# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ddd9152-6a92-5c6d-9ff5-921bfba2c19a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.02.2021 200 2020 790
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-790_2021-02-18.pdf

## Full Text

200 20 790 IV
FUR/BRO/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Februar 2021

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. September 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2021, IV/20/790, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1984 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich erstmals im Oktober 2008 unter Hinweis auf eine Multiple 
Sklerose (MS) bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin], Antwortbeilage [AB] 2). Nach erwerblichen und medizinischen Ab-
klärungen gewährte die IV-Stelle Solothurn berufliche Massnahmen in 
Form einer Umschulung zur diplomierten ... HF (AB 26). Nachdem die Be-
schwerdeführerin die Umschulung erfolgreich abgeschlossen hatte (AB 60 
S. 1 f.), verneinte die IV-Stelle Solothurn mit Verfügung vom 18. März 2013 
sowohl einen Anspruch auf weitere berufliche Massnahmen als auch auf 
eine Invalidenrente (AB 65). 

Im Mai 2018 ersuchte die Versicherte unter Hinweis auf Aufmerksamkeits-
/Konzentrationsdefizite und eine Fatigue mit starken Gelenksschmerzen bei 
MS erneut um IV-Leistungen (AB 67). Die nun zuständige IVB führte in der 
Folge weitere erwerbliche und medizinische Erhebungen durch; namentlich 
veranlasste sie eine polydisziplinäre (internistische, neurologische, neuro-
psychologische, psychiatrische) Begutachtung durch die Fachärzte der 
C.________ (MEDAS; Gutachten vom 7. November 2019 [AB 117.1 ff.]), 
und führte eine Abklärung Haushalt/Erwerb durch (AB 124). Nach durchge-
führtem Vorbescheidverfahren (AB 125) sprach die IVB der Versicherten 
mit Verfügung vom 25. September 2020 (AB 137 S. 2 ff.) bei einem Invali-
ditätsgrad von 40 % vom 1. November 2018 bis 31. August 2019 eine Vier-
telsrente zu und verneinte einen darüber hinausgehenden Rentenan-
spruch. 

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 21. Oktober 2020 Beschwerde mit den fol-
genden Rechtsbegehren: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2021, IV/20/790, Seite 3

1. Es seien die kompletten IV-Akten von Amtes wegen zu edieren. 
2. Es sei der Beschwerdeführerin die Viertelsrente ab dem 01.09.2019 

weiterhin zu gewähren. 
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 23. November 2020 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 25. September 2020 
(AB 137 S. 2 ff.), mit welcher die Beschwerdegegnerin der Beschwerdefüh-
rerin eine vom 1. November 2018 bis 31. August 2019 befristete Viertels-

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rente zugesprochen hat. In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hin-
sicht liegt ein Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte 
und/oder befristete Invalidenrente zugesprochen wird. Wird nur die Abstu-
fung oder die Befristung der Leistungen angefochten, wird damit die richter-
liche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die 
unbestritten gebliebenen Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung 
ausgenommen blieben (BGE 125 V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a; SVR 2019 
IV Nr. 33 S. 100 E. 3.2). Streitig und zu prüfen ist demnach der Anspruch 
einer Invalidenrente unter Einschluss der vom 1. November 2018 bis 
31. August 2019 zugesprochenen Viertelsrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

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2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

2.3

2.3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Wurde eine Rente wegen eines zu geringen 
Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine Neuanmeldung nur geprüft, 
wenn darin glaubhaft gemacht wird, dass sich der Grad der Invalidität in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 
und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]).

2.3.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 

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um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 
117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.3.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 
130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.3.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

2.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine an-

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spruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann 
gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird (BGE 133 V 263 E. 6.1 
S. 263; SVR 2019 IV Nr. 2 S. 4 E. 2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.6

2.6.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.6.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).

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3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom Mai 2018 
(AB 67) eingetreten. Die Eintretensfrage ist – da nicht bestritten – vom Ge-
richt nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Ebenso sind zwi-
schen den Parteien der hier relevante medizinische Sachverhalt sowie das 
Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.2 hiernach) unbestritten. Das polydisziplinäre 
MEDAS-Gutachten vom 7. November 2019 (AB 117.1 ff.) – auf welches 
sich die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 
25. September 2020 (AB 137 S. 2 ff.) massgeblich stützte – ist nicht zu 
beanstanden. Demnach steht fest, dass im massgebenden Vergleichszeit-
raum (vgl. E. 2.3.3 hiervor) zwischen der ursprünglichen rentenabweisen-
den Verfügung vom 18. März 2013 (AB 65) und der hier angefochtenen 
Verfügung vom 25. September 2020 eine allfällig anspruchsrelevante we-
sentliche Veränderung des Gesundheitszustandes (Zunahme der Fatigue 
sowie Verschlechterung der kognitiven Funktionen mit Reduktion des Zu-
mutbarkeitsprofils von 80 % auf 60 % [AB 117.1 S. 9 Ziff. 4.8]) eingetreten 
ist (vgl. E. 2.3.3 hiervor). Der Rentenanspruch ist daher frei zu prüfen (vgl. 
E. 2.3.4 hiervor).

3.2 Gestützt auf das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 7. No-
vember 2019 (AB 117.1 ff.) ist ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin 
aufgrund der MS-assoziierten Residuen (Koordinationsstörung mit Zeichen 
einer Extremitätenataxie im Bereich der oberen Extremitäten sowie Zeichen 
einer Rumpfataxie in den Standproben und komplizierten Gangarten; 
Schmerzen neurogener Genese mit/bei V. a. latenten Paraspastik; leichte 
neurokognitive Störung sowie schwere kognitive und motorische Fatigue 
[AB 117.1 S. 6 f. Ziff. 4.2]) in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Seit 
März 2016 besteht in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähig-
keit von 60 % (unzumutbar sind Tätigkeiten, die das Steigen, Klettern und 
Balancieren auf Leitern und Gerüsten beinhalten oder das Arbeiten und 
das Gehen auf unebenem Grund oder langes Stehen [>20 Minuten]. Zu-
dem unzumutbar sind körperlich repetitive mittelschwere bis schwere 
Tätigkeiten. Optimal sind körperlich sehr leichte bis leichte, selten mittel-
schwere, wechselbelastende, überwiegend im Sitzen auszuführende Tätig-
keiten. Ausserdem müssen es kognitiv einfache und klar strukturierte prak-

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tische Tätigkeiten sein, die weitgehend automatisiert und überlernt sind. 
Die Aufgaben sollen darüber hinaus seriell zu erledigen sein; die Anforde-
rungen an die geteilte Aufmerksamkeit gilt es gering zu halten. Erforderlich 
sind letztlich vermehrt kurze Pausen sowie eine Selbstbestimmung des 
Arbeitstaktes [AB 117.1 S. 8 f. Ziff. 4.7 f.]). Im Übrigen steht fest, dass es 
seit März 2016 zu keiner vorübergehenden Besserung des Gesundheitszu-
standes gekommen ist (AB 117.1 S. 10 Ziff. 4.8) und die Tätigkeit als ... – 
bei entgegenkommendem Arbeitgeber – eine leidensangepasste Tätigkeit 
darstellt (AB 117.1 S. 9 Ziff. 4.8).

Gestützt auf das vorgenannte gutachterliche Zumutbarkeitsprofil ist nach-
folgend der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

4.

Zu Recht unbestritten ist der Status als Vollerwerbstätige (AB 124 S. 9 f. 
Ziff. 5.3); die Invaliditätsbemessung hat deshalb anhand der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs zu erfolgen (vgl. BGE 128 V 29 E. 1 
S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 S. 64 E. 4.4.2).

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-

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lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statistische 
Werte wie die Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf je-
doch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung 
der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen 
und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; 
SVR 2019 UV Nr. 40 S. 153 E. 6.2.3).

Für die Berücksichtigung einer beruflichen Weiterentwicklung müssen pra-
xisgemäss konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte 
Person einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkom-
men tatsächlich realisiert hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. So-
dann genügen blosse Absichtserklärungen der versicherten Person nicht. 
Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, durch konkrete 
Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Prü-
fungen usw. kundgetan worden sein. Diese Grundsätze gelten auch für 
junge Versicherte. Bei der Prüfung der mutmasslichen beruflichen Entwick-
lung können unter Umständen aus einer besonderen beruflichen Qualifizie-
rung im Invaliditätsfall Rückschlüsse auf die hypothetische Entwicklung 
gezogen werden, zu der es ohne Eintritt des Gesundheitsschadens ge-
kommen wäre. Nach der Rechtsprechung ist eine solche Annahme unter 
anderem dann zulässig, wenn die angestammte Tätigkeit weitergeführt 
werden kann. Indessen darf aus einer erfolgreichen Invalidenkarriere in 
einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres abgeleitet werden, die 
versicherte Person hätte ohne Invalidität eine vergleichbare Position auch 
im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (SVR 2018 IV Nr. 48 S. 153 
E. 4.2, 2017 BVG Nr. 9 S. 38 E. 2.2.2, IV Nr. 4 S. 9 E. 4.4.3, 2010 UV 
Nr. 13 S. 52 E. 4.1).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Übt die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – ku-
mulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzu-
nehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 
Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar-
beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich 

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der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 143 V 295 E. 2.2 
S. 296; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Der frühest mögliche Rentenbeginn ist unter Berück-
sichtigung der Neuanmeldung im Mai 2018 (AB 67) in Anwendung von 
Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. E. 2.2 in fine hiervor) November 2018. Demnach 
kann offenbleiben, ob – wie von der Beschwerdegegnerin angenommen 
(AB 124 S. 8 Ziff. 5.2) – das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. 
E. 2.2 hiervor) erst Ende Februar 2017 ablief oder zufolge Unzumutbarkeit 
der ursprünglichen Tätigkeit bereits im Jahr 2009. Fest steht jedenfalls, 
dass seit März 2016 medizinisch eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % ausge-
wiesen (AB 117.1 S. 10 Ziff. 4.8) ist. Die vorübergehende Erhöhung des 
Pensums (April bis Oktober 2018) aus rein wirtschaftlichen Gründen 
(AB 117.1 S. 10 Ziff. 4.8, 124 S. 4) ändert daran nichts, hat sich die ge-
sundheitliche Beeinträchtigung durch die vermehrte Fehlerhäufigkeit nach 
der Pensumserhöhung (vgl. AB 117.1 S. 5 Ziff. 41) doch auf das Arbeits-
verhältnis sinnfällig ausgewirkt (vgl. auch SVR 2008 IV Nr. 11 S. 33 E. 5.1; 
MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 
3. Aufl. 2014, Art. 28 N. 26). 

4.3

4.3.1 Die Beschwerdeführerin schloss im Jahr 2004 ihre Ausbildung zur 
... erfolgreich ab (AB 69 S. 8). Anschliessend war sie bis Ende März 2008 
bei der D.________ AG in diesem Beruf tätig (AB 85 S. 11). Parallel dazu 
absolvierte sie die Berufsmatura (AB 85 S. 16). Im Frühjahr 2008 legte sie 
erfolgreich die ... ab (AB 69 S. 7); sie plante mit ihrem damaligen Partner 
im ... tätig zu werden (AB 5 S. 4 unten, 124 S. 5 Ziff. 3.4). Im April 2008 trat 
sie eine Stelle als ... sowie ... im ... an (AB 68 S. 3). Nach Eintritt des Ge-
sundheitsschadens kehrte sie im März 2009 zu ihrer ehemaligen Arbeitge-
berin der D.________ AG zurück (AB 12) und liess sich mit Unterstützung 
der IV berufsbegleitend zur diplomierten ... HF umschulen (AB 26, 69 S. 3). 

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Danach war sie für verschiedene Arbeitgeber als ... (AB 68 S. 3, 85 S. 2 ff.) 
und aktuell als ... tätig (AB 123 S. 4 Ziff. 3.2). 

