# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d26caa30-40a8-5afa-ace4-6fb57efdeece
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.10.2022 725 21 306/235
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-306-235_2022-10-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 17. Oktober 2022 (725 21 306 / 235) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Teilweise Gutheissung der Beschwerde; Der Versicherte hat Anspruch auf eine Integritäts-

entschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 15%. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1955 geborene A.____ arbeitete als Automechaniker bei der B.____ AG und war in 
dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch ge-
gen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 21. März 2016 verletzte sich 
der Versicherte beim Lösen einer Querlenkerschraube an der rechten Schulter. Die erstbehan-
delnden Ärzte diagnostizierten unter anderem eine vollständige Ruptur der Supraspinatussehne, 
der Infraspinatussehne und eine subtotale Partialruptur der langen Bizepssehne. Die Suva aner-
kannte ihre Leistungspflicht und erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Taggelder 
und Heilungskosten). Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse 

 

 
 
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sprach die Suva mit Verfügung vom 12. März 2018 dem Versicherten aufgrund der Unfallrestfol-
gen eine UVG-Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrads von 22% sowie eine Integri-
tätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 10% zu. Eine hiergegen gerichtete Ein-
sprache hiess die Suva mit Entscheid vom 24. August 2021 insoweit teilweise gut, als sie den 
Invaliditätsgrad für den Rentenanspruch auf 28% festsetzte. Im Übrigen wurde die Einsprache 
abgewiesen. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte, vertreten durch Daniel Alter-
matt, Advokat, mit Eingabe vom 23. September 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kan-
tons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte 
er, es sei der Einspracheentscheid teilweise aufzuheben und ihm eine Integritätsentschädigung 
von mindestens 15% zuzusprechen. Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, vorliegend 
gelange die Tabelle 5, Spalte 5 (Endoprothesen guter Erfolg), zur Anwendung, womit ihm eine 
Integritätsentschädigung von 20% zustehe.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 28. Oktober 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin, 
die Beschwerde sei in dem Sinne teilweise gutzuheissen, als dem Beschwerdeführer eine Integ-
ritätsentschädigung entsprechend einem Integritätsschaden von 15% zuzusprechen sei. Hierbei 
verwies sie auf eine Beurteilung ihres versicherungsinternen Arztes PD Dr. med. C.____, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 27. Oktober 2021. 
 
D. Mit Replik vom 21. Januar 2022 stellte der Beschwerdeführer folgende Rechtsbegehren: 
Es sei ihm eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 20% zuzusprechen. Eventualiter sei die 
Beschwerdegegnerin auf ihrem Zugeständnis zu behaften und es sei ihm eine Integritätsentschä-
digung von 15% zuzusprechen. Dabei hielt er an seinen wesentlichen Begründungen fest.  
 
E. Mit Duplik vom 25. März 2022 bekräftigte die Beschwerdegegnerin ihr in der Vernehm-
lassung gestelltes Rechtsbegehren, wonach die Beschwerde teilweise gutzuheissen sei. Ferner 
legte sie eine weitere Beurteilung von PD Dr. C.____ vom 7. März 2022 ins Recht.  
 
F. Mit Eingabe vom 7. Juni 2022 machte der Beschwerdeführer von der Möglichkeit Ge-
brauch, hierzu Stellung zu nehmen. Die Beschwerdegegnerin äusserte sich schliesslich am 7. Juli 
2022 zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 7. Juni 2022.  
 
Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen ein-
zugehen. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

 

 
 
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1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Der Streitwert liegt unter dieser Grenze, weshalb die vorliegende An-
gelegenheit präsidial entschieden wird. 
 
2. Die Beschwerdegegnerin sprach dem Versicherten in ihrer Verfügung vom 12. März 
2018 nach Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse eine Invalidenrente auf 
der Basis eines Invaliditätsgrads von 22% und eine Integritätsentschädigung auf der Grundlage 
einer Integritätseinbusse von 10% zu. In teilweiser Gutheissung der Einsprache legte sie den 
Invaliditätsgrad für den Rentenanspruch auf 28% fest. Mit der vorliegenden Beschwerde bzw. 
Replik beantragt der Beschwerdeführer, es sei ihm eine Integritätsentschädigung von 20%, even-
tualiter 15%, zuzusprechen. Der ermittelte Invaliditätsgrad von 28% sowie die Zusprache der 
Rentenleistungen mit Wirkung ab 1. Januar 2018 werden seitens des Beschwerdeführers aus-
drücklich nicht (mehr) beanstandet und sind daher nicht streitig. Auch aus den Akten ergeben 
sich keine Hinweise, die gegen die Rechtmässigkeit der beschwerdegegnerischen Schlussfolge-
rungen sprechen würden. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist somit einzig die Höhe der In-
tegritätsentschädigung. 
 
3.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädi-
gung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallver-
sicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsschaden als dauernd, wenn er vo-
raussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er 
ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Er-
werbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird 
die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie wird entsprechend der 
Schwere des Integritätsschadens abgestuft, wobei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen darf. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der 
Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Ge-
brauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der Integritätsent-
schädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig 
erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 219 E. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 
2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet.  
 
3.2 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädi-
gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Ver-
dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden 
wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In diesem 
Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Be-
messungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizini-
schen Abteilung der SUVA Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und er-

 

 
 
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gänzt in den nachfolgenden Mitteilungen) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit de-
nen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 zur 
UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Zum besseren Verständnis erscheint es angebracht, kurz auf den Inhalt der u.a. vorlie-
gend zur Diskussion stehenden Tabelle 5 "Integritätsschaden bei Arthrosen" einzugehen. Ein-
gangs zur entsprechenden Tabelle wird u.a. darauf hingewiesen, dass leichte Arthrosen zu keiner 
Entschädigung führen würden. Hinsichtlich Endoprothesen wird ferner auf das Urteil des damali-
gen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abtei-
lungen] vom 4. September 2003, U 313/02, verwiesen, wonach auf den unkorrigierten Zustand 
abzustellen sei, d.h. auf den Schweregrad der Arthrose vor Prothesenimplantation (Spalten 2 
"Arthrose mässig" und 3 "Arthrose schwer"). Bei Prothesen, die direkt nach dem Unfall eingesetzt 
werden (primäre Endoprothese), würden die Spalten 5 (Endoprothesen guter Erfolg) und 6 (En-
doprothesen schlechter Erfolg) zur Anwendung gelangen. In diesem Urteil hat das EVG im We-
sentlichen erkannt, dass die Bemessung des Integritätsschadens bei Funktionsausfall oder Ge-
brauchsunfähigkeit eines Organs auch bei der Versorgung mit Endoprothesen − wie bei der Ver-
sorgung mit Hilfsmitteln (Ziff. 1 Abs. 4 des Anhangs 3 zur UVV; BGE 115 V 149 E. 3a) − nach 
dem unkorrigierten Zustand zu erfolgen habe. Es begründete dies damit, dass die Integritätsent-
schädigung den körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden als solchen ausgleiche und 
nicht dessen Auswirkungen auf die Lebensfunktionen und die allgemeine Lebensgestaltung. Aus 
diesem Grunde sei auch bei Funktionsausfall oder Gebrauchsunfähigkeit eines Organs nicht zu 
unterscheiden zwischen der Korrektur mit Hilfsmitteln oder dem Ausgleich mit implantierten Pro-
thesen. Es sei unerheblich, dass der Integritätsschaden durch eine implantierte Prothese unter 
Umständen so weit ausgeglichen werden könne, dass praktisch keine Beeinträchtigung in der 
entsprechenden Lebensfunktion mehr bestehe (E. 3).  
 
4.1 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung han-
delt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fachärztliche 
Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der akten-
kundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelas-
senen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von einem me-
dizinischen Laien keine zuverlässige Zuordnung erwartet werden kann. Die Beurteilung der ein-
zelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (Urteil des Bundesge-
richts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle ande-
ren Beweismittel − frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 

 

 
 
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Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 
den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der 
Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach ein 
Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 
Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Berichten 
kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG einge-
holten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber 
soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolge-
rungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
5.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 24. August 2021 sprach die Suva dem Be-
schwerdeführer für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Ereignis vom 21. März 2016 eine 
Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 10% zu. Hierbei stützte sie 
sich auf die kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. med. D.____, FMH Chirurgie, vom 28. August 
2017 sowie vom 12. Februar 2018. 
 
5.2 In ihrer kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 28. August 2017 führte Dr. D.____ 
aus, beim Versicherten bestehe ein Zustand nach inverser Schulterarthroplastik rechts am 20. Ja-
nuar 2017 bei nicht mehr rekonstruierbarer Rotatorenmanschettenruptur rechts am 21. März 
2016. Klinisch fände sich eine eingeschränkte Beweglichkeit, insbesondere bei der Innenrotation 
und bei Abduktionsbewegungen. Dem Versicherten sei die angestammte Tätigkeit als Autome-
chaniker nach Prothesenimplantation nicht mehr zumutbar, da entsprechend des Tätigkeitsprofils 
eines Automechanikers viel Überkopfarbeiten sowie Kraftarbeiten körperfern durchgeführt wer-
den müssten. Dem Versicherten seien leichte bis maximal mittelschwere wechselseitig belas-
tende körperliche Tätigkeiten mit Gewichtsbelastungen von maximal 10kg ganztags zumutbar. 
Dabei stellte sie die folgenden Einschränkungen von Seiten der rechten Schulter fest: keine Über-
kopfarbeiten, keine körperfernen Tätigkeiten am langen Hebelarm, kein Besteigen von Leitern 
und Gerüsten, keine Vibrationsbelastungen.  
 
In Bezug auf die Beurteilung des Integritätsschadens hielt Dr. D.____ fest, die Einschätzung er-
folge gemäss Tabelle 1 "Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten". 

 

 
 
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Aufgrund der Bewegungseinschränkung über der Horizontalen mit einer Abduktion von 120° und 
einer Elevation bis 140° sei eine Integritätsentschädigung entsprechend geschuldet.  
 
5.3 Im Zuge des Einspracheverfahrens holte die Suva erneut eine Stellungnahme bei 
Dr. D.____ betreffend die Integritätsentschädigung ein. Diese führte am 12. Februar 2018 aus, 
dass in der kreisärztlichen Untersuchung vom 28. August 2017 nach Prothesenimplantation so-
wie präoperativ eine deutliche Einschränkung der Beweglichkeit dokumentiert sei. Erfreulicher-
weise habe nach der Prothesenimplantation eine Verbesserung erreicht werden können. Auf der 
Grundlage der präoperativen Funktion mit deutlich eingeschränkter Beweglichkeit sei gemäss 
Tabelle 1 bei einer mässigen Form einer Periarthrosis humeroscapularis, welche dem präopera-
tiven Befund entspreche, ein Integritätsschaden von 10% zu bemessen. Da sowohl prä- als auch 
postoperativ eine Beweglichkeit bis zur Horizontalen möglich gewesen sei, könne nicht von einer 
vollständigen Gebrauchsunfähigkeit der Extremität, vergleichbar mit einer funktionellen Amputa-
tion, und damit von einem Integritätsschaden von 50% ausgegangen werden. Hierzu würde es 
eine vollständige Gebrauchsunfähigkeit des Ellenbogens, der Hand sowie aller Finger benötigen. 
Bei der Beurteilung des Integritätsschadens der Periarthrosis werde von vergleichbarer Schwere 
des Integritätsschadens wie bei einer Omarthrose ausgegangen. Medizintheoretisch hätte es im 
Rahmen einer vollständigen Rotatorenmanschettenruptur künftig zur Entwicklung einer Omarth-
rose kommen können. Gemäss Tabelle 5 wären bei Omarthrosen mässigen Ausmasses 5 bis 
10% und bei schweren Omarthrosen 10 bis 25% geschuldet. Beim hypothetisch eingetretenen 
Krankheitsbild einer Omarthrose erscheine daher der Wert von 10% als Mittelwert zwischen mäs-
sig und schwer gerechtfertigt. Somit sei der Integritätsschaden mit 10% zu bewerten.  
 
5.4 Wie eingangs dargelegt, beantragte die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung 
vom 28. Oktober 2021, die Beschwerde sei in dem Sinne teilweise gutzuheissen, als dem Be-
schwerdeführer eine Integritätsentschädigung entsprechend einem Integritätsschaden von 15% 
zuzusprechen sei. Hierbei verwies sie auf eine Beurteilung von PD Dr. C.____ vom 27. Oktober 
2021. Dieser nahm insbesondere zur Frage Stellung, ob der beim Versicherten vorgenommene 
Gelenkersatz als primäre Endoprothese qualifiziert werden könne. Hierzu verwies er auf die Ta-
belle 5 "Integritätsschaden bei Arthrosen". Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, habe am 14. April 2016 (Suva-act. 63) eine offene Ro-
tatorenmanschettenreinsertionsplastik vorgenommen. Die gemäss Operationsbericht diagnosti-
zierte Rotatorenmanschenettenruptur habe durch den orthopädischen Chirurgen somit eine Re-
konstruktion als primäre operative Therapie erfahren. Bedauerlicherweise habe diese Mass-
nahme zu keinem befriedigenden Erfolg geführt, sodass der Operateur als Grundlage der Indika-
tion für den zweiten Eingriff vom 20. Januar 2017 eine fehlende Rekonstruierbarkeit im Bereich 
der Rotatorenmanschette angebe und als Diagnose eine sekundäre Omarthrose nenne. Der en-
doprothetische Gelenkersatz sei somit unbestreitbar nicht direkt nach dem Unfall eingesetzt wor-
den und sei nicht als primäre Therapie zu verstehen. Als Beispiel für eine primäre Endoprothese 
diene der Fall, bei welchem bei einem eingetretenen Knochenbruch der Versuch einer Wieder-
herstellung der knöchernen Anatomie keine Aussicht auf Erfolg verspreche und der chirurgische 
Gelenkersatz zur primären Behandlung akuter Verletzungsfolgen indiziert sei. Daher würden die 
Spalten 5 (Endoprothesen guter Erfolg) und 6 (Endoprothesen schlechter Erfolg) der Tabelle 5 

 

 
 
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nicht zur Anwendung kommen. Mit der genannten Tabelle 5 sei bei Endoprothesen auf den un-
korrigierten Zustand abzustellen, d.h. auf den Schweregrad der Arthrose vor Prothesenimplanta-
tion. Die Röntgenaufnahmen, die den unkorrigierten Zustand des rechten Schultergelenks abbil-
den würden, würden vom 26. Mai 2016 stammen und seien im Operationsbericht vom 20. Januar 
2017 eingefügt worden. Der entsprechende Radiologe habe im Rahmen des Befunds keine de-
generativen Veränderungen beschrieben. Nach eigener Einsichtnahme könne ein Befund erho-
ben werden, der kaum mehr als einer leichten Omarthrose entspreche. Allerdings ergebe sich im 
Vergleich zu der Aufnahme vom Unfalltag, abgesehen von zwischenzeitlich eingebrachten me-
talldichten Implantaten, keine relevante Befundänderung, sodass hierauf abstützend kein unfall-
bedingter Integritätsschaden zu begründen sei. In Anwendung der Vorgaben in Tabelle 5, derzu-
folge auf den unkorrigierten Zustand abzustellen sei, erscheine es gerechtfertigt, auch die 
präoperativ bestehende Gelenkfunktion zu berücksichtigen. Mit dem jüngsten hierzu verfügbaren 
Befund beschreibe Dr. E.____ anlässlich einer Konsultation vom 22. September 2016 eine aktive 
Elevation und Abduktion von jeweils 90°. Gemäss Tabelle 1 "Integritätsschaden bei Funktions-
störungen an den oberen Extremitäten" werde bei einer Funktion bis zur Horizontalen beweglich 
ein Wert von 15% angegeben. Da in der Schätzung des Integritätsschadens auf den unkorrigier-
ten Zustand vor Implantation einer Endoprothese abzustellen sei, und ein nachfolgend guter oder 
schlechter Erfolg keine Berücksichtigung zu erfahren habe, ergebe sich zwangsläufig, dass all-
fällige Verschlimmerungen diesbezüglich ohne Auswirkungen bleiben würden. 
 
5.5 In einer weiteren Stellungnahme vom 7. März 2022 nahm PD Dr. C.____ zu den Ein-
wänden in der Replik Stellung. Dabei hielt er im Wesentlichen an seinen Schlussfolgerungen fest, 
wonach der vorliegend zur Diskussion stehende Gelenkersatz nicht als primäre Endoprothese zu 
werten sei (vgl. hierzu ausführlich Stellungnahme von PD Dr. C.____ vom 7. März 2022).  
 
6.1 Wie aus dem medizinischen Sachverhalt erhellt, erachtete Dr. D.____ in ihrer Beurtei-
lung vom 28. August 2017 die nach Einsetzung der Prothese unfallbedingt verbliebenen funktio-
nellen Beeinträchtigungen für die Bemessung des Integritätsschadens als massgebend. So führte 
sie an, es sei eine Integritätsentschädigung entsprechend der Bewegungseinschränkung über 
der Horizontalen mit einer Abduktion von 120° und einer Elevation bis 140° geschuldet. Bei einer 
Beweglichkeit bis 30° über der Horizontalen sieht die Tabelle 1 "Integritätsschaden bei Funkti-
onsstörungen an den oberen Extremitäten" eine Integritätseinbusse von 10% vor. In ihrer ergän-
zenden Beurteilung vom 12. Februar 2018 bekräftigte Dr. D.____, dass bei einer mässigen Form 
einer Periarthrosis humeroscapularis, welche dem präoperativen Befund entspreche, ein Integri-
tätsschaden von 10% zu bemessen sei. Entsprechend dem hypothetischen Verlauf einer Omarth-
rose (vgl. E. 5.3 hiervor). Die Beurteilungen von Dr. D.____ stehen zum einen nicht im Einklang 
mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach die Bemessung des Integritätsschadens 
auch bei der Versorgung mit Endoprothesen grundsätzlich nach dem unkorrigierten Zustand zu 
erfolgen hat (vgl. E. 3.3 hiervor). Zum anderen bleibt dabei unberücksichtigt, dass für die Integri-
tätsentschädigung derjenige Zustand massgebend sein soll, der die höhere Schätzung aufweist. 
Dr. D.____ anerkannte zwar unter Hinweis auf die Tabelle 1 eine deutliche präoperative Bewe-
gungseinschränkung (bis zur Horizontalen) (vgl. E. 5.3 hiervor), sie bekräftigte ihre Schlussfolge-
rungen aber ausschliesslich mit dem hypothetisch eingetretenen Krankheitsbild einer Omarthrose 
sowie deren möglichen Entwicklung gemäss Tabelle 5 "Integritätsschaden bei Arthrosen" Spalte 

 

 
 
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2 und 3. Was die Einwände des Beschwerdeführers in seiner Beschwerde bezüglich der Berichte 
von Dr. D.____ anbelangt, ist ihm jedenfalls insoweit beizupflichten, als diese Berichte nicht als 
(alleinige) Beurteilungsgrundlage herangezogen werden können. Dies scheint auch die Be-
schwerdegegnerin erkannt zu haben, weshalb sie weitere Abklärungen bei PD Dr. C.____ vor-
nahm. 
 
6.2 Anders verhält es sich indessen hinsichtlich der Aktenbeurteilung von PD Dr. C.____ 
vom 27. Oktober 2021. Darin setzte sich PD Dr. C.____ mit den wesentlichen medizinischen 
Unterlagen auseinander und vermittelte insgesamt ein vollständiges Bild des Gesundheitszu-
stands des Beschwerdeführers. Anhand eines konkreten Beispiels zeigte er zunächst schlüssig 
die Unterschiede zwischen einer primären Endoprothese und einer Endoprothese als sekundäre 
Option auf. Dabei legte er nachvollziehbar dar, weshalb es sich im vorliegenden Fall nicht um 
eine primäre Endoprothese handelt und die Spalten 5 und 6 der Suva-Tabelle 5 daher nicht zum 
Tragen kommen. Im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 3.3 hiervor) 
erachtete er für die Bemessung der Integritätsentschädigung den unkorrigierten Zustand als mas-
sgebend. Diesbezüglich begründete er unter Verweis auf die dokumentierten Befunde einleuch-
tend, dass er hierfür die präoperativ bestehende Gelenkfunktion als ausschlaggebend erachte, 
da die Omarthrose im präoperativen Zustand (wie aber auch nach Einsetzung des Implantats) 
geringgradig ausgeprägt gewesen sei, weshalb sie keinen Anspruch auf eine Integritätsentschä-
digung zu begründen vermöge. Er trug hierbei auch dem Umstand Rechnung, dass für die Integ-
ritätsentschädigung grundsätzlich der Zustand massgebend sein soll, der die höhere Schätzung 
aufweist. Insgesamt gelangte er überzeugend zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer eine 
Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 15% zustehen soll.  
 
6.3 Zu keinem anderen Ergebnis vermögen die Einwände des Beschwerdeführers zu füh-
ren. Er hält auch nach den erfolgten Beurteilungen durch PD Dr. C.____ an seinem Standpunkt 
fest, wonach für die Anwendung der Spalten 5 und 6 gemäss Tabelle 5 die Prothesen-Versorgung 
an sich ausschlaggebend sei und ihm daher eine Integritätsentschädigung von 20% gestützt auf 
die Spalte 5 (Endoprothesen guter Erfolg, Tabellenwert 15-20%) zustehe. Der Beschwerdeführer 
beanstandet die Höhe der Integritätsentschädigung, ohne näher zu begründen, weshalb die Be-
urteilung von PD Dr. C.____ nicht zutreffen sollte bzw. namentlich ohne seine Ausführungen mit 
fachärztlichen Berichten zu untermauern, welche Hinweise für die Zusprache einer höheren In-
tegritätsentschädigung enthalten würden. Zumal sich auch den übrigen Akten keine Anhalts-
punkte entnehmen lassen, die im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen ein Abwei-
chen von den beweiskräftigen Beurteilungen von PD Dr. C.____ rechtfertigen würden, ist die 
Festsetzung des Integritätsschadens im Umfang von 15% nicht zu beanstanden. In seiner Stel-
lungnahme vom 7. Juni 2022 vertritt der Beschwerdeführer sodann selbst die Auffassung, dass 
für die Beurteilung allein der unkorrigierte medizinische Endzustand massgebend sei. In seiner 
Beschwerde verwies er hierbei noch in Übereinstimmung mit den kreisärztlichen Feststellungen 
auf die Beurteilung von Dr. E.____ vom 22. September 2016, worin dieser eine Schulterbeweg-
lichkeit bis zur Horizontalen (aktive Elevation und Abduktion von jeweils 90°) feststellte. Demge-
genüber erachtet er in seiner Stellungnahme vom 7. Juni 2022 nunmehr den Bericht von Dr. med. 
F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 
21. März 2016 (Suva-act. 69) als relevant. Darin wird festgehalten, dass die passive Bewegung 

 

 
 
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auf 35° Abduktion und 20° Elevation eingeschränkt sei. Wie die Beschwerdegegnerin mit Eingabe 
vom 7. Juli 2022 richtig erkennt, handelt es sich hierbei um die erhobenen Bewegungseinschrän-
kungen am Tag des stattgehabten Unfallereignisses. Diese Werte können für die Integritätsent-
schädigung nicht herangezogen werden. Dessen ungeachtet liegt die durch PD Dr. C.____ aner-
kannte Integritätseinbusse von 15% ohnehin im hierfür vorgesehenen Bemessungsrahmen ge-
mäss Spalte 5 (Endoprothesen guter Erfolg).  
 
7. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Der angefochtene Ein-
spracheentscheid der Suva vom 24. August 2021 ist insoweit zu ändern, als festgestellt wird, 
dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Integritätsentschädigung basierend auf einer In-
tegritätseinbusse von 15% hat.  
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. 
 
8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 3. August 2022 für das vorliegende Verfahren 
einen Zeitaufwand von insgesamt 10 Stunden und 50 Minuten geltend gemacht. Dieser Zeitauf-
wand erweist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als ange-
messen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für 
durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädi-
gen. Ebenfalls nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten Auslagen von Fr. 98.--. Dem 
Beschwerdeführer ist demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'022.40 (10 Stun-
den und 50 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 98.-- und 7,7% Mehrwertsteuer) zu-
lasten der Suva zuzusprechen. 
  

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt vom 
24. August 2021 insoweit abgeändert, als festgestellt wird, dass der Be-
schwerdeführer Anspruch auf eine Integritätsentschädigung basierend 
auf einer Integritätseinbusse von 15% hat.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt hat dem Beschwerde-
führer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'022.40 (inkl. Aus-
lagen und 7,7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen.