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**Case Identifier:** 334d4593-d1d1-5d4e-8405-996e3c51f157
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-07
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 07.04.2025 VBE.2024.103
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-103_2025-04-07.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

3. Kammer 

 

VBE.2024.103 / sb / nl  
Art. 44 

 

 

Urteil vom 7. April 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Gössi, Präsidentin  

Oberrichterin Fischer  

Oberrichter Kathriner  

Gerichtsschreiber Berner  

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____  

vertreten durch Rechtsanwältin Mirjam Schneider, 

Zentralstrasse 47, Postfach 93, 2502 Biel/Bienne  

 

 
   

Beschwerde-

gegnerin  

 Aquilana Versicherungen, Bruggerstrasse 46, 5400 Baden  

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend KVG 

(Einspracheentscheid vom 16. Januar 2024) 
 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Beim 1944 geborenen Beschwerdeführer wurde im Dezember 2022 wegen 

einer zervikalen spondylotischen Myelopathie mit hochgradiger Spinalka-

nalstenose eine Myelondekompression mittels Laminektomie durchgeführt. 

Es verblieb postoperativ respektive nach einer vom 13. Januar bis 3. März 

2023 durchgeführten ersten stationären Rehabilitation insbesondere eine 

rechtsbetonte Tetraparese mit diversen Komorbiditäten. In der Folge gin-

gen der Beschwerdegegnerin Kostenübernahmeersuchen des Kantonsspi-

tals B._____ vom 24. und vom 27. März 2023 sowie vom Zentrum C._____ 

vom 6. April 2023 für eine stationäre Rehabilitation des Beschwerdeführers 

im Zentrum C._____ ein, welche sie mit Schreiben vom 5. beziehungs-

weise vom 13. April 2023 jeweils nach Rücksprache mit ihrem vertrauens-

ärztlichen Dienst ablehnte. Daraufhin ersuchte das Zentrum C._____ mit 

"Wiedererwägungsgesuchen" vom 22. Mai sowie vom 7. und 23. Juni 2023 

erneut um Übernahme der Kosten für eine stationäre Rehabilitation des 

Beschwerdeführers. Die Beschwerdegegnerin lehnte eine Kostenüber-

nahme nach weiteren Rücksprachen mit ihrem vertrauensärztlichen Dienst 

mit Schreiben vom 30. Mai, sowie vom 15. Juni und 10. Juli 2023 abermals 

ab. Am 30. Oktober 2023 ersuchte der nunmehr rechtskundig vertretene 

Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin erneut um Kostengutsprache 

für die fragliche Rehabilitation im Zentrum C._____, was die Beschwerde-

gegnerin mit Verfügung vom 22. November 2023 ablehnte. Die vom Be-

schwerdeführer dagegen erhobene Einsprache vom 18. Dezember 2023 

wies die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 16. Januar 

2024 ab.  

 

2. 

2.1. 

Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 15. Februar 

2024 fristgerecht Beschwerde und stellte folgende Anträge: 

 

 "1. 
Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 16. Januar 2024 
sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, die 
Kostengutsprache für die Rehabilitation im [Zentrum C._____] vom 12. Ap-
ril 2023 bis 20. September 2023 zu erteilen. 
 
2. 
Eventualiter: Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 
16. Januar 2024 sei aufzuheben und es sei die Sache zur Vornahme wei-
terer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, verbun-
den mit der Anordnung, eine neue Verfügung im Sinne der Beschwerde-
rügen zu erlassen.  
 
– unter Kosten- und Entschädigungsfolgen –" 

 

 - 3 - 

 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 27. Februar 2024 beantragte die Beschwerde-

gegnerin das Nichteintreten auf beziehungsweise die Abweisung der Be-

schwerde. Der Beschwerdeführer hielt mit Replik vom 13. März 2024 im 

Wesentlichen an seinen Anträgen und deren Begründung fest. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die Über-

nahme der Kosten für eine stationäre Rehabilitation des Beschwerdefüh-

rers im Zentrum C._____ im Rahmen der obligatorischen Krankenpflege-

versicherung abgelehnt hat. Dabei ist gestützt auf die Parteivorbringen 

einstweilen davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im hier mass-

gebenden Jahr 2023 bei der Beschwerdegegnerin im Rahmen der obliga-

torischen Krankenpflegeversicherung nach KVG versichert war, obschon 

sich dies aktuell nicht aus den Akten entnehmen lässt (vgl. zur Aktenfüh-

rung der Beschwerdegegnerin auch nachfolgend E. 4.3.). 

 

2. 

2.1. 

Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt die Kosten für 

die Leistungen, die der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit und ih-

rer Folgen dienen (Art. 25 Abs. 1 KVG). Gemäss Art. 25 Abs. 2 KVG um-

fassen die Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung un-

ter anderem die ärztlich durchgeführten oder angeordneten Massnahmen 

der medizinischen Rehabilitation (lit. d). Gemäss Anhang 1 Ziff. 11 KLV in 

seiner seit dem 1. Januar 2003 geltenden Fassung erfolgt die Kostenüber-

nahme einer stationären Rehabilitation nur auf vorgängige besondere Gut-

sprache des Versicherers und unter Berücksichtigung der vertrauensärztli-

chen Empfehlung. Für Patienten und Patientinnen mit Herz-Kreislaufer-

krankungen oder Diabetes sowie für pulmonale Rehabilitationen sieht An-

hang 1 Ziff. 11 zudem weitere Anspruchsvoraussetzungen vor.  

 

2.2. 

2.2.1. 

Die Leistungen nach Art. 25 KVG müssen wirksam, zweckmässig und wirt-

schaftlich sein (Art. 32 Abs. 1 KVG; sog. WZW-Kriterien). Wirksamkeit, 

Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit werden periodisch überprüft 

(Art. 32 Abs. 2 KVG). Leistungserbringer haben sich in ihren Leistungen 

auf dasjenige Mass zu beschränken, das im Interesse der versicherten Per-

son liegt und für den Behandlungszweck erforderlich ist (Art. 56 Abs. 1 

KVG). Für Leistungen, die über dieses Mass hinausgehen, kann die Ver-

gütung verweigert werden (Art. 56 Abs. 2 KVG). 

 

 - 4 - 

 

 

2.2.2. 

Eine Leistung gilt als wirksam, wenn sie objektiv geeignet ist, auf den an-

gestrebten medizinischen Nutzen hinzuwirken beziehungsweise wenn sie 

den Verlauf einer Krankheit günstig beeinflusst. In der klassischen univer-

sitären Medizin gilt der Wirksamkeitsnachweis als erbracht, wenn die Be-

handlungsmethode für das in Frage stehende Behandlungsziel wissen-

schaftlich anerkannt ist, das heisst von Forschern und Praktikern der me-

dizinischen Wissenschaft auf breiter Basis akzeptiert wird (GEBHARD EUG-

STER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Krankenversicherung [KVG], 2. Aufl. 2018, N. 2 ff. 

zu Art. 32 KVG [nachfolgend zit. als EUGSTER, Rechtsprechung] mit Hin-

weisen unter anderem auf BGE 143 V 95 E. 3.1 S. 98 f. und 133 V 115 

E. 3.1 f. S. 116 ff.). Zweckmässig ist jene Anwendung, welche gemessen 

am angestrebten Erfolg und unter Berücksichtigung der Risiken aus vo-

rausschauender Sicht den besten diagnostischen oder therapeutischen 

Nutzen im Einzelfall aufweist (EUGSTER, Rechtsprechung, a.a.O., N. 9 ff. 

zu Art. 32 KVG mit Hinweisen unter anderem auf BGE 130 V 532 E. 2.2 

S. 535 f. und 130 V 299 E. 6.1 S. 304 f.). Wirtschaftlichkeit ist das massge-

bende Kriterium für die Auswahl unter den zweckmässigen Behandlungs-

alternativen. Wirtschaftlich ist bei vergleichbarem medizinischem Nutzen 

die kostengünstigste Alternative. Eine vergleichsweise grössere medizini-

sche Zweckmässigkeit kann die Übernahme einer teureren Applikation 

rechtfertigen (EUGSTER, Rechtsprechung, a.a.O., N. 13 ff. zu Art. 32 KVG 

mit Hinweisen unter anderem auf BGE 139 V 135 E. 4.4.3 S. 140 und 130 

V 532 E. 2.2 S. 535 f.). 

 

2.3. 

2.3.1. 

Das besondere Merkmal der hier in Frage stehenden medizinischen Reha-

bilitation besteht darin, dass die Behandlung der Krankheit an sich abge-

schlossen ist und Therapieformen zur Nachbehandlung von Krankheiten 

zur Anwendung gelangen. Die medizinische Rehabilitation schliesst an die 

eigentliche Krankheitsbehandlung an und bezweckt, die durch die Krank-

heit oder die Behandlung selbst bewirkte Beeinträchtigung der körperlichen 

oder geistigen Leistungsfähigkeit mit Hilfe medizinischer Massnahmen 

ganz oder teilweise zu beheben. Sie ist demnach auf die Wiedererlangung 

verlorener oder die Verbesserung beeinträchtigter Funktionsfähigkeiten mit 

medizinischen Mitteln gerichtet. Ein Rehabilitationspotenzial setzt somit vo-

raus, dass nach wissenschaftlich begründeten Erfahrungen mit einer Ver-

besserung des Funktionsvermögens unter vernünftigem Therapieaufwand 

gerechnet werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_413/2012 vom 

14. Februar 2013 E. 4.1 mit Hinweisen). 

 

2.3.2. 

Eine medizinische Rehabilitation kann ambulant, teilstationär, in einer Kur-

anstalt, in einem Pflegeheim oder in einer spezialisierten Rehabilitationskli-

 - 5 - 

 

 

nik erfolgen. Erfolgt sie in einer Rehabilitationsklinik, ist eine Spitalbedürf-

tigkeit vorausgesetzt, welche nach der notwendigen Behandlungsintensi-

tät, dem Behinderungsgrad, der Pflegebedürftigkeit und der Schwere des 

Hauptleidens oder zusätzlich komplizierender Krankheiten zu beurteilen ist. 

Eine Spitalbedürftigkeit in diesem Sinne ist gegeben, wenn die notwendi-

gen diagnostischen und therapeutischen Massnahmen nur in einem Spital 

(das heisst unter Inanspruchnahme eines Spitalbetts) zweckmässig durch-

geführt werden können, weil sie zwingend der dortigen apparativen und 

personellen Voraussetzungen bedürfen. Ziel ist die Sicherstellung einer 

notwendigen medizinischen Behandlung, die sonst nicht durchführbar 

wäre, und zwar auch nicht mit den Mitteln der Krankenpflege zu Hause oder 

in einem Kurhaus (BGE 126 V 323 E. 2b und E. 2c S. 326 f.; vgl. ferner 

Urteile des Bundesgerichts 9C_253/2020 vom 2. Juni 2020 E. 2.3, 

4A_67/2014 vom 4. März 2015 E. 5.1 und 9C_413/2012 vom 14. Februar 

2013 E. 4.2 und GEBHARD EUGSTER, Krankenversicherung, in: Ulrich Meyer 

[Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. XIV, Sozi-

ale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, Rz. 444 ff. [nachfolgend zit. als EUGSTER, 

Krankenversicherung]). Dass eine stationäre Behandlung auf einer ärztli-

chen Einweisung beruht, reicht zur Bejahung der Spitalbedürftigkeit nicht 

aus. Massgebend sind die gesundheitlichen Verhältnisse zum Zeitpunkt 

des Spitaleintritts. Ein nachträglicher Heilerfolg rechtfertigt keine nachträg-

liche Kostengutsprache bei nicht gegebener Spitalbedürftigkeit (vgl. EUGS-

TER, Rechtsprechung, a.a.O., N. 70 zu Art. 25 KVG mit Hinweisen, und 

DERS., Krankenversicherung, Rz. 448). Kann eine Rehabilitation ambulant 

oder in einem Kurmilieu durchgeführt werden, besteht kein Anspruch auf 

eine stationäre Rehabilitation (EUGSTER, Rechtsprechung, a.a.O., N. 58 zu 

Art. 25 KVG mit Hinweis).  

 

2.4. 

2.4.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 

V 231 E. 5.1 S. 232 und 125 V 351 E. 3a S. 352).  

 

2.4.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder ei-

nem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 

gegebenen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 und 122 V 157 

E. 1c S. 160). Zwar lässt das Anstellungsverhältnis der versicherungsinter-

nen Fachperson zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf 

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mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 125 V 351 

E. 3b/ee S. 353). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines 

externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 

strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 

der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 

V 465 E. 4.4 S. 469 und 122 V 157 E. 1d S. 162). 

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdegegnerin beruft sich in ihrem Einspracheentscheid vom 

16. Januar 2024 sowie ihrer Beschwerdeantwort vom 27. Februar 2024 auf 

diverse Beurteilungen ihres vertrauensärztlichen Dienstes vom 5. (VB 9 f.) 

und 12. April (VB 17), vom 30. Mai (VB 25 ff.), vom 15. Juni (VB 33), vom 

10. Juli (VB 40 ff.) und vom 27. Dezember 2023 (VB 74) sowie zwei Stel-

lungnahmen ihrer Vertrauensärztin Dr. med. D._____, Fachärztin für Neu-

rologie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 29. Mai 2023 

(VB 57 ff.) und vom 9. Juli 2023 (VB 53 ff.), wobei die Beschwerdegegnerin 

sich hauptsächlich auf die zusammenfassende Beurteilung von Dr. med. 

D._____ vom 9. Juli 2023 zu stützen scheint. Dieser ist im Wesentlichen zu 

entnehmen, dass bereits zum Zeitpunkt des Eintritts des Beschwerdefüh-

rers in das Zentrum C._____ aufgrund des vorbestehenden kombinierten 

neurologischen Schädigungsmusters bei Polymorbidität keine erneute In-

dikation für eine stationäre Rehabilitationsmassnahme bestanden habe. 

Insbesondere seien bereits vor dem operativen Eingriff vom 20. Dezember 

2022 respektive der ersten Rehabilitation vom 13. Januar bis 3. März 2023 

eine multifaktorielle Gangstörung, eine Dranginkontinenz, eine orthostati-

sche Dysregulation, eine Polyneuropathie, eine Herzrhythmusstörungen 

mit der Notwendigkeit zur Schrittmacher-Implantation im Jahr 2017, mehr-

fache Lungenembolien mit Notwendigkeit zur fortgesetzten oralen Antikoa-

gulation, chronisch-fortschreitende degenerative Veränderungen an der 

Wirbelsäule und an grossen Extremitätengelenken mit Hüftgelenk-Ersatz 

rechts und Kniegelenk-Ersatz links sowie leichte kognitive Einschränkun-

gen dokumentiert, welche sich allesamt negativ auf die Selbständigkeit des 

Beschwerdeführers ausgewirkt hätten. Teile dieser anamnestisch über 

Jahre fortschreitenden klinischen Auffälligkeiten würden zudem in Kombi-

nation mit den Ergebnissen einer MRI-Untersuchung vom 18. Juni 2022 auf 

das Bestehen eines Normaldruck-Hydrocephalus hinweisen. Nach dem 

operativen Eingriff vom 20. Dezember 2022 seien "keine neuen Rehabilita-

tionsdiagnosen" beschrieben worden. Auch habe der Pflegebedarf nicht in 

einem leistungsrelevanten Umfang abgenommen. Die dokumentierten Ver-

besserungen im Rahmen des Aufenthalts im Zentrum C._____ würden im 

Wesentlichen das Blasen- und Darmmanagement nach Entfernung des 

Blasendauerkatheters und die Unterweisung des Beschwerdeführers im 

Selbstkatheterisieren betreffen, was für sich – ebenso wie Abklärungen die 

Fahreignung oder die Wohnsituation des Beschwerdeführers betreffend – 

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keinen stationären Rehabilitationsaufenthalt rechtfertige. Auch habe keine 

Indikation für ein kognitives Funktionstraining bestanden. Insgesamt sei da-

von auszugehen, dass seit dem Eintritt des Beschwerdeführers in das Zent-

rum C._____ keine "Klinikbedürftigkeit", sondern vorrangig Pflegebedürf-

tigkeit bestanden habe, zumal der Beschwerdeführer nach wie vor vollstän-

dig auf Fremdhilfe beim Waschen des Unterkörpers angewiesen sei 

(VB 54 ff.). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Der Beschwerdeführer stützt sich demgegenüber auf verschiedene Beur-

teilungen seiner behandelnden Ärzte. Dem Bericht von Dr. med. E._____, 

Facharzt für Neurochirurgie, vom 24. März 2023 ist zu entnehmen, dass 

nach dem operativen Eingriff vom 20. Dezember 2022 eine hochgradige 

Tetraparese bestanden habe. Im Rahmen einer ersten Rehabilitation in der 

Zeit vom 13. Januar bis 3. März 2023 sei es zu einer deutlichen Verbesse-

rung gekommen. Nach wie vor liessen sich indes elektrophysiologisch ver-

schlechterte Potentiale objektivieren. Demgegenüber habe eine MRI-Un-

tersuchung eine suffiziente zervikale Dekompression gezeigt, wobei sich 

auch weitere thorakolumbale Stenosen hätten ausschliessen lassen. Aktu-

ell benötige der vormals selbständig mobilisierbare Beschwerdeführer ne-

ben einem Rutschbett und einem Rollstuhl umfassende Dritthilfe bei der 

Körperpflege. Gleiches gelte für Lagewechsel, Aufstehen und Absitzen, 

Gehen, Treppensteigen, dem Richten von Essen und dem Verrichten der 

Notdurft. Der Transfer Bett-Rollstuhl gelinge nur mit Unterstützung einer 

Fachperson, der Transfer Rollstuhl-Toilette benötige sogar die Hilfe von 

zwei Personen. Der Beschwerdeführer könne nur wenige Schritte an einer 

Stange gehen. Aktuell würden die Therapiebemühungen im Alters- und 

Pflegeheim fortgesetzt, jedoch nicht in der gewünschten intensiven Fre-

quenz. Der Beschwerdeführer würde von einer (weiteren) stationären Re-

habilitation "deutlich profitieren". Ziel seien die Wiedererlangung der Selb-

ständigkeit respektive der Selbstversorgung im eigenen Haushalt, die Rein-

tegration in das soziale Umfeld, die Verbesserung der Mobilisation, der 

Gangsicherheit, der Motorik, der Gelenks- und Muskelfunktion sowie der 

neurologischen Defizite und die Reduktion der Sturzgefahr (VB 1 ff.).  

 

3.2.2. 

In einem weiteren Bericht vom 27. März 2023 hielt Dr. med. E._____ zu-

dem fest, die postoperative MRI-Untersuchung der Wirbelsäule habe zwar 

eine suffiziente Dekompression gezeigt, jedoch auch eine Myelomalazie 

auf Höhe C4. Während der stationären Rehabilitation vom 13. Januar bis 

3. März 2023 sei es zu einer deutlichen Verbesserung gekommen. Der Be-

schwerdeführer sei motiviert und engagiert gewesen. Der Transfer Bett-

Rollstuhl sei mit einer Hilfsperson möglich gewesen und die Kraftlosigkeit 

sowie Dysbalance im Sitzen seien regredient gewesen. Ausserdem habe 

der Beschwerdeführer mit Hilfe und Abstützen wenige Schritte gehen 

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können. Einen Rückfall habe er jedoch aufgrund einer Proktitis erlitten, wel-

che eine chirurgische Hospitalisation vom 7. bis 13. Januar 2023 notwendig 

gemacht habe. Klinisch hätten in der heutigen Untersuchung ein ASIA D 

sowie Kraftgrade M3 bis M4 und eine deutliche Ataxie der unteren Extre-

mitäten bestanden. Gemäss Pflegeauskunft könne sich der Beschwerde-

führer lediglich nach Bereitstellen einer Transferbanane selbständig in den 

Rollstuhl transferieren. Unterdessen könne er "mit der Physiotherapie" län-

ger Stehen. Die Gehfähigkeit sei jedoch weiterhin nicht gegeben. Physio- 

und Ergotherapien würden etwa zweimal wöchentlich fortgesetzt. Insge-

samt habe der Beschwerdeführer bereits deutliche Fortschritte verzeichnen 

können. Aktuell würden die Therapien des zurzeit noch pflegebedürftigen 

Beschwerdeführers im Alters- und Pflegeheim zwar fortgesetzt, erfolgten 

jedoch nicht in gewünschter intensiver Frequenz. Es bestehe vor diesem 

Hintergrund "eindeutig noch Rehapotential". Der Beschwerdeführer würde 

von einer stationären Rehabilitation "deutlich profitieren" können (VB 7).  

 

3.2.3. 

Im Ergebnis ähnliche Einschätzungen finden sich ferner in den Berichten 

respektive Stellungnahmen des Zentrums C._____ von 6. April (VB 12 ff.), 

vom 22. Mai (VB 19 ff.) und vom 7. (VB 30 ff.) sowie vom 23. Juni 2023 

(VB 35 ff.), welche indes sämtliche nach dem Eintritt des Beschwerdefüh-

rers in das Zentrum C._____ am 13. April 2023 datieren. Zur Situation vor 

respektive zum Zeitpunkt des Eintritts in die stationäre Rehabilitation ist 

dem Schreiben von Chefarzt Dr. med. F._____, Facharzt für Physikalische 

Medizin und Rehabilitation, und der Oberärztin G._____, Fachärztin für All-

gemeine Innere Medizin, Zentrum C._____, vom 22. Mai 2023 zu entneh-

men, der Beschwerdeführer sei aus einem Pflegeheim eingetreten, weil ein 

direkter Eintritt aus dem Kantonsspital B._____ nicht möglich gewesen sei 

und die erste Rehabilitation nicht nach querschnittlähmungsspezifischen 

Kriterien habe erfolgen können, weshalb diese auch "ohne deutliche Bes-

serung der Einschränkungen" geblieben sei. Der Beschwerdeführer sei 

kardiopulmonal stabil gewesen. Neurologisch habe eine deutliche Kraft-

minderung sowohl in den oberen als auch den unteren Extremitäten be-

standen. Eine MRI-Untersuchung durch das Kantonsspital B._____ vom 

3. März 2023 habe bei Status nach Dekompression auf Höhe HWK5/6 ein 

Myelopathiesignal auf gleicher Höhe ohne abgrenzbare Myelonkompres-

sion gezeigt, welches im Vergleich zu Voruntersuchungen in den Jahren 

2022 und 2023 nicht progredient imponiert habe. Ebenfalls hätten eine 

Bandscheiben-Extrusion im Segment LWK 2/3 mit Komprimierung der L3-

Wurzel links rezessal, eine aktivierte Osteochondrose im gleichen Segment 

und aktivierte Spondylarthrose im Segment LWK5/SWK1 bestanden. Be-

reits im Rahmen früherer MRI-Untersuchungen vom 24. Oktober und vom 

21. Dezember 2022 seien schwere degenerative Veränderungen C4-C6 

mit Osteochondrose, Unkovertebralarthrose und Diskusprotrusionen mit 

Einengungen der Foramina intervertebralia mit möglichen Nervenwurzel-

kompressionen sowie Facettengelenksarthrosen beschrieben worden. 

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Diese MRI-Befunde würden aber "keinen Schluss auf den Outcome der 

Rehabilitation und insbesondere auf die Dysfunktion des autonomen Ner-

vensystems" im Sinne einer negativen prognostischen Aussage erlauben. 

Die SCIM-Testung habe Einschränkungen im An-/Ausziehen des Unterkör-

pers, beim Blasen- und Darmmanagement sowie der Toilettenhygiene, 

beim WC-Transfer und generell in der Mobilität im und ums Haus auf ebe-

nen Flächen mit Einschränkungen bei Transfers sowie beim Treppenstei-

gen gezeigt. Der Beschwerdeführer sei sehr motiviert und habe ein starkes 

Eigeninteresse an einer erfolgreichen Rehabilitation. Insgesamt sei vom 

Bestehen eines Rehabilitationspotentials auszugehen (VB 19 ff.). Im We-

sentlichen gleiche Ausführungen finden sich auch im – von Dr. med. 

F._____ und der Oberärztin G._____ mitunterzeichneten – Schreiben des 

Zentrums C._____ vom 7. Juni 2023, wobei dort insbesondere abermals 

angegeben wird, ein Rehabilitationspotential sei "klar ausgewiesen". Es be-

stehe für den Beschwerdeführer "keine gleichwertige alternative Behand-

lung" (VB 31). Mit – abermals von Dr. med. F._____ und der Oberärztin 

G._____ mitunterzeichneten – Schreiben des Zentrums C._____ vom 

23. Juni 2023 wurde ergänzt, dass angesichts der komplexen Situation am-

bulante Mobilisierungsmassnahmen nicht genügend seien (VB 36). 

 

4. 

4.1. 

Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin stellt die erwähnte versi-

cherungsinterne medizinische Beurteilung von Dr. med. D._____ vom 

9. Juli 2023 keine taugliche Grundlage zur Beurteilung des Rehabilitations-

potenzials des Beschwerdeführers respektive von dessen Spitalbedürftig-

keit zum Zeitpunkt des Rehabilitationseintritts (vgl. zum massgebenden 

Zeitpunkt vorne E. 2.3.2.) und folglich der allfälligen Leistungsansprüche 

des Beschwerdeführers dar. So wird die Ansicht, dass die verschiedenen 

dokumentierten gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdefüh-

rers sich bereits vor dem operativen Eingriff vom 20. Dezember 2022 ne-

gativ auf dessen Selbständigkeit ausgewirkt hätten, weder zureichend be-

gründet noch ergibt sich dies ohne Weiteres aus den vorhandenen medizi-

nischen Akten. Im Gegenteil beschreiben die behandelnden Ärzte des Be-

schwerdeführers diesen für die Zeit vor der Operation als selbständig. Eine 

gerichtliche Überprüfung des Gesundheitszustands des Beschwerdefüh-

rers vor der Operation beziehungsweise dem Rehabilitationseintritt fällt 

ausser Betracht, weil sich in den Akten der Beschwerdegegnerin hierzu 

keinerlei Informationen finden. So enthalten diese im Speziellen keine Be-

richte aus der fraglichen Zeit vor der Operation respektive zum Zeitpunkt 

des Eintritts in die hier in Frage stehende Rehabilitation oder über die erste 

Rehabilitation vom 13. Januar bis 3. März 2023, obschon die Beschwerde-

gegnerin mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 20. Februar 2024 zur 

Edition sämtlicher Akten aufgefordert worden war. Dieser Mangel wiegt 

schwer, zumal sich die Vertrauensärztin der Beschwerdegegnerin mehr-

fach explizit auf Untersuchungen beziehungsweise entsprechende 

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Berichte beruft, ohne dass diese aktenkundig wären, beziehungsweise gar 

selbst anführt, nicht über entsprechende Dokumentationen verfügt zu ha-

ben (vgl. bspw. die Stellungnahme vom 9. Juli 2023 mit Verweis auf eine 

MRI-Untersuchung vom 18. Juni 2022 in VB 55 mit der Bemerkung "Bild-

dokumentation nicht vorliegend"). Dass der Pflegebedarf durch die hier in 

Frage stehenden Rehabilitationsmassnahmen nicht in einem leistungsrele-

vanten Umfang abnehmen könne respektive dass der Beschwerdeführer 

ohnehin generell pflegebedürftig gewesen sei, leitet Dr. med. D._____ fer-

ner aus den Berichten des Zentrums C._____ über die Fortschritte der am 

12. April 2023 begonnenen Rehabilitation ab, was indes gerade nicht zu-

lässig ist, denn es ist – wie bereits dargelegt – der Gesundheitszustand vor 

Beginn der Rehabilitation massgebend. Hinzu kommt, dass die behandeln-

den Ärzte des Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang in grundsätz-

lich nachvollziehbarer Weise darauf hinweisen, dass dieser während der 

ersten stationären Rehabilitation aufgrund einer Proktitis vom 7. bis 13. Ja-

nuar 2023 hospitalisiert werden musste und einen Rückfall erlitten habe, 

was von Dr. med. D._____ indes nicht berücksichtigt wird.  

 

4.2. 

Bereits diese Umstände genügen, um an der von der Beschwerdegegnerin 

eingeholten versicherungsinternen Beurteilung von Dr. med. D._____ vom 

9. Juli 2023 zumindest geringe Zweifel zu begründen, weshalb darauf nicht 

abgestellt werden kann. Gleiches gilt für die inhaltlich im Wesentlichen ähn-

liche Stellungnahme von Dr. med. D._____ vom 29. Mai 2023 (VB 57 ff.), 

in welcher zudem wiederum auf nicht aktenkundige medizinische Berichte 

verwiesen wird (vgl. die "aktenkundige Verlaufsdokumentation" mit Verweis 

unter anderem auf zwei MRI-Untersuchungen in den Jahren 2021 und 2022 

in VB 59). Die weiteren von der Beschwerdegegnerin angeführten Beurtei-

lungen ihres vertrauensärztlichen Diensts vom 5. (VB 9 f.) und vom 12. Ap-

ril (VB 17), vom 30. Mai (VB 25 ff.), vom 15. Juni (VB 33), vom 10. Juli 

(VB 40 ff.) und vom 27. Dezember 2023 (VB 74) enthalten entweder keine 

Angaben über die Autorenschaft (dies betrifft jene vom 5. April, vom 

30. Mai, vom 15. Juni, vom 10. Juli und vom 27. Dezember 2023) oder wur-

den von einer Case-Managerin erstellt (dies betrifft jene vom 12. April 

2023). Sie sind daher als nicht fachmedizinische Einschätzungen ungeeig-

net, den relevanten Sachverhalt rechtsgenüglich zu erstellen, weshalb auf 

sie nicht weiter einzugehen ist.  

 

4.3. 

Insgesamt erweisen sich die sachverhaltlichen Abklärungen der Beschwer-

degegnerin damit als unzureichend, weshalb eine Beurteilung des Leis-

tungsanspruchs des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der im 

Zentrum C._____ in der Zeit vom 12. April bis 20. September 2023 (vgl. 

hierzu den Austrittsbericht des Zentrums C._____ vom 20. September 

2023 in Beschwerdebeilage 3) durchgeführten stationären Rehabilitation 

aktuell nicht möglich ist. Daran vermögen auch die Ausführungen der 

 - 11 - 

 

 

Beschwerdegegnerin zur Wirtschaftlichkeit (vgl. dazu E. 2.2.) der in Frage 

stehenden Rehabilitationsmassnahmen nichts zu ändern, sind doch die 

(mutmasslichen) Kosten einer Alternativbehandlung in keiner Weise aus-

gewiesen. Die Beschwerdegegnerin wird folglich – nach Vervollständigung 

ihrer Akten – weitere medizinische Abklärungen in Form der Einholung ei-

nes verwaltungsexternen Gutachtens im Verfahren nach Art. 44 ATSG zu 

tätigen haben (vgl. BGE 135 V 465 E. 4 S. 467 ff. und Urteil des Bundes-

gerichts 8C_92/2018 vom 7. August 2018 E. 5.2.3), um alsdann ihre Leis-

tungspflicht erneut zu beurteilen. Die Beschwerdegegnerin ist ferner ange-

sichts der vorerwähnten ungenügenden Aktenführung darauf aufmerksam 

zu machen, dass sie verpflichtet ist, ein vollständiges Aktendossier über 

das Verfahren zu führen, um gegebenenfalls ordnungsgemäss Aktenein-

sicht gewähren und bei einem Weiterzug eines von ihr erlassenen Ent-

scheids diese Unterlagen an die Rechtsmittelinstanz weiterleiten zu kön-

nen. Sie hat dabei alles in den Akten festzuhalten, was zur Sache gehört 

(BGE 124 V 372 E. 3b S. 376 und 115 Ia 97 E. 4c S. 99) und die Vollstän-

digkeit der Akten sicherzustellen (SVR 2011 IV Nr. 44 S. 131, 

8C_319/2010 E. 2.2.1). Gemäss Art. 46 ATSG sind dabei alle Unterlagen, 

die massgeblich sein können, systematisch (d.h. chronologisch, paginiert 

und in der Regel mit einem Aktenverzeichnis erschlossen) zu erfassen. 

Verlangt wird eine Aktenführung nach allgemeinen, sachgerechten und 

zweckmässigen Kriterien, welche es erlaubt, den Weg der Entscheidfin-

dung nachzuvollziehen (vgl. UELI KIESER, in: Kieser/Kradolfer/Lendfers 

[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des So-

zialversicherungsrechts, 5. Aufl. 2024, N. 22 f. zu Art. 46  

ATASG mit Hinweis auf SVR 2011 IV Nr. 44 S. 131, 8C_319/2010 E. 2.2.2; 

vgl. ferner SVR 2016 AHV Nr. 16 S. 45, 9C_329/2016 E. 4.2). Zudem steht 

es nicht im Belieben der Beschwerdegegnerin, im Beschwerdeverfahren 

dem Gericht nur diejenigen Akten einzureichen, welche sie als notwendig 

und für die Beurteilung des Falles entscheidend erachtet (vgl. statt vieler 

Urteil des Bundesgerichts 8C_616/2013 vom 28. Januar 2014 E. 2.1 und 

8C_725/2012 vom 27. März 2013 E. 4.1.2; mit Hinweisen unter anderem 

auf BGE 135 V 194 E. 3.1 S. 196, SVR 2010 ALV Nr. 2 S. 3, 8C_269/2009 

E. 5.2.2). Sollten dem Versicherungsgericht in einem allfälligen weiteren 

Beschwerdeverfahren, in dem die Beschwerdegegnerin Partei ist, von die-

ser vorselektionierte, unvollständige oder nicht systematisch geführte Ak-

ten eingereicht werden, wird der allfällig dadurch verursachte Mehraufwand 

zu einer Kostenauflage führen. 

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde eventualantragsgemäss teil-

weise gutzuheissen, der angefochtene Einspracheentscheid vom 16. Ja-

nuar 2024 aufzuheben sowie die Sache zur weiteren Abklärung und zur 

Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

 

 - 12 - 

 

 

5.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

5.3. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz der rich-

terlich festzusetzenden Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG), denn die Rück-

weisung der Sache an die Verwaltung zwecks Vornahme ergänzender Ab-

klärungen gilt als anspruchsbegründendes Obsiegen (BGE 132 V 215 

E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen). Die Rechtsvertreterin des Beschwerdefüh-

rers reichte am 13. März 2024 eine Kostennote ein, die einen Zeitaufwand 

von 9 Stunden und 35 Minuten zu Fr. 270.00, Barauslagen von Fr. 42.20 

und Mehrwertsteuer von Fr. 213.00, total Fr. 2'842.70, ausweist. Die Ent-

schädigung im Beschwerdeverfahren vor dem Versicherungsgericht richtet 

sich nicht nach einem Stundentarif, sondern in erster Linie nach der Bedeu-

tung und der Schwierigkeit des Falles (von Fr. 1'210.00 bis Fr. 14'740.00; 

§ 8a Abs. 3 i.V.m. § 3 Abs. 1 lit. b AnwT). Vor diesem Hintergrund, mit Blick 

auf die versicherungsgerichtliche Praxis bezüglich der Grundentschädi-

gung in einem durchschnittlichen Beschwerdeverfahren betreffend KVG-

Leistungen und unter Berücksichtigung der nicht durchgeführten Verhand-

lung sowie auch der weiteren Eingabe des Beschwerdeführers vom 

13. März 2024 kann diese Kostennote ohne Weiteres genehmigt werden. 

Die Beschwerdegegnerin ist daher zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 

die Parteikosten in entsprechender Höhe von Fr. 2'842.70 zu bezahlen. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid 

vom 16. Januar 2024 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung 

im Sinne der Erwägungen und Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer die Par-

teikosten in richterlich festgesetzter Höhe von Fr. 2'842.70 zu bezahlen. 

 

 
 

 - 13 - 

 

 

   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 7. April 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Gössi Berner