# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ad5090e-1782-5512-b2cf-af916865dc7d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.06.2018 UV 2016/55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-55_2018-06-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/55

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 11.06.2018

Entscheiddatum: 11.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 11.06.2018
Art. 4 ATSG; Art. 9 Abs. 2 UVV: Verneinung eines Unfalls bzw. eines 
unfallähnlichen Ereignisses; beim Joggen messerstichartiger Schmerz im 
rechten Fuss verspürt (Entscheid Versicherungsgericht des Kantons St. 
Gallen vom 11. Juni 2018, UV 2016/55).

Entscheid vom 11. Juni 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Jakob           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/55           

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadeshna Ley, Bürgi Dahinden Ley, 

Blumenbergplatz 1, 9000 St. Gallen,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war arbeitslos und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) versichert, als sie am 

4. November 2015 durch die Kantonale Arbeitslosenkasse St. Gallen melden liess, sie 

habe sich am 11. September 2015 beim Joggen den rechten Fuss verstaucht (Suva-

act. 1; vgl. auch Suva-act. 11). Eine Erstbehandlung hatte am 19. Oktober 2015 durch 

Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, stattgefunden (Suva-act. 15), 

welcher die Versicherte für eine MRT-Untersuchung des rechten Fusses dem 

Röntgeninstitut Rodiag zugewiesen hatte. Die radiologische Untersuchung erfolgte am 

17. November 2015 durch Dr. med. C.___, FMH Radiologie, der eine Partialruptur der 

plantaren Aponeurose erhob (Suva-act. 14). Dr. B.___ überwies die Versicherte 

daraufhin zur Weiterbehandlung an Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Orthopädie Rosenberg, St. 

Gallen (Suva-act. 15). Eine erste Sprechstunde fand am 3. Dezember 2015 statt, wobei 

Dr. D.___ klinisch ein deutliches Schonhinken mit Abrollen über den lateralen Fussrand 

und eine tastbare Lücke in der plantaren Faszie im medialen Faszikel ca. 3-4 cm ab 

calcarearem Ansatz bei massivster Druckdolenz erhob und eine Ruptur der plantaren 

Aponeurose rechts vom 11. September 2015 diagnostizierte. Er attestierte der 

Versicherten vom 3. Dezember 2015 bis 7. Januar 2016 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 19, 29-2). Am 7. Januar, 12. Februar, 11. und 15. März 

2016 folgten weitere Untersuchungen durch Dr. D.___, der die Versicherte weiterhin zu 

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100% arbeitsunfähig schrieb (Suva-act. 20, 28 ff., 33). Nach einem Rückgang der 

Beschwerdesymptomatik (Suva-act. 31, 33) kam es wieder zu einer massiven 

Schmerzzunahme, weshalb die Versicherte am 22. März 2016 Dr. med. E.___, Facharzt 

FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

Sportmedizin SGSM, Orthopädie Rosenberg, St. Gallen, konsultierte (Suva-act. 39). Die 

Suva erbrachte Heilkosten- und Taggeldleistungen (Suva-act. 18, 25; vgl. auch Suva-

act. 22).

A.b  Am 29. März 2016 fand eine kreisärztliche Untersuchung der Versicherten durch 

med. pract. F.___, Fachärztin für Chirurgie, statt, welche im Untersuchungsbericht vom 

30. März 2016 zu Diagnose und Behandlung folgendes festhielt: Distorsionsereignis 

beim Joggen am 11. September 2015 mit Ruptur der plantaren Aponeurose rechts, 

Ruhigstellung im Unterschenkel-Liegegips vom 3. Dezember 2015 bis 7. Januar 2016, 

Infiltration mit Traumeel am 3. Dezember 2015, im Verlauf CRPS-Symptomatik, 

Cortison-Infiltration am 22. März 2016 und erneuter Ruhigstellung im VACOped seit 22. 

März 2016. Aktuell bestehe eine livide Verfärbung, eine Bewegungseinschränkung 

sowie ein Fehlbelastung des rechten Fusses (Laufen auf dem lateralen Fussrand). 

Aufgrund der klinischen Befunde sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen und 

der Heilungsverlauf abzuwarten, dies allerdings unter der Voraussetzung, dass die 

Zuständigkeit der Suva überhaupt gegeben sei. Es habe nie eine Klärung der Kausalität 

bzw. eine Beurteilung hinsichtlich des Vorliegens einer unfallähnlichen 

Körperschädigung stattgefunden. Bei der Ruptur der Plantaraponeurose handle es sich 

nämlich nicht um eine unfallähnliche Körperschädigung. In diesem Fall wäre die 

Übernahme fälschlicherweise erfolgt (Suva-act. 38).

A.c  Nach einer Besprechung mit der Versicherten am 7. April 2016, insbesondere über 

den Verlauf des Ereignisses vom 11. September 2015 (Suva-act. 40 f.), sowie nach 

Einholung einer kreisärztlichen Stellungnahme von med. pract. F.___ zur Frage des 

Vorliegens einer unfallähnlichen Körperschädigung (Suva-act. 43), eröffnete die Suva 

der Versicherten mit Verfügung vom 11. April 2016, dass die nochmalige Beurteilung 

des Schadenfalls die Unrichtigkeit der ursprünglichen Beurteilung ergeben habe. Es 

liege weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vor, weshalb auf die 

Zusage der Leistungspflicht zurückzukommen sei und die Versicherungsleistungen per 

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18. April 2016 eingestellt werden müssten. Auf eine Rückforderung der bisher 

bezahlten Aufwendungen werde verzichtet (Suva-act. 44).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 9. Mai 2016 Einsprache und 

fügte eine Stellungnahme von Dr. med. G.___, Facharzt FMH Allgemeinmedizin, 

Zentrum für Medizin und Sport, vom 9. Mai 2016 bei (Suva-act. 48). Mit Schreiben vom 

23. Mai 2016 reichte die Versicherte weitere Stellungnahmen von Dr. C.___ und von Dr. 

med. H.___, Leitender Arzt Fusschirurgie und Tumorchirurgie der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des 

Kantonsspitals St. Gallen, vom 12. und 18. Mai 2016 nach (Suva-act. 51).

B.b  Nach Einholung einer Beurteilung ihres Kreisarztes Dr. med. I.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie, MAS VMed, Leiter Fachgruppe Chirurgie, Kompetenzzentrum 

Versicherungsmedizin der Suva, zur Frage, ob es sich bei der Diagnose einer 

Partialruptur der Plantaraponeurose um eine unfallähnliche Körperschädigung handle, 

und dessen Antwort, dass diesbezüglich unter den Ärzten Uneinheitlichkeit bestehe, 

die er nicht auflösen könne (Suva-act. 52 f.), wies die Suva die Einsprache vom 9. Mai 

2016 mit Einspracheentscheid vom 22. Juni 2016 ab (Suva-act. 54).

B.c  Mit Schreiben vom 8. Juli 2016 äusserte sich Dr. G.___ zur Beurteilung von Dr. 

I.___. Jeder Sportmediziner wisse, dass beim Joggen die Belastung auf die Gelenke 

sowie die Sehnen und Bänder das 2.5 bis 3fache vom Körpergewicht betrage. 

Dementsprechend könnten Sehnen-(partial)rupturen entstehen. Dass solche 

Geschehen den Unfallbegriff nicht erfüllen bzw. keine unfallähnlichen 

Körperschädigungen darstellen würden, fände er katastrophal (Suva-act. 56).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 22. Juni 2016 erhob die Versicherte (nach-

folgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadeshna Ley, 

St. Gallen, am 24. August 2016 Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene 

Einspracheentscheid und die Verfügung vom 11. April 2016 seien aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin seien die nach UVG versicherten Leistungen, namentlich Taggeld 

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sowie Pflegeleistungen und Kostenvergütungen, weiterhin auszurichten, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge (act. G 1). Zusammen mit der Beschwerde wurden Fotos der 

Joggingstrecke vom 11. September 2015 eingereicht (act. G 1.7).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 23. September 2016 beantragte die Suva (nach-

folgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung 

des angefochtenen Einspracheentscheids (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 15. Februar 2017 (act. G 11) und Duplik vom 3. März 2017 (act. G 

13) bekräftigen die Verfahrensparteien ihre Anträge.

