# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7bf94869-3560-5d11-95aa-03ee3928a87a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 29.10.2025 SV1 2025 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2025-30_2025-10-29.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 29. Oktober 2025
mitgeteilt am 30. Oktober 2025

Referenz SV1 25 30

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
von Salis und Bäder Federspiel
Jauch, Aktuarin

Parteien A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Giuliano Racioppi

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
IV-Stelle, Ottostrasse 24, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Invalidenrente

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Sachverhalt

A. A.________, geb. 1976, war zuletzt als Schaler bei der B.________ tätig. Am 
13. März 2021 erlitt er einen Unfall beim Reifenwechseln, bei dem er sich 
undislozierte Frakturen der Endphalanx Dig. I-V des rechten Fusses sowie eine AC-
Gelenksluxation Tossy I zuzog. Aufgrund von Schmerzen im Bereich der rechten 
Schulter wurde er am 2. Juni 2021 operiert.

B. Im Oktober 2021 meldete sich A.________ bei der IV-Stelle des Kantons 
Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Letztere tätigte 
erwerbliche und medizinische Abklärungen.

C. Vom 7. März 2022 bis zum 31. Mai 2022 nahm A.________ an einer 
sozialberuflichen Rehabilitation und an einem Aufbautraining bei der Stiftung 
C.________ in D.________ teil. In der Folge wurde diese Tätigkeit vom 1. Juni 2022 
bis zum 1. Dezember 2022 im Sinne einer gezielten Vorbereitung verlängert, wobei 
die beruflichen Massnahmen per 31. August 2022 wegen medizinischen 
Behandlungsmassnahmen abgebrochen wurden.

D. Mit Verfügung vom 21. Juni 2023 lehnte die IV-Stelle einen Anspruch auf 
berufliche Massnahmen ab, da sich A.________ weiterhin nicht in der Lage fühle, 
an Eingliederungsmassnahmen mitzuwirken.

E. Vom 31. August 2023 bis zum 20. September 2023 befand sich A.________ 
zur stationären Rehabilitation in den E.________ in F.________, wo als Diagnosen 
eine AC-Arthrose rechts mit Bursitis subacromialis, ein chronisches 
Schmerzsyndrom zervikobrachial und der rechten Schulter, ein 
lumbospondylogenes Syndrom links sowie eine Insomnie festgestellt wurden. 
Zudem wurden Hinweise auf eine Verdachtsdiagnose einer Aufmerksamkeitsdefizit-
/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ausgewiesen.

F. Daraufhin ordnete die IV-Stelle eine neuropsychologische Abklärung an. In 
dem am 3. Januar 2024 erstatteten Bericht der G.________ (G.________) wies lic. 
phil. H.________ eine unterdurchschnittliche Intelligenz, eine leichte 
neuropsychologische Funktionsschwäche sowie fragebogen- und befundbasierte 
Hinweise auf eine leichte ADHS aus.

G. In der Folge liess die IV-Stelle A.________ in den Fachdisziplinen 
Allgemeine Innere Medizin, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparats, Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie 
begutachten, wobei der Auftrag nach dem Zufallsprinzip der estimed AG zugeteilt 

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wurde. Zudem fand eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) statt. 
In der am 4. September 2024 erstatteten Expertise (nachfolgend: estimed-
Gutachten) diagnostizierten die Gutachter einen Status nach Schulterprellung 
rechts, ein chronisches zervikoradikuläres Schmerzsyndrom sowie eine leichte 
kognitive Störung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Während sie die 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit für aufgehoben erachteten, wiesen 
sie in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 90 % aus.

H. Mit Vorbescheid vom 12. September 2024 stellte die IV-Stelle A.________ 
die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht. Zum Abklärungsergebnis 
hielt sie fest, gemäss der umfassenden Begutachtung sei die bisherige Tätigkeit als 
Schaler A.________ nicht mehr zumutbar. In einer leidensangepassten Tätigkeit 
bestehe bereits seit Mai 2021 eine 90%ige Arbeitsfähigkeit. Ohne gesundheitliche 
Einschränkungen habe A.________ in der angestammten Tätigkeit als Schaler ein 
Jahreseinkommen von CHF 84'318.00 erzielen können. Das gestützt auf die 
Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelte 
Invalideneinkommen (LSE 2022, Kompetenzniveau 1, männlich, einschliesslich 
Pauschalabzug von 10 %) betrage CHF 55'216.65. Bei einer Erwerbseinbusse von 
CHF 29'101.35 bzw. einem Invaliditätsgrad von 34.5 % entstehe kein Anspruch auf 
eine Invalidenrente. 

Dagegen liess A.________ Einwand erheben und mehrere medizinische 
Unterlagen einreichen. Am 1. April 2025 nahm die estimed AG dazu Stellung. Mit 
Verfügung vom 8. Mai 2025 verneinte die IV-Stelle in Abweisung des 
Leistungsbegehrens einen Anspruch von A.________ auf eine Invalidenrente.

I. Dagegen liess A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 13. Juni 
2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden erheben und in 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragen, ihm sei mindestens eine 
halbe Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren 
Abklärungen und neuem Entscheid an die IV-Stelle zurückzuweisen. In der 
Begründung kritisierte er das estimed-Gutachten sowohl in formeller als auch in 
materieller Hinsicht als mängelbehaftet und verlangte, dass eine erneute 
polydisziplinäre Begutachtung unter Einschluss der Neuropsychologie 
durchzuführen sei. Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sei zudem zu 
berücksichtigen, dass er aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen nicht 
im Sektor Produktion tätig sein könne. Bei der Berechnung des Valideneinkommens 
sei dem Umstand Rechnung zu tragen, dass er vertraglich 48 Arbeitsstunden pro 
Woche à CHF 41.00 brutto vereinbart habe, was einen Jahreslohn von 

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CHF 94'464.00 ergebe. Daher sei auch ohne Rückweisung ein Rentenanspruch von 
mindestens 50 % anzuerkennen.

J. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 19. August 2025 auf Abweisung der Beschwerde und nahm 
in ablehnender Weise zu den Vorbringen des Beschwerdeführers Stellung.

K. Der Beschwerdeführer liess sich innert der ihm eingeräumten (und zweimalig 
erstreckten) Frist zur Einreichung einer freigestellten Replik nicht mehr vernehmen. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene Verfügung 
sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen 
direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfügung 
der Beschwerdegegnerin vom 8. Mai 2025 stellt eine solche anfechtbare Verfügung 
der Invalidenversicherung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein 
Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG (SR 830.1) i.V.m. 
Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressat der strittigen Verfügung ist der 
Beschwerdeführer davon berührt und er weist ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die 
Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist 
somit einzutreten.

2.1. Streitgegenstand bildet die Frage des Rentenanspruchs des 
Beschwerdeführers. Dieser entstünde angesichts der Anmeldung im Oktober 2021 
gestützt auf Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab dem 1. April 2022 (d.h. sechs Monate 
nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs), sofern bis dahin das Wartejahr 
nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt war. Diesbezüglich geht aus den Akten hervor, 
dass dem Beschwerdeführer ab dem 13. März 2021 eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (vgl. IV-act. 6 und 57; siehe ferner Case Report 
[IV-act. 232 S. 18]). Gleichermassen ist dem estimed-Gutachten vom 4. September 
2024 zu entnehmen, dass die angestammte Tätigkeit als Schaler dem 
Beschwerdeführer aus interdisziplinärer Sicht anhaltend seit dem Unfall im März 
2021 nicht mehr zumutbar ist (vgl. IV-act. 199 S. 46). Demnach ist das Wartejahr – 
entgegen den Angaben in der angefochtenen Verfügung (vgl. IV-act. 231) – als per 

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März 2022 erfüllt zu betrachten (siehe auch Case Report vom 8. Mai 2025 [IV-
act. 232 S. 19]).

2.2. Uneins sind sich die Verfahrensbeteiligten hinsichtlich des Einkommens mit 
Invalidität und dabei insbesondere betreffend die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers in angepasster Tätigkeit sowie hinsichtlich des Einkommens 
ohne Invalidität. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer ab dem 7. März 2022 
bis zum 31. August 2022 an Eingliederungsmassnahmen teilgenommen hat, wofür 
er ab dem 1. Juni 2022 ein Taggeld beanspruchte (vgl. Mitteilung vom 1. Juni 2022 
[IV-act. 52] und Verfügung für Taggeld vom 16. August 2022 [IV-act. 73]), weshalb 
er für diesen Zeitraum keinen Rentenanspruch hat (vgl. Art. 43 Abs. 2 IVG). 

3. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. Januar 
2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) und der IVV 
(SR 831.201) in Kraft sind (Weiterentwicklung der IV). Weil in zeitlicher Hinsicht – 
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich 
diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (statt 
vieler: BGE 150 V 323 E. 4.1 f., 148 V 174 E. 4.1, 146 V 364 E. 7.1 und 144 V 210 
E. 4.3.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_516/2024 vom 25. Februar 2025 E. 2.1), die 
angefochtene Verfügung nach dem Inkrafttreten der Gesetzesänderungen vom 
19. Juni 2020 datiert und der hier umstrittene Rentenanspruch seine Begründung 
ab dem 1. April 2022 fände (vgl. Art. 29 Abs. 3 IVG), sind die ab dem 1. Januar 2022 
geltenden Normen anwendbar (vgl. Übergangsbestimmungen des IVG zur 
Änderung vom 19. Juni 2020 und Übergangsbestimmungen der IVV zur Änderung 
vom 3. November 2021; siehe ferner Rz. 9100 des Kreisschreibens über Invalidität 
und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022 [Stand: 
1. Januar 2025; <https://sozialversicherungen.admin.ch/de/d/18452 >]).

4.1. Im Allgemeinen setzt der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung 
unter anderem voraus, dass die versicherte Person invalid oder von Invalidität 
unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (vgl. 
ferner Art. 4 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSG).

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4.2.1. Die Bemessung des Invaliditätsgrades wird in Art. 28a IVG geregelt. Diese 
richtet sich bei erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG, wobei der 
Bundesrat die zur Bemessung des Invaliditätsgrads massgebenden 
Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren umschreibt. Mithin 
ist in diesem Fall ein Einkommensvergleich vorzunehmen. Dazu wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen bzw. Einkommen mit 
Invalidität), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen bzw. Einkommen 
ohne Invalidität). Gemäss Art. 25 Abs. 2 IVV sind die massgebenden 
Erwerbseinkommen nach Art. 16 ATSG in Bezug auf den gleichen Zeitraum 
festzusetzen und richten sich nach dem Arbeitsmarkt in der Schweiz. Soweit für die 
Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen statistische Werte 
herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohnstrukturerhebung (LSE) des 
Bundesamts für Statistik massgebend. Andere statistische Werte können 
beigezogen werden, sofern das Einkommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet 
ist. Es sind altersunabhängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden 
(Art. 25 Abs. 3 IVV). Die statistischen Werte sind an die betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung anzupassen 
(Art. 25 Abs. 4 IVV).

4.2.2. Nach Art. 26 Abs. 1 Satz 1 IVV bestimmt sich das Einkommen ohne 
Invalidität (sog. Valideneinkommen) anhand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität 
tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens. Hinsichtlich der Bestimmung des 
Einkommens mit Invalidität (sog. Invalideneinkommen) sieht Art. 26bis Abs. 1 IVV 
was folgt vor: Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein 
Erwerbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) 
angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähigkeit in 
Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet. Liegt kein 
anrechenbares Erwerbseinkommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach 
statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt (Art. 26bis Abs. 2 Satz 1 IVV). 
Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer 
funktionellen Leistungsfähigkeit von 50 % oder weniger tätig sein, so werden vom 
statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV 
mit Verweis auf Art. 49 Abs. 1bis IVV in der bis zum 31. Dezember 2023 gültig 
gewesenen Fassung). Gemäss dem am 1. Januar 2024 in Kraft getretenen Abs. 3 

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von Art. 26bis IVV werden neben dem genannten Abzug für Teilzeitarbeit vom 
statistisch bestimmten Wert pauschal 10 % abgezogen (vgl. Satz 1).

4.3. Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG vor, 
wenn eine versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während mindestens eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Nach Art. 28b Abs. 1 IVG wird die 
Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente 
festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 % bis 69 % entspricht der prozentuale 
Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Art. 28b 
Abs. 4 IVG):

Invaliditätsgrad Prozentualer Anteil
49 % 47.5 %
48 % 45 %
47 % 42.5 %
46 % 40 %
45 % 37.5 %
44 % 35 %
43 % 32.5 %
42 % 30 %
41 % 27.5 %
40 % 25 %

5.1. Vorliegend verneinte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 
Verfügung vom 8. Mai 2025 einen Anspruch auf eine Invalidenrente, da dem 
Beschwerdeführer eine leidensangepasste Tätigkeit zu 90 % zumutbar sei. Dabei 
stützte sie sich insbesondere auf das polydisziplinäre estimed-Gutachten vom 
4. September 2024 samt ergänzender Stellungnahme vom 1. April 2025 ab (vgl. IV-
act. 199 und 227).

5.2.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 

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das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch 
andere Fachpersonen zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben. Dies bedeutet in erster Linie, mit den Mitteln 
fachgerechter ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung der subjektiven 
Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. 
Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 
die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit 
Stellung, das heisst sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so 
substanziell wie möglich begründet, bzw. sie nimmt dazu Stellung, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist. Insoweit sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 
zugemutet werden können (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.1 f., 140 V 193 E. 3.1 f. und 
132 V 93 E. 4; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_569/2021 vom 2. Februar 2022 
E. 3.2.2, 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 
E. 2.4 und 8C_47/2021 vom 18. März 2021 E. 5.2.3).

5.2.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2 und 
125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 
begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 8C_458/2024 vom 2. Mai 2025 E. 2.3.2, 8C_380/2021 vom 
21. Dezember 2021 E. 3.2, 8C_173/2021 vom 25. Oktober 2021 E. 4.1, 

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8C_101/2021 vom 25. Juni 2021 E. 5.1, 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2 und 
8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.4).

5.2.3. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a und 122 V 157 E. 1c). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens (nach 
Art. 44 ATSG) eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund 
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 
137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4 und 125 V 351 E. 3b/bb; siehe auch Urteile 
des Bundesgerichts 8C_458/2024 vom 2. Mai 2025 E. 2.3.2, 9C_290/2022 vom 
11. Januar 2023 E. 3, 8C_166/2022 vom 13. Oktober 2022 E. 4.1.1, 8C_213/2022 
vom 4. August 2022 E. 2.3, 8C_84/2022 vom 19. Mai 2022 E. 2.2 und 8C_33/2021 
vom 31. August 2021 E. 2.2.2). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf 
und soll der Richter auch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 
behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. 
BGE 135 V 465 E. 4.5 und 125 V 351 E. 3b/cc). Insbesondere lässt es die 
unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-
)Person einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 
fachmedizinischen Experten (vgl. dazu BGE 124 I 170 E. 4) andererseits nicht zu, 
ein Administrativ‑ oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass 
für weitere Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen oder 
Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben 
immerhin die Fälle, in denen sich eine vom (amtlichen) Gutachten abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
wichtige – nicht rein der subjektiven Interpretation entspringende – Aspekte 
benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind 
(vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 f.; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_317/2024 vom 
22. Januar 2025 E. 6.2, 8C_350/2023 vom 5. Juni 2024 E. 4, 8C_502/2022 vom 
17. April 2023 E. 5.1, 8C_80/2022 vom 4. Mai 2022 E. 4 und 8C_787/2021 vom 
23. März 2022 E. 11.2.2).

5.3. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf 
das estimed-Gutachten vom 4. September 2024 samt ergänzender Stellungnahme 
vom 1. April 2025 abgestellt hat oder ob konkrete Indizien gegen deren 

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Zuverlässigkeit sprechen bzw. diese von der übrigen medizinischen Aktenlage in 
Zweifel gezogen werden. Während die Beschwerdegegnerin das estimed-
Gutachten im Ergebnis für beweiswertig erachtet (vgl. IV-act. 231 und act. A.2 S. 8 
f.), ist der Beschwerdeführer der Ansicht, aufgrund diverser Mängel seien weitere 
Abklärungen vonnöten.

6. Im Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der Untersuchungsgrundsatz, 
wobei die Auskunfts‑ und Mitwirkungspflicht der Leistungen beanspruchenden 
Person zu berücksichtigen ist. Die Behörde hat, wo notwendig, den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die 
Anträge der Parteien gebunden zu sein (vgl. Art. 43 Abs. 1 und 3 ATSG; 
WIEDERKEHR, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts ATSG, 5. Aufl. 2024, Art. 43 N. 14 ff.). Die 
Untersuchungspflicht gilt sowohl im Verwaltungsverfahren wie auch grundsätzlich 
im kantonalen Gerichtsverfahren (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs 
erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Wenn der 
Versicherungsträger oder das kantonale Sozialversicherungsgericht im Rahmen 
einer umfassenden, sorgfältigen, objektiven und inhaltsbezogenen 
Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, dass ein bestimmter Sachverhalt 
überwiegend wahrscheinlich sei, steht dies einer antizipierten Beweiswürdigung 
nicht entgegen. Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder 
Richtigkeit der getroffenen Tatsachenfeststellungen bestehen, ist weiter zu 
ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche 
Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 146 V 240 E. 8.1 f.; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 8C_594/2024 vom 20. Juni 2025 E. 4.1, 9C_138/2024 vom 3. Juli 
2024 E. 4.4 und 9C_484/2022 vom 11. Januar 2023 E. 4.2). Kommt die Verwaltung 
ihrer Abklärungspflicht nicht oder nicht genügend nach, kann die Sache aus diesem 
Grund an sie zurückgewiesen werden (vgl. BGE 132 V 368 E. 5).

7. Die Feststellung einer invalidisierenden Gesundheitsbeeinträchtigung erfolgt 
bei somatoformen Schmerzstörungen (BGE 141 V 281) wie auch bei sämtlichen 
psychischen Störungen (BGE 143 V 409 und 418) nach Vorliegen einer ärztlichen 
Diagnosestellung anhand eines strukturierten Beweisverfahrens anhand der 
sogenannten Standardindikatoren. Mit BGE 145 V 215 hat das Bundesgericht diese 
Rechtsprechung auf fachärztlich diagnostizierte primäre Abhängigkeitssyndrome 
ausgedehnt. Im strukturierten Beweisverfahren ist der Nachweis des funktionellen 
Schweregrades und der Konsistenz der Gesundheitsschädigung unter Verwendung 
sogenannter Indikatoren zu erbringen (vgl. KSIR, Stand 1. Januar 2025, Rz. 1105). 

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Die Kategorie "funktioneller Schweregrad" umfasst den Komplex 
"Gesundheitsschädigung" (mit den Indikatoren "Ausprägung der 
diagnoserelevanten Befunde", "Behandlungserfolg oder -resistenz", 
"Eingliederungserfolg oder -resistenz" und "Komorbiditäten"), den Komplex 
"Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen) und den 
Komplex "Sozialer Kontext". Die Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des 
Verhaltens) umfasst die Komplexe "Gleichmässige Einschränkung des 
Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen" und "Behandlungs- 
und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck" (vgl. BGE 141 V 
281 E. 4.1.3; KSIR, Rz. 1105 bzw. Anhang I [des KSIR]).

8.1. Soweit der Beschwerdeführer vorab in formeller Hinsicht seine Rechte bzw. 
das Zufallsprinzip verletzt sieht, weil die Beschwerdegegnerin das 
neuropsychologische Gutachten vor der polydisziplinären Begutachtung (direkt) 
angeordnet habe, anstatt die neuropsychologischen Einschränkungen im Rahmen 
der polydisziplinären Begutachtung beurteilen zu lassen, kann ihm nicht gefolgt 
werden. Der Beschwerdegegnerin ist darin beizupflichten, dass die 
neuropsychologische Abklärung rechtsprechungsgemäss lediglich eine 
Zusatzuntersuchung darstellt. Es bleibt Aufgabe der psychiatrischen oder allenfalls 
der neurologischen Facharztperson, im Gutachten die Arbeitsfähigkeit unter 
Berücksichtigung allfälliger neuropsychologischer Defizite einzuschätzen (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 8C_28/2025 vom 7. Juli 2025 E. 7.3, 8C_556/2024 vom 
29. April 2025 E. 4.2.1 und 8C_48/2024 vom 17. September 2024 E. 7.2.3). Dass 
eine begründete Indikation für eine solche neuropsychologische Abklärung vorlag 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_255/2020 vom 13. August 2020 E. 3.2), ist unter 
den Verfahrensbeteiligten unbestritten (vgl. auch Austrittsbericht der E.________ 
vom 15. September 2023 [IV-act. 148 S. 18]). Diese musste als 
Zusatzuntersuchung somit nicht erst im Rahmen der polydisziplinären 
Begutachtung vorgenommen werden. Daran ändert nichts, dass die estimed AG am 
2. April 2024 mitteilte, dass die Neuropsychologie im Auftrag nicht angegeben 
worden sei, obschon eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit mitunter auch unter 
diesem Aspekt vorzunehmen sei (vgl. IV-act. 181). Denn mit dem Hinweis der 
Beschwerdegegnerin, dass vorliegend bereits eine neuropsychologische Abklärung 
stattgefunden habe (vgl. IV-act. 181), konnte diese Unklarheit beseitigt werden und 
erachteten die Fachärzte der estimed AG eine weitere solche Abklärung 
offensichtlich nicht für erforderlich (vgl. Urteil 9C_547/2019 vom 14. Oktober 2019 
E. 5.1.3 und E. 5.5; siehe ferner Nachricht der estimed AG vom 3. Mai 2024, 
wonach nur die zusätzliche Beteiligung der Disziplin Neurologie für notwendig 
erachtet wurde, was die Beschwerdegegnerin angesichts der geschilderten 

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Symptomatik unterstützte [IV-act. 185]). Die vorgängige neuropsychologische 
Abklärung führte denn auch nicht zu einem Nachteil für den Beschwerdeführer. So 
teilte ihm die Beschwerdegegnerin am 3. November 2023 mit, dass eine 
neuropsychologische Abklärung zur Prüfung des Leistungsanspruchs notwendig 
sei, und wies zugleich darauf hin, dass er Ausstandsgründe und Einwände gegen 
den Sachverständigen vorbringen bzw. Gegenvorschläge machen könne, wenn er 
mit der vorgeschlagenen Abklärungsstelle nicht einverstanden sei (vgl. IV-act. 152). 
Gegen die ihm daraufhin am 7. November 2023 angekündigte Fachstelle, die 
G.________, bzw. gegen den Sachverständigen lic. phil. H.________ erhob der 
Beschwerdeführer weder Ausstandsgründe noch Einwände (vgl. IV-act. 160 und IV-
act. 164 S. 1, wo er den Abklärungstermin vielmehr bestätigte). Gleichermassen 
hatte er bei den Sachverständigen der Begutachtungsstelle, deren Auftrag nach 
dem Zufallsprinzip vergeben wurde, vorzugehen (vgl. IV-act. 175). Sollte der 
Beschwerdeführer den neuropsychologischen Sachverständigen lic. phil. 
H.________ erst mit vorliegender Beschwerde vom 13. Juni 2025 ablehnen, 
erwiese sich sein Recht als verwirkt, da Ausstands- und Ablehnungsgründe 
unverzüglich, d.h. binnen sechs bis sieben Tagen nach erstmaliger Kenntnisnahme 
durch die versicherte Person, geltend zu machen sind (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 8C_828/2019 vom 17. April 2020 E. 3.2 m.H.a. BGE 143 V 66 
E. 4.3, 138 I 1 E. 2.2 und 132 II 485 E. 4.3; siehe ferner Einwand vom 27. November 
2024, in dessen Rahmen der Beschwerdeführer keine Ausstands- und 
Ablehnungsgründe geltend machte [IV-act. 212]). Demnach ist das Vorgehen der 
Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden. 

8.2. Überdies war auch keine erneute neuropsychologische Abklärung im 
Rahmen der Begutachtung vorzunehmen gewesen. Denn wenn der 
Beschwerdeführer einen Widerspruch darin verortet, dass die neuropsychologische 
Abklärung bei der G.________ eine erhaltene Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit ergab (vgl. IV-act. 164 S. 18 f.), während diese im estimed-Gutachten vom 
4. September 2024 als aufgehoben erachtet wurde (vgl. IV-act. 199 S. 44 ff.), 
vermag sein Einwand nicht zu verfangen. Vielmehr stellte lic. phil. H.________ im 
Abklärungsbericht vom 3. Januar 2024 aufgrund der klinisch erhobenen Befunde 
und der durchgeführten Testdiagnostik eine unterdurchschnittliche Intelligenz 
(Nonverbal-IQ von 74), eine leichte neuropsychologische Funktionsschwäche mit 
leichten Beeinträchtigungen in Teilbereichen attentionaler, mnestischer und 
exekutiver Funktionen sowie fragebogen- und befundbasierte Hinweise auf eine 
leichte ADHS fest (vgl. IV-act. 164 S. 15). Dabei klärte er entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers dessen kognitive Funktionsfähigkeit ab und berücksichtigte 
dabei insbesondere auch den Funktionsbereich Konzentration, in welchem 

13 / 32

altersentsprechende Resultate erzielt wurden (vgl. IV-act. 164 S. 16, S. 11 und 
S. 8). Die erhobenen neuropsychologischen Befunde ordnete lic. phil. H.________ 
ein und führte dazu namentlich aus, das intellektuelle Leistungsniveau liege im 
unterdurchschnittlichen Bereich. Bei Aufgabenstellungen, welche kognitiv einfach 
und dem intellektuellen Leistungsniveau angepasst gewesen seien, habe er 
weitgehend altersentsprechende Resultate gezeigt. Minderleistungen lägen vor, 
wenn er unter Zeitdruck oder Multitasking kognitiv eher einfache Routineaufgaben 
erledigen müsse. Könne er solche unter selbstbestimmtem Tempo jeweils 
sequenziell nacheinander erledigen, zeige er altersentsprechende und stabile 
Resultate. Schwierigkeiten lägen auch beim Lernen und späteren Abrufen von 
gelernten Informationen vor (vgl. IV-act. 164 S. 17). Zu den Auswirkungen dieser 
neuropsychologischen Befunde führte lic. phil. H.________ nachvollziehbar aus, 
dass die Anforderungen an eine Arbeitstätigkeit grundsätzlich den 
unterdurchschnittlichen intellektuellen Voraussetzungen angepasst sein müssen. 
Namentlich bei einfachen Routineaufgaben, bei denen der Beschwerdeführer 
einzelne Teilaufgaben sequenziell nacheinander in seinem altersgemässen 
Arbeitstempo erledigen könne, zeige er gute und stabile, quantitativ mit 
zunehmender Dauer leicht abnehmende, jedoch gleichbleibend gute qualitative 
Leistungen (vgl. IV-act. 164 S. 17). Zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit hielt lic. phil. H.________ weiter fest, als Schaler bzw. Maurer habe der 
Beschwerdeführer verschiedene handwerklich-praktische Hilfsarbeiten nach klaren 
Vorgaben des Poliers erledigen können. Eigene Entscheidungen oder 
Problemanalysen habe er keine durchführen müssen. Gelegentlich habe er unter 
Zeitdruck arbeiten müssen (vgl. IV-act. 164 S. 18). Aus rein intellektuell 
neurokognitiver Sicht ging lic. phil. H.________ aufgrund dessen von einer 
Arbeitsunfähigkeit von 10 % aus. Die Einschränkungen im attentionalen und 
mnestischen Bereich erforderten – vor allem bei Aufgabenstellungen, welche der 
Beschwerdeführer unter Zeitdruck erledigen müsse – einen erhöhten Aufwand an 
Kontrolle zur Fehlervermeidung, wodurch die Effizienz vermindert würde (vgl. IV-
act. 164 S. 18). Diese Beurteilung der funktionellen Auswirkungen erweist sich 
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers aufgrund der erhobenen 
neuropsychologischen Fähigkeiten als nachvollziehbar und schlüssig. Dass im 
estimed-Gutachten vom 4. September 2024 die Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit für aufgehoben befunden wurde (vgl. IV-act. 199 S. 44 ff.), 
erweist sich nicht als Widerspruch, nahm lic. phil. H.________ doch eine rein 
intellektuell-neurokognitive Beurteilung der Leistungsfähigkeit vor; er nahm zu 
fachfremden Faktoren keine Stellung (vgl. IV-act. 164 S. 19). Anlässlich der 
neuropsychologischen Abklärung gab der Beschwerdeführer ferner selber an, die 
bisherige Tätigkeit als Schaler aus körperlichen – und nicht kognitiven – Gründen 

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nicht mehr ausüben zu können (vgl. IV-act. 164 S. 20 und S. 7). Wenn der 
Beschwerdeführer somit in seiner Beschwerde wiederum somatische Beschwerden 
anführt, um daraus abzuleiten, die neuropsychologische Abklärung sei akten- und 
faktenwidrig (vgl. act. A.1 S. 16 f.), zielt sein Einwand ins Leere.

8.3. Im Weiteren berücksichtige der psychiatrische estimed-Gutachter med. 
pract. I.________ entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers die Ergebnisse 
der neuropsychologischen Abklärung durch lic. phil. H.________. Dazu war er – wie 
hiervor aufgezeigt – denn auch rechtsprechungsgemäss gehalten. Konkret hielt 
med. pract. I.________ eine leichte kognitive Störung im Sinne einer leichten 
neuropsychologischen Funktionsschwäche (ICD-10 F06.7) als Diagnose mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (vgl. IV-act. 199 S. 186), was sich mit 
dem neuropsychologischen Abklärungsergebnis von lic. phil. H.________ – wie 
dargelegt – deckt. Dazu führte med. pract. I.________ aus, im 
neuropsychologischen Abklärungsbericht vom 3. Januar 2024 sei eine 
neuropsychologische Funktionsschwäche mit leichter Beeinträchtigung in den 
Teilbereichen attentionaler, mnestischer und exekutiver Funktionen feststellbar 
gewesen. Die Störung könne multifaktoriell bedingt sein. Die angeführte 
unterdurchschnittliche Intelligenz (Nonverbal-IQ von 74) könne nach ICD-10 nicht 
als Intelligenzminderung verschlüsselt werden (vgl. hierzu auch 
DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, Internationale Klassifikation psychischer Störungen, 
ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 9. Auflage 2014, S. 308 ff.). 
Eine wesentliche weitere Auswirkung, insbesondere vor dem Hintergrund der 
biographischen und berufsbiographischen Gegebenheiten beim Beschwerdeführer, 
könne aus psychiatrischer Sicht nicht festgestellt werden (vgl. IV-act. 199 S. 188 f.). 
Insofern fand eine gutachterlich-psychiatrische Würdigung der 
neuropsychologischen Testergebnisse statt, wobei med. pract. I.________ 
übereinstimmend mit lic. phil. H.________ den befundeten neuropsychologischen 
Einschränkungen funktionelle Auswirkungen zuschrieb und eine Arbeitsfähigkeit 
von 90 % in der bisherigen und einer leidensangepassten Tätigkeit auswies (vgl. IV-
act. 199 S. 192 ff.; siehe ferner neuropsychologischer Abklärungsbericht vom 
3. Januar 2024 [IV-act. 164 S. 18 ff.]). Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit in einer 
Verweistätigkeit scheint er dabei dem Umstand Rechnung getragen zu haben, dass 
lic. phil. H.________ eine mögliche leichte Einschränkung aufgrund der 
attentionalen Beeinträchtigung auch bei kognitiv anspruchslosen Routineaufgaben 
durch einen erhöhten Kontrollaufwand zur Vermeidung von Fehlern, was die 
Effizienz vermindere, für möglich erachtete (vgl. IV-act. 164 S. 21). Dies wirkt sich 
letztlich zugunsten des Beschwerdeführers aus.

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9.1. Mit Blick auf die allgemeinen Beweisanforderungen (vgl. Erwägungen 5.2.1 
ff. hiervor) ist festzustellen, dass das estimed-Gutachten vom 4. September 2024 
samt ergänzender Stellungnahme vom 1. April 2025 grundsätzlich in Kenntnis der 
Akten (vgl. IV-act. 199 S. 5 ff., S. 76, S. 102, S. 132 f. und S. 167) sowie der vom 
Beschwerdeführer beklagten Beschwerden und dem Krankheitsverlauf ergangen ist 
(vgl. IV-act. 199 S. 37 ff., S. 77 ff., S. 102 ff., S. 134 ff. und S. 167 ff.). Es basiert auf 
eigenen klinischen, testologischen und laborchemischen Untersuchungen (vgl. IV-
act. 199 S. 84 f., S. 111 ff., S. 142 ff. und S. 180 ff.). Die Gutachter nahmen ferner 
zu den streitigen Belangen Stellung (vgl. IV-act. 199 S. 38 ff., S. 85 ff., S. 114 ff., 
S. 145 ff. und S. 184 ff.). Dabei wiesen sie in der interdisziplinären 
Gesamtbeurteilung folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
aus (vgl. IV-act. 199 S. 41):

 Status nach Schulterprellung rechts (ICD-10 S40.0) am 13. März 2021 mit Ruptur des 
Musculus supraspinatus Schulter rechts (ICD-10 S46.0) und Tendinitis bicipitalis Schulter 
rechts (ICD-10 M75.2) sowie nachfolgender diagnostischer Arthroskopie mit Mini-open 
Refixation der Supraspinatussehne am 4. Juni 2021, mit verbliebener endgradiger 
Bewegungseinschränkung

 Chronisches, zervikoradikuläres Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.12) mit/bei 

• Bildgebend (MRI HWS 2022) foraminalen Einengungen C6 rechts sowie C7 beidseits
• Keine eindeutigen, hierauf zurückzuführenden sensomotorischen Defizite
• Elektrophysiologisch (somatosensorisch-evozierte Potentiale) unauffälligem Befund

 Leichte kognitive Störung (leichte neuropsychologische Funktionsschwäche) (ICD-10 F06.7)

Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilten die Gutachter namentlich eine 
Osteochondrose L4/5 (bildgebend) mit Facettensyndrom links ohne radikuläre 
Symptomatik (ICD-10 M42.96), eine Endgliedfraktur aller fünf Zehen rechts durch 
den Unfall vom 13. März 2021 ohne Folgebeschwerden (ICD-10 S92.5), eine 
Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) sowie eine einfache ADHS (ICD-10 F90.0). 
Dazu führten sie in der Gesamtbeurteilung aus, die massive Einschränkung im 
Bereich des rechten Armes mit ausstrahlendem Schmerzsyndrom nuchal und in die 
Brust könne neurologisch nur teilweise erklärt werden. Ein gewisses 
Schmerzsyndrom sei aber nachvollziehbar (vgl. IV-act. 199 S. 42). Aus 
interdisziplinärer Sicht ergebe sich eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit von 100 % und in einer Verweistätigkeit von 10 %. Diese 
Arbeitsunfähigkeitsbemessungen stünden im Einklang mit der EFL-Abklärung (vgl. 
IV-act. 199 S. 44). Aus neurologischer Sicht sei eine optimal angepasste Tätigkeit 
eine nicht schwere körperliche Tätigkeit mit nur geringer Belastung der 
Halswirbelsäule, wobei eine gewisse Wechselbelastung bestehen sollte. Sodann 

16 / 32

sollten keine ausgemachte Kraftentwicklung und Feinmotorik der rechten Hand 
bzw. des rechten Armes gefordert sein. Aus orthopädischer Sicht seien sämtliche 
Tätigkeiten unterhalb der Horizontalen bezüglich der Schultergelenke mit leichten 
bis gegebenenfalls mittelschweren Belastungen ohne Überkopfarbeit und ohne 
rotierende Tätigkeiten mit der rechten Schulter optimal. Aus psychiatrischer Sicht 
seien Tätigkeiten, die keinen wesentlichen Anspruch an die Konzentration, die 
Aufmerksamkeit, die Auffassung und die Flexibilität stellten, zumutbar, wobei das 
Arbeitstempo nicht von Maschinen vorgegeben werden sollte. Nacht-, Schicht- und 
Akkordarbeit seien ebenso ausgeschlossen wie Sicherungsarbeiten für Dritte (vgl. 
IV-act. 199 S. 46). Zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter fest, dass 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in angestammter Tätigkeit anhaltend seit dem 
Unfall im März 2021 bestehe. Eine Arbeitsunfähigkeit von 10 % in einer 
Verweistätigkeit möge sich schleichend nach der üblichen Rekonvaleszenzzeit 
nach dem Unfall im März 2021 und der folgenden arthroskopischen Versorgung 
eingestellt haben (vgl. IV-act. 199 S. 46 und S. 48). 

9.2. Inwiefern – wie der Beschwerdeführer vorbringt – eine interdisziplinär 
abgestimmte Schlussbeurteilung fehlen soll, ist angesichts der vorstehend 
wiedergegebenen Konsensbeurteilung nicht nachvollziehbar. 

9.3. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, wichtige Symptome wie 
Konzentrationsstörungen, die Schmerzintensität, das Schmerzsyndrom, die 
psychischen Auswirkungen der Schmerzen sowie die kognitiven Einschränkungen 
seien unzureichend berücksichtigt worden, trifft dies nicht zu. So hielt der 
neurologische Gutachter Dr. med. J.________ fest, die massive Einschränkung im 
Bereich des rechten Armes mit ausstrahlendem Schmerzsyndrom nuchal und in die 
Brust könne neurologisch nur teilweise erklärt werden, wobei ein gewisses 
Schmerzsyndrom nachvollziehbar sei (vgl. IV-act. 199 S. 118). In diesem 
Zusammenhang verwies dieser auf die orthopädische Beurteilung. Der 
orthopädische Gutachter Dr. med. K.________ setzte sich dahingehend mit der 
Schmerzintensität und dem Schmerzsyndrom auseinander, als er eine erhebliche 
Selbstlimitierung und Symptomausweitung feststellte und ausführte, zu Beginn der 
Untersuchung sei der Arm straff am Körper gehalten und die Schulter hochgezogen 
worden. Bei der Untersuchung habe sich die Schulter nur passiv bewegen lassen, 
was im krassen Widerspruch zum Aus- und Ankleiden bei der Untersuchung stehe, 
bei der der Beschwerdeführer den rechten Arm aktiv bewegt habe. Ebenso bestehe 
keine Inaktivitätsatrophie der rechten Schulter bzw. des rechten Armes gegenüber 
links bei normaler, seitengleicher Handbeschwielung. Das vorgegebene Ausmass 
der Beschwerden und Einschränkung im Bereich der rechten Schulter sei nicht 

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glaubhaft (vgl. IV-act. 199 S. 146 und S. 148). Im Weiteren stellte lic. phil. 
H.________ anlässlich seiner neuropsychologischen Untersuchung vom 
19. Dezember 2023 – wie bereits ausgeführt – eine unterdurchschnittliche 
Intelligenz (Nonverbal-IQ von 74), eine leichte neuropsychologische 
Funktionsschwäche mit leichten Beeinträchtigungen in Teilbereichen attentionaler, 
mnestischer und exekutiver Funktionen sowie fragebogen- und befundbasierte 
Hinweise auf eine leichte ADHS fest (vgl. IV-act. 164 S. 15) und setzte sich 
nachvollziehbar und schlüssig mit den erhobenen neuropsychologischen 
Fähigkeiten des Beschwerdeführers und damit den kognitiven Einschränkungen 
auseinander (vgl. Erwägung 8.2 vorstehend). Diese Ergebnisse der 
neuropsychologischen Untersuchung berücksichtigte und würdigte – wie bereits 
dargelegt – alsdann auch der psychiatrische Gutachter med. pract. I.________. So 
stellte er die Diagnose einer leichten kognitiven Störung (ICD-10 F06.7) und ging 
von einer Einschränkung der Leistung von 10 % in einer leidensangepassten 
Tätigkeit, bedingt durch die auf neuropsychologischem Fachgebiet bestehenden 
Einschränkungen, aus (vgl. IV-act. 199 S. 186, S. 188 f. und S. 193). Dieses 
Vorgehen ist nicht zu beanstanden (vgl. Erwägung 8.3 vorstehend). Ebenso 
äusserte sich der psychiatrische Gutachter med. pract. I.________ zu den 
psychischen Auswirkungen der Schmerzen, indem er festhielt, das 
Schmerzgeschehen hätte noch keinen wesentlichen Einfluss auf die psychische 
Gesundheit des Beschwerdeführers gezeitigt, so dass noch die Diagnose einer 
Anpassungsstörung habe gestellt werden können (vgl. IV-act. 199 S. 196). Damit 
haben die Gutachter – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – die von 
diesem erwähnten Symptome in ihrer Beurteilung berücksichtigt. Ob die 
gutachterliche Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der 
medizinischen Situation auch in allen Bereichen einleuchtet und ob sich die daraus 
gezogenen Schlussfolgerungen als überzeugend erweisen, bleibt nachfolgend zu 
prüfen. 

9.4. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer, wenn er ausführt, die 
foraminalen Einengungen C6 rechts sowie C7 beidseits seien im neurologischen 
Teilgutachten unter den Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
aufgeführt, nicht aber in der Konsensbeurteilung. So stellten die Gutachter – 
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – in ihrer interdisziplinären 
Gesamtbeurteilung als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit u.a. ein 
chronisches, zervikoradikuläres Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.12) mit/bei 
bildgebend foraminalen Einengungen C6 rechts sowie C7 beidseits fest (vgl. IV-
act. 199 S. 41). Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang zudem 
vorbringt, er müsse sich aufgrunddessen einer Operation an der Wirbelsäule 

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unterziehen, ist dem entgegenzuhalten, dass der neurologische Gutachter Dr. med. 
J.________ keine ausgeprägten Defizite feststellten konnte. So führte dieser aus, 
ein schwereres sensomotorisches Defizit habe sich klinisch-neurologisch nicht 
nachweisen lassen und auch elektrophysiologisch seinen somatosensorisch-
evozierte Potentiale unauffällig gewesen (vgl. IV-act. 199 S. 117). Ebenso wies Dr. 
med. L.________, Facharzt für Neurologie, in seinem Bericht vom 29. November 
2022 betreffend elektromyographische Untersuchung einen unauffälligen Befund 
ohne Hinweise auf eine akute oder chronische Denervierung aus und hielt fest, dass 
sich in der klinischen Untersuchung auch keine sicheren Paresen an beiden Armen 
und Händen gezeigt hätten (vgl. IV-act. 112). Nach Ansicht von Gutachter Dr. med. 
J.________ ist ein operatives Vorgehen nicht zu favorisieren, sondern 
entsprechende konservative Therapien (vgl. IV-act. 199 S. 118; siehe ferner auch 
ergänzende Stellungnahme der estimed AG vom 1. April 2025 [IV-act. 227 S. 3]). 
Selbst der behandelnde Arzt Dr. med. M.________, Facharzt für Neurologie, 
äusserte sich in seinem Bericht vom 20. November 2024 mit einer gewissen 
Zurückhaltung zu einer diesbezüglichen Operationsindikation, wenn er ausführte, 
eine solche könne grundsätzlich gestellt werden, auch wenn die geschilderten 
Symptome nicht ganz gut zu den vorhandenen neuroradiologischen Befunden 
passen und gewisse Zweifel am Erfolg eines solchen Eingriffs bestehen würden 
(vgl. IV-act. 212 S. 8). Demzufolge kann der Beschwerdeführer aus der 
Behauptung, er müsse sich einer Operation an der Wirbelsäule unterziehen, nichts 
zu seinen Gunsten ableiten. 

9.5. Soweit der Beschwerdeführer alsdann bemängelt, im estimed-Gutachten sei 
nicht vertieft dargelegt worden, inwiefern die Osteochondrose L4/5 keine 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe, ist diese Kritik begründet. Der 
orthopädische Gutachter Dr. med. K.________ wies als Diagnosen ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit u.a. eine Osteochondrose L4/5 (bildgebend) mit 
Facettensyndrom links ohne radikuläre Symptomatik (ICD-10 M42.96) sowie eine 
Foramenstenose C5/6 rechts (bildgebend) ohne radikuläre Symptomatik und aktuell 
stumm (ICD-10 M48.02) aus (vgl. IV-act. 199 S. 147). Aus neurologischer Sicht fand 
sich keine Erklärung für die lumbalen Schmerzen links, wobei der neurologische 
Gutachter Dr. med. J.________ allgemein zur Einordnung des komplexen 
Schmerzsyndroms auf die orthopädische Beurteilung verwies (vgl. IV-act. 199 
S. 117). Gutachter Dr. med. K.________ setzte sich allerdings nicht mit den vom 
Beschwerdeführer bei der Befragung geklagten Beschwerden, wonach er seit 
einem Jahr auf der linken Lendenwirbelsäulenseite Schmerzen habe, welche 
ständig vorhanden und je nach Belastung und Wettersituation mal stärker oder 
schwächer seien, und auch eine Infiltration keinen Vorteil gebracht hätte (vgl. IV-

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act. 199 S. 134), ebenso wenig auseinander wie mit den bildgebend festgestellten 
Befunden betreffend die LWS und HWS. So zeigten sich in der MRT der HWS vom 
30. September 2022 leichte ossäre degenerative Veränderungen der mittleren und 
unteren HWS mit kleinen ventralen und dorsalen Spondylosen sowie eine 
Diskopathie C5-C6 (vgl. IV-act. 100 S. 3). Ebenso ergab das MRI der LWS vom 
21. Dezember 2022 eine monosegmentale Diskopathie LWK4/5 (vgl. IV-act. 126 
S. 2). Zudem legte er auch nicht näher dar, weshalb diese Befunde keine 
funktionellen Auswirkungen zeitigten und auch die aktenkundigen Diagnosen, 
namentlich das lumbospondylogene Syndrom (vgl. Austrittsbericht der E.________ 
vom 15. September 2023 [IV-act. 148 S. 8 ff.], Bericht der Schmerzklinik des 
N.________ vom 12. April 2023 [IV-act. 129 S. 2] und Bericht des Spitals 
F.________ vom 22. März 2023 [IV-act. 126]), nicht zutreffen sollten. Allgemein ist 
festzuhalten, dass sich Gutachter Dr. med. K.________ bei seinen Ausführungen 
betreffend Herleitung der Diagnosen auf die Problematik der rechten Schulter 
beschränkte und die weiteren orthopädischen Beschwerden nicht diskutierte. Dabei 
fokussierte er stark auf die eigene klinische Untersuchung und tat die beklagten 
Beschwerden des Beschwerdeführers aufgrund der im Untersuch festgestellten 
erheblichen Selbstlimitierung und Symptomausweitung bzw. einer Aggravation ab 
(vgl. IV-act. 199 S. 146 und 148). So führte er namentlich aus, bei der körperlichen 
Untersuchung werde plötzlich, nachdem sich der Beschwerdeführer entkleidet 
habe, der rechte Arm steif am Körper gehalten. Eigenständig wolle er die rechte 
Schulter nicht bewegen. Ebenso werde die Schulter anfangs massiv angespannt 
und hochgezogen. Nach einem klärenden Gespräch mit dem Beschwerdeführer 
entspanne dieser die rechte Schulter und lasse sie passiv bis zu 90 Grad in 
Abduktion bewegen. Bei 90 Grad in Abduktion sei die rechte Schulter 60 Grad 
sowohl kopfwärts wie auch fusswärts bewegbar. Der Beschwerdeführer spanne 
weiterhin gegen und bewirke somit eine erhebliche Selbstlimitierung. Zu keiner Zeit 
und bei keiner Bewegung sei ein mechanisches Hindernis tastbar im Bereich der 
rechten Schulter. Die vom Beschwerdeführer selbst durchgeführten Bewegungen 
beim Auskleiden und Ankleiden erfolgten ohne nennenswerte 
Ausweichbewegungen, auch über Kopf, und ohne Schmerzäusserungen (vgl. IV-
act. 199 S. 147 f.). Soweit Dr. med. K.________ gestützt darauf auf eine 
Aggravation im Bereich der rechten Schulter schloss (vgl. IV-act. 199 S. 146), ist 
darauf hinzuweisen, dass weder der internistische noch der neurologische noch der 
psychiatrische Gutachter Anhaltspunkte für eine Aggravation oder Simulation 
feststellen konnten (vgl. IV-act. 199 S. 83, S. 86, S. 111, S. 116 und S. 186). 
Vielmehr beobachtete der internistische Gutachter Dr. med. O.________ anlässlich 
der Begutachtung, dass der rechte Arm bei den Bewegungen bzw. beim 
Gestikulieren weitgehend ausgespart werde (vgl. IV-act. 199 S. 83). Zwar wurde 

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auch anlässlich der am 12./13. Oktober 2023 durchgeführten EFL eine erhebliche 
Symptomausweitung mit Selbstlimitierung festgestellt, allerdings ist dies insoweit zu 
relativieren, als die EFL ohne ärztliche Supervision durchgeführt worden war und 
darauf hingewiesen wurde, dass eine ärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung unter 
Umständen ergänzend (versicherungs-)medizinische Aspekte zu berücksichtigen 
habe (vgl. IV-act. 199 S. 59). Hinzu kommt, dass Gutachter Dr. med. K.________ 
in Bezug auf den Zustand der rechten Schulter trotz Aggravation einen 
Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit feststellte, ohne 
jedoch – wie von der Rechtsprechung gefordert (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2.1 f. 
sowie E. 4.3.1.1, 140 V 193 E. 3.3 und 131 V 49 E. 1.2; Urteile des Bundesgerichts 
8C_28/2025 vom 7. Juli 2025 E. 7.2 und 8C_288/2024 vom 29. Oktober 2024 
E. 8.2) – den verselbstständigten Gesundheitsschaden um das Ausmass der 
Aggravation zu bereinigen und zu würdigen. So legte Gutachter Dr. med. 
K.________ u.a. nicht nachvollziehbar dar, inwiefern die angestammte Tätigkeit 
nicht mehr geeignet, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten indes vollschichtig 
zumutbar sein sollen (vgl. IV-act. 199 S. 148). Dr. med. K.________ setzte sich 
ferner auch nicht mit den aktenkundigen Berichten und den darin aufgeführten 
Diagnosen bzw. erhobenen Befunden auseinander. So berücksichtigte er zwar mit 
Blick auf die rechte Schulter die durchgeführten MRIs, nahm jedoch zu den 
vorbefundlichen, auch bildgebend festgestellten Diagnosen einer AC-
Gelenksarthrose und einer Bursitis subacromialis keine Stellung, obwohl dies für die 
hier streitigen Belange, insbesondere deren funktionelle Auswirkungen, bedeutsam 
ist (vgl. Austrittsbericht der E.________ vom 15. September 2023 [IV-act. 148 S. 8], 
IV-Verlaufsbericht von Dr. med. P.________, Fachärztin für Allgemeinmedizin, vom 
4. Oktober 2023 [IV-act. 148 S. 1] und vom 6. Dezember 2022 [vgl. IV-act. 102 
S. 2]). Schliesslich äusserte sich Dr. med. K.________ auch nicht zu den 
gescheiterten Eingliederungsmassnahmen, obwohl er seitens der 
Beschwerdegegnerin ausdrücklich danach gefragt worden war (vgl. IV-act. 199 
S. 154). Da das orthopädische Teilgutachten insgesamt wesentliche Aspekte 
ungewürdigt liess, erweist es sich nicht als beweiskräftig.

9.6.1. Im Weiteren bemängelt der Beschwerdeführer, dass sich die Gutachter nicht 
kritisch mit den Vorakten, insbesondere dem Bericht der Q.________ vom Juni 
2024, auseinandergesetzt haben sollen. Die Untersuchung durch den 
psychiatrischen Gutachter fand am 15. April 2024 und die Gutachtensfertigstellung 
des psychiatrischen Teilgutachtens am 2. Mai 2024 statt (vgl. IV-act. 199 S. 163). 
Der Bericht der Q.________ vom 3. Juni 2024 stellte die Beschwerdegegnerin mit 
E-Mail vom 31. Juli 2024 und damit noch vor der Konsensbeurteilung am 
4. September 2024 der estimed AG zu (vgl. IV-act. 197). Demnach hätte der 

21 / 32

besagte Bericht nachträglich im psychiatrischen Teilgutachten und in der 
Gesamtbeurteilung Berücksichtigung finden müssen, was nicht geschehen ist. 
Vielmehr nahmen die Gutachter erst in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 
1. April 2025 zum Bericht der Q.________ vom 25. November 2024 (vgl. IV-act. 212 
S. 9), welcher eine Präzisierung des erstgenannten Berichts darstellt, Stellung (vgl. 
IV-act. 227).  

9.6.2. Im Bericht der Q.________ vom 3. Juni 2024 betreffend die ambulante 
Erstkonsultation wurde erstmals eine schwere depressive Episode ohne 
psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) als Hauptdiagnose und eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) als 
Nebendiagnose ausgewiesen (vgl. IV-act. 196). Hinsichtlich der Diagnose einer 
schweren depressiven Episode (ICD-10 F32.2) führte der behandelnde Arzt der 
Q.________ in seinem Bericht vom 25. November 2024 aus, eine solche sei durch 
eine über Monate/Jahre anhaltende, niedergeschlagene Stimmung 
gekennzeichnet, begleitet von einem völligen Verlust an Freude an den meisten 
Aktivitäten. Der Beschwerdeführer leide an Antriebslosigkeit und einem deutlichen 
Interessenverlust, was es ihm unmöglich mache, Aktivitäten zu unternehmen, die 
ihm früher Freude bereitet hätten. Diese Symptome würden zusätzlich durch 
erhebliche Schlafstörungen verstärkt, die zu starker Erschöpfung und einer weiteren 
Reduzierung der Energie des Beschwerdeführers führten. Der Beschwerdeführer 
habe auch Schwierigkeiten mit der Konzentration und Entscheidungsfindung, was 
ihn in seiner beruflichen Leistungsfähigkeit massiv einschränke (vgl. IV-act. 212 
S. 10). Im Gegensatz dazu schlossen die estimed-Gutachter eine floride depressive 
Symptomatik und ganz sicher eine schwere depressive Episode im Zeitpunkt der 
Exploration aus (vgl. ergänzende Stellungnahme vom 1. April 2025 [IV-act. 227 
S. 2]). Der psychiatrische Gutachter med. pract. I.________ konnte die vom 
behandelnden Arzt der Q.________ erwähnte Niedergeschlagenheit, die 
Antriebslosigkeit und den Interessenverlust anlässlich seiner Begutachtung nicht 
feststellen. So hielt er bezüglich pathologischem Befund fest, die Affektivität habe 
sich stabil und ausgeglichen gezeigt. Die Schwingungsfähigkeit und 
Resonanzfähigkeit seien gut erhalten gewesen. Ebenso stellte Gutachter med. 
pract. I.________ uneingeschränkte Gedächtnisfunktionen, ein erhaltenes 
Konzentrationsvermögen, eine bestehende Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit, 
keine Phobien oder Zwänge sowie einen regelrechten Antrieb fest (vgl. IV-act. 199 
S. 180 ff.). Der Beschwerdeführer berichtete anlässlich der psychiatrischen 
Untersuchung, dass er weiterhin Freude erlebe, Spass habe und lachen könne. 
Über die familiären, tragenden Beziehungen hinaus bestünden auch noch soziale 
Kontakte zu Kollegen und Freunden (vgl. IV-act. 199 S. 169 f.). Der Ausschluss 

22 / 32

einer schweren depressiven Episode ist aufgrund des vom psychiatrischen 
Gutachter med. pract. I.________ anlässlich der Untersuchung vom 15. April 2024 
festgestellten Psychostatus damit nachvollziehbar. Hierfür spricht auch die 
durchgeführte testpsychologische Zusatzuntersuchung (Hamilton Depressions-
Skala), welche einen Punktwert (von 7) ergab, der gegen das Bestehen einer 
depressiven Störung spreche (vgl. IV-act. 199 S. 182). Entgegen der Ansicht des 
Beschwerdeführers lassen die Berichte der Q.________ alsdann nicht auf eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers zwischen der 
Begutachtung im April 2024 und der Erstkonsultation bei der Q.________ im Juni 
2024 schliessen. Denn so geht aus dem Bericht der Q.________ vom 3. Juni 2024 
hervor, dass es dem Beschwerdeführer seit dem Unfall im Jahr 2021 psychisch 
schlecht gehe, dieser Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten seit ca. 
zwei bis drei Jahren kenne, weshalb der behandelnde Arzt diese Beschwerden als 
Begleitsymptome der Depression und nicht als ADHS interpretierte (vgl. IV-act. 196; 
vgl. auch Bericht der Q.________ vom 25. November 2024, wo von 
Monaten/Jahren die Rede ist [IV-act. 212 S. 10]). Daraus erhellt, dass der 
behandelnde Arzt der Q.________ von einer seit Jahren – und nicht erst seit der 
Begutachtung – bestehenden schwergradigen depressiven Episode ausgeht, was 
jedoch zudem der gutachterlich nicht explorierbaren floriden depressiven 
Symptomatik widerspricht und auch keine Stütze in den übrigen Akten findet. 

Ungeachtet des gutachterlicherseits nachvollziehbar begründeten Ausschlusses 
einer schweren depressiven Episode gilt hinsichtlich des psychischen Zustandes 
des Beschwerdeführers zu berücksichtigen, dass am 4. August 2022 Dr. med. 
R.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichtete, der 
Beschwerdeführer wirke zunehmend depressiv, weshalb er die Entwicklung eines 
reaktiv-depressiven Zustandsbildes festhielt (vgl. IV-act. 71 S. 1 f.). Sodann wies 
Dr. med. P.________ in ihrem Verlaufsbericht vom 6. Dezember 2022 eine 
mittelgradige Depression aus (vgl. IV-act. 102 S. 2). Im Bericht der Schmerzklinik 
des N.________ vom 12. April 2023 führten die Ärzte aus, die chronischen 
posttraumatischen Schmerzen hätten mittlerweile zu deutlich negativen 
Auswirkungen auf das psychische Befinden und zu einem deutlichen sozialen 
Rückzug geführt. Sie gingen von einer Anpassungsstörung, differenzialdiagnostisch 
von einer mittelgradigen depressiven Episode, aus (vgl. IV-act. 129 S. 6 f.). 
Überdies berichtete Dr. med. S.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 30. August 2023 von einem 
schwer psychisch angeschlagenen Beschwerdeführer (vgl. IV-act. 148 S. 7). Ferner 
geht aus der Telefonnotiz vom 4. August 2023 hervor, dass die psychische 
Belastung beim Beschwerdeführer zunehme, er sich hilflos fühle, weinerlich am 

23 / 32

Telefon wirke und die Verzweiflung hörbar sei (vgl. IV-act. 142). Med. pract. 
I.________ ordnete die aktenkundig dokumentierte psychische Belastung des 
Beschwerdeführers als Anpassungsstörung ein und schrieb dieser keinen Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit zu (vgl. IV-act. 199 S. 188). Diesbezüglich fehlt es aber an 
einer detaillierten Begründung, weshalb die Anpassungsstörung keine funktionelle 
Auswirkung zeitigen soll. Wie dargelegt, bedarf es bei der Folgenabschätzung einer 
psychischen Erkrankung, so auch einer Anpassungsstörung, auf das 
Leistungsvermögen bzw. die Arbeitsfähigkeit eines konsistenten Nachweises 
mittels sorgfältiger Plausibilitätsprüfung im Rahmen eines strukturierten 
Beweisverfahrens unter Verwendung der Standardindikatoren (vgl. Erwägung 7 
vorstehend). Der psychiatrische Gutachter med. pract. I.________ trug diesen 
Vorgaben nicht hinreichend Rechnung. Zudem erscheint der Schweregrad der 
retrospektiv eingeordneten Diagnose einer Anpassungsstörung vor dem 
Hintergrund des echtzeitlichen Berichts der Schmerzklinik des N.________ vom 
12. April 2023, worin differenzialdiagnostisch eine mittelgradige depressive Episode 
ausgewiesen wurde, erklärungsbedürftig (vgl. IV-act. 129 S. 6; vgl. ferner IV-
Verlaufsbericht von Dr. med. P.________ vom 6. Dezember 2022, in welchem 
ebenfalls über eine mittelgradige Depression berichtet wurde [IV-act. 102 S. 2]). 
Zumal die Punktezahl der damals durchgeführten testpsychologischen 
Untersuchung – im Gegensatz zur Hamilton Depressions-Skala anlässlich der 
Exploration, welche gegen eine depressive Störung sprach (vgl. IV-act. 199 S. 182) 
– einen auffälligen Depressisonsscore aufwies (vgl. IV-act. 129 S. 6) und Gutachter 
med. pract. I.________ zumindest zu Beginn der Untersuchung einen belasteten, 
bedrückten, betrübten, verzagten und sorgenvollen Beschwerdeführer wahrnahm, 
welcher bei emotional belastenden Themen geweint habe (vgl. IV-act. 199 S. 180). 
Gleichermassen stellte der internistische Gutachter Dr. med. O.________ fest, dass 
die Stimmung des Beschwerdeführers bedrückt und der Beschwerdeführer 
teilweise verzweifelt wirke (vgl. IV-act. 199 S. 83).

9.6.3 Der behandelnde Arzt der Q.________ erachtete – wie dargelegt – zudem 
die Diagnosekriterien für eine chronische Schmerzstörung als erfüllt. So seien beim 
Beschwerdeführer anhaltende Schmerzen in einem oder mehreren Köperbereichen 
über mindestens sechs Wochen, die das tägliche Leben erheblich einschränkten, 
und das Fehlen einer klaren somatischen Ursache für die Schmerzen gegeben. Die 
Schmerzen stünden in direktem Zusammenhang mit der schweren depressiven 
Episode und die Kombination dieser beiden Faktoren führe zu einer massiven 
Beeinträchtigung des Alltags. Die psychische Belastung verstärke die 
Schmerzsymptomatik, was einen Teufelskreis auslöse, der es dem 
Beschwerdeführer unmöglich mache, seine täglichen Aufgaben zu bewältigen und 

24 / 32

seiner Arbeit nachzugehen (vgl. Bericht der Q.________ vom 25. November 2024 
[IV-act. 212 S. 9 f.]). Demgegenüber verneinten die estimed-Gutachter die Kriterien 
für eine Diagnose aus dem somatoformen Diagnosespektrum, da das wichtige 
Diagnosekriterium des Bestands einer Beziehung zu einem (unbewussten) 
intrapsychischen Konflikt fehle (vgl. ergänzende Stellungnahme vom 1. April 2025 
[IV-act. 227 S. 1 f.]). Die vorherrschende Beschwerde einer anhaltenden 
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) ist ein andauernder, schwerer und quälender 
Schmerz, der durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung 
nicht vollständig erklärt werden kann. Der Schmerz tritt in Verbindung mit 
emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen auf, wobei diese 
schwerwiegend genug sein sollten, um als entscheidende ursächliche Einflüsse zu 
gelten (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a.O., S. 233). Vor diesem Hintergrund 
überzeugt die Begründung der estimed-Gutachter betreffend Ausschluss einer 
solchen somatoformen Schmerzstörung nicht. Einerseits begründete der 
psychiatrische Gutachter med. pract. I.________ das Fehlen eines 
intrapsychischen Konfliktes in keiner Weise. So wäre beispielsweise zu diskutieren 
gewesen, ob im Unfall vom 13. März 2021 mit nachfolgendem negativem 
Krankheitsverlauf mit stetigen Schmerzen, Versagen diverser 
Therapiemassnahmen und fehlender Besserung des Gesundheitszustandes (vgl. 
IV-act. 199 S. 37), welche er im Sinne einer somatopsychischen Auswirkung der 
körperlichen Erkrankung als Anpassungsstörung einordnete (vgl. IV-act. 199 
S. 188), allenfalls ein solcher Konflikt zu sehen wäre. Andererseits schloss med. 
pract. I.________ eine Diagnose aus dem somatoformen Diagnosespektrum auch 
deshalb aus, da aufgrund der Akten davon auszugehen sei, dass die vom 
Beschwerdeführer beklagten Beschwerden und die daraus resultierenden 
Einschränkungen vorwiegend somatisch bedingt seien (vgl. IV-act. 199 S. 187). 
Anlässlich der Konsensbeurteilung vom 4. September 2024 hätte er jedoch 
feststellen müssen, dass sowohl der orthopädische Gutachter als auch der 
neurologische Gutachter die geklagten Beschwerden teilweise nicht erklären 
konnten (vgl. IV-act. 199 S. 40 und S. 42), womit es einer eingehenden Diskussion 
einer Diagnose aus dem somatoformen Spektrum bedurft hätte. Dem steht auch 
nicht entgegen, dass sich die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung – 
abgesehen von den Berichten der Q.________ – nirgends sonst in den (Vor-)Akten 
findet, zumal med. pract. I.________ letztlich selber festhielt, dass der seelisch-
psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in Zukunft von der 
Schmerzsituation abhängig sein dürfte und sich eine ausgeprägte 
somatopsychische Auswirkung beim Beschwerdeführer einstellen könnte (vgl. IV-
act. 199 S. 191), womit er eine solche gerade nicht per se ausschliesst. Vor diesem 
Hintergrund greift der im psychiatrischen Teilgutachten und auch in der 

25 / 32

ergänzenden Stellungnahme vom 1. April 2025 kaum begründete Ausschluss einer 
somatoformen Schmerzstörung zu kurz. Vielmehr bedarf es weiterer Abklärungen. 

9.7. Anzufügen ist, dass die abschliessende Beurteilung der sich aus einem 
Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit in der 
Hauptsache grundsätzlich den Ärztinnen und Ärzten obliegt, nicht den Fachleuten 
der Berufsberatung oder der beruflichen Eingliederung. Mit Blick auf die 
rechtsprechungsgemäss enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit 
zwischen der Ärzteschaft und der Berufsberatung ist jedoch einer konkret 
leistungsorientierten beruflichen Abklärung nicht jegliche Aussagekraft für die 
Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abzusprechen. Steht eine medizinische 
Einschätzung der Leistungsfähigkeit in offensichtlicher und erheblicher Diskrepanz 
zu einer Leistung, wie sie während einer ausführlichen beruflichen Abklärung bei 
einwandfreiem Arbeitsverhalten/-einsatz der versicherten Person effektiv realisiert 
wurde und gemäss Einschätzung der Berufsfachleute objektiv realisierbar ist, 
vermag dies ernsthafte Zweifel an den ärztlichen Annahmen zu begründen und ist 
das Einholen einer klärenden medizinischen Stellungnahme grundsätzlich 
unabdingbar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_64/2024 vom 1. Mai 2025 E. 3.4 
und 8C_594/2024 vom 20. Juni 2025 E. 4.2.2). 

Vorliegend geht aus den Akten hervor, dass der Beschwerdeführer den Einsatz bei 
C.________ am 7. März 2022 mit einem Pensum von 50 % startete und dieses am 
24. März 2022 auf 60 % steigerte. Dem Protokoll betreffend das erste 
Standortgespräch am 6. April 2022 ist zu entnehmen, dass sich beim 
Beschwerdeführer beim Zuschneiden von Putzlappen Schmerzen im Unterarm 
bemerkbar gemacht hätten. Bei der Arbeit mit einem Bolzenschneider sei er an die 
Schmerzensgrenze gekommen, sobald er Druck auf den Bolzenschneider ausgeübt 
habe. Beim Schleifen mit der Maschine habe dem Beschwerdeführer die Vibration 
keine Mühe gemacht, jedoch das Eigengewicht und die Druckabgabe. Die 
Schmerzen seien jeweils langsam gekommen und hätten sich nach einer Pause 
wieder stabilisiert (vgl. IV-act. 45 S. 1). Um eine Überreizung zu verhindern, wurde 
vereinbart, das Pensum am 11. April 2022 auf 70 % zu steigern und zu halten sowie 
die am 25. April 2022 vorgesehene Steigerung auf 80 % auf den Mai zu schieben 
(vgl. IV-act. 45 S. 2). Am 22. April 2022 berichtete der zuständige Bereichsleiter 
gegenüber der Beschwerdegegnerin, dass die Schmerzen zugenommen und der 
Beschwerdeführer öfters die Schonhaltung eingenommen hätte. Letzterer 
versuche, das Pensum von 70 % zu halten. Der Bereichsleiter äusserte allerdings, 
dass dies seiner Meinung nach zu viel sei (vgl. IV-act. 46). Anlässlich des 
Standortgesprächs vom 2. Mai 2022 berichtete der Beschwerdeführer, dass er 

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ständig Schmerzen innerhalb der Schulterpartie habe. Bereits bei leichten 
Tätigkeiten verspüre er Muskelkater über die ganze Brust. Hinsichtlich des Verlaufs 
des Arbeitstrainings ist dem Protokoll zu nehmen, dass mit der Pensumssteigerung 
auf 70 % am 11. April 2022 sich sogleich auch die Schmerzen des 
Beschwerdeführers erhöht hätten, weshalb dieser auch mehrmals ausgefallen sei. 
Der Beschwerdeführer versuche, pflichtbewusst seiner Tätigkeit nachzugehen, 
doch am Nachmittag würden seine Kräfte nachlassen und die Schmerzgrenze sei 
erreicht. Die Bereichsleitung entschied daher, die Zielvereinbarung vom 29. März 
2022, wonach alle 14 Tage eine Steigerung von 10 % erfolgen sollte, nicht mehr zu 
verfolgen, da dies zurzeit nicht gesundheitsfördernd sei (vgl. IV-act. 59). Im 
folgenden Monat wurde das Pensum wieder auf 60 % reduziert und der 
Beschwerdeführer erhielt nur leichte und einfache Tätigkeiten zugeteilt, wobei er bei 
diesen seinen Arm jeweils am Rumpf abstützte und seine Schulter schonte. Am 
2. Juni 2022 habe der Beschwerdeführer beim Bereichsleiter um eine leichtere 
Tätigkeit ersucht, da er erhebliche Schmerzen gehabt hätte. Sowohl bei der 
Gesundheit als auch der Beweglichkeit des Armes seien aktuell keine Fortschritte 
zu sehen (vgl. Protokoll Standortgespräch vom 7. Juni 2022 [IV-act. 63]). Eine 
erneute Steigerung auf 70 % konnte in der Folge nicht erreicht werden. Vielmehr ist 
dem Protokoll betreffend das Standortgespräch vom 3. August 2022 zu entnehmen, 
dass der Beschwerdeführer seit Längerem im Stillstand stehe. Durch die 
Schmerzen und durch die Unbeweglichkeit der Schulter sei kein Weiterkommen 
erreicht worden. Vibrierende Tätigkeiten könne der Beschwerdeführer nicht 
ausüben, ebenso wenig Arbeiten mit geringen Gewichten oder geringsten 
Bewegungen der Schulter. Der Beschwerdeführer versuche immer wieder, seine 
Schmerzgrenze auszureizen, was dazu führe, dass er die Folgetage mehr 
Schmerzen habe. Er presse seinen Arm fest an seinen Körper, um die Schulter zu 
schonen und doch irgendwie seiner Tätigkeit nachzukommen (vgl. IV-act. 75). Im 
weiteren Verlauf des Monats August konnte die Situation nicht verbessert werden. 
Der Beschwerdeführer klagte über mehr Schmerzen, neu auch in der anderen 
Schulter. Der Bereichsleiter gab an, dass der Beschwerdeführer die Aufträge jeweils 
angenommen und versucht habe, diese pflichtbewusst auszuführen. Der Zustand 
seiner Beschwerden sei gleich geblieben mit einer Tendenz zur Verschlechterung. 
Die Freude und Motivation habe nun stetig abgenommen, da der Beschwerdeführer 
rasch seine Grenzen erreicht und dieser mehr gewollt habe. Er sei durch seine 
Beschwerden gebremst worden und habe mit seiner Psyche zu kämpfen gehabt. 
Aufgrund dessen wurde das Einsatzprogramm per 31. August 2022 beendet (vgl. 
Protokoll Standortgespräch vom 30. August 2022 [IV-act. 78]). Aus dem 
Schlussbericht vom 31. August 2022 geht ein positives Bild des Beschwerdeführers 
hervor. So sei der Beschwerdeführer während der ganzen Einsatzzeit 

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pflichtbewusst und zielstrebig gewesen und habe eine hohe Motivation und 
Interesse gezeigt. Manchmal habe er sich zu viel zugetraut. Er habe sich rasch in 
das Team integriert und sei von diesem unterstützt worden. Er habe den Kollegen 
gerne seine Hilfe angeboten und habe durch seine Erfahrung Tipps weitergeben 
können. Durch sein Handicap an der rechten Schulter habe beim Beschwerdeführer 
die Beweglichkeit und die Geschwindigkeit gefehlt, so dass sich Quantität und 
Qualität nicht die Waage gehalten hätten (vgl. IV-act. 79 S. 8). 

Nach dem Ausgeführten ist festzuhalten, dass es dem Beschwerdeführer während 
des Arbeitsversuchs bei C.________ vom 7. März 2022 bis zum 31. August 2022 
trotz vorhandener Motivation und Kooperation nicht möglich war, einem 60-70 % 
Arbeitspensum nachzugehen. Bereits leichte und einfache Tätigkeiten bereiteten 
ihm Mühe, führten zu Schmerzen und zur Einnahme einer Schonhaltung. Inwiefern 
die estimed-Gutachter demgegenüber auf eine Arbeitsfähigkeit von 90 % in einer 
adaptierten Tätigkeit schlossen, bedarf daher einer eingehenden Erläuterung. 
Insbesondere befasste sich der orthopädische Gutachter Dr. med. K.________ – 
trotz entsprechender Aufforderung seitens der Beschwerdegegnerin – nicht näher 
mit den Ergebnissen der Eingliederungsmassnahmen (vgl. IV-act. 199 S. 154). Dies 
hätte sich allerdings sowohl hinsichtlich des zumutbaren Pensums als auch mit Blick 
auf das Zumutbarkeitsprofil aufgedrängt. Denn soweit aus orthopädischer Sicht 
sämtliche Tätigkeiten unterhalb der Horizontale bezüglich der Schultergelenke mit 
leichten bis mittelschweren Belastungen ohne Überkopfarbeit und ohne rotierende 
Tätigkeiten mit der rechten Schulter als optimal bezeichnet werden (vgl. IV-act. 199 
S. 46), erscheint dies aufgrund der beruflichen Abklärung bei C.________ fraglich. 
So machten sich auch bei Arbeiten unterhalb der Horizontalen bezüglich der 
Schultergelenke, wie beispielsweise beim Zuschneiden von Putzlappen, der 
Druckabgabe auf Gegenstände und dem Zuschnüren von Dekobürdeli, Schmerzen 
bemerkbar (vgl. IV-act. 45 S. 1). Ebenso ist erklärungsbedürftig, inwiefern die im 
Rahmen der Eingliederung ausgeübten Tätigkeiten aus neurologischer Sicht 
zumutbar waren, wenn gemäss dem Anforderungsprofil keine ausgemachte 
Kraftentwicklung und Feinmotorik der rechten Hand bzw. des rechten Armes 
gefordert sein sollten (vgl. IV-act. 199 S. 46). Um die vorstehend erwähnten 
Diskrepanzen zu bereinigen, ist das Einholen einer klärenden medizinischen 
Stellungnahme notwendig. 

10.1. Insgesamt betrachtet stellt das estimed-Gutachten vom 4. September 2024 
samt ergänzender Stellungnahme vom 1. April 2025 (vgl. IV-act. 199 und 227) keine 
beweiswertige Beurteilung dar, mit welcher das Vorliegen einer Arbeitsfähigkeit von 
90 % in einer leidensangepassten Tätigkeit nachvollziehbar begründet worden 

28 / 32

wäre. Darauf kann somit nicht abgestellt werden. Erachtet das zuständige 
Sozialversicherungsgericht – wie hier – eine Sache in medizinischer Hinsicht als 
ungenügend abgeklärt und somit auch die seitens der Verwaltung vorgenommene 
Beweiswürdigung als unvollständig, verbleibt ihm auch nach der neuen 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Möglichkeit, die Sache an den 
zuständigen Versicherungsträger zurückzuweisen, anstatt ein gerichtliches 
Gutachten zur Klärung einer offenen Frage in Auftrag zu geben (vgl. BGE 139 V 
496 E. 4.4 und 137 V 210 E. 4.4.1.4 f.). 

10.2. Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht nicht 
nachgekommen, zumal sich der rechtserhebliche Sachverhalt als unzureichend 
abgeklärt präsentiert und letztlich auf das estimed-Gutachten vom 4. September 
2024 samt ergänzender Stellungnahme vom 1. April 2025 abgestellt wurde, obwohl 
dieses keine schlüssige Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der 
Folgenabschätzung enthält, weshalb die massgebliche Frage des Umfangs der 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bisweilen immer noch offen ist und 
ergänzender fachärztlicher Klärung bedarf. Da sich das tatsächlich erreichbare 
Leistungsvermögen des Beschwerdeführers auch nicht gestützt auf die übrige 
Aktenlage zuverlässig und umfassend einschätzen lässt, erweist sich ein 
reformatorischer Entscheid im Sinne einer Zusprache von Leistungen der 
Invalidenversicherung, wie dies vom Beschwerdeführer im Hauptrechtsbegehren 
beantragt wird, als verfrüht. Im Einklang mit BGE 137 V 210 ist die Sache daher 
unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 8. Mai 2025 zu weiteren 
Abklärungen hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, die eine neue externe Begutachtung zu 
veranlassen haben wird.

11.1. Lediglich der Vollständigkeit halber erfolgen die nachfolgenden kurzen 
Ausführungen zum Validen- und Invalideneinkommen: 

11.2. Für die Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die 
versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt des frühestmöglichen 
Rentenbeginns (oder der Anspruchsänderung) nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und 
persönlichen Umstände als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Da nach 
empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall 
weitergeführt worden wäre, ist grundsätzlich vom letzten vor Eintritt der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung erzielten, der Teuerung sowie der realen 
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst auszugehen. Ausnahmen müssen 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (vgl. BGE 139 V 28 E. 3.3.2 und 

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BGE 129 V 222 E. 4.3.1). Fehlen aussagekräftige konkrete Anhaltspunkte für die 
Einkommensermittlung, so ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte 
zurückzugreifen, wie sie in der LSE enthalten sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_53/2023 vom 31. August 2023 E. 2.5.1 und 8C_572/2021 vom 19. Januar 2022 
E. 3.1). Die Beschwerdegegnerin legte dem in der angefochtenen Verfügung vom 
8. Mai 2025 ausgewiesenen, auf das Jahr 2024 indexierten Valideneinkommen von 
CHF 84'318.00 den im Auszug des individuellen Kontos ausgewiesenen Jahreslohn 
von CHF 80'605.00 zugrunde (vgl. Invaliditätsbemessung vom 8. Mai 2025 [IV-
act. 230] sowie Auszug aus dem individuellen Konto [IV-act. 30 S. 4]). Dieses 
Vorgehen ist korrekt und steht im Einklang mit der Rechtsprechung. Entgegen der 
Ansicht des Beschwerdeführers ist nicht auf ein theoretisch errechnetes 
Valideneinkommen abzustellen.

11.3. Für die Festsetzung des Einkommens mit Invalidität (Invalideneinkommen) 
ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die 
versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als 
Invalidenlohn. Ist – wie vorliegend – kein solches Erwerbseinkommen gegeben, 
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen hat, können die Tabellenlöhne der LSE herangezogen werden. 
Dabei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Sodann ist von der 
Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise 
auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor, abgestellt wird und vom 
sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist (BGE 148 V 174 E.6.2 und 124 
V 321 E. 3b/aa; Urteile des Bundesgerichts 8C_603/2023 vom 25. September 2024 
E. 4.2.1, 8C_829/2023 vom 12. Juli 2024 E. 5.1.1, 8C_632/2021 vom 2. Dezember 
2021 E. 6.3.2). Anhaltspunkte für ein Abweichen vom Totalwert sind – entgegen der 
Ansicht des Beschwerdeführers – im jetzigen Zeitpunkt nicht ersichtlich. Je nach 
Ausgang der weiteren Abklärungen und des neu zu erstellenden 
Zumutbarkeitsprofils wäre dies dannzumal nochmals neu zu beurteilen.  

12. Insgesamt ergibt sich, dass die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene 
Verfügung vom 8. Mai 2025 aufzuheben und die Angelegenheit zu weiteren 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.

13.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über Leistungen aus der 
Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 

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Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von CHF 200.00 bis CHF 1'000.00 festgelegt. Bei Fällen wie dem 
vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt das 
Gericht die Kosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf 
CHF 700.00 fest. Gemäss ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung einer 
Sache zu weiteren Abklärungen und zu neuem Entscheid für die Frage der 
Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollständiges 
Obsiegen (vgl. BGE 141 V 281 E. 11.1, 137 V 210 E. 7.1 und 132 V 215 E. 6.1). 
Infolge des Ausgangs des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten somit der 
Beschwerdegegnerin zu überbinden (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG).

13.2. Der Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Die Bemessung der 
Entschädigung erfolgt ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, wobei der zeitliche Aufwand 
der Rechtsvertretung regelmässig durch die Schwierigkeit des Prozesses 
mitbestimmt wird. Im Übrigen wird die Bemessung der Parteientschädigung gemäss 
Art. 61 Satz 1 ATSG nach dem kantonalen Recht bestimmt (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 9C_519/2020 vom 6. Mai 2021 E. 2.2, 9C_64/2019 vom 25. April 
2019 E. 4, 9C_714/2018 vom 18. Dezember 2018 E. 9.2 und 9C_321/2018 vom 
16. Oktober 2018 E. 6.1). Gemäss Art. 78 VRG i.V.m. Art. 2 HV 
(Honorarverordnung; BR 310.250) wird die Parteientschädigung nach Ermessen 
des Gerichts festgesetzt, wobei es grundsätzlich von dem in der Honorarnote 
geltend gemachten (und als angemessen zu betrachtenden) Aufwand sowie vom 
(üblichen) Stundenansatz ausgeht. Ausgangspunkt ist die durch den 
Rechtsvertreter eingereichte Honorarnote. 

13.3. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte trotz Aufforderung 
seitens des Gerichts am 22. August 2025 keine Honorarnote ein. Bei den Akten 
findet sich allerdings eine Honorarvereinbarung über einen Stundenansatz von 
CHF 300.00 (act. G.1). Bei Einreichen einer Honorarvereinbarung wird der geltend 
gemachte Stundensatz übernommen, sofern dieser den Ansatz von CHF 270.00 
nicht überschreitet (vgl. dazu Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden R 18 17 vom 18. September 2019 E. 9.2.1, U 16 92 vom 25. Oktober 
2017 E. 13b, S 17 15 vom 27. September 2017 E. 7b; siehe Art. 3 Abs. 1 HV [BR 
310.250]). In Berücksichtigung des bei Einreichung einer Honorarvereinbarung 
geltenden Stundenansatzes von höchstens CHF 270.00 erscheint aufgrund des 
durchgeführten einfachen Schriftenwechsels und der ausführlichen Wiedergabe der 
Akten in der Beschwerde eine pauschale Parteientschädigung von CHF 2'500.00 

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(inkl. Barauslagen und MWST) angemessen. In diesem Umfang hat die 
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer aussergerichtlich zu entschädigen.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung vom 8. Mai 
2025 aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne 
der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die IV-Stelle des Kantons 
Graubünden zurückgewiesen.

2. Die Kosten von CHF 700.00 gehen zulasten der IV-Stelle des Kantons 
Graubünden.

3. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden hat A.________ mit CHF 2'500.00 
(inkl. Barauslagen und MWST) zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]