# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff875305-7a1a-5d94-89c1-950059422bda
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-10
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 10.01.2022 V 2020 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2020-65_2022-01-10.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 10. Januar 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA  B.________

gegen

1. Gemeinderat Oberägeri
2. Amt für Raum und Verkehr des Kantons Zug

Beschwerdegegner 

betreffend

Baubewilligung 
(Bauvorhaben ausserhalb Bauzonen)

V 2020 65

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Urteil V 2020 65

A. Am 17. Februar 2020 reichte A.________ bei der Abteilung Bau und Sicherheit 
der Einwohnergemeinde Oberägeri ein Baugesuch für den Neubau eines Gartenhauses 
auf seinem sich in der Landwirtschaftszone sowie gemäss Richtplan des Kantons Zug im 
Landschaftsschongebiet befindenden Grundstück Nr. C.________, Oberägeri, ein. Auf 
dem Dach der Baute soll eine Photovoltaikanlage (27 m2) installiert werden. Die Baute 
weist einen geschlossenen Bereich von 6,4 m2 sowie einen offenen überdeckten Bereich 
auf. Der geschlossene Bereich soll eine Höhe von 2,3 m (Unterkante Decke) haben. Auf 
der hinteren, nördlichen Seite soll das gegen Süden geneigte Dach auf einer Höhe von 
4 m enden, auf der vorderen Seite auf einer Höhe von 2,5 m. Die Baute soll ca. 9,5 m vom 
Hauptgebäude entfernt, an der nordöstlichen Ecke des Grundstücks, erstellt werden.

Mit Beschluss vom 28. September 2020 wies der Gemeinderat Oberägeri das Baugesuch 
ab, nachdem bereits das Amt für Raum und Verkehr des Kantons Zug (ARV) mit 
Stellungnahme vom 12. März 2020 und Entscheid vom 29. Juni 2020 das Gesuch 
abgelehnt hatte. Am 26. Mai 2020 war zudem ein Augenschein durchgeführt worden. Das 
ARV begründete seinen Entscheid damit, im vorliegenden Fall seien Erweiterungen 
zulässig, welche für eine zeitgemässe (landwirtschaftsfremde) Wohnnutzung 
unumgänglich seien. Im Kanton Zug würden praxisgemäss freistehende und 3-seitig 
offene Unterstände der zonenwidrig genutzten Gesamtfläche nicht angerechnet. Das 
geplante Gartenhaus weise jedoch einen geschlossenen Raum aus, und die Grösse und 
die Dachform der Baute seien auf eine optimale Energiegewinnung der PV-Anlage 
ausgerichtet. Das Bauvorhaben sei entsprechend als Erweiterung nach aussen zu 
beurteilen. Weiter könne das Vorhaben auch nicht im Sinne der zeitgemässen 
Wohnnutzung beurteilt werden und sei entsprechend abzulehnen. Im Übrigen könne das 
geplante Gartenhaus weder die Kriterien der positiven Standortgebundenheit noch die 
Kriterien der negativen Standortgebundenheit erfüllen und sei entsprechend auch im 
Sinne von Art. 24 RPG abzulehnen. 

B. Gegen diese Entscheide reichte A.________ am 19. Oktober 2020 (Datum des 
Poststempels) Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein und beantragte, die 
Abweisungsentscheide seien aufzuheben und neu zu beurteilen. Er brachte vor, das 
Projekt sei irrtümlich als Gartenhaus und nicht als Kleintierstall eingegeben worden. Das 
Gelände eigne sich optimal für eine Photovoltaik-Anlage. Es handle sich um eine Indach-
Anlage, welche daher besser gegen den Wind geschützt sei. Die Anlage sei optimal auf 
die Sonne ausgerichtet und könne auch bei flachem Sonnenstand gute Resultate erzielen. 
Die robuste Bauweise sei dem Gebäude und den Witterungsbedingungen angepasst. Die 

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Urteil V 2020 65

von den Behörden geforderte Bauweise (auf drei Seiten offen) entspreche nicht den 
Witterungsbedingungen der Region. Im Sommer möchte er Kaninchen im Vorhof und im 
Winter im geschützten Raum halten. In anderen Teilen der Schweiz seien Bauten von 
Künstlern ausserhalb der Bauzonen bewilligt worden, die grösser seien als die von ihm 
geplante. Das Gesetz müsse bei allen gleich angewendet werden.

C. Den von ihm verlangten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– bezahlte der 
Beschwerdeführer fristgerecht.

D. Mit Vernehmlassung vom 23. November 2020 beantragte der Gemeinderat 
Oberägeri mit Verweis auf den kantonalen Entscheid vom 29. Juni 2020, die Beschwerde 
sei abzuweisen.

E. Das ARV beantragte am 1. Dezember 2020, die Beschwerde sei unter 
Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers abzuweisen. Aus raumplanungsrechtlicher 
Sicht könnten mit dem Bedarf einer Solaranlage keine neuen Bauten und Anlagen 
begründet werden. Die geplante Baute diene offensichtlich nicht landwirtschaftlichen 
Zwecken und sei damit nicht zonenkonform. Das strittige Bauvorhaben sei weder aus 
technischen noch aus betriebswirtschaftlichen Gründen oder wegen der 
Bodenbeschaffenheit auf den konkreten Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen. 
Weiter lasse sich auch nicht aufgrund der zu erwartenden Auswirkungen der Standort 
ausserhalb der Bauzone begründen. Eine Bewilligung im Sinne von Art. 24 RPG könne 
nicht erteilt werden. Das strittige Vorhaben sei, in der geplanten Form, als Erweiterung der 
bestehenden zonenwidrig genutzten Gesamtfläche zu beurteilen, was entsprechend nicht 
bewilligungsfähig sei. Auch lasse sich die Kleinbaute nicht mit der zeitgemässen 
Wohnnutzung begründen. Unter den Begriff der zeitgemässen Wohnnutzung fielen i.d.R. 
Erweiterungen von sehr kleinen Nasszellen oder ggf. auch Anpassungen von 
unzweckmässigen Erschliessungen. Diese Voraussetzung sei vorliegend klar nicht erfüllt. 
Da es sich um einen projektierten Neubau handle, könne das Vorhaben nicht im Sinne von 
Art. 24e RPG bewilligt werden, da die hobbymässige Tierhaltung jedenfalls nur in 
bestehenden Bauten möglich sei. Die Baute stelle insbesondere auch keine Aussenanlage 
im Sinne von Art. 24e Abs. 2 RPG dar (vgl. Art. 42b Abs. 5 RPV). 

F. Am 26. Februar 2021 liess der inzwischen anwaltlich vertretene Beschwerdeführer 
eine Replik einreichen. Das ARV verkenne, dass es sehr wohl aus technischen Gründen 
notwendig sei, den Kleintierstall am geplanten Ort zu platzieren. Der Standort sei 

