# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a968cd66-1a20-5db2-81c5-847ad9b8c911
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 30.11.2023 725 2023 261 / 275 (725 23 261 / 275)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2023-261---275_2023-11-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 30. November 2023 (725 23 261 / 275) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Medizinischer Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt; Rückweisung an die Vorinstanz 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Jeannette Frech, 
Rechtsanwältin, gfl Rechtsanwälte und Notare, Zuchwilerstrasse 21, 
4500 Solothurn 

  
 
gegen 
 
 

 Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Rechts-
dienst Personenschaden, Bundesgasse 35, 3011 Bern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Barbara Künzi, Fürsprecherin, Thunstrasse 
84, Postfach 31, 3074 Muri b. Bern 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
 
A. Die 1975 geborene A._____arbeitete seit August 2015 als Nanny und war in dieser Ei-
genschaft durch ihre Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft 

 

 
 
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AG (Mobiliar) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Baga-
tellunfallmeldung der Arbeitgeberin vom 15. Februar 2019 verletzte sich die Versicherte am 
12. Dezember 2018 beim Fussballspielen am linken Knie. Die Mobiliar anerkannte ihre Leistungs-
pflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 12. Mai 2021 stellte sie die 
Leistungen rückwirkend per 1. Dezember 2020 ein. Daran hielt sie auch auf Einsprache der Ver-
sicherten hin mit Entscheid vom 29. Juni 2023 fest.  
 
B. Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Advokatin Jeannine Frech, mit Eingabe 
vom 25. August 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, der Einspracheentscheid der Beschwerdegeg-
nerin vom 29. Juni 2023 sei aufzuheben und es sei diese zu verpflichten, im Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 12. Dezember 2018 die Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung 
mindestens bis zum 7. Juni 2023 zu erbringen. Eventualiter sei der Einspracheentscheid aufzu-
heben und es sei die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, 
dass der versicherungsinternen medizinischen Beurteilung, auf welche sich der leistungseinstel-
lende Entscheid der Beschwerdegegnerin stütze, keine Beweiskraft zukomme. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Oktober 2023 schloss die Mobiliar, vertreten durch Für-
sprecherin Barbara Künzi-Egli, auf Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Versicherte über den 1. Dezember 2020 hinaus Anspruch 
auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat. Massgebend ist der Sachverhalt, 
wie er sich bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 29. Juni 2023 entwi-
ckelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 
 
3. Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsun-
fällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person 
Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versi-
cherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 
Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 Prozent 
des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt (Art. 
17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem 
Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn 

 

 
 
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einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versi-
cherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 
10 Prozent invalid ist, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet 
hat. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden 
kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen 
sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 
Abs. 1 UVG).  
 
4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem – vo-
raus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Ar-
beitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen-
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetre-
ten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen 
die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis 
mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesund-
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigen-
den Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 
ist eine Tatfrage, zu deren Beantwortung die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder 
im Streitfall das Gericht – auf ärztliche Erkenntnisse angewiesen ist. Für den Nachweis des na-
türlichen Kausalzusammenhangs genügt der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt 
für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, 
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an 
sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2 mit 
Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion 
einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 456 E. 5c, 123 V 98 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei 
Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und 
der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtser-
hebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Pra-
xis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). Im Bereich organisch 
objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus 
dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch 
keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 
V 109 E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). 
 

 

 
 
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4.2 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürli-
che und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem 
im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Da es sich hierbei um eine an-
spruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast anders als bei der Frage, ob ein leis-
tungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist nicht bei der versicherten Per-
son, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 
2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des Wegfalls des 
Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht wer-
den. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, 
dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesund-
heit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kau-
sale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Ja-
nuar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Ge-
richt) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wich-
tige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).  
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) wie alle anderen 
Beweismittel frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge-
mäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unab-
hängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg-
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Ins-
besondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

 

 
 
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Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 
Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung 
der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 
125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der 
Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach ein 
Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 
Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Diesen Berichten 
kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG einge-
holten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber 
soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolge-
rungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4.7). 
 
6.1 Für die Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts sind im Wesentlichen folgende Be-
richte von Relevanz: 
 
6.2 Die Beschwerdeführerin suchte nach dem Ereignis vom 12. Dezember 2018 am 11. Ja-
nuar 2019 Dr. med. B.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, auf. Am 20. Februar 2019 diagnos-
tizierte Dr. B.____ eine Kniedistorsion links. Die Beschwerdeführerin habe beim Fussballspielen 
mit einem Kind einen akuten Schmerz und ein Knacken im linken Knie erlitten. Der Befund lautete 
auf einen leichten Streckausfall des betroffenen Knies.  
 
6.3 Am 25. Februar 2019 erfolgte eine Magnetresonanztomographie(MRT)-Untersuchung 
des linken Knies im C.____. Dabei wurden eine Ruptur des vorderen Kreuzbands (VKB) und eine 
leichte Tendinopathie der Semimembranosussehne bei ansonsten intakten Kniebinnenstrukturen 
festgestellt. Im Befund wurden im medialen und im retropatellaren Kompartiment je ein signalal-
terierter Knorpel, aber keine tiefen Knorpeldefekten festgestellt. Es läge ein intakter medialer Me-
niskus ohne Riss vor und das laterale Kompartiment weise einen intakten Knorpel ohne tiefe 
Knorpeldefekte auf. Ebenso bestünden ein intakter lateraler Meniskus ohne Hinweis auf einen 
Meniskusriss und auch bei der Trochlea hätten keine tiefen Knorpeldefekte erhoben werden kön-
nen. 
 
6.4 In der Folge wurde die Versicherte am 16. April 2019 im Spital D.____ am linken Knie 
operiert und mit einer VKB-Ersatzplastik versorgt. Dem Operationsbericht vom 22. April 2019 (act. 
182) ist unter anderem zu entnehmen, dass ein intakter Knorpel an der Patella und der Trochlea 
bestehe. Im Interkondylikum zeige sich bereits eine deutlich vernarbte Ruptur des VKB; das hin-
tere Kreuzband (HKS) sei intakt. Im mediale Kompartiment wurden ein intakter Knorpelüberzug 

 

 
 
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der Tibia und eine punktuelle Chondropathie Grad 3 nach lCrS im lateralen Bereich der medialen 
Femurkondyle festgestellt. Der mediale Meniskus sei über die gesamte Zirkumferenz einsehbar 
gewesen. Im Bereich der Pars intermedia habe ein leicht ausgefranster Menikusrand, in den üb-
rigen Bereichen hätten jedoch scharfe Abgrenzungen vorgelegen. Nach Resektion des Hoffa-
Körpers mittels Shaver hätten sich im Bereich des Meniskusvorderhorns bereits Vernarbungen 
mit Anteilen des rupturierten VKB gezeigt. Der laterale Meniskus sei aber über die gesamte Zir-
kumferenz intakt. 
 
6.5 Ein Jahr nach dem operativen Eingriff am linken Knie erfolgte am 15. April 2020 eine 
weitere MRT-Untersuchung bei der E.____. Es wurden eine Degeneration und ein Verdacht auf 
einen nicht vollständig durch die ganze Meniskussubstanz gehenden peripheren Riss im Hinter-
horn des medialen Meniskus genannt. Weiter läge eine unauffällige VKB-Plastik vor. Zudem be-
stünden eine leichte stationäre Chondromalazie femoral medial sowie patellar lateral betont und 
eine leichte Tendinopathie der Semimembranosussehne.  
 
6.6 Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-
rats, diagnostizierte am 4. Mai 2020 persistierende diffuse Knieschmerzen links bei Status nach 
VKB-Ersatzplastik vom 16. April 2019 bei traumatischer VKB-Ruptur links, Fersensporne beid-
seits rechts stärker als links und Beschwerden im Musculus semimembranosus links. Es sei mög-
lich, dass es aufgrund der Kreuzbandverletzung im anschliessenden Verlauf zu einer Verhärtung 
der Muskulatur gekommen sei und das langsame Wiederaufdehnen derselben zur Plantarfasziitis 
geführt habe. Der kausale Zusammenhang zwischen Unfall vom 12. Dezember 2019 und der 
Plantarfasziitis sei daher herzustellen.  
 
6.7 Am 15. Juni 2020 wiederholte Dr. F.____ die von ihm im Bericht vom 4. Mai 2020 genann-
ten Diagnosen und berichtete über einen erfreulichen Verlauf bei konservativ behandelten diffu-
sen Knieschmerzen links. Die Versicherte sei insgesamt mit der Situation zufrieden. 
 
