# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3ee14b4-6b65-5fc0-aefb-53a4a6527616
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.11.2025 F-8892/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-8892-2025_2025-11-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-8892/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Christa Preisig, 

mit Zustimmung von Richter Yannick Antoniazza-Hafner;   

Gerichtsschreiberin Maria Wende. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geb. (…),  

alias B._______, geb. (…), 

alias A._______, geb. (…), 

alias C._______, geb. (…) 

Somalia, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Ver-

fahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG); Verfügung des SEM 

vom 12. November 2025 / N (…). 

 

 

 

F-8892/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 14. August 2025 in der Schweiz um 

Asyl. Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der europäischen Fingerab-

druck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass er am 9. Mai 2025 in Italien dak-

tyloskopisch erfasst worden war und am 30. Juli 2025 in Dänemark um Asyl 

ersucht hatte. 

B.  

Am 20. August 2025 ersuchte die Vorinstanz die dänischen Behörden ge-

stützt auf Art. 34 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Par-

laments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und 

Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 

von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitglied-

staat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfol-

gend: Dublin-III-VO) um Information unter anderem zum Registrierungs-

prozess des Beschwerdeführers in Dänemark. 

C.  

Am 22. August 2025 ersuchte die Vorinstanz die italienischen Behörden 

gestützt auf Art. 34 Dublin-III-VO namentlich um Information, ob der Be-

schwerdeführer dort um Asyl ersucht habe und unter welchen Personalien 

er registriert worden sei.   

D.  

Am 2. September 2025 gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer im 

Rahmen einer Erstbefragung für unbegleitete Minderjährige (UMA) das 

rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid und der 

Möglichkeit der Überstellung nach Italien oder Dänemark, deren Zustän-

digkeit für die Behandlung des Asylgesuchs grundsätzlich in Frage komme.  

E.  

Die italienischen Behörden antworteten am 5. September 2025 unter an-

derem, der Beschwerdeführer sei bei ihnen unter dem Namen B._______, 

geboren am (…) 2009, registriert worden und sei somalischer Staatsange-

höriger. Er habe kein Asylgesuch gestellt und es würden keine Informatio-

nen zu einem Altersgutachten vorliegen.  

F.  

Die dänischen Behörden antworteten am 7. September 2025, der Be-

schwerdeführer sei bei ihnen unter dem Namen B._______, geboren am 

(…) 2009, registriert und sei somalischer Staatsangehöriger. Er sei in 

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Seite 3 

Dänemark mit einem britischen Reisepass, der einer anderen Person ge-

höre, eingereist. Er gelte seit dem 14. August 2025 als untergetaucht. Es 

sei kein Altersgutachten durchgeführt worden.  

G.  

Am 8. September 2025 gab die Vorinstanz ein rechtsmedizinisches Gut-

achten zur Altersschätzung in Auftrag. Dieses wurde vom Institut für 

Rechtsmedizin des Kantonsspitals St. Gallen am (…) September 2025 

– beziehungsweise die korrigierte Version am (…) September 2025 – er-

stattet. 

H.  

Die dänischen Behörden hiessen das Gesuch der Vorinstanz vom 17. Ok-

tober 2025 um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 

Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO am 30. Oktober 2025 gestützt auf Art. 20 Abs. 5 

Dublin-III-VO gut. 

I.  

Die Vorinstanz gewährte dem Beschwerdeführer am 5. November 2025 

schriftlich das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Änderung seines Ge-

burtsdatums auf den 1. Januar 2007 (anstatt […] 2010). Dieser nahm mit 

Schreiben vom 7. November 2025 Stellung.  

J.  

Am 11. November 2025 passte die Vorinstanz das Geburtsdatum des Be-

schwerdeführers im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf 

den 1. Januar 2007 an und versah es mit einem Bestreitungsvermerk. 

K.  

Mit Verfügung vom 12. November 2025 (eröffnet am nachfolgenden Tag) 

trat die Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, 

ordnete seine Überstellung nach Dänemark an und forderte ihn auf, die 

Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen (Dispositiv-

ziffern 1–3). Gleichzeitig stellte sie fest, das Geburtsdatum des Beschwer-

deführers im ZEMIS laute: 1. Januar 2007 mit Bestreitungsvermerk (Dis-

positivziffer 5). Schliesslich stellte sie fest, eine allfällige Beschwerde habe 

keine aufschiebende Wirkung.  

L.  

Am 19. November 2025 gelangte der Beschwerdeführer an das Bundes-

verwaltungsgericht und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzu-

heben und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten. 

