# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2506474-fbc5-5ea8-94ac-61da2d268ee7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-06-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.06.2021 A-1121/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1121-2020_2021-06-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
  
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1121/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  J u n i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richter Raphaël Gani, Richter Keita Mutombo,  

Gerichtsschreiber Matthias Gartenmann. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Direkte Bundessteuer,  

Verrechnungssteuer, Stempelabgaben,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Emissionsabgabe. 

 

 

 

A-1121/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die A._______ AG (ehemals C._______ AG; nachfolgend: übernehmende 

Gesellschaft) ist eine Aktiengesellschaft, welche am (Datum) mit Sitz in 

(Ort) im Handelsregister des Kantons (Ort) eingetragen wurde und die Füh-

rung einer Holdinggesellschaft, die Entwicklung, Planung, Projektierung, 

Bau und Betrieb von Rohstoff- und Bergbauprojekten aller Art bezweckt 

und sich an Minengesellschaften beteiligt. Ebenfalls zum Gesellschafts-

zweck gehört der Kauf und Verkauf sowie das Halten und Führen von Ge-

sellschaften und Beteiligungen, insbesondere im Bereich des Bergbaus, 

des Rohstoffhandels und der Erbringung von organisatorischen, techni-

schen, finanziellen und administrativen Dienstleistungen für die mit der 

übernehmenden Gesellschaft verbundenen Unternehmungen oder Dritte. 

B.  

Am 22. September 2013 schloss die übernehmende Gesellschaft mit der 

B._______ S.A. mit Sitz (Ort) (nachfolgend: B SA) zwei «Shareholders Ag-

reement» ab. Die übernehmende Gesellschaft hat sich darin verpflichtet, 

insgesamt 70% der von der B SA gehaltenen Aktien der D._______ LLC 

mit Sitz (Ort) (nachfolgend: übernommene Gesellschaft) zum Preis von ins-

gesamt CHF 22'500'000.- zu übernehmen. Zur Finanzierung der Transak-

tion gab die B SA der übernehmenden Gesellschaft ein Darlehen in der 

Höhe von CHF 22'500'000.-. Im Falle der Nichtrückzahlung des Darlehens 

vereinbarten die übernehmende Gesellschaft und die B SA, dass die über-

nehmende Gesellschaft neue Aktien an die B SA ausgeben kann und eine 

Kapitalerhöhung durchgeführt wird, bei welcher die B SA 40'000’000 Aktien 

mit einem Nominalwert von CHF 0.50 erhält.  

C.  

Das Aktienkapital der übernehmenden Gesellschaft wurde gemäss dem 

Handelsregistereintrag des Kantons (Ort) mit der Statutenänderung vom 

15. Juli 2014 von CHF 1'350'000.- (13'500'000 Inhaberaktien zu CHF 0.10) 

um CHF 20'000’00.- auf CHF 21'350'000.- (42'700'000 Inhaberaktien zu 

CHF 0.50) erhöht. Die B SA liberierte die Kapitalerhöhung durch Verrech-

nung ihres Darlehens. Die B SA erhielt 40'000’000 Inhaberaktien, das 

heisst ihr Anteil an der übernehmenden Gesellschaft betrug nun 93,68%. 

D.  

Am 23. Oktober 2015 verlegte die übernehmende Gesellschaft ihren Sitz 

nach (Ort), Kanton (Ort). 

A-1121/2020 

Seite 3 

E.  

Mit dem Schreiben vom 22. Januar 2015 gelangte die Eidgenössische 

Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV oder Vorinstanz) an die überneh-

mende Gesellschaft. Die ESTV teilte der übernehmenden Gesellschaft mit, 

dass aufgrund der Kapitalerhöhung vom 15. Juli 2014 über 

CHF 20'000'000.- eine Emissionsabgabe in der Höhe von CHF 200'000.- 

(1% auf CHF 20'000’000.-) geschuldet sei. 

F.  

Mit dem Schreiben vom 13. Mai 2016 sowie dem Schreiben vom 22. Juni 

2016 mahnte die ESTV die übernehmende Gesellschaft bezüglich des Be-

trags in der Höhe von CHF 200'000.-. 

G.  

Mit dem Schreiben vom 26. August 2016 stellte die ESTV beim Betrei-

bungsamt (Ort) ein Begehren um Einleitung einer Betreibung betreffend die 

von der übernehmenden Gesellschaft geschuldete Emissionsabgabefor-

derung in der Höhe von CHF 200'000.- nebst Zins zu 5% seit dem 30. Ok-

tober 2014.  

H.  

Gegen den Zahlungsbefehl des Betreibungsamts (Ort) vom 1. September 

2016 (Betreibung Nr. […]), welcher der übernehmenden Gesellschaft am 

12. Oktober 2016 zugestellt wurde, erhob die übernehmende Gesellschaft 

am 12. Oktober 2016 Rechtsvorschlag. 

I.  

Mit dem Entscheid vom 2. November 2016 legte die ESTV fest, dass die 

übernehmende Gesellschaft aufgrund der von ihr am 15. Juli 2014 vorge-

nommenen Erhöhung des Aktienkapitals um CHF 20'000'000.- die  

Emissionsabgabe in der Höhe von CHF 200'000.- sowie die Betreibungs-

kosten in der Höhe von CHF 259.90 und einen Zins von 5% auf dem Ab-

gabebetrag, berechnet für die Zeit vom 30. Oktober 2014 bis zum Tage der 

Abgabeentrichtung, schulde. Zudem werde der erhobene Rechtsvorschlag 

in der Betreibung Nr. (…) beseitigt. 

J.  

Am 7. Dezember 2016 erhob die übernehmende Gesellschaft Einsprache 

gegen den Entscheid der ESTV vom 2. November 2016 und beantragte, 

es sei von der Erhebung einer Emissionsabgabe aufgrund des Ausnahme-

tatbestands der Quasifusion von Art. 6 Abs. 1 Bst. abis des Bundesgesetzes 

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vom 27. Juni 1973 über die Stempelabgaben (StG; SR 641.10) abzusehen. 

Es sei keine Emissionsabgabe und kein Zins geschuldet sowie die vorge-

nommene Betreibung sei nach Rechtskraft des Verfahrens umgehend zu 

löschen. 

K.  

Mit dem Einspracheentscheid vom 23. Januar 2020 hiess die ESTV betref-

fend den Beginn des Zinsenlaufes (ab 31. Oktober statt ab 30. Oktober 

2014) die Einsprache der übernehmenden Gesellschaft teilweise gut, so-

weit die ESTV darauf eintrat. Die übernehmende Gesellschaft schulde der 

ESTV auf der Erhöhung des Aktienkapitals vom 15. Juli 2014 um 

CHF 20'000'000.- die Emissionsabgabe von 1% in der Höhe von 

CHF 200'000.- sowie die Betreibungskosten in der Höhe von CHF 259.90 

sowie einen Zins von 5% auf dem Abgabebetrag, berechnet für die Zeit 

vom 31. Oktober 2014 bis zum Tage der Abgabeentrichtung. Durch den 

Entscheid sei der in der Betreibung Nr. (…) des Betreibungsamtes (Ort) 

erhobene Rechtsvorschlag vollumfänglich beseitigt. Die ESTV führte im 

Wesentlichen aus, dass am 22. September 2013 eine echte Veräusserung 

der Beteiligung von 70% der übernommenen Gesellschaft gegen eine Dar-

lehensgewährung an die übernehmende Gesellschaft erfolgt sei. Eine Ver-

äusserung stehe einer steuerneutralen Umstrukturierung entgegen. Über-

dies sei die Übertragung der Beteiligungsrechte und die darauffolgende 

Kapitalerhöhung nicht zeitnah, Zug um Zug, erfolgt, sondern hätte mit rund 

10 Monaten Abstand stattgefunden. 

L.  

Mit der Beschwerde vom 24. Februar 2020 an das Bundesverwaltungsge-

richt beantragt die übernehmende Gesellschaft (nachfolgend auch: Be-

schwerdeführerin), es sei der Einspracheentscheid aufzuheben und ent-

sprechend von einer Emissionsabgabe betreffend die Kapitalerhöhung von 

CHF 20'000'000.- sowie von allfälligen weiteren Emissionsgebühren abzu-

sehen. Die Betreibung Nr. (…) des Betreibungsamtes (Ort) sei zu löschen, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ESTV. Die Be-

schwerdeführerin legt zur Begründung dar, es sei der Ausnahmetatbestand 

der Quasifusion nach Art. 6 Abs. 1 Bst. abis StG gegeben. 

M.  

Mit der Eingabe vom 8. April 2020 beantragt die Vorinstanz mit dem Haupt-

antrag die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge, 

sowie mittels Eventualantrag – bei einer teilweisen Gutheissung der Be-

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Seite 5 

schwerde –, gestützt auf die Prüfung des Vorliegens einer Steuerumge-

hung vom zusätzlich geschaffenen Aktienkapital den Betrag in der Höhe 

von CHF 10'883.97 von der Emissionsabgabe auszunehmen. 

Auf die Parteivorbringen und die eingereichten Akten wird nachfolgend in-

soweit eingegangen, als sie für das vorliegende Urteil entscheidwesentlich 

sind. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Angefochten ist ein Einspracheentscheid der ESTV, also eine Verfü-

gung im Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 

über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021). Das Bundesverwal-

tungsgericht ist die zuständige Beschwerdeinstanz (Art. 31, Art. 32 e 

contrario und Art. 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über 

das Bundesverwaltungsgericht [VGG; SR 173.32]). Das Verfahren richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG). 

Auf die mit der notwendigen Beschwerdeberechtigung (Art. 48 Abs. 1 

VwVG) sowie frist- und formgerecht (Art. 50 und 52 VwVG) eingereichte 

Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Einsprache-

entscheid in vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann ne-

ben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrich-

tigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachver-

halts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. 

c VwVG). 

Im Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung von 

Amtes wegen. Das Bundesverwaltungsgericht ist verpflichtet, auf den unter 

Mitwirkung der Verfahrensbeteiligen festgestellten Sachverhalt die richti-

gen Rechtsnormen und damit jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als 

den zutreffenden erachtet, und ihm jene Auslegung zu geben, von der es 

überzeugt ist (vgl. BGE 119 V 347 E. 1a). 

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Seite 6 

1.3 Verwaltungsverordnungen (wie Merkblätter, Richtlinien, Kreisschreiben 

etc.) sind für die Justizbehörden nicht verbindlich (MOSER/BEUSCH/KNEU-

BÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, 

N. 2.173 f.). Die Gerichte sollen Verwaltungsverordnungen bei ihrem Ent-

scheid allerdings mitberücksichtigen, sofern diese eine dem Einzelfall an-

gepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen 

Bestimmungen zulassen (BGE 123 II 16 E. 7; Urteile des BVGer  

A-6828/2017 vom 29. Oktober 2018 E. 1.3, A-3274/2017 vom 14. Februar 

2018 E. 2.3, A-5769/2016 vom 11. April 2017 E. 3.2, A-2675/2016 vom 

25. Oktober 2016 E. 1.4). 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht ist als Beschwerdeinstanz nicht an die 

rechtliche Begründung der Begehren gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es 

kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Grün-

den gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer 

Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (BGE 128 II 

145 E. 1.2.2, 127 II 264 E. 1b; Urteil des BVGer A-1087/2016 vom 10. Au-

gust 2016 E. 1.6). 

2.  

2.1 Der Bund erhebt Stempelabgaben unter anderem auf der entgeltlichen 

und unentgeltlichen Begründung und der Erhöhung des Nennwerts von 

Beteiligungsrechten in Form von Aktien inländischer Aktiengesellschaften 

und Stammanteilen inländischer Gesellschaften mit beschränkter Haftung 

(sog. Emissionsabgabe; Art. 1 Abs. 1 Bst. a Ziff. 1 und 2 StG i.V.m. Art. 5 

Abs. 1 Bst. a Lemma 1 und 2 StG). Keine Rolle spielt dabei, ob die Beteili-

gungsrechte gegen Bareinlage, Sacheinlage oder in Verrechnung mit Ge-

sellschaftsschulden begründet werden (Urteil des BVGer A-6828/2017 

vom 29. Oktober 2018 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). Für Beteiligungs-

rechte ist die Gesellschaft abgabepflichtig (Art. 10 Abs. 1 StG). 

2.2 Stempelabgaben sind Rechtsverkehrssteuern. Abzustellen ist auf den 

wirklichen Inhalt der Urkunden oder Rechtsvorgänge (Art. 27 Abs. 1 StG; 

Urteil des BGer 2C_1071/2018 vom 12. November 2019 E. 3.2 mit Hin-

weis). Massgebend ist insofern eine rein formell-zivilrechtliche Betrach-

tungsweise (BGE 143 II 350 E. 2.2), die nur bei Steuerumgehung durch-

brochen werden kann (Urteil des BGer 2C_1071/2018 vom 12. November 

2019 E. 3.2 mit Hinweis). 

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Seite 7 

2.3  

2.3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 Bst. abis StG sind Beteiligungsrechte, die in Durch-

führung von Beschlüssen über Fusionen oder diesen wirtschaftlich gleich-

kommenden Zusammenschlüssen, Umwandlungen und Spaltungen von 

Aktiengesellschaften, Kommanditaktiengesellschaften, Gesellschaften mit 

beschränkter Haftung oder Genossenschaften begründet oder erhöht wer-

den, von der Emissionsabgabe ausgenommen. 

Der in Art. 6 Abs. 1 Bst. abis StG figurierende Begriff des der Fusion wirt-

schaftlich gleichkommenden Zusammenschlusses ist gesetzlich nicht defi-

niert (vgl. BGE 102 Ib 140 E. 3 a). Es handelt sich um einen steuerrechtlich 

geprägten Begriff, dem die gleiche Bedeutung wie den Begriffen des  

fusionsähnlichen bzw. fusionsgleichen Zusammenschlusses und der 

Quasifusion zukommt (vgl. Urteile des BVGer A-6828/2017 vom 29. Okto-

ber 2018 E. 2.2.1.1 sowie A-3554/2017 vom 19. April 2018 E. 4.1 mit wei-

teren Hinweisen). 

Es handelt sich bei den fusionsähnlichen Zusammenschlüssen um wirt-

schaftliche Vorgänge, weshalb nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

eine wirtschaftliche Betrachtungsweise Platz greifen muss (Urteil des BGer 

2C_976/2014 vom 10. Juni 2015 E. 3.2 mit Hinweis). 

2.3.2 Nach Ziff. 4.1.1.1 des Kreisschreibens der ESTV Nr. 5 vom 1. Juni 

2004 betreffend Umstrukturierungen (nachfolgend: Kreisschreiben Nr. 5) 

findet bei einem fusionsähnlichen Zusammenschluss bzw. der Quasifusion 

«keine Auflösung der bisherigen Rechtsträger» statt und der Zusammen-

schluss erfolgt mit einer «Sacheinlage einer beherrschenden Beteiligung 

gegen Anteilsrechte der aufnehmenden Gesellschaft». In Ziff. 4.1.7.1 des 

Kreisschreibens Nr. 5 finden sich folgende weitere Ausführungen zum Be-

griff des der Fusion wirtschaftlich gleichkommenden Zusammenschlusses 

(vgl. dazu auch Ziff. 4.1.1.4 Abs. 2 des Kreisschreibens Nr. 5): 

«Bei der Quasifusion erfolgt keine rechtliche Verschmelzung zweier oder mehrerer Ge-

sellschaften, sondern lediglich eine enge wirtschaftliche und beteiligungsrechtliche Ver-

flechtung der zusammengeschlossenen Gesellschaften. Die Quasifusion ist im Zivil-

recht nicht geregelt. Eine Quasifusion liegt für alle in diesem Kreisschreiben behandel-

ten Steuern dann vor, wenn die übernehmende Gesellschaft nach der Übernahme min-

destens 50 Prozent der Stimmrechte an der übernommenen Gesellschaft hält und den 

Gesellschaftern an der übernommenen Gesellschaft höchstens 50 Prozent des effekti-

ven Wertes der übernommenen Beteiligungsrechte gutgeschrieben oder ausbezahlt 

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wird. Eine Quasifusion bedingt somit eine Kapitalerhöhung der übernehmenden Gesell-

schaft unter Ausschluss der Bezugsrechte der bisherigen Gesellschafter und einen Ak-

tientausch der Gesellschafter der übernommenen Gesellschaft».  

2.3.3 Das Bundesgericht hat den Begriff des der Fusion wirtschaftlich 

gleichkommenden Zusammenschlusses im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Bst. abis 

StG mittels Auslegung näher konkretisiert (Urteil des BGer 

2C_976/2014 vom 10. Juni 2015 E. 3.4). Demnach muss eine «Zusam-

menführung von Unternehmen zu einer engen wirtschaftlichen Einheit un-

ter Wahrung der rechtlichen Identität der einzelnen Unternehmen» vorlie-

gen (vgl. Urteil 2C_1001/2014 vom 10. August 2015 E. 3.3). Eine Quasifu-

sion erfordert daher nach konstanter Rechtsprechung immer eine Kapital-

erhöhung bei der übernehmenden Gesellschaft unter Ausschluss der Be-

zugsrechte der bisherigen Gesellschafter und einen Aktientausch bei den 

Gesellschaftern der übernommenen Gesellschaft (Urteile des BGer 

2C_1071/2018 vom 12. November 2019 E. 4.1 sowie 2C_976/2014 vom 

10. Juni 2015 E. 3.4 und E. 4.2; vgl. auch Urteil des BVGer A-6828/2017 

vom 29. Oktober 2018 E. 2.2.1.3 mit Hinweis).  

Die neu ausgegebenen Beteiligungsrechte werden dabei den Anteilsinha-

bern der zu übernehmenden Gesellschaft gegen Sacheinlage ihrer Beteili-

gungsrechte in die übernehmende Gesellschaft angeboten (Urteil des 

BGer 2C_976/2014 vom 10. Juni 2015 E. 3.4). 

2.3.4 Bei der Quasifusion erfolgt keine rechtliche Verschmelzung zweier 

oder mehrerer Gesellschaften. Es findet lediglich eine enge wirtschaftliche 

und beteiligungsrechtliche Verflechtung der zusammengeschlossenen Ge-

sellschaften statt. Dennoch wird auch hier die Steuerneutralität des Vor-

ganges in der Praxis bejaht, wenn sich keine Aufwertungen ergeben 

(vgl. Kreisschreiben Nr. 5 Ziff. 4.1.7.1 und Ziff. 4.1.7.2.1). Das gilt nicht nur 

für die direkte Bundessteuer (Art. 61 Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes 

vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; 

SR 642.11]), sondern auch für die Emissionsabgabe (Art. 6 Abs. 1 Bst. abis 

StG). Daher sind nach der Praxis der ESTV auch Beteiligungsrechte, die 

in Durchführung von Beschlüssen über Fusionen oder diesen wirtschaftlich 

gleichkommenden Zusammenschlüssen (Quasifusionen) begründet oder 

erhöht werden, von der Emissionsabgabe ausgenommen (Urteil des 

BGer 2C_976/2014 vom 10. Juni 2015 E. 3.5; Kreisschreiben Nr. 5 

Ziff. 4.1.7.5). 

http://links.weblaw.ch/2C_976/2014
http://links.weblaw.ch/2C_976/2014
http://links.weblaw.ch/2C_976/2014
http://links.weblaw.ch/2C_976/2014

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Voraussetzung ist nach dieser Verwaltungspraxis aber, dass die überneh-

mende Gesellschaft gegenüber der übernommenen Gesellschaft eine be-

herrschende Stellung einnimmt (Urteil des BGer 2C_976/2014 vom 

10. Juni 2015 E. 3.6). Das setzt voraus, dass sie «mindestens 50 Prozent 

der Stimmrechte» an der übernommenen Gesellschaft hält und «höchs-

tens 50 Prozent des effektiven Werts der übernommenen Beteiligungs-

rechte gutgeschrieben oder ausbezahlt wird» (Urteil des 

BGer 2C_976/2014 vom 10. Juni 2015 E. 3.6; Kreisschreiben Nr. 5 

Ziff. 4.1.7.1). Damit hat die ESTV auf Verwaltungsstufe den offenen Begriff 

des fusionsähnlichen Zusammenschlusses für die Einkommens-, Gewinn- 

und Verrechnungssteuer einschliesslich der Stempelabgabe konkretisiert. 

Das Bundesgericht hat diese Verwaltungspraxis insoweit bestätigt (Urteil 

des BGer 2C_976/2014 vom 10. Juni 2015 E. 3.6). 

