# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d321bec3-d954-5827-addf-7a82a56429f8
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-26
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 26.11.2025 Z2 2025 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z2-2025-23_2025-11-26.pdf

## Full Text

20250725_141815_ANOM.docx

II. Zivilabteilung Z2 2025 23

Oberrichter A. Staub, Abteilungspräsident
Oberrichter A. Sidler
Oberrichterin F. Wiget
Gerichtsschreiber Ph. Carr

Urteil vom 26. November 2025

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte,

gegen

C.________,
vertreten durch Rechtsanwältin D.________,
Gesuchsgegner und Berufungskläger,

betreffend

Eheschutzmassnahmen gemäss Art. 172 ff. ZGB 
(Berufung gegen den Entscheid der Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug vom 2. Mai 2025)

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Rechtsbegehren

Gesuchsgegner und Berufungskläger

1. Dispositiv Ziff. 3.1, Gedankenstrich eins bis vier, des Entscheids des Kantonsgerichts Zug vom 2. Mai 
2025 (ES 2023 239) sei aufzuheben und der Unterhalt sei wie folgt festzulegen:

Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt von E.________ und 
F.________ vom 1. April 2023 bis zum 30. September 2023 einen Barunterhalt von monatlich 
CHF 1'549.00 für E.________ und CHF 1'399.00 für F.________ sowie ab dem 1. Oktober 2023 bis 
zum 31. Dezember 2029 einen Barunterhalt von monatlich CHF 1'147.00 für E.________ und 
CHF 997.00 für F.________ zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines Monats und 
zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Familienzulagen.

2. Dispositiv Ziff. 3.2, Gedankenstrich eins, des Entscheids des Kantonsgerichts Zug vom 2. Mai 2025 
(ES 2023 239) sei aufzuheben und das Manko sei wie folgt zu festzulegen:

Im Sinne von Art. 286a ZGB wird festgehalten, dass der gebührende Unterhalt von F.________ vom 
1. Januar 2030 bis 31. Juli 2032 im Umfang von CHF 1'270.00 nicht gedeckt ist.

3. Dispositiv Ziff. 6 des Entscheids des Kantonsgerichts Zug vom 2. Mai 2025 (ES 2023 239) sei aufzuhe-
ben und die Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, die Gerichtskosten zu bezahlen 
und dem Gesuchsgegner und Berufungskläger eine Parteientschädigung von CHF 20'000.00 auszu-
richten.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zulasten der Gesuchstellerin und Berufungsbe-
klagten. 

Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte

1. Es sei die Berufung des Berufungsklägers vollumfänglich abzuweisen.

2. Es sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten an deren sowie den Unterhalt der 
gemeinsamen Kinder E.________ und F.________ folgende Unterhaltsbeiträge zuzüglich allfälliger von 
ihm bezogener Familienzulagen zu bezahlen, zahlbar je zum Voraus auf den Ersten des Monats, so-
weit es sich um zukünftige Unterhaltsbeiträge handelt:

- rückwirkend ab dem 1. April 2023 bis 31. Dezember 2024 total CHF 10'770.00:
für E.________ CHF 2'620.00 Barunterhalt
für F.________ CHF 2'410.00 Barunterhalt + CHF 4'090.00 Betreuungsunterhalt
für die Berufungsbeklage CHF 1'650.00;

- rückwirkend ab dem 1. Januar 2025 bis 31. Juli 2026 total CHF 10'020.00:
für E.________ CHF 2'720.00 Barunterhalt
für F.________ CHF 2'520.00 Barunterhalt + CHF 2'390.00 Betreuungsunterhalt
für die Berufungsbeklagte CHF 2'390.00;

- ab dem 1. August 2026 bis 31. Juli 2028 total CHF 10'020.00:
für E.________ CHF 2'610.00 Barunterhalt
für F.________ CHF 2'610.00 Barunterhalt + CHF 2'400.00 Betreuungsunterhalt
für die Berufungsbeklagte CHF 2'400.00;

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- ab dem 1. August 2028 bis 31. Dezember 2029 total CHF 8'200.00:
für E.________ CHF 1'230.00 Barunterhalt
für F.________ CHF 2'820.00 Barunterhalt + CHF 1'340.00 Betreuungsunterhalt
für die Berufungsbeklagte CHF 2'810.00;

- ab dem 1. August 2034 bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung:
für F.________ CHF 240.00 Barunterhalt.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen und zusätzlich Mehrwertsteuerzusatz zulasten des Be-
rufungsklägers.

Sachverhalt

1. Aus der am tt.mm.2008 geschlossenen Ehe zwischen A.________ (nachfolgend: Gesuch-
stellerin) und C.________ (nachfolgend: Gesuchsgegner) sind die Kinder E.________, geb. 
tt.mm.2010, und F.________, geb. tt.mm.2016, hervorgegangen. Am 8. Juni 2022 haben die 
Parteien eine vorläufige aussergerichtliche Trennungsvereinbarung geschlossen (Vi act. 1/3).

2.1 Am 13. März 2023 reichte die Gesuchstellerin beim Kantonsgericht Zug, Einzelrichter, ein 
Gesuch um Anordnung von Eheschutzmassnahmen gemäss Art. 172 ff. ZGB ein (Vi act. 1). 
Am 21. April 2023 erstattete der Gesuchsgegner die Gesuchsantwort (Vi act. 9).

2.2 Am 27. Juni 2023 schlossen die Parteien – im Anschluss an deren Befragung durch den Ein-
zelrichter – eine Teileinigung über den Zeitpunkt des Getrenntlebens, die Kinderbelange (ex-
klusive Unterhalt) sowie die Benützung des Fahrzeugs und der ehelichen Wohnung während 
des Getrenntlebens durch die Gesuchstellerin ab (Vi act. 18). In der Folge plädierten sie zu 
den noch strittigen Beiträgen an den Unterhalt der Kinder und der Gesuchstellerin (Vi act. 19 
S. 9 ff.).

2.3 Mit Eingabe vom 31. August 2023 teilte die Gesuchstellerin dem Einzelrichter mit, dass sie 
das Eheschutzgesuch zurückziehe (Vi act. 30). In seiner Stellungnahme vom 7. September 
2023 wendete der Gesuchsgegner ein, ein Rückzug sei nicht möglich, weshalb das Verfah-
ren fortzusetzen sei (Vi act. 31). Im Rahmen des unbedingten Replikrechts bekräftigten beide 
Parteien ihre jeweiligen Standpunkte (Vi act. 40 und 43). 

2.4 Mit Beweisverfügung vom 21. März 2024 wurden die Parteien aufgefordert, Unterlagen zu 
ihren finanziellen Verhältnissen zu edieren (Vi act. 44).

2.5 Am 24. Juni 2024 ging beim Einzelrichter eine Gefährdungsmeldung der Schule von 
E.________ ein (Vi act. 54). Dazu nahmen die Parteien mit Eingaben vom 3. Juli 2024 Stel-
lung (Vi act. 56 f.).

2.6 Am 23. September 2024 fand eine zweite Parteibefragung und Instruktionsverhandlung statt 
(Vi act. 59/2 ff.).

2.7 Mit Entscheid vom 5. März 2025 wies der zuständige Einzelrichter am Kantonsgericht Zug 
das von der Gesuchstellerin gestellte Ausstandsgesuch gegen die eingesetzte Gerichts-
schreiberin kostenfällig ab (Vi act. 78).

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2.8 Am 2. Mai 2025 fällte die neu zuständige Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug nachfolgen-
den Entscheid. Dispositiv-Ziffern 1 sowie 2.1-2.6 entsprechen der Teileinigung vom 27. Juni 
2023 (Vi act. 79):

1. Es wird festgestellt, dass die Parteien berechtigt sind, den gemeinsamen Haushalt für unbe-
stimmte Dauer aufzuheben und bereits seit 8. Mai 2022 getrennt leben.

2.1 Die Kinder E.________, geb. tt.mm.2010, und F.________, geb. tt.mm.2016, werden unter die 
Obhut der Mutter gestellt. 

2.2 Der Vater wird berechtigt und verpflichtet, die Kinder E.________ und F.________ nach den 
Sommerschulferien 2023 in Wochen mit gerader Wochenzahl jeweils von Donnerstag, Schul-
schluss, bis Sonntag, 18.00 Uhr, auf eigene Kosten zu betreuen. 

2.3 Der Vater wird zudem berechtigt und verpflichtet, mit den Kindern E.________ und F.________ 
zwei bis drei Mal in der Woche (konkret: in ungeraden Wochen am Dienstag, Donnerstag und 
Sonntag, jeweils um 18.00 Uhr; in geraden Wochen am Montag und Mittwoch, jeweils um 18.00 
Uhr) für die Dauer von mindestens 20 Minuten per Telefon oder Video zu kommunizieren.

Die Mutter wird hierbei verpflichtet, die Kinder allein mit dem Vater kommunizieren zu lassen.

2.4 Weiter wird der Vater berechtigt und verpflichtet, die Kinder E.________ und F.________ 
während der Feiertage wie folgt zu betreuen:
 fällt das Betreuungswochenende des Vaters auf Ostern, dauert seine Betreuungsverantwor-

tung bis Ostermontag, 18.00 Uhr;
 fällt das Betreuungswochenende des Vaters auf Auffahrt, beginnt seine Betreuungsverant-

wortung bereits ab Mittwoch; Schulschluss;
 fällt das Betreuungswochenende des Vaters auf Pfingsten, dauert seine Betreuungsverant-

wortung bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr;
 über Weihnachten die erste Weihnachtsferienwoche ab letztem Schultag, Schulschluss 

(gemäss offiziellem Schulferienkalender) bis Samstag, 12.00 Uhr nach der erst en Weih-
nachtsferienwoche.

2.5 Die Eltern einigen sich dahingehend, dass die Kinder die eine Hälfte der Schulferien mit dem
Vater und die andere Hälfte mit der Mutter verbringen.

Können sie sich nicht einigen, so dauert eine Ferienwoche jeweils von Samstag, 12.00 Uhr,
bis Samstag, 12.00 Uhr.

Die Ferienbetreuung ist jeweils spätestens sechs Monate im Voraus zwischen den Eltern abzu-
sprechen. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem Vater in Jahren mit gerader Jahreszahl 
und der Mutter in Jahren mit ungerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich Aufteilung 
der Ferien zu.

Übt ein Elternteil sein Entscheidungsrecht nicht fristgemäss aus, fällt dem anderen Elternteil das 
Entscheidungsrecht zu.

2.6 In der übrigen Zeit werden die Kinder von der Mutter betreut.

3.1 Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an deren sowie den Unterhalt der ge-
meinsamen Kinder E.________ und F.________ folgende Unterhaltsbeiträge zuzüglich allfälli-
ger von ihm bezogenen Familienzulagen zu bezahlen, zahlbar je zum Voraus auf den Ersten 
des Monats, soweit es sich um zukünftige Unterhaltsbeiträge handelt: 

- rückwirkend ab dem 1. April 2023 bis 31. Dezember 2024 total CHF 10'770.00:

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für E.________ CHF 2'620.00 Barunterhalt
für F.________ CHF 2'410.00 Barunterhalt + CHF 4'090.00   Betreuungsunterhalt
für Gesuchstellerin CHF 1'650.00;

- rückwirkend ab dem 1. Januar 2025 bis 31. Juli 2026 total CHF 10'020.00:
für E.________ CHF 2'720.00 Barunterhalt
für F.________ CHF 2'520.00 Barunterhalt + CHF 2'390.00   Betreuungsunterhalt
für Gesuchstellerin CHF 2'390.00;

- ab dem 1. August 2026 bis 31. Juli 2028 total CHF 10'020.00:
für E.________ CHF 2'610.00 Barunterhalt
für F.________ CHF 2'610.00 Barunterhalt + CHF 2'400.00   Betreuungsunterhalt
für Gesuchstellerin CHF 2'400.00;

- ab dem 1. August 2028 bis 31. Dezember 2029 CHF 8'200.00:
für E.________ CHF 1'230.00 Barunterhalt
für F.________ CHF 2'820.00 Barunterhalt + CHF 1'340.00   Betreuungsunterhalt
für Gesuchstellerin CHF 2'810.00;

- ab dem 1. August 2034 bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung:
für F.________ CHF 240.00 Barunterhalt.

3.2 Im Sinne von Art. 286a ZGB wird festgehalten, dass der gebührende Unterhalt von F.________ 
wie folgt nicht gedeckt ist: 
- vom 1. Januar 2030 bis 31. Juli 2032: CHF 2'040.00 (Manko Barunterhalt: CHF 1'270.00; 

Manko Betreuungsunterhalt: CHF 770.00)
- vom 1. August 2032 bis 31. Juli 2034: CHF 1'210.00 (Manko Barunterhalt)

3.3 An ausserordentlichen Kinderkosten (wie z.B. Zahnkorrekturen, Sehhilfen, schulischen Förde-
rungsmassnahmen etc.), über welche sich die Eltern vorgängig verständigt haben, beteiligen 
sich beide Elternteile je zur Hälfte, soweit nicht Dritte (wie z.B. Versicherungen) für diese Kosten 
aufkommen.

4. Es wird festgestellt, dass die Gesuchstellerin an die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv Ziffer 
3.1 und 4 vom 1. April 2023 bis 31. Mai 2025 bereits Zahlungen im Umfang von CHF 89'972.00 
erhalten hat. Der Gesuchsgegner wird berechtigt, die Zahlungen im Umfang von CHF 89'972.00 
von den in Ziffer 3.1 und 4 festgesetzten Unterhaltsbeiträgen der entsprechenden Zeitperiode in 
Abzug zu bringen.

5. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner die sieben Bilder gemäss act. 20/2 – 
[...] – für die Dauer des Getrenntlebens auf erstes Verlangen herauszugeben.

6. Die Gerichtskosten werden wie folgt festgesetzt:

CHF 8'000.00Entscheidgebühr

Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und mit dem von der Gesuch-
stellerin geleisteten und nach dem Entscheid betreffend Ausstand noch verbleibenden Kosten-
vorschuss von CHF 3'000.00 verrechnet. Der Fehlbetrag wird im Umfang von CHF 1'000.00 von 
der Gesuchstellerin sowie im Umfang von CHF 4'000.00 vom Gesuchsgegner nachgefordert. 

7. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.

8. [Rechtsmittelbelehrung]

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9. [Mitteilungen]

3. Gegen Dispositiv-Ziffer 4 dieses Entscheids reichte die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 
20. Mai 2025 Berufung beim Obergericht des Kantons Zug ein. Gegenstand der Berufung 
bildete die Frage, ob die Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 2. Mai 2025 zu Recht davon 
ausging, dass der Gesuchsgegner für die Periode bis 31. Mai 2025 einen Betrag von insge-
samt CHF 89'972.00 bezahlt hat. Der Präsident der II. Zivilabteilung des Obergerichts Zug 
unterbreitete einen Vergleichsvorschlag, den beide Parteien annahmen. Nachdem der Ge-
suchsgegner nachwies, dass er den fehlenden Betrag von CHF 2'728.00 am 30. Mai 2025 
("Verfügbarkeitsdatum") bzw. 2. Juni 2025 ("Status […] abgeschlossen") überwiesen hatte, 
wurde das Berufungsverfahren mit Präsidialverfügung vom 24. Juni 2025 zufolge Vergleichs 
abgeschrieben, die Entscheidgebühr von CHF 800.00 den Parteien je hälftig auferlegt und 
die Parteikosten wettgeschlagen (Verfahren Z2 2025 21).

