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**Case Identifier:** 81dd192d-9d99-5779-88ea-b38b3768d74e
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-08
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 08.10.2025 VBE.2025.79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2025-79_2025-10-08.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2025.79 / DB / GM  
Art. 132 

 

Urteil vom 8. Oktober 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Gössi  

Ersatzrichter Zürcher 

Gerichtsschreiber Bächli         

  

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____,  

vertreten durch lic. iur. Michèle Wehrli Roth, Rechtsanwältin, 

Kirchplatz 14, 4800 Zofingen    

     

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

     

 
   

Beigeladene   Tellco pkPRO, Bahnhofstrasse 4, Postfach, 6431 Schwyz      

 

    

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 17. Januar 2025) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1967 geborene Beschwerdeführer meldete sich am 13. März 1995 auf-

grund von Problemen mit der Wirbelsäule erstmalig bei der Beschwerde-

gegnerin zum Bezug von Leistungen (Berufsberatung / Umschulung / Ar-

beitsvermittlung) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. In der 

Folge sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ein Arbeits-

training im Hinblick auf die Umschulung zum Hauswart zu. Sodann lehnte 

sie den Anspruch auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 9. August 

1996 ab.  

 

Der Beschwerdeführer meldete sich im Mai 2000 erneut bei der Beschwer-

degegnerin zum Bezug von beruflichen Massnahmen an, wobei er dieses 

Gesuch im Januar 2001 zurückzog. Mit Schreiben vom 26. Januar 2002 

meldete sich der Beschwerdeführer erneut zur Prüfung von beruflichen 

Massnahmen bei der Beschwerdegegnerin an. Nach Durchführung von be-

ruflichen Massnahmen und Abklärung der medizinischen Situation lehnte 

die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine Invalidenrente und wei-

tere berufliche Eingliederungsmassnamen mit Einspracheentscheid vom 

28. Juli 2004 ab. Mit Urteil VBE.2004.440 vom 27. April 2005 hiess das 

Versicherungsgericht die dagegen erhobene Beschwerde des Beschwer-

deführers insofern gut, als es den Einspracheentscheid vom 28. Juni 2004 

aufhob und die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Prüfung des An-

spruchs des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen und/oder eine 

Invalidenrente zurückwies. In der Folge liess die Beschwerdegegnerin den 

Beschwerdeführer orthopädisch-rheumatologisch und psychiatrisch Begut-

achten (Gutachten des Instituts für forensische Psychiatrie und Psychothe-

rapie [IFPP] vom 24. August 2006). Gestützt darauf wies sie mit Verfügung 

vom 16. April 2009 den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invali-

denrente erneut ab. Mit Urteil VBE.2009.344 vom 26. Januar 2010 hiess 

das Versicherungsgericht die dagegen erhobene Beschwerde erneut inso-

fern gut, als es die Verfügung vom 16. April 2009 aufhob und die Sache zu 

weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückwies. Die Be-

schwerdegegnerin holte daraufhin das von der inzwischen involvierten Un-

fallversicherung in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten der  

MEDAS Oberaargau ein (psychiatrisch-neuropsychologisch-orthopädisch-

neurologisches Gutachten der MEDAS Oberaargau [MEDAS] vom 

10. März 2011). Gestützt darauf wies die Beschwerdegegnerin den An-

spruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 

12. Dezember 2011 erneut ab. Diese Verfügung erwuchs unangefochten 

in Rechtskraft.   

 - 3 - 

 

 

Am 30. Mai 2016 meldete sich der Beschwerdeführer wiederum zum Bezug 

von Leistungen der IV bei der Beschwerdegegnerin an. Auf dieses Gesuch 

trat die Beschwerdegegnerin aufgrund fehlender Glaubhaftmachung einer 

Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse mit Verfügung vom 14. Feb-

ruar 2017 nicht ein. 

 

1.2. 

Am 10. Januar 2023 meldete sich der Beschwerdeführer aufgrund von 

"Thrombosen im Kopf und Verstopfung der Arterien zum Herz" erneut bei 

der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen (berufliche Massnah-

men/Rente) der IV an. Die Beschwerdegegnerin klärte in der Folge die me-

dizinische und berufliche Situation des Beschwerdeführers ab und liess ihn 

auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) polydisziplinär 

begutachten (Gutachten der Zentrum für Interdisziplinäre Medizinische Be-

gutachtungen AG [ZIMB] vom 24. Juni 2024). Nach durchgeführtem Vor-

bescheidverfahren und Rücksprache mit dem RAD wies die Beschwerde-

gegnerin das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 17. Januar 2025 ab. 

 

2. 

2.1. 

Mit Eingabe vom 20. Februar 2025 erhob der Beschwerdeführer fristge-

recht Beschwerde gegen die Verfügung vom 17. Januar 2025 und stellte 

folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Die Verfügung vom 17. Januar 2025 sei aufzuheben. 
 
 2. Dem Beschwerdeführer seien die ihm gesetzlich zustehenden Leistun-

gen, insbesondere die ihm zustehende Invalidenrente, zuzusprechen. 
 
 Eventualiter: 
 Die Sache sei zur weiteren Abklärung des rechtserheblichen Sachver-

halts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und diese habe dem 
Beschwerdeführer im Anschluss daran die ihm gesetzlich zustehenden 
Leistungen, insbesondere die ihm zustehende Invalidenrente, zuzu-
sprechen. 

 
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin." 
 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 20. März 2025 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde.  

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 31. März 2025 wurde die beruf-

liche Vorsorgeeinrichtung des Beschwerdeführers zum Verfahren beigela-

den und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, worauf diese mit Ein-

gabe vom 12. Mai 2025 verzichtete. 

 

 - 4 - 

 

 

2.4. 

Mit Eingabe vom 26. Mai 2025 reichte der Beschwerdeführer weitere me-

dizinische Unterlagen zu den Akten. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht mit Verfü-

gung vom 17. Januar 2025 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 244 S. 18 ff.) 

den Rentenanspruch des Beschwerdeführers bei einem Invaliditätsgrad 

von 16 % abgewiesen hat. 

 

2. 

Vorgängig ist auf Folgendes hinzuweisen: Mit Verfügung vom 12. Dezem-

ber 2011 (VB 139) wies die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Be-

schwerdeführers auf eine Invalidenrente ab. Es handelt sich demnach beim 

hier zu beurteilenden Leistungsbegehren vom 10. Januar 2023 (VB 185) 

um eine Neuanmeldung, weshalb insbesondere massgebend wäre, ob seit 

der letzten materiellen Prüfung des Rentenanspruchs eine wesentliche Än-

derung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, 

den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen 

(vgl. statt vieler BGE 134 V 131 E. 3 S. S. 132 f. und 133 V 108 E. 5 

S. 110 ff.). Dies kann indes mit nachfolgender Begründung letztlich offen 

bleiben.  

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 

17. Januar 2025 in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das ZIMB-

Gutachten vom 24. Juni 2024 (VB 227). Dieses vereint eine internistische, 

eine psychiatrische, eine orthopädische, eine neurologische sowie eine 

kardiologische Beurteilung. Es wurden darin interdisziplinär folgende Diag-

nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (VB 227 S. 31): 

 

"1. Obstruktives Schlaf-Apnoe Syndrom, ED 01.2024 (…) ICD-10 G47.3 
(…) 

 2. Koronare Eingefässerkrankung (RIVA) (ICD-10 I25.2)  
(…) 

 3. Chronisches panvertebrales, zervikal betontes Schmerzsyndrom 
(ICD-10 M54.80)  

 (…)" 

 

Zudem wurde ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit unter anderem eine 

"Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-

10 F43.22) bei/nach körperlicher Erkrankung, sozialen (finanziellen, juristi-

schen) Belastungen" sowie ein "Multifaktorieller Kopfschmerz (ICD-10 

G44.8)" diagnostiziert. Aus Sicht des Bewegungsapparates lasse sich die 

 - 5 - 

 

 

sehr diffus präsentierte Symptomatik durch die vorliegenden Befunde kei-

nesfalls vollständig begründen. Ein gewisser Leidensdruck bei zervikaler 

Degeneration und deutlicher Fehlhaltung im Sinne eines Rundrückens sei 

durchaus nachvollziehbar, doch lasse die gesamte anamnestische und kli-

nische Präsentation einschliesslich deutlicher Inkonsistenzen an eine er-

hebliche nichtorganische Beschwerdekomponente denken. Aus neurologi-

scher Sicht würden sich die beklagten massivsten Schmerzen in der Unter-

suchung nicht sicher widerspiegeln. Aus kardialer Sicht würden sich keine 

Hinweise auf Verdeutlichungstendenzen, Inkonsistenzen, Aggravation 

oder gar Simulation finden. Aus psychiatrischer Sicht zeige sich der Be-

schwerdeführer in der Untersuchung recht klagsam und einige der von ihm 

beklagten Beschwerden seien nicht oder nur teilweise nachvollziehbar 

resp. objektivierbar gewesen. Es würden sich Hinweise auf eine Symptom-

ausweitung wie auch auf ein Vermeidungsverhalten finden. Die Resultate 

der abgenommenen Medikamentenspiegel für Sertralin, Quetiapin und 

Mirtazapin würden eine verordnungsgemässe Einnahme ausschliessen. 

Aus allgemeininternistischer Sicht würden sich Verdeutlichungstendenzen 

finden (VB 227 S. 30). Für körperlich mittelschwere bis schwere Tätigkeiten 

bestehe seit September 2022 eine volle und anhaltende Arbeitsunfähigkeit. 

Für körperlich leichte Tätigkeiten, in welchen das längerdauernde Stehen, 

das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über zehn Kilogramm, der 

repetitive Einsatz der oberen Extremitäten oberhalb Schulterniveaus, 

Schichtarbeiten, selbst- und fremdgefährdende Arbeiten wie auch das be-

ruflich bedingte Führen von Fahrzeugen mit Personentransport vermieden 

werden könne, bestehe seit Mai 2023 eine Arbeitsfähigkeit von acht Stun-

den pro Tag. Aufgrund einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 

20 % infolge eines erhöhten Pausenbedarfs wäre die gesamthafte Arbeits-

fähigkeit in einer solchen Tätigkeit auf 80 % zu schätzen (VB 227 S. 32 ff.).  

 

4. 

4.1. 

4.1.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 

V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

4.1.2. 

Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingehol-

ten Gutachten externer Spezialärzte, welche auf Grund eingehender Be-

obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 

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solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353).  

 

4.2. 

Das ZIMB-Gutachten vom 24. Juni 2024 (VB 227) wird den von der Recht-

sprechung formulierten Anforderungen an eine beweiskräftige medizini-

sche Stellungnahme (vgl. E. 3.1.1 hiervor) gerecht. Das Gutachten ist in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) erstellt worden (vgl. VB 227 S. 37 ff.), 

gibt die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers ausführlich wieder 

(vgl. VB 227 S. 75 f., 89 ff., 100 ff. 110 ff., 118 ff.), beruht auf allseitigen 

Untersuchungen in den beteiligten Fachdisziplinen (vgl. VB 227 S. 81 f., 

92 ff., 102 ff.112 f. 120 f.), und die Gutachter setzten sich im Anschluss an 

die Herleitung der Diagnosen eingehend mit den subjektiven Beschwerde-

angaben und den medizinischen Akten auseinander (vgl. VB 227 S. 26 ff., 

83 ff., 94 ff., 105 ff., 114 ff., 121 ff.). Das Gutachten ist in der Beurteilung 

der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation 

nachvollziehbar und damit grundsätzlich geeignet, den Beweis für den an-

spruchserheblichen medizinischen Sachverhalt zu erbringen. 

 

5. 

5.1. 

Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, Dr. med. B._____, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe im psychiatrischen Teil-

gutachten mit der Anpassungsstörung eine unzutreffende Diagnose ge-

stellt, da die behandelnde Psychiaterin eine schwere depressive Episode 

diagnostiziere und der Diagnose einer Anpassungsstörung widerspreche. 

Der psychiatrische Gutachter sei auch zu wenig auf die Belastung durch 

das laufende Strafverfahren eingegangen (Beschwerde S. 8 ff.). Zudem sei 

auch die Ärztin des RAD in Person von Dr. med. C._____ nicht auf die von 

ihm geltend gemachten Diskrepanzen eingegangen (Beschwerde S. 11). 

Einer Anpassungsstörung komme überdies invalidisierender Charakter zu. 

Aus neurologischer Sicht sei zudem zu wenig auf seine chronifizierten 

Kopfschmerzen eingegangen worden, aufgrund welcher ihm eine Arbeits-

fähigkeit von 80 % nicht möglich sei (Beschwerde S. 12 ff.). 

 

5.2. 

5.2.1. 

Soweit der Beschwerdeführer dem ZIMB-Gutachten die abweichende Be-

urteilung seiner behandelnden Psychiaterin gegenüberstellen lässt, so trifft 

es zwar grundsätzlich zu, dass die einen längeren Zeitraum abdeckende 

und umfassende Betreuung durch eine behandelnde Ärztin oft wertvolle 

Erkenntnisse zu erbringen vermag. Die unterschiedliche Natur von Be-

handlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und 

Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten 

andererseits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) lässt es aber nicht zu, ein  

 

 - 7 - 

 

 

Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum 

Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu 

anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in 

denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandeln-

den Ärzte wichtige Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 

unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. statt vieler: Urteil des Bun-

desgerichts 8C_42/2022 vom 13. April 2022 E. 4 mit Hinweisen).  

 

5.2.2. 

Den ZIMB-Gutachtern lagen sämtliche relevanten Unterlagen und Informa-

tionen (VB 227 S. 38 ff.), vor, weshalb von einer vollständigen und umfas-

senden Beurteilung ausgegangen werden kann (vgl. Urteile des Bundes-

gerichts 8C_616/2017 vom 14. Dezember 2017 E. 6.2.2 und 8C_209/2017 

vom 14. Juli 2017 E. 4.2.2 mit Hinweis). Der Beschwerdeführer hatte bei 

seiner Anmeldung vom 10. Januar 2023 keine Beeinträchtigungen durch 

psychische Beschwerden oder eine psychiatrische Behandlung angegeben 

(VB 185 S. 6 f.). Eine psychiatrische Behandlung fand gemäss dem im Ein-

wandverfahren eingereichten Bericht der behandelnden Ärztin  

D._____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2. Oktober 

2024 seit Oktober 2023 statt. Sie diagnostizierte eine schwere depressive 

Episode (VB 237 S. 13). Dies war dem psychiatrischen Teilgutachter be-

kannt und dieser führte im Rahmen des psychiatrischen Teilgutachtens 

aus, der Beschwerdeführer habe eine psychiatrische Behandlung im 

Herbst 2023 aufgenommen. In ihrem Bericht vom März 2024 (z.H. der wei-

terbehandelnden Psychotherapeutin) diagnostiziere die Psychiaterin eine 

schwere depressive Episode und führte die aktuelle Medikation (Sertralin 

in höherer Dosierung, Quetiapin, Mirtazapin) auf. Sie beschrieb ebenfalls 

die bekannten Belastungsfaktoren (v.a. gesundheitliche und juristische 

Probleme). In diesem Bericht sei kein vollständiger psychopathologischer 

Befund aufgeführt und es könne eine schwere depressive Episode nicht 

bestätigt werden. Zur Arbeitsfähigkeit nehme die behandelnde Psychiaterin 

in diesem Bericht nicht explizit Stellung (VB 227 S. 95, vgl. dazu den Ak-

tenauszug in VB 227 S. 51). Im Rahmen der Untersuchung hätten sich 

keine Beeinträchtigungen von Bewusstseinsklarheit und Bewusstseinshel-

ligkeit und keine Anzeichen von Schläfrigkeit gezeigt. Der Beschwerdefüh-

rer sei zu sämtlichen Qualitäten orientiert und habe die Aufmerksamkeit für 

die Dauer des knapp zweistündigen Gesprächs zunächst gut aufrechterhal-

ten können, während sich gegen Ende ein leichtes Nachlassen gezeigt 

habe; dem Untersuchungsverlauf habe er gut folgen können. Die Konzent-

ration sei gesprächsbezogen insgesamt ungestört gewesen. Der formale 

Gedankengang sei hinsichtlich Kohärenz und Stringenz unauffällig, im 

Tempo minim reduziert gewesen. Inhaltlich habe sich eine mittelgradige 

Einengung auf körperliche Beschwerden gezeigt, im geringen Umfang 

auch kognitive Beeinträchtigungen. Eine ausgeprägte Tendenz zur Selbst-

beobachtung körperlicher Vorgänge im Sinne einer Aufmerksamkeitsfokus-

sierung sei zu eruieren gewesen. In der Grundstimmung habe der Be-

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schwerdeführer bedrückt gewirkt, ein affektiver Rapport sei jedoch gut her-

stellbar gewesen und im Gesprächsverlauf habe der Beschwerdeführer un-

terschiedliche Emotionen gezeigt (VB 227 S. 93). Der Beschwerdeführer 

habe sich in der Untersuchung recht klagsam gezeigt und einige der von 

ihm geklagten Beschwerden etwa betreffend kognitiver Defizite seien im 

Rahmen der Untersuchung nicht oder nur teilweise nachvollziehbar oder 

objektivierbar gewesen. Rein klinisch hätten sich Hinweise für eine Symp-

tomausweitung ergeben. Trotz gegenteiliger Angaben des Beschwerdefüh-

rers liesse der im Rahmen der Abklärung gemessene Medikamentenspie-

gel eine verordnungsgemässe Einnahme der angegebenen Medikamente 

(Sertralin, Quetiapin, Mirtazapin) ausschliessen. Aufgrund dieser Um-

stände müsse auch hinterfragt werden, wie ausgeprägt der Leidensdruck 

des Beschwerdeführers tatsächlich sei (VB 227 S. 95). Phänomenologisch 

zeige sich ein ängstlich-depressives Zustandsbild, wobei vor allem Ängste 

hinsichtlich der körperlichen Gesundheit im Vordergrund stünden. Die 

Grundstimmung sei mehrheitlich bedrückt, wobei der Beschwerdeführer im 

Gespräch zeitweise auch eine aufgelockerte Stimmung zeige und eine vi-

tale Traurigkeit zu verneinen sei. Der Beschwerdeführer habe keinen 

ängstlichen Eindruck hinterlassen. Der Antrieb sei nur leicht beeinträchtigt, 

das Freudeempfinden reduziert. Die Symptomatik zeige eine deutlich reak-

tive Komponente, wobei aktuell auch die juristische Problematik (drohen-

des oder tatsächliches Strafverfahren) im Vordergrund stehe. Die vom Be-

schwerdeführer beklagten kognitiven Beeinträchtigungen seien im Rahmen 

des Untersuchungsgespräches nicht zu objektivieren gewesen. Die diag-

nostische Zuordnung gestalte sich schwierig, zumal die Beschwerdeschil-

derung nicht im vollen Umfang als authentisch zu bewerten sei. Nachge-

wiesenermassen seien die Angaben des Beschwerdeführers hinsichtlich 

der (medikamentösen) Behandlung nicht korrekt, denn die eher hoch do-

sierte antidepressive Medikation werde von ihm gemäss aktuellem Medi-

kamentenspiegel nicht eingenommen. Das Vorliegen einer (schweren oder 

mittelgradigen) depressiven Episode könne aus gutachterlicher Sicht nicht 

bestätigt werden. Mit der nötigen Sicherheit könne zum jetzigen Zeitpunkt 

eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion diagnostiziert 

werden, dies vor allem infolge der körperlichen Erkrankungen und der so-

zialen Belastungen (juristisch, finanziell). Diese Diagnose habe keinen Ein-

fluss auf die Arbeitsfähigkeit (VB 227 S. 96). 

 

5.2.3. 

Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers hat sich der psychi-

atrische Gutachter ausführlich mit dessen geklagten Beschwerden ausei-

nandergesetzt und er hat sich insbesondere auch zu der Beurteilung der 

behandelnden Psychiaterin D._____, wonach der Beschwerdeführer an ei-

ner schweren depressiven Episode leide, geäussert und nachvollziehbar 

dargelegt, weshalb er diese Diagnose nicht bestätigen könne. Weder die 

zusätzlich vom Beschwerdeführer eingereichten Berichte der Psychologin 

E._____ vom 10. September 2024 (VB 235 S. 15) noch der behandelnden 

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Psychiaterin D._____ (VB 237 S. 13), worin diese wiederum eine schwere 

depressive Episode diagnostizierte, setzen sich im Ansatz mit den von Dr. 

med. B._____ festgehaltenen Befunden und seiner Beurteilung auseinan-

der. Zudem geben sie lediglich die subjektiven Beschwerden des Be-

schwerdeführers wie verminderte Konzentrationsfähigkeit und Schlafstö-

rungen wieder, ohne diese zu objektivieren. Insbesondere äusserte sich die 

behandelnde Psychiaterin auch nicht zum im Rahmen der gutachterlichen 

Abklärung gemessenen Medikamentenspiegel, der eine verordnungsge-

mässe Einnahme der angegebenen Medikamente (Sertralin, Quetiapin, 

Mirtazapin) ausschliesst. Praxisgemäss lässt aber ein fehlender Medika-

mentenspiegel hinsichtlich verordneter Medikamente auf eine mangelnde 

Compliance und damit einen fehlenden Leidensdruck schliessen (BGE 140 

V 260 E. 3.3.3.; Urteil des Bundesgerichts 8C_909/2017 vom 26. Juni 2018 

E. 7.3.). Betreffend ihre Beurteilung ist schliesslich auch der Erfahrungstat-

sache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zu-

gunsten ihrer Patienten aussagen (Urteil des Bundesgerichts 8C_515/2020 

vom 14. Oktober 2020 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Die nach der Begutachtung 

eingereichten Berichte vermögen damit keine Zweifel an der von Dr. med. 

B._____ vorgenommenen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu begründen, 

zumal die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht er-

messensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater 

daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen ver-

schiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig 

und zu respektieren sind, sofern der Experte wie vorliegend lege artis vor-

gegangen ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_13/2023 vom 28. Juni 2023 

E. 4.3; 8C_660/2022 vom 25. Mai 2023 E. 4.2 mit Hinweisen; vgl. auch 

BGE 145 V 361 E. 4.1.2 und SVR 2017 IV Nr. 5 S. 10, 9C_634/2015 E. 6.1 

i.f.; je mit Hinweisen). So führte auch die RAD-Ärztin Dr. med. C._____, 

Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, in ihrer Stellungnahme vom 7. 

November 2024 zu dem im Einwandverfahren eingereichten psychiatri-

scher Bericht der Ärztin D._____ und dem Bericht der Psychotherapeutin 

aus, die Psychiaterin beschreibe, dass während der Behandlung immer 

wieder versucht worden sei, die Medikation bestmöglich einzustellen, die 

Ergebnisse jedoch nicht zufriedenstellend gewesen seien. Es werde jedoch 

nicht darauf eingegangen, dass der Beschwerdeführer die Medikamente 

offenbar nicht oder zumindest nicht korrekt eingenommen habe. Das Gut-

achten sei umfassend, ausführlich und nachvollziehbar und aus den neu 

eingereichten Berichten gehe ausser einer offenbar zwischenzeitlich vor-

genommenen Medikamentenanpassung (wobei wichtig wäre, die regel-

mässige Einnahme sicherzustellen) keine Änderung im Vergleich zum Gut-

achten hervor (VB 240 S. 6).  

 

5.2.4. 

Zu dem Vorbringen des Beschwerdeführers, der Gutachter habe die Belas-

tung durch das andauernde Strafverfahren, in welchem er sich befindet, zu 

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wenig berücksichtigt (Beschwerde S. 9 f.), ist darauf hinzuweisen, dass der 

Gutachter das laufende Strafverfahren und die vom Beschwerdeführer 

diesbezüglich geltend gemachte Belastung ausdrücklich berücksichtigt hat 

(VB 227 S. 89, 91, 96). Zudem ist zu beachten, dass es sich bei den 

dadurch allenfalls ausgelösten Beschwerden im Wesentlichen um Um-

stände handeln würde, welche ihre Erklärung in psychosozialen Umstän-

den ihre Erklärung finden, wodurch diese auch keinen invalidisierenden 

psychischen Gesundheitsschaden begründen könnten (vgl. BGE 145 

V 215 E. 6.3 S. 228; BGE 127 V 294 E. 5a S. 299 f.). Ebenfalls hat der 

Gutachter die seit Januar 2023 bestehende neue Partnerschaft berücksich-

tigt, die der Beschwerdeführer ausdrücklich und mehrfach als gut schilderte 

(VB 227 S. 91, 94) und die über das Internet zustande gekommen sei 

(VB 227 S. 91), woraus der Gutachter nachvollziehbarerweise auf eine ak-

tive Partnersuche schloss (VB 227 S. 95). Soweit der Beschwerdeführer 

rügt, es fehle eine Feststellung darüber, wie aktiv die Partnersuche gewe-

sen sei und ob es sich um eine gesunde Beziehung handle, bleibt ange-

sichts der diesbezüglichen Ausführungen im Gutachten offen, was er dar-

aus ableiten will. Soweit der Beschwerdeführer mit seiner Eingabe vom 

26. Mai 2025 schliesslich einen Bericht über seinen stationären Aufenthalt 

in der Klinik F._____, Departement Psychosomatische Medizin und Psy-

chotherapie, vom 5. März 2025 bis 30. April 2025 einreicht, ist dieser im 

vorliegenden Verfahren grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Ver-

fügung vom 17. Januar 2025 in verfahrensmässiger Hinsicht den Endzeit-

punkt des sachverhaltlich relevanten Geschehens markiert und sich die Be-

urteilung der Klinik F._____ nicht auf den Zeitraum vor der massgeblichen 

Verfügung bezieht (BGE 145 V 266 E. 5, 130 V 445 E. 1.2).  

 

5.2.5. 

Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, der bei ihm diagnostizierten An-

passungsstörung komme invalidisierenden Charakter zu (Beschwerde 

S. 11), bezieht er sich auf eine alte Rechtsprechung des Bundesgerichtes. 

Dieses hat jedoch ausgeführt, die Anpassungsstörung sei medizinisch ge-

sehen – mit Ausnahme einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver 

Reaktion (ICD-10: F43.21), welche aber vorliegend nicht diagnostiziert wird 

– per defnitionem ein zeitlich begrenztes Phänomen, weshalb sie als lang-

dauernde und damit potentiell invalidisierende Krankheit ausser Betracht 

falle. Mit der Spezifikation F43.22 – welche durch die Gutachter beim Be-

schwerdeführer diagnostiziert wurde (vgl. E. 3 hiervor) – lassen sich aller-

dings mangels Anhaltspunkten für eine Chronifizierung des Leidens keine 

Rückschlüsse auf eine rechtserhebliche Gesundheitsschädigung ziehen 

(Urteil des Bundesgerichtes 9C_436/2022 vom 26. Januar 2023 E. 3.2.1. 

mit Hinweisen). Somit ist der psychiatrische Gutachter zu Recht davon aus-

gegangen, die diagnostizierte Anpassungsstörung mit Angst und depressi-

ver Reaktion gemischt (ICD-10: F43.22) habe keinen Einfluss auf die Ar-

beitsfähigkeit des Beschwerdeführers. 

 

 - 11 - 

 

 

5.3. 

Soweit der Beschwerdeführer das neurologische Teilgutachten rügt und 

vorbringt, seine Kopfschmerzen seien zu wenig abgeklärt worden, waren 

diese im Rahmen der neurologischen Begutachtung bekannt und wurden 

entsprechend berücksichtigt (vgl. VB 227 S. 111, 114 f.). Der Gutachter 

Dr. med. G._____, Facharzt für Neurologie, führte dabei aus, es habe sich 

klinisch-neurologisch kein wegweisender Befund gefunden. Bei gesamthaft 

eingeschränktem Mitwirken und vielfachen Schmerzentäusserungen lies-

sen sich keine objektivierbaren Veränderungen im Bereich der Hirnnerven 

feststellen, wobei ein Nystagmus als Korrelat des beklagten Schwindels 

nicht auslösbar gewesen sei, motorisch letztlich eine überwiegend volle 

Kraftentfaltung in allen geprüften Muskelgruppen gelinge und keine Reflex-

unterschiede bestehen würden (VB 227 S. 114). Aus neurologischer Per-

spektive sei von einem vorbekannten chronischen Rückenschmerz mit zer-

vikaler und lumbaler Betonung auszugehen, wobei radikuläre Defizite nicht 

erkennbar seien. Motorische Einschränkungen, Dermatom-zuordenbare 

Sensibilitätsstörungen oder Reflexunterschiede sowie radikuläre Deh-

nungszeichen würden auch in der aktuellen Untersuchung nicht vorliegen. 

Der bestehende chronifizierte Kopfschmerz von maximaler Intensität sei ei-

ner sekundären Ursache nach Sinusthrombose, Medikamentenüberge-

brauchskopfschmerz aber auch einer zervikogenen Komponente einzuord-

nen. Gleichzeitig sei auch eine funktionelle Überlagerung der Beschwerden 

anzunehmen; dies auch vor dem Hintergrund der nun genannten zirkulären 

Hypästhesie des rechten Beines, welche eine zentrale Ursache suggeriere. 

Der Schwindel lasse sich zudem klinisch-neurologisch nicht objektivieren. 

Es würden keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorlie-

gen (VB 227 S. 115). Der neurologische Gutachter hat sich ausführlich mit 

den geschilderten Beschwerden des Beschwerdeführers auseinanderge-

setzt und seine Beurteilung der vom Beschwerdeführer geltend gemachten 

Kopfschmerzen aufgezeigt; dabei hat er insbesondere ausgeführt, dass 

sich klinisch-neurologisch kein wegweisender Befund ergebe, womit seine 

Beurteilung, dass die Kopfschmerzen keine Auswirkung auf die Arbeitsfä-

higkeit hätten, begründet und nachvollziehbar ist. Dass er die Kopfschmer-

zen als "Multifaktorieller Kopfschmerz (ICD-10 G44.8)" unter den Diagno-

sen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufführte, ist gestützt auf die 

Angaben des Beschwerdeführers (VB 227 S. 111 und 114) und die medi-

zinischen Akten (vgl. beispielsweise Bericht der Kopfwehsprechstunde der 

Klinik für Neurologie, Kantonsspital H._____ vom 24. Juli 2023 in VB 216 

S. 2 und Bericht der Klinik für Neurologie, Kantonsspital H._____, vom 15. 

November 2023, VB 227 S. 52) ebenfalls nachvollziehbar. Der Beschwer-

deführer bringt dabei nichts vor und reicht überdies auch keine Berichte ein, 

welche die schlüssige und nachvollziehbare Beurteilung von Dr. med. 

G._____ widerlegen würden. Somit kann ohne Weiteres auf die neurologi-

sche Beurteilung des Gutachters abgestützt werden. 

 

 - 12 - 

 

 

5.4. 

Zusammenfassend sind weder den Ausführungen des Beschwerdeführers 

noch den Akten konkrete Hinweise zu entnehmen, welche am ZIMB-Gut-

achten vom 24. Juni 2024 (VB 227) Zweifel zu begründen vermöchten (Be-

weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; BGE 134 V 109 E. 9.5, 

mit Hinweis auf BGE 129 V 177 E. 3.1). Der medizinische Sachverhalt er-

weist sich vor diesem Hintergrund als vollständig abgeklärt, weshalb auf 

weitere Abklärungen (vgl. Eventualrechtsbegehren) in antizipierter Beweis-

würdigung verzichtet werden kann, da von diesen keine weiteren Erkennt-

nisse zu erwarten sind (BGE 127 V 491 E. 1b S. 494 mit Hinweisen). Damit 

ist von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer angepassten Tätigkeit aus-

zugehen (vgl. E. 3. hiervor).  

 

6. 

Auf die Rüge des Beschwerdeführers, der von der Beschwerdegegnerin 

ermittelte Invaliditätsgrad sei falsch, da mit einer Wochenstundenzahl von 

40 Stunden (und nicht von 41.7 Stunden; Beschwerde S. 14 f.) zu rechnen 

sei, ist nicht weiter einzugehen, denn selbst mit der von ihm vorgenomme-

nen Berechnung würde – bei einem errechneten Invaliditätsgrad von 27 % 

– kein Anspruch auf Rentenleistungen der Invalidenversicherung bestehen, 

da die rentenbegründende Schwelle eines Invaliditätsgrades von 40 % 

(vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) weiterhin bei weitem nicht erreicht wäre. Hin-

sichtlich der übrigen erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsscha-

dens wurde die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Invaliditäts-

gradermittlung (VB 244 S. 18 f.) vom rechtskundig vertretenen Beschwer-

deführer – nach Lage der Akten im Ergebnis zu Recht – nicht beanstandet 

(vgl. Rügeprinzip, BGE 119 V 347 E. 1a S. 349 f. mit Hinweis auf BGE 110 

V 48 E. 4a S. 53), so dass sich diesbezügliche Weiterungen erübrigen.  

Damit besteht – unabhängig vom Vorliegen eines allfälligen Neuanmel-

dungsgrunds (vgl. E. 2. hiervor) – kein Anspruch auf eine Invalidenrente. 

Die Beschwerdegegnerin hat das entsprechende Leistungsbegehren des 

Beschwerdeführers demnach zu Recht abgewiesen. 

 

7. 

7.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

7.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.  

 

 - 13 - 

 

 

7.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als  

Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch 

auf Parteientschädigung zu.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt.  

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

 - 14 - 

 

 

Aarau, 8. Oktober 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Kathriner Bächli