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**Case Identifier:** 8d7c084c-31e9-5fc1-9f83-2d025be3814f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.10.2016 200 2016 455
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-455_2016-10-11.pdf

## Full Text

200 16 455 KV
ACT/COC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Oktober 2016

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Helsana Versicherungen AG 
Postfach, 8081 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 1. April 2016 (50108047)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, KV/16/455, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Dem 1973 geborenen A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
fielen gemäss Unfallmeldung vom 27. November 2013 am 22. November 
2013 mehrere Gerüstbretter auf den ausgestreckten linken Unterarm (Ak-
ten der Helsana Versicherungen AG [Helsana bzw. Beschwerdegegnerin; 
act. IIA] 1). Die C.________, bei welcher der Versicherte unfallversichert 
war, richtete bezüglich dieses Ereignisses die gesetzlichen Versicherungs-
leistungen aus (vgl. u.a. act. IIA 2 – 5). Mit Verfügung vom 15. Januar 2015 
(act. IIA 104) stellte die C.________ diese per 31. Januar 2015 ein, da die 
weiterhin geklagten Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern aus-
schliesslich krankhafter Natur seien. Dies wurde mit unangefochten geblie-
benem Einspracheentscheid vom 16. Oktober 2015 (act. IIA 131) bestätigt.

B.

Mit Krankmeldung Kollektiv-Taggeldversicherung vom 21. April 2015 wurde 
der Versicherte bei der Helsana, bei welcher er über seine Arbeitgeberin in 
einer Kollektiv-Taggeldversicherung nach dem Bundesgesetz über die 
Krankenversicherung vom 18. März 1994 (KVG; SR 832.10) versichert war, 
wegen einer seit dem 15. April 2014 bestehenden Arbeitsunfähigkeit zufol-
ge Krankheit zum Leistungsbezug angemeldet (Akten der Helsana [act. II] 
1, 7). Daraufhin führte die Helsana, die ab dem 22. April 2015 Krankentag-
gelder ausrichtete (act. II 14), medizinische Erhebungen durch. Dabei ver-
anlasste sie insbesondere eine Untersuchung durch Dr. med. D.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin sowie für Physikalische Medizin 
und Rehabilitation FMH (Bericht vom 4. September 2015; act. II 23), und 
Dr. med. E.________, Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie FMH (Gutach-
ten vom 27. Oktober 2015; act. II 28). 

Mit Verfügung vom 10. November 2015 (act. II 32) stellte die Helsana die 
Krankentaggelder – unter Gewährung einer dreimonatigen Anpassungs-

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zeit – per 22. Februar 2016 ein. Die dagegen erhobene Einsprache (act. II 
36) wies sie mit Entscheid vom 1. April 2016 (act. II 47) ab.

C.

Dagegen liess der Versicherte am 6. Mai 2016 Beschwerde erheben und 
folgende Anträge stellen:

1. Der Einspracheentscheid sei aufzuheben und dem Beschwerde-
führer seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen.

2. Es sei ein interdisziplinäres medizinisches Gutachten erstellen zu 
lassen.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolgen –

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2016 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde. 

Am 1. und 18. Juli 2016 gingen weitere Stellungnahmen des Beschwerde-
führers beim Gericht ein.

Mit prozessleitender Verfügung vom 10. August 2016 stellte der Instrukti-
onsrichter dem Beschwerdeführer die Akten der Beschwerdegegnerin so-
wie die amtlichen Akten der C.________ zur Einsichtnahme zu und gab 
ihm bis am 24. August 2016 Gelegenheit, eine allfällige Stellungnahme 
einzureichen. Mit Eingabe vom 23. August 2016 verzichtete der Beschwer-
deführer auf das Einreichen einer Stellungnahme. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 

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Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG; vgl. act. II 49) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 
23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 1. April 2016 
(act. II 47). Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch 
auf Krankentaggelder hat. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Vorab beanstandet der Beschwerdeführer, dass die Beschwerde-
gegnerin dem in der Einsprache gestellten Aktenedierungsgesuch nicht 
nachgekommen sei (Beschwerde S. 2 f.), und macht damit eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs geltend.

