwerden gehe es ihm 

jedoch wieder besser und es bestehe diesbezüglich keine Arbeitsunfähigkeit mehr 

(Suva-act. 40).

 

A.j   Am 9. März 2017 beurteilte Dr. D.___ die unfallbedingte Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten vom 31. Januar 2017 bis 9. März 2017 auf 50%, aktuell auf 75% und ab 1. 

April 2017 auf 100% (Suva-act. 41). Die Suva teilte dem Versicherten darauf mit 

Schreiben vom 10. März 2017 eine entsprechende Taxation des Taggeldes mit. Die 

unfallbedingten Behandlungskosten betreffend den rechten Fuss übernehme sie 

weiterhin (Suva-act. 43).

 

A.k  Am 30. März 2017 fand im KSSG die Reevaluation hinsichtlich der weiterhin 

bestehenden Beschwerden im Bereich der rechten unteren Extremität statt. Eine 

Röntgenuntersuchung zeigte nun eine in anatomischer Position vollständig 

konsolidierte Malleolarfraktur rechts. Aufgrund der klinischen Untersuchung 

diagnostizierten die untersuchenden Ärzte indessen eine Plantarfasziitis Fuss rechts 

mit verkürzter Gastrocnemius-Muskulatur mit/bei konservativer Therapie einer initial 

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verspätet diagnostizierten undislozierten medialen Malleolarfraktur rechts vom 21. 

September 2016. Der Versicherte sei durch die Plantarfasziitis so sehr gestört, dass er 

nicht arbeitsfähig sei (Untersuchungsbericht vom 3. April 2017, Suva-act. 45; vgl. auch 

Suva-act. 48).

 

A.l   Über eine Untersuchung des Versicherten vom 27. April 2017 berichteten die Ärzte 

des KSSG am 2. Mai 2017, dass ihn die Schmerzen mittlerweile stark psychisch 

belasten würden. Bis zur Beurteilung der Schmerzen im Schmerzzentrum sei eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit sinnvoll (Suva-act. 51).

 

A.m Nach einer kreisärztlichen Beurteilung der Unfallkausalität der Plantarfasziitis 

rechts durch Dr. D.___ vom 10. Mai 2017 bzw. der Verneinung der Unfallkausalität 

(Suva-act. 52) verfügte die Suva am 12. Mai 2017 die sofortige Einstellung der 

Versicherungsleistungen (Suva-act. 54).

 

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 16. August 2017 durch 

Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, St. Gallen, Einsprache erheben und ein Schreiben 

von Dr. E.___ vom 27. Juli 2017 einreichen (Suva-act. 66).

 

B.b  Nach Einholung einer Beurteilung ihres Kreisarztes Dr. D.___ (Suva-act. 69) lehnte 

die Suva die Einsprache mit Entscheid vom 28. September 2017 ab (Suva-act. 70).

 

C.  

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C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 28. September 2017 erhob Rechtsanwalt 

Zahner für den Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 26. Oktober 2017 

Beschwerde mit dem Antrag, der Einspracheentscheid sei vollumfänglich aufzuheben 

und es seien dem Beschwerdeführer die ihm zustehenden Leistungen nach UVG 

auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. 

G1).

 

C.b In Ergänzung der Beschwerde reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

am 18. Dezember 2017 einen Sprechstundenbericht von Dr. med. F.___, FMH 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Fusszentrum, 

Orthopädie G.___, vom 30. November 2017 ein (act. G5, G5.1).

 

C.c Mit Beschwerdeantwort vom 5. Januar 2018 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen 

Einspracheentscheids (act. G7) und reichte eine Beurteilung von Dr. med. H.___, 

Facharzt Chirurgie und Unfallchirurgie, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, vom 

4. Januar 2018 ein (Suva-act. 85).

 

C.d Mit Replik vom 24. Januar 2018 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

an seinen Anträgen gemäss Beschwerdeschrift fest (act. G10).

 

C.e Mit Schreiben vom 22. Februar 2018 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die 

Einreichung einer umfassenden Duplik (act. G12).

 

Erwägungen

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1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

 

2.   

2.1  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat 

zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). 

Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE 

HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). 

Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 123 III 110, 

112 V 30, 107 V 173, RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54 f.). Bei physischen 

Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

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praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 mit Hinweisen; SRV 2000 UV Nr. 14 S. 45). Ob 

ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; 

die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen; THOMAS LOCHER/

THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 

70 Rz. 58 f.; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4). Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es 

sich bei der Einstellung von Versicherungsleistungen um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die Beweislast für den Wegfall der vom Unfallversicherer 

zunächst anerkannten natürlichen Kausalität - anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender Kausalzusammenhang überhaupt je gegeben war - nicht bei 

der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 

E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 263 f. E. 3b; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O, S. 54 f.). 

Diese Rechtsprechung beschlägt dabei einzig die rechtlichen Folgen der Abklärung, 

insofern als dem Unfallversicherer die Beweislast zugewiesen wird für den Fall, dass 

ungeklärt bleibt, ob dem Unfall (noch) eine kausale Bedeutung für den andauernden 

Gesundheitsschaden zukommt. Bevor sich aber überhaupt die Frage der Beweislast 

stellt, ist der Sachverhalt im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes richtig und 

vollständig zu klären (Urteil des Bundesgerichts vom 4. August 2007, 8C_354/2008, E. 

2.2).

 

2.2  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

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auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Nach der 

Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im 

Wesentlichen gestützt auf versicherungsinterne medizinische Beurteilungen zu 

entscheiden. Ein Anspruch auf eine versicherungsexterne Begutachtung besteht 

gemäss Rechtsprechung nicht. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch 

strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an 

der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 465). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, 

dass reine Beurteilungen aufgrund der Akten beweiskräftig sein können, sofern ein 

lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche 

Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die 

direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil 

des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1).

 

3.   

Vorliegend steht unstreitig fest, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für 

das Unfallereignis vom 21. September 2016 ursprünglich anerkannt und für 

ausgewiesene Arbeitsunfähigkeiten und durchgeführte Heilbehandlungen Taggeld- 

bzw. Heilkostenleistungen gewährt hat. Sie verneint jedoch ihre Leistungspflicht in 

Bezug auf einen Taggeldanspruch des Beschwerdeführers ab 1. April 2017 und einen 

solchen auf Heilbehandlung ab Datum der Verfügung (12. Mai 2017; Suva-act. 54 in 

Verbindung mit Suva-act. 43). Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu 

beurteilen ist die Unfallkausalität bzw. das Andauern der Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin über den 31. März 2017 hinaus für Taggeld (Suva-act. 45, 51, 53) 

und über den 12. Mai hinaus für Heilbehandlung (Suva-act. 71, 84) im Zusammenhang 

mit dem rechten OSG. Einig sind sich die Verfahrensparteien darin, dass der 

Beschwerdeführer beim Unfall vom 21. September 2016 keine Rückenverletzung 

erlitten hat und die im Bereich seiner LWS radiologisch erhobenen strukturellen 

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Gesundheitsschäden degenerativer Natur sind (vgl. Suva-act. 22, 36). Entsprechend 

macht er diesbezüglich keine Leistungsansprüche geltend.

 

4.   

4.1  Vorliegend liess die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt zunächst 

wiederholt durch ihren Kreisarzt Dr. D.___ prüfen (Kurzbeurteilungen vom 31. Januar 

[Suva-act. 32], 9. März [Suva-act. 41] und 10. Mai 2017 [Suva-act. 52]) und verneinte 

ihre Leistungspflicht mit Verfügung vom 12. Mai 2017 (Suva-act. 54) bzw. 

angefochtenem Einspracheentscheid vom 29. September 2017 (Suva-act. 70) gestützt 

auf dessen neuerliche Beurteilung vom 19. September 2017 (Suva-act. 69). Nach 

Beschwerdeerhebung, d.h. zusammen mit der Beschwerdeantwort vom 5. Januar 2018 

(act. G7), reichte sie die chirurgische Beurteilung von Dr. H.___ vom 4. Januar 2018 

(Suva-act. 85) zu der ihm gestellten Kausalitätsfrage ein. Es ist deshalb zu prüfen, ob 

die Beschwerdegegnerin mit diesem Vorgehen das Prinzip des Devolutiveffekts verletzt 

hat.

 

4.2  Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG 

Devolutiveffekt zu. Eingeschränkt wird jedoch der Devolutiveffekt durch Art. 53 Abs. 3 

ATSG, welcher bestimmt, der Versicherungsträger könne eine Verfügung oder einen 

Einspracheentscheid, gegen den Beschwerde erhoben wurde, so lange wiederwägen, 

bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Die formgültige 

Beschwerdeerhebung begründet die alleinige Zuständigkeit des kantonalen 

Versicherungsgerichts, über das in der angefochtenen Verfügung bzw. im 

angefochtenen Entscheid geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Somit verliert die 

Verwaltung die Herrschaft über den Streitgegenstand und zwar insbesondere auch in 

Bezug auf die tatsächlichen Verfügungs- und Entscheidgrundlagen. Die 

Beschwerdeinstanz hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen zu 

ermitteln und ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden (Art. 61 lit. c und d 

ATSG). Folgerichtig ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des 

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Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den 

Streitgegenstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen 

Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen. Die gegenteilige Auffassung hat eine 

Vermengung von Verwaltungs- und erstinstanzlichem Beschwerdeverfahren zur Folge. 

Es bliebe diesfalls unklar, welchen beweisrechtlichen Regeln die pendente lite durch 

die Verwaltung angeordneten Abklärungsmassnahmen unterworfen sind und 

überhaupt, wie sich die Rechtsstellung der versicherten Person im Verfahren bestimmt. 

Eine solche Prozessgestaltung weckt auch deswegen Bedenken, weil damit allfällige 

Versäumnisse der Verwaltung bezüglich ihres gesetzlichen Abklärungsauftrags 

korrigiert würden und dem Rechtsmittelverfahren im Ergebnis eine Ersatzfunktion für 

die administrative Untersuchungspflicht überbunden würde (vgl. BGE 136 V 5 E. 2.5, 

127 V 231 f. E. 2b/aa mit Hinweisen).

 

4.3  Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht sollte gemäss Art. 61 lit. a 

ATSG einfach und rasch sein. Die anzustrebende Raschheit des Verfahrens schliesst 

es aus, dass die Verwaltung während des kantonalen Verfahrens umfangreiche und 

zeitraubende Zusatzabklärungen tätigt. Aufgrund der gebotenen Einfachheit des 

Prozesses kann der Versicherungsträger im Weiteren rechtsprechungsgemäss keine 

Abklärungsmassnahmen treffen, welche der Mitwirkung der versicherten Person 

bedürften. Erlaubt sind der Verwaltung demgegenüber in aller Regel punktuelle 

Abklärungen (wie das Einholen von Bestätigungen, Bescheinigungen oder auch 

Rückfragen bei medizinischen Fachpersonen oder anderen Auskunftspersonen). 

Wegleitende Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was im kantonalen 

Verfahren noch zulässiges Verwaltungshandeln darstellt, bilden die inhaltliche 

Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung und die zeitliche Intensität allfälliger 

weiterer Abklärungsmassnahmen (BGE 136 V 6 E. 2.7 mit Hinweisen auf BGE 127 V 

231 ff. E. 2b/aa und bb).

 

4.4  Bei der 15-seitigen chirurgischen Beurteilung von Dr. H.___ handelt es sich zwar 

um eine umfassende und umfangreiche Stellungnahme (Suva-act. 85). Die 

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Beschwerdegegnerin hat jedoch den massgeblichen medizinischen Sachverhalt bereits 

vor Erlass ihrer Verfügung und des angefochtenen Einspracheentscheids durch ihren 

Kreisarzt Dr. D.___ abklären lassen, dessen ärztliche Beurteilung vom 19. September 

2017 (Suva-act. 69) mit umfassender Anamnese und medizinischer Beurteilung 

ebenfalls als ausführlich bezeichnet werden kann. Der Beschwerdegegnerin kann damit 

nicht vorgeworfen werden, sie habe die notwendigen Abklärungsmassnahmen in ein 

späteres Verfahren verschoben. Die interne versicherungsmedizinische 

Aktenbeurteilung durch Dr. H.___ wurde sodann ohne Mitwirkung des 

Beschwerdeführers erstellt und hat keine namhafte zeitliche Verzögerung des 

Beschwerdeverfahrens verursacht. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer in einer 

Ergänzung der Beschwerde einen neuen Bericht von Dr. F.___ vom 30. November 2017 

(act. G 5.1) vorgelegt, der eine Beurteilung der Kausalitätsfrage der Fasciitis plantaris 

und der verkürzten Gastrocnemius-Muskulatur beinhaltete, was wiederum eine 

versicherungsinterne ärztliche Überprüfung durch die Beschwerdegegnerin als 

sachgerecht erscheinen lässt. Die Einholung der fraglichen Beurteilung war mithin 

zulässig (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2014, 8C_284/2014, E. 

5.5, und 15. Januar 2014, 8C_410/2013, E. 5). Die Aktenbeurteilung von Dr. H.___ 

wurde dem Beschwerdeführer bzw. dessen Rechtsvertreter zusammen mit der 

Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin zugestellt und er konnte sich im Rahmen 

der Replik dazu äussern, weshalb auch nicht von einer Verletzung des rechtlichen 

Gehörs ausgegangen werden kann. Ausserdem hat der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers in der Replik vom 24. Januar 2018 (act. G10) nicht zum Ausdruck 

gebracht, dass er im Falle der Feststellung einer Verletzung des Devolutiveffekts die 

versicherungsmedizinische chirurgische Beurteilung von Dr. H.___ vom 4. Januar 2018 

aus dem Recht gewiesen haben möchte bzw. dass er einer Aufhebung des 

Einspracheentscheids und der Rückweisung zur Durchführung eines korrekten 

Verfahrens gegenüber einem materiellen Entscheid den Vorzug geben würde. So ist die 

chirurgische Beurteilung von Dr. H.___ vom 4. Januar 2018 im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren zu berücksichtigen, was auch aus verfahrensökonomischen 

Gründen als gerechtfertigt erscheint.

 

5.   

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Nachfolgend ist materiell-rechtlich zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den 

Nachweis für das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung des Unfalls vom 21. 

September 2016 für die über die Leistungseinstellung per 1. April 2017 (Taggeld) bzw. 

13. Mai 2017 (Heilbehandlung) hinaus bestehende - zu einer Arbeitsunfähigkeit 

führende und behandelte - Fussproblematik rechts mit den versicherungsinternen 

ärztlichen Beurteilungen von Dr. D.___ und Dr. H.___ mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht hat.

 

6.   

6.1  Aus den medizinischen Akten geht unbestrittenermassen hervor, dass die vom 

Beschwerdeführer beim Unfall vom 21. September 2016 erlittene nicht dislozierte 

mediale Malleolarfraktur OSG rechts (Suva-act. 6, 14) bis zur Einstellung der 

Versicherungsleistungen verheilt war und radiologisch auch keine sekundären 

strukturellen Unfallrestfolgen derselben erhoben worden sind, welche eine 

fortdauernde Leistungspflicht begründen würden (vgl. dazu BGE 134 V 121 E. 9, 117 V 

363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]). So ergab 

eine Röntgenuntersuchung im KSSG vom 30. März 2017 im Vergleich zu den 

Voraufnahmen (vgl. Suva-act. 21) keinen Hinweis für sekundäre Degenerationen oder 

gar Dislokationen der Fraktur. Diese zeigte sich in anatomischer Position vollständig 

konsolidiert (Suva-act. 45, vgl. auch act. G5.1). Im Leistungseinstellungszeitpunkt 

werden die Beschwerden des Beschwerdeführers von den Ärzten des KSSG (Suva-act. 

45) und auch von Dr. F.___ (act. G5.1) auf eine Plantarfasziits Fuss rechts bei verkürzter 

Gastrocnemius-Muskulatur zurückgeführt. Deren Beurteilung stimmt mit derjenigen von 

Dr. H.___ insofern überein, als die Plantarfasziits (Suva-act. 85-11) nicht als Folge einer 

Traumatisierung der Plantarfaszie des rechten Fusses im Rahmen des Unfalls vom 21. 

September 2016 gesehen wird. Laut den Ärzten des KSSG sowie Dr. F.___ ist der 

fragliche Gesundheitsschaden die Folge einer konsekutiven Fehlbelastung der rechten 

unteren Extremität im Rahmen der verpassten und verspätet therapierten medialen 

Malleolarfraktur (Suva-act. 45) bzw. einer posttraumatisch eingenommenen Fehlhaltung 

(act. G5.1). Dass eine konkrete Funktionsstörung bzw. Fehlbelastung des Fusses 

Auswirkungen auf die gesamte Statik des Fusses haben und somit zu einer 

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Fusspathologie im Bereich einer nicht direkt traumatisch tangierten Fussstruktur führen 

kann, erscheint nachvollziehbar (vgl. dazu auch Urteile des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 5. Juni 2003, U 38/01, E. 5.2.2, und 25. November 

2002, U 380/00, E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts vom 5. Januar 2009, 8C_684/2008, 

E. 5). Ein möglicher Zusammenhang zwischen einer Unfallverletzung und einer 

Fehlbelastungsfolge wird als solcher auch von Dr. D.___ und Dr. H.___ nicht in Frage 

gestellt, doch kommen sie in ihren Beurteilungen zum Schluss, dass beim 

Beschwerdeführer die Plantarfasziits Fuss rechts bei verkürzter Gastrocnemius-

Muskulatur nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf seine beim Unfall erlittene 

mediale Malleolarfraktur OSG rechts zurückgeführt werden könne. Wie die 

nachfolgenden Erwägungen zeigen, sprechen jedoch verschiedene Gründe gegen die 

Zuverlässigkeit ihrer Beurteilungen. Diese reichen demnach für eine überwiegend 

wahrscheinliche Verneinung einer Unfallkausalität der Plantarfasziits Fuss rechts bei 

verkürzter Gastrocnemius-Muskulatur und damit eine Verneinung einer 

weiterdauernden Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nicht aus (vgl. Erwägungen 

6.2 f. und 7).

 

6.2 

6.2.1      In ihren Ausführungen diskutieren Dr. D.___ und Dr. H.___ an sich 

überzeugend eine Brückensymptomatik, welche einen Zusammenhang zwischen der 

ursprünglichen Unfallverletzung und der Plantarfasziits Fuss rechts bei verkürzter 

Gastrocnemius-Muskulatur belegen könnte, kommen indes zum Schluss, dass beim 

Beschwerdeführer keine solche vorliege. Massgebend gegen eine Unfallkausalität 

spricht für die versicherungsinternen Ärzte eine mehrmonatige Latenzzeit zwischen 

dem Unfall und den an der Plantarfaszie rechts aufgetretenen Beschwerden. Konkret 

betrachtet es Dr. D.___ als nicht nachvollziehbar, dass eine Plantarfasziitis, wenn sie 

denn unfallkausal sein sollte, erst sieben Monate nach dem Unfallereignis und nicht 

innerhalb eines kürzeren Zeitraums auftritt (Suva-act. 69-6). Diese Würdigung der 

Sachlage scheint indessen gewisse Gesichtspunkte ausser Acht zu lassen und vermag 

nicht ohne Weiteres zu überzeugen.

