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**Case Identifier:** 5f6bce48-f34f-5063-8e61-2b1a2d3498cc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.07.2014 200 2014 241
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-241_2014-07-11.pdf

## Full Text

200 14 241 IV
ACT/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Juli 2014

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. Februar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juli 2014, IV/14/241, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1963 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich am 8. November 2011 bei der IV-Stelle Bern 
(nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Ak-
ten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Daraufhin führte die IVB medizinische 
und erwerbliche Erhebungen durch. Dabei liess sie die Versicherte insbe-
sondere durch die C.________ interdisziplinär begutachten (AB 36.1; vgl. 
auch AB 38). Weiter liess sie eine Haushaltsabklärung durchführen (AB 
40). Mit Vorbescheid vom 8. November 2013 (AB 41) stellte die IVB bei 
einem in Anwendung der gemischten Methode (70% Erwerb, 30% Haus-
halt) ermittelten Invaliditätsgrad von 22% die Abweisung des Leistungsbe-
gehrens in Aussicht, wogegen die Versicherte opponieren liess (AB 42 und 
45). Mit Verfügung vom 10. Februar 2014 (AB 50) entschied die IVB wie im 
Vorbescheid angekündigt.

B.

Hiergegen liess die Versicherte mit Eingabe vom 10. März 2014 Beschwer-
de erheben mit folgendem Rechtsbegehren:

„Die Verfügung vom 10. Februar 2014 sei aufzuheben und die Sache sei an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese die medizinischen Abklärungen 
im Sinne der nachfolgenden Begründung vornehme. 

- unter Kosten und Entschädigungsfolgen -“

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Eingabe vom 10. April 2014 auf Ab-
weisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juli 2014, IV/14/241, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 10. Februar 2014 
(AB 50). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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3.

3.1 Was den Gesundheitszustand betrifft, kann den Akten folgendes 
entnommen werden:

3.1.1 Im Bericht vom 29. Dezember 2011 (AB 12/2) diagnostizierte Dr. 
med. Dr. phil. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches somatoformes und 
somatisches Schmerzsyndrom, eine Depression mit Verdacht auf eine zu-
grundeliegende Dysthymie, ein chronisches Ulkus cruris links sowie ein 
schädlicher Gebrauch von Benzodiazepinen und Analgetika (S. 2 Ziff. 1.1). 
Aktuell stehe die gehschmerzbedingte Invalidisierung wegen des vorüber-
gehend erneut progredienten Ulkus cruris im Vordergrund. Gleichzeitig 
stehe aktuell die Reduktion bzw. das Absetzen der Benzodiazepine und 
Analgetika an, wobei die Opiat-Medikation zwischenzeitlich habe abgesetzt 
werden können. Vorübergehend sei die Beschwerdeführerin auch als 
Hausfrau voll arbeitsunfähig. Die somatischen und somatoformen Schmer-
zen seien aktuell bei ausgesprochener Aktivitätseinschränkung unterhalb 
der subjektiven Schmerzschwelle, würden aber bereits durch alltägliche 
Aktivitäten (wie Ausziehen des Stützstrumpfes, Abtrocknen nach dem Du-
schen) teils wieder provoziert. Längerdauernde, gleichförmige Aktivitäten 
seien ohne Schmerzauslösung aktuell nicht möglich (S. 3 Ziff. 1.4). Sie sei 
seit mindestens 2004 und bis auf weiteres als Hausfrau und Mutter sowie 
… zu 100% arbeitsunfähig (Ziff. 1.6). Einschränkungen bestünden durch 
das somatische und somatoforme Schmerzsyndrom, intermittierend von 
depressiven Episoden begleitet (möglicherweise bei zugrundeliegender 
Dysthymie; S. 4 Ziff. 1.7). 

