# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b5e61b05-ebad-56d5-80fe-36a8a5c07442
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.09.2014 100 2014 86
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-86_2014-09-22.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 1. September 2015 abgewiesen, 
soweit es darauf eingetreten ist (BGer 2C_988/2014).

100.2014.86U
MUT/HLO/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. September 2014

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Müller, Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Hostettler

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung infolge 
Verschweigens wesentlicher Tatsachen im Bewilligungsverfahren (Entscheid der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 18. Februar 2014; BD 062/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.09.2014, Nr. 100.2014.86U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der gambische Staatsangehörige A.________, geboren am … 1965, reiste am 
23. März 2000 in die Schweiz ein. Am 30. März 2000 heiratete er die Schweizer 
Bürgerin B.________, geboren am … 1950. Gestützt auf diese Ehe wurde ihm eine 
Aufenthaltsbewilligung und am 31. März 2005 die Niederlassungsbewilligung erteilt. 
Am 28. Juli 2009 wurde die Ehe … rechtskräftig geschieden.

In Gambia heiratete A.________ am 26. Mai 2010 seine Landsfrau C.________, 
geboren am 27. Juni 1984. Die beiden hatten sich 2001 kennengelernt und waren seit 
diesem Zeitpunkt durch eine religiöse Trauung miteinander verbunden. Sie haben fünf 
gemeinsame Kinder, geboren 2002, 2004, 2006, 2008 und 2011. C.________ stellte 
am 8. Dezember 2011 auf der Schweizerischen Botschaft in Dakar, Senegal, für sich 
und die jüngste Tochter D.________ einen Visumsantrag zwecks Familiennachzugs. 
Für die anderen vier Kinder erfolgte kein Antrag. Dieses Verfahren wurde im Hinblick 
auf die Prüfung des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung von A.________ – ein 
entsprechendes Verfahren war zwischenzeitlich eröffnet worden – sistiert.

Mit Verfügung vom 21. Februar 2013 widerrief das Amt für Migration und 
Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), die Nieder-
lassungsbewilligung von A.________, wies ihn aus der Schweiz weg und setzte ihm 
eine Ausreisefrist auf den 1. Juni 2013 an.

B.

Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies die Polizei- und Militärdirektion 
des Kantons Bern (POM) mit Entscheid vom 18. Februar 2014 ab und setzte 
A.________ eine neue Ausreisefrist auf den 31. März 2014 an. Gleichzeitig wies sie 
das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.09.2014, Nr. 100.2014.86U, Seite 3

C.

Gegen den Entscheid der POM hat A.________ am 21. März 2014 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag erhoben, den Entscheid der POM 
aufzuheben und die Niederlassungsbewilligung nicht zu widerrufen. Eventualiter sei 
der Entscheid der POM aufzuheben und zur Neubeurteilung an den MIDI 
zurückzuweisen. Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 2. April 2014 die 
Abweisung der Beschwerde. Am 7. August 2014 hat der Beschwerdeführer weitere 
Beweismittel ins Recht gelegt.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. – Nicht angefochten ist die 
Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege im vorinstanzlichen Verfahren.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Aus den Akten ergibt sich folgender Sachverhalt:

Der am … 1965 geborene Beschwerdeführer heiratete am 30. März 2000 die damals 
50-jährige B.________, mit der er nach eigenen Angaben auch Kinder haben wollte 
(Vorakten MIDI [act. 3B], pag. 17 und 86). Da B.________ den Kinderwunsch des Be-

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schwerdeführers nicht erfüllen konnte, vereinbarten die Eheleute, der Be-
schwerdeführer dürfe aussereheliche Kinder haben (Vorakten MIDI [act. 3B], pag. 75 
und 86; Beschwerde, S. 3). Während seiner Ferien in Gambia im Jahr 2001 lernte der 
Beschwerdeführer seine jetzige Ehefrau, C.________, kennen. Nachdem C.________ 
vom Beschwerdeführer schwanger wurde, fand im gleichen Jahr den lokalen 
Traditionen gemäss eine religiöse Trauung statt. Diese diente der Sicherstellung des 
gesellschaftlichen Respekts für C.________ (Beschwerde, S. 3). Durch Telefonate 
sowie regelmässige Ferienaufenthalte des Beschwerdeführers in Gambia hielten er 
und C.________ während seiner Ehe mit B.________ Kontakt (Vorakten MIDI 
[act. 3B], pag. 80). In der Folge gebar C.________ dem Beschwerdeführer vier Kinder 
(2002, 2004, 2006 und 2008), welche sie im Jahr 2008 behördlich registrieren liess 
(Vorakten MIDI [act. 3C], pag. 50 ff.). Anlässlich seiner zivilen Eheschliessung mit 
C.________ am 26. Mai 2010 anerkannte der Beschwerdeführer diese vier Kinder 
(Beschwerdebeilage [BB] 4; Beilage 10 zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 
7.8.2014). Eine weitere Tochter wurde im Jahr 2011 geboren (Vorakten MIDI [act. 3D], 
pag. 33). Anzumerken ist, dass die beiden Frauen voneinander wussten und 
B.________ die aussereheliche Beziehung sowie die daraus entsprungenen Kinder 
des Beschwerdeführers offenbar tolerierte (Vorakten MIDI [act. 3B], pag. 75 und 79). 
Bei der jährlichen Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung setzte der Beschwerde-
führer die Behörden weder über C.________ noch über seine Kinder in Kenntnis 
(Vorakten MIDI [act. 3B], pag. 2 f., 38 f und 46 f.). Durch die Befragung von 
C.________ am 24. September 2012 erfuhr der MIDI von der Existenz der insgesamt 
fünf Kinder (Vorakten MIDI [act. 3B], pag. 78 f.) sowie von der vom Beschwerdeführer 
auf entsprechende Frage hin unerwähnt gelassenen religiösen Trauung im Jahr 2001 
(Vorakten MIDI [act. 3B], pag. 79 und 88). Der Sachverhalt erscheint insoweit liquid, als 
auf die beantragten Einvernahmen der ehemaligen und der heutigen Ehefrau verzichtet 
werden kann; die entsprechenden Beweisanträge werden abgewiesen.

3.

Im Streit liegen der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung des 
Beschwerdeführers aus der Schweiz. 

3.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingungen erteilt 
(Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 

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und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Sie kann widerrufen werden, wenn die Ausländerin 
oder der Ausländer im Bewilligungsverfahren falsche Angaben gemacht oder 
wesentliche Tatsachen verschwiegen hat (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. 
Art. 62 Bst. a AuG). Die falsche Angabe oder das Verschweigen wesentlicher 
Tatsachen muss in der Absicht erfolgt sein, gestützt darauf den Aufenthalt oder die 
Niederlassung bewilligt zu erhalten (vgl. BGer 2C_214/2013 vom 14.2.2014, E. 2.1, mit 
Hinweisen, VGE 2013/417 vom 17. April 2014, E. 3.1 [noch nicht rechtskräftig]). Der 
Widerruf ist indes auch dann zulässig, wenn die falschen Angaben oder das 
wissentliche Verschweigen wesentlicher Tatsachen für die Bewilligungserteilung nicht 
kausal waren (BGer 2C_47/2010 vom 16.6.2010, E. 3.1). Als wesentliche Tatsachen, 
bei deren Verschweigen ein Widerrufsgrund gegeben sein kann, gelten gemäss 
ständiger Rechtsprechung das Vorhandensein von vor- bzw. ausserehelichen Kindern, 
sofern sie auf eine Parallelbeziehung im Heimatland oder auf das Bestehen einer 
stabilen ausserehelichen Beziehung hinweisen (vgl. BGer 2C_214/2013 vom 
14.2.2014, E. 2.2, 2C_374/2013 vom 8.1.2014, E. 2.1; weitergehend BGer 
2C_299/2012 vom 6.8.2012, E. 4.1, wonach das Bundesgericht bereits das 
Vorhandensein von Kindern im Ausland allein als Verschweigen wesentlicher 
Tatsachen ansieht).

3.2 Die Vorinstanz sieht im Verschweigen der ausserehelichen Beziehung und der 
in den Jahren 2002-2008 geborenen vier Kinder einen Widerrufsgrund. Wie sein 
Verhalten während der Verfahren gezeigt habe, habe der Beschwerdeführer um die 
Relevanz dieser Umstände gewusst (angefochtener Entscheid, E. 4d). – Der 
Beschwerdeführer zeugte während seiner Ehe mit B.________ vier Kinder mit 
C.________ und besuchte diese nachweislich regelmässig während den Ferien, 
weshalb von einer faktisch gelebten Beziehung auszugehen ist. Es kann daher nicht 
ernsthaft in Frage gestellt werden, dass der Beschwerdeführer damals eine 
Parallelbeziehung mit seiner heutigen Ehefrau C.________ pflegte. Das während 
beinahe der gesamten Ehe mit B.________ dauernde Verhältnis zu C.________ sowie 
die vier gemeinsamen Kinder bilden ausländerrechtlich wesentliche Tatsachen im Sinn 
von Art. 62 Bst. a AuG. Denn Partnerinnen oder Kinder im Ausland können – wie vor-
liegend geschehen – früher oder später zu Gesuchen um Gewährung des 
Familiennachzugs Anlass geben, weswegen die Bewilligungsbehörde über die 
Umstände umfassend und wahrheitsgetreu aufzuklären ist (BGer 2C_915/2011 vom 
24.4.2012, E. 3.2).

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3.3 Der Einwand des Beschwerdeführers, er habe insoweit nicht um seine Pflicht 
zur Offenlegung seiner persönlichen Verhältnisse gewusst (Beschwerde, S. 4 und 8), 
vermag nicht zu überzeugen. Nach seinen eigenen Aussagen hat die religiöse 
Zeremonie zwar bloss symbolischen Charakter und keine rechtliche Bedeutung 
gehabt, auch wenn sie der Verbesserung der Stellung von C.________ in Gambia 
diente (Beschwerde, S. 3). Indes hätte auch der nicht rechtskundige und aus einem 
anderen Kulturkreis stammende Beschwerdeführer aufgrund der offenbar grossen 
sozialen Relevanz der «Trauung» sowie hinsichtlich seiner vier während seiner Ehe mit 
B.________ in Afrika geborenen Kinder erkennen müssen, dass diese Tatsachen mit 
Bezug auf sein abgeleitetes Aufenthaltsrecht von Bedeutung sind (vgl. 
BGer 2C_243/2008 vom 18.6.2008, E. 2.5, 2C_72/2009 vom 5.3.2009, E. 3.2). Denn 
die an die Ehe geknüpften Bewilligungsansprüche nach Art. 42 AuG gehen davon aus, 
dass die Ehe als monogame, grundsätzlich auf Dauer konzipierte, wirtschaftliche, 
körperliche und spirituelle Vereinigung gelebt wird (BGer 2C_804/2013 vom 3.4.2014, 
E. 4). Dass der Beschwerdeführer die Kinder erst 2010 förmlich anerkannt hat, ändert 
entgegen seiner Meinung (Beschwerde, S. 7 f.) nichts am Gesagten. So rechtfertigen 
nicht einmal gänzlich fehlende affektive Beziehungen – anders als beim Beschwerde-
führer –, aussereheliche Kinder zu verschweigen (vgl. BGer 2C_214/2013 vom 
14.2.2014, E. 3.4).

3.4 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, der MIDI habe den 
Untersuchungsgrundsatz verletzt, indem er ihn nie ausdrücklich nach Kindern gefragt 
habe (Beschwerde, S. 11).

3.4.1 Gemäss Art. 90 Bst. a AuG sind Ausländerinnen und Ausländer verpflichtet, an 
der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken. Sie müssen insbesondere zutreffende 
und vollständige Angaben über die für die Regelung des Aufenthalts wesentlichen 
Tatsachen machen. Kraft des im Verwaltungsverfahren geltenden 
Untersuchungsgrundsatzes obliegt es primär den Behörden, entsprechende Fragen zu 
stellen oder auf ihren Formularen einen entsprechenden Hinweis anzubringen 
(BGer 2C_214/2013 vom 14.2.2014, E. 2.2 mit Hinweisen). Auf den für eine 
Verlängerung der ausländerrechtlichen Bewilligung auszufüllenden Verfallsanzeigen 
wird zwar nicht ausdrücklich nach Kindern oder ausserehelichen Beziehungen gefragt; 
allerdings entbindet das Fehlen konkreter Fragen den Beschwerdeführer nicht von 
vornherein, über wesentliche Tatsachen von sich aus zu informieren. Eine Verletzung 
der Mitwirkungspflicht im Sinn von Art. 62 Bst. a AuG liegt jedenfalls dann vor, wenn 

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die ausländische Person aufgrund der Gesuchsbegründung oder anderer von ihr zu 
vertretenden Umständen bei den Behörden einen falschen Anschein über eine wesent-
liche Tatsache erweckt bzw. aufrechterhält und insofern eine Täuschungshandlung 
begeht (BGer 2C_595/2011 vom 24.1.2012, E. 3.4). Insbesondere darf die Behörde 
sich darauf verlassen, dass die einmal erteilten Auskünfte bei passivem Verhalten der 
betroffenen Partei nach wie vor zutreffen (BGE 140 II 65 E. 2.2 [hinsichtlich 
Einbürgerungsverfahren]).

3.4.2 Vorliegend erweisen sich die ursprünglichen Informationen des Be-
schwerdeführers seit 2001 als nicht mehr korrekt. Auf seinem Visumsantrag vom 
November 1999 füllte er das Feld «Familienmitglieder, die den Gesuchsteller nicht 
begleiten» zwar richtigerweise nicht aus, da er damals weder Kinder hatte noch eine 
Beziehung zu C.________ führte (Vorakten MIDI [act. 3B], pag. 25 f.). In der 
Verfallsanzeige vom 3. Januar 2003 – derjenigen, die nach der Geburt seines ersten 
Kindes bei ihm einging – wie auch in den nachfolgenden Verfallsanzeigen liess er das 
Feld «Bemerkungen» indes zu Unrecht leer (Vorakten MIDI [act. 3B], pag. 2 f., 38 f. 
und 46 f.). Zwar macht er geltend, es sei möglich, dass er die ausserehelichen Kinder 
im Jahr 2005 gegenüber der Fremdenkontrolle E.________ erwähnt habe 
(Beschwerde, S. 4); Belege dafür wurden jedoch weder seitens des Beschwer-
deführers vorgelegt noch finden sich solche bei den Akten. Weitere Abklärungen hierzu 
erscheinen heute angesichts der verstrichenen Zeit nicht erfolgsversprechend. Seine 
Behauptung bleibt demgemäss unbewiesen und ist im Übrigen wenig glaubwürdig. 
Mithin ist nicht erstellt, dass der Beschwerdeführer den MIDI auf seine Beziehung zu 
C.________ oder auf seine ausserehelichen Kinder hingewiesen hat. Unter diesen 
Umständen musste der MIDI keine zusätzlichen Abklärungen treffen oder ausdrücklich 
nach allfälligen Kindern fragen. Infolgedessen ist der Untersuchungsgrundsatz nicht 
verletzt worden, und die Vorinstanz hat das Vorliegen eines Widerrufsgrunds zu Recht 
bejaht.

4.

Zu prüfen bleibt die Verhältnismässigkeit des Bewilligungswiderrufs.

4.1 Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist auch bei Vorliegen eines 
Widerrufsgrunds nur dann zulässig, wenn er aufgrund der im Einzelfall 

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vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 Abs. 2 AuG; BGer 2C_214/2013 vom 
14.2.2014, E. 2.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1). Im Rahmen dieser Prüfung sind die 
öffentlichen Interessen an der Entfernungsmassnahme sowie die privaten Interessen 
der betroffenen Person gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die 
Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall, namentlich die Dauer der 
bisherigen Anwesenheit bzw. die Integration der betroffenen Person, das Alter im 
Zeitpunkt der Einreise sowie die Chancen einer Wiedereingliederung im Heimatland 
(vgl. BVR 2013 S. 543 E. 4.1).

4.2 Der Vorinstanz ist zuzustimmen, wenn sie die Durchsetzung des materiellen 
Ausländerrechts sowie die richtige Entscheidfindung im Rahmen eines 
Bewilligungsverfahrens als gewichtige öffentliche Interessen ansieht und dabei der 
Einhaltung der Mitwirkungspflicht der Ausländerinnen und Ausländer (Art. 90 AuG) 
grosse Bedeutung zumisst (angefochtener Entscheid, E. 5b). Demgegenüber hat der 
Beschwerdeführer angesichts seiner vergleichsweise langen Aufenthaltsdauer von 13 
Jahren in der Schweiz ein nicht unerhebliches persönliches Interesse an der Nieder-
lassungsbewilligung und damit am Verbleib in der Schweiz. Dieses ist allerdings zu 
relativieren: Zu Beginn seines Aufenthalts war der Beschwerdeführer nicht 
erwerbstätig, sondern lebte vom Einkommen seiner damaligen Ehefrau, B.________. 
Nach befristeten Anstellungen und dem Bezug von Arbeitslosengeldern (Vorakten MIDI 
[act. 3B], 85 f.) wagte er den Schritt in die Selbständigkeit; diese verlief jedoch wenig 
erfolgreich (Vorakten POM, pag. 41 f.). Am 31. März 2011 wurde der Konkurs über den 
Beschwerdeführer eröffnet und am 29. Juni 2011 mangels Aktiven eingestellt. Aus der 
Selbständigkeit und dem damit verbundenen Konkurs resultiert eine nicht unerhebliche 
Verschuldung: So sind auf dem Betreibungsregisterauszug vom 10. März 2014 
dreizehn Betreibungen aus den Jahren 2010 und 2011 über Fr. 11ʹ672.50.-- sowie 
dreizehn offene Verlustscheine über Fr. 19ʹ348.90.-- verzeichnet (BB 6). Nicht daraus 
ersichtlich sind drei Betreibungen aus dem Jahr 2009 über Fr. 9ʹ224.90 (Vorakten 
POM, Beilage 1 zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 20.6.2013). Von 
Februar 2010 bis und mit Juni 2012 bezog der Beschwerdeführer von der Ein-
wohnergemeinde E.________ Sozialhilfe in der Höhe von insgesamt Fr. 27ʹ036.50.-- 
(Vorakten POM, Beilage 3 zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 20.6.2013). 
Demnach waren die ersten zwölf Aufenthaltsjahre von Erwerbsuntätigkeit, 
Arbeitslosigkeit, misslungener Selbständigkeit sowie Sozialhilfebezug geprägt und der 
Beschwerdeführer zeigte sich über weite Strecken nicht in der Lage, seinen 

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Lebensunterhalt zu verdienen. Auch wenn er seit dem 1. September 2013 über einen 
unbefristeten Arbeitsvertrag bei der F.________ verfügt (angefochtener Entscheid, 
E. 5b), kann nicht von einer ausreichenden wirtschaftlichen Integration gesprochen 
werden. Denn der Beschwerdeführer behauptet zwar, er sei motiviert, seine Schulden 
zurückzubezahlen und eine Schuldensanierung durchzuführen (Vorakten POM, 
pag. 41); es wurden jedoch keine Belege beigebracht, die eine tatsächliche 
Schuldentilgung nachweisen würden. Das Schreiben der Berner Schuldenberatung 
vom 17. Juni 2013 ist hierzu ungeeignet, weil es einzig die Beratung des 
Beschwerdeführers dokumentiert (Vorakten POM, Beilage 5 zur Eingabe des 
Beschwerdeführers vom 20.6.2013). Der Beschwerdeführer behauptet weiter, über 
«zahlreiche in der Schweiz ansässige Freunde und Kolleginnen» zu verfügen 
(Beschwerde, S. 5). Dem widerspricht jedoch die Aussage von B.________, wonach er 
sich mit seinen Freunden jeweils in seiner Muttersprache unterhalten habe (Vorakten 
MIDI [act. 3B], pag. 75). Ebenso fehlen sonstige Nachweise oder Belege, die seine 
Aussage unterstützen würden. Zwar wurden mehrere Schreiben von Arbeitskollegen 
eingereicht (BB 9; Beilage 14 zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 7.8.2014); 
diese allein vermögen jedoch eine enge Freundschaft oder Kontakte zu 
Schweizerinnen und Schweizern nicht zu belegen. Hinsichtlich der sprachlichen 
Integration ist dem Beschwerdeführer zugute zu halten, dass er Deutsch spricht und 
die Befragung durch den MIDI ohne Dolmetscher durchgeführt werden konnte. In 
Anbetracht der gesamten Umstände kann aber beim Beschwerdeführer nicht von einer 
gelungenen Integration oder gar Verwurzelung in der Schweiz gesprochen werden.

4.3 Schliesslich ist der Ansicht der Vorinstanz auch darin zu folgen, dass die 
Chancen einer Wiedereingliederung im Heimatland intakt sind (vgl. angefochtener 
Entscheid, E. 5b). Der Beschwerdeführer reiste im Alter von 35 Jahren in die Schweiz 
ein (Vorakten MIDI [act. 3B], pag. 1). Somit verbrachte er den grössten Teil seines 
Lebens, darunter die gesamte Kindheit, die prägende Jugend sowie einen erheblichen 
Teil seines Erwachsenenlebens in Gambia. Durch die regelmässigen Ferien (vgl. E. 2 
hiervor) ist er mit den Verhältnissen in seinem Heimatland nach wie vor gut vertraut. 
Zudem verfügt er über ein intaktes soziales Netz, bestehend aus seiner Ehefrau und 
seinen fünf Kindern sowie seiner Mutter und zahlreichen Geschwistern (vgl. Vorakten 
MIDI [act. 3B], pag. 74 und  86). Zwar mag die wirtschaftliche Wiedereingliederung mit 
gewissen Schwierigkeiten verbunden sein, doch können die in den letzten anderthalb 
Jahren gemachten Berufserfahrungen dem Beschwerdeführer beim Wiedereinstieg 

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helfen. Auch ist nicht ersichtlich, inwiefern er von der schwierigeren Wirtschaftslage in 
Gambia stärker betroffen sein sollte als die dort ansässige Bevölkerung.

4.4 Gesamthaft betrachtet überwiegen die massgeblichen öffentlichen Interessen 
die privaten Interessen des Beschwerdeführers am weiteren Verbleib in der Schweiz. 
Die Beurteilung der Vorinstanz, wonach der Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
verhältnismässig ist, ist folglich nicht zu beanstanden.

4.5 Nichts ableiten kann der Beschwerdeführer im Übrigen aus Art. 63 Abs. 2 AuG, 
wonach die Niederlassungsbewilligung von Ausländerinnen und Ausländern, die sich 
seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz 
aufhalten, nur aus Gründen von Art. 63 Abs. 1 Bst. b und Art. 62 Bst. b widerrufen 
werden kann. Massgebend ist der Zeitpunkt der Widerrufsverfügung und nicht 
derjenige allfälliger Rechtsmittelentscheide (vgl. BGE 137 II 10 E. 4.2). Der 
Beschwerdeführer wies im Zeitpunkt des Widerrufs durch den MIDI erst eine 13-jährige 
Aufenthaltsdauer auf. Ebenfalls unbehelflich ist der Einwand, er habe selbst dann 
einen Aufenthaltsanspruch, wenn ein Widerrufsgrund gegeben wäre, da er im 
Jahr 2005 in einer intakten Ehe gelebt habe. Da ein Widerrufsgrund vorliegt und sich 
der Widerruf als verhältnismässig erweist, ist jeglicher Anspruch auf Aufenthalt 
erloschen (vgl. auch Art. 51 Abs. 2 Bst. b AuG).

5.

5.1 Der angefochtene Entscheid hält nach dem Gesagten der Rechtskontrolle 
stand, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Da die von der Vorinstanz angesetzte 
Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue festzusetzen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdeführer 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 3 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine neue 
Ausreisefrist angesetzt auf den 6. November 2014.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Bundesamt für Migration

Das präsidierende Mitglied Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.