Umstritten ist die Höhe respektive die Bemessungsgrundlage des Validen-
einkommens. Die Beschwerdegegnerin ermittelte dieses gestützt auf die 
Tabellenlöhne (LSE 2016, TA1, Kompetenzniveau 2, Frauen, Ziff. 69-71: 
freiberufliche und technische Dienstleistungen [AB 124 S. 9 Ziff. 5.3]). Die 
Beschwerdeführerin zeigt sich damit nicht einverstanden und macht gel-
tend, das Valideneinkommen hätte ausgehend von ihrem vor Eintritt des 
Gesundheitsschadens bei der D.________ AG erzielten Verdienstes ermit-
telt werden müssen, da sie bei guter Gesundheit bei dieser Arbeitgeberin 
geblieben wäre (Beschwerde S. 6 f. Ziff. B/II/b/4). Dieser Auffassung kann 
jedoch nicht gefolgt werden. Aufgrund der Akten ist erstellt, dass die Be-
schwerdeführerin die D.________ AG auf eigenen Wunsch hin verliess, da 
sie eine berufliche Neuorientierung im ...bereich anstrebte (AB 68 S. 2 f., 
85 S. 12, 124 S. 5 Ziff. 3.4). Mithin erfolgte die Vertragsauflösung aus inva-
liditätsfremden Gründen. Dass sie bereits vor Eintritt des Gesundheits-
schadens die Rückkehr an ihren ehemaligen Arbeitsplatz ausgemacht hatte 
(Beschwerde S. 6 f. Ziff. B/II/b/4; AB 124 S. 5 Ziff. 3.4), ist nicht mit echt-
zeitlichen Belegen dokumentiert. Der erneute Arbeitsvertrag mit der 
D.________ AG (AB 12) datiert denn auch vom 9. März 2009, folglich von 
einem Zeitpunkt nach Eintritt des Gesundheitsschadens. Mithin ist als Zwi-
schenergebnis festzuhalten, dass sich das Valideneinkommen vorliegend 
nicht auf der Basis des im Jahr 2007 respektive 2008 bei der D.________ 
AG erzielten Verdienstes bestimmen lässt, sondern gestützt auf die Tabel-
lenlöhne zu ermitteln ist. Dabei sind jedoch die im Zeitpunkt des Verfü-
gungserlasses aktuellsten statistischen Daten (BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 
297; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 27. November 2019, 
8C_64/2019, E. 6.2.1), vorliegend demnach die am 21. April 2020 und da-
mit vor Erlass der Verfügung vom 25. September 2020 (AB 137 S. 2 ff.) 
publizierte LSE 2018, massgebend.

Mit Blick auf die Erwerbsbiographie (vgl. hiervor) ist nicht zu beanstanden, 
dass die Beschwerdegegnerin davon ausging, die Beschwerdeführerin wä-
re als Gesunde nicht im ...bereich geblieben, sondern in ihren ursprüngli-
chen Beruf (...) zurückgekehrt (Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 13; vgl. auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2021, IV/20/790, Seite 13

AB 124 S. 6 Ziff. 3.4). Nicht zu überzeugen vermag jedoch, dass vorliegend 
die berufliche Weiterentwicklung unberücksichtigt geblieben ist. Die von der 
IV-Stelle Solothurn unter dem Titel der Umschulung ermöglichte Ausbil-
dung zur ... HF (AB 26) stellt keine eigentliche Umschulung, sondern eine 
Weiterbildung dar. Es ist denn auch nicht ersichtlich, aus welchen Gründen 
die – insbesondere auch kognitiv anspruchsvollere – Tätigkeit mit HF-
Abschluss vorgesehen wurde und nicht eine Umschulung gewählt wurde, 
mit welcher den damaligen wie zukünftigen zunehmenden Einschränkun-
gen besser hätte Rechnung getragen werden können. Selbst ohne Berück-
sichtigung der Invalidenkarriere bestehen jedoch zufolge der von der Be-
schwerdeführerin bereits als Gesunde abgelegten Berufsmatura (AB 85 S. 
16) und dem Umstand, dass, wenn die Invalidität – wie bei der Beschwer-
deführerin – noch in jungen Jahren eintritt, die Anforderungen an den Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht überspannt werden 
dürfen (THOMAS ACKERMANN, Die Bemessung des Invaliditätsgrades, in: 
KIESER/LENDFERS [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2012, S. 25), 
konkrete Anhaltspunkte, dass die Beschwerdeführerin auch als Gesunde 
an ihre Lehre als ... einen HF-Abschluss angeschlossen hätte. Vor diesem 
Hintergrund kann nicht auf das Kompetenzniveau 2 ("Praktische Tätigkei-
ten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administration/Bedienen von 
Maschinen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst") ab-
gestellt werden. Vielmehr ist vorliegend das Kompetenzniveau 3 massge-
bend („Komplexe praktische Tätigkeiten welche ein grosses Wissen in ei-
nem Spezialgebiet voraussetzen“). 

Unter Berücksichtigung der wöchentlichen Normalarbeitszeit ergibt sich ein 
Valideneinkommen von Fr. 82’278.30 (Fr. 6’577.-- [LSE 2018, TA1, Kompe-
tenzniveau 3, Frauen, Ziff. 69-71: freiberufliche und technische Dienstleis-
tungen] x 12 [Monate] / 40 [Wochenarbeitsstunden] x 41.7 [Betriebsübliche 
Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Ziff. …: …, 2018]). 

4.3.2 Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Invalideneinkommen an-
hand des tatsächlich erzielten Verdienstes (AB 124 S. 9 Ziff. 5.3), was von 
der Beschwerdeführerin vom Grundsatz her zu Recht nicht bestritten wird, 
stand sie doch in einem mehrjährigen (AB 67 S. 6 Ziff. 5.4, 68 S. 3) – d.h. 
besonders stabilen – Arbeitsverhältnis mit der E.________ GmbH (heute 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2021, IV/20/790, Seite 14

E.________ AG [www.zefix.ch]) und schöpfte ihre verbliebene Arbeits-
fähigkeit in zumutbarer Weise voll aus (vgl. AB 117.1 S. 8 f. Ziff. 4.7 f. [vgl. 
E. 4.1.2 hiervor]). 

Entgegen der Ansicht in der Beschwerde (S. 13 Ziff. B/II/b/11) berücksich-
tigte die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des Invalideneinkom-
mens im hier massgebenden Zeitpunkt November 2018 (vgl. zum frühest 
möglichen Rentenbeginn E. 4.2 hiervor) das Einkommen aus der gesund-
heitlich unzumutbaren Tätigkeit (vorübergehende Erhöhung des Pensums 
aus rein wirtschaftlichen Gründen [AB 117.1 S. 10 Ziff. 4.8, 124 S. 4]) nicht 
(AB 124 S. 9 Ziff. 5.3). Die Beschwerdeführerin erzielte im November 2018 
in einem Pensum von 60 % ein monatliches Bruttoeinkommen von 
Fr. 3'835.-- (inkl. 13. Monatslohn [AB 124 S. 5 Ziff. 3.2; vgl. auch AB 80 
S. 9]). Mithin ist das Invalideneinkommen auf Fr. 46'020.-- (Fr. 3'835.-- x 12 
[Monate]) festzusetzen. 

4.3.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 82’278.30 (vgl. E. 4.3.1 in fine 
hiervor) und einem Invalideneinkommen von Fr. 46'020.-- (vgl. E. 4.3.2 in 
fine hiervor) resultiert eine Einkommenseinbusse von Fr. 36’258.30 was 
einem Invaliditätsgrad von gerundet 44 % (vgl. zur Rundung BGE 
130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1) ent-
spricht ([Fr. 82’278.30 ./. Fr. 46'020.--] / Fr. 82’278.30 x 100). Die Be-
schwerdeführerin hat deshalb ab November 2018 Anspruch auf eine Vier-
telsrente (vgl. E. 2.2 hiervor). 

4.4 Per September 2019 trat die Beschwerdeführerin eine neue Ar-
beitsstelle an, was eine Einkommenserhöhung mit sich brachte (neu mo-
natlich Fr. 3'965.-- [AB 122 S. 15]). Diese in den persönlichen Verhältnissen 
der Beschwerdeführerin begründete (vgl. BGE 133 V 545 E. 7.1 S. 548) 
Gehaltserhöhung stellt – wie die Beschwerdegegnerin richtig erkannte 
(AB 124 S. 10 Ziff. 5.3) – eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen und damit einen Revisionsgrund dar (vgl. E. 2.3.3 hiervor; 
vgl. auch Art. 31 Abs. 1 IVG). Entgegen der Ansicht in der Beschwerde 
(S. 14 f. Ziff. B/II/b/12) beträgt die Einkommensverbesserung per Septem-
ber 2019 über Fr. 1'500.-- pro Jahr (Fr. 47'580.-- [Invalideneinkommen per 
September 2019; vgl. E. 4.4.2 hiernach] ./. Fr. 46'020.-- [Invalideneinkom-
men per November 2018; vgl. E. 4.3.2 hiervor] = Fr. 1'560.--). Die aufge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2021, IV/20/790, Seite 15

worfene Frage (Beschwerde S. 14 f. Ziff. B/II/b/12; Beschwerdeantwort S. 5 
Ziff. 18), ob Art. 31 Abs. 1 IVG auch in den Fällen einer erstmalig verfügten 
abgestuften Invalidenrente anzuwenden ist, kann angesichts des Ergebnis-
ses (vgl. E. 4.4.3 hiernach) offenbleiben. 

Demnach hat auf September 2019 ein weiterer Einkommensvergleich zu 
erfolgen. 

4.4.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist unverändert auf die 
LSE 2018, TA1, Kompetenzniveau 3, Frauen, Ziff. 69-71: freiberufliche und 
technische Dienstleistungen, abzustellen. Unter Berücksichtigung der Inde-
xierung auf das Jahr 2019 ergibt sich ein Valideneinkommen von 
Fr. 82’969.70 (Fr. 82’278.30 [vgl. E. 4.3.1 in fine hiervor] / 107.1 x 108.0 
[Tabelle T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen, 2011-2019, Ziff. 69-75: Frei-
berufliche, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten, Zahlen 2018 und 
2019]). 

4.4.2 Bezüglich des Invalideneinkommens ist auf das tatsächlich erzielte 
Einkommen abzustellen (vgl. E. 4.4 hiervor). Entgegen dem beschwerde-
weise Vorbringen (Beschwerde S. 10 Ziff. B/II/b/9) ist nicht das Jahresein-
kommen 2019 massgebend, sondern was die Beschwerdeführerin im hier 
massgeblichen Zeitpunkt September 2019 verdiente. Das Invalidenein-
kommen ist demnach auf Fr. 47'580.-- (Fr. 3'965.-- [AB 122 S. 15] x 12 
[Monate]) festzusetzen. 

4.4.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen (vgl. 
E. 4.4.1 f. hiervor) resultiert ab September 2019 ein gerundeter Invaliditäts-
grad von 43 % ([Fr. 82’969.70 ./. Fr. 47'580.--] / Fr. 82’969.70 x 100). Die 
Beschwerdegegnerin hat demnach auch ab September 2019 weiterhin An-
spruch auf eine Viertelsrente (vgl. E. 2.2 hiervor).

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 25. September 
2020 in Gutheissung der Beschwerde dahingehend abzuändern, als der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2021, IV/20/790, Seite 16

Beschwerdeführerin ab dem 1. November 2018 eine unbefristete Viertels-
rente zuzusprechen ist.

6.

6.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

6.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Mit Kostennote vom 4. Februar 2021 macht Rechtsanwalt B.________ total 
Fr. 3'484.60 (inkl. Auslagen und MWSt.) geltend, was nicht zu beanstanden 
ist. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu 
ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2021, IV/20/790, Seite 17

1. In Gutheissung der Beschwerde betreffend die Verfügung der IV-Stelle 
Bern vom 25. September 2020 wird der Beschwerdeführerin ab dem 
1. November 2018 eine unbefristete Viertelsrente zugesprochen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von 
Fr. 800.-- wird ihr nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückerstat-
tet.

4. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'484.60 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.