# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca4ca11e-0ea3-5c07-a8e8-0f6adbc911b7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.01.2021 200 2019 548
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-548_2021-01-18.pdf

## Full Text

200 19 548 IV
KNB/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Januar 2021

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. Juni 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1967 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich unter Hinweis auf Rücken- und in der Folge auch Schulterbe-
schwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) im Januar 
2012 zur Früherfassung und im April 2012 erstmals zum Leistungsbezug 
an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbei-
lage [AB] 1, 7). Die IVB tätigte in der Folge berufliche und medizinische 
Abklärungen, in deren Rahmen ihr auch ein von der Krankentaggeldversi-
cherung veranlasstes rheumatologisches Gutachten vom 29. Mai 2012 
(AB 25.2) zuging. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 26, 59), 
in dessen Rahmen zusätzliche medizinische Abklärungen (insbesondere 
ein rheumatologisches Privatgutachten vom 27. Dezember 2012 [AB 44/3 
ff.] sowie ein von der IVB veranlasstes psychiatrisches und rheumatologi-
sches Gutachten vom 9. September 2013 [AB 54.1 und 56.1 mitsamt Kon-
sensbeurteilung {AB 57}]) und eine Haushaltabklärung (Bericht vom 
17. Dezember 2013 [AB 58/2 ff.]) erfolgten, wies die IVB mit Verfügung 
vom 18. Februar 2014 bei einem in Anwendung der gemischten Methode 
(80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad von 
6 % das Leistungsbegehren ab (AB 64). Diese Verfügung blieb unange-
fochten.

B.

Im März 2017 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine deutliche 
Verschlechterung des Gesundheitszustands in Bezug auf den Rücken, die 
Arme und die Beine erneut bei der IVB zum Leistungsbezug an (AB 69). 
Nachdem die IVB zunächst mit Vorbescheid vom 9. Juni 2017 beabsichtigt 
hatte, auf das neue Leistungsbegehren mangels einer wesentlichen Ände-
rung des Gesundheitszustandes nicht einzutreten (AB 85), erteilte sie nach 
Eingang weiterer medizinischer Unterlagen am 18. Dezember 2017 Kos-
tengutsprache für einen manuellen sowie einen Elektrorollstuhl (AB 120 f.) 
und liess die Versicherte interdisziplinär (orthopädisch und psychiatrisch) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 3

begutachten (undatierte, am 2. Juli 2018 bei der IVB eingegangene Exper-
tise [AB 136.1 f.]) sowie einen Abklärungsbericht Haushalt erstellen (Be-
richt vom 21. November 2018 [AB 141]). Gestützt darauf stellte sie mit Vor-
bescheid vom 12. Dezember 2018 bei einem in Anwendung der gemisch-
ten Methode (80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Haushalt) ermittelten Invali-
ditätsgrad von 11 % die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht 
(AB 142). Auf Einwand der Versicherten (AB 147) und Stellungnahmen der 
psychiatrischen Gutachterin (AB 157), des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD; AB 161 f.) sowie des Bereichs Abklärungen (AB 163) hin verfügte 
sie am 6. Juni 2019 wie in Aussicht gestellt (AB 164).

C.

Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 8. Juli 2019 Beschwerde erheben und was 
folgt beantragen:

1. Es sei die Verfügung vom 6. Juni 2019 aufzuheben.

2. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 
eine Invalidenrente zuzusprechen.

3. Es sei die Beschwerdeführerin durch das Gericht medizinisch begutachten 
zu lassen.

4. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Haushaltabklärung bei 
der Beschwerdeführerin zu wiederholen.

5. Eventualiter sei die Sache zwecks Neubegutachtung und anschliessen-
dem Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegne-
rin. 

In der Beschwerdeantwort schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung 
der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 6. Juni 2019 (AB 164). Streitig 
und zu prüfen ist der Anspruch auf eine IV-Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c ATSG, Art. 80 lit. c 
Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2

2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.2.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 
418 E. 7.2 S. 429).

2.2.3 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht (BGE 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285 und E. 2.2 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6). 

2.2.4 Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine 
versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten 

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Ebene anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von 
Indikatoren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer-
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt 
im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardin-
dikatoren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die Kategorien 
"funktioneller Schweregrad" (E. 4.3 S. 298) und "Konsistenz" einteilen las-
sen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). 
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur 
zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestell-
ten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Stan-
dardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie-
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Fol-
gen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Person 
zu tragen (E. 6 S. 308).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4

2.4.1 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 

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der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.4.2 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.4.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

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3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom März 2017 
(AB 69) eingetreten (AB 108) und hat den Leistungsanspruch materiell ge-
prüft, womit die Eintretensfrage vom Gericht nicht zu beurteilen ist (BGE 
109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob im massgebenden Ver-
gleichszeitraum zwischen der leistungsabweisenden Verfügung vom 
18. Februar 2014 (AB 64) und der vorliegend angefochtenen Verfügung 
vom 6. Juni 2019 (AB 164) eine Veränderung in den tatsächlichen Verhält-
nissen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad in einer für den 
Rentenanspruch erheblichen Weise zu beeinflussen (vgl. E. 2.4.1 hiervor).

3.2 Der leistungsabweisenden Verfügung vom 18. Februar 2014 
(AB 64) lagen im Wesentlichen folgende ärztliche Einschätzungen zugrun-
de:

3.2.1 Zu Handen der Krankentaggeldversicherung stellte Dr. med. 
F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie Rheumatologie, 
im Gutachten vom 29. Mai 2012 keine Diagnose mit langandauernder 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit und erwähnte ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit ein chronisches, generalisiertes Schmerzsyndrom, ein 
Panvertebralsyndrom, eine chronisch obstruktive Pneumopathie, einen 
Nikotinkonsum und anamnestisch ein Reizmagen-Syndrom (AB 25.2/6 
Ziff. III). In der klinischen Untersuchung hätten diffuse Druckschmerzen und 
darüber hinaus, abgestützt auf objektivierbare Befunde, ein weitgehend 
normaler Habitus imponiert (AB 25.2/6 Ziff. IV). Aufgrund der diffusen 
Druckdolenz und aufgrund der (geschilderten) Beschwerden sei insgesamt 
von vordergründig nicht somatisch abstützbaren Beschwerden auszugehen 
(AB 25.2/8 Mitte). Bezüglich der von der Beschwerdeführerin geschilderten 
multiplen Beschwerden wie Schlafstörungen, Müdigkeit sowie Schmerzen 
im Brustkorb und Bauch könne jeweils kein korrelierender somatisch-
pathologischer Befund objektiviert werden, weshalb an funktionelle Be-
schwerden zu denken sei (AB 25.2/10 unten). Die Arbeitsfähigkeit sei aus 
rein somatisch-rheumatologischer Sicht für die von der Beschwerdeführerin 
zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit zu keinem Zeitpunkt anhaltend ein-
geschränkt gewesen. Für Haushaltsarbeiten mit einem leicht- bis mittelgra-
dig körperlich belastenden Arbeitsprofil könne aus rein somatisch-

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rheumatologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit formu-
liert werden. Ungünstig auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung in den 
Arbeitsprozess könnten sich krankheitsfremde Faktoren auswirken 
(AB 25.2/12 unten).

3.2.2 Im Privatgutachten des Spitals C.________ vom 27. Dezember 
2012 diagnostizierten die Gutachter mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
Schulterschmerzen rechts (Klinik: ligamentäre Instabilität, Überlastungs-
myalgie Musculus infraspinatus, hinteres Impingement subakromial), ein 
chronisches lumboradikuläres Schmerzsyndrom links (Klinik: Lumbalgie, 
Radikulopathie L4 und L5 links mit Parästhesien, Hyposensibilität und 
Schmerz) und Hyperlaxität sowie ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
einen Nikotinabusus und eine arterielle Hypertonie (AB 44/13 Ziff. V). Es 
bestehe aus rheumatologischer Sicht eine Hypermotilität mit muskuloliga-
mentären und capsulären Überlastungssyndromen der rechten Schulter 
und der lumbalen Wirbelsäule wie auch eine mögliche Radikulopathie im 
linken Bein. Eine geistige oder psychische Beeinträchtigung bestehe nicht 
(AB 44/15 Ziff. 1). Die Schmerzen seien reproduzierbar und entsprächen 
anatomischen Gegebenheiten. Die Beschwerdeführerin sei für die Arbeit 
als … mit Heben schwerer Lasten (anamnestisch bis 40 kg), häufigem Bü-
cken, Überkopfarbeiten und Torsionsbewegung in der LWS als nicht ar-
beitsfähig zu erachten. Eine leichte oder mittelschwere Arbeit mit häufigen 
Stellungswechseln, Gewichten bis 15 kg, ohne axiale Drehbewegungen 
und ohne Überkopfarbeiten oder Vornüberneigen sei möglich (AB 44/11 
unten). Der Vorgutachter (vgl. E. 3.2.1 hiervor) nehme auf die arbeitsrele-
vanten Punkte keinen Bezug, weshalb die Validität dieses Gutachtens in 
Frage zu stellen sei (AB 44/12).

3.2.3 Gemäss gutachterlicher Beurteilung vom 9. September 2013 von 
Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, liess 
sich aus psychiatrischer Sicht keine Krankheit mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit diagnostizieren; ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
seien eine chronische Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen 
Anteilen (ICD-10 F45.41) und akzentuierte (ängstlich-unsichere) Persön-
lichkeitszüge (ICD-10 Z73.1; AB 54.1/11 oben). Aufgrund der seit der Kind-
heit bestehenden konflikthaften Beziehung mit der alkoholabhängigen Mut-

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ter lasse sich bei der Beschwerdeführerin eine Belastung nachweisen, die 
schwerwiegend genug sei, um in einem ursächlichen Zusammenhang mit 
den Schmerzen, die erstmals in der Kindheit im Alter von etwa acht oder 
neun Jahren aufgetreten seien, stehen zu können. In dieser Hinsicht sei 
von einer chronischen Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen 
Anteilen auszugehen, wobei der Schweregrad der somatoformen Kompo-
nente als leichtgradig zu beurteilen sei (intakte psychosoziale Funktions-
fähigkeit, kein sozialer Rückzug, weder chronische körperliche Begleiter-
krankungen noch eine schwerwiegende psychiatrische Komorbidität, keine 
Therapieresistenz). Die höhere Dosierung der Schmerzmedikation dürfte 
die Symptome der Müdigkeit und eines vorübergehend aufgetretenen 
Schwindels wohl hinreichend erklären. Aufgrund der aktuellen Untersu-
chungsbefunde wie auch der geklagten Beschwerden könne die Diagnose 
einer Depression nicht objektiviert werden; die von der Beschwerdeführerin 
diesbezüglich subjektiv geklagten Beschwerden seien unter die anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung zu subsumieren (AB 54.1/12 f. Ziff. 6.2).

3.2.4 Der rheumatologische Gutachter Dr. med. E.________, Facharzt für 
Rheumatologie sowie Physikalische Medizin und Rehabilitation, diagnosti-
zierte im Gutachten vom 9. September 2013 mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit ein chronisches Lumbovertebralsyndrom und spondylogenes 
Reflexsyndrom bei degenerativen Veränderungen (Osteochondrosen L4/5 
und L5/S1) und den Verdacht auf ein belastungsabhängiges Radikulärsyn-
drom L5 und eventuell L4 links zufolge einer Einengung des Neurofora-
mens L5/S1 links bei bilateraler Rezessusstenose, bestehend seit der Ju-
gend und verstärkt symptomatisch seit 2010, sowie ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine Schmerzchronifizierung, den Verdacht auf ein Im-
pingementsyndrom rechts, klinisch regrediente Symptomatik, den Verdacht 
auf eine Irritation des Musculus femoralis rechts, den Status nach einem 
Yersinieninfekt 2008, einen Nikotinabusus und eine arterielle Hypertonie 
(AB 56.1/31 Ziff. 5). Bei der auf die Morphologie fokussierenden Beurtei-
lung durch Dr. med. F.________ (vgl. E. 3.2.1 hiervor) nicht berücksichtigt 
seien die funktionellen Störungen der Wirbelsäulen- oder Gelenksverbin-
dungen, welche zu reflektorischen Veränderungen in den angrenzenden 
Weichteilen führten (AB 56.1/37 Mitte). Die degenerativen Veränderungen 
an der Wirbelsäule seien noch nicht weit fortgeschritten. Die ausgedehnten 

