# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09ad531f-bee0-5796-90bc-27d22acb07bd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.07.2013 IV 2011/183
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2011-183_2013-07-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2011/183

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 16.08.2019

Entscheiddatum: 04.07.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 04.07.2013
Art. 17 Abs. 1 und Art. 28 Abs. 2 IVG. Umschulung, Invalidenrente. Eine 
massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands nach Erstattung 
des Gutachtens ist nicht anzunehmen. Nachdem eine leichtere psychische 
Gesundheitsbeeinträchtigung (leichte bis mittelschwere depressive Episode, 
nichtorganische Insomnie) rechtsprechungsgemäss nicht zu einer Invalidität 
führt, ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer körperlich 
adaptierten Tätigkeit (leicht, wechselbelastend) zu 100 % arbeitsfähig ist. 
Mithin könnte sie ein annähernd gleich hohes Einkommen erzielen wie an 
ihrer zuletzt innegehabten Arbeitsstelle. Somit besteht kein Anspruch auf 
Umschulung oder Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 4. Juli 2013, IV 2011/183).

Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer (Vorsitz), Lisbeth Mattle Frei und Marie-Theres 

Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach

Entscheid vom 4. Juli 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Simone Schmucki, Marktgasse 3,

9004 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

IV-Leistungen

Sachverhalt:

A.   

A.a Nach Früherfassung vom 16. Februar 2009 meldete sich A.___ am 16. März 2009 

erneut für Massnahmen der beruflichen Eingliederung bei der Invalidenversicherung an. 

Als gesundheitliche Beeinträchtigung gab sie einen Status nach Wirbelsäulenoperation, 

chronische Schlaflosigkeit, arterielle Hypertonie, Herzrhythmusstörungen sowie 

Stoffwechselstörungen an (act. G 4.1/58). Ihr letztes Arbeitsverhältnis mit der B.___, wo 

sie in einem 80 %-Pensum seit 1999 die Leitung der Hilfe und Betreuung zu Hause 

(Koordination) innehatte, wurde von der Arbeitgeberin per Ende 2008 aus 

wirtschaftlichen Gründen gekündigt. Ausserdem wurde sie am 3. Oktober 2008 per 

sofort von der Arbeit freigestellt (act. G 4.1/75.1 ff und 75.23). Dr. med. C.___, 

Gesundheitsmanagement und Psychosomatik, gab in seinem Bericht vom 8. Mai 2009 

an, die Versicherte leide seit Oktober 2008 an einer mittelgradigen depressiven Episode 

mit somatischem Syndrom bei Zustand nach Mobbing. Ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit bestehe zudem eine Insulinresistenz mit Neigung zu diabetogener 

Stoffwechsellage unter dem gegenwärtigen Dauerstress. In der zuletzt ausgeübten 

Tätigkeit bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit 25. Oktober 2008 bis auf 

Weiteres (act. G 4.1/88).

A.b Auf Anregung des RAD Ostschweiz fand am 6. und 7. August 2009 eine 

rheumatologisch-psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. D.___, Facharzt für 

Rheumatologie und Innere Medizin FMH, Manuelle Medizin SAMM, Ultraschall am 

Bewegungsapparat SGUM, sowie Dr. med. E.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und 

Psychotherapie, statt. Im entsprechenden Bericht vom 6. November 2009 

diagnostizierten die Experten (mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) ein intermittierendes 

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Cervicovertebralsyndrom (M54.2) bei/mit anamnestisch cervicocephaler Komponente 

(M53), Status nach Dekompression und Fusion HWK 5/6 wegen Diskushernie 2006, 

aktuell geringem klinischem Korrelat, sowie eine nichtorganische Insomnie (F51.0) seit 

2003 und eine depressive Episode, aktuell leicht bis mittelgradig (F32.0/F32.1) seit 

Oktober 2008. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die Gutachter 

unter anderem subklinische Femoropatellararthrosen (M22.22) und ein anamnestisch 

intermittierendes Lumbovertebralsyndrom (M54.5). Aus rein rheumatologischer Sicht 

sei die Versicherte sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, wie in allen anderen 

körperlich leicht belastenden Tätigkeiten mit der Möglichkeit zu Wechselpositionen 

100 % arbeitsfähig. In Anbetracht der beginnenden Abnützungserscheinungen wären 

Tätigkeiten ohne Überbelastung der Kniegelenke beispielsweise durch Treppensteigen, 

Gehen in unebenem Gelände oder Arbeit in knienden Körperpositionen zu 100 % 

zumutbar. Von psychiatrischer Seite her bestehe demgegenüber in der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit als Koordinatorin eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 

25 %. Aus heutiger Sicht sei eine rund achtstündige Tätigkeit mit rund 25 % 

verminderter Arbeitsleistung in einem adaptierten Tätigkeitsbereich, in dem nicht allzu 

extreme Belastungsspitzen auftreten, die Arbeit eingeteilt werden kann und nicht allzu 

hohe Anforderungen an die geteilte Aufmerksamkeit bestehen, vorstellbar. Eine 

stufenweise Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei eventuell möglich [act. 

G 4.1/108.25 ff.]).

A.c Mit Vorbescheid vom 20. Januar 2010 teilte die IV-Stelle St. Gallen der Versicherten 

mit, bei einer Einschränkung von 25 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit bestehe 

zwar grundsätzlich Anspruch auf Arbeitsvermittlung, die Versicherte habe eine solche 

jedoch mit Schreiben vom 21. Dezember 2009 abgelehnt. Ein Rentenanspruch bestehe 

nicht (act. G 4.1/122). Da kein Einspruch erfolgte, verfügte die IV-Stelle am 8. März 

2010 wie angekündigt (act. G 4.1/123).

A.d Nachdem die Versicherte durch ihre Rechtsvertreterin Beschwerde einreichen liess, 

widerrief die IV-Stelle die Verfügung am 9. Juli 2010 und kündigte weitere Abklärungen 

an (act. G 4.1/144). Nach Einholen neuer Berichte bei den behandelnden Ärzten (Dr. 

med. F.___, FMH spez. Hormonkrankheiten und Diabetes; Dr. med. G.___, FMH Innere 

Medizin und Kardiologie und Hausarzt der Versicherten) erachtete der RAD den 

Gesundheitszustand als unverändert gegenüber dem Gutachten vom November 2009. 

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Die im Gutachten attestierte Arbeitsfähigkeit könne weiterhin bestätigt werden (act. 

G 4.1/161.2). Der Berufsberater erachtete die gewünschte Umschulung zur Case 

Managerin als nicht zielführend, da der Versicherten die persönlichen Voraussetzungen 

dazu fehlen würden (act. G 4.1/163).

A.e Mit einem weiteren Vorbescheid vom 17. Februar 2011 stellte die IV-Stelle 

St. Gallen der Versicherten erneut die Abweisung des Gesuchs um berufliche 

Massnahmen wie auch um eine Invalidenrente in Aussicht (act. G 4.1/170). Mit 

Einspruch vom 25. März 2011 machte die Rechtsvertreterin im Wesentlichen geltend, 

es fehle wiederum ein Einkommensvergleich. Zudem seien keine Abklärungen in Bezug 

darauf vorgenommen worden, ob die vom psychiatrischen Gutachter bestätigte 

Einschränkung von 25 % in der Arbeitsfähigkeit eine Invalidität begründe. Es sei davon 

auszugehen, der Gutachter habe eine 25 %ige Erwerbsunfähigkeit attestieren wollen, 

und zwar in einem Ausmass, das nicht überwindbar sei. Aus dem bisherigen 

Sachverhalt ergebe sich lediglich, dass die Versicherte seit langem nicht mehr zu 

100 % arbeiten könne, was nicht lebensgestalterische sondern gesundheitliche Gründe 

habe (act. G 4.1/171.1 f.). Mit Verfügung vom 11. April 2011 wies die IV-Stelle die 

beantragte Umschulung wie auch Rentenleistungen wie angekündigt ab. Hinsichtlich 

der vom psychiatrischen Gutachter gestellten Diagnosen gälten die für die 

somatoformen Schmerzstörungen entwickelten Kriterien, die vorliegend nicht erfüllt 

seien. Weiter enthalte der Vorbescheid Argumente, weshalb keine 

invaliditätsbegründende Erwerbseinbusse vorliege. Selbst eine massliche Berechnung 

des Invaliditätsgrades ergebe nur einen Wert von 0,5 %. Dabei sei für das 

Valideneinkommen auf das zuletzt erzielte Einkommen bei der B.___ (Fr. 77'004.-- 

[80 %]), für das Invalideneinkommen auf den Tabellenlohn (Fr. 76'612.-- [Durchschnitt 

Anforderungsniveau 2 und 3, 100 %]) abzustellen (act. G 4.1/172). 

A.f  Mit Schreiben vom 20. April 2011 machte die Rechtsvertreterin eine 

Verschlechterung des Gesundheitszustands geltend. Die Versicherte habe nun 

zunehmende kardiale Probleme entwickelt und sei deswegen in Behandlung. Parallel 

zu den Blutdruckkrisen habe sich auch die psychische Verfassung verschlechtert (act. 

