# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c62deb7-b246-5603-acd7-77739904486c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 02.08.2023 HE230054
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE230054_2023-08-02.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 

 

Geschäfts-Nr.: HE230054-O U/mk 

 

 

Mitwirkend: Ersatzoberrichterin Franziska Egloff sowie Gerichtsschreiberin Nadja 

Maurer 

Urteil vom 2. August 2023 

 

in Sachen 

 

A._____ AG, 
Gesuchstellerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur., LL.M. X._____ 

 
gegen 

 

B._____ [Stiftung], 
Gesuchsgegnerin 

 
sowie 

 

C._____ AG, 
Nebenintervenientin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt, Fachanwalt SAV Bau- und Immobilienrecht lic. iur. 

Y._____ 

 

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht  

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Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

"1. Das Grundbuchamt D._____ sei richterlich anzuweisen, auf dem 
sich im Alleineigentum der Beklagten befindlichen Grundstück Ka-
taster 1, Grundbuch Blatt 2, EGRID CH3, E._____, ein Pfandrecht 
zu Gunsten der Klägerin im Betrag von CHF 42'476.25 zuzüglich 
Zins zu 5 % seit 31. Januar 2023 superprovisorisch und vorläu-
fig einzutragen. 

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetz-
lich geschuldeter Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten." 

Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 

1. Prozessverlauf 

1.1. Mit Eingabe vom 22. Mai 2023 (Datum Poststempel) machte die Gesuch-

stellerin das vorliegende Verfahren mit den vorstehenden Rechtsbegehren am 

hiesigen Gericht anhängig (act. 1; act. 3/2–13). Mit Verfügung vom 25. Mai 2023 

wurde das Grundbuchamt D._____ angewiesen, das beantragte Pfandrecht vor-

läufig im Grundbuch einzutragen. Gleichzeitig wurde der Gesuchsgegnerin Frist 

angesetzt, um eine Stellungnahme einzureichen (act. 4).  

1.2. Die Gesuchsgegnerin liess sich innert Frist nicht vernehmen. Mit Eingabe 

vom 14. Juni 2023 reichte die C._____ AG, … [Adresse] (CHE-4), eine Stellung-

nahme ein und stellte den prozessualen Antrag, sie sei als Nebenintervenientin 

zur Unterstützung der Gesuchsgegnerin zuzulassen (act. 9 S. 3 Ziff. 1). Mit der-

selben Eingabe reichte sie die Bankgarantie Nr. 5 der F._____ [Bank] vom 

12. Juni 2023 ein (act. 12) und beantragte, diese als hinreichende Sicherheit an-

zuerkennen und das vorläufig eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht zu löschen 

(act. 9 S. 3 Ziff. 2 und 3). Mit Verfügung vom 19. Juni 2023 wurde der Gesuchstel-

lerin Frist zur Stellungnahme angesetzt (act. 13). Mit Eingabe vom 3. Juli 2023 er-

klärte sie, die Ersatzgarantie nicht als hinreichend anzuerkennen (act. 18). Mit 

Verfügung vom 6. Juli 2023 wurde die C._____ AG als Nebenintervenientin zuge-

lassen und diese Stellungnahme der Gesuchsgegnerin und der Nebeninterveni-

entin zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zugestellt (act. 19). Es gingen keine 

weiteren Eingabe ein.  

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2. Formelles  

2.1. Das Einzelgericht des Handelsgericht des Kantons Zürich ist nach Art. 13 

und Art. 29 Abs. 1 lit. c ZPO örtlich und gemäss Art. 6 Abs. 2 und 5 ZPO i.V.m. 

§ 45 lit. b GOG sachlich zuständig.  

2.2. Die intervenierende Person kann zur Unterstützung der Hauptpartei alle 

Prozesshandlungen vornehmen, die nach dem Stand des Verfahrens zulässig 

sind, insbesondere alle Angriffs- und Verteidigungsmittel geltend machen. Stehen 

die Prozesshandlungen der intervenierenden Person mit jenen der Hauptpartei im 

Widerspruch, so sind sie im Prozess unbeachtlich (Art. 76 ZPO). Eine Untätigkeit 

der Hauptpartei schadet nicht und gilt insbesondere nicht als Widerspruch zum 

Handeln der intervenierenden Person (BGE 142 III 271 E. 1.3.; DOMEJ, in: in: 

OBERHAMMER/DOMEJ/HAAS [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, N 8 zu 

Art. 76). 

2.3. Die Nebenintervenientin führt aus, dass sie das vorliegende Gesuch aus 

rein prozessualen Gründen vorläufig anerkenne, wenn auch sämtliche formellen 

und materiellen Einwendungen und Einreden sowie die Bestreitung von Forde-

rung und Pfandrecht sowie die Kostenverlegung im ordentlichen Verfahren betref-

fend definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts vorbehalten blieben 

(act. 9 Rz. 9). Dispositionen über den Streitgegenstand sind der intervenierenden 

Person verwehrt; sie kann somit das Gesuch nicht anerkennen (DOMEJ, a.a.O. 

N 7 zu Art. 76, GÖKSU, in: BRUNNER/GASSER/SCHWANDER [Hrsg.], Schweizerische 

Zivilprozessordnung ZPO, 2. Aufl. 2016, N 11 zu Art. 76). Entsprechend bleibt zu 

prüfen, ob der geltend gemachte Anspruch besteht. 

3. Voraussetzungen zur Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts 

3.1. Unbestrittener Sachverhalt 

3.1.1. Gemäss den schlüssigen, unbestritten gebliebenen Vorbringen der Ge-

suchstellerin ist von folgendem Sachverhalt auszugehen: Die Gesuchsgegnerin 

ist Eigentümerin des streitgegenständlichen Grundstücks. Die Nebenintervenien-

tin führte für sie als Generalunternehmerin Sanierungsarbeiten an der Fassade 

https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=mjtwkxzrgqzf62ljnfptenzr

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und am Dach auf dem streitgegenständlichen Grundstück aus. Sie zog die 

G._____ GmbH als Subunternehmerin bei. Die Gesuchstellerin schloss am 

12. Oktober 2021 einen Werkvertrag mit ebendieser G._____ GmbH betreffend 

Gerüstarbeiten (act. 1 Rz. 11 f.). 

3.1.2. Die Gesuchstellerin fordert für die Gerüstarbeiten eine Vergütung in der 

Höhe von insgesamt CHF 56'380.65 (act. 1 Rz. 17 f.). Sie stellte der G._____ 

GmbH diesbezüglich eine Akontorechnung vom 22. November 2022 über 

CHF 35'006.25 sowie eine Rechnung vom 30. Dezember 2022 über 

CHF 21'374.40 (beide inkl. MWST) mit einer Zahlungsfrist von je 30 Tagen (act. 1 

Rz. 17 f.). Die Nebenintervenientin beglich hiervon einen Betrag in der Höhe von 

CHF 13'904.40. Im Restbetrag von CHF 42'476.25 blieb die Forderung unbezahlt 

(act. 1 Rz. 19 f.). Die letzten Hauptarbeiten (Demontage- und Transportarbeiten) 

auf dem streitgegenständlichen Grundstück wurden am 17. Februar 2023 ausge-

führt (act. 1 Rz. 8, 14). 

3.2. Rechtliche Grundlagen 

3.2.1. Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB besteht ein Anspruch auf Errichtung ei-

nes gesetzlichen Grundpfandrechts für die Forderungen der Handwerker oder Un-

ternehmer, die auf einem Grundstück zu Bauten oder anderen Werken, zu Ab-

brucharbeiten, zum Gerüstbau, zur Baugrubensicherung oder dergleichen Materi-

al und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben. Der Anspruch auf Errichtung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts richtet sich gegen den jeweiligen Eigentümer des 

Grundstücks, auch wenn die Leistungen nicht in seinem Auftrag erbracht worden 

sind. Die Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier Monate nach der Voll-

endung der Arbeiten zu erfolgen (Art. 839 Abs. 2 ZGB).  

3.2.2. Aufgrund der besonderen Interessenlage darf die vorläufige Eintragung ei-

nes Bauhandwerkerpfandrechts nur verweigert werden, wenn der Bestand des 

Pfandrechts als ausgeschlossen erscheint oder höchst unwahrscheinlich ist; im 

Zweifelsfall, bei unklarer oder unsicherer Rechtslage, ist die vorläufige Eintragung 

zu bewilligen und die Entscheidung dem Gericht im ordentlichen Verfahren zu 

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überlassen (Urteil des BGer 5A_280/2021 vom 17. Juni 2022 E. 3.1; BGE 86 I 

265 E. 3). 

3.3. Subsumtion 

Die Gesuchstellerin erfüllt die Bauhandwerkereigenschaft, da sie selbständig, d.h. 

auf eigene Rechnung tätig ist. Sie hat mit dem Gerüstbau pfandberechtigte Arbei-

ten i.S.v. Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin 

erbracht. Die Höhe der Pfandsumme beläuft sich auf CHF 42'476.25 

[CHF 56'380.65 abzgl. CHF 13'904.40]. Die letzten Hauptarbeiten erfolgten unbe-

strittenermassen am 17. Februar 2023. Mit der provisorischen Eintragung am 

25. Mai 2023 wurde die von Art. 839 Abs. 2 ZGB verlangte Viermonatsfrist ge-

wahrt. Die Gesuchstellerin macht den Verzugszins gesamthaft ab Ablauf der Zah-

lungsfrist der zweiten Rechnung vom 30. Dezember 2022 geltend. Diese betrug 

30 Tage nach Rechnungsstellung. Im Rahmen der vorläufigen Eintragung ist da-

von auszugehen, dass es sich dabei um eine Mahnung im Sinne von Art. 102 

Abs. 1 OR handeln könnte. Der Verzugszins ist wie beantragt in gesetzlicher Hö-

he zuzusprechen (Art. 104 OR). Zu prüfen bleibt, ob eine (andere) hinreichende 

Sicherheit im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB vorliegt.  

4. Hinreichende Sicherheit 

4.1. Rechtliche Grundlagen 

4.1.1. Gemäss Art. 839 Abs. 3 ZGB kann die Eintragung eines Bauhandwerker-

pfandrechts nicht verlangt werden, wenn der Eigentümer oder ein Dritter für die 

angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet. Ein bereits eingetragenes 

Pfandrecht ist in diesem Fall zu löschen. Sofern der Unternehmer die Sicherheit 

nicht als genügend anerkennt, stellt das Gericht fest, ob die Sicherheit für die an-

gemeldete Forderung hinreichend im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB ist. Bei der 

Prüfung durch das Gericht gilt das Rügeprinzip. Die Gesuchstellerin hat ihre Ein-

wendungen substantiiert darzulegen (SCHUMACHER/REY, Das Bauhandwerker-

pfandrecht, 4. Aufl. 2022, Rz. 1301 f.). 

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4.1.2. Damit eine Ersatzsicherheit als hinreichend gelten kann, muss sie qualitativ 

und quantitativ die gleiche Sicherheit bieten wie das Bauhandwerkerpfandrecht. In 

quantitativer Hinsicht muss sie einerseits die pfandberechtigte Forderung abde-

cken, andererseits allfällige Verzugszinsen und zwar zeitlich unbeschränkt (BGE 

142 III 738 E. 4.4.2.; SCHUMACHER/REY, a.a.O., Rz. 1226, Rz. 1239 ff.). In qualita-

tiver Hinsicht wird vorausgesetzt, dass die Beanspruchung der Ersatzsicherheit 

gegenüber der Beanspruchung eines definitiv eingetragenen Baupfandrechts 

nicht erschwert sein darf. Wird die Inanspruchnahme der Ersatzsicherheit mit Mo-

dalitäten und Auflagen verbunden, die der Rechtssicherheit dienen, ist dies zuläs-

sig, wenn sie zweckmässig und verhältnismässig sind. Sind die Voraussetzungen 

der Inanspruchnahme dagegen unklar formuliert oder verursachen sie in anderer 

Hinsicht Rechtsunsicherheit, so spricht dies gegen die Gleichwertigkeit der Si-

cherheit (SCHUMACHER/REY, a.a.O., Rz. 1245).  

