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**Case Identifier:** d2c59b78-46ce-5301-a8a9-b3901801d9a7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.04.2021 720 20 415/98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-415-98_2021-04-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 22. April 2021 (720 20 415 / 98) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung medizinischer Gutachten 

 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Alex Hediger, Advo-
kat, Hediger Aeberli Oeschger, Freie Strasse 82, Postfach, 
4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Der 1958 geborene A.____ arbeitete seit dem 1. Oktober 1990 bei der X.____ als 
LKW-Chauffeur. Am 11. April 2006 verletzte er sich beim Schliessen einer Schiebetüre seines 
Sattelschleppers an der rechten Hand, am Hals und an der Schulter. Am 1. Juni 2007 meldete 
er sich infolge von Hand-, Nacken- und Rückenbeschwerden sowie einer Depression bei der 

 
 
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Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Bezug von Leistungen an. Mit Verfügung vom 
3. März 2010 sprach die IV-Stelle A.____ gestützt auf das Gutachten der Ärztlichen Begutach-
tungsinstitut GmbH (ABI) vom 10. September 2008 eine befristete Dreiviertelsrente vom 1. April 
2007 bis 30. September 2008 zu. Die dagegen erhobene Beschwerde von A.____, vertreten 
durch Dr. Alex Hediger, vom 20. April 2010 hiess das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 24. September 2010 gut und wies die Angelegen-
heit zu weiteren medizinischen Abklärungen an die IV-Stelle zurück. Nach Eingang des Gutach-
tens der ABI vom 23. August 2011, wonach der Versicherte in einer angepassten Tätigkeit 
100 % arbeitsfähig sei, erliess die IV-Stelle am 27. Januar 2012 einen neuen Vorbescheid. Sie 
stellte in Aussicht, dass A.____ nach wie vor ab dem 1. April 2007 eine Dreiviertelsrente befris-
tet bis zum 30. September 2008 ausgerichtet werde, basierend auf einem IV-Grad von 64 %. 
 
Nachdem der Beschwerdeführer im Rahmen des Einspracheverfahrens weitere medizinische 
Unterlagen eingereicht hatte, entschied die IV-Stelle am 15. November 2012, dass eine ergän-
zende psychiatrische Begutachtung notwendig sei. Mit der Begutachtung betraut wurde 
Dr. med. B.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. In seinem Gutachten vom 
13. April 2013 und seiner Ergänzung vom 30. Juli 2013 kam er zum Schluss, dass aus psychiat-
rischer Sicht bei leichtgradigem depressivem Zustandsbild ab 19. Februar 2013 eine Arbeitsun-
fähigkeit zwischen 10 % und 30 % in einer den somatischen Beschwerden angepassten Tätig-
keit bestehe. Mit Vorbescheid vom 6. Mai 2014 teilte die IV-Stelle mit, dass der Versicherte ge-
stützt auf die aktuellen medizinischen Abklärungen mit Wirkung ab 1. April 2007 bis 30. Sep-
tember 2008 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, infolge einer vorübergehenden Gesundheits-
verschlechterung ab 1. Juni 2012 Anspruch auf eine ganze IV-Rente und schliesslich mit Wir-
kung ab 1. Juni 2013 in Berücksichtigung einer 80%igen Arbeitsfähigkeit gemäss Beurteilung 
von Dr. B.____ Anspruch auf eine Viertelsrente habe. 
 
Gegen diesen Vorbescheid wendete A.____ durch seinen Rechtsvertreter, Dr. Alex Hediger, 
ein, dass die gesundheitliche Situation falsch eingeschätzt worden sei und reichte ergänzende 
medizinische Unterlagen ein. Daraufhin liess die IV-Stelle A.____ erneut begutachten. Mit bidis-
ziplinärem Gutachten vom 11. April 2016 kamen Dr. med. C.____, FMH Innere Medizin und 
Rheumatologie, und Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, zum Schluss, dass 
die Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht seit Februar 2012 zu 50 % eingeschränkt sei 
und aus rheumatologischer Sicht bereits seit Juli 2008 zu 50 %. 
 
Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) prüfte das bidisziplinäre Gutachten und kam abschlies-
send zum Schluss, dass es nicht verwertbar sei (vgl. Stellungnahmen vom 2. September 2016 
und 23. Januar 2017). Hinsichtlich der psychiatrischen Befunde sei weiterhin auf die Beurteilung 
von Dr. B.____ abzustellen. In somatischer Hinsicht sei nach wie vor das ABI-Gutachten vom 
23. August 2011 massgebend.  
 
Daraufhin erliess die IV-Stelle am 15. November 2017 einen neuen Vorbescheid. Die Empfeh-
lung des RAD, in psychiatrischer Hinsicht auf das Gutachten von Dr. B.____ abzustellen, liess 
sie dabei ausser Acht und hielt fest, dass neu von einer invalidisierenden Wirkung der psychi-
schen Beschwerden seit Beginn der Arbeitsunfähigkeit am 11. April 2006 «keine Rede sein 

 
 
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könne». Lediglich die Einschränkungen im somatischen Bereich hätten Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit. Da die Einschätzung von Dr. C.____ nicht verwertbar sei, gelte weiterhin die von der 
ABI attestierte Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit. Der 
ermittelte IV-Grad von 17 % sei rentenausschliessend. 
 
