# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0770265-9b18-530e-bfaa-30381cf710bd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-03-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.03.2022 C-3965/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3965-2021_2022-03-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
  
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-3965/2021 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  7 .  M ä r z  2 0 2 2  

Besetzung 
 Einzelrichter Beat Weber, 

Gerichtsschreiber Daniel Golta. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland),  

vertreten durch LL.M. Matthias Huscher, Rechtsanwalt, 

Beschwerdeführer, 

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 IV, Rechtsverzögerung. 

 

 

 

C-3965/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend IVSTA oder  

Vorinstanz) einen am 21. Dezember 2016 gestellten Antrag von A._______ 

(nachfolgend Beschwerdeführer, Versicherter) auf Ausrichtung einer Inva-

lidenrente mit Verfügung vom 10. Januar 2019 abgewiesen und festgehal-

ten hat, der Versicherte habe keinen Anspruch auf eine Invalidenrente,  

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 16. November 2020 die 

am 13. Februar 2019 dagegen erhobene Beschwerde insoweit gutgeheis-

sen hat, als die Sache zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägung 4 

(Veranlassung einer polydisziplinären Begutachtung in der Schweiz [min-

destens] in den Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Gastroentero-

logie, Rheumatologie und Psychiatrie/Psychotherapie) und zu neuem Ent-

scheid an die Vorinstanz zurückgewiesen hat, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. September 2021 beim 

Bundesverwaltungsgericht eine Rechtsverzögerungsbeschwerde einge-

reicht hat, 

dass er beantragt, es sei festzustellen, dass die Vorinstanz die Bearbeitung 

seines Gesuchs vom 21. Dezember 2016 unrechtmässig verzögere, es 

seien die Kosten des Verfahrens von der Vorinstanz zu tragen und es sei 

ihm eine angemessene Entschädigung für die eingetretene Verzögerung 

zu gewähren, 

dass die IVSTA mit Vernehmlassung vom 30. September 2021 (Akten des 

Beschwerdeverfahrens [BVGer-act.] 4) den Vorwurf der Verschleppung 

des Verfahrens von sich gewiesen und die Abweisung der Rechtsverzöge-

rungsbeschwerde beantragt hat, 

dass der Beschwerdeführer am 5. November 2021 zur Vernehmlassung 

der IVSTA Stellung genommen und namentlich ausgeführt hat, dass die 

eingetretene erhebliche Verzögerung ihn – auch in gesundheitlicher und 

psychischer Hinsicht – erheblich belaste (vgl. BVGer-act. 8), 

dass die IVSTA mit Duplik vom 12. November 2021 (BVGer-act. 10) an 

ihrer Vernehmlassung und den darin gestellten Anträgen festgehalten hat, 

dass das Bundesverwaltung am 17. November 2021 dem Beschwerdefüh-

rer eine Kopie der Duplik zukommen lassen und den Schriftenwechsel ab-

geschlossen hat (vgl. BVGer-act. 11), 

C-3965/2021 

Seite 3 

dass die IVSTA dem Beschwerdeführer am 8. Dezember 2021 mitgeteilt 

hat, dass der Gutachtensauftrag der Gutachterstelle B._______ in (…) zu-

geteilt worden sei (vgl. Beilage zu BVGer-act. 13) und dass er umgehend 

und detailliert über das weitere Vorgehen informiert werde, sobald die Da-

ten der Untersuchungen bekannt seien, 

dass die IVSTA den Beschwerdeführer in Hinblick darauf zum Einreichen 

umfangreicher medizinischer Unterlagen aufgefordert hat, 

dass die IVSTA am 29. Dezember 2021 dem Bundesverwaltungsgericht ihr 

Schreiben vom 8. Dezember 2021 zukommen lassen hat (vgl. 

BVGer-act. 13), 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 5. Januar 2022 

(BVGer-act. 14) den Schriftenwechsel wiederaufgenommen, die Schreiben 

der IVSTA vom 8. und 29. Dezember 2021 dem Beschwerdeführer zuge-

stellt und ihm Gelegenheit eingeräumt hat, eine Stellungnahme einzu-

reichen oder allenfalls die Beschwerde zurückzuziehen, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. Januar 2022 (BVGer-act. 

17) dem Gericht mitgeteilt hat, dass ihm inzwischen, mit Schreiben vom 

18. Januar 2022, ein Begutachtungstermin im B._______ (…) vom 21. bis 

23. März 2022 mitgeteilt worden sei, welchen er voraussichtlich wahrneh-

men werde, und er bitte daher, "mit dem Fortgang des Verfahrens bis zum 

Vorliegen des Gutachtens zuzuwarten, der Beschwerdeführer wird sich so-

dann erneut zu diesem Verfahren äussern", 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 2. Feb-

ruar 2022 (BVGer-act. 18) das sinngemässe Gesuch des Beschwerdefüh-

rers um Verfahrenssistierung abgewiesen und dem Beschwerdeführer eine 

Nachfrist eingeräumt hat, um eine Stellungnahme zum Schreiben der  

Vorinstanz vom 8. Dezember 2021 und ihrer Eingabe vom 29. Dezember 

2021 einzureichen, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Februar 2022 (BVGer-

act. 21) erklärt hat, dass er den bis zur Begutachtung vom 21. bis 23. März 

2022 vergangenen Zeitraum weiterhin als zu lang betrachte, 

dass er aber (dennoch) die Beschwerde wegen Rechtsverzögerung für er-

ledigt erkläre, nachdem er zur besagten Begutachtung eingeladen worden 

sei, 

C-3965/2021 

Seite 4 

dass der Beschwerdeführer das Gericht darum ersucht hat, die angeführ-

ten Umstände bei einem allfälligen Entscheid über die Verfahrenskosten 

zu berücksichtigen, 

dass Verfügungen der IVSTA gemäss Art. 33 Bst. d VGG in Verbindung mit 

Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG (SR 831.20) vor Bundesverwaltungsgericht an-

fechtbar sind, 

dass gemäss Art. 56 Abs. 2 ATSG (SR 830.1) auch Beschwerde erhoben 

werden kann, wenn der Versicherungsträger entgegen dem Begehren der 

betroffenen Partei keine Verfügung erlässt (Rechtsverweigerungs- bzw. 

Rechtsverzögerungsbeschwerde), 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Februar 2022 den Rück-

zug der Beschwerde deklariert hat, 

dass deshalb das Beschwerdeverfahren im einzelrichterlichen Verfahren 

als durch Rückzug gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 

Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass das vorliegende Rechtsverzögerungsbeschwerdeverfahren kosten-

los ist (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 69 Abs. 1bis IVG e contrario), daher 

keiner der Parteien Verfahrenskosten aufzuerlegen sind und der Antrag 

des Beschwerdeführers betreffend Regelung der Verfahrenskosten gegen-

standslos wird, 

dass – wird ein Verfahren gegenstandslos – gemäss Art. 15 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) in Verbindung mit 

Art. 5 VGKE eine allfällige Parteientschädigung in der Regel jener Partei 

auferlegt wird, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat, 

dass vorliegend der Beschwerdeführer mit dem Rückzug der Beschwerde 

die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat,  

dass die Vorinstanz als Bundesbehörde unabhängig vom Verfahrensaus-

gang keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat (vgl. Art. 15 VGKE 

i.V.m. Art. 5, Art. 7 Abs. 1 e contrario und Abs. 3 VGKE), 

dass daher vorliegend keine Parteientschädigung zuzusprechen ist. 

  

C-3965/2021 

Seite 5 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs als gegenstandslos ge-

worden abgeschrieben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieser Entscheid geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das 

BSV. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Beat Weber Daniel Golta 

 

  

C-3965/2021 

Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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