# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ad46de5a-1211-5cf9-b9d1-dbe4263293b7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.04.2025 D-1755/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1755-2025_2025-04-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1755/2025 

law/bah 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer; 

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   

Parteien 

 
A._______, 

geboren am (…), 

Äthiopien, 

vertreten durch Marek Wieruszewski, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 6. Februar 2025 / N (…). 

 

 

 

D-1755/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein Tigray mit letztem Aufenthalt in B._______ 

(Äthiopien) eigenen Angaben zufolge letztmals im Juni 2024 verliess und 

am 5. August 2024 in die Schweiz einreiste, wo er am 3. September 2024 

um Asyl nachsuchte, 

dass das SEM am 11. September 2024 die Personalien des Beschwerde-

führers (Personalienaufnahme [PA]; Zemis-Direkterfassung) aufnahm, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung zu den Asylgründen 

vom 25. September 2024 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentli-

chen geltend machte, er habe bis zu seiner ersten Ausreise aus Äthiopien 

im Oktober/November 2021 als (…) gearbeitet und zusammen mit seinen 

Eltern und Geschwistern in B._______ gelebt, 

dass er seit 1993/94 Mitglied der «Tigray People’s Liberation Front» (TPLF) 

gewesen sei und im Jahr 2007/2008 als Kandidat der TPLF an den Wahlen 

teilgenommen habe, in den Rat der (…) gewählt worden sei und das Amt 

fünf Jahre lang ausgeübt habe, 

dass er nach dem Ausbruch des Kriegs in Tigray im August/September 

2021 von der Polizei zuhause abgeholt und unter dem Vorwurf, er unter-

stütze die TPLF, verprügelt worden sei,  

dass er im Oktober/November 2021 im Besitz eines Visums legal 

C._______ gereist sei, wo er (…) Geschäfte gemacht habe, 

dass im März 2023 in Äthiopien gegen ihn und seine Familienmitglieder ein 

Ermittlungsverfahren wegen angeblicher Korruption eingeleitet worden sei, 

das aus Mangel an Beweisen wieder eingestellt worden sei, 

dass er sich im Juni/Juli 2024 zur Rückreise nach Äthiopien entschieden 

habe und zwei oder drei Tage nach seiner Rückkehr von Polizisten abge-

holt und auf den Polizeiposten seines Wohnquartiers gebracht worden sei, 

wo er zu seinem Aufenthalt C._______ befragt worden sei, 

dass man ihn gefragt habe, weshalb er Geld von B._______ nach 

D._______ gesendet und ob er sich mit E._______ – einem äthiopischen 

(…) – getroffen habe, und ihn nach drei Tagen mit der Bemerkung, er könne 

nach Hause gehen, bis er wieder vorgeladen werde, freigelassen habe, 

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Seite 3 

dass er zwei Tage später von regierungstreuen Leuten, die ihn als Mitglied 

der TPLF bezeichnet und versucht hätten, ihn zusammenzuschlagen, be-

droht worden sei,  

dass sein Bruder einen Polizisten angerufen habe, der die Lage beruhigt 

habe, 

dass er (der Beschwerdeführer) um sein Leben gefürchtet habe und erneut 

legal C._______ gereist sei, von wo aus er mit Hilfe eines Schleppers, der 

ihm seinen Reisepass abgenommen habe, illegal nach Europa gereist sei, 

dass er im Falle einer Rückkehr nach Äthiopien befürchte, festgenommen 

zu werden und sein Leben zu verlieren, 

dass der Beschwerdeführer beim SEM mehrere Ausweise und Beweismit-

tel abgab ([…] Aufenthaltstitel, Führerschein, Wahlbestätigung, Schreiben 

