# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 115c5f99-944e-5116-9e9f-c336c1438e80
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-04-07
**Language:** de
**Title:** Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Schlussberichte und Empfehlungen Datenschutz 07.04.2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_EDOEB/CH_EDÖB_001_20140407-schlussberi_2014-04-07.pdf

## Full Text

Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter EDÖB 

 

 

 

 

Feldeggweg 1, 3003 Bern 

Tel. 031 323 74 84, Fax 031 325 99 96 

www.edoeb.admin.ch 

 
 

 

 

A2014.03.24-0011  07.04.2014  

 

 

 

 

 

Kundenbindungsprogramm 

Cumulus 

 

 

Schlussbericht 

vom 7. April 2014 

 

 

 

 

der Kontrolle des 

Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) 

gemäss Art. 29 des Bundesgesetzes 

über den Datenschutz (DSG) 

 

  

 
 

 

 
 

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Inhaltsverzeichnis 

 

1. Ausgangslage 4 

2. Umfang der Kontrolle 5 

3. Chronologie der Kontrolle 5 

4. Grundlagen des Schlussberichtes 6 

4.1. Eingereichte Dokumentation / beantwortete Fragen im Vorfeld der Kontrolle 6 

4.2. Kontrolle vom 18. Juni 2013 vor Ort in Zürich 6 

4.3. Fact Sheet und beantwortete offene Fragen im Nachgang der Kontrolle 7 

4.4. Schema der Datenflüsse im Rahmen von Cumulus 7 

5. Anmeldung 7 

5.1. Untersuchte Datenflüsse 7 

5.2. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 9 

6. Punktesammlung 11 

6.1. Untersuchte Datenflüsse 11 

6.2. Punktesammeln im Einzelnen 12 

6.3. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 13 

7. Marketing 14 

7.1. Marketing im Einzelnen 14 

7.2. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 15 

8. Werbung (von Migros) 16 

8.1. Untersuchte Datenflüsse 16 

8.2. Werbung im Einzelnen 17 

8.3. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 18 

9. Werbung (von Partnern) 19 

9.1. Werbung von Partnern im Einzelnen 19 

9.2. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 19 

10. Auskunftsrecht 20 

10.1. Untersuchter Datenfluss 20 

10.2. Auskunftsrecht im Einzelnen 20 

10.3. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 21 

 
 

 

 
 

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11. Datenauskünfte auf behördliche Anweisung 23 

11.1. Untersuchter Datenfluss 23 

11.2. Bekanntgabe von Kundendaten auf behördliche Anweisung im Einzelnen 23 

11.3. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 24 

12. Datenlöschung auf Verlangen der Kunden 24 

12.1. Untersuchter Datenfluss 24 

12.2. Löschanträge im Einzelnen 24 

12.3. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 25 

13. Aufbewahrung und Löschung weiterer Daten 26 

13.1. Untersuchter Datenfluss 26 

13.2. Aufbewahrung und Löschung weiterer Daten im Einzelnen 27 

13.3. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 27 

14. Sicherheit 28 

14.1. Sicherheitsmassnahmen im Einzelnen 28 

14.2. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 28 

15. Sensibilisierung und Schulung von Cumulus-Mitarbeitern 29 

15.1. Ergriffene Massnahmen und Beurteilung 29 

16. Ergebnisse 30 

16.1. Anmeldung 30 

16.2. Punktesammlung 32 

16.3. Marketing 32 

16.4. Werbung (von Migros) 32 

16.5. Werbung (von Partnern) 33 

16.6. Auskunftsrecht 34 

16.7. Datenauskünfte auf behördliche Anweisung 35 

16.8. Datenlöschung auf Verlangen der Kunden 36 

16.9. Aufbewahrung und Löschung weiterer Daten 36 

16.10. Sicherheit 37 

17. Schlussfolgerungen 38 

17.1. Bezüglich der Kontrolle des Kundenbindungsprogramms Cumulus 38 

17.2. Verfahren und weiteres Vorgehen 38 

  

 
 

 

 
 

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1. Ausgangslage 

Migros bietet seit dem 1. November 1997 ihren Kunden das Bonusprogramm Cumulus an. Der 

Benutzerkreis ist in dieser Zeit stetig gewachsen. Heute nutzen rund 2,7 Mio. Haushalte in der 

Schweiz aktiv eine Cumulus-Karte.  

 

Im Jahre 2005 hat der EDÖB eine Datenschutzkontrolle gemäss Art. 29 des Bundesgesetzes 

über den Datenschutz vom 19. Juni 1992 (DSG; SR 235.1) beim Migros durchgeführt. Die 

Ergebnisse wurden im Schlussbericht vom 23. Mai 2005 festgehalten. Zusammen mit diesem 

Bericht wurden vom EDÖB verschiedene Anpassungs- resp. Verbesserungsvorschläge oder 

Empfehlungen im Sinne des Art. 29 Abs. 3 DSG formuliert. Nach beinahe 10 Jahren erachtet 

es der EDÖB als angebracht, eine Nachkontrolle bei Migros durchzuführen. Ziel dieser 

Kontrolle ist einerseits die Überprüfung der Umsetzungen dieser Anpassungsvorschläge oder 

Empfehlungen und andererseits sollen die wesentlichen Neuerungen oder Änderungen im 

Zusammenhang mit dem Cumulus-Programm aus datenschutzrechtlicher Sicht beurteilt und 

festgehalten werden. 

 

In den vergangenen Jahren hat es in den Kernprozessen von Cumulus keine wesentlichen 

Veränderungen gegeben: Der Cumulus-Teilnehmer kauft ein und sammelt dabei Cumulus-

Punkte, wenn er seine Kundenkarte an der Kasse vorzeigt. Neuerungen wurden z.B. mit dem 

Online-Club für Familien „Famigros“ eingeführt, welcher sich an Mütter und Väter mit Kinder 

richtet. Zudem wurde die Spendemöglichkeit lanciert, wo ein Kunde seine gesammelten 

Punkte einem anderen Kunden oder einer Organisation übertragen kann. 

 

Seit 2002 unterstellt sich Cumulus selbstverpflichtend dem Datenschutzgütesiegel „Good 

Priv@cy“. Cumulus verfügt zudem über ein Datenschutz-Manual, welches anfangs 2012 

überarbeitet wurde. Darin werden die zentralen Datenschutz-Grundsätze für Cumulus definiert 

und kommuniziert.  

 

  

 
 

 

 
 

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2. Umfang der Kontrolle 

Im Rahmen der Nachkontrolle des EDÖB wurden die Datenflüsse im Zusammenhang mit dem 

Kundenbindungsprogramm Cumulus kontrolliert. 

 

Die Kontrolle fokussierte sich auf die Umsetzung der Änderungs- resp. 

Verbesserungsvorschläge oder Empfehlungen des Schlussberichtes vom 23. Mai 2005 sowie 

die Beurteilung und Festhaltung der wesentlichen Neuerungen oder Änderungen im 

Zusammenhang mit dem Cumulus-Programm.  

 

 

3. Chronologie der Kontrolle 

April 2013 Beschluss des EDÖB zur Durchführung einer Nachkontrolle beim Migros-

Genossenschafts-Bund (im Folgenden MGB) im Rahmen des 

Kundenbindungsprogramms Cumulus. 

16. Mai 2013 Ankündigung der Kontrolle beim MGB mit der Bitte um Dokumentation 

über das Kundenbindungsprogramm und Beantwortung von 

Zusatzfragen. 

10. Juni 2013 Eingang der Unterlagen und Dokumente von Migros (eingereicht durch 

Cumulus Marketing Services und MGB Rechtsabteilung). 

18. Juni 2013 Durchführung der Datenschutzkontrolle vor Ort am Hauptsitz des MGB in 

Zürich.  

25. Juli 2013 Zusendung eines Fact Sheets der Datenschutzkontrolle vom 18. Juni 

2013 an die Rechtsabteilung MGB zur Konsultation und Bitte um 

materielle Berichtigung.  

21. August 2013 Eingang der Antworten auf die noch offenen Fragen des EDÖB mit 

materieller Berichtigung des Fact Sheets. 

7. April 2014 Verabschiedung des Schlussberichtes durch den EDÖB. 

 

 

 
 

 

 
 

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4. Grundlagen des Schlussberichtes 

4.1. Eingereichte Dokumentation / beantwortete Fragen im Vorfeld der 

Kontrolle 

Der vorliegende Bericht stützt sich auf den Schlussbericht vom 23. Mai 2005, die vom MGB 

eingereichte Dokumentation im Vorfeld der Nachkontrolle sowie auf die in diesem 

Zusammenhang ebenfalls beantworteten Fragen des EDÖB zu den Datenbearbeitungen und 

Datenflüssen. Insofern widerspiegelt der Schlussbericht eine Bestandesaufnahme der 

Datenbearbeitung, wie sie dem EDÖB im Juni 2013 anhand der vorhandenen resp. 

eingereichten Dokumentation sowie anhand der Sitzung vor Ort bekannt waren.  

 

4.2. Kontrolle vom 18. Juni 2013 vor Ort in Zürich 

Am 18. Juni 2013 hielt der EDÖB in den Räumlichkeiten am Hauptsitz des MGB in Zürich eine 

Sitzung mit den in das Cumulus-Programm involvierten Akteure ab. Dieser Augenschein vor 

Ort bildet ebenfalls eine wichtige Grundlage für den vorliegenden Kontrollbericht. 

 

Anwesende Personen 

Von Seiten der Migros waren die Projektleiterin Cumulus und Datenschutzverantwortliche 

Cumulus, der stv. Leiter Direktion Recht MGB, der Leiter Cumulus, der Leiter Customer 

Intelligence, der Leiter Datawarehouse Solution / IT-Cumulus, der Fachbereichsleiter 

BI/CRM/Cumulus / IT-Cumulus sowie die Leiterin Cumulus-Infoline anwesend. 

 

Der EDÖB war durch einen Juristen und einen Informatiker vor Ort vertreten. 

 

Besichtigte Unterlagen/Präsentationen 

In chronologischer Abfolge: 

 Grundlagen in das Cumulus-Programm 

 Änderungen Cumulus im Vergleich zum Schlussbericht von 2005 

 Präsentation der Marketingauswertung im Rahmen von Cumulus 

 Handhabung des Auskunftsbegehrens 

 

 
 

 

 
 

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4.3. Fact Sheet und beantwortete offene Fragen im Nachgang der Kontrolle 

Migros hat vom EDÖB eine Zusammenstellung der wesentlichen Grundlagen des Cumulus-

Programms erhalten, wie es die Mitarbeiter des EDÖB gestützt auf die erhaltenen Unterlagen 

und gestützt auf die Sitzung vor Ort verstanden haben (sog. Fact Sheet). 

 

Dieses Fact Sheet wurde Cumulus Marketing Services und der Rechtsabteilung des MGB zur 

Konsultation unterbreitet, mit Bitte um materielle Berichtigung. Das bereinigte Fact Sheet 

sowie die Antworten auf die Rückfragen stellen ebenfalls eine wichtige Grundlage für den 

vorliegenden Schlussbericht dar. 

 

4.4. Schema der Datenflüsse im Rahmen von Cumulus 

Da bezüglich den Datenflüssen bei Cumulus keine Änderungen festgestellt werden konnten, 

kann hier auf die Schemata im Schlussbericht vom 23. Mai 2005 verwiesen werden.  

 

 

5. Anmeldung 

5.1. Untersuchte Datenflüsse 

Die Anmeldung zum Cumulus-Programm kann zum einen mit dem klassischen Anmeldetalon 

in der Anmeldebroschüre erfolgen, welche in jeder Migros-Filiale aufliegt. Darin enthalten sind 

detaillierte Angaben zu Cumulus, eine Auflistung aller Programmpartner, bei denen Punkte 

gesammelt resp. wieder eingelöst werden können, eine Cumulus-Karte, 4 Kleber mit der 

Cumulus-Nummer, Angaben zur Cumulus-Infoline und die allgemeinen 

Geschäftsbedingungen (im Folgenden AGB). Der Kunde füllt den Talon mit seinen 

persönlichen Daten aus und sendet diesen an die Migros. Der Talon wird intern in der Migros 

an das externe Call Center (sog. „Cumulus-Infoline“; Betreiberin ist die avocis TELAG [im 

Folgenden TELAG]) geschickt, welches die Daten in die Cumulus-Datenbank überträgt. 

 

Zweitens können Kunden gegenüber der Prozessbeschreibung von 2005 heute auch über ein 

Online-Formular auf der Homepage von Cumulus Mitglieder werden (Link: 

https://www.migros.ch/cumulus/de/ueber-cumulus/cumulus-mitglied-werden.html). Migros 

 
 

 

 
 

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informiert auf dieser Homepage, wo die Kunden Cumulus-Punkte sammeln und einlösen 

können. Die AGB sind per Link einsehbar und müssen bei der Anmeldung vom Kunden aktiv 

bestätigt werden (siehe unten). Zusätzlich informiert Migros am Ort dieser AGB-Bestätigung 

nochmals, dass Migros die Daten für weitere Zwecke (Marketing, Auswertungen, Statistik) 

verwenden darf. Diese Information entspricht im Wesentlichen der gedruckten Version auf 

dem Anmeldetalon (siehe folgend). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Informationen findet der interessierte Kunde auf der Homepage von Cumulus. Dort 

befindet sich auch eine Rubrik „Datenschutz“, wo die Migros u.a. über das Auskunfts-, das 

Löschungsrecht und die Aufbewahrungszeiten der Daten informiert und Formulare zur 

Verfügung stellt.  

 

Obligatorische Angaben sowohl bei der Anmeldung per Anmeldetalon als auch mit dem 

Online-Formular sind: Anrede, Vorname, Nachname, Strasse, PLZ und Ort, Land und 

Geburtsdatum. Zusätzlich wird bei der Online-Anmeldung eine E-Mail-Adresse verlangt, da 

hier ein Anmelde-Bestätigungsmail auf die angegebene Adresse erfolgt. Grundsätzlich sind 

die Angaben zur Haushaltsgrösse und das Geburtsdatum auch auf dem Anmeldetalon als 

obligatorische Angaben deklariert, eine Anmeldung wird jedoch in der Praxis auch ohne diese 

Daten akzeptiert. 

 

In Ziffer 3 der AGB informiert Migros über den Zweck der Datensammlung von Cumulus. Darin 

wird erwähnt, dass Migros Informationen über die Einkäufe sammeln und für Marketingzwecke 

auswerten darf. Weiter heisst es, dass „gestützt auf die Einkaufsdaten bei Unternehmen der 

 
 

 

 
 

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M-Gruppe Warenkorbanalysen durchgeführt werden können, die das Konsumverhalten sowie 

persönliche Personenprofile der betroffenen Person widerspiegeln können“.  

 

Kunden haben bei beiden Anmeldeformen die Möglichkeiten, vom Angebot auf Direktwerbung 

zu verzichten (Opting-out). Dieser Verzicht kann gemäss Migros auch noch nachträglich 

geltend gemacht werden (z.B. über die Cumulus-Infoline). Darüber hinaus können Kunden mit 

der Anmeldung gleichzeitig Informationen über die Cumulus-MasterCard bestellen. 

 

Bei sogenannten Aktionen mit „Cumulus-Vorteilen“ kann der Cumulus-Kunde von weiteren 

zeitlich begrenzten Aktionen profitieren, beispielsweise einen Velohelm mit 25% Rabatt.  

 

Anmeldungen, wo Kunden Änderungen an den AGB vorgenommen haben, werden nicht 

akzeptiert. Die Kunden werden von der Cumulus-Infoline schriftlich in Kenntnis gesetzt, dass 

sie nicht am Cumulus-Programm teilnehmen können. 

 

Am 16. März 2012 lancierte die Migros den Klub für Familien „Famigros“ (www.famigros.ch). 

Der bisherige „Babyclub“ wurde Ende April 2012 aufgehoben. „Famigros“ richtet sich an Mütter 

und Väter mit Kindern, bzw. ab Schwangerschaft bis zum 25. Lebensjahr des Nachwuchses; 

daneben können die Familien ihr Haustier bei der Anmeldung angeben. Eine Anmeldung zu 

„Famigros“ ist nur online möglich und dies nur für bestehende Cumulus-Kunden. Folgende 

Angaben können bei der Anmeldung gemacht werden: Angaben zu den Kindern (Geschlecht, 

Name, Geburtsdatum), Angaben zur Schwangerschaft (Voraussichtlicher Geburtstermin) und 

Angaben zu den Haustieren (Art/Gattung, Name, Geburtsdatum). Der Klub bietet den Kunden 

u.a. gewisse Vergünstigungen (z.B. Eintritt in den Europa-Park) und diverse praktische 

Informationen auf der Homepage von „Famigros“.  

 

5.2. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 

Die Angaben auf der Anmeldung sind Personendaten im Sinne des Datenschutzgesetzes, für 

deren Bearbeitung ein Rechtfertigungsgrund (Art. 12 und 13 DSG) benötigt wird. Als 

Rechtfertigungsgrund der Datenbearbeitung kommt im vorliegenden Fall die Einwilligung der 

betroffenen Personen in Frage. Eine rechtlich gültige Einwilligung setzt nach Art. 4 Abs. 5 Satz 

1 voraus, dass a) eine angemessene Information bezüglich der Datenbearbeitung vorliegt, in 

die eingewilligt werden soll; b) eine Willenserklärung vorliegt, aus welcher die Zustimmung zu 

 
 

 

 
 

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dieser Datenbearbeitung entnommen werden kann und c) die Willenserklärung freiwilligt 

erfolgt. Die Kunden geben mit der Anmeldung zum Kundenbindungsprogramm Cumulus auf 

freiwilliger Basis mit ihrer Einwilligung persönliche Daten (Art. 3 lit. a DSG) bekannt und 

erhalten dafür eine Cumulus-Nummer, mit der sie von nun an bei jedem Einkauf Punkte 

sammeln und später einlösen können. Bei gewissen Produkten im Rahmen von Aktionen mit 

„Cumulus-Vorteil“ ist der Kunde auf den Besitz der Cumulus-Karte angewiesen, um von dem 

Preisvorteil zu profitieren. Dieser Umstand kann unter dem Aspekt der Freiwilligkeit der 

Einwilligung zur Datenbearbeitung resp. Teilnahme am Cumulus-Programm problematisch 

sein. Die Aktionen sind zeitlich und von der Produktmenge und -wahl derart zu beschränken 

resp. zu wählen, dass eine echtes Alternativverhalten aus der Sicht der Kundschaft 

gewährleistet ist, das heisst, dass die Kunden, welche nicht im Besitz einer Cumulus-Karte 

sind, vergleichbare Angebote ohne Cumulus-Karte beziehen können. Aus heutiger Sicht ist 

dies gewährleistet. Sollen die Aktionen mit „Cumulus-Vorteil“ in Zukunft ausgedehnt werden, 

kann u.U. nicht mehr von einer freiwilligen Einwilligung und damit von einer rechtsgültigen 

Einwilligung im Sinne von Art. 4 Abs. 5 Satz 1 DSG gesprochen werden. 

 

Die Bearbeitung von Personendaten muss nach Treu und Glauben erfolgen (Art. 4 Abs. 2 

DSG). Daten sollen nicht in einer Art erhoben werden, mit der die betroffene Person aus den 

Umständen heraus nicht rechnen musste und mit der sie nicht einverstanden gewesen wäre. 

Die Datenbearbeitung muss für die betroffenen Personen transparent erfolgen. Aufgrund des 

gesamten Prozederes ist den Cumulus-Antragsstellern klar, dass es sich um eine Kundenkarte 

handelt, und dass Migros grundsätzlich die Angaben von Cumulus für Werbung nutzen kann. 

Explizit informiert Migros einerseits direkt bei der Anmeldung und andererseits in Ziffer 3 der 

AGB über die Datenbearbeitung im Zusammenhang mit dem Cumulus-Programm. Hier wird 

dem Kunden mitgeteilt, dass „die Einkaufsdaten bei Unternehmen der M-Gruppe gesammelt 

und eine Warenkorbanalyse vorgenommen wird. Daraus werden Angaben zum 

Konsumverhalten und Personenprofile ermittelt“. Sowohl auf der Anmeldebroschüre wie auch 

auf der Website finden sich umfassende Informationen zum Ablauf und Inhalt des Cumulus-

Programms. Gemeinsam mit den AGB beschreiben diese Angaben den Zweck und Umfang 

der Datenbearbeitung. Auch in dieser Hinsicht erfolgt die Datenbearbeitung für den Kunden 

transparent (Art. 4 Abs. 2 DSG). Es wird explizit aufgeführt, wer Adressen von Kunden 

beziehen oder verwerten kann, was aus Sicht des Grundsatzes der Transparenz der 

Datenbearbeitung (Art. 4 Abs. 2 DSG) zu begrüssen ist. Bei der Phase der Anmeldung gibt 

der Kunde seine Stammdaten in Form von Adressangaben und Telefonnummer bekannt. 

 
 

 

 
 

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Bezüglich der Stammdaten erfolgt die Datenerhebung in inhaltlicher Sicht verhältnismässig 

(Art. 4 Abs. 2 DSG).  

 

Nach Art. 12 Abs. 2 lit. b DSG kann eine betroffene Person die Bearbeitung bzw. die weitere 

Bearbeitung ihrer Personendaten untersagen. Cumulus-Kunden haben durch Ankreuzen 

eines entsprechenden Feldes die Möglichkeit, auf weitere Angebote oder Informationen zu 

verzichten (sog. Opting-out). Ein Kunde hat also die Wahlmöglichkeit, ob er auf weiterführende 

Angebote und Informationen, konkret Direktwerbung, verzichten möchte. Wird das 

entsprechende Feld nicht angekreuzt, willigt der Kunde implizit in eine weitere Datennutzung 

seiner Adressdaten ein (Art. 13 Abs. 1 DSG; vgl. dazu aber Ziff. 8.3). 

 

Im Unterschied zur klassischen Anmeldung mittels Anmeldebroschüre finden sich auf der 

Homepage von Cumulus wesentliche datenschutzrechtliche Informationen zum Auskunfts- 

und Löschungsrecht und zu den Aufbewahrungszeiten der Daten in der Rubrik „Datenschutz“. 

