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**Case Identifier:** 393c9532-e0fc-55db-8f15-c2f43f54d92f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 23.05.2013 720 2011 20 (720 11 20)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2011-20_2013-05-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  23. Mai 2013 (720 11 20) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Revision; Festsetzung der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit; keine verwertbare Restar-

beitsfähigkeit; Gerichtsgutachten 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter 

Michael Guex, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach 1 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Die 1972 geborene A.____ meldete sich am 24. Dezember 2003 unter Hinweis auf eine 
zweifache Herzklappenoperation bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Ren-
tenbezug an. Die dazumal zuständige IV-Stelle des Kantons Solothurn sprach ihr mit Verfügung 
vom 29. Oktober 2004 eine Hilflosenentschädigung leichten Grades ab 1. Oktober 2004 und mit 
Verfügung vom 16. Februar 2005 rückwirkend ab 1. Oktober 2004 eine ganze IV-Rente in An-

 
 
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wendung der gemischten Methode mit den Anteilen von je 50% im Erwerb und im Haushalt 
aufgrund eines ermittelten IV-Grads von 82% zu.  
 
B. Im August 2007 leitete die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) eine Rentenrevision 
von Amtes wegen ein. Gestützt auf die Haushaltsabklärung vom 16. Dezember 2009 reduzierte 
sie den Rentenanspruch in Anwendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs  
gestützt auf einen IV-Grad von 58% mit Verfügung vom 20. November 2010 auf eine halbe IV-
Rente.  
 
C. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechtsanwalt, am 
12. Januar 2011 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei ihr in Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung weiterhin eine ganze IV-Rente auszurichten. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen 
vor, dass es an einem Revisionsgrund fehle, weil sich ihr Gesundheitszustand seit der erstmali-
gen Rentenzusprache nicht verbessert, sondern vielmehr verschlechtert habe. Das massge-
bende Gutachten, auf welches sich die IV-Stelle bei ihrem Revisionsentscheid abgestützt habe, 
berücksichtige nicht alle gesundheitlichen Beschwerden und sei widersprüchlich.  
 
D. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 14. Juli 2011 auf Abweisung der Be-
schwerde. Gestützt auf das massgebende Gutachten des B.____ sei der Beschwerdeführerin 
eine körperlich leichte Tätigkeit ohne Verletzungsgefahr und ohne zu grossen Zeit- und Leis-
tungsdruck in vorwiegender sitzender Position im Umfang von 50% zumutbar. Es stünden ihr 
auf einem theoretisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend solche Arbeiten zur Verfügung. 
 
E. Mit Replik vom 19. September 2011 reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht ihres 
behandelnden Kardiologen sowie ein Schreiben des kardiologischen Operateurs ein und hielt 
im Übrigen an ihren Rechtsbegehren fest. Mit Duplik vom 13. Oktober 2011 hielt die IV-Stelle 
ihrerseits an ihrem bisherigen Standpunkt fest.  
 
F. Anlässlich der Urteilsberatung vom 20. Oktober 2011 stellte das Gericht den Fall aus 
und holte beim behandelnden Kardiologen ergänzende Auskünfte hinsichtlich der verbleiben-
den Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Verweistätigkeit ein. 
Die entsprechenden Auskünfte ergingen am 8. November 2011. Auf eine nochmalige Nachfra-
ge des Gerichts hielt der behandelnde Kardiologe mit Bericht vom 23. November 2011 fest, 
dass auch für eine Verweistätigkeit keine Arbeitsfähigkeit der Versicherten mehr vorliege. Mit 
Eingabe vom 8. Dezember 2011 stellte sich die IV-Stelle mit Verweis auf eine Stellungnahme 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes RAD auf den Standpunkt, dass die Arbeitsfähigkeit hin-
sichtlich einer Verweistätigkeit nicht abschliessend beurteilt werden könne, weshalb eine Ver-
laufsbegutachtung zu erfolgen habe. Die Beschwerdeführerin liess mit Eingabe vom 15. De-
zember 2011 geltend machen, dass aufgrund der Aussagen ihres behandelnden Kardiologen 
von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit ausgegangen werden müsse. Mit 
Präsidialverfügung vom 19. Dezember 2011 wurde ein polydisziplinäres Gutachten bei der 
C.____ in den Disziplinen Kardiologie, Neurologie und Psychologie angeordnet. In ihrer Ver-
nehmlassung vom 6. Januar 2012 erklärte sich die IV-Stelle mit der C.____ als Gutachterstelle 

 
 
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einverstanden und bat um Prüfung, ob allenfalls auch eine orthopädische und / oder rheumato-
logische Mitbegutachtung angezeigt sei. In ihrer Stellungnahme vom 7. Januar 2012 stellte die 
Beschwerdeführerin die Zusatzfrage, inwieweit sich die epileptischen Beschwerden auf ihre 
Arbeitsfähigkeit auswirken würden. Mit Schreiben vom 13. Januar 2012 erteilte das Gericht der 
C.____ den entsprechenden Begutachtungsauftrag.  
 
G. Das Gutachten der C.____ erging am 20. Dezember 2012. Mit Stellungnahme vom 
28. Februar 2013 nahm die IV-Stelle zum Gutachten der C.____ Stellung und hielt unter Ver-
weis auf die Vernehmlassung des RAD vom 10. Januar 2013 fest, dass die Anamnese und die 
klinischen Erhebungen der C.____ das Ergebnis des B-Gutachtens vom 21. April 2009 bestäti-
gen würden. Die C.____ beurteile den gleichen Sachverhalt lediglich abweichend zur Beurtei-
lung des B.____. Dabei werde nicht nachvollziehbar begründet, weshalb sich die Einschrän-
kungen aus kardiologischer und psychiatrischer Sicht additiv auswirken würden. Mit Eingabe 
vom 1. März 2013 liess die Beschwerdeführerin geltend machen, dass aufgrund des C.____-
Gutachtens davon auszugehen sei, dass sie weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente habe.  
 
Auf die übrigen Vorbringen der Parteien ist - soweit notwendig - in den nachfolgenden Erwä-
gungen - einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 in der nach dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung kann gegen Verfügungen der kan-
tonalen IV-Stellen bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 
innerhalb von 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ist deshalb gemäss § 54 Abs. 1 lit. d des Ge-
setzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
örtlich und sachlich zuständig. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 
einzutreten. 
 

2.1  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit 1. Januar 2008 anwendbaren Fassung) hat die versi-
cherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 Prozent, auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 Prozent und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 Prozent invalid ist. 
Invalidität im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall verursach-
te, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit vgl. (Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG). Die Invalidität wird durch eine Beeinträchti-
gung der körperlichen, der geistigen oder der psychischen Gesundheit verursacht, wobei sie im 
IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG; 
Art. 3 und 4 ATSG). 
 

 
 
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2.2 Die Annahme einer insbesondere invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (vgl. BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und 
E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden 
belastenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert 
zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung 
mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert 
schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls 
bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens wil-
lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (vgl. BGE 127 
V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträch-
tigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht 
hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der 
Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vorausset-
zung - für die Gesellschaft gar untragbar (vgl. BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c 
in fine). 
 
3.1  Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein-
flussen. Die Rechtsprechung anerkennt als Revisionsgrund namentlich die erhebliche Verbes-
serung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes; eine Rente kann ferner auch revi-
diert werden, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Ge-
sundheitsschadens erheblich verändert haben (vgl. BGE 109 V 116 E. 3b mit Hinweisen). Nach 
Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 ist 
bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die 
Herabsetzung oder Änderung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in wel-
chem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird. Sie ist in 
jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate ge-
dauert hat und voraussichtlich weiter andauern wird. Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfä-
higkeit ist die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesent-
liche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (vgl. Art. 88a Abs. 2 Satz 1 IVV). 
 
3.2 Ob eine anspruchserhebliche Tatsachenänderung eingetreten ist, beurteilt sich durch den 
Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten Rentenverfügung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der Neubeurteilung. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer an-
spruchserheblichen Änderung bildet somit die letzte, der versicherten Person eröffnete und 
rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit 
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkom-
mensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des 
Gesundheitszustands) beruht (vgl. BGE 133 V 114 E. 5). 
 

 
 
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4. Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Fall, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenan-
spruch der Versicherten zu Recht mit Wirkung ab 1. Januar 2011 auf eine halbe IV-Rente redu-
ziert hat. Prozessthema bildet die Frage, ob sich die tatsächlichen Verhältnisse der Beschwer-
deführerin seit Erlass der letzten Rentenverfügung der IV-Stelle des Kantons Solothurn vom 
16. Februar 2005 in erheblicher Weise geändert haben und in welchem Ausmass die Versicher-
te aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen weiterhin arbeitsfähig ist. 
 
4.1  Bis zum Inkrafttreten des ATSG fehlte es an einer Legaldefinition des Begriffes der Ar-
beitsunfähigkeit. Gemäss der Rechtsprechung galt eine Person als arbeitsunfähig, die infolge 
einer Gesundheitsbeeinträchtigung ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr, nur noch beschränkt 
oder nur unter der Gefahr, ihren Gesundheitszustand zu verschlimmern, ausüben konnte (so 
zuletzt in BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Der Grad der Arbeitsunfähigkeit wurde 
unter Berücksichtigung des bisherigen Berufs festgesetzt, solange von der versicherten Person 
nach einer gewissen Übergangsfrist (vgl. BGE 114 V 287 E. 3d) nicht verlangt werden konnte, 
ihre restliche Arbeitsfähigkeit in einem anderen Berufszweig zu verwerten (vgl. BGE 114 V 283 
E. 1d mit Hinweisen). Diese Umschreibung der Arbeitsunfähigkeit ist in die Definition des ATSG 
eingeflossen, nach dessen Art. 6 die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der 
körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit ist, im bisheri-
gen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1); bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Diese positivrechtliche Begriffsumschreibung weicht mithin nicht wesentlich vom Be-
griff der Arbeitsunfähigkeit gemäss früherer Rechtspraxis ab; vielmehr zeichnet sich die Über-
führung in das geschriebene Recht durch einen hohen Grad an Rechtskontinuität aus. Die bis 
zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen EVG bleibt 
folglich weitestgehend anwendbar (vgl. BGE 130 V 345 E. 3.1.1). Zu ergänzen bleibt, dass die 
Umschreibung der Arbeitsunfähigkeit in Art. 6 ATSG weder mit der am 1. Januar 2004 in Kraft 
getretenen 4. IV-Revision noch mit der seit 1. Januar 2008 in Kraft stehenden 5. IV-Revision 
Änderungen erfahren hat. 
 
4.2  Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V  
158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage 
für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbar-
erweise noch verrichtet werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in 
der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der 
Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 

 
 
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4.3  Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind 
(vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 134 f.). Im Sozi-
alversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichen-
des vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blos-
se Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 
Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Ge-
schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 121 V 47 E. 2a; ZAK 1986 
S. 189 f. E. 2c). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen 
die notwendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle 
der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn 
es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Be-
weiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für 
sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozi-
alversicherungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im 
Zweifel zu Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen be-
steht nur, wenn die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind 
(vgl. ZAK 1983 S. 259). 
 
4.4 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse hat das Gericht die ihm von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellenden Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches 
gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berich-
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinwei-
sen). Rechtsprechungsgemäss ist es dem Sozialversicherungsgericht demnach nicht verwehrt, 
gestützt ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen zu entscheiden. Wie 
das Bundesgericht unlängst präzisiert hat, sind in solchen Fällen jedoch strenge Anforderungen 
an die Beweiswürdigung in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vor-
zunehmen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts, I. sozialrechtliche Abteilung, vom 27. Juli 2009, 

 
 
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8C_113/2009, E. 3.2 mit Verweisen). Demgegenüber soll bei Gerichtsgutachten "nicht ohne 
zwingende Gründe" von den Einschätzungen der medizinischen Experten abgewichen werden. 
Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung ent-
sprechen, darf das Gericht insbesondere einem von ihm eingeholten Gerichtsgutachten vollen 
Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit" der Exper-
tise sprechen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). Schliesslich lässt es die unterschiedliche 
Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begut-
achtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 
170 E. 4 S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001,  E. 2b) nicht zu, ein Administrativ- 
oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu neh-
men, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte 
wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, 
die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
5.1 Im Zusammenhang mit der ursprünglichen Rentenfestsetzung stützte sich die IV-Stelle 
des Kantons Solothurn im Wesentlichen auf den Arztbericht von Dr. D.____, FMH Allgemein-
medizin, vom 14. Januar 2004. Diesem Bericht zufolge seien ein rheumatisches Aortenvitium 
bei Status nach Aortenklappenersatz 1997 und 2003 bei Lungenödem und Prothesenthrombo-
se und Status nach Erweiterungsplastik, eine schwere Mitralinsuffizienz postoperativ und ein 
anxiodepressives Syndrom zu diagnostizieren. Die gesundheitlichen Beschwerden manifestier-
ten sich als erhebliche körperliche Anstrengungsintoleranz mit Atemnot, massiver allgemeiner 
Schwäche und muskulärer Verspanntheit vor allem im Oberkörper. Sowohl physisch wie auch 
seelisch sei auf längere Sicht keine verwertbare Erwerbs- oder Haushaltsfähigkeit mehr gege-
ben.  
 
