# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b720662e-3978-5407-aed2-f3e36fd88f4d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 28.06.2023 110 2022 186
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2022-186_2023-06-28.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2022/186

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 28. Juni 2023

in der Beschwerdesache zwischen

Beschwerdeführende 1 bis 11
per Adresse C.________

Beschwerdeführende 12 bis 15
per Adresse D.________

Herrn E.________
Beschwerdegegner

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt F.________, 
3006 Bern

sowie

Regierungsstatthalteramt Oberaargau, Schloss, Postfach 175, 3380 Wangen an der Aare

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Madiswil, Bauverwaltung, Obergasse 2, 
4934 Madiswil

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramts Oberaargau vom 2. Juli 2020 (bbew 
114/2019; Legehennenstall mit Wintergarten etc.) und die Verfügung des Amtes für Gemeinden 
und Raumordnung (AGR) vom 26. Mai 2020 (G.-Nr. 2017.JGK.837).

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdegegner reichte am 29. Mai 2019 bei der Gemeinde Madiswil ein Baugesuch 
ein für den Neubau eines Legehennenstalls mit Wintergarten, drei Futtersilos, gedecktem 
Kotlagerplatz, Retention und Grauwassertank auf Parzelle Madiswil Grundbuchblatt 
Nr. J.________. Der Neubau soll eine Grundfläche von rund 1750 m2 aufweisen und Platz für 
12 000 Legehennen bieten. Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone. Im Hinblick auf die 
geplante Legehennenhaltung gründete der Beschwerdegegner mit A.________, der in 
Heinrichswil (Kanton Solothurn) über einen Ackerbaubetrieb verfügt, eine 

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Betriebszweiggemeinschaft (BZG). Gegen das Bauvorhaben erhoben unter anderen die 
Beschwerdeführenden 1 bis 11 sowie 12 und 13 Einsprache. Am 6. März 2020 reichte der 
Beschwerdegegner eine Projektänderung ein, welche in der Publikation wie folgt bezeichnet 
wurde: «Einbau Hochdruckvernebelungsanlage, Ausweisen Weidefläche, Überarbeitung 
Entwässerung, Ausnahmegesuch Art. 27 GBR1». Die Beschwerdeführenden 1 bis 11 sowie 12 
und 13 hielten an ihren Einsprachen fest. Das AGR hielt mit Verfügung vom 26. Mai 2020 fest, 
das Bauvorhaben sei zonenkonform. Mit Gesamtentscheid vom 2. Juli 2020 erteilte das 
Regierungsstatthalteramt Oberaargau die Baubewilligung.

2. Gegen den Entscheid vom 2. Juli 2020 gingen bei der Bau- und Verkehrsdirektion des 
Kantons Bern (BVD) zwei Beschwerden ein. Die Beschwerdeführenden 1 bis 11 (sowie 5 weitere 
Beschwerdeführende, welche sich im vorliegenden Verfahren nicht mehr beteiligen) beantragten 
mit Beschwerde vom 28. Juli 2020 die Aufhebung des Gesamtentscheids vom 2. Juli 2020 und 
die Erteilung des Bauabschlags. Die Beschwerdeführenden 12 bis 15 stellten mit Beschwerde 
vom 4. August 2020 ebenfalls den Antrag, der Gesamtentscheid vom 2. Juli 2020 sei aufzuheben 
und die Baubewilligung sei zu verweigern. Eventualiter sei eine definitive Beurteilung durch die 
Kantonale Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) einzuholen.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Die Gemeinde beantragt mit Eingabe vom 24. 
August 2020 sinngemäss die Abweisung der Beschwerden. Das Regierungsstatthalteramt stellt 
mit Stellungnahme vom 4. September 2020 den Antrag, die Beschwerden seien unter Kostenfolge 
abzuweisen. Der Beschwerdegegner beantragt mit Beschwerdeantwort vom 7. September 2020 
Nichteintreten bzw. Abweisung der Beschwerden, das AGR mit Eingabe vom 17. September 2020 
die Abweisung der Beschwerden.

Auf Aufforderung des Rechtsamts reichten die Gemeinde, das Regierungsstatthalteramt, das 
AGR und der Beschwerdegegner weitere Akten ein. Mit Eingabe vom 2. November 2020 reichte 
der Beschwerdegegner das vom Rechtsamt mit Verfügung vom 18. September 2020 verlangte 
Betriebskonzept vom 2. November 2020 ein. Das Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT), 
Fachstelle Boden, nahm mit Bericht vom 8. Dezember 2020 zum Betriebskonzept und zum 
Vorhaben Stellung. Die Parteien erhielten Gelegenheit, zum Ergebnis des Beweisverfahrens 
Stellung zu nehmen.

4. Mit Entscheid BVD 110/2020/133 vom 26. Januar 2021 hiess die BVD die beiden 
Beschwerden gut. Der Gesamtentscheid des Regierungsstatthalteramtes Oberaargau vom 2. Juli 
2020 und die Verfügung des AGR vom 26. Mai 2020 wurden aufgehoben und dem Baugesuch 
vom 29. Mai 2019 wurde der Bauabschlag erteilt. Im Verfahren vor der BVD war unbestritten, dass 
das Legehennenfutter von einem externen Agrarunternehmen eingekauft wird und die 
Legehennenhaltung damit bodenunabhängig erfolgen soll. Die BVD kam zum Schluss, dass die 
Voraussetzungen der inneren Aufstockung nach Art. 16a Abs. 2 RPG3 nicht erfüllt sind, da sich 
die bodenunabhängige Legehennenhaltung nicht der bodenabhängigen Produktion 
(Felderbewirtschaftung) unterordnet. 

5. Gegen diesen Entscheid der BVD erhob der Beschwerdegegner am 26. Februar 2021 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Im Rahmen des Verfahrens vor 
Verwaltungsgericht reichte der Beschwerdegegner am 20. August 2021 ein ergänztes 

1 Baureglement der Gemeinde Madiswil vom 20. Dezember 2013, genehmigt vom AGR am 16. Dezember 2014.
2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
3 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).

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Betriebskonzept vom 19. August 2021 sowie ein «Gutachten zu einer qualifizierten 
Trockensubstanz-Bilanz für einen Legebetrieb» des Aviforum vom 17. August 2021 ein. Gestützt 
auf diese Unterlagen kam das LANAT mit Fachbericht vom 1. April 2022 zum Schluss, dass die 
Legehennen überwiegend mit Futter ernährt werden, welches auf dem Betrieb resp. auf den 
Betrieben der BZG produziert wird und dass es sich entsprechend um eine bodenabhängige 
Tierhaltung gemäss Art. 16a Abs. 1 RPG handelt.

Das Verwaltungsgericht stufte diese Anpassung des Betriebskonzepts in seinem Urteil 2021/65 
vom 19. Oktober 2022 als Projektänderung im Sinne von Art. 43 BewD4 ein. Aufgrund der 
Beurteilung durch das LANAT sprächen gute Gründe dafür, dass die Legehennenhaltung neu 
bodenabhängig sei. Folglich bestehe die Aussicht oder zumindest die Möglichkeit, das geänderte 
Vorhaben insoweit als zonenkonform nach Art. 16a Abs. 1 RPG zu beurteilen. Es werde Aufgabe 
der BVD sein, den Fachbericht und die von den Beschwerdeführenden dagegen vorgebrachte 
Kritik in Einzelnen zu würdigen. Gegebenenfalls werde sich die Vorinstanz sodann mit den 
weiteren, bislang noch nicht behandelten Rügen (insb. Standortevaluation sowie Orts- und 
Landschaftsbildschutz) zu befassen haben. Entsprechend hiess das Verwaltungsgericht die 
Beschwerde dahin gut, dass der Entscheid der BVD vom 26. Januar 2021 aufgehoben und die 
Sache zur weiteren Behandlung an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde. Im Übrigen wies es die 
Beschwerde ab.  

 6. Nach Zustellung der Akten durch das Verwaltungsgericht nahm das Rechtsamt der BVD 
das Verfahren unter der neuen Nummer BVD 110/2022/186 mit Verfügung vom 2. Dezember 2022 
wieder auf. Gleichzeitig hielt es fest, dass die ursprünglichen Beschwerdeführenden 3 und 4 
(B.________) sowie die ursprünglichen Beschwerdeführenden 12, 13 und 14 (G.________) 
gemäss Verfügung des Verwaltungsgerichts vom 23. April 2021 auf die weitere Beteiligung am 
Verfahren verzichtet hätten. 

7. Mit Verfügung vom 22. Dezember 2022 forderte das Rechtsamt den Beschwerdegegner auf, 
verschiedene Unterlagen einzureichen und diverse Fragen zum Betriebskonzept, zu den 
geplanten Silos sowie zur Standortevaluation zu beantworten. Die Stellungnahme des 
Beschwerdegegners vom 20. Februar 2023 inkl. einer Stellungnahme des Inforama vom 16. 
Februar 2023 gingen beim Rechtsamt innert verlängerter Frist am 22. Februar 2023 ein.

8. Mit Stellungnahme vom 23. März 2023 beantwortete das AGR Fragen des Rechtsamts zur 
Standortevaluation. Die OLK nahm mit Bericht vom 27. März 2023 zum Vorhaben und zu den 
Fragen des Rechtsamts Stellung. Schliesslich äusserte sich das LANAT, Fachstelle Boden, 
nochmals mit Stellungnahme vom 30. März 2023 und beantwortete dabei diverse Fragen des 
Rechtsamts. 

9. Mit Verfügung vom 6. April 2023 gab das Rechtsamt den Verfahrensbeteiligten Gelegenheit, 
zur als Projektänderung geltenden Anpassung des Betriebskonzepts vom 19. August 2021 sowie 
zum Ergebnis des Beweisverfahrens Stellung zu nehmen. Gleichzeitig führte das Rechtsamt in 
dieser Verfügung aus, dass es für den Fall der Bewilligung des strittigen Vorhabens gestützt auf 
das verbindliche Betriebskonzept vom 19. August 2021 die Aufnahme folgender Auflagen in 
Betracht ziehe:

1. «Die vollständig auf den eigenen Betrieben der BZG H.________ produzierten Futterkomponenten 
Körnermais, Wintergerste, Futterweizen, Wintertriticale, Proteinerbsen und Rohfaserträger müssen 
grundsätzlich 68 % des gesamten, den Legehennen des Betriebs zugeführten Futters ausmachen. Der 
Beschwerdegegner dokumentiert die Baupolizeibehörde der Gemeinde Madisiwil jährlich mit einer 

4 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).

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Zusammenstellung der tatsächlichen Menge der selbst produzierten Futterkomponenten und der 
tatsächlichen Menge der zugekauften Futterkomponenten (bei Letzteren unter Einreichung der 
entsprechenden Rechnungen).»  

2. «Die Lagerung und Verarbeitung der auf den Betrieben der BZG H.________ produzierten 
Futterkomponenten hat in einem «internen Kreislauf» zu erfolgen, so dass sichergestellt ist, dass diese 
Futterkomponenten für die Futtermischung der Legehennen vom Feldertrag der eigenen Bewirtschaftung 
stammen. Der Beschwerdegegner hat dies jährlich gegenüber der Baupolizeibehörde der Gemeinde 
Madisiwil zu belegen, mittels Einreichung der entsprechenden Dokumente und Rechnungen der für die 
Lagerung und Verarbeitung zuständigen Drittunternehmen (unter Angabe der gelagerten und 
verarbeiteten Mengen).» 

 
Die Verfahrensbeteiligten erhielten Gelegenheit, sich zu diesen Auflagen im Falle der Bewilligung 
des strittigen Vorhabens zu äussern. 

Die Beschwerdeführenden 12 bis 15 reichten eine Stellungnahme vom 1. Mai 2023 ein. Der 
Beschwerdegegner nahm mit Eingabe vom 5. Mai 2023 abschliessend Stellung. Von den 
Beschwerdeführenden 1 bis 11 und den weiteren Verfahrensbeteiligten ging keine Stellungnahme 
ein.

10. Auf die Vorakten, die Rechtsschriften, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 19. Oktober 
2022 und die Fachberichte wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Der Entscheid des Regierungsstatthalteramts ist ein Gesamtentscheid im Sinne von Art. 9 
Abs. 1 KoG5, die Verfügung des AGR eine weitere Verfügung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 Bst. b 
KoG. Beide sind gestützt auf Art. 11 Abs. 1 KoG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 KoG mit 
Beschwerde nach Art. 40 Abs. 1 BauG6 bei der BVD anfechtbar. Diese ist somit zur Beurteilung 
der Beschwerden zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden 1 bis 11 haben sich als Einsprechende am 
vorinstanzlichen Verfahren beteiligt und sind damit formell zur Beschwerdeführung legitimiert.

Neben der formellen Beschwer bedarf es auch der materiellen Beschwer: Nach Art. 40 Abs. 2 
BauG in Verbindung mit Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG sind zur Beschwerde Personen befugt, die 
durch das Bauvorhaben unmittelbar in ihren eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen sind. 
Diese Interessen können rechtlicher oder tatsächlicher Natur sein. Es braucht aber eine 
besondere Betroffenheit, eine besonders nahe Beziehung zur Streitsache. Es ist erforderlich, dass 
die Einsprecherinnen und Einsprecher persönlich vom Bauvorhaben in höherem Mass als die 
Allgemeinheit berührt werden.7 Die Nähe der Beziehung zum Streitgegenstand muss bei 

5 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
6 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721).
7 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35-35c N. 16.

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Bauprojekten insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein.8 Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung sind Personen, die in der Umgebung eines Bauvorhabens wohnen, zur 
Beschwerdeführung legitimiert, wenn sie mit Sicherheit oder zumindest grosser 
Wahrscheinlichkeit durch Immissionen (Lärm, Staub, Erschütterungen, Licht oder andere 
Einwirkungen) betroffen werden, die der Bau oder Betrieb der fraglichen Anlage hervorruft. Bei 
weiträumigen Einwirkungen kann ein grosser Kreis von Personen zur Beschwerdeführung 
legitimiert sein, etwa beim Betrieb eines Flughafens oder einer Schiessanlage.

