# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 996550fe-3390-54cb-9230-ab64db82f0ac
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 19.03.2015 SB140481
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140481_2015-03-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB140481-O/U/eh 
 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. M. Langmeier, Präsident, Ersatzoberrichterin 

lic. iur. B. Schärer und Ersatzoberrichter lic. iur. B. Gut sowie die  

Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Bussmann 

 

Urteil vom 19. März 2015 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  

vertreten durch Stv. Leitende Staatsanwältin lic. iur. S. Steinhauser,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  
mehrfache Datenbeschädigung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf, Einzelgericht,  

vom 19. November 2013 (GG130010) 

 

-   2   - 

Anklage: 

(Urk. 3/21) 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 3. Mai 2013 

ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

(Urk. 24 S. 34 ff.) 

1. Der Beschuldigte ist schuldig  

- der mehrfachen Datenbeschädigung im Sinne von Art. 144bis StGB, 

- der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über den 

 unlauteren Wettbewerb im Sinne von Art. 23 Abs. 1 aUWG in Ver- 

 bindung mit Art. 3 lit. a aUWG und 

- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes seit dem

 19. November 2010 im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG. 

2. Vom Vorwurf des mehrfachen unbefugten Eindringens in ein Datenverarbei-

tungssystem im Sinne von Art. 143bis aStGB wird der Beschuldigte freige-

sprochen. 

3. Bezüglich der angeklagten Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes 

vor dem 19. November 2010 wird auf die Anklage nicht eingetreten. 

4. Der Beschuldigte wird bestraft mit acht Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis 

und mit heute 2 Tage durch Haft erstanden sind, und mit einer Busse von  

Fr. 500.–. 

5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____  

Schadenersatz von Fr. 750.– zuzüglich 5 % Zins ab 17. Juli 2011  zu be-

zahlen. 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____  

Schadenersatz von Fr. 12'500.– zuzüglich 5 % Zins ab 17. Juli 2011  zu  

bezahlen. 

-   3   - 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin D._____ GmbH  

Schadenersatz von Fr. 12'833.80 zuzüglich 5 % Zins ab 13. März 2013 zu 

bezahlen.  

9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 2'400.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'320.00   Kosten Kantonspolizei 

Fr. 2'000.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 440.00   Auslagen Untersuchung 

Fr. 9'556.50   amtliche Verteidigung 
 

10. Die Kosten, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden zu  

drei Vierteln dem Beschuldigten auferlegt. Im übrigen Umfang werden die 

Kosten auf die Gerichtskasse genommen.  

11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft für das gesamte 

Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 9'600.– zu bezahlen. 

12. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom  

25. Februar 2013 beschlagnahmten Gegenstände Lager Nr. … (Betäu-

bungsmittel inkl. Hanfmühle) werden eingezogen und vernichtet. 

13. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom  

25. Februar 2013 beschlagnahmten Gegenstände Mobiltelefon Samsung, 

SGH-i900 Omnia, IMEI NR. …, inkl. Ladekabel, und  Festplatte Western Di-

gital 500 GB, Typ …, werden dem Beschuldigten auf erstes Verlangen her-

ausgegeben. Die Lagerstelle ist berechtigt, die Gegenstände zu vernichten, 

wenn die Herausgabe nicht innert dreier Monate nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Entscheides verlangt wird. 

14. (Mitteilungen) 

15. (Rechtsmittelbelehrung) 

 

-   4   - 

Berufungsanträge: 

 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 45 S. 1 f.) 

1. Auf die eingeklagte mehrfache Datenbeschädigung im Sinne von Art. 144bis 

StGB sei zufolge Verletzung des Anklageprinzips nicht einzutreten. 

2. Ansonsten sei der Beschuldigte vollumfänglich freizusprechen. 

3. Auf die Schadenersatzforderungen der nachfolgenden Geschädigten  

gemäss Eingabe vom 12. September 2013 durch RA Y._____ bzw. auf die  

geltend gemachte Parteientschädigung im aufgeführten Betrag sei zufolge 

Freispruchs nicht einzutreten (act. 8): 

- D._____ GmbH, E._____ [Ort], Fr. 12'833.80 nebst 5% Zins seit 13.03.13 

- C._____, Oesterreich, Fr. 12'500.-- nebst 5% Zins seit 13.03.13 

- B._____, Deutschland, Fr. 750.-- nebst 5% Zins seit 13.03.13 

- D._____ GmbH, E._____, Fr. 9'600.-- Parteientschädigung 

4. Sowohl die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens, inklusive diejenigen 

der Untersuchung als auch der amtlichen Verteidigung, als auch die Kosten 

des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidi-

gung, seien auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

Eventualiter: 

1. Der Beschuldigte sei schuldig zu sprechen 

- der mehrfachen Datenbeschädigung im Sinne von Art. 144bis StGB, 

- der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über den  

 unlauteren Wettbewerb im Sinne von Art. 23 Abs. 1 UWG in Verbindung 

mit Art. 3 lit. a UWG sowie  

- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes seit dem 

19. November 2010 im Sinne von Art. 19a Ziffer 1 BetmG. 

-   5   - 

2.1. Der Beschuldigte sei mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen à Fr. 10.-- 

sowie einer Busse von Fr. 100.-- zu bestrafen. 

2.2. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben und es sei eine Probezeit von 

drei Jahren anzusetzen. Als Ersatzfreiheitsstrafe für das Nichtbezahlen der 

Busse sei eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag festzulegen.  

3. Die Schadenersatzforderungen der nachfolgenden Geschädigten gemäss 

Eingabe vom 12. September 2013 durch RA Y._____ bzw. die geltend ge-

machte Parteientschädigung im aufgeführten Betrag sei mangels Substanti-

ierung auf den Weg des ordentlichen Zivilprozesses zu verweisen (act. 8): 

- D._____ GmbH, E._____, Fr. 12'833.80 nebst 5% Zins seit 13.03.13 

- C._____, Oesterreich, Fr. 12'500.-- nebst Zins zu 5% seit 13.03.13 

- B._____, Deutschland, Fr. 750.-- nebst 5% Zins seit 13.03.13 

- D._____ GmbH, E._____, Fr. 9'600.-- Parteientschädigung 

4. Sowohl die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens, inklusive diejenigen 

der Untersuchung als auch der amtlichen Verteidigung, als auch die Kosten 

des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidi-

gung, seien auf die Gerichtskasse zu nehmen.   

b) Der Staatsanwaltschaft: 

 (schriftlich; Urk. 35) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

c) Der Privatklägerschaft: 

 (schriftlich; Urk. 39) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

-   6   - 

Erwägungen: 

I. 

1.1 Die D._____ GmbH (Privatklägerin 1) und die F._____ GmbH boten beide 

Dienstleistungen im elektronischen Devisenhandel an. Sie waren mit Vertrag vom 

26. April/2. Mai 2011 eine geschäftliche Kooperation eingegangen, welche im 

Konflikt endete. Die Privatklägerin 1 kündigte den Kooperationsvertrag deshalb 

am 21. Juni 2011 ausserordentlich. Am 6. September 2011 reichte die Privatklä-

gerin 1 unter Beilage diverser Urkunden eine Strafanzeige ein, in welcher sie der 

ehemaligen Geschäftspartnerin F._____ GmbH und deren Geschäftsführer, dem 

heutigen Beschuldigten, rufschädigende Äusserungen auf Internetforen und unbe-

rechtigte Zugriffe auf die Bankkonten der Kunden C._____ (Privatkläger 2) und 

B._____ (Privatkläger 3) nach Beendigung der Kooperation vorwarf und Strafan-

trag stellte. Mit Eingabe vom 12. September 2011 schlossen sich die Privatkläger 

2 und 3 dieser Strafanzeige an (vgl. Urk. 1.1.1 und 1.2).  

1.2 Nach durchgeführter Untersuchung erhob die Staatsanwaltschaft  

Winterthur/Unterland am 3. Mai 2013 beim Einzelgericht des Bezirks Dielsdorf 

Anklage gegen den Beschuldigten und beantragte dessen Bestrafung wegen 

mehrfachen unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem im Sinne 

von Art. 143bis aStGB, wegen mehrfacher Datenbeschädigung im Sinne von 

Art. 144bis StGB, wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Bundesgesetz 

über den unlauteren Wettbewerb im Sinne von Art. 23 Abs. 1 aUWG in Ver-

bindung mit Art. 3 lit. a aUWG sowie wegen mehrfacher Übertretung des Betäu-

bungsmittelgesetzes und beantragte die Bestrafung des Beschuldigten mit einer 

unbedingten Freiheitsstrafe von 10 Monaten sowie einer Busse von Fr. 500.– 

(Urk. 3.21).  

