# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 612f3b0d-d695-533a-ab20-38c44da963c2
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-09
**Language:** de
**Title:** Neuanmeldung, gestützt auf Gutachten ist von keiner Verschlechterung des Gesundheitszustands auszugehen, Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2014.00314
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00314.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00314
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Käch
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiberin Kudelski
Urteil
vom
9. September 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger
Advokaturbureau
Bertschinger Isler Wiesendanger
Oberfeldstrasse 158, Postfach 5, 8408 Winterthur
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1968,
meldete
sich am 2
7.
Mai 1995
unter Hinweis auf Bauch
schmerzen, Status nach Appendektomie
n
in den Jahren
1992 sowie 1994,
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2). Die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation (
Urk.
7/7-8,
Urk.
7/16-19,
Urk.
7/30-32) ab und verneinte da
raufhin mit Verfügung vom 1
7.
November 1997 (
Urk.
7/35) einen Anspruch auf eine Invalidenrente.
1.2
Am 1
7.
Dezember 2004 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug
an, wobei sie auf
Beinschmerzen
(
Tumor im Nerv
)
sowie auf Magen- und
Lun
gen
probleme
hinwies (
Urk.
7/36). Wiederum klärte die IV-Stelle die medizini
sche
und erwerbliche Situation (
Urk.
7/41-43,
Urk.
7/45,
Urk.
7/47) ab und ver
an
lasste insbesondere eine psychiatrische Begutachtung, über welche am 1
7.
Augus
t 2005 berichtet wurde (
Urk.
7/51).
In der Folge verneinte
sie
mit Verfügung vom
1
4.
September 2005 (
Urk.
7/53) einen Anspruch auf eine Inva
lidenrente
. Die gegen den
Einspracheentscheid
vom 3
1.
Oktober 2005 (
Urk.
7/64)
von der Ver
si
cherten erhobene Beschwerde (
Urk.
7/65/3-4) wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom
7.
Februar 2007 (
Urk.
7/68, Prozess Nr. IV.2005.01340) abgewiesen.
1.3
Die Versicherte meldete sich am 2
5.
Februar 2008
unter Hinweis auf Rücken
schmerzen, Beinschmerzen (Tumor im linken Unterschenkel), Schlaflosigkeit, Kopf
schmerzen sowie eine Depression
erneut
zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/72).
Die IV-Stelle klärte die medizinische und erwerbliche Situation (
Urk.
7/77-81) ab
,
veranlasste ein polydisziplinäres Gutachten, welches am
6.
November 2008 erstattet wurde (
Urk.
7/87) und veranlasste weiter eine Ab
klärung der beein
träch
tigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt, über wel
che am
9.
Januar
2009 berichtet wurde (
Urk.
7/89).
Nach weiteren Abklärungen der medizini
schen
Situation
(
Urk.
7/97,
Urk.
7/99,
Urk.
7/102)
verneinte
sie
mit Verfügung vom 2
2.
Oktober 2010 (
Urk.
7/104)
abermals
einen Anspruch auf eine Invalidenrente.
1.4
Am
3.
Juni 2011 meldete sich die Versicherte
unter Hinweis auf eine Depression mit Angst- und Panikstörung (rezidi
vierend), eine
rezidivierende Dyspnoe
sowie chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule
wiederum
zum
Leistungsbezug an (
Urk.
7/107), wobei der behandelnde Psychiater einen Bericht (
Urk.
7/114) ein
reichte.
Die IV-Stelle veranlasste daraufhin insbesondere ein psychiatrisches Gut
achten, welches am 1
8.
Juli 201
2 erstattet wurde (
Urk.
7/121).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
,
in de
ss
en Rahmen weitere
Arztbe
richte
eingeholt wurden
(
Urk.
7/123,
Urk.
7/127,
Urk.
7/
133-
135
,
Urk.
7/143,
Urk.
7/14
5. Urk.
7/147
)
,
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
2.
Februar 2014 (
Urk.
7/150 =
Urk.
2) einen Rentenanspruch.
2.
Die Versicherte erhob am 1
7.
März 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom
1
2.
Februar 2014 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei die
Be
schwerdegegnerin
zu verpflichten, ihr ab dem
8.
Juni 2011 eine
ganz
e Invali
den
rente auszurichten (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte mit
Beschwerde
antwort
vom
2.
Mai 2014 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was der Be
schwerde
führerin am 1
8.
Juni 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit k
önnen in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht
als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver
werten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wi
rd dabei weitgehend
objek
tiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen
Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden
kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Per
son sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinwei
sen).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird
nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die
Neua
mel
dung
ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invalidi
täts
grades
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana
loger Weise
wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198
E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der
Invalidi
täts
grad
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän
derung erfah
ren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zu
nächst noch zu
prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine
anspruchs
be
gründende
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im
Beschwerde
fall
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass
die ausgewiesenen
Gesund
heitsschäden
weiterhin keine dauerhafte oder zumindest langandauernde Arbeits
un
fähigkeit in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätigkeit begründen würden (S. 2).
In der Beschwerdeantwort (
Urk.
6)
fügte die Beschwerdegegnerin ergänzend hinzu,
es könne auf das Gutachten
von med.
pract
.
Y.___
abgestellt werden, wo
nach
bei der Beschwerdeführerin keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden. Aus gutachterlicher Sicht habe das von der Be
schwerdeführerin vorgetragene Leid nicht nachvollzogen werden können. Die Aus
f
ührungen im Gutachten würden im Übrigen auch mit früheren Einschät
zungen übereinstimmen.
2.2
Demgegenüber vertrat die Beschwerdeführerin den Standpunkt (
Urk.
1), mehrere Fachärzte hätten über Jahre hinweg übereinstimmend psychiatrische Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
gestellt
und ihr eine hohe Arbeits
unfähigkeit attestiert. Diese Ärzte hätten sie über einen längeren Zeitraum gese
hen und untersucht. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Gutachterin med.
pract
.
Y.___
– nach nur zweistündiger Exploration – zu anderen Schlüssen ge
kommen sei (S. 10).
Zudem spreche sie nur sehr schlecht Deutsch und könne sich daher nicht adäquat ausdrücken, weshalb die Gutachterin zwingend einen Dolmetscher hätte beiziehen müssen (S.
8 f.).
Der behandelnde Psychiater
Dr.
Z.___
habe
schliesslich
mit umfassender und überzeugender Begründung dargelegt, weshalb auf das Gutachten von med.
pract
.
Y.___
nicht abgestellt
werden könne. Das Gutachten weise verschiedene gravierende Mängel und Wider
sprüche auf (S.
11 ff.).
Aufgrund der übereinstimmenden und nachvoll
zieh
baren Berichte der behandelnden Ärzte stehe fest, dass sie in ihrer Arbeits- und Erwerbsfähigkeit stark eingeschränkt sei. Sowohl in angestammter als auch in adaptierter Tätigkeit sei sie zu mindestens 80
%
eingeschränkt.
Es sei ein neues psychiatrisches Gutachten einzuholen, falls an dieser Beurteilung
noch Zweifel
bestünden
(S. 15).
2.3
Nachdem die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung der Beschwerdefüh
rerin eintrat, ist zu prüfen,
ob eine anspruchsbegründende Verschlechterung des
Gesundheitszustands zu Rec
ht verneint wurde
. Vergleichsbasis zu den mit der
vor
l
iegend angefochtenen Verfügung vom 1
2.
Februar 2014 (
Urk.
2) beurteilten
Verhältnissen bildet der Sachverhalt, auf dessen Grundlage die
anspruchsver
nei
nende
Verfügung vom 2
2.
Oktober 2010 (
Urk.
7/104)
erging (vgl. BGE 130 V 71
E. 3.2.3).
3.
3.1
Der anspruchsverneinenden Verfügung vom 2
2.
Oktober 2010 (
Urk.
7/104) la
gen
im Wesentlichen die nachfolgenden Arztberichte zugrunde.
3.2
Die Ärzte des
A.___
diagnostizierten mit Schreiben vom
3.
Januar
2008 (
Urk.
7/78/8-10) ein chronisches
lumbospondylogenes
Schmerz
syndrom
rechtsbetont, eine Adipositas, eine
Varikosis
Oberschenkel dorsal
beidseits sowie ein
en
Verdacht auf
Restless
-
Legs
-Syndrom (S. 1).
3.3
Dr.
med.
B.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
gab mit Bericht
vom 1
9.
März 2008 (
Urk.
7/78/
7
)
als Diagnosen ein chronisches
lumbospondy
lo
ge
nes
Schmerzsyndrom, ein
en
Verdacht auf
Restless
-
Legs
-Syndrom, eine mittel
schwere bis schwere Depression bei psychosozialer Belastungssituation sowie eine
Anpassungsstörung an. Weder die Behandlung mit
trizyklischen
An
tidepressiva, Schlafmitteln und schlussendlich Neuroleptika, noch die psycholo
gische Thera
pie hätten einen nachhaltigen Effekt gezeitigt.
Die Beschwerdefüh
rerin brauche mittlerweile Unterstützung bei der Führung des Haushaltes.
Sie sei auch in einer leichten angepassten Tät
igkeit zu 100
%
arbeitsunfähig.
3.4
Die Ärzte der
C.___
informierten mit
Aus
trittsbericht
vom 1
0.
Juni 2008 (
Urk.
7/80/1-5) über die stationäre Behandlung der Beschwerdeführerin vom
7.
April bis zum 2
0.
Mai 2008 und stellten fol
gen
de
Austrittsdiagnosen (S. 1):
-
mittelgradige depressive Episode, mit agitierter Symptomatik, Ängsten und akustischen Halluzinationen (ICD-10 F32.10)
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom, rechtsbetont
-
Varikosis
Oberschenkel dorsal beidseits – kleinste oberflächliche
Throm
bophlebitis
am Unterschenkel links medial
-
Verdacht auf
Restless-Legs
Syndrom
3.5
Die Ärzte
der
D.___
erstatteten ihr polydisziplinäres Gut
achten in den Fachdisziplinen Orthopädie, Allgemeine Innere Medizin sowie Psy
chiatrie am
6.
November 2008 (
Urk.
7/87).
Die orthopädisch klinisch-funktionelle Abklärung habe sowohl im Bereich der Wirbelsäule und des Rumpfes als auch im Bereich des Schultergürtels und der oberen Extremitäten wie auch des Beckengürtels und der unteren Extremitäten
keine gravierenden pathologischen Befunde ergeben. Aus orthopädischer Sicht sei die Beschwerdeführerin in allen altersadäquaten Frauenarbeiten und auch in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin in einer Schokola
denfabrik zu 100
%
arbeitsfähig (S. 10
Ziff.
D.
1.3).
Aus psychiatrischer Sicht
fänden sich keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit. Es liege eine narzisstisch-
histrionische
Primärpersönlichkeit (ICD-10 F60.8) vor. Die Darstellungsweise der Beschwerdeführerin in der
Un
ter
suchungssituation
sei übertrieben und teilweise unkontrolliert mit raschem Wechsel bei Ablenkung gewesen. Auch die eigene Emotionalität und die eige
nen
Empfindungen habe die Beschwerdeführerin manchmal etwas
theatralisch - nicht
nachfühlbar -
darzustellen versucht. Die Beschwerdeführerin gelte aus psychia
trischer Sicht
als
zu 100
%
arbeitsfähig (S. 10 f.
Ziff.
D.
2.1).
Auch a
us internistischer Sicht habe keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt werden können.
Die Beschwerdeführerin habe in
Be
zug auf das Vorliegen eines
Restless
-
Legs
-Syndroms keine weiteren Aus
künft
e erteilen können.
Eine neurologische Abklärung sei bisher wahrscheinlich nicht
erfolgt. Bei einem
Restless
-
Legs
-Syndrom handle es sich
fachgebietsüber
greifen
d
um neurologische und orthopädische Aspekte. Aus orthopädischer Optik komme der Diagnose differentialdiagnostisch keine die Arbeitsfähigkeit be
schränkende Bedeutung zu (S. 11
Ziff.
D.2.2).
Zusammenfassend konnten die Ärzte der
D.___
keine Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit stellen (S. 11
Ziff.
E.2). Als Diagnosen ohne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie
F
olgendes auf (S. 11
Ziff.
E.2):
-
chronisch venöse Insuffizienz mit
grobkalibriger
Varikosis
beider Unter
schenkel ohne Komplikationen
-
rumpfmuskuläres Globaldefizit bei
Langzeitdekonditionierung
-
Adipositas
-
chronischer Husten unklarer Genese, Verdacht auf
Refluxösophagitis
-
Verdacht auf
Restless
-
Legs
-Syndrom
-
narzisstische-
histrionische
Primärpersönlichkeit (ICD-10 F60.8)
-
Status nach operativer Revision des
Nervus
suralis
rechts sowie nach Revision einer Fettgewebsnekrose am rechten distalen Unterschenkel am 1
1.
Juli 2003 ohne Folgen
Aufgrund
der polydisziplinären Abklärung
ergebe sich
eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
(S. 13 oben). Die bisherige Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin in einer
Schokoladenfabrik sei
der Beschwerdeführerin
weiterhin zumutbar (S.
14
Ziff.
G.3.1
).
3.6
Am 1
2.
Dezember 2008 erfolgte schliesslich eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt. Im Abklärungsbericht vom
9.
Januar 2009 (
Urk.
7/89) hielt die Abklärungsperson fest, dass die Beschwerdeführerin
-
aufgrund ihrer eigenen Aussagen
-
als zu 65
%
Erwerbstätige und zu 35
%
im Haushalt Tätige zu qualifizieren sei (S. 2
Ziff.
2.5). Die Abklärungsperson führte
weiter aus, dass es aufgrund der medizinischen Beurteilung nicht nachvollzieh
bar
sei, weshalb die Beschwerdeführerin nicht wenigstens einen Teil der anfal
lenden Arbeiten im Haushalt erledige oder bei der Erledigung mithelfe. Es könne somit bei der Bewertung der einzelnen Aufgabenbereiche nicht auf die subjektive Wahr
nehmung der Beschwerdeführerin
abgestützt werden
.
D
eshalb
könne
bei den einzelnen Aufgabenbereichen im Haushalt keine
invaliditätsbe
dingte
Ein
schränkung angerechnet werden (S. 4
Ziff.
6).
3.7
Mit Schreiben vom 2
9.
Januar 2009 (
Urk.
7/97) gab
Dr.
B.___
an, dass die Be
schwerdeführerin in ihrem Alltagsleben überfordert und auf Hilfe Dritter ange
wiesen sei. Sie sei durch ihre Persönlichkeitsproblematik nicht in der Lage ihre
Krankheit zu bewältigen und könne mit
den
Schmerzen nicht umgehen.
Dr.
B.___
führte folgende Diagnosen auf:
-
mittelschwere bis schwere Depression, Schlafstörungen
-
Angstzustand und Wahnvorstellungen im Sinne von akustischen Hallu
zinationen
-
therapieresistent
-
Restless
-
Legs
-Syndrom
-
akute tiefe Venenthrombose rechts
am
1
6.
Januar 2009
-
Verdacht auf Lungenembolie beziehungsweise Atembeschwerden nach der Venenthrombose
-
Anpassungsstörung bei selbst unsicherer, unreifer Persönlichkeit
-
chronisch
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts
Die Beschwerdeführerin sei für leichte angepasste Tätigkeiten zu 100
%
arbeits
unfähig. Sie sei auch nicht in der Lage, die Haushaltsarbeit zu verrichten.
Mit Bericht vom 1
6.
Januar 2010 (
Urk.
7/99/1-6)
führte
Dr.
B.___
zusätzlich eine Rezidiv-Dyspnoe auf, wobei die Anmeldung bei der Pneumologie des
A.___
bereits
erfolgt sei (S. 2
Ziff.
1.1).
3.8
Dr.
med.
E.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in
formierte mit Schreiben vom 1
6.
Juni 2010 (
Urk.
7/133/2-3), dass die Be
schwer
d
e
führerin
-
mit Unterbrüchen
-
seit November 2004 in seiner Behand
lung stehe
. Leider sei es auch mit Hilfe von stationärer Behandlung bisher nicht gelungen,
die zum Teil schwerwiegenden psychischen und somatischen Be
schwerden sowie
aggressiven
Verhaltensauffälligkeiten therapeutisch positiv zu beeinflussen.
Un
ver
ändert oder sogar noch verstärkt sei das depressive Syndrom beziehungs
weise ihre unmotivierte Reizbarkeit und Aggressivität gegenüber der Familie.
Er erachte die rein psychopharmakologischen Möglichkeiten als aus
geschöpft.
Die
Beschwerdeführerin sei einer reinen
Gesprächspsychotherapie wegen sprachli
cher
und mentaler Barrieren unzulänglich. Sie benötige eher eine integrative Thera
pie
(S.
1).
Er habe
der Beschwerdeführerin
mitgeteilt, dass er die ambulante Be
hand
lung im bisherigen Rahmen nicht weiterführen möchte (S. 2).
3.9
Dr.
med.
F.___
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und
für Pneumologie,
A.___
, gab mit Bericht vom 1
0.
September 2010 (
Urk.
7/102) an, dass die Beschwerdeführerin zur Abklärung einer seit Jahren bestehenden Anstrengungsdyspnoe mit teils auch nächtlichen
Dyspnoeattacken
und Husten zugewiesen worden sei (S. 1
Ziff.
1.4). Als Diagnose mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit führte sie eine Anstrengungsdyspnoe mit leicht eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit im Rahmen der Adipo
sitas und des
Trainings
mangels
auf. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit nannte sie ein Asthma bronchiale (S. 1
Ziff.
1.1). Die Prognose sei bei re
gelmässiger
Inha
lationstherapie
zur Behandlung des Asthma bronchiale und Anstreben einer
Ge
wichtsreduktion
sowie regelmässigem körperlichem Training gut (S. 2
Ziff.
1.4).
Die Beschwerdeführerin sei nie arbeitsunfähig geschrieben worden (S.
2
Ziff.
1.6).
3.
10
Gestützt darauf ging die Bes
chwerdegegnerin davon aus, dass der Beschwer
de
führerin ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit in der Schokoladenfabrik als auch eine altersadäquate Verweistätigkeit zu 100
%
zumutbar
und auch die Arbeiten im Haushalt voll zumutbar s
eien
(
Urk.
7/104 S. 1).
4.
4.1
Für die Zeit nach der rechtskräftigen Verfügung vom Oktober 2010 (
Urk.
7/104) finden sich in den Akten die folgenden medizinischen Berichte.
4.2
Mit Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 1
4.
September 2011 (
Urk.
7/114)
führte
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, fol
gen
de Diagnosen auf (S. 3 unten):
-
Paniksyndrom (ICD-10 F40.01)
-
Phobien, zumeist
klaustrophobe
(ICD-10 F43.22)
-
Tranquilizerübergebra
u
ch
, Low-dose
Dependence
(ICD-10 F13.1)
-
g
egebenenfalls auch
Somatisierungsstörung
Nach Massgabe des klinischen Eindrucks und der Diagnosestellung sei der Vor
bescheid der Beschwerdegegnerin nicht nachvollziehbar. Er habe einen völlig
anderen klinischen Eindruck. Die Beeinträchtigung scheine offensichtlich zu sein.
Zurzeit sei keine Erwerbsfähigkeit gegeben. Die
komorbide
Symptomatik wirke
erschöpfend beziehungsweise invalidisierend.
Er empfehle daher eine Be
ren
tung.
Die Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit liege bei 95
%
und für eine angepasste Tätigkeit bei 80
%
(S. 4).
4.3
Am
2.
Dezember 2011 erfolgte die von der Beschwerdegegnerin in Auftrag ge
gebene psychiatrische Begutachtung der Beschwerdeführerin.
Med.
pract
.
Y.___
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete ihr Gutachten
am 1
8.
Juli 2012 (
Urk.
7/12
1) und führte dabei
aus,
dass
keine Ängste, Phobien oder
Zwänge von Krankheitswert (leichte agoraphobische Ängste im Lift und beim Autofahren) bestünden.
Es liege kein Interessensverlust vor, welcher
alle Belange des allt
äglichen Lebens betreffen würde
(S. 16
Ziff.
3.1 unten).
E
s liege keine psychische Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor (S. 17
Ziff.
4.1). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte sie
F
olgendes auf (S. 17
Ziff.
4.2):
-
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstisch-
histrionischen
Anteilen (ICD-10 Z73.1)
-
Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen – Renten
neurose (ICD-10 F68.0)
-
s
chädlicher Gebrauch eines Benzodiazepins (
Lexotanil
) und Codein (
Tossamin
plus)
,
(ICD10 F13.1, F11.1)
-
p
sychosoziale Probleme:
-
Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung (ICD-10 Z60.3)
-
Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (ICD-10 Z56)
Bei der Untersuchung sei die von den Vorgutachtern beschriebene mangelnde Anstrengungsbereitschaft bei generellem Desinteresse und massiver
Selbstlimi
tierung
mit Verdeutlichungstendenzen bei „narzisstisch-
histrionischer
Persön
lichkeitsakzentuierung
“ erneut stark in den Vordergrund getreten. Bei der völlig
passiven Alltagsgestaltung und einem durchwegs regressiven Verhalten profi
tie
re
die Beschwerdeführerin
weiterhin von einem sekundären
Krankheitsge
winn
und könne so die Verantwortung abgeben (S. 21 unten).
Die Schilderun
gen seien -
wie auch schon bei den Vorgutachtern
-
durch immer wieder theat
ra
lisches Wei
nen
(Leidensdruck in der Gegenübertragung nicht spürbar) unter
mauert gewe
sen. Subjektiv sei über verschiedene Ängste (zum Beispiel beim Autofahre
n und
im Lift) berichtet worden. Um gemäss ICD-10 eine entspre
chende Diagnose stelle
n zu können, habe jedoch die
Schilderung der dazugehö
rigen typischen vegeta
tiven Symptomatik mit Vermeidungsverhalten, Befürch
tunge
n, Ängsten vor
Kon
trollverlust
sowie
Erwartungsangst gefehlt
.
Es liege deshalb keine eigenständige „phobische Störung
(ICD-10 F40)
“ vor
(S. 22 oben)
.
D
en Akten
könnten keine ausreichenden somatischen Befunde
für die angege
be
nen erheblichen Einschränkungen im Zusammenhang mit den Beschwerden (Schmerzen und Atemprobleme) entnommen werden
, so dass eine deutliche Symptomausweitung vorliege
. Es könne keine
psychische Störung diagnostiziert
werden, insbesondere keine
„anhaltend
somatoforme
Schmerzstörung“
.
Auf
grund
der Persönlichkeitsakzentuierung bestehe eine Neigung zur Somatisie
rung, ohne dass hieraus ein eigenständiges Krankheitsbild abgeleitet werden könne (S. 22
mitte
).
Es liege auch keine schwere Persönlichkeitsveränderung vor, sondern ledig
lich eine „Akzentuierung der Persönlichkeit mit narzisstisch-
histrionischen
Anteilen“
. Diese habe jedoch keine Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
. Es handle sich um eine dramatische Selbstdarstellung, theatralisches Auftreten mit über
triebenem Ausdruck von Gefühlen sowie
oberflächlichen, la
bilen Affekten mit dem ständigen Bestreben, möglichst im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehe
n
(S. 22 unten
f.).
Auch
ergäben sich keine Hinweise
für das Vorliegen einer
affektive
n
Störung,
einer Agoraphobie oder
eine
r
Anpassungs
- und Panik
störung.
Gemäss ICD-10 würden die von einer Depression Betroffenen unter den Grundsymptomen ge
drückte Stimmung, Interesseverlust, Freudlosigkeit
sowie
einer Verminderung des
Antriebs leiden. Bei der Beschwerdeführerin
habe
kein genereller
Interesse
ver
lust
oder eine Freudlosigkeit vorgelegen. Sie beschäftige sich mit Freuden mit
ihrem Enkelkind und „vergesse“ hierbei sogar die Schmerzen. Es habe auch kein
e durchgängig depressive Stimmung (insbesondere auch kein Morgentief) festge
stellt werden können.
Allenfalls
habe eine leichte Affektlabilität bestan
den. Die
vermeintlichen Einschränkungen von Antrieb und Aktivität würden im Rahmen der beschriebenen massiven Selbstlimitierung und den
Verdeutli
chungsten
den
zen
interpretiert (S. 23 oben).
Ebenfalls liege keine
Anpassungs
störung
vor, da
diese während des Anpassungsprozesses nach einer entschei
denden
Lebensver
än
derung
oder einem belastenden Lebensereignis auftreten würde.
Ein solches Er
eig
nis
habe bei der Beschwerdeführerin nic
ht identifiziert werden können
(S. 23
mitte
).
Zusammenfassend könne festgehalten werden, dass es bei der Beschwerdeführe
rin keine Hinweise gebe, welche für die Diagnose eines psychiatrischen
Stö
rungsbildes
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sprechen würde
n
. Die Beschwerdeführerin sei aus psychiatrischer Sicht medizinisch-theoretisch zu 100
%
arbeitsfähig. Dies gelte auch für den Haushalt. Es sei ihr die
Willensan
strengung
zuzumuten, die Schmerzen zu überwinden.
Auch
bestehe keine rele
van
te psychiatrische Komorbidität, mit der eine ausgewiesene
Leistungsein
schrä
nkung
begründet werden könne (S. 23 unten). Eine adäquate Behandlung habe sich in der Vergangenheit
-
auch wegen der erwähnten Verständigu
ngs
schwierigkeiten -
als schwierig erwiesen. Eventuell würde eine systemische
Fa
mi
lientherapie
dazu beitragen, den sekundären Krankheitsgewinn und die
Selbst
limitierung
zu durchbrechen (S. 25 oben). Es liege weiterhin
-
wie im
Vorgut
achten
aus dem Jahr 2008
-
kein psychiatrisches Störungsbild mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor, so dass es sich insofern nicht um eine gesundheit
liche Verschlechterung handle (S. 26
Ziff.
7.1).
4.4
Dr.
med.
G.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Di
enst (RAD),
emp
fahl mit Stellungnahme vom 1
0.
August 2012
, auf das Gutachten abzustel
len. Es sei
nicht von einem dauerhaften relevanten Gesundheitsschaden
auszu
gehen
(
Urk.
7/122 S. 3 f.).
4.5
Dr.
med.
H.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Nephrologie, führte mit Schreiben vom
6.
November 2012 (
Urk.
7/133
/1
) aus, d
ass der ablehnende Vorbescheid
den krankhaften Zustand der Beschwerde
führerin nicht realitätsbezogen berücksichtige. Die Beschwerdeführerin sei seit Jahren dauerhaft psychiatrisch und somatisch krank. Einerseits bestünden er
hebliche psychiatrische Defizite, andererseits l
a
sse sich diese Erkrankung nicht oder kaum wirksam durch eine psychiatrische Behandlung oder Psychotherapie beeinflussen. Die Beschwerdeführerin könne im Haushalt aufgrund der mehrfa
chen psychischen und körperlichen Belastungen keine Arbeiten durchführen. Sie könne ihren Alltag nicht
selbst
strukturieren und sei auf die Hilfe der Ange
hörigen angewiesen. Eine Erwerbstätigkeit sei nicht zumutbar.
4.6
Mit Schreiben vom
8.
November 2012 (
Urk.
7/134) nahm
Dr.
Z.___
Stellung
zum Gutachten von
med.
pract
.
Y.___
und führte dabei aus, dass de
r
Psycho
status
ausführlich beschrieben worden sei. Er sei mit der Beschreibung aber nicht einverstanden. Seines Erachtens sei die Beschwerdeführerin von der Be
lastung so sehr gezeichnet wie selten eine andere Person.
Die erlebte Spannung sei ihr aufs Gesicht ge
schrieben
. Der Befundteil des Gutachtens sei stellenweise von zu
viel Interpretation durchzogen.
Gleichermassen würden solche in den
Anamneseteil einfliessen (S.
1). Die Gutachterin sei mit ihren Vorstellungen denn
auch kaum in der Lage die kulturellen Bedingtheiten der Beschwerdefüh
rerin und ihrer Herkunft zu begreifen. Völlig ungenügend sei
zudem
die Explo
ration
der
klaustrophobischen
Ängste. Die Beschwerdeführerin könne die pho
bische Angst
genügend gut schildern. Ganz befremdlich sei
auch
die Ausfüh
rung der Gutachterin
,
dass
vor lauter affektivem Ausdruck die Beschwerdefüh
rerin in der G
egenübertragung nicht zu spüren gewesen sei. Dies
obwohl ande
rerseits der affektive Report gut gewesen sein soll (S. 2).
Die psychosozialen Faktoren be
stünden schon jahrelang fast unverändert. Sie spielen indessen fast keine Rolle. Denn wären sie so bedeutsam, hätten sie keine ausführende Tätig
keit erlaubt.
Obwohl
Dr.
E.___
und
die Ärzte der
C.___
eine Depression
di
agnostiziert hätten, werde die Diskussion darum beiseite gelassen (S. 4
mitte
).
Die depressi
ve
n Kognitionen hätte man mit dem Beck-Depressionsinventar besser ausweisen
können.
Die Gutachterin leugne
zudem
, dass sich die Be
schwerdeführerin massiv
sozial eingeengt un
d ihre Interessen verloren habe. Allerdings schreibe sie auch,
dass der Beschwerdeführerin von ihren Hobbies selbst das
Stricken verloren ge
gangen sei
(S. 4 unten).
Schliesslich sei es falsch, wenn die Gutachterin die Medi
kamente aufliste und feststelle, dass kein
e Anti
depressiv
a
genommen w
ürden
.
Valdoxan
sei
ein Antidepressivum (S. 5 oben).
4.7
Die Gutachterin med.
pract
.
Y.___
nahm mit Schreiben vom 2
2.
Juli 2013 (
Urk.
7/145) Stellung zum Bericht von
Dr.
Z.___
. Dabei führte sie aus, dass auf die Ergebnisse von Selbstbeurt
eilungsskalen - wie etwa dem Beck-
Depressi
ons
inventar
-
in Gutachten generel
l nicht abgestellt werden könne. Diese wür
den
allenfalls einer klinischen Verlaufsbeurteilung dienen. Der Zusatz „keine Anti
de
pressiva“ müsse korrekterweise gestrichen werden. Selbstverständlich sei
Val
doxan
ein Antidepressivum, dies sei ein formaler Fehler gewesen
(S. 1)
. Der Satz „es bestünden keine Ängste, Phobien oder Zwänge von Krankheitswert (leichte agoraphobische Ängste im Lift und beim Autofahren)“ sei das Ergebnis einer ausführlichen Exploration dieser Phänomene
gewesen
. Schliesslich seien die aktuellen Beschwerden ausführlich explo
riert
und
es
sei nach Ängsten ge
fragt worden. S
olche seien von der Beschwerdeführerin
aber
weder spontan noch auf genaue Exploration hin angegeben worden. Das Vorhandensein von Ängsten sei
bis auf die erwähnten agoraphobischen Ängste
nicht bejaht wor
den.
Zum
Nicht
vorhandensein
einer phobischen und affektiven Störung sowie einer
Angst
stö
rung
sei Stellung genommen worden.
Gesamthaft ergebe sich aus der Stellung
nahme von
Dr.
Z.___
keine Änderung der fachlich diskutierten Aussagen
und
Feststellungen im Gutachten. Au
ch die Einschätzung der Ar
beitsfähigkeit änder
e sich nicht (S. 1 f.).
4.8
In der Folge verneinte die Beschwerdegegnerin
mit der vorliegend angefochte
nen
Verfügung vom 1
2.
Februar 2014 (
Urk.
2)
eine objektive Verschlechterung des Gesundheitszustandes und wies das Leistungsbegehren ab
.
4.9
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdeführerin eine
n Bericht von
Dr.
Z.___
vom 1
1.
März 2014 (
Urk.
3) ein. Darin führte
Dr.
Z.___
aus, die Grundstimmung und das Ererben
seien
von Angst, Unsicherheit und oft von Hoffnungslosigkeit geprägt. Die vitale Beeinträchtigung mache sich ausser
im Affektausdruck besonders in der Psychomotorik bemerkbar. Die Ausführun
gen
der Beschwerdeführerin seien anhand ihres Auftretens und ihrer Erschei
nung nachvollziehbar (S. 1).
Dr.
Z.___
bestätige schliesslich die von ihm be
reits im
Schreiben vom 1
4.
