# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0104a0cc-8abd-514f-895e-d644ebe1541f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2008 E-7882/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7882-2008_2008-12-12.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7882/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______,
B._______, geboren _______,
C._______, geboren _______,
D._______, geboren _______,
Algerien,
_______,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 1. Dezember 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7882/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführenden eigenen Angaben zufolge nach einem 
längeren Aufenthalt in Libyen über Italien und Frankreich am 8. Sep-
tember  2008  in  die  Schweiz  einreisten  und  gleichentags  um  Asyl 
nachsuchten,

dass die Beschwerdeführenden am 16. September 2008 im Empfangs- 
und Verfahrenszentrum Kreuzlingen befragt und am 20. Oktober 2008 
durch das BFM einlässlich zu den Asylgründen angehört wurden,

dass  sie  im  Wesentlichen  geltend  machten,  der  Beschwerdeführer 
habe im Jahre 2002 als Nichtmitglied für eine islamische Partei erfolg-
los für  das Amt des Gemeindepräsidenten kandidiert  und sei seither 
von  den  Sicherheitsbehörden  mehrmals  vorgeladen  und  befragt 
worden,

dass er sich im Januar 2007 nach Libyen begeben und mit Ausnahme 
verschiedener kürzerer Auslandaufenthalte bis im Juli  2008 dort  auf-
gehalten habe,

dass die Beschwerdeführerin mit telefonischen Drohungen und Droh-
briefen aufgefordert  worden sei, den Aufenthaltsort ihres Ehemannes 
bekanntzugeben, ansonsten ihre Kinder entführt oder sie persönlich in 
ihrer Ehre verletzt würden, weshalb sie Ende Oktober 2007 zusammen 
mit ihren Kindern dem Beschwerdeführer nach Libyen nachgereist sei,

dass die Beschwerdeführenden Ende Juli 2008 Libyen Richtung Italien 
verlassen hätten,

dass am 26. November 2008 Italien einem Rückübernahmeersuchen 
des BFM entsprach und gestützt auf das entsprechende bilaterale Ab-
kommen mit  der Schweiz einer Rückübernahme der Beschwerdefüh-
renden zustimmte,

dass das  BFM mit  Verfügung vom 1. Dezember  2008 – eröffnet  am 
3.  Dezember  2008  –  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  a  des 
Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  die 
Asylgesuche  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  der  Beschwerdefüh-
renden aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

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dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Voraus-
setzungen von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG seien vorliegend erfüllt, da 
der  Bundesrat  Italien  als  sicheren  Drittstaat  bezeichnet  habe,  die 
Beschwerdeführenden  sich  vor  der  Einreise  in  die  Schweiz  dort 
aufgehalten hätten und Italien die Bereitschaft für die Rückübernahme 
erklärt habe,

dass  die  Beschwerdeführenden  ferner  in  der  Schweiz  weder  nahe 
Angehörige noch enge Beziehungen zu hier lebenden Personen hätten 
und die Flüchtlingseigenschaft  nach Art. 3  AsylG nicht  offensichtlich 
erfüllten,

dass  die  Asylvorbringen  der  Beschwerdeführer  ferner  etliche  Unge-
reimtheiten  aufweisen würden,  die  auf  eine konstruierte  Asylbegrün-
dung hindeuten würden,

dass keine Hinweise vorliegen würden, wonach in Italien kein effektiver 
Schutz vor Rückschiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG bestünde, 

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle  und keine Gründe ersichtlich  seien,  die  auf  Unzulässigkeit, 
Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit  eines  Wegweisungsvollzuges  in 
den Drittstaat Italien schliessen lassen würden, 

dass  die  Beschwerdeführenden  im  Rahmen des  rechtlichen  Gehörs 
zwar  erklärt  hätten,  die  Wohnungssituation  sei  in  Italien  für  Asylsu-
chende und Flüchtlinge wie auch für Ausländer prekär, der Beschwer-
deführer  jedoch  auch  entgegnet  habe,  es  sprächen  keine  triftigen 
Gründe gegen eine Rückschaffung nach Italien,

dass überdies darauf hinzuweisen sei, dass diverse caritative Organi-
sationen in Italien Asylsuchende und Flüchtlinge fürsorglich betreuen 
würden,

dass die  Beschwerdeführenden mit  Eingabe vom 9. Dezember 2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhoben und dessen Aufhebung sowie die Rückwei-
sung der Sache an die Vorinstanz zwecks materieller Prüfung beantra-
gen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  die  unentgeltliche  Prozessführung  mit 
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu bewilligen sei,

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dass die Beschwerdeführenden zur Begründung im Wesentlichen vor-
bringen, nachdem sie von der Seepolizei aufgegriffen und nach Italien 
gebracht worden seien, hätten sie Italien innerhalb von fünf Tagen ver-
lassen müssen,

dass sie nie in Italien gewohnt hätten und dort niemanden kennen wür-
den, weshalb es keinen Grund gebe, dorthin zurückzukehren,

dass sie alle ihre offiziellen Dokumente abgegeben hätten,

dass der Beschwerdeführer in Algerien zu einer Gefängnisstrafe verur-
teilt sei und sein Vater alle Beweise innert zirka zwei Monaten nach-
schicken könne,

dass die vorinstanzlichen Akten am 10. Dezember 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass im Übrigen vorliegend hinsichtlich  Sachverhaltsfeststellung und 
Verfahrensgang auf die Akten und den Inhalt der angefochtenen Verfü-
gung verwiesen werden kann,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2008 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche in der 
Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  sicheren 
Drittstaat  nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren können, in 
welchem sie sich vorher aufgehalten haben,

dass nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG der Bundesrat Staaten bezeich-
nen kann, in denen nach seinen Feststellungen effektiver Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht,

dass nach Art. 34 Abs. 3 AsylG die Bestimmung von Abs. 2 dieses Ar-
tikels keine Anwendung findet, wenn Personen, zu denen die asylsu-
chende Person enge Beziehungen hat,  oder nahe Angehörige in der 
Schweiz  leben  (Bst.  a),  die  asylsuchende  Person  offensichtlich  die 
Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt (Bst. b) oder Hinweise 

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darauf  bestehen,  dass im Drittstaat  kein  effektiver  Schutz  vor Rück-
schiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Bst. c),

dass die Voraussetzungen der Anwendbarkeit von Art. 34 Abs. 2 Bst. a 
AsylG i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG vorliegend in Bestätigung der 
vorinstanzlichen Erkenntnisse erfüllt sind,

dass  der  vorangegangene  Aufenthalt  der  Beschwerdeführenden  in 
Italien aktenkundig und unbestritten ist,

dass von den Beschwerdeführenden zudem nie behauptet wurde, sie 
hätten zur Schweiz enge Beziehungen oder hier nahe Angehörige, 

dass Italien – zusammen mit allen anderen EU- und EFTA Staaten – 
am 14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat bezeich-
net worden ist,

dass die Beschwerdeführenden – wie vom BFM zutreffend erkannt – in 
den sicheren Drittstaat Italien zurückkehren können, da dessen Behör-
den mit nach wie vor gültiger Erklärung vom 26. November 2008 ge-
genüber der Schweiz die Rückübernahme zugesichert haben,

dass  die  Beschwerdeführenden  die  Vermutung  der  Beachtung  des 
Rückschiebungsschutzes im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG durch den 
Drittstaat Italien nicht zu widerlegen vermögen,

dass  ferner  eine  Missachtung  des  Non-refoulement-Gebotes  durch 
den Drittstaat gar nicht begangen werden kann, solange die Behörden 
dieses  Drittstaates  mangels  Schutzersuchens  oder  mangels  Mitwir-
kung  der  Betroffenen  (beispielsweise  durch  Beachtung  einer  Anhö-
rungseinladung) gar nicht auf eine allfällige Verfolgungs- oder Gefähr-
dungssituation im Heimatstaat aufmerksam gemacht werden, 

dass es somit in der Disposition der Beschwerdeführenden liegt, ent-
sprechende Gründe nach einer Rückkehr nach Italien geltend zu ma-
chen,

dass auch keine Indizien für die Widerlegung der Vermutung ersichtlich 
sind,  wonach  Italien  im  Falle  der  Beschwerdeführenden  den  Rück-
schiebungsschutz im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG beachte,

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dass  bei  Anwendung  des  Nichteintretens-Tatbestandes  von  Art. 34 
Abs. 2 AsylG (sicherer Drittstaat)  und im Unterschied zu Abs. 1 der 
gleichen  Bestimmung  (safe  country  im  Sinne  eines  verfolgungssi-
cheren Herkunftslandes)  nicht  zu  prüfen ist,  ob  Hinweise auf  Verfol-
gung  vorliegen,  sondern  lediglich  die  Ausnahmeklausel  von  Art.  34 
Abs. 3 Bst. b AsylG zu beachten ist, wonach von einer Wegweisung in 
den Drittstaat  dann abgesehen wird,  wenn die asylsuchende Person 
offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft erfüllt,

dass somit  das BFM nicht darlegen muss, dass die Beschwerdefüh-
renden die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfüllen, sondern 
bereits die Feststellung genügt, dass die Flüchtlingseigenschaft jeden-
falls nicht offensichtlich zutage tritt,

dass sich, wie in der angefochtenen Verfügung zutreffend erkannt, aus 
den Akten keine konkreten Hinweise zur offensichtlichen Annahme der 
Flüchtlingseigenschaft ergeben und auf die betreffenden Erwägungen 
verwiesen werden kann,

dass die Beschwerdeschrift keine zureichenden Anhaltspunkte für eine 
gegenüber den vorinstanzlichen Erkenntnissen andere Betrachtungs-
weise in der Eintretensfrage enthält,

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführer nicht einge-
treten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  (insb.  auch  Art.  3  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten [EMRK, SR 0.101]) zulässig ist, da die Beschwer-
deführenden in Italien offensichtlich nicht an Leib, Leben oder Freiheit 
gefährdet  sind  oder  eine menschenrechtswidrige Behandlung zu be-
fürchten  haben  und  sie  dort  zudem  –  wie  bereits  oben  erkannt  – 
Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG finden, 
sofern darum ersucht wird,

dass weder die in Italien herrschende allgemeine Lage noch sonstige 
Gründe gegen die Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges der Be-
schwerdeführenden nach Italien sprechen und solche auch nicht sub-
stanziell geltend gemacht werden,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden nach Ita-
lien  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  konkreten  Vollzugshindernisse 
ersichtlich sind (Art. 83 Abs. 2 AuG) und die italienischen Behörden die 
Rückübernahme zugesichert haben,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  angeordnete  Vollzug 
der Wegweisung als rechtmässig zu bestätigen ist,

dass demnach die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, 
den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und 
angemessen ist  (Art. 106 AsylG),  weshalb die Beschwerde inklusive 
sämtlicher materieller und prozessualer Anträge abzuweisen ist, 

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dass aufgrund des Erkannten und der gesamten Umstände und Vor-
bringen darauf verzichtet werden kann, auf die gestellten Anträge und 
den Inhalt der Beschwerde weiter einzugehen oder die in Aussicht ge-
stellten Beweismittel abzuwarten,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 
Abs. 1 VwVG),

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
nach Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet  der behaupteten Bedürftigkeit 
abzuweisen ist, da sich die Rekursbegehren gemäss vorstehenden Er-
wägungen  als  aussichtslos  präsentierten,  welcher  Umstand  die  Ge-
währung unentgeltlicher Prozessführung nach Gesetz ausschliesst,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegen-
den Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführenden  (Einschreiben;  Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- Y._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: 

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