# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb8e931b-664f-5bec-a56c-37694bdd3185
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.06.2008 E-3727/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3727-2008_2008-06-26.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3727/2008
luc/oeg
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichterin Christa Luterbacher 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid, 
Gerichtsschreiberin Gabriela Oeler.

X._______, Äthiopien, alias Y._______, Äthiopien,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
7. Mai 2008 / N._______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3727/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführerin,  eine äthiopische Staatsangehörige mit 
letztem  Wohnsitz  in  Addis  Abeba,  unter  der  Identität  X._______, 
Äthiopien,  am 25. Januar  2007 in  Vallorbe um Asyl  nachsuchte  und 
dort am 9. Februar 2007 summarisch befragt wurde, 

dass sie das Asylgesuch damit begründete, sie sei am 4. Januar 2002 
auf dem Markt von zwei Unbekannten entführt worden, 

dass diese Unbekannten bewaffnet gewesen seien, sie gefesselt und 
schliesslich in den Wald geführt hätten, 

dass  man sie  dort  auf  ein  Pferd  gesetzt  und mit  dem Tode bedroht 
habe, als sie die beiden nach dem Grund ihres Handelns gefragt habe, 

dass sie in ein Dorf namens A._______ gebracht und dort von einem 
fast  fünfzigjährigen  Mann  während  vier  Jahren  festgehalten  worden 
sei, 

dass es ihr dort schlecht gegangen sei, da sie von ihrem Entführer und 
dessen Bruder wiederholt vergewaltigt worden sei und sie sich um den 
Haushalt und die Tiere habe kümmern müssen, 

dass sie das Haus nicht verlassen habe und stets vom Bruder und der 
Schwester ihres Entführers überwacht worden sei, 

dass ihr  im April  2006 die Flucht  gelungen sei,  nachdem zuvor eine 
Bekannte  aus  ihrem  Herkunftsdorf  zur  Beerdigung  der  Mutter  ihres 
Entführers gekommen sei, sie entdeckt und ihr schliesslich den Bruder 
zu Hilfe geschickt habe, 

dass sie während des vierjährigen Aufenthalts immer wieder mit dem 
Tode bedroht  und auch geschlagen worden sei,  so  dass  sie  seither 
Rücken- und Bauchschmerzen habe, 

dass der Entführer nach ihrer Flucht das elterliche Haus angezündet 
habe, 

dass  er  sie  auch  in  Addis  Abeba  nicht  in  Ruhe  gelassen  und 
insgesamt drei- oder viermal bei B._______ nach ihr gefragt habe, 

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dass  sie  deshalb  Addis  Abeba  am  24.  Januar  2007  in  Richtung 
Deutschland  verlassen  habe  und  von  dort  am  25.  Januar  2007  mit 
einem  Auto  -  ohne  kontrolliert  worden  zu  sein  -  in  die  Schweiz 
eingereist sei, 

dass  sie  mit  einem  gefälschten  somalischen  Pass,  lautend  auf  den 
Namen C._______ gereist  sei,  und der  Schlepper  ihr  diesen wieder 
abgenommen habe, 

dass die Beschwerdeführerin abschliessend auf Nachfrage hin angab, 
es  spiele  ihr  keine  Rolle,  ob  sie  das  nächste  Mal  hinsichtlich  der 
geltend  gemachten  Vergewaltigungen  von  einem   Mann  oder  einer 
Frau befragt werde, 

dass  die  Beschwerdeführerin  im  Empfangszentrum  Vallorbe  unter 
Hinweis auf die Möglichkeit  eines Nichteintretensentscheides sodann 
aufgefordert wurde, innert 48 Stunden gültige Identitätspapiere zu den 
Akten zu reichen, 

dass die Beschwerdeführerin am 27. April  2007 von der zuständigen 
kantonalen Behörde einlässlich zu ihrem Asylgesuch angehört wurde, 

dass  sie  dabei  zu  Protokoll  gab,  sie  habe in  Äthiopien weder  einen 
Pass noch eine Identitätskarte oder einen Geburtsschein besessen, 

dass  sie  sich  trotzdem  bemüht  habe,  "etwas"  zu  bringen,  die 
telefonische Kontaktnahme mit [...] nicht zustande gekommen sei, 

dass  sie  bei  der  kantonalen  Anhörung  wiederholte,  ihr  Heimatland 
wegen  der  vierjährigen  Leidenszeit  bei  ihrem  Entführer  und  dessen 
Drohung, er werde sie nie in Ruhe lassen, verlassen zu haben,  
 
dass sie in dieser Zeit von ihrem Entführer und dessen Bruder täglich 
beziehungsweise wöchentlich vergewaltigt und häufig gefoltert worden 
sei, so dass sie physisch und psychisch krank geworden sei, 

dass sie sich in Addis Abeba ärztlich habe behandeln lassen und ihr 
schliesslich ein Tumor entfernt worden sei, 

dass sie auf Nachfrage hin, wie sie gefoltert worden sei, angab, für sie 
bedeute Folter, dass sie den ganzen Tag habe arbeiten müssen, die 
Familie  und  die  Nachbarn  nicht  habe  sehen,  das  Haus  nicht  habe 

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verlassen dürfen, Kuhfladen habe sammeln und Getreide mit Steinen 
habe mahlen müssen, 

dass sie aufgrund des Erlebten die Heimat  am 24. Januar 2007 mit 
Hilfe  eines Schleppers in  Richtung Deutschland verlassen habe und 
mit einem Auto in die Schweiz eingereist sei, 

dass  Abklärungen  des  BFM  ergaben,  dass  die  Beschwerdeführerin 
unter  der  Identität  Y._______,.  Äthiopien,  bei  der  Schweizerischen 
Botschaft  in Addis Abeba am 20. Mai 2006 ein dreimonatiges Visum 
für die mehrmalige Einreise in die Schweiz beantragt hatte, 

dass  die  Schweizerische  Botschaft  der  Beschwerdeführerin  in  der 
Folge  ein  vom  29.  Mai  2006  bis  zum  10.  November  2006  gültiges 
Einreisevisum erteilte, 

dass die Schweizerische Vertretung in Addis Abeba dem BFM sodann 
die Gesuchsunterlagen übermittelte, 

dass  diesen  weiter  zu  entnehmen ist,  dass  der  Beschwerdeführerin 
am  18.  Februar  2005  ein  bis  zum  17.  Februar  2010  gültiger 
äthiopischer  Pass  ausgestellt  worden  ist,  und  sie  bereits  im  Besitz 
eines Schengenvisums, gültig bis zum 16. Oktober 2006, war,

dass  aus  dem Gesuch  des Arbeitgebers  um Visumerteilung  sodann 
hervorgeht, dass die Beschwerdeführerin mit  ihm und seiner Familie, 
bei  der  sie  als  Haushälterin  und  Kinderbetreuerin  angestellt  war, 
bereits diverse Male nach Europa gereist sei,

dass  das  BFM der  Beschwerdeführerin  mit  Schreiben vom 21. April 
2008  diese  Abklärungsergebnisse  zur  Kenntnis  brachte  und  sie 
aufforderte,  dazu  bis  zum  1.  Mai  2008  Stellung  zu  nehmen  sowie 
gleichzeitig den äthiopischen Pass zu den Akten zu reichen,  

dass die Beschwerdeführerin mit undatiertem Schreiben, eingegangen 
beim  BFM  am  30.  April  2008,  zu  den  Abklärungsergebnissen 
dahingehend  Stellung  nahm,  dass  die  vom BFM entdeckte  Identität 
zutreffend  und  sie  in  der  Tat  legal  zum  Zwecke  des  Antritts  einer 
befristeten Arbeitsstelle in die Schweiz eingereist sei, 

dass  sie  ihre  Identität  aus  Angst  vor  einer  Rückweisung  nach 

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Äthiopien, wo sie die in der Befragung geltend gemachten Nachteile 
erlebt habe und wohin sie nicht mehr zurückkehren wolle, verheimlicht 
habe,

dass sie sodann angab, den äthiopischen Pass nicht aushändigen zu 
können, da sie diesen verloren habe, 
  
dass  das  BFM  mit  Entscheid  vom 7. Mai  2008,  eröffnet  am 8.  Mai 
2008,  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  abwies  und  die 
Wegweisung samt Vollzug anordnete, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe ans BFM vom 29. Mai 2008 
(Poststempel) gegen diesen Entscheid Beschwerde erhob, 

dass das BFM diese Eingabe in der Folge in Anwendung von Art. 8 
VwVG dem Bundesverwaltungsgericht zur allfälligen Entgegennahme 
als Beschwerde überwies, 

dass  die  Instruktionsrichterin  des  Bundesverwaltungsgerichts  mit 
Instruktionsverfügung  vom  11.  Juni  2008  die  Entgegennahme  der 
Eingabe  als  Beschwerde  bestätigte  und  der  Beschwerdeführerin 
mitteilte,  sie  könne den Ausgang des Asylverfahrens in der Schweiz 
abwarten, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art.  5  des  Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM 
entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 
142.31]  i.V.m.  Art.  31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. 
Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung 
berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige

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oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts
und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 
(Art.  111  Bst.  e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 
Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art.  111a 
Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 
1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  anerkannt 
wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt 
wohnte,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu 
einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass  die  Flüchtlingseigenschaft  nachgewiesen  oder  zumindest 
glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass  die  Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht  ist,  wenn  die 
Behörde ihr Vorhandensein mit  überwiegender Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf 
gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  die  Vorinstanz  den  Sachvortrag  als  insgesamt  nicht  glaubhaft 
bezeichnete, weil die Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht mit den 
durch  die  Visumsunterlagen  gewonnenen  Erkenntnissen  vereinbar 
seien, 

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dass das BFM insbesondere ausführte, das Vorbringen, von 2002 bis 
April  2006  in  einem  abgelegenen  Dorf  in  Äthiopien  festgehalten 
worden zu sein, sei weder mit der Passusstellung im Jahre 2005 noch 
mit den wiederholten Reisen nach Europa vor dem Visumersuchen für 
die Schweiz im Mai 2006 vereinbar, 

dass es weiter erwog, die Beschwerdeführerin habe die Identität ohne 
plausiblen  Grund  verheimlicht,  zu  den  Abklärungsergebnissen  nur 
unzureichend  Stellung  genommen,  den  über  ihre  Reisetätigkeit 
Aufschluss  gebenden  Pass  nicht  eingereicht  und  ohne  weitere 
Erklärung  an  der  Behauptung,  während  Jahren  festgehalten  und 
missbraucht worden zu sein, festgehalten, 

dass nach einer Prüfung der Akten der vorinstanzlichen Argumentation 
vollumfänglich zuzustimmen ist, 

dass zwecks Vermeidung von Wiederholungen grundsätzlich gestützt 
auf Art. 111a Abs. 2 AsylG auf die zutreffenden Erwägungen des BFM 
im angefochtenen Entscheid verwiesen werden kann,

dass in  der Beschwerdeschrift  nichts  vorgebracht  wird,  das zu einer 
anderen  Einschätzung  der  Frage  der  Glaubhaftigkeit  zu  führen 
vermag, 

dass  die  Beschwerdeführerin  am  Vorbringen  ihrer  vierjährigen 
"Gefangenschaft"  bei  ihrem  Entführer  festhält,  diese  jedoch  in  die 
Jahre  1992  bis  1996  nach  äthiopischen  Kalender  verlegt,  was  den 
Jahren 2000 bis 2004 entspricht, 

dass sie dann zu B.______ nach D._______ gereist  sei,  wo sie sich 
habe registrieren lassen,  einen Pass ausgestellt  erhalten sowie eine 
Arbeit als [...] gefunden habe, 

dass  sie  die  Arbeit  als  Chance  gesehen  habe,  ihrem  Entführer  für 
immer  zu  entkommen,  da  sie  aufgrund  der  Reisetätigkeit  ihres 
Arbeitgebers nie mehr lange in Äthiopien habe verbleiben müssen, 

dass ihr der Arbeitgeber jedoch bei der letzten Reise in die Schweiz 
gekündigt habe, woraufhin sie in Panik geraten sei  und beschlossen 
habe, unter falscher Identität ein Asylgesuch zu stellen, um nicht nach 
Hause zurückkehren zu müssen, 

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dass  sie  im  Übrigen  aufgrund  der  erlittenen  Misshandlungen  noch 
heute am Rücken, an der Gebärmutter, den Genitalien und der Psyche 
geschädigt sei, 

dass ihre Angaben zum Aufenthalt bei B._______ in D._______ sowie 
zur Herkunft ihrer Eltern bei Bedarf überprüft werden könnten, 

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  dem  Hinweis  auf  die  durch  den 
abweichenden  äthiopischen  Kalender  zustande  gekommene 
Falschdatierung  der  Ereignisse  und  der  daraus  folgenden 
Vorverlegung  der  Verfolgungsvorbringen  um  zwei  Jahre  die  massiv 
erschütterte  Glaubhaftigkeit  nicht  wieder herzustellen vermag,  zumal 
die Jahreszahlen in beiden Protokollen identisch erfasst und in beiden 
Anhörungen  teilweise  auch  die  äthiopischen  Jahreszahlen  notiert 
wurden  (vgl.  bspw.  A13/20,  S.  15,  wo  die  Beschwerdeführerin  das 
Datum  der  Entführung  mit  26.  Tahesas  1994,  entsprechend  dem  4. 
Dezember 2002 angab), 

dass die Stellungnahme in der Beschwerde vielmehr so zu werten ist, 
dass  die  Beschwerdeführerin  versuche,  mittels  Rückdatierung  der 
Ereignisse  ihren  Sachvortrag  an  die  Abklärungsergebnisse   der 
Vorinstanz anzupassen, 

dass  den  beiden  Anhörungsprotokollen  sodann  zahlreiche  weitere 
Unzulänglichkeiten  (bspw.  differierende  und  vage  Datierungen 
[A13/20, S. 9 u. 15], unterschiedliche Anzahl Besuche des Entführers 
beim  Onkel  [A1/9,  S.  5;  A13/20,  S.  14  u.  15],  Unkenntnis  des 
ungefähren  Todestages  der  Mutter  des  Entführers  und  der  genauen 
Ankunft  des Bruders [A13/20,  S. 12 u. 13],  Unkenntnis des Namens 
der  Frau,  die  sie  beim  Entführer  entdeckt  hat  [A13/20,  S.  10])  zu 
entnehmen  sind,  welche  den  Sachvortrag  für  sich  alleine  als 
unglaubhaft erscheinen lassen,

dass die Beschwerdeführerin ferner zu keinem Zeitpunkt persönliche 
Schwierigkeiten mit den heimatlichen Behörden geltend gemacht hat,

dass  bei  dieser  Sachlage  kein  Anlass  für  die  von  der 
Beschwerdeführerin  in  der  Beschwerdeschrift  angeregte  Abklärung 
ihren Aufenthalt in D._______ betreffend besteht,

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dass zusammenfassend festzustellen ist, dass die Beschwerdeführerin 
keine  Asylgründe  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  glaubhaft  zu  machen 
vermochte und sie deshalb die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, 

dass  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  folglich  zu  Recht  und  mit 
zutreffender Begründung abgewiesen hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf 
Erteilung einer solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 
der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2001  Nr.  21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht 
angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern regelt,  wenn der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig, 
nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44 Abs. 2  AsylG; Art. 83 
Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder 
einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden  (Art.  5  Abs.  1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art.  33  Abs.  1  des 
Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 
[FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 

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weshalb  das  in  Art.  5  AsylG  verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass  sich  der  Vollzug  als  unzumutbar  erweisen  würde,  wenn  die 
Beschwerdeführerin  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass jedoch weder die allgemeine Lage in Äthiopien noch individuelle 
Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr 
schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend 
zumutbar ist,

dass auch die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin nicht 
gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  spricht,  nachdem 
sie  sich  bereits  in  Äthiopien  hat  operieren  lassen,  sie  auch  in  der 
Schweiz  weiterhin  in  Behandlung  war  und  die  medikamentöse 
Behandlung ihren Angaben zufolge abgeschlossen ist (A13/20, S. 11), 

dass sie zudem selbst angibt, ihr Zustand habe sich gebessert und die 
psychische  Verfassung  sei  gut,  sie  leide  jedoch  noch  an 
Rückenschmerzen und Inkontinenz (A13/20, S. 11 u.13), 

dass  letztgenannte  Beschwerden  den  Wegweisungsvollzug  nicht  als 
unzumutbar erscheinen lassen, 

dass  weiter  mit  der  Vorinstanz  davon  auszugehen  ist,  die 
Beschwerdeführerin  finde  bei  ihrer  Rückkehr  ein  tragfähiges 
Beziehungsnetz  vor,  und  sie  sei  weiterhin  –  wie  schon  vor  der 
Ausreise  mittels  Tätigkeit  als  [...]  -  in  der  Lage,  ihre  wirtschaftliche 
Existenz zu sichern, 

dass der Vollzug der Wegweisung daher als zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  auch  möglich  ist,  da  keine 
Vollzugshindernisse  bestehen  (Art.  83  Abs.  2  AuG),  und  es  der 
Beschwerdeführerin obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere 
mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4  AsylG),  sollte  sie  nicht  ohnehin  noch  im 

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Besitze ihres bis  ins Jahre 2010 gültigen,  äthiopischen Reisepasses 
sein,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG) sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N._______ (per Kurier; in Kopie)
- Kanton (in Kopie)

Die Instruktionsrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Gabriela Oeler

Versand: 

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