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Seite 4 

Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Sachverhaltsabklärungen 

an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Vorinstanz sei ferner anzuweisen, 

sein Geburtsdatum im ZEMIS auf den (…) 2009 zu korrigieren. Ihm sei die 

unentgeltliche Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses zu gewähren. Im Sinne vorsorglicher Massnahmen sei der 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Vollzugsbehör-

den seien anzuweisen, von einer Überstellung nach Dänemark abzusehen, 

bis das Bundesverwaltungsgericht über die vorliegende Beschwerde ent-

schieden haben werde.  

M.  

Am 20. November 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovi-

sorischen Vollzugsstopp an. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich sowohl gegen den Nichtein-

tretensentscheid gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) betref-

fend das Asylgesuch des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung 

(Dispositivziffern 1–3) als auch gegen die ZEMIS-Datenänderung betref-

fend dessen Geburtsdatum (Dispositivziffer 5). Das Beschwerdeverfahren 

betreffend ZEMIS-Datenänderung wird separat vom vorliegenden Verfah-

ren unter der Geschäftsnummer F-8967/2025 geführt. Die diesbezüglichen 

Beschwerdebegehren sind somit nicht im Rahmen des vorliegenden Ver-

fahrens zu behandeln. 

1.2. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. 

VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.3. Das Gericht entscheidet über die Beschwerde endgültig (Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG). 

1.4. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

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Seite 5 

2.  

2.1. Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

2.2. Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zuständi-

gen Mitgliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals 

ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Fall eines un-

begleiteten Minderjährigen ist der Mitgliedstaat zuständig, in dem sich ein 

Familienangehöriger oder ein Geschwister rechtmässig aufhält, sofern es 

dem Wohl des Minderjährigen dient (Art. 8 Abs. 1 und 2 Dublin-III-VO). Be-

stehen keine familiären Anknüpfungspunkte (zu einem anderen Mitglied-

staat), ist gemäss Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO der Staat zuständig, in wel-

chem er seinen Antrag gestellt hat.  

2.3. Die Minderjährigkeit ist vom Betroffenen – der allgemeinen asylrecht-

lichen Beweisregel folgend – zumindest glaubhaft zu machen (vgl. Art. 7 

AsylG, BVGE 2023 VI/4 E. 6.3; vgl. bereits Entscheidungen und Mitteilun-

gen der Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 31 E. 5, 6.2 und 7.3; 

2004 Nr. 30 E. 5–6; 2001 Nr. 23 E. 6c; 2000 Nr. 19 E. 8b). Seitens der 

Asylbehörden ist im Rahmen einer Gesamtwürdigung eine Abwägung 

sämtlicher Anhaltspunkte vorzunehmen, die für oder gegen die Richtigkeit 

der betreffenden Altersangaben sprechen. Wesentlich sind dabei für echt 

befundene Identitätspapiere oder eigene Angaben der betroffenen Person 

(vgl. Urteil des BVGer E-4931/2014 vom 21. Januar 2015 E. 5.1.1 m.H.a. 

EMARK 2004 Nr. 30). 

3.  

3.1. Einleitend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die geltend ge-

machte Minderjährigkeit nicht anhand rechtsgenüglicher Identitätsdoku-

mente zu belegen vermag.  

Auf dem Personalienblatt vermerkte der Beschwerdeführer den (…) 2010 

als Geburtsdatum. Auch im Rahmen der Erstbefragung für UMA gab er an, 

am (…) 2010 geboren worden und zum Zeitpunkt der Befragung, am 

2. September 2025, 15.5 Jahre alt zu sein (vgl. Befragungsprotokoll S. 3). 

Diese Angabe korreliert auch mit seinen Aussagen zu seiner Biografie: Im 

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(…) Monat 2025, als sein Vater verstorben sei, wäre er in einem Monat 15 

Jahre alt geworden (vgl. Befragungsprotokoll S. 5). Er sei fünf Jahre alt 

gewesen, als sein heute zehnjähriger Bruder zur Welt gekommen sei (vgl. 

Befragungsprotokoll S. 8). Zum Zeitpunkt der Ausreise aus seinem Heimat-

staat, (…) 2025, sei er fast 15 Jahre alt gewesen (vgl. Befragungsprotokoll 

S. 10). Als im Protokoll festgehalten wurde, er sei 2009 geboren worden, 

korrigierte der Beschwerdeführer dies anlässlich der Rückübersetzung: 

«Ich wurde 2010 geboren. Das [gemeint ist das Geburtsjahr 2009] ist 

falsch» (Befragungsprotokoll S. 3). Im Widerspruch zu diesen in sich stim-

migen Angaben macht der Beschwerdeführer nun auf Beschwerdeebene 

geltend, am (…) 2009 geboren worden zu sein. Dabei handelt es sich um 

dasselbe Geburtsdatum, mit welchem er von den italienischen und däni-

schen Behörden registriert worden ist. Noch im Rahmen seiner Stellung-

nahme an die Vorinstanz vom 7. November 2025 hatte er sich diesbezüg-

lich jedoch auf den Standpunkt gestellt, das von den italienischen und dä-

nischen Behörden registrierte – und nun auch auf Beschwerdeebene gel-

tend gemachte Alter – sei «nicht aussagekräftig genug, um die ansonsten 

weitgehend widerspruchsfreien Aussagen zu überwiegen» (S. 2 der Stel-

lungnahme vom 7. November 2025). Damit widersprechen sich die Anga-

ben des Beschwerdeführers im erstinstanzlichen Verfahren und auf Be-

schwerdeebene diametral. Auffällig ist ferner, dass er im Rahmen der Erst-

befragung UMA angegeben hat, sich nicht sicher zu sein, welches Geburts-

datum er den italienischen Behörden angegeben habe und in Dänemark 

habe er sein Geburtsdatum nicht genannt (vgl. Befragungsprotokoll S. 6 f.). 

Dennoch haben die Behörden beider Staaten den Beschwerdeführer mit 

dem Geburtsdatum (…) 2009 registriert. Dies deutet darauf hin, dass er 

zumindest das gegenüber den italienischen Behörden angegebene Ge-

burtsdatum in der Schweiz nicht offenlegen wollte. Schliesslich kann der 

Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass er in Dänemark in einer Unter-

kunft für Minderjährige untergebracht worden sein soll, nichts zu seinen 

Gunsten ableiten. Er ist in Dänemark untergetaucht, bevor Abklärungen zu 

seinem Alter hätten vorgenommen werden können. 

Vor diesem Hintergrund kann in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 

141 I 60 E. 3.3) auf das Abwarten der vom Beschwerdeführer in Aussicht 

gestellten Geburtsurkunde verzichtet werden: Bei Identitätsdokumenten 

aus Somalia handelt es sich nicht um fälschungssichere Dokumente. Des-

halb ist hinsichtlich der Frage der Identität von Inhabern eines solchen Do-

kuments praxisgemäss von einem geringen Beweiswert auszugehen (vgl. 

Urteil des BVGer D-2481/2017 vom 3. August 2018 E. 4). Zudem ist nicht 

nachvollziehbar, wie die Mutter des Beschwerdeführers, die sich gemäss 

seinen Angaben in einem Flüchtlingslager in Kenia befinden soll 

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(Befragungsprotokoll S. 8), die Ausstellung seiner somalischen Geburtsur-

kunde beantragt haben soll. 

3.2. Für das Vorliegen der Volljährigkeit spricht ferner, dass die dänischen 

Behörden dem Gesuch um Wiederaufnahme zugestimmt haben, im Wis-

sen darum, dass dieser vorbringt, minderjährig zu sein. Damit lassen die 

dänischen Behörden erkennen, dass sie keine wesentlichen Zweifel an der 

Volljährigkeit des Beschwerdeführers haben. 

3.3. Zu den vom Beschwerdeführer angeführten Vorbehalten zum Alters-

gutachten gilt es Folgendes festzuhalten: Praxisgemäss sind von den in 

der Schweiz angewandten Methoden der medizinischen Altersabklärung 

nur die Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse und die zahnärztli-

che Untersuchung (nicht jedoch die Handknochenaltersanalyse und die 

ärztliche körperliche Untersuchung) zur Bestimmung der Minder- bezie-

hungsweise Volljährigkeit einer Person geeignet. Relevant für die Beurtei-

lung sind mithin die Ergebnisse betreffend das festgestellte Mindestalter 

der Schlüsselbeinanalyse sowie der zahnärztlichen Untersuchung. Medizi-

nische Altersabklärungen stellen – je nach Ergebnis – unterschiedlich zu 

gewichtende Indizien für das Vorliegen der Minder- respektive Volljährigkeit 

einer Person dar (vgl. BVGE 2018 VI/3).  

3.4. Das Altersgutachten vom Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspi-

tals St. Gallen vom (…) September 2025 stützt sich auf eine rechtsmedizi-

nische Untersuchung, ein Röntgenbild der Hand, eine Computertomogra-

phie der Schlüsselbeine und eine Panoramaschichtaufnahme des Gebis-

ses. Es kommt zusammenfassend zum Schluss eines durchschnittlichen 

Lebensalters von 18–21 Jahren und eines Mindestalters von 16.4. Jahren. 