Erwägungen

1.   

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen aus der 

obligatorischen Unfallversicherung zu Recht per 18. April 2016 mit der Begründung 

eingestellt hat, das Ereignis vom 11. September 2015 sei weder als Unfall noch als 

unfallähnliches Ereignis mit unfallähnlicher Körperschädigung zu qualifizieren.

2.   

2.1  Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, 

und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt.

2.2  Entgegen der in der Replik vertretenen Auffassung der Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin richtet sich das anwendbare Recht insgesamt nach dem Zeitpunkt 

des Auftretens des im vorliegenden Fall zur Diskussion stehenden Ereignisses vom 11. 

September 2015 und finden demnach die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen bestimmt zwar das 

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übergangsrechtlich anwendbare Recht, nach welchem die in den Art. 10 ff. UVG des 

Dritten Titels des UVG geregelten Versicherungsleistungen gewährt werden, während 

sich Art. 6 UVG nicht in diesem Dritten Titel befindet bzw. keine bestimmte 

Leistungsart regelt. Allerdings wird in Abs. 1 der Übergangsbestimmungen in 

Übereinstimmung mit Art. 6 UVG von Versicherungsleistungen für Unfälle gesprochen. 

Die Erbringung jeder Art von Versicherungsleistungen bedingt zuerst den Eintritt des 

Versicherungsfalls Unfall oder unfallähnliche Körperschädigungen. Dies bildet als 

Gegenstand der Unfallversicherung in jedem Fall die Grundvoraussetzung dafür, dass 

der Unfallversicherer als Folge davon (bei Erfüllung der zusätzlichen 

leistungsartspezifischen Voraussetzungen) die entsprechenden 

Versicherungsleistungen gewähren muss. Die Interpretation der Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin, dass Abs. 1 der Übergangsbestimmungen nur auf den Dritten 

Titel Anwendung finden soll, wäre ferner nicht nur unpraktikabel, sondern würde vor 

allem zu einer unregelmässigen Vorwirkung der 2017 in Kraft getretenen 

Gesetzesänderung führen (vgl. ferner die Zusatzbotschaft vom 19. September 2014 zur 

Änderung des UVG, wonach ohne einschränkende Erläuterung auf den "Grundsatz in 

der Unfallversicherung" hingewiesen wurde, wonach Leistungen gemäss dem 

Zeitpunkt des Unfalls geltenden Recht gewährt werden"; BBl 2014 7911 S. 7948).

3.   

3.1  Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den 

Allge¬meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der 

Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor 

selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere 

Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (BGE 112 V 202 f. 

E. 1). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 

im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (RKUV 

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2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je mit 

Hinweisen). Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors auch in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 

199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b; ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.) oder in einer (im Hinblick auf die 

Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden 

Person) ausserordentlichen Überanstrengung (vgl. BGE 116 V 139 E. 3b; RKUV 1994 

Nr. U 180 S. 38 E. 2) bestehen. Bei Körperbewegungen ist das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit erfüllt, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 

natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. 

Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu 

bejahen; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - ist 

wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 

130 V 117 E. 2.1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. 

Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundes¬gerichts] vom 7. Oktober 2003, 

U 32/02, E. 2.2; RKUV 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4c und 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2 mit 

Hinweisen). Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal 

der Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 

118 E. 2.2 mit Hinweis).

3.2 

3.2.1      Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den 

Folgen eines Unfalls ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser 

Kompetenz hat er in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch gemacht. So sind gemäss Art. 9 Abs. 

2 UVV die abschliessend (vgl. BGE 116 V 140 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; 

ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989 S. 

202) aufgeführten Körperschädigungen (Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV), sofern sie nicht 

eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne 

ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt. Es handelt sich dabei um 

Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), 

Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und 

Trommelfell¬verletzungen (lit. h). Das bei einem Unfall im Sinn von Art. 4 ATSG 

vorausgesetzte Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors ist also 

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bei den unfallähnlichen Körperschädigungen nicht erforderlich. Hingegen hat das 

Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts) in BGE 129 V 467 E. 2.2 seine Rechtsprechung 

gemäss BGE 123 V 43 bestätigt, wonach mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit auch 

bei den unfallähnlichen Körperschädigungen die übrigen Tatbestandsmerkmale des 

Unfallbegriffs erfüllt sein müssen. Dies gilt namentlich für das Erfordernis des 

einwirkenden äusseren Faktors an sich, worunter - gleich wie beim äusseren Faktor 

des Unfallbegriffs - ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, 

sinnfälliger - eben unfallähnlicher - Einfluss auf den Körper in Form einer unabhängigen 

Krafteinwirkung zu verstehen ist (vgl. Erwägung 3.1). Die schädigende Einwirkung kann 

auch im Falle eines unfallähnlichen Ereignisses in einer körpereigenen Bewegung 

bestehen (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juli 2014, 8C_147/2014, E. 2.3; BGE 129 

V 466). Mit der vorgenannten Rechtsprechung sollten langwierige medizinische 

Kausalitätsbeurteilungen und -prozesse bei diagnostizierten unfallähnlichen 

Körperschädigungen gemäss Liste des Art. 9 Abs. 2 UVV vermieden werden. Da im 

vorliegenden Fall, wie bereits erwähnt, die bis 31. Dezember 2016 in Kraft gewesene 

Fassung von Art. 9 Abs. 2 UVV anzuwenden ist (vgl. Erwägung 2), sieht das 

Versicherungsgericht keine Veranlassung, von der dazu entwickelten bzw. damals 

geltenden - seit vielen Jahren auch vom Versicherungsgericht angewandten - 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung abzuweichen (vgl. dazu auch Urteile des 

Bundesgerichts vom 3. November 2017, 8C_483/2017, E. 3, und 22. Mai 2017, 

8C_155/2017, E. 2).

3.2.2      Das Auftreten von Schmerzen allein gilt noch nicht als äusserer Faktor im 

Sinne der Rechtsprechung zu Art. 9 Abs. 2 UVV. Ein solcher ist also nicht gegeben, 

wenn die versicherte Person einzig das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen angibt, 

aber keine gleichzeitig mitwirkende äussere Komponente zu benennen vermag. Auch 

ist das Erfordernis eines äusseren schädigenden Faktors nicht erfüllt, wenn das 

Auftreten von Schmerzen bloss mit einem von der versicherten Person beschriebenen 

gewöhnlichen Bewegungsablauf einhergeht. Verlangt wird vielmehr ein Geschehen, 

welchem ein gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt, was zutrifft, wenn die als 

Schmerzauslöser angegebene Betätigung im Rahmen einer allgemein gesteigerten 

Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies bei vielen sportlichen Aktivitäten der Fall ist. 

Ein äusserer Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial liegt nach der 

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Rechtsprechung vor, wenn die zur Diskussion stehende Betätigung mit einer mehr als 

physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, 

insbesondere seiner Gliedmassen, verbunden ist. Schmerzen als Symptome einer 

Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV fallen deshalb als massgebender äusserer Faktor 

nicht in Betracht, wenn sie bei einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne 

dass ein davon unterscheidbarer äusserer Moment mitspielen würde. Wer also etwa 

beim blossen Aufstehen, Absitzen und Abliegen, bei der Bewegung im Raum und bei 

Handreichungen usw. einen einschiessenden Schmerz verspürt, kann allein deswegen 

noch keine unfallähnliche Körperschädigung geltend machen. Die nur physiologische 

Beanspruchung des Skeletts, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt keinen 

äusseren Faktor dar, dem ein gegenüber der gewohnten, üblichen körperlichen 

Belastung gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnen würde. Erfüllt ist das 

Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors demgegenüber bei Änderungen der 

Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen 

führen können, so etwa beim plötzlichen Aufstehen aus der Hocke, bei heftigen 

belastenden Bewegungen oder bei einer wegen äusserer Einflüsse unkontrollierbar 

gewordenen Positionsänderung. Für die Bejahung eines äusseren Faktors ist demnach 

ein gesteigertes Schädigungspotenzial vonnöten, sei es zufolge einer allgemein 

gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit einer 

an sich alltäglichen Verrichtung führenden Elementes (BGE 139 V 327, 129 V 469 ff. E. 

4.2 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juli 2014, 8C_147/2014, E. 2.3 f.).

4.   

4.1  Die Beschwerdegegnerin hat ursprünglich im formlosen Verfahren mit schriftlichen 

Mitteilungen vom 15. Januar bzw. 2. Februar 2016 (vgl. dazu Art. 51 Abs. 1 ATSG) 

gestützt auf die in der Bagatellunfall- und Schadenmeldung UVG vom 4. November 

bzw. 30. Dezember 2015 beschriebene Fussverstauchung (Suva-act. 1, 11) sowie 

basierend auf der radiologisch diagnostizierten Partialruptur der plantaren Aponeurose 

(Suva-act. 14), welche ärztlich als Unfallfolge betrachtet wurde (Suva-act. 15), ohne 

weitere Sachverhaltsabklärungen das Vorliegen eines Unfalls anerkannt und 

entsprechende Heilkosten- und Taggeldleistungen erbracht (Suva-act. 17 f., 25). 

Nachdem med. pract. F.___ die Beschwerdegegnerin im kreisärztlichen 

Untersuchungsbericht vom 30. März 2016 (Suva-act. 38) im Zuge der Beurteilung der 

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Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin angesichts der Ruptur der Plantaraponeurose 

darauf aufmerksam gemacht hatte, es sei nie eine Klärung der Kausalität bzw. eine 

Beurteilung hinsichtlich des Vorliegens einer unfallähnlichen Körperschädigung getätigt 

worden, nahm die Beschwerde¬gegnerin weitere Abklärungen vor (vgl. Suva-act. 40 

ff.). Die Beschwerdegegnerin stellte daraufhin mit Verfügung vom 11. April 2016 ihre 

Versicherungsleistungen per 18. April 2016 ein (Suva-act. 44; vgl. dazu Art. 49 Abs. 1 

ATSG). Die Leistungseinstellung begründete sie damit, dass aufgrund der nochmaligen 

Prüfung weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege. Auf eine 

Rückforderung der bisher bezahlten Aufwendungen wurde verzichtet.

4.2  Zu diesem Vorgehen ist in rechtlicher Hinsicht zu bemerken, dass der 

Unfallversicherer praxisgemäss die Möglichkeit hat, die durch Ausrichtung von 

Heilkostenleistungen und Taggeldern anerkannte Leistungspflicht ohne 

Geltendmachung von Rückforderungsansprüchen mit Wirkung ex nunc et pro futuro 

ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen 

Revision (vgl. dazu Art. 53 ATSG) einzustellen, d.h. den Fall abzuschliessen, dies mit 

der Begründung, ein versichertes Ereignis liege - bei richtiger Betrachtungsweise - gar 

nicht vor (vgl. dazu BGE 130 V 380).

5.   

5.1  Damit beurteilt werden kann, ob das fragliche Ereignis vom 11. September 2015 

einen Unfall oder eine unfallähnliche Körperschädigung im Rechtssinn darstellt, muss 

geprüft werden, wie es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit abgespielt hat.

5.2  Im Unfallversicherungsrecht herrscht, wie allgemein im Sozialversicherungsrecht, 

der Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben 

den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Indessen ist die 

leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken. Sie muss die 

Umstände des Unfalls bzw. des unfallähnlichen Ereignisses glaubhaft machen. Kommt 

sie dieser Aufforderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder 

widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen bzw. 

unfallähnlichen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers (BGE 122 V 158 E. 1a, 114 V 305 f. E. 5b). Der 

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Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (vgl. ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ 

ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf, S. 4 f., 29; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 

S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Wird also auf dem Wege der Beweiserhebung das 

Vorliegen eines Unfallereignisses bzw. eines unfallähnlichen Ereignisses nicht mit dem 

massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse 

Möglichkeit genügt nicht (vgl. THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.) - so hat dieses als 

unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person 

auswirkt.

5.3  Die detaillierte Erhebung der tatsächlichen Verhältnisse durch den 

Unfallversicherer erfolgt oft mittels Frageblättern. Im Vordergrund stehen entsprechend 

Fragen betreffend die für die Leistungspflicht des Unfallversicherers massgebenden 

Voraussetzungen des Unfallgeschehens. Sofern der Unfallversicherer die tatsächlichen 

Verhältnisse mittels Frageblättern detailliert erhoben hat, ist er dem 

Untersuchungsgrundsatz bzw. seiner Verpflichtung zur richtigen und vollständigen 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts grundsätzlich rechtsgenüglich 

nachgekommen und es überzeugt rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die versicherte 

Person einen bestimmten bedeutsamen Sachverhalt bzw. Umstand als 

Schadensursache erst nach der abschlägigen, einlässlich begründeten Verfügung 

erwähnt bzw. bis zum Einspracheverfahren unerwähnt lässt. Der Unfallversicherer ist 

nicht gehalten, die versicherte Person im Nachgang zu umfassenden Erhebungen zur 

weiteren Substantiierung des gemeldeten Geschehens aufzufordern (Urteil des 

Bundesgerichts vom 4. Juni 2013, 8C_215/2013, E. 4).

5.4  Mit Bagatellunfall- und Schadenmeldung UVG vom 4. November bzw. 30. 

Dezember 2015 wurde der Beschwerdegegnerin durch die Kantonale 

Arbeitslosenkasse St. Gallen gemeldet, die Beschwerdeführerin habe sich am 11. 

September 2015 beim Joggen den rechten Fuss verdreht bzw. verstaucht. Als Unfallort 

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wurde "9500 Wil, Strasse" angegeben (Suva-act. 1, 11). Die Beschwerdegegnerin 

erbrachte daraufhin Heilkosten- sowie Taggeldleistungen (Suva-act. 17, 18, 25). Sie 

erhob die tatsächlichen Verhältnisse zwar nicht mittels Frageblatt, stattdessen hielt 

jedoch ein Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin am 7. April 2016 eine persönliche 

Besprechung mit der Beschwerdeführerin ab. Aus dem Besprechungsbericht sowie 

einer handschriftlichen Niederschrift vom 7. April 2016 geht hervor, die 

Beschwerdeführerin sei am 11. September 2015 geradeaus auf Asphalt gejoggt. Dabei 

habe sie plötzlich einen messerstichartigen Schmerz im rechten Fuss gespürt. Sie sei 

weder auf einen Stein gestanden noch in eine Bodenunebenheit getreten. Sie sei auch 

nicht gestolpert oder gestürzt. Sie gehe ca. zweimal pro Woche mit dem Hund joggen 

(Suva-act. 40 f.). Am 11. April 2016 folgte die verfügungsweise Einstellung der 

Versicherungsleistungen mit der Begründung, es liege weder ein Unfall noch eine 

unfallähnliche Körperschädigung vor (Suva-act. 44). Nachdem die Beschwerdeführerin 

in der Einsprache vom 9. Mai 2016 nichts Konkretes zum Ereignisablauf geschrieben 

hatte (Suva-act. 48), hielt ihre Rechtsvertreterin in der Beschwerde vom 24. August 

2016 Folgendes fest: Während es sich am Anfang der Route tatsächlich um eine 

asphaltierte, ebene Strecke gehandelt habe, sei dies bei den auf der Route liegenden 

Wegen nicht der Fall gewesen, weshalb die Beschwerdeführerin gerade dort jogge. 

Insbesondere der Klosterweg sei nicht asphaltiert, der Naturboden sei uneben, es 

lägen Kies und Steine unterschiedlicher Grösse darauf, und teils sei der Weg auch mit 

Gras überwachsen. An einer unebenen Stelle mit dem rechten Fuss auftretend sei 

dieser nach innen geknickt bzw. habe sich dieser nach innen verdreht (act. G 1).

5.5  Die Bagatellunfall- und Schadenmeldung UVG vom 4. November bzw. 30. 

Dezember 2015 sowie die Beschwerde vom 24. August 2016 enthalten die ähnlichen 

Sach¬verhaltselemente "Verstauchen, "Abknicken" sowie "Verdrehen" und implizieren 

damit ein traumatisches Ereignis. Die Meldungen wurden allerdings nicht von der 

Beschwerdeführerin persönlich ausgefüllt und die Schilderung in der Beschwerde 

erfolgte erst nach der verfügungsweisen Leistungseinstellung und dem die Verfügung 

bestätigenden, einlässlich begründeten Einspracheentscheid. Persönlich musste sich 

die Beschwerdeführerin zum Sachverhalt vom 11. September 2015 erstmals anlässlich 

der Besprechung vom 7. April 2016 mit einem Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin 

äussern. Die Sachverhaltsdarstellung im Besprechungsbericht und in der offenbar vom 

Suva-Mitarbeiter handschriftlich verfassten Niederschrift orientiert sich offensichtlich an 

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den für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers massgebenden Voraussetzungen 

eines Unfallgeschehens (genaue Darstellung des Ereignisses, auf welches die 

Beschwerden zurückgeführt werden; allenfalls dabei auftretende Besonderheiten, wie 

ein Sturz, Stolpern usw.; Vertrautheit der konkret ausgeübten Tätigkeit für die 

versicherte Person), womit die Beschwerdegegnerin grundsätzlich ihrer Verpflichtung 

zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

rechtsgenüglich nachgekommen ist. Die Beschwerdeführerin hat den 

niedergeschriebenen Sachverhalt sodann als "gelesen und bestätigt" unterzeichnet 

(Suva-act. 41). Für die Einwendungen in der Replik vom 15. Februar 2017 (act. G 11) 

bezüglich des Verhaltens des Mitarbeiters der Beschwerdegegnerin, seiner angeblich 

ungetreuen Sachverhaltsprotokollierung und auch hinsichtlich der vorgebrachten 

schlechten Verfassung der Beschwerdeführerin anlässlich der Besprechung vom 7. 

April 2016 gibt es - wie von der Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 3. März 2017 

festgestellt (act. G 13) - keinerlei beweismässige Grundlage, weshalb sie als 

Schutzbehauptungen erscheinen. Laut Replik soll das Bein der Beschwerdeführerin 

damals gerade wieder frisch geschient und ihr Kortison gespritzt worden sein. Zudem 

habe sie unter Schmerzmitteleinfluss gestanden, habe jedoch trotzdem unter starken 

Schmerzen gelitten. Der Bericht von Dr. D.___ vom 10. April 2016 betreffend eine 

Sprechstunde vom 5. April 2016 (Suva-act. 46), in welchem eine letzte 

Kortisoninfiltration vom 22. März 2016 und anamnestisch ein gutes Abklingen der 

Schmerzsymptomatik durch die Ruhigstellung mit einem VACOped und die wieder 

begonnene Analgesie festgehalten wurden, lässt jedoch die geschilderte Situation 

wenig einleuchtend erscheinen. Wenig glaubhaft erscheint auch, wenn in der 

Beschwerde ausgerechnet hinsichtlich des für die Bejahung eines Unfalls 

massgebenden Tatbestandselements des ungewöhnlichen äusseren Faktors 

festgehalten wird, die Beschwerdeführerin habe an einer unebenen Stelle mit dem Fuss 

auftretend, diesen verdreht, im Besprechungsbericht hingegen explizit erwähnt wird, 

die Beschwerdeführerin sei nicht in eine Bodenunebenheit getreten. Der 

beschwerdeweise vorgetragene, detaillierte und mit Fotos ergänzte Sachverhalt wurde 

in Kenntnis der mit Einspracheentscheid mitgeteilten Leistungsablehnung vorgetragen 

(vgl. Erwägung 5.3). Die nachträgliche Sachverhaltsschilderung bleibt vollends 

beweislos.

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5.6  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bei der Beurteilung der Streitfrage, ob 

das Ereignis vom 11. September 2015 die Merkmale des Unfalls oder eines 

unfallähnlichen Ereignisses erfüllt, von den Angaben im Besprechungsprotokoll vom 7. 

April 2016 (Suva-act. 40 f.) auszugehen ist.

6.   

6.1  Mit dem sich daraus ergebenden Sachverhalt ist jedoch das Unfallbegriffsmerkmal 

des ungewöhnlichen Faktors nicht erfüllt. Die Beschwerdegegnerin hat eine relevante, 

den Bewegungsablauf beim Joggen störende Programmwidrigkeit verneint, indem sie 

erklärt hat, die Beschwerdeführerin sei nicht auf einen Stein gestanden oder in eine 

Bodenunebenheit getreten und sei auch nicht gestolpert oder gestürzt (vgl. dazu 

Erwägungen 3.1, 5.4). Die von ihr am 11. September 2015 ausgeübte sportliche 

Betätigung ist damit planmässig mit normalen Bewegungen, wie beim Joggen üblich, 

verlaufen (vgl. dazu RKUV 1992 Nr. U 156 S. 258).

6.2 

6.2.1      Zu verneinen ist auch ein unfallähnliches Ereignis. Zwar mag das Joggen 

gegenüber dem Gehen insgesamt als belastender sein. Zu einer derart erhöhten 

Belastung der Füsse, dass darin ein unfallähnliches Ereignis erblickt werden könnte, 

kommt es dabei indessen mit Sicherheit nicht. Beim "normalen" Joggen erfolgen 

allgemein natürliche Körperbewegungen im Rahmen kontrollierter und voraussehbarer 

Bewegungsabläufe. Das Joggen zeichnet sich durch regelmässige und harmonische 

und nicht durch plötzliche, ruckartige und unkontrollierte Bewegungen aus. Die 

Beanspruchung des Körpers beim Joggen ist also im Regelfall physiologisch normal 

und psychologisch beherrscht. Ein unfallähnliches Ereignis liegt, wie bereits erwähnt, 

auch nicht schon deshalb vor, weil die versicherte Person das erstmalige Auftreten von 

Schmerzen anzugeben vermag. Der äussere Faktor kann nicht mit den für einen in Art. 

9 Abs. 2 UVV enthaltenden Gesundheitsschäden typischen Schmerzen gleichgesetzt 

werden (vgl. Erwägung 3.2.3). Die Verneinung eines einwirkenden äusseren Faktors 

widerspricht mithin nicht dem Umstand, dass die Verletzung beim Joggen erfolgt sein 

kann.

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6.2.2      Angesichts dessen, dass es an einem unfallähnlichen Ereignis fehlt, ist die 

strittige Frage, ob die Partialruptur der plantaren Aponeurose eine unfallähnliche 

Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV (Sehnenrisse) darstellt, nicht 

mehr zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht ab 18. April 2016 

somit zu Recht abgelehnt.

7.  

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 24. August 2016 gegen 

den Einspracheentscheid vom 22. Juni 2016 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.06.2018
	Art. 4 ATSG; Art. 9 Abs. 2 UVV: Verneinung eines Unfalls bzw. eines unfallähnlichen Ereignisses; beim Joggen messerstichartiger Schmerz im rechten Fuss verspürt (Entscheid Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen vom 11. Juni 2018, UV 2016/55).

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