# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 528e55a3-79f6-5347-b919-1cddbaa56ed6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.01.2012 E-3522/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3522-2011_2012-01-04.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung V
E­3522/2011

U r t e i l   v om   4 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi,
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;  
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

Parteien A._______,
Irak,  
vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt, 
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. Mai 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  kurdischer  Volkszugehörigkeit,  seinen 
Heimatstaat  eigenen Angaben  zufolge  im  Juni  2008  verliess,  sich  zirka 
vier Monate  in der Türkei  aufhielt  und über  ihm unbekannte Länder am        
28. Oktober 2008 in die Schweiz gelangte, wo er am 29. Oktober 2008 im 
Empfangs­ und Verfahrenszentrum (EVZ) Chiasso um Asyl nachsuchte,

dass er am 7. November 2008  im EVZ befragt und am 9. Oktober 2009 
durch das BFM zu seinem Asylgesuch angehört wurde,

dass  er  im Wesentlichen  vorbrachte,  er  habe  seit  seiner Geburt  bis  ins 
Jahr  2000  in  Sheikhan  und  danach  bis  zu  seiner  Ausreise  aus  dem 
Heimatland  ausschliesslich  in  der  Stadt Mosul  (Provinz Ninewa)  gelebt, 
wo er  ­ anstelle eines Schulbesuchs  ­ mit dem Verkauf von Kleinwaren, 
die  jeweils  sein  Onkel  mütterlicherseits  beschafft  habe,  den 
Lebensunterhalt seiner Familie habe mit bestreiten müssen, 

dass  Mitte  des  Jahres  2008  sein  Onkel  mütterlicherseits  von 
Unbekannten erschossen worden sei, da dieser sich geweigert habe, mit 
ihnen zusammenzuarbeiten,

dass  wenige  Tage  später  auch  sein  Onkel  väterlicherseits  von 
vermummten Unbekannten getötet worden sei,

dass  der  Beschwerdeführer  einige  Tage  darauf  von  den  vermummten 
Unbekannten  mündlich  aufgefordert  worden  sei,  mit  ihnen 
zusammenzuarbeiten  und  Attentate  durchzuführen,  was  er  umgehend 
abgelehnt habe,

dass  ihm  in  der  Folge  in  einem  Schreiben  eine  zweitägige  Bedenkfrist 
eingeräumt und bei Nichtbefolgung des Zusammenarbeitsangebotes mit 
seinem Tod gedroht worden sei,

dass er sich deshalb in sein Heimatdorf begeben und nach fünf Tagen die 
Ausreise aus seinem Heimatland angetreten habe,

dass  er  im  Verlaufe  des  erstinstanzlichen  Verfahrens  als  Beweismittel 
eine  irakische  Identitätskarte  und  einen  Nationalitätenausweis  zu  den 
Akten gab,

dass  das  BFM  in  einer  amtsinternen  Analyse  darauf  erkannte,  der 
Identitätskarte hafteten objektive Fälschungsmerkmale an,

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dass  das  BFM  über  die  Fachstelle  "LINGUA"  einen  Experten  damit 
beauftragte,  eine  Analyse  zu  erstellen,  in  welchem  Gebiet  die 
Sozialisation des Beschwerdeführers stattgefunden habe,

dass zu diesem Zweck am 17. Februar 2011 ein telefonisches Gespräch 
mit dem Beschwerdeführer geführt wurde,

dass mit dem Expertenbericht vom 16. März 2011 im Resultat festgestellt 
wurde,  die  vorherrschende  Sozialisation  des  Beschwerdeführers  habe 
"most  likely  not"  in  der  Stadt  Mosul  und  "definitely"  in  der  kurdischen 
Region Iraks stattgefunden,

dass  dem  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  19.  April  2011 
Gelegenheit  gegeben  wurde,  zu  den  Resultaten  der  Prüfung  der 
Identitätskarte  sowie  der  Herkunfts­Analyse  schriftlich  Stellung  zu 
nehmen, 

dass  der  Beschwerdeführer  ­  ohne  weitergehende  Stellungnahme  ­ mit 
Eingaben vom 9. Mai 2011 (in Kopie) und 12. Mai 2011 (im Original mit 
deutscher Übersetzung) einen Auszug aus dem Publikumsregister sowie 
eine Zivilstands­Bestätigung zu den Akten reichte, 

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom 18. Mai 2011 ablehnte, dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug  der Wegweisung  anordnete  und  die  als  gefälscht  erkannte 
Identitätskarte einzog,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen 
des  Beschwerdeführers  würden  den  Anforderungen  von  Art.  7  des 
Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  an  die 
Glaubhaftmachung eines asylbegründenden Sachverhalts nicht genügen, 
weshalb  er  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle  und  das  Asylgesuch 
abzulehnen sei, 

dass der Ablehnung des Asylgesuches in der Regel die Wegweisung aus 
der  Schweiz  folge  und  keine  Gründe  ersichtlich  seien,  die  auf 
Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit  eines 
Wegweisungsvollzuges schliessen lassen könnten,

dass  insbesondere  Art.  5  Abs.  1  AsylG  (Grundsatz  der 
Nichtrückschiebung) nicht anwendbar  sei und sich aus den Akten keine 
Anhaltspunkte  dafür  ergeben  würden,  dass  dem  Beschwerdeführer  im 
Falle  einer  Rückkehr  in  den  Heimatstaat  mit  beachtlicher 

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Wahrscheinlichkeit  eine  durch  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  verbotene  Strafe  oder  Behandlung 
drohe,

dass  weiter  in  den  drei  von  der  kurdischen  Regionalregierung 
kontrollierten  nordirakischen  Provinzen  Dohuk,  Erbil  und  Sulaymaniya 
aufgrund  der  Sicherheits­  und  Menschenrechtslage  keine  Situation 
allgemeiner  Gewalt  herrsche,  der  Wegweisungsvollzug  dorthin 
grundsätzlich  zumutbar  sei  und  der  Beschwerdeführer  aus  einer  dieser 
drei Provinzen stamme,

dass vorliegend auch keine individuellen Gründe gegen die Zumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzuges sprechen würden, da der junge und gesunde 
Beschwerdeführer  laut  eigens  eingereichtem  Beweismittel 
(Publikumsregister­Auszug)  aus  Zakho,  Provinz  Dohuk,  stamme,  wo  er 
demgemäss auf ein Netz von Verwandten und Bekannten zurückgreifen 
könne,

dass  zudem  das  Lingua­Gutachten  die  Herkunft  aus  den  kurdischen 
Provinzen stütze,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  ausserdem  technisch  möglich  und 
praktisch durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Juni 2011 gegen diesen 
Entscheid Beschwerde erhob und beantragt, ihm sei vollständige Einsicht 
in die gesamten Asyl­ und Vollzugsakten zu gewähren,  insbesondere  in 
die  von  ihm eingereichten Beweismittel  und  die  vom BFM  verwendeten 
Länderberichte  zur Situation  im  Irak  sowie  in  die Resultate  des  Lingua­
Gutachtens vom 16. März 2011, und es werde darum ersucht,  ihm eine 
angemessene  Frist  zur  Einreichung  einer  Beschwerdeergänzung 
anzusetzen,

dass  er  weiter  beantragt,  die  Verfügung  des  BFM  vom  12.  Mai  2011 
(recte 18. Mai 2011)  sei  aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung 
an das BFM zurückzuweisen,

dass  eventuell  die  Verfügung  des  BFM  aufzuheben  und  die  Sache  zur 
Feststellung  des  vollständigen  und  richtigen  rechtserheblichen 
Sachverhaltes und zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen sei,

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dass  eventuell  die  Verfügung  des  BFM  aufzuheben  und  seine 
Flüchtlingseigenschaft  festzustellen  sowie  ihm  in  der  Schweiz  Asyl  zu 
gewähren sei,

dass  eventuell  die  Verfügung  des  BFM  betreffend  die  Ziffern  4  und  5 
aufzuheben  und  die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges 
festzustellen sei,

dass  dem  unterzeichneten  Anwalt  vor  Gutheissung  der  vorliegenden 
Verwaltungsbeschwerde  eine  angemessene  Frist  zur  Einreichung  einer 
detaillierten  Kostennote  zur  Bestimmung  der  Parteientschädigung 
anzusetzen sei, 

dass er der Beschwerde verschiedene öffentlich zugängliche Unterlagen 
und Berichte beilegte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Verfügung  vom  27.  Juni  2011 
den Eingang der Beschwerde bestätigte,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  im 
Regelfall  ­  so  auch  vorliegend  ­  endgültig  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  (Art. 5  des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet 
(Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]  sowie  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG),

dass der Beschwerdeführer am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen 
hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist,  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

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dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass die  in der Rechtsmitteleingabe erhobene Rüge der Verletzung des 
Akteneinsichtsrechts offenkundig ins Leere stösst,

dass  vom  Beschwerdeführer  selbst  eingereichte  Unterlagen  und 
Beweismittel  diesem  selbstredend  bekannt  sind  und  ihm  die 
Wahrnehmung des rechtlichen Gehörs hierzu ohne Weiteres offensteht,

dass zudem das Aktenstück A21 gemäss Akteneinsichtsgewährung des 
BFM vom 14. Juni 2011 von der Aktenedition nicht ausgenommen wurde,

dass  im Weiteren die Länderberichte des BFM zur Situation  im  Irak als 
solche nicht dem Akteneinsichtsrecht unterliegen,

dass im Übrigen die Ergebnisse der Lingua­Herkunftsanalyse in Art, Form 
und Umfang dem Beschwerdeführer unter dem zutreffenden Hinweis auf 
die Einschränkung überwiegender öffentlicher Geheimhaltungsinteressen 
gemäss Art.  27 VwVG mit  der Gewährung des  rechtlichen Gehörs  vom   
19.  April  2011  rechtsgenüglich  zur  Kenntnis  gebracht  wurden  (A20/3), 
zudem  das  Aktenstück  A20/3  von  der  Aktenedition  vom  14.  Juni  2011 
nicht  ausgenommen  wurde  und  darüber  hinaus  in  der  angefochtenen 
Verfügung  vom  18.  Mai  2011  die  wesentlichen  Resultate  der  Analyse 
angeführt sind,

dass  anlässlich  der  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  vom  19.  April 
2011 dem Beschwerdeführer auch der Werdegang und die Qualifikation 
der sachverständigen Person der Herkunftsanalyse offengelegt wurde,

dass  bei  dieser  Sachlage  der  in  der  Rechtsmitteleingabe  in  diesem 
Zusammenhang gestellte Antrag auf Fristansetzung zur Einreichung einer 
Beschwerdeergänzung als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist,

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dass mit der Beschwerde im Weiteren zu Unrecht gerügt wird, das BFM 
habe  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  weder  vollständig  noch  richtig 
abgeklärt,

dass  in Berücksichtigung der gesamten Aktenlage auch der Verweis auf 
angebliche punktuelle Verständigungsprobleme während der Anhörungen 
auch nicht nur ansatzweise eine Grundlage zu schaffen vermag, wonach 
der  rechtserhebliche  Sachverhalt  durch  das  BFM  nicht  hinreichend 
erstellt worden sein soll,

dass es sich im Zusammenhang mit der Aktenstelle A15/14 F74 nicht um 
ein  Verständigungsproblem  handelt,  sondern  offenbar  um  ein  blosses 
Nichtwissen  des  Beschwerdeführers  (vgl.  im  Gesamtzusammenhang 
A15/14 F70 bis F76),

dass  im  Weiteren  bezüglich  des  geltend  gemachten 
Verständigungsproblems  in  der  Aktenstelle  A15/14  F77  dem 
Beschwerdeführer  durch  konkretes  Nachfragen  Gelegenheit  gegeben 
wurde, den diesbezüglichen Sachverhalt darzulegen (A15/14 F88),

dass zudem ein in einem Punkt entstandenes Missverständnis durch das 
BFM  klargestellt  wurde  (A15/14  F123)  und  auch  in  diesem 
Zusammenhang  von  einem  unrichtig  erstellten  Sachverhalt  nicht  die 
Rede sein kann,

dass  ferner  aus  dem  widersprüchlichen  Aussageverhalten  des 
Beschwerdeführers  bezüglich  seines  Aufenthaltsortes  während  der 
geltend  gemachten  Tötung  seines  Onkels  mütterlicherseits  (A15/14  F 
120) nicht auf Verständigungsschwierigkeiten geschlossen werden kann 
und  dieser Aspekt  vorliegend  nicht  die Erhebung des  rechtserheblichen 
Sachverhaltes, sondern dessen Würdigung betrifft,

dass,  wie  sich  aus  den  nachstehenden Erwägungen  ebenso  ergibt,  die 
weitere  Rüge  unbegründet  ist,  wonach  das  BFM  den  Sachverhalt 
unvollständig  und  unkorrekt  festgestellt  haben  soll,  indem  es  vor  dem 
Erlass  der  angefochtenen  Verfügung  den  Analphabetismus  des 
Beschwerdeführers nicht berücksichtigt habe, 

dass das BFM entgegen der Forderung in der Rechtsmitteleingabe nicht 
gehalten  war,  zur  Abklärung  des  richtigen  und  vollständigen 
Sachverhaltes  ein  Expertengutachten  bezüglich  der  kognitiven 
Fähigkeiten des Beschwerdeführers erstellen zu lassen,

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dass auch nicht  notwendig  ist,  durch das Bundesverwaltungsgericht  ein 
Expertengutachten  erstellen  zu  lassen  und  der  entsprechende  Antrag 
abzuweisen ist,

dass im Weiteren entgegen dem Einwand in der Rechtsmitteleingabe das 
BFM  keineswegs  verkannte,  dass  im  Irak  terroristische  Gruppierungen 
unter  anderem mit  schriftlichen Drohbotschaften  ihre  Ziele  zu  erreichen 
versuchen,  und  in  diesem  Zusammenhang  von  einer  Verletzung  der 
Begründungspflicht  sowie  von  einer  unvollständigen  und  unkorrekten 
Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes  nicht  gesprochen 
werden kann,

dass  das  BFM  vielmehr  gerade  in  Würdigung  der  länderspezifischen 
Erkenntnisse  in Erwägung  zog,  es  sei  logisch  schlecht  nachvollziehbar, 
weshalb  der  Beschwerdeführer,  nachdem  er  von  den  Unbekannten 
persönlich  mündlich  mit  den  Drohungen  konfrontiert  worden  sei,  kurz 
darauf  zusätzlich  mit  derselben  Aufforderung  in  Papierform  bedroht 
werden sollte,

dass vorliegend der  rechtserhebliche Sachverhalt  hinreichend erstellt  ist 
und  demnach  der  Antrag  auf  Rückweisung  der  Sache  zur  Feststellung 
des vollständigen und richtigen rechtserheblichen Sachverhaltes und zur 
Neubeurteilung an das BFM abzuweisen ist,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei als Flüchtlinge Personen gelten, die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 

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sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  die Vorinstanz  gesetzes­  und  praxiskonform erkannt  hat,  dass  die 
Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen von Art. 7 AsylG 
an  die  Glaubhaftmachung  eines  asylbegründenden  Sachverhalts  nicht 
genügen,

dass nach Prüfung der vorliegenden Aktenlage die Erwägungen des BFM 
in  der  angefochtenen  Verfügung  den  vom  Beschwerdeführer 
vorgebrachten  Sachverhalt  in  den  rechtserheblichen  Aspekten  in 
ausgewogener  und  überzeugender  Form  beurteilen  und  zu  bestätigen 
sind,

dass  die  Entgegnungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  in 
entscheidwesentlicher  Hinsicht  offenkundig  keine  andere  Beurteilung 
zulassen,

dass  die  vom  BFM  zu  Recht  festgestellten  widersprüchlichen  Angaben 
des  Beschwerdeführers  zu  zentralen  Sachverhaltsvorbringen  entgegen 
den Ausführungen  in der Rechtsmitteleingabe offenkundig nicht auf den 
geltend  gemachten  Analphabetismus  zurückgeführt  und  durch  diesen 
erklärbar gemacht werden können,

dass  nicht  nachvollziehbar  erscheint,  wenn  er  einerseits 
unmissverständlich  aussagte, während  des Attentates  auf  seinen Onkel 
mütterlicherseits  habe  er  sich  zu  Hause  aufgehalten  (A1/9  S.  5),  um 
anlässlich der Bundesanhörung zu schildern, der Onkel  sei  im Quartier, 
wo der Beschwerdeführer gearbeitet habe, vor seinen Augen erschossen 
worden (A15/14 F70, F71, F75),

dass  selbst  unter  Berücksichtigung  des  Analphabetismus  des 
Beschwerdeführers  von  ihm  hätte  erwartet  werden  müssen,  dass  er 
widerspruchsfrei  hätte  schildern  können,  wo  er  sich  während  des 
Attentates  auf  seinen  Onkel  mütterlicherseits  aufgehalten  hätte,  wenn 
sich der geltend gemachte Sachverhalt tatsächlich ereignet hätte,

dass es sich dabei um die Schilderung eines Sachverhaltes handelt, die 
geringste  kognitive  Fähigkeiten  voraussetzt,  die  dem  Beschwerdeführer 
offenkundig nicht abgesprochen werden können,

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dass  die  weitläufigen  Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  zu 
möglichen Folgeerscheinungen eines Analphabetismus vorliegend an der 
Sache vorbeizielen und nicht weiter darauf einzugehen ist,

dass  die  klare  Fragestellung  und  das  unmissverständliche 
Aussageverhalten des Beschwerdeführers auch nicht ansatzweise auf ein 
sprachliches  Missverständnis  schliessen  lassen  (A1/9  S.  5),  zumal  er 
versicherte, den Dolmetscher gut zu verstehen (A1/9 S. 6),

dass  in der Rechtsmitteleingabe auch zu den weiter vom BFM zu Recht 
festgestellten  entscheidwesentlichen  widersprüchlichen  Angaben  des 
Beschwerdeführers  als  solche  ­  ausser  des  in  diesem  Zusammenhang 
unbegründeten Vorhaltes des Analphabetismus ­ nichts entgegen gesetzt 
werden  kann,  sondern  der  als  unglaubhaft  erkannte  geltend  gemachte 
Sachverhalt bloss als tatsächliche Vorkommnisse vorgegeben wird,

dass  die  Rüge  des  Beschwerdeführers,  das  BFM  habe  sich  mit  dem 
Hauptvorbringen  der  Bedrohung  durch  arabisch­sunnitische  Terroristen 
inhaltlich  nicht  auseinandergesetzt,  bei  der  vorliegenden Sachlage nicht 
gehört werden kann,

dass,  abgesehen  davon,  dass  es  sich  im  vorliegenden 
Begründungskontext  der  angefochtenen  Verfügung  um  ein  eher 
untergeordnetes  Argument  handelt,  das  BFM  zu  Recht  erwog,  es  sei 
logisch  schlecht  nachvollziehbar,  weshalb  der  Beschwerdeführer, 
nachdem  er  von  den  Unbekannten  persönlich  mündlich  mit  den 
Drohungen konfrontiert worden sei, kurz darauf zusätzlich mit derselben 
Aufforderung in Papierform bedroht werden sollte,

dass  bezüglich  der  Herkunft  des  Beschwerdeführers  in 
entscheidwesentlicher Hinsicht Folgendes in Erwägung zu ziehen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht Lingua­Analysen des BFM nicht als 
Sachverständigengutachten  (Art.  12  Bst.  e  VwVG;  Art.  57  ff.  des 
Bundesgesetzes  vom  4.  Dezember  1947  über  den  Bundeszivilprozess 
[BZP, SR 273]  i.V.m. Art.  19 VwVG) anerkennt,  sondern als  schriftliche 
Auskünfte einer Drittperson (Art. 12 Bst. c VwVG; Art. 49 BZP i.V.m. Art. 
19  VwVG),  ihnen  indessen  −  sofern  bestimmte  Anforderungen  an  die 
fachliche Qualifikation, Objektivität und Neutralität des Experten wie auch 
an  die  inhaltliche  Schlüssigkeit  und  Nachvollziehbarkeit  der  Analyse 
erfüllt  sind  −  erhöhten  Beweiswert  zumisst  (vgl.  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK]  2003 

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Nr.  14  E.  7,  EMARK  1998  Nr. 34)  und  Lingua­Analysen  grundsätzlich 
geeignet sind, den Nachweis einer Herkunftstäuschung zu erbringen (vgl. 
EMARK 1999 Nr. 19 E. 3d),

dass  die  vorliegende  Lingua­Analyse  fundiert,  sehr  differenziert  und  in 
allen Teilen der Begründung überzeugend ausgefallen ist, weshalb sie zu 
keinen Beanstandungen Anlass gibt,

dass  der  Einsicht  in  den  Wortlaut  einer  Lingua­Analyse  überwiegende 
öffentliche  Geheimhaltungsinteressen  entgegen  stehen  (vgl.  EMARK 
1998 Nr. 34 E. 9 b) und das BFM in seiner Verfügung vom 19. April 2011, 
mit welcher dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Stellungnahme zum 
Abklärungsergebnis gewährt wurde, den wesentlichen Inhalt der Analyse 
vom 16. März 2011 in hinreichendem Umfang wiedergegeben und damit 
den  Grundsätzen  des  rechtlichen  Gehörs  und  des  fairen  Prozesses 
Genüge getan hat (EMARK 2003 Nr. 14 E. 9),

dass mit dem Expertenbericht vom 16. März 2011 im Resultat festgestellt 
wurde,  die  vorherrschende  Sozialisation  des  Beschwerdeführers  habe 
"most  likely  not"  in  der  Stadt  Mosul  und  "definitely"  in  der  kurdischen 
Region Iraks stattgefunden,

dass die Lingua­Analyse mit hinreichender Aussagekraft erkennen  lässt, 
dass  der  Beschwerdeführer  aus  einer  der  nordirakischen  Provinzen 
stammt und dort aufgewachsen und sozialisiert wurde,

dass  das  Ergebnis  der  Herkunfts­Analyse  durch  die  eingereichten 
Dokumente auch nicht nur ansatzweise  in Zweifel  gezogen wird, da die 
zu  den  Akten  gereichte  Identitätskarte  zu  Recht  als  Fälschung  erkannt 
wurde und dieser in Bezug auf die Herkunft des Beschwerdeführers kein 
Beweiswert zuerkannt werden kann,

dass  in  Bezug  auf  die  weiteren  Dokumente  (Nationalitätenausweis, 
Publikumsregister,  Zivilstandsbestätigung)  zu  berücksichtigen  ist,  dass 
nach Erkenntnissen der schweizerischen Asylbehörden im Irak alle Arten 
von Dokumenten einfach auf illegale Weise zu beschaffen sind, weshalb 
ihnen generell nur ein reduzierter Beweiswert beizumessen ist und diese 
Dokumente  daher  die  dargelegten  erheblichen  Anhaltspunkte  für  die 
Unglaubhaftigkeit  der  Angaben  des  Beschwerdeführers  zu  seiner 
Herkunft nicht auszuräumen vermögen,

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dass  auch  die  Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  im 
Zusammenhang  mit  der  Herkunft  des  Beschwerdeführers  in 
entscheidwesentlicher  Hinsicht  nichts  Stichhaltiges  entgegenzusetzen 
vermögen,

dass  zwar  insofern  der  Feststellung  in  der  Rechtsmitteleingabe 
zuzustimmen  ist,  als die Schlussfolgerungen der Lingua­Analyse  keinen 
Beweis dafür  liefern, dass der Beschwerdeführer überhaupt nie in Mosul 
gelebt  hat,  diese  Feststellung  für  den  Ausgang  des  Verfahrens  jedoch 
nicht relevant ist,

dass  die  gesamten  Akten  und  Umstände  das  klar  überwiegend 
wahrscheinliche Bild eines eigentlichen Sachverhaltskonstrukts und einer 
erheblich  beeinträchtigten  persönlichen  Glaubwürdigkeit  des  seine 
gesetzliche  Mitwirkungspflicht  (Art.  8  insb.  Abs.  1  Bst.  a  AsylG) 
verletzenden Beschwerdeführers zeichnen,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht 
nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen  vermag,  weshalb 
das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (Entscheide  des  Schweizerischen 
Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  2009/50  E.  9  S.  733),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation,  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
(ARK), der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, 
das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und 

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andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, 
in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländerrecht,  2. Auflage,  Basel 
2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Nordirak noch individuelle Gründe auf 
eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  gemäss  seiner  nach  wie  vor 
aktuellen Praxis  davon  ausgeht,  dass  in  den  drei  kurdischen Provinzen 
keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die politische Lage nicht 
dermassen  angespannt  ist,  dass  eine  Rückführung  dorthin  als  generell 
unzumutbar betrachtet werden müsste (BVGE 2008/5 E. 7.5.8 S. 72),

dass  die  Anordnung  des  Wegweisungsvollzugs  hingegen  voraussetzt, 
dass  die  betroffene  Person  ursprünglich  aus  der  Region  stammt  oder  

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längere  Zeit  dort  gelebt  hat  und  über  ein  soziales  Netz  (Familie, 
Verwandtschaft  oder  Bekanntenkreis)  oder  Beziehungen  zu  den 
herrschenden Parteien verfügt (a.a.O.),

dass  das  BFM  aufgrund  der  falschen  Identitäts­  und Herkunftsangaben 
des  Beschwerdeführers  zu  Recht  von  der  Herkunft  des 
Beschwerdeführers aus einer nordirakischen kurdischen Provinz ausgeht 
und  die  Wegweisungsanordnung  und  den  Vollzug  der  Wegweisung 
gesetzes­ und praxiskonform erwogen hat,

dass, nachdem erstellt ist, dass der Beschwerdeführer unwahre Angaben 
zu seinem Herkunftsort  gemacht hat,  und seine  Identität  angesichts der 
gefälschten  beziehungsweise  nicht  beweiskräftigen  eingereichten 
Identitätsdokumente  nicht  erstellt  ist,  auch  Zweifel  an  seinen  Aussagen 
zu seinem Familiennetz berechtigt sind und davon auszugehen ist, dass 
er  in  der  nordirakischen  Herkunftsregion  auf  ein  Beziehungsnetz  von 
Verwandten und Bekannten zurückgreifen kann,

dass  unter  diesen  Umständen  entgegen  der  Angaben  des 
Beschwerdeführers davon auszugehen ist, dass er in seinem Heimatland 
über  ein  tragfähiges  soziales  Netz  verfügt  und  im  Übrigen  darauf 
hinzuweisen ist, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten, von welchen die vor 
Ort  ansässige  Bevölkerung  generell  betroffen  ist,  wie  beispielsweise 
Wohnungsnot  oder  ein  schwieriger  Arbeitsmarkt,  für  sich  allein 
praxisgemäss  keine  konkrete  Gefährdung  im  Sinne  von  Art.  83  Abs.  4 
AuG darstellen (vgl. BVGE 2010/41 E. 8.3.6. S. 591, EMARK 2003 Nr. 24 
E. 5e S. 159 mit weiteren Hinweisen),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es  ihm obliegt, bei der Beschaffung 
der erforderlichen Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.− 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 

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SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.−  werden dem Beschwerdeführer auf­
erlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils 
zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: