# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86623b01-e0c3-5bf8-9af6-b032ada1dd60
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-08-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.08.2018 E-1263/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1263-2016_2018-08-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1263/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  A u g u s t  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richterin Esther Marti (Vorsitz), 

Richterin Christa Luterbacher, Richterin Gabriela Freihofer, 

Gerichtsschreiber Peter Jaggi. 

   

Parteien 

 
A._______, (…), 

Afghanistan, 

amtlich verbeiständet durch Ass. iur. Christian Hoffs, 

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 25. Januar 2016 / N (…). 

 

 

 

E-1263/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 8. Juli 2015 im Empfangs- und Verfah-

renszentrum B._______ um Asyl nach. Im Personalienbogen wurde als 

Geburtsdatum der (...) vermerkt. 

B.  

Eine am (…) beim Beschwerdeführer durchgeführte Knochenaltersbestim-

mung nach Greulich und Pyle ergab ein wahrscheinliches Knochenalter 

von (…) Jahren oder mehr. 

C.  

Anlässlich der summarischen Befragung zur Person vom 24. Juli 2015 

(BzP; Protokoll bei den SEM-Akten […]) führte der Beschwerdeführer unter 

anderem aus, er sei afghanischer Staatsbürger und ethnischer Hazara aus 

C._______. Er sei Analphabet, weshalb seine Kollegen das Personalien-

blatt für ihn ausgefüllt hätten. Er kenne sein genaues Geburtsdatum nicht, 

seine Mutter habe ihm gesagt, wie alt er sei. Er sei gemäss ihren Angaben 

(…) Jahre und (…) Monate alt. Sein Alter stehe auch im Koran, wie dies in 

Afghanistan üblich sei. Auf die Frage nach seinen Gesuchsgründen ant-

wortete er, seine Mutter habe ihm erzählt, sein verstorbener Vater sei (…) 

gewesen und habe (…), weshalb der Mullah gegen ihn gewesen sei und 

die Leute gedacht hätten, sie seien Christen. Deshalb habe seine Mutter 

ihn und (…) nach Pakistan bringen müssen. 

Anlässlich des rechtlichen Gehörs zur Knochenaltersanalyse teilte die Vor-

instanz dem Beschwerdeführer mit, sie habe starke Zweifel daran, dass er 

(…) Jahre alt sei. Er habe keine Papiere abgegeben und sehr ungenaue 

Angaben zu seinen Familienverhältnissen sowie zu seinem Reiseweg ge-

macht. Zudem sehe er älter aus als von ihm angegeben. Hinzu komme, 

dass er gemäss der durchgeführten Knochenaltersanalyse mindestens 

(…) Jahre alt sei. Er habe seine Minderjährigkeit weder beweisen noch 

glaubhaft machen können, weshalb er für volljährig gehalten werde. Der 

Beschwerdeführer hielt an seiner Altersangabe fest und führte aus, er sehe 

älter aus, weil er früh mit der Arbeit angefangen habe und deshalb schnell 

erwachsen geworden sei. 

Der Beschwerdeführer wurde für die Fortsetzung des Verfahrens als voll-

jährig erfasst und sein Geburtsdatum im Zentralen Migrationsinformations-

system (ZEMIS) fiktiv auf den (…) korrigiert. 

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Seite 3 

D.  

Am 7. August 2015 gewährte das SEM dem Beschwerdeführer gestützt auf 

Art. 36 Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) das rechtliche Gehör zu seiner 

Herkunft sowie seinen Altersangaben und teilte ihm mit, aufgrund des ärzt-

lichen Gutachtens werde davon ausgegangen, dass er volljährig sei. Als 

Geburtsdatum werde der (…) erfasst. Es lägen nunmehr alle Fakten vor, 

die für die Beurteilung seines Asylgesuchs wesentlich seien. Eine Anhö-

rung werde nicht mehr erfolgen. 

E.  

Mit Eingabe vom 16. September 2015 reichte der Beschwerdeführer die 

Tazkira seines verstorbenen Vaters ein, die er von seiner Familie erhalten 

habe. 

F.  

Mit am 29. Januar 2016 eröffneter Verfügung vom 25. Januar 2016 stellte 

die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus 

der Schweiz sowie den Vollzug an. 

Zur Begründung führte sie aus, nebst den unglaubhaften Angaben zum Al-

ter bestünden auch Zweifel in Bezug auf die Herkunftsregion des Be-

schwerdeführers. Er sei nicht in der Lage gewesen, Nachbarsdistrikte sei-

nes letzten Wohndistrikts D._______ in Afghanistan zu nennen. Ausser-

dem habe er (…) und (…) als Provinzen Afghanistans bezeichnet. Bei (…) 

handle es sich jedoch um einen Distrikt der Provinz Ghazni und bei (…) um 

die Hauptstadt des Distrikts E._______. Zudem habe er lediglich vier der 

insgesamt 34 Provinzen Afghanistans aufgezählt. Ausserdem habe er er-

wähnt, dass er in F._______, Distrikt (…), Provinz Uruzgan, geboren sei. 

(…) sei jedoch weder ein Distrikt der Provinz Uruzgan noch einer anderen 

Provinz Afghanistans. Aufgrund seiner vagen und tatsachenwidrigen Ant-

worten sei seine Herkunft zweifelhaft. Er habe zwar Orte und Weiler wie 

(…) und (…) genannt, um die Umgebung seines letzten Wohnortes 

G._______ in Afghanistan zu beschreiben. Ausser G._______ sei aber kei-

ner dieser Orte auf den gängigen Ortskarten sichtbar. Seine Angaben hät-

ten somit nicht verifiziert werden können. 

Des Weiteren mute es äusserst fragwürdig an, dass seine Mutter alleine 

mit (…) Kindern von ihrem Herkunftsort in der Provinz Uruzgan in eine ihr 

unbekannte Gegend umgesiedelt sei. Seine Beschreibungen seien vor al-

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Seite 4 

lem deshalb zweifelhaft, weil seine Mutter über kein familiäres Beziehungs-

netz in G._______ im Distrikt D._______ in der Provinz Ghazni verfüge. 

Seine Aussagen würden der allgemeinen Lebenserfahrung widersprechen, 

wonach die Wohnsitzwahl in Afghanistan stark mit der Familienbande und 

der Zugehörigkeit verbunden sei. Zudem sei wenig plausibel, dass seine 

Mutter mit (…) Kindern ohne Probleme in ein leerstehendes Haus habe 

einziehen können. Auch sein Vorbringen, sie hätten für diese Art von Un-

terkunft keine Miete bezahlen müssen, erscheine weltfremd. Seine Aus-

sage, im Dorf seien nur Neuankömmlinge wohnhaft gewesen, weshalb sie 

problemlos in ein leerstehendes Haus hätten einziehen können, verstärk-

ten die Zweifel an der Glaubhaftigkeit. Die Provinz Ghazni sei nämlich auf-

grund der schwierigen Sicherheitslage weniger als Zufluchtsregion denn 

als Fluchtregion einzustufen. Es mute deshalb merkwürdig an, dass in ei-

nem Dorf nur Neuankömmlinge anzutreffen seien. Zudem seien seine Aus-

sagen zum familiären Beziehungsnetz unglaubhaft und vage, da er bei der 

BzP und anlässlich des rechtlichen Gehörs zu Protokoll gegeben habe, 

seine Mutter habe keine Verwandte. 

Vor diesem Hintergrund habe der Beschwerdeführer insgesamt nicht 

glaubhaft machen können, aus der Provinz Uruzgan zu stammen und in 

(…) sesshaft gewesen zu sein. Erschwerend komme hinzu, dass er im 

Rahmen des Asylverfahrens zwar die Identitätskarte seiner Vaters, aber 

keine eigenen Identitätspapiere eingereicht habe, womit seine wahre Iden-

tität nach wie vor nicht feststehe. Aufgrund der vorstehenden Ausführungen 

stehe fest, dass er die Behörden über seine Identität getäuscht habe. Er 

habe mit seinem Verhalten nicht glaubhaft machen können, dass er des 

Schutzes vor Verfolgung bedürfe. Auch deshalb nicht, weil zwischen seiner 

Flucht aus Afghanistan und dem Einreichen seines Asylgesuchs ein be-

achtlicher Zeitunterschied bestehe. Es könne auch bei Wahrunterstellung 

seiner Aussagen nicht mehr davon ausgegangen werden, dass er heute 

noch wegen der Probleme seines verstorbenen Vaters gefährdet sei. 

Der Beschwerdeführer sei zufolge Ablehnung seines Asylgesuchs zur Aus-

reise aus der Schweiz verpflichtet. Da er die Flüchtlingseigenschaft nicht 

erfülle, komme der Grundsatz der Nichtrückschiebung nicht zur Anwen-

dung. Ferner ergäben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass 

ihm im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit eine durch Art. 3 EMRK verbotene Strafe oder Behandlung 

drohe. Zwar seien Wegweisungsvollzugshindernisse grundsätzlich von 

Amtes wegen zu prüfen. Diese Untersuchungspflicht finde jedoch ihre 

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Grenzen an der Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht der asylsuchenden Per-

son. Gemäss ständiger Rechtsprechung sei es nicht Aufgabe der Asylbe-

hörden, nach allfälligen Wegweisungsvollzugshindernissen zu forschen, 

wenn – wie vorliegend – die asylsuchende Person ihrer Mitwirkungs- und 

Wahrheitspflicht im Rahmen der Sachverhaltsermittlung nicht nachkomme. 

Der Vollzug der Wegweisung erweise sich somit auch als zumutbar. 

G.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 29. Februar 2016 gelangte der Beschwerde-

führer durch seinen Rechtsvertreter an das Bundesverwaltungsgericht und 

beantragte, die angefochtene Verfügung sei in den Dispositivpunkten 4 und 

5 aufzuheben und er sei wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

vorläufig aufzunehmen. Eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die 

Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfah-

rensrechtlicher Hinsicht beantragte er unter Verzicht auf die Erhebung ei-

nes Kostenvorschusses die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

und die Bestellung seines Rechtsvertreters als amtlichen Rechtsbeistand. 

Als Beilagen liess er eine Kopie der angefochtenen Verfügung, eine Voll-

macht, einen Zustellnachweis, einen (…) mit Übersetzung, Ausdrucke von 

Fotos (…) in H._______ und eine Kostennote seines Rechtsvertreters ein-

reichen. 

Auf die Begründung der Rechtsbegehren wird, soweit für den Entscheid 

relevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

H.  

Mit Zwischenverfügung vom 24. März 2016 hiess die Instruktionsrichterin 

die Anträge auf Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG und Bestellung eines amtlichen Rechtsbeistandes 

im Sinne von Art. 110a Abs. 1 AsylG – vorbehältlich des Nachreichens einer 

Fürsorgebestätigung bis am 11. April 2016 – gut und bestellte dem Be-

schwerdeführer seinen Rechtsvertreter als amtlichen Rechtsbeistand. 

I.  

Mit Eingabe vom 31. März 2016 reichte der Beschwerdeführer einen Aus-

druck der Fürsorgebestätigung gleichen Datums und am 4. April 2016 das 

Original zu den Akten. 

 

 

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Seite 6 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer-

deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur 

Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG; 

Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzu-

treten. 

2.  

Mit Beschwerde vor Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung von 

Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermes-

sens) sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser-

heblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Kogni-

tion im Bereich des Ausländerrechts richtet sich nach Art. 49 VwVG, wes-

halb die Rüge der Unangemessenheit in diesem Bereich zugelassen wird 

(vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die Verfügung des SEM vom 25. Januar 2016 ist, soweit sie die Flücht-

lingseigenschaft und die Ablehnung des Asylgesuchs betrifft (Dispositivzif-

fern 1 und 2 der angefochtenen Verfügung), in Rechtskraft erwachsen. 

Auch ist die Anordnung der Wegweisung als solche (Dispositivziffer 3) 

grundsätzlich nicht mehr zu überprüfen (vgl. Entscheidungen und Mittei-

lungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21). 

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Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet somit lediglich die Frage, 

ob die Wegweisung zu vollziehen oder ob anstelle des Vollzugs eine vor-

läufige Aufnahme anzuordnen ist. 

4.  

4.1 Die Vorinstanz verzichtete mit der Begründung, der Beschwerdeführer 

habe die Asylbehörden über seine Identität getäuscht, gestützt auf Art. 36 

Abs. 1 Bst. a AsylG auf eine Anhörung zu den Asylgründen im Sinne von 

Art. 29 AsylG. Es stellt sich die Frage, ob dieses Vorgehen mit dem Gesetz 

und der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts sowie seiner Vorgängeror-

ganisation, der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK), in Einklang 

steht, was auf Beschwerdeebene – zumindest sinngemäss – in Frage ge-

stellt wird. 

4.2 Seit dem 1. Februar 2014 ist eine revidierte, vorliegend anwendbare Fas-

sung des Asylgesetzes (Änderung vom 14. Dezember 2012) in Kraft. Diese 

sieht bei feststehender Identitätstäuschung seitens der asylsuchenden Per-

son kein Nichteintreten mehr vor (vgl. aArt. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG), erlaubt 

es der Vorinstanz in einem solchen Fall aber, auf eine Anhörung im Sinne 

von Art. 29 AsylG zu verzichten (vgl. Art. 36 Abs. 1 Bst. a AsylG). Für die 

Auslegung des Begriffs der "feststehenden Identitätstäuschung" nach Art. 36 

Abs. 1 Bst. a AsylG ist auf die Praxis zum entsprechenden, aufgehobenen 

Nichteintretensgrund gemäss aArt. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu verweisen 

(vgl. Schweizerische Flüchtlingshilfe [SFH; Hrsg.], Handbuch zum Asyl- und 

Wegweisungsverfahren, 2. Aufl. 2015, S. 88; FLORENCE ROUILLER, in: Code 

annoté de droit des migrations, Volume IV: Loi sur l'asile [LAsi], 2015, Art. 36 

N. 20-24, S. 307 ff.). Gemäss dieser Praxis ist der Nachweis der Identitäts-

täuschung von den schweizerischen Asylbehörden zu erbringen  

(vgl. EMARK 2003 Nr. 27 E. 4a). Die gesetzliche Regelung sieht neben der 

erkennungsdienstlichen Behandlung (Daktyloanalyse) auch „andere Be-

weismittel“ vor, aufgrund derer die Identitätstäuschung feststehen kann 

(vgl. Art. 36 Abs. 1 Bst. a AsylG; identisch formuliert waren die Vorausset-

zungen gemäss aArt. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG); als „andere Beweismittel“ 

kommen unter anderem namentlich die Erkenntnisse im Rahmen einer Lin-

gua-Analyse in Frage (vgl. EMARK 1999 Nr. 19). 

Der Begriff der Identität ist in Art. 1a Bst. a der Asylverordnung 1 vom 

11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) geregelt und schliesst den Namen 

und den Vornamen, die Staatsangehörigkeit, die Ethnie, das Geburtsda-

tum, den Geburtsort und das Geschlecht einer asylsuchenden Person ein. 

Diese Aufzählung der Begriffsmerkmale der Identität ist abschliessend und 

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umfasst weder den Herkunftsort, noch den Ort der Sozialisation einer be-

troffenen Person (vgl. EMARK 2001 Nr. 27 E. 5e; vgl. auch EMARK 2004 

Nr. 4; vgl. zum Ganzen BVGE 2013/10 E. 9.1). 

4.3 Der Beschwerdeführer sagte bei der BzP aus, er kenne sein Geburts-

datum nicht, er sei gemäss den Angaben seiner Mutter (…) Jahre und (…) 

Monate alt. Damit machte er ein Geburtsdatum von ungefähr (…) geltend. 

Zudem sei sein Alter im Koran gestanden. Im Personalienbogen, den Kol-

legen für ihn ausgefüllt hätten, weil er Analphabet sei (…), ist als Geburts-

datum der (...) vermerkt. Aufgrund des Ergebnisses der Handknochenana-

lyse steht fest, dass die Abweichung zwischen dem Knochenalter und dem 

angegebenen Alter respektive Geburtsdatum mehr als drei Jahre beträgt. 

Somit ist der Nachweis erbracht, dass der Beschwerdeführer über sein Al-

ter und auch über sein Geburtsdatum zu täuschen versucht hat 

(vgl. dazu EMARK 2004 Nr. 30 E. 6.2, 2001 Nr. 23 E. 4.b, 2000 Nr. 19 E. 7 

und 8; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-5785/2015 vom 

10. März 2016 E. 3.3.1 m.w.H.). Die Vorinstanz ist folglich zu Recht von 

einer Identitätstäuschung ausgegangen und hat gestützt auf Art. 36 Abs. 1 

Bst. a AsylG auf eine Anhörung zu den Asylgründen im Sinne von Art. 29 

AsylG verzichtet. Der Beschwerdeführer hat seine behauptete Minderjäh-

rigkeit nicht glaubhaft machen können, weshalb er zu Recht für das weitere 

Verfahren als volljährige Person behandelt wurde. 

5.  

5.1 Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 

ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 

2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

6.  

6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Auslände-

rinnen und Ausländern (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). 

Der Beschwerdeführer bringt vor, Hazara zu sein und sich vor seiner Wei-

terreise nach Pakistan (H._______) zusammen mit seiner Mutter und (…) 

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im Alter von etwa (…) Jahren rund (…) Jahre lang im Distrikt D._______ in 

der Provinz Ghazni, Afghanistan, aufgehalten zu haben. Im als Referenz-

urteil publizierten Entscheid D-5800/2016 vom 13. Oktober 2017 kommt 

das Bundesverwaltungsgericht in Bestätigung seiner bisherigen Recht-

sprechung in BVGE 2011/7 zum Schluss, dass der Wegweisungsvollzug in 

diese Region auch heute noch unzumutbar ist (vgl. E. 7, insb. 7.6). Gleich 

verhält es sich mit der Provinz Uruzgan, wo der Beschwerdeführer geboren 

sei und bis zu seinem (…) Lebensjahr gelebt habe. Das SEM glaubt dem 

Beschwerdeführer jedoch nicht, dass er vor seiner Ausreise aus Afghanis-

tan in der Provinz Ghazni gelebt hat; vielmehr geht es davon aus, dass er 

die Asylbehörden – in Verletzung seiner Mitwirkungspflicht – über seine 

Herkunft zu täuschen versucht habe. Es sei nicht Aufgabe des SEM, nach 

allfälligen Wegweisungshindernissen an seinem tatsächlichen, von ihm 

nicht offengelegten Herkunftsort zu forschen. 

6.2  

6.2.1 Im Asylverfahren – wie auch im übrigen Verwaltungsverfahren – gilt 

der Untersuchungsgrundsatz (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Dieser 

besagt, dass die Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollstän-

dige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen, die für das 

Verfahren notwendigen Unterlagen zu beschaffen, die rechtlich relevanten 

Umstände abzuklären und ordnungsgemäss darüber Beweis zu führen hat. 

Dabei beschränken sich die behördlichen Ermittlungen nicht nur auf jene 

Umstände, welche die Betroffenen belasten, sondern haben auch die sie 

entlastenden Momente zu erfassen. Die Behörde hat alle für den Entscheid 

wesentlichen Tatsachen und Ergebnisse in den Akten festzuhalten. Unrich-

tig ist die Sachverhaltsfeststellung dann, wenn der Verfügung ein falscher 

und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird, etwa weil die Rechts-

erheblichkeit einer Tatsache zu Unrecht verneint wird und folglich nicht alle 

wesentlichen Gesichtspunkte des Sachverhalts geprüft werden, oder weil 

Beweise falsch gewürdigt wurden. Unvollständig ist die Sachverhaltsfest-

stellung demgegenüber, wenn nicht alle für den Entscheid rechtsrelevan-

ten Sachumstände berücksichtigt wurden (vgl. BVGE 2012/21 E. 5.1; PAT-

RICK L. KRAUSKOPF/KATRIN EMMENEGGER, in: Praxiskommentar zum Bun-

desgesetz über das Verwaltungsverfahren, Waldmann/Weissberger 

(Hrsg.) 2009, Art. 12 VwVG N 19 ff. und N 42, ALFRED KÖLZ/ISABELLE 

HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-

pflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 1043 ff.). Gemäss Art. 8 

AsylG hat die asylsuchende Person demgegenüber die Pflicht (und unter 

dem Blickwinkel des rechtlichen Gehörs im Sinne von Art. 29 VwVG und 

Art. 29 Abs. 2 BV auch das Recht), an der Feststellung des Sachverhaltes 

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Seite 10 

mitzuwirken. Sofern die gesetzlichen Mitwirkungspflichten durch die asyl-

suchende Person nicht verletzt worden sind, muss die Behörde insbeson-

dere dann weitere Abklärungen ins Auge fassen, wenn aufgrund der Vor-

bringen der asylsuchenden Person und der von ihr eingereichten oder an-

gebotenen Beweismittel Zweifel und Unsicherheiten am Sachverhalt wei-

terbestehen, die voraussichtlich mit Ermittlungen von Amtes wegen besei-

tigt werden können (vgl. BVGE 2009/50 E. 10.2; BVGE 2008/24 E. 7.2; 

BVGE 2007/21 E. 11.1). 

6.2.2 Bei Zweifeln an der Herkunft asylsuchender Personen führt die Vor-

instanz in der Regel eine unabhängige Herkunftsanalyse (Lingua-Analyse) 

durch. Dabei werden neben den landeskundlich-kulturellen Kenntnissen 

üblicherweise auch die sprachlichen Fähigkeiten der asylsuchenden Per-

son geprüft. Diese Analysen werden ausschliesslich von amtsexternen, 

von der Fachstelle LINGUA der Vorinstanz beauftragten Sachverständigen 

mit den entsprechenden Sprach- und Länderkenntnissen durchgeführt 

(vgl. EMARK 1998 Nr. 34 E. 4b). Gemäss Rechtsprechung sind LINGUA-

Analysen nicht Sachverständigengutachten im Sinne von Art. 12 Bst. e 

VwVG (vgl. hierzu Art. 57 - 61 BZP [SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG), sondern 

lediglich schriftliche Auskünfte von Drittpersonen im Sinne von Art. 12 

Bst. c VwVG. Sie unterliegen grundsätzlich der freien Beweiswürdigung 

und binden die urteilende Behörde nicht. Bei Einhaltung bestimmter Mini-

malanforderungen an die fachliche Qualifikation, Objektivität und Neutrali-

tät der sachverständigen Person, wie auch an die inhaltliche Schlüssigkeit 

und Nachvollziehbarkeit der Untersuchung, kann den LINGUA-Analysen 

im Vergleich zu gewöhnlichen Parteivorbringen im Einzelfall durchaus er-

höhter Beweiswert zugemessen werden (vgl. EMARK 1998 Nr. 34 E. 3-8, 

insb. E. 8g; vgl. ferner EMARK 2003 Nr. 14 E. 7; seither ständige Praxis 

des Bundesverwaltungsgerichts, vgl. beispielsweise BVGE 2014/12 

E. 4.2.1 sowie Urteil des BVGer E-163/2012 vom 7. August 2012 E. 6.1.1). 

Die Rechtsprechung definierte ferner Mindeststandards, denen die Ge-

währung des rechtlichen Gehörs und der Akteneinsicht betreffend LIN-

GUA-Analysen zu genügen hat (vgl. Urteil des BVGer E-3361/2014 vom 

6. Mai 2015 E. 5.1). 

6.2.3 Die vom SEM für seine Zweifel an der geltend gemachten Herkunft 

des Beschwerdeführers angeführten Argumente vermögen nicht vollum-

fänglich zu überzeugen. Insbesondere ist vorab festzustellen, dass es zwar 

einerseits eine Verletzung der Mitwirkungspflicht durch den Beschwerde-

führer festgestellt hat, daraus aber nicht etwa auf eine unbekannte Herkunft 

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Seite 11 

geschlossen, sondern die afghanische Staatsangehörigkeit des Beschwer-

deführers und auch die Echtheit der zu den Akten gereichten Tazkira seines 

Vaters gerade nicht in Zweifel gezogen hat. Hinzu kommt, dass der Be-

schwerdeführer aussagte, er sei im Alter von (…) Jahren zusammen mit 

seiner Mutter und (…) nach Ghazni gezogen und im Alter von (…) Jahren 

mit ihnen nach H._______ (Pakistan) gegangen. Bei dieser behaupteten 

Sachlage würde es nicht erstaunen, dass er sich nicht an vieles in Afgha-

nistan erinnern könnte. Vor diesem Hintergrund erscheinen die von der Vo-

rinstanz aufgezeigten Unstimmigkeiten bei den Herkunftsangaben des Be-

schwerdeführers nicht in einem Masse ausschlaggebend, um alle seine 

Angaben als unglaubhaft qualifizieren zu können, zumal das SEM eben, 

wie erwähnt, die Herkunft des Beschwerdeführers aus Afghanistan nicht 

bestreitet. 

6.2.4 Aufgrund der teilweise in der Tat unstimmigen Herkunftsangaben des 

Beschwerdeführers lässt sich allerdings ebenso wenig mit Gewissheit fest-

stellen, dass er in der Provinz Uruzgan geboren und ab seinem (…). Al-

tersjahr in der Provinz Ghazni sesshaft gewesen ist. Unter diesen Umstän-

den ist es aufgrund der Untersuchungspflicht der Asylbehörden Sache des 

SEM, die Herkunft des Beschwerdeführers mit geeigneten Mitteln weiter 

abzuklären. Aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers erscheint nicht 

ausgeschlossen, dass eine Lingua-Analyse Aufschluss darüber geben 

kann, ob er tatsächlich bis zum Alter von (…) Jahren in Afghanistan oder 

aber in einem anderen Staat sozialisiert wurde. Als anderer Staat käme 

insbesondere Pakistan in Frage, wo sich der Beschwerdeführer nach sei-

ner Ausreise aus Afghanistan für längere Zeit zusammen mit seiner nach 

wie vor in H._______ lebenden Mutter und (…) aufgehalten und auch ge-

arbeitet habe. Sollte sich herausstellen, dass er tatsächlich in Afghanistan 

hauptsozialisiert wurde, wäre nach erneuter einlässlicher Befragung des 

Beschwerdeführers und unter Beizug einschlägiger länderspezifischer In-

formationen gegebenenfalls noch abzuklären, ob es plausibel erscheint, 

dass er in Pakistan tatsächlich nicht aufenthaltsberechtigt ist und nicht dort-

hin zurückkehren kann (vgl. Art. 31a Abs. 1 Bst. c AsylG).  

7.  

7.1 Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsge-

richt in der Sache selbst oder weist diese mit verbindlichen Weisungen an 

die Vorinstanz zurück. Eine Kassation und Rückweisung an die Vorinstanz 

ist insbesondere angezeigt, wenn weitere Tatsachen festgestellt werden 

müssen und ein umfassendes Beweisverfahren durchzuführen ist. Die in 

diesen Fällen fehlende Entscheidungsreife kann grundsätzlich zwar auch 

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durch die Beschwerdeinstanz selbst hergestellt werden, wenn dies im Ein-

zelfall aus prozessökonomischen Gründen angebracht erscheint; sie muss 

dies aber nicht (vgl. BVGE 2012/21 E. 5). 

7.2 Wie in E. 6 ausgeführt, ist es im vorliegenden Fall angezeigt, die Her-

kunft des Beschwerdeführers mit geeigneten Mitteln, namentlich mittels 

Lingua-Analyse, weiter abzuklären. Da sich diese Abklärungen voraus-

sichtlich nicht mit geringem Aufwand durchführen lassen, erscheint eine 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung und eine Rückweisung der Sa-

che an die Vorinstanz gerechtfertigt. 

8.  

Die Beschwerde ist somit im Sinne der Erwägungen gutzuheissen. Die Dis-

positivziffern 4 und 5 der Verfügung vom 25. Januar 2016 sind aufzuheben. 

Die Sache ist zur vollständigen und richtigen Sachverhaltsabklärung an 

das SEM zurückzuweisen mit der Anweisung, über den Wegweisungsvoll-

zug neu zu entscheiden. Auf das im Beschwerdeverfahren in reformatori-

scher Hinsicht gestellte Begehren und dessen Begründung ist bei diesem 

Verfahrensausgang nicht weiter einzugehen. 

9.  

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der mit Zwischenverfügung vom 24. März 2016 

gutgeheissene Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird somit gegenstandslos. 

9.2 Dem amtlich verbeiständeten Beschwerdeführer ist angesichts seines 

Obsiegens in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädi-

gung für die ihm notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzuspre-

chen. Somit wird auch der mit Zwischenverfügung vom 24. März 2016 gut-

geheissene Antrag auf Bestellung des Rechtsvertreters als amtlicher 

Rechtsbeistand im Sinne von Art. 110a Abs. 1 AsylG hinfällig. Der in der 

Honorarrechnung vom 29. Februar 2016 geltend gemachte zeitlichen Auf-

wand von (…) Stunden erscheint nicht angemessen und ist auf (…) Stun-

den zu kürzen. Dem Beschwerdeführer ist zulasten der Vorinstanz eine 

Parteientschädigung von insgesamt Fr. (…) inklusive Auslagen zuzuspre-

chen. Da der Rechtsvertreter nicht mehrwertsteuerpflichtig ist, umfasst die 

Parteientschädigung keinen Mehrwertsteuerzuschlag im Sinne von Art. 9 

Abs. 1 Bst. c VGKE. 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. 

2.  

Die Dispositivziffern 4 und 5 der Verfügung vom 25. Januar 2016 werden 

aufgehoben. Die Sache wird zur richtigen sowie vollständigen Feststellung 

des Sachverhalts und anschliessenden Neubeurteilung im Vollzugspunkt 

an das SEM zurückgewiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Das SEM hat dem Beschwerdeführer für das Rechtsmittelverfahren eine 

Parteientschädigung von Fr. (…) auszurichten. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Esther Marti Peter Jaggi 

 

 

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