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 42 Satz 1 ATSG). Es gehört 
zum Kerngehalt des rechtlichen Gehörs, dass der Verfügungsadressat vor 

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Erlass eines ihm nachteiligen Verwaltungsaktes zum Beweisergebnis Stel-
lung nehmen kann. Das Akteneinsichtsrecht ist eng mit dem Äusserungs-
recht verbunden, gleichsam dessen Vorbedingung. Die versicherte Person 
kann sich nur dann wirksam zur Sache äussern und geeignete Beweise 
führen oder bezeichnen, wenn ihr die Möglichkeit eingeräumt wird, die Un-
terlagen einzusehen, auf welche sich die Behörde bei ihrer Verfügung ge-
stützt hat (BGE 132 V 387 E. 3.1 S. 388, 115 V 297 E. 2e S. 302; RKUV 
1992 U 152 S. 198 E. 2c). 

Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwiegende 
Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene 
Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äus-
sern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. 
Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE 
137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV Nr. 26 
S. 76 E. 4.2). Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des recht-
lichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels 
selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs ab-
zusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen 
Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem 
(der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 
I 195 E. 2.3.2 S. 197; SVR 2013 IV Nr. 26 S. 76 E. 4.2).

2.3 Ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer tatsächlich nicht 
sämtliche Akten zugestellt hat, kann vorliegend offen bleiben. Mit prozess-
leitender Verfügung vom 10. August 2016 wurden dem Beschwerdeführer 
die amtlichen Akten der Beschwerdegegnerin (inkl. derjenigen der 
C.________) zur Einsichtnahme zugestellt und es wurde ihm die Möglich-
keit eingeräumt, zu diesen Stellung zu nehmen. Damit wäre eine allfällige 
Verletzung des rechtlichen Gehörs jedenfalls als geheilt zu erachten (vgl. 
E. 2.2 hiervor). 

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3.

3.1 Wer in der Schweiz Wohnsitz hat oder erwerbstätig ist und das 15., 
aber noch nicht das 65. Altersjahr zurückgelegt hat, kann bei einem Versi-
cherer nach Art. 2 oder Art. 3 des Bundesgesetzes betreffend die Aufsicht 
über die soziale Krankenversicherung vom 26. September 2014 (Kranken-
versicherungsaufsichtsgesetz, KVAG; SR 832.12) eine Taggeldversiche-
rung abschliessen (Art. 67 Abs. 1 KVG). Die Taggeldversicherung kann als 
Kollektivversicherung abgeschlossen werden. Kollektivversicherungen 
können unter anderem von Arbeitgebern für sich und ihre Arbeitnehmer 
und Arbeitnehmerinnen abgeschlossen werden (Art. 67 Abs. 3 lit. a KVG).

3.2 Der Versicherer vereinbart mit dem Versicherungsnehmer das ver-
sicherte Taggeld (Art. 72 Abs. 1 Satz 1 KVG). Das Gesetz enthält in Art. 72 
KVG zwingende Bestimmungen insbesondere zum Anspruchsbeginn 
(Abs. 2), zur Dauer des Anspruchs (Abs. 3) sowie zur Kürzung der Leistung 
bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit (Abs. 4) und bei Überentschädigung 
(Abs. 5; BGE 124 V 201 E. 2a S. 203). Nach Abs. 2 Satz 1 dieser 
Bestimmung entsteht der Taggeldanspruch, wenn die versicherte Person 
mindestens zur Hälfte arbeitsunfähig ist. Vertraglich kann jedoch schon bei 
einer Arbeitsunfähigkeit von unter 50% ein Taggeldanspruch statuiert 
werden (vgl. Art. 73 Abs. 1 KVG; GEBHARD EUGSTER, 
Krankenversicherung, in 
ULRICH MEYER [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], 
Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 840 N. 1457). Nach Abs. 2 
Satz 2 von Art. 72 KVG entsteht der Anspruch am dritten Tag nach der 
Erkrankung, sofern nichts anderes vereinbart ist; der Leistungsbeginn kann 
jedoch gegen eine entsprechende Herabsetzung der Prämie aufgeschoben 
werden. Das Taggeld ist für eine oder mehrere Erkrankungen während 
mindestens 720 Tagen innerhalb von 900 Tagen zu leisten (Art. 72 Abs. 3 
Satz 1 KVG).