4.2. Parteistandpunkte 

Die Gesuchstellerin rügt die eingereichte Bankgarantie in dreierlei Hinsicht als 

nicht hinreichend: Erstens sei der verwendete Passus "unter Verzicht auf jegliche 

Einwendungen und Einreden aus dem eingangs erwähnten Rechtsverhältnis" un-

klar. Die Sicherheit müsse als selbständige Garantie ausgestaltet sein, wobei die 

Garantie unmissverständlich festhalten müsse, dass die Bank auf jegliche Ein-

wendungen und Einreden aus anderen Verträgen, insbesondere dem Werkver-

trag zwischen der Gesuchstellerin und der G._____ GmbH sowie dem Garantie-

auftrag zwischen der Bank und der Nebenintervenientin, verzichte. Diesen Anfor-

derungen genüge die eingereichte Garantie nicht (act. 18 Rz. 2.a). Zweitens er-

scheine die Zuleitung der Zahlungsaufforderung über eine erstklassige Bank mit 

Bestätigung der aufgeführten Unterschriften als unnötiges Erschwernis (act. 18 

Rz. 2.b). Drittens sei das Erlöschen des Zahlungsversprechens zwei Monaten 

nach Eintritt der massgeblichen Bedingungen zu kurz; die Frist sollte mindestens 

drei Monate betragen (act. 18 Rz. 2.c). Weder Gesuchsgegnerin noch Nebenin-

tervenientin liessen sich dazu vernehmen.  

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4.3. Subsumtion 

Die Gesuchstellerin wendet zu Recht ein, dass der Verzicht auf Einwendungen 

und Einreden in der Zahlungsgarantie Nr. 5 der F._____ unklar formuliert ist. Er 

bezieht sich auf das "eingangs erwähnte Rechtsverhältnis" (act. 12 S. 1). Damit 

sind offensichtlich die am Anfang der Zahlungsgarantie genannte Gesuchstellerin 

und die Nebenintervenientin gemeint. Zwischen diesen besteht – zumindest ge-

mäss dem im vorliegenden Verfahren erstellten Sachverhalt – aber kein Rechts-

verhältnis. In der Zahlungsgarantie unerwähnt bleibt hingegen insbesondere das 

Rechtsverhältnis aus Werkvertrag zwischen der Gesuchstellerin und der G._____ 

GmbH. Eine damit verbundene Unsicherheit im Zusammenhang mit der Qualifika-

tion der Zahlungsgarantie Nr. 5 als selbständige oder aber akzessorische Garan-

tie liegt auf der Hand. In letzterem Fall wäre es der Garantin unbenommen, der 

Gesuchstellerin bei Inanspruchnahme der Garantie allfällige Einreden oder Ein-

wendungen aus dem Werkvertrag zwischen letzterer und der G._____ GmbH 

entgegenzuhalten (vgl. BGE 131 III 511 = Pra 95 (2006) Nr. 66 E. 4.2; SCHUMA-

CHER/REY, a.a.O., Rz. 1266). Damit wäre die Beanspruchung der Ersatzsicherheit 

gegenüber der Beanspruchung eines definitiv eingetragenen Baupfandrechts aber 

erschwert. Im Ergebnis ist die Ersatzsicherheit in qualitativer Hinsicht nicht 

gleichwertig.  

5. Fazit 

Die Voraussetzungen für den Anspruch der Gesuchstellerin auf Errichtung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts sind gegeben. Die von der Nebenintervenientin ein-

gereichte Zahlungsgarantie Nr. 5 der F._____ vom 12. Juni 2023 stellt in qualitati-

ver Hinsicht keine hinreichende Sicherheit im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB dar. 

Sie ist der Nebenintervenientin von der Obergerichtskasse herauszugeben. Das 

Gesuch ist gutzuheissen und die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt 

D._____ ist als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab 

vorläufiger Eintragung gemäss Verfügung vom 25. Mai 2023 zu bestätigen.  

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6. Prosequierungsfrist 

Sodann ist der Gesuchstellerin Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintra-

gung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Die Prosequie-

rungsfrist ist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, allfällige Gerichtsferien sind 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu berücksichtigen (BGE 143 

III 554 E. 2.5.2). Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich, bedarf aber eines ge-

sonderten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); dieses würde in ei-

nem kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende Gründe für eine 

Fristerstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder die Zustim-

mung der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beein-

flussbare Hinderungsgründe anerkannt. 

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

7.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des 

Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in 

erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 

Abs. 1 lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 42'476.25 auszuge-

hen, wobei die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und Abs. 2 sowie § 

8 Abs. 1 GebV OG auf CHF 3'700.– festzusetzen ist. 

7.2. Über den Pfand- bzw. Sicherstellungsanspruch der Gesuchstellerin ist 

noch nicht definitiv entschieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen 

sein, ob die Gesuchstellerin endgültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, im vor-

liegenden Verfahren lediglich eine einstweilige Kostenregelung zu treffen. Ge-

mäss Praxis des Einzelgerichts des Handelsgerichts des Kantons Zürich sind die 

Gerichtskosten im Verfahren betreffend die vorläufige Eintragung des Pfandrechts 

von der Gesuchstellerin zu beziehen, wobei der endgültige Entscheid des Ge-

richts im ordentlichen Verfahren vorbehalten bleibt. 

7.3. Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentli-

chen Verfahren vorbehalten. Mangels Antrag der Gesuchsgegnerin ist ihr für den 

Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch nicht prosequieren sollte, keine Par-

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teientschädigung für das vorliegende Verfahren zuzusprechen (BGE 139 III 334 

E. 4.3).  

Das Einzelgericht erkennt: 

1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt D._____ wird bestätigt 

als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu-

figer Eintragung gemäss Verfügung vom 25. Mai 2023 bis zur rechtskräfti-

gen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses 

auf Grundstück Kat. Nr. 1, GBBl. 2, EGRID CH3, E._____ 

für eine Pfandsumme von CHF 42'476.25 nebst Zins zu 5 % seit 31. Januar 

2023. 

2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 2. Oktober 2023 angesetzt, um eine 

Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin 

anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag 

(Dispositiv-Ziffer 1) löschen lassen. 

3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 3'100.–. 

Die weiteren Kosten betragen: CHF 60.– (Rechnung Nr. 203380.01 des 

Grundbuchamtes D._____ vom 25. Mai 2023). Allfällige weitere Kosten blei-

ben vorbehalten.  

4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin be-

zogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfol-

genden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert 

Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr 

die Kosten definitiv auferlegt. 

5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden 

ordentlichen Verfahren vorbehalten.  

6. Die Obergerichtskasse des Kantons Zürich wird angewiesen, die Zahlungs-

garantie Nr. 5 der F._____ vom 12. Juni 2023 über CHF 42'476.25 (zuzüg-

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lich Zins von 5 % p.a. seit 31. Januar 2023) nach unbenutzten Ablauf der 

Rechtsmittelfrist im Original an die Nebenintervenientin herauszugeben.  

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an das Grundbuchamt D._____ sowie 

an die Obergerichtskasse des Kantons Zürich. 

8. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 

90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert 

beträgt CHF 42'476.25. 

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).  

Zürich, 2. August 2023 
 

HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 
Einzelgericht 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

Nadja Maurer 
 

	Urteil vom 2. August 2023
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
	Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
	1. Prozessverlauf
	2. Formelles
	3. Voraussetzungen zur Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts
	3.1. Unbestrittener Sachverhalt
	3.2. Rechtliche Grundlagen
	3.3. Subsumtion

	4. Hinreichende Sicherheit
	4.1. Rechtliche Grundlagen
	4.2. Parteistandpunkte
	4.3. Subsumtion

	5. Fazit
	6. Prosequierungsfrist
	7. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Das Einzelgericht erkennt:
	1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt D._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläufiger Eintragung gemäss Verfügung vom 25. Mai 2023 bis zur rechtskräftigen Erledigung des gemäss Disposit...
	auf Grundstück Kat. Nr. 1, GBBl. 2, EGRID CH3, E._____ für eine Pfandsumme von CHF 42'476.25 nebst Zins zu 5 % seit 31. Januar 2023.
	2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 2. Oktober 2023 angesetzt, um eine Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) lösch...
	3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 3'100.–.
	Die weiteren Kosten betragen: CHF 60.– (Rechnung Nr. 203380.01 des Grundbuchamtes D._____ vom 25. Mai 2023). Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin bezogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Dispositiv-Zi...
	5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden ordentlichen Verfahren vorbehalten.
	6. Die Obergerichtskasse des Kantons Zürich wird angewiesen, die Zahlungsgarantie Nr. 5 der F._____ vom 12. Juni 2023 über CHF 42'476.25 (zuzüglich Zins von 5 % p.a. seit 31. Januar 2023) nach unbenutzten Ablauf der Rechtsmittelfrist im Original an di...
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an das Grundbuchamt D._____ sowie an die Obergerichtskasse des Kantons Zürich.
	8. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...
	Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).