# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 929ddd36-c67e-5b22-bf8a-7459b5ab8a98
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.12.2008 B-7430/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-7430-2006_2008-12-18.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-7430/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Urech, 
Gerichtsschreiber Thomas Reidy.

A._______,
vertreten durch Herrn Dr. iur. Schneider Martin, 
Schneider Feldmann AG, Patent- und Markenanwälte, 
Beethovenstrasse 49, 8022 Zürich,
Beschwerdeführerin,

gegen

B._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Urs Leu, 
Staiger, Schwald & Partner, Postfach 281, 3000 Bern 6,
Beschwerdegegnerin,

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum,
Stauffacherstrasse 65, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Widerspruchsverfahren Nr. 5650 (IR-Marke Nr. 663 349 
„FOCUS“ / CH-Marke Nr. 494 294 „FOCUS“).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-7430/2006

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Vorinstanz im Widerspruchsverfahren Nr. 5650 (IR-Marke Nr. 
663 349 „FOCUS“/CH-Marke Nr. 494 294 „FOCUS“) mit Entscheid vom 
29. September  2003  den  Widerspruch der  Beschwerdegegnerin  teil-
weise gutgeheissen hat,

dass die A._______ diesen Entscheid mit Beschwerde vom 30. Okto-
ber 2003 angefochten hat,

dass die Beschwerdeführerin den einverlangten Kostenvorschuss von 
Fr. 3'500.- fristgerecht einbezahlt hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  das  Beschwerdeverfahren  letzt-
mals am 30. Oktober 2008 bis zum 2. Februar 2009 sistiert hat,

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  und  die  Beschwerdegegnerin  am 
16. beziehungsweise 29. Oktober 2008 über den Streitgegenstand ge-
einigt haben,

dass beide Parteien dem Bundesverwaltungsgericht gegenüber bean-
tragen, die Beschwerde sei infolge Rückzugs des Widerspruchs abzu-
schreiben  und  die  Kosten  des  Beschwerdeverfahrens  seien  der  Be-
schwerdeführerin  aufzuerlegen;  im  Übrigen  werde  auf  die  Zuspre-
chung einer Parteientschädigung verzichtet,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  beur-
teilt, die von Behörden gemäss Art. 33 f. VGG stammen, sofern keine 
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass Verfügungen der Vorinstanz im Rahmen markenrechtlicher Wider-
spruchsverfahren beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind,

dass das vorliegende Verfahren gegenstandslos geworden ist,  nach-
dem die Beschwerdegegnerin explizit den Rückzug des Widerspruchs 
erklärt hat, 

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B-7430/2006

dass deshalb die vorliegende Streitsache im einzelrichterlichen Verfah-
ren im Sinne des übereinstimmenden Antrags der Parteien als gegen-
standslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG; vgl. 
die  Abschreibungsentscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts 
B-4677/2007 vom 27. Februar 2008 sowie B-489/2007 und B-813/2007 
jeweils vom 19. Februar 2008),

dass angesichts der zwischen den Parteien zustande gekommenen Ei-
nigung betreffend den Streitgegenstand die Ziffern 1, 2, 3 und 5 des 
Dispositivs  des  angefochtenen  Widerspruchsentscheids  aufzuheben 
sind (vgl. die oben genannten Abschreibungsentscheide des Bundes-
verwaltungsgerichts),

dass die Widerspruchsgebühr von Fr. 800.- (Ziff. 4 des Dispositivs des 
angefochtenen  Widerspruchsentscheids)  gemäss  Verursacherprinzip 
prinzipiell geschuldet bleibt,

dass sich die Parteien sowohl hinsichtlich der Auferlegung der Verfah-
renskosten als auch darauf geeinigt haben, auf die Zusprechung einer 
Parteientschädigung zu verzichten,

dass  auf  die  Auferlegung  von  Verfahrenskosten  verzichtet  werden 
kann, da die Beschwerde ohne erheblichen Aufwand für das Gericht 
erledigt werden kann (Art. 6 Bst. a des Reglements vom 11. Dezember 
2006  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] i.V.m. Art. 33b Abs. 5 VwVG; vgl. die 
oben genannten Abschreibungsentscheide des  Bundesverwaltungsge-
richts),

dass somit der Beschwerdeführerin der von ihr am 26. November 2003 
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 3'500.- zurückzuerstatten ist,

dass entsprechend dem ausdrücklich vereinbarten Verzicht der Parteien 
keine Parteientschädigung zu sprechen ist (Art. 64 VwVG),

dass gegen diesen Entscheid keine Beschwerde ans Bundesgericht of-
fen steht (Art. 73 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, 
SR 173.110]), dieser insofern rechtskräftig ist.

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Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Es wird Akt genommen, dass sich die Parteien über den Streitgegen-
stand und die Kostentragung geeinigt haben und die Beschwerdegeg-
nerin ihren Widerspruch zurückzieht.

2.
Ziff. 1, 2, 3 und 5 des angefochtenen Widerspruchsentscheids der Vor-
instanz vom 29. September 2003 werden aufgehoben.

3.
Das Beschwerdeverfahren B-7430/2006 wird als  gegenstandslos  ge-
worden abgeschrieben.

4.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin 
wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 3'500.- zurückerstattet.

5.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

6.
Dieser Entscheid geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (Einschreiben,  Beschwerdebeilagen  zu-
rück)

- die Beschwerdegegnerin (Einschreiben, Beilagen zurück)
- die Vorinstanz (Einschreiben, Vorakten zurück)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Urech Thomas Reidy

Versand: 22. Dezember 2008

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