# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c55f5c7-e6bb-535c-8995-856f5b0219d1
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-10
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 10.11.2023 603 2023 151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2023-151_2023-11-10.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2023 151
603 2023 152

Urteil vom 10. November 2023

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Dominique Gross 
Richter: Dina Beti

Stéphanie Colella
Gerichtsschreiber-Praktikant: Steve Bangerter

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Christian 
Jungen

gegen

AMT FÜR STRASSENVERKEHR UND SCHIFFFAHRT, Vorinstanz    

Gegenstand Beschwerde gegen vorsorgliche Massnahmen

Vorsorglicher Entzug des Führerausweises

Beschwerde (603 2023 151) vom 2. Oktober 2023 gegen die Verfügung vom 
18. September 2023 

Gesuch (603 2023 152) um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 
vom gleichen Tag 

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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführer) ist im Jahr 1989 geboren; er ist seit 2007 im Besitz des 
Führerausweises, namentlich der Kategorie A1, B, B1, F und G.

Am 14. April 2023 wurde der Beschwerdeführer im Rahmen einer Strafuntersuchung wegen Wider-
handlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz vorläufig festgenommen und als beschuldigte 
Person durch die Kantonspolizei Freiburg einvernommen. Während der Einvernahme gestand er 
den Kauf und Konsum von Kokain während verschiedener Zeiträume, was mittels Strafbefehls vom 
31. August 2023 zu einer Verurteilung führte. 

Das Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt (Vorinstanz) informierte den Beschwerdeführer am 
29. August 2023 über die Eröffnung eines Administrativverfahrens und setzte ihm eine Frist, um eine 
Stellungnahme einzureichen. Innerhalb der erstreckten Frist liess sich der Beschwerdeführer mit 
Schreiben vom 12. September 2023 kurz vernehmen und erklärte den Verzicht auf eine weiterge-
hende Stellungnahme. 

B. Mit Verfügung vom 18. September 2023 hat die Vorinstanz ihm den Führerausweis wegen 
ernsthafter Zweifel an seiner Fahreignung infolge des anerkannten Kokainkonsums vorsorglich und 
auf unbestimmte Zeit entzogen, bis zur Abklärung der Ausschlussgründe. Zur Klärung der Fahreig-
nung habe der Beschwerdeführer bis spätestens am 17. März 2024 ein Fahreignungsgutachten 
vorzulegen. Weiter hat die Vorinstanz einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung 
entzogen. 

Am 26. September 2023 übermittelte der Beschwerdeführer der Vorinstanz über seinen neuen 
anwaltlichen Vertreter eine weitere Eingabe, in der er vorbringt, er sei mit dem Verzicht auf die Stel-
lungnahme durch den früheren Rechtsanwalt nicht einverstanden und beantrage die Wiedererwä-
gung. Die Vorinstanz erklärte ihm mit Schreiben vom 2. Oktober 2023, dass keine Wiedererwägung 
vorgenommen werde.

C. Der Beschwerdeführer hat am 2. Oktober 2023 (noch vor Erhalt des Antwortschreibens der 
Vorinstanz vom selben Tag) gegen die Verfügung vom 18. September 2023 Beschwerde (603 2023 
151) an das Kantonsgericht erhoben. Er beantragt die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung. 
Vom vorsorglichen Entzug des Führerausweises sei abzusehen; als mildere Massnahme sei anzu-
ordnen, dass er spätestens sechs Monate ab der Rechtskraft des kantonsgerichtlichen Entscheids 
ein verkehrsmedizinisches Gutachten vorzulegen habe, bis dahin sei ihm der Führerausweis provi-
sorisch zu belassen, wenn er durch eine regelmässige, zweiwöchentliche ärztliche Kontrolle seine 
Drogenabstinenz belegen könne. Weiter ersucht er um Wiederherstellung der aufschiebenden 
Wirkung (603 2023 152).

D. Am 6. Oktober 2023 verfügt die Instruktionsrichterin, dass die aufschiebende Wirkung beim 
derzeitigen Aktenstand (im Sinne einer superprovisorischen Massnahme) nicht wiederhergestellt 
werde (603 2023 153).

E. Die Vorinstanz beantragt am 17. Oktober 2023 die Abweisung der Beschwerde.

F. Mit Schreiben vom 19. Oktober 2023 reicht der Beschwerdeführer ein Schreiben seines Arbeit-
gebers ein. Am 20. Oktober 2023 lässt sich der Beschwerdeführer nochmals unaufgefordert verneh-
men.

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G. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen

1.

Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 12 des kantonalen Gesetzes 
vom 12. November 1981 zur Ausführung der Bundesgesetzgebung über den Strassenverkehr 
[AGSVG; SGF 781.1] in Verbindung mit Art. 114 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über 
die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des 
Rechtsmittels gegen den vorliegenden Zwischenentscheid legitimiert (Art. 76 und Art. 120 Abs. 2 
VRG; siehe BGE 122 II 359 E. 1b). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 2 VRG) und 
der Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG).

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist vorliegend 
ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

3.

Der Beschwerdeführer rügt vorab eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs. 

3.1. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 
18. April 1999 (BV; SR 101) fliesst unter anderem ein Anspruch der von einem Entscheid in ihrer 
Rechtsstellung betroffenen Person, dass die Behörde ihre Vorbringen auch tatsächlich hört, prüft 
und in der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 124 I 49 E. 3a; 124 I 241 E. 2, je mit Hinweisen). 
Dabei muss sie sich nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen, sondern kann 
sich auf die wesentlichen Punkte beschränken (BGE 134 I 83 E. 4.1; 130 II 530 E. 4.3; 129 I 232 
E. 3.2).

3.2. Beim vorliegenden Führerausweisentzug handelt es sich um eine vorsorgliche Massnahme 
im Hauptverfahren auf Sicherungsentzug. Angesichts der Dringlichkeit des Massnahmenverfahrens 
hat daher eine umfassende Auseinandersetzung mit sämtlichen Gesichtspunkten, die für oder 
gegen einen Sicherungsentzug sprechen, erst im anschliessenden Hauptverfahren zu erfolgen. 
Derartige provisorische Anordnungen beruhen regelmässig auf einer bloss summarischen Prüfung 
der Sach- und Rechtslage, und der Entscheid ergeht aufgrund der vorhandenen Akten und grund-
sätzlich ohne weitere Beweiserhebungen (siehe zum Ganzen Urteil BGer 1C_541/2919 vom 
10. März 2020 E. 3).

3.3. Die Vorinstanz hat die ernsthaften Zweifel an der Fahreignung mit dem anerkannten Kokain-
konsum des Beschwerdeführers begründet. Dass sie sich in diesem Stadium des Verfahrens ledig-
lich auf die vorhandenen Akten stützt und keine weiteren eigenen Beweiserhebungen vollzieht, liegt 

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in der Natur der Sache. Mit der Gewährung einer Frist zur Stellungnahme vor Erlass der vorsorgli-
chen Massnahme wurde dem Beschwerdeführer zudem die Gelegenheit gegeben, sich zu äussern. 

Der Beschwerdeführer sieht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darin, dass die Vorinstanz mit 
Schreiben vom 29. August 2023 keine konkrete Massnahme angedroht habe. Indes ist darauf hinzu-
weisen, dass die Vorinstanz in diesem Schreiben sehr wohl erklärte, dass die Feststellungen der 
Polizei im Rahmen der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Administra-
tivmassnahme, wie beispielsweise zu einem Führerausweisentzug, führen könne. Der Beschwerde-
führer war demnach über die möglichen Konsequenzen seines Verstosses informiert. Dennoch 
erklärte der schon damals anwaltlich vertretene Beschwerdeführer mit Schreiben vom 12. Septem-
ber 2023 lediglich, er sei seit der Erlangung des Führerausweises nie negativ in Erscheinung getre-
ten und verfüge über einen tadellosen verkehrsrechtlichen Leumund. Im Weiteren verzichte er auf 
eine Stellungnahme. 

Trotzdem reichte der Beschwerdeführer am 26. September 2023, bereits nach Erlass der streitigen 
Verfügung, über seinen neuen anwaltlichen Vertreter eine weitere Eingabe ein, in der er geltend 
machte, er sei mit dem Verzicht auf die Stellungnahme durch den früheren Rechtsanwalt nicht 
einverstanden und beantrage eine Wiedererwägung. In seiner Beschwerde führt er aus, dass die 
Vorinstanz diese Stellungnahme aufgrund der bereits erlassenen Verfügung nicht mehr berücksich-
tigt habe. 

Weil der schon damals anwaltlich vertretene Beschwerdeführer mit Schreiben vom 12. September 
2023 ausdrücklich auf eine (weitere) Stellungnahme verzichtet hatte, durfte die Vorinstanz davon 
ausgehen, dass er damit seinen Anspruch auf rechtliches Gehör genügend wahrgenommen hat. 
Überdies erklärte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 2. Oktober 2023, dass 
eine Wiedererwägung der angefochtenen Verfügung – wie er sie im Schreiben vom 26. September 
2023 verlangt hat – ausgeschlossen sei. 

Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist damit nicht ersichtlich. 

4.

In materieller Sicht ist zu prüfen, ob die Vorinstanz dem Beschwerdeführer zu Recht den Führeraus-
weis aufgrund seines Kokainkonsums vorsorglich entzogen hat.

4.1. Nach Art. 14 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG; 
SR 741.01) müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Über 
Fahreignung verfügt gemäss Art. 14 Abs. 2 SVG, wer das Mindestalter erreicht hat (Bst. a), die 
erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeu-
gen hat (Bst. b), frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt 
(Bst. c) und nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die Vorschrif-
ten zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (Bst. d). Über Fahrkompetenz 
verfügt, wer die Verkehrsregeln kennt (Art. 14 Abs. 3 Bst. a SVG) und Fahrzeuge der Kategorie, für 
die der Ausweis gilt, sicher führen kann (Art. 14 Abs. 3 Bst. b SVG).

Der Führerausweis wird entzogen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder 
nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG), namentlich wenn die Person an einer Sucht leidet, welche 
die Fahreignung ausschliesst oder wenn sie aufgrund ihres bisherigen Verhaltens nicht Gewähr 
bietet, dass sie künftig beim Führen eines Motorfahrzeugs die Vorschriften beachten und auf 
Mitmenschen Rücksicht nehmen wird (Art. 16d Abs. 1 Bst. b und c SVG).

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4.2. Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so wird sie einer Fahreignungsuntersu-
chung unterzogen (Art. 15d Abs. 1 SVG). Eine solche ist namentlich bei Fahren unter dem Einfluss 
von Betäubungsmitteln oder bei Mitführen von Betäubungsmitteln, die die Fahrfähigkeit stark beein-
trächtigen oder ein hohes Abhängigkeitspotenzial aufweisen, durchzuführen (Art. 15d Abs. 1 Bst. b 
SVG). Die Anordnung einer Fahreignungsuntersuchung setzt nicht zwingend voraus, dass die 
betroffene Person unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren ist oder solche im Fahrzeug 
mitgeführt hat (Urteil BGer 1C_446/2012 vom 26. April 2013 E. 3.2). Vielmehr ist bei Verdacht auf 
eine Abhängigkeit eine solche verkehrsmedizinische Abklärung angezeigt, sofern konkrete Anhalts-
punkte bestehen, die ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des Betroffenen wecken (Urteil BGer 
1C_256/2011 vom 22. September 2011 E. 2.2). 

Im Zusammenhang mit Fahreignungsuntersuchungen sieht Art. 28a Abs. 1 Bst. a der Verordnung 
vom 27. Oktober 1976 über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr 
(VZV; SR 741.51) vor, dass bei Zweifeln an der Fahreignung einer Person eine Fahreignungsunter-
suchung durch einen Arzt nach Art. 5abis VZV anzuordnen ist. Die Prüfung des Einflusses einer Sucht 
auf die Fahrfähigkeit sowie die Feststellung einer eigentlichen Drogenabhängigkeit erfordern beson-
dere Kenntnisse, die in aller Regel den Beizug von Spezialisten und damit die Anordnung eines 
medizinischen Gutachtens bedingen. Grundsätzlich ist die Entzugsbehörde daher verpflichtet, ein 
medizinisches Gutachten zur Frage der Drogensucht einzuholen; der Verzicht auf eine spezialärzt-
liche Begutachtung wird nur ausnahmsweise, etwa in Fällen offensichtlicher, schwerer Drogenab-
hängigkeit, gerechtfertigt sein (BGE 120 Ib 305 E. 4b; 104 Ib 46 E. 3a).

Steht die Fahreignung des Betroffenen ernsthaft in Frage, so ist es unter dem Gesichtspunkt der 
Verkehrssicherheit grundsätzlich nicht zu verantworten, ihm den Führerausweis bis zum Vorliegen 
des Untersuchungsergebnisses zu belassen (Urteil BGer 1C_298/2020 vom 1. Februar 2021 E. 3.1). 
Der strikte Beweis für eine den Sicherungsentzug rechtfertigende fehlende Fahreignung ist im 
vorsorglichen Massnahmeverfahren noch nicht erforderlich; wäre dieser erbracht, müsste unmittel-
bar der Sicherungsentzug selbst verfügt werden (BGE 125 II 492 E. 2b; Urteil BGer 1C_658/2015 
vom 20. Juni 2016 E. 2 mit Hinweisen). Sofern die notwendigen Abklärungen nicht rasch und 
abschliessend getroffen werden können, darf der Ausweis schon vor dem Sachentscheid proviso-
risch entzogen werden und eine umfassende Auseinandersetzung mit sämtlichen Gesichtspunkten, 
die für oder gegen einen Sicherungsentzug sprechen, können erst im anschliessenden Hauptver-
fahren erfolgen (BGE 141 II 220 E. 3.1.1; Urteil BGer 1C_339/2016 vom 7. November 2016 E. 3.1).

4.3. Beim Konsum sogenannter "weicher" Drogen ohne Berührungspunkt zum Strassenverkehr 
ist eine Fahreignungsabklärung bei einem regelmässigen und häufigen oder gar chronischen 
Konsum grosser Mengen oder bei einem Mischkonsum, bei dem aufgrund des Zusammenwirkens 
der einzelnen Substanzen erhöhte Zweifel an der Fahreignung bestehen, anzuordnen (vgl. etwa 
Urteil BGer 1C_248/2011 vom 30. Januar 2012 E. 4.1). Der Konsum "harter" Drogen wie Kokain 
oder Heroin bzw. freies Morphin ausserhalb des Strassenverkehrs bildet hingegen Anlass, die Fahr-
eignung abzuklären, selbst wenn die betroffene Person deswegen nie strafrechtlich verurteilt und 
auch keine Administrativmassnahme ausgesprochen wurde (WEISSENBERGER, in Kommentar Stras-
senverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz mit Änderungen nach Via Sicura, 2. Aufl. 2015, Art. 
15d N. 46 mit Hinweisen). Der Konsum von Kokain führt rasch zu einer ausgeprägten psychischen 
Abhängigkeit (Urteile BGer 1C_248/2011 vom 30. Januar 2012 E. 4.1; 2A.252/1994 vom 
29. September 1994 E. 4c; je mit Hinweisen auf Literatur und Rechtsprechung). Ein einmaliger nach-
gewiesener Kokain-Konsum ohne Zusammenhang mit dem Führen eines Motorfahrzeuges stellt 
noch keinen Hinweis auf das Vorliegen einer verkehrsrelevanten Drogensucht dar (Urteil BGer 
6A.72/2006 vom 7. Februar 2007 E. 3.2). Auch ein gelegentlicher Konsum beweist noch nicht, dass 

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eine solche besteht. Allerdings erweckt angesichts des hohen Suchtpotentials der Droge ein regel-
mässiger gelegentlicher Konsum nach der Rechtsprechung ernsthafte Zweifel an der Fahreignung 
(Urteil BGer 1C_434/2016 vom 1. Februar 2017 E. 2.2).

5.

Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, er konsumiere seit dem 14. April 2023 kein 
Kokain mehr; davor habe es sich lediglich um einen gelegentlichen Konsum gehandelt, der einen 
vorsorglichen Entzug des Führerausweises nicht rechtfertige. Die Vorinstanz habe zudem den 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletzt, indem sie keine milderen Massnahmen geprüft habe.