 

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6.2.2      Zwar ist einzuräumen, dass insbesondere bei primären Unfallläsionen in der 

Regel eine Unfallkausalität eher zu verneinen ist, je weiter das Unfallereignis 

zurückliegt. Gerade bei Fehlbelastungen können jedoch die Symptome im Sinne 

indirekter Unfallfolgen erst später auftreten (Urteil des EVG vom 22. November 2006, U 

303/06, E. 6.2.1 mit Hinweisen). Bei einer indirekten Unfallfolge in Form einer 

fehlbelastungsbedingten Gesundheitsstörung als Folge einer primären Unfallverletzung 

- wie sie im konkreten Fall zur Diskussion steht - ist zu beachten, dass sich beginnend 

mit dem Unfall bzw. der Unfallverletzung über die Schmerzvermeidung und die damit 

zusammenhängende Fehlbelastung hinweg bis hin zur späteren indirekten Unfallfolge 

in Form eines anders gearteten Krankheitsbildes eine Entwicklung vollzieht. Dieser 

Vorgang bedarf Zeit. Diesem Umstand ist bei der Frage nach einer 

Brückensymptomatik Rechnung zu tragen. Gefordert sind Indizien, welche das 

Vorliegen einer traumatischen Kausalkette zwischen der ursprünglichen 

Unfallverletzung und dem später diagnostizierten, anders gearteten Krankheitsbild im 

Sinne von Ursache und Wirkung als wahrscheinlich erscheinen lassen. Ist 

beispielsweise eine versicherte Person nach der Heilung der Unfallverletzung längere 

Zeit vollkommen beschwerdefrei, ist ein Unterbruch des zeitlichen Zusammenhangs 

anzunehmen, der die anschliessende Entwicklung einer indirekten Unfallfolge als 

unwahrscheinlich erscheinen lässt.

 

6.2.3      Dr. D.___ bezeichnet zwar die Latenzzeit im konkreten Fall als zu lang, ohne 

jedoch einen Zeitraum festzulegen, in welchem sich die Fehlentwicklung vollziehen 

müsste. Eine entsprechende wissenschaftlich zuverlässige Definition dürfte wohl auch 

kaum möglich sein, da sich jeder Einzelfall erfahrungsgemäss unterschiedlich 

entwickeln kann. Die allgemeine Forderung eines "kürzeren Zeitraums" ist deshalb kein 

beweistaugliches Abgrenzungskriterium. Konkret ist zumindest festzustellen, dass eine 

siebenmonatige Latenzzeit im Zusammenhang mit der Entwicklung einer verkürzten 

Gastrocnemius-Muskulatur nicht offenkundig unrealistisch erscheint. Dabei ist - wie in 

Erwägung 6.2.2 dargelegt - zu bedenken, dass die siebenmonatige Latenzzeit insofern 

zu relativieren ist, als sie sich im konkreten Fall nicht nach dem Zeitraum zwischen dem 

Unfall bzw. der Unfallverletzung und dem späteren Eintreten des anders gearteten 

Krankheitsbildes bemisst.

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6.2.4      Denn im vorliegenden Fall ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die 

mediale Malleolarfraktur OSG erst rund vier Wochen nach dem Unfall vom 21. 

September 2016 kernspintomographisch gesichert wurde, nachdem anfänglich 

konventionell radiologisch keine Fraktur hatte nachgewiesen werden können (Suva-act. 

6, 14). Die Fraktur wurde damit während vier Wochen gar nicht wirksam behandelt. 

Dieser Umstand allein belegt zwar noch keinen kausalen Zusammenhang zur 

Plantarfasziits Fuss rechts bei verkürzter Gastrocnemius-Muskulatur. Dennoch dürfte 

bereits während dieser vier Wochen bei persistierenden Schmerzen eine Fehlbelastung 

des rechten Fusses stattgefunden haben. Zumindest wurde beim Beschwerdeführer 

bei der Untersuchung im KSSG vom 18. Oktober 2016 als Befund ein Gangbild 

hinkend mit Teilbelastung erhoben (vgl. Suva-act. 6-2). Anschliessend folgte eine rund 

vierwöchige Versorgung mit einem Vacopedstiefel (Suva-act. 6-3, 20). Zwar sind das 

OSG, die Fusssohle bzw. Plantarfaszie und die Gastrocnemius-Muskulatur im 

Vacopedstiefel fixiert. Laut medizinischer Literatur kommt jedoch gerade die fehlende 

Mobilisierung der Muskeln und Sehnen einer Fehlbelastung gleich (vgl. ALFRED M. 

DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 132). Vor 

diesem Hintergrund ist die Aussagekraft der Feststellung von Dr. H.___ - in den 

medizinischen Berichten bis zum 3. April 2017 sei keine erhöhte Spannung der 

Gastrocnemius-Muskulatur am rechten Unterschenkel zufolge der Innenknöchelfraktur 

beschrieben - fraglich. Fakt ist, dass von den Ärzten des KSSG am 3. April 2017 (Suva-

act. 45) und von Dr. F.___ am 30. November 2017 übereinstimmend eine 

Gastrocnemius-Muskulatur-Verkürzung diagnostiziert worden ist und diese eine 

Ursache haben muss. Dr. F.___ beschreibt in seinem Bericht vom 30. November 2017 

einen Ursachenzusammenhang zur postoperativ eingenommenen Schonhaltung (act. 

