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**Case Identifier:** 13486f8a-3ac1-504b-a189-7a083fb60a19
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.03.2015 UV 2013/80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-80_2015-03-24.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/80

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 24.03.2015

Entscheiddatum: 24.03.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 24.03.2015
Art. 6 und 15 UVG. Rentenanspruch. Adäquate Kausalität allenfalls 
bestehender organisch nicht objektiv ausgewiesener Beeinträchtigungen 
der Arbeitsfähigkeit verneint. Bestimmung der Vergleichseinkommen. Höhe 
Tabellenlohnabzug (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 24. März 2015, UV 2013/80).Vizepräsidentin Miriam Lendfers, 
Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug,Versicherungsrichter Joachim 
Huber; Gerichtsschreiber Philipp GeertsenEntscheid vom 24. März 2015in 
SachenA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Sebastian Lorentz, Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich,zusätzlich vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Wyss, Weinbergstrasse 29, 
8006 Zürich,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), 
Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendInvalidenrenteSachverhalt:

A.    

A.a  A.___ war als unselbstständiger Maschinenführer obligatorisch bei der Suva gegen 

Unfallfolgen versichert. Der Versicherte stürzte am 2. September 2006 als Lenker eines 

Motorrads und zog sich eine Distraktionsverletzung mit Keilfraktur BWK 4 und 5 sowie 

eine nicht-dislozierte, intraartikuläre, distale Radiusfraktur zu. Die Suva erbrachte in der 

Folge Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen. In der Verfügung vom 31. März 2008 

verneinte die Suva sowohl die natürliche als auch die adäquate Unfallkausalität der 

vom Versicherten geklagten Leiden. Sie stellte sämtliche Leistungen per Ende Februar 

2008 ein und verneinte einen Anspruch auf Rentenleistungen und auf eine 

Integritätsentschädigung. Dagegen erhob der Versicherte am 29. April 2008 

Einsprache. Im Auftrag der IV-Stelle des Kantons St. Gallen wurde der Versicherte am 

10. Juni 2009 interdisziplinär (internistisch, psychiatrisch und neurologisch) durch die 

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ABI Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH, Basel, begutachtet. Die ABI-Experten 

diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches 

zervikothorakales und zervikozephales Schmerzsyndrom bei Status nach 

Motorradunfall. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine leichte 

depressive Episode (ICD-10: F32.0), eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10: F54) 

sowie ein Status nach dislozierter intraartikulärer distaler Radiusfraktur links im 

Rahmen des Motorradunfalls. Für eine körperlich leichte Tätigkeit bescheinigten sie 

eine 80%ige Arbeitsfähigkeit, vollschichtig realisierbar (UV-act. 120). Die Suva wies am 

10. Mai 2010 die Einsprache ab. Zur Begründung führte sie aus, dass ein 

Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung nicht ausgewiesen sei. Den vom 

Versicherten geklagten Beschwerden liege "kein relevantes organisches 

unfallbedingtes Substrat" zugrunde. Die Beurteilung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen Unfallereignis und geklagten Leiden erfolge unter 

dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung und sei zu verneinen (UV-

act. 130). Die vom Versicherten dagegen erhobene Beschwerde wies das 

Versicherungsgericht ab (siehe hierzu sowie zum bis dahin eingetretenen 

massgeblichen Sachverhalt den Entscheid vom 12. April 2011, UV 2010/45, UV-

act. 146).

A.b  Die vom Versicherten gegen den kantonalen Entscheid erhobene Beschwerde in 

öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hiess das Bundesgericht in Aufhebung des 

kantonalen sowie des Einspracheentscheids gut. Es wies die Sache an die Suva 

zurück, damit diese über den Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente und 

eine Integritätsentschädigung neu verfüge. Zur Begründung führte es aus, die von den 

ABI-Gutachtern bescheinigte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit beruhe auf einer 

somatischen Grundlage, wofür die Suva einzustehen habe (Urteil des Bundesgerichts 

vom 7. Februar 2012, 8C_431/2011, UV-act. 157).

A.c  Am 14. März 2012 sprach das Versicherungsgericht dem Beschwerdeführer für die 

Zeit vom 1. September 2007 bis 31. Mai 2008 eine ganze Rente der 

Invalidenversicherung zu. Im Übrigen wies es die gegen die Rentenverfügung der IV-

Stelle vom 16. Februar 2010 erhobene Beschwerde des Versicherten ab (IV 2010/120, 

UV-act. 161; bestätigt im Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juli 2012, 8C_365/2012, 

UV-act. 213).

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A.d  Der Versicherte reichte der Suva mit Schreiben vom 7. Juni 2012 einen Bericht des 

Medizinischen Zentrums B.___ vom 16. Mai 2012 ein, wo er sich in "interdisziplinärer 

Schmerzbehandlung" befand. Die dort behandelnden medizinischen Fachpersonen 

bescheinigten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. U.a. leide der Versicherte - 

psychometrisch bestätigt - an einer deutlichen Konzentrationsstörung, einer deutlichen 

Einschränkung im komplexen Denken sowie einer schweren Depression (UV-act. 167).

A.e  Mit Verfügung vom 13. August 2012 sprach die Suva dem Versicherten 

entsprechend der von ihr ermittelten Erwerbsunfähigkeit eine 19%ige Invalidenrente zu 

(UV-act. 177). Dagegen erhob der Versicherte am 12. September 2012 Einsprache und 

beantragte die Zusprache der gesetzlichen Leistungen, insbesondere Heilungskosten, 

Taggeld und Rente. Aus dem Bericht des Medizinischen Zentrums B.___ ergebe sich, 

dass er aufgrund des Unfallereignisses auch aus somatischer Sicht mit Sicherheit 

erheblicher eingeschränkt sei, als die von der Suva berücksichtigten 20% (UV-act. 184; 

siehe auch die ergänzende Begründung vom 22. April 2013, worin der Versicherte u.a. 

eine gesundheitliche Verschlechterung geltend macht, UV-act. 215 mit Austrittsbericht 

der Psychiatrie-Dienste C.___, Klinik D.___, vom 16. April 2013, wo sich der Versicherte 

vom 8. Februar bis 28. März 2013 zur stationären psychiatrischen Behandlung 

befunden hatte, UV-act. 214).

A.f   Am 11. Februar 2013 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 24'030.-- (Integritätseinbusse von 22,5%) zu (UV-

act. 207).

A.g  Am 27. September 2013 hiess die Suva die Einsprache vom 12. September 2012 

teilweise gut. Sie erhöhte die Rentenleistung von 19% auf 20%. Im Übrigen wies sie 

die Einsprache ab. Zwischen den psychogenen Beeinträchtigungen und dem 

Unfallereignis fehle es am adäquaten Kausalzusammenhang. Aus rein somatischer 

Sicht ergebe sich aus der Beurteilung des Medizinischen Zentrums B.___ verglichen 

mit der Einschätzung der ABI-Experten kein Widerspruch, womit vollumfänglich auf das 

gutachterliche Zumutbarkeitsprofil abzustellen sei. Bei der Bestimmung des 

Invalideneinkommens sei entgegen der Auffassung des Versicherten kein 

Tabellenlohnabzug gerechtfertigt (UV-act. 219).

B.    

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B.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 27. September 2013 richtet sich die 

vorliegende Beschwerde vom 30. Oktober 2013. Der Beschwerdeführer beantragt darin 

insoweit dessen Aufhebung, als ihm eine 20% übersteigende Rente verweigert werde. 

Es seien ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine angemessene Rente, 

zuzusprechen. Eventualiter sei ein gerichtliches medizinisches Gutachten einzuholen. 

Subeventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung 

bringt er im Wesentlichen vor, im Austrittsbericht der Psychiatrie-Dienste C.___ seien 

neue somatische Befunde erhoben worden, welche die Beschwerdegegnerin hätte 

untersuchen müssen. Das Verfahren, zumindest was die somatischen Unfallfolgen 

betreffe, sei vorliegend noch nicht abgeschlossen worden. Hinsichtlich der 

festgestellten kognitiven Einbussen sei der Sachverhalt noch nicht rechtsgenüglich 

abgeklärt. Des Weiteren hält der Beschwerdeführer einen Tabellenlohnabzug von 10% 

für gerechtfertigt.

B.b  In der Beschwerdeantwort vom 16. Dezember 2013 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, der Schädel-Hirn-

Bereich sei vom Unfall nicht betroffen gewesen. Eine unfallkausale Hirnschädigung sei 

von den ABI-Experten ausdrücklich ausgeschlossen worden. Diese hätten ferner 

erklärt, dass die angegebenen kognitiven Störungen nicht auf eine solche 

zurückgeführt werden könnten. Aus organischer Sicht entfalle in Bezug auf die 

kognitiven Defizite eine Leistungspflicht mangels natürlicher Kausalität. Sofern die 

kognitiven Störungen als organisch nicht objektivierbare Beschwerden verstanden 

würden, wäre die Leistungspflicht mangels adäquater Unfallkausalität ausgeschlossen. 

Bezüglich des Einkommensvergleichs sei im Einspracheentscheid die 

Unterdurchschnittlichkeit des Valideneinkommens ausser Acht gelassen worden. Bei 

richtiger Parallelisierung der Vergleichseinkommen resultierte ein Invaliditätsgrad von 

lediglich abgerundet 15%. Das Gericht habe daher eine reformatio in peius in 

Erwägung zu ziehen. Ein Tabellenlohnabzug sei nicht gerechtfertigt (act. G 3).

B.c  Der Beschwerdeführer hält in der Replik vom 18. Juni 2014 an seinen Anträgen 

fest (act. G 13).

B.d  Die Beschwerdegegnerin hält in der Duplik vom 29. Juli 2014 an der von ihr 

beantragten Beschwerdeabweisung fest (act. G 17).

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Erwägungen:

1.     

Der Beschwerdeführer beantragt die Zusprache der gesetzlichen Leistungen. Nebst der 

ausdrücklichen Erwähnung von Rentenleistungen legte er nicht näher dar, welche 

allfälligen weiteren Leistungen er beantragt (act. G 1). Es ist davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer damit - wie in der Einsprache vom 12. September 2012 (UV-

act. 184) - auch die Übernahme von Heilungskosten und die Ausrichtung von 

Taggeldleistungen anbegehrt.

1.1   In Nachachtung des Urteils des Bundesgerichts vom 7. Februar 2012, 

8C_431/2011, in dem die Sache an die Verwaltung zwecks Neuverfügung betreffend 

Invalidenrente und Integritätsentschädigung zurückgewiesen wurde (und im Übrigen 

der vom Versicherungsgericht festgesetzte Fallabschluss in E. 3 bestätigt wurde, UV-

act. 157), erliess die Beschwerdegegnerin am 13. August 2012 die Rentenverfügung 

(UV-act. 177; zur Verfügung vom 11. Februar 2013 bezüglich Integritätsentschädigung 

siehe UV-act. 207). Gegenstand dieser Verfügung bildete einzig der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf Rentenleistungen. In der Einsprache vom 12. September 2012 

stellte der Beschwerdeführer über die Rentenleistung hinausgehende Anträge 

betreffend "insbesondere Heilungskosten, Taggeld […]" (UV-act. 184). Die 

Beschwerdegegnerin behandelte im Einspracheentscheid vom 27. September 2013 die 

Anträge auf Ausrichtung weiterer Taggelder und Heilbehandlungsmassnahmen und 

wies diese ab (UV-act. 219, Rz 1a sowie Dispositivziffer 2).

1.2   Dabei hat die Beschwerdegegnerin übersehen, dass einzig die Rentenfrage 

Anfechtungsgegenstand im Einspracheverfahren bildete und sie daher auf Anträge auf 

weitere Leistungen nicht hätte eintreten dürfen, zumal vorliegend weder dargetan noch 

ersichtlich ist, dass die Voraussetzungen für eine Ausdehnung des 

Einspracheverfahrens auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstands liegende 

Frage erfüllt gewesen sind (vgl. hierzu BGE 122 V 36 E. 2a). Da es im 

Einspracheverfahren somit bezogen auf die weiteren Leistungen an einer 

Sachurteilsvoraussetzung gefehlt hat, ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, 

dass der Einspracheentscheid in dem Sinn aufzuheben ist, als er den Anspruch auf die 

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über die Rentenleistung hinausgehenden Leistungen verbindlich regelt oder auch nur 

präjudiziert (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. März 2009, 8C_990/2008, E. 7).

2.     

Zu prüfen bleibt damit der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

2.1   Hinsichtlich der massgebenden rechtlichen Grundlagen kann auf den Entscheid 

des Versicherungsgerichts vom 12. April 2011, UV 2010/45, verwiesen werden (UV-

act. 146).

2.2   Der Beschwerdeführer bringt zunächst vor, es lägen neue medizinische 

Erkenntnisse bezüglich somatisch bedingter kognitiver Defizite vor, die zu den bisher 

anerkannten somatischen Beschwerden hinzugetreten seien (act. G 1, Rz 11).

2.2.1         Zur weiteren Begründung verweist der Beschwerdeführer auf den 

Austrittsbericht der Klinik D.___ vom 16. April 2013. Darin führten die dort 

behandelnden Experten aus, beim Beschwerdeführer bestehe der Verdacht auf eine 

emotional instabile Persönlichkeitsstörung: impulsiver Typ DD posttraumatische 

Belastungsstörung (ICD-10: F60.30); sodann leide er an einer anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung. Weder aus diesen Diagnosen noch aus der übrigen 

Begründung des Berichts ergeben sich schlüssige Hinweise auf somatisch bedingte 

kognitive Defizite. So benannten die Experten unter dem Titel "somatische Probleme" 

keine entsprechenden Beeinträchtigungen. Die kognitiven Defizite hielten sie unter dem 

Titel "psychopathologische Auffälligkeiten bei Austritt" fest (UV-act. 214, S. 2). Des 

Weiteren ergibt sich aus dem Austrittsbericht, dass die testpsychologischen 

Abklärungen "schlecht und nicht konsistent" gewesen seien. "Simulation oder 

Aggravation" hätten nicht ausgeschlossen werden können (UV-act. 214, S. 3). Ins 

Gewicht fällt schliesslich auch, dass die Ärzte der Klinik D.___ die Frage hinsichtlich der 

Unfallkausalität der "festgestellten" kognitiven Defizite ausdrücklich offen liessen und 

das Bestehen möglicher unfallfremder Ursachen in den Raum stellten ("intellektuelle 

Teilleistungsstörung und ggf. ADHS", UV-act. 214, S. 4).

2.2.2         Angesichts dessen, dass die behandelnden Ärzte der Klinik D.___ die Frage 

nach der Unfallkausalität offen liessen (siehe vorstehende E. 23.2.1 am Schluss), die 

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kognitiven Einschränkungen im Bericht des Medizinischen Zentrums B.___ vom 16. Mai 

2012 als "wohl depressionsbedingt" bezeichnet wurden (UV-act. 167, S. 4), im ABI-

Gutachten von einer fehlender Objektivierbarkeit der geklagten Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen die Rede war (UV-act. 120, S. 20 des Gutachtens) und sich auch 

aus den übrigen Akten keine somatische Ursache ergibt, ist das Bestehen von 

unfallbedingten organisch objektiv ausgewiesenen kognitiven Beschwerden zu 

verneinen. Die Frage, ob die geltend gemachten kognitiven Beeinträchtigungen ein 

natürlich unfallkausales psychisches Beschwerdebild darstellen, kann mangels 

adäquater Kausalität (siehe hierzu Urteil des Bundesgerichts vom 7. Februar 2012, 

8C_431/2011, E. 7.5) offen bleiben. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, 

dass die Beschwerdegegnerin bezüglich der geltend gemachten kognitiven Defizite 

oder deren allfälliger Verschlechterung keine weiteren Abklärungen vorgenommen hat.

2.2.3         Die sich aufgrund der Voraktenlage aufdrängende Frage, ob überhaupt eine 

gesundheitliche Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten oder eine dadurch 

beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Hilfsarbeiten vorliegt (zum 

zweifelhaften Verhalten des Beschwerdeführers in testpsychiatrischen Untersuchungen 

siehe vorstehende E. 2.2.1; im Bericht des Medizinischen Zentrums B.___ vom 16. Mai 

2012 wird ausgeführt, der Beschwerdeführer sei "kognitiv in Konzentration, 

Merkfähigkeit und Gedächtnis unauffällig", UV-act. 167, S. 5; die an anderer Stelle 

erwähnten kognitiven Einschränkungen stützen sich allein auf psychometrische 

Ergebnisse aus dem Jahr 2009 [UV-act. 214, S.4 und S 7 oben; siehe auch Bericht des 

Medizinischen Zentrums B.___ vom 8. Juni 2009, UV-act. 121], mithin allein auf 

testpsychologische Untersuchungen; eine Validierung des Aussageverhaltens des 

Beschwerdeführers ist dabei nicht aktenkundig) und die Defizite nicht bloss in der 

Wahrnehmung des Beschwerdeführers bestehen (zur entsprechenden Vermutungen 

der ABI-Experten siehe UV-act. 120, S. 15, des Gutachtens: In den psychometrischen 

Tests "spiegelte sich die subjektive Befindlichkeit des Exploranden, wie sie in 

psychometrischen Tests immer festgestellt wird"), kann angesichts der fehlenden 

adäquaten Kausalität offen bleiben (siehe vorstehende E. 2.2.2). Ergänzend bleibt 

darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht im die IV-Leistungen betreffenden 

Entscheid vom 30. Juli 2012, 8C_365/2012, E. 5 und 6.1 ff., die fehlende 

invalidisierende Wirkung der psychischen Beschwerden bestätigt hat (UV-act. 213).

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2.2.4         Im Licht dieser Umstände ist damit - entsprechend dem Urteil des 

Bundesgerichts vom 30. Juli 2012, 8C_365/2012, E. 6.3 (UV-act. 213) - weiterhin mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer für 

eine leidensangepasste Tätigkeit über eine 80%ige Arbeitsfähigkeit verfügt.

3.     

Ausgehend von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

verbleibt die Bestimmung der Erwerbsunfähigkeit.

3.1   Das Versicherungsgericht wandte im den Anspruch des Beschwerdeführers auf 

IV-Rentenleistung betreffenden Beschwerdeverfahren (Entscheid vom 14. März 2012, 

IV 2010/120, E. 5, UV-act. 161; bestätigt im Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juli 

2012, 8C_365/2012, E. 7, UV-act. 213) einen Prozentvergleich an. Daran ist 

festzuhalten, da der Beschwerdeführer vor dem Unfallereignis nicht bloss einen 

unterdurchschnittlichen Lohn, sondern - und das ist entscheidend - erheblich 

schwankende Jahresverdienste erzielte (wobei der Beschwerdeführer von Januar 2003 

bis Juli 2004 Arbeitslosenentschädigung bezogen hat; siehe zu den zwischen 2000 und 

2007 erarbeiteten Löhnen den IK-Auszug in IV-act. 9). Angesichts dieser Umstände 

verbietet sich der Schluss, die vor dem Unfallereignis vom Beschwerdeführer erzielten 

Löhne würden eine verlässliche Grundlage seines Erwerbspotenzials im 

Gesundheitsfall bzw. für die Ermittlung des Valideneinkommens bilden. Es besteht 

daher kein Anlass, von der Methode des - vom Bundesgericht im hier zu beurteilenden 

Fall bestätigten (UV-act. 213) - reinen Prozentvergleichs abzuweichen (zur Zulässigkeit 

eines Prozentvergleichs bei nicht repräsentativer Grundlage für die Bestimmung des 

Valideneinkommens siehe Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juli 2012, 9C_406/2011, 

E. 6.4).

3.2   Zwischen den Parteien weiter umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Frage, 

ob und gegebenenfalls in welcher Höhe sich vorliegend ein Tabellenlohnabzug 

rechtfertigt.

3.2.1         Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

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Umständen - auch von invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab 

(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig 

(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen).

3.2.2         Im den IV-Rentenanspruch des Beschwerdeführers beschlagenden 

Entscheid vom 14. März 2012, IV 2010/120, E. 5 (UV-act. 161), führte das 

Versicherungsgericht Folgendes aus: Da bei der Parallelisierung der 

Vergleichseinkommen aufgrund eines unterdurchschnittlichen Valideneinkommens 

dieselben einkommensbeeinflussenden Merkmale nicht sowohl im Rahmen der 

Parallelisierung als auch bei der Gewährung des Tabellenlohnabzugs mit einbezogen 

werden dürften, der Beschwerdeführer keine altersbedingten Lohnnachteile zu 

erwarten habe, die leidensbedingten Einschränkungen bereits hinreichend im Rahmen 

der medizinischen Leistungsbeurteilung Eingang gefunden hätten und der 

Aufenthaltsstatus keine lohnwirksamen Nachteile zeitigen werde, komme einzig mit 

Blick auf die lediglich noch vollschichtig verwertbare Restarbeitsfähigkeit ein Abzug 

von - wenn überhaupt - höchstens 10% in Frage. Daraus ergebe sich ein nicht 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von 28%.

3.2.3         Aus diesen Ausführungen ist ohne weiteres erkennbar, dass es für das Ver­

sicherungsgericht zweifelhaft erschien ("wenn überhaupt"), ob sich ein Abzug 

rechtfertige. Dem steht nicht entgegen, dass das Versicherungsgericht bei der 

Berechnung einen 10%igen Abzug berücksichtigte (und statt einen 20%igen einen 

28%igen Invaliditätsgrad ermittelte). Denn dabei ging es ihm lediglich um die 

Darstellung einer Berechnungsvariante, die aufzeigte, dass selbst wenn ein Abzug 

vorgenommen würde, dieser keinen Einfluss auf den IV-Rentenanspruch zeitigen 

würde. Weder daraus noch aus dem den kantonalen Entscheid bestätigenden Urteil 

des Bundesgerichts vom 30. Juli 2012, 8C_356/2012, E. 7 (UV-act. 213), lässt sich eine 

präjudizierende Wirkung betreffend eines 10%igen Abzugs herleiten. An dieser 

Betrachtungsweise ändert das Vorbringen des Beschwerdeführers nichts, wonach die 

Berechnung des Versicherungsgerichts unter dem Aspekt der beruflichen Massnahmen 

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relevant gewesen sei (act. G 13, Rz 40). Der Beschwerdeführer verkennt nämlich bei 

seinem Standpunkt, dass sich der Entscheid IV 2010/120 einzig auf den 

Rentenanspruch bezogen hat, die darin enthaltenen Berechnungsgrundlagen ohne 

Tabellenlohnabzug zu einem 20%igen Invaliditätsgrad führen und es für die 

Eingliederungsmassnahmen der IV - insbesondere den Anspruch auf eine Umschulung 

- nicht von Bedeutung ist, ob die Erwerbseinbusse 20% oder 28% beträgt. Schliesslich 

ist weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern die Höhe der Integritätsentschädigung 

auf den Umfang des Tabellenlohnabzugs Einfluss haben könnte (vgl. zum 

anderslautenden Standpunkt des Beschwerdeführers act. G 13, Rz 38).

3.2.4         Wie im Entscheid vom 14. März 2012, IV 2010/120, E. 5 (UV-act. 161), aus­

geführt und woran festgehalten werden kann, liegen abgesehen vom Aspekt der 

ganztägigen Präsenz mit reduzierter Leistungsfähigkeit keine nicht bereits im Rahmen 

der Parallelisierung der Vergleichseinkommen oder der medizinischen 

Leistungsbeurteilung berücksichtigten Umstände vor, die einen Tabellenlohnabzug 

rechtfertigen. Die vom Beschwerdeführer ins Feld geführte Lehrmeinung, wonach eine 

ganztägige Präsenz mit reduzierter Leistungsfähigkeit einen Abzugsgrund bilde (Philipp 

Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in: Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.], JaSo 2012, 

S. 148 ff.), hat das Bundesgericht verworfen (Urteile des Bundesgerichts vom 

16. August 2012, 8C_344/2012, E. 3.2, und vom 21. September 2012, 8C_419/2012, 

E. 3.1, da nicht ausreichend Anhaltspunkte dafür bestünden, "dass dieser Effekt nicht 

durch die Vorteile der ganztägigen Präsenz des Arbeitnehmers aufgewogen wird"). 

Unter dem Eindruck dieser Rechtsprechung ist nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin einen Abzugsgrund verneint hat. Entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers (act. G 1, Rz 20) lässt der Wechsel in einen neues Tätigkeitsgebiet 

vorliegend keine Lohnnachteile befürchten. Denn der Beschwerdeführer war schon 

immer auf dem Hilfsarbeitermarkt tätig. Er hat sich darin keine lohnerhöhend 

auswirkenden Kompetenzen erarbeitet, sondern jeweils nur kurzzeitige und 

verschiedene Einsätze als Hilfsarbeiter ausgeübt (UV-act. 10). Es ist sodann weder 

ersichtlich noch dargetan, dass er über eine Einschränkung der Anpassungsfähigkeit 

verfügt, die einen zu erwartenden Lohnnachteil im Segment der leichten 

Hilfsarbeitertätigkeiten zu begründen vermag. Zu beachten ist weiter, dass zumindest 

die ausgeübte Tätigkeit als Maschinenführer (u.a. Bedienung und Überwachung der 

Bechermaschine, UV-act. 10) auch auf dem Markt für leichte Hilfsarbeit nachgefragte 

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Verrichtungen beinhaltete. Im Rahmen des Prozentvergleichs beträgt der 

Invaliditätsgrad damit - wie im angefochtenen Einspracheentscheid festgestellt - 20% 

(UV-act. 219).

4.     

4.1   In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist der angefochtene 

Einspracheentscheid insoweit aufzuheben, als er den Anspruch auf die über die 

Rentenleistung hinausgehenden Leistungen präjudiziert (vgl. vorstehende E. 1.2). Im 

Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

4.2   Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts).

4.3   Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene 

Einspracheentscheid insoweit aufgehoben, als er den Anspruch auf die über die 

Rentenleistung hinausgehenden Leistungen präjudiziert (vgl. vorstehende E. 1.2). Im 

Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.03.2015
	Art. 6 und 15 UVG. Rentenanspruch. Adäquate Kausalität allenfalls bestehender organisch nicht objektiv ausgewiesener Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit verneint. Bestimmung der Vergleichseinkommen. Höhe Tabellenlohnabzug (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. März 2015, UV 2013/80).Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug,Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Philipp GeertsenEntscheid vom 24. März 2015in SachenA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Sebastian Lorentz, Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich,zusätzlich vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Wyss, Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendInvalidenrenteSachverhalt:

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		2025-07-19T09:12:18+0200
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