# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8b286cb8-7f54-577f-bf73-a2ba2b1b079c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.04.2013 UV 2012/61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-61_2013-04-15.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/61

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 15.04.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 15.04.2013
Art. 6 UVG: Verneinung eines überwiegend wahrscheinlichen natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen Zeckenbiss und nachfolgend 
aufgetretenen rheumatologischen Beschwerden (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 15. April 2013, UV 
2012/61).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterin 

Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter 

Schmid

Entscheid vom 15. April 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

Basler Versicherung AG, Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter, S-E-K Advokaten, Zürcher­

strasse 310, 8500 Frauenfeld,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A. 

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) war bei der B.___ AG, als Detailhandelsfachfrau 

tätig und dadurch bei der Basler Versicherungen AG (nachfolgend: Basler) 

unfallversichert, als die C.___ AG bei ihrem Krankentaggeldversicherer, der X.___, mit 

Schadenanzeige vom 12. August 2011 Taggeldleistungen für die Versicherte wegen 

einer seit 1. August 2011 andauernden krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit 

beantragte (act. G 5.1/2, 8). Gestützt auf einen rheumatologischen 

Untersuchungsbericht von Dr. med. D.___, Rheumatologie FMH, vom 9. September 

2011 (act. G 5.1/32) teilte die X.___ der C.___ AG mit Schreiben vom 22. September 

2011 mit, dass die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten auf einen Unfall von ca. März 

2011 stattgehabten Unfall zurückzuführen sei. Der Schadenfall sei deshalb beim 

Unfallversicherer anzumelden bzw. Leistungen aus der Krankentaggeldversicherung 

würden vorerst abgelehnt (act. G 5.1/1). Mit Schreiben vom 28. September 2011 teilte 

die Basler der C.___ AG die Registrierung des gemeldeten Nichtberufsunfalls mit (act. 

G 5.1/3). Gleichentags stellte sie der Versicherten einen Fragebogen zur Abklärung des 

Ereignishergangs zu, welchen diese am 3. Oktober 2011 beantwortete. Die Versicherte 

führte insbesondere an, dass sie unter Gelenkschmerzen nach einem anfangs April 

2011 erlittenen Zeckenbiss leide (act. G 5.1/6). Mit Schreiben vom 14. Oktober 2011 

holte die Basler bei den im Fragebogen angeführten behandelnden Ärzten bzw. 

Therapeuten – Dr. D.___; Hausarzt Dr. med. E.___, FA für Innere Medizin FMH, F.___, 

kant. appr. Heilpraktikerin NVS Nr. 337, G.___ GmbH, - Berichte ein (act. G 5.1/11 ff., 

14 f., 17). Dr. D.___ stellte in seinem Bericht vom 28. Oktober 2011 (act. G 5.1/14) die 

Diagnose einer seronegativen, CCP-AK negativen, ANA negativen chronischen 

Polyarthritis vorderhand unklarer Ätiologie und differentialdiagnostisch einer Lyme 

Disease (= Lyme-Borreliose) sowie einer seronegativen rheumatoiden Arthritis und 

legte einen Laborbefund der labor team w ag, St. Gallen, vom 25. Oktober 2011 bei 

(act. G 5.1/16). Die Basler ersuchte auch die nachfolgend untersuchenden und 

behandelnden Ärzten bzw. Therapeuten - Prof. Dr. med. H.___, Inselspital Bern, 

Klinische Immunologie und Allergologie; I.___, Heilpraktiker, Dr. med. J.___, Zürich - um 

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Einreichung von Berichten (act. G 5.1/27 f., 30). Dr. J.___ legte einen Laborbericht der 

K.___ AG, vom 3. November 2011 vor (act. G 5.1/35). Dr. H.___ stellte in seinem Bericht 

vom 19. Dezember 2011 die Diagnose einer exsudativen symmetrischen seronegativen 

Polyarthritis seit April 2011 (Anerosiv, Seronnarbe für Borrelia burgdorferi); ICD-Code: 

M05.8 (act. G 5.1/42). Schliesslich hatte die Basler auch bei Dr. E.___ nochmals einen 

Verlaufsbericht einverlangt (act. G 5.1/20, 50). Am 30. April 2012 unterbreitete sie den 

Schadenfall - unter Einreichung der bereits vorhandenen und unter Ankündigung der 

noch ausstehenden medizinischen Unterlagen (der Bericht von I.___ datiert vom 9. Mai 

2012 [G 5.1/41]) - ihrem beratenden Arzt, Dr. med. K.___  (act. G 5.1/29). Dieser 

bezeichnete in seiner versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 21. Mai 2012 

eine exsudative symmetrische seronegative Polyarthritis seit April 2011 als 

Hauptproblem, während die Diagnose eines Lyme Disease mit hoher Sicherheit 

ausgeschlossen werden könne. Es bestehe kein Kausalzusammenhang zwischen dem 

Zeckenbiss vom März/April 2011 sowie dem Zustand einer symmetrischen 

seronegativen Polyarthritis und damit keine Unfallkausalität (act. G 5.1/43).

A.b Gestützt auf diese Beurteilung teilte die Basler der Versicherten mit Verfügung vom 

23. Mai 2012 mit, die geltend gemachten Beschwerden seien nicht mit dem erforder­

lichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis von anfangs 

April 2011 zurückzuführen, womit sie nicht leistungspflichtig sei (act. G 5.1/49).

A.c Die gegen diese Verfügung von der Versicherten am 1. Juni 2012 erhobene 

Einsprache (act. G 5.1/51) wies die Basler mit Einspracheentscheid vom 26. Juni 2012 

ab (act. G 5.1/56). Der Krankenversicherer zog eine vorsorglich erhobene Einsprache 

(act. G 5.1/18) wieder zurück.

B.   

B.a Mit Eingabe vom 3. August 2012 erhob die Versicherte Beschwerde mit den 

Anträgen, die Verfügung vom 23. Mai 2012 sei aufzuheben und die Unfallkausalität sei 

anzuerkennen. Eine adäquate Therapie zu Lasten der Beschwerdegegnerin sei rasch 

einzuleiten. Eine mögliche Chronifizierung der Krankheit und/oder eine 

therapierefraktäre Lyme-Arthritis mit Kostenfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin 

sei in Erwägung zu ziehen. Es sei ein adäquates Fallmanagement mit geeigneten 

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Rehabilitationsmassnahmen und/oder Umschulungen zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin einzuleiten, um eine Invalidität der erst 19-jährigen 

Beschwerdeführerin möglichst zu verhindern, da sich mittlerweile nebst den 

Gelenkbeschwerden bereits auch Allgemeinsymptome des bis heute nicht heilbaren 

Post-Lyme-Syndroms zeigen würden. Allfällige Regressansprüche an die 

behandelnden Ärzte wegen zu kurzer und möglicherweise kontraproduktiver Therapien 

(Cortison) bei florider Borreliose seien von der Beschwerdegegnerin direkt zu stellen 

(act. G 1).

B.b In der Beschwerdeantwort vom 17. September 2012 beantragte der 

Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin, Rechtsanwalt lic. iur. S. Krauter, Abweisung 

der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Gegenstand des vorliegenden 

Verfahrens bzw. des angefochtenen Einspracheentscheids vom 26. Juni 2012 sei die 

Unfallkausalität bzw. die Übernahme von Heilbehandlungskosten durch die 

Beschwerdegegnerin. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens seien berufliche 

Massnahmen bzw. eine Umschulung sowie der mögliche Regress auf behandelnde 

Ärzte. In diesen Punkten sei auf die Beschwerde nicht einzutreten.

B.c Mit Replik vom 2. November 2012 stellte die Beschwerdeführerin neu die Anträge, 

die Verfügung vom 23. Mai 2012 sei aufzuheben und die Unfallkausalität anzuerkennen. 

Eine adäquate Therapie zu Lasten der Beschwerdegegnerin sei rasch einzuleiten, 

respektive die Kosten für sämtliche Heilbehandlungen seien von der 

Beschwerdegegnerin zu übernehmen. Eine mögliche Chronifizierung der Krankheit 

und/oder eine therapiefraktäre Lyme-Arthritis mit Kostenfolgen zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin sei in Erwägung zu ziehen (act. G 10).

B.d Mit Duplik vom 19. Dezember 2012 hielt der Rechtsvertreter der 

Beschwerdegegnerin an seinem Rechtsbegehren fest (act. G 14). Seiner Eingabe legte 

er eine versicherungsmedizinische Stellungnahme von Dr. K.___ vom 12. Dezember 

2012 bei, worin sich dieser zu den Ausführungen der Beschwerdeführerin in der Replik 

vom 2. November 2012 äusserte (act. G 14.1).

B.e Auf die näheren Begründungen in den Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den weiteren Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

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Erwägungen:

1.

Die Beschwerdeführerin gab im Fragenkatalog am 3. Oktober 2011 an, anfangs April 

2011 von einer Zecke gebissen worden zu sein. Ab Mitte April 2011 seien bei ihr 

vermehrt Gelenkschmerzen in den Füssen und Knien aufgetreten (act. G 5.1/10). 

Unbestritten ist, dass bei der Beschwerdeführerin durch die positive IgG-Borrelien-

Serologie (durch die Antikörpertests ELISA und Westernblot) der Nachweis einer 

Borrelia burgdorferi (Erreger einer Borreliose) im Blut erbracht werden konnte (act. G 

5.1/16, 33, 35). Daraus ist zu schliessen, dass sie eine Borrelien-Infektion 

durchgemacht bzw. Kontakt mit dem Borreliose-Erreger Borrelia burgdorferi gehabt 

hat, was wiederum auf einen Zeckenbiss als Überträger hinweist. Ebenso unbestritten 

ist, dass nach der Rechtsprechung ein Zeckenbiss als Unfall zu qualifizieren ist und 

demnach grundsätzlich in den Leistungsbereich des Unfallversicherers fällt (BGE 122 V 

230 = Pra 86 Nr. 82). Streitig ist jedoch, ob die Gesundheitsprobleme der 

Beschwerdeführerin in einem Kausalzusammenhang zum Zeckenbiss vom April 2011 

stehen. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid (E. 2) 

die rechtlichen Voraussetzungen der Unfallkausalität zutreffend dar; darauf ist zu 

verweisen.

2.  

2.1  Eine Borrelien-Infektion kann durch verschiedene Spezies von Borrelia burgdorferi 

verursacht werden. Nicht jede Spezies führt zwingend zu Komplikationen. Die 

sogenannte Lyme-Borreliose wird durch die Borrelia burgdorferi sensu lato verursacht, 

welche durch den gemeinen Holzbock (Zeckenart) übertragen wird (vgl. dazu Werner 

Zimmerli, Infektiologie: Therapie der Lyme-Borreliose: Fakten ersetzen Mythen in: SMF 

2004 Nr. 1/2, 16; Pschyrembel, 262. Aufl., S. 1227 f.). Das Krankheitsbild umfasst 

verschiedene Symptome, wie Verschlechterung des Allgemeinzustands mit 

Erschöpfungsgefühl, geistige Leistungsverminderung, rheumatologische 

Manifestationen wie multiple rezidivierende wechselnde Muskel- und Gelenkschmerzen 

sowie Beeinträchtigungen der Psyche, im Besonderen depressive Verstimmungen (vgl. 

Norbert Satz, Klinik der Lyme-Borreliose, 2. Aufl. Bern 2002, S. 95 ff. und 190 ff; vgl. 

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auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 

sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts]vom 14. März 2005, U 282/04, E. 2.2). 

Gemäss den medizinischen Akten sowie der medizinischen Literatur gibt es sodann 

verschiedene Formen und Stadien der Lyme-Borreliose (u.a. Neuroborreliose, Lyme-

Arthritis, Post-Lyme-Syndrom; aktiv bzw. florid [= Stadium II] und chronisch [= Stadium 

III] (http://www.rheuma-online.de/a-z/b/borreliose.html, abgerufen am 11. März 2013; 

Schweizerische Ärztezeitung, 2005; 86: Nr. 43; Pschyrembel, a.a.O., S. 1227 f.).

2.2  Streitig und zu prüfen ist demnach, ob aus dem anamnestischen Zeckenbiss bzw. 

dem Kontakt mit dem Borreliose-Erreger Borrelia burgdorferi der Beschwerdeführerin 

eine Lyme-Borreliose, allenfalls in Form einer Lyme-Arthritis, entstanden ist, welche für 

das bei ihr ab April 2011 aufgetretene Beschwerdebild einer Polyarthritis, Polysynovitis 

mit Schwellungen und Schmerzen über beide Handgelenke, beide OSG, beide 

Carpalbereiche und schliesslich auch mit Ausweitung in beide Kniegelenke (vgl. act. G 

5.1/14, 32), verantwortlich ist und wofür die Beschwerdegegnerin Leistungen nach dem 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) zu erbringen hätte. 

Während die Beschwerdeführerin von einem Kausalzusammenhang zwischen dem im 

April 2011 erlittenen Zeckenbiss und dem Zustand einer Polyarthritis, Polysynovitis 

ausgeht, stellt sich die Beschwerdegegnerin gestützt auf die 

versicherungsmedizinischen Stellungnahmen von Dr. K.___ vom 21. Mai 2012 (act. G 

5.1/43) und 12. Dezember 2012 (act. G 14.1) auf den Standpunkt, dass eine aus dem 

erfolgten Kontakt mit dem Borreliose-Erreger entstandene Lyme-Borreliose bzw. Lyme-

Arthritis nur möglich sei.

3.  

3.1  Die Beschwerdeführerin und Dr. K.___ äussern sich in ihren Rechtsschriften bzw. 

versicherungsmedizinischen Stellungnahmen zu verschiedenen Kriterien, anhand 

welcher sie die Beurteilung des Vorliegens einer Lyme-Borreliose vornehmen. Sowohl 

hinsichtlich der Bedeutung der Kriterien an sich als auch hinsichtlich ihres Erfülltseins 

im konkreten Fall liegen wesentlich unterschiedliche Auffassungen vor. Die 

Beschwerdeführerin argumentiert insbesondere, dass in ihrem Fall alle Kriterien für die 

Diagnose einer Lyme-Arthritis im späten Stadium - wie anamnestischer Zeckenstich, 

zeitnahes Auftreten von typischen Beschwerden, Nachweis von IgG-Antikörpern, 

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bestätigt mit breitem Bandenmuster im Westernblot sowie Ausschluss anderer 

möglicher Ursachen für die vorliegenden Beschwerden - erfüllt seien. Demgegenüber 

argumentiert Dr. K.___, dass gegen eine Lyme-Borreliose das Befallsmuster, der 

bisherige Verlauf und die Serologie sprechen würden. Im Weiteren würdigen die 

Beschwerdeführerin und Dr. K.___ die medizinischen Akten in Bezug auf ihre Aussage 

zur Frage der Unfallkausalität verschieden. Im Folgenden gilt es die verschiedenen 

Standpunkte zu erwägen.

3.2  Dr. K.___ hält zunächst zutreffend fest, dass die alleinige Tatsache des zeitnahen 

Auftretens der ersten Beschwerden zum erinnerlichen Zeckenbiss sowie eine 

Beschwerdefreiheit vor dem Zeckenbiss nicht ausreichen, um von einer Unfallkausalität 

auszugehen. Würde dieser Maxime gefolgt, würde man sich mit dem blossen Anschein 

des Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass 

eine gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, weil sie 

nach diesem auftrat (vgl. dazu die beweisrechtlich untaugliche Formel "post hoc ergo 

propter hoc" z.B. in: Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. 

