# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf367718-0ace-5b04-82e4-880f6391bfd1
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-28
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 28.10.2022 S 2021 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-75_2022-10-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 28. Oktober 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________ 

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2021 75

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Urteil S 2021 75

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1965, meldete sich am 21. April 2013 
unter Hinweis auf einen am 3. Dezember 2012 erlittenen Berufsunfall (Schulterdistorsion 
links mit vollständiger Ruptur der Supraspinatus-Sehne und Ruptur der oberen Anteile der 
Infraspinatus-Sehne [vgl. IV-act. 14]; Schadenmeldung UVG vom 11. Dezember 2012 [IV-
act. 2 S. 125]) erstmals zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-
act. 1). Die IV-Stelle ihrerseits zog die Akten der Suva bei, holte bei den behandelnden 
Ärzten aktuelle Berichte ein und legte das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst 
(RAD) vor (IV-act. 14). Zudem gewährte sie Arbeitsvermittlung und Abklärung der 
beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten (IV-act. 15) und sie kam für die Kosten eines 
Deutschkurses auf (IV-act. 23). Mit Verfügung vom 31. März 2015 lehnte sie den Anspruch 
auf eine Invalidenrente ab. Dabei ging die IV-Stelle davon aus, dass dem Versicherten 
seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Bauarbeiter nicht mehr zumutbar sei, in einer 
angepassten körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit hingegen eine 100%ige 
Arbeitsfähigkeit bestehe (IV-act. 41). 

Nachdem der Versicherte am 7. November 2016 einen weiteren Berufsunfall erlitten hatte 
(irreparable Rotatorenmanschettenruptur mit Implantation einer Schulterprothese links am 
15. Februar 2017 [vgl. IV-act. 46 S. 514 f.]; Schadenmeldung UVG vom 18. November 
2016 [IV-act. 46 S. 487]), meldete er sich am 27. Mai 2017 ein weiteres Mal bei der IV-
Stelle zum Leistungsbezug an (IV-act. 42). Die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 
3. November 2017 ergab auf dem unfallchirurgisch-orthopädischen Fachgebiet eine 
medizinisch-theoretische 100%ige Arbeitsfähigkeit bei Berücksichtigung des formulierten 
Zumutbarkeitsprofils (IV-act. 61 S. 32 ff.). Gestützt darauf lehnte die IV-Stelle den 
Rentenanspruch bei einem errechneten IV-Grad von 7 % mit Verfügung vom 
5. September 2018 ab (IV-act. 89). 

Die bis dato letzte Neuanmeldung datiert vom 20. Juli 2019 und verweist auf 
Herzprobleme (IV-act. 94). Die IV-Stelle holte in der Folge wiederum die aktuellen 
Arztberichte ein, zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei und legte das Dossier 
mehrere Male ihrem RAD-Arzt Dr. med. C.________, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, 
FMH, zur Beurteilung vor (IV-act. 109, 135 und 155). Der RAD-Arzt ging ab dem 
19. Februar 2019 aufgrund der Herzproblematik von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit 
aus. Ab September 2019 nahm er eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit an und ab Mitte Mai 
2020 ging er in einer der kardialen und orthopädischen Problematik angepassten Tätigkeit 
wiederum von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus. Gestützt darauf sprach die IV-Stelle 

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Urteil S 2021 75

dem Versicherten mit Verfügung vom 22. April 2021 eine befristete halbe Rente vom 
1. Februar bis 31. Juli 2020 zu (IV-act. 140 und 156). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 26. Mai 2021 liess A.________ 
beantragen, die Verfügung vom 22. April 2021 sei aufzuheben, es sei ihm eine Rente nach 
Gesetz zuzusprechen und er sei von unabhängiger Stelle medizinisch begutachten zu 
lassen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. 
Materiell beanstandet der Beschwerdeführer im Wesentlichen den Beweiswert der RAD-
Stellungnahme sowie den seitens der IV-Stelle durchgeführten Einkommensvergleich 
(act. 1). 

C. Der mit Verfügung vom 27. Mai 2021 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
wurde vom Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 12. Juli 2021 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 5). 

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 12 und 14). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit 
notwendig – erwägungsweise einzugehen sein.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu: 22. April 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 146 
V 364 E. 7.1).

Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil die angefochtene 
Verfügung vor dem Inkrafttreten dieser IVG-Änderung datiert, finden die bis 31. Dezember 

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Urteil S 2021 75

2021 gültigen Normen des IVG auf den vorliegenden Fall Anwendung und werden in 
dieser Fassung zitiert.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG – Zuständigkeit am Ort 
der IV-Stelle – fraglos gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 22. April 
2021; diese ging am 27. April 2021 beim Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein. In 
Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 26. Mai 2021 der 
Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 
Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Der 
Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. 
Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 

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Urteil S 2021 75

der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich).

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 

3.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen IV-Grades bereits 
einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die versicherte Person 
glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person 
glaubhaft gemachte Veränderung des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat 
demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
vorzugehen. Stellt sie fest, dass der IV-Grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen 
Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr 
eine rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im 
Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 
V 198 E. 3a). Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren – analog 
zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er 
im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden 
hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3).

4.
4.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Beschwerdeführer am 
3. Dezember 2012 und am 7. November 2016 je einen Berufsunfall im Rechtsinne erlitten 

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Urteil S 2021 75

hat und danach unfallkausale Beschwerden aufgetreten sind. Als erstellt gilt sodann, dass 
angesichts der am 15. Februar 2017 erfolgten Implantation einer inversen 
Schulterprothese links eine dauerhafte Minderbelastbarkeit dieses Gelenks besteht und 
dem Beschwerdeführer die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Bauarbeiter nicht mehr 
zumutbar ist. Zwischen den Parteien ebenso unbestritten ist, dass dem Beschwerdeführer 
unfallbedingt Arbeiten auf Dächern/Leitern/Gerüsten, Arbeiten mit Bewegungen des linken 
Schultergelenks über Brusthöhe, Heben und Tragen von Gegenständen über 5 bis 7 kg, 
Arbeiten unter Einwirkung von Schlägen und Vibrationen, Arbeiten unter permanenten 
Rotationsbewegungen des Schultergelenks sowie permanentes Arbeiten in der Kälte nicht 
mehr zumutbar sind. Unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen ist er aus 
unfallchirurgisch-orthopädischer Sicht voll arbeitsfähig (vgl. kreisärztliche 
Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie sowie 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 
7. November 2017 [IV-act. 61 S. 32 ff.]). Angesichts dessen wurde ein Rentenanspruch 
des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 5. September 2018 bei einem errechneten IV-
Grad von 7 % abgewiesen. Unstreitig ist darüber hinaus, dass es in der Folge insofern zu 
einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes kam, als wegen einer kardialen 
Dekompensation seit dem 19. Februar 2019 behandlerseits eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Streitig ist hingegen die Frage, ob die Beschwerde-
gegnerin auf die RAD-Stellungnahme vom 19. November 2020 abstellen und gestützt 
darauf davon ausgehen durfte, dass dem Beschwerdeführer ab Mitte Mai 2020 wieder 
eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit zumutbar gewesen 
wäre. Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bzw. zu 
deren Entwicklung lässt sich den im Rahmen der Neuanmeldung vom 20. Juli 2019 
eingereichten bzw. von der IV-Stelle eingeholten Berichten Folgendes entnehmen:

4.2
4.2.1 Im Februar 2019 stellte sich der Versicherte aufgrund einer schweren 
belastungsabhängigen Dyspnoe auf der Notfallstation des Spitals E.________ vor. Im 
Rahmen dessen wurde die Diagnose einer akuten Herzinsuffizienz NYHA III-IV bei 
dilatativer Kardiomyopathie unklarer Ätiologie gestellt. Die linksventrikuläre 
Ejektionsfraktion (LVEF) des schwer dilatierten linken Ventrikels betrug visuell 20 %. 
Zudem kam der Verdacht einer obstruktiven Pneumopathie auf. Ätiologisch konnte eine 
koronare Herzerkrankung ausgeschlossen werden. In der Folge wurde eine 
Herzinsuffizienztherapie eingeleitet und dem Versicherten behandlerseitig seit dem 
19. Februar 2019 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (IV-act. 96 S. 4 ff.). Unter der 

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Herzinsuffizienztherapie war der Versicherte im Rahmen der Sprechstunde vom 28. März 
2019 beschwerdefrei. Er konnte bis zu einer Stunde laufen. Pektanginöse Beschwerden 
und Dyspnoe wurden nicht angegeben. Das Treppensteigen gelang langsam, schwere 
körperliche Tätigkeiten konnte der Versicherte jedoch nicht mehr ausführen. Die 
Echokardiografie vom 28. März 2019 zeigte hingegen unverändert einen schwer dilatierten 
linken Ventrikel mit schwer eingeschränkter Auswurffraktion (LVEF 19 %). Der Patient war 
zu diesem Zeitpunkt kardiopulmonal kompensiert, NYHA Klasse II. Die 
Herzinsuffizienztherapie wurde in der Folge weiter ausgebaut (IV-act. 96 S. 8 ff.). Der den 
Versicherten behandelnde Arzt, Dr. med. F.________, Oberarzt Kardiologie des Spitals 
E.________, ging prognostisch grundsätzlich von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus, 
dies jedoch maximal für leichte körperliche Tätigkeiten (IV-act. 102 S. 2). Am 9. August 
2019 wurde dem Versicherten ein CRT-D-System implantiert (IV-act. 107 S. 20 f.), wobei 
es in der Folge unter ausgebauter Herzinsuffizienztherapie zu einer leichten Steigerung 
der Leistungsfähigkeit kam. Im Rahmen der Sprechstunde vom 29. August 2019 war der 
Patient kardiopulmonal kompensiert. Die Echokardiografie zeigte eine deutlich bessere 
linksventrikuläre Auswurffraktion (LVEF biplan 29 %). Auch die Dimension des linken 
Ventrikels und der Vorhöfe hatte deutlich abgenommen. Aus Sicht des behandelnden 
Kardiologen war der Verlauf somit sehr erfreulich (IV-act. 107 S. 14 f.). Aufgrund von 
rezidivierenden blutenden Analfissuren erfolgte schliesslich am 13. September 2019 eine 
weitere Operation (IV-act. 107 S. 10 f.), woraufhin sich auch die Analbeschwerden deutlich 
besserten (IV-act. 130 S. 21 f.). Hausarzt Dr. med. G.________, Allgemeine Medizin FMH, 
berichtete am 6. Oktober 2019 über einen aktuell weitgehend kompensierten, 
leistungsmässig aber noch geschwächten Patienten. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als 
Bauarbeiter erachtete er nicht mehr als zumutbar, die Wiederaufnahme einer teilzeitigen 
leichten Arbeit hingegen als möglich (IV-act. 107 S. 1 ff.). 

4.2.2 Am 18. November 2019 nahm RAD-Arzt Dr. C.________ zu den Neuakten 
Stellung. Dabei kam er zum Schluss, dass eine erhebliche und wahrscheinlich dauerhafte 
Minderbelastbarkeit des Herzens bestehe. Die behandlerseitig seit dem 19. Februar 2019 
attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit bezogen auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei 
nachvollziehbar. Vorbehältlich eines komplikationslosen Verlaufs wäre zwischenzeitlich in 
einer angepassten, körperlich maximal leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit 
überwiegendem Sitzanteil und ohne Hebe-/Tragbelastungen von mehr als 5 kg zumindest 
eine Teilarbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 50 % zu erwarten mit einer weiteren 
Steigerung je nach Verlauf. RAD-Arzt Dr. C.________ empfiehl die Prüfung/Initiierung 
beruflicher Massnahmen (Arbeitsvermittlung) auf vorstehender Basis (IV-act. 109). 

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4.2.3 In der Folge fanden regelmässige Gespräche mit der Eingliederungsberaterin 
statt, wobei der Versicherte stets über die beruflichen Eingliederungsmassnahmen im 
geschützten Rahmen informiert wurde. Diese lehnte der Versicherte jedoch jedes Mal ab, 
da er sich gesundheitlich noch nicht in der Lage fühlte und ihm fortlaufend eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Am 6. Oktober 2020 fand ein weiteres (Schluss-
)Gespräch statt, anlässlich dessen sich der Versicherte für den Fallabschluss mit 
anschliessender Prüfung eines allfälligen IV-Rentenanspruchs entschied. Daraufhin 
wurden die Bemühungen der Eingliederungsberaterin eingestellt (IV-act. 127). 

4.2.4 Wie dem Sprechstundenbericht des Spitals E.________ vom 11. November 2019 
entnommen werden kann, konnte der Versicherte von der CRT-D-Implantation profitieren. 
Er fühlte sich anlässlich der Sprechstunde vom 7. November 2019 etwas besser 
leistungsfähig, obwohl er beim Treppenlaufen oder längeren Strecken bergauf Gehen 
weiterhin eine Dyspnoe verspürte, entsprechend einer NYHA-Klasse II (IV-act. 130 S. 19 
f.). In der nächsten Sprechstunde vom 29. November 2019 zeigte sich der klinische 
Verlauf stabil. Der Patient plante, nach Spanien zu fliegen, um seine Familie zu besuchen 
(IV-act. 130 S. 15 f.). Der behandelnde Kardiologe erachtete am 7. Oktober 2020 eine 
leichte körperliche Arbeit wahrscheinlich zu 100 % (Beginn mit 50 %) als zumutbar (IV-
act. 132 S. 47 ff.). Im Rahmen der klinischen Verlaufskontrolle vom 6. Februar 2020 wurde 
über einen aus kardialer Sicht beschwerdefreien Verlauf berichtet bei gleichzeitig 
unveränderter Dyspnoe NYHA II (IV-act. 130 S. 11 f.). 

4.2.5 In der Folge gab die Krankentaggeldversicherung Helsana beim Medizinischen 
Zentrum Römerhof (nachfolgend MZR) eine orthopädische sowie internistische (inkl. 
kardiologischer Untersuchung) Begutachtung in Auftrag. 

4.2.5.1 Die orthopädische Untersuchung fand am 18. Februar 2020 durch Dr. med. 
H.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, statt. Als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde 
im entsprechenden Teilgutachten vom 24. März 2020 eine Bewegungs- und 
Belastungseinschränkung der linken Schulter und eine Deltamuskelatrophie genannt. 
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erachtete Dr. H.________ den Zustand nach 
Epicondylopathia humeri ulnaris links (Erstdiagnose Januar 2019). Der Sachverständige 
erachtete eine angepasste Tätigkeit – leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten 
ohne Arbeiten in der Horizontale und Überkopf – als vollschichtig durchführbar. Die 

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Arbeitsfähigkeit schätzte er daher seit dem 1. Januar 2018 bis auf weiteres mit 100 % ein 
(IV-act. 132 S. 66.). 

4.2.5.2 Im internistischen Teilgutachten vom 24. März 2020 wurden die Ergebnisse der 
am 12. Februar 2020 durch Dr. med. I.________, Facharzt für Innere Medizin FMH, 
durchgeführten internistischen sowie der am 21. Februar 2020 durch Dr. med. 
J.________, Fachärztin FMH Kardiologie und Innere Medizin, durchgeführten 
kardiologischen Untersuchung festgehalten. Als Diagnosen mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit wurden ein Status nach idiopathischer dilatativer Kardiomyopathie und 
eine Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) genannt. Beurteilend wurde ausgeführt, dass aus 
kardialer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Bei der aktuellen 
Untersuchung hätten sich keine klinischen Zeichen einer Herzinsuffizienz gezeigt. Das NT-
proBNP habe sich normalisiert. Kardial gehe es dem Versicherten viel besser. Im TTE 
vom 20. Februar 2020 habe die EF 44 % betragen, dies im Vergleich zum TTE vom 
August 2019 mit einer EF von 29 %. In der aktuellen Ergometrie habe der Versicherte 122 
Watt geleistet, was ihn für leichte körperliche Tätigkeiten qualifiziere. Dieser Befund 
ergebe eine deutlich verbesserte Beurteilung als im ärztlichen Zwischenbericht von 
Dr. F.________ vom 7. Januar 2020, wo eine schwer verminderte körperliche 
Leistungsfähigkeit im Rahmen der Herzinsuffizienz beurteilt worden sei. Die nun 
vorhandene Anpassungsstörung sei neu und deshalb in den Akten nicht erwähnt. 
Aufgrund der Anpassungsstörung fühle sich der Versicherte arbeitsunfähig. Um die 
Kondition zu verbessern, wäre eine Rehabilitation des Patienten von Nutzen. Im Rahmen 
dieser Rehabilitation sollte auch die Anpassungsstörung psychotherapeutisch behandelt 
werden. Für die Tätigkeit als Bauarbeiter attestierte der Sachverständige dem 
Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Februar 2019. Die Frage nach der 
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit konnte nicht beantwortet werden, da hierfür 
zuerst die kardiale Rehabilitation durchgeführt werden müsse (IV-act. 132 S. 83 ff.). 

4.2.6 Am 11. Mai 2020 fand eine weitere CRT-D-Kontrolle und eine Echokardiografie 
statt. Die Echokardiografie zeigte dabei einen dilatierten linken Ventrikel mit mittelschwer 
eingeschränkter Auswurffraktion (LVEF biplan 39 %). Die klinische Situation wurde als 
stabil bezeichnet (IV-act. 132 S. 113 f.).  

4.2.7 In viszeralchirurgischer Hinsicht musste am 13. März 2020 bei fehlender 
Abheilung der Analfissur und noch leichten Restbeschwerden eine weitere Operation 
durchgeführt werden (IV-act. 130 S. 7 f.). Der intra- und postoperative Verlauf gestaltete 

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komplikationslos. Während des gesamten Aufenthalts im Spital E.________ zeigte sich 
der Patient afebril und schmerzfrei, sodass er am 15. März 2020 in gutem 
Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden konnte (IV-act. 130 S. 4 f.). Im Rahmen 
der Sprechstunde vom 6. Mai 2020 hatte der Versicherte keinerlei Beschwerden mehr. Mit 
dem Verlauf war er sehr zufrieden. Bei nun endlich abgeheilter Wunde konnte die 
Behandlung abgeschlossen werden (IV-act. 130 S. 2 f.). 

4.2.8 Am 19. November 2020 nahm Dr. C.________ ein weiteres Mal Stellung und 
führte beurteilend aus, dass unter der etablierten Herzinsuffizienzbehandlung eine 
kontinuierliche Besserung mit deutlich verbesserter linksventrikulärer Pumpfunktion (19, 
29, 39 und 44 %) eingetreten sei. Weder die chronische Analfissur/Hämorrhoiden noch die 
vom internistischen Gutachter gestellte Diagnose einer Anpassungsstörung vermöchten 
eine länger andauernde oder gar dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer 
der somatischen Problematik angepassten Tätigkeit zu begründen. Die kardiale 
Problematik habe zu einer vorübergehend höhergradigen Arbeitsunfähigkeit auch bezogen 
auf eine der Schulterproblematik angepassten Tätigkeit geführt. Seit dem 19. Februar 
2019 habe deswegen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab September 2019 
wäre eine 50%ige (Begründung: 29. August 2019 NYHA Klasse II und LVEF biplan 29 %) 
und ab Mitte Mai 2020 wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Begründung: 11. Mai 2020 
klinisch stabil und LVEF biplan 39 %) in einer angepassten Tätigkeit zumutbar gewesen. 
Das ergonomische Profil wurde wie folgt definiert: körperlich leichte, wechselbelastende 
Tätigkeiten (mit anfänglich höhergradigerem Sitzanteil), ohne Hebe-/Tragbelastungen über 
3 bis 5 kg bzw. im Verlauf 10 kg bis Hüfthöhe und 5 kg bis Brusthöhe (linksseitig), ohne 
Arbeiten Überkopf/in ständiger Armvorhalte linksseitig, ohne Besteigen von 
Leitern/Gerüsten, ohne Schläge/Vibrationen auf das linke Schultergelenk und ohne 
Kälte/Nässeexposition (IV-act. 135). 

4.2.9 Mit Eingabe vom 8. März 2021 liess der Versicherte der IV-Stelle den 
Sprechstundenbericht von Dr. F.________ vom 26. Februar 2021 zukommen. Darin wird 
über einen stabilen Verlauf und eine unveränderte Belastungsdyspnoe NYHA II berichtet. 
Gleichzeitig ist von einer schnellen Erdmüdbarkeit im Alltag die Rede. Die am 24. Februar 
2021 durchgeführte Echokardiografie ergab im Vergleich zur Voruntersuchung 
unveränderte Befunde (LVEF biplan 39 %). Der behandelnde Kardiologe führte 
beurteilend aus, dass die linksventrikuläre Auswurffraktion weiterhin knapp mittelschwer 
eingeschränkt sei. Dies widerspiegle sich auch im Alltag des Patienten, wo eine 
Belastungsdyspnoe NYHA II vorliege. Leichte körperliche Tätigkeiten könne der Patient 

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ausführen. Sobald schwerere Tätigkeiten anfallen würden, fehle es ihm 
verständlicherweise an der Ausdauer. Er halte weiterhin an seiner initialen Einschätzung 
fest, dass der Patient maximal für leichte körperliche Tätigkeiten im beruflichen Umfeld 
eingesetzt werden könne. Seine Arbeitsfähigkeit sei selbstverständlich in den gesamten 
psychosozialen Kontext zu stellen. Aufgrund der kardialen Situation und der notwendigen 
medikamentösen Therapie sei nicht nur die maximale Leistungsfähigkeit eingeschränkt, 
sondern auch die Ausdauerfähigkeit. Es sei wohlbekannt, dass eine Herzinsuffizienz 
häufig im Kontext mit einer schnelleren Ermüdbarkeit (auch geistig) vorkomme. Die 
durchgeführte Ergometrie sei nur ein kleiner Baustein im Gesamtkonzept. Die erreichte 
Leistung entspreche umgerechnet 5 metabolischen Äquivalenten, was in etwa gleich zu 
setzen sei mit langsamem Radfahren. Schwere körperliche Arbeit, wie beispielsweise als 
Maurer oder als Bauarbeiter setze eine deutlich höhere Leistung voraus, diese liege bei 
umgerechnet 8 bis 9 metabolischen Äquivalenten. Die Leistungsfähigkeit des Patienten sei 
somit schwer eingeschränkt. Doktor F.________ erachtete ein Arbeitspensum von 60 % 
als zumutbar (IV-act. 154). 

4.2.10 Am 15. März 2021 nahm wiederum RAD-Arzt Dr. C.________ Stellung und führte 
u.a. aus, dass der behandelnde Kardiologe mit Arztbericht vom 7. Januar 2020 noch von 
einer wahrscheinlich zu erreichenden Arbeitsfähigkeit von 100% in einer körperlich 
leichten Tätigkeit ausgegangen sei. Der Versicherte habe anlässlich der ergometrischen 
Untersuchung vom 20. Februar 2020 122 Watt geleistet, wobei die Ergometrie nur ein 
Puzzle-TeiI zur Einschätzung der kardialen Belastbarkeit darstelle. Gemäss den Leitlinien 
für die sozialmedizinische Begutachtung der Deutschen Rentenversicherung lasse eine 
ergometrische Maximalbelastbarkeit von 50 bis 75 Watt bzw. eine mittelschwer einge-
schränkte linksventrikuläre Funktion noch eine leichte körperliche Tätigkeit zu, was auch 
für das NYHA- bzw. CCS-Stadium II gelte. Von Dr. F.________ sei bezugnehmend auf die 
ergometrischen Ergebnisse auf eine umgerechnet ca. 5 metabolischen Äquivalenten 
(METs) entsprechende Leistung geschlossen worden, was in etwa leichtem Radfahren 
gleichzusetzen sei. Dem gleichzusetzen sei Gehen mit 6 bis 7 km/h, Rasenmähen, 
Unkraut jäten etc. Die 5 METs entsprächen somit einer mittelgradigen Einschränkung, 
welche nur noch ruhige Arbeiten möglich machten, dies abweichend von der 
behandlerseitig postulierten schweren Einschränkung, welche nur noch körperlich 
leichteste, sitzende Tätigkeiten möglich mache. Insgesamt könnten den Neuakten klinisch 
befundlich keine Informationen entnommen werden, welche eine abweichende Beurteilung 
der vollen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten Tätigkeit mit hohem Sitzanteil zu 
begründen vermöchten (IV-act. 155).

12

Urteil S 2021 75

5.
5.1 Die Beschwerdegegnerin stellt zur Beurteilung des neuerlichen Leistungsgesuchs 
im Wesentlichen auf die Stellungnahme des RAD vom 19. November 2020 ab, wonach 
der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit ab Mitte Mai 2020 zu 100 % 
arbeitsfähig ist, ihm mithin lediglich ein befristeter Anspruch auf eine halbe Rente vom 
1. Februar bis 31. Juli 2020 zusteht (Bf-act. 2). Demgegenüber stellt sich der 
Beschwerdeführer auf den Standpunkt, der RAD-Beurteilung könne in dieser Hinsicht nicht 
gefolgt werden, da der behandelnde Kardiologe in Abweichung davon von einer bloss 
60%igen Arbeitsfähigkeit ausgehe (act. 1). 

5.2 Einleitend ist darauf hinzuweisen, dass es grundsätzlich zulässig ist, im 
Wesentlichen oder sogar ausschliesslich gestützt auf intern eingeholte medizinische 
Unterlagen zu entscheiden. In solchen Fällen sind jedoch strenge Anforderungen an die 
Beweiswürdigung in diesem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen sind (BGer 9C_341/2007 vom 16. November 2007 E. 4.1 mit Hinweis auf 
BGE 122 V 157 E. 1d). Wie nachfolgend noch aufzuzeigen sein wird, bestehen vorliegend 
für das Gericht jedoch gerade keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
RAD-Beurteilung. Vorweg ist dabei festzustellen, dass RAD-Arzt Dr. C.________ 
mehrmals und zwar am 18. November 2019 (IV-act. 109), am 19. November 2020 (IV-
act. 135) und am 15. März 2021 (IV-act. 155) zu den jeweils neu vorliegenden 
medizinischen Unterlagen Stellung genommen hat. Dabei hat er sehr ausführlich und 
nachvollziehbar begründet, weshalb in einer körperlich leichten Tätigkeit mit hohem 
Sitzanteil eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit besteht. 

5.2.1 Im Vergleich zur letzten rechtskräftigen Verfügung aus dem Jahr 2018 ist eine 
dilatative Kardiomyopathie unklarer Ätiologie ausgewiesen, die eine erhebliche 
Minderbelastbarkeit des Herzens zur Folge hat. Damit ist eine seit der Rentenablehnung 
im Jahr 2018 eingetretene Verschlimmerung des Gesundheitszustandes des 
Beschwerdeführers dargetan, weshalb die für die Prüfung der Neuanmeldung erforderliche 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen ist. Dies anerkannte auch 
RAD-Arzt Dr. C.________, indem er die behandlerseitig seit dem 19. Februar 2019 
attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit als nachvollziehbar erachtete und das 
ergonomische Profil dahingehend anpasste, als nur noch körperlich maximal leichte, 
wechselbelastende Tätigkeiten mit überwiegendem Sitzanteil zumutbar sind (vgl. IV-

13

Urteil S 2021 75

act. 109 S. 2). Der Verlauf zeigte sich in der Folge insofern erfreulich, als sich die 
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers nach der Implantation eines CRT-D-Systems 
vom 9. August 2019 leicht steigerte und die Echokardiografie am 29. August 2019 eine 
deutlich bessere linksventrikuläre Auswurffraktion (LVEF 29 %) im Unterschied zum TTE 
vom 21. Februar 2019 (LVEF 20 %; vgl. IV-act. 96 S. 7) bzw. 28. März 2019 (LVEF 19 %; 
vgl. IV-act. 96 S. 9) zeigte. Auch die Dimension des linken Ventrikels und der Vorhöfe 
nahm deutlich ab, sodass der behandelnde Kardiologe den Verlauf anlässlich der 
Sprechstunde vom 29. August 2019 als erfreulich und die klinische Situation als stabil 
bezeichnete (vgl. IV-act. 107 S. 14 f.). Entsprechend ist eine Verbesserung des 
kardiologischen Gesundheitszustandes per Ende August 2019 ausgewiesen, sodass es 
nachvollziehbar erscheint, wenn RAD-Arzt Dr. C.________ ab September 2019 nurmehr 
von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ausgeht. Hierfür spricht auch der Umstand, dass der 
behandelnde Kardiologe bereits vor der Operation eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in 
körperlich maximal leichter, sitzender Tätigkeit mit guter Prognose angenommen hat (vgl. 
IV-act. 102 S. 4). In der Folge zeigte sich aus kardialer Sicht ein stabiler, beschwerdefreier 
Verlauf (vgl. IV-act. 130 S. 12 und 16). Von einer deutlichen Verbesserung der kardialen 
Situation ist schliesslich im kardiologischen Bericht vom 21. Februar 2020 bzw. im 
internistischen Teilgutachten vom 24. März 2020 je zuhanden des MZR die Rede. Bei der 
Untersuchung vom 20. Februar 2020 ergaben sich keine klinischen Zeichen einer 
Herzinsuffizienz, das NT-proBNP hatte sich normalisiert und auch die Echokardiografie 
zeigte eine deutliche Besserung (LVEF 44 %), dies im Unterschied zur Echokardiografie 
von August 2019 mit einer LVEF von 29 % (vgl. IV-act. 132 S. 95 ff. und 102). Mit dem 
RAD-Arzt ist somit von einer kontinuierlichen Besserung der kardialen Problematik 
auszugehen. Auch Mitte Mai 2020 präsentierte sich die klinische Situation weiterhin stabil, 
auch wenn die LVEF lediglich noch 39 % betrug (vgl. IV-act. 132 S. 113 f.). Angesichts der 
stabilen klinischen Situation und der gegenüber August 2019 deutlich verbesserten 
linksventrikulären Pumpfunktion erscheint eine spätestens ab Mitte Mai 2020 
ausgewiesene erneute Verbesserung des Gesundheitszustandes mit einer damit 
einhergehenden 100%igen Arbeitsfähigkeit als nachvollziehbar.

5.2.2 Daran vermag auch der Sprechstundenbericht von Dr. F.________ vom 
26. Februar 2021 (IV-act. 154) nichts zu ändern. Wie sich aus dem genannten Bericht 
ergibt, stimmen der behandelnde Kardiologe und der RAD-Arzt darin überein, dass dem 
Beschwerdeführer nur noch leichte körperliche Tätigkeiten zumutbar sind. Dabei trifft es 
zwar zu, dass Dr. F.________ die Arbeitsfähigkeit in einer solch angepassten Tätigkeit in 
Abweichung zu Dr. C.________ auf 60 % einschätzt. Eine Begründung, weshalb er in 

14

Urteil S 2021 75

Abweichung zu seinem vorangegangenen Bericht vom 7. Januar 2020 (IV-act. 132 S. 47 
ff.) – zum damaligen Zeitpunkt ging der behandelnde Kardiologe noch von einer 
wahrscheinlich zu erreichenden 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leichten körperlichen 
Tätigkeit aus – nun dennoch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit annimmt, sucht man 
im Sprechstundenbericht vom 26. Februar 2021 hingegen vergebens ebenso wie ein 
Hinweis auf eine im Unterschied zum vorangegangenen Bericht eingetretene 
Verschlechterung des kardialen Gesundheitszustandes. Demgegenüber erwähnt 
Dr. F.________ explizit psychosoziale Faktoren und führt aus, dass die Arbeitsfähigkeit in 
den gesamten psychosozialen Kontext zu stellen sei. Angesichts dessen ist mit der 
Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass die Differenz seiner ursprünglichen 
Einschätzung der vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit zu den im Nachhinein geschätzten 
60 % auf den von ihm explizit erwähnten psychosozialen Faktoren beruht, die indes nicht 
von Relevanz sind. Nach dem soeben Ausgeführten sind die nicht weiter begründeten 
Ausführungen von Dr. F.________, auch wenn es sich bei ihm um einen Fach- und 
Oberarzt handelt, nicht geeignet, die RAD-Beurteilung in Zweifel zu ziehen, erscheinen sie 
doch schlicht nicht nachvollziehbar. Dies wird dadurch verstärkt, dass der behandelnde 
Kardiologe bereits vor der Operation vom 9. August 2019 von einer 50%igen 
Arbeitsfähigkeit ausgegangen ist (vgl. IV-act. 102 S. 4) – notabene zu einem Zeitpunkt als 
die LVEF unbestrittenermassen noch schwer eingeschränkt war – und seither 
ausgewiesenermassen eine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes 
eingetreten ist, sodass selbst der behandelnde Arzt von einem stabilen Verlauf spricht. 
Nicht unberücksichtigt bleiben darf im Weiteren, dass die nicht weiter begründete und in 
Abweichung zu seinem vorangegangenen Bericht stehende Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit nach Erlass des Vorbescheids erging, mithin zu einem Zeitpunkt als der 
Kardiologe bereits Kenntnis von der Annahme der IV-Stelle einer 100%igen 
Arbeitsfähigkeit ab Mitte Mai 2020 hatte. Überdies ist gestützt auf die höchstrichterliche 
Rechtsprechung der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte in 
Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen. 

5.2.3 Soweit sich der Beschwerdeführer sodann auf den Standpunkt stellt, der RAD sei 
bei seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht von den aktuellsten Herzwerten 
ausgegangen, geht er fehl. Bei der Untersuchung durch Dr. F.________ vom 24. Februar 
2021 wurde ein EF-Wert von 39 % gemessen (vgl. IV-act. 154 S 2). Damit weicht der 
zuletzt gemessene Wert zwar geringgradig ab von den im Februar 2020 gemessenen 
44 % (vgl. IV-act. 132 S. 102). Der Beschwerdeführer scheint aber zu übersehen, dass der 
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr. C.________ ab Mitte Mai 2020 ein EF-Wert von 

15

Urteil S 2021 75

ebenfalls 39 % zu Grunde lag (vgl. IV-act. 135 S. 2 unten), wurde dieser Wert doch bereits 
im Rahmen der am 11. Mai 2020 durchgeführten Echokardiografie gemessen (vgl. IV-
act. 132 S. 113). Doktor C.________ ging in seiner Beurteilung somit von den gleichen 
EF-Werten wie Dr. F.________ aus. Nachdem sich der EF-Wert in der Zeitspanne von 
Februar 2020 bis Februar 2021 lediglich zwischen 39 und 44 % bewegte und gewisse 
Schwankungen und auch geringgradige Messungenauigkeiten im Bereich der 
Echokardiografie durchaus normal sind, kann der Beschwerdeführer aus den neusten 
Resultaten von Februar 2021 nichts zu seinen Gunsten ableiten. Vielmehr ist noch einmal 
in Erinnerung zu rufen, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers weitgehend 
als stabil bezeichnet wird. Wie der RAD-Arzt mit Stellungnahme vom 15. März 2021 
sodann zutreffend darauf hingewiesen hat, lässt eine mittelschwer eingeschränkte 
linksventrikuläre Funktion (echokardiografisch gemessene Ruhe-EF von 30–44 %, in casu 
39 %) gemäss den Leitlinien für die sozialmedizinische Begutachtung der Deutschen 
Rentenversicherung noch eine leichte körperliche Tätigkeit zu. Dies gilt auch für das 
NYHA-Stadium II (vgl. Leitlinien für die sozialmedizinische Begutachtung, 
Sozialmedizinische Beurteilung von Menschen mit koronarer Herzkrankheit, Stand: 
November 2015, S. 31). Die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr. C.________ steht somit 
auch im Einklang mit der zitierten Leitlinie. 

Ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer aus dem 
Umstand, dass er anlässlich der Untersuchung im MZR im Februar 2020 auf dem 
Ergometer unverändert 122 Watt geleistet hat, wie bereits im Mai 2019 und dies trotz 
Optimierung der Herzinsuffizienz-Therapie, der CRT-D-Implantation und einer damit 
verbundenen deutlichen Besserung der LVEF. Zu berücksichtigen ist, dass dieses 
Missverhältnis durch die begutachtende Kardiologin mit der Inaktivität bzw. 
Dekonditionierung des Beschwerdeführers erklärt werden konnte (vgl. IV-act. 132 S. 102), 
sodass sich weitere Ausführungen hierzu erübrigen. 

5.2.4 Des Weiteren kann die Beurteilung von Dr. C.________ auch nicht mit der 
Begründung, es handle sich bei diesem um keinen Kardiologen und eine persönliche 
Untersuchung habe ebenfalls nicht stattgefunden, diskreditiert werden. Zu berücksichtigen 
ist, dass es sich bei Dr. C.________ um einen RAD-Arzt mit langjähriger Erfahrung 
handelt, dem ja gerade sämtliche Berichte aus orthopädischer und kardiologischer 
Hinsicht vorlagen. Er konnte sich somit auf fachärztliche Berichte abstützen und tat dies 
denn auch. Sowohl in orthopädischer als auch in kardiologischer Hinsicht standen die 
medizinischen Diagnosen fest, sodass es bei seiner Beurteilung im Wesentlichen nur noch 

16

Urteil S 2021 75

um die Beurteilung der funktionellen Auswirkungen der medizinischen feststehenden 
Diagnosen ging. Dementsprechend kann der Beschwerdeführer aus der Tatsache, dass 
Dr. C.________ "nur" Facharzt für Allgemeine Innere Medizin ist, nichts zu seinen 
Gunsten ableiten, zumal selbst der behandelnde Kardiologe in früheren Berichten 
wiederholt von einer vollen Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten ausgegangen 
ist und Dr. C.________ in seiner Stellungnahme vom 15. März 2021 nachvollziehbar 
dargelegt hat, weshalb der nicht weiter begründeten neusten Arbeitsfähigkeitsbeurteilung 
des behandelnden Kardiologen nicht gefolgt werden kann. Indem sich Dr. C.________ auf 
die vorhandenen Dokumente abstützen konnte und er seine Stellungnahme offensichtlich 
in Kenntnis sämtlicher vorliegender medizinischer Berichte abgegeben hat, erscheint auch 
eine persönliche Untersuchung durch ihn als unnötig. Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung können auch nicht auf eigenen Untersuchungen beruhende Berichte und 
Stellungnahmen der RAD-Ärzte beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt 
und es im Wesentlichen nur um die Beurteilung eines an sich feststehenden 
medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte fachärztliche Befassung mit der 
versicherten Person in den Hintergrund rückt (BGer 9C_25/2015 vom 1. Mai 2015 E. 4.1), 
was vorliegend klarerweise der Fall ist.

5.2.5 Darüber hinaus sind – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – auch 
die Erkenntnisse der beruflichen Eingliederung nicht geeignet, die vom RAD 
angenommene vollschichtige Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte, leidensangepasste 
Tätigkeiten infrage zu stellen. Wie sich aus dem Verlaufsprotokoll der 
Eingliederungsberaterin vom 6. Oktober 2020 (IV-act. 127) ergibt, wären seitens der IV-
Stelle eigentlich berufliche Eingliederungsmassnahmen im geschützten Rahmen geplant 
gewesen. Stattdessen fanden jedoch lediglich mehrere Gespräche mit dem Versicherten 
statt. Wie die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Vernehmlassung zutreffend darauf 
hingewiesen hat, ist dies indes nicht auf ein Scheitern der beruflichen 
Eingliederungsbemühungen aus gesundheitlichen Gründen zurückzuführen, sondern 
vielmehr auf den Entschluss des Beschwerdeführers, die berufliche Eingliederung 
abzuschliessen noch bevor es überhaupt zu einem Versuch der beruflichen Eingliederung 
im geschützten Rahmen kam und den Rentenanspruch zu prüfen. Eigentliche berufliche 
Eingliederungsmassnahmen, deren Resultate allenfalls geeignet gewesen wären, die 
RAD-seitige Stellungnahme in Zweifel zu ziehen, sind vorliegend somit gar nicht 
aktenkundig. Ergänzend ist in diesem Zusammenhang zudem darauf hinzuweisen, dass 
die Arbeitsfähigkeit rechtsprechungsgemäss primär gestützt auf ärztliche Befunde zu den 

17

Urteil S 2021 75

gesundheitlichen Beeinträchtigungen und den daraus folgenden körperlich-funktionellen 
Belastbarkeitsgrenzen festzulegen ist (BGer 9C_187/2018 vom 18. Mai 2018 E. 3.2).

5.2.6 Zu guter Letzt kann der Beschwerdeführer auch aus dem Hinweis, im Gutachten 
des MZR sei neben der Kardiomyopathie auch noch eine Anpassungsstörung 
diagnostiziert worden, die von der IV-Stelle nicht weiter abgeklärt worden sei, nichts zu 
seinen Gunsten ableiten. Es trifft zwar zu, dass im internistischen Teilgutachten unter den 
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) 
erwähnt wurde (IV-act. 132 S. 96). Zudem ist dem Beschwerdeführer unter Hinweis auf 
das von ihm in diesem Zusammenhang zitierte Bundesgerichtsurteil Recht zu geben, dass 
sich die Verwaltung nicht allein unter Verweis auf eine fehlende Behandlung von ihrer 
Pflicht zur sorgfältigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts (vgl. Art. 43 Abs. 1 
ATSG) befreien kann (vgl. BGer 8C_414/2019 vom 25. September 2019 E. 5.2.2). Wie die 
Beschwerdegegnerin jedoch zutreffend darauf hingewiesen hat, gilt dies nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur dann, wenn eine fachärztlich gestellte Diagnose 
aktenkundig ist. Daran fehlt es im vorliegenden Fall aber gerade, wurde die Diagnose der 
Anpassungsstörung doch von Dr. I.________ gestellt, der als Allgemeininternist nicht zur 
Stellung einer psychiatrischen Störung befugt ist. Dementsprechend lässt sich auch eine 
eigentliche Herleitung der psychiatrischen Diagnose dem internistischen Teilgutachten 
nicht entnehmen. Ebenso wenig geht aus dem genannten Gutachten hervor, inwiefern die 
gestellte Diagnose der Anpassungsstörung die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers 
zu beeinflussen vermag. Vielmehr wird in diesem Zusammenhang lediglich erwähnt, dass 
sich der Beschwerdeführer aufgrund der Anpassungsstörung arbeitsunfähig fühle (vgl. IV-
act. 132 S. 96). Weiter ist in die Würdigung miteinzubeziehen, dass abgesehen von der 
internistischen Begutachtung eine psychische Störung des Beschwerdeführers nie Thema 
war. Aktenkundig sind denn auch ausschliesslich Berichte somatisch behandelnder Ärzte, 
während die im Rahmen der Neuanmeldung eingereichten bzw. von der IV-Stelle 
eingeholten medizinischen Unterlagen keinerlei Anhaltspunkte für ein psychisches 
Geschehen enthalten. Insbesondere ist auch in den der Begutachtung folgenden 
Berichten von keinerlei psychiatrischer Gesundheitsproblematik die Rede (vgl. IV-act. 132 
S. 115, 134, 144 und 154). Dementsprechend wurde im Nachgang zur Begutachtung beim 
MZR auch keine psychotherapeutische Behandlung in die Wege geleitet. Zu guter Letzt 
wies der zum damaligen Zeitpunkt bereits vertretene Beschwerdeführer auch nach Erlass 
des Vorbescheids nicht darauf hin, dass er zusätzlich zur orthopädischen und kardialen 
Gesundheitsproblematik auch noch an einer psychiatrischen Diagnose leide und 
diesbezüglich ein Abklärungsbedarf bestehe. Vielmehr begründete er seinen mit 

18

Urteil S 2021 75

Schreiben vom 8. März 2021 gestellten Antrag auf eine verwaltungsexterne Begutachtung 
mit dem neu aufgelegten Sprechstundenbericht von Dr. F.________ vom 26. Februar 
2021 und dem sich daraus ergebenden Abklärungsbedarf in kardiologischer Hinsicht (vgl. 
IV-act. 153). Hat die Beschwerdegegnerin bei dieser Sachlage in psychiatrischer Hinsicht 
keine weitergehenden Abklärungen lanciert, ist ihr dies nach dem Gesagten nicht 
vorzuhalten und es liegt keine Verletzung der Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 
Abs. 1 ATSG vor. In den Akten gibt es jedenfalls keinerlei Anhaltspunkte für einen 
invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden. 

5.3 Nach dem Dargelegten kann somit festgehalten werden, dass die 
Beschwerdegegnerin gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. C.________ ab 
September 2019 von einer 50%igen und ab Mitte Mai 2020 wieder von einer vollen 
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit des Beschwerdeführers ausgehen 
durfte. Sowohl die Einwände des Beschwerdeführers als auch die in den Akten liegenden 
Arztberichte führen jedenfalls nicht dazu, dass auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der RAD-Beurteilung erweckt wurden und nicht darauf 
abgestellt werden konnte, sondern die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen hätte 
durchführen müssen.

6. Ausgehend von der zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50 % bzw. 100 % in einer 
angepassten Tätigkeit ist der IV-Grad im Folgenden mittels Einkommensvergleichs zu 
bestimmen. 

6.1 Die Beschwerdegegnerin berechnete gestützt auf den Einkommensvergleich aus 
dem Jahr 2018 (IV-act. 80) ein an die Nominallohnerhöhung per 2020 angepasstes, 
hypothetisches Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 67'488.– (vgl. IV-act. 137). Die 
Berechnung ist nachvollziehbar und wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten, 
weshalb vorliegend darauf abzustellen ist. 

6.2
6.2.1 Das Invalideneinkommen ermittelte die Beschwerdegegnerin gestützt auf die 
Tabellenlöhne der LSE 2018. Dabei ging sie vom Durchschnittslohn der Männer, Tabelle 
TA1, ganzer privater Sektor, Kompetenzniveau 1 aus. Bei einer durchschnittlichen 
Arbeitszeit von wöchentlich 41,7 Stunden und angepasst an die Nominallohnentwicklung 
sowie unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs in der Höhe von 10 % ergab 

19

Urteil S 2021 75

sich bei einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ein Invalideneinkommen von Fr. 30'933.– bzw. bei 
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ein solches von Fr. 61'867.– (vgl. IV-act. 137).

6.2.2 Diesbezüglich rügt der Beschwerdeführer, es sei anstatt auf den Medianwert auf 
das unterste Quartil der LSE abzustellen. Dies entspreche einer Reduktion des 
Lohnniveaus von durchschnittlich 15 %, weshalb von den Tabellenlöhnen der LSE vorweg 
ein leidensbedingter Abzug von 15 % zu veranschlagen sei. Zudem sei zu 
berücksichtigen, dass er seine Arbeit nur noch teilzeitlich ausüben könne, kein Deutsch 
spreche und Ausländer sei. Daher rechtfertige sich der Maximalabzug von 25 %. Zur 
Untermauerung seines Standpunktes verweist der Beschwerdeführer auf das BASS-
Gutachten vom 8. Januar 2021 und das Rechtsgutachten "Grundprobleme der 
Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung" vom 22. Januar 2021 (act. 1 S. 8 f.).

6.2.3 Mit BGer 8C_256/2021 vom 9. März 2022 hat das Bundesgericht entschieden, 
dass keine ernsthaften sachlichen Gründe für eine Änderung der bisherigen Rechtspre-
chung zur Ermittlung des Invalideneinkommens anhand statistischer Werte vorliegen. 
Betreffend Fälle, welche – wie vorliegend – nach der bisherigen Rechtslage zu beurteilen 
sind, hält das Bundesgericht somit ausdrücklich an der Anwendbarkeit der LSE-Tabellen 
fest und stellt dabei weiterhin auf den LSE-Medianlohn statt das unterste Quartil Q1 des 
Tabellenwerts ab. Als Korrekturinstrumente für eine einzelfallgerechte gegenüber einer 
standardisierten Betrachtung verweist das Bundesgericht auf die Möglichkeiten eines 
Abzugs vom Tabellenlohn sowie der Parallelisierung. Wie das soeben Dargelegte zeigt, 
entspricht das Abstellen auf die Tabelle TA1, Totalwert und Zentralwert (Median) der 
Rechtsprechung. Gemäss den Erwägungen des Bundesgerichts besteht kein Anlass, 
davon abzuweichen und auf den unteren Quartilbereich Q1 abzustellen, weshalb der 
Beschwerdeführer mit seinen diesbezüglichen Einwänden nicht zu hören ist. 

6.2.4 Soweit der Beschwerdeführer darüber hinaus den von der Beschwerdegegnerin in 
der angefochtenen Verfügung vorgenommene Abzug vom Tabellenlohn von 10 % rügt und 
einen solchen von 25 % verlangt, kann ihm ebenso wenig gefolgt werden. Zunächst ist zu 
bedenken, dass die Höhe des Abzuges – im Gegensatz zur Frage, ob überhaupt ein 
leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist – eine Ermessensfrage darstellt und das 
Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle 
desjenigen der Verwaltung setzt (BGE 126 V 75 E. 6). Vorliegend besteht gerade kein 
Anlass, in das diesbezügliche Ermessen der Verwaltung einzugreifen. Statistisch 
verdienen Männer mit einem Beschäftigungsgrad von 50–74 % zwar gut 4 % weniger als 

20

Urteil S 2021 75

solche mit einem Beschäftigungsgrad von 90 % und mehr. Dies stellt aber 
rechtsprechungsgemäss keine überproportionale Lohneinbusse dar (vgl. etwa BGer 
8C_329/2021 vom 27. Oktober 2021 E. 8.6). Ebenfalls nicht abzugsrelevant sind die vom 
Beschwerdeführer geltend gemachten sprachlichen Schwierigkeiten, da 
Hilfsarbeitertätigkeiten keine guten Kenntnisse der deutschen Sprache erfordern (BGer 
9C_266/2017 vom 29. Mai 2018 E. 3.4.4). In diesem Zusammenhang ist sodann zu 
berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer bereits 2012 in die Schweiz eingereist ist und 
ihm seither mehrere Deutschkurse finanziert wurden. Wie den mangelnden 
Sprachkenntnissen wurde mit dem herangezogenen Tabellenlohn des niedrigsten 
Kompetenzniveau 1 auch bereits der fehlenden Berufsbildung Rechnung getragen, sodass 
auch dieser Umstand nicht noch ein zweites Mal beim Leidensabzug geltend gemacht 
werden. Ebenso wenig vermag das Alter des Beschwerdeführers einen leidensbedingten 
Abzug zu rechtfertigen, werden doch gerade Hilfsarbeiten auf dem massgebenden 
ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1; vgl. 
auch BGer 8C_393/2020 vom 21. September 2020 E. 4.2). Dem Kriterium Dienstjahre 
kommt in casu ebenfalls keine Bedeutung zu, zumal sich dieses bei einem auf 
Tabellenlöhnen basierenden Invalideneinkommen des Niveaus 1 nicht auszuwirken 
vermag, da im privaten Sektor der Einfluss der Dienstjahre abnimmt, je niedriger das 
Anforderungsprofil ist (vgl. BGer 9C_874/2014 vom 2. September 2015 E. 3.3.2). Indem 
die Beschwerdegegnerin neben der attestierten Arbeitsunfähigkeit von 50 % zusätzlich 
einen leidensbedingten Abzug von 10 % berücksichtigt hat, hat sie den konkreten 
Umständen und damit insbesondere auch dem Ausländerstatus – Staatsangehöriger von 
K.________ mit Aufenthaltsbewilligung L – angemessen Rechnung getragen. Es besteht 
kein Anlass, in das diesbezügliche Ermessen der Verwaltung einzugreifen, zumal sich 
selbst bei Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 15 % – eine weitere Erhöhung 
drängt sich sicherlich nicht auf – am Anspruch auf eine halbe Rente nichts ändern würde. 
Nach dem Gesagten kann jedenfalls nicht gesagt werden, in der Gewährung eines Abzugs 
von 10 % liege ein Ermessensmissbrauch oder eine Ermessensüber- oder -
unterschreitung, weshalb sich der von der Beschwerdegegnerin gewährte leidensbedingte 
Abzug als korrekt erweist. Damit ist auch das von der Beschwerdegegnerin errechnete 
Invalideneinkommen von Fr. 30'933.– (bei einer 50%igen Arbeitsfähigkeit) bzw. 
Fr. 61'867.– (bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit) nicht zu beanstanden. 

6.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 67'488.– und einem Invalideneinkommen 
von Fr. 30'933.– ergibt sich ein Minderverdienst von Fr. 36'555.– und somit ein 
Invaliditätsgrad von gerundet 54 %. Damit erweist sich die Zusprache einer halben Rente 

21

Urteil S 2021 75

als rechtmässig. Ebenfalls nicht zu beanstanden ist die Befristung des Rentenanspruchs, 
besteht bei einem Invaliditätsgrad von weniger als 40 % (in casu 8 %) nach einer 
dreimonatigen Wartezeit per 31. Juli 2020 doch kein Rentenanspruch mehr. Damit erweist 
sich die Beschwerde als unbegründet und sie ist vollumfänglich abzuweisen.

7. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d).

In Berücksichtigung sämtlicher Akten ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer 
ausreichend medizinisch abgeklärt wurde, konnten aus den entsprechenden 
medizinischen Unterlagen doch Schlussfolgerungen gezogen werden, die in ihrer 
Begründung zu überzeugen vermögen. Schon für die IV-Stelle gab es keinen Grund, 
weitere Abklärungen einzuholen, durfte sie doch – wie oben ausführlich dargelegt – auf die 
RAD-Beurteilung abstellen, weshalb es keiner externen Begutachtung bedarf und der 
Beschwerdegegnerin keine Verletzung der Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG 
vorzuwerfen ist. 

8. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 
Abs. 1bis IVG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 
Fr. 800.– dem angefallenen Verfahrensausgang angemessen erscheint. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen. 

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Urteil S 2021 75

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, welche 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
IV-Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug

Zug, 28. Oktober 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

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