# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9ca922c-1a0c-5ae4-9828-86858805c161
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2025 F-5496/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-5496-2025_2025-10-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-5496/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Yannick Antoniazza-Hafner, (Vorsitz), 

Richterin Aileen Truttmann, Claudia Cotting-Schalch; 

Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geb. (...),  

Afghanistan,  

vertreten durch  

Claudio Ludwig, Rechtsschutz für Asylsuchende,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 16. Juli 2025. 

 

 

 

F-5496/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 21. Februar 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. Er gab dabei an, im Jahr 2009 geboren zu sein. Ein Abgleich mit der 

europäischen Fingerabdruck-Datenbank (EURODAC) ergab, dass er be-

reits am 21. Oktober 2024 in Slowenien sowie am 28. Oktober 2024 in 

Deutschland Asylanträge gestellt hatte (Akten der Vorinstanz [SEM act.] 6).  

B.  

Am 26. Februar 2025 ersuchte das SEM die deutschen und die sloweni-

schen Behörden gestützt auf Art. 34 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festle-

gung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der 

für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen 

in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-

ständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), um Informationen zu den vom Be-

schwerdeführer dort gestellten Asylgesuchen (SEM act. 10, 12).  

C.  

Am 28. Februar 2025 informierten die deutschen Behörden die Vorinstanz, 

dass der Beschwerdeführer bei ihnen unter dem Namen C._______, ge-

boren am (…), bekannt sei und im Rahmen eines Dublin-Verfahrens am  

17. Februar 2025 nach Slowenien überstellt worden sei (SEM act. 15). 

D.  

Am 14. März 2025 führte die Vorinstanz die Erstbefragung für unbegleitete 

minderjährige Asylsuchende (EB UMA) durch (SEM act. 18).  

E.  

Mit E-Mail vom 18. März 2025 informierte das SEM den Beschwerdeführer 

über die Anpassung seines Geburtsdatums im Zentralen Migrationsinfor-

mationssystem (ZEMIS) auf den (…) 2007 und den Bestreitungsvermerk 

(SEM act. 20). Mit Schreiben vom 21. März 2025 nahm er dazu Stellung 

(SEM act. 21).   

F.  

Am 25. März 2025 ersuchte die Vorinstanz die slowenischen Behörden um 

Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

Dublin-III-VO (SEM act. 22). Diese stimmten der Wiederaufnahme gestützt 

auf die gleiche Bestimmung am 1. April 2025 zu (SEM act. 26). Die slowe-

nischen Behörden teilten dem SEM am 26. März 2025 überdies mit, dass 

F-5496/2025 

Seite 3 

der Beschwerdeführer dort unter dem Namen B.________, geb. (...), be-

kannt und am Tag der Überstellung von Deutschland nach Slowenien un-

tergetaucht sei (SEM act. 23).  

G.  

Mit Verfügung vom 4. April 2025 trat die Vorinstanz in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers nicht ein, ordnete seine Wegweisung aus der Schweiz 

nach Slowenien an und forderte ihn auf, die Schweiz spätestens am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Darüber hinaus stellte die  

Vorinstanz fest, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS lau-

tet auf den (…) 2007 (SEM act. 31). 

H.  

Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bundesverwaltungsgericht 

mit Urteil F-2566/2025 vom 23. April 2025 gut, hob die Verfügung vom 

4.  April 2025 auf und wies die Sache zur vollständigen Sachverhaltsfest-

stellung und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurück (SEM act. 37).  

I.  

Am 7. Mai 2025 erfasste die Vorinstanz den Beschwerdeführer im ZEMIS 

mit Geburtsdatum (…) 2009 (SEM act. 39).  

J.  

In der Folge gab die Vorinstanz ein Gutachten zur Altersschätzung in Auf-

trag, welches das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie 

des Universitätsspitals Zürich am 16. Mai 2025 erstattete (SEM act. 42).  

K.  

Am 9. Juli 2025 gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer das recht-

liche Gehör zur beabsichtigten Änderung seines Geburtsdatums im ZEMIS 

auf den (...) (SEM act. 43). Der Beschwerdeführer nahm mit Schreiben vom 

14. Juli 2025 dazu Stellung (SEM act. 46).  

L.  

Am 15. Juli 2025 passte das SEM das Geburtsdatum des Beschwerdefüh-

rers im ZEMIS auf den (...) an und versah den Eintrag mit einem Bestrei-

tungsvermerk (SEM act. 50).  

M.  

Mit Verfügung vom 16. Juli 2025 trat die Vorinstanz in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

F-5496/2025 

Seite 4 

nicht ein, ordnete seine Wegweisung aus der Schweiz nach Slowenien an 

und forderte ihn auf, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Be-

schwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig wies das SEM auf die einer allfäl-

ligen Beschwerde von Gesetzes wegen fehlende aufschiebende Wirkung 

hin. Darüber hinaus hielt die Vorinstanz fest, dass das Geburtsdatum des 

Beschwerdeführers im ZEMIS auf den (...) (mit Bestreitungsvermerk) lautet 

(SEM act. 55). 

N.  

Mit Beschwerde vom 23. Juli 2025 beantragte der Beschwerdeführer, die 

angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei an die  

Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, 

auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers einzutreten. Zudem sei die  

Vorinstanz anzuweisen, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im 

ZEMIS auf den «(…) 2009» anzupassen. In prozessualer Hinsicht seien 

die aufschiebende Wirkung und die unentgeltliche Prozessführung zu ge-

währen (Akten des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer act.] 1). 

O.  

Am 24. Juli 2025 setzte die Instruktionsrichterin den Wegweisungsvollzug 

gestützt auf Art. 56 VwVG einstweilen aus und mit Zwischenverfügung vom 

29. Juli 2025 hiess das Gericht die Gesuche um aufschiebende Wirkung 

der Beschwerde und Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gut 

(BVGer act. 2, 4).  

P.  

In ihrer Vernehmlassung vom 19. August 2025 beantragte die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde (BVGer act. 5). Der Beschwerdeführer 

nahm mit Replik vom 26. September 2025 dazu Stellung (BVGer act. 7).  

 
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Die Beschwerde richtet sich sowohl gegen den Nichteintretens- und 

Wegweisungsentscheid als auch gegen die ZEMIS-Eintragung betreffend 

das Geburtsdatum des Beschwerdeführers. Das Beschwerdeverfahren be-

treffend ZEMIS-Datenänderung wird separat vom vorliegenden Verfahren 

unter der Geschäftsnummer F-7873/2025 geführt. Das Beschwerdebegeh-

ren in Bezug auf die beanstandete ZEMIS-Datenänderung (vgl. Ziff. 5 des 

Dispositivs der angefochtenen Verfügung) ist somit nicht im Rahmen des 

vorliegenden Verfahrens zu behandeln. 

F-5496/2025 

Seite 5 

1.2 Das vorliegende Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und 

dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 

Art. 6 AsylG). 

1.3 Gemäss Art. 105 AsylG in Verbindung mit Art. 31 VGG ist das Bundes-

verwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet des 

Asyls zuständig. Es entscheidet über diese in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Der Beschwerdeführer ist 

zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die 

frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten 

(Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde können die Verletzung von Bundesrecht (einschliess-

lich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige 

und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ge-

rügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), beschränkt sich der Streitgegenstand 

grundsätzlich auf die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch 

nicht eingetreten ist und die betroffene Person infolgedessen aus der 

Schweiz weggewiesen hat (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 E. 2.2). 

3.  

Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, die Vorinstanz habe den 

Sachverhalt bezüglich der geltend gemachten Minderjährigkeit und der ge-

sundheitlichen Wegweisungshindernisse unvollständig abgeklärt. Die Sa-

che sei daher zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. 

Beschwerde Ziff. 2.1 f.). 

3.1 Zur Begründung brachte er in seiner Beschwerde im Wesentlichen vor, 

das Bundesverwaltungsgericht habe im Urteil F-2566/2025 vom 23.  April 

2025 festgehalten, aufgrund der dazumal bestehenden Aktenlage sei eine 

mögliche Minderjährigkeit des Beschwerdeführers nicht unglaubhaft. Dem-

gegenüber greife die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung die vom 

Gericht beurteilte Frage wieder auf und halte fest, es hätten bereits zum 

Zeitpunkt der Verfügung vom 25. April 2025 die Indizien für eine Volljährig-

keit des Beschwerdeführers überwogen. Damit verletze die  

Vorinstanz die Bindungswirkung des Rückweisungsurteils und setze sich 

F-5496/2025 

Seite 6 

dem Verdacht der Voreingenommenheit aus, was die Würdigung der zu-

sätzlich einzuholenden Beweismittel zur Frage der Minderjährigkeit des 

Beschwerdeführers gemäss den Anweisungen des Gerichts anbelange. 

Die Vorinstanz habe die weiteren Beweismittel im Anschluss auch inhaltlich 

unvollständig gewürdigt. So habe sie die fachärztlichen Einschätzungen 

der psychischen Entwicklung des Beschwerdeführers bei der Beurteilung 

seines Alters nicht gewürdigt. Sie übergehe damit relevante Beweise und 

stelle den Sachverhalt unvollständig fest. Zudem würdige das SEM auch 

den Gesundheitszustand bei der Zumutbarkeitsbeurteilung einzig aus dem 

Blickwinkel des vorhandenen Zugangs zu medizinischer Versorgung in 

Slowenien. Gemäss den vorliegenden medizinischen Berichten würde 

seine gesundheitliche Gefährdung jedoch bereits bei der Anordnung des 

Wegweisungsvollzugs und des damit verbundenen Abbruchs der begon-

nen Behandlung in der Schweiz sowie der in Bezug auf Slowenien beste-

henden Retraumatisierungsgefahr liegen.  

 

3.2 Das SEM führte dazu in seiner Vernehmlassung zusammenfassend 

aus, es treffe zu, dass es in der ersten Verfügung vom 4. April 2025 zum 

Schluss gekommen sei, dass die geltend gemachte Minderjährigkeit des 

Beschwerdeführers als nicht glaubhaft gemacht zu betrachten gewesen sei 

und die Indizien für seine Volljährigkeit aus Sicht des SEM überwogen hät-

ten. Es sei in der ersten Verfügung ausführlich dargelegt worden, welche 

Indizien zu dieser Einschätzung geführt hätten. Auch das Bundesverwal-

tungsgericht sei zum Schluss gekommen, dass die Aussagen des Be-

schwerdeführers diverse Ungereimtheiten enthalten hätten und diese teil-

weise unglaubhaft seien. In der Folge habe das SEM im Nachgang an das 

Urteil des BVGer ein medizinisches Altersgutachten erstellen lassen. Die-

ses habe beim Beschwerdeführer ein Mindestalter von 19 Jahren festge-

stellt. Die bereits zuvor bestehenden Zweifel des SEM an der geltend ge-

machten Minderjährigkeit seien durch das Ergebnis des Altersgutachtens 

bekräftigt worden. Das SEM sei anhand der damals vorliegenden Informa-

tionen von seiner Volljährigkeit ausgegangen und habe gestützt auf die Ak-

tenlage, wie sie sich zum Zeitpunkt der Entscheidredaktion dargestellt 

habe, auf weitere Abklärungen verzichten können. Mit Einreichung neuer 

Beweismittel auf Beschwerdestufe habe das SEM eine medizinische Al-

tersabklärung durchführen lassen und eine Neubeurteilung des Sachver-

halts vorgenommen. In seiner Verfügung vom 16. Juli 2025 habe das SEM 

umfassend dargelegt, wieso es zum Schluss gekommen sei, dass es sich 

beim Beschwerdeführer um eine erwachsene Person handle. Hierbei habe 

sich das SEM auch explizit zu den eingereichten Beweismitteln geäussert.  

 

F-5496/2025 

Seite 7 

3.3 In seiner Replik machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen gel-

tend, das SEM habe ausgeführt, wie es zu seiner damaligen Einschätzung 

gelangt sei. Die kritisierten Passagen seien jedoch nicht Teil des Sachver-

halts der angefochtenen Verfügung, sondern Teil der Erwägungen. Als sol-

che seien sie Teil der Begründung des angefochtenen Entscheids und wür-

den nach der hier vertretenen Auffassung die Bindungswirkung des bun-

desverwaltungsgerichtlichen Rückweisungsurteils verletzen. Mit den Aus-

führungen in der Vernehmlassung bringe die Vorinstanz zum Ausdruck, 

dass sie von ihrer damaligen Einschätzung mittlerweile allenfalls abgerückt 

sei. Da die Argumentation jedoch weiterhin Teil der Begründung sei, sei 

unklar, welche Teile die Vorinstanz mittlerweile verworfen habe und welche 

sie aktuell vertrete. Kernpunkt des Falles sei die Frage der psychiatrisch-

fachärztlichen Einschätzung der Minderjährigkeit des Beschwerdeführers. 

Die Vorinstanz habe sich im vorliegenden Fall unbestrittenermassen auf 

die Beweismittel zur physischen Entwicklung in der forensisch-naturwis-

senschaftlichen Altersschätzung gestützt und die dagegensprechenden 

eindeutigen Aussagen im psychiatrisch-fachärztlichen Bericht ausser Acht 

gelassen. Damit habe es die Vorgaben des Kinderrechtsausschusses ver-

letzt.  

 

3.4 Das Asylverfahren wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht  

(Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Demnach hat die Behörde von Amtes 

wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 

Sachverhaltes zu sorgen, die für das Verfahren notwendigen Unterlagen 

zu beschaffen, die rechtlich relevanten Umstände abzuklären und ord-

nungsgemäss darüber Beweis zu führen (vgl. BVGE 2012/21 E. 5.1 

m.w.H.). Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein 

falscher und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise 

falsch gewürdigt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den 

Entscheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden 

(BVGE 2014/2 E. 5.1). Der Untersuchungsgrundsatz findet seine Grenze 

an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden (Art. 8 AsylG; Art. 13 VwVG).  

 

3.5 Aus den vom Beschwerdeführer zitierten Passagen der vorinstanzli-

chen Verfügung vom 16. Juli 2025 kann nicht geschlossen werden, das 

SEM habe die Vorgaben im Rückweisungsentscheid des Bundesverwal-

tungsgerichts missachtet (zur Bindungswirkung im Allgemeinen vgl. Urteil 

des BVGer A-4618/2024 vom 6. August 2025 E. 4.1 m.w.H.) oder es sei 

voreingenommen gewesen. Das SEM legte darin lediglich dar, welchen 

Standpunkt es zum Zeitpunkt der Verfügung vom 4. April 2025 eingenom-

men hatte, bevor auf Beschwerdestufe weitere Beweismittel eingereicht 

F-5496/2025 

Seite 8 

wurden, und zu welcher Einschätzung es im aktuellen Verfahren nach Wür-

digung sämtlicher Informationen sowie nach Durchführung eines Altersgut-

achtens gekommen war. In diesem Sinne ist auf die Erwägungen in der 

Vernehmlassung zu verweisen, in der das SEM den Prozess der Ent-

scheidfindung bei Erlass der ersten und zweiten Verfügung ausführlich 

schilderte (vgl. S. 7 ff.). Nichts anderes ist auch dem Urteil F-2566/2025 zu 

entnehmen. Das Bundesverwaltungsgericht stellte dort zwar fest, bei ob-

jektiver Betrachtung spreche die Indizienlage im Rahmen der vorzuneh-

menden Gesamtbetrachtung nicht derart klar gegen die vom Beschwerde-

führer behauptete Minderjährigkeit, sodass diese bereits aufgrund der Ak-

ten als unglaubhaft zu qualifizieren sei (…), dies aber insbesondere unter 

Berücksichtigung der Tatsache, dass der Beschwerdeführer im Beschwer-

deverfahren weitere Beweismittel vorgelegt hatte (vgl. E. 6.2 f. ebenda).  

Der angefochtenen Verfügung ist denn auch zu entnehmen, dass das SEM 

die vom Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren F-2566/2025 einge-

reichten Beweismittel (Kopie Schulzeugnis, allgemeiner Bericht der 

K._______ vom 10. April 2025, Schreiben des Rechtschutzes für Asylsu-

chende vom 11. April 2025, diverse Fotografien des Beschwerdeführers) 

zur Kenntnis nahm und sich damit rechtsgenüglich auseinandersetzte. So-

weit der Beschwerdeführer vorbrachte, die Vorinstanz habe die fachärztli-

chen Einschätzungen bei der Beurteilung seines Alters nicht gewürdigt, ist 

darauf hinzuweisen, dass das SEM mehrmals auf den ärztlichen Bericht 

vom 10. April 2025 Bezug nahm und diesen entsprechend berücksichtigte 

(vgl. angefochtene Verfügung S. 8 Abs. 2; S. 9 Abs. 4; S. 10 Abs. 3, S. 11 

Abs. 1). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer die Beurteilung durch 

die Vorinstanz nicht teilt, stellt keine Verletzung der Pflicht zur vollständigen 

Abklärung des Sachverhalts dar.  

Gleiches gilt auch für den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, 

mit dem sich das SEM einlässlich auseinandersetzte. Insbesondere nahm 

es zu seinen suizidalen Tendenzen ausdrücklich Stellung (vgl. S. 13 f. in 

der angefochtenen Verfügung). Das SEM kam zum Schluss, dass keine 

begründeten Anhaltspunkte vorliegen würden, dass dem Beschwerdefüh-

rer bei einer Überstellung nach Slowenien eine (Re-)Traumatisierung oder 

derartige Verschlechterung seines Gesundheitszustands drohen würde, 

welche diese als unzulässig im Sinne von Art. 3 EMRK erscheinen liesse. 

Ob dieses Ergebnis zu beanstanden ist, wird im Rahmen der nachfolgen-

den materiell-rechtlichen Prüfung zu beurteilen sein.  

F-5496/2025 

Seite 9 

3.6 Mit diesen Ausführungen hat die Vorinstanz den Untersuchungsgrund-

satz nicht verletzt. Der Antrag auf Rückweisung der Sache an die  

Vorinstanz ist abzuweisen. 

4.  

4.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

4.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8-15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO).  

4.3 Im Falle eines unbegleiteten Minderjährigen ohne familiäre Anknüp-

fungspunkte (zu einem anderen Mitgliedstaat) ist gemäss Art. 8 Abs. 4 

Dublin-III-VO der Staat zuständig, in welchem er seinen Antrag gestellt hat. 

Diese Bestimmung begründet eine vorrangige Zuständigkeit der Schweiz 

(Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), da unbegleitete Minderjährige vom Wieder-

aufnahmeverfahren ausgenommen sind (vgl. z.B. Urteil des BVGer  

E-6348/2023 vom 24. November 2023 E. 4.4 m.w.H.). Als minderjährig gilt 

dabei eine asylsuchende Person unter 18 Jahren (Art. 2 Bst. i Dublin-III-

VO). Die Beweislast für die Minderjährigkeit liegt im Asylverfahren grund-

sätzlich bei der gesuchstellenden Person und diese ist zumindest glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.3, 2018 VI/3 E. 4.2.3). Im Rahmen 

einer Gesamtwürdigung sind sämtliche Anhaltspunkte, die für oder gegen 

die Richtigkeit der Altersangaben sprechen, abzuwägen. Wesentlich sind 

für echt befundene Identitätspapiere oder eigene Angaben der betroffenen 

Person (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.5; vgl. dazu auch «Comittee on the 

Rights of the Child» [CRC-Ausschuss], A.M. vs. Schweiz Nr. 80/2019 vom 

29. Mai 2024). Das Ergebnis eines Altersgutachtens stellt nur ein Element 

bei der Beurteilung der Frage der Glaubhaftigkeit einer geltend gemachten 

Minderjährigkeit dar (vgl. BVGE 2019 I/6 E. 6.1 ff.). 

5.   

5.1  Die Vorinstanz führte in der angefochtenen Verfügung dazu im We-

sentlichen aus, es sei dem Beschwerdeführer anlässlich der Erstbefra-

gung, insbesondere angesichts der Widersprüche, die sich aus seinen An-

gaben zur Schulbildung und zum Reiseweg ergeben hätten, nicht 

F-5496/2025 

Seite 10 

gelungen, die geltend gemachte Minderjährigkeit glaubhaft zu machen. Zu-

dem lägen mit seiner Registrierung in Slowenien und Deutschland klare 

Hinweise auf seine Volljährigkeit vor. Er habe den Entscheid der deutschen 

Behörden und mit diesem auch seine Erfassung als erwachsene Person 

anerkannt. Das eingereichte Schulzeugnis stelle überdies kein rechts-

genügliches Identitätsdokument dar. Diesem komme sodann lediglich ein 

verminderter Beweiswert zu. Gemäss den Ausführungen des Beschwerde-

führers bestätige das Schulzeugnis den Abschluss der dritten Klasse. An-

lässlich der Erstbefragung habe er hingegen angegeben, die zweite Klasse 

abgeschlossen zu haben und die dritte Klasse nur noch während zwei bis 

drei Tagen besucht zu haben. Betreffend seiner auf Beschwerdestufe vor-

gebrachten Erklärung für die Registrierung in Slowenien sei anzumerken, 

dass sich diese deutlich von seiner im Rahmen der Erstbefragung gemach-

ten Schilderung unterscheide. Damit laufe seine Argumentation ins Leere, 

sein Alter sei dort nicht ausreichend abgeklärt worden. Die im Bericht der 

K._______ festgehaltene Traumatisierung und die vom Beschwerdeführer 

vorgebrachte Schwäche im Zusammenhang mit Zeitspannen könnten zwar 

in gewissem Masse eine Erklärung für die Unstimmigkeiten seiner Aussa-

gen darstellen. Angesichts der sehr zahlreichen Unstimmigkeiten und der 

Tatsache, dass er im Rahmen des Beschwerdeverfahrens zugegeben 

habe, bei der Erstbefragung zur Registrierung in Slowenien falsche Anga-

ben gemacht zu haben, vermögen sein Gesundheitszustand und sein Bil-

dungsniveau keine ausreichende Erklärung für sämtliche Unstimmigkeiten 

darstellen. Bei dem im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten 

Bericht einer Fachperson für unbegleitete Minderjährige sei festzuhalten, 

dass es sich bei besagter Person um eine durch den Rechtsschutz des 

BAZ angestellten Person handle. Es könne damit nicht von einem neutral 

verfassten Bericht ausgegangen werden. Das äussere Erscheinungsbild 

lasse überdies keine verlässliche Einschätzung in Bezug auf das Alter zu. 

Das vorliegende Altersgutachten belege unmissverständlich, dass beim 

Beschwerdeführer ein Mindestalter von 19 Jahren festgestellt worden sei 

und das von ihm angegebene Alter nicht zutreffen könne. Das Altersgut-

achten stelle ein starkes Indiz für die Volljährigkeit einer Person dar, wenn 

das Mindestalter bei der Zahn- oder Skelettanalyse über 18 Jahre liege und 

sich die beiden Altersspannen überlappen würden. Dies treffe vorliegend 

zu. Die Hinweise der behandelnden Ärztin und der durch die Rechtsvertre-

tung angestellten Fachperson für unbegleitete Minderjährige, könnten das 

starke Indiz für seine Volljährigkeit, welches mit dem Altersgutachten vor-

liege, nicht überwiegen. In Gesamtwürdigung aller vorliegenden Informati-

onen handle es sich beim Beschwerdeführer um eine erwachsene Person.  

