# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58ae4a74-b05c-5130-924a-25419226447f
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-13
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 13.12.2017 I 2017 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-37_2017-12-13.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2017 37

Entscheid vom 13. Dezember 2017 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Bruno Küttel,
Unterer Althof 1, 8854 Siebnen,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,
Vorinstanz,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann,
Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,

Gegenstand Unfallversicherung (Versicherungsleistungen; Kausalität)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. am ______1975) war seit dem 15. März 1999 bei der 
B.________ AG in Horgen als Schweisser angestellt. Im Rahmen dieses Arbeits-
verhältnisses war er bei der Suva gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle obligato-
risch unfallversichert. Gemäss Unfallmeldung vom 18. Januar 2002 glitt er am 29. 
Dezember 2001 in C._____ (Serbien) beim Laufen auf der eisigen Strasse aus. 
Am gleichen Tag fand im Gesundheitszentrum C.________ (Serbien) eine Erst-
behandlung durch Dr.med. K.________ (Chirurgie- und Orthopädiespezialist) 
statt, wo eine Unterschenkelfraktur links festgestellt und konservativ mittels Gips 
behandelt wurde. Ab dem 29. Dezember 2001 wurde A.________ eine 100-%ige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Versicherungs-
leistungen (Suva-act. 1 und 2). Bei diagnostizierter verzögerter Frakturheilung bei 
Status nach Unterschenkel-multifragmentärer Fraktur mit Retrokurvation am 
Übergang zum distalen Drittel links führte Dr.med. L.________ (FMH Chirurgie) 
im D.______ (Spital) am 16. April 2002 eine offene Reposition, eine Osteosyn-
these und Spongiosa-Plastik durch (Suva-act. 3). Nach vollständiger Konsolidati-
on der Fraktur entfernte Dr.med. L.________ am 14. August 2003 das Osteosyn-
thesematerial und nahm eine Narbenexzision vor (Suva-act. 17). Ab dem 6. Ok-
tober 2003 war A.________ wieder zu 100% arbeitsfähig (Bf-act. 1 und Suva-act. 
18; die Arbeit nahm er indessen bereits am 18.9.2002 zu 50% in der Spedition 
wieder auf, vgl. Suva-act. 11).

B. Am 15. Juni 2004 wurde der Suva ein Rückfall zum Unfall vom 29. Dezem-
ber 2001 wegen persistierenden Unterschenkelschmerzen gemeldet (Suva-act. 
21). Kreisarzt Dr.med. N.________ untersuchte A.________ am 25. August 2004 
und hielt fest, dass die Beschwerden noch unklar seien, aber weniger im Frak-
turgebiet, sondern mehr im Sprunggelenkbereich zu lokalisieren seien. Gestützt 
auf den MR-Untersuchungsbericht über das linke obere Sprunggelenk (OSG) 
vom 7. September 2004 kam Dr.med. N._______ am 13. September 2004 zum 
Schluss, dass die Heilung noch Zeit brauche und dem Versicherten noch für drei 
Monate Chondrosulf zu geben sei. Im Übrigen könne der Fall unter Wahrung des 
Rückfallmelderechtes abgeschlossen werden (Suva-act. 22-24; 66).

C. Am 19. März 2010 verspürte A.________ nach einem Schlag mit einem 
Hammer auf eine geschweisste Schiene einen heftigen Schmerz am rechten 
Arm. Der Vorfall wurde der Suva am 23. März 2010 gemeldet. Am 5. November 
2010 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung bei Dr.med. P.________, die 
auch den linken Fuss untersuchte, nachdem A.________ über seit dem Unfall 
2001 bestehende Beschwerden klagte. In der Folge wurde A.________ ab 1. 

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Dezember 2010 eine 100% Arbeitsfähigkeit attestiert (seit April 2010 arbeitete er 
zu 50%). 

D. Am 9. November 2012 knickte A.________ bei der Arbeit der rechte Fuss 
um. Bei der Erstbehandlung im Spital E.______ wurde ein Supinationstrauma 
des rechten OSG diagnostiziert. Ab dem 9. November 2012 wurde dem Versi-
cherten eine 100-%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die Suva richtete die gesetz-
lichen Versicherungsleistungen aus. Bei persistierenden Schmerzen wurde eine 
MR-Untersuchung des rechten OSG veranlasst und eine undislozierte Fraktur 
des Processus anterior calcanei rechts diagnostiziert. Es erfolgten weitere Ab-
klärungen in der F.________ Klinik (Zürich), wobei neben Restbeschwerden 
nach erfolgtem OSG-Distorsionstrauma rechts vom 9. November 2012 auch per-
sistierende Schmerzen beim linken OSG bei Zustand nach distaler Unterschen-
kelfraktur 2001 diagnostiziert wurden (vgl. Bf-act. 1; Suva-act. 33, 40, 54 und 55).

E. Vom 2. September 2013 bis 31. Oktober 2013 (mit Unterbruch vom 30.9. 
bis 11.10.2013) befand sich A.________ in der G._____ (Klinik). Ab dem 18. No-
vember 2013 ging die Suva von einer 50-%igen Arbeitsfähigkeit mit steigender 
Tendenz aus und ab dem 1. April 2014 von einer 75-%igen Arbeitsfähigkeit (Su-
va-act. 40).

F. Am 25. April 2014 stellte die Suva ihre Versicherungsleistungen bezüglich 
den Beschwerden am linken Fussgelenk per 30. April 2014 ein, da eine struktu-
relle Läsion am linken Fussgelenk als Folge des Unfalls vom 29. Dezember 2001 
nicht mehr überwiegend wahrscheinlich habe nachgewiesen werden können. 
Zudem hielt die Suva fest, der Unfall am 9. November 2012 bezüglich des rech-
ten Fussgelenks sei folgenlos abgeheilt (Suva-act. 47). Gegen diese Verfügung 
liess A.________ mit Eingabe am 28. Mai 2014 Einsprache erheben (Suva-act. 
58). Nachdem Dr.med. J.________ (Facharzt FMH Anästhesiologie, Interventio-
nelle Schmerztherapie, ______) ein CRPS Typ I diagnostiziert hat (Suva-act. 74) 
und in der Folge PD Dr.med. Q.________ (Chefarzt Rheumatologie Uniklinik 
H._____), der von der Suva mit einem Konsilium beauftragt wurde, differenzial-
diagnostisch ein CRPS bestätigte (Suva-act. 89), zog die Suva mit Schreiben 
vom 4. August 2015 ihre Verfügung vom 25. April 2014 zurück, anerkannte wei-
terhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und richtete A.________ rückwirkend 
ab dem 1. Mai 2014 wieder Taggeldleistungen aus.

G. Mit Schreiben vom 4. August 2015 beauftragte die Suva das I._____-
Zentrum (O._____) mit der Evaluation einer Implantation eines Neurostimulators 
(Suva-act. 94). Nach Eingang des Berichtes des I._____-Zentrums vom 18. No-
vember 2015 (Suva-act. 102) sowie einer neurologischen Beurteilung durch 

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Dr.med. R.________ (Fachärztin für Neurologie (CH), Neurologie und Psychiatrie 
(D) der Abteilung Versicherungsmedizin der Suva) vom 6. Mai 2016, die beide 
ein CRPS nicht bestätigten, verneinte die Suva mit Verfügung vom 24. Mai 2016 
die Adäquanz zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfall vom 29. 
Dezember 2001, stellte die Versicherungsleistungen per 31. Mai 2016 ein und 
verneinte auch einen Anspruch auf weitere Geldleistungen der Suva in Form ei-
ner Invalidenrente und/oder einer Integritätsentschädigung (Suva-act. 115).

H. Gegen diese Verfügung liess A.________ mit Eingabe vom 22. Juni 2016 
Einsprache erheben. Dabei beantragte er sinngemäss die Aufhebung der Verfü-
gung vom 24. Mai 2016 sowie die weitere Ausrichtung der gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen (Suva-act. 118).

I. Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte die Vorinstanz das von der IV-
Stelle Schwyz in Auftrag gegebene interdisziplinäre Gutachten der MEDAS 
AO.________ vom 25. Oktober 2016 sowie eine Beurteilung des Kreisarztes 
Dr.med. S.________ vom 9. März 2017 ein. Mit dem Einspracheentscheid vom 
23. März 2017 wurde die Einsprache abgewiesen (Suva-act. 133).

J. Gegen den Einspracheentscheid lässt A.________ am 8. Mai 2017 fristge-
recht (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes über Ostern) beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Schwyz Beschwerde einreichen mit den Anträgen:

1. Die Beschwerde sei gutzuheissen und der Einsprache-Entscheid vom 
23.3.2017 sei aufzuheben.

2. Die Taggeldzahlung sei fortzusetzen. Dem Beschwerdeführer sei ein Taggeld 
von 100% zu gewähren.

3. Es seien berufliche Abklärungen zu treffen.
4. Es sei die Frage der Invalidität zu prüfen, und dem Beschwerdeführer sei eine 

Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung zuzusprechen.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Versicherung.

K. In der Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2017 beantragt die Vorinstanz, 
dass, soweit auf die Beschwerde vom 8. Mai 2017 eingetreten werden könne, 
diese abzuweisen und der Einsprache-Entscheid vom 23. März 2017 zu bestäti-
gen sei.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung 

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bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit 
das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, 
nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 
Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen 
oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 

Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die zweckmässige 
Behandlung der Unfallfolgen. Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder 
teilweise arbeitsunfähig, so hat er Anspruch auf ein Taggeld (vgl. Art. 16 Abs. 1 
UVG). Wird der Versicherte infolge des Unfalles invalid, so hat er Anspruch auf 
eine Invalidenrente (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet der Versicherte durch den 
Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-
schädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). 

1.2.1  Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali-
dität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. 

1.2.2  Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele; wenn der Unfall überwiegend wahrscheinlich zu-
mindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist (BGE 
134 V 109 Erw. 9.5; Urteil des BGer 8C_588/2013 vom 16.1.2014 Erw. 4.3.4; 
BGE 119 V 337 Erw. 1; BGE 117 V 360 Erw. 4a je mit Hinweisen). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung 
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung (im Beschwerdefall der Richter) im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit 
Hinweisen). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Be-

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gründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 Erw. 3.1; BGE 119 V 
338 Erw. 1; BGE 118 V 289 Erw. 1b).

1.2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt des Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann 
als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er-
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 
177 Erw. 3.2; BGE 125 V 461 Erw. 5a, je mit Hinweisen). Dabei ist es Aufgabe 
des Arztes, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es der 
Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht obliegt, die Frage nach dem 
adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 Erw. 2). 

Die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausal-
zusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers spielt bei organisch 
objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die 
adäquate und natürliche Kausalität weitgehend decken (BGE 134 V 109 Erw. 2). 
Unfallfolgen sind dann organisch objektiv ausgewiesen, wenn die Untersu-
chungsergebnisse objektivierbar sind, d.h. reproduzierbar und von der Person 
des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von or-
ganisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen 
werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärun-
gen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden 
wissenschaftlich anerkannt sind (Urteil des BGer 8C_849/2011 vom 29.5.2012 
Erw. 4.1 m.w.H.).

Anders verhält es sich bei natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv 
ausgewiesenen Beschwerden. Hier bedarf es einer besonderen Adäquanzbeur-
teilung. Dabei ist vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind 
je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (BGE 134 V 109 
Erw. 2.1). Hat die versicherte Person beim Unfall eine Verletzung erlitten, welche 
die Anwendung der Schleudertrauma-Rechtsprechung rechtfertigt, so sind hiebei 
die durch BGE 134 V 109 Erw. 10 präzisierten Kriterien massgebend. Ist diese 
Rechtsprechung nicht anwendbar, so sind grundsätzlich die Adäquanzkriterien, 
welche für psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt wurden 
(BGE 115 V 133 Erw. 6c/aa; sog. Psycho-Praxis), anzuwenden (BGE 134 V 109 
Erw. 2.1; vgl. zum Ganzen auch: Urteil 8C_216/2009 vom 28.10.2009 Erw. 2, 
nicht publ. in: BGE 135 V 465, aber in: SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25; SVR 2011 UV 
Nr. 10 S. 35, 8C_584/2010 Erw. 2). Die Prüfung der Adäquanz, d.h. der Fallab-

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schluss, ist bei Anwendung der Psycho-Praxis in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, 
in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr 
erwartet werden kann (BGE 134 V 109 Erw. 6.1 S. 116; Urteil 8C_184/2017 vom 
13.7.2017 Erw. 2.2).

1.3.1  Versicherungsleistungen werden gemäss Art. 11 der Verordnung über die 
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) vom 20. Dezember 1982 auch für Rück-
fälle und Spätfolgen gewährt. Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder-
aufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Be-
handlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von 
Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe länge-
rer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders 
gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen 
somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie 
eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwi-
schen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim ver-
sicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater 
Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 Erw. 2c S. 296 f. mit Hinweisen). 
Dabei kann nicht zwingend von der natürlichen Kausalität zwischen Unfall und 
Grundfall auf die natürliche Kausalität zwischen Unfall und Rückfall geschlossen 
werden, denn die unfallkausalen Faktoren können durch Zeitablauf wegfallen. 
Vielmehr obliegt es dem Leistungsansprecher, das Vorliegen eines leistungsbe-
gründenden natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Be-
schwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Un-
fall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere 
Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausal-
zusammenhangs zu stellen. Eine allfällige Beweislosigkeit wirkt sich zu Lasten 
der versicherten Person aus, welche einen Rückfall oder eine Spätfolge geltend 
macht und daraus einen Leistungsanspruch ableiten will (vgl. BGE 117 V 264 
Erw. 3b; Urteil des EVG U 69/03 vom 7.4.2004 Erw. 2.3, je mit Hinweis; Rumo-
Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungs-
recht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. A., Zürich/Basel/Genf 2012, 
S. 78 f.). Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Un-
fallversicherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere 
Gesundheitsstörungen dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gege-
ben sind (Urteil des BGer 8C_331/2015 vom 21.8.2015 Erw. 2.2.2 mit Hinweis 
auf 8C_521/2008 vom 5.12.2011 Erw. 2.2.2 mit Hinweisen). 

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1.3.2  Unfallbedingte Fehlbelastungen (wegen Fuss- und Beinverletzungen, 
Beinlängenverkürzung usw.) können im Sinne indirekter Unfallfolgen zu Rücken-
beschwerden führen. Es liegt in der Natur solcher Fehlbelastungsbeschwerden, 
dass sie erst einige Zeit nach dem Unfall auftreten und nicht direkt traumatisch 
bedingt sind. Dies muss allerdings im Einzelfall medizinisch abgeklärt werden 
(RKUV 2003 Nr. U 487 S. 337 Erw. 5.2.2 [U 38/01]; vgl. auch Bundesgerichts-
urteile 8C_747/2013 vom 18.3.2014 Erw. 3.2; 8C_588/2013 vom 16.1.2014 Erw. 
4.3.3; 8C_456/2009 vom 28.7.2009 Erw. 5.2). Ein Schonhinken ist nicht geeig-
net, eine Fehlbelastung der Wirbelsäule zu verursachen, wenn nicht zusätzlich 
schwerwiegende Deformationen (wie Beinlängendifferenz oder Hüftarthrose) vor-
liegen (Urteil BGer 8C_248/2008 vom 4.7.2008 Erw. 3.2 mit Hinweis).

1.4 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, entfällt 
diese erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des 
Gesundheitsschadens darstellt, der Gesundheitsschaden mit anderen Worten 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 
zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 
dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (vgl. 
SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12 Erw. 3.2 mit Hinweisen [8C_901/2009]; RKUV 1994 
Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b).

Trifft ein Unfall auf einen vorgeschädigten Körper und steht aus ärztlicher Sicht 
fest, dass weder der status quo ante noch der Status quo sine je wieder er-
reicht werden können, so spricht die Rechtsprechung von einer richtunggeben-
den Verschlimmerung (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54; Urteil des BGer 
8C_212/2015 vom 10.7.2015 Erw. 2.2.1 mit Hinweisen). Bei einer bloss vorüber-
gehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes entfällt die Leis-
tungspflicht des Unfallversicherers bei Eintritt des Status quo sine vel ante (vgl. 
Urteile des BGer 8C_557/2015 vom 7.10.2015 Erw. 5.2 ff.; 8C_320/2013 vom 
5.9.2013 Erw. 3.1).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die 
blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 
Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 
handelt, liegt die entsprechende Beweislast − anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist − nicht 

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beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Der Beweis des Wegfalls des 
Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den nega-
tiven Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder 
die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob 
unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung ver-
loren haben, also dahingefallen sind (Urteile des BGer 8C_847/2008 vom 
29.1.2009 Erw. 2; 8C_126/2008 vom 11.11.2008 Erw. 2.3. und U 143/02 vom  
25.10.2002 Erw. 3.2).

Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und 
Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend. Diese Recht-
sprechung beschlägt dabei einzig die rechtlichen Folgen der Abklärung, insofern 
als dem Unfallversicherer die Beweislast zugewiesen wird für den Fall, dass un-
geklärt bleibt, ob dem Unfall (noch) eine kausale Bedeutung für den andauern-
den Gesundheitsschaden zukommt. Bevor sich aber überhaupt die Frage der 
Beweislast stellt, ist der Sachverhalt im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
richtig und vollständig zu klären (vgl. SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 Erw. 2.2 
[8C_354/2007] mit Hinweisen).

1.5 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 2. A., Art. 43 Rz. 18). Was notwendig ist, er-
gibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen sind, 
und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind die für 
die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzustecken und in der 
Folge ist der Sachverhalt abzuklären, bis er mit dem im Sozialversicherungsbe-
reich erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 
125 V 146 Erw. 2c; 121 V 47 Erw. 2a) erstellt ist (Kieser, a.a.O., Art. 43 Rz. 12). 
Auf ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches 
des Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei 
pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, 
den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Be-
weis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen anti-
zipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach 
Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden (BGE 122 V 157 Erw. 1.d mit Hinweis auf BGE 
104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 335 Erw. 3c je mit Hinweisen).

1.6.1  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben die beur-

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teilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisre-
geln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel un-
abhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent-
scheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strei-
tigen Rechtsanspruchs gestatten (siehe auch Art. 25 des Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). 

1.6.2  Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines 
ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 
noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; BGE 122 V 157 f. 
Erw. 1c mit Hinweisen). 

1.6.3  Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Suva und durch 
UVG-Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, wel-
che auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweis-
kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb; 104 V 212 Erw. c; RKUV 
1993 Nr. U 167 S. 96 Erw. 5a mit weiteren Hinweisen). Zu beachten ist, dass die 
Suva bei der Einholung von solchen Gutachten gemäss § 44 ATSG sowie sinn-
gemäss nach den Bestimmungen des Bundeszivilprozesses zu verfahren und 
insbesondere die in Art. 57 ff. des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess 
(BZP; SR 273) vom 4. Dezember 1947 genannten Mitwirkungsrechte der Verfah-
rensbeteiligten zu beachten hat (RKUV 1993 Nr. U 167 S. 96 Erw. 5b), was sinn-
gemäss auch für die nach Art. 68 Abs. 1 UVG zugelassenen Privatversicherer gilt 
(BGE 120 V 361 f. Erw. 1c).

1.6.4  Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungsge-
mäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

11

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Ein Anstel-
lungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon 
auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be-
sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-
lung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall jedoch 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 
V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen).

1.6.5  In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil des BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinwei-
sen; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Behand-
lungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht auf 
die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: Ur-
teil des BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hinweisen).

1.6.6  Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). 
Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 
gemacht werden (Urteil des BGer 8C_540/2007 vom 27.3.2008 Erw. 3.2 mit 
Hinweisen).

2.1 Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob der Kausalzusammenhang zwi-
schen den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und dem Unfall im 
Jahr 2001 von der Vorinstanz zu Recht verneint wurde und sie ihre Leistungs-
pflicht entsprechend zu Recht abgelehnt hat.

12

2.2 Der Beschwerdeführer hält dazu in seiner Beschwerde namentlich fest:

- 2001 habe er in Serbien einen schweren Unfall erlitten. Er sei auf einer abfal-
lenden Strasse mit glitschigem Untergrund aus Eis und Schnee ausgeglitten 
und dabei mit dem linken Fuss und Bein in ein Loch geraten. Er habe gehört, 
wie das Bein gebrochen sei und sei dann vorübergehend bewusstlos gewor-
den. Ein Orthopäde vor Ort habe ihm das Bein notdürftig fixiert und ihn ans 
Spital verwiesen. Dort habe man geröntgt und den Bruch konservativ behan-
delt sowie ihn entlassen. Nach drei Monaten ohne Besserung und mit 
Schmerzen sei er in die Schweiz gekommen, wo er durch Dr.med. 
L.________ operiert worden sei.

- Auch nach den Operationen sei die Heilung nicht wie gewünscht eingetreten. 
Er habe stets Schmerzen gehabt. Die Arbeit habe er nur unter Druck eines 
Stellenverlustes wieder aufgenommen. 

- 2004 sei es zu einer Rückfallmeldung gekommen; versicherungstechnisch 
ohne Folgen. Er habe daher trotz anhaltenden Schmerzen weiterarbeiten 
müssen, was nur möglich gewesen sei, weil er in seinem Team gut aufgeho-
ben und von diesem von verschiedenen Arbeiten entlastet worden sei. Nur so 
sei die Arbeit trotz Schmerzen und Behinderung überhaupt möglich gewesen.

- Nach dem Unfall 2010 mit Verletzung am rechten Arm und erneuter Arbeitsun-
fähigkeit seien die vorbestehenden Beschwerden im linken OSG auch vom 
Suva-Arzt bestätigt worden. Es habe der Suva klar sein müssen, dass er mehr 
leiste, als ihm nach dem Unfall von 2001 noch zumutbar gewesen sei.

- Im 2012 sei noch der Unfall mit Verletzung des rechten Fusses dazugekom-
men. Völlig zu Unrecht habe die Suva ihn dann bereits per 30. April 2014 wie-
der für arbeitsfähig beurteilt. Entsprechend habe sie diese Verfügung nach 
dem Konsilium von PD Dr.med. Q.________ zurücknehmen müssen.

- Denn nach dem Untersuch in der Schmerzklinik habe Dr.med. J.________ 
2015 die Diagnose eines CRPS I im linken Fuss und Unterschenkel gestellt 
und dieses CRPS I sei von PD Dr.med. Q.________ klar bestätigt worden. Es 
gehe nicht an, seine Aussage mit dem Hinweis zu relativieren, er habe nur ei-
ne Differenzialdiagnose gestellt und damit selber Zweifel geäussert. PD 
Dr.med. Q.________ sei bestausgewiesener Fachexperte und habe explizit 
festgehalten, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit könne von einem unfall-
kausal aufgetretenen CRPS ausgegangen werden.

- Absolut willkürlich und skandalös sei, wie das Schweizerische Paraplegiker 
Zentrum den Auftrag der Vorinstanz nach Evaluation einer Neurostimulation 
eigenmächtig abgeändert habe und auch die von PD Dr.med. Q.________ 

13

klar und deutlich beantworteten Fragen noch einmal untersucht habe. Das 
Schweizerische Paraplegiker Zentrum habe sich seinen eigenen Auftrag for-
muliert und die Vorinstanz habe nicht dagegen opponiert. Ein Gutachten, das 
auf diese Weise zustande komme, bei welchem die Parteirechte nicht gewährt 
worden seien, sei Willkür. 

- Die neurologische Beurteilung von Dr.med. R.________-von Stosch vermittle 
den Anschein von Seriosität und Sachlichkeit mit dem einzigen Bestreben, die 
klare und verbindliche Beurteilung von PD Dr.med. Q.________, die das 
CRPS und die Unfallkausalität bejaht habe, umzustossen. Es komme gar der 
Verdacht auf, zwischen Dr.med. R.________ und den Ärzten des Schweizeri-
schen Paraplegiker Zentrums gebe es informelle Verbindungen, die nicht sein 
dürfen. Die Verfügung und der Einspracheentscheid der Suva seien auf dieser 
Grundlage Willkür im höchsten Grad.

- Indem der Einspracheentscheid auf die Vorwürfe in Sachen Gutachten 
I._____ Zentrum und Suva nicht eingegangen sei, sei dem Beschwerdeführer 
das rechtliche Gehör verweigert worden. 

- Ebenso sei das Gehör verweigert worden, indem die Suva nicht auf die Stel-
lungnahme zum MEDAS-Gutachten eingegangen sei. Tatsache sei, dass das 
Konsilium von PD Dr.med. Q.________ den Wert einer fachärztlichen Begut-
achtung habe und das MEDAS Gutachten sich mit der abweichenden Beurtei-
lung von PD Dr.med. Q.________ in keiner Weise auseinandergesetzt habe. 
Es sei daher nicht geeignet, die Beurteilung von PD Dr.med. Q.________ zu 
widerlegen. Im Übrigen bestätige das orthopädische MEDAS-Teilgutachten 
die Arbeitsunfähigkeit.

- Unhaltbar sei schliesslich die Prüfung der Psycho-Praxis. Das Unfallgesche-
hen sei in jedem Fall als mittelschwer zu taxieren und nicht als banal. Indem 
sie die dramatischen Begleitumstände verneine, zeige die Vorinstanz, dass 
sie sich mit den Umständen gar nicht befasst habe. Der Heilverlauf sei entge-
gen der Darstellung der Suva schwierig gewesen. Der Beschwerdeführer ha-
be unter Dauerschmerzen gelitten. Die Arbeit habe er nur mit grossem Kraft-
akt wieder aufnehmen können wegen dem Druck des Stellenverlustes. Die 
Beschwerden, physisch und psychisch, seien noch immer da. Die IV beschei-
nige dem Beschwerdeführer einen IV-grad von 30%, was noch zu prüfen sei. 

- Unabhängig von CRPS und Psycho-Praxis sei die Unzumutbarkeit der ange-
stammten Tätigkeit als Schienenschweisser ohnehin unfallkausal. Die Suva 
sei damit leistungspflichtig, der Einspracheentscheid und die Verfügung seien 
aufzuheben und es seien allenfalls berufliche Abklärungen zu treffen. 

14

2.3 Dem hält die Vorinstanz entgegen, für die beklagten Beschwerden sei kein 
organisches Korrelat objektivierbar. Die adäquate Kausalität sei daher rechtspre-
chungsgemäss nach der Psycho-Praxis zu prüfen. Diesbezüglich habe es sich, 
anders als vom Beschwerdeführer dargestellt, 2001 um ein banales oder leichtes 
Unfallereignis gehandelt. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall 
und nicht objektivierbaren Unfallfolgen sei zu verneinen, eine Leistungspflicht 
entfalle. Soweit der Beschwerdeführer beim Beschrieb des Unfallherganges von 
der aktenkundigen, ersten Angabe abweiche, sei nach der Beweismaxime der 
Aussage der ersten Stunde auf die erste, unbefangene Aussage abzustellen. 
Tatsache sei auch, dass der Beschwerdeführer die Arbeit nach dem Unfall und 
den Operationen wieder habe aufnehmen können. Während mehrerer Jahre sei 
weder eine Einschränkung noch eine medizinische Behandlung aktenkundig. Je 
grösser der zeitliche Abstand zwischen Unfall und Auftreten von Beschwerden 
sei, desto strengere Anforderungen seien an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des 
natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Insgesamt sei die Suva mit den 
verschiedenen Untersuchen nur ihrer Untersuchungspflicht nach Art. 43 ATSG 
nachgekommen; ein Skandal könne darin nicht erblickt werden. Bezüglich ME-
DAS-Gutachten der Invalidenversicherung sei festzuhalten, dass allfällige Er-
kenntnisse daraus nicht ohne weiteres auf die kausal ausgestaltete Unfallversi-
cherung übernommen werden könnten. Im Übrigen stelle der Beschwerdeführer 
in seinen Ausführungen auf keine einzige medizinische Stellungnahme ab. Er 
mutmasse oder aber seine Ausführungen seien nicht relevant. Sowohl der Ein-
spracheentscheid als auch die Verfügung seien rechtens, die Beschwerde unbe-
gründet.

Schliesslich hält die Vorinstanz fest, auf Antrag Ziff. 3 des Beschwerdeführers 
könne gar nicht eingetreten werden, da im UVG keine Pflicht zur Abklärung in be-
ruflicher Hinsicht vorgesehen sei.

3. Was den Gesundheitszustand und -verlauf des Beschwerdeführers für die 
hier relevante Frage anbelangt, so ergibt sich aus den Akten:

3.1 Am 18. Januar 2002 meldete der Arbeitgeber des Beschwerdeführers der 
Vorinstanz den Unfall vom 29. Dezember 2001: "Beim Laufen auf der Strasse 
ausgeglitten und hingefallen" (Suva-act. 2). Dr.med. K.________ berichtet als 
Diagnose: "Fractura spiralis partis distalis cruris lat.sin. cumdislocat laevis". Es 
sei eine Reposition durchgeführt und mit Gips immobilisiert worden. Am 31. De-
zember 2001 und am 5. Januar 2002 sei eine Kontrolluntersuchung mit Röntgen 
durchgeführt worden. Der Verletzte sei fünf Monate arbeitsunfähig (Suva-act. 1).

15

Am 26. Juni 2002 berichtete der Beschwerdeführer gegenüber der Suva, er sei 
beim Unfall im Schnee ausgerutscht und mit dem Bein in ein Loch geraten, wor-
auf er notfallmässig ins Spital gegangen sei. Man habe versucht, konservativ zu 
behandeln. Er habe während zwei Monaten einen Gips übers ganze Bein erhal-
ten. Er habe im Gips permanent Schmerzen gehabt, sich kaum bewegen können 
(Suva-act. 5).

3.2 Am 16. April 2002 nahm Dr.med. L.________ bei klinischer Diagnose "Ver-
zögerte Frakturheilung bei St.n. Unterschenkel-multifragmentärer Fraktur mit Re-
trokurvation am Übergang zum distalen Drittel links" eine offene Reposition, Os-
teosynthese mittels 9-Loch-DCP und einer Korikalis-Zugschraube sowie Spon-
giosaplastik vor. Dr.med. L.________ hielt fest, der Beschwerdeführer sei vor ei-
nigen Tagen notfallmässig zur Beurteilung erschienen. Nach Gipsentfernung hät-
ten eine massive Schwellung und Schmerzen am Unterschenkel bestanden. Ra-
diologisch habe keine Kallusbildung, jedoch Retrokurvation und geringe Verkür-
zung der Fragmente festgestellt werden können. Aufgrund dieser Feststellung, 
der noch immer mässigen Mobilität sowie der Schmerzen entschloss sich 
Dr.med. L.________ zur genannten Operation. Dabei zeigte sich eine mässig 
mobile Fraktur mit massiver Retrokurvation, ein massives Weichteilinterponat im 
Frakturspalt, kein Anhalt für Kallusbildung und zudem eine mässige Verkürzung 
des Unterschenkels (Suva-act. 3).

Am 26. Juni 2002 informiert der Beschwerdeführer die Suva, er müsse perma-
nent einen Stützstrumpf tragen, da der Fuss sonst stark anschwelle. Im Fussge-
lenk habe er noch grosse Beweglichkeitsdefizite, weil er den Fuss im Gips nicht 
habe bewegen können. Er habe viel Schmerzen, vor allem nachts (Suva-act. 5). 
Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 9. Juli 2002 berichtet Dr.med. L.________ 
von einem unkomplizierten Verlauf, guter Stellung der Fragmente, keine Locke-
rungszeichen, Osteoporose besser, beginnender Durchbau der Fragmente. Am 
Unterschenkel sei es wahrscheinlich wegen dem Kompressionsstrumpf zu einer 
allergischen Reaktion gekommen (Suva-act. 6). Auch am 7. August 2002 berich-
tete er von einem unkomplizierten Verlauf; der Beschwerdeführer könne die Ar-
beit per 6. September 2002 zu 100% wieder aufnehmen, wobei eine sitzende, 
nicht belastende Arbeit zugesichert sei (Suva-act. 8).

Am 19. November 2002 berichtete der Beschwerdeführer der Suva, er habe noch 
ständig Schmerzen im verletzten Bein von verschiedener Stärke. Auch schwelle 
es immer noch auf. Er nehme alle zwei Tage ein Ponstan und reibe sich regel-
mässig eine Salbe ein. Seit dem 18. September 2002 arbeite er halbtags in der 
Spedition; mehr gehe nicht, weil sonst das Bein aufschwelle und schmerze. Die 
erbrachte Leistung entsprach gemäss Vorgesetztem nur der Hälfte der ange-

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stammten Arbeit als Geleiseschweisser, die der Beschwerdeführer stets gut, 
speditiv und sorgfältig erledigt habe, so dass die Chance, Gruppenführer zu wer-
den, bestanden habe. Aktuell arbeite er nur in der Spedition; die Firma hoffte, 
den Beschwerdeführer ab Frühling wieder in der angestammten Tätigkeit be-
schäftigen zu können. Man könne da allerdings keine "halben Leute" gebrau-
chen. Ab 18. September 2002 anerkannte die Suva eine AUF von 75% (Suva-
act. 9).

Am 17. Dezember 2002 hielt Dr.med. L.________ fest, die Fraktur sei radiolo-
gisch konsolidiert (Suva-act. 11).

3.3 Nach der Kreisärztlichen Untersuchung vom 20. Januar 2003 (ca. 9 Monate 
nach OP und gut 1 Jahr nach Unfall) hielt Dr.med. N._______ fest, der Be-
schwerdeführer gebe einen leichten, dauernden Schmerz im Bein, da wo es ge-
brochen sei, an. Sie würden im Verlaufe des Tages zunehmen, ebenso sei das 
Bein am Abend stärker geschwollen. Dr.med. N._______ stellte fest, der linke 
distale Unterschenkel sei im Vergleich zur Gegenseite eine Spur verdickt, aber 
kein offensichtliches Ödem um 11.00 Uhr. Die Frakturgegend und der ganze dis-
tale Unterschenkel sei im Vergleich zur Gegenseite noch recht deutlich über-
wärmt und druckempfindlich. Die Verhältnisse bezüglich Hautcolorit, Schweiss-
sekretion und Behaarungsmuster seien seitengleich. Für einen Infekt fänden sich 
keine Hinweise und keine zuverlässigen Hinweise für eine Sudeckdystrophie; al-
lenfalls liege eine Metallüberempfindlichkeit vor. Der Beschwerdeführer sei ko-
operativ und zeige keine aggravatorischen Tendenzen; die Beschwerden seien 
durch deutliche Schonungszeichen objektiviert (Suva-act. 12).

Nach weiterer Kreisärztlicher Untersuchung am 9. Mai 2003 hielt Dr.med. 
N._______ fest, das Frakturgebiet sei nur noch gering überwärmt. Das OSG sei 
reizlos, in der Beweglichkeit noch etwas eingeschränkt, die Beweglichkeit im 
USG sei frei. Es lägen keine Sudeck verdächtigen trophischen Störungen vor. 
Die Beschwerden seien im Wesentlichen gleich geblieben. Er vermutet erneut 
eine Metallüberempfindlichkeit, da ja sonst keine Komplikationen aufgetreten 
seien, welche diesen etwas protrahierten Verlauf erklären könnten (Suva-act. 
14). Nach Anfertigung von Röntgenbildern am 9. Mai 2003, welche eine konsoli-
dierte Unterschenkelfraktur bei reizloser Lage des Osteosynthesematerials zeig-
ten, sprach sich Dr.med. N._______ am 30. Mai 2003 für die Metallentfernung 
aus (Suva-act. 15). Am 14. August 2003 nahm Dr.med. L.________ die Metal-
lentfernung vor sowie eine Narbenexzision (Suva-act. 17). Am 22. September 
2003 berichtete Dr.med. L.________ von einem unkomplizierten Verlauf; der Be-
schwerdeführer habe die Arbeit per 15. September 2003 zu 50% aufgenommen.

17

3.4 Am 1. Juni 2004 berichtete die Hausärztin Dr.med. W.________ dem 
Kreisarzt, der Beschwerdeführer berichte, er leide seit dem Eingriff an ständigen 
Unterschenkelschmerzen, auch nach der Metallentfernung. Der Operateur habe 
ihm erklärt, die Heilung brauche ihre Zeit. Dennoch würden die Beschwerden 
persistieren, sowohl tags wie nachts bestünden ständig dumpfe Bein-
/Fussschmerzen, eigentliche Entzündungen könne der Beschwerdeführer nicht 
beobachten (Suva-act. 19). Am 15. Juni 2004 meldete der Arbeitgeber einen 
Rückfall per 1. Juni 2004. 

Nach Kreisärztlicher Untersuchung vom 25. August 2004 kam Dr.med. 
N._______ gegenüber der Hausärztin zur Beurteilung, er habe sich über den 
Störwert der geklagten anhaltenden Belastungsschmerzen kein klares Bild ma-
chen können. Die Beschwerden würden weniger das Frakturgebiet, sondern den 
Sprunggelenkbereich betreffen. Das OSG zeige keine abnorme Schwellung, kei-
ne Verbreiterung der Knöchelkonturdistanz, aber leicht verwischte perimalleoläre 
Konturen. Keine Reizerscheinungen im Sinne von Überwärmung oder Erguss. 
Die Stabilität sei gewährleistet, die Beweglichkeit für Extension eingeschränkt. Er 
finde keine Hinweise für eine Synovialitis der Peronealsehnen, die tibialis poste-
rior Sehne sei leicht druckempfindlich, aber funktionell intakt. Es bestehe zusätz-
lich eine leichte Sensibilitätsstörung am Fuss, wobei der laterale Fussrand aus-
gespart sei, aber er fände auch keine sicheren Hinweise für ein Tarsaltunnelsyn-
drom. Auch stellte er keine sudeckverdächtige trophischen Störungen fest. Weil 
er klinisch keine sichere Ursache finden könne, liess er ein MR des Sprungge-
lenks machen (Suva-act. 23). Das MR OSG links vom 7. September 2004 zeigte 
laut PD Dr.med. X.________ (LA Radiologie Universitätsklinik H._____) bis auf 
ganz kleine Knorpelschäden im Bereiche der medialen Talusrolle nichts Auffälli-
ges (Suva-act. 24). Entsprechend nahm Dr.med. N._______ an, die noch geklag-
ten Beschwerden würden in den kommenden Monaten spontan abklingen. Der 
Beschwerdeführer solle noch für drei Monate Chondrosulf nehmen; im Übrigen 
könne der Fall unter Wahrung des Rückfallmelderechtes abgeschlossen werden 
(Suva-act. 66).

3.5 Am 19. März 2010 verletzte sich der Beschwerdeführer bei einem Schlag 
mit dem Hammer auf eine Schiene am rechten Arm. Das Spital E.______ hielt 
am 22. März 2010 eine Zerrung der Extensoren am Unterarm rechts fest. Ein Ar-
thro-MRI des rechten Ellbogens vom 1. April 2010 zeigte keine Binnenläsion oder 
posttraumatische Veränderungen. Da die Schmerzen persistierten, erfolgte am 
5. November 2010 eine kreisärztliche Untersuchung. Weil der Beschwerdeführer 
neben den Beschwerden am rechten Arm auch über chronische Schmerzen am 
linken OSG klagte, untersuchte Kreisärztin Dr.med. P.________ auch dieses und 

18

liess es zur Dokumentation röntgen. Sie hielt fest, klinisch zeige sich eine einge-
schränkte Flexions-/Extensionsbewegung im OSG ohne Konturveränderung. Auf-
fällig sei eine explizite Druckdolenz im Bereich der distalen Tibia (am ehesten 
ehemaliger Frakturbereich). Die vom Patienten angegebene Schwellung, welche 
immer bestünde, könne visuell und auch beim Messen nicht nachvollzogen wer-
den. Schliesslich hielt sie fest (Suva-act. 27):

Wir werden eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit ab 01.12.2010 attestieren. Im Gesamt-
bild bleibt zu vermerken, dass aufgrund der vorbestehenden Beschwerden im lin-
ken OSG zusammen mit den Unterarmbeschwerden und vom Patienten angege-
bene chronische Rückenbeschwerden davon auszugehen ist, dass der Versicherte 
auf längere Frist die sicherlich körperlich sehr schwere Arbeit als Gleisschweisser 
nicht mehr ausüben wollen wird. Je nach Befund des Neurologen kann die jetzt 
festgelegte Arbeitsfähigkeit von 100% ab 1.12.2010 nochmals evaluiert werden.

Als Befund der Röntgenaufnahmen linker Unterschenkel und linkes OSG a.p., la-
teral vom 23. Dezember 2010 hielt Dr.med. Z.________ (LA Radiologie Spital 
E.______) fest: "Alte konsolidierte distale Tibia- und Fibulaschaftfrakturen. Regel-
rechte Stellungsverhältnisse im OSG. Keine wesentlichen Arthrosezeichen." (Su-
va-act. 28).

3.6 Am 9. November 2012 erlitt der Beschwerdeführer bei der Arbeit ein Dis-
torsionstrauma des OSG rechts mit Bone bruise / nicht dislozierte Fraktur im Be-
reich des Processus anterior calcanei rechts sowie am Talushals. Wegen persis-
tierenden Beschwerden im rechten OSG wurde der Beschwerdeführer an der 
F.________ Klinik am 10. Juli und 16. August 2013 durch Dr.med. V.________ 
und Dr.med. T.________ (beide Zentrum für Fusschirurgie, F.________ Klinik) 
untersucht. Da auch die Schmerzen im linken Fuss persistierten, fertigte die 
F.________ Klinik am 16. August 2013 ein MRI des linken Fusses an. Dieses 
zeigte einen unauffälligen Befund, keinen Nachweis einer sicheren Schmerzur-
sache und insbesondere einer osteochondralen Läsion im OSG und USG. Kein 
Weichteilödem. Intakte Bänder medial und lateral, normales Signalverhalten der 
Sehnen (Suva-act. 32). Dr.med. V.________ und Dr.med. T.________ gingen 
am ehesten davon aus, dass es sich um ein neuropathisches Schmerzsyndrom 
in Bezug auf den Nervus saphenus handeln könnte (Suva-act. 54). Deshalb 
überwiesen sie den Beschwerdeführer Herrn Dr.med. U.________ (Leitender 
Arzt Neurologie, F.________ Klinik) zur neurologischen Abklärung. Bei der Un-
tersuchung vom 6. November 2013 fand Dr.med. U.________ eine Hypästhesie 
und Hypalgesie am Unterschenkel und Fuss links. Bei Beklopfen der Narbe am 
linken Fuss, welche den Nervus saphenus kreuzt, konnte er lokale Schmerzen 
auslösen, nicht aber im Sinne eines positiven Tinelphänomens. Neurophysiolo-

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gisch könne er jedoch keine Saphenus-Neuropathie links objektivieren (Suva-act. 
55 und 56).

3.7 Vom 2. September bis 31. Oktober 2013 hielt sich der Beschwerdeführer in 
der G._____(Klinik) auf (wobei die Rehabilitation vom 30.9.2013 bis 11.10.2013 
unterbrochen wurde, damit sich der Beschwerdeführer zu seiner Tochter bege-
ben konnte, welche einen Suizidversuch beging). Als diagnostische Beurteilung 
wurde im Austrittsbericht festgehalten (Suva-act. 33):

Herr A.________ wurde ungefähr 1 Jahr nach oben genanntem Unfall mit OSG-
Supinationstrauma rechts durch die Suva Linth zu einer stationären Rehabilitation 
zugewiesen. Er berichtet über belastungsverstärkte Schmerzen im OSG-Bereich 
rechts, jedoch sei in der letzten Zeit die Situation bezüglich OSG-Problematik 
rechts deutlich besser geworden. Klinisch zeigt sich eine leichte Druckdolenz über 
Malleolus lateralis sowie über der vorderen Tibiakante laleralbetont. Zudem be-
steht eine diskrete OSG-Beweglichkeitseinschränkung. Die im Vorfeld des Aufent-
haltes durchgeführte Bilddiagnostik zeigte einen Bone bruise bzw. nichtdislozierte 
Fraktur mit einem regelrechten Hellverlauf bei allseits intakten Bandstrukturen.

Des Weiteren klagte Herr A.________ über ständige starke Schmerzen im distalen 
Unterschenkel sowie im OSG-Bereich links, vor allem im Tibia-Vorderkanten-
Bereich. Hierbei handelt es sich um Verletzungsfolgen eines früheren, ebenfalls 
Suva-versicherten Unfallereignisses vom 29.12.2001. Er habe oft ein Blockadege-
fühl im OSG links mit ausgeprägter Schwellung und er berichtet auch über Schwie-
rigkeiten beim Treppensteigen sowie beim Gehen in unebenem Gelände. Im letz-
ten MRI des Rückfusses links vom 16.08.2013 zeigte sich jedoch ein unauffälliger 
Untersuchungsbefund ohne Nachweis einer sicheren Schmerzursache und insbe-
sondere einer osteochondralen Läsion im OSG- oder USG-Bereich. Die Be-
schwerden am OSG stehen denn auch für den Patienten primär im Vordergrund.

Während der Rehabilitation erfolgte eine psychosomatische Abklärung durch Dr. 
phil. M.________, mit folgendem Resultat: Der 38-jährige Geleiseschweisser ser-
bischer Herkunft leidet schon seit einer Unterschenkelfraktur 2001 unter persistie-
renden Bein- und Fussschmerzen links, welche mit Schmerzmitteln unterdrückte, 
um seine Arbeitsstelle nicht zu verlieren, hinzu kam ein regelmässiger Diazepam-
konsum seit Jahren von 5 - 10 mg (Bensedin, aus Serbien importiert) mit Entwick-
lung einer 'low-dose dependency', was insbesondere mit der Stressbelastung 
durch die degenerative Makula-Erkrankung der heute 14-jährigen Tochter einher 
ging. Nach einer Fussverletzung rechts im November 2012 wurde dem Patienten 
nach 17-jähriger Betriebszugehörigkeit die Arbeitsstelle gekündigt, was das psy-
chische Gleichgewicht schwer erschüttert hat. Anlässlich des aktuellen Reha-
Aufenthaltes präsentiert sich ein psycho-motorisch gedämpft, stimmungsmässig 
bedrückt und sehr besorgt wirkender Mann mit deutlichem psychischem Leidens-
druck, der über Traurigkeit, Freudlosigkeit, pessimistisches Grübeln und Energie-
verlust berichtet, hinzu kamen Störungen der Vitalgefühle (Müdigkeit, Schlappheit) 
sowie Schlaflosigkeit und Libidoverlust. Das anfängliche psychische Beschwerde-
bild entsprach einer mittelgradigen depressiven Episode bei wahrscheinlich vor-
gängiger Dysthymie und psychosozialen Belastungsfaktoren. Im Verlaufe des Auf-
enthaltes besserte sich das depressive Zustandsbild unter psychopharmakologi-
scher und psycho-therapeutischer Behandlung.

20

Gesamthaft betrachtet kann man aufgrund der Diagnosen, klinischen und radiolo-
gischen Befunde, die aktuellen Beschwerden und Funktionseinschränkungen zu-
mindest am OSG links nicht gänzlich erklären, die Schmerzsymptomatik dürfte im 
Rahmen der oben dargelegten, psychischen Problematik zu einem gewissen Anteil 
auch überlagert sein.

Wegen den hauptsächlich bewegungs- und belastungsverstärkten Dauerschmer-
zen im Unterschenkel- und USG-Bereich links kam man zum Schluss, von einem 
weiteren Einsatz des Beschwerdeführers als Schienenschweisser inskünftig ab-
zusehen. Gestützt auf das beschriebene Tätigkeitsprofil teilte die Suva dem Be-
schwerdeführer am 4. November 2013 mit, er sei aufgrund des Austrittsberichtes 
Bellikon ab dem 18. November 2013 zu 50% arbeitsfähig mit steigender Ten-
denz. Ab 1. Januar 2014 gelte eine Arbeitsfähigkeit von 75% (Suva-act. 40 S. 3). 

3.8 Da der Hausarzt den Beschwerdeführer im Februar 2014 erneut zu 50% 
arbeitsunfähig schrieb, ersuchte ihn die Suva um Auskunft (Suva-act. 34 und 35). 
Dr.med. W.________ berichtete am 24. März 2014, der Beschwerdeführer sei 
vom SPD E.______ vom 18. November 2013 bis 1. Januar 2014 aus psychi-
schen Gründen zu 100% arbeitsunfähig geschrieben worden. Seit Aufnahme der 
durch das RAV vermittelten Tätigkeit hätten die Schmerzen im linken Fuss/OSG 
im Laufe des Morgens deutlich zugenommen und er habe Arbeiten nachmittags 
nur noch mit Mühe beenden können. Anlässlich der Verlaufskontrolle vom 18. 
Februar 2014 habe eine vermehrte Druckdolenz mit schmerzhafter Einschrän-
kung bei Flexion und Extension eruiert sowie eine Steigerung des Bezugs von 
Dafalgan und Spiralgin beobachtet werden können. Bei Konsultation vom 5. März 
2014 habe eine leichte Besserung des Beschwerdebildes festgestellt werden 
können, die 50% AUF sei daher weiter attestiert worden. Mit der 50%igen Tätig-
keit erreiche der arbeitswillige Beschwerdeführer die maximale Belastungsgrenze 
(Suva-act. 41).

Auf die Frage hin, ob die attestierte 50% AUF medizinisch nachvollziehbar sei, 
hielt der Kreisarzt Dr.med. AD.________ am 24. März 2014 fest: "Das linke OSG 
wurde ausgedehnt untersucht und eine strukturelle Läsion als Folge des Trau-
mas konnte nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen werden. Weitere 
Abklärungen können strukturell nicht begründet werden. Das Zumutbarkeitsprofil 
hat weiterhin Gültigkeit. Eine kreisärztliche Untersuchung ist nicht zwingend not-
wendig." (Suva-act. 42). In der Folge lehnte die Suva mit Verfügung vom 25. April 
2014 eine Leistungspflicht für eine 50%ige AUF ab 19. Februar 2014 ab (Suva-
act. 47), wogegen der Beschwerdeführer Einsprache erhob (Suva-act. 48 und 
58). 

21

3.9 Im Rahmen des Einspracheverfahrens gab Kreisarzt Dr.med. AD.________ 
gestützt auf das Dossier der Suva am 4. Juni 2014 eine ärztliche Beurteilung ab:

Der Versicherte erlitt 2001 eine Unterschenkelfraktur, welche anfänglich konserva-
tiv behandelt wurde. Da die Fraktur nicht zeitgerecht konsolidierte, erfolgte post-
primär eine Osteosynthese und nach vollständiger Konsultation eine Osteosynthe-
sematerialentfernung. Wiederholt wurden Beschwerden im Bereich des linken, 
oberen Sprunggelenkes angegeben. Ab 2010 werden weitere Konsultationen und 
zusätzliche Abklärungen veranlasst. Die Fraktur war konsolidiert und eine zuneh-
mende Arthrose des oberen Sprunggelenkes konnte ausgeschlossen werden. Vor 
allem konnte im MRI eine ligamentäre, chondrale oder ossäre Ursache der Be-
schwerden nicht bestätigt werden. Ebenfalls war neurologisch nicht überwiegend 
wahrscheinlich eine strukturelle Läsion nachweisbar, weshalb der Bericht von Dr. 
Schmid mit dem Hinweis "neurologisch verifizierbar" zu relativieren ist. Der Neuro-
loge hält eine sakkadierte Innervation fest, was auf eine submaximale Innervation 
und ein Vermeidungsverhalten hindeutet. Insgesamt konnten die Beschwerden 
strukturell nicht überwiegend wahrscheinlich begründet werden. Die Bildgebung 
war unauffällig und orthopädisch fanden sich auch keine Hinweise als Ursache für 
die Schmerzhaftigkeit. 

Entsprechend wurde der Versicherte ausreichend abgeklärt und weitere Mass-
nahmen im Rahmen der strukturellen Veränderungen nach achsengerecht konso-
lidierter Fraktur sind nicht zu begründen. Die Schmerzen können höchstens mögli-
cherweise als Folge des Traumas erklärt werden.

