# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 290536e0-4928-5f8c-a0db-83fc36fb9fe2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-09-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 14.09.2010 R 2010 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2010-24_2010-09-14.pdf

## Full Text

R 10 24
5. Kammer 

URTEIL
vom 14. September 2010

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Quartierplan

1. Die Parzellen 523, 722 und 4426 am "…", …, liegen in der Wohnzone 0.6 und 

sind der Quartierplanpflicht unterstellt. Parzelle 722 ist mit einem Wohnhaus 

überbaut. Die Grundstücke gehören der ... Die zweite Publikation des 

Einleitungsbeschlusses des Quartierplanes …-…gasse mit dem angepassten 

Quartierplanperimeter vom 9. Februar 2006 erwuchs in Rechtskraft. Nach 

dem Mitwirkungsverfahren 2008 wurde die Vorlage nochmals überprüft. Vom 

29. Mai bis 29. Juni 2009 wurde der bereinigte Quartierplanentwurf öffentlich 

aufgelegt. Dagegen erhoben u.a. am 28. Juni 2009 die … Einsprache. Sie 

verlangten die Durchführung eines Augenscheins, der am 17. November 2009 

stattfand. Im Wesentlichen beantragten sie materiell, dass auf die Verbindung 

zwischen der geplanten Quartierstrasse und der …gasse verzichtet werde, 

ebenso auf die zwei geplanten Sackgassen ab der geplanten Quartierstrasse. 

Eventualiter sei die Verbindung zwischen Quartierstrasse und …gasse am 

talseitigen Rand von Parzelle 4426 in der bergseitigen Flucht von Parzelle 165 

zu erstellen. Die Fahrbahnbreite solle nicht mehr als 3 m betragen, allenfalls 

mit Kreuzungsstellen mit einer Breite von 4 m. Der Ausgleichswert für Mehr- 

beziehungsweise Minderzuteilungen sei auf minimal Fr. 1250.-- pro 

Quadratmeter festzulegen. Die Gemeinde solle unter dem Titel der 

öffentlichen Interessen mit mindestens 30 % belastet werden. Zudem sei 

ihnen eine Kostenschätzung für die Erschliessungsmassnahmen zu eröffnen, 

allenfalls verbunden mit einem provisorischen Kostenteiler. Parzelle 147 sei 

auch in den Kostenverteiler einzubeziehen, Parzelle 162 sei mit dem Faktor 1 

in Kostenteiler aufzunehmen, ebenso die überbaute Fläche von Parzelle 166 

mit dem Faktor 0, eventuell 0.1. Am 9. Februar 2010 wies der 

Gemeindevorstand, abgesehen von einer Ausnahme bezüglich der 

Entschädigung für weggefallene  Parkfläche und erschwerte Garagenzufahrt 

der …, sämtliche Einsprachen im Sinne der Erwägungen ab und genehmigte 

den Quartierplan unter Änderungen und Präzisierungen. Die neue 

Quartierstrasse bezeichnete er als …weg.

2. Dagegen erhoben die … am 10. März 2010 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht mit folgenden Anträgen:

„1. Ziff. 1 und 2 Abs. 1 seien teilweise aufzuheben und im Sinne 
nachstehender Anträge abzuwenden, eventualiter zur Neubeurteilung 
zurückzuweisen.

2. Der Erschliessungsplan und der Gestaltungsplan sowie der 
Neuzuteilungsplan seien so zu ändern, dass
a) auf die Verbindung zwischen …weg und …gasse und die teilweise 

Schliessung der …gasse verzichtet werde
b) auf die Sackgasse ab …weg zwischen Parzelle 4427 und 166 verzichtet 

werde
c) auf die Sackgasse zwischen Parzelle 722 und 4427 verzichtet werde

3. Eventualiter sei die Verbindung zwischen …weg und …gasse am 
talseitigen Rand von Parzelle 4426 in der bergseitigen Flucht von Parzelle 
165 zu erstellen.

4. Sofern Ziff. 2 lit. b gutgeheissen werde, sei auf die Streichung des Fuss- 
und Fahrwegrechtes zu Gunsten Parzelle 523 und zulasten Parzelle 4427 
zu verzichten.

5. a) die Pläne und Art. 8 QPV seien so zu ändern, dass die Fahrbahnbreite 
3 m betrage und allenfalls Kreuzungsstellen mit einer Fahrbahnbreite von 
4 m geschaffen würden.

b) Eventualiter sei die Stichstrassen zwischen Parzelle 4427 und 166 auf 
3 m Breite zu reduzieren.

