# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8b367991-651b-5e35-ae63-c48e05af4d8b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.12.2008 D-7716/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7716-2008_2008-12-08.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7716/2008/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

A._______, geboren _______, 
Serbien,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 17. November 2008 /
N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7716/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  Serbien  gemäss  eigenen  Angaben  am 
31. Juli 2008 zusammen mit seinem Bruder (...) auf dem Landweg ver-
liess und von ihm unbekannten Ländern her kommend am 2. August 
2008 in die Schweiz gelangte, wo er gleichentags ein Asylgesuch stell-
te, 

dass er dazu am 12. August 2008 in Kreuzlingen summarisch befragt 
wurde, 

dass die  Vorinstanz  am 2. September  2008 gleichenorts  eine Anhö-
rung durchführte, 

dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend machte, der Eth-
nie der Roma anzugehören und vor der Ausreise in X._______ gelebt 
zu haben, 

dass er als Kind 1991 im Familienverband erstmals in der Schweiz um 
Asyl nachgesucht habe,

dass er sich im Zeitraum von 1991 bis Ende 2000 während mehr als 
acht Jahren in der Schweiz aufgehalten habe und hier zur Schule ge-
gangen sei, 

dass er nach der am 6. Dezember 2000 erfolgten Rückreise in seinem 
Heimatland  wegen  seiner  Ethnie  in  verschiedener  Hinsicht  diskrimi-
niert worden sei, 

dass er am 26. August 2006 geheiratet habe, 

dass seine Ehefrau (...) Herkunft sei, 

dass deren Familie, welche ebenfalls in X._______ wohne, mit der Ehe 
ihrer Tochter mit einem Roma nicht einverstanden gewesen sei,

dass sie ihn deshalb zuhause gesucht, bedroht und nach seinem Le-
ben getrachtet hätten, 

dass  es  auf  offener  Strasse zu  gewaltsamen Auseinandersetzungen 
gekommen sei, 

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dass sie zweimal  gewaltsam in sein  Haus hätten  eindringen wollen, 
aus Angst  vor der  Polizei  aber nicht  zum Erfolg gekommen und ge-
flüchtet seien, 

dass er ferner für Dezember 2008 zweimal ein Aufgebot für den Mili-
tärdienst erhalten habe, diesen indes nicht leisten wolle, 

dass  Roma  in  Serbien  generell  diskriminiert  würden  und  unter 
schlechten Lebensbedingungen litten, 

dass  er  sein  Heimatland  in  Anbetracht  der  geschilderten  Situation 
schliesslich erneut verlassen habe, 

dass er einen Geburtsschein zu den Akten gab, 

dass das BFM auf das Asylgesuch mit Verfügung vom 17. November 
2008 - eröffnet  am 25. November 2008 - gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 
Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht 
eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anord-
nete,

dass das Amt zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen an-
führte,  aufgrund von ungereimten,  realitätsfremden und ausweichen-
den  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  zu  Identitätsbelegen  und 
namentlich zur angeblich zu Hause zurückgelassenen ID-Karte müsse 
davon  ausgegangen  werden,  er  habe  rechtsgenügliche  Identitätspa-
piere nicht eingereicht, obwohl er dazu in der Lage gewesen wäre, 

dass entsprechend keine entschuldbaren Gründe für die Papierlosig-
keit vorlägen, 

dass das BFM weiter festhielt, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft ge-
mäss  Art.  3  und  7  AsylG  nicht,  wobei  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien, 

dass es in  diesem Zusammenhang erwog,  er  habe unsubstanziierte 
Angaben zu seinen Fluchtgründen gemacht, 

dass  seine  Schilderungen  zum Zeitpunkt  der  angeblichen  Übergriffe 
seitens  der  Angehörigen  seiner  Ehefrau  widersprüchlich  ausgefallen 
seien, 

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dass  auch  die  angeblichen  Reiseumstände  unglaubhaft  wirkten  und 
insgesamt von einem konstruierten Sachverhalt auszugehen sei, 

dass ferner die Roma in Serbien als nationale Minderheit  anerkannt 
worden seien und Nachteile im Sinne erschwerter Lebensbedingungen 
keinen asylrelevanten Nachteil ausmachten, 

dass vereinzelte Übergriffe auf Roma durch Drittpersonen und behörd-
liche  Schikanen  sowie  Diskriminierungen  zwar  nicht  restlos  ausge-
schlossen werden könnten,

dass aber grundsätzlich von einer funktionierenden Schutzinfrastruktur 
des serbischen Staates auszugehen sei, welche der Beschwerdefüh-
rer gemäss Aktenlage indes nicht in Anspruch genommen habe, 

dass im Weiteren der Vollzug der Wegweisung aufgrund der Aktenlage 
als zulässig, zumutbar und möglich erscheine, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. Dezember 2008 (Da-
tum der  Postaufgabe)  diesen Entscheid  beim Bundesverwaltungsge-
richt anfocht und sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzlichen Ver-
fügung und Eintreten auf sein Asylgesuch beantragte, 

dass er zur Begründung ausführte, durch den Familienclan seiner Ehe-
frau mit dem Tode bedroht worden zu sein, 

dass dieser Clan Verbindungen zur Polizei und zur Mafia habe, 

dass für  ihn  als  Roma kein  effektiver  staatlicher  Schutz vor solchen 
Angriffen bestehe, 

dass es ihm gelungen sei, Identitätsbelege in Kopie zu beschaffen, 

dass er sich bemühen werde, die ID-Karte im Original noch nachzurei-
chen, 

dass der Eingabe eine ID-Karte sowie ein Führerschein in Kopie, ein 
die Ehe des Beschwerdeführers betreffendes Dokument in Kopie und 
eine Geburtsurkunde seines Kindes in Kopie beilagen, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 4. Dezember 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht [BGG,  SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-
weise Änderung hat,

dass er entsprechend zur Einreichung der Beschwerde legitimiert  ist 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde somit 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111  Bst.  e  AsylG),  und  es 
sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche Beschwerde handelt, 
weshalb  der  Entscheid  nur  summarisch zu  begründen  ist  (Art.  111a 
Abs. 2 AsylG),

dass vorliegend gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die Beurtei-
lungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Über-
prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen  ist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2000 Nr. 34 E. 2.1 
S. 240 f.),

dass  gemäss  Art.  32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG auf  ein  Asylgesuch  nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  auch die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand des 
Beschwerdeverfahrens  bildet,  wobei  im  Rahmen  der  summarischen 
Prüfung  das offenkundige  Fehlen der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es, 
weil die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie 
offensichtlich  keine  flüchtlingsrechtliche  Relevanz  nach  Art.  3  AsylG 
aufweisen, und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshin-
dernissen zu beurteilen sind (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass unter  den Begriff  „Reise und Identitätspapiere“  gemäss Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG nur solche Dokumente und Ausweise fallen, wel-
che die Identität zweifelsfrei und fälschungssicher belegen, namentlich 
Reisepässe und Identitätskarten (vgl. dazu im Einzelnen BVGE 2007/7 
E. 4-6),

dass  die  im vorinstanzlichen  Verfahren  eingereichte  Geburtsurkunde 
offensichtlich kein Dokument im oben erwähnte Sinne darstellt, 

dass es sich auch bei den zusammen mit der Beschwerde als Kopien 
eingereichten Dokumenten wie  der  ID-Karte,  des  Führerscheins  und 
der  Eheurkunde  wiederum  nicht  um  fälschungssichere  Reise-  oder 
Identitätspapiere handelt, die - so namentlich die ID-Karte als im Origi-
nal grundsätzlich tauglicher Beleg - sowohl die einwandfreie Feststel-

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lung der Identität  als  auch die sichere Durchführung der Rückschaf-
fung ermöglichen (vgl. erneut BVGE 2007/7 E. 4-6),

dass es bei  der Frist  von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG überdies nicht um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um 
die Abgabe der schon existierenden, für die Reise in die Schweiz ver-
wendeten Papiere geht, weshalb auch allfällig noch nachgereichte Be-
lege an der vorliegenden Einschätzung nichts ändern würden, 

dass der Beschwerdeführer nach dem Gesagten innert relevanter Frist 
keine  rechtsgenüglichen  Identitätsdokumente  einreichte  und  dafür 
keine entschuldbaren Gründe glaubhaft machen konnte, da seine Aus-
sagen zu Identitätsbelegen und insbesondere zur angeblich zu Hause 
zurückgelassenen  ID-Karte  ausweichend,  realitätsfremd,  konstruiert 
und in keiner Weise kooperativ wirken (A 1/10, S. 5; A 22/13, Antwor-
ten 6 ff.), 

dass er damit keine entschuldbaren Gründe für die Nichtabgabe eines 
beweistauglichen  Identitätsdokuments  (vgl.  BVGE 2007/7  E. 4-6)  in-
nerhalb  der  Frist  von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs 
glaubhaft zu machen vermag (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG; vgl. BVGE 
2007/8 E. 3.2),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hat, wenn - wie vorliegend 
- trotz fehlender Ausweispapiere an sich keine Zweifel über die Identi-
tät der asylsuchenden Person bestehen (BVGE 2007/7 E. 5.3. in fine),

dass in der Beschwerde Argumente, welche die Papierlosigkeit allen-
falls als plausibel erscheinen lassen würden, indes vollumfänglich feh-
len,

dass demnach die entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen nach 
einer Prüfung der Akten und unter Berücksichtigung der Beschwerde-
eingabe als insgesamt zutreffend zu erachten sind und zwecks Vermei-
dung  von  Wiederholungen  darauf  verwiesen  werden  kann  (Art.  109 
Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 6 AsylG und Art. 4 VwVG),

dass - wie bereits erwähnt - bei Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Beschwer-
deverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prüfung das 
offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft und das offenkundige 

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Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen sind, und 
sich  die  Offensichtlichkeit  auch  auf  die  Asylrelevanz  beziehen  kann 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.6),

dass die Vorinstanz die Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht 
als offensichtlich nicht glaubhaft und nicht asylrelevant qualifiziert hat, 

dass namentlich seine Kernvorbringen - die angeblichen Angriffe und 
Drohungen  seitens  des  Familienclans  seiner  Ehefrau  -  kaum  Real-
kennzeichen  aufweisen,  bereits  deshalb  nicht  den  Eindruck  von  tat-
sächlich Erlebtem oder Befürchtetem in der geltend gemachten Form 
erwecken und entsprechend offensichtlich haltlos erscheinen, 

dass er den angeblichen Zeitpunkt der Angriffe zudem sehr vage be-
ziehungsweise  nicht  übereinstimmend  schilderte  (A  1/10,  S.  6;  A 
22/13, Antworten 55 ff.), 

dass  in  Anbetracht  der  sehr  pauschalen  Beschwerdeargumentation 
keine andere als die vom BFM getroffene Einschätzung der Fluchtvor-
bringen als gerechtfertigt erscheint,

dass  das  BFM ferner  zu  Recht  auf  Verbesserungen  im Bereich  der 
Minderheitenrechte in Serbien verwies, 

dass der Beschwerdeführer als allfälliges  Opfer lokaler Gewalt mithin 
einen  effektiven  und  zumutbaren  Zugang  zu  einer  funktionierenden 
Schutz-Infrastruktur gehabt haben dürfte (vgl. EMARK 2006 Nr. 18),

dass seine in der Beschwerde geäusserte Befürchtung, der Clan sei-
ner Ehefrau stehe mit Polizei und Mafia unter einer Decke, als blosse 
Spekulation zu werten ist, 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung zu Protokoll gab, der be-
vorstehende Militärdienst sei nicht der Hauptgrund für seine Flucht ge-
wesen (A 22/13, Antwort 79), 

dass  der  allfällige  Einzug  in  die  serbische  Armee in  Anbetracht  der 
Gesamtumstände des Falles ohnehin nicht als relevante Verfolgung zu 
qualifizieren  wäre,  zumal  die  Befürchtung  des  Beschwerdeführers, 
Kriegsdienst leisten zu müssen, wiederum als blosse Spekulation er-
scheint, 

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dass aufgrund der  Aktenlage nach der  Anhörung vom 2. September 
2008  das  Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  einerseits  und  - 
wie sich auch noch aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug 
der Wegweisung ergibt - das Fehlen von Wegweisungsvollzugshinder-
nissen andererseits nach dem Gesagten gleichermassen offensichtlich 
waren,

dass  auch  keine  Anhaltspunkte  für  die  Annahme zu  erkennen  sind, 
das BFM habe, um zu seiner Erkenntnis zu gelangen, eine mehr als 
bloss  summarische  materielle  Prüfung  vornehmen  oder  zusätzliche 
sachliche  oder  rechtliche  Abklärungen  treffen  müssen  (vgl.  hierzu 
BVGE 2007/8 E. 5.6.6 S. 91 f.),

dass der Beschwerdeschrift insgesamt keine Argumente, welche eine 
andere  als  die  vorgenommene  Beurteilung  rechtfertigen  würden,  zu 
entnehmen sind,

dass das BFM demnach korrekterweise Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ange-
wendet hat und auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs 
oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Auf-
enthaltsbewilligung  erteilt  hat  (Art. 32  Bst. a  der  Asylverordnung  1 
über Verfahrensfragen vom 11. August  1999 [AsylV 1])  und sich der 
Beschwerdeführer auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch be-
rufen kann (vgl. EMARK 2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20), 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins Heimat-
land unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der 
Schweiz (Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  [Europäische  Menschen-
rechtskonvention,  EMRK, SR 0.101],  Art. 33  Abs. 1 des  Abkommens 
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlings-

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konvention,  FK,  SR 0.142.30])  und  der  Bestimmungen  von  Art.  5 
Abs. 1  AsylG sowie  Art.  25  Abs. 2  und 3  der  Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) 
zulässig ist, da offensichtlich keine Menschenrechtsverletzungen dro-
hen und ebenso offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht,

dass sich alleine aus der allgemeinen Menschenrechtssituation in Ser-
bien kein reales Risiko von Folter oder unmenschlicher oder erniedri-
gender Strafe oder Behandlung herleiten lässt,

dass im Übrigen selbst das Vorliegen einer allgemein schlechten Men-
schenrechtslage  für  die  Annahme  einer  drohenden  Verletzung  von 
Art. 3 EMRK nicht genügt (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6a S. 122 mit 
zahlreichen Hinweisen),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  aktuell  nicht  von  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt  und  einer 
konkreten Gefährdung der Bevölkerung in Serbien ausgegangen wer-
den kann,

dass Angehörige der Ethnie der Roma dort zwar nach wie vor Diskri-
minierungen oder einzelnen Übergriffen ausgesetzt sein können,

dass aber in Anbetracht der erwähnten Verbesserungen der Lage nicht 
generell auf eine unzumutbare Lebenssituation dieser ethnischen Min-
derheit vor Ort geschlossen werden kann, 

dass  der  junge  und  gemäss  Aktenlage  gesunde  Beschwerdeführer 
über ein soziales Netz vor Ort, eine gewisse Schulbildung und Arbeits-
erfahrung  sowie  Kenntnisse  mehrerer  Sprachen  verfügt,  weshalb  er 
nach seiner Rückkehr nicht in eine existenzbedrohende Situation gera-
ten wird (A 1/10, S. 3 und 7; A 22/13, Antworten 34 und 39), 

dass vor diesem Hintergrund der lange, aber zeitlich weit zurückliegen-
de Aufenthalt  des Beschwerdeführers in  der Schweiz nicht  entschei-
dend ins Gewicht fällt, 

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dass sich aus den Akten mithin auch keine Hinweise auf individuelle 
Gefährdungsmomente des Beschwerdeführers in seinem Heimatstaat 
ergeben, weshalb der Vollzug der Wegweisung zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  den  Heimatstaat  schliesslich 
möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen  (Art.  83  Abs.  2 
AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, inwiefern 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den rechtserhebli-
chen Sachverhalt  unrichtig oder unvollständig feststellt  oder unange-
messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

dass die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (Einschreiben;  Beilagen: angefochtene Ver-
fügung im Original und Einzahlungsschein) 

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

- (...)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber

Versand:

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