# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e21c181-dcba-5921-8307-600b81d9121d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 16.04.2015 LE140070
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE140070_2015-04-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 

 

Geschäfts-Nr.: LE140070-O/U.doc 

damit vereinigt Geschäfts-Nr. LE140072 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter Dr. M. Kriech  

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. L. Stünzi 

Beschluss und Urteil vom 16. April 2015 

 
in Sachen 

 
A._____,  

 

Gesuchstellerin, Erstberufungsklägerin und Zweitberufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

 

gegen 

 
B._____,  

 

Gesuchsgegner, Erstberufungsbeklagter und Zweitberufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,  

 

 
betreffend Eheschutz 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 17. Juni 2014 (EE120302-L) 
 
 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 

Der Gesuchstellerin (Urk. 22): 
"1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem 10. Oktober 2012 

getrennt leben und es sei ihnen das Getrenntleben auf unbe-
stimmte Zeit zu bewilligen. 

 2. Die eheliche Wohnung an der …str. …, … Zürich, sei mitsamt 
Hausrat der Gesuchstellerin zuzuteilen. Der Gesuchsgegner sei 
zur sofortigen Herausgabe folgender Gegenstände zu verpflich-
ten: 

 - Porsche und Schlüssel vom Porsche 
 - Steinway-Flügel 

 - zwei Wohnzimmerlampen (Fontana Leuchte, blaue Leuchte) 
 - zwei Koffer (Rimowa) 

 - Holzschuhgestell (Keller) 
 3.  Die Tochter C._____, geb. tt.mm.1998, sei unter die Obhut der 

Gesuchstellerin zu stellen. Die Tochter D._____, geb. tt.mm.1995, 
sei unter die Obhut des Gesuchsgegners zu stellen. Angesichts 
des Alters der beiden Töchter sei auf eine richterliche Regelung 
des Besuchsrechts zu verzichten. 

 4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an die Kosten für Pflege 
und Unterhalt der Tochter C._____, geb. tt.mm.1998, monatliche 
Unterhaltsbeiträge in Höhe von CHF 6'722.– (zuzüglich vertragli-
che oder gesetzliche Kinderzulagen) zu bezahlen, rückwirkend ab 
Eingang des Begehrens, unter Anrechnung des bereits Geleiste-
ten. 

  Die Unterhaltsbeiträge sind an die Gesuchstellerin zahlbar, und 
zwar monatlich im Voraus jeweils auf den ersten eines jeden Mo-
nats. Die Zahlungsmodalitäten gelten über die Mündigkeit hinaus, 
solange das Kind im Haushalt der Gesuchstellerin lebt und keine 
eigenen Ansprüche gegenüber dem Gesuchsgegner stellt bzw. 
keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet. 

 5. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin für 
sie persönlich, monatliche Unterhaltsbeiträge in Höhe von 
CHF 25'755.– zu bezahlen, zahlbar rückwirkend ab Eingang des 
Begehrens, unter Anrechnung des bereits Geleisteten. 

 6. Das Begehren des Gesuchsgegners auf Anordnung der Güter-
trennung sei abzuweisen. 

 7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8% 
MwSt.) zulasten des Gesuchsgegners." 

- 3 - 

Modifiziertes Rechtsbegehren der Gesuchstellerin (Urk. 39): 

"1. Beide Kinder, C._____, geb. tt.mm.1998, und D._____, geb. 
tt.mm.1995, seien unter die Obhut der Gesuchstellerin zu stellen. 
Angesichts des Alters der beiden Töchter sei auf eine richterliche 
Regelung des Besuchsrechts zu verzichten. 

 2. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an die Kosten für Pflege 
und Unterhalt beider Kinder monatliche Unterhaltsbeiträge in Hö-
he von CHF 10'745.– (zuzüglich vertraglicher oder gesetzlicher 
Kinderzulagen) zu bezahlen, rückwirkend ab Eingang des Begeh-
rens, unter Anrechnung des bereits Geleisteten. 

 Die Unterhaltsbeiträge sind an die Gesuchstellerin zahlbar, und 
zwar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Mo-
nats. Die Zahlungsmodalitäten gelten über die Mündigkeit hinaus, 
solange das Kind im Haushalt der Gesuchstellerin lebt und keine 
eigenen Ansprüche gegenüber dem Gesuchsgegner stellt bzw. 
keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet. 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Gesuchs-
gegners." 

Rechtsbegehren des Gesuchsgegners (Urk. 10 S. 2): 

"1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit 10. Oktober 2012 ge-
trennt leben. 

 2. Die eheliche Wohnung an der …strasse … in Zürich sei für die 
Dauer des Getrenntlebens der Gesuchstellerin zur alleinigen Be-
nutzung zuzuweisen. 

 3. Die Tochter D._____, geb. tt.mm.1995, sei für die Dauer des Ge-
trenntlebens unter die Obhut des Gesuchsgegners zu stellen. 
Die Tochter C._____, geb. tt.mm.1998, sei für die Dauer des Ge-
trenntlebens unter die Obhut der Gesuchstellerin zu stellen. 

 4. Angesichts des Alters der Kinder sei auf eine ausdrückliche Re-
gelung des gegenseitigen Besuchsrechts zu verzichten. 

 5. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin für 
sie persönlich angemessene monatliche Unterhaltsbeiträge zu 
bezahlen. 

 6. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin an 
die Kosten für Pflege und Unterhalt für die Tochter C._____ an-
gemessene monatliche Unterhaltsbeiträge zu bezahlen, zuzüglich 
allfällige gesetzlich oder vertraglich geregelte Kinderzulagen. 

- 4 - 

 7. Der Gesuchsgegner sei berechtigt zu erklären, den Familienhund 
"E._____" jeweils von Mittwochabend 18.00 Uhr bis Samstagvor-
mittag 12.00 Uhr zur Betreuung zu sich zu nehmen. 

 8. Es sei die Gütertrennung anzuordnen." 

Modifiziertes Rechtsbegehren des Gesuchsgegners (Urk. 26): 

"1. … 

 2. … 
 3. … 

 4. … 
 5. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab 

1. Oktober 2012 für sie persönlich angemessene, abgestufte mo-
natliche Unterhaltsbeiträge zu bezahlen, unter Anrechnung der 
bereits geleisteten Zahlungen (Unterhaltsbeiträge und Direktzah-
lungen) sowie unter Anrechnung der von der Gesuchstellerin ei-
genmächtig getätigten Bezüge vom UBS Konto ... in der Höhe 
von Fr. 32'000.–. 

 6. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab 
1. Oktober 2012 an die Kosten für Pflege und Unterhalt der Toch-
ter C._____ angemessene, abgestufte monatliche Unterhaltsbei-
träge zu bezahlen, zuzüglich allfällige gesetzlich oder vertraglich 
geregelte Kinderzulagen, unter Anrechnung der bereits geleiste-
ten Zahlungen (Unterhaltsbeiträge und Direktzahlungen). 

 7. Der Gesuchsgegner sei berechtigt zu erklären, den Familienhund 
"E._____" jeweils von Mittwochabend 18.00 Uhr bis Sonntagvor-
mittag 12.00 Uhr zur Betreuung zu sich zu nehmen. 

 8. Das Mietverhältnis betreffend die Wohnung ...strasse ... in Zürich 
in Zürich sei auf die Gesuchstellerin zu übertragen und der Ge-
suchsteller (recte: Gesuchsgegner) sei aus der solidarischen Haf-
tung zu entlassen. 

 9. Die Herausgabebegehren der Gesuchstellerin (Antrag Ziff. 2 Ge-
suchsbegründung) seien abzuweisen. 

 10. Es sei per 12.09.2012 die Gütertrennung anzuordnen. 
 11. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zu 

Lasten der Gesuchstellerin." 

 

- 5 - 

Modifiziertes Rechtsbegehren des Gesuchsgegners (Urk. 41): 

"1. … 
 2. … 

 3. Die Tochter C._____, geb. tt.mm.1998, sei für die Dauer des Ge-
trenntlebens unter die Obhut der Gesuchstellerin zu stellen. 

 4. Angesichts des Alters von C._____ sei auf eine ausdrückliche 
Regelung des gegenseitigen Besuchsrechts zu verzichten. 

 5. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab 
1. Oktober 2012 für sie persönlich maximal folgende abgestufte 
monatliche Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: 

 - ab 01.10.2012 bis 31.12.2012 CHF 5'360.– 

 - ab 01.01.2013 bis 31.03.2013 CHF 7'205.– 
 - ab 01.04.2013 bis 31.07.2013 CHF 2'970.– 

 - ab 01.08.2013 bis 31.03.2014 CHF 2'940.– 
 - ab 01.04.2014    CHF 1'640.– 
 unter Anrechnung der bereits geleisteten Zahlungen (Unterhalts-

beiträge und Direktzahlungen) sowie unter Anrechnung der von 
der Gesuchstellerin eigenmächtig getätigten Bezüge vom UBS 
Konto ... in der Höhe von CHF 32'000.–. 

 6. a) Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab 
1. Oktober 2012 an die Kosten für Pflege und Unterhalt der Toch-
ter C._____ maximal folgende abgestufte monatliche Unterhalts-
beiträge zu bezahlen: 

 - ab 01.10.2012 bis 31.12.2012 CHF 2'435.– 

 - ab 01.01.2013 bis 31.03.2013 CHF 2'390.– 
 - ab 01.04.2013 bis 31.07.2013 CHF 2'655.– 

 - ab 01.08.2013 bis 31.03.2014 CHF 3'075.– 
 - ab 01.04.2014    CHF 3'255.– 
 zuzüglich allfällige gesetzlich oder vertraglich geschuldete Kin-

derzulagen, unter Anrechnung der bereits geleisteten Zahlungen 
(Unterhaltsbeiträge und Direktzahlungen). 

 b) Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab 
1. Juli 2013 an die Kosten für Pflege und Unterhalt der Tochter 
D._____ maximal folgende abgestufte monatliche Unterhaltsbei-
träge zu bezahlen: 

 - ab 01.07.2013 bis 31.07.2013 CHF 3'420.– 

 - ab 01.08.2013 bis 31.03.2014 CHF 3'060.– 

- 6 - 

 - ab 01.04.2014    CHF 3'240.– 

 zuzüglich allfällige gesetzlich oder vertraglich geschuldete Kin-
derzulagen, unter Anrechnung der bereits geleisteten Zahlungen 
(Unterhaltsbeiträge und Direktzahlungen). 

 7. Der Gesuchsgegner sei berechtigt zu erklären, den Familienhund 
"E._____" jedes Wochenende mit gerader Wochenzahl von Frei-
tagabend 18.00 Uhr bis Sonntagabend 18.00 Uhr zur Betreuung 
zu sich zu nehmen. Eventualiter sei der Hund dem Gesuchsgeg-
ner zur alleinigen Betreuung zu überlassen. 

 8. Das Mietverhältnis betreffend die Wohnung ...strasse ... in Zürich 
sei auf die Gesuchstellerin zu übertragen und der Gesuchsgegner 
sei aus der solidarischen Haftung zu entlassen. 

 9. Die Herausgabebegehren der Gesuchstellerin (Antrag Ziff. 2 Ge-
suchsbegründung) seien abzuweisen. 

 10. Es sei per 12.09.2012 die Gütertrennung anzuordnen. 
 11. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt) zu 

Lasten der Gesuchstellerin." 
 
 

Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 5. Abteilung, vom 17. Juni 2014: 

1. Es wird festgehalten, dass die Parteien seit dem 10. Oktober 2012 getrennt 

leben.  

2. Die Obhut über die Tochter C._____, geboren am tt.mm.1998, wird der Mut-

ter zugeteilt. 

3. Aufgrund des Alters von C._____ wird auf eine ausdrückliche Regelung des 

Besuchsrechts verzichtet.  

4. Die eheliche Wohnung an der ...strasse ..., ... Zürich, wird für die Dauer des 

Getrenntlebens der Gesuchstellerin und den Töchtern (inkl. die mündige 

Tochter D._____) zur alleinigen Benützung zugewiesen.  

5. Der Antrag des Gesuchsgegners, es sei das Mietverhältnis betreffend die 

Wohnung ...strasse ... in Zürich auf die Gesuchstellerin alleine zu übertra-

gen, wird abgewiesen. 

- 7 - 

6. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin auf erstes Verlan-

gen die Wohnzimmerlampe "blaue Leuchte" sowie einen Koffer ("Rimowa") 

herauszugeben.  

Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, den Wagen Porsche 911 Carrera der 

Gesuchstellerin samt allen Schlüsseln auf erstes Verlangen auszuhändigen. 

 Im Übrigen wird der Antrag der Gesuchstellerin auf Herausgabe weiterer 

Gegenständen abgewiesen. 

7. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt 

und die Erziehung der Tochter C._____, geb. tt.mm.1998, einen monatlichen 

Unterhaltsbeitrag in der Höhe von Fr. 4'250.--, zuzüglich vertraglicher 

und/oder gesetzlicher Kinderzulagen, zu bezahlen; zahlbar monatlich im Vo-

raus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, rückwirkend ab 1. Oktober 

2012. 

8. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt 

und die Erziehung der Tochter D._____, geb. tt.mm.1995, einen monatlichen 

Unterhaltsbeitrag in der Höhe von Fr. 4'250.--, zuzüglich vertraglicher 

und/oder gesetzlicher Kinderzulagen, zu bezahlen; zahlbar für die Dauer von 

drei Monate, rückwirkend ab 1. Juli 2013 bis und mit September 2013. 

9. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für sich persönlich 

wie folgt monatliche Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: 

 - Fr. 15'480.-- ab 1. Oktober 2012; 

 - Fr. 13'110.-- ab 1. Juli 2013; 

 - Fr. 15'480.-- ab 1. Oktober 2013 

 - Fr. 10'430.-- ab 1. Januar 2015 für die weitere Dauer des Getrenntlebens. 

 Diese Unterhaltsbeträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den 

Ersten eines jeden Monats. 

- 8 - 

10. Der Gesuchsgegner wird für berechtigt erklärt, die bis heute geleisteten Un-

terhaltsbeiträge an die zu bezahlenden Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 7, 8 

und 9 hiervor anzurechnen. 

Es wird Vormerk genommen, dass sich die anrechenbaren Unterhaltsbeiträ-

ge für die Zeit bis 31. Dezember 2013 auf insgesamt Fr. 276'441.-- belaufen. 

Zudem wird Vormerk genommen, dass der Gesuchsgegner der Gesuchstel-

lerin seit dem 1. Januar 2014 monatliche Unterhaltsbeiträge in der Höhe von 

Fr. 18'600.-- bezahlt hat. 

11. Der Gesuchsgegner wird für berechtigt erklärt, den Familienhund "E._____" 

jedes Wochenende mit gerader Wochenzahl von Freitagabend, 18.00 Uhr, 

bis Sonntagabend, 18.00 Uhr, zur Betreuung auf eigene Kosten zu sich zu 

nehmen. 

12. Es wird die Gütertrennung mit Wirkung ab 12. September 2012 angeordnet.  

13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 6'000.--.  

14. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. 

15. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.  

16. (Mitteilung) 

17. (Rechtsmittel)  

- 9 - 

Berufungsanträge: 

A. Erstberufungsverfahren: 

Der Gesuchstellerin, Erstberufungsklägerin und Zweitberufungsbeklagten  
(Urk. 85): 

 

" 1. In Abänderung von Disp. Ziff. 6 sei der Berufungsbeklagte zu ver-
pflichten, der Berufungsklägerin folgende Gegenstände auf erstes 
Verlangen herauszugeben: 

  - Porsche 911 Carrera mit sämtlichen Schlüsseln 
  - Steinway-Flügel 

  - "Blaue Leuchte" 
  - Koffer "Rimowa" 
 2. In Abänderung von Disp. Ziff. 7 sei der Berufungsbeklagte zu ver-

pflichten, der Berufungsklägerin an den Unterhalt und die Erzie-
hung der Tochter C._____, geb. tt.mm.1998, einen monatlichen 
Unterhaltsbeitrag in der Höhe von Fr. 6'722.00 zuzüglich vertrag-
licher und/oder gesetzlicher Kinderzulagen, zu bezahlen; zahlbar 
monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, 
rückwirkend ab 1. Oktober 2012. 

 3. In Abänderung von Disp. Ziff. 8 sei der Berufungsbeklagte zu ver-
pflichten, der Berufungsklägerin an den Unterhalt und die Erzie-
hung der Tochter D._____, geb. tt.mm.1995, einen monatlichen 
Unterhaltsbeitrag in der Höhe von Fr. 4'293.00, zuzüglich vertrag-
licher und/oder gesetzlicher Kinderzulagen, zu bezahlen; zahlbar 
für die Dauer, von drei Monaten, rückwirkend ab 1. Juli 2013 bis 
und mit September 2013.  

 4. In Abänderung von Disp. Ziff. 9 sei der Berufungsbeklagte zu ver-
pflichten, der Berufungsklägerin für sich persönlich monatliche 
Unterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 22'455.00 zu bezahlen; 
zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden 
Monats, rückwirkend ab 1. Oktober 2012 und für die Dauer des 
Getrenntlebens. 

 5. Eventualiter: In Abänderung von Disp. Ziff. 9 sei der Berufungs-
beklagte zu verpflichten, der Berufungsklägerin für sich persönlich 
monatliche Unterhaltsbeiträge zu bezahlen, zahlbar monatlich im 
Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats: 

  - Fr. 22'455.00 ab 1. Oktober 2012 

- 10 - 

  - Fr. 19'455.00 ab dem vierten Monat nach erfolgreichem Ab-
schluss der Ausbildung im Studiengang Quest-2 Primar … 
(Primarlehrerinnen-Ausbildung). 

 6. In Abänderung von Disp. Ziff. 10, 2. Absatz sei Vormerk zu neh-
men, dass sich die anrechenbaren Unterhaltsbeiträge für die Zeit 
bis 31. Dezember 2013 auf insgesamt Fr. 253'928.00 belaufen. 

 
  In Abänderung von Disp. Ziff. 10, 3. Absatz sei Vormerk zu neh-

men, dass der Berufungsbeklagte der Berufungsklägerin im Zeit-
raum 1. Januar 2014 bis Ende Mai 2014 je monatlich (für sich 
persönlich und den Töchtern D._____ und C._____) Fr. 18'600.– 
und im Zeitraum 1. Juni 2014 bis Ende Oktober 2014 je monatlich 
Fr. 14'720.– (Fr. 8'500.– persönlicher Unterhaltsbeitrag für Beru-
fungsklägerin, Fr.  3'720.– für C._____ und Fr. 2'500.– Vermö-
gensertrag aus der Liegenschaft ...strasse ..., ...) bezahlt hat. 

 7. In Abänderung von Disp. Ziff. 11 sei dem Berufungsbeklagten 
kein Recht auf Betreuung des Hundes "E._____" einzuräumen. 

 8. In Abänderung von Disp. Ziff. 14 und Ziff. 15 seien die Kosten des 
erstinstanzlichen Urteils entsprechend dem Ausgang des vorlie-
genden Berufungsverfahrens zu verlegen, und der Berufungsklä-
gerin entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Berufungs-
verfahrens eine Prozessentschädigung zuzusprechen. 

 9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. 8% MwSt.) zu 
Lasten des Berufungsbeklagten." 

 
 Des Gesuchsgegners, Erstberufungsbeklagten und Zweitberufungsklägers 

(Urk. 97): 

" 1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen und das erstinstanz-
liche Urteil sei zu bestätigen, soweit der Berufungsbeklagte im 
Rahmen seiner eigenen Berufung (LE140072-O) und vorliegend 
keine abweichenden Anträge auf Aufhebung des Urteils der Vo-
rinstanz stellt.  

 2. In Aufhebung von Dispositiv Ziff. 11 Urteil sei der Familienhund 
"E._____" dem Berufungsbeklagten zur Betreuung zuzuteilen und 
die Berufungsklägerin für berechtigt zu erklären, den Familien-
hund "E._____" jedes Wochenende mit gerader Wochenzahl von 
Freitagabend, 18:00 Uhr, bis Sonntagabend, 18:00, zur Betreu-
ung auf eigene Kosten zu sich zu nehmen.  

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für das erstinstanzliche 
und zweitinstanzliche Verfahren zu Lasten der Berufungskläge-
rin." 

 

 

- 11 - 

B. Zweitberufungsverfahren: 

Des Gesuchsgegner, Erstberufungsbeklagten und Zweitberufungsklägers 

(Urk. 94/85): 

" 1. Dispositiv-Ziff. 6 Abs. 2 Urteil sei aufzuheben und die Berufungs-
beklagte sei zu verpflichten, dem Berufungskläger den Fahrzeug-
ausweis für den in seinem Eigentum stehenden Personenwagen 
Porsche 911 Carrera auf erstes Verlangen auszuhändigen und ih-
re Zustimmung zu dessen Invalidierung zu erteilen, 

 2. Dispositiv-Ziff. 7 Urteil sei aufzuheben und der Berufungskläger 
sei zu verpflichten, der Berufungsbeklagten an den Unterhalt und 
die Erziehung der Tochter C._____, geb. tt.mm.1998, maximal 
folgende abgestufte monatliche Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: 

  - CHF 2'435 ab 01.10.2012 bis 31.12.2012; 
  - CHF 2'390 ab 01.01.2013 bis 31.03.2013; 

  - CHF 2'655 ab 01.04.2013 bis 31.07.2013; 
  - CHF 3'075 ab 01.08.2013 bis 31.03.2014; 
  - CHF 3'255 ab 01.04.2014 zuzüglich vertraglicher 

und/oder gesetzlicher Kinderzulagen; zahlbar monatlich im Vo-
raus jeweils auf den 1. eines jeden Monats, rückwirkend ab 1. Ok-
tober 2012; 

 3. Dispositiv Ziff. 8 Urteil sei aufzuheben und der Berufungskläger 
sei zu verpflichten, der Berufungsbeklagten an den Unterhalt und 
die Erziehung der Tochter D._____, geb. tt.mm.1995, maximal 
folgende, monatliche Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: 

  - CHF 3'420 für Juli 2013; 

  - CHF 3'060 für August und September 2013 
 zuzüglich vertraglicher und/oder gesetzlicher Kinderzulagen; 

zahlbar für die Dauer von drei Monaten bis zur Volljährigkeit, 
rückwirkend ab 1. Juli 2013 bis und mit September 2013; 

 4. Dispositiv-Ziff. 9 Urteil sei aufzuheben und der Berufungskläger 
sei zu verpflichten, der Berufungsbeklagten für sich persönlich 
monatliche Unterhaltsbeiträge wie folgt und maximal zu bezahlen: 

  - CHF 5'360 ab 01. Oktober 2012 bis 31. Dezember 
2012; 

  - CHF 7'205 ab 01. Januar 2013 bis 31. März 2013; 

  - CHF 2'970 ab 01. April 2013 bis 31. Juli 2013; 
  - CHF 2'940 ab 01. August 2013 bis 31. März 2014; 

  - CHF 1'640 ab 01. April 2014 für die weitere Dauer des 
Getrenntlebens.  

- 12 - 

Diese Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus, je-
weils auf den 1. eines Monats; 

 5. Dispositiv-Ziff. 10 Abs. 2 Urteil sei abzuändern, indem davon 
Vormerk genommen wird, dass sich die anrechenbaren Unter-
haltsbeiträge des Berufungsklägers für die Zeit bis 31. Dezember 
2013 auf total CHF 303'722 belaufen; 

 6. Dispositiv-Ziff. 14 Urteil sei aufzuheben und es seien die Kosten 
für das erstinstanzliche Verfahren der Berufungsbeklagten aufzu-
erlegen; 

 7. Dispositiv-Ziff. 15 Urteil sei aufzuheben und es sei dem Beru-
fungskläger für das erstinstanzliche Verfahren eine angemessene 
Parteientschädigung zuzusprechen; 

 8. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beru-
fungsbeklagten; 

im Übrigen sei das vorinstanzliche Urteil vom 17. Juni 2014 zu bestäti-
gen." 
 
Der Gesuchstellerin, Erstberufungsklägerin und Zweitberufungsbeklagten  
(Urk. 100, sinngemäss): 
Die Berufung des Gesuchsgegners und Berufungsbeklagten sei in al-
len Punkten (Ziff. 1 bis 8) abzuweisen, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zulasten des Berufungsbeklagten. 

- 13 - 

Erwägungen: 

A. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1. Die Parteien sind seit dem tt.mm.1995 verheiratet. Aus der Verbindung gin-

gen die beiden Töchter D._____, geboren am tt.mm.1995, und C._____, ge-

boren am tt.mm.1998, hervor. Mit Eingabe vom 4. September 2012 ersuchte 

die Gesuchstellerin, Erstberufungsklägerin und Zweitberufungsbeklagte 

(fortan Gesuchstellerin) bei der Vorinstanz um Regelung des Getrenntle-

bens. Nach Durchführung des Haupt- sowie eines Massnahmeverfahrens 

fällte die Vorinstanz am 17. Juni 2014 das eingangs wiedergegebene Urteil 

(Urk. 86).  

2. Hiergegen erhoben beide Parteien mit Eingaben vom 10. November 2014 

(Urk. 85 und Urk. 94/85) innert Frist Berufung, wobei sie oben angeführte 

Anträge stellten. Die Erstberufung der Gesuchstellerin wurde unter der Pro-

zessnummer LE140070 und die Zweitberufung des Gesuchsgegners, Erst-

berufungsbeklagten und Zweitberufungsklägers (fortan Gesuchsgegner) un-

ter der Prozessnummer LE140072 angelegt. Mit Beschluss vom 11. Dezem-

ber 2014 wurden die beiden Berufungsverfahren vereinigt (Urk. 93).  

3. Die jeweiligen Berufungsantworten der Parteien datieren vom 23. Dezember 

2014 (Urk. 97) resp. vom 5. Januar 2014 (Urk. 100) und enthalten die eben-

falls eingangs wiedergegebenen Anträge. Es folgten weitere Eingaben unter 

dem Datum vom 19. Januar 2015 (Urk. 104), 22. Januar 2015 (Urk. 107), 

2. Februar 2015 (Urk. 111) und 5. Februar 2015 (Urk. 112). Die Eingaben 

wurden der Gegenseite jeweils zugestellt. 

4. Mit Verfügung vom 24. Februar 2015 wurde der Gesuchsgegner aufgefor-

dert, sich darüber zu äussern, ob und wenn ja, in welcher Höhe, er der nun-

mehr erwachsenen Tochter D._____ seit 1. Juni 2014 Unterhalt bezahle 

(Urk. 118). Dieser Aufforderung kam der Gesuchsgegner innert Frist nach 

- 14 - 

(Urk. 119 und Urk. 121/1-12). Hiervon wurde der Gegenseite Kenntnis ge-

geben.  

B. Vorbemerkungen 

1. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind Ehegatten- und Kinderunter-

haltsbeiträge, die Zuteilung des Hausrats, die Zuteilung des Familienhundes 

E._____ sowie die erstinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen. Die 

Dispositiv-Ziffern 1 (Getrenntleben), 2 (Obhut über die Tochter C._____), 3 

(Besuchsrecht), 4 (Zuteilung der ehelichen Wohnung), 5 (Übertragung des 

Mietverhältnisses) sowie 12 (Anordnung Gütertrennung) blieben unange-

fochten, weshalb sie in Rechtskraft erwachsen sind (Art. 315 Abs. 1 ZPO). 

Dies ist vorzumerken.  

2. Neue Tatsachen und Beweismittel sind im Berufungsverfahren nur noch zu 

berücksichtigen, wenn sie - kumulativ - ohne Verzug vorgebracht werden 

(Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor er-

ster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Der im 

vorliegenden Verfahren geltende Untersuchungsgrundsatz (Art. 272 und 296 

Abs. 1 ZPO) ändert daran nichts (BGE 138 III 625, insbesondere Erw. 2.2. 

S. 628 [für vereinfachtes Verfahren]).  

C. Zuteilung des Hausrats 

1. Die Vorinstanz hat den Gesuchsgegner auf entsprechenden Antrag der Ge-

suchstellerin verpflichtet, ihr auf erstes Verlangen die Wohnzimmerlampe 

"blaue Leuchte", einen Koffer "Rimowa" sowie das Fahrzeug Porsche 911 

Carrera samt allen Schlüsseln herauszugeben. Das Herausgabebegehren 

der Gesuchstellerin bezüglich des Steinway-Flügels, der Wohnzimmerlampe 

"Fontana Leuchte", des zweiten Koffers "Rimova" sowie des Holzschuhge-

stells wies die Vorinstanz ab (Urk. 86 Dispositiv-Ziffer 6).  

2. Beide Parteien kritisieren das Urteil der Vorinstanz in diesem Punkt. Wäh-

rend die Gesuchstellerin im Berufungsverfahren an ihrem Antrag auf Her-

ausgabe des Steinway-Flügels festhält, widersetzt sich der Gesuchsgegner 

- 15 - 

der Herausgabe des Fahrzeuges Porsche 911 Carrera an die Gesuchstelle-

rin. 

3. Steinway-Flügel 

3.1 Die Vorinstanz hat mit Bezug auf den Steinway-Flügel erwogen, es sei un-

bestritten, dass die Gesuchstellerin Geige und der Gesuchsgegner Piano 

spiele. Der Nutzen eines Flügels sei bei einem Pianospieler offensichtlich 

grösser, weshalb der Gesuchsgegner den Flügel nicht herauszugeben habe 

(Urk. 86 S. 16). 

3.2 Die Gesuchstellerin bringt im Rahmen ihrer Berufung vor, die vorinstanzliche 

Argumentation sei stringent, aber überholt. Der Gesuchsgegner habe den 

Flügel bei seinem Umzug vorerst in einem Lagerraum deponiert und erst 

später wieder in der Wohnung aufgestellt. Dies zeige, dass der Gesuchs-

gegner offensichtlich keinen grossen Bedarf für den Flügel habe und auch 

kaum spiele. Auf der anderen Seite bestehe bei der Gesuchstellerin neu ein 

praktischer Bedarf, da sie sich seit August … an der Pädagogischen Hoch-

schule Zürich zur Primarlehrerin ausbilden lasse und als angehende Primar-

lehrerin verpflichtet sei, ein Harmonieinstrument zu beherrschen. Klavierun-

terricht sei obligatorisch und die Gesuchstellerin müsse notgedrungen zu 

Hause üben (Urk. 85 S. 5 f.). 

3.3 Es besteht kein Anlass, die vorinstanzliche Zuteilung des Steinway-Flügels 

an den Gesuchsgegner zu korrigieren. Zunächst ist festzuhalten, dass es 

sich beim Vorwurf der Gesuchstellerin, der Gesuchsgegner habe den Stein-

way-Flügel zwischenzeitlich in einem Lagerraum deponiert, um eine nicht 

näher konkretisierte Parteibehauptung handelt. Da die Gesuchstellerin über-

dies nicht angibt, wann sie von diesem (angeblichen) Umstand Kenntnis er-

langt hat, ist nicht klar, ob es sich um ein verspätetes Vorbringen handelt. In-

folgedessen ist nicht weiter auf die Kritik einzugehen und mit der Vorinstanz 

davon auszugehen, dass ein Pianospieler grundsätzlich einen Bedarf an ei-

nem Flügel hat. Dass die Gesuchstellerin neu auch Piano spielt oder im 

Rahmen ihrer Ausbildung spielen lernen muss, ändert an der Zuteilung des 

- 16 - 

Steinway-Flügels nichts. Wie der Gesuchsgegner im Rahmen der Beru-

fungsantwort ausgeführt hat, steht im Haushalt der Gesuchstellerin ein Ya-

maha-Klavier (Urk. 97 S. 4). Dies hat die Gesuchstellerin nicht bestritten. 

Der Umstand, dass der Gesuchsgegner das Klavier der Tochter D._____ zu 

Übungszwecken überlassen hat und es entsprechend im Zimmer von 

D._____ steht, hindert die Gesuchstellerin entgegen ihrer Darstellung (Urk. 

104 S. 3) nicht daran, das Klavier ebenfalls zu Übungszwecken zu benut-

zen. Dem Bedürfnis der Gesuchstellerin, zu Hause Klavier zu üben, ist damit 

Rechnung getragen.  

4. Porsche 911 Carrera 

4.1 Die Vorinstanz hat das Fahrzeug Porsche 911 Carrera der Gesuchstellerin 

zur Benützung zugeteilt und diesbezüglich erwogen, der Gesuchsgegner 

habe keine tatsächliche Zweckmässigkeit geltend gemacht, sondern ledig-

lich auf mögliche Standschäden verwiesen (Urk. 86 S. 14-16). 

4.2 Der Gesuchsgegner macht im Berufungsverfahren geltend, die Vorinstanz 

habe zu Unrecht auf das Kriterium der besseren Nutzung abgestellt. Stehe 

die Zuteilung eines Luxusgutes in Frage, seien für die Zuteilung im Ehe-

schutzverfahren die Eigentumsverhältnisse massgebend, sofern die Tren-

nung der Eheleute nicht bloss provisorischen Charakter habe. Entgegen der 

Gesuchstellerin sei er, der Gesuchsgegner, Eigentümer des besagten Fahr-

zeuges. Zwar habe er beabsichtigt, der Gesuchstellerin den Porsche 911 

Carrera zum 50. Geburtstag zu schenken. Dazu sei es aber aufgrund der 

Trennung nicht mehr gekommen und ein Eigentumsübergang habe nicht 

stattgefunden (Urk. 94/85 S. 39-41). 

4.3 Dem Gesuchsgegner ist insoweit zuzustimmen, als dass es sich grundsätz-

lich rechtfertigt, bei der Zuteilung von Luxusgütern nicht auf das bessere 

Nutzungsrecht, sondern auf die Eigentumsverhältnisse abzustellen. Diese 

sind im vorliegenden Verfahren aber unklar. Der Gesuchsgegner hält dafür, 

er habe das Fahrzeug der Gesuchstellerin zwar schenken wollen, was sich 

mit der Trennung aber erledigt habe. Nichtsdestotrotz ist unbestritten, dass 

- 17 - 

die Gesuchstellerin und nicht der Gesuchsgegner als Fahrzeughalterin ein-

getragen ist und Letztere über eine Wechselnummer für ihren Mini Cooper 

und den Porsche 911 Carrera verfügt. Es deutet damit einiges darauf hin, 

dass der Gesuchsgegner seine unbestrittene Schenkungsabsicht bereits in 

die Tat umgesetzt hat und das Eigentum am Porsche 911 Carrera auf die 

Gesuchstellerin übergegangen ist. Eine abschliessende Klärung der Frage 

kann im vorliegenden summarischen Eheschutzverfahren unter diesen Um-

ständen nicht erfolgen. Aus diesem Grund erscheint es nicht sachgemäss, 

auf die (unklaren) Eigentumsverhältnisse abzustellen. Dass die Gesuchstel-

lerin das Fahrzeug während des ehelichen Zusammenlebens benutzt hat, ist 

unbestritten. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, hat der Gesuchs-

gegner seinerseits einzig die Vermeidung von Standschäden als Motiv für 

eine Zuteilung an ihn angegeben und damit keine tatsächliche Zweckmäs-

sigkeit geltend gemacht. Vor diesem Hintergrund ist die von der Vorinstanz 

vorgenommene Zuteilung des Fahrzeuges an die Gesuchstellerin nicht zu 

beanstanden. Der Gesuchsgegner ist entsprechend zu verpflichten, der Ge-

suchstellerin das Fahrzeug Porsche 911 Carrera mit samt allen Schlüsseln 

auf erstes Verlangen auszuhändigen. 

D. Zuteilung des Familienhundes E._____ 

1. Vor Vorinstanz waren sich die Parteien einig, dass der Familienhund 

E._____ bei der Gesuchstellerin bleiben sollte, und strittig war einzig das 

Betreuungsrecht des Gesuchsgegners. Die Vorinstanz gestand dem Ge-

suchsgegner ein Betreuungsrecht für den Hund E._____ an jedem Wochen-

ende mit gerader Wochenzahl von Freitag Abend, 18:00 Uhr, bis Sonntag 

Abend, 18:00 Uhr, zu (Urk. 86 Dispositiv-Ziffer 11). Während sich die Ge-

suchstellerin im Rahmen ihrer Berufung gegen ein solches Betreuungss-

recht des Gesuchsgegners ausspricht (Urk.85 S. 29), beantragt dieser in 

seiner Berufungsantwort neu, der Familienhund E._____ sei ihm zuzuteilen. 

Er begründet dies damit, dass die Gesuchstellerin neuerdings eine Ausbil-

dung an der Pädagogischen Hochschule absolviere und daher tagsüber 

ausser Hause und zur persönlichen Betreuung von E._____ nicht mehr in 

- 18 - 

der Lage sei. Demgegenüber sei die Betreuung von E._____ durch ihn je-

derzeit sichergestellt (Urk. 97 S. 20; Urk. 112 S. 6-8). 

2. Der neue Antrag des Gesuchsgegners stellt eine zulässige Klageänderung 

im Sinne von Art. 317 Abs. 2 ZPO dar. Die Betreuung von E._____ war be-

reits vor Vorinstanz Thema, womit der Antrag auf Zuteilung ohne Zweifel in 

einem sachlichen Zusammenhang mit dem bisherigen Anspruch auf zeitwei-

lige Betreuung des Hundes steht. Ausserdem beruht der Antrag auf der 

neuen Tatsache, dass die Gesuchstellerin eine tagesfüllende Ausbildung an 

der Pädagogischen Hochschule absolviert. Inhaltlich hat der Antrag des Ge-

suchsgegner indes keine Aussicht auf Erfolg. Massgebend für die Zuteilung 

eines Haustieres ist in erster Linie das Tierwohl. Den Vorrang soll haben, 

wer für eine bessere Unterbringung sorgt (Art. 651a Abs. 1 ZGB). Dies wird 

je nach Eigenart des Tieres die Person sein, die mehr mit ihm vertraut ist, 

oder diejenige, welche in seinem gewohntem Lebensraum bleibt (Vetterli, in: 

Schwenzer [Hrsg.], FamKomm, Scheidung, Band I: ZGB, 2. Auflage, Bern 

2011, Art. 176 N 19). Der Hund E._____ hat seit jeher in der ehelichen 

Wohnung an der ...strasse ... in Zürich gelebt, weshalb dies seinem gewohn-

ten Umfeld entspricht. Dass die Gesuchstellerin und insbesondere die bei-

den Töchter, für welche der Familienhund in erster Linie angeschafft wurde, 

mit E._____ vertraut sind, steht ausser Frage. Vor diesem Hintergrund be-

steht kein Anlass, E._____ aus seinem gewohnten Lebensraum zu reissen. 

Die Argumentation des Gesuchsgegners, wonach eine Umteilung von 

E._____ aufgrund der ausbildungsbedingten Abwesenheit der Gesuchstelle-

rin tagsüber zu erfolgen habe, verfängt nicht. Zum einen arbeitet auch der 

Gesuchsgegner in einem 100%-Pensum, weshalb eine persönliche Betreu-

ung von E._____ durch den Gesuchsgegner ebenfalls nicht immer gewähr-

leistet wäre. Hinzu kommt, dass die Betreuung von E._____ im Haushalt der 

Gesuchstellerin von drei Personen übernommen werden kann, da die bei-

den Töchter D._____ und C._____ bei der Gesuchstellerin wohnen. Auch 

wenn D._____ und C._____ Tagesschulen besuchen, ist die Wahrschein-

lichkeit einer persönlichen Betreuung damit höher. Zudem verhält sich der 

Gesuchsgegner widersprüchlich, wenn er im vorinstanzlichen Verfahren die 

- 19 - 

Zuteilung von E._____ an die Gesuchstellerin befürwortet, obwohl er gleich-

zeitig von der Gesuchstellerin die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im 100%-

Pensum verlangt hat. Ob die Gesuchstellerin aufgrund ihrer Ausbildung oder 

infolge einer Erwerbstätigkeit abwesend ist, macht keinen Unterschied, wes-

halb nicht verständlich ist, warum der Gesuchsgegner im einen Fall die Zu-

teilung von E._____ an ihn verlangt und im anderen Fall nicht. Gesamthaft 

gesehen besteht damit kein Anlass, an der Zuteilung von E._____ an die 

Gesuchstellerin etwas zu ändern. 

3. Ebenfalls keiner Korrektur bedarf das von der Vorinstanz für den Gesuchs-

gegner festgesetzte Betreuungssrecht. Dass sich E._____ beim Gesuchs-

gegner nicht wohl fühle (so die Gesuchstellerin in Urk. 85 S. 29), ist durch 

nichts erhärtet. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass der Gesuchs-

gegner nicht in der Lage wäre, E._____ eine geeignete Unterbringung und 

eine artgerechte Betreuung zu bieten. Der blosse Umstand, dass die Ge-

suchstellerin und die beiden Töchter den Familienhund an den Wochenen-

den nicht missen möchten, reicht nicht aus, um dem Gesuchsgegner ein Be-

treuungsrecht abzusprechen, nachdem auch der Gesuchsgegner einen An-

spruch auf regelmässigen Umgang mit dem Familienhund hat. 

E. Ehegatten- und Kinderunterhalt 

1. Die Vorinstanz hat den Gesuchsgegner verpflichtet, der Gesuchstellerin ei-

nen monatlichen Unterhaltsbeitrag für sich persönlich von Fr. 15'480.– (1. 

Oktober 2012 bis 30. Juni 2013) bzw. Fr. 13'110.– (1. Juli 2013 bis 30. Sep-

tember 2013) bzw. Fr. 15'480.– (1. Oktober 2013 bis 31. Dezember 2014) 

bzw. Fr. 10'430.– (1. Januar 2015 für die weitere Dauer des Getrenntlebens) 

zu bezahlen. Weiter setzte die Vorinstanz für die beiden Kinder D._____ und 

C._____ einen monatlichen Unterhaltbeitrag von je Fr. 4'250.– fest, für 

C._____ rückwirkend ab 1. Oktober 2012 und für D._____ für die Dauer vom 

1. Juli 2013 bis 30. September 2013. Der Unterhaltsberechnung legte sie ei-

nen Bedarf der Gesuchstellerin zusammen mit C._____ von Fr. 23'034.– 

sowie einen solchen von D._____ von Fr. 4'250.– zu Grunde und ging von 

einem Einkommen des Gesuchsgegners von Fr. 38'000.– pro Monat aus. 

- 20 - 

Auf Seiten der Gesuchstellerin berücksichtige die Vorinstanz ein Einkommen 

aus Vermögensertrag von Fr. 3'300.– pro Monat resp. ab 1. Januar 2015 un-

ter Anrechnung eines hypothetischen Einkommens von Fr. 5'000.– ein sol-

ches von Fr. 8'300.–.  

 Im Berufungsverfahren umstritten sind die Einkommen beider Parteien wie 

auch die von der Vorinstanz vorgenommene Bedarfsberechnung. 

2. Einkommen Gesuchsgegner 

2.1 Die Vorinstanz ist auf Seiten des Gesuchsgegners von einem Einkommen 

von durchschnittlich Fr. 38'000.– pro Monat aus Lohn als CEO der F._____ 

AG, Liegenschaften- sowie Wertschriftenerträgen ausgegangen. Sie stützte 

sich dabei auf die vom Gesuchsgegner anerkannten Einschätzungsvor-

schläge des kantonalen Steueramtes der Jahre 2008 bis 2011 und ermittelte 

davon einen Durchschnittswert (Urk. 86 S. 24 f.).  

2.2 Beide Parteien kritisieren das von der Vorinstanz ermittelte Einkommen des 

Gesuchsgegners. Die Gesuchstellerin stellt sich zusammengefasst auf den 

Standpunkt, die Steuerzahlen seien nicht entscheidend, sondern es sei vom 

bisher gelebten Standard auszugehen. Die Einschätzungsentscheide der 

Jahre 2008 bis 2010 - für das Jahr 2011 liege entgegen der Vorinstanz kein 

Einschätzungsentscheid vor, sondern lediglich die vom Gesuchsgegner pro-

duzierten Steuerunterlagen - würden einzig das steuerbare Einkommen, 

nicht aber die ökonomische Realität des Gesuchsgegners abbilden. Es sei 

gesamthaft von einem Einkommen des Gesuchsgegners von Fr. 600'000.– 

pro Jahr resp. Fr. 50'000.– pro Monat auszugehen (Urk. 85 S. 11-18). Der 

Gesuchsgegner hält auf der anderen Seite dafür, sein Einkommen sei ge-

stützt auf die Einschätzungsentscheide des kantonalen Steueramtes zu er-

mitteln. Allerdings habe die Vorinstanz den Einschätzungsvorschlägen nicht 

die einkommensrelevanten Zahlen entnommen (Urk. 94/85 S. 9). Tatsäch-

lich sei von einem durchschnittlichen Einkommen in den Jahren 2008 bis 

2011 von Fr. 17'742.– auszugehen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, 

dass in den Jahren 2009 und 2010 bei einer Ertragsliegenschaft grössere 

- 21 - 

Investitionen getätigt worden seien, welche zu einer Schmälerung des Ein-

kommens geführt hätten, sei bezüglich der Liegenschaftenerträge auf das 

Jahr 2012 abzustellen, womit ein Gesamteinkommen (Lohn, Liegenschaf-

ten- und Wertschriftenerträge) von Fr. 27'722.– erzielt worden sei (Urk. 

94/85 S. 18). 

2.3 Unbestritten ist, dass sich das Einkommen des Gesuchsgegners aus drei 

Bestandteilen zusammensetzt; dem Lohn als CEO bei der dem Gesuchs-

gegner als Alleinaktionär gehörenden F._____ AG sowie Liegenschaften- 

und Wertschriftenerträgen. Die einzelnen Positionen gilt es genauer zu un-

tersuchen. 

2.4 Lohn aus unselbständiger Tätigkeit 

a) Vorab ist an dieser Stelle anzuführen, dass auf Seiten des Gesuchsgegners 

selbstredend nur das von ihm erzielte Einkommen berücksichtigt werden 

kann. Die Vorinstanz hat sich auf die Einkommenszahlen gemäss Einschät-

zungsvorschlag des kantonalen Steueramtes abgestützt, ohne das ausge-

wiesene Einkommen der Gesuchstellerin in den Jahren 2008 und 2009 im 

Betrag von je Fr. 60'000.– auszuscheiden resp. die von der Gesuchstellerin 

ab dem Jahr 2009 als freischaffende Fotografin erwirtschafteten Verluste 

aufzurechnen. Dies geht nicht an. In der Folge wird nur das vom Gesuchs-

gegner erwirtschaftete Einkommen thematisiert, weshalb auf die Beanstan-

dungen des Gesuchsgegners mit Bezug auf die einkommensfremden Ein-

flüsse der Erwerbstätigkeit der Gesuchstellerin nicht weiter eingegangen 

werden muss.  

b) Den Einschätzungsentscheiden des kantonalen Steueramtes (Urk. 27/43-

45) ist zum Einkommen des Gesuchsgegners aus unselbständiger Tätigkeit 

zu entnehmen, dass im Jahr 2008 ein Lohn von netto Fr. 165'382.–, im Jahr 

2009 ein solcher von Fr. 171'828.– und im Jahr 2010 ein solcher von 

Fr. 167'954.– ausbezahlt wurde. Hinzu kommt ein Nebenerwerb von 

Fr. 24'000.– in den Jahren 2008 und 2010 und ein solcher von Fr. 26'000.– 

im Jahr 2009. Hierbei handelt es sich um die Entschädigung aus dem Ver-

- 22 - 

waltungsratsmandat des Gesuchsgegners bei der G._____ AG (Urk. 12/27-

29). Dies entspricht einem durchschnittlichen Einkommen des Gesuchsgeg-

ners von Fr. 16'088.– pro Monat.   

c) Die Gesuchstellerin macht in diesem Zusammenhang geltend, die Steuer-

zahlen seien nicht entscheidend, sondern es sei vom bisher gelebten Stan-

dard auszugehen. Die Einschätzungsentscheide der Jahre 2008 bis 2010 

würden einzig das steuerbare Einkommen, nicht aber die ökonomische Rea-

lität des Gesuchsgegners abbilden. Es sei bei Alleininhabern von Aktienge-

sellschaften üblich, dass zahlreiche private Aufwendungen über die Unter-

nehmung abgerechnet würden. So sei die Putzfrau und der Gärtner der Ehe-

leute ausnahmslos von der F._____ AG bezahlt worden und auch die Han-

dyrechnung der Gesuchstellerin, Nachtessen mit Familie und Freunden so-

wie Benzin- und Reisekosten der Eheleute seien über die F._____ AG fi-

nanziert worden. Der Steuerrevisor habe bei der Buchprüfung der F._____ 

AG verdeckte Gewinnausschüttungen von Fr. 13'400.– (2008 und 2009) 

resp. Fr. 22'200.– (2010) und Fr. 21'000.– (2011) ausgemacht. Es sei aber 

zu bezweifeln, dass der Steuerrevisor überall fündig geworden sei. Es sei 

davon auszugehen, dass mindestens Fr. 50'000.– pro Jahr an zusätzlichen 

verdeckten Gewinnausschüttungen erfolgt seien. Ausserdem sei der Rein-

gewinn von Fr. 100'000.– dem Einkommen des Gesuchsgegners anzurech-

nen. Der Gesuchsgegner habe nicht substantiiert behauptet oder belegt, 

dass die Reingewinne der letzten Jahre zwingend in der Unternehmung hät-

ten einbehalten werden müssen. Da er als Alleinaktionär, alleiniger Verwal-

tungsrat und CEO aber alleine über die Verwendung des Gewinns bestim-

me, könne er sein Einkommen beliebig steuern. Insgesamt sei daher von ei-

nem Lohn des Gesuchsgegners als CEO bei der F._____ AG von 

Fr. 180'000.– zzgl. Fr. 50'000.– für verdeckte Gewinnausschüttungen zzgl. 

Fr. 100'000.– Reingewinn auszugehen (Urk. 85 S. 11-16; Urk. 111 S. 3). 

 Der Gesuchsgegner hält dem entgegen, es sei völlig aus der Luft gegriffen 

dass der Steuerrevisor Fr. 50'000.– an verdeckten Gewinnausschüttungen 

übersehen habe. Er habe im Rahmen der Steuerrevision reinen Tisch ge-

- 23 - 

macht, weshalb die Einschätzungsvorschläge in diesem Zusammenhang 

das tatsächliche Einkommen widerspiegeln würden (Urk. 97 S. 10). Als Ein-

kommen seien hingegen die Privatspesen der F._____ AG aufzurechnen, 

welche die Parteien im Jahr 2011 mit Fr. 13'400.– deklariert hätten und wel-

che vom Steueramt im Rahmen der Buchprüfung bei der F._____ AG auf 

Fr. 21'000.– erhöht worden seien (Urk. 94/85 S. 16). Eine Aufrechnung des 

Reingewinns falle ausser Betracht, da es sich beim Gewinn aus dem Jahr 

2011 einerseits um eine einmalige Angelegenheit gehandelt habe und weil 

dieser im Sinne einer sorgfältigen Geschäftsführung für notwendige Investi-

tionen als Rückstellung in der F._____ AG verblieben sei (Urk. 97 S. 11).  

 Dass der Gesuchsgegner verdeckte Gewinnausschüttungen über die 

F._____ AG getätigt hat, ist aktenkundig. Der durch die F._____ AG ausge-

wiesene Reingewinn wurde im Rahmen der Steuerrevision in allen unter-

suchten Perioden (2008 bis 2011) um einen Betrag zwischen Fr. 13'400.– 

und Fr. 22'200.– zufolge Aufdeckung verdeckter Gewinnausschüttungen er-

höht (Urk. 23/7 und Urk. 23/8). Der Gesuchsgegner hält selber dafür, dass 

die im Jahr 2011 vom kantonalen Steueramt ausgemachten verdeckten Ge-

winnausschüttungen von Fr. 21'000.– als Einkommen aufzurechnen seien 

(Urk. 94/85 S. 16). Für die Zeit nach der Trennung der Parteien hat der Ge-

suchsgegner im vorinstanzlichen Verfahren Privatbezüge von Fr. 2'000.– 

monatlich resp. Fr. 24'000.– jährlich anerkannt und ausgeführt, diese Anteile 

seien mit dem zuständigen Revisor abgesprochen worden (Urk. 26 S. 43). 

Im Berufungsverfahren gibt er nun an, diese Privatbezüge könnten ab dem 

Jahr 2013 nicht mehr getätigt werden. Im Gegenzug sei sein Lohn auf 

Fr. 185'316.– zuzüglich Fr. 8'500.– Pauschalspesen, insgesamt also auf 

Fr. 193'816.–, angehoben worden (Urk. 94/85 S. 18). Damit räumt der Ge-

suchsgegner ein, im Vergleich zu den Jahren 2008 bis 2010 rund 

Fr. 25'428.– mehr zu verdienen, im Gegensatz hierzu aber keine Privatbe-

züge im Umfang von Fr. 24'000.– mehr machen zu können. Angesichts der 

Tatsache, dass dem Gesuchsgegner mit dieser Berechnungsweise mehr 

Einkommen zufliesst als zuvor, ist darauf abzustellen. Dem Gesuchsgegner 

sind entsprechend ab 1. Januar 2013 keine Privatbezüge als verdeckte Ge-

- 24 - 

winnausschüttungen anzurechnen, dafür ist vom höheren Einkommen des 

Jahres 2013 auszugehen. Zuvor sind dem Einkommen des Gesuchsgegners 

jährlich Fr. 24'000.– als verdeckte Gewinnausschüttungen hinzuzurechnen. 

Dass vom Gesuchsgegner darüber hinaus weitere verdeckte Gewinnaus-

schüttungen bis zum Betrag von Fr. 50'000.– getätigt wurden bzw. werden, 

ist dagegen nicht glaubhaft. Die Gesuchstellerin legt nicht näher dar, wie sie 

auf den Betrag von Fr. 50'000.– kommt. Es handelt sich dabei um eine blos-

se Schätzung. Es ist nicht anzunehmen, dass das kantonale Steueramt im 

Rahmen der Buchprüfung der F._____ AG Beträge in dieser Grössenord-

nung übersehen hat.  

 Mit Bezug auf den Reingewinn der F._____ AG gilt es zu bemerken, dass 

dieser im Jahr 2011 Fr. 100'900.– betragen hat (Urk. 23/7) und in der 

F._____ AG verblieben ist (Urk. 23/10). Dies ist nicht zu beanstanden, kann 

doch von einem umsichtigen Unternehmer nicht erwartet werden, dass 

sämtliche Gewinne immer auszuschütten sind. Vielmehr entspricht es einer 

sorgfältigen Geschäftsführung, Rückstellungen zu bilden und Gewinne für 

anstehende Investitionen einzubehalten. Dass in Zukunft von einem jährli-

chen Reingewinn von Fr. 100'000.– auszugehen ist (so die Gesuchstellerin), 

ist nicht glaubhaft. Die Gesuchstellerin legt nicht näher dar, weshalb sie von 

einem jährlich gleichbleibenden Reingewinn von Fr. 100'000.– ausgeht. Un-

ternehmensgewinne unterliegen naturgemäss Schwankungen, was sich da-

ran zeigt, dass in den Jahren 2008 bis 2010 praktisch kein Gewinn erzielt 

wurde (vgl. Urk. 23/8). Es ist vor diesem Hintergrund verfehlt, jedes Jahr von 

einem (auszuschüttenden) Gewinn der F._____ AG von Fr. 100'000.– aus-

zugehen. Sollten nach dem Jahr 2011 Gewinne in der F._____ AG verblie-

ben sein, wirkt sich dies in der güterrechtlichen Auseinandersetzung im 

Rahmen des Scheidungsverfahrens aus. Als Einkommen sind solche (bloss 

behaupteten) Reingewinne nicht anzurechnen. 

d) Der Gesuchsgegner beanstandet seinerseits, dass die Vorinstanz bei sei-

nem Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit die Kinderzulagen nicht ab-

- 25 - 

gezogen und das nachhaltig weggefallene Einkommen aus dem Verwal-

tungsratsmandat weiterhin berücksichtigt habe (Urk. 94/85 S. 8-17).  

 Dem Gesuchsgegner ist zuzustimmen, dass von seinem Einkommen die 

Kinder- bzw. Ausbildungszulagen abzuziehen sind. Im Lohn des Gesuchs-

gegners sind für die beiden Töchter monatlich je Fr. 250.– an Kinder- bzw. 

Ausbildungszulagen enthalten.  

 Was das Nebeneinkommen des Gesuchsgegners als Verwaltungsrat der 

G._____ AG anbelangt, ist unbestritten, dass der Gesuchsgegner per Ende 

2011 - und damit vor der Trennung der Parteien - aus dem Amt des Verwal-

tungsrates der G._____ AG ausgeschieden ist (vgl. Urk. 26 S. 42). Das ent-

sprechende Einkommen kann daher nicht mehr berücksichtigt werden. 

e) Ausgehend von den ausgewiesenen Einkommen des Gesuchsgegners in 

seiner Funktion als CEO der F._____ AG von durchschnittlich Fr. 168'388.– 

abzüglich Fr. 6'000.– pro Jahr für die beinhalteten Kinder- und Ausbildungs-

zulagen zuzüglich Fr. 24'000.– pro Jahr als Privatbezüge aus der F._____ 

AG resultiert im Jahr 2012 ein massgebendes Einkommen aus unselbstän-

diger Tätigkeit von Fr. 186'388.–.  

 Ab dem Jahr 2013 ist vom höheren, die verdeckten Gewinnausschüttungen 

als offiziellen Lohn beinhaltenden Einkommen von Fr. 193'816.– abzüglich 

Fr. 6'000.– für Kinder- und Ausbildungszulagen auszugehen. Dies entspricht 

einem massgebenden Einkommen von Fr. 187'816.–. 

 Aus Praktikabilitätsgründen ist von einem Einkommen des Gesuchsgegners 

aus unselbständiger Tätigkeit als CEO der F._____ AG von Fr. 187'000.– 

pro Jahr resp. 15'583.– pro Monat auszugehen.  

2.5 Liegenschaftenerträge 

a) Den Einschätzungsentscheiden des kantonalen Steueramtes (Urk. 27/43-

45) ist zum Einkommen des Gesuchsgegners aus Liegenschaftenerträgen 

zu entnehmen, dass im Jahr 2008 ein Ertrag von Fr. 255'583.–, im Jahr 

- 26 - 

2009 ein solcher von Fr. 123'562.– und im Jahr 2010 ein solcher von 

Fr. 76'186.– resultiert hat. Dies entspricht einem durchschnittlichen Ertrag 

aus Liegenschaften von Fr. 151'776.– pro Jahr resp. Fr. 12'648.– pro Monat. 

Dieser Wert bezeichnet den Ertrag aus Mietzinsen abzüglich der effektiven 

Unterhalts- und Verwaltungskosten (vgl. Urk. 27/43-45 S. 8 f.).  In den Jah-

ren 2009 und 2010 wurde eine der Ertragsliegenschaften totalsaniert. Vor 

diesem Hintergrund sind sich beide Parteien einig, dass angesichts der aus-

serordentlichen Sanierungskosten in den Jahren 2009 und 2010 nicht auf 

die Durchschnittswerte dieser Jahre abzustellen sei, da die Liegenschaften-

erträge durch die grossen Investitionskosten massiv geschmälert worden 

seien (Urk. 85 S. 7; Urk. 97 S. 11 ff.; Urk. 94/85 S. 17 f.; Urk. 100 S. 11). 

Beide Parteien stellen für die Liegenschaftenerträge nach Beendigung der 

Totalsanierung Prognosen auf. Der Gesuchsgegner stützt sich auf den er-

zielten Nettoertrag im Jahr 2012 in Höhe von Fr. 206'519.50 und bringt da-

von 1% des Gebäudeversicherungswertes für Rückstellungen gemäss 

Richtlinien des Hauseigentümerverbandes in Abzug, womit ein massgeben-

der Nettoertrag von Fr. 146'520.– pro Jahr resp. Fr. 12'210.– pro Monat re-

sultiere (Urk. 94/85 S. 17 f.). Die Gesuchstellerin hält im Rahmen ihrer Beru-

fungsschrift dafür, dass die Liegenschaftenerträge nach dem Jahr 2010 

schätzungsweise Fr. 300'000.– betragen würden (Urk. 85 S. 7 f.). Es falle 

auf, dass auch nach der Totalsanierung der Liegenschaften enorm hohe 

Verwaltungs- und Unterhaltskosten ausgewiesen würden. Dies gehe nicht 

an, zumal der Gesuchsgegner die Investitionen in die Liegenschaften nach 

Belieben steuern könne, um so den Ertrag zu minimieren. Es sei von durch-

schnittlichen Verwaltungs-, Versicherungs- und Hauswartskosten von 10% 

des Bruttomietertrages und weiteren 10% des Bruttomietertrages für den 

laufenden Unterhalt auszugehen. Weitere 10% des Bruttomietertrages seien 

für Rückstellungskosten in Abzug zu bringen. Ausgehend vom ausgewiese-

nen Mietertrag des Jahres 2011 im Betrag von Fr. 452'597.50 resultiere ein 

Liegenschaftenertrag von Fr. 320'000.–, wovon die Hypothekarzinsen im Be-

trag von rund Fr. 100'000.– in Abzug zu bringen seien (Urk. 100 S. 10-12 

und S. 19).  

- 27 - 

b) Die Unterhalts- und Verwaltungskosten setzen sich aus Betriebs-, Instand-

haltungs- und Verwaltungskosten zusammen (sog. Bewirtschaftungskosten) 

und belaufen sich in der Regel auf rund 15% bis 25% des Bruttomietertrages 

(SVKG/SEK/SVIT, Das Schweizerische Schätzerhandbuch, 4. Aufl., 2012, 

S. 84). Dies stimmt mit dem steuerlichen Pauschalabzug von 20% für Unter-

halts- und Verwaltungskosten für Liegenschaften überein (Merkblatt des 

kantonalen Steueramtes über die steuerliche Abzugsfähigkeit von Kosten für 

den Unterhalt und die Verwaltung von Liegenschaften vom 13. November 

2009, www.steueramt.zh.ch). Der Gesuchsgegner legt nicht dar und es ist 

aufgrund der Akten auch nicht ersichtlich, weshalb bei den Renditeliegen-

schaften des Gesuchsgegners nach Durchführung der umfangreichen Sa-

nierung höhere Bewirtschaftungskosten anfallen sollten. Es ist daher in 

Übereinstimmung mit den Ausführungen der Gesuchstellerin vom ausgewie-

senen Bruttomietertrag des Gesuchsgegners 20% für die allgemeinen Be-

wirtschaftungskosten in Abzug zu bringen.  

 Für Rückstellungen für zukünftige, grosszyklische Erneuerungen wird ein 

Betrag zwischen 4% bis 15% des Bruttomietertrages budgetiert 

(SVKG/SEK/SVIT, a.a.O., S. 86). Mangels anderer Angaben rechtfertigt es 

sich im vorliegenden Fall, 10% des Bruttomietertrages für Rückstellungen zu 

veranschlagen. Ausgehend von dem vom Gesuchsgegner deklarierten Brut-

tomietertrag des Jahres 2011 in Höhe von Fr. 452'597.50 resp. desjenigen 

des Jahres 2012 von Fr. 463'677.– (Urk. 26 S. 44; Urk. 12/30 und Urk. 

27/46) resultiert unter Berücksichtigung eines Abzuges von 20% für die Be-

wirtschaftungskosten und 10% für Rückstellungen sowie der ausgewiesenen 

Hypothekarzinsen von Fr. 85'543 im Jahr 2011 resp. 84'888.– im Jahr 2012 

(Urk. 12/30 und Urk. 27/46) ein Nettomietertrag von Fr. 231'275.– im Jahr 

2011 resp. ein solcher von Fr. 239'685.– im Jahr 2012. Dies entspricht ei-

nem Liegenschaftenertrag von durchschnittlich Fr. 235'480.– pro Jahr resp. 

Fr. 19'623.– pro Monat. Dieser Betrag ist dem Gesuchsgegner als Liegen-

schaftenertrag pro Monat anzurechnen. 

- 28 - 

c) Zusammenfassend ist von Liegenschaftenerträgen im Betrag von 

Fr. 19'623.– pro Monat auszugehen.  

2.6 Wertschriftenerträge 

a) Den Einschätzungsentscheiden des kantonalen Steueramtes (Urk. 27/43-

45) ist zum Einkommen des Gesuchsgegners aus Wertschriftenerträgen zu 

entnehmen, dass im Jahr 2008 ein Ertrag von Fr. 69'236.–, im Jahr 2009 ein 

solcher von Fr. 57'232.– und im Jahr 2010 ein solcher von Fr. 80'433.– re-

sultiert hat. Dies entspricht einem durchschnittlichen Ertrag aus Wertschrif-

ten von Fr. 68'967.– pro Jahr resp. Fr. 5'747.25 pro Monat.  

b) Die Gesuchstellerin schätzt das Einkommen des Gesuchsgegners aus 

Wertschriftenerträgen mit Verweis auf die Entwicklung der Aktienmärkte auf 

Fr. 100'000.– pro Jahr (Urk. 85 S. 18). Genauere Abgaben hierzu werden 

nicht gemacht. Der Gesuchsgegner bestreitet einen Wertschriftenertrag von 

jährlich Fr. 100'000.– und führt aus, der bisherige Wertschriftenertrag sei 

hauptsächlich aus Zinsen eines Darlehens, welches im Jahr 2012 erheblich 

reduziert und ab 2013 gänzlich aufgehoben worden sei, und aus Aktien der 

G._____ AG, welche mittlerweile verkauft worden sei, sowie den Aktien der 

F._____ AG generiert worden. Im Jahr 2012 sei aufgrund der Darlehensre-

duktion lediglich mit Darlehenszinsen von maximal Fr. 4'950.– pro Jahr resp. 

Fr. 412.– pro Monat zu rechnen. Die übrigen Wertschriftenerträge der Aktien 

der F._____ AG würden sich ähnlich wie im Jahr 2011 auf rund Fr. 1'200.– 

pro Jahr resp. Fr. 100.– pro Monat belaufen (Urk. 97 S. 12, Urk. 26 S. 46-

48). 

c) Die gesuchsgegnerische Darstellung, wonach der Vermögensertrag zur 

Hauptsache aus Darlehenszinsen, Aktien der G._____ AG und Aktien der 

F._____ AG generiert worden sei, trifft nicht zu. Ein Blick in die Steuererklä-

rungen der Jahre 2008 bis 2010 zeigt, dass der Gesuchsgegner jeweils ei-

nen Vermögensertrag von Fr. 17'816.– (Jahr 2008, Urk. 12/29) resp. Fr. 

24'336.– (Jahr 2009, Urk. 12/28) resp. Fr. 12'923.– (Jahr 2010, Urk. 12/27) 

ohne Einbezug der Positionen "Darlehen F._____", "Aktien F._____ AG" und 

- 29 - 

"Aktien G._____ AG" ausgewiesen hat. Erst im Rahmen der Steuerrevision 

wurden die vom Gesuchsgegner als Hauptquellen seines Vermögensertra-

ges bezeichneten Positionen ergänzt. Damit wies der Gesuchsgegner in den 

Jahren 2008 bis 2010 im Durchschnitt einen Vermögensertrag von Fr. 

18'358.– pro Jahr resp. 1'530.– pro Monat aus, welcher unabhängig der Po-

sitionen "Darlehen F._____", "Aktien F._____ AG" und "Aktien G._____ AG" 

anfiel. Weshalb dieser Ertrag nicht mehr anfallen soll, legt der Gesuchsgeg-

ner nicht dar. Er ist ihm weiterhin anzurechnen. 

 Mit Bezug auf die von den Parteien thematisierte Position "Aktien G._____ 

AG" ist festzuhalten, dass der Gesuchsgegner  die Aktien der G._____ AG 

im Jahr 2010 unbestrittenermassen verkauft hat (Urk. 26 S. 42 und Urk. 31 

S. 22). Ein Wertschriftenertrag kann auf diesen Aktien daher nicht mehr an-

fallen. Der Verkaufserlös von Fr. 600'000.– will der Gesuchsgegner im Um-

fang von Fr. 190'000.– für eine Schiffsrenovation für eine gemeinsame Reise 

der Parteien, Fr. 50'000.– für den Kauf des Porsche 911 Carrera und Fr. 

50'000.– für die Renovation der Liegenschaft ...strasse ... in ... verbraucht 

haben. Die restlichen Fr. 300'000.– seien in das Wertschriften-Depot bei 

H._____ geflossen (Urk. 41 S. 22). Hierauf wies der Gesuchsgegner in der 

Steuererklärung des Jahres 2010 keinen Vermögensertrag aus (Urk. 12/27). 

Dies liess die Gesuchstellerin unbestritten. Es bestehen keine Anhaltspunk-

te, um an der gesuchsgegnerische Darstellung zu zweifeln. 

 Was die Darlehenszinsen anbelangt, lässt der Gesuchsgegner die Behaup-

tung, der Darlehensbetrag sei im Jahr 2012 erheblich reduziert resp. ab 

2013 gänzlich aufgehoben worden, ohne Beleg. Er macht keine Angaben, 

weshalb oder wofür er das Guthaben, welches nach seinen Angaben im 

Jahr 2011 immerhin noch Fr. 413'255.– betragen hat, verbraucht hat. Die 

Reduktion bzw. Ausgleichung des Darlehensbetrags ist damit nicht glaubhaft 

gemacht. Dem Gesuchsgegner ist weiterhin ein Vermögensertrag aus Dar-

lehenszinsen anzurechnen. Ausgehend von den im Rahmen der Steuerrevi-

sion ermittelten Erträgen der Jahre 2008 und 2009 von Fr. 30'000.– (Urk. 

27/43) bzw. Fr. 28'000.– (Urk. 27/44) resp. des vom Gesuchsgegner für das 

- 30 - 

Jahr 2010 selbst deklarierten und von den Steuerbehörden nicht beanstan-

deten Ertrags von Fr. 18'000.– (Urk. 12/27) ist von einem durchschnittlichen 

Ertrag aus den Darlehenszinsen von Fr. 25'333.– pro Jahr bzw. Fr. 2'111.– 

pro Monat auszugehen. Dieser Ertrag ist dem Gesuchsgegner auch weiter-

hin als Vermögensertrag anzurechnen.  

 Die Aktien der F._____ AG haben - gemäss der Deklaration des Gesuchs-

gegners - nie zu Vermögensertrag geführt (Urk. 12/27-29). Dies wurde im 

Rahmen der Steuerrevision korrigiert und es wurden die verdeckten Ge-

winnausschüttungen der G._____ AG und der F._____ AG zum Wertschrif-

tenertrag addiert (Urk. 27/43-45). Dies machte in den betreffenden Jahren 

für die F._____ AG im Durchschnitt Fr. 16'333.– pro Jahr resp. Fr. 1'361.– 

pro Monat aus. Diese verdeckten Gewinnausschüttungen wurden indes be-

reits im Rahmen des Einkommens des Gesuchsgegners aus unselbständi-

ger Tätigkeit (vorstehend Erw. 2.4.c) berücksichtigt bzw. wurde ab 2013 von 

einem aufgrund dieser nunmehr in offizielles Einkommen umgewandelten 

Gewinnausschüttungen erhöhten Lohnes ausgegangen. Eine erneute Be-

rücksichtigung fällt daher ausser Betracht.  

d) Gesamthaft ist beim Gesuchsgegner ein Einkommen aus Vermögensertrag 

von Fr. 3'641.– pro Monat (Fr. 2'111.– als Vermögensertrag aus Darlehens-

zinsen und Fr. 1'530.– aus übrigem Vermögensertrag) zu berücksichtigen.  

2.7 Zusammenfassung 

 Gesamthaft ist auf Seiten des Gesuchsgegners von einem massgebenden 

Einkommen von Fr. 38'847.– (Fr. 15'583.– aus unselbständiger Tätigkeit; 

Fr. 19'623.– aus Liegenschaftenerträgen und Fr. 3'641.– aus Wertschriften-

erträgen) auszugehen.  

3.  Einkommen Gesuchstellerin 

3.1 Die Vorinstanz ging auf Seiten der Gesuchstellerin als hälftige Miteigentü-

merin der Liegenschaft ...strasse ... in ... von einem Vermögensertrag aus 

Mieterträgen von monatlich Fr. 3'300.– aus. Ab dem 1. Januar 2015 rechne-

- 31 - 

te sie der Gesuchstellerin überdies ausgehend von einem 60%-Pensum ein 

hypothetisches Einkommen von Fr. 5'000.– pro Monat an (Urk. 86 S. 21-24).  

3.2 Vorab ist zu bemerken, dass die Gesuchstellerin das ihr aus den Mieterträ-

gen angerechnete Einkommen von Fr. 3'300.– pro Monat nicht beanstandet. 

Der Gesuchsgegner weist indes darauf hin, dass der Gesuchstellerin im 

Durchschnitt nur Fr. 2'435.– als Mieterträge anfallen, da von den Ertragszah-

len gemäss den Einschätzungsvorschlägen des kantonalen Steueramtes die 

Hypothekarzinsen als Gestehungskosten in Abzug zu bringen seien (Urk. 85 

S. 19).  

 Mit Verweis auf die Berechnung des Liegenschaftenertrages auf Seiten des 

Gesuchsgegners (vgl. Erw. E.2.5.d) ist bei der Gesuchstellerin ebenfalls von 

den Jahren 2011 und 2012 auszugehen und vom Bruttomietertrag der Lie-

geschaft ...strasse ... in ... 30% für Bewirtschaftungs- und Rückstellungskos-

ten sowie die Hypothekarzinsen in Abzug zu bringen. Ausgehend von dem 

vom Gesuchsgegner deklarierten Bruttomietertrag des Jahres 2011 in Höhe 

von Fr. 162'505.– (Urk. 12/30) zuzüglich Fr. 7'011.15 für Aufwendungen für 

die Wohnung in Davos, welche hier aufzurechnen sind (Urk. 94/85 S. 19), 

resp. desjenigen des Jahres 2012 von Fr. 162'410.– (Urk. 27/46) abzüglich 

der Hypothekarzinsen von Fr. 42'140 (Urk. 12/30 und Urk. 27/46) resultiert 

unter Berücksichtigung eines Abzuges von 20% für die Bewirtschaftungs-

kosten und 10% für Rückstellungen ein Nettomietertrag von Fr. 76'521.30 im 

Jahr 2011 resp. ein solcher von Fr.  71'547.– im Jahr 2012. Hiervon entfällt 

die Hälfte auf die Gesuchstellerin. Dies entspricht einem Liegenschaftener-

trag von durchschnittlich Fr. 37'017.10 pro Jahr resp. (gerundet) Fr. 3'080.– 

pro Monat. Dieser Betrag ist der Gesuchstellerin als Liegenschaftenertrag 

pro Monat anzurechnen. 

3.3 Die von der Vorinstanz vorgenommene Anrechnung eines hypothetischen 

Einkommens ab 1. Januar 2015 in der Höhe von Fr. 5'000.– wird von beiden 

Seiten kritisiert. Während der Gesuchsgegner den Umfang (Pensum von 

60%) und den Zeitpunkt der Anrechnung kritisiert, stellt sich die Gesuchstel-

lerin auf den Standpunkt, angesichts der guten finanziellen Verhältnisse be-

- 32 - 

stehe keine Notwendigkeit zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit durch sie. 

Während der Ehe sei sie in erster Linie Hausfrau und Mutter gewesen und 

habe nicht oder lediglich auf Teilzeitbasis ausser Haus gearbeitet. Es beste-

he kein Anlass, an dieser Aufgabenteilung der Eheleute im Eheschutzver-

fahren etwas zu ändern, zumal sich der Gesuchsgegner während gelebter 

Ehe immer über die beruflichen Ambitionen der Gesuchstellerin beschwert 

habe. Hinzu komme, dass die beiden gemeinsamen Töchter ihre Mutter 

brauchen würden, welche für sie als Erzieherin, Freundin, Ratgeberin, Hilfs-

lehrerin und ein wenig auch als Haushaltshilfe so oft wie möglich präsent 

sei. Dies sei eine anspruchsvolle und zeitintensive und vor allem sehr wich-

tige Aufgabe. Überdies habe die Gesuchstellerin als gelernte Diplomkauffrau 

ohne entsprechende zusätzliche Ausbildung keine Chance auf eine zumut-

bare Anstellung. Aus diesem Grund absolviere sie seit August 2014 eine 

zweijährige Ausbildung zur Primarlehrerin an der Pädagogischen Hochschu-

le. Es handle sich dabei um ein Vollzeitstudium, welches einen Nebener-

werb nicht zulasse. Vor diesem Hintergrund sei eine Anrechnung eines hy-

pothetischen Einkommens - wenn überhaupt - ohnehin erst mit Abschluss 

der Ausbildung im Herbst 2016 möglich. Im Hinblick auf die finanziellen Ver-

hältnisse sei ein Wiedereinstieg in einem 50%-Pensum ausreichend (Urk. 85 

S. 6-10). 

3.4 Bei der Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen des einen Ehegatten an den 

anderen nach Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB geht der Richter grundsätzlich von 

den bisherigen, ausdrücklichen oder stillschweigenden Vereinbarungen der 

Ehegatten über Aufgabenteilung und Geldleistungen aus, die der ehelichen 

Gemeinschaft eine bestimmte Struktur gegeben haben. Solche Strukturen 

sollten im Rahmen von Eheschutzmassnahmen nicht gänzlich verändert 

werden, ansonsten die Scheidung vorweggenommen würde. Ist indes eine 

Wiederherstellung des gemeinsamen Haushalts nicht mehr zu erwarten, 

gewinnt das Ziel der wirtschaftlichen Selbständigkeit zunehmend an Bedeu-

tung.  

- 33 - 

 Vorliegend muss das Verhältnis der Parteien als bereits in einem fortge-

schrittenen Stadium der Zerrüttung stehend qualifiziert werden. Der Ge-

suchsgegner wünscht die Scheidung (vgl. Urk. 26 S. 59) und auch die Ge-

suchstellerin hat im vorinstanzlichen Verfahren erklärt, den Gesuchsgegner 

bestimmt nicht wieder in der ehelichen Wohnung aufzunehmen (Prot. S. 21). 

Mit einer Wiederaufnahme des gemeinsamen Haushaltes ist daher nicht zu 

rechnen. Die wirtschaftliche Selbständigkeit der Gesuchstellerin gewinnt da-

her im Eheschutzverfahren an Bedeutung. Wie die Vorinstanz zutreffend 

ausgeführt hat, war die Gesuchstellerin immer eng mit der Berufswelt ver-

knüpft. Ihrem Lebenslauf (Urk. 63/7) ist zu entnehmen, dass sie bereits we-

nige Monate nach der Geburt der älteren Tochter D._____ wieder in einem 

50%-Pensum im Personalwesen der G._____ AG gearbeitet hat. Ab April 

1999 war sie in der Geschäftsleitung der F._____ AG für den Aufbau einer 

Liegenschaftenverwaltung, die Gestaltung und Leitung des Miet- und Ver-

tragswesens sowie die Organisation von innerbetrieblichen Abläufen zu-

ständig. Nachdem sie im Jahr 2004 die Einzelfirma I._____ gegründet hatte, 

übernahm sie für die J._____ AG die Projektleitung mit Themenschwerpunkt 

…. Den Akten kann entnommen werden, dass die Gesuchstellerin ab dem 

Jahr 2005 für vier Jahre in einem 60%-Pensum als kaufmännische Mitarbei-

terin der IT-Abteilung für die K._____ tätig gewesen ist (Urk. 26 S. 30; Urk. 

12/29 und Urk. 12/30; Prot. S. 14 f.). Im Anschluss daran hat sie als selb-

ständige Photographin bis Ende 2012 das Atelier … betrieben. All dies wi-

derspricht der Darstellung der Gesuchstellerin einer klassischen Hausgat-

tenehe. Vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass die Gesuchstelle-

rin neben ihrem Engagement im Familienbereich stets im Teilzeitpensum 

erwerbstätig gewesen ist und dies der bisherigen Vereinbarung der Ehegat-

ten über die Rollenteilung entsprochen hat. Die Gesuchstellerin selber führte 

in der persönlichen Befragung vor Vorinstanz aus, dass es ihren Wertvor-

stellungen entspreche, erwerbstätig zu sein (Prot. S. 16). Es besteht im vor-

liegenden Eheschutzverfahren kein Anlass, an dieser Vereinbarung der Ehe-

leute etwas zu ändern. Zwar hat die Gesuchstellerin wenige Monate nach 

Anhängigmachung des Eheschutzverfahrens die Tätigkeit als selbständige 

- 34 - 

Photographin eingestellt. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, ist es 

aber möglich und zumutbar, mit einer Übergangsfrist wieder ins Erwerbsle-

ben einzusteigen.  

3.5 Die heute 51-jährige Gesuchstellerin ist mit Blick auf ihre gute Gesundheit 

und die nur noch marginal vorhandenen Betreuungsaufgaben grundsätzlich 

uneingeschränkt arbeitsfähig (vgl. BGE 137 III 102 E. 4.2.2.2 S. 108 f. mit 

Hinweisen). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist von einer vol-

len Erwerbsfähigkeit auszugehen, wenn das jüngste Kind das 16. Altersjahr 

vollendet hat (BGE 115 II 427 Erw. 5; BGE 115 II 6 Erw. 3b). Die Aufnahme 

einer Teilzeitarbeit im Umfang von 30-50% ist bereits dann zumutbar, wenn 

das jüngste Kind mit zehn Jahren dem Kleinkindalter entwachsen ist (BGE 

115 II 6 Erw. 3c). Die Töchter D._____ und C._____ sind mittlerweile sieb-

zehn und neunzehn Jahre alt und weisen keinen ausserordentlichen Betreu-

ungsbedarf auf, weshalb kein Grund besteht, von einer eingeschränkten Er-

werbsfähigkeit der Gesuchstellerin auszugehen. Es ist aber zu berücksichti-

gen, dass sich die Gesuchstellerin zurzeit noch in Ausbildung befindet. Sie 

lässt sich seit August … an der Pädagogischen Hochschule Zürich zur Pri-

marlehrerin ausbilden. Mit diesem Studium erhöht die Gesuchstellerin ihre 

Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich, da der Berufseinstieg als Primar-

lehrerin - nicht zuletzt wegen des notorischen Lehrermangels - einfacher 

sein dürfte als die Stellensuche in der Finanzbranche. Die Chancen der Ge-

suchstellerin, als Primarlehrerin eine Anstellung zu finden, sind - gerade 

auch weil sie als Mutter zweier Kinder Erfahrung im Umgang mit Kindern hat 

und ihr Lebenslauf von reichlich Arbeitserfahrung zeugt - intakt. Wie der 

Übersicht über die Studiengänge für Quereinsteiger der Pädagogischen 

Hochschule Zürich entnommen werden kann, dauert die Ausbildung der Ge-

suchstellerin insgesamt zwei Jahre. Entgegen der Darstellung der Gesuch-

stellerin ist dabei aber lediglich ein Jahr als Vollzeitstudium an der Pädago-

gischen Hochschule vorgesehen. Nach zwei Semestern wird von den Stu-

dierenden verlangt, eine Teilzeitstelle mit einem Pensum zwischen 40-60% 

zu übernehmen (Urk. 99/1). Vor diesem Hintergrund wird die Gesuchstellerin 

nach den Schulsommerferien dieses Jahres aufgrund der Vorgabe der Pä-

- 35 - 

dagogischen Hochschule Zürich verpflichtet sein, eine Teilzeitstelle anzu-

nehmen. Aufgrund der uneingeschränkten Erwerbsfähigkeit der Gesuchstel-

lerin ist ihr zuzumuten, eine Anstellung im 60%-Pensum zu suchen. Dies 

entspricht im Übrigen dem Pensum, welches die Gesuchstellerin zuletzt als 

Angestellte der K._____ bekleidet hat. Gemäss dem Volksschulamt der Bil-

dungsdirektion des Kantons Zürich ist ein Jahresgrundlohn von Fr. 99'086.– 

brutto resp. ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 7'622.– zu erwarten. Unter 

Berücksichtigung von 11% Sozialabzügen entspricht dies einem Nettoein-

kommen von (gerundet) Fr. 6'784.– pro Monat. Angesichts der Tatsache, 

dass die Studierenden des Quereinsteiger-Lehrgangs ab Beginn des berufs-

integrierenden Studienteils 90% des ordentlichen Lohns erhalten (Urk. 99/2 

S. 2), ist ab dem 1. August 2015 von einem Einkommen der Gesuchstellerin 

von Fr. 3'663.– auszugehen. Nach Abschluss der Ausbildung im August … 

ist der Gesuchstellerin zuzumuten, ihr Pensum auf 100% auszudehnen, 

womit ab 1. August … von einem Einkommen von Fr. 6'784.– auszugehen 

ist. 

 Die rückwirkende Anrechnung eines hypothetischen Einkommens - wie es 

der Gesuchsgegner verlangt (94/85 S. 20 f.) - kommt hingegen nicht in Fra-

ge. Eine rückwirkende Festsetzung eines hypothetischen Einkommens ist 

grundsätzlich unzulässig, da eine reale Möglichkeit einer Einkommensstei-

gerung fehlt (BGE 128 III 4 Erw. 4a S. 5; BGE 117 II 16 Erw. 1b S. 17). Eine 

rückwirkende Annahme eines hypothetischen Einkommens kommt höchs-

tens in seltenen Ausnahmefällen in Betracht, wenn dem Unterhaltsschuldner 

ein unredliches Verhalten vorzuwerfen wäre (BGer 5P.79/2004 vom 10. Juni 

2004 Erw. 4.3). Für ein solch treuwidriges Verhalten der Gesuchstellerin lie-

gen keine Anhaltspunkte vor. Zwar hat sich die Gesuchstellerin trotz ent-

sprechender Verpflichtung im Urteil vom 17. Juni 2014 nicht um eine Anstel-

lung in einem 60% Pensum bemüht, sondern stattdessen eine Ausbildung 

zur Primarlehrerin angefangen. Die Frage des hypothetischen Einkommens 

ist aber genau Thema des von der Gesuchstellerin angestrebten Berufungs-

verfahrens, weshalb sie noch nicht von der definitiven Geltung des vor-

instanzlichen Verdikts ausgehen musste. Schliesslich ist anzumerken, dass 

- 36 - 

die Gesuchstellerin - wie bereits erwähnt - mit ihrem Studium an der Päda-

gogischen Hochschule Zürich ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht, 

was zu begrüssen ist. Aus diesem Grund fällt eine rückwirkende Festset-

zung eines hypothetischen Einkommens ausser Betracht.  

3.6 Gesamthaft ist auf Seiten der Gesuchstellerin von einem Einkommen aus 

Liegenschaftenertrag von Fr. 3'080.– auszugehen. Ab 1. August … ist die-

sem Einkommen der Verdienst als Primarlehrerin von Fr. 3'663.– und ab 1. 

August … derjenige von Fr. 6'784.– hinzuzurechnen.  

4. Bedarf der Parteien 

4.1 Die Vorinstanz ist von einem Bedarf der Parteien von Fr. 23'034.– (Gesuch-

stellerin mit C._____) und Fr. 17'996.– (Gesuchsgegner) ausgegangen. Sie 

hat zur Berechnung der Unterhaltspflicht - entgegen der Darstellung des 

Gesuchsgegners (Urk. 94/85 S. 21) - die zweistufige Methode mit Berück-

sichtigung eines (sehr grosszügig) erweiterten Familienbedarfs und Über-

schussbeteiligung angewandt. Dies ist angesichts des Umstandes, dass 

beide Parteien übereinstimmend ausführen, dass das Einkommen des Ge-

suchsgegners für den laufenden Familienunterhalt verbraucht wurde (der 

Gesuchsgegner hält sogar dafür, dass zur Deckung des Familienbedarfs auf 

das Vermögen habe zurückgegriffen werden müssen, Urk. 94/85 S. 31 ff.), 

zweckmässig.   

4.2 Richtigerweise ist von folgendem Bedarf der Parteien auszugehen: 

a) Phase I (1. Oktober 2012 bis 30. Juni 2013) 

 Gesuchstellerin Gesuchsgegner 

1) Grundbetrag 1'350.– 1'350.– 

2) Grundbetrag C._____ 600.-  

3) Grundbetrag D._____  600.– 

4) Wohnkosten, inkl. Nebenkosten 3'576.- 4'600.- 

5) Wohnkosten Davos  1'193.- 

- 37 - 

6) Wohnkosten Berlin 333.- 333.- 

7) Krankenkasse 780.- 879.- 

8) Telefon/Internet 360.- 230.- 

9) Radio-/TV-Gebühren 39.- 39.- 

10) Hausratversicherung 100.- 100.- 

11) Fahrkosten  657.- 656.- 

12) Kosten für den Hund 200.- 50.– 

13) Gärtner / Haushaltshilfe 865.- 455.– 

14) Hobbies etc. 2'185.- 1'990.- 

15) Schulgeld / Nachhilfe 1'609.–- 1'805.– 

16) Coiffure / Wellness 250.- 100.- 

17) 3. Säule 573.- 573.- 

18) Ferien 800.- 800.- 

19) Gesundheitskosten / Brille 220.- 340.- 

20) Allianz Risiko Versicherung 356.-  

21) Lebensmittel 200.– 200.– 

22) Kleider 700.– 700.– 

23) private Steuererklärung 135.– 135.– 

24) Computer 20.–  

25) Büromaterial 5.–  

26) Taschengeld Kinder 280.– 400.– 

27) Steuern  3'000.- 6'000.- 

Total 19'193.- 23'528.- 
   

Gesamtbedarf der Parteien  Fr. 42'721.- 

1) Der Grundbetrag ergibt sich aus dem Kreisschreiben der Verwaltungskom-

mission des Obergerichts des Kantons Zürich über die Richtlinien für die Be-

rechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 16. Septem-

- 38 - 

ber 2009 (fortan Richtlinien). Bei einem Alleinerziehenden ohne Haushalts-

gemeinschaft beträgt dieser Fr. 1'350.–. In der ersten Phase wohnte die 

Tochter C._____ bei der Gesuchstellerin, während die Tochter D._____ 

beim Gesuchsgegner lebte. Entsprechend sind beide Parteien als Alleiner-

ziehende zu qualifizieren. Dies hat die Vorinstanz übersehen, als sie dem 

Gesuchsgegner lediglich den Grundbetrag für einen Alleinstehenden ohne 

Haushaltsgemeinschaft eingesetzt hat. 

 Im Weiteren hat die Vorinstanz den Grundbetrag mit Verweis auf die sehr 

guten finanziellen Verhältnisse verdoppelt (Urk. 86 S. 26 f.). Der Gesuchs-

gegner kritisiert diese Vorgehensweise und bringt vor, dem gehobenen Le-

bensstandard der Parteien sei mit Zuschlägen zum Grundbetrag Rechnung 

zu tragen (Urk. 94/85 S. 22 f.). Die Gesuchstellerin hält die Verdoppelung 

des Grundbetrages für angebracht, da naturgemäss nicht sämtliche Ausga-

ben des täglichen Lebens belegt werden könnten und mit einem erhöhten 

Grundbetrag den überdurchschnittlich hohen Lebenskosten der Parteien 

Rechnung getragen werde (Urk. 100 S. 25). 

 Dem Gesuchsgegner ist beizupflichten, dass die Begründung der Vor-

instanz, weshalb sie eine Verdoppelung des Grundbetrages angenommen 

hat, nicht verfängt. Zwar sprechen sich Hausheer/Spycher dafür aus, dass 

bei der einstufigen Berechnungsmethode die Pauschalierung der Bedarfs-

positionen auch durch eine Vervielfachung des Grundbetrags erfolgen kann 

(vgl. Hausheer/Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl., Bern 

2010, N 02.65c). Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz aber die zweistufi-

ge Berechnungsmethode angewandt. Dem gelebten Standard der Parteien 

wird bei dieser Vorgehensweise mit der Aufteilung eines allfälligen Freibe-

trages Rechnung getragen. Eine Verdoppelung des Grundbetrages kommt 

bereits aus diesem Grund nicht in Frage. Hinzu kommt, dass bei einer pau-

schalen Vervielfachung des Grundbetrages nicht transparent ist, aufgrund 

welcher Kriterien der Vervielfachungsfaktor festgesetzt wird. Die Vorinstanz 

begründet die Verdoppelung der Grundbeträge denn auch lediglich damit, 

dass die Parteien in sehr guten finanziellen Verhältnissen lebten, ohne dar-

- 39 - 

zulegen, weshalb gestützt darauf eine Verdoppelung und nicht beispielswei-

se eine Verdreifachung der Grundbeträge erfolgt. Vor diesem Hintergrund 

erscheint die von der Vorinstanz angewandte Vorgehensweise nicht zweck-

mässig, wenn nicht willkürlich. Daher ist im Folgenden der Bedarf der Par-

teien ohne die Verdoppelung der Grundbeträge zu ermitteln. 

2) Der Grundbetrag für C._____ ergibt sich aus den Richtlinien. 

