# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 473f658c-94d8-5887-a94f-876e3746b5fa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.10.2025 E-7597/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7597-2025_2025-10-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7597/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Richterin Esther Marti, 

mit Zustimmung von Richter William Waeber, 

Gerichtsschreiber Janic Lombriser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin, 

substituiert durch MLaw Michael Meyer, AsyLex,   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 26. September 2025 / N (…). 

 

 

 

E-7597/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 11. Mai 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. 

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentralein-

heit Eurodac) ergab, dass er am 8. Januar 2025 bereits in Griechenland 

um Asyl nachgesucht hatte. 

C.  

Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (sog. Rückführungs-Richtlinie) und das Abkommen zwi-

schen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Helleni-

schen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem 

Aufenthalt vom 28. August 2006 (SR 0.142.113.729) ersuchte das SEM die 

griechischen Behörden am 19. Mai 2025 um Rückübernahme des Be-

schwerdeführers. 

D.  

Die griechischen Behörden stimmten dem Rückübernahmeersuchen am 

4. Juni 2025 zu. Gleichzeitig informierten sie darüber, dass der Beschwer-

deführer in Griechenland am 18. März 2025 als Flüchtling anerkannt wor-

den sei und über eine bis am 18. März 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung 

verfüge. 

E.  

Anlässlich des Gesprächs zur Rückführung in einen sicheren Drittstaat 

vom 29. Juli 2025 (SEM-Akten (…) [A]22) befragte das SEM den Be-

schwerdeführer – im Beisein der zugewiesenen Rechtsvertretung – zu sei-

nem Aufenthalt in Griechenland und gewährte ihm das rechtliche Gehör 

zur voraussichtlichen Wegweisung dorthin sowie zum medizinischen Sach-

verhalt. Dabei brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, dass er 

in Griechenland nicht studieren könne und die griechische Regierung ihm 

die Sprache nicht beibringe. Bei einer Rückkehr sei er gezwungen, zusam-

men mit seiner Lebenspartnerin mit Drogenabhängigen auf der Strasse zu 

leben. Er habe Afghanistan verlassen, um dem Unglück zu entkommen 

und die Schweiz sei seine einzige Hoffnung. In Griechenland sei seine Le-

benspartnerin krank geworden und sie habe seither Probleme mit ihrem 

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Seite 3 

Arm sowie Allergien am ganzen Körper. Auch habe er in Griechenland 

keine Sicherheit und er sei dort mit Mäusen und Zecken in einem Raum 

gewesen. Zudem habe er kein gutes Essen bekommen und die Betten 

seien schlecht gewesen. 

F.  

Am 4. August 2025 reichte der Beschwerdeführer ein Foto von ihm und 

seiner Lebenspartnerin sowie eine Videoaufnahme aus dem Flüchtlings-

camp in Griechenland ein. 

G.  

Am 23. September 2025 wandte sich das SEM an den zuständigen Pfle-

gedienst und ersuchte um Einsicht in medizinische Unterlagen des Be-

schwerdeführers sowie um Auskunft betreffend allfällige ausstehende Arzt-

termine. 

H.  

Der zuständige Pflegedienst stellte gleichentags die medizinischen Unter-

lagen des Beschwerdeführers – Verlaufsblatt der medizinischen Betreu-

ung – dem SEM zu und informierte darüber, dass keine Arzttermine mehr 

ausstehend seien. 

I.  

Am 24. September 2025 übermittelte das SEM den ablehnenden Verfü-

gungsentwurf – zusammen mit den editionspflichtigen Akten – an den Be-

schwerdeführer zur Stellungnahme. Eine solche reichte dieser am 25. Sep-

tember 2025 ein. 

J.  

Mit Verfügung vom 26. September 2025 trat das SEM in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz 

sowie den Vollzug an. 

K.  

Am 29. September 2025 teilte die zugewiesene Rechtsvertretung dem 

SEM die Beendigung des Mandatsverhältnisses mit. 

L.  

Mit elektronischer Eingabe seiner neu mandatierten Rechtsvertretung vom 

3. Oktober 2025 erhob der Beschwerdeführer gegen den Nichteintretens-

entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Er beantragt, die 

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Seite 4 

angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das SEM sei anzuweisen, auf 

sein Asylgesuch einzutreten. Eventualiter sei ihm die vorläufige Aufnahme 

zu gewähren. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das 

SEM zurückzuweisen. Subsubeventualiter seien spezifische Garantien der 

griechischen Behörden zur Sicherstellung einer angebrachten Unterbrin-

gung und medizinischen Versorgung einzuholen. In verfahrensrechtlicher 

Hinsicht ersucht er um Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Be-

schwerde, um Erlass eines superprovisorischen Vollzugsstopps, um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses sowie um Beiordnung der rubrizierten 

Rechtsvertreterin als amtliche Rechtsbeiständin. Zudem sei das Verfahren 

mit demjenigen seiner Lebenspartnerin B._______ (E-7596/2025;  

N (…)) zu vereinigen.  

Der Beschwerde lagen unter anderem ein Schreiben von 14 griechischen 

Nichtregierungsorganisationen vom 8. Juli 2025 bei. 

M.  

Die Instruktionsrichterin bestätigte am 7. Oktober 2025 den Eingang der 

Beschwerde und stellte fest, der Beschwerdeführer könne den Ausgang 

des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 

31-33 VGG). Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und 

dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 

Art. 6 AsylG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde ist – unter Vorbehalt des unter E. 1.3 Ge-

sagten – einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 

VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

E-7597/2025 

Seite 5 

1.3 Nachdem der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wir-

kung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das SEM diese auch nicht ent-

zogen hat, ist auf die Verfahrensanträge auf Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung sowie superprovisorische Aussetzung des Wegweisungsvollzugs 

nicht einzutreten. 

1.4 In der Beschwerde wird beantragt, das vorliegende Verfahren sei mit 

jenem der Lebenspartnerin (E-7596/2025; N (…)) zu vereinigen, da sie 

eine tatsächliche gelebte Beziehung gemäss Art. 8 EMRK führen würden. 

Es wird in der Beschwerde nicht näher ausgeführt, inwiefern ein Abhängig-

keitsverhältnis bestehen soll, sondern es werden in diesem Zusammen-

hang lediglich formelle Rügen erhoben, die nachfolgend zu behandeln sind 

(s. unten E. 4). Das Verfahren betreffend die Lebenspartnerin  

(E-7596/2025) wird daher separat geführt und der Antrag auf Vereinigung 

ist abzuweisen. Die beiden Verfahren werden jedoch koordiniert behandelt. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer stellt einen Rückweisungsantrag und rügt in die-

sem Zusammenhang eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes so-

wie des rechtlichen Gehörs, indem die Vorinstanz den Sachverhalt nicht 

vollständig abgeklärt sowie ihre Begründungspflicht verletzt habe.  

4.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, 

dass die verfügende Behörde die Vorbringen des Betroffenen tatsächlich 

hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksich-

tigt, was sich entsprechend in der Entscheidbegründung niederschlagen 

muss (Art. 35 Abs. 1 VwVG). Die Begründung eines Entscheides muss so 

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Seite 6 

abgefasst sein, dass der Betroffene ihn sachgerecht anfechten kann. In 

diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, 

die für den Entscheid bedeutsam sind (vgl. BVGE 2009/35 E. 6.4.1 

m.w.H.). Gemäss Art. 12 VwVG stellt die Behörde den Sachverhalt von 

Amtes wegen fest und bedient sich nötigenfalls der unter dieser Norm auf-

gelisteten Beweismittel. Als Verfahrensmaxime besagt der Untersuchungs-

grundsatz, dass die Verwaltungsbehörden für die Beschaffung des die Ur-

teilsgrundlage bildenden Tatsachenmaterials zuständig sind. Er auferlegt 

der Behörde die Pflicht, von Amtes wegen den rechtserheblichen Sachver-

halt vollständig und richtig zu ermitteln und beinhaltet gewissermassen 

eine Art «behördliche Beweisführungspflicht» (vgl. KRAUSKOPF/WYSSLING, 

in: Praxiskommentar VwVG, Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], 3. Aufl. 2023, 

Art. 12 N. 16). Der Untersuchungsgrundsatz findet seine Grenze an der 

gesetzlichen Mitwirkungspflicht der Parteien (Art. 13 VwVG) sowie im Asyl-

verfahren durch die besondere Mitwirkungspflicht einer asylsuchenden 

Person (Art. 8 AsylG). Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts in Verletzung der Untersuchungspflicht bil-

det einen Beschwerdegrund (Art. 49 Bst. b VwVG respektive Art. 106 Abs. 

1 Bst. b AsylG). Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfü-

gung ein falscher und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird; un-

vollständig ist sie, wenn nicht alle für den Entscheid rechtswesentlichen 

Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI/BUNDI, 

Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 4. Aufl. 

2025, N. 1043). 

4.3 Die Vorinstanz hat den relevanten Sachverhalt – eine Rückkehr nach 

Griechenland sowie den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers be-

treffend – rechtsgenüglich festgestellt und sich entsprechend in der ange-

fochtenen Verfügung damit auseinandergesetzt. Insbesondere sind auf-

grund des pauschalen Verweises auf die gesundheitlichen Beeinträchti-

gungen des Beschwerdeführers, namentlich es sei seine persönliche Situ-

ation abzuklären (Beschwerde Ziff. 56 ff.), keine weiteren Abklärungen in-

diziert. Sodann ergibt die Durchsicht der angefochtenen Verfügung, dass 

die Vorinstanz die allgemeine Lage Schutzberechtigter in Griechenland so-

wie die persönliche Situation des Beschwerdeführers sorgfältig und ernst-

haft geprüft hat. Der Umstand, dass das SEM einer anderen Lageeinschät-

zung zu Griechenland als der Beschwerdeführer folgt, betrifft nicht die Er-

stellung des Sachverhalts, sondern ist Gegenstand von dessen rechtlicher 

Würdigung. Die Vorinstanz war auch nicht gehalten, im Rahmen einer Ver-

fahrensvereinigung einen möglichen Schutz gemäss Art. 8 EMRK vertiefter 

abzuklären, zumal sie die Asylgesuche des Beschwerdeführers und seiner 

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Seite 7 

Lebenspartnerin koordiniert behandelte und ihnen hieraus kein Nachteil er-

wuchs. Schliesslich ist anhand der Beschwerde ersichtlich, dass eine sach-

gerechte Anfechtung möglich war, weshalb zusammenfassend kein Grund 

für eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz besteht und das Sub-

eventualbegehren abzuweisen ist.  

5.  

5.1 Die Vorinstanz führt zur Begründung der angefochtenen Verfügung im 

Wesentlichen folgendes aus: 

5.1.1 Der Beschwerdeführer sei in Griechenland, das als sicherer Drittstaat 

im Sinne von Art. 6a Abs. 2 bst. b AsylG gelte, als Flüchtling anerkannt 

worden und er könne – nachdem die griechischen Behörden seinem Rück-

übernahmeersuchen am 4. Juni 2025 zugestimmt hätten – dorthin zurück-

kehren ohne eine Rückschiebung in Verletzung des Non-Refoulement-Ge-

bots befürchten zu müssen. 

5.1.2 Sodann habe das Bundesverwaltungsgericht in seinem Referenzur-

teil E-3427/2021 und E-3431/2021 vom 28. März 2022 entschieden, dass 

der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für Personen, die dort den 

Schutzstatus erhalten hätten, grundsätzlich zulässig sei. Griechenland sei 

überdies an die Richtlinie 2011/95/EU des europäischen Parlaments und 

des Rates vom 13. Dezember 2011 (Qualifikationsrichtlinie) gebunden, 

welche die Ansprüche von Personen mit internationalem Schutzstatus 

regle. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer im 

Falle einer Rückkehr nach Griechenland mit beachtlicher Wahrscheinlich-

keit einer Art. 3 EMRK- oder Art. 1 des Übereinkommens vom 10. Dezem-

ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder ernied-

rigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105)-widrigen Behandlung 

oder einer existentiellen Notlage ausgesetzt wäre.  

5.1.3 Das Bundesverwaltungsgericht habe im selben Referenzurteil fest-

gehalten, dass der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland grundsätz-

lich zumutbar sei, ausgenommen in Konstellationen von Familien mit Kin-

dern und von äusserst vulnerablen Personen, wo günstige beziehungs-

weise besonders begünstigende Umstände erforderlich seien, um den Voll-

zug der Wegweisung als zumutbar zu erachten. Dem Beschwerdeführer 

sei es nicht gelungen, die Legalvermutung von Art. 83 Abs. 5 AIG umzu-

stossen. Insbesondere habe er trotz zumutbarer Möglichkeiten keine aus-

reichenden Schritte unternommen, um in Griechenland eine Lebensgrund-

lage aufzubauen. Es sei für ihn zumutbar, nach einer Rückkehr dorthin, 

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Seite 8 

sich um die vorhandenen Unterstützungsangebote zu bemühen und einen 

Sprachkurs zu besuchen sowie eine Arbeitsstelle zu suchen. 

5.2 In der Beschwerde hält der Beschwerdeführer im Wesentlichen folgen-

des dagegen: 

5.2.1 Aufgrund der prekären Lage in Griechenland sei von der Regel in 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG abzuweichen und auf das Asylgesuch einzu-

treten. Gemäss der Rechtsprechung des EuGH dürfe ein Asylgesuch nicht 

einzig mit dem Argument als unzulässig abgelehnt werden, dass bereits 

internationaler Schutz in einem anderen EU-Mitgliedstaat gewährt worden 

sei, sofern die Person eine drohende Verletzung von Art. 4 der Charta der 

Grundrechte der Europäischen Union (GRC) beziehungsweise dem gleich-

lautenden Art. 3 EMRK geltend mache. Eine solche Verletzung sei auf-

grund der systematischen Mängel im griechischen Asyl- und Sozialsystem 

zu bejahen. 

5.2.2 Sodann widerspreche auch der Wegweisungsvollzug des Beschwer-

deführers insbesondere Art. 3 EMRK, Art. 4 GRC sowie Art. 3 FoK, da er 

im Falle einer Rückkehr nach Griechenland einem realen Risiko von gra-

vierenden Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt wäre, weshalb dieser 

unzulässig sei. Überdies sei der Wegweisungsvollzug unzumutbar, da bei 

einer Rückkehr der Beschwerdeführer einer tatsächlichen Gefahr der Ob-

dachlosigkeit, existentieller wirtschaftlicher Not und Ausbeutung ausge-

setzt sei und ihm jegliche Unterstützung verwehrt werde. 

6.  

6.1 Das SEM tritt in der Regel auf ein Asylgesuch nicht ein, wenn Asylsu-

chende in einen sicheren Drittstaat nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurück-

kehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. a AsylG). 

6.2 Nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG gelten namentlich die Staaten der Eu-

ropäischen Union (EU) und damit auch Griechenland als sichere Drittstaa-

ten, in denen nach den Feststellungen des Bundesrates effektiver Schutz 

vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht. Es ist akten-

kundig, dass der Beschwerdeführer sich in Griechenland aufgehalten hat, 

dort am 18. März 2025 als Flüchtling anerkannt worden ist und eine bis am 

18. März 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung erhalten hat, sowie dass die 

die griechischen Behörden seiner Rückübernahme am 4. Juni 2025 aus-

drücklich zugestimmt haben. 

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Seite 9 

6.3 Gemäss der Regelvermutung von Art. 6a Abs. 2 Bst. b i.V.m. Art. 5 

Abs. 1 AsylG existiert in sicheren Drittstaaten keine asylrechtlich relevante 

Verfolgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG und es droht auch keine Ge-

fahr für die schutzsuchende Person, dass sie zur Ausreise in ein Land, wo 

eine solche Verfolgung besteht, gezwungen wird. Diese Regelvermutung 

kann im Einzelfall mit konkreten und substanziierten Hinweisen widerlegt 

werden. Solche bringt der Beschwerdeführer auch in seiner Beschwerde 

nicht vor, und es ergeben sich ebenfalls keine aus den Akten. Daran ändern 

die pauschalen Verweise auf Länderberichte und Urteile des Bundesver-

waltungsgerichts sowie des EuGH nichts, zumal keine auf den Beschwer-

deführer bezogene Gründe vorliegen, die eine Abweichung von der Regel-

anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG rechtfertigen würden. Sodann 

betreffen seine Ausführungen grösstenteils die Fragen der Zulässigkeit und 

der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges, die nachfolgend zu behan-

deln sein werden (s. unten E. 8.2 und 8.3). Der Vollständigkeit halber ist 

darauf hinzuweisen, dass die sehr hohe Schwelle für die Feststellung einer 

Unzulässigkeit, die der EuGH definiert hat, vorliegend nicht erreicht wird, 

wobei dies gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts unter dem As-

pekt des Wegweisungsvollzugs zu behandeln ist (vgl. Referenzurteil des 

BVGer E-3427/2021, E-3431/2021vom 28. März 2022 E. 10 und 11). 

6.4 Das SEM ist demnach in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG 

zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

E-7597/2025 

Seite 10 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 EMRK und Art. 3 FoK einer Weiterreise der Ausländerin 

oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent-

gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

8.2.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat – wie das SEM zutreffend fest-

hält – mit Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 

festgestellt, dass der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für Per-

sonen, die dort einen Schutzstatus erhalten haben, grundsätzlich zulässig 

ist (vgl. a.a.O. E. 11.2 und 11.4, bestätigt durch das Koordinationsurteil des 

BVGer D-2590/2025 vom 11. September 2025 [zur Publikation als Refe-

renzurteil vorgesehen], E. 8.1). Trotz gewisser Schwachstellen kann nicht 

von einem dysfunktionalen Aufnahmesystem gesprochen werden. Es exis-

tieren in Griechenland verschiedene Angebote, die Schutzberechtigten of-

fenstehen, auch wenn die Kapazitäten kaum ausreichend sein dürften und 

Infrastrukturhilfen und Angebote bisher vor allem von internationalen Akt-

euren in Zusammenarbeit mit der lokalen Zivilgesellschaft erbracht und fi-

nanziert worden sind. Trotz schwieriger Verhältnisse geht das Bundesver-

waltungsgericht davon aus, dass schutzberechtigte Personen grundsätz-

lich in der Lage sind, ihre existenziellen Bedürfnisse abzudecken. Auch ist 

davon auszugehen, dass Rückkehrenden keine menschenunwürdige Be-

handlung droht, weshalb für sie kein «real risk» einer völkerrechtswidrigen 

Behandlung besteht. Die Ausführungen in der Beschwerde sowie die vom 

Beschwerdeführer angeführten Quellen (vgl. Beschwerde, Ziff. 11 ff.) und 

das eingereichte Schreiben von 14 griechischen Nichtregierungsorganisa-

tionen vom 8. Juli 2025 ändern nichts an dieser bundesverwaltungsgericht-

lichen Einschätzung, zumal die genannten Berichte allgemeinen Charakter 

aufweisen und – ausser pauschaler Behauptungen – kein direkter Zusam-

menhang zur individuellen Situation des Beschwerdeführers besteht. 

8.2.3 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, eine Trennung von sei-

ner Lebenspartnerin würde Art. 8 EMRK verletzen, zielt der entsprechende 

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Seite 11 

Einwand bereits deshalb ins Leere, weil diese aufgrund des heute gefällten 

Urteils des BVGer E-7596/2025 ebenfalls nach Griechenland zurückkeh-

ren muss. 

8.2.4 Der Vollzug der Wegweisung ist somit als zulässig zu qualifizieren. 

8.3  

8.3.1 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG i.V.m. Anhang 2 zu Art. 18 der Verord-

nung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Ausweisung 

sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen (VVWAL; SR 

142.281) besteht ferner die Vermutung, dass eine Wegweisung nach Grie-

chenland in der Regel zumutbar ist. Die Legalvermutung der Zumutbarkeit 

des Vollzugs der Wegweisung gilt im Hinblick auf Griechenland grundsätz-

lich auch für vulnerable Personen, wie zum Beispiel solche, die an gesund-

heitlichen Problemen leiden, die nicht als schwerwiegende Erkrankung ein-

zustufen sind (vgl. a.a.O. E. 11.5.1). Die betroffene Person hat die Möglich-

keit, die Legalvermutung der Zumutbarkeit umzustossen. Dazu hat sie je-

doch ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass sie in Griechen-

land aufgrund von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder 

gesundheitlicher Art in eine existenzielle Notlage geraten würde (vgl. das 

Koordinationsurteil des BVGer D-2590/2025, a.a.O., E. 8.3). 

8.3.2 Der Beschwerdeführer vermag die oben umschriebene Legalvermu-

tung nicht umzustossen und konkrete Anhaltspunkte dafür darzutun, dass 

er im Falle einer Rückführung nach Griechenland in eine existenzielle Not-

lage geraten würde. Auch wenn die Situation für anerkannte Flüchtlinge 

dort schwierig ist, wird es dem Beschwerdeführer bei der Rückkehr möglich 

sein, sich für eine Unterkunft und Sozialleistungen an die entsprechenden 

Stellen zu wenden und im Bedarfsfall seine Rechte einzufordern sowie nö-

tigenfalls die unentgeltliche Hilfe der zahlreich vorhandenen Nichtregie-

rungsorganisationen zu beanspruchen. Er hat nie ernsthaft versucht, sich 

nach der Anerkennung als Flüchtling in Griechenland zu integrieren (vgl. 

dazu einlässlich das Koordinationsurteil D-2590/2025, a.a.O., E. 9.4) und 

die Hilfe von griechischen Behörden oder Hilfsorganisationen zu beanspru-

chen (vgl. A22 F41, F48 ff.). Insbesondere hat er sich nach der Schutzge-

währung nicht ausreichend um eine weitere Arbeitsstelle in Griechenland 

bemüht, sondern ist gemäss eigenen Angaben bereits am 9. Mai 2025, 

nachdem er seinen Reisepass im 4. Monat (April) erhalten hatte, ausge-

reist (vgl. A22 F15 f.). Schliesslich steht auch der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers ((…), (…), (…), (…), (…), (…), vgl. A26) einem Vollzug 

der Wegweisung nach Griechenland nicht entgegen. Eine allfällig 

E-7597/2025 

Seite 12 

notwendige medizinische Behandlung steht ihm grundsätzlich auch in 

Griechenland zur Verfügung (vgl. dazu einlässlich D-2590/2025, a.a.O., E. 

9.7). 

8.3.3 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.4 Nachdem der Beschwerdeführer die genannten Vermutungen nicht 

umzustossen vermag, besteht auch kein Raum zur Einholung individueller 

Garantien bezüglich einer angebrachten Unterbringung und der medizini-

schen Versorgung des Beschwerdeführers nach seiner Rückkehr nach 

Griechenland (vgl. statt vieler Urteil des BVGer D-5814/2022 vom 17. Au-

gust 2023 E. 9.4). Der entsprechende Antrag ist abzuweisen. 

8.5 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers erweist sich 

schliesslich auch als möglich, zumal die griechischen Behörden am 4. Juni 

2025 der Rückübernahme des Beschwerdeführers explizit zugestimmt ha-

ben und er über eine bis zum 18. März 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung 

verfügt (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 

nötigenfalls bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. 

Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). 

8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

10.  

Der Beschwerdeführer beantragt die Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und die Einsetzung einer amtlichen 

Rechtsbeiständin (Art. 102m Abs. 1 Bst. a AsylG). Aus den vorstehenden 

Erwägungen ergibt sich ex ante betrachtet, dass seine Begehren als aus-

sichtslos zu gelten haben. Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Vo-

raussetzungen nicht gegeben, weshalb die Gesuche abzuweisen sind. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

E-7597/2025 

Seite 13 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 1’000.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

12.  

Der Antrag auf Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses ist mit vor-

liegendem Urteil gegenstandslos geworden. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-7597/2025 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und Beiordnung einer 

amtlichen Rechtsbeiständin werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Esther Marti Janic Lombriser 

 

 

Versand: