# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d04efce6-cf23-59d7-a7db-1dcbf2171e6b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.04.2013 SU120067
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SU120067_2013-04-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SU120067-O/U/eh 
 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, und lic. iur. Ch. Prinz,  

Ersatzoberrichterin lic. iur. L. Chitvanni sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. A. Truninger 

 

Urteil vom 16. April 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

verteidigt durch B._____ 

 

gegen 

 

Statthalteramt Bezirk Hinwil,  
Verwaltungsbehörde und Berufungsbeklagte 

 

betreffend 

Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes 

Berufung gegen Urteil des Bezirksgerichtes Hinwil, Einzelgericht,   
vom 12. September 2012 (GC120004) 
 

 

-   2   - 

Strafbefehl: 

Der Strafbefehl des Statthalteramtes des Bezirks Hinwil vom 22. März 2012 ist 

diesem Urteil beigeheftet (Urk. 2/23). 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 21) 

1. Der Verzeigte ist schuldig der Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz 

im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG sowie Art. 22  

Abs. 1 SSV und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV. 

2. Der Verzeigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 40.–.  

3. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:  

Fr. 800.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 95.–  Gebühren Strafbefehl 

4. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  

Verzeigten auferlegt.  

5. … (Mitteilung) 

6. … (Rechtsmittel)  

Berufungsanträge: 

a) Des Vertreters des Beschuldigten:  

(Urk. 25; sinngemäss) 

Der Beschuldigte sei der Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz 

freizusprechen. 

b) des Stadthalteramtes des Bezirks Hinwil: 

(Urk. 29; sinngemäss) 

Keine Anträge. 

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Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

1. Mit Strafbefehl Nr. ST.2012.172 des Statthalteramtes des Bezirks Hinwil 

vom 17. Januar 2012 wurde der Beschuldigte wegen Überschreitens der zulässi-

gen Höchstgeschwindigkeit von 50km/h innerorts um 4 km/h mit einer Busse von 

Fr. 40.– bestraft (Urk. 2/11). Gegen diese Verfügung liess der Beschuldigte am 

24. Januar 2012 durch B._____ fristgerecht Einsprache einreichen (Urk. 2/12). Mit 

Schreiben vom 26. Januar 2012 des Statthalteramtes des Bezirks Hinwil wurde 

B._____ darauf hingewiesen, dass auf die Einsprache nur eingetreten werden 

könne, wenn mittels Vollmacht bestätigt werde, dass der Beschuldigte ihn – 

B._____ – als Vertreter anerkenne (Urk. 2/13). Mit Eingabe vom 2. Februar 2012 

bestätigte der Beschuldigte, dass B._____ in seinem Name und somit mit seiner 

Vollmacht Einsprache eingelegt habe (Urk. 2/14).  

2. Nach Durchführung von ergänzenden Untersuchungshandlungen hielt das 

Statthalteramt des Bezirks Hinwil an seinem Strafbefehl fest, erliess aber einen 

neuen Strafbefehl, da der am 17. Januar 2012 erlassene Strafbefehl den Anforde-

rungen an eine Anklageschrift nicht genügte (Urk. 2/23). Diesen Strafbefehl vom 

22. März 2012 liess das Statthalteramt des Bezirks Hinwil dem Beschuldigten zu-

kommen und setzte ihm erneut Frist an, um gegen den neuen Strafbefehl  

Einsprache einzureichen (Urk. 2/24). Mit Eingabe vom 4. April 2012 reichte der 

Beschuldigte die Einsprache gegen den Strafbefehl vom 22. März 2012 ein  

(Urk. 2/25).  

3. Mit Urteil vom 12. September 2012 wurde der Beschuldigte von der Einzel-

richterin des Bezirksgerichts Hinwil wegen Widerhandlung gegen das Strassen-

verkehrsgesetz im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG sowie 

Art. 22 Abs. 1 SSV und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV schuldig gesprochen. Er wurde 

mit einer Busse von Fr. 40.-- bestraft. Zudem wurden dem Beschuldigten die  

Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens auferlegt (Urk. 15).  

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4. Gegen das mündlich eröffnete Urteil vom 12. September 2012 reichte der 

Beschuldigte am 17. September 2012 fristgerecht Berufung ein (Urk. 16). Den 

begründeten Entscheid (Urk. 18) nahm der Verteidiger des Beschuldigten am 

23. Oktober 2012 entgegen (Urk. 19) und reichte innert Frist, zunächst per Fax, 

die Berufungserklärung ein (Urk. 23-25). Mit Verfügung vom 1. November 2012 

wurden die Akten dem Obergericht zur Behandlung der Berufung zugestellt 

(Urk. 20 bzw. Urk. 22). Dem Statthalteramt des Bezirks Hinwil wurde mit Verfü-

gung vom 20. November 2012 Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erheben 

oder um ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 27). Das Stadt-

halteramt teilte daraufhin am 21. November 2012 mit, dass es keine Anschlussbe-

rufung einreiche und auch kein Nichteintreten auf die Berufung beantrage 

(Urk. 29). Am 10. Dezember 2012 beschloss die erkennende Kammer die schrift-

liche Durchführung des Verfahrens und setzte dem Statthalteramt gleichzeitig 

Frist zur Einreichung der Berufungsantwort an (Urk. 31). Das Statthalteramt ver-

zichtete auf Beantwortung der Berufung (Urk. 33). 

II. Formelles 

1. Anwendbares Recht 

Gestützt auf Art. 454 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung gilt  

für Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Entscheide, die nach Inkrafttreten des  

Gesetzes gefällt worden sind, neues Recht. Nachdem der Entscheid des Bezirks-

gerichts Hinwil am 12. September 2012, mithin nach Inkrafttreten der Schweizeri-

schen Strafprozessordnung gefällt worden ist, ist vorliegend für das Rechtsmittel-

verfahren das neue Verfahrensrecht anwendbar. 

2. Kognition des Berufungsgerichts 

2.1. Steht ein Urteil zur Überprüfung an, bei welchem lediglich Übertretungen 

Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens bildeten, so schränkt Art. 398 

Abs. 4 StPO die Kognition des Berufungsgerichts ein, was von Amtes wegen zu 

berücksichtigen ist. Die Berufungsinstanz hat somit zu überprüfen, ob die vom  

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Berufungskläger vorgebrachten Rügen von der Überprüfungsbefugnis gemäss 

Art. 398 Abs. 4 StPO gedeckt sind. Im allenfalls über die Überprüfungsbefugnis 

hinausgehenden Umfang hat das Gericht auf die Berufung nicht einzutreten. 

2.2. Betreffend den Sachverhalt hat das Berufungsgericht nur zu prüfen, ob eine 

offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz  

gegeben ist. Relevant sind dabei klare Fehler bei der Sachverhaltsermittlung, wie 

namentlich Versehen, Irrtümer oder offensichtliche Diskrepanzen zwischen der 

sich aus den Akten sowie der Hauptverhandlung ergebenden Akten- sowie  

Beweislage und der Urteilsbegründung. Weiter in Betracht kommen insbesondere 

Fälle, in denen die gerügte Sachverhaltsfeststellung auf einer Verletzung von 

Bundesrecht, in erster Linie von Verfahrensvorschriften der StPO selbst, beruht. 

Gesamthaft gesehen sind Konstellationen relevant, die als willkürliche Sach-

verhaltserstellung zu qualifizieren sind (vgl. Schmid, StPO - Praxis-kommentar, 

Zürich 2009, Art. 398 N 12 f.; Eugster, in: Basler Kommentar, StPO, Basel 2011, 

Art. 398 N 3, Entscheid des Bundesgerichts vom 6. März 2012 6B_696/2011 ). 

Willkür bei der Beweiswürdigung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid  

offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tatsächlichen Situation in klarem Wider-

spruch steht. Dass eine andere Lösung oder Würdigung ebenfalls vertretbar  

erscheint oder gar vorzuziehen wäre, genügt nicht (vgl. BGE 134 I 140 E. 5.4 mit 

Hinweisen). Eine vertretbare Beweiswürdigung ist daher noch nicht willkürlich, 

auch wenn die Berufungsinstanz anstelle des Vorderrichters allenfalls anders  

entschieden hätte. 

2.3. Weiter wird das angefochtene Urteil auf Rechtsverletzungen durch die  

Vorinstanz hin überprüft; insofern liegt keine Einschränkung der Überprüfungs-

befugnis vor; sämtliche Rechtsfragen sind mit freier Kognition zu prüfen und zwar 

nicht nur materiellrechtliche, sondern auch prozessuale (vgl. Hug, in: Zürcher 

Kommentar, StPO, Zürich 2010, Art. 398 N 23). 

2.4. Zu erwähnen ist schliesslich, dass – im Gegensatz zur bisherigen zürcheri-

schen Regelung – nach der seit dem 1. Januar 2011 geltenden eidgenössischen 

Strafprozessordnung neue Behauptungen und Beweise im Berufungsverfahren 

nicht mehr vorgebracht werden können, wenn ausschliesslich Übertretungen  

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Gegenstand des erstinstanzlichen Hauptverfahrens bildeten (Art. 398 Abs. 4  

Satz 2 StPO). 

III. Materielles 

1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 18. Oktober 2011 mit seinem  

Personenwagen die auf der Rapperswilerstrasse in Rüti ZH signalisierte Höchst-

geschwindigkeit von 50 km/h innerorts nach Abzug des Toleranzwertes um  

4 km/h überschritten zu haben (Urk. 2/23). 

1.1. Der Beschuldigte bestreitet diesen Sachverhalt, wie bereits anlässlich der 

Untersuchung und der vorinstanzlichen Hauptverhandlung, nicht. Er sei damals 

von der irrigen Annahme ausgegangen, die Höchstgeschwindigkeit sei an jener 

Stelle auf 60 km/h signalisiert gewesen (vgl. Urk. 13 S. 3 und Urk. 25).  

1.2. Der Beschuldigte macht aber wie schon vor Vorinstanz (Urk. 13 S. 3)  

geltend, dass er als Minister der Principality of Sealand diplomatische Immunität 

geniesse, weshalb das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen 

anzuwenden sei. Zwar habe, wie im vorinstanzlichen Urteil richtig ausgeführt, die 

Principality of Sealand das Wiener Übereinkommen nicht ratifiziert, entscheidend 

sei aber, dass die Schweiz das Abkommen ratifiziert habe. Es könne dahingestellt 

bleiben, ob hier Art. 40 des Wiener Übereinkommens einschlägig sei, vielmehr 

komme Art. 38 des Wiener Übereinkommens zum Tragen. Das Bezirksgericht 

habe sich wohl damit auseinandergesetzt, komme aber zu einem irrigen Ergebnis. 

Entgegen der Ansicht der Vorinstanz, fehle es vorliegend auch nicht an einer 

Amtshandlung. Sicherlich sei das Lenken eines Fahrzeuges als solches keine 

Amtshandlung, erfolge die Fahrt aber im Zusammenhang mit der Amtstätigkeit, 

sei eine Amtshandlung gegeben. Der Beschuldigte sei im Jahr 2011 in seiner  

Eigenschaft als Minister ... der Principality of Sealand mit seinem Fahrzeug un-

terwegs gewesen. Privat benötige er sein Fahrzeug nicht und da er Rentner sei, 

brauche er auch keine Arbeitsstelle regelmässig aufzusuchen (Urk. 25).  

2. Das vom Beschuldigten vorgebrachte Wiener Übereinkommen über  

diplomatische Beziehungen (SR 0.191.01) regelt den diplomatischen Verkehr  

http://de.wikipedia.org/wiki/Diplomatie

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derjenigen Staaten, die dieses Übereinkommen ratifiziert haben, einschließlich 

Privilegien und Immunitäten deren Diplomaten. Gemäss Art. 49 des Wiener Über-

einkommens bedarf dieses Übereinkommen der Ratifizierung. Diejenigen  

Staaten, die das Übereinkommen ratifiziert haben und die zum Geltungsbereich 

des Übereinkommens gehören, sind im Anhang des Abkommens aufgelistet. Wie 

bereits vor Vorinstanz (vgl. Urk. 13 S. 4) ist auch heute (Urk. 25) unbestritten, 

dass die Principality of Sealand das Wiener Übereinkommen nicht ratifiziert hat, 

weshalb sie auch nicht auf der Liste im Anhang zu finden ist. Nachdem die Princi-

pality of Sealand unbestrittenermassen kein Vertragsstaat des Wiener Überein-

kommens ist, können auch die Bestimmungen des Wiener Übereinkommens nicht 

zur Anwendung kommen. Der Beschuldigte macht aber geltend, dass das Wiener 

Übereinkommen dennoch anzuwenden sei, da die Schweiz das Abkommen  

ratifiziert und demzufolge anzuwenden habe (Urk. 25). Der Beschuldigte war im 

Jahre 2011 Minister ... der Principality of Sealand und nicht der Schweiz, weshalb 

nicht massgebend ist, ob die Schweiz das Übereinkommen ratifiziert hat. Unbe-

stritten ist weiter, dass die Principality of Sealand auch sonst keine diplomati-

schen Beziehungen zur Schweiz unterhält (vgl. Urk. 13 S. 4). Der Beschuldigte 

konnte demnach als gewöhnlicher Schweizer Bürger und diplomatischer Vertreter 

der Principality of Sealand im Jahre 2011 keine Vorrechte und Immunitäten ge-

niessen.    

3. Vollständigkeitshalber ist, soweit der Beschuldigte geltend macht, Art. 38 

bzw. Art. 40 des Wiener Übereinkommens seien anzuwenden, obwohl die Princi-

pality of Sealand das Wiener Übereinkommen nicht ratifiziert habe, vollumfänglich 

auf die Ausführungen der Vorinstanz zu verwiesen (Urk. 21 S. 4; Art. 82 Abs. 4 

StPO). Diese hat zutreffend festgehalten, dass der Beschuldigte auch dann keine 

Straffreiheit geniessen würde, wenn die Principality of Sealand das Wiener Über-

einkommen ratifiziert hätte und das Übereinkommen auch für die diplomatischen 

Vertreter der Principality of Sealand gelten würde. Das Lenken eines Fahrzeuges 

kann nicht als Amtshandlung im Sinne von Art. 38 des Wiener Übereinkommens 

gewertet werden. Nachdem der Beschuldigte Schweizer Bürger ist und in … [Kan-

ton Zürich] wohnt kann auch nicht, wie geltend gemacht (Urk. 24), davon ausge-

gangen werden, dass die massgebende Fahrt im Zusammenhang mit der Amtstä-

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tigkeit für die Principality of Sealand und nicht als Privatperson erfolgte. Schliess-

lich wurde vom Beschuldigten, was Art. 40 des Wiener Übereinkommens anbe-

langt, auch nie geltend gemacht, dass er sich als Vertreter eines Staates auf der 

Durchreise vom Entsendestaat in den Empfängerstaat oder umgekehrt befunden 

habe, weshalb Art. 40 nicht zur Anwendung gelangen kann (vgl. auch Urk. 21 

S. 4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Bezeichnenderweise stützte sich der Beschuldigte im 

Berufungsverfahren nicht mehr explizit auf diese Bestimmung, sondern erklärte 

lediglich, es könne dahingestellt bleiben, ob diese Bestimmung vorliegend ein-

schlägig sei (Urk. 25). Ob es sich bei dem vom Beschuldigten behaupteten Staat 

Principality of Sealand überhaupt um ein Völkerrechtssubjekt handelt oder ob, wie 

vom Beschuldigten geltend gemacht, eine "de-facto" Anerkennung der Principality  

of Sealand als Staat (Urk. 6) stattgefunden hat, braucht vorliegend nicht weiter  

abgeklärt zu werden. 

4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte entsprechend 

dem Strafbefehl und in Bestätigung des angefochtenen Entscheids wegen Über-

schreitens der zulässigen signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h  

innerorts um 4 km/h im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG 

sowie Art. 22 Abs. 1 SSV und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV schuldig zu sprechen ist.  

IV. Sanktion 

Die von der Vorinstanz ausgesprochene Busse von Fr. 40.-- erscheint dem Ver-

schulden des Beschuldigten als angemessen. Sie ist daher – nachdem auch die 

Verteidigung keine Einwände dagegen erhoben hat – unter Hinweis auf die Aus-

führungen der Vorinstanz zu bestätigen (Urk. 21 S. 5 f., Art. 82 Abs. 4 StPO).  

Die Vorinstanz hat es hingegen unterlassen für den Fall, dass die Busse schuld-

haft nicht bezahlt wird, im Urteil eine Ersatzfreiheitsstrafe festzusetzen. Nachdem 

die Minimalhöhe für eine Ersatzfreiheitsstrafe gemäss Art. 106 Abs. 2 StPO ein 

Tag beträgt, ist diese auf einen Tag festzusetzen. 

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V. Kosten 

1. Bei diesem Verfahrensausgang und nachdem die Verteidigung hinsichtlich 

der Kostenregelung im Falle einer Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils keine 

Anträge und auch keine Rügen an der entsprechenden Regelung vorgebracht 

hat, ist das vorinstanzliche Kostendispositiv (Urk. 21, Dispositiv-Ziffern 3 und 4) zu 

bestätigen. 

2. Da der Beschuldigte im Berufungsverfahren vollumfänglich unterliegt, sind 

ihm die Kosten für das Berufungsverfahren aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist auf Fr. 1'000.-- festzusetzen. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der Widerhandlung gegen das Stras-

senverkehrsgesetz im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 

SVG sowie Art. 22 Abs. 1 SSV und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 40.–.  

Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag. 

3. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 3 und 4) wird bestätigt. 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'000.–. 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. 

6. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten  
− das Statthalteramt des Bezirkes Hinwil 
− die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechts-

mittel an die Vorinstanz. 

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7. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 16. April 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. A. Truninger 
 

 

	Urteil vom 16. April 2013
	1. Der Verzeigte ist schuldig der Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG sowie Art. 22  Abs. 1 SSV und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV.
	2. Der Verzeigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 40.–.
	3. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  Verzeigten auferlegt.
	5. … (Mitteilung)
	6. … (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	b) des Stadthalteramtes des Bezirks Hinwil: (Urk. 29; sinngemäss)
	Keine Anträge.
	Erwägungen:
	I. Verfahrensgang
	II. Formelles
	III. Materielles
	IV. Sanktion
	Die von der Vorinstanz ausgesprochene Busse von Fr. 40.-- erscheint dem Verschulden des Beschuldigten als angemessen. Sie ist daher – nachdem auch die Verteidigung keine Einwände dagegen erhoben hat – unter Hinweis auf die Ausführungen der Vorinstanz ...

	V. Kosten
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG sowie Art. 22 Abs. 1 SSV und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 40.–.
	Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag.
	3. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 3 und 4) wird bestätigt.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'000.–.
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	6. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 das Statthalteramt des Bezirkes Hinwil
	 die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich

	7. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.