# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9dffa66f-ecc4-59be-bd6d-c58b2d72feaf
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LE250021-O3
**Docket/Reference:** LE250021-O3
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LE250021-O3.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: LE250021-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. N. Jeker und Oberrichterin lic. iur. R. Hürlimann 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Paszehr

Urteil vom 27. August 2025

in Sachen

A._____, 

Gesuchsgegner und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X1._____, 

gegen

B._____, 

Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwalt Y._____, 

betreffend Eheschutz

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 

am Bezirksgericht Hinwil vom 17. März 2025 (EE240038-E)

- 2 -

Rechtsbegehren:

der Gesuchstellerin (Urk. 1 S. 2 f.; Urk. 20 S. 1 f.; Urk. 35 S. 2):

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

Den Parteien sei das Getrenntleben zu bewilligen.

Die eheliche Wohnung an der C._____-strasse … in D._____ sei 
samt komplettem Hausrat – ausgenommen der persönlichen Sa-
chen des Gesuchsgegners – der Gesuchstellerin zur alleinigen Be-
nützung zuzuweisen.

[…]

a)  Dem Gesuchsgegner sei unter Strafandrohung nach Art. 292 

StGB zu verbieten zu betreten:

b) die eheliche Wohnung an der C._____-strasse … in D._____.

c)  die  unmittelbare  Umgebung  der  Wohnung  an  der  C._____-
strasse … in D._____, insbesondere das Treppenhaus, Keller, 
Waschküche,  Hof  und  Garten  der  Liegenschaft,  sowie  einen 
Umkreis von 100 Metern um die Liegenschaft.

d) den Arbeitsplatz der Gesuchstellerin, an der E._____-strasse 

… in F._____

e) das Ferienhaus in Italien  an der Via G._____ … in H._____, 

während dem Aufenthalt der Gesuchstellerin.

f)

dem  Gesuchsgegner  sei  unter  Strafandrohung  nach  Art.  292 
StGB zu verbieten, sich der Gesuchstellerin näher als 30 Meter 
zu nähern.

Der Gesuchstellerin sei das Recht einzuräumen, die Liegenschaft 
an der Via G._____ … in H._____ während 26 Wochen pro Jahr 
zu nutzen. Sollten sich die Ehegatten nicht über die Nutzung eini-
gen können, so soll der Gesuchstellerin in den geraden Jahren und 
dem Gesuchsgegner in den ungeraden Jahren der Vorrang zukom-
men.

Der  Gesuchsgegner  sei  zu  verpflichten,  der  Gesuchstellerin  per-
sönlich ab 1. Juni 2024 einen monatlichen und monatlich voraus-
zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 6'800.00 zu bezahlen. 

Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin einen 
Prozesskostenbeitrag von CHF 8'000.00 zu bezahlen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. Mehrwertsteuer) zu-
lasten des Gesuchsgegners.

- 3 -

des Gesuchsgegners (Urk. 21 S. 10):

"1. Es sei den Parteien das Getrenntleben zu bewilligen, und es sei 
festzustellen, dass die Parteien seit dem 18. Juni 2024 getrennt le-
ben.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

Es sei die eheliche Wohnung der Gesuchstellerin zuzuweisen.

Es seien die Anträge unter Ziff. 4 in der Klageschrift vom 27. Juni 
2024 allesamt vollumfänglich abzuweisen.

Es sei der unter Ziff. 5 ausgeführte Antrag betreffend die italieni-
sche Liegenschaft der Parteien abzuweisen.

Es sei festzustellen, dass kein persönlicher Unterhaltsanspruch zu-
gunsten der Gesuchstellerin besteht.

Es  sei  der  Antrag  auf  Leistung  eines  Prozesskostenvorschusses 
abzuweisen.
Eventualiter  sei  der  Prozesskostenvorschuss  in  Anrechnung  an 
das Güterrecht zu leisten.

Es sei die Gütertrennung anzuordnen.

Es seien die Kosten des vorliegenden Verfahrens unter den Par-
teien je hälftig aufzuteilen, und es sei gegenseitig auf die Ausrich-
tung einer Prozessentschädigung zu verzichten."

Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht 
Hinwil vom 17. März 2025:
(Urk. 47 S. 43 ff. = Urk. 50 S. 43 ff. )

1.

Den  Parteien  wird  das  Getrenntleben  bewilligt.  Es  wird  davon  Vormerk  ge-

nommen, dass die Parteien seit dem 1. Juni 2024 getrennt leben.

2.

Die  eheliche  Wohnung  an  der  C._____-strasse  …  in  D._____,  wird  für  die 

Dauer des Getrenntlebens samt Hausrat und Mobiliar der Gesuchstellerin zur 

alleinigen Benützung zugewiesen.

3.

Die  Gesuchstellerin  wird  für  berechtigt  erklärt,  die  Ferienwohnung  der  Par-

teien in Italien an der Via G._____ …, H._____, für die Dauer des Getrenntle-

bens während 26 Wochen im Jahr zu benützen.

Können sich die Parteien nicht über die Nutzung einigen, kommt der Gesuch-

stellerin in Jahren mit gerader Jahreszahl und dem Gesuchsgegner in Jahren 

mit ungerader Jahreszahl der Entscheidvorrang zu.

- 4 -

4.

Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, für die Dauer des Getrenntlebens der 

Gesuchstellerin persönliche monatliche Unterhaltsbeiträge wie folgt zu bezah-

len:

Phase I: Fr.

6'707.–

rückwirkend für Juni 2024

Phase II: Fr.

6'800.–

rückwirkend ab Juli 2024 bis 30. September 

2025

Phase III: Fr.

5'896.–

ab 1. Oktober 2025

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Gesuchstellerin zahlbar und zwar jeweils 

im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.

Der Gesuchsgegner ist berechtigt, von den obigen Unterhaltsbeiträgen eine 

Zahlung von einmalig Fr. 2'727.– in Abzug zu bringen.

5.

Der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 4 hiervor liegen folgende 

finanzielle Verhältnisse zugrunde.

Einkommen:

Gesuchstellerin: Fr. 1'935.–

bis 30. September 2025 (40% Pensum)

Fr. 4'200.–

ab 1. Oktober 2025 (100% Pensum, 

hypothetisch)

Gesuchsgegner: Fr. 14'980.– (Anstellung I._____ GmbH)

Fr. 1'885.– (Nebenerwerb)

Vermögen:

nicht relevant für die Unterhaltsberechnung

6. Mit Wirkung ab 6. November 2024 wird zwischen den Parteien die Gütertren-

nung angeordnet.

7.

Der Antrag der Gesuchstellerin betreffend Kontakt- und Rayonverbot wird ab-

gewiesen.

8.

Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'000.– festgesetzt.

- 5 -

9.

Die Kosten des begründeten Urteils werden im Umfang von Fr. 3'000.– dem 

Gesuchsgegner und im Umfang von Fr. 1'000.– der Gesuchstellerin auferlegt.

10. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin eine reduzierte Par-

teientschädigung in der Höhe von Fr. 3'375.– (inkl. MwSt.) zu bezahlen.

11.

(Schriftliche Mitteilung)

12.

(Rechtsmittel: Berufung, Frist: 30 Tage, Kostenbeschwerde: 10 Tage, Hinweis 

kein Fristenstillstand)

Berufungsanträge:

des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 49 S. 2):

"1. Es sei Ziff. 3 des Urteils vom 17. März 2025 vollumfänglich aufzu-

heben.

2.

3.

4.

5.

6.

Es  sei  Ziff.  4  des  angefochtenen  Urteils  vom  17.  März  2025  wie 
folgt abzuändern: Der Gesuchsgegner/Berufungskläger sei zu ver-
pflichten,  der  Berufungsbeklagten  rückwirkend  ab  Juni  2024  per-
sönliche monatliche Unterhaltsbeiträge für den Zeitraum Juni 2024 
Fr. 2'441.50; für den Zeitraum Juli 2024 Fr. 3'116; für den Zeitraum 
August 2024 bis November 2024 Fr. 3'983 und ab Dezember 2024 
Fr. 2'370.– zu bezahlen.

Es  sei  Ziff.  9  des  angefochtenen  Urteils  vom  17.  März  2025  wie 
folgt  abzuändern:  Die  Parteien  übernehmen  die  Kosten  des  be-
gründeten Urteils je zur Hälfte und verzichten auf eine Parteient-
schädigung.

Es sei Ziff. 10 des angefochtenen Urteils vom 17. März 2025 voll-
umfänglich aufzuheben.

Es sei der vorliegenden Berufung im Sinne von Art. 315 ZPO die 
aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungs-
beklagten."

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Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1. Mit Eingabe vom 27. Juni 2024 machte die Gesuchstellerin und Berufungsbe-

klagte (fortan Gesuchstellerin) bei der Vorinstanz das vorliegende Eheschutzver-

fahren  anhängig  (Urk. 1).  Der  Prozessverlauf  des  erstinstanzlichen  Verfahrens 

kann  dem  angefochtenen  Entscheid  entnommen  werden  (Urk. 50  E.  I).  Am 

17. März 2025 erliess die Vorinstanz nebst einer Verfügung das oben aufgeführte 

Urteil  (Urk.  50).  Dieses  wurde  dem  Gesuchsgegner  und  Berufungskläger  (fortan 

Gesuchsgegner) am 25. April 2025 zugestellt (Urk. 48; Sendungsnummer: …).

2. Gegen das Urteil erhob der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 26. Mai 2025 

rechtzeitig (vgl. Art. 314 Abs. 2 ZPO) Berufung mit den oben aufgeführten Anträgen 

(Urk.  49).  Mit  Präsidialverfügung  vom  28.  Mai  2025  wurde  das  Gesuch  des  Ge-

suchsgegners um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen (Urk. 53). Mit 

Eingabe  vom  12.  Juni  2025  zeigte  Rechtsanwältin  MLaw  X1._____  an,  den  Ge-

suchsgegner  neu  zu  vertreten  und  ersuchte  um  Akteneinsicht  (Urk. 54).  Mit  Ein-

gabe vom 16. Juni 2025 informierte Rechtsanwalt lic. iur. X2._____, dass er den 

Gesuchsgegner ab sofort nicht mehr vertrete (Urk. 56).

3.

Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1–48). Da sich die Beru-

fung – wie nachfolgend aufgezeigt wird – sogleich als offensichtlich unbegründet 

erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (Art. 312 Abs. 1 

ZPO).

4.

Auf die Ausführungen des Gesuchsgegners ist nachfolgend insoweit einzuge-

hen, als sich dies für die Entscheidfindung als notwendig erweist (vgl. BGE 143 III 

65 E. 5.2).

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II. Prozessuale Vorbemerkungen

1.

Das  Berufungsverfahren  stellt  keine  Fortsetzung  des  erstinstanzlichen  Ver-

fahrens dar, sondern ist nach der gesetzlichen Konzeption als eigenständiges Ver-

fahren ausgestaltet (BGE 142 III 413 E. 2.2.1, m.w.H. auf die Botschaft zur Schwei-

zerischen ZPO, BBl 2006, S. 7374). Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige 

Rechtsanwendung als auch die unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend 

gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte 

Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Er-

messensausübung  (Angemessenheitsprüfung;  BGer  5A_184/2013  vom  26. April 

2013  E. 3.1).  Die  Berufung  ist  schriftlich  und  begründet  einzureichen  (Art. 311 

Abs. 1 ZPO). Zu dieser Begründungsanforderung gehört, dass in der Berufungs-

schrift hinreichend genau aufgezeigt wird, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid 

in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der 

genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden 

Eintretensvoraussetzung)  voraus,  dass  der  Berufungskläger  die  vorinstanzlichen 

Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich argumentativ mit diesen auseinander-

setzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die 

massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben 

wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund 

ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse 

Wiederholung  genügen  nicht  (vgl.  BGE  141  III  569  E. 2.3.3;  BGE  138  III  374 

E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015 E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer 

den gesetzlichen Begründungsanforderungen entsprechenden Weise beanstandet 

wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich 

– abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der 

Beanstandungen zu beschränken, die in der schriftlichen Begründung formgerecht 

gegen  den  erstinstanzlichen  Entscheid  erhoben  werden  (vgl.  BGE  142  III  413 

E. 2.2.4 m.w.H.; BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016 E. 5.3).

2.

Neue Tatsachen und Beweismittel können gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO im 

Berufungsverfahren  grundsätzlich  nur  noch  berücksichtigt  werden,  wenn  diese 

ohne  Verzug  vorgebracht  wurden  und  wenn  sie  trotz  zumutbarer  Sorgfalt  nicht 

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schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. Der im Berufungsverfahren 

geltende eingeschränkte bzw. soziale Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 272 ZPO; 

BGE  147  III  301  E.  2.2)  ändert  daran  nichts  (BGE  138  III  625  E.  2.2).  Der  neu 

kodifizierte Art. 317 Abs. 1bis i.V.m. Art. 407f ZPO ist im Anwendungsbereich des 

eingeschränkten  Untersuchungsgrundsatzes  nicht  anwendbar  (ZK  ZPO-Hil-

ber/Reetz, Art. 317 N 14).

III. Beurteilung der Berufung

A.

Liegenschaft in Italien

1.

Die Vorinstanz erwog, anders als das Scheidungsgericht sei das Eheschutz-

gericht  nicht  berechtigt,  alles  vorzukehren,  was  ihm  sinnvoll  oder  notwendig  er-

scheine, sondern es habe sich auf diejenigen Anordnungen zu beschränken, die in 

Art. 176 ZGB vorgesehen seien. Dazu gehöre nach klarem Wortlaut von Art. 176 

Abs. 1 Ziff. 2 ZGB die Benützung der Wohnung. Während das Zürcher Obergericht 

die  Zuteilung  von  Ferienwohnungen  im  Rahmen  des  Eheschutzverfahrens  noch 

grundsätzlich abgelehnt habe (OGer ZH LE120031 vom 29. Juni 2012 E. 3c), sei 

dies  nach  heutiger  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  möglich.  Die  Wohnung 

nach Art. 176 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB sei dem obersten Gericht zufolge nicht gleichbe-

deutend mit der Familienwohnung nach Art. 169 ZGB, sondern beziehe sich auf die 

weiter zu verstehende eheliche Wohnung nach Art. 162 ZGB und könne demzu-

folge  auch  eine  regelmässig  benützte  Ferienwohnung  mitumfassen  (Urteil  des 

BGer 5A_198/2012 vom 24. August 2012 E. 6.3, m.H. auf die Lehre). Das Bundes-

gericht äussere sich sodann auch zu den Zuteilungskriterien, wobei insbesondere 

die persönliche Nähe zur Liegenschaft, ein höherer zeitlicher Nutzungswert und die 

Möglichkeit,  für  deren  Unterhalt  aufzukommen,  zu  berücksichtigen  seien.  Nur  im 

Zweifelsfall seien die Eigentums- oder andere Nutzungsverhältnisse zu berücksich-

tigen. Insbesondere bei Ferienwohnungen erscheine es sinnvoll, zeitlich alternative 

Nutzungen  festzulegen  (Urteil  des  BGer  5A_198/2012  vom  24. August  2012 

E. 6.3.2).

Vorliegend mache keine der Parteien eine besondere Nähe zur in Frage stehenden 

Liegenschaft geltend. Es ergehe jedoch aus den Akten, dass sowohl die Gesuch-

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stellerin  als  auch  der  Gesuchsgegner  vorhätten,  das  Ferienhaus  regelmässig  zu 

benützen, hätten doch offensichtlich beide ihre persönlichen Gegenstände in den 

Räumlichkeiten gelagert (gehabt). Zudem bestreite der Gesuchsgegner nur, dass 

das Eheschutzgericht über die Nutzung einer Liegenschaft im Ausland entscheiden 

könne. Er mache jedoch keine Gründe geltend, weshalb der Gesuchstellerin kein 

Nutzungsrecht zugestanden werden sollte. Aufgrund der Akten liessen sich die Ei-

gentumsverhältnisse an besagter  Liegenschaft nicht zweifelsfrei erstellen. Es er-

scheine insgesamt aber als glaubhaft, dass beide Parteien ein gleichwertig legiti-

mes Interesse an der Nutzung der Liegenschaft in Italien hätten und es sich dem-

nach rechtfertige, ihnen dieselben Nutzungsrechte zuzugestehen. Aufgrund der ak-

tenkundig schwierigen Kommunikation zwischen den Parteien erscheine es zudem 

angezeigt,  eine  Konfliktlösung  festzulegen.  Die  Gesuchstellerin  sei  aus  diesen 

Gründen  für  berechtigt  zu  erklären,  die  Liegenschaft  an  der  Via  G._____  …, 

H._____, während 26 Wochen im Jahr zu benützen. Könnten sich die Parteien nicht 

einigen,  habe  die  Gesuchstellerin  in  Jahren  mit  gerader  Jahreszahl  und  der  Ge-

suchsgegner in Jahren mit ungerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüg-

lich der Benutzung des Ferienhauses in Italien (Urk. 50 E. III. 3.2–3.4).

2.

Der Gesuchsgegner macht mit seiner Berufung geltend, dass das schweize-

rische Gericht, bei dem eine Scheidungs- oder Trennungsklage hängig sei, gemäss 

Art. 62 Abs. 1 IPRG vorsorgliche Massnahmen treffen könne, sofern seine Unzu-

ständigkeit  zur  Beurteilung  der  Klage  nicht  offensichtlich  oder  nicht  rechtskräftig 

festgestellt worden sei. Vorliegend sei über die Nutzung einer Ferienwohnung be-

stimmt worden, welche sich unbestritten im Ausland befinde. Zudem habe die Vor-

instanz die Aufteilung der Kosten der Nutzung sowie der sonst anfallenden Kosten 

der ausländischen Liegenschaft weder geregelt noch bei der Berechnung der Un-

terhaltsbeiträge  berücksichtigt.  Insbesondere  habe  die  Gesuchstellerin  vor-

instanzlich lediglich die Gütertrennung beantragt, aber nicht die Aufteilung des Ei-

gentums  an  der  Liegenschaft,  weshalb  die  Anordnung  der  Nutzung  nicht  legitim 

sein könne (Urk. 49 S. 4).

3.

Die  Gesuchstellerin  stellte  mit  ihrem  Eheschutzgesuch  vom  27.  Juni  2024 

nebst dem Antrag auf Anordnung der Gütertrennung auch einen Antrag auf Reg-

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lung der Nutzungszeit der Liegenschaft an der Via G._____ … in H._____ (Urk. 1 

S. 2 Rechtsbegehren Nr. 5). Dies genügt, ein Antrag auf Aufteilung des Eigentums 

an dieser Liegenschaft war nicht erforderlich (vgl. BGer 5A_198/2012 vom 24. Au-

gust  2012  E.  6.3.1.  f.).  Sodann  hielt  die  Vorinstanz  mit  Hinweis  auf  den  soeben 

erwähnten Entscheid des Bundesgerichts 5A_198/2012 zutreffend fest, dass das 

Eheschutzgericht berechtigt ist, eine Anordnung über die Nutzung einer regelmäs-

sig benützen Ferienwohnung zu treffen. Dass die besagte Liegenschaft nicht regel-

mässig benützt würde bzw. worden sei, macht der Gesuchsgegner nicht geltend. 

Entgegen seiner Ansicht musste die Vorinstanz auch die Aufteilung der Kosten der 

Nutzung nicht regeln; dass er einen entsprechenden Antrag gestellt hätte, macht 

der Gesuchsgegner nicht geltend. Die Berufung erweist sich in diesem Punkt als 

offensichtlich unbegründet.

B. Unterhaltsbeiträge

1. Einkommen der Gesuchstellerin

1.1. Die Vorinstanz errechnete bei der Gesuchstellerin in einer ersten Phase ein 

aktuelles  Einkommen  bei  einem  40%-  bis  50%-Pensum  von  rund  Fr. 1'935.–  im 

Monat (netto). Mit Eingabe vom 21. Februar 2025 habe der Gesuchsgegner geltend 

gemacht, dass die Gesuchstellerin derzeit bereits ein höheres Einkommen erziele, 

arbeite sie doch als Aushilfe im J._____ [Museum] in K._____. Er beantrage, die 

Gesuchstellerin dazu zu befragen und sie anzuweisen, allfällige Unterlagen betref-

fend das Arbeitsverhältnis einzureichen. Mit Verfügung vom 27. Februar 2025 sei 

der Gesuchstellerin Frist angesetzt worden, um sich zur Eingabe und dem Antrag 

des Gesuchsgegners zu äussern. Die Gesuchstellerin habe diese Frist jedoch un-

benutzt verstreichen lassen. Ein Antrag auf Edition bei Dritten sei nicht gestellt wor-

den,  weshalb  sich  weitere  Abklärungen  des  Gerichts  erübrigten.  Auch  wenn  die 

Gesuchstellerin die Vorbringen des Gesuchsgegners nicht bestreite, erwiesen sich 

diese als nicht genügend substantiiert, um glaubhaft zu sein. Weder benenne er 

die  Personen,  welche  die  Gesuchstellerin  im  J._____  arbeiten  gesehen  hätten, 

noch  könne  er  weitere  Details  benennen.  Es  handle  sich  ausschliesslich  um 

sog. Hörensagen  und  erreiche  die  erforderliche  Glaubhaftmachung  damit  nicht 

(Urk. 59 E. III. 5.2.1.3–5.2.1.6).

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Weiter befand es die Vorinstanz für zumutbar und möglich, dass die Gesuchstel-

lerin  ihr  Pensum  auf  100%  erhöhe,  wobei  sie  ausgehend  von  ihrem  derzeitigen 

Einkommen bei der Gesuchstellerin ohne Zuschläge von einem Bruttoeinkommen 

von Fr. 4'663.44 bzw. einem Nettolohn von rund Fr. 4'190.– ausging. Da es sich bei 

der Gesuchstellerin um eine 56-jährige Italienerin handle, welche keine Ausbildung 

absolviert habe, jedoch über jahrelange einschlägige Berufserfahrung in der Haus-

wirtschaft  und  im  Service  verfüge  sowie  fliessend  (Schweizer-)Deutsch  spreche, 

sei bei einem 100% Pensum – auch bei einer anderweitigen Anstellung – beispiels-

weise  im  Service  oder  im  Verkauf  mit  einem  monatlichen  Einkommen  von 

Fr. 4'200.–  (netto;  inkl.  Anteil  13.  Monatslohn)  zu  rechnen.  Dieses  hypothetische 

Einkommen könne jedoch nur für die Zukunft angerechnet werden und es sei der 

Gesuchstellerin zwecks Aufstockung ihrer Anstellung bzw. Findens einer zusätzli-

chen  oder  anderen  Anstellung  eine  Übergangsfrist  einzuräumen.  Aufgrund  der 

Dauer des Verfahrens und der bereits seit längerer Zeit zerrütteten Ehe, auf deren 

Fortbestand sich die Gesuchstellerin klarerweise nicht mehr habe verlassen kön-

nen, dürfe diese Übergangsfrist allerdings nicht zu lange bemessen sein. Dennoch 

müsse der Gesuchstellerin genügend Zeit eingeräumt werden, ihre zukünftige Er-

werbstätigkeit entsprechend aufzugleisen. Zudem sei zu berücksichtigen, dass sie 

unbestrittenermassen regelmässig ihre Enkelkinder betreue, was in Zukunft anders 

organisiert werden müsse. Unter Berücksichtigung aller Umstände, insbesondere 

auch der guten finanziellen Verhältnisse erscheine es angemessen, der Gesuch-

stellerin  das  hypothetische  Einkommen  ab  dem  1. Oktober  2025  anzurechnen 

(Urk. 50 E. III. 5.2.2.1–5.2.2.10).

1.2. Der Gesuchsgegner macht geltend, das von der Vorinstanz errechnete hypo-

thetische Einkommen von Fr. 4'200.– sei zwar tief, werde in der Höhe aber akzep-

tiert. Er ist jedoch der Ansicht, dass der Gesuchstellerin eine zu lange Übergangs-

frist eingeräumt worden sei und beantragt, dass das hypothetische Einkommen be-

reits ab Dezember 2024 zu berücksichtigen sei (Urk. 49 S. 5 und S. 11). Die Vor-

instanz habe damit argumentiert, dass der Gesuchstellerin genügend Zeit einge-

räumt werden müsse, um ihre zukünftige Erwerbstätigkeit aufzugleisen. Die Tren-

nung  sei  im  Juni  2024  erfolgt  und  gerade  wegen  den  finanziellen  Streitigkeiten 

schon vorher absehbar gewesen. Am 1. Juni 2024 habe die Gesuchstellerin nicht 

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etwa ein möbliertes Zimmer, sondern eine neue Wohnung gemietet und auf den 

Umzug hin bereits vollständig eingerichtet. Entsprechend habe sie bereits Monate 

im Voraus von der Trennung gewusst und es könne nicht damit argumentiert wer-

den, dass sie nicht genügend Zeit gehabt hätte, um sich zu organisieren. Weiter 

könne die lange Übergangsfrist auch nicht damit begründet werden, dass sie frei-

tags regelmässig ihre Enkelkinder betreue. Ferner seien auch die guten finanziellen 

Verhältnisse  der  Parteien  kein  genügendes  Argument  für  eine  derart  lange  und 

nicht zumutbare Übergangsfrist. Die Gesuchstellerin habe bereits genügend Zeit 

gehabt, um sich um eine neue oder weitere Stelle oder um eine Aufstockung ihrer 

Erwerbstätigkeit zu kümmern. Sie habe nicht darauf vertrauen können, auch wei-

terhin 40% bis 50% arbeiten zu können; insbesondere werde sie wohl von ihrem 

Rechtsvertreter die entsprechenden Informationen erhalten haben (Urk. 49 S. 5 f.).

Anlässlich der Eheschutzverhandlung vom 6. November 2024 habe die Gesuch-

stellerin  ausgeführt,  sich  nicht  um  eine  Aufstockung  ihrer  Tätigkeit  oder  um  eine 

Erhöhung ihres Einkommens gekümmert zu haben. Entsprechend habe sie solche 

Unterlagen auch nicht nachgereicht, obwohl die Vorsitzende sie darauf aufmerk-

sam gemacht habe, dass dies zu ihren Pflichten gehöre. Eine Übergangsfrist, wie 

sie von der Vorinstanz angeordnet worden sei, sei – so der Gesuchsgegner – auch 

nicht nötig gewesen, da die Gesuchstellerin bereits im Jahr 2024 – wobei die Daten 

noch  nicht  klar  seien  –  eine  Teilzeitanstellung  im  Servicebereich  beim  J'._____-

Café, L._____, in K._____, angenommen habe, ohne ihre angestammte Tätigkeit 

aufzugeben. Wie hoch ihr Pensum und wie hoch ihr Einkommen gewesen seien, 

habe aus Datenschutzgründen nicht abgeklärt werden können. Als der Rechtsver-

treter der Gesuchstellerin jedoch von der Anstellung erfahren habe, habe er diese 

angewiesen, die Stelle sofort aufzugeben, da das Urteil noch nicht erlassen worden 

sei und sich durch die neue Anstellung Komplikationen ergeben hätten. Die ehe-

malige Arbeitgeberin, L._____, solle diesbezüglich als Zeugin einvernommen wer-

den. Sie werde zum Anstellungsverhältnis als solches, zum Pensum und zum Lohn 

der Gesuchstellerin Ausführungen machen können (Urk. 49 S. 6).

1.3. Bei der Frage nach dem Zeitpunkt der Anrechnung eines hypothetischen Ein-

kommens  gilt  es  zu  berücksichtigen,  dass  dem  Betroffenen  eine  angemessene 

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Übergangsfrist  einzuräumen  ist,  um  die  rechtlichen  Vorgaben  in  die  Wirklichkeit 

umzusetzen  (BGE  129  III  417  E.  2.2  m.w.H.;  BGer  5P.388/2003  vom  7. Januar 

2004 E. 1.1). Dabei muss die Übergangsfrist ihrem Zweck und den Umständen an-

gemessen  sein  (vgl.  BGer  5C.138/2006  vom  18. Juli  2006  E.  3,  m.w.H.).  In  der 

Regel beträgt die Übergangsfrist drei bis sechs Monate (OGer ZH LE150008 vom 

26.10.2015 E. III. 4.2). Eine rückwirkende Anrechnung des hypothetischen Einkom-

mens ist nur in Ausnahmefällen möglich, wenn der betroffenen Person ein unredli-

ches Verhalten vorgeworfen werden kann oder wenn die geforderte Umstellung in 

ihren Lebensverhältnissen und das Erfordernis eines vermehrten beruflichen Ein-

satzes  für  sie  vorhersehbar  gewesen  sind  (Maier,  Die  konkrete  Berechnung  von 

Unterhaltsansprüchen im Familienrecht, dargestellt anhand der Praxis der Zürcher 

Gerichte  seit  Inkraftsetzung  der  neuen  ZPO,  FamPra.ch  2014,  S. 302 ff.,  S.  342 

m.w.H.). Diese Voraussehbarkeit kann grundsätzlich frühestens mit der Zustellung 

des erstinstanzlichen Urteils bejaht werden (OGer ZH LE220009 vom 12. Juli 2023 

E. III. B.1.1.3.3; OGer ZH LE200009 vom 12. Februar 2021 E. III. C.2.6.6; OGer ZH 

LY220047 vom 2. Oktober 2023 E. III. 9.4 f.). Ebenfalls kann sich eine rückwirkende 

Anrechnung rechtfertigen, wenn die betreffende Partei nach einem (selbst unfrei-

willigen)  Stellenwechsel  eine  Erwerbstätigkeit  im  erforderlichen  Pensum  ausübt, 

sich  aber  wissentlich  mit  einer  nur  ungenügend  einträglichen  Tätigkeit  begnügt 

(BGer 5A_341/2011 vom 20. September 2011 E. 2.5.1; BGer 5A_692/2012 vom 

21. Januar 2013 E. 4.3) oder eine bestehende Tätigkeit im Wissen um die Pflicht 

zur Erzielung des fraglichen Einkommens aufgibt (BGer 5A_720/2011 vom 8. März 

2012 E. 6.1). 

1.4. Die Behauptung, die Gesuchstellerin habe auf Rat ihres Rechtsvertreters ihre 

Stelle beim J._____ wieder aufgegeben, erfolgt erstmals im Berufungsverfahren. 

Der Gesuchsgegner zeigt nicht auf, weshalb es ihm nicht möglich war, dies bereits 

vor Vorinstanz vorzubringen. So führt er insbesondere nicht aus, in welchem Zeit-

punkt die geltend gemachte Aufgabe der angegebenen Arbeitstätigkeit im J._____ 

gewesen sein soll. Entsprechend ist er damit im Berufungsverfahren nicht mehr zu 

hören (vgl. oben E. II. 2). Auch die offerierte Zeugeneinvernahme zur Behauptung 

der Arbeitstätigkeit der Gesuchstellerin beim J._____ erfolgt erstmals mit der Beru-

fung, ohne dass der Gesuchsgegner ausführt, inwiefern die Voraussetzungen von 

- 14 -

Art. 317 Abs. 1 ZPO erfüllt sind. Im Übrigen ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass 

die Behauptung des Gesuchsgegners zu unsubstantiiert geblieben ist, sodass oh-

nehin kein Beweis darüber abzunehmen wäre. Dem Gesuchsgegner gelingt es da-

mit nicht, glaubhaft zu machen, dass die Gesuchstellerin eine weitere Tätigkeit als 

Aushilfe im Restaurant des J._____S ausübt oder ausübte und diese wieder auf-

gab. Ein unredliches Verhalten oder ein freiwilliger Verzicht auf die Erzielung eines 

höheren Einkommens ist daher nicht ersichtlich. Damit liegen keine Gründe vor, um 

der Gesuchstellerin rückwirkend ein hypothetisches Einkommen anzurechnen. Die 

Übergangsfrist beginnt damit frühstens mit der Eröffnung des vorinstanzlichen Ent-

scheids, mithin am 25. April 2025 (Urk. 48), zu laufen.

Die Vorinstanz rechnete in ihrem Urteil vom 17. März 2025 der Gesuchstellerin ab 

dem 1. Oktober 2025 ein hypothetisches Einkommen von Fr. 4'200.– an (netto [vgl. 

Abzüge  von  Sozialbeiträgen  in  Urk. 50  S. 14,  E. III.  5.2.1.3.];  Dispositiv-Ziffer  5, 

Urk. 50 S. 44). Sie setzte die Übergangsfrist demnach auf sechs Monate fest, was 

nicht  zu  beanstanden  ist.  So  führte  die  Vorinstanz  insbesondere  zutreffend  aus, 

dass bei guten finanziellen Verhältnissen – dass solche vorliegen, wird vom Ge-

suchsgegner zu Recht nicht in Abrede gestellt – die Übergangsfrist grundsätzlich 

grosszügig zu bemessen ist (BGer 5A_849/2020 vom 27. Juni 2022 E. 4, m.w.H.). 

Als grosszügig wurde vom Bundesgericht beispielsweise eine Übergangsfrist von 

fast  eineinhalb  Jahren  für  die  Pensumserweiterung  auf  80%  bezeichnet  (BGer 

5A_1023/2020 vom 20. April 2021, E. 6.3). Vor diesem Hintergrund ist auch nicht 

zu beanstanden, dass die Vorinstanz bei der Bemessung der Frist berücksichtigte, 

dass die Gesuchstellerin regelmässig ihre Enkelkinder betreut, was in Zukunft an-

ders organsiert werden müsse.

Im Ergebnis hat es daher bei den von der Vorinstanz errechneten Einkommens-

zahlen der Gesuchstellerin zu bleiben. 

2. Einkommen des Gesuchsgegners

2.1. Haupterwerb

- 15 -

2.1.1. Die Vorinstanz erwog, der Gesuchsgegner sei unbestrittenermassen Ge-

schäftsführer  und  alleiniger  Gesellschafter  der  I._____  GmbH,  aber  auch  deren 

(einziger)  Angestellter.  Damit  beherrsche  er  die  genannte  Gesellschaft  und  ent-

scheide mithin selbst, ob, wann und in welcher Höhe er sich Lohn auszahle. Er sei 

somit wie ein Selbständigerwerbender zu behandeln, d.h., es sei zur Bemessung 

des Einkommens nicht auf den jüngst ausbezahlten Lohn abzustellen, sondern auf 

den Durchschnitt der letzten Jahre. Aus den Steuererklärungen der Jahre 2020 bis 

2023 sowie dem Lohnausweis des Gesuchsgegners des Jahres 2023 ergäben sich 

folgende jährliche Einkommen:

Im Jahr 2020: Fr. 189'230.– 

Im Jahr 2021: Fr. 207'025.– 

Im Jahr 2022: Fr. 178'872.– 

Im Jahr 2023: Fr. 143'894.– 

Auf diese Zahlen könne grundsätzlich abgestellt werden und sie dienten als Grund-

lage für die Berechnung des durchschnittlichen Einkommens des Gesuchsgegners. 

Dabei müssten allerdings diverse Vorbringen der Parteien thematisiert werden. Zu-

nächst wende der Gesuchsgegner ein, dass bei der Vermittlung von Versicherun-

gen nicht mehr dasselbe Einkommen erzielt werden könne wie in der Vergangen-

heit und deswegen mit einem sinkenden Einkommen zu rechnen sei, was sich be-

reits im Jahr 2023 niedergeschlagen habe. Weiter seien die buchhalterisch als Lohn 

erfassten Zahlungen und Bezüge durch die Gesuchstellerin ohne Einverständnis 

des Gesuchsgegners vom Firmenkonto bezogen und zur Deckung persönlicher Be-

dürfnisse verbraucht worden und stellten damit keinen Lohn im eigentlichen Sinne 

dar (Urk. 50 E. III. 5.2.3.3 f.).

Unter Berücksichtigung der eingereichten Unterlagen zu den Geschäftsjahren 2020 

bis und mit 2023 der I._____ GmbH lasse sich – so die Vorinstanz – jedoch keine 

relevante  Einkommensminderung  feststellen.  Im  Gegenteil  unterliege  der  Ge-

schäftsgang den üblichen Schwankungen, weshalb es sich gerade rechtfertige, zur 

Bemessung des Einkommens den Durchschnitt über mehrere Jahre heranzuzie-

hen. So habe die GmbH durch ihre Dienstleistungen im Jahr 2020 Fr. 230'000.–, 

- 16 -

im  Jahr  2021  Fr. 320'000.–,  im  Jahr  2022  Fr. 215'000.–  und  im  Jahr  2023 

Fr. 241'000.– erwirtschaftet. Von einer sinkenden Tendenz könne demnach keine 

Rede sein, vielmehr sei das Jahr 2023 vor diesem Hintergrund ein vergleichsweise 

starkes gewesen. Zum selben Schluss führe ein Vergleich der jeweiligen Betriebs-

erfolge. Das Jahr 2023 schlage hierbei mit gerundet Fr. 28'000.– zu Buche, was in 

Relation zum Jahr 2022 eine deutliche Steigerung darstelle und beinahe exakt dem 

Betriebserfolg  des  Jahres  2021  entspreche.  Negativer  Ausreisser  sei  das  Jahr 

2022 mit dem geringsten Dienstleistungserlös und einem entsprechenden Verlust 

der GmbH gewesen. Dennoch habe sich der Gesuchsgegner in jenem Jahr einen 

nur leicht geschmälerten Lohn ausbezahlt. Vor dem Hintergrund des deutlich bes-

seren Geschäftsjahrs 2023 ergebe sich keine Grundlage für das Ausbezahlen ei-

nes deutlich tieferen Lohnes, geschweige denn eine Tendenz, dass das Einkom-

men des Gesuchsgegners dauerhaft absinke (Urk. 50 E. III. 5.2.3.5). 

Weiter könne der Argumentation des Gesuchsgegners nicht gefolgt werden, wo-

nach es sich nicht vollständig um eigentliche Lohnzahlungen handeln würde, da die 

Gesuchstellerin viele Bezüge in ihrem eigenen Interesse vorgenommen habe. Ei-

nerseits bleibe er Belege schuldig, die diese pauschale Behauptung stützen und 

aufzeigen würden, dass der Gesuchsgegner mit diesen Bezügen nicht einverstan-

den  gewesen  sei. Andererseits  habe  der  Gesuchsgegner dieses  Vorgehen nach 

eigener Aussage über Jahre hinweg mindestens toleriert, womit diese Ausgaben 

zum gelebten ehelichen Standard zu zählen seien, die durch das Einkommen des 

Gesuchsgegners finanziert worden seien. Es rechtfertige sich somit nicht, Teile der 

buchhalterisch als Lohn erfassten Auszahlungen nicht dem Einkommen des Ge-

suchsgegners  anzurechnen.  Es  sei  daher  auf  den  durchschnittlich  ausbezahlten 

Lohn  der  Jahre  2020  bis  2023  abzustellen.  Dies  entspreche  einem  monatlichen 

Einkommen von Fr. 14'980.– (Urk. 50 E. III. 5.2.3.6 f.)

2.1.2. Der Gesuchsgegner macht mit seiner Berufung geltend, dass die Gesuch-

stellerin vor der Trennung Zugang zum gemeinsamen Konto sowie zum Konto der 

Gesellschaft  gehabt  habe  und  in  unregelmässigen  Abständen  teilweise  absurd 

hohe  Beträge  auf  das  Privatkonto  überwiesen  und  die  Überweisungen  als  Lohn 

bezeichnet habe. Sie habe sowohl die Rechnungen der Gesellschaft wie auch die-

- 17 -

jenigen der Parteien bezahlt. Die privaten Ausgaben wären jedoch bei weitem nicht 

so hoch gewesen, wenn die Gesuchstellerin lediglich die Bedürfnisse der Parteien 

abgedeckt hätte. Sie habe vor allem die eigenen Bedürfnisse befriedigt; insbeson-

dere habe sie immer wieder den gemeinsamen Söhnen Geld überwiesen, Dritten 

absurd hohe Geschenke gemacht und teilweise auch horrende Summen für per-

sönliche Ferien ausgegeben, was er lange Zeit nicht bemerkt habe. Erst gegen den 

Schluss  des  Zusammenlebens  sei  er  von  seiner  Buchhaltungsstelle  darauf  auf-

merksam gemacht worden, dass immer mehr Geld vom Geschäftskonto verscho-

ben worden sei und dadurch, da diese Bezüge nicht hätten legitimiert werden kön-

nen, die persönlichen Schulden gegenüber der Gesellschaft immer mehr angestie-

gen seien. Damit habe ihn die Gesuchstellerin in Bedrängnis gebracht, weil er ge-

genüber der Gesellschaft als Schuldner gegolten habe. Dies sei vor Vorinstanz mit 

den Bilanzen der letzten vier Jahre dargelegt worden. In der Bilanz 2023 werde bei 

den  Aktiven  darauf  verwiesen,  dass  "sonstige  Forderungen  gegenüber  Gesell-

schaftern" in der Höhe von Fr. 106'774.14 bestanden hätten und in der Bilanz 2022 

solche in der Höhe von Fr. 106'644.23. Diese Schulden seien beim Bedarf nicht 

berücksichtigt  worden,  entsprechend  seien  Fr.  1'000.–  im  Monat  einzusetzen 

(Urk. 49 S. 6 f.).

2.1.3. Wie  die  Vorinstanz  zutreffend  ausführte,  genügt  die  pauschale  Behaup-

tung, die Gesuchstellerin habe diverse Überweisungen in teils absurder Höhe vor-

genommen, nicht, um dies glaubhaft zu machen. Auch geht der Gesuchsgegner 

mit keinem Wort auf die vorinstanzliche Erwägung ein, wonach er gemäss eigener 

Aussage dieses Vorgehen über Jahre hinweg mindestens toleriert habe. Dass er 

davon erst gegen Ende des Zusammenlebens erfahren hätte, macht der Gesuchs-

gegner erstmals im Berufungsverfahren geltend bzw. zeigt er nicht auf, wo er dies 

vor Vorinstanz bereits vorbrachte. Entsprechend ist er damit nicht mehr zu hören 

(vgl. Art. 317 Abs. 1 ZPO und oben E. II. 2). Im Übrigen ist auch nicht glaubhaft, 

dass ihn die Buchhaltungsstelle nicht früher darauf aufmerksam gemacht hätte. So-

dann ergibt sich aus dem Vermerk "sonstige Forderungen gegenüber Gesellschaf-

tern" nicht, um was für Forderungen es sich dabei handelt oder was deren Hinter-

gründe  sind.  Auch  dies  vermag  folglich  die  Behauptungen  des  Gesuchsgegners 

- 18 -

nicht zu stützen. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz sind daher alle Auszah-

lungen, die als Lohn erfasst wurden, als Einkommen anzurechnen.

Zu den behaupteten Schulden ist zudem anzumerken, dass der Gesuchsgegner an 

anderer Stelle in seiner Berufung ausführt, den von der Vorinstanz errechneten Be-

darf zu akzeptieren. Diesen legt er auch seinen Berechnungen zugrunde. Entspre-

chend sind auch keine monatlichen Schuldentilgungen von Fr. 1'000.– zu berück-

sichtigen.

2.1.4. Weiter  macht  der  Gesuchsgegner  geltend,  er  habe  glaubhaft  dargelegt, 

dass die Einnahmen sich auch dadurch stark reduziert hätten, weil die Margen der 

Provisionen von Seiten der jeweiligen Versicherungen reduziert worden seien. Bei 

gleichen Abschlüssen und bei gleichem Versicherungsportefeuille ergebe sich fol-

gerichtig ein tieferer Umsatz und dadurch ein kleinerer Gewinn, woran er sich als 

Angestellter im Sinne von Lohnbezügen beteiligen könne. Aufgrund der Tendenz 

der reduzierten Margen in der Versicherungsbranche gehe er davon aus, dass sich 

sein Lohn bei etwa Fr. 100'000.– netto jährlich einpendeln werde. Sollte man sich, 

wie dies die Vorinstanz auf Vorschlag der Gesuchstellerin getan habe, auf die Ein-

kommen der letzten Jahre stützen, würde das Endergebnis verfälscht; es entspre-

che nicht (mehr) den Tatsachen. Die Trennung habe sich zudem derart stark auf 

seine  Gesundheit  ausgewirkt,  dass  er  sich  seit  einiger  Zeit  in  fachärztlicher  Be-

handlung befinde und zurzeit lediglich zu 50% arbeitsfähig sei. Ob er aufgrund sei-

ner  gesundheitlichen  Situation  stationär  behandelt  werden  müsse,  werde  sich  in 

den kommenden Wochen ergeben. Zurzeit sei somit künftig von einem massiv re-

duzierten Einkommen auszugehen. Im Ergebnis geht der Gesuchsgegner von ei-

nem Einkommen von monatlich Fr. 8'333.– aus (Urk. 49 S. 7–10).

2.1.5. Zunächst ist der Klarheit halber festzuhalten, dass die Vorinstanz weder in 

den Erwägungen noch im Dispositiv explizit festhält, ob es sich bei dem dem Ge-

suchsgegner angerechneten monatlichen Einkommen in der Höhe von Fr. 14'980.– 

(ohne Nebenerwerb) bzw. Fr. 16'865.– (mit Nebenerwerb) um das Brutto- oder das 

Nettoeinkommen handelt (Urk. 50 S. 23 und 27). Nachdem die Vorinstanz auf die 

durchschnittlichen ausbezahlten Löhne der Jahre 2020 bis 2023 abstellte (Urk. 50 

- 19 -

S. 23; vgl. auch Urk. 3/1-3; Urk. 14/6; Urk. 18/30), ist davon auszugehen, dass es 

sich bei den genannten Zahlen jeweils um das Nettoeinkommen handelt. 

2.1.6. Der Gesuchsgegner setzt sich mit den ausführlichen Erwägungen der Vor-

instanz zum Geschäftsgang, dem erzielten Umsatz der von ihm geführten GmbH 

und der Betriebserfolge der letzten Jahre nicht auseinander und kommt damit sei-

ner Rüge- und Begründungspflicht (Urk. E. II. 1) nicht nach. Die pauschale Behaup-

tung, die Margen der Provisionen von Seiten der jeweiligen Versicherungen seien 

reduziert worden, oder Befürchtungen oder Vermutungen, wonach künftig mit ei-

nem  tieferen  Einkommen  zu  rechnen  sei,  genügt  nicht.  Es  wurde  diesbezüglich 

auch kein einziger Beleg eingereicht. Sollte sich das Einkommen künftig tatsächlich 

reduzieren, ist der Gesuchsgegner auf die Möglichkeit der Abänderung des Ehe-

schutzentscheids zu verweisen. Im heutigen Zeitpunkt liegen jedoch keine Anhalts-

punkte  vor,  um  von  einem  reduzierten  Lohn  das  Gesuchsgegners  auszugehen. 

Auch seine geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen blieben gänz-

lich unsubstantiiert und unbelegt. 

2.1.7. Zusammenfassend  ist  daher  in  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  von 

einem monatlichen Lohn des Gesuchsgegners von Fr. 14'980.– (netto) auszuge-

hen.

2.1.8. Grundsätzlich wäre das Einkommen des Gesuchsgegners auch unter Ein-

bezug des Gewinns zu bestimmen, da es nicht darauf ankommt, ob der Gewinnan-

teil dem Unternehmen entnommen wird oder nicht (OGer ZH LY240019 vom 1. No-

vember 2014 E. III. C.2.3; OGer ZH LE170064 vom 6. März 2018 E. III. A.1.4 ). Wie 

nachstehend zu zeigen sein wird, hat es jedoch beim von der Vorinstanz berück-

sichtigten Gesamteinkommen des Gesuchsgegners zu bleiben. Da weder die Be-

darfszahlen noch die konkrete Unterhaltsberechnung beanstandet wurde und die 

Gesuchstellerin keine Berufung erhoben hat, können keine höheren Unterhaltsbei-

träge  zugesprochen  werden.  Somit  kann  offenbleiben,  im  welchem  Umfang  das 

Einkommen des Gesuchsgegners unter Einbezug des Gewinnanteils höher ausfal-

len würde.

2.2. Nebenerwerb

- 20 -

2.2.1. Die  Vorinstanz  berücksichtigte  zusätzlich  zum  Lohn  von  Fr.  14'980.–  ein 

monatliches  Einkommen  von  Fr.  1'885.–  netto,  das  der  Gesuchsgegner  für  das 

Ausfüllen von Steuererklärungen erhält (Urk. 50 E. III. 5.2.3.8–5.2.3.10). Sie hielt 

fest,  dass  gemäss  Rechtsprechung  das  ganze  Erwerbseinkommen  in  die  Unter-

haltsberechnung miteinzubeziehen sei, d.h. auch ein Einkommen wegen überobli-

gatorischer  Arbeitsanstrengung.  Der  Umstand,  dass  ein  Einkommensbestandteil 

überobligatorisch erzielt werde, sei allenfalls bei der Verteilung des Überschusses 

zu berücksichtigen (Urk. 50 E. III. 5.2.3.10, mit Verweis auf OGer ZH LE230006 

vom 30. Oktober 2023). Im Ergebnis verneinte die Vorinstanz jedoch die Berück-

sichtigung  bei  der  Überschussverteilung.  Sie  erwog,  der  Gesuchsgegner  mache 

zwar geltend, das Ausfüllen der Steuererklärungen stelle eine überobligatorische 

Arbeitsanstrengung dar und werde von ihm als Privatperson erbracht, jedoch habe 

er  anfangs  noch  ausgeführt,  dass  es  sich  dabei  um  eine  geschäftliche  Tätigkeit 

handeln würde, welche Eingang in die Buchhaltung der GmbH fände. Aufgrund die-

ser  widersprüchlichen  Aussagen,  könne  nicht  abschliessend  nachvollzogen  wer-

den, inwiefern es sich beim Ausfüllen der Steuererklärungen um eine überobligato-

rische Tätigkeit handle oder ob er im Gegenzug sein Arbeitspensum für die GmbH 

reduziere.  Es  lägen  demzufolge  keine  Gründe  vor,  welche  rechtfertigten,  vom 

Grundsatz einer hälftigen Überschussverteilung abzuweichen (Urk. 50 E. III. 5.4.2).

2.2.2. Der  Gesuchsgegner  moniert,  gemäss  dem  Urteil  des  Obergerichts  des 

Kantons Zürich vom 7. Juli 2021 (LY210008-O), welches auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung verweise, dürfe von einem Unterhaltspflichtigen in der Regeln kein 

Arbeitspensum  über  100%  erwartet  werden.  Von  diesem  Grundsatz  könne  nur 

dann abgewichen werden, wenn die Möglichkeit zu einer Nebenbeschäftigung tat-

sächlich bestehe und diese dem Unterhaltspflichtigen zumutbar sei, was von den 

Umständen des Einzelfalles abhängig sei. Das erwirtschaftete Zusatzeinkommen 

werde jedoch auch dann regelmässig nur bei knappen finanziellen Verhältnissen, 

nämlich  wenn  die  addierten  Erwerbseinkommen  beider  Ehegatten  nicht  zur  De-

ckung  der  Bedürfnisse  der  Familie  mit  zwei  Haushalten  ausreichen  würden,  be-

rücksichtigt.  Dies  sei  vorliegend  klar  nicht  der  Fall,  weshalb  im  Rahmen  des  ge-

richtlichen Ermessens davon abgesehen werden könne und müsse, ein allfälliges 

- 21 -

Nebenerwerbseinkommen  zu  berücksichtigen,  wie  hoch  dies  auch  immer  sein 

möge (Urk. 49 S. 9).

2.2.3. Mit diesen Ausführungen setzt sich der Gesuchsgegner nicht ausreichend 

mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander. So zeigt er insbesondere nicht 

konkret auf, weshalb entgegen der Vorinstanz von einer überobligatorischen Tätig-

keit auszugehen und das damit erzielte Einkommen bei der Überschussverteilung 

entsprechend zu berücksichtigen wäre. Es hat daher auch bezüglich des Einkom-

mens  aus  dem  Nebenerwerb  beim  vorinstanzlichen  Entscheid  zu  bleiben  (oben 

E. II. 1). Das massgebliche Einkommen des Gesuchsgegners beläuft sich folglich 

pro Monat auf insgesamt Fr. 16'865.– (Fr. 14'980.– zuzüglich Fr. 1'885.–; netto, vgl. 

oben E. III. 2.1.5.). 

3. Wie bereits erwähnt, erhebt der Gesuchsgegner keine Rügen in Bezug auf 

den  Bedarf  oder  die  konkrete  Berechnung  der  ehelichen  Unterhaltsbeiträge  und 

diese erweisen sich auch nicht als offensichtlich unrichtig (Urk. 49 S. 10 f.). Ent-

sprechend hat es bei den von der Vorinstanz festgelegten Unterhaltsbeiträgen für 

die Gesuchstellerin zu bleiben (vgl. Urk. 50 Dispositiv-Ziffer 4). 

C.

Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstinstanzlichen Verfahrens

1.

Die Vorinstanz setzte die Gerichtskosten auf Fr. 4'000.– und die (volle) Par-

teientschädigung auf Fr. 4'500.– fest. Zur Verteilung erwog sie, dass sämtliche strit-

tigen Punkte der Dispositionsmaxime unterlägen, weshalb das Gericht an die je-

weiligen  Anträge  der  Parteien  gebunden  sei.  Dabei  erhelle,  dass  mit  Ausnahme 

von Antragsziffer 4 (Kontakt- und Rayonverbot) die Gesuchstellerin in allen Punk-

ten  obsiege,  insbesondere  in  der  zentral  strittigen  Frage  des  Unterhalts.  Es  er-

scheine damit als angemessen, nur in geringem Masse von der in Art. 106 Abs. 2 

ZPO vorgesehenen ausgangsgemässen Kostenauferlegung abzusehen und dem 

Gesuchsgegner die Kosten zu drei Vierteln aufzuerlegen (Urk. 50 E. 8.)

2.

Die Höhe der erstinstanzlichen Entscheidgebühr sowie die Höhe der (vollen) 

Parteientschädigung  wird  vom  Gesuchsgegner  nicht  beanstandet  (vgl.  Urk. 49 

S. 11 f.) und diese erweisen sich auch als angemessen. Der Gesuchsgegner rügt, 

- 22 -

es seien keine Gründe für ein Abweichen von der obergerichtlichen Praxis zur hälf-

tigen Kostenteilung bei familienrechtlichen Belangen ersichtlich. Ausserdem könne 

nicht argumentiert werden, die Gesuchstellerin habe bei der zentralen Frage des 

Unterhalts obsiegt, seien die Parteien zur Zeit der Klagebewilligung doch bereits 

getrennt und die eheliche Wohnung bereits zugeteilt sowie sein Antrag auf Güter-

trennung  anerkannt  und  der  Antrag  auf  Prozesskostenbeitrag  sowie  Anordnung 

eine Kontakt- und Rayonverbots der Gesuchstellerin abgewiesen worden. Es sei 

nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz davon ausgehe, die Gesuchstellerin 

habe grösstenteils obsiegt. Die Kosten seien daher unter den Parteien zu gleichen 

Teilen zu verteilen (Urk. 49 S. 11 f.).

3.

Die Vorinstanz hat die Grundsätze der Kostenverteilung (Art. 106 ff. ZPO) kor-

rekt wiedergegeben. Entsprechend werden die Kosten in der Regel nach dem Aus-

gang  des  Verfahrens  verteilt  (Art.  106  ZPO).  Von  diesem  Verteilungsgrundsatz 

kann das Gericht unter anderem in familienrechtlichen Verfahren abweichen und 

die Prozesskosten nach Ermessen verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO), wobei die 

zürcherische Praxis davon primär Gebrauch macht, wenn und soweit die Parteien 

in guten Treuen um nicht vermögensrechtliche Kinderbelange streiten. Demgegen-

über findet bei (zumal vermögensrechtlichen) Begehren, die nur das Verhältnis zwi-

schen  den  Ehegatten  betreffen,  eine  abweichende  Kostenverteilung  gemäss 

Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO kaum und nur unter besonderen Umständen statt (statt 

vieler: OGer ZH RZ220011 vom 19. April 2023 E. III. 4.2). Entgegen der Ansicht 

des Gesuchsgegners werden die Gerichtskosten in familienrechtlichen Verfahren 

somit nicht im Allgemeinen je hälftig verteilt.

Unstrittig waren vorliegend die Bewilligung des Getrenntlebens (mit Ausnahme des 

genauen Datums [Urk. 50 E. III. 1]), die Zuteilung der ehelichen Wohnung [Urk. 50 

E. III. 2] sowie die Anordnung der Gütertrennung [Urk. 50 E. III. 6]. Der eheliche 

Unterhalt [Urk. 50 E. III. 5] bildete sodann offensichtlich den grössten Streitpunkt, 

der auch aufwandmässig am meisten ins Gewicht fiel. Dass die Gesuchstellerin in 

diesem Punkt obsiegte, wird vom Gesuchsgegner zu Recht nicht in Abrede gestellt. 

Ebenfalls obsiegte sie in Bezug auf die Regelung der Nutzung der Liegenschaft in 

Italien [Urk. 50 E. III. 3]. Dieser Punkt sowie jene, in welchen die Gesuchstellerin 

- 23 -

unterlag  (Kontakt-/Rayonverbot  [Urk.  50  E.  III.  4]  und  Prozesskostenbeitrag 

[Urk. 50 E. III. 7]) waren indes von untergeordneter Bedeutung. Es ist daher nicht 

zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Kosten dem Gesuchsgegner zu drei Vier-

teln und der Gesuchstellerin zu einem Viertel auferlegte. Die Berufung ist entspre-

chend auch in diesem Punkt abzuweisen. Im Übrigen – folgt die Regelung einer 

Prozessentschädigung  doch  der  Verteilung  der  Gerichtskosten  (Art. 106  ZPO 

i.V.m. Art. 95 ZPO) – ist die Berufung des Gesuchsgegners auch betreffend das 

von ihm beantragte Wettschlagen der Parteientschädigungen abzuweisen. 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen des Berufungsverfahrens

1.

In Anwendung von § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 2 lit. b sowie § 12 Abs. 1 und Abs. 2 

GebV OG ist die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren auf Fr. 1'500.– fest-

zusetzen.  Ausgangsgemäss  ist  sie  dem  Gesuchsgegner  aufzuerlegen  (Art.  106 

Abs. 1 ZPO).

2.

Für  das  Berufungsverfahren  sind  keine  Parteientschädigungen  zuzuspre-

chen, dem Gesuchsgegner infolge seines Unterliegens, der Gesuchstellerin man-

gels relevanter Umtriebe (vgl. Art. 95 Abs. 3 und Art. 106 Abs. 1 ZPO).

Es wird erkannt:

1.

Die Berufung wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird, und das Urteil 

des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 

17. März 2025 wird bestätigt.

2.

3.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.– festgesetzt.

Die  Gerichtskosten  für  das  zweitinstanzliche  Verfahren  werden  dem  Ge-

suchsgegner auferlegt.

4.

Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen.

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5.

Schriftliche  Mitteilung  an  die  Parteien,  an  die  Gesuchstellerin  unter  Beilage 

des Doppels von Urk. 49, sowie an die Vorinstanz mit dem Hinweis, dass ihr 

die Mitteilung an das Migrationsamt obliegt, je gegen Empfangsschein.

Nach  unbenutztem  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  gehen  die  erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30  Tagen  von  der  Zustellung  an  beim  Schweizerischen  Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies  ist  ein  Endentscheid  im  Sinne  von  Art.  90  BGG  sowie  ein  Entscheid  über  vor-
sorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
Fr. 30'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 27. August 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw N. Paszehr

versandt am:
ip