2. Am 19. November 2013 fand die Hauptverhandlung vor dem Einzelgericht 

des Bezirks Dielsdorf in Abwesenheit des Beschuldigten statt, nachdem der  

Beschuldigte bereits zur erstmalig auf den 17. September 2013 angesetzten Ver- 

 

-   7   - 

handlung unentschuldigt nicht erschienen und deshalb mit einer Ordnungsbusse 

belegt worden war (Prot. I S. 6, 8,12). Gleichentags sprach das Gericht den  

Beschuldigten der mehrfachen Datenbeschädigung, der mehrfachen Widerhand-

lung gegen das Bundesgesetz über den unlauteren Wettbewerb und – soweit es 

auf die Anklage eintrat – der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittel-

gesetzes schuldig. Vom Vorwurf des mehrfachen unbefugten Eindringens in ein  

Datenverarbeitungssystem sprach es ihn frei. Es bestrafte den Beschuldigten mit 

einer (unbedingten) Freiheitsstrafe von 8 Monaten und einer Busse von Fr. 500.–. 

Weiter verpflichtete das Einzelgericht den Beschuldigten zur Zahlung von  

Schadenersatz an die drei Privatkläger und entschied über die beschlagnahmten 

Gegenstände und die Kosten- und Entschädigungsfolgen (vgl. Prot. I S. 13ff.). 

3. Gegen das in unbegründeter Fassung schriftlich eröffnete Urteil (Urk. 15; 

Urk. 16/1-3) meldete die Verteidigerin des Beschuldigten mit Eingabe vom  

23. Januar 2014 rechtzeitig Berufung an (Urk. 16/2 und 17; Art. 399 Abs. 1 StPO). 

Am 22. bzw. 27. August 2014 stellte die Vorinstanz den Parteien das begründete 

Urteil zu (Urk. 20; Urk. 21/1-3) und übermittelte die Anmeldung der Berufung  

zusammen mit den Akten in der Folge mit Verfügung vom 14. Oktober 2014 dem 

Obergericht (Urk. 25). 

4.1 Unter dem 11. September 2014 reichte die Verteidigerin der erkennenden 

Kammer rechtzeitig die schriftliche Berufungserklärung ein (Urk. 26; Art. 399 

Abs. 2 i.V.m. Art. 90 StPO). Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland und die 

Privatkläger erhoben keine Anschlussberufung; sie beantragen die Bestätigung 

des angefochtenen Entscheides (Urk. 35; Urk. 39).  

4.2 Mit Präsidialverfügung vom 3. November 2014 wurde der Beschuldigte auf-

gefordert, dem Gericht innert 20 Tagen ab Zustellung der Verfügung ein Daten-

erfassungsblatt einzureichen (Urk. 31), welcher Aufforderung er allerdings nicht 

nachgekommen ist. Ausserdem wurde der Staatsanwaltschaft auf ihr Gesuch hin 

das Erscheinen zur Berufungsverhandlung freigestellt (Urk. 35; Urk. 41).  

4.3 Zur heutigen Berufungsverhandlung sind der Beschuldigte und seine Vertei-

digerin erschienen (Prot. II S. 4). Zu Beginn der Berufungsverhandlung waren 

weder Vorfragen zu entscheiden noch Beweise abzunehmen (Prot. II S. 6f.). Das 

-   8   - 

vorliegende Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung (Prot. II 

S. 9ff.).   

II. 

1. Die Berufung richtet sich gegen die Dispositivziffern 1 (Schuldspruch), 4 und 

5 (Sanktion), 6 bis 8 (Zivilforderungen) sowie 10 und 11 (Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen) des vorinstanzlichen Entscheides (Urk. 26; Prot. II S. 6f.). Unange-

fochten geblieben und in Rechtskraft erwachsen sind dagegen die Dispositiv-

ziffern 2 (Freispruch vom Vorwurf des mehrfachen unbefugten Eindringens in ein 

Datenverarbeitungssystem), 3 (Nichteintreten auf die Anklage betreffend die  

vor dem 19. November 2010 begangenen Übertretungen des Betäubungsmittel-

gesetzes), 9 (Kostenfestsetzung) sowie 12 und 13 (Einziehung/Herausgabe be-

schlagnahmter Gegenstände) des erstinstanzlichen Entscheides (Art. 402 StPO). 

Das ist vorab vorzumerken. 

2.1 Wie bereits vor Vorinstanz stellt der Beschuldigte auch im Berufungs-

verfahren den Antrag, auf die eingeklagte mehrfache Datenbeschädigung im  

Sinne von Art. 144bis StGB sei nicht einzutreten. Im Übrigen sei er vollumfänglich 

freizusprechen sowie zufolge Freispruchs von der Zahlung von Schadenersatz an 

die Privatkläger und von der Zahlung von Gerichtskosten und einer Entschädi-

gung an die Privatkläger zu befreien (Urk. 13 S. 1; Urk. 26, Urk. 45 S. 1).  

2.2.1  Betreffend den Vorwurf der mehrfachen Datenbeschädigung macht die Ver-

teidigerin die Verletzung des Anklageprinzips geltend, da in der Anklageschrift in 

keiner Weise umschrieben worden sei, inwiefern der Beschuldigte Daten ver-

ändert bzw. beschädigt haben soll. Es werde ihm lediglich vorgeworfen, durch 

Brokerzugangsdaten ohne Berechtigung auf die Konten der Geschädigten zu-

gegriffen und damit einen Vermögensschaden verursacht zu haben (Urk. 13 S. 3; 

Urk. 45 S. 3f.).  

2.2.2  Es trifft zu, dass die Anklageschrift nicht explizit umschreibt, wie genau der 

Beschuldigte durch sein Vorgehen in technischer Hinsicht Daten verändert,  

gelöscht oder unbrauchbar gemacht haben soll. Das Anklageprinzip ist allerdings 

nicht Selbstzweck. Es dient nebst der Bestimmung des Prozessgegenstandes der 

-   9   - 

Information der beschuldigten Person über die für die Durchführung des Verfah-

rens und der Verteidigung notwendigen Umstände. Unter dem Gesichtspunkt der 

Informationsfunktion des Anklageprinzips ist vor diesem Hintergrund mass-

gebend, dass die beschuldigte Person genau weiss, was ihr angelastet wird,  

damit sie ihre Verteidigungsrechte angemessen ausüben kann. Ungenauigkeiten 

in den Angaben sind solange nicht von entscheidender Bedeutung, als für die  

beschuldigte Person keine Zweifel darüber bestehen können, welches Verhalten 

ihr vorgeworfen wird (Urteil des Bundesgerichts 6B_803/2014 vom 15. Januar 

2015 E. 1.3, BGE 133 IV 235 E. 6.2f.).  

2.2.3  Wie von der Verteidigung richtig ausgeführt, wirft die Anklage dem Beschul-

digten vor, am 7. und 17. Juli 2011 ohne Berechtigung mit Brokerzugangsdaten 

auf die Konten der Privatkläger zugegriffen und einen Vermögensschaden ver-

ursacht zu haben. Damit hat es aber nicht sein Bewenden. Der Anklageschrift ist 

nämlich weiter zu entnehmen, dass dem Beschuldigten vorgeworfen wird, ab  

diesen Kundenkonten mit Devisen gehandelt zu haben (Urk. 3.21 S. 2 und 3). Ein 

Devisenhandel der vorgenannten Art setzt aber gerade voraus, dass Daten ver-

ändert werden, ansonsten ein solcher gar nicht ausgelöst würde. Der dem  

Beschuldigten vorgeworfene Devisenhandel bzw. die dadurch ausgelöste Ver-

mögensdisposition impliziert damit eine Datenveränderung. Damit ergibt sich der 

dem Beschuldigten vorgehaltene Vorwurf der Datenveränderung eindeutig aus 

dem Kontext. Mit der Vorinstanz muss damit festgehalten werden, dass das  

Anklageprinzip vorliegend nicht verletzt ist (Urk. 24 S. 7). Entgegen der Vor-

bringen der Verteidigung ist damit auf den Vorwurf der mehrfachen Daten- 

beschädigung einzutreten.     

2.3 Für den Fall eines Schuldspruchs beantragt der Beschuldigte eventualiter 

die Bestrafung mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 10.– sowie einer 

Busse von Fr. 100.–. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben, unter  

Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren. Die Ersatzfreiheitsstrafe für das 

Nichtbezahlen der Busse sei auf einen Tag festzusetzen. Sodann seien die  

seitens der Privatkläger geltend gemachten Zivilforderungen mangels Substanti-

ierung auf den Weg des Zivilprozesses zu verweisen. Ferner sei der Beschuldigte 

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von der Zahlung von Gerichtskosten und einer Entschädigung an die Privatkläger 

zu befreien (Urk. 45 S. 2; Prot. II S. 4f.).   

3.1 Die Vorinstanz kam nach einer sorgfältigen Würdigung der im Vorverfahren 

erhobenen Beweismittel zum Schluss, dass der Anklagesachverhalt erstellt sei. 

Die entsprechenden Ausführungen treffen zu, ihnen ist grundsätzlich nichts beizu-

fügen (Urk. 24 S. 8-18; Art. 82 Abs. 4 StPO). Insbesondere hat die Vorinstanz den 

auch anlässlich der Berufungsverhandlung wiederum vorgebrachten Einwand der 

Verteidigung, wonach es nicht auszuschliessen sei, dass sich andere Personen 

als der Beschuldigte an den im Zusammenhang mit den angeklagten Widerhand-

lungen benutzten Computern zu schaffen gemacht hätten (Urk. 45 S. 4), mit  

zutreffenden Argumenten widerlegt (Urk. 24 S. 13f., 17; Art.  82 Abs. 4 StPO). Mit 

der Vorinstanz ist zu betonen, dass für eine Dritt-Täterschaft jegliche Hinweise 

fehlen und entsprechende Einwände nur theoretischer Natur sind (Urk. 24 S. 14, 

17). Dennoch behauptete der Beschuldigte auch anlässlich der Berufungsver-

handlung, dass es durchaus einfache Erklärungen dafür geben könne, dass von 

seinen beiden Computern – also vom Computer bei ihm zu Hause und an seinem 

Arbeitsplatz, zu welchen kumulativ nur der Beschuldigte Zugriff hatte – Aufträge 

erteilt worden sein könnten (Urk. 44 S. 8). Der (indirekte) Zugriff über seine  

Computer ergebe sich aus dem Umstand, dass aufgrund des Kooperations-

vertrages das System der D._____ GmbH auf seinen Computern installiert  

gewesen sei (Urk. 44 S. 9). Dazu befragt, wer denn diese Aufträge seiner  

Meinung nach erteilt habe, erklärte der Beschuldigte, dass es G._____,  

also der Geschäftsführer der D._____ GmbH, selbst hätte gewesen sein können, 

der die Aufträge ausgelöst habe und diese dann über das auf den Computern des 

Beschuldigten installierte System abgewickelt worden seien (Urk. 44 S. 10). Das 

ist allerdings völlig unglaubhaft. Es ist fern jeder Realität anzunehmen, dass der 

Geschäftsführer eines Unternehmens ein Interesse daran haben könnte, Daten-

manipulationen vorzunehmen, die die Zutrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit 

des eigenen Unternehmens in Frage stellen – jedenfalls dann, wenn diese  

Datenmanipulationen, wie vorliegend, zu einem Vermögensschaden der Kunden 

führen, ohne dass daraus für den Geschäftsführer oder die Unternehmung ein 

Vorteil resultiert. Gleiches hat für die rufschädigenden Einträge in den Internet-

foren zu gelten. Demgegenüber hatte der Beschuldigte sehr wohl ein Motiv, der 

-   11   - 

D._____ GmbH zu schaden. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend erwog, ist den 

seitens des Beschuldigten an seinen Geschäftspartner gerichteten SMS-

Mitteilungen eindeutig zu entnehmen, dass der Beschuldigte nicht gut auf den 

Geschäftsführer der D._____ GmbH zu sprechen war und auf Rache sann 

(Urk. 24 S. 14). Es spricht damit alles dafür, dass es der Beschuldigte war, der mit 

den ihm bekannten Zugangsdaten der Privatkläger 2 und 3 die Datenmanipula-

tionen vornahm. Dass es nur so gewesen sein kann, ergibt sich auch aus dem  

nahezu zeitgleich erfolgten SMS-Verkehr zwischen ihm und seinem Geschäfts-

partner, wo der Beschuldigte praktisch in Echtzeit die Operationen auf den  

Kundenkonten ankündigt und kommentiert (Urk. 24 S. 11 mit Verweis auf 

Urk. 2.7.1–2.7.6; Urk. 1.2.1/15 und 16). Auf Vorhalt des SMS-Verkehrs räumte der 

Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung denn auch ein, in Bezug auf 

G._____ schadenfreudig gewesen zu sein, auch wenn er sich nicht mehr erinnern 

könne "wie alles abgelaufen ist und in welchem Kontext diese Äusser-ungen 

standen" (Urk. 44 S. 11). Dass es der Beschuldigte selbst gewesen sein muss, 

der den Schaden verursachte, worüber er sich dann freuen konnte, kann den 

SMS-Nachrichten unzweifelhaft entnommen werden. So schrieb er etwa: "Hehe, 

ich mach glaub was ganz fieses, (…)" oder "Hehehe de dreht total durä" (Urk. 24 

S. 11 mit Verweis auf Urk. 2.7.1–2.7.6). 

Aufgrund dieser Ausgangslage können ernsthafte und vernünftige Zweifel, dass 

sich der Sachverhalt doch hätte anders zugetragen haben können als im  

Anklagesachverhalt umschrieben, ausgeschlossen werden.  

3.2 Die rechtliche Würdigung des Anklagesachverhaltes durch die Vorinstanz 

als mehrfache Datenbeschädigung im Sinne von Art. 144bis StGB (Anklagepunkt 

1), mehrfache Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über den unlauteren 

Wettbewerb im Sinne von Art. 23 Abs. 1 aUWG in Verbindung mit Art. 3 lit. a 

aUWG (Anklagepunkt 2) und mehrfache Übertretung des Betäubungsmittel-

gesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG (Anklagepunkt 3) ist - nahezu  

(s. sogleich) zutreffend. Es kann auf die entsprechenden Ausführungen im ange-

fochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 24 S. 20ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Zu 

korrigieren ist einzig, dass der Beschuldigte nicht in Anwendung des "aUWG" zu 

verurteilen ist: Die vorliegend in Frage stehenden Art. 3 Abs. 1 lit. a und Art. 23 

-   12   - 

Abs. 1 UWG sind seit der Tatbegehung am 22. August 2011 nicht geändert  

worden. Der Schuldspruch hat demnach diesbezüglich im Sinne von Art. 23  

Abs. 1 UWG in Verbindung mit Art. 3 lit. a UWG zu ergehen. 

3.3 Zusammengefasst ist der Beschuldigte folglich in Übereinstimmung mit  

dessen Eventualantrag der mehrfachen Datenbeschädigung im Sinne von  

Art. 144bis StGB, der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über 

den unlauteren Wettbewerb im Sinne von Art. 23 Abs. 1 UWG in Verbindung mit 

Art. 3 lit. a UWG und der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes 

im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig zu sprechen. 

4.1  Bei der Strafzumessung ist die Vorinstanz korrekt von einem relevanten 

Strafrahmen von einem Tagessatz Geldstrafe bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe 

verbunden mit einer Busse bis Fr. 10'000.– ausgegangen (Urk. 24 S. 23-25).  

Weiter hat sie die Grundsätze der Strafzumessung zutreffend dargelegt (Urk. 24 

S. 25). Darauf und auf die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichts zu  

diesem Thema (BGE 136 IV 55 E. 5.4ff.; BGE 135 IV 130 E. 5.3.1; BGE 132 IV 

102 E. 8.1, je mit Hinweisen; Bundesgerichtsentscheide 6B_466/2013 vom  

25. Juli 2013, E. 2.1 und 6B_274/2013 vom 5. September 2013, E. 1.2.2) kann 

vorab verwiesen werden. 

4.2 Bei der Bildung einer Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB hat das  

Gericht zunächst die Einsatzstrafe für die schwerste Straftat zu bestimmen und 

diese dann unter Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des Aspera-

tionsprinzips angemessen zu erhöhen. Nach der Festlegung der (hypothetischen) 

Gesamtstrafe für sämtliche Delikte ist die Täterkomponente zu berücksichtigen 

(BGE 136 IV 55 E. 5.8). Dabei ist zu beachten, dass das Asperationsprinzip nur 

bei mehreren gleichartigen Strafarten zum Zug kommt. Muss das Gericht einer-

seits für ein Vergehen eine Freiheits- oder Geldstrafe, andererseits für eine Über-

tretung eine Busse aussprechen, ist Art. 49 Abs. 1 StGB nicht anwendbar 

(BGE 138 IV 120 E. 5.2).  

4.3.1  Was die objektive Tatschwere der Äusserungen des Beschuldigten gemäss 

Anklagesachverhalt Ziffer 2 zum Nachteil der Privatklägerin 1 betrifft, ist fest- 

zuhalten, dass es sich bei den Einträgen in den Internetforen um massive, falsche 

-   13   - 

Behauptungen handelte. Diese qualifiziert unrichtigen, schwerwiegenden Vorwür-

fe an die Privatklägerin 1 waren geeignet, das Vertrauen von (potentiellen) Auf-

traggebern in die D._____ GmbH und damit ihren Geschäftserfolg erheblich zu 

gefährden. Zu Recht hat die Vorinstanz zudem auf die nicht unbeträchtlichen un-

mittelbaren Folgekosten der Tat des Beschuldigten hingewiesen (Urk. 24 S. 26; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Vor diesem Hintergrund ist das objektive Tatverschulden 

betreffend das Delikt zum Nachteil der Privatklägerin 1 als nicht mehr leicht ein-

zustufen. Bezüglich der Datenbeschädigungen ist sodann zunächst festzuhalten, 

dass der Wert der durch den Beschuldigten beschädigten Daten an sich im Vor-

verfahren kein Thema war. Es ist daher davon auszugehen, dass weder die  

Privatkläger noch die Anklagebehörde ihnen einen relevanten Wert beimessen. 

Zu berücksichtigen sind allerdings auch Folgeschäden und -kosten (vgl. BSK 

StGB-Weissenberger, 3. Auflage, N 44 zu Art. 144bis StGB), konkret die durch 

die Veränderung der Daten auf den Brokerkonten der Privatkläger 2 und 3 verur-

sachten Tradingverluste. Diese belaufen sich im Fall des Privatklägers 2 auf gut 

Fr. 8'800.– (Urk. 1.2.1/15; Urk. 2.1 S. 5) und im Fall des Privatklägers 3 auf gut  

Fr. 580.– (Urk. 1.2.1/16; Urk. 2.1 S. 5). Ferner zu beachten ist, dass die Verände-

rung von Kundendaten insofern gravierender als die Veränderung anderer Daten 

ist, weil dadurch der Ruf, die Zutrauenswürdigkeit und die Verlässlichkeit der  

Datenhalterin – vorliegend der Privatklägerin 1 – massiv geschädigt wird. Gleich-

wohl ist das Vorgehen des Beschuldigten auf einer Skala aller denkbaren Daten-

beschädigungen in Bezug auf die Straftat zum Nachteil des Privatklägers 2 in  

objektiver Hinsicht verschuldensmässig als gerade noch leicht und in Bezug auf 

die Straftat zum Nachteil des Privatklägers 3 als leicht zu qualifizieren.  

4.3.2  Was die subjektive Tatschwere betrifft, hat der Vorderrichter sodann richtig 

erkannt, dass von der vollen Schuldfähigkeit des Beschuldigten bei allen ihm zur 

Last gelegten Taten auszugehen und sein Tatmotiv darin zu sehen ist, dass er 

sich an seiner ehemaligen Kooperationspartnerin rächen wollte. Er ist dabei – wie 

sich den zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil entnehmen lässt 

(Urk. 24 S. 27; Art. 82 Abs. 4 StPO) – perfid und hinterhältig vorgegangen.  

Besonders hervorzuheben ist, dass die unwahren Einträge in den Internetforen 

als angebliche Erlebnisberichte ausgestaltet sind, was bei den Lesern den  

Anschein erwecken musste, dass sich die negativen Erfahrungen tatsächlich so 

-   14   - 

zugetragen haben und was das Schädigungspotential damit sicher erhöht. Im 

Weiteren machte der Beschuldigte keinen Halt davor, zu seiner Zielverwirklichung 

auch Dritte finanziell zu schädigen. Der Beschuldigte handelte mithin krass  

egoistisch, auch wenn er sich selber nicht bereichern wollte. Die subjektive Tat-

schwere vermag die objektive Tatschwere vor diesem Hintergrund jedenfalls nicht 

zu relativieren.  

4.4.1 Zu den täterbezogenen Komponenten der Strafzumessung hat der Vorder-

richter das Nötige ausgeführt (Urk. 24 S. 28f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). In Bezug  

auf die persönlichen Verhältnisse, die sich vorliegend als strafzumessungsneutral  

erweisen, kann überdies auf die Akten verwiesen werden (Urk. 2.1 S. 26;  

Urk. 2.9.3; Urk. 3.3.3 S. 4; Urk. 3.3.4 S. 10 f.; Urk. 44 S. 1-7). Wie aus der persön-

lichen Befragung des Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung hervor-

ging, hat sich seit dem erstinstanzlichen Verfahren abgesehen von seiner  

Erwerbs- und Vermögenssituation sowie dem Umstand, dass er sich nun in einer 

festen Beziehung befinde, nichts Wesentliches verändert. Insbesondere ist er 

immer noch bei seiner Mutter wohnhaft (Urk. 44 S. 1-7). Die täterbezogenen 

Komponenten wirken sich vorliegend auf die Höhe der Strafe grundsätzlich weder 

negativ noch positiv aus. Eine Ausnahme stellen die beiden (nicht einschlägigen) 

Vorstrafen aus dem Jahr 2010 dar (Urk. 43), welche leicht straferhöhend ins  

Gewicht fallen. 

4.4.2   Zwischen der Urteilsfällung durch den Vorderrichter am 19. November 

2013 und dem Versand des erstinstanzlichen Urteils in begründeter Fassung ver-

strichen neun Monate (Prot. I S. 12; Urk. 21). Damit wurde die für die Abfassung 

des schriftlich begründeten Urteils in Art. 84 Abs. 4 StPO statuierte Ordnungsfrist 

um das Doppelte überschritten, ohne dass der Vorderrichter dafür Gründe an-

führen könnte (vgl. Urk. 33), die im Licht der fraglichen Bestimmung relevant  

wären. Diese Verfahrensverzögerung stellt daher eine Verletzung des Beschleu-

nigungsgebotes dar, was im Rahmen der Strafzumessung merkbar strafmindernd 

zu berücksichtigen ist.  

4.5.1 Nach dem Erwogenen wiegen die vom Beschuldigten zum Nachteil der  

Privatklägerin 1 begangenen Taten im Zusammenhang mit den Einträgen in den 

Internetforen am schwersten. Der Ruf der Privatklägerin 1 wurde durch das Vor-

-   15   - 

gehen des Beschuldigten grundsätzlich in Frage gestellt. Das Verschulden des 

Beschuldigten wiegt diesbezüglich innerhalb der denkbaren Tatvarianten ins-

gesamt nicht mehr leicht. Für sie erscheint eine Einsatzstrafe von sechs Monaten 

Freiheitsstrafe bzw. 180 Tagessätzen Geldstrafe als angemessen. Die vom  

Beschuldigten durch die Tradinggeschäfte begangenen Datenbeschädigungen 

hängen mit den vorgenannten Delikten eng zusammen; sie zielten letztlich auch 

auf die Privatklägerin 1. Nichtsdestotrotz wurden durch das Vorgehen des  

Beschuldigten weitere Rechtsgüter (auch) zusätzlicher Geschädigter verletzt. Ins-

besondere das Delikt zum Nachteil des Privatklägers 2, das verschuldensmässig 

keineswegs eine Bagatelle darstellt, muss daher zu einer deutlichen Straf- 

erhöhung führen. Die Straftat zum Nachteil des Privatklägers 3, welche verschul-

densmässig noch leicht wiegt, fällt nur geringfügig straferhöhend ins Gewicht. Die 

daraus resultierende Gesamteinsatzstrafe ist sodann aufgrund der (nicht ein-

schlägigen) Vorstrafen leicht zu erhöhen. Damit erweist sich die vom Vorder-

richter ausgefällte Strafe von 240 Strafeinheiten unter Berücksichtigung aller  

relevanten Umstände grundsätzlich als angemessen. Infolge der Verletzung des  

Beschleunigungsgebotes ist die Strafe indessen auf 210 Strafeinheiten zu  

reduzieren.  

4.5.2  Der Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches sieht für Strafen im Bereich von 

sechs Monaten bis zu einem Jahr als Sanktionen Geld- (Art. 34 StGB) oder Frei-

heitsstrafe (Art. 40 StGB) vor. Die Verteidigung beantragt im Rahmen ihres Even-

tualantrages die Aussprechung einer Geldstrafe (Urk. 45 S. 2 und 6). Wichtigste 

Kriterien für die Wahl der Sanktion bilden ihre Zweckmässigkeit, ihre Auswirkun-

gen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz. Mit 

der Verteidigung ist festzuhalten, dass nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit 

bei alternativ zur Verfügung stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs 

äquivalenten Sanktionen im Regelfall diejenige gewählt werden soll, die weniger 

stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift bzw. ihn am wenigsten 

hart trifft. Im Vordergrund steht daher bei Strafen von sechs Monaten bis zu  

einem Jahr die Geldstrafe als gegenüber der Freiheitsstrafe mildere Sanktion 

(BGE 134 IV 97 E. 4.2.2; 134 IV 82 E. 4.1; je mit Hinweisen). Die Geldstrafe als 

Vermögenssanktion wiegt prinzipiell weniger schwer als ein Eingriff in die persön-

liche Freiheit. Sie ist unabhängig von der Dauer der Freiheitsstrafe bzw. der Höhe 

-   16   - 

des Geldstrafenbetrages stets milder als eine freiheitsentziehende Strafe 

(BGE 134 IV 82, E. 7.2.2).  

Mit der Vorinstanz ist zu betonen, dass der Beschuldigte vor den heute zu beurtei-

lenden Taten bereits zweimal und innert kurzer Zeit wegen Strassenverkehrs- und 

Betäubungsmitteldelikten bestraft wurde. Mit Strafbefehl vom 30. März 2010  

wurde er von der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland wegen Fahrens in 

fahrunfähigem Zustand und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer 

bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 90.– sowie einer Busse von 

Fr. 1'000.– verurteilt. Nur ein knappes halbes Jahr später delinquierte er erneut 

und in einschlägiger Weise. Hierfür wurde er – unter Widerruf der vorgenannten 

bedingten Geldstrafe – am 24. November 2010 nunmehr mit einer unbedingten 

Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 90.– und einer Busse von Fr. 1'000.–  

bestraft (Urk. 24 S. 30; Urk. 43). Mithin hielt auch die unbedingt ausgesprochene 

Geldstrafe und der Widerruf der ersten, bedingten Geldstrafe den Beschuldigten 

nicht davon ab, bereits im Folgejahr mit den vorliegend zu beurteilenden Taten 

wieder zu delinquieren. Andererseits wurde der Beschuldigte seit den im Jahr 

2010 abgeschlossenen Strafverfahren bis heute nicht mehr verurteilt (Urk. 43), 

was auch die Verteidigung vorbringt (Urk. 45 S. 7). Die ihm auferlegten Bussen 

und Geldstrafen hat er offenbar beglichen (Urk. 44 S. 3), was für eine grund-

sätzliche Zahlungsbereitschaft spricht. Nach einer längeren Zeit der Arbeitslosig-

keit hat der Beschuldigte seit September 2014 eine Festanstellung in einer Immo-

bilienfirma gefunden. Dazu befragt, erklärte er allerdings, sich aufgrund der Aus-

gestaltung des Lohnes auf Provisionsbasis einen neuen Job suchen zu wollen 

(Urk. 44 S. 2). Wenngleich der (finanzielle) Erfolg seiner Erwerbstätigkeit unge-

wiss ist, scheint sich seine persönliche Situation damit stabilisiert zu haben. Somit 

ist davon auszugehen, dass eine Geldstrafe grundsätzlich vollzogen werden 

könnte. Auch aus spezialpräventiven Gründen erscheint eine – erneute – Geld-

strafe als ausreichend, nachdem der Beschuldigte vorliegend erstmals mit einer 

Geldstrafe doch erheblicher Höhe belegt wird. Unter Berücksichtigung des  

Verhältnismässigkeitsprinzips scheidet demnach die Ausfällung einer Freiheits-

strafe aus und erweist sich eine Geldstrafe als adäquate Sanktion.  

-   17   - 

4.5.3   Bei der Berechnung der Tagessatzhöhe bildet das Einkommen, das dem 

Täter durchschnittlich an einem Tag zufliesst, ganz gleich, aus welcher Quelle die 

Einkünfte stammen, den Ausgangspunkt. Denn massgebend ist die tatsächliche 

wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Was gesetzlich geschuldet ist oder dem Täter 

wirtschaftlich nicht zufliesst, ist abzuziehen, so die laufenden Steuern, die  

Beiträge an die obligatorische Kranken- und Unfallversicherung, sowie die  

notwendigen Berufsauslagen bzw. bei Selbständigerwerbenden die branchen-

üblichen Geschäftsunkosten (Botschaft 1998 S. 2019). Das Nettoprinzip verlangt, 

dass bei den ermittelten Einkünften – innerhalb der Grenzen des Rechts-

missbrauchs – nur der Überschuss der Einnahmen über die damit verbundenen 

Aufwendungen zu berücksichtigen ist (BGE 134 IV 60 E. 6.1 und 6.2.). 

4.5.4  Mit Präsidialverfügung vom 3. November 2014 wurde der Beschuldigte 

aufgefordert, dem hiesigen Gericht Unterlagen betreffend seine finanziellen Ver-

hältnisse einzureichen (Urk. 31 S. 2 und Urk. 32). Dieser Aufforderung ist der  

Beschuldigte nicht nachgekommen. Dem Betreibungsregisterauszug vom  

22. August 2012 ist zu entnehmen, dass der Beschuldigte damals Betreibungen 

offen hatte für einen Betrag von total Fr. 31'756.45 (Urk. 2.1 S. 26; Urk. 2.9.3). 

Weiter ist den Akten zu entnehmen, dass er im Jahr 2012 über ein steuerbares 

Einkommen von Fr. 45'000.– verfügte (Urk. 3.3.3 S. 4). An der Berufungsverhand-

lung zu seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen befragt, erklärte der 

Beschuldigte, sämtliche Schulden nahezu vollständig beglichen zu haben. Zur 

Einkommenssituation führte er aus, aktuell etwa Fr. 2'400.– pro Monat zu ver-

dienen. Allerdings sei er auf Stellensuche, mit dem Ziel, in absehbarer Zeit 

Fr. 5'000.– bis 6'000.– monatlich zu verdienen. Auf der Ausgabenseite hat der 

Beschuldigte momentan nur geringfügige Kosten zu tragen, lebt er doch gemäss 

eigenen Angaben bei seiner Mutter und bezahlt hierfür monatlich lediglich 

Fr. 200.– bis maximal Fr. 800.– (Urk. 44 S. 2 f.). Unter Berücksichtigung der  

gegenwärtigen finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten, der durchschnittlichen 

Lebenshaltungskosten sowie der Anzahl Tagessätze erweist sich eine Tages-

satzhöhe von Fr. 50.– angemessen.  

4.6 Die vom Vorderrichter für die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittel-

gesetzes ausgefällte Busse von Fr. 500.– ist ausgehend von einem noch leicht 

-   18   - 

wiegenden Verschulden sowie den vorgenannten finanziellen Verhältnissen an-

gemessen.  

4.7 Zusammengefasst ist der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 

210 Tagessätzen zu Fr. 50.– und einer Busse von Fr. 500.– zu bestrafen. Die er-

standene Haft von zwei Tagen ist in Anwendung von Art. 51 StGB auf die Geld-

strafe anzurechnen. Die Ersatzfreiheitsstrafe für den Fall, dass der Beschuldigte 

die Busse schuldhaft nicht bezahlen sollte, ist auf fünf Tage festzusetzen. 

5. Die auszufällende Geldstrafe von 210 Tagessätzen ist sodann zu vollziehen. 

Es kann diesbezüglich vorab auf das vorinstanzliche Urteil verwiesen werden 

(Urk. 24 S. 30; Art. 82 Abs. 4 StPO). Zusätzlich zu berücksichtigen bei der Prog-

nosebeurteilung ist das vom Beschuldigten in diesem Strafverfahren an den Tag 

gelegte offensichtliche Desinteresse. Zwar ist er an der Berufungsverhandlung  

erschienen. Der vorinstanzlichen Hauptverhandlung war er indessen auch nach 

erneuter Vorladung und trotz verhängter Ordnungsbusse zweimal unentschuldigt 

ferngeblieben (Prot. I S. 8 f. und 12; Prot. II S. 4). Ebenso unterliess er es ohne 

Rückmeldung und trotz entsprechender Aufforderung, dem Obergericht Unter-

lagen betreffend seine finanziellen Verhältnisse einzureichen (Urk. 31 S. 2;  

Urk. 44 S. 1). Diese Gleichgültigkeit weist wie die beiden Vorstrafen aus dem Jahr 

2010 darauf hin, dass der Beschuldigte sich von niederschwelligeren behördli-

chen Interventionen nicht nachhaltig beeindrucken lässt. Wie bereits vorstehend 

unter Ziffer II.4.5.2 erwogen, konnten den Beschuldigten weder eine bedingt aus-

gesprochene noch eine kurz danach unbedingt ausgesprochene Geldstrafe sowie 

der Widerruf der ersten Strafe davon abhalten, bereits im Folgejahr erneut zu  

delinquieren. Damit kann dem Beschuldigten – entgegen der Darstellung der Ver-

teidigung (Urk. 45 S. 7) – keine günstige Prognose mehr gestellt werden. Ange-

sicht der aus diesen Umständen abzuleitenden Haltung des Beschuldigten kann 

nicht davon ausgegangen werden, dass er sich durch eine nun neuerlich nur  

bedingt ausgefällte Geldstrafe genügend beeindruckt sehen und von der weiteren 

Begehung von Vergehen oder Verbrechen abgehalten würde. 

6.1 Die Vorinstanz hat sich zu den theoretischen Voraussetzungen für die  

Zusprechung von Schadenersatz im Strafprozess zutreffend geäussert und ist  

 

-   19   - 

sodann richtig zum Schluss gekommen, dass der Beschuldigte den Privatklägern 

für den Schaden haftet, der von ihm durch die Straftaten, für welche er verurteilt 

wird, verursacht worden ist (Urk. 24 S. 30ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

6.2.1  Die Privatklägerin 1 beziffert ihre Schadenersatzforderung auf Fr. 12'833.80 

nebst Zins zu 5% seit 13. März 2013 (Urk. 8 S. 1) und begründet sie mit der  

Honorarnote ihres Rechtsvertreters für die juristische Beratung im Zeitraum vom 

Sommer 2011 bis Frühling 2012 (Urk. 8 S. 2f.). Weitergehende Ausführungen und 

Belege für die geltend gemachte Forderung finden sich in den Akten nicht. Ent-

gegen der Auffassung der Vorinstanz ist die Schadenersatzforderung der Privat-

klägerin 1 damit nicht ausreichend begründet. Sie ist daher – in Übereinstimmung 

mit dem Antrag der Verteidigung (Urk. 45 S. 7f.) – auf den Weg des Zivil-

prozesses zu verweisen.  

6.2.2  Vor Vorinstanz hat die Privatklägerin 1 zusätzlich den Antrag gestellt, ein 

allfälliges Urteil des Bezirksgerichts betreffend den Verstoss gegen das UWG sei 

in Anwendung von Art. 9 Abs. 2 UWG zu veröffentlichen bzw. es sei ihr zu erlau-

ben, das Urteil der Öffentlichkeit bekannt zu machen (Urk. 8 S. 1, 3). Die Vor-

instanz hat sich zu diesem Teil der Zivilforderung der Privatklägerin 1 nicht  

geäussert. Mangels einer Anschlussberufung der Privatklägerin 1 hat es dabei 

sein Bewenden (Art. 404 StPO).  

6.3 Der Privatkläger 2 beziffert seinen Schaden auf Fr. 12'500.– nebst Zins zu 

5% seit 17. Juli 2011 (Urk. 8 S. 1). Dieser ergebe sich "ohne weiteres aus den  

Akten" und entspreche dem Verlust der Vermögenswerte auf dem angegriffenen 

Bankkonto (Urk. 8 S. 4). Bei den Akten finden sich diesbezüglich das als Beilage 

zur Strafanzeige eingereichte "Daily Statement" (Urk. 1.2.1/15) und der polizeili-

che Ermittlungsbericht (Urk. 2/1 S. 5 mit weiteren Verweisen). Die entsprechen-

den Dokumente genügen, um die Schadenersatzforderung zu substantiieren, 

weisen allerdings lediglich einen Schaden in der Höhe von Fr. 8'836.15 aus. Ent-

sprechend ist der Beschuldigte nur im Betrag von Fr. 8'836.15 zuzüglich Zins ab 

17. Juli 2011 zur Zahlung von Schadenersatz an den Privatkläger 2 zu ver-

pflichten. Im Mehrbetrag ist die Zivilforderung abzuweisen.  

-   20   - 

6.4 Der Privatkläger 3 beziffert seinen Schaden auf Fr. 750.– nebst Zins zu  

5% seit 17. Juli 2011 (Urk. 8 S. 1). Dieser ergebe sich "ohne weiteres aus den  

Akten" und entspreche dem Verlust der Vermögenswerte auf dem angegriffenen 

Bankkonto (Urk. 8 S. 4). Bei den Akten finden sich diesbezüglich das als Beilage 

zur Strafanzeige eingereichte "Daily Statement" (Urk. 1.2.1/16) und der polizeili-

che Ermittlungsbericht (Urk. 2/1 S. 5 mit weiteren Verweisen). Die entsprechen-

den Dokumente genügen, um die Schadenersatzforderung zu substantiieren, 

weisen allerdings lediglich einen Schaden in der Höhe von Fr. 586.40 aus. Ent-

sprechend ist der Beschuldigte nur im Betrag von Fr. 586.40 zuzüglich Zins ab  

17. Juli 2011 zur Zahlung von Schadenersatz an den Privatkläger 3 zu ver-

pflichten. Im Mehrbetrag ist die Schadenersatzforderung abzuweisen. 

III. 

1.1 Die Verteidigung beantragt, auch für den Fall eines Schuldspruchs sowohl 

die Kosten des erstinstanzlichen als auch des zweitinstanzlichen Verfahrens,  

zumindest aber die Kosten der amtlichen Verteidigung definitiv auf die Gerichts-

kasse zu nehmen. Zur Begründung bringt sie vor, dass der Beschuldigte nicht 

über genügend finanzielle Ressourcen verfüge und eine Kostenauflage an den 

Beschuldigten seine Resozialisierung gefährden oder gar verunmöglichen könnte 

(Urk. 45 S. 1 f.; Prot. II S. 8 f.). 

1.2 Gemäss Art. 425 StPO können Forderungen aus Verfahrenskosten von der 

Strafbehörde gestundet oder unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Ver-

hältnisse der kostenpflichtigen Person herabgesetzt oder erlassen werden. In 

Kommentatorenkreisen ist man sich unter Hinweis auf die Materialien zwar mehr-

heitlich einig, dass diese Bestimmung – die begrifflich an sich eine rechtskräftige 

Kostenauflage voraussetzt – auch Grundlage für die Festsetzung und Auflage der 

Gebühren und Kosten bilden soll (Schmid, Praxiskommentar, 2. Auflage, N 3f. zu 

Art. 425; Griesser, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, StPO Komm., 2. Auflage, N 2 

zu Art. 425; BSK StPO-Domeisen, 3. Auflage, N 3 zu Art. 425). Keinesfalls ver-

langt aber Art. 425 StPO, dass – gleichsam zwingend – schon im Urteil darüber 

befunden wird, ob der minderbemittelte Betroffene von der Kostentragungspflicht  

 

-   21   - 

(allenfalls auch nur teilweise) zu befreien ist. Vielmehr ermöglicht es die genannte 

Bestimmung – bzw. legt es deren Wortlaut gar nahe – dass den Verhältnissen 

des Betroffenen erst im Zeitpunkt des Kostenbezugs Rechnung getragen werden 

kann. Ein solches Vorgehen war auch bereits unter dem bis Ende 2010 in Kraft 

gestandenen § 190a StPO/ZH zulässig, obwohl jene Bestimmung noch ausdrück-

lich festgelegt hatte, dass bereits bei der Bemessung und der Auflage der Kosten 

die Verhältnisse des Betroffenen zu berücksichtigen waren (Bundesgerichtsent-

scheide 6B_417/2007 vom 7. Dezember 2007 E. 2.4.4. samt Verweisen und 

1P.411/2002 vom 6. November 2002 E. 5.4.; Donatsch/Schmid, Kommentar zur 

Strafprozessordnung des Kantons Zürich, Zürich 1996 ff., N 9 zu § 190a StPO, 

Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 4. Auflage, N 1215 und Rechenschaftsbericht 

des Kassationsgerichtes 1987, S. 337 Nr. 70). Zu bedenken ist in diesem  

Zusammenhang nämlich, dass die definitive Abschreibung von Gerichtskosten  

eine weitreichende Wirkung aufweist und einem Erlass gleichkommt. Sie können 

daher selbst dann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn der Schuldner in der 

Folgezeit in günstige finanzielle Verhältnisse kommt. Diese Art der Abschreibung 

sollte daher nur in ausgesprochenen Ausnahmefällen gewährt werden (vgl. zum 

alten Recht ZR 103 Nr. 46). 

1.3 Der Beschuldigte bringt zwar vor, er verdiene momentan Fr. 2'400.–, wovon 

er natürlich nicht leben könne. Andererseits erklärte er, auf der Suche nach einem 

anderen Job zu sein und mit einem Einkommen von rund Fr. 5'000.– bis 

Fr. 6'000.– zu rechnen (Prot. II S. 2). Bei dieser Ausgangslage besteht überhaupt 

keine Veranlassung, den Beschuldigten von der Kostentragung zu befreien. Er 

verfügt über eine Anstellung, hat eine Ausbildung als Logistikassistent und ist erst 

27 Jahre alt (Urk. 3.3.4 S. 10; Urk. 24 S. 28). Damit ist zu erwarten, dass der  

Beschuldigte durch eigenen Arbeitserwerb in günstige(re) finanzielle Verhältnisse 

kommen wird. Ebenso ist nicht ausgeschlossen, dass der Beschuldigte in den 

Genuss eines Vermögensanfall sonstiger Art, beispielsweise aus ehe- oder erb-

rechtlichen Ansprüchen kommen könnte. Es kann daher nicht gesagt werden, es 

sei ausgeschlossen, dass er in absehbarer Zeit in eine günstigere wirtschaftliche 

Situation kommen wird. Den Beschuldigten im jetzigen Zeitpunkt von der  

– ganzen oder teilweisen – Tragung der Untersuchungs- und Verfahrenskosten 

definitiv zu entbinden, wäre daher nicht gerechtfertigt. 

-   22   - 

2.1. Die Berufung des Beschuldigten führt zu einem für ihn bezüglich des Straf-

masses, der Strafart, der Zivilforderungen und den Kostenfolgen (vgl. Erw. III 2.2) 

teilweise günstigeren Entscheid. Ansonsten wird der erstinstanzliche Entscheid 

bestätigt. 

2.2. Diesem Ausgang des Verfahrens entsprechend, ist die Kostenauflage  

gemäss erstinstanzlichem Entscheid mit der Korrektur zu bestätigen, dass die 

Kosten der amtlichen Verteidigung zu 3/4 einstweilen und zu 1/4 definitiv auf die 

Gerichtskasse zu nehmen sind (Art. 426 Abs. 1 StPO). Die Rückzahlungspflicht 

des Beschuldigten bleibt im Umfang von 3/4 vorbehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen 

Verteidigung, sind dem Beschuldigten zu 3/5 aufzuerlegen und zu 2/5 auf die  

Gerichtskasse zu nehmen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung des Beschuldigten im Berufungsverfahren in der Höhe von Fr. 4'562.75, 

sind zu 3/5 einstweilen und zu 2/5 definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen 

(Art. 426 Abs. 1 StPO). Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt im  

Umfang von 3/5 vorbehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO).  

2.3 Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– anzu-

setzen. 

3. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend, hat der Beschuldigte die  

Privatkläger sodann antragsgemäss für deren Aufwendungen im Zusammenhang 

mit der Erstattung der Strafanzeige und dem Vorverfahren zu entschädigen 

(Urk. 8 S. 4 mit Hinweis auf Urk. 9/1; Art. 434 Abs. 2 StPO). Das erstinstanzliche 

Urteil (Dispositiv-Ziffer 11) ist insoweit zu bestätigen. Mangels erheblicher Auf-

wendungen ist für das Berufungsverfahren keine zusätzliche Entschädigung aus-

zurichten. Eine solche wurde im Übrigen auch nicht beantragt (Art. 433 Abs. 2 

StPO).  

 

 

-   23   - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, Einzel-

gericht, vom 19. November 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

Es wird erkannt: 

1. […] 

2. Vom Vorwurf des mehrfachen unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungs-

system im Sinne von Art. 143bis aStGB wird der Beschuldigte freigesprochen. 

3. Bezüglich der angeklagten Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes vor dem 

19. November 2010 wird auf die Anklage nicht eingetreten. 

4. […] 

5. […] 

6. […] 

7. […] 

8. […] 

9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 2'400.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'320.00   Kosten Kantonspolizei 

Fr. 2'000.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 440.00   Auslagen Untersuchung  

Fr. 9'556.50   amtliche Verteidigung 

10. […]  

11. […] 

12. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 25. Februar 

2013 beschlagnahmten Gegenstände Lager Nr. … (Betäubungsmittel inkl. Hanfmüh-

le) werden eingezogen und vernichtet. 

13. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 25. Februar 

2013 beschlagnahmten Gegenstände Mobiltelefon Samsung, SGH-i900 Omnia, IMEI 

NR. …, inkl. Ladekabel, und  Festplatte Western Digital 500 GB, Typ …, werden dem 

Beschuldigten auf erstes Verlangen heraus-gegeben. Die Lagerstelle ist berechtigt, 

-   24   - 

die Gegenstände zu vernichten, wenn die Herausgabe nicht innert dreier Monate 

nach Eintritt der Rechtskraft dieses Ent-scheides verlangt wird. 

14. (Mitteilungen) 

15. (Rechtsmittelbelehrung) 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig  

- der mehrfachen Datenbeschädigung im Sinne von Art. 144bis StGB 

- der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über den un-

lauteren Wettbewerb im Sinne von Art. 23 Abs. 1 UWG in Verbindung 

mit Art. 3 lit. a UWG  

- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne 

von Art. 19a Ziff. 1 BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 210 Tagessätzen Geldstrafe zu 

CHF 50.00, wovon 2 Tage als durch Polizeiverhaft geleistet gelten, und mit 

einer Busse von CHF 500.00. 

3. Die Geldstrafe wird vollzogen.  

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

5. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin D._____ GmbH wird auf den 

Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____  

Schadenersatz von CHF 8'836.15 zuzüglich 5 % Zins ab 17. Juli 2011 zu 

bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren abgewiesen. 

-   25   - 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____  

Schadenersatz von CHF 586.40 zuzüglich 5 % Zins ab 17. Juli 2011 zu  

bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren abgewiesen. 

8. Die Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, 

mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschul-

digten zu 3/4 auferlegt und zu 1/4 auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Kosten der amtlichen Verteidigung im Vorverfahren und im erstinstanzlichen 

Gerichtsverfahren werden zu 3/4 einstweilen und zu 1/4 definitiv auf die  

Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt 

im Umfang von 3/4 gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

9. Das erstinstanzliche Entschädigungsdispositiv (Dispositiv-Ziffer 11) wird  

bestätigt.  

10. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'562.75   amtliche Verteidigung 

11. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 3/5 auferlegt und zu 2/5 

auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

werden im Umfang von 3/5 einstweilen und im Umfang von 2/5 definitiv auf 

die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten 

bleibt im Umfang von 3/5 gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

12. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

- die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  
- Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ vierfach für sich und zuhanden  

der Privatklägerschaft 1-3 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

- die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

-   26   - 

- Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ vierfach für sich und zuhanden  
der Privatklägerschaft 1-3 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

- die Vorinstanz 

- die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  
- die Zentrale Inkassostelle der Gerichte, Obergericht des Kantons  

Zürich, mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung 
des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und  
Löschungsdaten 

13. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 

Zürich, 19. März 2015 
 
 

Der Präsident: 
 
 

lic. iur. M. Langmeier 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 

lic. iur. S. Bussmann 
 

 

	Urteil vom 19. März 2015
	1. Der Beschuldigte ist schuldig  - der mehrfachen Datenbeschädigung im Sinne von Art. 144bis StGB, - der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über den  unlauteren Wettbewerb im Sinne von Art. 23 Abs. 1 aUWG in Ver-  bindung mit Art. 3 lit....
	2. Vom Vorwurf des mehrfachen unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem im Sinne von Art. 143bis aStGB wird der Beschuldigte freigesprochen.
	3. Bezüglich der angeklagten Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes vor dem 19. November 2010 wird auf die Anklage nicht eingetreten.
	4. Der Beschuldigte wird bestraft mit acht Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 2 Tage durch Haft erstanden sind, und mit einer Busse von  Fr. 500.–.
	5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____  Schadenersatz von Fr. 750.– zuzüglich 5 % Zins ab 17. Juli 2011  zu be-zahlen.
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____  Schadenersatz von Fr. 12'500.– zuzüglich 5 % Zins ab 17. Juli 2011  zu  bezahlen.
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin D._____ GmbH  Schadenersatz von Fr. 12'833.80 zuzüglich 5 % Zins ab 13. März 2013 zu bezahlen.
	9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	10. Die Kosten, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden zu  drei Vierteln dem Beschuldigten auferlegt. Im übrigen Umfang werden die Kosten auf die Gerichtskasse genommen.
	11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft für das gesamte Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 9'600.– zu bezahlen.
	12. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom  25. Februar 2013 beschlagnahmten Gegenstände Lager Nr. … (Betäubungsmittel inkl. Hanfmühle) werden eingezogen und vernichtet.
	13. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom  25. Februar 2013 beschlagnahmten Gegenstände Mobiltelefon Samsung, SGH-i900 Omnia, IMEI NR. …, inkl. Ladekabel, und  Festplatte Western Digital 500 GB, Typ …, werden dem Beschuldig...
	14. (Mitteilungen)
	15. (Rechtsmittelbelehrung)
	1. Auf die eingeklagte mehrfache Datenbeschädigung im Sinne von Art. 144bis StGB sei zufolge Verletzung des Anklageprinzips nicht einzutreten.
	2. Ansonsten sei der Beschuldigte vollumfänglich freizusprechen.
	3. Auf die Schadenersatzforderungen der nachfolgenden Geschädigten  gemäss Eingabe vom 12. September 2013 durch RA Y._____ bzw. auf die  geltend gemachte Parteientschädigung im aufgeführten Betrag sei zufolge Freispruchs nicht einzutreten (act. 8):
	Erwägungen:
	I.
	II.
	4.1  Bei der Strafzumessung ist die Vorinstanz korrekt von einem relevanten Strafrahmen von einem Tagessatz Geldstrafe bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe verbunden mit einer Busse bis Fr. 10'000.– ausgegangen (Urk. 24 S. 23-25).  Weiter hat sie die Gr...
	4.5.2  Der Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches sieht für Strafen im Bereich von sechs Monaten bis zu einem Jahr als Sanktionen Geld- (Art. 34 StGB) oder Freiheitsstrafe (Art. 40 StGB) vor. Die Verteidigung beantragt im Rahmen ihres Eventualantrages ...
	Mit der Vorinstanz ist zu betonen, dass der Beschuldigte vor den heute zu beurteilenden Taten bereits zweimal und innert kurzer Zeit wegen Strassenverkehrs- und Betäubungsmitteldelikten bestraft wurde. Mit Strafbefehl vom 30. März 2010  wurde er von d...
	4.5.3   Bei der Berechnung der Tagessatzhöhe bildet das Einkommen, das dem Täter durchschnittlich an einem Tag zufliesst, ganz gleich, aus welcher Quelle die Einkünfte stammen, den Ausgangspunkt. Denn massgebend ist die tatsächliche wirtschaftliche Le...
	4.5.4  Mit Präsidialverfügung vom 3. November 2014 wurde der Beschuldigte aufgefordert, dem hiesigen Gericht Unterlagen betreffend seine finanziellen Verhältnisse einzureichen (Urk. 31 S. 2 und Urk. 32). Dieser Aufforderung ist der  Beschuldigte nicht...

	III.
	1.1 Die Verteidigung beantragt, auch für den Fall eines Schuldspruchs sowohl die Kosten des erstinstanzlichen als auch des zweitinstanzlichen Verfahrens,  zumindest aber die Kosten der amtlichen Verteidigung definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. ...
	2.2. Diesem Ausgang des Verfahrens entsprechend, ist die Kostenauflage  gemäss erstinstanzlichem Entscheid mit der Korrektur zu bestätigen, dass die Kosten der amtlichen Verteidigung zu 3/4 einstweilen und zu 1/4 definitiv auf die Gerichtskasse zu neh...
	2.3 Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– anzu-setzen.
	3. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend, hat der Beschuldigte die  Privatkläger sodann antragsgemäss für deren Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstattung der Strafanzeige und dem Vorverfahren zu entschädigen (Urk. 8 S. 4 mit Hinweis auf Urk. 9...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, Einzel-gericht, vom 19. November 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	Es wird erkannt:
	1. […]
	2. Vom Vorwurf des mehrfachen unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungs-system im Sinne von Art. 143bis aStGB wird der Beschuldigte freigesprochen.
	3. Bezüglich der angeklagten Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes vor dem 19. November 2010 wird auf die Anklage nicht eingetreten.
	4. […]
	5. […]
	6. […]
	7. […]
	8. […]
	9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	10. […]
	11. […]
	12. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 25. Februar 2013 beschlagnahmten Gegenstände Lager Nr. … (Betäubungsmittel inkl. Hanfmühle) werden eingezogen und vernichtet.
	13. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 25. Februar 2013 beschlagnahmten Gegenstände Mobiltelefon Samsung, SGH-i900 Omnia, IMEI NR. …, inkl. Ladekabel, und  Festplatte Western Digital 500 GB, Typ …, werden dem Beschuldigt...
	14. (Mitteilungen)
	15. (Rechtsmittelbelehrung)
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 210 Tagessätzen Geldstrafe zu CHF 50.00, wovon 2 Tage als durch Polizeiverhaft geleistet gelten, und mit einer Busse von CHF 500.00.
	3. Die Geldstrafe wird vollzogen.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	5. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin D._____ GmbH wird auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____  Schadenersatz von CHF 8'836.15 zuzüglich 5 % Zins ab 17. Juli 2011 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren abgewiesen.
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____  Schadenersatz von CHF 586.40 zuzüglich 5 % Zins ab 17. Juli 2011 zu  bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren abgewiesen.
	8. Die Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 3/4 auferlegt und zu 1/4 auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigun...
	9. Das erstinstanzliche Entschädigungsdispositiv (Dispositiv-Ziffer 11) wird  bestätigt.
	10. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	11. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 3/5 auferlegt und zu 2/5 auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden im Umfang von 3/5 einstweilen...
	12. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	- die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	- Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ vierfach für sich und zuhanden  der Privatklägerschaft 1-3
	- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	- die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	- Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ vierfach für sich und zuhanden  der Privatklägerschaft 1-3
	- die Vorinstanz
	- die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	- die Zentrale Inkassostelle der Gerichte, Obergericht des Kantons  Zürich, mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und  Löschungsdaten

	13. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.