# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8020117d-b460-568f-be5f-2de8109d9194
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.08.2021 III 2021 92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-92_2021-08-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 92

Entscheid vom 26. August 2021 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
Irene Thalmann, Richterin
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien 1. A.________,

2. B.________,
Beschwerdeführer,
alle vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. C.________,

gegen

1. Gemeinderat D.________,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. E.________, 

2. Frau Landammann des Kantons Schwyz, Postfach 1260, 
6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

3. F.________,

4. G.________,
Beschwerdegegnerinnen,
beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. H.________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Rechtsverweigerung; Nutzungsstopp)

2

A. Im Spätsommer 2018 beschwerte sich A.________ beim Gemeinderat 
D.________ (nachfolgend: Gemeinderat) über den Zimmereibetrieb der 
F.________ auf dem in der Wohnzone W2 gelegenen Grundstück KTN ___ an 
der I.________ in D.________ wegen Lärm- und Staubimmissionen und verlang-
te die unverzügliche Einstellung der betrieblichen Tätigkeit. Weiter verlangte er 
die Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens, da die Inbe-
triebnahme der Zimmerei und Schreinerei durch die F.________ eine bewilli-
gungspflichtige Zweckänderung darstelle. Die kommunale Baukommission teilte 
hierauf A.________ zunächst mit, sie sehe keine Grundlage, um den gewerbli-
chen Betrieb der F.________ mit einem Nutzungsverbot zu untersagen; zur 
Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens äusserte sie sich 
nicht. Daraufhin liess A.________ am 21. September 2018 beim Regierungsrat 
des Kantons Schwyz eine als Aufsichtsbeschwerde bezeichnete Rechtsverwei-
gerungsbeschwerde einreichen und namentlich beantragen, es sei einerseits ein 
nachträgliches Baubewilligungsverfahren zu eröffnen und durchzuführen, ander-
seits sei gegenüber der F.________ ein Nutzungsstopp für den Betrieb der Sä-
gerei zu erlassen.

Mit Zwischenbescheid vom 9. Oktober 2018 wies das Sicherheitsdepartement 
das Gesuch um den Erlass vorsorglicher Massnahmen (Nutzungsstopp) ab. Mit 
Beschluss (RRB) Nr. 207/2019 vom 20. März 2019 hiess der Regierungsrat die 
Beschwerde gut und wies die Sache zur Durchführung eines nachträglichen 
Baubewilligungsverfahrens an den Gemeinderat zurück.

Das Verwaltungsgericht wies die von der F.________ und der G.________ ge-
gen den RRB Nr. 207/2019 erhobene Beschwerde mit VGE III 2019 75 vom 
21. November 2019 im Sinne der Erwägungen ab (Disp.-Ziff. 1). 

Die F.________ und die G.________ zogen diesen Verwaltungsgerichtsent-
scheid ans Bundesgericht weiter, welches die Beschwerde mit Urteil 1C_23/2020 
vom 5. Januar 2021 (dem Verwaltungsgericht zugestellt am 8.2.2021) abwies, 
soweit es darauf eintrat. 

B.1 Auf schriftliches Verlangen von A.________ sowie B.________ vom 
18. Februar 2021, den Bundesgerichtsentscheid umzusetzen, stellte das kom-
munale Bauamt mit Schreiben vom 19. Februar 2021 einen Entscheid des Ge-
meinderates an der Sitzung vom 16. März 2021 in Aussicht. Hierauf verlangten 
A.________ sowie B.________ am 26. Februar 2021 vom Gemeinderat die un-
verzügliche Anordnung eines Bau- bzw. Nutzungsstopps. Nachdem der Gemein-
derat hierauf nicht reagierte, reichten A.________ sowie B.________ am 
11. März 2021 beim Regierungsrat eine als Aufsichtsbeschwerde bezeichnete 
Rechtsverweigerungsbeschwerde ein mit den folgenden Anträgen:

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1. Die Gemeinde D.________ sei anzuhalten, in Bezug auf die Zweckänderung 
bzw. baurechtlich relevanten Tätigkeiten und Immissionen der F.________ als 
Betreiberin sowie der G.________ als Grundeigentümerin bezüglich deren 
seit 2018 in Betrieb genommenen Sägerei auf dem Grundstück GB ____ 
(I.________, D.________) ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren zu 
eröffnen und durchzuführen.

2. a) Es sei gegenüber der F.________, J.________, ein Nutzungsstopp für 
den Betrieb der genannten Sägerei zu erlassen. Einer Beschwerde hiergegen 
sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen und für den Widerhandlungsfall 
sei auf Art. 292 StGB hinzuweisen und Ordnungsbusse von Fr. 300.-- für 
jeden Tag der Zuwiderhandlung anzudrohen.

b) Eventualiter habe die Gemeinde diesen Nutzungsstopp (lit. a) ohne 
Verzug zu verfügen.

c) Der Nutzungsstopp sei sofort und ohne Anhörung zu erlassen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gemeinde 
D.________ sowie der F.________. 

B.2 Am 16. März 2021 traf der Gemeinderat gegenüber der F.________ fol-
gende Anordnung (GRB Nr. 2021-0083): 

1. Die F.________ wird umgehend durch das Bausekretariat schriftlich 
angewiesen, gemäss Bundesgerichtsurteil vom 5. Januar 2021, ein 
nachträgliches Baugesuch für die Zweckänderung bzw. baurechtlich 
relevanten Tätigkeiten und Immissionen auf KTN ___, innert einer Frist von 21 
Tagen, einzureichen.

2. Auf Erlassung eines Nutzungsstopps wird gemäss Ziff 5 der Erwägungen 
verzichtet.

3. Mitteilung durch Protokollauszug an:
- Bausekretariat D.________
- Baupräsident
- Baukommission
- Baukontrolle
- Gemeindepräsident
- Akten B 2.2.2.

