# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30b35957-e1b3-5ccf-be6e-fe10d5b2b984
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-03-17
**Language:** de
**Title:** Staats- und Gemeindesteuern 2017
**Docket/Reference:** ST.2019.125
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/1-st.2019.125-1588773479.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 ST.2019.125 

Entscheid 

 17. März 2020 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Michael Ochsner, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichte-
rin Christina Hefti und Gerichtsschreiber Benjamin Briner 

A ,    

vertreten durch B AG,   

In Sachen 

gegen 

S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekurrent,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2017 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. A (nachfolgend der Pflichtige) mit Jahrgang 1957 und seine Lebenspartne-

rin (C) mit Jahrgang 1960 sind je zur Hälfte Miteigentümer einer 3-Zimmer-Wohnung in 

der zürcherischen Gemeinde D sowie einer 2-1/2-Zimmerwohnung in der ausserkanto-

nalen  Gemeinde  E.  Bis  zur  Steuerperiode  2016  hatte  der  Pflichtige  sein  Hauptsteu-

erdomizil kraft Wohnsitz im Kanton Zürich. Per ... 2017 liess er sich pensionieren; sein 

letzter Arbeitstag war der ... 2017. Für die Steuerperiode 2017 reichte er im Kanton Zü-

rich die Steuererklärung für ausserhalb des Kantons wohnhafte Personen mit Liegen-

schaften im Kanton Zürich ein. Als seinen neuen Wohnsitz gab er die ausserkantonale 

Gemeinde E an.  

Mit Auflage vom 10. Dezember 2018 verlangte das kantonale Steueramt vom 

Pflichtigen Auskünfte und Unterlagen zu seiner Wohnsituation, insbesondere eine Auf-

stellung der Aufenthaltstage in den Gemeinden E und D, Rechnungen, Kontoauszüge 

der  Privatkonten,  Kreditkartenabrechnungen  sowie  eine  Beschreibung  seiner  Wohn-

verhältnisse an beiden Orten. Der Pflichtige antwortete mit E-Mail vom 18. Dezember 

2018.  Darin  schilderte  er  seine  Wohnsituation  und  machte  geltend,  er  habe  seinen 

Wohnsitz per ... 2017 in die ausserkantonale Gemeinde E verlegt. Seine Partnerin sei 

weiterhin  vollzeitlich  erwerbstätig  und  gehe  von  der  Gemeinde  D  aus  zur  Arbeit;  sie 

komme jeweils an den Wochenenden  in die Gemeinde E. Am 25. Januar 2019 sowie 

am 19. Februar 2019 reichte er umfangreiche Unterlagen ein.  

Das kantonale Steueramt beanspruchte am 4. April 2019 die Steuerhoheit für 

die Steuerperiode 2017 kraft Wohnsitz in der Gemeinde D. Es erwog, dass eine Verle-

gung  des  Wohnsitzes  in  die  ausserkantonale  Gemeinde  E  weder  ersichtlich  noch 

nachgewiesen sei. Gestützt darauf traf es für die Staats- und Gemeindesteuern folgen-

de Einschätzung:  

Steuerbares Einkommen  

Satzbestimmendes Einkommen 

Steuerbares Vermögen 

Satzbestimmendes Vermögen  

Fr.  

249'000.- 

257'100.- 

3'746'000.- 

3'971'000.-.  

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B. Hiergegen erhob der Pflichtige am 18. April 2019 Einsprache mit dem An-

trag, die Verlegung des Wohnsitzes anzuerkennen.  

Das kantonale Steueramt wies die Einsprache am 6. Juni 2019 ab.  

C. Mit Rekurs vom 5. Juli 2019 liess der Pflichtige beantragen, es sei festzu-

stellen, dass sein Hauptsteuerdomizil kraft Wohnsitz in der ausserkantonalen Gemein-

de E liege, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.  

Das  kantonale  Steueramt  schloss  am  25.  Juli  2019  auf  Abweisung  der 

Rechtsmittel. Der Pflichtige hielt mit Replik vom 5. September 2019 an seinem Stand-

punkt fest. Eine Duplik ging nicht ein. 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1. a) aa) § 3 Abs. 1 des Steuergesetzes des Kantons Zürich vom 8. Juni 1997 

bestimmt, dass natürliche Personen aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig 

sind, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton haben. Ei-

nen steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton hat eine Person, wenn sie sich hier mit der 

Absicht des dauernden Verbleibens aufhält oder wenn ihr das Bundesrecht einen be-

sonderen  gesetzlichen  Wohnsitz  zuweist  (vgl.  §  3  Abs.  2  StG).  Diese  kantonale  Be-

stimmung  lautet  gleich  wie  Art.  3  Abs.  1  und  Abs.  2  des  Bundesgesetzes  über  die 

Harmonisierung der direkten Steuern von Kantonen und Gemeinden vom 14. Dezem-

ber  1990  (StHG)  und  Art.  3  Abs.  1  und  Abs.  2  des  Bundesgesetzes  über  die  direkte 

Bundessteuer  vom  14.  Dezember  1990  (DBG)  betreffend  die  Steuerpflicht  natürlicher 

Personen  aufgrund  persönlicher  Zugehörigkeit.  Die  Bestimmungen  sind  somit  gleich 

auszulegen (BGr, 10. März 2019, 2C_473/2018, E. 3; BGr, 17. Juli 2019, 2C_87/2019, 

mit weiteren Hinweisen, auch zum Folgenden). 

Nach  ständiger  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  liegt  der  steuerrechtli-

cher Wohnsitz einer Person am Ort, an dem sich der Mittelpunkt ihrer Lebensinteres-

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sen befindet. Dieser Ort bestimmt sich nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren 

Umstände,  aus  denen  sich  diese  Interessen  erkennen  lassen.  Der  steuerrechtliche 

Wohnsitz kann demnach nicht frei bezeichnet werden. Der Ort, an welchem die Schrif-

ten  hinterlegt  sind  oder  wo  die  politischen  Rechte  ausgeübt  werden,  spielt  nicht  eine 

entscheidende Rolle. Als äussere Merkmale können sie ein Indiz für den steuerrechtli-

chen Wohnsitz bilden, falls auch das übrige Verhalten der Person dafür spricht.  

Wenn sich eine Person abwechslungsweise an zwei Orten aufhält, ist für die 

Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem Ort sie 

die  stärkeren  Beziehungen  hat.  Diese  Frage  ist  jeweils  aufgrund  der  Gesamtheit  der 

Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (vgl. BGE 138 II 300 E. 3.2; 132 I 29 E. 4; 125 

1 54 E. 2; BGr, 10. März 2019, 2C_473/2018, E. 4.1; BGr, 16. Juli 2018, 2C_546/2017, 

E. 2.3; BGr, 16. März 2018, 2C_580/2017, E. 4.1; BGr, 3. August 2017, 2C_1045/2016, 

E.  3.3).  Massgebend  sind  die  Verhältnisse  am  Ende  der  betroffenen  Steuerperiode 

(Art. 4b Abs. 1 StHG).  

Bei  Personen,  die  im  Konkubinat  leben,  stellt  die  gemeinsame Wohnung  ein 

erhebliches Indiz für einen gemeinsamen steuerrechtlichen Wohnsitz am Wohnort dar, 

jedenfalls dann, wenn das Konkubinat hinsichtlich Dauer und Intensität einer Ehe oder 

eingetragenen  Partnerschaft  gleichkommt  (BGr,  3.  Juni  2019,  2C_73/2018,  E.  3.2; 

BGr,  August  2017,  2C_1045/2016,  E.  3.4).  Konkubinatspaare  werden  zwar  getrennt 

besteuert;  handelt  es sich  aber  um  eine  über  zehnjährige, gefestigte  Beziehung,  sind 

die  für  verheiratete  Personen  massgebenden  Kriterien  zur  Bestimmung  des  Haupt-

steuerdomizils  sinngemäss  anwendbar  (BGr,  6.  Februar  2015,  2C_536/2014, 

2C_537/2014  E.  2.2  mit  weiteren  Hinweisen;  Peter  Locher,  Einführung  in  das  inter-

kantonale  Steuerrecht,  4.  A.,  2015,  S.  30).  Halten  sich  solche  Paare  jeweils  gemein-

sam  während  der Woche  am  Arbeitsort  auf,  decken  sich  die  ideellen  und  materiellen 

Interessen  des  Paares  während  der  Woche,  so  dass  grundsätzlich  der  Arbeitsort 

(Wochenaufenthaltsort)  das  Hauptsteuerdomizil  bildet 

(BGr,  12.  Juli  2012, 

2C_170/2012,  E. 3.1;  Zweifel/Hunziker  in:  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuer-

recht,  Interkantonales  Steuerrecht,  2011,  §  6  N  32,  auch  zum  Folgenden). Wenn  bei 

Ehegatten keiner mehr erwerbstätig ist (Rentnerehepaare), sie sich aber dennoch  un-

ter  der Woche  und  am Wochenende an  verschiedenen  Orten  aufhalten,  befindet  sich 

der Lebensmittelpunkt und damit das Hauptsteuerdomizil grundsätzlich am gemeinsa-

men Wochenaufenthaltsort (BGr, 6. Juni 2002, 2A.408/2001).  

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bb) Die Umstände, die die allgemeine Steuerpflicht begründen, sind steuerbe-

gründende  Tatsachen  und  deshalb  von  den  Steuerbehörden  zu  beweisen  (Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Kommentar  zum  Zürcher  Steuergesetz,  3.  A.,  2013,  § 3  N 

86  StG,  auch  zum  Folgenden).  Dies  gilt  auch  dann,  wenn  sich  der  steuerrechtliche 

Wohnsitz bis anhin im Kanton Zürich befand und streitig ist, ob er aufgegeben worden 

ist bzw. sich an einen ausserkantonalen Ort verlagert hat. Von daher ist der bisherige 

steuerrechtliche Wohnsitz für die Verteilung der Beweislast nicht von Bedeutung (VGr, 

26. März 1997, StE 1997 B 11.1 Nr. 15 = ZStP 1997, 269). Immerhin kann der steuer-

pflichtigen  Person  der Gegenbeweis  für  die Aufgabe  des  bisherigen Wohnsitzes oder 

das Vorliegen eines ausserkantonalen Wohnsitzes auferlegt werden, wenn die von der 

Einschätzungsbehörde behauptete subjektive Steuerpflicht als sehr wahrscheinlich gilt 

(BGr,  1.  März  2012,  2C_785/2011  E.  2.3).  Dies trifft  vor  allem  zu,  wenn die bisherige 

Wohnung  im  Kanton  (ohne  Fremdvermietung)  weiterhin  beibehalten  wird;  dies  ist  ein 

Indiz dafür, dass der bisherige Lebensmittelpunkt im Kanton nicht definitiv aufgegeben 

worden ist.  

cc) Daraus ergibt sich in Bezug auf die Beweisführung mit Bezug auf den vor-

liegenden  Fall  Folgendes:  Der  Pflichtige  und  seine  langjährige  Konkubinatspartnerin 

(nach eigener Sachdarstellung seit 25 Jahren ein Paar) gingen von der zürcherischen 

Gemeinde D aus für viele Jahre in der Stadt F (bei der Bank G bzw. bei der Vorsorge-

einrichtung  der  H  AG)  zur  Arbeit;  damit  begründeten  sie  –  selbst  unter  der  Annahme 

eines  regelmässigen  gemeinsamen  Wochenendaufenthalts  in  der  ausserkantonalen 