4.1 Am 4. Juni 2025 reichte der Gesuchsgegner beim Obergericht des Kantons Zug ebenfalls 
Berufung gegen den Entscheid der Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug vom 2. Mai 2025 
mit eingangs genanntem Rechtsbegehren ein. Ausserdem beantragte er, der Berufung sei 
hinsichtlich Dispositiv-Ziffer 3.1 des angefochtenen Entscheids die aufschiebende Wirkung 
zu erteilen (act. 1; Verfahren Z2 2025 23).

4.2 Mit Eingabe vom 20. Juni 2025 ersuchte die Gesuchstellerin um Abweisung des Antrags um 
Gewährung der aufschiebenden Wirkung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 
MWST) zulasten des Gesuchsgegners (act. 4).

4.3 In der Berufungsantwort vom 9. Juli 2025 stellte die Gesuchstellerin das eingangs genannte 
Rechtsbegehren (act. 7). 

4.4 In der Folge reichten die Parteien in Ausübung ihres unbedingten Replikrechts am 14. Juli 
(act. 9), 5. August (act. 12), 16. September (act. 19), 17. September (act. 21), 29. September 
(act. 23), 6. Oktober (act. 25) und 21. Oktober (act. 27) weitere Eingaben ein.

Erwägungen

1. Zum Berufungsverfahren ist vorab Folgendes festzuhalten:

1.1 Die Berufung gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid über Mass-
nahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft (Art. 271 ZPO) ist bei der Rechtsmittel-
instanz innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids schriftlich und begründet 
einzureichen (vgl. Art. 311 Abs. 1 i.V.m. Art. 314 Abs. 2 ZPO). Das Berufungsverfahren ist 
als eigenständiges Verfahren ausgestaltet. Es dient nicht der Vervollständigung des vorin-
stanzlichen Verfahrens, sondern der Überprüfung und Korrektur des erstinstanzlichen Ent-
scheids im Lichte konkret dagegen vorgebrachter Beanstandungen. Entsprechend ist die Be-
rufung nach Art. 311 Abs. 1 ZPO begründet einzureichen. Dabei muss der Berufungskläger 
aufzeigen, inwiefern und weshalb er den angefochtenen Entscheid in tatsächlicher oder 
rechtlicher Hinsicht als fehlerhaft erachtet bzw. weshalb (zulässige) Noven oder neue Be-
weismittel einen anderen Schluss aufdrängen. Um diesen Anforderungen nachzukommen, 
genügt es nicht, wenn der Berufungskläger lediglich auf seine Vorbringen vor erster Instanz 

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verweist, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufriedengibt oder den ange-
fochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Vielmehr muss er im Einzelnen die vor-
instanzlichen Erwägungen bezeichnen, die er beanstandet, sich mit ihnen argumentativ aus-
einandersetzen und die Aktenstücke nennen, auf denen seine Kritik beruht. Die Begründung 
muss hinreichend explizit sein, sodass sie vom Berufungsgericht einfach nachvollzogen 
werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_255/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.6; 
BGE 142 III 413 E. 2.2.2). Daran ändert die Geltung der Untersuchungsmaxime und des 
Offizialgrundsatzes gemäss Art. 296 ZPO nichts (Urteil des Bundesgerichts 5A_208/2024 
vom 14. Februar 2025 E. 4.1; BGE 138 III 374 E. 4.3.1 [= Pra 2013 Nr. 4]).

1.2 Die Begründung ist eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvorausset-
zung für die Berufung. Lässt die Berufung insgesamt oder hinsichtlich eines bestimmten 
Streitpunkts eine (hinreichende) Begründung vermissen, so tritt das Berufungsgericht darauf 
nicht ein. Die gerichtliche Fragepflicht nach Art. 56 ZPO entbindet nicht von einer gehörigen 
Begründung der Rechtsmitteleingabe. Ebenso wenig besteht eine Pflicht des Berufungsge-
richts, die Berufung zur Verbesserung zurückzuweisen. Dabei handelt es sich nicht um einen 
verbesserlichen Mangel im Sinne von Art. 132 Abs. 1 ZPO (Urteil des Bundesgerichts 
5A_452/2022 vom 11. April 2023 E. 4.2.1; 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015; je m.w.H.).

1.3 Mit der Berufung können die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) und die unrichtige Feststel-
lung des Sachverhaltes (lit. b) geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Das bedeutet, dass 
das Berufungsgericht über eine uneingeschränkte Prüfungsbefugnis in rechtlicher und 
tatsächlicher Hinsicht verfügt (Urteil des Bundesgerichts 5A_340/2021 vom 16. November 
2021 E. 5.3.1 m.w.H.). Es ist jedoch nicht gehalten, von sich aus alle sich stellenden tatsäch-
lichen und rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn keine entsprechenden Rügen der Par-
teien vor der zweiten Instanz vorliegen. Abgesehen von offensichtlichen Mängeln hat sich 
das Berufungsgericht grundsätzlich auf die Beurteilung der in der Berufung und Berufungs-
antwort gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Beanstandungen zu beschränken (Urteil 
des Bundesgerichts 4A_194/2024 vom 11. Oktober 2024 E. 4.2.2.2; BGE 144 III 394 
E. 4.1.4).

1.4 Neue Vorbringen sind im Berufungsverfahren grundsätzlich nur noch unter den Vorausset-
zungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig. Danach sind neue Tatsachen und Beweismittel 
nur noch zu berücksichtigen, wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht werden 
(Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vor-
gebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Art. 296 ZPO statuiert jedoch für Kin-
derbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorliegend zu beurteilen sind – 
den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den 
Sachverhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet. 
In Verfahren, die der umfassenden Untersuchungsmaxime unterstehen, können die Parteien 
auch im Berufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel unbeschränkt vorbringen. Die 
Bestimmung von Art. 317 Abs. 1 ZPO gilt somit nicht, sofern und soweit Kinderbelange zu 
beurteilen sind (BGE 150 III 385 E. 5.1 und 5.3; 144 III 349 E. 4.2.1 [= Pra 2019 Nr. 88]). 
Dementsprechend sieht der im Rahmen der ZPO-Revision neu eingeführte Art. 317 Abs. 1bis 
ZPO vor, dass die Rechtsmittelinstanz neue Tatsachen und Beweismittel bis zur Urteilsbera-
tung berücksichtigt, wenn sie den Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen hat. Ist nebst 
dem Kindesunterhalt im gleichen Entscheid der eheliche oder nacheheliche Unterhalt zu be-

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urteilen, sind hierfür auch die kraft der umfassenden Untersuchungsmaxime für den Kindes-
unterhalt gewonnenen Erkenntnisse zu berücksichtigen (vgl. BGE 147 III 301 E. 2.2).

1.5 Der Untersuchungsgrundsatz entbindet die Parteien indessen nicht von ihrer aktiven Mitwir-
kungspflicht sowie der Behauptungs- und Substanziierungslast. Es bleibt Aufgabe der Ehe-
gatten, dem Gericht das in Betracht kommende Tatsachenmaterial zu unterbreiten, die Be-
weismittel zu bezeichnen und die für die Ermittlung des Sachverhalts notwendigen Beweise 
im Rahmen des Zumutbaren beizubringen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_463/2022 vom 
22. Mai 2023 E. 6.5.1 m.w.H.).

1.6. Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 60 
ZPO). Das gilt grundsätzlich in jedem Prozessstadium, einschliesslich des Rechtsmittelver-
fahrens. Fehlt es an einer Prozessvoraussetzung, darf in der Sache nicht verhandelt werden 
und es ergeht ein Nichteintretensentscheid (Urteil des Bundesgerichts 4A_489/2024 vom 
25. November 2024 E. 1.2.1 f.; 4A_197/2022 vom 25. November 2022 E. 2.4.1).

1.6.1 Zu den Prozessvoraussetzungen gehört auch die Formulierung eines korrekten Rechtsbe-
gehrens. Ein solches ist auch im Berufungsverfahren zu stellen (BGE 148 III 322 E. 3.7; 
Urteil des Bundesgerichts 5A_342/2022 vom 26. Oktober 2022 E. 2.2.1 f.; Brunner, Funktio-
nen und Inhalt des Rechtsbegehrens im Zivilprozess, ZZZ 70/2025 S. 114 ff., 119 f.; Sutter-
Somm/Seiler, in: Sutter-Somm/Seiler [Hrsg.], Handkommentar zur Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung, 2021, Art. 59 ZPO N 16). Mangelhafte Rechtsbegehren sind jedoch nach Treu 
und Glauben auszulegen, insbesondere im Licht der dazu abgegebenen Begründung (Urteil 
des Bundesgerichts 4A_555/2022 vom 11. April 2023 E. 2.8).

1.6.2 Der Gesuchsgegner ficht vorliegend einzig die Unterhaltsbeiträge an die Kinder und die Ge-
suchstellerin, die Verteilung der vorinstanzlichen Gerichtskosten sowie die Verteilung und 
Höhe der vorinstanzlichen Parteikosten an (vgl. Ziff. 1-3 ihres Rechtsmittelbegehrens). Mit 
Bezug auf die Prozesskosten ersucht er einzig um Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 6 des an-
gefochtenen Entscheids (Gerichtskosten). Dass er nicht auch um Aufhebung von Dispositiv-
Ziffer 7 des angefochtenen Entscheids (Parteientschädigung) ersucht, ist offensichtlich 
ein Versehen. Schliesslich beantragt er die Zusprechung einer Parteientschädigung von 
CHF 20'000.00 für das vorinstanzliche Verfahren (Ziff. 3 seines Rechtsmittelbegehrens). Im 
Kontext betrachtet ist sein Rechtsmittelbegehren demnach klar und es kann darauf eingetre-
ten werden.

1.6.3 Die Gesuchstellerin beantragt die Abweisung der Berufung (Ziff. 1 ihres Rechtsmittelbegeh-
rens). Sie ersucht nicht darum, dass der angefochtene Entscheid zu bestätigen sei, sondern 
stellt in Ziffer 2 ihres Rechtsmittelbegehrens eigene Anträge. Diese entsprechen indes Dis-
positiv-Ziffer 3.1 des angefochtenen Entscheids. Demnach erhebt sie keine Anschlussberu-
fung, sondern will bloss Dispositiv-Ziffer 3.1 bestätigt haben. Anträge in der Sache mit Bezug 
auf den ebenfalls angefochtenen Teil (erster Spiegelstrich) von Dispositiv-Ziffer 3.2 stellt sie 
jedoch keine. Aus dem Kontext ergibt sich allerdings, dass sie letztlich um vollumfängliche 
Bestätigung des angefochtenen Entscheids ersucht. Insofern erweist sich auch ihr Rechts-
mittelbegehren als hinreichend klar.

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2. Der Gesuchsgegner rügt in der Berufung im Wesentlichen was folgt (stichwortartig): Un-
zulässige Zusprechung eines Ehegattenunterhalts trotz fehlenden bezifferten Antrags (dazu 
E. 4), fehlende Berücksichtigung der Kinderbetreuung des Gesuchsgegners bei der Ver-
teilung von Kinderkosten und Überschuss (E. 5), Anrechnung eines zu geringen hypotheti-
schen Erwerbseinkommens der Gesuchstellerin (E. 6) sowie einseitige Anrechnung eines 
(zu hohen) Vermögensverzehrs beim Gesuchsgegner (E. 7).

3. Bevor auf die einzelnen Rügen eingegangen wird, sind – zusammengefasst und soweit rele-
vant – die Erwägungen der Vorinstanz darzulegen: 

3.1 Für die Unterhaltsberechnung bildete die Vorinstanz sieben Phasen. Die erste Phase dauerte 
vom 1. April 2023 (rückwirkender Antrag sowie Umzug des Gesuchsgegners nach 
G.________ [Deutschland]) bis 31. Dezember 2024 (Anrechnung eines hypothetischen Ein-
kommens bei der Gesuchstellerin; diese Phase dauert gesamthaft 21 Monate), die zweite 
vom 1. Januar 2025 bis 31. Juli 2026 (F.________ wird 10 Jahre alt; 19 Monate), die dritte 
vom 1. August 2026 bis 31. Juli 2028 (voraussichtlicher Eintritt von F.________ in die Ober-
stufe und Volljährigkeit von E.________; 24 Monate), die vierte vom 1. August 2028 bis 
31. Dezember 2029 (Einbruch der Leistungsfähigkeit des Gesuchsgegners; 17 Monate), die 
fünfte vom 1. Januar 2030 bis 31. Juli 2032 (F.________ wird 16 Jahre alt; 31 Monate), die 
sechste vom 1. August 2032 bis 31. Juli 2034 (F.________ wird 18 Jahre alt; 24 Monate) und 
die siebte ab 1. August 2034 bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbil-
dung von F.________ (Vi act. 79 E. 5.6 und 6 ff.).

3.2 Für jede Phase ermittelte die Vorinstanz den Bedarf der Parteien und der gemeinsamen Kin-
der. Dabei verteilte sie den Grundbetrag der Kinder jeweils nicht auf die Elternteile, sondern 
rechnete diesen ausschliesslich bei den Kindern an. Bei der Gesuchstellerin wurde jeweils 
der Betrag für eine alleinerziehende Schuldnerin von CHF 1'350.00 (zumindest bis zur sieb-
ten Phase, mithin bis F.________ volljährig wird) und dem Gesuchsgegner für einen allein-
stehenden Schuldner von CHF 772.00 (CHF 1'200.00 umgerechnet auf die tieferen Lebens-
haltungskosten in G.________ mit dem Faktor 64,3 %) angerechnet. Dies begründete die 
Vorinstanz damit, dass die Gesuchstellerin die alleinige Obhut innehabe und die Parteien 
entsprechend keine alternierende Obhut leben würden, welche eine Aufteilung des Grundbe-
trages rechtfertigen würde (Vi act. 79 E. 6.2). Wohnkostenanteile für die Kinder beim Ge-
suchsgegner schied die Vorinstanz keine aus.

3.3 Das durchschnittliche Einkommen der Gesuchstellerin aus ihrer Erwerbstätigkeit, so die Vor-
instanz, betrage in der ersten Phase CHF 134.00 (= [2 × CHF 1'404.00 + 19 × CHF 0.00] ÷ 
21 Monate). Ein hypothetisches Einkommen sei ihr erst ab der zweiten Phase anzurechnen. 
Sodann sei glaubhaft, dass die Gesuchstellerin nicht Eigentümerin von Wohnungen in 
H.________ (Ukraine) sei, weshalb sie keine Erträge aus der Vermietung von Wohneigentum 
generiere. In der Steuererklärung 2022 habe sie ein Vermögen von CHF 554'658.00 bei jähr-
lichen Vermögenserträgen von CHF 5'917.00 deklariert, was einem Vermögensertrag von 
CHF 493.00 pro Monat entspreche. Zu berücksichtigen sei jedoch, dass der Gesuchsgegner 
von April 2023 bis Ende September 2024 einen durchschnittlichen Unterhaltsbeitrag von 
CHF 3'786.00 und seit Oktober 2023 [recte: 2024] einen deutlich reduzierten Unterhaltsbei-
trag von CHF 2'728.00 pro Monat überweise. Dies zeige, dass die Gesuchstellerin seit dem 
1. April 2023 auf die Anzehrung ihres Vermögens angewiesen sei, andernfalls sie ihre Le-

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benshaltungskosten sowie diejenigen der Kinder gar nicht hätte finanzieren können. Der vom 
Gesuchsgegner geleistete Beitrag von CHF 2'728.00 vermöchte nicht einmal die Wohnkos-
ten der Gesuchstellerin und der beiden Kinder zu decken. Unter diesem Aspekt erscheine es 
vorliegend nicht angemessen, der Gesuchstellerin einen Vermögensertrag anzurechnen. Zu-
sammenfassend sei bei der Gesuchstellerin in der ersten Phase der Unterhaltsberechnung 
von einem monatlichen Nettoeinkommen von CHF 134.00 pro Monat auszugehen (Vi act. 79 
E. 6.4.1.1 und 6.4.1.6). Ab dem 1. Januar 2025 sei ihr ein monatliches Nettoeinkommen von 
CHF 1'914.00 in einem Pensum von 50 % anzurechnen (Vi act. 79 E. 7.3.1 und 8.3.1). Ab 
der vierten Phase (samt fünfter Phase) ergebe sich gestützt auf das Schulstufenmodell bei 
einem Pensum von 80 % ein monatlicher Nettolohn von CHF 3'062.00 (Vi act. 79 E. 9.3.1 
und 10.3.1). Ab der sechsten Phase (samt der siebten Phase) habe die Gesuchstellerin ge-
stützt auf das Schulstufenmodell einer Erwerbstätigkeit im Vollpensum nachzugehen. Ent-
sprechend sei ihr ein Nettolohn von CHF 3'828.00 pro Monat anzurechnen (Vi act. 79 
E. 11.3.1 und 12.3.1).

3.4 Beim Gesuchsgegner sei in der ersten Phase von einem monatlichen Einkommen bzw. von 
Vermögensverzehr im Gesamtbetrag von CHF 19'096.00 (CHF 4'099.00 + CHF 14'997.00) 
pro Monat auszugehen.

3.4.1 Er beziehe seit seinem Umzug nach Deutschland per 1. April 2023 seinen Lohn von der 
I.________ GmbH. Im Jahr 2023 habe er ein monatliches Bruttogehalt von EUR 5'800.00 
bezogen, von dem die Steuern von EUR 1'268.83 sowie die Beiträge für die Renten- und Ar-
beitslosenversicherung von EUR 614.80 direkt abgezogen worden seien. Somit sei ein mo-
natliches Salär von EUR 3'916.37 verblieben. Zusätzlich habe er von der I.________ GmbH 
für die privaten Krankenkassenprämien einen monatlichen Betrag von EUR 405.64 erhalten, 
der zum Einkommen hinzugerechnet werden könne. Im Jahr 2023 habe der Gesuchsgegner 
somit ein monatliches Nettosalär von rund EUR 4'322.00 generiert. Seit dem Januar 2024 
beziehe er von der I.________ GmbH ein monatliches Nettoeinkommen von EUR 3'963.00, 
was unter Berücksichtigung der Entschädigung für die Krankenkasse von EUR 405.64 einem 
monatlichen Salär von EUR 4'368.76 entspreche. In der ersten Phase der Unterhaltsberech-
nung sei somit von einem durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen von rund 
EUR 4'349.00 auszugehen (EUR 38'898.00 [9 × EUR 4'322.00] + EUR 52'425.12 [12 × 
EUR 4'368.76] ÷ 21 Monate). Umgerechnet in Schweizerfranken sei somit von einem Netto-
einkommen von CHF 4'099.00 pro Monat auszugehen (Vi act. 79 E. 6.4.3.1).

3.4.2 Zu beachten sei, dass die Parteien überwiegend von der Rückzahlung der beiden Darlehen 
des Gesuchsgegners in CHF und USD gelebt hätten, welche dieser der J.________ AG bei 
deren Gründung gewährt habe. Zwischen den Jahren 2019 und 2020 hätten sich die beiden 
Darlehen um CHF 169'528.20 und zwischen 2022 und 2023 um CHF 179'636.31 
(CHF 1'036'696.24 ./. CHF 857'059.93) vermindert. Durchschnittlich hätten die Parteien in 
den Jahren 2019 bis 2023 von den beiden Darlehen somit CHF 179'966.48 pro Jahr bzw. 
CHF 14'997.20 pro Monat "verbraucht". Es sei unbestritten, dass die Parteien während des 
Zusammenlebens zur Finanzierung des ehelichen Standards der Familie vom Vermögen 
des Gesuchsgegners gelebt hätten, welches dieser der J.________ AG in Form eines Darle-
hens zur Verfügung gestellt habe. Es stelle sich somit die Frage, ob dieser Vermögensver-
zehr dem Gesuchsgegner auch nach dem 1. April 2023 zumutbar sei (Vi act. 79 E. 6.4.3.3).

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3.4.3 Könne mit dem Gesamteinkommen beider Haushalte der Bedarf der involvierten Personen 
nicht gedeckt werden, so stelle sich die Frage, ob eine oder mehrere Personen ihr Vermögen 
anzehren müssten, um den gesamten oder einen Teil des Unterhalts zu decken. Zwar sei der 
Unterhalt grundsätzlich aus dem laufenden Einkommen (Erträge aus Arbeit und Vermögen) 
zu decken, doch dürfe ausnahmsweise auf die Substanz des Vermögens gegriffen werden, 
wenn das Einkommen zur Deckung des Unterhalts nicht ausreiche. Klassischerweise gelte 
ein Vermögensverzehr dann als zumutbar, wenn die Eheleute ihre (gegebenenfalls grosszü-
gige) Lebenshaltung ganz oder teilweise aus ihrem Vermögen finanziert hätten (Vi act. 79 
E. 6.4.3.3 unter Hinweis auf BGE 147 III 393 E. 6.1.1–6.1.7; Urteil des Bundesgerichts 
5A_399/2022 vom 17. Oktober 2022 E. 2.1.1).

3.4.4 Da die Parteien bereits während des ehelichen Zusammenlebens überwiegend vom Vermö-
gen des Gesuchsgegners gelebt hätten und der Gesuchsgegner dies auch heute noch tue, 
sei ihm dieser Vermögensverzehr im Sinne der Saldierung des Darlehens gegenüber der 
J.________ AG nach wie vor zumutbar. Dies umso mehr, als es sich beim Eheschutzent-
scheid um einen befristeten Entscheid handle und die Parteien bereits seit mehr als zwei 
Jahren getrennt lebten, womit jeder Partei bereits heute ein Scheidungsanspruch zustehe. 
Es sei von einem ehelichen Standard der Familie von rund CHF 20'000.00 pro Monat auszu-
gehen. Zusätzlich zum aktuellen monatlichen Nettoeinkommen des Gesuchsgegners von 
CHF 4'053.00 sei somit der Vermögensverzehr im Betrag von CHF 14'997.00 pro Monat zu 
berücksichtigen. Das Darlehen des Gesuchsgegners gegenüber der J.________ AG werde 
so ungefähr per Ende 2029 aufgebraucht sein. Ab diesem Zeitpunkt – mithin ab der fünften 
Phase der Unterhaltsberechnung – sei von einem Einbruch der Leistungsfähigkeit des Ge-
suchsgegners auszugehen (Vi act. 79 E. 6.4.3.3).

3.4.5 Da dem Gesuchsgegner bereits ein Vermögensverzehr zugemutet werde, sei von der An-
rechnung eines (hypothetischen) Vermögensertrages abzusehen, zumal die entsprechen-
den Darlehen des Gesuchsgegners gegenüber der J.________ AG ohnehin den grössten 
Teil seines Vermögens ausmachten (Vi act. 79 E. 6.4.3.4).

3.4.6 In der zweiten, dritten und vierten Phase ging die Vorinstanz beim Gesuchsgegner von ei-
nem leicht höheren monatlichen Einkommen bzw. Vermögensverzehr im Gesamtbetrag von 
CHF 19'096.00 (CHF 4'099.00 + CHF 14'997.00) aus (Vi act. 79 E. 7.3.3, 8.3.3 und 9.3.3). 
Ab der fünften Phase hielt die Vorinstanz einen Vermögensverzehr nicht mehr für zumutbar. 
Da in dieser Phase aufgrund der Mankosituation keine Steuern im Bedarf der Parteien (und 
der minderjährigen Tochter) zu berücksichtigen seien, sei der vom Lohn getätigte Steuerab-
zug von monatlich EUR 1'222.08, auch im Sinne der Gleichbehandlung der Parteien, zum 
Einkommen des Gesuchsgegners hinzurechnen [bzw. nicht mehr abzuziehen]. Zusammen-
fassend sei beim Gesuchsgegner ein monatliches Nettosalär von EUR 5'590.84 bzw. umge-
rechnet CHF 5'270.00 pro Monat zu berücksichtigen (Vi act. 79 E. 10.3.3, 11.3.3 und 12.3.3).

3.5 Keine der Parteien behaupte aussergewöhnlich günstige finanzielle Verhältnisse. Solche 
liessen sich auch nicht den Akten entnehmen. Angesichts dessen seien die Unterhaltsbeiträ-
ge an die Kinder und den Ehegatten gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung 
nach der zweistufigen Methode der Existenzminimumberechnung mit Überschussverteilung 
festzulegen (Vi act. 79 E. 5.3).

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3.6 Im Wesentlichen gestützt auf diese Ausführungen ermittelte die Vorinstanz die Unterhaltsbei-
träge bzw. das jeweilige Manko wie nachfolgend tabellarisch festgehalten (Beträge in CHF; 
Vi act. 79 E. 6 ff.). Vorauszuschicken ist, dass der Betreuungsunterhalt jeweils vollumfänglich 
(der jüngeren) F.________ angerechnet wurde. Der Begriff "Überschussverteilung" in der 
Tabelle steht – soweit der Gesuchstellerin zugutekommend – für den ehelichen Unterhalt und 
– soweit den Kindern zugutekommend – für den Barunterhalt der Kinder. Letzterer setzt sich 
in der Tabelle folglich aus dem Betrag "Barunterhalt" sowie dem Betrag "Überschussvertei-
lung" zusammen. Zur besseren Nachvollziehbarkeit sind die Werte in der Tabelle (im Unter-
schied zur Berechnung der Vorinstanz) noch nicht gerundet.

Phasen Bezeichnung Gesuchstellerin Gesuchsgegner E.________ F.________
1 fam.rechtl. Exmin.           4'226.00           6'679.00    1'795.00    1'588.00 

Einkommen             134.00         19'096.00             -               -   
Überschuss          -4'092.00         12'417.00   -1'795.00   -1'588.00 
Betreuungsunterhalt           4'092.00          -4'092.00  
Barunterhalt          -3'383.00    1'795.00    1'588.00 
Verbleibend                    -             4'942.00             -               -   
Überschussverteilung           1'647.00          -3'295.00       824.00       824.00 
Verbleibend           1'647.00           1'647.00       824.00       824.00 

 Total Unterhalt          10'770.00   
2 fam.rechtl. Exmin.          4'303.00          6'701.00    1'732.00    1'526.00 

Einkommen          1'914.00         19'115.00      208.00      208.00 
Überschuss          -2'389.00         12'414.00   -1'524.00   -1'318.00 
Betreuungsunterhalt           2'389.00          -2'389.00  
Barunterhalt          -2'842.00    1'524.00    1'318.00 
Verbleibend                    -             7'183.00             -               -   
Überschussverteilung           2'394.00          -4'788.00    1'197.00    1'197.00 
Verbleibend           2'394.00           2'395.00    1'197.00    1'197.00 

 Total Unterhalt          10'019.00   
3 fam.rechtl. Exmin.           4'316.00           6'701.00    1'739.00    1'739.00 

Einkommen           1'914.00         19'115.00       330.00       330.00 
Überschuss          -2'402.00         12'414.00   -1'409.00   -1'409.00 
Betreuungsunterhalt           2'402.00          -2'402.00  
Barunterhalt          -2'818.00    1'409.00    1'409.00 
Verbleibend                    -             7'194.00             -               -   
Überschussverteilung           2'398.00          -4'796.00    1'199.00    1'199.00 
Verbleibend           2'398.00           2'398.00    1'199.00    1'199.00 

 Total Unterhalt          10'016.00   
4 fam.rechtl. Exmin.           4'401.00           6'701.00    1'614.00    1'742.00 

Einkommen           3'062.00         19'115.00       385.00       330.00 
Überschuss          -1'339.00         12'414.00   -1'229.00   -1'412.00 
Betreuungsunterhalt           1'339.00          -1'339.00  
Barunterhalt (Teil 1)          -2'641.00    1'229.00    1'412.00 
Verbleibend                    -             8'434.00             -               -   
Überschussverteilung           2'811.00          -4'217.00             -      1'406.00 
Verbleibend           2'811.00           4'217.00             -      1'406.00 

 Total Unterhalt            8'197.00   
5 betr.rechtl. Exmin.           3'835.00           6'605.00    1'593.00    1'593.00 

Einkommen           3'062.00           5'270.00       385.00       385.00 
 Überschuss            -773.00          -1'335.00   -1'208.00   -1'208.00 
6 betr.rechtl. Exmin.           3'879.00           6'605.00    1'593.00    1'593.00 

Einkommen           3'828.00           5'270.00       385.00       385.00 
 Überschuss              -51.00          -1'335.00   -1'208.00   -1'208.00 

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7 betr.rechtl. Exmin.           3'729.00           5'028.00  n.a.    1'593.00 
Einkommen           3'828.00           5'270.00  n.a.       385.00 
Überschuss               99.00             242.00  n.a.   -1'208.00 
Barunterhalt                    -              -242.00       242.00 

 Verbleibend                    -                      -         -966.00 

Ab der vierten Phase wurde E.________ aufgrund seiner Volljährigkeit kein Überschussanteil 
mehr zugesprochen. In der fünften Phase gab es keinen Unterhalt mehr, sondern nur Man-
kos. Ab der sechsten Phase ist für F.________, die ihr 16. Altersjahr erreicht hat, kein Be-
treuungsunterhalt mehr geschuldet. Für die siebte Phase ging die Vorinstanz davon aus, 
dass E.________ eine angemessene Erstausbildung abgeschlossen habe und folglich für die 
Unterhaltsberechnung unberücksichtigt bleibe. In der siebten Phase hielt die Vorinstanz im 
Dispositiv kein Manko mehr fest.

3.7 Schliesslich auferlegte die Vorinstanz die Gerichtskosten den Parteien je zur Hälfte und 
schlug die Parteikosten wett. Sie verwies auf Art. 106 Abs. 2 und Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO 
und hielt dazu fest, keine Partei habe vollständig obsiegt; die Gesuchstellerin sei hinsichtlich 
der Frage des Rückzugs des Eheschutzgesuchs sowie der Herausgabe der Bilder unterle-
gen, während bei den Unterhaltsbeiträgen von einem grösseren Obsiegen der Gesuchsteller-
in auszugehen sei. Im Eheschutzverfahren spreche sodann die Billigkeit oft dafür, den Par-
teien die Kosten zu gleichen Teilen aufzuerlegen (Vi act. 79 E. 15).

4. Zunächst ist auf die Rüge des Gesuchsgegners einzugehen, wonach die Vorinstanz der Ge-
suchstellerin mangels Bezifferung und Begründung keinen Ehegattenunterhalt hätte zuspre-
chen dürfen.

4.1 Der Gesuchsgegner macht geltend, die Gesuchstellerin habe es bis zum Schluss des Verfah-
rens unterlassen, ihre Anträge auf Unterhalt zu begründen und zu beziffern. Dies möge auf-
grund der Offizial- und Untersuchungsmaxime im Bereich des Kindesunterhalts wenig Folgen 
haben. Im Bereich des Ehegattenunterhalts präsentiere sich die Lage jedoch anders. Von 
anwaltlich vertretenen Parteien könne verlangt werden, dass sie im Eheschutzgesuch die 
Begehren um Ehegattenunterhalt beziffern oder wenigstens einen Mindestbetrag angeben 
würden, den sie nach Abschluss des Beweisverfahrens oder nach Auskunftserteilung durch 
den anderen Ehegatten ziffernmässig festlegen würden. Die durchwegs anwaltlich vertretene 
Gesuchstellerin habe es bis zum Schluss unterlassen, ihren Antrag zu beziffern. Sie habe es 
sogar unterlassen, ihre Anträge auf Unterhalt zu begründen bzw. eine eigene Unterhaltsbe-
rechnung vorzunehmen. Mangels eines begründeten und bezifferten Antrags dürfe das Ge-
richt im Bereich des Ehegattenunterhalts nicht von sich aus nach Gutdünken Unterhaltsbe-
rechnungen vornehmen und Unterhaltsbeiträge zusprechen (act. 1 Rz 7 ff.).

4.2 Die Rechtslage präsentiert sich wie folgt (zum Ganzen BGE 149 III 172 E. 3.4.1):

4.2.1 Der Dispositionsgrundsatz ist Ausdruck der Privatautonomie. Er besagt, dass das Gericht 
einer Partei nicht mehr und nichts anderes zusprechen darf, als sie verlangt, und nicht weni-
ger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 Abs. 1 ZPO). Es sind die Parteien, die mit 
ihren Rechtsbegehren die Grenzen ziehen, innerhalb deren sich das Gericht mit seiner recht-
lichen Beurteilung bewegen darf. Dem Gericht ist es im Anwendungsbereich von Art. 58 

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Abs. 1 ZPO versagt, den Streitgegenstand eigenmächtig auf nicht geltend gemachte Punkte 
auszudehnen. 

4.2.2 Auch im Eheschutzverfahren verfügen Ehegatten und minderjährige Kinder über selbständi-
ge Unterhaltsansprüche mit je eigenem rechtlichen Schicksal. Die Regelung über das Ge-
trenntleben unterscheidet ausdrücklich zwischen dem andern Ehegatten (Art. 176 Abs. 1 
Ziff. 1 ZGB) und den Kindern (Art. 176 Abs. 3 i.V.m. Art. 276 Abs. 2 ZGB) geschuldeten 
Geldbeiträgen. Der Anspruch auf Kindesunterhalt wird vom Offizialgrundsatz beherrscht 
(Art. 296 Abs. 3 ZPO). Der Unterhaltsanspruch des Ehegatten unterliegt hingegen dem Dis-
positionsgrundsatz (Art. 58 Abs. 1 ZPO), zumal das Gesetz keine Vorschrift enthält, wonach 
das Gericht diesbezüglich nicht an die Parteianträge gebunden ist (Art. 58 Abs. 2 ZPO). Al-
lein von daher ist das Eheschutzgericht somit nicht befugt, einem Ehegatten von Amtes we-
gen mehr Unterhalt zuzusprechen, als er verlangt hat. Es darf selbst dann nicht von Amtes 
wegen über die Begehren um Ehegattenunterhalt hinausgehen, wenn dem unterhaltspflichti-
gen Ehegatten nach Abzug seiner Leistungen an die Kinder noch verfügbare Mittel bleiben, 
die an sich mit dem anderen Ehegatten zu teilen wären. Daran ändert der im Eheschutzver-
fahren geltende Untersuchungsgrundsatz (Art. 272 ZPO) nichts. Denn er beschlägt die Fest-
stellung des Sachverhaltes und nicht die Bindung an die Parteianträge. Die Vorschrift in 
Art. 282 Abs. 2 ZPO schliesslich, wonach die Rechtsmittelinstanz, vor welcher der Unter-
haltsbeitrag für den Ehegatten angefochten wird, auch die nicht angefochtenen Unterhalts-
beiträge für die Kinder neu beurteilen kann, ist eine Ausnahme allein zugunsten des Kindes-
unterhalts, gestattet hingegen keine Neubeurteilung des Ehegattenunterhalts von Amtes we-
gen, wenn der Kindesunterhalt angefochten wird. Um sich gegen die Konsequenzen des 
Dispositionsgrundsatzes zu wappnen, hat der Ehegatte, der sowohl für ein Kind als auch für 
sich selbst Unterhalt erstreiten will, Eventualbegehren für den Fall zu stellen, dass er mit sei-
nen Hauptanträgen nicht obsiegt. Das gilt namentlich dort, wo aufgrund der gegebenen 
Streitlage ausreichend Anlass zu solchen Eventualbegehren besteht.

4.2.3 Die Dispositionsmaxime ist verletzt, wenn ein Gericht einem Ehegatten einen höheren Unter-
haltsbeitrag zuspricht als beantragt und dies damit begründet, der insgesamt zugesprochene 
Gesamtbetrag aus Ehegatten- und Kindesunterhaltsbeiträgen werde nicht überschritten (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 5A_970/2017 vom 7. Juni 2018 E. 3.1 f.). Indes steht es der will-
kürfreien Handhabung von Art. 58 Abs. 1 ZPO nicht entgegen, eine Gesamtbetrachtung vor-
zunehmen und auf den Gesamtbetrag von Ehegatten- und Betreuungsunterhalt abzustellen. 
Diese Sichtweise rechtfertigt sich mit Blick auf die Interdependenz zwischen Betreuungs- und 
Ehegattenunterhalt, die sich daraus ergibt, dass der Betreuungsunterhalt zwar als Anspruch 
des Kindes ausgestaltet, wirtschaftlich jedoch dem betreuenden Elternteil zugedacht ist (Ur-
teil des Bundesgerichts 5A_144/2023 vom 26. Mai 2023 E. 7.2.1). Erfolgt eine gesamthafte 
Berechnung des Ehegatten- und Kindesunterhalts, ist dem Dispositionsgrundsatz Genüge 
getan, wenn der Ehegatte für sich einen Unterhalt in der Höhe der Differenz zwischen dem 
zu beziffernden Gesamtunterhalt und dem vom Gericht festgelegten Kindesunterhalt bean-
tragt, da er den Umfang des Letzteren vor dem Entscheid nicht kennen kann (Bähler, Basler 
Kommentar, 4. A. 2024, Art. 272 ZPO N 1d mit Hinweis auf Urteil des Bundesgerichts 
5A_112/2020 vom 28. März 2022 E. 2.2).

4.2.4 Auf Geldzahlung gerichtete Begehren, wozu auch der Unterhalt zählt, sind zu beziffern. Wie 
alle Prozesshandlungen sind auch Rechtsbegehren nach Treu und Glauben auszulegen, 

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insbesondere im Lichte der dazu gegebenen Begründung (vgl. vorne E. 1.6.1). Tritt ein Ge-
richt auf eine Klage oder ein Gesuch mit formell mangelhaften Rechtsbegehren nicht ein, 
obwohl sich aus der Begründung mit hinreichender Deutlichkeit ergibt, was verlangt oder – 
im Falle zu beziffernder Rechtsbegehren – welcher Geldbetrag gefordert wird, so läuft es Ge-
fahr, gegen das Verbot des überspitzten Formalismus zu verstossen, das sich aus Art. 29 
Abs. 1 BV ergibt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_157/2021 vom 24. Februar 2022 E. 5; 
5A_164/2019 vom 20. Mai 2020 E. 4.3). Die Auslegung unklarer oder unvollständiger 
Rechtsbegehren ist insbesondere bei Laieneingaben angezeigt, indes auch bei anwaltlich 
vertretenen Parteien nicht ausgeschlossen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_555/2022 
vom 11. April 2023 E. 2.7 ff.).

4.3 Für den vorliegenden Fall bedeutet dies was folgt:

4.3.1 Die Gesuchstellerin beantragte im Eheschutzgesuch vom 13. März 2023, der "Gesuchsgeg-
ner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab Anfang April 2023 angemessene, monatliche 
Unterhaltsbeiträge für sie persönlich zu bezahlen, zahlbar im Voraus jeweils auf den Ersten 
des Monats" (Ziff. 7 des Rechtsbegehrens; Vi act. 1). Zwar behielt sie sich vor, ihre Anträge 
nach Abschluss des Beweisverfahrens abzuändern, zu ergänzen oder genau zu beziffern 
(Ziff. 8 ihres Rechtsbegehrens). Dies tat sie jedoch nicht. In ihrem zweiten Parteivortrag an 
der zweiten Instruktionsverhandlung vom 23. September 2024 hielt sie ausdrücklich an den 
bisher gestellten Anträgen fest (Vi act. 61 S. 4). Ein beziffertes Rechtsbegehren liegt nicht 
vor. Es bleibt zu prüfen, ob sich ein solches Begehren – wie die Gesuchstellerin in der Be-
rufungsantwort ausführt (act. 7 Rz 3 ff.) – aus ihren Rechtsschriften und Ausführungen an der 
(ersten) Instruktionsverhandlung ergibt.

4.3.2 Im Eheschutzgesuch führte die Gesuchstellerin aus, der Gesuchsgegner habe so viel an sie 
und die Kinder zu bezahlen, wie es zur Fortsetzung des bisherigen Lebensstandards ange-
zeigt sei. In diesem Zusammenhang, so die Gesuchstellerin im Gesuch, sei darauf hinzuwei-
sen, dass der Gesuchsgegner bis und mit März 2022 monatlich jeweils CHF 10'000.00 an 
seine Ehefrau als Unterhalt überwiesen habe (Vi act. 1 Rz 8). Im ersten Parteivortrag an der 
ersten Instruktionsverhandlung vom 27. Juni 2023 brachte sie vor was folgt: Die Parteien hät-
ten gemeinsam eine Trennungsvereinbarung abgeschlossen, in der sich der Gesuchsgegner 
verpflichtet habe, der Gesuchstellerin CHF 10'000.00 [im Monat] als Gesamtpaket zu bezah-
len; die Gesuchstellerin habe mindestens einen Bar- und Betreuungsunterhalt für Frau und 
Kinder von CHF 8'444.50 geltend gemacht und unter Berücksichtigung des Umstands, dass 
der bisherige Lebensstandard gewahrt werden müsse, komme ein Unterhaltsanspruch der 
Ehefrau hinzu, mindestens bis diese CHF 10'000.00 aufgefüllt seien (vgl. Vi act. 19 S. 9). 
Diese Ausführungen sind nach Treu und Glauben so zu verstehen, als wolle die Gesuch-
stellerin stets so viel an Ehegattenunterhalt, dass sich dieser zusammen mit dem Kindesun-
terhalt auf monatlich CHF 10'000.00 beläuft. Die Gesuchstellerin bezog sich dabei auf die 
Trennungsvereinbarung und beabsichtigte (für den Gesuchsgegner ohne Weiteres erkenn-
bar), mindestens die darin festgelegten Unterhaltsbeiträge zu erhalten. Es ergibt sich mithin 
hinreichend deutlich, welchen Geldbetrag die Gesuchstellerin an Ehegattenunterhalt forderte. 

4.4 Die Vorinstanz trat mithin zu Recht auf das Rechtsbegehren betreffend Ehegattenunterhalt 
ein. Allerdings ging sie in den ersten drei Unterhaltsphasen (vom 1. April 2023 bis 31. Juli 
2028) über diesen Antrag hinaus, indem sie der Gesuchstellerin einen Ehegattenunterhalts-

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beitrag zusprach, der – zusammen mit den Kindesunterhaltsbeiträgen – den Betrag von mo-
natlich CHF 10'000.00 überstieg (vgl. vorne E. 3.5). Ob sich dies auf das Ergebnis auswirkt, 
wird sich bei der neu vorzunehmenden Unterhaltsberechnung zeigen (dazu E. 8).

5. Als Nächstes ist auf die Rüge einzugehen, wonach die Vorinstanz es zu Unrecht unterlassen 
habe, die Kinderkosten und den Überschuss aufgrund der Betreuungsanteile des Gesuchs-
gegners unter den Parteien aufzuteilen.

5.1 Der Gesuchsgegner macht geltend, die von der Vorinstanz genehmigte Betreuungsregelung 
ergebe unter Berücksichtigung der Ferien einen Betreuungsanteil der Mutter von 69 % und 
einen solchen des Vaters von 31 %. Damit liege nach herrschender Lehre und Praxis eine 
Regelung vor, bei der die alternierende Obhut anzuordnen und die bei beiden Elternteilen 
anfallenden Kinderkostenanteile zu berücksichtigen seien. Allein der Umstand, dass ver-
gleichsweise vereinbart worden sei, die Obhut bei der Mutter zu belassen, vermöge an der 
Tatsache der tatsächlichen Betreuung nichts zu ändern. Der guten Ordnung halber sei an-
zumerken, dass die Kinderkosten – losgelöst vom Begriff der "Obhut" – immer bei dem El-
ternteil zu berücksichtigen seien, bei dem sie auch effektiv anfielen (act. 7 Rz 12 ff.).

5.2 Zu den Elternrechten und -pflichten gehören gemäss Gesetz namentlich die elterliche Sorge, 
die Obhut, der persönliche Verkehr oder die Betreuung sowie der Unterhaltsbeitrag (Art. 133 
Abs. 1 ZGB). Was unter elterlicher Sorge zu verstehen ist, wird im Sinne eines Programm-
satzes in Art. 301 Abs. 1 und 2 ZGB umschrieben. Konkrete Teilbereiche werden in weiteren 
Bestimmungen (etwa in Art. 301 Abs. 3 und 4, Art. 301a, Art. 302 f., Art. 304 und Art. 318 ff. 
ZGB) geregelt (Schwenzer/Cottier, Basler Kommentar, 7. A. 2022, Art. 301 ZGB N 1; Urteil 
des Bundesgerichts 5A_609/2016 vom 13. Februar 2017 E. 4.1). Was hingegen unter Obhut, 
persönlichem Verkehr und Betreuungsanteilen zu verstehen ist, wird im Gesetz nicht defi-
niert. Die alternierende Obhut wird im ZGB nur an zwei Stellen erwähnt, jedoch auch nicht 
definiert. Gemäss diesen Bestimmungen hat das Gericht (Art. 298 Abs. 2ter ZGB) oder die 
Kindesschutzbehörde (Art. 298b Abs. 3ter ZGB) bei gemeinsamer elterlicher Sorge im Sinne 
des Kindeswohls die Möglichkeit einer alternierenden Obhut zu prüfen, wenn ein Elternteil 
oder ein Kind dies verlangt. Die Lehrmeinungen zum Begriff Obhut sind kontrovers (vgl. 
Gloor, Der Begriff der Obhut, FamPra.ch 2/2015 S. 331 ff. mit zahlreichen Hinweisen). Das 
Bundesgericht schloss sich der herrschenden Lehre an und hielt fest, dass sich die Bedeu-
tung des Begriffs Obhut (nunmehr) auf die "faktische Obhut" beschränkt, das heisst auf die 
Befugnis zur täglichen Betreuung (nach Rizvi, Anmerkungen zum Eheschutz, AJP 7/2024 
S. 667 ff., 672: "Betreuungsverantwortung") des Kindes und auf die Ausübung der Rechte 
und Pflichten im Zusammenhang mit seiner Pflege und laufenden Erziehung (BGE 142 III 
612 E. 4.1 mit zahlreichen Hinweisen). Sodann tendierte das Bundesgericht zunächst – 
ebenfalls mit der herrschenden Lehre (allerdings ohne Hinweise auf diese) – dazu, die "fakti-
sche Obhut" und den "persönlichen Verkehr" gleichzusetzen; dabei hielt es fest, dass bei der 
Regelung des persönlichen Verkehrs stets die Betreuungsanteile (mit)gemeint sind (Urteil 
5A_418/2019 vom 29. August 2019 E. 3.5.2; Büchler/Clausen, Das "gerichtsübliche" Be-
suchsrecht, FamPra.ch 3/2020 S. 535 ff., 562 ff. mit Hinweisen). Später unterschied das 
Bundesgericht begrifflich wieder genauer zwischen persönlichem Verkehr und Betreuungsan-
teil: Werde die Obhut nicht nur einem Elternteil zugewiesen, sondern die alternierende Obhut 
vorgesehen, sei kein Besuchsrecht mehr zu regeln; vielmehr seien diesfalls die Betreuungs-

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anteile festzulegen (Urteil 5A_139/2020 vom 26. November 2020 E. 3.3.2, nicht publiziert in: 
BGE 147 III 121). 

5.3 Ab welchem Betreuungsanteil von alternierender Obhut (anstatt von alleiniger) auszugehen 
ist und wie die Betreuungsanteile zu ermitteln sind, wird in der Lehre und der kantonalen 
Rechtsprechung nach wie vor unterschiedlich beantwortet und wurde bisher vom Bundes-
gericht nicht geklärt bzw. verbindlich festgelegt. Die minimale Betreuung, bei der von einer 
alternierenden Obhut auszugehen ist, variiert je nach Lehrmeinung von 25 % bis 35 % (vgl. 
Maier, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, 2023, N 565; Rizvi, a.a.O., S. 673; je mit Hinwei-
sen). Demgegenüber schien der Gesetzgeber noch davon auszugehen, eine alternierende 
Obhut setze voraus, dass die Eltern die Kinderbetreuung "zu mehr oder weniger gleichen 
Teilen" übernehmen (Urteil des Bundesgerichts 5A_794/2017 vom 7. Februar 2018 E. 3.1; 
Botschaft des Bundesrats zu einer Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Kin-
desunterhalt] vom 29. November 2013, BBl 2014 529 ff., 564 und 572 [nachfolgend: Bot-
schaft]). Sodann existiert eine Vielzahl von Methoden, um die Betreuungsanteile zu ermitteln 
(vgl. Furler, Betreuungsanteile bei der alternierenden Obhut: Überlegungen zur Berechnung, 
legalis brief Fachdienst Familienrecht 3/2023 mit Hinweisen). In einem Urteil aus dem Jahr 
2019 zeigte das Bundesgericht, wie die Anteile ermittelt werden könnten. Eine Auseinander-
setzung mit verschiedenen Methoden erfolgte dabei aber nicht und das Bundesgericht erklär-
te die von ihm verwendete Methode auch nicht für verbindlich (vgl. Urteil 5A_743/2017 vom 
22. Mai 2019 E. 2.2; ferner von Werth, Unification du droit de l'entretien par le Tribunal fé-
déral, in: Fountoulakis/Jungo [Hrsg.], Symposium en droit de la famille – Famille et argent, 
2022, S. 1 ff, 12).

5.4 Soweit es einzig um die Betreuung bzw. Betreuungsverantwortung geht, sind die Unterschei-
dung zwischen Obhut, persönlicher Verkehr und Betreuung bzw. Betreuungsanteil sowie die 
Benennung der Betreuungsform im Dispositiv rechtlich nicht erheblich und – insbesondere 
auch aus der Optik des Kindeswohls – überflüssig (ähnlich Geiser, Alternierende Obhut – 
Wie weiter?, ZKE 2024 S. 142 ff., 149; Urteil des Bundesgerichts 5A_894/2023 vom 28. Au-
gust 2023 E. 3.2; dennoch erachtete es das Bundesgericht in anderen Entscheiden für erfor-
derlich, die Betreuungsform im Dispositiv festzuhalten: Urteil 5A_366/2025 vom 17. Juli 2025 
E. 4.3 und BGE 147 III 121 E. 3.2.3). Wichtig war dem Gesetzgeber, der an diesen Begriffen 
auch in der letzten, per 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Revision festhielt und ausserdem 
neu den Begriff der "alternierenden Obhut" ins Gesetz aufnahm, zu betonen, dass eine re-
gelmässige persönliche Beziehung zu beiden Elternteilen absolut zentral ist (vgl. Art. 298 
Abs. 2bis ZGB; Aeschlimann/Schweighauser/Stoll, Das Parlament revidiert das Familienrecht 
– was sagen Lehre und Praxis dazu?, FamPra.ch 1/2024 S. 81 ff., 84 f. mit Hinweis auf das 
Amtliche Bulletin 2015 N 423; Maier/Vecchiè, Geteilte Obhut um jeden Preis?, AJP 7/2022 
S. 696 ff., S. 702). Beabsichtigt war nicht, eine Vorgabe zu machen, welche Betreuungsform 
oder welcher Betreuungsanteil die Regel sein soll, sondern vielmehr, das Schema des klas-
sischen Wochenendbesuchsrechts zu durchbrechen. In der bundesrätlichen Botschaft zum 
revidierten Kindesunterhaltsrecht kommt zum Ausdruck, dass die gesellschaftliche Realität 
getrennter Familien heute ganz verschiedene Ausgestaltungen haben kann und der Überg-
ang von der alleinigen zur alternierenden Obhut fliessend ist. Es wurde darauf hingewiesen, 
dass Fälle, in denen die Eltern ihre Unterhaltspflicht in natura und als Geldleistung erfüllen – 
unabhängig von der Zuteilung der Obhut – immer häufiger seien; insofern werde bei der Be-
messung des Unterhaltsbeitrags der Anteil jedes Elternteils in natura und in Geldleistungen 

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am Unterhalt des Kindes berücksichtigt, während der Verweis auf die Obhut in Art. 276 und 
Art. 285 ZGB gestrichen werde (Botschaft, S. 572 f.).

5.5 Trotz des fliessenden Übergangs zwischen alleiniger und alternierender Obhut unterscheidet 
das Bundesgericht bei der Bemessung des Kindesunterhalts kategorisch zwischen diesen 
beiden Betreuungsformen: So leistet gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nämlich 
der Elternteil, der die alleinige Obhut über das Kind ausübt, seinen Unterhaltsbeitrag bereits 
vollständig in natura (Naturalunterhalt) und der Geldunterhalt ist vollständig vom anderen 
Elternteil zu erbringen. Abweichungen von diesem Grundsatz sind geboten, wenn der haupt-
betreuende Elternteil (finanziell) leistungsfähiger ist als der andere. Steht das Kind hingegen 
unter der alternierenden Obhut der Elternteile, so sind nach bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung die finanziellen Lasten nach Betreuungsumfang sowie Leistungsfähigkeit unter den 
Eltern zu verteilen (BGE 147 III 265 E. 5.5 und 8.1 mit Hinweisen). Mit anderen Worten 
spricht eine Vermutung dafür, dass der Elternteil, der die alleinige Obhut innehat, keinen 
Geldunterhalt schuldet, ausser er sei finanziell leistungsfähiger. Aufgrund dieser Rechtspre-
chung kommt der Abgrenzung zwischen alleiniger und alternierender Obhut somit eine sehr 
entscheidende "Kippschalter-Funktion" (Triagefunktion) zu (Arndt/Jungo, Die Berechnung 
von Unterhalt – ein Lösungsansatz, FamPra.ch 2/2025 S. 281 ff., 300).

5.6 Diese Rechtsprechung führt in der Praxis dazu, dass sich Eltern um Betreuungsanteile strei-
ten, um damit zu erreichen oder zu verhindern, dass der Geldunterhalt unter ihnen aufgeteilt 
wird. Das Kindeswohl wird dabei oft vernachlässigt. Einige Stunden mehr oder weniger Be-
treuung bewirken einen Alles-oder-nichts-Entscheid. So kommt es regelmässig vor, dass 
beispielsweise die Mutter nichts dagegen einzuwenden hätte, wenn der Vater sich einen Tag 
mehr um das Kind kümmert, sie sich aber aus finanziellen Überlegungen dagegenstellt, oder 
der Vater um zwei zusätzliche Abende Betreuung kämpft, obwohl dies mit seiner Erwerbs-
tätigkeit vernünftigerweise nicht vereinbar ist (vgl. Arndt/Jungo, a.a.O., S. 300). Der Kipp-
schalter-Effekt wurde auch im Arbeitskreis der Familienrecht§Tage 2025 kritisiert (vgl. Guil-
lod/  Stoll, Ausgewählte Herausforderungen in der Unterhaltspraxis, Elfte Schweizer Familien-
recht§Tage 2025 S. 89 ff., 104). 

5.7 Die Problematik hinter dem Kippschalter-Effekt wurde ebenso in der Politik erkannt. In Erfül-
lung des Postulats 21.4141 Silberschmidt liess der Bundesrat unter anderem die Praxis der 
erst- und zweitinstanzlichen Gerichte mit Fokus auf die Obhut evaluieren. Der dem Bundes-
rat im Oktober 2023 vorgelegte Schlussbericht des Büros für Arbeits- und sozialpolitische 
Studien Bass AG zeigte, dass die Methode des Bundesgerichts, bei welcher der Obhut der 
genannte Kippschalter-Effekt für den Kindesunterhalt zukommt, aus der Sicht etlicher Prakti-
kerinnen und Praktiker unerwünscht und unbefriedigend ist (vgl. S. 84 f. dieses Berichts, ab-
rufbar unter Verwendung der Suchfunktion auf: www.buerobass.ch). Der Bundesrat gelangte 
zur Auffassung, dass diese Problematik einer eingehenden Analyse bedürfe. Diese Prüfung 
nimmt er derzeit in Erfüllung des Postulats 23.4328 Arslan vor (vgl. Bericht des Bundesrates 
vom 24. April 2024, S. 28 f., abrufbar unter: https://www.bj.admin.ch/bj/de/home/publiservice/  
publikationen/  berichte-gutachten/2024-04-240.html). 

5.8 Mit Bezug auf die Unterhaltsberechnung kommt indes nicht nur eine Änderung des Geset-
zes, sondern auch eine Änderung der Gerichtspraxis in Betracht. Eine Praxisänderung lässt 
sich nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung regelmässig nur begründen, wenn die neue 

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Lösung besserer Erkenntnis der ratio legis, veränderten äusseren Verhältnissen oder ge-
wandelter Rechtsanschauung entspricht; andernfalls ist die bisherige Praxis beizubehalten. 
Eine Praxisänderung muss sich deshalb auf ernsthafte sachliche Gründe stützen können, die 
– vor allem im Interesse der Rechtssicherheit – umso gewichtiger sein müssen, je länger die 
als falsch oder nicht mehr zeitgemäss erachtete Rechtsanwendung gehandhabt worden ist 
(vgl. BGE 148 III 270 E. 7.1; 137 III 352 E. 4.6).

5.9 Das Bundesgericht hat sich – soweit ersichtlich – nie damit auseinandergesetzt oder ausein-
andersetzen müssen, ob sich das Festhalten an dieser Praxis noch rechtfertigt. In einem Ur-
teil aus dem Jahr 2022 warf es zwar diese Frage auf, klärte sie aber nicht. Vielmehr bezeich-
nete es bloss als nicht willkürlich, dass die Vorinstanz die alleinige Obhut anordnete und 
trotzdem den hauptbetreuenden Elternteil verpflichtete, sich am Kindesunterhalt zu beteili-
gen, weil der andere Elternteil die Kinder nebst jedem zweiten Wochenende und der Hälfte 
der Ferien auch einen Tag unter der Woche betreute (Urteil 5A_117/2021 vom 9. März 2022 
E. 4.2 f.). Zur Begründung der Praxis, wonach grundsätzlich der Inhaber der alleinigen Obhut 
keinen Geldunterhalt schuldet, verweist das Bundesgericht standardmässig auf die Gleich-
wertigkeit von Natural- und Geldunterhalt (statt Vieler: BGE 147 III 265 E. 5.5): "Steht das 
Kind unter der alleinigen Obhut des einen Elternteils, indem es in dessen Haushalt lebt und 
den anderen Elternteil nur im Rahmen des Besuchs- und Ferienrechts sieht, so leistet der 
obhutsberechtigte Elternteil seinen Unterhaltsbeitrag bereits vollständig in natura, indem 
er dem Kind Pflege und Erziehung erweist (sog. Naturalunterhalt). Diesfalls fällt der Geld-
unterhalt vor dem Hintergrund der Gleichwertigkeit von Geld- und Naturalunterhalt […] vom 
Grundsatz her vollständig dem anderen Elternteil anheim, wobei in bestimmten Konstellatio-
nen ein Abweichen vom Grundsatz geboten ist". Der springende Punkt liegt im Begriff 
"vollständig". Ein Elternteil kann den Naturalunterhalt allerdings nur dann vollständig erbrin-
gen, wenn der andere Elternteil das Kind gar nie betreut. Darauf zielt die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung aber nicht ab. Sie bezieht sich vielmehr auf jene Konstellationen, in denen 
einem Elternteil bloss ein Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende sowie in zwei bis 
drei Wochen im Jahr während der Schulferien zusteht (früher: "gerichtsübliches Besuchs-
recht"). Weshalb das Bundesgericht eine weniger intensive Betreuung (etwa ein Wochen-
endbesuchsrecht) nicht auch als (weniger umfangreichen) Naturalunterhalt wertet, lässt sich 
aus der Begründung, wonach Natural- und Geldunterhalt gleichwertig sind, nicht entnehmen.

5.10 Unter finanziellen Gesichtspunkten lässt sich diese Rechtsprechung nicht erklären. Auch bei 
einer weniger intensiven Betreuung über das Wochenende oder in den Ferien können für ein 
Kind – mitunter namhafte – Kosten für Kost und Logis, aber auch für Körperpflege, Kleider, 
Schuhe, Schule, Windeln, Freizeitaktivitäten und vieles mehr anfallen. Hervorzuheben und zu 
Diskussionen Anlass geben insbesondere die Wohnkosten. Es mag zwar zutreffen, dass für 
ein Kind, das unter alleiniger Obhut eines Elternteils steht und beim anderen Elternteil ledig-
lich "zu Besuch" ist, in der Regel kein fest eingerichteter Schlafplatz und auch kein persönli-
ches Mobiliar benötigt wird (vgl. Maier, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, a.a.O., N 567). 
Was das Wohnen, die Ausstattung und die Einrichtung des Haushalts anbelangt, liegt der 
wesentliche Unterschied darin, dass für ein Kind, das unter alternierender Obhut steht, häu-
figer bei beiden Elternteilen eine Infrastruktur vorhanden ist, die ausschliesslich für dieses 
Kind vorgesehen ist und anderweitig vernünftigerweise nicht genutzt werden kann. Einem 
Kind, das hingegen nur für wenige Tage im Monat bei einem Elternteil "zu Besuch" ist, wird 
eher zugemutet, in einem Raum zu übernachten, der dem betreffenden Elternteil unter der 

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Woche zu einem anderen Zweck, beispielsweise als Büro oder Wohnzimmer, dient. Nun ist 
aber zu bedenken, dass ein Kind, das früher im gemeinsamen Haushalt der Eltern über ein 
eigenes Kinderzimmer verfügte, kaum einsieht, weshalb es nach der Trennung beim Eltern-
teil, dem keine Obhut eingeräumt wurde, plötzlich nur noch "Besucher" ist. Weiter gilt zu be-
denken, dass das Mass an Ausstattung im Alltag nicht primär durch die Intensität der Betreu-
ung bestimmt wird, sondern den räumlichen und finanziellen Verhältnissen der Eltern sowie 
den von ihnen gesetzten Prioritäten geschuldet ist. Auch bei zusammenlebenden Eltern 
kommt es vor, dass sich mehrere Kinder ein Zimmer teilen. Umgekehrt kann es sein, dass 
jedem Kind nebst dem Kinderzimmer noch mehrere Hobbyräume zur Verfügung stehen. Ein 
einmal gelebter Standard soll grundsätzlich auch nach dem Getrenntleben fortgeführt bzw. 
bei der Unterhaltsfestsetzung berücksichtigt werden können, selbstverständlich nur so weit, 
als die finanziellen Verhältnisse dies zulassen. Die finanziellen Möglichkeiten bilden auch 
nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Leitplanken (s. etwa Urteil 5A_273/2018 vom 
25. März 2019 E. 6.3.1.1). Einschränkungen sind ausserdem vorzunehmen, falls die Beibe-
haltung eines gewissen finanziellen Standards in beiden Haushalten zu einer Querfinanzie-
rung unter den Eltern führte: Wer beispielsweise über eine beschränkte Ausstattung für das 
Kind verfügt, soll nicht über (vermeintliche) Kinderkosten querfinanziert werden.

5.11 Die Rechtsprechung des Bundesgerichts führt – wie dargelegt – regelmässig zu einem Streit 
um Betreuungsanteile. Ein solcher haftet einem Familienrechtsstreit zwar in gewissem Mas-
se naturgemäss an. Problematisch ist indes, dass beim hier angesprochenen Streit nicht im-
mer das Kindeswohl an erster Stelle steht, sondern zu oft monetäre (egoistische) Interessen 
der Eltern den Streit um die Aufteilung der Betreuung überschatten. Die Rechtsprechung 
setzt mithin falsche Anreize. Einvernehmliche Lösungen unter den Eltern (sog. Elternauto-
nomie) werden massiv erschwert. Doch gerade für die Eltern, das Kind sowie das Umfeld der 
Familie wären solche Vereinbarungen enorm wichtig. Sie sind tragfähiger als gerichtliche 
Entscheide (Maier/Vecchiè, a.a.O., S. 704 m.H.). Mit einer Vereinbarung werden emotionale 
Spannungen abgebaut. Eine Vereinbarung ist für (ältere) Kinder ein wichtiges positives Zei-
chen dafür, dass die Eltern noch gemeinsam zu ihrem Wohle Lösungen finden können. Eine 
Vereinbarung erspart oft beträchtliche Gerichts- und Anwaltskosten. Ausserdem kann mit 
einer Vereinbarung die Betreuungsregelung insofern optimiert werden, als sinnvoll nutzbare 
Erwerbspensen möglich sind (vgl. Heller, Unterhalt bei alternierender Obhut: Verrechnung 
schlägt Matrix, Anwaltsrevue 5/2023 S. 224 ff., 226) und auf Veränderungen im Berufs- oder 
Schulalltag flexibel reagiert werden kann. Vereinbarungen entlasten auch die Gerichte.

5.12 Der Streit um Betreuungsanteile erscheint umso grotesker, als den Eltern und ihren Rechts-
vertretungen aufgrund der bestehenden Rechtsunsicherheiten bisweilen gar nicht klar ist, um 
wie viel Betreuung sie überhaupt streiten müssen. Unsicher ist namentlich, wie die Betreu-
ungsanteile zu ermitteln sind und welcher Anteil für eine alternierende Obhut erforderlich ist 
(vgl. vorne E. 5.3). Eine weitere Rechtsunsicherheit besteht darin, dass unklar ist, in welchen 
Ausnahmefällen sich der Elternteil, der die alleinige Obhut ausübt, wegen grösserer finanziel-
ler Leistungsfähigkeit (manchmal auch erheblich grösserer Leistungsfähigkeit: "capacité 
financière […] sensiblement plus importante") dennoch am Barunterhalt zu beteiligen hat 
(vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 5A_584/2018 vom 10. Oktober 2018 E. 4.3 sowie vorne 
E. 5.5); eine starre Grenze oder allgemein gültige Kriterien hierzu existieren ebenfalls nicht. 
Unklar ist schliesslich auch, ob und inwieweit im Bedarf Kosten für die Ausübung des Be-

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suchsrechts berücksichtigt werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_288/2019 
vom 16. August 2019 E. 5.5).

5.13 Das Gesetz schreibt für die Berechnung des Unterhalts keine spezifische Methode vor 
(BGE 147 III 265 E. 6.1). In Art. 285 ZGB etwa werden bloss die allgemeinen Grundsätze für 
die Bemessung des Kindesunterhaltsbeitrags statuiert (Botschaft, S. 539; Fisch, Technik der 
Unterhaltsbemessung, FamPra.ch 2/2019 S. 450 ff., 451). Auch durch Auslegung lässt sich 
dem Gesetz keine Lösung entnehmen. Der Gesetzgeber überliess dies bewusst der Praxis 
(BGE 147 III 265 E. 5.4 betreffend Betreuungsunterhalt). Daher lag und liegt es an den Ge-
richten, nach Gewohnheitsrecht und – wo ein solches fehlt – nach der Regel zu entscheiden, 
die sie als Gesetzgeber aufstellen würden (Art. 1 Abs. 2 ZGB). Der Ursprung der Rechtspre-
chung zum "Kippschalter-Effekt" lässt sich nicht ausmachen. Das Bundesgericht argumen-
tiert jeweils mit dem Grundsatz der Gleichwertigkeit von Geld- und Naturalunterhalt und führt 
zur Begründung zuweilen ergänzend an, dass die fixen Kosten für das Kind nur beim obhuts-
berechtigten Elternteil anfallen und im Einzelfall ausnahmsweise der nicht obhutsberechtigte 
Elternteil immer noch Kosten für die Ausübung des Besuchsrechts in seinem Bedarf berück-
sichtigen kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_178/2008 vom 23. April 2008 E. 3.5: "ce 
droit de visite [du père], légèrement supérieur à la moyenne de quatre jours par mois, ne 
justifiait pas une réduction des contributions d'entretien parce que la mère assumait 
l'ensemble des frais fixes relatifs aux besoins des enfants"; BGE 95 II 385 E. 3 in fine: "Des 
circonstances particulières pourraient éventuellement justifier une répartition différente de 
ces frais […]"; Urteil des Bundesgerichts 5P.327/2005 vom 27. Februar 2006 E. 4.4.2). Diese 
Argumente überzeugen allerdings nicht. So ist beispielsweise für die Frage, wer letztlich für 
die fixen Kosten aufzukommen hat, unerheblich, in welchem Haushalt diese (zunächst) anfal-
len. Abgesehen von diesen Argumenten dürfte diese Rechtsprechung aber massgebend auf 
einer in der Gesellschaft verbreiteten "klassischen Rollenverteilung" in der Familie, die vor 
wie nach der Trennung gelebt wurde, basieren: Die Frau kümmert sich um Haushalt und Kin-
der, der Mann ums Einkommen (vgl. Spycher, Kindesunterhalt: Rechtliche Grundlagen und 
praktische Herausforderungen – heute und demnächst, FamPra.ch 1/2016 S. 1 ff., 13).

5.14 Die zwei Formen von Kindesunterhalt (Geld- und Naturalunterhalt) sind nicht neu, genauso 
wenig wie ihre Gleichwertigkeit (vgl. etwa bereits BGE 114 II 26 E. 5b). Es ist davon auszu-
gehen, dass das Bundesgericht mit dieser Gleichwertigkeit bloss der Tendenz entgegen-
treten wollte, die Wichtigkeit des Beitrags in natura zu unterschätzen. Es ist aber nicht anzu-
nehmen, dass das Bundesgericht beabsichtigte, den Elternteil, der überwiegend Naturalun-
terhalt erbringt, von der Pflicht zur Leistung eines Geldunterhalts stets vollständig zu befreien 
(vgl. Guglielmoni/  Trezzini: Die Bemessung des Unterhaltsbeitrages für unmündige Kinder in 
der Scheidung, AJP 1/1993 S. 3 ff., 11). An der Einschätzung, dass Natural- und Geldunter-
halt gleichwertig sind, hat sich in der Rechtsprechung nichts geändert. Entscheidend geän-
dert haben sich allerdings – vor allem in jüngerer Zeit – die äusseren Umstände, und zwar 
die Formen des familiären Zusammenlebens und die Rollenteilung unter Eltern (vgl. vorne 
E. 5.4). Die klassische Hausgattenehe oder -partnerschaft (ein Elternteil besorgt den Haus-
halt und kümmert sich um die Kinder, der andere Elternteil generiert das Einkommen) wird 
seltener. Zumindest wünschen sich gemäss Befragungen immer mehr Paare eine Aufteilung 
der Rollen. Vermehrt wird dies auch umgesetzt und beide Elternteile – wenngleich in unter-
schiedlicher Intensität – kümmern sich um Haushalt, Kinder und Einkommen (vgl. Bürgisser, 
Partnerschaftliche Rollenteilung – ein Erfolgsmodell, FamPra.ch 1/2018 S. 126 ff., 126). Häu-

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figer äussern Elternteile, die während des Zusammenlebens voll erwerbstätig waren, den 
Wunsch, die Kinder nach einer Trennung auch unter der Woche zu betreuen (vgl. etwa Urteil 
des Bundesgerichts 5A_290/2020 vom 8. Dezember 2020 E. 3.2). Entsprechend diesen ge-
wandelten gesellschaftlichen Verhältnissen hat der Gesetzgeber bei der per 1. Januar 2017 
in Kraft getretenen Revision des Kindesunterhaltsrechts denn auch den Begriff "Obhut" bzw. 
"obhutsberechtigt" aus Art. 276 Abs. 2 bzw. Art. 285 Abs. 1 ZGB gestrichen (vgl. Botschaft, 
S. 572 f.). aArt. 276 Abs. 2 ZGB lautete wie folgt: "Der Unterhalt wird durch Pflege und Erzie-
hung oder, wenn das Kind nicht unter der Obhut der Eltern steht, durch Geldzahlung geleis-
tet".

5.15 Wird die "Kippschalter-Praxis" abgeschafft, ist darauf Rücksicht zu nehmen, dass diese Pra-
xisänderung das Unterhaltsrecht nicht (weiter) verkompliziert. Vielmehr sollte dieses einfa-
cher, anwenderfreundlicher und letztlich auch pragmatischer werden. Pragmatismus droht im 
Unterhaltsrecht abhandenzukommen. Parteien, Rechtsvertretungen und Gerichte verstecken 
sich in strittigen Fällen hinter der Scheingenauigkeit aufwändiger und komplexer Berech-
nungsmethoden. Die Komplexität der gegenwärtig teilweise vom Bundesgericht vorgegebe-
nen oder von kantonalen Gerichten praktizierten Unterhaltsberechnung bei alternierender 
Obhut zeigt sich vor allem dann, wenn Betreuungsanteile und Leistungsfähigkeit der Eltern 
unterschiedlich sind und infolgedessen die "Matrix" ins Spiel kommt. Diese drückt die umge-
kehrt proportional zu berücksichtigenden Faktoren Betreuungsanteil und Leistungsfähigkeit 
in einer Zahl aus, die für die Unterhaltsberechnung verwendet werden kann (zur Matrix 
statt Vieler: Maier, Unterhaltsberechnungsprogramme – Fluch oder Segen?, AJP 10/2022 
S. 1031 ff., 1040; Arndt/Jungo, a.a.O., S. 303). Die Matrix hat – wie jede Methode – ihre 
Stärken und Schwächen (kritisch etwa: Aeschlimann/Bähler/Schweighauser/  Stoll, Berech-
nung des Kinderunterhalts – Einige Überlegungen zum Urteil des Bundesgerichts vom 
11. November 2020 […] 5A_311/2019, FamPra.ch 2/2021 S. 251 ff., 276). Ihre Stärke liegt 
darin, dass sie eine mathematisch einwandfrei hergeleitete Verhältniszahl liefert. Ihre grösste 
Schwäche ist die Komplexität der Berechnung, die sich zuerst bei der Ermittlung von Leis-
tungsfähigkeit und Betreuungsanteil und anschliessend bei der Unterhaltsberechnung an-
hand der Verhältniszahl zeigt. Bei Verhandlungen ist es Gerichtspersonen und Rechtsvertre-
tungen oder anderen Fachpersonen kaum mehr möglich, den Parteien innert nützlicher Frist 
zu erklären, wie die Beträge berechnet wurden. Sobald aber die Parteien (zuweilen nicht nur 
diese) die Berechnung nicht mehr verstehen, ist es für sie schwer bis unmöglich, einem Vor-
schlag zuzustimmen. Es entsteht – verständlicherweise – eine Blockade. Den Parteien ge-
lingt es oft nicht mehr, sich von der Berechnung zu lösen und sich die Frage zu stellen, wie 
viel ihnen und dem Kind mit einem bestimmten Unterhaltsbeitrag am Ende des Tages noch 
verbleibt und ob dies "fair" ist. Die Rechnerei führt gelegentlich sogar dazu, dass Elternteile 
oder deren Rechtsvertretungen bestimmte Beträge im Existenzminimum oder Faktoren in der 
Unterhaltsberechnung korrigiert haben wollen und erst nach aufwändiger Neuberechnung 
merken, dass dies im Ergebnis kaum etwas ändert oder sogar zu einem für sie schlechteren 
Ergebnis führt. Deswegen gilt es zu vermeiden, dass die Matrix unter einer neuen, geänder-
ten Praxis bei allen Fällen (auch bei nur sehr kleinen Betreuungsanteilen eines Elternteils) 
zur Anwendung gelangt. Damit nähme die Komplexität nicht ab, sondern zu, und der Anreiz, 
aus monetären Gründen um Betreuungsanteile zu streiten, bliebe bestehen, da das Ergebnis 
der Matrix von den mathematisch errechneten Betreuungsanteilen abhängt.

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5.16 Falls der Kippschalter-Effekt der alternierenden Obhut beseitigt wird, kann die Lösung für die 
Unterhaltsbemessung nur darin liegen, dass bei der Ermittlung des Bedarfs sowie der Vertei-
lung des Barunterhalts auf die Elternteile wieder mehr nach pflichtgemässem Ermessen vor-
zugehen ist (vgl. auch Schweighauser, FamKomm Scheidung, 4. A. 2022, Art. 285 ZGB 
N 52; BGE 147 III 265 E. 7 und 7.3 in fine). Das Bundesgericht betont seit jeher, dass Ge-
richte im Unterhaltsrecht über einen weiten Ermessensspielraum verfügen (vgl. etwa Urteil 
des Bundesgerichts 5A_840/2023 vom 22. August 2024 E. 2.2; 5C.278/2000 vom 29. Juni 
2001 E. 3b). Eine generell-abstrakte exakte Berechnungsmethode gibt und braucht es nicht 
(vgl. auch Maier/Waldner-Vontobel, Gedanken zur neuen Praxis des Bundesgerichtes zum 
Unterhaltsrecht aus der Perspektive des erstinstanzlichen Gerichts, FamPra.ch 4/2021 
S. 871 ff., 894; Urteil des Obergerichts Solothurn ZKBER.2020.41 vom 3. September 2020 
E. 4.4 [= SOG 2020 Nr. 9]: "Bei der Bemessung von Alimenten handelt es sich nicht um eine 
Mathematikaufgabe […]"). Bei der Ermessensausübung ist der bewährte, unumstrittene 
Grundsatz zu beachten, wonach mehr bezahlen muss, wer weniger Naturalunterhalt leistet 
und wer leistungsfähiger ist, und umgekehrt. Diesem Grundsatz kann entweder bereits bei 
der Ermittlung des Existenzminimums (durch unterschiedliche Grundbeträge [einmal für ei-
nen alleinstehenden, einmal für einen alleinerziehenden Schuldner] oder unterschiedliche 
Wohnkostenanteile je nach benötigter oder finanzierbarer Infrastruktur) oder bei der Vertei-
lung der Unterhaltslast (inklusive allfälliger Überschussanteile) der Kinder auf die Eltern 
berücksichtigt werden. Die verstärkte Ermessensausübung hat den Vorteil, dass die Betreu-
ungsanteile für die Unterhaltsberechnung nicht mehr prozentgenau errechnet werden müs-
sen. Eine weitere Folge ist, dass Urteile beständiger werden. In einen wohl durchdachten 
und vertretbaren Ermessensentscheid greifen Rechtsmittelinstanzen nämlich nicht ohne Not 
ein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_496/2024 vom 21. Mai 2025 E. 3.5; Urteil des Oberge-
richts Zug Z2 2021 50 vom 29. März 2022 E. 4.6). Für einzelne betroffene Parteien mag die-
se Beständigkeit zwar ein Nachteil sein. Für das System oder allgemein den Rechtsfrieden 
und das Kindeswohl ist es jedoch von Vorteil, wenn ein Rechtsstreit nicht in die Länge gezo-
gen wird. Der Nachteil einer verstärkten Ermessensausübung mag darin liegen, dass der Un-
terhalt weniger kalkulierbar wird. Dies kann – wiederum aus Kindeswohloptik – aber gerade 
ein (wünschenswerter) Vorteil sein: Nicht mehr das wirtschaftliche Kalkül der Eltern beein-
flusst die Betreuung, sondern das Kindeswohl. Schliesslich ist aber ohnehin nicht zu verken-
nen, dass der Unterhalt auch unter der heutigen Rechtsprechung nicht kalkulierbar ist. Die 
Rechnerei vermittelt kaum mehr als eine Scheingenauigkeit (vgl. auch Arndt/Jungo, a.a.O., 
S. 306; Maier, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, a.a.O., N 49 f.; Mordasini/Stoll, Die Pra-
xisänderungen im [nach-]ehelichen Unterhaltsrecht auf dem Prüfstand , FamPra.ch 3/2021 
S. 527 ff., 567; Althaus/Mettler, Praxis zur Überschussverteilung, FamPra.ch 4/2023 S. 873 
ff., 879: "Auch die komplexeste Berechnung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die 
zweistufige Berechnungsmethode auf einer gewissen Scheingenauigkeit basiert"). Der 
Grundsatz, wonach den Besonderheiten des Einzelfalls im Sinne einer Bündelung der Er-
messensausübung nicht bereits auf der Stufe der Einkommensermittlung, sondern erst bei 
der Überschussverteilung Rechnung zu tragen ist (BGE 147 III 265 E. 7.1), muss nicht auf-
geweicht werden (vgl. auch Maier/Waldner-Vontobel, a.a.O., S. 894 f.): Ermittlung von Ein-
kommen und Bedarf (die Festlegung der Grundbeträge und die Anrechnung von Wohnkosten 
ausgenommen) bleiben möglichst ermessensfrei, die anschliessende Verteilung ist jedoch 
mit noch grösserem Ermessen (und nicht zwingend mit Matrix) vorzunehmen.

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5.17 Der Kippschalter-Effekt mag durchaus praktische Aspekte haben. Allerdings birgt er – wie 
erwähnt – wesentliche Unsicherheitsfaktoren in Bezug auf die Definition der alternierenden 
Obhut, die Ermittlung der Betreuungsanteile, die Frage nach einem ausnahmsweisen Abwei-
chen bei grossem Leistungsgefälle sowie die Frage, inwieweit Kosten für die Ausübung des 
Besuchsrechts angerechnet werden können. Andere (frühere) Kippschalter (Vermutungen) 
im Familienrecht waren derweil klarer. So liess insbesondere das Alter bei der "10/16-Regel" 
und der "45er-Regel" (10, 16 oder 45 Jahre) keinen Ermessensspielraum zu. Insofern waren 
sie für die Praxis eine grössere Hilfe als interpretationsbedürftige Kippschalter. Trotzdem 
wurden sie in der jüngeren bundesgerichtlichen Rechtsprechung abgeschafft: 

Anstelle der 10/16-Regel trat zwar mit dem Schulstufen-Modell ebenfalls eine Regelung mit 
Kippschaltereffekt (vgl. BGE 144 III 481 E. 4.7); dieses erfordert aber eine Ermessensausü-
bung, beispielsweise wenn das Kind eine Klasse wiederholt, in einen anderen Kanton mit 
anderem Schuleintrittsalter zieht, (ausser-)schulische Drittbetreuung in Anspruch nimmt oder 
asymmetrisch betreut wird (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 5A_975/2022 vom 30. Au-
gust 2023 E. 4.2.1; BGE 144 III 481 E. 4.7.8). Bei der fallengelassenen "45er-Regel" wurde 
bei lebensprägenden Ehen vermutet, dass einem vollständig ausserhalb des Erwerbslebens 
stehenden Ehegatten nach Erreichen des 45. Altersjahres eine (Wieder-)Eingliederung ins 
Berufsleben nicht mehr zumutbar ist (vgl. BGE 147 III 308 E. 5). Nebst diesen zwei Regeln, 
die das Bundesgericht fallen liess, stellte es klar, dass die Lebensprägung der Ehe nicht 
die Funktion eines Kippschalters für nachehelichen Unterhalt haben darf (BGE 147 III 249 
E. 3.4.2). Insgesamt ist ein Trend des Bundesgerichts erkennbar, Kippschalter-Effekte im 
Familienrecht zu beseitigen oder zu negieren. Angesichts dessen besteht umso weniger ein 
Grund, am Kippschalter der alternierenden Obhut für den Kindesunterhalt festzuhalten.

5.18 Abgesehen davon besteht für diese Kippschalter-Funktion – wie erwähnt – keine gesetzliche 
Grundlage (vgl. auch vorne E. 5.14 a.E.). Gerade die fehlende gesetzliche Grundlage bildete 
aber für das Bundesgericht den Anlass, andere Kippschaltereffekte aufzugeben oder zu de-
mentieren (vgl. BGE 147 III 249 E. 3.4.2 zum Kippschalter-Effekt der Lebensprägung für den 
nachehelichen Unterhalt: "zumal sich im Gesetz keine dahingehende Unterscheidung findet"; 
BGE 147 III 308 E. 5.4 zur "45er-Regel": "keine vom Gesetzgeber aufgestellte oder ange-
dachte Vermutung"). Entsprechend besteht auch beim Kippschalter-Effekt der alternierenden 
Obhut im Kindesunterhaltsrecht Handlungsbedarf nicht auf der Stufe Gesetzgebung, sondern 
auf Stufe Gerichte; eine "Nachjustierung der Praxis" genügt (Aeschlimann/Schweighauser/  
Stoll, a.a.O., S. 101; vgl. vorne E. 5.8).

5.19 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen für eine Praxisänderung er-
füllt sind:

Unter dem Aspekt der Rechtssicherheit fällt eine Praxisänderung nicht ins Gewicht. Unter der 
aktuellen Rechtsprechung bestehen nämlich zahlreiche Unsicherheiten, so insbesondere be-
züglich der Ermittlung der Betreuungsanteile, der Grenzwerte für alternierende Obhut, dem 
erforderlichen Leistungsgefälle für die ausnahmsweise Auferlegung der Barunterhaltspflicht 
an den alleinbetreuenden Elternteil sowie bezüglich der Anrechnung von Kosten für die Aus-
übung des Besuchsrechts. Hinzu kommt, dass die aktuell sehr hohe Dynamik im Familien-
recht – auf Stufe Rechtsprechung wie auch auf Stufe Gesetzgebung – der gegenwärtigen 
Rechtssicherheit ohnehin nicht förderlich ist.

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Sodann bestehen ernsthafte Gründe für eine Praxisänderung. Die geltende Praxis schafft 
(falsche) Anreize, aus monetären Überlegungen über Betreuungsanteile zu streiten, anstatt 
das Kindeswohl in den Vordergrund zu stellen. Ausserdem haben sich die äusseren Verhält-
nisse wesentlich geändert: Das früher gerichtsübliche Besuchs- und Ferienrecht (jedes zwei-
te Wochenende sowie zwei bis drei Wochen Ferien pro Jahr) wird in der Praxis zum Auslauf-
modell. Eltern teilen sich Natural- und Geldunterhalt zunehmend untereinander auf. Ausser-
dem hat der Gesetzgeber bei der am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Revision des Kin-
desunterhaltsrechts die Weichen bereits gestellt, damit unabhängig von der Zuteilung der 
Obhut die Unterhaltspflichten der Eltern festgelegt werden können.

Die Aufhebung des Kippschalter-Effekts reiht sich zudem in die Tendenz der jüngsten bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung ein, bei der ebenfalls Kippschalter-Effekte beseitigt oder 
negiert wurden. Die Aufhebung des Kippschalter-Effekts bleibt zudem insoweit im Rahmen 
der bisherigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung, als am Grundsatz, wonach bei der Er-
mittlung von Bedarf und Einkommen möglichst wenig Ermessen, bei der anschliessenden 
Aufteilung der Unterhaltslast bzw. des Überschusses hingegen grosses Ermessen an den 
Tag zu legen ist. Nichts geändert wird sodann daran, dass der Unterhalt im Grundsatz zwei-
stufig zu berechnen ist. Nicht zuletzt ist es wichtig und entspricht einem dringenden Bedürf-
nis in der Praxis, das Unterhaltsrecht zu vereinfachen und Scheingenauigkeiten zu beseiti-
gen.

5.20 Nach dem Gesagten ist am Kippschalter-Effekt nicht mehr festzuhalten. Die Bezeichnung 
alternierende oder alleinige Obhut soll für die Frage, ob sich das hauptbetreuende Elternteil 
am Barunterhalt des Kindes zu beteiligen hat, nicht (mehr) relevant sein. Vielmehr hat das 
Gericht nach pflichtgemässem Ermessen anhand sachlicher Kriterien darüber zu entschei-
den, in welchem Umfang eine – auch niederschwellige – Betreuung bei der Ermittlung des 
Bedarfs oder der Verteilung des Geldunterhalts zu berücksichtigen ist.

5.21 Wie sich dies auf den vorliegenden Fall auswirkt, zeigt sich bei der vorzunehmenden Neube-
rechnung (dazu hinten E. 8). Angesichts dieser (neuen) Praxis kann vorliegend offenbleiben, 
ob der Gesuchsgegner die Kinder wirklich zu 31 % betreut, wie er behauptet, und ob es sich 
bei der von ihm ausgeübten Betreuung um eine alternierende Obhut handelt. Dispositiv-Zif-
fer 2.1 des vorinstanzlichen Entscheids, wonach die Kinder unter die Obhut der Mutter ge-
stellt werden, hat der Gesuchsgegner im Übrigen nicht angefochten (vgl. dazu BGE 137 III 
617 E. 4.5.3).

6. Als Nächstes ist auf die Rüge des Gesuchsgegners einzugehen, die Vorinstanz habe der 
Gesuchstellerin ein zu niedriges hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet.

6.1 Die Vorinstanz rechnete der Gesuchstellerin ab 1. Januar 2025 (zweite Phase) bei einem 
Pensum von 50 % ein hypothetisches Einkommen von CHF 1'914.00 netto pro Monat an. Zur 
Begründung der Höhe des Einkommens führte die Vorinstanz unter anderem Folgendes aus:

6.1.1 Die Gesuchstellerin verfüge über einen Universitätsabschluss im Bereich Marketing und Be-
triebswirtschaft, den sie im Jahr 2008 in H.________ gemacht habe. Im Anschluss an diesen 
Abschluss habe sie aber nie im Bereich Marketing und Betriebswirtschaft gearbeitet. In den 
Jahren 2020 bis Ende 2022 habe sie die Buchhaltungen der K.________ AG und der 

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J.________ AG [beides Unternehmen des Gesuchsgegners] geführt. Die Gesuchstellerin 
verfüge über keine Zusatzausbildung im Bereich Buchhaltung. Gemäss eigenen Aussagen 
spreche und schreibe sie fliessend Deutsch, Englisch und Russisch. Gestützt auf ihren Le-
benslauf sei ihr somit zumutbar, einfache Buchhaltungsarbeiten sowie aufgrund ihrer sehr 
guten Sprachkenntnisse weitere Arbeiten insbesondere im Bereich der Sachbearbeitung 
auszuführen. Die Gesuchstellerin habe an der Parteibefragung sodann zu Protokoll gegeben, 
Hotelmanagement studiert zu haben, weshalb es ihr auch zuzumuten sei, im Bereich der Ho-
tellerie zu arbeiten (Vi act. 79 E. 6.4.1.4).

6.1.2 In Frage komme daher eine Anstellung der Gesuchstellerin in verschiedenen Bereichen, wie 
etwa im kaufmännischen Bereich, im Verkauf oder in der Gastronomie bzw. Hotellerie. 
Gemäss Lohnbuch 2023 sei im Detailhandel mit Waren verschiedener Art von einem Median-
lohn für eine Angestellte mit 37 Jahren ohne Kaderfunktion mit einem 13. Monatslohn und ei-
ner 42-Stunden Woche bei einem Vollpensum von einem Bruttolohn von rund CHF 5'111.00 
pro Monat auszugehen. Im Bereich Gastronomie betrage der Medianlohn für eine Angestellte 
ohne Kaderfunktion und ohne Berufslehre mit einem 13. Monatslohn und einer 42-Stunden 
Woche CHF 3'880.00 (inkl. Anteil 13. Monatslohn) brutto pro Monat bei einem Vollpensum. 
Für eine Büroassistentin sei gemäss Lohnbuch von einem monatlichen Medianlohn von 
CHF 4'225.00 brutto inklusive 13. Monatslohn auszugehen. Vorliegend rechtfertige es sich, 
von einem Durchschnitt dieser drei Branchen auszugehen, womit bei einem Vollpensum ein 
Bruttolohn von rund CHF 4'400.00 pro Monat inklusive 13. Monatslohn resultiere, was einem 
monatlichen Nettolohn von CHF 3'828.00 entspreche (Bruttolohn abzüglich 13 % Sozial-
versicherungsbeiträge). Nicht realistisch sei entgegen der Behauptung des Gesuchsgeg-
ners, dass die Gesuchstellerin mit einem Pensum von 50 % ein Nettoeinkommen von 
CHF 3'500.00 pro Monat generieren könne. Abgesehen von der tiefprozentigen Teilzeittätig-
keit für den Gesuchsgegner bei der K.________ AG und der J.________ AG sei die Gesuch-
stellerin in der Schweiz zu keinem Zeitpunkt erwerbstätig gewesen. Insofern erscheine es 
angemessen, ihr ein Einkommen im Tieflohnbereich anzurechnen. Nichts daran zu ändern 
vermöge die Tatsache, dass die Gesuchstellerin in der Vergangenheit in einem 20%-Pensum 
einen monatlichen Nettolohn von CHF 1'404.00 erwirtschaftet habe. Die entsprechende 
Tätigkeit habe sie für Gesellschaften des Gesuchsgegners erbracht, was nicht mit einer An-
stellung im freien Markt verglichen werden könne, zumal bei Tätigkeiten von Ehefrauen im 
Betrieb des Ehegatten vielfach auch AHV-rechtliche Aspekte lohnrelevant seien. Dies zeige 
sich insbesondere auch an der Tatsache, dass die Gesuchstellerin Lohn bis Ende Mai 2023 
erhalten habe, obwohl sie nur bis Ende Dezember 2022 gearbeitet habe (Vi act. 79 E. 7.3.1).

6.2 Der Gesuchsgegner stört sich weder am Pensum noch am Zeitpunkt, zu dem der Gesuch-
stellerin ein hypothetisches Einkommen angerechnet wird. Er moniert einzig die Höhe und 
macht geltend, auf ein Durchschnittseinkommen könne nur bei über Jahre schwankenden 
(bestehenden) Einkommen abgestellt werden (z.B. bei Selbständigerwerbenden). Diese Pra-
xis finde keine Anwendung bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Vielmehr habe die un-
terhaltsbeanspruchende Partei ihre Eigenversorgungskapazität voll auszuschöpfen. Folglich 
müsse die Gesuchstellerin die Anstellung annehmen, mit der sie das höchste Gehalt erziele. 
Gemäss Vorinstanz betrage dieses CHF 4'242.00 (CHF 5'111.00 brutto abzüglich 13 % So-
zialabgaben). Das gleiche Einkommen könne die Gesuchstellerin ohne formelle Ausbildung 
in der Pflege erzielen (act. 1 Rz 21 f.).

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6.3 Lassen sich bei der Ermittlung des hypothetischen Einkommens zur zukünftigen Entwicklung 
der Einkommen keine klaren Aussagen machen und kommen mehrere Varianten infrage, hat 
das Gericht seine Berechnungen auf eine von mehreren Möglichkeiten zu stützen. Es hat 
genau anzugeben, mit welcher Tätigkeit welches Einkommen erzielt werden kann. Dies ist 
auch für ein allfälliges Abänderungsverfahren von Bedeutung. Die Ermittlung eines Durch-
schnittswerts aus zwei möglichen Alternativen ist unzulässig und führt zu einem unrichtigen 
Einkommen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_507/2020 vom 2. März 2021 E. 5.2.3; Maier, 
Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, a.a.O., N 847).

6.4 Dass die Vorinstanz zum Schluss kam, für die Gesuchstellerin komme eine Anstellung in 
verschiedenen Bereichen in Frage, ist nicht zu beanstanden. Zwar verfügt sie – abgesehen 
von der Buchführung in den Unternehmen des Gesuchsgegners – mit 37 Lebensjahren über 
keine relevante Berufserfahrung. Doch immerhin absolvierte oder begann sie verschiedene 
Ausbildungen (Universitätsabschluss im Bereich Marketing und Betriebswirtschaft aus dem 
Jahr 2008, Studium von Hotelmanagement [unklar wann und ob mit Abschluss]) und hat ver-
tiefte Sprachkenntnisse in Deutsch, Englisch und Russisch. Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung darf ihr allerdings nicht ein Durchschnittseinkommen aus verschiedenen Be-
reichen angerechnet werden. Die Vorinstanz hätte sich aus den drei erwähnten Bereichen für 
einen entscheiden müssen, und zwar für jenen, welcher der Gesuchstellerin zumutbar und 
möglich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_61/2025 vom 6. Juni 2025 E. 5.1). Dass weite-
re (als die drei) Bereiche in Frage kämen und zumutbar wie möglich sind, wird nicht behaup-
tet und ist auch nicht ersichtlich. Der Gesuchsgegner stellt in der Berufung keine Behauptun-
gen dazu auf, weshalb ausgerechnet jene Tätigkeit mit dem höchsten Einkommen möglich 
und zumutbar sein soll. Es scheint denn auch wenig realistisch, dass die 37-jährige Gesuch-
stellerin, die noch keine (relevante) Berufserfahrung aufweist, im Detailhandel einen Beruf 
findet, bei dem sie (hochgerechnet auf ein Pensum von 100 %) im Monat einen Lohn von 
CHF 5'111.00 brutto erzielt. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie aufgrund ihrer Ausbildungen 
und ihrer (geringen) praktischen Erfahrung in der Buchhaltung die Aufgaben einer Büroassis-
tentin für CHF 4'225.00 brutto im Monat (inklusive 13. Monatslohn) wahrnehmen kann. Bei 
Abzug der Sozialversicherungsabgaben von 13 % und hinuntergerechnet auf ein Pensum 
von 50 % resultiert ein Nettolohn von gerundet CHF 1'840.00. Dieser Betrag liegt unter dem, 
den ihr die Vorinstanz angerechnet hatte, was aber unter Geltung der Offizialmaxime so hin-
zunehmen ist. Wie sich dies auf die Neuberechnung auswirkt, zeigt sich hinten (E. 8).

6.5 Berechtigt ist schliesslich die Kritik des Gesuchsgegners, die Vorinstanz habe der Gesuch-
stellerin keinen Vermögensertrag angerechnet mit der Begründung, sie müsse von ihrem 
Vermögensverzehr leben, ihr dann aber keinen Vermögensverzehr zugemutet (act. 1 Rz 24). 
Da der Gesuchstellerin – wie zu zeigen ist (sogleich E. 7) – ein Vermögensverzehr zuzumu-
ten ist, erübrigt es sich, über einen Vermögensertrag zu befinden, zumal auch dem Ge-
suchsgegner nebst dem Vermögensverzehr kein solcher Ertrag angerechnet wird.

7. Schliesslich rügt der Gesuchsgegner in der Berufung, dass der Vermögensverzehr in dieser 
Höhe und (einseitig) nur ihm zugemutet worden sei.

7.1 Die Vorinstanz mutete dem Gesuchsgegner einen Vermögensverzehr im Umfang von monat-
lich CHF 14'997.00 zu. Sie begründete dies wie folgt (Vi act. 79 E. 6.4.3.3; vgl. vorne 
E. 3.3.3 f.):

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7.1.1 Könne mit dem Gesamteinkommen beider Haushalte der Bedarf der involvierten Personen 
nicht gedeckt werden, so stelle sich die Frage, ob eine oder mehrere Personen ihr Vermögen 
anzehren müssten, um den gesamten oder einen Teil des Unterhalts zu decken. Zwar sei der 
Unterhalt grundsätzlich aus dem laufenden Einkommen (Erträge aus Arbeit und Vermögen) 
zu decken, doch dürfe ausnahmsweise auf die Substanz des Vermögens gegriffen werden, 
wenn das Einkommen zur Deckung des Unterhalts nicht ausreiche. Dabei spiele es keine 
Rolle, ob es um ehelichen oder nachehelichen Unterhalt oder Kindesunterhalt gehe. Ob und 
in welchem Umfang es zumutbar sei, Vermögen für den laufenden Unterhalt einzusetzen, sei 
ein Ermessensentscheid. Kriterien, die es zu beachten gelte, seien die Bedeutung des anzu-
greifenden Vermögens, die Funktion und die Zusammensetzung desselben sowie das Aus-
mass des Vermögensverzehrs (je kürzer die Dauer, desto höher könne der monatlich dem 
Vermögen zu entnehmende Beitrag sein) sowie das Verhalten der Person, in deren Vermö-
gen eingegriffen werde (z.B. wenn eine Person eigenmächtig oder böswillig ihr Einkommen 
reduziert habe). Die Grösse des Vermögens einerseits habe Einfluss auf die Höhe des zu-
mutbaren Vermögensverzehrs und andererseits auf die Höhe des zu deckenden Unterhalts. 
Die genannten Beurteilungskriterien seien voneinander abhängig und je nach den konkreten 
Umständen des Einzelfalls von unterschiedlicher Bedeutung. Primär sei liquides oder relativ 
einfach liquidierbares Vermögen zu verbrauchen. Es spiele keine Rolle, ob es sich um Eigen-
guts- oder Errungenschaftsvermögen handle, doch sei primär auf die Errungenschaft zu grei-
fen. Vermögensverzehr sei nicht nur zur Mankodeckung zulässig, sondern könne auch zur 
Finanzierung des gebührenden Bedarfs herangezogen werden. Klassischerweise gelte ein 
Vermögensverzehr dann als zumutbar, wenn die Eheleute ihre (gegebenenfalls grosszügige) 
Lebenshaltung ganz oder teilweise aus ihrem Vermögen finanziert hätten (zum Ganzen: 
BGE 147 III 393 E. 6.1.1–6.1.7; Urteil des Bundesgerichts 5A_399/2022 vom 17. Oktober 
2022 E. 2.1.1; Maier, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, a.a.O., N 909 ff.).

7.1.2 Da die Parteien bereits während des ehelichen Zusammenlebens überwiegend vom Vermö-
gen des Gesuchsgegners gelebt hätten und der Gesuchsgegner dies auch heute noch tue – 
indem insbesondere seine Mietauslagen von EUR 3'650.00 für die Wohnung in G.________ 
über das entsprechende Darlehen der J.________ AG laufen würden – sei ihm dieser Ver-
mögensverzehr im Sinne der Saldierung des Darlehens gegenüber der J.________ AG nach 
wie vor zumutbar. Dies umso mehr, als es sich beim Eheschutzentscheid um einen befriste-
ten Entscheid handle und die Parteien bereits seit mehr als zwei Jahren getrennt lebten, 
womit jeder Partei bereits heute ein Scheidungsanspruch zustehe. Unter Berücksichtigung, 
dass die Parteien während des Zusammenlebens vom Einkommen der Gesuchstellerin von 
CHF 1'404.00, dem Salär des Gesuchsgegners von CHF 3'766.00 sowie dem aus Vermö-
gensverzehr generierten Betrag von CHF 14'997.00 gelebt hätten, sei von einem ehelichen 
Standard der Familie von rund CHF 20'000.00 pro Monat auszugehen. Zusätzlich zum aktu-
ellen monatlichen Einkommen des Gesuchsgegners von CHF 4'053.00 netto sei somit der 
Vermögensverzehr im Betrag von CHF 14'997.00 pro Monat zu berücksichtigen, dies umso 
mehr als seit dem 1. April 2023 auch trennungsbedingte Mehrkosten anfielen. Eine Sparquo-
te mache der Gesuchsgegner nicht geltend. Per Ende 2023 habe das Darlehen des Ge-
suchsgegners gegenüber der J.________ AG CHF 857'059.93 betragen. Im Jahr 2024 habe 
er seine Mietauslagen von total CHF 40'824.00 (12 Monate × CHF 3'402.00) sowie die Un-
terhaltsbeiträge an die Gesuchstellerin und die Kinder von total CHF 32'736.00 (12 Monate × 
CHF 2'728.00) über das entsprechende Darlehen finanziert, womit per Ende 2024 noch von 
einem Saldo des Darlehens von rund CHF 783'500.00 auszugehen sei. Weitere Auslagen 

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über das Darlehen des Gesuchsgegners an die J.________ AG seien nicht erstellt, zumal es 
der Gesuchsgegner trotz Beweisverfügung vom 21. März 2024 unterlassen habe, die einver-
langten Kontokorrentauszüge lautend auf den Gesuchsgegner betreffend die J.________ AG 
für die Zeit ab 1. Januar 2020 einzureichen. Eingereicht worden seien ausschliesslich die 
Kontokorrentauszüge betreffend die I.________ GmbH. Ausgehend von einer Anzehrung des 
Vermögens im Betrag der jährlichen Mietauslagen von CHF 40'824.00 für die Wohnung in 
G.________ sowie die gemäss diesem Entscheid zugesprochenen Unterhaltszahlungen 
werde das Darlehen des Gesuchsgegners gegenüber der J.________ AG ungefähr En-
de 2029 aufgebraucht sein. Ab diesem Zeitpunkt – mithin ab der fünften Phase der Unter-
haltsberechnung – sei von einem Einbruch der Leistungsfähigkeit des Gesuchsgegners aus-
zugehen. 

7.2 Der Gesuchsgegner erhebt hiergegen verschiedene Rügen (act. 1 Rz 25 ff.):

7.2.1 Die Ausführungen der Vorinstanz zu den Voraussetzungen, unter denen ein Vermögensver-
zehr zulässig sei, seien weitgehend zutreffend. Sie stütze ihre Erwägungen explizit auf zwei 
Quellen: Maier, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, 2023, sowie BGE 147 III 393. Unerklärli-
cherweise lasse sie aber bei beiden Zitaten genau die beiden Stellen unerwähnt, die im vor-
liegenden Fall den angeordneten Vermögensverzehr nicht zugelassen hätten. Es gebe kei-
nen vorbehaltlosen Anspruch auf Beibehaltung des zuletzt gemeinsam gelebten Standar