G5.1). So sei es nachvollziehbar, dass ein Patient mit einer Fraktur des medialen 

Malleolus diesen schone. Es sei auch sehr häufig bei Patienten postoperativ zu 

beobachten, dass eine Schonhaltung auf den lateralen Fussrand erfolge und es somit 

zu einer Überlastungsreaktion der Gastrocnemius-Muskulatur und der Tibialis-

posterior-Sehne komme und diese dann über einen längeren Zeitraum eine 

Ansatzsehnen-Entzündung der Fascia plantaris verursache. Diese trete typischerweise 

nicht sofort nach Einnahme der Schonhaltung ein, sondern ergebe sich über einen 

längeren Verlauf. Die Ausführungen von Dr. F.___, wonach sich eine Gastrocnemius-

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Muskulatur-Verkürzung langsam entwickelt bzw. eine solche progredient verläuft und 

nicht plötzlich in ihrem ganzen Umfang auftritt, vermögen insofern zu überzeugen, als 

es sich bei einer Gastrocnemius-Muskulatur-Verkürzung eben nicht um eine direkte, 

sondern um eine indirekte Folge einer Innenknöchelfraktur handelt (vgl. Erwägung 

6.2.2). Nicht die Innenknöchelfraktur an sich, sondern die damit zusammenhängende 

Fehlbelastung führt zur Muskelverkürzung. Im Bereich der Muskeln vollzieht sich also 

eine Entwicklung, die irgendwann zu einer bedeutsamen Einschränkung und damit zu 

einer Diagnose führt. Insgesamt ist damit nicht nachvollziehbar, weshalb Dr. H.___ in 

den im Anschluss an den Unfall erstellten medizinischen Berichten bereits die 

Beschreibung der Entwicklung einer Gastrocnemius-Muskulatur-Verkürzung erwartet. 

Dies zumal es sich bei einer solchen auch kaum um eine sich regemässig entwickelnde 

Gesundheitsstörung handeln dürfte.

 

6.2.5      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der dargelegte Sachverhalt 

(Erwägung 6.2.4) durchaus Brückensymptome aufweist und keinen bedeutsamen 

Unterbruch in der in Erwägung

6.2.2 genannten Kausalkette erkennen lässt.

 

6.3 

6.3.1      An dieser Beurteilung vermag auch die im Rahmen der 

Kausalitätsbeurteilungen von Dr. D.___ und Dr. H.___ zentral thematisierte 

Wirbelsäulenproblematik des Beschwerdeführers nichts zu ändern.

 

6.3.2      Nachdem der Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchung im KSSG vom 

2. November 2016 über Schmerzen im Bereich des rechten Beins, von der Wirbelsäule 

nach distal ausstrahlend, geklagt hatte (Suva-act. 10), wurde eine MRT-Untersuchung 

der LWS durchgeführt. Diese brachte, wie bereits erwähnt, keine Unfallverletzung, 

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indessen verschiedene degenerative strukturelle Gesundheitsschäden zur Darstellung 

(Suva-act. 22, vgl. Suva-act. 13, 21). Obwohl die MRT-Untersuchung keinen Nachweis 

einer Nervenwurzelkompression erbracht hatte (Suva-act. 22), diagnostizierten die 

Ärzte des KSSG im Untersuchungsbericht vom 7. Februar 2017 bei einer klinisch 

imponierenden Radikulopathie S1 rechtsseitig einen Verdacht auf ein lumboradikuläres 

Schmerzsyndrom S1 rechts (Suva-act. 36). Die Verneinung einer überwiegend 

wahrscheinlichen Kausalität der Rückenschmerzen zum Unfallereignis vom 21. 

September 2016 durch Dr. H.___ (Suva-act. 85-13) wird vom Beschwerdeführer zu 

Recht nicht in Frage gestellt. In seiner ärztlichen Beurteilung vom 19. September 2017 

(Suva-act. 69-6) betrachtete jedoch Dr. D.___ unter Berücksichtigung des 

Konsultationsberichts der orthopädischen Klinik des KSSG vom 16. Dezember 2016 

(Suva-act. 21), mit Feststellung eines fehlenden Handlungsbedarfs bezüglich der 

Malleolarfraktur, die vom Beschwerdeführer in der Folgezeit nach dem 15. Dezember 

2016 beklagte Beschwerdesymptomatik zu einem hohen Prozentsatz und überwiegend 

zu Lasten der unfallunabhängigen Wirbelsäulenproblematik mit S1-Schmerzsyndrom. 