 

F-5496/2025 

Seite 11 

5.2 Mit Beschwerde wurde ausgeführt, das Altersgutachten stelle zwar ein 

starkes Indiz für die Volljährigkeit des Beschwerdeführers dar. Das rechts-

seitige Schlüsselbein weise jedoch gemäss Gutachten ein Verknöche-

rungsstadium der Stufe 3a auf, mit dem ein Mindestalter von 16.4 Jahren 

assoziiert sei. Im vorliegenden Fall sei das Risiko einer Fehlklassifikation 

aufgrund der bilateralen Asymmetrie der Schlüsselbeinentwicklung erhöht, 

da sich das Gutachten nur auf eine Schlüsselbein-Wachstumsfuge statt auf 

zwei beziehe. Die vorliegenden psychiatrischen Berichte würden unter 

Rückgriff auf die psychische Entwicklung des Beschwerdeführers und sein 

Verhalten das klare Vorliegen einer Minderjährigkeit beziehungsweise eine 

hohe Wahrscheinlichkeit dafür aufzeigen. Gemäss Rechtsprechung, auch 

des UN-Kinderrechtsausschusses, seien die vorliegenden Berichte damit 

ebenfalls als starke Indizien für eine Minderjährigkeit zu werten. Zur einge-

reichten Kopie eines afghanischen Schulzeugnisses habe sich der Be-

schwerdeführer zwar teils widersprüchlich geäussert. Angesichts seiner in 

den psychiatrischen Berichten explizit beschriebenen, gesundheitlich be-

dingten Unfähigkeit, biografische Ergebnisse sinnvoll einzuordnen, könne 

dem Schulzeugnis jedoch nicht einzig aufgrund der teilweise unstimmigen 

Angaben jeder Beweiswert abgesprochen werden. Er habe zudem die Um-

stände der fehlerhaften Erfassung seines Geburtsdatums in Slowenien im 

ersten Beschwerdeverfahren eingestanden. Bezüglich der Erfassung in 

Deutschland mit dem Geburtsjahr 2004 und seiner diesbezüglichen Untä-

tigkeit habe er anlässlich der Erstbefragung erklärt, damals von der Situa-

tion überfordert gewesen zu sein, was angesichts seines nun dokumentier-

ten psychischen Gesundheitszustands nachvollziehbar erscheine. Ohne-

hin wären seine Angabe des Geburtsjahrs 2006 in Slowenien und eine spä-

tere Angabe des Geburtsjahrs 2004 in Deutschland mit der von der Vor-

instanz implizit angenommenen Täuschungsabsicht über seine Minderjäh-

rigkeit nicht sinnvoll in Einklang zu bringen. Zwar würden seine Angaben 

zu seiner Biografie einzelne Widersprüche beziehungsweise Ungereimt-

heiten enthalten. Gemäss den psychiatrischen Einschätzungen der bei ihm 

vorliegenden «allgemeinen kognitiven Desorganisation» seien solche Un-

zulänglichkeiten jedoch zu erwarten und würden nicht pauschal gegen den 

Wahrheitsgehalt seiner Angaben sprechen. 

 

6.  

Strittig und zu prüfen ist zunächst, ob der Beschwerdeführer die behaup-

tete Minderjährigkeit zumindest hat glaubhaft machen können. 

6.1 Bei der vom Beschwerdeführer im ersten Beschwerdeverfahren einge-

reichten Kopie eines Schulzeugnisses aus Afghanistan handelt es sich 

F-5496/2025 

Seite 12 

klarerweise nicht um ein Identitätspapier, welches geeignet wäre, seine 

Identität rechtsgenüglich nachzuweisen (vgl. BVGE 2007/7 E. 6). Das Do-

kument wurde zudem nur als Kopie eingereicht, was dessen Beweiswert 

zusätzlich vermindert. Zu Recht weist das SEM auch darauf hin, dass sich 

das Schulzeugnis, gemäss dem der Beschwerdeführer die dritte Klasse 

abgeschlossen habe, nicht mit seinen Aussagen bei der Erstbefragung ver-

einbaren lässt. Dort führte er aus, in der dritten Klasse sei er zuletzt gewe-

sen; er habe die zweite Klasse abgeschlossen und die dritte Klasse nur ein 

paar Tage besucht, vielleicht zwei bis drei Tage, danach habe er die Schule 

nicht mehr besucht (SEM act. 18, Pkt. 1.17.04). Sofern der Beschwerde-

führer in dieser Hinsicht auf seine gesundheitlich bedingte Unfähigkeit ver-

weist, «biografische Ereignisse sinnvoll einzuordnen», ist darauf hinzuwei-

sen, dass der lediglich zwei bis drei Tage dauernde Besuch der dritten 

Klasse und der Abschluss eines Schuljahres grundlegend verschiedene 

Erfahrungen darstellen. Eine so grosse Abweichung zwischen den Anga-

ben erscheint damit auch unter Berücksichtigung der Ausführungen im psy-

chiatrischen Bericht nicht nachvollziehbar. Dazu kommt, dass die Glaub-

würdigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der offenkundigen falschen 

Aussagen anlässlich seiner Erstbefragung zur Registrierung in Slowenien 

zumindest in Frage gestellt werden muss (vgl. Urteil des BVGer  

F-2566/2025 E. 6.1).   

 

6.2 Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, stellt das Altersgutachten, das 

beim Beschwerdeführer ein Mindestalter von 19 Jahren feststellte, ein star-

kes Indiz für dessen Volljährigkeit dar (vgl. dazu auch BVGE 2018 Vl/3 E. 

4.2.2). Dem Gutachten ist denn auch zu entnehmen, dass der Beschwer-

deführer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit volljährig ist 

(SEM act. 42). Der Hinweis des Beschwerdeführers, sein dort festgestell-

tes Mindestalter von 19 Jahren sei zu relativieren, da das rechtsseitige 

Schlüsselbein gemäss Gutachten ein Verknöcherungsstadium der Stufe 3a 

aufweise, vermag daran nichts zu ändern. Das Gutachten wurde von zer-

tifizierten ärztlichen Fachpersonen nach wissenschaftlichen Kriterien in ei-

nem standardisierten Verfahren erstellt und basiert auf den Empfehlungen 

der Arbeitsgemeinschaft für Forensische Altersdiagnostik der Deutschen 

Gesellschaft für Rechtsmedizin (AGFAD). Im Gutachten wurde zudem aus-

drücklich darauf hingewiesen, dass gemäss Empfehlungen in der Refe-

renzliteratur das weiter entwickelte Stadium (Stadium 3c links) für die Al-

tersschätzung verwendet wurde (vgl. Ziff. 3.2.2 ebenda).  

 

6.3 Nicht unbeachtet bleiben kann auch, dass der Beschwerdeführer so-

wohl in Slowenien wie auch in Deutschland als volljährige Person erfasst 

F-5496/2025 

Seite 13 

wurde. In Deutschland durchlief er überdies ein (rechtskräftig abgeschlos-

senes) Dublin-Verfahren. Die slowenischen Behörden stimmten zudem 

dem Gesuch um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers im Wissen da-

rum zu, dass er vorbringt, minderjährig zu sein, womit sie erkennen lassen, 

dass sie keine Zweifel an seiner Volljährigkeit haben. In Bezug auf seine 

Registrierung in Slowenien stellte er sodann den Sachverhalt im Rahmen 

der Erstbefragung anders dar als im ersten Beschwerdeverfahren, wobei 

auch diese Schilderung vom Bundesverwaltungsgericht als wenig glaub-

haft eingestuft wurde (vgl. Urteil F-2566/2025 E. 6.1). Dass er anlässlich 

seiner Registrierung in Deutschland überfordert gewesen sei, vermag auch 

unter Berücksichtigung seines Gesundheitszustands nicht zu erklären, 

wieso er in Deutschland mit einem höheren Alter ([…] 2004) als in Slowe-

nien (...) erfasst wurde. Ebenso erscheint es, selbst unter Berücksichtigung 

seiner kognitiven Probleme, realitätsfern, dass er nicht gewusst haben soll, 

mit welchem Geburtsjahr er in Deutschland erfasst worden ist und dass er 

dort willkürlich als volljährig registriert worden sein soll, nachdem er ge-

mäss eigenen Aussagen dasselbe Geburtsdatum und Alter wie in der 

Schweiz angegeben habe (vgl. SEM act. 18, Pkt. 2.06).  

6.4 Gemäss dem eingereichten Schreiben der Fachpersonen UMA vom  

11. April 2025 könnten aus den Gesprächen mit dem Beschwerdeführer 

Verhaltensweisen und Reaktionen beobachtet werden, die typisch für eine 

jugendliche Entwicklungsphase sei; auch optisch mache er einen offen-

sichtlichen minderjährigen Eindruck (SEM act. 38, Beilage 6). Da es sich 

herbei lediglich um persönliche Eindrücke der Fachpersonen handelt, stellt 

der Bericht nur ein sehr schwaches Indiz für die Minderjährigkeit des Be-

schwerdeführers dar (vgl. Urteil des BVGer E-3324/2024 vom 2.  Juni 2025 

E. 7.7). Dies gilt auch in Bezug auf die eingereichten Fotos des Beschwer-

deführers (vgl. Urteil des BVGer F-5170/2020 vom 16. März 2021 E. 7.5).  

6.5 Der Beschwerdeführer reichte sodann zwei medizinische Berichte der 

K._______ vom 10. April 2025 und 20. Juli 2025 zu den Akten. Im ersten 

Bericht wird zusammenfassend geltend gemacht, der Beschwerdeführer 

wirke noch sehr jugendlich und er werde auf Basis seiner Gesamtentwick-

lung und Verhaltensbeobachtung klar als minderjährig eingeschätzt (SEM 

act. 38, Beilage 5). In Ergänzung dazu wurde im Bericht vom 20. Juli 2025 

unter anderem festgehalten, es bestünden nach wie vor erhebliche Zweifel 

an der Volljährigkeit des Beschwerdeführers; er zeige ein psychisches, 

emotionales und kognitives Funktionsniveau, das deutlich unter dem eines 

jungen Erwachsenen liege. Seine Gesamtentwicklung entspreche vielmehr 

dem klinischen Bild eines Jugendlichen im mittleren bis späten Adoles- 

F-5496/2025 

Seite 14 

zenzalter (BVGer act. 1, Beilage 4). Der Bericht trifft hingegen keine exakte 

Aussage zum Alter des Beschwerdeführers, sondern ordnet ihn in Bezug 

auf seine Gesamtentwicklung der Phase der mittleren bis späten Adoles-

zenz zu. Damit wäre auch das im Altersgutachten festgestellte Mindestalter 

von 19 Jahren vereinbar (vgl. zur späten Adoleszenz: https://www.thieme-

connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0043-103864 [19 - 21 

Jahre]; https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/spaetadoles-

zenz/14603 [18. bis zum vollendeten 20. Lebensjahr]; https://flexikon.doc-

check.com/de/Adoleszenz [ca. 18 - 21 Jahre]; https://www.neurologen-

und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-

psychotherapie/warnzeichen/adoleszenz-adoleszenzkrisen/ [Jahre 18 bis 

21]). Entgegen den beschwerdeweisen Ausführungen ist nicht von einem 

starken Indiz für die Minderjährigkeit des Beschwerdeführers auszugehen.   

6.6 Im Rahmen einer Gesamtwürdigung gelingt es dem Beschwerdeführer 

somit nicht, die von ihm geltend gemachte Minderjährigkeit zum Zeitpunkt 

der Einreichung des Asylgesuchs in der Schweiz glaubhaft zu machen. In 

casu überwiegen klar die Indizien, die für seine Volljährigkeit sprechen. Die  

Vorinstanz ist demzufolge zu Recht von seiner Volljährigkeit zum Zeitpunkt 

der Stellung seines Asylantrags in der Schweiz ausgegangen. Folglich ist 

er nicht vom Wiederaufnahmeverfahren ausgenommen.  

7.  

Ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der Zentral-

einheit EURODAC ergab, dass dieser vor seiner Einreise in die Schweiz 

am 21. Oktober 2024 in Slowenien um Asyl nachgesucht hatte, weshalb 

die Vorinstanz gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO die sloweni-

schen Behörden um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers ersuchte 

und diese dem Wiederaufnahmeersuchen zustimmten. Damit ist die grund-

sätzliche Zuständigkeit Sloweniens für die Durchführung des Asyl- und 

Wegweisungsverfahrens gegeben.  

8.  

8.1 Erweist es sich als unmöglich, einen Antragsteller an den zunächst als 

zuständig bestimmten Mitgliedstaat zu überstellen, da es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in diesem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU-Grund-

rechtecharta mit sich bringen, so setzt der die Zuständigkeit prüfende Mit-

gliedstaat die Prüfung der in Kapitel III vorgesehenen Kriterien fort, um 

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0043-103864%20%5b19
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0043-103864%20%5b19
https://flexikon.doccheck.com/de/Adoleszenz
https://flexikon.doccheck.com/de/Adoleszenz
https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-psychotherapie/warnzeichen/adoleszenz-adoleszenzkrisen/
https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-psychotherapie/warnzeichen/adoleszenz-adoleszenzkrisen/
https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-psychotherapie/warnzeichen/adoleszenz-adoleszenzkrisen/

F-5496/2025 

Seite 15 

festzustellen, ob ein anderer Mitgliedstaat als zuständig bestimmt werden 

kann. Kann keine Überstellung gemäss diesem Absatz an einen aufgrund 

der Kriterien des Kapitels III bestimmten Mitgliedstaat oder an den ersten 

Mitgliedstaat, in dem der Antrag gestellt wurde, vorgenommen werden, so 

wird der die Zuständigkeit prüfende Mitgliedstaat der zuständige Mitglied-

staat (Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO). 

8.2 Abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO kann jeder Mitgliedstaat 

beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staa-

tenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn 

er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prü-

fung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dublin-III-VO). Dieses soge-

nannte Selbsteintrittsrecht ist zwingend auszuüben, wenn die Überstellung 

der betroffenen Person in den an sich zuständigen Mitgliedstaat zu einer 

Verletzung völkerrechtlicher Verpflichtungen der Schweiz führen würde 

(BVGE 2015/9 E. 8.2.1). Gemäss Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 kann zudem das 

SEM das Asylgesuch «aus humanitären Gründen» auch dann behandeln, 

wenn dafür gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre. Bei 

dieser Entscheidung kommt dem SEM Ermessen zu; das Bundesverwal-

tungsgericht darf sein eigenes Ermessen nicht an dessen Stelle setzen 

(BVGE 2015/9 E. 7.6 und E. 8.1 in fine). 

9.  

9.1 Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass das slowenische Asylsystem 

rechtsprechungsgemäss keine systemischen Mängel aufweist, aufgrund 

derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz 

überginge (vgl. bspw. Urteil des BVGer F-1456/2025 vom 10. März 2025 

E. 2.1). Mangels systemischer Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-

III-VO kann davon ausgegangen werden, dass Slowenien seinen völker- 

und gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtungen gegenüber Personen in der 

Situation des Beschwerdeführers nachkommt und insbesondere auch  

die Rechte respektiert und schützt, die sich aus den sogenannten Verfah-

rens-, Aufnahme- und Rückführungsrichtlinien ergeben (Richtlinien des Eu-

ropäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu 

gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des inter-

nationalen Schutzes [Verfahrensrichtlinie] und 2013/33/EU vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die in-

ternationalen Schutz beantragen [Aufnahmerichtlinie] sowie 2008/115/EG 

vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den 

Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger 

[Rückführungsrichtlinie]). Entsprechend kann sich der Beschwerdeführer, 

F-5496/2025 

Seite 16 

sofern er anlässlich der Erstbefragung seine Unterbringungssituation in 

Slowenien kritisierte, an die slowenischen Behörden wenden und seine 

Rechte auf dem Rechtsweg einfordern (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie; vgl. 

Urteil F-7221/2024 vom 25. November 2024 E. 5.3).  

9.2 Mit Rechtsmitteleingabe führte der Beschwerdeführer aus, gemäss 

psychiatrischen Berichten handle es sich bei ihm um eine psychisch hoch 

vulnerable Person. Eine Rückführung nach Slowenien erscheine aus psy-

chiatrischer Sicht nicht vertretbar. Gemäss dem aktuellen Bericht vom 

20.  Juli 2025 bestünde bei ihm unverändert ein dringender Bedarf an der 

kontinuierlichen Fortführung der begonnenen Behandlung in einem siche-

ren Umfeld. Es sei deshalb davon auszugehen, dass der Vollzug einer 

Wegweisung nach Slowenien für ihn zu einem nachhaltigen psychischen 

Zusammenbruch, einem damit verbundenen intensiven Leiden sowie einer 

erhöhten Suizidgefahr führen würde und deshalb Art. 3 EMRK widerspre-

che. Die Vorinstanz sei aus diesem Grund anzuweisen, auf sein Asylge-

such einzutreten und es inhaltlich zu prüfen (vgl. Beschwerde Ziff. 3.2.2).  

9.3 Die Vorinstanz hat in ihrer Verfügung vom 16. Juli 2025 die gesundheit-

lichen Beschwerden des Beschwerdeführers detailliert geschildert. Auf die 

entsprechenden Ausführungen gilt es daher zu verweisen (vgl. SEM act. 

55, S. 13 f.). Weiter ist dem mit Beschwerde eingereichten kinder- und ju-

gendpsychiatrischen Bericht der K._______ vom 20. Juli 2025 unter ande-

rem zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer dort wegen einer diagnos-

tizierten komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS) sowie 

einer daraus sekundär entwickelten schweren depressiven Episode psy-

chiatrisch behandelt werde; besonders besorgniserregend sei seine aus-

geprägte psychische und psychosoziale Vulnerabilität. Neben den schwer-

wiegenden psychischen Erkrankungen – einer kPTBS mit dissoziativen 

und intrusiven Symptomen sowie einer schweren depressiven Episoden 

mit suizidalen Gedanken – bestünden keine stabile soziale Ressourcen. 

Der Beschwerdeführer sei vollständig auf die derzeit bestehenden betreu-

erischen und therapeutischen Strukturen angewiesen. Jegliche Destabili-

sierung des äusseren Umfelds wirke sich bei ihm unmittelbar symptomver-

schlechternd aus. Relevant sei in diesem Zusammenhang, dass auch die 

Erfahrungen, die der Beschwerdeführer in Slowenien gemacht habe, selbst 

Teil seines traumatischen Erlebens seien. Gemäss dem Bericht sei über-

dies die psychosoziale und entwicklungsbezogene Vulnerabilität des Be-

schwerdeführers ausgeprägt. Die begonnene traumaspezifische Behand-

lung habe erste Wirkung gezeigt und bedürfe dringend der kontinuierlichen 

Fortführung in einem sicheren Umfeld (BVGer act. 1, Beilage 4). Aus dem 

F-5496/2025 

Seite 17 

Austrittsbericht der K._______ vom 2. September 2025 ergibt sich, dass 

der Beschwerdeführer dort vom 26. Juli 2025 bis 28. Juli 2025 hospitalisiert 

war. Es wurde eine PTBS diagnostiziert. Der Grund der Zuweisung sei 

Selbstgefährdung wegen Suizidgefährdung gewesen. Er sei aktuell belas-

tet gewesen aufgrund des ihm zugestellten «negativen Asylentscheids». 

Im stationären Setting habe sich der Beschwerdeführer klar und glaubhaft 

von akuter Suizidalität distanziert und er habe sich diesbezüglich zu jeder 

Zeit absprachefähig gezeigt. Im Laufe des Aufenthalts sei es weiterhin zu 

keiner akuten Suizidalität gekommen. Auch hätten sich keine Hinweise auf 

Fremdgefährdung ergeben. In der Folge sei die fürsorgerische Unterbrin-

gung gleichentags aufgehoben und der Aufenthalt freiwillig fortgeführt wor-

den (BVGer act. 8).  

9.4 Eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen stellt nur ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK 

dar. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Schwerkranke durch die 

Rückführung – mangels angemessener medizinischer Behandlung im Ziel-

staat – mit einem realen Risiko konfrontiert würden, einer ernsten, raschen 

und unwiederbringlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands 

ausgesetzt zu werden, die zu intensivem Leiden oder einer erheblichen 

Verkürzung der Lebenserwartung führen würde (vgl. anstatt vieler Urteil 

des BVGer F-3746/2023 vom 11. Juli 2023 E. 6.4 unter Verweis auf das 

Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] Papos-

hvili gegen Belgien vom 13. Dezember 2016, Grosse Kammer, 41738/10, 

§§ 180-193; bestätigt durch Urteil des EGMR Savran gegen Dänemark 

vom 7. Dezember 2021, Grosse Kammer, Nr. 57467/15, §§ 121 ff.).  

9.5 Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers sind 

nicht von derartiger Schwere, dass sie nach dem dargelegten strengen 

Massstab eine drohende Verletzung von Art. 3 EMRK zu begründen ver-

möchten (vgl. bspw. auch Urteile des BVGer D-3758/2024 vom 7. Juli 2025 

E. 8.6 m.w.H; F-2200/2025 vom 10. April 2025 E. 6.3). An dieser Schluss-

folgerung vermag auch das beschwerdeweise Vorbringen nichts zu än-

dern, ein Abbruch der eingeleiteten therapeutischen Massnahmen würde 

mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer psychischen Dekompensation füh-

ren. Slowenien verfügt rechtsprechungsgemäss über eine ausreichende, 

für Dublin-Überstellte hinreichend zugängliche medizinische Infrastruktur. 

Als Dublin-Mitgliedstaat ist es verpflichtet, den antragstellenden Personen 

die erforderliche medizinische Versorgung zugänglich zu machen und an-

tragstellenden Personen mit besonderen Bedürfnissen die erforderliche 

medizinische oder sonstige Hilfe zu gewähren (Art. 19 Aufnahmerichtlinie). 

F-5496/2025 

Seite 18 

Es liegen denn auch keine konkreten Hinweise vor, wonach Slowenien 

dem Beschwerdeführer eine adäquate medizinische oder therapeutische 

Behandlung verweigern würde (vgl. Urteil des BVGer F-1456/2025 vom  

10. März 2025 E. 2.3 m.w.H.).  

9.6 In Bezug auf die suizidalen Absichten des Beschwerdeführers gilt es 

ferner festzuhalten, dass er sich im Rahmen des stationären Settings ab-

sprachefähig zeigte, sich von akuter Suizidalität glaubhaft distanziert hat 

und keine akute Eigen- oder Fremdgefährdung besteht. Zudem stellt Sui-

zidalität gemäss ständiger Rechtsprechung grundsätzlich kein Vollzugshin-

dernis dar (vgl. statt vieler Urteil des BVGer F-3542/2024 vom 10. Juni 

2024 E. 5.3; Entscheid des EGMR Al-Zawatia gegen Schweden vom 

22.  Juni 2010, 50068/08, § 57 f.). Die mit dem Vollzug der angefochtenen 

Verfügung beauftragten Behörden werden den medizinischen Umständen 

bei der Bestimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung des Be-

schwerdeführers überdies Rechnung tragen und die slowenischen Behör-

den vorgängig in geeigneter Weise über die spezifischen medizinischen 

Umstände informieren (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO). Wie das SEM ausführt, 

würde der Beschwerdeführer bei der Überstellung, sofern notwendig, 

durch medizinisches Personal begleitet werden. Auf diese Weise kann eine 

lückenlose Betreuung sichergestellt werden.  

9.7 Nach dem Ausgeführten kann der Beschwerdeführer kein konkretes 

und ernsthaftes Risiko dartun, wonach seine Überstellung nach Slowenien 

die Verletzung völkerrechtlicher Bestimmungen zur Folge hätte. Darüber 

hinaus bestehen keine Hinweise auf eine nicht gesetzeskonforme Aus-

übung des Ermessens hinsichtlich Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 (humanitäre 

Gründe). 

10.  

Die angefochtene Verfügung ist demnach nicht zu beanstanden. Die Be-

schwerde ist abzuweisen. 

11.  

Mit dem vorliegenden Urteil fällt die aufschiebende Wirkung der Be-

schwerde dahin.  

12.  

Entsprechend dem Verfahrensausgang wären die Kosten dem unterliegen-

den Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da ihm mit 

Zwischenverfügung vom 29. Juli 2025 indes die unentgeltliche 

F-5496/2025 

Seite 19 

Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) gewährt wurde, sind keine Verfah-

renskosten zu erheben. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F-5496/2025 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren betreffend Datenänderung im ZEMIS (Disposi-

tivziffer 5 der angefochtenen Verfügung) wird vom vorliegenden Dublin-

Verfahren getrennt unter der Geschäftsnummer F-7873/2025 geführt. 

2.  

Die Beschwerde gegen den Nichteintretens- und Wegweisungsentscheid 

wird abgewiesen.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.   

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Yannick Antoniazza-Hafner  Susanne Stockmeyer 

 

 

 

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