G 4.1/173). Am 11. Mai 2011 teilte die IV-Stelle mit, dass sie an der Verfügung festhalte 

(act. G 4.1/174).

B.   

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B.a  Gegen die Verfügung vom 11. April 2011 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 30. Mai 2011 mit dem Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Die 

Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die gesetzlich vorgesehenen Leistungen zu 

erbringen. Insbesondere werde um Gewährung einer Umschulung ersucht. Zur 

Begründung wird im Wesentlichen vorgebracht, die Beschwerdeführerin sei bereits in 

ihrer angestammten Tätigkeit bei der B.___ aus gesundheitlichen Gründen nur zu 80 % 

arbeitsfähig gewesen. Die eingeschränkte Belastbarkeit aus somatischen Gründen sei 

damit im innegehabten Pensum bereits berücksichtigt gewesen. Dies stimme mit dem 

Gutachten überein, wonach die Beschwerdeführerin wegen vermehrten Pausenbedarfs 

für die Einnahme von Wechselpositionen um 10 % - 20 % eingeschränkt sei. Wenn der 

rheumatologische Gutachter trotzdem von einer 100 %-igen Arbeitsfähigkeit in einer 

angepassten Tätigkeit ausgehe, widerspreche dies den zuvor gemachten Äusserungen. 

Richtig gewertet ergebe sich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (aus 

rheumatologischen Gründen) um 20 %. Ebenfalls Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe 

gemäss Gutachten die Insomnie, die sich ab 2003 deutlich manifestiert habe. Zwar 

billigten die Gutachter dieser Diagnose eine Einschränkung auf die Arbeitsfähigkeit zu, 

doch werde auf die Höhe der Einschränkung nicht Bezug genommen. Dies sei näher 

abzuklären. Zum Einkommensvergleich macht die Rechtsvertreterin geltend, die 

Beschwerdeführerin hätte im (vollständigen) Validenfall nach 1996 zu 100 % gearbeitet. 

Da sie aber ab 1999 mit der Annahme eines 80 %-Pensums ein 

rentenausschliessendes Einkommen habe erzielen können, habe sie im Folgenden 

keine Ansprüche gegenüber der Beschwerdegegnerin geltend gemacht. Das von der 

Beschwerdegegnerin verwendete Valideneinkommen von Fr. 77'004.-- sei demzufolge 

auf Fr. 96'225.-- (richtig: Fr. 96'255.--) hochzurechnen. Für das Invalideneinkommen sei 

auf Niveau 2 (richtig wohl: 4) abzustellen, fehle doch der Beschwerdeführerin die für 

Niveau 3 notwendige berufsspezifische Ausbildung, über die sie nur für den 

Pflegeberuf und die medizinische Praxisassistenz verfüge. Die Beschwerdeführerin 

könne erst mit abgeschlossener Ausbildung zur Case Managerin dem Niveau 3 

zugeordnet werden. Zusammenfassend seien weitere Abklärungen zur Entwicklung des 

psychischen Gesundheitszustands und der Schlafstörungen ab 2003 vorzunehmen 

(act. G 1).

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 10. August 2011 beantragt die Verwaltung Abweisung 

der Beschwerde. Der rheumatologische Gutachter habe festgehalten, dass die 

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Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht in der bisherigen Tätigkeit bei der 

B.___ zu 100 % arbeitsfähig sei und auch für andere adaptierte Tätigkeiten eine volle 

Arbeitsfähigkeit bestehe. Angesichts der wenig ausgeprägten Befunde am Be­

wegungsapparat sei dies plausibel. Nicht nachvollziehbar  sei hingegen, dass der 

rheumatologische Gutachter an anderer Stelle festgehalten habe, die Tätigkeit als 

medizinische Sekretärin sei aus rheumatologischer Sicht wegen des vermehrten 

Pausenbedarfs (nur) zu 80 % zumutbar. Aus den neuen Arztberichten ergäben sich 

keine Hinweise, die auf eine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes seit der 

bidisziplinären Begutachtung schliessen liessen. Bei der angestammten Tätigkeit bei 

der B.___ habe es sich um eine in somatischer Hinsicht optimal angepasste Tätigkeit 

gehandelt. Von Seiten des Bewegungsapparates sei die Beschwerdeführerin nicht an 

der Ausübung eines Vollzeitpensums gehindert gewesen. Die psychiatrischen 

Diagnosen vermöchten mangels invalidisierender Wirkung ebenfalls keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken. Entgegen der Ansicht der 

Beschwerdeführerin lasse sich nicht nachweisen, dass sie aus gesundheitlichen 

Gründen bloss 80 % gearbeitet habe. Am Einkommensvergleich sei festzuhalten. Bei 

einem Invaliditätsgrad von 0,5 % bestehe weder ein Umschulungs- noch ein 

Rentenanspruch (act. G 4). 

B.c Mit Replik vom 17. Oktober 2011 hält die Beschwerdeführerin an den Anträgen 

fest. Gemäss bidisziplinärem Gutachten betrage die Arbeitsfähigkeit aus 

rheumatologischer Sicht 80 %, aus psychiatrischer Sicht 75 %. Es sei beim 

behandelnden Psychiater und allenfalls gutachterlich abzuklären, ob die psychischen 

Beschwerden überwindbar seien bzw. der Beschwerdeführerin trotz Beschwerden eine 

Arbeitstätigkeit zugemutet werden könne. Unter Annahme einer 100 %-Tätigkeit im 

Validenfall, der Zugrundelegung der richtigen Qualifikation (geringe Ausbildung) sowie 

eines Leidensabzugs von 10 % ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 46 % (act. G 8). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 10).

Erwägungen:

1.  

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1.1  Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie wenigstens zu 60 % invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50 % vor, 

wird eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine 

Viertelsrente zugesprochen. Eine Invalidität von weniger als 40 % wird von der 

Invalidenversicherung rentenmässig nicht entschädigt. Versicherte Personen haben 

Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung 

infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich 

erhalten oder verbessert werden kann (Art. 17 Abs. 1 IVG). Dabei wird u.a. ein 

invaliditätsbedingter Minderverdienst von rund 20 % vorausgesetzt (BGE 130 V 488 E. 

4.2 S. 489 f.; SVR 2010 IV Nr. 52 S. 160, 9C_125/2009 E. 4.5 mit Hinweisen).

1.2  Um den Grad der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit und der Invalidität 

bemessen zu können, sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten 

die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

2.  

2.1  Vorliegend stützt sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf das 

Gutachten der Dres. D.___ und E.___ vom 6. November 2009. Diese diagnostizierten 

(mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) ein intermittierendes Cervicovertebralsyndrom 

(M54.2) bei/mit anamnestisch cervicocephaler Komponente (M53.0), Status nach 

Dekompression und Fusion HWK 5/6 wegen Diskushernie 2006 und aktuell geringem 

klinischen Korrelat. Psychiatrischerseits wurde eine nichtorganische Insomnie (F51.0) 

seit 2003 sowie eine depressive Episode, aktuell leicht bis mittelgradig (F32.0/F32.1), 

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bestehend seit Oktober 2008, festgestellt. Aus rein rheumatologischer Sicht sei die 

Versicherte in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, wie in allen anderen körperlich leicht 

belastenden Tätigkeiten mit Möglichkeit zu Wechselpositionen, zu 100 % arbeitsfähig. 

In Anbetracht der beginnenden Abnützungserscheinungen seien Tätigkeiten ohne 

Überbelastung der Kniegelenke, beispielsweise durch Treppensteigen, Gehen in 

unebenem Gelände oder Arbeit in knienden Körperpositionen zu 100 % zumutbar. Der 

Pflegeberuf mit Arbeit an den Patienten erscheine auf Grund der Rücken- wie der 

Nackenproblematik für Reintegrationsbemühungen ungünstig und sei derzeit noch im 

Rahmen von etwa 50 - 60 % zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit als medizinische Sekretärin 

und Koordinatorin sei demgegenüber aus psychiatrischen Gründen eingeschränkt. Die 

erhebliche Schlafstörung im Verbund mit der leichten bis mittelgradigen Depression 

ergebe aktuell noch eine verminderte Erholung und eine verminderte 

Konzentrationsfähigkeit, vor allem eine verminderte Fähigkeit zur geteilten 

Aufmerksamkeit, eine generelle Verunsicherung durch das Erlebte und damit 

verbunden eine labile Stimmung, was insgesamt eine verminderte Belastbarkeit 

ergebe. Aktuell sei von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als medizinische 

Sekretärin und Koordinatorin von rund 25 % auszugehen. Aus heutiger Sicht sei eine 

rund achtstündige Tätigkeit mit rund 25 % verminderter Arbeitsleistung in einem 

(adaptierten) Tätigkeitsbereich, in dem nicht allzu extreme Belastungsspitzen aufträten, 

die Arbeit eingeteilt werden könne und nicht allzu hohe Anforderungen an die geteilte 

Aufmerksamkeit beständen, vorstellbar (act. G 4.1/108.25 und 108.27).

2.2  Die Beschwerdeführerin beanstandet in ihrer Beschwerde zunächst die 

Interpretation der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung durch die 

Beschwerdegegnerin. So hätten die Gutachter mitnichten eine 100 %ige 

Arbeitsfähigkeit in rheumatologischer Hinsicht für die bisherige Tätigkeit festgestellt. Im 

Gegenteil hätten sie darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführerin als medizinische 

Sekretärin zu 10 - 20 % eingeschränkt sei, was auch damit korreliere, dass die 

Beschwerdeführerin bei der B.___ nur ein 80 %-Pensum zu bewältigen vermocht habe. 

Wie im Gutachten ausgeführt, ergebe sich aus arbeitsmedizinischer Sicht primär aus 

der postoperativen Situation mit daraus begründbaren organischen Veränderungen im 

Sinn des beschriebenen Cervikalsyndroms eine eingeschränkte Belastbarkeit der HWS 

für die Arbeit mit längerdauerndem Sitzen, Arbeit am PC oder in anderen 

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wirbelsäulenbelastenden Bewegungsmonotonien oder Körperhaltungen (vgl. 

Gutachten, S. 26 und 28).

2.3  Dem ist jedoch entgegen zu halten, dass der rheumatologische Gutachter 

ausdrücklich von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit ausgeht. Dies sowohl für die zuletzt 

ausgeübte Tätigkeit als Koordinatorin bei der B.___ als auch in jeder anderen körperlich 

leicht belastenden Tätigkeit mit der Möglichkeit zu Wechselpositionen (act. 

G 4.1/108.27). Dabei geht er von den Angaben der Beschwerdeführerin betreffend die 

zuletzt ausgeübte Tätigkeit aus. Demnach habe sie dort das Arbeitsumfeld weitgehend 

optimieren können, so dass sie sich durch die Symptome des Cervikalsyndroms bis 

zum Eintreten der veränderten Arbeitsplatzsituation nie limitiert gesehen habe und dies 

auch heute nicht tun würde (act. G 4.1/108.26). Nachdem die Beschwerdeführerin 

offenbar in der innegehabten Tätigkeit aus rein somatischer Sicht nicht beeinträchtigt 

war, ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 

diese - oder auch eine andere leichte, wechselbelastende - Tätigkeit auch zu 100 % 

hätte ausüben können. Eine initiale Reduktion auf 80 % aus gesundheitlichen Gründen 

ist demgegenüber nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen. Dafür 

fehlen die Vergleichswerte, hat die Beschwerdeführerin doch vor dieser Anstellung nur 

in körperlich nicht optimalen Tätigkeiten als Krankenpflegerin gearbeitet. Zuletzt 

arbeitete sie als Krankenschwester im Pflegeheim Z.___ in einem 60 %-Pensum, was 

auch der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung für den erlernten Beruf entspricht 

(vgl. act. G 4.1/43). Auch aus dem Umstand, dass Dr. D.___ für die Tätigkeit als 

medizinische Sekretärin eine Einschränkung von 10 - 20 % statuiert, lässt sich nichts 

zu Gunsten der beschwerdeführerischen Argumentation ableiten, betrachtet Dr. D.___ 

diese überwiegend sitzende Tätigkeit doch nur als teilweise adaptiert. Es leuchtet ein, 

dass er für solche Tätigkeiten von einem erhöhten Pausenbedarf für die Einnahme von 

Wechselpositionen mit der genannten Einschränkung von 10 - 20 % ausgeht (vgl. act. 

G 4.1/108.28). Mit der Beschwerdegegnerin ist also davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin in Tätigkeiten, welche die qualitativen Einschränkungen 

berücksichtigen (keine wirbelsäulenbelastenden Bewegungsmonotonien, keine 

Überbelastung der Kniegelenke etwa durch Treppensteigen oder Gehen in unebenem 

Gelände) aus rheumatologischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig ist.

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2.4  Im Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, auch die Insomnie habe einen 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die Gutachter führten diese zwar als Diagnose mit 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf, doch werde darauf bei der Frage nach der 

Höhe der Einschränkung nicht mehr Bezug genommen. Wie sich aus dem 

psychiatrischen Gutachten ergibt, trifft dies nachweislich nicht zu. Vielmehr geht 

Dr. E.___ davon aus, dass die erhebliche Schlafstörung im Verbund mit der leichten bis 

mittelgradigen Depression aktuell zu einer verminderten Erholung und zu einer 

verminderten Konzentration führe. Insgesamt ergebe sich eine verminderte 

Belastbarkeit in der angestammten Tätigkeit als Koordinatorin, aber auch als 

medizinische Sekretärin - letztlich in jeder körperlich adaptierten Tätigkeit -, von 25 %. 

Diese Arbeitsfähigkeit sei ganztags mit reduzierter Leistung zu erbringen, wobei keine 

allzu extremen Belastungsspitzen vorkommen sollten, die Arbeit  eingeteilt werden 

könne und keine allzu hohen Anforderungen an die geteilte Aufmerksamkeit gestellt 

werden sollten (act. G 4.1/107.19 f.). Mithin hat Dr. E.___ die Insomnie sehr wohl in 

seine Arbeitsfähigkeitsschätzung mit einbezogen. Im Übrigen hält er die 

Schlafbeschwerden für noch nicht austherapiert. So habe noch keine schlafspezifische 

Abklärung stattgefunden, noch seien die gängigen schlafanstossenden Antidepressiva 

versucht worden. Die Differenzen zu Dr. C.___ erklärt er damit, dass sich die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung des behandelnden Arztes auf den letzten Arbeitsplatz 

bezogen habe, wohin eine Rückkehr nicht zumutbar wäre (und ohnehin nicht möglich 

ist [act. G 4.1/107.20]). Im Weiteren hat die Beschwerdegegnerin die Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zur fehlenden invalidisierenden Wirkung der psychiatrischen 

Diagnosen (nichtorganische Insomnie [F51.0] sowie leichte bis mittelgradige depressive 

Episode [F32.0/32.1]) in der angefochtenen Verfügung ausführlich dargelegt (act. 

G 4.1/172.1 ff.). Es kann darauf verwiesen werden. Wie nachfolgend aufgezeigt wird, 

hätte ausserdem selbst die Annahme einer nur 75 %igen Arbeitsfähigkeit in einer 

körperlich adaptierten Tätigkeit keine rentenbegründende Wirkung.

2.5  Am 9. Juli 2010 widerrief die Beschwerdegegnerin die (erste) Verfügung vom 

8. März 2010 und kündigte weitere Abklärungen an (act. G 4.1/144). In diesem 

Zusammenhang gab die Beschwerdeführerin an, sie sei aktuell bei ihrem Hausarzt Dr. 

G.___ und der Diabetologin Dr. med. H.___ (Praxisgemeinschaft Dr. F.___) in 

Behandlung (act. G 4.1/152). Im entsprechenden Bericht vom 25. August 2010 

diagnostizierte Dr. G.___ unter anderen eine labile arterielle Hypertonie mit z.T. 

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exzessiven Blutdruckwerten, Rückenschmerzen bei Osteochondrose sowie eine 

eingeschränkte Belastbarkeit bei rezidivierenden depressiven Verstimmungen. Die 

Prognose sei stationär bis sich verschlechternd. Organisatorische Arbeiten im Sozial- 

oder Pflegebereich seien (in Phasen verstärkter Beschwerden) zu 50 % möglich, 

entweder als Halbtagsarbeit oder auf mehrere Stunden verteilt. Bei geringeren 

Beschwerden bestehe vorübergehend eine bessere bis volle Belastbarkeit (act. 

G 4.1/158.4). Demgegenüber betrachtete Dr. F.___ in seinem Bericht vom 25. August 

2010 die Prognose (in Bezug auf die grenzwertig gestörte Nüchternglukose) unter 

Weiterführung von Lifestyle-Massnahmen wie regelmässiger körperlicher Aktivität, 

Anstreben einer Gewichtsreduktion und medikamentöser Therapie mit Metformin als 

gut (act. G 4.1/157.3; vgl. auch Bericht Dr. H.___ vom 16. August 2010 an Dr. G.___ 

[act. G 4.1/158.12 ff.]). Aus einem weiteren Bericht an Dr. G.___ der Kardiologie des 

Kantonsspitals St. Gallen vom 2. August 2010 geht hervor, dass die 

Beschwerdeführerin in der Zeit vom 27. - 28. Juli 2010 wegen einer hypertensiven 

Entgleisung infolge exzessiver Belastung auf dem Hometrainer hospitalisiert werden 

musste. Der anfängliche Verdacht eines akuten Koronarsyndroms konnte nicht erhärtet 

werden. Die Entlassung erfolgte in gutem Allgemeinzustand unter Empfehlung 

engmaschiger Blutdruckkontrollen (act. G 4.1/158.6 f.). In psychiatrischer Hinsicht 

scheint sich die Situation sogar gebessert zu haben, war doch die Beschwerdeführerin 

zum Zeitpunkt der zusätzlichen Abklärungen nicht mehr in psychiatrischer Behandlung 

bei Dr. C.___ und hat diese nach eigenen Angaben erst ab 28. Juli 2011 wieder 

fortgeführt (vgl. Replik, Ziff. IV. 1.1). Mit Stellungnahme vom 2. November 2010 

erachtete der RAD den Gesundheitszustand bei dieser Sachlage als stabil (act. 

G 4.1/161.2). Dies erscheint nachvollziehbar, beziehen sich doch die neuen 

Arztberichte im Wesentlichen auf die bereits bekannte arterielle Hypertonie und die 

gestörte Glukosetoleranz oder aber auf vorübergehende Zustände wie die hypertensive 

Entgleisung. Zudem vermag auch ein erst mit der Beschwerde eingereichter Bericht 

von Dr. med. I.___, FMH Kardiologie und Innere Medizin, vom 15. April 2011 keinen 

verschlechterten Zustand in Bezug auf die kardiologischen Probleme zu belegen. Auch 

er diagnostizierte im Wesentlichen die bereits bekannte schwer einstellbare arterielle 

Hypertonie bei stark schwankenden Blutdruckwerten sowie die kardiovaskulären 

Risikofaktoren wie konzentrische linksventrikuläre Hypertrophie, grenzwertiger 

Diabetes mellitus und Übergewicht. Zur Zeit seien Ruhe- und Belastungshypertonie gut 

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eingestellt. Als Procedere nannte Dr. I.___ unter anderem weitere regelmässige 

Blutdruckmessungen, die Einnahme von Adalat bei Bedarf sowie ein psychiatrisches 

Konsil bei Dr. J.___ (act. G 1.1.3). Zusammenfassend ist damit bis zum Ver­

fügungserlass vom 11. April 2011 nicht von einem wesentlich veränderten 

Gesundheitszustand auszugehen. Mit der Beschwerdegegnerin ist davon auszugehen, 

dass die genannten kardiologischen und diskreten diabetologischen Befunde keinen 

zusätzlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ausüben.

2.6  Mit Replik vom 17. Oktober 2011 macht die Beschwerdeführerin eine 

Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands nach Verfügungserlass 

geltend. So sei sie ab 28. Juli 2011 wieder in engmaschiger Behandlung durch den 

Psychiater Dr. C.___. Diesbezüglich seien weitere Abklärungen zu treffen, insbesondere 

die Einholung eines Arztberichts von Dr. C.___, allenfalls eine erneute psychiatrische 

Begutachtung. Nachdem die Beschwerdeführerin, wie vorstehend ausgeführt, zum 

Zeitpunkt der erneuten Abklärungen im Herbst 2010 nicht in psychiatrischer 

Behandlung war und zu diesem Zeitpunkt vor allem die kardiologischen Probleme im 

Vordergrund standen, erscheint der Sachverhalt - insbesondere in psychiatrischer 

Hinsicht - zum Verfügungszeitpunkt vollständig abgeklärt. Eine nachträgliche 

Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands ist demnach nicht im 

vorliegenden Verfahren zu prüfen. Vielmehr ist die Beschwerdeführerin diesbezüglich 

auf den Revisionsweg bzw. die Neuanmeldung zu verweisen. Immerhin kann die 

replicando vorgebrachte Verschlechterung als fristwahrend im Sinn von Art. 88

Abs. 1 lit. a IVV angesehen werden.

2.7  In Bezug auf den Einkommensvergleich macht die Beschwerdeführerin zunächst 

geltend, das Valideneinkommen an der zuletzt besetzten Stelle sei auf 100 % 

hochzurechnen. Wie bereits in E. 2.3 ausgeführt, ist nicht ersichtlich, dass die 

Beschwerdeführerin das initiale Arbeitspensum 1999 aus gesundheitlichen Gründen 

auf 80 % beschränkt hätte. Mangels anderer Anhaltspunkte ist somit von der 

freiwilligen Beschränkung auf 80 % auszugehen, zumal nach eigenen Angaben der 

Beschwerdeführerin keine finanzielle Notwendigkeit eines höheren Pensums bestanden 

hatte (vgl. Replik, Ziff. IV. 2.2). Daran ändert nichts, dass ab 2003 eine Aufstockung auf 

100 % infolge des Burnouts wohl tatsächlich nicht mehr möglich gewesen wäre. Die 

Beschwerdegegnerin ging vom Einkommen 2007 aus (13 x Fr. 5'685.60 = Fr. 73'912.80 

bis

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[vgl. act. G 4.1/75.11 und 71.2]) und passte dieses an die Nominallohnentwicklung bis 

2009 an, was ein Valideneinkommen von Fr. 77'004.-- ergebe (act. G 4.1/172.3). Wie 

sich aus dem Lohnjournal ergibt, erzielte die Beschwerdeführerin allerdings bereits 

2008 ein effektives Einkommen von Fr. 77'213.-- (Fr. 5'939.45 x 13 [act. G 4.1/75.9]). 

Es rechtfertigt sich damit, auf dieses im Jahr 2008 effektiv erzielte Einkommen 

abzustellen.

2.8  Für das Invalideneinkommen stellte die Beschwerdegegnerin auf die Tabellenlöhne 

der LSE ab. Dabei verwendete sie die Tabelle TA1, Gesundheits- und Sozialwesen (Ziff. 

85). Auf Grund der Berufs- und Führungserfahrung rechtfertige es sich, vom 

Durchschnitt der Niveaus 2 (Verrichtung selbstständiger und qualifizierter Arbeiten) und 

3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) auszugehen. Auf eine Arbeitszeit von 

41,6 Wochenstunden hochgerechnet ergebe sich ein Invalideneinkommen von 

Fr. 75'036.-- (2008 [act. G 4.1/172.4]). Dies erscheint angesichts der Ausbildung der 

Beschwerdeführerin, der von ihr langjährig ausgeübten Tätigkeit bei der B.___ sowie 

der von ihr absolvierten Weiterbildungen (vgl. act. G 4.1/153 und 156) als angemessen. 

Nicht zu folgen ist der Beschwerdeführerin, soweit sie geltend machen lässt, es werde 

für die Bemessung des Invalideneinkommens eine Tätigkeit zu Grunde gelegt, die nicht 

- bzw. noch nicht - ihrer Ausbildung und beruflichen Qualifikation entspreche. Für diese 

Tätigkeiten sei das Niveau 2 heranzuziehen (gemeint wohl: Niveau 4). Der 

Beschwerdeführerin sind nach dem Gesagten körperlich adaptierte Tätigkeiten zu 

100 % zumutbar. Nachdem die Beschwerdeführerin in der Lage ist, ähnliche Stellen 

wie diejenige bei der B.___ zu bekleiden, ist auch nicht von einer wesentlichen 

Lohneinbusse auszugehen. Dies zeigt sich auch daran, dass sie nach eigenen Angaben 

ab Januar 2011 als Stationsleiterin beim Hausbetreuungsdienst Stadt und Land in 

einem 50 %-Pensum einen Lohn von Fr. 42'822.-- erzielen konnte (vgl. act. G 4.1/166). 

Zusammenfassend ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 2,8 % ([Fr. 77'213.-- - 

Fr. 75'036.--] : Fr. 77'213.-- x 100). Selbst die Annahme einer Arbeitsfähigkeit von 75 % 

in einer körperlich adaptierten Tätigkeit würde nur zu einem Invaliditätsgrad von 27,1 % 

führen ([Fr. 77'213.-- - Fr. 56'277.--] : Fr. 77'213.-- x 100). Es besteht damit kein 

Rentenanspruch. Ein Umschulungsanspruch besteht bei einem Invaliditätsgrad von 

2,8 % ebenfalls nicht. Ausserdem erscheint eine Umschulung zur Case-Managerin 

nicht zielführend, wäre doch die Beschwerdeführerin auch als Case-Managerin 

weiterhin zu 25 % arbeitsunfähig, ohne dass wahrscheinlich erscheint, dass sie in 

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diesem Bereich ein höheres Einkommen als ihr bisheriges Valideneinkommen erzielen 

könnte.

3.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG).

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Ange­

legenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie 

vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der von ihr geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat die 

Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihr 

geleistete Kostenvorschuss wird ihr daran angerechnet.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.07.2013
	Art. 17 Abs. 1 und Art. 28 Abs. 2 IVG. Umschulung, Invalidenrente. Eine massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands nach Erstattung des Gutachtens ist nicht anzunehmen. Nachdem eine leichtere psychische Gesundheitsbeeinträchtigung (leichte bis mittelschwere depressive Episode, nichtorganische Insomnie) rechtsprechungsgemäss nicht zu einer Invalidität führt, ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer körperlich adaptierten Tätigkeit (leicht, wechselbelastend) zu 100 % arbeitsfähig ist. Mithin könnte sie ein annähernd gleich hohes Einkommen erzielen wie an ihrer zuletzt innegehabten Arbeitsstelle. Somit besteht kein Anspruch auf Umschulung oder Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Juli 2013, IV 2011/183).

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