3.1.2 Im Bericht der Universitären Psychiatrischen Dienste E.________ 
vom 12. Januar 2012 (AB 25/2) wurden neben einer einfachen Aktivitäts- 
und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) ein Benzodiazepine-
Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzgebrauch (ICD-10 F13.25), eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 
F33.0), und eine Dysthymie (ICD-10 F34.1) diagnostiziert (S. 1). Im psy-
chopathologischen Befund würden sich neben leichten Einschränkungen 
der Aufmerksamkeit und Konzentration Schwierigkeiten bei der Einhaltung 
geregelter Tagesabläufe und Gedächtnisstörungen zeigen. Seit Anfang 

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2008 bestünde ein ständiger Substanzkonsum vom Zolpidem, wobei es 
sukzessive zur Dosissteigerung gekommen sei. Anamnestisch fänden sich 
Hinweise für eine Dysthymie; die Beschwerdeführerin berichte von einer 
chronischen und andauernden depressiven Verstimmung seit ihrer Kind-
heit. Aktuell bestehe zumindest ein leichtes depressives Syndrom, das me-
dikamentös behandelt werde. Aufgrund der Anamnese, des klinischen Ein-
drucks sowie der Abklärungen seien die Kriterien für eine Störung der Auf-
merksamkeit und Hyperaktivität mit Symptomen aus den beiden Bereichen 
(Hyperaktivität und Unaufmerksamkeit) nach ICD-10 erfüllt. Abschliessend 
könne jedoch keine definitive Aussage über den Schweregrad der Störung 
gemacht werden, insbesondere da kognitive Beeinträchtigungen auch 
durch die Zolpidem-Einnahme erklärbar seien (S. 1 f.).

3.1.3 Im interdisziplinären Gutachten der C.________ vom 19. März 2013 
(AB 36.1) wurden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert: Ein 
chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit belastungsabhängiger 
Schmerzausstrahlung ins rechte Bein (ICD-10 M54.5), ein chronisches zer-
vikovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.1), diskrete Schulter-
schmerzen rechts mit geringer Beweglichkeitseinschränkung (ICD-10 
M25.52) sowie beginnende Gonarthrosen links mehr als rechts (ICD-10 
M17.0). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden unter anderem die 
Verdachtsdiagnose eines Alkoholabhängigkeitssyndroms ohne körperliche 
Symptome (ICD-10 F10.8), anamnestisch phasenweise in der Jugend, eine 
anamnestische Abhängigkeit von Sedativa und Hypnotika (ICD-10 F13.8) 
mit unsicherer Abstinenz, anamnestisch eine rezidivierende depressive 
Störung (ICD-10 F33.8), nicht näher spezifiziert, sowie die Verdachtsdia-
gnose einer einfachen hyperkinetischen Störung (ICD-10 F90.8), nicht 
näher spezifiziert, diagnostiziert (S. 21 Ziff. 6.1 f.). 

Aus psychiatrischer Sicht liesse sich aus den Akten sowie der Anamnese 
und Untersuchung zum jetzigen Zeitpunkt eine allfällig zugrunde liegende 
psychiatrische Störung / Störungen nicht klar diagnostizieren. Die aktuellen 
Symptome seien weitgehend durch die Sucht erklärt, könnten aber auch 
durch dahinter liegende Störungen verursacht sein. Die Psychopathologie 
von Sucht, affektiven Störungen und ADH lägen zum Teil eng beieinander 
und dürften sich hier vermischen. Aufgrund des aktuellen klinischen Ein-

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drucks erscheine die Arbeitsfähigkeit derzeit für eine den körperlichen Be-
schwerden angepasste Tätigkeit nicht eingeschränkt. Es sei davon auszu-
gehen, dass die vermutete zugrunde liegende psychische Störung durch 
den Suchtmittelgebrauch ein Stück weit kaschiert werde, im Sinne eines 
zwar vordergründig funktionierenden, mittel-/langfristig jedoch schädlichen 
„Selbsttherapieversuchs“ durch Substanzabusus. Wenn der beschriebene 
Konsum aufhöre, könne sich klinisch-psychiatrisch zeigen, wie die Funkti-
onseinschränkungen in angestammter Tätigkeit und Verweistätigkeit 
tatsächlich seien. Die aktuell kaschierte Problematik könne sich unter ei-
nem Entzug in verschiedene Richtungen entwickeln. Es sei denkbar, dass 
die Beschwerdeführerin unter Abstinenz psychopathologisch unauffällig 
werde und in angepasster Tätigkeit weiterhin eine verwertbare Arbeits-
fähigkeit verbleibe. Oder es würden sich zugrundeliegende psychiatrische 
Störungen zeigen, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nach sich 
ziehen würden. Deshalb werde eine stationäre Diagnostik und Therapie in 
einer geeigneten Einrichtung empfohlen mit einer Re-Evaluation nach eta-
bliertem Entzug (S. 15 f.).

Aus rheumatologischer Sicht stünden die beklagten deutlichen Schmerzen 
an den verschiedenen Regionen und eine ausgeprägte de facto-
Invalidisierung im Alltag in Kontrast zum gutachterlichen Befund einer weit-
gehend uneingeschränkten Motilität und einer nur geringen muskuloskelet-
tären Einschränkung in der aktuellen gutachterlichen Untersuchung. Diese 
Diskrepanz sei mit dem Einwirken nicht-muskuloskelettärer Faktoren auf 
Schmerzperzeption und de facto-Behinderungsentwicklung zu erklären, wie 
es auch in den Akten in Form des diagnostischen Etiketts einer „chroni-
schen Schmerzstörung“ und dann zusätzlicher psychiatrischer Diagnosen 
festgehalten sei. Eine früher etikettierte generalisierte Gelenkshypermobi-
lität lasse sich derzeit nicht objektivieren. Die muskuloskelettären Verände-
rungen rechtfertigten für angepasste körperliche Tätigkeiten kaum eine 
höhergradige Invalidisierung und erklärten die de facto-Erwerbsunfähigkeit 
und die anamnestisch fassbare hochgradige Dekonditionierung im Alltag 
nicht (S. 18 f.). Unter der Annahme, dass eine …-Tätigkeit vorwiegend sit-
zend mit leicht inkliniertem Oberkörper stattfinde und vermehrte muskuläre 
Haltearbeit im Schultergürtel-/Nackenbereich bedinge, scheine eine Resta-
rbeitsfähigkeit in dieser Tätigkeit von höchstens 50% zuerkennbar zu sein. 

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Die Reduktion gegenüber einem Vollpensum sei zu begründen mit einer 
verminderten Nacken- und Schultergürtelbelastbarkeit, mit erhöhter Pau-
sennotwendigkeit, mit vermehrter Erholungszeit und mit geringerer Leis-
tungsgeschwindigkeit aufgrund der muskuloskelettären Veränderungen 
zervikal, an der rechten Schulter und auch lumbal (limitierte Sitzdauer). 
Was eine allfällige Verweistätigkeit betreffe, sei aus isoliert muskuloskelet-
tärer Sicht aufgrund der mehrfach degenerativen Veränderungen des Be-
wegungsapparates für optimal angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit 
von 80% zuzuerkennen. Die Reduktion gegenüber einem Vollpensum sei 
zu begründen mit einer etwas verlangsamten Leistungsgeschwindigkeit 
aufgrund von Schmerzen an den verschiedenen degenerativen veränder-
ten Körperregionen mit Notwendigkeit zum Einnehmen von Entlastungs-
stellungen und schmerzbedingten Pausen. Das zumutbare Tätigkeitsprofil 
sei körperlich leicht, kein Stossen, Heben oder Ziehen von Lasten mehr als 
3-5 kg, keine Tätigkeiten ohne Möglichkeit zum Wechseln der Körperpositi-
on, kein anhaltendes Sitzen oder Stehen länger als 15-20 Minuten, keine 
gehäuft überkopf zu verrichtenden Tätigkeitsanteile, keine knienden, kau-
ernden oder repetitiv Treppen- und Stufen-benutzenden Tätigkeiten und 
keine gebückten oder wiederholt Oberkörper-rotierenden Tätigkeiten (S. 
19).

Aus dermatologischer Sicht leide die Beschwerdeführerin an einem lokali-
sierten postthrombotischen Syndrom. Aufgrund rezidivierender Ulcera be-
stehe eine chronisch venöse Insuffizienz Grad III. Sie sei voll arbeitsfähig 
mit der Bedingung einer weiterhin konsequent durchgeführten Kompressi-
onstherapie der Klasse 2 oder 3, mit Einlage einer Pelotte über dem Mal-
leolus medialis links. Zudem sollte sie einer Tätigkeit nachgehen können, 
welche über den Tag die Möglichkeit zur Hochlagerung des Beines für ca. 
drei Mal zehn Minuten erlaube. Eine rein stehende oder sitzende Tätigkeit 
sei eher ungünstig (S. 20).

Gemäss der interdisziplinären Gesamtbeurteilung seien die chronischen 
Schmerzen am ganzen Körper das Hauptproblem. Darüber habe die Be-
schwerdeführerin in der somatischen Untersuchung geklagt, nicht jedoch in 
der psychiatrischen. In Bezug auf die Relevanz für die Arbeitsfähigkeit ste-
he die rheumatologische Beurteilung im Vordergrund (S. 23). Auch wenn 

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ein gewisser Teil der körperlichen Schmerzen erklärbar erscheine, gehe 
das Ausmass der geklagten Schmerzen und der dadurch begründeten Ein-
schränkung jeder Aktivität deutlich über das somatisch Erklärbare hinaus 
(S. 24). Bei der aktuellen psychiatrischen Untersuchung hätten die 
Schmerzen gar nicht im Vordergrund gestanden, weshalb insgesamt die 
über die somatisch nachvollziehbar hinausgehenden Anteile heute im Sin-
ne einer Symptomausweitung im Rahmen der diversen psychischen Pro-
bleme zu interpretieren seien, aber nicht als eigenständige psychiatrische 
Krankheit (Schmerzstörung) im engeren Sinne. Die früher diagnostizierte 
Depressivität könne aktuell nicht festgestellt werden. Im Vordergrund der 
aktuellen psychiatrischen Beurteilung stehe der vermutlich fortgesetzte 
(wenn auch eher bagatellisierte) Substanzgebrauch (S. 24). Was die Ar-
beits- bzw. Erwerbsfähigkeit aus interdisziplinärer Sicht betrifft, werden die 
entsprechenden Beurteilungen im rheumatologischen Teilgutachten (S. 19) 
wiedergegeben (S. 25). 

3.1.4 Am 25. April 2013 verfasste das C.________ eine ergänzende Stel-
lungnahme (AB 38). Danach sei seit Jahren ein Suchtmittelkonsum doku-
mentiert (Zolpidem = Schlafmittel). Ihren eigenen Angaben zu Folge kon-
sumiere die Beschwerdeführerin nun Alkohol. Das psychiatrische klinische 
Bild passe dazu. Beweisen lasse es sich nicht (Laborwerte). Ob eine rele-
vante psychiatrische Störung zum Konsum geführt habe, lasse sich vermu-
ten, aber nicht sicher sagen. Sie habe in der Jugend bereits eine Phase 
von Alkoholkonsum gehabt. Die klinische Symptomatik lasse sich mit dem 
Konsum erklären. Ob eine allfällige zu Grunde liegende psychiatrische 
Störung einen relevanten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe, liesse sich 
erst mit einem längeren Aufenthalt in einer geeigneten psychiatrischen Ein-
richtung, die auf Suchterkrankungen spezialisiert sei, feststellen.

3.1.5 Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, führte im RAD-Bericht vom 8. Januar 2014 (AB 47) aus, zusammen-
fassend würden sich aus psychiatrischer Sicht keine Anhaltspunkte für re-
levante Beeinträchtigungen auf Grund des angegebenen Konsums von 
Alkohol und keine Anhaltspunkte für einen Konsum von Zolpidem (zum 
Zeitpunkt der Begutachtung) ergeben Es möge zwar eine gewisse Unsi-
cherheit bei der Stellung der Diagnosen resultieren, weshalb nachvollzieh-

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bar sei, dass teilweise Verdachtsdiagnosen geäussert worden seien, ent-
scheidend seien jedoch die funktionellen Beeinträchtigungen. Insofern sei 
die Angabe, wonach aus psychiatrischer Sicht auf Grund der klinischen 
Untersuchungsergebnisse die Arbeitsfähigkeit für eine den körperlichen 
Beschwerden angepasste Tätigkeit nicht eingeschränkt sei, plausibel. Es 
liege aus psychiatrischer Sicht des RAD gegenwärtig keine zwingenden 
Indikationen für eine erneute psychiatrische Begutachtung vor (S. 4).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

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3.3 Das Gutachten der C.________ vom 19. März 2013 (AB 36.12) so-
wie die Ergänzung vom 25. April 2013 (AB 38) vermögen nicht zu überzeu-
gen.

3.3.1 Der psychiatrische Teil der Expertise (S. 13 ff. Ziff. 5.1) ist wider-
sprüchlich. Einerseits gibt Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH an, dass sich aus den Akten, der Anamnese und 
der Untersuchung „die tatsächliche psychiatrische Problematik nicht sicher 
feststellen“ lasse und es dringend notwendig sei, eine konsequente statio-
näre Sucht-Therapie durchzuführen, um unter stationären Bedingungen die 
„allfälligen vorliegenden psychiatrischen Störungen … zu erfassen und be-
handeln“ (S. 15). Andererseits nimmt er trotzdem eine Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit vor (S. 15 f.). Dieser Widerspruch wird auf das Gesamtgut-
achten übertragen (S. 27 Ziff. 7.7, Frage 3) und auch in der Stellungnahme 
vom 25. April 2013 (AB 38) nicht gelöst, sondern vielmehr bestätigt. Dass 
sich der psychiatrische Experte bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
auf den klinischen Eindruck stützt (S. 15), vermag den Widerspruch nicht 
aufzulösen, denn es wird nicht ausgeführt, dass die Klinik entscheidend 
und damit die vorher angesprochenen Problematik nicht wesentlich sei. Der 
Gutachter spricht denn auch davon, dass die Arbeitsfähigkeit nicht einge-
schränkt „erscheint“ (S. 15). Dr. med. E.________ führt im RAD-Bericht 
vom 8. Januar 2014 zwar aus, dass sich „keine Anhaltspunkte für relevante 
Beeinträchtigungen“ wegen Alkohol- resp. Zolpidemkonsums fänden 
(AB 47/4), was sich insoweit mit dem klinischen Eindruck des Gutachters 
hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit deckt. Jedoch geht es bei der hier offenen 
Frage nicht darum, ob die Sucht eine Einschränkung zur Folge hat, son-
dern ob die Sucht die Problematik verdeckt („kaschiert“; AB 36.1/26 Ziff. 
7.5), welche ihrerseits eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirken 
kann. Es kann deshalb auch nicht auf den Bericht von Dr. med. 
E.________ abgestellt werden.

3.3.2 Weiter fällt in somatischer Hinsicht auf, dass im Abklärungsbericht 
Haushalt vom 11. Oktober 2013 (AB 40/2 Ziff. 1) eine im Mai 2013 erfolgte 
Hüftoperation erwähnt wird, welche nach der Begutachtung durch die 
C.________ im Herbst 2012 (AB 36.1/2) datiert und die damit auch nicht in 
der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden ist.

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3.3.3 Zudem zeigen neben dem Gutachten der C.________ vom 19. 
März 2013 (AB 36.1) sowie der Ergänzung vom 25. April 2013 (AB 38) 
auch die übrigen medizinischen Berichte kein schlüssiges Bild des Ge-
sundheitszustandes auf.

3.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass mangels genügender medizini-
scher Grundlagen nicht über den Rentenanspruch entschieden werden 
kann. Somit ist die Beschwerde gutzuheissen und die Sache geht antrags-
gemäss (Beschwerde, S. 2) zurück an die Verwaltung, damit sie die medi-
zinischen Fragen kläre sowie - wenn notwendig - eine neue Abklärung im 
Haushalt durchführe und anschliessend über den Rentenanspruch neu 
verfüge. Die Frage des Status stellt sich somit zum jetzigen Zeitpunkt nicht 
und kann daher vom angerufenen Gericht offen gelassen werden.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Entsprechend der angemessenen Kostennote von Rechtsanwalt 
B.________ vom 17. April 2014 wird die Parteientschädigung auf Fr. 

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3‘500.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 39.10 und Mehrwertsteuer von Fr. 
283.10, somit auf total Fr. 3‘822.30, festgesetzt. Diesen Betrag hat die Be-
schwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 
10. Februar 2014 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegeg-
nerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘822.30 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin (samt einge-

reichten Akten)
- IV-Stelle Bern (samt eingereichten Akten)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juli 2014, IV/14/241, Seite 14

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.