# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37061319-add9-5c63-8ee2-d3efaf53a31b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 24.03.2015 B 2012/108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2012-108_2015-03-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2012/108

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 24.03.2015

Entscheiddatum: 24.03.2015

Entscheid Verwaltungsgericht, 24.03.2015
Bau- und Planungsrecht, Abbauplan (Kiesabbau im Gewässerschutzbereich 
Au), Art. 19 Abs. 1 und Art. 44 GSchG (SR 814.20); Art. 29 Abs. 1 GSchV 
(814.201).Die Beschwerdeführerin plant, ein bestehendes Kiesgrubenareal 
etappenweise zu erweitern. Das fragliche Gebiet ist dem 
Gewässerschutzbereich Au zugewiesen, woraus sich das Verbot ergibt, 
Material unter dem Grundwasserspiegel und der darüber liegenden 
Schutzschicht abzubauen. Die Zuweisung zum Gewässerschutzbereich Au 
kann im Anwendungsfall überprüft werden. Konkret ergibt sich, dass diese 
zu Recht erfolgt ist: Das betroffene Grundwasservorkommen umfasst 50'000 
m3 nutzbares Trinkwasser, das von Oberflächengewässern unbeeinflusst 
und damit vor allfälligen Überflutungen geschützt ist und in Notlagen einen 
substantiellen Beitrag an die regionale Trinkwasserversorgung leisten kann. 
Der vorgesehene Abbau unter dem Grundwasserspiegel ist damit nicht 
gesetzmässig und der Abbauplan fällt dahin (Verwaltungsgericht, 
B 2012/108).Entscheid vom 24. März 2015BesetzungPräsident Eugster; 
Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; Gerichtsschreiber 
WehrleVerfahrensbeteiligtQ. AG, Beschwerdeführerin,vertreten durch 
Rechtsanwalt lic.iur. Jürg Bereuter, Bratschi Wiederkehr & Buob AG, 
Vadianstrasse 44, Postfach 262, 9001 St. Gallen,gegenRegierung des 
Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 9001 St. 
Gallen,Vorinstanz,undPolitische Gemeinde Neckertal, Gemeinderat, 9127 St. 
Peterzell,Beschwerdegegnerin,sowieA.B., C.D., E.F., G.H., 
Beschwerdebeteiligte,GegenstandAbbau- und Deponieplan (Kiesabbauplan 
N. Süd)Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.           Die Q. AG lässt im N. in der Politischen Gemeinde Neckertal (bis 31. 

Dezember 2008 Mogelsberg) Kies abbauen. Im Jahr 1991 wurde eine Verlängerung der 

seit 1975 bestehenden Abbaubewilligung für den südlichen Teil verweigert. Für 

zahlreiche eigene sowie im Eigentum von A.B., C.D., E.F. und G.H. stehende 

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Grundstücke in diesem Gebiet reichte die Q. AG am 23. Mai 2002 dem Gemeinderat 

Abbau- und Deponiepläne, aufgeteilt in die Teilgebiete Ost und Süd (letzteres 

umfassend die Bereiche Mitte und West), ein. Danach sollen innerhalb von dreissig bis 

vierzig Jahren insgesamt 3,7 Millionen m  Kies abgebaut werden, wovon rund 500'000 

m  im Grundwasser liegen. Im Teilgebiet Ost ist der Abbau der Kiesvorräte oberhalb, 

im Teilgebiet Süd auch innerhalb des Grundwasservorkommens vorgesehen. Geplant 

ist zudem eine Inertstoffdeponie mit einem Volumen von rund 600'000 m . Die vom 

Gemeinderat am 11. Juni 2002 erlassenen Pläne lagen vom 19. Juni bis 18. Juli 2002 

öffentlich auf (vgl. Ordner «Teilgebiet Süd»).

B.           Der Gemeinderat bewilligte – nachdem das Amt für Umweltschutz (heute Amt 

für Umwelt und Energie, AFU) am 18. Juli 2003 Projekt und 

Umweltverträglichkeitsbericht beurteilt und am 28. Oktober 2003 

Umweltschutzmassnahmen verfügt hatte – am 10. Februar 2004 den Kiesabbau 

(Etappen I bis III; nicht aber IV und V, Abbaukote mindestens zwei Meter über dem 

höchstmöglichen Grundwasserspiegel) sowie die Wiederauffüllung und den 

Wiederaufbau des Bodens mit unverschmutztem Aushub-, Abraum-, Ausbruch- und 

Bodenmaterial im Teilgebiet Ost. Das Baudepartement genehmigte am 30. April 2004 

den Abbauplan – nicht aber den Deponieplan – für das Teilgebiet Ost. Bewilligung und 

Genehmigung wurden unangefochten rechtskräftig (vgl. act. 34-36 der Gemeinde).

C.           Für das Teilgebiet Süd verweigerte der Gemeinderat – nachdem das Amt für 

Umweltschutz am 20. April 2004 Projekt und Umweltverträglichkeitsbericht beurteilt 

hatte – am 25. Oktober 2004 die Bewilligung zum Kiesabbau (durch Verfügung, die 

Genehmigung des Abbau- und Deponieplanes nicht zu beantragen) und trat auf das 

Gesuch zur Errichtung einer Inertstoffdeponie nicht ein. Der Gemeinderat eröffnete 

seine Verfügung zusammen mit den Verfügungen des Amtes für Umweltschutz vom 23. 

April 2004, mit welcher die gewässerschutzrechtliche Bewilligung zum Kiesabbau 

verweigert und auf das Gesuch zur Errichtung einer Inertstoffdeponie nicht eingetreten 

worden war, des Kantonsforstamtes vom 20. Januar 2003, mit welcher die Rodung 

eines Waldareals verweigert worden war, und des Amtes für Jagd und Fischerei vom 

26. September 2002, mit welcher die Öffnung des eingedolten M.-Bachs (befristet bis 

31. Dezember 2008) bewilligt worden war (act. 39 der Gemeinde).

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a. Die Regierung wies den am 5. November 2004 erhobenen Rekurs, mit welchem die 

Q. AG die Aufhebung der Verfügungen des Amtes für Umweltschutz und des 

Kantonsforstamtes und die Genehmigung des Abbau- und Deponieplanes für das 

Teilgebiet Süd (umfassend die Bereiche Mitte und West) sowie die Erteilung der 

entsprechenden Baubewilligung beantragt hatte, am 25. April 2006 ab, soweit sie 

darauf eintrat. Dem rekurrentischen Antrag, die auf Sondierbohrungen und 

Wasserüberwachungen beruhende Feststellung, dass es sich beim 

Grundwasserbecken im Teilgebiet Süd – in dessen Bereich Mitte – um einen stehenden 

und isolierten unterirdischen Wasserspeicher handle, mit einer Oberexpertise zu 

bestätigen, wurde nicht entsprochen (vi-Dossier 074-2004, act. 25).

b. Mit Entscheid vom 27. Februar 2007 hiess das Verwaltungsgericht die gegen den 

Regierungsentscheid erhobene Beschwerde teilweise gut, hob den angefochtenen 

Entscheid auf und wies die Angelegenheit zur Ergänzung des Sachverhalts und zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück. Das Baudepartement wurde angewiesen, 

dem Beweisantrag der Q. AG stattzugeben und mittels Gutachten feststellen zu lassen, 

ob das N. aus einem zusammenhängenden Grundwasserfeld bestehe oder ob sich im 

Gebiet Süd-Mitte ein isoliertes Grundwasserbecken befinde. Treffe letzteres zu, sei 

weiter zu klären, ob dieses Vorkommen für sich allein genügend ergiebig sei, um zur 

Trinkwasserversorgung in Notlagen genutzt zu werden bzw. ob ihm jeweils 

Wassermengen von 230 l/min entnommen werden können und ob es möglich sei, die 

Entnahmemenge vorübergehend auf ein Mehrfaches zu steigern, ohne dass befürchtet 

werden müsse, dass Quellen versiegen.

D.           Das Baudepartement und die Q. AG kamen am 15. Juni 2007 überein, dass 

sich das für die Q. AG tätige Geologiebüro W. & Z. AG einerseits und das AFU 

anderseits um eine übereinstimmende Beurteilung der hydrogeologischen Verhältnisse 

im N. bemühen sollten (vgl. vi-act. 3 [ab hier: Dossier 09-569]). Auf die Berichte von W. 

& Z. vom 12. September und vom 3. Dezember 2007 reagierte das AFU am 30. 

Oktober 2007 und am 22. Mai 2008 mit Korrekturvorschlägen. Nach einer Besprechung 

am 26. Mai 2008 wurde der Bericht erneut überarbeitet. Letzte Klärungen sollten nach 

einem Gespräch vom 17. März 2009 vorgenommen werden. Im April 2009 prüfte das 

AFU die bereinigte Version vom 30. März 2009. Aufgrund weiterer Bemerkungen vom 

29. Mai 2009 wurde der Bericht erneut bereinigt. Am 9. Oktober 2009 erklärte sich das 

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AFU mit der von W. & Z. am 30. Juni 2009 erstatteten «Hydrogeologischen 

Standortbestimmung im Gebiet N.» (vi-act. 13; nachfolgend «Standortbestimmung») 

grundsätzlich einverstanden (vgl. vi-act. 12). Zu den Rechtsfragen holte die Q. AG bei 

Prof. Dr. iur. K.T. ein Gutachten ein, welches am 8. Juni 2010 erstattet wurde (vi-

act. 19). Es kommt zum Schluss, das Grundwasservorkommen Süd-Mitte sei nicht 

nutzbar im Sinn des Gewässerschutzrechts. Während sich die Politische Gemeinde 

Neckertal am 24. Juni 2010 der Auffassung der Q. AG anschloss (vi-act. 21), 

beantragte das AFU am 13. Juli 2010 sinngemäss die Abweisung des Rekurses (vi-

act. 22). Die Q. AG nahm dazu am 27. August 2010 Stellung.

Die Regierung wies den Rekurs am 1. Mai 2012 ab, soweit sie auf ihn eintrat, auferlegte 

der Q. AG die Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- und wies ihr Gesuch um 

Entschädigung der ausseramtlichen Kosten ab (act. 2).

Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, auf das Rechtsgutachten sei nicht 

weiter einzugehen, da das Verwaltungsgericht am 27. Februar 2007 ausdrücklich 

festgehalten habe, ob ein Grundwasservorkommen zu Recht ganz oder teilweise als 

Gewässerschutzbereich A  ausgeschieden worden sei, sei anhand der einschlägigen 

gewässerschutzrechtlichen Vorschriften und nicht aufgrund einer Abwägung der 

Interessen des Gewässerschutzes mit konkurrierenden Interessen anderer Natur 

festzulegen. Gemäss Standortbestimmung vom 30. Juni 2009 gehörten die Gebiete L. 

und N. – und damit auch dessen Teilgebiete Ost, Mitte und West – grundsätzlich zum 

gleichen Grundwasservorkommen, auch wenn der Wasseraustausch zwischen dem 

Teilgebiet Mitte und den Teilgebieten Ost und West vermutlich relativ gering sei. Dem 

Teilgebiet Mitte mit einem natürlichen Reservoir von schätzungsweise 80'000 m

Grundwasser könnten jährlich 52'500 - 63'000 m  Wasser (100 bis 120 l/min) 

entnommen werden. Es sei möglich, dem Teilgebiet kurzfristig, d.h. über mehrere Tage 

bis einige Wochen, mehrere hundert Liter Wasser pro Minute zu entnehmen. Das 

Grundwasservorkommen N. sei mengenmässig mindestens für die 

Trinkwasserversorgung in Notfällen geeignet. Die Anforderungen an die Qualität für 

Trinkwasser seien erfüllt. Die Zuweisung des Teilgebietes zum Gewässerschutzbereich 

A  sei sachlich begründet, was einen Kiesabbau unterhalb des Grundwasserspiegels 

ausschliesse. Mit dem Kiesabbauplan falle auch der Deponieplan dahin.

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E.            Die Q. AG (Beschwerdeführerin) erhob gegen den am 4. Mai 2012 versandten 

Rekursentscheid der Regierung (Vorinstanz) durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe 

vom 16. Mai 2012 (act. 1) und Ergänzung vom 13. Juli 2012 (act. 7) Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht mit den Anträgen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der 

angefochtene Entscheid aufzuheben, festzustellen, das Gebiet N. sei zu Unrecht dem 

Gewässerschutzbereich A  zugeteilt worden und die Vorinstanz anzuweisen, den 

Kiesabbauplan N. Süd zu genehmigen und die entsprechende Baubewilligung zu 

erteilen, eventuell sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen.

Für die Vorinstanz beantragte das Baudepartement mit Vernehmlassung vom 31. 

August 2012 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (act. 10). 

Die weiteren Verfahrensbeteiligten verzichteten stillschweigend auf eine 

Vernehmlassung. Die Beschwerdeführerin nahm zur vorinstanzlichen Vernehmlassung 

am 30. Oktober 2012 Stellung (act. 17).

F.            Mit Eingabe vom 28. Januar 2015 teilte der bisherige Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin, lic.oec. Christoph Möhr, Speicher, dem Verwaltungsgericht mit, 

das Mandat sei an Rechtsanwalt lic.iur. Jürg Bereuter (Bratschi Wiederkehr & Buob AG, 

St. Gallen) übergeben worden (act. 20).

Auf den angefochtenen Entscheid sowie die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten 

zur Begründung ihrer Anträge wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen 

eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.            (…).

2.            In der Sache ist streitig, ob der Abbauplan für das Teilgebiet Süd zu Recht 

aus gewässerschutzrechtlichen Gründen nicht bewilligt bzw. dessen Genehmigung 

nicht beantragt worden ist. Das Verwaltungsgericht hat sich mit der vorliegenden 

Streitsache bereits im Jahr 2007 befasst. Im (Rückweisungs-)Entscheid B 2006/95 vom 

27. Februar 2007 hielt es fest, unterhalb des Grundwasserspiegels dürfe kein Kies 

abgebaut werden, wenn «das betreffende Grundwasserbecken zu Recht als 

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Grundwasserschutzbereich (recte: Gewässerschutzbereich) A  ausgeschieden worden» 

sei (E. 4.5.).

2.1.        Gemäss Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer 

(Gewässerschutzgesetz; SR 814.20, GSchG) teilen die Kantone ihr Gebiet nach der 

Gefährdung der ober- und der unterirdischen Gewässer in Gewässerschutzbereiche 

ein, wobei der Bundesrat die erforderlichen Vorschriften erlässt. Bei der Einteilung des 

Kantonsgebiets in Gewässerschutzbereiche werden die besonders gefährdeten und 

die übrigen Bereiche bezeichnet (vgl. Art. 29 Abs. 1 der Gewässerschutzverordnung, 

SR 814.201, GSchV). Die besonders gefährdeten Bereiche umfassen u.a. den 

Gewässerschutzbereich A , der dem Schutz nutzbarer unterirdischer Gewässer dient 

(ebd., lit. a).

2.2.        Zum Gewässerschutzbereich A  gehören sämtliche Grundwasserleiter mit 

nutzbarem Grundwasser sowie die zu ihrem Schutz notwendigen Randgebiete. Ein 

unterirdisches Gewässer gilt als nutzbar bzw. für die Wassergewinnung geeignet, wenn 

das Wasser die Anforderungen der Lebensmittelgesetzgebung an Trinkwasser – 

nötigenfalls nach Anwendung einfacher Aufbereitungsverfahren – einhält und im 

natürlichen oder angereicherten Zustand in einer Menge vorhanden ist, dass eine 

Nutzung in Betracht fallen kann. Dabei bleibt der tatsächliche Bedarf unberücksichtigt. 

Das quantitative Kriterium ist erfüllt, wenn das Vorkommen bei nachhaltiger Nutzung 

einen Beitrag zur regionalen oder kommunalen Versorgung leisten kann oder 

wesentlich zur Speisung eines stromabwärts liegenden nutzbaren 

Grundwasservorkommens beiträgt. Zu berücksichtigen ist auch die Eignung für die 

Trinkwasserversorgung in Notlagen (zum Ganzen vgl. Anhang 4 GSchV, Ziff. 111 Abs. 1 

und 2 sowie Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft [BUWAL, heute Bundesamt 

für Umwelt, BAFU], Wegleitung «Grundwasserschutz», Bern 2004, Ziff. 2.2.2, S. 34).

2.3.        Die Kantone stützen sich bei der Bezeichnung dieser Gewässerschutzbereiche 

auf hydrogeologische Kenntnisse; reichen diese nicht aus, sorgen sie für die 

Durchführung der erforderlichen hydrogeologischen Abklärungen (vgl. Art. 29 Abs. 4 

GSchV). Namentlich die Gewässerschutzbereiche gehen aus den durch die Kantone zu 

erstellenden Gewässerschutzkarten hervor (vgl. Art. 30 Abs. 1 GSchV).

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In der Grundwasserkarte des Kantons St. Gallen, Blatt 1094 Degersheim vom 12. 

Oktober 2000 wird das Gebiet N. zwischen Nassen und Necker als 

zusammenhängender «Schotter-Grundwasserleiter über den Tälern» mit einer 

nachgewiesenen mittleren bis grossen Grundwassermächtigkeit erfasst (vgl. die 

verschiedenen Beilagen zu act. 10). Gross ist die Mächtigkeit im Kernbereich, d.h. im 

vorliegend zu beurteilenden Gebiet Süd-Mitte. «Gross» bedeutet nach der Legende 

eine Grundwassermächtigkeit von 10-20 m, die für grosse vertikale Fassungen 

geeignet ist. Im Wasserversorgungsatlas der Schweiz, Blatt 1094 Degersheim 1999 

(nachgeführt bis Juni 2000), wird das N. im östlichen und mittleren Bereich als 

nachgewiesenes nutzbares Grundwasservorkommen mit mittlerer Mächtigkeit (fünf bis 

zwanzig Meter) geführt. In der st. gallischen Karte der Gewässerschutzbereiche vom 

30. November 1978 wurde das N. als «Gewässerschutzbereich A mit möglichem 

Fassungsareal (prov. Zone S)» geführt (vgl. Blätter 4541 Flawil und 4543 Mogelsberg). 

Dies entspräche heute – soweit ersichtlich – einem Grundwasserschutzareal i.S. von 

Art. 21 GSchG. Die Gewässerschutzkarte des Kantons St. Gallen vom 1. Juni 1998 

(nachgeführt bis 17. Oktober 2000) wies das N. als Gewässerschutzbereich A aus (vgl. 

Blatt 1094 Degersheim). Das Fassungs- bzw. Schutzareal war in der Zwischenzeit 

zugunsten des Kiesabbaus aufgehoben worden (gemäss unbestrittener Darstellung der 

Beschwerdeführerin im Jahr 1993). Nach der aktuellen Gewässerschutzkarte (Blatt 

1094 Degersheim) vom 25. Januar 2006 ist das Gebiet östlich des Dorfes Nassen (N. 

und nördlich der Strasse gelegenes Gebiet), das Dorf selbst sowie der nördlich 

anschliessende Hang bis zum Punkt 829.9 dem Gewässerschutzbereich 

A zugewiesen.

2.4.        Mit der Zuweisung zum Gewässerschutzbereich A  geht das Verbot einher, 

den Abbau von Kies, Sand oder anderem Material unterhalb des Grundwasserspiegels 

zu bewilligen. Zusätzlich muss eine schützende Materialschicht von mindestens zwei 

Metern über dem natürlichen, zehnjährigen Grundwasserhöchstspiegel belassen 

werden (Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 3 lit. a GSchV). Das Abbauverbot ist im Gesetz selbst 

vorgesehen: Wer Kies, Sand oder anderes Material ausbeuten oder vorbereitende 

Grabungen dazu vornehmen will, braucht eine Bewilligung (Art. 44 Abs. 1 GSchG). 

Diese darf u.a. nicht erteilt werden unterhalb des Grundwasserspiegels bei einem 

Grundwasservorkommen, das sich nach Menge und Qualität für die Wassergewinnung 

eignet (vgl. Art. 44 Abs. 2 Ingress und lit. b GSchG). Diese Bestimmung stellt 

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unverkennbar auf die gleichen Kriterien ab, nach denen ein Grundwasservorkommen 

dem Gewässerschutzbereich A  zuzuweisen ist. Die Ausbeutung kann indes – wie es 

auch in den Verordnungsbestimmungen zum Gewässerschutzbereich A  vorgesehen 

ist – oberhalb des Grundwasserspiegels bewilligt werden, wenn über dem 

höchstmöglichen Grundwasserspiegel eine schützende Materialschicht belassen wird. 

Diese ist nach den örtlichen Gegebenheiten zu bemessen (Art. 44 Abs. 3 GSchG). Die 

Verweigerung der Abbaubewilligung für Kies unterhalb des Grundwasserspiegels 

erweist sich demnach als gesetzmässig, wenn das Grundwasservorkommen die 

Voraussetzungen gemäss Art. 44 Abs. 2 Ingress und lit. b GSchG erfüllt bzw. zu Recht 

dem Gewässerschutzbereich A  zugewiesen worden ist (vgl. dazu auch Rz. 19 des 

Gutachtens von Prof. Dr. iur. K.T., act. 8/7).

3.            Die festgelegten Gewässerschutzbereiche sind für die Grundeigentümer nicht 

direkt verbindlich. Sie dienen der Information und stellen Weisungen für die Behörden 

dar. Die Kantone sind nicht verpflichtet, eine Beschwerdemöglichkeit gegen die 

Abgrenzung der Gewässerschutzbereiche vorzusehen. Hingegen kann im 

Baubewilligungs- bzw. Sondernutzungsplanverfahren vorgebracht werden, die 

Abgrenzung sei nicht gerechtfertigt (BUWAL, Wegleitung «Grundwasserschutz», a.a.O., 

Ziff. 4.5.2, S. 98). Im Kanton St. Gallen kann die Anpassung der Gewässerschutzkarte 

beantragen, wer ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut (Art. 27 Abs. 3 des 

Vollzugsgesetzes zur eidgenössischen Gewässerschutzgesetzgebung; sGS 752.2, 

GSchVG). Ihre Überprüfung ist deshalb auch im konkreten Anwendungsfall möglich 

(vgl. VerwGE B 2006/95 vom 27. Februar 2007 E. 4.4.2., www.gerichte.sg.ch).

3.1.        Die konkreten hydrogeologischen Begebenheiten im N. sind seit Jahrzehnten 

umstritten. In seinem Rückweisungsentscheid vom 27. Februar 2007 hielt das 

Verwaltungsgericht folgendes fest (E. 4.6.4.):

«Wie ausgeführt, beruhen die Erwägungen zum angefochtenen Entscheid bezüglich 

Ergiebigkeit des Grundwassers im N. auf einer fachtechnischen Beurteilung des AFU. 

Sie stimmt mit derjenigen der W. & Z. AG, wie sie im Hydrogeologischen Bericht vom 

30. Juni 1997 zum Ausdruck kommt, nicht überein. Auch dieser Bericht ist indessen 

eine massgebliche Grundlage des Verfahrens. Die Vorinstanz geht davon aus, im N. 

bestehe ein zusammenhängendes Grundwasserfeld. Es weise keine Unterteilung auf 

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bzw. eine solche sei nach dem heutigen Wissensstand nicht gesichert. Sodann 

bestehe kein Anlass, diese Frage zu klären, weil es möglich sei, dem Gebiet «Süd 

Mitte» Wassermengen von 230 l/min zu entnehmen, in Notlagen sogar ein Vielfaches. 

In der Stellungnahme vom 10. Juli 2006 führt sie in diesem Zusammenhang aus, es 

könne mit einer Feldergiebigkeit von 100'000-150'000 m  je Jahr gerechnet werden, 

wovon etwa 55'000 m  je Jahr allein im Teilgebiet Mitte, und von einem vorübergehend 

möglichen Spitzenbezug von über 1'000 l/min. Auch der hydrogeologische Bericht der 

W. & Z. AG vom 30. Juni 1997 kommt zum Ergebnis, es sei möglich, im fraglichen 

Gebiet vorübergehend eine Wassermenge von 230 l/min zu entnehmen, allerdings mit 

der Konsequenz, dass der Grundwasserspiegel dadurch (und nicht witterungsbedingt) 

kontinuierlich sinke. Nach diesem Bericht hat sich der Grundwasserspiegel nach 

Beendigung des Langzeitpumpversuchs zudem nur langsam erholt. Sodann ist die 

Schüttung der Quellen Nrn. 3, 10 und 11 während des Pumpversuchs markant 

zurückgegangen. Der Pumpversuch musste abgebrochen werden, um ein Versiegen 

dieser Quellen zu verhindern. Die Gutachter vertreten den Standpunkt, bei einer 

Entnahmemenge von 230 l/minwerde das Grundwasserfeld «Süd Mitte» eindeutig 

übernutzt. Eine solche Menge könne nur für kurze Zeit entnommen werden, ohne dass 

der Grundwasserspiegel kontinuierlich sinke und Quellen zu versiegen drohten. Die 

Beschwerdeführerin ihrerseits war in ihrer Rekurseingabe vom 17. Januar 2005 davon 

ausgegangen, für das Gebiet «Süd Mitte» sei eine mittlere Ergiebigkeit von 80-90 l/min 

nachgewiesen; für die Beurteilung des Interesses an diesem Wasser in Notlagen sei die 

Wassermenge bei Wasserknappheit massgebend, welche im Sommer 2003, vor der 

Trockenperiode, 37,80 l/min betragen habe. Sie berief sich weiter darauf, die 

nachgewiesene Minimalergiebigkeit des Gebiets «Mitte» belaufe sich auf 27,9 l/min.

Es ergibt sich somit, dass die Frage, welche Wassermengen dem Gebiet «Süd Mitte» 

über welche Zeitspanne hinweg entnommen werden können bzw. mit welchen 

Konsequenzen dies verbunden wäre, aus fachlicher Sicht unterschiedlich beurteilt wird. 

Hinzu kommt, dass die Gutachter der W. & Z. AG ihre Feststellungen darauf 

zurückführen, dass das Grundwasserfeld «Süd Mitte» isoliert sei und dass 

Grundwasser dort fast ausschliesslich durch versickerte Niederschläge gebildet werde 

bzw. dass drei Bereiche mit unterschiedlicher Ergiebigkeit bestünden. In Anbetracht 

dieser kontroversen Ausgangslage erweist sich eine antizipierte Beweiswürdigung als 

unzulässig. Die Vorinstanz ist daher anzuweisen, dem Beweisantrag der 

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Beschwerdeführerin stattzugeben und mittels Gutachten feststellen zu lassen, ob das 

N. aus einem zusammenhängenden Grundwasserfeld besteht oder ob sich im Gebiet 

«Süd Mitte» ein isoliertes Grundwasserbecken befindet. Für den Fall, dass sich ergibt, 

dass letzteres zutrifft, ist weiter zu klären, ob das Teilgebiet «Süd Mitte» für sich allein 

genügend ergiebig ist, um zur Trinkwasserversorgung in Notlagen genutzt zu werden 

bzw. ob ihm jeweils Wassermengen von 230 l/min entnommen werden können und ob 

es möglich ist, die Entnahmemenge vorübergehend auf ein Mehrfaches zu steigern, 

ohne dass befürchtet werden muss, dass Quellen zu versiegen drohen (…).»

3.2.        Statt der im vorangegangenen Rekursverfahren beantragten Oberexpertise 

einigten sich Beschwerdeführerin und Vorinstanz in der Folge auf eine gemeinsame 

hydrogeologische Standortbestimmung, die durch das Geologiebüro W. & Z. AG 

erarbeitet wurde (vi-act. 13, vgl. Bst. D hiervor, «Standortbestimmung»). Der Bericht 

äussert sich zu den Fragen, ob es sich im Gebiet N. um ein zusammenhängendes 

Grundwasservorkommen handle und auf welche Weise dieses entwässert werde (a) 

und wie gross die gesamte mittlere Feldergiebigkeit im Gebiet N. bzw. in den einzelnen 

Teilgebieten (gemäss Anhang Nr. 1) sei (b; vi-act. 13, S. 1).

3.3.        Mit Blick auf die Frage nach einem isolierten Grundwasservorkommen im 

Teilgebiet Süd-Mitte kommt die Standortbestimmung im Wesentlichen zum Schluss, 

aufgrund des Lockergesteinsaufbaus, der Durchlässigkeitsverhältnisse und der 

Grundwasserfliessrichtungen lasse sich das N. in die drei unterschiedlichen Gebiete 

Ost (13 ha), Mitte (13.9 ha) und West (9.4 ha) mit ihren natürlichen 

Entwässerungssystemen einteilen. Die nachgewiesene mittlere Feldergiebigkeit im 

36.3 ha umfassenden N. (ohne nördlich angrenzendes Gebiet L.) betrage insgesamt ca. 

230 l/min. Rund 45% des Grundwassers (100 l/min) entwässere über die Quelle Nr. 2 

im Teilgebiet Ost auf der Kote 671 m ü.M. Ca. 8% werde über die Quellen Nrn. 7-9 (auf 

den Koten 647, 659 und 663 m ü.M.) aus dem Teilgebiet West entwässert. Der Rest, 

ungefähr 47%, werde über die Quellen Nrn. 3.1-3.3, 4-6 sowie 10 und 11 im Teilgebiet 

Mitte auf Koten von 663-668 m ü.M. entwässert (zum Ganzen vgl. vi-act. 13, S. 13 

sowie Anhang Nr. 1).

3.3.1.    Darüber, ob das Grundwasservorkommen im Gebiet Mitte isoliert ist, wird – 

wie sich zum Unverständnis des Verwaltungsgerichts schon aus der abweichenden 

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Fragestellung der Standortbestimmung ergibt – keine konkrete gemeinsame Aussage 

gemacht. Zum Gesamtgebiet N. wird festgestellt, dass dieses hydrogeologisch durch 

das Dorf Nassen im Nordosten sowie durch die Höhenlinie auf Kote 665-670 m ü.M 

begrenzt sei. Diese Höhenkote ergebe sich aus der Topographie sowie dem 

ausgeprägten Quellhorizont; dabei handle es sich um die Überlaufhöhe des 

Grundwasserbeckens. Das Grundwasservorkommen werde primär durch lokal 

versickernde Niederschläge gespeist. Ferner sei ein geringer Zufluss von Grundwasser 

aus dem Gebiet nordöstlich von Nassen zu berücksichtigen. Dieser sei bei normalem 

Wasserstand aufgrund der schlecht durchlässigen Stillwassersedimente im Gebiet des 

Dorfes Nassen von untergeordneter Bedeutung; er betrage kaum mehr als 10 l/min (vi-

act. 13, S. 4). Eine Analyse der Isohypsen (Höhenlinien des Grundwasserspiegels) 

ergebe eine generelle Fliessrichtung von Nordosten (Dorf Nassen) nach Südwesten. Im 

östlichen Teil erfolge die Entwässerung primär über die Quelle Nr. 2, im zentralen Teil 

verflache sich das Gefälle infolge der längeren Fliesstrecke und der guten 

Durchlässigkeit; hier werde beidseits zur Hauptzuflussrichtung, d.h. in nordwestlicher 

(Quellen Nrn. 10 und 11) und südöstlicher Richtung (Quellen Nrn. 4-6) entwässert.

3.3.2.    Im Teilgebiet Ost besteht der Grundwasserleiter gemäss Standortbestimmung 

aus einer maximal 4.5 m mächtigen, relativ gut durchlässigen siltig-sandigen 

Kiesschicht. Dieser Wert wurde im Bohrkern Nr. 14 ermittelt. Nordöstlich und nördlich 

nimmt die Durchlässigkeit der wasserführenden Schichten ab. In der Bohrung Nr. 13 

besteht diese (noch) aus einem Schotter mit einer Grundwassermächtigkeit von 1.6 m. 

In den anderen Bohrungen dieses Bereichs sind die gut durchlässigen Kies-Sand-

Schichten trocken, und der Grundwasserspiegel liegt darunter in den 

Stillwassersedimenten (vi-act. 13, S. 5).

3.3.3.    Anders ist die hydrogeologische Situation im Bereich Mitte, wo die Bohrungen 

Nrn. 1, 9, 10, 11 und 18 abgeteuft wurden. In der Kernbohrung Nr. 9 sind 40 m 

mächtige Schotter vorhanden, von denen je nach Wasserstand zwischen 16 bis 19 m 

wassergesättigt sind. Sie bilden ein natürliches Grundwasserreservoir, dessen 

natürlicher Überlauf die Quellen Nrn. 3.1-3.3 und 4-6 bzw. 10-11 bilden. Im natürlichen 

Zustand ist der Wasseraustausch zwischen dem Teilgebiet Mitte und den Teilgebieten 

Ost und West vermutlich relativ gering. Innerhalb dieses Gebiets waren 

Grundwassermächtigkeit und Durchlässigkeit (1.6 x 10  m/s) in der Bohrung Nr. 9 am -3

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höchsten. Die Durchlässigkeit ist im Gebiet Mitte rund 10-mal höher als im Teilgebiet 

Ost (vi-act. 13, S. 8). Dass der Wasseraustausch mit den Nachbargebieten gering ist, 

geht auch aus dem in Anhang 2 dargestellten Längsprofil (SW-NE) hervor (ebd.). In den 

Übergangsbereichen zwischen Mitte und West bzw. Ost liegt der Grundwasserspiegel 

nicht in den durchlässigen Schottern, sondern in schlecht durchlässigen 

Stillwassersedimenten. Diese Erkenntnis wird auch auf der Isohypsen-Karte mit gelben 

Markierungen grafisch dargestellt (ebd., Anhang 3).

3.3.4.    Das Teilgebiet West wurde mit den Bohrungen Nrn. 5-8, 16 und 17 untersucht. 

Es stellte sich heraus, dass der Grundwasserspiegel in diesem Gebiet – mit Ausnahme 

einer 0.7 m mächtigen Kiesschicht in der Bohrung Nr. 6 – unterhalb des gut 

durchlässigen Schotters liegt. Das Grundwasser befindet sich vorwiegend im Bereich 

der feinkörnigen und schlecht durchlässigen Stillwassersedimente (hier: siltige 

Feinsande). Der Grundwasserspiegel neigt sich von Südosten nach Nordwesten. In der 

Kernbohrung Nr. 7, die dem Teilgebiet Mitte am nächsten liegt, befindet sich das 

Grundwasservorkommen auf der Kote 668.8 m ü.M. Es liegt damit rund einen Meter 

tiefer als in den Bohrungen Nrn. 9 und 18 des Gebiets Mitte. Die Standortbestimmung 

stuft dieses Teilgebiet als Rand des Grundwasservorkommens ein, in dem die 

Wasserstände in den Bohrungen je nach örtlicher Durchlässigkeit der feinkörnigen 

Sedimente, in denen es sich befindet, erheblich variieren können (vi-act. 13, S. 7). Die 

Schüttungsmengen der Quellen Nrn. 7-9, aus denen das Teilgebiet West entwässert, 

sind geringer als die Grundwasserneubildungsrate. Daraus und aus dem Umstand, 

dass hier bereits Kies bis auf eine Kote von 660 m ü.M. abgebaut worden ist, ohne 

dass es zu Wasseraustritten aus dem Grundwasserspeicher des Bereichs Mitte 

gekommen wäre, schliesst die Standortbestimmung, dass vom Teilgebiet Mitte keine 

nennenswerten Grundwassermengen in das Teilgebiet West fliessen (vi-act. 13, S. 7).

3.3.5.    Vorinstanz bzw. AFU und Beschwerdeführerin sind sich nicht (mehr) einig, wie 

die gemeinsame Standortbestimmung zu interpretieren ist. Unbestritten ist, dass darin 

der Begriff «isoliertes Grundwasservorkommen» – wie es schon die Fragestellung 

vermuten lässt – nicht verwendet wird. Die Vorinstanz hat es unter Berufung auf das 

AFU abgelehnt, von einem isolierten Vorkommen im Sinne von «komplett abgetrennt» 

zu sprechen. Sie kam zum Ergebnis, dass es sich beim N. um ein 

zusammenhängendes Grundwasservorkommen handelt, dass sich jedoch aufgrund 

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des Lockergesteinsaufbaus, der Durchlässigkeitsverhältnisse und der 

Grundwasserfliessrichtungen drei unterschiedliche Gebiete, nämlich das Teilgebiet Ost, 

das Teilgebiet Mitte und das Teilgebiet West mit ihren natürlichen 

Entwässerungssystemen beschreiben lassen und im natürlichen Zustand der 

Wasseraustausch zwischen dem Teilgebiet Mitte und den Teilgebieten Ost und West 

vermutlich relativ gering ist (E. 2.b.cc. des angefochtenen Entscheids).

3.3.6.    Diese Beurteilung deckt sich mit den Aussagen der gemeinsamen 

Standortbestimmung. Da die Vorinstanz zur Beurteilung der Nutzbarkeit des 

Grundwasservorkommens darauf abstellte, welche Mengen den jeweiligen Teilgebieten 

entnommen werden können (E. 2.c des angefochtenen Entscheids), hat sie das 

Grundwasservorkommen des Teilbereichs Mitte jedoch als «isoliert» im Sinne des 

Rückweisungsentscheids vom 27. Februar 2007 eingestuft. Sie schloss eine 

zusammenhängende Nutzung des Gesamtvorkommens im «N.» aus. Diese 

Betrachtungsweise stimmt mit den Vorbringen und der Interessenlage der 

Beschwerdeführerin überein. Die Vorinstanz ging – entgegen anderweitiger 

Befürchtungen der Beschwerdeführerin – von einzelnen Teilbereichen und nicht von 

einem zusammenhängend nutzbaren Vorkommen aus. Auf die in diesem 

Zusammenhang erhobenen Rügen ist deshalb nicht weiter einzugehen, und auf die 

beantragte Oberexpertise kann verzichtet werden.

4.            Zu entscheiden bleibt damit die Frage, ob sich das Grundwasservorkommen 

im Teilbereich Mitte nach Menge und Qualität für die Wasserversorgung eignet bzw. es 

für sich allein genügend ergiebig ist, um zur Trinkwasserversorgung in Notlagen 

genutzt zu werden. Diesfalls wäre die Zuweisung zum Gewässerschutzbereich A

sachlich begründet und der Kiesabbau unterhalb des Grundwasserspiegels, wie ihn der 

Kiesabbauplan (KAP) N. Süd vorsieht, jedenfalls im Teilgebiet Mitte unzulässig (vgl. E. 4 

hiervor), was zur Abweisung der Beschwerde führen müsste.

4.1.        Nach Auffassung der Beschwerdeführerin darf die Zuweisung zum 

Gewässerschutzbereich A  nicht ohne vorgängige Abwägung der öffentlichen mit den 

entgegenstehenden privaten Interessen erfolgen. Das private Rechtsgutachten (vgl. 

E. 2.4. hiervor) bestätigt diesen Standpunkt. Nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung – so die Beschwerdeführerin – eigne sich ein 

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Grundwasservorkommen ab einer Ergiebigkeit von 10 l/sec, entsprechend 600 l/min, 

für die Trinkwassergewinnung im Sinn von Art. 44 Abs. 2 Ingress und lit. b GSchG. Die 

Verwendung dieses Richtwertes sei gesetzeskonform, unzulässig sei es 

demgegenüber, ihn als absoluten Grenzwert einzusetzen und schematisch, ohne 

weitere Interessenabwägung im Einzelfall, allen weniger ergiebigen Vorkommen die 

Eignung zur Trinkwassergewinnung abzusprechen. Als öffentliche Interessen fielen 

neben dem Grundwasserschutz im Hinblick unter anderem auf die 

Trinkwassernotversorgung die Sicherstellung der Landesversorgung mit Kies, der 

Natur- und Heimatschutz und die wirtschaftliche Wohlfahrt des Landes, als private 

Interessen die Wirtschaftsfreiheit und die Eigentumsgarantie in Betracht. Das 

Grundwasservorkommen müsste auch zur Überbrückung kurzfristiger 

Wasserversorgungengpässe nachhaltig genutzt werden können. Das streitige 

Grundwasservorkommen im N. sei isoliert und erhalte keine oder nur minimale Zuflüsse 

von Randgebieten. Für den Bereich Mitte sei eine mittlere Feldergiebigkeit von 100-120 

l/min errechnet worden. Bei einer Entnahme von 230 l/min sei der Grundwasserspiegel 

kontinuierlich abgesunken, ohne einen stationären Zustand zu erreichen. Damit sei bei 

dieser Menge eine nachhaltige Nutzung ausgeschlossen. Der Gemeinderat sei im Jahr 

2001 zum Schluss gekommen, die Wasserversorgung sei voraussichtlich auf lange Zeit 

hinaus auch dann gewährleistet, wenn im N. den Bedürfnissen der Talschaft und der 

Region entsprechend Kies abgebaut werde. Die Erstellung der Infrastruktur zur 

Nutzung bedürfte einiger Wochen und sei mit unverhältnismässigen Kosten verbunden. 

Zusammenfassend führe die notwendige Interessenabwägung zum Ergebnis, dass es 

sich beim Grundwasservorkommen N. Süd-Mitte nicht um ein nutzbares Vorkommen 

im Sinn von Art. 44 Abs. 2 GSchG handle.

4.1.1.    In prozessualer Hinsicht ist festzuhalten, dass das Verwaltungsgericht die 

Angelegenheit am 27. Februar 2007 zur Einholung eines Obergutachtens an die 

Vorinstanz zurückgewiesen hat. In seinem Rückweisungsentscheid hielt es u.a. 

folgendes fest (E. 4.5):

«Nach Art. 44 Abs. 2 lit. b GSchG darf eine Bewilligung für Kiesabbau unterhalb des 

Grundwasserspiegels nicht erteilt werden, wenn das Grundwasservorkommen zu 

Recht dem Grundwasserschutzbereich A  (recte: Gewässerschutzbereich A ) zugeteilt 

worden ist. In diesem Fall haben die zuständigen Behörden keinen 

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Ermessensspielraum. Auch wenn, wie im vorliegenden Fall, strittig ist, ob ein 

bestimmtes Grundwasservorkommen zu Recht ganz oder teilweise als 

Grundwasserschutzbereich A  ausgeschieden worden ist, ist dies anhand der 

einschlägigen gewässerschutzrechtlichen Vorschriften zu beurteilen und nicht aufgrund 

einer Abwägung von Interessen des Gewässerschutzes mit konkurrierenden Interessen 

anderer Natur. Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin kann deshalb unterhalb 

des Grundwasserspiegels kein Kies abgebaut werden, wenn sich ergibt, dass das 

betreffende Grundwasserbecken zu Recht als Grundwasserschutzbereich A

ausgeschieden worden ist. Der Vorwurf, die Vorinstanz hätte die Frage, ob sich das 

Grundwasservorkommen im N. nach Quantität und Qualität zur Nutzung eigne und 

deshalb zu Recht als Grundwasserschutzbereich A  ausgeschieden worden sei, auch 

anhand von anderen als gewässerschutzrechtlichen Gesichtspunkten prüfen müssen, 

erweist sich somit als unbegründet.»

4.1.2.    Die Behörde, an welche zurückgewiesen wird, ist an die rechtlichen 

Erwägungen im Rückweisungsentscheid gebunden. Dies gilt auch für die Instanz, 

welche die Rückweisung veranlasst hat, sollte sie in einem erneuten 

Rechtsmittelverfahren wiederum angerufen werden. Aufgrund dieser Bindungswirkung 

wird ein Rückweisungsentscheid insoweit als Endentscheid betrachtet, als er die im 

Verfahren aufgeworfenen Streitfragen entscheidet und verbindliche Weisungen für die 

Neubeurteilung erlässt. Der Rückweisungsentscheid beendet somit das Verfahren für 

die in den Erwägungen abschliessend behandelten Fragen. Eine fehlende Bindung 

würde letztlich dazu führen, dass der im ersten Rechtsgang unterliegenden Partei eine 

doppelte Beschwerdemöglichkeit bzw. ein Recht auf Wiedererwägung eingeräumt 

würde (zum Ganzen vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. 

Gallen – dargestellt an den Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., St. Gallen 

2003, Rz. 1036 mit Hinweis u.a. auf GVP 2002 Nr. 69; Meyer/Dormann, in: Niggli/

Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., 

Basel 2011, N 18 zu Art. 107 BGG, mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des 

Bundesgerichts; M. Donatsch, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum 

Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl., Zürich 2014, N 19 ff. zu § 

64 VRG).

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4.1.3.    Die (Rechts-) Frage, ob die Zuweisung zum Gewässerschutzbereich A  eine 

umfassende Interessenabwägung voraussetzt und insbesondere die privaten, 

wirtschaftlichen Interessen der Beschwerdeführerin und das behauptete öffentliche 

Interesse an der Landesversorgung mit Kies gegen das öffentliche Interesse am 

(planerischen Schutz des) fraglichen Grundwasservorkommens abzuwägen sind, hat 

das Verwaltungsgericht im Rückweisungsentscheid abschliessend entschieden (vgl. 

Erw. 4.1.1. hiervor). Für das vorliegende, erneute Rechtsmittelverfahren besteht 

Bindungswirkung. Was die Beschwerdeführerin in materieller Hinsicht gegen die 

Beurteilung im verwaltungsgerichtlichen Rückweisungsentscheid vorbringt (vgl. act. 7, 

Ziff. 2.2.2), geht ohnehin an der Sache vorbei. Das Bundesgericht hat zwar im 

Entscheid 1A.284/1995 vom 1. November 1996 (vgl. URP 2003/1, S. 56) festgehalten, 

auch bei einer Fördermenge von weniger als 10 l/sec könne es in Anbetracht aller 

Umstände gerechtfertigt sein, einen Gewässerschutzbereich A  auszuscheiden. Aus 

dem Verwaltungsgerichtsurteil vom 27. Februar 2007 ergibt sich indes ohne weiteres, 

dass es dabei um eine gewässerschutzrechtliche Gesamtbetrachtung geht. Nichts 

anderes ergibt sich im Übrigen aus dem klaren Wortlaut von Art. 29 Abs. 4 GSchV, 

wonach sich die Kantone bei der Bezeichnung von Gewässerschutzbereichen allein auf 

hydrogeologische Kenntnisse (nicht aber auf eine Abwägung mit sämtlichen 

konkurrierenden Interessen) stützen. Gebiete mit Grundwasservorkommen sind keine 

Schutzobjekte i.S. des Bundesgesetzes über die Raumplanung (SR 700). 

Gewässerschutzbereiche sind Elemente, welche die Bodennutzung regeln, aber keine 

Planungsmassnahmen (vgl. J.R. Bose, Der Schutz des Grundwassers vor nachteiligen 

Einwirkungen, Diss. Zürich 1996, S. 18 mit Hinweisen). Wo ein nutzbares unterirdisches 

Gewässer vorkommt, haben bereits Gesetz- und Verordnungsgeber die 

Interessenabwägung zugunsten des Grundwasserschutzes vorgenommen. Darüber 

hinaus findet sich das quantitative Kriterium von 10 l/sec, auf das sich das 

Bundesgericht im Urteil aus dem Jahr 1996 offenbar bezog, in der aktuellen Wegleitung 

des BAFU (2004) nicht mehr. Es wird keine Untergrenze der Feldergiebigkeit mehr 

empfohlen. Dass die für die Beschwerdeführerin tätige Privatgutachterin zu einem 

anderen Schluss gekommen ist, ist schon aufgrund der Bindungswirkung des 

Rückweisungsentscheids unbeachtlich, vermag aber – unabhängig davon – auch sonst 

nicht zu überzeugen. Die Vorinstanz hat das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin 

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vor diesem (verfahrens-)rechtlichen Hintergrund jedenfalls nicht verletzt, wenn sie sich 

mit den einschlägigen Passagen des Rechtsgutachtens nicht auseinandergesetzt hat.

4.2.        Was die Eignung zur Trinkwassergewinnung in qualitativer Hinsicht betrifft, ist 

der Standortbestimmung zu entnehmen, dass bei den nördlich des Bereichs Mitte 

liegenden Quellen – diese befinden sich offenbar im unmittelbaren Abstrombereich 

einer Altablagerung und eines aufgehobenen militärischen Schiessplatzes – im Jahr 

2005 Verunreinigungen mit Blei und flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen in 

Spuren nachgewiesen wurden. Unbestritten ist aber, dass das 

Grundwasservorkommen die Anforderungen der Lebensmittelgesetzgebung an 

Trinkwasser auch unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse erfüllt (vgl. vi-act. 13, S. 

12).

4.3.        In quantitativer Hinsicht ist folgendes bekannt: Die nachgewiesene 

Feldergiebigkeit im Teilbereich Mitte liegt in der Grössenordnung von 100-120 l/min 

bzw. 52'500-63'000 m /Jahr. Das Vorkommen umfasst wohl etwa 80'000 m (Volumen 

des Grundwasserbeckens: über 500'000 m Lockergestein mit einem Wasseranteil von 

15 %). Davon liegt ein Viertel, d.h. 20'000 m , über dem Quellhorizont von ca. 667 m 

ü.M. Der Rest – 60'000 m – liegt unterhalb des Quellhorizontes der Quellen 4, 5, 6, 10 

und 11. Er bildet ein natürliches Grundwasserreservoir (vi-act. 13, S. 10). 

Schätzungsweise 50'000 m des Vorkommens sind technisch nutzbar (ebd., S. 13).

Ein Langzeitpumpversuch mit einer Entnahme von 230 l/min während knapp sieben 

Wochen (3. Mai bis 17. Juni 1996) aus der Kernbohrung Nr. 9 hat laut 

Standortbestimmung im Bereich Mitte zu einem täglichen Absinken des 

Grundwasserspiegels zunächst um neun, später um weniger als zwei Zentimeter 

geführt. Die Schüttung der nördlich des Bereichs liegenden Quellen Nrn. 10 und 11 

ging von 44,3 auf 28,9 bzw. von 11,4 auf 1,5 Liter pro Minute zurück. Die 

Standortbestimmung kommt zum Schluss, die während des Pumpversuchs 

entnommene Wassermenge stamme je etwa zur Hälfte aus dem Grundwasserreservoir 

und der effektiven Grundwassererneuerung.

4.3.1.    Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, der Langzeitpumpversuch 

habe gezeigt, dass bei ausgebautem Brunnen die hydrogeologischen Verhältnisse bei 

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entsprechendem Rückgang der Quellschüttungen kurzfristig, d.h. über mehrere Tage 

bis einige Wochen, eine Entnahme von mehreren hundert Litern pro Minute zulassen 

würden (E. 2c/aa). Das Grundwasservorkommen eigne sich damit mindestens für die 

Trinkwasserversorgung in Notlagen, auch wenn bei einer längeren Nutzung mit 

Entnahmemengen über der nachgewiesenen Feldergiebigkeit von 100 bis 120 l/min mit 

einem Rückgang der Schüttungen, eventuell mit einem Versiegen der Quellen 

gerechnet werden müsste. Es verstehe sich von selbst, dass in Notlagen ein 

bestimmtes Grundwasservorkommen nur einmal genutzt werden könne und allenfalls 

das vorübergehende Versiegen bestehender Quellen in Kauf genommen werden müsse 

(E. 2c/bb).

4.3.2.    Die Beschwerdeführerin hält dieser Auffassung entgegen, aus dem 

Pumpversuch könne nicht geschlossen werden, die Wassermenge von 230 l/min 

entspreche der Feldergiebigkeit – gemäss Standortbestimmung 105 l/min im Bereich 

Mitte – und könne permanent entnommen werden, ohne das System zu übernutzen. 

Wie der Langzeitpumpversuch gezeigt habe, würden die Quellen Nrn. 4-6 bzw. 10 und 

11 bei dieser Entnahmemenge versiegen. Mit dem Teilbereich Mitte stehe ein 

Grundwasservorkommen mit einer Ergiebigkeit von deutlich weniger als 10 l/sec zur 

Beurteilung, weshalb die Frage nach dessen Relevanz erst nach einer 

Interessenabwägung beantwortet werden dürfe. Im Übrigen dürfe die 

Trinkwasserversorgung in Notlagen nicht durch Gewässerschutzbereiche gesichert 

werden. Diese richte sich nach Art. 20 des Landesversorgungsgesetzes (SR 531, LVG), 

und Art. 8 der Verordnung über die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in 

Notlagen (SR 531.32, VTN) sehe lediglich die Inventarisierung der geeigneten 

Wasservorkommen vor. Die Notwasserversorgung sei durch diese Bestimmungen 

abschliessend geregelt. Im Übrigen gehe das BUWAL in seiner Wegleitung davon aus, 

dass auch in Notlagen nur die nachhaltige Nutzung in Betracht fallen dürfe.

Richtigerweise müsse die Frage nach der genügenden Ergiebigkeit des 

Grundwasservorkommens zur Trinkwasserversorgung in Notlagen (mit einer 

Wassermenge von 230 l/min) verneint werden. Bei einer Feldergiebigkeit von 105 l/min 

würde das Grundwasservorkommen um mehr als 100% übernutzt, was zu einem 

Versiegen der Quellen führe. Davon abgesehen könne man die Neubildung nur einmal 

nutzen, entweder über die Quellen oder mittels Grundwasserbrunnen. Sobald der 

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Grundwasserspiegel auf den Quellhorizont absinke, sei mit dem Versiegen der Quellen 

zu rechnen. Dies gelte auch, wenn das System im Rahmen der Feldergiebigkeit genutzt 

werde. Im Übrigen setze die Nutzung in Notlagen einen Fassungsbereich mit 

bestehender Infrastruktur voraus. Ein solcher fehle im Teilgebiet Mitte vollständig, 

während im Teilgebiet Ost bei der Quelle Nr. 2 die natürlichen Gegebenheiten 

vorhanden seien (zum Ganzen vgl. act. 7, S. 15 ff.).

4.3.3.    In ihrer Vernehmlassung wies die Vorinstanz darauf hin, dass auch der 

Teilbereich Ost als Einzugsgebiet der Quelle Nr. 2 im Gewässerschutzbereich A  liege. 

Die Beschwerdeführerin habe dort die entsprechenden Vorgaben für den 

Grundwasserschutz – u.a. müsse eine Abbaukote eingehalten werden, die mindestens 

2 m über dem maximalen Grundwasserspiegel liege – akzeptiert. Die Quelle Nr. 2 sei 

somit auch für Notlagen ausreichend geschützt, weshalb sich eine weitere Diskussion 

erübrige.

Die Quelle Nr. 2 weise zwar eine mittlere Schüttung von ca. 100 l/min aus, diese 

schwanke aber von 20-370 l/min (vi-act. 13, S. 6). Demgegenüber sei im Teilgebiet 

Mitte von einem Grundwasserreservoir von 50'000 m nutzbaren Trinkwassers 

auszugehen. Die Ergiebigkeit sei zumindest gleichwertig, und aufgrund des zusätzlich 

nutz- und bewirtschaftbaren Speichervolumens seien die Voraussetzungen für die 

Notversorgung mit Trinkwasser deutlich besser als im Teilbereich Ost. Dies gelte 

insbesondere auch für Trockenzeiten. Bei entsprechend ausgebautem 

Entnahmebrunnen könnten kurzfristig, d.h. über mehrere Tage bis einige Wochen, 

mehrere hundert Liter Wasser pro Minute entnommen werden (hierzu vgl. vi-act. 13, 

S. 10). Diesem Umstand habe der Kanton St. Gallen bei der Inventarisierung der 

Wasserversorgungsanlagen, Grundwasservorkommen und Quellen, die sich für die 

Trinkwasserversorgung eignen, Rechnung getragen. Im Wasserversorgungsatlas (Blatt 

1094 Degersheim) werde das Grundwasservorkommen N. als «Nutzbares 

Grundwasservorkommen nachgewiesen» geführt (zum Ganzen vgl. act. 10).

4.3.4.    Die Beschwerdeführerin hielt diesen Ausführungen u.a. entgegen, (auch) der 

Wasserversorgungsatlas sei für die betroffenen Grundeigentümer nicht verbindlich. Im 

Übrigen müssten nutzbare Grundwasservorkommen über die Zuweisung zum 

Gewässerschutzbereich A  hinaus auch einen Fassungsbereich mit Schutzzonen 

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haben, in denen ein Abbauverbot gelte. Mindestens wäre ein vorsorgliches 

Grundwasserschutzareal vorausgesetzt. Die Quelle Nr. 2, welche nur über den Bereich 

Ost mit Wasser versorgt werde und mit einer mittleren Schüttung von rund hundert 

Litern pro Minute bzw. rund 52'300 m pro Jahr die besten natürlichen Gegebenheiten 

für eine Nutzung des Grundwassers biete, könne in einer Notlage sofort und ohne 

Pumpe genutzt werden.

4.4.        Die Massnahmen zum planerischen Schutz der Grundwasservorkommen sind 

abgestuft. Von den möglichen Planungsmassnahmen zeitigt die Zuweisung zum 

Gewässerschutzbereich A  für die Grundeigentümer die am wenigsten intensiven 

Nutzungsbeschränkungen, andererseits werden an die tatsächliche Erschliessung bzw. 

die beabsichtigte Nutzung keine Anforderungen gestellt. Dies kommt namentlich in der 

Bestimmung von Anhang 4 GSchV, Ziff. 111 Abs. 2 lit. a zum Ausdruck, wonach 

lediglich vorausgesetzt wird, dass eine Nutzung in Betracht fallen kann; der Bedarf 

jedoch unberücksichtigt bleibt. Demgegenüber werden Grundwasserschutzareale nur 

im Hinblick auf konkrete Nutzungsbedürfnisse ausgeschieden (vgl. ebd., Ziff. 13). Dass 

das Grundwasserschutzareal im «N.» im Jahr 1993 (u.a. zu Gunsten der heutigen 

Beschwerdeführerin) aufgehoben worden ist, bedeutete wohl eine Abkehr von der 

konkreten Nutzungsabsicht, nicht aber von der Meinung, dass dieses Gebiet für eine 

Nutzung in Betracht fallen könne. Dass es gleichwohl im Gewässerschutzbereich A

behalten wurde, ist deshalb entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht 

widersprüchlich. Auch kann nicht auf den so verstandenen planerischen Schutz eines 

Grundwasservorkommens verzichtet werden, weil nach der Ansicht der 

Beschwerdeführerin ein anderes bessere natürliche Voraussetzungen zur Nutzung 

bietet. Die Zuweisung zum Gewässerschutzbereich A  ist bedarfsunabhängig. Im 

Übrigen erscheint das Verhalten der Beschwerdeführerin nicht widerspruchsfrei, die 

entsprechende Zuweisung des Teilgebietes Ost im Gegensatz zu jener des mittigen 

Bereichs zu akzeptieren (Ziff. I/2.2 der Verfügung über Umweltschutzmassnahmen vom 

28. Oktober 2003, act. 10, Beilage 2), obwohl die Feldergiebigkeit nahezu identisch ist 

und letzteres Vorkommen ungleich grössere und nutzbare Reserven gespeichert hält.

4.5.        Aus der Vollzugshilfe «Harmonisierung der Gewässerschutzkarten der 

Ostschweizer Kantone» vom 19. August 2004 (vgl. act. 10, Beilage 8) ergibt sich, das 

wichtigste Kriterium für die Bezeichnung der nutzbaren unterirdischen Gewässer sei 

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eine minimale Ausdehnung (i.d.R. 5-10 ha) und Mächtigkeit (i.d.R. mehr als 2 m). Die 

Grösse des Vorkommens sollte durch Grundwasseraustritte oder Sondierungen 

nachgewiesen sein (vgl. Ziff. 2.1 betreffend Zuweisung von Lockergesteins-

Grundwasserleiter in und ausserhalb Talsohlen zum Gewässerschutzbereich A ). Eine 

minimale Abfluss- bzw. Nutzungsmenge ist nicht definiert. Eine solche lässt sich auch 

der aktuellen Wegleitung des BUWAL (2004) nicht entnehmen.

Der Bereich Mitte hat eine horizontale Ausdehnung von ca. 13.9 ha. Der 

wassergesättigte Grundwasserleiter hat je nach Wasserstand eine vertikale 

Ausdehnung von 16-19 m (vgl. E. 3.3.3. hiervor). Das Grundwasservorkommen ist 

ausreichend nachgewiesen und entspricht den oben beschriebenen 

Zuweisungskriterien vollständig. Der Schluss der Vorinstanz, die Zuweisung des 

Gebiets N. zum Gewässerschutzbereich A  stütze sich auf kantonsweit einheitliche, 

nachvollziehbare und objektive Kriterien, ist nicht zu beanstanden. Mit den 

vorhandenen hydrogeologischen Kenntnissen sind die nötigen Grundlagen für den 

planerischen Gewässerschutz im Gebiet N. ausreichend beschafft worden (vgl. Art. 29 

Abs. 4 GSchV).

4.6.        Die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Notlagen ist ein 

gewässerschutzrechtliches Planungsziel (vgl. BUWAL, Wegleitung 

«Grundwasserschutz», Ziff. 2.2.2, S. 34).

Das AFU wies in seiner Stellungnahme an die Vorinstanz (vi-act. 22) insbesondere 

darauf hin, das Grundwasservorkommen sei praktisch unbeeinflusst von 

Oberfächengewässern und auch sicher vor Überflutungen bei 

Hochwasserkatastrophen. Die nutzbare Grundwassermenge des natürlichen Reservoirs 

von 50'000 m übertreffe die Reservoirinhalte aller Wasserversorgungen im Neckertal 

(ca. 4'500 m ) um ein Vielfaches. Das Grundwasservorkommen liege zudem im 

Schwerpunkt eines weitverzweigten öffentlichen Wasserversorgungsnetzes. Die 

nachgewiesene Ergiebigkeit von 100-120 l/min bzw. 52'500-65'000 m sei ausreichend 

für die dauerhafte Wasserversorgung von rund 1'000 Personen (täglicher 

Durchschnittsverbrauch: 162 l). Der jährliche Wasserbedarf der nächstgelegenen 

Wasserversorgungen Schauenberg und Dorfkorporation Mogelsberg betrage 65'000 

bzw. 90'000 m . Aus dem fraglichen Grundwasservorkommen könne ein Anteil von 90 

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bzw. 65 % beigesteuert werden, was – unabhängig von einer Notlage – ein namhafter 

Beitrag an die kommunale Wasserversorgung darstelle. Im Rahmen einer 

Notversorgung mit 15 l/Tag könnten mehr als 10'000 Personen mit Wasser versorgt 

werden.

Gemäss Standortbestimmung lassen die örtlichen hydrogeologischen Verhältnisse bei 

entsprechend ausgebautem Entnahmebrunnen kurzfristig, d.h. über mehrere Tage bis 

einige Wochen, eine Entnahmemenge von mehreren hundert Litern Wasser pro Minute 

zu (vi-act. 13, Ziff. 3.3.3). Dass bei längerer Nutzung mit dieser Entnahmemenge mit 

einem entsprechenden Rückgang der Quellschüttungen bzw. einem zeitweiligen 

Versiegen der Quellen gerechnet werden muss, tut der Eignung des Vorkommens zur 

Trinkwasserversorgung in Notlagen keinen Abbruch. Der Grundwasserspiegel wird 

nach Reduktion der Fördermenge wieder ansteigen, und zwar mit der bekannten 

Neubildungsrate von 100-120 l/min. Die Vorinstanz wies im Übrigen zu Recht auf das 

relativ grosse technisch nutzbare Speichervolumen hin, was die Versorgungssicherheit 

insbesondere bei Sommertrockenheit gewährleisten würde. Die konkreten 

hydrogeologischen Verhältnisse verbieten es, die Frage der Nutzbarkeit allein gestützt 

auf die Neubildungsrate von 100-120 l/min zu beurteilen. Entscheidend ist im 

vorliegenden Fall letztlich die beträchtliche Speicherkapazität der 

Schotterablagerungen. Aufgrund der Lage ausserhalb der Talsohle besteht praktisch 

kein Hochwasserrisiko, wodurch die Bedeutung des Grundwasservorkommens für die 

Notversorgung zusätzlich unterstrichen wird. Die Zuweisung des streitigen Teilgebiets 

Süd-Mitte zum Gewässerschutzbereich A  ist nachvollziehbar und stützt sich auf 

triftige Gründe; sie erweist sich als rechtmässig. Daran könnte auch die von der 

Beschwerdeführerin verlangte Interessenabwägung nichts ändern, denn die geltend 

gemachten Interessen am Kiesabbau vermöchten nicht zu rechtfertigen, diesen 

Grundwasserspeicher für die Trinkwasserversorgung unwiderruflich aufzugeben.

5.            Zusammenfassend ergibt sich, dass sich das im Gebiet N. Süd-Mitte 

gelegene Grundwasservorkommen in quantitativer und qualitativer Hinsicht für die 

Trinkwasserversorgung zumindest in Notlagen eignet. Die Zuweisung zum 

Gewässerschutzbereich A  steht in Übereinstimmung mit den vorhandenen 

hydrogeologischen Kenntnissen und ist rechtmässig. Damit ist es nicht möglich, im 

Bereich Süd-Mitte Kies aus dem Grundwasservorkommen und der unmittelbar darüber 

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liegenden schützenden Materialschicht abzubauen. Die Genehmigung des streitigen 

Kiesabbauplans «N.-Süd» wurde zu Recht nicht beantragt. Die Beschwerde ist 

abzuweisen.

Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten von der Beschwerdeführerin 

zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 3'500.-- ist angemessen 

(vgl. Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem 

geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Der Anspruch auf 

Parteientschädigung entfällt (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP; Cavelti/

Vögeli, a.a.O., Rz. 832).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.            Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.            Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 3'500.-- bezahlt die 

Beschwerdeführerin. Der Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird verrechnet.

3.            Das Begehren um Ersatz der ausseramtlichen Kosten wird abgewiesen.

Der Präsident                        Der Gerichtsschreiber

Eugster                                  Wehrle

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 24.03.2015
	Bau- und Planungsrecht, Abbauplan (Kiesabbau im Gewässerschutzbereich Au), Art. 19 Abs. 1 und Art. 44 GSchG (SR 814.20); Art. 29 Abs. 1 GSchV (814.201).Die Beschwerdeführerin plant, ein bestehendes Kiesgrubenareal etappenweise zu erweitern. Das fragliche Gebiet ist dem Gewässerschutzbereich Au zugewiesen, woraus sich das Verbot ergibt, Material unter dem Grundwasserspiegel und der darüber liegenden Schutzschicht abzubauen. Die Zuweisung zum Gewässerschutzbereich Au kann im Anwendungsfall überprüft werden. Konkret ergibt sich, dass diese zu Recht erfolgt ist: Das betroffene Grundwasservorkommen umfasst 50'000 m3 nutzbares Trinkwasser, das von Oberflächengewässern unbeeinflusst und damit vor allfälligen Überflutungen geschützt ist und in Notlagen einen substantiellen Beitrag an die regionale Trinkwasserversorgung leisten kann. Der vorgesehene Abbau unter dem Grundwasserspiegel ist damit nicht gesetzmässig und der Abbauplan fällt dahin (Verwaltungsgericht, B 2012/108).Entscheid vom 24. März 2015BesetzungPräsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; Gerichtsschreiber WehrleVerfahrensbeteiligtQ. AG, Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Jürg Bereuter, Bratschi Wiederkehr & Buob AG, Vadianstrasse 44, Postfach 262, 9001 St. Gallen,gegenRegierung des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen,Vorinstanz,undPolitische Gemeinde Neckertal, Gemeinderat, 9127 St. Peterzell,Beschwerdegegnerin,sowieA.B., C.D., E.F., G.H., Beschwerdebeteiligte,GegenstandAbbau- und Deponieplan (Kiesabbauplan N. Süd)Das Verwaltungsgericht stellt fest:

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		2025-07-19T09:13:06+0200
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