3.10 Da die Schmerzen am Unterschenkel / OSG links persistierten und unklar 
waren, überwiesen zuerst Dres. Binzer und Rutishuser (wegen dem Aufenthalt in 
der G._____(Klinik) konnte der Beschwerdeführer den Termin nicht wahrneh-
men) und später der Hausarzt den Beschwerdeführer zur Abklärung und Be-
handlung an die ______ (Suva-act. 58 S. 13). Am 8. April 2014 wurde er in der 
Sprechstunde von Dr.med. J.________ in der ______ erstmals gesehen. 

Im seinem abschliessenden Bericht vom 4. Februar 2015 (Suva-act. 74 S. 4 ff.) 
hielt Dr.med. J.________ bezogen auf den Unterschenkel / Fuss links als Dia-
gnose fest:

CRPS I Unterschenkel und Fuss links mit / bei
- St.n. Unterschenkelfraktur links 2001
- St.n. Osteosynthese 2002
- St.n. Osteosynthesematerialentfernung 2003
- St.n. multimodaler stationärer Rehabilitation 2013 ohne anhaltenden Effekt
- SMP (sympathetically maintained pain), mittels Sympathikusblockaden nicht an-

haltend blockierbar (ED 07/2014)
- St.n. positivem sensorischem retrogradem transforaminalem Pain Mapping L3 

und L4 links 11/2014

Als Lokalbefund links berichtete er:

Rötlich hyperämes Integuement, keine Ödeme, keine Asymmetrie von Nagel- und 
Haarwachstum, Asymmetrie der Hauttemperatur von durchschnittlich 1.0°C zu-
gunsten der Gegenseite, Flexion/Extension 80/120°, deutlich eingeschränkte Supi-

22

nation, Druckschmerz über dem anterioren OSG-Spalt, pos. Tinel Zeichen prätibial 
sowie über dem medialen Malleolus, elektrisierend im Narbenbereich prätibial.

In der Beurteilung hielt er fest: 

(…) Aufgrund der Anamnese und der erhobenen Befunde ist somit am Ehesten dif-
ferenzialdiagnostisch an ein CRPS I zu denken, dessen Diagnose rein klinisch ist 
und sich an den aktuell gültigen Budapest-Kriterien orientiert, welche im Folgenden 
dargelegt werden:

Objektive/subjektive Befunde im Rahmen der klinischen Diagnose CRPS I (geäus-
serte Symptome und/oder beobachtete Zeichen sind fett dargestellt)

1. Fortgesetzter Schmerz unverhältnismässig zum auslösenden Ereignis

2a. Subjektiv: Anamnestisch zwingend ein Symptom aus mindestens 3 der 4 der 
folgenden Symptomgruppen
Sensorik; Hyperästhesie oder Allodynie
Vasomotorik: Temperaturasymmetrie, Veränderungen der Hautfarbe 
Sudomotorik/Ödem: Ödem und/oder Veränderungen der Schweisssekretion 
Motorik/Trophik: verminderter ROM und/oder motorische Dysfunktion (Mus-
kelschwäche, Tremor, Dystonie) und/oder Dystrophie (Haare. Nägel. Haut)

2b. Objektiv (zum Zeitpunkt der Untersuchung zwingend ein erkennbares Zeichen 
aus 2 oder mehr der folgenden Symptomgruppen)
Sensorik: Evidenz von Hyperästhesie oder Allodynie
Vasomotorik: Temperatur- oder Hautfarbenasymmetrie
Sudomotorik/Ödem: Evidenz von Ödem und/oder Veränderungen der Schweiss-
sekretion bzw. -asymmetrie (der Patient hat Ende April und Ende August 2014 Fo-
tos von seinem deutlich geschwollenen linken Fuss und Unterschenkel eingereicht)
Motorik/Trophik: Evidenz von vermindertem ROM und/oder motorischer Dys-
funktion (Muskelschwäche, Tremor, Dystonie) und/oder Dystrophie (Haare, Nägel, 
Haut)

3. Keine plausible Erklärung für eine andere Diagnose

Therapeutisch hat Dr.med. J.________ einen konventionell medikamentösen 
Behandlungsversuch mit Prägabalin (Lyrika) 300mg/d und Duloxetin (Cymbalta) 
in einer Dosierung von 30mg/d eingeleitet, dies ohne Erfolg. Eine am 18. Juni 
2014 durchgeführte diagnostische Blockade des sympathischen Grenzstrangs 
links auf Höhe von LWK 4 verlief positiv, indem die Beschwerden für die Wirk-
dauer des Medikaments deutlich gebessert werden konnten. Wiederholt durchge-
führte Sympathikusblockaden am 25. Juni, 4., 14. und 21. Juli 2014 reduzierten 
die Symptome, aber ohne anhaltenden Erfolg. Am 22. September 2014 wurde 
eine diagnostische, selektive, transforaminale Blockade der Wurzeln L4, L5 und 
51 links durchgeführt, mit nur partiellem Erfolg. Am 24. September 2014 wurde 
eine Katheter gesteuerte Spinalanästhesie durchgeführt, welche positiv war. Am 
3. November 2014 wurde als weiterführende Diagnostik hinsichtlich neuromodu-
latorischer Massnahmen ein diagnostisches retrogrades transforaminales senso-
risches Pain Mapping mit Stimulation der Nervenwurzeln L3 - L5 links durchge-
führt bei Status nach unvollständiger diagnostischer radikulärer Blockade und 

23

Status nach unvollständiger diagnostischer Spinalanästhesie. Dieses ergab die 
vollständige Adressierbarkeit des gesamten Schmerzareals bei L3, eine partielle 
Adressierbarkeit bei L4 sowie fehlende Adressierbarkeit bei L5.

Abschliessend gelangte Dr.med. J.________ im genannten Bericht vom 4. Fe-
bruar 2015 zur Beurteilung (Suva-act. 74):

Herr A.________ leidet seit einer Unterschenkelfraktur im 2001 an therapierefrak-
tären Schmerzen, welche strukturell nicht erklärbar sind. Die Fraktur ist nach Os-
teosynthese und Entfernung des Materials 2002 bzw. 2003 vollständig abgeheilt, 
signifikante Residuen können in Bildgebungen nicht dargestellt werden, eine neu-
rophysiologische Evaluation konnte eine Nervenläsion nicht verifizieren. […]

Die abschliessende Beurteilung ergibt somit einen an CRPS leidenden Patienten 
mit SMP, welcher mit konventionell-physikalischen, medikamentösen und minima-
linterventionellen Massnahmen nicht therapierbar ist, das Schmerzleiden besteht 
ungebrochen seit 2001. Aufgrund des positiven sensorischen Pain Mappings mit 
guter Adressierbarkeit des Schmerzareals via Spinalganglien L3 und L4 kann da-
von ausgegangen werden, dass die gezielte Rückenmark-Neurostimulation an den 
positiv getesteten Spinalganglien eine zufriedenstellende Symptomlinderung be-
wirken kann und die Massnahme daher als erfolgversprechendste Massnahme in 
Betracht gezogen werden sollte. Die Indikation zur Evaluation der Neurostimulation 
ist meines Erachtens gegeben; sollte die perkutan durchgeführte Anlage von bila-
teral je zwei epidural eingelegten Elektroden ein positives Testresultat ergeben, so 
wäre die Indikation zur definitiven Implantation eines Impulsgenerators gegeben.

In der Folge stellte Dr.med. J.________ an die Suva einen Antrag auf Kosten-
übernahme des Implantationsmaterial für eine Neurostimulation der Spinalgan-
glien (Suva-act. 74).

3.11 In der Folge diskutierte die Suva intern die Möglichkeit, ein neutrales Gut-
achten bezüglich CRPS in Auftrag zu geben. Nach Rücksprache mit dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Suva-act. 85 und 86) beauftragte die 
Suva PD Dr.med. Q.________ (Chefarzt Rheumatologie Uniklinik H._____, zerti-
fizierter medizinischer Gutachter SIM) mit der Durchführung eines Konsiliums. 
Sie unterbreitete ihm zusammen mit den aufgelaufenen Akten die zwei Fragen:

1. Liegt ein CRPS I am Unterschenkel und Fuss links vor?

2. Falls ein CRPS vorliegt, ist dieses mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 
den Unfall vom 29.12.2001 zurückzuführen?

Nach der Rheumatologie-Sprechstunde vom 9. Juli 2015 berichtete PD Dr.med. 
Q.________ am 10. Juli 2015 (Suva-act. 89). Er nannte als Diagnose "Persistie-
rende Schmerzsymptomatik Unterschenkel und Fuss links (EM 2001), DD: CRPS 
I in partieller Remission, neuropathisches Schmerzsyndrom". Dies bei Befund 
und Beurteilung:

24

Befund 
40jähriger Patient in schmerzbedingt reduziertem AZ. Schonhinken links. Fuss 
links mit minimer Schwellung, im Verlauf der Untersuchung leicht rötliche Verfär-
bung. Temperaturdifferenz perimalleolär -1,0°C, keine Hyperhidrose, keine Hyper-
trichose, symmetrische Nageltrophik.
Dorsalextension/Plantarflexion 10-0-20°. Massive Allodynie (Brush, Pinprick) im 
Narbenbereich, zirkuläre Hypästhesie und Hypalgesie ab Tuberositas tibiae nach 
distal zunehmend.

Beurteilung und Procedere
Zuweisung via SUVA mit Frage nach vorliegendem CRPS am linken Unterschen-
kel/Fuss und Unfallkausalität.

Sowohl das Trauma vom 29.12.2001 als auch die Operation vom 16.4.2002 quali-
fizieren voll formal als potentielles auslösendes Ereignis eines CRPS am linken 
Fuss. Gemäss vorliegenden Akten, insbesondere dem Operationsbericht vom 
16.4.2002 erwähnt eine massive Schwellung und massive Schmerzen im Rahmen 
der initialen Ruhigstellung. Der Patient schildert präzis dazu kongruente Sympto-
me, welche mit einer Frühmanifestation eines CRPS vereinbar sind. Insbesondere 
bestanden bereits initial dysproportionale Schwellungen, Schmerzen, Verfärbun-
gen und Temperaturdifferenzen. Im Verlauf traten dann auch Verfärbungen auf. 
Insgesamt kann somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem unfallkau-
sal aufgetretenen CRPS ausgegangen werden.

Anlässlich der heutigen Konsultation zeigt sich ein CRPS in partieller Remission, 
wobei für den Patienten vor allem die heftigen sensiblen Veränderungen, insbe-
sondere die neuropathisch anmutenden Schmerzen sowie die Funktionsein-
schränkung im Vordergrund stehen.

Nachdem bereits diverseste physiotherapeutische, medikamentöse und interventi-
onelle Massnahmen inkl. eines stationären Aufenthaltes zu keiner substantiellen 
Besserung führten, empfehle ich die weitere Evaluation einer Implantation eines 
Neurostimulators, wie dies bereits durch den behandelnden Schmerztherapeuten 
initiiert wurde. Ansonsten sehe ich zurzeit keine erfolgsversprechenden Massnah-
men.

Am 3. August 2015 orientiert die Suva den Beschwerdeführer, dass die Verfü-
gung vom 25. April 2014 aufgehoben und rückwirkend per 1. Mai 2014 Taggeld 
aufgrund 100% Arbeitsunfähigkeit geleistet werde. Zudem zeigte sich der Be-
schwerdeführer einverstanden, im I._____ Zentrum O._____ eine Evaluation zur 
Implantation eines Neurostimulators in Auftrag zu geben. Sobald der Bericht vor-
liege, werde geprüft, ob die Suva für die Kosten aufkomme (Suva-act. 91). 

3.12 Mit Schreiben vom 4. August 2015 wurde das I._____ Zentrum mit der Eva-
luation einer Implantation eines Neurostimulators beauftragt. Die Suva unterbrei-
tete dazu alle zur Verfügung stehenden Unterlagen (Suva-act. 94). Am 13. No-
vember 2015 erfolgte eine umfassende Untersuchung im Zentrum für Schmerz-
medizin des I._____ Zentrums (Suva-act. 101). Zur Beantwortung der Fragestel-
lung, inwieweit aus Sicht des Zentrums die Implantation eines Neurostimulators 
beim Beschwerdeführer indiziert sei, wurde der Beschwerdeführer im Sinne eines 

25

Teamassessments durch die Fachbereiche Anästhesiologie inklusive fokussierte 
Untersuchung des Bewegungsapparates, Neurologie und Psychiatrie evaluiert. 
Im Bericht wird u.a. ausgeführt, aus neurologischer Sicht sei die Ursache laut 
Angaben dem bestehenden Schmerzsyndrom im distalen Unterschenkel und 
Sprunggelenk seit dem Unfall 2001 nicht zuordenbar. Bezugnehmend auf die 
Verdachtsdiagnose CRPS seien aktuell die Diagnosekriterien für ein CRPS nach 
Harden et al. nicht erfüllt. Zwar seien vier von vier anamnestischen Kriterien er-
füllt. Alle übrigen jedoch nicht, insbesondere aus der klinischen Untersuchung 
ergab sich kein Nachweis nach einem CRPS. Es wurde die Diagnose "eines 
chronisch postoperativen Schmerzes gestellt mit einer nozizeptiven Schmerz-
komponente bei ausgeprägter Schmerzzunahme unter Belastung sowie Nach-
weis von sensorischem Positivphänomen mit elektrisierendem Gefühl bei Prü-
fung mit Pinprick, dem kalten Roller und dem Pinsel nur im Narbengebiet, was 
unspezifisch im Rahmen eines chronischen postoperativen Schmerzes auftreten 
kann." Der Vorschlag einer Implantation eines Neurostimulators der Spinalgan-
glien L3 und L4 links wurde unterstützt. Dies insbesondere vor dem Hintergrund 
des bereits durchgeführten positiven Mappings dieser Spinalganglien (Suva-act. 
102).

3.13 Das Dossier wurde auch dem Kompetenzzentrum Versicherungsmedizin 
unterbreitet (Suva-act. 103). Am 6. Mai 2016 gab Dr.med. R.________-von 
Stosch ihre neurologische Beurteilung ab. Nach Zusammenfassung der relevan-
ten Vorgeschichte resp. medizinischen Akten kam sie zur Beurteilung (Suva-act. 
113), die Diagnose eines CRPS werde 2014 erstmalig durch Dr.med. 
J.________ gestellt. In keinem früheren echtzeitlichen Dokument werde die Dia-
gnose genannt. Im Gegenteil schreibe der Kreisarzt Dr.med. N._______ 2004 
"keine sudeckverdächtige trophische Störungen". Er habe diese Differenzialdia-
gnose somit bedacht, aber ausgeschlossen. Nach Dr.med. J.________ habe 
dann auch PD Dr.med. Q.________ im Rahmen einer Konsiliaruntersuchung ein 
CRPS I in partieller Revision [recte partieller Remission], bzw. ein neuropathi-
sches Schmerzsyndrom als Differenzialdiagnose genannt und die Budapest Kri-
terien als erfüllt bezeichnet. Dies spreche aber dafür, dass auch er gewisse Zwei-
fel an dieser Diagnose bzw. an einem Vollbild dieser Diagnose habe. Im Unter-
such in O._____ sei dann ein neuropathisches Schmerzsyndrom wieder ausge-
schlossen und die Diagnose eines nozizeptiven Schmerzsyndroms gestellt wor-
den. Im Verlauf der ersten 12 Jahre nach Unfall sei somit die Diagnose eines 
CRPS nie gestellt worden und auch nach der ausführlichen Untersuchung in 
O._____ könne sie zum aktuellen Zeitpunkt nicht gestellt werden. Aufgrund der 
Formulierung hege auch PD Dr.med. Q.________ gewisse Zweifel. 

26

Die von der Vorinstanz gestellten Fragen beantwortet Dr.med. R.________ wie 
folgt: 

Liegt ein CRPS vor?
Ein kausal auf den Unfall vom 19.12.2001 zu beziehendes CRPS liegt nicht vor.

Sind die vom Versicherten geklagten Beschwerden organisch erklärbar?
Die im Verlauf nach dem Unfall, bzw. nach den Operationen am 16.04.2002 und 
15.01.2003 zeitnah aufgetretenen Schmerzen waren aus Sicht des behandelnden 
Chirurgen und des Kreisarztes Dr. Frei für einen gewissen Zeitraum organisch er-
klärbar. Die jetzt vorhandenen Beschwerden sind gemäss der kreisärztlichen Stel-
lungnahmen (zuletzt 2014 von Dr. Grab) nicht mehr organisch erklärbar.

Kann von einer weiteren Behandlung noch eine erhebliche Verbesserung er-
wartet werden?
Die Frage wird aufgrund der mangelnden Kausalität nicht beantwortet.

Sollten stabile Verhältnisse (Endzustand) erreicht sein.

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit als Schweisser sowie die Zumutbarkeit auf 
dem allgemeinen Arbeitsmarkt?
Die Arbeitsfähigkeit in Hinsicht auf die Unfallfolgen war bereits mit Aufnahme der 
Arbeit zu 100% am 16.09.2002, bzw. nach Wiederaufnahme der Arbeit nach Nar-
benexzision und OSME vom 14.01.2003, ein genaues Datum ist aus der Doku-
mentation nicht ersichtlich, wieder voll gegeben.

IE-Schätzung?
Keine Änderung im Vergleich zur Abschlussuntersuchung von Dr. Frei.

Stehen die jetzt geklagten Rückenbeschwerden in einem natürlichen Kausal-
zusammenhang zum Unfall vom 29.12.01 (durch Fehlhaltung). Wenn ja, inwie-
fern wirken sich diese auf die Behandlung / Arbeitsfähigkeit / Zumutbarkeit 
etc. aus?
Nein, da sich der Versicherte beim Unfall den Rücken selber nicht verletzte und ei-
ne asymmetrische Belastung als Ursache für Rückenschmerzen nicht als allge-
mein anerkannt gilt [2, 3]. Wie oben dargestellt sind die Beschwerden (Schmerzen) 
nicht mit der überwiegenden Wahrscheinlichkeit unfallkausal.

In der Folge verfügte die Suva am 24. Mai 2016 (Suva-act. 115):

Aufgrund der Abklärungen sind die heute noch geklagten Beschwerden organisch 
nicht hinreichend nachweisbar. Es ist daher die Adäquanz zu prüfen. Nachdem 
das typische Beschwerdebild nicht vorliegt, erfolgt die Beurteilung gemäss Bun-
desgerichtsentscheid (BGE) 115 V 133. Nach Prüfung der massgebenden Kriterien 
ist die Adäquanz zu verneinen, weshalb die Versicherungsleistungen per 31. Mai 
2016 eingestellt werden.

Mangels Vorliegen adäquater Unfallfolgen besteht auch kein Anspruch auf weitere 
Geldleistungen der Suva in Form einer Invalidenrente und/oder einer Integritäts-
entschädigung. 

3.14 Nachdem der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung Einsprache erhob, 
holte die Vorinstanz bei der IV-Stelle Schwyz das im Rahmen des IV-Verfahrens 
in Auftrag gegebene MEDAS-Gutachten vom 25. Oktober 2016 sowie die RAD 

27

Stellungnahme vom 15. November 2016 ein (Suva-act. 123). Das Gutachten 
stützt sich auf die zur Verfügung gestellten Akten sowie die persönliche Befra-
gung und klinische Untersuchung in den Fachbereichen Orthopädie, Neurologie, 
Psychiatrie und Innere Medizin (Suva-act. 124).

Das Gutachten nannte als Diagnosen aus allen Fachgebieten:

Diagnosen mit Relevanz für die AF (Geleiseschweisser)

• Chronische Schmerzen Unterschenkel/OSG links bei/mit:
- St. n. Sturz mit distaler Unterschenkelfraktur links vom 29.12.2001 mit primä-

rer Gipsbehandlung postprimär einige Monate später im April ORIF wegen 
Delayed Union 

- St. n. ME 14.08. 2003
- St. n. Verdacht auf CRPS partiell in Remission distaler Unterschenkel (Klinik 

H._____ 2015)

• Arthrose im STT- und Daumensattelgelenk Daumen links mit Instabilität bei UE 
1997 

Diagnosen ohne Relevanz für die AF

• OSG Beschwerden rechts bei/mit St.n. Bone bruise/nicht dislozierter Fraktur am 
Processus anterior calcanei sowie am Talushals vom 09.11.2012

• Ellbogenbeschwerden links bei/mit Status nach Muskelfaserriss im Extensor ra-
dialis longus und brevis vom 19.03.2010

• Lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit Ausstrahlung nach rechts ohne neuro-
logische Ausfälle und ohne radiologisches Korrelat (MRI 29.04.2016)

• Zervikales Schmerzsyndrom ohne neurologische Ausfälle und ohne radiologi-
sches Korrelat (MR 29.04.2016)

• Subjektiv angegebener Schwindel ohne organisches Korrelat
• Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung Z 73
• Status nach depressive Episode, gegenwärtig remittiert F32.4
• Extrasystolie
• Proteinurie unklarer Genese
• Adipositas Grad I

Das Orthopädische Teilgutachten hielt als Erwägung zur Befundkonsistenz fest 
(Suva-act. 124 S. 20):

Der Versicherte gibt an, dass er chronische Schmerzen habe im Bereiche des lin-
ken Knöchels und im Bereiche der alten US - Fraktur. Nach dem Supinationstrau-
ma des rechten OSG fühle er sich instabil, die Schmerzen seien nicht ausgeprägt. 
lm rechten Ellbogen habe er ständig Schmerzen. (UE von 2010). Seit einem UE 
von 1997 sei das linke Daumengrundgelenk instabil. Schmerzen habe er ab und zu 
und die Tragfähigkeit sei reduziert. Er habe auch noch ab und zu Knieschmerzen 
bds. Er habe noch Nackenschmerzen mit Schwindel und auch noch Lumbalgien 
ohne Ausstrahlungen. Das sei jeden Tag und chronisch. Im Vordergrund seien die 
chronischen Schmerzen im Bereiche des linken Beines und des Rückens (HWS 
und LWS).

28

Für die Beschwerden des linken OSG/US wurde auswärts ein CRPS diagnostiziert. 
Dies konnte anlässlich der gutachterlichen Untersuchung orthopädisch weder kli-
nisch noch radiologisch nachgewiesen werden. Hingehen konnte radiologisch eine 
OSG/USG Arthrose sowie Tendosynovitis der Tibialis posterior Sehne auf Höhe 
der Schmerzmarkierung festgestellt werden. Die Unterschenkelfraktur war konsoli-
diert. Für die Beschwerden im Bereiche des rechten Ellbogens, des rechten OSG 
und im Bereiche der HWS und der LWS konnten kein radiologisches Korrelat eru-
iert werden. Im Bereiche des linken Daumens findet sich klinisch eine Instabilität 
und radiologisch Arthrose im STT- und Daumensattelgelenk. Trotzdem wirkte der 
Versicherte authentisch auch wenn gewisse Beschwerden kein radiologisches 
Substrat fanden.

Aus neurologischer Sicht wurde unter "Beurteilung des objektivierbaren medizini-
schen Sachverhalts" festgehalten (Suva-act. 124 S. 34):

Der aktuell erhobene neurologische Untersuchungsbefund ist relativ blande: Die 
Muskeleigenreflexe sind seitengleich auslösbar, Paresen lassen sich nicht feststel-
len. Es wird eine strumpfförmige Sensibilitätsstörung des linken Fusses und Unter-
schenkels angegeben lateral 4 OF, medial ca. 8 OF unterhalb des Patellarandes 
endend. Beim Gehen rollt der linke Fuss etwas vermindert ab, Fersen- und Zehen-
spitzengang sowie Einbeinhüpfen werden links als nicht möglich angegeben. Im 
Hinblick auf einen angegebenen Schwindel findet sich ebenfalls kein organisches 
Korrelat, insbesondere kein Nystagmus. Zusammenfassend lassen sich auf neuro-
logischem Fachgebiet weder Hinweise auf eine organische Ursache eines subjek-
tiv angegebenen Schwindels eruieren noch finden sich Hinweise auf akute oder 
chronische radikuläre Schädigung bei angegebener HWS- und LWS-Schmerz-
symptomatik noch Hinweise für einen neuropathischen Schmerz. Die angegebene 
Sensibilitätsstörung kann in wesentlichen Teilen Verletzungen sensibler Nerven-
endäste dem Narbengebiet entsprechen, dies betrifft jedoch nicht die Rückseite 
des Unterschenkels links und den linken Fuss. Hier ist eine neurologische Zuord-
nung nicht möglich.

In allen Fachgebieten wurde dem Beschwerdeführer ein authentisches Verhalten 
attestiert. Radiologisch konnten gewisse Beschwerden nur teilweise nachvollzo-
gen werden. Die Waddellzeichen waren alle negativ. Die Behandlungsaktivität 
und die aktuellen Medikamentenspiegel liessen Zweifel an einer regelmässigen 
Therapie entstehen, von einer Therapieresistenz könne nicht ausgegangen wer-
den. Aufgrund der orthopädischen Diagnosen und dem Zumutbarkeitsprofil wur-
de dem Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Geleiseschweisser 
keine verwertbare Arbeitsfähigkeit attestiert. In einer Verweistätigkeit bestehe ei-
ne 80%-ige Arbeitsfähigkeit wegen einem vermehrten Pausenbedarf. Die übrigen 
Fachbereiche ergaben nur Diagnosen ohne Beeinflussung der Arbeitsfähigkeit 
(Suva-act. 124 S. 25). 

Der RAD Dr.med. AG.________ erachtete das MEDAS Gutachten als problem-
los nachvollziehbar (Suva-act. 124 S. 59). Als Gesundheitsschaden notierte er 
posttraumatische OSG-Beschwerden links sowie Arthrose im Daumensattelge-
lenk links (Code 938 05).

29

3.15 Aufgrund des MEDAS Gutachtens vom 25. Oktober 2016 wurden dem 
Kreisarzt weitere Fragen unterbreitet, die Kreisarzt Dr.med. S.________ am 9. 
März 2017 wie folgt beantwortete (Suva-act. 130):

1. Stehen die im Gutachten der MEDAS AO.________ vom 25.10.2016 dia-
gnostizierte OSG/USG-Arthrose links sowie die Tendosynovitis der Tibialis posteri-
or-Sehne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem kausalen Zusammen-
hang mit dem Unfall vom 29.12.2001?

Zur Kausalität der Beschwerden im Bereich des linken OSG wurde ausführlich von 
Kreisarzt Dr. Grab am 04.06.2014 Stellung genommen. Es liegen keine neuen me-
dizinischen Erkenntnisse vor. Der Beurteilung ist nichts hinzuzufügen.

2. Vermögen diese Diagnosen (OSG/USG-Arthrose links und Tendosynovitis 
der Tibialis posterior-Sehne) die vom Versicherten beklagten Schmerzen zu er-
klären?

Eine OSG/USG-Arthrose sowie eine Tendosynovitis der Tibialis posterior-Sehne 
kann die vom Versicherten beklagten Beschwerden verursachen respektive er-
klären. Eine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität liegt jedoch nicht vor.

In der Folge wurde die Einsprache mit Entscheid vom 23. März 2017 abgewiesen 
(Suva-act. 133). Ein CRPS liege nicht vor. Die noch geklagten Beschwerden 
würden nicht auf einem unfallbedingten, objektivierbaren organischen Substrat 
im Sinne einer strukturellen Veränderung beruhen. Aufgrund der Adäquanzprü-
fung nach Psycho-Praxis bestehe auch kein adäquater Kausalzusammenhang 
zwischen den psychischen Störungen und dem Unfall. Eine Leistungspflicht be-
stehe damit nicht.

4. Was den beschwerdeführerischen Antrag betreffend Vornahme beruflicher 
Abklärungen durch die Suva anbelangt (Antrag Ziff. 3), so ist mit der Vorinstanz 
festzustellen, dass das Unfallversicherungsgesetz keine Leistungen des Unfall-
versicherers betreffend beruflicher Abklärung resp. Massnahmen kennt. Die Leis-
tungen der Unfallversicherung sind im Dritten Titel des UVG (Art. 10 ff. UVG) ab-
schliessend aufgezählt; berufliche Massnahmen zählen nicht dazu. 

Einen Bezug zu den beruflichen Eingliederungsmassnahmen macht das UVG 
einzig insofern, als Art. 19 Abs. 1 UVG festhält, der Rentenanspruch entstehe, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung 
des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden könne und 
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 
seien. Rechtsprechungsgemäss kann sich der in Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG vor-
behaltene Abschluss allfälliger Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi-
cherung, soweit es um berufliche Massnahmen geht, nur auf Vorkehren bezie-
hen, die geeignet sind, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zugrunde 
zu legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen. Ist der noch vorliegende Gesund-

30

heitsschaden jedoch nicht unfallkausal, vermag der Umstand der noch laufenden 
beruflichen Massnahme den Fallabschluss in der Unfallversicherung nicht zu 
verhindern (Urteil BGer 8C_651/2016 vom 15.12.2016 Erw. 4.3 mit weiteren 
Hinweisen). 

Vorliegend sind keine beruflichen Massnahmen der IV am Laufen (vgl. Vorbe-
scheid der IV vom 10.4.2017, Bf-act. 2), welche einem Fallabschluss im Wege 
stehen würden. Ein Anspruch auf berufliche Massnahmen seitens der Unfallver-
sicherung besteht nicht. Soweit der Beschwerdeführer entsprechende Massnah-
men beantragt, ist der Antrag abzuweisen. 

5. Der Beschwerdeführer äussert den Verdacht auf ungebührliche Verflech-
tungen zwischen dem Schweizerischen Paraplegiker Zentrum und der Vorinstanz 
resp. Frau Dr.med. R.________. Allerdings bringt er dafür keine nachvollziehba-
ren Anhaltspunkte vor. Dem Vorwurf kann nicht gefolgt werden. 

Soweit die Gutachter schreiben "Herr A.________ hat sich zur schmerzmedizini-
schen Evaluation zugewiesen", ist dies zwar nachweislich falsch. Der Beschwer-
deführer kann daraus indes nichts zu seinen Gunsten ableiten. Vielmehr muss es 
sich um ein redaktionelles Versehen handeln, wird doch bereits im nächsten Ab-
satz richtig beschrieben, dass die Zuweisung durch die Suva erfolgt sei (Suva-
act. 102 S.1).

Auch fand keine selbständige Definition des Auftrages statt, wie dies der Be-
schwerdeführer darstellt. Die Suva erteilte dem Schweizerischen Paraplegiker 
Zentrum am 4. August 2015 den Auftrag zur Evaluation der Implantation eines 
Neurostimulators (Suva-act. 94). Mit Schreiben vom 11. August 2015 wurde der 
Auftrag bestätigt (Suva-act. 96) und in der zusammenfassenden Beurteilung fest-
gehalten: "Auf Zuweisung der SUVA wurde Herr A.________ am heutigen Tage 
im Sinne eines Teamassessments durch die Fachbereiche Anästhesiologie in-
klusive fokussierte Untersuchung des Bewegungsapparates, Neurologie und 
Psychiatrie evaluiert zur Beantwortung der Fragestellung, inwieweit aus unserer 
Sicht die Implantation eines Neurostimulators bei dem Patienten indiziert sei" 
(Suva-act. 102 S. 1). Mithin erteilte die Suva einen Evaluationsauftrag, ohne das 
Vorgehen vorzuschreiben. Das Schweizerische Paraplegiker Zentrum erfüllte 
diesen Auftrag (und empfahl die Implantation eines Neurostimulators) mittels 
Fragebogen und verschiedener Untersuchungen bei den Schmerzspezialisten 
der Bereiche Anästhesiologie, Neurologie und Psychiatrie, was nachvollziehbar 
ist und keine Abweichung vom Auftrag oder Ausweitung desselben darstellt. Die 
Vor-instanz führte im Einspracheentscheid (S. 12 von 18) zu Recht aus, die Im-
plantation eines Neurostimulators setze voraus, dass eine entsprechende Dia-
gnose vorliege, weshalb die Evaluatoren berechtigterweise zunächst abklärten, 

31

welche Diagnosen gegeben seien, bevor zur Behandlung derselben Stellung ge-
nommen werde. 

Gegen den Vorwurf unredlicher Absprachen oder Verbindungen zwischen der 
Suva und dem Schweizerischen Paraplegiker Zentrum spricht aber auch die Tat-
sache, dass Dr.med. R.________-von Stosch den Ausführungen in der Beurtei-
lung des Schweizerischen Paraplegiker Zentrums keineswegs vorbehaltlos folgt. 
Vielmehr stellte sie die vom Zentrum empfohlene Implantation in Frage. Einer-
seits sei ein postoperatives nozizeptives Schmerzsyndrom, wie es in O._____ 
diagnostiziert worden sei, keine Indikation für eine Rückenmarkstimulation. An-
derseits werde eine Stimulation L3 und L4 vorgeschlagen. Das vom Beschwerde-
führer angegebene Schmerzareal am Fuss bzw. OSG bzw. distalen Schienbein 
liege jedoch im Versorgungsareal L4 und L5, weshalb die Wurzel L3 gar nicht 
zuständig sein könne (Suva-act. 113). Von einer Absprache kann daher keine 
Rede sein.

6. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz sodann vor, sein rechtliches 
Gehör verletzt zu haben, indem sie auf seine Vorwürfe in Sachen Gutachten 
Schweizerisches Paraplegiker Zentrum sowie MEDAS-Gutachten überhaupt 
nicht eingegangen sei. 

Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde die Vor-
bringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich 
hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflich-
tung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, 
dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes 
einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für 
den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so ab-
gefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Re-
chenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen 
genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich 
ihr Entscheid stützt (BGE 134 I 83 Erw. 4.1 mit Hinweisen).

Der Einspracheentscheid (Erw. 3.b/bb) nimmt die Vorbringen des Beschwerde-
führers auf und widerspricht diesen, indem ausgeführt wird, dass das Konsilium 
von PD Dr.med. Q.________ kein externes Gutachten darstelle, das Schweizeri-
sche Paraplegiker Zentrum seinen Auftrag erfüllt hat, dessen Beurteilung als 
auch jene von Dr.med. R.________-von Stosch betreffend CRPS durch das 
MEDAS-Gutachten geteilt werde. Und schliesslich wird auch festgehalten, dass 
die weiteren im MEDAS-Gutachten festgehaltenen, die Arbeitsfähigkeit beein-
flussenden Diagnosen laut Kreisarzt Dr.med. S.________ nicht überwiegend 

32

wahrscheinlich unfallkausal seien. Damit aber hat sich die Vorinstanz im gefor-
derten Masse mit den Vorbringen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt 
und den eigenen Entscheid entsprechend begründet, so dass es dem Beschwer-
deführer möglich war, sich seinerseits gegen den Entscheid zu wehren und ein 
begründetes Rechtsmittel einzureichen. Mithin hat die Vorinstanz das rechtliche 
Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt.

7. Vor Verwaltungsgericht führt der Beschwerdeführer aus "Sogar CRPS hin 
oder her und Psycho-Praxis hin oder her, die Unzumutbarkeit der angestammten 
Tätigkeit als Schienenschweisser ist ohne Zweifel unfallkausal" (Beschwerde-
schrift S. 12). Soweit er diesbezüglich auf den Vorbescheid der IV-Stelle Schwyz 
verweist, ist darauf hinzuweisen, dass sich die Invalidenversicherung (und auch 
das MEDAS-Gutachten) nicht zur Unfallkausalität von Beschwerden zu äussern 
braucht. Ob bestehende Beschwerden, die zu einem eingeschränkten Tätig-
keitsprofil führen, in natürlichem und adäquatem Kausalzusammenhang zu ei-
nem Unfallereignis stehen, ist für die Leistungspflicht der Invalidenversicherung 
nicht von Belang. Dies im Gegensatz zur Unfallversicherung (vgl. Erw. 1.2). 

8.1.1  Eine Leistungspflicht der Unfallversicherung für die vom Beschwerdeführer 
als unfallkausal beurteilten Beschwerden besteht nur, wenn zwischen dem Unfal-
lereignis und diesen Beschwerden ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, wogegen die Frage der Adäquanz eine Rechtsfrage ist (BGE 123 V 98 
Erw. 3f; Urteil BGer 8C_430/2016 vom 31.10.2016 Erw. 7.3). Bei organisch ob-
jektiv ausgewiesenen Unfallfolgen spielt die Adäquanz praktisch keine Rolle, da 
sich die adäquate und natürliche Kausalität weitgehend decken. Eine besondere 
Adäquanzbeurteilung ist damit dann gefordert, wenn die Beschwerden organisch 
nicht objektiv ausgewiesen werden können. Der Frage, ob die Beschwerden or-
ganisch ausgewiesen sind, kommt daher im Rahmen der Kausalitätsprüfung be-
sondere Bedeutung zu. 

8.1.2  Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann rechtspre-
chungsgemäss erst gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit appa-
rativen/ bildgebenden Abklärungen bestätigt werden und die hiebei angewende-
ten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich auf breiter Basis anerkannt sind 
(Urteil BGer 8C_736/2009 vom 20.1.2010 m.w.H.). Dem entsprechend hält die 
Rechtsprechung fest, dass eine manuelle Untersuchung klinische, nicht aber ob-
jektivierbare Ergebnisse zu Tage fördert. Objektivierbar sind nur Ergebnisse, die 
reproduzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Angaben 
des Patienten unabhängig sind. Würde auf Ergebnisse klinischer Untersuchun-

33

gen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft 
gemacht, das eine Adäquanzprüfung als nicht erforderlich erscheinen liesse (Ur-
teil BGer 8C_806/2007 vom 7.8.2008 Erw. 8.2; BGE 127 V 102 Erw. 5b/bb 
S. 103 mit Hinweisen). In diesem Sinne stellen myofasziale, tendinotische bezie-
hungsweise myotendinotische Befunde keine organisch hinreichend nachweisba-
ren Unfallfolgen dar. Auch Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, 
Druckdolenzen sowie Einschränkungen der Beweglichkeit können für sich allein 
nicht als klar ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert 
werden (Urteil BGer 8C_806/2007 vom 7.8.2008 Erw. 8.2-3 mit Hinweisen). Dies 
gilt ebenso für neurologische Symptome wie Hypästhesien, Dysästhesien, leichte 
Schwäche der Fussheber und Tinel-Zeichen, soweit mittels neurologisch-appara-
tiven Untersuchung nicht eine Neuropathie erhoben wurde (vgl. Urteil Sozialver-
sicherungsgericht Zürich UV.2012.00225 vom 24.3.2014 Erw. 3.4.1). 

Diese Ausführungen gelten insbesondere auch beim Vorliegen einer Schmerz-
symptomatik. Denn aus dem Vorliegen von Schmerzen kann nicht auf organisch 
(hinreichend) nachweisbare Unfallfolgen geschlossen werden. Da sich die Fest-
stellung von Schmerzen einer wissenschaftlichen Beweisführung entzieht, muss 
eben verlangt werden, dass Schmerzangaben durch damit korrelierende, schlüs-
sig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sind, andernfalls sich eine rechts-
gleiche Beurteilung der Leistungsansprüche nicht gewährleisten liesse (Urteil 
BGer 8C_736/2009 vom 20.1.2010 Erw. 3.2).

8.2 Zu den neurologisch-orthopädisch-traumatologischen Erkrankungen gehört 
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch das CRPS; mithin stellt das 
CRPS einen organischen bzw. körperlichen Gesundheitsschaden dar (vgl. Urteile 
BGer 8C_955/2008 vom 29.4.2009 Erw. 6; 8C_1021/2010 vom 19.2.2011 Erw. 
7). Für die Frage der Kausalität der geklagten Beschwerden ist damit von Bedeu-
tung, ob beim Beschwerdeführer ein CRPS vorliegt oder nicht, was unter den 
Parteien strittig ist.

8.2.1  Der Beschwerdeführer beruft sich einerseits auf Dr.med. J.________ der 
2015 die Diagnose eines CRPS gestellt habe (Erw. 3.10) sowie insbesondere auf 
PD Dr.med. Q.________. Dieser sei als Fachexperte durch die Suva beauftragt 
und mit der Frage nach dem Vorliegen eines CRPS I bedient worden, welche er 
klar und deutlich mit ja beantwortet habe: "Insgesamt kann somit mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit von einem unfallkausal aufgetretenen CRPS ausge-
gangen werden" (zitiert in Beschwerde Ziffer 9 letzter Absatz; Suva-act. 89, Erw. 
3.11). Es handle sich dabei um ein eigentliches fachärztliches Gutachten. Dem 
widerspricht die Vorinstanz mit Verweis auf die Gutachten des Schweizerischen 
Paraplegiker Zentrums sowie der MEDAS AO.________.

34

8.2.2  Beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS; ICD-10: M89.0) 
handelt es sich um eine zusammenfassende Bezeichnung für Krankheitsbilder, 
welche die Extremitäten betreffen, sich nach einem schädigenden Ereignis ent-
wickeln und durch anhaltenden Schmerz mit Störungen des vegetativen Nerven-
systems, der Sensibilität und der Motorik gekennzeichnet sind. Eingeteilt wird es 
in die drei Schweregrade Entzündungsstadium; Dystrophie und Atrophie (irrever-
sibel) sowie in zwei Typen. Das CRPS I (sympathische Algodystrophie, Sudeck-
Syndrom; früher sympathische Reflexdystrophie [SRD]) stellt eine Erkrankung 
der Extremität dar, die ohne definierte Nervenläsion nach relativ geringfügigem 
Trauma ohne Bezug zum Innervationsgebiet eines Nervs auftritt. Es kommt am 
häufigsten nach distaler Radiusfraktur bei wiederholten Repositionsmanövern, 
einengenden Gipsverbänden oder ohne nachvollziehbare Ursache vor. Das 
CRPS II (früher Kausalgie) bezeichnet brennende Schmerzen und Störungen 
des sympathischen Nervensystems als Folge einer definierten peripheren Ner-
venläsion (häufig Hyperkompression). Klinische Zeichen bzw. Symptome des 
CRPS sind schwer lokalisierbare brennende Schmerzen (z.B. Allodynie, Hy-
peralgesie) zusammen mit autonomen (Ödeme, Temperatur- und Schweissse-
kretionsstörung, eventuell trophische Störung der Haut, Nagelveränderungen, lo-
kal vermehrtes Haarwachstum), sensiblen und motorischen Störungen. Im weite-
ren Verlauf kann es zu Knochenabbau (Demineralisation), Ankylose und Funkti-
onsverlust kommen. Das CRPS stellt einen organisch bzw. körperlichen Ge-
sundheitsschaden dar.

8.2.3  Für die Annahme eines CRPS ist praxisgemäss nicht erforderlich, dass die 
Diagnose von den Ärzten bereits innerhalb von sechs bis acht Monaten nach 
dem Unfall gestellt worden sein muss, um sie als unfallbedingt anzusehen. Ent-
scheidend ist allein, dass anhand echtzeitlich erhobener medizinischer Befunde 
der Schluss gezogen werden kann, die betroffene Person habe innerhalb der La-
tenzzeit von sechs bis acht Wochen nach dem Unfall zumindest teilweise an den 
für ein CRPS typischen Symptomen gelitten (Urteile BGer 8C_177/2016 vom 
22.6.2016 Erw. 4.3; 8C_714/2016 vom 16.12.2016 Erw. 4.1).

8.3.1  Der vorliegende Fall erweist sich im Hinblick auf diese Fragen (Fussbe-
schwerden als organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen [Erw. 8.1.1-8.1.2]; 
CRPS [Erw. 8.2-8.2.3]) als aussergewöhnlich. Die vom Beschwerdeführer seit 
dem Unfall vom 29. Dezember 2001 ununterbrochen geklagten Schmerzen im 
linken Fuss sind unbestritten. Dr.med. P.________ hält 2010 eine Druckdolenz 
im Bereich der distalen Tibia (am ehesten ehemaliger Frakturbereich) fest (Erw. 
3.5). 2013 wurde in der F.________ Klinik der Verdacht auf ein neuropathisches 
Schmerzsyndrom in Bezug auf den Nervus saphenus geäussert, was sich indes 

35

neurophysiologisch nicht nachweisen liess (Erw. 3.6). Auch die G._____(Klinik) 
berichtet von einer Schmerzsymptomatik (Erw. 3.7) und 2014 begründete der 
Hausarzt die Arbeitsunfähigkeit mit anlässlich der Verlaufskontrolle festgestellter 
vermehrter Druckdolenz mit schmerzhafter Einschränkung der Flexion und Ex-
tension (Erw. 3.8). Da eine Nervenläsion ausgeschlossen werden könne, hielt 
Dr.med. J.________ fest, anamnestisch und aufgrund der erhobenen Befunde 
sei am ehesten differenzialdiagnostisch an ein CRPS I zu denken (Erw. 3.10). 
PD Dr.med. Q.________ spricht dann von neuropathisch anmutenden Schmer-
zen und stellt die Diagnose persistierende Schmerzsymptomatik Unterschenkel 
und Fuss links; DD: CRPS I in partieller Remission, neuropathisches Schmerz-
syndrom. In der Beurteilung kam er zur Schlussfolgerung: "Insgesamt kann somit 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem unfallkausal aufgetretenen 
CRPS ausgegangen werden" (Erw. 3.11). Das Schweizerische Paraplegiker Zen-
trum konnte keinen Anhalt für ein CRPS ausmachen und stellte die Diagnose ei-
nes chronisch postoperativen Schmerzes mit einer nozizeptiven Schmerzkompo-
nente (Erw. 3.12). Das MEDAS-Gutachten spricht von chronischen Schmerzen 
Unterschenkel/OSG links (Erw. 3.14). Neben den seit dem Unfallereignis persis-
tierenden Schmerzen sind insbesondere auch relevante Beweglich-
keitseinschränkungen durch alle den Beschwerdeführer untersuchende Ärzte do-
kumentiert. So halten die Haus- und Kreisärztlichen Berichte bereits nach dem 
Unfall und den Operationen Defizite in der Beweglichkeit des linken Fusses fest. 
Auch in der kreisärztlichen Untersuchung 2010 wurde eine eingeschränkte Flexi-
ons-/Extensionsbewegung im OSG dokumentiert (Erw. 3.5). Die G._____(Klinik) 
notierte ebenso eine Beweglichkeitseinschränkung (Erw. 3.7) wie auch das 
Schweizerische Paraplegiker Zentrum, das eine deutliche Einschränkung der ak-
tiven und passiven Beweglichkeit des linken Sprunggelenkes festhält; Zehen-
stand links sei nicht möglich (Erw. 3.12). Entsprechende Einschränkungen 
bestätigt auch das MEDAS-Gutachten ("Deutlich verminderte OSG Beweglichkeit 
links"; Suva-act. 124 S. 19). 

8.3.2  Im Bericht vom 4. Juni 2014 hielt Kreisarzt Dr.med. AD.________ fest, im 
MRI habe eine ligamentäre, chondrale oder ossäre Ursache der Beschwerden 
nicht bestätigt werden können; auch neurologisch sei eine strukturelle Läsion 
nicht überwiegend wahrscheinlich nachweisbar (Erw. 3.9). Diese Feststellung 
findet ihre Bestätigung in weiteren Berichten. 2010 veranlasste Dr.med. 
P.________ Röntgenaufnahmen Unterschenkel/OSG links, die keine Auffälligkei-
ten zeigten (Erw. 3.5). Wegen den persistierenden Schmerzen wurde 2013 ein 
MRI des linken Fusses angefertigt, das einen unauffälligen Befund, keinen 
Nachweis einer sicheren Schmerzursache zeigte, weshalb der Verdacht auf ein 
neuropathisches Schmerzsyndrom geäussert wurde, was sich in der Folge neu-

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rophysiologisch nicht nachweisen liess (Erw. 3.6). Die G._____(Klinik) hielt fest, 
aufgrund der Diagnosen, klinischen und radiologischen Befunde liessen sich die 
aktuellen Beschwerden und Funktionseinschränkungen zumindest am OSG links 
nicht gänzlich erklären (Erw. 3.7). Und auch Dr.med. J.________ hält fest, die 
Fraktur sei vollständig abgeheilt, die Bildgebung stelle keine signifikanten Resi-
duen dar; eine neurophysiologische Evaluation könne keine Nervenläsion verifi-
zieren (Erw. 3.10). Das Schweizerische Paraplegiker Zentrum, wo der Be-
schwerdeführer u.a. neurologisch untersucht wurde, hielt aus neurologischer 
Sicht die Ursache laut Angaben dem bestehenden Schmerzsyndrom nicht zuor-
denbar (Erw. 3.12). Im MEDAS-Gutachten wurde radiologisch eine OSG/USG Ar-
throse sowie tendosynovitis der Tibialis posterior Sehne sowie eine konsolidierte 
Unterschenkelfraktur festgehalten. Neurologisch war eine Zuordnung der Be-
schwerden hinsichtlich Rückseite des Unterschenkels links und linker Fuss nicht 
möglich (Erw. 3.14). Die MEDAS-Gutachter hielten zugleich fest, der Beschwer-
deführer sei bei den geklagten Beschwerden authentisch, auch wenn sich kein 
radiologisches Substrat zeige (Erw. 3.14).

8.3.3  Eigentliche echtzeitliche Befunde, welche den Schluss nahelegen, dass 
der Beschwerdeführer innert der rechtsprechungsgemäss geforderten Latenzzeit 
von sechs bis acht Wochen unter den CRPS-typischen Symptomen gelitten hät-
te, liegen in casu nicht vor. Allerdings gilt es zu bedenken, dass die Fraktur noch 
am Unfalltag mit einem Ganzbeingips versorgt wurde (Erw. 3.1) und eine weitere 
Befunderhebung erst nach Rückkehr in die Schweiz bei Abnahme des Gipses im 
April 2002, rund 15 Wochen später, erfolgt ist, was entsprechende Befunderhe-
bungen praktisch ausschliesst. Allein mangels früh- und echtzeitiger Befunde 
kann daher vorliegend ein CRPS nicht ausgeschlossen werden. 

Ausgehend vom Unfallereignis selbst hält denn PD Dr.med. Q.________ auch 
fest, das Trauma vom 29. Dezember 2001 (aber auch die spätere Operation vom 
16. April 2002) würde voll formal als potentielles auslösendes Ereignis eines 
CRPS am linken Fuss qualifizieren (Erw. 3.11). Dazu passt, dass Dr.med. 
L.________ nach der Gipsentfernung eine massive Schwellung und Schmerzen 
am Unterschenkel dokumentierte (Suva-act. 3). 

8.3.4  Aus den weiteren Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seit dem 
Unfallereignis ohne Unterbruch über Schmerzen am linken OSG/Unterschenkel 
klagte. Vom Kreisarzt wurden diese nach der Operation vorerst mit dem Metall in 
Verbindung gebracht, weswegen eine Metallentfernung befürwortet wurde. Aller-
dings stellte sich auch nach dieser keine Besserung ein. Nach erfolgter Rück-
fallmeldung im Jahr 2004 durch den Hausarzt wegen anhaltender Beschwerden 
wurde ein verlangsamter Verlauf dokumentiert und der Beschwerdeführer ent-

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sprechend vertröstet. Eine Abklärung oder Behandlung der Schmerzen erfolgte 
nicht. 

Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer schon 2003 seine Arbeit wieder auf-
nahm und zwischen 2004 und 2010 keine weiteren Arzt-Konsultationen akten-
kundig sind, schliesst − entgegen der Darstellung der Vorinstanz − das Vorliegen 
eines CRPS auch nicht aus. So berichtet der Beschwerdeführer von immer-
währenden Beschwerden und insbesondere vom Konsum von Schmerzmitteln, 
die er in Serbien erworben habe. Dieser Umstand wird im Bericht der 
G._____(Klinik) bestätigt, wo auch eine entsprechende Abhängigkeit festgestellt 
wurde (Erw. 3.7). 

Auch fällt auf, dass der Beschwerdeführer wegen den anhaltenden Beschwerden 
am linken Fuss (nach dem Kreisarztbesuch 2004, Erw. 3.4) zwar keinen Arzt auf-
suchte, indes die Ärzte sowohl nach Verletzung des rechten Armes 2010 als 
auch nach Verletzung des rechten Fusses 2012 auf die