2.4 Die Abgabeforderung entsteht bei Aktien im Zeitpunkt der Eintragung 

der Begründung oder der Erhöhung der Beteiligungsrechte im Handelsre-

gister (Art. 7 Abs. 1 Bst. a StG). Eine Ausnahme von dieser Regel gilt, wenn 

Beteiligungsrechte im Verfahren der bedingten Kapitalerhöhung begründet 

werden. Dann entsteht die Abgabeforderung nach Art. 7 Abs. 1 Bst. abis 

StG im Zeitpunkt der Ausgabe dieser Beteiligungsrechte (Urteil des BVGer 

A-6828/2017 vom 29. Oktober 2018 E. 2.3).  

Die Abgabeforderung wird bei Begründung oder Erhöhung der Beteili-

gungsrechte 30 Tage nach Ablauf des Vierteljahres, in welchem die Abga-

beforderung entstanden ist, fällig (vgl. Art. 11 Bst. b StG; siehe zum Zeit-

punkt der Abgabeentrichtung bei bedingter Kapitalerhöhung auch Art. 9 

Abs. 1 Satz 2 der Verordnung vom 3. Dezember 1973 über die Stempel-

abgaben [StV; SR 641.101]; Urteil des BVGer A-6828/2017 vom 29. Okto-

ber 2018 E. 2.4). 

2.5 Die Abgabe auf Beteiligungsrechten beträgt 1% und wird bei deren Be-

gründung und Erhöhung berechnet vom Betrag, welcher der Gesellschaft 

als Gegenleistung für die Beteiligungsrechte zufliesst, mindestens aber 

vom Nennwert (Art. 8 Abs. 1 Bst. a StG). Erfolgt der Zufluss über pari, also 

über dem Nennwert, sind dabei die Emissionsspesen, zu welchen die Be-

urkundungs- und Handelsregistergebühren, die Bankenkommissionen so-

wie die Emissionsabgabe selbst zählen, abziehbar (Urteile des BVGer  

A-6828/2017 vom 29. Oktober 2018 E. 2.4, A-1552/2006 vom 22. Juni 

2009 E. 3 mit weiteren Hinweisen). 

http://links.weblaw.ch/2C_976/2014
http://links.weblaw.ch/2C_976/2014
http://links.weblaw.ch/2C_976/2014

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Seite 10 

3.  

Im vorliegenden Fall streitig sind die Emissionsabgabefolgen der Aktienka-

pitalerhöhung der Beschwerdeführerin bzw. der übernehmenden Gesell-

schaft von CHF 20'000'000.-. Es wird dabei von den Parteien zu Recht 

nicht in Abrede gestellt, dass die Ausgabe dieser Aktien den Emissionsab-

gabetatbestand von Art. 5 Abs. 1 Bst. a StG grundsätzlich erfüllt, also auf-

grund dieser Transaktion, soweit kein Steuerausnahmetatbestand greift, 

eine Emissionsabgabeforderung entstanden ist (vgl. E. 2.1 und E. 2.3). 

3.1 Uneinigkeit besteht unter den Verfahrensbeteiligten hinsichtlich der 

Frage, ob die streitbetroffene Ausgabe von Aktien aufgrund des Erfüllens 

eines Umstrukturierungstatbestandes von der Emissionsabgabe befreit 

sein könnte. 

Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, dass vorliegend der 

Ausnahmetatbestand von Art. 6 Abs. 1 Bst. abis StG vollumfänglich erfüllt 

sei. Sie macht im Wesentlichen geltend, es liege eine Quasifusion im Sinne 

dieser Vorschrift vor. 

Die ESTV schliesst die Qualifikation einer Quasifusion im Sinne von Art. 6 

Abs. 1 Bst. a bis StG vorliegend aus. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen 

mit Verweis auf das Kreisschreiben Nr. 5, dass die gewählte Abwicklung 

eine echte Veräusserung der Beteiligung von 70% an der übernommenen 

Gesellschaft gegen ein Darlehen darstelle. Dies stehe einer steuerneutra-

len Umstrukturierung praxisgemäss grundsätzlich entgegen. Es fehle zu-

dem an einer zeitnahen Abfolge mit Bezug auf die Übertragung der Betei-

ligungsrechte an der übernommenen Gesellschaft von der B SA an die 

übernehmende Gesellschaft einerseits sowie der neu geschaffenen Betei-

ligungsrechte an der übernehmenden Gesellschaft an die B SA anderseits, 

so dass der Aktientausch nicht Zug um Zug erfolgt sei. 

3.2 Am 22. September 2013 vereinbarten die Beschwerdeführerin und die 

B SA zwei «Shareholders Agreement». Darin verpflichtete sich die Be-

schwerdeführerin (bzw. die übernehmende Gesellschaft) zum Kauf von 

4.5% bzw. 65.5% der Aktien der D._______ LLC (bzw. übernommene Ge-

sellschaft) von der B SA. Zur Finanzierung gab die B SA der Beschwerde-

führerin ein Darlehen in der Höhe von insgesamt CHF 22'500'000.-. 

(vgl. Sachverhalt Bst. B). Den Umstand, dass der aufgrund der genannten 

«Shareholders Agreement» vom 22. September 2013 ausgeführte Kauf 

der übernommenen Gesellschaft für sich allein die Tatbestandsmerkmale 

des einer Fusion «wirtschaftlich gleichkommenden» Zusammenschlusses 

A-1121/2020 

Seite 11 

nicht erfüllt, bestreitet die Beschwerdeführerin zu Recht nicht. In den bei-

den «Shareholders Agreement» vom 22. September 2013 wird denn auch 

entsprechend von «agrees to purchase 4.5%» sowie «agrees to purchase 

65.5%» der übernommenen Gesellschaft gesprochen und damit von einer 

eigentlichen Veräusserung der Beteiligung der übernommenen Gesell-

schaft ausgegangen.  

Trotz diesem Wortlaut in den beiden «Shareholders Agreement» vom 

22. September 2013 sieht die Beschwerdeführerin vorliegend den Ausnah-

metatbestand von Art. 6 Abs. 1 Bst. abis StG der «Quasifusion» als erfüllt 

an, da es im Resultat letztlich zu einer «engen wirtschaftlichen und beteili-

gungsrechtlichen Verflechtung» gekommen sei. Die übernommene Gesell-

schaft werde «nun nicht mehr wie bis anhin zu 70% direkt» durch die B SA 

gehalten, «sondern neu nur indirekt über die Beschwerdeführerin». Aus 

diesem Grund seien die beiden Vereinbarungen auch nicht als «Share 

Purchase Agreement», sondern als «Shareholders Agreement» bezeich-

net worden. Die Darlehensgewährung erweise sich mithin lediglich als 

«erste Phase» im Rahmen der von Anfang an vorgesehenen Umstruktu-

rierung. 

Diesen Ausführungen der Beschwerdeführerin steht allerdings der zivil-

rechtlich bindende Wortlaut in den beiden «Shareholders Agreement» vom 

22. September 2013 entgegen, dass nämlich «in the event the Purchaser 

can not pay back the loan at the later stage, the Parties agree, that such 

loan can be compensated by the issuance of new shares». Die Ausgabe 

der Aktien mit der Statutenänderung vom 15. Juli 2014 war nach den bei-

den «Shareholders Agreement» vom 22. September 2013 also nicht von 

Anfang an als notwendiger Schritt eingeplant gewesen, sondern nur für den 

Fall, dass das Darlehen später nicht zurückbezahlt werden könnte. 

3.3 In Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wäre 

von einer emissionsabgabeneutralen «Quasifusion» im Sinne von Art. 6 

Abs. 1 Bst. abis StG auszugehen, wenn der ganze Vorgang – unter Berück-

sichtigung der wirtschaftlichen Betrachtungsweise (E. 2.3.1) – als einheitli-

che Handlung aufgefasst werden könnte (vgl. zum einheitlichen Umstruk-

turierungsvorgang Urteil des BGer 2C_1071/2018 vom 12. November 

2019 E. 4.3 und Urteil des BVGer A-6828/2017 vom 29. Oktober 2018 

E. 4.3 sowie auch MARCEL R. JUNG, Steuerneutraler Anteilstausch im 

neuen Umstrukturierungssteuerrecht, Steuer-Revue Nr. 5/2005, S. 396 ff., 

S. 410). Zwischen dem Kauf der Beteiligung der übernommenen Gesell-

schaft und der Aktienkapitalerhöhung der Beschwerdeführerin bzw. der 

A-1121/2020 

Seite 12 

übernehmenden Gesellschaft kann aber vorliegend nicht nur aufgrund des 

Wortlautes der beiden «Shareholders Agreement», sondern auch basie-

rend auf der konkreten Vorgehensweise der beteiligten Gesellschaften kein 

derart enger sachlicher Zusammenhang mehr erblickt werden. Denn die 

beteiligten Gesellschaften haben im Rahmen der beiden «Shareholders 

Agreement» nicht nur ursprünglich keine Quasifusion beabsichtigt, son-

dern in Übereinstimmung mit dem Wortlaut der beiden «Shareholders Ag-

reement» eine Kapitalerhöhung erst dann durchgeführt als das Darlehen 

offenbar nicht anders befriedigt werden konnte («in the event the Purcha-

ser can not pay back the loan at the later stage, the Parties agree, that 

such loan can be compensated by the issuance of new shares»). Die Be-

schwerdeführerin muss sich an die von ihr in diesem Fall gewählte und 

durchgeführte Vorgehensweise behaften lassen.  

Die hier zu beurteilende Kapitalerhöhung im Juli 2014 steht somit zum Er-

werb («purchase») von 70% der übernommenen Gesellschaft im Septem-

ber 2013 in einer Gesamtbetrachtung sachlich nicht in einem derart engen 

Zusammenhang, dass im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

noch von einem einheitlichen Umstrukturierungsvorgang gesprochen wer-

den könnte, auf welchen Art. 6 Abs. 1 Bst. abis StG integral anzuwenden 

wäre (vgl. Urteil des BGer 2C_1071/2018 vom 12. November 2019 E. 4.3). 

3.4 Schliesslich erschliesst sich dem Bundesverwaltungsgericht auch 

nicht, inwiefern die Beschwerdeführerin aus dem Urteil des Bundesgerichts 

2A.135/2000 und 2A.136/2000 vom 9. November 2001 Argumente zu ihren 

Gunsten ableiten will, führt das Bundesgericht in diesem Entscheid doch 

aus, dass bei einer Quasifusion die übernehmende Gesellschaft üblicher-

weise eine Kapitalerhöhung vornimmt, bei der die neu ausgegebenen An-

teile durch die Aktionäre der zu übernehmenden Gesellschaft unter Ver-

zicht auf das Bezugsrecht der bestehenden Aktionäre gezeichnet und 

durch Sacheinlage der Anteile der eingebrachten Gesellschaft liberiert wer-

den (Urteile des BGer 2A.135/2000 und 2A.136/2000 vom 9. November 

2001 E. 5 b sowie 2C_1071/2018 vom 12. November 2019 E. 4.1 mit wei-

teren Hinweisen und Verweis auf das Kreisschreiben Nr. 5 Ziff. 4.1.7.1; 

vgl. oben E. 2.3.2 f.). Dieser Sachverhalt unterscheidet sich gerade betref-

fend Verzicht auf das Bezugsrecht von dem von der Beschwerdeführerin 

gewählten Vorgehen. Denn aus dem Kapitalerhöhungsbericht vom 11. Juli 

2014 und auch aus der öffentlichen Urkunde über die ordentliche Kapital-

erhöhung vom 15. Juli 2014 ergibt sich, dass vorliegend kein Ausschluss 

A-1121/2020 

Seite 13 

der Bezugsrechte der bisherigen Aktionäre vorgenommen wurde. Die bun-

desgerichtliche Rechtsprechung steht damit auch insofern dem von der 

Beschwerdeführerin gewählten Vorgehen entgegen.  

3.5 Vor diesem Hintergrund kann vorliegend in Übereinstimmung mit der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht mehr von einer steuerneutralen 

Quasifusion ausgegangen werden. Somit überzeugt die Begründung der 

Vorinstanz, dass im vorliegenden Fall kein Anwendungsfall von Art. 6 

Abs. 1 Bst. abis StG zu erblicken ist. Der Einsprachentscheid ist folglich zu 

bestätigen. 

4.  

4.1 Ausgangsgemäss hat die unterliegende Beschwerdeführerin die Ver-

fahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf CHF 8'500.- 

festzulegen (vgl. Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE; SR 173.320.2]). Der einbezahlte Kostenvorschuss ist zur 

Bezahlung dieser Kosten zu verwenden. 

4.2 Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 

VGKE). 

Das Dispositiv befindet sich auf der folgenden Seite. 

  

A-1121/2020 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von CHF 8'500.- werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jürg Steiger Matthias Gartenmann 

 

  

A-1121/2020 

Seite 15 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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