# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9504a608-0420-55bb-b653-56db66f1f52f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.10.2008 D-6149/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6149-2008_2008-10-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6149/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet, 
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller.

A._______, geboren _______,
Afghanistan,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. September 2008 /
N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6149/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  afghanischer  Staatangehöriger  und 
ethnischer  Hazara,  sein  Heimatland  eigenen  Angaben  zufolge  letzt-
mals  ungefähr  im  Mai  oder  Juni  2008  verliess  und  in  den  Iran 
gelangte,

dass er ungefähr im Juli 2008 in die Türkei ausgereist und von dort via 
ihm unbekannte Länder am 26. August 2008 in die Schweiz eingereist 
sei,

dass er gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum B._______ 
um  Asyl  nachsuchte  und  dort  am  8.  September  2008  summarisch 
befragt wurde,

dass das  BFM den Beschwerdeführer  am 12. September  2008 aus-
führlich zu seinen Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragungen im Wesentli-
chen  geltend  machte,  er  stamme  ursprünglich  aus  der  Provinz 
Helmand, Afghanistan, sei aber im Iran aufgewachsen, da seine Eltern 
Helmand bereits vor ungefähr 30 Jahren verlassen hätten,

dass  er  im  Iran  illegal  gearbeitet  und  die  Polizei  ihn  ungefähr  im 
Februar 2008 beim Arbeiten erwischt und ihn daraufhin nach Afghanis-
tan ausgeschafft habe,

dass  er  sich  in  der  Folge  zunächst  in  Herat  und  anschliessend  in 
Laschgargah aufgehalten habe,

dass er sich in Afghanistan eine Tazkara habe ausstellen lassen und 
nach ungefähr zwei Monaten wieder in den Iran zurückgekehrt sei,

dass er im Iran seit vielen Jahren eine Freundin gehabt habe, welche 
jedoch verheiratet gewesen sei,

dass  der  Ehemann  seiner  Freundin  ihn  ungefähr  eine  Woche  vor 
seiner  Flucht  in  die  Schweiz  nackt  in  der  Wohnung seiner  Freundin 
gesehen habe,

dass  er  nach  einer  kurzen  Auseinandersetzung  über  den  Balkon 
geflüchtet und eine Woche später aus dem Iran ausgereist und in die 

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Schweiz gekommen sei, da er befürchtet habe, vom Ehemann seiner 
Freundin umgebracht zu werden,

dass  er  nicht  nach  Afghanistan  gehen  könne,  da  keine  Hazara  in 
Helmand mehr lebten, er dort  keine Verwandten habe und auch kein 
Paschtu spreche,

dass  er  ausserdem  befürchte,  er  würde  bei  einer  Rückkehr  nach 
Afghanistan gezwungen, mit den Taliban zu kooperieren,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Protokolle bei den 
Akten zu verweisen ist,

dass der  Beschwerdeführer  im Verlaufe des  vorinstanzlichen Verfah-
rens  weder  Identitäts-  oder  Reisepapiere,  sondern  lediglich  zwei 
Passfotos seiner Geliebten zu den Akten reichte, 

dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit 
Verfügung vom 18. September  2008 -  gleichentags eröffnet  -  in  An-
wendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seines  Entscheids  im  Wesentlichen 
ausführte, es lägen keine entschuldbaren Gründe für das Nichteinrei-
chen von Identitäts-  oder  Reisepapieren innert  Frist  vor,  da  der  Be-
schwerdeführer die fraglichen Dokumente telefonisch - beispielsweise 
bei Freunden oder seinem Onkel - hätte anfordern können,

dass der Beschwerdeführer in Bezug auf sein Heimatland Afghanistan 
lediglich vorgebracht habe, er müsste dort  mit  einer Zwangsrekrutie-
rung durch die Taliban rechnen,

dass das Bestehen einer begründeten Verfolgungsfurcht mit Blick auf 
dieses Vorbringen jedoch nicht bejaht werden könne,

dass  die  weiteren  Vorbringen  (Verfolgung  durch  den  Ehemann  der 
Geliebten im Iran) nicht asylrelevant seien,

dass  der  Beschwerdeführer  daher  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht 
erfülle und auch keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der 

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Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
erforderlich seien,

dass der Beschwerdeführer die Dauer seines Aufenthalts im Iran nicht 
belegt und widersprüchliche Angaben zu seinem Geburtsort und dem 
Zeitpunkt seiner erstmaligen Ausreise aus Afghanistan gemacht habe,

dass es nicht Aufgabe der Asylbehörden sei, bei fehlenden Hinweisen 
seitens  der  asylsuchenden  Person  näher  nach  allfälligen  Wegwei-
sungshindernissen zu forschen,

dass der Vollzug der  Wegweisung daher  als  zulässig,  zumutbar  und 
möglich zu erachten sei,

dass  für  den  weiteren  Inhalt  der  vorinstanzlichen  Verfügung  auf  die 
Akten zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  dem  BFM  mit  Faxeingabe  vom 
21. September 2008 eine Tazkara sowie Fotos von ihm und einer Frau 
zukommen liess (vgl. A13),

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe an das Bundesverwaltungs-
gericht vom 25. September 2008 (Poststempel) gegen den vorinstanz-
lichen  Entscheid  Beschwerde  erhob  und  dabei  beantragte,  die 
angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben,  und  die  Sache  sei  zur 
materiellen Prüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass sinngemäss ausserdem die Gewährung der vorläufigen Aufnah-
me beantragt wurde,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersucht wurde,

dass  der  Beschwerde  die  Kopie  einer  Tazkara,  ein  Begleitschreiben 
der  (...)  vom  25. September  2008,  die  Kopie  eines  weiteren 
Identitätsdokuments sowie vier Fotos in Kopie beilagen,

dass auf den Inhalt der Beschwerde, soweit wesentlich, in den nachfol-
genden Erwägungen einzugehen ist,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 26. September 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass mit  Faxeingabe vom 30. September 2008 von dritter Seite eine 
weitere Faxkopie der Tazkara eingereicht wurde,

und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  auf  dem  Gebiet  des 
Asylrechts  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  die  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Nichteintretensent-
scheide praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, 
ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit 
darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 
Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und Mitteilun-
gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 
E. 21 S. 240 f.),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  insoweit,  als  in  der  Rechtsmitteleingabe  auf  die  Frage  der 
Rechtsstaatlichkeit  der  fünftägigen  Beschwerdefrist  (Art.  108  Abs. 2 
AsylG) angespielt wird, auf die nach wie vor gültigen und zutreffenden 
Ausführungen in EMARK 2004 Nr. 25 zu verweisen ist,

dass die in der Beschwerde in Aussicht gestellten, ergänzenden Aus-
führungen  nicht  abgewartet  werden,  da  die  Beschwerdeschrift  den 
Anforderungen  von  Art.  52  Abs.  1  VwVG  genügt  und  die 
Beschwerdesache  weder  einen  aussergewöhnlichen  Umfang  noch 
besondere Schwierigkeiten im Sinne von Art. 53 VwVG aufweist,

dass  ausserdem darauf  verzichtet  wird,  dem Beschwerdeführer  eine 
Frist für die Nachreichung der angekündigten Original-Identitätsdoku-
mente einzuräumen, da er genügend Zeit gehabt hätte, diese Unterla-
gen rechtzeitig zu beschaffen,

dass  im  Übrigen  die  Nachreichung  von  Identitätspapieren  auf 
Beschwerdeebene grundsätzlich keinen direkten Einfluss auf den Aus-
gang des Verfahrens hätte (vgl. dazu EMARK 1999 Nr. 16 E. 5),

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innert 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-

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lingseigenschaft  festgestellt  wird (Bst. b),  oder  wenn sich auf  Grund 
der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätzlicher  Abklärungen  zur  Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses ergibt (Bst. c),

dass der Beschwerdeführer bis heute keine rechtsgültigen Identitäts- 
oder Reisepapiere zu den Akten gereicht hat,

dass er lediglich (schlecht lesbare und unübersetzte) Faxkopien einer 
afghanischen Tazkara und eines iranischen Ausweises einreichte,

dass diese Dokumente indessen den Anforderungen an rechtsgenügli-
che Identitäts- oder Reisepapiere im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG nicht genügen, zumal sie nicht im Original vorliegen und damit 
nicht fälschungssicher sind (vgl. dazu BVGE 2007/7),

dass sich die Originale der fraglichen Dokumente den Aussagen des 
Beschwerdeführers zufolge im Iran befinden,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  bereits  seit  August  2008  in  der 
Schweiz befindet und somit genügend Zeit gehabt hätte, sich die Origi-
naldokumente - wie nun in der Beschwerde in Aussicht gestellt wird - 
durch  seine  Verwandten  per  Eilpost  zusenden  zu  lassen,  zumal  er 
schon  am  26.  August  2008  schriftlich  und  am  8.  September  2008 
erneut  zur  Beschaffung  rechtsgenüglicher  Papiere  aufgefordert 
worden war,

dass es dem Beschwerdeführer  aus diesen Gründen nicht  gelungen 
ist, entschuldbare Gründe für die Nichteinreichung von rechtsgenügli-
chen Identitäts- oder Reisepapieren glaubhaft zu machen,

dass demnach zu prüfen bleibt,  ob das BFM zu Recht davon ausge-
gangen  ist,  die  Flüchtlingseigenschaft  sei  nicht  gegeben  und  es 
bestehe  aufgrund  der  Anhörung  keine  Notwendigkeit  zur  Vornahme 
von weiteren Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses,

dass die Auffassung des BFM, wonach die Vorbringen des Beschwer-
deführers nicht asylrelevant seien, zu bestätigen ist,

dass der Beschwerdeführer nicht geltend machte, er sei in seinem Hei-
matland einer Verfolgung ausgesetzt gewesen,

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dass  er  lediglich  vorbrachte,  er  befürchte,  bei  einer  Rückkehr  nach 
Afghanistan von den Taliban zwangsrekrutiert zu werden,

dass  dieses  Vorbringen  jedoch  völlig  unsubstanziiert  in  den  Raum 
gestellt  wurde  und  offensichtlich  jeglicher  konkreter  Grundlage 
entbehrt,

dass  dem  Beschwerdeführer  diesbezüglich  daher  keine  begründete 
Verfolgungsfurcht zuerkannt werden kann,

dass das weitere Vorbringen des Beschwerdeführers, er werde im Iran 
vom Ehemann seiner  Geliebten  verfolgt,  ebenfalls  nicht  asylrelevant 
ist,

dass  sich  diese  angebliche  Verfolgung  nicht  im  Heimatland  des 
Beschwerdeführers  ereignete  und  er  somit  die  Möglichkeit  hätte,  in 
seinem Heimatland Zuflucht zu suchen,

dass der geltend gemachten Verfolgung den Akten zufolge im Übrigen 
kein asylbeachtliches Motiv im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG zugrunde 
liegt,

dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers 
somit ohne weiteres, namentlich ohne weitere Abklärungen vorzuneh-
men, ausgeschlossen werden kann,

dass auch keine zusätzlichen Abklärungen hinsichtlich der Frage des 
Wegweisungsvollzugs  notwendig  erscheinen  (vgl.  dazu  die  nachste-
henden Erwägungen),

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde 
an dieser Stelle näher einzugehen, da sie an der vorstehenden Ein-
schätzung nichts zu ändern vermögen,

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG), 
vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und 
zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 

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2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den 
gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt,  wenn  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht 
zumutbar oder nicht  möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 
des  Bundesgesetzes vom 16. Dezember  2005 über  die Ausländerin-
nen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des 
Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 
[FK, SR 0.142.30]),

dass der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein 
kann,  wenn  sie  in  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und  medizinischer  Notlage  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat 
konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Vollzug  nicht  möglich  ist,  wenn  die  Ausländerin  oder  der 
Ausländer weder in den Heimat-  oder in  den Herkunftsstaat  noch in 
einen Drittstaat ausreisen oder dorthin gebracht werden kann (art. 83 
Abs. 2 AuG),

