# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ebdaead-9f65-508e-9edd-2a995f0eda1d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.09.2025 III 2025 82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2025-82_2025-09-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2025 82

Entscheid vom 26. September 2025

Besetzung Dr.iur. Jeremias Fellmann, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________, 

gegen

1. Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) C.________
Vorinstanz,

2. D.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwältin S.________,

3. E.________,
Beigeladene,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr.iur. F.________,

Gegenstand Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (Anpassung von 
Kindesschutzmassnahmen, Regelung persönlicher Verkehr)

2

Sachverhalt:

A. E.________ (geb. _2018) ist die gemeinsame Tochter der unverheirateten 
Eltern A.________ (geb. _1978; Kindsmutter) und 
D.________ (geb. _1979; Kindsvater). Die elterliche Sorge für E.________ steht 
gemäss Urteil des Bezirksgerichts L.________ vom 24. Mai 2022 beiden Eltern 
gemeinsam zu (Disp.-Ziff. 1). Die Obhut beliess es bei der Kindsmutter (Disp.-
Ziff. 2). Zudem führte das Bezirksgericht L.________ mit dem Urteil vom 24. Mai 
2022 die für E.________ errichtete Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 
und Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) vom 10. De-
zember 1907 fort und übertrug der Beistandsperson unter anderem die Aufgabe, 
den phasenweisen Aufbau des persönlichen Verkehrs des Vaters mit 
E.________ zu begleiten sowie zu überwachen (Disp.-Ziff. 3). Ausserdem ge-
nehmigte das Bezirksgericht L.________ eine Vereinbarung der Eltern vom 
18. Mai 2022 zur Regelung des persönlichen Verkehrs unter anderem mit fol-
gendem Inhalt (Disp.-Ziff. 4):

[…] 

c) Persönlicher Verkehr 

Die Eltern verpflichten sich am Auf- und Ausbau des Besuchsrechts des Vaters mit 
der Tochter aktiv mitzuwirken und dieses unter Berücksichtigung der Bedürfnisse 
der Tochter in Absprache mit der Beistandsperson und dem Marie Meierhofer Insti-
tut für das Kind (MMI) und gemäss deren Empfehlungen schrittweise auszubauen.

Spätestens ab August 2023 ist der Vater berechtigt, die Tochter in Wochen mit un-
gerader Kalenderwochenzahl an einem Tag unter der Woche ab Kindergarten- 
bzw. Schulschluss bis zum nächsten Tag Kindergarten- bzw. Schulbeginn sowie in 
Wochen mit gerader Kalenderwochenzahl von Freitag ab 18.00 Uhr bis Sonntag-
abend 18.00 Uhr auf eigene Kosten mit sich oder zu sich auf Besuch zu nehmen.

Ab August 2024 ist der Vater zusätzlich berechtigt, die Tochter jährlich während 
drei Wochen der Schulferien mit sich oder zu sich zu nehmen, wobei maximal eine 
Woche am Stück bezogen werden kann. 

Ab August 2026 ist der Vater berechtigt, die Tochter jährlich während vier Wochen 
der Schulferien mit sich oder zu sich zu nehmen. 

Der schrittweise Ausbau des Besuchsrechts bis August 2023 soll in folgenden Zwi-
schenschritten erfolgen, wobei das Besuchsrecht des Vaters nicht am Wohnort der 
Mutter ausgeübt werden darf:

ab sofort:

- jeden zweiten Samstag (beginnend ab 21. Mai 2022 [gerade Wochen]) von 
10.00 Uhr bis 18.00 Uhr; 

- jeden zweiten Mittwoch (beginnend ab 25. Mai 2022 [ungerade Wochen]) von 
9.30 Uhr (resp. nach Kindergartenschluss) bis 19.00 Uhr. 

voraussichtlich ab November 2022:

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- an jedem zweiten Wochenende (gerade Wochen) jeweils ab Freitagabend ab 
18.00 Uhr bis Samstagabend, 18.00 Uhr; 

- jeden zweiten Mittwoch (ungerade Wochen) nach Kindergartenschluss bis 
19.00 Uhr. 

Voraussichtlich ab April 2023: 

- an jedem zweiten Wochenende (gerade Wochen) ab Freitagabend ab 18.00 
Uhr bis Samstagabend, 18.00 Uhr; 

- jeden zweiten Mittwoch ([ungerade Wochen] ab Kindergartenschluss) bis Don-
nerstagmorgen (Kindergartenbeginn).

Die Beistandsperson ist ohne behördlichen/gerichtlichen Entscheid berechtigt, den 
nächsten Zwischenschritt sowohl zeitlich als auch inhaltlich abzuändern, sofern 
dies mit Blick auf das Kindswohl der Tochter nach Empfehlung des MMI erforder-
lich erscheint. Sollte der Übertritt in das Besuchsrecht ab August 2023 als nicht mit 
dem Kindswohl vereinbar erscheinen, hat die Beistandsperson Antrag auf Neure-
gelung des Besuchsrechts bei der zuständigen Behörde zu stellen. 

In der übrigen Zeit wird die Tochter von der Mutter betreut. 

Übergabemodalitäten: 

Die Übergaben der Tochter sind durch die Beistandsperson so zu organisieren, 
dass sich die Eltern nicht begegnen und grundsätzlich in L.________ stattfinden. 
Wenn möglich haben die Übergaben über das MMI und BBT zu erfolgen. Nötigen-
falls kann die Beistandsperson fachmännisch begleitete Übergaben anordnen. 

[…]

B. Mit Beschluss vom 28. September 2022 wurde die für E.________ von der 
KESB Stadt L.________ geführte Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 
ZGB per 1. November 2022 von der KESB C.________ zur Weiterführung über-
nommen und G.________, Amtsbeistandschaft ________, als Beistand ernannt 
(Beschluss-Nr. IIA/002/43/2022).

C. Am 20. Oktober 2023 gelangte der Kindsvater an die KESB C.________ 
und beantragte eine Anpassung der Massnahme. Der persönliche Verkehr zwi-
schen ihm und E.________ solle intensiviert und gemäss dem Urteil des Be-
zirksgerichts L.________ vom 24. Mai 2022 umgesetzt werden. Nach Abweisung 
eines Antrags der Kindsmutter vom 3. August 2023 auf Wechsel des Mandats-
trägers am 30. Oktober 2023 (Beschluss-Nr. IIA/001/44/2023) leitete die KESB 
C.________ ein Verfahren auf Anpassung von Massnahmen und zur Regelung 
des persönlichen Verkehrs ein. Mit Beschluss vom 29. Mai 2024 errichtete die 
KESB C.________ eine Vertretungsbeistandschaft nach Art. 314abis ZGB, er-
nannte Rechtsanwältin Dr.iur. F.________ (Kindsvertreterin) zur Beiständin und 
beauftragte sie, die Interessen von E.________ im laufenden Verfahren zu ver-
treten sowie wenn nötig Anträge zu stellen (Beschluss-Nr. IIA/020/22/2024).

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D. Am 2. April 2025 (Beschluss-Nr. IIA/003/13/2025) entschied die KESB 
C.________ was folgt: 

1. Der persönliche Verkehr zwischen dem Vater, D.________, und E.________ 
wird gestützt auf Art. 273 Abs. 1 ZGB, in Abänderung der mit Urteil des Be-
zirksgerichts L.________ vom 24. Mai 2022 genehmigten (Teil-) Vereinbarung 
vom 18. Mai 2022, wie folgt geregelt:

a. der Vater ist ab sofort berechtigt, E.________ jeden zweiten Samstag (unge-
rade Wochen) von 09.45 Uhr bis 18.00 Uhr zu sich zu nehmen;

b. der Vater ist ab sofort berechtigt, E.________ jeden zweiten Mittwoch (gera-
de Wochen) nach Schulschluss bis 19.00 Uhr zu sich zu nehmen; 

c. der Vater ist ab 24. Mai 2025 zusätzlich berechtigt, E.________ an jedem 
zweiten Wochenende (ungerade Wochen) jeweils von Samstag, 09.45 Uhr, 
bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich zu nehmen; 

d. der Vater ist ab 29. August 2025 zusätzlich berechtigt, E.________ an je-
dem zweiten Wochenende (ungerade Wochen) jeweils ab Freitag nach 
Schulschluss bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich zu nehmen; 

e. der Vater ist ab 01. Juli 2025 berechtigt, E.________ während den Schulfe-
rien drei Wochen (maximal eine Woche am Stück) auf eigene Kosten mit 
sich in die Ferien zu nehmen. Die Ferien sind zwischen den Eltern drei Mo-
nate im Voraus abzusprechen, wobei bei Nichteinigung jeweils in geraden 
Jahren die Ferienwünsche der Mutter, in ungeraden Jahren die Ferienwün-
sche des Vaters Vorrang haben; 

f. die Übergaben von E.________ sollen vorerst noch so organisiert werden, 
dass sich die Eltern nicht begegnen, wobei auf direkte Übergaben hinzuar-
beiten ist. Können sich die Eltern betreffend Übergaben nicht einigen, legt 
der Beistand den Übergabeort und die Modalitäten verbindlich fest.

2. Die Eltern werden angewiesen,

- alles dafür zu tun, dass der persönliche Verkehr zum Wohl des Kindes ab-
laufen kann; 

- alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum anderen Elternteil 
beeinträchtigt; 

- miteinander respektvoll zu kommunizieren und respektvoll zu handeln.

3. Die Eltern, A.________ und D.________, werden gestützt auf Art. 307 Abs. 3 
ZGB i.V.m Art. 292 StGB unter Strafdrohung angewiesen, die Teilnahme von 
E.________ an den durch den Beistand organisierten Terminen bei einer psy-
chologischen Fachperson sicherzustellen.

[Hinweis auf den Gesetzestext von Art. 292 StGB und Art. 106 Abs. 1 StGB]

4. Die Mutter, A.________, wird gestützt auf Art. 273 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 292 
StGB unter Strafandrohung angewiesen, dem Vater, D.________, das von der 
KESB C.________ angeordnete Besuchsrecht mit E.________ zu gewähren. 

[Hinweis auf den Gesetzestext von Art. 292 StGB und Art. 106 Abs. 1 StGB]

5. Im Rahmen der Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB erhält 
Beistand G.________ neu folgende Aufträge:

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a. Begleitung und Überwachung des phasenweisen Aufbaus des persönlichen 
Verkehrs des Vaters mit E.________; 

b. Zeitliche und inhaltliche Gestaltung der Zwischenschritte im Aufbau des Be-
suchsrechts; 

c. Unterstützung bei der Festlegung der Modalitäten des persönlichen Ver-
kehrs (Festlegung von Übergabeort und -zeit, etc.), welche im Konfliktfall für 
die Eltern verbindlich sind; 

d. Organisation einer regelmässig stattfindenden psychologischen Begleitung 
für E.________ im Hinblick auf die Ausweitung der Besuchsregelung und 
insbesondere der Übernachtungen sowie verbindlicher Festlegung von Ter-
minen mit der psychologischen Fachperson, sollten die Eltern diesbezüglich 
keine Einigung erzielen; 

e. Umwandlung der begleiteten Übergaben von E.________ in direkte und un-
begleitete, sobald dies mit dem Kindeswohl vereinbar ist;

[…]

6. [Abweisung weiter- oder anderslautender Anträge der Eltern]

7. [Gebühren]

8. [Rechtsmittelbelehrung] 

Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung gestützt auf Art. 
450c ZGB entzogen.

9. [Eröffnung]

E. Mit Beschwerde vom 5. Mai 2025 gelangt die Kindsmutter (Beschwerdefüh-
rerin) an das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz. Sie lässt folgende Anträ-
ge stellen:

I. Anträge in der Sache

1. Dispositiv-Ziff. 1 lit. c, d und e des KESB-Beschlusses Nr. IIA/003/13/2025 vom 
2. April 2025 seien wie folgt abzuändern:

c) der Vater ist, sobald und sofern die psychologische Fachperson, die 
E.________ begleitet, dieses Vorgehen empfiehlt, berechtigt, E.________ 
an jedem zweiten Wochenende (ungerade Wochen) jeweils von Samstag, 
09.45 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich zu nehmen;

d) der Vater ist, sobald und sofern die psychologische Fachperson, die 
E.________ begleitet, dieses Vorgehen empfiehlt, berechtigt, E.________ 
an jedem zweiten Wochenende (ungerade Wochen) jeweils ab Freitag nach 
Schulschluss bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich zu nehmen;

e) der Vater ist, sobald und sofern die psychologische Fachperson, die 
E.________ begleitet, dieses Vorgehen empfiehlt, berechtigt, E.________ 
während den Schulferien drei Wochen (maximal eine Woche am Stück) auf 
eigene Kosten mit sich in die Ferien zu nehmen. Die Ferien sind zwischen 
den Eltern drei Monate im Voraus abzusprechen, wobei bei Nichteinigung 
jeweils in geraden Jahren die Ferienwünsche der Mutter, in ungeraden Jah-
ren die Ferienwünsche des Vaters Vorrang haben.

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2. Dispositiv-Ziffer 3 und 4 des KESB-Beschlusses Nr. IIA/003/13/2025 vom 2. 
April 2024 seien aufzuheben. 

Eventualiter sei die Strafandrohung gemäss Dispositiv-Ziffer 4 auf den Kindsva-
ter auszuweiten, mit der Verpflichtung, das Besuchsrecht wahrzunehmen.

3. Dispositiv-Ziffer 5 des KESB-Beschlusses Nr. IIA/003/13/2025 vom 2. April 
2025 sei aufzuheben, und es sei anstelle von G.________ eine fachlich und 
charakterlich geeignete Person als Beistand von E.________ einzusetzen.

4. Der Beschwerdegegner sei anzuweisen künftig die Reisevollmachten für seine 
Tochter E.________ zu unterzeichnen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MwSt.) zulasten der Vorinstanz.

II. Verfahrensanträge

1. Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei wiederherzustellen, mit Aus-
nahme der Anordnung einer fachpsychologischen Abklärung und Begleitung 
von E.________ durch eine qualifizierte Fachperson

2. Tochter E.________ sei vom Verwaltungsgericht in Bezug auf Übernachtungen 
und Ferien beim Kindsvater anzuhören und zu befragen. 

3. Es sei eine öffentliche mündliche Verhandlung durchzuführen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MwSt.) zulasten der Vorinstanz.

F. Mit Verfügung vom 8. Mai 2025 hat das Verwaltungsgericht der KESB 
C.________ (Vorinstanz), dem Kindsvater (Beschwerdegegner) sowie 
E.________, vertreten durch ihre Kindsvertreterin (Beigeladene), eine nicht er-
streckbare Frist bis 19. Mai 2025 gesetzt, um zum Verfahrensantrag Ziff. II.1 
(Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung) eine Vernehmlassung einzurei-
chen. Die KESB C.________ wurde ausserdem aufgefordert, innert derselben 
Frist die vorinstanzlichen Akten einzureichen. 

