# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** edf9dc49-c923-58ff-86be-d1b815edda74
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-04-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 28.04.2004 BK 2004 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_BK-2004-2_2004-04-28.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 28. April 2004 Schriftlich mitgeteilt am: 
BK 04 2

Entscheid
Beschwerdekammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Heinz-Bommer und Rehli 
Aktuar Blöchlinger

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In der strafrechtlichen Beschwerde

des A. X.,  Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland 
Schaub, Limmatquai 72, 8025 Zürich,

gegen

die Einstellungs- und Abtretungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden 
vom 3. Dezember 2003, mitgeteilt am 9. Dezember 2003, in Sachen gegen Z. 
X.,  Beschwerdegegner, und E., Beschwerdegegner, 

betreffend Veruntreuung etc.,

hat sich ergeben:

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A. Am 8. September 1999 verstarb C. X. im Alter von 79 Jahren in F.. 
Sie war deutsche Staatsangehörige und lebte seit 1992 von ihrem Ehemann Z. 
X. getrennt. Aus der Ehe entsprossen drei Söhne, nämlich D. X., A. X. und B. X.. 

B. 1. Am 15. August 2002 erstatteten D. X. und A. X. Strafanzeige gegen 
B. X. und E. wegen des Verdachts der Veruntreuung, eventuell des Betrugs und 
des Ungehorsams gegenüber einer amtlichen Verfügung. Die Anzeigeerstatter 
machten im Wesentlichen geltend, es bestehe dringender Verdacht, dass B. X. 
unter Beihilfe vom Treuhänder E. Vermögenswerte, die zum Nachlass gehörten 
bzw. einer Ausgleichspflicht unterlägen, vor und nach dem Tod der Erblasserin 
bewusst zu seinen Gunsten beiseite geschafft habe. Eine strafrechtlich relevante 
Handlung werde insbesondere im Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegen-
schaft der Erblasserin in F. (Italien) an die H. AG mit Sitz in L. kurz vor deren Tod 
vermutet. Bis heute stehe nicht fest, ob überhaupt ein Kaufpreis entrichtet worden 
und wohin das Geld geflossen sei. Auch mehr als zwei Jahre nach dem Tod der 
Erblassern stehe nicht fest, wie hoch der Nachlass sei. Die Erblasserin sei im 
Besitz von wertvollem Schmuck sowie von zahlreichen Wertgegenständen (Tep-
piche, Antiquitäten etc.) gewesen, welche sich in der Liegenschaft in F. befunden 
hätten und heute verschwunden seien. B. X. sei mit seiner schwerkranken Mutter 
in der letzten Augustwoche 1999 via K., L. und Vaduz nach Garmisch-Partenkir-
chen gefahren. Kurz darauf sei wieder die Rückfahrt erfolgt. Für diese Reise habe 
es keinen vernünftigen Grund gegeben. Es sei zu vermuten, dass sie einzig der 
Übertragung von Vermögenswerten bzw. zur Erstellung von Bankvollmachten in 
den genannten Orten gedient habe. B. X. habe frühzeitig die Schlösser der Lie-
genschaft auswechseln lassen, so dass den Anzeigeerstattern der Zutritt für eine 
Inventaraufnahme verwehrt gewesen sei. Gestützt auf ein daraufhin von den An-
zeigeerstattern gestelltes Gesuch sei B. X. vom Kreisamt Oberengadin verpflich-
tet worden, unter eidesstattlicher Erklärung die geforderten Auskünfte zu erteilen 
und Unterlagen vorzulegen. B. X. sei - obwohl er auf die strafrechtlichen Folgen 
einer falschen eidesstattlichen Erklärung hingewiesen worden sei - der richterli-
chen Aufforderung zur vollständigen und wahrheitsgetreuen Auskunft und Edi-
tion nicht nachgekommen. Es lägen damit gewichtige Indizien vor, dass B. X. sich 
der genannten Vermögensdelikte schuldig gemacht habe. 

Bei E. sei zumindest im Zusammenhang mit der Übertragung der Liegen-
schaft in Italien von einer Form der Mittäterschaft auszugehen. Gegenüber B. X. 
sei zudem ein Strafverfahren wegen Ungehorsams gegenüber einer amtlichen 
Verfügung zu eröffnen. 

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2. Mit Verfügung vom 28. August 2002 eröffnete die Staatsanwalt-
schaft Graubünden daraufhin eine Strafuntersuchung gegen B. X. und E. wegen 
Veruntreuung etc..

C. Mit von der Staatsanwaltschaft genehmigter Einstellungsverfügung 
vom 3. Dezember 2003, mitgeteilt am 9. Dezember 2003, stellte der Untersu-
chungsrichter die Strafuntersuchung wegen des Verdachts der Veruntreuung ge-
genüber beiden angeschuldigten Personen ein. In Bezug auf den einzig B. X. 
betreffenden Tatbestand von Art. 292 StGB wurde das Verfahren an das Kreis-
amt Oberengadin abgetreten. Die Verfahrenskosten wurden bei der Prozedur be-
lassen und der Kreispräsident Oberengadin ersucht, in seinem Entscheid auch 
über die Tragung dieser Kosten zu befinden. 

D. Gegen diese Einstellungsverfügung erhob A. X. am 27. Dezember 
2003, eingegangen am 6. Januar 2004, Beschwerde bei der Beschwerdekammer 
des Kantonsgerichts Graubünden mit dem sinngemässen Antrag, es sei die an-
gefochtene Verfügung aufzuheben und die Strafuntersuchung gegen B. X. und 
E. fortzusetzen. Zur Begründung brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen 
vor, die Einstellung des Verfahrens erweise sich als unangemessen. Die Anzei-
geerstatter seien trotz eines entsprechenden Angebots nicht vernommen wor-
den. D. X. hätte noch gerne einige deutsche Bankschriften und Bedeutungen dar-
gelegt. Im Weiteren seien keine Abklärungen bei den Banken, insbesondere der 
Bank J. L. und K. sowie der Bank M. gemacht worden. In Bezug auf die Bank J. 
bestünden verschiedene Hinweise. Unter anderem habe die Erblasserin die Bank 
J. K. vor ihrem Ableben gegenüber dem Beschwerdeführer erwähnt. Der Hinweis 
auf die Zuständigkeit der italienischen Behörden sei der Sache nicht zweckdien-
lich, da dort eine Anzeigefrist von drei Monaten - vorliegend also bis Dezember 
1999 - zu beachten gewesen sei. Die Frist habe nicht eingehalten werden kön-
nen, da B. X. die Todesurkunde gefälscht habe. Eine Überprüfung der Firmen, in 
welche B. X. mütterliches Vermögen einschleuste, und der Bankkonten sei nur in 
der Schweiz möglich. Die italienische Staatsanwaltschaft sei an der Abklärung 
dieser Fragen aufgrund des Domizils von B. X. nicht interessiert. Es sei somit 
angezeigt, dass die Schweiz die Amtshilfe von Italien in Anspruch nehme. So-
dann habe er - der Beschwerdeführer - anfangs/Mitte der Achtzigerjahre zusam-
men mit seiner Mutter einen Safe bei der Bank N. L. aufgesucht. Dieser Safe sei 
im Nachhinein nicht zu finden und sei vermutlich von E. gestellt worden. Letzterer 
sei vom Untersuchungsrichter nur unzureichend befragt worden. Seine Aussage, 
er habe kein privates Vermögen von C. X. verwaltet, heisse nicht, dass er auch 

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kein Gesellschaftsvermögen verwaltet habe. E. verfüge über gute Beziehungen 
zu Banken, da der Bruder seines Vorgängers in der Firma in gehobener Position 
bei der Bank J. tätig sei bzw. tätig gewesen sei. Zusammenfassend sei somit 
nicht sorgfältig genug und nicht konform des von der Schweiz unterzeichneten 
Europäischen Vertrags ermittelt worden. 

2. Die Staatsanwaltschaft Graubünden beantragte in ihrer am 27. Ja-
nuar 2004 überbrachten Vernehmlassung die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde. 

3. Weitere Stellungnahmen wurden nicht eingeholt.

4. Mit Schreiben vom 27. Februar 2004 teilte Rechtsanwalt Schaub 
dem Kantonsgerichtspräsidium Graubünden mit, dass er die Vertretung von A. 
X. übernommen habe. 

5. Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und in der angefoch-
tenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen. 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung :

1. Gemäss Art. 138 StPO kann gegen Verfügungen und Beschwer-
deentscheide des Staatsanwaltes sowie von ihm vorgängig genehmigte Amts-
handlungen von Untersuchungsorganen bei der Beschwerdekammer des Kan-
tonsgerichts wegen Rechtswidrigkeit oder Unangemessenheit Beschwerde ge-
führt werden. Die Beschwerde ist innert zwanzig Tagen, seit der Betroffene vom 
angefochtenen Entscheid Kenntnis erhalten hat, schriftlich einzureichen (Art. 139 
Abs. 2 StPO). Im Hinblick auf die nachstehenden Erwägungen in Ziffer 4 gilt dar-
auf hinzuweisen, dass eine Beschwerdeschrift gemäss Art. 139 Abs. 3 StPO in 
Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 VVG den Antrag und eine Begründung zu enthalten 
hat. Es ist zu sagen, welche Punkte angefochten und worin die Rechtswidrigkeit 
oder Unangemessenheit erblickt wird. Die Begründung muss sich dabei aus der 
Eingabe selbst ergeben (W. Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des 
Kantons Graubünden, 1996, S. 343 mit Hinweisen; PKG 1999 Nr. 27; PKG 1989 
Nr. 40). Diese Begründungspflicht bezieht sich auch auf allfällige Beweisergän-
zungsanträge. Ein Beweismittelantrag ist demnach vom Richter zu verwerfen, 

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wenn der Antragsteller es an genügender Substantiierung der zu beweisenden 
Umstände fehlen lässt (BGE 90 II 219). 

2. Ausgangspunkt der eingestellten Untersuchung bildete die als 
Strafanzeige betitelte Eingabe von A. X. und D. X. vom 15. August 2002. Darin 
wurde geltend gemacht, B. X. habe sich im Zusammenhang mit der Übertragung 
der Liegenschaft in F. der Veruntreuung schuldig gemacht. Sodann hätte B. X. 
vor aber auch nach dem Tod von C. X. Gegenstände, namentlich solche aus der 
Liegenschaft in F., die in den Nachlass gehörten bzw. einer Ausgleichungspflicht 
unterlägen, beiseite geschafft und sich damit ebenfalls der Veruntreuung schul-
dig gemacht. Bei E. sei zumindest im Zusammenhang mit dieser Liegenschaf-
tenübertragung von einer Form der Mittäterschaft auszugehen. 

a) Strafanzeige kann von jedermann erhoben werden. Sie soll die Be-
hörden lediglich über das Bestehen eines bestimmten, strafrechtlich relevanten 
Sachverhalts informieren und kann so, insbesondere im Bereich der Offizialde-
likte, das heisst bei Delikten, die von den Strafverfolgungsbehörden von Amtes 
wegen zu verfolgen sind, Anstoss zur Einleitung eines Verfahrens geben. Zu un-
terscheiden ist die Strafanzeige vom Strafantrag. Dieser betrifft ausschliesslich 
die Verfolgung von sogenannten Antragsdelikten, das heisst Delikten, die wegen 
ihrer geringen Bedeutung oder mit Rücksicht auf häuslich/familiäre Beziehungen 
nur verfolgt werden, wenn der Geschädigte dies ausdrücklich will (vgl. St. Trech-
sel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 1997, N. 1 vor Art. 28 
StGB). 

b) Bei B. X. handelt es um den Sohn von C. X. und Bruder des Be-
schwerdeführers. Sowohl C. X. wie auch der Beschwerdegegner verstehen sich 
demnach als Angehörige im Sinne von Art. 110 Ziff. 2 StGB. Veruntreuungen ge-
genüber Angehörigen, wie sie der Beschwerdeführer seinem Bruder vorwirft, sind 
gemäss Art. 138 Ziff.1 Abs. 3 StGB nur auf Antrag strafbar. Nicht anders verhält 
es sich im Übrigen auch dann, wenn es sich bei den angeblichen strafbaren 
Handlungen um andere Vermögensdelikte wie Betrug oder Diebstahl handeln 
würde (vgl. Art. 146 Abs. 3 StGB und Art. 139 Ziff. 4 StGB). Bezüglich der be-
haupteten Vermögensdelikte von B. X. ist die vom Beschwerdeführer einge-
reichte Strafanzeige demnach nicht als Strafanzeige, sondern als Strafantrag zu 
behandeln. Als Strafanzeige ist sie nur insofern relevant, als mit ihr auch um die 
Strafverfolgung von B. X.  wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung 
(Art. 292 StGB) - einem Offizialdelikt - ersucht wurde. Diesbezüglich wurde das 

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Verfahren jedoch an das Kreisamt Oberengadin abgetreten und entsprechend 
bildet dieser Vorwurf auch nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdever-
fahrens. Als Strafanzeige ist die Eingabe ferner im Falle von E. aufzufassen, da 
hier keine Verbindung im Sinne von Art. 110 Ziff. 2 StGB besteht und es selbst 
bei einer allenfalls nur untergeordneten Form der Täterschaft kein Verfolgungs-
privileg zu beachten gilt (vgl. Art. 26 StGB). 

