# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c9b35c4b-3d15-52d8-b9e8-fefd13ab78b5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-01-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 08.01.2013 S 2012 56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2012-56_2013-01-08.pdf

## Full Text

S 12 56

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 8. Januar 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. a) Die 1966 geborene Beschwerdeführerin, war bis am 31. Dezember 2009 bei 

der …-Versicherungs-Gesellschaft AG zu einem Pensum von 60 % tätig und 

bei derselben obligatorisch unfallversichert. Ab dem 1. Januar 2010 nahm die 

Beschwerdeführerin eine neue Tätigkeit zu einem Pensum von 80 % auf. Am 

16. Dezember 2009 erlitt die Beschwerdeführerin einen Unfall, indem sie von 

ihrem Pferd überrannt wurde, als dieses beim Trockenführen erschrak und nach 

vorne galoppierte/sprang. In der Unfallschilderung der Beschwerdeführerin vom 

10. Januar 2010 gab sie an, dass sie als ehemalige Berufsreiterin seit 1976 

täglich mit Pferden zu tun habe. Das Pferd sei beim Trockenführen aus einem 

ihr nicht ersichtlichen Grund erschrocken.

Die Erstbehandlung erfolgte am 18. Dezember 2009 bei Dr. med. …, Hausarzt 

der Beschwerdeführerin, welcher bei der Konsultation eine druckdolente 

Schwellung am Hals links, Drehen und Neigen des Kopfes gegen links 

schmerzhaft, Halswirbelsäule (HWS) indolent feststellte und eine Kontusion am 

Hals links, Distorsion der HWS leichten Grades diagnostizierte. Zugleich 

attestierte er eine Arbeitsunfähigkeit vom 16. Dezember 2009 bis 20. Dezember 

2009 im Umfang von 100 % und danach bis zum 27. Dezember 2009 im 

Umfang von 50 %. Ab dem 28. Dezember 2009 sei die Beschwerdeführerin 

wieder 100 % arbeitsfähig. Die Beschwerdeführerin nahm bereits zwei Tage 

nach dem Unfall, am 18. Dezember 2009 die Arbeit wieder auf. Gemäss dem 

Arztzeugnis von Dr. med. … war die Beschwerdeführerin auch in 

Physiotherapie. Die Unfall-Versicherung erbrachte im Anschluss an das 

Ereignis vom 16. Dezember 2009 Versicherungsleistungen.

b) Am 10. August 2010 stürzte die Beschwerdeführerin vom Pferd und erlitt einen 

weiteren Unfall. Dabei zog sie sich eine Kreuzbein- und Beckenprellung links. 

Im Unfallzeitpunkt war die Beschwerdeführerin bei der …-Versicherungen AG 

obligatorisch unfallversichert, weshalb die Schadenmeldung dort erfolgte.

c) Gemäss Arztbericht von Dr. med. … vom 25. Februar 2011 leide die 

Beschwerdeführerin an rezidivierenden Nackenschmerzen links nach Kontusion 

des Halses und Distorsion der HWS am 16. Dezember 2009. Mit der 

Physiotherapie würden sich die anhaltenden Nackenschmerzen links nach 

längerem Sitzen oder Stehen bessern.

d) Am 10. März 2011 wurden aufgrund der persistierenden Schmerzen im Sacral- 

und Beckenkamm nach links ausstrahlend, die seit dem Sturzereignis vom 10. 

August 2010 bestanden, die Lendenwirbelsäule (LWS) und das Becken mittels 

CT untersucht. Am 15. März 2011 wurde sodann wegen den persistierenden 

Schmerzen der unteren HWS seit der Kollision mit dem Pferd im Dezember 

2009 ein MRI der HWS erstellt. Die Beurteilung zeigte eine foraminale 

Einengung C4/5 und C5/6 links sowie rechtsseitige foraminale Einengung C5/6 

mit Tangierung der Nervenwurzel C5 links und C6 beidseits.

e) Dr. med. …, Facharzt für Chirurgie hielt in seinem Arztbericht vom 21. März 

2011 betreffend dem Unfallereignis vom Dezember 2009 folgende Diagnose 

fest: Chronische Schmerzen der HWS bei: Unkarthrose C4/5 beidseitig und 

foraminale Einengung links betont mit Nervenkompression C5 links; 

Unkarthrose und Chondrose sowie laterale Diskushernie mit foraminaler 

Einengung mit Nervenkompression C5/6 beidseitig.

f) Gemäss Beurteilung der beratenden Ärztin der Versicherung, Dr. med. …, 

Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, vom 15. August 2011, sei der 

Status quo ante spätestens per Anfang März 2010 erreicht worden. Die 

Nackenschmerzen vom Februar 2011 stünden somit unwahrscheinlich mit dem 

Ereignis vom Dezember 2009 im Zusammenhang. Es handle sich nicht um 

einen Rückfall.

2. Mit Verfügung vom 21. November 2011 stellte die Versicherung die 

Versicherungsleistungen per 1. März 2010 ein. Zur Begründung führte sie an, 

dass die geklagten Nackenschmerzen nicht mehr auf das Ereignis vom 16. 

Dezember 2009 zurückzuführen seien. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin 

am 20. Dezember 2011 vorsorglich und am 5. Januar 2012 begründet 

Einsprache.

3. Mit Einspracheentscheid vom 29. März 2012 bestätigte die Versicherung ihre 

Verfügung vom 21. November 2011. Bei der Diagnose im Sinne einer 

Unkarthrose, welche sich bei den bildgebenden Untersuchungen der HWS vom 

15. März 2011 gezeigt habe, handle es sich um eine degenerative Erkrankung. 

Ohnehin liege keine eigentliche HWS-Verletzung nach Beschleunigungstrauma 

vor. Es fehle einerseits an der dafür erforderlichen typischen Hyperextensions- 

bzw. Hyperflexsionsbewegung und andererseits an dem dafür typischen bunten 

Beschwerdebild. Anlässlich der Erstkonsultation sei einzig eine Druckdolenz am 

linken Hals festgestellt worden, die Halswirbelsäule sei jedoch indolent 

gewesen. Die Beurteilung von Dr. med. …, die gestützt auf die medizinischen 

Akten und das bildgebende Material erfolgt sei, sei schlüssig und 

widerspruchsfrei, weshalb von einem Status quo ante per Anfang März 2010 

auszugehen sei. Die Diskushernie im Bereich C5/6 sei erstmals Mitte März 

2011 dokumentiert worden. Die Wirbelsäule sei anlässlich der 

Erstuntersuchung am 18. Dezember 2009 indolent gewesen. Die 

Beschwerdeführerin habe bereits zwei Tage nach dem Unfallereignis die 

Arbeitstätigkeit wieder aufgenommen und danach das Reiten. Die Diskushernie 

im Lendenwirbelsäulenbereich stehe nicht im Zusammenhang zu dem hier zu 

prüfenden Ereignis. Der Unfall vom Dezember 2009 sei weder von besonderer 

Schwere, noch geeignet eine Bandscheibenhernierung hervorzurufen. 

Ebenfalls zu verneinen sei das Auftreten eines vertebralen oder radikulären 

Syndroms, welches zu einer sofortigen Arbeitsunfähigkeit geführt hätte. Von 

einer vorübergehenden Verschlimmerung einer vorbestehenden Diskushernie 

sei nicht auszugehen, zumal in derartigen Fällen das beschwerdefreie Intervall 

nach einem Ereignis höchstens wenige Stunden betragen könne. Auch der 

adäquate Kausalzusammenhang fehle, jedoch sei dieser in Ermangelung eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs nicht separat zu prüfen.

4. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Beschwerdeführerin am 14. Mai 

2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, mit den 

Begehren, der Einspracheentscheid vom 29. März 2012 sei aufzuheben und 

der Beschwerdeführerin seien die Leistungen aus der obligatorischen 

Unfallversicherung auch nach dem 1. März 2010 zu gewähren. Eventualiter sei 

die Versicherung zu verpflichten, den Rentenanspruch aus UVG und eine 

Invaliditätsentschädigung zu prüfen. Eventualiter sei die Versicherung 

anzuweisen, ein unabhängiges medizinisches Gutachten zu veranlassen. Die 

der beratenden Ärztin der Versicherung, Dr. …, vorgelegten Akten hätten sich 

auf die beiden UVG Arztzeugnisse des Hausarztes, datiert vom 9. Januar 2010 

und 25. Februar 2011, dem UVG Arztzeugnis von Dr. med. … vom 21. März 

2011 und 29. März 2011 sowie den beiden Berichten des Zentrums für 

medizinische Radiologie vom 10. März 2011 und 15. März 2011 beschränkt. 

Die Beschwerdeführerin habe bereits einspracheweise bemerkt, dass die Akten 

CT-Bericht vom 10. März 2011 und der Arztbericht von Dr. … vom 29. März 

2011 sich auf ein anderes Unfallereignis beziehen würden und vorliegend nicht 

relevant seien. Im Arztbericht von Dr. med. … seien die Nackenschmerzen 

sowie das MRI der HWS unter „Unfallereignis vom August 2010“ aufgeführt. Ob 

es sich hier um einen sachlichen Konnex handle oder um eine chronologische 

Aufstellung, sei nicht klar ersichtlich. Im Bericht von Dr. med. … vom 21. März 

2011 würden chronische Schmerzen aufgeführt. Entgegen der Aussage von Dr. 

med. … habe die Beschwerdeführerin ihre Sportfähigkeit nicht wieder erreicht. 

Vorliegend handle es sich, entgegen der Aussage von Dr. med. … im Bericht 

vom 15. August 2011 nicht um einen Rückfall, sondern um das Fortbestehen 

des Grundfalls aus dem Jahre 2009. Gemäss Bericht der behandelnden 

Physiotherapeuten sei ein für HWS-Verletzung typisch gemischtes 

Beschwerdebild vorgelegen. Die Beschwerdeführerin leide an einer lateralen 

Diskushernie mit foraminaler Einengung mit Nervenkompression C5/6 

beidseitig. Auf den Bericht von Dr. med. … könne nicht abgestellt werden, weil 

bei der Beurteilung der Kausalität nicht zwischen den verschiedenen 

feststellbaren Befunden unterschieden worden sei. Darüber hinaus sei 

bestritten, dass die Ärztin aufgrund der dünnen Aktenlage ohne klinische 

Untersuchung der Beschwerdeführerin überhaupt eine Beurteilung habe 

machen können. Sie diskutiere und begründe nicht die verschiedenen 

Möglichkeiten, zum Beispiel, ob die Diskushernie durch den Unfall ursächlich 

gesetzt worden sei oder ob es sich um eine richtungsgebende 

Verschlimmerung eines krankhaften Vorzustandes handle. Sie habe ihre 

Schlussfolgerung, dass der Zustand Status quo ante ab dem 1. März 2010 

erreicht worden sei, nicht begründet. Zudem sei nicht klar, welche Beschwerden 

welchem Unfall zugeordnet worden seien. Die Beschwerdeführerin sei in 

andauernder physiotherapeutischer Behandlung wegen der anhaltenden 

Nackenschmerzen gewesen, welche auf den Unfall vom 16. Dezember 2009 

zurückzuführen seien. Das Unfallereignis sei geeignet gewesen, eine 

Diskushernie ursächlich herbeizuführen. Die Beschwerdeführerin sei nach dem 

Unfall sofort arbeitsunfähig gewesen. Es sei richtig, dass sie zwei Tage nach 

dem Unfall wieder gearbeitet habe. Dass sie bereits nach 10 Tagen wieder 

arbeitsfähig gewesen sei, resultiere aus der Tatsache, dass sie unter 

Schmerzmedikation gestanden habe und kein volles Arbeitspensum zu 

verrichten gehabt habe. In der Folge habe der Arbeitsplatz angepasst werden 

müssen und ein Arbeitsversuch mit höherer Arbeitslast habe wegen der 

gesundheitlichen Belastung abgebrochen werden müssen. Dass nur 

manuellmedizinische Therapien durchgeführt worden seien, impliziere nicht das 

Fehlen eines Gesundheitsschadens. Auf Nachfrage der Versicherung habe die 

Beschwerdeführerin bestätigt, dass sie noch immer an Nackenschmerzen leide. 

Den Vorzustand habe Dr. med. … in ihrem Bericht nicht mit beurteilt. Sei die 

Diskushernie durch das Unfallereignis vom 16. Dezember 2009 ursächlich 

gesetzt, könne die Adäquanz bejaht werden. Bezüglich den Leistungen aus 

UVG, insbesondere Behandlungskosten für Physiotherapie sei folgendes 

festzuhalten: Gemäss der behandelnden Physiotherapeutinnen sei die 

Prognose gut, sodass mit weiterer erheblicher Steigerung der Erwerbsfähigkeit 

gerechnet werden könne. Dr. med. … ziehe im Arztbericht vom 21. März 2010 

als Behandlung auch eine Operation zur Dekompression der Nervenwurzeln in 

Betracht. Ziel für die Beschwerdeführerin sei die Wiederherstellung der vollen 

Arbeitsfähigkeit in einem 100 % Pensum, wie vor dem Unfall, als die 

Beschwerdeführerin Teilzeit bei der Versicherung und Teilzeit selbständig 

gearbeitet habe. Dies sei mit Physiotherapie zu erreichen. Die 

Beschwerdeführerin habe ihr Arbeitspensum nach dem Unfall reduzieren 

müssen, habe aber versucht, dieses immer wieder zu steigern. Zurzeit arbeite 

sie zu 80 %, weil die unfallbedingten Beeinträchtigungen auch noch nach zwei 

Jahren nach dem Unfall kein 100%iges Pensum zuliessen. Deshalb sei der 

Anspruch auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung zu prüfen. Ferner 

habe es die Versicherung in Verletzung der Untersuchungspflicht unterlassen, 

den medizinischen Sachverhalt gehörig abzuklären.

5. In ihrer Vernehmlassung vom 5. Juli 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Nachdem die Beschwerdeführerin lediglich 

einen Tag am Arbeitsplatz gefehlt habe, keine weiteren 

Arbeitsunfähigkeitsatteste ausgestellt worden und manuellmedizinische 

Massnahmen im Vordergrund gestanden seien, kein eigentliches buntes 

Beschwerdebild nach HWS-Distorsion vorgelegen habe, die 

Beschwerdeführerin offenbar wieder dem Reitsport nachgegangen sei und die 

bildgebenden Abklärungen lediglich degenerative Befunde aufgezeigt hätten, 

sei die Beschwerdegegnerin gestützt auf der schlüssigen und 

widerspruchsfreien Beurteilung von Dr. med. … vom Erreichen des Status quo 

ante per Anfang März 2010 ausgegangen. Im Sinne einer Arbeitshypothese sei 

aufzuzeigen, dass vorliegend auch der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfallereignis und den über dem 1. März 2010 hinaus geltend 

gemachten Beschwerden fehle. Vorliegend bestehe kein unfallbedingtes 

organisches Korrelat für die geklagten Beschwerden. Die bildgebenden 

Untersuchungen hätten keine Hinweise auf eine strukturelle Verletzung der 

Wirbelsäule ergeben, sondern hätten eine degenerative Erkrankung gezeigt. 

Ohnehin sei unklar, ob die Beschwerdeführerin eine Verletzung im Sinne eines 

Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung erlitten habe. Auf 

Nachfrage vom 7. Oktober 2010 hätte die Beschwerdeführerin einzig 

Ermüdungsspannungen und Muskelschmerzen im Nackenbereich angegeben 

und anlässlich der Erstbehandlung sei insbesondere von einer Kontusion des 

Halses ausgegangen worden. Körperliche Beschwerden im Sinne eines 

typischen bunten Beschwerdebilds nach Schleudertrauma seien erst mit E-Mail 

vom 30. September 2011 vorgebracht worden. Im Bericht der Physiotherapeutin 

… vom 10. Mai 2012 fände sich nahezu der gleiche Wortlaut, wie in der E-Mail 

vom 30. September 2011. Eine derartige Beschwerdesymptomatik sei jedoch 

von keinem der behandelnden Ärzte erwähnt worden und sei auch von der 

Beschwerdeführerin auf explizite Nachfrage hin am 7. Oktober 2010 unerwähnt 

geblieben. Daher könne der Physiotherapiebericht von … vom 10. Mai 2012 

nicht überzeugen. Auch im weiteren Verlauf hätten keinerlei objektivierbare 

Befunde erhoben werden können. Zugunsten der Beschwerdeführerin könne 

von einer erlittenen HWS-Distorsion ausgegangen werden, weshalb aufgrund 

fehlender struktureller Veränderung im Sinne objektivierbarer Befunde der 

Adäquanz selbständige Bedeutung zukomme. Im vorliegenden Fall sei von 

einem leichten Unfall auszugehen, weshalb die Adäquanz jederzeit verneint 

werden könne, weil er nicht geeignet sei, einen erheblichen 

Gesundheitsschaden zu verursachen.

6. In der Replik vom 20. August 2012 führte die Beschwerdeführerin aus, für 

Beschwerden aus dem Unfallereignis vom 10. August 2010 (Beckenprellung 

links und Verletzung Kreuzband links) habe die Beschwerdeführerin gegenüber 

der Beschwerdegegnerin keine Leistungsansprüche geltend gemacht. Die 

Beschwerden der Halswirbelsäule, die auch noch im Zeitpunkt vom 10. Augst 

2010 bestanden hätten, seien auf das Unfallereignis vom 16. Dezember 2009 

zurückzuführen. Auch eine Diskushernie könne unfallursächlich herbeigeführt 

werden.

7. Die Beschwerdegegnerin führte mit Schreiben vom 27. August 2012 duplikando 

aus, die von der Beschwerdeführerin neu eingereichten Belege, insbesondere 

die Aktenbeurteilung von Dr. med. … vom 9. Mai 2011 an die … Versicherung 

und die Verfügungen der … Unfall AG vom 24. Mai 2011 gingen ausschliesslich 

von einer degenerativ bedingten Symtomatik aus. Laut Dr. med. … seien die 

aktuellen Beschwerden nicht durch strukturelle Beschwerden, sondern durch 

degenerative Veränderungen im Bereich der HWS erklärbar. Es sei 

schleierhaft, was die Beschwerdeführerin damit zu ihren Gunsten beweisen 

wolle.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und auf 

den angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 29. März 2012. Streitig und 

zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin aus dem Unfall vom 16. Dezember 

2009 über den 1. März 2010 hinaus Anspruch auf Leistungen der 

obligatorischen Unfallversicherung hat. Im Vordergrund steht dabei die Frage, 

ob die noch bestehenden Beschwerden in einem natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 16. Dezember 2009 stehen.

b) Unbestritten ist, dass im Zeitpunkt des Unfallereignisses vom 10. August 2010 

die Beschwerdeführerin bei der … Versicherungen AG obligatorisch 

unfallversichert war und hierfür deshalb keine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin besteht.

2. a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt nach den Bundesgesetzen 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 

und der Spezialgesetzgebung im Unfallversicherungsrecht (UVG; SR 832.20) 

voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem geklagten 

Gesundheitsschaden ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang 

besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181).

b) Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhanges sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

verwirklicht gedacht werden kann. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 

und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 

besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall der 

Richter nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 

eines Sachzusammenhanges genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruches noch nicht. Vielmehr hat das Gericht jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 129 V 177 E. 3.1 

S. 181, 126 V 353 E. 5b S. 360, 123 V 138 E. 3a, 119 V 138 E. 1, 118 V 289 E. 

1b; Pra 3/2004 Nr. 45 E. 2.2.2 S. 235; SVR-Rechtsprechung [SVR] 8-9/2003 

UV Nr. 11 E. 3.1 S. 32, Nr. 12 UV E. 3.1.1 S. 35; PVG 2000 Nr. 26, 1994 Nr. 65; 

zum Beweiswert von Aktengutachten: Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgericht vom 5. Dezember 2003 [U 330/02] E. 2.3). Hinsichtlich 

des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 

231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

c) Als adäquate oder rechtserhebliche Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis 

dann zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2, 125 V 461 

E. 5a, 123 V 141 E. 3d, 122 V 416 E. 2a, 121 V 49 E. 3a; SVR 8-9/2003 UV Nr. 

11 E. 3.2 S. 32). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhanges 

kommt die Funktion einer Haftungs-begrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 

V 102 E. 3b). Sie hat bei allen Gesundheitsschädigungen, die aus ärztlicher 

Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als natürliche Unfallfolgen gelten, 

Platz zu greifen. Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich 

aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenen Haftung des 

Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen 

praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 

Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2 S. 111 f.; 127 V 102 E 5b/bb S. 103). 

Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und von 

der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig 

sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann 

gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit 

apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden (Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_806/2007 vom 7. August 2008, E. 8.2 mit Hinweisen). 

Sind die geklagten Beschwerden natürlich unfallkausal, nicht aber in diesem 

Sinne objektiv ausgewiesen, so ist bei der Beurteilung der Adäquanz vom 

augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind gegebenenfalls 

weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (Urteil des Bundesgerichtes 

8C_1020/2008 vom 8. April 2009 E. 2.1). Die Frage der Adäquanz ist eine 

Rechtsfrage, sie ist nicht von medizinischen Sachverständigen, sondern vom 

Richter zu beurteilen (SVR 8-9/2003 UV Nr. 12 E. 3.2.1 S. 36, 9/2002 UV Nr. 11 

E. 2b S. 31).

3. a) Die Beschwerdegegnerin stellte mit Verfügung vom 21. November 2011 

gestützt auf die Beurteilung ihrer beratenden Ärztin, Dr. med. …, vom 15. 

August 2011 die Versicherungsleistungen per 1. März 2010 ein. Dr. med. … 

hielt in ihrer Beurteilung fest, es seien keine strukturellen Verletzungen durch 

das Unfallereignis vom 16. Dezember 2009 entstanden und die Arbeitsfähigkeit 

habe innert 10 Tagen wieder erreicht werden können. Im Verlauf sei auch die 

Sportfähigkeit wieder hinzugekommen. Der Status quo ante sei aufgrund der 

vorliegenden Akten spätestens per Anfang März 2010 als erreicht anzusehen. 

Die Nackenschmerzen vom Februar 2011 würden somit unwahrscheinlich mit 

dem Ereignis vom Dezember 2009 im Zusammenhang stehen. Es handle sich 

um keinen Rückfall.

b) Mit der vorstehenden Argumentation der Beschwerdegegnerin 

beziehungsweise mit der Beurteilung von Dr. med. … wird Bezug genommen 

auf die Rechtsprechung, wonach die wegen einmal mit der erforderlichen 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesenen Unfallkausalität anerkannte 

Leistungspflicht des Unfallversicherers erst entfällt, wenn der Unfall nicht mehr 

die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn 

also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand 

erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (sog. Status quo 

ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen 

Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später 

eingestellt hätte (sog. Status quo sine) (RKUV 1994 Nr. U 206 E. 3b S. 328 f.). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 

das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens der versicherten Person mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr 

gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (RKUV 

2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2). Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast – anders als bei der 

Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang 

gegeben ist – nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 

1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b mit Hinweisen). Es genügt also nicht, zu 

behaupten, dass der leistungsbegründende Kausalzusammenhang nachträglich 

weggefallen sei; dies muss von der Unfallversicherung vielmehr (beispielsweise 

durch ein interdisziplinäres Gutachten) nachgewiesen werden.

c) Im vorliegenden Fall ist die Beurteilung von Dr. med. …, auf welche sich die 

Beschwerdegegnerin gestützt hat, offensichtlich sehr rudimentär ausgefallen. 

Aufgrund der medizinischen Aktenlage steht fest, dass die bildgebenden 

Abklärungen der HWS massive degenerative Befunde aufgezeigt haben (MRI 

HWS vom 15. März 2011; Arztbericht von Dr. med. … vom 21. März 2011). 

Dies wird denn auch nicht von der Beschwerdegegnerin bestritten. Dr. med. … 

setzt sich jedoch weder mit der anlässlich dem MRI der HWS vom 15. März 

2011 festgestellten Befunde auseinander noch begründet sie in irgendeiner 

Weise, ob der Unfall vom 16. Dezember 2009 eine richtunggebende 

Veränderung eines Vorzustandes bewirkt haben könnte oder ob die 

Nackenschmerzen nur vorübergehend dem Unfall zuzuordnen waren und der 

Status quo sine erreicht ist. Dr. med. … machte zu diesen Fragen keine 

Ausführungen. Indessen ist es Aufgabe eines beurteilenden Arztes, bei der 

natürlichen Kausalitätsbeurteilung eben auch die degenerativen Befunde zu 

beleuchten und darzutun, ob durch den Unfall vom 16. Dezember 2009 eine 

vorübergehende, eine richtungsgebende oder überhaupt keine 

Verschlimmerung eingetreten ist. Dr. med. … hält lediglich fest, dass der Status 

quo ante - der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat - spätestens per Anfang März 2010 wieder eingetreten sei, ohne 

dies jedoch nachvollziehbar zu begründen. Es ist fraglich und nicht 

einleuchtend, wie es der Ärztin überhaupt möglich sein soll, ohne Kenntnis 

allfälliger Vorakten, die über den Gesundheitsstand der Beschwerdeführerin vor 

ihrem Unfallereignis vom Dezember 2009 Aufschluss geben könnten, eine 

solche Schlussfolgerung zu ziehen. Allein ihre Ausführungen, dass die 

Beschwerdeführerin bereits 10 Tage nach dem Unfall ihre Arbeit wieder 

aufgenommen habe – wobei die Beschwerdeführerin diesbezüglich geltend 

macht, dass dies nur unter Einnahme von Schmerzmitteln möglich gewesen 

sei, sie kein volles Arbeitspensum gehabt habe und ihr Arbeitsplatz habe 

angepasst werden müssen –, wieder geritten sei und keine strukturellen 

Verletzungen entstanden seien, vermag die von der Ärztin gemachte 

Schlussfolgerung nicht zu begründen. Insgesamt genügt damit die Beurteilung 

von Dr. med. … den Beweisanforderungen (vgl. vorstehend E. 2b) nicht, um mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit den natürlichen Kausalzusammenhang 

zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 16. 

Dezember 2009 zu verneinen. Die Beurteilung ist nämlich weder umfassend 

noch schlüssig und nachvollziehbar. Die Beschwerdegegnerin wird weitere 

medizinische Abklärungen vorzunehmen haben. Dabei ist insbesondere die 

Frage zu klären, ob durch den Unfall vom Dezember 2009 eine 

richtungsgebende oder nur vorübergehende Verschlimmerung der 

degenerativen Befunde erfolgte.

d) Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass sich die Beschwerdegegnerin 

bei der Verneinung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem 

schädigenden Ereignis vom 16. Dezember 2009 und den geklagten 

Beschwerden nicht auf die Beurteilung von Dr. med. … stützen durfte.

4. Die Beschwerdegegnerin stellt sich des Weiteren auf den Standpunkt, dass ihre 

Leistungspflicht für die geklagten Nackenschmerzen ohnehin verneint werden 

könne. Zur Begründung hierfür wird angeführt, es fehle an der besonderen 

Schwere des Unfallereignisses sowie dem unmittelbaren Eintritt der für eine 

Diskushernie typischen Symptome. Es habe nämlich kein eigentliches typisch 

buntes Beschwerdebild nach HWS-Distorsion vorgelegen, dieses sei erst mit E-

Mail vom 30. September 2011 vorgebracht worden. Damit macht die 

Beschwerdegegnerin implizit geltend, dass es an den Voraussetzungen, welche 

nach der Rechtsprechung für die ausnahmsweise Bejahung der Unfallkausalität 

von Diskushernien erfüllt sein müssten, fehlt (RKUV 2000 Nr. U 379 S.192 E. 

2a; Urteil des Bundesgerichtes 8C_1020/2008 vom 8 April 2009 E. 4.1; 

8C_601/2007 vom 10. Januar 2008 E. 2.1). Im vorliegenden Fall steht indessen 

nicht eine unmittelbar durch einen Unfall hervorgerufene Diskushernie oder ein 

Rezidiv hierzu zur Diskussion, sondern ein aus einem degenerativen Prozess 

folgender Bandscheibenschaden und dabei die Frage, ob für diesen Verlauf 

das Unfallgeschehen vom Dezember 2009 zumindest noch eine Teilursache 

darstellt. Dazu wird im bestehenden Arztbericht jedoch nicht Stellung 

genommen. Der Beschwerdegegnerin gelingt es somit nach Ansicht des 

Gerichtes nicht, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu beweisen, dass der 

natürliche Kausalzusammenhang im Zeitpunkt der Einstellung der 

Versicherungsleistung (1. März 2010) weggefallen und somit der Status quo 

ante vel sine eingetreten ist. Entsprechend bedarf es noch weiterer Abklärung, 

was den Zeitpunkt des Eintritts des status quo ante vel sine anbelangt.

5. Zusammenfassend ergibt sich, dass weitere medizinische Abklärungen 

betreffend Unfallkausalität der geklagten Beschwerden notwendig sind. In 

diesem Sinne wird die Beschwerdegegnerin ein unabhängiges medizinisches 

Gutachten einzuholen haben und dabei insbesondere auch die Frage zu klären 

haben, ob und wann der Status quo ante vel sine eingetreten ist. Dabei hat sie 

die in BGE 137 V 210 festgelegten beziehungsweise präzisierten 

Verfahrensrechte der Beschwerdeführerin zu wahren (BGE 138 V 318 

betreffend Gutachtensanordnung in der Unfallversicherung).

Die Beschwerde wird somit gutgeheissen, womit der Einspracheentscheid vom 

29. März 2012 aufzuheben und die Sache zur weiteren medizinischen 

Abklärung und zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen ist.

6. Gemäss Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist das kantonale 

Beschwerdeverfahren – ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung – kostenlos, weshalb vorliegend keine Gerichtskosten erhoben 

werden. Die Beschwerdegegnerin hat jedoch die anwaltlich vertretene 

Beschwerdeführerin gemäss Art. 61 lit. g ATSG aussergerichtlich für das 

Verfahren vor Versicherungsgericht zu entschädigen. Nach Art. 61 lit. g ATSG 

und Art. 2 der kantonalen Verordnung über die Bemessung des Honorars der 

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV; BR 310.250) 

setzt die urteilende Instanz die Parteientschädigung der obsiegenden Partei 

nach Ermessen fest. Dabei geht sie vom Betrag aus, welcher der 

entschädigungsberechtigten Partei für die anwaltliche Vertretung in Rechnung 

gestellt wird, soweit unter anderem der vereinbarte Stundenansatz üblich und 

der geltend gemachte Aufwand angemessen und für die Prozessführung 

erforderlich ist. Als üblich gilt gemäss Art. 3 HV ein Stundenansatz zwischen Fr. 

210.-- und Fr. 270.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat mit 

Schreiben vom 31. August 2012 eine Honorarnote im Umfang von Fr. 3‘136.95 

eingereicht. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einem Honorar von Fr. 

2‘820.-- für 9.4 Arbeitsstunden à Fr. 300.-- zuzüglich Auslagenpauschale von 

3 % und 8 % Mehrwertsteuer. Die 9.4 Arbeitsstunden erscheinen dem Gericht 

als angemessen. Hingegen kann nicht von einem Stundenansatz von Fr. 300.-- 

ausgegangen werden, da dieser Ansatz ausserhalb des Rahmens gemäss Art. 

3 der Honorarverordnung liegt. Entsprechend wird auf den maximal zulässigen 

Stundenansatz von Fr. 270.-- abgestellt, womit sich eine aussergerichtliche 

Entschädigung von Fr. 2‘823.30 (Honorar Fr. 2‘538.--, 3 % Auslagenpauschale 

Fr. 76.15, 8 % MWST Fr. 209.15) ergibt.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 29. März 2012 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren 

medizinischen Abklärung im Sinne der Erwägungen sowie zu neuem Entscheid 

an die …-Versicherungs-Gesellschaft AG zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die …-Versicherungs-Gesellschaft AG hat die Beschwerdeführerin 

aussergerichtlich mit Fr. 2‘823.30 (inkl. MWST) zu entschädigen.