Übereinstimmend mit Dr. D.___ hält auch Dr. H.___ fest, dass die Radikulopathie der 

S1-Wurzel rechts mit Lumboischialgie bzw. die dadurch ausgelösten Beschwerden im 

weiteren Verlauf im Vordergrund gestanden hätten (Suva-act. 85-13). Die beiden Ärzte 

gehen damit von einem Unterbruch des Kausalzusammenhangs bzw. einer fehlenden 

Brückensymptomatik zwischen der Malleolarfraktur und der Plantarfasziitis bei 

verkürzter Gastrocnemius-Muskulatur aus. Dies würde an sich gegen eine 

unfallbedingte Verursachung des im Zeitpunkt der Leistungseinstellung diagnostizierten 

schmerzverursachenden Gesundheitsschadens sprechen (vgl. Erwägung 6.2.2). Wie 

die nachfolgenden Überlegungen zeigen, überzeugt jedoch ihre Schlussfolgerung nicht 

(vgl. Erwägung 6.3.3).

 

6.3.3      Anlässlich der Untersuchung im KSSG vom 2. November 2016, d.h., im 

Zeitpunkt als auch die LWS Gegenstand der ärztlichen Untersuchungen wurde, 

erhoben zwar die Ärzte in Bezug auf das OSG rechts nur geringe Befunde und die 

Versorgung mit dem Vacoped-Stiefel wurde als nicht mehr nötig beurteilt. Dennoch 

gab der Beschwerdeführer weiterhin Schmerzen im Bereich des rechten OSG an und 

es wurde ihm das Tragen von knöchelhohem Schuhwerk empfohlen. Eine 

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Vollbelastung war offenbar noch nicht empfehlenswert und dem Beschwerdeführer 

wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. 10). Anlässlich der 

anschliessenden Untersuchung im KSSG vom 10. November 2016 erlaubten die Ärzte 

eine Mobilisation des OSG nach Massgabe der Beschwerden ohne Belastungs- 

respektive Kraftaufbau und gaben erneut eine physio¬therapeutische Verordnung ab. 

Die Physiotherapie sollte auch eine Gehschule beinhalten (Suva-act. 13). Bereits 

aufgrund des Gesagten kann eine Fehlbelastung des OSG im Zusammenhang mit der 

Malleolarfraktur nicht ausgeschlossen werden. Anlässlich einer Besprechung vom 15. 

Dezember 2016 sagte der Beschwerdeführer sodann gegenüber der 

Beschwerdegegnerin aus, es seien weiterhin Schmerzen am rechten Fuss vorhanden, 

er könne diesen nicht voll belasten, andernfalls eine Schwellung auftreten würde. Er 

habe das Gefühl, dass die Schmerzen zugenommen hätten. Diese würden den 

Unterschenkel und Oberschenkel hinauf bis hin zum Rücken ziehen. Langes Stehen 

und Gehen sei ihm nicht möglich (Suva-act. 18). Die Röntgenuntersuchung des OSG 

rechts im KSSG vom 15. Dezember 2016 zeigte eine deutliche Konsolidation der 

Malleolarfraktur, weshalb die untersuchenden Ärzte diesbezüglich keinen weiteren 

Handlungsbedarf sahen (Suva-act. 21). Dies erscheint zwar in Bezug auf die Fraktur 

nachvollziehbar, doch kann daraus nicht zeitgleich auch eine Beschwerdefreiheit im 

Bereich des OSG abgeleitet werden, welche eine Fehlbelastung des rechten Fusses 

und damit die Entwicklung bzw. Förderung einer Muskelverkürzung unwahrscheinlich 

erscheinen liesse. So erhoben die Ärzte des KSSG insbesondere ein deutlich 

hinkendes Gangbild und eine deutliche Druckdolenz im Bereich der Malleolengabel und 

hielten im Untersuchungsbericht vom 16. Dezember 2016 fest, dass der 

Beschwerdeführer eine Schmerzausstrahlung vom Fuss in den Rücken angebe. Dass 

die Ärzte insbesondere auch die Schmerzen im Bereich des rechten Beins 

beobachteten und diese offenkundig mit der LWS in Verbindung brachten, schliesst 

eine gleichzeitige Schmerzsymptomatik im Bereich des rechten OSG zufolge einer 

fortdauernden Fehlbelastung des rechten Fusses nicht aus. Dass in der Folge vor allem 

die LWS-Beschwerden therapeutisch angegangen wurden (vgl. Suva-act. 36), belegt 

ebenfalls nicht, dass die gesundheitliche Situation im Bereich des rechten OSG die 

Entstehung des im Leistungseinstellungszeitpunkt zur Diskussion stehenden 

Gesundheitsschadens im Bereich des rechten Fusses ausgeschlossen hätte. Die von 

Dr. D.___ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 19. September 2017 (Suva-act. 69-4) 

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angeführte Tatsache, dass im Konsultationsbericht des KSSG vom 7. Februar 2017 

(Suva-act. 36) ausschliesslich von der Behandlung der in das rechte Bein 

ausstrahlenden Wirbelsäulenbeschwerden und der allfälligen kernspintomographischen 

Befunde der LWS vom 4. November 2016 die Rede sei, ist jedenfalls dem Umstand 

geschuldet, dass man sich bei der damaligen Untersuchung mit der LWS - 

durchgeführt durch das Team Wirbelsäule der Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG - befasste, die Betreuung der 

Fussproblematik hingegen durch deren Fuss-Team erfolgte. Die Beurteilung der 

versicherungsinternen Ärzte ist schliesslich auch deshalb nicht stichhaltig, weil der 

Beschwerdeführer nach Durchführung eines Sakralblocks am 9. Februar 2017 

gegenüber der Beschwerdegegnerin am 7. März 2017 eine Besserung der 

unfallfremden Rückenbeschwerden angab, eine diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit 

verneinte und erklärte, dass er nur wegen des Fusses nicht arbeiten könne (Suva-act. 

40). Ausserdem wurde er wegen persistierender belastungsabhängiger Schmerzen im 

Bereich des medialen Malleolus am 3. März 2017 von Dr. E.___ für eine Reevaluation 

dem KSSG zugewiesen (Suva-act. 42). Am 30. März 2017 stellten die Ärzte des KSSG 

dann die Diagnose einer Plantarfasziitis Fuss rechts mit verkürzter Gastrocnemius-

Muskulatur mit/bei konservativer Therapie einer initial verspätet diagnostizierten 

undislozierten medialen Malleolarfraktur rechts vom 21. September 2016 (Suva-act. 

45). Anzufügen ist schliesslich, dass die Malleolarfraktur erstmals anlässlich dieser 

Untersuchung als vollständig konsolidiert bezeichnet worden ist.

 

6.3.4      Insgesamt kann damit aus dem in Erwägung 6.3.3 dargelegten Verlauf die 

Beurteilung der versicherungsinternen Ärzte, wonach die Beschwerdesymptomatik im 

Anschluss an die Heilung der Malleolarfraktur nur noch einer LWS-Symptomatik und 

nicht der Situation des rechten Fusses zuzurechnen gewesen sei, nicht überzeugend 

nachvollzogen werden. Der Frage, bis wann im ganzen Verlauf die Beschwerden noch 

der Malleolarfraktur und ab wann bereits der Plantarfasziitis mit Muskelverkürzung 

zuzurechnen waren, kommt dabei keine Bedeutung zu. In beiden Fällen wäre das 

Vorliegen einer Unfallkausalität der Beschwerden zu bejahen.

 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/23

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7.   

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beurteilungen von Dr. D.___ und Dr. H.___ 

in verschiedener Hinsicht nicht überzeugen. Ihre Darlegungen vermögen nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einen Sachverhalt nachzuweisen, 

der eine indirekte Unfallkausalität der von Dr. F.___ und den Ärzten des KSSG 

gestellten Diagnose einer Plantarfasziitis bei Gastrocnemius-Muskulatur rechts weniger 

wahrscheinlich erscheinen lässt als eine unfallfremde Fussproblematik. Immerhin 

haben der zur Beurteilung von Fussproblemen fachlich kompetente Dr. F.___ (act. 

G5.1) und insbesondere auch die Ärzte des Fussteams der Klinik für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG (Suva-act. 45), wo 

sich der Beschwerdeführer während der ganzen Zeit in Behandlung befand, eine 

Unfallkausalität bejaht. Das Dahinfallen der kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

Ursachen des Gesundheitsschadens ist somit nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Demgemäss ist die Einstellung der 

Versicherungsleistungen (Taggeld per 1. April 2017, Heilbehandlung per 12. Mai 2017) 

zu früh erfolgt und ein Anspruch des Beschwerdeführers auf weitere Leistungen der 

Beschwerdegegnerin über die vorgenannten Leistungseinstellungsdaten hinaus zu 

bejahen.

 

8.   

8.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und der 

Einspracheentscheid vom 28. September 2017 aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin 

ist zu verpflichten, dem Beschwerdeführer auch über den 1. April bzw. 12. Mai 2017 

hinaus die gesetzlichen Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 21. September 2016 

zu erbringen.

 

 

8.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/23

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8.3  Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der obsiegende Beschwerdeführer 

Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, die 

Entschädigung - wie in vergleichbaren Fällen üblich - auf pauschal Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

 

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 28. September 

2017 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, auch nach dem 1. April 

bzw. 12. Mai 2017 die gesetzlichen Leistungen im Sinne der Erwägungen zu erbringen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.06.2019
	Art. 53 Abs. 3 ATSG: Verletzung des Devolutiveffekts verneint. Art. 6 UVG: Der Beweis des Dahinfallens unfallbedingter Restfolgen in Form einer indirekten Unfallfolge, d.h. einer fehlbelastungsbedingten Gesundheitsstörung als Folge einer primären Unfallverletzung, ist nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Juni 2019, UV 2017/87).  Beim Bundesgericht angefochten.

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