# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c1eb461e-c032-54ec-95a3-a64416e18cb8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 25.08.2025 VR2 2024 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR2-2024-33_2025-08-25.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 25. August 2025
mitgeteilt am 3. September 2025

Referenz VR2 24 33

Instanz Zweite verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Righetti, Vorsitz
Aebli und Audétat
Hemmi, Aktuarin

Parteien A._____ und A.B._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Steiner

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden
Steinbruchstrasse 18, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Kantons- und Gemeindesteuern 2015

2 / 10

Sachverhalt

A. Im Juni 2019 liess die B._____ AG dem Gemeindesteueramt C._____ die 
von A._____ und A.B._____ unterzeichnete Steuererklärung für ausserhalb des 
Kantons, in der Schweiz wohnhafte Personen mit Grundbesitz oder Betriebsstätten 
im Kanton betreffend die Steuerperiode 2015 zukommen. Dieser wurde eine Kopie 
der Steuererklärung 2015 des Wohnsitzkantons Zürich vom 14. Juni 2019 
beigelegt. 

B. Am 17. April 2020 erliess die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden 
(nachfolgend: Steuerverwaltung) die definitive Veranlagungsverfügung für die 
Kantons- und Gemeindesteuer 2015. Dabei wurde das steuerbare Einkommen auf 
CHF 50'100.00 (Kantonssteuer) bzw. CHF 42'500.00 (Gemeindesteuer) 
(satzbestimmend: CHF 1'512'800.00) festgesetzt.

C. Dagegen liessen A._____ und A.B._____ am 14. Mai 2020 bei der 
Steuerverwaltung Einsprache erheben, wobei unter Hinweis auf eine selbst erstellte 
Steuerausscheidung insbesondere beantragt wurde, das steuerbare Einkommen 
sei auf null Franken und das satzbestimmende Einkommen auf CHF 294'990.00 
festzusetzen. 

D. Am 15. Juni 2022 erliess das kantonale Steueramt Zürich die 
Veranlagungsverfügung für die Staats- und Gemeindesteuern 2015 sowie die 
interkantonale bzw. internationale Steuerausscheidung. Am 12. Juli 2022 erfolgte 
eine Berichtigung.

E. Gegen den Einschätzungsentscheid vom 12. Juli 2022 liessen A._____ und 
A.B._____ am 2. August 2022 Einsprache beim kantonalen Steueramt Zürich 
erheben. 

F. Aufgrund dieser Einsprache korrigierte die Steuerverwaltung ihre 
Steuerausscheidung vom 17. April 2020 teilweise und erliess einen entsprechenden 
Veranlagungsvorschlag für die Kantons- und Gemeindesteuer 2015.

G. Nachdem in der Folge an der Einsprache vom 14. Mai 2020 festgehalten 
worden war, stellte das kantonale Steueramt Zürich der Steuerverwaltung den 
Einspracheentscheid vom 26. Januar 2023 betreffend Staats- und 
Gemeindesteuern 2015 zu.

H. Mit Einspracheentscheid vom 22. Oktober 2024 betreffend Kantons- und 
Gemeindesteuern 2015 wies die Steuerverwaltung die Einsprache vom 14. Mai 
2020 ab. 

3 / 10

I. Dagegen liessen A._____ und A.B._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 
mit Eingabe vom 25. November 2024 Beschwerde beim damaligen 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden erheben und beantragen, das in der 
Gemeinde D._____ steuerbare Einkommen sei auf null Franken und das im Kanton 
Graubünden sowie in der Gemeinde C._____ steuerbare Einkommen sei auf 
CHF 5'900.00 zum Satz von CHF 1'512'800.00 festzusetzen. Begründend wurde im 
Wesentlichen vorgebracht, die in der Steuerausscheidung bei D._____ 
vorgenommene Aufrechnung von CHF 48'190.00 entbehre einer Grundlage. 

J. Die Steuerverwaltung (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 6. Januar 2025 auf Abweisung der Beschwerde.

K. Die Beschwerdeführer liessen sich trotz der ihnen eingeräumten Frist nicht 
mehr vernehmen. 

Auf den angefochtenen Entscheid sowie die weiteren Ausführungen in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen.

Erwägungen

1. Gemäss Art. 139 Abs. 1 StG (BR 720.000; in der bis zum 31. Dezember 2024 
gültig gewesenen und ab dem 1. Januar 2025 geltenden Fassung) kann gegen 
Einspracheentscheide beim Verwaltungsgericht (bzw. Obergericht) des Kantons 
Graubünden innert 30 Tagen schriftlich Beschwerde erhoben werden. Der 
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 22. Oktober 2024 stellt somit 
ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem heutigen Obergericht 
des Kantons Graubünden dar, auf das bei Inkrafttreten des GOG (BR 173.000) per 
1. Januar 2025 hängige Verfahren des Verwaltungsgerichts übertragen worden sind 
(Art. 122 Abs. 5 GOG). Die sachliche Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus 
Art. 49 Abs. 1 lit. b VRG (BR 370.100). Folglich fällt die Beurteilung der 
vorliegenden Streitsache in die Zuständigkeit des Obergerichts des Kantons 
Graubünden. Als materielle und formelle Adressaten des angefochtenen 
Entscheids sind die Beschwerdeführer berührt und weisen ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf (Art. 50 VRG). Auf die im 
Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die von der Beschwerdegegnerin in 
Bezug auf das Einkommen 2015 vorgenommene interkantonale 
Steuerausscheidung rechtmässig ist. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die im 
Rahmen der Steuerausscheidung unter der Bezeichnung "Zins Geschäftspassiven" 

4 / 10

vorgenommene Aufrechnung von CHF 48'190.00 (steuerbar) in Bezug auf D._____ 
GR zu Recht erfolgte. Die interkantonale Steuerausscheidung betreffend die 
Vermögenssteuer 2015 wurde von den Beschwerdeführern anerkannt. Ebenso ist 
das in Bezug auf C._____ GR ermittelte steuerbare Einkommen von CHF 5'900.00 
unbestritten.

3.1. Ein interkantonaler Sachverhalt liegt vor, wenn eine natürliche oder 
juristische Person bestimmte persönliche oder wirtschaftliche Beziehungen zum 
Hoheitsgebiet verschiedener Kantone unterhält und diese Kantone für die 
Besteuerung an diese Beziehungen anknüpfen. Um entscheiden zu können, 
welcher Kanton oder welche Kantone zur Besteuerung der Person befugt sind, 
muss das Kollisionsrecht bestimmen, welche Eigenschaften die territorialen 
Beziehungen aufzuweisen haben, damit der betreffende Kanton zur Besteuerung 
berechtigt ist. Dabei wird zwischen zwei Grundarten von Steuerdomizilen 
unterschieden, einerseits dem Hauptsteuerdomizil und andererseits den 
Nebensteuerdomizilen. Hauptsteuerdomizil ist jener Ort, zu dem eine natürliche 
oder juristische Person in besonders enger Beziehung steht. An diesem Ort wird sie 
aufgrund ihrer persönlichen Zugehörigkeit besteuert. Eine derartige persönliche 
Zugehörigkeit begründet bei natürlichen Personen der (steuerrechtliche) Wohnsitz 
bzw. der (qualifizierte) Aufenthalt. Am Hauptsteuerdomizil ist die steuerpflichtige 
Person grundsätzlich für ihr sämtliches Einkommen und Vermögen steuerpflichtig, 
das nicht aufgrund einer besonderen Zuweisungsnorm an einem weiteren, in einem 
anderen Kanton gelegenen Steuerdomizil zu versteuern ist. Nebensteuerdomizile 
wiederum sind Orte, zu denen eine Person in einer steuerrechtlich erheblichen 
Beziehung steht, die weniger eng ist als die Beziehung zum Hauptsteuerdomizil. 
Solche Beziehungen sind in erster Linie wirtschaftlicher Natur. Sie bestehen im 
Besitz von Vermögen am betreffenden Ort oder im Bezug von Einkünften aus 
diesem Ort. Es sind Beziehungen, wie sie durch Liegenschaften oder 
Betriebsstätten begründet werden (vgl. ZWEIFEL/HUNZIKER, in: Zweifel/Beusch/de 
Vries Reilingh [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 
Interkantonales Steuerrecht, 2. Aufl. 2021, § 5 N. 1 und N. 4 ff.).

3.2. Vorliegend ist unter den Verfahrensbeteiligten unbestritten, dass ein 
interkantonaler Sachverhalt vorliegt, das Hauptsteuerdomizil der Beschwerdeführer 
im Wohnsitzkanton Zürich zu verorten ist und sie infolge Liegenschaftsbesitz im 
Kanton Graubünden Nebensteuerdomizile haben. Dabei ist der Beschwerdeführer 
Alleineigentümer von vier in der Gemeinde D._____ gelegenen Wohnungen mit je 
einem Autoeinstellplatz. Diese gehören zum Geschäftsvermögen des 
Beschwerdeführers, der unstreitig ein selbständigerwerbender 

5 / 10

Liegenschaftenhändler ohne Betriebsstätte im Kanton Graubünden ist. Ebenso ist 
unbestritten, dass es sich bei den veräusserten zürcherischen Liegenschaften um 
Geschäftsvermögen handelte. Ausserdem ist die Beschwerdeführerin 
Alleineigentümerin einer in der Gemeinde C._____ liegenden Wohnung mit drei 
Autoeinstellplätzen, welche zu ihrem Privat-vermögen gehört.

4.1. Als Schranke der kantonalen Steuerhoheit wirkt insbesondere das – als 
verfassungsmässiges Recht ausgestaltete – Doppelbesteuerungsverbot (vgl. 
Art. 127 Abs. 3 BV). Ein Verstoss gegen das Verbot der interkantonalen 
Doppelbesteuerung im Sinne von Art. 127 Abs. 3 BV liegt vor, wenn ein 
Steuersubjekt von zwei oder mehreren Kantonen (Steuerhoheiten) für das gleiche 
Steuerobjekt und dieselbe Steuerperiode zur Besteuerung herangezogen wird 
(aktuelle Doppelbesteuerung) oder wenn ein Kanton in Verletzung der geltenden 
Kollisionsnormen seine Steuerhoheit überschreitet und eine Steuer erhebt, die 
einem anderen Kanton zusteht (virtuelle Doppelbesteuerung). Zudem darf ein 
Kanton ein Steuersubjekt grundsätzlich nicht deshalb stärker belasten, weil es nicht 
im vollen Umfang seiner Steuerhoheit untersteht, sondern zufolge seiner 
territorialen Beziehungen auch in einem anderen Kanton steuerpflichtig ist 
(Schlechterstellungsverbot; vgl. BGE 138 I 297 E. 3.1, 137 I 145 E. 2.2 und 134 I 
303 E. 2.1). 

4.2. Kapitalgewinne aus dem Verkauf von Handelsliegenschaften von 
Liegenschaftenhändlern sind ausschliesslich und vollumfänglich im 
Liegenschaftskanton steuerbar. Dies gilt sowohl für den Wertzuwachs als auch für 
die wiedereingebrachten Abschreibungen. Die Kapitalgewinne unterliegen im 
monistischen System im Umfang des Wertzuwachsgewinns der 
Grundstückgewinnsteuer und im Umfang der wiedereingebrachten Abschreibungen 
der Einkommens- bzw. Gewinnsteuer und im dualistischen System stets 
vollumfänglich der Einkommens- bzw. Gewinnsteuer. Gewisse Kantone, welche 
das dualistische System kennen, erhoben von ausserkantonalen 
Liegenschaftenhändlern die Grundstückgewinnsteuer, während sie 
Liegenschaftenhändler mit Domizil im Kanton der Einkommenssteuer unterstellten 
(so z.B. der Kanton St. Gallen). Eine solche Besteuerung stand im Widerspruch zum 
Schlechterstellungsverbot sowie zum Gleichbehandlungsgebot, wurde aber vom 
Bundesgericht in verschiedenen Entscheiden geschützt (vgl. z.B. Urteil des 
Bundesgerichts 2P.173/2001 vom 26. Februar 2002; vgl. OERTLI, in: Zweifel/ 
Beusch/de Vries Reilingh [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, 
Interkantonales Steuerrecht, 2. Aufl., § 33 N. 108 f.).

6 / 10

In seiner neueren Rechtsprechung hat das Bundesgericht in Bezug auf die 
Besteuerung von Liegenschaften im interkantonalen Verhältnis das 
Schlechterstellungsverbot wie auch den Grundsatz der Besteuerung nach der 
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nun deutlich stärker gewichtet. Wohl hält das 
Bundesgericht grundsätzlich weiter daran fest, dass dem Liegenschaftskanton die 
Gesamtheit der Liegenschaftserträge und -gewinne zur ausschliesslichen 
Besteuerung zusteht. Dem Liegenschaftskanton sind jedoch insofern Grenzen 
gesetzt, als er auf die Situation des Steuerpflichtigen und dessen wirtschaftliche 
Leistungsfähigkeit Rücksicht nehmen muss. So kann zwar der Belegenheitskanton 
den Wertzuwachs aus der Veräusserung einer Betriebsliegenschaft ausschliesslich 
besteuern; er ist aber verpflichtet, den Geschäftsverlust, den die Unternehmung im 
Sitzkanton aufweist, mit dem Grundstückgewinn zu verrechnen. Eine weitere 
Praxisänderung betraf die Schuldzinsen bei Liegenschaftenhändlern, welche neu 
nach dem quotenmässigen System proportional nach Lage der geschäftlichen und 
privaten Aktiven zwischen den betroffenen Kantonen aufgeteilt werden (vgl. dazu 
Erwägung 5 hernach). Im Lichte dieser Neuausrichtung der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung und insbesondere zur Durchsetzung des 
Schlechterstellungsverbots konnte an der Zulässigkeit der unterschiedlichen 
Besteuerung von ausserkantonalen Liegenschaftenhändlern im Vergleich zu den im 
Kanton ansässigen Liegenschaftenhändlern nicht länger festgehalten werden (vgl. 
BGE 137 I 145 E. 4.2 f. mit weiteren Hinweisen). 

Vor diesem Hintergrund erhellt, dass die Wertzuwachsgewinne aus der 
Veräusserung von zürcherischen Geschäftsliegenschaften ausschliesslich und 
vollumfänglich im Kanton Zürich als Belegenheitskanton steuerbar sind. Mit 
anderen Worten stehen dem Liegenschaftskanton Zürich die besagten 
Wertzuwachsgewinne zur ausschliesslichen Besteuerung zu. Dabei unterliegen 
diese angesichts des im Kanton Zürich geltenden monistischen Systems der 
Grundstückgewinnbesteuerung (vgl. BGE 139 II 373 E. 4.2 f.). 

4.3. Trifft in der interkantonalen Steuerausscheidung über Einkommen und 
Vermögen – wie vorliegend – ein Kanton mit monistischem System (ZH) auf einen 
Kanton mit dualistischem System (GR), müssen zum Zweck vergleichbarer 
Verhältnisse alle Grundstückgewinne (Wertzuwachsgewinne) in vollem Umfang in 
die Steuerausscheidung einbezogen werden. Das gilt auch für 
Wertzuwachsgewinne auf Liegenschaften in einem Kanton mit monistischem 
System. Die Kantone sind zwar frei, ob sie Kapitalgewinne auf Liegenschaften des 
Geschäftsvermögens nach dem dualistischen System mit der allgemeinen 
Einkommens- und Gewinnsteuer oder nach dem monistischen System mit der 

7 / 10

besonderen Grundstückgewinnsteuer erfassen wollen. Das Bundesgesetz über die 
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 
14. Dezember 1990 (Steuerharmonisierungsgesetz, StHG; SR 642.14) lässt den 
Kantonen diesbezüglich die Wahl (vgl. Art. 12 Abs. 1 und Abs. 4 StHG). Doch darf 
sich die Wahl des Besteuerungssystems nicht zu Ungunsten der übrigen Kantone 
und des Steuerpflichtigen, der in mehreren Kantonen steuerpflichtig ist, auswirken 
(vgl. BGE 140 I 114 E. 2.1, 139 II 373 E. 4.2 und 131 I 249 E. 6.3). 

In BGE 139 II 373 E. 4.4 erwog das Bundesgericht insbesondere, der Kanton 
Aargau (Anmerkung des Obergerichts: dualistisches System) berücksichtige im 
Rahmen seiner vom Verwaltungsgericht bestätigten interkantonalen 
Steuerausscheidung die Zürcher (Anmerkung des Obergerichts: monistische 
Regelung) Grundstückgewinne in der Höhe der Wertzuwachsgewinne. Darin liege 
keine Doppelbesteuerung, wie die Beschwerdeführer rügten, weil die 
ausserkantonalen Gewinne lediglich für die Kapitalausscheidung und zur 
Satzbestimmung herangezogen würden. Auch das Schlechterstellungsverbot sei 
nicht verletzt, da der Kanton Aargau damit die Beschwerdeführer nicht stärker 
besteuere als einen kantonalen Liegenschaftenhändler. Das Vorgehen entspreche 
auch dem Kreisschreiben Nr. 27 der Schweizerischen Steuerkonferenz zur 
Vermeidung von Ausscheidungsverlusten (Ziff. 3.1.4). Zudem führte das 
Bundesgericht im Urteil 2C_230/2017 vom 26. Januar 2018 in Bezug auf die 
interkantonale Doppelbesteuerung bzw. das Aufeinandertreffen von monistischem 
und dualistischem System im Rahmen der interkantonalen Steuerausscheidung 
namentlich aus, indem in einer ersten Phase alle Wertzuwachsgewinne in vollem 
Umfang in die Steuerausscheidung einbezogen würden, würden vergleichbare 
Verhältnisse herbeigeführt, obwohl beide Kantone unterschiedlichen Systemen 
folgten; zudem werde so berücksichtigt, dass (auch) der Grundstückkanton einen 
etwaigen Betriebsverlust mitzutragen habe. In einer zweiten Phase könne der 
Grundstückkanton einzig noch den verbleibenden Grundstückgewinn 
beanspruchen. Als Ergebnis sei somit für die Ermittlung des massgeblichen 
satzbestimmenden Gesamtergebnisses und die auf diesem fussende 
Steuerausscheidung auf das für die Gewinnsteuer massgebliche handelsrechtliche 
Ergebnis abzustellen (vgl. dortige E. 3.1.2 f. mit weiteren Hinweisen). 

Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass der Kanton Graubünden die 
Wertzuwachsgewinne aus der Veräusserung von zürcherischen 
Geschäftsliegenschaften im Rahmen seiner interkantonalen Steuerausscheidung 
über das Einkommen 2015 zur Satzbestimmung herangezogen hat (vgl. act. B.1, 
Steuerausscheidung, Position "Zins Geschäftspassiven", "Total Satz"). Davon 

8 / 10

scheinen auch die Beschwerdeführer auszugehen (vgl. act. A.1 Ziff. 3 und Ziff. 8). 
Insofern liegt kein Verstoss gegen das Verbot der interkantonalen 
Doppelbesteuerung im Sinne von Art. 127 Abs. 3 BV vor (vgl. dazu Erwägung 4.1 
hiervor). Allerdings ist den Beschwerdeführern nach dem Gesagten darin 
beizupflichten, dass die Beschwerdegegnerin die Wertzuwachsgewinne aus der 
Veräusserung von zürcherischen Geschäftsliegenschaften für die Ermittlung des im 
Kanton Graubünden und damit am Nebensteuerdomizil steuerbaren Einkommens 
nicht hätte anteilsmässig berücksichtigen bzw. aufrechnen dürfen (vgl. act. B.1, 
Steuerausscheidung, Position "Zins Geschäftspassiven", "D._____ GR"). Insofern 
kann den Beschwerdeführern gefolgt werden, wenn sie vorbringen, die in der 
Steuerausscheidung bei D._____ vorgenommene Aufrechnung in der Höhe von 
CHF 48'190.00 entbehre einer Grundlage bzw. da Veräusserungsgewinne 
ausschliesslich dem Belegenheitskanton zur Besteuerung zugewiesen würden und 
im Kanton Graubünden keine Veräusserungen erfolgt seien, verändere dies den 
Ertrag aus den bündnerischen Liegenschaften nicht (vgl. act. A.1 Ziff. 3 und Ziff. 8). 
In diesem Punkt erweist sich die Beschwerde demnach als begründet.

5. Soweit die Beschwerdeführer sodann auf die proportionale Verteilung der 
Schuldzinsen nach dem Verhältnis der Aktiven hinweisen (vgl. act. A.1 Ziff. 5), ist 
ihnen darin beizupflichten, dass der auf D._____ entfallende Anteil CHF 42'847.00 
(CHF 326'830.00 : 100 x 13.11 %) beträgt und nicht – wie in der interkantonalen 
Steuerausscheidung der Beschwerdegegnerin vom 22. Oktober 2024 ausgewiesen 
– CHF 42'833.00 (vgl. act. B.1, Steuerausscheidung). Auch in diesem Punkt ist die 
Beschwerde begründet.

6. Was schliesslich der im Rahmen der interkantonalen Steuerausscheidung 
der Beschwerdegegnerin eingesetzte Betrag in Bezug auf die 
Eigenkapitalverzinsung anbelangt, bringen die Beschwerdeführer zu Recht vor, 
dass sich dieser Betrag wieder aufhebe, weshalb dies für das Ergebnis irrelevant 
sei (vgl. act. A.1 Ziff. 6 und act. B.1, Steuerausscheidung, Position "Zins 
Eigenkapital", "D._____ GR" und "Selbständiges Erwerbseinkommen", "D._____ 
GR"). Insofern erübrigen sich Weiterungen dazu. 

7. Zusammenfassend ist mit den Beschwerdeführern festzuhalten, dass in 
Bezug auf D._____ ein Verlustüberschuss resultiert, weshalb sich das 
entsprechende steuerbare Einkommen 2015 auf null Franken beläuft (vgl. act. A.1 
Ziff. 7). Insgesamt ist die Beschwerde daher gutzuheissen und der angefochtene 
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 22. Oktober 2024 betreffend 
Kantons- und Gemeindesteuern 2015 aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin ist 
anzuweisen, das in Bezug auf die Gemeinde D._____ steuerbare Einkommen auf 

9 / 10

null Franken und das im Kanton Graubünden sowie betreffend die Gemeinde 
C._____ steuerbare Einkommen auf CHF 5'900.00 zum Satz von CHF 1'512'800.00 
festzusetzen. 

8.1. Bei diesem Verfahrensausgang werden die Gerichtskosten gestützt auf 
Art. 73 Abs. 1 VRG der Beschwerdegegnerin auferlegt. Die Staatsgebühr wird im 
Rahmen von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 1'500.00 festgesetzt. 

8.2. Obschon mit der Beschwerde nicht ausdrücklich beantragt, ist angesichts 
des Umstandes, dass auf Aufforderung des Instruktionsrichters hin eine 
Honorarnote eingereicht worden ist, den Beschwerdeführern gestützt auf Art. 78 
Abs. 1 VRG eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin 
zuzusprechen. Der vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführer mit Kostennote vom 
24. März 2025 geltend gemachte Aufwand beläuft sich auf insgesamt CHF 2'097.46 
(= 5.50 Std. à CHF 350.00 [CHF 1'925.00] zzgl. Spesen [CHF 15.30] und 8.1 % 
MWST [CHF 157.16]) (vgl. act. G.3). Der geltend gemachte zeitliche Aufwand 
erscheint angemessen. Auch sind die ausgewiesenen Auslagen nicht zu 
beanstanden. Allerdings ist der geltend gemachte Stundenansatz von CHF 350.00 
auf CHF 270.00 zu kürzen, da die Praxis des angerufenen Gerichts gestützt auf die 
HV (BR 310.250) dahin geht, dass bei Einreichung einer Honorarvereinbarung (vgl. 
act. G.2) der geltend gemachte Stundenansatz übernommen wird, sofern er den 
Ansatz von CHF 270.00 nicht überschreitet (vgl. statt vieler: Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 18 17 vom 18. September 2019 
E. 9.2.1). Somit hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführer 
aussergerichtlich mit CHF 1'621.80 (= 5.50 Std. à CHF 270.00 [CHF 1'485.00] zzgl. 
Spesen [CHF 15.30] und 8.1 % MWST [CHF 121.50]) zu entschädigen.

10 / 10

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 22. Oktober 2024 betreffend Kantons- und 
Gemeindesteuern 2015 aufgehoben. Die Angelegenheit wird zur neuen 
Steuerausscheidung und Veranlagung an die Steuerverwaltung des Kantons 
Graubünden zurückgewiesen, wobei sie angewiesen wird, das in Bezug auf 
die Gemeinde D._____ steuerbare Einkommen auf null Franken und das im 
Kanton Graubünden sowie betreffend die Gemeinde C._____ steuerbare 
Einkommen auf CHF 5'900.00 zum Satz von CHF 1'512'800.00 
festzusetzen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 1'500.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 256.00

Total CHF 1'756.00

gehen zulasten der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden. 

3. Die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden hat A._____ und A.B._____ 
mit CHF 1'621.80 (inkl. Spesen und MWST) aussergerichtlich zu 
entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]