# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86fed52b-ad6b-58ec-9a95-7bc7d6d5c94c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.08.2009 D-5127/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5127-2009_2009-08-26.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5127/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren V._______,
alias B._______, geboren W._______,
C._______, geboren X._______, alias C._______, 
geboren Y._______, alias C._______, 
geboren Z._______,
K._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 6. August 2009 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5127/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die  Beschwerdeführer  (...)  Ethnie  eigenen Angaben zufolge im 
U._______  aus  dem  Heimatstaat  ausreisten  und  über  ihnen  un-
bekannte Länder am 27. Juli 2003 illegal in die Schweiz gelangten, wo 
sie  am  7. August  2003  in  der  Empfangsstelle  Kreuzlingen  um  Asyl 
nachsuchten,

dass sie dort am 11. und 13. August 2003 summarisch befragt und am 
30. September  2003  vom Bundesamt  für  Flüchtlinge  (BFF)  zu  ihren 
Asylgründen angehört wurden,

dass  sie  zur  Begründung  ihres  Asylgesuches geltend  machten,  ihre 
Identität  laute  B._______,  geboren  W._______  (Beschwerdeführer), 
und  C._______,  geboren  S._______  (Beschwerdeführerin), 
K._______,

dass der Beschwerdeführer seit seiner Geburt und bis zu seiner Aus-
reise  in  L._______ gelebt,  sich  seit  Ende  (...)  für  ein  unabhängiges 
L._______  eingesetzt  und  dabei  Flugblätter  von  D._______  nach 
E._______ gebracht habe,

dass er, nachdem ihn die Behörden von K._______ seit längerer Zeit 
erfolglos gesucht  gehabt  hätten,  von diesen im Jahre T._______ auf 
offener Strasse verhaftet und während (...) im Gefängnis festgehalten 
worden sei,

dass er sich nach seiner Freilassung noch intensiver für den Freiheits-
kampf eingesetzt habe, worauf er von den Behörden von K._______ 
erneut  gesucht  worden  sei,  weshalb  er  K._______  schliesslich  im 
U._______ zusammen mit seiner Ehefrau respektive der Beschwerde-
führerin verlassen habe,

dass die angeblich aus F._______ stammende Beschwerdeführerin als 
Waisenkind  nach  G._______  gekommen  sei  und  dort  als  Dienst-
mädchen gearbeitet habe,

dass sie später ihren Ehemann respektive den Beschwerdeführer ken-
nengelernt und geheiratet habe,

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dass sie persönlich mit den Behörden von K._______ keine Probleme 
gehabt  habe,  jedoch von den Schwierigkeiten ihres Mannes tangiert 
worden sei,  indem die Behörden von K._______ öfters  bei ihnen zu 
Hause vorbeigekommen seien und nach ihrem Mann gesucht hätten,

dass sie zusammen mit ihrem Mann die Flucht ergriffen habe, da des-
sen Leben in Gefahr gewesen sei,

dass für den Inhalt der weiteren Aussagen auf die Akten zu verweisen 
ist,

dass  sich  aufgrund  eines  Fotovergleichs  von  Visumsunterlagen  der 
Schweizer Vertretung in N._______ herausstellte, dass den Beschwer-
deführern im U._______ in N._______ unter der Identität A._______, 
geboren  V._______  in  H._______/J._______  beziehungsweise 
C._______, geboren X._______ in I._______/J._______, Visa für eine 
Besuchsreise in die Schweiz ausgestellt wurden, wobei die Beschwer-
deführer in J._______ ausgestellte „Identity Certificates“ (IC) mit den 
obigen Identitätsangaben vorwiesen,

dass das BFF die Asylgesuche der Beschwerdeführer vom 7. August 
2003 mit Verfügung vom 24. November 2003 gestützt auf den damali-
gen Art. 52 Abs. 1 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) abwies und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug nach J._______ anordnete,  jedoch gleichzeitig  einen Vollzug 
der Wegweisung nach K._______ ausschloss,

dass  die  Beschwerdeführer  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
23. Dezember  2003  bei  der  damals  zuständigen  Schweizerischen 
Asylrekurskommission (ARK) anfochten,

dass mit  der Revision des Asylgesetzes (AS 2006 4745, 2007 5573) 
die Bestimmung von Art. 52 Abs. 1 AsylG aufgehoben wurde,

dass  die  Vorinstanz  im  Rahmen  eines  zweiten  Schriftenwechsels 
(Art. 57 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  in  Anbetracht  dieser 
Sachlage mit neuer Verfügung vom 1. April 2008 ihren Entscheid vom 
24. November  2003  aufhob  und  das Asylverfahren der  Beschwerde-
führer wieder aufnahm, weil Art. 52 Abs. 1 aAsylG, auf den sich der 
angefochtene Asylentscheid stützte, durch Ziff. I der Übergangsbestim-

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mungen zum Asylgesetz vom 16. Dezember 2005 mit Wirkung per 1. 
Januar 2008 aufgehoben wurde,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit  Entscheid vom 3. April  2008 
das Beschwerdeverfahren infolge Gegenstandslosigkeit abschrieb,

dass das BFM am 18. November 2008 über die Schweizer Vertretung 
in N._______ Abklärungen vor Ort durchführen liess,

dass das Abklärungsergebnis der Botschaft vom 2. Februar 2009 beim 
BFM am 6. Februar 2009 einging,

dass mit Schreiben vom 18. Februar 2009 das BFM seine Anfrage an 
die Botschaft vom 18. November 2008 sowie das Abklärungsergebnis 
der Botschaft vom 2. Februar 2009 den Beschwerdeführern - unter Ab-
deckung der  geheim zu haltenden Passagen -  zur  Kenntnis  brachte 
und ihnen Gelegenheit einräumte, bis zum 28. Februar 2009 eine Stel-
lungnahme einzureichen,

dass  die  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 28. Februar  2009  ihre 
Stellungnahme einreichten

dass das BFM mit Verfügung vom 6. August 2009 - eröffnet am 10. Au-
gust 2009 - in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. b AsylG auf die Asyl-
gesuche der Beschwerdeführer nicht eintrat und die Wegweisung aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass die Vorinstanz zur Begründung anführte, die Botschaftsabklärung 
habe die Identität der Beschwerdeführerin bestätigt, deren Geburtsda-
tum laute demnach X._______, deren IC sei echt und sie verfüge in 
J._______ über ein „Residential Permit“,

dass es sich weiter beim Beschwerdeführer um A._______, geboren 
V._______  in  H._______/J._______,  handle,  welcher  ebenfalls  über 
ein „Residential Permit“ und ein rechtmässig ausgestelltes IC verfüge,

dass  das  vom  Beschwerdeführer  eingereichte  Dokument  aus 
K._______  (angeblicher  Ausweis  als  ständiger  Einwohner  von 
K._______) nicht als Beleg für die behauptete Identität dienen könne 
und der angeführte  illegale Erwerb von Geburtsurkunde und Aufent-
haltsbewilligung  in  J._______  den Abklärungen  der  Botschaft  wider-

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spreche  und  daher  als  blosse  Schutzbehauptung  gewertet  werden 
müsse,

dass sich die Beschwerdeführer somit vor ihrer Einreise in die Schweiz 
rechtmässig und geregelt  in  J._______ aufgehalten  hätten und über 
bis am R._______ beziehungsweise bis S._______ gültige IC’s verfüg-
ten, mit denen sie nach J._______ zurückkehren könnten,

dass in  J._______ effektiver  Schutz vor Rückschiebung vorliege und 
die  Beschwerdeführer,  im  Gegensatz  zu  zahlreichen  L._______  in 
J._______,  über  ein  „Residential  Permit“  und ein IC und damit  über 
den zusätzlichen Schutz durch die behördliche Registrierung verfüg-
ten,

dass  weder  Personen,  zu  denen  die  Beschwerdeführer  enge Bezie-
hungen hätten, noch nahe Angehörige in der Schweiz lebten (Art. 34 
Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  nach Art. 3 AsylG nicht offensichtlich 
zutage trete (Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG),

dass die Beschwerdeführer nicht in K._______ gelebt hätten und nicht 
mit den Behörden von K._______ in Kontakt gekommen seien, womit 
auch keine Hinweise auf eine Gefährdung seitens ihrer heimatlichen 
Behörden vorlägen,

dass die Beschwerdeführer auch keinerlei Probleme in J._______ gel-
tend gemacht hätten,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle und der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich 
sei,

dass die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. August 2009 in mate-
rieller Hinsicht die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Fäl-
lung eines neuen Entscheides oder die Rückweisung der Sache an die 
Vorinstanz zu  neuem Entscheid im Sinne der  Anträge,  die  Zuerken-
nung  der  Flüchtlingseigenschaft  an  den  Beschwerdeführer  oder  die 
vorläufige Aufnahme in der Schweiz als Flüchtling von L._______ un-
ter Abnahme und Würdigung der eingereichten sowie offerierten Be-
weise zu dessen Identität, die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft 
an die Beschwerdeführerin gemäss dem Grundsatz der Einheit der Fa-

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milie sowie eventuell die Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegwei-
sungsvollzugs  aufgrund  ihrer  langjährigen  Integrationsbemühungen 
und des fehlenden sozialen Beziehungsnetzes in J._______ beantrag-
ten,

dass sie in prozessualer Hinsicht beantragten, es sei der vorliegenden 
Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzubilligen,

dass sie ihrer Beschwerde eine Kopie der Faxkopie aus dem Familien-
buch der Mutter des Beschwerdeführers, Kopien zweier Eingaben an 
die ARK (vom 23. Dezember 2003 und 22. September 2006), die Kopie 
einer Eingabe an das BFM vom 28. Februar 2009 sowie verschiedene 
Kurs-  und  Arbeitsbestätigungen  betreffend  ihre  Integration  in  der 
Schweiz beilegten,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am 17. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-34 des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt  sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Be-
schwerde legitimiert sind (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde  -  unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  -  ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass auf  den Antrag auf  Wiederherstellung der  aufschiebenden Wir-
kung mangels Rechtsschutzes nicht einzutreten ist, da die Beschwer-
de aufschiebende Wirkung hat (vgl. Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das BFM 
einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzog 
(vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit dar-
auf beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an 
die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. die diesbezüglich weiterhin 
massgeblichen Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass mithin auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin die 
Feststellung der Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers sowie 
die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft an die Beschwerdeführe-
rin gemäss dem Grundsatz der Einheit der Familie beantragt wird,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie des Vollzugs ma-
teriell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüg-
lich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  entschie-
den wird  (Art. 111  Abs. 1  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende in einen Drittstaat zurückkehren können, in welchem sie 
sich vorher aufgehalten haben und im Einzelfall  effektiver Schutz vor 
Rückschiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Art. 34 Abs. 2 Bst. b 
AsylG),

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dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Personen, zu 
denen die asylsuchende Person enge Beziehungen hat, oder nahe An-
gehörige in der Schweiz leben, oder die asylsuchende Person offen-
sichtlich die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt, oder Hin-
weise  darauf  bestehen,  dass  im Drittstaat  kein  effektiver  Schutz vor 
Rückschiebung  nach  Art. 5  Abs. 1  AsylG  besteht  (Art. 34  Abs. 3 
Bst. a - c AsylG),

dass den Akten, insbesondere der Botschaftsabklärung, zu entnehmen 
ist, dass sich die Beschwerdeführer vor der Einreichung ihrer Asylge-
suche am Q._______ in J._______ aufgehalten haben, dort  über ein 
„Residential Permit“ und über gültige IC’s von J._______ verfügen und 
dorthin mit einem gültigen Visum zurückkehren können,

dass das Bundesamt in der angefochtenen Verfügung in rechtsgenügli-
cher  Weise  dargelegt  hat,  weshalb  für  die  Beschwerdeführer  in 
J._______  effektiver  Schutz  vor  Rückschiebung  nach  Art. 5  Abs. 1 
AsylG besteht,

dass die in der Rechtsmitteleingabe geäusserten Einwände zur Identi-
tät  des Beschwerdeführers an den vorinstanzlichen Schlussfolgerun-
gen nichts zu ändern vermögen, zumal sich diese im fraglichen Punkt 
im Wesentlichen auf  eine Wiederholung der  im vorinstanzlichen Ver-
fahren eingereichten Stellungnahme vom 28. Februar 2009 beschrän-
ken und vorliegend keine Hinweise bestehen, die an der Rechtmässig-
keit des Abklärungsergebnisses der Botschaft zweifeln lassen,

dass insbesondere eine Flucht des Beschwerdeführers aus L._______ 
respektive K._______, die er als Grundlage seiner Vorbringen und der 
Annahme einer anderen Identität vorbrachte, in casu nicht erstellt ist,

dass hinsichtlich der vorgelegten Kopie des Familienbuchs die Vorins-
tanz zu Recht auf diverse Ungereimtheiten, so insbesondere den Um-
stand, dass der Beschwerdeführer den in diesem Buch aufgeführten 
Namen erst während seiner angeblichen Haft angenommen haben will, 
hinwies und zutreffend erkannte, dass diesem Dokument kein rechts-
erheblicher Beweiswert beigemessen werden kann,

dass demnach keine konkreten Hinweise ersichtlich sind, dass sich die 
vom Beschwerdeführer in  seiner Beschwerdeschrift  geäusserten Be-
fürchtungen  betreffend  eine  Ungültigerklärung  seiner  Aufent-
haltsbewilligung von J._______ und allfälligen strafrechtlichen Sanktio-

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nen seitens der Behörden von J._______, was auch nachteilige Folgen 
für  die  Beschwerdeführerin  haben  könne,  in  irgendeiner  Weise  be-
wahrheiten könnten,

dass somit in der Tat davon auszugehen ist, dass sich die Beschwer-
deführer bis zu ihrer Ausreise in die Schweiz ordnungsgemäss und ge-
regelt  in  J._______ aufgehalten haben und es diesen in  casu ange-
sichts  der  Aktenlage  sowie  in  Berücksichtigung  obiger  Erwägungen 
und  der  eingereichten  Beweismittel  nicht  gelingt,  die  zutreffenden 
Schlussfolgerungen des BFM in  einem anderen Licht  erscheinen zu 
lassen,

dass unter diesen Umständen auch die offerierten Beweise nicht abzu-
nehmen sind, zumal es der Beschwerdeführer hinsichtlich des Kolle-
gen,  der  über  seine  Gefangenschaft  genau  Auskunft  geben  könnte, 
selber als für diesen zu gefährlich erachtet, mit diesem in Kontakt zu 
treten, und allfällige Auskünfte über die Beschaffung von fingierten re-
spektive teilweise fingierten  Papieren in J._______ durch L._______ 
vorliegend nicht von Belang erscheinen (antizipierte Beweiswürdigung; 
FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2. Aufl.,  Bern  1983, 
S. 274; EMARK 2003 Nr. 13),

dass gemäss eigenen Aussagen der  Beschwerdeführer  keine nahen 
Angehörigen und auch keine anderen Personen in der Schweiz leben, 
zu denen sie eine enge Beziehung haben,

dass  bei  Anwendung  des  Nichteintretens-Tatbestandes  von  Art. 34 
Abs. 2 Bst. b AsylG im Unterschied zu Abs. 1 derselben Bestimmung 
(„safe country“, verfolgungssicheres Herkunftsland) nicht zu prüfen ist, 
ob Hinweise auf eine Verfolgung vorliegen, sondern lediglich die Aus-
nahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG zu beachten ist, wonach 
von einer Wegweisung in den Drittstaat  dann abgesehen wird,  wenn 
die asylsuchende Person offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft  er-
füllt,

dass die Flüchtlingseigenschaft  vorliegend nicht offensichtlich zutage 
tritt und die von den Beschwerdeführern geltend gemachten Verfolgun-
gen angesichts des Abklärungsergebnisses der Botschaft, wonach die 
Beschwerdeführer in J._______ geboren wurden, als unglaubhaft ge-
wertet werden müssen,

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dass  der  Beschwerdeführer  nämlich  im  fraglichen  Zeitraum,  in  wel-
chem er in K._______ verfolgt worden sei, in J._______ wohnhaft war,

dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochte-
nen Verfügung verwiesen werden kann,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 34 Abs. 2 Bst. b 
AsylG  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführer  nicht  eingetreten 
und daher dem Rückweisungsantrag zur Neubeurteilung nicht stattzu-
geben ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und die Beschwer-
deführer  zudem keinen Anspruch auf  Erteilung einer  solchen haben 
(vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  vom 
Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nach J._______ in Beachtung der 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da die Beschwerdeführer nicht zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit  aus einem 
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr 
laufen,  zur Ausreise in  ein solches Land gezwungen zu werden und 
zudem keine Anhaltspunkte für eine drohende menschenrechtswidrige 
Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind,

dass weder die in J._______ herrschende allgemeine Lage noch indi-
viduelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle ihrer Rückkehr 
schliessen lassen,

dass hinsichtlich des Einwandes der Beschwerdeführer, sie verfügten 
in J._______ über kein soziales Beziehungsnetz, festzuhalten ist, dass 
sie gemäss dem Abklärungsergebnis  der Botschaft  über ein solches 
verfügt haben müssen und es ihnen vorliegend denn auch - nicht zu-
letzt auch angesichts der vom Beschwerdeführer in J._______ ausge-
übten beruflichen Tätigkeit als (...) - zuzumuten ist, vorbestehende so-

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ziale Kontakte zu erneuern beziehungsweise erneut ein soziales Be-
ziehungsnetz aufzubauen,

dass der Vollzug der Wegweisung daher vorliegend insgesamt zumut-
bar ist  und allein ein (...) Aufenthalt in der Schweiz - ohne die durch 
Beweismittel nachgewiesenen Integrationsbemühungen der Beschwer-
deführer zu verkennen - noch keine unzumutbare Härte darstellt,  die 
einem Vollzug der Wegweisung entgegenstünde,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführer  nach 
J._______ schliesslich  möglich ist,  da keine Vollzugshindernisse be-
stehen, die Beschwerdeführer über gültige IC’s verfügen und es ihnen 
obliegt,  bei  der Beschaffung von Einreisevisa nach J._______ mitzu-
wirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass nach dem Gesagten der vom BFM verfügte Vollzug der Wegwei-
sung nach J._______ zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführern demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführern  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  den  Beschwerdeführern 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: angefochtene Verfü-
gung im Original; Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  mit  den  Akten  Ref.-Nr.  N______ 
(per Kurier; in Kopie)

- M._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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