# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a7cad9b-a0f9-5cda-8662-9775c7ccf93e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2025 F-7882/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-7882-2025_2025-10-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-7882/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Yannick Antoniazza-Hafner, 

mit Zustimmung von Richter Sebastian Kempe;   

Gerichtsschreiberin Sandra Hutter. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Indien,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 7. Oktober 2025. 

 

 

 

F-7882/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 21. August 2025 in der Schweiz um 

Asyl. Mit Verfügung vom 7. Oktober 2025 (eröffnet am 10. Oktober 2025) 

trat die Vorinstanz in Anwendung des Dublin-Abkommens auf das Asylge-

such nicht ein, ordnete seine Wegweisung nach Deutschland an, forderte 

ihn auf, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen 

und beauftragte den zuständigen Kanton mit dem Wegweisungsvollzug. 

Weiter wies sie auf die einer allfälligen Beschwerde fehlende aufschie-

bende Wirkung hin.  

B.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 14. Oktober 2025 (Datum Poststempel) ge-

langte der Beschwerdeführer ans Bundesverwaltungsgericht und bean-

tragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz 

anzuweisen auf sein Asylgesuch einzutreten. Eventualiter sei die Sache 

zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrecht-

licher Hinsicht beantragte er die Erteilung der aufschiebenden Wirkung und 

die superprovisorische Aussetzung des Wegweisungsvollzuges. Zudem 

sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses zu verzichten. 

Am 15. Oktober 2025 ordnete der Instruktionsrichter einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp an.  

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. 

VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.2. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schrif-

tenwechsels und mit summarischer Begründung zu behandeln ist (Art. 

111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

 

F-7882/2025 

Seite 3 

2.  

2.1. Vorliegend ist zu Recht unbestritten, dass die Dublin-III-VO anwendbar 

ist (vollständige Referenz: Verordnung [EU] Nr. 604/2013 des Europäi-

schen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der 

Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prü-

fung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem 

Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist). 

Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer am 21. September 

2021 mit einem D-Visum nach Deutschland einreiste und er eine Aufent-

haltserlaubnis zum Zweck eines Vollzeitstudiums in Deutschland erhielt. 

Am 8. Januar 2024 stellte er bei den deutschen Behörden ein Gesuch um 

Verlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis, woraufhin er eine Fiktionsbe-

scheinigung bis zum 30. September 2025 erhielt (SEM-act. 5; BVGer-act. 

1 Beilage 2).  

Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass aufgrund der ausgestellten  

Aufenthaltserlaubnis grundsätzlich Deutschland für die Behandlung des 

Asylgesuchs des Beschwerdeführers zuständig ist (gemäss Art. 12 Abs. 1 

Dublin-III-VO und nicht wie von der Vorinstanz dargelegt gemäss Art. 12 

Abs. 4 Dublin-III-VO, da der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt seines An-

trags auf internationalen Schutz noch über eine gültige Aufenthaltserlaub-

nis in Deutschland verfügt hat; vgl. § 81 Abs. 4 und Abs. 5 D-AufenthG; 

 Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO). Dass die deutschen Behörden das Aufnahme-

gesuch der Vorinstanz fälschlicherweise gestützt auf Art. 12 Abs. 4 Dublin-

III-VO gutgeheissen haben, ändert nichts an ihrer Zuständigkeit. 

2.2. Gestützt auf den gegenständlichen Sachverhalt kann die angefoch-

tene Verfügung ohne weiteres bestätigt werden. So stellte die Vorinstanz 

zu Recht fest, dass gemäss der Dublin-III-VO grundsätzlich Deutschland 

für die Behandlung des Asylgesuchs des Beschwerdeführers zuständig ist 

(vgl. E. 2.1). Weiter hat sie rechtskonform erwogen, dass das deutsche 

Asyl- und Aufnahmesystem rechtsprechungsgemäss keine systemischen 

Schwachstellen aufweist, aufgrund derer die Zuständigkeit auf die Schweiz 

überginge (Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO), und dass vorliegend keine völker-

