# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efaa61de-bb17-589a-ba21-cfdd6c68b3d3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 17.03.2015 S 2014 81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-81_2015-03-17.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 81

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Verwaltungsrichter Stecher, Aktuar ad hoc Bott

URTEIL
vom 17. März 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter, 

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. A._____ war bei der B._____ AG als Maurer respektive Bauhilfsarbeiter 

tätig und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, 

als er sich am 29. Juni 1998 bei einem Betriebsunfall verletzte. Dabei zog 

er sich eine Kniedistorsion links mit lateraler Meniskusläsion zu. In der 

Folge wurde A._____ mehrmals am linken Knie operiert und es fanden 

verschiedene kreisärztliche Untersuchungen statt. Mit Verfügung vom 

5. Juni 2000 sprach die SUVA A._____ eine Rente bei einer 

Erwerbseinbusse von 15 % und einem versicherten Jahresverdienst von 

Fr. 27'260.-- sowie eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer 

Einschränkung von 10 % zu. Die dagegen am 6. Juni 2000 erhobene 

Einsprache von A._____ wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 

8. September 2000 ab.

2. Die SUVA eröffnete A._____ am 11. April 2012, dass sie die seit dem 

1. April 2011 sistierte Rente per selbigen Datums infolge seiner aktuellen 

Verdienstverhältnisse definitiv aufhebe. Am 1. Mai 2012 meldete die 

ehemalige Arbeitgeberin der SUVA, dass A._____ betreffend Knie links 

am 2. April 2012 einen Rückfall erlitten habe. Gegen die Verfügung vom 

11. April 2012 erhob A._____ am 3. Mai 2012 Einsprache. In der Folge 

fanden weitere Untersuchungen und Behandlungen statt.

3. Am 10. Oktober 2012 meldete sich A._____ bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen an.

4. Der zuständige Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), 

med. pract. C._____, führte im Abschlussbericht vom 2. Juli 2013 aus, es 

könne auf die Abschlussuntersuchung des Kreisarztes der SUVA, Dr. 

med. D._____, abgestellt werden. Gemäss dieser sei A._____ die frühere 

Tätigkeit als Maurer nicht mehr zumutbar. Zumutbar sei aber eine 

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ganztägige Tätigkeit, die in sitzender Stellung erbracht werden könne, bei 

der kein unebenes Geländer oder Treppen zu überwinden seien. Es sei 

wünschenswert, dass sich A._____ zwischenzeitlich erheben und einige 

Schritte gehen könne.

5. Mit Verfügung vom 11. Juli 2013 eröffnete die SUVA A._____, dass sie 

ihre Verfügung vom 11. April 2012 zurücknehme und sie rückwirkend per 

1. April 2011 die Rentenleistungen ihm Rahmen von 15 % wieder 

aufnehme. Infolge einer Zustandsverschlechterung erhöhe sie die Rente 

ab dem 1. Juli 2013 auf 24 %, basierend auf einem versicherten 

Jahresverdienst von Fr. 27'260.--, und die Integritätseinbusse um 

zusätzliche 5 %, was bei einem Jahresverdienst von Fr. 97'200.-- eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 4'860.-- ergebe. Mit Einspracheentscheid 

vom 11. Oktober 2013 wies die SUVA die Einsprache ab und bestätigte 

die Verfügung vom 11. Juli 2013. Die von A._____ am 13. November 

2013 dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden mit Urteil S 13 135 vom 6. Mai 2014 ab.

6. RAD-Arzt med. pract. C._____ gab am 25. März 2014 an, bei A._____ 

liege ab dem 27. Mai 2013 sicher eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit vor.

7. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens verneinte die IV-Stelle mit 

Verfügung vom 23. Mai 2014 den Anspruch auf eine Invalidenrente. 

