# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 731515c9-046c-5a86-89ac-a34b45149cbc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.03.2015 UV 2014/8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-8_2015-03-23.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/8

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.03.2015

Entscheiddatum: 23.03.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 23.03.2015
Art. 6 UVG: Verneinung der Kausalität zwischen einem Unfall mit 
Schulterkontusion und leichtem Schädelhirntrauma und zwei Jahre nach 
dem Unfall gemeldeten Schulter-, HWS- und BWS-Beschwerden sowie 
Kopfschmerzen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 23. März 2015, UV 2014/8).Versicherungsrichterin Christiane 
Gallati Schneider (Vorsitz), VersicherungsrichterinnenMiriam Lendfers und 
Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Peter WohnlichEntscheid vom 23. 
März 2015in SachenA.___,Beschwerdeführer,gegenHelsana Unfall AG, 
Recht, Postfach, 8081 Zürich 
Helsana,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

A.    

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Fitnessinstruktor bei der B.___ GmbH, im 

Verkauf tätig und dadurch bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana) gegen die 

Folgen von Unfällen versichert, als ihm laut Unfallmeldung der Arbeitgeberin vom 19. 

März 2012 am 24. September 2011 beim Herunternehmen einer Fitnessmaschine diese 

aus der Hand rutschte und ihn am Kopf und der rechten Schulter traf (act. K1). Der 

Versicherte begab sich gleichentags ins Kantonsspital St. Gallen, wo die Ärzte der 

Neurochirurgie nach einer computertomographischen (CT-) Untersuchung des 

Neurokraniums bzw. Gehirnschädels und der HWS sowie einer konventionellen 

röntgenologischen Untersuchung der Schulter und der Clavikula rechts ein leichtes 

Schädelhirntrauma im Rahmen eines Unfalls bei Transport eines Fitnessgeräts 

diagnostizierten. Der Versicherte wurde noch am Unfalltag entlassen. Eine 

Arbeitsunfähigkeit hatte der Unfall nicht zur Folge (act. M1, K1). Die Helsana 

anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte Heilkostenleistungen (vgl. dazu act. K2).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.b  Am 29. August 2013 reichte der Versicherte der Helsana einen Fragebogen für 

Rückfälle ein, worin er festhielt, dass die unfallbedingte Behandlung für ihn nicht 

abgeschlossen sei. "Die ganze Zeit" seien wieder Beschwerden aufgetaucht (act. K3).

A.c  Laut UVG-Zwischenbericht vom 31. August 2013 hatte sich der Versicherte wegen 

einer intermittierenden/wechselnden Symptomatik im Nacken-/Schulterbereich, vor 

allem bei Belastung, vom 28. Juni bis 5. Juli 2013 bei Dr. med. C.___, Facharzt für 

Allgemeinmedizin, in Behandlung befunden. Dr. C.___ stellte die Diagnosen eines 

Status nach Commotio cerebri und einer Schulterkontusion rechts am 24. September 

2011 mit posttraumatischem Nacken-/Schultersyndrom und verneinte das Mitspielen 

unfallfremder Faktoren im Heilungsverlauf (act. M4). Laut Arztbericht vom 18. 

September 2013 von Dr. med. D.___, Orthopädie (act. M5), hatte sich der Versicherte 

am 5. Juli 2013 auch orthopädisch untersuchen lassen. Dr. D.___ diagnostizierte 

persistierende Schulterschmerzen rechts bei Status 2 Jahre nach Schultertrauma und 

veranlasste in der Radiologie Nordost, Diagnosezentrum St. Gallen, eine MR-

Arthrographie der rechten Schulter, die am 9. Juli 2013 durch Dr. med. F.___ 

durchgeführt wurde (act. M3). Am 15. Juli 2013 besprach Dr. D.___ mit dem 

Versicherten das Ergebnis der radiologischen Untersuchung und stellte basierend 

darauf die Diagnosen einer Akromioklavikular- (AC-) Gelenksarthrose, eines 

subacromialen Impingements sowie einer Intervallläsion und Signalstörung der langen 

Bizepssehne. Am 26. August 2013 führte Dr. D.___ eine Verlaufskontrolle durch, wobei 

er eine allfällige MRI-Untersuchung der HWS als notwendig bezeichnete (act. M5).

A.d  Am 25. September 2013 unterbreitete die Helsana den Schadenfall ihrem 

beratenden Arzt, Dr. med. E.___, Praktischer Arzt FMH, FA manuelle Medizin FMH, FA 

Vertrauensarzt FMH (act. M6). Gestützt auf dessen Beurteilung vom 7. Oktober 2013 

(act. M7) teilte sie dem Versicherten mit Verfügung vom 28. Oktober 2013 mit, dass ein 

natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 24. September 2011 

und den nun geltend gemachten Beschwerden nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt sei. Die Helsana sei demzufolge nicht leistungspflichtig (act. 

K8).

B.    

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 31. Oktober 2013 (act. K10) 

wurde mit Einspracheentscheid vom 4. Februar 2014 abgewiesen (act. K22).

C.      

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom 13. 

Februar 2014 (act. G1) und Ergänzung vom 20. Februar 2014 (act. G3) Beschwerde mit 

dem sinngemässen Antrag, die Beschwerden seien als Folge des Unfallereignisses 

vom 24. September 2011 zu qualifizieren und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen 

zu erbringen. Zusammen mit der Beschwerdeergänzung vom 20. Februar 2014 reichte 

der Beschwerdeführer einen Bericht von Dr. F.___ vom 23. September 2013 über eine 

auf Zuweisung von Dr. D.___ gleichentags durchgeführte kernspintomographische 

Untersuchung der HWS ein (act. G3.1).

C.b  Mit Eingabe vom 4. März 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin unter Verzicht 

auf eine einlässliche Beschwerdeantwort Abweisung der Beschwerde (act. G5).

C.c  Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik.

C.d  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.       

1.1   Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die auch 

bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung 

[UVV; SR 832.202]) geltende rechtliche Voraussetzung des für eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 

zwischen einem Unfall und in dessen Folge eingetretener Gesundheitsschädigungen 

(Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]; BGE 

129 V 181 E. 3.1) zutreffend dar. Darauf ist zu verweisen. Die Beurteilung des 

natürlichen Kausalzusammenhangs erfolgt aufgrund der Feststellungen bei den 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

medizinischen Untersuchungen und ist Aufgabe des Arztes oder der Ärztin. 

Demgegenüber obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 und BGE 112 V 30; PVG 1984 

Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat allerdings die Adäquanz gegenüber dem 

natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 138 V 

250 f. E. 4 mit Hinweisen, 118 V 291 f. E. 3a).

1.2   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Den 

Berichten versicherungsinterner Ärzte oder Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss 

gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f. E. 1b).

1.3   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen, 

vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im 

Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess 

tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich Rückfällen und Spätfolgen zu 

erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten natürlichen 

Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die 

diesbezügliche Beweislast liegt hier - anders als bei der Frage, ob das Dahinfallen jeder 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

nachgewiesen ist - nicht beim Unfallversicherer, sondern bei der versicherten Person 

(vgl. dazu A. Rumo-Jungo/A. P. Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 4, 79; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Die Verwaltung als 

verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur 

dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung 

eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 337 E. 1, 118 V 289 E. 

1b, 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen).

2.     

Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen des Grundfalls die Leistungspflicht für das 

Unfallereignis vom 24. September 2011 anerkannt und ist für die gleichentags erfolgte 

Heilbehandlung im KSSG aufgekommen. Offensichtlich infolge Behandlungsab­

schlusses wurden die Versicherungsleistungen eingestellt (vgl. act. K3). Nach Lage der 

Akten erging jedoch keine schriftliche Mitteilung im Sinn von Art. 51 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) oder eine schriftliche Verfügung (Art. 49 Abs. 1 ATSG). Grundsätzlich wurde 

damit kein rechtskonformer Abschluss des Grundfalls vorgenommen (vgl. BGE 132 V 

412 und 134 V 145). Während die dargelegte Sachlage für einen fortdauernden 

Grundfall spricht, ist demgegenüber zu beachten, dass nach der einzigen, echtzeitlich 

in den Akten dokumentierten Behandlung im KSSG am 24. September 2011 (act. M 1) 

bis zur nächsten ärztlichen Behandlung bei Dr. C.___ am 28. Juni 2013 (act. M4) und 

der hier streitigen Schadensmeldung vom 29. August 2013 (act. K3) rund zwei Jahre 

vergingen. Dieser zeitliche Ablauf liesse es wiederum als gerechtfertigt erscheinen, von 

einem Rückfall auszugehen (vgl. dazu Franz Schlauri, Verfahrensfragen in der 

Sozialversicherung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Veröffentlichungen 

des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse, Band 40, S. 57). Indem die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für die erneute Schadenmeldung den 

"Fragebogen für Rückfälle" zustellte und sich auch der Verfügungswortlaut vom 28. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Oktober 2013 entsprechend darstellt, geht die Beschwerdegegnerin offensichtlich von 

einem Rückfall aus. Wie es sich letztlich mit der Beweislastverteilung bzw. der Frage, 

ob im vorliegenden Fall von einem Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall 

auszugehen ist, verhält, kann jedoch im Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen 

offen bleiben. Denn die Frage, wer die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen 

hat, stellt sich erst, wenn es sich als tatsächlich unmöglich erweist, in Ausübung des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (A. Rumo-Jungo/A. P. Holzer, a.a.O., S. 4), was vorliegend - wie 

nachfolgend zu zeigen ist - nicht zutrifft. Im Übrigen ist im konkreten Fall entscheidend 

und hat als unbestritten zu gelten, dass der Beschwerdeführer Versicherungsleistungen 

erst (wieder) ab Beginn der Behandlung der Schmerzen im Nacken- und 

Schulterbereich ab 28. Juni 2013 (zunächst bei Dr. C.___, nachfolgend bei Dr. D.___, 

Dr. F.___ und Dr. med. G.___, Orthopädie H.___, sowie in der Physiotherapie der 

Orthopädie H.___) geltend macht (vgl. act. K13, K16 ff., act. M5).

3.     

Streitig und zu prüfen ist mithin im Folgenden, ob zwischen den vom 

Beschwerdeführer ab 28. Juni 2013 geklagten und ärztlich behandelten Beschwerden, 

insbesondere im Bereich der rechten Schulter, und seinem am 24. September 2011 

erlittenen Unfall ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Diese Frage wird von 

der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. E.___ 

vom 7. Oktober 2013 (act. M7) verneint. Gegenüber Dr. C.___ sowie in der 

Beschwerdeergänzung vom 20. Februar 2014 klagte bzw. spricht der 

Beschwerdeführer zusätzlich über Nacken- und Kopfschmerzen sowie über Schmerzen 

im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS; act. G3). Entsprechend wurde am 23. 

September 2013 auch eine kernspintomographische Untersuchung der HWS durch Dr. 

F.___ durchgeführt, in dessen Bericht unter der Rubrik "Indikation" persistierende 

Schmerzen im Bereich der HWS mit Ausstrahlung in die rechte Schulter vermerkt sind 

(act. G3.1).

4.       

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.1   Dr. E.___ hält in seiner Beurteilung vom 7. Oktober 2013 (act. M7) fest, dass die 

Schmerzen in der rechten Schulter nur möglicherweise natürlich kausal zum Unfall­

ereignis vom 24. September 2011 seien. Der Beschwerdeführer habe sich anlässlich 

des fraglichen Ereignisses nachgewiesenermassen keine strukturellen Verletzungen im 

Bereich der Schulter zugezogen. Auch wäre eine hypertrophe AC-Gelenksarthrose 

innerhalb von nur 2 Jahren nicht gut erklärbar. Weitere Weichteilbefunde, welche im 

MRI zur Darstellung kämen, wiesen auf eine Überlastung der rechten Schulter, 

wahrscheinlich im Rahmen der sportlichen Betätigung, hin. Anhaltspunkte für eine klar 

überzeugende Unfallverletzung, welche mit dem Ereignis vom 24. September 2011 in 

Zusammenhang gebracht werden könnten, seien nicht vorhanden. Andererseits lägen 

aber deutliche degenerative Veränderungen und Überlastungszeichen im Bereich der 

Schulterweichteile und des AC-Gelenks vor. Seines Erachtens bestünden also keine 

überwiegend wahrscheinlichen Unfallfolgen in der rechten Schulter, auch wenn der 

Versicherte ein Ereignis im Bereich der rechten Schulter erlitten habe. Dieses sei aber 

nicht geeignet, die aktuellen Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 

unterhalten.

4.2   Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Als objektiviert gilt eine solche Läsion, wenn sie durch einen 

entsprechenden radiologischen Untersuchungsbefund erhoben wird. Im Rahmen der 

von Dr. F.___ am 9. Juli 2013 durchgeführten MR-Arthrographie der rechten Schulter 

wurden eine mässige hypertrophe AC-Gelenksarthrose, ein Akromionsporn Typ II nach 

Bigliani ohne Nachweis eines subakromialen Impingements, eine chronische 

Ansatztendinopathie der Subscapularsehne im kranialen Sehnenabschnitt mit 

moderater humeralseitiger Partialruptur, eine fortgeschrittene chronische Tendiopathie 

der langen Bizepssehne mit interstitieller/longitudinaler Partialruptur mit diskreter 

Subluxation am Eingang des Sulcus bicipitalis sowie eine Synovialitis des 

Rotatorenintervalls im Sinn einer Pulley-Läsion erhoben. Im Übrigen zeigte sich ein 

regelrechtes Kernspintomogramm des Schultergelenks (act. M3). Bei sämtlichen, 

vorgenannten Gesundheitsschäden handelt es sich eindeutig um organische 

Gesundheitsschäden, welche Beschwerden, insbesondere Schmerzen, zu verursachen 

vermögen (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. 

Aufl. Berlin 2002, S. 586, S. 728, S. 731 f., S. 735, S. 1107; Roche Lexikon Medizin, 5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Aufl. München 2003, S. 134, S. 534 "Entzündung", S. 585 ff., S. 726, S. 915 

"Impingementsyndrom", S. 1792; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. 

Berlin 2012, S. 42, 172 f., S. 594 "Entzündung", S. 1835, S. 2043, S. 2065). Eine 

Arthrose, ein Akromionsporn, eine Tendinopathie sowie eine Synovialitis stellen 

krankheitsbedingte Leiden bzw. degenerative Veränderungen dar, die als unfallkausale 

Gesundheitsschäden höchstens sekundär, d.h. als (Spät-)Folge einer primären 

Verletzung, beispielsweise einer Fraktur, Ruptur oder Luxation, auftreten (vgl. 

Debrunner, a.a.O., S. 580 f., S. 727 f., S. 740; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 143, S. 

1792, S. 1808, ; Pschyrembel, a.a.O., S. 42, 172, 2043). Sehnenrupturen sowie 

Subluxationen können hingegen sowohl als Befunde im Rahmen eines degenerativen 

Prozesses, aber auch als (primär) unfallkausale gesundheitliche Störungen auftreten 

(vgl. Debrunner, a.a.O., S. 628, S. 635, S. 721; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 1142 

f., S. 1623, S. 1681; Pschyrembel, a.a.O., S. 1247 f., S. 1835, S. 1913). Nachfolgend ist 

damit zu entscheiden, ob die radiologisch erhobenen Gesundheitsschäden im Bereich 

des rechten Schultergelenks mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit durch den Unfall vom 24. September 2011 verursacht wurden.

4.3   Massgebende Ausgangspunkte für traumatische Folgeschäden bzw. die 

Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bilden die unmittelbar nach dem Unfall 

gestellten Unfalldiagnosen und erhobenen Befunde sowie der zeitliche Ablauf. Dies in 

dem Sinne, dass in der Regel nur ein beim Unfall verletzter Körperteil nachfolgende 

Beschwerden zeitigen kann, massgebende Verletzungen im Regelfall zu Schmerzen 

führen und unmittelbar im Anschluss an den Unfall oder zumindest unfallnah auch im 

entsprechenden Umfang wahrgenommen und im Rahmen einer ärztlichen 

Untersuchung diagnostiziert werden. Eine traumatische Verletzung ist radiologisch 

echtzeitlich am besten sichtbar. Nachfolgend schliesst der Heilungsprozess an, was in 

der Regel zu einer stetigen Abnahme der Erkennbarkeit von Verletzungen führt. Auch 

klinisch zeigen sich Unfallverletzungen - wie auch traumatisch bedingte 

Sehnenverletzungen und Sehnenluxationen - in der Regel unmittelbar nach dem Unfall 

am auffälligsten, d.h. präsentieren sich - wie bereits erwähnt - mit den entsprechenden 

Schmerzen und Funktionseinschränkungen und werden damit zumindest klinisch 

vermutet.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.4   Die ursprünglich im KSSG am Unfalltag bzw. am 24. September 2011 

durchgeführte röntgenologische Untersuchung der rechten Schulter und der Clavikula 

förderte keine traumatischen Läsionen, insbesondere keine Frakturen, zutage, und die 

untersuchenden Ärzte hielten in ihrem Bericht vom 27. September 2011 keine Befunde 

und Diagnosen mit Hinweis auf eine Schulterverletzung fest (act. M1). Darauf verweist 

auch Dr. D.___ in seinem Bericht vom 18. September 2013 im Zusammenhang mit der 

Konsultation vom 5. Juli 2013 (act. M5). Ohne Schultergelenksverletzung bleibt jedoch 

für die in Erwägung 4.2 angeführten (sekundär) traumatisch bedingten 

Gesundheitsschädigungen kein Raum, zumal diese, wie bereits erwähnt, im Regelfall 

rein degenerativ bzw. krankheitsbedingt vorkommen. Denjenigen Gesundheitsschäden, 

die auch als primäre Verletzungen vorkommen, fehlt es sodann an einer 

entsprechenden echtzeitlichen Diagnose. Bei einer Sehnenruptur und einer 

Sehnensubluxation handelt es sich im Regelfall um schmerzhafte, 

behandlungsbedürftige Verletzungen, von denen anzunehmen ist, dass sie von den 

untersuchenden Ärzten erkannt werden. Aktenmässig dokumentiert ist nach dem Unfall 

ausserdem einzig die Untersuchung im KSSG am Unfalltag. Der Unfall vom 24. 

September 2011 hatte offensichtlich weder eine weitergehende gezielte Therapie noch 

eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge. Auch diese Tatsachen sprechen gegen eine 

traumatische Schulterverletzung. Eine unfallbedingte Ruptur sowie Subluxation ist 

sodann umso unwahrscheinlicher, als die diagnostizierte AC-Gelenksarthrose 

zusammen mit den zusätzlichen am 9. Juli 2013 radiologisch erhobenen 

Gesundheitsschäden eine umfassende degenerative Problematik im Bereich des 

rechten Schultergelenks bildet. Die Sehnenrupturen sowie die Subluxation wurden im 

Übrigen im Zusammenhang mit chronischen Tendinopathien beschrieben. Der Begriff 

"chronisch" steht jedoch dem Begriff "traumatisch" entgegen. Während letzterer einen 

akut aufgetretenen Zustand beschreibt, bedeutet chronisch "langsam sich entwickelnd, 

langsam verlaufend" (Pschyrembel, a.a.O., S. 389; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 

334). Entsprechend des Gesagten ersetzte Dr. D.___ am 15. Juli 2013 seine Diagnose 

persistierender Schulterschmerzen rechts bei Status 2 Jahre nach Schultertrauma vom 

5. Juli 2013 nach erfolgter MRI-Untersuchung des rechten Schultergelenks durch die 

erhobenen degenerativen Gesundheitsschäden (act. M5). Die von Dr. C.___ im UVG 

Zwischenbericht vom 31. August 2013 gestellten schulterbezogenen Diagnosen einer 

Schulterkontusion sowie eines posttraumatischen Schulterschmerzsyndroms (act. M4) 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

bilden ebenfalls keinen Hinweis auf eine am 24. September 2011 erlittene Verletzung 

mit fortdauernden Folgen. Bei einer Prellung (Kontusion) handelt es sich um eine 

Weichteilverletzung ohne strukturelle Schädigung der Gelenke und Knochen, die auch 

ohne spezifische Behandlung immer innert kurzer Zeit folgenlos ausheilt (vgl. 

Debrunner, a.a.O., S. 412). Dieser medizinische Erfahrungssatz darf im Rahmen des 

Wahrscheinlichkeitsbeweises berücksichtigt werden. Medizinische Erfahrungssätze 

beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf medizinische Sachverhalte, die sich im 

konkreten Regelfall gleich dargestellt haben. Eine Ausnahme von der Regel ist 

grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche präsentieren. 

Im vorliegenden Fall liegen keine Hinweise für einen Ausnahmefall vor. Die Diagnose 

von Dr. C.___ erscheint zwar angesichts des Unfallmechanismus - ein Fitnessgerät 

schlug gegen die rechte Schulter des Beschwerdeführers - naheliegend, doch sind im 

Bericht des KSSG nicht einmal typische Kontusionsfolgen wie Hämatome und 

Schwellungen festgehalten (act. M1). Ein posttraumatisches Schmerzsyndrom vermag 

schliesslich juristisch gesehen ebenfalls nichts über eine Kausalität in Bezug auf das 

Unfallereignis vom 24. September 2011 auszusagen, sondern drückt lediglich aus, 

dass gewisse Beschwerden nach einem Unfall aufgetreten sind. Dieser zeitliche Aspekt 

allein liefert indessen keine wissenschaftlich genügende Erklärung. Andernfalls würde 

man sich mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit 

begnügen und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung schon dann 

durch den Unfall verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat (vgl. A. Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 460 N 1205; BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb 

in fine). Bei einem Syndrom handelt es sich laut Roche Lexikon Medizin (a.a.O., S. 

1791) um ein sich stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer 

Symptomatik mit weitgehend identischem "Symptommuster" manifestierendes 

Krankheitsbild mit unbekannter, vieldeutiger, durch vielfältige Ursachen bedingter oder 

nur teilweise bekannter Ätiogenese. Zur fraglichen Diagnose führt mithin eher das vom 

jeweiligen Patienten subjektiv angegebene "Symptommuster" als ein objektiv 

erhobener (allenfalls traumatisch bedingter) organischer Befund. Die Erklärungen des 

Beschwerdeführers im Fragebogen für Rückfälle vom 29. August 2013 (act. K3) und in 

der Beschwerdeergänzung vom 20. Februar 2014 (act. G3) - die ganze Zeit über seien 

wieder Beschwerden aufgetreten bzw. er habe erstmals am 28. Juni 2013 wieder einen 

Arzt aufgesucht, weil zwischenzeitlich keine Besserung der Schmerzen eingetreten sei, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

er habe schmerzbedingt körperliche Arbeiten und Sport eingestellt und unter noch 

mehr Schmerzen nur noch die nötigsten Arbeiten ausgeführt - vermögen den nötigen 

Nachweis eines Unfalls mit Gesundheitsschädigung ebenfalls nicht zu erbringen. Auch 

hier handelt es sich einzig um subjektiv geprägte Ausführungen, die mangels 

echtzeitlich ausgewiesener Brückensymptomatik nicht als erwiesen gelten und als 

solche allein keine Leistungspflicht des Unfallversicherers begründen können. Der 

vorliegende zeitliche Ablauf ohne aktenmässig dokumentierte ärztliche Konsultationen 

sowie Arbeitsunfähigkeiten von rund zwei Jahren zwischen Unfall bzw. echtzeitlicher 

ärztlicher Behandlung sowie erneuter ärztlicher Behandlung lässt eine Unfallkausalität 

als unwahrscheinlich erscheinen. Vielmehr lässt eine Latenzzeit dieser Dauer Raum für 

die Entwicklung bzw. das Auftreten anderer Ursachen, wie beispielsweise 

Degenerationen.

4.5   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich - wie von Dr. E.___ angenommen 

und schlüssig begründet - aufgrund der ursprünglich gestellten Unfalldiagnosen, der 

zwei Jahre später erhobenen radiologischen Untersuchungsergebnisse bzw. der von 

Dr. C.___ und Dr. D.___ erhobenen Diagnosen sowie des zeitlichen Ablaufs - keine 

Anhaltspunkte für eine natürliche Unfallkausalität der am 29. August 2013 gemeldeten 

Schulterbeschwerden ergeben. Der Umstand, dass Dr. E.___ seine Beurteilung 

ausschliesslich aufgrund der Akten abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst 

untersucht hat, steht dem Beweiswert seiner Beurteilung nicht entgegen (vgl. dazu 

PVG 1996, 267 E. 3b; RKUV 1988 Nr U 56 S. 371 E. 5b). Der beratende Arzt legt die 

Anamnese ("Aktenauszug", "Auszug aus medizinischen Akten") bzw. die Ergebnisse 

der im konkreten Fall durchgeführten persönlichen ärztlichen Untersuchungen 

lückenlos dar. Er nimmt in seiner ärztlichen Beurteilung vom 7. Oktober 2013 (act. M7) 

gestützt auf die medizinischen Akten die oben dargelegten - für die Beurteilung der 

Unfallkausalität massgebenden - Gegebenheiten auf und kommt überzeugend zum 

Schluss, dass keine überwiegend wahrscheinlichen Unfallfolgen in der rechten Schulter 

vorliegen. Die nicht begründete Verneinung unfallfremder Faktoren durch Dr. C.___ im 

UVG-Zwischenbericht vom 31. August 2013 (act. M4) vermag nicht zu genügen und 

damit die Beurteilung von Dr. E.___ nicht in Frage zu stellen. Dies, zumal sie für einen 

Behandlungszeitraum vor dem massgebenden Arthro-MRI-Untersuchungsergebnis 

vom 9. Juli 2013 erfolgt ist (vgl. act. M3).

5.     

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.1   Was die Nacken- bzw. HWS-Beschwerden betrifft, stellt sich die Sachlage 

übereinstimmend mit derjenigen der rechten Schulter dar. Weder echtzeitlich noch von 

Dr. D.___ wurden diesbezüglich auffällige Befunde erhoben oder Diagnosen gestellt. 

Während die echtzeitliche computertomographische Untersuchung der HWS vom 24. 

September 2011 im KSSG keine strukturellen Läsionen, insbesondere keine Frakturen, 

hervorbrachte (act. M1), zeigte sich im Rahmen der von Dr. D.___ rund zwei Jahre nach 

dem Unfall eingeleiteten kernspintomographischen Untersuchung der HWS vom 23. 

September 2013 durch Dr. F.___ (act. G3.1) ein umfassendes degeneratives Bild mit 

einer breitbasigen rechtsforaminal reichenden Diskusprotrusion/Hernie C6/7 mit 

höhergradiger Einengung des Neuroforamens der Wurzel C7 rechts, einer degenerativ 

bedingten mässigen Foraminalenge C6/7 links sowie einer mässigen Spondylose (vgl. 

dazu Debrunner, a.a.O., S. 801, S. 852 ff., S. 858, S. 878 ff.; Roche Lexikon Medizin, 

a.a.O., S. 182 "Bandscheibenprolaps, -hernie, -vorfall", S. 1737 "Spondyopathia, -

pathie"; Pschyrembel, a.a.O., S. 230 "Bandscheibenvorfall", S. 1974 "Spondylosis 

deformans"). Eine Wirbelkörperfraktur wurde abermals verneint. Angesichts dieser rund 

zwei Jahre nach dem Unfall erhobenen radiologischen, degenerativen 

Untersuchungsergebnisse und dem Umstand, dass ein Bandscheibenvorfall nur unter 

bestimmten Voraussetzungen traumatisch bedingt sein kann (vgl. RKUV 2000 Nr. U 

379 S. 192, 193 E. 2a mit Hinweisen; Urteile des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.1, und vom 18. Februar 2002, U 

459/00, E. 3b; Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 68 [1995], S. 17), ist ein 

unfallkausaler Gesundheitsschaden im Bereich der HWS mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszuschliessen. Hinsichtlich der BWS-

Beschwerden kommt hinzu, dass von solchen erstmals in der Beschwerdeergänzung 

die Rede ist. Die Unfallschilderung beinhaltet keine Tangierung der BWS. 

Diesbezügliche medizinische Abklärungen wurden offensichtlich nie als notwendig 

erachtet, womit in den medizinischen Akten auch keine entsprechenden Befunde oder 

Diagnosen dokumentiert sind. Dass nach einer Latenzzeit von rund zwei Jahren neu 

auftretende Schmerzen Folge eines vorangegangenen Unfalls sind, erscheint umso 

unwahrscheinlicher, als gerade auch BWS-Beschwerden im Regelfall degenerativ 

bedingt sind (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 848 ff.). Der Beschwerdeführer selbst schreibt 

offensichtlich die HWS- und BWS-Beschwerden nicht einer gesundheitlichen Störung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der HWS bzw. BWS zu, sondern beschreibt diese als von der rechten Schulter 

ausstrahlende Schmerzen (act. G3). Da die HWS, aber auch die BWS in unmittelbarer 

Nähe der Schultermuskulatur liegen, erscheint ein solcher Zusammenhang ohne 

weiteres nachvollziehbar. Nachdem jedoch die Schulterbeschwerden - wie in 

Erwägung 4.4 dargelegt - keine überwiegend wahrscheinlichen Restfolgen des Unfalls 

vom 24. September 2011 darstellen, gilt dies ebenso für die HWS- und BWS-

Schmerzen.

5.2   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bezüglich der geklagten HWS- und 

BWS-Beschwerden mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

ebenso nicht von Unfallfolgen auszugehen ist.

6.       

6.1   Laut Unfallschilderung (act. K1, M1) wurde der Beschwerdeführer vom 

Fitnessgerät auch am Kopf getroffen. Was die in der Beschwerdeergänzung 

angeführten Kopfschmerzen angeht, kann jedoch gleichermassen nicht von 

überwiegend wahrscheinlichen Unfallfolgen ausgegangen werden. Aufgrund der 

computertomographischen Untersuchung des Gehirnschädels am Unfalltag (24. 

September 2011) ist kein klar fassbares organisch/somatisches Korrelat für eine 

Hirnverletzung, insbesondere weder eine intrakranielle Blutung noch Fraktur an Neuro- 

und Viszerokranium, ausgewiesen (act. M1).

6.2   Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass 

bei Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen (u.a. Schädel-

Hirntrauma; vgl. dazu RKUV 1999 Nr. U 341 S. 408 E. 3b; BGE 117 V 369 E. 3) auch 

ohne nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem 

Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass 

die für ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung typischen Beschwerden 

nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, 

EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen 

Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein Schleudertrauma 

oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert und liegt ein für 

diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, 

Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, 

Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in 

der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e).

6.3   Angesichts des Unfallmechanismus einer Kopfkontusion, des von den Ärzten des 

KSSG im Bericht vom 27. September 2011 (act. M1) diagnostizierten leichten 

Schädelhirntraumas sowie den innerhalb der erforderlichen Latenzzeit aufgetretenen 

Beschwerden (Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, verschwommenes Sehen; vgl. 

dazu BGE 134 V 116 E. 6.2.1, 119 V 338 E. 1, 117 V 360 E. 4b; RKUV 2000 Nr. U 359 

S. 29 E. 5e; Urteil des Bundesgerichts vom 15. März 2007, U 258/06) liegen 

massgebende Hinweise für eine durch den Unfall vom 24. September 2011 erlittene 

schleudertraumaähnliche Verletzung vor.

6.4   Nachdem jedoch im konkreten Fall während rund zwei Jahren nach der Unter­

suchung im KSSG am 24. September 2011 weder eine Arbeitsunfähigkeit noch eine 

Behandlungsbedürftigkeit wegen typischer Beschwerden nach einem 

Schädelhirntrauma aktenkundig sind (vgl. dazu auch Erwägung 4.4), im Zeitpunkt der 

Wiederaufnahme der ärztlichen Behandlung bei Dr. C.___ ab 28. Juni 2013 kein 

typisches Beschwerdebild nach Schädelhirntrauma mehr dokumentiert ist, sondern der 

Beschwerdeführer "nur noch" über Kopfschmerzen klagt, solche jedoch als Leit - und 

Begleitsymptom verschiedenster Krankheiten vorkommen (vgl. dazu Roche Medizin 

Lexikon, a.a.O., S. 1040, Pschyrembel, a.a.O., S. 1126), lassen sich daraus mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit keine Restfolgen aus dem am 24. 

September 2011 erlittenen leichten Schädelhirntrauma ableiten. Auch die 

Kopfschmerzen werden im Übrigen vom Beschwerdeführer als Reaktion auf die 

Schulterschmerzen beschrieben.

7.    

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der natürliche Kausalzusammenhang 

zwischen den vom Beschwerdeführer am 29. August 2013 gemeldeten Schulter-, 

HWS- und BWS-Beschwerden sowie den Kopfschmerzen und dem Unfallereignis vom 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

24. September 2011 nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist. Damit hat die 

Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung 

zu Recht verneint.

8.     

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 4. Februar 2014 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 23.03.2015
	Art. 6 UVG: Verneinung der Kausalität zwischen einem Unfall mit Schulterkontusion und leichtem Schädelhirntrauma und zwei Jahre nach dem Unfall gemeldeten Schulter-, HWS- und BWS-Beschwerden sowie Kopfschmerzen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. März 2015, UV 2014/8).Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), VersicherungsrichterinnenMiriam Lendfers und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Peter WohnlichEntscheid vom 23. März 2015in SachenA.___,Beschwerdeführer,gegenHelsana Unfall AG, Recht, Postfach, 8081 Zürich Helsana,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T09:13:41+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen