# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 422f158b-db32-5506-9475-d5e67a377779
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 30.09.2021 UV 2021/33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2021-33_2021-09-30.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/33

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 16.02.2022

Entscheiddatum: 30.09.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 30.09.2021
Beim Abschlag beim Golfen einen starken Schmerz an der rechten 
Brustseite verspürt. Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG: 
Verneinung eines Unfalls im Rechtssinne mangels eines ungewöhnlichen 
äusseren Faktors. Art. 6 Abs. 2 UVG: Das Ereignis, die Befundsituation und 
der weitere Verlauf vermochten die Diagnose einer Listenverletzung 
(Muskelzerrung) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu begründen. 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 30. September 2021, UV 2021/33).

Entscheid vom 30. September 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; a.o. Gerichtsschreiberin Evelyne Hunziker

Geschäftsnr.

UV 2021/33

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Hans Rudolf Gantenbein, Wiedenstrasse 24, 

Postfach 347, 9471 Buchs,

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gegen

B.___ AG,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Philipp, Hartbertstrasse 11, Postfach 611, 

7001 Chur,

Gegenstand

Taggeldleistungen

Sachverhalt

A.  

Der A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der C.___ GmbH als Geschäftsführer 

angestellt und dadurch bei der B.___ AG (nachfolgend: B.___) gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als er am 23. Oktober 2020 (Datum gemäss 

Dokumentenverzeichnis) durch seine Arbeitgeberin einen am 10. Oktober 2020 

erlittenen Unfall melden liess (UV-act. G 3.1-1 unvollständig bei den Akten).

A.a. 

Die Erstbehandlung hatte am 14. Oktober 2020 bei Dr. med. D.___, Facharzt FMH 

für Allgemeinmedizin, stattgefunden. Diesem gegenüber hatte der Beschwerdeführer 

angegeben, am 10. Oktober 2020 beim Golfspielen einen rechtsseitigen Stich 

bekommen und seither starke Schmerzen, auch nachts, zu haben. Dr. D.___ hatte die 

Befunde Eupnoe, reines Vesikuläratmen, sonorer Klopfschall über allen Lungenflügeln, 

schmerzfreie Thoraxkompression und punktuelle Druckdolenzen in der 

Medioklavikularlinie zwischen der 8. und 9. Rippe erhoben und eine Muskelzerrung 

interkostal rechts diagnostiziert. Zur Behandlung hatte er dem Versicherten ein 

entzündungshemmendes Schmerzmittel sowie eine Wärmecrème je für eine Woche 

verschrieben und ihm vom 10. bis zum 18. Oktober 2020 eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert (UV-act. G 3.1-6).

A.b. 

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Am 22. Oktober 2020 war der Versicherte wegen persistierender Schmerzen 

rechts kostal (ventralseits) von Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, 

behandelt worden. Anlässlich dieser Behandlung hatte Dr. E.___ dem Versicherten eine 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit vom 10. bis zum 31. Oktober 2020 bescheinigt (UV-act. G 

3.1-7).

A.c. 

Am 4. November 2020 machte der Versicherte in einem Fragebogen der B.___ 

nähere Angaben zum Ereignis vom 10. Oktober 2020 (UV-act. G 3.1-9).

A.d. 

Die B.___ legte den Schadenfall ihrem Vertrauens- und Versicherungsarzt Dr. med. 

F.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, zur Beurteilung der Leistungspflicht der 

Versicherten vor. In seiner Beurteilung vom 10. November 2020 hielt dieser fest, dass 

keine eindeutigen Befunde vorliegen würden, welche die Diagnose einer akuten 

Muskelzerrung oder gar eines Muskelrisses ausreichend zu begründen vermöchten. 

Die beklagten Beschwerden entsprächen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keiner 

Listenverletzung (act. G 3.1-10).

A.e. 

Am 12. November 2020 teilte die B.___ dem Versicherten mit, es läge weder ein 

Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne des Gesetzes vor, weshalb 

es nicht möglich sei, für das gemeldete Ereignis vom 10. Oktober 2020 Leistungen aus 

der Unfallversicherung zu erbringen (UV-act. G 3.1-11).

A.f. 

Mit Schreiben vom 24. November 2020 teilte der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt H.R. Gantenbein, Buchs, mit, er sei mit der Leistungsablehnung nicht 

einverstanden. Zur Begründung führte er an, dass der Fehlschlag beim Golfen 

verbunden mit der Muskelzerrung sämtliche Voraussetzungen eines Unfalls erfülle (UV-

act. G 3.1-12).

A.g. 

Am 1. Dezember 2020 forderte die B.___ bei Dr. D.___ den Bericht mit den 

klinischen Befunden zur Diagnose der Muskelzerrung ein (UV-act. G 3.1-13). Nachdem 

dieser am 7. Dezember 2020 mittgeteilt hatte, dass weder eine Röntgen- noch eine 

Ultraschalluntersuchung durchgeführt worden sei (UV-act. G 3.1-15), legte die B.___ 

den Schadenfall erneut ihrem Vertrauensarzt Dr. F.___ zur Prüfung der Frage, ob sich 

der Versicherte eine Listenverletzung zugezogen habe, vor. Am 10. Dezember 2020 

teilte dieser mit, dem Bericht von Dr. D.___ seien keine neuen Erkenntnisse zu 

A.h. 