6. Art. 6 QPV sei so zu ändern, dass als Ausgleichswert für Mehr- 
beziehungsweise Minderzuteilungen aufgrund des heutigen 
Verkehrswertes abzüglich eines Beitrages für die trotz Minderzuteilung 
nutzbare BGF (Art. 13 QPV) minimal auf Fr. 1'200.-- pro m², eventuell 
nach richterlichem Ermessen, festgelegt werde.

7. a) der Kostenverteiler sei, werde an der vorgelegten Studie festgehalten, 
so abzuändern, dass die Gemeinde unter dem Titel der öffentlichen 
Interessenz mit 30 % belastet werde.
b) den Einsprechern sei eine Kostenschätzung für die notwendigen 
Erschliessungsmassnahmen zu eröffnen (allenfalls verbunden mit einem 
provisorischen Kostenverteiler).

c) jene Fläche von Parzelle 147, die mit einem Stall überbaut sei, sei, 
zuzüglich einer Verkehrsfläche, in den Kostenverteiler mit einzubeziehen.

d) Parzelle 162 sei im Kostenverteiler mit Faktor 1 (anstelle von 0.75) 
aufzunehmen.“

Auf den vorstehend unter Ziff. 3 wiederum gestellten Antrag, welcher bereits 

in der Einsprache gestellt worden sei, sei die Gemeinde im 

Einspracheverfahren nicht eingegangen. Dies sei eine Rechtsverweigerung, 

eventuell eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs. Anlässlich des 

Augenscheins und in den Bemerkungen zum Augenscheinprotokoll hätten die 

Einsprecher zudem eine Kostenschätzung für die 

Erschliessungsmassnahmen verlangt. Hinsichtlich der Strassenbaukosten 

habe man dem entsprochen, nicht aber für die übrigen 

Erschliessungsanlagen. Das rechtliche Gehör verlange aber, dass bereits bei 

der Festlegung des Verteilschlüssels auch die mutmasslichen 

Quartierplankosten bekannt gegeben würden. Das Quartierplangebiet sei im 

Bereich der …gasse bis auf eine Bauparzelle (510/511) überbaut. Die 

Baulandflächen zwischen …gasse und …strasse seien grösstenteils nicht 

überbaut. Sie seien mit der Erschliessung der unüberbauten Grundstücke 

zwischen …gasse und …strasse über den …weg als Stichstrasse ab der 

Monbielerstrasse einverstanden. Die …gasse genüge für den heutigen und 

zu erwartenden Verkehr. Eine Entlastung über den neuen …weg sei nicht 

notwendig. Überdimensionierte Verkehrsflächen schränkten ein und seien 

nachteilig. Das neue Regime sei für ihre Parzellen 722 und 4426 stossend. 

Sie seien schon in ein früheres Perimeterverfahren für den Ausbau der 

…gasse beigezogen worden. Die Stichstrasse zwischen Parzelle 4427 und 

523 sei nicht notwendig. Parzelle 4427 könne privat erschlossen werden. 

Parzelle 523 verfüge über ein Durchgangsrecht über Parzelle 4427 zur 

…strasse. Ihr seien beim Ausbau der …strasse Perimeterbeiträge belastet 

worden. Die Kosten seien zu hoch, die Strasse zu breit. Die Stichstrasse zur 

Erschliessung von Parzelle 162 sei unnötig. Parzelle 162 könne über Parzelle 

161 zur …gasse erschlossen werden. Die Eigentümer beider Parzellen seien 

identisch. Die Erschliessung liege in bester Aussichtslage von Parzelle 162. 

Wenn Parzelle 162 über Parzelle 161 erschlossen würde, sei keine 

Landumlegung notwendig. Die Verlegung der Verbindung zwischen …weg 

und …gasse an den talseitigen Rand von Parzelle 4426 hätte grosse Vorteile 

(keine Abtretung von Garagenzufahrt und Parkplätzen an der Südseite von 

Parzelle 722, keine Entschädigung nötig, kein Minderwert der bestehenden 

Liegenschaft der Beschwerdeführerinnen durch Immissionen, keine 

Entwertung der wertvollen Südseite). Dazu werde ein zweiter 

Schriftenwechsel beantragt. Die Fahrbahnbreite betrage 4.5 m zuzüglich 

Bankinen von je 0.25 m. Dies sei nicht nötig. Die Erschliessung des Quartiers 

erfolge über drei Stränge (…gasse, …strasse, …weg). Auch die öffentliche 

Versorgung sei mit einer Breite von 3 m mit Ausweichsstellen von 4 m 

gewährleistet. Dasselbe gelte für die Stichstrasse zwischen Parzelle 4427 und 

166. Der Vorschlag von Fr. 260.-- pro Quadratmeter als Mehr-

/Minderzuteilungsausgleichswert sei ausgehend von einem Landpreis von 

zirka Fr. 1'200.-- bis Fr. 1'400.-- pro Quadratmeter ermittelt worden. Für 

Parzelle 523 und ein Teilstück von Parzelle 166 liege ein Angebot von Fr. 

2'400.-- vor. Selbst bei der Annahme, dass nur 20 % des Verkehrswertes als 

Landpreis dem Ausgleich zu Grunde gelegt würden, seien Fr. 260.-- pro 

Quadratmeter zu tief. Mindestens Fr. 480.-- müssten entschädigt werden. 

Dies zeige die Erfahrung in anderen Tourismusgemeinden. In der Regel 

werde die Hälfte des Verkehrswertes für die Übertragung von BGF als 

Ausgangspunkt genommen. Folglich wären Fr. 1'200.-- pro Quadratmeter 

richtig. Gemäss Art. 25 Abs. 3 der kommunalen Gebühren- und 

Beitragsordnung trage die Gemeinde bei öffentlichen Quartierstrassen 10-30 

% der Kosten. Dies sei hier zu berücksichtigen. Eine günstigere Lösung hätte 

es nämlich auch getan. 10 % müsste die Gemeinde mindestens leisten; die 

als öffentliche Erschliessungsstrasse ausgeschiedene …gasse werde 

nachhaltig entlastet. Zudem finanzierten die Quartierplanbeteiligten die 

Anlagen für Wasser, Kanalisation und Strom zu 85 % zuzüglich 

Anschlussbeiträge. Der landwirtschaftliche Betrieb auf Parzelle 147 würde 

zukünftig über den …weg erschlossen. Das Grundstück sei für die 

Kostenverteilung beizuziehen. Es sei unbeachtlich, ob die Parzelle im 

Quartierplanperimeter liege oder eben nicht. Gestützt auf Art. 22 KRVO könne 

für das Beitragsverfahren das Beizugsgebiet nachträglich erweitert werden. 

Im Einleitungsbeschluss sei nicht gesagt worden, dass das Beizugsgebiet 

auch für die Kostenverteilung massgebend sei. Parzelle 162 sei heute weder 

rechtlich noch faktisch erschlossen. Sie sei mit jenen Teilflächen von 

Parzellen 4427 und 166 gleich zu setzen, die mit Faktor 1 belegt würden. Die 

Begründung, Parzelle 162 habe bereits Beiträge an den Ausbau der …gasse 

entrichtet, sei nicht stichhaltig. Ein Vergleich mit Parzelle 4426 zeige, dass 

jene direkt an die …gasse hätte angeschlossen werden können, Parzelle 162 

aber noch Aufwand für Durchgangsrechte hätte betreiben müssen. Auch halte 

dies dem Vergleich mit Parzelle 523 nicht stand. Diese habe schon ein 

Durchgangsrecht zur …strasse und habe für den Ausbau derselben 

Perimeterbeiträge bezahlt. Trotzdem sei sie mit Faktor 1 belegt worden.

3. Die Gemeinde beantragte in ihrer Vernehmlassung die Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zu Rügen betreffend 

Quartierplaninhalten, welche sie nicht belasteten (geplante Stichstrasse in 

bester Aussichtslage von Parzelle 162; rückwärtige Erschliessung wäre 

schonender für Parzelle 162), seien die Beschwerdeführerinnen nicht 

legitimiert. Das rechtliche Gehör sei nicht verletzt. Der Antrag betreffend die 

allfällige Verlegung der Verbindung …weg-…gasse sei vom 

Gemeindevorstand behandelt worden. Dies sei in der schriftlichen 

Ausfertigung zwar nicht ausreichend zum Ausdruck gebracht worden. 

Hauptziel der Quartierplanung sei es aber, sämtliche im Beizugsgebiet 

liegenden Parzellen zu erschliessen, dies wäre nach Auffassung der 

Gemeinde mit der im besagten Antrag propagierten Lösung nicht möglich 

gewesen. Ein allfälliger Mangel würde zudem im vorliegenden Verfahren 

geheilt. Hier sei Hauptziel die Erschliessung. Vor allem Parzellen 162 und 523 

und Teile von Parzellen 4426, 4427, 4662 und 166 seien nicht oder nicht 

zweckmässig erschlossen. Dies sei nur mit dem …weg zu erreichen. 

Betreffend Kostenverteilung gelte ausschliesslich das KRG. Die Kosten seien 

heute nicht bekannt. Das kantonale Recht sehe keine Schätzungen der 

mutmasslichen Realisierungskosten vor. Bei der Festlegung des 

Verhältnisses zwischen öffentlicher und privater Interessenz gemäss Art. 22 

KRVO, welche normalerweise bereits im Einleitungsbeschluss gefällt würden, 

seien von vornherein noch keine Kosten bekannt. Mit der Vorlage einer 

Kostenschätzung bezüglich der Verkehrsanlagen sei die Gemeinde schon 

weiter gegangen als nötig. Die Finanzierung der übrigen 

Erschliessungsanlagen (Wasser, Kanalisation, Elektrisch) erfolge zudem über 

die Anschlussgebühren. Auf die Verbindung zwischen …weg und …gasse 

und auf die teilweise Erschliessung der …gasse sei nicht zu verzichten. Es 

wäre problematisch, den ganzen Verkehr über die Kreuzung 

…gasse/…strasse abzuwickeln. Müsse der …weg ohnehin gebaut werden, 

liege die Verbindung mit der …gasse zu deren Entlastung auf der Hand. 

Werde eine neue Strasse erstellt, müsste sie auch angemessen breit sein. 

Zum Erschliessungsauftrag der Gemeinde gehöre auch die 

Feinerschliessung. Der Eigentümer von Parzelle 4427 sei mit der Erstellung 

der Stichstrasse einverstanden. Parzelle 523 erhalte mit der Stichstrasse 

erstmals eine optimale Erschliessung. Jede andere Erschliessung würde 

ebenso viel Land beanspruchen und gleichviel Kosten verursachen. Auch die 

andere Stichstrasse sei sachlich gerechtfertigt. Dass der Eigentümer der 

Vorderliegerparzelle (161) zur …gasse zufällig identisch mit demjenigen von 

Parzelle 162 sei, sei belanglos. Die Verschiebung der Verbindung zwischen 

…weg und …gasse hätte den Nachteil, dass Parzellen 162 und der Grossteil 

von Parzelle 4427 und die nördlichen Teile von Parzelle 166 nicht mehr 

erschlossen wären, jedenfalls nicht ohne grossen zusätzlichen Aufwand. Die 

Immissionen würden überschätzt. Die Ausführungen der BF betreffend 

Erhöhung des Ausgleichswertes seien blosse Behauptungen. Das 

Grundbuchamt habe die angegebenen Preise nicht bestätigen können. Der 

Wertanteil der Nutzung mache den grössten Teil des Werts eines 

Grundstücks aus. Der reine Landwert bewege sich in der Grössenordnung 

zwischen 20 und 30 % des Wertes Land + BGF. Hier komme es auf die 

konkreten Verhältnisse an, insbesondere auf das Verhältnis zwischen 

Gesamtfläche und abzutretenden Teil. Wenn der abzutretende Teil, wie es bei 

Parzelle 4426 der Fall sei, nur einen kleinen Teil ausmache, falle der 

Landverlust nicht nennenswert ins Gewicht, weil die Bauten dann immer noch 

über ausreichend Umschwung verfügten. Allenfalls könnten Schätzungen 

durch Fachleute eingeholt werden. Hier seien keine besonderen öffentlichen 

Interessen auszumachen. Die zur Diskussion stehenden Anlagen dienten 

praktisch alle der baulichen Erschliessung des Gebiets. Werde der Anteil auf 

15 % gehalten, sei dies auch wegen der - allerdings vergleichsweise geringen 

- Beanspruchung durch Dritte (wie etwa Parzelle 147) gemacht worden. Auf 

den Antrag, Parzelle 147 sei in den Verteilschlüssel aufzunehmen, könne 

nicht eingetreten werden. Hier gehe es um ein Quartierplanverfahren, das 

Beizugsgebiet sei im Einleitungsbeschluss rechtskräftig festgelegt worden. 

Die Gemeinde könnte kein separates Beitragsverfahren durchführen. Zudem 

sei diese Beanspruchung unter dem Titel öffentlicher Interessenz 

berücksichtigt worden. Der direkt an die …gasse angrenzende Teil von 

Parzelle 4426 sei mit einem Kostenfaktor von 0.5 und der Rest nur mit einem 

von 0.75 belastet worden, wie Parzelle 162. Diese würden gleich behandelt. 

Auch der westliche (recte wohl: östliche) Teil von Parzelle 4426 hätte noch 

eines finanziellen Aufwands bedurft, wie dies bei Parzelle 162 der Fall sei. Bei 

Parzelle 523 sei tatsächlich der Faktor 1 in Anschlag gebracht worden. Damit 

habe man nicht berücksichtigt, dass von dieser Parzelle bereits 

Beitragsleistungen für den Ausbau der …strasse erbracht worden seien. Bei 

dieser handle es sich aber um eine Anlage ausserhalb des Beizugsgebiet, im 

Unterschied zur …gasse. Zudem werde Parzelle 523 mit dem …weg erstmals 

überhaupt optimal erschlossen. 

4. Zur Beschwerde äusserten sich auch diverse Quartierplanbeteiligte, teils in 

zustimmendem, teils in ablehnenden Sinn. 

5. In der Duplik hielten die Beschwerdeführerinnen mit Ausnahme von Ziff. 7 lit. 

b an ihren Anträgen fest. Zudem beantragten sie, die Gemeinde sei auf der 

Zusicherung betreffend der übrigen Erschliessungsanlagen zu behaften. Die 

Gegenparteien beharrten auf ihren Standpunkten, ohne wesentliche neue 

Gesichtspunkte aufzuzeigen.

6. Am 14. September 2010 führte das Verwaltungsgericht einen Augenschein 

an Ort und Stelle durch, an welchem die Beschwerdeführerinnen mit ihrem 

Anwalt, Vertreter der Gemeinde mit ihrem Anwalt sowie verschiedene 

Beigeladene, teils mit ihren Rechtsvertretern, teilnahmen. Allen Anwesenden 

wurde dabei Gelegenheit erteilt, sich anhand der Örtlichkeiten auch noch 

mündlich zu den aufgeworfenen Fragen zu äussern. 

Auf das Ergebnis des Augenscheines sowie die weiteren Ausführungen der 

Parteien in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Zunächst ist in materieller Hinsicht festzuhalten, dass dem Verwaltungsgericht 

bei der Überprüfung von Quartierplänen aufgrund von Art. 33 des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) eine uneingeschränkte 

Kognitionsbefugnis zusteht. Das Verwaltungsgericht hat mithin nicht nur zu 

prüfen, ob die den Plan festsetzende Behörde das ihr zustehende 

Planungsermessen überschritten oder missbraucht, also eine 

Rechtsverletzung begangen hat. Zu prüfen ist vielmehr ebenso, ob das 

Planungsermessen richtig und zweckmässig ausgeübt worden ist. Die mit 

voller Kognition betraute Behörde hat einzuschreiten, wenn sich die 

angefochtene Planfestsetzung als unzweckmässig oder unangemessen 

erweist. Diese Prüfung setzt eine bestmögliche Abwägung der 

schutzwürdigen öffentlichen und privaten Interessen voraus und verlangt die 

Beantwortung der Frage, ob bei der umstrittenen Planung in Beachtung des 

Verhältnismässigkeitsprinzipes im Rahmen des Planungszweckes jene 

Anordnungen getroffen wurden, die in ihrer gesamten Auswirkung alle 

Betroffenen am wenigsten belasten. Diese gegenüber der früheren Regelung 

erweiterte Kognitionsbefugnis bedeutet nun aber nicht, dass das 

Verwaltungsgericht als Rechtsmittelinstanz die Stellung einer oberen 

Planungsbehörde einnimmt. So kann es bei zwei oder mehreren Varianten, 

die vor der Zweckmässigkeitsprüfung standhalten, die gemeindliche Lösung 

nicht einfach aufheben und eine andere der zweckmässigen Lösungen an die 

Stelle einer angemessenen kommunalen Planfestsetzung setzen. Insofern 

hat das Verwaltungsgericht die Entscheidungsfreiheit, die den 

Planungsträgern zusteht, zu respektieren (VGU R 08 50, R 07 65; PVG 1993 

Nr. 43).

b) Das Bundesgericht hat dazu festgehalten, dass es mit den 

Rechtsschutzerfordernissen von Art. 33 RPG vereinbar sei, wenn die 

Beschwerdebehörde zwar die angefochtene Nutzungsplanung voll überprüfe, 

sich aber nach Massgabe ihrer Rolle, die sie als Rechtsmittelinstanz im 

betreffenden Sachzusammenhang sachlich und institutionell erfüllt, bei der 

Überprüfung zurückhalte (vgl. BGE 114 Ia 247). Dies gilt sachlich 

insbesondere dort, wo es um lokale Anliegen geht, bei deren Wahrnehmung 

Sachnähe, Ortskenntnis und örtliche Demokratie von Bedeutung sein sollen. 

Die Rechtsmittelinstanz hat aber soweit auszugreifen, dass die 

übergeordneten vom Kanton zu sichernden Interessen, wie etwa dasjenige 

an der Bauzonenbegrenzung, einen angemessenen Platz erhalten. Sie hat 

sich zudem - institutionell - auf ihre Kontrollfunktion zu beschränken, d.h. sie 

darf nichts Neues schöpfen, sondern sie hat die kommunalen Planungen an 

einem Sollzustand zu messen. Fehlt es an dem dazu erforderlichen Massstab, 

so kann die Natur der Sache einer Nachprüfung entgegenstehen. Hier nicht 

einzugreifen, verstösst nicht gegen den Auftrag, voll zu prüfen (vgl. BGE 114 

Ia 248; VGU R 07 65). Bei der umstrittenen Quartierplanung geht es 

offensichtlich nicht um übergeordnete Interessen, sondern um rein lokale 

Anliegen. Die aufgeworfenen Fragen sind daher mit der umschriebenen 

Zurückhaltung zu prüfen.

2. Die Beschwerdeführerinnen rügen eine Rechtsverweigerung bzw. eine 

Verweigerung des rechtlichen Gehörs, weil sich der Gemeindevorstand im 

Einsprache- und Genehmigungsentscheid mit dem Eventualbegehren Ziff. 1 

b der Anträge nicht auseinandergesetzt habe. Darin hätten sie verlangt, dass 

der Verbindungsstrang weiter talwärts, am talseitigen Rand der Parzelle Nr. 

4426, an der bergseitigen Flucht von Parzelle Nr. 165 zu realisieren sei, falls 

an der Verbindung der neuen Quartierstrasse mit der …gasse festgehalten 

werde. 

Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 

Gehör. Der Betroffene hat das Recht, sich vor Erlass eines in seine 

Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern. Dazu gehört 

insbesondere das Recht, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen 

Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher 

Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu 

äussern, wenn es geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 54 

E. 2b S. 56). Wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör 

ist die Begründungspflicht. Die Begründung soll verhindern, dass sich die 

Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und dem Betroffenen 

ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies 

ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über 

die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinn 

müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich 

die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Dies 

bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen 

Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. 

Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte 

beschränken (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236; BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f. mit 

Hinweisen). Vorliegend hat die Vorinstanz eine ausdrückliche Begründung für 

die Ablehnung des erwähnten Antrages im angefochtenen Entscheid nicht 

vorgebracht. Durch das Festhalten an ihrer Variante hat sie jedoch klar zum 

Ausdruck gebracht, dass sie diese für die bessere Lösung hält als den 

Vorschlag der Beschwerdeführerinnen. Damit hat sie den Anforderungen an 

die Begründungspflicht noch knapp genügt.

3. Gemäss Art. 51 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden 

(KRG) regelt der Quartierplan im Rahmen der Grundordnung die Gestaltung 

und Erschliessung von Bauzonen mit Folgeplanung oder von weiteren 

Teilgebieten der Bauzone im Detail. Der Quartierplan besteht aus den 

Quartierplanbestimmungen und je nach Zweck aus dem 

Quartiergestaltungsplan und dem Quartiererschliessungsplan. Die 

Quartierplanbestimmungen enthalten gemäss Art. 53 Abs. 1 KRG 

Vorschriften über die Gestaltung der Bauten und Anlagen, über die 

Ausführung, den Unterhalt und die Erneuerung der Quartiererschliessung 

sowie über die Aufteilung der Planungs- und Erschliessungskosten 

(Verteilschlüssel). Sie können die Bauvorschriften der Grundordnung 

ergänzen und Etappen für die Ausführung der Erschliessung und Überbauung 

des Quartiers festlegen. Der Quartiergestaltungsplan bestimmt nach Art. 52 

Abs. 2 KRG die Situierung von Bauten und Anlagen und die freizuhaltenden 

Flächen. Er kann weitergehende Anordnungen enthalten, insbesondere über 

die Baukuben und deren Nutzung und Gestaltung. Art. 52 Abs. 3 KRG sieht 

schliesslich vor, dass der Quartiererschliessungsplan die notwendigen 

Anlagen zur Erschliessung des Quartiers enthält und hat damit die Funktion 

der Feinerschliessung im Sinne von Art. 58 Abs. 4 KRG. Die Quartierplanung 

kann gemäss Art. 65 Abs. 2 KRG mit einer Landumlegung verbunden werden, 

insbesondere wenn sich eine solche zur Schaffung von zweckmässig 

überbaubaren Parzellen als notwendig erweist.

4. a) Im Falle des hier zur Diskussion stehenden Gebiets …/…gasse liegt das 

Schwergewicht der Quartierplanung offensichtlich in der Erschliessung, zumal 

gewisse Grundstücke bzw. Grundstückteile überhaupt nicht oder nicht 

zweckmässig erschlossen sind (vgl. Art. 3 der Quartierplanvorschriften). Das 

betrifft namentlich die Parzellen Nr. 162 und 523 sowie die nicht direkt an die 

Verkehrsträger (…gasse/…strasse) angeschlossenen Teile der Parzellen Nr. 

4426, 4427, 4662 und 166. Wie ein Blick auf die Quartierplanunterlagen zeigt 

und sich am Augenschein bestätigt hat, lässt sich eine zweckmässige 

Erschliessung dieser Gebiete nur mit der Schaffung einer zusätzlichen 

Quartierstrasse erreichen. Unbestritten ist, dass der neue …weg bis zur 

Kreuzung mit den beiden Stichstrassen gebaut werden soll. Unterschiedlicher 

Meinung sind sich die Parteien betreffend der weiteren Nutzung der …gasse 

als durchgehende Verbindung zur …strasse und - damit verbunden - mit der 

Notwendigkeit einer Verbindung zwischen der Kreuzung …weg mit den 

vorgesehenen Stichstrassen und der …gasse. Diese Verbindung erweist sich 

indessen als absolut notwendig für die Lösung zweier Probleme: Einerseits 

können so insbesondere der nördliche Teil von Parzelle 166, Parzelle 523, 

Parzelle 4427, Parzelle 162 und der hintere Teil von Parzellen 722 und 4426 

optimal erschlossen werden. Anderseits – und das ist das Hauptargument - 

ermöglicht diese Zusatzerschliessung, den Verkehr auf der …gasse zu 

vermindern, indem nur noch die Unterlieger der vorgesehenen Sperrung bei 

der gefährlichen Einmündung der …gasse in die …strasse dort einfahren 

müssen. Die …gasse ist zudem durchschnittlich nur zirka 4 m breit. Dies hat 

sich am Augenschein bestätigt. Der Bau der beiden Stichstrassen zur 

Erschliessung von Parzellen 523, 4427 und 162 erscheint ebenfalls als 

sinnvoll. Jedenfalls haben die Beschwerdeführerinnen nicht aufgezeigt, dass 

die von ihnen bevorzugten Lösungen jenen der Gemeinde gleichwertig oder 

gar überlegen sind. Es besteht kein Anlass, in diese sachlich absolut zu 

rechtfertigende Planung einzugreifen. Da es sich vorliegend um 

Feinerschliessung handelt, war die Gemeinde aufgrund von Art. 45 Abs. 1 

KRG zudem zur neuen Planung des …wegs und der weiteren 

Erschliessungen (Stichstrassen) berechtigt. Ziff. 2 des Rechtsbegehrens ist 

deshalb abzuweisen. Diesfalls entfällt Ziff. 4 des Rechtsbegehrens.

b) Eine Verlegung der Verbindung zwischen …gasse und …weg nach Süden 

auf die Grenze zwischen Parzellen 4426 und 165 erscheint nicht als 

zweckmässig. Damit wären die Parzellen 4427, 523 und 162 nicht 

erschlossen. Die Fortsetzung des …wegs von der südlichen Grenze von 

Parzelle 4426 bis zur Kreuzung müsste dann trotzdem gebaut werden, um 

Parzellen 4427, 523 und 162 zu erschliessen. Dies würde unnötige 

Mehrkosten verursachen und ebenfalls zu unnötigem Landverschleiss führen. 

Ziff. 3 des Rechtsbegehrens ist deshalb ebenfalls abzuweisen.

c) Was die Strassenbreite anbetrifft, ist die Argumentation der 

Beschwerdeführerinnen unbehelflich. Wo in einem weitgehend noch nicht 

überbauten Gebiet eine neue Strasse geschaffen werden kann, hat sie 

modernen Anforderungen zu entsprechen; anders ist es im weitgehend 

überbauten Gebiet, wo die Ansprüche an eine moderne Strassenanlage sich 

den Gegebenheiten anzupassen haben.

5. Was den Ausgleichswert anbetrifft, ist die Argumentation der 

Beschwerdeführerinnen auf den ersten Blick einleuchtend. Die Gemeinde 

bestreitet in ihrer Duplik nicht, dass gemäss zur Edition anbegehrten 

Kaufrechtsvertrag für einen Teil von Parzelle 166 ein Kaufpreis von knapp Fr. 

2'400.-- vereinbart wurde. Auf dessen Edition kann deshalb verzichtet werden. 

Trotzdem erweist der auf Fr. 260.-- festgelegten Ausgleichswert als zulässig. 

Entscheidend ist nämlich der konkrete Fall. Vorliegend ist es einerseits so, 

dass die Quartierplanbeteiligten ihre BGF gemäss Altbestand in den neuen 

Bestand übernehmen können. Der Ausgleichswert kann sich deshalb am 

reinen Landwert orientieren, weil anderseits zu berücksichtigen ist, dass 

vorliegend nur eine sehr marginale Landumlegung stattfindet. Parzellen 523, 

722 und 4426 der Beschwerdeführerinnen werden in ihrem Bestand praktisch 

nicht verändert (vgl. Plan Neuzuteilung). Sie bleiben praktisch genau gleich 

überbaubar wie im Altbestand. Deswegen wirkt sich die Veränderung vom 

Altbestand zur Neuzuteilung diesbezüglich wertmässig praktisch nicht aus. 

Auch Ziff. 6 des Rechtsbegehrens ist deshalb abzuweisen. 

6. Der Antrag auf Kostenschätzung (Ziffer 7 b) des Rechtsbegehrens) ist 

gegenstandslos geworden.

7. a) Was den Anteil der öffentlichen Interessenz anbelangt, ist die Auffassung der 

Gemeinde zutreffend. Einerseits kommt nur das kantonale Recht zur 

Anwendung (vgl. VGU A 07 7). Es handelt sich vorliegend um eine 

Feinerschliessung. Dieser Standpunkt der Gemeinde ist rechtskräftig, 

nachdem die Beschwerdeführerinnen nur eine Anhebung der öffentlichen 

Interessenz auf 30 % gefordert haben. Mit ihrer in der Replik geäusserten 

Argumentation, bei der teilweise nicht mehr durchgängigen …gasse handle 

es sich um eine Anlage der Groberschliessung, kommen sie zu spät. Sie 

hätten, wenn sie diese Argumentation vorbringen, schon im 

Einspracheverfahren mindestens eine öffentliche Interessenz von 40 % 

fordern müssen. 

b) Die …gasse endet nicht am oberen Rand des Quartierplangebiets, sondern 

reicht weiter und erschliesst weitere Grundstücke. Sie mündet zuoberst in die 

…strasse. Eine gewisse Erhöhung der öffentlichen Interessenz vom Minimum 

von 10 % auf 15 % wäre deshalb wohl auch vertretbar gewesen. Es besteht 

jedoch kein Anlass, in die Festsetzung der Gemeinde einzugreifen, da sich 

diese – auch wegen des von Art. 63 Abs. 2 KRG eingeräumten breiten 

Ermessensspielraums - ebenfalls vertreten lässt. Das Gleiche gilt für den 

geforderten Einbezug der ausserhalb des Quartierplangebietes gelegenen 

Parzelle 147 in den Kostenverteiler. Im jetzigen Verfahren kann ein solcher 

Einbezug nicht erfolgen, weil der Perimeter bereits festgelegt wurde. Ein 

zusätzliches Perimeterverfahren gemäss Art. 22 ff. KRVO kann von den 

Beschwerdeführerinnen nicht verlangt werden. Der Antrag gemäss Ziff. 7 a) 

und c) des Rechtsbegehrens ist ebenfalls abzuweisen.

c) Aus dem Vorschlag für den Verteilschlüssel ist klar ersichtlich, wie die 

Grundstücke und Grundstücksteile der zweiten Bautiefe hinter der …gasse 

(Parzelle 162, Westteil der Parzelle 4427, Ostteil der Parzelle 4426 sowie 

Nordteil der Parzelle 4662) alle dem gleichen Faktor von 0.75 zugeordnet 

worden sind. Sie sind somit alle zu Recht gleich behandelt worden. Auch Ziff. 

7 d) des Rechtsbegehrens ist somit abzuweisen.

8. Erweist sich die Beschwerde somit insgesamt als unbegründet, soweit sie 

nicht gegenstandslos geworden ist, gehen die Verfahrenskosten zulasten der 

Beschwerdeführerinnen. 

Gemäss Art. 78 Abs. 1 des Verwaltungsgerichtspflegegesetzes (VRG) wird 

die unterliegende Partei in der Regel verpflichtet, der obsiegenden Partei alle 

durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. Die 

Beschwerdeführerinnen haben daher die privaten Gegenparteien 

aussergerichtlich zu entschädigen. Der Rechtsvertreter der Beigeladenen … 

hat eine Honorarnote über Fr. 5'688.50 mit einem Stundenansatz von Fr. 500.-

- eingereicht. Gemäss Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des 

Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung, 

HV) setzt die urteilende Instanz die Parteientschädigung der obsiegenden 

Partei nach Ermessen fest. Sie geht vom Betrag aus, welcher der 

entschädigungsberechtigten Partei für die anwaltliche Vertretung in 

Rechnung gestellt wird, soweit u.a. der vereinbarte Stundenansatz zuzüglich 

allfällig vereinbartem Intressenwertzuschlag üblich ist und keine 

Erfolgszuschläge enthält (Abs. 2 Ziff.1). Als üblich gilt gemäss Art. 3 HV ein 

Stundenansatz zwischen 210 und 270 Franken. Die beantragte 

Parteientschädigung ist deshalb herabzusetzen und wird ermessensweise auf 

Fr. 3'000.-- festgesetzt. Die vom anderen Parteivertreter eingereichte 

Honorarnote erscheint mit Fr. 731.45 als ausgewiesen.

Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 

betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine 

Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen 

Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht im Sinne der Erwägungen 

gegenstandslos geworden ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 5'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 1'261.--

zusammen Fr. 6'261.--

gehen unter Solidarhaftung zulasten der Beschwerdeführerinnen und sind 

innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung 

des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Die Beschwerdeführerinnen entrichten … eine Parteientschädigung von Fr. 

3'000.-- und … eine solche von Fr. 731.45.