3.3 Gemäss Ziff. 13.1 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen 
(AVB) für die Helsana Business Salary Kollektiv-Taggeldversicherung nach 
KVG (Ausgabe vom 1. Januar 2007 [act. II 2]) wird das Taggeld bei nach-
gewiesener Arbeitsunfähigkeit von mindestens 25% anteilsmässig entspre-
chend dem Grad der Arbeitsunfähigkeit ausgerichtet.

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Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un-
fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu 
leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem ande-
ren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Ziff. 3.4 AVB). 

Nach Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle 
oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätig-
keit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt.

4.

4.1 Zum Gesundheitszustand resp. zur Arbeitsfähigkeit lässt sich den 
Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen: 

4.1.1 Im Bericht der Klinik F.________, Spital G.________, vom 3. Fe-
bruar 2015 (act. IIA 120) wurde insbesondere ein leichtes mittelgradiges 
Karpaltunnelsyndrom diagnostiziert. Der Beschwerdeführer berichte über 
unveränderte Beschwerden im Bereich der linken Hand und Handgelenk 
(S. 1). Die Schmerzursache habe weder sonographisch noch radiologisch 
belegt werden können. Nach fast einem Jahr nach dem Trauma bei an sich 
unveränderter Situation sei zu befürchten, dass die Arbeit als … mögli-
cherweise nicht weiter fortgeführt werden könne. Derzeit sei die Situation 
einigermassen kompensiert und der Beschwerdeführer zu 100% arbeits-
fähig (S. 2).

4.1.2 Der Hausarzt Dr. med. H.________ bescheinigte am 13. Februar 
2015 (act. II 6) aufgrund von chronischen Beschwerden im rechten Hand-
gelenk eine Leistungseinbusse von 30% als … .

Im Bericht vom 13. Mai 2015 (act. II 10) führte er aus, der Beschwerdefüh-
rer leide seit ca. 15. April 2015 unter einem massiven Ohrgeräusch, wel-
ches eine hochgradige Schwerhörigkeit verursache. Zudem bestünden 
Schwindelzustände, zeitweise Kopfschmerzen und eine Schwellung der 

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Speicheldrüse. Aktuell sei der Beschwerdeführer infolge der Ohrproblema-
tik zu 100% arbeitsunfähig.

4.1.3 Auf Veranlassung der Beschwerdegegnerin wurde der Beschwerde-
führer durch Dr. med. D.________ untersucht. Diese diagnostizierte im 
Bericht vom 4. September 2015 (act. II 23) unklare Schwindelbeschwerden, 
einen Verdacht auf eine Schwerhörigkeit und einen Tinnitus. Im Allgemei-
nen sei der internistische Status unauffällig. Der Wirbelsäulen- und der Ge-
lenkstatus sowie der Status der oberen und unteren Extremitäten seien 
ebenfalls unauffällig. Im Trigeminusbereich links bestehe eine Hyposensibi-
lität. Die übrigen Hirnnerven seien grobkursorisch unauffällig (S. 4).

4.1.4 Im weiteren Verlauf wurde der Beschwerdeführer durch Dr. med. 
E.________ untersucht. Dieser diagnostizierte im Gutachten vom 27. Ok-
tober 2015 (act. II 28) ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine 
schwergradige sensorineurale Schwerhörigkeit links (ICD-10 H91.9), einen 
leichtgradigen sensorineuralen Hochtonabfall rechts mit geringer Lärm-
komponente (ICD-10 H91.9/H83.3), einen chronischen kompensierten Tin-
nitus aurium beidseits (ICD-10 H93.1), eine Hypästhesie des Nervus trige-
minus V1-3 unklarer Ätiologie (ICD-10 R20.1), einen Verdacht auf sonstige 
somatoforme Störungen (ICD-10 F45.8) sowie einen Morbus Menière, ak-
tuell noch nicht ausgeschlossen (S. 9 Ziff. 5.2). Die sensorineurale 
Schwerhörigkeit links könne objektiviert werden. Andere objektivierbare 
Befunde, insbesondere hinsichtlich einer vestibulären Störung oder eines 
Morbus Menière, welche eine Funktionsfähigkeit relevant herabsetzen wür-
den, hätten nicht gefunden werden können (S. 10 Ziff. 6.1). Der Beschwer-
deführer habe im Verlauf unspezifische Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, 
eine ausgeprägte Müdigkeit, Schwäche und Antriebslosigkeit entwickelt. 
Die aktuellen Befunde zeigten keine Funktionseinschränkung der Vestibu-
larorgane, welche zu einer Diagnose führten und die angegebenen Be-
schwerden erklären könnten. Eine zu einer Arbeitsunfähigkeit führende 
Diagnose bestehe nicht. Da bisher ein Morbus Menière nicht habe ausge-
schlossen werden können, sei als einzige Einschränkung zu nennen, dass 
der Beschwerdeführer nicht an Orten, wo sich ein Sturz in die Tiefe ereig-
nen könne, arbeiten sollte. Ferner wies der Gutachter darauf hin, dass im 
neurootologischen Status ein stellenweises bizarres, aggravierendes Ver-

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halten aufgefallen sei (S. 12 Ziff. 6.4). In der angestammten Tätigkeit be-
stehe unverändert eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Jedoch sei die Exposi-
tionsfähigkeit für Arbeiten mit Sturzgefahr in die Tiefe aufgehoben. In einer 
angepassten Tätigkeit bestehe eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit 
(S. 11 Ziff. 6.2; S. 12 Ziff. 7).

4.1.5 Im Bericht der Klinik I.________ des Spitals G.________, vom 
29. Oktober 2015 (act. II 38 S. 2 f.) wurden ein Verdacht auf einen begin-
nenden endolymphatischen Hydrops links und eine Perzeptionsschwerhö-
rigkeit links diagnostiziert. Die Schwindelbeschwerden seien seit sieben 
Tagen deutlich regredient. Die Kopfschmerzen seien jedoch unverändert 
permanent vorhanden (S. 2). Die klinische Nachkontrolle habe unveränder-
te Befunde gezeigt (S. 3).

Im Bericht vom 30. November 2015 (act. II 35) wurde ausgeführt, dem Be-
schwerdeführer gehe es seit der letzten Kontrolle schlechter. Er leide an 
starken Kopfschmerzen mit Druck auf den Augen, einem Tinnitus links und 
minutenlangen Drehschwindelattacken mit Verschwommensehen (S. 1). 
Die klinische Nachkontrolle und die Anamnese öffne die Differentialdiagno-
se einer Migräne accompagnée bei persistierenden Beschwerden unter 
Betahistin®-Therapie (S. 2).

4.1.6 Dr. med. H.________ führte im Bericht vom 26. Februar 2016 
(act. II 46) aus, der Beschwerdeführer leide unter hochgradigen Beschwer-
den des linken Ohres, welche in der Folge verschieden beurteilt worden 
seien. Für weitere Informationen verweise er auf die Berichte der Fachärzte 
der Klinik I.________

Im weiteren Verlauf nahm Dr. med. H.________ am 14. April 2016 insbe-
sondere zum Gutachten von Dr. med. E.________ vom 27. Oktober 2015 
(act. II 28) Stellung (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 6). Der Gutachter 
habe zwar verschiedene Erkrankungen festgestellt, jedoch bezeichne er 
alle als „noch nicht ausgeschlossen“. Die gesamte „Liste“ werde nicht als 
objektiver Befund oder Erkrankung eingestuft, sondern als eine Reihe von 
potentiellen Erkrankungen, welche in der Folge durch Abklärungen noch 
auszuschliessen seien. Diese Sichtweise sei nicht nachvollziehbar. Der 
Beschwerdeführer habe monatelang unter erheblichen Gesundheitsstörun-

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gen gelitten, welche gründlich und sachgerecht abgeklärt worden seien. 
Dass bis dato keine definitive Stellungnahme vorliege und die Abklärungen 
andauerten, bedeute weder, dass der Beschwerdeführer nicht unter erheb-
lichen Gesundheitsstörungen leide, noch dass diese Störungen keiner Er-
krankung zugeordnet werden könnten. Würde, wie vom Gutachter behaup-
tet, aktuell einzig eine sensorineurale Schwerhörigkeit links als gesichert 
gelten, könnte man unmöglich eine Arbeitsunfähigkeit aus HNO -Gründen 
postulieren, da diese Affektion häufig und harmlos sei. Demzufolge könne 
der Gutachter unmöglich alle übrigen Symptome und Beschwerden mit 
dieser irrelevanten Diagnose erklären. Damit müsse der Verdacht geäus-
sert werden, dass der Gutachter absichtlich die Symptomatik ignoriere und 
die festgestellten Diagnosen entwerte, um der Beschwerdegegnerin einen 
Freiraum zu schaffen, um die Leistungen abzuweisen (S. 1). 

4.1.7 Im Bericht der Klinik F.________ vom 9. Juni 2016 (act. I 8) wurden 
eine Hyposensibilität Vorderarm links und eine Schwäche des Armes links 
diagnostiziert. Der Beschwerdeführer klage über persistierende Schmerzen 
und Kraftverlust im Bereich des linken Unterarmes bzw. der linken Hand. 
Ebenfalls sei ein Flexions-/Extensionsdefizit störend. Zusätzlich habe er ein 
Einschlafen der gesamten Hand bemerkt, welches vor allem in der Nacht 
auftrete (S. 1). Eine bildgebende Untersuchung des Handgelenks habe 
regelrechte Stellungsverhältnisse und keine degenerativen Veränderungen 
gezeigt. Zum Ausschluss einer peripheren Nervenläsion werde am 12. Juli 
2016 eine Elektroneuromyographie (ENMG) durchgeführt (S. 2).

4.1.8 Im Bericht der Klinik J.________, des Spitals G.________, vom 
20. Juni 2016 (act. I 9) wurden ein Verdacht auf eine vestibuläre Migräne 
und eine mittelgradige Perzeptionsschwerhörigkeit links diagnostiziert 
(S. 1). Es sei weiterhin von einer vestibulären Migräne als Ursache der epi-
sodischen Drehschwindelattacken auszugehen. Soweit eruierbar seien 
Kopfschmerzen und Schwindel tendenziell rückläufig. Aufgrund des Ver-
laufs mit Ansprechen auf Zomig® und dem weiterhin stereotypen zeitlichen 
Ablauf (Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerzen) trete die Differentialdiagnose 
des Morbus Menière weiter in den Hintergrund (S. 2).

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 

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unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

4.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich im vorliegend angefochtenen Ein-
spracheentscheid massgeblich auf das Gutachten von Dr. med. 
E.________ vom 27. Oktober 2015 (act. II 28) gestützt. Der Gutachter hat 
sich in seiner ärztlichen Beurteilung in Kenntnis der medizinischen Vorak-
ten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen auseinanderge-
setzt und seine Schlussfolgerung insbesondere gestützt auf seine eigene 
Untersuchung getroffen. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfol-
gerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Somit er-
füllt das Gutachten die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den 
Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. 
E. 4.2 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 
351 E. 3b/bb S. 353). Inwiefern das Gutachten – entsprechend den Aus-
führungen in der Beschwerde (S. 8 Ziff. 6) – wegen des angeblichen Han-
delns des ehemaligen Arbeitgebers nicht überzeugend sein sollte, ist nicht 
ersichtlich. Der Gutachter hat nachvollziehbar aufgezeigt, dass kein zu ei-

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ner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führender Gesundheitsschaden 
besteht und dass insbesondere die geltend gemachten Schwindelgefühle 
und Kopfschmerzen aus HNO -Sicht nicht erklärt werden können (act. II 28 
S. 10 – 12). Weiter hat er klar und schlüssig dargelegt, dass die ange-
stammte Tätigkeit als … insoweit nicht mehr zumutbar ist, als sie Tätigkei-
ten mit Sturzgefahr in die Tiefe beinhaltet, und dass eine angepasste Tätig-
keit uneingeschränkt zumutbar ist (S. 11 Ziff. 6.2; S. 12 Ziff. 7). Darauf ist 
abzustellen. Soweit Dr. med. E.________ einen Verdacht auf sonstige so-
matoforme Störungen diagnostiziert hat (act. II 28 S. 9 Ziff. 5.2), kann ihm 
jedoch nicht gefolgt werden. Diese ausserhalb des Fachgebietes des Gut-
achters liegende Diagnose überzeugt nicht, fehlt es doch offensichtlich am 
diagnoseinhärenten Schweregrad (BGE 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285 f.). Zu-
dem findet diese in den weiteren Akten keinen Rückhalt. Dies vermag je-
doch die Beurteilung des Gutachters hinsichtlich der aus HNO-Sicht erho-
benen Befunde und Diagnosen nicht in Zweifel zu ziehen. 

An der schlüssigen Beurteilung des Gutachters ändern die Berichte von 
Dr. med. H.________ vom 26. Februar 2016 (act. II 46) und 14. April 2016 
(act. I 6) nichts. Entgegen den Ausführungen des Hausarztes (act. II 46) 
führt dieser keine Befunde an, die vom Gutachter nicht berücksichtigt wor-
den wären. Dr. med. E.________ hat – entgegen den Einwendungen von 
Dr. med. H.________ (act. I 6 S. 1) – die notwendigen Untersuchungen 
und Abklärungen vorgenommen und anschliessend die Diagnosen mit den 
erhobenen Befunden nachvollziehbar begründet (act. II 28 S. 9 f.). Ferner 
verweist Dr. med. H.________ im Bericht vom 26. Februar 2016 (act. II 46) 
bezüglich der „hochgradigen Beschwerden des linkes Ohr[es]“ selber auf 
die Ausführungen der Ärzte der Klinik I.________ („Ich schreibe auch alles 
von denen ab“), welche im Bericht vom 29. Oktober 2015 (act. II 38 S. 2 f.) 
insbesondere keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestieren und 
zudem von unveränderten Befunden sprechen (S. 3). Damit ist auch eine 
seit der Begutachtung durch Dr. med. E.________ im Oktober 2015 (act. II 
28 S. 2) eingetretene Verschlechterung nicht erstellt. Soweit im Bericht der 
Klinik I.________ vom 30. November 2015 (act. II 35 S. 2) neu die Differen-
tialdiagnose einer Migraine accompagnée gestellt wird, vermag diese die 
Einschätzung des Gutachters nicht zu entkräften, da ein entsprechender 
Gesundheitsschaden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt 

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ist. Die in der Folge durchgeführte Abklärung in der Klinik J.________ hat 
denn auch keine neuen massgebenden Befunde ergeben. Insbesondere 
wird im Bericht vom 20. Juni 2016 (act. I 9) wiederum keine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit attestiert.

Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, dass das bestehende Karpal-
tunnelsyndrom (links) nicht berücksichtigt worden sei (Beschwerde S. 3 f. 
Ziff. 2). Diesbezüglich ist jedoch kein Gesundheitsschaden mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen. Im Bericht der Klinik F.________ vom 
3. Februar 2015 (act. IIA 120) wurde trotz des diagnostizierten Karpaltun-
nelsyndroms eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Ein Korrelat für die 
geltend gemachten Beschwerden im Bereich der linken Hand konnte nicht 
gefunden werden (act. IIA 120 S. 2; vgl. auch act. I 8 S. 2). Ferner hat der 
Hausarzt Dr. med. H.________ die Beschwerden im Handgelenk – im Ge-
gensatz zu früher (act. II 4 und 6) – ab dem Bericht vom 13. Mai 2015 
(act. II 10) nicht mehr erwähnt (vgl. act. II 36 Beilage 2 und 6, 45, 46; act. I 
6). Darüber hinaus hat Dr. med. D.________ im Bericht vom 4. September 
2015 (act. II 23 S. 4) einen unauffälligen Status an den oberen Extremitäten 
– und damit auch an der linken Hand – festgestellt. Im Übrigen ist davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer, wäre in der am 12. Juli 2016 
durchgeführten ENMG (vgl. act. I 8 S. 2) eine periphere Nervenläsion fest-
gestellt worden, den entsprechenden Bericht beim Gericht eingereicht hät-
te. 

