# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7e7b306-b958-5837-953f-d4bf02124259
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-14
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 14.12.2023 Z2 2023 73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z2-2023-73_2023-12-14.pdf

## Full Text

20231207_070945_ANOM.docx

II. Zivilabteilung Z2 2023 73

Oberrichter A. Staub, Abteilungspräsident
Oberrichter St. Scherer
a.o. Ersatzrichter O. Fosco
Gerichtsschreiberin K. Heidelberger

Urteil vom 14. Dezember 2023 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,
Gesuchstellerin und Berufungsklägerin,

gegen

C.________,
Gesuchsgegner und Berufungsbeklagter,

betreffend

Abänderung vorsorglicher Massnahmen im Scheidungsverfahren gemäss Art. 276 ZPO 
(Berufung gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 10. Oktober 2023)

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Rechtsbegehren

Gesuchstellerin und Berufungsklägerin

1. Es seien die Dispositivziffern 2.1.2 und 2.2.2 des Entscheides des Einzelrichters vom 10. Oktober 2023 
aufzuheben und wie folgt zu ändern:

- "2.1.2 Es wird festgestellt, dass der vom Gesuchsgegner vom 15. August 2021 bis 31. Juli 2022 
an die Gesuchstellerin noch zu bezahlende Unterhaltsbeitrag an deren Unterhalt sowie denjeni-
gen der Kinder F.________ und G.________ CHF 50'171.30 zuzüglich Familienzulagen von 
CHF 6'325.00, eventualiter CHF 56'496.30, beträgt."

- "2.2.2 Es wird festgestellt, dass der vom Gesuchsgegner vom 1. August 2022 bis 30. April 2023 
an die Gesuchstellerin noch zu bezahlende Unterhaltsbeitrag an deren Unterhalt sowie denjeni-
gen der Kinder F.________ und G.________ CHF 8'269.30 zuzüglich Familienzulagen 
CHF 5'150.00, eventualiter CHF 13'419.30 beträgt."

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten des Berufungsbeklagten, eventu-
aliter zu Lasten der Vorinstanz bzw. der Staatskasse.

Sachverhalt

1. A.________ (nachfolgend: Gesuchstellerin) und C.________ (nachfolgend: Gesuchsgegner) 
heirateten im Dezember 2003 in England. Aus ihrer Ehe sind die Kinder F.________, geb. 
tt.mm.2006, und G.________, geb. tt.mm.2009, hervorgegangen.

2. Mit Eheschutzentscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 24. Februar 2021 
wurden die Kinder unter die Obhut der Gesuchstellerin gestellt und dem Gesuchsgegner 
wurde ein Besuchsrecht eingeräumt. Zudem wurde der Gesuchsgegner ab 1. März 2021 
verpflichtet, der Gesuchstellerin an deren Unterhalt sowie an denjenigen der Kinder einen 
monatlichen Unterhaltsbeitrag von insgesamt CHF 4'800.00 zzgl. Familienzulagen zu bezah-
len. Im Sinne von Art. 286a ZGB wurde festgestellt, dass mit dem Unterhaltsbeitrag der ge-
bührende Unterhalt der Kinder F.________ und G.________ nicht gedeckt ist und ein Manko 
von CHF 4'168.00 (Betreuungsunterhalt G.________) besteht (Verfahren ES 2020 623).

3. Am 1. Juli 2021 reichte die Gesuchstellerin beim Kantonsgericht Zug die Scheidungsklage 
ein (Verfahren A1 2021 41). 

4.1 Am 17. November 2021 reichte die Gesuchstellerin beim Einzelrichter am Kantonsgericht Zug 
ein Gesuch um Abänderung des Eheschutzentscheids vom 24. Februar 2021 ein (Vi act. 1). 
Mit Entscheid des Einzelrichters vom 3. Januar 2022 wurde der Gesuchsgegner mit Wirkung 
ab 17. November 2021 verpflichtet, für die weitere Dauer des Verfahrens an den Unterhalt 
der Kinder F.________ und G.________ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von 
CHF 8'760.00 zzgl. allfälliger Familienzulagen zu bezahlen (Vi act. 7; Verfahren ES 2021 
770).

4.2 Vom 24. Mai 2022 bis 31. Januar 2023 war das Verfahren zwecks Führung aussergerichtli-
cher Vergleichsgespräche sistiert (Vi act. 26, 29 und 32). Die Parteien konnten sich nicht ei-
nigen. Am 4. Juli 2023 befragte der Einzelrichter die Parteien (Vi act. 39).

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4.3 Mit Entscheid vom 10. Oktober 2023 änderte der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug den 
Eheschutzentscheid vom 24. Februar 2021 ab, indem er unter anderem eine alternierende 
Obhut anordnete und folgende Unterhaltspflichten festlegte (Vi act. 52):

" 2. In Abänderung von Dispositiv Ziff. 2.3 und Ziff. 2.4 des Entscheids des Kantonsgerichts Zug 
vom 24. Februar 2021 (Verfahren ES 2020 623) wird der Gesuchsgegner verpflichtet, der Ge-
suchstellerin an deren Unterhalt sowie denjenigen der Kinder F.________ und G.________ fol-
gende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:

2.1.1 Vom 15. August 2021 bis 31. Juli 2022 monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 12'950.00 zzgl. 
allfälliger Familienzulagen.

Diese Unterhaltsbeiträge sind wie folgt aufgeschlüsselt:

Für das Kind F.________
- Barunterhalt CHF 5'330.00
Für das Kind G.________ 
- Barunterhalt CHF 2'410.00
- Betreuungsunterhalt CHF 3'650.00
Für die Gesuchstellerin CHF 1'560.00

2.1.2 Es wird festgestellt, dass der vom Gesuchsgegner vom 15. August 2021 bis 31. Juli 2022 an die 
Gesuchstellerin noch zu bezahlende Unterhaltsbeitrag an deren Unterhalt sowie denjenigen der 
Kinder F.________ und G.________ CHF 50'171.30 beträgt.

2.2.1 Vom 1. August 2022 bis 30. April 2023 monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 7'150.00 zzgl. 
allfälliger Familienzulagen.

Diese Unterhaltsbeiträge sind wie folgt aufgeschlüsselt:

Für das Kind F.________
- Barunterhalt CHF 1'020.00
Für das Kind G.________
- Barunterhalt CHF 1'080.00
Für die Gesuchstellerin CHF 5'050.00

2.2.2 Es wird festgestellt, dass der vom Gesuchsgegner vom 1. August 2022 bis 30. April 2022 [recte: 
2023] an die Gesuchstellerin noch zu bezahlende Unterhaltsbeitrag an deren Unterhalt sowie 
denjenigen der Kinder F.________ und G.________ CHF 8'269.30 beträgt.

2.3.1 Mit Wirkung ab 1. Mai 2023 monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 4'490.00 zzgl. allfälliger 
Familienzulagen, zahlbar je zum Voraus auf den Ersten des Monats, soweit es sich um künftige 
Unterhaltsbeiträge handelt.

Diese Unterhaltsbeiträge sind wie folgt aufgeschlüsselt:

Für das Kind F.________
- Barunterhalt CHF 900.00 
Für das Kind G.________
- Barunterhalt CHF 930.00
Für die Gesuchstellerin CHF 2'660.00

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2.3.2 Der Gesuchsgegner ist berechtigt, die von ihm an den Unterhalt der Kinder und der Gesuchstel-
lerin bereits geleisteten Beträge im Umfang von mindestens CHF 11'651.90 von den gemäss 
Dispositiv-Ziff. 2.3.1 geschuldeten Unterhaltsbeiträgen in Abzug zu bringen.

2.4 Im Übrigen werden die Eltern mit Wirkung ab 1. Mai 2023 verpflichtet, die notwendigen Kinder-
kosten von F.________ und G.________ wie folgt zu bezahlen:

- die Schulkosten der Kinder werden vom Vater bezahlt;
- die Krankenkassenkosten von F.________ werden vom Vater bezahlt; 
- die obligatorischen Krankenkassenkosten (KVG) von G.________ werden vom Vater be-

zahlt;
- die Krankenkassenkosten für die Zusatzversicherung (VVG) von G.________ werden von 

der Mutter bezahlt; 
- die Mobilitätskosten von F.________ werden vom Vater bezahlt;
- die ungedeckten Gesundheitskosten der Kinder werden von den Eltern je hälftig bezahlt; 
- die Kosten für Hobbys der Kinder werden von den Eltern je hälftig bezahlt; 
- die übrigen, regelmässig anfallenden Kosten (namentlich Nahrung, Körperpflege, Kleider 

und Wäsche, Taschengeld, Ferien, Freizeit etc.) werden von demjenigen Elternteil bezahlt, 
der die Kinder zum Zeitpunkt, zu dem die Kosten anfallen (inkl. Ferien und Feiertage), be-
treut.

2.5 Ab dem erfüllten 18. Lebensjahr von F.________ reduziert sich der vom Gesuchsgegner an den 
Barunterhalt von F.________ zu bezahlende monatliche Unterhaltsbeitrag auf CHF 470.00 zzgl. 
Familienzulagen, zahlbar je zum Voraus auf den Ersten des Monats. "

5.1 Gegen diesen Entscheid reichte die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 23. Oktober 2023 beim 
Obergericht des Kantons Zug Berufung mit eingangs erwähntem Rechtsbegehren ein (act.1).

5.2 Die Rechtsvertreterin des Gesuchsgegners teilte dem Obergericht mit, sie vertrete diesen 
nicht mehr. Das Obergericht räumte dem Gesuchsgegner daraufhin die Gelegenheit ein, eine 
neue Rechtsvertretung zu bezeichnen. Er bezeichnete keine Vertretung, sondern teilte mit, er 
könne keinen Anwalt bezahlen. Ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
stellte er nicht. In der Folge wurde ihm am 20. November 2023 die Berufung zugestellt, um 
innert 10 Tagen eine Berufungsantwort einzureichen. Diese Frist liess er ungenützt verstrei-
chen (act. 4-10).

Erwägungen

1. Aufgrund der britischen Staatsangehörigkeit beider Parteien liegt ein internationaler Sach-
verhalt vor. Die internationale und örtliche Zuständigkeit der Zuger Gerichte wird von den 
Parteien zu Recht nicht bestritten, sodass ohne Weiteres auf die zutreffende E. 1 des ange-
fochtenen Entscheids verwiesen werden kann. Anwendbar ist gemäss zutreffender Feststel-
lung der Vorinstanz Schweizer Recht (Art. 48 Abs. 1 IPRG).

2. Umstritten ist im Berufungsverfahren einzig die Frage, ob zusätzlich zu den vom Gesuchs-
gegner gemäss Dispositiv-Ziffern 2.1.2 und 2.2.2 des angefochtenen Entscheids für die Zeit 
vom 15. August 2021 bis 30. April 2023 zu bezahlenden Unterhaltsbeiträge von gesamthaft 
CHF 58'440.60 (= CHF 50'171.30 + CHF 8'269.30) noch Familienzulagen von gesamthaft 
CHF 11'475.00 (= CHF 6'325.00 + CHF 5'150.00) geschuldet sind. Bis auf diese Familien-
zulagen ist der angefochtene Entscheid in Rechtskraft erwachsen. 

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Zwischen den Parteien ist nicht umstritten, dass sich die Familienzulagen für den erwähnten 
Zeitraum auf den Betrag von CHF 11'475.00 belaufen. Die Gesuchstellerin macht geltend, 
der Gesuchsgegner hätte zusätzlich zu den von ihm im erwähnten Zeitraum bezahlten Un-
terhaltsbeiträgen diese Familienzulagen weiterleiten müssen, was er nicht getan habe.

3. Die Vorinstanz hielt fest, der Gesuchsgegner hätte in der ersten Phase (15. August 2021 
bis 30. Juli 2022) "Unterhaltsbeiträge von insgesamt CHF 148'925.00 zahlen müssen 
(= [CHF 5'330.00 {Barunterhalt F.________} + CHF 2'410.00 {Barunterhalt G.________} + 
CHF 3'650.00 {Betreuungsunterhalt G.________} + CHF 1'560.00 {ehelicher Unterhalt}] x 
11.5 Monate)". In der zweiten Phase (1. August 2022 bis 30. April 2023) hätte er "Unterhalts-
beiträge von insgesamt CHF 64'350.00 (= [CHF 1'020.00 zzgl. Familienzulagen {Barunterhalt 
F.________} + CHF 1'080.00 zzgl. Familienzulagen {Barunterhalt G.________} + CHF 
5'050.00 {ehelicher Unterhalt}] x 9 Monate) zahlen müssen". Davon in Abzug zu bringen sei-
en die vom Gesuchsgegner bereits geleisteten Unterhaltszahlungen von gesamthaft 
CHF 96'584.69 für die erste und von gesamthaft CHF 56'080.70 für die zweite Phase. Die 
noch zu bezahlenden Unterhaltsbeiträge würden sich daher auf CHF 50'171.30 (= 
CHF 148'925.00 ./. CHF 98'753.69) für die erste Phase und CHF 8'269.30 (= CHF 64'350.00 
./. CHF 56'080.70) für die zweite Phase belaufen (Vi act. 52 E. 6.5.1 und 7.4).

Weiter hielt die Vorinstanz fest, dass die Familienzulagen in dieser Zeitperiode der Gesuch-
stellerin "anzurechnen" seien, womit offensichtlich gemeint war, dass diese der Gesuch-
stellerin zustanden. Die Vorinstanz verwies auf Frage 20 des Parteibefragungsprotokolls 
(Vi act. 39) und führte dazu aus, gemäss den Ausführungen der Gesuchstellerin seien 
die Familienzulagen für die Vergangenheit kein Thema mehr zwischen den Parteien. Daher 
seien sie nicht weiter relevant (Vi act. 52 E. 6.5.2 und 7.4).

4. Die Gesuchstellerin rügt eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige Sachverhalts-
feststellung. Sie macht geltend, es treffe nicht zu, dass der Gesuchsgegner zusätzlich zu den 
geleisteten Unterhaltszahlungen die von ihm in diesem Zeitraum bezogenen Familienzulagen 
von CHF 275.00 pro Kind bzw. ab 1. Januar 2023 von CHF 300.00 pro Kind an die Gesuch-
stellerin weitergeleitet habe. Die Vorinstanz habe für diese Behauptung einzig auf die Aussa-
ge der Gesuchstellerin an der Parteibefragung abgestellt. Aus der Antwort zu Frage 20 wolle 
die Vorinstanz ableiten, dass die Familienzulagen bezahlt worden seien. Diese Darstellung 
sei in mehrfacher Hinsicht rechts- und aktenwidrig:

Beide Parteien hätten übereinstimmend beantragt, dass der Gesuchsgegner sämtliche Un-
terhaltsbeiträge (für die Vergangenheit wie für die Zukunft) "zuzüglich Familienzulagen" zu 
bezahlen hätte. Die Parteien seien sich einig gewesen darüber, in welchem Umfang der Ge-
suchsgegner für die Vergangenheit Beiträge geleistet habe. Gemäss den Parteiausführungen 
und den eingereichten Unterlagen seien beide Parteien übereinstimmend davon ausgegan-
gen, dass die vom Gesuchsgegner geltend gemachten bisherigen Zahlungen an die Gesuch-
stellerin die Familienzulagen beinhaltet hätten. Die von der Vorinstanz an die Gesuchstellerin 
formulierten Fragen 19 und 20 hätten den Zeitraum März bis Oktober 2021 betroffen. Die Vor-
instanz habe die Frage zuerst an den Gesuchsgegner gerichtet und habe wissen wollen, ob 
er in diesem Zeitraum monatlich insgesamt CHF 5'400.00 inklusive Kinderzulagen bezahlt 
habe. Der Gesuchsgegner habe geantwortet, dass er in den letzten zwei Jahren ein Total 
von rund CHF 185'000.00 an die Gesuchstellerin überwiesen habe. Er habe auf seine Ban-

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kunterlagen verwiesen, aus denen Zahlungen in der Höhe von CHF 184'334.95 hervorgehen 
würden. Die Vorinstanz habe dann bei der Berechnung auch auf diesen Bankauszug abge-
stellt. Im Parteivortrag anlässlich der Instruktionsverhandlung habe der Gesuchsgegner be-
antragt, dass die von ihm geleisteten "Beträge" in der Höhe von CHF 197'178.90 für die Zeit 
bis 30. Juni 2023 bei der Festlegung der Unterhaltsbeiträge zu berücksichtigen seien. Offen-
kundig sei es für den Berufungsbeklagten klar, dass in seinen Überweisungen die von ihm 
bezogenen Familienzulagen inkludiert seien oder, anders gesagt, dass diese sämtliche von 
ihm geleisteten Zahlungen abgebildet hätten. Das ergebe sich einerseits daraus, dass er das 
Wort "Beträge" verwendet habe, und andererseits daraus, dass er nicht ausführt, zusätzlich 
die Familienzulagen weitergeleitet zu haben. Aus den Lohnbelegen gehe im Übrigen hervor, 
dass der Gesuchsgegner die Familienzulagen von August 2021 bis April 2023 bezogen habe. 
Die Vorinstanz habe somit gemäss den Akten nicht davon ausgehen können, dass die Ge-
suchstellerin die Zulagen direkt bezogen oder ausbezahlt erhalten habe. Dass die monatli-
chen Zahlungen des Gesuchsgegners die Kinderzulagen inkludiert hätten, sei offenkundig 
auch das Verständnis der Gesuchstellerin, da sie [an der Parteibefragung] geantwortet habe, 
die Kinderzulagen seien kein Thema mehr. Der Vollständigkeit halber sei angeführt, dass 
sich die Antwort der Gesuchstellerin, entgegen der Interpretation der Vorinstanz, nicht auf die 
"Vergangenheit" [gemeint ist wohl der Zeitraum vom 15. August 2021 bis 30. April 2023], 
sondern auf das Jahr 2021 beziehe, zumal die Vorinstanz die Frage 19 auf den Zeitraum 
März bis Oktober 2021 beschränkt habe (act. 1 Rz 7, 15 f. und 19 f.).

5. Der Gesuchstellerin ist beizupflichten, und zwar aus folgenden Gründen:

5.1 Die Vorinstanz stellte bei der Berechnung der vom Gesuchsgegner bereits geleisteten Unter-
haltsbeiträge von CHF 96'584.69 für die erste Phase und von CHF 56'080.70 für die zweite 
Phase auf den von ihm eingereichten Kontoauszug ab (Vi act. 42/45). Dass er darüber hin-
aus weitere Zahlungen an die Gesuchstellerin geleistet hat (namentlich von einem anderen 
Konto oder in bar), stellte selbst die Vorinstanz nicht fest und wurde auch von niemandem 
behauptet. Geschuldet waren nun aber CHF 148'925.00 zuzüglich Familienzulagen für die 
erste und CHF 64'350.00 zuzüglich Familienzulagen für die zweite Phase, mithin die Diffe-
renz zuzüglich Familienzulagen von CHF 11'475.00 (= CHF 6'325.00 für die erste Phase + 
CHF 5'150.00 für die zweite Phase). Die Erwägung der Vorinstanz, die Familienzulagen in 
dieser Zeitperiode seien "der Gesuchstellerin anzurechnen", geht an der Sache vorbei. We-
sentlich war nicht eine "Anrechnung" an ein Elternteil, sondern einzig, ob der Gesuchsgeg-
ner, der die Familienzulagen von CHF 11'475.00 in dieser Zeitperiode unbestrittenermassen 
bezogen hatte, diese zusätzlich zu seinen Zahlungen von CHF 96'584.69 und CHF 56'080.70 
an die Gesuchstellerin bezahlt hat (Ist-Wert). Nur wenn er dies getan hätte, hätte die Diffe-
renz zum Soll-Wert (CHF 148'925.00 zuzüglich Familienzulagen plus CHF 64'350.00 zuzüg-
lich Familienzulagen) lediglich noch CHF 50'171.30 ohne Zulagen und CHF 8'269.30 ohne 
Zulagen, wie in den Dispositiv-Ziffern 2.1.2 und 2.2.2 des angefochtenen Entscheids festge-
halten, betragen.

5.2 Bei dieser Ausgangslage dürfen die Antworten der Parteien zu den Fragen 19 und 20 des 
Einzelrichters an der Parteibefragung vom 4. Juli 2023 nicht überinterpretiert werden. Das 
Befragungsprotokoll lautet diesbezüglich wie folgt (Vi act. 39 S. 4 f.):

" 19. Zu regeln sind auch die finanziellen Verhältnisse der Parteien, namentlich der Unterhalt an die 
Kinder und an die Ehefrau. Herr C.________, gemäss Eheschutzentscheid vom 24. Februar 

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2021 wurden Sie verpflichtet neben den Unterhaltsbeiträgen von insgesamt CHF 4'800.00 mo-
natlich auch die Familienzulagen weiterzuleiten, d.h. insgesamt CHF 5'400.00 zu bezahlen. Ihre 
Ehefrau behauptet, dass dies nach dem Entscheid in den Monaten März bis Oktober 2021 nicht 
passiert sei. Ist das korrekt?

C.________:
Nein, gemäss meinen Bankunterlagen habe ich in den letzten zwei Jahren ein Total von rund 
CHF 185'000.00 an Fiona überwiesen.

20. Frau A.________, sind die Familienzulagen in Ordnung oder wollen Sie etwas dazu sagen?

A.________:
Die Familienzulagen aus der Vergangenheit bzw. dem Jahr 2021 sind kein Thema mehr zwischen den 
Parteien. "

Zunächst einmal wurde nur nach den Monaten März bis Oktober 2021 gefragt. Die Antwort 
des Gesuchsgegners betraf aber die "letzten zwei Jahre". Die Anschlussfrage, ob die "Fami-
lienzulagen in Ordnung" seien, war eher unbestimmt. Die Antwort, die Familienzulagen seien 
"kein Thema" mehr, darf im Kontext nicht so verstanden werden, als verzichte die Gesuch-
stellerin auf deren Nachforderung oder als erachte sie diese als bereits bezahlt. Wenn klar 
ist, dass Familienzulagen vom Vater bezogen werden und von ihm an die Mutter weiterzulei-
ten sind, kann dies durchaus zur Aussage verleiten, die Zulagen seien "kein Thema" mehr, 
da alles Wichtige geregelt war. Nach konkreten Zahlen wurde an der Parteibefragung (zu 
Recht) nicht gefragt. Die Zahlen, aus denen zuverlässig darauf geschlossen werden kann, 
inwieweit alles so bezahlt wurde (Ist-Wert), wie es geregelt bzw. geschuldet war (Soll-Wert), 
entnahm die Vorinstanz (und im Übrigen auch der Gesuchsgegner) dem Kontoauszug.

5.3 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der Gesuchsgegner der Gesuchstellerin an 
den Unterhalt der Kinder F.________ und G.________ für die Zeit vom 15. August 2021 bis 
30. April 2023 einen Gesamtbetrag von CHF 224'750.00 (Familienzulagen inbegriffen) hätte 
bezahlen müssen (= CHF 148'925.00 + CHF 64'350.00 + CHF 11'475.00; Soll-Wert), er je-
doch bloss einen Gesamtbetrag von CHF 152'665.40 (= CHF 96'584.70 [gerundet] + 
CHF 56'080.70; Ist-Wert) bezahlt hat. Demnach schuldet er noch CHF 69'915.60 (= 
CHF 50'171.30 + CHF 6'325.00 + CHF 8'269.30 + CHF 5'150.00). Entsprechend ist die Beru-
fung vollumfänglich gutzuheissen.

6. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Prozesskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) des 
Berufungsverfahrens dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Eherechtli-
che Verfahren wie das vorliegende sind – selbst wenn es nur um Unterhalt geht – nicht ver-
mögensrechtlich im Sinne des KoV OG und des AnwT (vgl. Urteil des Obergerichts Zug 
Z2 2023 28 vom 29. Juni 2023 E. 8).

Gestützt auf § 13 Abs. 1 und 2 KoV OG sowie aufgrund des verhältnismässig geringen Auf-
wands ist die Entscheidgebühr auf CHF 1'500.00 festzusetzen. Das von der Rechtsvertrete-
rin der Gesuchstellerin geltend gemachte Honorar in Höhe von CHF 1'937.50 ist angemes-
sen (vgl. § 4 Abs. 1, § 6 Abs. 1 und § 8 Abs. 1 AnwT). Unter Hinzurechnung der Auslagen-
pauschale von 3 % (nicht 4 %; § 25 Abs. 2 AnwT) und der Mehrwertsteuer von 7,7 %, (§ 25a 
Abs. 1 AnwT) resultiert eine Parteientschädigung von gerundet CHF 2'150.00.

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7. Vorliegend handelt es sich um einen Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG in einer Zivil-
sache gemäss Art. 72 Abs. 1 BGG in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_996/2018 vom 29. Oktober 2019 E. 1.1). Der für eine Beschwerde an das 
Bundesgericht massgebende Streitwert (vgl. Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG) beträgt CHF 11'475.00 
(E. 2). Damit ist die Streitwertgrenze von CHF 30'000.00 nicht erreicht (vgl. Art. 74 BGG).

Urteilsspruch

1. In Gutheissung der Berufung werden die Dispositiv-Ziffern 2.1.2 und 2.2.2 des Entscheids 
des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 10. Oktober 2023 wie folgt abgeändert (Än-
derungen kursiv):

" 2.1.2 Es wird festgestellt, dass der vom Gesuchsgegner vom 15. August 2021 bis 31. Juli 2022 
an die Gesuchstellerin noch zu bezahlende Beitrag an deren Unterhalt sowie denjenigen 
der Kinder F.________ und G.________ CHF 56'496.30 beträgt. "

" 2.2.2 Es wird festgestellt, dass der vom Gesuchsgegner vom 1. August 2022 bis 30. April 2023 
an die Gesuchstellerin noch zu bezahlende Beitrag an deren Unterhalt sowie denjenigen 
der Kinder F.________ und G.________ CHF 13'419.30 beträgt. "

2. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren von CHF 1'500.00 wird dem Gesuchsgeg-
ner auferlegt und mit dem von der Gesuchstellerin geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von CHF 2'000.00 verrechnet. Der zu viel bezahlte Betrag von CHF 500.00 wird der Gesuch-
stellerin von der Gerichtskasse zurückerstattet. Der Gesuchsgegner hat der Gesuchstellerin 
den Kostenvorschuss im Umfang von CHF 1'500.00 zu ersetzen.

3. Der Gesuchsgegner hat die Gesuchstellerin für das Berufungsverfahren mit CHF 2'150.00 
(inkl. MWST) zu entschädigen.

4. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von unter CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) nur zulässig, wenn sich 
eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfas-
sungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG gegeben. Die Beschwerdegründe richten sich nach 
den Art. 95 ff. bzw. Art. 116 BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustel-
lung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage 
des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Wird gleichzeitig ordentliche Beschwerde und Verfas-
sungsbeschwerde geführt, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen. 
Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung. 

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichter (ES 2021 770) 
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

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Obergericht des Kantons Zug 
II. Zivilabteilung

A. Staub K. Heidelberger
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

versandt am: