# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43b27d8e-3b2e-5fac-a0c7-ec80f125bd1b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.12.2011 E-5700/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5700-2011_2011-12-02.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­5700/2011

U r t e i l   v om   2 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn,
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas, 
Gerichtsschreiberin Néomie Nicolet.

Parteien A._______,
Türkei,
vertreten durch B._______, Advokatur Kanonengasse,
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Vollzug der Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 13. September 2011 / N (…).

E­5700/2011

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin, eine türkische Staatsangehörige kurdischer 
Ethnie,  ihren  Heimatstaat  eigenen  Angaben  zufolge  am  13.  oder 
14. Januar  2011  verliess  und  am  17. Januar  2011  in  die  Schweiz 
einreiste,  wo  sie  gleichentags  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ) C._______ um Asyl nachsuchte,

dass  sie  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom  20.  Januar  2011  und  der 
einlässlichen  Anhörung  vom  2.  Februar  2011  zu  ihren  Asylgründen  im 
Wesentlichen Folgendes ausführte,

dass sie seit ihrer Scheidung im Jahre 2004 durch ihren Ex­Mann bedroht 
werde,  er  ihr  gegenüber  gewalttätig  geworden  sei  und  die Waffe  sogar 
gegen die Kinder gerichtet habe,

dass  ihr  Ex­Mann  die  Scheidung  nie  akzeptiert  habe  und  zwei  Monate 
nach  der  Auflösung  der  Ehe  in  ihre  Wohnung  in  Mersin  gezogen  sei 
beziehungsweise  anfänglich  zwischendurch  beziehungsweise  täglich  in 
ihrer Wohnung  gewesen  sei  und  sie  weiterhin  jeden  Tag mit  dem  Tod 
bedroht habe,

dass  sie  im Jahre 2005 einmal  die Polizei  aufgesucht  habe,  diese aber 
wegen  ihrer  Ethnie  untätig  geblieben  sei  beziehungsweise  sie  sich  ein 
weiteres Mal  im November 2009 – als  ihr Ex­Mann die Waffe gegen sie 
gerichtet  habe  –  an  die  Behörden  gewendet  habe,  diese  ihr  aber  nicht 
geglaubt hätten, 

dass sie am (…) 2009 mit einem Visum in die Schweiz gereist sei, um an 
der  Hochzeitsfeier  ihrer  Tochter  teilzunehmen,  zu  dieser  Feier  es  aber 
nicht  gekommen  sei,  da  die  Braut  mangels  Jungfräulichkeit  verstossen 
und  in  die  Türkei  zurückgeschickt  worden  sei,  sie  ihre  Tochter  nicht 
begleitet,  sondern  ihre  Freundin  in  Deutschland  besucht  habe  und  erst 
zwei  Tage  später  mit  deren  Familie  auf  dem  Landweg  in  die  Türkei 
zurückgekehrt sei,

dass sie anschliessend direkt zu  ihrer Schwester nach Antalya gezogen 
sei und ihren Ex­Mann seit ihrer Reise in die Schweiz im September 2009 
nicht mehr  gesehen  habe  beziehungsweise  sie  an  ihrem Rückreisetag, 
am  15. November  2009,  von  ihm  mit  der  Waffe  bedroht  worden  sei, 
weshalb  sie  die  Wohnung  fluchtartig  verlassen  habe  und  zu  ihrer 
Schwester nach Antalya gezogen sei, 

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dass  sie  auch  während  ihres  Aufenthaltes  in  Antalya  fast  täglich 
beziehungsweise  drei  Mal  telefonisch  durch  ihren  Ex­Mann  bedroht 
worden sei,

dass  sie  –  als  sie  noch  in  Mersin  gewohnt  habe  –  wegen  ihrer 
psychischen Probleme in ärztlicher Behandlung gewesen sei,

dass  sie  ihrer  Familie  nichts  von  den  Drohungen  erzählt  habe 
beziehungsweise  diese  davon  erfahren  habe,  als  sie  (die 
Beschwerdeführerin) von Mersin nach Antalya gezogen sei,

dass  sie  sich  aufgrund  der  anhaltenden  Drohungen  und  aus  Angst,  ihr 
Ex­Ehemann  würde  sie  in  Antalya  aufsuchen,  entschieden  habe,  die 
Türkei zu verlassen,

dass  sie  bei  ihrer  erneuten  Einreise  in  die  Schweiz  ihren  Pass  beim 
Schlepper vergessen habe, aber mittels eines medizinischen Schreibens, 
welches sie nachreichen werde,  ihren Aufenthalt  in der Türkei zwischen 
November 2009 und Januar 2011 beweisen könne,

dass  die  Beschwerdeführerin  im  Verlaufe  des  erstinstanzlichen 
Verfahrens als Beweismittel  ihre  Identitätskarte, den Versicherungs­ und 
den  Studentenausweis,  das  Scheidungsurteil  und  eine  Quittung  des 
Antragsformulars für die Mitgliedschaft bei der Demokratik Toplum Partisi 
(BDP) (alle im Original) zu den Akten gab, 

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  mit  Verfügung 
vom  13. September  2011  –  eröffnet  tags  darauf  –  ablehnte  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen 
der  Beschwerdeführerin  würden  den  Anforderungen  von  Art. 7  des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  an  die 
Glaubhaftmachung eines asylbegründenden Sachverhalts nicht genügen, 
weshalb die Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse, 

dass aufgrund mehrfach widersprüchlicher Aussagen zweifelhaft  sei,  ob 
der Ex­Mann jahrelang bei der Beschwerdeführerin gelebt habe (A8,S.7­
8, 14) und sie sich  trotz zahlreicher Übergriffe nur einmal an die Polizei 
gewendet habe, 

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dass die Rückkehr in die Türkei im November 2009 nicht glaubhaft sei, da 
sie  nicht  zu  erklären  vermocht  habe,  weshalb  sie  nicht  mit  der 
verstossenen Tochter  in die Türkei gereist sei und weder  ihre Rückreise 
in  die  Türkei  noch  die  Reiseroute  in  die  Schweiz  substanziiert  habe 
schildern können,

dass  angesichts  dieser  Unstimmigkeiten  davon  auszugehen  sei,  die 
Beschwerdeführerin  sei  im  November  2009  nicht  in  die  Türkei 
zurückgekehrt  und  habe  demzufolge  die  seit  September  2009 
behaupteten Verfolgungen nicht erlitten,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 14. Oktober 2011 gegen 
die vorinstanzliche Verfügung Beschwerde erhob und deren Aufhebung, 
soweit  die  Dispositivziffern  4  und  5  (Anordnung  des 
Wegweisungsvollzugs)  betreffend,  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit 
oder  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  sowie  in  prozessualer 
Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 
Abs.  1  und  2  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beantragte,

dass sie zur Begründung im Wesentlichen die Verfolgungssituation durch 
ihren Ex­Mann wiederholte und anführte, als Kurdin und Alevitin hätte sie 
keine Hilfe von den Behörden erwarten können, 

dass  sie  nach  ihrem  ersten  Aufenthalt  in  der  Schweiz  im  Herbst  2009 
anschliessend zu  ihrer Schwester nach Antalya gezogen sei und diesen 
Aufenthalt mit  Belegen  – welche  sie  nachreichen werde  –  zu  beweisen 
vermöge,

dass  sie  als  Beweismittel  einen  türkischen  Online­Artikel  zu  den  Akten 
reichte,  dessen  Titelbild  ihr  Bruder  anlässlich  einer  Kundgebung  zum 
Thema Ehrenmord und Gewalt gegen Frauen in der Türkei zeige,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
20. Oktober  2011  die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege sowie Rechtsverbeiständung zufolge Aussichtslosigkeit der 
Beschwerde abwies und einen Kostenvorschuss einforderte, welcher am 
27. Oktober 2011 fristgerecht geleistet wurde,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass sich der Gegenstand der vorliegenden Beschwerde ausdrücklich auf 
die Vollzugsanordnung beschränkt, die Ziffern 1 bis 3 des Dispositivs der 
Verfügung  vom  13. September  2011  (Verneinung  der 
Flüchtlingseigenschaft,  Ablehnung  des  Asylgesuchs, 
Wegweisungsanordnung als solche) nicht angefochten wurden und daher 
in Rechtskraft erwachsen sind,

dass  einzig  zu  prüfen  bleibt,  ob  der  Vollzug  der Wegweisung  zulässig, 
zumutbar und möglich ist,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 
den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art. 83 
Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art.  33  Abs.  1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden darf, 

dass  gemäss  Praxis  des  Europäischen  Gerichtshofes  für 
Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN­Anti­Folterausschusses die 
Beschwerdeführenden eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder 
glaubhaft  machen  müssten,  dass  ihnen  im  Fall  einer  Rückschiebung 
Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde,

dass  vorab  festzuhalten  ist,  dass  die  allgemeine  Sicherheits­  und 
Menschenrechtslage  in  der  Türkei  den  Wegweisungsvollzug  zum 
heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen lässt und der türkische 
Staat grundsätzlich schutzwillig und schutzfähig ist, 

dass  der  Entscheid  des  BFM  vom  13. September  2011  namentlich 
hinsichtlich  der  Frage  der  Flüchtlingseigenschaft  und  des  Asyls  in 
Rechtskraft  erwachsen  ist  und  daher  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte 

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Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulements  im  vorliegend 
Verfahren keine Anwendung findet,

dass  soweit  die  Beschwerdeführerin  in  der  vorliegenden 
Rechtsmittelschrift  ihre  im  Asylverfahren  geltend  gemachte  Verfolgung 
durch  ihren  Ex­Mann  wiederholt,  festzuhalten  ist,  dass  diese  in  der 
vorinstanzlichen Verfügung als offensichtlich unglaubhaft erkannt worden 
ist,  ohne  dass  die  betreffenden  Dispositivziffern  mittels  Beschwerde 
angefochten worden wären,

dass die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz zu bestätigen sind, 
zumal  die  Beschwerdeführerin  ihre  Rückreise  in  die  Türkei  und  die 
angebliche Bedrohung durch  ihren Ex­Mann widersprüchlich und unsub­
stanziiert dargelegt hat,

dass  die  zahlreichen  Ungereimtheiten  auch  in  der  Beschwerdeschrift 
nicht überzeugend aufgelöst werden konnten, 

dass  sich  weder  aus  den  Akten  noch  der  Rechtsmittelschrift 
substanziierte  Hinweise  ergeben,  wonach  der  Beschwerdeführerin  bei 
einer Rückkehr in die Türkei ein "real risk" drohen würde,

dass somit der Vollzug der Wegweisung zulässig ist,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage  in der Türkei noch  individuelle Gründe 
auf  eine  konkrete  Gefährdung  der  Beschwerdeführerin  im  Falle  einer 
Rückkehr schliessen lassen,

dass sie Eigentümerin einer Wohnung in Mersin ist und es ihr angesichts 
der mehrjährigen Tätigkeit als Reinigungshilfe zumutbar ist, in der Türkei 
eine neue Existenz aufzubauen,

dass sie über ein intaktes familiäres Beziehungsnetz verfügt und schon in 
der Vergangenheit auf Unterstützung seitens ihrer Familie zählen konnte, 

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dass  bezüglich  ihrer  psychischen  Probleme  eine  medizinische 
Behandlung  in  der  Türkei  gewährleistet  ist,  welche  sie  bereits  vor  ihrer 
Ausreise beansprucht hat, 

dass  zusammenfassend  der  Wegweisungsvollzug  als  zumutbar  zu 
beurteilen ist,

dass der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat zudem möglich ist, 
da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der 
Beschwerdeführerin  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere 
mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 
S. 513 – 515),

dass  es  sich  erübrigt,  auf  die  weiteren  Vorbringen  in  der 
Rechtsmittelschrift  und  das  auf  Beschwerdeebene  eingereichte 
Beweismittel  näher  einzugehen,  da  diese  für  den  Verfahrensausgang 
irrelevant sind, 

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung  zu  bestätigen  ist,  weshalb  die  Beschwerde  vollumfänglich 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG)  und mit  dem am 27. Oktober  2011  in  gleicher Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen sind. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  sind  durch  den  bezahlten  Kostenvorschuss  in  gleicher 
Höhe gedeckt und werden mit diesem verrechnet.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Regula Schenker Senn Néomie Nicolet

Versand: