# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9256ea64-31f4-591e-96c1-a2273a5c1c55
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.06.2020 UV 2018/9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2018-9_2020-06-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2018/9

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.09.2020

Entscheiddatum: 24.06.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 24.06.2020
Art. 18 ff. und 24 UVG. Art. 16 ATSG. Würdigung medizinischer Gutachten 
und Beurteilungen. Abklärung der Arbeitsfähigkeit und Bemessung der 
Invalidenrente und der Integritätsentschädigung. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 24. Juni 2020, UV 2018/9).

Entscheid vom 24. Juni 2020

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Miriam Lendfers und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2018/9

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Saila Ruibal, Pedrazzini Ruibal, Vadianstrasse 35, 

Postfach 115, 9001 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Lischer, Zemp & Partner, 

Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. April 2007 als Bauarbeiter bei 

der Stutz AG in St. Gallen tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

versichert (Suva-act. I-1, act. G 1.2).

A.a. 

Am 13. Oktober 2010 schnitt sich der Versicherte beim Schneiden von Holzleisten 

in den rechten Handrücken und in vier Finger (Suva-act. I-1). Die Ärzte der Klinik für 

Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des Kantonsspitals St. Gallen 

(KSSG) diagnostizierten eine Fräsverletzung Handrücken rechts mit/bei traumatischer 

Arthrotomie MCP-Gelenk II mit ossärer Arrosion Caput MC II und Basis P1 und 

kompletter Strecksehnendurchtrennung Dig III und versorgten den Versicherten am 

Unfalltag operativ (Wunddébridement, Spülung, Septopalkugeleinlage, Strecksehnen- 

und Kapselnaht; Suva-act. I-2 f.).

A.b. 

Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht, kam für die erforderlichen 

Behandlungsmassnahmen auf und entrichtete Taggelder (Suva-act. I-63 ff.). Am 19. 

Januar 2011 wurde der Versicherte zur sekundären Rekonstruktion erneut operiert 

(Strecksehnentenolyse, Arthrolyse, Septopalkugelentnahme, Swanson-Prothese; Suva-

act. I-13).

A.c. 

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B.  

Die geplante Wiederaufnahme der Arbeit als Bauarbeiter ab 2. Mai 2011 zu 50% 

kam nicht zustande (Suva-act. I-24 ff.). Am 16. Mai 2011 attestierten die behandelnden 

Ärzte des KSSG dem Versicherten keine Arbeitsfähigkeit mehr für körperlich schwere 

Tätigkeiten wie die angestammte Arbeit als Bauarbeiter. Eine medizinische 

Verbesserung sei aktuell nicht möglich und ein Berufswechsel die einzige Massnahme 

zur Verbesserung der Situation. Der Versicherte sei 100% arbeitsfähig für leichte 

Tätigkeiten (Suva-act. I-37).

A.d. 

Per Ende September 2011 wurde dem Versicherten von der B.___ AG gekündigt 

(Suva-act. I-56) und die Taggeldleistungen der Suva wurden bei 100%-iger 

Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit eingestellt (Suva-act. I-52). Ab 1. 

Oktober 2011 bezog der Versicherte Entschädigungen der Arbeitslosenkasse und blieb 

dadurch weiterhin bei der Suva versichert. Zur Stellensuche wurde dem Versicherten 

auf Kosten der Suva auf freiwilliger Basis bis Ende Mai 2012 erfolglos ein 

Stellenvermittler zur Seite gestellt (Suva-act. I-61 ff.).

A.e. 

Am 15. Mai 2012 liess der Versicherte der Suva melden, er sei am 11. Mai 2012 in 

Rorschach gestürzt (Suva-act. II-2). Er sei auf einem Stein ausgerutscht und habe sich 

die rechte Hand verletzt (Suva-act. II-12). Die Ärzte des KSSG diagnostizierten eine 

kaum dislozierte periprothetische Fraktur MC II Hand links (gemeint rechts; Suva-act. 

II-36). Die Versorgung erfolgte konservativ (Suva-act. II-6, 10). Die Suva erbrachte auch 

für diese Verletzungsfolgen die Versicherungsleistungen (Suva-act. II-14, 16).

B.a. 

Am 16. Juli 2012 berichteten die Ärzte des KSSG von einer aus handchirurgischer 

Sicht mittlerweile konsolidierten periprothetischen Fraktur. Bei Beschwerdepersistenz 

wäre gegebenenfalls ein Prothesenwechsel möglich. Einer MCP-II-Gelenksarthrodese 

stehe man äusserst zurückhaltend gegenüber (Suva-act. II-34). Mit Bericht des KSSG 

vom 15. Oktober 2012 wurde ausgeführt, dass ein Prothesenwechsel und die 

Abtragung von Osteophyten nicht indiziert sei. Es werde bei chronischen Schmerzen 

nun doch eine Arthrodese empfohlen (Suva-act. II-48). Der empfohlene Eingriff wurde 

am 6. März 2013 im KSSG durchgeführt (Suva-act. II-70, 72 [Swansonprothesen-

Entfernung, MCP-Arthrodese mit 12-Loch Gitterplatte Aptus 2.0 winkelstabil in 

Funktionsstellung mit kortikospongiösem Beckenkamm-Interponat Hand rechts]). Am 

B.b. 

