# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 140a2516-da40-5b65-8533-4ca518c49519
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.08.2019 C-6471/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6471-2017_2019-08-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-6471/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  A u g u s t  2 0 1 9  

Besetzung 
 Richterin Viktoria Helfenstein (Vorsitz), 

Richter Christoph Rohrer, Richter David Weiss,    

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Frankreich),   

vertreten durch Charles Flory, (Frankreich), 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung (IV), Rentenanspruch,  

Verfügung vom 9. November 2017. 

 

 

 

C-6471/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die 1977 geborene, in ihrer Heimat Frankreich wohnhafte A._______ (im 

Folgenden: Versicherte oder Beschwerdeführerin) arbeitete zuletzt ab dem 

1. Juli 2005 in ihrer Eigenschaft als Grenzgängerin bei der B._______ AG 

als Empfangsmitarbeiterin. Diese Stelle wurde ihr am 30. Mai 2008 per 

Ende Juni 2008 gekündigt. Nach erfolgter Meldung zur Früherfassung mel-

dete sie sich am 8. Mai 2008 bei der IV-Stelle des Kantons C._______ (im 

Folgenden: IV-Stelle C._______) erstmals zum Bezug von Leistungen der 

schweizerischen Invalidenversicherung (IV) an (Akten [im Folgenden: act.] 

der Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Ausland [im Folgen-

den: IVSTA oder Vorinstanz] 1 bis 10). Nach Durchführung der für die Be-

urteilung des Leistungsanspruchs massgeblichen Abklärungen in beruf-

lich-erwerblicher (act. 10) und medizinischer (11) Hinsicht erliess die IVSTA 

– nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (act. 13, 14, 21 und 23) 

– am 4. September 2008 eine Verfügung (act. 26), mit welcher das Leis-

tungsgesuch der Versicherten abgewiesen wurde. Diese Verfügung er-

wuchs – soweit aus den Akten ersichtlich – unangefochten in Rechtskraft. 

B.  

B.a Mit Datum vom 12. Juli 2010 meldete sich die Versicherte bei der IV-

Stelle C._______ neu an (act. 40). Nach Vorliegen der Akten der Versiche-

rung D._______ AG (act. 41) und weiterer medizinischer Dokumente (act. 

44, 47 bis 54, 57) bat Dr. med. E._______, Facharzt für Allgemeinmedizin 

und Arbeitsmedizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (im Folgenden: 

RAD) am 31. März 2011 um Einholung eines bidisziplinären Gutachtens 

(act. 58). Daraufhin beauftragte die IV-Stelle C._______ am 1. April 2011 

das Begutachtungszentrum F._______ (im Folgenden: F._______) mit ei-

ner umfassenden medizinischen Abklärung (act. 60); die entsprechende 

polydisziplinäre Expertise datiert vom 28. Juni 2011 (act. 71). Nachdem 

dieses Gutachten von Dr. med. E._______ vom RAD am 22. Juli 2011 für 

nachvollziehbar und schlüssig befunden worden war (act. 73), erliess die 

IV-Stelle C._______ am 26. September 2011 einen Vorbescheid, mit wel-

chem der Versicherten mit Wirkung ab 1. Februar 2009 bis 31. März 2011 

eine befristete Viertelsrente in Aussicht gestellt wurde (act. 80; vgl. auch 

act. 86). Nach Einwand der Versicherten (act. 81 bis 85) erliess die IVSTA 

am 13. Dezember 2011 zwei dem Vorbescheid vom 26. September 2011 

im Ergebnis entsprechende Verfügungen (je zu den Perioden 1. Februar 

2009 bis 31. Mai 2010 und 1. Juni 2009 bis 31. März 2011; act. 88). Die 

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hiergegen erhobene Beschwerde wurde vom Bundesverwaltungsgericht 

mit Urteil vom 30. Januar 2013 insofern gutgeheissen, als die Verfügungen 

vom 13. Dezember 2011 aufgehoben wurden und die Sache zum Erlass 

einer neuen Verfügung im Sinn der Erwägungen 9.3, 9.4 und 9.5 an die 

Vorinstanz zurückgewiesen wurde (act. 108). 

B.b Nach Eingang weiterer Arztberichte bei der IV-Stelle C._______ (act. 

109, 110, 112 bis 116, 119) und nachdem Dr. med. E._______ vom RAD 

am 15. Juli 2013 eine weitere Stellungnahme abgegeben hatte (act. 121), 

beauftragte die IV-Stelle C._______ am 4. September 2013 die Dres. med. 

G._______, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, und 

H._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, mit einer bidis-

ziplinären Begutachtung (act. 126 und 127); die entsprechenden Experti-

sen datieren vom 25. November und 3. Dezember 2013 (act. 131 und 132). 

Nachdem Dr. med. E._______ am 6. Januar 2014 die Auffassung vertreten 

hatte, das bidisziplinäre Gutachten sei schlüssig und bedürfe keiner medi-

zinischen Nachfrage (act. 134), erliess die IV-Stelle C._______ am 28. Ja-

nuar 2014 einen Vorbescheid, mit welchem sie – entgegen den vom Bun-

desverwaltungsgericht mit Urteil vom 30. Januar 2013 aufgehobenen Ver-

fügungen vom 13. Dezember 2011 – die Abweisung des Rentenanspruchs 

beabsichtigte (act. 136). Nachdem die Einwendungen der Versicherten 

vom 3. Februar 2014 nicht verbessert worden waren (act. 137 und 138), 

erliess die IVSTA am 27. März 2014 eine dem Vorbescheid vom 28. Januar 

2014 im Ergebnis entsprechende Verfügung (act. 142). Dieser Entscheid 

wurde – soweit aus den vorliegenden Akten ersichtlich – ebenfalls unange-

fochten rechtskräftig. 

C.  

Einen Tag vor dieser Verfügung stellte die Versicherte beim ausländischen 

Sozialversicherer am 26. März 2014 erneut einen Antrag auf Leistungen 

der schweizerischen Invalidenversicherung; dieses am 1. Oktober 2014 

vom bearbeitenden Sozialversicherungsträger in Frankreich unterzeich-

nete Gesuch ging am 28. Oktober 2014 bei der IV-Stelle C._______ ein 

(act. 150, insb. S. 9 Ziffer 14 und S. 10 Ziffer 18.4). In Kenntnis der am 20. 

November 2014 nachgereichten medizinischen Akten (act. 154) empfahl 

Dr. med. E._______ vom RAD am 17. Dezember 2014 die Einholung eines 

psychiatrischen Gutachtens bei Dr. med. H._______ (act. 155); der ent-

sprechende Auftrag datiert vom 27. Januar 2015 (act. 159). Nachdem am 

16. April 2015 das psychiatrische Gutachten erstellt worden war (act. 160) 

und Dr. med. E._______ am 5. Juni 2015 erneut eine Stellungnahme ab-

gegeben hatte (act. 162), erliess die IV-Stelle C._______ am 12. Juni 2015 

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einen weiteren Vorbescheid, mit welchem sie der Versicherten erneut die 

Abweisung des Rentenanspruchs in Aussicht stellte (act. 163). Nachdem 

die Versicherte hiergegen am 25. Juni 2015 (act. 164) und 7. Juli 2015 ihre 

Einwendungen hatte vorbringen lassen und Dr. med. E._______ am 17. 

August 2015 die Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen für 

nicht notwendig erachtet hatte (act. 171), erliess die IVSTA am 14. Sep-

tember 2015 eine Verfügung, mit welcher der Inhalt des Vorbescheids vom 

12. Juni 2015 bestätigt wurde (act. 173). Auch diese Verfügung erwuchs – 

soweit aus den Akten ersichtlich – unangefochten in Rechtskraft. 

D.  

Nachdem die Versicherte der IV-Stelle C._______ am 4. April 2016 weitere 

Unterlagen hatte zukommen lassen (act. 180), liess sie mit Schreiben vom 

4. August 2016 eine Verschlechterung des Gesundheitszustands geltend 

machen und um Prüfung der Rentenfrage ersuchen (act. 184). Daraufhin 

bat Dr. med. E._______ am 29. September 2016 um die Einholung eines 

Verlaufsgutachtens bei Dr. med. H._______ (act. 188). Nach Vorliegen des 

Berichts von Dr. I._______ vom 21. Oktober 2016 (act. 192 und 198) er-

stellte die IV-Stelle C._______ am 20. Dezember 2016 den Gutachtensauf-

trag an Dr. med. H._______ (act. 202). In der Folge liess die Versicherte 

der IV-Stelle C._______ unaufgefordert weitere medizinischen Dokumente 

zustellen, welche zusammen mit dem von der IV-Stelle C._______ bei Dr. 

J._______ verlangten Arztbericht vom 13. Mai 2017 ebenfalls an Dr. med. 

H._______ weitergeleitet wurden (act. 203, 206, 207, 210 bis 212, 214 bis 

216, 217 bis 219, 222 bis 232). Nach Vorliegen des psychiatrischen Gut-

achtens vom 19. Mai 2017 (act. 233) sowie der Beurteilung von Dr. med. 

E._______ vom 10. August 2017 (act. 236) teilte die IV-Stelle C._______ 

der Versicherten mit Vorbescheid vom 24. August 2017 mit, ihr neues Leis-

tungsbegehren werde abgewiesen (act. 237). Hiergegen liess die Versi-

cherte unter Beilage weiterer medizinischer Schriftstücke am 31. August 

und 18. September 2017 ihre Einwendungen vorbringen (act. 238 bis 242). 

Nach einer weiteren Beurteilung durch Dr. med. E._______ vom 20. Okto-

ber 2017 (act. 245) erliess die IVSTA am 9. November 2017 eine dem Vor-

bescheid vom 24. August 2017 im Ergebnis entsprechende Verfügung (act. 

248). 

E.  

E.a Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch Charles Flory, Präsi-

dent des C.P.T.F.E., beim Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 

14. November 2017 Beschwerde erheben und sinngemäss die Aufhebung 

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der Verfügung vom 9. November 2017 und die Durchführung einer medizi-

nischen Begutachtung beantragen (act. im Beschwerdeverfahren [im Fol-

genden: B-act.] 1). Zur Begründung wurde zusammengefasst vorgebracht, 

die Versicherte sei invalid, was auch die „Caisse Primaire d’Assurance Ma-

ladie in (…)“ anerkannt habe. Es sei unverständlich, weshalb die IV-Stelle 

C._______ keine Invalidität anerkenne. Die Versicherte sei mehrmals in 

der Psychiatrie hospitalisiert gewesen. 

E.b Nachdem die Beschwerdeergänzung vom 17. November 2017 am 21. 

November 2017 beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen war (B-act. 

2), forderte die Instruktionsrichterin die Beschwerdeführerin mit Zwischen-

verfügung vom 23. November 2017 unter Hinweis auf die Säumnisfolgen 

(Nichteintreten auf die Beschwerde) auf, einen Kostenvorschuss von 

Fr. 800.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten (B-

act. 3 und 4). Dieser Aufforderung kam die Beschwerdeführerin nach (B-

act. 5). 

E.c In ihrer Vernehmlassung vom 20. März 2018 verwies die Vorinstanz 

auf die Stellungnahme der IV-Stelle C._______ vom 12. März 2018 und 

beantragte die Abweisung der Beschwerde (B-act. 9). 

Die IV-Stelle C._______ stellte ebenfalls den Antrag auf Abweisung der Be-

schwerde und führte zur Begründung betreffend die psychische Situation 

zusammengefasst aus, es sei ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. med. 

H._______ in Auftrag gegeben worden. Als Diagnosen mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit sei eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0) so-

wie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) attes-

tiert worden. Der Gutachter habe zusammenfassend angegeben, an der 

Beurteilung der Psychodiagnostik und der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

habe sich aus psychiatrischer Sicht im Vergleich zu den beiden vorange-

gangenen Beurteilungen nichts verändert. Er würdige die in der Anmeldung 

angegebene psychische Krise, die zu einer Zwangseinweisung geführt 

habe, ausführlich und begründe nachvollziehbar und schlüssig, weswegen 

sich aus den Akten keine Hinweise für eine eigentliche psychotische Epi-

sode ergäben. Dr. med. H._______ setze sich auch intensiv mit den Vorak-

ten und den neu eingereichten Berichten von Dr. I._______ sowie den Aus-

trittsberichten der Klinik K._______ wie auch der Psychiatrischen Klinik 

L._______ auseinander. Er zeige klar und nachvollziehbar auf, weshalb auf 

diese Berichte nicht abgestützt werden könne. Das Gutachten genüge den 

Kriterien des Bundesgerichts vollumfänglich. Folglich könne darauf abge-

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stützt werden. Auch werde anhand der Standardindikatoren klar aufge-

zeigt, dass die Auswirkungen der Krankheit keinesfalls zu einer Einschrän-

kung der Arbeitsfähigkeit von mehr als 20 % führten. Es seien genügend 

Ressourcen vorhanden. Auch der im Vorbescheidverfahren neu einge-

reichte Bericht von Dr. I._______ – welcher von Dr. med. H._______ nicht 

berücksichtigt worden sei – vermöge an der bisherigen Festlegung der Ar-

beitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nichts zu ändern. Wie auch vom 

RAD im Bericht vom 20. Oktober 2017 festgehalten, stimme dieser Bericht 

vom 25. September 2017 mit demjenigen vom 31. März 2017, welcher von 

Dr. med. H._______ bereits gewürdigt worden sei, fast wortwörtlich über-

ein.  

Hinsichtlich der rheumatologischen Situation brachte die IV-Stelle 

C._______ zusammengefasst vor, die psychischen Probleme der Be-

schwerdeführerin seien immer im Vordergrund gestanden. Trotzdem habe 

die IV-Stelle auch die rheumatologischen Beschwerden gründlich abklären 

lassen. Gemäss dem ausführlichen rheumatologischen Gutachten von Dr. 

med. G._______ vom 25. November 2013 hätten keine Diagnosen mit Aus-

wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vorgelegen. Die Beschwerdeführerin sei 

in ihrer angestammten Tätigkeit im kaufmännischen Bereich zu 100 % ar-

beitsfähig. Nur eine schwere körperliche Arbeit sei für sie ungünstig. Auch 

der RAD habe seit der Begutachtung im Laufe des Verfahrens ver-

schiedentlich zu weiteren Arztberichten Stellung genommen. Er habe im-

mer festgehalten, dass sich der Gesundheitszustand aus rheumatologi-

scher Sicht nicht verschlechtert habe. Zuletzt sei im RAD-Bericht vom 20. 

Oktober 2017 ausführlich zu den – im Vorbescheidverfahren neu einge-

reichten – ärztlichen Berichten – Stellung genommen worden. Der RAD sei 

zum Schluss gekommen, dass auch die ischialgischen Schmerzen bzw. 

die diagnostizierte Diskopathie mit einer Arbeitsfähigkeit gut einhergehen 

würden. Die Arbeitsfähigkeit sei nur qualitativ mässig eingeschränkt. 

Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne allzu grosse Rückenbelastun-

gen seien möglich. Daraus folge, dass die Arbeitsfähigkeit in der ange-

stammten Tätigkeit zu 100 % möglich sei. Der medizinische Sachverhalt 

sei somit auch in dieser Hinsicht genügend abgeklärt. Weitere Abklärungen 

seien nicht notwendig. Auch der Einwand, die Beschwerdeführerin sei von 

der Caisse Primaire d’Assurance Maladie in (…) als invalid anerkannt wor-

den, sei unbehelflich. Die IV sei bei ihrer Beurteilung nicht an andere Ein-

schätzungen gebunden. Somit sei eine Verschlechterung des Gesund-

heitszustands weder in psychischer noch rheumatologischer Sicht im Ver-

gleich zur Verfügung vom 14. September 2015 ausgewiesen. 

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Seite 7 

E.d In der Replik vom 12. April 2018 verzichtete der Rechtsvertreter auf 

weitere materielle Ausführungen. Stattdessen reichte er einen Bericht von 

Dr. I._______ vom 10. Januar 2018 sowie eine Liste von Berichten und 

medizinischen Dokumenten ein (B-act. 12). 

E.e In ihrer Duplik vom 17. Mai 2018 verwies die Vorinstanz auf die Stel-

lungnahme der IV-Stelle C._______ vom 11. Mai 2018 und hielt an ihren 

Rechtsbegehren fest (B-act. 14). 

Die IV-Stelle C._______ brachte in der oben erwähnten Stellungnahme er-

gänzend vor, aus dem neu eingereichten Bericht von Dr. I._______ vom 

10. April 2018 lasse sich nichts Neues zu Gunsten der Beschwerdeführerin 

ableiten. Es sei nach wie vor auf das Gutachten von Dr. med. H._______, 

welches den bundesgerichtlichen Anforderungen vollumfänglich genüge, 

abzustellen. 

E.f Mit prozessleitender Verfügung vom 25. Mai 2018 wurde der Schriften-

wechsel geschlossen (B-act. 15). 

E.g Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtschriften und Be-

weismittel der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Er-

wägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den an-

fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz 

des Bundesverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch 

Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die In-

validenversicherung [IVG, SR 831.20] sowie Art. 40 Abs. 2 und Abs. 3 der 

Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 

831.201]). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist in casu nicht 

gegeben (Art. 32 VGG). 

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Seite 8 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Ok-

tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmun-

gen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversiche-

rungen anwendbar, wenn und soweit es die einzelnen Sozialversiche-

rungsgesetze vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 

auf die IV anwendbar (Art. 1a-26bis und 28-70), soweit das IVG nicht aus-

drücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den all-

gemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht 

mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejeni-

gen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeur-

teilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 22a 

in Verbindung mit Art. 60 ATSG und Art. 50 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 

VwVG). Als Adressatin der angefochtenen Verfügung vom 9. November 

2017 (act. 248) ist die Beschwerdeführerin berührt und hat ein schutzwür-

diges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG). 

Nachdem auch der Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- fristgerecht 

geleistet worden ist (B-act. 5), ergibt sich zusammenfassend, dass sämtli-

che Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist daher 

einzutreten. 

1.4 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung der Vorinstanz vom 9. November 2017 (act. 248), mit welcher 

der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin abgewiesen worden ist. Auf-

grund der (sinngemässen) Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin und 

deren Begründung ist streitig und zu prüfen, ob die angefochtene Verfü-

gung vom 9. November 2017 rechtmässig ist resp. die Beschwerdeführerin 

Anspruch auf eine IV-Rente hat und in diesem Zusammenhang, ob die Vor-

instanz den Sachverhalt in medizinischer Hinsicht rechtsgenüglich abge-

klärt und gewürdigt hat oder ob eine medizinische Begutachtung zu veran-

lassen ist.  

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

C-6471/2017 

Seite 9 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.  

Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren weiter anwendba-

ren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

2.1 Die Beschwerdeführerin verfügt über die französische Staatsbürger-

schaft und wohnt in Frankreich (act. 9), so dass vorliegend das am 1. Juni 

2002 in Kraft getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidge-

nossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft andererseits 

über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, im Fol-

genden: FZA, SR 0.142.112.681) anwendbar ist (Art. 80a IVG in der Fas-

sung gemäss Ziff. I 4 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 2001 be-

treffend die Bestimmungen über die Personenfreizügigkeit im Abkommen 

zur Änderung des Übereinkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 

1. Juni 2002). Das Freizügigkeitsabkommen setzt die verschiedenen bis 

dahin geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen 

Union insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 

FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicher-

heit koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der 

Vertragsstaaten zu gewährleisten.  

2.2 Mit Blick auf den Verfügungszeitpunkt (9. November 2017) finden vor-

liegend die am 1. April 2012 in Kraft getretenen und per 1. Januar 2015 

revidierten Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme 

der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1, inkl. Änderungen per 1. Ja-

nuar 2015) sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die 

Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung 

der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.11, inkl. Änderun-

gen per 1. Januar 2015) Anwendung. Gemäss Art. 4 der Verordnung (EG) 

Nr. 883/2004 haben Personen, für die diese Verordnung gilt, sofern (in die-

ser Verordnung) nichts anderes bestimmt ist, die gleichen Rechte und 

Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die 

Staatsangehörigen dieses Staates. 

2.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

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folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). 

Im vorliegenden Verfahren finden demnach jene Vorschriften Anwendung, 

die spätestens beim Erlass der Verfügung vom 9. November 2017 in Kraft 

standen (so auch die Normen der am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen 

Fassung des IVG vom 18. März 2011 [6. IV-Revision]); weiter aber auch 

solche, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind. 

2.4 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG, vgl. auch E. 2.5 

hiernach) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorge-

sehenen Dauer Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-

sicherung (AHV/IV) geleistet hat, d.h. während mindestens dreier Jahre 

(Art. 36 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung). Diese 

Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein 

Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist. Die Beschwerdeführe-

rin hat unbestrittenermassen während mehr als drei Jahren AHV/IV-Bei-

träge geleistet (5 Jahre und 3 Monate; act. 88), so dass die Voraussetzung 

der Mindestbeitragsdauer gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 

2008 geltenden Fassung erfüllt ist. 

2.5 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge 

von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). 

Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dau-

ernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, 

sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff 

enthält damit zwei Elemente: ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren 

Sinn (dauerhafte oder länger dauernde Einschränkung der Erwerbsfähig-

keit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, 

ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 8 Rz. 7). Arbeits-

unfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 

bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei 

langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf 

oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

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Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-

rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 

ATSG). 

2.6 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 

auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 

ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-

wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-

fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 

anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-

gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 

281 E. 2.1). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht 

gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 

beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 

der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-

scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 

nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 

objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-

gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 

E. 4.4). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da-

mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun-

gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung al-

len guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-

wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 

bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2014 IV Nr. 2 

S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person 

trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit 

auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies 

ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 

279 E. 3.2.1; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2). 

2.7 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung 

haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähig-

keit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder 

verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne 

wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 

(Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu min-

destens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). Gemäss Art. 28 

C-6471/2017 

Seite 12 

Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung besteht der Anspruch auf 

eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derje-

nige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine 

halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein sol-

cher auf eine Viertelsrente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 gelten-

den Fassung) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 

50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohn-

sitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, 

soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine abweichende Rege-

lung vorsehen. Eine solche Ausnahme ist vorliegend gegeben (vgl. Art. 7 

der Verordnung [EG] Nr. 883/2004). Nach der Rechtsprechung des Bun-

desgerichts (bis Ende Dezember 2006: Eidgenössisches Versicherungs-

gericht [EVG]) stellt diese Regelung nicht eine blosse Auszahlungsvor-

schrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 

275 E. 6c). 

2.8 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-

urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 

ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden kön-

nen (BGE 140 V 193 E. 3.2; 132 V 93 E. 4). Sache des (begutachtenden) 

Mediziners ist es zunächst, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit 

den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung 

der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf 

die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine 

Aufgabe, wofür Verwaltung und Gerichte nicht kompetent sind. Bei der Fol-

genabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 

die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 

Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsun-

fähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 

Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztli-

chen Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der 

Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden kön-

nen. Nötigenfalls sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die 

C-6471/2017 

Seite 13 

Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachperso-

nen der beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 

140 V 193 E. 3.2). Demgegenüber fällt es nicht in den Aufgabenbereich 

des Arztes oder der Ärztin, sich zur Höhe einer allfälligen Rente zu äussern, 

da der Begriff der Invalidität nicht nur von medizinischen, sondern auch von 

erwerblichen Faktoren bestimmt wird (vgl. Art. 16 ATSG). 

2.9 Tritt die Verwaltung – wie im vorliegenden Fall – auf die Neuanmeldung 

ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, 

ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des 

Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der 

Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 

Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 

hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 

um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) In-

validität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall ob-

liegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 

198 E. 3a; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). Liegt eine erhebliche Ände-

rung des Sachverhalts vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tat-

sächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für 

die Leistungsberechtigung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums neu 

und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 

V 9 E. 2.3, 117 V 198 E. 4b; SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2). 

2.10 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 

das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 

unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden 

hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strit-

tigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einan-

der widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledi-

gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an-

zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).  

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-

C-6471/2017 

Seite 14 

gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-

nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Unab-

hängig davon, ob es sich um eine nachweisliche organische Pathologie 

oder um ein unklares Beschwerdebild handelt, setzt eine Anspruchsbe-

rechtigung stets eine nachvollziehbare ärztliche Beurteilung der Auswir-

kungen des Gesundheitsschadens auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 

voraus. Dabei können – insbesondere unklaren Beschwerdebildern inhä-

rente – Abklärungs- und Beweisschwierigkeiten die Berücksichtigung wei-

terer Lebens- und Aktivitätsbereiche wie etwa Freizeitverhalten oder fami-

liäres Engagement erfordern, um das Ausmass der Einschränkungen zu 

plausibilisieren, wobei auch fremdanamnestische Angaben zu berücksich-

tigen sind. Ohne Einbezug solcher Indizien, wie sie im Rahmen der festen 

Praxis zu den organisch nicht nachweisbaren unklaren Beschwerdebildern 

(BGE 141 V 281 E. 4.4.1) regelmässig zu berücksichtigen sind, ist eine 

ärztliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht beweiskräftig (BGE 140 V 290 

E. 3.3.2). In den konsistenten Nachweis einer gestörten Aktivität und Par-

tizipation einzubeziehen sind nur funktionelle Ausfälle, die sich aus denje-

nigen Befunden ergeben, welche auch für die Diagnose der Gesundheits-

beeinträchtigung massgebend gewesen sind. Die Einschränkung in den 

Alltagsfunktionen, welche begrifflich zu einer lege artis gestellten Diagnose 

gehört, wird mit den Anforderungen des Arbeitslebens abgeglichen und an-

hand von Schweregrad- und Konsistenzkriterien in eine allfällige Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit umgesetzt. Auf diesem Weg können gel-

tend gemachte Funktionseinschränkungen über eine sorgfältige Plausibili-

tätsprüfung bestätigt oder verworfen werden (BGE 141 V 281 E. 2.1.2). 

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 

Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a) genügen, auch hinsichtlich der erforder-

lichen ärztlichen Qualifikationen (vgl. hierzu Urteil des BGer 9C_736/2009 

vom 26. Januar 2010 E. 2.1), haben sie einen vergleichbaren Beweiswert 

wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2). Eine von 

anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beur-

teilung vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es 

gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem 

Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung 

abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist 

eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage 

der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2). Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels 

C-6471/2017 

Seite 15 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stel-

lungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 

V 210 E. 6.2.2, 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a). 

Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fach-

personen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arz-

tes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auf-

tragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc) nicht, um solche Zweifel 

auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten 

anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen 

haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung 

veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6). 

3.  

Mit Blick auf den französischen Rentenbescheid der Caisse Primaire d’As-

surance Maladie du (…) vom 27. Dezember 2016 (act. 207), mit welchem 

der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Januar 2017 eine Rente 

(catégorie: 2; taux de calcul: 50 %) zugesprochen wurde, ist vorab festzu-

halten, dass die Versicherte daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann, 

denn ihr allfälliger Rentenanspruch bestimmt sich alleine aufgrund der 

schweizerischen Bestimmungen. Es besteht für die rechtsanwendenden 

Behörden in der Schweiz keine Bindung an die Feststellungen ausländi-

scher Versicherungsträger, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad 

und Anspruchsbeginn (vgl. BGE 130 V 253 E.4 und AHI 1996, S. 179; 

vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2), und aus dem Ausland stammende Be-

weismittel unterliegen der freien Beweiswürdigung des Gerichts (vgl. Urteil 

des BVGer C-3377/2016 vom 28. März 2017 E. 4 mit Hinweisen; zum 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung vgl. BGE 125 V 351 E. 3a). 

4.  

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 

erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungs-

verfahren durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letz-

ten materiellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, 

mit demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 

E. 5.3; 130 V 71 E. 3.1). In Anwendung dieser höchstrichterlichen Recht-

sprechung bilden im vorliegenden Fall zeitliche Referenzpunkte einerseits 

der 27. März 2014 (act. 142; Datum der letzten rechtskräftigen Verfügung, 

welcher eine rechtsgenügliche materielle Beurteilung zu Grunde lag) und 

andererseits der 9. November 2017 (act. 248; Datum der vorliegend ange-

fochtenen Verfügung). 

C-6471/2017 

Seite 16 

5.  

5.1 Im Rahmen des Erlasses der Verfügung vom 27. März 2014 dienten 

der Vorinstanz als Entscheidbasis in medizinischer Hinsicht hauptsächlich 

die Gutachten der Dres. med. G._______, Facharzt für Rheumatologie und 

Innere Medizin, und H._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-

rapie, vom 25. November und 3. Dezember 2013 (act. 131 und 132). Diese 

Expertisen sind nachfolgend zusammengefasst wiederzugeben: 

5.1.1 Dr. med. G._______ stellte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit keine 

Diagnosen. Ohne Einfluss erwähnte er ein Ganzkörperschmerzsyndrom 

ohne organische Ursache, einen radiomorphologisch beginnenden engen 

Spinalkanal C5/6 und C6/7 mit bildgebend beginnender zervikaler Myelo-

pathie sowie eine kleine mediane Diskushernie L4/5 (ohne klinische Zei-

chen einer cervicalen Myelopathie). Weiter berichtete er, er führe nicht die 

Diagnose einer Fibromyalgie auf, weil nicht nur die Fibromyalgie-Druck-

punkte positiv seien, sondern sämtliche zufällig und frei gewählten Punkte. 

Betreffend die Arbeits- und Leistungsfähigkeit führte Dr. med. G._______ 

aus, für eine Tätigkeit im kaufmännischen Bereich bestehe eine Arbeitsfä-

higkeit von 100 %; eine solche bestehe für jegliche leichte bis mittel-

schwere Tätigkeit. Eine körperliche Schwerarbeit sei ungünstig. Es fänden 

sich erhebliche Diskrepanzen zwischen den subjektiven Angaben und den 

objektiv erhebbaren Befunden. Die Prognose sei äusserst ungünstig, dies 

insbesondere auch deshalb, weil die Versicherte angebe, dass ihr eine 

schwere Wirbelsäulenoperation im Bereich der HWS bevorstehe. Man 

müsste sich hier sehr gut überlegen, ob man eine derartige Patientin auch 

beim bildgebenden Nachweis einer beginnenden zervikalen Myelopathie 

im Bereich der HWS operieren wolle. Hier wäre auch noch eine neurologi-

sche Beurteilung angezeigt, bevor ein derartig schwerwiegender Entscheid 

gefällt werde. Es sei nicht zu erwarten, dass es nach einer HWS-Operation 

besser gehen werde, denn hier sei ein infauster Verlauf klar vorgezeichnet. 

5.1.2 In seinem psychiatrischen Gutachten diagnostizierte Dr. med. 

H._______ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte depressive 

Episode (ICD-10: F32.0) sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstö-

rung (ICD-10: F45.4). Ohne Auswirkungen erwähnte er ein Benzodiazepi-

nabhängigkeitssyndrom (ICD-10: F13.25) und führte weiter zusammenfas-

send aus, der Versicherten könnten aus psychiatrischer Sicht qualitative 

Funktionseinbussen in der Höhe von maximal 20 % attestiert werden. In 

der angestammten und in einer Verweisungstätigkeit bestehe aus psychi-

atrischer Sicht eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Es sei nicht nachvollziehbar, 

C-6471/2017 

Seite 17 

dass eine 5-jährige Benzodiazepin-Behandlung nicht unterbrochen werde 

bzw. es zu einer solchen Behandlung mit so hoher Dosierung gekommen 

sei. Es müsse klar davon ausgegangen werden, dass ein wesentlicher Teil 

der Müdigkeit, der subjektiv erlebten Erschöpftheit und der Antriebsminde-

rung auf diesen langjährigen und hochdosierten Benzodiazepinkonsum zu-

rückzuführen sei. Der Versicherten wären berufliche Massnahmen aus 

psychiatrischer Sicht auf jeden Fall zumutbar. Allerdings sehe sie sich als 

gar nicht arbeitsfähig, sodass vor diesem Hintergrund jegliche Angebote 

für berufliche Massnahmen möglicherweise sehr früh scheitern würden. Im 

Rahmen der gesamtmedizinischen Konsensbeurteilung wurde schliesslich 

berichtet, in der bisherigen Tätigkeit gelte die psychiatrische Beurteilung. 

In einer Verweisungstätigkeit gelte die psychiatrische Beurteilung, solange 

es sich dabei um eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit handle. 

5.2 Im Zusammenhang mit der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 

9. November 2017 (act. 248) stützte sich die Vorinstanz in medizinischer 

Hinsicht insbesondere auf das psychiatrische Verlaufsgutachten von 

Dr. med. H._______ vom 19. Mai 2017 (act. 233) sowie die Beurteilungen 

des RAD-Arztes Dr. med. E._______ vom 10. August 2017 (act. 236) und 

20. Oktober 2017 (act. 245). Diese medizinischen Dokumente sind nach-

folgend ebenfalls zusammengefasst wiederzugeben und einer Würdigung 

zu unterziehen. 

5.2.1 Dr. med. H._______ diagnostizierte im Verlaufsgutachten vom 19. 

Mai 2017 – wie bereits im Gutachten vom 3. Dezember 2013 – mit Auswir-

kung auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte depressive Episode (ICD-10: 

F32.0) sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: 

F45.4). Ohne Auswirkungen erwähnte er ein Benzodiazepinabhängigkeits-

syndrom (ICD-10: F13.25). Weiter führte er aus, es habe sich an der Beur-

teilung der Psychodiagnostik wie auch an der Beurteilung der Arbeitsfähig-

keit aus psychiatrischer Sicht nichts verändert im Vergleich zu seinen bei-

den psychiatrischen Vorgutachten. Aufgrund der Inkonsistenzen müssten 

die objektiven Untersuchungsbefunde und nicht die subjektiven Angaben 

der Versicherten gewürdigt werden. Diese Inkonsistenzen ergäben sich 

beim Vergleich der subjektiven Angaben der Versicherten mit den objekti-

ven Untersuchungsbefunden. Betreffend die psychische Krise im Januar 

2016 berichtete Dr. med. H._______ weiter, im Austrittsbericht der Psychi-

atrischen Klinik L._______ vom 17. März 2016 werde erwähnt, dass die 

Versicherte einzelne Antworten in inkohärenter Weise abgegeben habe. 

Man könne sich auf diese rudimentären Angaben nicht abstützen, weil der 

Begriff der Inkohärenz in der klinischen Psychiatrie ganz unterschiedlich 

C-6471/2017 

Seite 18 

und häufig nicht korrekt verwendet werde. Aus den Akten ergäben sich 

keine Hinweise auf eine eigentliche psychotische Episode. Hätte es sich 

um eine solche gehandelt, wäre diese akut und vorübergehend gewesen. 

Wenn die Versicherte mitteile, dass sie ein totales Blackout gehabt habe, 

könnte dies für eine gewisse dissoziative bzw. konversive Symptomatik im 

Rahmen einer Belastungssituation sprechen. Man wisse auch nicht genau, 

wie lange diese Episode tatsächlich gedauert habe. Falls sie von kurzer 

Dauer gewesen sei, könnte eine sog. akute Belastungsreaktion gemäss 

ICD-10: F43.0 vorgelegen haben. Eine psychotische Grundstörung könne 

mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Aufgrund der Gesamtschau der di-

versen Beurteilungsdimensionen könne weiterhin festgehalten werden, 

dass bei der Versicherten qualitative Funktionsfähigkeiten in der Höhe von 

80 % vorlägen. Sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch in einer 

Verweisungstätigkeit bestehe aus psychiatrischer Sicht eine 80%ige Ar-

beitsfähigkeit. Es könne auch diesmal gesagt werden, dass der Versicher-

ten aus psychiatrischer Sicht berufliche Massnahmen zugemutet werden 

könnten. Da sie sich jedoch weiterhin nicht arbeitsfähig sehe, würden jeg-

liche Angebote für berufliche Massnahmen scheitern. 

5.2.2 In seiner Stellungnahme vom 10. August 2017 führte Dr. med. 

E._______ aus, das psychiatrische Gutachten sei sehr ausführlich ge-

schrieben, es basiere auf den Vorakten, auf eigener Anamnese und Unter-

suchung. Die Diagnosen würden begründet hergeleitet und daraus die Ar-

beitsfähigkeit bestimmt. Die Diskrepanzen würden diskutiert, und es ver-

blieben keine offenen Fragen. Das Gutachten sei nachvollziehbar und 

schlüssig. Der neue Arztbericht von Dr. med. J._______ habe vom Gutach-

ter nicht mehr diskutiert werden können. Hierzu nehme er wie folgt Stel-

lung: Die Fibromyalgie werde im psychiatrischen Gutachten als somato-

forme Schmerzstörung erwähnt, was gleichzusetzen sei. Die Diskusher-

nien lumbal und die cervicalen Arthrosen seien auch schon bekannt. Eine 

obstruktive Ventilationsstörung könnte bei symptomatischem Auftreten ein-

fach mit einem Spray behoben werden, was aber nicht auf der Medikamen-

tenliste stehe. Ein gastro-duodenales Ulcus lasse sich sehr einfach thera-

pieren, und auch hierfür stehe kein Medikament auf der Liste. Ein Ulcus 

bewirke keine Arbeitsunfähigkeit (act. 236). 

5.2.3 Nachdem die Versicherte weitere Unterlagen hatte einreichen lassen, 

nahm Dr. med. E._______ hierzu am 20. Oktober 2017 Stellung. Er führte 

zusammengefasst aus, das MRI sei wegen ischialgischen Schmerzen 

rechts gemacht worden. Der Befund zeige eine degenerative Diskopathie 

C-6471/2017 

Seite 19 

mit medianer Diskusprotrusion, was mit der Schmerzangabe überein-

stimme. Dazu sei aber zu bemerken, dass die Versicherte sowohl gemäss 

den Angaben der Hausärztin Dr. J._______ als auch der Psychiaterin keine 

Schmerzmittel einnehme. Dies lasse die Aussage zu, dass die Schmerzen 

im Alltag nicht allzu störend vorhanden sein dürften. Zudem sei eine Dis-

kopathie mit einer Arbeitsfähigkeit sehr gut vereinbar, vor allem bei einer 

leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätigkeit ohne allzu grosse 

Rückenbelastung. Aus rheumatologischer Sicht sei somit die Arbeitsfähig-

keit nur qualitativ mässig eingeschränkt. Das Schreiben der Psychiaterin 

vom 31. März 2017 sei fast wortgleich mit demjenigen, das dem psychiat-

rischen Gutachter schon vorgelegen habe. Dr. med. H._______ be-

schreibe, dass man gemäss den Kardinalkriterien eine mittelgradige de-

pressive Episode diagnostizieren könnte, was sich aber mit den Befunden 

des objektiven Psychostatus nicht bestätigen lasse. Es seien nur wenige 

Kriterien für eine depressive Episode vorhanden, sodass nur eine leichte 

depressive Episode diagnostiziert werden könne, was Dr. med. H._______ 

ausführlich und nachvollziehbar begründe. Der Einwand mit den beigeleg-

ten Unterlagen vermöge die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht zu ent-

kräften. 

5.3  

5.3.1 Gemäss der aktuellen bundesgerichtlichen Rechtsprechung erfolgt 

die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-

dende Invalidität zu bewirken vermag, anhand eines strukturierten norma-

tiven Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 und BGE 141 V 281 E. 4.1). 

Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zu-

lässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten 

gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand von Standar-

dindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegen-

der Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 V 281 E. 6), wobei 

dies auch für die bei der Beschwerdeführerin im psychiatrischen Fachgut-

achten von Dr. med. H._______ vom 19. Mai 2017 (act. 233) diagnosti-

zierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie die 

leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0) gilt (vgl. hierzu BGE 143 V 418 

E. 7.2). Da Dr. med. H._______ eine solche Prüfung vorgenommen hatte 

(S. 32 ff.), steht seine Beurteilung der Arbeits- und Leistungsunfähigkeit in 

Einklang mit der geltenden Rechtslage nach Massgabe der im Regelfall 

heranzuziehenden Standardindikatoren. Weil das psychiatrische Verlaufs-

gutachten vom 19. Mai 2017 darüber hinaus aktuell und umfassend ist, auf 

C-6471/2017 

Seite 20 

allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berück-

sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurde, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtend und in den 

Schlussfolgerungen begründet ist, bildet es für den vorliegenden Fall in 

Übereinstimmung mit der Vorinstanz und den entscheidrelevanten, schlüs-

sigen und überzeugend begründeten Berichten im Sinne von Art. 59 

Abs. 2bis IVG von Dr. med. E._______ vom 10. August und 20. Oktober 

2017 (vgl. hierzu Urteil I 143/07 des BGer vom 14. September 2007 E. 3.3 

mit Hinweisen; vgl. auch Urteil I 694/05 des EVG vom 15. Dezember 2006 

E. 5) eine rechtsgenügliche Entscheidgrundlage. 

5.3.2 Betreffend die ebenfalls der freien Beweiswürdigung des Gerichts un-

terliegenden Berichte (vgl. Urteil des BVGer C-6398/2009 vom 18. Mai 

2012 E. 2.1; zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung vgl. BGE 125 V 

351 E. 3a) der behandelnden Psychiaterin Dr. I._______ vom 20. März 

2015 (act. 184 S. 2), 30. Juli 2015 (act. 184 S. 9), 30. November 2015 

(act. 184 S. 8), 22. April 2016 (act. 182 S. 2), 22. Juni 2016 (act. 183 S. 2), 

21. Oktober 2016 (act. 198), 2. November 2016 (act. 194 S. 2), 29. Novem-

ber 2016 (act. 201 S. 2), 3. Januar 2017 (act. 203 S. 2), 31. Januar 2017 

(act. 211 S. 2), 2. März 2017 (act. 218 S. 2), 31. März 2017 (act. 223 S. 2 

und 3), 12. Mai 2017 (act. 229 S. 2) und 15. September 2017 (act. 241 S. 

2 und 3) ist einerseits darauf hinzuweisen, dass sich der Behandlungsauf-

trag der therapeutisch tätigen (Fach-)Ärztin vom Begutachtungsauftrag des 

amtlich bestellten fachmedizinischen Experten unterscheidet (vgl. hierzu 

SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148 E. 5.5, SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.3, SVR 

2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Andererseits finden sich in den entsprechen-

den Berichten vom 30. Juli 2015, 22. April 2016, 22. Juni 2016 und 

31. März 2017 weder eine ICD-Klassifikation noch eine nachvollziehbare 

und schlüssige Begründung in Bezug auf das attestierte schwere depres-

sive Syndrom und die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit. Bezüglich 

des Berichts vom 21. Oktober 2016 ist weiter festzuhalten, dass die er-

wähnte depressive Episode zwar mit dem ICD-Code ICD-10: F32.3 klassi-

fiziert worden war, Dr. med. M._______ jedoch erneut bloss rudimentäre 

und somit nicht rechtsgenügliche Angaben machte, weshalb die Beschwer-

deführerin auch aus diesem Bericht nichts zu ihren Gunsten ableiten kann. 

Dasselbe gilt auch für den Bericht vom 15. September 2017 (act. 241 S. 2 

und 3), denn dieser hat im Wesentlichen und zu grossen Teilen wortwörtlich 

denselben Inhalt wie derjenige vom 31. März 2017, welcher dem Gutachter 

bekannt gewesen und von diesem gewürdigt worden war. Hinsichtlich des 

im Beschwerdeverfahren nachgereichten Berichts von Dr. I._______ vom 

10. April 2018 (Beilage 2 zu B-act. 12) – welcher vorliegend ebenfalls zu 

C-6471/2017 

Seite 21 

berücksichtigen ist (vgl. hierzu BGE 130 V 138 E. 2.1) – ist schliesslich 

festzuhalten, dass dieser Bericht im Vergleich zu denjenigen vom 31. März 

und 15. September 2017 keine neuen wesentlichen Aspekte enthält, wie 

dies die IV-Stelle C._______ in ihrer Stellungnahme vom 11. Mai 2018 (Bei-

lage 14 zu B-act. 14) korrekt ausgeführt hat. 

5.3.3 Hinzu kommt weiter, dass sich Dr. med. H._______ auch mit den Aus-

trittsberichten der Klinik K._______ vom 18. Januar 2016 (act. 180 S. 13 

bis 15) und der Psychiatrien Klinik des Spitals „N._______“ in (…) vom 26. 

Februar 2016 (act. 180 S. 8 bis 11) und 17. März 2016 (act. 181 S. 3 bis 6) 

intensiv auseinandergesetzt und überzeugend dargelegt hat, inwiefern und 

aus welchen Gründen diese Berichte Mängel aufweisen. Aus diesen Grün-

den vermögen diese ärztlichen Dokumente das psychiatrische Verlaufsgut-

achten von Dr. med. H._______ vom 19. Mai 2017 nicht in Zweifel zu zie-

hen. 

5.3.4 Dasselbe gilt schliesslich auch für die Berichte von Dr. O._______ 

vom 2. Januar 2017 (act. 215 S. 4) und Prof. P._______ vom 30. Januar 

2017 (act. 215 S. 2 bis 3) und 12. April 2017 (act. 227 S. 2 bis 5). So konn-

ten die von der Beschwerdeführerin gemäss Dr. O._______ subjektiv er-

lebten kognitiven Beeinträchtigungen von Dr. med. H._______ zu keinem 

Zeitpunkt festgestellt werden. Zwar zeigte die neuropsychologische Unter-

suchung eine deutliche Verlangsamung und einzelne kognitive Einbussen 

der Versicherten, und es wurde ein „subkortiko-frontales“ Syndrom diag-

nostiziert, welches mit der depressiven Störung in Verbindung gebracht 

wurde. Am Ergebnis ändert sich dadurch jedoch mit Blick auf die Ausfüh-

rungen von Dr. med. H._______, wonach sich dies nicht nachvollziehen 

lasse, da die bei der Versicherten vorhandene depressive Störung eine 

leichte sei und im klinischen Eindruck keine relevanten kognitiven Einbus-

sen hätten nachgewiesen werden können, nichts, zumal diesbezüglich 

auch keine aussagekräftigen Testresultate aktenkundig sind. 