Dabei ergab die Computertomographie der Schlüsselbeine ein durch-

schnittliches Alter von 19 Jahren und ein Mindestalter von 16.4 Jahren. Das 

durchschnittliche odontologische Alter betrug 20–21 Jahre, wobei unter Be-

rücksichtigung ethnischer Unterschiede auch ein Durchschnittsalter von 

18 Jahren möglich sei.  

3.5. Gemäss dem Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts BVGE 

2018 VI/3 E. 4.2.2 lässt sich anhand der medizinischen Altersabklärung 

keine Aussage zur Minder- respektive Volljährigkeit einer Person machen, 

wenn das Mindestalter bei der Schlüsselbein- respektive Skelettaltersana-

lyse und der zahnärztlichen Untersuchung unter 18 Jahren liegt. In einem 

solchen Fall ist sowohl eine Voll- als auch eine Minderjährigkeit möglich, 

ohne dass sich eine verlässliche Aussage darüber machen lässt, was 

wahrscheinlicher ist. Folglich vermag das vorliegende Altersgutachten 

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Seite 8 

weder ein Indiz für die geltend gemachte Minderjährigkeit darzustellen 

noch die Volljährigkeit mit Sicherheit festzustellen. 

3.6. Zusammenfassend erscheinen die Aussagen des Beschwerdeführers 

zu seinem Alter nicht glaubhaft. Seine Angaben im erstinstanzlichen Ver-

fahren sind nicht zu vereinbaren mit denjenigen auf Beschwerdeebene. Es 

hätte dem Beschwerdeführer oblegen, konsistente Angaben zu seinen Per-

sonalien zu machen. Seine Aussagen weisen jedoch erhebliche Wider-

sprüche auf. 

3.7. Die Vorinstanz ging nach dem Gesagten zutreffend von der Volljährig-

keit des Beschwerdeführers aus. Aufgrund der Volljährigkeit ist eine vor-

rangige Zuständigkeit der Schweiz gestützt auf Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO 

zu verneinen. Eine Verletzung des Übereinkommens vom 20. November 

1989 über die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) ist – entgegen der An-

sicht des Beschwerdeführers – nach dem Gesagten nicht erkennbar. Auch 

besteht keine Veranlassung, die Angelegenheit zu weiteren Sachverhalts-

abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

4.  

4.1. Die Vorinstanz erwog korrekt, dass gemäss Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-

VO grundsätzlich Dänemark für die Behandlung des Asylgesuchs des Be-

schwerdeführers zuständig ist, dass das dänische Asylsystem rechtspre-

chungsgemäss keine systemischen Mängel aufweist, aufgrund derer die 

Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz über-

ginge, und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse er-

sichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach Art. 17 

Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Dabei berücksichtigte sie das 

Vorbringen des Beschwerdeführers, der Halbbruder seiner Mutter lebe in 

der Schweiz und erwog korrekt, dass dieser nicht unter den Begriff der Fa-

milienangehörigen im Sinn von Art. 9 Dublin-III-VO (Art. 2 Bst. g Dublin-III-

VO) fällt und auch keine Hinweise auf ein besonderes Abhängigkeitsver-

hältnis im Sinn von Art. 16 Dublin-III-VO bestehen. Somit kann die Anwe-

senheit des Halbbruders der Mutter des Beschwerdeführers in der Schweiz 

deren Zuständigkeit nicht begründen. Die vom Beschwerdeführer ange-

führten gesundheitlichen Beschwerden (Schlafprobleme und psychische 

Belastung) hat die Vorinstanz berücksichtigt und rechtsprechungskonform 

gewürdigt. Zu Recht hielt sie fest, es stehe dem Beschwerdeführer bei Be-

darf frei, sich an eine dänische Gesundheitsinstitution zu wenden. Darüber 

hinaus hat sie in rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 

Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 

1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukommenden Ermessens von einem 

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Seite 9 

freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Sie ist demnach zu Recht 

gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers nicht eingetreten und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG 

seine Wegweisung nach Dänemark angeordnet. Zur näheren Begründung 

wird auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen. 

4.2. Auf Beschwerdeebene wiederholt der Beschwerdeführer betreffend 

die Zuständigkeit Dänemarks im Wesentlichen seine bereits im vorinstanz-

lichen Verfahren gemachten Vorbringen, weshalb auf das Vorgesagte ver-

wiesen werden kann.  

5.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 12. November 

2025 nicht zu beanstanden und die Beschwerde betreffend den Nichtein-

tretens- und Wegweisungsentscheid abzuweisen. 

6.  

Mit vorliegendem Urteil fällt der am 20. November 2025 angeordnete Voll-

zugsstopp dahin. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

der Beschwerde ist gegenstandslos geworden. 

7.  

Die Begehren erweisen sich als aussichtslos, weshalb das Gesuch um un-

entgeltliche Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist. 

8.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nachfolgende Seite) 

  

F-8892/2025 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren betreffend ZEMIS-Datenänderung wird vom 

vorliegenden Verfahren getrennt und unter der Geschäftsnummer 

F-8967/2025 geführt. 

2.  

Die Beschwerde betreffend den Nichteintretens- und Wegweisungsent-

scheid wird abgewiesen. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. 

Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden Urteils 

zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Preisig Maria Wende 

Versand: