# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 737dfd1d-d5a2-59fc-b550-491a83c5cd5a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.10.2021 PS210172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS210172_2021-10-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PS210172-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Kröger 

Beschluss und Urteil vom 15. Oktober 2021 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Konkurseröffnung ohne vorgängige Betreibung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes 
Horgen vom 17. September 2021 (EK210111) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. 

1.1. Mit Eingabe vom 14. April 2021 stellte die B._____ AG (Beschwerdegegne-

rin) beim Bezirksgericht Horgen (Vorinstanz) das Begehren, über A._____ (Be-

schwerdeführerin) sei gestützt auf Art. 190 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG für Forderungen 

aus unbezahlt gebliebenen Prämienrechnungen und Kostenbeteiligungen im Um-

fang von Fr. 48'062.30 und aus der Solidarhaftung mit ihrem Ehemann C._____ 

geschuldete Prämien und Kostenbeteiligungen von Fr. 46'519.70 der Konkurs zu 

eröffnen. Als vorsorgliche Massnahme beantragte sie, das Konto der D._____ 

[Bank], lautend auf Wein C._____, sei sofort zu sperren (act. 7/1). Am 21. April 

2021 verfügte die Vorinstanz die beantragte vorsorgliche Kontosperre (act. 7/4). 

Nach schriftlicher Durchführung des weiteren Verfahrens eröffnete sie mit Urteil 

vom 17. September 2021 den Konkurs über die Beschwerdeführerin und hob die 

Kontosperre auf (act. 6 = [act. 3 = act. 7/33]). Das Urteil ging der Beschwerdefüh-

rerin am 21. September 2021 zu (act. 7/35/2). 

1.2. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin am 1. Oktober 2021 

(Datum Poststempel) rechtzeitig Beschwerde beim Obergericht mit den folgenden 

Anträgen (act. 2): 

"Es sei der vorläufige, über mich am 17. September 2021 eröffnete Konkurs 
mit sofortiger Wirkung aufzuheben; 

Es sei das Verfahren mit sofortiger Wirkung einzustellen und mir die volle 
Verfügungsfähigkeit zuzuerkennen; 

Es sei die aufschiebende Wirkung im Sinne einer einstweiligen Verfügung 
dahingehend auszusprechen, als dass das Konkursamt einstweilen keine 
weiteren Handlungen vornehmen darf; 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin." 

1.3. Die erstinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen (act. 7/1-

36). Von der Einholung einer Beschwerdeantwort wurde abgesehen (vgl. Art. 322 

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Abs. 1 ZPO). Das Verfahren ist spruchreif. Mit dem Endentscheid über die Be-

schwerde wird der Antrag auf aufschiebende Wirkung gegenstandslos und ist 

entsprechend abzuschreiben. 

2. 

2.1. Ein Gläubiger kann ohne vorgängige Betreibung beim Gericht die Kon-

kurseröffnung gegen eine Schuldnerin verlangen, die betrügerische Handlungen 

zum Nachteil ihrer Gläubiger begangen oder zu begehen versucht hat oder bei 

einer Betreibung auf Pfändung Bestandteile ihres Vermögens verheimlicht hat 

(Art. 190 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG). Auf die ohne vorgängige Betreibung erfolgte Kon-

kurseröffnung sind Art. 169, Art. 170 und Art. 173a-176 des SchKG anwendbar 

(Art. 194 SchKG). Wie sich aus dem Verweis in Art. 194 SchKG ergibt, kann der 

Entscheid betreffend Konkurseröffnung gestützt auf Art. 174 SchKG mit Be-

schwerde nach Art. 319 ff. ZPO weitergezogen werden. Die Beschwerde ist innert 

einer Frist von 10 Tagen einzureichen und abschliessend zu begründen. Urkun-

den, die als Beweismittel dienen sollen, sind innert dieser Frist vollständig einzu-

reichen (vgl. Art. 194  i.V.m. Art. 174 Abs. 1 SchKG und Art. 321 Abs. 2 ZPO). 

2.2. Mit dem angefochtenen Entscheid über die Konkurseröffnung wurde die als 

vorsorgliche Massnahme verfügte Kontosperre aufgehoben. Auf die diesbezügli-

che Kritik der Beschwerdeführerin ist daher nicht mehr einzugehen (act. 2 S. 5 f.).  

2.3. Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen für eine direkte Konkurseröff-

nung wegen betrügerischen Handlungen zum Nachteil von Gläubigern oder Ver-

heimlichen von Vermögenswerten nach Art. 190 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG zutreffend 

dargelegt, so dass darauf verwiesen werden kann (act. 3 E. 3.1.-3.2.). Gestützt 

auf diese Bestimmung kann – entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin 

(act. 2 S. 3) – gegen jede Schuldnerin die Konkurseröffnung beantragt werden, 

unabhängig davon, ob sie nach Art. 39 SchKG der Konkursbetreibung unterliegt 

(BSK SchKG II-BRUNNER/BOLLER, 2. Aufl. 2010, Art. 190 N 22). 

2.4. Wer die Konkurseröffnung ohne vorgängige Betreibung verlangt, muss seine 

Gläubigereigenschaft glaubhaft machen (BGer 5A_442/2015 vom 11. September 

- 4 - 

2015 E. 4.). Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache, wenn für deren Vorhandensein 

gewisse Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit 

rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte (BGE 140 III 610 E. 4.1.). 

Die Vorinstanz erwog, die Forderungen beträfen Prämien und Kostenbeteiligun-

gen der obligatorischen Krankenversicherung. Indem die Beschwerdeführerin 

vorbringe, sie habe das Versicherungsverhältnis im Jahr 2017 gekündigt, aner-

kenne sie, dass zumindest während eines gewissen Zeitraums ein solches be-

standen habe. Dies ergebe sich auch aus den eingereichten Krankenversiche-

rungspolicen. Zudem lägen mehrere Verlustscheine lautend auf die Beschwerde-

gegnerin als Gläubigerin vor. Die gerichtliche Überprüfung dieser Forderungen 

hätte im Betreibungsverfahrens vor der Ausstellung des Verlustscheins erfolgen 

müssen. Die weiteren Forderungen, welche die Beschwerdegegnerin in einer 

substantiierten Übersicht darlege, resultierten aus dem durch die Policen belegten 

Versicherungsverhältnis. Die Beschwerdeführerin habe dieses nicht widerlegt, in-

dem sie etwa den Anschluss an eine andere obligatorische Krankenversicherung 

dargelegt habe. Die Gläubigereigenschaft sei damit zumindest glaubhaft gemacht 

(act. 3 E. 3.3.). 

Auch auf diese zutreffenden Ausführungen kann verwiesen werden. Die Be-

schwerdeführerin bringt auch im Beschwerdeverfahren vor, sie habe das Versi-

cherungsverhältnis im Jahr 2017 gekündigt. Ein neues Versicherungsverhältnis 

könne sie nicht darlegen, da die Beschwerdegegnerin die Kündigung nicht akzep-

tiert und damit einen Wechsel in eine andere obligatorische Krankenversicherung 

verhindert habe (act. 2 S. 3 und 6). Damit bestätigt sie, dass sie bei der Be-

schwerdegegnerin krankenversichert war und entsprechend Prämien sowie Kos-

tenbeteiligungen für erbrachte Leistungen schuldet. Sie bringt damit auch im Be-

schwerdeverfahren nichts vor, was die vorgelegten Policen der Jahre 2014 bis 

2020 (act. 7/3/3) zu entkräften vermöchte. Das beanstandete Verhalten der Kran-

kenasse bezüglich Kündigung und Auflösung des Versicherungsverhältnisses ist 

nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, weshalb die ohnehin pauschal 

gehaltenen Vorwürfe nicht relevant sind. Die eingereichten Verlustscheine haben 

ferner immerhin die Wirkung einer Schuldanerkennung im Rechtsöffnungsverfah-

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ren (Art. 149 Abs. 2 SchKG). Die Vorinstanz erachtete die Gläubigereigenschaft 

der Beschwerdegegnerin gestützt auf diese Unterlagen daher zu Recht als glaub-

haft gemacht. Ob letztlich tatsächlich ein Anspruch auf Zahlung der bestrittenen 

Forderung besteht, ist vom Konkursgericht nicht umfassend zu entscheiden. 

2.5. Der antragstellende Gläubiger trägt weiter auch für den Konkursgrund im 

Sinne von Art. 190 Abs. 1 SchKG die Beweislast (BSK SchKG II-

BRUNNER/BOLLER, Art. 190 N 29). Aufgrund der folgenschweren Konsequenzen, 

die eine Konkurseröffnung mit sich bringt, ist der Konkursgrund nicht nur glaub-

haft zu machen, sondern mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darzutun (OGer 

ZH PS200148 vom 11. August 2020 E. 3.2.). Dabei gilt ein Beweis als erbracht, 

wenn für die Richtigkeit der Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten 

derart gewichtige Gründe sprechen, dass andere denkbare Möglichkeiten ver-

nünftigerweise nicht massgeblich in Betracht fallen (BGE 140 III 610 E. 4.1.). Zu 

beachten ist ausserdem, dass die Eröffnung des Konkurses ohne Betreibung eine 

Ausnahme darstellt. Grundsätzlich hat ein Gläubiger den ordentlichen Weg einzu-

schlagen. Die sofortige Konkurseröffnung soll nur dann zur Anwendung gelangen, 

wenn ein Schuldner die Ansprüche seiner Gläubiger durch bestimmte Handlun-

gen derart gefährdet, dass ihnen der ordentliche Betreibungsweg nicht mehr zu-

gemutet werden kann (BSK SchKG II-BRUNNER/BOLLER, Art. 190 N 1 ff.; BGE 97 I 

309).  

2.6. Die Vorinstanz erachtete den Konkursgrund als gegeben, nachdem die Be-

schwerdeführerin sowohl erst- als auch zweitinstanzlich (unter anderem) wegen 

mehrfachem Pfändungsbetrug im Sinne von Art. 163 StGB verurteilt worden war, 

da sie bei Pfändungsvollzügen betreffend ihren Ehemann Vermögenswerte und 

Einkommen verschwiegen habe, wodurch diversen Gläubigern (auch der Be-

schwerdegegnerin) Verlustscheine hätten ausgestellt werden müssen (vgl. act. 6 

E. 3.4.).  

2.7. Wie bereits die Vorinstanz festhielt, wurde die Beschwerdegegnerin in den 

Strafurteilen als Privatklägerin aufgeführt (act. 7/3/1-2), womit sie diese rechtmäs-

sig erlangte; der entsprechende Einwand der Beschwerdeführerin (act. 2 S. 4 f.) 

ist daher unbegründet. Die Beschwerdeführerin stellt sich weiter auf den Stand-

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punkt, das Strafverfahren sei noch am Bundesgericht hängig. Solange kein 

rechtskräftiges Urteil vorliege, seien die ihr zur Last gelegten Handlungen nicht 

erwiesen. Das Strafverfahren habe zudem Betreibungsverfahren ihres Eheman-

nes betroffen. Ihre eigenen Angelegenheiten, Pfändungen und Verlustscheine 

seien nie Gegenstand eines Strafverfahrens gewesen, und sie habe über ihre ei-

genen finanziellen Verhältnisse immer wahrheitsgemäss ausgesagt (act. 2 S. 3 

ff.).  

2.8. Die Vorinstanz wies zutreffend darauf hin, das Konkursgericht entscheide 

unabhängig von einem allfälligen Strafverfahren darüber, ob die Voraussetzungen 

für eine Konkurseröffnung nach Art. 190 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG gegeben seien 

(BSK SchKG II-BRUNNER/BOLLER, Art. 190 N 7). Ob ein rechtskräftiges Strafurteil 

vorliegt, ist demnach unerheblich. Ein Verheimlichen von Vermögenswerten nach 

Art. 190 Abs. 1 Ziff. 1 liegt nicht nur vor, wenn der Tatbestand des Pfändungsbe-

trugs von Art. 163 StGB erfüllt ist. Es genügt, wenn eine Schuldnerin beim Pfän-

dungsvollzug ihrer in Art. 91 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG statuierten Auskunftspflicht nicht 

nachkommt und dadurch das Vollstreckungsverfahren erschwert, indem sie Ver-

mögenswerte nicht angibt, solche versteckt oder ihr Vorhandensein schlichtweg 

bestreitet. Verlangt wird dabei die Absicht der Schuldnerin, Vermögensbestandtei-

le zu verbergen, eine Schädigungsabsicht ist nicht erforderlich (BSK SchKG II-

BRUNNER/BOLLER, Art. 190 N 9 f.).  

Gegenstand des Strafverfahrens waren Pfändungsvollzüge von Februar 2015 bis 

September 2016 in Betreibungsverfahren, in welchen der Ehemann der Be-

schwerdeführerin Schuldner war. Das Bezirksgericht Horgen hatte im Urteil vom 

25. Juni 2019 detailliert begründet, gemäss den Pfändungsprotokollen, den bei 

den Akten liegenden Vollmachten und den Aussagen der Beschwerdeführerin und 

ihres Ehemannes seien sie beim ersten Pfändungsvollzug in der gemeinsamen 

Wohnung beide anwesend gewesen. An den weiteren Pfändungsvollzügen im 

Amtslokal habe die Beschwerdeführerin ihren Ehemann vertreten. Aus den Pfän-

dungsprotokollen sei ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann 

bei jedem der Pfändungsvollzüge angegeben hätten, der Ehemann der Be-

schwerdeführerin besitze keine Vermögenswerte und beide seien ohne Arbeit und 

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Einkünfte. Zugleich sei aufgrund der in den Akten liegenden Kontoauszüge er-

stellt, dass die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann am 26. Februar 2015 über 

ein Kontoguthaben bei der D._____ Zürich von Fr. 10'139.85 verfügt hätten. Auf 

dem Konto "Wein-C._____" bei der D._____ Zürich sei am 29. Juli 2016 ein Gut-

haben von Fr. 300'967.71 vorhanden gewesen. Der Ehemann der Beschwerde-

führerin habe weiter im Zeitraum März 2015 bis September 2016 Auszahlungen 

für Lohn und Krankentaggelder im Umfang von insgesamt Fr. 254'460.60 erhal-

ten. Ebenfalls sei ein Einkommen der Beschwerdeführerin im März 2015 bei der 

E._____ [Bank] im Betrag von Fr. 4'641.– ausgewiesen. Insgesamt hätten die Be-

schwerdeführerin und ihr Ehemann damit Vermögenswerte im Umfang von Fr. 

570'709.19 verschwiegen. Diversen Gläubigern (unter anderem auch der Be-

schwerdegegnerin) seien daraufhin auf den Ehemann der Beschwerdeführerin 

lautende Verlustscheine ausgestellt worden. Die Beschwerdeführerin und ihr 

Ehemann hätten im Strafverfahren mehrfach und übereinstimmend angegeben, 

sie hätten die Idee, die Vermögenswerte zu verschweigen, gemeinsam gehabt. 

Sie hätten auch ausgesagt, es sei ihnen bewusst gewesen, dass die vorhandenen 

Vermögenswerte und zumindest ein Teil der Einkünfte bei korrekter Deklaration 

gegenüber dem Betreibungsamt gepfändet worden wären, und sie hätten die 

Falschangaben gemacht, damit das Geld nicht gepfändet werde bzw. um es an-

derweitig verwenden zu können. Angesichts der bei jedem Pfändungsvollzug er-

folgten Belehrung über die Auskunftspflicht und der unzähligen Zwangsvollstre-

ckungsverfahren, welche die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann bereits durch-

laufen hätten, überzeugten diese Aussagen (act. 7/14 S. 53 ff.). Auch begründete 

das Bezirksgericht eingehend, weshalb die vorgebrachten Einwände bezüglich 

der Echtheit einer Unterschrift der Beschwerdeführerin sowie bezüglich ihrer Ein-

vernahmefähigkeit zwischen Juni und August 2016 unbehelflich seien (act. 7/14 

S. 52 f.). Der Entscheid wurde vom Obergericht mit Urteil vom 12. März 2021 be-

stätigt (act. 7/3/2, OGer ZH SB200098; vgl. im Einzelnen auch S. 54 ff. des be-

gründeten Urteils auf www.gerichte-zh.ch). Es gibt keinen Anlass an diesen Aus-

führungen und der Beurteilung der Strafgerichte zu zweifeln. Die Beschwerdefüh-

rerin sagt in ihrer Beschwerde auch nicht, inwiefern diese falsch sein sollen.  

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Die Beschwerdeführerin vertrat ihren Ehemann an den Pfändungsvollzügen, wes-

halb sie an seiner Stelle nach Art. 91 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG verpflichtet gewesen 

wäre, umfassend über Einkommen und Vermögen Auskunft zu geben. Dieser 

Auskunftspflicht kam sie offensichtlich nicht nach, sondern verheimlichte Vermö-

genswerte in einem namhaften Betrag, wodurch sie die Zwangsvollstreckung für 

die betreibenden Gläubiger entscheidend erschwerte. Wie die Vorinstanz festhielt, 

hatten die Betreibungen (auch) Forderungen der Beschwerdegegnerin gegenüber 

dem Ehemann der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der obligatori-

schen Krankenversicherung betroffen. Der Abschluss von Krankenversicherungen 

und die entsprechenden Prämien gehören nach der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung zu den laufenden Bedürfnisse der Familie, für welche die Ehegatten 

nach Art. 166 Abs. 3 ZGB solidarisch haften. Die Beschwerdeführerin hätte somit 

als Mitschuldnerin ebenfalls belangt werden können (vgl. BGE 129 V 90 E. 3; 

BSK ZGB I-ISENRING/KESSER, Art. 166 N 12 und 24). Des Weiteren nannte die 

Beschwerdeführerin die Vermögenswerte auch nicht an drei Pfändungsvollzügen 

in eigenen Betreibungsverfahren im gleichen Zeitraum sowie an zwei weiteren 

Pfändungsvollzügen im Juni 2019 und Juni 2020. Dies geht aus drei Verlust-

scheinen von Februar bis September 2016 und aus sieben Verlustscheinen von 

Juni 2019 und Juni 2020 hervor (vgl. act. 7/3/4). Nach Art. 91 Abs. 1 Ziff. 2 

SchKG ist die Schuldnerin verpflichtet, Vermögensgegenstände, einschliesslich 

derjenigen, welche sich nicht in ihrem Gewahrsam befinden, sowie Forderungen 

und Rechte gegenüber Dritten anzugeben, soweit dies zu einer genügenden 

Pfändung nötig ist. Die Auskunftspflicht erstreckt sich auch auf Vermögenswerte, 

an denen die Schuldnerin wirtschaftlich berechtigt ist (BGer 6B_1172/2013 vom 

18. November 2014 E. 4.4. m.H.). Da keine verwertbaren Vermögensgegenstän-

de in ausreichender Menge vorhanden waren, fällt eine Beschränkung der Aus-

kunftspflicht von vornherein ausser Betracht. Über die Pfändbarkeit entscheidet 

nicht die Schuldnerin, sondern das Betreibungsamt. Ob die nicht angegebenen 

Vermögensgegenstände tatsächlich pfändbar sind, ist daher für die Vermögens-

verheimlichung nicht erheblich. Die Konten wären von der Beschwerdeführerin 

auch in ihren eigenen Betreibungen zu nennen gewesen, weil sich daraus allen-

falls eine pfändbare Forderung ergeben hätte, worüber aber das Betreibungsamt 

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hätte entscheiden müssen (BGer 5A_506/2009 vom 11. Februar 2020 E. 3.4.1. 

m.w.H.).  

Insgesamt verunmöglichte die Beschwerdeführerin es der Beschwerdegegnerin, 

ihre Forderungen gegenüber den Ehegatten auf dem Betreibungsweg einzutrei-

ben, so dass die erneute Einschlagung des ordentlichen schuldbetreibungsrecht-

lichen Verfahrens billigerweise nicht mehr zumutbar erscheint. Es ist unter diesen 

Umständen nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin 

die Verheimlichung von Vermögenswerten als Handlung im Sinne von Art. 190 

Abs. 1 Ziff. 1 SchKG zurechnete, auch wenn hauptsächlich Betreibungsverfahren 

betroffen waren, in welchen nicht die Beschwerdeführerin selbst, sondern ihr 

Ehemann Schuldner war.  

2.9. Die Beschwerdeführerin wirft der Beschwerdegegnerin schliesslich vor, das 

Gesuch um Konkurseröffnung sei rechtsmissbräuchlich. Die Beschwerdegegnerin 

wisse, dass sie über keine Aktiven verfüge. Die Vermögensverhältnisse der Ehe-

gatten seien seit dem Strafverfahren mehrmals festgestellt worden, wobei das Be-

treibungsamt festgehalten habe, dass keine Vermögenswerte vorhanden seien. 

Ausserdem habe sich die Beschwerdegegnerin ihr Recht bereits gesichert. Es sei 

nicht ersichtlich, was sie sich von einem Konkursverfahren erhoffe. Durch dieses 

entstehe bei der Beschwerdeführerin und ihrem Mann ein Härtefall, da auch ihre 

selbständige Erwerbstätigkeit durch die bereits entstandene Rufschädigung leide 

(act. 2 S. 6 ff.). 

Wurde der betreibende Gläubiger trotz der Vermögensverheimlichung vollständig 

befriedigt, so fehlt ihm das Rechtsschutzinteresse für eine Konkurseröffnung ohne 

vorgängige Betreibung (EUGEN FRITSCHI, Verfahrensfragen bei der Konkurseröff-

nung, S. 162). Die Beschwerdeführerin reicht eine Pfändungsurkunde vom 2. Juli 

2021 ein, wonach für Betreibungen mehrerer Gläubiger ein Betrag von 

Fr. 8'951.45 gepfändet wurde (act. 4/2). Dadurch ist die Forderung der Beschwer-

degegnerin bei Weitem nicht gedeckt, weshalb diese Pfändung nicht zu einem 

Wegfall des Rechtsschutzinteresses an der Konkurseröffnung führen kann. Dass 

Aktiven vorhanden sind, ist sodann keine Voraussetzung für eine Konkurseröff-

nung nach Art. 190 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG. Es wird nach der Konkurseröffnung Auf-

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gabe des Konkursamtes sein, den Umfang der zur Konkursmasse gehörenden 

Vermögenswerte festzustellen (Art. 221 SchKG). Ebenfalls unbehelflich ist das 

Argument einer allfälligen Rufschädigung durch das Konkursverfahren. Wenn die 

Beschwerdeführerin in früheren Betreibungsverfahren Vermögen verheimlicht hat, 

muss sie sich selber zuschreiben, dass die Gläubiger ihre Forderungen nun mit 

dem schärferen Mittel des Konkurses geltend machen können 

(BGer 5A_506/2009 vom 11. Februar 2010 E. 3.6.). Die Beschwerde ist demnach 

abzuweisen. 

3. 

Die Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren kostenpflichtig 

(Art. 106 Abs. 1 ZPO). In Anwendung von Art. 61 Abs. 1 i.V.m. Art. 52 lit. b GebV 

SchKG sind die Kosten auf Fr. 750.– festzusetzen. Parteientschädigungen sind 

bei diesem Ausgang keine zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Der Antrag, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, 

wird abgeschrieben. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt und der 

Beschwerdeführerin auferlegt. 

3. Die vorliegenden Verfahrenskosten werden vorsorglich zur Kollokation an-

gemeldet. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage des Doppels von act. 2, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksen-

dung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Thalwil, ferner mit 

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besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an 

das Betreibungsamt Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg, je gegen Empfangs-

schein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

i.V. Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. D. Tolic Hamming 
 
versandt am: 
18. Oktober 2021 
 
 

	Beschluss und Urteil vom 15. Oktober 2021
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Der Antrag, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, wird abgeschrieben.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	3. Die vorliegenden Verfahrenskosten werden vorsorglich zur Kollokation angemeldet.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage des Doppels von act. 2, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Thalwil, ferner mit besonderer Anzeige an das Handel...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...