6.8 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chi-
rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, führte in seiner Stellungnahme vom 8. Juli 
2020 aus (act. 170), dass zwischen dem Fersensporn links und dem Unfall vom 12. Dezember 
2018 kein Kausalzusammenhang bestehe. 
 
6.9 Im Rahmen einer weiteren MRT-Untersuchung des linken Knies bei der E.____ am 
26. November 2020 wurden in den anterioren Anteilen eine unauffällige Darstellung der Quadri-
zeps- und der Patellarsehne ohne strukturelle Auffälligkeiten sowie wenig Erguss im Recessus 
suprapatellaris festgestellt. Popliteal sei an typischer Lokalisation der Nachweis einer schmalen 
kollabierten Baker-Zyste von kraniokaudal 39 mm sowie quer 6 x 3 mm erkennbar. Der Befund 
zeige sich identisch mit jenem vom 15. April 2020.  
 
6.10 Die Beschwerdeführerin wurde durch PD Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparats, untersucht. Am 30. November 2020 diagnostizierte 
dieser einen Status nach VKB-Ruptur des linken Knies nach Rotationstrauma beim Fussballspie-
len am 12. Dezember 2018, einen Status nach VKB-Plastik am 16. April 2019, einen Status nach 

 

 
 
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Bursitis praepatellaris des linken Knies nach Trottinett-Sturz am 5. März 2018, eine Plantarfaszii-
tis und einen Fersensporn bei Knick-Senkfüssen beidseits, aktuell therapiert mit Schuheinlagen 
und Stretching-Übungen, rezidivierende Knieschmerzen rechts, einen Status nach Motorradunfall 
mit Schulter-, Knie- und Fusskontusionen links sowie einer Commotio cerebri und einer HWS-
Distorsion Grad I im Juni 2010 und einen Status nach Chopart-Distorsion mit residuellen Be-
schwerden am linken Fuss nach Velosturz am 3. Juni 2014. PD Dr. H.____ hielt fest, dass die 
Versicherte in einem relativ flüssigen, hinkfreien Gangbild ohne Gehstöcke in die Sprechstunde 
gekommen sei. lm Ganzbeinstand zeige sich eine gerade Beinachse mit leichtem Knick-Senkfuss 
beidseits. Das VKB weise einen etwas erweiterten Gang im Vergleich zur Gegenseite auf, ent-
sprechend einem Grad l Lachman-Test. Der Pivot-Shift-Test sei negativ und die Patella sei um 
zwei Quadranten verschiebbar. Der vorderer Schubladen-Test sei unauffällig und der hintere 
stabil. Meniskuszeichen, McMurray und Steinmann I sowie ll seien negativ. Auf den radiologi-
schen Bildern seien ein liegendes Plattenmaterial der VKB-Plastik und ein leicht sklerosierter 
Bohrtunnel zu erkennen. Es bestünden weder eine Arthrose-Erscheinung noch eine Gelenkspalt-
verschmälerung noch osteophytäre Anbauten. Weiter führte PD Dr. H.____ aus, dass das Prob-
lem vor allem in der Dysbalance der Flexoren und Extensoren sowie der Hamstrings und der 
Rotationsstabilisatoren des Kniegelenks zu liegen scheine. Entsprechend stimme er mit der Ver-
sicherten überein, dass der Fokus auf die dynamische Stabilisierung gelegt werden sollte, was 
sie mit der intensiven Physiotherapie mache. Dabei würden sich erste Verbesserungen der Span-
nungszustände zeigen. Radiologisch zeige sich ansonsten eine stabile VKB-Plastik, welche keine 
chirurgische Revision benötige.  
 
6.11 Am 21. Januar 2021 diagnostizierte Dr. G.____ einen Status nach Distorsion des linken 
Knies und erachtete einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den gesund-
heitlichen Störungen als überwiegend wahrscheinlich (act. 91). Er ging weiter davon aus, dass 
der Status quo sine am 25. Februar 2019 erreicht worden sei. In seiner Beurteilung führte er aus, 
dass laut MRT-Bericht vom 25. Februar 2019 eine Läsion des VKB, eine Chondropathie femoro-
tibial medial und retropatellär vorliege. Die Läsion des VKB erscheine nicht frisch, denn es würden 
entsprechende Knochenmarködeme des Tibiaplateaus und der Femurcondyle fehlen. Der Ope-
rateur beschreibe in der Arthroskopie vom 16. April 2019 denn auch bereits deutlich vernarbte 
Enden der VKB-Stümpfe. Dies passe eher nicht zu einer relativ frischen VKB-Läsion. In Bezug 
auf das Unfallereignis vom 5. März 2018 hielt er auf entsprechende Frage der Beschwerdegeg-
nerin fest, dass dieses nach Kenntnis der medizinischen Berichte zu einer Hämatobursa links 
geführt habe. Eine Läsion des VKB könne mangels klinischer und bildgebender Befunde weder 
ausgeschlossen noch belegt werden. Zudem bemerkte Dr. G.____, dass ein nicht nachvollzieh-
barer Verlauf mit später Erstvorstellung und nicht adäquatem klinischem Befund vorliege. Betref-
fend Einlagenversorgung (wegen des Fersensporns) hielt Dr. G.____ fest, dass diese nicht un-
fallkausal indiziert sei. 
 
Gestützt auf diese Einschätzung ihres beratenden Arztes teilte die Beschwerdegegnerin der Ver-
sicherten am 18. März 2021 mit, dass sie die Kosten für die Einlagenversorgung mangels Kau-
salität nicht übernehme. Die anfallenden Leistungen (Therapie und Arztbesuche) betreffend das 
linke Knie würden weiterhin bis längstens Ende 2021 übernommen (act. 77). 
 

 

 
 
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6.12 Die Beschwerdeführerin erklärte sich mit diesem Vorgehen nicht einverstanden, weshalb 
die Beschwerdegegnerin eine weitere Stellungnahme zum medizinischen Sacherhalt bei 
Dr. G.____ einholte. Am 3. Mai 2021 (act. 63) liess er verlauten, dass bei der Versicherte am 
16. April 2019 eine VKB-Plastik eingesetzt worden sei. Am 4. Mai 2020 habe Dr. F.____ über 
eine Fersenspornsymptomatik beziehungsweise eine Plantarfasziitis berichtet und einen Kausal-
zusammenhang zum Ereignis vom 12. Dezember 2018 als möglich erachtet. Der klinische Befund 
im Bereich der VKB-Plastik sei bis auf eine verlängerte Schublade unauffällig gewesen. Auch im 
Bericht von PD Dr. H.____ vom 30. November 2020 seien das Gangbild als hinkfrei und flüssig 
sowie das Kniegelenk als stabil mit reizlosen Weichteilverhältnissen beschrieben worden. Ge-
mäss diesen medizinischen Berichten und den bildgebenden Befunden könnten die von der Ver-
sicherten beklagten Beschwerden nach VKB-Plastik am linken Bein, vor allem am linken Fuss, 
nicht objektiviert werden. PD Dr. H.____ bestätige in seinem Bericht vom 30. November 2020 
weiter ein gutes und stabiles Resultat nach VKB-Plastik. Die Beschwerden der Versicherten führe 
er auf eine muskuläre Dysbalance zurück. Darüber hinaus würden im Bericht zwei Ereignisse von 
2010 und von 2014 mit offensichtlicher Beteiligung des linken Knies und des linken Fusses do-
kumentiert. Dr. G.____ hielt an seiner Beurteilung fest, dass aus medizinischer Sicht die Bildung 
eines Fersensporns in zeitlich nahem Abstand zum Unfall nicht vorstellbar sei und vor allem das 
beidseitige Vorliegen eines Fersensporns einen kausalen Zusammenhang ausschliesse. Der me-
dizinische Endzustand sei nach den Untersuchungsbefunden per 30. November 2020 erreicht. 
Die Kausalität der VKB-Läsion sei mit dem Unfallereignis vom 12. Dezember 2018 nur möglich-
erweise zu bejahen, denn die degenerativen Veränderungen des medialen Meniskus und der 
Gelenkflächen seien zu ausgeprägt. 
 
6.13 Im Rahmen des Einspracheverfahrens reichte die Beschwerdeführerin einen weiteren Be-
richt von PD Dr. H.____ ein. Am 28. Mai 2021 berichtete er, dass die Versicherte über einen 
relativ langwierigen Verlauf nach VKB-Plastik vor allem mit refraktären Muskelverspannungen 
und periartikulären Schmerzen um das Kniegelenk herum klage. Durch die Physiotherapie habe 
sie eine deutliche Verbesserung gespürt, so dass sich die Blockaden und Verspannungen zu-
nehmend lösen würden. ln der Gesamtsicht dieses relativ harzigen Verlaufs erachtete er die ak-
tuellen Beschwerden bezüglich des Knies und der muskulären Verspannungen als klar unfallkau-
sal. 
 
6.14 Dr. G.____ hielt am 26. Mai 2023 an seinen Beurteilungen vom 21. Januar 2021 und 
4. Mai 2021 fest und bestätigte, dass nach seiner Auffassung der Status quo sine am 25. Februar 
2019 eingetreten sei.  
 
6.15 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren äusserte sich auch der behandelnde Orthopäde 
Dr. med. Urs I.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappara-
tes, zur medizinischen Situation. Zuhanden der Beschwerdeführerin liess er am 10. August 2023 
verlauten, dass aus orthopädischer Sicht nicht auf die Beurteilungen von Dr. G.____ abgestellt 
werden könne. Entgegen dessen Auffassung zeige die MRT-Untersuchung vom 25. Februar 
2019 nicht bereits vorhandene degenerative Veränderungen des Meniskus und des Knorpels. 
Vielmehr ergebe die radiologische Beurteilung eine Ruptur des vorderen Kreuzbands und eine 
leichte Tendinopathie (Reizung/Entzündung) der Semimembranosussehne bei sonst intakten 

 

 
 
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Kniebinnenstrukturen. Die Knorpelsituation sei normal und die von Dr. G.____ erwähnten starken 
Knorpelschädigungen seien nicht aufgeführt worden. Somit könne davon ausgegangen werden, 
dass vor dem Ereignis vom 12. Dezember 2018 keine wesentlichen Knieveränderungen bestan-
den hätten. In diesem Zusammenhang mache der Vertrauensarzt wahrscheinlich eine Verwechs-
lung mit dem vorhandenen MRT des rechten Knies vom 16. Oktober 2019, wo degenerative Me-
niskus- und Knorpelschäden beschrieben worden seien. Auch liessen sich die 4 Monate nach der 
Ruptur intraoperativ festgestellten degenerativen und vernarbten Veränderungen am vorderen 
Kreuzband erklären. Die fehlenden Knochenmarködeme seien für eine solche Beurteilung nicht 
relevant, da die MRT nicht direkt nach dem Trauma durchgeführt worden sei und (allfällige) 
Ödeme sich deshalb bereits wieder zurückgebildet haben könnten. Dr. I.____ führte weiter aus, 
dass zwischen der Ruptur des VKB und dem Kniedistorsionstrauma vom 12. Dezember 2018 mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe. Die im Nach-
gang zum operativen Eingriff mit VKB-Plastik vom 16. April 2019 aufgetretene muskuläre Dysba-
lance sei auch überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis zurückzuführen. In Bezug auf 
die Frage, ob die Fussproblematik links mit der Plantarfasziitis und der Fersenspornproblematik 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem kausalen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
12. Dezember 2018 stehe, liess Dr. I.____ verlauten, dass es durch die Dysbalance und die mus-
kulären Verhärtungen zu reaktiven Problemen an anderen Strukturen wie zum Beispiel an der 
Plantarfaszie kommen könne. Ob diese überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 12. De-
zember 2018 zurückzuführen sei, könne er jedoch nicht beurteilen. Seiner Auffassung nach be-
stehe ein wahrscheinlicher Zusammenhang wegen den Fehlbelastungen vor und nach der Ope-
ration. Dr. I.____ führte sodann aus, dass nach seiner Auffassung der Status quo sine erst am 
7. Juni 2023 erreicht worden sei. Zudem sei der zeitliche Ablauf der Behandlung nach dem Unfall 
korrekt gewesen und entspreche einem normalen Vorgehen. 
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
29. Juni 2023 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf die vorstehend zitierten 
Beurteilungen ihres beratenden Arztes Dr. G.____ vom 8. Juli 2020, 21. Januar 2021, 3. Mai 2021 
und 26. Mai 2023. Demzufolge ging sie davon aus, dass die durch Dr. F.____ im Mai 2020 fest-
gestellte Plantarfasziitis bzw. der Fersensporn nicht unfallkausal sei und per 30. November 2020 
keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands in Bezug auf VKB-Ruptur mehr zu er-
warten gewesen sei. Daran hielt sie auch in ihrer Vernehmlassung vom 3. Oktober 2023 fest. Wie 
in Erwägung 5.3 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stel-
len, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden 
soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-
rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Diesen 
Ansprüchen an einen beweistauglichen medizinischen Bericht entspricht im vorliegenden Verfah-
ren einzig die Beurteilung von Dr. G.____ betreffend die Kausalität zwischen dem Ereignis vom 
12. Dezember 2018 und dem am 4. Mai 2020 durch Dr. F.____ erstmals diagnostizierten Fersen-
sporn. Diesbezüglich kann die Einschätzung von Dr. G.____ bestätigt werden, der das Vorliegen 
eines Kausalzusammenhangs verneinte. Diese Auffassung wird von der Beschwerdeführerin 
nicht substantiiert beanstandet und sie stimmt letztlich auch mit der Beurteilung von Dr. I.____ 
vom 10. August 2023 überein, welcher den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall-
ereignis und Fersensporn nicht als überwiegend wahrscheinlich bezeichnete (vgl. oben E. 6.15).  

 

 
 
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7.2.1 In Bezug auf die Einschätzung von Dr. G.____ zur medizinischen Situation nach VKB-
Ruptur am 12. Dezember 2018 bestehen jedoch erhebliche Zweifel an deren Schlüssigkeit. So 
erweisen sich seine Feststellungen in Bezug auf den Endzustand, den Status quo sine und letzt-
lich auch betreffend den Kausalzusammenhang als unvollständig und widersprüchlich, weshalb 
sie nicht Grundlage für die Beantwortung der strittigen Frage sein können, ob die Beschwerde-
führerin diesbezüglich über den 30. November 2020 hinaus Anspruch auf (Heilbehandlungs-
)Leistungen der Beschwerdegegnerin hat.  
 
7.2.2 Wie dem dargelegten medizinischen Sachverhalt zu entnehmen ist, war die Versicherte 
nach dem 30. November 2020 weiterhin in ärztlicher Behandlung (vgl. E. 6.13 und 6.15 hiervor). 
Zwar bedingt der Eintritt des medizinischen Endzustands nicht, dass keine unfallkausalen Be-
schwerden mehr bestehen. Vielmehr verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" in Art. 
19 Abs. 1 UVG, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 
Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss (BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteil des Bun-
desgerichts vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1). Dr. G.____ wies in Bezug auf das Erreichen 
des Endzustands in Wesentlichen auf den Bericht von PD Dr. H.____ vom 30. November 2020 
hin, wonach dieser ein gutes und stabiles Resultat nach VKB-Plastik beschrieben und die Be-
schwerden der Versicherten als muskuläre Dysbalance bezeichnet habe. Diese Feststellungen 
von PD Dr. H.____ bilden allein aber keine hinreichende Grundlage für die Schlussfolgerung, 
dass der Endzustand am 30. November 2020 eingetreten sein soll. Zudem äusserte sich 
Dr. G.____ nicht eingehend zu den nach dem 30. November 2020 ergangen medizinischen Be-
richten und der damit im Zusammenhang stehenden Frage, ob von allfälligen unfallbedingten 
Beschwerden Ende November 2020 keine namhafte Verbesserung zu erwarten gewesen war. 
Unter diesen Umständen lässt sich die Frage, ob der Endzustand Ende November 2020 einge-
treten ist, nicht rechtsgenügend beantworten.  
 
7.2.3 Es besteht vorliegend auch Unklarheit darüber, welche Schädigungen durch das Unfall-
ereignis vom 12. Dezember 2018 verursacht worden und welche hingegen als Vorzustand zu 
werten sind. Dr. G.____ äussert sich dazu ungenau und hält fest, dass die degenerativen Verän-
derungen des medialen Meniskus und der Gelenkflächen zu ausgeprägt seien, um auf den Unfall 
vom 12. Dezember 2018 zurückgeführt werden zu können. Er diagnostizierte in seinem Bericht 
vom 21. Februar 2021 eine Distorsion des linken Knies und wies auf eine Läsion des VKB hin. 
Weiter hielt er eine Chondropathie femorotibial medial und retropatellär fest. Mangels entspre-
chender Knochenmarködeme des Tibiaplateaus und der Femurcondyle erachtete er die VKB-
Ruptur als nicht frisch. Dem Bericht des C.____ vom 25. Februar 2019, auf welchen sich Dr. 
G.____ in seiner Beurteilung bezog, ist demgegenüber im Wesentlichen eine Ruptur des VKB 
und eine leichte Tendinopathie der Semimembranosussehne bei ansonsten intakten Kniebinnen-
strukturen zu entnehmen. Insbesondere ist diesem Bericht weder ein Hinweis auf einen Vorzu-
stand am linken Knie noch darauf zu entnehmen, dass die Ruptur des VKB bereits älter sei oder 
eine Chondropathie vorliege. Dieser Befund fand sich erst im Operationsbericht vom 16. April 
2019, wo eine punktuelle Chondropathie Grad III nach ICRS im lateralen Bereich der medialen 
Femurcondyle genannt wurde. Der vertrauensärztlichen Beurteilung widersprach sodann Dr. 
I.____ am 10. August 2023. Er führte aus, dass dem MRT-Bericht vom 25. Februar 2019 weder 

 

 
 
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schwere Knorpelschäden noch schwerwiegende degenerative Veränderungen des Meniskus zu 
entnehmen seien, weshalb er den festgestellten Vorzustand als nicht nachvollziehbar bezeich-
nete. Selbst wenn – wie dies die Rechtsprechung fordert (BGE 125 V 353 E. 3b/cc) – in Bezug 
auf den Bericht von Dr. I.____ die Erfahrungstatsache berücksichtigt wird, dass er als behandeln-
der Arzt in Zweifelsfällen eher zugunsten der Beschwerdeführerin berichtet, ist dennoch festzu-
stellen, dass seine Beurteilung insgesamt erhebliche Zweifel an jener von Dr. G.____ verursacht. 
Dies umso mehr, als Dr. I.____ die Beschwerdeführerin auch persönlich untersuchte. Alsdann 
lassen sich den Akten weitere Unfälle in den Jahren 2010, 2014 und 2018 entnehmen. Demnach 
habe sich die Beschwerdeführerin am 3. Juni 2014 bei einem Velosturz den linken Fuss verletzt 
und am 5. März 2018 habe sie sich bei einem Sturz mit dem Trottinett eine Bursitis praepatellaris 
am linken Knie zugezogen. Während fraglich ist, ob der Unfall vom 3. Juni 2014 überhaupt einen 
Einfluss auf den Zustand des linken Knies hatte, ist betreffend jenen vom 5. März 2018 immerhin 
festzustellen, dass keine Hinweise auf Knorpelschäden genannt wurden. Worauf sich die von Dr. 
G.____ festgestellten Vorzustände beziehen, ist daher nicht nachvollziehbar begründet. Damit 
bleibt letztlich ungeklärt, ob und gegebenenfalls welche der heute noch bestehenden Beschwer-
den unfallkausal sind. Hinzu tritt, dass Dr. G.____ sich zur Frage, ob das Ereignis zu einer vo-
rübergehenden oder richtunggebenden Verschlimmerung geführt habe und damit zusammen-
hängend nach dem Eintritt des Status quo sine vel ante nicht äussert. Es ist diesbezüglich jedoch 
in grundsätzlicher Hinsicht zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin ein Unfallereignis 
ursprünglich anerkannt und die vorübergehenden Leistungen erbracht hat. Entsprechend trägt 
sie die Beweislast dafür, dass unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens dahingefallen 
sind (vgl. oben E. 4.2). Diesen Nachweis ist ihr nach dem Ausgeführten jedoch ebenso wenig 
gelungen, wie jener, dass der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 12. Dezember 
2018 und der VKB-Ruptur nur möglicherweise zu bejahen ist. Hierzu wären vielmehr weitere Ab-
klärungen erforderlich gewesen.  
 

7.3 Nach dem Gesagten kommt den Beurteilungen von Dr. G.____ hinsichtlich der Würdigung 
des massgebenden medizinischen Sachverhalts betreffend die VKB-Ruptur keine ausschlagge-
bende Beweiskraft zu. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin, die Frage nach dem 
Zeitpunkt des Eintritts des medizinischen Endzustands sowie des Status quo sine und der Kau-
salität der (persistierenden) Kniebeschwerden nach Kreuzbandriss können daher nicht zuverläs-
sig beurteilt werden. Vor diesem Hintergrund wäre die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen, 
den Gesundheitszustand der Versicherten vor Erlass des Einspracheentscheids eingehender ab-
klären zu lassen. Indem sie jedoch lediglich versicherungsmedizinische Aktenbeurteilungen bei 
ihrem beratenden Arzt einholte, ist sie ihrer – aus dem Untersuchungsgrundsatz resultierenden 
– Pflicht zur richtigen und vollständigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts nur unzu-
reichend nachgekommen. Da auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte 
keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bilden, sind die Abklärungsergebnisse aus dem Ver-
waltungsverfahren nicht ausreichend beweiskräftig. Der relevante medizinische Sachverhalt be-
darf deshalb weiterer Abklärung. Demzufolge ist die Angelegenheit in Aufhebung des angefoch-
tenen Einspracheentscheids vom 29. Juni 2023 zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen. Diese hat den Gesundheitszustand und die Frage nach der Unfallkausali-
tät sowie nach dem medizinischen Endzustand von einer unabhängigen Ärzteschaft untersuchen 
zu lassen. Gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung wird die Beschwerdegegnerin über 

 

 
 
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die Ansprüche der Beschwerdeführerin neu zu befinden haben. In diesem Sinne ist die Be-
schwerde gutzuheissen. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben.  
 
8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine Parteient-
schädigung zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Be-
schwerdeführerin hat in ihrer Honorarnote vom 23. Oktober 2023 für das vorliegende Verfahren 
einen Zeitaufwand von insgesamt 12,85 Stunden geltend gemacht, welcher in Anbetracht der 
sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen angemessen erscheint. Diese Bemühungen sind 
zu dem in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden 
Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind ferner die in der Ho-
norarnote ausgewiesenen Auslagen im Umfang von insgesamt Fr. 142.70. Der Beschwerdefüh-
rerin ist daher eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'613.55 (12,85 Stunden à Fr. 250.-
- plus Auslagen von Fr. 142.70 und 7,7% Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin zu-
zusprechen. 
 
8.3 Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Honorarnote auch die Kosten für die Erstellung der 
Expertise von Dr. I.____ vom 10. August 2023 geltend gemacht. Nach der Rechtsprechung kön-
nen der obsiegenden Beschwerde führenden Partei unter dem Titel der Parteientschädigung 
auch die Kosten eines privat eingeholten Gutachtens vergütet werden, soweit die Parteiexpertise 
für die Entscheidfindung unerlässlich war (BGE 115 V 63 E. 5c; Urteil des Bundesgerichts vom 
24. April 2007, I 1008/06, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). Dieser Grundsatz ist für das Verwal-
tungsverfahren ausdrücklich in Art. 45 Abs. 1 ATSG festgehalten (UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 45 Rz. 29 ff.). Vorliegend ist dieser Exper-
tise im Hinblick auf den Prozessausgang massgebende Bedeutung zugekommen, da sie geeig-
net ist, Zweifel an der Einschätzung des versicherungsinternen Arztes hervorzurufen. Somit sind 
die Voraussetzungen für eine Vergütung der Kosten dieser Expertise gegeben. Demzufolge hat 
die Beschwerdegegnerin die Kosten der versicherungsmedizinischen Expertise von Dr. I.____ 
vom 10. August 2023 in Höhe von Fr. 480.-- (Fr. 445.70 plus 7,7 % Mehrwertsteuer) zu überneh-
men. 
 
9. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegeh-
ren (vgl. Art. 92 BGG) –  nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfecht-
bar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 

 

 
 
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damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen 
zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittel-
belehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsge-
sellschaft AG vom 29. Juni 2023 aufgehoben und die Angelegenheit zur 
weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Kosten für die medizinische Expertise von Dr. med. I.____, 
FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-
rats, vom 10. August 2023 in Höhe von Fr. 480.-- (inkl. 7,7 % Mehrwert-
steuer) wird der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft 
AG auferlegt. 

 4. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG hat der Be-
schwerdeführerin eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 3'613.55 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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