# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9f75177-a177-55e3-94fc-0879644d84a8
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.08.2017 I 2017 61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-61_2017-08-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2017 61

Entscheid vom 9. August 2017 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

B.________ AG,
Vorinstanz,
vertreten durch Rechtsanwalt E.________

Gegenstand Unfallversicherung (Kausalität)  

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Sachverhalt:

A. C.___ (geb. .___.1975) arbeitete im Personalwesen bei der D.____ GmbH 
in O.___ und war in dieser Funktion bei der B.___ AG (kurz: B.____), gegen die 
Folgen von Unfällen versichert. Am 10. November 2016 stolperte sie im Büro und 
um nicht hinzufallen, fing sie ihr eigenes Gewicht mit der rechten Hand auf, in-
dem sie sich an der Wand abstützte. Sie erlitt dadurch einen Stich ins Handge-
lenk (Vi-act. 1). 

B. Wegen der anhaltenden Handgelenksschmerzen begab sich C.___ am 16. 
Januar 2017 zur Sprechstunde in die P.___ (Klinik) (Vi-act. 5 = Bf-act. 2). Ein Ar-
thro-MRI des rechten Schultergelenks vom 20. Januar 2017 zeigte eine gelenks-
seitige Partialruptur der Supraspinatussehne mit Unterflächeneinriss bei breit er-
haltener Insertion am Tuberculum majus, eine SLAP-Läsion Typ I und eine redu-
zierte Höhe des Subacromialraums bei Acromion Typ II (keine Bursitis subacro-
mialis) (Vi-act. 5.1 = Bf-act. 3). 

C. Am 21. Februar 2017 wurde bei C.___ in der Q.___ (Klinik) eine Schulterar-
throskopie rechts (arthroskopische LBS-Tenodese sowie Supraspinatussehne-
Reinsertion in Suture-bridge-Technik) vorgenommen (Vi-act. 25). Die B.____ 
lehnte es mit Schreiben vom 22. Februar 2017 ab, die Kosten für diese Operation 
zu übernehmen. Der beratende Arzt sei nach Sichtung der medizinischen Unter-
lagen zum Schluss gekommen, dass die aktuellen Schulterbeschwerden nicht 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Zusammenhang mit dem Unfal-
lereignis vom 10. November 2016 stehen würden (Vi-act. 10). Nachdem sich 
C.____ damit nicht einverstanden erklärte, erliess die B.____ am 8. März 2017 
eine ablehnende Verfügung (Vi-act. 14). Eine Kopie dieser Verfügung wurde der 
A.____ AG (kurz: A._____) zugestellt. 

D. Am 22. März 2017 erhob C.____ Einsprache gegen die Verfügung vom 8. 
März 2017 (Vi-act. 20). Mit Eingaben vom 28. März 2017 und vom 10. April 2017 
erhob auch die A.____ Einsprache (Vi-act. 23+30).

E. Am 12. April 2017 nahm med.pract. F.____ (FMH für Physikalische Medizin 
und Rehabilitation, MAS Arbeit und Gesundheit, ETHZ) als Vertrauensärztin der 
B.____ Stellung zur Unfallkausalität der Schulterbeschwerden von C.____ (Vi-
act. 32). Nach Beurteilung von med.pract. G.____ stehen die Schulterbeschwer-
den nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im kausalen Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 10. November 2016.

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F. Mit Einspracheentscheid vom 5. Mai 2017 (Bf-act. 8) wies die B.____ die 
Einsprachen ab. Einer allfälligen Beschwerde entzog sie die aufschiebende Wir-
kung. 

G. Am 8. Juni 2017 erhob die A.____ gegen den am 8. Mai 2017 versandten 
Entscheid der B.____ rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz mit den folgenden Anträgen: 

1. Die Beschwerde sei gutzuheissen, und der Einspracheentscheid vom 5. Mai 
2017 und die Verfügung vom 8. März 2017 seien aufzuheben. 