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23. August 2013 teilten die Ärzte des KSSG mit, dass die Behandlung abgeschlossen 

sei. Es werde dem Versicherten empfohlen, eine Arbeit zu suchen, damit er abgelenkt 

sei und nicht konstant über seinen Finger nachdenke (Suva-act. II-100).

Am 23. April 2013 führte der Versicherte anlässlich einer Behandlung, für welche 

er die Notfallabteilung des KSSG aufgesucht hatte, aus, dass er mit seiner rechten 

Hand eine Flasche habe öffnen wollen, dabei abgerutscht sei und die Hand an der 

Wand angeschlagen habe. Diagnostiziert wurde eine undislozierte periprothetische 

Fraktur Metacarpale II rechts (Suva-act. II-79) und die Behandlung erfolgte konservativ 

mit Ruhigstellung in einer Zweifingerschiene (Suva-act. II-81).

B.c. 

Am 29. August 2013 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass ab 23. August 

2013 bei 100%-iger Arbeitsfähigkeit die Taggeldleistungen eingestellt würden (Suva-

act. II-101). Die Kreisärztin med. pract. C.___, Fachärztin für Chirurgie FMH, kam 

anlässlich der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 14. Oktober 2013 zum Schluss, 

dass subjektiv zum einen die Bewegungseinschränkung, zum anderen die 

belastungsabhängig zunehmende Schmerzsituation im Vordergrund stünden. Es könne 

von weiteren Behandlungen keine namhafte Besserung des unfallbedingten 

Gesundheitszustands erwartet werden. Der erlittene Integritätsschaden erreiche die 

Erheblichkeitsgrenze für eine Integritätsentschädigung nicht. Die Tätigkeit als 

Bauarbeiter sei nicht mehr zumutbar, da zu belastend und zu schwer. Eine leichte bis 

mittelschwere Tätigkeit sei jedoch vollschichtig möglich und zumutbar. Es würden 

Einschränkungen in feinmechanischer Hinsicht und auch bei schweren Arbeiten 

bestehen, die den vollen Faustschluss und den Einsatz der kompletten Hand 

erforderlich machten. Vibrationsbelastungen sollten vermieden werden (Suva-act. 

II-111).

B.d. 

Bei anhaltenden Schmerzen in der Arthrodeseregion liess sich der Versicherte in 

der Folge durch Dr. med. D.___, FMH Chirurgie und Handchirurgie, behandeln. Mit 

Bericht vom 28. November 2013 diagnostizierte die Ärztin eine Pseudarthrose MCP II 

rechts. Die Platte sei gemäss CT noch nicht gebrochen; dies dürfte aber eine Frage der 

Zeit sein. Im Moment sei der Versicherte mit dieser Problematik auch auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt nicht einsetzbar. Es müsste sicher eine allfällige Re-

B.e. 

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Operation diskutiert werden (Re-Arthrodese versus erneute prothetische Versorgung; 

Suva-act. II-117).

Am 26. März 2014 wurde der Versicherte auf Veranlassung der Suva (Suva-act. 

II-130) zur Re-Evaluation der therapeutischen Möglichkeiten im KSSG untersucht. Der 

untersuchende Arzt diagnostizierte im Bericht vom 27. März 2014 einen Verdacht auf 

eine Pseudarthrose Grundgelenkarthrodese Zeigefinger rechts. Radiologisch zeige sich 

eine intakte Platte und kein Hinweis auf einen Plattenbruch oder eine 

Materiallockerung. Auf den aktuellen Aufnahmen sei eine knöcherne Durchbauung 

letztendlich nicht beurteilbar. Im November 2013 sei die letzte Computertomographie 

durchgeführt worden. Daraus ergebe sich distal der Verdacht auf eine nicht durchbaute 

Arthrodese. Mit einer erneuten Computertomographie sei zu beurteilen, ob eine 

Durchbauung vorliege oder nicht. Sofern diese vollständig sei, werde die 

Metallentfernung empfohlen. Ansonsten helfe nur eine erneute Verplattung mit 

Spongiosaplastik (Suva-act. II-134). Mit Bericht des KSSG vom 24. April 2014 wurden 

eine Pseudarthrose Grundgelenk und eine Arthrodese Zeigefinger rechts diagnostiziert. 

Trotz intakter Plattenosteosynthese bei Arthrodese sei die knöcherne Heilung noch 

nicht erfolgt und es liege eine Pseudarthrose vor. Es werde eine Revision des Gelenks 

mit nochmaliger Arthrodese, eventuell in einer etwas anderen Stellung des Gelenks, 

vorgeschlagen. Alternativ käme auch eine Zeigefingerstrahlresektion in Frage. Diese 

würde vom Versicherten aber vehement abgelehnt (Suva-act. II-137). Am 6. Mai 2014 

führte med. pract. C.___ aus, dass der erneute Eingriff dringend zu empfehlen sei, 

nachdem weiterhin keine Durchbauung der Arthrodese vorliege und der Versicherte 

nicht beschwerdefrei sei. Eine wesentliche Verbesserung sei durch die Operation zu 

erhoffen (Suva-act. II-140).

B.f. 

In der Folge holte der Versicherte eine Zweitmeinung bei Dr. med. E.___, 

Spezialarzt FMH für Chirurgie, speziell Handchirurgie, ein. Mit Bericht vom 19. 

September 2014 diagnostizierte dieser eine Pseudarthrose am rechten Zeigefinger-

Grundgelenk nach Arthrodese sowie ein Schmerzsyndrom der rechten Hand mit 

weitgehender Gebrauchsunfähigkeit. Es handle sich um einen komplizierten und 

protrahierten Verlauf einer zweimaligen Verletzung der rechten dominanten Hand mit 

persistierender Pseudarthrose des Grundgelenks am Zeigefinger bei Zustand nach 

Arthrodese mit dorsaler Platte und einem Schmerzsyndrom, welches nicht allein durch 

B.g. 

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den Zustand der Pseudarthrose bedingt sei, sondern einem neuropathischen oder 

somatoformen Zustand zuzuschreiben sei. Die Verletzungs- und Operationsfolgen und 

der Schmerzzustand hätten zu erheblichen funktionellen Beeinträchtigungen geführt, 

so dass die Hand als weitgehend gebrauchsunfähig bezeichnet werden könne. Die 

Hand könne knapp als Halte- oder Hilfshand eingesetzt werden, wobei das 

Schmerzsyndrom auch diese Funktion erheblich einschränke. Es stünden die 

erwähnten Operationsoptionen zur Verfügung. Die Beurteilung und Planung des 

weiteren Vorgehens sei recht schwierig. Der Versicherte sei bezüglich weiterer 

operativer Eingriffe äusserst skeptisch. Diese Tatsache schmälere auch die 

Voraussetzungen für eine rasche und erfolgreiche Nachbehandlung und berufliche 

Rehabilitation, da auch die Motivation für weitere Behandlungsmassnahmen 

weitgehend fehle. Er hadere mit dem Schicksal ohne Bereitschaft, aktiv bei der 

Verbesserung mitzuwirken. Die Prognose sei ungünstig, bestehe doch 

realistischerweise die Gefahr einer bleibenden vollständigen Invalidisierung, 

unabhängig vom gewählten Verfahren. Der Versicherte sei aktuell nicht arbeitsfähig und 

vermittelbar (Suva-act. II-158).

Am 30. März 2015 reichte Dr. E.___ einen weiteren Arztbericht ein. Von einer 

Operation werde in Absprache mit dem Versicherten abgesehen. Der Versicherte sei 

einverstanden, den Fall mit Prüfung einer Integritätsentschädigung und Rente 

abzuschliessen. An einer geeigneten Arbeitsstelle könnte er eine adaptierte leichte 

einhändige Arbeit in einem nahezu vollen zeitlichen Pensum ausführen. In der 

bisherigen Tätigkeit sei er voll arbeitsunfähig (Suva-act. II-165).

B.h. 

Mit ärztlicher Abschlussuntersuchung vom 26. Juni 2015 kam med. pract. C.___ 

zum Schluss, dass durch weitere Therapie und Behandlung keine namhafte Besserung 

des unfallbedingten Gesundheitszustands mehr zu erzielen sei, insbesondere, da der 

Versicherte einer erneuten operativen Revision überaus skeptisch gegenüberstehe. Die 

Tätigkeit als Bauarbeiter sei nicht mehr zumutbar. Leichte Tätigkeiten seien unter 

Berücksichtigung des Belastungsprofils ganztags möglich und zumutbar. Die rechte 

Hand könne deutlich mehr als nur als Hilfshand eingesetzt werden, unter anderem 

aufgrund der fehlenden neuropathischen Beschwerden (Suva-act. II-174). Der 

Integritätsschaden sei auf 7.5% festzusetzen (Suva-act. II-175).

B.i. 

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C.

 

Mit Entscheid vom 10. Januar 2018 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. II-216). 

Zusammengefasst kam sie zum Schluss, dass entgegen der Verfügung dem 

Versicherten wegen der Folgen der beiden Unfälle bei höherem Invalideneinkommen 

nach LSE und 10%-igem Abzug vom Tabellenlohn (Suva-act. II-216 S. 10 ff.) 

grundsätzlich bloss eine Invalidenrente von 12% zustehe. Ein Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung bestehe nicht (Suva-act. II-216 S. 22 ff.). Bei allfälliger 

gerichtlicher Weiterung behalte man sich vor, Anträge auf entsprechende 

Leistungsanpassungen zu stellen. Weiter sei der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen den geklagten psychischen Beschwerden und dem Berufsunfall vom 13. 

Oktober 2010 zu verneinen, weshalb diesbezüglich keine Leistungspflicht bestehe 

(Suva-act. II-216 S. 26 f.).

D.

D.a      Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Mit Verfügung vom 16. November 2015 sprach die Suva dem Versicherten mit 

Wirkung ab Juli 2015 eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 14% 

(Valideneinkommen: Fr. 67'873.--; Invalideneinkommen gemäss Dokumentation von 

Arbeitsplätzen [DAP]: Fr. 58'598.80) zu. Im Weiteren verfügte sie eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 9'450.-- (Integritätsschaden 7.5%; Suva-act. II-188). 

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Saila Ruibal, St. Gallen, 

am 17. Dezember 2015 Einsprache erheben. Sinngemäss machte die Rechtsvertreterin 

geltend, dass dem Versicherten aufgrund von geeigneten Arbeitsplätzen ein tieferer 

Invalidenlohn anzurechnen sei, womit ein höherer Invaliditätsgrad resultiere. Im 

Weiteren sei die Integritätsentschädigung angemessen zu erhöhen (Suva-act. II-196). 

Mit Schreiben vom 10. Januar 2017 reichte Rechtsanwältin Ruibal zwei Arztberichte 

von Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 2. 

Dezember 2015 und 4. Januar 2017 ein (Suva-act. II-211 f.). Dieser bescheinigte dem 

Versicherten aus psychiatrischer Sicht bei mittelgradiger bis schwerer depressiver 

Störung mit somatischem Syndrom in sämtlichen Tätigkeiten eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit.

B.j. 

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Beschwerdeführer) am 12. Februar 2018 durch seine Rechtsvertreterin Beschwerde 

erheben und beantragen, der Einspracheentscheid vom 10. Januar 2018 sei 

aufzuheben. Sinngemäss beantragte er weiter, dass ihm eine höhere Invalidenrente 

und Integritätsentschädigung zuzusprechen seien. Eventualiter sei er erneut zu 

begutachten. Für das vorliegende Verfahren werde die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtpflege beantragt. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

D.b      In der Beschwerdeantwort vom 4. April 2018 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin), vertreten durch Rechtsanwalt Reto Bachmann, Luzern, die 

Abweisung der Beschwerde vom 12. Februar 2018 sowie die Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 10. Januar 2018 (act. G 5).

D.c      Mit Schreiben vom 9. April 2018 wurde dem Gesuch des Beschwerdeführers 

um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege, umfassend die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung, entsprochen (act. G 6).

D.d      Mit Replik vom 4. Juni 2018 liess der Beschwerdeführer an seinen Anträgen und 

deren Begründungen unverändert festhalten (act. G 10). Die Beschwerdegegnerin hat 

auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 12).

D.e      Am 21. März 2019 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers die 

Verfügung der IV-Stelle des Kantons St. Gallen vom 11. Februar 2019 ein (act. G 13.1). 

Gestützt darauf sei die Invalidenrente bis auf 30% zu erhöhen (act. G 13). Die Eingabe 

samt Beilage wurde der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis gebracht (act. G 14).

D.f       Mit E-Mail vom 3. März 2020 ersuchte das Versicherungsgericht des Kantons 

St. Gallen die IV-Stelle um Zusendung der Akten (act. G 15). Nach Erhalt der IV-Akten 

(act. G 16; nachfolgend: IV-act., inklusive dem bidisziplinären Gutachten des IME 

[Interdisziplinäre Medizinische Expertisen] vom 4. Dezember 2018, IV-act. 65) erhielten 

die Parteien Gelegenheit zur Einsicht und Stellungnahme (act. G 17). Davon machte die 

Beschwerdegegnerin Gebrauch und reichte am 19. März 2020 eine Eingabe ein (act. G 

19). Diese wurde dem Beschwerdeführer am 25. März 2020 zur Kenntnis gebracht (act. 

G 20).

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D.g      Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen

1.

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet 

haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen Folgen der Unfälle aus den Jahren 2010, 

2012 und 2013 zur Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung.

2.  

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens (zum Anfechtungsgegenstand 

siehe BGE 131 V 164 f. E. 2.1) bildet der Einspracheentscheid vom 10. Januar 2018 

(Suva-act. II-216). Diesem liegt die Verfügung vom 16. November 2015 zugrunde 

(Suva-act. II-188). Mit der Verfügung sprach die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer mit Wirkung ab Juli 2015 eine Invalidenrente gestützt auf einen 

Invaliditätsgrad von 14% (Valideneinkommen: Fr. 67'873.--; Invalideneinkommen 

gemäss Dokumentation von Arbeitsplätzen [DAP]: Fr. 58'598.80) zu. Im Weiteren 

verfügte sie eine Integritätsentschädigung von Fr. 9'450.-- (Integritätsschaden 7.5%; 

Suva-act. II-188). Im Einspracheentscheid vom 10. Januar 2018 hat die 

Beschwerdegegnerin die Einsprache abgewiesen, damit die Verfügung vom 16. 

November 2015 bestätigt, indes Ausführungen dazu gemacht, dass grundsätzlich 

lediglich eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 12% (nach LSE) und 

keine Integritätsentschädigung geschuldet wären. Im Falle eines Weiterzugs behalte 

man sich entsprechende Anträge vor. Solche wurden im Beschwerdeverfahren aber 

nicht gestellt. Nachfolgend ist mithin die Höhe der Invalidenrente und der 

Integritätsentschädigung zu prüfen. Der Beschwerdeführer beantragt deren Erhöhung 

(act. G 1), die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die 

Bestätigung des Einspracheentscheids (act. G 5).

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3.  

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so 

hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte 

Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die vorübergehenden Leistungen 

(Heilbehandlung, Taggeld) sind einzustellen und der Anspruch auf eine Invalidenrente 

zu prüfen, wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 

abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet 

werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird mit der 

Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung 

der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG).

3.1. 

Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold 

in: Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung [UVG], Bern 2018, N 48 ff. zu Art. 6; BSK UVG-Irene Hofer, Basel 

2019, N 63 ff. zu Art. 6; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Während es Aufgabe der 

Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt 

es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten 

(UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 53 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 66 zu Art. 

6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 88). Im Bereich klar ausgewiesener organischer 

Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen Veränderungen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 117 V 

359, E. 5d/bb, unten, mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; BGE 118 V 286, E. 

3a). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die 

Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen Fällen ist eine eigenständige 

3.2. 

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4.  

Adäquanzbeurteilung nach der Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa 

(sogenannte Psycho-Praxis) vorzunehmen (vgl. dazu nachfolgende E. 5).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.

3.3. 

Es ist unbestritten und medizinisch ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer im 

Zeitpunkt des Fallabschlusses im Juni 2015 (auch dieser blieb unbestritten und ist 

ausgewiesen; Suva-act. II-165-3, 174-5) weiterhin an einer persistierend schmerzhaften 

MCP-Arthrodese Zeigefinger rechts bei Pseudarthrose, herrührend von den Unfällen 

aus den Jahren 2010 (vgl. im Sachverhalt lit. A.b), 2012 (vgl. im Sachverhalt lit. B.a) und 

2013 (vgl. im Sachverhalt lit. B.c) bzw. den damit einhergehenden Eingriffen (vgl. dazu 

den Sachverhalt lit. A und B), litt (Suva-act. II-138, 158-1, 174-5). Diese Diagnose und 

die damit zusammenhängenden unfallkausalen Beschwerden (belastungsabhängige 

Schmerzen, Bewegungs- und funktionelle Einschränkungen der rechten Hand) sind 

unbestrittenermassen in die Leistungsbeurteilung miteinzubeziehen.

4.1. 

Uneinig sind sich die Parteien bezüglich des Ausmasses der somatischen 

Einschränkungen und des daraus resultierenden Invaliditätsgrads. Die 

Beschwerdegegnerin stützt sich bei ihrer Beurteilung auf die ärztliche 

Abschlussuntersuchung vom 26. Juni 2015 durch die Kreisärztin med. pract. C.___, 

welche eine leichte Tätigkeit ganztags für möglich und zumutbar erachtet und lediglich 

qualitative Einschränkungen anführt (Suva-act. II-174; vgl. im Sachverhalt lit. B.i). Der 

Beschwerdeführer verweist demgegenüber auf die Beurteilung der IV-Stelle und damit 

auf das von dieser eingeholte bidisziplinäre (orthopädische/psychiatrische) Gutachten 

des IME vom 4. Dezember 2018 (act. G 13, IV-act. 65), welches dem Beschwerdeführer 

gemäss orthopädischer Beurteilung und im Konsens in somatischer Hinsicht in 

angepassten Tätigkeiten eine Leistungsfähigkeit von 70% bei vollschichtiger Tätigkeit 

attestiert. Die Einschränkung von 30% ergebe sich aufgrund der reduzierten 

Belastbarkeit mit vermehrten Pausen sowie reduzierter Arbeitsschnelligkeit und einer 

erhöhten körperlichen Erschöpfung (IV-act. 65 S. 15 und 18).

4.2. 

Arztberichte unterliegen wie sämtliche Beweismittel in 

sozialversicherungsrechtlichen Verfahren der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des 

4.3. 

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Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]). Der Beweiswert der ärztlichen Stellungnahmen hängt nach der 

Rechtsprechung davon ab, ob sie für die streitigen Belange umfassend sind, auf 

allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurden, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchten und in 

den daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeugen vermögen. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ärztlicher Stellungnahmen ist folglich 

grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch dessen Bezeichnung als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1). Dennoch hat es das Bundesgericht mit 

dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf 

bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen. So ist rechtsprechungsgemäss den im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von versicherungsexternen 

Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 

zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit sprechen. 

Nur wenn die Schlüssigkeit eines solchen Gutachtens in wesentlichen Punkten 

zweifelhaft erscheint, sind ergänzende Beweisvorkehren in Betracht zu ziehen und 

nötigenfalls anzuordnen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4, 125 V 353 E. 3b/bb).

Beim bidisziplinären IME-Gutachten bzw. dessen orthopädischem Teilgutachten, 

erstellt von Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates FMH, Facharzt für Orthopädie und Facharzt für 

Unfallchirurgie, handelt es sich um ein im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

eingeholtes Administrativgutachten von versicherungsexternen Experten. Unerheblich 

ist dabei, dass es im Rahmen der Abklärung eines invalidenversicherungsrechtlichen 

Anspruchs erging, zumal in somatischer Hinsicht einzig die Handproblematik rechts zu 

Einschränkungen führt (IV-act. 65 S. 114 und 159) und diese Problematik ohne weiteres 

und unbestrittenermassen als unfallkausal zu qualifizieren ist. Die Beurteilung von Dr. 

G.___ erging nach einer ausführlichen persönlichen Untersuchung (IV-act. 65 S. 127 ff.), 

scheint für die streitigen Belange umfassend, beantwortet die Frage nach den 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

(IV-act. 65 S. 164 ff.) und berücksichtigt die geklagten Beschwerden (IV-act. 65 S. 114). 

Trotz auf den ersten Blick umfassender und ganzheitlicher Abklärung vermag jedoch 

die abschliessende Arbeitsfähigkeitsbeurteilung in adaptierter Tätigkeit von 70% nicht 

zu überzeugen. So spricht der Gutachter von einer bewusstseinsnahen 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

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Verdeutlichungstendenz bei der Überprüfung der Handfunktion (IV-act. 65-16, 162). 

Auch wird festgehalten, dass – entgegen den Angaben des Beschwerdeführers, die 

Medikation regelhaft einzunehmen – gemäss Blutserum das Analgetikum nur knapp 

oberhalb der Nachweisgrenze und weit ausserhalb des therapeutischen Bereichs liege 

(IV-act. 65-16). Zu dieser schlechten Compliance äussert sich Dr. G.___ nicht weiter, 

zieht keine Rückschlüsse auf den Leidensdruck und macht keine 

Zumutbarkeitsüberlegungen. In dem Sinne fand keine objektiv kritische Prüfung der 

geltend gemachten Beschwerden/Schmerzen und Einschränkungen statt. Liest man 

seine ausführliche Testwiedergabe der rechten Hand (IV-act. 65-136 ff.), wirkt, 

abgesehen von der Flexionsstellung des Zeigefingers, alles weitgehend unauffällig, 

inklusive Ausprägung der Muskulatur. In Würdigung dieser Ausführungen ist kaum 

nachzuvollziehen, warum Dr. G.___ eine Einschränkung von 30% attestiert. Eine derart 

hohe Beeinträchtigung lässt sich mit der geschilderten Beeinträchtigung der rechten 

Hand nur schwer in Einklang bringen, zumal die reduziert mögliche Belastbarkeit im 

Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt ist. Eine erhöhte körperliche Erschöpfung, wie es Dr. 

G.___ attestiert, ist bei diesem Beschwerdebild in adaptierter Tätigkeit kaum 

nachvollziehbar. Aufgrund des Gesagten ist der von Dr. G.___ gezogene Schluss einer 

lediglich 70%-igen Leistungsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit mit erheblichen Zweifeln 

behaftet, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann.

Zu prüfen bleibt, ob den Einschätzungen der Kreisärztin med. pract. C.___ gefolgt 

werden kann. Sie attestiert dem Beschwerdeführer, wie bereits erwähnt, aufgrund der 

Handproblematik rechts keine quantitativen Einschränkungen in angepasster Tätigkeit. 

Ihre Beurteilungen (Suva-act. II-111, 174) beruhen auf einer eingehenden persönlichen 

Untersuchung (Suva-act. II-174-4), sind für die streitigen Belange umfassend und 

ergingen in Kenntnis der Vorakten (Suva-act. II-174-1 f.) sowie in Würdigung der 

geklagten Beschwerden (Suva-act. II-174-3 f.). Sie berücksichtigt im 

Zumutbarkeitsprofil die Beeinträchtigungen an der rechten Hand, indem sie repetitiv 

feinmechanische Tätigkeiten für nicht mehr zumutbar erachtet. Dasselbe gelte für das 

repetitive Tragen von Lasten von über 5 Kilogramm sowie für mittelschwere und 

schwere Arbeiten, die den vollen Faustschluss und den Einsatz der kompletten Hand 

erforderlich machten. Schläge und Vibrationen auf die rechte obere Extremität sollten 

vermieden werden. Die rechte Hand könne dennoch deutlich mehr als nur als Hilfshand 

eingesetzt werden, unter anderem aufgrund der fehlenden neuropathischen 

Beschwerden. Beim vorgenannten Zumutbarkeitsprofil wird den Beeinträchtigungen an 

der rechten Hand umfassend Rechnung getragen und es ist einleuchtend, dass bei 

Einhaltung desselben eine volle Arbeitsfähigkeit zumutbar sein sollte. Begründet 

widerspricht auch Dr. G.___ dieser Einschätzung nicht. Ihm war oder hätte die andere 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

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5.

Die seitens des Beschwerdeführers nebst der somatischen Problematik geltend 

gemachte psychische Beeinträchtigung (vgl. dazu insbesondere die Berichte von Dr. 

F.___ vom 2. Dezember 2015 und 4. Januar 2017 [Suva-act. II-211 f.]) führt zu keinen 

zusätzlichen Einschränkungen, unabhängig eines natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zu den erlittenen Unfällen. Diesbezüglich kann auf das IME-

Gutachten bzw. das psychiatrische Teilgutachten von Prof. med. habil. H.___, FMH 

Neurologie, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, SSIPM Interventionelle 

Schmerztherapie, SGV Vertrauensarzt und SIM Zertifizierter Medizinischer Gutachter, 

abgestellt werden (IV-act. 65 S. 21 bis 104). Die psychiatrische Beurteilung entspricht 

den Anforderungen der Rechtsprechung. Das Teilgutachten erging unter Einbezug und 

Diskussion der Vorgeschichte bzw. der vorhandenen (medizinischen) Aktenlage (IV-act. 

65 S. 27 bis 77). Anlässlich der Exploration konnte sich der Beschwerdeführer zu 

seinen Beschwerden und deren Entwicklung äussern (IV-act. 65 S.83). Die 

psychiatrische Befunderhebung erfolgte in Anlehnung an das anerkannte AMDP-

System (IV-act. 65 S. 87 ff.). Auf der Basis der erhobenen Befunde stellte der Gutachter 

in Würdigung der früheren diagnostischen Einschätzungen (IV-act. 65 S. 92 ff.) 

Leistungsbeurteilung von med. pract. C.___ bekannt sein müssen, erging diese doch 

bereits im Juni 2016 (das IME-Gutachten datiert vom 4. Dezember 2018). Eine 

Auseinandersetzung findet sich in seinem orthopädischen Gutachten indes nicht, 

wobei zweifelhaft ist, ob Dr. G.___ überhaupt zur Kenntnis genommen hat, dass med. 

pract. C.___ die Arbeitsfähigkeit adaptiert als nicht einschränkend qualifiziert hat. 

Bezüglich Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit schreibt er denn ausdrücklich, dass 

er mit der Einschätzung der Beschwerdegegnerin und damit mit derjenigen von med. 

pract. C.___ uneingeschränkt einiggehe (IV-act. 65-18, 166).

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass der Beurteilung von Dr. G.___ in Bezug 

auf die quantitative Arbeitsfähigkeit erhebliche Zweifel anhaften, während die 

Einschätzung von med. pract. C.___, welche sich im Übrigen mit derjenigen des 

behandelnden Dr. E.___ deckt ("an einer geeigneten Arbeitsstätte könnte eine 

adaptierte leichte einhändige Arbeit in einem nahezu vollen zeitlichen Pensum 

ausgeführt werden" [Suva-act. II-165-3]; "Ich bin mit der Beurteilung der Kreisärztin 

absolut einverstanden" [Suva-act. II-176]), aufgrund des vorliegenden Beschwerdebilds 

schlüssig und überzeugend erscheint. Weitere Abklärungen erübrigen sich, nachdem 

keine auch nur geringen Zweifel an der Einschätzung von med. pract. C.___ bestehen, 

weshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass dem 

Beschwerdeführer in adaptierter Tätigkeit ein Vollpensum zumutbar ist.

4.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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nachvollziehbar die Diagnosen chronifizierte rezidivierende depressive Störung, reaktiv 

auf multiple psychosoziale Probleme, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: F 33.8), mit/bei 

Problemen in Verbindung mit Ausbildung und Bildung, Problemen in Verbindung mit 

Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit, Problemen in Verbindung mit ökonomischen 

Verhältnissen, Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung und Problemen in der 

Beziehung zum Ehepartner (Z-Diagnosen; IV-act. 65 S. 96). Die abschliessende 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung beruht auf einer objektiv-kritischen Prüfung der geltend 

gemachten Beschwerden und Funktionseinschränkungen und erfolgte korrekterweise 

in Ausserachtlassung der etlichen, unbestrittenermassen bestehenden psychosozialen 

Belastungsfaktoren. Das psychiatrische Teilgutachten erscheint gestützt auf das 

Gesagte umfassend sowie medizinisch nachvollziehbar und schlüssig begründet, 

weshalb auf die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit abgestellt werden kann 

(100%-ige Arbeitsfähigkeit seit der Antragstellung im Sommer 2013; IV-act. 65 S. 101 

f.). Insbesondere fällt auch auf, dass der Beschwerdeführer selbst seine 

Arbeitsunfähigkeit ausschliesslich aufgrund seiner somatischen Problematik begründet 

sieht und sich psychisch in der Lage fühlt zu arbeiten. So führte er anlässlich der 

Exploration aus, dass er psychisch nur betroffen sei, weil er kein Geld habe, allein sei 

und seit Jahren keine Stelle finde. Sonst fehle ihm psychisch nichts (IV-act. 65 S. 83). 

Im Weiteren stellte der Beschwerdeführer auch im Beschwerdeverfahren das IME-

Gutachten insgesamt nicht in Frage bzw. verwies in der Eingabe vom 21. März 2019 

ausdrücklich auf dessen Beurteilung (act. G 13).

6.

Zur Beurteilung steht als nächstes die Höhe des Invaliditätsgrads bei 100%-iger 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten.

Der Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 

ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das 

die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

6.1. 

Gemäss den Angaben der früheren Arbeitgeberin des Beschwerdeführers (B.___ 

AG) ist das Valideneinkommen für das Jahr 2015 auf Fr. 67'853.-- (Fr. 5'221.-- x 13) 

festzulegen (Suva-act. II-179).

6.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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Bezüglich Invalideneinkommen können – wie die Beschwerdegegnerin im 

Einspracheentscheid vom 10. Januar 2018 richtig ausführt – mangels genügend 

geeigneter DAP-Plätze jene Kennzahlen nicht zur Berechnung des 

Invalideneinkommens herangezogen werden (vgl. dazu die schlüssigen Ausführungen 

in Suva-act. II-204-3 f., II-216-10 letzter Abschnitt). Damit ist für die Bestimmung des 

Invalideneinkommens gestützt auf das Belastungsprofil des Beschwerdeführers der 

statistische Hilfsarbeiterlohn massgebend (BGE 129 V 475 E. 4.2.1). Dieser hat im Jahr 

2015 Fr. 66'633.-- betragen (vgl. Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-Gesetzesausgabe 

der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019). Zu prüfen bleibt, ob von diesem 

Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist. Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu 

berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten 

Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und 

entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind 

und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird 

dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale 

einer versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben 

können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3). Die lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt dürfte sich 

vorliegend – wenn auch bei einer Tätigkeit mit Kompetenzniveau 1 (einfache 

Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) nur geringfügig – lohnsenkend 

auswirken (vgl. u.a. Urteile des Bundesgerichts vom 10. Februar 2011, 9C_617/2010, 

E. 4.3, vom 15. Juli 2009, 9C_524/2008, E. 4 und 4.2, und vom 4. Mai 2012, 

9C_22/2012, E. 3.2). Lohnsenkend dürfte ausserdem der Umstand ins Gewicht fallen, 

dass auch die leichte Verweistätigkeit mit erheblichen zusätzlichen Einschränkungen 

der rechten Hand einhergeht. Insgesamt erweist sich ein Abzug von 10% (vgl. dazu 

aber nachfolgende E. 6.4) als angemessen. Das Invalideneinkommen ist daher mit Fr. 

59'969.70 (Fr. 66'633.-- x 0.9) zu bemessen.

6.3. 

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 67'853.-- und einem Invalideneinkommen 

von 59'969.70 ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 7'883.30 (Fr. 67'853.-- - 

Fr. 59'969.70) und ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 12% (Fr. 7'883.30 / 

Fr. 67'853.--). Bei richtiger Betrachtung ist damit der Invaliditätsgrad tiefer als der am 

16. November 2015 verfügte (14%; Suva-act. II-188). Dies würde grundsätzlich eine 

reformatio in peius bedeuten. Nachdem die Beschwerdegegnerin aber entgegen ihren 

Ausführungen im Einspracheentscheid vom 10. Januar 2018 (vgl. vorstehende E. 2) im 

Beschwerdeverfahren keinen tieferen Invaliditätsgrad als den verfügten beantragte und 

nach der Rechtsprechung von der Möglichkeit einer reformatio in peius zurückhaltend 

Gebrauch zu machen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2007, H 161/06, 

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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7.  

E. 5.6; vgl. dazu auch Kieser, Kommentar ATSG, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 

61 N 166), ist vorliegend von einer solchen abzusehen. Dies zumal die Differenz von 

2% nicht allzu gross ins Gewicht fällt und nicht von einer offensichtlichen Unrichtigkeit 

auszugehen ist, wenn man bedenkt, dass der Tabellenlohnabzug ermessenweise 

erfolgt und sich im vorliegenden Fall durchaus auch ein Abzug zwischen 10% und 15% 

rechtfertigen liesse. Eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 14% ist 

damit ohne weiteres vertretbar und die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen.

Weiter ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung zu 

beurteilen. Die Beschwerdegegnerin sprach ihm in der Verfügung vom 16. November 

2015, bestätigt durch den Einspracheentscheid vom 10. Januar 2018, eine solche 

basierend auf einem Integritätsschaden von 7.5% zu (Suva-act. II-175, 188). Der 

Beschwerdeführer beantragt bei Gebrauchsunfähigkeit der rechten Hand und damit 

faktischer Einhändigkeit eine angemessene Erhöhung (act. G 1).

7.1. 

Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die 

Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. 

Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte 

Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

7.2. 

Med. pract. C.___ führte mit Beurteilung vom 26. Juni 2015 aus, dass gemäss 

Suva-Tabelle 5 die Fingergelenksarthrodese nicht entschädigungspflichtig sei. 

Aufgrund der funktionellen Einschränkungen werde aber dennoch in Anlehnung an die 

7.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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8.  

Entscheid

Suva-Tabelle 3 (Integritätsschaden bei einfachen oder kombinierten Finger-, Hand- und 

Armverlusten) eine Integritätsentschädigung von 7.5% als gerechtfertigt erachtet. 

Kosmetisch sei der Beschwerdeführer ohne Verlust eines Fingers zwar bessergestellt. 

Funktionell sei die nicht vollständig durchbaute Arthrodese aber nicht komplett 

belastungsstabil und bereite Beschwerden (Suva-act. II-175).

Den Ausführungen von med. pract. C.___ bzw. deren Einschätzung in Bezug auf 

die Höhe des Integritätsschadens kann uneingeschränkt gefolgt werden. Sie leuchten 

sowohl bezüglich Herleitung als auch Höhe vollumfänglich ein. Insbesondere ist 

entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers klarerweise nicht von einer 

Gebrauchsunfähigkeit der rechten Hand bzw. faktischen Einhändigkeit auszugehen. 

Das Beschwerdebild der rechten Hand lässt einen solchen Schluss nicht zu. Eine 

Erhöhung der Integritätsentschädigung steht damit nicht zur Diskussion, womit die 

Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen ist.

7.4. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

8.1. 

Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt. 

Der Staat ist mithin zu verpflichten, für die Kosten seiner Rechtsvertretung 

aufzukommen. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt 

und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach 

der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten des Kantons 

St. Gallen (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend 

zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- angemessen. Diese ist um einen 

Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzs [AnwG; sGS 963.70]). Somit hat 

der Staat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 3'200.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

8.2. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

8.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.06.2020
	Art. 18 ff. und 24 UVG. Art. 16 ATSG. Würdigung medizinischer Gutachten und Beurteilungen. Abklärung der Arbeitsfähigkeit und Bemessung der Invalidenrente und der Integritätsentschädigung. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juni 2020, UV 2018/9).

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		2025-07-19T03:47:09+0200
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