3) Der Grundbetrag für D._____ ergibt sich aus den Richtlinien. Die Vorinstanz 

hat nicht berücksichtigt, dass D._____ vom 1. Oktober 2012 bis 30. Juni 

2013 unbestrittenermassen beim Gesuchsgegner gelebt hat, was dieser zu 

Recht moniert hat (Urk. 94/85 S. 29). Dies ist bei der Bedarfsberechnung für 

den Gesuchsgegner in der ersten Phase nachzuholen.  

4) Die Vorinstanz hat bei beiden Parteien die geltend gemachten Mietkosten 

von Fr. 3'576.– (Gesuchstellerin) resp. Fr. 4'600.– (Gesuchsgegner) berück-

sichtigt (Urk. 86 S. 27). 

 Der Gesuchsgegner bringt vor, die Gesuchstellerin habe es in rechtsmiss-

bräuchlicher Weise unterlassen, eine Mietzinsreduktion geltend zu machen. 

Aus diesem Grund sei bis zum 31. Dezember 2013 lediglich ein Mietzins von 

Fr. 3'339.– und ab 1. Januar 2014 ein solcher von Fr. 3'073.– zu berücksich-

tigen. Sie habe einen Anspruch auf eine Reduktion des Mietzinses (Urk. 

94/85 S. 23). Die Gesuchstellerin hält dem entgegen, die Mietzinsreduktion 

sei nicht gewährt worden, weshalb von den effektiven Wohnkosten auszu-

gehen sei. Ausserdem sei zu beachten, dass der Gesuchsgegner selber ei-

ne Wohnung mit Mietkosten von über Fr. 10'000.– bewohne (Urk. 100 

S. 25). Zwar ist dem Gesuchsgegner zuzustimmen, dass die Gesuchstellerin 

grundsätzlich von Gesetzes wegen einen Anspruch auf eine Mietzinsreduk-

tion hätte und die fehlende Begeisterung der Vermieterschaft hierüber (so 

die Gesuchstellerin in VI-Prot. S. 18) keinen Hinderungsgrund für ein Sen-

kungsbegehren darstellt. In Anbetracht der Tatsache, dass der Gesuchs-

gegner für sich Wohnkosten von Fr. 4'600.– geltend macht, ist aber davon 

abzusehen, der Gesuchstellerin einen tieferen Mietzins anzurechnen.  

- 40 - 

 Was die Mietzinskosten des Gesuchsgegners anbelangt, führt die Gesuch-

stellerin an, diese seien gestützt auf einen nicht mehr aktuellen Mietvertrag 

(Urk. 12/6) festgesetzt worden. Der Gesuchsgegner wohne derzeit in einer 

Wohnung mit einem Mietzins von über Fr. 10'000.– (Urk. 85). Abgesehen 

davon, dass die Gesuchstellerin nicht angibt, welcher Betrag dem Gesuchs-

gegner richtigerweise im Bedarf für Wohnkosten einzusetzen sei, ist nicht 

klar, was sie mit dem Hinweis, die Wohnkosten des Gesuchsgegner seien 

sogar noch höher als die veranschlagten Fr. 4'600.–, für ihren Standpunkt 

ableiten will. Es besteht kein Anlass, an den von der Vorinstanz festgesetz-

ten Wohnkosten des Gesuchsgegners etwas zu ändern.  

5) Die Vorinstanz hat beim Gesuchsgegner im Bedarf einen Betrag von 

Fr. 1'193.– für die Wohnung der Parteien in Davos eingerechnet (Urk. 86 

S. 27). 

 Wie bereits vor Vorinstanz wehrt sich die Gesuchstellerin nicht per se gegen 

die Berücksichtigung der Kosten der Ferienwohnung in Davos, sondern ist 

der Ansicht, dass der Gesuchsgegner aus der Vermietung der Wohnung 

Mietzinseinnahmen von jährlich Fr. 6'400.– generiere. Der ins Recht gereich-

te Flyer, mit welchem der Gesuchsgegner die Wohnung zur Vermietung an-

preise, reiche aus, um die Mietzinseinnahmen glaubhaft zu machen (Urk. 85 

S. 20). 

 Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass es der Gesuchstellerin mit dem Flyer 

nicht gelingt, Mietzinseinnahmen des Gesuchsgegners aus der Vermietung 

der Ferienwohnung in Davos glaubhaft zu machen. Der Flyer - sollte er in 

dieser Form überhaupt je ausgehängt worden sein - bringt höchstens die 

Absicht zur Vermietung der Ferienwohnung zum Ausdruck, nicht aber die ef-

fektive Vermietung. 

6) Mit Bezug auf die Kosten für die Wohnung in Berlin hat die Vorinstanz bei-

den Parteien je Fr. 312.– angerechnet und auf die diesbezüglichen überein-

stimmenden Parteibehauptungen verwiesen (Urk. 86 S. 27). 

- 41 - 

 Der Gesuchsgegner rügt im Rahmen seiner Berufung, beide Parteien hätten 

übereinstimmend Kosten von Fr. 333.35 geltend gemacht, weshalb diese 

Kosten zu berücksichtigen seien (Urk. 94/85 S. 23). Die Gesuchstellerin 

stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Wohnkosten für die Woh-

nung in Berlin seien seit Oktober 2012 deutlich angestiegen, weshalb bei ihr 

Fr. 500.– im Bedarf zu berücksichtigen seien. Es werde sechs Mal eine 

Sonderumlage für eine Dachsanierung und eine einmalige Sonderumlage 

für eine Terrassensanierung erhoben. Ausserdem sei das Wohngeld (ver-

gleichbar mit regelmässig anfallenden Nebenkosten) angestiegen (Urk. 85 

S. 20).  

 Bei den Behauptungen zum Wohngeld, welches nach der Gesuchstellerin 

seit Oktober 2012 angestiegen sei, und der Sonderumlage für die Dachsa-

nierung, welche gemäss Schreiben der Hausverwaltung bereits im Jahr 

2013 angekündigt wurde (Urk. 88/2), handelt es sich um unzulässige Noven 

(vgl. Erw. B. 2). Sie sind daher unbeachtlich. Die behauptete Sonderumlage 

für die Terrassensanierung von € 329 ist nicht belegt und stellt ohnehin eine 

einmalige Ausgabe dar, welche nicht in einer Bedarfsberechnung Berück-

sichtigung finden darf. Es bleibt daher bei den von beiden Parteien im vor-

instanzlichen Verfahren beantragten Kosten von Fr. 333.35 pro Person (Urk. 

23/2 und Urk. 26 S. 16).  

7) Die Kosten der Krankenkassenprämien sind in dieser Phase grundsätzlich 

nicht umstritten. Die Krankenkassenkosten für D._____ betragen Fr. 169.– 

pro Monat (Urk. 12/7) und sind dem Gesuchsgegner in seinem Bedarf anzu-

rechnen.  

8) Die Vorinstanz hat bei der Gesuchstellerin unter dem Titel Telefon/Internet 

Fr. 360.– und beim Gesuchsgegner solche von Fr. 150.– berücksichtigt (Urk. 

86 S. 28).  

 Die Gesuchstellerin beharrt auf den vor Vorinstanz geltend gemachten 

Fr. 620.–. Ausgewiesen sind jedoch einzig die Anschlussgebühr für das 

Festnetz/Internet im Betrag von Fr. 125.– (Urk. 14/3/2) sowie das Han-

- 42 - 

dyabonnement für den Betrag von Fr. 129.– (Urk. 14/3/3). Dass für das Mo-

biltelefon von C._____ ebenfalls Kosten anfallen, leuchtet ein, weshalb der 

von der Gesuchstellerin geltend gemachte Betrag von Fr. 80.– hierfür einzu-

setzen ist. Wenn der Gesuchsgegner moniert, der Betrag für das Handy von 

C._____ sei bereits im Taschengeld für seine Tochter enthalten (Urk. 94/85 

S. 23), ist diese Behauptung verspätet und damit unbeachtlich. Weitere 

Kommunikationskosten hat die Gesuchstellerin nicht glaubhaft gemacht. 

Insbesondere ist nicht ersichtlich, dass der Gesuchstellerin regelmässig Fr. 

100.– pro Monat an Gesprächskosten für das Mobiltelefon anfallen, zumal 

sie über einen Flatrate-Vertrag verfügt. Kosten im Zusammenhang mit dem 

Ipad sind ebenfalls nicht belegt. Dass beim Festnetz zusätzlich zur An-

schlussgebühr monatliche Gesprächskosten im Umfang von Fr. 40.– anfal-

len, ist ebenfalls nicht genügend dargetan, da die Gesuchstellerin lediglich 

die Abrechnung für einen Monat und diese auch nur auszugsweise ins 

Recht gelegt hat (Urk. 14/3/2). Zu berücksichtigen wären entsprechend le-

diglich Fr. 334.– pro Monat. Da der Gesuchsgegner die von der Vorinstanz 

festgesetzten Kosten von Fr. 360.– betragsmässig aber nicht bestreitet und 

die Abweichung ohnehin äusserst gering ist, bleibt es bei den von der Vo-

rinstanz festgesetzten Fr. 360.–. 

 In Nachachtung des Gleichbehandlungsgebots sind im Bedarf des Ge-

suchsgegners Fr. 80.– für die Kommunikationskosten von D._____ einzu-

setzen.  

9) Die Bedarfsposition der Radio- und Kabelfernsehgebühr ist im Berufungs-

verfahren nicht umstritten. 

10) Die Bedarfsposition der Hausratversicherung ist im Berufungsverfahren nicht 

umstritten. 

11) Unter dem Titel Fahrkosten hat die Vorinstanz bei der Gesuchstellerin einen 

Betrag von Fr. 646.– und beim Gesuchsgegner einen solchen von Fr. 600.– 

festgesetzt (Urk. 86 S. 28 f.). 

- 43 - 

 Die Gesuchstellerin verlangt die Berücksichtigung von Fr. 1'218.–. Sie führt 

diesbezüglich aus, die Vorinstanz habe die Kosten für den Porsche gänzlich 

ausser Acht gelassen. Alleine die Unterhalts- und Reparaturkosten des Por-

sches würden sich pro Jahr auf Fr. 5'500.– belaufen. Ausserdem habe die 

Vorinstanz die eingereichten Belege für den Garagenplatz des Porsches, die 

Wechselschildgebühr sowie die Kosten für Benzin, Parkplatzgebühren und 

Bussen nicht berücksichtigt (Urk. 85 S. 21 f.). 

 Ausgewiesen sind die Kosten für die Wechselschildgebühr von Fr. 4.– pro 

Monat (Urk. 14/3/13), die Verkehrsabgabe von Fr. 55.– (Urk. 14/3/13), der 

Garagenplatz für den Porsche im Betrag von Fr. 162.– (Urk. 14/3/1) sowie 

die Kosten für die Parkkarte "Blaue Zone" von Fr. 20.–. (Urk. 14/3/13). Dass 

Kosten für den Unterhalt anfallen, ist überdies selbstverständlich. Die von 

der Gesuchstellerin eingereichten Belege (Urk. 14/3/13) sind aber zur Beur-

teilung der effektiven Kosten unbrauchbar. Für das Jahr 2010 und 2012 lie-

gen Rechnungen von wenigen hundert Franken vor, während für das Jahr 

2011 Reparaturkosten von Fr. 6'540.60 ausgewiesen werden. Den Hauptan-

teil an diesen Kosten bildet eine Rechnung für die Reparatur des Porsches 

im Betrag von Fr. 4'482.50, wobei bloss die erste und die letzte Seite der 

vierseitigen Rechnung eingereicht wurde. Ob grössere Reparaturarbeiten im 

Zusammenhang mit einem Unfall notwendig waren, welche entsprechend 

nicht regelmässig anfallen, kann daher nicht beurteilt werden. Ermessens-

weise ist für Reparatur- und Unterhaltskosten für beide Fahrzeuge ein Be-

trag von Fr. 200.– pro Monat anzurechnen. Für Benzin sind ermessensweise 

Fr. 100.– zu veranschlagen. Die Auslagen für Parkhäuser sind mit der hand-

schriftlichen Aufstellung (Urk. 14/3/13) nicht belegt. Die Kosten für die Zu-

lassung des Mini Coopers sind aufgrund ihrer Einmaligkeit nicht zu berück-

sichtigen. Dass im Bedarf keine Kosten für Ordnungsbussen berücksichtigt 

werden, versteht sich von selbst. Für die beiden Fahrzeuge sind daher ge-

samthaft Fr. 541.– zu berücksichtigen. 

 Zu den Autokosten hinzu kommen die ausgewiesenen Kosten für das Fahr-

rad von monatlich Fr. 13.– (Urk. 14/3/22) sowie die Kosten für die Benützung 

- 44 - 

des öffentlichen Verkehrs für die Gesuchstellerin im Betrag von Fr. 60.– 

(Urk. 14/3/21) sowie für C._____ im Betrag von Fr. 43.– (Urk. 14/3/34). Dies 

entspricht insgesamt Mobilitätskosten von Fr. 657.–.  

 Auf Seiten des Gesuchsgegners fehlen in der vorinstanzlichen Berechnung 

die geltend gemachten und anerkannten Auslagen für das ZVV-Abonnement 

von D._____ im Betrag von Fr. 43.– sowie diejenigen für das Velo in Höhe 

von Fr. 13.– (Urk. 26 S. 40 und Urk. 31 S. 16 f.). 

12) Die Vorinstanz hat im Bedarf der Gesuchstellerin den Betrag von Fr. 200.– 

für die Kosten im Zusammenhang mit dem Hund E._____ berücksichtigt 

(Urk. 86 S. 26). Dies blieb im Berufungsverfahren unangefochten. 

 Neu verlangt die Gesuchstellerin zusätzlich Fr. 320.– pro Monat für einen 

Hütedienst für E._____. Sie begründet dies mit ihrer Ausbildung, welche es 

erfordere, dass E._____ an durchschnittlich zwei Tagen die Woche fremdbe-

treut werde (Urk. 85 S. 22). Der Gesuchsgegner wehrt sich gegen die Be-

rücksichtigung der Kosten für einen Hütedienst und führt aus, er sei gerne 

bereit, E._____ während der Abwesenheit der Gesuchstellerin zu betreuen 

(Urk. 97 S. 15).  

 Dass aufgrund der ausbildungsbedingten Abwesenheit der Gesuchstellerin 

eine anderweitige Betreuung von E._____ von Nöten ist, leuchtet ein. Da der 

Gesuchsgegner den Familienhund aber ohnehin gerne betreuen möchte, ist 

nicht ersichtlich, weshalb eine kostspielige Fremdbetreuung einer Betreuung 

durch den Gesuchsgegner vorgezogen werden sollte. Es steht der Gesuch-

stellerin frei, E._____ in der Zeit ihrer Abwesenheit durch den Gesuchsgeg-

ner betreuen zu lassen. Vor diesem Hintergrund können keine zusätzlichen 

Kosten für E._____ berücksichtigt werden. 

 Dem Gesuchsgegner sind für die Ausgaben während seiner Betreuungszeit 

Fr. 50.– für den Familienhund E._____ im Bedarf zu berücksichtigen.  

- 45 - 

13) Für die Haushaltshilfe und den Gärtner hat die Vorinstanz im Bedarf der Ge-

suchstellerin einen Betrag von Fr. 600.– und im Bedarf des Gesuchsgegners 

einen solchen von Fr. 380.– berücksichtigt (Urk. 86 S. 29). 

 Die Gesuchstellerin verlangt die Berücksichtigung von Fr. 760.– für die 

Haushaltshilfe und Fr. 190.– für den Gärtner (Urk. 85 S. 22 f.). Es sei aus-

gewiesen, dass die Familie während rund 50 Stunden pro Monat von einer 

Haushaltshilfe unterstützt worden sei, welche pro Stunde Fr. 39.– gekostet 

habe. Weshalb die Vorinstanz der Gesuchstellerin lediglich zehn Stunden 

pro Woche zubillige, sei nicht ersichtlich. Der Gesuchsgegner gesteht der 

Gesuchstellerin Fr. 455.– für die Haushaltshilfe und Fr. 105.– für den Gärt-

ner zu (Urk. 94/85 S. 24).  

 In der Tat ist nicht ersichtlich, weshalb die Vorinstanz davon ausgeht, dass 

eine Haushaltshilfe während zehn Stunden pro Monat angemessen sei. Aus 

den E-Mails der Gesuchstellerin an die Assistentin des Gesuchsgegners ist 

ersichtlich, dass die Haushaltshilfe im Durchschnitt während rund 40 Stun-

den pro Monat gebraucht wurde (Urk. 14/3/4). Für die Gesuchstellerin und 

C._____ ist daher von einem Bedarf von rund 20 Stunden pro Monat auszu-

gehen. Bei einem Stundenlohn von Fr. 39.– entspricht dies Aufwendungen 

von Fr. 780.– im Monat, weshalb die beantragten Fr. 760.– in die Bedarfsbe-

rechnung aufzunehmen sind. Was den Gärtner anbelangt, ist mangels Bele-

gen auf die vom Gesuchsgegner anerkannten Fr. 105.– abzustellen. Ge-

samthaft ist der Gesuchstellerin daher ein Betrag von Fr. 865.– im Bedarf zu 

berücksichtigen.  

 Mit Blick auf den Gesuchsgegner vertritt die Gesuchstellerin die Ansicht, 

dass in seinem Bedarf keine Kosten für eine Haushaltshilfe berücksichtigt 

werden könnten, wenn er gar keine Haushaltshilfe beschäftige (Urk. 85 S. 

23). Der Vorinstanz ist aber zuzustimmen, dass mit Blick auf den Gedanken 

der Gleichbehandlung sowie ergänzend aufgrund des ausgewiesenen eheli-

chen Standards auch dem Gesuchsgegner ein Betrag für eine Haushaltshil-

fe anzurechnen ist. Der Gesuchsgegner verlangt den Betrag von Fr. 455.–, 

welcher ihm anzurechnen ist.  

- 46 - 

14) Unter dem Titel "Hobbies etc." hat die Vorinstanz die Positionen Sport, Mu-

sik, Kultur, Restaurantbesuche, Geschenke, Einladungen, Blumen, etc. zu-

sammengefasst. Auf Seiten der Gesuchstellerin hat sie die vom Gesuchs-

gegner anerkannten Fr. 1'827.–  für die Gesuchstellerin und Fr. 358.– für 

C._____ berücksichtigt. Beim Gesuchsgegner hat sie einen Betrag von Fr. 

1'640.– veranschlagt (Urk. 86 S. 30 f.). 

 Der Gesuchsgegner beanstandet die Bedarfsposition Hobbies auf Seiten der 

Gesuchstellerin nicht (Urk. 94/85 S. 24). Die Gesuchsgegnerin beantragt 

weiterhin Fr. 3'916.– für sich und Fr. 715.– für C._____ und verweist diesbe-

züglich auf die Begründung vor Vorinstanz (Urk. 85 S. 23). Die Berufung ist 

schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Nach der 

Rechtsprechung muss die Begründung in der Berufungsschrift selbst enthal-

ten sein; ein Verweis auf die Ausführungen im erstinstanzlichen Verfahren 

ist unzulässig (BGE 138 III 374 Erw. 4.3.1). Die Kritik der Gesuchstellerin mit 

Bezug auf die Bedarfsposition "Hobbies" ist daher nicht zu hören. 

 Der Gesuchsgegner hat vor Vorinstanz Kosten für Hobbies für D._____ im 

Betrag von Fr. 350.– geltend gemacht hat (Urk. 26 S. 40), was von der Ge-

suchstellerin nicht bestritten wurde (Urk. 31 S. 16 f.). Auf Seiten des Ge-

suchsgegners sind entsprechend zusätzlich Fr. 350.– für die Hobbies von 

D._____ zu berücksichtigen.  

15) Das Schulgeld inkl. der Nachhilfekosten für C._____ hat die Vorinstanz mit 

Fr. 2'000.– im Bedarf der Gesuchstellerin veranschlagt. Darin enthalten ist 

das Schulgeld in Höhe von Fr. 1'500.– sowie Fr. 100.– für Nachhilfe und 

Fr. 195.– für das Lernmaterial. Aufgrund der Tatsache, dass nicht völlig aus-

zuschliessen sei, dass C._____ im schulischen Bereich weiterhin Unterstüt-

zung in Form von Lerntherapien brauche, rundete die Vorinstanz den Betrag 

auf Fr. 2'000.– auf  (Urk. 86 S. 31). Der Gesuchsgegner wehrt sich gegen 

die Aufrundung und bringt vor, der Umstand, dass etwas "nicht völlig ausge-

schlossen" werden könne, reiche nicht aus, um eine Bedarfsposition zu be-

gründen. Es sei daher grundsätzlich von den anerkannten Schulkosten von 

Fr. 1'795.– auszugehen (Urk. 94/85 S. 24). Wie der Gesuchsgegner aber zu-

- 47 - 

treffend ausführt, betrifft diese Diskussion erst die Zeit ab 1. August 2013, 

nach dem Eintritt von C._____ in das Semi …. Zuvor haben die Schulkosten 

gemäss Gesuchsgegner Fr. 1'294.– pro Monat betragen, wobei C._____ von 

September 2012 bis März 2013 einen Vorbereitungskurs für das Gymnasi-

um besucht habe, welcher zusätzliche Kosten von Fr. 457.– monatlich ver-

ursacht habe (Urk. 94/85 S. 24 f. und Urk. 26 S. 24). Dies wurde von der 

Gesuchstellerin im vorinstanzlichen Verfahren nicht bestritten (Urk. 31 

S. 12). Entsprechend ist während der Monate Oktober 2012 bis Juni 2013 

von Schulkosten von Fr. 1'294.– zuzüglich sechs Mal Fr. 457.– auszugehen. 

Dies entspricht durchschnittlichen Kosten von Fr. 1'599.–. Hinzu kommen 

die vom Gesuchsgegner für diese Zeit anerkannten Fr. 10.– für Lernmaterial 

(Urk. 26 S. 24).  

 Betreffend die Tochter D._____ ist aktenkundig, dass sie eine kostenpflichti-

ge Privatschule besucht hat, welche Kosten von Fr. 1'470.– im Monat verur-

sacht hat (Urk. 12/20). Hinzu kommen die Kosten für einen Vorbereitungs-

kurs für das Gymnasium, welcher in der Zeitspanne vom 1. September 2012 

bis 30. März 2013 mit Fr. 457.– zu Buche schlug (Urk. 12/21). In der vorlie-

gend zu beurteilenden Zeitperiode vom 1. Oktober 2012 bis 30. Juni 2013 

sind für D._____ daher im Durchschnitt Kosten für Schule und Nachhilfe in 

Höhe von Fr. 1'775.– entstanden. Diese sind im Bedarf des Gesuchsgeg-

ners zu berücksichtigen. Hinzu kommen Fr. 30.– für Lernmaterialen, Lager, 

Schulausflüge, etc. Dieser Betrag haben beide Parteien im vorinstanzlichen 

Verfahren anerkannt (Urk. 26 S. 40 und Urk. 31 S. 16).  

16) Für Coiffeur und Wellness hat die Vorinstanz bei der Gesuchstellerin einen 

Betrag von Fr. 250.– und beim Gesuchsgegner einen solchen von Fr. 100.– 

berücksichtigt (Urk. 86 S. 31 f.). 

 Der Gesuchsgegner beanstandet die Bedarfsposition Coiffeur/Wellness 

nicht (Urk. 94/85 S. 25). Die Gesuchsgegnerin beantragt weiterhin Fr. 320.– 

und verweist diesbezüglich auf die Begründung vor Vorinstanz (Urk. 85 S. 

24). Die Berufung ist schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 

ZPO). Nach der Rechtsprechung muss die Begründung in der Berufungs-

- 48 - 

schrift selbst enthalten sein; ein Verweis auf die Ausführungen im erstin-

stanzlichen Verfahren ist unzulässig (BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Die Kritik 

der Gesuchstellerin mit Bezug auf die Bedarfsposition Coiffeur/Wellness ist 

daher nicht zu hören. 

17) Die Bedarfsposition 3. Säule ist im Berufungsverfahren nicht umstritten. 

18) Für Ferien hat die Vorinstanz im Bedarf der Gesuchstellerin Fr. 966.– und im 

Bedarf des Gesuchgegners Fr. 500.– berücksichtigt (Urk. 86 S. 32).  

 Die Gesuchstellerin verlangt die Berücksichtigung von Fr. 3'500.–, da eine 

Aufstellung über die Ferien der Familie der Jahre 2010-2012 belege, dass 

während des ehelichen Zusammenlebens Ferien im Betrag von Fr. 5'000.– 

pro Monat gemacht worden seien (Urk. 85 S. 24 f.). Der Gesuchgegner ist 

der Ansicht, im Jahr 2011 seien nur Ferienkosten von Fr. 16'500.– resp. im 

Jahr 2012 solche von Fr. 11'000.– für die ganze Familie ausgewiesen. Dies 

entspreche einem durchschnittlichen Betrag für Ferien von Fr. 13'750.– pro 

Jahr für die ganze Familie. Auf die Gesuchstellerin mit C._____ entfalle da-

her die Hälfte der Kosten im Betrag von Fr. 6'875.– pro Jahr resp. Fr. 572.– 

pro Monat. Er anerkenne aber einen Betrag von Fr. 500.– für die Gesuch-

stellerin und Fr. 300.– für C._____ ((Urk. 94/85 S. 25). 

 Dem Gesuchsgegner ist zuzustimmen, dass aufgrund der eingereichten Be-

lege Ferienkosten von Fr. 9'682.60 im Jahr 2010, Fr. 16'243.40 im Jahr 2011 

und Fr. 11'219.90 im Jahr 2012 ausgewiesen sind (Urk. 14/3/20). Dies ent-

spricht einem durchschnittlichen Betrag von Fr. 12'381.90 pro Jahr für die 

ganze Familie. Der Gesuchstellerin zusammen mit C._____ wären vor die-

sem Hintergrund die Hälfte der Kosten von Fr. 6'190.95 pro Jahr resp. Fr. 

515.– pro Monat anzurechnen. Der Gesuchsgegner anerkennt indes Fr. 

500.– für die Gesuchstellerin und Fr. 300.– für C._____, worauf abzustellen 

ist.  

 Dem Gesuchsgegner mit D._____ ist aufgrund des Gleichbehandlungsge-

bots derselbe Betrag für Ferien einzusetzen. 

- 49 - 

19) Unter dem Titel Gesundheitskosten/Brille hat die Vorinstanz der Gesuchstel-

lerin einen Betrag von Fr. 220.– und dem Gesuchsgegner einen solchen von 

Fr. 150.– zugebilligt (Urk. 86 S. 32). Der Gesuchsgegner lässt diese Position 

unbeanstandet (Urk. 94/85 S. 25). Die Gesuchstellerin verlangt die zusätzli-

che Berücksichtigung von Fr. 602.– pro Monat, weil sie am 6. Juni 2014 ei-

nen Unfall erlitten habe und alleine aufgrund dieses Ereignisses zusätzliche 

Gesundheitskosten von Fr. 432.– im Monat anfallen würden (Urk. 85 S. 25). 

 Gemäss Abzahlungsvereinbarung mit der L._____ werden die Raten in der 

Zeit vom 27. August 2014 bis 27. Mai 2015 geleistet, weshalb eine Berück-

sichtigung in der vorliegenden Phase ausser Betracht fällt.  

 Die vom Gesuchsgegner im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten 

und von der Gesuchstellerin anerkannten Gesundheitskosten von D._____ 

betragen Fr. 50.– (Urk. 26 S. 40 und Urk. 31 S. 16 f.). Ausserdem wurden für 

Therapiestunden Fr. 140.– anerkannt (Urk. 26 S. 40 und Urk. 31 S. 17).  

20) Die von der Gesuchstellerin geltend gemachten Kosten von Fr. 850.– pro 

Monat für die Allianz Risiko Versicherung hat die Vorinstanz im Bedarf der 

Gesuchstellerin berücksichtigt. Wie der Gesuchsgegner zutreffend ausführt, 

hat die Gesuchstellerin vor Vorinstanz selber angegeben, dass sich der Be-

trag von Fr. 850.– aus dem Betrag für die Einzahlung in die 3. Säule von 

Fr. 494.– und einem Betrag von Fr. 356.– für die Risikoversicherung bei der 

Allianz zusammensetze (Urk. 31 S. 11 ). Die Auslagen für die Einzahlung in 

die 3. Säule wurden aber bereits - sogar in einem grösseren Umfang - unter 

der Bedarfsposition 3. Säule berücksichtigt. Eine doppelte Berücksichtigung 

fällt ausser Betracht, weshalb im Bedarf der Gesuchstellerin lediglich der Be-

trag von Fr. 356.– zu veranschlagen ist. 

21) Für Lebensmittel hat die Vorinstanz keinen Betrag im Bedarf der Parteien 

berücksichtigt. Dies wäre mit Blick auf die zweistufige Berechnungsmethode 

mit Überschussverteilung auch nicht nötig. Da der Gesuchsgegner aber 

ausdrücklich einen Betrag von je Fr. 100.– für die Gesuchstellerin und 

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C._____ anerkennt (Urk. 94/85 S. 26), ist davon auszugehen. Beim Ge-

suchsgegner ist zusammen mit D._____ derselbe Zuschlag zu machen.  

22) Für Kleider hat die Vorinstanz keinen Betrag im Bedarf der Parteien berück-

sichtigt. Dies wäre mit Blick auf die zweistufige Berechnungsmethode mit 

Überschussverteilung auch nicht nötig. Da der Gesuchsgegner aber aus-

drücklich einen Betrag von Fr. 500.– für die Gesuchstellerin und einen sol-

chen von Fr. 200.– für C._____ anerkennt (Urk. 94/85 S. 26), ist davon aus-

zugehen. Beim Gesuchsgegner ist zusammen mit D._____ derselbe Zu-

schlag zu machen.  

23) Für den Computer der Gesuchstellerin hat die Vorinstanz keinen Betrag be-

rücksichtigt. Dies wäre mit Blick auf die zweistufige Berechnungsmethode 

mit Überschussverteilung auch nicht nötig. Da der Gesuchsgegner aber 

ausdrücklich einen Betrag von Fr. 20.– für die Gesuchstellerin anerkennt 

(Urk. 94/85 S. 26), ist davon auszugehen.  

24) Für Büromaterial hat die Vorinstanz keinen Betrag im Bedarf der Parteien 

berücksichtigt. Da der Gesuchsgegner ausdrücklich einen Betrag von Fr. 5.– 

für die Gesuchstellerin anerkennt (Urk. 94/85 S. 26), ist davon auszugehen.  

25) Schliesslich hat die Vorinstanz für Taschengeld der Kinder keinen Betrag im 

Bedarf der Parteien berücksichtigt. Der Gesuchsgegner anerkennt ausdrück-

lich einen Betrag von Fr. 280.– für C._____ (Urk. 94/85 S. 26). Davon ist 

auszugehen. Für D._____ ist entsprechend den unbestrittenen Ausführun-

gen des Gesuchsgegners (Urk. 94/85 S. 30) sowie mit Blick auf das höhere 

Alter von D._____ ein Betrag von Fr. 400.– für Taschengeld einzus