# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d5f4f8c-4193-5152-baba-0ae5249f0aba
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 16.01.2023 B 2022/128
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2022-128_2023-01-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2022/128

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 31.01.2023

Entscheiddatum: 16.01.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 16.01.2023
Gebäudeversicherung, Art. 31 Abs. 1 Ingress und Ziff. 3 sowie Abs. 2 GVG, 
Art. 45, Art. 47 VzGVG. Keine Versicherungsleistung für einen 
Gebäudeschaden, welcher nicht auf die behaupteten Elementarereignisse 
"Hochwasser" und "überschwemmung", sondern hauptsächlich auf 
Wassereintritt infolge starker Durchnässung des Bodens als Folge von 
Niederschlägen zurückgeht (Verwaltungsgericht, B 2022/128). Die gegen 
dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 
7. September 2023 abgewiesen (Verfahren 2C_105/2023).

Entscheid vom 16. Januar 2023

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

E.__ und F.__,

Beschwerdeführer,

gegen

Gebäudeversicherung St. Gallen, Verwaltungsrat, Davidstrasse 37, Postfach, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

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Gegenstand

Versicherungsleistung

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

E.__ und F.__ sind Miteigentümer der Parzelle Nr. 0000__, Grundbuch X.__. Laut der 

Gefährdungskarte Oberflächenabfluss des Bundesamtes für Umwelt, des 

Schweizerischen Versicherungsverbands sowie der Vereinigung Kantonaler 

Gebäudeversicherungen aus dem Jahr 2018 besteht auf diesem Grundstück eine 

Gefahr durch Oberflächenabfluss. Am 29. Januar 2021 drang denn auch hangseitig 

Wasser durch die Natursteinaussenwand in den Keller des Einfamilienhauses Assek.-

Nr. 0001__ auf Parzelle Nr. 0000__. Der auf die entsprechende Meldung der 

Grundeigentümerschaft gleichentags beigezogene Schadenexperte der 

Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen (GVA) vermerkte dazu im 

Schadenermittlungsprotokoll vom 1. Februar 2021 (Schaden Nr. 0002__) unter 

anderem, in einer Vertiefung im Keller habe sich Wasser gesammelt. Das oberflächige 

Hangwasser sei am Tag der Schadenaufnahme über die neu asphaltierte Zufahrt 

einwandfrei in einen Einlaufschacht geflossen (act. 9/4.1/1-3, www.geoportal.ch).

B.

Mit Verfügung vom 17. Februar 2021 lehnte die GVA eine Versicherungsleistung für den 

Schaden Nr. 0002__ ab. Die dagegen von E.__ und F.__ am 10. März 2021 erhobene 

Einsprache wies die GVA mit Entscheid vom 31. März 2021 ab. Dagegen rekurrierten 

E.__ und F.__ am 14. April 2021 an den Verwaltungsrat der GVA. Mit Entscheid vom 

22. Juni 2022 wies dieser den Rekurs ab (act. 2, 9/1, 9/4.1/8 f., 12). Gegen den 

Entscheid des Verwaltungsrats der GVA (Vorinstanz) vom 22. Juni 2022 erhoben E.__ 

und F.__ (Beschwerdeführer) am 5. Juli 2022 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. 

Am 12. September 2022 ergänzten sie ihre Beschwerde mit einer Begründung und 

dem Sinn nach mit dem Rechtsbegehren, in Gutheissung der Beschwerde sei der 

angefochtene Entscheid, unter Zusprechung einer Umtriebsentschädigung für 40 

Stunden Aktenstudium und Korrespondenzzeit, aufzuheben und die Angelegenheit 

zwecks Ermittlung der Schadenssumme an die Vorinstanz zurückzuweisen. Ihnen sei 

die Behebung des Gebäudeschadens zuzüglich Nebenleistungen nach Massgabe der 

einschlägigen Bestimmungen zu vergüten (act. 5). Am 3. Oktober 2022 schloss die 

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Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde (act. 8).

Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids, die Ausführungen der 

Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 56 des Gesetzes 

über die Gebäudeversicherung; sGS 873.1, GVG, in Verbindung mit Art. 59

Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die 

Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 5. Juli 2022 erfolgte 

rechtzeitig und sie erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 12. September 2022 

formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 

Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

Soweit die Beschwerdeführer vorab rügen (act. 5, S. 7, 13 f.), die Vorinstanz habe sich 

mit den Ausführungen in ihren Eingaben im Rekursverfahren nicht auseinandergesetzt, 

ist festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführer über die Tragweite des angefochtenen 

Entscheids hinreichend Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an 

das Verwaltungsgericht weiterziehen konnten. Die Begründung des angefochtenen 

Entscheids genügt somit den von der Rechtsprechung verlangten Anforderungen (vgl. 

dazu BGE 148 III 30 E. 3.1 mit Hinweisen). Auch sonst wurde der Anspruch der 

Beschwerdeführer auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV, Art. 4 lit. c der Verfassung des 

Kantons St. Gallen; sGS 111.1, KV) im vorinstanzlichen Rekursverfahren nicht verletzt.

3.

Die Beschwerdeführer stellen sich auf den Standpunkt (act. 5, S. 1, 3-14), die 

Durchnässung des Bodens könne gar nicht die Ursache des Schadens an ihrem 

Einfamilienhaus Assek.-Nr. 0001__ auf Parzelle Nr. 0000__ sein. Der Boden sei 

hangseitig in einem Abstand von bis zu 6 m von der rund 0.60-0.70 m dicken Haus- 

resp. Grundmauer überdacht. Der von ihnen hangseitig erstellte Vorplatz diene 

entsprechend als Barriere. Es sei bis zur ausserordentlichen Extremsituation am 

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29. Januar 2021, welche auf dem Nachbargrundstück Nr. 0003__ zu einem 

Feuerwehreinsatz geführt habe, kein Schaden bei starken Niederschlägen oder 

Durchnässung des Bodens an ihrem 150-jährigen Haus dokumentiert. Ihr Haus sei 

nach den Regeln der Baukunde gebaut und unterhalten worden. Die Vorinstanz habe 

ausser Acht gelassen, dass sich ihr Haus in einem Gebiet mit 

überschwemmungsgefahr befinde, Wasser im Untergrund nicht mit Grundwasser 

gleichgesetzt werden dürfe und in den Untergrund verschwindende Bäche und Flüsse 

immer noch den Fliessgewässern zuzurechnen seien. Wie von ihnen mittels 

Videoaufnahmen dokumentiert, sei der Schaden durch Hochwasser eines meist 

ausgetrockneten Bachlaufs entstanden. Dieses habe als Bach ihr Haus umströmt. Am 

Schadentag sei der Bach resp. das Oberflächenwasser infolge der Durchnässung und 

Durchfliessung des Bodens durch grundstücksfremdes Hoch-, Hang- oder 

überschwemmungswasser direkt (hangseitig) an die Grundmauer des 

Einfamilienhauses Assek.-Nr. 0001__ geflossen und habe diese durchbrochen. Sobald 

der Regen nachgelassen habe, seien der Bach über ihr Grundstück und zeitgleich auch 

der Wassereinbruch durch die Kellerwand massiv zurückgegangen. Es mache den 

Anschein, dass die Vorinstanz keinen Unterschied mache, ob ein Haus einer 

zerbrochenen Wasserflasche, Starkregen über dem Grundstück oder einem massiven 

Bach, welcher mitten durch das Haus fliesse, ausgesetzt sei. Wenn sie ihm Rahmen 

der Renovation ihrer Liegenschaft vor einigen Jahren auf die Erhöhung der Türschwelle 

zum Keller verzichtet hätten, wäre das Wasser gar durch die Türe direkt in den Keller 

geflossen.

Laut Art. 31 Abs. 1 Ingress und Ziff. 3 GVG erbringt die Gebäudeversicherung 

Versicherungsleistungen, wenn Gebäudeschäden unter anderem durch Hochwasser 

oder Überschwemmung entstanden sind; ausgenommen sind Schäden, die im 

Wesentlichen auf andere Ursachen zurückgehen (Art. 31 Abs. 2 GVG). Nach Art. 45 der 

Verordnung zum Gesetz über die Gebäudeversicherung (sGS 873.11, VzGVG) besteht 

Anspruch auf Versicherungsleistung, wenn ein versichertes Ereignis vorliegt (lit. a); ein 

Gebäudeschaden entstanden ist, der unmittelbar auf das versicherte Ereignis 

zurückgeführt werden kann (lit. b) und die Ereigniseinwirkung nicht 

bestimmungsgemäss war (lit. c). Ein Gebäudeschaden wird gemäss Art. 47 

Abs. 1 VzGVG einem versicherten Ereignis zugerechnet, wenn er nicht im Wesentlichen 

auf andere Ursachen zurückzuführen ist. Nicht vergütet werden insbesondere Schäden, 

die auf fortgesetztes Einwirken zurückgehen oder die nicht auf eine plötzliche, 

aussergewöhnlich heftige Einwirkung zurückzuführen sind, wie Schäden zufolge 

schlechten Baugrundes, ungenügender Fundamente, fehlerhafter Konstruktion oder 

3.1. 

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Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, hat derjenige das Vorhandensein einer 

behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuches; SR 210, ZGB). Im Privatversicherungsrecht gilt der 

Grundsatz, wonach Personen, die gegenüber einem Versicherer einen 

Versicherungsanspruch erheben, im Sinn von Art. 8 ZGB bezüglich der Frage, ob ein 

Versicherungsfall eingetreten ist, grundsätzlich behauptungs- und beweispflichtig sind. 

Behauptet der Versicherer demgegenüber eine die Leistungspflicht ausschliessende 

oder herabsetzende Tatsache, ist es an ihm, diese zu beweisen. Diese 

Beweislastverteilung gilt auch im öffentlichen Gebäudeversicherungsrecht, namentlich 

bei der Anwendung von Art. 31 Abs. 1 GVG. Im Versicherungsrecht gilt generell das 

Beweismass der "überwiegenden Wahrscheinlichkeit". Entgegen dem 

Regelbeweismass, das erst erreicht ist, wenn das Gericht am Vorliegen der 

behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende 

Zweifel als leicht erscheinen, sind die Anforderungen an das Beweismass 

herabgesetzt. "Überwiegend wahrscheinlich" ist etwas dann, wenn für die Richtigkeit 

einer Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige Gründe 

sprechen, dass andere denkbare Möglichkeiten vernünftigerweise nicht massgeblich in 

Betracht fallen. Die Möglichkeit, dass es sich auch anders verhalten könnte, schliesst 

die überwiegende Wahrscheinlichkeit zwar nicht aus, darf aber für die betreffende 

Tatsache weder eine massgebende Rolle spielen noch vernünftigerweise in Betracht 

fallen (vgl. VerwGE B 2019/159 vom 19. Dezember 2019 E. 2.2; VerwGE B 2009/170 

vom 8. Juni 2010 E. 4.2 f. je mit Hinweisen).

Gebäude müssen alltäglichen Naturereignissen wie Regen, Wind oder Frost trotzen 

können. Bei den im Gesetz abschliessend aufgezählten versicherten 

Elementarereignissen handelt es sich demgegenüber um durch geologische, 

physikalische oder meteorologische Vorgänge ausgelöste Naturereignisse von 

ausserordentlicher Heftigkeit. Hochwasser und Überschwemmungen stellen nach 

Art. 31 Abs. 1 Ingress und Ziff. 3 GVG zwei einzeln umschriebene, versicherte 

verwahrlosten Zustandes (Abs. 2). Ebenfalls nicht entschädigt werden Schäden, die 

durch eingedrungenes Schnee- oder Regenwasser, durch Grundwasser oder 

Kanalisationsrückstau sowie durch regelmässig wiederkehrende Hochwasserstände 

verursacht worden sind (Abs. 3).

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Ereignisse dar. Von Hochwasser ist dann die Rede, wenn Wasser als Folge von 

übermässigen Niederschlägen die ihm von der Natur oder Menschenhand künstlich 

gezogenen Grenzen übersteigt. Hochwasser bedeutet das Ansteigen des 

Wasserspiegels und Überborden von Flüssen (wie auch Bächen) und Seen. Es kann 

dadurch auch zu Überschwemmungen führen. Überschwemmungen bestehen in der 

Überflutung von Land, Grund, Boden und Bauwerken, die nach ihrem Zweck oder ihrer 

Bewirtschaftung nicht zur Aufnahme von Wasser bestimmt sind. Sie spielen sich auf 

ebener Erde ab und setzen Gebietsteile unter Wasser. Dabei kann Oberflächenwasser 

in Räume und Keller eindringen.

Für die Beurteilung der sich im vorliegenden Verfahren stellenden Fragen ist es von 

entscheidender Bedeutung, wie das Wasser seinen Weg ins Gebäude gefunden hat. 

Wasser, das sich von der Oberfläche her in ein Gebäude ergiesst, verursacht einen 

Elementarschaden. Gelangt hingegen das Wasser auf andere Weise in ein Gebäude, 

liegt in der Regel kein versicherter Elementarschaden im Sinn von Art. 31 Abs. 1 

Ingress und Ziff. 3 GVG vor. Eine Ausnahme ist aber beispielsweise dann gegeben, 

wenn sowohl Oberflächenwasser als auch Wasser aus dem Erdinnern in ein Gebäude 

gelangen und wenn beide Arten von Wasserschaden (durch Oberflächenwasser und 

Grundwasser) erkennbar und in enger zeitlicher Abfolge durch ein Elementarereignis 

verursacht wurden. Demgegenüber sind Schäden, die infolge von Rückstau in der 

Kanalisation entstehen, nicht von der Versicherung gedeckt (vgl. dazu VerwGE 

B 2019/270 vom 23. Juni 2020 E. 4.1; VerwGE B 2008/135 vom 21. April 2009 E. 3.4.1 

je mit Hinweisen und zur versicherungsrechtlichen Abgrenzung zwischen einem 

Schaden, den oberirdisches Wasser verursacht, und einem solchen, der auf 

unterirdisches Wasser zurückgeht, auch Art. 173 Abs. 1 und 3 Ingress sowie lit. a und 

b der Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen, 

Aufsichtsverordnung; SR 961.011, AVO, sowie BGer 2C_212/2007, 2C_214/2007 und 

2C_215/2007, alle vom 11. Dezember 2007, E. 4.3 bzw. 4.3 mit Hinweisen, in: 

HAVE 2008, S. 47 f. mit Anmerkungen von S. Fuhrer). Mit einem Rückstau aus einer 

Kanalisation im Ergebnis gleichzusetzen ist der Vorgang, in welchem Regenwasser 

vorerst von der Oberfläche ins Erdreich fliesst und anschliessend die aufgrund von 

starken Regenfällen mit Wasser getränkte Erdmasse an eine Mauer drückt. Dabei ist 

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nicht ausschlaggebend, ob der Rückstau auf einen Baumangel zurückzuführen ist (vgl. 

dazu VerwGE B 2019/270 vom 23. Juni 2020 E. 4.5 mit Hinweis).

3.2.

Zunächst lässt sich den vorliegenden Akten nicht entnehmen, dass der am 

29. Januar 2021 verursachte Wasserschaden im Keller des Einfamilienhauses Assek.-

Nr. 0001__ auf Parzelle Nr. 0000__ auf einen ebenerdigen oder oberirdischen 

Wassereintritt, etwa über die Kellertüre an der süd(west)lichen Hausfassade oder auf 

andere Weise, zurückzuführen ist (vgl. dazu auch Fotodokumentation zum Schaden 

Nr. 0002__, act. 9/4/1). Vielmehr räumen die Beschwerdeführer selbst ein, dass das 

Wasser ausschliesslich hangseitig durch die Natursteinaussenwand in den Keller 

eingedrungen sei. Darüber hinaus haben die Beschwerdeführer nicht weiter 

nachgewiesen, dass der schadenverursachende Wassereintritt in den fraglichen Keller 

im Rahmen einer plötzlichen, aussergewöhnlich heftigen Einwirkung erfolgt ist. Trotz 

gegenteiliger Darstellung bestehen ferner keinerlei verlässliche Anhaltspunkte dafür, 

dass (zeitweise) ein Fliessgewässer, namentlich ein Bach, ober- oder unterirdisch über 

ihr Grundstück Nr. 0000__ verlaufen würde. Bei dieser Sachlage lässt sich nun aber der 

Schluss der Vorinstanz in Erwägung 3e des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 7) 

nicht beanstanden, wonach der vorliegende Gebäudeschaden mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit hauptsächlich dadurch verursacht worden ist, dass Wasser infolge 

starker Durchnässung des Bodens als Folge von Niederschlägen unterirdisch durch die 

Natursteinwand in den Keller eingedrungen ist. In dieser Hinsicht kann der Vorinstanz 

entsprechend keine unrichtige Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden (vgl. dazu 

VerwGE B 2016/185 vom 28. Juni 2018 E. 4.2 mit Hinweisen). Demnach liegt kein 

direkt durch Oberflächenwasser verursachter Wasserschaden vor. Ebensowenig ist 

ersichtlich und wird von den Beschwerdeführern auch nicht weiter dargetan, inwiefern 

vorliegend ein Ausnahmefall gegeben sein sollte. Der Schaden im Untergeschoss des 

Einfamilienhauses Assek.-Nr. 0001__ lässt sich nach dem Gesagten somit nicht als 

Hochwasser oder Überschwemmung im Sinn von Art. 31 Abs. 1 Ingress und 

Ziff. 3 GVG qualifizieren. An dieser Beurteilung vermag auch der Umstand nichts zu 

ändern, dass gemäss der Gefährdungskarte Oberflächenabfluss eine (voraussehbare) 

Gefahr durch Oberflächenabfluss auf dem Grundstück Nr. 0000__ besteht. Die Mauern 

eines Hauses, für welches periodisch eine Gefahr durch Oberflächenabfluss besteht, 

müssen im Gegenteil dem Hangwasser standhalten können. Im Übrigen ist nicht 

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ersichtlich und wird von den Beschwerdeführern auch nicht weiter nachgewiesen, 

inwiefern vorliegend weitere in Art. 31 Abs. 1 GVG aufgezählte Versicherungsfälle in 

Betracht zu ziehen wären. Soweit sich die Beschwerdeführer sodann auf angebliche 

Vergleichsfälle der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung (BGV) berufen, stossen 

ihre Vorbringen im vorliegenden Fall bereits mangels Anwendbarkeit der Regelungen 

des Kantons Basel-Landschaft zur obligatorischen Versicherung gegen 

Elementarschäden wie Hochwasser und Überschwemmung von vornherein ins Leere 

(siehe dazu § 14 Abs. 1 Ingress und lit. c sowie Abs. 2 des bis 31. Dezember 2022 

gültigen Gesetzes über die Versicherung von Gebäuden und Grundstücken des 

Kantons Basel-Landschaft bzw. § 15 Abs. 1 Ingress und lit. a sowie Abs. 2 des seit 

1. Januar 2023 anwendbaren Gebäudeversicherungsgesetzes Basel-Landschaft 

[SGS 350] in Verbindung mit § 12 der Verordnung zum Sachversicherungsgesetz des 

Kantons Basel-Landschaft [SGS 350.11]). Demzufolge liegt kein auf ein versichertes 

Elementarereignis zurückzuführender Schaden vor, welcher eine Leistungspflicht der 

Vorinstanz auslösen würde. Dahingestellt bleiben kann bei diesem Ergebnis, weshalb 

das Wasser in den fraglichen Keller eingedrungen ist.

4.

Die Beschwerdeführer halten weiter dafür (act. 5, S. 2-6, 9, 13 f.), sie hätten zufolge 

unterlassener Information auf der Website der Vorinstanz Anspruch auf 

Versicherungsleistungen. Aufgrund der bis 2. September 2021, 11:02 Uhr, auf der 

Website der Vorinstanz abrufbaren Informationen hätten sie darauf vertrauen dürfen, ihr 

Wasserschaden sei von der Gebäudeversicherung gedeckt.

Der in Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, 

BV) verankerte Grundsatz von Treu und Glauben statuiert ein Verbot widersprüchlichen 

Verhaltens und verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens 

in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes 

Verhalten der Behörden. Voraussetzung für eine Berufung auf Vertrauensschutz, die 

unter bestimmten Voraussetzungen eine vom materiellen Recht abweichende 

Behandlung der Rechtsuchenden gebieten kann, ist unteren anderen, dass die 

Behörde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt hat 

(vgl. dazu BGE 143 V 341 E. 5.2.1 mit Hinweisen). An dieser Voraussetzung mangelt es 

im vorliegenden Fall: Die Beschwerdeführer berufen sich einzig auf die von der 

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Vorinstanz auf ihrer Website (gvsg.ch) veröffentlichten Informationen für die 

Allgemeinheit. Selbst wenn diese gemäss der Darstellung der Beschwerdeführer auf 

ihre telefonische Rückmeldung hin am 2. September 2021 teilweise angepasst worden 

sein mögen (vgl. dazu auch act. 9/14), fehlt es an einer individuell-konkret 

geschaffenen Vertrauensgrundlage. Deshalb ergeben sich indes auch unter 

vertrauensschutzrechtlichen Gesichtspunkten keinerlei Leistungsansprüche der 

Beschwerdeführer.

5.

Gemäss vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde daher abzuweisen. Dem 

Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). 

Umstände, die gemäss dem Antrag der Beschwerdeführer (act. 5, S. 14) einen Verzicht 

auf die Kostenerhebung (Art. 97 VRP) rechtfertigen würden, sind nicht ersichtlich. Eine 

Entscheidgebühr von CHF 2'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Sie wird mit dem in gleicher Höhe 

geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die nicht anwaltlich vertretenen 

Beschwerdeführer haben bei diesem Ausgang keinen Anspruch auf eine – von ihnen 

beantragte – Umtriebsentschädigung (Art. 98 Abs. 1 und 98  VRP).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführer bezahlen die amtlichen Kosten von CHF 2'000 unter 

Verrechnung mit dem von ihnen in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss.

3.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

 

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