5.1.  Gemäss der strafrechtlichen Einvernahme des Beschwerdeführers vom 14. April 2023 kam 
dieser im April 2012 das erste Mal mit Kokain in Kontakt. Ende 2012 kaufte er 10 Gramm und konsu-
mierte diese innerhalb von ein oder zwei Wochen. Von Juni 2015 bis Januar 2017 kaufte er jeweils 
0.2 Gramm pro Tag und an ein oder zwei Wochenenden pro Monat zusätzlich 1 Gramm, welches er 
anschliessend konsumierte. In dieser Zeitspanne habe er fast täglich Kokain zu sich genommen, 
machte aber manchmal auch während drei Tagen eine Pause. Mit psychologischer Hilfe habe er 
seine Sucht etwas in den Griff bekommen, sodass er bis Ende Dezember 2018 nur mindestens 
2 Gramm pro Monat konsumiert habe. Im Jahr 2019 bis Ende Januar 2021 habe er schliesslich 
genau gleich weitergemacht. Anfang Februar 2021 bis Oktober 2022 habe er im Durchschnitt etwa 
0.5 Gramm Kokain unter der Woche sowie 1 Gramm pro Wochenende konsumiert. Ende Oktober 
2022 habe er etwa 0.8 Gramm pro Woche konsumiert. Der Beschwerdeführer betonte, er habe seit 
dem 1. April 2023 einen neuen Arbeitgeber und habe sich geschworen, dass er unter der Woche nie 
mehr Kokain konsumieren wolle. Nun wolle er auch an den Wochenenden nichts mehr konsumieren. 

Der Beschwerdeführer ist von der Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg mit Strafbefehl vom 
31. August 2023 wegen dem Kauf und dem Konsum von knapp 305 Gramm Kokain über einen 
Zeitraum von knapp 8 Jahren (Juni 2015 bis 14. April 2023) verurteilt worden. Gemäss diesem Urteil 
hat er seit Juni 2015 CHF 30'900.- für Kokain ausgegeben. Das erste Mal kam er bereits 2012 mit 
Kokain in Berührung. Der Konsum dauert demnach bereits über acht Jahre an, wobei die Wider-
handlungen vor Juni 2015 im Strafbefehl vom 31. August 2023 keine Beachtung fanden, weil sie 
verjährt waren. 

Vor diesem Hintergrund kann offensichtlich nicht von einem gelegentlichen Konsum gesprochen 
werden; vielmehr muss – insbesondere basierend auf dem Strafbefehl – von einem regelmässigen 
Konsum ausgegangen werden, der auf eine verkehrsrelevante Kokainsucht hinweisen kann (vgl. 
hierzu das Urteil BGer 1C_434/2016 vom 1. Februar 2017 E. 3.4, in dem das Bundesgericht festhielt, 
dass bei rund 25-maligem Kauf und Konsum von Kokain von insgesamt rund 35 g in einem Zeitraum 
von eineinhalb Jahren von einer verkehrsrelevanten Kokainsucht auszugehen sei, und die 
Beschwerde gegen einen vorsorglichen Führerausweisentzug abwies).

5.2. Während der polizeilichen Einvernahme am 14. April 2023 hat der Beschwerdeführer angege-
ben, an einer Abhängigkeit zu leiden. Er erklärt sowohl in seiner Beschwerde vom 2. Oktober 2023 
als auch in seinen Stellungnahmen vom 19. Oktober 2023 und vom 20. Oktober 2023, seit der 
Verhaftung im April 2023 clean zu sein. Allerdings ist dem Einvernahmeprotokoll auch zu entneh-
men, dass er bereits seit 2015 mit dem Konsum aufhören wollte. Die Angaben des Beschwerdefüh-
rers über sein Konsumverhalten sowie zu einer Abhängigkeit lassen daher erhebliche Zweifel an 
dessen Fahreignung aufkommen; dies gilt, auch wenn er bis zum heutigen Zeitpunkt nie verkehrs-
rechtlich in Erscheinung getreten ist und einen einwandfreien verkehrsrechtlichen Leumund 
aufweist. Die Einschätzung der Vorinstanz, wonach ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des 

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Beschwerdeführers bestünden, ist demnach auch mit Blick auf den ihr zustehenden erheblichen 
Beurteilungs- und Ermessenspielraum nicht zu beanstanden.

5.3. Mit seiner Beschwerde hat der Beschwerdeführer ein ärztliches Kurzzeugnis vom 29. Septem-
ber 2023 von seiner Hausärztin eingereicht. Auch aus diesem lässt sich kein gegenteiliger Schluss 
ziehen. Aus dem Dokument geht zwar hervor, dass der Beschwerdeführer noch nie wegen Miss-
brauchs von Betäubungsmitteln in Behandlung war, und dass sie bisher keine Gründe hatte, eine 
Fahruntauglichkeit anzunehmen. Das Dokument liefert allerdings keinerlei konkreten Hinweise auf 
eine (längere) Drogenabstinenz, die für die Wiedererteilung des Führerausweises sprechen würden.

Überdies übermittelte der Beschwerdeführer dem Kantonsgericht am 19. Oktober 2023 ein Schrei-
ben seines Arbeitgebers. Aus diesem geht hervor, dass der Beschwerdeführer auf seinen Führer-
ausweis angewiesen sei, da er sonst seine Arbeiten als Spengler nicht mehr ausführen könne. 
Solange die Dauer des Führerausweisentzugs nicht bekannt sei, könne das Unternehmen seine 
Arbeit nicht planen. 

Aufgrund des langjährigen und teilweise täglichen Konsums des Beschwerdeführers von einer nicht 
unerheblichen Menge an Kokain ist wie dargelegt davon auszugehen, dass eine verkehrsrelevante 
Sucht bestehen könnte, die erhebliche Zweifel an der Fahreignung des Beschwerdeführers aufkom-
men lässt. Mit Blick auf das Risiko für andere Verkehrsteilnehmer erscheint die angefochtene Verfü-
gung verhältnismässig, selbst wenn sie den Beschwerdeführer namentlich aufgrund der beruflichen 
Gegebenheiten hart treffen mag und er bisher einen einwandfreien verkehrsrechtlichen Leumund 
aufweist; das öffentliche Interesse an der Verkehrssicherheit und damit einhergehend der Schutz 
des Lebens und der Gesundheit von Menschen überwiegt das Interesse des Beschwerdeführers an 
der Aufhebung der vorsorglichen Massnahme (siehe nur Urteile BGer 1C_503/2016 vom 12. Januar 
2017 E. 3.3; 1C_378/2014 vom 23. Dezember 2014 E. 2.4). Für eine mildere Massnahme besteht 
entgegen seinen Anträgen kein Raum. Indem die Vorinstanz dem Beschwerdeführer die Möglichkeit 
einräumt, bis am 17. März 2024 ein Fahreignungsgutachten vorzulegen, hat dieser es überdies in 
der Hand, den vorsorglichen Führerausweisentzug schnellstmöglich durch eine gegebenenfalls 
positive Einschätzung eines Experten zu beenden.

6.

Im Ergebnis ist die Beschwerde (603 2023 151) abzuweisen und die angefochtene Verfügung ist zu 
bestätigen. 

7.

Mit dem sofortigen Entscheid in der Sache ist das Gesuch des Beschwerdeführers um Wiederher-
stellung der aufschiebenden Wirkung (603 2023 152) als gegenstandslos abzuschreiben.

8.

Die Gerichtskosten, die auf CHF 800.- festgelegt werden, sind dem Verfahrensausgang entspre-
chend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von CHF 800.- zu verrechnen (Art. 131 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 
1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [Tarif VJ; SGF 150.12]).

Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 137 und 139 VRG).

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde (603 2023 151) wird abgewiesen.

II. Das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung (603 2023 152) wird als 
gegenstandslos abgeschrieben.

III. Die Gerichtskosten von CHF 800.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem von 
ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

IV. Eine Parteientschädigung wird nicht gewährt.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 10. November 2023/dgr/sba

Die Präsidentin Der Gerichtsschreiber-Praktikant