Gemeinde E – in der zürcherischen Gemeinde D ihr Hauptsteuerdomizil kraft Wochen-

aufenthaltsort.  Der  Pflichtige  lebte  auch  nach  seiner  Pensionierung  unbestritten  (zu-

mindest teilweise)  in der Wohnung  in  der  zürcherischen Gemeinde  D,  während seine 

weiterhin  vollzeitlich  erwerbstätige  Partnerin  weiterhin  von  dort  täglich  zu  ihrer  Arbeit 

ging.  Dies  begründet  eine  natürliche  Vermutung,  dass  sie  auch  den grössten Teil  der 

gemeinsamen Zeit dort verbrachten, sodass der Pflichtige dort sein Hauptsteuerdomizil 

hat.  Falls  es  sich  nicht  so  verhalten  sollte,  obliegt  es  deshalb  ihm,  dies  darzutun  und 

nachzuweisen.  

b) Der Nachweis eines Wohnsitzes in der ausserkantonalen Gemeinde E setzt 

ein tatsächliches Aufhalten dort voraus. Es ist deshalb zu prüfen, an wie vielen Tagen 

sich der Pflichtige jeweils in den beiden Gemeinden E und D aufgehalten hat. Massge-

bend  ist  dabei  der  Zeitraum  ab  dem  letzten  Arbeitstag,  somit  ...  2017,  da  er  sich  ab 

diesem  Datum  nicht  mehr  an  seinen  Arbeitsplatz  begeben  musste  und  er  seine  Le-

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bensumstände deshalb neu gestalten konnte. Damit sind seine Verhältnisse ab diesem 

Datum als repräsentativ für seine Lebensverhältnisse per Ende Jahr zu betrachten.  

Der  Pflichtige  hat  eine  Reihe  von  Unterlagen  eingereicht,  die  seinen  Aufent-

haltsort an bestimmten Daten dokumentieren. Diese umfassen Auszüge seines Konto-

korrents bei der Bank G, des Privatkontos I, der J-Bank, der Kreditkarte, die Tagesauf-

zeichnungen des Golfclubs in der ausserkantonalen Gemeinde E sowie die Protokolle 

im Zusammenhang mit der Stockwerkeigentümergemeinschaft in E.  

Hierzu  hat  er  eine  kalendermässige  Auflistung  seiner  Aufenthaltsorte  einge-

reicht. Die dortigen Angaben sind indessen nur zum Teil belegt, sodass es sich dabei 

um  eine  Sachdarstellung  handelt. 

Immerhin  ergeben  sich  daraus  seine 

Ferienreisen.  Demnach befand  er  sich  vom  ...  Juni  bis  zum  ...  Juli  zunächst  in  der  K 

und anschliessend in L (Ausland, 20 Tage); vom ... Juli bis zum ... August in M (Aus-

land, 24 Tage), vom ... Oktober bis zum ... Oktober auf N (Ausland, 4 Tage) und vom ... 

November bis zum ... Dezember in L (Ausland, 7 Tage), somit 55 Tage auf Reisen. Ei-

ne  weitere  mit  dem  Rekurs  eingereichte  Aufstellung  listet  die belegten  Aufenthaltsda-

ten auf. Diese Aufstellung zeigt 41 Tage in der ausserkantonalen Gemeinde E und 29 

Tage  im  zürcherischen Raum  D/F.  Von  den 214 Tagen  ab  1.  Juni  bis Jahresende ist 

somit  sein  Aufenthalt  an  125  Tagen  dokumentiert.  Damit  sind  89  Tage  offen,  sodass 

eine erhebliche Ungewissheit über den hauptsächlichen Aufenthaltsort verbleibt.  

Indessen  ist  das  blosse  Zählen  von  Tagen  allein  wenig  aussagekräftig,  sind 

doch die Tage in der ausserkantonalen Gemeinde E aufgrund der Aufzeichnungen des 

Golfclubs auch viel besser dokumentiert. Zur Beurteilung ist vielmehr auch zu berück-

sichtigen, wie die Tage liegen. Im vorliegenden Fall fällt auf, dass die dokumentierten 

Daten  in  der  ausserkantonalen  Gemeinde  E  meistens  feste  Blöcke  unmittelbar  aufei-

nanderfolgender  Tage  bilden.  Die  dokumentierten  Tage  im  zürcherischen  Raum  D/F 

liegen  demgegenüber  weiter  auseinander.  Das  legt  den  Schluss  nahe,  dass  dann, 

wenn dazwischen keine Transaktion in der ausserkantonalen Gemeinde E verzeichnet 

ist, der gesamte Zeitraum im zürcherischen Raum D/F verbracht wurde. Eine entspre-

chende Situation ergibt sich für die ausserkantonale Gemeinde E lediglich im Dezem-

ber (Bezug am 6. und am 16. Dezember, dazwischen keine Transaktionen im zürcheri-

schen Raum D/F). 

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Überträgt  man  die  dokumentierten  Daten  in  einen  Kalender,  so  ergibt  sich 

Folgendes: 

Juni: 

 mehrheitlich  in  der  ausserkantonalen  Gemeinde  E,  indessen  zweite Wo-

che  sowie  ein  Tag  in  der  vierten Woche  in  der  zürcherischen  Gemeinde 

D.  

Juli: 

die erste Hälfte in den Ferien, der Rest je hälftig in den Gemeinden D/ E 

August: 

2/3 in den Ferien, der Rest je hälftig in den Gemeinden D und E 

September:  in der Gemeinde E, mit dreimaliger kurzer Rückkehr nach D 

Oktober: 

D, drei Tage in E, fünf Tage Ferien 

November:  D, zwei kurze Aufenthalte in E, letzte Woche Ferien 

Dezember:  E, mit zwei kurzen Aufenthalten in D.  

Insgesamt  dürften  sich  damit  die  Aufenthaltstage  etwa  gleichmässig  auf  die 

ausserkantonale Gemeinde E und die zürcherische Gemeinde D verteilt haben. Mithin 

ist damit eine zeitliche Präferenz in der ausserkantonalen Gemeinde E nicht dargetan.  

Anzufügen ist, dass die Stromrechnungen in der ausserkantonalen Gemeinde 

E an diesem Ergebnis nichts ändern. Die Stromrechnung für die Periode 1. Mai bis 31. 

Oktober  2017  liegt mit  Fr. 179.89  sogar  unter  dem  Vorjahreswert,  während die Rech-

nung für die Periode 1. November 2017 bis 30. April 2018 mit Fr. 911.41 rund die Hälf-

te über dem Verbrauch des Vorjahres liegt. Die Zunahme gegen Jahresende entspricht 

der  festgestellten  vermehrten  Nutzung  vor  allem  im  Dezember,  hingegen  überrascht 

die Abnahme für die Periode 1. Mai bis 31. Oktober 2017.  

c) Weiter  ist  zu  prüfen,  zu  welchem  Ort  der  Pflichtige  die  stärkeren  persönli-

chen Beziehungen hatte.  

aa) Dabei steht vor allem der Bezug zu seiner Partnerin im Vordergrund bzw. 

wo diese Beziehung mehr gelebt wurde. Die Partnerin wohnt in der Liegenschaft in der 

zürcherischen Gemeinde D und ist zu 100% in leitender Position angestellt. Nach den 

Angaben  des  Pflichtigen  fährt  sie  jeweils  Freitagabend  in  die  ausserkantonale  Ge-

meinde E und am Sonntagabend wieder in die zürcherische Gemeinde D zurück. Ge-

mäss  den  dokumentierten  Aufenthaltstagen  hat  der  Pflichtige  ab  dem  1. Juni  2017 

nachgewiesenermassen etwa 14 Wochenenden in der ausserkantonalen Gemeinde E 

verbracht; ihre gemeinsame Zeit in E beschränkt sich somit auf diese Daten. Es ist of-

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fensichtlich,  dass  er  mehr  Zeit mit  ihr  in  der  zürcherischen Gemeinde  D  lebte. In  die-

sem Zusammenhang fällt auf, dass er sich vor allem in den Monaten Oktober und No-

vember in der zürcherischen Gemeinde D aufhielt. Mit anderen Worten lebte er dann, 

als saisonbedingt in der ausserkantonalen Gemeinde E kein Golf mehr gespielt werden 

konnte und die Wintersportsaison noch nicht begonnen hatte, auch nicht dort.  

bb)  Hinzu  kommt,  dass auch die Wohnsituation in  der  ausserkantonalen  Ge-

meinde  E  für  ein  dauerndes  Zusammenleben  als  beengt  erscheint.  Die  Wohnung  ist 

eine  2-1/2-Zimmer-Stockwerkeigentumseinheit  mit  einer  Wohnfläche  von  82  m2.  Die 

Liegenschaft wurde vom Vater der Partnerin 1977 erstellt und ist ein Terrassen-Appart-

ementhaus im Stil des Erstellungsjahrs. Der Pflichtige erwarb 2006 zunächst einen An-

teil (Wohnung 2b), zuvor war die Wohnung zu je einem Drittel im Eigentum der Partne-

rin und ihrer zwei Brüder. Am 17. April 2013 tauschte der Pflichtige seinen Anteil gegen 

die Hälfte Miteigentum an der Wohnung 6b im 6. Obergeschoss; der andere Anteil be-

fand sich bereits  im  Miteigentum  seiner  Partnerin.  Nach  dem  Erwerb  wurde  die Woh-

nung  für  Fr.  300'000.-  totalsaniert.  Gemäss  den  eingereichten  Fotografien  handelt  es 

sich  um  eine  modern  eingerichtete  Wohnung  mit  gehobenem  Ausbaustandard  samt 

Terrasse und schönem Ausblick in die Berge. Per ... 2017 hat der Pflichtige im Hoch-

parterre im selben Gebäude vom Bruder der Partnerin die Wohnung 1b hinzugemietet 

für  einen  Mietzins  von  Fr. 6'000.-  pro  Jahr.  Gemäss  den  Fotografien  handelt  es  sich 

um  einen funktional  eingerichteten  Büroraum;  das  Fenster  weist  auf  eine  gegenüber-

liegende Fassade.  

Insgesamt  erscheint  die  Wohnung  6b  trotz  dem  hohen  Ausbaustandard  für 

einen Zweipersonenhaushalt als sehr klein, bietet sie doch keinerlei Rückzugsmöglich-

keit. Ein dauerndes Bewohnen einer solchen Wohnung durch zwei Personen erscheint 

als  ungewöhnlich,  zumal  wie  hier  für  gutsituierte  Personen  im  oder  nahe  dem  Pensi-

onsalter, welche auch erhöhte Ansprüche an Wohnfläche haben. Daran ändert die hin-

zugemietete Wohnung im Hochparterre nichts, denn diese lädt – als blosser Büroraum 

ausgestattet  –  nicht  zum  behaglichen  Aufhalten  ein  und  bietet  keinen  zusätzlichen 

Wohnraum. Die Wohnverhältnisse in der ausserkantonalen Gemeinde E sind deshalb 

für ein Paar nur als kurzfristiger Ferienaufenthaltsort geeignet.  

Über die Liegenschaft in der zürcherischen Gemeinde D ist lediglich bekannt, 

dass  es  sich  um  eine  2007  erstellte  Stockwerkeigentumswohnung  mit  drei  Zimmern 

und einer gesamten Wohnfläche von immerhin 124 m2 handelt. Mithin verfügt sie über 

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eine für eine Dreizimmerwohnung grosse Fläche bzw. die Fläche einer normalen 4-1/2-

Zimmerwohnung. Da der Pflichtige und seine Partnerin bereits seit Jahren darin wohn-

ten,  ist  zu  schliessen,  dass  sie  auch  nach  ihren  persönlichen  Bedürfnissen  und  An-

sprüchen eingerichtet war. 

Eine  Beurteilung  der Wohnverhältnisse unter  dem Gesichtspunkt  des  Konku-

binats spricht deshalb für die zürcherische Gemeinde D.  

cc) Der Pflichtige vermag demgegenüber darzutun, dass er in ausserkantona-

len  Gemeinde  E  über  die  Jahre gesellschaftliche  Kontakte  geknüpft  hat  und  über  ein 

Beziehungsnetz verfügt. Er trifft sich dort jeweils mit dem Bruder seiner Partnerin, bei 

dem  es  sich  um  den  Gemeindepräsidenten  handelt,  und  der  im  selben  Gebäude 

wohnt. Zudem engagiert er sich im Ausschuss der Stockwerkeigentümergemeinschaft, 

in welchem Zusammenhang zwei Termine in der ausserkantonalen Gemeinde E anfie-

len (... November und ... Dezember 2017). Weiter ist er seit 2010 Mitglied des lokalen 

Golf Clubs und der Golf Senioren und kennt weitere Personen in E. Er besuchte dort 

auch den  Coiffeur (drei Termine),  allerdings  auch einmal  im  zürcherischen  Raum  D/F 

(... Oktober 2017).  

Der  Pflichtige  verweist  zudem  auf  die  ausserkantonale  Fahrzeugzulassung, 

die Verwendung der Adresse in der ausserkantonalen Gemeinde E für Korrespondenz 

mit Versicherungen sowie auf die Abmeldung in der zürcherischen Gemeinde D per ... 

2017 und Anmeldung in ausserkantonalen Gemeinde E per ... 2017. Weiter ist er Inha-

ber eines Jahresabonnements der Bergbahnen E. Dabei handelt es sich indessen um 

rein formelle Umstände, die vom Pflichtigen einseitig veranlasst werden konnten. Ent-

sprechend  sagen  sie  für  sich  allein  über  den  Mittelpunkt  seiner  Lebensbeziehungen 

wenig aus. 

d) Insgesamt vermochte der Pflichtige damit nicht darzutun, dass sich der Mit-

telpunkt  seiner  Lebensbeziehungen  in  die  ausserkantonale  Gemeinde  E  verschoben 

hat. Wohl verlegte er nach der Pensionierung ein Teil seines Lebens in die ausserkan-

tonale Gemeinde E, und zwar vor allem zwecks Pflege seines Hobbys Golf. Indessen 

blieb er aufgrund des durch die Vollzeitstelle bedingten Wochenaufenthalts der Partne-

rin auch mit dem Standort in der zürcherischen Gemeinde D verbunden und verbrachte 

viele Tage dort. Auch wenn er über ein Beziehungsnetz in E verfügt, ist doch die Be-

ziehung  zur  Partnerin  stärker  zu  gewichten;  diese  wird  mehr  in  der  grossräumigen 

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Wohnung  in  der  zürcherischen  Gemeinde  D  gelebt.  Dies  wird  insbesondere  dadurch 

ersichtlich,  dass  er sich im Oktober  und  November  hauptsächlich  in D  aufhielt,  mithin 

dann, als er saisonbedingt in E keinen Freizeitaktivitäten mehr nachgehen konnte, es 

ihn auch anderweitig kaum mehr dort hielt.  

2. Aufgrund dieser Erwägungen ist der Rekurs abzuweisen. Ausgangsgemäss

sind die Kosten des Verfahrens dem Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG) und 

ist  ihm  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  (§ 152 StG  i.V.m.  § 17  Abs. 2  des 

Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959).  

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1. Der Rekurs wird abgewiesen.

[…] 

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