# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba3dd432-3537-5ae7-91f5-863a900e1661
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 02.05.2013 RE130006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RE130006_2013-05-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: RE130006-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin  

Dr. M. Schaffitz und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie  

Gerichtsschreiber lic. iur. A. Baumgartner 

Beschluss vom 2. Mai 2013 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____, 
Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Vollstreckung Ausweisung 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 4. März 2013 (EE130020-C) 

- 2 - 

Erwägungen: 

 1. Mit Verfügung vom 4. März 2013 entschied die Vorinstanz das Folgende 

(Urk. 2 S. 2 f.): 

" 1. Das Gemeindeammannamt C._____ wird angewiesen, auf erstes 
Verlangen der klagenden Partei die Verpflichtung der beklagten 
Partei gemäss Ziffern 1 und 2 der Verfügung vom 18. Februar 2013 
zu vollstrecken, dem Kläger den Zutritt zur ehelichen Wohnung am 
… [Adresse] zu verschaffen und die Beklagte aus der Wohnung 
auszuweisen. Die Kosten für die Vollstreckung sind von der kla-
genden Partei vorzuschiessen. Sie sind ihr aber von der beklagten 
Partei zu ersetzen. 

 2. (Schriftliche Mitteilung.) 
 3. (Rechtsmittelbelehrung.) 
 4. Diese Verfügung ist vollstreckbar." 
 

 2. a) Mit Eingabe vom 13. März 2013 erhob die Gesuchsgegnerin Be-

schwerde gegen die vorgenannte Verfügung mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 2): 

" 1. Es sei festzustellen, dass die Verfügung des Einzelgerichts am Be-
zirksgericht Bülach vom 4. März 2013 (Geschäfts-Nr. EE130020) 
nichtig ist. 

 2. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 
Sache zur Fortführung des Verfahrens an die Vorinstanz zurück-
zuweisen. 

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulas-
ten des Beschwerdegegners." 
 

 Sodann stellte sie den prozessualen Antrag, es sei der Beschwerde die auf-

schiebende Wirkung zu erteilen (Urk. 1 S. 2). 

 b) Mit Verfügung vom 15. März 2013 wurde folgendes entschieden (Urk. 6 

S. 5 f.): 

" 1. Der Antrag der Gesuchsgegnerin, es sei ihrer Beschwerde in Be-
zug auf die Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Bülach vom 4. März 2013 die aufschiebende 
Wirkung zu erteilen, wird gutgeheissen und die Vollstreckung der 
genannten Verfügung wird daher aufgeschoben. 

- 3 - 

 2. (Schriftliche Mitteilung.) 
 3. (Rechtsmittelbelehrung.)" 
 

 3. Mit Verfügung der Vorinstanz vom 23. April 2013 wurde das Verfahren be-

treffend Vollstreckung der superprovisorischen Massnahmen als durch Rückzug 

erledigt abgeschrieben (Urk. 11 S. 5 Dispositivziffer 1), weshalb dieses Be-

schwerdeverfahren gegenstandslos geworden und daher abzuschreiben ist. 

 4. Es ist davon auszugehen, dass die Vorinstanz das rechtliche Gehör der 

Gesuchsgegnerin in Bezug auf die Zustellung der Verfügung vom 21. Februar 

2013, welche unter anderem der angefochtenen Verfügung vom 4. März 2013 zu-

grunde liegt, gravierend verletzt hat. Die Heilung des Mangels wäre im Beschwer-

deverfahren nicht möglich gewesen, da die Beschwerdeinstanz in Tatsachenfra-

gen zudem nicht die gleiche Kognition wie die Vorinstanz hat. Deshalb wäre die 

Verfügung vom 21. Februar 2013 aufzuheben und das Verfahren zur Wahrung 

des rechtlichen Gehörs der Gesuchsgegnerin an die Vorinstanz zurückzuweisen 

gewesen (vgl. Urk. 6 S. 4 f., vgl. dazu BGE 133 I 98, Urteil des Bundesgerichts 

1C_45/2013 vom 20. März 2013 E. 2 sowie auch BGE 138 I 484). Es rechtfertigt 

sich daher in Anwendung von Art. 107 Abs. 2 ZPO die Gerichtskosten auf die Ge-

richtskasse zu nehmen bzw. auf eine Kostenerhebung zu verzichten (§ 200 

GOG). Vorliegend besteht keine Rechtsgrundlage für die Zusprechung einer Par-

teientschädigung an die Parteien (Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ 

Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), 

2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 107 N 26 m.w.H.; Sterchi, in: Berner Kom-

mentar zur ZPO, Band I, Bern 2012, Art. 107 N 25). 

Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird abgeschrieben. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

- 4 - 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage 

der Doppel der Urk. 1, 3 und 4/2, an die Gesuchsgegnerin unter Beilage von 

Kopien der Urk. 8 bis 10, sowie an das Bezirksgericht Bülach, Einzelgericht, 

je gegen Empfangsschein. 

5. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
 
Zürich, 2. Mai 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. A. Baumgartner 
 
 
versandt am:  
se 

	Beschluss vom 2. Mai 2013
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird abgeschrieben.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage der Doppel der Urk. 1, 3 und 4/2, an die Gesuchsgegnerin unter Beilage von Kopien der Urk. 8 bis 10, sowie an das Bezirksgericht Bülach, Einzelgericht, je gegen Empfangssch...
	5. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...