c) Soweit der Eingabe des Beschwerdeführers vom 15. August 2002 
die Funktion eines Strafantrags zukommt, hat sie auch die diesbezüglichen - im 
Vergleich zur Strafanzeige - weitergehenden Voraussetzungen zu erfüllen. Der 
Strafantrag wird vom Bundesgericht definiert als die Willenserklärung des Ver-
letzten, dass die Strafverfolgung stattfinden solle, und zwar eine Willenserklä-
rung, welche nach dem massgebenden Prozessrecht die Strafverfolgung auch 
tatsächlich in Gang bringt und das Verfahren ohne weitere Erklärung des An-
tragstellers seinen Lauf nehmen lässt (BGE 115 IV 2; vgl. zum Ganzen Trechsel, 
a.a.O., N. 2 ff. vor Art. 28 StGB). In inhaltlicher Hinsicht setzt dies voraus, dass 
der Antragsteller den zur Last gelegten Sachverhalt zumindest in den Grundzü-
gen umschreibt, indem er darlegt, in welchem Zusammenhang einer Person ein 
deliktisches Verhalten vorgeworfen wird. Art. 29 StGB bestimmt sodann, dass 
das Recht, Strafantrag zu stellen, nach Ablauf von drei Monaten erlischt. Die Frist 
beginnt mit dem Tag, in welchem dem Antragsberechtigten der Täter und - was 
Art. 29 StGB nicht ausdrücklich sagt, sich aber von selbst versteht - die Tat be-
kannt wird. Der Verletzte hat dann im Sinne von Art. 29 StGB Kenntnis vom Täter 
und Tat, wenn er so gewichtige Anhaltspunkte für die Täterschaft einer bestimm-
ten Person hat, dass er davon überzeugt sein und in guten Treuen Strafantrag 
stellen darf, ohne selbst Bestrafung, etwa wegen übler Nachrede, gewärtigen zu 
müssen. Eine gesicherte Beweislage ist indes nicht erforderlich (vgl. Trechsel, 
a.a.O., N. 5 zu Art. 29; BGE 74 IV 75). Die Frist von drei Monaten wird nach dem 
Kalender bemessen. Der Strafantrag stellt dabei beim Antragsdelikt nach gelten-
der Praxis und Lehre eine zwingend erforderliche Prozessvoraussetzung dar 
(vgl. J. Rehberg, Strafrecht I, 6. Auflage, 1996, S. 270; St. Trechsel, a.a.O., N. 4 
vor Art. 28 StGB; BGE 105 IV 231; Entscheide der Beschwerdekammer vom 12. 
Juli 2000, BK 00 34; vom 17. November 1998, BK 98 88; vom 11. Dezember 
1996, BK 96 82). Prozessvoraussetzungen hat die Beschwerdekammer - unab-
hängig von den durch die Parteien vorgebrachten Argumenten - von Amtes we-
gen zu prüfen (Entscheid der Beschwerdekammer vom 18. September 1996, BK 
96 57; Hauser/Schweri, Schweizerischen Strafprozessrecht, 4. Auflage, 1999, § 
41 N. 13). 

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d) Formell vermag die Eingabe vom 15. August 2002 den an den Straf-
antrag gestellten Voraussetzungen fraglos zu genügen. Auch inhaltlich ist der 
Strafantrag klar. Geltend gemacht wird, B. X. habe auf strafbare Weise vor und 
nach dem Tod von C. X. namhafte Vermögenswerte beiseite geschafft bzw. un-
rechtmässig über solche verfügt und insbesondere auch im Zusammenhang mit 
dem Verkauf der Liegenschaft in F. eine Veruntreuung begangen. Offenkundig 
nicht eingehalten wurde jedoch die dreimonatige Antragsfrist. Die Liegenschaft 
in F. wurde am 24. April 1999 verkauft. C. X. verstarb am 8. September 1999. 
Wie noch näher darzulegen sein wird, kann ein in diesem Zusammenhang ste-
hendes Delikt nur zum Nachteil von C. X. erfolgt sein, weshalb ausschliesslich 
ihr und nicht etwa auch ihren Erben ein entsprechendes Strafantragsrecht zu-
stand. Innert der dreimonatigen Frist, die vor ihrem Tod ablief, wurde kein Straf-
antrag erhoben. Wohl bestimmt Art. 28 Abs. 3 StGB, dass das Antragsrecht je-
dem Angehörigen zusteht, wenn der Verletzte stirbt, ohne dass er den Strafan-
trag gestellt oder auf den Strafantrag ausdrücklich verzichtet hat. Dieses Recht 
steht den Angehörigen jedoch selbstverständlich nur dann zu, wenn die dreimo-
natige Antragsfrist zum Zeitpunkt des Todes des Verletzten noch nicht abgelau-
fen ist. Verzichtet jemand auf die Einreichung eines Strafantrags und läuft die 
diesbezügliche Frist vor dem Tod der betreffenden Person unbenutzt hat, so steht 
deren Angehörige auch kein vom Verletzten abgeleitetes Strafantragsrecht mehr 
zu. 

Darüber hinaus muss das Strafantragsrecht des Beschwerdeführers - und 
dies für alle von ihm zur Anzeige gebrachten Delikte - selbst dann als verwirkt 
gelten, wenn der Umstand, dass die Verletzte selbst keinen Strafantrag gestellt 
hat - ausser acht gelassen wird. Das angeblich deliktische Verhalten seines Bru-
ders war dem Beschwerdeführer deutlich mehr als drei Monate vor Einreichung 
seines Strafantrags im erforderlichen Umfang bekannt. Bei den Akten liegt ein 
Schreiben des Beschwerdeführers vom 27. Mai 2001 (act. 4.12, vermerktes Do-
kument 1), worin er bereits dieselben Vorwürfe wie in der Eingabe vom 15. Au-
gust 2002 gegenüber B. X. und E. erhebt. Zu erwähnen ist ferner das Schreiben 
von Dr. G., dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, vom 18. Februar 2002 
(act. 4.12, vermerktes Dokument 2). Auch in diesem Schreiben wird der Be-
schwerdegegner im Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft in F. de-
liktischer Machenschaften bezichtigt. Gleiches ergibt sich aus einem Schreiben 
des Beschwerdeführers vom 16. April 2002 (act. 4.2, Beilage 15 zur Strafan-
zeige). Darin wirft der Beschwerdeführer seinem Bruder und dessen Treuhänder 
E. gleichfalls vor, sie hätten sich beim Verkauf der Liegenschaft in F. und durch 

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Vermögensübertragungen und Beiseiteschaffen von Vermögensgegenständen 
(Teppiche, Geschirr, Besteck, Zierat) strafbar gemacht. 

Wurde der eine zwingende Prozessvoraussetzung darstellende Strafan-
trag zu spät eingereicht, erweist sich die vorinstanzliche Einstellung des Verfah-
rens - zumindest in Bezug auf die gegenüber B. X. erhobenen Vorwürfe - als 
offensichtlich gerechtfertigt. 

3. Lediglich der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass 
sich die Einstellung des Verfahrens gegenüber B. X. auch gestützt auf die vom 
Untersuchungsrichter vorgetragene Begründung als richtig erweist. Der Be-
schwerdeführer legt nicht dar, weshalb die Feststellung des Untersuchungsrich-
ters, im Zusammenhang mit dem angeblich betrügerischen Verkauf der Liegen-
schaft in F. durch B. X. ermangele es in der Schweiz an der genügenden Territo-
rialkompetenz zur Strafuntersuchung, falsch ist. Aus dem Einwand des Be-
schwerdeführers, in Italien könne die Sache mangels eines rechtzeitig gestellten 
Strafantrags nicht mehr verfolgt werden, kann jedenfalls weder auf die Rechts-
widrigkeit noch auf die Unangemessenheit der angefochtenen Verfügung ge-
schlossen werden. Dass eine solche Territorialkompetenz auch nicht nachträg-
lich dadurch geschaffen werden kann, dass die Schweiz - wie der Beschwerde-
führer geltend macht - von sich aus tätig und die Amtshilfe von Italien anruft, 
erscheint klar und braucht keiner weitergehenden Begründung. Gleiches gilt in 
Bezug auf die Behauptung des Beschwerdeführers, die Schweiz sei gestützt auf 
den Europäischen Vertrag zu solchen Ermittlungen verpflichtet. Eine derartige 
Verpflichtung bei im Ausland begangenen Taten besteht nur dann, wenn der 
Täter sich in der Schweiz befindet, was bei B. X. nicht der Fall ist, und bezieht 
sich nicht auf Vermögensdelikte, wie sie vorliegend geltend gemacht werden (Art. 
6bis StGB). 

Sodann wäre das Verfahren auch aus materiellen Gründen einzustellen 
gewesen. Bei den angeblich vor dem Tod von C. X. beiseite geschafften Ge-
genstände handelt es sich selbstverständlich nicht - wie der Beschwerdeführer 
behauptet - um solche des Nachlasses. Diese Gegenstände standen zum dama-
ligen Zeitpunkt im Eigentum von C. X.. Entsprechend kann in diesem Zusammen-
hang auch nicht davon die Rede sein, B. X. habe sich damals möglicherweise 
zum Nachteil des Nachlasses bzw. der Erbengemeinschaft oder gar einzelner 
Erben unrechtmässig Vermögenswerte angeeignet. Vielmehr wären solche 
Handlungen höchstens zum Nachteil von C. X. erfolgt. Von einer unrechtmässi-

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gen, strafrechtlich relevanten Aneignung oder Verwendung könnte deshalb nur 
dann gesprochen werden, wenn Anhaltspunkte dafür bestünden, dass B. X. zu 
Lebzeiten von C. X. in einer nicht ihrem Willen und Auftrag entsprechenden 
Weise über die Gegenstände verfügt hat. Gleich verhält es sich mit der angebli-
chen Veruntreuung im Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft in F.. 
Zum Zeitpunkt des Verkaufs stand die Liegenschaft im Eigentum von C. X. und 
eine allfällige Veruntreuung betraf somit wiederum nur ihr Vermögen und nicht 
jenes des Nachlasses. Es lässt sich denn auch mit Fug fragen, wie im Zusam-
menhang mit dem Verkauf der Liegenschaft überhaupt von einer Veruntreuung 
gesprochen werden kann, nachdem dieses Geschäft von C. X. persönlich und 
nicht vom Beschwerdegegner getätigt wurde. Möglich erschiene höchstens der 
Tatbestand des Betrugs. So wird denn auch geltend gemacht, C. X. sei in einem 
schlechten gesundheitlichen Zustand gewesen und sei infolge eines akuten 
Darmverschlusses und in einem psychisch desolaten Zustand in ein örtliches 
Spital eingeliefert worden. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf eine 
Bestätigung des Ospedale Generale di O. vom 1. März 2002. Dieses Schreiben 
(act. 4.2 Beilage 9) enthält jedoch überhaupt keine Aussage über den angeblich 
physisch und/oder psychisch schlechten Zustand von C. X., sondern lediglich 
eine Bestätigung ihres Aufenthalts im Spital vom 20. April bis 17. Mai 1999. 
Tatsächlich verliess sie gemäss Journalauszug das Spital am 24. April 1999 - 
dem Tag, als der Kaufvertrag abgeschlossen wurde - mit einer entsprechenden 
Erlaubnis (vgl. act. 4.12, vermerktes Dokument 3), was wohl schwerlich der Fall 
gewesen wäre, wenn C. X. sich in einem derart kritischen Zustand, wie ihn der 
Beschwerdeführer behauptet, befunden hätte. Dafür, dass C. X. im Zusammen-
hang mit dem Verkauf der Liegenschaft in F. bzw. im Zusammenhang mit angeb-
lich beiseite geschafften Vermögenswerten Opfer von Vermögensdelikten wurde, 
bestehen letztlich überhaupt keine Indizien. So kann in diesem Zusammenhang 
etwa auf das vom Beschwerdeführer zur Untermauerung seiner Vorwürfe einge-
reichte Schreiben von P. verwiesen werden (vgl. act. 4.12, vermerktes Dokument 
4). Wohl ist aus diesem Schreiben zu schliessen, dass nach Auffassung von P. 
B. X. von seiner Mutter finanziell abhängig war und er auch auf die Übertragung 
der Liegenschaft drängte. Es ist jedoch nicht im Entferntesten davon die Rede, 
dass B. X. irgendwelchen unzulässigen Druck ausübte, seine Mutter schlecht be-
handelte oder diese gar nicht in der Lage gewesen wäre, sich eine eigene Mei-
nung zu bilden. Vielmehr ergibt sich aus diesem Schreiben, dass die Frage der 
Übertragung der Liegenschaft schon vor dem Spitalaufenthalt von C. X. offen 
erörtert wurde und Letzere wiederholt in Anwesenheit von P. versprochen hat, 
das Haus auf ihren Sohn zu überschreiben. Bemerkenswert ist sodann, dass 

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gemäss Bekundung von P. von der Überschreibung der Liegenschaft auf B. X. 
und nicht etwa vom Verkauf der Liegenschaft an ihn die Rede war. Desgleichen 
hielt P. fest, dass C. X. selbst die Absicht hatte, Gegenstände aus der Liegen-
schaft in Italien zu verkaufen, um mit dem Erlös den eigenen Unterhalt und - wie 
aus den Bekundungen zu folgern ist - jenen des Beschwerdegegners zu bestrei-
ten. Desgleichen liegt ein von Q. X. verfasstes Schriftstück bei den Akten (vgl. 
act. 4.12, vermerktes Dokument 5). Dieses gibt Anordnungen über die Verwen-
dung des Nachlasses wieder, welche ihr die schwerkranke C. X. offenbar noch 
kurz vor ihrem Tod diktierte. Aus diesem Schreiben kann wahrlich nicht geschlos-
sen werden, C. X. sei nicht mehr bei klarem Verstand gewesen. Insofern besteht 
auch kein Grund zur Annahme, B. X. habe sich gegen den Willen von C. X. zu 
deren Lebzeiten vermögensmässige Vorteile verschafft. Ebensowenig kann nun 
einfach daraus, dass die Vermögenswerte bei ihrem Tod nicht mehr dem Nach-
lass zugehörten, auf ein deliktisches Verhalten geschlossen werden. C. X. konnte 
über ihr Vermögen frei verfügen. Weder sie noch der Beschwerdegegner waren 
unter Straffolge verpflichtet, das Vermögen so zu verwenden, dass ein möglichst 
grosser Nachlass zurückblieb. Namentlich musste der Beschwerdeführer als 
künftiger Erbe beispielsweise nicht - wie dieser offenbar meint - vorgängig ge-
fragt werden, ob die Liegenschaft an die H. AG verkauft werden darf, weil da-
durch angeblich sein Erbteil tangiert sein könnte. Es erscheint denn auch durch-
aus möglich, dass in den Monaten vor dem Tod von C. X. Vermögensdispositio-
nen vorgenommen wurden, die den Beschwerdegegner gegenüber seinen Brü-
dern in Bezug auf das künftige Erbe bevorteilten. Diese Bevorteilung versteht 
sich jedoch als rein zivilrechtliche Folge von freiwillig zu Lebzeiten vorgenomme-
nen Vermögensdispositionen und sind strafrechtlich noch nicht weiter relevant. 
Der Beschwerdeführer hat - soweit seine Behauptungen zutreffen - die Möglich-
keit, sich dagegen auf zivilrechtlichem Weg zur Wehr zu setzen. Zumindest nach 
Schweizerischen Erbrecht hat er - soweit die diesbezüglichen Voraussetzungen 
gegeben sind - die Möglichkeit, die Ausgleichung oder - bei einer Verfügung von 
Todes wegen - die Herabsetzung, allenfalls aber auch Schadenersatz (Art. 41 
OR) zu verlangen (vgl. dazu etwa für das Schweizerische Erbrecht Art. 626 ZGB, 
598, 519 ff). Gleich verhält es sich grundsätzlich auch bezüglich der Ge-
genstände, die angeblich nach dem Tod von C. X. vom Beschwerdegegner aus 
der Liegenschaft entfernt wurden bzw. von ihm in Besitz genommen wurden. Pro-
blematisch wird die Sache in beiden Fällen folglich erst dann, wenn im erbrecht-
lichen Verfahren solche Vermögensdispositionen zum Nachteil der anderen Er-
ben verschwiegen werden und diese dadurch im Erbgang geschädigt werden. 
Denn jeder Miterbe ist - dies wiederum zumindest nach schweizerischem Erb-

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recht - verpflichtet, umfassend Auskunft über alle Belange zu geben, die bei ob-
jektiver Betrachtung geeignet erscheinen, den Nachlass zu bestimmen bzw. die 
Teilung zu beeinflussen (Art. 610 Abs. 2, vgl. C. Schaufelberger, Basler Kom-
mentar zum Schweizerischen Privatrecht, ZGB II, 2003, N. 17 zu Art. 610 ZGB; 
BGE 127 III 396). Gestützt auf diese Angaben wird in der Folge die Höhe des 
Nachlasses und die Erbquoten bestimmt. Kommt ein Erbe dieser Auskunftspflicht 
mit der Absicht, andere Erben zu schädigen und sich zu bereichern, nicht oder 
nur unzureichend nach und wird dadurch der Umfang des Nachlasses in der 
Folge falsch festgelegt, kann dies den Straftatbestand des Betruges erfüllen 
(Schaufelberger, a.a.O., N. 12 zu Art. 608 ZGB). Solche strafbaren, im Zusam-
menhang mit dem eigentlichen Erbgang stehenden und durch Verschweigen ge-
genüber den Erben begangene Delikte gegen das Vermögen liegen dem Straf-
antrag vom 15. August 2002 jedoch nicht zugrunde. Geltend gemacht wird nicht, 
der Beschwerdegegner habe sich dadurch deliktisch verhalten, dass er bei der 
erbrechtlichen Auseinandersetzung in Bereicherungsabsicht keine oder unzurei-
chende Angaben machte und der Nachlass in der Folge auch tatsächlich falsch 
ermittelt wurde. Es wird lediglich behauptet, dass der Beschwerdegegner sich vor 
und kurz nach dem Tod der Erblasserin in unzulässiger Weise in den Besitz von 
Vermögensgegenständen brachte. Dies allein besagt jedoch noch in keiner 
Weise, dass der Beschwerdegegner sich im Zusammenhang mit dem Erbgang 
eines Vermögensdelikts zum Nachteil der Erben schuldig gemacht hat. Nachge-
rade bei einem ausschliesslich im Zusammenhang mit dem Erbgang stehenden 
Deliktsvorwurf wäre im Übrigen nicht von der Schweizerischen Zuständigkeit 
auszugehen. B. X. ist deutscher Staatsangehöriger und hat - was auch der Be-
schwerdeführer anerkennt (vgl. Schreiben des Beschwerdeführers vom 12. No-
vember 2003 an Dr. I., Beilage zur Beschwerde act. 01/7) - keinen Wohnsitz in 
der Schweiz. Sein Wohnsitz war und ist vielmehr Italien. Der Beschwerdeführer 
wiederum ist deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Deutschland. Ein ter-
ritorialer oder persönlicher Zusammenhang mit dem Erbgang und einem mit ihm 
in Verbindung stehenden Vermögensdelikt, das die Zuständigkeit der schweize-
rischen Behörden zu begründen vermöchte, ist damit nicht ersichtlich. 

4. Wie dargelegt wurde, ist bei E. die Strafverfolgung nicht von einem 
frist- und formgerecht eingereichten Strafantrag abhängig. In seinem Fall hatte 
die Behörde gestützt auf die Vorhalte des Beschwerdeführers zu prüfen und - bei 
einem Verdacht - von sich aus die Ermittlungen aufzunehmen. Die Einstellung 
des Verfahrens begründete der Untersuchungsrichter damit, dass sich der Ver-
dacht der Veruntreuung nicht erhärtet habe. Die in den Büroräumlichkeiten von 

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E. durchgeführte Hausdurchsuchung hätte keine Anhaltspunkte dafür geliefert, 
dass dieser privates Vermögen der Verstorbenen verwaltet habe. Ebensowenig 
seien Gegenstände, die zur Erbmasse gehörten, aufgefunden worden. 

Der Beschwerdeführer wendet ein, der Untersuchungsrichter habe E. nur 
ungenügend befragt. Namentlich habe der Untersuchungsrichter nicht zwischen 
privatem Vermögen und Gesellschaftsvermögen und zwischen Eigentum und 
Besitz unterschieden. Wenn E. als rethorisch geschulter Treuhänder ausführe, er 
habe kein privates Vermögen von C. X. verwaltet, schliesse dies nicht aus, dass 
er Gesellschaftsvermögen für sie verwaltet habe. Ausserdem habe er - der Be-
schwerdeführer - anfangs/Mitte der Achtzigerjahre einen Safe bei der Bank N. L. 
aufgesucht. Dieser Safe sei nicht mehr zu finden und sei vermutlich von E. bzw. 
der Firma Q. gestellt worden. 

C. X. war im Ruhestand. Sie war nicht geschäftlich tätig, sondern höchs-
tens noch an Gesellschaften beteiligt. Solche allfällige Beteiligungen fallen je-
doch ebenfalls ins Privatvermögen. Befragte der Untersuchungsrichter E. nach 
dem Privatvermögen von C. X., blieb folglich kein Vermögen ausgeklammert. Na-
mentlich übersieht der Beschwerdeführer jedoch, dass die Vorinstanz ihre Fest-
stellung, es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass E. im Besitze von Vermö-
gensgegenständen von C. X. sei oder Vermögen von ihr verwaltet habe, gar nicht 
auf seine Aussage stützte. Sie verwies vielmehr auf das negative Ergebnis der 
Hausdurchsuchung und der Prüfung der in diesem Zusammenhang beschlag-
nahmten Dokumente. Mit dieser Begründung setzt sich der Beschwerdeführer 
nicht auseinander. Er legt nicht dar, inwiefern die angefochtene Verfügung in die-
sem Punkt rechtswidrig oder unangemessen sein soll. Tatsächlich hat die Haus-
durchsuchung keinerlei Anhaltspunkte für die Richtigkeit der vom Beschwerde-
führer gegen E. erhobenen Anschuldigungen geliefert. Bei den Ausführungen 
des Beschwerdeführers handelt es sich letztlich um eine im Beschwerdeverfah-
ren unzulässige, rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid, auf die 
nicht weiter einzutreten ist. Im Übrigen kann auch im Falle von E. ein strafbares 
Verhalten bereits aus den nämlichen Überlegungen, wie sie in Ziffer 3 der Erwä-
gungen dargelegt wurden, verneint werden. 

5. Nicht begründet ist die Beschwerde auch insoweit, als der Be-
schwerdeführer geltend macht, er sei befremdet darüber, dass die Anzeigeer-
statter nicht einvernommen worden seien. D. X. habe noch einige deutsche Ban-
kabschriften und Bedeutungen darlegen wollen. Der Beschwerdeführer unter-

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lässt es darzulegen, woraus sich für den zuständigen Untersuchungsrichter die 
Pflicht hätte ergeben sollen, die einzelnen Vernehmungen vorzunehmen und wel-
che zusätzlichen Erkenntnisse daraus zu erwarten gewesen wären. Sodann erü-
brigen sich solch Einvernahmen bereits deshalb, weil das im Zusammenhang mit 
dieser Beweisergänzung stehende Verfahren gegen B. X. zu Recht eingestellt 
wurde. Gleich verhält es sich schliesslich auch mit dem Vorwurf des Beschwer-
deführers, es sei unverständlich, dass nicht bei den Banken, insbesondere der 
Bank J. (L., K.) und der Bank M. nachgefragt worden sei. Auch dieser Vorwurf 
bezieht sich offenkundig auf die gegenüber B. X. vorgebrachten Anschuldigun-
gen, wird doch in der Eingabe vom 15. August 2002 behauptete, Letzterer sei 
vermutlich einzig zur Übertragung von Vermögenswerten mit seiner schwerkran-
ken Mutter in der letzten Augustwoche 1999 via K., L. und Vaduz nach Garmisch-
Partenkirchen gefahren. 

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als in allen Punk-
ten unbegründet und ist demnach abzuweisen. Bei diesem Ausgang gehen die 
Kosten des Verfahrens zu Lasten des Beschwerdeführers (Art. 160 StPO). 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'000.-- gehen zu Lasten 
des Beschwerdeführers.

3. Mitteilung an:

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Für die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden
Der Vizepräsident Der Aktuar