Bern 1989, S. 460 Fn. 1205). Zur Verdeutlichung, dass es nicht zulässig ist, mit einer 

blossen zeitlichen Korrelation eine Lyme-Borreliose mit dem erforderlichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit anzunehmen, weist Dr. K.___ auf den Umstand 

hin, dass die Beschwerdeführerin laut eigenen Angaben gegenüber Dr. D.___ (act. G 

5.1/14) bereits in früheren Jahren rezidivierende Zeckenbisse ohne Auftreten von 

Gelenkbeschwerden erlitten habe.

3.3   Während der Kontakt mit dem Borreliose-Erreger mittels serologischen 

Untersuchungen belegt werden kann, genügen diese für den Schluss auf eine daraus 

entstandene Lyme-Borreliose nicht. Die Diagnose einer solchen - gleich welchen 

Stadiums - setzt ein entsprechendes klinisches Beschwerdebild und den Ausschluss 

von Differentialdiagnosen voraus, wobei je nach Krankheitsstadium ein pathologischer 

laborchemischer Test die Wahrscheinlichkeit der Diagnose erhöhen kann (Norbert Satz, 

a.a.O., S. 70, zitiert in: SVR 2008 UV Nr. 3, S. 12, E. 4.3).

3.3.1 Laut Ausführungen von Dr. K.___ entsprechen die Ergebnisse der 

Laboruntersuchungen im konkreten Fall keinem monatelangen Krankheitsverlauf mit 

einer floriden Borreliose, sondern vermögen einzig einen früheren Borrelienkontakt 

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nachzuweisen. Dr. K.___ erachtet die Voraussetzung einer positiven Serologie für die 

Diagnose einer Lyme-Arthritis generell nicht als erfüllt. Wie bereits erwähnt, liegt bei der 

Beschwerdeführerin eine positive IgG-Borrelien-Serologie vor. IgM-Antikörper liessen 

sich keine nachweisen (vgl. act. G 5.1/16, 33, 35). Laut Dr. K.___ ist jedoch bei einem 

Infekt mit Borrelien mit monatelanger Klinik bzw. einer Lyme-Arthritis zusätzlich der 

Nachweis von positiven IgM-Antikörpern gefordert. Es sei korrekt, dass die fraglichen 

Antikörper in einer Frühphase noch nicht nachweisbar seien, im weiteren Verlauf 

müssten sie aber nachweisbar sein. Die Beschwerdeführerin sieht in diesen 

Ausführungen einen Widerspruch zur medizinischen Fachliteratur. Gemäss Dr. J.___ ist 

bei einer Lyme-Arthritis ist in über 80% der Fälle mit einer Erhöhung der IgG-

Antikörpertiter gegen Borrelia burgdorferi zu rechnen, hingegen bleibt der IgM-Titer 

mehrheitlich negativ bzw. sind spezifische IgM-Antikörper bei der Lyme-Arthritis nur 

gelegentlich nachzuweisen. Im konkreten Fall kann damit nicht allgemein von einer 

negativen Serologie gesprochen werden. Angesichts dessen, dass sich jedoch der 

Befund erhöhter IgG-Antikörper nicht von IgG-Titern bei einer ausgeheilten Infektion 

unterscheidet, kann im isolierten Nachweis von IgG-Antikörpern trotzallem kein 

genügender Beweis für eine klinisch manifeste, aktive Lyme-Borreliose und damit für 

eine Unfallkausalität gesehen werden (vgl. Norbert Satz, Klinik der Lyme-Borreliose, 2. 

Aufl. Bern 2002, S. 145, zitiert in: SVR 2008 UV Nr. 3 S. 12 E. 4.3 und 4.5; http://

dgrh.de/qualitaetsmanual3_9.html;http://www.allgemeinarzt-online.de/fileadmin/ 

Zeitschriftenarchiv/Allgemeinarzt/AA2006/AA200615/Westernblot_bei_Borreliose.pdf; 

http://www.med4you.at/laborbefunde /lbef3/lbef_lyme_borreliose.htm, alle abgerufen 

am 11. März 2013). In diese Beurteilung einfügen, lässt sich der Umstand, dass auch 

die PCR auf Borrelien negativ war (act. G 5.1/16). Laut Darlegungen von Dr. K.___ ist 

eine sogenannte positive PCR-Untersuchung aus Gelenkflüssigkeit für die Diagnose 

einer Lyme-Arthritis nicht obligatorisch. Es sei zwar korrekt, dass die PCR selbst bei 

aktiven Erkrankungen negativ ausfallen könne. Folgerichtig fügt er jedoch an, dass der 

negative PCR-Nachweis bei der Konstellation des vorliegenden Falls gegen eine aktive 

Borreliose spricht. Hätte hingegen ein positiver PCR-Nachweis vorgelegen, könnte 

auch eine Unfallkausalität befürwortet werden. Die in den Berichten der 

Laboruntersuchungen enthaltenen Kurzkommentare zu den an sich positiven 

Ergebnissen belegen sodann ebenfalls lediglich eine mögliche Unfallkausalität. Mit der 

Kann-Formulierung im Bericht über das erste Laborscreening vom 3. August 2011 (act. 

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G 5.133) - Die spezifischen Borrelien-Antikörper p100, VlsE, p39, p18, und p41/l vom 

IgG-Typ können auf ein spätes Stadium einer Borreliose hinweisen. - wird deutlich, 

dass das Gegenteil ebenso möglich ist. Die Virion deutete in ihrem Bericht vom 3. 

November 2011 (act. G 5.1/35) die erhobenen serologischen Befunde eines positiven 

Borrelien-IgG-Westernblot sowie eines negativen Borrelien-IgM-Westernblot 

Reaktionsmusters dahingehend, dass eine aktive Infektion nicht ausgeschlossen, 

grenzwertig sei. Auch diese Formulierung geht nicht über eine mögliche, alternative 

unfallkausale Sachlage hinaus. Inwiefern es fraglich erscheinen sollte, dass Dr. H.___ 

den serologischen Nachweis von IgG-Antikörpern im Blut im konkreten Fall als 

Seronarbe beurteilt, obwohl die Tests nicht zwischen aktiver und abgelaufener Infektion 

unterscheiden können, ist nicht nachvollziehbar. Unbestritten ist einzig, dass die 

Beschwerdeführerin in früheren Jahren, nach ihren Angaben zuletzt im April 2011, 

wiederholt von Zecken gebissen worden ist und der Kontakt mit dem Borreliose-

Empfänger mittels serologischer Untersuchungen belegt werden konnte. Angesichts 

dessen, dass dies jedoch für den Schluss auf eine daraus entstandene Lyme-

Borreliose nicht genügt, steht der Annahme einer Seronarbe - vor allem auch 

angesichts der nachfolgenden Erwägungen - nichts entgegen.

3.3.2 Entsprechend den Ausführungen in Erwägung 3.3 ist im Laborbericht vom 3. 

November 2011 zutreffenderweise festgehalten, dass das Resultat im Zusammenhang 

mit der Klinik interpretiert werden müsse. Die Diagnostik der Borreliose geschieht 

mithin nicht in erster Linie mithilfe von Laborparametern, sondern anhand des 

Krankheitsbildes, das der Patient bzw. die Patientin zeigt. Die Beschwerdeführerin 

spricht in der Beschwerde vom 3. August 2012 (act. G 1) von einem klinischen Verlauf, 

der klassisch für eine Borreliose in der Form einer Lyme-Arthritis sei. So habe sie zwei 

Wochen nach dem Zeckenstich unter Gelenkschmerzen gelitten und hätten sich die 

Beschwerden Ende Juli 2011 schlagartig verstärkt, wobei es zusätzlich zu 

Gelenkschwellungen in den Füssen gekommen sei. Dr. K.___ erachtet demgegenüber 

die Voraussetzung eines der Diagnose einer Lyme-Borreliose entsprechenden 

klinischen Beschwerdebildes nicht als erfüllt. Das Befallsmuster spreche gegen eine 

Borreliose. Laut Anamnese im Bericht von Dr. D.___ vom 28. Oktober 2011 (act. G 

5.1/14) traten bei der Beschwerdeführerin zwei Wochen nach dem Zeckenbiss 

Schmerzen im Handgelenk links mit Kraftlosigkeit auf. Nach ca. einem Monat seien 

auch Schmerzen im rechten Handgelenk hinzugekommen. Es werden sodann in der 

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Folge zunehmende Schmerzen im OSG rechts mit subjektiv ballonartiger Auftreibung 

des OSG rechts, eine Schmerzausweitung in den Carpalbereich beidseits sowie ins 

linke OSG und schliesslich auch in beide Kniegelenke beschrieben. Entsprechend 

fasste Prof. Dr. H.___ in seinem Bericht vom 19. Dezember 2011 (act. G 5.1/34) 

zusammen, die Patientin leide seit neun Monaten unter einer höchst eindrücklichen 

symmetrischen Polyarthritis, vor allem der kleinen und mittelgrossen Gelenke. Diese 

Klinik erläuternd, hielt er fest, dass der neunmonatige Verlauf neben dem 

Gelenkbefallsmuster stark gegen ein immunreaktives Geschehen oder eine 

anderweitige Problematik, wie beispielsweise eine Paraneoplasie, spreche. Diese 

Interpretation des klinischen Verlaufs entspricht laut Dr. K.___ den der medizinischen 

Literatur zu entnehmenden Erkenntnissen. Häufiger komme eine Mono- oder 

asymmetrische Oligoarthritis, welche vor allem Knie, aber auch Ellbogen oder das 

obere Sprunggelenk betreffe, vor. Typischerweise sei ein schubweiser Verlauf einer 

wenig schmerzhaften Arthritis vorliegend, welche mit einem grossen Erguss und nur 

geringen Entzündungszeichen verbunden sei (vgl. dazu Schweizerische Ärztezeitung, 

2005; 86: Nr. 42, S. 2378; http://dgrh.de/qualitaetsmanual3_9.html, abgerufen am 13. 

März 2013). Dass das Verteilmuster der Gelenkbeschwerden für eine Borreliose 

ungewöhnlich sei, räumt auch die Beschwerdeführerin ein, doch sei ein solches auch 

nicht unmöglich, was wiederum Dr. K.___ als grundsätzlich korrekt bezeichnet, denn es 

gebe auch bei borreliosebedingter Arthritis atypische Befallsmuster. Angesichts 

dessen, dass es sich dabei jedoch um den Ausnahme-, nicht um den Regelfall handelt, 

und die Diagnose einer Lyme-Borreliose grundsätzlich ein entsprechendes klinisches 

Beschwerdebild voraussetzt, kann die Unfallkausalität zumindest nicht als mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen betrachtet werden. Vielmehr ist eine 

durch Borrelien-Bakterien ausgelöste Arthritis nur als mögliche Sachlage zu 

betrachten. Dr. K.___ geht im konkreten Fall sogar von einem Verlauf aus, der eher 

gegen eine Borreliose spreche.

3.3.3 Als krankheitsweisendes klinisches Symptom gilt sodann die Wanderröte bzw. 

die Erythema migrans. Sie ist das charakteristische Leitsymptom bzw. das klinische 

Kennzeichen des ersten Stadiums der Lyme-Borreliose (vgl. Pschyrembel, a.a.O., S. 

615; http://www.medizinfo.de/waldundwiese/borreliose/erythema_migrans.htm, 

abgerufen am 13. März 2013; Schweizerische Ärztezeitung 2005; 86: Nr. 42). Dr. K.___ 

hält zutreffend fest, dass das fragliche Symptom keine obligate Manifestation der 

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Lyme-Borreliose ist. In Europa liegt die Erythema migrans nur bei 20 bis 30% der 

Patienten und Patientinnen vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2012, 

8C_924/2011, E. 6.1). So hat laut eigenen Angaben auch die Beschwerdeführerin keine 

Erythema migrans durchgemacht. Wenn die Erythema migrans im Gegensatz zum 

klinischen Beschwerdebild sowie zum Ausschluss von Differentialdiagnosen für die 

Diagnose einer Lyme-Borreliose keine obligatorische, sondern einzig eine fakultative 

Voraussetzung darstellt, ist es aber dennoch ein Faktum, dass bei deren Vorliegen eine 

Lyme-Borreliose als wahrscheinlich gilt. Insofern handelt es sich bei der Erythema 

migrans um ein massgebendes Beurteilungskriterium für die Kausalitätsbeurteilung, 

dessen Nichtvorliegen durchaus in die Gesamtbeurteilung miteinzubeziehen ist. Durch 

den Umstand, dass eine versicherte Person kein Erythema migrans durchgemacht hat, 

wird im Rahmen der gesamten Beweiswürdigung die Diagnose einer Lyme-Borreliose 

zumindest nicht wahrscheinlicher, sondern werden die Zweifel an einer 

Unfalleinwirkung höchstens erhöht.

3.3.4 Die Beschwerdeführerin stellt sich sodann auf den Standpunkt, ihre schmerzhafte 

Polyarthritis stelle infolge Ausschlusses anderer Ursachen bzw. von 

Differentialdiagnosen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Lyme-Arthritis dar. 

Dieser Feststellung widersprechend verweist Dr. K.___ auf die von Dr. D.___ und Dr. 

H.___ in ihren Berichten vom 28. Oktober bzw. 19. Dezember 2011 (act. G 5.1/14, 34) 

gestellte Diagnose einer seronegativen Polyarthritis bzw. seronegativen rheumatoiden 

Arthritis. Auch Dr. E.___ hält in seinem Bericht vom 11. Mai 2012 fest, dass zusätzlich 

zur durchgemachten Borrelieninfektion mit grosser Wahrscheinlichkeit auch eine 

seronegative Polyarthritis bestehe (act. G 5.1/50). Die Beschwerdeführerin erachtet 

diese Diagnose als lediglich ein Krankheitsbild beschreibend. Sie sei mit keinem 

diagnostischen Verfahren zu beweisen und könne genauso gut Folge der Borreliose 

sein. Dr. K.___ beschreibt demgegenüber die - auch rheumatoide Arthritis genannte - 

chronische Polyarthritis als eigenständige Diagnose, für welche die fehlende Ursache 

gerade typisch sei, und äussert sich sodann zu deren Verbreitung sowie dem für sie 

typischen Krankheitsverlauf bzw. Gelenksbefallsmuster. Es werde eine autoimmune 

Ursache angenommen, bei der körpereigene Substanzen, z.B. Gelenkknorpel, von 

Zellen des Immunsystems angegriffen würden. Wenn keine Ursache für eine 

Polyarthritis gefunden werde, spreche dies nicht für eine Borreliose. Vielmehr sei es 

eben bei der seronegativen Polyarthritis typisch, dass keine Ursache gefunden werde. 

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Die Aussagen von Dr. K.___ finden ihre Stütze in der medizinischen Literatur, wo die 

seronegative chronische Polyarthritis als eigenständige rheumatische Erkrankung (vgl. 

dazu ICD-10-GM 2009, Band II: Alphabetisches Verzeichnes [Diagnosenthesaurus], 10. 

Revision, S. 1027) unbekannter Ursache beschrieben wird. Man wisse lediglich, dass 

es zu einer Störung im Immunsystem komme, jedoch nicht, wodurch diese ausgelöst 

werde. Gegenwärtig zähle man die rheumatoide Arthritis zu den sogenannten 

Autoimmunerkrankungen (http://www.rheuma-online.de/krankheitsbilder/ rheumatoide-

arthritis.html, abgerufen am 13. März 2013; Alfred M. Debrunner, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 570 ff.). Insofern führte Dr. K.___ 

ausserdem nachvollziehbar aus, dass der fehlende Nachweis von Rheumafaktoren ein 

Autoimmungeschehen im klassischen Sinn nicht ausschliesse. Seronegative 

Polyarthritiden seien häufig und gehörten ebenfalls zu den Autoimmunerkrankungen. 

Der von Dr. D.___ der Diagnose angehängte Zusatz der unklaren Ätiologie ist somit als 

Merkmal der konkreten Krankheit der seronegativen Polyarthritis zu verstehen und ist 

nicht - wie von der Beschwerdeführerin angenommen - als Unsicherheitsfaktor 

hinsichtlich der Diagnosestellung zu werten. Nicht die Diagnose an sich ist unklar, 

sondern deren Ätiologie. Gewiss kann die unklare Ätiologie der fraglichen Krankheit 

nicht dahingehend verstanden werden, dass deswegen automatisch eine Lyme-

Arthritis angenommen werden könnte. Als solche von den Ärzten übereinstimmend 

gestellte Differentialdiagnose liegt damit eine seronegative chronische Polyarthritis vor. 

Die Feststellung von Dr. H.___, es sei überraschend, dass beim höchst eindrücklichen 

klinischen Befund keine diagnostischen Autoantikörper nachweisbar seien und 

offensichtlich auch die Familienanamnese bland sei, ist einzig bezogen auf den 

Umstand der fehlenden Antikörper zu verstehen. Eine Aussage bezüglich einer 

allenfalls vorliegenden Lyme-Borreliose ist darin nicht zu erblicken, zumal es sich bei 

einer solchen gerade nicht um eine Autoimmunerkrankung handelt. Aufgrund des 

fehlenden Nachweises von Autoantikörpern wurde die Diagnose einer seronegativen 

chronischen Polyarthritis gestellt. Die weitere Aussage von Dr. H.___, der 

neunmonatige Verlauf spreche allerdings neben dem Gelenkbefallsmuster stark gegen 

ein immunreaktives Geschehen, steht sodann, wie von Dr. K.___ überzeugend 

dargelegt, nicht im Widerspruch zu seiner obigen Äusserung bzw. zur fraglichen 

Differentialdiagnose. Der beratende Arzt weist darauf hin, dass die Begriffe 

immunreaktives Geschehen sowie Autoimmunerkrankung nicht verwechselt werden 

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dürften. Auch einer Autoimmunerkrankung liegt zwar ein immunreaktives Geschehen zu 

Grunde, dennoch kommt den Begriffen nicht der gleiche Inhalt zu. Autoantikörper 

treten nur im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen auf, während ein 

immunreaktives Geschehen sowohl Ausdruck einer Autoimmunerkrankung als auch 

einer Lyme-Borreliose sein kann. Insofern gilt es die Aussagen von Dr. H.___ zu trennen 

bzw. unabhängig voneinander auszulegen. Die Borreliose stellt - wie von Dr. K.___ 

festgehalten - ein immunreaktives Geschehen bzw. eine Immunantwort auf einen in den 

menschlichen Körper eingedrungenen Erreger dar. Eine solche wurde von Dr. H.___ 

gerade unter bestimmten Gesichtspunkten ausgeschlossen. Zusammenfassend ist 

festzuhalten, dass weder gestützt auf die Ausführungen von Dr. H.___ noch auf 

diejenigen von DD.___ mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit die 

Diagnose einer Lyme-Borreliose gestellt werden kann. Vielmehr ist vom Vorliegen einer 

Differentialdiagnose im Sinne einer seronegativen chronischen Polyarthritis 

auszugehen, womit die Diagnose einer Lyme-Borreliose ausgeschlossen ist. Eine 

Lyme-Borreliose ohne Differentialdiagnose wurde einzig von Heilpraktiker I.___ im 

Bericht vom 30. April 2011 diagnostiziert (act. G 5.1/41). Dies jedoch ohne jegliche 

Begründung. Es bestehen keinerlei Gründe, weshalb auf seine Diagnose abgestellt 

werden könnte.

3.4  Mit Blick auf die dargelegte medizinische Sachlage sowie die ausführlichen und 

schlüssigen Ausführungen von Dr. K.___ ist festzustellen, dass im konkreten Fall die 

Voraussetzungen für die Diagnose einer Lyme-Arthritis - entsprechendes klinisches 

Beschwerdebild, Ausschluss von Differentialdiagnosen - nicht erfüllt sind bzw. der 

überwiegend wahrscheinliche Nachweis eines natürlichen Kausalzusammenhangs 

zwischen Zeckenbiss und dem vorliegenden Beschwerdebild nicht erbracht ist. Allein 

gestützt auf den positiven serologischen Untersuchungsbefund kann die fragliche 

Diagnose - wie bereits mehrmals wiederholt - nicht gestellt werden. Die weiteren von 

der Beschwerdeführerin vorgebrachten Argumente - erinnerlicher Zeckenbiss, 

zeitnahes Auftreten von typischen Beschwerden - vermögen den Beweis einer 

überwiegend wahrscheinlichen Lyme-Arthritis ebenfalls nicht zu erbringen. Die von der 

Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden können Folgen einer Lyme-Borreliose 

sein; umgekehrt kann aber nicht von ihrem Vorliegen mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf eine Lyme-Borreliose als Ursache geschlossen werden. Der 

Einwand der Beschwerdeführerin, die Borreliose dürfe nicht ausgeschlossen werden, 

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weil sie nach einer unterdosierten Therapie nicht gesund geworden sei, vermag an 

dieser Beurteilung nichts zu ändern. Den Hinweis der Beschwerdeführerin, dass die 

Schweizerische Gesellschaft für Infektiologie für Lyme-Arthritis eine Behandlung mit 

Doxycyclin 200 mg pro Tag für 30 bis 60 Tagen empfehle, bezeichnet Dr. K.___ bei 

Vorliegen einer Lyme-Borreliose als korrekt (vgl. dazu Schweizerische Ärztezeitung 

2005; 86: Nr. 42, S. 2381). Bei einer Frühform einer Infektion mit Gelenkbeteiligung sei 

hingegen keine Therapie von 30 bis 60 Tage von 200 mg per os empfohlen, sondern 

eine Therapie von 2 bis 3 Wochen. Der Aspekt der borrelioseadäquaten Therapie ist 

offensichtlich den massgebenden und kumulativ zu erfüllenden Kriterien für die 

Differentialdiagnose eines Post-Lyme-Syndroms entnommen (Schweizerische 

Ärtzezeitung, 2005; 86: Nr. 43, S. 2426). Hinter dem fraglichen Kriterium steckt unter 

anderem der Gedanke, dass ein Patient einzig dann unter einem Post-Lyme-Syndrom 

leiden kann, wenn er zunächst einmal eine Lyme-Borreliose durchgemacht hat und 

trotz einer adäquaten Therapie immer noch unter entsprechenden Symptomen leidet. 

Inwiefern diesem Gedanken im konkreten Fall, d.h. für die Frage des Vorliegens einer 

Lyme-Borreliose, ebenfalls Bedeutung zukommt, ist nicht ersichtlich. Der Sinn des 

fraglichen Kriteriums liegt sodann aber auch darin, dass gewisse Schlussfolgerungen in 

Bezug auf einen Gesundheitsschaden - beispielsweise Heilungserfolg, Unfallrestfolgen 

- erst gezogen werden können, wenn eine adäquate Therapie durchgeführt worden ist, 

was auch für eine Lyme-Borreliose Geltung haben dürfte. Andererseits kann die Frage 

nach dem Vorliegen eines Post-Lyme-Syndroms, aber auch einer Lyme-Borreliose, 

nicht auf der These basieren, dass die Lyme-Borreliose bzw. die damit typischerweise 

verbundenen Beschwerden mit einer adäquaten Behandlung abklingen und weiter 

bestehende Beschwerden damit nicht auf die Borreliose, sondern auf 

Differentialdiagnosen zurückzuführen sind. So bewirkt die Antibiotika-Therapie nicht in 

allen Fällen eine Remission der Erkrankung (vgl. Pschyrembel, a.a.O. S. 1228; http://

www.rheuma-online.de/a-z/b/borreliose.html, Abfrage vom 13. März 2013). Insofern ist 

im Rahmen des Kriteriums "Ausschluss von Differentialdiagnose" ohnehin isoliert nach 

ärztlich bestätigten Diagnosen zu fragen. Mit der Bejahung einer solchen ist die 

Diagnose einer Lyme-Borreliose ausgeschlossen. Insgesamt ist damit festzuhalten, 

dass die Frage nach der Durchführung der adäquaten Therapie mit Blick auf die 

Schlussfolgerung in Erwägung 3.3.4 keine andere Beurteilung rechtfertigt.

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3.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich eine Verursachung der 

Beschwerdesymptomatik durch eine Borreliose und im Besonderen durch eine Lyme-

Arthritis nicht mit der mindestens erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachweisen lässt. Dies wäre jedoch notwendig, um eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin zu statuieren. Da aufgrund der dargelegten Umstände nicht 

erwartet werden kann, dass weitere medizinische Abklärungen zu anderen 

Erkenntnissen führen würden, kann darauf verzichtet werden (BGE 122 V 162 E. 1d, 

119 V 344 E. 3c). Die Adäquanzfrage kann sodann offen gelassen werden. Angesichts 

der nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad nachgewiesenen natürlichen Kausalität 

erübrigt sich auch eine Prüfung des Anspruchs auf konkrete Versicherungsleistungen, 

insbesondere auf Leistungen für Heilbehandlungskosten, wie sie von der 

Beschwerdeführerin in der Replik vom 2. November 2012 (act. G 10) beantragt worden 

sind.

4.

Nachdem die Beschwerdeführerin in der Replik ihre Anträge neu formuliert hat, ist 

davon auszugehen, dass sich diese - entgegen denjenigen in der Beschwerde - nur 

noch auf die im Einspracheentscheid vom 26. Juni 2012 beurteilten Rechtsverhältnisse 

beschränken (= Anfechtungsgegenstand) und damit kein Nichteintreten zur Folge 

haben.

5.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind nach Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver­

sicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) nicht zu erheben.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.04.2013
	Art. 6 UVG: Verneinung eines überwiegend wahrscheinlichen natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen Zeckenbiss und nachfolgend aufgetretenen rheumatologischen Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 15. April 2013, UV 2012/61).

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