2. Die Beschwerdegegnerin habe die gesetzlichen UVG-Leistungen zu erbringen. 

3. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz für weitere Abklärungen zurückzu-
weisen. 

H. Mit Vernehmlassung vom 29. Juni 2017 lässt die Vorinstanz die Abweisung 
der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragen. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung 
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit 
das Gesetz nichts anderes bestimmt. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicher-
te Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen. Ist der Versi-
cherte infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat er Anspruch 
auf ein Taggeld (vgl. Art. 16 Abs. 1 UVG). Wird der Versicherte infolge des Unfal-
les invalid, so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG). 
Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). 

1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali-
dität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. 

1.2.1  Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 

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das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele (BGE 134 V 109 Erw. 9.5; Urteil des Bundesge-
richts (BGer) 8C_588/2013 vom 16.1.2014 Erw. 4.3.4; RKUV 200 Nr. 8 395 
S. 317 Erw. 3; BGE 119 V 337 Erw. 1; BGE 117 V 360 Erw. 4a je mit Hinweisen). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung 
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung (im Beschwerdefall der Richter) im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit 
Hinweisen). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Be-
gründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 Erw. 3.1; BGE 119 V 
338 Erw. 1; BGE 118 V 289 Erw. 1b).

1.2.2  Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt des Weiteren voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäqua-
ter Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis 
dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge-
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich 
geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Ein-
tritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 Erw. 3.2; BGE 125 V 461 Erw. 5a, je mit Hinweisen). Dabei ist 
es Aufgabe des Arztes, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, 
während es der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht obliegt, die Fra-
ge nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 
110 Erw. 2). 

Die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausal-
zusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers spielt bei organisch 
objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die 
adäquate und natürliche Kausalität weitgehend decken (BGE 134 V 109 Erw. 2). 
Unfallfolgen sind dann organisch objektiv ausgewiesen, wenn die 
Untersuchungsergebnisse objektivierbar sind, d.h. reproduzierbar und von der 
Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. 
Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann ge-
sprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden 
Abklärungen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsme-
thoden wissenschaftlich anerkannt sind (Urteil des BGer 8C_849/2011 vom 
29.5.2012 Erw. 4.1 m.w.H.).

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1.3 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichts-
verfahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 2. A., Art. 43 Rz. 18). Was notwendig ist, 
ergibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen 
sind, und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind 
die für die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzustecken und in 
der Folge ist der Sachverhalt abzuklären, bis er mit dem im Sozialversicherungs-
bereich erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 
125 V 146 Erw. 2c; 121 V 47 Erw. 2a) erstellt ist (Kieser, a.a.O., Art. 43 Rz. 12). 
Auf ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches 
des Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei 
pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, 
den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene 
Beweis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen 
antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör 
nach Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden (BGE 122 V 157 Erw. 1.d mit Hinweis auf 
BGE 104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 335 Erw. 3c je mit Hinweisen).

1.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben die be-
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle 
Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

1.4.1  Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 
und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind. Ausschlaggebend für den 
Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
BGE 122 V 157 f. Erw. 1c mit Hinweisen). 

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1.4.2  Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Suva und durch 
UVG-Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, 
welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb; 104 V 212 
Erw. c; RKUV 1993 Nr. U 167 S. 96 Erw. 5a mit weiteren Hinweisen). Zu 
beachten ist, dass die Suva bei der Einholung von solchen Gutachten gemäss § 
44 ATSG sowie sinngemäss nach den Bestimmungen des Bundeszivilprozesses 
zu verfahren und insbesondere die in Art. 57 ff. des Bundesgesetzes über den 
Bundeszivilprozess (BZP; SR 273) genannten Mitwirkungsrechte der 
Verfahrensbeteiligten zu beachten hat (RKUV 1993 Nr. U 167 S. 96 Erw. 5b), 
was sinngemäss auch für die nach Art. 68 Abs. 1 UVG zugelassenen 
Privatversicherer gilt (BGE 120 V 361 f. Erw. 1c).

1.4.3  Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Ein 
Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf viel-
mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der 
Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall 
jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen).

1.4.4  In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Bundesgerichtsurteil 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hin-
weisen; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Be-
handlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht 
auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: 
Urteil des BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hinweisen).

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1.4.5  Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). 
Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 
gemacht werden (Urteil des BGer 8C_540/2007 vom 27.3.2008 Erw. 3.2 mit 
Hinweisen).

2. Zum Unfallereignis vom 11. November 2016 und zum medizinischen Ver-
lauf ist den vorliegenden Akten folgendes zu entnehmen: 

2.1 In der Bagatellunfall-Meldung UVG vom 17. November 2016 (Vi-act. 2 und 
34-5/7) wurde der Unfall der Versicherten vom 10. November 2016 wie folgt be-
schrieben (Vi-act. 1, im Original):

Im Büro gestolpert und um nicht hinzufallen, eigenes Gewicht mit rechter Hand an 
der Wand aufgefangen. Dabei wurde das Handgelenk beansprucht überdehnt, ein 
starker Stich ging durch das Handgelenk. Seit dem geht der Schmerz nicht mehr 
weg und verteilt sich auf den ganzen Arm.

Als erstbehandelnder Arzt wurde Dr.med. H.____ (FMH Allgemeine Innere Medi-
zin) aufgeführt (Erstbehandlung am 17.11.2016, vgl. Vi-act. 34).

In ihrem Schreiben vom 22. März 2017 an die Vorinstanz schilderte die Versi-
cherte, dass sie den Sturz mit ihrem rechten Arm aufgefangen habe. Sie habe 
sofort Schmerzen im Arm gehabt, vor allem im Handgelenk. Da die Schmerzen 
nicht aufhörten, sei sie zum Hausarzt gegangen. Die Schmerzen seien zu Anfang 
vor allem im Handgelenk gewesen, woraufhin der Arzt nur das Handgelenk an-
geschaut und eine Schiene verschrieben habe. Diese habe aber nichts genützt. 
Von Tag zu Tag seien die Schmerzen schlimmer geworden (...). (Vi-act. 20).

2.2 Nach Zuweisung durch Dr.med. H._____ wurde die Versicherte am 16. Ja-
nuar 2017 von Dr.med. I._____ (FMH Chirurgie) und von Dr.med. univ. P. R.____ 
in der P.____ (Klinik), untersucht. Im Bericht vom 17. Januar 2017 wurde folgen-
des festgehalten (Vi-act. 5):

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Diagnosen
- St. n. Schulter-Arm-Syndrom rechts bei Status nach Trauma vom 10.11.2016
- Status nach Epicondylitis humero-radialis rechts sowie 
- Status nach Epicondylitis humero-ulnaris rechts mit operativer Sanierung 

2011
- Status nach Trauma vom 1.11.2016
- Wiederaufflackern Epicondylitis humero-radialis sowie humero-ulnaris 
- Status nach Handgelenksdistorsion rechts

Anamnese
Die Patientin berichtet über ein traumatisches Geschehen mit Verletzung des rech-
ten Handgelenkes, des rechten Ellbogengelenkes sowie des rechten Schulterge-
lenkes vom 10.11.2016. Die Patientin war heute bei Frau Dr. S.____ zur Handspe-
zialsprechstunde vorstellig, im gleichen Zuge ebenfalls in unserer Schulter- und 
Ellbogensprechstunde. 

Befunde
Freie Beweglichkeit mit 180° in Abduktion und Flexion des rechten Schultergelen-
kes glenohumeral. Die Innenrotation mit negativem Lift Off-Test. Die Aussenrotati-
on seitengleich mit 85°. Die Aussenrotation kraftvoll. Die Innenrotation ebenso. Die 
Abduktion etwas reduziert rechts gegenüber links. Das AC-Gelenk druckschmerz-
frei. Sensibilität erhalten. Jobe-Test rechts schwach positiv. Impingement-Zeichen 
mittelgradig positiv. Bizepssehnen-Tests negativ. Body-Cross-Test negativ. Der 
Faustschluss imponiert rechts schwacher als links. Auf Nachfragen gibt die Patien-
tin auch Kribbelparästhesien über den Fingern an. Ein Phalen- und Pin-Wheel-Test 
heute schwach positiv. Keine äusseren Zeichen von Deformitäten bei blanden 
Hautverhältnissen der gesamten rechten oberen Extremität.

Beurteilung/Prozedere
Leider hat sich bei der Patientin eine erneute Epicondylitis radial wie ulnar rechts 
eingestellt. Nachdem vor kurzem ein Trauma aufgetreten ist, kann es natürlich 
durchaus sein, dass sich unter konservativen Therapien dies wieder zurück bildet.
(...).

2.3 Am 20. Januar 2017 erfolgte im T.____ (Zentrum) ein Arthro-MRI des rech-
ten Schultergelenks der Patientin (bei St.n. Trauma vor zwei Monaten und Fra-
gestellung nach Bursitis subacromialis). Gemäss dem Bericht von Dr.med. 
J.____ (FMH Radiologie) vom gleichen Tag zeigten sich die folgenden Befunde 
(Vi-act. 5.1):

Regelrechte glenohumerale Artikulation. Acromion Typ II. Reizloses AC-Gelenk. 
Höhe des subacromialen Raumes 6 mm. Gelenksseitiger Kontrastmitteleintritt in 
die Unterfläche der Supraspinatussehne im distalen Segment. Die Insertion zum 
Tuberculum majus ist breit erhalten. Supraspinatusmuskelbauch kräftig, keine 
Atrophiezeichen. Normal sind die Sehnen des Musculus infraspinatus, des Muscu-
lus teres minor und des Musculus subscapularis. Kleine intraossäre Geröllzyste 
dorsocronial im Humeruskopf. Regelrechter Lauf der langen Bizepssehne im Sul-
cus bicipitalis und im Rotatorenintervall. Feiner Kontrastmitteleintritt in das obere 
Labrum bei 12-/1-Uhr. Normaler, hyaliner, glenohumeraler Knorpel.

Dr.med. J.____ hielt eine gelenksseitige Partialruptur der Supraspinatussehne 
mit Unterflächeneinriss bei breit erhaltener Insertion am Tuberculum majus, eine 

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SLAP-Läsion Typ I sowie eine reduzierte Höhe des Subacromialraums bei Acro-
mion Typ II (keine Bursitis subacromialis) fest (Vi-act. 5.1 = Bf-act. 3).

2.4 In den vorliegenden Akten findet sich der KG-Eintrag von Dr.med. L.____ 
(Vi-act. 5.2). Darin wird beim Datum 3. Februar 2017 "MRI Partialruptur" aufge-
führt. "Im heutigen Untersuch aber umschriebene alleinige Schmerzhaftigkeit 
über der Bizepssehne". Es wurde eine Infiltration intraarticulär durchgeführt, Kon-
trolle in sechs Wochen.

2.5 Am 6. Februar 2017 untersuchte Dr.med. M.____ (Facharzt Neurologie) die 
Patientin (Vi-act. 5.3). Er diagnostizierte unspezifische Dysästhesien an der rech-
ten Hand sowie rezidivierende Schmerzen am rechten Arm bei St. n. Stolperun-
fall am 10. November 2016. Im Bericht von Dr.med. M.____ wird bei der persön-
lichen Anamnese der Patientin erwähnt, dass ca. 2011 eine Operation bei chro-
nischer Sehnenscheidenentzündung am rechten Arm stattgefunden habe, dies 
aber vollständig ausgeheilt sei. In der neurologischen Untersuchung fanden sich 
kein Cervikalsyndrom, keine Reflexabschwächung, keine sensiblen oder motori-
schen Defizite und ein negativer Tinel und Phalentest. Die durchgeführten Neu-
rographien zeigten normale Latenzen und Amplituden. Zusammengefasst konnte 
Dr.med. M.____ klinisch und neurologisch keine Hinweise auf eine neurologische 
Ursache der beklagten Beschwerden finden. 

2.6 Am 21. Februar 2017 wurde die Patientin von Dr.med. L.____ in der 
Q.____ (Klinik), an der rechten Schulter operiert (Vi-act. 25; Schulterarthroskopie, 
arthroskopische LBS-Tenodese sowie Supraspinatussehne-Reinsertion in Su-
ture-bridge-Technik). Im Bericht vom 24. Februar 2017 wird u.a. festgehalten, 
dass Subscapularis und Bizepssehne unauffällig seien. Leichte SLAP-Lä-sion. 
Ausgedehnte Ruptur des gesamten vorderen und hinteren Pulley-Systems mit 
Ausläufer in den Supraspinatus. Beim Einbringen der Optik subacromial zeigte 
sich kein Impingement, die Bursa war absolut unauffällig.

2.7 Ebenfalls am 21. Februar 2017 ersuchte die Vorinstanz ihre beratende Ärz-
tin med.pract. G.____ um Beantwortung der Frage, ob die geltend gemachten 
Beschwerden bzw. die Operation vom 21. Februar 2017 mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 10. November 2017 zurückzuführen 
seien, was med.pract. G.____ verneinte (Vi-act. 6).

2.8 Nachdem die Vorinstanz zwischenzeitlich die Ablehnung ihrer Leistungs-
pflicht verfügt hatte und dagegen Einsprache erhoben worden war, ersuchte sie 
ihre beratende Ärztin med.pract. G.____ erneut um Beantwortung der Frage 
nach der Unfallkausalität (Vi-act. 32). In der Stellungnahme vom 12. April 2017 

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wird der medizinische Verlauf seit dem Ereignis vom 10. November 2016 aufge-
führt. Anschliessend gelangt med.pract. G.____ zur folgenden Beurteilung (Vi-
act. 32-4/5):

Aus versicherungsmedizinischer Sicht ist zu prüfen, ob die Schulterbeschwerden 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 10.11.2016 zurückzu-
führen sind. Dies ist aus meiner Sicht nicht der Fall. Denkbar ist, dass sich die Ver-
sicherte beim Abstützen an der Wand eine Handgelenksdistorsion rechts zugezo-
gen hat, entsprechend wurde durch den Hausarzt, welcher zuerst konsultiert wur-
de, eine Handgelenksschiene verordnet. Für die, sich im Verlauf in den gesamten 
rechten Arm ausdehnenden, Schmerzen (mit Diagnose einer Epikondylopathie im 
Januar 2017) ist der zeitliche Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom No-
vember 2016 nicht gegeben, es fehlen Initialsymptome, welche auf eine Verletzung 
von proximal des Handgelenks liegenden Armstrukturen hindeuten könnten. Auch 
bezüglich der im Februar 2017 diagnostizierten Supraspinatussehnenpartialläsion 
und Pulley-Läsion der rechten Schulter ist der natürliche Kausalzusammenhang 
nicht in dem versicherungsmedizinisch geforderten, überwiegendem Wahrschein-
lichkeitsgrad gegeben. Diese Beurteilung stützt sich auf folgende Überlegungen: 
Das Ereignis selber, mit Abfangen/Abstützen des Körpergewichts an der Wand, ist 
nicht geeignet, eine derartige Läsion zu bewirken. Weiterhin fehlen spezifische, auf 
eine akute traumatische Rotatorenmanschettenläsion hinweisende Initialsymptome 
an der rechten Schulter. Zudem sind degenerativ bedingte Rotatorenmanschetten-
läsionen, oft auch asymptomisch, in der Allgemeinbevölkerung häufig. Auch im vor-
liegenden Fall beurteile ich die Rotatorenmanschettenläsion und Pulleyläsion als 
überwiegend wahrscheinlich degenerativ bedingt. Die Operation vom 21.02.2017 
steht dementsprechend nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im kausalen 
Zusammenhang mit dem Ereignis vom 10.11.2016 sondern dient der Behandlung 
des degenerativ bedingten Vorzustandes.

2.9 Am 17. April 2017 äusserte sich der erstbehandelnde (17.11.2016) Arzt 
Dr.med. H.____ gegenüber der Vorinstanz zum Fall der Patientin. An Diagnosen 
hielt er "St.n. Handprellung + Supraspinatus-Vorderrand Läsion re" fest. Die Fra-
ge, ob ausschliesslich Unfallfolgen vorlägen, bejahte er (Vi-act. 34 S. 2).

3.1 Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf die Be-
urteilung von med.pract. G.____ vom 12. April 2017 abgestützt. Die Beurteilung 
sei für die streitigen Belange umfassend, berücksichtige die beklagten Be-
schwerden und sei in Kenntnis der Akten sowie der bildgebenden Darstellungen 
erfolgt. Sodann sei die Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend, 
nachvollziehbar und schlüssig beantwortet. Dass der Bericht allein aufgrund der 
Akten erfolgt sei, sei nicht zu beanstanden, da nur eine Beurteilung eines fest-
stehenden medizinischen Sachverhalts erforderlich gewesen sei (angefocht. Ein-
spracheentscheid Erw. 4). 

3.2 In der Beschwerde wird geltend gemacht, med.pract. G.____ verneine eine 
überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität, ohne indes weitere Ausführungen 

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und Begründungen zu dieser Einschätzung zu machen. Die Stellungnahme sei 
ohne nähere Angaben zur Krankengeschichte der Patientin ausgestellt worden. 
Es fehlten Unterlagen zu den vorbestehenden Schädigungen und Berichte des 
erstbehandelnden Arztes Dr.med. H.____. Auf die Stellungnahme von med.pract. 
G.____ könne nicht abgestellt werden (Beschwerde S. 5 Ziff. 3).

Aus den vorliegenden Akten könne nicht eruiert werden, wann die Patientin 
erstmals Schulterbeschwerden geltend gemacht habe, da der Bericht des erst-
behandelnden Arztes fehle. Aufgrund des Unfallvorganges sei es durchaus 
wahrscheinlich, dass die Handgelenksschmerzen zunächst im Vordergrund ge-
standen hätten, die Schulterbeschwerden jedoch auch schon sofort nach dem 
Unfall bestanden hätten. Durch das Abstützen an der Wand habe die Schulter si-
cherlich einen Schlag erhalten (Beschwerde S. 5f. Ziff. 4). Der Vorzustand sei 
durch den Unfall manifest geworden, weshalb eine Teilursächlichkeit zu prüfen 
sei. Vor dem Unfall sei keine Schulteroperation geplant gewesen. Der Unfall ha-
be zumindest die Notwendigkeit einer Operation vorverlegt. Die Teilursächlichkeit 
sei deshalb zu bejahen und die Teilursächlichkeit liege bei der Beschwerdegeg-
nerin bzw. hätte von dieser mindestens geprüft werden sollen, weshalb die Sa-
che für weitere Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen sei (Beschwerde 
S. 6). 

3.3 In der Vernehmlassung der Vorinstanz wird ausgeführt, das Gericht habe 
von Amtes wegen zu prüfen, ob die eingeklagte "N._____" überhaupt passivlegi-
timiert sei (Vernehmlassung S. 3 Ziff. 7). In der Vernehmlassung werde im Na-
men der zuständigen Versicherung, der B.____ AG, Stellung genommen. 

