# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d842372-9f56-5db6-913e-89a510ce5ad3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.02.2012 D-2874/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2874-2010_2012-02-20.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­2874/2010

U r t e i l   v om   2 0 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Robert Galliker,
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;  
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

Parteien A._______, geboren (…),
alias B._______, geboren (…),
Sri Lanka, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 16. April 2010 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
A.a  Eigenen  Angaben  zufolge  gelangte  der  Beschwerdeführer  am  21. 
Januar 2009  in die Schweiz, wo er am gleichen Tag  im Empfangs­ und 
Verfahrenszentrum  (EVZ)  C._______  ein  Asylgesuch  einreichte.  Dazu 
wurde er am 23. Januar 2009 im EVZ C._______ befragt (Kurzbefragung) 
und am 3. Februar 2009 am selben Ort angehört (Anhörung).

A.b Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Beschwerdeführer 
anlässlich  der  Befragungen  im Wesentlichen  geltend,  er  sei  tamilischer 
Ethnie und stamme aus Colombo. Eine Person namens D._______ sei in 
einen  Bombenanschlag  in  E._______  verwickelt  gewesen.  Er 
(Beschwerdeführer) sei am 25. Mai 2008 in Colombo von vier Leuten des 
CID  (Criminal  Investigation  Department)  unter  Anwendung  von  Gewalt 
mit einem Van entführt und an einen unbekannten Ort gebracht worden, 
wo man ihn verhört, misshandelt und zu D._______ geführt habe. Dieser 
habe  den  Leuten  vom  CID  mitgeteilt,  dass  er  ihn  (Beschwerdeführer) 
kenne.  Nachdem  er  (Beschwerdeführer)  nach  zwei  Tagen  wieder 
freigelassen worden sei,  habe er  sich bei  seiner Schwester  in Colombo 
versteckt.  Im August 2008 hätten  ihn Leute des CID zu Hause gesucht. 
Deshalb,  und  da  er  befürchtet  habe,  in  F._______  von  den  LTTE 
(Liberation Tigers of Tamil Eelam) rekrutiert zu werden, habe er sich zur 
Ausreise aus Sri Lanka entschlossen, weswegen er am 19. Januar 2009 
mit  der  Hilfe  eines  Schleppers  unter  Verwendung  eines  gefälschten 
Passes  von  Colombo  via  Katar  nach  Mailand  geflogen  sei,  von  wo  er 
nach  C._______  gelangt  sei.  Für  die  weiteren  Aussagen  des 
Beschwerdeführers wird auf die Protokolle bei den Akten verwiesen. 

Zur  Unterstützung  seiner  Vorbringen  reichte  der  Beschwerdeführer  im 
Verfahren  vor  der  Vorinstanz  eine  Identitätskarte  sowie  einen 
Führerschein zu den Akten. 

B. 
Mit Verfügung vom 16. April 2010 – eröffnet am 19. April 2010 – stellte 
das  BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft 
nicht,  und  lehnte  das  Asylgesuch  ab.  Gleichzeitig  verfügte  es  die 
Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug. 

Das  BFM  hielt  in  seiner  Verfügung  im  Wesentlichen  fest,  der 
Beschwerdeführer mache geltend, er sei  für zwei Tage entführt worden. 
Diesbezüglich  sei  festzustellen,  dass  die  Vorbringen  des 

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Beschwerdeführers  widersprüchlich  ausgefallen  seien  und  in 
wesentlichen  Punkten  der  allgemeinen  Erfahrung  oder  der  Logik  des 
Handelns  widersprächen,  weswegen  sie  den  Anforderungen  an  die 
Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998 
(AsylG,  SR  142.31)  nicht  standhielten,  so  dass  ihre  Asylrelevanz  nicht 
geprüft werden müsse. Soweit der Beschwerdeführer geltend mache, er 
befürchte, bei einer Rückkehr nach Sri Lanka von den LTTE rekrutiert zu 
werden,  sei  festzuhalten,  dass  der  Krieg  zwischen  der  sri­lankischen 
Armee und den LTTE  im Mai  2009  zu  einem Ende gekommen und die 
LTTE  zerschlagen  worden  seien,  weswegen  die  Befürchtung  des 
Beschwerdeführers,  von  den  LTTE  zwangsrekrutiert  zu  werden, 
unbegründet  sei.  Dieses Vorbringen  erfülle  somit  die Anforderungen  an 
Art. 3 AsylG nicht. Überdies sei der Vollzug der Wegweisung als zulässig, 
zumutbar und möglich zu bezeichnen. Für die weitere Begründung wird 
auf die vorinstanzliche Verfügung verwiesen. 

C. 
Mit  Eingabe  vom  22.  April  2010  reichte  der  Beschwerdeführer  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  ein  und  ersuchte  zugleich  um 
Akteneinsicht. 

D. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  28.  April  2010  hielt  der  Instruktionsrichter 
des  Bundesverwaltungsgerichts  fest,  der  Beschwerdeführer  könne  den 
Ausgang des Verfahrens  in der Schweiz abwarten. Gleichzeitig wies der 
Instruktionsrichter  den  Beschwerdeführer  darauf  hin,  dass  die 
eingereichte Beschwerde keine Begehren und keine Begründung enthalte 
und  forderte  ihn auf, bis zum 19. Mai 2010 (Ende Rechtsmittelfrist) eine 
entsprechende  Beschwerdeverbesserung  einzureichen.  Aus 
verfahrensökonomischen  Gründen  wurden  dem  Beschwerdeführer  die 
entscheidwesentlichen  Akten  zugestellt.  Darüber  hinaus  verfügte  der 
Instruktionsrichter,  dass  der  Beschwerdeführer  bis  zum  19.  Mai  2010 
einen Kostenvorschuss im Betrage von Fr. 600.­­ einzuzahlen habe.

E. 
Mit Eingabe datiert vom 12. Mai 2010 (Poststempel: 14. Mai 2010) reichte 
der  Beschwerdeführer  eine  Beschwerdeverbesserung  ein.  Dabei 
beantragte  er  in  materieller  Hinsicht,  es  sei  die  Verfügung  des  BFM 
aufzuheben, seine Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und ihm Asyl zu 
gewähren.  Zudem  sei  festzustellen,  dass  der  Vollzug  der  Wegweisung 
unzulässig,  unzumutbar  und  unmöglich  sei  und  es  sei  die  vorläufige 

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Aufnahme  anzuordnen.  In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  sei  die 
unentgeltliche  Prozessführung  zu  gewähren,  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  zu  verzichten  und  ihm  eine  amtliche 
Rechtsvertretung  beizuordnen.  Eventualiter  sei  die  aufschiebende 
Wirkung  der  Beschwerde  wiederherzustellen  (recte:  zu  erteilen).  Die 
zuständige  Behörde  sei  ausserdem  vorsorglich  anzuweisen,  die 
Kontaktaufnahme  mit  den  Behörden  des  Heimat­  oder  Herkunftsstaats 
sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen. Eventualiter 
sei  er  über  eine  bereits  erfolgte  Datenweitergabe  in  einer  separaten 
Verfügung zu informieren.

Als Begründung machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, 
er habe anlässlich der Befragungen nicht die ganze Wahrheit gesagt, da 
ihm in all den Jahren bei den LTTE eingetrichtert worden sei, nichts über 
die Organisation zu erzählen. Im Jahre 1994 sei er den LTTE beigetreten, 
wo  er  ausgebildet  worden  sei,  Landminen  zu  setzen  sowie  mit 
verschiedenen  Waffen  umzugehen.  Er  habe  viele  Soldaten  der 
singhalesischen Armee getötet. Im Jahre 1999 sei ihm erlaubt worden, für 
die  Organisation  Steuergelder  einzutreiben  und  Abklärungen  für 
Bombenanschläge  unter  anderem  in  Colombo  vorzunehmen.  Er  habe 
beim Eintreiben der Steuergelder Geld gestohlen und sich im Jahre 2008, 
als er genug gehabt habe, nach Colombo abgesetzt, wo er sich versteckt 
habe. Am 25. Mai 2008 sei er von der CID entführt worden und man habe 
ihm  vorgeworfen,  Mitglied  der  LTTE  zu  sein  und  mit  D._______  den 
Bombenanschlag organisiert zu haben. Bei der Gegenüberstellung habe 
D._______ dies der CID bestätigt, aus Rache, da er (Beschwerdeführer) 
die  LTTE  bestohlen  habe.  Er  sei  von  der  CID  zwei  Wochen  lang 
festgehalten  worden,  wobei  man  ihn  während  dieser  Zeit  mehrmals 
misshandelt  habe.  Er  sei  freigelassen  worden,  nachdem  er  der  CID 
geheime Informationen über die LTTE offenbart habe. Auch nach seiner 
Freilassung  habe  die  CID  immer  wieder  Informationen  von  ihm  haben 
wollen. Deswegen habe er sein Heimatland verlassen. 

Mit  der  Beschwerdeverbesserung  wurden  unter  anderem  eine  mit 
Ergänzungen  versehene  Kopie  der  angefochtenen  Verfügung,  ein 
Bestätigungsschreiben  des  Bruders  des  Beschwerdeführers  (in  Kopie) 
sowie eine Fürsorgebestätigung vom 11. Mai 2010 zu den Akten gereicht.

F. 
Am 17. Mai 2010 zahlte der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss ein.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerden  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme liegt nicht vor, 
das Bundesverwaltungsgericht entscheidet demnach endgültig.

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3. Die Beschwerde ist frist­ und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 
AsylG,  Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und  Art.  52  VwVG).  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtenen  Verfügungen  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung,  weshalb  er  zur  Einreichung  der  Beschwerden  legitimiert  ist 
(Art.  105 AsylG  i.V.m. Art.  37 VGG und Art.  48 Abs.  1 VwVG). Auf  die 
Beschwerde  ist  somit  –  unter  Vorbehalt  der  nachstehenden 
Ausführungen (E. 1.4.) – einzutreten.

1.4.  Der  Beschwerde  kommt  von  Gesetzes  wegen  aufschiebende 
Wirkung  zu  (Art.  55  Abs.  1  VwVG),  und  das  BFM  hat  in  der 
angefochtenen Verfügung einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende 
Wirkung nicht  entzogen  (vgl. Art.  55 Abs.  2 VwVG). Demzufolge  ist  auf 
das  Eventualbegehren  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden 
Wirkung  der  Beschwerde  mangels  Rechtsschutzinteresses  nicht 
einzutreten

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2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden 
(Art. 111  Bst.  e  AsylG).  Wie  nachstehend  aufgezeigt,  handelt  es  sich 
vorliegend  um  eine  solche,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).

Gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet.

4. 
4.1.  Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).

4.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art.  7 
AsylG).

5. 
5.1.  Vorab  ist  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  den  Wortlaut 
sämtlicher  Protokolle  mit  seiner  Unterschrift  bestätigt  hat  und  sich 
deshalb  seine  Aussagen  entgegenhalten  lassen  muss,  zumal  er  die 
übersetzenden Personen bei beiden Befragungen gut verstanden haben 
will (vgl. Akten BFM A 1/11 S. 8, A 6/17 S. 2).

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5.2.  Im  Weiteren  ist  festzustellen,  dass  die  vom  Beschwerdeführer 
erstmals in der Beschwerdeverbesserung geltend gemachten Vorbringen, 
wonach  er  während  Jahren  Mitglied  der  LTTE  gewesen  sei,  für  diese 
Organisation  unter  anderem  Steuergelder  eingetrieben  habe,  wobei  er 
dieses  Geld  teilweise  gestohlen  habe  und  deshalb  von  D._______  zu 
Unrecht beschuldigt worden sei, mit ihm den Bombenanschlag organisiert 
zu haben, als nachgeschoben und damit unglaubhaft zu beurteilen sind. 
Da es sich dabei bezüglich seiner Asylgründe um bedeutende Ereignisse 
gehandelt  hat,  hätte  vom  Beschwerdeführer  erwartet  werden  können, 
dass er diese Vorfälle bereits anlässlich der Befragungen erwähnt hätte, 
zumal  er  bei  der  Anhörung  (sinngemäss)  bestätigt  hat,  dass  er  alle 
Asylgründe habe darlegen können und es keine weiteren Gründe gebe (A 
6/17          S.  15).  Die  Behauptung  in  der  Beschwerdeverbesserung, 
wonach  ihm  in  all  den  Jahren  bei  den  LTTE  eingetrichtert  worden  sei, 
nichts  über  die  Organisation  zu  erzählen,  vermag  das  Nichterwähnen 
dieser  Vorbringen  nicht  zu  rechtfertigen,  da  der  Beschwerdeführer 
anlässlich  der  Befragungen  ausdrücklich  auf  seine  Mitwirkungspflicht 
respektive  Wahrheitspflicht  aufmerksam  gemacht  worden  ist,  weshalb 
von  ihm hätte erwartet werden dürfen, dass er schon damals die erst  in 
der  Beschwerdeverbesserung  geltend  gemachten  Asylgründe 
vorgebracht hätte, wenn sie denn wahr wären. Dies umso mehr, als er zu 
Beginn  der  Befragungen  auf  die  Verschwiegenheitspflicht  der 
anwesenden Personen hingewiesen wurde     (A 1/11 S. 1 f., A 6/17 S. 2).

Hinsichtlich  der  geltend  gemachten  Entführung  vom  Mai  2008  ist 
übereinstimmend  mit  der  Vorinstanz  festzustellen,  dass  die 
diesbezüglichen  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  in  wesentlichen 
Punkten widersprüchlich sind. So sagte er anlässlich der Kurzbefragung 
aus,  er  wisse  nicht,  von  wem  er  entführt  worden  sei  (A  1/11  S.  6), 
während  er  bei  der  Anhörung  vorbrachte,  es  seien  Leute  vom  CID 
gewesen  (A  6/17,  S.  4).  Zudem  gab  er  anlässlich  der  Befragungen  zu 
Protokoll,  er  sei  von  den  Entführern  bereits  nach  zwei  Tagen  wieder 
freigelassen worden  (A 1/11 S. 6, A 6/17,    S. 3), wohingegen er  in der 
Beschwerdeverbesserung  ausführte,  er  sei  vom CID  zwei Wochen  lang 
festgehalten  worden.  Die  (sinngemässe)  Behauptung  des 
Beschwerdeführers  in  der  Beschwerdeverbesserung,  er  habe  auch  bei 
der  Anhörung  von  zwei Wochen  gesprochen,  er  wisse  nicht,  wieso  der 
Dolmetscher  dies  mit  zwei  Tagen  übersetzt  habe,  vermag  nicht  zu 
überzeugen. Im Weiteren machte der Beschwerdeführer widersprüchliche 
Aussagen  bezüglich  der  angeblich  von  ihm  während  der  behaupteten 

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Entführung  erlittenen  Misshandlungen.  So  gab  er  anlässlich  der 
Kurzbefragung zu Protokoll, die Entführer hätten mit ihm nichts gemacht, 
ausser  ihn  geschlagen  und  Zigaretten  auf  seinem  Rücken  und  seinen 
Armen  ausgedrückt  (A  1/11  S.  6).  Demgegenüber  sagte  der 
Beschwerdeführer  bei  der  Anhörung  insbesondere  aus,  die  Entführer 
seien mit  ihren  Stiefeln  auf  seine  Hände  und  seine Genitalien  getreten 
und hätten  ihm Zigaretten auch auf seinem Hintern ausgedrückt  (A 6/17 
S. 3 f., 11).

Im sri­lankischen Kontext ist zudem die Aussage des Beschwerdeführers, 
wonach  er  vom  CID  bereits  nach  zwei  Tagen  beziehungsweise  zwei 
Wochen  wieder  freigelassen  worden  sei,  zumal  D._______  bestätigt 
haben  soll,  dass  er  (Beschwerdeführer)  den  Bombenanschlag 
mitorganisiert habe, realitätsfremd und somit unglaubhaft. 

Das  Gericht  gelangt  daher  nach  Prüfung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts  zur  Erkenntnis,  dass  die  vom  Beschwerdeführer  zur 
Begründung  seines  Asylgesuchs  geltend  gemachten  Vorbringen, 
während  Jahren  Mitglied  der  LTTE  gewesen  zu  sein  und  für  diese 
Organisation  unter  anderem  Steuergelder  eingetrieben  zu  haben,  von 
D._______  zu  Unrecht  beschuldigt  worden  zu  sein,  mit  ihm  den 
Bombenanschlag  organisiert  zu  haben,  sowie  vom  CID  im  Mai  2008 
entführt  worden  zu  sein,  den  umschriebenen  Anforderungen  an  die 
Glaubhaftmachung  nicht  genügen.  An  dieser  Einschätzung  ändert  auch 
das  eingereichte  Bestätigungsschreiben  des  Bruders  des 
Beschwerdeführers  nichts,  da  aufgrund  der  verwandtschaftlichen 
Verbundenheit zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Bruder eine 
überwiegende  Wahrscheinlichkeit  dafür  besteht,  dass  es  sich  beim 
eingereichten Dokument um ein Gefälligkeitsschreiben handelt.

Soweit  der  Beschwerdeführer  schliesslich  anlässlich  der  Kurzbefragung 
geltend machte, er befürchte, bei einer Rückkehr nach Sri Lanka von den 
LTTE  rekrutiert  zu  werden,  ist  auf  die  seither  wesentlich  veränderten 
Situation  in  Sri  Lanka  hinzuweisen.  Seit  der  Krieg  zwischen  der  sri­
lankischen  Regierung  und  den  separatistischen  LTTE  im Mai  2009 mit 
der Niederlage der LTTE beendet wurde, befindet sich das gesamte Land 
wieder  unter  Regierungskontrolle,  auch  ist  es  zu  keinen  terroristischen 
Aktivitäten mehr  gekommen.  Die  LTTE wurden  vernichtend  geschlagen 
und  weisen  keine  handlungsfähigen  Strukturen  mehr  auf  (vgl.  das  zur 
Publikation  vorgesehene  Urteil  BVGE  E­6220/2006  vom  27.  Oktober 

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2011 E. 7.1.). Eine Rekrutierung durch die LTTE ist deshalb im heutigen 
Zeitpunkt auszuschliessen.

5.3.  Der  Beschwerdeführer  erfüllt  somit  die  Voraussetzungen  zur 
Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  weshalb  die  Vorinstanz 
das Asylbegehren zu Recht abgelehnt hat. 

6. 
6.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9).

7. 
7.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 
WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.], 
Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148).

7.2. 
7.2.1.  Der  Vollzug  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche 
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 
Ausländers  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  in  einen  Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

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So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 
Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101),  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder 
unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen 
werden.

7.2.2. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  kann 
der  in  Art. 5  AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im 
vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des 
Beschwerdeführers  nach  Sri  Lanka  ist  demnach  unter  dem Aspekt  von 
Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 
noch  aus  den  Akten  Anhaltspunkte  dafür,  dass  er  für  den  Fall  einer 
Ausschaffung  nach  Sri  Lanka  dort  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit 
einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen  Strafe  oder 
Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen 
Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN­Anti­
Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr 
("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft machen,  dass  ihm  im Fall  einer 
Rückschiebung  Folter  oder  unmenschliche  Behandlung  drohen  würde 
(vgl.  EGMR  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen  Italien,  Urteil  vom 
28. Februar  2008, Beschwerde Nr. 37201/06,  §§ 124 ­ 127, mit weiteren 
Hinweisen).  Dies  ist  ihm  nach  den  vorstehenden  Erwägungen  nicht 
gelungen.  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Sri  Lanka 
lässt  den  Wegweisungsvollzug  zum  heutigen  Zeitpunkt  nicht  als 
unzulässig  erscheinen.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Vollzug  der 
Wegweisung  sowohl  im  Sinne  der  asyl­  als  auch  der  völkerrechtlichen 
Bestimmungen zulässig.

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7.3. 
7.3.1. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug  für Ausländerinnen 
und  Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg, 
allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind. 
Wird  eine  konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von 
Art. 83  Abs. 7  AuG  –  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl. 
Botschaft  zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer 
vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).

7.3.2.  Im  zur  Publikation  vorgesehenen  Urteil  BVGE  E­6220/2006  vom 
27. Oktober  2011  hat  das  Bundesverwaltungsgericht  angesichts  der 
veränderten Situation nach dem Ende des sri­lankischen Bürgerkriegs am 
19. Mai 2009 eine neue Lagebeurteilung vorgenommen. In Bezug auf die 
Frage  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  hat  es  in  diesem 
Entscheid unter anderem  festgehalten,  dass  für Personen, die aus dem 
Grossraum  Colombo  stammen  und  dorthin  zurückkehren  können,  der 
Wegweisungsvollzug grundsätzlich zumutbar ist (vgl. a.a.O. E. 13.3).

7.3.3.  Gemäss  den  Angaben,  die  der  Beschwerdeführer  im 
erstinstanzlichen Asylverfahren machte,  stammt  er  aus Colombo, wo  er 
ab  Januar  2008  bis  zu  seiner  Ausreise  ständig  wohnte  und  zudem 
angemeldet war. Auch in den Jahren zuvor hatte er sich immer wieder in 
Colombo aufgehalten, wenn es an seinem anderen Wohnsitz  im Distrikt 
F._______ Probleme gab. In Colombo wohnen nach wie vor seine Mutter, 
eine  seiner  Schwestern  sowie  weitere  Verwandte.  Es  liegen  keine 
aktuellen Erkenntnisse vor, die zur Annahme führen würden, dass diese 
Familienangehörigen  des  Beschwerdeführers  sich  heute  nicht  mehr  in 
Colombo aufhalten würden.  In Erwägung zu ziehen  ist ausserdem, dass 
der  Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Aussagen  in  Sri  Lanka  als  (…) 
arbeitete  und  in  der Schweiz weitere  berufliche Erfahrungen  in  der  (…) 
erwerben  konnte.  Soweit  in  der  Beschwerdeverbesserung  geltend 
gemacht wird, er könne nicht ruhig schlafen und brauche psychologische 
Hilfe,  ist  festzuhalten,  dass  diesbezüglich  bis  heute  kein  Arztbericht  zu 
den  Akten  ging,  weshalb  diese  gesundheitlichen  Probleme  nicht  belegt 
sind.  Daher  ist  davon  auszugehen,  dass  der  Beschwerdeführer  unter 
keinen nennenswerten gesundheitlichen Problemen leidet.

Es  erweist  sich  somit,  dass  der  Beschwerdeführer  die  vom 
Bundesverwaltungsgericht  in  der  erneuerten  Lagebeurteilung  bezüglich 
der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Sri Lanka formulierten 

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Kriterien erfüllt. Er wird nach der Rückkehr in sein Heimatland sowohl auf 
die  Unterstützung  seiner  in  Colombo  lebenden  Familie  zählen  können 
und  bei  seinen  Angehörigen  eine  Unterkunftsmöglichkeit  vorfinden,  als 
auch in Zukunft in der Lage sein, sich dank seiner beruflichen Kenntnisse 
wieder  wirtschaftlich  zu  integrieren.  Es  bestehen  auch  sonst  keine 
Anhaltspunkte,  die  darauf  schliessen  liessen,  er  sei  bei  einer  Rückkehr 
nach Sri Lanka einer konkreten Gefährdung  im Sinne von Art. 83 Abs. 4 
AuG  ausgesetzt,  weswegen  der  Vollzug  der Wegweisung  als  zumutbar 
zu bezeichnen ist. 

7.4.  Schliesslich  ist  festzustellen,  dass  der  Vollzug  der  Wegweisung 
mangels aktenkundiger objektiver Hindernisse auch möglich im Sinne von 
Art. 83 Abs. 2 AuG ist. 

7.5. Die  durch  die  Vorinstanz  verfügte Wegweisung  und  deren  Vollzug 
stehen  somit  in  Übereinstimmung  mit  den  zu  beachtenden 
Bestimmungen  und  sind  zu  bestätigen.  Nach  dem  Gesagten  fällt  eine 
Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83  Abs. 1­4 
AuG).

8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde  ist  nach  dem  Gesagten  abzuweisen,  soweit  darauf 
einzutreten ist.

9. 
Mit dem negativen Entscheid in der Hauptsache werden die Anträge um 
Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  sowie  um 
vorsorgliche  Anweisung  an  die  zuständige  Behörde,  die 
Kontaktaufnahme mit  den Behörden des Heimat­  oder Herkunftsstaates 
sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  diese  zu  unterlassen, 
gegenstandslos. Hinsichtlich des Eventualbegehrens um Information des 
Beschwerdeführers  in  einer  separaten  Verfügung  im  Falle  einer  bereits 
erfolgten  Datenweitergabe  ist  festzustellen,  dass  gemäss  Akten  keine 
Daten  an  die  heimatlichen  Behörden  weitergegeben  wurden,  weshalb 
sich  auch  dieser  Antrag  mangels  Rechtsschutzinteresse  als 
gegenstandslos erweist.

10. 

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10.1. Aufgrund  vorstehender  Erwägungen  erweist  sich  die  Beschwerde 
als aussichtslos, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG vom 12. Mai 2010 
– unbesehen  einer  allenfalls  bestehenden  Bedürftigkeit  des 
Beschwerdeführers – vollumfänglich abzuweisen ist.

10.2.  Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  und  5  VwVG),  auf 
insgesamt  Fr. 600.­­  festzusetzen  (Art.  1­3  des  Reglements  vom  21. 
Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  und mit  dem  am  17. 
Mai 2010 in derselben Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  sind  durch  den  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss gedeckt und werden mit diesem verrechnet.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

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