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**Case Identifier:** 06b9f528-86dc-5034-9846-45aaba4b69ab
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.10.2023 710 23 82 / 236 (710 2023 82 / 236)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_710-23-82---236_2023-10-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. Oktober 2023 (710 23 82 / 236) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Alters- und Hinterlassenenversicherung 

 

 

Voraussetzungen für eine Schadenersatz-Haftung erfüllt. Entgegen den Vorbringen des 

Beschwerdeführers ist in finanziell schwierigen Zeiten besonders auf eine regelmässige 

Entrichtung der Sozialversicherungsbeiträge zu achten, und eine Arbeitgeberin darf ge-

rade bei finanziellen Schwierigkeiten stets nur so viel Lohn ausbezahlen, als die darauf 

unmittelbar entstehenden Beitragsforderungen auch tatsächlich gedeckt sind. 

  

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Martin Kaiser, Advo-
kat, Advokatur am Dreispitz, Bordeaux-Strasse 5, 4053 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Bin-
ningen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Schadenersatz  

 
 
 

A. Die B.____ GmbH (GmbH) mit Sitz in X.____ war am 1. April 2016 von Amtes wegen als 
beitragspflichtige Arbeitgeberin bei der Ausgleichskasse Basel-Landschaft (Kasse) angeschlos-
sen worden. Am 8. Dezember 2020 wurde über die Gesellschaft der Konkurs eröffnet. Mit Verfü-
gung vom 20. Dezember 2022 forderte die Kasse von A.____ als ehemaligem Gesellschafter und 

 
 
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Geschäftsführer mit Einzelzeichnungsberechtigung der konkursiten GmbH Schadenersatz für 
ausstehende Lohnbeiträge der Jahre 2017 bis 2019 in der Höhe von Fr. 19'366.20. Eine hierge-
gen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 14. Februar 2023 ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Martin Kaiser, am 13. März 2023 
Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, der angefochtene Einspracheentscheid sei unter o/e- 
Kostenfolge aufzuheben, eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.  
 
C. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 23. März 2023 auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
D. Mit Verfügung vom 26. August 2023 wurde der Fall dem Präsidium zur Beurteilung über-
wiesen. 
 
Auf die Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägungen einzu-
gehen.  
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechtes (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide der Versiche-
rungsträger Beschwerde erhoben werden. Jeder Kanton bestellt ein Versicherungsgericht als 
einzige Instanz zur Beurteilung von Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherung 
(Art. 57 ATSG). Laut § 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist das Kantonsgericht als einzige ge-
richtliche Instanz des Kantons zur Beurteilung von Beschwerden gegen Einspracheentscheide 
der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG sachlich zuständig.  
 
1.2 Nach Art. 52 Abs. 5 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(AHVG) vom 20. Dezember 1946 ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG für Beschwerden 
betreffend Schadenersatzansprüche der Ausgleichskassen das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons zuständig, in dem der Arbeitgeber seinen Wohnsitz hat, beziehungsweise die als Arbeit-
geberin auftretende juristische Person ihr statutarisches Domizil hatte, ungeachtet des jeweiligen 
Wohnsitzes der in Anspruch genommenen Organe. Vorliegend hatte die GmbH ihren Sitz im 
Kanton Basel-Landschaft. Damit ist auch die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben. 
Auf die im Übrigen form- und fristgerecht erhobene Beschwerde vom 13. März 2023 ist demnach 
einzutreten. 
 
1.3 Gemäss § 55 VPO vom 16. Dezember 1993 entscheidet die präsidierende Person der 
Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert 
von Fr. 20'000.-- durch Präsidialentscheid. Im vorliegenden Fall beläuft sich die Streitsumme auf 
Fr. 19'366.20, weshalb die Angelegenheit präsidial zu entscheiden ist. 

 
 
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2.1 Nach Art. 52 Abs. 1 AHVG hat ein Arbeitgeber, welcher der Versicherung durch ab-sicht-
liche oder grobfahrlässige Missachtung von Vorschriften einen Schaden zufügt, diesen zu erset-
zen. Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften subsidiär die Mitglie-
der der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten Personen. Sind 
mehrere Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den ganzen Scha-
den solidarisch (Art. 52 Abs. 2 AHVG). Die Haftung nach Art. 52 AHVG sieht eine Verschuldens-
haftung nach öffentlichem Recht vor. Damit eine Schadenersatzpflicht entstehen kann, müssen 
alle Haftungsvoraussetzungen gegeben sein, d.h. es muss ein Schaden eingetreten sein, der auf 
widerrechtliches und schuldhaftes Verhalten der Arbeitgeberin und – subsidiär – des verantwort-
lichen Organs zurückzuführen ist. 
 
2.2 Die Vorschriften über die Arbeitgeberhaftung nach Art. 52 AHVG sowie die dazu entwi-
ckelte Rechtsprechung des Bundesgerichts finden mangels eigener Bestimmungen sinngemäss 
Anwendung auf die Invalidenversicherungs- (Art. 66 des Bundesgesetzes über die Invalidenver-
sicherung vom 19. Juni 1959), Erwerbsersatz- (Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Er-
werbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft vom 25. September 1952) und Arbeitslo-
senversicherungsbeiträge (Art. 6 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung vom 25. Juni 1982) sowie auf jene an die Familienaus-
gleichskassen gemäss dem Bundesgesetz über die Familienzulagen vom 24. März 2006 (Art. 25 
lit. c). 
 
3.1  Zu prüfen ist in materieller Hinsicht vorab die Verjährungseinrede des Beschwerdefüh-
rers. Art. 52 Abs. 3 AHVG in der ab 1. Januar 2020 geltenden Fassung sieht vor, dass der Scha-
denersatzanspruch gemäss den Bestimmungen des Obligationenrechts über die unerlaubten 
Handlungen verjährt. Demnach verjährt der Anspruch auf Schadenersatz mit Ablauf von drei Jah-
ren von dem Tage an gerechnet, an welchem der Geschädigte Kenntnis vom Schaden und von 
der Person des Ersatzpflichtigen erlangt hat, jedenfalls aber mit Ablauf von zehn Jahren, vom 
Tage an gerechnet, an welchem das schädigende Verhalten erfolgte oder aufhörte (Art. 60 Abs. 
1 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Fünf-
ter Teil: Obligationenrecht, OR] vom 30. März 1911.  
 
3.2 Im Zusammenhang mit der dreijährigen relativen Verjährungsfrist ist nach der bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung die Schadenkenntnis von dem Zeitpunkt an gegeben, in welchem 
die Ausgleichskasse unter Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit erkennen muss, dass 
die tatsächlichen Gegebenheiten nicht mehr erlauben, die Beiträge einzufordern, wohl aber eine 
Schadenersatzpflicht begründen können (BGE 131 V 425 E. 3.1, 119 V 89 E. 3). Voraussetzung 
für eine ausreichende Schadenkenntnis ist dabei, dass die Ausgleichskasse alle tatsächlichen 
Umstände über die Existenz, die Beschaffenheit und die wesentlichen Merkmale des Schadens 
kennt bzw. kennen müsste (BGE 116 V 72 E. 3b). Dabei haben sich in der Praxis Regelzeitpunkte 
entwickelt, in welchen die Schadenkenntnis üblicherweise angenommen wird. Es ist dies im Falle 
eines Konkurses praxisgemäss dann der Fall, wenn die Kollokation der Forderungen eröffnet, der 
Kollokationsplan also zur Einsicht aufgelegt wird (Urteile des Bundesgerichts 9C_166/2017 vom 
8. August 2017, E. 4.2.1 und 9C_325/2010 vom 26. Juni 2018, E. 4.5.2). Für eine fristauslösende 

 
 
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Schadenkenntnis ausnahmsweise schon vor diesem Regelzeitpunkt ist rechtsprechungsgemäss 
ein strenger Massstab anzulegen; eine Vorverlegung auf die Zeit vor Auflegung des Kollokations-
plans rechtfertigt sich beispielsweise dann, wenn eine Ausgleichskasse anlässlich der Gläubiger-
versammlung vernimmt, dass ihre Forderung auf jeden Fall ungedeckt bleiben wird (BGE 118 V 
193 E. 3b). Was sodann die absolute Verjährungsfrist von zehn Jahren seit dem Eintritt des Scha-
dens betrifft, gilt der Schaden als eingetreten, wenn anzunehmen ist, dass die geschuldeten Bei-
träge aus rechtlichen (Eintritt der Beitragsverwirkung) oder tatsächlichen Gründen (Zahlungsun-
fähigkeit der Beitragsschuldnerin) nicht mehr eingefordert werden können (BGE 129 V 193 E. 
2.1. ff.). Im Fall der Uneinbringlichkeit beginnt die Verjährungsfrist, sobald die Beiträge wegen 
Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers nicht mehr im ordentlichen Verfahren nach Art. 14 AHVG 
erhoben werden können, das heisst in der Regel mit der Ausstellung eines Pfändungsverlust-
scheins oder mit der Konkurseröffnung (BGE 142 V 487 E. 2.2 mit Hinweisen).  
 

3.3 Im vorliegenden Fall wurde über die GmbH am 8. Dezember 2020 der Konkurs eröffnet 
(Kassen-Dok 38). Indem die Kasse am 20. Dezember 2022 ihre Schadenersatzverfügung erlas-
sen hat, hat sie mit Blick auf die in den Jahren 2017 bis 2019 unbezahlt gebliebenen Beiträge die 
absolute Verjährungsfrist von zehn Jahren zweifellos gewahrt. Nichts anderes gilt hinsichtlich der 
relativen Verjährungsfrist von drei Jahren seit Kenntnis des Eintritts des Schadens. Soweit der 
Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang einwendet, dass die zumutbare Schadenkenntnis 
der Kasse ausnahmsweise bereits vor Eintritt der Konkurseröffnung eingetreten sei, ist ihm zwar 
beizupflichten. Den Akten ist nämlich zu entnehmen, dass das Betreibungsamt der Kasse am 
4. Mai 2020 mitgeteilt hatte, dass die GmbH inaktiv sei und ihre Geschäftstätigkeit aufgegeben 
habe (Beilage 9 zur Beschwerdebegründung). Mithin musste der Kasse bereits seit der in der 
Folge am 25. Juni 2020 durchgeführten Arbeitgeberkontrolle und des anschliessenden Revisi-
onsberichts vom 12. Juli 2020 (Kassen-Dok 41 und 43) bewusst sein, dass allfällige Beitrags-
schulden der GmbH wohl kaum mehr beglichen werden können. Mit Erlass ihrer Schadenersatz-
verfügung vom 20. Dezember 2022 hat sie die dreijährige Verjährungsfrist indessen trotzdem 
gewahrt. Entgegen der in der Beschwerdebegründung vertretenen Auffassung ändert daran 
nichts, dass die Kasse bereits im Januar 2019 von ihrem zuvor im September 2018 verfügten 
Tilgungsplan zurückgetreten ist (Kassen-Dok 135). Ebenso wenig wie die Gewährung eines Zah-
lungsaufschubs vermag auch die Nichtbezahlung der einzelnen Tilgungsraten die zumutbare 
Kenntnis hinsichtlich des letztlich resultierenden Schadens der Kasse in verjährungsrechtlicher 
Hinsicht zu begründen. Zumal es sich bei den einzelnen Tilgungsraten ohnehin um kleinere Be-
träge im Umfang von Fr. 533.95 gehandelt hat (Kassen-Dok 137), wies die GmbH anfangs Feb-
ruar 2019 noch einen eher kleinen Beitragssaldo zu Gunsten der Kasse im Umfang von 
Fr. 607.45 aus (Kassen-Dok 18). Damit bestand auch unter diesem Blickwinkel in diesem Zeit-
punkt noch kein Anlass, davon ausgehen zu müssen, dass die GmbH ihren im Wesentlichen erst 
in der Folge entstandenen Beitragsschulden nicht mehr nachzukommen in der Lage sein würde. 
Die Schadenersatzforderung ist deshalb auch in relativer Hinsicht nicht verjährt. 
 
4.1 Der Schaden der Ausgleichskasse besteht bei einer Anwendung von Art. 52 Abs. 1 AHVG 
darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschuldeter Beitrag entgeht. Die Höhe des Schadens 
entspricht dabei dem Betrag, den die Ausgleichskasse nicht erhältlich machen kann. Verwal-

 
 
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tungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs- und Mahngebühren sowie die Verzugszinsen bil-
den Bestandteil des Schadens, welcher der Ausgleichskasse zu ersetzen ist (BGE 121 III 382 
E. 3bb mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 27. August 2013, 9C_646/2012, 
E. 4.1; zum Ganzen: THOMAS NUSSBAUMER, Die Ausgleichskasse als Partei im Schadenersatz-
prozess nach Artikel 52 AHVG, ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). 
 
4.2.1 Die Beschwerdegegnerin macht aufgrund der ungedeckt gebliebenen Forderung einen 
Schaden im Umfang Fr. 19'366.20 geltend. Die Höhe des Schadens und das Ausmass der Scha-
denersatzforderung werden in der Beschwerde nicht substantiell bestritten, so dass das Kantons-
gericht grundsätzlich keine Veranlassung hat, die Berechnung konkret zu überprüfen. Der Ver-
waltungsprozess ist zwar vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, dieser entbindet jedoch die 
rechtsuchende Partei nicht davon, selber die Beanstandungen vorzubringen und ihrerseits zur 
Feststellung des Sachverhalts beizutragen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG, heute: Schweizerisches Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen] vom 21. April 2006 
H 157/05, E. 2.2). Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vorbringen lässt, dass 
der Schaden im Juni 2020 noch auf Fr. 8'150.— beziffert, nachträglich jedoch erhöht worden sei, 
ist darauf hinzuweisen, dass die Differenz im Wesentlichen auf den am 12. Juli 2020 verfügten 
Nachtrag aus der Arbeitgeberkontrolle betreffend die Jahre 2017 bis 2019 im Umfang von Fr. 
10'850.45 zurückzuführen ist. Dass diese Teil-Forderung nicht im Konkurs der GmbH eingegeben 
worden wäre, wie der Beschwerdeführer behauptet, geht aus den vorliegenden Akten gerade 
nicht hervor (Kassen-Dok 37). Ebenso wenig vermag er etwas zu seinen Gunsten daraus abzu-
leiten, dass die von der Kasse am 12. Juli 2020 erlassene Verfügung betreffend die Beiträge aus 
der am 25. Juni 2020 durchgeführten Arbeitgeberkontrolle nicht per Einschreiben versandt wor-
den war (Kassen-Dok 42 und 43; 45 und 46). Dieser Umstand hat keinen Einfluss auf die Scha-
denhöhe, woran namentlich auch nichts ändert, dass der Kasse bereits am 4. Mai 2020 mitgeteilt 
worden war, dass die GmbH zwischenzeitlich ihre Geschäftstätigkeit aufgegeben habe und inak-
tiv sei (Beilage 9 zur Beschwerdebegründung). Allfällige Beitragsforderungen deshalb nicht als 
Schaden anzuerkennen, weil eine Arbeitgeberkontrolle nach der Aufgabe der Geschäftstätigkeit 
bei der Beitragsschuldnerin durchgeführt und der Schaden damit erst nachträglich im Detail fest-
gesetzt werden kann, würde nicht nur der zitierten Rechtsprechung widersprechen (oben, Erwä-
gung 4.1), sondern letztlich geradezu Tor und Tür öffnen, sich der Begleichung vormals geschul-
deter Beiträge mittels Geschäftsaufgabe entziehen zu können. Dies widerspräche nicht nur dem 
generellen Haftungsgedanken von Art. 52 AHVG, sondern liefe auch den Bestimmungen von Art. 
Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. der Verordnung über die Alters- und Hinterlas-
senenversicherung (AHVV) vom 31. Oktober 1947zuwider. 
 
4.2.2 Der Kontoauszug per 1. Februar 2023 zeigt allerdings auf (Kassen-Dok 18), dass die For-
derungseingabe der Kasse im Konkurs der GmbH einen zu kollozierenden Schaden im Umfang 
von lediglich Fr. 19'235.65 ausgewiesen hat (Kassen-Dok 6 und 37). Die Differenz von Fr. 130.55 
zwischen dem nunmehr verfügungsweise geltend gemachten und dem ursprünglich kollozierten 
Schaden ist auf Inkassokosten gegenüber einem von der Kasse versehentlich ins Recht gefass-
ten Schuldner zurückzuführen (Kassen-Dok 9 und 11). Diese nicht gerechtfertigten Inkassokos-
ten (Kassen-Dok 7) können nicht Bestandteil des vorliegenden Schadens bilden. Mangels ander-

 
 
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weitiger Anhaltspunkte für Berechnungsfehler ist die Schadensberechnung der Beschwerdegeg-
nerin daher um Fr. 130.55 zu reduzieren und es ist vorliegend von einem relevanten Schadens-
betrag von Fr. 19'235.65 (Fr. 19'366.20 abzüglich Fr. 130.55) auszugehen. 
 
5.1 Der Schaden der Ausgleichskasse muss sodann auf ein widerrechtliches Verhalten der 
schadenersatzpflichtigen Person zurückzuführen sein. Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit 
Art. 34 ff. AHVV schreibt vor, dass der Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbei-
träge in Abzug zu bringen und zusammen mit seinen eigenen Beiträgen der Ausgleichskasse 
periodisch zu entrichten hat. Diese werden von der Ausgleichskasse aufgrund der voraussichtli-
chen Lohnsumme festgesetzt, wobei die Arbeitgeber wesentliche Änderungen der Lohnsumme 
während des Jahres zu melden haben. Nach Ablauf einer Abrechnungsperiode, welche jeweils 
das Kalenderjahr umfasst, nimmt die Ausgleichskasse aufgrund der Abrechnung der Arbeitgeber 
den Ausgleich zwischen den geleisteten Akonto-Beiträgen und den tatsächlich geschuldeten Bei-
trägen vor, wobei ausstehende Beiträge innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung zu bezahlen sind 
(Art. 36 Abs. 3 und 4 AHVV). Diese Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers 
ist eine gesetzlich vorgeschriebene öffentlich-rechtliche Aufgabe. Dazu erklärte das Bundesge-
richt wiederholt, dass die Nichterfüllung dieser öffentlich-rechtlichen Aufgabe eine Missachtung 
von Vorschriften im Sinne von Art. 52 AHVG bedeute und die volle Schadensdeckung nach sich 
ziehe (BGE 111 V 172 E. 2 und 118 V 193 E. 2a; Urteil des EVG vom 21. April 2006, H 157/05, 
E. 4.1; vgl. auch MARCO REICHMUTH, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 
52 AHVG, Freiburg 2008, Rz. 504).  
 
5.2 Im vorliegenden Fall muss der konkursiten GmbH insofern eine Missachtung von Vor-
schriften vorgeworfen werden, als sie den ihr obliegenden Abrechnungs- und Zahlungsverpflich-
tungen gemäss Art. 17 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV nur unvollständig nach-
gekommen ist. Sie wurde deswegen von der Beschwerdegegnerin wiederholt gemahnt und auch 
betrieben. Schliesslich blieben Sozialversicherungsbeiträge (inklusive Nebenkosten) in der Höhe 
von Fr. 19'235.65 offen (oben, Erwägung 2.2). Damit ist die GmbH ihren gesetzlichen Pflichten 
als Arbeitgeberin nicht nachgekommen und hat öffentlich-rechtliche Vorschriften verletzt. 
 
6. Zwischen dem bei der Ausgleichskasse eingetretenen Schaden und dem pflichtwidrigen 
Verhalten des Arbeitgebers bzw. seiner Organe muss sodann ein adäquater Kausalzusammen-
hang bestehen (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts vom 2. Novem-
ber 2012, 9C_369/2012 und 9C_370/2012, E. 7.1; so auch Urteile des Kantonsgerichts vom 
7. April 2016, 710 14 238/84, E. 6 und vom 10. Dezember 2015, 710 14 283/326, E. 3.4). Vorlie-
gend ist offensichtlich, dass das pflichtwidrige Verhalten der GmbH nach dem gewöhnlichen Lauf 
der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet war, den entstandenen Schaden zu 
bewirken. Der adäquate Kausalzusammenhang ist somit ebenfalls zu bejahen. 
 
7.1 Im Zentrum der strittigen Parteistandpunkte steht sodann die Frage, ob und inwieweit der 
entstandene Schaden auf ein qualifiziert schuldhaftes Verhalten der GmbH zurückzuführen ist. 
Art. 52 Abs. 1 AHVG setzt für die Haftbarkeit des Arbeitgebers voraus, dass die Missachtung von 
Vorschriften in absichtlicher oder grobfahrlässiger Weise erfolgt ist. Sowohl den Arbeitgeber wie 
auch das allfällige Arbeitgeberorgan muss ein Verschulden treffen; verlangt wird somit mithin ein 

 
 
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doppeltes oder zweistufiges Verschulden (REICHMUTH, a.a.O., Rz. 535). Das Bundesgericht geht 
in seiner Praxis davon aus, dass bei Verletzung der Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht 
ein Verschulden des Arbeitgebers grundsätzlich gegeben ist. Lediglich wenn besondere Um-
stände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuldhaft er-
scheinen lassen, entfällt eine Haftung (vgl. REICHMUTH, a.a.O., Rz. 536; THOMAS NUSSBAUMER, 
Die Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 AHVG [Haftung des Verwaltungsrates], in: AJP 
1996 S. 1077 f. mit Hinweisen auf BGE 108 V 183 E. 1b und ZAK 1985 S. 576 E. 2). Zu diesen 
besonderen Umständen gehört etwa, wenn es einem Arbeitgeber, der sich in schwieriger finan-
zieller Lage befindet, durch das (absichtliche) Nichtbezahlen der Beiträge gelingt, das Überleben 
des Unternehmens zu sichern. Es muss aber feststehen, dass der Arbeitgeber im Zeitpunkt, in 
welchem er diese Entscheidung trifft, aufgrund der objektiven Umstände und einer seriösen Be-
urteilung der Lage damit rechnen durfte, die Forderung der Ausgleichskasse innert nützlicher Frist 
befriedigen zu können (BGE 108 V 183 E. 2). Die höchstrichterliche Rechtsprechung geht dies-
bezüglich davon aus, dass dies mittels eines konkreten Sanierungskonzeptes detailliert aufge-
zeigt werden muss (Urteil des EVG vom 19. November 2003, H 397/01, E. 6.2.3 mit Hinweis auf 
BGE 108 V 183 E. 2, 121 V 243; UELI KIESER, Alters- und Hinterlassenenversicherung, in: Recht-
sprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Murer/Stauffer [Hrsg.], Zürich 
2012, Art. 52 AHVG, Rz. 49). In diesem Zusammenhang ist zu betonen, dass fehlende finanzielle 
Mittel der Gesellschaft für sich allein keinen Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgrund darstel-
len, da ansonsten die Haftungsvorschrift von Art. 52 Abs. 1 AHVG weitgehend ihres Gehaltes 
entleert würde (Urteile des Kantonsgerichts vom 7. April 2016, 710 14 238/84, E. 8.1 und vom 
10. Dezember 2015, 710 14 283/326, E. 3.4). 
 
7.2 Solche Bemühungen – namentlich die Einleitung von Sanierungsmassnahmen – sind aus 
den vorliegenden Unterlagen nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer bringt in diesem Zusam-
menhang lediglich vor, dass sich die GmbH in einer finanziellen Bedrängnis befunden habe, was 
selbst von der Kasse zugestanden worden sei. Dennoch hätten die ausstehenden Beiträge teil-
weise laufend bezahlt werden können. Zudem müsse der Kasse ein Mitverschulden vorgeworfen 
werden, wonach sie mit der Arbeitgeberkontrolle zu lange zugewartet habe. Diese sei nur erfolgt, 
um ihre Beiträge direkt als Schaden beim Beschwerdeführer persönlich geltend zu machen. 
 
7.3.1 Entgegen der von ihm vertretenen Auffassung, wonach die Kasse den eingetretenen 
Schaden mit zu verantworten habe, ist zunächst darauf hinzuweisen, dass die Pflicht zur fristge-
rechten Beitragszahlung kraft gesetzlicher Bestimmung ausschliesslich die GmbH in ihrer Eigen-
schaft als Arbeitgeberin trifft. Inwiefern die Kasse ein Mitverschulden am entstandenen Schaden 
haben soll, nachdem die GmbH dem aktenkundigen Kontoauszug zufolge (Kassen-Dok 18) ins-
besondere seit März 2019 ihre Beitragsschulden nur noch zu einem kleinen Teil beglichen hat, 
ist nicht ersichtlich. In diesem Zusammenhang kann dem Beschwerdeführer auch nicht beige-
pflichtet werden, wenn er der Kasse vorwirft, zu lange mit ihrer Arbeitgeberkontrolle zugewartet 
zu haben. Der Kontoauszug der Kasse zeigt vielmehr auf, dass die Einzahlungen des Beschwer-
deführers im Verlaufe der Jahre im Wesentlichen einzig auf seine Akonto-Beiträge beschränkt 
blieben und auch diese Akonto-Beiträge letztlich nur unvollständig beglichen worden sind (Kas-
sen-Dok 18). Wenn die Kasse im Nachgang der ihr vom Betreibungsamt am 4. Mai 2020 mitge-
teilten Geschäftsaufgabe (Beilage 9 zur Beschwerdebegründung) bereits am 3. Juni 2020 die 

 
 
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Arbeitgeberkontrolle in die Wege geleitet hat (Kassen-Dok 51 f.), kann ihr in zeitlicher Hinsicht 
zweifellos kein Zuwarten vorgeworfen werden. Dies gilt namentlich auch in Anbetracht der an-
schliessend rund drei Wochen später, am 25. Juni 2020 durchgeführten Arbeitgeberkontrolle und 
des in der Folge ohne Verzug am 12. Juli 2020 versandten Revisionsberichts, auf dessen Basis 
die entsprechenden Nachträge im Umfang von Fr. 10'850.45 schliesslich verfügt werden konnten 
(Kassen-Dok 41 und 43). Ein Verzug, welcher eine Verschleppung und mit ihr ein allfälliges Mit-
verschulden der Kasse am entstandenen Schaden nahelegen würden, liegt mit Blick auf diese 
zeitlichen Verhältnisse nicht vor.  
 
7.3.2 Dem Beschwerdeführer ist beizupflichten, dass die GmbH zumindest bis März 2019 be-
müht war, den Beitragsforderungen nachzukommen. Wenn er nunmehr jedoch vorbringt, dass 
sich das Verschulden der GmbH dadurch relativiert habe, dass die Kasse schon früh und wieder-
holt eine ratenweise Tilgung der Beitragsschulden zugestanden habe (Kassen-Dok 183, 147), 
kann ihm ebenso wenig gefolgt werden. Generell ist es durchaus sinnvoll, dem Beitragsschuldner 
bei Zahlungsschwierigkeiten die Möglichkeit zu gewähren, grössere Forderungen wie insbeson-
dere Beitragsschulden aus nachträglich erhobenen Jahresabrechnungen in Teilbeträgen zu til-
gen und ihm damit weiterhin ein wirtschaftliches Fortkommen zu ermöglichen. Daraus nunmehr 
aber eine Relativierung oder gar einen Ausschluss des Verschuldens der GmbH ableiten zu wol-
len, geht nicht an. Die Gewährung einer ratenweisen Begleichung von Beitragsschulden im Rah-
men eines Tilgungsplans vermag die Grobfahrlässigkeit der GmbH als Beitragsschuldnerin ge-
nerell nämlich nicht auszuschliessen (REICHMUTH, a.a.O., Rz. 647 mit Hinweisen). Vielmehr muss 
angenommen werden können, dass die geschuldeten Beiträge innert nützlicher Frist entspre-
chend hätten nachbezahlt werden können. Dies aber war gerade nicht der Fall, nachdem die 
Kasse am 9. Januar 2019 von ihrem zweiten Tilgungsplan infolge Nichtbezahlens bereits der 
zweiten Rate zurückgetreten war (Kassen-Dok 135, 140). Dem massgebenden Kontoauszug zu-
folge häuften sich die Beitragsschulden insbesondere ab März 2019 substantiell an. Dieser Um-
stand ist im Wesentlichen auf den Umstand zurückzuführen, dass die am 19. März 2019 in Rech-
nung gestellte definitive Jahresabrechnung betreffend das Jahr 2018 die bisher geleisteten 
Akonto-Beiträge deutlich überstieg. Damit erhellt, dass auf den bereits seit Beginn des Jahres 
2018 ausbezahlten Löhnen nur ungenügende Beiträge bezahlt oder zumindest zurückbehalten 
worden waren (Kassen-Dok 39). Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist in finanzi-
ell schwierigen Zeiten jedoch besonders auf eine regelmässige Entrichtung der Sozialversiche-
rungsbeiträge zu achten, und eine Arbeitgeberin darf gerade bei finanziellen Schwierigkeiten 
stets nur so viel Lohn ausbezahlen, als die darauf unmittelbar entstehenden Beitragsforderungen 
auch tatsächlich gedeckt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 17. September 2007, 
9C_111/2007, E. 3.1, mit Hinweisen). Zumal mit Blick auf diese Verhältnisse zugleich gesagt ist, 
dass die finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber der Kasse bereits im Jahre 2018 nicht mehr 
eingehalten werden konnten, vermag deshalb auch der Hinweis des Beschwerdeführers, die 
Nichtbezahlung der geschuldeten Beiträge sei schliesslich auch auf ausserordentliche Umstände 
wie namentlich die Covid-19-Pandemie zurückzuführen, nicht zu überzeugen. Der massgebende 
Kontoauszug zeigt vielmehr auf, dass die GmbH bereits schon zuvor regelmässig gemahnt und 
betrieben werden musste (in chronologischer Reihenfolge: Kassen-Dok 151, 161, 118, 114, 107, 
96, 94, 91, 85, 73 66). Daraus wiederum erhellt, dass kein fristgerechtes Sanierungskonzept vor-
gelegen hat, aufgrund dessen nunmehr davon auszugehen wäre, dass die Forderungen der 

 
 
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Kasse innert nützlicher Frist hätten befriedigt werden können. Der Argumentation des Beschwer-
deführers kann mit Blick auf die dokumentierten AHV-Beitragsausstände somit nicht gefolgt wer-
den, weil insbesondere seit März 2019 nicht etwa eine Rückzahlung von AHV-Ausständen, son-
dern vielmehr eine Anhäufung von Beitragsschulden zu verzeichnen war. Eine ernsthafte und 
rasche Tilgungsabsicht der hier zur Diskussion stehenden Beitragsschulden gegenüber der 
Kasse, wie sie rechtsprechungsgemäss ausnahmsweise als Exkulpationsgrund anerkannt wer-
den kann, muss bei dieser Ausgangslage verneint werden. Entgegen den Vorbringen des Be-
schwerdeführers haben sich die Schulden gegenüber der Kasse mithin also vergrössert, was 
namentlich darauf zurückzuführen ist, dass trotz stetig sich kumulierender Beitragsausstände 
über Jahre schlicht ungenügend hohe Zahlungen geleistet worden sind. Bei dieser Aktenlage 
kann nicht davon gesprochen werden, dass aufgrund der objektiven Umstände und einer seriö-
sen Beurteilung der Lage ernsthaft damit zu rechnen war, die insbesondere seit März 2019 zu-
nehmend ausstehenden Forderungen der Kasse innert nützlicher Frist noch befriedigen zu kön-
nen. Weil die GmbH im vorliegenden Fall die von ihr geschuldeten Beiträge bereits über einen 
längeren Zeitraum teils überhaupt nicht bzw. nur unvollständig bezahlt hatte, kann insbesondere 
auch nicht von einem nur kurzfristigen Liquiditätsengpass gesprochen werden, aufgrund dessen 
in guten Treuen hätte davon ausgegangen werden dürfen, die aufgelaufenen Beitragsrückstände 
würden letztlich innert nützlicher Frist beglichen. Unter diesen Umständen trifft die GmbH hin-
sichtlich ihrer Beitragszahlungspflicht ein Verschulden im Umfang grober Fahrlässigkeit und es 
sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die ihr fehlerhaftes Verhalten als gerechtfertigt erscheinen 
lassen. Damit steht fest, dass die Schadenersatzforderung ihre Ursache in einer Missachtung der 
Vorschriften zur Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht hat. Da die Missachtung dieser Pflich-
ten als schuldhaftes Verhalten zu qualifizieren ist, haftet die GmbH für den entstandenen Scha-
den. 
 
8.1  In einem letzten Schritt ist das persönliche Verschulden des Beschwerdeführers zu be-
urteilen. Hintergrund bildet der Umstand, dass nicht jedes einer Firma anzulastende Verschulden 
auch ein solches ihrer Organe sein muss. Vielmehr ist abzuwägen, ob und inwieweit eine Hand-
lung der Arbeitgeberin einem bestimmten Organ im Hinblick auf dessen rechtliche und faktische 
Stellung innerhalb der Firma zuzurechnen ist. Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, hängt dem-
nach entscheidend von der Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen 
Person übertragen wurden (BGE 108 V 199 E. 3a; ZAK 1985 S. 620 E. 3b).  Bei einfachen Ver-
hältnissen muss vom einzigen Verwaltungsrat einer GmbH, der als solcher die Verwaltung der 
Gesellschaft als einzige Person in Organstellung zu besorgen hat, in der Regel der Überblick 
über alle wesentlichen Belange der Firma verlangt werden, und dies selbst dann, wenn er seine 
Befugnisse weitgehend an einen Geschäftsführer delegiert hat. Er kann mit der Delegation der 
Geschäftsführung nicht zugleich auch seine Verantwortung als einziges Verwaltungsorgan an 
den Geschäftsführer delegieren (BGE 108 V 199 E. 3b). Formell eingesetzte Geschäftsführer wie 
auch Personen, die faktisch die Funktion eines Geschäftsführers ausüben, haften für den der 
Ausgleichskasse zufolge nicht bezahlter Bundessozialversicherungsbeiträge entstandenen 
Schaden nach den gleichen Grundsätzen wie Organe einer Aktiengesellschaft (BGE 126 V 237 
E. 4). 
 

 
 
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8.2 Vorliegend ist zu Recht unbestritten geblieben, dass dem Beschwerdeführer in seiner Ei-
genschaft als im Handelsregister eingetragener Einzelgesellschafter und Geschäftsführer der 
GmbH mit Einzelzeichnungsberechtigung eine entsprechende Organstellung bei der GmbH zu-
gekommen ist. Seine GmbH ist sodann als Kleinunternehmen mit einfacher Verwaltungsstruktur 
anzusehen. Damit durfte und musste vom Beschwerdeführer als deren einzigen Organ der Über-
blick über alle Belange verlangt werden, und es sind an seine Sorgfaltspflicht grundsätzlich 
strenge Anforderungen zu stellen (REICHMUTH, a.a.O., Rz. 638 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. 
BGE 108 V 199 E. 3a). Mit Blick auf den erstmals bereits im Mai 2017 gewährten Tilgungsplan 
der Kasse hätte er zweifellos darauf achten müssen, dass keine erneuten Beitragsausstände 
entstehen und ein massgebender Lohn insbesondere nur in dem Umfang ausgerichtet wird, als 
die darauf geschuldeten, unmittelbar mit der Lohnauszahlung anfallenden Beitragsverbindlichkei-
ten effektiv auch weiterhin bezahlt oder doch wenigstens sichergestellt werden können (Urteil des 
EVG vom 25. Oktober 2004, H 239/03, E. 3.4; REICHMUTH, a.a.O., Rz. 674 mit Hinweisen). Auch 
wenn davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer die Geschäfte seiner Gesellschaft nach 
bestem Wissen und Gewissen zu führen versucht haben mag, ist ihm vorzuwerfen, dass er nicht 
genügend darum besorgt war, die jedenfalls ab März 2019 erneut entstandenen Beitragsaus-
stände der Kasse innert nützlicher Frist beispielsweise mittels genügender Rückstellungen si-
cherzustellen. Es kann an dieser Stelle auf das bereits Gesagte verwiesen werden (oben, Erwä-
gung 7.2.1 f.). Da keine zusätzlichen Anhaltspunkte ersichtlich sind, die gegen eine persönliche 
Schadenersatzpflicht des Beschwerdeführers sprechen würden, ist auch dessen persönliche Haf-
tung gemäss Art. 52 AHVG zu bejahen.  
 
9.  Zusammenfassend resultiert, dass die Voraussetzungen für eine Schadenersatz-Haf-
tung im Umfang von Fr. 19'235.65 erfüllt sind. Rechtfertigungs- oder Exkulpationsgründe liegen 
keine vor. Die Kasse hat den Beschwerdeführer deshalb zu Recht zu einer Schadenersatzzah-
lung verpflichtet, die jedoch betragsmässig auf Fr. 19'235.65 zu reduzieren ist. Im Umfang dieser 
geringen Differenz von Fr. 130.55 ist die Beschwerde gutzuheissen, während sie im Übrigen ab-
zuweisen ist.  
 
10. Der seit 1. Januar 2021 in Kraft stehende Art. 61 lit. fbis ATSG hält fest, dass das Verfah-
ren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig ist, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz 
vorgesehen ist. Das AHVG sieht in Art. 85bis Abs. 2 AHVG keine Kostenpflicht vor, weshalb der 
vorliegende Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind 
demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädigung ist 
bei diesem Verfahrensausgang keine geschuldet.   

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, als die Schadenersatzfor-
derung der Ausgleichskasse Basel-Landschaft um Fr. 130.55 auf 
Fr. 19'235.65 reduziert wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewie-
sen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.