Als wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Betroffenheit dient in der Praxis die räumliche Distanz 
zum Bauvorhaben bzw. zur Anlage. Die Rechtsprechung bejaht in der Regel die Legitimation von 
Nachbarn, deren Liegenschaften sich in einem Umkreis von bis zu rund 100 m befinden. Bei 
grösseren Entfernungen muss eine Beeinträchtigung aufgrund der konkreten Gegebenheiten 
glaubhaft gemacht werden. Dabei darf nicht schematisch auf einzelne Kriterien wie Distanz zum 
Vorhaben, Sichtverbindung usw. abgestellt werden, sondern es ist eine Gesamtwürdigung anhand 
der konkreten Verhältnisse erforderlich. Die Legitimation ergibt sich nicht allein aus der räumlichen 
Nähe, sondern aus der daraus herrührenden besonderen Betroffenheit.9 Diese ist umso weniger 
offensichtlich, je grösser die Entfernung zwischen dem Baugrundstück und den Liegenschaften 
der Einsprecherinnen und Einsprecher ist. Bei grösseren Distanzen müssen deshalb konkrete 
Interessen vorliegen und dargetan werden, die durch das Bauprojekt beeinträchtigt werden 
könnten und denen ein gewisses Gewicht zukommt, das es rechtfertigt, eine Betroffenheit zu 
bejahen, die grösser ist als diejenige der Allgemeinheit. Dabei genügt eine direkte Sichtverbindung 
allein oder eine minimale Beeinträchtigung der Aussicht nicht.10 

Das Wohnhaus der Beschwerdeführerin 3 auf Parzelle Rütschelen Grundbuchblatt Nr. 
K.________ liegt rund 420 m vom umstrittenen Bauvorhaben entfernt, wobei eine Sichtverbindung 
besteht. Zwei weitere Parzellen im Eigentum der Beschwerdeführerin 3 (Parzellen Rütschelen 
Grundbuchblatt Nrn. L.________ und N.________) befinden sich in einer Entfernung von rund 
340 m. Angesichts der Grösse des geplanten Legehennenstalls mit 12 000 Hühnern inkl. grosser 
Geflügelweide kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Bauprojekt Geruchsimmissionen 
verursacht, die bei bestimmten Windverhältnissen auf diesen Liegenschaften der 
Beschwerdeführerin 3 noch wahrnehmbar sind.11 Daran ändert der Einwand des 
Beschwerdegegners, wonach der gestützt auf den Bericht Nr. 476 der eidgenössischen 
Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik (FAT) aus dem Jahr 1995 (FAT-Bericht) 
berechnete Mindestabstand bloss 197 m betrage, nichts. Dieser Mindestabstand wird als 
Hilfsmittel zur Beantwortung der Frage herangezogen, ob eine Tierhaltungsanlage voraussichtlich 
übermässige Immissionen verursachen wird. Im Rahmen der Legitimation ist jedoch einzig 
relevant, ob eine beschwerdeführende Partei von den zu erwartenden Geruchsimmissionen mehr 
als die Allgemeinheit betroffen ist, was nicht übermässige Immissionen voraussetzt. Vielmehr 
können Geruchsimmissionen auch noch in grösserer Distanz als der errechnete Mindestabstand 
als deutlicher Geruch wahrgenommen werden.12 Die Vorinstanz hat die Legitimation der 
Beschwerdeführerin 3 zu Recht bejaht. Gleiches gilt für die Beschwerdeführenden 7, 8, 10 und 
11, deren Parzellen sich in einer Entfernung von rund 500 m befinden. Auch bei ihnen können bei 
bestimmten Windverhältnissen durch das Bauvorhaben verursachte Geruchsimmissionen nicht 
ausgeschlossen werden, weshalb sie ebenfalls zur Beschwerdeführung legitimiert sind. Ob auch 
die Beschwerdeführenden 1, 2, 4, 5, 6 und 9 beschwerdebefugt sind, ist aufgrund der grossen 
Distanzen fraglich, kann aber offen bleiben. Auf die form- und fristgerecht eingereichte 

8 BGer 1C_246/2011 vom 1. Februar 2012 E. 2.2.
9 BGE 140 II 214 E. 2.3, mit weiteren Hinweisen.
10 BGer 1C_124/2016 vom 7. Juli 2016 E. 3.3.1.
11 Vgl. dazu BGer 1C_198/2012 vom 26. November 2012 E. 1.
12 Vgl. etwa VGE 22721/22725 vom 30. Mai 2007 E. 1.2.4.

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Beschwerde ist ohnehin einzutreten. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Legitimation in 
einem allfälligen Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren nachgewiesen werden müsste.

c) Die Beschwerdeführenden 12 bis 15 sind von Gesetzes wegen zur Beschwerde befugt 
(Art. 40 Abs. 2 i.V.m. Art. 35a BauG, Art. 65 Abs. 2 VRPG13 i.V.m. Art. 12 Abs. 1 Bst. b NHG14 
sowie Art. 1 und Anhang VBO15), soweit sie sich von Anfang an am Verfahren beteiligt haben.16 
Die Beschwerdeführenden 14 und 15 haben sich im Einspracheverfahren durch ihre regionale 
Sektion (Beschwerdeführerin 13) vertreten lassen, was nach Gesetz und Praxis zulässig ist (vgl. 
Art. 12 Abs. 5 NHG und Art. 35a Abs. 4 BauG; vgl. auch Art. 15 Abs. 1 VRPG).17 Bei der 
Bewilligung von landwirtschaftlichen Bauten in der Landwirtschaftszone handelt es sich zudem 
um eine Bundesaufgabe im Sinne von Art. 2 NHG18, weshalb die Beschwerdeführerin 12 und der 
Beschwerdeführer 15 die Voraussetzungen des Beschwerderechts nach Bundesrecht erfüllen. 
Die Beschwerde der Beschwerdeführenden 12 bis 15 vom 4. August 2020 wurde durch den 
Präsidenten sowie den Geschäftsleiter der Beschwerdeführerin 12, durch die Präsidentin und den 
damaligen Geschäftsleiter der Beschwerdeführerin 14 sowie – innert gewährter Nachfrist – durch 
den damaligen Vizepräsidenten und ein Vorstandsmitglied der Beschwerdeführerin 13 
unterzeichnet. Schliesslich ist die Beschwerdeführerin 14 aufgrund der mit Beschwerde 
eingereichten Einzelvollmacht zur Beschwerdeerhebung im Namen des Beschwerdeführers 15 
befugt; dies gestützt auf Art. 15 Abs. 5 NHG19, welche als «anderslautende Gesetzgebung» dem 
Anwältinnen- und Anwaltsmonopol von Art. 15 Abs. 4 VRPG vorgeht. Die Beschwerdeführenden 
12 bis 15 sind mit ihrem Antrag auf Erteilung des Bauabschlags nicht durchgedrungen. Deshalb 
sind sie durch den vorinstanzlichen Entscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung 
befugt (Art. 65 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde der 
Beschwerdeführenden 12 bis 15 ist damit einzutreten.

2. Grundlagen der Zonenkonformität, Betriebszweiggemeinschaft

a) In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur 
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind (Art. 16a 
Abs. 1 Satz 1 RPG). Die Bestimmung behält die Landwirtschaftszone damit grundsätzlich 
bodenabhängig wirtschaftenden Landwirtschaftsbetrieben vor. Bodenabhängigkeit bedeutet, dass 
der Boden als Produktionsfaktor unentbehrlich ist bzw. ein hinreichend enger Bezug zum 
natürlichen Boden besteht.20 Ebenfalls zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die der inneren 
Aufstockung eines landwirtschaftlichen oder eines dem produzierenden Gartenbau zugehörigen 
Betriebs dienen (Art. 16a Abs. 2 Satz 1 RPG). In diesem Rahmen gelten auch bodenunabhängige 
landwirtschaftliche Betriebsformen als zonenkonform.21

Die Anforderungen an die Zonenkonformität von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone 
werden in der RPV22 präzisiert. Danach sind unter anderem Bauten und Anlagen zonenkonform, 
die der bodenabhängigen Bewirtschaftung oder der inneren Aufstockung dienen, namentlich wenn 
sie für die Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und Nutztierhaltung dienen 

13 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
14 Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451).
15 Verordnung vom 27. Juni 1990 über die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des Natur- und 
Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen (VBO; SR 814.076).
16 Vgl. Michael Pflüger, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 65 N. 50.
17 BGE 123 II 289 E. la/ee.
18 BGer 1C_17/2015 vom 16. Dezember 1015 E. 1.1.
19 Keller, in Kommentar NHG, Zürich 2009, Art. 12 N. 17.
20 Ruch/Muggli, Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, Art. 16a N. 30. 
21 Ruch/Muggli, a.a.O., Art. 16a N. 34.
22 Raumplanungsverordnung des Bundesrates vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1).

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(Art. 34 Abs. 1 Bst. a RPV). Als bodenabhängig gilt die Bewirtschaftung, wenn ein enger Bezug 
zum natürlichen Boden besteht, wie etwa beim Acker- und Gemüsebau. Die Tierhaltung erfolgt 
dann bodenabhängig, wenn die Tiere im Wesentlichen auf der Grundlage der auf dem Betrieb 
produzierten Futtermittel ernährt werden.23 Die Bewilligung darf nur erteilt werden, wenn die Baute 
oder Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist (Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV), ihr 
am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 34 Abs. 4 
Bst. b RPV) und der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann (Art. 34 Abs. 4 Bst. c 
RPV). Die Baute oder Anlage muss an die objektiven Bedürfnisse des Betriebs angepasst sein, 
namentlich mit Bezug auf ihre Grösse und ihren Standort, und darf insbesondere nicht 
überdimensioniert sein.24 Bei der Standortwahl für Bauten in der Landwirtschaftszone ist der 
Bauherr somit nicht frei, sondern er muss nachweisen, dass die geplante Baute am vorgesehenen 
Standort objektiv notwendig ist, d.h. ein schutzwürdiges Interesse daran besteht, sie am 
gewählten Ort zu errichten und, nach Abwägung aller Interessen, kein anderer, besser geeigneter 
Standort in Betracht kommt.25

Bei der vorzunehmenden, umfassenden Interessenabwägung sind sämtliche für den Entscheid 
relevanten öffentlichen und privaten Interessen einzubeziehen und zu gewichten. Bei ihrer 
Gewichtung spielen Normen des raumrelevanten Verfassungs- und Gesetzesrechts eine 
entscheidende Rolle: Bedeutsam sind insbesondere die Normen der Verfassung wie Art. 73 bis 
78 BV26 sowie deren Konkretisierung in der Spezialgesetzgebung. Sie werden ergänzt durch die 
Planungsziele und -grundsätze der Art. 1 und 3 RPG, die Normen des Umweltrechts sowie des 
Natur- und Heimatschutzrechts.27 Stehen jedoch spezialgesetzliche Normen beispielsweise des 
Umweltschutzrechts oder des Natur-, Heimat- und Landschaftsschutzrechts der Bewilligung 
absolut entgegen, so entfällt natürlich die Interessenabwägung. 

Die innere Aufstockung im Sinn von Art. 16a Abs. 2 RPG soll es bodenabhängig wirtschaftenden 
Stammbetrieben ermöglichen, zusätzlich eine kleinere bodenunabhängige Produktion zu 
errichten. Der Boden muss aber der überwiegende Produktionsfaktor bleiben, d.h. die 
bodenunabhängige Produktion muss gegenüber der bodenabhängigen von untergeordneter 
Bedeutung sein.28 Die innere Aufstockung im Bereich der Tierhaltung ist nach Art. 36 Abs. 1 RPV 
zulässig, wenn der Deckungsbeitrag der bodenunabhängigen Produktion kleiner ist als jener der 
bodenabhängigen (Bst. a) oder das Trockensubstanzpotenzial des Pflanzenbaus einem Anteil von 
mindestens 70 Prozent des Trockensubstanzbedarfs des Tierbestandes entspricht (Bst. b). Nach 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung stellt das Trockensubstanzkriterium allerdings nicht immer 
sicher, dass die bodenunabhängige Produktion gegenüber der bodenabhängigen von 
untergeordneter Bedeutung bleibt. Nach Ansicht des Bundesgerichts besteht die Gefahr, dass 
Wiesen nur zugepachtet oder Pachtverträge für Wiesland mit (anderen) bodenabhängigen 
Tierhaltungsbetrieben gekündigt werden, um das für die Aufstockung notwendige 
Trockensubstanzpotenzial zu beschaffen, obwohl das Grasland für das eigene Betriebskonzept 
ohne Bedeutung ist. In derartigen Fällen stellt die bodenunabhängige Nutzung keine 
«Aufstockung» eines bestehenden bodenabhängigen Betriebs dar, sondern bildet den 
Betriebsschwerpunkt, was Art. 16a RPG widerspricht.29 

23 BGE 133 II 370 E. 4.2; Ruch/Muggli, a.a.O. Art. 16a N. 30 f.
24 BGE 129 II 413 E. 3.2 S. 416; 125 II 278 E. 3a S. 281; 114 Ib 131 E. 3 S. 133 f.
25 BGer 1C_165/2016 vom 27. März 2017 E. 3.2, mit Hinweisen.
26 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101).
27 Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen, Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, Schulthess 2017, 
Art. 16a N. 56 mit Verweis auf die Interessenabwägung bei Art. 24 RPG, dort Art. 24 N. 21 ff.  
28 BGer 1C_426/2016 vom 23. August 2017, in ZBI 2018 S. 363 E. 5.6; Ruch/Muggli, a.a.O., Art. 16a N. 35.
29 BGer 1C_426/2016vom 23. August 2017, in ZBI 2018 S. 363 E. 6.4.

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b) Gemäss Art. 35 RPV können Bauten und Anlagen für die Tierhaltung, die im Alleineigentum 
einer natürlichen Person stehen, für mehrere Betriebe gemeinsam erstellt werden, wenn (a) die 
Betriebe eine von der zuständigen kantonalen Amtsstelle anerkannte Betriebs- oder 
Betriebszweiggemeinschaft bilden; (b) dem Gesuch der von allen Mitgliedern unterzeichnete 
Gemeinschaftsvertrag beiliegt; und (c) der Gemeinschaftsvertrag zum Zeitpunkt der 
Baubewilligung noch für mindestens zehn Jahr Gültigkeit hat.

Die Beschwerdeführenden 12 bis 15 erachten die beabsichtigte Betriebsgemeinschaft in ihrer 
Beschwerde vom 4. August 2020 als noch nicht rechtskräftig, habe das LANAT doch in seinem 
Fachbericht vom 30. Dezember 2019 noch eine Anpassung des Vertrags verlangt.