Letztlich bleibt darauf hinzuweisen, dass der in der Beschwerde (S. 3 
Ziff. 1) geltend gemachte Sturz vom 9. Februar 2015 resp. allfällige Folgen 
dieses Sturzes offensichtlich keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
haben. Zum einen wird vom Beschwerdeführer nicht dargelegt, inwiefern er 
sich beim besagten Sturz verletzt haben soll (Beschwerde S. 3 Ziff. 1). Zum 
anderen finden sich auch in den Akten keine Ausführungen zu allfälligen 
Verletzungen im Zusammenhang mit diesem Sturz. Insbesondere wird der 
Sturz weder von Dr. med. H.________ im Bericht vom 14. April 2016 (act. I 
6) noch von den Ärzten der Klinik F.________ im Bericht vom 9. Juni 2016 
(act. I 8) erwähnt. Es fällt im Übrigen auf, dass dieser Sturz in der Einspra-
che vom 12. Februar 2015 (act. IIA 113) gegen die Verfügung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, KV/16/455, Seite 14

C.________ sowie im Schreiben vom 23. Februar 2015 (act. IIA 115) an 
die C.________ gar nicht erwähnt wird. 

4.4 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass die angestamm-
te Tätigkeit als … wegen der Sturzgefahr in die Tiefe nicht mehr zumutbar 
ist. Dagegen ist in einer angepassten Tätigkeit von einer 100%-igen Ar-
beitsfähigkeit auszugehen. Der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-
rers ist folglich gestützt auf die vorliegenden Akten hinreichend erstellt, 
weshalb sich die in der Beschwerde (S. 2 Ziff. I 2) beantragten weiteren 
medizinischen Abklärungen erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. 
BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

5.

5.1 Wie zuvor dargelegt wurde, ist dem Beschwerdeführer seine ange-
stammte Tätigkeit als … wegen der Sturzgefahr nicht mehr zumutbar. Da-
mit besteht grundsätzlich ein Anspruch auf ein Krankentaggeld.

Gemäss Ziff. 13.1 in Verbindung mit Ziff. 3.4 AVB (act. II 2) ist jedoch bei 
langer Dauer der Arbeitsunfähigkeit – wie hier – die zumutbare Tätigkeit in 
einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich zu berücksichtigen (vgl. auch 
Art. 6 Satz 2 ATSG). Vorliegend besteht in einer angepassten Tätigkeit 
eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 4.3 und 4.4 hiervor), weshalb ein 
Berufswechsel geboten ist. 

5.2 Bei gebotenem Berufswechsel ist für den Taggeldanspruch die 
Höhe des Restschadens massgebend. Dieser ist zu definieren als die Diffe-
renz zwischen dem, was der Versicherte ohne Krankheit in seinem bisheri-
gen Beruf verdienen könnte, und dem Einkommen, das er zumutbarerwei-
se im neuen Beruf erzielt oder erzielen könnte (BGE 114 V 281 E. 3c 
S. 286; vgl. auch GEBHARD EUGSTER, a.a.O., S. 842 N. 1462). Der Rest-
schaden (Erwerbseinbusse) ist in analoger Weise wie der Invaliditätsgrad 
nach Art. 16 ATSG zu ermitteln. Demgemäss wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli-
chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, KV/16/455, Seite 15

wäre (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Oktober 
2014, KV/2014/222, E. 4.3, bestätigt durch Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. Januar 2015, 9C_830/2014). 

5.2.1 In der Verfügung vom 10. November 2015 (act. II 32 S. 2) wurde 
das bisherige Einkommen auf Fr. 71‘639.05 festgesetzt. Dies ist mit Blick 
auf die Angaben zu Lohn und Arbeitszeit in der Krankmeldung Kollektiv-
Taggeldversicherung vom 21. April 2015 (act. II 7 Ziff. 3 und 6) nicht zu 
beanstanden. Gegenteiliges wird denn auch nicht geltend gemacht. 

5.2.2 Das in einer Verweisungstätigkeit zu erzielende Einkommen ist 
mangels Aufnahme einer angepassten Erwerbstätigkeit anhand von Tabel-
lenlöhnen (Schweizerische Lohnstrukturerhebung [LSE] des Bundesamtes 
für Statistik [BFS]) zu ermitteln. 

Ausgehend vom Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. E.________ (act. II 28 
S. 11) und aufgrund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer keine 
Berufsausbildung abgeschlossen hat (act. II 23 S. 2 Ziff. 1.5, 28 S. 6), ist 
– entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 7 Ziff. 4) – nicht zu be-
anstanden, dass die Beschwerdegegnerin diesen Wert gestützt auf das 
Total des Kompetenzniveaus 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder 
handwerklicher Art) der LSE 2012 ermittelt hat (act. II 32 S. 1 f.). Der 
massgebliche monatliche Bruttolohn für Männer beträgt dabei Fr. 5‘210.--. 
Auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, Be-
triebsübliche Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total) und 
auf das Jahr 2015 aufgerechnet, resultiert daraus ein jährlicher Betrag von 
Fr. 66‘330.65 (Fr. 5‘210.--: 40 x 41.7 x 12 : 101.7 x 103.5; vgl. BFS, Nomi-
nallöhne Männer 2011 – 2015, Tabelle T1.1.10, Total).

Ein Abzug vom Tabellenlohn ist hier – entgegen den Ausführungen in der 
Beschwerde (S. 7 f. Ziff. 5) – von vornherein nicht vorzunehmen. Ein per-
sönlicher oder beruflicher Umstand, der einen solchen Abzug rechtfertigte, 
ist nicht ersichtlich. Insbesondere hat der Beschwerdeführer mit der zuvor 
ausgeübten Tätigkeit als … bewiesen, dass er trotz seines Aufenthaltssta-
tus und trotz seiner Sprachschwierigkeiten ein Einkommen von 
Fr. 71‘639.05 (vgl. E. 5.3.1 hiervor) erzielen kann. Dies ist gar höher als 
das durchschnittliche Einkommen eines ungelernten … im Jahr 2015 von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, KV/16/455, Seite 16

Fr. 68‘135.30 (Fr. 5‘430.-- [LSE 2012, Tabelle TA1, Ziff. 41-43 {…}, Kompe-
tenzniveau 1, Männer] : 40 x 41.5 [BFS; Betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, lit. F] x 12 : 101.7 x 102.5 [BFS, Nominallöhne 
Männer 2011 – 2015, Tabelle T1.1.10, lit. F].

5.3 Die prozentuale Differenz zwischen dem in der bisherigen Tätigkeit 
erzielten Einkommen (Fr. 71‘639.05) und demjenigen in einer Verweisungs-
tätigkeit (Fr. 66‘330.65) beträgt rund 7% (vgl. BGE 130 V 121 S. 123 E. 3.2 
und 3.3). Damit ist der Beschwerdeführer in der Lage, in einer Verwei-
sungstätigkeit rund 93% des bisherigen Lohnes zu erzielen, so dass kein 
Anspruch auf Krankentaggelder mehr besteht (Ziff. 13.1 AVB, act. II 2).

5.4 Die in der Verfügung vom 10. November 2015 (act. II 32 S. 2) ge-
währte Anpassungszeit von drei Monaten ist angemessen und entspricht 
der Rechtsprechung (BGE 114 V 281 E. 5b S. 290, BGer 9C_830/2014, 
E. 2; vgl. auch GEBHARD EUGSTER, a.a.O., S. 841 N. 1461). Mit dieser 
Übergangsfrist wurde dem Beschwerdeführer genügend Zeit eingeräumt, 
sich mit der neuen Ausgangslage bzw. mit den veränderten Verhältnissen 
auseinanderzusetzen und eine entsprechende Stelle per 22. Februar 2016 
zu suchen. Da er jedoch seiner Schadenminderungspflicht (BGE 114 V 281 
E. 1d S. 283, 111 V 235 E. 2a S. 239; RKUV 2005 KV 342 S. 357 E. 1.3) 
nicht nachgekommen ist bzw. keine zumutbare Erwerbstätigkeit aufge-
nommen hat, hat er sich anrechnen zu lassen, was er zumutbarerweise 
hätte verdienen können.

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 1. April 2016 ist damit nicht zu 
beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, KV/16/455, Seite 17

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführer
- Helsana Versicherungen AG (samt Eingabe des Beschwerdeführers 

vom 23. August 2016)
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.