5.4 Betreffend den Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen auf die 

Arbeits- und Leistungsfähigkeit in somatischer Hinsicht ergibt sich weiter 

was folgt: Zwar haben gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung medi-

zinische Abklärungen beim Zusammenwirken von physischen und psychi-

schen Beschwerden interdisziplinär zur erfolgen (vgl. hierzu Urteil 8C_168/ 

2008 des BGer vom 11. August 2008 E. 6.2.2 mit Hinweisen). Im vorliegend 

zu beurteilenden Neuanmeldungsverfahren konnte jedoch aus den folgen-

den Gründen darauf verzichtet werden. Einerseits beruhen die bei der Be-

C-6471/2017 

Seite 22 

schwerdeführerin vorhandenen Einschränkungen der Arbeits- resp. Leis-

tungsfähigkeit gemäss vorliegender Aktenlage seit jeher eindeutig auf den 

psychiatrischen Diagnosen. Andererseits ergibt sich mit Blick auf das – in 

Bezug auf die zeitlichen Referenzpunkte massgebliche (vgl. E. 4. hiervor) 

– Gutachten des Rheumatologen Dr. med. G._______ vom 25. November 

2013 und den neuen MRI-Befunden vom 2. Januar 2017 (act. 241 S. 4) 

und 19. Juni 2017 (act. 238 S. 2 bis 5), dass bereits Dr. med. G._______ 

von einer Diskushernie L4/5 berichtet hatte. Aufgrund dieser Umstände ist 

ohne weiteres von einem im Wesentlichen gleich gebliebenen somatischen 

Gesundheitsstand auszugehen, zumal die Beschwerdeführerin – soweit le-

serlich – sowohl gemäss den Angaben der behandelnden Hausärztin Dr. 

J._______ in deren Bericht vom 13. Mai 2017 (act. 231) als auch der be-

handelnden Psychiaterin Dr. I._______ (act. 241 S. 3) keine entsprechen-

den Schmerzmittel (vgl. zur Anwendung von Fluoxetin und Seresta mit dem 

Wirkstoff Oxazepam www.kompendium.ch und betreffend Theralene 

https://www.arcofarma.be/files/pdf/0133231_DE.PDF) einnimmt und dem-

zufolge von keiner wesentlichen, durch Schmerzen verursachten Beein-

trächtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit auszugehen ist. Daran ver-

mag auch die im Bericht des Universitätsspitals Q._______ vom 12. April 

2017 (stationärer Aufenthalt vom 16. bis 17. März 2017) erwähnte Medika-

tion (Tramadol 100 mg – 1 1 1; act. 241 S. 5 bis 8) mangels längerdauern-

der Einnahme nichts zu ändern. Schliesslich sind auch die auf den MRI-

Befunden vom 2. Januar 2017 und 19. Juni 2017 basierenden Ausführun-

gen des RAD-Arztes Dr. med. E._______ vom 20. Oktober 2017, wonach 

eine Diskopathie mit einer leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätig-

keit ohne allzu grosse Rückenbelastung mit einer Arbeitsfähigkeit sehr gut 

vereinbar sei, insbesondere auch mit Blick auf die seinerzeit vom Experten 

Dr. med. G._______ gemachten Ausführungen nachvollziehbar und 

schlüssig. 

6.  

Nach dem vorstehend Dargelegten ergibt sich zusammenfassend, dass 

der rechtserhebliche Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt 

wurde (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG) und sich der gesundheitliche 

Zustand der Beschwerdeführerin und dessen Auswirkungen auf die Ar-

beits- und Leistungsfähigkeit aufgrund der vorliegenden Aktenlage und mit 

Blick auf die aktuelle bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGE 143 V 418, 

143 V 409 und 141 V 281) schlüssig und zuverlässig beurteilen lässt 

(vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb; vgl. zum Ganzen auch E. 2.9 hiervor). Das 

psychiatrische Verlaufsgutachten von Dr. med. H._______ vom 19. Mai 

2017 sowie die Stellungnahmen des RAD-Arztes Dr. med. E._______ vom 

http://www.kompendium.ch/

C-6471/2017 

Seite 23 

10. August und 20. Oktober 2017 vermögen eine abschliessende Beurtei-

lungsgrundlage zu bilden, weshalb sich entgegen der Auffassung der Be-

schwerdeführerin weitere medizinische Abklärungen erübrigen. Es ist dem-

nach davon auszugehen, dass bei der Beschwerdeführerin keine wesent-

liche gesundheitliche Änderung eingetreten ist, welche geeignet ist, den 

Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch im Sinne von Art. 17 ATSG 

zu beeinflussen. 

7.  

Da bei der Beschwerdeführerin gemäss dem überzeugenden und schlüs-

sigen Verlaufsgutachten von Dr. med. H._______ vom 19. Mai 2017 sowohl 

in der angestammten Tätigkeit als auch in einer Verweisungstätigkeit eine 

80%ige Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit besteht, ergibt der Prozentvergleich 

einen rentenausschliessenden IV-Grad von 20 % (zum Verzicht auf einen 

bezifferten Einkommensvergleich bzw. zur Zulässigkeit des Prozentver-

gleichs vgl. Urteil des BGer 9C_785/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 2.2 

mit Hinweisen). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass vorliegend die 

von der Beschwerdeführerin zu fordernde, gegenüber der beruflichen Ein-

gliederung vorrangige Selbsteingliederung (vgl. hierzu BGE 113 V 22 E. 4a 

S. 28; SVR 2007 IV Nr. 1 S. 3 E. 5.1) direkt zur rentenausschliessenden 

arbeitsmarktlichen Verwertbarkeit des funktionellen Leistungsvermögens 

führt, weshalb von der Durchführung beruflicher Eingliederungsmassnah-

men – für welche sich die Beschwerdeführerin subjektiv ohnehin nicht in 

der Lage sieht – abgesehen werden konnte (vgl. hierzu bspw. Urteil des 

BVGer C-3191/2012 E. 4.1 mit Hinweisen). 

8.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich zusammenfassend, 

dass die Vorinstanz zu Recht einen Rentenanspruch der Beschwerdefüh-

rerin verneint hat. Die angefochtene Verfügung vom 9. November 2017 er-

weist sich demnach als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Be-

schwerde vom 14. November 2014 als unbegründet abzuweisen ist. 

9.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver-

weigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kosten-

C-6471/2017 

Seite 24 

pflichtig. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerde-

führerin die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind 

auf Fr. 800.- festzusetzen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe zu entnehmen. 

9.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbe-

hörde hat die obsiegende Vorinstanz jedoch keinen Anspruch auf eine Par-

teientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der unterliegenden Beschwerdeführerin ist ent-

sprechend dem Verfahrensausgang ebenfalls keine Parteientschädigung 

zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

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Seite 25 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Viktoria Helfenstein Roger Stalder 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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