Auch gegen diesen Vorbescheid erhob der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter, Dr. Alex 
Hediger, Einwand und reichte weitere medizinische Unterlagen ein, wonach sich der Gesund-
heitszustand des Versicherten gemäss der Beurteilung der behandelnden Psychiaterin, 
Dr. med. E.____, seit Februar 2018 verschlechtert habe. Nach ihrer Einschätzung sei zudem 
von einer Arbeitsunfähigkeit von 80 % seit März 2012 auszugehen. RAD-Arzt pract. med. 
F.____ erachtete daraufhin wegen des langen Verlaufes der Abklärungen und der Wechselwir-
kungen zwischen der Wirbelsäulenschmerzsymptomatik, der kardialen Symptomatik mit Trigge-
rung von Ängsten und der depressiven Symptomatik eine abschliessende polydisziplinäre Be-
gutachtung mit interdisziplinärer Konsensbesprechung als gerechtfertigt. Dabei sollten die Dis-
ziplinen Rheumatologie, Psychiatrie, Neuropsychologie und Kardiologie berücksichtigt werden. 
Die polydisziplinäre Begutachtung wurde bei der MediCore Bad Ragaz AG durchgeführt. Die 
Fachärzte kamen mit Gutachten vom 12. Januar 2020 zum Schluss, dass der Versicherte an 
einem chronischen zervikospondylogenen Schmerzsyndrom, einem chronischen lumbospondy-
logenen Schmerzsyndrom sowie an einer breitbasigen Diskushernie L4/L5 leide. In psychiatri-
scher Hinsicht könnten keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. In 
einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Gestützt auf dieses Gut-
achten lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 21. September 2020 einen Anspruch des Versi-
cherten auf eine IV-Rente bei einem ermittelten IV-Grad von 17 % ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Dr. Alex Hediger, mit Eingabe vom 20. Oktober 
2020 Beschwerde ans Kantonsgericht. Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung und die Ausrichtung einer ganzen IV-Rente basierend auf einem mindestens 70%igen IV-
Grad mit Wirkung ab 1. April 2007. Auffallend sei der Umstand, dass sich die IV-Stelle mit ihren 
eigenen Entscheidungen in Widerspruch setze, indem sie noch mit Vorbescheid vom 6. Mai 
2014 vorgesehen habe, dem Versicherten zunächst befristet eine Dreiviertelsrente, dann befris-
tet eine ganze IV-Rente und schliesslich unbefristet eine Viertelsrente auszurichten. Dies soll 
nun heute plötzlich so nicht mehr richtig sein. Nicht nachvollziehbar sei nicht zuletzt auch die 
Kehrtwendung, welche RAD-Arzt pract. med. F.____ gemacht habe, der zunächst das von der 
IV-Stelle in Auftrag gegebene Gutachten von Dr. C.____ und Dr. D.____ vom 11. April 2016 als 
plausibel erachtet habe und gestützt darauf den Rentenanspruch des Versicherten habe festle-
gen wollen, einige Monate später aber ohne erkennbaren Grund auf diese Einschätzung zu-
rückgekommen sei und plötzlich die Meinung vertreten habe, das bidisziplinäre Gutachten sei 
nicht überzeugend. Dieses Vorgehen sei nicht akzeptabel. Im Übrigen fänden sich auch im 
neuesten Gutachten der MediCore Bad Ragaz AG keine zwingenden Argumente, die für eine 
Beweisuntauglichkeit der Begutachtung von Dr. C.____ und Dr. D.____ sprechen würden. Auf 
ihre Begutachtung müsse umso mehr abgestellt werden, als auch alle behandelnden Ärzte, vor 
allem aus psychiatrischer Sicht, eine deutlich höhere Arbeitsunfähigkeit attestieren würden als 
die Gutachter der MediCore Bad Ragaz AG. In diesem Zusammenhang sei auf den Bericht von 
Dr. E.____ vom 17. Februar 2020 zu verweisen, welche den Verlauf der Arbeitsunfähigkeit wie-

 
 
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dergebe und festhalte, dass der Versicherte eine schwere psychische Verhaltensstörung auf-
weise und nicht nachvollziehbar sei, dass im psychiatrischen Gutachten der MediCore Bad Ra-
gaz AG über Aggravation und Simulation gesprochen werde. Ihre Einschätzung habe Dr. 
E.____ in einem letzten Schreiben vom 7. August 2020 bestätigt. Ferner sei es nicht haltbar, 
dass die psychiatrische Gutachterin der MediCore Bad Ragaz AG retrospektiv von einer vollen 
Arbeitsfähigkeit des Versicherten ausgehe. 
 
Als Fazit bleibe, dass von den insgesamt fünf Gutachten, die von der IV-Stelle im Verlaufe der 
Jahre angeordnet worden seien, wohl einzig das Gutachten von Dr. C.____ und Dr. D.____ als 
massgeblich angesehen werden könne. Aus diesem Gutachten ergebe sich, dass der Versi-
cherte maximal 50 % arbeitsfähig sei für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit. Ausgehend 
von einem leidensbedingten Abzug von mindestens 20 % vom Invalideneinkommen, resultiere 
nach Einkommensvergleich ein IV-Grad von 70 %, womit dem Versicherten rückwirkend ab 
April 2007 eine ganze IV-Rente zustehe. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 7. Dezember 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde. Nachdem das polydisziplinäre Gutachten der ABI vom 10. September 2008, das 
Verlaufsgutachten der ABI vom 23. August 2011 sowie das psychiatrische Gutachten von 
Dr. B.____ vom 13. April 2013 vorgelegen hätten, seien Dr. C.____ und Dr. D.____ mit einer 
bidisziplinären (rheumatologischen/psychiatrischen) Begutachtung beauftragt worden. Der RAD 
habe nach eingehender Befassung mit dem Gutachten vom 11. April 2016 mit Stellungnahmen 
vom 23. Januar 2017 schlüssig erläutert, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne. Viel-
mehr sei der Expertise der MediCore Bad Ragaz AG vom 12. Januar 2020 zu folgen, wonach 
der Versicherte in einer angepassten Verweistätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. Der geforderte 
leidensbedingte Abzug von 20 % rechtfertige sich nicht. Angemessen sei ein Abzug von 5 %. 
Bei einem ermittelten IV-Grad von 17 % bestehe kein Anspruch auf eine IV-Rente. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kan-
tons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur 
Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene 
Beschwerde des Versicherten vom 20. Oktober 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 

 
 
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eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. Um festzustellen, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest-
stellungen auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen, sind sämtliche psychischen Erkrankungen 
einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. 
 
2.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3. Ausgangspunkt der Ermittlung des IV-Grades bildet die Frage, in welchem Ausmass 
die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

 
 
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Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
4. Vorliegend geht es darum, einen medizinischen Sachverhalt über mehrere Jahre hin-
weg mit fünf Gutachten zu würdigen und den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu beur-
teilen. 
 
4.1 Zur umfassenden Abklärung des Gesundheitszustandes nach dem Unfall vom 11. April 
2006 beauftragte die IV-Stelle die ABI mit der Erstellung einer Expertise. Mit Gutachten vom 
10. September 2008 diagnostizierten die Fachärzte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein 
chronisches rezidivierendes Zervikalsyndrom mit Zervikozephalgien und Zervikobrachialgien 
links, ein chronisches rezidivierendes Lumbalsyndrom mit ischialgiformer Ausstrahlung links 
sowie ein Belastungsdefizit der rechten Hand nach Quetschtrauma am 11. April 2006. Als ohne 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine anamnestisch mittelgradige depressive Episo-
de, derzeit remittiert, eine Medikamentenmalcompliance sowie ein fortgesetzter Nikotinkonsum. 
Aufgrund der objektiven rheumatologischen Befunde seien dem Versicherten mittelschwere und 
schwere Tätigkeiten wie die angestammte Tätigkeit als LKW-Chauffeur nicht mehr zumutbar. 

 
 
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Für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Überkopfarbeiten bestehe aus rheumatologi-
scher Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Nach den medizinischen Unterlagen sei davon 
auszugehen, dass die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit April 2006 bestehe. 
Aus psychiatrischer Sicht habe vorübergehend eine Einschränkung bis zur aktuell feststellbaren 
Remission vorgelegen. Über die Zeit gemittelt, von April 2006 bis Juni 2008, sei eine Arbeitsun-
fähigkeit von 50 % zu bestätigen. Ab Juli 2008 sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit für leichte, 
adaptierte Tätigkeiten auszugehen. 
 
4.2 Gestützt darauf sprach die IV-Stelle dem Versicherten am 3. März 2010 eine Dreivier-
telsrente ab 1. April 2007 zu, welche sie per 30. September 2008 befristete, da ab 1. Juli 2008 
von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Das Kantonsgericht hob mit Urteil vom 
24. September 2010 die Verfügung auf und wies die Angelegenheit an die Vorinstanz zurück, 
damit sie den somatischen Gesundheitszustand weiter abkläre, da anlässlich einer MRT-
Untersuchung vom 8. März 2010 neue Befunde beschrieben worden seien. 
 
4.3 Die IV-Stelle beauftragte daraufhin die ABI mit einem Verlaufsgutachten. Mit Gutachten 
vom 23. August 2011 wurden in somatischer Hinsicht praktisch die gleichen Diagnosen gestellt 
wie bereits 2008. Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden ein chronisches zervikospondylo-
genes Schmerzsyndrom linksbetont, ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom 
links sowie ein Belastungsdefizit der linken Hand bei Schmerzen im Daumengrundgelenk ge-
nannt. Die im Rahmen der letzten Begutachtung im ABI im Jahr 2008 gestellten Diagnosen wie 
auch die dort attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit als LKW-Chauffeur und 100%ige Arbeitsfä-
higkeit für leichte, adaptierte Tätigkeiten deckten sich mit der aktuellen Einschätzung. Die leich-
te Zunahme der degenerativen Veränderungen im Zervikalbereich sei nicht derart gravierend, 
dass die Arbeitsfähigkeit darüber hinausgehend zusätzlich eingeschränkt werde. Hinweise für 
eine radikuläre Symptomatik oder Wurzelkompressionssymptomatik im Zervikalbereich und 
Lumbalbereich gebe es keine. Ferner zeige sich wie damals eine Diskrepanz zwischen den 
demonstrierten massiven Einschränkungen im Rahmen der aktiven Untersuchung und der ins-
gesamt besseren Beweglichkeit bei unbewussten Bewegungen.  
 
In psychiatrischer Hinsicht wurde als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine dys-
funktionale Schmerzverarbeitung mit algogener Verstimmung (ICD-10 F54) festgehalten. Im 
Rahmen der aktuell beklagten Beschwerden stellten die Nackenschmerzen zweifellos das Leit-
symptom dar. Aufgrund der Chronifizierung dieser Beschwerden träten auch reaktive psychi-
sche Verstimmungen mit Deprimiertheit, Lustlosigkeit, Gereiztheit, Verbitterung und Missmut 
auf. Eine Arbeitsunfähigkeit könne aber nicht attestiert werden. Auch eine anhaltende somato-
forme Schmerzstörung lasse sich nicht diagnostizieren, da hierfür sowohl die emotionale Kon-
fliktsituation bei Ausbruch der Störung, als auch die frühen Stressfaktoren im Kindesalter fehl-
ten. Auch aus psychiatrischer Sicht liege heute ein sehr ähnlicher Befund vor wie bei der Be-
gutachtung im Jahr 2008. Im Verlauf hätten sich keine Veränderungen oder Neuerkrankungen 
ergeben. Zusammenfassend sei der Versicherte für eine körperlich leichte, wechselbelastende 
Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten zu 100 % arbeitsfähig.  
 

 
 
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4.4 Mit Vorbescheid vom 27. Januar 2012 teilte die IV-Stelle mit, dass der Versicherte 
gleich wie in der Verfügung vom 3. März 2010 Anspruch auf eine befristete Dreiviertelsrente 
vom 1. April 2007 bis 30. September 2008 habe. Nach Einwand des Versicherten, in dem er 
eine Verschlechterung, insbesondere des psychischen Gesundheitszustandes, geltend machte, 
gab die IV-Stelle ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. B.____ in Auftrag. In seinem Gutachten 
vom 13. April 2013 und seiner Ergänzung vom 30. Juli 2013 diagnostizierte er mit Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0). Beim Versicherten habe 
sich zunehmend eine Krankheitsverfestigung entwickelt, verbunden mit einem sozialen Rück-
zug und einer deutlichen Verbitterung aus dem Gefühl heraus, ungerecht behandelt worden zu 
sein. Das aktuelle psychopathologische Zustandsbild entspreche unter Berücksichtigung der 
mangelnden Anstrengungsbereitschaft einem leichtgradigen depressiven Syndrom. Bei nur 
20 % richtige Antworten bei zwei Antwortmöglichkeiten im Nonverbal Medical Symptom Validity 
Test sei ein Täuschungsverhalten wahrscheinlich. Der Explorand habe überzufällig häufig die 
Antworten falsch gewählt. Auch die Antworttendenz in der Symptom-Checkliste weise auf eine 
verstärkte Beschwerdewahrnehmung und Verdeutlichungstendenz hin. Die vom Exploranden 
präsentierten Beschwerden könnten kaum in der Form im Alltag vorhanden sein. Bei chroni-
schen Schmerzen sei ferner eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu diskutieren 
(ICD-10 F45.4). Da jedoch entscheidende, ursächliche Einflüsse fehlten, sei die Diagnose der 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht zu stellen. Heute sei von einer Arbeitsunfä-
higkeit zwischen 10 % und 30 % auszugehen. Eine präzise Einschätzung sei aufgrund der Hin-
weise auf Aggravation / Simulation nicht möglich. In Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit bis zur heutigen Untersuchung sei insgesamt von einem wechselhaften Verlauf auszuge-
hen. Wahrscheinlich habe zu Beginn der Symptomatik eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % be-
standen, wie in den Akten mehrfach dokumentiert sei. Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, habe sodann ab Mitte Januar 2011 eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. 
Bericht vom 2. Februar 2011). Das Zustandsbild habe sich offenbar zeitnah gebessert, da sei-
tens der ABI in ihrem Gutachten vom 23. August 2011 keine Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert 
worden sei. Später sei es erneut zu einer Zunahme der depressiven Symptomatik gekommen 
mit attestierter Arbeitsunfähigkeit von 80 % seitens der behandelnden Psychiaterin 
(vgl. Berichte von Dr. E.____ vom 17. April 2012 und 8. November 2012 sowie Bericht der Kan-
tonalen Psychiatrischen Klinik vom 7. Mai 2012). 
 
4.5 Mit Vorbescheid vom 6. Mai 2014 kündigte die IV-Stelle an, dass der Versicherte ge-
stützt auf die bisherigen medizinischen Gutachten Anspruch auf eine befristete Dreiviertelsrente 
habe ab 1. April 2007 bis 30. September 2008, auf eine ganze Rente vom 1. Juni 2012 bis 
31. Mai 2013 und ab 1. Juni 2013 auf eine Viertelsrente. Nach Einwand des Beschwerdeführers 
beauftragte die IV-Stelle Dr. C.____ und Dr. D.____, ein bidisziplinäres Gutachten mit den 
Fachgebieten Rheumatologie und Psychiatrie zu erstatten. Mit Gutachten vom 11. April 2016 
diagnostizierte Dr. C.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein zervikobrachiales 
Schmerzsyndrom sowie Zervikozephalgien, ein chronisches lumbospondylogenes 
Schmerzsyndrom linksbetont, eine beginnende Rhizarthrose links sowie ein Widespread Pain 
Syndrom. Insgesamt seien die degenerativen Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule 
als ursächlich für die Beschwerdesymptomatik zu werten. Das Ausmass der angegebenen 
Schmerzen sowie der Einschränkungen sei jedoch übersteigert und sei als Fehlsteuerung im 

 
 
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Rahmen des Widespread Pain Syndroms zu sehen. Zudem sei der Versicherte nicht fähig ge-
wesen, ein adäquates Schmerzcoping zu etablieren über die letzten zehn Jahre. Insgesamt 
würden die somatischen Beschwerden durch das Widespread Pain Syndrom stark überlagert, 
wobei insbesondere der Symptomscore sowie die funktionellen Beschwerden massgeblich sei-
en. Die Vermutung liege nahe, dass eine Schmerzverarbeitungsstörung bzw. differenzialdiag-
nostisch eine somatoforme Schmerzstörung vorliege. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit kam 
Dr. C.____ zum Schluss, dass abweichend vom ABI-Gutachten vom 23. August 2011 ab 1. Juli 
2008 lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit zumutbar gewesen 
wäre. Die aktuelle Beurteilung erfolge in Berücksichtigung der Zunahme der degenerativen 
Veränderungen an der Halswirbelsäule mit Schmerzausstrahlungen sowie der therapieresisten-
ten Schmerzchronifizierung im Rahmen des Widespread Pain Syndroms. Zu beachten sei wei-
ter, dass anhaltende Überkopfarbeiten und Arbeiten über der Schulterhorizontalen mit einem 
Gewicht über 5 kg rechts und 2 kg links nicht möglich seien. Ferner seien Tätigkeiten mit repeti-
tiven Kopf-Drehbewegungen sowie mit Reklinations- und Flexionshaltungen der Halswirbelsäu-
le und der Lendenwirbelsäule zu vermeiden. Eine Gehdauer von 30 Minuten am Stück, eine 
Sitzdauer von 1 Stunde und eine Stehdauer von 30 Minuten seien die Limite. Somit wäre eine 
wechselbelastende Tätigkeit stehend, gehend und sitzend realisierbar. Dr. D.____ diagnosti-
zierte in psychiatrischer Hinsicht eine rezidivierende depressive Störung, zurzeit leichtgradige 
Episode (ICD-10 F33.0) sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Der Versicherte sei aufgrund der aktuellen, leichtgradi-
gen depressiven Symptomatik mit reduziertem Antrieb, verminderten Interessen, erhöhter Er-
müdbarkeit und Schlafstörungen sowie aufgrund der Schmerzen im Rahmen der anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Gemäss Aktenlage 
müsse davon ausgegangen werden, dass im Jahr 2012 und auch im Sommer 2015 eine mittel-
gradige depressive Symptomatik vorgeherrscht habe, im Jahr 2013 jedoch lediglich eine leicht-
gradige. Somit könne arbiträr aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung und der anhal-
tenden somatoformen Schmerzstörung eine durchschnittliche Verminderung der Arbeitsfähig-
keit um 50 % ab 2012 angenommen werden. In der Konsensbesprechung kamen die Gutachter 
zum Schluss, dass gesamthaft von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ab 1. Juli 2008 auszugehen 
sei. 
 
4.6 Am 2. September 2016 nahm RAD-Arzt pract. med. F.____ zum Gutachten Stellung. 
Zwar scheine die von den Gutachtern attestierte Arbeitsunfähigkeit bei den gestellten Diagno-
sen etwas hoch. Vor dem Hintergrund des langjährigen und chronifizierten Verlaufs der rezidi-
vierenden depressiven Störung erweise sich die Einschätzung der Gutachter aber als nachvoll-
ziehbar, auch in Berücksichtigung der negativen Wechselwirkungen zwischen somatischen und 
psychiatrischen Befunden. 
 
Pract. med. F._____ evaluierte das Gutachten am 23. Januar 2017 neu und stellte nunmehr 
fest, dass das psychiatrische Teilgutachten von Dr. D.____ insofern unvollständig sei, als eine 
differenzierte Auseinandersetzung mit dem Komplex Aggravation und Simulation trotz diesbe-
züglicher auffälliger Befunde im Vorgutachten von Dr. B.____ ausgeblieben und der Aspekt der 
Behandlungsmöglichkeiten der depressiven Störung nicht genügend berücksichtigt worden sei. 
Diese Punkte habe er in seiner Stellungnahme vom 2. September 2016 nicht ausreichend be-

 
 
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achtet. Eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit könne aus Sicht des RAD bei den vorliegenden Befun-
den nicht bestätigt werden, sodass psychiatrischerseits weiterhin auf die Beurteilung von 
Dr. B.____ vom 13. April 2013 abzustellen sei mit begründeter, maximaler 20%iger Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit. Für die Jahre davor seien bezüglich des Arbeitsunfähigkeitsverlaufs 
die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. med. H.____, FMH Innere Medizin, vom 24. April 2013 
und seine Stellungnahme vom 4. Februar 2014 zu beachten. Zur Beurteilung der somatischen 
Seite werde der Fall an RAD-Arzt Dr. med. I.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates, weitergeleitet. Dr. I.____ kam mit Stellungnahme vom 23. 
Januar 2017 zum Schluss, dass das rheumatologische Gutachten von Dr. C.____ ebenfalls 
nicht verwertbar sei und weiterhin das Gutachten der ABI vom 23. August 2011 Geltung habe. 
Die Annahme einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % mit der Begründung zunehmender degenerati-
ver Veränderungen sei nicht nachvollziehbar. Die Veränderungen seien genau betrachtet funk-
tionell irrelevant, da sie keine klinischen, neurokompressiven Pathologien aufwiesen und zudem 
eine altersentsprechende Varianz nicht signifikant überschritten, zumal Dr. C.____ ausdrücklich 
die Ergebnisse der Vorgutachten von Dr. med. J.____, FMH Rheumatologie und Physikalische 
Medizin und Rehabilitation, aus dem Jahr 2007, der ABI aus den Jahren 2008 und 2011 und 
auch des RAD bestätigt habe, andererseits dann aber vom Resultat des ABI-Gutachtens vom 
23. August 2011 punkto Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit massgeblich abweiche, ohne 
dies jedoch plausibel zu begründen. Im ABI-Gutachten 2011 sei bezüglich der degenerativen 
Veränderungen zervikal im Verlauf, also seit dem ABI-Gutachten 2008, nur eine mässige Pro-
gredienz festgestellt worden, die ausdrücklich als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit be-
urteilt worden sei. Die in der aktuellen MRT-Bildgebung vom 27. Januar 2016 neu aufgeführten 
degenerativen Veränderungen korrelierten klinisch auch mit dem Verlauf seit der Begutachtung 
der ABI vom 23. August 2011. So seien keine sensomotorischen Ausfälle objektiviert worden 
bei gesamthaft unveränderter, subjektiver Beschwerdepräsentation. 
 
4.7 Mit Vorbescheid vom 15. November 2017 erkannte die IV-Stelle nunmehr, dass eine 
invalidisierende Wirkung der psychischen Beschwerden im Gesamtzeitraum seit dem Beginn 
der Arbeitsunfähigkeit am 11. April 2006 nicht ausgewiesen sei. Die Erkenntnis von pract. med. 
F.____, dass die attestierte Arbeitsfähigkeit von Dr. B.____ ausschlaggebend sei, blieb unbe-
achtet. Da aus somatischer Sicht ebenfalls von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei, 
bestehe bei einem ermittelten IV-Grad von 17 % kein Anspruch auf eine IV-Rente.  
 
