# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9a217c5-4d42-53f2-97df-c36c8fd2a12d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.08.2008 A-2422/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2422-2008_2008-08-18.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-2422/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richterin Marianne Ryter Sauvant (Vorsitz), 
Richter André Moser, Richter Beat Forster, 
Gerichtsschreiber Lars Birgelen.

A._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Bundesbahnen SBB,
Beschwerdegegnerin,

Bundesamt für Verkehr BAV,
Vorinstanz.

Plangenehmigung (Bahnfunk, Strecke Bern - Thun).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-2422/2008

Sachverhalt:

A.
Mit  Gesuch  vom 22.  November  2006  unterbreiteten  die  Schweizeri-
schen  Bundesbahnen  SBB  (SBB  AG)  dem  Bundesamt  für  Verkehr 
(BAV) die Planvorlage für die Ausrüstung der Bahnstrecke Bern-Thun 
mit  Bahnfunk GSM-Rail  (GSM-R) und beantragten die Durchführung 
des ordentlichen Plangenehmigungsverfahrens. Gegen dieses Projekt 
erhob unter  anderem A._______ betreffend den Standort  der Anten-
nenanlage beim Bahnhof Kiesen (bestehend aus einem Funkmasten 
mit zwei Sendeantennen und einer Technikkabine) Einsprache.

B.
Mit Verfügung vom 20. März 2008 genehmigte das BAV die Planvorla-
ge  der  SBB  AG  unter  bestimmten  Auflagen.  Die  Einsprache  von 
A._______ wurde abgewiesen.

C.
Gegen diese Verfügung gelangt  A._______ (nachfolgend: Beschwer-
deführerin)  mit  Beschwerde  vom 15.  April  2008  ans  Bundesverwal-
tungsgericht. Darin  beantragt  sie, es sei  auf  die nachträglich projek-
tierte Verschiebung des Standortes der Antennenanlage beim Bahnhof 
Kiesen um 1.30 m in  Richtung ihrer  Liegenschaft  zu verzichten und 
der Antennenmast - als zusätzliche Schutzmassnahme gegenüber den 
Anwohnern - zu verlängern. Weiter beanstandet sie, dass die SBB AG 
- auch nach erfolgter Projektänderung und im Gegensatz zu den ande-
ren Nachbarliegenschaften - bei ihrer Liegenschaft die Strahlenbelas-
tung nicht ermittelt und diese nicht als Ort mit empfindlicher Nutzung 
(OMEN) in das entsprechende Standortdatenblatt aufgenommen habe. 
Selbst wenn die Grenzwerte eingehalten würden, sei dieser Eintrag für 
sie  als  Beleg für  die  Strahlenbelastung gegenüber  der  bestehenden 
Mieterschaft  und  allfälligen  Mietinteressenten  ihrer  Wohnungen  sehr 
wichtig. Sie sei nach wie vor der Auffassung, dass sich die Bahnstre-
cke zwischen Wichtrach und Kiesen als Alternativstandort für die An-
tennenanlage  anbieten  würde. Die  SBB AG habe  ihr  den  durch  die 
Strahlenbelastung  entstehenden  wirtschaftlichen  Schaden  (Mietzin-
sausfall  wegen leerstehenden Mietwohnungen, Wertverminderung ih-
rer  bereits  durch  anderweitige  Strahlungen  vorbelasteten  Liegen-
schaft)  zu ersetzen. Zusätzlich habe sie geeignete Lärmschutzmass-
nahmen gegen die Lärmimmissionen zu ergreifen, welche durch den 

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Güterverkehr auf der neu erstellten Versuchsstrecke in der Nähe ihrer 
Liegenschaft verursacht würden.

D.
Die  SBB  AG  (nachfolgend:  Beschwerdegegnerin)  beantragt  in  ihrer 
Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2008 die Abweisung der Beschwer-
de, soweit darauf einzutreten sei; ausserdem sei der Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung zu entziehen. Zur Begründung in der Hauptsa-
che bringt sie vor, sie sei von Gesetzes wegen nur verpflichtet, bei den 
drei am stärksten exponierten OMEN die Strahlenbelastung zu ermit-
teln. Die Liegenschaft der Beschwerdeführerin falle nicht darunter und 
eine Aufnahme ins Standortdatenblatt sei daher zu Recht nicht erfolgt. 
Auch eine nachträgliche Abnahmemessung sei nicht angezeigt, da die 
Strahlenbelastung, welche bei dem zur Hauptstrahlrichtung der Anten-
nenanlage  näher  liegenden  OMEN  gemessen  worden  sei,  bereits 
deutlich unter den Grenzwerten liege. Die nachträgliche Verschiebung 
der Antennenanlage um 1.30 m habe angesichts des Abstandes von 
88  m zur  Liegenschaft  der  Beschwerdeführerin  keinen  wesentlichen 
Einfluss auf die Strahlenbelastung. Die Höhe des Antennenmastes sei 
durch die Funktechnik vorgegeben und eine Verlängerung würde Orts- 
und Landschaftsbild stören. Für eine Standortversetzung gebe es kei-
ne Veranlassung, entspreche doch der gewählte Antennenstandort be-
trieblichen, funktechnischen und wirtschaftlichen Aspekten optimal, sei 
erforderlich und erfülle sämtliche rechtlichen Vorgaben. Da die mass-
geblichen  Grenzwerte  bei  der  Liegenschaft  der  Beschwerdeführerin 
bei weitem eingehalten würden und die durch die neue Anlage verur-
sachte  Strahlung mit  den vorbestehenden anderweitigen Strahlungs-
immissionen  nicht  summiert  werden  könne,  bestehe  auch  kein  An-
spruch auf Ersatz eines Minderwertes. Die von der Beschwerdeführe-
rin  beantragten  Lärmschutzmassnahmen  wiederum  seien  nicht  Ge-
genstand des vorliegenden Verfahrens.

E.
Das BAV (nachfolgend:  Vorinstanz)  beantragt  in  seiner  Vernehmlas-
sung vom 22. Mai 2008 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde; zur 
Begründung verweist es auf seine bereits im Rahmen der angefochte-
nen Verfügung getätigten Ausführungen.

F.
In einer Stellungnahme vom 26. Mai 2008 hält die Beschwerdeführerin 
sinngemäss an ihren Anträgen fest. Ergänzend macht sie geltend, es 

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sei  nach  Inbetriebnahme der  Antennenanlage bei  ihrer  Liegenschaft 
zumindest eine Abnahmemessung durchzuführen und die Ergebnisse 
seien im Standortdatenblatt festzuhalten. Ihr sei aufgrund der von den 
Anlagen  der  Beschwerdegegnerin  ausgehenden  Strahlungs-  und 
Lärmimmissionen sowie Erschütterungen Schadenersatz für die bei ih-
rer  Liegenschaft  entstandenen  oder  noch  entstehenden  Schäden, 
Wertverminderungen und Mietzinsausfälle zu entrichten.

G.
Mit Zwischenverfügung vom 5. Juni 2008 hat das Bundesverwaltungs-
gericht das Gesuch der Beschwerdegegnerin um Entzug der aufschie-
benden Wirkung abgewiesen.

H.
Das  Bundesamt  für  Umwelt  (BAFU)  hält  in  seiner  Eingabe  vom 
16. Juni 2008 fest, dass die Liegenschaft der Beschwerdeführerin ge-
mäss eigener Berechnung nicht zu den drei  am stärksten belasteten 
OMEN gehöre und daher  nicht  ins Standortdatenblatt  aufgenommen 
werden müsse. Auch habe die Beschwerdeführerin vorliegend keinen 
Anspruch auf eine nachträgliche Abnahmemessung bei ihrer Liegen-
schaft.

I.
Das  Bundesamt  für  Raumentwicklung  (ARE)  hat  mit  Eingabe  vom 
16. Juni 2008 auf eine Stellungnahme verzichtet.

J.
Im Rahmen ihrer  Schlussbemerkungen vom 24. Juni 2008 bekräftigt 
die Beschwerdeführerin ihre Forderung nach Aufnahme ihrer Liegen-
schaft ins Standortdatenblatt sowie nach Schadenersatz.

K.
Die  Vorinstanz  und  die  Beschwerdegegnerin  haben  auf  die  Einrei-
chung von Schlussbemerkungen verzichtet.

L.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich in den Akten be-
findlichen Schriftstücke wird, soweit entscheiderheblich, in den Erwä-
gungen eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021). 
Das BAV gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine 
Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das 
Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesver-
waltungsgericht ist somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwer-
de  zuständig.  Das  Verfahren  richtet  sich  gemäss  Art. 37  VGG nach 
dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt.

2.
2.1 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG berech-
tigt, wer durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und 
ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. 
Wer Beschwerde führt, muss mithin materiell beschwert, d.h. in Inter-
essen  rechtlicher  oder  tatsächlicher  Natur  betroffen  sein. Bei  Mobil-
funkanlagen gelten grundsätzlich alle Personen als in besonderer Wei-
se betroffen, die innerhalb eines Perimeters wohnen, innerhalb dessen 
eine Strahlung von bis zu 10 % des Anlagegrenzwertes erzeugt wer-
den kann, wobei auf den massgebenden Betriebszustand der Anlage 
und die Verhältnisse in der Hauptstrahlrichtung abzustellen ist  (HEINZ 
AEMISEGGER, Die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Standortgebun-
denheit und Standortplanung von Mobilfunkanlagen, Schriftenfolge der 
Schweizerischen  Vereinigung  für  Landesplanung  VLP-ASPAN, 
Nr. 2/08, S. 20). Vorausgesetzt ist aber auch eine formelle Beschwer, 
d.h. eine beschwerdeführende Partei muss am Verfahren vor der Vorin-
stanz teilgenommen haben oder es müssen ihr Parteirechte verweigert 
worden sein (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG i.V.m. Art. 18f Abs. 1 des Ei-
senbahngesetzes vom 20. Dezember 1957 [EBG, SR 742.101]).

2.2 Die Liegenschaft der Beschwerdeführerin befindet sich in der nä-
heren Umgebung der geplanten Bahnfunkanlage beim Bahnhof Kiesen 
innerhalb  des  zur  Beschwerde  berechtigenden  Perimeters  (vgl. Zu-
satzblatt 2 des NIS-Standortdatenblattes vom 25. Juli  2007). Die Be-
schwerdeführerin  ist  somit  als  Anwohnerin  und  Grundeigentümerin 
durch die angefochtene Verfügung ohne weiteres materiell berührt und 
- da  sie  mit  ihren  Anträgen  im  Einspracheverfahren  unterlegen  ist - 
auch formell beschwert.

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3.
Das Anfechtungsobjekt, die Verfügung bzw. der Entscheid der unteren 
Instanz,  bildet  den  Rahmen,  welcher  den  möglichen  Umfang  des 
Streitgegenstandes begrenzt. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens 
kann  grundsätzlich  nur  sein,  was  Gegenstand  des  erstinstanzlichen 
Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzesauslegung hätte sein sol-
len. Gegenstände, über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde 
nicht entschieden hat und über welche sie nicht entscheiden musste, 
darf die Beschwerdeinstanz in der Regel nicht beurteilen (vgl.  ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des  Bundes,  2. Aufl.,  Zürich  1998,  S. 149).  Im  eisenbahnrechtlichen 
Plangenehmigungsverfahren sind weiter alle Einwendungen gegen ein 
Projekt, welche während der Auflagefrist erhoben werden können, be-
reits im Einspracheverfahren anzubringen und können im Beschwerde-
verfahren  nicht  noch  nachgetragen  werden.  Vorbringen  vor  der  Be-
schwerdeinstanz sind daher nur dann zulässig, soweit sie - zumindest 
dem Sinne nach - bereits Gegenstand der seinerzeit vom Beschwerde-
führer  erhobenen Einsprache gebildet  haben (BGE 133 II  30  E. 2.2 
und E. 2.4).

3.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet unter anderem die Erschüt-
terungen  und  Lärmimmissionen,  welche  der  Güterverkehr  der  Be-
schwerdegegnerin auf der Bahnstrecke durch Kiesen verursache, und 
verlangt  nunmehr  im  Beschwerdeverfahren  entsprechende  Lärm-
schutzmassnahmen  sowie  Schadenersatz  für  daraus  resultierende 
Wertverminderungen und Mietzinsausfälle bei ihrer Liegenschaft. Das 
vorinstanzliche Verfahren wurde auf Gesuch der Beschwerdegegnerin 
eingeleitet und umfasste - auch wenn die Beschwerdeführerin bereits 
in ihrer Einsprache auf die übermässigen Lärmimmissionen hinwies - 
einzig die Prüfung der Erteilung einer Plangenehmigung betreffend die 
Ausrüstung der  Strecke Bern-Thun mit  Bahnfunk GSM-R. Die  vorer-
wähnten Rügen der Beschwerdeführerin stellen daher eine unzulässi-
ge Ausdehnung des Streitgegenstandes über  das Anfechtungsobjekt 
hinaus dar; auf ihre Beschwerde ist in diesem Umfang nicht einzutre-
ten. 

3.2 Weiter erscheint zumindest fraglich, ob die von der Beschwerde-
führerin  im Beschwerdeverfahren erstmals beantragte  Abnahmemes-
sung nach Inbetriebnahme der Antennenanlage nicht eine unzulässige 
Ausdehnung des Streitgegenstandes darstellt. Diese Frage braucht in-
des nicht abschliessend beurteilt zu werden, da diesem Anliegen der 

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Beschwerdeführerin - wie nachfolgend aufgezeigt wird (vgl. Ziff. 10) - 
auch in materieller Hinsicht nicht entsprochen werden kann. 

3.3 Auf  die  frist-  und formgerecht  eingereichte  Beschwerde  (Art.  50 
und Art. 52 VwVG) ist im Übrigen einzutreten.

4.
Die umstrittene Antennenanlage ist  Teil  des  Ausbauprojekts  der  Be-
schwerdegegnerin, ihr gesamtes Schienennetz mit digitalem Mobilfunk 
GSM-R auszurüsten. Da die Anlage dem Bahnbetrieb dient, gilt sie als 
Eisenbahnanlage im Sinne von Art. 18 EBG. Die für  den Dienst  von 
Bahnunternehmungen notwendigen Fernmeldeanlagen unterliegen in 
allen  Fällen  der  Plangenehmigung  nach  Art. 18-18i EBG  (Art. 22 
EBG). Die Eisenbahnanlage untersteht somit grundsätzlich der Eisen-
bahnhoheit  des Bundes und nicht  dem kommunalen und kantonalen 
Planungsrecht (Art. 18 Abs. 4 EBG; BGE 115 Ib 166 E. 3 und E. 4; Ur-
teil  des  Bundesgerichts  1A.140/2003  vom  18. März  2004  E. 2.5; 
BENJAMIN WITTWER,  Bewilligung  von  Mobilfunkanlagen,  Zürich  2006, 
S. 137).

5.
5.1 Der Immissionsschutz ist bundesrechtlich im Umweltschutzgesetz 
vom 7. Oktober 1983 (USG, SR 814.01) und den gestützt darauf erlas-
senen  Verordnungen  geregelt.  Für  den  Schutz  vor  schädlicher  oder 
lästiger nichtionisierender Strahlung, die beim Betrieb ortsfester Anla-
gen erzeugt wird, hat der Bundesrat die Verordnung vom 23. Dezem-
ber 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV, SR 
814.710) erlassen. Diese regelt  insbesondere  auch die  Immissionen 
von Mobilfunksendeanlagen (vgl. Ziff. 6 Anhang 1 NISV). Die Regelung 
ist  abschliessend  (BGE 133  II  321  E. 4.3.4,  BGE 126  II  399  E. 3c; 
AEMISEGGER,  a.a.O.,  S. 3),  so dass für  das kommunale und kantonale 
Recht insoweit kein Raum bleibt (WITTWER, a.a.O., S. 91 f.).

5.2 Gemäss Art. 1 Abs. 2 USG sind im Sinne der Vorsorge Einwirkun-
gen, die schädlich oder lästig werden könnten,  frühzeitig zu begren-
zen. Luftverunreinigungen,  Lärm, Erschütterungen und Strahlen wer-
den  durch  Massnahmen bei  der  Quelle  begrenzt  (Emissionsbegren-
zungen, Art. 11 Abs. 1 USG). Unabhängig von der bestehenden Um-
weltbelastung sind  Emissionen im Rahmen der  Vorsorge so weit  zu 
begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaft-
lich  tragbar  ist  (Art. 11  Abs. 2  USG).  In  Konkretisierung  dieser  Be-
stimmung müssen nach Art. 4 Abs. 1 NISV Anlagen so erstellt und be-

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trieben werden,  dass sie die  in  Anhang 1 festgelegten vorsorglichen 
Emissionsbegrenzungen  einhalten.  Für  die  Beurteilung  der  schädli-
chen oder lästigen Einwirkungen hat der Bundesrat in der NISV Immis-
sionsgrenzwerte festgelegt  (Art. 13 Abs. 1 USG). Während diese Im-
missionsgrenzwerte nach Anhang 2 überall dort zu beachten sind, wo 
sich  Menschen  aufhalten  können  (Orte  für  kurzfristigen  Aufenthalt 
[OKA],  Art. 13  Abs. 1  NISV),  müssen  die  Anlagegrenzwerte  aus-
schliesslich an Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) eingehalten 
werden (Ziff. 65 Anhang 1 NISV). Das Bundesgericht hat die Anlage- 
und Immissionsgrenzwerte gemäss NISV wiederholt als verfassungs- 
und gesetzeskonform beurteilt  (BGE 126 II 399 E. 4, Urteil  des Bun-
desgerichts  1A.218/2004  vom  29. November  2005  E. 3,  Urteil  des 
Bundesgerichts  1A.129/2006  vom  10. Januar  2007  E. 6  mit  Hinwei-
sen). Der  Inhaber  einer  Anlage,  für  die Anhang 1  Emissionsbegren-
zungen  festlegt,  hat  im Bewilligungsverfahren  ein  Standortdatenblatt 
einzureichen, welches unter anderem Angaben über die von der Anla-
ge erzeugte Strahlung am höchstbelasteten OKA sowie an den drei 
höchstbelasteten OMEN enthält  (Art. 11 Abs. 2 Bst. c Ziff. 1 und Ziff. 2 
NISV).

6.
Die Beschwerdegegnerin hat der Vorinstanz ein neues NIS-Standort-
datenblatt (datiert vom 25. Juli 2007) eingereicht, nachdem der im auf-
gelegten Projekt ursprünglich vorgesehene Standort der Bahnfunkan-
lage um 1.30 m in westlicher Richtung näher zu den Bahngeleisen ver-
schoben worden ist. Die darin aufgeführten OMEN Nr. V.______ bis Nr. 
Y.______  weisen  eine  Strahlung  zwischen  0.87  V/m  (OMEN  Nr. 
Y.______) und 1.77 V/m (OMEN Nr. W.______) auf und liegen damit 
deutlich  unter  dem Anlagegrenzwert  von 4.0  V/m für  die  elektrische 
Feldstärke (Art. 4 Abs. 1 NISV i.V.m. Ziff. 64 Bst. a Anhang 1 NISV). 
Beim OKA am Fuss der Anlage beträgt die elektrische Feldstärke 2.43 
V/m und  unterschreitet  damit  den  Immissionsgrenzwert  von  42  V/m 
(vgl. Vollzugsempfehlung zur NISV, hrsg. vom BUWAL, Bern 2002, Ziff. 
2.2.3) mit einer Ausschöpfung von 5.8 % ebenfalls klar. 

7.
Die  Beschwerdeführerin  macht  geltend,  dass  bei  ihrer  Liegenschaft 
(welche sich nordwestlich der geplanten Bahnfunkanlage befindet) die 
Strahlenbelastung  zu  ermitteln  und  ihre  Liegenschaft  als  OMEN Nr. 
Z._______ im NIS-Standortdatenblatt aufzunehmen sei. Dies sei ins-
besondere nach Verschiebung der Antennenanlage in  Richtung ihrer 

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Liegenschaft  angezeigt. Im Gegensatz  zur  als  OMEN Nr. Y._______ 
eingetragenen Nachbarliegenschaft sei ihr Wohnhaus freistehend und 
nicht  durch ein  anderes  Gebäude seitlich  geschützt. Zudem befinde 
sich der Anbau ihrer Liegenschaft  in der gleichen Entfernung zu den 
Geleisen wie OMEN Nr. Y._______ und sogar noch näher zur Anten-
nenanlage. Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, es sei primär 
Aufgabe des Erstellers des NIS-Standortdatenblattes, die höchstbelas-
teten OMEN zu definieren und auszuweisen. Die Liegenschaft der Be-
schwerdeführerin weise mit Sicherheit kleinere Werte der elektrischen 
Feldstärke auf als die zur Hauptstrahlrichtung der Antennenanlage nä-
her  liegenden  Nachbarliegenschaften  OMEN  Nr. X._______  und 
Nr. Y._______.  Der  angesprochene  seitliche  Schutz  der  Nachbarlie-
genschaft OMEN Nr. Y._______ sei nicht wirksam, da sich die Anten-
nenanlage in 84 m Distanz in Gleisrichtung befinde. Die Liegenschaft 
der Beschwerdeführerin sei  daher zu Recht  nicht  ins Standortdaten-
blatt aufgenommen worden.

7.1 Die  NISV  legt  zwar  fest,  dass  im  Standortdatenblatt  die  drei 
höchstbelasteten OMEN aufzuführen sind (vgl. Art. 11  Abs. 2 Bst. c 
Ziff. 2  NISV sowie bereits  Ziff. 5.2 hiervor),  schweigt  sich aber  über 
ihre Berechnung aus. Jedoch hat der Verordnungsgeber das BAFU da-
mit  beauftragt,  den  Vollziehungsbehörden  geeignete  Mess-  und  Be-
rechnungsmethoden zu empfehlen (vgl. Art. 12 Abs. 2 sowie Art. 14 
Abs. 2 NISV). Diesem Auftrag ist  das BAFU mit der Vollzugsempfeh-
lung zur NISV nachgekommen. In dieser wird unter anderem festge-
halten, dass Grundlage für die Berechnung der Strahlenbelastung die 
beantragte Sendeleistung, die Abstrahlcharakteristik der Sendeanten-
ne, die Senderichtung, der Abstand von der Antenne und die relative 
Lage des Ortes gegenüber der Antenne (Winkel zur Hauptstrahlrich-
tung) sowie die Dämpfung der Strahlung durch die Gebäudehülle sind 
(vgl. Vollzugsempfehlung zur NISV, Ziff. 2.3.1).

7.1.1 Obwohl sich die Vollzugsempfehlungen des BAFU als Aufsichts-
behörde  an  die  Vollzugsbehörden  richten  und  Verwaltungsgerichte 
nicht  daran gebunden sind,  pflegt  eine Beschwerdeinstanz selbst  im 
Rahmen einer Angemessenheitskontrolle nicht  ohne Not von der Er-
messenswaltung  der  Vorinstanz  abzuweichen,  zumal  wenn  (wie  mit 
besagten Empfehlungen) eine Verwaltungsverordnung besteht, welche 
das  Ermessen  konkretisiert  (vgl.  WITTWER,  a.a.O.,  S.  61;  PIERRE 
TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI, Allgemeines Verwaltungsrecht, 2. Aufl., Bern 
2005, § 41 Rz. 19 f.;  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allge-

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meines Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2006,  Rz. 128). 
Soweit eine Weisung mit den anwendbaren gesetzlichen Bestimmun-
gen  nicht  vereinbar  ist,  weicht  das  Bundesverwaltungsgericht  indes 
von ihr ab (vgl. BGE 126 V 421 E. 5a). 

7.1.2 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin sämtliche Kriterien der 
Vollzugsempfehlung zur NISV in ihre Berechnung der höchstbelaste-
ten OMEN Nr. V._______ bis Nr. Y._______ einfliessen lassen (vgl. Zu-
satzblätter 4a zum Standortdatenblatt vom 25. Juli 2007). Es ist ohne 
weiteres nachvollziehbar, dass zu deren Bestimmung - entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführerin - nicht allein auf den direkten Ab-
stand zwischen der Antennenanlage und dem einzelnen OMEN abzu-
stellen  ist  (vgl.  hierzu  auch  Urteil  des  Bundesgerichts  1A.118/2005 
vom 12. Dezember 2005 E. 4.3), sondern - neben weiteren Kriterien - 
insbesondere  auch  auf  die  relative  Lage  des  OMEN gegenüber  der 
Antenne,  d.h.  den  Winkel  zu  deren  Hauptstrahlrichtung.  Das  Wohn-
haus der  Beschwerdeführerin  befindet  sich  zwar  räumlich  näher  zur 
Antennenanlage,  jedoch in  einem grösseren Winkel  zur  Hauptstrahl-
richtung wie die als OMEN Nr. X._______ und Nr. Y._______ eingetra-
genen Nachbarliegenschaften. Dass dies mit einer grösseren horizon-
talen  Richtungsabschwächung der  Strahlung  verbunden  ist  und  der 
fehlende seitliche Schutz keine Auswirkung auf die Strahlenbelastung 
haben kann, bedarf dabei keiner weiteren Ausführungen. Unter diesen 
Umständen  besteht  aber  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts 
keine Veranlassung, an der Richtigkeit  der Auswahl und Berechnung 
der höchstbelasteten OMEN durch die Beschwerdegegnerin und der 
anschliessenden Genehmigung durch die Vorinstanz zu zweifeln.

7.2 Gerichtsbehörden auferlegen sich auch dann einer gewissen Zu-
rückhaltung bei der Überprüfung der von der Vorinstanz vorgenomme-
nen Ermessensausübung, wenn unter anderem technische Fragen zu 
beurteilen  sind  und wenn der  Entscheid  der  Vorinstanz  mit  Amtsbe-
richten  bzw.  Stellungnahmen  der  Fachstellen  des  Bundes  überein-
stimmt. Sachkundige Auskünfte einer Amtsstelle werden nur dann in-
haltlich überprüft und es wird nur dann von ihnen abgewichen, wenn 
dafür stichhaltige Gründe, also etwa offensichtliche Mängel oder inne-
re Widersprüche, gegeben sind (KÖLZ/HÄNER, a.a.O., S. 106 und S. 229 
f.).

7.2.1 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wurde unter anderem das 
BAFU als Fachbehörde zur Stellungnahme eingeladen. In seinem Be-

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richt vom 16. Juni 2008 führt es aus, dass bei der Liegenschaft der Be-
schwerdeführerin eine Strahlenbelastung von höchstens 0.81 V/m be-
rechnet  worden  sei  und  diese  somit  unter  derjenigen  von  OMEN 
Nr. Y._______ liege, für welchen die tiefste Strahlenbelastung (0.84 V/
m) im Standortdatenblatt ausgewiesen werde. Bei dieser Berechnung 
habe das BAFU sich zwar auf die Angaben des Standortdatenblattes 
vom 24.  November  2006  abgestützt,  welches  vor  Verschiebung  des 
Standortes  der  Antennenanlage  gegen  Westen  erstellt  worden  sei. 
Diese Verschiebung um 1.30 m ändere jedoch innerhalb der Rechen-
genauigkeit nichts an der Strahlenbelastung beim Wohnhaus der Be-
schwerdeführerin, sei dieses doch über 100 m von der geplanten Anla-
ge entfernt und befinde sich nicht direkt in einer der Hauptstrahlrich-
tungen der Antenne.

7.2.2 Die Richtigkeit der Auswahl und Berechnung der höchstbelaste-
ten  OMEN durch die  Beschwerdegegnerin  findet  damit  (zusätzliche) 
Bestätigung  in  den  nachvollziehbaren  Ausführungen  des  BAFU  als 
Fachbehörde.  Es  besteht  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts 
kein Grund, von diesen abzuweichen.

7.3 Es kann daher festgehalten werden, dass im NIS-Standortdaten-
blatt vom 25. Juli 2007 die vier höchstbelasteten OMEN ausgewiesen 
werden, zu welchen die Liegenschaft der Beschwerdeführerin nicht zu 
zählen ist. Es stellt sich einzig noch die Frage, ob die Beschwerdefüh-
rerin aus dem Umstand, dass im Standortdatenblatt  vier statt der  ge-
setzlich geforderten  drei höchstbelasteten OMEN aufgeführt  werden, 
etwas zu ihren Gunsten ableiten kann. Das Anliegen der Beschwerde-
führerin,  gleich  wie  die  anderen  (zusätzlichen)  OMEN aufgeführt  zu 
werden, ist in dem Sinne unter dem verfassungsrechtlichen Gebot der 
Rechtsgleichheit von Art. 8 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 
(BV, SR 101) zu prüfen.

7.3.1 Die  Rechtsgleichheit  als  Gebot  sachgerechter  Differenzierung 
verbietet den rechtsanwenden Behörden, zwei tatsächlich gleiche Situ-
ationen ohne sachlichen Grund rechtlich unterschiedlich zu behandeln 
(TSCHANNEN/ZIMMERLI,  a.a.O.,  § 23  Rz. 9).  Wie  vorstehend  festgestellt 
(vgl. Ziff. 7.1.2 sowie Ziff. 7.2.1), weist die Liegenschaft der Beschwer-
deführerin  in  den  rechtlich  relevanten  Sachverhaltselementen  keine 
Übereinstimmung mit den als OMEN Nr. V._______ bis Nr. Y._______ 
in  das  NIS-Standortdatenblatt  aufgenommenen  Liegenschaften  auf. 

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Damit begründet sich aber auch kein Anspruch der Beschwerdeführe-
rin auf Aufnahme ihrer Liegenschaft als OMEN Nr. Z._______.

8.
Die  Beschwerdeführerin  macht  weiter  geltend,  es  sei  auf  eine  Ver-
schiebung  des  im  aufgelegten  Projekt  ursprünglich  vorgesehenen 
Standortes der Bahnfunkanlage um 1.30 m in westlicher Richtung zu 
verzichten, würden doch damit sie und die übrigen Anwohner in ihrem 
Wohnquartier  einer noch höheren Strahlenbelastung ausgesetzt. Da-
gegen wendet  die  Beschwerdegegnerin  ein,  dass  sie  mit  dieser  ge-
ringfügigen Verschiebung der Anlage Richtung Bahngeleise einzig der 
Forderung der Gemeinde Kiesen nach Einhaltung des kantonalrecht-
lich  vorgeschriebenen  Mindestabstandes  zur  Strasse  von  3.60  m 
nachgekommen sei;  diese  Verschiebung  habe  aber  praktisch  keinen 
Einfluss auf die Strahlenbelastung bei der Liegenschaft der Beschwer-
deführerin. 

8.1 Gemäss Art. 12 Abs. 3 des Bernischen Baugesetzes vom 9. Juni 
1985 (BauG, BSG 721.0) i.V.m. Art. 63 Abs. 1 Bst. b des Bernischen 
Strassenbaugesetzes vom 2. Februar 1964 (SBG, BSG 732.11) müs-
sen  die  Abstände  von  baulichen  Anlagen  gegenüber  öffentlichen 
Strassen  mindestens  3.60  m betragen. Um diesen  Abstand  zur  an-
grenzenden  Strasse  einzuhalten,  hat  die  Beschwerdegegnerin  den 
Standort  ihrer  Antennenanlage  nachträglich  um  zusätzliche  1.30  m 
von der Strasse weg in Richtung der Bahngeleise verschoben (zur Be-
rücksichtigung des kantonalen Rechts vgl. Art. 18 Abs. 4 EBG).

8.2 Ein  Vergleich  der  aktuellen  Strahlungswerte  (vgl.  Standortdaten-
blatt vom 25. Juli 2007) mit denjenigen  vor der Standortverschiebung 
(vgl. Standortdatenblatt vom 24. November 2006) zeigt auf, dass sich 
diese  bei  den  westlich  gelegenen  OMEN  Nr.  X._______  und  Nr. 
Y._______ nur geringfügig von 1.13 auf 1.14 V/m resp. von 0.84 auf 
0.87 V/m erhöht haben. Weil mit der geplanten Verschiebung der Anla-
gegrenzwert von 4.0 V/m für die elektrische Feldstärke bei sämtlichen 
OMEN nach wie vor deutlich eingehalten wird (vgl. bereits Ziff. 6 hier-
vor) und damit (wenn überhaupt) nur eine geringfügige Zunahme der 
Strahlenbelastung  bei  der  Liegenschaft  der  Beschwerdeführerin  ver-
bunden ist (vgl. bereits Ziff. 7.2.1 hiervor), haben deren private Interes-
sen gegenüber den öffentlichen Interessen an der Wahrung der Stra-
ssensicherheit  zurückzutreten.  Die  Standortverschiebung  ist  daher 
nicht zu beanstanden.

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9.
Die Beschwerdeführerin bemängelt die ihrer Auffassung nach zu gerin-
ge Höhe des Antennenmastes; damit  werde dem Landschaftsschutz 
ein höheres Gewicht beigemessen als dem Schutz der Anwohner vor 
zusätzlicher  Strahlenbelastung.  Die  Beschwerdegegnerin  hält  dem 
entgegen,  die  Höhe des Antennenmastes sei  durch die Funktechnik 
vorgegeben; es wäre unsinnig, den Mast höher als erforderlich zu bau-
en, da dadurch das Orts- resp. Landschaftsbild unnötig gestört würde.

9.1 Die Erteilung einer eisenbahnrechtlichen Plangenehmigung für die 
Errichtung einer Bahnfunkanlage stellt eine Bundesaufgabe im Sinne 
von Art. 2 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den 
Natur- und Heimatschutz (NHG, SR 451) dar. Nach Art. 3 Abs. 1 NHG 
sorgen der Bund, seine Anstalten und Betriebe sowie die Kantone bei 
der Erfüllung von Bundesaufgaben dafür, dass insbesondere das hei-
matliche Landschafts- und Ortsbild geschont wird und, wo das allge-
meine Interesse daran überwiegt, ungeschmälert erhalten bleibt. Diese 
Pflicht erfüllen sie unter anderem, indem sie eigene Bauten und Anla-
gen entsprechend gestalten und unterhalten oder gänzlich auf ihre Er-
richtung verzichten (Art. 3 Abs. 2 Bst. a NHG).

9.2 Die Beschwerdegegnerin hat beim Standort Kiesen eine aus funk-
technischer Sicht erforderliche Antennenmasthöhe von 22.13 m (inkl. 
Blitzfangstab)  ermittelt.  Würde  der  Antennenmast  -  wie  von der  Be-
schwerdeführerin gefordert - verlängert, würde er die Gebäude in der 
angrenzenden Umgebung noch weiter überragen und damit zu einer 
zusätzlichen Beeinträchtigung des Ortsbildes von Kiesen führen. Eine 
solche wäre höchstens dann hinzunehmen, wenn im Rahmen einer In-
teressenabwägung dem mit einer Mastverlängerung allenfalls verbun-
denen weitergehenden Strahlenschutz der Vorrang vor dem Ortsbild-
schutz zu geben wäre. Dies ist  jedoch nicht angezeigt,  werden doch 
die gesetzlichen Grenzwerte mit  der geplanten Masthöhe bereits bei 
weitem eingehalten (vgl. bereits Ziff. 6 hiervor). Die vorgebrachte Rüge 
erweist sich somit als unbegründet.

10.
Die Beschwerdeführerin verlangt zumindest nach Inbetriebnahme der 
Antennenanlage eine NIS-Abnahmemessung. Die Beschwerdegegne-
rin  weist  darauf  hin,  dass solche Abnahmemessungen grundsätzlich 
nur durchgeführt werden, wenn die rechnerische Prognose den Anla-
gegrenzwert an einem OMEN zu 80 % ausschöpfe. Dieser Prozentsatz 

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werde  jedoch  vorliegend  weder  bei  OMEN  Nr. X._______  noch  bei 
OMEN Nr. Y._______ erreicht, so dass dies umso mehr für die weniger 
betroffene  Nachbarliegenschaft  der  Beschwerdeführerin  zu  gelten 
habe.

10.1 Der  Auffassung  der  Beschwerdegegnerin  ist  zuzustimmen: Die 
Abnahmemessung dient zwar der Prüfung, ob die tatsächliche NIS-Be-
lastung  von  der  im  Standortdatenblatt  berechneten  abweicht,  bei-
spielsweise aufgrund von Beugungen und Reflexionen der Strahlungs-
ausbreitung, die bei der rechnerischen Immissionsprognose nicht be-
rücksichtigt  werden  können  (AEMISEGGER,  a.a.O.,  S. 6).  Gemäss  der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist für die Bewilligung einer neu-
en Anlage jedoch in erster Linie die rechnerische Strahlungsprognose 
massgeblich,  während der  Abnahmemessung lediglich  eine Kontroll-
funktion zukommt. Diese wird dann im Sinne einer zusätzlichen Kon-
trolle angeordnet,  wenn die rechnerische Prognose an einem OMEN 
80 %  des  Anlagegrenzwertes  erreicht  (Urteile  des  Bundesgerichts 
1C_244/2007  vom  10.  April  2008  E.  4.6  sowie  1A.118/2005  vom 
12. Dezember 2005 E. 5; vgl. auch Vollzugsempfehlung zur NISV, Ziff. 
2.1.8).  Vorliegend  betragen  die  für  die  höchstbelasteten  OMEN 
Nr. V._______ bis Nr. Y._______ ermittelten Strahlungswerte zwischen 
21.75 % (OMEN Nr. Y._______) und 44.25 % (OMEN Nr. W._______) 
des Anlagegrenzwertes von 4.0 V/m; der vom BAFU errechnete Strah-
lungswert bei der Liegenschaft der Beschwerdeführerin (max. 0.81 V/
m) erreicht nur knapp mehr als 20 % desselben. Unter diesen Umstän-
den hat  die Beschwerdeführerin  jedoch keinen Anspruch auf  Durch-
führung einer Abnahmemessung bei ihrer Liegenschaft nach Inbetrieb-
nahme der Anlage.

11.
Die Beschwerdeführerin ist weiter der Auffassung, dass sich die offene 
Bahnstrecke zwischen Wichtrach und Kiesen besser als Standort  für 
die  Antennenanlage  eigne.  Die  Beschwerdegegnerin  bringt  vor,  der 
geplante  Standort  beim  Bahnhof  Kiesen  entspreche  betrieblichen, 
funktechnischen und wirtschaftlichen Aspekten optimal. Da die rechtli-
chen Voraussetzungen für die Erstellung der Anlage am fraglichen Ort 
vollumfänglich erfüllt seien, habe sie einen Anspruch auf Bewilligungs-
erteilung, zumal dieser Standort erforderlich sei, um die Bahnstrecke 
funktechnisch ausreichend versorgen zu können.

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11.1 Wie vorgängig ausgeführt (vgl. Ziff. 6 hiervor), werden die gesetz-
lichen Grenzwerte am geplanten Standort beim Bahnhof Kiesen über-
all eingehalten, so dass das Bauvorhaben den bundesrechtlichen Vor-
schriften über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung vollumfäng-
lich  entspricht.  Der  Beschwerdeführerin  fehlt  es  somit  grundsätzlich 
bereits  an  einem schutzwürdigen  Interesse an einer  Versetzung  der 
Antennenanlage.  Nicht  so  der  Beschwerdegegnerin:  Aus  den  Akten 
geht  zwar  nicht  hervor,  dass  sie  mögliche  Alternativstandorte  einer 
eingehenden  Prüfung  unterzogen  hätte.  Dennoch  ist  ohne  weiteres 
nachvollziehbar,  dass  ein  Bau der  Anlage  auf  dem eigenen,  bereits 
hinreichend  erschlossenen  Bahnhofareal  eine  kostengünstigere,  be-
trieblich und funktechnisch bessere Variante darstellt  als eine solche 
auf offener Bahnstrecke und sie somit über ein (überwiegendes) Inter-
esse am geplanten Standort verfügt.

11.2 Dazu kommt noch ein Weiteres: Bereits das Amt für Gemeinden 
und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) hat in seinem Fachbericht 
vom 6. März 2007 die Standortwahl als gut bezeichnet und den Stand-
punkt vertreten, dass Antennen primär - d.h. soweit technisch machbar 
und  wirtschaftlich  vertretbar -  im  Siedlungsgebiet  und  nicht  in  freier 
Landschaft  errichtet  werden sollen. Diese Auffassung deckt  sich  mit 
der  bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu den  Mobilfunkantennen: 
Diese sind in der Bauzone im Allgemeinen ohne weiteres als zonen-
konform zu betrachten, während an eine Ausnahmebewilligung im Sin-
ne  der  Art.  24  ff.  des  Raumplanungsgesetzes  vom  22. Juni  1979 
(RPG, SR 700) für die Errichtung einer Antenne ausserhalb der Bau-
zone strenge Anforderungen zu stellen sind und diese grundsätzlich 
nur dann zu erteilen ist,  wenn eine Deckungs-  oder  Kapazitätslücke 
aus  funktechnischen Gründen innerhalb  der  Bauzone nicht  in  genü-
gender  Weise  beseitigt  werden  kann  (AEMISEGGER,  a.a.O.,  S. 7  f.  mit 
Hinweisen; BGE 133 II 409 E. 4.2, BGE 133 II 321 E. 4.3.3, BGE 133 II 
353 E. 4.2). Für  die  geplante  Bahnfunkanlage auf  dem als  Standort 
vorgesehenen Bahnhofareal muss die Beschwerdegegnerin zwar kei-
ne  kantonale  (Bau-) bewilligung  einholen  (vgl.  Art.  22  i.V.m. Art.  18 
Abs. 4 EBG sowie E. 4 hiervor). Da jedoch Bahnareale im Siedlungs-
gebiet  der  Bauzone  zuzurechnen  sind  (vgl.  WITTWER,  a.a.O.,  S. 137) 
und aus Gründen des Landschaftsschutzes eine konzentrierte Bauwei-
se anzustreben ist, ist diese Rechtsprechung (zumindest analog) auch 
auf  vorliegende  Konstellation  anwendbar.  Der  gewählte  Standort  in 
Kiesen ist daher - angesichts fehlender funktechnisch bedingter Stand-
ortgebundenheit der Antennenanlage ausserhalb des Siedlungsgebie-

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tes - auch aus planerischer Sicht dem von der Beschwerdeführerin auf 
der offenen Bahnstrecke vorgeschlagenen Standort vorzuziehen.

12.
Die Beschwerdeführerin macht  schliesslich aufgrund der Strahlenbe-
lastung durch die geplante Bahnfunkanlage einen Mietzinsausfall we-
gen  leerstehenden  Mietwohnungen  in  ihrer  Liegenschaft  sowie  eine 
Wertverminderung derselben geltend und verweist hierzu auch auf die 
bereits vorbestehende Strahlenbelastung durch Mobilfunkantennen in 
Kiesen,  Jaberg,  Heimberg  sowie  bei  der  Autobahnausfahrt  der  A6, 
durch eine Hochspannungsleitung der BKW und eine nicht weiter um-
schriebene "16'000 Volt-Leitung". Die Beschwerdegegnerin stellt  sich 
auf den Standpunkt, es bestehe kein Anspruch auf Ersatz eines Min-
derwertes,  da die gesetzlichen Grenzwerte  bei  der  Liegenschaft  der 
Beschwerdeführerin bei weitem eingehalten würden; auch eine Vorbe-
lastung liege nicht vor, seien doch die Frequenzen des Fahrstroms der 
SBB, der Hochspannungsleitung der BKW und des Bahnfunk GSM-R 
gemäss den Summierungsvorschriften der NISV betreffend die elektri-
sche Feldstärke separat zu betrachten.

12.1 Nach ausdrücklicher Bestimmung von Art. 5 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 20. Juni 1930 über die Enteignung (EntG, SR 711) kön-
nen neben den anderen dinglichen Rechten an Grundstücken auch die 
aus dem Grundeigentum hervorgehenden Nachbarrechte Gegenstand 
der Enteignung sein. Als solches gilt insbesondere das in Art. 679 und 
684  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom 10. Dezember  1907 
(ZGB, SR 210) umschriebene Recht des Grundeigentümers, übermäs-
sige von benachbarten Grundstücken ausgehende Immissionen abzu-
wehren. Gehen indes diese Einwirkungen von einem Werk aus, das im 
öffentlichen Interesse liegt und für welches dem Werkeigentümer oder 
Konzessionär das Enteignungsrecht zusteht, und sind sie unvermeid-
bar, so müssen die Abwehransprüche des Grundeigentümers dem vor-
rangigen öffentlichen Interesse am Unternehmen weichen. Dem Nach-
barn verbleibt diesfalls anstelle der privatrechtlichen Unterlassungskla-
ge einzig die Möglichkeit, für die Unterdrückung seines Abwehrrechts 
gestützt auf Art. 5 EntG Entschädigung zu fordern. Immissionen gelten 
aber nur dann als übermässig, wenn sie - kumulativ - für den Grundei-
gentümer  nicht  voraussehbar  waren,  ihn  in  spezieller  Weise  treffen 
und ihm einen schweren Schaden verursachen. Das Erfordernis  der 
Spezialität ist erfüllt,  wenn die Immissionen eine Intensität erreichen, 
welche das Mass des Üblichen und Erträglichen übersteigt. Dies ist re-

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gelmässig anzunehmen, wenn die Immissionsgrenzwerte gemäss der 
eidgenössischen  Umweltschutzgesetzgebung  überschritten  werden 
(PETER HÄNNI,  Planungs-,  Bau-  und  besonderes  Umweltschutzrecht, 
4. Aufl., Bern 2002, S. 654 f. mit Hinweisen; betreffend Lärmimmissio-
nen:  BGE 123  II  481  E.  7a  und  E. 7c,  BGE 123  II  560  E. 3a  und 
E. 3d/bb). Für den Schutz vor schädlicher oder lästiger nichtionisieren-
der Strahlung,  die beim Betrieb ortsfester  Anlagen erzeugt  wird,  hat 
die NISV die massgeblichen Immissionsgrenzwerte festgelegt. 

12.2
12.2.1 Das Bundesgericht hat festgehalten, dass die nichtionisierende 
Strahlung von Fahrleitungen und Hochspannungsleitungen im nieder-
frequenten Bereich und die hochfrequente Strahlung von Mobilfunkan-
tennen getrennt zu beurteilen sind. Es gebe bis heute noch keine wis-
senschaftlichen Erkenntnisse zu einer möglichen Kombinationswirkung 
von nieder- und hochfrequenter nichtionisierender Strahlung, weshalb 
die  vom  Verordnungsgeber  getroffene  Lösung,  getrennte  Summie-
rungsvorschriften für hoch- und niederfrequente Strahlung aufzustellen 
(vgl. Ziff. 22 Anhang 2 NISV) und,  im Sinne einer Sicherheitsmarge, 
strenge  vorsorgliche  Emissionsbegrenzungen  (Anlagegrenzwerte) 
festzulegen,  sachgerecht  erscheine  (Urteil  des  Bundesgerichts 
1A.140/2003  vom  18. März  2004  E. 4.5,  Urteil  des  Bundesgerichts 
1A.142/2006 vom 4. Dezember 2006 E. 4.1). Eine allfällige Belastung 
der  Liegenschaft  der  Beschwerdeführerin  durch  die  niederfrequente 
Strahlung der Hochspannungsleitung der BKW und der "16'000 Volt-
Leitung" hat daher vorliegend unbeachtlich zu bleiben.

12.2.2 Für die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte der NISV ist die 
gesamte Hochfrequenzstrahlung  massgeblich  (Art.  5  Abs.  1  NISV), 
d.h. neben der untersuchten Bahnfunkanlage ist auch die Vorbelastung 
durch andere Sendeantennen (bspw. andere Mobilfunkanlagen) zu be-
rücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.142/2006 vom 4. De-
zember 2006 E. 4.2). Aus dem Zusatzblatt  5 des NIS-Standortdaten-
blattes vom 25. Juli 2007 lässt sich entnehmen, dass sich im massge-
benden Anlageperimeter der geplanten Antennenanlage keine weite-
ren Sendeantennen befinden, welche in die Beurteilung der gesamten 
Hochfrequenzstrahlung  einzubeziehen  wären  (vgl.  auch  Vollzugsem-
pfehlung zur NISV, Ziff. 2.2.1). Die von der Beschwerdeführerin ange-
führten, nicht in unmittelbarer Nähe der geplanten Anlage angesiedel-
ten Mobilfunkantennen sind daher ebenfalls nicht zu berücksichtigen.

Seite 17

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12.3 Vorliegend sind somit einzig die von der geplanten Bahnfunkan-
lage ausgehenden Strahlungsimmissionen massgebend. Da diese je-
doch sowohl den Immissionsgrenzwert wie auch den tieferen Anlage-
grenzwert überall bei weitem einhalten (vgl. Ziff. 6 hiervor), fehlt es ih-
nen bereits an der erforderlichen Intensität, welche sie als speziell er-
scheinen liesse. Demzufolge steht  der  Beschwerdeführerin  kein Ent-
schädigungsanspruch  für  die  Duldung  der  von  der  Antennenanlage 
ausgehenden Strahlenbelastung und für die allenfalls damit verbunde-
nen finanziellen Folgen zu.

13.
Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzu-
weisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann (vgl. bereits 
Ziff. 3 hiervor).

14.
14.1 Die Beschwerdeführerin ist im Beschwerdeverfahren mit keinem 
ihrer Rechtsbegehren durchgedrungen; sie gilt somit als unterliegende 
Partei und hat gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG grundsätzlich die gesam-
ten Verfahrenskosten zu tragen. Vorliegend wurde jedoch im Rahmen 
eines  Plangenehmigungsverfahrens  unter  anderem  auch  über  eine 
enteignungsrechtliche Einsprache entschieden. In solchen kombinier-
ten Verfahren richtet sich die Kosten- und Entschädigungsregelung ge-
genüber den Verfahrensbeteiligten, denen eine Enteignung droht, ge-
mäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  nach  den  Spezialbestim-
mungen des EntG (vgl. BGE 119 Ib 458 E. 15, BGE 111 Ib 32 E. 3, Ur-
teile des Bundesgerichtes 1E.16/2005 vom 14. Februar 2006 E. 6 und 
1E.5/2005 vom 9. August 2005 E. 7, je mit Verweisen). Art. 116 Abs. 1 
EntG schreibt vor, dass der Enteigner die Kosten des Verfahrens vor 
dem Bundesverwaltungsgericht, einschliesslich einer allfälligen Partei-
entschädigung an den Enteigneten,  trägt. Werden die Begehren des 
Enteigneten ganz oder zum grösseren Teil abgewiesen, so können die 
Kosten auch anders verteilt werden. Es rechtfertigt sich daher, der voll-
umfänglich  unterliegenden  Beschwerdeführerin  einen  (reduzierten) 
Verfahrenskostenanteil in der Höhe von Fr. 800.- zur Bezahlung aufzu-
erlegen.  Die  Beschwerdegegnerin  hat  als  Enteignerin  einen  Verfah-
renskostenanteil im Umfang von Fr. 800.- (inkl. der Kosten für die Be-
handlung ihres abgewiesenen Gesuchs um Entzug der  aufschieben-
den Wirkung) zu tragen.

Seite 18

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14.2 Von einer Parteientschädigung an die nicht vertretene Beschwer-
deführerin  ist  angesichts  des  Ausgangs  des  Verfahrens  abzusehen 
(Art. 116 Abs. 1 EntG; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 1E.16/2005 
vom 14. Februar 2006 E. 6).

Seite 19

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Der  Beschwerdeführerin  werden  Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von 
Fr. 800.- auferlegt.

3.
Der  von  der  Beschwerdeführerin  geleistete  Kostenvorschuss  in  der 
Höhe von Fr. 1'300.- wird dieser nach Eintritt der Rechtskraft des vor-
liegenden Urteils im Umfang von Fr. 500.- zurückerstattet. Hierzu hat 
die Beschwerdeführerin dem Bundesverwaltungsgericht einen Einzah-
lungsschein zuzustellen oder ihre Kontonummer bekannt zu geben.

4.
Der  Beschwerdegegnerin  werden  Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von 
Fr. 800.- auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der 
Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  mit  beiliegendem  Einzahlungs-
schein zu bezahlen. 

5.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die  Beschwerdegegnerin  (Gerichtsurkunde;  Beilage:  Einzahlungs-

schein)
- die Vorinstanz ([...]; Einschreiben)
- das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Ryter Sauvant Lars Birgelen

Seite 20

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 21