Mit Schreiben vom 18. März 2021 forderte das kommunale Bauamt die 
F.________ auf, bis Freitag, 9. April 2021 das nachträgliche Baugesuch einzu-
reichen; der laufende Betrieb werde bis zum Abschluss des Baubewilligungsver-
fahrens nicht weiter eingeschränkt; es werde um die strikte Einhaltung der Lär-
memissionswerte gemäss LSV ersucht. In der Folge gewährte der Gemeinderat 
der F.________ Fristerstreckungen zur Einreichung des Baugesuchs, letztmals 
am 18. Mai 2021 bis 8. Juni 2021. 

B.3 Mit Zwischenbescheid vom 7. April 2021 verfügte das Sicherheitsdeparte-
ment was folgt:

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1. Das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen wird gutgeheissen. Der 
Beschwerdegegnerin 1 wird untersagt, bis zum Entscheid des 
Regierungsrates in der Hauptsache auf dem Grundstück KTN ___ 
Motorkettensägen zu verwenden. 

(2. Androhung von Sanktionen [Art. 292 StGB; Ordnungsbusse] für den Fall der 
Zuwiderhandlung).

(3.-5. Verfahrenskosten; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

B.4 Mit Eingabe vom 19. April 2021 erhoben die F.________ und die 
G.________ Einsprache gegen diesen Zwischenbescheid vom 7. April 2021 mit 
den folgenden Anträgen:

1. Der Zwischenbescheid vom 7. April 2021 sei unverzüglich und vollumfänglich 
aufzuheben.

2. Eventualiter sei der Zwischenbescheid vom 7. April 2021 unverzüglich 
abzuändern und der Beschwerdegegnerin 1 [d.h. F.________] zu untersagen, 
von 11 bis 14 Uhr sowie von 17 bis 9 Uhr auf dem Grundstück KTN ___ 
Motorkettensägen zu verwenden.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. gesetzliche Mehrwertsteuer) 
zu Lasten der Beschwerdeführer. 

C. Mit Präsidialverfügung Nr. 2/2021 vom 4. Mai 2021 verfügte Frau Landam-
mann des Kantons Schwyz was folgt: 

1. Die Rechtsverweigerungsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit sie 
nicht gegenstandslos geworden ist. Das vorsorgliche Verbot von 
Motorkettensägen gilt im Sinne der Erwägungen über die Dauer des 
Beschwerdeverfahrens hinaus bis zum Abschluss des nachträglichen 
Baubewilligungsverfahrens vor der Vorinstanz wie folgt:
Es ist der Beschwerdegegnerin 1 [d.h. F.________] nur an Werktagen 
zwischen 9.00 Uhr und 11.00 Uhr sowie zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr 
erlaubt, auf dem Grundstück KTN ___ mit Motorkettensägen zu arbeiten.
An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen und während der restlichen Zeiten 
an Werktagen ist der Beschwerdegegnerin 1 die betriebliche Verwendung von 
Motorkettensägen auf dem Grundstück KTN ___ untersagt.
In diesem Sinne wird die Einsprache vom 19. April 2021 teilweise 
gutgeheissen.

2. Kommt die Beschwerdegegnerin 1 der Aufforderung gemäss Ziffern 1 nicht 
nach, 
- wird sie nach Art. 292 des Strafgesetzbuchs bei der Staatsanwaltschaft 

verzeigt. Danach wird mit Busse bestraft, wer der von einer zuständigen 
Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die 
Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge 
leistet;

- wird ihr ab Erhalt der Verfügung für jeden Tag der Nichterfüllung bzw. der 
Zuwiderhandlung eine Ordnungsbusse bis Fr. 500.-- angedroht 
(Festsetzung durch den Gemeinderat D.________).

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Der Gemeinderat D.________ wird mit der Kontrolle und dem Vollzug 
beauftragt.

3. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 2000.-- 
werden der Gemeinde D.________ auferlegt. Diese Verfahrenskosten sind 
innert 120 Tagen der Staatskanzlei zu überweisen.

4. Den Beschwerdeführern wird eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 1800.-- zulasten der Gemeinde D.________ zugesprochen. Im Übrigen 
werden keine weiteren Parteientschädigungen gesprochen.

5. (Rechtsmittelbelehrung). Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende 
Wirkung entzogen.

6. Das Sicherheitsdepartement hat diese Präsidialverfügung dem Regierungsrat 
nachträglich zur Genehmigung zu unterbreiten.

(7./8. Zustellung). 

Mit RRB Nr. 336 vom 18. Mai 2021 genehmigte der Regierungsrat diese Präsidi-
alverfügung. 

D. Mit Eingabe vom Pfingstdienstag, 25. Mai 2021 (Postaufgabe am 
25.5.2021), lassen A.________ sowie B.________ gegen die Präsidialverfügung 
Nr. 2/2021 vom 4. Mai 2021 (Zustellung gemäss Angaben der Beschwerdeführer 
am 5.5.2021 [Beschwerde S. 3 Ziff. I.3]) fristgerecht Beschwerde beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den folgenden Anträgen:

1. Ziffer 1. und Ziffer 2. des Beschwerdeentscheids Nr. VB 47/2021 
(Präsidialverfügung VB 47/2021) von Frau Landammann des Kantons Schwyz 
vom 04.05.2021 seien aufzuheben und

a) die Gemeinde D.________ sei anzuhalten, in Bezug auf die Tätigkeit der 
Beschwerdegegnerin 1 auf GB ___ D.________ ein nachträgliches 
Baubewilligungsverfahren zu eröffnen und durchzuführen.

b) es sei gegenüber der F.________, J.________, ein Nutzungsstopp für den 
Betrieb der Sägerei (mindestens jedoch für den Einsatz von 
Motorkettensägen) zu erlassen. Einer Beschwerde hiergegen sei die 
aufschiebende Wirkung zu entziehen und für den Widerhandlungsfall sei auf 
Art. 292 StGB hinzuweisen und Ordnungsbusse von Fr. 300.-- für jeden Tag 
der Zuwiderhandlung anzudrohen.

c) Eventualiter habe die Gemeinde diesen Nutzungsstopp (lit. a) ohne Verzug zu 
verfügen.

d) Der Nutzungsstopp sei sofort und ohne Anhörung (Anordnung vorsorglicher 
Massnahmen) zu erlassen.

2. Es sei Dispositiv 5. zweiter Satz des angefochtenen Entscheids aufzuheben 
und es sei der Beschwerde unverzüglich wieder die aufschiebende Wirkung 
zu erteilen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Beschwerdegegnerinnen und des Staates.

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E. Mit Zwischenbescheid VGE III 2021 94 vom 27. Mai 2021 entschied der 
Einzelrichter des Verwaltungsgerichts wie folgt über die Beschwerdeanträge 
Ziff. 1 lit. d und Ziff. 2:

1.1 Der Antrag Ziff. 1.d betreffend Anordnung eines sofortigen Nutzungsstopps 
ohne Anhörung (Anordnung vorsorglicher Massnahmen) wird abgewiesen.

1.2 Der Antrag Ziff. 2 betreffend Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung 
wird abgewiesen, soweit er nicht hinfällig geworden ist. 

2. Gegen diesen Zwischenbescheid kann innert zehn Tagen seit Zustellung 
Einsprache beim Verwaltungsgericht erhoben werden. Im Unterlassungsfall 
hat es mit diesem Zwischenbescheid sein Bewenden. Die Einsprache ist kurz 
zu begründen.

3. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieses Zwischenbescheides wird 
mit der Hauptsache (Verfahren III 2021 92) entschieden. 

(4.-6. Fristansetzungen Vernehmlassung und Kostenvorschuss; Zustellung).

F. Das Sicherheitsdepartement teilt mit Schreiben vom 2. Juni 2021 unter 
Festhalten an den Erwägungen des angefochtenen Entscheides seinen Verzicht 
auf eine Vernehmlassung mit. Die Beschwerdegegnerinnen beantragen mit Ver-
nehmlassung vom 17. Juni 2021 die Abweisung der Anträge der Beschwerdefüh-
rer gemäss der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 25. Mai 2021 unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführer. Der Gemeinderat 
lässt vernehmlassend am 7. Juli 2021 die Abweisung der Verwaltungsgerichts-
beschwerde beantragen, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführer. 

G. Mit Stellungnahme vom 29. Juli 2021 zu den Vernehmlassungen halten die 
Beschwerdeführer an den Anträgen und der Begründung gemäss der Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde vom 25. Mai 2021 vollumfänglich fest. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Der Regierungsrat (bzw. Frau Landammann) hat die von den Beschwerde-
führern als Aufsichtsbeschwerde bezeichnete Eingabe vom 11. März 2021 als 
Rechtsverweigerungsbeschwerde entgegengenommen (angefochtene Verfügung 
Erw. 2.2). 

Betreffend die geltend gemachte Rechtsverweigerung führte der Regierungsrat 
im Wesentlichen aus, von der Zustellung des Bundesgerichtsurteils (vgl. vorste-
hend Ingress lit. A) bis zum Beschluss des Gemeinderates vom 16. März 2021 
betreffend nachträgliches Baubewilligungsverfahren und Nutzungsstopp (vgl. 
vorstehend Ingress lit. B.2) seien ungefähr fünf Wochen vergangen, obwohl der 

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Gemeinderat aufgrund des Bundesgerichtsurteils keinerlei Entscheidungsspiel-
raum gehabt habe. Es sei daher nicht nachvollziehbar, weshalb der Gemeinderat 
über das weitere Vorgehen noch einmal habe Beschluss fassen müssen. Die 
Einreichung einer Aufsichtsbeschwerde sei daher nachvollziehbar. Diese Um-
stände seien bei der Kostenverlegung zu berücksichtigen, auch wenn die 
Rechtsverweigerungsbeschwerde gegenstandslos geworden sei, nachdem in-
zwischen am 18. März 2021 (vgl. vorstehend Ingress lit. B.2; RR-
act. II/01/Beilage 1) ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren eingeleitet wor-
den sei (Erw. 4.).

Hinsichtlich des beantragten Nutzungsverbots erwog der Regierungsrat, das 
Schreiben des kommunalen Bauamtes vom 18. März 2021 halte lediglich in ei-
nem Satz fest, der Betrieb werde vorläufig nicht weiter eingeschränkt. Neben der 
Rechtsmittelbelehrung fehle auch die komplette Begründung. Zudem sei der 
Brief nur an die F.________ adressiert gewesen und den Beschwerdeführern nur 
eine Kopie zugestellt worden. Der Gemeinderatsbeschluss vom 16. März 2021 
stelle selbst zusammen mit dem Brief des kommunalen Bauamtes vom 18. März 
2021 keinen rechtsgenüglichen Entscheid über das Gesuch der Beschwerdefüh-
rer um Anordnung eines Nutzungsverbotes dar. Die Rechtsverweigerungsbe-
schwerde sei diesbezüglich folglich begründet (Erw. 5.2). 

Bei diesem Verfahrensausgang wäre die Sache eigentlich an die Vorinstanz (d.h. 
den Gemeinderat) zurückzuweisen. Dies mache jedoch keinen Sinn, nachdem 
das Sicherheitsdepartement mit Zwischenbescheid vom 7. April 2021 für die 
Dauer des Verwaltungsbeschwerdeverfahrens über ein vorsorgliches Nutzungs-
verbot entschieden habe. Dieses sei jedoch, angepasst bzw. abgemildert, zeitlich 
bis zum Abschluss des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens vor der Vor-
instanz (d.h. dem Gemeinderat) auszudehnen (Erw. 6.1 f.). 

Der Gemeinderat sei anzuhalten, das nachträgliche Baubewilligungsverfahren 
nun zügig voranzutreiben (Erw. 7). 

1.2.1 Die Beschwerdeführer rügen, die Rechtsverzögerung gehe weiter, nach-
dem die Gemeinde den Beschwerdegegnerinnen am 18. Mai 2021 eine (wenn 
auch letztmalige) Fristerstreckung zur Einreichung des nachträglichen Bauge-
suchs erlaubt habe (Beschwerde S. 6 f. lit. B). Da für die Tätigkeit der Beschwer-
degegnerin Ziff. 3 keine formelle Baubewilligung im Sinne von § 75 des Pla-
nungs- und Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987 vorliege, wür-
den Grundregeln des Baurechts verneint, wenn in der angefochtenen Verfügung 
von der grundsätzlichen Zulässigkeit einer Nutzung auf der Bauliegenschaft aus-
gegangen werde. Solange keine formelle Bewilligung für die gewerbliche Nut-
zung vorliege, sei diese ausgeschlossen. Wenn Frau Landammann nicht auf den 

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Umstand eingehe, dass keine formelle Bewilligung für die Tätigkeit auf KTN ___ 
vorliege, verletze sie das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer (Beschwerde 
S. 7 f. lit. C.1). Eine Besitzstandsgarantie bestehe nicht (Beschwerde S. 8 Ziff. 2). 
Auch in materieller Hinsicht sei die Rechtmässigkeit der Tätigkeit der Beschwer-
degegnerin auf dem Baugrundstück höchst fragwürdig. Privatmessungen hätten 
Lärmwerte zwischen 80 und 90 dB ergeben, was einer Wohnzone mit ruhigen 
Verhältnissen widerspreche. Gearbeitet werde mit der Motorkettensäge nicht nur 
in der Produktionshalle, sondern auch in der Lagerhalle. Diese Gebäulichkeiten 
verfügten weder über ein genügendes Lüftungssystem noch einen Staubfilter. 
Von Isolation könne keine Rede sein. Der Lärm sei gesundheitsschädigend. Hin-
zu komme die Feinstaubthematik und die problematische Arbeitssicherheit (Be-
schwerde S. 8 ff. Ziff. 3; vgl. Stellungnahme S. 2 lit. A.1.). 

Ein Nutzungsstopp dränge sich auf, zumal auch eine materielle Baurechtswidrig-
keit zumindest zu vermuten sei. Die eigenständige, unter Verletzung der Bau-
rechtsbestimmungen aufgenommene Tätigkeit der Beschwerdegegnerin Ziff. 3 
sei nicht schützenswert. Sie verletze nebst der Zonenkonformität auch die Eigen-
tumsfreiheitsgarantie der Beschwerdeführer, und dies nunmehr seit drei Jahren. 
(Beschwerde S. 10 Ziff. 4). Ein Nutzungsstopp sei auch verhältnismässig (Be-
schwerde S. 11 f. Ziff. 5).  

1.2.2 Die Beschwerdegegnerinnen machen vernehmlassend geltend, die Be-
schwerdeführer hätten sich die Verzögerungen/Fristerstreckungen im Baubewilli-
gungsverfahren selber zuzuschreiben, da infolge des vorübergehenden Nut-
zungsstopps keine Lärmmessungen möglich gewesen seien. Nunmehr liege das 
vom 21. Mai 2021 datierende Lärmgutachten jedoch vor. Betreffend den Nut-
zungsstopp wird auf den gerichtlichen Zwischenbescheid vom 27. Mai 2021 ver-
wiesen. Eine Verschärfung des Nutzungsstopps verletze das Verhältnismässig-
keitsprinzip. Festzuhalten sei, dass die Beschwerdegegnerin Ziff. 3 über keinen 
alternativen Produktionsstandort verfüge (entgegen der Annahme im Zwischen-
bescheid vom 21.5.2021 Erw. 3.2.7; vgl. angefochtene Präsidialverfügung 
Nr. 2/2021 vom 4.5.2021 Erw. 7). 

1.2.3 Der Gemeinderat gibt vernehmlassend (S. 5 f.) unter anderem einen kurz-
en Überblick über die (Betriebs-)Geschichte der Bauparzelle. Einen Nutzungs-
stopp erachtet er als unverhältnismässig (Vernehmlassung S. 6). Beim gebote-
nen, von der Frau Landammann mit der Präsidialverfügung verlangten zügigen 
Vorantreiben des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens gelte es zu beach-
ten, dass die Messung, Analyse und Auswertung der Immissionen nicht durch 
den Gemeinderat selbst vorgenommen werden könnten (Vernehmlassung S. 8 
unten). 

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1.3 Mit ihrer Stellungnahme vom 29. Juli 2021 bestreiten die Beschwerdeführer 
namentlich den Beweiswert des Lärmgutachtens der Beschwerdegegnerinnen 
(S. 3 f. lit. B.2.)

2.1.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige 
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung 
genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiter-
ziehbaren Anfechtungsgegenstand. Es kann also nur das Gegenstand des Be-
schwerdeverfahrens sein, was auch Gegenstand der zugrundeliegenden Verfü-
gung war bzw. nach richtiger Gesetzesauslegung hätte sein müssen. Ge-
genstände, über welche die erste Instanz bzw. die Vorinstanz zu Recht (noch) 
nicht entschieden hat, fallen nicht in den Kompetenzbereich des Verwaltungsge-
richts als Beschwerdeinstanz (vgl. statt vieler VGE III 2014 180 vom 24.2.2015 
Erw. 1.2 mit Hinweisen; siehe auch Martin Bertschi, in: Alain Griffel (Hrsg.), 
Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3.A., Zürich 
2014, Vorbem. zu §§ 19-28a, Rz. 44-49; Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsver-
fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3.A., Zürich 2013, Rz. 685ff.; 
EGV-SZ 1979, S. 122).

Mit einem Gesuch/Begehren eingeleitete Verfahren sind zu grossen Teilen vom 
Dispositionsgrundsatz beherrscht. Nach diesem Grundsatz kann die anspre-
chende Partei über den Verfahrens- bzw. Streitgegenstand disponieren. Von ih-
rem Willen hängt ab, ob und in welchem Umfang ein Begehren zu behandeln ist. 
Über mehr oder anderes als anbegehrt hat die Behörde nicht zu entscheiden 
(Feller, in: Kommentar zum bernischen VRPG, Art. 16 Rz. 4). 

2.1.2 Mit ihrer Aufsichtsbeschwerde vom 11. März 2021 beantragten die Be-
schwerdeführer zum einen die unverzügliche Einleitung des nachträglichen Bau-
bewilligungsverfahrens, zum andern den Erlass eines Nutzungsstopps. Diese 
Begehren hat Frau Landammann mit der angefochtenen Präsidialverfügung vom 
4. Mai 2021 beurteilt. Anderes war, neben den von Amtes wegen zu prüfenden 
Entscheidungsvoraussetzungen (§ 27 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes 
[SRSZ 234.110; VRP] vom 6.6.1974), nicht zu beurteilen. Vor dem Verwaltungs-
gericht erneuern die Beschwerdeführer ihre Anträge gemäss der Aufsichtsbe-
schwerde. Anderes ist auch vor dem Verwaltungsgericht nicht zu beurteilen. 

Die Vorbringen der Beschwerdeführer zur formellen und/oder materiellen Recht-
mässigkeit des Betriebes der Beschwerdeführer beschlagen das Baubewilli-
gungsverfahren und die Bewilligungsfähigkeit des Betriebes, was nicht Gegen-
stand der angefochtenen Verfügung war und es auch nicht sein musste. Diese 

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Vorbringen sind allenfalls insoweit zu hören, als bei der Beurteilung des bean-
tragten Nutzungsstopps als einer vorsorglichen Massnahme auch die Prognose 
über den Ausgang des Rechtsstreits eine gewisse Rolle spielen kann (vgl. Zwi-
schenbescheid VGE III 2021 94 vom 27.5.2021 Erw. 2.4.3). 

2.2.1 Zu den Entscheidungsvoraussetzungen gehört die Rechtsmittelbefugnis 
(§ 27 Abs. 1 lit. d VRP). Ist sie nicht gegeben, trifft die Behörde eine Nichteintre-
tensverfügung bzw. einen Nichteintretensentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP). Die 
Rechtsmittelbefugnis setzt unter anderem ein schutzwürdiges Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung des Entscheides oder der Verfügung (§ 37 Abs. 1 lit. c 
VRP) voraus. Unter dem "schutzwürdigen Interesse" ist ein persönliches rechtli-
ches oder tatsächliches und aktuelles Interesse zu verstehen, welches eine kon-
krete Rechtslage betrifft. Dieses aktuelle Interesse muss nicht nur bei Beschwer-
deeinreichung bestehen. Verliert der Beschwerdeführer das Interesse im Verlau-
fe des Verfahrens, so fällt die Beschwerdelegitimation weg und damit die Vor-
aussetzung, einen Sachentscheid zu fällen (vgl. VGE III 2018 49 vom 22.6.2018 
Erw. 3.3; VGE III 2013 221 vom 12.9.2014 Erw. 1.1, je mit Hinweis auf Bertschi, 
Kommentar VRG, § 21 N 24; vgl. Hensler, Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
im Kanton Schwyz, S. 21 und 42). 

2.2.2 Es kann nicht bestritten werden, dass der Gemeinderat (und das kommu-
nale Bauamt) im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung die Beschwerdeführer 
zur Einreichung des nachträglichen Baugesuchs verpflichtet hat. Hieran können 
auch die gewährten Fristerstreckungen nichts ändern. Diese wurden mit den er-
forderlichen Lärmmessungen begründet und können entsprechend nicht als 
rechtsmissbräuchlich betrachtet werden. Zudem wurde eine letzte Fristerstre-
ckung bis 8. Juni 2021 gewährt. Die Rechtsverweigerungsbeschwerde durfte 
diesbezüglich in der angefochtenen Präsidialverfügung (Erw. 4) daher zu Recht 
für gegenstandslos geworden erklärt werden.

Nachdem die Beschwerdeführer mit ihrer Rechtsverweigerungsbeschwerde hin-
sichtlich der Einleitung des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens durchge-
drungen sind, ist ihr aktuelles Interesse an der Beurteilung ihres Beschwerdean-
trages Ziff. 1 lit. a entfallen. Insoweit ist auf ihre Beschwerde nicht einzutreten. 

3.1.1 Baueinstellung und Nutzungsverbot sind vorsorgliche Massnahmen des öf-
fentlichen Baurechts (VGE III 2009 114 vom 8.6.2009 Erw. 1.3.2; VGE 1073/05 
vom 26.1.2006 Erw. 2.1). Baueinstellung und Nutzungsverbot müssen sich auf 
eine gesetzliche Grundlage stützen, dem öffentlichen Interesse dienen, 
verhältnismässig sein und zum widerrechtlichen Bauvorgang in einem 
Sachzusammenhang stehen. 

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3.1.2 Hinsichtlich der gesetzlichen Grundlage ist auf § 87 Abs. 1 PBG zu 
verweisen. Darnach verfügt die Bewilligungsbehörde die Einstellung von 
Bauarbeiten, die der erteilten Bewilligung widersprechen oder ohne Bewilligung 
in Angriff genommen worden sind. Einer Beschwerde gegen eine 
Baueinstellungsverfügung kommt keine aufschiebende Wirkung zu (§ 87 Abs. 1 
zweiter Satz PBG). Die Möglichkeit, ein Nutzungsverbot bis zum rechtskräftigen 
Entscheid über die Zulässigkeit einer Baute oder Zweckänderung zu verfügen, 
wird zwar im kantonalen Baurecht nicht ausdrücklich statuiert. Diese Möglichkeit 
ergibt sich jedoch nach der Rechtsprechung aus Art. 22 Abs. 1 des Bundesge-
setzes über die Raumplanung [Raumplanungsgesetz; RPG; SR 700] vom 
22.6.1979 und § 85 PBG, wonach Bauten und Anlagen erst nach Erteilung einer 
Baubewilligung errichtet werden dürfen; aus der Bewilligungspflicht folgt auch 
das Recht der Bewilligungsbehörde, Arbeiten einstellen zu lassen, die ohne oder 
in Abweichung von einer Bewilligung errichtet wurden, und bewilligungspflichtige 
Nutzungen zu verbieten, bis über ihre Bewilligungsfähigkeit entschieden ist 
(EGV-SZ 2003 B 8.3 Erw. 2.b mit Hinweis auf VGE 1050/98 vom 22.10.1998 
Erw. 3.c; VGE 1036/97 vom 24.10.1997 Erw. 4.a; VGE III 2009 114 vom 
8.6.2009 Erw. 1.3.4). Eine materielle Illegalität ist keine notwendige Vorausset-
zung für den Erlass einer vorsorglichen Massnahme. Eine solche Massnahme 
rechtfertigt sich aber umso mehr, wenn feststeht oder zu vermuten ist, dass zu-
sätzlich eine materielle Rechtswidrigkeit vorliegt (EGV-SZ 2003 B 3 Erw. 2.b; 
Ruoss Fierz, Massnahmen gegen illegales Bauen, Zürich 1999, S. 99). 

3.1.3 Das öffentliche Interesse an einer Baueinstellung oder eines 
Nutzungsverbotes liegt primär in der Beseitigung der Störung der öffentlichen 
Ordnung, in der grundsätzlichen Gleichbehandlung aller Bürger und in der 
Erhaltung der Glaubwürdigkeit der Verwaltung (Ruoss Fierz, a.a.O., S. 100). 

3.1.4 Das Verhältnismässigkeitsprinzip verlangt, dass die Massnahme geeignet 
und erforderlich und die Zweck-Mittel-Relation (Verhältnismässigkeit im engeren 
Sinne) gewahrt ist. Die Massnahme darf in persönlicher, örtlicher, sachlicher und 
zeitlicher Hinsicht nicht über das zur Wahrung der gefährdeten Interessen Erfor-
derliche hinausgehen. Im Rahmen der Verhältnismässigkeit im engeren Sinn 
sind die öffentlichen Interessen an der Durchsetzung der formellen und/oder ma-
teriellen Bauordnung summarisch gegen die privaten Interessen am gegenwärti-
gen Zustand abzuwägen. Auch wenn den öffentlichen Interessen in der Regel ein 
höheres Gewicht beizumessen ist, zumal wenn der Anschein einer materiellen 
Baurechtswidrigkeit festgestellt wird und Gefahren für Personen und die Umwelt 
bestehen, sind die konkreten Umstände zu berücksichtigen. Eine Baueinstellung 
rechtfertigt sich erst dann, wenn die Rechtsverletzung eine gewisse Bedeutung 

12

erlangen kann (EGV-SZ 2003 B 8.3 Erw. 2.c). Das subjektive Verhalten des 
Bauherrn bei der Gewichtung der Interessen darf nicht völlig ausser Acht 
gelassen werden (vgl. VGE 1035/02 v. 25.11.2002 Erw. 3b). Wenn ein Bauherr 
bösgläubig gegen die Bewilligungspflicht verstossen oder nur deshalb keine 
Bewilligung eingeholt hat, um schnelle Gewinne zu machen, ist es gerechtfertigt, 
den privaten Interessen grundsätzlich weniger Gewicht beizumessen (vgl. VGE 
1048+1049/02 vom 30.1.2003 Erw. 2c, mit Hinweisen; VGE III 2009 114 vom 
8.6.2009 Erw. 1.3.5). 

3.1.5 Zu beachten ist im Weiteren, dass die Anordnung einer vorsorglichen 
Massnahme nicht im Belieben der Behörde steht; vielmehr ist nach pflichtgemäs-
sem Ermessen zu handeln (vgl. VGE 1037/05 vom 26.1.2006 Erw. 2.3). Im Übri-
gen wird auf den Zwischenbescheid VGE III 2021 94 vom 27. Mai 2021 verwie-
sen, wo die die Rechtsgrundlagen eines Nutzungsstopps als vorsorgliche Mass-
nahme bereits dargelegt wurden (Erw. 2.4.1 ff.). 

3.2.1 Mit VGE III 2019 75 vom 21. November 2019 (Erw. 2.3) bestätigte das 
Verwaltungsgericht die regierungsrätliche Beurteilung (RRB Nr. 207/2019 vom 
20.3.2019), dass sich der Zeitpunkt der Betriebseinstellung des Vorgängerbetrie-
bes der Beschwerdegegnerin Ziff. 3 nicht näher als auf den Zeitraum 2011 bis 
2017 eingrenzen lasse, resp. nicht ohne Weiteres festzustellen sei, ob die Be-
standesgarantie für eine "Holzbautätigkeit" auf dem Baugrundstück noch beste-
he. Zur Abklärung dieser Frage erachtete der Regierungsrat die Eröffnung eines 
nachträglichen Baubewilligungsverfahrens zu Recht als erforderlich (vgl. ange-
fochtener RRB Nr. 207/2019 vom 20.3.2019 Erw. 3.6). Weiter stellte das Verwal-
tungsgericht namentlich fest, sofern die Bestandesgarantie grundsätzlich zu be-
jahen sei, sei zu prüfen, ob hiervon auch der konkrete Gewerbebetrieb, welcher 
offenbar das Arbeiten mit Motorkettensägen in den Betriebsgebäuden mitumfas-
se, gedeckt sei (Erw. 4.1). 

Das Bundesgericht bestätigte mit dem Urteil 1C_23/2020 vom 5. Januar 2021 
zum einen (Erw. 4.6) die Auffassung des Verwaltungsgerichts, dass die Frage, 
ob eine in besitzstandsrechtlicher Hinsicht zu schützende Rechtsposition vorliegt, 
mittels Durchführung eines Baubewilligungsverfahrens zu klären ist. Zum andern 
hielt es fest, dass "die gewerbliche Verwendung von Kettensägen in einem Be-
trieb der vorliegenden Art (ist) in der betroffenen Wohnzone nicht ohne weiteres 
zonenkonform" ist (Erw. 3.6; zitiert im Zwischenbescheid VGE III 2021 94 vom 
27.5.2021 Erw. 3.2.3). 

3.2.2 Mit dem Zwischenbescheid VGE III 2021 94 vom 27. Mai 2021 betreffend 
superprovisorische Anordnung des beantragten Nutzungsstopps sah das Verwal-

13

tungsgericht hierzu keinen Anlass. Es bestätigte das von der Frau Landammann 
mit der angefochtenen Präsidialverfügung abgemilderte Nutzungsverbot im We-
sentlichen wie folgt (Erw. 3.2.3 ff.):

- Mit dem Bundesgericht sei die Realität anzuerkennen, dass in Wohnzonen 
gelegentlich Motorkettensägen zum Einsatz kämen, was erst recht in ländli-
chen Gegenden gelte, wo der Holzwirtschaft eine mehr oder weniger grosse 
Bedeutung zukomme;

- ein gänzliches Verbot stünde mithin insbesondere im Widerspruch zur Ver-
hältnismässigkeit;

- das Bundesgericht schliesse die Zonenkonformität einer Betriebsintensivie-
rung nicht a priori aus;

- akute (negative) Auswirkungen auf das persönliche Befinden, welche ein (su-
perprovisorisches) Verbot allenfalls rechtfertigen könnten, würden nicht sub-
stantiiert dargelegt; bei einer Betriebszeit (der Motorkettensägen) von fünf 
Stunden während der ordentlichen Arbeitszeiten sei dies auszuschliessen;

- seitens der Beschwerdegegnerin falle ins Gewicht, dass sie auf den - jeden-
falls temporären - Einsatz von Motorkettensägen angewiesen sei;

- es könne nicht bestritten werden, dass die derzeitige betriebliche Tätigkeit 
wie der vormalige Betrieb der Holz- und Bauwirtschaft zuzuordnen sei;

- mittlerweile sei nun auch das nachträgliche Baubewilligungsverfahren in die 
Wege geleitet worden. 

3.3.1 Die Beschwerdeführer bringen keine nennenswerten neuen Argumente vor, 
welche in Abweichung vom Zwischenbescheid vom 27. Mai 2021 sowie der an-
gefochtenen Präsidialverfügung eine Verschärfung der Nutzungsbedingungen 
oder sogar ein völliges Nutzungsverbot rechtfertigen könnten. Hauptargumente 
bleiben das Fehlen der formellen Bewilligung für die betriebene gewerbliche Nut-
zung, die Bestreitung einer Besitzstandsgarantie, welche auch Gegenstand des 
nachträglichen Baubewilligungsverfahrens ist, sowie die Gefährdung der Ge-
sundheit, was nach wie vor insbesondere mit einer fehlenden Lüftungsanlage 
und einer ungenügenden Isolation der Betriebsgebäulichkeit begründet wird. Die 
materielle baurechtliche Bewilligungsfähigkeit wird ebenso weiterhin nur vermu-
tungsweise bestritten. Unbehelflich ist die Rüge, in der angefochtenen Präsidial-
verfügung sei nicht auf den Umstand eingegangen worden, dass keine formelle 
Bewilligung für die Tätigkeit auf KTN ___ vorliege, nachdem Thema der Präsidia-
lverfügung unter anderem die nachträgliche Baubewilligung war. Abgesehen da-
von verlangt die Begründungspflicht grundsätzlich nicht, dass sich eine Behörde 
mit sämtlichen Vorbringen auseinandersetzt (vgl. BGE 136 I 229 Erw. 5.2; BGE 

14

136 I 184 Erw. 2.2.1; Bundesgerichtsurteile 2C_1035/2016 vom 20.7.2017 i.Sa. 
B: vs. kantonales Amt für Gesundheit, Erw. 3; 1C_452/2012 vom 18.11.2013 
i.Sa. A. et al. vs. VerwGer SZ Erw. 2.2). Entgegen der Auffassung des Gemein-
derates (Vernehmlassung S. 9) liegt allerdings für den derzeitigen Betrieb der 
Beschwerdegegnerin keine formelle Baubewilligung vor und ergibt sich eine sol-
che auch nicht aus dem Bundesgerichtsurteil. Wie es sich mit der von den Be-
schwerdeführern ebenfalls in Abrede gestellten materiellen Baurechtskonformität 
oder -widrigkeit des Betriebs der Beschwerdegegnerin Ziff. 3 verhält, ist mit dem 
nachträglichen Baubewilligungsverfahren zu klären. 

3.3.2 Es ist unbestritten, dass auf dem Betriebsgrundstück bereits seit den 
1950er-Jahren ein Sägerei- und Zimmereibetrieb besteht und hierfür in den Jah-
ren 2001 und 2005 (Umbau-)Bewilligungen erteilt wurden (Vernehmlassung Ge-
meinderat S. 5; Baubeschrieb vom 8.6.2021 Ziff. 1 = Bg-act. 4). Es ist auch 
glaubhaft, dass bereits zu früheren Zeiten (gelegentlich) Motorkettensägen zum 
Einsatz kamen (vgl. Baubeschrieb, ebenda). Sicher ist auch, dass die betriebli-
che Nutzung bis zur Aufnahme des aktuellen Betriebes im Jahr 2018 bis (min-
destens) ins Jahr 2011 andauerte. Diese gesamten Umstände sind bei der Beur-
teilung der Notwendigkeit eines (teilweisen) Nutzungsverbots mitzuberücksichti-
gen. 

Das öffentliche Interesse an einem allfälligen Nutzungsverbot wiegt vorliegend 
entsprechend nicht besonders hoch. Der strittige Sägerei- und Zimmereibetrieb 
läuft wie gesagt bereits seit 2018. Die Frage des Bewilligungserfordernisses ist 
mittlerweile höchstrichterlich geklärt, und das Baubewilligungsverfahren ist in die 
Wege geleitet. Die (erstinstanzliche) Klärung der Bewilligungsfähigkeit ist abseh-
bar. Der in den letzten drei Jahren übliche Motorkettensägelärm und die damit 
verbundenen (Lärm-)Immissionen wurden mit der angefochtenen Präsidialverfü-
gung erheblich eingeschränkt. Damit wurde auch geltend gemachten, indes nicht 
weiter substantiierten (möglichen) Beeinträchtigungen des Wohlbefindens der 
Anwohner, so auch der Beschwerdeführer, als allenfalls einem Betrieb entge-
genstehenden öffentlichen (wie privaten) Interessen Rechnung getragen. 

3.3.3 Mit der Beschränkung der Betriebszeiten des Gebrauchs der Motorket-
tensägen auf werktags von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr sowie von 14.00 Uhr bis 
17.00 Uhr wird auch dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz hinreichend Rechnung 
getragen (vgl. angefochtene Präsidialverfügung Erw. 6.1 f.). Einerseits handelt es 
sich hierbei um Zeiten, während welcher auch die betroffenen Anstösser ihrer 
Arbeit nachgehen dürften, anderseits wird dadurch der Beschwerdegegnerin 
Ziff. 3 die Aufrechterhaltung ihres Betriebes bis zur Klärung der Frage der Bewil-
ligungsfähigkeit ihres bestehenden Betriebes (namentlich unter Einbezug der 

15

lärmintensiven Arbeiten mit Motorkettensägen) ermöglicht, womit im Übrigen 
auch ein nicht zu vernachlässigendes öffentliches Interesse (Erhalt von Arbeits-
plätzen) einhergeht. 

3.4.1 Zwischenzeitlich hat die K.________ am 21. Mai 2021 das für das Baube-
willigungsverfahren erforderliche Lärmgutachten erstellt. Es habe sich gezeigt 
(vgl. S. 15 Ziff. 6 "Fazit"), dass die in der W2 geltenden Immissionsgrenzwerte 
von 60 dB(A) bei Tag überall eingehalten werden könnten; berücksichtige man, 
dass maximal rund die Hälfte der Arbeitstage mit Motorkettensägen gearbeitet 
werde (vgl. S. 6 Ziff. 2.5), könnten auch die Planungswerte (55 dB[A] bei Tag) 
überall eingehalten werden. Verbunden wird diese Beurteilung mit dem Hinweis, 
dass die Arbeiten mit Motorkettensägen in der Halle "Bereitstellung" auf ein Mi-
nimum zu beschränken sind. 

3.4.2 Die einlässliche Analyse und Wertung dieses Lärmgutachtens ist von den 
zuständigen Baubewilligungsbehörden vorzunehmen. Mit Blick auf das vorlie-
gende Verfahren darf in diesem Lärmgutachten jedoch ein gewichtiges Indiz für 
die lärmrechtliche Bewilligungsfähigkeit des Betriebes und insbesondere des Mo-
torkettensägeeinsatzes, gegebenenfalls unter ergänzenden Nebenbestimmun-
gen, gesehen werden. 

Die Beschwerdeführer ihrerseits legen nicht näher dar, worauf sie sich bei ihrer 
Angabe von Privatmessungen mit Werten zwischen 80 dB(A) und 90 dB(A) ab-
stützen und machen (replizierend) auch keine konkreten Einwände gegen das 
Lärmgutachten, die entgegen diesem ein Nutzungsverbot oder eine Verschär-
fung der vorinstanzlich angeordneten Vorgaben für den Einsatz von Motorket-
tensägen rechtfertigen könnten. Bei der gebotenen summarischen Beurteilung 
der allfälligen Erfolgschancen des Baugesuchs spricht das Lärmgutachten jeden-
falls für den Standpunkt der F.________.

3.5 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen besteht mithin kein Anlass, für die 
Dauer des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens ein Nutzungsverbot anzu-
ordnen oder die von der Vorinstanz angeordneten Nutzungsrestriktionen zu ver-
schärfen. Die Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

4.1 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen sowie Kosten für den Zwischenbescheid VGE III 
2021 94 vom 27.5.2021) sind auf total Fr. 2'000.-- festzusetzen und dem Verfah-
rensausgang entsprechend den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbar-
keit aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP).

16

4.2 Ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend haben die Beschwerde-
führer unter solidarischer Haftbarkeit den beanwalteten Beschwerdegegnerinnen 
und dem beanwalteten Gemeinderat je eine Parteientschädigung zu entrichten. 
Diese wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte 
(GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentlicherweise für das 
Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungskriterien (Wichtigkeit 
der Streitsache, Schwierigkeit, Umfang und Art der Arbeitsleistung, notwendiger 
Zeitaufwand) erwähnt, unter Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf ins-
gesamt je Fr. 900.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt.

17

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen 
sowie Kosten für den Zwischenbescheid VGE III 2021 94 vom 27.5.2021) 
von insgesamt Fr. 2'000.-- werden den Beschwerdeführern unter solidari-
scher Haftbarkeit auferlegt. Nachdem sie am 4. Juni 2021 einen Kostenvor-
schuss von Fr. 2'500.-- bezahlt haben, sind ihnen Fr. 500.-- aus der Ge-
richtskasse zurückzuerstatten. 

3. Die Beschwerdeführer - unter solidarischer Haftbarkeit - haben den bean-
walteten Beschwerdegegnerinnen einerseits sowie dem beanwalteten Ge-
meinderat anderseits eine Parteientschädigung von jeweils insgesamt 
Fr. 900.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer (3/R)
- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerinnen (3/R; unter Beilage 

der Stellungnahme der Beschwerdeführer vom 29.7.2021)
- den Rechtsvertreter des Gemeinderats D.________ (R; unter Beilage 

der Stellungnahme der Beschwerdeführer vom 29.7.2021)
- Frau Landammann (EB) 
- den Regierungsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB; unter 

Beilage der Stellungnahme der Beschwerdeführer vom 29.7.2021)
- und das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB; unter Beilage der 

Stellungnahme der Beschwerdeführer vom 29.7.2021).

Schwyz, 26. August 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Präsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 7. September 2021