Sodann wird auf den Bericht von Dr.med. M._____ vom 9. Februar 2017 verwie-
sen, worin keine Hinweise auf eine neurologische Ursache der Beschwerden 
festgestellt werden konnten. Auch habe sich die Patientin erst mehr als zwei Mo-
nate nach dem Ereignis vom 10. November 2016 bei Dr.med. L._____ gemeldet, 
was aufgrund des grossen zeitlichen Abstands gegen einen Kausalzusammen-
hang spreche. Im Übrigen lasse es der dokumentierte Unfallmechanismus als 
höchst unwahrscheinlich erscheinen, dass sich die Patientin damals an der 
Schulter verletzt habe. Des Weiteren unterschlage es die Beschwerdegegnerin 
(recte: die Beschwerdeführerin), dass med.pract. G.____ in Kenntnisnahme der 
medizinischen Akten und nach sorgfältiger Diskussion zum Schluss gekommen 
sei, dass die Schulterbeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in kei-
nem Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 10. November 2016 stünden, 
sondern auf den degenerativ bedingten Vorzustand zurückzuführen seien. Die 
Beschwerdegegnerin (recte: die Beschwerdeführerin) könne sich auf keine ärztli-

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che Beurteilung stützen, welche die Beurteilung von med.pract. G.____ widerle-
ge. 

4. Zum Einwand der Vorinstanz, das Gericht habe von Amtes wegen zu prü-
fen, ob die eingeklagte N.____ überhaupt passivlegitimiert sei, da die zuständige 
Versicherung die B._____ AG sei, ist folgendes festzuhalten:

Bei der N._____ handelt es sich um eine in Y.___ domizilierte ausländische 
Zweigniederlassung der B._____ AG mit Sitz in X.____ (FL). In X.____ an der 
gleichen Adresse befindet sich auch der Sitz der im vorliegenden Verfahren pas-
sivlegitimierten B._____ AG. In der aktenkundigen Korrespondenz der 
Vorinstanz, insbesondere des angefochtenen Einspracheentscheids vom 5. Mai 
2017 und der angefochtenen Verfügung vom 8. März 2017, ist im Briefkopf stets 
die N.____ mit der Adresse in Zürich aufgeführt. Vor diesem Hintergrund er-
scheint die falsche Parteibezeichnung in der Beschwerde verständlich. 

Sodann gilt, dass nach der Rechtsprechung eine falsche Parteibezeichnung 
dann nicht schadet, wenn die betroffene (jur./nat.) Person aufgrund der Umstän-
de erkennen muss, dass sie gemeint ist (Urteil des BGer 8C_1036/2012 vom 
21.5.2013 Erw. 3.1). Aufgrund der Ausführungen in der Vernehmlassung beste-
hen keine Zweifel, dass die B._____ AG erkannt hat, dass sich die Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde gegen sie als Unfallversicherin richtet. Im Übrigen waren 
auch die Einsprachen vom 22. und 28. März 2017 sowie vom 10. April 2017 an 
die Zweigniederlassung in Zürich adressiert, was die Vorinstanz den Einspre-
chern im angefochtenen Einspracheentscheid nicht vorgehalten hat. Auch des-
halb schadet die fehlerhafte Parteibezeichnung in der Beschwerde nicht. 

5.1 Für die Aktenbeurteilung von med.pract. G._____ vom 12. April 2017 ge-
langt die Rechtsprechung zu Berichten versicherungsinterner Ärzte sowie für Ak-
tenbeurteilungen zur Anwendung (vgl. vorn Erw. 1.4.3 und 1.4.5), d.h. es kann 
nur dann darauf abgestellt werden, wenn auch keine geringen Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen bestehen. 

5.2 Der Aktenbeurteilung von med.pract. G._____ (vorn Erw. 2.8) kann nicht 
zweifelsfrei gefolgt werden. Einerseits steht ihre Schlussfolgerung, das Ereignis 
vom 11. November 2016 mit Abfangen/Abstützen des Körpergewichts an der 
Wand sei nicht geeignet, eine derartige Läsion (Supraspinatussehnenpartiallä-
sion und Pulley-Läsion) zu bewirken, der medizinischen Erfahrungstatsache ent-
gegen, nach welcher das geschilderte Unfallereignis ohne weiteres geeignet ist, 
solche Läsionen auszulösen. Anderseits kann auch den Ausführungen von 
med.pract. G._____ zum zeitlichen Kausalzusammenhang nicht beigepflichtet 
werden, wonach die fehlenden Initialsymptome in der rechten Schulter gegen die 

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Unfallkausalität sprächen. SLAP- und Pulleyläsionen äussern sich häufig in diffu-
sen und schwer lokalisierbaren Beschwerden. Aufgrund des geschilderten Unfall-
ereignisses ist es nachvollziehbar und entspricht es dem medizinischen Erfah-
rungswert, dass die durch den Aufprall bewirkten Handgelenksschmerzen initial 
im Zentrum standen und die diffusen Schulterbeschwerden überdeckten, welche 
erst nach dem Abklingen der Handgelenksschmerzen in den Vordergrund traten. 
Mithin spricht auch der zeitliche Beschwerdeverlauf nicht gegen die Unfallkausa-
lität.

5.3 Bei dieser Ausgangslage sind der Operationsbericht von Dr.med. L._____ 
vom 24. Februar 2017 und die darin festgehaltenen Befunde bedeutsam (Vi-act. 
25). Diese sprechen für eine unfallkausale Genese der leichten SLAP-Läsion und 
der ausgedehnten Ruptur des gesamten vorderen und Pulley-Sys-tems mit Aus-
läufer in den Supraspinatus. Dafür sprechen insbesondere auch das Fehlen ei-
nes Impingements sowie die unauffällige Bursa. Eine gerichtliche Würdigung er-
gibt deshalb, dass das Unfallereignis vom 10. November 2016 mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit kausal ist für die Schulterschmerzen, die zur Operation vom 
21. Februar 2017 geführt haben. Die erst mit einer kleinen Latenzzeit aufgetrete-
nen, anfänglich nicht klar lokalisierbaren Beschwerden sind für diese Unfallfolge 
resp. das vorliegende Verletzungsmuster typisch. Während dem die Supraspina-
tusläsion (Unterflächenriss der Supraspinatussehne) eher degenerativer Natur 
sein könnte, sprechen die fehlende Bursitis, das fehlende Impingement und die 
normale Bizepssehne für eine fehlende degenerative Veränderung in diesem Be-
reich und damit überwiegend wahrscheinlich gegen eine degenerative Ursache 
der ausgedehnten Pulleyläsion. Die Epicondylitis spielt in diesem Zusammen-
hang eine untergeordnete Rolle und ist unfallfremd einzustufen. Die anfänglich 
schwierig lokalisierbaren Beschwerden haben wohl zum Einbezug dieser Dia-
gnose geführt. 

5.4 Dementsprechend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer un-
fallkausalen Ursache der SLAP- und der komplexen Pulleyläsion auszugehen. 
Die Beschwerde erweist sich deshalb als begründet und ist damit gutzuheissen. 
Die Vorinstanz hat für die Folgen des Unfalls vom 10. November 2016, nament-
lich die Schulteroperation vom 21. Februar 2017, die gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen zu erbringen. 

6. Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG); die nicht anwaltschaftlich 
vertretene Beschwerdeführerin hat praxisgemäss keinen Anspruch auf eine Par-
teientschädigung.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Einspracheentscheid vom 
5. Mai 2017 sowie die Verfügung vom 8. März 2017 aufgehoben und die 
Vorinstanz verpflichtet, für das Ereignis vom 10. November 2016 die ge-
setzlichen Leistungen zu erbringen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- den Rechtsvertreter der Vorinstanz (2/R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, 3003 Bern (A).

Schwyz, 9. August 2017

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

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Versand: 14. August 2017