Im erwähnten Fachbericht vom 30. Dezember 201930 führte das LANAT aus, dass die BZG von 
der Abteilung Direktzahlungen ihres Amtes mit Verfügung vom 18. Mai 2018 anerkannt worden 
sei. Aufgrund von Verzögerungen seit dem Abschluss des BZG-Vertrages sei dieser aber nicht 
mehr 10 Jahre gültig. Folglich sei der Vertrag noch anzupassen, damit die Voraussetzung von 
Art. 35 Bst. c RPV erfüllt sei. Werde der Vertrag entsprechend angepasst, seien die 
Voraussetzungen nach Art. 35 RPV erfüllt. Diesem Erfordernis kam der Beschwerdegegner mit 
dem im verwaltungsgerichtlichen Verfahren 2021/65 mit Eingabe vom 29. Juni 2022 
eingereichten, angepasstem Vertrag vom 28. Juni 2022 nach (vgl. insb. Ziffer 1.3 des Vertrags, 
wonach der Gesellschaftsvertrag für eine Dauer bis zum 31. Dezember 2033 abgeschlossen 
wurde). Der Einwand der Beschwerdeführenden 12 bis 15 geht daher fehl. Die Voraussetzungen 
von Art. 35 RPV sind vorliegend erfüllt.

3. Bestehende Betriebe und Bauvorhaben, Projektänderung

a) Der Beschwerdegegner betreibt am Standort O.________ in Rütschelen (Parzelle 
Rütschelen Grundbuchblatt Nr. M.________) einen Landwirtschaftsbetrieb mit Rindvieh-, 
Mastschweine- und Legehennenhaltung. Die erwähnte Parzelle des Betriebsstandorts befindet 
sich in der Weilerzone und im Ortsbilderhaltungsgebiet. Der dort situierte Legehennenstall mit 
4000 Legehennenplätzen soll gemäss Angaben des Beschwerdegegners bei Realisierung des 
Bauvorhabens stillgelegt werden.31 Am Standort P.________ hält der Beschwerdegegner 
Rindvieh und Mastschweine, wobei der Beschwerdegegner beabsichtigt, diese Tierhaltung 
aufzugeben32 bzw. diese schon aufgegeben hat.33 Dieser Standort liegt in der Mischzone 2 und 
ebenfalls im Ortsbilderhaltungsgebiet. Gemäss den vom LANAT mit Stellungnahme vom 30. März 
2023 eingereichten Eckdatenblättern 2023 verfügt der Beschwerdegegner über 1754 Aren 
landwirtschaftliche Nutzfläche; der Betrieb weist 1.526 SAK auf und stellt damit ein 
landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne von Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Art. 5 Bst. a BGBB34 dar. 

Der Beschwerdegegner hat im Hinblick auf die Legehennenhaltung am neuen Standort mit 
A.________ eine Betriebszweiggemeinschaft (BZG) gegründet. A.________ bewirtschaftet in 
Heinrichswil einen landwirtschaftlichen Ackerbaubetrieb mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche 
von 1720 Aren und 0.378 SAK (gemäss den vom LANAT eingereichten Eckdatenblättern 2023). 
Es handelt sich damit bei diesem Betrieb nicht um ein landwirtschaftliches Gewerbe. Die beiden 
Betriebe sind rund 14.5 km voneinander entfernt.

30 Vorakten Regierungsstatthalteramt pag. 430 ff.
31 Bericht LANAT vom 30. Dezember 2019, S. 2, Vorakten Regierungsstatthalteramt pag. 430.
32 UVB vom 13. Juni 2019, S. 2, in den Vorakten.
33 Gemäss den Betriebsdaten GELAN 2023 (vgl. Beilage zur Stellungnahme des LANAT vom 30. März 2023) betrug 
der Tierbestand 2022 nur noch 54 Mastschweine und 3718 Legehennen, aber keine Kühe mehr.
34 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11).

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b) Der geplante Legehennenstall befindet sich auf der Parzelle Madiswil Grundbuchblatt 
Nr. J.________ in der Landwirtschaftszone und liegt rund 350 m vom Betriebsstandort 
O.________ des Beschwerdegegners entfernt. Er ist parallel zur O.________strasse situiert. Der 
Neubau soll Platz für 12 000 Legehennen bieten und den eigentlichen Stall, einen gedeckten 
Wintergarten, einen Raum zur Eiersortierung, einen Eierlagerraum, sanitäre Anlagen, einen 
Technikraum, einen Vorraum (Hygieneschleuse) und ein Kotlager mit Rampe enthalten. Die Länge 
der Hauptfassade an der Strasse beträgt gemäss den Angaben im massgebenden Situationsplan 
66.78 m, die strassenabgewandte Rückfassade weist eine Länge von 67.53 m auf. Die 
Gesamtlänge inkl. Kotlager und Eierlagerraum beträgt 72.78 m. Der Neubau weist eine 
Gesamtbreite von 25.70 m auf. Die Fassaden liegen auf einer Höhe von +5.34 m, die First auf 
einer solchen von +6.34 m. Ein unüberdachter Geflügellaufhof mit einer Länge von 63.60 m und 
einer Breite von 8.45 m grenzt auf südöstlicher Seite an das Gebäude. Der gesamte Neubau ist 
mit einer Holzschalung sägeroh versehen, auf der gesamten Dachfläche ist eine 
Photovoltaikanlage MTD TL RAL 7016 vorgesehen. Südwestlich auf dem Kiesvorplatz mit einer 
Fläche von 530 m2 sind drei Futtersilos mit einer Höhe von jeweils 10.12 m und einem 
Durchmesser von 2.47 m gleich angrenzend an den Stall sowie zwei Autoabstellplätze geplant. 
Die gesamte Parzelle Madiswil Grundbuchblatt Nr. J.________ wie auch die angrenzenden 
Parzellen Madiswil Grundbuchblatt Nrn. R.________ und T.________ sind mit einem mobilen 
Geflügelzaun umgeben und dienen somit als Geflügelweide mit einer Fläche von 24 992 m2.

c) Ursprünglich war vorgesehen, das Legehennenfutter von einem externen 
Agrarunternehmen einzukaufen.35 Im vorinstanzlichen Verfahren sowie im ersten 
Verfahrensabschnitt vor der BVD (BVD 110/2020/133), welcher mit Entscheid der BVD vom 26. 
Januar 2021 seinen Abschluss fand, war deshalb unbestritten, dass die Legehennenhaltung 
bodenunabhängig erfolgen soll. Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren 2021/65 reichte der 
Beschwerdegegner ein ergänztes Betriebskonzept vom 19. August 2021 ein. Gemäss Angaben 
des Beschwerdegegners führt diese Konzeptanpassung dazu, dass die beiden Landwirte der BZG 
auf ihrer Ackerfläche einen Grossteil der Komponenten für das Legehennenfutter selber 
produzieren und dieses den Hühnern direkt verfüttern würden, indem diesen das physisch 
identische Futter zugeführt werde, welches auf den durch die Betriebe bewirtschafteten Feldern 
angepflanzt werde.36   

Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern führte in seinem Urteil 2021/65 vom 19. Oktober 2022 
(E. 4.3) aus, diese Anpassung des Betriebskonzepts (ohne bauliche Massnahmen), die nicht von 
untergeordneter Bedeutung sei, habe raumplanungsrechtlich gesehen wesentliche Auswirkungen 
auf den Nutzungszweck und sei baubewilligungspflichtig. Es stehe damit fest, dass der 
Beschwerdegegner mit der geänderten Beschaffung bzw. Produktion der Futtermittel für die 
Legehennen neue Tatsachen in das Verfahren eingeführt habe, die nicht nach Art. 25 VRPG zu 
beurteilen seien, sondern die Frage nach einer Projektänderung im Sinne von Art. 43 BewD 
aufwerfen würden. Die Gründzüge des Vorhabens, insbesondere die landwirtschaftliche 
Zweckbestimmung und die baupolizeilichen Masse des Legehennenstalls, blieben dieselben. Es 
handle sich somit um eine Projektänderung gemäss Art. 43 Abs. 1 BewD. 

Bei einer Projektänderung während des Verfahrens kann die Baubewilligungsbehörde laut Art. 43 
Abs. 2 BewD nach Anhörung der Beteiligten und der von der Projektänderung berührten Dritten 
das Verfahren ohne erneute Veröffentlichung fortsetzen, wenn öffentliche oder wesentliche 
nachbarliche Interessen nicht zusätzlich betroffen sind. Erfolgt die Projektänderung – wie 
vorliegend – im Beschwerdeverfahren, sind die Gemeinde, die Gegenpartei und die von der 
Projektänderung berührten Dritten anzuhören (Art. 43 Abs. 3 BewD). Den Beschwerdeführenden 

35 Betriebskonzept vom 2. November 2020, S. 4.
36 Vgl. Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 20. August 2021 mit Beilagen. 

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und der Gemeinde wurde die Konzeptanpassung des Beschwerdegegners im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren zugestellt. Das AGR und das Regierungsstatthalteramt – 
welche im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht beteiligt waren – erhielten eine Kopie dieser 
Unterlagen sowie des Fachberichts des LANAT vom 1. April 2022 mit Verfügung vom 22. 
Dezember 2022. Im Verfahren vor der BVD hatten die Verfahrensbeteiligten Gelegenheit, sich zu 
dieser Projektänderung zu äussern. So erhielten sie mit Verfügung vom 6. April 2023 ausdrücklich 
Gelegenheit, sich zu der als Projektänderung geltenden Anpassung des Betriebskonzepts vom 
19. August 2021 zu äussern. Da die als Projektänderung eingestufte Konzeptanpassung keine 
Änderung des geplanten Stalls als eigentliches Bauvorhaben zur Folge hatte, sind dadurch keine 
öffentlichen oder wesentlichen nachbarlichen Interessen zusätzlich betroffen. Es konnte deshalb 
auf eine Anhörung Dritter und eine Publikation verzichtet werden.

Soweit das ursprüngliche Betriebskonzept vom 2. November 2020 durch die Konzeptanpassung 
vom 19. August 2021 ergänzt/angepasst wurde, ersetzt diese Projektänderung das ursprüngliche 
Betriebskonzept. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens und damit vorliegend zu beurteilen ist 
das Bauvorhaben gemäss ursprünglichem Betriebskonzept vom 2. November 2020 mit 
Konzeptanpassung vom 19. August 2021. 

4. Bodenabhängigkeit der Legehennenhaltung

a) Vorab zu prüfen ist, ob die mit dem strittigen Stallneubau beabsichtigte Legehennenhaltung 
aufgrund der als Projektänderung geltenden Konzeptanpassung vom 19. August 2021 als 
bodenabhängige Nutztierhaltung gelten kann, welche sich nach dem Grundtatbestand der 
Zonenkonformität von Art. 16a Abs. 1 RPG richtet und damit nicht mehr – wie dies vor dieser 
Projektänderung unstrittig der Fall war – als bodenunabhängige Tierhaltung nach Art. 16a Abs. 2 
RPG (innere Aufstockung) zu beurteilen ist. 

b) Mit der als Projektänderung geltenden Konzeptanpassung vom 19. August 2021 reichte der 
Beschwerdegegner u.a. ein «Gutachten zu einer qualifizierten Trockensubstanz-Bilanz für einen 
Legebetrieb» des Aviforum vom 17. August 2021 ein (Beilage 11 der Stellungnahme vom 
20. August 2021, im Folgenden: Gutachten Aviforum). Die Verfasser dieses Gutachtens gehen 
darin für den strittigen Legehennenstall mit 12 000 Legehennen von einem Futterbedarf von 
4440 dt Trockensubstanz/Jahr aus. Aufgrund der Fortschritte in der Genetik, könne sogar von 
einem Futterbedarf von 4300 dt Trockensubstanz/Jahr ausgegangen werden. Nach einer 
Aufführung der grundsätzlichen Futterzusammensetzung für ein Legehennenfutter kommen die 
Verfasser im Rahmen einer Gegenüberstellung des Trockensubstanzpotentials der beiden 
Betriebe der BZG («den auf dem Betrieb zur Verfügung stehenden Futterkomponenten) und des 
Trockensubstanzbedarfs zum Schluss, dass auf diesem Betrieb eine Eigenversorgung mit 68 % 
bzw. 70 % eigener Futterkomponenten resultiert. 

Zur eingereichten Anpassung / Ergänzung des ursprünglichen Betriebskonzepts vom 2. November 
2020 führte der Beschwerdegegner in der begleitenden Stellungnahme vom 20. August 2021 
Folgendes aus: Mit dem angepassten Konzept werde den Hennen das physisch identische Futter 
zugeführt, welches auf den durch die Betriebe bewirtschafteten Feldern angepflanzt werde. Die 
BZG orientiere sich dabei an der Futtermischung gemäss Gutachten Aviforum. Die BZG 
produziere auf der offenen Ackerfläche Futterweizen, Wintergerste, Körnermais, Wintertriticale 
und Proteinerbsen. Namentlich auch mit dem neu vorgesehenen Einbezug von Proteinerbsen als 
betriebseigene Futterquelle erhöhe die BZG nochmals die betriebseigene Eiweissversorgung und 
unterstreiche den Akzent auf die Bodenabhängigkeit. Die gesamte offene Ackerfläche von 31.24 
ha werde für die eigene Futterproduktion verwendet. Ergänzend erfolge sodann ein Einbezug der 
Erträge aus der Hauptfutterfläche im Umfang von 2.66 ha (gesamte Fläche ausmachend 3.23 ha; 

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ganzjährige Weide, Naturwiese). Diese Erträge könnten in Form von Graswürfeln genutzt werden 
und konkret als Rohfaser-Komponenten das Legehennenfutter ergänzen. Parallel könnte auf der 
offenen Ackerfläche – ohne Beeinträchtigung von deren Potential (z.B. im Frühjahr vor der 
Aussaat von Mais) – als Zwischenfutter eine Grasmischung geerntet werden, woraus sich dann 
ebenfalls Graswürfel herstellen liessen. Die BZG arbeite mit einem Futterlager, in welches die 
Futtersubstanz von Madiswil und Heinrichswil zugeführt werde. Anschliessend werde das Futter 
periodisch von einem Lohnunternehmer abgeholt und vor Ort bearbeitet. Alternativ dazu, aber im 
angepassten Konzept nicht als prioritäre Variante geschildert, käme infrage, dass die UFA das 
Futter des Beschwerdegegners gesondert mahle. Insgesamt würden von der gesamten Fläche 
von 34.37 ha 33.9 ha und namentlich die gesamte offene Ackerfläche für die Herstellung des 
eigenen Futters verwendet. Damit werde nun – unter Verwendung des physisch identischen 
Futters – 68 % des Trockensubstanzbedarfs der Hennen durch den Ertrag aus eigener Fläche 
gedeckt. Dies bestätige auch die Stiftung Aviforum in ihrem Gutachten vom 17. August 2021. Bei 
der Futtermischung würden die Komponenten Körnermais (27 %), Gerste (10 %) Weizen (17 %) 
Triticale (10 %) Proteinerbsen (1.5 %) und Rohfaserträger (2.5 %) nun mit der eigenen 
bodenabhängigen Landwirtschaftstätigkeit gedeckt. Diese Futterelemente könnten vollständig auf 
dem eigenen Betrieb produziert werden, es bedürfe keines Zukaufs. Damit würden auch insoweit 
mehr als zwei Drittel Futtermischung, nämlich 68 %, auf dem eigenen Hof produziert.  

c) Auf Aufforderung des Verwaltungsgerichts nahm das LANAT, Fachstelle Boden, mit 
Fachbericht vom 1. April 2022 zum angepassten/ergänzten Betriebskonzept Stellung. Es führte 
aus, die Ausführungen im Betriebskonzept (inkl. Ergänzungen und Gutachten Aviforum) seien 
nachvollziehbar und es werde davon ausgegangen, dass dieses so umgesetzt werde. Es seien 
zumindest keine Anzeichen erkennbar, dass dies nicht der Fall sein werde. Auf den zwei Betrieben 
würden zukünftig die folgenden Futterkomponenten angebaut, welche für die Fütterung der 
Legehennen benötigt würden: Körnermais, Weizen, Gerste, Triticale, Rohfaserträger (Raufutter), 
Eiweisserbsen. Folgende Komponenten würden (vollständig) zugekauft: Sojaschrot, Futterkalk, 
Maiskleber, Sojaöl, Vitamin-Mineral-Prämix, Aminosäuren. Die hauptsächlichen Komponenten 
des Futters resp. diejenigen Komponenten, welche sich aufgrund einer landesüblichen Produktion 
auf den Betrieben anbauen lassen, würden auf den zwei Betrieben produziert und für die Fütterung 
der Legehennen verwendet. Es sei nachvollziehbar und auch üblich, dass Futterkomponenten im 
aufgeführten Umfang zugekauft werden müssten. Im Gutachten Aviforum würden Ausführungen 
zum Futterbedarf der Legehennen gemacht. Diese Annahmen seien nachvollziehbar und würden 
auch den Angaben für vergleichbare Tierhaltungen entsprechen, welche von der AGRIDEA 
publiziert würden (vgl. z.B. Deckungsbeitragskatalog 2021). Bei den im ergänzten Betriebskonzept 
resp. im Gutachten Aviforum aufgeführten Angaben zu den Felderträgen der verschiedenen auf 
den Betrieben angebauten Kulturen handle es sich nicht um Standardwerte, sondern um Angaben 
zu Futterkomponenten, welche effektiv auf den Betrieben produziert würden. Die Ausführungen 
seien nachvollziehbar. Der Vergleich im Betriebskonzept resp. im Gutachten Aviforum ergebe, 
dass 68 % resp. 70 % des für die Legehennen benötigten Futters effektiv auf den zwei Betrieben 
produziert werde. Aufgrund der Ausführungen zu den genetischen resp. züchterischen 
Fortschritten könne aus ihrer Sicht von einem Wert von 70 % für die Zukunft ausgegangen werden. 
Anstelle des vorgenommenen Trockensubstanz-Vergleichs könne zur Beantwortung der 
überwiegenden Produktion von Futter auch ein Frischsubstanz-Vergleich vorgenommen werden 
(Vergleich Futterkonsum – auf den Betrieben produzierte Kulturen). Bei diesem Vergleich ergebe 
sich ein Anteil des Futters von rund 71 %, welcher effektiv auf den Betrieben produziert werde. 
Die auf den Betrieben produzierten Komponenten des Futters würden im Produzentenlager der 
V.________ gelagert und bei Bedarf durch die W.________ AG gemahlen und gemischt 
(Drittanbieter). Dieses Vorgehen sei üblich und nachvollziehbar. Für einen landwirtschaftlichen 
Betrieb (in der vorliegenden Grössenordnung der beiden Betriebe) sei es weder sinnvoll noch 
wirtschaftlich, ein eigenes Futterlager (inkl. Reinigungs- und Trocknungseinrichtungen) zu 
erstellen. Ebenfalls sei es nicht sinnvoll und wirtschaftlich, eigene Anlagen zum Mahlen und 

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Mischen zu besitzen. Es handle sich dabei um typische Arbeiten/Aufgaben, welche durch 
spezialisierte Drittunternehmen durchgeführt würden. Insgesamt könne festgestellt werden, dass 
die Legehennen überwiegend mit Futter ernährt würden, welches auf dem Betrieb resp. auf den 
Betrieben der BZG produziert würden. Es handle sich damit aus ihrer Sicht um eine 
bodenabhängige Tierhaltung gemäss Art. 16a Abs. 1 RPG.

d) Die Beschwerdeführenden 12 bis 15 führten in ihrer Stellungnahme vom 4. Mai 2022 im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren aus, dass sie die Beurteilung des LANAT als fraglich erachten 
und diese entsprechend bestreiten würden. Der Beurteilung sei entgegenzuhalten, dass die BZG 
einzig und allein mit dem Zweck gegründet worden sei, eine aus Tierwohlgründen fragwürdige, 
grossdimensionierte Geflügelhalle für 12 000 Hühner in einer bisher weitgehend unberührten 
Landschaft in der Landwirtschaftszone errichten zu können. Die beiden Betriebe der (zeitlich 
befristet definierten) BZG würden weit voneinander entfernt und in völlig anderen 
Landschaftskammern liegen. Das von der BZG angepasste Betriebskonzept zeige hinsichtlich der 
Futtergetreideproduktion nur ein Potential auf. Es bestehe trotz des Gemeinschaftsvertrages der 
BZG keineswegs Garantie dafür, dass der Futtergetreideanbau in der gemäss dem 
Betriebskonzept vorgesehenen Form von den beiden BZG-Partnern auch tatsächlich auf Dauer 
umgesetzt werde. Vor diesem Hintergrund reiche es entgegen der Auffassung des LANAT nicht, 
lediglich festzuhalten, es werde davon ausgegangen, dass die BZG das Betriebskonzept schon 
umsetzen werde und dann gestützt auf diese Annahme von einer vollumfänglich 
bodenabhängigen Tierhaltung auszugehen. 

e) Bodenabhängigkeit bedeutet, dass der Boden als Produktionsfaktor unentbehrlich ist bzw. 
ein hinreichend enger Bezug zum natürlichen Boden besteht. Die Nutztierhaltung ist 
bodenabhängig, wenn die der Ernährung der Tiere dienenden Futtermittel im Wesentlichen auf 
dem eigenen Land produziert werden. Dies wird im Gegensatz zur inneren Aufstockung nicht 
aufgrund des betriebseigenen Trockensubstanzanteils geprüft. Die Praxis verlangt keine 
vollständige Bodenabhängigkeit der Bewirtschaftung – das wäre unrealistisch, weil immer gewisse 
Produkte zugekauft werden müssen. In der Fleischproduktion etwa ist Kraftfutter in der Regel 
unentbehrlich. Zonenkonformität der Bauten und Anlagen wird darum auch angenommen, wenn 
die Produktion «im Wesentlichen» oder «überwiegend» bodenabhängig ist. Es ist eine 
gesamthafte Betrachtung anhand des langfristigen Betriebskonzepts anzustellen.37 
Typischerweise können Tiere der Rindergattung, der Pferdegattung, Schafe, Ziegen und 
dergleichen (raufutterverzehrende Tierarten) bodenabhängig gehalten werden, während die 
Haltung von Legehennen oder Schweinen häufig nur im Rahmen der inneren Aufstockung möglich 
ist, da diese Tiere in der Regel mit industriell hergestelltem Futter gefüttert werden. Im 
Zusammenhang mit der bodenabhängigen Nutztierhaltung muss daher insbesondere bei nicht 
raufutterverzehrenden Tieren wie Schweinen oder Hühnern abgeklärt werden, ob das benötigte 
Futter tatsächlich zum überwiegenden Teil auf dem Betrieb selbst produziert und nicht zugekauft 
wird.38 

f) Das vom Beschwerdegegner eingereichte Gutachten Aviforum kommt zum Schluss, dass 
bei einer Gegenüberstellung des Trockensubstanzpotentials der beiden Betriebe der BZG und des 
Trockensubstanzbedarfs eine Eigenversorgung mit 68 % bzw. 70 % eigener Futterkomponenten 
resultiert. Für die Beurteilung, ob die Tierhaltung der bodenabhängigen Produktion dient und damit 
unter Art. 16a Abs. 1 RPG fällt, ist jedoch nicht auf das mittels Standardwerten ermittelte 
Trockensubstanzpotential abzustellen; massgebend ist vielmehr, ob das von den Tieren benötigte 
Futter tatsächlich zum überwiegenden Teil auf diesen Betrieben der BZG selbst produziert wird.39 

37 Ruch/Muggli, a.a.O., Art. 16a N. 30 ff.
38 VGE 2021/65 vom 19. Oktober 2022, E. 2.2 mit weiteren Hinweisen.
39 Ruch/Muggli, a.a.O., Art. 16a N. 31, BGE 133 II 370 E. 4.4.

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Nach Aufforderung des Rechtsamts reichte der Beschwerdegegner daher mit Eingabe vom 20. 
Februar 2023 einen Bericht des Inforama vom 16. Februar 2023 ein. Darin werden die im 
Betriebskonzept vom 19. August 2021 gestützt auf das Gutachten Aviforum eingesetzten Zahlen 
für die verschiedenen Futterkomponenten anhand verschiedener Feldversuchresultate der 
Agroline und der Agroscope aus den vergangenen Jahren in vergleichbaren Gegenden überprüft 
und als realisierte bzw. realisierbare Erträge beurteilt, wobei die Ertragsangaben beim Körnermais 
und bei der Wintergerste sogar als konservativ eingestuft wurden. Als Beilage enthält der Bericht 
des Inforama die Dokumentationen der verschiedenen Feldversuche. Das LANAT erachtet diese 
auf Feldversuchen basierende Beurteilung in seiner Stellungnahme vom 30. März 2023 als 
nachvollziehbar und plausibel. Es könne davon ausgegangen werden, dass die in den 
Berechnungen erwähnten Futtererträge erreicht werden. Die Fachstelle hielt daher an seiner 
Einschätzung gemäss Fachbericht vom 1. April 2022 fest, wonach die Legehennen mit Futter 
gefüttert werden, das im Wesentlichen auf dem eigenen Land der BZG produziert wird. Die BVD 
sieht keinen Anlass, von dieser fachlichen Beurteilung des LANAT abzuweichen, zumal diese von 
den Beschwerdeführenden im Rahmen der ihnen gewährten Möglichkeit zur Stellungnahme zum 
Beweisverfahren ebenfalls nicht in Frage gestellt wird. Der vom Beschwerdegegner eingereichte 
Bericht des Inforama zeigt anhand von belegten Feldversuchen vergleichbarer Gegenden 
nachvollziehbar auf, dass die im angepassten Betriebskonzept vom 19. August 2021 eingesetzten 
Ertragszahlen vorliegend tatsächlich realisierbar sind. Damit gelingt dem Beschwerdeführer der 
Nachweis, dass es sich bei den gemachten Angaben nicht um blosse Standardwerte anhand des 
theoretischen Trockensubstanzpotentials handelt, sondern dass das benötigte Futter tatsächlich 
zum überwiegenden Teil auf dem Betrieben der BZG selbst produziert werden kann. Zusätzlich 
erfolgt die Produktion des Futters gemäss den verbindlichen Angaben im Betriebskonzept vom 
19. August 2021 in einem «internen Kreislauf», mit welchem sichergestellt wird, dass den 
Legehennen des Betriebs das physisch identische Futter zugeführt, welches auf den durch die 
Betriebe bewirtschafteten Feldern angepflanzt wird. Soweit die Beschwerdeführenden 12 bis 15 
in diesem Zusammenhang das Funktionieren der BZG in Frage stellen, so ist mit Verweis auf E. 
2b nochmals festzuhalten, dass die Voraussetzungen von Art. 35 RPV für gemeinschaftliche 
Stallbauten erfüllt sind und dass die BZG zudem auch den Vorgaben von Art. 12 LBV40 entspricht. 
Nötig ist jedoch, dass die Baupolizeibehörde die Angaben gemäss dem verbindlichen 
Betriebskonzept vom 19. August 2021, welche Voraussetzung der überwiegenden 
Bodenabhängigkeit im Sinne von Art. 16a Abs. 1 RPG sind, periodisch überprüfen kann. So muss 
sie einerseits überprüfen können, dass die BZG die angegebenen (auf ihren Feldern auch 
realisierbaren) Felderträge tatsächlich auch realisiert, vollständig für das Futter der eigenen 
Legehennen einsetzt und diese eigens produzierten Futterkomponenten grundsätzlich den 
gemäss Betriebskonzept vom 19. August 2021 angegebenen 68 % des gesamten, den 
Legehennen des Betriebs zugeführten Futters entsprechen. Ebenso hat sie zu überprüfen, dass 
die Lagerung und Verarbeitung der auf den Betrieben der BZG produzierten Futterkomponenten 
im umschriebenen, «internen Kreislauf» erfolgen. Aus diesem Grund sieht die BVD die Aufnahme 
folgender Auflagen vor, mit welchen sich der Beschwerdegegner gemäss Stellungnahme vom 5. 
Mai 2023 explizit einverstanden erklärt:

1. «Die vollständig auf den eigenen Betrieben der BZG H.________ produzierten Futterkomponenten 
Körnermais, Wintergerste, Futterweizen, Wintertriticale, Proteinerbsen und Rohfaserträger müssen 
grundsätzlich 68 % des gesamten, den Legehennen des Betriebs zugeführten Futters ausmachen. Der 
Beschwerdegegner dokumentiert die Baupolizeibehörde der Gemeinde Madiswil jährlich mit einer 
Zusammenstellung der tatsächlichen Menge der selbst produzierten Futterkomponenten und der 
tatsächlichen Menge der zugekauften Futterkomponenten (bei Letzteren unter Einreichung der 
entsprechenden Rechnungen).»  

40 Verordnung vom 7. Dezember 1998 über landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen 
(Landwirtschaftliche Begriffsverordnung, LBV; SR 910.91).

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2. «Die Lagerung und Verarbeitung der auf den Betrieben der BZG H.________ produzierten 
Futterkomponenten hat in einem «internen Kreislauf» zu erfolgen, so dass sichergestellt ist, dass diese 
Futterkomponenten für die Futtermischung der Legehennen vom Feldertrag der eigenen 
Bewirtschaftung stammen. Der Beschwerdegegner hat dies jährlich gegenüber der Baupolizeibehörde 
der Gemeinde Madiswil zu belegen, mittels Einreichung der entsprechenden Dokumente und 
Rechnungen der für die Lagerung und Verarbeitung zuständigen Drittunternehmen (unter Angabe der 
gelagerten und verarbeiteten Mengen).» 

Die Beschwerdeführenden 12 bis 15 bemängeln bei diesen Auflagen gemäss Stellungnahme vom 
1. Mai 2023, dass offen gelassen werde, was die Konsequenzen seien, falls im Rahmen der 
jährlichen Überprüfung die Nichteinhaltung der Auflagen festgestellt werden sollte. Ohne 
einschneidende Konsequenzen sei damit zu rechnen, dass die BZG aus wirtschaftlichen Gründen 
mittelfristig vom angepassten Betriebskonzept vom 19. August 2021 abweichen und einen 
grossen Teil des Futters für die Legehennen zukaufen würden. Um sicherzustellen, dass die 
Auflagen dauerhaft erfüllt würden, sei aus ihrer Sicht eine allfällige Bewilligung nur unter Vorbehalt 
zu erteilen, wonach die bewilligten Bauten und Anlagen bei Nichteinhaltung der Auflagen 
zurückgebaut werden müssten. Es ist jedoch nicht an der BVD, im Rahmen des vorliegenden 
Beschwerdeentscheids bereits die baupolizeilichen Konsequenzen eines allfälligen 
rechtswidrigen Zustands festzulegen. Sollte der Beschwerdegegner bzw. die BZG die Vorgaben 
gemäss den Auflagen nicht einhalten und so einen rechtswidrigen Zustand schaffen, so wird es 
an der Baupolizeibehörde der Gemeinde Madiswil sein, im Rahmen eines 
Wiederherstellungsverfahrens nach Art. 46 BauG die Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands anzuordnen. 

Insgesamt ist damit bei der strittigen Legehennenhaltung aufgrund der als Projektänderung 
geltenden Konzeptanpassung vom 19. August 2021 – der Beurteilung des LANAT folgend – von 
einer überwiegend bodenabhängigen Tierhaltung auszugehen, weshalb sich die Frage der 
Zonenkonformität nach dem Grundtatbestand von Art. 16a Abs. 1 RPG richtet. 

5. Notwendigkeit

a) Nach Ansicht der Beschwerdeführenden 12 bis 15 fehlt vorliegend eine objektive Prüfung, 
ob die geplante Baute für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung nötig bzw. unerlässlich sei. 
Allfällige Neubauten hätten sich auf das für die landwirtschaftliche Tätigkeit Nötigste zu 
beschränken. Das gesamte Gebäudevolumen dürfe nicht grösser sein als betrieblich nötig. Dieser 
Nachweis sei vorliegend nicht erbracht. Es müsse eine deutliche Verkleinerung des Gebäudes 
und auch die Umnutzung der bestehenden Gebäude geprüft werden.

b) In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur 
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind (Art. 16a 
Abs. 1 RPG). Die Bewilligung für ein zonenkonformes Bauvorhaben darf nur erteilt werden, wenn 
die Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist (Art. 34 Abs. 4 Bst. a 
RPV). An der betrieblichen Notwendigkeit eines Neubaus fehlt es, wenn die vorgesehene Nutzung 
(allenfalls nach einem Umbau) in einer bereits vorhandenen Baute möglich wäre.41 Bei Neubauten 
ist zudem zu prüfen, ob sie an der Stelle von bisherigen, in Zukunft nicht mehr benötigten Bauten 
errichtet werden können, um eine weitere Zersiedelung der Landschaft zu vermeiden.42 Die 

41 BGE 129 II 413 E. 3.2 S. 416, mit Hinweisen.
42 BGer 1C_567/2015 vom 29.8.2016, E. 4.1, mit Hinweisen.

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Betriebsbauten müssen für ihren individuellen Zweck nötig und damit nicht überdimensioniert 
sein.43

c) Soweit die Beschwerdeführenden 12 bis 15 sinngemäss vorbringen, neue 
landwirtschaftliche Bauten seien unter dem Titel der Zonenkonformität nur zulässig, wenn der 
Betrieb zur Existenzerhaltung auf diese zwingend angewiesen ist, so kann ihnen nicht gefolgt 
werden. Die betriebliche Notwendigkeit gemäss Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV setzt nicht voraus, dass 
der Betrieb ohne den Neubau nicht mehr existieren könnte. Nötig im Sinne dieser Bestimmung 
sind Betriebsbauten, wenn sie den objektiv erforderlichen Arbeitsvorgängen dienen.44

d) Vorab ist festzuhalten, dass die mit dem strittigen Projekt vorgesehene Umstellung des 
Betriebs von einer Rindvieh-, Mastschweine- und Legehennenhaltung auf eine ausschliessliche 
Legehennenhaltung ein unternehmerischer Entscheid darstellt, welcher der Beschwerdegegner 
frei treffen kann. Die Frage der Notwendigkeit nach Art 34 Abs. 4 Bst. b RPV bezieht sich mit 
anderen Worten nicht auf die Wahl der Betriebsausrichtung. Für die in Frage stehende 
Legehennenhaltung mit 12 000 Hennen ist zweifelsohne ein grosses Gebäude mit viel 
Umschwung nötig. Dass der geplante Stall für die vorgesehene Anzahl Legehennen zu gross bzw. 
überdimensioniert wäre, ist nicht erkennbar und wird auch von den Beschwerdeführenden nicht 
substantiiert geltend gemacht. 

Im Rahmen der betrieblichen Notwendigkeit im Sinne von Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV ist aber zu 
prüfen, ob die vorgesehene Nutzung (allenfalls nach einem Umbau) in einer bereits vorhandenen 
Baute möglich wäre oder ob der Neubau der Stelle von bisherigen, in Zukunft nicht mehr 
benötigten Bauten errichtet werden kann. Dies ist vorliegend zu verneinen: Abgesehen davon, 
dass die bestehenden Gebäude für eine Legehennenhaltung mit der geplanten Anzahl von 
Legehennen nicht genug Platz bietet, ist – den plausiblen Ausführungen des Beschwerdegegners 
und der Vorinstanz folgend – davon auszugehen, dass auch ein Umbau oder eine Erweiterung 
der bestehenden Bauten zu keiner Lösung in diesem Sinne führen würde. Der 
Hauptbetriebsstandort (Standort O.________  in Rütschelen, Parzelle Rütschelen Grundbuchblatt 
Nr. M.________) liegt in der Weilerzone und im Ortsbilderhaltungsgebiet. Gemäss den 
unbestritten gebliebenen Ausführungen im vorinstanzlichen Entscheid wären beim bestehenden 
Legehennenstall (mit 4000 Legehennen) zwingend bauliche Massnahmen (wie das Ersetzen der 
Bedachung, der Lüftung und vielem mehr) nötig, für welche aber die Einwohnergemeinde 
Rütschelen dem Beschwerdegegner aufgrund der Lage des Betriebs und der damit verbundenen 
Nichterfüllung der Anforderungen der Luftreinhalte- und Lärmschutzverordnung keine Bewilligung 
in Aussicht habe stellen können. Eine Erweiterung des bestehenden Stalls oder gar ein Abbruch 
und Neubau wären nicht nur aufgrund der Lage in einem Ortsbilderhaltungsgebiet kaum 
realisierbar, ein solches Vorhaben würde auch an den von Tierhaltungsanlagen einzuhaltenden 
Mindestabständen zu bewohnten Zonen gemäss FAT-Bericht scheitern. Gleiches gilt für den 
zweiten Betriebsstandort des Beschwerdegegners (Standort P.________ in Rütschelen, Parzelle 
Rütschelen Grundbuchblatt Nr. S.________), welcher sich ebenfalls im Ortsbilderhaltungsgebiet 
und in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten befindet. Nicht bestritten haben die 
Beschwerdeführenden schliesslich die nachvollziehbare Argumentation des Beschwerdegegners, 
wonach der Aufbau eines Legehennenstalls am Standort von A.________ aus betrieblichen 
Gründen ausscheide und wonach eine Verteilung auf mehrere Standorte sowohl aus betrieblichen 
Gründen als auch aus Gründen des Landschaftsschutzes nicht in Frage komme. 

Damit steht fest, dass die Grösse des strittigen Neubaus für die geplante Legehennenhaltung 
angemessen und damit nötig ist und diese nicht in einem bestehenden bzw. anstelle eines 

43 Ruch/Muggli, a.a.O., Art. 16a N. 47.
44 Ruch/Muggli, a.a.O., Art. 16a N. 48.

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bestehenden Gebäudes an den beiden Betriebsstandorten des Beschwerdegegners 
untergebracht werden kann. Die Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV sind damit 
hinsichtlich des Neubaus erfüllt. Ob sich ein anderer, realistischer Alternativstandort für die 
geplante Neubaute unter Abwägung aller Interessen besser eignet, ist bei der im Rahmen der 
Interessenabwägung vorzunehmenden Standortevaluation zu prüfen (vgl. E. 8). 

e) Nicht gerügt, aber dennoch zu prüfen ist, ob auch die drei geplanten Silos im geplanten 
Umfang bzw. mit der damit ermöglichten Silokapazität sowie am vorgesehenen Standort für die in 
Frage stehende Bewirtschaftung nötig sind (Nachweis des Siloraumbedarfs). In dem vom 
Beschwerdegegner in Auftrag gegebenen und mit Eingabe vom 20. Februar 2023 eingereichten 
Bericht des Inforama vom 16. Februar 2023 ist hierzu Folgendes festgehalten: 

«Gemäss Aviforum werden üblicherweise mindestens zwei Silos zwischen 20 und 24 Tonnen je Silo 
errichtet. Im Rahmen einer üblichen, artgerechten Phasenfütterung werden mindestens deren Zwei 
empfohlen. Das Mindestlagervolumen sollte 24 t nicht unterschreiten, da dadurch die maximale 
Transportmenge des Fahrzeugs ausgeschöpft werden kann. Weiter ist eine gewisse Reserve nötig, wenn 
beispielsweise Wochenenden oder Feiertage zwischen eine Lieferung kommen. 

Gemäss den Behörden liegt der Trockensubstanzverzehr bei 37 kg TS pro Tierplatz und Jahr. Das Aviforum 
rechnet mit einem Bedarf von 35.83 kg TS. Nach Angaben des Aviforums verzehrt eine Legehenne 
durchschnittlich 120 g Futter pro Tag. Bei 12 000 Legehennen sind dies rund 43.2 t Futter pro Monat. Bei 
einem Raumgewicht von ca. 550 kg/m3 (Mehl) gemäss Angaben der Mühle I.________ in Lüscherz ergibt 
dies 78 m3 pro Monat. 

Das Projekt der BZG H.________ sieht drei Silos à 31 m3 bzw. 18.5 t vor. Insgesamt ist so Futterlagerraum 
für 5 Wochen verfügbar, das ist ein praxistauglicher Zeitraum. Da das Futter mit einer fahrbaren Mühle vor 
Ort gemahlen und mineralisiert wird, ist es betriebswirtschaftlich, ökologisch und zur Entlastung der 
Dorfbewohner empfehlenswert, möglichst grosse Mengen verarbeiten zu können. Damit kann die Anzahl 
An- und Durchfahrten tiefer gehalten werden. Entsprechend ist die geplante Siloanlage für den 
vorgesehenen Betrieb mit Legehennenhaltung als nötig zu beurteilen. Die beantragten Silos sind kleiner als 
das übliche Volumen von 20 bis 24 t. Bei einer Reduktion auf zwei Silos wären mit Blick auf die erwähnten 
Praxiswerte entsprechend grössere Silos zu projektieren, womit deren Erscheinung wiederum dominanter 
ausfallen würde. 

Wie bereits im Betriebskonzept vom August 2021 beschrieben, werden die Einzelkomponenten mit 
Ausnahme des Maises und der Eiweisserbsen lagerreif (trocken) geerntet und in der V.________ in den 
gemieteten Silozellen gelagert. Die Hackfrüchte werden nach der Ernte getrocknet und ebenfalls in 
V.________ gelagert. Bevor die Rohstoffe als Hühnerfutter eingesetzt werden können, müssen sie 
verarbeitet, d.h. vor Ort gemahlen und mineralisiert werden. Das aufbereitete Futter wird in den Silos auf 
dem Betrieb gelagert. Zumal sich am Futterbedarf auch im angepassten Betriebskonzept vom August 2021 
nichts ändert, bleibt auch der Siloraumbedarf bestehen. 

Da die Futterzufuhr jederzeit gewährleistet sein muss, geschieht die Fütterung bei heutigen Stallsystemen 
automatisch. Mittels Rohr- und Spiralförderung oder einer Förderschnecke wird das Futter von den Silos 
direkt in den Stall befördert und dort über einen Verteilcomputer bedarfsgerecht verteilt. Entsprechend ist 
eine möglichst kurze Distanz zwischen Siloanlagen und Stall unumgänglich, weswegen die Futterlagerung 
am bisherigen Betriebsstandort von E.________ im O.________  oder bei A.________ im P.________, 
keine Option darstellen. Im Übrigen ist es betriebswirtschaftlich, arbeitstechnisch wie auch ökologisch nicht 
sinnvoll, die Futterbestandteile bzw. das Futter an drei verschiedenen Orten zwischenzulagern, wenn doch 
die Möglichkeit besteht, die Komponenten direkt vor Ort bei der Legehennenhalle, wo der Bedarf und 
Futterverbrauch anfällt, aufzubereiten und zu lagern.»   

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Das LANAT beurteilte diese Ausführungen zum Silolagerraum in seiner Stellungnahme vom 
30. März 2023 als nachvollziehbar und plausibel. Sowohl die Anzahl der Silos, wie auch der 
Standort beim geplanten Legehennenstall sei aus betrieblicher Sicht objektiv nötig. Ein anderer 
Standort für den Futterlagerraum (z.B. beim heutigen Betriebsstandort des Beschwerdegegners 
oder beim Betriebsstandort von A.________) sei aus seiner Sicht nicht sinnvoll, betrieblich nicht 
zumutbar und entspreche auch nicht der Situation bei vergleichbaren Bauvorhaben. Die 
Ausführungen des Beschwerdegegners sind auch für die BVD überzeugend und plausibel, sowohl 
was den benötigten Siloraumbedarf als auch was den Standort dieser Silos gleich neben dem 
geplanten Stall anbelangt. Die Beschwerdeführenden bestreiten die Notwendigkeit der drei Silos 
im geplanten Umfang bzw. mit der damit ermöglichten Silokapazität sowie am vorgesehenen 
Standort nicht. Auch Sicht der BVD besteht kein Anlass, die Einschätzung der kantonalen 
Fachbehörde in Frage zu stellen. Die Notwendigkeit der geplanten Silos mit den vorgesehenen 
Dimensionen und am geplanten Standort ist zu bejahen. Auch die Silos erfüllen die 
Voraussetzungen von Art. Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV.

6. Längerfristiger Bestand

a) Die Beschwerdeführenden 12 bis 15 bringen in ihrer Beschwerde vor, im Rahmen des nach 
Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV geforderten voraussichtlich längerfristigen Bestands sei ein 
Betriebskonzept gefordert. Dieses liege nicht bei den Akten. Der erforderliche Nachweis der 
längerfristigen Existenz der Betriebe sei nicht erbracht. 

b) Die Zonenkonformität von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone setzt voraus, 
dass der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann (Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV). Damit 
soll sichergestellt werden, dass in der Landwirtschaftszone keine unnötigen neuen Bauten und 
Anlagen bewilligt werden, die bereits nach kurzer Zeit wieder leer stehen.45 Aus dem Ausrichten 
von Direktzahlungen allein kann noch nicht auf das Vorliegen eines voraussichtlich längerfristig 
existenzfähigen landwirtschaftlichen Betriebs geschlossen werden. In Zweifelsfällen lässt ein 
längerfristig ausgelegtes Betriebskonzept eine objektive Beurteilung zu.46

c) Das LANAT führte im vorinstanzlichen Verfahren in seinem Fachbericht vom 30. Dezember 
201947 bezüglich des voraussichtlich längerfristigen Bestands einzig aus, die Ausführungen zu 
den zukünftigen Betriebstätigkeiten seien nachvollziehbar. Es könne folglich davon ausgegangen 
werden, dass der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen könne. Es seien keine Argumente 
erkennbar, die eine gegenteilige Beurteilung ergäben. 

d) Der Beschwerdegegner reichte im Verfahren vor der BVD das Betriebskonzept vom 
2. November 2020 inkl. Betriebsvoranschlag der BZG und Betriebs- und Arbeitsvoranschlägen der 
beiden Betriebe Zingg und A.________ im «Ist-Zustand» sowie «Zustand mit BZG» ein. Mit der 
als Projektänderung geltenden Konzeptanpassung vom 19. August 2021 nahm er gewisse 
Veränderungen am Betriebskonzept vom 2. November 2020 vor (vgl. E. 4b), welche sich auch in 
geringfügiger Weise auf die Zahlen im Betriebskonzept auswirkten. Der vom Beschwerdegegner 
erstellte Finanzplan weist nach Realisierung des strittigen Projekts stetig steigende, jährliche 
Überschüsse (Veränderung nettomonetäres Umlaufvermögen) zwischen CHF 19 000.00 und CHF 
25 000.00 für seinen Betrieb und zwischen CHF 17 000.00 und CHF 21 000.00 für den Betrieb 
von A.________ aus. Der kumulierte Überschuss beläuft sich nach 6 Jahren auf CHF 283 000.00 
(Betrieb Beschwerdegegner) bzw. CHF 114 000.00 (Betrieb A.________). Das LANAT kam 

45 Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 16a N. 28.
46 Ruch/Muggli, Praxiskommentar RPG 2017, Art. 16a N. 45.
47 Vorakten Regierungsstatthalteramt pag. 430.

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bereits im Fachbericht vom 8. Dezember 2020 (gestützt auf die nahezu identischen Zahlen 
[Betrieb Beschwerdegegner] bzw. etwas tieferen Zahlen [Betrieb A.________] im noch nicht 
angepassten Betriebskonzept vom 2. November 2020) zum Schluss, im Betriebskonzept vom 2. 
November 2020 würden realistische Annahmen sowie zukünftige Entwicklungen auf der Erlös- 
und Kostenseite, soweit diese abschätzbar seien, verwendet. Das Konzept des Betriebes sowie 
die im Betriebskonzept verwendeten Angaben seien nachvollziehbar (inkl. der Annahmen / 
Berechnungen im Betriebsvoranschlag). Die verwendeten Annahmen und Angaben seien als 
realistisch einzustufen. Aufgrund der Unterlagen werde u.a. festgestellt, dass der Betrieb die 
laufenden Ausgaben für den Betrieb und die Familie zu decken vermöge, anfallende 
Zinsverpflichtungen erfüllt werden könnten, künftige notwendige Investitionen getätigt werden 
könnten und der Betrieb zahlungsfähig bleibe. Die Investition könne folglich als tragbar bezeichnet 
werden. Der Beschwerdegegner sei gelernter Landwirt mit Fachausweis. Aufgrund der konkreten 
Umstände und seines Alters (Jahrgang 1977) könne davon ausgegangen werden, dass er den 
Betrieb noch bis zu seiner Pensionierung weiterführe. A.________ (Jahrgang 1964) sei gelernter 
Landwirt mit Fachausweis und führe ebenfalls einen landwirtschaftlichen Betrieb. Unter den 
verwendeten Annahmen könne festgestellt werden, dass der Betrieb voraussichtlich längerfristig 
bestehen könne. Mit Stellungnahme vom 30. März 2023 beurteilte das LANAT die BZG nochmals 
und führte aus, an der Beurteilung gemäss Bericht vom 8. Dezember 2020 habe sich aufgrund 
der Anpassungen des Betriebskonzepts vom 19. August 2021 nichts geändert. Aufgrund der 
Unterlagen könne davon ausgegangen werden, dass der Betrieb voraussichtlich längerfristig 
bestehen könne. Es seien zumindest keine Anzeichen erkennbar, dass dies nicht der Fall sein 
sollte. 

Auch die BVD erachtet die im Finanzplan des Beschwerdegegners angenommenen 
Entwicklungsszenarien als plausibel und die prognostizierten Zahlen als realistisch. Dabei ist zu 
berücksichtigen, dass solche Zukunftsszenarien stets gewisse Unsicherheiten mit sich bringen 
und daher ein abschliessender Beweis des längerfristigen Bestands nicht erbracht werden kann. 
Dies ist jedoch auch nicht Voraussetzung einer Bewilligung als zonenkonformes Vorhaben; Art. 
34 Abs. 4 Bst. c RPV verlangt einzig, dass der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann. 
Eine absolute Sicherheit, dass der Betrieb längerfristig bestehen kann, muss und kann nicht 
erbracht werden. Gestützt auf das Betriebskonzept des Beschwerdegegners und den realistischen 
Finanzplan bestehen keine Anzeichen, dass die beiden Betriebe der BZG mit dem künftigen 
Konzept nicht längerfristig bestehen könnten. Die Beschwerdeführenden erhielten nach 
Kenntnisnahme des angepassten Betriebskonzepts sowie der Stellungnahme des LANAT vom 
30. März 2023 Gelegenheit zur Stellungnahme. Zur Frage des längerfristigen Bestands im Sinne 
von Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV äusserten sich die Beschwerdeführenden 12 bis 15 in ihrer Eingabe 
vom 1. Mai 2023 nicht. Die Beschwerdeführenden 1 bis 11 verzichteten auf eine Stellungnahme. 
Insgesamt sieht die BVD daher keinen Grund, die nachvollziehbaren und schlüssigen 
Ausführungen des Beschwerdegegners sowie des LANAT in Frage zu stellen. Damit erbringt der 
Beschwerdegegner den Nachweis, dass die BZG voraussichtlich auch in längerer Hinsicht 
bestehen kann. Die Voraussetzung von Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV ist damit erfüllt. 
 

7. Einordnung in das Orts- und Landschaftsbild

a) Die Beschwerdeführenden 1 bis 11 rügen in ihrer Beschwerde, die Stellungnahmen der 
Gemeinden, der Projektanten und der OLK zur Frage des Landschaftsbildes und des 
Landschaftschutzes könnten in keiner Weise überzeugen. Es fehle eine auch nur halbwegs 
objektive Beurteilung der Wirkung des geplanten Baus in der Landschaft. Der geplante Bau stelle 
einen gewaltigen Einschnitt in die bisherige traditionelle Kulturlandschaft dar. Die geplanten 
Bauten würden mit ihren weit über traditionelle Bauernhäuser hinaus gehenden Dimensionen und 

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ihrem gewerblich-industriellen Aussehen eines der schönsten Gebiete der Gemeinde Rütschelen 
weit herum sichtbar verunstalten und negativ beeinflussen. 

Die Beschwerdeführenden 12 bis 15 machen geltend, die vom Bauvorhaben betroffene 
Landschaftskammer sei zwischen 1900 und 2018 gebäudemässig nahezu unverändert geblieben 
und sei daher von hoher kulturlandschaftlicher Qualität. Der geplante Neubau sei vor allem von 
Rütschelen aus sichtbar. Der Standort O.________ sei der höchste Punkt der Gemeinde 
Rütschelen und sei von einer klaren, der Geländemorphologie folgenden ringförmigen 
traditionellen Siedlungsstruktur geprägt. Der Neubau des freistehenden Legehennenstalls 
sprenge alle bisherigen Gebäudekubaturen in dieser Landschaft. Er stehe längs zur Hangrichtung 
und wirke wie ein grosser dammähnlicher Riegel in der Landschaft. Der vorgesehene Standort 
liege in landschaftlich hochgradig exponierter Lage. Eine natürliche Deckung bestehe nicht, da 
der Wald hinter der Kuppe und in nach Madiswil abfallender Richtung verlaufe. Das Vorhaben 
passe an diesem Standort in keiner Weise in die Landschaft und sei als Ersteingriff in die 
traditionelle Siedlungsstruktur der Weilerlandschaft zu bewerten. Im angefochtenen Entscheid 
werde auf die OLK verwiesen, welche im Bericht vom 21. November 2017 zum Schluss gekommen 
sei, dass das geplante Bauvorhaben bewilligbar sei. Dies entspreche nicht den Tatsachen. 
Vielmehr heisse es in diesem Bericht, dass sich ein Bauprojekt mit einer Länge von ca. 70 m an 
einem solchen Standort nur schwer in die Landschaft einfügen könne. In den Eingaben im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren (Beschwerdeantwort vom 19. April 2021, Stellungnahme vom 
4. Mai 2022) ergänzten die Beschwerdeführenden 12 bis 15, der Kanton Bern habe im jüngst 
verabschiedeten Kantonalen Landschaftsentwicklungskonzept (KLEK 2020) den Raum bei 
Rütschelen als stark geformte Hügellandschaft des Mittellandes bezeichnet und hierfür das 
Wirkungsziel «Landschaftlich empfindliche Eggen und Kuppen sind frei von Bauten und Anlagen. 
Ihre Landschaftswirkung ist fallweise durch das Pflanzen von Einzelbäumen gestärkt» formuliert. 
Beim Standort oberhalb von O.________ handle es sich in der Tat um eine solche noch freie, 
empfindliche und exponierte sowie einsehbare Kuppenlage, die mit dem Bauprojekt einen 
unverhältnismässigen und darum nicht tolerierbaren Ersteingriff erleiden würde. In der 
Stellungnahme vom 1. Mai 2023 schliesslich verwiesen die Beschwerdeführenden 12 bis 15 auf 
ihre Ausführungen in der Beschwerde vom 4. August 2020.

Der Beschwerdegegner führt aus, die Bauparzelle sei in der Landwirtschaftszone und im Inventar 
als Fruchtfolgefläche (FFF) eingetragen. Darüber hinaus weise das Gebiet keine besondere 
Schutzwürdigkeit auf. Die kulturlandschaftliche Bedeutung eines Gebiets bemesse sich zudem 
nicht primär daran, ob es in den vergangenen Jahrzehnten unverändert geblieben sei. Dennoch 
sei die OLK frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen worden. Nachdem ein erstes Projekt 
mit 18 000 Legehennen kritisiert worden sei, habe er das Bauvorhaben massiv reduziert. 
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden habe die OLK danach die Einpassung in die 
Landschaft aufgrund der konkret erfolgten, sorgfältigen Projektierung bejaht. Dass eine 
Anpassung im Allgemeinen schwierig sei, heisse gerade nicht, dass sie im Konkreten durch 
sorgfältige Planung nicht doch realisiert werden könne. Entgegen der Behauptung der 
Beschwerdeführenden sei die Bauparzelle weder der höchste Punkt in Rütschelen noch in 
Madiswil. Er reize sodann die zulässigen Maximalmasse gemäss GBR nicht aus. Es treffe auch 
nicht zu, dass das geplante Gebäude das mächtigste in der Umgebung wäre. Die Einsehbarkeit 
des Projekts werde zudem durch die Nähe zum Wald reduziert. In der Stellungnahme vom 5. Mai 
2023 ergänzte der Beschwerdegegner, die OLK habe die Einpassung in ihrem Fachbericht vom 
27. März 2023 mit deutlichen Worten bejaht. Zu erwähnen sei, dass der vorgesehene Standort in 
keinem Landschaftsschutz- oder Landschaftsschongebiet liege. Auch aus dem KLEK 2020 ergebe 
sich im Übrigen nichts Anderes. Dieses Konzept ordne das gesamte Kantonsgebiet bestimmten 
Landschaftstypen zu, die Zuordnung des hier fraglichen Gebiets begründe für sich genommen 
insbesondere keine Anwendung des besonderen Landschaftsschutzes gemäss Art. 9a BauG. Das 
Bauvorhaben stehe auch nicht auf einer Kuppe, sondern an einer geneigten Landschaftslage, 

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notabene direkt neben einer geteerten Strasse. Durch die in den Nutzungsplanungen festgelegten 
Landschaftsschongebiete zwischen Madiswil und Rütschelen, in dessen Perimeter sich das 
Bauvorhaben aber just nicht befinde, seien die Wirkungsziele des KLEK bereits in der 
Nutzungsplanung hinreichend umgesetzt. Es bestehe weder Anlass noch Rechtfertigung, diese 
nutzungsplanerischen Festlegungen durch eine Überdehnung der Wirkungsziele des KLEK im 
Baubewilligungsverfahren zu übersteuern. 

b) Der Einordnung eines Bauvorhabens in das Orts- und Landschaftsbild kommt in der 
Landwirtschaftszone ein besonderes Gewicht zu. Dies ergibt sich nicht nur aus dem wichtigen 
raumplanerischen Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet, sondern auch aus den 
Planungsgrundsätzen von Art. 3 Abs. 2 RPG, wonach die Landschaft zu schonen ist und 
insbesondere Siedlungen, Bauten und Anlagen sich in die Landschaft einordnen sollen (Bst. b) 
und naturnahe Landschaften und Erholungsräume erhalten bleiben sollen (Bst. d) sowie aus Art. 
16 Abs. 1 RPG, der als eine der wichtigen Funktionen der Landwirtschaftszone «die Erhaltung der 
Landschaft» nennt.

Die allgemeinen Vorschriften betreffend Ästhetik und Ortsbildschutz gelten zudem nicht nur für 
Bauten in der Bauzone, sondern für jedes Bauvorhaben, unabhängig davon, ob es sich in der 
Landwirtschaftszone oder in der Bauzone befindet. 

c) Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften, Orts- und 
Strassenbilder nicht beeinträchtigen (Art. 9 Abs. 1 BauG). Diese Vorschrift stellt die «ästhetische 
Generalklausel» im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots dar. Eine Beeinträchtigung 
liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, der 
erheblich stört. Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften erlassen, die über die 
kantonalen Vorschriften hinausgehen können. Derartige Vorschriften müssen, um selbständige 
Bedeutung zu erlangen, konkreter gefasst sein als die Anordnungen des kantonalen Rechts, sie 
dürfen Letztere nicht bloss allgemein anders formulieren.48

Nach einer Wiederholung des Grundsatzes von Art. 9 Abs. 1 BauG in Art. 8 Abs. 1 enthält das 
Baureglement der Gemeinde Madiswil (GBR) in Art. 8 Abs. 2 die folgende Bestimmung zur 
Gestaltung von Bauten und Anlagen:

«Bauten, Anlagen, Tiefbauten und die Umgebungsgestaltung sind hinsichtlich ihrer Gesamterscheinung, 
Volumen, Lage, Proportion, Dach-, Kamin- und Fassadengestaltung, Material- und Farbwahl, in der 
Detailgestaltung (betrachtet vom öffentlichen Raum resp. Aussichtslagen aus) sowie der 
Terrainveränderung so auszubilden, dass zusammen mit der bestehenden Umgebung eine gute 
Gesamtwirkung entsteht und die erhaltenswerte Eigenart des Strassen-, Orts- und Landschaftsbildes 
(bestehende Gliederungen von Häusern, Plätzen…) gewahrt bleibt.»

Diese Bestimmung geht weiter als Art. 9 Abs. 1 BauG; ihr kommt daher selbständige Bedeutung 
zu.

Der Begriff «gute Gesamtwirkung» stellt einen unbestimmten kommunalen Gesetzesbegriff dar, 
bei dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen gewissen Beurteilungsspielraum haben. 
Jedoch dürfen auch an das Erfordernis der guten Gesamtwirkung nicht unverhältnismässig hohe 
Ansprüche gestellt werden. Die gute Gesamtwirkung ist weder an geringen noch an besonders 
hohen architektonischen Qualitäten zu messen. Das bedeutet bei durchschnittlichen örtlichen 
Gegebenheiten, dass das Mittelmass der Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine neue 

48 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Band I, Art. 9/10 N. 4 und 13; BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen.

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Baute oder Anlage an den qualitativ hochwertigeren Bauten und Anlagen der Umgebung zu 
orientieren hat.49

d) Das AGR führt in seiner Verfügung vom 26. Mai 2020 aus, dem Baugesuch gehe eine 
umfassende Standortevaluation voraus. Dabei habe sich gezeigt, dass das Bauvorhaben nur bei 
einer grundlegenden Überarbeitung sowie einer drastischen Verkleinerung des 
Gebäudevolumens am vorliegenden Standort möglich erscheine, respektive sich in das 
Landschaftsbild einzufügen vermöge. Mit der deutlich vorgenommenen Reduktion des 
Gebäudevolumens um einen Drittel und der damit einhergehenden Reduktion von 18 000 auf 
12 000 Legehennen, der Änderung der Gebäudestellung und der Materialisierung des Stalles 
werde der vorgesehene Standort von der OLK als geeignet beurteilt. Obwohl der Legehennenstall 
in einer grossen unbebauten Feldlandschaft vorgesehen sei, erfolge der Bezug, respektive eine 
Verankerung mit dem landwirtschaftlichen Element im Hintergrund (Wald), wodurch das Gebäude 
wenig in Erscheinung trete und dadurch die Einpassung ins Landschaftsbild ermöglicht werde. 
Schliesslich könne auch dem geplanten Standort der Silos im Westen gegen das Dorf hin 
zugestimmt werden. Bei einer Erstellung der Silos auf der dorfabgewandten Seite bedürfe es 
zusätzliche grössere Zirkulationsflächen, was zu grösseren Eingriffen in die Landschaft und 
Topographie führen würde. 

Die Vorinstanz führt im angefochtenen Entscheid aus (S. 14), sowohl bei der Auswahl des 
Standorts als auch bei der äusseren Gestaltung des geplanten Bauvorhabens sei eng mit der OLK 
zusammengearbeitet worden. Insgesamt komme die OLK mit ihrem Fachbericht vom 
21. November 2017, welchen sie mit Schreiben vom 13. August 2019 vollumfänglich bestätigte, 
zum Schluss, dass das geplante Bauvorhaben bewilligt werden könne. 

e) Die OLK befasste sich mehrfach mit dem gewünschten Legehennenstall des 
Beschwerdegegners. Mit einem Bericht vom 12. September 2014 beurteilte sie ein erstes Projekt 
für einen Legehennenstall für 18 000 Hennen auf Parzelle Rütschelen Grundbuchblatt Nr. 
U.________ im Rahmen eines Voranfrageverfahrens als negativ. In einem weiteren 
Voranfrageverfahren sowie in einem anschliessenden Baugesuchsverfahren befasste sich die 
OLK erstmals mit einem Standort auf der heute strittigen Parzelle Madiswil Grundbuchblatt Nr. 
J.________, wobei es damals auch noch um einen deutlich grösseren Stall für 18 000 Hennen 
ging (im Voranfrageverfahren mit den Grundmassen 97 m x 18 m, im Baugesuchsverfahren mit 
den Grundmassen 95 m x 25.5 m). Mit Bericht vom 29. Mai 2015 (Voranfrageverfahren) kam die 
OLK zum Schluss, dass der Legehennenstall Dimensionen und eine Gebäudetypologie hätten, 
wie sie Bauten und Produktionsanlagen in der Industriezone aufweisen würden und wie sie in der 
Landwirtschaftszone völlig ortsfremd seien. Der geplante Standort sei daher für ein Bauvorhaben 
dieser Grösse nicht denkbar und füge sich nicht in diese Landschaft ein. Auch ihr Bericht vom 17. 
Dezember 2015 (Baugesuchsverfahren) war negativ. Das geplante Gebäude integriere sich auf 
allen relevanten Betrachtungsebenen nicht in das Orts- und Landschaftsbild ein. 

Mit einer weiteren Voranfrage ersuchte der Beschwerdegegner anfangs 2017 um die Beurteilung 
des Legehennenstalls, wobei er diesen nun auf eine Kapazität von 12 000 Hennen reduzierte 
(Grundmasse 58.5 m x 25.5 m) und zuerst nicht parallel zur O.________strasse, sondern von 
dieser weggedreht vorsah. Die OLK nahm zu diesem Projekt mit Bericht vom 27. März 2017 
Stellung und führte u.a. aus, der geplante Standort sei für ein Bauvorhaben dieser Grösse nicht 
denkbar, da die Intervention inklusive neue Erschliessungsfläche sowie lange und hohe 
Stützbauwerke nicht genügend verkleinert worden seien. Das geplante Bauvorhaben sei ein 
Fremdkörper in der Landschaft und füge sich nicht ein. Das Abdrehen des Volumens bringe grosse 
Probleme bezüglich der Topographie mit sich und die massiven künstlichen Stützbauwerke 

49 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Band I, Art. 9/10 N. 4a; BVR 2009 S. 329 E. 5.3, BVR 2006 S. 491 E. 6.3.1.

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würden eine gute Integration in das Gelände verunmöglichen. Die Materialisierung sei immer noch 
nicht zufriedenstellend und müsse überarbeitet werden. Die Holzschalung müsse auf allen Seiten 
ausgeführt werden. Der Beschwerdegegner überarbeitete das Bauprojekt im Rahmen dieses 
Voranfrageverfahrens und ersuchte mit dem neu vorgelegten Vorprojekt um Beurteilung des 
Legehennenstalls für 12 000 Hennen, nun wieder parallel zur O.________strasse situiert und mit 
angepasster Kubatur (Länge der Hauptfassade an der Strasse: 66.8 m, Länge der Rückfassade: 
67.53 m, Gesamtlänge inkl. Kotlager und Eierlagerraum: 72.78 m, Gesamtbreite: 25.70 m, Höhe 
der Fassaden: 5.34 m, Höhe der First: +6.69 m). Mit Bericht vom 21. November 2017 nahm die 
OLK zu diesem Vorprojekt Stellung. Auf die Frage, ob der geplante Standort für das Bauvorhaben 
grundsätzlich weiterhin denkbar sei, antwortete die Fachbehörde wie folgt: 

«In ihren Fachberichten vom März 2017 und vom Mai 2015 schrieb die OLK, dass der Standort sorgfältig 
ausgesucht wurde und unter den unterschiedlichen vorgestellten Optionen die am besten geeignete 
darstelle. Bei einer drastischen Verringerung der Dimensionen und einer Anpassung der Materialisierung 
des Neubaus könne dieser Standort eventuell möglich werden. Inzwischen wurde das Projekt verkleinert 
und überarbeitet. Somit ist der geplante Standort für das Bauvorhaben grundsätzlich weiterhin denkbar.»

Auf die Frage, ob sich das überarbeitete Projekt mit seiner Dimension und Materialisierung gut in 
das Landschaftsbild einfüge, führte die OLK Folgendes aus: 

«Ein Bauprojekt mit einer Länge von ca. 70 m kann sich an einem solchen Standort nur schwer in die 
Landschaft einfügen. Eine sorgfältige Detaillierung und eine optimale Lage begünstigen aber eine unter den 
gegebenen Voraussetzungen bestmögliche Integration. Die sorgfältige Ausarbeitung des vorgelegten 
Projektes ist zu würdigen, auch seine Lage am Waldrand und die Materialisierung der Fassaden mit einer 
Holzschalung. Hingegen verunmöglicht die vorgeschlagene Dachdeckung mit einer Fotovoltaikanlage auf 
Isolierpaneelen diese Integration und ist so nicht möglich. Die Fotovoltaikanlage ist auf eine Unterlage aus 
Faserzementplatten zu stellen und flächendeckend, ohne Rahmen, matt und dunkel auszuführen.

Die Ausführung der Zirkulationsflächen in Schotter und ihre Minimierung ist zu begrüssen. Die Lage der 
Silos gegen Westen und das Dorf hin erschwert aber die Integration. Eine Lage der Silos auf der 
dorfabgewandten Seite ist, sofern betrieblich möglich, zu bevorzugen. 

Die leichte Eingrabung des Stalles gegen Süden hat einen positiven Einfluss auf die Integration. Auf eine 
sorgfältige Ausführung der Anschlüsse ohne Bermen oder künstliche Werke des neuen an das gewachsene 
Terrain ist zu achten. 

Auf die vorgeschlagene ortsuntypische Baumbepflanzung zwischen Wald und Stall kann verzichtet werden. 
Hingegen fördert die Baumreihe entlang der Strasse eine bessere Einbindung des Neubaus in die 
Umgebung und ist auszuführen.»

Das daraufhin vom Beschwerdegegner eingereichte Baugesuch vom 29. Mai 2019 beurteilte die 
OLK schliesslich mit Bericht vom 13. August 2019. Dabei führte die Fachstelle aus, das aktuelle 
Baugesuchsprojekt entspreche genau dem Voranfrageprojekt, welches am 21. November 2017 
von der OLK in ihrem Bericht beurteilt worden sei und dieser behalte seine Gültigkeit. Die 
vorgeschlagene Dacheindeckung mit einer Fotovoltaikanlage auf Isolierpaneelen sei aufgrund der 
heutigen Bewilligungspraxis möglich. Allfällige Dachflächen ohne PV-Anlage seien aber zwingend 
mit Wellfaserzement gemäss Baureglement zu decken. Eine Unterschreitung der Dachneigung 
erscheine aus Sicht der OLK möglich. 

f) Das aktuelle und damit massgebende Projekt wurde von der OLK im vorinstanzlichen 
Verfahren noch nicht beurteilt. Dieses blieb mit der Projektänderung vom 27. Februar 2020 
(eingereicht am 6. März 2020) «Einbau Hochdruckvernebelungsanlage, Ausweisen Weidefläche, 

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Überarbeitung Entwässerung, Ausnahmegesuch Art. 27 GBR» zwar im Vergleich zu dem durch 
die OLK beurteilten Projekt hinsichtlich Dimensionen, Materialisierung der Fassaden und der 
vorgesehenen Silos unverändert, erfuhr aber dennoch einige kleinere Änderungen. So sah der 
Beschwerdegegner bei der PV-Anlage einen Farbwechsel vor (RAL 8011 zu RAL 7016), der 
Geflügellaufhof sollte neu in Beton statt in Kies ausgeführt werden und erstmals war ein mobiler 
Geflügelzaun für eine Fläche von 24 992 m2 vorgesehen. Das Rechtsamt der BVD holte daher 
nochmals einen Bericht der OLK zum massgebenden Vorhaben ein. Mit Fachbericht vom 27. März 
2023 beantwortete die OLK die Fragen des Rechtamts wie folgt:

«1. Wie charakterisieren Sie das Orts- und Landschaftsbild in der unmittelbaren Umgebung des 
Bauvorhabens?

 Die OLK hat das Orts- und Landschaftsbild in der unmittelbaren Umgebung des Bauvorhabens im 
Bericht vom 29. Mai 2015 wie folgt umschrieben: «Dieser (Anm.: Standort auf der Parzelle Nr. 
J.________) befindet sich in der Gemeinde Madiswil, östlich und unweit des Dorfzentrums von 
Rütschelen, in der Landwirtschaftszone, ausserhalb des Baugebietes. Das Grundstück befindet sich 
am westlichen Ende einer grossen unbebauten Feldlandschaft, die sich zwischen dem Dorf 
Rütschelen im Westen und dem Wald im Osten ausdehnt. Die längliche Parzelle wird im Westen von 
der Gemeindegrenze Madiswil-Rütschelen, im Norden von der O.________strasse und im Osten von 
Wald definiert. Die südliche Grenze stösst direkt an ein anderes Feld. Die Parzelle wird der Länge 
nach von der O.________strasse erschlossen.»

  2. Einordnung des geplanten Neubaus gemäss aktuellem Stand (inkl. Projektänderung vom 27. Februar 
2020) in dieses Umgebungsbild:
a) Wie beurteilen Sie die Einbettung des Vorhabens in die Umgebung / in die Topographie?

In Bezug auf die Einbettung des Vorhabens in die Umgebung / in die Topographie stellen die im 
Rahmen der Projektbereinigung vom 27.02.2020 erfolgten Änderungen keine neuen 
Voraussetzungen dar, die zu einer gegenüber dem OLK-Bericht vom 21.11.2017 abweichenden 
Beurteilung führen würde. Das Vorhaben erfüllt die Anforderungen hinsichtlich der Integration in 
die Umgebung / Topographie.

b) Wie beurteilen Sie die vorgesehene Positionierung des Neubaus parallel zur 
O.________strasse?
Die Positionierung des Neubaus parallel zur O.________strasse ist gegenüber dem im OLK-
Bericht vom 21.11.2017 beurteilten Projekt unverändert und wird weiterhin positiv beurteilt. 

c) Wie beurteilen Sie die Material- und Farbwahl der Fassaden und des Dachs? Wie beurteilen Sie 
die geplante Fotovoltaikanlage und sind die von Ihnen gestellten Forderungen erfüllt? 
Die Material- und Farbwahl der Fassaden (Holzschalung sägeroh mit offener, vertikaler / 
horizontaler Lattung unterschiedlich breiter Bretter) sind gegenüber dem im OLK-Bericht vom 
21.11.2017 beurteilten Projekt unverändert und werden weiterhin positiv beurteilt.
Im Bericht vom 13.08.2019 hält die OLK fest, dass die vorgeschlagene Dacheindeckung mit 
einer Fotovoltaikanlage auf Isolierpaneelen aufgrund der heutigen Bewilligungspraxis möglich 
sei. Die Fotovoltaikanlage gemäss den neuen Baueingabeplänen vom 27.02.2020 ist gegenüber 
dem im OLK-Bericht vom 21.11.2017 beurteilten Projekt unverändert. Die Forderungen der OLK 
sind erfüllt. Ausgehend von einer vollflächigen PV-Anlage kann anstelle von RAL 8011 
(Nussbraun) auch das nun vorgeschlagene RAL 7016 (Anthrazitgrau) verwendet werden. 

d) Wie beurteilen Sie die drei vorgesehenen Silos und wie ist in diesem Zusammenhang Ihre 
Beurteilung im Bericht vom 21. November 2017 zu werten, wonach die Lage der Silos gegen 
Westen und das Dorf hin die Integration erschwere? 
Lage, Dimension und Materialisierung der Silos haben sich gegenüber den Baueingabeplänen 
vom 27.02.2020 nicht verändert. Die Aussage der OLK, dass eine Lage der Silos auf der 

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dorfabgewandten Seite zu bevorzugen sei, bezieht sich darauf, dass die Nord- und 
Westfassaden diejenigen sind, welche landschaftlich am stärksten exponiert sind. Bei den Silos 
handelt es sich um technische Anlagen, welche vorzugsweise im rückwärtigen Bereich eines 
Stalles liegen, technisch bedingt jedoch auf einen anderen Standort angewiesen sein können. 
Die landschaftliche Integration des Legehennenstalls hängt in seiner Gesamtheit nicht von der 
Lage der Silos ab. Sofern betrieblich erforderlich, können die Silos auch am vorgeschlagenen 
Standort realisiert werden.

e) Wie beurteilen Sie die vorgesehene Aussenraumgestaltung mit dem Vorplatz, mit dem 
Geflügellaufhof aus Beton (statt wie bisher aus Kies) und mit der grossen Geflügelweide mit 
mobilem Zaun?
Die Aussenraumgestaltung wurde mit dem Bericht vom 21.11.2020 positiv beurteilt, 
insbesondere die Ausführung der Zirkulationsflächen in Schotter und ihre Minimierung wurden 
begrüsst. Die im Rahmen der Projektbereinigung vom 27.02.2020 erfolgten Änderungen führten 
insgesamt zu keiner anderen Beurteilung.
Der Geflügellaufhof liegt in rückwärtiger Hanglage zum Legehennenstall und ist – unabhängig 
von der Bodenbeschaffenheit – wenig bis nicht einsehbar. Die Materialänderung hat in Bezug 
auf die Integration in das Orts- und Landschaftsbild eine untergeordnete Rolle.
Bei der mobilen Umzäunung handelt es sich um einen gängigen und für die bodenbezogene 
Weidebewirtschaftung erforderlichen Zaun, welchen die OLK als vertretbar beurteilt.

f) Wie ist Ihr Gesamtfazit zur Einordnung des strittigen Vorhabens in das Orts- und 
Umgebungsbild? Ordnet sich das Vorhaben aus Sicht der OLK gut in die Umgebung ein oder 
nicht? Wie sind die diesbezüglich unklaren Aussagen im Bericht vom 21. November 2017 zu 
verstehen, wonach sich «ein Bauprojekt mit einer Länge von ca. 70 m an einem solchen Standort 
nur schwer in die Landschaft einfügen kann», aber gleichzeitig «eine sorgfältige Detaillierung 
und eine optimale Lage eine unter den gegebenen Voraussetzungen bestmögliche Integration 
begünstigen.»?
Das Bauvorhaben erfüllt gestützt auf die Beurteilung der OLK insgesamt die Anforderungen an 
die Integration in das Orts- und Landschaftsbild. 
Der Aussage, dass sich ein Bauprojekt mit einer Länge von ca. 70 m an einem solchen Standort 
nur schwer in die Landschaft einfügen kann, liegen die vorangehenden Projektvarianten zu 
Grunde. In der Folge an diese Feststellung kommt die OLK im Rahmen ihrer Beurteilung zum 
Schluss, dass die sorgfältige Ausarbeitung des vorgelegten Projekts zu würdigen sei, 
insbesondere auch auf Grund der fachlich überzeugenden Lösung basierend auf dem Einbezug 
eines qualifizierten Architekten (siehe Bericht Marc Siegenthaler, dipl. Architekt FH SWB).»

g) Der geplante Legehennenstall weist auch nach der Verkleinerung von einer Kapazität von 
18 000 auf 12 000 Legehennen noch immer bedeutende Dimensionen auf und nimmt aufgrund 
seiner erhöhten Lage abseits der bestehenden Siedlung eine isolierte Stellung im freien Feld ein. 
Der Neubau wird daher zweifelsohne wahrgenommen und verändert das Landschaftsbild der 
betreffenden Geländekammer. Es gilt jedoch festzuhalten, dass sich der Standort zwar in der 
Landwirtschaftszone, nicht jedoch in einem Landschaftsschutz- oder Landschaftsschongebiet 
befindet. Veränderungen dieses Landwirtschaftsgebietes durch neue Ökonomiebauten sind daher 
nicht per se ausgeschlossen, sofern sie sich gut in das Umgebungsbild integrieren. Daran ändert 
auch die mit dem KLEK 2020 vorgenommene Kategorisierung des ganzen Kantonsgebiets und 
die Zugehörigkeit des hier betroffenen Standorts zur Kategorie «stark geformte Hügellandschaft 
des Mittellandes» nichts. Gemäss den Wirkungszielen im KLEK50 ist die vielgestaltige, stark 
gegliederte Topographie dieser Hügellandschaft durch die mosaikartige Wald-Offenland-
Verteilung und die Streusiedlung geprägt und die Integration neuer Bauten hat unter 

50 Kantonales Landschaftsentwicklungskonzept (KLEK 2020), Landschaftstypen des Mittellandes, Juni 2020, S. 22.

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Berücksichtigung dieser landschaftlichen Qualität zu erfolgen. Nur landschaftlich empfindliche 
Eggen und Kuppen sollen frei von Bauten und Anlagen bleiben. Wie der Beschwerdegegner richtig 
ausführt, befindet sich der vorliegende Standort des Stalls zwar in ansteigendem Gelände, nicht 
aber auf einer Kuppe oder auf einem Hügelkamm (Eggen). Entgegen der Ansicht der 
Beschwerdeführenden 12 bis 15 ist sodann vorliegend bei der vorhandenen Siedlung keine klare, 
einem gewissen Muster folgende, traditionelle Siedlungsstruktur erkennbar, welche gegen den 
Neubau an diesem solitären Standort sprechen würde. Vielmehr finden sich auch abseits der 
besiedelten Gebiete immer wieder kleinere Streusiedlungen, Einzelhöfe oder andere Gebäude, 
was auch dem Charakter der «stark geformte Hügellandschaft des Mittellandes» gemäss KLEK 
2020 entspricht. Die geforderte gute Integration in das Landschaftsbild bzw. Integration unter 
Berücksichtigung der landschaftlichen Qualitäten der Umgebung wird vorliegend – gestützt auf 
die fachliche Beurteilung der OLK, welches das Projekt von Beginn an eng begleitete – erreicht: 
Mit der Positionierung unmittelbar neben der O.________strasse und in paralleler Ausrichtung zu 
dieser nimmt der Neubau klar Bezug zur bestehenden Strasse. Der Standort befindet sich in 
ansteigendem Gelände und ist so gewählt, dass der Neubau von den tieferliegenden Gebieten in 
Rütschelen her blickend optisch Bezug nimmt zum dahinterliegenden Wald und so nicht auffällig 
in Erscheinung tritt. Dank dieser Stellung des Stalls vor dem Wald und der vertikalen Ausrichtung 
zum Hang kann – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden 12 bis 15 – nicht von einem 
dammähnlichen Riegel in der Landschaft gesprochen werden. In nachvollziehbarer Weise 
würdigte die OLK die Einbettung des Neubaus in die Umgebung und Topographie am gewählten 
Standort als positiv. Das unbestritten grosse Gebäudevolumen wird durch einen Versatz im 
Grundriss sowie die andersartige Lattung der leicht verschobenen Elemente (Stallbereich mit 
horizontaler Lattung, Wintergartenbereich mit vertikaler Lattung) optisch etwas aufgebrochen, was 
dem Bau etwas die Dominanz nimmt. Die Materialisierung des Stalls (Holzschalung sägeroh) ist 
unauffällig und das Fassadenbild wirkt einfach. Durch die flächendeckende PV-Anlage ist auch 
die Dachgestaltung ruhig. Deren Farbgebung in anthrazitgrau ist der OLK folgend ebenfalls nicht 
zu beanstanden. Die drei Silos auf der Südwestseite des Stalls weisen gemäss Angaben des 
Beschwerdegegners eine grün-graue Farbe auf, womit sie farblich auf den das Hintergrundbild 
prägenden Wald abgestimmt sind. Der gewählte Standort der betriebsnotwendigen Silos vor der 
Südwestfassade (vgl. E. 5e) ist aus Sicht der Einordnung des Bauvorhabens die beste Lösung, 
da diese bei einer Platzierung entlang der Längsfassade von der Hauptblickrichtung her betrachtet 
(von Rütschelen hangaufwärts) optisch zu einer zusätzlichen Verbreitung des Bauvorhabens 
führen würden und ein Standort hinter dem Gebäude (auf der Nordostseite) zusätzliche 
Zirkulationsflächen und damit einen weitergehenden Eingriff in die Landschaft nötig machen 
würde. Weiter begründet die OLK in plausibler Weise, dass die Aussenraumgestaltung mit der auf 
das Notwendigste beschränkten Zirkulationsfläche in Schotter positiv zu beurteilen und der 
Geflügellaufhof aufgrund seiner rückwärtigen Hanglage wenig bis nicht einsehbar. Schliesslich hat 
die kantonale Fachbehörde auch nichts gegen die Umzäunung der Geflügelweide mit einem 
mobilen Zaun einzuwenden. 

Zusammenfassend besteht für die BVD kein Grund, von der fundierten Beurteilung der OLK als 
kantonale Fachbehörde abzuweichen, zumal diese das Projekt von Beginn an begleitet und damit 
auf die Einordnung des Vorhabens positiv einwirken konnte. Das strittige Bauvorhaben ordnet sich 
trotz der beachtlichen Grösse und seiner solitären Lage gut in das bestehende Umgebungsbild 
ein und erfüllt – dem Schluss der OLK folgend – die Anforderungen an die Integration in das Orts- 
und Landschaftsbild. Der Neubau steht daher in Einklang mit den kommunalen 
Ästhetikbestimmungen. Dem Vorhaben stehen damit keine überwiegenden Interessen des Orts- 
und Landschaftsschutzes entgegen.

8. Interessenabwägung, Standortevaluation

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a) Die Beschwerdeführenden 12 bis 15 rügen, die Neubaute ausserhalb der übrigen 
Bauernhäuser widerspreche dem raumplanerischen Konzentrationsprinzip und Art. 27 Abs. 4 
GBR, worin explizit