G. Mit Eingabe vom 19. Mai 2025 hat die Vorinstanz ihre Akten eingereicht 
und die Abweisung des Verfahrensantrags auf Wiederherstellung der aufschie-
benden Wirkung beantragt. Eventualiter seien Ziff. 3 und Ziff. 5 lit. d des ange-
fochtenen Beschlusses vom 2. April 2025 von der Wiederherstellung der auf-
schiebenden Wirkung auszunehmen. Der Beschwerdegegner und die Beigela-
dene haben auf Abweisung des Verfahrensantrags Ziff. II.1 geschlossen.

H. Mit Zwischenbescheid III 2025 96 vom 22. Mai 2025 hat das Gericht in Ein-
zelbesetzung über den Verfahrensantrag auf Wiederherstellung der entzogenen 
aufschiebenden Wirkung was folgt erkannt: 

1. Der Verfahrensantrag auf Wiederherstellung der entzogenen aufschiebenden 
Wirkung wird teilweise gutgeheissen.

Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wird bezüglich Disp.-Ziff. 1 lit. d 
und lit. e des angefochtenen Beschlusses vom 2. April 2025 wiederhergestellt. 
Bezüglich Disp.-Ziff. 1 lit. c des angefochtenen Beschlusses vom 2. April 2025 
wird die aufschiebende Wirkung der Beschwerde insofern wiederhergestellt, als 

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E.________ auch an den Wochenenden der ungeraden Wochen bei der Mutter 
übernachtet. Demnach ist der Vater ab 24. Mai 2025 zusätzlich berechtigt, 
E.________ an jedem zweiten Wochenende (ungerade Wochen) jeweils am 
Samstag, vom 09.45 Uhr bis 18.00 Uhr und am Sonntag, von 09.45 Uhr bis 
18.00 Uhr zu sich zu nehmen.

Im Übrigen wird der Verfahrensantrag betreffend Wiederherstellung der auf-
schiebenden Wirkung abgewiesen.

2. Den Parteien werden die Vernehmlassungen der jeweils anderen Verfahrens-
beteiligten zugestellt.

3. (Rechtsmittel)

4. (Zustellung).

I. Mit Verfügung vom 8. Mai 2025 hat das Verwaltungsgericht der KESB 
C.________, dem Beschwerdegegner sowie der Beigeladenen, vertreten durch 
ihre Kindsvertreterin eine Frist bis 10. Juni 2025 gesetzt, um eine Vernehmlas-
sung in der Hauptsache einzureichen.

J. Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung in der Hauptsache vom 
10. Juni 2025 die vollständige Abweisung der Beschwerde. 

K. Mit Schreiben vom 5. Juni 2025 hat der Beschwerdegegner um eine Frist-
erstreckung zur Einreichung der Vernehmlassung in der Hauptsache bis 8. Juli 
2025 nachgesucht. Innert erstreckter Frist hat der Beschwerdegegner in der Ein-
gabe vom 8. Juli 2025 folgende Anträge gestellt:

1. Es sei auf die Anträge mit den Ziffern 3 und 4 der Beschwerde vom 5. Mai 2025 
nicht einzutreten, eventualiter seien die Anträge abzuweisen. 

2. Es seien die Anträge mit den Ziffern 1, 2 und 5 vollumfänglich abzuweisen. 

3. Es seien die Verfahrensanträge mit den Ziffern 2, 3 und 4 abzuweisen. 

4. Es seien die ordentlichen und ausserordentlichen Kosten der Beschwerdeführe-
rin aufzuerlegen. Dem Beschwerdegegner sei eine Parteientschädigung 
gemäss eingereichter Honorarnote zuzusprechen.

L. Mit Schreiben vom 10. Juni 2025 hat die Beigeladene um eine Fristerstre-
ckung zur Einreichung der Vernehmlassung in der Hauptsache bis 8. Juli 2025 
nachgesucht. Innert erstreckter Frist hat die Beigeladene in der Eingabe vom 
8. Juli 2025 folgende Anträge gestellt:

1. In Kenntnisnahme des mit KESB-Beschlusses Nr. IIA/009/26/2025 vom 
02.07.2025 erfolgten Mandatswechsels, der Entbindung des Beistand 
G.________ und der Ernennung von H.________ als Beiständin von 
E.________ mit Weiterführung der bereits verfügten Aufgaben sei der Be-
schwerdeantrag Ziffer 3 als gegenstandslos vom Protokoll abzuschreiben. 

2. Es seien die Beschwerdeanträge Ziffer 1 und 2 abzuweisen. 

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3. Es seien die Termine für den Beginn des ausgeweiteten Besuchsrechts des Va-
ters gemäss Dispositivziffern 1.c-1.e des angefochtenen Beschlusses richterlich 
ab einem angemessenen und unter Berücksichtigung einer maximal sechs Mo-
nate dauernden vorbereiteten psychologischen Begleitung E.________ durch 
eine ausgewiesene kinderpsychologische- und/oder -psychiatrische Fachper-
son anzuordnen. 

4. Im Sinne vorsorglicher Massnahmen sei, die Beiständin H.________ anzuwei-
sen, unverzüglich die maximal sechs Monate dauernde vorbereitende psycho-
logische Begleitung E.________ durch eine ausgewiesene kinderpsychologi-
sche- und/oder -psychiatrische Fachperson (z.B. Ambulatoriums I.________ 
oder eine gleichermassen ausgewiesenen Institution) gemäss vorstehender Zif-
fer 3 in die Wege zu leiten, soweit und sofern die Eltern sich zwischenzeitlich 
nicht auf eine ausgewiesene Fachperson geeinigt haben. 

5. Im Sinne einer superprovisorischen Massnahme sei die Beiständin H.________ 
richterlich anzuweisen, von einer erneuten Mandatierung von J.________, 
I.________, als psychologische Begleitung von E.________ abzusehen bzw. 
eine allfällige bereits erneut durch den früheren Beistand G.________ erfolgte 
Mandatierung unverzüglich zu widerrufen.

6. Es seien die in Dispositivziffer 3 und 4 des angefochtenen KESB-Beschlusses 
Nr. II/003/13/2025 vom 02.04.2025 verfügten Strafandrohungen gemäss 
Art. 292 StGB aufzuheben.

7. Es sei der Beschwerdeantrag Ziffer 4 insofern gutzuheissen, als beide Kindsel-
tern zur Unterzeichnung der Reisevollmachten für E.________ verpflichtet wer-
den. 

8. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWSt. zulasten der Vor-
instanz bzw. des Staates.

Mit Verfügung vom 11. Juli 2025 trat das Verwaltungsgericht auf den Antrag der 
Beigeladenen betreffend Erlass superprovisorischer und vorsorglicher Mass-
nahmen (vgl. Anträge Ziff. 4 und Ziff. 5 der Vernehmlassung vom 8.7.2025 [VG-
act. 20]) nicht ein. 

M. Mit Beschluss der KESB C.________ vom 2. Juli 2025 wurde die beste-
hende Beistandschaft für E.________ nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB per 2. Juli 
2025 an Beiständin H.________ zur Weiterführung übertragen (Beschluss-Nr. 
IIA/009/26/2025).

N. Mit Verfügung vom 16. Juli 2025 lud der verfahrensleitende Richter zur par-
teiöffentlichen mündlichen Verhandlung unter Androhung der Säumnisfolgen vor.

O. Am 13. August 2025 hörte das Gericht die Beigeladene an. Das Protokoll 
der Kindesanhörung wurde den Parteien mit Schreiben 14. August 2025 zuge-
stellt (vgl. VG-act. 35). 

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P. Am 21. August 2025 hat das Verwaltungsgericht eine parteiöffentliche 
mündliche Verhandlung durchgeführt. Anwesend waren die Beschwerdeführerin, 
ihre Rechtsvertretung, der Beschwerdegegner und seine Rechtsvertretung sowie 
die Kindsvertreterin der Beigeladenen. Die Vorinstanz hat mit Schreiben vom 
8. August 2025 auf die Teilnahme an der mündlichen Verhandlung verzichtet 
(vgl. VG-act. 33). Die Beschwerdeführerin befand sich auf eigenen Antrag in ei-
nem separaten Raum mit akustischer Verbindung zum Verhandlungssaal.

Q. Im Rahmen der Verhandlung hat die Beschwerdeführerin mündlich repli-
ziert und folgende Anträge gestellt: 

1. Der angefochtene Beschluss der KESB C.________ vom 2. April 2025 sei auf-
zuheben, soweit damit 

a) Übernachtungen ohne vorgängige fachpsychologische Abklärung ange-
ordnet werden; und 

b) die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem Besuchsrecht und 
psychologischer Begleitung von E.________ unter Strafandrohung nach 
Art. 292 StGB gestellt wird.

2. Eventualiter sei festzustellen, dass eine Ausweitung des Besuchsrechts auf 
Übernachtungen erst nach einer kinderpsychologischen Abklärung (Auftrag: Ur-
sachenanalyse der Verweigerungshaltung, Belastungsgrenzen, kindgerechte 
Schritte, Monitoring) zulässig ist und sodann in einem stufenweisen, fachlich 
begleiteten Vorgehen zu erfolgen hat (Phasenplan mit Review-Terminen). 

3. Der Kindsvater sei anzuweisen, Reisevollmachten für Auslandsreisen innerhalb 
einer angemessenen Frist zu unterzeichnen; eventualiter sei eine Ersatzvor-
nahme durch die KESB anzuordnen. 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der KESB und dem Beschwerde-
gegner.

R. Daraufhin haben der Beschwerdegegner und die Beigeladene ihrerseits 
mündlich dupliziert. Der Beschwerdegegner hielt dabei an seinen Anträgen in der 
Vernehmlassung zur Hauptsache vom 8. Juli 2025 fest (vgl. VG-act. 40). Die 
Beigeladene hielt im Rahmen der Duplik ebenfalls an ihren Anträgen gemäss 
Vernehmlassung vom 8. Juli 2025 fest, mit Ausnahme der Anträge Ziff. 4 und 5 
der Vernehmlassung, auf die das Gericht mit Verfügung vom 11. Juli 2025 nicht 
eingetreten ist (vgl. Duplik Beigeladene). Die Vorinstanz verzichtet auf eine wei-
tere Stellungnahme (vgl. VG-act. 33).

S. Mit Schreiben vom 22. August 2025 hat das Verwaltungsgericht den Par-
teien das Protokoll der parteiöffentlichen mündlichen Verhandlung vom 21. Au-
gust 2025 zugestellt und den Parteien sowie der Vorinstanz eine nicht erstreck-
bare Frist bis 5. September 2025 zur Einreichung eines schriftlichen Schlussvor-
trages sowie allfälliger Kostennoten gesetzt.

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T. Die Vorinstanz verzichtet mit Schreiben vom 27. August 2025 auf die Ein-
reichung eines schriftlichen Schlussvortrages (vgl. VG-act. 42). 

Die Beigeladene hält mit Schlussvortrag vom 3. September 2025 an ihren bishe-
rigen Anträgen fest. Auch die Beschwerdeführerin hält mit Eingabe vom 5. Sep-
tember 2025 an ihren Anträgen fest.

Der Beschwerdegegner stellt im Schlussvortrag vom 5. September 2025 folgen-
de Anträge: 

1. Es sei die Beschwerde vom 5. Mai 2025 vollumfänglich abzuweisen. 

2. Es seien die Anträge 3, 6, 7 und 8 der Kindsvertreterin aus ihrer Duplik vom 21. 
August 2025 abzuweisen.

3. Es seien die ordentlichen und ausserordentlichen Kosten der Beschwerdeführe-
rin aufzuerlegen. Dem Beschwerdegegner sei eine Parteientschädigung 
gemäss eingereichter Honorarnote zuzusprechen.

U. Mit Schreiben vom 8. September 2025 stellt das Gericht der Beschwerde-
führerin, der Vorinstanz, dem Beschwerdegegner sowie der Beigeladenen die 
Schlussvorträge aller Parteien zu.

V. Die Beschwerdeführerin reicht mit Eingabe vom 8. September 2025 eine 
ergänzte Honorarnote ein. Mit weiterer Eingabe vom 16. September 2025 nimmt 
sie zum Schlussvortrag des Beschwerdegegners Stellung. Mit Eingabe vom 
9. September 2025 nimmt der Beschwerdegegner zu den Schlussvorträgen der 
Beschwerdeführerin sowie der Kindsvertreterin Stellung. Am 16. September 2025 
reicht er eine Ergänzung seiner Eingabe vom 9. September 2025 ein. Mit Schrei-
ben vom 18. September 2025 stellt das Gericht der Beschwerdeführerin, der Vor-
instanz, dem Beschwerdegegner sowie der Beigeladenen die weiteren Eingaben 
der Beschwerdeführerin und des Beschwerdegegners zu. Mit Eingabe vom 
24. September 2025 lässt die Beschwerdeführerin den Antrag stellen, die Fort-
führung der laufenden kinderpsychologischen Abklärungen bei E.________ sei 
auch gegen den Willen des Kindsvaters fortzuführen.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Beschwerden gegen Verfügungen und Entscheide der Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde (Art. 450 ZGB) beurteilt das Verwaltungsgericht (§ 2b 
Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zum schweizerischen Zivilgesetzbuch 
[EGzZGB; SRSZ 210.100] vom 14.9.1978). Die Beschwerden werden nach 
Massgabe der gesetzlichen Bestimmungen als Gesamtgericht, in einer Kammer 
oder als Einzelrichter beurteilt (§ 2b Abs. 2 EGzZGB).

1.2 Die Kognition des Verwaltungsgerichts richtet sich nach Art. 450a Abs. 1 
ZGB. Danach können eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder die Unangemessenheit 
des Entscheids gerügt werden. Im Übrigen gelten für das Beschwerdeverfahren 
die Bestimmungen des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) 
vom 6. Juni 1974 (§ 2b Abs. 2 EGzZGB) und, soweit die kantonalen Erlasse 
nichts anderes bestimmen, die Schweizerische Zivilprozessordnung (Zivilpro-
zessordnung, ZPO; SR 272) vom 19. Dezember 2008 (vgl. Art. 450f ZGB).