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Schmerzen dürften zu einem wesentlichen Teil nicht somatischer Genese 
sein. Dafür sprächen nicht nur die Beobachtungen des Dr. med. 
F.________ (vgl. E. 3.2.1 hiervor), sondern auch das Nichtansprechen auf 
Analgetica, unter anderem auch Opioide, und die "Erstverschlimmerung" 
bei der sehr sanften Craniosakraltherapie. Die Beschwerdeführerin sei be-
züglich der LWS vermindert belastbar. Übereinstimmend mit den Rheuma-
tologen des Spitals C.________ (vgl. E. 3.2.2 hiervor) sei der Beschwerde-
führerin die bisherige Arbeit nicht mehr zumutbar. Ein leichte oder mittel-
schwere Arbeit mit Wechselbelastung ohne Gewichtheben über 15 kg und 
mit nur gelegentlichem Heben über Schulterhöhe sei ihr jedoch aus rein 
rheumatologischer Sicht zumutbar; dabei sei sie weder im Arbeitspensum 
noch in der Leistungsfähigkeit eingeschränkt (AB 56.1/35). Da sich aus rein 
psychiatrischer Sicht keine Krankheit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit diagnostizieren lasse (vgl. E. 3.2.3 hiervor), könne als gemeinsame 
interdisziplinäre Beurteilung diejenige des rheumatologischen Gutachtens 
uneingeschränkt übernommen werden (AB 57). 

3.3 Was den Gesundheitszustand seit der Neuanmeldung im März 
2017 (AB 69) betrifft, hat die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf das 
ihr am 2. Juli 2018 zugegangene Gutachten der MEDAS G.________ 
GmbH (MEDAS; AB 136.1/ f.) abgestellt:

3.3.1 Im psychiatrischen Teilgutachten führte Dr. med. H.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin sowie Psychiatrie und Psychothe-
rapie, aus, aufgrund der multiplen und auch wechselnden körperlichen 
Symptome, die über viele Jahrzehnte seit der Kindheit bestünden, als auch 
der organisch nicht voll erklärbaren Schmerzgenese und -intensität handle 
es sich um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4
– dies ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit). Aufgrund der langjährig 
bestehenden starken und quälenden Schmerzen hätten sich bei der Be-
schwerdeführerin zunehmend Interessenverlust, verminderter Antrieb, ver-
mindertes Selbstwertgefühl, Insuffizienzgefühl, sozialer Rückzug, Schuld-
gefühle, Appetitverlust als auch Schlafstörungen entwickelt, was zusätzlich 
zu einer depressiven Störung seit Ende 2017 führe (gegenwärtig mittelgra-
dige Episode [ICD-10 F32.1] – dies mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit; 
AB 136.2/16 f. Ziff. 6). Aus psychiatrischer Sicht liessen sich bei der Be-

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schwerdeführerin nach unauffälliger Kindheitsentwicklung trotz schwieri-
gem sozialem Familienumfeld (alkoholabhängige Mutter; vgl. AB 136.2/17 
Mitte) über Jahre keine psychischen Störungen mit Krankheitswert erhe-
ben; seit Ende 2017 könne eine depressive Störung erhoben werden. Je-
doch hätten sich im Rahmen der psychiatrischen Exploration keine wesent-
lichen kognitiven Störungen erheben lassen und Auffassung, Aufmerksam-
keit, Konzentrationsfähigkeit sowie Gedächtnisleistungen erschienen nicht 
wesentlich beeinträchtigt. Es fänden sich keine Hinweise für inhaltliche 
Denkstörungen; die Beschwerdeführerin wirke im Denken negativistisch auf 
ihre (v.a. körperlichen) Beschwerden, ihre soziale Situation mit mangelnden 
Zukunftsperspektiven eingeengt und es würden gewisse Zukunftsängste 
geäussert. Daneben bestünden Insuffizienz- und Versagensgefühle. Sui-
zidgedanken würden verneint. Motivation und Interessen erschienen ver-
mindert. Es würden Schlafstörungen angegeben; es bestehe eine subjektiv 
vermehrte Müdigkeit, was sich zum Untersuchungszeitpunkt nicht habe 
erkennen lassen. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen erschienen deutlich 
vermindert (AB 136.2/18 f.). Im Vordergrund der psychosozialen Problema-
tik stehe vor allem ein fehlender Arbeitsplatz (AB 136.2/19 unten); daneben 
bestünden vorhandene und mobilisierende Ressourcen mit intakter Part-
nerschaft und sozialem Umfeld und es liessen sich verschiedene Akti-
vitäten im Tagesablauf erheben (AB 136.2/20 Mitte). Unter therapeutischen 
Massnahmen mit ausreichend dosierter antidepressiver Medikation sei 
durchaus eine Besserung der depressiven Störung als auch der Schmerz-
stärke zu erwarten (AB 136.2/21 oben). Bei der Beschwerdeführerin könne 
trotz der depressiven Störung eine zumutbare Willensanstrengung zur Fort-
führung der beruflichen Tätigkeit mit Verwertung der Arbeitsfähigkeit ange-
nommen werden (AB 136.2/21 unten). So könne seit etwa Ende 2017 in 
der angestammten Tätigkeit als ... eine Arbeitsfähigkeit von 60 % und in 
einer angepassten Tätigkeit (ohne erhöhte emotionale Belastung, erhöhten 
Zeitdruck, erforderliche geistige Flexibilität, vermehrte Kundenkontakte, 
überdurchschnittliche Dauerbelastung und Nachtarbeit) von 70 % bei vol-
lem Stundenpensum (Leistungseinschränkung von 40 bzw. 30 % aufgrund 
der depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode) angenom-
men werden. Unter therapeutischen Massnahmen sei innerhalb eines Jah-
res eine Besserung des psychischen Zustandsbildes mit Leistungssteige-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 13

rung und etwa 90%-iger Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit zu erwar-
ten (AB 136.2/23 f. Ziff. 8).

3.3.2 Im orthopädischen Teilgutachten diagnostizierte Dr. med. 
I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Pseu-
docervicobrachialgie beidseits bei Uncovertebralarthrose C4 bis 7 mit neu-
roforaminaler Einengung C4/5 links und eine Pseudolumboischialgie links 
bei Osteochondrose L5/S1 mit leichter neuroforaminaler Einengung links 
und Status nach Implantation eines Neurostimulators im November 2013. 
Generell könne das Ausmass der subjektiven Einschränkung der körperli-
chen Leistungsfähigkeit mit den objektiven Befunden nicht genügend plau-
sibilisiert werden und die Abhängigkeit von einem Elektrorollstuhl bleibe 
aufgrund der Untersuchungsbefunde unerklärlich (AB 136.1/11 Mitte). Es 
sei nicht nachvollziehbar, weshalb bei den subjektiv starken Wirbelsäulen-
schmerzen lediglich Dafalgan als Schmerzmittel verwendet werde, und 
aufgrund der Blutspiegelbestimmung im Serum könne davon ausgegangen 
werden, dass dieses entgegen den Angaben der Beschwerdeführerin auch 
nicht regelmässig eingenommen werde. Die Ausstrahlung der Schmerzen 
und die Sensibilitätsstörungen könnten aufgrund der MRI-Befunde nicht 
objektiviert werden. Es sei auch nicht plausibel, weshalb ein Elektrorollstuhl 
benötig werde, nachdem das Gehen ohne Hilfe anlässlich der Begutach-
tung problemlos möglich gewesen sei, inklusive Zehen- und Fersengang. 
Der Beurteilung des Rheumatologen Dr. med. F.________ (vgl. E. 3.2.1 
hiervor) könne "nicht beigepflichtet werden, dass keine Diagnose mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege" und eine volle Arbeitsfähigkeit in 
bisheriger Tätigkeit bestehe, da der Befund an der LWS nicht unbedingt 
altersentsprechend normal gewesen sei. Das Gutachten des Spitals 
C.________ (vgl. E. 3.2.2 hiervor) sei qualitativ ungenügend und das Gut-
achten des Rheumatologen Dr. med. E.________ (vgl. E. 3.2.4 hiervor) 
nicht präzise, sei doch die Gewichtslimite von 15 kg hypothetisch und kön-
ne nur mittels Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit genau be-
stimmt werden, weshalb die volle Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen 
Tätigkeit nicht akzeptabel sei (AB 136.1/12 ff. Ziff. 7.3). Die Arbeitsfähigkeit 
als ..., körperlich primär leicht und manchmal mittelschwer, in temperierten 
Räumen, stehend und gehend mit häufig inklinierter und rotierter Körper-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 14

haltung beim Reinigen der Räume betrage bei voller Stundenpräsenz 
60 %. Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, abwechselnd 
sitzend und stehend und ohne häufige inklinierte, reklinierte und rotierte 
Körperhaltungen könnten seit jeher bei voller Stundenpräsenz zu 100 % 
zugemutet werden (AB 136.1/14 Ziff. 8).

3.3.3 Konsensual attestierten die Gutachter in der bisherigen Tätigkeit 
namentlich aufgrund der somatischen Diagnosen (vgl. E. 3.3.2 hiervor) eine 
Arbeitsfähigkeit von 60 % bei voller Stundenpräsenz seit Februar 2016. 
Angepasste Tätigkeiten könnten seit jeher bei voller Stundenpräsenz zu 
100 % zugemutet werden; seit Ende 2017 betrage die Arbeitsfähigkeit auf-
grund der depressiven Störung mit aktuell mittelgradiger depressiver Epi-
sode bei voller Stundenpräsenz 70 %, wobei unter Intensivierung der 
psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung kombiniert mit 
einer ausreichend dosierten antidepressiven Medikation innerhalb eines 
Jahres eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf etwa 90 % (bei voller Stun-
denpräsenz) zu erwarten sei (AB 136.1/19 f. lit. c).

3.3.4 Dem RAD-Arzt Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Inne-
re Medizin, zufolge (Stellungnahme vom 24. Mai 2019; AB 161/2 f.) ist das 
orthopädische Gutachten (vgl. E. 3.3.2 hiervor) schlüssig und nachvollzieh-
bar und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit entspreche den gängigen 
Leitlinien. Die darin gestellten Diagnosen würden im Bericht des Zentrums 
K.________ vom 17. Januar 2019 (AB 154/2 f.) bestätigt.

Gemäss RAD-Arzt Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie (Stellungnahme vom 24. Mai 2019; AB 162/2 f.), kann auch an 
der Beurteilung der psychiatrischen Begutachtung (vgl. E. 3.3.1 hiervor) 
festgehalten werden. Der darin erhobene Befund werde bei der differential-
diagnostischen Beurteilung im Gutachten unter Ziff. 7 (AB 136.2/17 ff.) 
ganz so aufgegriffen, wie er unter Ziff. 4.3 (AB 136.2/15 f.) dargelegt wor-
den sei. Der psychopathologische Befund passe zudem zur gestellten Dia-
gnose einer depressiven Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode. 
Überzeugende Hinweise dafür, dass der im Gutachten dargelegte psycho-
pathologische Befund nicht derjenige der Beschwerdeführerin sei, ergäben 
sich somit nicht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 15

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353).

3.5 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung 
(AB 164) in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das ihr am 2. Juli 
2018 zugegangene Gutachten der MEDAS (AB 136.1/ f.; vgl. E. 3.3.1 ff. 
hiervor) abgestellt. Dieses erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtspre-
chung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten An-
forderungen, weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. E. 3.4 hiervor). 
Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf einlässlichen fachärztli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 16

chen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berück-
sichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Gestützt darauf 
haben die Gutachter die medizinischen Befunde, die gestellten Diagnosen 
und die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen zur medizinisch-
theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar und überzeugend 
begründet. Die Ergebnisse der einzelnen fachärztlichen Untersuchungen 
fanden sodann Eingang in die umfassende interdisziplinäre Konsensbeur-
teilung. Auf das MEDAS-Gutachten kann somit abgestellt werden. Was die 
Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag dessen Beweiswert nicht in 
Zweifel zu ziehen:

3.5.1 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, das psychiatrische 
Teilgutachten weise statt ihres eigenen Untersuchungsbefunds denjenigen 
einer Frau S. aus (vgl. AB 136.2/15 Ziff. 4.3) und enthalte somit Passagen 
einer anderen Begutachtung (Beschwerde, S. 5 ff. Ziff. 14 ff.), ergibt sich 
aus dem Kontext ohne weiteres, dass es sich dabei um einen offensichtli-
chen, wenngleich unschönen, Verschrieb im Gutachten handelt. Einerseits 
nimmt die Gutachterin in der vorangehenden Ziff. 4.1 (auf derselben Seite) 
des Gutachtens namentlich Bezug auf die Beschwerdeführerin und auch 
die Anamneseerhebung (AB 136.2/8 ff. Ziff. 3.2) stimmt mit den früher von 
der Beschwerdeführerin gemachten Angaben überein; andererseits stellte 
schon der RAD-Arzt Dr. med. L.________ überzeugend fest, dass sich der 
im Gutachten (zwar auf den Namen einer Frau S.) erhobene Befund bei der 
differentialdiagnostischen Beurteilung im Gutachten unter Ziff. 7 
(AB 136.2/17 ff.) identisch präsentiere und zur gestellten Diagnose einer 
depressiven Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode passe 
(AB 162/2 unten; vgl. E. 3.3.4 zweiter Abschnitt hiervor). Die Gutachterin 
selber bezeichnete den falschen Namen in der Stellungnahme vom 
30. April 2019 denn auch als einen ‘Verrutscher’, wobei die Daten überein-
stimmen würden (AB 157/2). Damit kann eine (auch bloss partielle) Ver-
wechslung der zu begutachtenden Person – aber auch der Diagnosen samt 
Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit – ausgeschlossen wer-
den.

3.5.2 Auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach die Indika-
toren von der Gutachterin nicht umfassend und korrekt gewürdigt worden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 17

seien (Beschwerde, S. 8 f. Ziff. 22 ff.), verfangen nicht. Gerügt wird in der 
Beschwerde, S. 8 Ziff. 23, es sei eine Ausscheidung einzelner Beschwer-
den wegen fehlender invalidenversicherungsrechtlicher Relevanz erfolgt. 
Der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung wurde von Dr. med. 
H.________ eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit abgesprochen 
(AB 136.2/17 Ziff. 6.2), was überzeugt. Schon im Gutachten vom Septem-
ber 2013 wurde in Bezug auf die damalige Diagnose einer chronischen 
Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Anteilen (AB 54.1/11 
oben) eine arbeitsfähigkeitseinschränkende Relevanz verneint (AB 54.1/14 
Ziff. 6.3; vgl. E. 3.2.3 hiervor), da der Schweregrad der somatoformen 
Komponente mitunter mangels einer schwerwiegenden psychiatrischen 
Komorbidität als leichtgradig beurteilt wurde und die Diagnose einer De-
pression nicht objektiviert werden konnte (AB 54.1/13). Zwischenzeitlich 
entwickelte die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der langjähri-
gen Schmerzsymptomatik mit psychosozialen Problemen eine depressive 
Störung mit gegenwärtig mittelgradiger depressiver Episode. Damit besteht 
zufolge Dr. med. H.________ keine von der Schmerzsymptomatik unab-
hängige oder sich verselbstständigte depressive Erkrankung und es liegt 
(statt "eine" wie im Gutachten fälschlicherweise wiedergegeben) keine psy-
chische Komorbidität von erheblicher Schwere und Ausprägung sowie 
Dauer vor (AB 136.2/20 oben). Namentlich aufgrund dieser eben zur lang-
jährigen Schmerzsymptomatik gehörenden depressiven Störung attestierte 
die Gutachterin nunmehr eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
(AB 136.2/23 f. Ziff. 8), womit die Depression vorliegend gebührend 
berücksichtigt worden ist. Sodann entspricht der von der Beschwerdeführe-
rin geltend gemachte beinahe komplette soziale Rückzug fast ohne soziale 
Kontakte (Beschwerde, S. 8 f. Ziff. 24 f.) nicht ihren Angaben anlässlich der 
Begutachtung (AB 136.2/13 Ziff. 3.2.11); ihre diesbezüglichen Ausführun-
gen beurteilte die Gutachterin denn auch dahingehend, dass die Be-
schwerdeführerin immerhin verschiedene Aktivitäten im Tagesablauf 
(Haushaltverrichtung mit Hilfe, Spazierfahrten mit Rollstuhl, zumindest we-
nige Kontakte mit Angehörigen und Freunden bei intakter Partnerschaft 
[vgl. E. 3.3.1 hiervor]) zeige (AB 136.2/22 Ziff. 7.3), was sich als nachvoll-
ziehbar erweist. Insgesamt schloss Dr. med. H.________ überzeugend und 
einleuchtend auf vorhandene und mobilisierende Ressourcen und eine 
zumutbare Willensanstrengung hinsichtlich einer beruflichen Tätigkeit.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 18

3.5.3 In somatischer Hinsicht stimmt das MEDAS-Gutachten – trotz dia-
gnostischer Nuancen – dahingehend mit den Vorgutachten überein, als das 
Ausmass der subjektiven Einschränkungen der körperlichen Leistungs-
fähigkeit mit den objektiven Befunden nicht genügend plausibilisiert werden 
kann (AB 136.1/11 Mitte bzw. AB 25.2/6 Ziff. IV, 25.2/8 Mitte und 56.1/35 
oben) und eine angepasste Tätigkeit (vgl. dazu auch die Beschwerdeant-
wort, S. 3 Ziff. 8) als vollumfänglich zumutbar erachtet wird (AB 136.1/14 
Ziff. 8 bzw. AB 25.2/12 unten, 44/11 unten und 56.1/35). Nichts anderes 
ergibt sich aus dem Bericht des Zentrums K.________ vom 17. Januar 
2019 (AB 154/2 f.; vgl. auch AB 161/2 f.). Damit ist in somatischer Hinsicht 
keine wesentliche Veränderung eingetreten und es ist nicht weiter zu prü-
fen, wie es sich mit der Kritik von Dr. med. I.________ an den früheren 
Gutachten (vgl. u.a. AB 136.1/13 f.) bzw. den von Dr. med. M.________, 
Facharzt für Anästhesiologie, behaupteten Beleidigungen (Akten der Be-
schwerdeführerin, Beschwerdebeilage [BB] 3; vgl. auch die entsprechen-
den Vorbringen in der Beschwerde, S. 9 ff. Ziff. 27 ff.) verhält. Soweit des-
sen Feststellung, wonach die Beschwerdeführerin auch ohne Rollstuhl 
normal gehen könne (AB 136.1/8), in der Beschwerde, S. 9 Ziff. 26, als 
tendenziös bezeichnet wird, gilt es zu beachten, dass der Gutachter diese 
Aussage aufgrund eigener Beobachtungen anlässlich der Begutachtung 
gemacht hat, wonach das Gehen (inklusive Zehen- und Fersengang) ohne 
Hilfe problemlos möglich gewesen sei (AB 136.1/13 oben). Aufgrund seiner 
diesbezüglichen Ausführungen ist denn auch zu folgern, dass sich die Ver-
wendung eines Elektrorollstuhls mit den erhobenen Befunden nicht be-
gründen lässt und sich dies zudem dekonditionierend auswirkt, was es im 
Rahmen der Schadenminderung zu vermeiden gilt.

3.5.4 Nach dem Gesagten lassen die Ausführungen der Beschwerdefüh-
rerin keine Zweifel an der von den MEDAS-Gutachtern für eine angepasste 
Tätigkeit formulierten (weitgehenden) Leistungsfähigkeit (AB 136.2/19 f. 
lit. c; vgl. E. 3.3.3 hiervor) aufkommen, so dass kein Bedarf für eine zusätz-
liche medizinische Abklärung besteht (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. 
BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.6 Angesichts einer noch 2013 verneinten psychischen Krankheit mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (insbesondere auch einer Depression; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 19

AB 54.1/11 oben und 54.1/13 unten; vgl. E. 3.2.3 hiervor) und der neu (seit 
Ende 2017) diagnostizierten depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradi-
ge Episode (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit; AB 136.2/16 f. Ziff. 6; 
vgl. E. 3.3.1 hiervor), ist eine Veränderung in den tatsächlichen Verhältnis-
sen eingetreten und somit ein medizinischer Revisionsgrund erstellt, was 
denn auch zu Recht unbestritten ist. Nachfolgend ist damit frei zu prüfen, 
ob diese Veränderung geeignet ist, den Invaliditätsgrad in einer für den 
Rentenanspruch erheblichen Weise zu beeinflussen (vgl. E. 2.4.3 hiervor).

3.7 Dem beweiskräftigen (vgl. E. 3.5 hiervor) MEDAS-Gutachten wie 
auch den früheren rheumatologischen Gutachten zufolge ist die Beschwer-
deführerin trotz somatischer Einschränkungen in einer angepassten Tätig-
keit voll arbeitsfähig (AB 136.1/14 Ziff. 8 bzw. AB 25.2/12 unten, 44/11 un-
ten und 56.1/35). In psychiatrischer Hinsicht zeitigt die anhaltende somato-
forme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4; bzw. die früher diagnostizierte chro-
nische Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Anteilen [ICD-10 
F45.41]) keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (AB 136.2/17 Ziff. 6.2; 
vgl. auch AB 54.1/14 Ziff. 6.3), wohl aber die im Zusammenhang mit dieser 
seit Ende 2017 entwickelte depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige 
Episode (ICD-10 F32.1; AB 136.2/17 Ziff. 6.1); deswegen ist gemäss dem 
psychiatrischen Gutachter eine angepasste Tätigkeit nur noch zu 70 % 
bzw. nach rund einjähriger Therapie immerhin wieder zu 90 % möglich 
(AB 136.2/23 f. Ziff. 8, 136.2/19 f. lit. c). Obwohl damit aus rechtlicher Sicht 
eigentlich kein verselbständigter psychischer Gesundheitsschaden mit 
Krankheitswert – bzw. höchstens wegen reduzierter Ressourcen – vorliegt, 
kann dies hier letztlich offen bleiben (vgl. E. 3.8 sogleich).

3.8 Auf dieser medizinischen Grundlage ist die Invaliditätsbemessung 
vorzunehmen. Einerseits kann eine grössere Arbeitsunfähigkeit als die gut-
achterlich attestierte auch aus einer Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 
281 (vgl. E. 2.2.4 hiervor) nicht resultieren (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 25. September 2018, 8C_241/2018, E. 7.5.2). Andererseits 
kann die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Prüfung, ob die 
medizinisch-theoretisch attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30 bzw. 10 % 
aufgrund des psychischen Gesundheitsschadens (vgl. E. 3.7 hiervor) nach 
durchgeführter Indikatorenprüfung (vgl. E. 2.2.4 hiervor) auch eine renten-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 20

relevante Invalidität begründet respektive rechtlich massgeblich ist 
(AB 141/5; vgl. auch Beschwerdeantwort, S. 3 Ziff. 6), vorliegend deshalb 
unterbleiben, weil selbst unter Annahme dieser maximalen Arbeitsunfähig-
keit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert (vgl. E. 5.7 nachfol-
gend).

4.

4.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Ob 
eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder 
als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer ande-
ren Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betäti-
gungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, 
was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine ge-
sundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). Ent-
scheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten 
Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem 
Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; 
SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

4.2 In der angefochtenen Verfügung vom 6. Juni 2019 (AB 164) stützt 
sich die Beschwerdegegnerin massgeblich auf den Abklärungsbericht 
Haushalt/Erwerb vom 21. November 2018 (AB 141). Darin wurde die Be-
schwerdeführerin zu 80 % als Erwerbstätige und zu 20 % als Hausfrau ein-
gestuft (AB 132/4 oben). Dieser Status überzeugt und wird denn auch von 
der Beschwerdeführerin nicht bestritten, wobei ihrer Meinung nach (Be-
schwerde, S. 11 ff. Ziff. 33 ff.) höhere Einschränkungen im Haushalt resul-
tierten.

4.2.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 21

benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

4.2.2 Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, im Haushalt in ähnlichem 
Umfang wie in der angestammten Tätigkeit als ... eingeschränkt zu sein, 
nämlich somatisch zu 60 % und psychiatrisch zu 30 % (Beschwerde, S. 11 
Ziff. 34), gilt es auf Verschiedenes hinzuweisen: Zunächst kann aus dem 
MEDAS-Gutachten nicht gefolgert werden, dass eine Addition der somati-
schen und psychischen Einschränkungen vorzunehmen wäre (AB 136.2/19 
f. lit. c; vgl. auch E. 3.3.3 hiervor). Im Gegensatz zur somatisch-
gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit von 40 % in der angestammten 
Tätigkeit als ... (AB 136.1/14 Ziff. 8) erfährt die Beschwerdeführerin bei Ver-
richtungen im Haushalt sodann diverse Erleichterungen dahingehend, dass 
die Tätigkeiten nicht unter Zeitdruck ausgeführt werden müssen bzw. ein-
geteilt werden können, vielfach auch leichtere Verrichtungen anfallen, die 
zudem zumindest teilweise wechselnd im Sitzen oder Stehen durchgeführt 
werden können, und es auch dem Ehemann im Rahmen der Schadenmin-
derung trotz Berufstätigkeit und gesundheitlicher Einschränkungen (wie bis 
anhin) zumutbar ist, sich an diesen Arbeiten zu beteiligen; im Abklärungs-
bericht werden denn auch nicht übermässig viele Arbeiten dem Ehegatten 
zugewiesen, sondern die meisten Tätigkeiten werden der Beschwerdefüh-
rerin als zumutbar erachtet und insoweit angerechnet (vgl. AB 141/8 ff.). 
Die entsprechenden Feststellungen der Abklärungsfachperson erweisen 
sich als zutreffend und rechtfertigen keinen Eingriff des Gerichts in deren 
Ermessen (vgl. E. 4.2.1 hiervor), zumal die vom spezialisierten Ab-
klärungsdienst der Beschwerdegegnerin aufgrund einer Erhebung vor Ort 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 22

am 8. November 2018 gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin zu 
deren sozialen und erwerblichen Verhältnissen und zum Haushalt vorge-
nommene Gewichtung der einzelnen Aufgabenbereiche sich innerhalb der 
dort angegebenen Bandbreiten hält und in Anbetracht der konkreten Um-
stände nicht zu beanstanden ist. Folglich ist auch auf die von der Ab-
klärungsfachperson anhand des Betätigungsvergleichs ermittelte Ein-
schränkung von ungewichtet 0.6 % (AB 141/11) und gewichtet 0.12 % (0.6 
% x 0.2 [Anteil Haushalt; vgl. E. 4.2 hiervor]; AB 141/12) abzustellen.

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades Erwerbstätiger wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli-
chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

5.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Mit Blick auf die im März 2017 erfolgte Neuanmeldung 
(AB 69) ist der (hypothetische) Beginn des Rentenanspruchs auf August 
2017 festzusetzen (Art. 29 Abs. 1 IVG). Per 1. Januar 2018 wurden die 
Änderungen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung (IVV; SR 831.201) betreffend gemischte Methode (Art. 27 und 
Art. 27bis Abs. 2-4 IVV; AS 2017 7581) in Kraft gesetzt. Es sind deshalb 
nach den intertemporal-rechtlichen Grundsätzen (BGE 140 V 41 E. 6.3.1 
S. 44, 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220; SVR 2018 KV Nr. 2 S. 14 E. 2) je nach 
den jeweils gültigen Bestimmungen gesonderte Invaliditätsbemessungen 
für die Zeit vom 1. August 2017 bis 31. Dezember 2017 bzw. für die Zeit ab 
1. Januar 2018 durchzuführen (vgl. IV-Rundschreiben Nr. 372).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 23

5.3 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli-
che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau 
beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn 
nach den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Inva-
liditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im 
Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren 
abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; Entscheid des Eidgenös-
sischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 30. Oktober 2002, I 
517/02, E. 1.2).

5.4 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
LSE herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV 
Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 

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beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 
E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der 
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 
Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben 
Gesichtspunkts führen dürfen (SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

5.5 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festge-
legt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invali-
dität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invali-
ditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; 
BGE 144 I 21 E. 2.1 S. 23, 142 V 290 E. 4 S. 293).

Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 
Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditätsgrads der 
Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in 
Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (Art. 27bis Abs. 2 
IVV [in der seit 1. Januar 2018 gültigen Fassung]). Die Berechnung des 
Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 
ATSG. Das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Tei-
lerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, 
wird dabei ab Januar 2018 auf ein Vollpensum hochgerechnet. Die prozen-
tuale Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, 
den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet 
(Art. 27bis Abs. 3 IVV [in der seit 1. Januar 2018 gültigen Fassung]). Für die 
Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufga-
benbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der 
Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 25

cherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des 
Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (Art. 27bis Abs. 4 IVV [in der seit 1. 
Januar 2018 gültigen Fassung]).

5.6

5.6.1 Da die Beschwerdeführerin, Absolventin der … mit Fähigkeitsaus-
weis (AB 141/3 Ziff. 3.1), seit April 2012 keiner ausserhäuslichen Erwerbs-
tätigkeit mehr nachgeht (AB 141/3 Ziff. 3.3), ist nicht zu beanstanden, dass 
die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen gestützt auf die statisti-
schen Zahlen der LSE (Tabelle TA1, Kompetenzniveau 3 [komplexe prakti-
sche Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet vor-
aussetzen], Frauen, Ziff. 55-56: Gastgewerbe/Beherbergung und Gastro-
nomie) ermittelt hat (AB 141/6). Ausgehend von diesem Betrag von Fr. 
59'400.-- (12 x Fr. 4’950.--) gemäss LSE 2016, aufindexiert auf das Jahr 
2017 (BFS, Tabelle T1.2.15, Nominallohnindex, Frauen 2016 - 2019, lit. I 
[2016: 100.9 Punkte; 2017: 101.2 Punkte) und angepasst an die betriebs-
übliche Wochenarbeitszeit von 42.5 Stunden (BFS, betriebsübliche Wo-
chenarbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Ziff. 55-56), resultiert unter 
Berücksichtigung eines Status von 80 % Erwerb und 20 % Haushalt ein 
Valideneinkommen von Fr. 50'640.10 (Fr. 59'400.-- : 100.9 x 101.2 : 40 x 
42.5 x 0.8). Dieser Wert ist für die Invaliditätsbemessung betreffend den 
Zeitraum vom 1. August 2017 bis 31. Dezember 2017 zu berücksichtigen. 
Für die Invaliditätsbemessung ab 1. Januar 2018 ist dieser Wert auf ein 
Pensum von 100 % umzurechnen (vgl. E. 5.5 hiervor) und auf das Jahr 
2018 zu indexieren. Daraus resultiert ein Valideneinkommen von 
Fr. 63'612.85 (Fr. 50'640.10 : 80 x 100 : 101.2 x 101.7).

5.6.2 Da die Beschwerdeführerin keine Verweisungstätigkeit im zumutba-
ren Rahmen von mindestens 70 % (vgl. E. 3.7 hiervor) aufgenommen hat, 
ist das Invalideneinkommen ebenfalls gestützt auf die LSE 2016 zu ermit-
teln (vgl. E. 5.4 hiervor) und auf das Jahr 2017 bzw. 2018 zu indexieren 
(vgl. E. 5.2 hiervor). Unter Berücksichtigung dessen, dass in diesem Rah-
men eine angepasste Tätigkeit ohne erhöhte emotionale Belastung, erhöh-
ten Zeitdruck, erforderliche geistige Flexibilität, vermehrte Kundenkontakte, 
überdurchschnittliche Dauerbelastung und Nachtarbeit als möglich erachtet 
wird (AB 136.2/23 f. Ziff. 8), ist indessen auf das Total (Frauen) der Tabelle 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 26

TA1 im Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder hand-
werklicher Art) im Betrag von Fr. 52'356.-- (12 x Fr. 4'363.--) abzustellen. 
Arbeitszeitbereinigt (41.7 Stunden; BFS, betriebsübliche Wochenarbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen, Total), aufindexiert auf das Jahr 2017 bzw. 
2018 (BFS, Tabelle T1.2.15, Nominallohnindex, Frauen 2016 - 2019, Total 
[2016: 100.8 Punkte; 2017: 101.2 Punkte; 2018: 101.7 Punkte]) sowie unter 
Berücksichtigung der offen gelassenen, 30 % betragenden Leistungsmin-
derung (vgl. E. 3.8 hiervor), resultiert ein Invalideneinkommen von mindes-
tens Fr. 38'358.40 (Fr. 52’356.-- : 100.8 x 101.2 : 40 x 41.7 x 0.7) pro 2017 
bzw. von Fr. 38'547.90 (Fr. 52’356.-- : 100.8 x 101.7 : 40 x 41.7 x 0.7) pro 
2018. Das Abstellen auf die erwähnten Tabellenlöhne wird von der Be-
schwerdeführerin denn auch nicht beanstandet. Da den medizinischen Ein-
schränkungen bereits mit der reduzierten Leistungsfähigkeit umfassend 
Rechnung getragen wird, besteht für einen weiteren behinderungsbeding-
ten Abzug kein Raum. Sodann liegen auch keine invaliditätsfremden Grün-
de vor, welche Anlass zu einem Abzug vom Tabellenlohn gäben (vgl. E. 5.4 
hiervor); zudem ist auch das Valideneinkommen aufgrund der LSE be-
stimmt worden (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, 
E. 5). Entsprechendes macht die Beschwerdeführerin denn auch zu Recht 
nicht geltend. Abschliessend gilt es in Erinnerung zu rufen, dass unter In-
tensivierung der psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung 
kombiniert mit einer ausreichend dosierten antidepressiven Medikation in-
nerhalb eines Jahres eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf etwa 90 % zu 
erwarten ist (AB 136.2/19 f. lit. c) und sich das Invalideneinkommen ent-
sprechend erhöht.

5.6.3 Aus der Gegenüberstellung der jeweiligen Vergleichseinkommen, 
gewichtet mit dem Status von 80 %, resultieren im erwerblichen Bereich 
Einschränkungen von maximal 19.40 % vom 1. August 2017 bis 31. De-
zember 2017 ([Fr. 50'640.10 - Fr. 38'358.40] : Fr. 50'640.10 x 80) bzw. von 
maximal 31.76 % ab 1. Januar 2018 ([Fr. 63'612.85 - Fr. 38'358.40] : 
Fr. 63'612.85 x 80).

5.7 Aus den addierten Einschränkungen im erwerblichen Bereich (vgl. 
E. 5.6.3 hiervor) und im Haushalt (0.12 %; vgl. E. 4.2.2 hiervor) resultieren 
je nicht rentenbegründende maximale Invaliditätsgrade von gerundet (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 27

BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) 20 % (19.40 % + 0.12 %) vom 
1. August bis 31. Dezember 2017 und 32 % (31.76 % + 0.12 %) ab 1. Ja-
nuar 2018. 

5.8 Die angefochtene Verfügung vom 6. Juni 2019 (AB 164) erweist 
sich nach dem Gesagten als rechtens. Die Beschwerde ist unbegründet 
und abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Jan. 2021, IV/19/548, Seite 28

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________, z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.