Diese datenschutzrechtlichen Informationen zu den tragenden Datenschutzrechte sind auch 

in der Anmeldebroschüre mitzuteilen. Im Sinne des Transparenzgebots (Art. 4 Abs. 2 DSG) 

schlagen wir deshalb vor, auf der Anmeldebroschüre direkt bei den AGB ein Hinweis auf 

weitere Informationen und dem Formular über die Auskunftserteilung auf der Homepage 

abzudrucken (vgl. dazu auch Ziff. 10.2.,10.3 und 12.3).   

 

 

6. Punktesammlung 

6.1. Untersuchte Datenflüsse 

Wie bis anhin, kann ein Kunde, der in der Migros oder einem Sammelpartner einkauft, selber 

entscheiden, ob er seine Cumulus-Karte zeigen will oder nicht. Falls er die Karte vorzeigt, 

werden ihm die entsprechenden Punkte auf sein Konto gutgeschrieben. Wenn die Transaktion 

in einer Migros-Filiale stattgefunden hat, wird die gesamte Transaktion in der Cumulus-

Datenbank gespeichert. Insbesondere werden folgende Informationen festgehalten: wer 

(Cumulus-Nummer) hat was (Warenkorb inkl. detailliertem Inhalt), wann (Zeit und Datum) und 

wo (in welcher Filiale) gekauft. Wenn die Transaktion bei einer Partnerfirma stattfindet, erhält 

Migros nur eine beschränkte Anzahl von Informationen, und zwar: wer (Cumulus-Nummer) hat 

wann (Zeit und Datum), wo (in welcher Filiale) und für wie viele Punkte etwas gekauft. Von der 

 
 

 

 
 

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Partnerfirma werden in diesem Fall keine Informationen über den Warenkorbinhalt übermittelt. 

Die gesammelten Einkaufsdaten von den Kassen werden während der Nacht jeweils an den 

MGB-Server transferiert. Alle zwei Monate erhält ein Kunde eine Abrechnung per Post, auf der 

sein Punktestand und die gutgeschriebenen Cumulus-Punkte ersichtlich sind. 

 

6.2. Punktesammeln im Einzelnen 

Kunden, die am Cumulus-Programm teilnehmen, können bei jedem Einkauf mit Vorweisen der 

Cumulus-Karte Punkte sammeln (je 1 Punkt pro 1.- CHF Umsatz). Der Punktestand wird alle 

zwei Monate zusammengezählt und pro 500 Punkte erhalten die Kunden per Post einen 

Cumulus-Bon im Wert von 5.- CHF. Anfangs 2013 führte Migros die Bonus-Coupons ein: 

Kunden erhalten ab Fr. 100.—an der Kasse einen 2-fach-Bonus-Coupon, resp. einen 5-fach-

Bonus-Coupon für Einkäufe ab Fr. 500.--. Dieser Bonus-Coupon ist bis zum Ende des 

Folgemonats in den Migros-Supermärkten oder in den Fachmärkten SportXX, MElectronics, 

Micasa und Do it + Garten einlösbar. Die so gesammelten Bonus-Cumulus-Punkte erhalten 

die Kunden mit allen ihren anderen Punkten wie gewohnt alle 2 Monate in Form von blauen 

Cumulus-Bons ausbezahlt.  

 

Cumulus-Punkte sammeln und einlösen kann man in folgenden Märkten: Migros, Migros-

Restaurant, micasa, Le Shop.ch, SportXX, exlibris, melectronics, OutdoorSportXX, Do it + 

Garten, OBI, Migrol, migrolino, Migros Ferien und Migros Partner. Nur sammeln in Migrosbank, 

Mobility, Depot, travel.ch, m-way und Eurocentres. Seit 2005 sind folgende Sammelpartner 

dazukommen: Depot, m-way, Eurocentres, Migros Ferien, Mobility und Cumulus-Mastercard 

(Cembra Money Bank). 

 

Im November 2012 wurde mit Cumulus-Extra eine weitere Einlöse-Art eingeführt. Die Kunden 

können dabei die blauen Cumulus-Bons auf der Cumulus-Homepage in Gutscheine von 

ausgesuchten Partnern eintauschen und so den Wert ihrer Bons vervielfachen. 

 

Statt die Punkte einzulösen können die Cumulus-Kunden ihre Punkte seit kurzem einer 

gemeinnützen Organisation oder einem beliebigen anderen Cumulus-Teilnehmer spenden. 

Der Spendenauftrag kann online ausgelöst bzw. geändert oder gelöscht werden. Auf der 

Homepage von Cumulus werden verschiedene Organisationen als Spendenempfänger 

empfohlen. Die Spendenempfänger erhalten jeweils die Vor- und Nachnamen ihrer Spender. 

 
 

 

 
 

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Die vom „Famigros“-Kunden hinterlegten Daten, welche bei der Anmeldung von den Kunden 

angegeben wurden, werden ausschliesslich für „Famigros“- oder Cumulus-Auswertungen 

verwendet. Eine Bekanntgabe an Dritte ausserhalb der M-Gruppe findet nicht statt. 

 

6.3. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 

Die Bearbeitung von Personendaten hat sich am Grundsatz der Verhältnismässigkeit 

auszurichten (Art. 4 Abs. 2 DSG). Verhältnismässigkeit bedeutet, dass ein Datenbearbeiter 

nur diejenigen Daten bearbeiten darf, die zur Erreichung eines bestimmten Zwecks objektiv 

geeignet und tatsächlich erforderlich sind, und dass die Nachteile, die mit der Bearbeitung 

verbunden sind, in einem angemessenen Verhältnis zu den Vorteilen stehen müssen. Die 

Kunden können Punkte nur sammeln, wenn sie ihre Cumulus-Karten an der Kasse vorweisen. 

Insofern kann die betroffene Person selber bestimmen, wann sie mit ihrem Einkauf Punkte 

(und damit personenbezogene Daten) genieren will und wann nicht.  

 Insofern kann das Kaufverhalten 

einer Person nicht heimlich oder ohne ihr Wissen festgehalten werden (Datenbearbeitung 

nach Treu und Glauben, Art. 4 Abs. 2 DSG und mit Einwilligung, Art. 13 DSG). 

 

Der Datenfluss zwischen Migros und den Sammelpartner erfolgt per gesicherter Übermittlung 

der Cumulus-Nummer via HTTPS (Webservice) mit einem SSL-Zertifikat geschützt. Weitere 

persönliche Daten (wie Name und Personalien) werden im Rahmen der Punktesammlung 

nicht bearbeitet. Bezüglich der Kombination der Cumulus-Karte mit einer Mastercard-Option 

ist anzumerken, dass Migros keine Kredit- oder Debitkartennummer speichert. Eine 

Verbindung von Cumulus-Nummer zur Zahlkarten-Nummer gibt es aus Sicherheitsgründen 

nicht. Bei jedem Einkauf ist bekannt, ob bar oder mit welcher Art („Brand“) von Zahlkarte der 

Hauptbetrag erfolgt ist. In diesem Sinne erfolgt die Datenbearbeitung verhältnismässig (Art. 4 

Abs. 2 DSG).  

 

Für den Versand der zweimonatlichen Cumulus-Schreiben an die Kunden liefert die IT-

Cumulus die notwendigen Daten an die Druckerei. Nach dem Erstellen und Versand der 

Mailings werden die Daten bei der Druckerei gelöscht. In diesem Sinne erfolgt die 

Datenbearbeitung verhältnismässig (Art. 4 Abs. 2 DSG).   

 

 
 

 

 
 

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Bezüglich den Spenden werden auf der Cumulus-Datenbank die Spender bzw. die 

Spendenempfänger vermerkt. Die Daten werden ausschliesslich zur Sicherstellung des 

Spendenbetrages verwendet und nicht weiter verwendet. Auch hier erfolgt die 

Datenbearbeitung verhältnismässig (Art. 4 Abs. 2 DSG). Spender werde auf der Homepage 

unter der Rubrik „Fragen & Antworten“ darüber informiert, dass die Spendenempfänger Vor- 

und Nachname des Spenders erhalten. Insofern ist diese Datenbearbeitung transparent (Art. 

4 Abs. 2 DSG). 

 

 

7. Marketing 

7.1. Marketing im Einzelnen 

Die detaillierten Einkaufsdaten von Cumulus-Kunden werden in der Cumulus-Datenbank 

festgehalten. In der Abteilung Marketing Analysen erfolgt die Auswertung der Daten zu 

Marketing- sowie statistischen Zwecken. Die häufigsten Analysen werden hier auf 

aggregierten Ebenen vorgenommen, z.B. Anzahl Kunden in der Filiale XY letzte Woche, 

durchschnittliche Einkaufshäufigkeit in der Kategorie „BeautySelfcareWorld“ im vergangenen 

Jahr und dergleichen. Des weiteren werden Analysen zum Zwecke der 

Kundensegmentierungen vorgenommen.     

      

 

 

 

 

 

 

 

      

  

 

Markterhebungen können im TCRM (= Total Customer Relationship Management) bis zum 

Kauf eines einzigen Produktes vorgenommen werden. Wie bereits in Bericht von 2005 

festgehalten, würde der Vollzugriff auf die Cumulus-Daten es theoretisch erlauben, das 

 
 

 

 
 

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Kaufverhalten eines einzelnen Kunden zu untersuchen. Jedoch verbietet eine interne Weisung 

(festgehalten im Datenschutz-Management-Handbuch [im Folgenden DSM-Handbuch]) die 

Analyse auf Ebene Einzelkunde (also personenspezifisch). Eine solche Analyse auf Ebene 

Einzelkunde (z.B. im Rahmen einer strafrechtlichen Ermittlung, vgl. unten Ziff. 11) muss durch 

die Cumulus Marketing Services freigegeben werden. In dieser internen Weisung ist auch 

festgehalten, dass keine Personendaten direkt an irgendwelche interne oder externe 

Interessierte (d.h. an Dritte) oder Auftraggeber (d.h. Trägerunternehmen oder 

Partnerunternehmen, welche Adressanträge stellen) geliefert werden. Die Datenbankzugriffe 

werden zudem protokolliert, jedoch finden davon keine Auswertungen statt. In den 

regelmässigen Schulungen und im Rahmen von Audits wird immer wieder auf das Verbot der 

Einzel-Auswertungen aufmerksam gemacht.  

 

Entsprechende Auswertungsanträge im Hinblick auf Direct Marketing Aktionen laufen immer 

über die Cumulus Marketing Services. 

 

7.2. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 

Gemäss Art. 3 lit. d DSG stellt eine Zusammenstellung einer grösseren Zahl von Daten über 

die Persönlichkeitsstruktur, die beruflichen Fähigkeiten oder auch die die ausserberuflichen 

Beziehungen und Tätigkeiten, die ein Gesamtbild oder ein wesentliches Teilbild der 

betroffenen Person ergeben, ein Persönlichkeitsprofil dar. Mit der Nutzung der Cumulus-Karte 

speichert Migros sämtliche Einkäufe der bei ihr registrierten Kunden (falls die Karte an der 

Kasse vorgezeigt wird) und kann sich so ein Bild von den Konsumgewohnheiten der Personen 

machen, was einem Persönlichkeitsprofil im Sinne von Art. 3 lit. d DSG entspricht. Ob die 

Kundenkarte von mehreren Personen zugleich benutzt wird, spielt keine Rolle, da der 

Grossverteiler die Angaben einer bestimmten Person, d.h. dem registrierten Kunden, 

zuordnen wird, mit dessen Einwilligung allenfalls auch weitere Personen die Kundenkarte 

benutzen.  

 

Mit der Beschaffung von besonders schützenswerten Personendaten oder 

Persönlichkeitsprofile ist eine erweiterte Informationspflicht des Dateninhabers verbunden. 

Diese ist in Art. 14 DSG geregelt. Gemäss Abs. 2 muss der Inhaber der Datensammlung der 

betroffenen Person – in der Regel ausdrücklich – alle Informationen zukommen lassen, die für 

eine Bearbeitung nach dem Grundsatz von Treu und Glauben und der Verhältnismässigkeit 

 
 

 

 
 

16/39 

 
 

erforderlich sind. Es sind dies mindestens die Informationen gemäss den Buchstaben a bis c, 

das heisst die Identität des Inhabers der Datensammlung, den Zweck des Bearbeitens und die 

Kategorien allfälliger Datenempfänger wie in Ziff. 5.2 festgehalten, erfolgt diese Information 

korrekt. 

 

Wie im Bericht des EDÖB von 2005 festgehalten, kann im TCRM in Verbindung mit dem 

Cumulus-Dialogsystem („CuDi“), wo alle Stamm- und Programmdaten abrufbar sind, 

Erhebungen über das Kaufverhalten der Cumulus-Kundschaft bis zum Kauf eines einzigen 

Produktes vorgenommen werden. Gestützt auf die Erhebung von Warenkörben steht der 

Marketing Abteilung eine enorme Auswahl an Kriterien zur Markt- und Kundenerforschung 

offen. Aufgrund dieser Feststellung hat der EDÖB 2005 die Empfehlung (Empfehlung Nr. 1) 

erlassen, dass die Zweckumschreibung bezüglich der Warenkorbanalyse und 

Marketingauswertungen in den AGB präziser und für den Kunden transparenter formuliert 

werden soll. In Ziffer 3 der aktuellen AGB informiert Migros, dass „Gestützt auf Ihre 

Einkaufsdaten bei Unternehmen der M-Gruppe können Warenkorbanalysen durchgeführt 

werden, die das Konsumverhalten sowie persönliche Personenprofile widerspiegeln können.“ 

In Ziff. 10 AGB wird informiert, dass die aktuell gültigen AGB jederzeit unter 

www.migros.ch/cumulus abrufbar sind. Damit wurde die Empfehlung des EDÖB aus dem 

Schlussbericht von 2005 vollumfänglich umgesetzt. 

 

 

8. Werbung (von Migros) 

8.1. Untersuchte Datenflüsse 

Die Abteilung Customer Web Analyse (CWI) kann im Auftrag von Cumulus Marketing Services 

die Daten von Cumulus-Kunden analysieren und gestützt darauf kundenspezifische Werbung 

(Direct Marketing Aktionen) lancieren. Die Auswahlkriterien der Marketinganalysen für diese 

Direktwerbung können sehr variabel sein (z.B. Kaufkraft, Umsatz, Wohnort, Alter, Kaufgruppe 

eines bestimmten Produktes oder Produktsortiments). Die von den Cumulus-Kunden 

erhaltenen und gesammelten Daten erlauben eine detaillierte Warenkorbanalyse. Mit den 

gewählten Kriterien wird eine gewisse Gruppe von Kunden ausgewählt und gezielt 

angeschrieben. Die Adressen werden von einer Druckerei (im Folgenden Mailhouse oder 

Lettershop genannt) gedruckt und die Werbung direkt an die einzelnen Haushalte verschickt. 

 
 

 

 
 

17/39 

 
 

 

8.2. Werbung im Einzelnen 

Alle zwei Monate erhält jeder aktive Teilnehmer am Cumulus-Programm eine persönliche 

Konto-Abrechnung mit den Bons, dem Cumulus-Magazin und individualisierten Coupon-

Bögen. Gegenüber der Sachverhaltsfeststellung von 2005 ist die „Aktuell“-Beilage 

weggefallen. „Famigros“-Mitglieder werden je nach Mailing mittels einem speziellen Direct 

Mailing, Newsletter oder mittels dem Migros Magazin angesprochen.  

 

Adressdaten für den Cumulus-Versand gehen direkt vom CWI an eine Druckerei, unter 

Einhaltung der entsprechenden Datenschutz-Richtlinien.  

 

Die Marketingabteilung von Cumulus betreibt Direktwerbung für Unternehmen der Migros-

Gruppe, wie Migros-Filialen, OBI, Hotelplan, Micasa, sportXX, M-Electronics etc. Alle 

hausinternen Anfragen für einkaufspezifische Angebote laufen über die Cumulus Marketing 

Services. 

 

         Dabei werden 

ausschliesslich Kunden angeschrieben, welche auf Werbung nicht verzichtet haben. Interne 

Kontrollprozesse bei Cumulus sollen sicherstellen, dass einerseits die Relevanz der Botschaft 

bei der Zielgruppe gewahrt wird (durch entsprechende Selektion auf Basis des 

Einkaufsverhaltens); andererseits muss bei jedem Mailing die Adressquelle Cumulus deutlich 

ersichtlich sein. 

 

Auf dem Anmeldetalon kann fakultativ eine E-Mail-Adresse angegeben werden, bei der online-

Anmeldung ist sie obligatorisch (da hier ein Bestätigungsmail für die Anmeldung erfolgt). E-

Mail-Mailings werden jedoch für Cumulus bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht angewendet. 

  

 

Bis anhin können Kunden nur eine globale Zustimmung resp. eine Widerspruchserklärung für 

Werbung für alle Kanäle gemeinsam also postalisch, E-Mail oder Telefon geben. Aktuell wird 

dies verfeinert, so dass eine kanalspezifische An- und Abmeldung ermöglicht wird. Von 

telefonischer Werbung wird nur sehr selten Gebrauch gemacht.  

 

 
 

 

 
 

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8.3. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 

Bezüglich der Voraussetzungen für eine rechtsgültige Einwilligung kann auf Ziff. 5.2. 

verwiesen werden. Eine Einwilligung ist vor der fraglichen Datenbearbeitung jederzeit und frei 

widerruflich (Art. 27 Abs. 2 Schweizerisches Zivilgesetzbuch [ZGB]; SR 210). Mit der 

Anmeldung am Cumulus-Programm willigt ein Kunde explizit ein, dass seine Cumulus-Daten 

zu Marketingzwecken ausgewertet werden. Wer keine zusätzlichen Informationen oder 

Angebote erhalten will, kann dies mit einer Verzichtserklärung in der Anmeldung zum 

Ausdruck bringen. Migros akzeptiert jedoch auch eine Verzichtserklärung zu einem späteren 

Zeitpunkt; eine Information über die nachträgliche Verzichtsmöglichkeit fehlt jedoch. Im Sinne 

der vollständigen Transparenz über das Recht der jederzeitigen freien Widerrufbarkeit der 

Einwilligung ist hier eine Ergänzung in den AGB anzubringen. 

 

Die Einkaufsdaten der Kunden werden auch bei einer Verzichtserklärung weiterhin für 

Marketingzwecke analysiert. Ein Verzicht auf die Warenkorbanalyse ist nur in Verbindung mit 

dem Austritt aus dem Cumulus-Programm möglich. Dass in Zukunft eine kanalspezifische An- 

resp. Abmeldung für Werbekontakte vorgesehen wird, ist zu begrüssen.  

 

In Ziff. 12 der AGB heisst es, dass Migros ihrer Cumulus-Kundschaft periodisch spezielle 

Cumulus-Angebote unterbreitet. Im Zusammenhang mit der Möglichkeit der 

Verzichtserklärung geht man als Kunde wohl davon aus, dass man neben der Abrechnung 

und den Cumulus-Bons sowie Rabatt-Coupons kein weiteres Werbematerial erhält. Der EDÖB 

hat deshalb im Schlussbericht vom 23. Mai 2005 die Empfehlung erlassen (Empfehlung Nr. 

2), dass bezüglich eines Spezialversandes in der Anmeldebroschüre oder den AGB 

hingewiesen wird oder dass dieser Versand in Zukunft ganz unterlassen wird. Da die „Aktuell“-

Beilage weggefallen ist und kein weiterer Spezialversand festgestellt werden konnte, wurde 

der Empfehlung Nr. 2 vollumfänglich entsprochen. 

 

Personendaten dürfen nur für den Zweck bearbeitet werden, welcher bei der Beschaffung 

angegeben worden ist oder aus den Umständen ersichtlich oder gesetzlich vorgesehen ist 

(Art. 4 Abs. 3 DSG. Der Verwendungszweck der Daten muss bereits bei der Datenbeschaffung 

ersichtlich sein oder sonst feststehen. Der EDÖB begrüsst die Tatsache sehr, dass 

Adressdaten nie an Partnerunternehmen direkt herausgegeben werden und damit das Risiko 

einer Zweckentfremdung (vgl. Art. 4 Abs. 3 DSG) möglichst gering gehalten wird. 

 
 

 

 
 

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9. Werbung (von Partnern) 

9.1. Werbung von Partnern im Einzelnen 

Gegenüber der Sachverhaltsfeststellung von 2005 hat sich in den Prozessen nichts verändert. 

Die Generali-Versicherung ist als Partnerunternehmen ausgeschieden, neue Partner sind 

keine hinzugekommen. 

 

9.2. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 

Den Partnerunternehmen werden die sondierten Adressdaten der Cumulus-Kundschaft nie 

direkt ausgehändigt. Insofern erscheint im Hinblick auf die Adressherausgabe und im Hinblick 

auf den Werbeversand die inhaltliche Verhältnismässigkeit der Datenbearbeitung resp. der 

Grundsatz der Datensparsamkeit (Art. 4 Abs. 2 DSG) gewährleistet. Zusätzlich wird vertraglich 

klargestellt, dass Cumulus den Partnerunternehmen keine Personalien der Cumulus-

Kundschaft und insbesondere auch keine Kundenadressen oder andere Informationen über 

die Cumulus-Kunden zur Verfügung stellt (Ziff. 4 des Cumulus-Partner-Vertrages). Diese 

Vertragsklausel dient ebenfalls der Gewährleistung der inhaltlichen Verhältnismässigkeit der 

Datenbearbeitung (Art. 4 Abs. 2 DSG) und tritt der Gefahr einer Zweckentfremdung (vgl. Art. 

4 Abs. 3 DSG) durch Migros-externe Partnerunternehmen entgegen.  

 

Im Schlussbericht vom 23. Mai 2005 unter Ziff. 5.5.3 wurde festgehalten, dass für die Cumulus-

Kundschaft die Möglichkeit der indirekten Datennutzung durch Partnerunternehmen für 

gezielte Direktwerbung wenig ersichtlich ist. Weder in der Informationsbroschüre noch in den 

AGB wird auf diese (wenn auch indirekte) Adressnutzung hingewiesen. Zwar wird bei einem 

solchen Werbeversand immer explizit darauf hingewiesen, dass die Adressen von Cumulus 

stammen, dennoch erhält der Kunde gestützt auf sein individuelles Kaufverhalten oder 

sonstiger persönlicher Begebenheiten Werbematerial eines externen Partnerunternehmens. 

Da Direktwerbung für Partnerunternehmen bis anhin eher selten betrieben wurde, erscheint 

diese Informationslücke nicht gravierend. Sollte in Zukunft in Betracht gezogen werden, für 

Partnerunternehmen vermehrt gezielte Direktwerbung zu betreiben, drängt sich hier aus Sicht 

des EDÖB eine Präzisierung in der Anmeldebroschüre oder den beigelegten AGB auf. 

Zugunsten einer grösstmöglichen Transparenz sollen die AGB wie folgt ergänzt werden: 

 
 

 

 
 

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„Periodisch unterbreitet die Migros ihrer Cumulus-Kundschaft spezielle Cumulus-Angebote. 

Die Teilnehmer stimmen zu, über Cumulus auch Angebote Dritter zu erhalten.“ Diese 

Formulierung fehlt in den aktuellen AGB. Wir schlagen deshalb eine Ergänzung vor.  

 

 

10. Auskunftsrecht 

10.1. Untersuchter Datenfluss 

Das Auskunftsrecht (Art. 8 DSG) kann ein Kunde entweder über das Call Center oder über 

das Formular auf der Cumulus-Homepage geltend machen. Ferner hat er die Möglichkeit, 

seinen Punktestand und sein Kundenkonto per Internet abzufragen. 

 

10.2. Auskunftsrecht im Einzelnen 

Die TELAG mit Sitz in Zürich betreibt die Cumulus-Infoline. Sie beschäftigt in ihren 

Räumlichkeiten 25-30 Personen für die Cumulus-Infoline. Das Auskunftsrecht wird auf der 

Webseite von Cumulus unter der Rubrik Datenschutz ausdrücklich erwähnt. Dort findet sich 

auch ein Formular, wo die betroffene Person schriftlich Auskunft über die gespeicherten Daten 

von Cumulus verlangen kann. Die auskunftssuchende Person kann wählen, ob sie alle 

Informationen über die gespeicherten Personalien und weitere Cumulus-Programmrelevante 

Informationen und/oder auch alle Einkaufsdaten (mit Kassenzetteltotalen pro Einkauf inkl. 

Datum inkl. einzelne eingekaufte Produkte) haben will. Auf der (gedruckten) 

Anmeldebroschüre und in den AGB im Speziellen findet sich kein Hinweis auf das 

Auskunftsrecht.  

 

Von den Kunden wird verlangt, dass sie sich mit der Kopie eines amtlichen Ausweises 

identifizieren. Alle beantragten und eingegangenen Auskunftsbegehren werden im „CuDi“ 

vermerkt. Bis heute sind Auskunftsgesuche (auch vollumfassende, über Jahre hinaus 

gehende) gratis. Ein Kunde hat zudem die Möglichkeit, sich jederzeit mündlich bei der 

Cumulus-Infoline über seinen aktuellen Punktestand zu informieren. Für die mündlichen 

Auskunftsbegehren bestehen schriftliche Anweisungen (DMS-Handbuch). Bei sehr komplexen 

oder heiklen Anfragen wird der Rechtsdienst MGB konsultiert.  

 

 
 

 

 
 

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Die Cumulus-Kundschaft hat auch die Möglichkeit, per Online-Account im Internet Einblick in 

ihre Cumulus-Daten zu erhalten. Hier können die Personalien, der kumulative Einkaufsbetrag 

und die kumulative Punktezahl der laufenden Periode sowie ein Abbild der Kontoauszüge der 

Abrechnungsperioden (PDF) über die letzten zwei Jahre eingesehen werden. Der Kunde kann 

sich daneben den gesamten Warenkorb der vergangenen 2 Jahre anzeigen lassen. Ein Kunde 

kann direkt Änderungen an seinen Stammdaten (mit Ausnahme von Vor- und Nachnamen) 

durchführen. Die Internetabfrage läuft per Login mit der Cumulus-Nummer und einem eigenen 

oder von der Migros zur Verfügung gestellten Passwort. Die Abfrage erfolgt chiffriert (https-

Verbindung).  

 

Auf der Auskunftserteilung werden dem Kunden ein ausführlicher Auszug aus der Datenbank 

mit den Kundenstammdaten und auf Verlangen die Einkaufsdaten mit Kassenzetteltotalen pro 

Einkauf mit Datum und alle einzelne eingekaufte Produkte mitgeteilt. Über die 

Kundensegmentierung aufgrund der Analyse seiner Einkaufsdaten resp. Einkaufverhalten 

erhält der Kunde keine Informationen.  

 

  

 

10.3. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 

Gemäss Art. 8 DSG kann jede Person vom Inhaber einer Datensammlung Auskunft darüber 

verlangen, ob Daten über die bearbeitet werden. Der Inhaber der Datensammlung muss der 

betroffenen Person mitteilen: 

 

 Alle über sie in der Datensammlung vorhandenen Daten einschliesslich der verfügbaren 

Angaben über die Herkunft der Daten; 

 Den Zweck und gegebenenfalls die Rechtsgrundlagen des Bearbeitens sowie die 

Kategorien der bearbeiteten Personendaten, der an der Sammlung Beteiligten und der 

Datenempfänger. 

 

Betroffene Personen können gemäss Art. 15 DSG eine Klage beim Zivilrichter zur 

Durchsetzung ihrer Auskunftsrechte einreichen. Zudem kann bei vorsätzlicher Verletzung der 

Auskunftspflicht auch eine Strafklage erhoben werden (Art. 34 Abs. 1 DSG).  

 

 
 

 

 
 

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Das Auskunftsrecht der betroffenen Personen gegenüber dem Dateninhaber einer 

Datensammlung gehört zu den zentralen Elementen des Datenschutzrechts. Das 

Auskunftsrecht bezieht sich hierbei auf alle Daten über eine Person in einer Datensammlung, 

die ihr zugeordnet werden können. Es erstreckt sich auf jede Art von Information, die auf die 

Vermittlung oder die Aufbewahrung von Kenntnissen ausgerichtet ist, ungeachtet, ob es sich 

dabei um eine Tatsachenfeststellung oder um ein Werturteil handelt und ob diese Information 

in einer Datenbank abgespeichert oder nur zur Ansicht jeweils berechnet wird. Entscheidend 

für die Qualifikation als Personendaten, die vom Auskunftsrecht erfasst sind, ist, dass sich die 

Angaben einer oder mehreren Personen zuordnen lassen. Wie der Bezug zur betroffenen 

Person hergestellt wird, ist hierbei ohne Bedeutung. Wesentlich ist, dass die Zuordnung ohne 

unverhältnismässigen Aufwand möglich ist. Auskunft zu erteilen ist über alle Daten, die sich 

auf die auskunftsersuchende Person beziehen (Art. 3 Bst. a DSG) und die ihr zugeordnet 

werden können (Art. 3 Bst. g DSG). Wird die Auskunft verweigert, eingeschränkt oder 

aufgeschoben, muss nach Art. 9 Abs. 4 DSG hierfür ein Grund angegeben werden. 

 

 

 

 

 

 

 Über die Segmentierungen werden die Cumulus-Kunden mit den 

Auskunftserteilungen jedoch seit einiger Zeit nicht mehr informiert. Die Einteilung der 

betroffenen Kunden in entsprechende Kundensegmente stellt jedoch eine wesentliche 

Komponente der Datenbearbeitung im Zusammenhang mit Cumulus dar. Der 

auskunftssuchenden Person ist daher mitzuteilen, wie sie aufgrund ihres Einkaufsverhaltens 

von Cumulus segmentiert wird. Nur so kann sich die betroffene Person ein Bild über die 

Analysekriterien von Cumulus machen und sich in ihrem Einkaufsgebaren entsprechend 

verhalten. Diese Segmentierungen sind der auskunftssuchenden Person im Sinne von Art. 8 

DSG mitzuteilen.  

 

Das Auskunftsrecht wird auf der Webseite von Cumulus unter der Rubrik Datenschutz 

ausdrücklich erwähnt. Dort findet sich auch ein Formular, wo die betroffene Person Auskunft 

über die gespeicherten Daten von Cumulus verlangen kann. Auf der gedruckten 

 
 

 

 
 

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Anmeldebroschüre fehlt jedoch ein vergleichbarer Hinweis. Im Sinne der Transparenz soll in 

oder direkt bei den AGB ein Hinweis auf weitere Informationen und dem Formular über die 

Auskunftserteilung auf der Homepage abgedruckt werden (vgl. dazu auch Ziff. 5.2 und 12.3).   

 

Zur Gewährung des Auskunftsrechtes wird von der antragstellenden Person eine Kopie eines 

amtlichen Ausweises verlangt. Ein Cumulus-Kunde kann sein Recht auf Auskunft auch über 

Internet ausüben. Mittels Cumulus-Nummer und Passwort (eigenes oder von Migros 

gestelltes) kann ein Kunde seine Personalien sowie seinen (aktuellen oder vergangenen) 

Punktesaldo abrufen. Zusätzlich kann der Kunde von sich aus per Internet seine Stammdaten 

ändern (mit Ausnahme von Vor- und Nachname). Der Kunde kann sich daneben den 

gesamten Warenkorb der vergangenen 2 Jahre anzeigen lassen. Die Kontoabfrage per 

Internet erfolgt chiffriert, was unter dem Aspekt der Datensicherheit (Art. 7 DSG) zu begrüssen 

ist.  

 

 

11. Datenauskünfte auf behördliche Anweisung 

11.1. Untersuchter Datenfluss 

Falls Behörden im Rahmen einer (Straf-)Untersuchung Informationen über Cumulus-Kunden 

brauchen, müssen sie sich an die Rechtsabteilung des MGB wenden. Anfragen über die 

Cumulus-Infoline oder an den MGB werden an Cumulus weitergeleitet. Wenn die Anfrage auf 

Datenherausgabe gerechtfertigt ist (in Absprache mit der Rechtsabteilung des MGB), liefert 

Cumulus die gefragten Informationen (typischerweise handelt es sich bei diesen Informationen 

um die Personalien des Kontoinhabers, welche gestützt auf eine bekannte Cumulus-Nummer 

ausfindig gemacht werden). 

 

11.2. Bekanntgabe von Kundendaten auf behördliche Anweisung im Einzelnen 

Editionsverfügungen werden durch die TELAG und durch Cumulus-Abteilung bearbeitet. Es 

gibt immer wieder Anfragen von Polizeibehörden (meist wegen Abfallsünder), welche ohne 

Editionsverfügung Daten verlangen. Solche Anfragen werden jedoch durchgehend verneint. 

  

 

 
 

 

 
 

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11.3. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 

In den AGB zu Cumulus wird in Ziffer 3 darauf hingewiesen, dass die Migros die Kundendaten 

unter Umständen an Dritte weitergeben muss, sofern dies vom geltenden Recht und 

namentlich von der zuständigen Strafverfolgungsbehörde gefordert wird. Der EDÖB begrüsst 

diese Erwähnung in den AGB ebenso wie die Tatsache, dass strikt keine Daten ausserhalb 

von Editionsverfügungen an Polizeibehörden bekannt gegeben werden.   

 

 

12. Datenlöschung auf Verlangen der Kunden 

12.1. Untersuchter Datenfluss 

Ein Kunde kann von sich aus die Löschung seiner Daten verlangen und damit aus dem 

Cumulus-Programm aussteigen. Löschanträge können an die Migros resp. Cumulus oder an 

die TELAG resp. das Call Center gerichtet werden. Die Löschanträge werden vom CallCenter 

bearbeitet und Cumulus übermittelt. 

 

12.2. Löschanträge im Einzelnen 

Verlangt ein Cumulus-Kunde die Löschung seiner Daten, so werden diese nicht allesamt 

gelöscht, sondern anonymisiert. Die Löschung bezieht sich nur auf die im Antragsformular 

angegebenen Stammdaten. Die Programmdaten stehen also weiterhin für statistische Zwecke 

zur Verfügung. Der Kunde muss einen Löschantrag schriftlich an Cumulus stellen. Er kann 

den Löschauftrag auch mündlich via Call Center deponieren, jedoch kann diese Löschung 

nicht gestützt auf mündliches Begehren ausgeführt werden. Die Mitarbeiter von TELAG haben 

in diesem Fall strikte Vorgehensanweisungen (festgehalten im DMS-Handbuch) der Cumulus-

Marketing Services, welche sie zu befolgen haben. Bei mündlichen Löschanträgen erhält der 

Kunde vom Call Center ein standardisiertes Begleitschreiben sowie ein entsprechendes 

Formular mit Löschantrag nach Hause geschickt, das dieser auszufüllen und zu unterzeichnen 

hat. Im Begleitschreiben wird der Kunde ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sich 

die Löschung auf seine Stammdaten im operativen Cumulus-System bezieht und ein Abbild 

der abgerechneten Kontoauszüge auf CD-Rom erhalten bleibt, mit der jedoch keine 

Datenbearbeitungen mehr vorgenommen werden. Ebenso wird der Kunde darauf 

 
 

 

 
 

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hingewiesen, dass er alle auf sein Konto laufende Cumulus-Karten und Cumulus-Etiketten 

vernichten soll, damit z.B. nicht andere Haushaltsmitglieder weiterhin auf diese Karte 

Cumulus-Punkte sammeln. Cumulus-Karten können nicht gesperrt werden. Mit dem 

Löschungsantrag hat der Kunde eine Kopie der Identitätskarte resp. des Passes einzusenden.  

 

Eine Information über das Löschungsrecht findet sich bloss online auf der Homepage von 

Cumulus. Darin wird erwähnt, dass die Personendaten nach erfolgtem Löschungsantrag 

gelöscht werden. 

 

Migros löscht Stammdaten von sich aus von Cumulus-Mitgliedern, welche während zweier 

Jahren keine Punkte gesammelt haben. In Ziffer 8 der AGB wird über diesen Sachverhalt 

informiert. Ebenso werden Kundenkonten mitsamt den angesammelten Punkten 

unwiderruflich gelöscht bei Kunden, deren Kontoauszüge während zwei Jahren nicht 

zustellbar ist (vgl. dazu Information in AGB Ziffer 9). Die Löschungen werden durch IT-

Cumulus jährlich jeweils im Januar vorgenommen.  

 

Bei Verdacht auf Missbrauch der Kundenkarte, beispielsweise wenn eindeutig kein typisches 

Haushalts-Einkaufsverhalten vorliegt, werden die Kontoinhaber der entsprechenden Cumulus-

Nummern per eingeschriebenen Brief informiert, dass ihre Karten gesperrt resp. die Daten 

gelöscht werden. Im Jahr 2014 soll ein systematisches Frühwarn-System eingeführt werden, 

welches den Missbrauch der Cumulus-Karte feststellen kann. Dabei sollen Auffälligkeiten 

erkannt und bei gewissen Kriterien reagiert resp. die Mitgliedschaft gekündigt werden. Die 

Information über die Folgen eines Missbrauchs oder eines Verstosses gegen die 

Geschäftsbedingungen von Cumulus erfolgt in Ziffer 8 der AGB. 

 

12.3. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 

Nach Art. 12 Abs. 3 lit. b DSG kann eine betroffene Person die Bearbeitung bzw. die weitere 

Bearbeitung ihrer Personendaten untersagen. Das Aufbewahren und Archivieren stellt eine 

Bearbeitung im Sinne von Art. 3 lit. e DSG dar; eine betroffene Person kann über das 

Widerspruchsrecht gemäss Art. 12 Abs. 3 lit. b DSG die ganz oder teilweise Löschung von 

Personendaten beim Inhaber der Datensammlung verlangen. Im Schlussbericht vom 23. Mai 

2005 wurde als Anpassungs-/Verbesserungsvorschlag Nr. 3. angeregt, dass das 

Löschungsrecht als fundamentale Rechtsgewährleistung des Datenschutzes in den AGB 

 
 

 

 
 

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erwähnt wird. In den aktuellen AGB wird das Löschungsrecht nicht erwähnt. Auf der Cumulus 

Homepage jedoch finden sich unter der Rubrik „Datenschutz“ Informationen zur Löschung der 

Daten und wie der Kunde vorzugehen hat. Diese Information sind auch in der 

Anmeldebroschüre resp. in den AGB aufzuführen (vgl. dazu auch Ziff. 5.2 und 10.3). 

 

Im Schlussbericht vom 23. Mai 2005 wurde angeregt, dass die Information verbessert wird, 

dass mit einer Konto-Löschung bloss die Stammdaten gelöscht werden. Die Programmdaten 

werden anonymisiert und sind zu statistischen Zwecken weiterhin zugänglich. Im gleichen 

Abschnitt auf der Homepage zum Thema Löschung der Daten informiert Migros, dass bei 

einem Löschungsantrag die Personendaten gelöscht werden. Auch diese Information ist in der 

Anmeldebroschüre resp. in den AGB mitzuteilen. Damit wird dem Anpassungs-

/Verbesserungsvorschlag Nr. 4 von 2005 genüge getan.  

 

Bezüglich des Frühwarnsystems zur Verhinderung eines Missbrauchs der Cumulus-Karte wird 

in Ziffer 8 der AGB informiert. Diesbezüglich erscheint die Datenbearbeitung transparent (Art. 

4 Abs. 2 DSG) und verhältnismässig (Art. 4 Abs. 2 DSG).  

 

Mit der Löschung der Personalien auf Begehren eines Kunden werden die in der Cumulus-

Datenbank festgehaltenen Daten anonymisiert und können keiner bestimmten oder 

bestimmbaren Person mehr zugeordnet werden. Das DSG findet daher auf die Bearbeitung 

dieser anonymisierten Daten keine Anwendung mehr. 

 

 

13. Aufbewahrung und Löschung weiterer Daten  

13.1. Untersuchter Datenfluss 

Die detaillierten Einkaufsdaten der Cumulus-Mitglieder werden jetzt 24 Monate statt nur 15 

Monate aufbewahrt. Begründet wird diese Verlängerung damit, dass der Kunde damit einen 

längeren Zugriff auf seine Kassabons hat (da die allgemeine Garantie von Produkten 24 

Monate dauert) die Speicherkapazitäten bei Cumulus erhöht wurden und für die 

Datenanalysen eine grössere Zeitbasis zur Verfügung steht. 

 

 

 
 

 

 
 

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13.2. Aufbewahrung und Löschung weiterer Daten im Einzelnen 

Wie bereits im Bericht vom 23. Mai 2005 festgehalten, werden die Anmeldetalons der 

Cumulus-Kundschaft bei der TELAG gesammelt und dort in einem Entsorgungscontainer 

aufbewahrt. Die Talons werden dort ca. alle 6 Wochen vernichtet (max. Aufbewahrungszeit 

beträgt 2 Monate). Auskunftsbegehren, Löschaufträge sowie alle weitere 

Kundenkorrespondenz der Cumulus-Marketing Services oder der TELAG werden für 2 

vergangene Kalenderjahre aufbewahrt. Adressänderungen, gefundene Cumulus-Karten oder 

Postretouren werden max. 2 Monate bei der TELAG im Entsorgungscontainer aufbewahrt. Die 

gelieferten Rohdaten von Partnerunternehmen („P004“Lieferant + Cumulus-Nummer) werden 

zwischen 4 bis max. 10 Monaten aufbewahrt. P004 Rohdaten für das Cumulus-Dialogsystem 

„CuDi“ bleiben länger bestehen. Kontobewegungen bleiben während max. 3 Jahren im „CuDi“. 

Löschungen werden jährlich im Januar für die Daten durchgeführt, die älter als 2 Jahre sind. 

Detail- d.h. Produktdaten (Warenkörbe) verschwinden nach 24 Monaten. Die Einkaufsdaten 

der Cumulus-Teilnehmer werden nach 24 Monaten gelöscht. 

 

Die Kassenbons selber werden nach Vorgabe des Obligationenrechts für 10 Jahre aufbewahrt 

(geschäftsrelevante Unterlagen). 

 

13.3. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 

Die Bearbeitung von Personendaten hat sich am Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 4 

Abs. 2 DSG) auszurichten. In zeitlicher hinsichtlich bedeutet dies, dass die 

personenbezogenen Daten vernichtet oder anonymisiert werden müssen, wenn sie für den 

verfolgten Zweck nicht mehr gebraucht werden. Die Erhöhung der Aufbewahrungsfristen der 

detaillierten Einkaufsdaten von 15 auf 24 Monate erscheint unter dem Aspekt der 

Garantiefristen und der Erhöhung der Speicher- und Rechnerkapazitäten als verhältnismässig 

(Art. 4 Abs. 2 DSG). 

 

Eine Transaktion eines Partnerunternehmens mit Einkaufsort, Einkaufsdatum, Einkaufstotal in 

CHF sowie Cumulus-Nummer enthält Personendaten, da gestützt auf die Cumulus-Nummer 

der Karteninhaber bestimmbar ist. Aus diesem Grund wurde im Schlussbericht vom 28. 

September 2005 angeregt, dass in den AGB ein Vermerk aufgenommen wird, dass die im 

Rahmen des Cumulus-Programms erhobenen Daten bis zu 3 Jahre aufbewahrt werden. 

 
 

 

 
 

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Zusätzlich sollen die relevanten Aufbewahrungsfristen im Internet abrufbar sein. Auf den 

eigentlichen AGB finden sich keine Informationen über die Aufbewahrungsdauer der Cumulus-

Daten. Auf der Homepage von Cumulus wird unter der Rubrik „Datenschutz“ informiert, dass 

die detaillierten Einkaufsdaten 24 Monate aufbewahrt werden und dass die Kassenzetteltotale 

und Einkaufsprofile maximal 3 Jahre aufbewahrt werden. Ausserdem wird über die 

Aufbewahrungsdauer gemäss Obligationenrecht informiert. Im Sinne der Transparenz nach 

Art. 4 Abs. 2 DSG muss direkt bei den AGB auf der Anmeldebroschüre ein Hinweis auf 

Informationen über die Speicherdauer der Daten angebracht werden. 

 

 

14. Sicherheit 

14.1. Sicherheitsmassnahmen im Einzelnen 

Der unbefugte Zutritt zu Räumen, in denen Personendaten bearbeitet werden, wird durch 

organisatorische und technische Massnahmen geregelt. Die Details dazu finden sich im DMS-

Handbuch, welches dem EDÖB vorliegt. Darin werden u.a. auch die Massnahmen zur 

Verhinderung der Nutzung von IT-Anlagen und Kommunikationseinrichtungen durch 

Unbefugte, die Verhinderung von unbefugten Zugriffen auf Daten durch berechtigte 

Systembenutzende und  die Verhinderung des Verlustes der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und 

Integrität während der  Bearbeitung von Cumulus-Daten beschrieben. 

 

Im Vergleich zur Sachverhaltsfeststellung von 2005 arbeitet die Abteilung IT-Cumulus nicht 

mehr in separaten Räumlichkeiten. Um jedoch den gleichen Sicherheitsstandart zu 

gewährleisten, werden entsprechende Badge-Zutrittsberechtigungen und Passwort-

Applikationen sowie individuellen, persönlichen Datenschutz-Schulungen (inkl. jährlichen 

Auffrischungs-Schulungen) eingesetzt. 

 

14.2. Beurteilung aus Sicht des EDÖB 

Gemäss Art. 7 Abs. 1 DSG müssen Personendaten durch angemessene technische und 

organisatorische Massnahmen gegen unbefugtes Bearbeiten gesichert werden. Konkretisiert 

werden diese Anforderungen in Art. 8 ff. der Verordnung zum Bundesgesetz über den 

Datenschutz vom 14. Juni 1993 (VDSG; SR 235.11). Die organisatorischen und technischen 

 
 

 

 
 

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Massnahmen von Migros erscheinen genügend, um den Schutz der Personendaten zu 

gewährleisten. 

 

 

15. Sensibilisierung und Schulung von Cumulus-

Mitarbeitern 

15.1. Ergriffene Massnahmen und Beurteilung  

Da Bezüglich der Massnahmen keine Veränderungen zum Schlussbericht vom 28. September 

2005 festgestellt werden konnte, kann bezüglich der einzelnen Massnahmen und deren 

rechtlichen Beurteilung auf die Ziff. 5.11 f. des Schlussberichtes von 2005 verwiesen werden.  

 

Der EDÖB begrüsst das Schulungskonzept und die Sensibiliserungsmassnahmen des MGB 

im Rahmen von Cumulus sehr und hat dazu keine weiteren Bemerkungen. 

 

  

 
 

 

 
 

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16. Ergebnisse 

Aufgrund der Auswertung der eingereichten Unterlagen und Dokumente sowie gestützt auf die 

durchgeführte Kontrolle vom 18. Juni 2013 gemäss Art. 29 DSG, gelangt der EDÖB zu einer 

überwiegend positiven Gesamtbeurteilung. Die Datenschutzkontrolle hat gezeigt, dass die 

im Rahmen von Cumulus vorgenommene Datenbearbeitung grundsätzlich 

datenschutzkonform verläuft. Trotz dieser überwiegend positiven Beurteilung ist der EDÖB 

in seiner Datenschutzkontrolle auch auf Sachverhalte gestossen, welche aus 

datenschutzrechtlicher Sicht einer Anpassung resp. Änderung bedürfen. Ausgehend von 

diesem Gesamtbild erlässt der EDÖB zuhanden des MGB mit Sitz in Zürich seine 

Gesamtbeurteilung in folgender Form: 

 

• Feststellungen; 

• Anpassungs- resp. Verbesserungsvorschläge; oder 

• Empfehlung im Sinne des Art. 29 Abs. 3 DSG. 

 

16.1. Anmeldung 

Die Transparenz (Art. 4 Abs. 2 DSG) bei der Anmeldung zum Kundenbindungsprogramm 

Cumulus ist für die Teilnehmer weitgehend positiv zu bewerten sind insbesondere die 

ausführlichen Informationen über das Programm in der Anmeldebroschüre sowie die darauf 

ebenfalls vollständig abgedruckten AGB. Die Datenerhebung bei der Anmeldung hält vor dem 

Grundsatz der inhaltlichen Verhältnismässigkeit (Art. 4 Abs. 2 DSG) stand. Dem Kunden bleibt 

bei der Anmeldung sowie während der gesamten Dauer der Teilnahme am 

Kundenbindungsprogramm die Wahlmöglichkeit, auf weitergehende Direktwerbung zu 

verzichten. 

 

Im Unterschied zur klassischen Anmeldung mittels Anmeldebroschüre finden sich auf der 

Homepage von Cumulus wesentliche datenschutzrechtliche Informationen zum Auskunfts- 

und Löschungsrecht und der Aufbewahrungszeiten der Daten in der Rubrik „Datenschutz“. 

Diese datenschutzrechtlichen Informationen zu den tragenden Datenschutzrechte sind auch 

in der Anmeldebroschüre mitzuteilen (vgl. dazu auch Ziff. 10.2, 10.3 und 12.3).  

 

 
 

 

 
 

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Anpassungs-/Verbesserungsvorschlag Nr. 1: 

Im Sinne des Transparenzgebots (Art. 4 Abs. 2 DSG) schlagen wir 

deshalb vor, auf der Anmeldebroschüre direkt bei den AGB einen 

Hinweis auf weitere Informationen und dem Formular über die 

Auskunftserteilung auf der Homepage abzudrucken (vgl. dazu auch 

Ziff. 10.2.,10.3 und 12.3).   

 

 

 

Bei gewissen Produkten im Rahmen der Aktionen mit „Cumulus-Vorteil“ ist der Kunde auf den 

Besitz der Cumulus-Karte angewiesen um von dem Preisvorteil zu profitieren. Dies kann unter 

dem Aspekt der Freiwilligkeit der Einwilligung (Art. 4 Abs. 5 Satz 1 DSG) zur Datenbearbeitung 

resp. Teilnahme am Cumulus-Programm problematisch sein. Die Aktionen sind zeitlich und 

von der Produktmenge und -wahl derart zu beschränken resp. zu wählen, dass eine echtes 

Alternativverhalten aus der Sicht der Kundschaft gewährleistet ist, das heisst, dass die 

Kunden, welche nicht im Besitz einer Cumulus-Karte sind, vergleichbare Angebote auch ohne 

Cumulus-Karte beziehen können. Aus heutiger Sicht ist dies gewährleistet. Sollten die 

Aktionen mit „Cumulus-Vorteil“ in Zukunft ausgedehnt werden, kann u.U. nicht mehr von einer 

freiwilligen Einwilligung und damit von einer rechtsgültigen Einwilligung im Sinne von Art. 4 

Abs. 5 Satz 1 DSG gesprochen werden. 

 

 

Anpassungs-/Verbesserungsvorschlag Nr. 2: 

Der EDÖB regt an, dass Migros auch in Zukunft sicherstellt, dass sie 

die Aktionen mit „Cumulus-Vorteil“ zeitlich und von der Produktmenge 

und -wahl derart beschränkt resp. auswählt muss, dass aus der Sicht 

der Kundschaft ein echtes Alternativverhalten zur Cumulus-Karte 

gewährleistet bleibt.  

 

 

  

 
 

 

 
 

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16.2. Punktesammlung 

Es werden nur dann personenbezogene Daten erhoben, wenn ein Kunde seine Cumulus-

Karte beim Verbuchen des Einkaufs vorzeigt. Ein Kunde kann also ganz bewusst auch auf die 

Erhebung seiner Daten bei gewissen Einkäufen verzichten. Die Datenbearbeitung bezüglich 

Punktesammlung und Spendemöglichkeiten erfolgt verhältnismässig (Art. 4 Abs. 2 DSG).  

 

16.3. Marketing 

Im Schlussbericht vom 23. Mai 2005 hat der EDÖB die Empfehlung (Empfehlung Nr. 1) 

erlassen, dass die Zweckumschreibung bezüglich der Warenkorbanalyse und 

Marketingauswertungen in den AGB präziser und für den Kunden transparenter formuliert 

werden soll. In Ziffer 3 der aktuellen AGB informiert Migros, dass „Gestützt auf Ihre 

Einkaufsdaten bei Unternehmen der M-Gruppe können Warenkorbanalysen durchgeführt 

werden, die das Konsumverhalten sowie persönliche Personenprofile widerspiegeln können.“ 

In Ziffer 10 AGB wird informiert, dass die aktuell gültigen AGB jederzeit unter 

www.migros.ch/cumulus abrufbar sind. Damit wurde die Empfehlung des EDÖB aus dem 

Schlussbericht von 2005 vollumfänglich umgesetzt. 

 

16.4. Werbung (von Migros) 

Mit der Anmeldung am Cumulus-Programm willigt ein Kunde explizit ein, dass seine Cumulus-

Daten zu Marketingzwecken ausgewertet werden. Wer keine zusätzlichen Informationen oder 

Angebote erhalten will, kann dies mit einer Verzichtserklärung in der Anmeldung zum 

Ausdruck bringen. Migros akzeptiert jedoch auch eine Verzichtserklärung zu einem späteren 

Zeitpunkt; eine Information über die nachträgliche Verzichtsmöglichkeit fehlt jedoch, welche 

zu ergänzen ist.  

  

 
 

 

 
 

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Anpassungs-/Verbesserungsvorschlag Nr. 3: 

Im Sinne der vollständigen Transparenz über das Recht der 

jederzeitigen freien Widerrufbarkeit der Einwilligung für Werbung ist 

hier eine Ergänzung in den AGB anzubringen. 

 

 

 

In Ziff. 12 der AGB heisst es, dass Migros ihrer Cumulus-Kundschaft periodisch spezielle 

Cumulus-Angebote unterbreitet. Im Zusammenhang mit der Möglichkeit der 

Verzichtserklärung geht man als Kunde wohl davon aus, dass man neben der Abrechnung 

und den Cumulus-Bons sowie Rabatt-Coupons kein weiteres Werbematerial erhält. Der EDÖB 

hat deshalb im Schlussbericht vom 23. Mai 2005 die Empfehlung erlassen (Empfehlung Nr. 

2), dass bezüglich eines Spezialversandes in der Anmeldebroschüre oder den AGB 

hingewiesen wird oder dass dieser Versand in Zukunft ganz unterlassen wird. Da die „Aktuell“-

Beilage weggefallen ist und kein weiterer Spezialversand festgestellt werden konnte, wurde 

der Empfehlung Nr. 2 vollumfänglich entsprochen. 

 

16.5. Werbung (von Partnern) 

Im Schlussbericht vom 23. Mai 2005 unter Ziffer 5.5.3 wurde festgehalten, dass für die 

Cumulus-Kundschaft die Möglichkeit der indirekten Datennutzung durch Partnerunternehmen 

für gezielte Direktwerbung wenig ersichtlich ist. Weder in der Informationsbroschüre noch in 

den AGB wird auf diese (wenn auch indirekte) Adressnutzung hingewiesen. Zwar wird bei 

einem solchen Werbeversand immer explizit darauf hingewiesen, dass die Adressen von 

Cumulus stammen, dennoch erhält der Kunde gestützt auf sein individuelles Kaufverhalten 

oder sonstiger persönlicher Begebenheiten Werbematerial eines externen 

Partnerunternehmens. Da Direktwerbung für Partnerunternehmen bis anhin eher selten 

betrieben wurde, erscheint diese Informationslücke nicht gravierend. Sollte in Zukunft in 

Betracht gezogen werden, für Partnerunternehmen vermehrt gezielte Direktwerbung zu 

betreiben, drängt sich hier aus Sicht des EDÖB eine Präzisierung in der Anmeldebroschüre 

oder den AGB auf. Zugunsten einer vollständigen Transparenz sollen die AGB wie folgt 

ergänzt werden: „Periodisch unterbreitet die Migros ihrer Cumulus-Kundschaft spezielle 

 
 

 

 
 

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Cumulus-Angebote. Die Teilnehmer stimmen zu, über Cumulus auch Angebote Dritter zu 

erhalten.“  

 

 

Anpassungs-/Verbesserungsvorschlag Nr. 4: 

Diese Formulierung fehlt in den aktuellen AGB. Wir schlagen deshalb 

eine Ergänzung vor: „Periodisch unterbreitet die Migros ihrer Cumulus-

Kundschaft spezielle Cumulus-Angebote. Die Teilnehmer stimmen zu, 

über Cumulus auch Angebote Dritter zu erhalten.“ 

 

 

16.6. Auskunftsrecht 

Gemäss Art. 8 DSG kann jede Person vom Inhaber einer Datensammlung Auskunft darüber 

verlangen, ob Daten über die bearbeitet werden.     

      

 

 

     

        

 

Über die Segmentierungen werden die Cumulus-Kunden mit den Auskunftserteilungen jedoch 

seit einiger Zeit nicht mehr informiert. Die Einteilung der betroffenen Kunden in entsprechende 

Kundensegmente stellt jedoch eine wesentliche Komponente der Datenbearbeitung im 

Zusammenhang mit Cumulus dar. Der auskunftssuchenden Person ist daher mitzuteilen, wie 

sie aufgrund ihres Einkaufsverhaltens von Cumulus segmentiert wird. Nur so kann sich die 

betroffene Person ein Bild über die Analysekriterien von Cumulus machen und sich in ihrem 

Einkaufsgebaren entsprechend verhalten. Diese Segmentierungen sind der 

auskunftssuchenden Person mitzuteilen.  

  

 
 

 

 
 

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Empfehlung Nr. 1: 

Der EDÖB erlässt die Empfehlung, dass der Migros-Genossenschafts-

Bund den auskunftssuchenden Personen mitteilt, in welchen 

Segmentierungen sie aufgrund der Analysen im Zusammenhang mit 

Cumulus im Zeitpunkt des Auskunftsbegehrens eingeteilt werden. 

 

 

 

Das Auskunftsrecht wird auf der Webseite von Cumulus unter der Rubrik Datenschutz 

ausdrücklich erwähnt. Dort findet sich auch ein Formular, wo die betroffene Person Auskunft 

über die gespeicherten Daten von Cumulus verlangen kann. Auf der gedruckten 

Anmeldebroschüre fehlt jedoch ein vergleichbarer Hinweis, welcher zu ergänzen ist. 

 

 

 

Anpassungs-/Verbesserungsvorschlag Nr. 5: 

Im Sinne des Transparenzgebots (Art. 4 Abs. 2 DSG) muss direkt bei 

den AGB ein Hinweis auf weitere Informationen und dem Formular über 

die Auskunftserteilung auf der Homepage abgedruckt werden.   

 

 

 

16.7. Datenauskünfte auf behördliche Anweisung 

In den AGB zu Cumulus wird in Ziffer 3 darauf hingewiesen, dass die Migros die Kundendaten 

unter Umständen an Dritte weitergeben muss, sofern dies vom geltenden Recht und 

namentlich von der zuständigen Strafverfolgungsbehörde gefordert wird. Der EDÖB begrüsst 

diese Erwähnung in den AGB ebenso wie die Tatsache, dass strikt keine Daten ausserhalb 

von Editionsverfügungen an Polizeibehörden bekannt gegeben werden.   

 

 

 

 

 
 

 

 
 

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16.8. Datenlöschung auf Verlangen der Kunden 

Eine betroffene Person kann über das Widerspruchsrecht gemäss Art. 12 Abs. 3 lit. b DSG die 

ganze oder teilweise Löschung von Personendaten beim Inhaber der Datensammlung 

verlangen. Bei Migros kann ein Cumulus-Kunde auf eigenes Verlangen seine Stammdaten 

löschen lassen. Die Löschung muss mit einem standardisierten Formular eingefordert werden, 

welches dem Karteninhaber persönlich nach Hause geschickt wird. Der Antragssteller muss 

mit seinem Löschungsgesuch eine Kopie der Identitätskarte oder des Passes einsenden. 

 

Das Löschungsrecht als fundamentale Rechtsgewährleistung des wird auf der Cumulus 

Homepage unter der Rubrik „Datenschutz“ erwähnt und es wird aufgeführt wie der Kunde 

vorzugehen hat. In der Anmeldebroschüre oder in den AGB finden sich jedoch keine solche 

Information. Auch über die Folgen einer Löschung, nämlich das bloss die Stammdaten resp. 

die Personendaten gelöscht werden, wird nur auf der Homepage informiert.  

 

 

Anpassungs-/Verbesserungsvorschlag Nr. 6: 

Der EDÖB regt deshalb dazu an, dass in den AGB oder auf der 

Anmeldebroschüre über das Löschungsrecht gemäss Art. 15 Abs. 1 

DSG, das Vorgehen und die Folgen der Löschung informiert wird.  

 

 

 

16.9. Aufbewahrung und Löschung weiterer Daten  

Die Erhöhung der Aufbewahrungsfristen der detaillierten Einkaufsdaten von 15 auf 24 Monate 

erscheint unter dem Aspekt der Garantiefristen und der Erhöhung der Speicher- und 

Rechnerkapazitäten als verhältnismässig (Art. 4 Abs. 2 DSG). 

 

Eine Transaktion eines Partnerunternehmens mit Einkaufsort, Einkaufsdatum, Einkaufstotal in 

CHF sowie Cumulus-Nummer enthält Personendaten, da gestützt auf die Cumulus-Nummer 

der Karteninhaber bestimmbar ist. Aus diesem Grund wurde im Schlussbericht vom 23. Mai 

2005 angeregt, dass in den AGB ein Vermerk aufgenommen wird, dass die im Rahmen des 

Cumulus-Programms erhobenen Daten bis zu 3 Jahre aufbewahrt werden. Zusätzlich sollen 

 
 

 

 
 

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die relevanten Aufbewahrungsfristen im Internet abrufbar sein. Auf den eigentlichen AGB 

finden sich keine Informationen über die Aufbewahrungsdauer der Cumulus-Daten. Auf der 

Homepage von Cumulus wird unter der Rubrik „Datenschutz“ informiert, dass die detaillierten 

Einkaufsdaten 24 Monate aufbewahrt werden und dass die Kassenzetteltotale und 

Einkaufsprofile maximal 3 Jahre aufbewahrt werden. Ausserdem wird über die 

Aufbewahrungsdauer gemäss Obligationenrecht informiert. Diese Informationen müssen auch 

in der Anmeldebroschüre zu finden sein. 

 

 

Anpassungs-/Verbesserungsvorschlag Nr. 7: 

Im Sinne der Transparenz muss direkt bei den AGB auf der 

Anmeldebroschüre ein Hinweis auf Informationen über die 

Speicherdauer der Daten angebracht werden. 

 

 

 

16.10. Sicherheit  

Die organisatorischen und technischen Massnahmen erscheinen genügend, um den Schutz 

der Personendaten zu gewährleisten. 

 
 

 

 
 

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17. Schlussfolgerungen 

17.1. Bezüglich der Kontrolle des Kundenbindungsprogramms Cumulus 

Im Rahmen des Kundenbindungsprogramms Cumulus werden Personendaten von einem 

Grossteil der Schweizer Bevölkerung (es bestehen mehr als 2 Mio. Cumulus-Konten) 

bearbeitet. Die durchgeführte Datenschutzkontrolle konnte dem EDÖB einen vertieften 

Einblick in die Abwicklung und in die Datenflüsse im Rahmen von Cumulus liefern. Die von der 

Migros zur Verfügung gestellten Unterlagen und Dokumentationen haben es dem EDÖB 

erlaubt, die im Rahmen von Cumulus vollzogene Bearbeitung von Personendaten einer 

vertieften Prüfung und detaillierten Analyse zu unterziehen und damit die Einhaltung der 

Datenschutzbestimmungen zu überprüfen. Dem EDÖB hat sich ein überwiegend positives 

Gesamtbild der Datenbearbeitung präsentiert. Wo Anpassungs- oder Änderungsbedarf 

besteht, hat dies der EDÖB mit Begründung erläutert. 

 

17.2. Verfahren und weiteres Vorgehen 

Es besteht ein grundsätzliches Interesse daran, die Öffentlichkeit für diese Art der 

Datenerhebung zu sensibilisieren und sie insbesondere über die erfolgte Datenschutzkontrolle 

bei Cumulus und die diesbezüglichen Ergebnisse zu informieren. Gestützt auf Art. 30 Abs. 2 

DSG wird der EDÖB daher den vorliegenden Kontrollbericht betreffend das 

Kundenbindungsprogramm Cumulus in einer angepassten Version (und bezüglich 

Namensnennungen anonymisiert) der Öffentlichkeit zugänglich machen und ihn auf seiner 

Website (www.edoeb.admin.ch) publizieren.  

 

Der MGB (Zürich) wird daher aufgefordert, den Kontrollbericht auf solche vertraulichen Inhalte 

hin zu überprüfen und dem EDÖB mit Frist von 30 Tagen entsprechend schriftliche 

Rückmeldung zu erstatten. Der vorliegende Kontrollbericht enthält eine Reihe von 

Feststellungen sowie Anpassungs- resp. Verbesserungsvorschläge, welche vom EDÖB auf 

Basis der durchgeführten Kontrolle verfasst wurden. Der MGB wird gebeten, vorliegenden 

Kontrollbericht sowie die darin enthaltenen Feststellungen und Vorschläge zur Kenntnis zu 

nehmen und dem EDÖB mit Frist von 30 Tagen darüber zu informieren, ob von Seiten des 

MGB irgendwelche Bemerkungen dazu vorliegen und ob, und wenn ja, mit welchen 

Massnahmen und innerhalb welcher Frist die Vorschläge des EDÖB umgesetzt werden. 

 
 

 

 
 

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Darüber hinaus enthält der vorliegende Kontrollbericht eine Empfehlung im Sinne des Art. 29 

Abs. 3 DSG, welche sich an den Migros-Genossenschafts-Bund MGB, Limmatstrasse 152, 

Postfach, 8031 Zürich, richtet. Der MGB teilt dem EDÖB mit Frist von 30 Tagen mit, ob er 

diese Empfehlungen akzeptiert oder nicht. Falls die Empfehlung abgelehnt oder nicht befolgt 

werden, kann der EDÖB die Angelegenheit dem Bundesverwaltungsgericht zum Entscheid 

vorlegen (Art. 29 Abs. 4 DSG). 

 

 

Mit freundlichen Grüssen 

Eidgenössischer Datenschutz- und  

Öffentlichkeitsbeauftragter 

 

Der stellvertretende Beauftragte  Verfahrensleitender Jurist 

 

 

 

Jean-Philippe Walter Philipp Gisin 

 

 

 

Beilagen: 

- Empfehlung betreffend die Sachverhaltsabklärung des EDÖB bei Migros betreffend 

das Kundenbindungsprogramm Cumulus 

- Begleitschreiben