2. Vorab zu behandeln sind gewisse Verfahrensfragen, die von den Parteien 
aufgeworfen wurden.

2.1 Die Beschwerdeführerin macht an verschiedenen Stellen eine Voreinge-
nommenheit der Vorinstanz geltend.

2.1.1 Nach Art. 30 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 und Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) vom 4. No-
vember 1950 hat jede Person Anspruch darauf, dass ihre Sache von einem 
durch Gesetz geschaffenen, zuständigen, unabhängigen und unparteiischen Ge-
richt ohne Einwirken sachfremder Umstände entschieden wird. Für nichtgerichtli-
che Behörden kommen Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK nicht zu An-
wendung. Hingegen gewährleistet Art. 29 Abs. 1 BV den Anspruch auf gleiche 
und gerechte Behandlung; das Gebot der Unbefangenheit bildet einen Teilgehalt 
dieses Grundrechts (vgl. BGE 140 I 326 E. 5.2). Im Kern der Garantie der Unbe-
fangenheit steht für Richter wie Verwaltungsbeamte, dass sie sich in Bezug auf 
die Beurteilung des Sachverhalts nicht bereits festgelegt haben. Die für Gerichte 
geltenden Anforderungen an die Unbefangenheit können allerdings nicht unbe-
sehen auf das Verwaltungsverfahren übertragen werden. Aufgrund der weiteren 
öffentlichen Aufgaben, die Verwaltungsbehörden wahrzunehmen haben, können 
sich systembedingt intensive Kontakte zu einem Verfahrensbeteiligten ergeben. 
Dennoch hat jede Äusserung einer Amtsperson im Vorfeld eines förmlichen Ver-

12

fahrens den Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung nach Art. 29 Abs. 1 
BV zu wahren (vgl. Urteil BGer 1C_477/2016 vom 16.8.2017).

2.1.2 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass fraglich sei, ob die Vorinstanz eine 
unvoreingenommene Haltung gegenüber der Kindsmutter einnehme. Die Vor-
instanz habe in der Vergangenheit Aussagen der rechtlichen Vertretung des 
Kindsvaters ohne kritische Würdigung übernommen sowie die Aussagen des 
Kindsvaters höher gewichtet. Zudem würde die psychische Belastung der Be-
schwerdeführerin zwar formal anerkannt, jedoch werde daraus keine sachlich 
nachvollziehbaren Konsequenzen abgeleitet, indem die Vorinstanz z.B. mehrfach 
ausführe, dass Türschwellenübergaben in naher Zukunft zuzumuten seien.

2.1.3 Die Vorinstanz macht geltend, sie anerkenne die posttraumatische Sym-
ptomatik der Beschwerdeführerin und habe dies im Verlaufe des Verfahrens 
auch immer getan. Mit dem angefochtenen Beschluss vom 2. April 2025 würden 
denn auch indirekte Übergaben angeordnet. Die Normalisierung der Beziehung 
der Eltern sei jedoch Voraussetzung, dass E.________ zu beiden Eltern eine an-
gemessene Beziehung pflegen könne. Eine solche Normalisierung könne, solan-
ge weder persönliche noch digitale Kontakte zwischen den Eltern möglich seien, 
nicht eintreten. Das Ziel seien entsprechend direkte Übergaben. Dabei sei das 
Recht von E.________ auf angemessenen persönlichen Verkehr zu ihrem Vater 
höher zu gewichten als das vorgebrachte Schutzbedürfnis der Beschwerdeführe-
rin. Der Beschwerdegegner führt aus, die Kritik der Beschwerdeführerin sei rein 
appellatorischer Natur. Zudem habe es der Beschwerdeführerin im vorinstanzli-
chen Verfahren jederzeit offen gestanden, Ausstandsgesuche gegen Behörden-
mitglieder zu stellen.

2.1.4 Dass die Vorinstanz die Vorbringen des Beschwerdegegners kommentar-
los und ohne eigene kritische Würdigung übernommen haben soll, ist nicht be-
legt. Zwar trifft zu, dass die Formulierung im Schreiben der KESB vom 22. No-
vember 2024 (vgl. Vi-act. 3.170) derjenigen aus der Telefonnotiz vom 30. Okto-
ber 2024 (vgl. Vi-act. 3.163) ähnelt. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass 
die Aussage ohne kritische Würdigung übernommen wurde. Auch die weiteren 
von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Umstände begründen keine Verlet-
zung von Art. 29 Abs. 1 BV oder Art. 30 Abs. 1 BV. Dies gilt umso mehr, als die 
Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren jederzeit ein Ausstandsge-
such hätte stellen können, was sie unterlassen hat. Eine Voreingenommenheit 
der gesamten Behörde ist erst recht nicht ersichtlich.

2.2 Mit Disp.-Ziff. 5 des Beschlusses vom 2. April 2025 wurde G.________ als 
Beistand mit verschiedenen Aufgaben betraut. Die Beschwerdeführerin beantrag-

13

te in der Beschwerde die Aufhebung von Disp.-Ziff. 5 des angefochtenen Ent-
scheids sowie die Einsetzung einer neuen Beistandsperson anstelle von 
G.________. Mit Beschluss-Nr. IIA/009/26/2025 vom 2. Juli 2025 setzte die 
KESB neu H.________ als Beiständin für E.________ ein. Das Verfahren ist in-
soweit als gegenstandslos abzuschreiben, wovon auch die Beschwerdeführerin 
auszugehen scheint (vgl. Plädoyernotizen, S. 20).

2.3 Die Beschwerdeführerin unterbreitete dem Verwaltungsgericht den Antrag, 
E.________ zu den Themen Übernachtungen und Ferien anzuhören. Nach Art. 
314a Abs. 1 ZGB ist das Kind in geeigneter Weise anzuhören, soweit nicht sein 
Alter oder andere wichtige Gründe dagegensprechen. Gemäss bundesgerichtli-
cher Praxis sind Kinder ab ihrem sechsten Altersjahr grundsätzlich anzuhören 
(vgl. Urteil BGer 5A_457/2017 vom 4.12.2017 mit Verweis auf BGE 131 III 553). 
Da E.________ inzwischen sieben Jahre alt ist und auch keine sonstigen Gründe 
ersichtlich sind, weswegen auf eine Anhörung hätte verzichtet werden sollen, hat 
das Gericht E.________ am 13. August 2025 angehört. Das zugehörige Ge-
sprächsprotokoll wurde den Parteien mit Schreiben vom 14. August 2025 zuge-
stellt (VG-act. 35 und 36). Dem entsprechenden Verfahrensantrag der Be-
schwerdeführerin ist damit Genüge getan.

2.4 Im Rahmen ihres Schlussvortrags vom 5. September 2025 reichte die Be-
schwerdeführerin zusätzliche Unterlagen zu den Akten und machte Ausführun-
gen, die vom Beschwerdegegner als neu qualifiziert werden. Mit Eingabe vom 
9. September 2025 verlangt er, diese Unterlagen und Ausführungen aus dem 
Recht zu weisen, da sie verspätet vorgebracht worden seien. Dem kann nicht ge-
folgt werden: Aus dem auch im Beschwerdeverfahren anwendbaren Art. 446 
ZGB folgt, dass neue Tatsachen und Beweismittel bis zur Urteilsberatung zu 
berücksichtigen sind (vgl. Urteil BGer 5A_447/2022 vom 2.9.2022 E. 3.4.2). Dar-
an ändert nichts, dass das Gericht weitere Beweisabnahmen im Nachgang zur 
öffentlichen Verhandlung vom 21. August 2025 nicht für erforderlich hielt.

3. In der Sache wendet sich die Beschwerdeführerin hauptsächlich gegen die 
Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs in Disp.-Ziff. 1 lit. c, lit. d und lit. e des 
angefochtenen Beschlusses vom 2. April 2025.

3.1 Der Anspruch auf persönlichen Verkehr ist in Art. 273 ZGB geregelt. Dem-
nach haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das 
minderjährige Kind gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Ver-
kehr (Art. 273 Abs. 1 ZGB). Beim persönlichen Verkehr handelt es sich um ein 
gegenseitiges Pflichtrecht, das in erster Linie dem Interesse des Kindes dient 
(BGE 127 III 295 E. 4a; 122 III 404 E. 3a; 120 II 229 E. 3b/aa; Urteil BGer 

14

5A_500/2023 vom 31.1.2024 E. 4.1.1). Oberste Richtschnur für die Ausgestal-
tung des persönlichen Verkehrs ist das Kindeswohl (BGE 131 III 209 E. 5; vgl. 
auch BGE 141 III 328 E. 5.4). Entsprechend hat sich das Gericht in erster Linie 
an den Bedürfnissen des Kindes zu orientieren; die Interessen der Eltern haben 
hinter dem vorrangig massgebenden Kindeswohl zurückzustehen (BGE 130 III 
585 E. 2.1; zum Ganzen auch Urteil BGer 5A_848/2021 vom 5.5.2022 E. 3.1). In 
diesem Sinn hat auch der persönliche Verkehr zum Zweck, die positive Entwick-
lung des Kindes zu gewährleisten und zu fördern. In der Entwicklung des Kindes 
sind seine Beziehungen zu beiden Elternteilen wichtig, da sie bei seiner Identi-
tätsfindung eine entscheidende Rolle spielen können (BGE 131 III 209 E. 4; 123 
III 445 E. 3c; Urteil BGer 5A_984/2019 vom 20.4.2020 E. 3).

3.1.1 In Bezug auf den persönlichen Verkehr gilt nach der Rechtsprechung, dass 
der Wille des Kindes nur eines von mehreren Kriterien bildet. Ob persönliche 
Kontakte zum nicht betreuenden Elternteil stattfinden, steht nicht im Belieben des 
Kindes. Bei der Berücksichtigung des Kindeswillens ist das Alter des Kindes bzw. 
dessen Fähigkeit zu autonomer Willensbildung zu berücksichtigen. Vom Vorlie-
gen dieser Fähigkeit ist ungefähr ab dem 12. Altersjahr auszugehen. Lehnt das 
Kind den persönlichen Kontakt zum nicht betreuenden Elternteil ab, ist im Einzel-
fall zu prüfen, worin diese Haltung begründet liegt und ob die Ausübung des Be-
suchsrechts den Interessen des Kindes tatsächlich widerspricht. Der persönliche 
Verkehr kann unter Umständen ausgeschlossen werden, weil gegen den starken 
Widerstand erzwungener Kontakt mit dem Zweck des Umgangsrechts im Allge-
meinen ebenso unvereinbar ist wie mit dem Persönlichkeitsschutz des Kindes 
(vgl. Urteil BGer 5A_984/2019 vom 20.4.2020 E. 3 m.w.H.).

3.1.2 Der Umfang des persönlichen Verkehrs ist nach den Verhältnissen des 
Einzelfalls zu bemessen. Es haben sich zwar regionale Richtwerte herausgebil-
det, diese stellen für sich genommen jedoch noch keine Rechtfertigung für eine 
bestimmte Ausgestaltung dar. Die Häufigkeit und Dauer der Besuche richten sich 
insbesondere nach dem Alter des Kindes (vgl. Urteile BGer 5A_972/2023 vom 
23.5.2024; BGer 5A_400/2023 vom 11.1.2024 E. 3.3.2 m.H.a. BGE 122 III 404). 
Ab dem Schulalter sind Wochenendbesuche grundsätzlich angezeigt. Eine ent-
wicklungsfördernde Beziehung zum nicht obhutsberechtigten Elternteil setzt den 
Einbezug des Kindes in dessen Alltag voraus. Dies ist nur dann möglich, wenn 
das Kind im Haushalt des nicht obhutsberechtigten Elternteil den gesamten Ta-
gesablauf samt Aufwachen und Einschlafen miterlebt. Ein längerer Verbleib mit 
Übernachtungen hilft, Nähe und Vertrautheit und damit gegenseitiges Vertrauen 
zwischen dem Kind und dem nicht obhutsberechtigten Elternteil aufzubauen (vgl. 
Büchler/Clausen, Das «gerichtsübliche» Besuchsrecht, Betrachtungen zum an-

15

gemessenen Besuchsrecht im Lichte der Rechtsprechung und der jüngsten Ge-
setzesentwicklungen, in: FamPra.ch 3/2020, S. 549 f.; Waldvogel, Restriktives 
Besuchsrecht als Ausnahmefall, BGer 5A_512/2020 vom 7.12.2020, in ius.focus 
2021 Nr. 56). Das Alter und die Entwicklung eines Kindes schreiten mit dem Zei-
tenlauf indes unaufhaltsam fort. Die nachteiligen Folgen einer ungenügenden 
Besuchsrechtsregelung lassen sich nicht oder jedenfalls nicht ohne Weiteres be-
heben, zumal entsprechende Versäumnisse je nach Geltungsdauer einer 
Art. 273 ZGB widersprechenden Besuchsrechtsregelung nicht mehr nachgeholt 
werden können.

3.1.3 Der Vorinstanz kommt in kindes- und erwachsenenschutzrechtlichen Ange-
legenheiten als Fachbehörde (vgl. Art. 440 Abs. 1 ZGB) ein Beurteilungsspiel-
raum zu, in den das angerufene Gericht auch bei voller Überprüfung des ange-
fochtenen Entscheids (vgl. Art. 450a ZGB) nur zurückhaltend eingreift (vgl. u.a. 
VGE III 2020 208 vom 11.3.2021 E. 6.1; VGE III 2020 55 vom 10.6.2020 E. 3.1; 
VGE III 2019 140 vom 25.9.2019 E. 4; vgl. auch Urteil BGer 5A_310/2023 vom 
6.7.2023).

3.2 Die Standpunkte der Vorinstanz und der Parteien präsentieren sich im We-
sentlichen wie folgt:

3.2.1 Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, dass es die Eltern von 
E.________ bisher nicht geschafft hätten, die Besuchsrechtsregelung gemäss 
dem Urteil des Bezirksgericht L.________ vom 24. Mai 2022 umzusetzen und 
E.________ zumindest ein praxis- und gerichtsübliches Kontaktrecht zu ihrem 
Vater zu ermöglichen. Trotz den Bemühungen von Beistandspersonen, einer 
Kindsvertretung sowie Fachpersonen beim Marie Meierhofer Institut (MMI) und 
bei begleiteten Besuchstreffs befinde man sich noch immer in Phase 1 des ge-
richtlich geregelten Besuchsrechts. E.________ habe seither noch nie bei ihrem 
Vater übernachtet. Die Eltern würden die Gründe dafür beim jeweils anderen El-
ternteil sehen, wobei die Kindsmutter auch geltend mache, E.________ sei noch 
nicht bereit für ausgedehntere Besuche und insbesondere Übernachtungen bei 
ihrem Vater.

Das im Gerichtsverfahren vereinbarte, phasenweise aufbauende Besuchsrecht 
sei nicht mehr aktuell. Alle weiteren Besuchsphasen seien längst abgelaufen und 
auch die Beratung beim MMI sei nicht weitergeführt worden. Daher sei es ange-
zeigt, den persönlichen Verkehr zwischen E.________ und ihrem Vater neu und 
möglichst klar zu regeln. Beide hätten ein Recht auf gegenseitigen persönlichen 
Verkehr in einem angemessenen Ausmass. Die Person des Vaters betreffend 
seien keine Gründe ersichtlich, die gegen Übernachtungen sprechen würden. Die 

16

obhutsberechtigte Mutter habe darauf hinzuarbeiten, dass E.________ sich so 
weit von ihr ablösen könne, damit für E.________ auswärtige Übernachtungen 
möglich seien. Die Mutter habe E.________ in geeigneter Weise auf die Besuche 
vorzubereiten und in der Umsetzung zu bestärken.

Um zu klären, was die Gründe für die bisherige Verweigerungshaltung von 
E.________ seien sowie wie dieser entgegenzuwirken sei, sei die Ausweitung 
der Besuche durch eine psychologische Fachperson zu begleiten. Mit einer psy-
chologischen Begleitung für E.________ seien die Eltern grundsätzlich einver-
standen. Der Beistand erhalte den Auftrag, für E.________ eine regelmässig 
stattfindende psychologische Begleitung, unter Beizug des jeweiligen Elternteils, 
im Hinblick auf die Ausweitung der Besuchsregelung und insbesondere die 
Übernachtungen zu organisieren sowie die Termine verbindlich mit der psycho-
logischen Fachperson zu vereinbaren, soweit sich die Eltern nicht auf eine Fach-
person einigen könnten. Die Eltern hätten sicherzustellen, dass E.________ an 
den Terminen teilnehme sowie im geforderten Ausmass mitzuwirken bzw. per-
sönlich an den Termineinladungen der psychologischen Fachperson teilzuneh-
men.

Ein psychologisches Gutachten respektive eine generelle Neubeurteilung der Si-
tuation nach Berichterstattung durch eine psychologische Fachperson im Hinblick 
auf die Übernachtungen beim Vater sei aktuell nicht angezeigt und würde eine 
weitere Verzögerung bedeuten. Es seien Übernachtungen beim Vater unter 
Berücksichtigung einer kurzen Umsetzungsfrist ab 24. Mai 2025 anzustreben und 
dem Vater ein Ferienrecht ab dem 1. Juli 2025 einzuräumen.

3.2.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die bisherige Besuchsrege-
lung sowie deren Entwicklung unzutreffend beurteilt worden seien. Die Vor-
instanz gehe fälschlicherweise davon aus, dass die Eltern es versäumt hätten, 
die Besuchsregelung gemäss Urteil des Bezirksgerichts L.________ vom 24. Mai 
2022 umzusetzen. Tatsächlich habe das Bezirksgericht L.________ jedoch ein 
dreiphasiges Aufbaumodell festgelegt, dessen Umsetzung in die Kompetenz ei-
ner Mitarbeiterin (Dr. N.________) des MMI gelegt wurde. Nachdem die Über-
nachtungen von E.________ beim Kindsvater im Dezember 2021 superproviso-
risch sistiert worden seien, habe sich die Mitarbeiterin des MMI für ein Verbleiben 
in Phase 1, das heisst ein Besuchsrecht für den Vater am Samstag und in der 
jeweiligen darauffolgenden Woche am Mittwoch ausgesprochen. Gemäss dem 
Verlaufsbericht, den die KESB C.________ bei der Mitarbeiterin des MMI für die 
Beratungsperiode Juni 2022 bis Mai 2023 eingeholt habe, sei der Zeitpunkt für 
Übernachtungen beim Vater Ende 2022 noch nicht gegeben gewesen. Hingegen 
habe Dr. N.________ mit den Kindseltern eine mögliche Erweiterung der Be-

17

suchskontakte, entweder durch wöchentliche Vater-Tochter-Treffen an den Mitt-
wochnachmittagen oder durch einen zusätzlichen Tagesbesuch jeden zweiten 
Sonntag thematisiert. Mit einer entsprechenden Erweiterung des Besuchsrechts 
seien beide Eltern einverstanden gewesen. Der Beistand sei zeitnah über die 
geplante Erweiterung informiert worden, habe diese jedoch nicht umgesetzt. Zu-
dem sei er gemäss Urteil des Bezirksgerichts L.________ vom 24. Mai 2022 ver-
pflichtet gewesen, eine Neuregelung des Besuchsrecht zu beantragen, da es den 
Eltern nicht gelungen sei, die vom Gericht angeordnete Besuchsregelung umzu-
setzen. 

Der Kindsvater habe im Herbst 2023 eine Neuregelung des persönlichen Ver-
kehrs beantragt, woraufhin ein entsprechendes Verfahren eröffnet worden sei. 
Nach Auffassung der Vorinstanz hätte das bestehende Besuchsrecht bis zum 
Verfahrensabschluss unverändert weitergeführt werden sollen, d.h. mit einem 
Tagesbesuch am Mittwoch sowie einem weiteren am jeweils darauffolgenden 
Samstag. Dass es zu keiner Ausweitung des Besuchsrechts gekommen sei, be-
ruhe mithin auf Versäumnissen des Beistands und der Anweisung der Vorinstanz 
während des hängigen Verfahrens. 

Dass hinsichtlich der Person des Vaters Gründe ersichtlich seien, die gegen 
Übernachtungen sprechen würden, sei von keiner Seite behauptet worden. Auch 
sei nie behauptet worden, die Mutter habe E.________ im Zusammenhang mit 
dem Besuchsrecht unzureichend motiviert oder das Besuchsrecht sogar negativ 
beeinflusst. Vielmehr hätten sämtliche involvierten Fachpersonen übereinstim-
mend bestätigt, dass E.________ Übernachtungen beim Kindsvater ablehnt, oh-
ne dass die Gründe dafür geklärt werden konnten. Die Verweigerungshaltung sei 
immer noch aktuell, wie ein Bericht der Kindsvertreterin zeige.

Die Tagesbesuche beim Vater verliefen sehr gut. Auch die Übergaben funktio-
nierten einwandfrei, seit sie durch die Beschwerdeführerin selbst organisiert wür-
den. Die ablehnende Haltung von E.________ gegenüber Übernachtungen beim 
Kindsvater bestehe bereits seit vier Jahren konstant und sei aktenkundig. Akten-
kundig sei auch, dass die Gründe hierfür, trotz einer langen psychologischen Be-
gleitung durch eine ausgewiesene Fachperson, Frau Dr. N.________, nicht eru-
iert seien. Die Vorinstanz versäume, die tatsächlichen Gründe für die Verweige-
rungshaltung des Kindes zu ermitteln, um darauf aufbauend eine nachhaltige und 
dem Kindeswohl dienende Lösung zu entwickeln, mit dem Ziel, die Verweigerung 
abzubauen. Vor diesem Hintergrund sei unverständlich, dass die Vorinstanz trotz 
der damaligen Empfehlung von Dr. N.________ dem in der Stellungnahme der 
Kindsvertreterin vom 2. Oktober 2024 vorgeschlagenen Vorgehen (Ausweitung 
der Tagesbesuche) nicht gefolgt sei.

18

Aufgrund der weiterhin nicht bekannten Gründe der Abwehrhaltung von 
E.________ sei die Ausweitung des Besuchsrechts von einer erneuten psycho-
logischen Fachabklärung sowie einer Anhörung von E.________ durch die 
Kindsvertretung abhängig zu machen.

3.2.3 Die Vorinstanz hält dem entgegen, dass sie die Ausweitung des Besuchs-
rechts bewusst nicht von der Empfehlung einer psychologischen Fachperson ab-
hängig gemacht habe, da eine solche Regelung bereits durch das Bezirksgericht 
L.________ im Entscheid vom 24. Mai 2022 vorgesehen wurde. Trotz enger Be-
gleitung durch das Marie Meierhofer Institut (MMI) seien die Eltern nicht über die 
erste Phase hinweggekommen. Vielmehr habe die Besuchsregelung des Be-
zirksgerichts L.________ den Eltern erlaubt, diese nicht wie angeordnet umzu-
setzen. Dies solle mit der neuen Regelung verhindert werden. Die Verantwor-
tung, E.________ in geeigneter Weise auf auswärtige Übernachtungen vorzube-
reiten, würde bei der Beschwerdeführerin als obhutsberechtigter Person liegen. 
Es seien zudem vor allem die elterlichen Konflikte als Ursache für die Verweige-
rungshaltung von E.________ anzusehen, weswegen eine Verbesserung der 
konflikthaften Beziehung zwischen den Eltern als erfolgversprechendste Lösung 
angesehen werde. Da eine solche Verbesserung derzeit jedoch nicht absehbar 
sei, nehme die psychologische Begleitung von E.________ zwar eine umso 
wichtigere Rolle ein, dennoch soll diese nur eine parallele Rolle einnehmen, da 
die psychologische Begleitung allein kaum ausreichen werde, um die Verweige-
rungshaltung von E.________ zu ändern.

Die Festlegung eines eindeutigen Phasenplans würde für Klarheit sorgen und 
nehme die Eltern in Verantwortung. Diese haben alles zu unternehmen, dass das 
Besuchsrecht wie angeordnet umgesetzt werden könne. Es sei zudem dem Be-
schwerdegegner zuzutrauen, dass dieser eine Übernachtung von E.________ 
bei ihm nicht erzwingen würde, sollte diese eine Übernachtung verweigern.

3.2.4 Der Beschwerdegegner macht geltend, das Besuchsrecht diene der Vertie-
fung einer altersadäquaten Beziehung zwischen dem nicht obhutsberechtigten 
Elternteil und dem Kind. Vorliegend bestehe eine erhebliche Diskrepanz zwi-
schen dem effektiv praktizierten Besuchsrecht und einer altersentsprechenden 
Besuchsregelung. Es bestünden zudem keine Gründe, die die von der Be-
schwerdeführerin verlangte Nichtausweitung des Besuchsrechts auf die längst 
überfälligen Übernachtungen rechtfertigen würden. 

Beim Kindeswohl handle es sich um ein dynamisches Rechts- und Fachgebiet. 
Was dem Kindeswohl entspreche, könne sich mit der Zeit und den Lebensum-
ständen ändern. Die Vorinstanz habe über 1,5 Jahre hinweg abgeklärt, was im 

19

Interesse des Kindeswohls sei. Der Beschluss vom 2. April 2025 stelle das Er-
gebnis dieser Abklärungen dar. Weder die Vorinstanz noch eine Fachperson sei-
en dabei zu Schluss gekommen, dass Übernachtungen beim Kindsvater dem 
Kindeswohl widersprechen würden. Die mit Verfügung des Bezirksgerichts 
L.________ vom 15. Dezember 2021 ausgesetzten Übernachtungen hätten dem 
Schutz der damals dreijährigen E.________ vor einer Überforderung gedient; ei-
ne Kindeswohlgefährdung sei hingegen nicht festgestellt worden. Da die proviso-
rische Verfügung durch den Entscheid in der Hauptsache vom 24. Mai 2022 ihre 
Gültigkeit verloren habe, sei nicht ersichtlich, weshalb die damaligen Umstände 
für das vorliegende Verfahren von Bedeutung seien. Insbesondere sei nicht 
nachvollziehbar, inwiefern Ausführungen aus einer Zeit, in der E.________ drei 
bzw. vier Jahre alt gewesen sei, heute noch von Bedeutung sein könnten, sei 
E.________ inzwischen doch bereits sieben Jahre alt.

Der Beschwerdegegner vertrete im Unterschied zur Beschwerdeführerin die Auf-
fassung, die Vorinstanz habe den Sachverhalt korrekt festgestellt und gewürdigt. 
Die Anknüpfung der Besuchsphasen an die Empfehlung des MMI und des Bei-
standes habe lediglich für die Phasen bis August 2023 gegolten; ab diesem Zeit-
punkt sei die vom Bezirksgerichts L.________ beschlossene Regelung unmittel-
bar anwendbar. Der Umstand, dass der Beistand keine Neuregelung der Be-
suchsregelung beantragt habe, zeige, dass er die im Entscheid des Bezirksge-
richts L.________ vom 24. Mai 2022 getroffene Regelung weiterhin als kindes-
wohlkonform erachtet habe. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt dahingehen 
zutreffend festgestellt, dass es den Kindseltern nicht gelungen sei, die Besuchs-
phasen gemäss Entscheid des Bezirksgerichts L.________ umzusetzen.

Seit dem Umzug der Beschwerdeführerin nach M.________, welcher ohne die 
notwendige Zustimmung des Kindsvaters erfolgt sei, fordere der Beschwerde-
gegner die Umsetzung der gerichtlichen Besuchsregelung. Der damalige Bei-
stand, G.________, habe die Beschwerdeführerin mehrfach ersucht, E.________ 
emotional auf Übernachtungen beim Vater vorzubereiten, dies jedoch ohne Er-
folg. Die Beschwerdeführerin habe die Aufmerksamkeit des Beistandes wieder-
holt auf die Elternkonflikte gelenkt, wodurch sich die Ausweitung des Besuchs-
rechts erschwert habe. Eine Kooperationsbereitschaft seitens der Beschwerde-
führerin sei nicht erkennbar gewesen; so habe der Beschwerdegegner beispiels-
weise vorgeschlagen, E.________ behutsam auf die erste Übernachtung bei ihm 
heranzuführen und sie bei allfälligen Komplikationen umgehend zur Beschwerde-
führerin oder zur Nachbarin zurückzubringen. 

Es benötige zudem auch keine weiteren psychologischen Abklärungen, um fest-
zustellen, ob E.________ bereit sei, beim Vater zu übernachten. Vielmehr habe 

20

die Kindsvertretung in ihrer Vernehmlassung vom 19. Mai 2025 festgehalten, 
dass mit den Übernachtungen an den Wochenenden möglichst nicht mehr zuzu-
warten sei. Auch die vorübergehend eingesetzte Psychologin, Frau O.________, 
habe sich zu den Verweigerungsgründen von E.________ dahingehend geäus-
sert, dass dies eine Blockade auf den durch das Kind erlebten Loyalitätskonflikt 
darstellen könne. Die Vorinstanz habe indes in Disp.-Ziff. 3 eine psychologische 
Begleitung von E.________ angeordnet, durch welche E.________ gestärkt wer-
den und einen Umgang mit dem Loyalitätskonflikt finden solle. Eine vorgängige 
Abklärung sei nicht notwendig, dies sei indes auch von keiner anderen, im vorlie-
genden Fall involvierten Person, ausser der Beschwerdeführerin gefordert wor-
den. Die laufende Therapie bei Frau O.________ sei durch die Beschwerdefüh-
rerin abgebrochen worden. Es bestünde folglich eine begründete Befürchtung, 
dass, wenn die Aufnahme von Übernachtungen von der Meinung eines Psycho-
logen abhängig gemacht werde, weitere Psychologen ausgetauscht werden wür-
den, wodurch die Ausweitung des Besuchsrechts auf Übernachtungen beim 
Kindsvater weiter verzögert werde.

3.2.5 Die Beigeladene führt aus, dass die von der Beschwerdeführerin beantrag-
te Bedingung, das Übernachtungs- und Ferienbesuchsrechts mit dem Kindsvater 
von der Empfehlung einer psychologischen Fachperson abhängig zu machen, 
sei zu unbestimmt. Insbesondere könne eine faktisch völlig offene und damit un-
verbindliche und zu wenig konkrete Terminierung des Beginns des Übernach-
tungs- und Ferienbesuchsrechts zu Verzögerungen führen. Durch einen potenzi-
ellen Wechsel der psychologischen Begleitung könne sich der Beginn des für 
E.________ Entwicklung wichtigen ausgedehnten Kontakts mit dem Kindsvater 
nahezu beliebig hinauszögern.

Um mögliche elterliche Konflikte zu minimieren, sollte die vorgängige, vorberei-
tende Begleitung E.________ durch eine psychologische Fachperson zeitlich auf 
maximal sechs Monate limitiert werden. Nach Ablauf dieser sechsmonatigen 
Vorbereitungsperiode wäre das Übernachtungs- und Ferienbesuchsrecht aus-
zuüben. Die psychologische Begleitung sei bei Bedarf auch nach Ablauf der 
sechs Monate fortzuführen.

3.3 Anlässlich der parteiöffentlichen mündlichen Verhandlung vom 21. August 
2025 nahmen die Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegner sowie die Beige-
ladene mündlich Stellung.

3.3.1 Die Beschwerdeführerin machte in diesem Rahmen zusammengefasst gel-
tend, sie werde als Hauptverantwortliche für die bisherige Nichtumsetzung des 
Besuchsrechts dargestellt, während die Eigenständigkeit von E.________ sowie 

21

ihr starker Wille unbeachtet blieben. Ohne hinreichende Grundlage werde von 
einem vermeintlichen Loyalitätskonflikt ausgegangen. Die Aussagen von 
E.________ in der gerichtlichen Anhörung würden sich mit jenen gegenüber der 
Beschwerdeführerin decken. Auffällig sei, dass E.________ es zwar am 1. Juni 
2025 nach mehreren Versuchen erstmals geschafft habe, bei den Grosseltern 
mütterlicherseits zu übernachten, jedoch ausdrücklich angebe, sich ein Über-
nachten beim Beschwerdegegner nicht vorstellen zu können. Die Verweige-
rungshaltung von E.________ zeige sich als konstant und gefestigt. Es stelle 
sich daher die Frage, ob es dem Wohl des Kindes dienlich sein könne, ein über-
durchschnittlich willensstarkes und ablehnendes Kind gegen seinen klar artiku-
lierten Widerstand zu Übernachtungen beim Kindsvater zu zwingen. Zudem sei 
fraglich, wie die Durchsetzung der Übernachtungen erfolgen solle, ohne die Mut-
ter-Kind-Beziehung tiefgreifend zu stören. Daraus ergebe sich nach Auffassung 
der Beschwerdeführerin die Notwendigkeit einer sorgfältigen Abwägung durch 
eine psychologische Fachperson.

3.3.2 Demgegenüber hielt der Beschwerdegegner fest, dass mit der Ausweitung 
des Besuchs- und Ferienrechts im Interesse des Kindeswohls nicht länger zuge-
wartet werden dürfe. Einer vorgängigen psychologischen Abklärung von 
E.________ bedürfe es nach seiner Auffassung nicht, da die Gründe für ihre 
Verweigerungshaltung im Elternkonflikt zu suchen seien. Im Übrigen spreche 
nichts gegen ein Übernachten von E.________ beim Beschwerdegegner, zumal 
sie bei ihm gelegentlich bereits einen Mittagsschlaf mache. Weiter führt der Be-
schwerdegegner aus, E.________ habe in der Kindesanhörung vom 13. August 
2025 nicht angegeben, dass sie nicht beim ihm übernachten wolle, sondern le-
diglich, dass sie es sich nicht vorstellen könne. Dies sei nachvollziehbar, da sie 
bislang noch nie beim Beschwerdegegner habe übernachten dürfen.

3.3.3 Zuletzt führte die Beigeladene aus, E.________ habe sich ihr gegenüber 
hinsichtlich der Übernachtungen beim Vater nie anders geäussert, als sie dies 
anlässlich der gerichtlichen Anhörung vom 13. August 2025 getan habe. Dass 
E.________ nicht begründen könne, weshalb sie nicht beim Beschwerdegegner 
übernachten wolle, zeige, dass sie Angst vor Neuem habe, weshalb sie ange-
messen auf diese Neuerung vorzubereiten sei. In diesem Zusammenhang erach-
te sie eine zeitlich limitierte psychologische Begleitung als wichtig. Für die Ent-
wicklung von E.________ sei es jedoch ebenso wichtig, dass sie zeitnah auch 
mit dem Beschwerdegegner einen Umgang pflegen könne, bei dem Übernach-
tungen und gemeinsame Ferien selbstverständlich seien. 

22

3.3.4 In ihren Schlussvorträgen hielten die Parteien an den zuvor geäusserten 
Standpunkten soweit hier interessierend fest.

3.4 Gestützt auf den angefochtenen Beschluss und den Zwischenbescheid 
VGE III 2025 96 sieht die Besuchsregelung seit dem 24. Mai 2025 im Wesentli-
chen wie folgt aus: Die Besuche von E.________ beim Beschwerdegegner fin-
den jeweils vierzehntäglich (ungerade Wochen) am Samstag von 09.45 Uhr bis 
18.00 Uhr und am Sonntag, von 09.45 Uhr bis 18.00 Uhr sowie vierzehntäglich 
am Mittwoch (gerade Wochen) nach Schulschluss bis 19.00 Uhr statt. Zuvor (vor 
dem 24.5.2025) besuchte E.________ ihren Vater in den ungeraden Wochen je-
weils am Samstag von 09.45 Uhr bis 18.00 Uhr. Die Ausübung dieses Besuchs-
rechts und die entsprechenden Übergaben funktionieren gemäss übereinstim-
mender Auffassung der Kindseltern über weite Strecken gut.

3.4.1 E.________ ist sieben Jahre alt und besucht die zweite Klasse. Nach der 
Aktenlage hat sie im November 2021 letztmals beim Vater übernachtet. Die Wie-
deraufnahme von Übernachtungen beim Vater sind im Hinblick auf den Aufbau 
einer engeren Beziehung zwischen Tochter und Vater und somit im Hinblick auf 
das Kindeswohl klarerweise angezeigt. Das derzeitige Besuchsrecht ist hingegen 
nicht altersentsprechend (vgl. oben E. 3.1). Mit Blick auf das Alter von 
E.________ dürfte vielmehr ein Besuchsrecht mindestens alle zwei Wochenen-
den und während den Schulferien für drei Wochen im Grundsatz angemessen 
sein (vgl. BGE 144 I 91 E. 5.2.1; Beschluss des Kantonsgerichts SZ ZK2 2023 26 
und 28 vom 5.9.2023 E. 6a; BSK Schwenzer/Cottier, ZGB, Art. 273 N 15; CR CC 
I-Cottier, Art. 273 N 17; FamKomm-Scheidung/Büchler, Art. 273 ZGB N 23; 
Gloor/Umbricht Lukas, in: FHB Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, N 14.15; 
KUKO ZGB-Michel/Schlatter, Art. 273 N 12). Unter Berücksichtigung des Kin-
deswohls ist davon nur abzuweichen, soweit es die Umstände des Einzelfalls auf 
einer objektivierbaren Grundlage gebieten (vgl. BGE 144 III 10 E. 7.2).

3.4.2 Eine Ausweitung des Besuchsrechts wird im Grundsatz von allen Parteien 
befürwortet. Strittig sind die Übernachtungen von E.________ beim Vater, da 
sich E.________ nach Darstellung der Beschwerdeführerin seit mehreren Jahren 
entschieden weigere, beim Beschwerdegegner zu übernachten. Ausserdem stellt 
sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, die Ausweitung des Besuchs- 
und Ferienrechts sei an eine fachpsychologische Abklärung von E.________ zu 
knüpfen, mit der die Ursache für die Verweigerungshaltung von E.________ zu 
klären sei.

3.5 Im Hinblick auf die Haltung von E.________ zu Übernachtungen beim Be-
schwerdegegner zeigt sich für das Verwaltungsgericht beweismässig was folgt:

23

3.5.1 Die frühere Kindsvertreterin von E.________ führte im Verfahren vor dem 
Bezirksgericht L.________ aus, dass E.________ Ende 2021 die Übernachtun-
gen beim Vater aktiv verweigerte. E.________ habe so zum Ausdruck gebracht, 
dass sie mit den Übernachtungen überfordert sei (vgl. Verfügung des Bezirksge-
richts L.________ vom 15.12.2021 E. 4.2; Vi-act. 3.177). Mit Entscheid des Be-
zirksgerichts L.________ vom 24. Mai 2022 wurde die bereits angefangene Be-
ratung für Kinder und Eltern in Trennung (KET) am MMI weitergeführt. Dem Ver-
laufsbericht von Dr. N.________ vom 6. Dezember 2023 über den Beratungszeit-
raum vom Juni 2022 bis Mai 2023 ist zu entnehmen, dass der Zeitpunkt für 
Übernachtungen beim Beschwerdegegner nach ihrer Einschätzung im Dezember 
2022 noch nicht gegeben war.

3.5.2 Die heutige Kindsvertreterin führte im vorinstanzlichen Verfahren mit Stel-
lungnahme vom 2. Oktober 2024 aus, dass E.________ still werde und sich ver-
schliesse, sobald es um den Kindsvater und ihre Beziehung zu ihm gehe. Auch 
wenn ihr die Besuche beim Beschwerdegegner gefallen würden, wolle sie nicht 
bei ihm übernachten. Eine konkrete Begründung, weshalb sie nicht beim Kinds-
vater übernachten möchte, gebe sie nicht an. E.________ befinde sich wohl in 
einem starken Loyalitätskonflikt und versuche unterbewusst, der Kindsmutter als 
ihre erste Bezugsperson gerecht zu werden. Sie habe zudem grundsätzlich 
Angst, auswärts zu schlafen, könne jedoch nicht sagen, was der Grund für ihre 
Angst sei. Im vorliegenden Verfahren verweist die Kindsvertreterin im Wesentli-
chen auf das Protokoll der Anhörung vom 13. August 2025, das die Haltung von 
E.________ gut wiedergebe.

3.5.3 Für den 16. Oktober 2024 hatte die Vorinstanz eine Anhörung von 
E.________ geplant. Diese konnte allerdings nicht stattfinden, da sich 
E.________ weigerte, die Kindsvertreterin zur Vorinstanz zu begleiten, und auch 
durch intensives Zureden nicht umgestimmt werden konnte. Anlässlich der An-
hörung von E.________ durch das Verwaltungsgericht am 13. August 2025 äus-
serte sich E.________ dahingehend, dass es ihr mit der heutigen Betreuungssi-
tuation gut gehe. Zum Beschwerdegegner habe sie eine gute Beziehung. Sie 
freue sich immer, wenn er sie abhole. Die Besuche beim Vater möge sie. Ein gu-
tes Verhältnis habe sie auch zum Bruder väterlicherseits. Beim Beschwerdegeg-
ner verfüge sie über ein eigenes Zimmer und könne sich ein neues Bett aussu-
chen, worauf sie sich freue. Ihr Bett beim Beschwerdegegner benütze sie aber 
nie zum Schlafen. Während sie früher einmal beim Beschwerdegegner über-
nachtet hatte, könne sie sich dies jetzt nicht mehr vorstellen. Bei den Grosseltern 
habe sie jedoch schon einmal übernachtet, was gut funktioniert habe.

24

3.5.4 Anlässlich der Parteibefragung vom 21. August 2025 äusserte sich die Be-
schwerdeführerin dahingehend, dass E.________ bis im November 2021 ca. 5-
6x beim Beschwerdegegner übernachtet habe und seither nicht mehr. Der Be-
schwerdegegner habe sie damals jeweils von der KITA abgeholt und sie habe 
bei ihm übernachtet. Übernachtungen würden immer wieder thematisiert und da 
zeige sich auch die ablehnende Haltung von E.________. Sie habe einen star-
ken Willen und einen stark ritualisierten Tagesablauf. Ein Loyalitätskonflikt liegt 
bei E.________ nach Auffassung der Beschwerdeführerin nicht vor bzw. trägt nur 
in untergeordnetem Mass dazu bei, dass E.________ Übernachtungen beim Be-
schwerdegegner ablehnt. Werde etwas gegen den Willen von E.________ ver-
langt, verstecke sie sich, renne davon, springe durch die Wohnung, kicke und 
schlage. Gegen den Willen von E.________ etwas durchzusetzen, ohne dass 
man Alternativen habe, sei schwierig.

3.5.5 Der Beschwerdegegner führt in der Parteibefragung vom 21. August 2025 
aus, er habe mit E.________ gemeinsam ein Bett gekauft bei IKEA. Er wolle sie 
aber nicht unter Druck setzen und Schuldgefühle vermeiden, auch wenn sie ein-
mal nicht bei ihm übernachten wolle. Er wäre bereit, sie nach Hause zu fahren, 
wenn sie nicht bei ihm übernachten wolle. E.________ sei gern bei ihm. Oft wolle 
sie länger bleiben. Wenn er sie dann zurückbringe, gebe es immer eine lange 
Verabschiedungsphase, bis sich E.________ lösen könne.

3.6 Was die Notwendigkeit einer fachpsychologischen Abklärung von 
E.________ im Hinblick auf eine altersgerechte Besuchsregelung anbelangt, 
präsentiert sich dem Verwaltungsgericht folgende Beweislage:

3.6.1 Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, eine fachpsycholo-
gische Abklärung sei erforderlich, um zu klären, aus welchem Grund E.________ 
Übernachtungen beim Beschwerdegegner ablehne. Sie verlangt zudem, dass ei-
ne Ausweitung des Besuchsrechts an eine fachpsychologische Empfehlung ge-
koppelt wird. Für die ablehnende Haltung von E.________ sieht die Beschwerde-
führerin gemäss der Parteibefragung vom 21. August 2025 mehrere Gründe als 
mögliche Ursachen. E.________ habe ein paar Eigenheiten. Unter anderem wei-
se sie einen stark ritualisierten Tagesablauf auf. Zudem sei sie energiereich und 
wissbegierig sowie lebhaft. Auch seien gewisse ASS- und ADHS-Merkmale vor-
handen. Veränderungen seien problematisch für sie. Gewisse Vorgehensweisen 
seien für E.________ nicht verhandelbar. Ihre Strategien zur Bewältigung dieser 
Situationen seien stark ans Zuhause und die Person der Beschwerdeführerin ge-
bunden. Eine psychologische Begleitung durch K.________ sei aufgegleist mit 

25

wöchentlichen Terminen, wobei sein Auftrag umfassend sei und auch die Beglei-
tung im Hinblick auf Übernachtungen umfasse.

3.6.2 Der Beschwerdegegner geht gemäss der Parteibefragung vom 21. August 
2025 davon aus, dass eine Abklärung im Hinblick auf eine ASS- oder ADHS-
Problematik nicht erforderlich ist. E.________ mache einen gesunden Eindruck. 
Sie zeige sich aber zunehmend ängstlich und erzähle von Albträumen. Eine psy-
chologische Begleitung von E.________ durch K.________ begrüsst der Be-
schwerdegegner.

3.6.3 Aus dem Protokoll eines Elterngesprächs der Gemeindeschule 
M.________ vom 3. Juni 2025 geht hervor, dass die Schule eine Abklärung be-
treffend "IQ, Motivationsschwankungen usw." empfiehlt (vgl. Vi-act. 6.10.1). Wei-
tergehende oder anderslautende Einschätzungen von Fachpersonen, die im Hin-
blick auf eine altersgerechte Besuchsregelung vertiefte Abklärungen empfehlen, 
liegen nicht vor. So erkannten weder Dr. N.________ (im Bericht vom 6.12.2023) 
noch die Vorinstanz als Fachbehörde einen besonderen Abklärungsbedarf in 
diese Richtung. Keinen anderen Schluss lassen die Nachricht von P.________ 
vom 28. August 2025 oder die Stellungnahme von J.________ vom 25. Juli 2025 
zu, die von der Beschwerdeführerin mit dem Schlussvortrag vom 5. September 
2025 eingereicht wurden. Erstere bezieht sich auf die schulischen Absenzen von 
E.________. Letztere wurde im Rahmen eines Verfahrens vor der Ombudsstelle 
der Berufsethikkommission (BEK) FSP abgegeben, das die Beschwerdeführerin 
gegen J.________ angestrengt hat. Abgesehen davon, dass sich aus der Stel-
lungnahme vom 25. Juli 2025 keineswegs eine vorbehaltlose Empfehlung von 
J.________ für eine psychiatrische Abklärung entnehmen lässt, mutet die Beru-
fung der Beschwerdeführerin auf Äusserungen von J.________ widersprüchlich 
an, nachdem sie deren Fachkompetenz im Übrigen stark in Zweifel zieht.

3.7 Gestützt auf diese Beweislage kommt das Verwaltungsgericht zu folgenden 
Ergebnissen:

3.7.1 E.________ pflegt ein gutes Verhältnis zum Beschwerdegegner und ver-
bringt gern Zeit mit ihm. In Bezug auf Übernachtungen beim Beschwerdegegner 
äussert sie sich indes ablehnend. Ihren Willen kann E.________ dabei gut zum 
Ausdruck bringen, ohne aber die konkreten Gründe benennen zu können oder zu 
wollen. Das Verwaltungsgericht geht weiter davon aus, dass es Situationen ge-
ben kann, in denen E.________ nur schwer oder gar nicht von ihrem Willen ab-
zubringen ist. Das Alter der erst siebenjährigen E.________ spricht jedoch dage-
gen, ihrer ablehnenden Haltung bei der Frage einer altersgerechten Besuchsre-
gelung entscheidende Bedeutung beizumessen (vgl. oben, E. 3.1.1), zumal allfäl-

26

lige Schwierigkeiten beim Übergang vom heutigen Besuchsrecht zu einer alters-
gerechten Besuchsregelung überwindbar scheinen, wobei die Eltern im Sinne 
des Kindeswohls zu einem vernünftigen Zusammenwirken verpflichtet sind (vgl. 
unten, E. 3.8.1).

3.7.2 Sodann sprechen keine konkreten und objektivierbaren Gründe dafür, dass 
das Kindeswohl von E.________ im Hinblick auf eine altersgerechte Besuchsre-
gelung eine qualifizierte, fachpsychologische Abklärung oder die Empfehlung ei-
ner psychologischen Fachperson voraussetzt. Einerseits haben sich weder die 
bisher involvierten Fachpersonen noch die Vorinstanz als Fachbehörde in dieser 
Richtung geäussert. Andererseits besteht die Problematik einer nicht altersge-
rechten Besuchsregelung bereits seit Längerem. Bei ernsthaften Befürchtungen 
der Beschwerdeführerin, dass die ablehnende Haltung von E.________ gegenü-
ber Übernachtungen beim Beschwerdegegner auf eine psychische Symptomatik 
zurückzuführen sein könnte, wäre zu erwarten gewesen, dass die Beschwerde-
führerin entsprechende Abklärungen bereits viel früher eingeleitet hätte, zumal 
sie eine Normalisierung der Besuchsregelung nach eigenen Angaben befürwor-
tet.

3.7.3 Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin dem Verwaltungsgericht zwar 
gewisse Eigenschaften von E.________ schildert, die sie als besonders bzw. 
auffällig zu qualifizieren scheint (z.B. Bedürfnis nach ritualisiertem Tagesablauf, 
Schwierigkeiten mit Veränderungen; vgl. E. 3.6.1 hiervor). Für das Verwaltungs-
gericht ist gestützt auf diese Darlegungen indes nicht erkennbar, inwieweit es 
sich dabei um Verhaltensweisen handeln soll, aus denen sich im Hinblick auf die 
Besuchsregelung zum Schutz des Kindeswohls die Notwendigkeit einer fachpsy-
chologischen Abklärung ergibt. Dies gilt umso mehr, als sich eine entsprechende 
Abklärung nur aufdrängt, wenn sich die Risiken für das Kindeswohl sonst kaum 
abschätzen lassen (vgl. Urteil Kantonsgericht SG KES.2020.4/5-K2 vom 
29.6.2021 E. 4c m.H.a. Urteil BGer 5P.157/2003 vom 30.6.2003; m.w.H. auch 
BSK ZPO-Mazan, Art. 296 N 18 f.). Das ist hier nicht der Fall. Fehlt es an konkre-
ten und objektivierbaren Gründen, die im Hinblick auf die Ausübung des Be-
suchsrechts für eine qualifizierte fachpsychologische Abklärung sprechen, ist 
auch keine Notwendigkeit gegeben, eine altersgerechte Besuchsregelung von 
der Empfehlung einer psychologischen Fachperson abhängig zu machen.

3.7.4 Zu beachten ist schliesslich, dass selbst konkrete und objektivierbare An-
zeichen auf eine psychische Symptomatik einer altersgerechten Besuchsrege-
lung nicht ohne Weiteres entgegenstehen. Jedenfalls ist nicht ersichtlich, inwie-
weit eine von der Beschwerdeführerin ins Spiel gebrachte ADHS/ASS-

27

Symptomatik eine altersgerechte Besuchsregelung von vornherein ausschliessen 
sollte, zumal der Beschwerdegegner in der Lage scheint und im Sinne des Kin-
deswohls auch verpflichtet ist, gegebenenfalls auf besondere Bedürfnisse von 
E.________ einzugehen und bei Bedarf entsprechende Beratung in Anspruch zu 
nehmen.

3.8 Nach dem Dargelegten entspricht eine altersgerechte Besuchsregelung 
dem Kindeswohl von E.________. Gründe dafür, dass eine altersgerechte Be-
suchsregelung von der Empfehlung einer psychologischen Fachperson abhängig 
gemacht werden müsste, sind für das Verwaltungsgericht nicht erkennbar.

3.8.1 Nachvollziehbar ist für das Verwaltungsgericht demgegenüber, dass es für 
die Eltern und insbesondere die Beschwerdeführerin als Hauptbezugsperson von 
E.________ anspruchsvoll sein kann, mit der bislang ablehnenden Haltung von 
E.________ gegenüber Übernachtungen beim Vater umzugehen. Allerdings ist 
das Verwaltungsgericht der Überzeugung, dass diese Schwierigkeiten be-
herrschbar sind. Die Befürchtung der Beschwerdeführerin, für Übernachtungen 
beim Beschwerdegegner müsste der Wille von E.________ schlechterdings ge-
brochen oder physischer Zwang ausgeübt werden, sind unbegründet. Im Einzel-
nen:

- Beide Elternteile bestätigten mehrfach, dass die Nachmittags- und Ta-
gesbesuche von E.________ beim Beschwerdegegner gut funktionie-
ren. Der Übergang von Tagesbesuchen zu Besuchen mit Übernachtun-
gen kann fliessend erfolgen, d.h. wenn sich E.________ bereits beim 
Beschwerdegegner befindet. Dasselbe gelang bereits anlässlich der 
Übernachtung von E.________ bei den Grosseltern, wie die Beschwer-
deführerin in der Parteibefragung ausführte. Der Beschwerdegegner be-
kräftigte zudem seine Bereitschaft, E.________ gegebenenfalls nach 
Hause zu fahren, wenn sich anlässlich eines Besuchs herausstellen soll-
te, dass sie sich einer Übernachtung aktiv verweigert.
Diesem Vorgehen steht nicht entgegen, dass die Beschwerdeführerin 
dem Beschwerdegegner allenfalls auch künftig nicht begegnen kann. 
Der siebenjährigen E.________ ist für diesen Fall zuzutrauen, allein vom 
Auto des Kindsvater zum Hauseingang der Kindsmutter zu gehen oder 
zumindest für einen kurzen Moment vor dem Hauseingang zu warten, 
bis der Kindsvater wieder im Auto ist und die Kindsmutter E.________ 
empfangen kann.

- Für die Besuche am Mittwochnachmittag wird E.________ jeweils schon 
heute vom Beschwerdegegner von der Schule abgeholt, worauf sich 

28

E.________ nach eigenen Angaben freut. Dabei erübrigt sich die unmit-
telbare Vorbereitung von E.________ für Übergaben an den Beschwer-
degegner durch die Beschwerdeführerin. Die behördlich angeordnete 
Besuchsregelung stellt das Besuchsrecht von E.________ und dem Be-
schwerdegegner lediglich in einem Mindestrahmen sicher. Soweit die El-
tern zum Schluss kommen sollten, dass es einer altersgerechten Be-
suchsregelung mit Übernachtungen beim Beschwerdegegner dient, 
steht es ihnen frei, im Sinne des Kindeswohls zu vereinbaren, dass die 
Übernachtungen beim Beschwerdegegner in einer ersten Phase von 
Freitag auf Samstag (mit Abholung von E.________ durch den Be-
schwerdegegner bei der Schule) und nicht von Samstag auf Sonntag 
stattfinden.

- Mit einer gestaffelten Ausweitung des Besuchsrechts wird die Angewöh-
nung von E.________ erleichtert und kann einer allfälligen Überforde-
rung entgegengewirkt werden. Dasselbe gilt für eine psychologische 
Begleitung von E.________, die durch K.________ vom Ambulatorium 
I.________ wahrgenommen wird und bei der die Ausweitung der Be-
suchsregelung sowie der Umgang von E.________ mit dem Elternkon-
flikt thematisiert werden kann.

- Die Beschwerdeführerin betont, dass E.________ für ihr Wohlbefinden 
auf einen stark ritualisierten Tagesablauf angewiesen sei. Soweit die 
Beschwerdeführerin den Beschwerdegegner über diese Rituale in 
Kenntnis setzt und entsprechend instruiert, spricht nichts dagegen, dass 
er sie während der Besuche von E.________ bei ihm in den Alltag ein-
binden kann, was eine altersgerechte Besuchsregelung erleichtern dürf-
te.

- Die Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegner sind jederzeit in der 
Lage und mit Blick auf das Kindeswohl unter Umständen auch verpflich-
tet, Beratungs- und Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen, 
wenn sie sich mit der Begleitung von E.________ bei der Gestaltung ei-
ner altersgerechten Besuchsregelung überfordert fühlen.

3.8.2 Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen erweist sich die phasenweise 
Ausweitung des Besuchsrechts, wie sie die Vorinstanz mit Beschluss vom 2. 
April 2025 vorgesehen hat, als mit dem Kindeswohl von E.________ vereinbar 
bzw. als geboten. Die Beschwerde ist unbegründet soweit sie sich gegen die An-
ordnungen zum persönlichen Verkehr gemäss Disp.-Ziff. 1 des angefochtenen 
Entscheids richtet. Aufgrund des Zeitenlaufs ist der Start der Phasen gemäss 
Disp.-Ziff. 1 des angefochtenen Beschlusses neu festzusetzen. Mit der von der 
Vorinstanz am 2. April 2025 getroffenen Regelung bestand für erste Übernach-

29

tungen beim Beschwerdegegner eine Vorlaufzeit von rund sieben Wochen. Eine 
Übergangsfrist von wenigen Wochen scheint weiterhin angemessen, zumal für 
E.________ zwischenzeitlich eine psychologische Begleitung organisiert werden 
konnte, was ihre Vorbereitung auf Übernachtungen erleichtert. Das Ferienbe-
suchsrecht von E.________ ist ab dem zweiten Schulhalbjahr, d.h. ab 1. Februar 
2026 zu gewähren.

3.8.3 Demnach ist Disp.-Ziff. 1 des angefochtenen Beschlusses wie folgt neu zu 
fassen:

[…]

c. der Vater ist ab 7. November 2025 zusätzlich berechtigt, E.________ 
an jedem zweiten Wochenende (ungerade Wochen) jeweils von 
Samstag, 09.45 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich zu nehmen; 

d. der Vater ist ab 2. Januar 2026 zusätzlich berechtigt, E.________ an 
jedem zweiten Wochenende (ungerade Wochen) jeweils ab Freitag 
nach Schulschluss bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich zu nehmen;

e. der Vater ist ab 1. Februar 2026 berechtigt, E.________ während den 
Schulferien drei Wochen (maximal eine Woche am Stück) auf eigene 
Kosten mit sich in die Ferien zu nehmen. Die Ferien sind zwischen 
den Eltern drei Monate im Voraus abzusprechen, wobei bei Nichteini-
gung jeweils in geraden Jahren die Ferienwünsche der Mutter, in un-
geraden Jahren die Ferienwünsche des Vaters Vorrang haben;

4. Die Beschwerdeführerin rügt ferner, dass die Voraussetzung für die Anord-
nung der in Ziff. 3 und 4 des KESB-Beschlusses vorgesehenen Strafandrohun-
gen nach Art. 292 Schweizerisches Strafgesetzbuch (StGB; SR 311.0) vom 
21. Dezember 1937 nicht erfüllt seien und dass deren Anordnung unverhältnis-
mässig und ungeeignet sei (Beschluss-Nr. IIA/003/13/2025).

4.1 Art. 292 StGB sieht vor, dass derjenige, der einer von der zuständigen 
Behörde unter Hinweis auf die Strafandrohung dieses Artikels erlassenen Verfü-
gung nicht Folge leistet mit Busse bestraft wird. Es bedarf grundsätzlich keine 
besondere gesetzliche Ermächtigung zur Androhung einer Strafe. Unter Vorbe-
halt der Subsidiarität, welche besagt, dass Art. 292 StGB lediglich in Fällen An-
wendung findet, in welchen das Gesetz, auf welche sich die amtliche Verfügung 
stützt, keine besondere Strafbestimmung zur Ahndung der Nichtbefolgung vor-
sieht, dürfen grundsätzlich alle Verfügungen i.S.v. Art. 292 StGB von der zustän-
digen Amtsstelle mit einer entsprechenden Strafandrohung verbunden werden. 
Eine gewisse Einschränkung ergibt sich indes aus dem Verhältnismässigkeits-
prinzip (vgl. BGE 105 IV 248 E. 1; BSK StGB-Riedo/Boner, Art. 292 N 20, 86 f.).

30

4.2 Nach Art. 307 Abs. 1 ZGB kann die Kindesschutzbehörde geeignete Mass-
nahmen zum Schutz des Kindes treffen, wenn das Kindeswohl gefährdet ist und 
die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe sorgen oder dazu ausserstande sind. Ei-
ne entsprechende Weisung der Kindesschutzbehörde kann mit strafrechtlichen 
Mitteln nach Art. 292 StGB i.V.m. Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO erzwungen werden 
(vgl. Urteile BGer 5A_65/2017 vom 24.5.2017 E. 2.2; 5A_522/2017 vom 
22.11.2017 E. 4.7.3.1).

4.2.1 Die Ausübung von Besuchsrechten ist einer Zwangsvollstreckung 
grundsätzlich zugänglich. Auf eine direkte Realvollstreckung ist nach heutiger 
Auffassung jedenfalls bei urteilsfähigen Kindern zu verzichten (vgl. Urteile BGer 
5A_167/2017 vom 11.9.2017; 5A_764/2013 vom 20.1.2014 mit Verweis auf BGE 
127 IV 119 E. 2b). Bei einer Strafandrohung nach Art. 292 StGB handelt es sich 
um eine indirekte Zwangsvollstreckung, wie sie in Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO als 
Vollstreckungsmassnahme bei einer Verpflichtung zu einem Tun ausdrücklich 
vorgesehen ist, wobei es auch zulässig ist, die Strafbewehrung direkt in der ma-
teriellen Besuchsrechtsregelung aufzunehmen (vgl. Urteil BGer 5A_764/2013 
vom 20.1.2014 E. 2.1). Hingegen ist die Anwendung von körperlichem oder psy-
chischem Zwang gegen das sich dem Besuchsrecht widersetzende Kind schon 
aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht zulässig (vgl. KUKO ZGB-
Michel/Schlatter, Art. 273 N 5). 

4.2.2 Bei der Durchsetzung von Besuchsrechten kommt dem Vollstreckungsrich-
ter ein erhebliches Ermessen zu. Die Strafandrohung als Vollstreckungsmass-
nahme steht dann zur Diskussion, wenn der andere Elternteil sich der Ausübung 
des Besuchsrechts in grundsätzlicher Weise widersetzt bzw. der Widerstand 
nicht vom Kind ausgeht, wobei dem obhutsberechtigten Elternteil die Pflicht ob-
liegt, das Kind positiv auf den Besuch vorzubereiten (vgl. Urteile BGer 
5A_167/2017 vom 11.9.2017 E. 6.1; 5A_764/2013 vom 20.1.2014 E. 2.1 m.H. 
auf BGE 107 II 301 E. 5; Beschluss Kantonsgericht SZ ZK2 2025 7 vom 3.6.2025 
E. 3c/cc m.w.H.).

4.3 Die Standpunkte der Parteien lassen sich wie folgt zusammenfassen:

4.3.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie im Rahmen des rechtli-
chen Gehörs während des vorinstanzlichen Verfahrens wiederholt ausgeführt 
habe, die Anordnung einer Ungehorsamstrafe nach Art. 292 StGB sei unverhält-
nismässig und ungeeignet. Ihre Argumente seien indes unbeachtet geblieben; 
zudem fehle es an einer konkreten und nachvollziehbaren Begründung der 
Massnahme. Eine pauschale Begründung, wonach der bisherige Verlauf gezeigt 
habe, dass die Abmachungen zwischen den Eltern bzw. die behördlichen Anord-

31

nungen nicht zuverlässig eingehalten worden seien, reiche nicht aus. Ein 
Zwangsmittel dürfe nur bei einem rechtswidrigen Verhalten angeordnet werden, 
das in einem direkten Kausalzusammenhang mit der angestrebten Wirkung ste-
he. Es sei jedoch nicht ersichtlich, welches Verhalten der Beschwerdeführerin 
konkret sanktioniert werden solle. Solange die Gründe von E.________ für ihre 
Weigerung, beim Vater zu übernachten, nicht abgeklärt seien, fehle es an einer 
sachlichen Grundlage für die Strafandrohung. Da die Tagesbesuche problemlos 
verliefen, könne von einer Verweigerung des Besuchsrechts nicht gesprochen 
werden. Die Annahme der Vorinstanz, die Mutter sei bindungsintolerant, stelle 
eine unzulässige Spekulation dar. Die Beschwerdeführerin habe alle ihr zumut-
baren und geeigneten Massnahmen ergriffen, um E.________ die notwendige 
emotionale Sicherheit zu vermitteln und sie zu motivieren, beim Beschwerdegeg-
ner zu übernachten. Von einem widerrechtlichen Verhalten im Sinne von Art. 292 
StGB könne nur gesprochen werden, wenn sich ein Elternteil dem Besuchsrecht 
in grundsätzlicher Weise widersetze. Eine solche grundsätzliche Weigerung liege 
nicht vor. Seit die Beschwerdeführerin die Übergaben selbst organisiere, funktio-
niere der Vollzug ohne Komplikationen. Die Mitwirkungspflicht des obhutsberech-
tigten Elternteils gehe nicht so weit, das Kind zu Übernachtungen zu zwingen.

Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, eine Zwangsmassnahme 
müsse dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz (Art. 5 Abs. 2 BV) genügen. Zuvor 
hätte zumindest eine Mahnung oder eine von Fachpersonen begleitete Übergabe 
erfolgen müssen. Da die Ursache für die Weigerung von E.________ ungeklärt 
sei, sei eine Strafandrohung weder geeignet noch erforderlich. Die Androhung 
eines Zwangsmittels ohne vorgängige sorgfältige Sachverhaltsabklärung wider-
spreche dem Verhältnismässigkeitsprinzip als auch dem Kindeswohl.

Auch die Strafandrohung nach Disp.-Ziff. 3 sei willkürlich, ungeeignet und unver-
hältnismässig. Es bestünde keine sachliche Grundlage für die Strafandrohung, 
habe die Beschwerdeführerin doch selbst die psychologische Begleitung von 
E.________ beantragt und fordere diese auch weiterhin.

4.3.2 Die Vorinstanz führt aus, im Laufe der Besuchsrechtsbeistandschaft habe 
sich gezeigt, dass die Beschwerdeführerin nicht alle zumutbaren Anstrengungen 
unternommen habe, damit E.________ einen unbeschwerten und angemesse-
nen Kontakt zu ihrem Vater unterhalten könne. Es sei ihr insbesondere nicht ge-
lungen, die Beziehung zum Beschwerdegegner dahingehend zu verbessern, 
dass ein gemeinsames Elternsein möglich und E.________ frei von Loyalitäts-
konflikten sei. Die Vorinstanz habe den Eindruck erhalten, dass die Beschwerde-
führerin kein wirkliches Interesse an der Ausweitung des Besuchsrechts habe 
und es nicht schaffe, den Fokus durchgehend auf das Wohl von E.________ zu 

32

legen. Es sei folglich zu befürchten, dass ein angeordnetes Besuchsrecht ohne 
zusätzliche Massnahmen und behördlichen Zwang nicht umgesetzt werden wür-
de.

4.3.3 Der Beschwerdegegner macht geltend, dass die Strafandrohung weder 
willkürlich noch ungeeignet oder unverhältnismässig sei. Die Beschwerdeführerin 
habe sich seit 2022 nicht an die Besuchsregelung gehalten, weswegen auch die 
SOS Bahnhofshilfe, bei welcher zunächst die Übergaben stattgefunden haben, 
die Zusammenarbeit beendet hätte. Auch anschliessend sei es zu Besuchstagen 
gekommen, an denen der Beschwerdegegner ohne E.________ wieder nach 
Hause gegangen sei, oder der Besuchstermin vorab durch die Beschwerdeführe-
rin abgesagt worden sei. Auch nach Erlass des Zwischenentscheides vom 
22. Mai 2025 und der entsprechenden Ausweitung der Besuchswochenenden 
auf Samstag und Sonntag hätte die Beschwerdeführerin dem Beschwerdegegner 
am 5. Juli (Samstag) mitgeteilt, dass E.________ am Sonntag nicht zu ihm kom-
men könne, da für Sonntag keine Übergabe vorgesehen sei. Im August und Sep-
tember 2025 sei es verschiedentlich zu Ausfällen von Besuchsterminen gekom-
men.

Die abgebrochene Zusammenarbeit mit der Kinderpsychologin Frau O.________ 
würde zudem zeigen, dass auch betreffend die psychologische Begleitung von 
E.________ die Strafandrohung angezeigt sei.

4.3.4 Die Beigeladene beantragt übereinstimmend mit der Beschwerdeführerin 
die Aufhebung der in Disp.-Ziff. 3 und 4 des KESB-Beschlusses Nr. IIA/003/13/ 
2025 vorgesehenen Strafandrohungen. Diese seien nicht geeignet, das Verhält-
nis zwischen den Eltern zu verbessern, sondern würden eigentlich dem Kindes-
wohl schaden. Auch wenn es in der Vergangenheit zu Problemen mit der Be-
suchsrechtsausübung und der psychologischen Begleitung gekommen sei, konn-
ten bzw. sollten diese durch die Übergabe von E.________ bei der Nachbarin 
der Beschwerdeführerin und in Bezug auf die psychologische Begleitung mit dem 
Wechsel der Beistandschaft behoben werden/sein. Es sei zudem davon auszu-
gehen, dass E.________ in absehbarer Zeit selbständig zum Auto des Vaters 
bzw. von diesem zurück in die Wohnung gehen könne. Der Umstand, dass jede 
Seite der anderen Seite jeweils mit der Strafandrohung drohen könne, diene hin-
gegen nicht der Entspannung der Situation. Sollten künftig dennoch Probleme 
bei der Besuchsregelung und/oder der psychologischen Begleitung von 
E.________ eintreten, könne die Strafandrohung nach Art. 292 StGB immer noch 
verfügt werden.

33

4.4 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Umsetzung der Besuchsregelung 
wiederholt Anlass zu Diskussionen gab. Insbesondere verliefen die Übergaben in 
der Vergangenheit nicht immer reibungslos (vgl. Schlussbericht Q.________, Vi-
act. 1.16.1). Seit die Übergaben von E.________ bei der Nachbarin der Be-
schwerdeführerin durchgeführt werden, funktionieren diese jedoch im Grundsatz 
gut (vgl. Stellungnahme Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren vom 
9.12.2024, Vi-act.3.177; Protokoll der Besprechung mit dem Kindsvater vom 
7.2.2024, Vi-act. 3.28.1). Gleichwohl ist es in der jüngeren Vergangenheit immer 
wieder zu Ausfällen von Besuchsterminen gekommen. Dabei ist der Vorinstanz 
und dem Beschwerdegegner insoweit beizupflichten, als gewisse Indizien dafür 
vorliegen, dass die Beschwerdeführerin nicht alles unternimmt, was in ihrer 
Macht und Verantwortung liegt, um die Umsetzung einer altersgerechten Be-
suchsregelung für E.________ zu ermöglichen. Die Schilderung ihrer Bemühun-
gen, um die Besuchsregelung zu normalisieren, bleiben eher vage. Im Kontrast 
zu den Schwierigkeiten von E.________, welche die Beschwerdeführerin bei 
Veränderungen, ungewohnten Tagesabläufen oder im Hinblick auf auswärtige 
Übernachtungen wahrnimmt, steht die Freude von E.________ an Ferienreisen 
und ihre Mitnahme zu geschäftlichen Auslandterminen, bei denen E.________ 
nach Angaben der Beschwerdeführerin von ihrer Mitarbeiterin betreut werden 
kann. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt stellt, die Ursa-
chen für die ablehnende Haltung von E.________ müssten unbedingt psycholo-
gisch geklärt werden, wären ihr entsprechende Schritte unabhängig von allfälli-
gen Versäumnissen des früheren Beistands freigestanden. Auch ist weder gel-
tend gemacht noch ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin in den vergangenen 
(bald) vier Jahren fachliche Unterstützung im Umgang mit der ablehnenden Hal-
tung von E.________ in Anspruch genommen hat. Dies alles lässt jedoch den 
Schluss (noch) nicht zu, dass sich die Beschwerdeführerin der Besuchsrechts-
ausübung durch den Beschwerdegegner in grundsätzlicher Weise widersetzt. 
Das gilt auch vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdegegner eine gehäufte 
oder systematische Verhinderung der Besuchstermine nicht konkret aufzuzeigen 
vermochte. Die bis auf wenige Ausnahmen unspezifischen Angaben des Be-
schwerdegegners, wonach Besuchstermine regelmässig nicht wahrgenommen 
werden könnten, belegen keine grundsätzliche Weigerung der Beschwerdeführe-
rin, das Besuchsrecht zu ermöglichen. Die Beschwerde ist insoweit gutzuheis-
sen. Dabei sind die Parteien darauf hinzuweisen, dass Vollstreckungsmassnah-
men auch selbständig, d.h. zu einem späteren Zeitpunkt verlangt und angeordnet 
werden können (vgl. § 79 Abs. 2 VRP). 

4.5 Anders stellt sich die Situation hinsichtlich der psychologischen Begleitung 
von E.________ dar. Nachdem eine psychologische Begleitung durch 

34

J.________ abgebrochen werden musste, konnte die Beschwerdeführerin auf ei-
gene Initiative eine Begleitung durch K.________ vom Ambulatorium I.________ 
organisieren, was zu begrüssen ist. Sollte diese Begleitung nicht mehr weiterge-
führt werden können, ist zu befürchten, dass sich die Beschwerdeführerin und 
der Beschwerdegegner nicht oder jedenfalls nicht innert nützlicher Frist auf eine 
psychologische Begleitperson einigen können. Vor diesem Hintergrund erscheint 
es angezeigt und verhältnismässig, die Eltern unter Strafandrohung von Art. 292 
StGB zu verpflichten, die Teilnahme von E.________ an den durch die Beistand-
sperson organisierten Termine bei einer psychologischen Fachperson sicherzu-
stellen. Dies zeigen auch die von der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 
24. September 2025 aufgestellten Behauptungen, wonach die derzeitige psycho-
logische Betreuung von E.________ durch K.________ vom Beschwerdegegner 
verhindert werde. Unabhängig davon, ob die Vorbringen zutreffen, zeigen sie je-
denfalls (zusätzlich) das Potenzial eines sich unvermittelt auf die psychologische 
Begleitung von E.________ durchschlagenden Elternkonflikts. Weitergehende 
Anordnungen seitens des Gerichts im Hinblick auf die Fortführung der psycholo-
gischen Begleitung bzw. Abklärung von E.________ sind demgegenüber - ent-
gegen dem Antrag der Beschwerdeführerin - nicht angezeigt, nachdem diese 
Aufgabe mit Disp.-Ziff. 5 lit. d des angefochtenen Beschlusses der Beiständin 
übertragen wurde.

5. Die Beschwerdeführerin verlangt, der Beschwerdegegner sei anzuweisen, 
künftig die Reisevollmachten für E.________ zu unterzeichnen. 

5.1 Der Beschwerdegegner macht geltend, auf den Antrag der Beschwerdefüh-
rerin könne nicht eingetreten werden, weil er nicht den Streitgegenstand des an-
gefochtenen Beschlusses betreffe. Diesem Einwand kann nicht gefolgt werden. 
Das Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens ist der Beschluss der KESB 
C.________ vom 2. April 2025. Der Streitgegenstand bezeichnet den Umfang, in 
dem das mit der angefochtenen Verfügung geregelte Rechtsverhältnis umstritten 
ist. Der Antrag auf Anweisung zur Unterzeichnung von Reisevollmachten wurde 
bereits im vorinstanzlichen Verfahren gestellt und von der Vorinstanz in E. 10.5 
des Beschlusses vom 2. April 2025 behandelt. Zwar wird im Dispositiv des Be-
schlusses nicht ausdrücklich über diesen Antrag entschieden, was in formeller 
Hinsicht wünschenswert gewesen wäre. Gleichwohl handelt es sich um eine Fra-
ge, die Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens war und daher zum Streit-
gegenstand zählt. Entsprechend ist der Antrag materiell zu behandeln. 

5.2 Nach Art. 301 Abs. 1bis Ziff. 1 ZGB kann der Elternteil, der das Kind betreut, 
allein über alltägliche oder dringliche Angelegenheiten entscheiden. Der Gesetz-

35

geber hat es der Praxis überlassen, zu definieren, welche Bereiche alltäglichen 
Charakter haben. Zu denken ist dabei an Fragen der Ernährung, der Bekleidung 
und der Freizeitgestaltung. Nicht alltäglich oder dringlichen Charakter haben hin-
gegen Entscheide, die den Wechsel der Schule oder der Konfession zur Folge 
haben.

5.2.1 Für den Wechsel des Aufenthaltsortes wurde mit Art. 301a ZGB eine ei-
genständige Regelung geschaffen (vgl. Botschaft zu einer Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Elterliche Sorge], BBl 2011 9106 f.). Nach 
Art. 301a Abs. 1 ZGB schliesst die elterliche Sorge das Recht ein, den Aufent-
haltsort des Kindes zu bestimmen. Üben die Eltern die elterliche Sorge gemein-
sam aus und will ein Elternteil den Aufenthaltsort des Kindes wechseln, so bedarf 
dies der Zustimmung des anderen Elternteils oder der Entscheidung des Ge-
richts oder der Kindesschutzbehörde, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland 
liegt (lit. a) oder der Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen auf 
die Ausübung der elterlichen Sorge und den persönlichen Verkehr durch den an-
deren Elternteil hat (lit. b).

Eine vorübergehende Änderung des faktischen Aufenthaltsortes wie Ferienauf-
enthalte, Reisen oder Ausflüge, auch wenn diese zu einem vorübergehenden 
Aufenthalt im Ausland führen, fallen nicht unter Art. 301a ZGB. Bei einer vorü-
bergehenden Änderung des faktischen Aufenthaltsortes handelt es sich im 
Grundsatz um eine alltägliche Angelegenheit i.S.v. Art. 301 Abs. 1bis ZGB, die 
vom betreuenden Elternteil allein entschieden werden kann (vgl. Entscheid des 
Kindes- und Erwachsenenschutzgerichts BE, KES 21 386 vom 24.9.2021 E. 5.3; 
OG ZH LY200025-O/U vom 14.7.2020 E. 3.2 mit Verweis auf BGer 5P.238/2001 
vom 2.11.2001 E. 4b; BK - Affolter/Vogel, Art. 301a ZGB, N 14 [Art. 296-327]). 

Der Charakter einer Angelegenheit als alltäglich oder nichtalltäglich hängt auch 
davon ab, inwieweit die Entscheidung die Betreuungssituation des anderen El-
ternteils beeinflusst. Selbst an sich einfache Entscheidungen wie die Wahl einer 
Freizeitaktivität können zu einer nichtalltäglichen Angelegenheit werden, wenn 
sie in massgeblichem Umfang in die Betreuungszeit des anderen Elternteils ein-
greifen (vgl. BK - Affolter/Vogel, Art. 301 ZGB, N 34 [Art. 296-327]; Haus-
heer/Geiser/Aebi-Müller, Familienrecht, Rz. 17.127).

5.2.2 Der Gesetzgeber hat für Fälle, in denen sich die Eltern über Entscheidun-
gen betreffend das gemeinsame Kind nicht einigen können, bewusst auf die Re-
gelung einer behördlichen Intervention oder ein Stichentscheidungsrecht eines 
Elternteils verzichtet und betont damit das Prinzip der Pflicht zur gemeinsamen 
Entscheidung (vgl. Botschaft zu einer Änderung des Schweizerischen Zivilge-

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setzbuches [Elterliche Sorge], BBl 2011 9106; BK-Affolter/Vogel, Art. 301 N 42). 
Die zuständige Behörde oder das Gericht kann bei Uneinigkeit der Eltern nur 
dann Massnahmen nach Art. 307 ff. ZGB treffen, wenn die Differenzen der Eltern 
zu einer Gefährdung des Kindeswohls führen (Urs Gloor / Barbara Umbricht Lu-
kas, in: FHB Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, N 13.27). Nach Art. 307 Abs. 
1 ZGB trifft die Kindesschutzbehörde Kindesschutzmassnahmen, wenn das Wohl 
des Kindes gefährdet ist und die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe sorgen oder 
sie dazu ausserstande sind. 

5.2.3 Bei Uneinigkeit der Eltern ist daher zu prüfen, ob das Festhalten am Status 
quo (weil ein Elternteil der Veränderung nicht zustimmt) für das Kind einen Scha-
den im Sinne einer Kindeswohlgefährdung darstellt (BK-Affolter/Vogel, Art. 301 N 
43). Eine Gefährdung des Kindeswohls liegt dabei vor, sobald nach den Umstän-
den die ernstliche Möglichkeit einer Beeinträchtigung des körperlichen, sittlichen, 
geistigen oder psychischen Wohls des Kindes vorauszusehen ist (Häfeli, Grund-
riss zum Kindes- und Erwachsenenschutzrechts, 2. Aufl. 2016, N 40.01). Er-
wachsenenkonflikte um das Kind können eine Beeinträchtigung des psychischen 
Wohls eines Kindes darstellen. Damit eine Gefährdung rechtlich relevant ist und 
eine Behörde zum Eingriff legitimiert und verpflichtet ist, muss diese eindeutig 
und erheblich sein (vgl. Häfeli, SjL Grundriss Kindes- und Erwachsenenschutz, 
Rz. 40.02 f.)

5.3 Die Standpunkte der Vorinstanz und der Parteien lassen sich wie folgt zu-
sammenfassen:

5.3.1 Die Vorinstanz erwog, dass ein sorgeberechtigter Elternteil nicht auf eine 
ausdrückliche Zustimmung des anderen Elternteils angewiesen sei, da es sich 
bei Ferienreisen im üblichen Rahmen während den Schulferien um alltägliche 
Angelegenheiten i.S.v. Art. 301 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB handle. Bei der Verweigerung 
einer Reisevollmacht durch einen Elternteil erfolge nur dann eine behördliche In-
tervention, wenn dies eine Gefährdung des Kindeswohls bedeuten würde 
(Art. 307 ff. ZGB). Die Verunmöglichung der Ferien stelle jedoch nur in Ausnah-
mefällen eine Kindeswohlgefährdung dar. Aus diesem Grund sei eine generelle 
Weisung an den Vater betreffend die Unterzeichnung von Reisevollmachten nicht 
angezeigt.

5.3.2 Die Beschwerdeführerin begründet ihren Antrag damit, dass der Be-
schwerdegegner sich vorbehalte, bestimmen zu können, Reisevollmachten nicht 
zu unterzeichnen, was das Konfliktniveau zwischen den Eltern erheblich ver-
schärfe. Es handle sich um eine wiederkehrende Quelle für Konflikte, die in den 
letzten Monaten zugenommen habe. Um einer weiteren Zuspitzung der Konflikte 

37

vorzubeugen, sei es angezeigt, den Beschwerdegegner anzuweisen, die not-
wendigen Reisevollmachten für Urlaubsreisen sowie beruflich bedingte Reisen 
zukünftig zu unterzeichnen. Aufgrund ihrer Funktion als R.________ sei die Be-
schwerdeführerin aus beruflichen Gründen regelmässig verpflichtet, ins Ausland 
zu reisen. Die Nichtunterzeichnung der Reisevollmachten würde in einem sol-
chen Fall dazu führen, dass die Beschwerdeführerin für E.________ eine 
Fremdbetreuung für die Dauer der Geschäftsreise organisieren müsste, was das 
Kindeswohl erheblich beeinträchtige. Ein Nichtantritt allfälliger Geschäftsreisen 
läge zudem ebenfalls nicht im Sinne des Kindeswohl, da diesfalls die Beschwer-
deführerin Gefahr laufen würde, ihre Anstellung bzw. ihre ökonomische Sicher-
heit zu verlieren.

5.3.3 Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung am Beschluss IIA/003/13/2025 
vom 2. April 2025 fest (vgl. oben 3.2). Ergänzend führt sie aus, dass die Eltern in 
die Pflicht und Verantwortung genommen werden sollen, selbständig die not-
wendige Kommunikation zu gewährleisten und Lösungswege zu finden. Eine 
behördliche Massnahme i.S. einer generellen Weisung sei nicht angezeigt (vgl. 
Vernehmlassung Vi, Rz. 4.1).

5.3.4 Der Beschwerdegegner macht geltend, dass Ziff. 10.5 des Beschlusses der 
Vorinstanz den tatsächlichen Gegebenheiten entspreche. Die Beschwerdeführe-
rin vermöge nicht darzulegen, dass durch die Nichtunterzeichnung ausgewählter 
Reisevollmachten eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte. Der Beschwer-
degegner habe die Unterzeichnung der Reisevollmachten für die angefragten Fe-
rienreisen nach Saudi-Arabien, Thailand und Oman verweigert, da er der Ansicht 
sei, dass die langen Flugreisen nicht im Sinne von E.________ seien. Diese ha-
be sich in der Vergangenheit schon mehrfach darüber beschwert. Die Reisen 
nach Saudi-Arabien, Thailand und in den Oman habe die Beschwerdeführerin im 
Übrigen trotz fehlender Unterschrift des Beschwerdegegners bestreiten können 
(vgl. Vernehmlassung Bg, Rz. 45 f). Zudem habe die Beschwerdeführerin dem 
Beschwerdegegner nie mitgeteilt, ob eine Reise aus beruflichen oder ferienbe-
dingten Gründen geplant gewesen sei. Im Falle einer Geschäftsreise sei zudem 
fraglich, wie die Beschwerdeführerin E.________ während eines Kongresses be-
treue (vgl. Vernehmlassung Bg, Rz. 46).

5.3.5 Die Beigeladene beantragt, dass beide Kindseltern zur Unterzeichnung der 
Reisevollmachten für E.________ zu verpflichten seien, da diese regelmässige 
Ursache für ausgedehnte elterliche Diskussionen gewesen seien. Im Sinne einer 
Beruhigung der angespannten elterlichen Beziehung sei möglichst alles zu be-

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heben, was unnötige und Kindeswohl gefährdende Spannungen zwischen den 
Eltern wieder aufleben bzw. verstärken lassen würden. 

5.3.6 Anlässlich der Verhandlung vom 21. August 2025 und ihren weiteren Ein-
gaben halten die Parteien an ihren Positionen im Wesentlichen fest. Die Beigela-
dene betont dabei, dass im Sinne des Kindeswohls möglichst alles zu vermeiden 
sei, was zu Spannungen zwischen den Eltern führen oder diese verstärken kön-
ne. Dazu würden auch die Streitigkeiten um die Reisevollmachten gehören. Die 
Beigeladene beantragt folglich die Gutheissung des Antrags der Beschwerdefüh-
rerin, mit der Begründung, dass durch die Anweisung des Beschwerdegegners, 
die Reisevollmachten für E.________ künftig zu unterzeichnen, die Situation zwi-
schen den Eltern zumindest diesbezüglich entspannt werden könnte. Der Antrag 
der Beschwerdeführerin sei jedoch dahingehend zu ergänzen, dass die Anwei-
sung zur Unterzeichnung künftiger Reisevollmachten für E.________ auf beide 
Eltern auszudehnen sei (vgl. Vernehmlassung Beigeladene, Rz. 5).

5.4 Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Unterzeichnung von Reisevoll-
machten immer wieder zu Konflikten zwischen den Eltern führt. Auch wenn Feri-
enreisen grundsätzlich in die Kompetenz des betreuenden Elternteils fliessen, 
führt der Umstand, dass gewisse Länder eine Reisevollmacht verlangen, zu Kon-
flikten. Dies kann dem Kindeswohl abträglich sein und den Zweck von Art. 301 
Abs. 1bis Ziff. 1 ZGB insofern unterlaufen, als Elternkonflikte geschaffen werden, 
die der erwähnte Artikel eigentlich verhindern sollte. Mögliche Ferienreisen sollen 
nicht als Druckmittel oder Grundlage für die Ausweitung des Elternkonflikts ge-
nutzt werden können. Es ist der Vorinstanz zwar insofern zuzustimmen, dass die 
Verunmöglichung der Ferien nicht per se eine Kindeswohlgefährdung darstellt. In 
strittigen Situationen wie der vorliegenden können die dabei entstehenden Kon-
flikte die Beziehung der Eltern allerdings noch weiter belasten, was sich negativ 
auf das Kind auswirkt und gegebenenfalls zu einem Loyalitätskonflikt bzw. der 
Verschärfung eines bestehenden Loyalitätskonflikts führen kann, was eine Kin-
deswohlgefährdung darstellt. Hier kommt hinzu, dass die Beschwerdeführerin be-
ruflich Auslandreisen unternehmen muss und sich die Kommunikation zwischen 
der Beschwerdeführerin und dem Beschwerdegegner ohnehin schon sehr 
schwierig gestaltet. Eine Kindesschutzmassnahme im Sinne der Anweisung an 
beide Kindseltern, erforderliche Reisevollmachten zu unterzeichnen, erweist sich 
daher als angezeigt, soweit es sich um alltägliche Angelegenheiten handelt. Dies 
ist der Fall für Reisen während den offiziellen Schulferien und in Länder, für die 
das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) nicht 
als Ganzes abrät.

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5.5 Nach dem Dargelegten sind die Beschwerdeführerin und der Beschwerde-
gegner je gegenseitig anzuweisen, Reisevollmachten für Reisen während der of-
fiziellen Schulferien und in Länder, von deren Besuch das EDA nicht als Ganzes 
abrät, innert 10 Tagen nach Erhalt zu unterzeichnen und zu retournieren. Für an-
derweitige Reisen (während der Schulzeit von E.________ oder in Länder, für 
die das EDA als ganzes von Reisen abrät) haben sich die Beschwerdeführerin 
und der Beschwerdegegner abzustimmen, gegebenenfalls mit Unterstützung der 
Beis