# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ec01c25f-9c7a-5e97-a115-ffdc9d530544
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-30
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 30.05.2018 III 2018 64
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-64_2018-05-30.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 64

Entscheid vom 30. Mai 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer, 

gegen

1. Jugendanwaltschaft des Kantons Schwyz, 
Archivgasse 1, Postfach 1201, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

2. C.________,
Beigeladene,

Gegenstand Elternbeitrag an die Massnahmevollzugskosten

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Sachverhalt:

A. Mit Verfügung D.________ vom 10. April 2017 ordnete die B.________ die 
vorsorgliche Unterbringung von E.________ (geb. 2000) ab dem 10. April 2017 
in der Familienplatzierungsorganisation F.________ an. Die Eltern wurden ver-
pflichtet, sich an den Kosten dieser vorsorglichen Schutzmassnahmen gemäss 
Art. 45 Abs. 5 der Schweizerischen Jugendstrafprozessordnung (SR 312.1; 
JStPO) vom 20. März 2009 zu beteiligen, es sei denn, innert 10 Tagen werde 
eine Bescheinigung betreffend Fürsorgeabhängigkeit eingereicht; andernfalls 
werde der Elternbeitrag durch die Jugendanwaltschaft berechnet (vgl. Vi-act. 
1.01 Disp.Ziff. 1 und 2).

Mit Verfügung D.________ vom 19. Juni 2017 legte die Jugendanwaltschaft fest, 
dass E.________ ab dem 19. Juni 2017 vorsorglich im Jugendheim G.________ 
untergebracht werde. Zudem wurde vorsorglich eine ambulante Behandlung an-
geordnet (vgl. Vi-act. 1.02 Disp.Ziff. 1 und 2). Am 9. April 2018 verfügte die Ju-
gendanwaltschaft, die vorsorgliche Unterbringung werde fortgesetzt (vgl. Vi-act. 
1.03 Disp.Ziff. 1).

B. Mit Verfügung H.________ (Beitragsfestsetzung) vom 24. Mai 2017 ver-
pflichtete die Jugendanwaltschaft A.________, als gesetzlichen Vertreter von 
E.________, rückwirkend ab 10. April 2017 an die Kosten für dessen vorsorgli-
che Unterbringung einen monatlichen Elternbeitrag von Fr. 505.-- zu bezahlen 
(Vi-act. 5.09). 

Mit Verfügung H.________ (jährliche Überprüfung des Beitrags der Eltern an die 
Massnahmevollzugskosten) vom 9. April 2018 verpflichtete die Jugendanwalt-
schaft A.________, als gesetzlichen Vertreter von E.________, an die Kosten für 
dessen vorsorgliche Unterbringung ab Mai 2018 einen monatlichen Elternbeitrag 
von Fr. 934.-- zu bezahlen (Vi-act. 5.14).

C. Gegen diese Verfügung vom 9. April 2018 erhebt A.________ am 11. April 
2018 fristgerecht eine mit Einsprache bezeichnete Beschwerde beim Verwal-
tungsgericht mit dem sinngemässen Antrag, es sei einerseits bei der Festlegung 
des von ihm zu leistenden Elternbeitrages auf das aktuelle (tiefere) Einkommen 
gemäss der im letzten Jahr im Kanton Schwyz eingereichten Steuererklärung 
(2016) abzustellen. Andererseits sei ebenso die Einkommens-/Vemögenssitua-
tion von C.________, welche auch das Sorgerecht besitze, zu überprüfen, um 
die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass auch sie für die Tilgung eines Teiles 
der Massnahmevollzugskosten aufkomme.

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D. Die Jugendanwaltschaft beantragte mit Vernehmlassung vom 20. April 
2018, die Beschwerde sei abzuweisen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Gemäss § 60 des Justizgesetzes (SRSZ 231.110; JG) vom 18. November 
2009 ist die Jugendanwaltschaft im Rahmen des Bundesrechts für den ganzen 
Kanton zuständig. Bei Jugendlichen ist der Jugendanwalt für den Vollzug von 
Strafen und Massnahmen zuständig (§ 114 Abs. 5 JG; Art. 42 Abs. 1 JStPO). 

Als Vollzugskosten gelten laut Art. 45 JStPO die Kosten des Vollzugs von 
Schutzmassnahmen und Strafen sowie die Kosten einer im Laufe des Verfahrens 
angeordneten Beobachtung oder vorsorglichen Unterbringung (Abs. 1). Der Kan-
ton, in dem die oder der Jugendliche bei Eröffnung des Verfahrens den Wohnsitz 
hatte, trägt sämtliche Vollzugskosten mit Ausnahme der Kosten des Strafvollzugs 
(Abs. 2). Der Urteilskanton trägt sämtliche Vollzugskosten für Jugendliche, die in 
der Schweiz keinen Wohnsitz haben (Abs. 3 lit. a) sowie die Kosten des Straf-
vollzugs (Abs. 3 lit. b). Die Eltern beteiligen sich im Rahmen ihrer zivilrechtlichen 
Unterhaltspflicht an den Kosten der Schutzmassnahmen und der Beobachtung 
(Abs. 5). Verfügt die oder der Jugendliche über ein regelmässiges Erwerbsein-
kommen oder über Vermögen, so kann sie oder er zu einem angemessenen Bei-
trag an die Vollzugskosten verpflichtet werden (Abs. 6).

1.2 In den Richtlinien über Bemessung, Auflage und Bezug der Beiträge an die 
Massnahmevollzugskosten der Jugendanwaltschaft Schwyz vom 1. Mai 2012 
(nachfolgend: Richtlinien) wird die Zuständigkeit der Jugendanwaltschaft für die 
Berechnung der Kostenbeteiligung festgelegt (§ 5 Abs. 2). Die Berechnungsmo-
dalitäten werden detailliert in § 9 der Richtlinien geregelt. Laut § 19 Abs. 1 der 
Richtlinien wird der Beitrag der Eltern an die Massnahmevollzugskosten so bald 
als möglich seit Entstehen der Beitragspflicht auf Grund der aktuellen amtlichen 
Steuerzahlen festgesetzt. Gemäss § 20 der Richtlinien wird die Beitragspflicht 
bzw. der Beitrag jährlich überprüft und angepasst (Abs. 1). Alle erheblichen Ver-
änderungen der finanziellen Verhältnisse sind der Jugendanwaltschaft mitzutei-
len. Änderungen, die eine Anpassung des Beitrags um mindestens CHF 100.-- 
pro Monat bewirken, werden vom Folgemonat der Mitteilung an berücksichtigt 
(Abs. 2). Bei Erreichen der Mündigkeit des Jugendlichen und beim Abschluss  
einer Erstausbildung findet eine Neuprüfung der Beitragspflicht bzw. des Beitrags 
statt (Abs. 3). Die Festsetzung des Beitrags kann laut § 21 der Richtlinien nach 
§ 120 Abs. 1 JG innert 20 Tagen beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz 
angefochten werden.

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2.1 Die Jugendanwaltschaft ersuchte am 12. Mai 2017 das Steueramt 
I.________ um Steuerauskunft bezüglich der unterhaltspflichtigen Eltern von 
E.________ (Vi-act. 5.02). Am 17. Mai 2017 teilte das Steueramt I.________ mit, 
die provisorische Steuertaxation 2016 des Beschwerdeführers (und seiner Ehe-
gattin, J.________) weise ein steuerbares Einkommen von Fr. 97‘000.-- und ein 
steuerbares Vermögen von Fr. 0.-- aus (Vi-act. 5.02). In der Folge berechnete die 
Jugendanwaltschaft am 18. Mai 2017 auf der Basis dieses steuerbaren Einkom-
mens die Kostenbeteiligung des Beschwerdeführers entsprechend den Richtlini-
en über Bemessung, Auflage und Bezug der Beiträge an die Massnahmevoll-
zugskosten vom 1. Mai 2012, was einen ordentlichen, monatlichen Betrag von 
Fr. 505.-- ergab (Vi-act. 5.04).

Mit Verfügung H.________ vom 18. Mai 2017 verpflichtete die Jugendanwalt-
schaft den Beschwerdeführer (und seine Ehegattin J.________) als gesetzliche 
Vertreter von E.________, an die Kosten für dessen vorsorgliche Unterbringung 
einen monatlichen Elternbeitrag von Fr. 505.-- zu bezahlen, rückwirkend ab 10. 
April 2017. Vorbehalten wurde die Anpassung des Beitrages bei Vorliegen der 
definitiven Steuerzahlen. U.a. bei erheblichen Veränderungen der finanziellen 
Verhältnisse habe sich der Beitragspflichtige sofort mit der Jugendanwaltschaft 
zwecks Überprüfung der Beitragspflicht in Verbindung zu setzen (vgl. Vi-act. 
5.08, insb. Disp.Ziff. 1 bis 4 und 6). Dieser Verfügung wurden Informationsblätter 
bezüglich Kostenbeteiligung der Eltern bei von der Jugendanwaltschaft angeord-
neten Schutzmassnahmen und Unterbringung sowie deren Berechnung beige-
legt (Vi-act. 5.05 ff.). 

Mit Verfügung H.________ (Beitragsfestsetzung) vom 24. Mai 2017 ersetzte die 
Jugendanwaltschaft die erste Verfügung vom 18. Mai 2017, und verpflichtete den 
Beschwerdeführer (ohne seine Ehegattin, J.________) als gesetzlichen Vertreter 
von E.________, an die Kosten für dessen vorsorgliche Unterbringung einen 
monatlichen Elternbeitrag von Fr. 505.-- zu bezahlen, rückwirkend ab 10. April 
2017 (Vi-act. 5.08). Weiterhin wurde die Anpassung des Beitrages bei Vorliegen 
der definitiven Steuerzahlen vorbehalten und der Beitragspflichtige aufgefordert 
sich u.a. bei erheblichen Veränderungen der finanziellen Verhältnisse sofort mit 
der Jugendanwaltschaft zwecks Überprüfung der Beitragspflicht in Verbindung zu 
setzen (Vi-act. 5.09 insb. Disp.Ziff. 1 bis 4 und 6). 

2.2 Offenbar per Anfang März 2018 verlegte der Beschwerdeführer seinen 
Wohnsitz von I.________ in die ausserkantonale Gemeinde K.________ (vgl. 
dazu Vi-act. 4.22), wo er bereits vor dem 1. Juni 2016 Wohnsitz gehabt hatte 
(vgl. dazu Vi-act. 2.04). Am 27. März 2018 ersuchte die Jugendanwaltschaft das 
Steueramt K.________ um Steuerauskunft bezüglich der unterhaltspflichtigen El-

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tern von E.________ (Vi-act. 5.10). Am 5. April 2018 teilte das Steueramt 
K.________ mit, dass die definitive Steuertaxation 2015 des Beschwerdeführers 
(und seiner Ehegattin, J.________) ein steuerbares Einkommen von 
Fr. 141‘700.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 0.-- ausweise (Vi-act. 5.12). 
In der Folge berechnete die Jugendanwaltschaft am 9. April 2018 auf der Basis 
des steuerbaren Einkommens 2015 die Kostenbeteiligung des Beschwerdefüh-
rers entsprechend den Richtlinien über Bemessung, Auflage und Bezug der Bei-
träge an die Massnahmevollzugskosten vom 1. Mai 2012 neu, was einen ordent-
lichen, monatlichen Betrag von Fr. 934.-- ergab (Vi-act. 5.13).

Mit Verfügung H.________ (jährliche Überprüfung des Beitrags der Eltern an die 
Massnahmevollzugskosten) vom 9. April 2018 verpflichtete die Jugendanwalt-
schaft den Beschwerdeführer als gesetzlichen Vertreter von E.________ darauf 
hin, ab Mai 2018 an die Kosten für dessen vorsorglichen Unterbringung einen 
monatlichen Elternbeitrag von Fr. 934.-- zu bezahlen. Der Beitragspflichtige wur-
de aufgefordert, sich u.a. bei erheblichen Veränderungen der finanziellen Ver-
hältnisse sofort mit der Jugendanwaltschaft zwecks Überprüfung der Beitrags-
pflicht in Verbindung zu setzen (Vi-act. 5.14, insb. Disp.Ziff. 1 und 6).

3.1 Während die Jugendanwaltschaft in der ursprünglichen Beitragsverfügung 
vom 24. Mai 2017 auf die provisorische Steuertaxation 2016 abstellte, hat sie elf 
Monate später, in der angefochtenen Beitragsverfügung vom 9. April 2018 auf 
die definitive Steuertaxation 2015 und somit auf weiter zurückliegende (Einkom-
mens-)Verhältnisse abgestellt. 

Dass der Jugendanwaltschaft am 5. April 2018 amtliche Steuerzahlen einer 
früheren (als der ihr vorbekannten) Steuerperiode 2016 zugestellt worden sind, 
beruht auf dem Umstand, dass der Beschwerdeführer Anfang März 2018 seinen 
Wohnsitz nach K.________ verlegt hat, wo er bereits früher Wohnsitz gehabt 
hatte (und steuerpflichtig gewesen war), bevor er am 1. Juni 2016 nach 
I.________ gezogen ist. Die vom damals zuständigen Steueramt K.________ 
zwischenzeitlich definitiv veranlagten Steuern 2015 waren nachvollziehbarerwei-
se die aktuellsten, amtlichen Steuerzahlen, welche dem Steueramt K.________ 
bekannt waren. Gleichwohl handelt es sich um weniger aktuelle amtliche Steuer-
zahlen als die vom Steueramt I.________ am 17. Mai 2017 mitgeteilten, proviso-
risch veranlagten Steuern 2016.

Hätte der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in I.________ beibehalten oder 
diesen per Anfang März 2018 an einen andern Ort (innerhalb der Schweiz) ver-
legt, hätte eine gleichlautende Anfrage der Jugendanwaltschaft Ende März 2018 
beim entsprechend zuständigen Steueramt demgegenüber zum Ergebnis ge-
führt, dass weiterhin auf die (aktuelle) provisorische Steuertaxation 2016 des 

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Steueramtes I.________ abgestellt worden wäre, sofern diese nicht zwischen-
zeitlich definitiv veranlagt worden ist − wobei allfällige Anpassungen bei Vorlie-
gen der definitiven Steuerzahlen bereits in der Verfügung H.________ (Beitrags-
festsetzung) vom 24. Mai 2017 explizit vorbehalten worden sind (vgl. Vi-act. 5.09 
insb. Disp.Ziff. 4). Sobald eine aktuellere Steuertaxation vorliegt, versteht sich 
von selbst, dass auf die neuen Zahlen abzustellen ist. 

3.2 Der singuläre Umstand, dass der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in ei-
ne ausserkantonale Gemeinde verlegte, wo er bereits zu einem früheren Zeit-
punkt Wohnsitz gehabt hatte, hatte zur Folge, dass der Jugendanwaltschaft eine 
ältere Steuertaxation (2015) zur Kenntnis gebracht wurde, als die ihr bereits be-
kannte (2016). Dies wiederum nahm die Jugendanwaltschaft zum Anlass, den 
Beitrag des Beschwerdeführers an die Kosten der vorsorglichen Unterbringung 
seines Sohnes ab Mai 2018 auf der Basis dieser älteren Steuertaxation festzule-
gen, als in der vorangehenden Verfügung.

Es vermag indessen nicht einzuleuchten, dass amtliche Steuerzahlen einer frü-
heren Steuerperiode geeignet sein könnten, amtliche Steuerzahlen einer neue-
ren Steuerperiode als Basis einer aktuellen Beitragsverfügung abzulösen. Ein 
solches Vorgehen steht in klarem Widerspruch zur Intention von § 19 Abs. 1 
Satz 2 der Richtlinien, wonach die Beitragspflicht auf Grund der aktuellen amtli-
chen Steuerzahlen festzusetzen ist. Die Absicht, dass die Elternbeiträge auf-
grund gegenwärtiger Verhältnisse erhoben werden sollen, wird sodann in § 20 
Abs. 2 der Richtlinien verdeutlicht, wonach alle erheblichen Veränderungen der 
finanziellen Verhältnisse der Jugendanwaltschaft mitzuteilen sind und Änderun-
gen, die eine Anpassung des Beitrags um mindestens CHF 100.-- pro Monat be-
wirken, bereits vom Folgemonat der Mitteilung an berücksichtigt werden.

Wenn nun aber die jährlich vorzunehmende Überprüfung gemäss § 20 Abs. 1 der 
Richtlinien dazu führt, dass die Beitragspflicht bzw. der Beitrag nicht anhand der 
aktuell(er)en Verhältnissen überprüft und angepasst wird, sondern auf der Basis 
von weiter in der Vergangenheit zurückliegenden Verhältnissen geändert wird, 
widerspricht dies der dargelegten Intention der Richtlinien grundlegend. Hinzu 
kommt, dass eine Mitteilung gemäss § 20 Abs. 2 der Richtlinien, wonach sich die 
Verhältnisse erheblich geändert haben, dazu führen müsste, dass der Beitrag 
umgehend (wieder) an die aktuell(er)en Verhältnisse anzupassen wäre.

3.3 Der Beschwerdeführer hat in seiner Beschwerdeschrift vom 11. April 2018 
dargelegt, dass sich seine finanziellen Verhältnisse gegenüber dem Steuerjahr 
2015 erheblich geändert haben und dazu die Steuererklärung 2016 beigebracht 
(Bf-act. 3). Diese Beschwerdeschrift hat er zusammen mit den dortigen Beilagen 

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im Sinne von § 20 Abs. 2 der Richtlinien (und der Disp.Ziff. 5 resp. 6 der Bei-
tragsverfügungen H.________ vom 24.5.2017 resp. vom 9.4.2018) am 11. April 
2018 auch direkt der Jugendanwaltschaft zugestellt (vgl. Vi-act. 5.15 ff.).

Die Jugendanwaltschaft hat sich in ihrer Vernehmlassung 20. April 2018 weder 
materiell zur Beschwerde geäussert noch hat sie signalisiert, dass sie aufgrund 
der Mitteilung des Beschwerdeführers vom 11. April 2018 und der dortigen Beila-
gen die geltend gemachten Veränderungen seit dem Steuerjahr 2015 überprüfen 
und allenfalls im Sinne von § 20 Abs. 2 der Richtlinien ab dem Folgemonat der 
Mitteilung an berücksichtigen werde. Die Jugendanwaltschaft hat lediglich mit 
Verweis auf die Untersuchungsakten auf der Steuertaxation 2015 als relevante 
Basis für die angefochtene Verfügung vom 9. April 2018 beharrt. 

3.4 Diese Rechtsauffassung der Jugendanwaltschaft steht im Widerspruch zu 
den Vorgaben von § 19 Abs. 1 und § 20 Abs. 2 der Richtlinien, welche verlangen, 
dass auf die aktuellen Verhältnisse abzustellen ist. Die Beschwerde erweist sich 
somit als begründet. 

4.1 Die in Art. 45 Abs. 5 JStPO statuierte Pflicht der Eltern, sich im Rahmen ih-
rer zivilrechtlichen Unterhaltspflicht an den Kosten der Schutzmassnahmen und 
der Beobachtung zu beteiligen, besteht gegenüber beiden Elternteilen und ist 
unabhängig davon, ob sie elterliche Sorge innehaben oder nicht (vgl. Riedo, Ju-
gendstrafrecht und Jugendstrafprozessrecht Rz 2551; BSK JStPO-Hebeisen 
Art. 45 JStPO Rz 8).

4.2 Die Jugendanwaltschaft ersetzte die Verfügung H.________ vom 18. Mai 
2017 am 24. Mai 2017 durch eine gleichlautende Verfügung. Mit letzterer Verfü-
gung wurde die zweite Ehegattin des Beschwerdeführers nicht mehr mitverpflich-
tet und sie wurde auch nicht mehr als gesetzliche Vertreterin von E.________ 
aufgeführt (vgl. Erw. 2.1 hiervor). Demnach beabsichtigte die Jugendanwaltschaft 
ursprünglich, beide Elternteile zur Kostenbeteiligung zu verpflichten. Aus dem 
Umstand, wonach die zweite Ehegattin des Beschwerdeführers am 24. Mai 2017 
wieder von dieser Verpflichtung ausgenommen wurde, ist wohl zu schliessen, 
dass die Jugendanwaltschaft erkannte, dass die zweite Ehegattin nicht die 
Kindsmutter von E.________ ist. 

4.3 Der Aktenlage ist nicht zu entnehmen, dass die Jugendanwaltschaft daran 
anschliessend weiterhin in Betracht gezogen hat, auch die Beigeladene als 
Kindsmutter von E.________, für die Kostenbeteiligung gemäss Art. 45 Abs. 5 
JStPO in Anspruch zu nehmen. Jedenfalls findet sich (soweit ersichtlich) im Ak-
tendossier kein Hinweis darauf, dass − mittels einem Ersuchen an das Steueramt 

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am Wohnort der Beigeladenen um Steuerauskunft − Anstrengungen zur Ab-
klärung ihrer finanziellen Verhältnisse unternommen worden wären, wie dies 
beim Beschwerdeführer erfolgt ist. 

4.4 Vor dem Hintergrund, dass einerseits beide Elternteile im Rahmen ihrer 
Unterhaltspflicht für die Kostenbeteiligung gemäss Art. 45 Abs. 5 JStPO in An-
spruch genommen werden können, unabhängig davon, wem das Sorgerecht zu-
steht, erscheint es aus Gründen der Rechtsgleichheit befremdlich, wenn die Ju-
gendanwaltschaft ausschliesslich den Beschwerdeführer für die Kostenbeteili-
gung der Eltern in Betracht zieht, und die Beigeladene – offenbar ohne Abklärung 
ihrer finanziellen Verhältnisse − davon ausnimmt.

In casu kann wohl nicht davon ausgegangen werden, dass eine allfällige Bei-
tragspflicht der Beigeladenen zu einer Anpassung (Reduktion) des Beitrags des 
Beschwerdeführers führen könnte, weswegen es zumindest fraglich ist, ob er 
diesbezüglich überhaupt (materiell) beschwert ist. Immerhin ist aber darauf hin-
zuweisen, dass in der Literatur zur Kostenbeteiligung der Eltern betont wird, dass 
der Erfolg der Schutzmassnahmen in der Regel von der Kooperationsbereitschaft 
der Eltern abhänge, andernfalls die Gefahr bestehe, dass diese gegen die Mass-
nahme opponieren, was schliesslich nicht dem Wohl des Jugendlichen diene 
(vgl. Jositsch et al. JStPO Kommentar Art. 45 Rz 9; BSK JStPO-Hebeisen Art. 45 
JStPO Rz 8). Wird bei unverheirateten oder geschiedenen Eltern zum Vornhinein 
lediglich ein Elternteil für die Beitragspflicht in Betracht gezogen resp. in An-
spruch genommen, kann ein solches Vorgehen − ähnlich wie bei übermässigen 
Kostenbelastung − die als wesentlich erachtete Kooperationsbereitschaft des be-
tragspflichtigen Elternteils untergraben (vgl. zit. Literaturstellen).

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als begründet und die Sa-
che ist an die Jugendanwaltschaft zurückzuweisen, damit sie die Höhe des Bei-
trage aufgrund der aktuellen Verhältnisse festsetzt. Überdies wird die Jugendan-
waltschaft die finanziellen Verhältnisse der Beigeladenen abzuklären haben um 
im Anschluss über eine allfällige Beitragspflicht gestützt auf Art. 45 Abs. 5 JStPO 
befinden zu können.

6. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgesetzt und entsprechend dem Verfahrensausgang der 
Vorinstanz auferlegt (§ 72 Abs. 2 VRP).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung H.________ vom 9. 
April 2018 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur Neu-
beurteilung und Entscheidfindung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Die Kosten für das verwaltungsgerichtliche Verfahren werden auf Fr. 500.-- 
festgesetzt und gehen zu Lasten des Kantons Schwyz. Der vom Be-
schwerdeführer am 18. April 2018 einbezahlte Kostenvorschuss von 
Fr. 900.-- ist ihm aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten. Auf die kantons-
interne Verrechnung wird verzichtet.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und die Beigeladene (R).

Schwyz, 30. Mai 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 11. Juni 2018