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der 
Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG),  diese Untersuchungspflicht  jedoch nach Treu 
und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden 
(Art. 8 AsylG) findet,

dass die asylsuchende Person im Übrigen auch die Substanziierungs-
last trägt (Art. 7 AsylG),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  da es dem 
Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refou-
lements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, und über-
dies keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass der Vollzug der Wegweisung gemäss Praxis des Bundesverwal-
tungsgerichts  in  bestimmte  Regionen  Afghanistans  als  zumutbar  zu 
erachten  ist,  sofern  dort  namentlich  ein  tragfähiges  Beziehungsnetz 
sowie  eine  gesicherte  Wohnsituation  vorhanden  sind  (vgl.  dazu 
EMARK 2006 Nr. 9, mit weiteren Hinweisen),

dass es sich bei den fraglichen Regionen um Kabul sowie die nördlich 
davon gelegenen Provinzen,  die Region Samangan, soweit  sie  nicht 
Teil des Hazara-Gebietes ist, sowie um die Provinz Herat im Westen 
Afghanistans handelt,

dass der Vollzug der Wegweisung in die mehrheitlich von Paschtunen 
bewohnten  Provinzen  im  Süden  und  Osten  des  Landes  dagegen 
grundsätzlich als unzumutbar zu erachten ist (vgl. EMARK 2006 Nr. 9),

dass der Beschwerdeführer geltend machte, er  stamme ursprünglich 
aus  der  im  Süden  Afghanistans  gelegenen  Provinz  Helmand,  sei 
jedoch  im  Iran  aufgewachsen  und  habe  in  Afghanistan  keine 
Bezugspersonen mehr,

dass  der  Beschwerdeführer  allerdings  keine  tauglichen  Beweismittel 
für die geltend gemachte Herkunft aus Helmand und den langjährigen 
Aufenthalt im Iran vorlegte,

dass die eingereichten Identitätspapiere lediglich in Form von Faxkopi-
en vorliegen und der Beschwerdeführer ausserdem selber einräumte, 
diese Dokumente seien käuflich (vgl. A8, S. 6 und 9),

dass er  ausserdem widersprüchliche Angaben zu seinem Geburtsort 
und seiner  erstmaligen  Ausreise  aus  Afghanistan machte  (vgl.  dazu 
die  zutreffenden  Ausführungen  der  Vorinstanz  in  der  angefochtenen 
Verfügung),

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dass der Einwand in der Beschwerde, wonach es mit dem zweiten Dol-
metscher  Übersetzungsprobleme  gegeben  habe,  nicht  überzeugt, 
zumal  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Anhörung  bestätigte,  er 
habe den Dolmetscher gut verstanden (vgl. A8, S. 2 und 9),

dass  nach  dem  Gesagten  die  geltend  gemachte  Herkunft  aus 
Helmand sowie die langjährige Landesabwesenheit zu bezweifeln ist,

dass  nicht  auszuschliessen  ist,  der  Beschwerdeführer  stamme  bei-
spielsweise aus Herat, wo er sich den Akten zufolge in der Vergangen-
heit ebenfalls aufgehalten hat, und verfüge dort über Bezugspersonen 
sowie eine Wohnmöglichkeit,

dass es nicht Sache der Behörden sein kann, bei zweifelhafter Identi-
tät  oder  Herkunft  nach  allfälligen  (hypothetischen)  Wegweisungshin-
dernissen  zu  suchen,  weshalb  der  Beschwerdeführer  die  Folgen 
seiner mangelhaften Mitwirkung zu tragen hat, indem vermutungswei-
se davon auszugehen ist, es lägen keine Wegweisungsvollzugshinder-
nisse im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG vor,

dass der Vollzug der Wegweisung des jungen und aktenkundig gesun-
den Beschwerdeführers nach Afghanistan unter diesen Umständen als 
zumutbar zu erachten ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  abzuweisen  ist,  da  sich  die 

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Beschwerde aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aussichtslos 
erwies,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG),

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  angesichts  des  direkten  Entscheids  in  der  Hauptsache  gegen-
standslos geworden ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (durch Vermittlung des BFM, Empfangs- und 
Verfahrenszentrum B._______, mit der Bitte, dieses Urteil dem Be-
schwerdeführer gegen beigelegte Empfangsbestätigung auszuhän-
digen und diese an das Bundesverwaltungsgericht zu übermitteln; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  B._______,  zu  den 
Akten Ref.-Nr. N _______ (in Kopie; per Kurier, vorab per Telefax)

- den _______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller

Versand:

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