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B.  

Erwägungen

1.

entnehmen. Für einen Muskelriss oder eine -zerrung lägen keine ausreichenden 

Befunde vor. Für unspezifische Thoraxbeschwerden gäbe es diverse Gründe/Ursachen 

(UV-act. G 3.1-16).

Am 26. Januar 2021 verfügte die B.___ ihre Leistungsablehnung (UV-act. G 3.1-18).A.i. 

Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch Rechtsanwalt Gantenbein am 

23. Februar 2021 Einsprache erheben. Zur Begründung führte er an, die 

Voraussetzungen für die Ausrichtung von Versicherungsleistungen seien gegeben (UV-

act. G 3.1-20).

A.j. 

Mit Einspracheentscheid vom 13. April 2021 wies die B.___ die Einsprache ab (UV-

act. G 1.2).

A.k. 

Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), nach wie vor vertreten durch Rechtsanwalt Gantenbein, mit 

Eingabe vom 10. Mai 2021 Beschwerde erheben. Darin wurde beantragt, der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 13. April 2021 sei aufzuheben und es sei 

festzustellen, dass die B.___ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) Taggelder für das 

Ereignis vom 10. Oktober 2020 zu leisten habe, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen (act. G 1).

B.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 10. Juni 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin, 

vertreten durch Rechtsanwalt P. Philipp, Chur, die Abweisung der Beschwerde (act. G 

3).

B.b. 

In der Replik vom 13. Juli 2021 liess der Beschwerdeführer an seinem 

Beschwerdeantrag festhalten (act. G 7).

B.c. 

Mit Duplik vom 2. August 2021 liess die Beschwerdegegnerin ebenfalls an ihrem 

Abweisungsantrag festhalten (act. G 9).

B.d. 

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Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin in Bezug auf das Ereignis vom 

10. Oktober 2020 zu Recht ihre Leistungspflicht verneint hat.

2.  

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt 

nach Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Dabei bezieht sich das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, 

sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist 

somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach 

sich gezogen hat (BGE 112 V 202 f. E. 1). Ein äusserer Faktor ist ungewöhnlich, wenn 

er - nach einem objektiven Massstab - nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den 

jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist (BGE 134 V 76 E. 4.1; André Nabold, 

N 22 zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 

[nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 32 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-

Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

Kommentar, 2019, [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André 

Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 31; BGE 134 V 76 E 4.1 

und 129 V 404 E. 2.1; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b; je mit Hinweisen). Das für den 

Unfallbegriff wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann nach 

Lehre und Rechtsprechung auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei 

unkoordinierten Bewegungen ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit erfüllt, wenn ein in 

der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung 

gleichsam „programmwidrig“ beeinflusst hat, was beispielsweise dann zutrifft, wenn 

die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einen Gegenstand anstösst oder 

wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt 

oder auszuführen versucht. Dass es tatsächlich zu einem Sturz kommt, wird mithin 

nicht vorausgesetzt (BGE 130 V 118 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 

2014, 8C_783/2013, E. 4.2; je mit Hinweisen).

2.1. 

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Bei einer Sportverletzung ist ohne besonderes Vorkommnis das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 118 

E. 2.2 mit Hinweis). Hingegen ist bei sportlichen Tätigkeiten ein Unfall im Rechtssinn 

dann anzunehmen, wenn die sportliche Übung anders verläuft als geplant (vgl. RKUV 

1992 Nr. U 156 S. 258). Wenn sich das in einer sportlichen Übung inhärente Risiko 

einer Verletzung verwirklicht, liegt kein derartiges Unfallereignis vor. Ein solches ist 

auch dann zu verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der 

Ausführung sich aber in der Spannweite des Üblichen bewegt (RKUV 2004 Nr. U 502 S. 

185 E. 4.4).

2.2. 

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz 

und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht 

hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 

nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 

folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 

würdigen (BGE 144 V 429 f. E. 3.2, Urteil des Bundesgerichts vom 7. Dezember 2020, 

8C_563/2020, E. 2.3; je mit Hinweis, Locher/Gächter, a.a.O., § 70 N 58 f.).

2.3. 

Die leistungsansprechende Person muss die einzelnen Umstände, die zu einem 

Unfall geführt haben, nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Kommt sie dieser 

Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche 

Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig 

erscheinen lassen, ist der Unfallversicherer nicht leistungspflichtig. Zur 

Glaubhaftmachung eines Unfalls genügt es nicht, einen Gesundheitsschaden 

nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis zurückgehen könnte, sondern 

es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue und wenn möglich ins 

Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in 

die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein Bild zu machen und diese in 

objektiver Weise abzuklären. Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten 

Person über den Unfallhergang wird in der Praxis auf die Beweismaxime abgestellt, 

wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" kurze Zeit nach 

dem Ereignis in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere 

Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen 

2.4. 

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3.  

versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Diese Beweisregel 

kommt jedoch nur dann zur Anwendung, wenn der Sachverhalt nicht auf andere Weise 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt werden kann (zum 

Ganzen BSK UVG-Hofer, N 9 ff. zu Art. 6; KOSS UVG-Nabold, N 9 ff. zu Art. 6; Rumo-

Jungo/Holzer, a.a.O., S. 29 mit Hinweisen; BGE 121 V 47 E. 2a mit Hinweisen).

Zu prüfen ist zunächst, ob das Ereignis vom 10. Oktober 2020 als Unfall zu 

qualifizieren ist, und dabei insbesondere, ob im Sinn der Legaldefinition des Unfalls 

gemäss Art. 4 ATSG von einem ungewöhnlichen äusseren Faktor gesprochen werden 

kann.

3.1. 

Der am 23. Oktober 2020 von der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers 

eingereichte Unfallschein UVG ist unvollständig bei den Akten, dementsprechend 

können daraus keine Angaben zum Ereignis vom 10. Oktober 2020 entnommen werden 

(UV-act. G 3.1-1). Gemäss dem Arztzeugnis UVG vom 28. Oktober 2020 hat der 

Beschwerdeführer gegenüber dem erstbehandelnden Arzt Dr. D.___ angegeben, am 

10. Oktober 2020 beim Golfspielen einen rechtsseitigen Stich bekommen und seither 

starke Schmerzen, auch nachts, zu haben (UV-act. G 3.1-6). Mit diesen Angaben 

übereinstimmend informierte Dr. D.___ im Bericht vom 14. Oktober 2020 den 

nachbehandelnden Arzt Dr. E.___ über die Erstbehandlung des Beschwerdeführers 

(UV-act. G 3.1-8). Dr. E.___ gab im Bericht vom 28. Oktober 2020 über die Behandlung 

vom 22. Oktober 2020 sodann an, dass der Beschwerdeführer gemäss den ihm 

vorliegenden Informationen beim Golfspielen einen "Chlapf" verspürt habe und in der 

Folge rechts starke Rippenschmerzen aufgetreten seien (UV-act. G 3.1-7). Nach 

Eingang der Schadenmeldung UVG hat die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt mit 

einem Fragebogen erhoben (UV-act. G 3.1-9). Darin schilderte der zu einer 

ausführlichen, genauen Beschreibung des Unfallhergangs aufgeforderte 

Beschwerdeführer am 4. November 2020, er habe beim Golfen einen sehr starken 

Schmerz an der rechten Brustseite gespürt. Die Fragen, ob etwas Aussergewöhnliches 

geschehen sei und ob es sich um eine alltägliche Handlung gehandelt habe, verneinte 

er. Zur Frage, wann sich die Beschwerden erstmals bemerkbar gemacht hätten, gab 

der Beschwerdeführer das Ereignisdatum, den 10. Oktober 2020, an (UV-act. G 3.1-9). 

Die detaillierte Erhebung der tatsächlichen Verhältnisse erfolgt durch den 

Unfallversicherer oft mittels Frageblättern. Im Vordergrund stehen entsprechend - wie 

auch im konkreten Fall - Fragen betreffend die für die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers massgebenden Voraussetzungen bezüglich des Unfallgeschehens. 

Sofern der Unfallversicherer die tatsächlichen Verhältnisse mittels Frageblättern 

3.2. 

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detailliert erhoben hat, ist er seiner Verpflichtung zur richtigen und vollständigen 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts grundsätzlich rechtsgenüglich 

nachgekommen (Untersuchungsgrundsatz; vgl. BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a). 

Der Fragebogen datiert vor dem die Leistungsablehnung ankündigendem Schreiben 

vom 12. November 2020 (vgl. UV-act. G 3.1-9, 3.1-11). Eine Beeinflussung des 

Beschwerdeführers durch nachträgliche Überlegungen versicherungsrechtlicher oder 

anderer Art ist demnach nicht anzunehmen. Insgesamt stimmen die 

Sachverhaltsschilderungen des Beschwerdeführers im Fragebogen mit den 

Anamneseangaben in den Arztberichten von Dr. D.___ überein (vgl. UV-act. G 3.1-6, 

3.1-8, 3.1-9). Welche Körperbewegung während des besagten Golfspiels die geltend 

gemachten Schmerzen verursachte, wird jedoch weder im Fragebogen noch in den 

Anamneseangaben konkret beschrieben. In ihrem Leistungsabweisungsschreiben vom 

12. November 2020 hält die Beschwerdegegnerin jedoch fest, der Schadenmeldung 

UVG vom 23. Oktober 2020 sei zu entnehmen, dass es dem Beschwerdeführer am 

10. Oktober 2020 "beim Abschlag mit Golfen einen Zwick" gegeben habe (UV-act. G 

3.1-11). Im Einspracheentscheid vom 13. April 2021 sowie in der Beschwerdeantwort 

vom 10. Juni 2021 führt die Beschwerdegegnerin denselben Sachverhalt auf (G 1.2, G 

3). Es ist daher anzunehmen, dass in der Schadenmeldung UVG vom 23. Oktober 2020 

ein "Abschlag" genannt wird und dass der Beschwerdeführer einen Abschlag beim 

Golfen ausführte und dabei einen rechtsseitigen Stich verspürte. Da er sich zudem 

weder gegen die Darstellung im Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 

12. November 2020 noch gegen jene im Einspracheentscheid gewehrt hat, erscheint es 

vertretbar, auf den Beizug der Schadenmeldung zu verzichten.

Es ist eine Erfahrungstatsache, dass im alltäglichen Bewegungsablauf und 

insbesondere bei sportlichen Betätigungen Dehnungen und ein gewisser Zug auf 

Sehnen, Muskeln, Bänder und Gelenke nichts Aussergewöhnliches darstellen, sondern 

die genannten Bestandteile des Körpers gerade ein normales und verletzungsfreies 

Funktionieren im täglichen Leben, wozu Bewegungen und Drehungen der Arme und 

des Oberkörpers und dergleichen gehören, gewährleisten. Allein aus den obigen 

Ereignisschilderungen in der Erwägung 3.2 kann deshalb keine Ungewöhnlichkeit 

abgeleitet werden (vgl. dazu Erwägung 2.1). Entsprechend verneinte der 

Beschwerdeführer auch im Fragebogen vom 4. November 2020 die Frage, ob etwas 

Aussergewöhnliches geschehen sei (vgl. UV-act. G 3.1-9). Die Frage, ob es sich um 

eine alltägliche Handlung gehandelt habe, verneinte er zwar ebenfalls. Der 

Aufforderung, bei Verneinung der Frage die Nichtalltäglichkeit zu beschreiben, kam der 

Beschwerdeführer jedoch nicht nach, sodass nicht gesagt werden kann, wie er das 

Nein genau versteht bzw. inwiefern es sich nicht um eine alltägliche Handlung 

3.3. 

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gehandelt hat. Möglich ist, dass er das Golfen selbst als "nicht alltägliche" oder als 

"nicht häufig ausgeführte" Verrichtung bezeichnen wollte. Daraus lässt sich jedoch 

auch nicht ohne Weiteres eine Ungewöhnlichkeit ableiten. Das Unfallbegriffsmerkmal 

der Ungewöhnlichkeit wäre – wie in Erwägung 2.1 erwähnt – nur dann erfüllt, wenn der 

Bewegungsablauf beim Golfabschlag zusätzlich durch eine unwillkürliche oder 

unkoordinierte Bewegung gestört worden wäre, was beispielsweise dann zutreffen 

würde, wenn der Beschwerdeführer gestürzt, ausgeglitten, mit dem Fuss umgeknickt 

oder der Schwung zu tief angesetzt worden und der Schlägerkopf hart auf dem Boden 

aufgeschlagen wäre (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 40). Einen solchen 

"Fehlschlag beim Golfen" brachte die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers 

gegenüber der Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 24. November 2020 ins Spiel 

(UV-act. G 3.1-12). In der Einsprache, in der Beschwerde, wie auch in der Replik wird 

jedoch ein diesbezüglicher Sachverhalt nicht mehr aufgegriffen (vgl. UV-act. G 3.1-20, 

G 1, G 7). Überdies erfolgte die Erwähnung des Fehlschlags im Nachgang der 

angekündigten Leistungsablehnung vom 12. November 2020 (vgl. UV-act. G 3.1-11). 

Eine Beeinflussung des Beschwerdeführers durch nachträgliche Überlegungen 

versicherungsrechtlicher oder anderer Art ist daher nicht auszuschliessen (vgl. BGE 

115 V 143 E. 8c; vgl. Erwägung 2.4). Überdies ist im Golfsport auch ein "Fehlschlag" 

etwas durchaus Normales, das insbesondere weniger geübten Spielern nicht selten 

widerfahren dürfte und daher nicht ohne Weiteres die Merkmale eines Unfalls im 

Rechtssinne erfüllen würde (vgl. dazu den Entscheid des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 20. Oktober 2005, UV 2004/18, E. 3b). Inwieweit, d.h. in 

welcher Form und Intensität die Muskulatur oder eine Muskelgruppe des Oberkörpers 

des Beschwerdeführers im Sinn einer klar abgegrenzten Belastungssituation beim 

Abschlag eines Golfballs übermässig beansprucht wurden, wird konkret in keiner 

Weise beschrieben. Im vorliegenden Sachverhalt kann damit keine für den Unfallbegriff 

letztlich entscheidende Programmwidrigkeit erblickt werden, welche den Rahmen des 

Normalen und Üblichen bei diesem Bewegungsablauf sprengen würde. Mit den obigen 

Darlegungen soll nicht in Abrede gestellt werden, dass der beschriebene Vorgang vom 

10. Oktober 2020 den Auslösefaktor für den plötzlich aufgetretenen Schmerz auf der 

rechten Seite gebildet hat, doch handelte es sich bei diesem Schmerz eben um die 

Wirkung eines programmkonformen Vorgangs, der für sich allein nicht für eine 

Aussergewöhnlichkeit des äusseren Faktors spricht (BGE 134 V 79 f. E. 4.3.1, 122 V 

233 E. 1, 121 V 38 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts vom 14. November 2019, 

8C_545/2019, E. 9.1; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; Rumo-Jungo/

Holzer, a.a.O., S. 31).

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4.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Unfallbegriffsmerkmal des 

ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht erfüllt ist und das Ereignis vom 10. Oktober 

2020 kein Unfall im Rechtsinne darstellt. Damit entfällt die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG.

3.4. 

Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG (in Kraft seit 1. Januar 2017) erbringt die Versicherung 

ihre Leistungen nicht nur bei einem Unfallereignis, sondern auch bei den folgenden, 

abschliessend aufgelisteten Körperschädigungen (vgl. dazu KOSS UVG-Nabold, N 42 

zu Art. 6), sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen 

sind: a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelenken; c. Meniskusrisse; 

d. Muskelrisse; e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; 

h. Trommelfellverletzungen. Mit Art. 6 Abs. 2 lit. a bis h UVG wird die gesetzliche 

(Kausalitäts-)Vermutung statuiert, dass der Unfallversicherer bei erfüllter 

Listendiagnose leistungspflichtig ist. Dieser kann sich aber von seiner Leistungspflicht 

befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Körperschädigung vorwiegend auf 

Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (BGE 146 V 64 ff. E. 8.2.2; Evalotta 

Samuelsson, Neuregelung der unfallähnlichen Körperschädigung, das Beispiel des 

Meniskusrisses, in: SZS 2018 S. 358; Markus Hüsler, Erste UVG-Revision: wichtigste 

Änderungen und mögliche Probleme bei der Umsetzung, in: SZS 2017 S. 33). Der 

Gegenbeweis der vorwiegend abnützungs- oder krankheitsbedingten Verursachung 

beschlägt den natürlichen Kausalzusammenhang. Nur der rechtsgenügende Nachweis 

eines vorwiegend degenerativ oder krankhaft verursachten Schadens, kann zu einer 

Verneinung des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. der Leistungspflicht des 

Unfallversicherers führen (Samuelsson, a.a.O., S. 358). Der (Gegen-)Beweis der 

vorwiegend krankhaften oder degenerativen Pathogenese der Listendiagnose ist 

erbracht, wenn die Listendiagnose zu mehr als 50% auf Abnützung oder Erkrankung 

beruht (BGE 146 V 64 E. 8.2.2.1 mit Hinweisen). Aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG 

vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises ergibt sich allerdings auch nach der am 

1. Januar 2017 in Kraft getretenen UVG-Revision die Notwendigkeit der Abgrenzung 

der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von 

der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit 

letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit bleibt auch beim 

Vorliegen einer Listendiagnose die Frage nach einem initialen erinnerlichen und 

benennbaren Ereignis - nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung als zeitlicher 

Anknüpfungspunkt für Fragen der Versicherungsdeckung oder Zuständigkeit des 

Unfallversicherers - relevant (zum Ganzen BGE 146 V 69 f. E. 8.6, Urteil des 

4.1. 

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Bundesgerichts vom 30. Oktober 2019, 8C_267/2019, E. 6; je mit Hinweisen). Zur 

Feststellung der medizinischen Verhältnisse, konkret zur Beurteilung der Tatfrage, ob 

eine Schädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, ist 

die rechtsanwendende Behörde auf Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärzten und 

Ärztinnen zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlreichen 

Hinweisen; vgl. dazu KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 

6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55; Samuelsson, a.a.O., S.  357 f.).

Die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis kann 

insofern offenbleiben, als das Bundesgericht in seinem Entscheid vom 26. Oktober 

2017, 8C_325/2017, E. 4.3, festhielt, beim Golfsport handle es sich bei gesamthafter 

Betrachtung um eine Dauerbelastung ohne risikoreiche Belastungsspitzen. Immerhin 

bestehe aber eine hohe Dauerbeanspruchung des Stütz- und Bewegungsapparats, die 

spezifische orthopädische Probleme hervorrufen könne (Urteil des Bundesgerichts vom 

26. Oktober 2017, 8C_325/2017, E. 4.3 mit Hinweisen). Namentlich beim Sport können 

sogar (meist partielle) Muskelrisse auch infolge Koordinationsstörung, schlechter 

Dosierung der Kraft, Verkrampfung, schlechtem Trainingszustand oder mangels 

vorgängiger Aufwärmungsübungen auftreten (vgl. dazu Alfred Bühler, Die unfallähnliche 

Körperschädigung, in: SZS 1996, S. 103 mit Hinweisen).

4.2. 

Der erstbehandelnde Arzt Dr. D.___ hatte am 14. Oktober 2020 die Befunde 

Eupnoe, reines Vesikuläratmen, sonorer Klopfschall über allen Lungenflügeln, 

schmerzfreie Thoraxkompression und punktuelle Druckdolenzen in der 

Medioklavikularlinie zwischen der 8. und 9. Rippe erhoben (vgl. UV-act. G 3.1-6) und 

klinisch keine Indikation für eine Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung gesehen (vgl. 

UV-act. G 3.1-15). Als Diagnose hatte er eine Muskelzerrung interkostal rechts gestellt, 

womit grundsätzlich eine Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 lit. e UVG vorliegt (vgl. 

UV-act. G 3.1-6). Der Vertrauens- und Versicherungsarzt der Beschwerdegegnerin, Dr. 

F.___, ging demgegenüber in seinen Aktenbeurteilungen vom 10. November und 10. 

Dezember 2020, auf welche sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht bei 

ihrer Leistungsablehnung abstützte, davon aus, dass keine eindeutigen Befunde 

vorlägen, welche die Diagnose einer Muskelzerrung bestätigen würden. Eine 

unspezifische Druckdolenz interkostal zwischen der 8. und 9. Rippe in der 

Medioklavikularlinie ohne Begleitverletzungen wie Schwellungen, Hämatom oder 

bildgebende Befunde würde die Diagnose einer akuten Muskelzerrung oder gar eines 

Muskelrisses nicht ausreichend begründen (UV-act. G 3.1-10, G 3.1-16). Unter 

Bezugnahme auf medizinische Fachliteratur (vgl. UV-act. G 3.1-17) führte Dr. F.___ 

sodann aus, dass es für unspezifische Thoraxbeschwerden multiple Gründe/Ursachen, 

4.3. 

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5.  

wie beispielsweise Kostochondritis, Schmerzsyndrom der unteren Rippen, 

Kostovertebralsyndrom ("eingeklemmter" interkostaler Nerv), funktionelle 

Brustschmerzen oder somatoforme Störungen, gäbe. Dr. F.___ beurteilte, dass eine 

solche Ursache aufgrund der überlangen, medizinisch nicht nachvollziehbaren 

Krankschreibung (richtig wohl: Attestierung der Arbeitsunfähigkeit) wahrscheinlicher als 

eine veritable Muskelverletzung sei, und kam zum Schluss, dass die beklagten 

Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keiner Listenverletzung 

entsprächen (UV-act. G 3.1-10, G 3.1-16). Insofern stellt sich in Bezug auf die 

Beurteilung des Vorliegens einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinn von Art. 6 

Abs. 2 UVG speziell die Frage, inwieweit die von Dr. D.___ gestellte Diagnose einer 

Muskelzerrung überhaupt als rechtsgenüglich bewiesen zu betrachten ist.

Eine bestimmte Verletzung geht in der Regel mit verletzungsspezifischen 

Symptomen bzw. typischen klinischen Befunden einher. Muskelverletzungen sind alle 

auf eine unterschiedlich starke Überbelastung des Muskels zurückzuführen und 

unterscheiden sich im Ausmass der Verletzung an einzelnen Muskelfasern oder an 

ganzen Muskelfaserbündeln (vgl. Simone Waldt/Matthias Eiber/Klaus Wörtler, 

Messverfahren und Klassifikation in der muskuloskelettalen Radiologie, 2011, S. 190 ff. 

mit Hinweis). Eine Muskelverletzung entwickelt sich durch eine chronische oder akute 

übermässige unphysiologische Bewegung, wie eine Überdehnung oder Drehung des 

Muskels, oder durch eine fehlende Muskelkoordination bei Überdehnungen, Zerrungen 

und Prellungen (zum Ganzen: Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Auflage 2017, 

S. 1202; Waldt/Eiber/Wörtler, a.a.O., S. 190; Matthias Kieb/Olaf Lorbach/Martin 

Engelhardt, Muskelverletzungen: Diagnostik und Behandlungen, in: Der Orthopäde 

2010, 12/2010, S. 1098; Martina Feichter, Muskelzerrung, 10. Januar 2017, <https://

www.netdoktor.ch/krankheiten/muskelzerrung/>, abgerufen am 24. September 2021). 

Gemäss der medizinischen Literatur wird eine schmerzhafte Muskelverhärtung als 

geringste und ein Muskelriss als stärkste Muskelverletzung klassifiziert (vgl. Waldt/

Eiber/Wörtler, a.a.O., S. 191; Kieb/Lorbach/Engelhardt, a.a.O., S. 1104; je mit 

Hinweisen). Beim Muskelriss (Ruptur) wird ein Muskel vollständig oder partiell 

eingerissen oder zerrissen, die Kontinuität des Muskels ist unterbrochen. 

Demgegenüber sind Muskelzerrungen auf geringe Muskelüberbelastungen 

zurückzuführen, nur einzelne Muskelfasern reissen ein (Bühler, a.a.O., S. 103; Waldt/

Eiber/Wörtler, a.a.O., S. 190; Kieb/Lorbach/Engelhardt, a.a.O., S. 1098; Feichter, 

a.a.O.). Muskelverletzungen werden in Sprint- und Sprungsportarten oft durch 

traumatische, plötzlich exzessive oder chronische Überbelastungen hervorgerufen 

5.1. 

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(Kieb/Lorbach/Engelhadt, a.a.O., S. 1098 f. mit Hinweisen). Bei einer Muskelzerrung 

kommt es zu krampfartigen, typischerweise langsam und kontinuierlich zunehmenden 

ziehenden Schmerzen im betroffenen Muskel, welche mit einer Schwellung 

einhergehen können (Feichter, a.a.O.; Kieb/Lorbach/Engelhadt, a.a.O., S. 1100). Die 

Diagnosestellung einer Muskelverletzung erfolgt mit einer gründlichen Anamnese des 

Verletzungsereignisses und klinisch durch Abtasten des betroffenen Muskels auf 

Muskelhärte und Druckschmerzhaftigkeit sowie durch die Überprüfung der 

Muskelfunktion mit und ohne Widerstand (Kieb/Lorbach/Engelhadt, a.a.O., S. 1100; 

Feichter, a.a.O.). Das Dehnen und Anspannen des gezerrten Muskels führt zwar zu 

Schmerzen und der betroffene Muskelbereich fühlt sich schmerzhaft angespannt an 

(Feichter, a.a.O.), bei einer blossen Muskelzerrung ist die Muskelfunktion - anders als 

bei einem Riss – jedoch nicht eingeschränkt (Kieb/Lorbach/Engelhadt a.a.O., S. 1104, 

Feichter, a.a.O.). Zur Verifizierung der Verletzung und zur Diagnosestellung bietet sich 

eine Ultraschall- oder MRI-Untersuchung und zum Ausschluss eines Muskeldefekts 

eine Sonografie an (Kieb/Lorbach/Engelhadt, a.a.O., S. 1100; Pschyrembel, a.a.O., S. 

1202). Bei einer Muskelzerrung lokalisiert sich die Verletzung typischerweise im 

Muskelbauch. Da bei einer Muskelzerrung kein Gewebeschaden entsteht, gelangen alle 

Muskelfasern intakt zur Darstellung, als typischer Befund lassen sich dennoch 

ödematöse Veränderungen um die intakten Faserstrukturen abgrenzen (zum Ganzen 

Waldt/Eiber/Wörtler, a.a.O., S. 190 f.).

Gemäss Arztzeugnis UVG hat Dr. D.___ im Rahmen der Erstbehandlung klinisch 

die für eine Muskelzerrung typischen Druckdolenzen erhoben. Auffällig ist hingegen, 

dass er im Übrigen klinisch ausschliesslich vollkommen normale Befunde vermerkt 

hatte. Obwohl für die Diagnosestellung – wie gesagt – die Muskelhärte sowie die 

Muskelfunktion bestimmend sind, kann dem Arztzeugnis UVG nicht entnommen 

werden, dass entsprechende Überprüfungen erfolgt sind (vgl. UV-act. G 3.1-6; Kieb/

Lorbach/Engelhadt, a.a.O., S. 1100). Ebenfalls nicht belegt ist, ob der Hergang des 

Ereignisses und der Verletzungsmechanismus anamnestisch hinreichend erhoben 

worden waren. Ein eigentlicher Verletzungsmechanismus - wie eine Verdrehung, eine 

Überdehnung oder eine Prellung (vgl. Erwägung 5.1) - lässt sich der von Dr. D.___ 

vermerkten Anamnese jedenfalls nicht entnehmen. Überdies ist – wie in Erwägung 3.3 

festgestellt wurde – in Bezug auf den Golfabschlag vom 10. Oktober 2020 auch keine 

Überdehnung oder Verdrehung nachgewiesen. Der Beschwerdeführer hatte gegenüber 

Dr. D.___ sodann ausschliesslich unspezifisch "starke Schmerzen" angegeben, die für 

eine Muskelzerrung charakteristischen Schmerzen sind dem Arztbericht UVG hingegen 

nicht zu entnehmen (vgl. UV-act. G 3.1-6). Eine Schwellung zeigte sich offenbar 

ebenfalls nicht und Dr. D.___ sah die Indikation für eine bildgebende Untersuchung 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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nicht als gegeben (vgl. UV-act. G 3.1-15). Nach dem Gesagten haben also ausser der 

interkostalen Druckdolenz zwischen der 8. und 9. Rippe in der Medioklavikularlinie 

keine typischen Befunde für eine Muskelzerrung vorgelegen. Aufgrund dieser 

aktenkundigen Befundsituation überzeugt die gestellte Diagnose der Muskelzerrung 

nicht. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (vgl. dazu BGE 135 V 470 f. E. 4.5, 125 V 353 E. 3cc; je mit Hinweisen). Es ist 

damit nicht auszuschliessen, dass die Diagnose von Dr. D.___ lediglich auf der 

subjektiven, kurzen Ereignisschilderung bzw. den Angaben des Beschwerdeführers 

basierte.

Die Tatsache, dass beim Golfabschlag der Muskel des Führungsarmes (Serratus 

Anterior-Muskel), der breit gefächert am Brustkorb ansetzt, in allen Phasen des 

Schwungs konstant aktiviert ist und dadurch einem höheren Verletzungsrisiko 

unterliegt (vgl. Jan Schneider, Kleines ABC der Golfverletzungen, 30. August 2018, 

<https://orthinform.de/patienteninformationen/kleines-abc-der-golfverletzungen>, 

abgerufen am 24. September 2021), lässt die Diagnose einer Muskelzerrung ebenfalls 

nicht überwiegend wahrscheinlich erscheinen. Die Druckdolenzen wurden von Dr. 

D.___ interkostal lokalisiert, der Serratus Anterior-Muskel setzt jedoch auf den Rippen 

und nicht zwischen diesen an (vgl. Pschyrembel, a.a.O., S. 1198). Beim Abschlag 

handelt es sich zwar um einen dynamischen, gleichwohl aber in aller Regel sehr 

harmonischen Bewegungsablauf. Durch die gleichförmige Schwungbewegung wären 

typischerweise mehrere Muskelfächer betroffen, entsprechend wären an mehreren 

Stellen Druckdolenzen zu erheben gewesen. Auch wenn der Oberkörper beim 

Golfspielen stärker belastet wird als bei manch anderer, den Oberkörper belastenden 

Alltagsaktivität, werden die einzelnen Muskelgruppen dabei nicht bis an die Grenzen 

ihrer Leistungsfähigkeit angespannt (Schneider, a.a.O.). Daraus ergibt sich, dass beim 

Golfen die Muskeln, wenn überhaupt, nur geringen Überbelastungen ausgesetzt sind. 

Eine solche Verletzung dürfte demnach aus denselben Gründen, wie sie in Erwägung 

5.2 in Bezug auf die Befundsituation dargelegt worden sind, ausser Betracht fallen.

5.3. 

Der von Dr. F.___ vertretene Standpunkt, dass die Diagnose einer Muskelzerrung 

aufgrund der medizinisch nicht nachvollziehbaren Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung 

wenig wahrscheinlich sei, findet in der medizinischen Literatur eine eindeutige Stütze 

(vgl. UV-act. G 3.1-10). So heilt eine Muskelzerrung im Allgemeinen innerhalb von drei 

bis sechs Tagen aus (Kieb/Lorbach/Engelhadt, a.a.O., S. 1103, Waldt/Eiber/Wörtler, 

a.a.O., S. 191, Feichter, a.a.O., vgl. dazu auch Urteil des Sozialversicherungsgerichts 

des Kantons Zürich vom 15. August 2017, UV.2016.00071, E. 3.6 und 4.2). Dr. D.___ 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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hatte dem Beschwerdeführer sodann eine volle Arbeitsaufnahme ab dem 19. Oktober 

2020 bescheinigt (UV-act. G 3.1-6). Knapp eine Woche nach der Erstbehandlung vom 

14. Oktober 2020 begab sich der Beschwerdeführer am 22. Oktober 2020 aufgrund 

persistierender kostaler Schmerzen (ventralseits) erneut in ärztliche Behandlung (vgl. 

UV-act. G 3.1-7). Anlässlich dieser Behandlung hatte Dr. E.___ neben den subjektiven 

Angaben betreffend Schmerzen eine normale Lungenauskultation und ansonsten keine 

auffälligen Befunde erhoben und dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit bis 

zum 31. Oktober 2020 bescheinigt (vgl. UV-act. G 3.1-7). Auffällig ist, dass die 

Schmerzen bei der Erstbehandlung noch interkostal, zwischen den Rippen, und im 

Rahmen der Behandlung vom 22. Oktober 2020 nun kostal lokalisiert worden waren 

(vgl. UV-act. G 3.1-6, 3.1-7). Dem Arztbericht über die Behandlung vom 22. Oktober 

2020 sind überdies wenige Angaben zu entnehmen. So wurde zum Beispiel nicht 

vermerkt, wie der Beschwerdeführer die Schmerzen konkret beschrieben hatte oder ob 

durch die im Rahmen der Erstbehandlung verschriebenen Schmerzmittel und die 

Wärmecrème eine Besserung der Beschwerden hatte herbeigeführt werden können. 

Sodann hatte Dr. E.___ auch nicht auf eine Ultraschall- oder MRI-Untersuchung 

zurückgegriffen. Wie bereits erwähnt, sind solche gerade zur Objektivierung einer 

Muskelzerrung geeignet, wurden aber offenbar von Dr. E.___ dennoch medizinisch 

nicht als indiziert betrachtet. Zusätzliche therapeutische Massnahmen lassen sich dem 

Bericht ebenfalls nicht entnehmen. Am 4. November 2020 gab der Beschwerdeführer 

im Fragebogen an, noch immer arbeitsunfähig zu sein (vgl. UV-act. G 3.1-9). Die 

genauen funktionellen Einschränkungen, welche zu diesem Zeitpunkt noch bestanden 

haben sollen, werden nicht dargetan, sodass die prolongierte Arbeitsunfähigkeit bis 

zum 31. Oktober 2020, welche gemäss den Angaben des Beschwerdeführers 

zusätzlich bis mindestens zum 10. November 2020 verlängert worden war, zumindest 

im Zusammenhang mit einer Muskelzerrung nicht nachvollzogen werden könnte. 

Insbesondere auch deshalb nicht, weil der Heilungsverlauf normalerweise mit einer 

stetigen Abnahme der Beschwerden einhergeht.

Insgesamt lassen sich das Ereignis, die initiale Befundsituation und der weitere 

Verlauf nicht zum Bild einer Muskelzerrung zusammenfügen. Für die geltend 

gemachten und auch für die fortbestehenden Schmerzen bildet eine Muskelzerrung 

keine nachvollziehbare Begründung. Die Beurteilung von Dr. F.___, dass unspezifische 

Druckdolenzen zwischen der 8. und 9. Rippe in der Medioklavikularlinie die Diagnose 

einer Muskelzerrung nicht ausreichend begründen würden, ist vor dem Hintergrund der 

Erwägungen nachvollziehbar und überzeugend. Das Vorliegen einer Muskelzerrung im 

Sinne einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. e UVG ist 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu verneinen. Eine 

5.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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6.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 13. April 2021 

nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. f ATSG). Ausgangsgemäss hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

7.  

Da die Gerichtsschreiberin verhindert ist, wird der Entscheid für diese stellvertretend 

von einer mitwirkenden Richterin unterzeichnet (Art. 39  Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin entfällt damit auch gestützt auf Art. 6 Abs. 2 

UVG.

bis 

ter

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	Entscheid Versicherungsgericht, 30.09.2021
	Beim Abschlag beim Golfen einen starken Schmerz an der rechten Brustseite verspürt. Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG: Verneinung eines Unfalls im Rechtssinne mangels eines ungewöhnlichen äusseren Faktors. Art. 6 Abs. 2 UVG: Das Ereignis, die Befundsituation und der weitere Verlauf vermochten die Diagnose einer Listenverletzung (Muskelzerrung) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu begründen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. September 2021, UV 2021/33).

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