# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6313c4f-0c2e-5b6e-8660-1f006ab18d94
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.06.2009 D-3861/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3861-2009_2009-06-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3861/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger.

A._______, geboren [...],
Irak, angeblich staatenlos,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. Juni 2009 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3861/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 18. Juli 2003 in der Schweiz ein erstes 
Asylgesuch einreichte und dabei angab, ethnischer Kurde aus Dohuk 
und irakischer Staatsangehöriger zu sein, 

dass  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  am 
15. Dezember  2004  ablehnte  und  dessen  Wegweisung  aus  der 
Schweiz verfügte, 

dass das BFM in der Folge die am 4. Oktober 2005 verfügte vorläufige 
Aufnahme des Beschwerdeführers am 20. November 2007 aufhob, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf eine gegen diesen Entscheid 
erhobene Beschwerde vom 18. Dezember 2007 wegen nicht geleiste-
ten Kostenvorschusses mit Urteil vom 4. Februar 2008 nicht eintrat, 

dass der Beschwerdeführer am 5. März 2008 unter neuer Identität ein 
zweites Asylgesuch einreichte, wobei er angab, als Staatenloser in Sy-
rien geboren zu sein und für die PKK im Irak gekämpft zu haben, 

dass das BFM mit Verfügung vom 27. März 2008 gestützt auf Art. 32 
Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
auf  das  Asylgesuch nicht  eintrat  (Täuschung über  die  Identität)  und 
wiederum die Wegweisung in den Irak verfügte,

dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs und der 
Beschwerdeführer seither unbekannten Aufenthalts war,

dass der Beschwerdeführer am  28. April  2009  ein drittes Asylgesuch 
einreichte und dabei behauptete, ethnischer Kurde aus Z._______ in 
der Provinz Y._______ in Syrien und als Ajnabi staatenlos zu sein,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  Basel  vom 4.  Mai  2009  sowie  der  direkten  Anhörung  vom 
4. Juni 2009 zur Begründung des dritten Asylgesuchs im Wesentlichen 
geltend  machte,  er  habe  im  Februar  2008  respektive  nach  dem 
20. März 2008 die Schweiz verlassen und sei – in  der Absicht  nach 
Syrien zurückzukehren – zunächst in die Türkei gegangen, wo er  von 
seinem Vater erfahren habe, dass er in Syrien wegen des Verdachts 
gesucht werde, die PKK unterstützt zu haben, 

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dass er daher von der Türkei kommend illegal erneut in die Schweiz 
eingereist sei und sein drittes Asylgesuch gestellt habe, 

dass seinen Eltern ein mit dem 20. April 2008 datiertes Schreiben in 
Kopie ausgehändigt worden sei, dessen Inhalt er nicht kenne, weil er 
nicht lesen könne,

dass sein Vater ihm gesagt habe, im Schreiben stehe, er werde von ei-
nem Gericht in X._______ gesucht, 

dass er eine Kopie dieses Schreibens der Vorinstanz als Beweismittel 
eingereicht habe, 

dass er mit diesem Schreiben (laut Vorinstanz ein Haftbefehl des syri-
schen  Justizministeriums)  beweisen  wolle,  er  werde  vom  syrischen 
Geheimdienst gesucht, weil dieser davon ausgehe, er unterstütze die 
PKK, 

dass  er  aus  dem Gebiet  W._______ stamme,  in  dem nur  kurdische 
Ajanibs lebten, 

dass seine Mutter ihm gesagt habe, bei einer Rückkehr würde er bei 
lebendigem Leibe verbrannt, 

dass das BFM mit Verfügung vom 12. Juni 2009 – an diesem Datum 
im EVZ Basel  persönlich  ausgehändigt  –  in  Anwendung  von  Art. 32 
Abs. 2 Bst. e AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegwei-
sung in den Nordirak sowie den Vollzug anordnete, 

dass die Vorinstanz zur Begründung des Nichteintretens auf das Asyl-
gesuch  zusammenfassend  festhielt,  dass  sich  aus  den  Akten  keine 
Hinweise  ergäben,  wonach  nach  Abschluss  des  zweiten  Asylverfah-
rens am 27. März 2008 Ereignisse eingetreten seien, die geeignet sei-
en, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die Gewäh-
rung vorübergehenden Schutzes relevant seien, 

dass der Beschwerdeführer bereits mehrmals dazu aufgefordert  wor-
den sei, sich mit rechtsgenüglichen Identitätspapieren auszuweisen, 

dass er im dritten Asylverfahren lediglich eine Kopie einer unnumme-
rierten Identitätsfeststellung eingereicht und sich nicht weiter um den 
Nachweis seiner Identität bemüht habe, 

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dass der Beschwerdeführer über seine tatsächliche Herkunft  zu täu-
schen versuche und es sich bei ihm nicht um eine staatenlose Person 
syrischer Herkunft handle, 

dass unklar bleibe, ob der Beschwerdeführer nach der rechtskräftigen 
Abweisung des zweiten Asylgesuchs am 27. März 2008 die Schweiz 
überhaupt verlassen habe und in die Türkei gereist sei, 

dass die zu den Akten gereichten, angeblich in der Türkei aufgenom-
menen Fotos irgendwo hätten aufgenommen werden können,

dass der Kopie eines angeblichen Haftbefehls des syrischen Justizmi-
nisteriums, datiert vom 20. April 2008, dessen Inhalt der Gesuchsteller 
nicht  kenne und zu dem er widersprüchliche Angaben mache, keine 
Beweiskraft zukomme, 

dass seine Behauptung, von den syrischen Behörden verfolgt zu wer-
den, unglaubhaft sei, 

dass der Beschwerdeführer aus einer der drei von der kurdischen Re-
gionalregierung  kontrollierten  nordirakischen  Provinzen  stamme  und 
der Vollzug der Wegweisung in den Nordirak zulässig, zumutbar und 
möglich sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Juni 2009 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei im Wesentlichen beantragt, der Entscheid der Vorinstanz sei auf-
zuheben und diese sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten 
und die Flüchtlingseigenschaft zu prüfen, 

dass eventualiter die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglich-
keit des Wegweisung nach Syrien festzustellen und die vorläufige Auf-
nahme zu gewähren sei,

dass  er  zudem in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses ersucht, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 16. Juni 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht per Telefax eintrafen, 

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und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass das BFM in seinem gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG er-
gangenen Entscheid auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 
eingetreten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispositivs),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz demgegenüber die Frage der Wegweisung sowie 
deren Vollzugs materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungs-
gericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen 
hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist,  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verlet-
zung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung 

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des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  das Bundesverwaltungsgericht über offensichtlich unbegründete 
Beschwerden in einem vereinfachten Verfahren entscheidet  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und die vorliegende Beschwerde, wie nachfolgend aufge-
zeigt, offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf einen Schriftenwech-
sel verzichtet wird und der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a AsylG),

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn die asylsuchende Person in der Schweiz bereits ein 
Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  hat  oder  während  des  hängigen 
Asylverfahrens in den Heimat- oder Herkunftsstaat zurückgekehrt ist,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn es Hin-
weise auf zwischenzeitlich eingetretene Ereignisse gibt,  die geeignet 
sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewäh-
rung  vorübergehenden  Schutzes  relevant  sind  (Art. 32  Abs. 2  Bst. e 
AsylG), 

dass der  Beschwerdeführer unbestritten in  der Schweiz bereits  zwei 
Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat und damit das in Art. 32 Abs. 2 
Bst.  e  AsylG  statuierte  formelle  Erfordernis  erfüllt  ist  (vgl.  EMARK 
1998 Nr. 1 E. 5b S. 7 ff.),

dass sich die Aktenlage in Bezug auf das materielle Erfordernis des 
Fehlens  von  Hinweisen  auf  zwischenzeitlich  eingetretene,  für  die 
Flüchtlingseigenschaft relevante Ereignisse ebenso klar präsentiert,

dass  hierbei  nicht  derselbe  weite Verfolgungsbegriff  wie  in  Art.  18, 
Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 34 Abs. 1 AsylG zur Anwendung gelangt 
(vgl.  dazu  EMARK 2004  Nr. 5  E. 3c.aa  S. 35  f.,  2004  Nr. 35  E. 4.3 
S. 247),  sondern  lediglich  Hinweisen  auf  Ereignisse  Bedeutung  zu-
kommt, die zur Begründung der Flüchtlingseigenschaft geeignet sind,

dass  mit  anderen  Worten  ein  engerer Verfolgungsbegriff  angewandt 
werden muss und auf das Asylgesuch nicht einzutreten ist, wenn eines 
der  Elemente  des  Flüchtlingsbegriffs  von  Art.  3  AsylG  offensichtlich 
nicht erfüllt ist (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.5 S. 18),

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dass grundsätzlich, sobald in den Akten Hinweise auf flüchtlingsrecht-
lich oder für die Gewährung vorübergehenden Schutzes bedeutsame 
Ereignisse seit  dem Abschluss  des  vorangegangenen Verfahrens zu 
verzeichnen sind, deren Unglaubhaftigkeit nicht schon bei erstem Hin-
sehen  festgestellt  werden  kann,  und  unabhängig  von  der  Tatsache, 
dass  derselben  ausländischen  Person  in  der  Vergangenheit  schon 
(mindestens)  einmal  in  der  Schweiz  die  Anerkennung  als  Flüchtling 
versagt  blieb,  auf  das Asylgesuch einzutreten ist  (vgl. EMARK 2005 
Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f.),

dass der Beschwerdeführer für die Zeit  nach der rechtskräftigen Ab-
weisung des zweiten Asylgesuchs am 27. März 2008 und vor dem Ein-
reichen des dritten Gesuchs am 28. April 2009 mit der Aushändigung 
eines am 20. April 2008 datierten Schreibens an seine Eltern lediglich 
ein  einziges  Ereignis  zu  nennen  vermochte,  das  ihm  in  dieser  Zeit 
Probleme bereitet habe, 

dass er im Zusammenhang mit diesem angeblichen Haftbefehl des sy-
rischen Justizministeriums unsubstanziierte Ausführungen machte und 
sich in Widersprüche verwickelte, 

dass er keine substanziierten Angaben zum Inhalt des Schreibens und 
zu  dessen Verfasser  machen  konnte,  was er  damit  begründete,  An-
alphabet zu sein (Akte D9 S. 11 f. Fragen 102 ff.), 

dass  er  in  der  direkten Bundesanhörung  einmal  angab,  das  Gericht 
bzw. die Polizei habe das Schreiben bei ihm zuhause abgegeben (Akte 
D9 S. 11 Frage 95), kurz darauf aber erklärte, es sei der Geheimdienst 
gewesen, der den Haftbefehl übergeben habe (a.a.O. Frage 103), 

dass er angab, er verfüge (nur) über eine Kopie des Haftbefehls, weil 
das Original von den Behörden nicht herausgegeben werde (Akte D2 
S. 5; Akte D9 S. 13 Frage 115),

dass mit  dieser Erklärung aber erst  recht nicht  nachvollziehbar wird, 
dass und wie er überhaupt in den Besitz einer Kopie gelangen konnte,

dass  der  Beschwerdeführer,  der  seit  2003  unter  verschiedenen  Na-
men, Geburtsdaten und Herkunftsangaben drei Asylgesuche einreich-
te, es bis heute unterliess, seine Identität und Herkunft rechtsgenüg-
lich zu belegen, obwohl er nach zwei erfolglos durchlaufenen Asylver-
fahren wissen musste, dass das Abgeben rechtsgenüglicher Identitäts-

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papiere von zentraler Bedeutung ist und er dazu fast sechs Jahre Zeit 
und nach eigenen Angaben auch persönlichen Kontakt zu seinem Va-
ter hatte (Akte D2 S. 2), 

dass er indessen bis heute keine Originalbestätigung seiner angebli-
chen Zugehörigkeit zu den staatenlosen Ajnabi einreichte, obwohl er 
dazu ebenfalls längstens Zeit gehabt hätte, 

dass der Beschwerdeführer somit keine Hinweise darzulegen vermag, 
wonach seit dem rechtskräftigen Abschluss seines zweiten Asylverfah-
rens  Ereignisse  eingetreten  wären,  die  geeignet  wären,  die  Flücht-
lingseigenschaft zu begründen oder die für die Gewährung vorüberge-
henden Schutzes relevant wären,

dass auch die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe nicht geeignet 
sind, zu einer anderen Beurteilung zu gelangen,

dass bei  dieser  klaren Sachlage die Anträge auf  Fristgewährung für 
das Beschaffen weiterer Beweismittel aus dem Ausland und Durchfüh-
rung weiterer Abklärungen zur Herkunft des Beschwerdeführers (Lin-
gua-Analyse) abzweisen sind,

dass im Übrigen auf die entsprechenden Erwägungen in der angefoch-
tenen Verfügung zu verweisen ist,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG 
zu Recht auf das dritte Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen wäre, ob der Vollzug 
der Wegweisung durchführbar ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), diese Untersuchungspflicht je-
doch  nach  Treu und  Glauben  ihre  Grenze an  der  Mitwirkungspflicht 

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des Asylsuchenden findet (Art. 8 AsylG), welcher auch die Substanzi-
ierungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es deshalb nicht Sache des Bun-
desverwaltungsgerichts sein kann, nach Wegweisungshindernissen in 
hypothetischen  Herkunftsländern  zu  forschen,  wobei  das  vom  BFM 
festgestellte  Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen bezüglich 
des Nordiraks zu bestätigen sein dürfte,

dass der offenbar gesunde Beschwerdeführer die Folgen seiner man-
gelnden Mitwirkung und der Verheimlichung der wahren Identität  be-
ziehungsweise Herkunft  zu tragen hat,  indem davon auszugehen ist, 
es würden seiner Wegweisung in den tatsächlichen Heimatstaat keine 
landes-  oder  völkerrechtlichen  Vollzugshindernisse  im  Sinne  von 
Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 AuG entgegenstehen,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass die Beschwerde im Zeitpunkt ihrer Einreichung als aussichtslos 
erschien,  weshalb  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer  durch Vermittlung des Empfangs-  und Ver-
fahrenszentrums Basel (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel (per Telefax zu 
den Akten Ref.-Nr. N [...], mit der Bitte um Eröffnung des Urteils an 
den  Beschwerdeführer  und  um  Zustellung  der  beiliegenden 
Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- [...] (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Jacqueline Augsburger

Versand: 

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