A._____ sei seit dem 3. April 2012 (Beginn der einjährigen Wartezeit) in 

seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Die Invalidität werde in 

der Invalidenversicherung, in der obligatorischen Unfallversicherung und 

in der Militärversicherung nach den gleichen Regeln bemessen. In der 

Invalidenversicherung dürfe deshalb für den gleichen 

Gesundheitsschaden grundsätzlich kein anderer Invaliditätsgrad 

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angenommen werden. Da reine Unfallfolgen vorliegen würden, schliesse 

sich die IV-Stelle sowohl der Taxation als auch dem Invaliditätsgrad der 

SUVA an. Der von der SUVA ermittelte Invaliditätsgrad von 24 % liege 

unter 40 %, weshalb kein Rentenanspruch bestehe.

8. Gegen die rentenverweigernde Verfügung vom 23. Mai 2014 erhob 

A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 23. Juni 2014 Beschwerde 

an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte, die 

angefochtene Verfügung sei aufzuheben. Es sei eine pluridisziplinäre 

Begutachtung vorzunehmen (insbesondere auch die psychische 

Implikation berücksichtigend) und ihm sei rückwirkend per 10. Oktober 

2013 eine Rente von mindestens 40 % zuzusprechen. Zur Begründung 

machte er im Wesentlichen geltend, sein linkes Knie befinde sich in einem 

desolaten Zustand. Längeres Sitzen führe regelmässig zu 

Einschlafstörungen desselben, weshalb er dann gezwungen sei, längere 

Pausen einzuschalten. Diese Einschlafstörungen würden von der SUVA, 

der IV und vom Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden nicht ernst 

genommen. Es dränge sich eine pluridisziplinäre Begutachtung auf. Der 

Kreisarzt der SUVA, Dr. med. D._____, habe in seinem Bericht die 

aktuelle Situation nicht angeschaut. Beim Bericht handle es sich mehr 

oder weniger um ein Aktengutachten. Die psychologische Implikation des 

vor rund 15 Jahren vorgefallenen Unfalls sei bislang praktisch unbeachtet 

geblieben. Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden S 13 135 vom 6. Mai 2014 werde Beschwerde ans 

Bundesgericht zu erheben sein. Das vorliegende Verfahren sei daher 

allenfalls zu sistieren.

9. In ihrer Vernehmlassung vom 4. Juli 2014 beantragte die IV-Stelle 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin), das Verfahren sei nicht zu sistieren 

und die Beschwerde sei abzuweisen. Eine Sistierung sei nicht sinnvoll. 

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Dem Beschwerdeführer sei die Ausübung einer behinderungsgeneigten 

Tätigkeit aus körperlicher Sicht trotz seiner Beschwerden am linken Knie 

spätestens seit dem 1. April 2013 zu 100 % zumutbar und es liege kein 

psychischer Gesundheitsschaden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vor. 

Folglich sei die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden.

10. Auf Aufforderung der Instruktionsrichterin bestätigte der 

Beschwerdeführer am 25. Juni 2014, dass er gegen das Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 13 135 vom 6. Mai 2014 

Beschwerde beim Bundesgericht erheben werde. Daraufhin sistierte die 

Instruktionsrichterin das vorliegende Verfahren bis zum Vorliegen des 

bundesgerichtlichen Urteils. Nach Eingang des Urteils des Bundesgericht 

8C_525/2014 vom 30. Juli 2014, mit welchem auf die Beschwerde nicht 

eingetreten wurde, verfügte die Instruktionsrichterin am 6. August 2014 

die Aufhebung der angeordneten Sistierung und die Fortsetzung des 

vorliegenden Verfahrens S 14 81. Eine weitere Stellungnahme des 

Beschwerdeführers ging nicht ein.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

auf die angefochtene Verfügung wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der 

IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 23. Mai 2014. Eine solche 

Anordnung, die gemäss Bundesrecht der Beschwerde an das 

Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle unterliegt (Art. 69 Abs. 1 lit. a 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]), 

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kann beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden als kantonales 

Versicherungsgericht angefochten werden (Art. 57 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1] i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]). Als Verfügungsadressat ist 

der Beschwerdeführer von der angefochtenen Verfügung unmittelbar 

betroffen und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren gerichtlicher 

Überprüfung, womit er zur Beschwerdeführung legitimiert ist (Art. 1 Abs. 1 

IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Da die Beschwerde dem Verwaltungsgericht 

überdies form- und fristgerecht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und 

Art. 61 lit. b ATSG) eingereicht wurde, ist darauf einzutreten.

b) Die Akten des Verfahrens S 13 135 werden, soweit erforderlich, 

beigezogen, wobei die entsprechenden Akten der SUVA auch in den 

vorliegenden Akten der Beschwerdegegnerin enthalten sind.

c) Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer angesichts der seit 

April 2012 bestehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit in seiner 

angestammten Tätigkeit ab dem 1. April 2013 Anspruch auf eine 

Invalidenrente der Invalidenversicherung hat, beziehungsweise ob die IV-

Stelle die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit und damit das 

Invalideneinkommen korrekt festgelegt hat. Massgebend für die 

Beantwortung dieser Frage ist der bis zum Zeitpunkt des 

Verfügungserlasses am 23. Mai 2014 eingetretene Sachverhalt (BGE 129 

V 1 E.1.2).

2. a) Ist eine versicherte Person zu mindestens 40 % invalid, hat sie Anspruch 

auf eine Viertelsrente. Bei einer Invalidität von mindestens 50 % besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einer solchen von mindestens 

60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einer solchen von 70 % auf eine 

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ganze  Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Die Invalidität erwerbstätiger 

Versicherter wird nach der Methode des Einkommensvergleichs 

bemessen. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare  Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum so 

genannten Valideneinkommen, das heisst dem Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 

wäre (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Für die Bemessung des 

Invaliditätsgrades ist es unerheblich, ob eine zumutbare Tätigkeit 

tatsächlich ausgeübt wird.

b) Grundsätzlich gilt für die verschiedenen Sozialversicherungszweige 

derselbe Invaliditätsbegriff (Art. 8 ATSG), und die Bemessung des 

Invaliditätsgrades erfolgt nach derselben Methode (Art. 16 ATSG). Bei 

gleichem Gesundheitsschaden soll die Invaliditätsbemessung in der 

Invalidenversicherung, der obligatorischen Unfallversicherung und in der 

Militärversicherung denselben Invaliditätsgrad ergeben (BGE 133 V 549 

E.6.1). Diese Koordination der Invaliditätsbemessung geht aber nicht so 

weit, dass seitens der Invalidenversicherung eine absolute Bindung an die 

Entscheide des Unfallversicherers bestehen würde (BGE 133 V 549 E.6). 

Die IV-Stellen müssen die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall 

selbstständig vornehmen (BGE 133 V 549 E.6.1). Dabei müssen sie eine 

allfällige bereits abgeschlossene Invaliditätsfestlegung durch den 

Unfallversicherer mitberücksichtigen und dürfen von dieser nur 

abweichen, wenn triftige Gründe vorliegen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_441/2013 vom 3. März 2014 E.6.2; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. 

Aufl. 2009, N. 42 zu Art. 16 ATSG). Zu beachten ist allerdings, dass die 

Voraussetzungen für eine Rente in der Unfallversicherung und in der 

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Invalidenversicherung trotz des grundsätzlich gleichen 

Invaliditätsbegriffes verschieden sind. Die Invaliditätsbemessung der 

Unfallversicherung berücksichtigt lediglich die unfallkausalen 

Gesundheitsprobleme, während die Invalidenversicherung alle 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen berücksichtigt, insbesondere auch 

krankhafte Vorzustände oder psychische Fehlentwicklungen, für welche 

der Unfall keine adäquate kausale Ursache darstellt (BGE 133 V 549 

E.6.2). Von einem von Seiten der Unfallversicherung rechtskräftig 

festgelegten Invaliditätsgrad darf und soll die IV-Stelle somit dann 

abweichen, wenn nebst den vom Unfallversicherer berücksichtigten 

unfallkausalen Beschwerden weitere, krankheitsbedingte Leiden eine 

invalidisierende Wirkung haben, oder wenn es sonstige triftige Gründe 

gibt (Urteil des Bundesgerichts 8C_517/2007 vom 16. September 2008 

E.4.1).

c) Ein wichtiger Faktor für die Festlegung des Invaliditätsgrades 

beziehungsweise des Invalideneinkommens ist die Frage, inwieweit die 

versicherte Person in einer zumutbaren Tätigkeit arbeitsfähig ist. Zur 

Beantwortung dieser Frage sind die IV-Stellen und die 

Sozialversicherungsgerichte auf die Einschätzungen medizinischer 

Experten angewiesen. Sie können sich auf den Regionalen Ärztlichen 

Dienst (RAD, Art. 59 Abs. 2bis IVG), auf die Berichte der behandelnden 

Ärztinnen und Ärzte oder auf externe medizinische Sachverständige 

stützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). Bei der Würdigung der medizinischen 

Unterlagen ist das Versicherungsgericht frei (Art. 61 lit. c ATSG). 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

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Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1).

3. a) Im vorliegenden Fall legte die SUVA mit Verfügung vom 11. Juli 2013 ab 

dem 1. Juli 2013 einen Invaliditätsgrad von 24 % fest. Sie ging dabei von 

einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 100 % in einer 

adaptierten Tätigkeit aus. In medizinischer Hinsicht stellte sie auf die 

Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. D._____, Facharzt für 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, vom 27. Mai 2013 ab, welche schlüssig und nachvollziehbar sei. 

Demnach könne dem Beschwerdeführer seine frühere Tätigkeit als 

Maurer zweifellos nicht mehr zugemutet werden. Zumutbar sei ihm aber 

eine ganztägige Tätigkeit, die in sitzender Stellung erbracht werden 

könne, bei der der Beschwerdeführer kein unebenes Gelände oder 

Treppen überwinden müsse. Es sei wünschenswert, dass sich der 

Beschwerdeführer zwischenzeitlich erheben und einige Schritte gehen 

könne. Abweichende ärztliche Beurteilungen seien nicht vorhanden. Mit 

Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2013 bestätigte die SUVA diese 

Verfügung. Die vom Beschwerdeführer dagegen erhobene Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden wurde mit Urteil S 13 

135 vom 6. Mai 2014 abgewiesen. Dieses Urteil ist in Rechtskraft 

erwachsen, da das Bundesgericht mit Urteil 8C_525/2014 vom 30. Juli 

2014 auf die dagegen erhobene Beschwerde nicht eingetreten ist.

Die IV-Stelle übernahm den von der SUVA festgelegten Invaliditätsgrad 

von 24 % im Vorbescheid vom 31. März 2014 mit der Begründung, es 

lägen reine Unfallfolgen vor. Nachdem der Beschwerdeführer dagegen 

keinen Einwand erhoben hatte, erliess die IV-Stelle am 23. Mai 2014 die 

angefochtene Verfügung und hielt an der Begründung ihres Vorbescheids 

fest. Der Beschwerdeführer vertritt demgegenüber die Ansicht, er habe 

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einen Anspruch auf eine IV-Rente und bringt somit sinngemäss vor, es 

müsse von einer höheren Einschränkung seiner Arbeitsfähigkeit 

ausgegangen werden.

b) Aufgrund der Akten muss davon ausgegangen werden, dass sämtliche 

Beschwerden des Beschwerdeführers mit Auswirkung auf seine 

Arbeitsfähigkeit reine Unfallfolgen darstellen. Das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden hat sich im rechtskräftigen Urteil S 13 135 

ausführlich mit der medizinischen Aktenlage auseinandergesetzt und ist – 

insbesondere betreffend die somatischen Leiden – zum Schluss 

gekommen, dass die Abschlussuntersuchung und Beurteilung samt 

Zumutbarkeitsprofil vom 24./27. Mai 2013 durch den Kreisarzt Dr. med. 

D._____ umfassend und nachvollziehbar seien. Der kreisärztlichen 

Bewertung komme voller Beweiswert zu. Die SUVA habe somit zu Recht 

auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. D._____ abgestellt. Daran 

ändere auch das Schreiben des Hausarztes Dr. med. E._____ vom 

17. Oktober 2013 (beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 7 des 

Verfahrens S 13 135) nichts, zumal Letzterer die gleiche Diagnose 

gestellt habe, wie in den übrigen medizinischen Akten ausgewiesen 

worden sei und er übereinstimmend mit dem Kreisarzt Dr. med. D._____ 

die angestammte Tätigkeit als Maurer für nicht mehr zumutbar erachtet 

habe. Im Übrigen äussere sich Dr. med. E._____ nicht zur 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten 

Tätigkeit. Schliesslich befänden sich bei den Akten auch keine 

anderslautenden Arztberichte, welche die kreisärztliche Beurteilung in 

Zweifel ziehen könnten (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden S 13 135 vom 6. Mai 2014 E.3). Auf diese zutreffenden 

Ausführungen, welche auch für das vorliegende Verfahren gelten, kann 

hier verwiesen werden, zumal auch RAD-Arzt med. pract. C._____ in 

seiner Abschlussbeurteilung vom 2. Juli 2013 ausführte, es könne auf die 

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Abschlussuntersuchung der SUVA durch den Kreisarzt Dr. med. D._____ 

vom 27. Mai 2013 abgestellt werden. Aus den Akten ergeben sich keine 

anderslautenden respektive von diesen Einschätzungen abweichenden 

Beurteilungen anderer Ärzte und auch vom Beschwerdeführer wurden 

keine solchen eingereicht. 

c) Der Beschwerdeführer beanstandet, wie bereits im Verfahren S 13 135, 

dass bisher die psychische Komponente, nämlich die psychologische 

Implikation, welche der vor rund 15 Jahren vorgefallene Unfall bei ihm 

ausgelöst habe, nicht beachtet worden sei. Diesbezüglich kann ebenfalls 

auf die zutreffenden Ausführungen im rechtskräftigen Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 13 135 vom 6. Mai 2014 

verwiesen werden, soweit diese invalidenversicherungsrechtlich relevant 

sind. Demnach sei dem Beschwerdeführer gemäss Austrittsbericht der 

Rehaklinik vom 17. Dezember 2012 und Kurzbericht vom 14. Dezember 

2012 beim Austritt eine psychische Belastung durch die Arbeitsunfähigkeit 

und die Angst vor dem Verlust der Arbeitsstelle als Problem attestiert 

worden. Dem Austrittsbericht sei sodann zu entnehmen, dass während 

der Rehabilitation eine psychosomatische Abklärung erfolgt sei, wobei 

dem Beschwerdeführer eine leichte Belastungsreaktion mit Nervosität und 

gelegentlichen Stimmungseinbrüchen im Rahmen von adäquaten 

Existenzängsten attestiert worden sei, welche im normalpsychischen 

Spektrum eingeordnet werden könne. Dementsprechend sei derzeit nicht 

von einer psychischen Störung von Krankheitswert auszugehen. Daneben 

seien keine anderweitigen medizinischen Berichte aktenkundig, aus 

denen eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

aus psychischen Gründen hervorgehe. Vom Beschwerdeführer werde 

denn auch kein solcher eingereicht. Der Einwand erweise sich daher als 

unbegründet (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 

13 135 vom 6. Mai 2014 E.4).

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Ein IV-rechtlich relevanter geistiger oder psychischer Gesundheits-

schaden liegt dann vor, wenn aufgrund eines Geburtsgebrechens, eines 

Unfalls oder einer Krankheit eine bleibende oder längere Zeit dauernde 

Beeinträchtigung der mentalen, intellektuellen, kognitiven oder 

emotionalen Funktionen besteht, welche durch therapeutische 

Massnahmen nicht ausreichend behoben werden kann und die 

Arbeitsfähigkeit langdauernd vermindert oder verunmöglicht 

(Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der 

Invalidenversicherung vom 1. Januar 2015 [KSIH] Rz. 1007). Das 

Vorliegen eines geistigen oder psychischen Gesundheitsschadens muss 

durch objektive und nachvollziehbare Befunde gesichert und dokumentiert 

sein (KSIH Rz. 1009). Bei geistigen oder psychischen 

Gesundheitsschäden ist eine Diagnose nach ICD-10 zu verlangen. Bei 

der Beurteilung der ärztlichen Berichte und Gutachten ist insbesondere 

auf Widersprüche zwischen den diagnostischen Kriterien nach ICD-10 

und den Angaben im Bericht zu achten (KSIH Rz. 1010). Wie die 

Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung zu Recht festgehalten hat, 

wird im vorliegenden Fall in keinem der bei den Akten liegenden 

ärztlichen Berichte eine psychiatrische Diagnose gestellt und es ergeben 

sich daraus auch keine Hinweise auf einen psychischen 

Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Auch vom 

Beschwerdeführer wurden keine entsprechenden Berichte eingereicht. 

Vor diesem Hintergrund bestand für die IV-Stelle keine Veranlassung, den 

Beschwerdeführer psychiatrisch abklären zu lassen. Zu einer solchen 

Abklärung wäre die IV-Stelle nur dann verpflichtet gewesen, wenn 

zumindest gewisse objektive Anhaltspunkte für ein psychisches Leiden 

vorgelegen hätten (BGE 127 V 228 E.3b). 

d) Aufgrund der medizinischen Unterlagen steht vorliegend somit fest, dass 

der Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100 % 

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arbeitsfähig ist. Triftige Gründe, welche ein Abweichen von dem von der 

SUVA festgelegten Invaliditätsgrad gebieten würden, gibt es keine. Die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wurde zum massgeblichen 

Zeitpunkt am 23. Mai 2014 nur durch die unfallbedingten Beschwerden 

eingeschränkt, krankheitsbedingte Beschwerden spielten keine relevante 

Rolle, weder auf körperlicher noch auf psychischer Ebene. Bereits im 

Verfahren S 13 135 stellte der Beschwerdeführer den Antrag, es sei eine 

pluridisziplinäre Begutachtung vorzunehmen, insbesondere auch die 

psychische Implikation berücksichtigend. Mit rechtskräftigem Urteil S 13 

135 vom 6. Mai 2014 hat das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden diesen Antrag abgelehnt. Die Beurteilung des Kreisarztes 

Dr. med. D._____ vom 27. Mai 2013 gestützt auf die vorhandenen Akten 

und Untersuchungen sei umfassend, schlüssig und nachvollziehbar. Von 

einer weiteren Untersuchung seien keine entscheidrelevanten neuen 

Erkenntnisse zu erwarten, weshalb kein Anlass zu einer weiteren 

(pluridisziplinären) Begutachtung bestehe. Darauf und auf die weiteren 

diesbezüglichen Ausführungen kann verwiesen werden.

4. Die SUVA hat ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in einer leidensadaptierten Tätigkeit von 100 %, für 

das Vergleichsjahr 2013 aufgrund eines Valideneinkommens von 

Fr. 66‘055.-- und eines Invalideneinkommens von Fr. 50‘355.-- einen 

Invaliditätsgrad von 24 % ermittelt (IV-act. 50). Auf diesen Invaliditätsgrad 

hat die IV-Stelle zu Recht abgestellt. Weil der Beschwerdeführer damit 

den für eine Invalidenrente erforderlichen Invaliditätsgrad von 40 % nicht 

erreicht, hat die IV-Stelle einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Invalidenrente ebenfalls zu Recht verneint. Die angefochtene Verfügung 

erweist sich somit als rechtmässig und die dagegen erhobene 

Beschwerde ist abzuweisen.

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5. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 

Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen 

vor dem kantonalen Versicherungsgericht – in Abweichung von Art. 61 

lit. a ATSG – kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 

Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Vorliegend erscheint ein 

Kostenansatz von Fr. 700.-- angemessen. Entsprechend dem Ausgang 

des Verfahrens gehen die Kosten im Sinne von Art. 73 VRG zu Lasten 

des unterliegenden Beschwerdeführers. Die obsiegende 

Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf eine aussergerichtliche 

Entschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]