# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d06544f-ebbb-58ba-b027-ba1d93d7179f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.10.2009 D-6631/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6631-2009_2009-10-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6631/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  O k t o b e r  2 0 0 9  

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker,
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

Z._______, geboren _______,
Nigeria,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 14. Oktober 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6631/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 16. Juli  2009 von Lagos aus in einem Schiff verlassen habe und 
drei  Wochen  später  beziehungsweise  am  14.  August  2009  in 
A._______ angekommen sei,  von wo aus er am 16. August 2009 im 
Zug  in  die  Schweiz  gefahren  sei  und  gleichentags  ein  Asylgesuch 
eingereicht habe,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im B._______ vom 7. September 
2009  sowie  der  direkten  Anhörung  vom  7.  Oktober  2009  zur 
Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er sei 
nigerianischer Staatsangehöriger aus C._______ in D._______ State, 
wo er seit seiner Geburt bis am 20. beziehungsweise am 25. Juli 2009 
mit seinem Vater und seiner Schwester gelebt habe,

dass er sich zwischen dem Jahr 2003 und April 2008 für die People's 
Democratic Party (PDP) engagiert habe, indem er sich mit Wahlbetrug 
und Bekämpfung des Gegners beschäftigt habe, 

dass  er  auf  diese  Weise  einer  Person  zur  Macht  verholfen  habe, 
welche ihn jedoch nach der Machtübernahme allein gelassen habe,

dass er sich aus diesem Grund am 20. Juli  2008 an der Entführung 
des Vaters des Staatssekretärs des D._______ States beteiligt habe, 
um auf diese Weise mit der Erpressung einer Lösegeldsumme zu Geld 
zu kommen,

dass nach der Entführung einer der Entführer Anzeige bei der Polizei 
erstattet  habe,  worauf  die  Polizei  sechs  der  Entführer  habe 
festnehmen und inhaftieren können,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  einer  Festnahme  habe  entziehen 
können,  weil  er  von  den  Festnahmen  erfahren  habe  und  nach 
E._______ in F._______ State geflohen sei,

dass sein Übername in den Medien erschienen sei mit der Meldung, er 
werde behördlich gesucht,

dass er somit überall in Nigeria nicht mehr sicher sei und sich deshalb 
zur Flucht in die Schweiz entschlossen habe, 

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dass er nie einen Reisepass und eine Identitätskarte besessen habe 
beziehungsweise  sich  nicht  erinnern  könne,  wo  sich  seine 
Identitätskarte befinde,

dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit 
Verfügung vom 14. Oktober 2009 – eröffnet  am 16. Oktober  2009 – 
gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen an-
führte, der Beschwerdeführer habe keine Reisepapiere im Sinne von 
Art. 1  Bst. b  und c der Asylverordnung 1 vom 11. August  1999 über 
Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) eingereicht, 

dass seine diesbezüglichen Erklärungsversuche nicht zu überzeugen 
vermöchten und mithin keine entschuldbaren Gründe für die Papierlo-
sigkeit vorlägen, 

dass  das  BFM  weiter  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, wobei zusätz-
liche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei-
nes  Wegweisungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Aktenlage  nicht 
erforderlich seien, 

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vage,  stereotyp  und 
insbesondere widersprüchlich ausgefallen seien,

dass  er  nicht  in  der  Lage  gewesen  sei,  die  geltend  gemachten 
Wahlbetrügereien  detailliert  zu  beschreiben  und  auch  nicht  habe 
angeben können, wann oder wie er diese begangen habe,

dass er hinsichtlich der vorgebrachten Entführung den dazu gestellten 
Fragen ausgewichen sei  und diesbezüglich an die Mitwirkungspflicht 
habe erinnert werden müssen,

dass ihm nicht bekannt sei, wann die Entführung hätte stattgefunden 
haben sollen,

dass er einmal ausgesagt habe, er habe seinen Wohnort am 25. Juli 
2008 verlassen, während dies gemäss der zweiten Version unmittelbar 

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nach der am 20. Juli 2008 stattgefundenen Entführung gewesen sein 
soll,

dass er die Festnahme der Mitbeteiligten einmal auf den 24. Juli 2008 
und das zweite Mal auf den 25. Juli 2008 festgelegt habe,

dass  er  auch  unterschiedlich  dargelegt  habe,  wie  er  von  der 
Festnahme  der  Mitbeteiligten  erfahren  habe,  so  nämlich  nach  der 
ersten Variante von einem Kollegen und nach der zweiten Variante aus 
den Medien,

dass die Medien gestützt auf die Erstbefragung im Juni 2009 über ihn 
berichtet haben sollen, was er indessen in der Anhörung nicht mehr 
erwähnt habe,

dass er sogar bestritten habe, dies je gesagt zu haben,

dass  er  demgegenüber  erst  anlässlich  der  Anhörung  vorgebracht 
habe,  das  Militär  und  die  Polizei  seien  ständig  in  der  Nähe  seines 
Hauses gewesen,

dass er dies nicht von Anfang an erwähnt habe, weil ihm dazu keine 
Frage gestellt worden sei,

dass  angesichts  der  offensichtlichen  Unglaubhaftigkeit  weitere 
Ungereimtheiten offen bleiben könnten,

dass  unter  diesen  Umständen  die  Ausführungen  des 
Beschwerdeführers nicht geglaubt werden könnten,

dass  zudem  der  Vollzug  der  Wegweisung  zulässig,  zumutbar  und 
möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22.Oktober 2009 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich 
aufzuheben und die Vorinstanz sei  anzuweisen,  auf  sein Asylgesuch 
einzutreten,

dass  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege ersucht wurde,

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dass die Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 27. Oktober 2009 
übermittelt wurden,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde mit 
der  nachfolgend  aufgeführten  Einschränkung  einzutreten  ist  (Art. 6 
AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die  Beurtei-
lungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die 
Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf 
das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2000 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 
f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass mithin nach erfolgter Gesetzesrevision neu auch die Flüchtlings-
eigenschaft Prozessgegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet, wo-
bei  im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen 
der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es,  weil  die  Vorbringen  offensichtlich 
unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie offensichtlich keine flüchtlings-
rechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG aufweisen, und das offenkundi-
ge  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  sind 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuchs keine Identitäts-  oder  Reisepapiere im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG abgab,

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dass  er  dazu  einerseits  geltend  machte,  er  habe  keinen  Reisepass 
und  keine  Identitätskarte  besessen,  während  er  andererseits  nicht 
wissen  will,  wo  sich  seine  Identitätskarte  befinde,  was  bereits 
widersprüchlich und somit nicht glaubhaft ist,

dass  er  ausserdem  ohne  jegliche  Identitätspapiere  in  die  Schweiz 
gereist und nie einer Grenzkontrolle unterzogen worden sein will, was 
mit der Realität nicht zu vereinbaren ist, zumal die Reise aus Nigeria 
in die Schweiz, welche durch mehrere Länder führt, an deren Grenzen 
strenge Kontrollen stattfinden, ohne jegliche Identitätspapiere nicht zu 
hinterlegen ist,

dass er zudem im Widerspruch dazu vorbrachte, sein Schlepper habe 
für ihn ein Identitätsdokument gehabt, mit welchem er gereist sei,

dass  er  ferner  seinen  Reiseweg  oberflächlich,  detailarm  und 
substanzlos darstellte, 

dass  ihm  nicht  einmal  der  Name des  Schiffes,  mit  welchem er  von 
Lagos  nach  A._______  gefahren  sein  will,  oder  dessen  Flagge 
bekannt ist, 
dass seine gesamte Reise in die Schweiz von einem Freund bezahlt 
worden sein  soll,  was indessen ebenfalls  fern  jeglicher  Realität  und 
somit unglaubhaft ist,

dass  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  insgesamt  über  die 
Organisation seiner Reise in  die Schweiz und über die Reise selber 
substanzlos,  realitätsfremd und konstruiert  ausgefallen sind,  was die 
Unglaub-haftigkeit seiner Angaben über die fehlenden Identitäts- und 
Reise-papiere untermauert,

dass er zudem – wie die Vorinstanz ebenfalls zutreffend feststellte –
keine  Bemühungen  zur  Papierbeschaffung  nachwies  oder  glaubhaft 
darlegte,

dass  der  Argumentation  der  Vorinstanz  hinsichtlich  der  fehlenden 
Einreichung von Identitätsdokumenten vollumfänglich zuzustimmen ist, 
wonach  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen,  die  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs Dokumente über seine 
Identität einzureichen,

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dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht als unglaubhaft qualifizierte, 

dass  sich  der  Beschwedeführer  in  zahlreiche  widersprüchliche 
Angaben verstrickte, 

dass diesbezüglich – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf 
die  zutreffende  Argumentation  der  Vorinstanz  in  der  angefochtenen 
Verfügung verwiesen wird,

dass  demgegenüber  die  Erklärungen  des  Beschwerdeführers  im 
Rahmen der  Konfrontation  mit  den widersprüchlichen Angaben nicht 
zu überzeugen vermögen,

dass  das  BFM  auch  zutreffend  feststellte,  die  Aussagen  des 
Beschwerdeführers  entbehrten  der  Substanz  und  könnten  auch  aus 
diesem Grund nicht geglaubt werden,

dass sich die Substanzlosigkeit seiner Aussagen wie ein roter Faden 
durch  das  Anhörungsprotokoll  zieht,  was  an  den  meist  einzeiligen 
Antworten auf den ersten Blick erkennbar ist,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  –  wie  die  Vorinstanz  ebenfalls 
zutreffend  feststellte  –  den  ihm  gestellten  Fragen  immer  wieder 
auswich, indem er unpassende Antworten zu Protokoll gab, worauf ihn 
die  befragende  Person  mehrmals  an  die  Mitwirkungspflicht  erinnern 
musste,

dass somit auch aus seinem Verhalten anlässlich der Anhörung auf die 
Unglaubhaftigkeit seiner Aussagen zu schliessen ist,

dass in Ergänzung zur vorinstanzlichen Argumentation beispielsweise 
das  fehlende  Wissen  des  Beschwerdeführers  über  den  Politiker,  für 
welchen er angeblich die Wahlmachenschaften ausgeführt haben will, 
auffällt,

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dass  er  zudem  einerseits  ausführte,  er  habe  seit  Jahren  an  den 
Wahlbetrügereien teilgenommen, um gleich im Anschluss zu Protokoll 
zu  geben,  er  habe  insgesamt  zwei  Mal  mitgemacht,  was  sich 
miteinander nicht in  Einklang bringen lässt,

dass er auch nicht im Detail  angeben konnte, wie er und die andern 
die Entführung vorbereitet haben und im Einzelnen vorgegangen sein 
wollen,

dass  somit  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  bezüglich  der 
Fluchtgründe von der Vorinstanz zu Recht als unglaubhaft qualifiziert 
worden sind,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung  ergibt  –  das  Fehlen  von  Wegweisungshindernissen 
offenkundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte 
für  die  Annahme  ergeben,  das  BFM  habe  eine  mehr  als  bloss 
summarische  materielle  Prüfung  vorgenommen  oder  zusätzliche 
Abklärungen getroffen,

dass das BFM somit zu Recht keine weiteren Abklärungen vornahm 
und der Sachverhalt rechtsgenüglich festgestellt wurde,

dass in der Beschwerdeschrift zudem keine neuen Erkenntnisse oder 
Tatsachen  vorgebracht  wurden,  welche  an  den  zutreffenden  vorin-
stanzlichen Erwägungen etwas zu ändern vermöchten,

dass das BFM somit zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG), 
vorliegend  der  Beschwerdeführer  weder  eine  Aufenthaltsbewilligung 
besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb 
die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestim-
mungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht  angeordnet 
wurde,

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  es  Gründe  gibt,  die  dem  Vollzug  der 
Wegweisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen, 

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unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis 
des Beschwerdeführers nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes 
vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer 
(AuG, SR 142.20) über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 
Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der  Beschwerdeführer infolge  seiner  unglaubhaften  Aussagen  keine 
Hinweise auf eine Verfolgung oder eine begründete Furcht vor Nachtei-
len darzulegen vermag, welche geeignet wäre, seine Flüchtlingseigen-
schaft  zu begründen,  und auch keine Anhaltspunkte für  eine andere 
menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die ihm in seinem 
Heimat- oder Herkunftsstaat droht (vgl. Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  zudem  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatland  noch 
individuelle Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
des Beschwerdeführers sprechen,

dass der – gestützt auf die Aktenlage gesunde, junge und ungebun-
dene  –  Beschwerdeführer  darlegte,  er  habe  sich  vor  der  Ausreise 
seinen  Lebensunterhalt  mit  Wahlbetrügereien  und  einer  Entführung 
verdient,  was  ihm  indessen  nicht  geglaubt  werden  kann,  wie  die 
vorstehenden Erwägungen zeigen,

dass  somit  bezüglich  der  Existenzsicherung  glaubhafte  Aussagen 
fehlen, 

dass  die  Asylbehörden  indessen  nicht  verpflichtet  sind,  allfällige 
Wegweisungshindernisse  gestützt  auf  hypothetische  Annahmen  zu 
prüfen, wenn diesbezüglich glaubhafte Angaben fehlen, weil  der den 
Behörden  auferlegte  Untersuchungsgrundsatz  dort  seine  Grenzen 
findet,  wo  die  betroffene  Person  ihrer  Pflicht  zur  Mitwirkung 
nachzukommen hätte,  was der  Beschwerdeführer  jedoch  infolge  der 
Nichtabgabe von rechtsgenüglichen Identitätspapieren einerseits  und 
andererseits aufgrund seiner insgesamt unglaubhaften Aussagen nicht 
erfüllte,

dass unter diesen Umständen anzunehmen ist, der Beschwerdeführer 
habe  eine  andere  als  die  von  ihm  angegebene  berufliche  Tätigkeit 
ausgeführt  und sich  vor seiner  Reise in  die Schweiz seine Existenz 
sichern können,

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dass es ihm unter den gegebenen Umständen möglich und zuzumuten 
ist, sich in Nigeria eine legale Existenzsicherung aufzubauen, 

dass  der  Beschwerdeführer  zwar  behauptete,  seine  Eltern  seien 
gestorben,  dies  indessen  aufgrund  seiner  insgesamt  unglaubhaften 
Aussagen zu bezweifeln ist und er keine entsprechenden Beweismittel 
zu den Akten reichte,

dass deshalb auch das Bestehen eines sozialen Beziehungsnetzes – 
allenfalls im weiteren Sinn – anzunehmen ist,

dass  insgesamt  nicht  angenommen  werden  kann,  der 
Beschwerdeführer  gerate  bei  seiner  Rückkehr  in  sein  Heimatland  in 
eines existenzielle Notlage,

dass  somit  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Nigeria  auch  als 
zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Herkunftsstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihm 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten war,

dass die Beschwerde aufgrund der voranstehenden Erwägungen als 
aussichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung 
der  unentgeltlichen  Rechtspflege  nach  Art.  65  Abs.  1  VwVG 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- ________ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand: 

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