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insbesondere für die Energiegewinnung äusserst gut positioniert. Ein Anbringen der 
Photovoltaik-Paneele auf dem Dach des bestehenden Hauses wäre – abgesehen von der 
völligen Ineffizienz bei der Energiegewinnung – nur mit unnötigen zusätzlichen erheblichen 
baulichen Massnahmen möglich. Mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach des 
Kleintierstalls werde ein umweltfreundliches Projekt verwirklicht, was einen klaren Beitrag 
zum Umweltschutz darstelle. Auch optisch spreche nichts gegen die Anbringung der 
Solaranlage; so sei sie im Dach eingelassen, stehe nicht hervor und passe demnach 
äusserst gut in die Umgebung. Überdies handle es sich um eine sehr kleine Baute in 
einem Bereich, wo bereits Bauten bestünden. Mit dem Bauprojekt werde somit weder die 
Landschaft zersiedelt oder Kulturland beansprucht, und es werde kein zusätzliches Land 
ausserhalb des baulichen Bereichs beansprucht. Eine Verweigerung der Baubewilligung 
aufgrund der fehlenden Standortgebundenheit wäre schlichtweg nicht verhältnismässig. 
Somit sei die Voraussetzung der Standortgebundenheit aufgrund der technischen 
Notwendigkeit des Standorts erfüllt. Es liesse sich aber auch kein überwiegendes 
Interesse feststellen, welches dem Bau entgegenstehen würde. Unverständlich sei die 
Ansicht des ARV, die Kleinbaute könne nicht mit einer zeitgemässen Wohnnutzung 
begründet werden. Die Errichtung einer Solaranlage für die Stromversorgung eines 
Wohnhauses sei der Inbegriff zeitgemässer Wohnnutzung. Zudem seien freistehende 
Anlagen von der zeitgemässen Wohnnutzung nicht ausgeschlossen, sofern sie in einer 
räumlich engen Beziehung zum Hauptgebäude stünden. Der Zweck der Solaranlage sei 
die Stromversorgung des Haupthauses, weshalb die enge Beziehung zu bejahen und 
folglich die Baute gestützt auf Art. 24d Abs. 1 RPG zulässig sei. Der Beschwerdeführer 
plane einen Kleintierstall mit einem Aussengehege. Aufgrund des äusserst besonnten 
Standorts und der Wetterverhältnisse seien eine Überdachung und ein Witterungsschutz 
für eine tierfreundliche Haltung unabdingbar. Sei der Kleintierstall auf drei Seiten geöffnet, 
was das ARV akzeptieren würde, bestehe zudem das Risiko von Sturmwinden. Die Baute 
sei sehr exponiert am Hang und würde mit drei geöffneten Seiten eine gefährliche 
Angriffsfläche bieten. Folglich seien für die tiergerechte Haltung der Hasen mindestens 
eine 3-seitige Umwandung und ein Dach notwendig. 

G. Am 23. März 2021 reichte das ARV eine Duplik ein. Es hielt an seinen 
ursprünglich gestellten Anträgen fest. 

H. Am 20. Mai 2021 führte das Gericht einen Augenschein durch, worüber ein 
Protokoll erstellt wurde.

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I. Mit Eingabe vom 21. Juni 2021 liess der Beschwerdeführer eine abschliessende 
Eingabe einreichen. Der Gemeinderat Oberägeri teilte am 7. Juli 2021 mit, er verzichte auf 
eine Stellungnahme zum Protokoll und äusserte sich im Übrigen nicht mehr. Das ARV 
liess sich nicht mehr vernehmen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG, 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide unterer kantonaler Verwaltungsbehörden 
die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig, soweit sich ihre Entscheide auf 
Bundesrecht stützen und die Gesetzgebung keinen Weiterzug an den Regierungsrat oder 
das Bundesverwaltungsgericht vorsieht. Angefochten ist in erster Linie die Abweisung des 
Baugesuchs des Beschwerdeführers durch den Gemeinderat Oberägeri vom 28. 
September 2020, die an sich innert 20 Tagen mit Verwaltungsbeschwerde beim 
Regierungsrat angefochten werden kann (§§ 39 ff. VRG). Bestandteil der Baubewilligung 
ist aber auch der Entscheid des kantonalen Amts für Raum und Verkehr vom 29. Juni 
2020. Dieser Entscheid erging in Anwendung des Bundesgesetzes über die Raumplanung 
(RPG; SR 700) sowie der Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1) und somit in 
Anwendung von Bundesrecht. Er kann daher gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 1 VRG direkt beim 
Verwaltungsgericht angefochten werden. Zu beachten ist nun die Regelung von § 67 Abs. 
2 lit. b des kantonalen Planungs- und Baugesetzes (PBG; BGS 721.11), gemäss der auch 
Beschwerden gegen Entscheide des Gemeinderates über Baugesuche und 
Baueinsprachen als Verwaltungsgerichtsbeschwerden zu behandeln sind, wenn in 
derselben Sache ein kantonaler Entscheid vom Verwaltungsgericht zu beurteilen ist. Dies 
ist vorliegend der Fall. Der Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen 
Entscheides von diesem besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung, weshalb er zur Beschwerdeführung legitimiert ist (§ 62 
VRG). Die Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht und entspricht den übrigen 
formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist.

1.2 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

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1.3 Vorliegend kann jede Rechtsverletzung, jede für den Entscheid erhebliche 
unrichtige oder ungenügende Feststellung des Sachverhaltes und auch die unrichtige 
Handhabung des Ermessens gerügt werden (§ 63 VRG). Kommt der Rechtsmittelinstanz 
volle Kognition zu, ist sie verpflichtet, diese voll auszuschöpfen. Beschränkt sie ihre 
Überprüfung auf eine reine Rechtskontrolle oder gar eine blosse Willkürprüfung, so begeht 
sie eine formelle Rechtsverweigerung (BGE 130 II 449 E. 4.1). Nach der Rechtsprechung 
hat sie aber in Ermessensfragen einen Entscheidungsspielraum der Vorinstanz zu 
respektieren. Sie hat eine unangemessene Entscheidung zu korrigieren, kann aber der 
Vorinstanz die Wahl unter mehreren angemessenen Lösungen überlassen (BGE 133 II 35 
E. 3). Unangemessen ist eine Anordnung dann, wenn sie zwar innerhalb des 
Ermessensspielraumes liegt und die allgemeinen Verfassungsprinzipien sowie den Sinn 
und Zweck der gesetzlichen Ordnung beachtet, das Ermessen aber unzweckmässig 
ausgeübt wird (Marco Donatsch, in: Kommentar zum VRG des Kantons Zürich, 3. Aufl. 
2014, § 20 N 50).

2. Die Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet stellt einen der fundamentalsten 
Grundsätze der Raumplanung in der Schweiz dar (vgl. Art. 1 Abs. 1 RPG; BGE 141 II 245 
E. 2; BGer 1C_351/2011 vom 7. März 2012 E. 7.2). Dieser Trennungsgrundsatz wird in 
erster Linie mit den Vorschriften über die Begrenzung der Bauzonen, dem 
Konzentrationsgrundsatz sowie mit einer restriktiven Ordnung von Ausnahmen für das 
Bauen ausserhalb der Bauzonen umgesetzt (Rudolf Muggli, in: Praxiskommentar RPG: 
Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, Vorbem. zu den Art. 24 bis 24e und 37a Rz. 16). 
Diesen Be-
stimmungen kommt daher eine zentrale Rolle für die Verwirklichung des 
Trennungsgrundsatzes zu.

3.
3.1 Das auf der Liegenschaft GS Nr. C.________ des Beschwerdeführers vorhandene 
Wohnhaus wurde 1984 dessen Vater als sogenanntes "Stöckli" bewilligt. Mit Verfügung 
der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zug vom 27. April 1988 wurde es vom 
Landwirtschaftsbetrieb abgetrennt. Das Wohnhaus wurde somit nach dem Inkrafttreten 
des revidierten eidgenössischen Gewässerschutzgesetzes im Jahr 1972, in welchem 
erstmals von Bundesrechts wegen die konsequente Trennung von Baugebiet und 
Nichtbaugebiet gesetzlich verankert wurde, errichtet. Es handelt sich um eine 
neurechtliche landwirtschaftliche Wohnbaute, und sie ist daher gemäss Art. 24d Abs. 1 

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RPG zu beurteilen. Gemäss Art. 24d Abs. 1 RPG können in landwirtschaftlichen 
Wohnbauten, die in ihrer Substanz erhalten sind, landwirtschaftsfremde Wohnnutzungen 
zugelassen werden. Gemäss Art. 42a Abs. 1 RPV sind bei solchen Bauten Erweiterungen 
zulässig, welche für eine zeitgemässe Wohnnutzung unumgänglich sind. "Unumgänglich" 
ist ein restriktiver Begriff. Er stellt hohe Anforderungen an die Notwendigkeit einer solchen 
Erweiterung. Der Massstab ist zudem ein objektiver, auf die subjektiven Wünsche kommt 
es nicht an (BGer 1A.290/2004 vom 7. April 2005 E. 2.3). Eine Erweiterung ist nur dann 
unumgänglich, wenn und soweit der aktuelle Zustand eine Vermietung oder einen Verkauf 
nicht zulassen würde und die Anforderungen an zeitgemässes Wohnen nicht erfüllt 
werden können (Bundesamt für Raumentwicklung ARE, Erläuterungen zu Artikel 42a 
RPV, Version 2_d, 23. August 2004, S. 3). 

3.2 Vorauszuschicken ist, dass nicht massgeblich ist, ob es sich vorliegend um ein 
Gartenhaus oder um einen Kleintierstall handelt. Die Parteien sind sich einig, dass für eine 
Bewilligung der Baute in beiden Fällen die gleichen Voraussetzungen zu erfüllen sind.

3.3 Für das ARV kann das Bauvorhaben nicht im Sinne der zeitgemässen 
Wohnnutzung beurteilt werden. Der Beschwerdeführer stellt sich hingegen auf den 
Standpunkt, die Errichtung einer Solaranlage für die Stromversorgung eines Wohnhauses 
sei der Inbegriff zeitgemässer Wohnnutzung. Zudem seien freistehende Anlagen von der 
zeitgemässen Wohnnutzung nicht ausgeschlossen, sofern sie in einer räumlich engen 
Beziehung zum Hauptgebäude stünden. Er stützt sich dabei auf ein Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich. Der Zweck der Solaranlage sei die 
Stromversorgung des Haupthauses, weshalb die enge Beziehung zu bejahen und folglich 
die Baute gestützt auf Art. 24d Abs. 1 RPG zulässig sei.

3.4 Auch wenn zu begrüssen ist, dass der Beschwerdeführer mit einer 
Photovoltaikanlage umweltfreundlich Strom produzieren und verwenden will, erfüllt sein 
Bauvorhaben die in Erwägung 3.1 dargelegten Voraussetzungen nicht. Mit dem ARV ist 
davon auszugehen, dass unter den Begriff der zeitgemässen Wohnnutzung i.d.R. 
Erweiterungen von sehr kleinen Nasszellen oder gegebenenfalls auch Anpassungen von 
unzweckmässigen Erschliessungen fallen. Innerhalb des Gebäudes dürfte unter diesem 
Titel auch die Erhöhung von ungenügenden Raumhöhen zulässig sein. Eine 
Photovoltaikanlage auf einem neu zu erstellenden Gebäude ausserhalb des bestehenden 
Wohnhauses kann aber keinesfalls als für eine zeitgemässe Wohnnutzung unumgänglich 
bezeichnet werden, schon gar nicht als "Inbegriff zeitgemässer Wohnnutzung", wie dies 

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der Beschwerdeführer macht. Dafür stehen primär die bestehenden Dächer zur 
Verfügung. Gemäss Art. 18a Abs. 1 RPG bedürfen in Bau- und in Landwirtschaftszonen 
auf Dächern genügend angepasste Solaranlagen keiner Baubewilligung nach Art. 22 Abs. 
1 RPG. Solche Vorhaben sind lediglich der zuständigen Behörde zu melden. Neue Bauten 
für Solaranlagen dürfen aus raumplanungsrechtlicher Sicht jedoch nicht erstellt werden. 
Damit soll die Erstellung von Solaranlagen auf bestehenden Dächern gefördert bzw. nicht 
durch bürokratischen Aufwand erschwert werden. Sorgfältig in Dach- und 
Fassadenflächen integrierte Solaranlagen sind zu bewilligen (s. dazu auch Art. 32a RPV). 
Bei anderen Solaranlagen in- und ausserhalb der Bauzonen sind die gesetzlichen 
Voraussetzungen jedoch immer im Einzelfall zu prüfen bzw. ist ein 
Baubewilligungsverfahren durchzuführen. Gestützt auf das vorangehend Ausgeführte 
haben die Vorinstanzen im vorliegenden Fall zu Recht die Anwendung von Art. 42a Abs. 1 
RPV verneint. 

Unbehelflich ist in diesem Zusammenhang der Hinweis des Beschwerdeführers auf VGer 
ZH VB.2015.00520 vom 21. Dezember 2016 E. 4.8.1, aus dem er ableitet, freistehende 
Anlagen seien von einer zeitgemässen Wohnnutzung nicht ausgeschlossen, sofern sie in 
einer räumlich engen Beziehung zum Hauptgebäude stünden; der Zweck der Solaranlage 
sei die Stromversorgung des Haupthauses, weshalb die enge Beziehung zu bejahen und 
folglich die Baute gestützt auf Art. 24d Abs. 1 RPG zulässig sei. Erstens bezieht sich 
dieses Urteil auf ein altrechtliches Wohnhaus, welches nicht gemäss Art. 24d RPG, 
sondern nach Art. 24c RPG zu beurteilen war (gemäss Art. 24c RPG i.V.m. Art. 42 Abs. 1 
RPV sind die teilweise Änderung und die massvolle Erweiterung soweit zulässig, als die 
Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen Zügen 
gewahrt bleibt). Und zweitens hat das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich in E. 4.8.1 
seines Urteils lediglich erwogen, Solaranlagen gehörten zu den möglichen Massnahmen 
einer energetischen Gebäudesanierung; in erster Linie würden darunter solche Anlagen 
verstanden, die direkt an der Gebäudehülle sowie innerhalb des Gebäudes realisiert 
würden; freistehende Anlagen seien zwar nicht ausgeschlossen, doch auch hier sei zu 
verlangen, dass sie in einer räumlich engen Beziehung zum Hauptgebäude stünden. 
Abgesehen davon, dass im vorliegenden Fall die räumlich enge Beziehung durchaus 
fraglich ist, kann aus den Ausführungen des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich in 
keiner Weise geschlossen werden, Solaranlagen seien für eine zeitgemässe 
Wohnnutzung unumgänglich, weshalb die Voraussetzungen von Art. 42a Abs. 1 RPV 
erfüllt seien.

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4.
4.1 Das ARV argumentiert weiter, die geplante Baute erfülle weder die Kriterien der 
positiven Standortgebundenheit noch die Kriterien der negativen Standortgebundenheit 
und sei entsprechend im Sinne von Art. 24 RPG abzulehnen. Nach Ansicht des 
Beschwerdeführers verkennt das ARV hingegen, dass es sehr wohl aus technischen 
Gründen notwendig sei, den Kleintierstall am geplanten Ort zu platzieren. Der Standort sei 
insbesondere für die Energiegewinnung äusserst gut positioniert. Ein Anbringen der 
Photovoltaik-Paneele auf dem Dach des bestehenden Hauses wäre – abgesehen von der 
völligen Ineffizienz bei der Energiegewinnung – nur mit unnötigen zusätzlichen erheblichen 
baulichen Massnahmen möglich. Mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach des 
Kleintierstalls werde ein umweltfreundliches Projekt verwirklicht, was einen klaren Beitrag 
zum Umweltschutz darstelle. Auch optisch spreche nichts gegen die Anbringung der 
Solaranlage; so sei sie im Dach eingelassen, stehe nicht hervor und passe demnach 
äusserst gut in die Umgebung. Überdies handle es sich um eine sehr kleine Baute in 
einem Bereich, wo bereits Bauten bestünden. Mit dem Bauprojekt werde somit weder die 
Landschaft zersiedelt oder Kulturland beansprucht, und es werde kein zusätzliches Land 
ausserhalb des baulichen Bereichs beansprucht. Eine Verweigerung der Baubewilligung 
aufgrund der fehlenden Standortgebundenheit wäre schlichtweg nicht verhältnismässig. 
Somit sei die Voraussetzung der Standortgebundenheit aufgrund der technischen 
Notwendigkeit des Standorts erfüllt.

4.2 Gemäss Art. 22 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit 
behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden, und auch nur dann, wenn sie 
dem Zweck der Nutzungszone entsprechen. Bei der Haltung von Hasen handelt es sich 
nicht um eine landwirtschaftliche Nutzung im Sinne der Gesetzgebung (vgl. Art. 16 RPG). 
Eine Baubewilligung kann aber abweichend von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG trotzdem erteilt 
werden, wenn die Voraussetzungen nach Art. 24 RPG kumulativ erfüllt sind, somit, wenn:

a. der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen 
erfordert; und

b. keine überwiegenden Interessen entgegenstehen.

Die Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 lit. a RPG ist nach ständiger 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu bejahen, wenn eine Anlage aus technischen oder 
betriebswirtschaftlichen Gründen oder wegen der Bodenbeschaffenheit auf einen 
bestimmten Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist (positive 
Standortgebundenheit) oder wenn ein Werk aus bestimmten Gründen in einer Bauzone 

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ausgeschlossen ist (negative Standortgebundenheit; BGE 136 II 214 E. 2.1; BGer 
1C_604/2014 vom 12. Mai 2015 E. 2.3). Generell sind bei der Beurteilung der 
Standortgebundenheit eines Vorhabens strenge Anforderungen zu stellen, um der 
Zersiedlung der Landschaft entgegenzuwirken (vgl. BGE 124 II 252 E. 4a).

4.3 Es mag zwar sein, dass der vom Beschwerdeführer vorgesehene Standort der 
Solaranlage besser geeignet ist, als eine solche auf dem Dach des bestehenden 
Wohnhauses zu installieren, insbesondere weil das Dach weniger gut in Richtung Sonne 
ausgerichtet ist und unter dem geplanten neuen Gebäude, im Hinterraum der Garage, 
bereits Platz für Speicher besteht, womit der bauliche Aufwand kleiner ist. Das reicht aber 
nicht, um die Solaranlage an jedem Standort ausserhalb des Wohnhauses erstellen zu 
dürfen, insbesondere wenn dies wie hier auf einer neuen Baute geschehen soll, die selber 
keinen Bezug zur Stromgewinnung hat. Wie in Erwägung 2 dargelegt, wird der 
Trennungsgrundsatz (öffentliches Interesse) des Raumplanungsrechts u.a. mit einer 
restriktiven Erteilung von Ausnahmebewilligungen umgesetzt. Im vorliegenden Fall sind 
die Voraussetzungen nicht derart, dass eine solche Ausnahmebewilligung erteilt werden 
könnte. Die zwingende Gebundenheit an den vom Beschwerdeführer gewählten Standort 
ist nicht gegeben, auch nicht aus technischen Gründen. Als Alternative steht die Erstellung 
einer Solaranlage auf dem bestehenden Wohnhaus gemäss den erleichterten 
Voraussetzungen von Art. 18a RPG zur Verfügung. Aber auch der Bau einer 
Photovoltaikanlage (ohne oder mit reduziertem Unterbau) am vom Beschwerdeführer 
beabsichtigen Standort ist nicht ganz ausgeschlossen, wie weiter unten darzulegen sein 
wird. 

4.4 Gemäss Art. 24e Abs. 1 und Abs. 2 RPG sind neue Aussenanlagen für eine 
hobbymässige Tierhaltung erlaubt, soweit sie für die tiergerechte Haltung notwendig sind. 
In Art. 42b RPV wird näher definiert, was unter eine neue Aussenanlage fällt. Gemäss 
Art. 42b Abs. 5 RPV dürfen neue Aussenanlagen weder überdacht noch umwandet sein; 
zulässig sind namentlich Allwetterausläufe, Mistlager oder Zäune. Der Beschwerdeführer 
selbst weist zu Recht darauf hin, dass der Wortlaut dieser Bestimmung klar ist und die 
zulässige Einrichtung neuer Aussenanlagen erheblich einschränkt. Er beruft sich jedoch 
auf die Tiergesetzgebung und insbesondere auf Art. 6 der Tierschutzverordnung 
(SR 455.1), wonach die Tierhalterin oder der Tierhalter für den notwendigen Schutz der 
Tiere, die sich der Witterung nicht anpassen können, zu sorgen haben. Aufgrund des 
äusserst besonnten Standorts und der Wetterverhältnisse seien eine Überdachung des 
Kleintierstalls und ein Witterungsschutz für die tierfreundliche Haltung unabdingbar. Der 

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Kleintierstall liege auf über 900 m.ü.M. Im Winter, insbesondere bei Bise, könnten äusserst 
unangenehme kalte Temperaturen vorherrschen, welche weit unter den Gefrierpunkt 
gingen, insbesondere bei Nacht.

Selbstverständlich hat der Beschwerdeführer die Vorgaben des Tierschutzes einzuhalten. 
Das darf jedoch nicht zulasten des Landschaftsschutzes erfolgen. Das Erfordernis einer 
tiergerechten Haltung der Kaninchen erlaubt es nicht, von den strengen Vorgaben des 
Raumplanungsrechts abzuweichen. Aus der Tierschutzgesetzgebung kann der 
Beschwerdeführer daher nicht zu seinen Gunsten ableiten. Das Gleiche gilt bezüglich der 
Thematik von Sturmwinden. Wenn es dem Beschwerdeführer nicht gelingt bzw. es ihm 
nicht erlaubt ist, eine Solaranlage zu errichten, welche auch stärkeren Stürmen standhält, 
hat er dies zu unterlassen bzw. diese zulässigerweise auf dem Dach des bestehenden 
Wohnhauses zu erstellen.

4.5 Das ARV hat in seinen Rechtsschriften und auch anlässlich des Augenscheins 
angetönt, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, dass der Beschwerdeführer die 
Photovoltaikanlage am von ihm bevorzugten Standort realisieren kann. So werden im 
Kanton Zug praxisgemäss freistehende und 3-seitig offene Unterstände der zonenwidrig 
genutzten Gesamtfläche nicht angerechnet. Aufgrund dieses Umstands könnte, so das 
ARV, einem auf drei Seiten offenen Unterstand zugestimmt werden. Zu beachten sei 
jedoch, dass sich der Unterstand (schlichte Holzbaute) in der Grundfläche auf den 
effektiven Bedarf zu beschränken habe und die Höhe wesentlich zu reduzieren sei. Das 
Gelände sei ohne zusätzliche Mauern oder Anschüttungen zu belassen. Die 
Umgebungsflächen sollten unbefestigt ausgebildet sein. Bei einer allfälligen 
Projektanpassung sei ebenfalls aufzuzeigen, welche Bodenbefestigungen das Vorhaben 
mit sich bringe. Bodenbefestigungen hätten sich auf den überdachten Teil zu beschränken 
(Stellungnahme des ARV vom 12. März 2020, ARV-Beil. 2). In einer weiteren 
Stellungnahme vom 3. Juni 2020 (ARV-Beil. 5) präzisierte das ARV, der Unterstand habe 
sich in der Grundfläche auf das Grundmass der bereits vorhandenen Stützmauer zu 
beschränken. Gleichzeitig erklärte das ARV aber auch, der angedachten 
Dachform/Dachneigung könne zugestimmt werden. Beim Augenschein tönte der Vertreter 
des ARV zudem an, angesichts der dort nicht sehr guten Einsehbarkeit könnte eine 
Photovoltaikanlage entlang der bestehenden Betonmauer, ohne den Kaninchenstall 
darunter, allenfalls genehmigt werden. Ein derart angepasstes Projekt ist jedoch nicht 
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und müsste von den Vorinstanzen auf seine 

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Bewilligungsfähigkeit im Rahmen eines neuen Baugesuchs geprüft werden. Das Gericht 
hat sich daher dazu aktuell nicht zu äussern.

5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die vom Gemeinderat Oberägeri und vom 
ARV gefällten Entscheide nicht zu beanstanden sind. Die dagegen eingereichte 
Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 
(§ 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG). Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– sind dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem in gleicher Höhe geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen. Einen Anspruch auf eine Parteientschädigung haben die 
in ihren amtlichen Wirkungskreisen obsiegenden Beschwerdegegner nicht (§ 28 Abs. 2a 
VRG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden dem Beschwerdeführer auferlegt 
und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an den 
Gemeinderat Oberägeri, an das Amt für Raum und Verkehr des Kantons Zug, an 
das Bundesamt für Raumentwicklung, Bern sowie zum Vollzug von Ziffer 2 im 
Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 10. Januar 2022

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

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