5.2 Im Zusammenhang mit der von der IV-Stelle in die Wege geleiteten Revision stehen im 
Zentrum der divergierenden Standpunkte der Parteien insbesondere das von der Verwaltung 
eingeholte polydisziplinäre Gutachten des B.____ vom 21. April 2009 einerseits und das ge-
richtliche Gutachten der C.____ vom 20. Dezember 2012 andererseits. 
 
5.2.1 Mit Gutachten vom 21. April 2009 diagnostizierte die Ärzteschaft des B.____ mit Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit eine valvuläre Herzkrankheit bei Status nach Aortenklappenersatz 
bei Insuffizienz 1997 und Status nach Aortenklappenersatz am 17. Oktober 2003 sowie Status 
nach Mitralklappenersatz bei schwerer Insuffizienz am 21. Februar 2007, Dauerantikoagulation 
und eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit, eine depressive Störung gegenwärtig 
leichter Episode mit Somatisierungstendenzen sowie ein Verdacht auf eine gemischte dissozia-
tive Störung mit Anteilen einer dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörung sowie einer 
dissoziativen Bewegungsstörung. Kardiologisch sei die Explorandin kompensiert. Die Echokar-
diographien würden normal funktionierende Klappen mit einer normalen Auswurffraktion doku-
mentieren. Die letzten Langzeit-EKG-Ableitungen im Oktober 2008 hätten einen Sinusrhythmus 

 
 
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mit erhaltener Frequenz-Variabilität ergeben. Es sei kein Korrelat zu den subjektiv empfunde-
nen Palpitationen gefunden worden. Die körperliche Leistungsfähigkeit sei jedoch reduziert. 
Nach der dritten Herzoperation im Februar 2007 seien rezidivierende paroxysmale Ereignisse 
mit Schwindel, begleitet von Übelkeit, Schwitzen, Müdigkeit und zum Teil Stuhlabgang aufgetre-
ten. Die Ursache dieser Schwindelanfälle sei insgesamt unklar. Aufgrund der negativen Resul-
tate somatischer Abklärungen und unter Berücksichtigung des Resultats der psychiatrischen 
Erhebung stelle sich die Frage, ob allenfalls psychische Faktoren mitspielten. Nebst der disso-
ziativen Symptomatik sei von einer gewissen depressiven Erlebnisverarbeitung auszugehen, 
welche sich heute in einer leichten Episode einer depressiven Störung manifestiere. Die Aus-
breitung der Schmerzen auf den ganzen Körper sei ebenfalls als Somatisierung im Rahmen des 
depressiven Leidens zu beurteilen. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Raumpflegerin, wel-
che doch zum Teil mit deutlichen körperlichen Anstrengungen und einem Verletzungsrisiko ver-
bunden sei, sei die Explorandin seit dem zweiten kardiologischen Eingriff im Oktober 2003 nicht 
mehr arbeitsfähig. Eine alternative Tätigkeit müsse körperlich leicht und vorwiegend, jedoch 
nicht unbedingt ausschliesslich sitzend sein, ohne Verletzungsgefahr und ohne allzu grossen 
Zeit- und Leistungsdruck. In einer derartigen Tätigkeit sei die Explorandin zu 50% arbeitsfähig. 
Die Einschätzung des Hausarztes, wonach die Explorandin vollständig arbeitsunfähig sei, sei 
aufgrund der objektivierbaren Befunde nicht nachvollziehbar. So habe die Kardiologie des Spi-
tals E.____ die Explorandin am 5. Juni 2008 in einer alternativen leichten Tätigkeit zu 50% als 
arbeitsfähig eingeschätzt. In diesem Bericht sei bereits darauf hingewiesen worden, dass eine 
deutliche Diskrepanz zwischen den objektivierbaren Befunden und der subjektiven Einschät-
zung bestehe.  
 
5.2.2 Mit polydisziplinärem Gutachten der C.____ vom 20. Dezember 2012 wurde bei der 
Beschwerdeführerin mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rheumatische Herzkrankheit mit 
Status nach Aortenklappenersatz, Re-Aortenklappenersatz und Erweiterungsplastik, Status 
nach Mitralklappenersatz bei schwerer Insuffizienz und Status unter anderem nach rheumati-
schem Fieber in der Kindheit, im weiteren eine postoperative Sternumdehiszenz, eine Angst- 
und depressive Störung gemischt sowie eine nicht näher bezeichnete somatoforme Schmerz-
störung diagnostiziert. Aus kardiologischer Sicht liege ein weitgehend stabiler Gesundheitszu-
stand bei normaler links-ventrikulärer Pumpfunktion und echokardiographisch visuell guter 
Klappenbeweglichkeit vor. Die linksventrikuläre Auswurffraktion habe sich praktisch normali-
siert. Es finde sich jedoch eine leicht bis mittelschwer eingeschränkte Leistungsfähigkeit in der 
Spiroergometrie bei ausbelasteter Explorandin, wobei diese Einschränkung in erster Linie kar-
dial durch die valvuläre Herzkrankheit bedingt sein dürfte, andererseits aber auch durch die 
Dekonditionierung und den Konditionsmangel. Man gehe mit der bisherigen Beurteilung einig, 
dass die Tätigkeit als Raumpflegerin nicht mehr möglich sei. Aus gesamtmedizinischer Sicht sei 
wegen der Addition und Kombination der kardialen, somatischen Müdigkeit mit der psychischen 
Müdigkeit bei Angst- und depressiver Störung gemischt aktuell keine Arbeitsfähigkeit für jede 
Verweistätigkeit vorhanden. Aus rein kardiologischer Sicht resultiere bedingt durch die Notwen-
digkeit vermehrter Pausen insgesamt eine Leistungsfähigkeit von etwa 40%, wobei nur sehr 
leichte körperliche Tätigkeiten in Frage kämen, welche nur im Sitzen durchgeführt werden dürf-
ten. In neurologischer Hinsicht sei die Explorandin voll arbeitsfähig. Einschränkungen ergäben 
sich hier in qualitativer Hinsicht, indem von Arbeiten in der Höhe aufgrund möglicher epilepti-

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

scher Anfälle mit Sturzgefahr abgesehen werden müsse. Es bestehe weiterhin eine massive 
Tagesmüdigkeit, welche sich als Grundmüdigkeit äussere, verstärkt durch eine Leistungsintole-
ranz, welche belastungsabhängig dazukomme. Es dürfte sich dabei um eine multifaktorielle 
Müdigkeit handeln, wobei sich einerseits somatische Faktoren und andererseits eine psychi-
sche Komponente finden lasse. Die Kombination aus somatischer und psychischer Müdigkeit 
führe aktuell zu einer vollständigen Aufhebung der Arbeitsfähigkeit. Aus kardialer und somati-
scher Sicht bestehe bedingt durch die deutliche Müdigkeit und Leistungsintoleranz eine Ar-
beitsunfähigkeit von 60% für leichte sitzende Tätigkeiten. Gleichzeitig verstärke die bestehende 
Angst- und depressive Störung gemischt die Müdigkeit, so dass zusätzlich auch eine 40%-ige 
Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bestehe. Die beiden Komponenten addierten sich, 
so dass gesamtmedizinisch eine vollständige Arbeitsunfähigkeit sowohl als Reinigungskraft als 
auch für jede Verweistätigkeit resultiere.  
 
Dem psychiatrischen Fachgutachten der C.____ vom 12. September 2012 kann ergänzend 
entnommen werden, dass während der Exploration eine beinahe rigid wirkende Fixierung auf 
die körperlichen Beschwerden aufgefallen sei. Zusammenfassend könne von einer Persönlich-
keit ausgegangen werden, die einerseits durch die schwere Herzerkrankung mit multiplen ope-
rativen Eingriffen sowie durch die neurologischerseits diagnostizierte Epilepsie körperlich ein-
geschränkt sei. Durch das dysfunktionale Krankheitsbewältigungsmuster hätten sich diese der-
art akzentuiert, dass eine Bewältigung der Aufgaben im Alltag sowie im Familienleben nicht 
mehr möglich sei.  
 
6.1 Die IV-Stelle hat ihrer Verfügung vom 20. November 2010 die medizinischen Abklä-
rungsergebnisse des B.____-Gutachtens vom 21. April 2009 zu Grunde gelegt und ist davon 
ausgegangen, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten als Folge des erneuten Ein-
griffs in Form eines Mitralklappenersatzes gebessert habe und ihr daher die Ausübung einer 
leichten Tätigkeit im Umfang von 50% zumutbar sei. In ihrer Eingabe vom 28. Februar 2013 
betreffend das gerichtliche Gutachten der C.____ hat sie mit Verweis auf die Stellungnahme 
des RAD vom 10. Januar 2013 beantragt, an diesen im Verwaltungsverfahren eingeholten Er-
kenntnissen festzuhalten. Diese Auffassung vermag nicht zu überzeugen. So ist festzustellen, 
dass derselbe RAD-Arzt, der mit Stellungnahme vom 10. Januar 2013 an den Beurteilungser-
gebnissen des B.____ festhält, in seiner vorangehenden Stellungnahme vom 1. Dezember 
2011 noch explizit die Meinung vertreten hatte, dass das B.____-Gutachten vom 21. April 2009 
nicht mehr aktuell und deshalb eine Folgebegutachtung zu empfehlen sei (vgl. Stellungnahme 
RAD, Dr. F.____, FMH Allgemeinmedizin und zertifizierter medizinischer Gutachter, vom 
1. Dezember 2011). Wie bereits aus der verfahrensleitenden Verfügung des Gerichts vom 
19. Dezember 2011 hervorgeht, war diese RAD-Stellungnahme ausschlaggebend dafür, dass 
auch die IV-Stelle nicht mehr an ihrem Abweisungsantrag der Beschwerde festgehalten hat 
(vgl. Stellungnahme der IV-Stelle vom 8. Dezember 2011). Die IV-Stelle hat in jener Stellung-
nahme zu Recht vielmehr auf die Durchführung einer polydisziplinären Verlaufsbegutachtung 
geschlossen, weil die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit 
nicht genau festgelegt werden konnte und im bereits dazumal zweieinhalb Jahre zurückliegen-
den Gutachten des B.____ vom 21. April 2009 diverse wichtige Zusatzinformationen gefehlt 
hatten, welche es gesamtmedizinisch zu berücksichtigen galt (vgl. Stellungnahme RAD, 

 
 
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Dr. F.____, vom 1. Dezember 2011). Zumal der RAD-Arzt in seiner neuerlichen Stellungnahme 
in zeitlicher Hinsicht fälschlicherweise in Frage stellt, ob eine wesentliche Änderung der ge-
sundheitlichen Verhältnisse seit der B.____-Begutachtung im Jahre 2009 eingetreten sei, er-
weist es sich deshalb als nicht nachvollziehbar, wenn sich die IV-Stelle nunmehr wieder auf den 
Standpunkt stellt, dass auf das B.____-Gutachten abgestellt werden könne.  
 
6.2 Daran vermag auch die von der IV-Stelle in Anlehnung an die RAD-Stellungnahme 
vertretene Auffassung nichts zu ändern, wonach die B.____- und C.____-Gutachter zwar den-
selben medizinischen Sachverhalt vorgefunden, diesen aber unterschiedlich interpretiert hätten. 
Wie sich auch aus den Erwägungen des RAD-Arztes in dessen Stellungnahme vom 1. Dezem-
ber 2011 ergibt, liegt es gerade in der Natur des Begutachtungsauftrags, die medizinischen Ver-
hältnisse nicht nur zu erheben, sondern in ihrer Gesamtheit erneut und damit allenfalls auch 
abweichend im Vergleich zu weiteren medizinischen Unterlagen zu bewerten. Der Umstand, 
dass die C.____-Gutachter zu einer anderen Würdigung der erhobenen Befunde und medizini-
schen Sachlage gelangt sind, ist einer umfassenden polydisziplinären Begutachtung somit ge-
radezu inhärent und stellt für sich allein genommen keinen Grund für deren Nichtverwertbarkeit 
dar. Massgebend ist vielmehr, ob das fragliche Gutachten für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten und der Anamnese  abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind. Diese Frage ist zu bejahen. Es ist in 
diesem Zusammenhang daran zu erinnern, dass bei Gerichtsgutachten "nicht ohne zwingende 
Gründe" von den Einschätzungen der medizinischen Experten abgewichen werden soll 
(vgl. Erwägung 4.4. hievor). Solche Gründe liegen hier keine vor. Die Gutachter des C.____ 
haben die Versicherte umfassend untersucht und gelangen zum nachvollziehbaren Ergebnis, 
dass ihr in einer ihren Leiden angepassten Verweistätigkeit keine verwertbare Restarbeitsfähig-
keit mehr verbleibt.  
 
6.2.1 Entgegen der von der IV-Stelle in Anlehnung an den RAD vertretenen Auffassung legt 
das C.____-Gutachten sehr wohl nachvollziehbar dar, weshalb die festgestellten Einschränkun-
gen aus kardiologischer und psychiatrischer Sicht im Gegensatz zum Gutachten des B.____ 
addiert werden müssen. So ist schlüssig erstellt, dass sich die diagnostizierte Müdigkeit in eine 
Grundmüdigkeit und in eine Leistungsintoleranz unterteilen lässt und daneben auch eine belas-
tungsabhängige, vorzeitige Erschöpfbarkeit besteht. Obschon das B.____ wie auch der behan-
delnde  Kardiologe ein gutes Resultat der Herzoperationen bestätigen, hat die im Rahmen der 
Begutachtung zusätzlich durchgeführte Ergometrie jedoch eine weiterhin auch mittelschwer 
eingeschränkte Leistungsfähigkeit ergeben (vgl. C.____-Gutachten, S. 17). Just diese Untersu-
chung war anlässlich der Begutachtung durch das B.____ aber gerade nicht durchgeführt wor-
den (vgl. B.____-Gutachten, S. 27). Damit aber besteht begründeterweise eine zusätzlich limi-
tierende Leistungsintoleranz, welche die ohnehin multifaktorielle Grundmüdigkeit verstärkt 
(vgl. C.____-Gutachten, S. 19, Antwort ad Frage 9) und in der Kombination zwischen somati-
scher und psychisch bedingter Müdigkeit zu einer vollständigen Aufhebung der Arbeitsfähigkeit 
insgesamt führt. Diese Schlussfolgerung des C.____ stimmt denn auch im Ergebnis mit der 
Einschätzung des behandelnden Kardiologen überein, wonach weiterhin eine ausgeprägte, 

 
 
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nicht ausschliesslich kardiologisch erklärbare Tagesmüdigkeit bestehe und einer Verweistätig-
keit gar in rein sitzender Position mit extremer Skepsis begegnet werden müsse (vgl. Stellung-
nahme von Dr. G.____, FMH Kardiologie und Innere Medizin, vom 8. November 2011). Sie 
deckt sich ebenso mit den früheren Erhebungen im Nachgang zur dritten Herzoperation im Feb-
ruar 2007, wonach die Versicherte kardiologisch zwar kompensiert war, weiterhin jedoch eine 
mittels Spyroergometrie objektivierte, ausgeprägte Leistungsintoleranz im Vordergrund gestan-
den hat (vgl. Arztbericht des Spitals H.____ vom 13. Februar 2008).  
 
6.2.2 Was schliesslich die psychiatrische Verfassung der Versicherten betrifft, ist den beiden 
massgebenden Gutachten der Befund einer Fixierung auf die körperlichen Beschwerden zu 
entnehmen. Dabei geht zwar auch der psychiatrische Gutachter des B.____ von einer nicht 
übersehbaren Einengung des Gedankengangs auf die gesundheitlichen Probleme aus. In Ab-
weichung zur letztlich etwas deutlicheren Befunderhebung einer beinahe rigiden Fixierung, wie 
sie der psychiatrische Gutachter des C.____ aufgrund einer umfangreicheren und damit auch 
aussagekräftigeren Anamneseerhebung vorgenommen hat, findet dieser Befund im Gutachten 
des B.____ aber eine offensichtlich geringere Berücksichtigung. Dies zeigt sich bereits daran, 
dass der psychiatrischen Beurteilung keine eigenständige Einschätzung der rein psychiatrisch 
bedingten Arbeitsunfähigkeit zu Grunde liegt (vgl. B.____-Gutachten, S. 28 ff; Psychiatrisches 
Fachgutachten der C.____ vom 12. September 2012, S. 4 ff.). Dass bei der Versicherten nach 
notabene mittlerweile drei Herzoperationen eine besondere psychische Befindlichkeit vorliegt, 
vermag in Übereinstimmung mit den übrigen medizinischen Akten aber ohne Zweifel zu über-
zeugen und wird durch das gerichtliche Gutachten der C.____ gerade in Form einer additiven 
Wirkung somatisch und psychisch bedingter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausdrücklich 
bestätigt (vgl. auch kardiologisches Gutachten des Spitals E.____ vom 5. Juni 2008). Es erweist 
sich deshalb auch unter diesem Blickwinkel als durchaus nachvollziehbar, dass die psychisch 
bedingte Arbeitsunfähigkeit von 40% zu jener aus somatischen Gründen im Umfang von 60% 
hinzuzuaddieren ist.  
 
6.2.3 Vergleicht man diesen nunmehr vorliegenden Sachverhalt mit den gesundheitlichen 
Verhältnissen, wie sie der erstmaligen Rentenzusprache durch die IV-Stelle Solothurn vom 
16. Februar 2005 zu Grunde gelegen hatten, so ergibt sich, dass eine anspruchserhebliche Tat-
sachenänderung auszuschliessen ist. Ein Vergleich mit den dazumal für die Rentenbemessung 
herangezogenen medizinischen Verhältnissen gemäss Arztbericht von Dr. D.____ vom Januar 
2004 zeigt mit Blick auf die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Verhältnisse viel-
mehr eine unveränderte Situation. So manifestierten sich die gesundheitlichen Beschwerden 
schon dazumal in einer erheblichen körperlichen Anstrengungsintoleranz mit insbesondere ei-
ner massiv allgemeinen Schwäche. Schon damals war deshalb davon auszugehen, dass phy-
sisch und seelisch auf längere Sicht keine verwertbare Erwerbs- oder Haushaltsfähigkeit mehr 
gegeben ist. Jene medizinische Situation deckt sich somit auch mit den aktuell massgebenden 
Verhältnissen einer polydisziplinär bedingten, vollständigen Erwerbsunfähigkeit.  
 
6.3 Die gestützt auf die ergänzenden Abklärungen des medizinischen Sachverhalts durch 
das Gerichtsgutachten der C.____ vom 20. Dezember 2012 offensichtlich vollständige Erwerbs- 
und Arbeitsunfähigkeit der Versicherten geht gemäss den hievor in Erwägung 4.3 aufgezeigten 

 
 
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Beweisregeln zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Gestützt auf diese überzeugend ausgefalle-
nen Erhebungen zu den gesundheitlichen Verhältnissen resultiert auch nach der von der Vorin-
stanz infolge Statuswechsels der Versicherten zu Recht nach der allgemeinen Methode des 
Einkommensvergleichs vorgenommenen Rentenbemessung ein IV-Grad von 100% und mithin 
weiterhin Anspruch auf eine ganze IV-Rente. Damit fehlt es an einem Revisionsgrund, wie er für 
die Herabsetzung der ursprünglich verfügten ganzen Rente nach Art. 17 ATSG indessen vor-
ausgesetzt wäre, so dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf Ausrichtung einer 
ganzen Invalidenrente wie bisher besitzt. Die gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 
20. November 2010 gerichtete Beschwerde ist demnach gutzuheissen. 
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 

die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs-
gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der 
unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt; gegenüber den Vorinstanzen bzw. 
den kantonalen Behörden werden indes grundsätzlich keine Verfahrenskosten erhoben. Da 
vorliegend die Vorinstanz unterlegen ist, ist auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzich-
ten und der geleistete Kostenvorschuss ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. Die Auf-
wendungen für die gerichtliche Begutachtung durch die C.____ sind demgegenüber der IV-
Stelle aufzuerlegen. So sind gemäss Art. 78 Abs. 3 IVV die Kosten von Abklärungsmassnah-
men von der IV-Stelle dann zu tragen, soweit sie für die Zusprechung von Leistungen unerläss-
lich waren (vgl. BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Diese Voraussetzung ist vorliegend gegeben, nach-
dem das Gericht mit Beschluss vom 19. Dezember 2011 zum Schluss gekommen war, dass 
eine abschliessende Beurteilung gestützt auf die bis zu jenem Zeitpunkt vorgelegene Aktenlage 
nicht möglich war und insbesondere die Frage der der Versicherten noch verbleibenden Er-
werbsfähigkeit in einer Verweistätigkeit näherer Prüfung bedurft hat. Die Kosten der C.____ für 
das Gerichtsgutachten belaufen sich gemäss Rechnungen vom 31. Dezember 2012 auf insge-
samt Fr. 13'769.75. Zuzüglich den Dolmetscherkosten gemäss Rechnung des Ausländerdiens-
tes Baselland vom 3. Januar 2013 im Umfang von Fr. 247.50 ergeben sich gerichtliche Begut-
achtungskosten von total Fr. 14'017.25, welche die IV-Stelle somit zu tragen hat. 
 
7.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz ihrer Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist der Beschwerde-
führerin deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Ihr Rechtsver-
treter hat in seiner Honorarnote vom 10. April 2013 einen Zeitaufwand von insgesamt 19,5 
Stunden sowie Auslagen von Fr. 180.-- ausgewiesen, was sich angesichts der mehrfach not-
wendigen Stellungnahmen, insbesondere im Zusammenhang mit dem gerichtlichen Begutach-
tungsauftrag, im Quervergleich mit gleichgelagerten Fällen als angemessen erweist. Die Bemü-
hungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwen-
dung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Damit ist der Beschwerde-
führerin für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 5'459.40 (19,5 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 180.-- zuzüglich 8% Mehr-
wertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft vom 29. November 2010 aufgehoben und es wird fest-
gestellt, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine 
ganze IV-Rente besitzt. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird der 
Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 14'017.25 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 5'459.40 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) auszurichten.