# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d55c4379-b566-5b30-9e30-5b6d10f0bca7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.02.2012 D-2021/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2021-2009_2012-02-08.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­2021/2009

U r t e i l   v om   8 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Richter Thomas Wespi (Vorsitz),
Richterin Emilia Antonioni,
Richterin Nina Spälti Giannakitsas,
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

Parteien A._______, geboren (...),
B._______, geboren (...),
C._______, geboren (...),
D._______, geboren (...),
Syrien,
alle vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 4. März 2009 / N_______.

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Sachverhalt:

A. 
Die  Beschwerdeführer,  aus  E._______  stammende  syrische 
Staatsangehörige  kurdischer  Volkszugehörigkeit,  verliessen  ihren 
Heimatstaat eigenen Angaben zufolge am 25. September 2008 auf dem 
Landweg und gelangten über F._______ und weitere,  ihnen unbekannte 
Länder  am  3. Oktober  2008  unter  Umgehung  der Grenzkontrolle  in  die 
Schweiz.  Gleichentags  suchten  sie  im  G._______  um  Asyl  nach.  Dort 
wurden  die  Beschwerdeführer  am  8. Oktober  2008  summarisch  befragt 
und  am  14.  Oktober  2008  vom  BFM  zu  ihren  Asylgründen  direkt 
angehört.

Mit  Entscheid  des  BFM  vom  16.  Oktober  2008  wurden  die 
Beschwerdeführer für die Dauer des Verfahrens dem Kanton H._______ 
zugewiesen.

Zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  brachte  der  Beschwerdeführer 
anlässlich der Befragung im G._______ und der Anhörung beim BFM im 
Wesentlichen  vor,  er  sei  Befürworter  respektive  Mitglied  der  I._______ 
und habe  für diese Handzettel an bestimmte Personen verteilt, habe an 
kurdischen  Volksfesten  für  Sicherheit  und  Ordnung  gesorgt  und 
Angehörigen der Partei mit verschiedenen Hilfsdiensten geholfen. Am 9. 
Januar 2008 hätten sie von Parteiangehörigen der  I._______  respektive 
der  J._______  erfahren,  dass  sein  Bruder,  der  in  den  Reihen  der 
J._______ gedient habe, vor (...) Jahren gefallen sei. Daraufhin hätten sie 
eine Trauerfeier organisiert und ein Zelt vor dem Hauseingang aufgebaut, 
um die Gäste darin empfangen zu können. In der Folge seien Angehörige 
der Regierung gekommen und hätten seinen Vater aufgefordert, das Zelt 
wieder  abzubauen. Dieser  habe  sich  jedoch  geweigert,  das  zu  tun.  Am 
(...)  sei  der  Sicherheitsdienst  mit  drei  Jeeps  erschienen  und  habe  sie 
erneut aufgefordert, das Zelt wieder abzubauen. Gleichzeitig hätten sich 
diese auch nach seinem verstorbenen Bruder erkundigt und ebenso nach 
ihm gefragt. Er habe sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Markt befunden 
und  sei  durch  einen  Onkel  und  Parteimitglieder  telefonisch  über  die 
Suche nach seiner Person informiert worden. Danach sei er zu einem in 
E._______  wohnhaften  Freund  geflüchtet  und  habe  sich  in  der  Folge 
während  (...)  beziehungsweise  bis  im  (...)  bei  verschiedenen 
Parteimitgliedern  versteckt  gehalten.  Sein  Vater  sei  am  (...)  vom 
Sicherheitsdienst mitgenommen und befragt worden. Danach habe man 
ihn  wieder  freigelassen.  Überdies  habe  sich  seine  Frau  am  (...)  aus 

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Sicherheitsgründen  zu  ihren  Angehörigen  begeben.  Während  seines 
Untertauchens  hätten  die  Behörden  immer  wieder  nach  seinem 
Aufenthaltsort gefragt. Man habe ihn in Abwesenheit wegen „Störung der 
inneren  Sicherheit“  zu  einer  Strafe  von  (Nennung  Strafe)  verurteilt.  Er 
vermute,  dass  die  Behörden  die  Weigerung,  das  Zelt  abzubauen,  als 
Vorwand  benutzt  hätten,  um  ihn  wegen  seiner  Verbindungen  zur 
I._______ zu bestrafen.

Die Beschwerdeführerin führte ihrerseits zur Begründung an, sie habe mit 
Politik  nichts  zu  tun  gehabt,  sei  jedoch  wegen  der  Probleme  ihres 
Mannes von behördlichen Massnahmen betroffen gewesen. Sie sei zwei 
bis  drei Mal  auf  den  Polizeiposten  gebracht  und  dort  über  ihren Mann, 
dessen möglichen Aufenthaltsort und dessen Beziehungen zur I._______ 
verhört worden. Sie habe aber den Behörden keinerlei Auskünfte geben 
können,  da  sie  selber  über  diese Sachen  nichts  gewusst  habe.  Sie  sei 
insgesamt drei Mal von den Sicherheitskräften mitgenommen und befragt 
worden.  Erstmals  habe  man  sie  am  (...)  bei  ihren  Eltern  in  K._______ 
abgeholt  und  zur  Befragung  abgeführt.  Das  zweite  Mal  sei  eineinhalb 
Monate  später  geschehen. Beim dritten Verhör  –  einen weiteren Monat 
später – habe man ihr dann unverhüllt mit Misshandlungen gedroht, wenn 
sie keine Auskünfte preisgeben wolle. Sie sei jedes Mal etwa ein bis zwei 
Stunden  auf  dem  Polizeiposten  festgehalten  worden  und man  habe  ihr 
jeweils in Aussicht gestellt, dass es ein weiteres Verhör geben werde. Ihr 
Vater  habe  dann  seine  Beziehungen  spielen  lassen  und  durch 
Bestechungen ihren Schutz erkauft.

Für  die  weiteren  Aussagen  der  Beschwerdeführer  wird  auf  die  Akten 
verwiesen.

A.a. Die Vorinstanz ersuchte am 3. November 2008 die Schweizerische 
Vertretung  in  Damaskus  um  Abklärungen  vor  Ort.  Gemäss  dem 
Abklärungsergebnis  der  Botschaft  vom  25.  Januar  2009  besässen  die 
Beschwerdeführer  auf  ihren  Namen  in  E._______  ausgestellte 
Reisepässe,  mit  welchen  der  Beschwerdeführer  am  (...)  und  die 
Beschwerdeführerin sowie ihr Kind C._______ am (...)  jeweils  legal über 
den  Flughafen  in  M._______  nach  L._______  ausgereist  seien.  Ferner 
würden die Beschwerdeführer in Syrien nicht gesucht.

A.b.  Mit  Schreiben  des  BFM  vom  3.  Februar  2009  wurde  den 
Beschwerdeführern  die  Botschaftsanfrage  und  der  entsprechende 

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Botschaftsbericht unter Abdeckung der geheim zu haltenden Stellen zur 
Stellungnahme unterbreitet.

A.c. Mit Eingabe vom 13. Februar 2009 zeigte der am 12. Februar 2009 
beauftragte  Rechtsvertreter  die  Mandatsübernahme  an  und  ersuchte 
gleichzeitig um Erstreckung der Frist zur Stellungnahme um 14 Tage.

A.d.  Mit  Schreiben  vom  17.  Februar  2009  erstreckte  das  BFM  den 
Beschwerdeführern  die  Frist  zur  Stellungnahme  zu  den 
Botschaftsabklärungen  bis  zum  23.  Februar  2009.  In  ihrem  Schreiben 
vom  20.  Februar  2009  nahmen  die  Beschwerdeführer  zu  den  im 
Schreiben  vom  3.  Februar  2009  aufgeführten  Feststellungen  des  BFM 
Stellung.

B. 
Mit Verfügung vom 4. März 2009 – eröffnet am 5. März 2009 – lehnte das 
BFM die Asylbegehren der Beschwerdeführer ab und ordnete gleichzeitig 
die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und  den  Vollzug  an.  Die  Vorinstanz 
begründete  ihre  Verfügung  im  Wesentlichen  damit,  dass  die 
Schilderungen  der  Beschwerdeführer  die  Anforderungen  von Art.  7  des 
Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  an  die 
Glaubhaftigkeit  nicht  erfüllten.  Der  Vollzug  der  Wegweisung  sei  als 
zulässig, zumutbar und möglich zu erachten.

C. 
Die  Beschwerdeführer  erhoben mit  Eingabe  vom  27. März  2009  gegen 
diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  und 
beantragten,  es  sei  der  angefochtene  Entscheid  der  Vorinstanz 
vollumfänglich  aufzuheben,  es  sei  ihre  Flüchtlingseigenschaft 
festzustellen  und  ihnen  Asyl  zu  gewähren,  eventualiter  sei  die 
Unzulässigkeit  oder  zumindest  die  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen.  In  formeller Hinsicht  sei die unentgeltliche Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren, 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und eine Kopie 
des im Original eingereichten Gerichtsurteils aus Syrien zuzustellen.

Ihrer Beschwerdeschrift legten die Beschwerdeführer unter anderem eine 
in der Zeitschrift „Asyl“ 3/08 publizierte Abhandlung der Schweizerischen 

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Flüchtlingshilfe  (SFH) betreffend  „Country­of­origin­information­standards 
als Qualitätskriterium im Schweizer Asylverfahren“ bei.

D. 
Mit  Verfügung  des  Instruktionsrichters  vom  6.  April  2009  wurde  den 
Beschwerdeführern mitgeteilt,  dass  sie  den Ausgang  des  Verfahrens  in 
der Schweiz abwarten könnten. Sie wurden aufgefordert, innert 30 Tagen 
nach Erhalt der Zwischenverfügung das in Aussicht gestellte Beweismittel 
– soweit möglich – im Original nachzureichen, wobei im Unterlassungsfall 
aufgrund  der  Akten  entschieden  werde.  Gleichzeitig  wurde  die 
Behandlung  des  Gesuchs  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung  im Sinne  von Art.  65 Abs.  1 VwVG auf  einen  späteren 
Zeitpunkt  verwiesen,  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtsverbeiständung  abgewiesen  und  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  verzichtet.  Den  Beschwerdeführern  wurde 
antragsgemäss  eine  Kopie  des  von  ihnen  im  Original  eingereichten 
Gerichtsurteils und der Übersetzung zugestellt.

E. 
Mit  Eingaben  vom  6.  und  12.  Mai  2010  sowie  vom  3.  November  2010 
legten  die  Beschwerdeführer  Beweismittel  zum  exilpolitischen 
Engagement  des  Beschwerdeführers  A._______  in  der  Schweiz  ins 
Recht.

F. 
Am (...) gebar die Beschwerdeführerin die Tochter D._______.

G. 
Mit  Verfügung  vom  30.  August  2011  hob  das  BFM  im  Rahmen  des 
Schriftenwechsels  seine  Verfügung  vom  4.  März  2009  bezüglich  der 
Dispositivziffern  1,  4  und  5  auf,  stellte  die  Flüchtlingseigenschaft  des 
Beschwerdeführers  A._______  gemäss  Art.  3  Abs.  1  AsylG  fest, 
verneinte  die  Flüchtlingseigenschaft  der  Beschwerdeführerin  und  des 
gemeinsamen Kindes gestützt auf Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG, anerkannte 
die  Beschwerdeführerin  und  das  gemeinsame  Kind  jedoch  gestützt  auf 
den Grundsatz der Einheit der Familie als Flüchtlinge und gewährte den 
Beschwerdeführern wegen Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs die 
vorläufige Aufnahme in der Schweiz.

H. 
Mit  Verfügung  vom  5.  September  2011  wurde  festgestellt,  dass  die 

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Beschwerde vom 27. März 2009 durch den Entscheid der Vorinstanz vom 
30.  August  2011,  soweit  die  Anerkennung  der  Beschwerdeführer  als 
Flüchtlinge und den Vollzug der Wegweisung betreffend, gegenstandslos 
geworden  sei.  Gleichzeitig  wurden  die  Beschwerdeführer  ersucht,  bis 
zum  20.  September  2011  mitzuteilen,  ob  sie  ihre  Beschwerde  vom 
27. März  2009  zurückziehen,  soweit  diese  nicht  gegenstandslos 
geworden sei. Bei ungenutzter Frist werde von einem Festhalten an den 
Rechtsbegehren ausgegangen.

I. 
Mit Schreiben vom 20. September 2011 teilten die Beschwerdeführer mit, 
dass sie an  ihrer Beschwerde  im Asylpunkt  festhalten. Weiter  legten sie 
ihrem Schreiben die Kostennote ihrer Rechtsvertretung bei.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art.  33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d 
Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG 
liegt  in  casu  nicht  vor.  Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet 
demnach endgültig.

1.2.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Die 
Beschwerdeführer  haben  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung.  Sie  sind  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde 
ist einzutreten.

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1.3.  In  Berücksichtigung  der  Aktenlage  (vgl.  Bst.  G)  ist  vorliegend  zu 
prüfen,  ob  die  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  wegen  der 
geltend gemachten Vorfluchtgründe erfüllen und ihnen deswegen Asyl zu 
gewähren  ist.  Im Anschluss daran  ist  zu prüfen, ob die Wegweisung zu 
Recht angeordnet wurde.

1.4. Die  am  (...)  geborene  Tochter  D._______  wird  in  das  vorliegende 
Beschwerdeverfahren  einbezogen,  soweit  es  um  die  Prüfung  des  in  E. 
1.3 dargelegten Prozessgegenstandes geht.

1.5. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

2. 
2.1.  Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Als  Flüchtling  wird  eine  ausländische  Person 
anerkannt,  wenn  sie  in  ihrem  Heimatstaat  oder  im  Land,  in  dem  sie 
zuletzt  wohnte,  wegen  ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörigkeit 
zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen 
Anschauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden.  Als  ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen 
(Art. 3 AsylG).

2.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art.  7 
AsylG).

3. 
3.1.  Die  Vorinstanz  hielt  zur  Begründung  des  ablehnenden 
Asylentscheides  im  Wesentlichen  fest,  die  Abklärungen  der  Botschaft 
hätten  ergeben,  dass  die  Beschwerdeführer  Pässe  aus  dem  Jahr  (...) 
besitzen würden und  für  ihr Kind  im Jahr  (...) ein Reisedokument hätten 

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ausstellen lassen. Die Beschwerdeführerin sei mit ihrem Kind am (...), der 
Beschwerdeführer am (...) legal über den Flughafen von M._______ nach 
L._______  ausgereist.  In  ihrer  Stellungnahme  zu  diesen 
Abklärungsresultaten  würden  die  Beschwerdeführer  anführen,  dass  die 
syrischen  Sicherheitsleute  ihre  Reisepässe  konfisziert  und  gleichzeitig 
eine Ausreisesperre verhängt hätten. Aus diesem Grund seien sie illegal 
ausgereist.  Diese  nachgeschobenen  Erklärungen  vermöchten  nicht  zu 
überzeugen  und  müssten  als  Schutzbehauptungen  gewertet  werden. 
Somit könnten die geltend gemachten Umstände der Ausreise aus Syrien 
nicht geglaubt werden. Die Tatsache, dass die Beschwerdeführer gültige 
Reisepässe besässen und legal hätten ausreisen können, sei ein starkes 
Indiz dafür, dass sie  in Syrien nicht gesucht würden. Zudem würden die 
Falschaussagen  bezüglich  der  Ausreise  die  Glaubwürdigkeit  der 
Beschwerdeführer beeinträchtigen.

Weiter  habe  sich der Beschwerdeführer  in wesentlichen Punkten  seiner 
Asylbegründung  in  Widersprüche  verstrickt,  so  hinsichtlich  seiner 
Mitgliedschaft  zur  I._______, des Datums der Festnahme seines Vaters 
und des Zeitpunktes, wann die Behörden letztmals zu Hause nach seiner 
Person  gefragt  hätten.  Ausserdem  sei  der  Beschwerdeführer  nicht 
imstande  gewesen,  den  kompletten Namen  seiner  Partei  zu  benennen, 
was jedoch auch von einem blossen Befürworter derselben hätte erwartet 
werden dürfen.

Zudem habe der Beschwerdeführer geltend gemacht, dass Mitglieder der 
I._______  ihn über den Tod seines Bruders, der  in F._______  in einem 
Kampf  gefallen  sei,  informiert  hätten.  Dieser  Vorfall  habe  sich  vor  (...) 
Jahren ereignet. Es sei aber nicht nachvollziehbar, dass die Familie des 
Beschwerdeführers erst (...) Jahre später über den Tod informiert worden 
sei.  Ausserdem  wisse  der  Beschwerdeführer  kaum  etwas  über  die 
Umstände des Todes seines Bruders  zu erzählen und sei auch nicht  in 
der  Lage,  genau  zu  erklären,  wie  denn  die  I._______  vom  Tod  seines 
Bruders  erfahren  habe.  Ferner  habe  der Beschwerdeführer  angegeben, 
dass  die Behörden während  der  Trauerfeier  zweimal  nach  ihm  gesucht 
hätten.  Es  wirke  konstruiert,  dass  der  Beschwerdeführer  immer  gerade 
dann  nicht  zu  Hause  gewesen  sein  soll,  als  die  Behörden  nach  ihm 
gefragt  haben  sollen.  Beim  ersten  Mal  sei  er  für  zwei  Stunden 
weggegangen, das zweite Mal sei er auf dem Markt gewesen. Weiter sei 
es als  realitätsfremd zu erachten, dass der Beschwerdeführer – ohne  je 
verhört  worden  zu  sein  –  zu  einer  (Nennung  Strafe)  habe  verurteilt 
werden  können.  Ausserdem  sei  der  Beschwerdeführer,  wie  oben 

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dargelegt, mit seiner Familie bereits im (...) aus Syrien ausgereist. Somit 
sei  nicht möglich,  dass  ihm das Urteil  am  (...)  von  seinem Anwalt  hätte 
gezeigt werden können.

Aufgrund  der  dargelegten  Ungereimtheiten  könnten  dem 
Beschwerdeführer weder sein politisches Profil noch Verfolgung durch die 
syrischen Behörden geglaubt werden. Unter diesen Umständen erstaune 
es  nicht,  dass  gemäss  Abklärungen  der  Schweizer  Vertretung  in 
Damaskus  bei  den  syrischen  Behörden  nichts  gegen  die 
Beschwerdeführer  vorliege.  Sie  würden  in  ihrer  Heimat  auch  nicht 
gesucht.  Angesichts  dieser  Unglaubhaftigkeitselemente  werde  darauf 
verzichtet,  die  zu  den  Akten  gereichten  Beweismittel  einer  materiellen 
Prüfung zu unterziehen. Es sei allgemein bekannt, dass  im Heimatstaat 
des Beschwerdeführers solche Dokumente ohne weiteres unrechtmässig 
erworben  werden  könnten,  weshalb  ihr  Beweiswert  als  äusserst  gering 
eingestuft  werden  müsse.  Ausserdem  sei  lediglich  eine  Faxkopie  des 
(Nennung Beweismittel) vorhanden, dem kein Beweiswert zukomme. Die 
Vorbringen  der  Beschwerdeführer  würden  somit  den  Anforderungen  an 
die Glaubhaftigkeit gemäss Art.  7 AsylG nicht  standhalten,  so dass  ihre 
Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse.

3.2.  Demgegenüber  wenden  die  Beschwerdeführer  in  ihrer 
Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen ein, sie hätten gemeinsam am (...) 
Syrien  in Richtung F._______ verlassen. Bezüglich der anderslautenden 
Botschaftsabklärung sei Folgendes anzuführen: Für die Beschaffung von 
Country of Origin Information (COI) im Herkunftsland seien grundsätzlich 
die  Schweizer  Botschaften  verantwortlich.  Auch  bezüglich  der 
Abklärungsergebnisse  der  Botschaft  sollten  aber  die  gemeinhin 
anerkannten Standards  für COI, namentlich Waffengleichheit, öffentliche 
Verfügbarkeit, Objektivität, Unparteilichkeit  und Neutralität, Datenschutz, 
Relevanz,  Evaluierung  und  Validierung,  Zulässigkeit  und 
Ausgewogenheit,  Genauigkeit,  Richtigkeit  und  Aktualität,  Transparenz 
und  Nachvollziehbarkeit  angewendet  werden.  Vorliegend  erscheine  es 
zweifelhaft,  ob  das  Prinzip  der  Waffengleichheit  durch  die 
Botschaftsabklärung  und  deren  Würdigung  gewahrt  sei.  Nur  öffentlich 
zugängliche  Herkunftsländerinformationen  könnten  durch  alle  Akteure 
unabhängig  geprüft  werden.  Fehler  in  der  COI  könnten  wegen  der 
Beschränkung  des  Zugangs  zu  derselben  nicht  erkannt  werden.  Die 
Abklärungsergebnisse  würden  nicht  öffentlich  zugänglich  gemacht, 
sondern  durch  die  Schweizer  Vertretung  lediglich  inhaltlich 
zusammengefasst, wobei weder die Quelle der  Information noch die Art 

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der  Quelle  preisgegeben  werde.  Die  Abklärungsergebnisse  würden  als 
einzig wahre,  verlässliche Quelle hingenommen, nicht  kritisch gewürdigt 
und von der Vorinstanz einseitig ausgelegt. Es seien keine Abklärungen 
bei  der  I._______  oder  der  J._______  angestrengt  und  das  (Nennung 
Beweismittel)  der  I._______  wie  auch  das  Gerichtsurteil  nicht 
angemessen  gewürdigt  worden.  Gerade  hinsichtlich  des  Gerichtsurteils 
wäre  eine  genauere  Abklärung  angezeigt  gewesen.  Sodann  sei  das 
erwähnte  Urteil  der  Vorinstanz  mit  Referenznummern  und  Datum 
vorgelegen,  was  eine  Verifizierung  massgeblich  erleichtere.  Es  sei 
insgesamt festzuhalten, dass den Botschaftsabklärungen generell nur ein 
geringer Beweiswert beigemessen werden könne.

Dem  Beweiswert  respektive  dem  Ergebnis  der  Abklärungen  durch  die 
Botschaft  stehe  ferner  das  Gerichtsurteil  der  Verurteilung  vom  (...), 
gemäss  welchem  der  Beschwerdeführer  zu  (Nennung  Strafe)  verurteilt 
worden sei,  entgegen. Sämtliche Ergebnisse der Botschaftsabklärungen 
– auch dass sie Pässe aus dem Jahre (...) besitzen würden und ihr Kind 
im Jahre (...) ein Reisedokument ausgestellt erhalten habe – seien daher 
mit Vorbehalt zu würdigen.

Dem  Vorhalt  widersprüchlicher  Aussagen  der  Beschwerdeführerin 
betreffend den Passbesitz sei zu entgegnen, dass ihr Reisepass zirka im 
Jahre (...) abgelaufen sei und nicht mehr benutzt werden dürfe. Auch aus 
diesem Grund  habe  sie  den  Pass  nicht  mit  sich  geführt.  Sie  habe  das 
Dokument  in  Syrien  zurückgelassen,  was  sie  an  der  BFM­Anhörung 
korrekt  zu  Protokoll  gegeben  habe.  Lediglich  das  Nichtwissen  zum 
Verbleib  des Passes  vermöge  noch  keinen Widerspruch  zu  begründen. 
Auch  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  zu  seinem  Reisepass 
seien  nicht  widersprüchlich,  zumal  die  Beamten  die  im  Haus 
zurückgelassenen Dokumente  im (...)  in seinem Haus konfisziert hätten, 
nachdem er das Gebäude verlassen gehabt habe. Weiter sei dem Vorhalt 
widersprüchlicher  Angaben  betreffend  Mitgliedschaft  zur  I._______ 
entgegenzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  seit  dem  Jahre  (...)  die 
I._______ unterstützt und für die Partei Aufgaben übernommen habe. Er 
sei zu einem vollwertigen Mitglied der  I._______ geworden. Er habe die 
Frage anlässlich der BFM­Anhörung dahingehend verstanden, ob er eine 
Kaderfunktion innegehabt habe. Aus diesem Grund habe er verneint, ein 
Mitglied  dieser  Partei  zu  sein,  und  ausgeführt,  dass  es  unter  den 
Mitgliedern  Kompetentere  gegeben  habe,  welche  Kaderfunktionen 
übernommen hätten. Seine Unkenntnis hinsichtlich des Buchstabens (...) 
in der Parteibezeichnung sei nachvollziehbar. So habe er den englischen 

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und den arabischen Namen gekannt, wobei in beiden Fällen das (...) und 
die Bezeichnung (...) nicht vorkomme. Zum Vorhalt der widersprüchlichen 
Aussagen  betreffend  den  Zeitpunkt  der  Festnahme  des  Vaters  des 
Beschwerdeführers sei anzuführen, dass die Beamten ihr Haus ein erstes 
Mal  am  (...)  aufgesucht  und  eine  mündliche  Warnung  ausgesprochen 
hätten.  Zwei  Tage  später  seien  die  Beamten  wieder  gekommen  und 
dieses Mal sei sein Vater mitgenommen worden; seine Aussagen würden 
diesen Ereignissen entsprechen.

Sodann  sei  der  Beschwerdeführer  entgegen  der  vorinstanzlichen 
Annahme  von  einem  Mitglied  der  J._______  über  den  Tod  seines 
Bruders  informiert  worden.  Dass  die  J._______  über  den  Tod  eines 
eigenen Kämpfers  informiere,  sei  logisch und nachvollziehbar. Auch  sei 
die angeführte Dauer von (...) Jahren bis zur Kenntnisnahme des Todes 
angesichts  der  im  Untergrund  operierenden  Organisation  und  der 
politischen  Situation  zwar  tragisch,  aber  verständlich.  Weiter  sei  seine 
Verurteilung  gemäss  dem  eingereichten  Urteil  in  Abwesenheit 
geschehen,  weshalb  der  Vorwurf,  die  Verurteilung,  ohne  je  verhört 
worden zu sein, sei unglaubhaft, nicht gehört werden könne, zumal  ihm 
als  Angeklagten  in  einem  politischen  Verfahren  Verfahrensrechte 
verweigert  worden  seien,  weshalb  es  nicht  erstaune,  dass  die 
Verurteilung  ohne  eine  einzige  Einvernahme  geschehen  sei.  Vielmehr 
spreche  dieser  Umstand  für  eine  politische  Verfolgung.  Es  sei  zudem 
keineswegs  unglaubhaft,  dass  das  Urteil  durch  den  Anwalt  am  (...) 
ausgehändigt worden sei, da sie Syrien erst am (...) verlassen hätten. Der 
Beschwerdeführer  habe  sich  bewusst  selten  im  Hause  der  Familie 
aufgehalten  und  habe  so  glücklicherweise  einer  Verhaftung  durch  die 
syrischen Behörden entgehen können, weshalb darin kein Anzeichen für 
die  Unglaubhaftigkeit  des  entsprechenden  Vorbringens  erkannt  werden 
könne,  nur weil  der Beschwerdeführer  bei  beiden Hausdurchsuchungen 
nicht zugegen gewesen sei. Gesamthaft betrachtet sei festzuhalten, dass 
sie  die  geltend  gemachten  Vorbringen  tatsächlich  erlebt  hätten.  Die 
vorinstanzliche  Einschätzung  stütze  sich  durchwegs  auf  unhaltbare 
Argumente  oder  Behauptungen.  Dies  genüge  jedoch  nicht,  um  ihre 
Asylvorbringen als unglaubhaft zu qualifizieren. Was ihnen die Behörden 
als  Argumente  entgegenhalten  würden,  müsse  nämlich  auf  besseren 
Gründen beruhen und objektiv näher an der Wahrheit sein und es müsse 
möglichen Gegenargumenten Rechnung getragen werden. Sodann habe 
sich  die  Vorinstanz  mit  der  Asylrelevanz  ihrer  Asylgründe  gar  nicht 
auseinandergesetzt, welche aber zweifelsfrei gegeben sei. Die drohende 
Verfolgung sei politisch sowie ethnisch motiviert und gefährde sie konkret 

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an  Leib  und  Leben,  was  angesichts  der  notorischen 
Menschenrechtsverletzungen  der  syrischen  Geheimdienste  nicht  zu 
bezweifeln  sei.  Die  Beschwerdeführerin  habe  aufgrund  des  politischen 
Hintergrundes  ihres  Ehemannes  mit  Reflexverfolgung  zu  rechnen. 
Letztlich bestehe für sie auch keine innerstaatliche Fluchtalternative.

4. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  gelangt  nach  Prüfung  der  Akten  zum 
Schluss,  dass  das  BFM  im  Rahmen  der  Prüfung  der  Asylvorbringen 
aufgrund der ausgeführten einzelnen Aspekte zu Recht erkannt hat, dem 
von  den  Beschwerdeführern  in  der  vorgebrachten  Form  geltend 
gemachten  Sachverhalt  könne  keine  Grundlage  zuerkannt  werden, 
welche  die  Voraussetzungen  der  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3 
AsylG erfüllen könnte. Die Entgegnungen in der Rechtsmitteleingabe und 
die eingereichten Beweismittel vermögen  in entscheidrelevanter Hinsicht 
nicht gegen die angefochtene Verfügung durchzudringen.

4.1.  Vorweg  ist  die  sinngemäss  Rüge  der  unvollständigen 
Sachverhaltsfeststellung  zu  prüfen,  da  ein  allenfalls  ungenügend 
abgeklärter  Sachverhalt  eine  materielle  Beurteilung  verunmöglichen 
würde. So habe die Vorinstanz keine Abklärungen bei der I._______ oder 
der  J._______  angestrengt.  In  Bezug  auf  das Gerichtsurteil  wären  eine 
detailliertere  Anfrage  und  weitere  Recherchen  angezeigt  gewesen.  Im 
Weiteren  habe  das  BFM  die  Begründungspflicht  verletzt,  weil  im 
angefochtenen  Entscheid  das  (Nennung  Beweismittel)  der  I._______ 
sowie  das  Gerichtsurteil  nicht  angemessen  gewürdigt  worden  seien. 
Zudem  habe  sich  die  Vorinstanz mit  der  Asylrelevanz  ihrer  Asylgründe 
nicht auseinandergesetzt.

4.1.1.  Der  Untersuchungsgrundsatz  gehört  zu  den  allgemeinen 
Grundsätzen des Asylverfahrens (vgl. Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). 
Demnach  hat  die  Behörde  von  Amtes  wegen  für  die  richtige  und 
vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes  zu  sorgen. 
Sie  muss  die  für  das  Verfahren  notwendigen  Sachverhaltsunterlagen 
beschaffen  und  die  rechtlich  relevanten  Umstände  abklären  sowie 
ordnungsgemäss  darüber  Beweis  führen  (beispielsweise  durch  die 
Einholung  eines  Gutachtens).  Dieser  Grundsatz  gilt  indessen  nicht 
uneingeschränkt,  er  findet  sein  Korrelat  in  der  Mitwirkungspflicht  des 
Asylsuchenden (vgl. Art. 13 VwVG und Art. 8 Abs. 1 AsylG). Vorliegend 
ist die Vorinstanz aufgrund der Parteiauskünfte (vgl. Art. 12 Bst. b VwVG) 
und  der  weiteren  Abklärungen  über  die  Schweizer  Vertretung  in 

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Damaskus (vgl. Art. 41 AsylG; Art. 12 Bst. c VwVG) offensichtlich davon 
ausgegangen,  dass  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  als  erstellt  gelten 
könne und keine weiteren Beweismassnahmen zu ergreifen seien. So gilt 
ein  Sachverhalt  erst  dann  als  unvollständig  festgestellt,  wenn  in  der 
Begründung  des  Entscheides  ein  rechtswesentlicher  Sachumstand 
übergangen  beziehungsweise  überhaupt  nicht  beachtet  wird  (vgl.  FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 286).

In casu ist festzustellen, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 
die  Asylgründe  der  Beschwerdeführer  einlässlich  würdigte.  Angesichts 
der  Unglaubhaftigkeit  des  vorgetragenen  Sachverhaltes  konnte  darauf 
verzichtet werden, Abklärungen bei der I._______ und der J._______ und 
betreffend  das  eingereichte  Gerichtsurteil  vorzunehmen.  Von  einer 
Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes  im Rahmen einer unrichtigen 
oder  unvollständigen  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes 
kann  demnach  nicht  ausgegangen  werden.  Die  Vorinstanz  kam  ferner 
nach Würdigung der Parteivorbringen respektive der aktuellen Situation in 
der Heimat der Beschwerdeführer  zu einem anderen Schluss als diese, 
was  noch  keine  Verletzung  des  Untersuchungsgrundsatzes  darstellt. 
Dementsprechend  drängten  sich  auch  keine  weitergehenden 
Abklärungen des Sachverhaltes auf.

4.1.2.  Der  Grundsatz  des  rechtlichen  Gehörs  (Art.  29  Abs.  2  der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 
1999 [BV, SR 101], Art. 29 VwVG, Art. 32 Abs. 1 VwVG) verlangt, dass 
die verfügende Behörde die Vorbringen des Betroffenen tatsächlich hört, 
sorgfältig und ernsthaft prüft und  in der Entscheidfindung berücksichtigt, 
was sich entsprechend in der Entscheidbegründung niederschlagen muss 
(vgl. Art. 35 Abs. 1 VwVG sowie die weiterhin zutreffende Praxis der ARK 
in  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 38 E. 6.3). Die Begründung soll 
es  dem  Betroffenen  ermöglichen,  den  Entscheid  gegebenenfalls 
sachgerecht  anzufechten,  was  nur  möglich  ist,  wenn  sich  sowohl  der 
Betroffene  als  auch  die  Rechtsmittelinstanz  über  die  Tragweite  des 
Entscheides ein Bild machen können (BGE 129 I 232 E. 3.2). Dabei muss 
sich die verfügende Behörde nicht ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen 
Behauptung  und  jedem  rechtlichen  Einwand  auseinander  setzen, 
sondern  darf  sich  auf  die  wesentlichen  Gesichtspunkte  beschränken 
(BGE  126  I  97  E.  2b).  Die  Begründungsdichte  richtet  sich  nach  dem 
Verfügungsgegenstand,  den  Verfahrensumständen  und  den  Interessen 
des  Betroffenen,  wobei  die  bundesgerichtliche  Rechtsprechung  bei 

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schwerwiegenden Eingriffen  in  die  rechtlich  geschützten  Interessen  des 
Betroffenen – und um solche geht es bei der Frage der Gewährung des 
Asyls – eine sorgfältige Begründung verlangt (BGE 112 Ia 110). 

In  Anbetracht  der  unglaubhaften  Asylvorbringen  durfte  sich  das  BFM 
darauf  beschränken,  nur  eine  kurze  Würdigung  der  eingereichten 
Dokumente  (Auflistung  Beweismittel)  vorzunehmen.  Den 
Beschwerdeführern  war  es  dadurch  nicht  verunmöglicht,  die 
vorinstanzliche  Verfügung  sachgerecht  anzufechten,  wie  sich  aus  der 
eingehenden  Beschwerdebegründung  ergibt.  Gemäss  der  gesetzlichen 
Konzeption  sind  Asylsuchende  verpflichtet,  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu machen  (vgl.  Art.  7  Abs.  1 
AsylG).  Gelingt  es  Gesuchstellern  jedoch  nicht,  auch  nur  die 
herabgesetzten  Beweisanforderungen  der  Glaubhaftmachung  der 
Flüchtlingseigenschaft  zu  erfüllen,  so  ist  die  Vorinstanz  logischerweise 
nicht  gehalten,  die  ohnehin  nicht  glaubhaften  Schilderungen  noch 
zusätzlich auf ihre Asylrelevanz zu prüfen.

4.1.3.  Zusammenfassend  erweisen  sich  die  formellen  Rügen  der 
Beschwerdeführer als unbegründet.

4.2. 
4.2.1. Soweit die Beschwerdeführer  in materieller Hinsicht zunächst den 
Beweiswert  der  Botschaftsabklärung  in  Frage  stellen  und  insbesondere 
rügen,  dass  weder  die  Quelle  der  Information  noch  die  Art  der  Quelle 
bekanntgegeben werde, ist Folgendes festzuhalten: Gemäss Art. 27 Abs. 
1 Bst.  a  und b VwVG darf  die Behörde die Einsichtnahme  in  die Akten 
verweigern,  wenn  wesentliche  öffentliche  oder  private  Interessen  die 
Geheimhaltung  erfordern.  Die  Geheimhaltung  der  Quellen  von 
Botschaftsauskünften  ist  demnach  offensichtlich  und  bedarf  keiner 
weiteren Ausführungen. Sodann würde die Offenlegung der Arbeitsweise 
beziehungsweise der Identität der beigezogenen Vertrauenspersonen die 
Abklärungen  in  künftigen  Fällen  erschweren  beziehungsweise 
verunmöglichen (vgl. EMARK 2004 Nr. 1 E. 4c S. 12). Es besteht somit 
keine  Veranlassung,  die  Identität  der  Quelle  der  Schweizerischen 
Botschaft offen zu legen. Auch gilt  festzuhalten, dass keine stichhaltigen 
Gründe  ersichtlich  sind,  wonach  die  Abklärungen  der  Schweizer 
Vertretung  in  Damaskus  nicht  zuverlässig  und  zutreffend  sein  sollten. 
Vorliegend  beschränkten  sich  die  Abklärungen  zudem  –  wie  der 
Botschaftsanfrage  und  ­antwort  entnommen  werden  kann  (welche  den 
Beschwerdeführern  offen  gelegt  wurden)  –  darauf,  in  Erfahrung  zu 

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bringen, ob die Beschwerdeführer  syrische Reisepässe besitzen, ob sie 
Syrien  legal  verlassen haben,  ob und aus welchem Grund  sie  allenfalls 
von den syrischen Behörden gesucht werden und ob die Authentizität des 
eingereichten  Gerichtsurteils  geprüft  werden  könne.  Erfahrungsgemäss 
sind denn auch die aus Abklärungen durch die schweizerische Botschaft 
in  Damaskus  resultierenden  Ergebnisse  korrekt,  weshalb  ihnen  im 
Rahmen  der  freien  Beweiswürdigung  (Art.  19  VwVG  i.V.m.  Art.  40  des 
Bundesgesetzes  vom  4.  Dezember  1947  über  den  Bundeszivilprozess 
[BZP,  SR  273])  ein  hoher  Beweiswert  zu  attestieren  ist  (vgl.  zur 
Verwendung  der  COI­Standards  durch  das  Bundesverwaltungsgericht 
BVGE 2010/54 E. 7.5.1 S. 798 f.).

4.2.2. Was  die  Ausreise  der  Beschwerdeführer  anbelangt,  so  bedeutet 
das Abklärungsergebnis nichts anderes, als dass diese Syrien über den 
internationalen  Flughafen  von  M._______  verlassen  haben.  Dies  wäre 
indes – entgegen der in der Rechtsmitteleingabe vertretenen Auffassung 
– offensichtlich  nicht  möglich  gewesen,  wenn  der  Beschwerdeführer 
aufgrund  der  vorgebrachten  politischen  Aktivitäten  den  heimatlichen 
Behörden,  insbesondere dem Geheimdienst,  bekannt  gewesen wäre.  In 
diesem  Zusammenhang  ist  zu  berücksichtigen,  dass  syrische 
Staatsangehörige,  um  in  den  Besitz  eines  Reisepasses  zu  gelangen, 
zahlreiche  Bedingungen  erfüllen  müssen.  Sind  die  Formalitäten  einmal 
erfüllt  und  liegen  die  Meinungen  der  verschiedenen  staatlichen  Stellen 
vor, wird dem Gesuchsteller respektive der Gesuchstellerin ein regulärer 
Reisepass  ausgehändigt.  Angesichts  der  diversen  Hürden  zum  Erhalt 
eines Reisepasses und insbesondere der Abklärungen bei verschiedenen 
Amtsstellen  ist  mit  an  Sicherheit  grenzender  Wahrscheinlichkeit 
auszuschliessen,  dass  gegen  die  Beschwerdeführer  etwas  von 
behördlichem  Interesse  vorgelegen  haben  könnte,  ansonsten  der 
Beschwerdeführerin  und  ihrem Kind  die  Ausstellung  eines Reisepasses 
im  Jahre  (...)  (der  Beschwerdeführer  habe  seinen  Reisepass  gemäss 
eigenen Aussagen und der übereinstimmenden Auskunft  der Schweizer 
Vertretung  bereits  im  Jahre  [...]  erhalten)  ganz  einfach  verweigert  und 
mithin  die  legale  Ausreise  sämtlicher  Beschwerdeführer  verunmöglicht 
worden wäre.

4.2.3. Die Beschwerdeführer wenden in diesem Zusammenhang ein, dem 
Beweiswert  respektive  dem  Ergebnis  der  Abklärungen  durch  die 
Botschaft  stehe  das  Gerichtsurteil  der  Verurteilung  vom  (...)  entgegen, 
gemäss  welchem  der  Beschwerdeführer  zu  (Nennung  Strafe)  verurteilt 
worden  sei.  Sämtliche  Ergebnisse  der  Botschaftsabklärungen  seien 

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daher mit  Vorbehalt  zu würdigen.  Die  Vorinstanz  verzichtete  vorliegend 
auf eine materielle Prüfung des erwähnten Urteils und verwies angesichts 
der diversen Unglaubhaftigkeitselemente im Sachverhaltsvortrag auf den 
Umstand,  dass  in  Syrien  solche  Dokumente  unrechtmässig  erworben 
werden  könnten.  Vorliegend  sind  zum  fraglichen  Urteil  folgende 
Feststellungen  zu  machen:  Gemäss  der  Übersetzung  soll  ein 
„Grundgericht/anfängliches Gericht  von Algerien“ mit  der  Sache  befasst 
gewesen  sein,  was  als  befremdlich  erscheint.  Sollte  es  sich  bei  der 
Länderbezeichnung  "Algerien"  um  einen  blossen  Übersetzungsfehler 
handeln,  so  ist  weiter  zu  bemerken,  dass  beim  aufgeführten Vornamen 
der  Mutter  ([...])  leichte  Abweichungen  zum  Namen,  den  der 
Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragung  im  G._______  zu  Protokoll 
gab  ([...]),  bestehen.  Gemäss  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  beim 
BFM sei ihnen das Urteil am (...) gezeigt worden (vgl. A11/12, S. 9), was 
also  eine  direkte  Information  der  Beschwerdeführer  selber  darstellen 
würde.  Der  Beschwerdeführer  gab  in  diesem  Zusammenhang  und  im 
Widerspruch  zu  den  Ausführungen  der  Beschwerdeführerin  an,  der 
Anwalt habe am (...) der Partei das gegen ihn ausgesprochene Strafmass 
mitgeteilt  (vgl. A10/20, S. 8 oben). Weiter  ist  anzuführen, dass mit  dem 
auf  dem  Urteil  erwähnten  Art.  307  des  syrischen  Strafgesetzbuches 
konfessionelle  beziehungsweise  rassistische  Delikte  geahndet  werden 
sollen, währenddem der Beschwerdeführer  in  der Bundesanhörung  den 
Grund  der  Verurteilung  mit  „Störung  der  inneren  Sicherheit“  benannte 
(vgl.  A10/20,  S.  17).  Angesichts  dieser  Ungereimtheiten  und 
Abweichungen zwischen den Aussagen der Beschwerdeführer und dem 
Inhalt  des  zu  prüfenden Urteils  kann  diesem Dokument  insgesamt  kein 
rechtserheblicher  Beweiswert  beigemessen  werden;  es  ist  daher  auch 
nicht  geeignet,  das  Ergebnis  der  Botschaft  zu  widerlegen.  Den 
Beschwerdeführern  ist  es  somit  nicht  gelungen,  das  Resultat  der 
Abklärungen vor Ort in Frage zu stellen. Demnach ist davon auszugehen, 
dass die Beschwerdeführer Syrien nicht am (...)  illegal und mit dem PW 
über  F._______  verliessen,  sondern  vielmehr  am  (...)  und  (...)  legal  im 
Besitze von Reisepässen über den Flughafen von M._______ in Richtung 
L._______  ausreisten.  Nachdem  die  Beschwerdeführer  offensichtlich 
falsche  Angaben  zu  ihrer  Ausreise  gemacht  haben,  ist  auch  ihre 
persönliche Glaubwürdigkeit ernsthaft in Frage gestellt.

4.2.4.  Diese  Einschätzung  wird  zudem  dadurch  gestützt,  dass  der  in 
diesem  Zusammenhang  geäusserte  Einwand  der  Beschwerdeführer, 
wonach die Ausführungen des Beschwerdeführers zu seinem Reisepass 
nicht  widersprüchlich  seien,  zumal  die  Beamten  die  im  Haus 

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zurückgelassenen Dokumente  im (...)  in seinem Haus konfisziert hätten, 
nachdem  er  das  Gebäude  verlassen  gehabt  habe,  angesichts  der 
eindeutigen Protokollwortlaute nicht zu überzeugen vermag. So wäre es 
dem  Beschwerdeführer  bereits  im  Rahmen  der  Erstbefragung  im 
G._______ – und nicht erst auf Vorhalt anlässlich der direkten Anhörung 
beim  BFM  –  möglich  und  zumutbar  gewesen,  die  Beschlagnahmung 
seines Reisepasses  zu erwähnen, wenn diese effektiv  so  stattgefunden 
hätte.  Der  Beschwerdeführer  bestätigte  denn  auch  die  Korrektheit  und 
Wahrheit  seiner  Ausführungen  am  Schluss  der  jeweiligen  Befragungen 
mit  seiner  Unterschrift,  weshalb  er  sich  bei  seinen  diesbezüglich 
Aussagen behaften lassen muss.

4.2.5. Weiter halten die Beschwerdeführer dem Vorhalt widersprüchlicher 
Angaben  betreffend  Mitgliedschaft  zur  I._______  entgegen,  dass  der 
Beschwerdeführer  seit  dem  Jahre  (...)  die  I._______  unterstützt  und  für 
die  Partei  Aufgaben  übernommen  habe.  Er  sei  zu  einem  vollwertigen 
Mitglied der I._______ geworden. Er habe die Frage anlässlich der BFM­
Anhörung dahingehend verstanden, ob er eine Kaderfunktion innegehabt 
habe. Aus diesem Grund habe er verneint, ein Mitglied dieser Partei zu 
sein,  und  ausgeführt,  dass  es  unter  den  Mitgliedern  Kompetentere 
gegeben  habe,  welche  Kaderfunktionen  übernommen  hätten.  Diese 
Entgegnungen der Beschwerdeführer können jedoch vorliegend nicht als 
stichhaltig  erachtet  werden.  So  lassen  die  in  der  direkten  Anhörung 
gestellten  Fragen  und  Antworten  zu  diesem  Thema  den  in  der 
Rechtsmitteleingabe  ausgeführten  Schluss  nicht  zu,  zumal  der 
Beschwerdeführer  dabei  ausdrücklich  gefragt  wurde,  warum  er  nie 
Mitglied  geworden  sei.  Zudem wird  aus  den  vom  Beschwerdeführer  im 
weiteren  Verlauf  gegebenen  Antworten  zu  diesem  Thema  in  keiner  Art 
und  Weise  ersichtlich,  dass  er  gemeint  haben  soll,  er  werde  nach 
Mitgliedern mit einer Kaderfunktion gefragt (vgl. A10/20, S. 8 f.).

4.2.6.  Auch  der  Hinweis  des  Beschwerdeführers,  wonach  seine 
Unkenntnis  hinsichtlich  des  Buchstabens  (...)  in  der  Parteibezeichnung 
nachvollziehbar sei, zumal er den englischen und den arabischen Namen 
gekannt habe, wobei  in beiden Fällen das (...) und die Bezeichnung (...) 
nicht  vorkomme,  ist  als  unbehelflich  zu  qualifizieren.  So  erstaunt  in 
diesem  Zusammenhang,  dass  der  Beschwerdeführer  diesen  Umstand 
(Kenntnis  des  englischen  und  arabischen  Namens  der  I._______) 
anlässlich der Befragung nicht  vorbrachte,  zumal er auf  die Frage nach 
der  Bedeutung  der  Buchstaben  des  Parteikürzels  ohne  weiteres  hätte 
darauf hinweisen können, dass er lediglich den Namen auf Arabisch und 

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Englisch kenne  (vgl. A10/20, S. 8 unten). Hinzu kommt, dass er die ein 
(...) enthaltende Abkürzung des Parteinamens selber in die Befragungen 
einbrachte,  weshalb  hätte  erwartet  werden  dürfen,  dass  er  auch  die 
Bedeutung dieser von ihm angeführten Abkürzung benennen kann.

4.2.7.  Zum  Vorhalt  der  widersprüchlichen  Aussagen  betreffend  den 
Zeitpunkt  der Festnahme des Vaters des Beschwerdeführers  führen die 
Beschwerdeführer an, dass die Beamten ihr Haus ein erstes Mal am (...) 
aufgesucht  und  eine  mündliche  Warnung  ausgesprochen  hätten.  Zwei 
Tage später seien die Beamten wieder gekommen und dieses Mal sei der 
Vater des Beschwerdeführers mitgenommen worden; die Aussagen des 
Beschwerdeführers  würden  diesen  Ereignissen  entsprechen.  Diese 
Ausführungen  vermögen  jedoch  die  von  der  Vorinstanz  zu  Recht  als 
widersprüchlich  erachteten  und  den  in  der  Rechtsmitteleingabe 
angeführten  Version  nach  wie  vor  entgegenstehenden  Angaben  des 
Beschwerdeführers  anlässlich  der  Bundesanhörung  nicht  als  glaubhaft 
erscheinen  zu  lassen,  zumal  er  die  Korrektheit  und  Vollständigkeit  der 
Befragungsprotolle  nach  Rückübersetzung  jeweils  unterschriftlich 
bestätigte und sich deshalb bei diesen Aussagen behaften lassen muss.

4.2.8. Die  Beschwerdeführer  wenden  weiter  ein,  der  Beschwerdeführer 
sei entgegen der vorinstanzlichen Annahme nicht von einem Mitglied der 
I._______,  sondern  der  J._______  über  den  Tod  seines  Bruders 
informiert  worden.  Dass  die  J._______  über  den  Tod  eines  eigenen 
Kämpfers  informiert gewesen sei, sei  logisch und nachvollziehbar. Auch 
sei  die  angeführte  Dauer  von  (...)  Jahren  bis  zur  Kenntnisnahme  des 
Todes angesichts der  im Untergrund operierenden Organisation und der 
politischen  Situation  zwar  tragisch,  aber  verständlich.  Diesen 
Ausführungen  ist  jedoch  entgegenzuhalten,  das  sich  der 
Beschwerdeführer  sowohl  anlässlich  der  Befragung  im  G._______als 
auch  bei  der  direkten   Anhörung  zu  diesem  Punkt  in  dem  Sinne 
unmissverständlich  äusserte,  dass  es  Angehörige  der  I._______ 
gewesen  seien,  die  die  Familie  über  den  Tod  des  Bruders  informiert 
hätten  (vgl.  A1/11,  S.  5;  A10/20,  S.  12  f.).  Insbesondere  ist  aus  dem 
Kontext der Bundesanhörung ersichtlich, dass der Beschwerdeführer von 
einem  Mitglied  der  I._______  sprach,  wurde  er  doch  genauer  gefragt, 
über  welche  Personen  die  Nachricht  an  die  Familie  gelangt  sei.  Dabei 
erwähnte  der  Beschwerdeführer  die  Parteileitung  und  den  Namen  des 
Parteimitgliedes, das die Nachricht überbracht haben soll (A10/20, S. 13). 
Erst  im  späteren  Verlauf  der  Bundesanhörung  sprach  der 
Beschwerdeführer  davon,  dass  die  Nachricht  über  den  Tod  seines 

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Bruders  über  (offensichtlich)  mehrere  Parteimitglieder  der  J._______ – 
und  nicht  der  I._______  –  an  sie  gelangt  sei,  obwohl  es  vorgängig 
lediglich  ein  einzelnes Mitglied  der  I._______ gewesen  sei,  das  sich  zu 
ihnen  nach  Hause  begeben  habe  (vgl.  A10/20,  S.  13  oben  und  S. 14 
unten).  Zudem  ist  in  diesem  Zusammenhang  festzustellen,  dass  der 
Beschwerdeführer  bei  der  Schilderung,  wie  die  Parteileitung  vom  Tod 
seines  Bruders  erfahren  habe,  äusserst  vage  blieb  („Sie  stehen  alle 
untereinander  in  Kontakt.  Das  Internet  ist  vorhanden...";  vgl.  A10/20, 
S. 13 oben). Ausserdem erklärt diese Aussage umso weniger, warum es 
(...) Jahre gedauert haben soll, bis die Nachricht vom Tod des Bruders bis 
zur Familie gedrungen sei, wenn  "alle" effektiv untereinander  in Kontakt 
gestanden  hätten,  und  vermag  den  Ausführungen  des 
Beschwerdeführers nicht die nötige Plausibilität und Dichte zu verleihen, 
um  die  entsprechende  vorinstanzliche  Einschätzung  in  diesem  Punkt 
umzustossen.

4.2.9.  Weiter  bringen  die  Beschwerdeführer  vor,  die  Verurteilung  des 
Beschwerdeführers gemäss dem eingereichten Urteil sei  in Abwesenheit 
geschehen,  weshalb  der  Vorwurf,  wonach  eine  Verurteilung  ohne 
jegliches Verhör des Beschuldigten unglaubhaft sei, nicht gehört werden 
könne.  So  seien  dem  Beschwerdeführer  als  Angeklagten  in  einem 
politischen  Verfahren  Verfahrensrechte  verweigert  worden,  weshalb  es 
nicht  erstaune,  dass  die  Verurteilung  ohne  eine  einzige  Einvernahme 
geschehen  sei.  Vielmehr  spreche  dieser  Umstand  für  eine  politische 
Verfolgung. Wie in obenstehenden Ausführungen festgehalten wurde,  ist 
das  in Frage stehende Urteil  als nicht  beweiserheblich  zu erachten und 
vermag  die  Abklärungen  der  Botschaft,  wonach  gegen  den 
Beschwerdeführer  nichts  vorliegt,  nicht  umzustossen,  weshalb  obige 
Argumente  ebenfalls  als  nicht  stichhaltig  erachtet  werden  können. 
Gleiches  hat  angesichts  des  Abklärungsergebnisses  der  Botschaft  und 
des  Umstandes,  dass  das  Urteil  inhaltliche  Unstimmigkeiten  aufweist – 
gerade  auch  mit  Bezug  auf  dessen  Eröffnung  –,  hinsichtlich  des 
Vorbringens  der Beschwerdeführer, wonach  es  keineswegs  unglaubhaft 
sei, dass das Urteil durch den Anwalt am (...) ausgehändigt worden sei, 
da sie Syrien erst am (...) verlassen hätten, zu gelten. Der entsprechende 
Einwand kann daher nicht gehört werden.

4.2.10.  Sodann  vermag  auch  das  im  vorinstanzlichen  Verfahren 
eingereichte  (Nennung  Beweismittel)  der  I._______  an  obiger 
Einschätzung  nichts  zu  ändern,  zumal  dieses  –  wie  die  Vorinstanz  in 
zutreffender Weise festhielt – lediglich als Faxkopie in schlechter Qualität 

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vorliegt,  weshalb  diesem  keinerlei  Beweiskraft  beigemessen  werden 
kann.

4.2.11.  Die  Vorinstanz  nimmt  in  der  angefochtenen  Verfügung  keine 
Beurteilung  der  von  der  Beschwerdeführerin  geltend  gemachten 
Benachteiligungen  vor,  sondern  hält  lediglich  –  ausgehend  von  der 
Unglaubhaftigkeit der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Verfolgung – 
zusammenfassend fest, die Vorbringen der Beschwerdeführer hielten den 
Anforderungen  an  die Glaubhaftigkeit  gemäss Art.  7  AsylG  nicht  stand. 
Dieses  Vorgehen  des  BFM  wird  auf  Beschwerdeebene  nicht 
beanstandet.  In Bezug auf die Beschwerdeführerin wird  lediglich geltend 
gemacht, aufgrund des politischen Hintergrundes ihres Ehemannes habe 
sie mit Reflexverfolgung zu rechnen. Da – wie oben dargelegt – die vom 
Beschwerdeführer  geltend  gemachten  Vorfluchtgründe  nicht  zumindest 
glaubhaft  gemacht  wurden,  sind  auch  die  von  der  Beschwerdeführerin 
vorgebrachten  Benachteiligungen,  die  eine  Folge  der  Verfolgung  ihres 
Ehemannes seien, ebenso unglaubhaft.

4.3.  Nach  dem  Gesagten  ist  insgesamt  festzuhalten,  dass  die 
Beschwerdeführer  für  die  Zeit  vor  dem  Verlassen  ihres  Heimatlandes 
keine  begründete  Furcht  vor  Verfolgung  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG 
glaubhaft darzulegen vermochten. Eine begründete Furcht liegt vor, wenn 
konkreter Anlass zur Annahme besteht, eine Verfolgung hätte sich – aus 
der Sicht im Zeitpunkt der Ausreise – mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 
und  in absehbarer Zeit  verwirklicht  beziehungsweise werde  sich – auch 
aus  heutiger  Sicht  –  mit  ebensolcher  Wahrscheinlichkeit  in  absehbarer 
Zukunft  verwirklichen.  Eine  bloss  entfernte  Möglichkeit  künftiger 
Verfolgung genügt nicht; es müssen konkrete  Indizien vorliegen, welche 
den Eintritt der erwarteten – und aus einem der vom Gesetz aufgezählten 
Motive  erfolgenden  –  Benachteiligung  als  wahrscheinlich  und 
dementsprechend  die  Furcht  davor  als  realistisch  und  nachvollziehbar 
erscheinen lassen (vgl. BVGE 2010/44 E. 3.3 und 3.4 S. 620 f.).

Die  Beschwerdeführer  konnten  keine  hinreichend  überzeugenden  und 
glaubhaften  Indizien  vorbringen,  die  auf  eine  Vorverfolgung  schliessen 
lassen  könnten.  Aus  ihren  Vorbringen  lassen  sich  entsprechend  auch 
keine ausreichenden Hinweise auf eine begründete Furcht vor Verfolgung 
ableiten, die zum Zeitpunkt der Ausreise aus Syrien zu bejahen gewesen 
wäre.  Es  erübrigt  sich  daher,  auf  die  weiteren  Ausführungen  in  der 
Rechtsmitteleingabe  näher  einzugehen,  da  sie  an  obiger  Einschätzung 
nichts zu ändern vermögen.

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4.4.  Soweit  die  Beschwerdeführer  in  ihren  Eingaben  auf 
Beschwerdeebene  mit  Verweis  auf  die  politischen  Aktivitäten  des 
Beschwerdeführers  A._______  in  der  Schweiz  subjektive 
Nachfluchtgründe  geltend  machen,  ist  vorliegend  darauf  –  da  die 
Beschwerdeführer  mit  Verfügung  des  BFM  vom  30.  August  2011  als 
Flüchtlinge anerkannt wurden – nicht einzugehen.

4.5. Nach  dem  Gesagten  gelangt  das  Bundesverwaltungsgericht  somit 
insgesamt  zum  Schluss,  dass  in  Bezug  auf  die  geltend  gemachten 
Vorfluchtgründe  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführer  den 
Anforderungen  von  Art.  3  AsylG  an  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  zu 
genügen vermögen. Das BFM hat  demnach  ihre Asylgesuche zu Recht 
abgewiesen.

4.6. Den  Beschwerdeführern  ist  es  unbenommen,  nach  Abschluss  des 
Beschwerdeverfahrens  gestützt  auf  Art.  51  Abs.  3  AsylG  bei  der 
Vorinstanz  ein  Gesuch  um  Anerkennung  des  Kindes  D._______  als 
Flüchtling einzureichen.

5. 
Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 
verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 
Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG).

Die  Beschwerdeführer  verfügen  weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733, BVGE 2008/34 E. 9.2 S. 
510,  Entscheidungen  und Mitteilungen  der  Schweizerischen Asylrekurs­
kommission [EMARK] 2001 Nr. 21).

6. 
6.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Aus­
ländern  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR 
142.20]).

6.2.  Die  Beschwerdeführer  wurden  –  mit  Ausnahme  des  Kindes 
D._______  –  vom  BFM  mit  Entscheid  vom  30.  August  2011 

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wiedererwägungsweise  als  Flüchtlinge  anerkannt  und  wegen 
Unzulässigkeit  des  Wegweisungsvollzugs  vorläufig  in  der  Schweiz 
aufgenommen.  Daher  erübrigt  sich  eine  Prüfung  der  Frage  der 
Zumutbarkeit sowie der Frage der Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs 
(vgl. BVGE 2009/51 E. 5.4 S. 748, EMARK 2006 Nr. 6 E. 4 S. 54 f.). Die 
Beschwerde  gegen  die  zunächst  verweigerte  Anerkennung  als 
Flüchtlinge  sowie  gegen  den  ursprünglich  angeordneten 
Wegweisungsvollzug  erweist  sich  demnach  als  gegenstandslos  und  ist 
diesbezüglich abzuschreiben.

7. 
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung in 
Bezug  auf  die  Verweigerung  von  Asyl  und  die  Anordnung  der 
Wegweisung  Bundesrecht  nicht  verletzt,  den  rechtserheblichen 
Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 
AsylG).  Die  Beschwerde  ist  daher  abzuweisen,  soweit  sie  nicht  als 
gegenstandslos geworden abzuschreiben ist.

8. 
8.1. Bei  diesem  Verfahrensausgang  ist  von  einem  teilweisen  Obsiegen 
der  Beschwerdeführer  auszugehen.  Demnach  wäre  ihnen  nach  dem 
Grad  des Durchdringens  praxisgemäss  ein Drittel  der Verfahrenskosten 
aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG; Art. 1­3 des Reglements vom 
21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Die 
Beschwerdeführer  ersuchten  jedoch  in  ihrer  Beschwerdeschrift  um  die 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im  Sinne  von  Art.  65 
Abs. 1 VwVG. Eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, 
wird  auf  Antrag  hin  von  der  Bezahlung  der  Verfahrenskosten  befreit, 
sofern  ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint  (Art. 65 Abs. 1 VwVG). 
Dabei verfügt eine Person dann nicht über die erforderlichen Mittel, wenn 
sie  ohne  Beeinträchtigung  des  notwendigen  Lebensunterhaltes  die 
Prozesskosten  nicht  zu  bestreiten  vermag.  Eine  Beschwerde  gilt  ferner 
dann als aussichtslos, wenn die Gewinnaussichten beträchtlich geringer 
sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet 
werden können (vgl. BGE 125 II 265 E. 4b S. 275).

Es  ist  von  der  Bedürftigkeit  der  Beschwerdeführer  auszugehen.  Auch 
können die Begehren der Beschwerde nicht als aussichtslos bezeichnet 
werden. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

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ist  somit  gutzuheissen,  weshalb  keine  Verfahrenskosten  aufzuerlegen 
sind.

8.2.  Bei  Gegenstandslosigkeit  des  Verfahrens  ist  der 
beschwerdeführenden Partei eine Entschädigung für die ihr erwachsenen 
notwendigen Kosten  zuzusprechen,  sofern  sie  die Gegenstandslosigkeit 
nicht durch ihr eigenes Verhalten bewirkt hat (Art. 15 i.V.m. Art. 5 VGKE). 
Diese  Voraussetzungen  sind  vorliegend  gegeben,  da  die 
Gegenstandslosigkeit durch die wiedererwägungsweise Anerkennung der 
Flüchtlingseigenschaft  und  die  Gewährung  der  vorläufigen  Aufnahme 
durch  das  BFM  herbeigeführt  wurde.  Den  teilweise  obsiegenden  und 
vertretenen  Beschwerdeführern  ist  folglich  in  Anwendung  von  Art.  64 
VwVG  und  Art.  7  Abs.  1  VGKE  eine  praxisgemäss  um  einen  Drittel 
reduzierte  Entschädigung  für  die  ihnen  notwendigerweise  erwachsenen 
Parteikosten  zuzusprechen.  Von  der  Rechtsvertretung  wurde  mit  der 
Eingabe vom 20. September 2011 eine Kostennote eingereicht. Das darin 
ausgewiesene  Honorar  (Stundenansatz  von  Fr. 200.–)  von  total  Fr. 
2782.50  ist  auf  Fr.  1930.–  zu  kürzen,  da  nur  die  notwendigen,  im 
Zusammenhang  mit  dem  Beschwerdeverfahren  entstandenen 
Aufwendungen  zu  ersetzen  sind.  Die  in  der  Kostennote  enthaltenen 
Aufwendungen  für  Leistungen,  die  vor  Ergehen  der  vorinstanzlichen 
Verfügung  vom 4. März  2009  datieren,  für  nicht  im  Zusammenhang mit 
dem  Beschwerdeverfahren  stehende  Eingaben  an  das  Zivilstandsamt 
und  für  die  Erstellung  und  Einreichung  der  Honorarnote  –  der 
diesbezügliche Aufwand  ist  im Stundenansatz bereits  enthalten, weil  es 
sich  um  eine  Sekretariatsarbeit  handelt  –  sind  nicht  zu  entschädigen. 
Entsprechend  sind  die  mit  diesen  Leistungen  in  Zusammenhang 
stehenden Auslagen um Fr. 19.– zu kürzen. Gestützt auf die  in Betracht 
zu  ziehenden Bemessungsfaktoren  (vgl.  Art.  7­14 VGKE)  sowie  auf  die 
eingereichte  und  im  erwähnten Umfang  zu  kürzende Kostennote  ist  die 
um  einen  Drittel  reduzierte  Parteientschädigung,  welche  vom  BFM  zu 
entrichten ist, auf Fr. 1495.– (inkl. Auslagen und MWSt) festzusetzen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  abgewiesen,  soweit  sie  nicht  als  gegenstandslos 
geworden abgeschrieben wird.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen.

3. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4. 
Das  BFM  wird  angewiesen,  den  Beschwerdeführern  eine 
Parteientschädigung  in  der  Höhe  von  Fr.  1495.­  (inkl.  Auslagen  und 
MWSt) zu entrichten.

5. 
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführer, das BFM und die zuständige 
kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

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