der äthiopischen Polizei vom 17. September 2024, Arbeits- und Schulzer-

tifikate, arbeitsbezogene Referenzschreiben, Geschäftsunterlagen, Beleg 

einer Banküberweisung von Äthiopien C._______, Schreiben des äthiopi-

schen Justizministeriums betreffend den Korruptionsvorwurf, Bestätigung 

der Mitgliedschaft bei der TPLF und Vorladung der äthiopischen Polizei 

vom 14. Juli 2024), 

dass der Beschwerdeführer zu seiner gesundheitlichen Verfassung er-

klärte, er leide seit längerer Zeit unter (…) und erhöhten (…), wogegen er 

bereits in B._______ Medikamente eingenommen habe, 

dass er dort auch wegen einer 2021 erlittenen (…) behandelt worden sei 

und sich in der Schweiz wegen seines erhöhten (…) und (…) an einen Arzt 

gewandt habe, 

dass er gemäss einem Arztbericht vom Spital F._______ am 20. Oktober 

2024 wegen (…) behandelt worden sei, 

dass das SEM mit Verfügung vom 6. Februar 2025 – eröffnet am 10. Feb-

ruar 2025 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, sein Asylgesuch vom 3. September 2024 ablehnte, die Weg-

weisung aus der Schweiz verfügte und feststellte, er sei verpflichtet, das 

Staatsgebiet der Schweiz sowie den Schengen-Raum am Tag nach Eintritt 

der Rechtskraft dieser Verfügung zu verlassen, dies zur Rückreise in sei-

nen Heimat- beziehungsweise Herkunftsstaat oder zur Weiterreise in ein 

Land, das sich ausserhalb des Schengen-Raums befinde und in dem er 

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Seite 4 

aufgenommen werde, verbunden mit dem Hinweis, wenn er seiner Ver-

pflichtung nicht innert Frist nachkomme, könne die Wegweisung unter 

Zwang vollzogen werden, 

dass das SEM den Kanton G._______ mit dem Vollzug der Wegweisung 

beauftragte und dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten ge-

mäss Aktenverzeichnis aushändigte, 

dass das SEM zur Begründung seiner Verfügung im Wesentlichen anführt, 

die Aussagen des Beschwerdeführers zu seinen (…) seien vage und un-

verbindlich ausgefallen, 

dass seinem Visumsantrag an die (…) Behörden zu entnehmen sei, er sei 

mehr als viermal von C._______ nach Äthiopien zurückgekehrt, und den-

noch nur vage habe einordnen können, wann er C._______ erstmals eine 

Aufenthaltsbewilligung erhalten habe, 

dass er auch zur Anzahl der Rückreisen von C._______ nach Äthiopien 

seit dem Ausbruch des Kriegs in Tigray keine konkreten Angaben gemacht 

habe, 

dass seine Ausführungen nicht davon zeugten, dass er sich in seinem Amt 

(…) politisch besonders exponiert oder sich für ein freies respektive unab-

hängiges Tigray stark gemacht habe, 

dass er nicht genau gewusst habe, wie viele Sitze der Rat habe, in den er 

gewählt worden sei, 

dass er sich möglicherweise vor vielen Jahren auf Ebene (…) engagiert 

habe, es jedoch auf der Hand liege, dass es sich um ein niederschwelliges 

Engagement gehandelt habe, durch das er sich nicht in besonderem 

Masse exponiert habe, weshalb ein behördliches Interesse an ihm nicht 

nachvollziehbar sei, 

dass er nach Ausbruch des Tigray-Kriegs legal aus Äthiopien aus- und spä-

ter dorthin zurückgereist sei, obwohl die TPLF zu diesem Zeitpunkt von der 

äthiopischen Zentralregierung als Terrororganisation eingestuft worden sei, 

dass diese Reisen erhebliche Zweifel an seiner politischen Vergangenheit 

aufkommen liessen und der Sachverhalt auf keine Verbindungen zur TPLF 

schliessen lasse, 

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dass seine Aussagen zur politischen Tätigkeit in D._______ nicht von einer 

exponierten politischen Tätigkeit oder von einem starken inneren Antrieb 

zu politischem Aktivismus zeugten, 

dass er sich davor gefürchtet habe, eine Demonstration zu organisieren, 

und sich – wenn überhaupt – im Hintergrund gehalten und niederschwel-

lige Tätigkeiten ausgeführt zu haben scheine, 

dass vor dem Hintergrund seiner angeblichen Erlebnisse in B._______, wo 

Polizisten ihm (…) hätten, nur schwer nachvollziehbar sei, weshalb er sich 

2024 zur Rückkehr nach Äthiopien entschieden habe, 

dass seine Aussagen, er sei im Sommer 2024 nach dreitägiger Inhaftie-

rung freigelassen worden und erneut legal aus Äthiopien ausgereist, nicht 

den Eindruck eines ernsthaften und nachhaltigen behördlichen Interesses 

an ihm erweckten, 

dass die äthiopischen Behörden ihm während seines Aufenthalts 

C._______ am (…) 2022 einen Reisepass ausgestellt hätten, was dem Vi-

sumsantrag an die (…) Behörden zu entnehmen sei, 

dass der Erhalt eines Reisepasses kaum möglich gewesen wäre, wenn die 

äthiopischen Behörden ihn als oppositionelle Kraft wahrgenommen hätten, 

was umso mehr gelte, als diese die TPLF im Zeitpunkt der Passausstellung 

als Terrororganisation eingestuft hätten, 

dass ihn die äthiopische Polizei im Sommer 2024 nicht bereits nach weni-

gen Tagen aus der Haft entlassen hätte, falls sie ihn als missliebige Person 

eingestuft hätte, und seine damalige legale Ausreise aus Äthiopien unter-

streiche, dass er den heimatlichen Behörden kein Dorn im Auge sei, wes-

halb es das SEM als unglaubhaft erachte, dass er aufgrund seiner angeb-

lichen Mitgliedschaft bei der TPLF ins Blickfeld der äthiopischen Behörden 

geraten sei, 

dass die vom Beschwerdeführer abgegebenen Beweismittel nicht geeignet 

seien, eine asylbeachtliche Verfolgung nachzuweisen, da mangels ver-

bürgtem Vergleichsmaterial deren Echtheit nicht oder nur bedingt bestätigt 

werden könne, 

dass es sich bei den Stempeln auf den Dokumenten um Feuchtstempelab-

drücke handle, aufgrund derer nicht automatisch von der Authentizität der 

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Seite 6 

Dokumente ausgegangen werden könne, zumal in Äthiopien viele Fäl-

scherwerkstätten existierten, die analoge Feuchtstempel herstellten, 

dass ein Wort in den Stempelabdrücken auf dem Schreiben der Polizei 

vom 17. September 2024 und der polizeilichen Vorladung zwei Schreibfeh-

ler enthalte, 

dass diese Vorladung gemäss dem äthiopischen Kalender offenbar am 

7. 11. 2016 ausgestellt worden sei, was im gregorianischen Kalender dem 

14. Juli 2024 entspreche, weshalb es «kurios» sei, dass er das Dokument 

in der Anhörung nicht erwähnt und erst mit seiner schriftlichen Eingabe vom 

25. November 2024 eingereicht habe, 

dass angesichts der Sicherheitslage in B._______ im Jahr 2021 zwar nicht 

auszuschliessen sei, dass der Beschwerdeführer damals von Polizisten 

verletzt worden sei, er sich in B._______ aber habe behandeln lassen kön-

nen und es ihm möglich gewesen sei, legal aus Äthiopien auszureisen, 

dass er im Sommer 2024 nach Äthiopien zurückgekehrt und es nicht Sinn 

und Zweck des Asylrechts sei, vergangenes Unrecht wiedergutzumachen, 

weshalb die geltend gemachten Übergriffe im Jahr 2021 keine flüchtlings-

rechtliche Relevanz entfalteten, 

dass vor dem Hintergrund der Unterzeichnung des Friedensabkommens 

am 2. November 2022 und der Aufhebung der Einstufung der TPLF als ter-

roristische Organisation davon auszugehen sei, dass das Ausmass des 

willkürlichen Vorgehens gegen Angehörige der Ethnie der Tigray seitens 

der äthiopischen Behörden zurückgehen werde, 

dass die Einstellung des Verfahrens wegen Korruption darauf hinweise, 

dass der Beschwerdeführer und seine Familie nicht mit einem sogenann-

ten Politmalus behaftet seien, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 

12. März 2025 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde erhob, 

dass darin beantragt wurde, die Beschwerde sei gutzuheissen und dem 

Beschwerdeführer sei bei Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und 

mangels Ausschlussgründen Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Verfü-

gung des SEM im Vollzugspunkt aufzuheben und das SEM anzuweisen, 

den Beschwerdeführer vorläufig aufzunehmen, 

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Seite 7 

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt wurde, es sei dem Be-

schwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf 

die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, 

dass in der Beschwerde geltend gemacht wird, der Beschwerdeführer sei 

als Mitglied der TPLF in Äthiopien erheblichen Gefahren ausgesetzt, die 

dortige politische Situation sei instabil und Mitglieder der TPLF würden oft 

verfolgt und bedroht, 

dass im Falle einer Rückkehr eine hohe Gefahr für seine Sicherheit und 

sein Leben bestehe, 

dass Mitglieder der TPLF – die als terroristische Organisation eingestuft 

worden sei – vor allem dann gefährdet seien, wenn sie sich ausserhalb der 

Region Tigray aufhielten, und der Beschwerdeführer wegen seiner politi-

schen Tätigkeit schwer misshandelt und verfolgt worden sei, 

dass das Korruptionsverfahren gegen ihn und seine Familie als Vorwand 

für weitere Verfolgung erscheine, 

dass sich die letzten Vorfälle kurz vor seiner Ausreise im Juli 2024 zuge-

tragen hätten, 

dass das SEM die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen nicht plausibel in Frage 

gestellt habe, 

dass das Ausstellungsdatum der polizeilichen Vorladung keinen Auf-

schluss darüber gebe, wann das Dokument ausgehändigt worden sei und 

wann der Beschwerdeführer davon Kenntnis erhalten habe, 

dass seine Reisen C._______ bei der Beurteilung der Flüchtlingseigen-

schaft keine grosse Rolle spielten, zumal nur wichtig sei, dass er sich dort 

mit E._______ getroffen habe, 

dass es vielen Verfolgten gelungen sei, aus Äthiopien legal auszureisen 

um im Ausland als Flüchtlinge anerkannt zu werden, 

dass der Beschwerdeführer nach einer Rückkehr in seine Heimat mit Schi-

kanen rechnen müsste, die ihm ein menschenwürdiges Leben verunmög-

lichen würden, 

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dass der Instruktionsrichter die Anträge, es sei die unentgeltliche Prozess-

führung zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 

verzichten, mit Zwischenverfügung vom 18. März 2025 abwies und den 

Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 2. April 2025 einen Kostenvor-

schuss von Fr. 750.– einzuzahlen, mit dem Hinweis, bei ungenutzter Frist 

werde auf die Beschwerde nicht eingetreten, 

dass am 2. April 2025 zugunsten des Bundesverwaltungsgerichts ein Kos-

tenvorschuss von Fr. 750.– eingezahlt wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), nachdem auch der erhobene Kostenvorschuss 

rechtzeitig eingezahlt wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

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Seite 9 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung vorbrachte, er habe Äthiopien 

im Oktober/November 2021 verlassen und sei C._______ gereist (vgl. 

SEM-act. […]-16/18 F23 f. und F42), von wo aus er im Juni/Juli 2024 in 

seine Heimat zurückgekehrt sei, in der er sich lediglich zehn Tage aufge-

halten habe (vgl. SEM-act. […]-16/18 F44-F48), 

dass seine Reisen C._______ und die Rückreisen nach Äthiopien allesamt 

legal erfolgt seien (vgl. SEM-act. […]-16/18 F62 f.), 

dass dem Beschwerdeführer von den äthiopischen Behörden am (…) 2022 

der bis zum (…) 2027 gültige Reisepass mit der Nummer (…) ausgestellt 

wurde, mit dem er im Juni/Juli 2024 legal nach Äthiopien zurückkehrte (vgl. 

SEM-act. […]-9/1 und […]-16/18 F62), 

dass der Beschwerdeführer in seiner Einsprache gegen die Verweigerung 

der Ausstellung eines Visums durch die (…) Behörden im Juni 2022 angab, 

er sei C._______ aus mit Business- und Touristenvisa mehr als viermal 

nach Äthiopien zurückgereist, bevor die Visa abgelaufen seien (vgl. SEM-

act. […]-27/5), 

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dass er in der Anhörung erklärte, er könne sich nicht genau an seine Rei-

sen zwischen C._______ und Äthiopien erinnern und schliesslich ein-

räumte, er sei zwischen 2021 und 2024 einmal nach Äthiopien zurückge-

reist (vgl. SEM-act. […]-16/18 F125–F136), 

dass sich der Beschwerdeführer mit dem Erhalt des äthiopischen Reise-

passes am (…) 2022 und seiner legalen Einreise nach Äthiopien im 

Juni/Juli 2024 sowie der/den weiteren Reise(n) nach Äthiopien zwischen 

2021 und 2024 wieder unter den Schutz der heimatlichen Behörden stellte, 

weshalb allfällige zuvor erlittene Verfolgungsmassnahmen flüchtlingsrecht-

lich nicht mehr relevant sind (vgl. etwa die Urteile des BVGer D-8007/2015 

vom 13. September 2018 E. 9.1 und D-1246/2009 vom 10. März 2009 

S. 7), 

dass der Beschwerdeführer geltend machte, gegen ihn und mehrere An-

gehörige seiner Familie sei von den äthiopischen Behörden im März/April 

2023 ein Verfahren wegen Korruption eingeleitet worden, das von der 

Staatsanwaltschaft aus Mangel an Beweisen eingestellt worden sei (vgl. 

SEM-act. […]-16/18 F86, F90, F100, F143; […]-1/- ID-Nr. 010 und […]-

20/3), 

dass die in der Beschwerde geäusserte Befürchtung, das Korruptionsver-

fahren gegen seine Familie und ihn erscheine als Vorwand für weitere Ver-

folgung, angesichts der Einstellung des diesbezüglichen Verfahrens und 

der freiwilligen Rückkehr des Beschwerdeführers nach Äthiopien im 

Juni/Juli 2024 nicht geteilt werden kann, 

dass der Beschwerdeführer erklärte, er sei zwei oder drei Tage nach seiner 

Rückkehr nach Äthiopien im Juni/Juli 2024 von der Polizei zu Hause abge-

holt, auf den Polizeiposten mitgenommen und dort festgehalten worden, 

dass die Polizisten hätten wissen wollen, was er C._______ gemacht habe 

und ob er dort Herrn E._______ und weitere TPLF-Mitglieder getroffen 

habe, 

dass er am Morgen des dritten Tages seiner Inhaftierung auf freien Fuss 

gesetzt worden sei (vgl. SEM-act. […]-16/18 F86), 

dass unbesehen der Frage der Glaubhaftigkeit der vom Beschwerdeführer 

geltend gemachten dreitägigen Inhaftierung nicht davon auszugehen ist, 

die äthiopischen Behörden hätten ein flüchtlingsrechtlich relevantes, 

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ernsthaftes Verfolgungsinteresse an seiner Person, ansonsten er nicht wie-

der auf freien Fuss gesetzt worden wäre, 

dass die eingereichte Bestätigung der dreitägigen Haft vom 14. September 

2024 (vgl. SEM-act. […]-1/- ID-Nr. 005 und […]-20/3) und die polizeiliche 

Vorladung vom 14. Juli 2024 (vgl. SEM-act. […]-1/- ID- Nr. 012 und […]-

35/2) an dieser Einschätzung nichts ändern, 

dass dem Beschwerdeführer allein aufgrund seiner Zugehörigkeit zur tigri-

nischen Bevölkerungsgruppe keine asylrechtlich relevante Verfolgung im 

Sinne von Art. 3 AsyIG droht, da er vor seiner letzten Ausreise aus seinem 

Heimatland C._______ aus (mehrmals) legal in dieses zurückkehrte und 

es ebenso legal unbehelligt wieder verliess, 

dass die äthiopischen Behörden ihn demnach bislang nicht als staatsge-

fährdend einstuften und nicht davon auszugehen ist, dass sich an dieser 

Sichtweise der heimatlichen Behörden etwas geändert hat, 

dass anstelle von Wiederholungen auf die zutreffenden Ausführungen in 

der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, denen in der Beschwerde 

nichts Stichhaltiges entgegengehalten wird, 

dass es dem Beschwerdeführer mithin nicht gelungen ist, eine ihm dro-

hende flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung nachzuweisen oder zumin-

dest glaubhaft zu machen, weshalb das SEM sein Asylgesuch zu Recht 

abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der 

Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 

auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 

E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom SEM ebenfalls zu 

Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

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wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, 

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine dem Beschwerdeführer in Äthi-

opien drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich 

sind, da aufgrund vorstehender Erwägungen nicht davon auszugehen ist, 

die heimatlichen Behörden hätten an ihm ein Verfolgungsinteresse, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung für Ausländerinnen und Ausländer 

als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund 

von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-

scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht in konstanter Praxis von der grund-

sätzlichen Zumutbarkeit des Vollzugs von Wegweisungen nach Äthiopien 

ausgeht (vgl. das Referenzurteil D-6630/2018 vom 6. Mai 2019 E. 12.2, in 

Bestätigung von BVGE 2011/25 E. 8.3), 

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Seite 13 

dass die allgemeine Lage in Äthiopien trotz der weiterhin herrschenden 

ethnischen Spannungen und Protestbewegungen – mit Ausnahme einzel-

ner Regionen – nicht generell durch Krieg, Bürgerkrieg oder eine Situation 

allgemeiner Gewalt gekennzeichnet ist, aufgrund derer die Zivilbevölke-

rung allgemein als konkret gefährdet gelten würde (vgl. Urteile des BVGer  

D-5766/2024 vom 27. Januar 2025 E. 10.4.2, D-3995/2021 vom 20. März 

2023 E. 8.4, D-5557/2019 vom 23. Februar 2023 E. 10.3.1. f.), 

dass der Beschwerdeführer aus B._______ stammt, wo er über ein ver-

wandtschaftliches Beziehungsnetz verfügt (vgl. SEM-act. […]-16/18 F23, 

F26 f.), das ihm bei der Reintegration in seinem Heimatland behilflich sein 

wird, 

dass der Beschwerdeführer über einen (…) und berufliche Erfahrungen 

(…) verfügt, weshalb davon auszugehen ist, es gelinge ihm auch eine be-

rufliche Reintegration (vgl. SEM-act. […]-16/18 F37–F41), 

dass auch die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers (vgl. 

SEM-act. […]-14/4, […]-32/6, […]-33/1) nicht gegen die Zumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs sprechen, da er diese bereits in B._______ behan-

deln lassen konnte (vgl. SEM-act. […]-16/18 F13–F17) und keine Hinweise 

darauf bestehen, er könnte nach einer Rückkehr in seine Heimat die not-

wendige Behandlung dort nicht fortsetzen und die benötigten Medikamente 

nicht weiterhin erhalten, 

dass somit weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerde-

führers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 

einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung 

nicht unzumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Äthiopien 

schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 

Abs. 2 AIG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere 

mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG und 

Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist, weshalb die Beschwerde abzuwei-

sen ist, 

D-1755/2025 

Seite 14 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass der am 2. April 2025 eingezahlte Kostenvorschuss von Fr. 750.– für 

die Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-1755/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe eingezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Lang Christoph Basler 

 

 

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