# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53d92740-fa15-503f-a5dc-37922e8aa453
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-27
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 27.05.2021 F 2021 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2021-16_2021-05-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz 
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: lic. iur. Albert Dormann

U R T E I L  vom 27. Mai 2021 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________, zzt. Luzerner Psychiatrie lups Klinik Luzern, Luzern
Beschwerdeführer

gegen

Luzerner Psychiatrie lups Klinik Luzern, Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2021 16

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Urteil F 2021 16 

A. A.________ wurde am 11. Mai 2021 von Dr. med. B.________, Chefarzt 
G.________, C.________ ZG, mit fürsorgerischer Unterbringung (FU) in die Luzerner 
Psychiatrie lups Klinik Luzern eingewiesen.

B. Gegen diese Einweisung beschwerte sich A.________ mit Schreiben vom 12. Mai 
2021 (Poststempel: 14. Mai 2021; Eingang auf der Gerichtskanzlei am 18. Mai 2021) beim 
Verwaltungsgericht und verlangte sinngemäss die Aufhebung der fürsorgerischen 
Unterbringung.

C. Am 27. Mai 2021 wurde der Beschwerdeführer von der fürsorgerechtlichen Kam-
mer in den Räumen des Verwaltungsgerichts persönlich angehört. An dieser Anhörung 
nahm als gerichtlicher Gutachter Dr. med. D.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und 
Psychotherapie, teil, der den Beschwerdeführer vorgängig untersucht hatte und der im An-
schluss an die Anhörung sein Gutachten mündlich erstattete. Der Beschwerdeführer er-
hielt Gelegenheit zur Stellung von Ergänzungsfragen und zu einer abschliessenden Stel-
lungnahme, wobei er an seinem Antrag auf Aufhebung der FU festhielt. Anschliessend 
wurde die Verhandlung für die Beratung und Urteilsfällung unterbrochen und danach wur-
de der Urteilsspruch mündlich eröffnet; auf die sonst übliche kurze mündliche Begründung 
verzichtete der Beschwerdeführer explizit.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Ge-
richt anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Zuständiges Gericht für die Beurteilung von Be-
schwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss § 58 Abs. 1 lit. b des Einführungs-
gesetzes zum ZGB (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Örtlich zuständig ist 
das Verwaltungsgericht, wenn die angefochtene Massnahme auf dem Hoheitsgebiet des 
Kantons Zug angeordnet worden ist (BGE 146 III 377). Der in E.________ wohnhafte Be-
schwerdeführer ist von einem Arzt in C.________ ZG – mithin im Hoheitsgebiet des 
Kantons Zug – in die Luzerner Psychiatrie lups am Kantonsspital Luzern eingewiesen 
worden, sodass die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben 

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und die fristgerecht eingereichte und den minimalen formellen Anforderungen genügende 
Beschwerde (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB) zu prüfen ist.

2. Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB in der seit 1. Januar 2013 geltenden Fassung). Die Belastung und der Schutz 
von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Die betroffene 
Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen für die Unterbringung nicht mehr er-
füllt sind; über die Entlassung entscheidet die Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429 
Abs. 3 ZGB). Die ärztliche Unterbringung fällt spätestens nach sechs Wochen dahin, so-
fern nicht ein vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde 
vorliegt (Art. 429 Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 EG ZGB). Hat die betroffene Person ge-
gen eine fürsorgerische Unterbringung Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz in der Regel als Kollegium an (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB) und ent-
scheidet in der Regel innert fünf Arbeitstagen seit Eingang der Beschwerde (Art. 450e 
Abs. 5 ZGB). Bei psychischen Störungen muss zudem gestützt auf das Gutachten einer 
sachverständigen Person entschieden werden (Art. 450e Abs. 3 ZGB). 

2.1 Das Gesetz nennt als Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung das 
Vorliegen eines Schwächezustandes, der eine Behandlung oder Betreuung notwendig 
macht, die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit erbracht werden kann. Die Vor-
aussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständ-
lich. Der Schwächezustand allein vermag eine FU nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 
zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Schliesslich werden 
die Voraussetzungen auch mit Blick auf die Rechtsfolge weiter eingeschränkt. Die frei-
heitsbeschränkende Unterbringung ist selbst bei Vorliegen der genannten Voraussetzun-
gen nur gesetzeskonform, wenn der Zweck nicht mit einer milderen Massnahme erreicht 
werden kann. Insofern gilt das Verhältnismässigkeitsprinzip. Zudem muss die Unterbrin-
gung für den angestrebten Zweck tauglich sein. Die Zulässigkeit der fürsorgerischen Un-
terbringung lässt sich deshalb immer nur mit Bezug auf die Einweisung in eine bestimmte 
Einrichtung beurteilen; insofern stellt der Begriff der geeigneten Einrichtung eine weitere 
Einschränkung dar (Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar Erwachsenenschutz, 
Art. 426 N 7). Ziel der fürsorgerischen Unterbringung ist es, die betroffene Person in die 
Selbständigkeit zu führen, ihre Eigenverantwortung zu stärken und ein menschenwürdiges 
Dasein zu ermöglichen. Lässt sich der Schwächezustand beseitigen oder mindestens ab-

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schwächen, ist mit der fürsorgerischen Unterbringung dafür zu sorgen, dass die betroffene 
Person wieder aus der Einrichtung entlassen werden und ihr Leben nach ihren eigenen 
Vorstellungen, Neigungen und Fähigkeiten selber gestalten und organisieren kann (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 N 14). Die FU dient in jedem Fall dem Schutz 
der betroffenen Person. Voraussetzung ist deshalb immer, dass der Betroffene eines be-
sonderen Schutzes bedarf, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden 
kann; diese muss die persönliche Fürsorge sicherstellen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., 
Art. 426 N 8). Schliesslich gilt für die FU der Grundsatz der Verhältnismässigkeit; sie stellt 
einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit der betroffenen Person dar und ist des-
halb nur zulässig, wenn keine leichteren Massnahmen der betroffenen Person einen genü-
genden Schutz gewähren, mit dieser Massnahme hingegen ein solcher voraussichtlich er-
reicht werden kann. Als verhältnismässig erscheint eine FU nur, wenn mit ihr das ange-
strebte Ziel – in erster Linie die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverant-
wortung – überhaupt erreicht werden kann. Die Vor- und Nachteile, welche eine FU der 
betroffenen Person bringt, sind gegeneinander abzuwägen. Interessen der Umgebung und 
der Öffentlichkeit haben insoweit zurückzutreten. Die Belastung für die Umgebung ist nur 
mitzuberücksichtigen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.).

2.2 Eine fürsorgerische Unterbringung oder Zurückbehaltung ist nur dann zulässig, 
wenn bei der betroffenen Person einer der in Art. 426 Abs. 1 ZGB aufgeführten Schwäche-
zustände vorliegt. Zudem muss wegen dieses Schwächezustands ein Fürsorgebedarf hin-
sichtlich Behandlung und/oder Betreuung bestehen, was anhand der konkreten Gefahr für 
die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten, die besteht, 
wenn die Behandlung der psychischen Störung bzw. die Betreuung unterbleibt, zu beurtei-
len ist. Danach ist in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, ob und wenn ja warum eine Be-
handlung einer festgestellten geistigen Störung bzw. eine Betreuung "nötig" ist (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 17. April 2013, 5A_254/2013 Erw. 2.2).

3. Zunächst ist zu prüfen, ob beim Beschwerdeführer ein Schwächezustand im Sinne 
von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 

3.1 Dem Festnahmeprotokoll der Zuger Polizei lässt sich entnehmen, dass die Ein-
satzleitzentrale am 11. Mai 2021 mehrere Meldungen erhalten hat, wonach ein Mann in 
einem Zug und am Bahnhof F.________ Personen anschreie und belästige. Dieser Mann, 
bei dem es sich um den Beschwerdeführer handelte, wurde angehalten und kontrolliert, 
wobei er sich gegenüber den Polizisten sehr aufgebracht zeigte und wirre Aussagen 

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machte. Der Beschwerdeführer wurde anschliessend zum G.________ in C.________ ZG 
gebracht, wo sich Dr. B.________ veranlasst sah, ihn wegen einer psychischen Störung 
mit Fremdgefährdung zur Behandlung in die Klinik Luzern einzuweisen. In der 
Einweisungsverfügung schrieb Dr. B.________, dass der Beschwerdeführer ein 
psychotisches Zustandsbild mit zerfahrenem und inkohärentem Gedankengang zeige, er 
rede vorbei, bleibe vage, umständlich; er fühle sich bedroht und provoziert. Innerlich sei er 
stark angespannt, im Gespräch lasse er sich zwar etwas beruhigen, reagiere aber sehr 
schnell gereizt. Der Patient berichte von vielfachen psychiatrischen Hospitalisationen. Er 
habe seit geraumer Zeit seine Medikamente (Lithium und Aripiprazol) nicht mehr 
eingenommen; die letzte ambulant-psychiatrische Konsultation bei H.________ habe ca. 
im September 2020 stattgefunden. 

3.2 Den Klinikunterlagen lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer allein im 
letzten Halbjahr bereits vier Mal – nämlich vom 13. bis 28. Dezember 2020, vom 14. bis 
20. Januar 2021, vom 25. Februar bis 22. März 2021 und vom 12. bis 23. April 2021 – in 
der Luzerner Psychiatrie hospitalisiert war, nachdem er jeweils notfallmässig eingewiesen 
werden musste. Ob dazwischen noch weitere Hospitalisationen erfolgten, ist den Akten 
nicht zu entnehmen. In den entsprechenden Austrittsberichten der Luzerner Psychiatrie 
wurde jeweils die Diagnose einer schizoaffektiven Störung, gegenwärtig manisch (ICD-10 
F25.0) aufgeführt. 

3.3 In dem vom Gericht eingeholten Arztbericht der Klinik vom 25. Mai 2021 führen 
Dr. med. I.________ und Assistenzärztin J.________ aus, dass beim Beschwerdeführer 
ca. 2008 eine schizoaffektive Störung diagnostiziert worden sei. Im Rahmen der 
Erstmanifestation sei es zu mehrfachen Hospitalisationen gekommen. Der Patient sei 
jahrelang bei seinem ambulanten Psychiater K.________ gewesen und habe sich unter 
der Medikation von Zyprexa und Abilify stabil gezeigt. Im Zeitraum 2020/2021 habe er 
seine Medikation abgesetzt. Hierbei sei es auch zu einem Therapeutenwechsel 
gekommen, da der bisherige Therapeut K.________ verstorben sei. Nach Absetzen der 
Medikation sei es in den letzten Monaten zu vermehrten Hospitalisationen in 
akutpsychiatrischen Kliniken gekommen. Als Diagnose wurde eine schizoaffektive 
Störung, gegenwärtig manisch F25.0 festgehalten. 

3.4 An der Anhörung vom 27. Mai 2021 diagnostizierte der gerichtliche Gutachter 
Dr. D.________ beim Beschwerdeführer eine schizoaffektive Störung. Dies sei an sich 
eine Kombination von Schizophrenie mit bipolarer affektiver Störung und werde lege artis 

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in erster Linie medikamentös mit Antipsychotika, Neuroleptika und Stimmungsstabilisato-
ren behandelt, nebst psychosozialer Begleitung und Integration.

3.5 Gestützt auf die Vorgeschichte, die ärztlichen Angaben und auch das unterschwel-
lig aggressive Verhalten des Beschwerdeführers an der Anhörung besteht kein ernsthafter 
Zweifel daran, dass er seit etlichen Jahren an einer schweren psychischen Störung in 
Form einer schizoaffektiven Störung leidet. Es liegt damit in jedem Fall ein Schwächezu-
stand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vor, sodass die erste Voraussetzung für eine 
fürsorgerische Unterbringung erfüllt ist.

4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die beim Beschwerdeführer bestehende psychische 
Störung eine Behandlung und/oder eine Betreuung nötig macht, was unter anderem an-
hand des Fremd- und/oder Selbstgefährdungspotentials zu beurteilen ist.

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach 
einer allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-
krankung bestehen, ob der Betroffene daran ist, in seiner Lebensgestaltung, seinem Ver-
halten in seiner Umgebung, seiner persönlichen Hygiene und seiner Gesamtverfassung in 
einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der Menschenwürde nicht mehr ent-
spricht (vgl. hierzu R. Furger, Unterbringung Jugendlicher und Erwachsener im Sinne der 
FFE aus psychiatrischer Sicht, ZVW 38, 41 ff.).

4.1.1 Im Klinikbericht der Luzerner Psychiatrie wird weder im Klinikrahmen noch im Fal-
le einer baldigen Entlassung von einer akuten Selbstgefährdung im Sinne von Suizidalität 
ausgegangen. Eine Suizidalität bestehe im Klinikrahmen aktuell nicht und auch im Falle 
einer baldigen Entlassung sei dies ähnlich zu beurteilen. Auf Station zeige sich der Be-
schwerdeführer klar von Suizidalität distanziert. Aus der Vorgeschichte seien keine suizi-
dalen Vorfälle bekannt. Eine Selbstgefährdung im weiteren Sinne bestehe im Klinikrahmen 
zurzeit nicht. Im Falle einer baldigen Entlassung sei eine Selbstgefährdung im Sinne von 
Verwahrlosung oder Verschlechterung des Krankheitsbildes nicht auszuschliessen. 

4.1.2 Auch der gerichtliche Gutachter Dr. D.________ ist der Ansicht, dass eine 
Selbstgefährdung im Sinne von Suizidalität weder im Klinikrahmen noch im Falle einer 
baldigen Entlassung erheblich sei und unmittelbar drohe. Die Selbstgefährdung in einem 
weiteren Sinne beurteilt er hingegen für den Fall einer baldigen Entlassung als erheblich 

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und unmittelbar drohend. Es drohe dem Patienten insbesondere eine weitere 
Chronifizierung und Verschlechterung seines Gesundheitszustands und die 
Stigmatisierung. Solange er Ressourcen habe, um in einem Hotel zu wohnen, und nicht 
auffalle, werde es gehen; es sei aber damit zu rechnen, dass er bald wieder umtriebig und 
auffällig werde.

4.1.3 Die Selbstgefährdung im Sinne von Suizidalität ist gestützt auf diese ärztlichen An-
gaben weder im Klinikrahmen noch im Falle einer baldigen Entlassung als erheblich oder 
gar unmittelbar drohend zu qualifizieren. Der Beschwerdeführer kann sich offenbar glaub-
würdig von Suizidalität distanzieren und es gibt nach ärztlichen Angaben auch keine suizi-
dalen Vorfälle aus der Vorgeschichte. Die Selbstgefährdung in einem weiteren Sinne ist 
hingegen im Fall einer sofortigen Entlassung als erheblich und unmittelbar drohend zu be-
urteilen. Insbesondere droht ihm eine erneute gesundheitliche Verschlechterung mit Zu-
nahme der psychotischen Symptomatik und auch eine weitere Chronifizierung seines Zu-
stands. Da er nach einem baldigen Klinikaustritt nach eigener Angabe die Medikamente 
sofort absetzen würde, würde dies auch die weitere Therapierbarkeit und die Prognose 
deutlich verschlechtern. Sodann wird er in seinem Umfeld zunehmend als psychisch kran-
ker Mann wahrgenommen; damit gefährdet er sein persönliches und berufliches Fortkom-
men schwerwiegend. Sozial ist er offenbar schlecht integriert und allein unterwegs, sodass 
auch ein sozialer Rückzug droht. Schliesslich ist auch nicht ausser Acht zu lassen, dass er 
bei weiteren Attacken auf Passanten auf für ihn gefährliche Gegenwehr stossen und dabei 
nicht unerheblich verletzt werden könnte. Offensichtlich ist er nicht in der Lage, derartige 
Risiken richtig einzuschätzen. Die Selbstgefährdung in einem weiteren Sinne ist daher als 
akut und unmittelbar drohend zu beurteilen. 

4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch den Betroffenen mitzuberücksichtigen, auch wenn eine solche Belastung für sich 
allein nicht für eine Einweisung oder eine Rückbehaltung ausreichen kann (Spirig, Zürcher 
Kommentar, N 336 ff. zu altArt. 397a ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem 
Schutz der betroffenen Person, nicht ihrer Umgebung; entsprechend ist die Fremdgefähr-
dung weder eine Unterbringungsvoraussetzung noch für eine Unterbringung ausreichend 
(Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 41 mit Hinweisen). Das geltende Recht hält im 
Gegensatz zum früheren ausdrücklich fest, dass nicht nur die Belastung, sondern auch 

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der Schutz Angehöriger und Dritter zu berücksichtigen ist (Geiser/Etzensberger, a.a.O., 
Art. 426 N 42).

4.2.1 Im Klinikbericht wird ausgeführt, dass bei Klinikeintritt eine akute Fremdgefähr-
dung bestanden habe. Eine solche bestehe unter der aktuellen Medikation nicht mehr. Im 
Falle einer baldigen Entlassung sei eine Fremdgefährdung jedoch nicht auszuschliessen. 
Fremdaggressive Vorfälle aus der Vorgeschichte seien bekannt. In den letzten Monaten 
sei es mehrfach zu akutpsychiatrischen Hospitalisationen gekommen, da sich der Patient 
sowohl verbal als auch körperlich fremdaggressiv gezeigt habe und von der Polizei aufge-
griffen und danach in die Psychiatrie eingewiesen worden sei. Die Belastung für das sozia-
le Umfeld im Falle einer baldigen Entlassung sei schwer abschätzbar; der Patient wohne 
momentan in einem Hotel. Zu seiner Mutter habe er nur eingeschränkten Kontakt. 

4.2.2 Doktor D.________ sieht im Klinikrahmen keine akute Fremdgefährdung mehr. Im 
Falle einer baldigen Entlassung sei die Wahrscheinlichkeit von Fremdgefährdung als eher 
gering zu betrachten, solange die Medikamentenwirkung noch da wäre. Es sei allerdings 
fraglich, wie lange die Wirkung der Medikamente anhalte; im Körper blieben sie noch fünf 
bis zehn Tage nachweisbar. Wenn der Patient die Medikamente absetze, sei jedenfalls mit 
einem mehr oder weniger baldigen Rückfall zu rechnen, wobei er wieder aggressiv und 
bedrohlich werden dürfte. Es bestehe zudem die Gefahr, dass die Schwere der Attacken 
auf Passanten weiter zunehmen könnte und er damit gefährlicher werde. Solange er sich 
einigermassen kontrollieren könne, die Medikamente nehme und sich an die sozialen Re-
geln und Normen halten könne, sei die Belastung für sein Umfeld relativ gering. Wenn er 
aber wieder manisch werde, wieder beschleunigtes Denken habe, dann könne es eine er-
hebliche Belastung für die Umgebung sein, egal ob für die Mutter oder für das Hotel, wo er 
wohne, oder für die Leute auf der Strasse.

4.2.3 In Berücksichtigung der Vorgeschichte und der ärztlichen Angaben liegt beim Be-
schwerdeführer für den Fall einer baldigen Entlassung mit Absetzen der Medikamente 
eine erhebliche und unmittelbar drohende Fremdgefährdung vor. Es droht dabei nicht nur 
verbales bedrohliches Verhalten, das Dritte erheblich ängstigen dürfte, sondern auch tat-
sächlich fremdaggressives und tätliches Verhalten. Auch die Belastung für seine Umge-
bung, die offenbar hauptsächlich aus seiner Mutter besteht, die mit der Situation überfor-
dert ist und sich abzugrenzen versucht, ist als erheblich und unmittelbar drohend zu quali-
fizieren. Die Fremdgefährdung ist im Fall einer sofortigen Entlassung als akut und erheb-

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lich zu qualifizieren und die Belastung, die vom Beschwerdeführer ausgeht, übersteigt 
zudem das Mass, das seinem Umfeld zugemutet werden darf.

4.3 Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass das beim Beschwerdeführer 
bestehende Selbst- und Fremdgefährdungspotential insgesamt als erheblich und auch als 
unmittelbar drohend zu qualifizieren ist. Wegen des bestehenden Gefährdungspotentials 
ist mithin der Behandlungs- und Betreuungsbedarf ausgewiesen.

5. Unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit ist schliesslich zu prüfen, ob dem Be-
schwerdeführer die nötige persönliche Fürsorge im Zusammenhang mit seiner Erkrankung 
auch anders als im Rahmen eines stationären Klinikaufenthalts erwiesen werden könnte, 
beispielsweise durch eine ambulante Psychotherapie bzw. eine ambulante Abgabe von 
Medikamenten und eine betreute Unterbringungsform. Bei der Beurteilung dieser Frage 
sind die folgenden Kriterien in die Entscheidung miteinzubeziehen: Krankheitseinsicht, Be-
reitschaft, in eine medizinische Behandlung einzuwilligen, soziale Begleitumstände (Woh-
nung, Arbeit, Beziehungsnetz) und die Folgen einer sofortigen Entlassung in medizinischer 
und sozialer Hinsicht. Diese Kriterien sind gegeneinander abzuwägen. Ob die fürsorgeri-
sche Unterbringung aufrecht erhalten bleiben soll, beurteilt sich anhand der Lage der be-
troffenen Person im Zeitpunkt des jeweiligen Entscheides.

5.1 Nach Ansicht der behandelnden Klinikärzte im Klinikbericht hat der Beschwerde-
führer keine Krankheitseinsicht und auch die Behandlungsbereitschaft sei stark reduziert, 
da er weder eine regelmässige Medikamenteneinnahme noch eine ambulante psychiatri-
sche Behandlung wünsche. Auch aus Sicht von Dr. D.________ besteht beim 
Beschwerdeführer nur eine sehr geringe Krankheitseinsicht. Die Behandlungsbereitschaft 
beurteilt er im Klinikrahmen als gegeben, im ambulanten Setting hingegen sei sie nicht 
vorhanden. Gestützt auf die ärztlichen Einschätzungen und auch die eigenen Äusserun-
gen des Beschwerdeführers ist festzustellen, dass es ihm an einer echten Krank-
heitseinsicht und an einer glaubwürdigen und ernsthaften Behandlungsbereitschaft fehlt. 

5.2 Die sozialen Begleitumstände sind derzeit ungünstig. Der 41 Jahre alte Beschwer-
deführer hat aktuell keine Wohnung mehr und lebte vor Klinikeintritt im Hotel. Sein persön-
liches Umfeld besteht nach Angaben der Klinik offenbar mehrheitlich aus der Mutter, bei 
der er zeitweise wohnen konnte und die sich derzeit gemäss den Ausführungen im Aus-
trittsbericht vom 7. April 2021 von ihrem Sohn aus Sorge um ihre eigene Sicherheit abzu-
grenzen wünscht. Andere enge Kontakte scheint der Beschwerdeführer nicht zu haben. 

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Auch seine berufliche Tätigkeit ist recht nebulös; so gab er an, dass er im Bereich der 
Block-Chain-Security tätig sei und viele Aufträge habe, ohne dazu konkreter zu werden. 
Auch seine finanzielle Situation ist unklar. Eine professionelle psychiatrische Betreuung 
und Behandlung hat er nicht mehr, nachdem sein früherer Therapeut gestorben war und 
er letztmals im September 2020 beim neuen Therapeuten einen Termin wahrgenommen 
hatte. Es fehlt ihm damit ein tragfähiges professionelles Beziehungsnetz, das die aktuelle 
Krisensituation hätte verhindern können. 

5.3 Ein stationärer Aufenthalt ist aus Sicht der behandelnden Ärzte im Klinikbericht 
weiterhin erforderlich. Hierbei gehe es einerseits um die Medikamenteneinnahme, da eine 
längerfristige Medikation für das Krankheitsbild unerlässlich sei. Ein weiterer wichtiger 
Punkt wäre, dass der Patient nach Klinikaustritt weiterhin regelmässig zu seinem neuen 
ambulanten Psychiater Dr. H.________, bei dem er letztmals im September 2020 
gewesen sei, gehen würde. Eine regelmässige ambulante psychiatrische Behandlung sei 
aus Sicht der Klinik essentiell, wofür im stationären Rahmen die Motivation dafür 
geschaffen werden sollte. Der Beschwerdeführer bedürfe einer regelmässigen 
Medikamenteneinnahme, wobei vor allem die antipsychotische und gegebenenfalls die 
stimmungsstabilisierende Medikation wichtig sei. Im Prinzip wäre eine regelmässige 
kontrollierte Abgabe von Medikamenten im ambulanten Setting möglich. Hierfür müsste 
der Patient aber auch motiviert sein, die Medikation selbständig einzunehmen, was 
momentan nicht der Fall sei. Der Patient habe mehrfach betont, dass er nach Klinikaustritt 
keine Medikation mehr einnehmen wolle. Im Falle einer sofortigen Entlassung sei davon 
auszugehen, dass der Patient in medizinischer Hinsicht ohne Medikation wieder eine 
psychotische und manische Symptomatik entwickeln würde. In sozialer Sicht wäre zu 
erwarten, dass es im Rahmen des Wahns zu erneutem fremdaggressivem Verhalten 
komme. Mit solchen Folgen wäre in einem Zeitraum von Wochen bis Monaten zu rechnen. 

5.4 Gemäss Dr. D.________ ist eine weitere stationäre Behandlung des Beschwerde-
führers notwendig. Die voraussichtliche Dauer der Behandlung sei schwer absehbar. Auf-
grund der psychopathologischen Befunde sei der Beschwerdeführer als Akutpatient zu be-
trachten. Er sei jetzt zwei Wochen in der Klinik und habe in dieser Zeit die Medikamente 
eingenommen; er zeige aber immer noch Restsymptome. Die stationäre Behandlung dürf-
te noch etwa zwei bis vier weitere Wochen notwendig sein. Der Beschwerdeführer sei le-
benslang auf Medikamente angewiesen. Eine spontane Remission sei – abgesehen vom 
schizophrenen Teil der Krankheit – sehr unwahrscheinlich. Theoretisch sei eine ambulante 
Behandlung und Betreuung möglich; dafür müsste er aber die nötige Krankheitseinsicht 

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und die Behandlungsmotivation haben, an denen es ihm derzeit fehle. Im Falle einer 
sofortigen Entlassung sei es durchaus möglich, dass er sich unter dem noch vorhandenen 
medikamentösen Schutz unauffällig verhalten, seine Aktivitäten und sein Geschäft wieder 
aufnehmen und in einem Hotel wohnen könnte. Es sei aber damit zu rechnen, dass er in 
relativ kurzer Zeit wieder angetrieben, gereizt und auffällig werde. Dies dürfte in wenigen 
Tagen oder Wochen eintreffen. 

5.5 Eine Zurückbehaltung gegen den Willen des Betroffenen ist – wie erwähnt – nur 
dann zulässig und verhältnismässig, wenn ihm die nötige persönliche Fürsorge nicht an-
derweitig erwiesen werden kann. Der Beschwerdeführer leidet offenkundig an einer 
schwerwiegenden psychischen Störung und damit an einem Schwächezustand im Sinne 
des Gesetzes. Er weist zudem ein erhebliches und unmittelbar drohendes Selbst- und 
Fremdgefährdungspotential auf und ist daher auch in besonderem Masse schutzbedürftig. 
Er ist zudem weder ausreichend krankheitseinsichtig noch ernsthaft behandlungsbereit. 
Würde er in seinem aktuellen Zustand aus der Klinik entlassen, wäre mit einem sofortigen 
Absetzen der Medikamente und einer raschen Verschlechterung seines Zustands innert 
weniger Tage oder Wochen zu rechnen mit selbst- und fremdaggressivem Verhalten und 
einer das Mass des Zumutbaren übersteigenden Belastung für sein Umfeld und Dritte, ein-
hergehend mit weiterer Chronifizierung und Verschlechterung des Krankheitsbildes und 
einer generellen Verschlechterung von Prognose und Therapierbarkeit. Mit hoher Wahr-
scheinlichkeit würde dies innert kurzer Frist, wohl innert Tagen oder wenigen Wochen, zu 
einer weiteren notfallmässigen Einweisung führen. Der stationäre Aufenthalt in der Klinik 
ist derzeit die einzige Möglichkeit, dem Beschwerdeführer die nötige persönliche Fürsorge 
zu erweisen. Erst wenn sich sein Zustand stabilisiert hat und die medikamentöse Behand-
lung adäquat eingestellt und gewährleistet ist, wird auch eine Entlassung aus dem statio-
nären Rahmen in ambulante Betreuung und Behandlung möglich sein. Die weitere 
zwangsweise Zurückbehaltung ist auch in zeitlicher Hinsicht nicht unverhältnismässig, da 
die Folgen einer sofortigen Entlassung gravierend wären und der Beschwerdeführer sehr 
wahrscheinlich nach kurzer Zeit wieder eingewiesen werden müsste. Eine Entlassung im 
gegenwärtigen Zeitpunkt wäre jedenfalls offenkundig verfrüht. Die Einweisung in die Klinik, 
die im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB eine geeignete Einrichtung für den Beschwerdefüh-
rer ist, ist daher zu Recht erfolgt und die weitere Zurückbehaltung ist in Berücksichtigung 
aller Umstände auch im Urteilszeitpunkt angesichts der zu erwartenden gravierenden Fol-
gen einer vorzeitigen Entlassung rechtens und verhältnismässig und nicht zu beanstan-
den. Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und muss abgewiesen werden.

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5.6 Die ärztliche Unterbringung ist grundsätzlich bis insgesamt maximal sechs Wo-
chen gültig. In dieser Zeit bleibt die Klinik für eine allfällige Entlassung zuständig (Art. 429 
Abs. 1 und 3 ZGB; § 51 Abs. 3 EG ZGB). Muss die Unterbringung über sechs Wochen hi-
naus weitergeführt werden, hat die Klinik rechtzeitig vor Ablauf der sechswöchigen Frist 
die örtlich zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zu informieren und einen 
behördlichen Entscheid über die Fortführung der Unterbringung zu beantragen. 

6. Das Verfahren ist kostenlos (§ 57 Abs. 2 EG ZGB), weshalb vorliegend keine Ge-
richtskosten zu erheben sind. Eine Parteientschädigung ist dem vollumfänglich unterlie-
genden und ohnehin nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung) und 
an die ärztliche Leitung der Luzerner Psychiatrie lups Klinik Luzern.

Zug, 27. Mai 2021

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am