4.8 Auf Einwand des Beschwerdeführers vom 28. Dezember 2017 hin holte die IV-Stelle 
ein polydisziplinäres Gutachten bei der MediCore Bad Ragaz AG ein. Mit Gutachten vom 
12. Januar 2020 stellten die Fachärzte als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein 
chronisches zerviko- und lumbospondylogenes Schmerzsyndrom links fest. Ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit seien eine koronare Mehrgefässerkrankung, psychische Verhaltensstö-
rungen und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika (ICD-10 F13.1 und ICD-10 
F13.2), eine arterielle Hypertonie bei leichtem Übergewicht, eine Hypercholesterinämie, jahr-
zehntelanger Zigarettenkonsum sowie ein Fibromyalgiesyndrom. In der angestammten Tätigkeit 
als LKW-Chauffeur sei der Versicherte seit seinem Unfall im Jahr 2006 arbeitsunfähig. In einer 
adaptierten, körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten sei der 
Versicherte hingegen voll arbeitsfähig. In der rheumatologischen Untersuchung seien positive 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Waddelzeichen zu erheben gewesen, vereinbar mit einer Verdeutlichungstendenz. Es seien 
aber funktionelle Einschränkungen zu objektivieren, auch in Berücksichtigung eines aggravie-
renden Anteils bei der Beschwerdeschilderung. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähig-
keit nicht eingeschränkt. Die Abklärung habe deutliche Hinweise für eine Aggravation ergeben. 
 
5. Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes des Versicher-
ten auf das Gutachten der MediCore Bad Ragaz AG vom 12. Januar 2020 und verneinte bei 
attestierter voller Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit einen Anspruch auf eine IV-
Rente. Der Versicherte erachtet das Gutachten vom 12. Januar 2020 dagegen als beweisun-
tauglich und vertritt die Auffassung, dass einzig das bidisziplinäre Gutachten von Dr. C.____ 
und Dr. D.____ vom 11. April 2016 mit attestierter Arbeitsunfähigkeit von 50 % überzeuge, 
weshalb ebendieses als Verfügungsbasis heranzuziehen sei. 
 
5.1 In Würdigung aller medizinischer Gutachten ist zunächst festzuhalten, dass die ABI-
Gutachten vom 10. September 2008 und 23. August 2011 inhaltlich überzeugen. Die im Gut-
achten von 2008 festgestellten rheumatologischen Diagnosen – chronisches rezidivierendes 
Zervikalsyndrom mit Zervikozephalgien und Zervikobrachialgien links sowie chronisches rezidi-
vierendes Lumbalsyndrom – wurden im Jahr 2011 klar bestätigt. Die leichte Zunahme der de-
generativen Veränderungen im Zervikalbereich blieb ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Aus 
somatischer Sicht bestand folglich eine volle Arbeitsunfähigkeit des Versicherten im ange-
stammten Beruf, in einer angepassten leichten Tätigkeit wurde ihm dagegen eine 100%ige Ar-
beitsfähigkeit attestiert. Aufgrund einer mittelgradigen depressiven Episode bestand eine 
50%ige Arbeitsunfähigkeit von April 2006 bis Juni 2008. Danach – im Zeitpunkt der gutachterli-
chen Untersuchung der ABI vom 10. September 2008 – galt die mittelgradige depressive Epi-
sode als remittiert. Im Gutachten der ABI vom 23. August 2011 wurde psychiatrischerseits ein 
ähnlicher Befund wie 2008 festgestellt, eine Arbeitsunfähigkeit resultierte folglich nicht. In die-
sem Sinne ist die Feststellung der IV-Stelle in ihrem Vorbescheid vom 27. Januar 2012, dass 
der Versicherte gestützt auf die vorübergehende 50%ige Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf eine 
befristete Dreiviertelsrente vom 1. April 2007 bis 30. September 2008 habe, nachvollziehbar. 
 
Auch das Gutachten von Dr. B.____ vom 13. April 2013 erweist sich als beweistauglich. Dr. 
B.____ bestätigte die Erkenntnisse der ABI-Gutachter und stellte fest, dass es im Jahr 2012 
offenbar zu einer vorübergehenden Verschlechterung der psychischen Situation gekommen sei 
mit einer 100%igen bzw. 80%igen Arbeitsunfähigkeit. Im Zeitpunkt der gutachterlichen Untersu-
chung vom 19. Februar 2013 war lediglich noch die Diagnose einer leichten depressiven Episo-
de zu stellen. Diese lässt sich mit der Krankheitsverfestigung, welche der Beschwerdeführer 
über die Zeit entwickelte, gut erklären. Im Weiteren verneinte er klar eine somatoforme 
Schmerzstörung, weil für die Diagnose entscheidende ursächliche Einflüsse fehlten. Genauso 
anschaulich vermittelte er das Bild, dass beim Versicherten ein aggravierendes Verhalten bzw. 
sogar ein Täuschungsverhalten erkennbar sei, weshalb die Beurteilung der Einschränkung der 
Leistungsfähigkeit bei leichter depressiver Episode schwierig sei, aber im Rahmen von 10 % bis 
höchstens 30 % liegen dürfte. In ihrem Vorbescheid vom 6. Mai 2014 berücksichtigte die IV-
Stelle hier die vorübergehende Verschlechterung des psychischen Zustandes und stellte fest, 
dass der Versicherte wie bisher beurteilt, Anspruch auf eine Dreiviertelsrente vom 1. April 2007 

 
 
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bis 30. September 2008 und neu auf eine ganze IV-Rente vom 1. Juni 2012 bis 31. Mai 2013 
habe. Da ab Untersuchungszeitpunkt bei Dr. B.____, dem 19. Februar 2013, von einem ver-
besserten Zustand auszugehen sei, sei ab 1. Juni 2013 (vgl. Art. 88a Abs. 1 der Verordnung 
über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961) von einer 20%igen (Mittel von 10% 
und 30%) Arbeitsunfähigkeit bzw. einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Soweit ist die 
medizinische und von der IV-Stelle in Rentenbetreffnisse wiedergegebene Situation nachvoll-
ziehbar und schlüssig. Der IV-Stelle kann jedoch insoweit nicht gefolgt werden, als sie in Be-
rücksichtigung einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ab 1. Juni 2013 eine Viertelsrente ermittelte in 
Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 15 %. Dazu aber später. 
 
5.2 Indes ist der Beurteilung der IV-Stelle hinsichtlich des bidisziplinären Gutachtens von 
Dr. C.____ und Dr. D.____ vom 11. April 2016 zu folgen, dass eine fundierte Begründung für 
die attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit fehlt. Dr. C.____ nannte in seinem rheumatologischen 
Teilgutachten im Wesentlichen die gleichen Diagnosen wie die Gutachter der ABI. Neu diagnos-
tizierte er ein Widespread Pain Syndrom (Fibromyalgie). Insgesamt seien die degenerativen 
Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule als ursächlich für die Beschwerdesymptomatik 
zu werten. In der körperlichen Untersuchung stelle er diesbezüglich fest, dass das Ausmass der 
angegebenen Schmerzen sowie Einschränkungen jedoch übersteigert sei. Auch in Bezug auf 
die Schulterproblematik sei erkannt worden, dass der Versicherte in einem unbeobachteten 
Moment die Schultern frei hätte bewegen können. Dies korreliere nicht mit den Untersuchungs-
befunden, weshalb lediglich von einem diskreten Befund gesprochen werden könne. Die Symp-
tomatik sei eindrücklich und lasse vermuten, dass eine Symptomverdeutlichung sowie ein 
Schonverhalten bestehe. Auch zeige der Versicherte beim spondylogenen Schmerzsyndrom 
bei mässig degenerativen Veränderungen eine stärkere Schmerzsymptomatik als erwartet. Dr. 
C.____ kam abschliessend zum Schluss, dass die somatischen Beschwerden durch das Wi-
despread Pain Syndrom stark überlagert seien, ohne eine differenzierte Beurteilung bezüglich 
der Verdeutlichungstendenz vorzunehmen. Hierzu äusserte er lediglich die Vermutung, dass 
eine Schmerzverarbeitungsstörung vorliege bzw. differenzialdiagnostisch eine somatoforme 
Schmerzstörung. Schliesslich ist auch die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar, 
indem von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit rückwirkend ab 1. Juli 
2008 ausgegangen wurde. Vor allem deshalb, weil Dr. C.____ erklärte, dass die Gutachten der 
ABI vom 10. September 2008 sowie vom 23. August 2011 in sich konsistent seien und eine 
übereinstimmende polydisziplinäre Beurteilung über mehrere Jahre bestätigten. Seine Ein-
schätzung begründete er mit zunehmenden degenerativen Veränderungen sowie einem Wi-
despread Pain Syndrom. Eine höhere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wäre demzufolge 
wohl erst ab Untersuchungszeitpunkt von Dr. C.____ anzunehmen. Diesbezüglich ist aber auf 
die Beurteilung von RAD-Arzt Dr. I.____ vom 23. Januar 2017 zu verweisen, wonach die dege-
nerativen Veränderungen funktionell irrelevant seien, was später auch vom rheumatologischen 
Gutachter der MediCore Bad Ragaz AG bestätigt wurde (vgl. Gutachten vom 12. Januar 2020). 
 
In Bezug auf das psychiatrische Gutachten kann Dr. D.____ insoweit gefolgt werden, als er 
aufgrund der Symptomatik eine leichte depressive Episode diagnostizierte. Die Herleitung der 
Diagnose der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung überzeugt dagegen nicht. Einerseits 
greift er nur ein diagnostisches Kriterium heraus, ohne die weiteren zu beurteilen. Andererseits 

 
 
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scheint das beurteilte diagnostische Element nicht als derart einschneidend. So schilderte 
Dr. D.____, dass sowohl der Versicherte als auch seine Ehefrau aus finanziellen Gründen im-
mer sehr viel hätten arbeiten und deswegen auch eine räumliche Trennung von den Kindern 
während 10 Jahren in Kauf hätten nehmen müssen. Da die Ehefrau zudem ca. ein bis zwei Jah-
re vor dem Unfall des Versicherten wegen Rückenschmerzen ihre Arbeit verloren habe, könne 
davon ausgegangen werden, dass diese Situation eine grosse psychosoziale Belastung für den 
Versicherten dargestellt habe. Dass diese Situation allein Grundlage für die Entwicklung einer 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung sein soll, ist nicht plausibel. Braucht es doch hier-
für einen andauernden, schweren und quälenden Schmerz, „der durch einen physiologischen 
Prozess oder eine körperliche Störung nicht vollständig erklärt werden kann. Der Schmerz tritt 
in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen auf. Diese sollten 
schwerwiegend genug sein, um als entscheidende ursächliche Einflüsse zu gelten.“ In Frage 
käme hier allenfalls die Kündigung durch den Arbeitgeber, welche der Versicherte als ungerecht 
empfand. Dazu erkannte Dr. B.____, dass die vom Versicherten als massive Kränkung erlebte 
Kündigung Ende 2007 erfolgt sei, als er schon in psychiatrischer Behandlung gewesen sei. 
Dem Bericht von Dr. med. K.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 26. Juli 2006 sei 
zu entnehmen, dass bereits vor der Kündigung eine eindrückliche Zentrierung und Einengung 
des Denkens auf die Belange der körperlichen Schmerzen und existentiellen Schwierigkeiten 
vorhanden gewesen sei. Mit dem Versicherten sei damals eine Wiedereingliederung bespro-
chen worden, eine stufenweise Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit hätte erfolgen sollen. Die 
Kündigung könne daher nicht als entscheidender ursächlicher Faktor gesehen werden. Fehle 
wie hier ein solcher Faktor, könne die Diagnose der anhaltenden somatoformen Schmerzstö-
rung nicht gestellt werden. Mit dieser überzeugenden Beurteilung setzte sich Dr. D.____ in kei-
ner Weise auseinander; auch nicht mit den Feststellungen in Bezug auf das aggravierende 
Verhalten des Beschwerdeführers. Es mangelt dem Gutachten von Dr. C.____ und Dr. D.____ 
somit an einer fundierten Begründung für die bescheinigte Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Hierzu 
kann auch auf die vertiefte Beurteilung von RAD-Arzt pract. med. F.____ vom 23. Januar 2017 
verwiesen werden. An dieser Stelle bleibt anzumerken, dass es zwar unglücklich ist, dass pract. 
med. F.____ in einer ersten Beurteilung sich vorschnell dem bidisziplinären Gutachten an-
schloss und erst nachträglich seine Aussagen korrigierte. Es muss ihm aber zugestanden wer-
den, seine Meinung revidieren zu dürfen und auf seine Beurteilung zurückzukommen, wenn das 
Ergebnis dann in sich schlüssig ist. Folglich kann auf das bidisziplinäre Gutachten von 
Dr. C.____ und Dr. D.____ vom 11. April 2016 nicht abgestellt werden. 
 
5.3 Dem polydisziplinären Gutachten der MediCore Bad Ragaz AG vom 12. Januar 2020, 
auf welches sich die IV-Stelle am Schluss stützte, kann nur differenziert gefolgt werden. Die 
somatische Beurteilung des Gesundheitszustandes, wonach im Wesentlichen von einem glei-
chen Gesundheitszustand auszugehen ist wie bereits zu Zeiten der ABI-Begutachtungen, ist 
nicht zu beanstanden. Unbestritten ist einmal das Ergebnis, dass aus kardiologischer und inter-
nistischer Sicht keine funktionellen Einschränkungen für irgendeine Tätigkeit festgestellt werden 
konnten. Ferner decken sich die rheumatologischen Diagnosen weitgehend mit denjenigen in 
den vorangehenden Gutachten, wonach im Wesentlichen das chronische zerviko- und lumbos-
pondylogene Schmerzsyndrom Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe. Ohne Auswirkun-
gen auf die Arbeitsfähigkeit sei dagegen das Fibromyalgiesyndrom (Widespread Pain Syn-

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

drom). Mit den aktuellen, klinischen und radiologischen Befunden sei ein Teil der Beschwerden 
objektivierbar und plausibel, das subjektiv geschilderte Ausmass der Beschwerden dagegen 
nicht. Es zeigten sich in der Untersuchung Verdeutlichungstendenzen mit auffälligen Waddel-
zeichen. Im angestammten Beruf als LKW-Chauffeur sei der Versicherte voll arbeitsunfähig. In 
einer angepassten Tätigkeit liege die zumutbare Arbeitsfähigkeit hingegen bei 100 %. Eine ret-
rospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei zwar schwierig, der geschätzten Arbeitsunfähig-
keit von 50 % seitens Dr. C.____ im Gutachten vom 11. April 2016 könne jedoch nicht gefolgt 
werden, da sie nicht plausibel sei. Namentlich werde die Diagnose des Fibromyalgiesyndroms 
als iv-relevante Diagnose beurteilt, was nicht richtig sei. Die degenerativen Veränderungen hät-
ten sicher nochmals eine Progredienz erfahren. Diese Veränderung habe aber keinen Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit. Für eine Schulterpathologie finde sich ferner 
weder klinisch noch radiologisch ein Hinweis. Die sonstigen Angaben von Schmerzen seien am 
ehesten dem Fibromyalgiesyndrom zuzuordnen. 
 
Die neuropsychologische Abklärung ergab – ähnlich wie bei Dr. B.____ –, dass aufgrund erheb-
licher Inkonsistenzen und Unplausibilitäten keine gültigen Aussagen über das kognitive Leis-
tungsvermögen des Versicherten getroffen werden konnten. Beim durchgeführten Symptomva-
lidierungsverfahren hätten sich Auffälligkeiten ergeben, so dass die Leistungsbereitschaft als 
schwankend zu bewerten und die Validität der erhobenen Befunde anzuzweifeln sei. Die erziel-
ten Minderleistungen in den Testverfahren zur Aufmerksamkeit und zum verbalen Lernen sowie 
Gedächtnis könnten nicht eindeutig als Funktionsstörungen interpretiert werden. Es sei vielmehr 
davon auszugehen, dass bezüglich Aufmerksamkeit und Gedächtnis nicht das volle Potential 
abgerufen worden sei und eine Aggravation vorliege. In dieser Hinsicht herrscht Übereinstim-
mung mit den Aussagen von Dr. B.____. Auch hinsichtlich einer somatoformen Schmerzstörung 
findet sich eine übereinstimmende Beurteilung im psychiatrischen Gutachten vom 12. Dezem-
ber 2019. Auffallend ist jedoch, dass die Gutachterin der MediCore Bad Ragaz AG nicht auf die 
Beurteilung von Dr. B.____ einging, auch nicht auf seine Ausführungen zur Diagnose einer 
leichten depressiven Episode. Sie stellte lediglich fest, dass das Zustandsbild des Versicherten 
in der gutachterlichen Situation keiner Störung auf dem psychiatrischen Fachgebiet zugeordnet 
werden könne. Der Versicherte schildere keine depressiven Symptome, weder aktuell noch in 
der Vergangenheit. Der psychopathologische Befund sei somit nicht mit einer Depressivität ver-
einbar. Die Gutachterin hob zwar hervor, dass sich die Aussagen des Versicherten ausschliess-
lich auf die Schmerzschilderung bezögen und dass er bei ihrem Versuch, eine andere Thematik 
anzusprechen, ausgewichen und stets wieder auf die Schmerzen zurückgekommen sei. Eine 
psychiatrische Bedeutung mass sie diesem Verhalten hingegen nicht zu. Die differenziertere 
Betrachtung von Dr. B.____, dass der Beschwerdeführer dadurch in der Krankenrolle verfestigt 
sei, liess sie ausser Acht. 
 
Die fehlende Auseinandersetzung mit den Vorgutachten stellt klarerweise einen Mangel dar. Zu 
einem beweisuntauglichen wird das psychiatrische Gutachten der MediCore Bad Ragaz AG als 
die Gutachterin unter der Rubrik „Diskussion und Bewertung divergierender Akteninformationen 
sowie vorhandener früherer fachlicher Einschätzungen“ festhält, dass generell eine rückwirken-
de Beurteilung der Einschätzungen der anderen Fachpersonen kaum möglich sei. Auch nach 
intensiver Auseinandersetzung mit der Aktenlage habe eine retrospektive Einschätzung deshalb 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nur hypothetischen Charakter. Vorliegend falle eine rückwirkende Beurteilung besonders 
schwer, da sich der Versicherte aktuell zu keinem psychiatrischen Krankheitsbild geäussert 
habe, sondern sich ausschliesslich mit der Schmerzsymptomatik befasst habe. Die Gutachterin 
verkennt mit dieser Aussage offenbar ihre Aufgabe, sich mit den vorangegangenen, psychiatri-
schen Beurteilungen und Gutachten inhaltlich auseinanderzusetzen. Die Feststellung letztlich, 
dass in Bezug auf den zeitlichen Verlauf der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit auch in sorgfälti-
ger Abklärung ein genügender Grund für eine attestierte Arbeitsunfähigkeit zu keinem Zeitpunkt 
habe eruiert werden können, ist nicht nur falsch und widerspricht ihrer vorherigen Aussage, 
dass eine retrospektive Beurteilung kaum möglich sei, sondern sie ist geradezu unhaltbar. Auf 
das Ergebnis der psychiatrischen Gutachterin der MediCore Bad Ragaz AG, dass der Versi-
cherte seit 2006 aus psychiatrischer Sicht voll arbeitsfähig sei, kann demnach nicht abgestellt 
werden. 
 
6. Die Würdigung des medizinischen Sachverhalts führt zur abschliessenden Konklusion, 
dass in somatischer Hinsicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit seit 
dem ABI-Gutachten vom 10. September 2008 auszugehen ist. Diese Einschätzung wurde im 
ABI-Gutachten vom 23. August 2011 sowie im rheumatologischen Gutachten der MediCore Bad 
Ragaz AG vom 28. November 2019 bestätigt. In psychiatrischer Hinsicht hat das Gutachten von 
Dr. B.____ vom 13. April 2013 auch heute noch eine hohe Aussagekraft, im Gegensatz zum 
psychiatrischen Gutachten von Dr. D.____ vom 12. März 2016 und der MediCore Bad Ragaz 
AG vom 12. Dezember 2019. Die psychiatrische Situation hat sich seit dem Gutachten von Dr. 
B.____ nicht grundsätzlich geändert, beschreiben doch alle drei Gutachter ähnliche Beschwer-
debilder, die diagnostische Einschätzung dieser und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
könnte aber unterschiedlicher nicht sein. Am Ende überzeugt Dr. D.____ in Bezug auf die Diag-
nose der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und wegen der fehlenden Auseinander-
setzung mit dem Thema Aggravation nicht; und die Gutachterin der MediCore Bad Ragaz AG 
nicht mit ihrer retrospektiven Betrachtung, in der sie die vorgängigen Beurteilungen vollends 
ausblendet. Folglich bleibt die schlüssige Beurteilung von Dr. B.____ mit der Quintessenz einer 
20%igen Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen. Die Berichte der behandelnden Psychia-
terin, Dr. E.____, vom 17. Februar 2020 und 7. August 2020 vermögen an dieser Einschätzung 
nichts zu ändern. Dr. E.____ betreut den Versicherten seit 2012 und attestiert seither eine Ar-
beitsunfähigkeit von 80 % infolge einer schweren psychischen Episode ohne psychotische 
Symptome (ICD-10 F32.2) mit hypochondrischen Zügen. Diese Einschätzung lässt sich über all 
die Jahre nicht mit der Krankengeschichte in Einklang bringen. 
 
7. Demzufolge bleibt als Ergebnis festzuhalten, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf 
eine befristete Dreiviertelsrente vom 1. April 2007 bis 30. September 2008 hat sowie auf eine 
ganze IV-Rente vom 1. Juni 2012 bis 31. Mai 2013. Weiter ist davon auszugehen, dass aus 
somatischer Sicht durchgehend eine angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar gewesen ist, aus 
psychiatrischer Sicht indes gestützt auf das Gutachten von Dr. B.____ vom 13. April 2013 seit 
19. Februar 2013 lediglich eine 80%ige Arbeitsfähigkeit besteht. Im Rahmen des Vorbescheids 
vom 6. Mai 2014, welcher im Anschluss an das Gutachten von Dr. B.____ erfolgte, gewährte 
die IV-Stelle einen leidensbedingten Abzug von 15 %, was dazu führte, dass bei einer Arbeits-
fähigkeit von 80 % eine Viertelsrente in Aussicht gestellt wurde. Der leidensbedingte Abzug 

 
 
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erwies sich bei der Überprüfung jedoch als zu hoch. Im nachfolgenden Vorbescheid vom 15. 
November 2017 sowie in der Verfügung vom 21. September 2020 reduzierte die IV-Stelle die-
sen auf 5 %. Da der Vorbescheid vom 6. Mai 2014 keine Bindungswirkung hatte für das weitere 
Verfahren (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juli 2019, 8C_203/2019, E. 5.2 mit weiteren Hin-
weisen), war es der IV-Stelle erlaubt, auf den leidensbedingten Abzug zurückzukommen und 
ihn zu korrigieren. Zu prüfen ist, ob der Abzug von 5 % zu schützen ist. 
 
8.1 Mit dem Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 soll der Tatsache Rechnung 
getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behin-
derung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-
grad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte 
Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2, 
Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juli 2017, 8C_114/2017, E. 3.1). Der Abzug soll aber nicht 
automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 
V 322 E. 5.2; 126 V 75 E. 5b/bb-cc).  
 
8.2 In Bezug auf das Zumutbarkeitsprofil ist dem Versicherten aus rheumatologischer Sicht 
ein Vollzeitpensum zumutbar, sofern die funktionellen Einschränkungen berücksichtigt werden. 
Der Beschwerdeführer sollte keine Lasten von mehr als 5 bis 10 kg heben oder tragen, nicht 
länger als 2 Stunden am Stück stehen, nicht länger als 4 Stunden am Stück sitzen und repetiti-
ve Bückbewegungen von mehr als 1 Stunde vermeiden. Ebenfalls sollte er keine Arbeiten über-
kopf ausführen und keine knienden, kauernden oder gebückten Zwangshaltungen einnehmen. 
Ebenfalls sind extreme Vornüberbeugungen und repetitive Rumpfrotationen ungünstig 
(vgl. Gutachten der MediCore Bad Ragaz AG vom 12. Januar 2020). In Berücksichtigung, dass 
dem Beschwerdeführer kein volles, sondern lediglich ein 80%-Pensum angerechnet wird, ist ein 
leidensbedingter Abzug von 5 % für die Funktionseinschränkungen angemessen. Weitere Ab-
zugskriterien sind nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht. Da weder das Vali-
den- noch das Invalideneinkommen strittig sind, resultiert bei einer Arbeitsfähigkeit von 80% ab 
19. Februar 2013 und einem leidensbedingten Abzug von 5 % bei einem ermittelten IV-Grad 
von 33 % kein Anspruch auf eine IV-Rente. Selbst ein leidensbedingter Abzug von 10 % würde 
zu keiner IV-Rente führen. Die Beschwerde ist folglich in dem Sinne teilweise gutzuheissen, als 
die Verfügung der IV-Stelle vom 21. September 2020 zwar aufzuheben und festzustellen ist, 
dass der Beschwerdeführer vom 1. April 2007 bis 30. September 2008 Anspruch auf eine Drei-
viertelsrente und vom 1. Juni 2012 bis 31. Mai 2013 Anspruch auf eine ganze IV-Rente hat. 
Darüber hinaus ist die Beschwerde aber abzuweisen. 
 
9.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwer-
deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Ver-
fahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerde-
führer nur teilweise mit seinem Begehren durchgedrungen. Entsprechend rechtfertigt es sich, 
die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- je hälftig dem Beschwerdeführer und der IV-Stelle 

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

aufzuerlegen. Dem Beschwerdeführer ist mit Verfügung vom 16. November 2020 die unentgelt-
liche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund wird sein Anteil an den Verfahrens-
kosten von Fr. 400.-- vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 
 
9.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Somit ist dem teilweise obsiegenden Beschwerdeführer eine reduzierte 
Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Gemäss Honorarnote vom 21. De-
zember 2020 macht der Rechtsvertreter 11.42 Stunden geltend sowie Auslagen von Fr. 330.30, 
was angemessen ist. Die Parteientschädigung ist im gleichen Verhältnis wie die Verfahrenskos-
ten zu verlegen. Dem Beschwerdeführer ist folglich eine reduzierte Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 1'715.30 (5.71 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 165.15 sowie 7.7 % 
Mehrwertsteuer) zulasten der IV-Stelle zuzusprechen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen 
Verbeiständung sind die verbleibenden Bemühungen von 5.71 Stunden zum praxisgemässen 
Stundenansatz von Fr. 200.-- sowie die restlichen Auslagen von Fr. 165.15 zuzüglich 7.7 % 
Mehrwertsteuer, mithin Fr. 1'407.80, aus der Gerichtskasse zu entgelten. 
 
Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie 
dazu in der Lage ist.  
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-
Stelle Basel-Landschaft vom 21. September 2020 aufgehoben und es 
wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer vom 1. April 2007 bis 
30. September 2008 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und vom 
1. Juni 2012 bis 31. Mai 2013 Anspruch auf eine ganze IV-Rente hat. 
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden im Umfang 
von Fr. 400.-- der IV-Stelle Basel-Landschaft und im Umfang von 
Fr. 400.-- dem Beschwerdeführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung wird der dem 
Beschwerdeführer auferlegte Anteil an den Verfahrenskosten in der 
Höhe von Fr. 400.-- vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine redu-
zierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'715.30 (inkl. Ausla-
gen und 7.7 %Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers überdies ein Honorar in der 
Höhe von Fr. 1'407.80 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) aus 
der Gerichtskasse ausgerichtet.