rechtlichen Vollzugshindernisse ersichtlich sind, welche die Schweiz zu ei-

nem Selbsteintritt verpflichten würden (Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO). Sie 

hat dabei insbesondere berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer nach 

seiner Rückführung nach Deutschland die Möglichkeit haben wird, dort ein 

Asylgesuch einzureichen, und dass es den deutschen Behörden obliegt, 

das Asylgesuch zu prüfen und anschliessend seinen Aufenthaltsstatus zu 

regeln oder gegebenenfalls die Wegweisung in sein Heimatland anzuord-

nen. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfehlerfreier Ausübung des 

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ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylverord-

nung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukommenden Ermes-

sens von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Die Vo-

rinstanz ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten und 

hat in Anwendung von Art. 44 AsylG seine Wegweisung nach Deutschland 

angeordnet. Zur näheren Begründung wird auf die vorinstanzlichen Erwä-

gungen verwiesen.  

2.3. Was der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene vorbringt, vermag 

an der Richtigkeit der angefochtenen Verfügung nichts zu ändern. Soweit 

er eine flüchtlingsrechtlich relevante Gefährdung in Indien geltend macht, 

ist festzuhalten, dass die Prüfung von Fluchtgründen nicht Gegenstand des 

vorliegenden Dublin-Verfahrens sein kann. Denn dieses bezieht sich einzig 

auf die Prüfung der Zuständigkeit für die Durchführung des Asyl- und Weg-

weisungsverfahrens (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer F-1796/2025 vom 

21. März 2025 E. 3.2). Auch gibt es keinen Anhaltspunkt dafür, dass 

Deutschland gegenüber dem Beschwerdeführer den Grundsatz des Non-

Refoulement missachten könnte, weshalb sich Weiterungen dazu erübri-

gen. Wie von der Vorinstanz korrekt ausgeführt, steht es dem Beschwer-

deführer frei, in Deutschland ein Asylgesuch zu stellen. Dadurch würde er 

in den Genuss der Rechte, die sich für Schutzsuchende aus der Verfah-

rens- und der Aufnahmerichtlinie ergeben, kommen (vollständige Referen-

zen: Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU 

vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und 

Aberkennung des internationalen Schutzes; Richtlinie 2013/33/EU vom 26. 

Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die 

internationalen Schutz beantragen). Insofern der Beschwerdeführer vor-

bringt, Deutschland verweigere ihm die Unterstützung und «ein gültiges 

Visum», ist festzuhalten, dass Deutschland ein Rechtsstaat mit einem funk-

tionierenden Justizsystem ist und er den Rechtsweg beschreiten könnte, 

sollte er sich ungerecht behandelt fühlen. Abschliessend ist daran zu erin-

nern, dass weder die Dublin-III-VO noch andere völkerrechtliche Bestim-

mungen den Gesuchstellenden ein Recht einräumen, den für die Durch-

führung des Asylverfahrens zuständigen Staat selber frei zu wählen (BVGE 

2010/45 E. 8.3). Allfällige berufliche Qualifikationen sind nicht zu berück-

sichtigen. 

3.  

Nach dem Gesagten erweist sich auch der Sachverhalt als erstellt, womit 

der Eventualantrag, die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen, abzuweisen ist. Die angefochtene Verfügung ist demnach 

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nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen. Mit dem vorlie-

genden Urteil wird der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

gegenstandslos. 

4.  

4.1. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

abzuweisen, da die Begehren – wie es sich aus den vorstehenden Erwä-

gungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen sind (Art. 65 Abs. 1 VwVG).  

4.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

5.  

Dieser Entscheid ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

 

(Dispositiv nächste Seite.) 

 

 

  

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Seite 6 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. 

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird  

abgewiesen. 

3. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4. 

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Yannick Antoniazza-Hafner Sandra Hutter 

 

 

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