# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76e69f90-d402-521e-a526-d2c4221418a8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 19.03.2021 530 20 48 (530 2020 48)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_530-20-48_2021-03-19.pdf

## Full Text

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Urteil vom 19. März 2021 (530 20 48) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Pauschalabzug Nebenerwerb / verwaltungsratsähnliche Tätigkeit 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Gerichtsschreiber i.V. J.-P. Stoll 
 
 

Parteien A.A.____ und B.A.____,  
 
 Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Beschwerdegegnerin 
 
 
 

betreffend direkte Bundessteuer 2017 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
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Sachverhalt: 

 

A. 

Mit Steuererklärung vom 30. November 2018 deklarierten die Pflichtigen für das Steuerjahr 

2017 ein steuerbares Einkommen in Höhe von Fr. xx. 

 

Mit Veranlagungsverfügung der direkten Bundessteuer 2017 vom 18. Juni 2020 wurde das 

steuerbare Einkommen auf Fr. xx und der Steuerbetrag auf Fr. xx festgesetzt. Dabei wurden 

u.a. die Auslagen beim Nebenerwerb von Fr. 3'496.-- auf Fr. 2'063.-- gekürzt. 

 

 

B. 

Die Pflichtigen erhoben mit Schreiben vom 1. Juli 2020 Einsprache und begehrten u.a., die Aus-

lagen beim Nebenerwerb in Höhe von Fr. 3'496.-- seien zum Abzug zuzulassen. Als Begrün-

dung führten sie an, dass der Nebenerwerb von A.A.____ auf seine Tätigkeit als Stiftungsrat im 

paritätischen Organ des Vorsorgewerks Bund zurückgehe, wo er keinen Arbeitsplatz zur Verfü-

gung gestellt bekomme. Deshalb habe er im Privathaus ein Arbeitszimmer eingerichtet. Das 

Pensum belaufe sich auf rund zwei Arbeitstage pro Woche. Die effektiven Kosten des Arbeits-

zimmers seien sogar höher als die Berechnung gemäss Wegleitung. 

 

Mit Schreiben vom 5. August 2020 bat die Steuerverwaltung die Pflichtigen um Nachreichung 

von Unterlagen betreffend die Notwendigkeit eines Arbeitszimmers, das Arbeitspensum und die 

Zimmeranzahl der Privatliegenschaft. Ausserdem erklärte sie, dass der in der Veranlagungsver-

fügung gewährte Pauschalabzug für die Nebenerwerbsauslagen in Höhe von Fr. 2'063.-- zu 

Unrecht erfolgt sei, da der Pauschalabzug nicht für Einkommen aus der Tätigkeit als Verwal-

tungsrat gelten würde. Deshalb werde der Abzug auf Fr. 0.-- korrigiert. 

 

Am 17. September 2020 reichten die Pflichtigen diverse Unterlagen nach. Das Arbeitspensum 

des Nebenerwerbs von A.A.____ schwanke zwischen 10-30%. 

 

Die Steuerverwaltung wies die Einsprache mit Entscheid vom 22. Oktober 2020 ab und begrün-

dete dies damit, dass bei Tätigkeiten als Verwaltungsrat Pauschalabzüge nicht geltend gemacht 

werden könnten, weil in der Regel eine separate Entschädigung dieser Auslagen erfolge. Beim 

Nachweis nicht vergüteter Kosten seien die notwendigen Auslagen jedoch abzugsfähig. Die 

vom Pflichtigen eingereichten Unterlagen gäben keinen Aufschluss über die Notwendigkeit ei-

nes privaten Arbeitszimmers. Zudem werde verlangt, dass mindestens 40% der gesamten Ar-

beitszeit ausserhalb des eigentlichen Arbeitsortes zu erfolgen habe. Gemäss den Pflichtigen 

betrage das Pensum lediglich 10-30%. Der ursprünglich gewährte Pauschalabzug werde auf-

grund dessen auf Fr. 0.-- korrigiert. 

 

 

C. 

Am 17. November 2020 erheben die Pflichtigen Beschwerde und beantragen, die ursprüngliche 

Veranlagung der Tätigkeit als Nebenerwerb aus unselbständiger Erwerbstätigkeit wiederherzu-

stellen und das steuerbare Einkommen auf Fr. xx zu reduzieren. Die strategische Führung der 

 
 
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Sammelstiftung PUBLICA, die auch das Vorsorgewerk Bund umfasse, obliege bei der Kassen-

kommission und nicht beim paritätischen Organ. Deshalb liege keine verwaltungsratsähnliche 

Tätigkeit vor. Der Lohnausweis und die darin ersichtlichen Sozialversicherungsbeiträge würden 

die Haltung untermauern, dass es sich um einen unselbstständigen Nebenerwerb handle. 

 

Mit Vernehmlassung vom 20. Januar 2021 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung der 

Beschwerde. Die Tätigkeit im paritätischen Organ gehöre implizit faktisch zum Aufgabenbereich 

des Berufes des Rekurrenten in der leitenden Funktion im Eidgenössischen Amt C.____. Diese 

Tätigkeit könne einerseits durchaus als eine Art Verwaltungsratstätigkeit verstanden werden. Im 

Lohnausweis sei ausserdem diese Lohnart gewählt worden. Andererseits könne aufgrund der 

inhaltlichen und organisatorischen Nähe (Konnex) der Tätigkeit als Mitglied des paritätischen 

Organs zur hauptberuflichen Tätigkeit in der leitenden Funktion des Eidgenössischen Amtes 

C.____ nicht von einem eigentlichen, vom Haupterwerb losgelösten Nebenerwerb gesprochen 

werden. Ein Pauschalabzug sei deshalb nicht gerechtfertigt. Nur die effektiv angefallenen Kos-

ten seien abzuziehen. 

 

 

 

 

Erwägungen: 

 

1. 

Das Steuergericht ist gemäss § 140 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die 

direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) zur Anhandnahme der vorliegenden Streitsache zu-

ständig, wobei gemäss § 4 der Vollzugsverordnung vom 13. Dezember 1994 zum Bundesge-

setz über die direkte Bundessteuer (VV DBG; SGS 336.21) i.V.m. § 129 Abs. 1 des Gesetzes 

vom 7. Februar 1974 über die Staats- und Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) 

Beschwerden, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 3’000.-- nicht über-

steigt, vom Präsidenten des Steuergerichts als Einzelrichter beurteilt werden. Da die in formeller 

Hinsicht an eine Beschwerde zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weitere Ausfüh-

rungen darauf einzutreten. 

 

 

2. 

Im vorliegenden Fall gilt es zu beurteilen, ob es sich bei der Tätigkeit des Beschwerdeführers im 

paritätischen Organ des Vorsorgewerks Bund um eine Nebenerwerbstätigkeit handelt. 

 

2.1. Gemäss Art. 26 Abs. 1 DBG können von den steuerbaren Einkünften bei unselbstständiger 

Erwerbstätigkeit als Berufskosten die notwendigen Kosten bis zu einem Maximalbetrag von 

Fr. 3'000.-- für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte (lit. a), die notwendigen Mehrkosten 

für Verpflegung ausserhalb der Wohnstätte und bei Schichtarbeit (lit. b) und die übrigen für die 

Ausübung des Berufes erforderlichen Kosten (vorbehaltlich Art. 33 Abs. 1 lit. j DBG; lit. c) abge-

zogen werden. Für die Berufskosten nach lit. b und c werden Pauschalansätze festgelegt; im 

Fall von lit. c steht der steuerpflichtigen Person der Nachweis höherer Kosten offen. Nach 

Art. 10 i.V.m. Art. 3 und Anhang 1 der Verordnung vom 10. Februar 1993 des Eidgenössischen 

 
 
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Finanzdepartements (EFD) über den Abzug der Berufskosten unselbstständig Erwerbstätiger 

bei der direkten Bundessteuer (Berufskostenverordnung; SR 642.118.1) ist für die mit einer Ne-

benerwerbstätigkeit verbundenen Berufskosten ein Pauschalabzug in Höhe von 20% der Netto-

einkünfte, mindestens jedoch Fr. 800.--, höchstens aber Fr. 2'400.--, zulässig.  

 

Eine Nebenbeschäftigung bzw. Nebenerwerbstätigkeit ist eine Betätigung ausserhalb des über-

tragenen Aufgabenbereichs, die üblicherweise dadurch gekennzeichnet ist, dass sie z.B. an 

einem anderen Arbeitsort, in Benutzung anderer Hilfsmittel, ausserhalb der Arbeitszeit der 

Hauptbeschäftigung ausgeübt wird. Sie beruht auf einem anderen Rechtsgrund als die Haupttä-

tigkeit. Nebenerwerb ist ein Erwerb, der in zeitlicher und finanzieller Hinsicht von untergeordne-

ter Bedeutung ist. Eine Nebenerwerbstätigkeit liegt in der Regel vor, wenn daneben noch eine 

Haupterwerbstätigkeit besteht (Urteil des Steuergerichts [StGE] vom 7. Dezember 2007, 530 07 

31, E. 3c, publ. im Internet auf www.bl.ch/steuergericht Nr. 101/2007; RICHNER/FREI/KAUFMANN/ 

MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl., Zürich 2016, Art 17 N 14). 

 

2.2. Im vorliegenden Fall bekleidet der Beschwerdeführer eine leitende Funktion im Eidgenössi-

schen Amt C.____. Er ist ausserdem der Leiter Personalwirtschaft und Controlling. Gemäss 

eigenen Angaben beinhalte diese Tätigkeit u.a. die Leitung des Geschäftsbereichs der Perso-

nalwirtschaft und das Verfassen von Budgetierungsvorgaben für die Bundesämter. Weiter wer-

de die Berichterstattung an das Parlament und die Bewirtschaftung und Weiterentwicklung des 

Lohnsystems vorgenommen. Der Bereich Controlling umfasse qualitative Personalbefragungen 

und das Erstellen von quantitativen Kennzahlen. 

Art. 18 des Geschäfts- und Organisationsreglements vom 25. August 2015 der Pensionskasse 

des Bundes PUBLICA (GO PUBLICA) ist zu entnehmen, dass das paritätische Organ des Vor-

sorgewerks Bund hauptsächlich für die Adaptierung der Vorsorgereglemente mit ihren finanziel-

len und rechtlichen Auswirkungen zuständig ist. Des Weiteren wirkt es bei Abschluss, Änderung 

und Auflösung von Anschlussverträgen mit. 

Es ist insofern festzustellen, dass sich die Aufgabenbereiche zwar beide mit personalrechtli-

chen Fragen im weiteren Sinn befassen, grundsätzlich jedoch unterschiedliche Tätigkeiten sind 

und keine Überschneidung erkennbar ist. 

 

Beim Arbeitgeber des Beschwerdeführers in seiner leitenden Funktion im Eidgenössischen Amt 

C.____ handelt es sich um das Eidgenössische Amt C.____ als Einheit des Eidgenössischen 

Finanzdepartements. Die Pensionskasse des Bundes, unter welcher das paritätische Organ 

des Vorsorgewerks Bund agiert, ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes mit eigener 

Rechtspersönlichkeit (Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 2006 über die 

Pensionskasse des Bundes [PUBLICA-Gesetz; SR 172.222.1]). Trotz des Konnexes beider 

Arbeitgeber betreffend die Aufgabenerfüllung des Bundes liegen somit zwei verschiedene Ar-

beitgeber vor, was auf eine Nebenerwerbstätigkeit schliessen lässt. 

 

Gemäss eigenen Angaben und dem Internetauftritt des Eidgenössischen Amtes C.____ ist der 

Beschwerdeführer seit 2008 in leitender Funktion im Eidgenössischen Amt C.____. Im Jahr 

2011 wurde er vom Bundesrat zum Mitglied des paritätischen Organs ernannt. Es ist diesbe-

züglich kein Automatismus erkennbar, dass stets ein leitender Funktionär des Eidgenössischen 

Amtes C.____ Einsitz im paritätischen Organ hätte. Es liegt ausserdem in der Natur eines pari-

 
 
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tätischen Organs, dass es aus Vertretern der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite besteht 

(vgl. auch Art. 2 Abs. 1 der Verordnung vom 2. Mai 2007 über das paritätische Organ des Vor-

sorgewerks Bund [VPOB; SR 172.220.141]). Ein gewisser rechtlicher Bezug zur hauptberufli-

chen Tätigkeit ist demnach unabdingbar. Es werden zudem Fachkenntnisse im Bereich der be-

ruflichen Vorsorge vorausgesetzt (Art. 2 Abs. 3 VPOB). Es ist zu erwähnen, dass auch bei den 

übrigen Mitgliedern im paritätischen Organ kein Muster erkennbar ist, dass darauf schliessen 

liesse, dass faktisch gewisse Mitarbeiterpositionen der Bundesverwaltung bevorzugt würden. 

Die Tätigkeit im paritätischen Organ beruht demnach auf einem anderen Rechtsgrund als die 

Tätigkeit in der leitenden Funktion im Eidgenössischen Amt C.____. 

 

Dem Hinweis der Steuerverwaltung, die Ausübung der Tätigkeit im paritätischen Organ fände 

am gleichen Ort wie der Arbeitsort des Hauptberufes statt, ist entgegenzuhalten, dass Bern 

aufgrund seiner geografischen Lage leicht erreichbar ist und deshalb auch als Sitz der Bundes-

verwaltung gewählt wurde. Gemäss den Angaben des Beschwerdeführers finden die Sitzungen 

des paritätischen Organs zwar teilweise in den Räumlichkeiten des Eidgenössischen Amtes 

C.____ statt, da das Gebäude über ausreichend Sitzungszimmer verfüge. Die Sitzungen seien 

aber auch schon in Genf oder in den Räumlichkeiten der PUBLICA abgehalten worden. In An-

betracht dieser Ausführungen darf der räumlichen Nähe der beiden Tätigkeiten kein allzu gros-

ses Gewicht zukommen. 

 

Schliesslich ist die pauschale Entschädigung für die Tätigkeit im paritätischen Organ von 

Fr. 11'000.-- im Vergleich zum Haupterwerbseinkommen des Beschwerdeführers im sechsstel-

ligen Bereich deutlich geringer. Daraus geht hervor, dass der Beschwerdeführer seinen Le-

bensunterhalt aus anderen Quellen bestreitet und der Nebenerwerb nur eine finanziell unterge-

ordnete Bedeutung hat (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft 

[VGE] vom 1. Juli 1992, publ. in: Basellandschaftliche Steuerpraxis [BlStPra] Band XI, Heft 7, 

S. 259 ff., E. 3a). Aus dem finanziellen Vergleich der beiden Erwerbstätigkeiten lässt sich auch 

auf eine zeitlich untergeordnete Bedeutung schliessen. Zwar ist das Arbeitspensum der Tätig-

keit im paritätischen Organ nicht nachgewiesen, schwankt es aber gemäss den Aussagen des 

Beschwerdeführers zwischen 10 und 30%, was in Anbetracht der Höhe der Entlöhnung plausi-

bel erscheint. Die Tätigkeit in der leitenden Funktion des Eidgenössischen Amtes C.____ kann 

demgegenüber als Vollzeitstelle betrachtet werden.  

 

2.3. Zusammenfassend ist festzustellen, dass bei dieser Einzelfallbeurteilung der beiden Tätig-

keiten keine überschneidenden Aufgabenbereiche vorliegen, die Tätigkeiten auf verschiedenen 

Rechtsgründen beruhen und der Nebenerwerb finanziell sowie zeitlich von untergeordneter Be-

deutung ist. Aufgrund dessen ergibt die Gesamtbetrachtung dieser Umstände, dass es sich bei 

der Tätigkeit des Beschwerdeführers im paritätischen Organ um einen Nebenerwerb handelt. 

 

 

2.4. Abschliessend gilt es zu prüfen, ob der Beschwerdeführer die anfallenden Berufskosten, 

die im Zusammenhang mit der Ausübung der Nebenerwerbstätigkeit entstanden sind, vom Ar-

beitgeber separat entschädigt erhält, was gemäss Art. 1 Abs. 2 Berufskostenverordnung einen 

Abzug ausschliesst. Die Steuerverwaltung bringt vor, dass bei verwaltungsratsähnlichen Tätig-

keiten die Auslagen in der Regel gesondert vergütet werden. 

 
 
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Die Tätigkeiten eines Verwaltungsrats umfassen gemäss Art. 716a Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 30. März 1911 betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter 

Teil: Obligationenrecht, OR; SR 220) die Oberleitung der Gesellschaft, die Festlegung der Or-

ganisation, die Finanzverantwortung, die Ernennung und Abberufung der Geschäftsleitung und 

der Zeichnungsberechtigten, die Oberaufsicht über die mit der operativen Führung betrauten 

Personen, den Geschäftsbericht und die Vorbereitung der Generalversammlung sowie die Be-

nachrichtigung des Gerichts im Falle der Überschuldung. Zu den Tätigkeiten des paritätischen 

Organs des Vorsorgewerks Bund gehören, wie bereits oben festgestellt, die in Art. 18 Abs. 3  

lit. a - k GO PUBLICA umschriebenen Aufgaben wie namentlich die Auswahl der Vorsorgepro-

dukte, die Mitwirkung bei Abschluss, Änderung und Auflösung des Anschlussvertrags, der Ent-

scheid über eine Rückversicherung bei der PUBLICA oder die Festlegung der Verzinsung der 

Altersguthaben. Die Leitung, Aufsicht und Kontrolle über die Geschäftsführung der PUBLICA 

obliegt hingegen der Kassenkommission (Art. 11 Abs. 1 PUBLICA-Gesetz). Somit ist festzustel-

len, dass sich der Verwaltungsrat vorwiegend mit strategischen Aufgaben befasst, während das 

paritätische Organ des Vorsorgewerks Bund operative Aufgaben im Zusammenhang mit dem 

Vorsorgereglement wahrnimmt. Es handelt sich folglich beim Nebenerwerb des Beschwerde-

führers nicht um eine verwaltungsratsähnliche Tätigkeit und der Pauschalabzug gemäss Art. 10 

i.V.m. Art. 3 und Anhang 1 Berufskostenverordnung ist zuzulassen. Eine gesonderte Vergütung 

der mit der Tätigkeit im paritätischen Organ verbundenen Auslagen ist nicht ersichtlich, zumal 

das Reglement betreffend die Entschädigung der Mitglieder des paritätischen Organs des Vor-

sorgewerks Bund vom 23. Februar 2012 in Art. 4 Abs. 1 die Spesenentschädigung mit Aus-

nahme der Teilnahme an Schulungskursen ausdrücklich ausschliesst. 

 

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die Bezeichnung der Entschädigung als «Verwal-

tungsratsentschädigungen» (Ziff. 6 des Lohnausweises) für die Beantwortung der Frage nach 

der rechtlichen Qualifikation der Nebenerwerbstätigkeit irrelevant ist (ZWEIFEL/HUNZIKER, in: 

Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die 

direkte Bundessteuer [DBG], 3. Aufl., Basel 2017, Art. 127 N 13; vgl. StGE vom 26. Juni 2009, 

530 09 15, E. 3c).  

 

 

3. 

Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde gutzuheissen und zur Korrektur im Sinne der Er-

wägungen an die Steuerverwaltung zurückzuweisen. 

 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Partei aufzuer-

legen (Art. 144 Abs. 1 DBG i.V.m. § 130 StG und § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 

16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [Verwaltungspro-

zessordnung, VPO; SGS 271]). Vorliegend wurde die Beschwerde gutgeheissen, weshalb die 

Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 500.-- der Steuerverwaltung aufzuerlegen sind. Der bereits 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.-- ist den Beschwerdeführern zurückzuerstatten. 

 

  

 
 
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Demgemäss erkennt das Steuergericht: 

 

1. 

Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. 

 

2. 

Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 500.-- werden der Steuerverwaltung auferlegt. Der bereits 

bezahlte Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 500.-- wird den Beschwerdeführern zurückerstattet. 

 

3. 

Mitteilung an die Beschwerdeführer (1), die eidgenössische Steuerverwaltung Bern (1) und die 

Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (3).