# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db20f05f-5c76-5165-902d-bfa213b5d2d1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.08.2010 UV 2009/93
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-93_2010-08-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/93

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.04.2020

Entscheiddatum: 18.08.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 18.08.2010
Art. 4 ATSG. Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV: Prüfung der Frage der Einwirkung eines 
Unfalls bzw. eines unfallähnlichen Geschehens auf das rechte Knie des 
Beschwerdeführers bzw. der Frage der Unfallbedingtheit der 
Kniebeschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 18. August 2010, UV 2009/93).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 18. August 2010

in Sachen

D.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Casanova, Arcas 22 / Postfach 433, 7002 Chur,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.       

A.a   D.___ war als Selbständigerwerbender tätig und dadurch bei der Suva 

unfallversichert, als er der Suva am 17. Oktober 2003 melden liess, er habe am 3. 

Oktober 2003 beim Arbeiten lange knien müssen. Beim Aufstehen habe er Schmerzen 

im rechten Knie verspürt, welche er jedoch nicht weiter beachtet habe. Am Samstag 

sei das Knie geschwollen gewesen (UV-act. III/1). Dr. med. A.___, Spezialarzt für 

Chirurgie FMH, stellte am 3. November 2003 die Diagnose einer Bursitis präpatellaris 

und hielt fest, der Patient arbeite in einer knieenden Tätigkeit. Ohne direktes Trauma 

habe er Schmerzen im Bereich des Schleimbeutels verspürt. Die Behandlung sei am 

17. Oktober 2003 abgeschlossen worden. Am 20. Oktober 2003 habe der Versicherte 

die Arbeit wieder voll aufgenommen (UV-act. III/2). Am 6. August 2004 liess der 

Versicherte der Suva melden, er sei am 2. August 2004 schwimmen gegangen. Beim 

Heraussteigen aus dem Wasser sei er ausgeglitten und nach rechts abgeknickt. Hierbei 

verwies er auch auf das Ereignis vom 3. Oktober 2003. Als betroffenen Körperteil gab 

er das rechte Knie an (UV-act. II/1). Im Bericht von Dr. A.___ vom 17. August 2004 

wurde das Ereignis dahingehend geschildert, dass der Versicherte beim Baden im 

Wasser ausgeglitten sei und sich dabei das rechte Knie verdreht habe. Der Arzt 

diagnostizierte eine Kniedistorsion rechts und eine fragliche Meniskusläsion rechts und 

bescheinigte eine volle Arbeitsunfähigkeit seit 2. August 2004 (UV-act. II/2). Ab dem 24. 

September 2004 bestand wieder eine volle Arbeitsfähigkeit im Rahmen der wegen 

einer Schädigung des linken Knies vorbestehenden reduzierten Arbeitsfähigkeit von 40 

%. Die ärztliche Behandlung war ebenfalls abgeschlossen worden (UV-act. II/4). 

Kreisarzt Dr. med. B.___ berichtete am 1. Februar 2005 über eine Untersuchung des 

Versicherten. Am linken Kniegelenk bestehe ein bekannter Zustand mit 

posttraumatischer Gonarthrose mit progredienter Varusdeformität. Aktuell sei die 

Beschwerdesymptomatik mässig, sodass sich vorerst keine Knie-

prothesenimplantation aufdränge. Am rechten Sprunggelenk bestehe ein Zustand nach 

Verletzung im Jahr 1989 mit stabilem Befund. Am rechten Kniegelenk werde ein 

Zustand nach Kniedistorsionsereignis vom Oktober 2003 und August 2004 geltend 

gemacht. Hier seien die klinischen Befunde stabil (UV-act. II/5).

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A.b   Am 15. November 2008 liess der Versicherte der Suva melden, er sei am 20. Juli 

2008 beim Aufstehen ausgerutscht und habe das rechte Knie verdreht und 

angeschlagen. Er habe dies seiner Ärztin Dr. med. C.___, FMH Physikalische Medizin 

und Rehabilitation, gemeldet. Der Suva sei der Vorgang nicht früher mitgeteilt worden, 

weil man angenommen habe, die Schmerzen seien auf eine "Entzündung im Blut" 

zurückzuführen. Da die Entzündung aber wieder unter Kontrolle sei, müsse es "etwas 

anderes" sein. Er habe die Arbeit ab 21. Juli 2009 (richtig wohl: 2008) wieder zu 40 % 

aufgenommen; dies im Rahmen der Rente von 60 % (UV-act. I/1). Nach Durchführung 

von medizinischen Abklärungen eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung 

vom 15. April 2009, gemäss Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. G.___ seien die 

Beschwerden am rechten Knie mit erstmaligem Arztbesuch am 28. Juli 2008 mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit Ausdruck eines rheumatischen Schubes gewesen. 

Die anhaltenden Schmerzen würden hinreichend erklärt durch die krankhaften 

Veränderungen aller Knorpel im inneren Kniegelenkbereich. Es handle sich nicht um 

eine isolierte Meniskusläsion, sondern um Meniskusveränderungen im grösseren 

Rahmen einer Gonarthrose. Die Suva sei daher mangels Nachweises eines 

Unfallzusammenhangs nicht leistungspflichtig (UV-act. I/27). Die gegen diese 

Verfügung erhobene Einsprache (UV-act. I/30) wies die Suva mit Einspracheentscheid 

vom 20. August 2009 ab (UV-act. I/33).

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt lic. iur. Thomas 

Casanova, Chur, für den Versicherten mit Eingabe vom 18. September 2009 

Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben; dem Beschwerdeführer 

seien die gesetzlichen Leistungen, insbesondere Taggelder und Heilbehandlungen, 

auszurichten. Eventuell sei die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter unter 

anderem dar, vor dem Hintergrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erfülle 

das Ausrutschen in der Badewanne ohne Weiteres die Anforderungen an eine 

unfallähnliche Körperschädigung. Es sei durchaus nachvollziehbar, dass infolge eines 

Ausrutschens in der Badewanne eine Meniskusverletzung diagnostiziert werden 

müsse. Die Meinungen der Fachleute würden auseinandergehen. Dabei sei dem Urteil 

des operierenden Arztes höheres Gewicht beizumessen, als dem von der 

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Beschwerdegegnerin angestellten Kreisarzt, der sich lediglich aufgrund der Akten ein 

Urteil gebildet habe. Der Unfall müsse für die fragliche gesundheitliche Störung 

lediglich eine Teilursache darstellen. Es sei durchaus nachvollziehbar, wenn der 

Beschwerdeführer die sofort auftretenden Schmerzen am rechten Knie, welche in der 

Folge nicht mehr abgeklungen seien, vorerst im Zusammenhang mit den damals 

bestehenden rheumatischen Schmerzen stelle und sich auf die Hemmung der 

Entzündung konzentriert habe. Die behandelnde Ärztin Dr. med. C.___ habe dem 

Beschwerdeführer mitgeteilt, dass vorerst einmal die Entzündung zu behandeln sei. 

Wenn hernach die Schmerzen nicht abklingen würden, könne immer noch eine 

Schadenanzeige erfolgen. Auch mit Bezug darauf vermöge die Begründung der 

Beschwerdegegnerin nicht zu überzeugen. Ein Ausrutschen in einer Badewanne mit 

gleichzeitigem Verdrehen des Knies könne insbesondere bei einer stark 

übergewichtigen Person zu einer Meniskusverletzung führen. Nicht ohne Grund sei der 

operierende Arzt der Ansicht, dass ein Unfall vorliege. Das Geschehen vom 20. Juli 

2007 (2008; UV-act. I/1) habe zumindest Teilursache für die operierte Meniskusläsion 

gebildet. Folgerichtig seien die gesetzlichen Leistungen von der Beschwerdegegnerin 

zu erbringen.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 22. Oktober 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die 

Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte aus, sie sei nicht 

leistungspflichtig, weil das vom Beschwerdeführer behauptete Sturzereignis vom 20. 

Juli 2008 nicht rechtsgenüglich bewiesen sei. Ferner sei auch ein 

Kausalzusammenhang zwischen dem behaupteten Unfall bzw. unfallähnlichen ereignis 

und dem Knieschaden rechts nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Bereits lange vor dem 20. Juli 2008 habe 

der Beschwerdeführer unter einer chronischen rheumatoiden Arthritis gelitten, von 

welcher nebst den Schultern und den Händen auch die Knie befallen gewesen seien. 

Im angeblichen Unfallzeitpunkt sei er deswegen aktiv medizinisch behandelt worden. 

Die Befunde der am 11. März 2009 durchgeführten Kniearthroskopie zeigten das Bild 

einer Gonarthrose (UV-act. I/18, I/19). Die anhaltenden Schmerzen am rechten Knie 

liessen sich mit den degenerativen Veränderungen erklären.

B.c   Mit Replik vom 16. November 2009 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seine Anträge und

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Ausführungen. Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik.

Erwägungen:

1.        

Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer 

aufgrund eines Unfalls vom 19. Februar 1977 mit Verletzung des linken Knies eine 

Rente (von 60 %; vgl. UV-act. I/3 und Anmerkung in UV-act. I/1) ausrichtet. Im linken 

Knie wurde aufgrund eines Pangonarthrosebefundes am 6. Juni 2007 eine 

Prothesenimplantation durchgeführt (UV-act. I/25, I/33 S. 2f). Dr. med. E.___, 

Schulthess Klinik, berichtete am 19. Juni 2008 im Wesentlichen über die Situation am 

linken Knie und hielt fest, der Patient sei zufrieden mit dem Resultat der 

Kniearthroplastik links. Als Heizungsmonteur habe er etwa zwei Stunden pro Tag 

gearbeitet. Die theoretische Arbeitsfähigkeit betrage 40 %. Es komme eine UV-Rente 

von 60 % zur Ausrichtung (UV-act. I/11). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren geht es 

nicht um die vorerwähnten Umstände, sondern - bei einem im Rahmen der 

verbliebenen Erwerbsfähigkeit vereinbarten vertraglichen Beschäftigungsgrad von 40 

% (vgl. UV-act. I/1, I/5, I/17 und I/28) - ausschliesslich um die Frage der 

Unfallbedingtheit der Beschwerden am rechten Knie.

2.        

2.1    Dr. E.___ hielt im Bericht vom 19. Juni 2008 unter anderem fest, beim rechten 

Kniegelenk betrage die Flexion/Extension 130/0°. Es lagen kein Reiben und keine 

Instabilität vor (UV-act. I/11). Dr. med. C.___ berichtete am 3. Dezember 2008, die 

Erstbehandlung für das Ereignis vom 20. Juli 2008 habe am 27. Oktober 2008 

stattgefunden. Nach Angaben des Patienten bestünden seit dem 20. Juli 2008, 

nachdem er in der Badewanne ausgerutscht sei, zunehmende Schmerzen im rechten 

Knie. Die Ärztin diagnostizierte posttraumatische Schmerzen am rechten Knie nach 

Kniekontusion und hielt fest, es lägen nicht ausschliesslich Unfallfolgen vor. Vielmehr 

bestehe seit Jahren eine (nicht unfallbedingte) rheumatoide Arthritis. Seit dem 20. Juli 

2008 bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres; die Behandlung dauere fort 

(UV-act. I/2). Auf Anfrage der Beschwerdegegnerin (UV-act. I/3) führte Dr. C.___ am 22. 

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Dezember 2008 ergänzend aus, der Beschwerdeführer leide an einer chronischen 

rheumatoiden Arthritis mit Befall der Hände, der Schulter und der Knie, welche seit Mai 

dieses Jahres mit deutlichen Entzündungen aktiv sei, so dass die vom Sturz 

ausgelösten Schmerzen im Rahmen des entzündlichen Geschehens aufgefasst worden 

seien. Nachdem sich die rheumatische Entzündung im Blut sowie in den Gelenken 

beruhigt habe, seien die Beschwerden im Knie geblieben, weshalb diese auf den Unfall 

zurückzuführen gewesen seien. Deswegen habe sie auch die Arbeitsunfähigkeit, 

welche die ganze Zeit bestanden habe, auf den Unfall vom 20. Juli 2008 rückwirkend 

bestätigt. Es sei natürlich schwer zu trennen, was krankheits- und was unfallbedingte 

Arbeitsunfähigkeit sei. Da aber noch eine Arbeitsunfähigkeit wegen des Knies bestehe, 

sei anzunehmen, dass eine solche im früheren Verlauf genau so bestanden habe, auch 

wenn sie nicht von der Krankheit überdeckt worden wäre. Hinsichtlich der 

medizinischen Massnahmen gehe es um eine Beruhigung des Ergusses durch Ruhe 

und Medikamente. Erst danach dürfe auch Physiotherapie gemacht werden. Bezüglich 

der Frage der Unfallfolgen bei seit Jahren bekannter rheumatischer Arthritis könne sie 

(die Ärztin) auch keine eindeutige Antwort geben. Falls die Beschwerden nicht bessern 

würden, werde sie den Beschwerdeführer für ein orthopädisches Konsilium anmelden. 

Natürlich sei die rheumatische Arthritis eine Voraussetzung für weniger resistenzfähiges 

Gewebe, welches unter Trauma leichter geschädigt werde. Bis Ende Jahr bestehe 

sicherlich eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. I/4, I/7). Anlässlich der Besprechung 

vom 9. Januar 2009 schilderte der Beschwerdeführer das Ereignis vom 20. Juli 2008 

(UV-act. I/8).

2.2    Am 29. Januar 2009 stellte Dr. E.___ unter anderem die Verdachtsdiagnose auf 

Meniskusriss medial rechts. Mit grosser Wahrscheinlichkeit liege ein Korbhenkelriss 

medial rechts vor (UV-act. I/14). Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, 

berichtete am 16. Februar 2009, der Patient sei am 28. Juli 2008 in seine Praxis 

gekommen und habe über massivste Schmerzen im Bereich beider Schultern und 

beider Hände im Rahmen eines schweren Schubes seiner Krankheit, einer primär 

chronischen Polyarthritis, geklagt. Ein Unfallgeschehen habe er damals nicht 

angegeben. Er sei nun am 2. Februar 2009 erneut in seine Praxis gekommen und habe 

angegeben, dass er damals ein Rotationstrauma durch Ausgleiten erlitten habe und 

darum bereits bei Dr. E.___ in Behandlung stehe. Eine genaue Unfallanamnese müsse 

durch die Suva aufgenommen werden. Eine Röntgenuntersuchung vom 4. August 2008 

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habe deutliche degenerative Veränderungen ergeben. Ob Unfallfolgen vorlägen, sei 

schwierig zu beurteilen. Seit 27. Juli 2008 bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 

I/16). Am 11. März 2009 trat der Beschwerdeführer mit Hinweis auf die Diagnose einer 

medialen Meniskusläsion am rechten Knie stationär in die Schulthess Klinik ein (UV-act. 

I/12). Dr. E.___ diagnostizierte in den Berichten vom 12. und 13. März 2009 nach 

Durchführung einer Arthroskopie am rechten Kniegelenk und einer 

Teilmeniskusentfernung einen Meniskusriss medial rechts (UV-act. I/18f). Eine 

Beurteilung durch Kreisarzt Dr. med. G.___ ergab gemäss Bericht vom 23. März 2009, 

es handle sich um einen stark übergewichtigen Patienten, welcher häufig in kniender 

Stellung arbeite. Seit längerer Zeit leide er an einer chronischen Polyarthritis, welche 

nicht nur die Knie, sondern auch Hände und Schultern betreffe. Diese Krankheit sei 

offensichtlich in Schüben verlaufen. Die Dokumentation belege, dass die Konsultation 

vom 28. Juli 2008 beim Hausarzt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus dem 

Grund erfolgt sei, dass es zu einem neuen Schub gekommen sei. Unter der 

Behandlung von Frau Dr. C.___ sei dieser Schmerzschub an Händen und Schultern 

wieder abgeklungen. Zurückgeblieben seien die Beschwerden im rechten Kniegelenk, 

welche erst Monate später vom Patienten und von Dr. C.___ mit einem länger 

zurückliegenden Ereignis in Zusammenhang gebracht worden seien. Es handle sich 

nicht um eine isolierte Meniskusläsion, sondern um Meniskusveränderungen im 

grösseren Rahmen einer medialen Gonarthrose. Es handle sich nicht um 

Meniskusveränderungen gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV, sondern um solche, welche ein Teil 

der degenerativen Veränderungen des ganzen medialen Kniekompartimentes seien 

(UV-act. I/21). Dr. E.___ teilte im Bericht vom 24. März 2009 mit, voraussichtlich 

bestehe ab 6. April 2009 wieder eine 40 %ige Arbeitsfähigkeit (UV-act. I/24). Am 

14. April 2009 hielt Dr. E.___ fest, es bestehe (am rechten Knie) keine erhebliche 

Arthrose, sondern (allenfalls) eine beginnende Arthrose. Je nach Trauma könnten 

Meniskus und Knorpel gleichzeitig geschädigt werden. Die Behandlung sei nach wie 

vor unfallbedingt (UV-act. I/29). Im Bericht vom 31. August 2009 führte Dr. E.___ aus, in 

Bezug auf das rechte Kniegelenk bestehe eine leichtgradige Abnützung medial, bis 

jetzt gut kompensiert. Hinsichtlich des Ereignisses am rechten Kniegelenk sei er der 

Ansicht, dass dieses als Unfall im Sinn der Definition gelte (UV-act. I/34).

3.        

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3.1    Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt als Unfall die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit zur Folge hat. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat einen 

äusseren Faktor dann als ungewöhnlich betrachtet, wenn er im Einzelfall den Rahmen 

des Ereignisses oder der Situation, welche man objektiverweise als alltäglich oder 

gewöhnlich qualifizieren könnte, übersteigt (BGE 116 V 138 Erw. 3b). Das für den 

Unfallbegriff wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann auch in 

einer unkoordinierten Bewegung bestehen. So kann der Körper als Ganzes in 

Bewegung kommen, indem er - z.B. bei einem Sturz - auf harter Unterlage aufschlägt 

und Schaden nimmt. Der äussere und der ungewöhnliche Faktor sind hier ohne 

weiteres gegeben. Dies trifft auch zu, wenn sich, wie beim Ausgleiten, Stolpern oder 

Abwehren eines Sturzes, bloss einzelne Körperteile bewegen und in Verbindung mit 

einem in der Aussenwelt liegenden Umstand zur gesundheitlichen Störung führen 

(RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b; Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 1989, S. 176f; Rumo-Jungo, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, 27f).

Nach Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV sind Meniskusrisse, sofern sie nicht eindeutig auf eine 

Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche 

Einwirkung Unfällen (im Sinn von Art. 9 Abs. 1 UVV) gleichgestellt. Solche 

Körperschädigungen können auch ganz oder teilweise auf Krankheits- oder 

Degenerationserscheinungen beruhen. Der Auslösungsfaktor kann alltäglich und 

diskret sein. Die Körperschädigung ist jedoch nur dann einem Unfall gleichzustellen, 

wenn sie durch ein plötzliches schädigendes Ereignis, z.B. eine heftige Bewegung oder 

das Aufstehen aus der Hocke, ausgelöst wurde (BGE 114 V 298 Erw. 3). So wurde die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers beispielsweise bejaht in einem Fall, in welchem 

eine Versicherte einen schweren Wäschekorb mit dem linken Fuss verschieben wollte, 

dabei eine ruckartige Bewegung ausführte und das rechte Knie verdrehte, was einen 

Meniskusriss zur Folge hatte. Damit lag ein unmittelbares Geschehen vor, welches das 

Merkmal der Plötzlichkeit aufwies; das Knie wurde bereits vor dem die Verletzung 

auslösenden Ereignis belastet und alsdann durch eine weitere, unvermittelt 

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einsetzende Bewegung zusätzlich erheblich in Anspruch genommen (RKUV 2000, 267). 

Wo ein solches äusseres Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden 

hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV aufgezählten 

Gesundheitsschadens, liegt eine eindeutig krankheits- oder degenerativ bedingte 

Gesundheitsschädigung vor (RKUV 2001, 332 Erw. 2c; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 20. August 2003 [U17/03], auszugsweise publiziert in BGE 

129 V 466). Erfolgt somit die Verletzung ausschliesslich aufgrund eines pathologischen 

Prozesses oder ist die Verletzung wiederholten, im täglichen Leben erfolgten 

Mikrotraumata zuzuschreiben, welche die allmähliche Abnützung und schliesslich das 

Ausmass einer die Behandlung erforderlich machenden Schädigung bewirken, liegt 

keine unfallähnliche Schädigung vor (BGE 114 V 298 Erw. 3b; 123 V 43 Erw. 2b). 

Soweit aber ein äusseres Ereignis im erwähnten Sinn zu bejahen ist, muss medizinisch 

nicht danach geforscht werden, ob und wann ein Meniskusriss auch ohne dieses 

Ereignis eingetreten wäre (RKUV 2001, 332 Erw. 3b).

Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der leistungsanprechenden 

Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem sie 

unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen 

eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine 

Leistungspflicht der Unfallversicherung. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu 

beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind; zu diesem 

Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen, kann aber die 

Mitwirkung der Parteien beanspruchen (RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).

3.2    Aus den vorstehenden Darlegungen ergibt sich, dass sowohl die Annahme eines 

Unfalls als auch einer unfallähnlichen Körperschädigung - konkret steht ein 

Meniskusriss am rechten Kniegelenk zur Diskussion - den Nachweis eines plötzlichen 

schädigenden Ereignisses voraussetzt. Anlässlich der Besprechung mit dem SUVA-

Inspektor vom 9. Januar 2009 schilderte der Beschwerdeführer das Ereignis vom 20. 

Juli 2008 dahingehend, dass er, um die Badewanne verlassen zu können, sich zuerst 

mit dem linken Knie auf dem Wannenboden habe abstützen müssen. Das rechte Bein 

habe er dann über den Wannenrand hinaus auf den Plattenboden gesetzt. Als er dieses 

dann habe belasten wollen, sei der rechte Fuss seitlich weggerutscht und sein rechtes 

Knie habe sich verrenkt. Wegen der Probleme am linken Knie habe er in dieser 

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Situation nicht richtig Halt finden können. Er habe sich schliesslich das rechte 

Kniegelenk am Badewannenrand angeschlagen. Er habe sofort "schmerzhafte 

Episoden" am rechten Knie bemerkt und habe das Gelenk im ersten Moment kaum 

mehr belasten können. In den folgenden 3-4 Tagen habe er starke Knieschmerzen 

rechts gehabt. Er habe deswegen am 4. August 2008 Dr. F.___ aufgesucht (UV-act. I/

8).

Durch den Bericht von Dr. F.___ vom 16. Februar 2009 wird das erwähnte Vorbringen 

des Beschwerdeführers, dass er den Arzt wegen Knieschmerzen rechts am 4. August 

2008 - rund 14 Tage nach dem behaupteten Ereignis - aufgesucht habe, implizit 

bestätigt, indem an jenem Datum vom Arzt eine Röntgenaufnahme des rechten Knies 

angefertigt wurde. Diese ergab deutliche degenerative Veränderungen (vgl. UV-act. I/

16). Gemäss dem erwähnten Bericht von Dr. F.___ hatte ihn der Beschwerdeführer 

bereits rund eine Woche vorher - am 28. Juli 2008 - konsultiert und über Schmerzen im 

Bereich beider Schultern und beider Hände im Rahmen eines (krankheitsbedingten) 

Polyarthritis-Schubes geklagt. Dr. F.___ bestätigte dabei ausdrücklich, dass der 

Beschwerdeführer damals über kein Unfallereignis berichtet habe (UV-act. I/16). Der 

Umstand, dass der Beschwerdeführer heute das Gegenteil behauptet und vorbringt, 

Dr. F.___ habe auf eine Schadenanzeige verzichtet, weil gleichzeitig eine Behandlung 

bei Dr. C.___ erfolgt sei (act. G 1 S. 3), erscheint angesichts der ausdrücklich 

anderslautenden schriftlichen Bestätigung dieses Arztes nicht nachvollziehbar. Dies 

umso weniger, als allein die gegenüber dem Arzt gemachte Aussage, es bestünden 

Knieschmerzen rechts weshalb dann am 4. August 2004 das Röntgenbild angefertigt 

wurde, offensichtlich nicht auf das Bestehen einer Einwirkung im Sinn eines Unfalls 

oder einer unfallähnlichen Körperschädigung, d.h. auf ein plötzliches schädigendes 

Ereignis, schliessen liess. Gemäss Angabe von Dr. F.___ erfolgte die Mitteilung eines 

Rotationstraumas nach Ausgleiten durch den Beschwerdeführer erst mehrere Monate 

später, am 2. Februar 2009 (UV-act. I/16). Im Bericht von Dr. E.___ vom 29. Januar 

2009 ist sodann von einem Sturzereignisvom 20. Februar 2008 die Rede (UV-act. I/14), 

wohingegen in den übrigen Akten ein Ausrutschen mit Verdrehen und Anschlagen des 

rechten Knies am Badewannenrand mit Datum vom 20. Juli 2008 angegeben wurde 

(UV-act. I/1, I/8). Wenn Dr. E.___ im Bericht vom 31. August 2009 das Vorliegen eines 

"Unfalls im Sinne der Definition" bescheinigte und sich damit zu einer Rechtsfrage 

äusserte, gleichzeitig aber unter der Rubrik "Diagnose" eine Krankheit als Ursache 

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anführte (UV-act. I/35), so vermag dies offensichtlich nichts zur Klärung der hier 

streitigen Fragen beizutragen.

Bei Dr. C.___, welche den Beschwerdeführer vorerst wegen des Arthritis-Schubes mit 

Befall von Händen, Schultern und Knien behandelte, hatte die Erstbehandlung unter 

dem Titel einer unfallmässigen Einwirkung auf das rechte Knie über drei Monate nach 

dem behaupteten Ereignis - am 27. Oktober 2008 - stattgefunden (UV-act. I/2, I/4, I/7). 

Auch dieser Ärztin war somit vor dem 27. Oktober 2008 kein Unfallereignis zur 

Kenntnis gebracht worden. Der Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang 

geltend, Dr. C.___ habe ihm mitgeteilt, dass eine Schadenmeldung "ohne weiteres zu 

einem späteren Zeitpunkt" gemacht werden könne (act. G 1 S. 3). Diese Meldung 

erfolgte hierauf am 15. November 2008 (UV-act. I/1). Der Beschwerdeführer hielt in der 

Unfallmeldung fest, nachdem die "Entzündung" unter Kontrolle gewesen sei, habe es 

"etwas anderes" sein müssen (UV-act. I/1). Er erinnerte sich somit - gewissermassen 

als Ergebnis einer nachträglichen Ursachensuche - an ein Ereignis in der Badewanne 

erst wieder, als die Behandlung des Arthritis-Schubes abgeschlossen war und damit 

die weiterhin bestehenden Kniebeschwerden nicht mehr zu erklären vermochten. Auch 

bei allfälliger Ursachen-Überlagerung durch die Arthritis wäre, sofern tatsächlich ein 

Ereignis von Bedeutung vorgelegen hätte, eine frühere Unfallmeldung an die 

Beschwerdegegnerin zu erwarten gewesen (vgl. dazu auch nachstehende Erw. 3.3), 

zumal der Beschwerdeführer die Ereignisse am rechten Knie vom Oktober 2003 und 

August 2004 (vgl. dazu Sachverhalt A.a) ohne grosse Verzögerung meldete. Der 

Nachweis eines plötzlichen schädigenden Ereignisses in Bezug auf das rechte Knie 

kann beim geschilderten Sachverhalt nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als erbracht gelten. Die blosse Möglichkeit einer schädigenden 

Einwirkung genügt aber nicht für die Begründung einer Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin. Weitere mögliche Beweismittel (insbesondere Zeugen) werden 

weder geltend gemacht noch sind solche aus den Akten ersichtlich.

3.3    Die beim Beschwerdeführer gestellte Diagnose eines Meniskusrisses am rechten 

Knie fällt aufgrund von Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV als unfallähnliche Körperschädigung in 

Betracht. Ein Einriss des Meniskus kann sowohl eine traumatische als auch eine 

degenerative (krankheitsbedingte) Ursache haben (Pschyrembel Klinisches 

Wörterbuch, 261. A.). Menisken können bei akuten schweren Knieverletzungen 

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einreissen. Weit häufiger als die akuten Verletzungen sind die Risse chronisch 

degenerierter Menisken ohne Unfall oder bei geringfügigem Trauma, wobei 

insbesondere die stark strapazierten Menisken von Berufsleuten reissen, die viel in der 

Hocke arbeiten müssen (Alfred M. Debrunner, Orthopädie/Orthopädische Chirurgie, 4. 

A., 1057). Hinsichtlich des hier zur Diskussion stehenden Sachverhalts ist festzuhalten, 

dass ein blosses Verdrehen und Anschlagen des Knies am Badewannenrand, wie es 

vom Beschwerdeführer geltend gemacht wird, nicht geeignet sein dürfte, eine akute 

schwere Knieverletzung herbeizuführen, zumal der Beschwerdeführer auch erst 14 

Tage nach dem behaupteten Ereignis Dr. F.___ wegen Schmerzen am rechten Knie 

aufsuchte (vgl. UV-act. I/8). Nach Lage der Akten arbeitete er gemäss seinen Ende 

2003 gemachten Angaben zu einem grösseren Anteil in knieender Stellung, was 

damals auch zu Schmerzen im rechten Knie und entsprechender 

Behandlungsbedürftigkeit führte (UV-act. III/1, III/2). Das Ergebnis der 

Röntgenabklärung vom 4. August 2008 (deutliche degenerative Veränderungen; UV-

act. I/16) weist grundsätzlich auf einen krankheitsbedingten Befund hin. Wenn Dr. F.___ 

dazu festhielt, es sei schwierig zu beurteilen, ob Unfallfolgen vorlägen (UV-act. I/16), 

zeigt sich darin, dass er eine vollständig krankheitsbedingte Ursache nicht 

auszuschliessen vermochte. Kreisarzt Dr. G.___ führte diesbezüglich am 23. März 2009 

aus, die Befunde der Kniearthroskopie vom 11. März 2009 würden das Bild einer 

Gonarthrose des medialen Kompartimentes zeigen. Mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit seien die Schmerzen, welche zur Konsultation am 28. Juli 2008 

geführt hätten, Ausdruck eines rheumatischen Schubes (Arthritis) gewesen. Die 

anhaltenden Schmerzen am rechten Kniegelenk würden durch die degenerativen 

Veränderungen aller Knorpel im medialen Kniegelenkskompartiment hinreichend 

erklärt. Es handle sich nicht um eine isolierte Meniskusläsion, sondern um 

Meniskusveränderungen im grösseren Rahmen einer medialen Gonarthrose. Es handle 

sich nicht um Meniskusveränderungen gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV, sondern um solche, 

welche ein Teil der degenerativen Veränderungen des ganzen medialen 

Kniekompartimentes seien (UV-act. I/21). Diese Darlegungen lassen sich aufgrund des 

geschilderten Hergangs nachvollziehen und erscheinen begründet. Die Feststellung 

von Dr. E.___ vom 14. April 2009, wonach die Behandlung nach wie vor als 

unfallbedingt zu gelten habe (UV-act. I/29), erfolgte demgegenüber ohne weitere 

Begründung. Eine überwiegend wahrscheinliche (volle oder teilweise) 

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Unfallverursachung lässt sich daraus jedenfalls nicht herleiten. Dies umso weniger, als 

der Arzt immerhin eine beginnende Arthrose bzw. im späteren Bericht vom 31. August 

2009 (UV-act. I/34) eine leichtgradige Abnützung medial, und damit krankheitsbedingte 

Befunde anführte.

Bei diesem Sachverhalt stehen sich die Möglichkeiten des Einrisses eines chronisch 

degenerierten Meniskus ohne jede Unfalleinwirkung bzw. ohne unfallähnliches Ereignis 

(1) und diejenige bei geringfügigem Trauma (2) gegenüber, wobei letztere keine 

grössere Wahrscheinlichkeit für sich beanspruchen kann als erstere. Wenn Dr. C.___ im 

Bericht vom 22. Dezember 2008 festhielt, nachdem sich die rheumatische Entzündung 

beruhigt habe, seien nur (noch) die Beschwerden im Knie geblieben, so dass diese auf 

den Unfall zurückzuführen gewesen seien (UV-act. I/7), so lässt sich auch hieraus - bei 

gleichwahrscheinlichem Nebeneinanderstehen von zwei möglichen Ursachen für die 

Knieschmerzen - keine überwiegend wahrscheinliche Unfallverursachung ableiten. Die 

Ärztin führte denn auch aus, bezüglich der Frage der Unfallfolgen bei seit Jahren 

bekannter Arthritis könne sie auch keine eindeutige Antwort geben (UV-act. I/7 S. 2). 

Von einer Unfallursache oder einer unfallähnlichen Einwirkung im Sinn eines plötzlichen 

schädigenden Ereignisses im Sinn eines abgeschlossenen schädigenden Vorgangs - 

als Abgrenzung zu jenen Gesundheitsschäden, welche auf wiederholten oder 

kontinuierlichen Einwirkungen beruhen (vgl. A. Bühler, Die unfallähnliche 

Körperschädigung, in: SZS 1996, 88) - kann auch vor dem geschilderten medizinischen 

Hintergrund nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden. Weitere 

medizinische Abklärungen zur Unfallkausalität, wie sie vom Beschwerdeführer 

beantragt werden (act. G 1 S. 8, G 5 S. 2), wären in dieser Situation überwiegend 

wahrscheinlich nicht geeignet, zu neuen oder "besseren" Erkenntnissen zu führen. Bei 

Vorliegen von gleichwahrscheinlichen unfall- und krankheitsbedingten Ursachen kann 

eine überwiegend wahrscheinliche (volle oder teilweise) Unfallursache nicht als belegt 

gelten. Selbst wenn somit ein plötzliches schädigendes Ereignis anzunehmen bzw. 

davon auszugehen wäre, dass ein durch Anschlagen bzw. Verdrehen des Kniegelenks 

bewirkter Meniskusriss aufgrund des gleichzeitigen Arthritis-Schubes nicht bemerkt 

werden konnte, müsste die überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der 

Beschwerden am rechten Knie verneint werden. Es lässt sich daher nicht beanstanden, 

dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht ablehnte.

4.        

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Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 20. August 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.08.2010
	Art. 4 ATSG. Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV: Prüfung der Frage der Einwirkung eines Unfalls bzw. eines unfallähnlichen Geschehens auf das rechte Knie des Beschwerdeführers bzw. der Frage der Unfallbedingtheit der Kniebeschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. August 2010, UV 2009/93).

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