# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c9c5c6bc-fb52-59b3-8c5b-63852b700272
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.09.2008 D-6057/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6057-2008_2008-09-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6057/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang, 
Gerichtsschreiber Gert Winter.

A._______, geboren (...), Algerien,
alias A._______, geboren (...), Algerien,
z.Zt. im Transitbereich des Flughafens (...),
c/o Flughafenpolizei, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren); Verfügung 
des BFM vom 18. September 2008 / N .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6057/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer  nach seiner  Ankunft  im Flughafen (...)  - 
am 3. September 2008 - ein Asylgesuch einreichte,

dass ihm gleichentags die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigert 
und für  die Dauer des weiteren Asylverfahrens bis maximal  60 Tage 
der Transitbereich des Flughafens (...)  als Aufenthaltsort  zugewiesen 
wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  am 4. September  2008  durch  das  BFM 
summarisch  zu  seinem  Reiseweg,  seinen  Personalien  und  seinen 
Asylgründen befragt wurde,

dass der Beschwerdeführer am 10. September 2008 durch den Dienst 
Flughafenverfahren des BFM einlässlich zu seinen Asylgründen ange-
hört wurde,

dass er im Wesentlichen geltend machte, er sei algerischer Staatsan-
gehöriger mit letztem ordentlichem Wohnsitz in R._______,

dass er seit dem Jahre 2000 eine eigene Werkstatt als Automechani-
ker geführt habe,

dass im April 2007 eines Tages um etwa 09.00 Uhr drei ihm nament-
lich  bekannte  Terroristen,  welche  der  bewaffneten  Gruppierung  GIA 
(groupe islamique armée) angehörten, in seine Werkstatt  gekommen 
seien  und  ihm ein  Auto,  an  dem er  gerade  gearbeitet  habe,  hätten 
wegnehmen wollen,

dass es ihm gelungen sei, den Terroristen begreiflich zu machen, sie 
könnten das Fahrzeug erst nach der Reparatur beziehungsweise am 
nächsten Vormittag übernehmen,

dass er zunächst weiter gearbeitet,  sein Geschäft  jedoch bereits um 
12.00 Uhr geschlossen und sich zur Polizei begeben habe,

dass  ihm  auf  dem  Posten  ein  Polizist  beschieden  habe,  die  Polizei 
werde sich darum kümmern,

dass aber jedermann in Algerien wisse, dass die Polizei selber Angst 
vor den Terroristen habe und daher nichts gegen diese unternehme, 

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weshalb er noch am gleichen Tage beschlossen habe, nicht mehr in 
seine Werkstatt zurückzukehren,

dass er sich stattdessen zu seiner Schwester, welche in einer anderen 
Provinz wohne, geflüchtet habe,

dass  er  dort  geblieben  sei,  bis  er  ein  Visum für  Südafrika  erhalten 
habe,

dass er am 4. Juni 2007 mit einer bis ins Jahr 2009 gültigen Studen-
tenbewilligung nach Südafrika gereist sei,

dass  er  sich  nach  einem  Aufenthalt  von  14  Monaten  aufgrund  der 
schlechten Wirtschaftslage in Südafrika dazu entschlossen habe, Süd-
afrika  den Rücken zu kehren,  weil  er  dort  keine  Arbeit  habe finden 
können und seine Ersparnisse dahin geschmolzen seien,

dass er  sich in  der Folge auf  dem Luftweg in  die Schweiz begeben 
habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 18. September 2008 – eröffnet am 
gleichen Tag – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlings-
eigenschaft  nicht,  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  ablehnte 
und die  Wegweisung aus dem Transitbereich  des  Flughafens Zürich 
sowie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung seines Entscheides im Wesentli-
chen anführte, der algerische Staat bekämpfe die Aktivitäten der Ter-
roristen mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln,

dass Algerien über eine Schutzinfrastruktur, insbesondere über einen 
Polizeiapparat sowie über ein Rechts- und Justizsystem verfüge,

dass  folglich  vom  Schutzwillen  und  der  Schutzfähigkeit  des  algeri-
schen Staates auszugehen sei,

dass die notwendigen staatlichen Organe zur Verfügung stünden und 
in Anspruch genommen werden könnten,

dass  der  Beschwerdeführer  des  Weiteren  erklärt  habe,  er  habe  nie 
Probleme mit den Behörden, der Polizei oder dem Militär gehabt,

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dass er weder je in Haft oder im Gefängnis gewesen sei und auch nie 
vor Gericht gestanden habe,

dass er – abgesehen von diesem einmaligen Vorfall – keine Probleme 
in seiner Heimat gehabt habe,

dass der Beschwerdeführer bei dieser Sachlage die Flüchtlingseigen-
schaft nicht erfülle und das Asylgesuch abzulehnen sei,

dass bei fehlender Asylrelevanz darauf verzichtet  werden könne, auf 
allfällige Unglaubhaftigkeitselemente in  den Angaben des Beschwer-
deführers einzugehen,

dass ein Wegweisungsvollzug in den Heimatstaat zulässig, zumutbar 
sowie praktisch durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung durch Vermittlung 
des  Schweizerischen  Roten  Kreuzes  des  Kantons  Zürich  mit  einer 
englischsprachigen  Formularbeschwerde,  welche  vom  Beschwerde-
führer  in  arabischer  Sprache  handschriftlich  ergänzt  wurde,  am 
23. September 2008 (Telefaxeingang) beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde erhob und die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft so-
wie die Gewährung von Asyl beantragte, zumindest sei  die Unzuläs-
sigkeit,  Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs 
festzustellen und die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers in 
der  Schweiz  anzuordnen,  des  Weiteren  sei  ihm  die  unentgeltliche 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  zu  gewähren  und  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses  zu  verzichten,  eventualiter  sei  die  aufschiebende  Wirkung 
der Beschwerde wiederherzustellen und die zuständige Behörde vor-
sorglich anzuweisen,  die Kontaktnahme mit  den heimatlichen Behör-
den  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu  unterlassen, 
eventualiter sei der Beschwerdeführer - bei bereits erfolgter Datenwei-
tergabe - in einer separaten Verfügung darüber zu orientieren,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  gleichentags einen Dolmetscher 
beauftragte, den handschriftlichen Teil der Beschwerde in eine Schwei-
zer Amtssprache zu übersetzen,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten am  23  September  2008  in  Kopie 
(Art. 109  Abs. 2  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG, 

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SR 142.31]) und die eingeholte Übersetzung mit Telefax vom 24. Sep-
tember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen,

dass der Beschwerdeführer im handschriftlichen Teil seiner Beschwer-
de ein Bleiberecht in der Schweiz beantragte und bezüglich der Be-
gründung auf die unten stehenden Erwägungen verwiesen wird,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer am Verfahren durch die Vorinstanz teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung hat  und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass das BFM einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung 
nicht entzogen hat,  weshalb auf den entsprechenden Eventualantrag 
nicht einzutreten ist,

dass auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwer-
de hingegen einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und 6 AsylG i.V.m. 
Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt wird, 
wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohn-
te,  wegen ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer 
bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauun-
gen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält,

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass der Beschwerdeführer seine im Sachverhalt aufgeführten Anga-
ben in der Beschwerdeschrift insofern ergänzte, als er geltend machte, 
er  befinde sich in Lebensgefahr, zumal  eine bewaffnete Gruppe ihm 
mit der Tötung gedroht habe, und es in Algerien ausserdem keine Si-
cherheit  und auch keine Polizei  gebe,  andernfalls  er  die  Kosten ge-
scheut und sich weder nach Südafrika noch in die Schweiz begeben 
hätte,

dass er in Algerien weder anderweitige Unterkunft  habe noch perso-
nelle Unterstützung geniesse und somit wieder zu seiner angestamm-
ten Wohnung zurückkehren müsse, wo ihn die Ermordung durch die 
Terroristen erwarte,

dass  bezüglich  weiterer  Einzelheiten  auf  die  Beschwerdeeingabe zu 
verweisen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen einer  Gesamtwürdi-
gung der Protokolle und der Beschwerde zum Ergebnis gelangt, dass 

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die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  offenkundig  nicht 
besteht,

dass der Entscheidzeitpunkt als massgebender Zeitpunkt für die Beur-
teilung der Flüchtlingseigenschaft gilt,

dass somit für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft einerseits die 
Frage nach der im Zeitpunkt der Ausreise aktuell vorhandenen Furcht 
zu stellen und andererseits zu prüfen ist, ob die Furcht vor einer ab-
sehbaren Verfolgung (noch) begründet ist,

dass Veränderungen der objektiven Situation im Heimatstaat zwischen 
Ausreise und Asylentscheid zu Gunsten und zu Lasten des Gesuch-
stellers beziehungsweise Beschwerdeführers zu berücksichtigen sind,

dass eine erlittene Verfolgung beziehungsweise die begründete Furcht 
vor künftiger Verfolgung anlässlich der letzten Ausreise aus dem Hei-
mat-  oder  Herkunftsstaat,  grundsätzlich  aber  auch  im Zeitpunkt  des 
Asylentscheids  noch  aktuell  sein  muss,  und es  dem Asylsuchenden 
nicht  möglich  sein  darf,  in  einem anderen  Teil  seines  Heimat-  oder 
Herkunftsstaates Schutz vor Verfolgung zu finden,

dass das Bundesverwaltungsgericht die Lageanalyse des BFM in Be-
zug auf die aktuelle generelle Schutzfähigkeit und Schutzwilligkeit des 
algerischen  Staates  respektive  ihrer  Behörden  gegen  terroristische 
oder kriminelle Akte teilt,

dass Algerien nicht nur gewillt,  sondern grundsätzlich auch fähig ist, 
rechtsstaatliche Zustände landesweit durchzusetzen,

dass keine erheblichen Anhaltspunkte in den Akten bestehen, wonach 
der Beschwerdeführer im Falle  einer Verfolgung durch Kriminelle die 
Hilfe des algerischen Staates nicht in Anspruch nehmen oder nicht er-
warten könne,

dass angeblich erlittenen Verfolgungen durch Kriminelle heute deshalb 
grundsätzlich  keine  flüchtlingsrechtliche  Relevanz  zukommen  kann 
und künftige Verfolgungen des Beschwerdeführers in anderen Gegen-
den Algeriens nicht zu befürchten sind,

dass ungeachtet der Frage der Glaubhaftigkeit der vom Beschwerde-
führer geltend gemachten Vorkommnisse auch die vergleichsweise ge-

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ringe gesellschaftliche Stellung und das fehlende politische Profil des 
Beschwerdeführers darauf schliessen lassen, dass er bei einer Rück-
kehr in sein Heimatland mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit in abseh-
barer Zukunft in flüchtlingsrechtlicher Hinsicht keine relevante Nachtei-
le erleiden wird,

dass zudem der Beschwerdeführer unter dem Gesichtspunkt der Eth-
nie und seiner religiösen Überzeugung kein erhebliches Risiko gewär-
tigen wird,

dass es in flüchtlingsrechtlicher Hinsicht keine Rolle spielt, ob die an-
gestrebte  Sicherheit  in  jedem  Ort  in  Algerien  gewährleistet  werden 
kann,  zumal  er  sich  beispielsweise  in  grösseren  Städten,  wo  die 
Staatsmacht stärker vertreten ist, niederlassen könnte,

dass somit die Furcht des Beschwerdeführers, im ganzen Heimatland 
von Kriminellen oder Terroristen verfolgt zu werden, als offensichtlich 
unbegründet bezeichnet werden muss,

dass keine Anhaltspunkte auf das Vorliegen "zwingender Gründe" im 
Sinne von Art. 1C Ziff. 5  Abs. 2  des  Abkommens vom 28. Juli  1951 
über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) vorliegen, 
aufgrund welcher eine Rückkehr in den früheren Verfolgerstaat  nach 
Lehre und Praxis trotz  des Wegfalls einer drohenden Verfolgungsge-
fahr weiterhin als asylrechtlich relevant zu betrachten wäre,

dass  bei  dieser  Sachlage  die  Glaubhaftigkeit  der  Angaben  des  Be-
schwerdeführers nicht zu prüfen ist,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend kein 
Kanton  eine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-

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gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), und namentlich keine Person in 
irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden darf, in 
dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 
Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in 
ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl. 
ebenso Art. 33 Abs. 1 FK),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  beziehungsweise  Her-
kunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine 
konkrete Gefährdung im Falle  einer  Rückkehr nach Algerien  hindeu-
ten, weshalb der Vollzug der Wegweisung zumutbar ist,

dass  die  nächsten  Angehörigen  des  Beschwerdeführers  im  Heimat-
staat  leben  (vgl.  Befragungsprotokoll  vom  4.  September  2008  S. 4 
Ziff. 12), weshalb von einem intakten sozialen Beziehungsnetz des Be-
schwerdeführers im Heimatstaat auszugehen ist,

dass dem 30-jährigen Beschwerdeführer,  der mangels  anderslauten-
der Hinweise offenbar gesund ist und eigenen Angaben zufolge beruf-
liche Erfahrungen als selbständigerwerbender Automechaniker hat, zu-

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zumuten ist, Anstrengungen zur erneuten Aufnahme einer geregelten 
Erwerbstätigkeit in seinem Heimatland zu unternehmen,

dass es dem Beschwerdeführer zudem frei steht, sich in einem ande-
ren Landesteil  Algeriens niederzulassen, um allfälligen, lokal beding-
ten Problemen aus dem Weg zu gehen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der 
Beschaffung  authentischer  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass nach dem Gesagten der vom BFM verfügte Vollzug der Wegwei-
sung zu bestätigen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe weiter  bean-
tragte,  die zuständige Behörde sei  vorsorglich  anzuweisen,  die Kon-
taktaufnahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaats so-
wie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen,  eventuell 
sei er bei bereits erfolgter Datenweitergabe darüber in einer separaten 
Verfügung zu informieren,

dass angesichts  des offensichtlichen Fehlens  einer  Gefährdung kein 
Anlass für eine vorsorgliche Anweisung an das BFM bestand und im 
jetzigen Zeitpunkt der Antrag hinfällig geworden ist,

dass es dem Beschwerdeführer insgesamt nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder un-
angemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei-
sen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  und  amtlichen  Verbeiständung  gemäss  Art.  65  Abs.  1 
und 2 VwVG beantragt,  ohne diesen (im Beschwerdeformular  vorge-
druckten) Antrag allerdings zu begründen,

dass gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG von der Erhebung von Verfahrens-
kosten  abgesehen  werden  kann,  wenn  der  Beschwerdeführer  nicht 
über  die  erforderlichen  Mittel  verfügt  und  sein  Begehren  nicht  aus-
sichtslos erscheint,

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dass gemäss Absatz 2 der vorgenannten Bestimmung die Beschwer-
deinstanz, wenn es zur Wahrung der Rechte des Beschwerdeführers 
notwendig ist, dem Beschwerdeführer einen amtlichen Rechtsvertreter 
in der Person eines Rechtsanwaltes bestellt,

dass das Verfahren aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu bezeichnen ist und zudem die Bedürftigkeit des Beschwer-
deführers nicht einwandfrei ausgewiesen ist,

dass  die  Gesuche  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG somit abzuweisen sind,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  angesichts  des  vorliegenden  Entscheids  in  der  Hauptsache  ge-
genstandslos geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1  -  3  des  Reglements  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Dienst Flughafenverfahren (...) (vorab per Telefax und per 

Kurier mit den Akten N , Kopie)
- die Flughafenpolizei, (...) (Ref.-Nr. N ; per Telefax)
- (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Gert Winter

Versand:

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