September 2011 (vorstehend E. 4.2) gestellten Diag
nosen. Die
Beschreibung des aktuellen Status und die Hinweise auf die wich
tigsten
Angst
symptome
, die sichtbare vegetative Zeichnung und auch die de
pressiven Anteile der Symptomatik würden zeigen, dass sich keinerlei Verbes
serung
im Vergleich zur
frühere
n
Berichterstattung eingestellt habe. Es resul
tiere eine hochgradige Arbeitsunfähigkeit. Es handle sich um ein eigenständiges Krankheitsbild, das un
abhängig von psychosozialen Einflüssen oder einem ver
meintlichen
Krank
heits
gewinn
bestehe (S. 2).
5.
5.1
Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes
und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit
ist auf das Gutachten v
on
med.
pract
.
Y.___
(vorstehend E. 4.3
), einer
Fach
ärztin
für Psychiatrie und Psychotherapie, abzustellen,
wobei
sich das Gutach
ten
für die zu beurteilenden Fragen als umfassend erweist.
Dr.
Y.___
berück
sich
tigte die geklagten Beschwerden und das Verhalten der Beschwerdeführerin und erstellte das Gutachten in Kenntnis der
Vorakten
, wozu sie auch Stellung nahm.
So führte sie insbesondere unter Bezugnahme der ICD-Kriterien aus, weshalb weder
eine
affektive noch eine phobische Störung oder eine anhaltende
soma
to
forme
Schmerzstörung ausgewiesen seien.
Die Beurteilung leuchtet in der Dar
legung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schluss
folgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden aus
führlich
be
gründet. Das Gutachten erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien (vorstehend
E.
1.
5
) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf ab
gestellt werden
kann.
Demgemäss
ist
keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
ausge
wiesen. Die Beschwerdeführerin ist in jeglicher Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig.
Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ist somit zu verneinen.
5.2
Die dieser Beurteilung entgegenstehenden Berichte vermögen daran nichts zu ändern. Die Beschwerdegegnerin stellte bei der
anspruchsverneinenden Verfü
gung vom 2
2.
Oktober 2010 (
Urk.
7/104)
au
f
das schlüssige und nachvollzieh
bare Gutachten der
D.___
(vorstehend E. 3.
5
)
ab,
welches
mit dem Gutachten von med.
pract
.
Y.___
weitgehend
übereinstimmt.
Med.
pract
.
Y.___
führte unter Bezugnahme der ICD-Kriterien nachvollziehbar aus, weshalb die im Be
richt der
C.___
(vorstehend E.
3.4) diagnostizierte affektive Störung nicht ausge
wiesen sei (
Urk.
7/121 S.
23 oben).
Die Ärzte der
C.___
gaben schliesslich auch keine
Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit ab, so dass
damals nicht
auf d
iese
n Bericht abgestellt werden k
onnte
.
Dr.
B.___
(vorstehend E. 3.3, E. 3.7
)
stellte
als Internist
unter anderem auch
psychiatrische Diagnosen, womit er sich ausserhalb seines Fachgebietes bef
and
.
Des Weiteren
führte er nicht aus, ob sich die von ihm attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit für leichte angepasste Tätig
keiten aufgrund der somatischen oder psychischen Befunde erg
ab
.
Für die ver
lässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Aus
wir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fachärzte beizu
ziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3, Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 1
6.
Februar 2011 E. 4.4.2 mit Hinweisen), weshalb die Berichte von
Dr.
B.___
den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen nicht zu genügen vermögen. Gleiches gilt im Übrigen für den Bericht von
Dr.
H.___
(vorste
hend E. 4.5)
,
welcher als Internist Ausführung
en zu psychiatrischen Defiziten -
indessen
ohne
eine genaue Diagnosestellung -
machte
.
Dem Bericht von
Dr.
E.___
(vor
stehend E. 3.8) ist schliesslich lediglich zu entnehmen, dass die Therapie aus
geschöpft sei. Er erwähnte
ferner nur
eine depressive Sympto
matik ohne genaue Diagnosestellung nach
den
ICD
-Kriterien
und nahm auch keine Einschätzung der noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit vor.
Auch die Berichte von
Dr.
Z.___
lassen keine Zweifel am schlüssigen und na
ch
vollziehbaren Gutachten von med.
pract
.
Y.___
aufkommen.
So führte med.
pract
.
Y.___
insbesondere nachvollziehbar
aus, welche ICD-Kriterien ge
gen das Vorhandensein einer phobischen Störung s
prechen (
Urk.
7/121 S. 22 oben
). In seinem ersten Bericht (vorstehend E. 4.2) attestierte
Dr.
Z.___
eine 95%ige
Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen beziehungsweise eine 80%ige Ar
beitsun
fähig
keit in einer angepassten Tätigkeit, ohne anzugeben, w
oraus
sich eine so
hohe - ja sogar fast vollständige - Arbeitsunfähigkeit
aufgrund der ge
stellten
Diagnosen
erg
ab
. Die Tatsache, dass er
zudem
einen Antrag zur Revi
sion des Vor
bescheids stellte und die Berentung der Beschwerdeführerin emp
fahl, lässt ferner fraglich erscheinen, ob die zur Objektivität der Beurteilung er
forderliche
gewisse Distanz gegeben ist.
In seinen weiteren Berichten (vorste
hend E. 4.6, E.
4.8)
brachte er
schliesslich
keine neuen Vorbringen vor, welche im Gutachten
nicht bereits
berücksichtigt worden sind. S
o wurden die
klaustro
phobischen
Ängste
genügend abgeklärt (
vgl.
Urk.
7/145
) und auch eine allfäl
lige affektive Stö
rung wurde ausfüh
rlich behandelt (
Urk.
7/121 S. 23 oben
).
Ins
gesamt ist die Kritik von
Dr.
Z.___
nicht stichhaltig und seine Berichte vermö
gen das psy
chia
trische Gutachten nicht in Frage zu stellen.
5.3
Im Übrigen gilt es zu berücksichtigen, dass das Gericht nach der Rechtspre
chung
Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach
Art.
44 ATSG eingeholt wurden und den einschlägigen Anfor
derungen entsprechen, vollen Beweiswert zuerkennt, solange keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber stehen die be
handelnden Ärztinnen und Ärzte in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur ver
sicherten Person und haben sich zudem in erster Linie auf die Behand
lung zu konzentrieren. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den Zweck einer den ab
schliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objek
tiven
Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E. 3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte – bezie
hungsweise regelmässig behandelnden Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundesge
richts I 551/06 vom
2.
April 2007 E. 4.2) – mitunter im Hinblick auf ihre
auf
tragsrechtliche
Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Pati
enten aussagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig gestützt auf
die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. Ur
teil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1).
Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begut
ach
tenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, inner
halb
dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zu
lässig
und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_694/2008 vom
5.
März 2009 E. 5.1).
5.4
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, dass die Begutachtung lediglich rund
zwei Stunden gedauert habe und die Ärzte, welche sie über einen längeren Zeit
raum gesehen und untersucht hätten, zu einem anderen Schluss gekommen seien
(
Urk.
1 S. 8, S. 10), kann sie hieraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. In Bezug auf die Dauer einer psychiatrischen Begutachtung ist festzuhalten, dass der zu betreibende zeitliche Aufwand zwar der Fragestellung und der zu beur
teilenden Psychopathologie angemessen sein muss. Zuvorderst hängt der
Aus
sagegehalt
einer Expertise aber davon ab, ob sie inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Trifft dies – wie hier
- zu, ist die Untersuchungsdauer grund
sätz
lich nicht entscheidend (Urteil des Bundesgerichts 9C_352/2013 vom
3.
Juli 2013
E. 4).
Es ist der Beschwerdeführerin zwar darin zuzustimmen, dass die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen kann, doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten andererseits nicht zu, ein Admi
nistrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass wei
terer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu un
ter
schiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen vorgängig geäusser
ten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich hingegen, wenn
die behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche
im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung unerkannt geblieben und die ge
eig
net sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des Bun
des
ge
richts 8C_79/2008 vom 1
9.
August 2008 E. 4.1 mit Hinweis). Solche Ge
sichts
punkte sind nicht ersichtlich.
5.5
Auch das weitere Vorbringen der Beschwerdeführerin,
die Gutachterin med.
pract
.
Y.___
habe keinen Dolmetscher beigezogen, obwohl sie nur sehr schlecht
Deutsch spreche und sich auf Deutsch nicht adäquat ausdrücken könne (
Urk.
1 S. 8),
lässt keine Zweifel am Gutachten aufkommen
. Die Entscheidung darüber,
ob die Verständigung mit einem fremdsprachigen Exploranden in aus
reichen
dem
Masse möglich oder ein Dolmetscher beizuziehen ist, steht im Er
messen des Gu
t
achters. Er darf darüber nach Massgabe der bei der
Auftragser
füllung
zu wah
ren
den Sorgfalt entscheiden (
Urteil des Bundesgerichts I 748/03 vom
3.
März 2004 E. 2.1; Alfred Bühler, Die Mitwirkung Dritter bei der medizi
nischen Begutach
tung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren,
Juslet
ter
3.
Septem
ber 2007
Rz
31). Med.
pract
.
Y.___
erachtete die sprachliche Aus
drucks
fähigkeit (Deutschkenntnisse) als knapp ausreichend (
Urk.
7/121 S.
16 oben)
.
Dies wird dadurch plausibilisiert, dass bereits die vorherige Begutachtung durch die
D.___
ohne Dolmetscher erfolgen konnte
(
Urk.
7/87).
5.6
Aufgrund der schlüssigen Einschätzung ist auch nicht ersichtlich, inwiefern das von der Beschwerdeführerin
eventualiter
geforderte neue
psychiatrische
Gut
achten (
Urk.
1 S.
15
) für die Beurteilung des vorliegenden Falls entscheidende Erkenntnisse liefern könnte, sodass darauf im Sinne der antizipierten
Beweis
würdigung
zu verzichten ist (BGE 122 V 157 E. 1d).
5.7
Schliesslich ändert der von der Beschwerdeführerin nachträglich eingereichte Bericht
von
Dr.
Z.___
(vorstehend E.
4.9
) im vorliegenden Verfahren nichts. Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Ge
setzmässigkeit von Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachver
halt,
der zur Zeit des Verfügungserlasses – hier also 1
2.
Februar 2014 – gegeben war (BGE 121 V 366 E. 1b). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert
haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verfügung sein. Zudem
sind
die Vorbringen von
Dr.
Z.___
in besagtem Bericht
nicht neu, sondern sie sind
bereits im Gutachten und der ansch
liessenden Stellungnahme von med.
pract
.
Y.___
(vorstehend E. 4.
3
, E. 4.
7
) berücksichtigt worden sind.
5.8
Zusammenfassend ist gest
ützt auf das Gutachten von med.
pract
.
Y.___
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass weiterhin keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen und die Beschwerdeführerin in jeglicher Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist. Der Gesundheitszustand hat sich somit seit der letzten Rentenabweisung nicht wesentlich verschlechtert.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von
IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang
des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
8
00
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Ivo Wiesendanger
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannKudelski