# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 28bc21b7-360d-57b3-8cfc-aea49803870a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE250277-O3
**Docket/Reference:** UE250277-O3
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE250277-O3.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer 

Geschäfts-Nr.: UE250277-O/U/REA

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, lic. iur. B. Stiefel und 

Dr. iur. P. Klaus sowie Gerichtsschreiberin MLaw F. Meyer

Beschluss vom 17. November 2025

in Sachen

Verein A._____,

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,

gegen

1.

2.

Unbekannt,

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, 

Beschwerdegegner

betreffend Nichtanhandnahme

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-

schaft Zürich-Sihl vom 16. Mai 2025

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Erwägungen:

I.

1.

Am 5. April 2025 erstattete B._____ als juristischer Vertreter des Vereins 

«A._____» (fortan: Beschwerdeführer) bei der Stadtpolizei Zürich mündlich Straf-

anzeige wegen Sachentziehung i. S. v. Art. 141 StGB (Urk. 8/1/1). Mit Eingabe 

vom 6. April 2025 reichte Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ in Vertretung des Be-

schwerdeführers zudem eine schriftliche Strafanzeige wegen desselben Vorfalls 

ein (Urk. 8/1/3). Konkret wird einer unbekannten, mutmasslich bei der Schweizeri-

schen Post angestellten Täterschaft vorgeworfen, dem Beschwerdeführer am 

5. April 2025 diverse an sein Postfach adressierte Sendungen vorenthalten zu ha-

ben (Urk. 8/1/1 S. 2 f.; Urk. 8/1/3 S. 5 ff.).

2.

Nachdem die Stadtpolizei Zürich am 9. April 2025 an die Staatsanwaltschaft 

Zürich-Sihl (fortan: Staatsanwaltschaft) rapportiert hatte, nahm diese die Strafun-

tersuchung mit Verfügung vom 16. Mai 2025 ohne Weiterungen nicht anhand 

(Urk. 3/1 = Urk. 6 = Urk. 8/1/8).

3.

Dagegen liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. Juli 2025 fristge-

recht (Urk. 5/1; Urk. 8/1/11) Beschwerde erheben und Folgendes beantragen 

(Urk. 2):

«1.

Es sei die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 16. Mai 2025 

aufzuheben.

 2.

Es sei der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl die Weisung zu erteilen, eine Strafuntersuchung ge-

gen die beanzeigte Täterschaft zu eröffnen und zu führen.

 3.

Es sei der Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren mit CHF 931.47 (inkl. 8.1% MWST) 

zu entschädigen.

 4.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens seien dem Beschwerdegegner aufzuerlegen oder auf 

die Gerichtskasse zu nehmen.»

4. Mit E-Mail vom 11. Juli 2025 wurden die Akten der Staatsanwaltschaft in 

elektronischer Form beigezogen (Urk. 7; Urk. 8). In der Folge leistete der Be-

schwerdeführer fristgerecht (Urk. 12; Urk. 14) die von ihm verlangte Prozesskau-

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tion (Urk. 15). Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 15. August 

2025 auf eine Vernehmlassung (Urk. 18). Das Verfahren ist spruchreif.

II.

Angefochten ist eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft. Dage-

gen ist die Beschwerde beim Obergericht zulässig (Art. 310 Abs. 2 StPO i. V. m. 

Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 49 GOG). Die weite-

ren Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die 

Beschwerde ist einzutreten.

1.

III.

1.1. Die Staatsanwaltschaft begründete die angefochtene Verfügung im We-

sentlichen damit, dass der beanzeigte Tatverdacht letztlich auf blossen Vermutun-

gen beruhe. Es sei weder klar, ob überhaupt eine Postsendung weggekommen 

sei, und wenn ja, was diese Postsendung enthalten habe, noch ob nicht verse-

hentlich eine allgemeine Karte im Postfach deponiert worden sei oder ob diese 

Sendung verspätet, z. B. am Folgetag zugestellt worden bzw. abholbereit gewe-

sen sei. Es sei auch nicht ersichtlich, weshalb an einem einzigen isolierten Tag 

ein Mitarbeiter der Post vorsätzlich eine für ihn wertlose Postsendung (vermutlich 

Unterschriftsbögen) entwenden bzw. verschwinden lassen sollte. Unter diesen 

Umständen liege kein hinreichender Tatverdacht vor (Urk. 6 S. 1 f.).

1.2. Der Beschwerdeführer liess dagegen zusammengefasst vorbringen, dass 

die pauschale Behauptung der Staatsanwaltschaft, wonach der beanzeigte Sach-

verhalt auf blossen Vermutungen beruhe, bereits anhand der bei den Akten lie-

genden Sendungsverfolgungen widerlegt werde. Vielmehr lägen aufgrund der 

Sendungsverfolgungen konkrete Hinweise dafür vor, dass sich am Samstag, 

5. April 2025, mehrere Postsendungen im Postfach des Beschwerdeführers hät-

ten befinden müssen, diese jedoch trotz intensiver Suche nicht auffindbar gewe-

sen seien. Das Postfach sei mit Ausnahme der Abholkarte komplett leer gewesen. 

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Völlig an der Sache vorbei gehe daher auch die Vermutung der Staatsanwalt-

schaft, wonach allenfalls versehentlich eine allgemeine Karte im Postfach depo-

niert worden sei. Eine solche würde nur dann deponiert, wenn das Postfach über-

voll sei. Dass nicht nur ein paar vereinzelte, sondern unzählige Postsendungen 

gefehlt hätten, ergebe sich auch daraus, dass eine Postmitarbeiterin am 7. April 

2025 ausdrücklich bestätigt habe, dass sie am 4. April 2025 die Postsendungen 

eigenhändig bereitgestellt habe. Dass nun diese mutmasslich hunderte Sendun-

gen genau am Samstag, 5. April 2025, gefehlt hätten, dürfte kein Zufall sein. Auf 

den Bögen selbst seien die Sammelnden ausdrücklich aufgefordert worden, sämt-

liche Unterschriften bis zum 4. April 2025 einzusenden. Der 5. April 2025 sei da-

mit der Tag gewesen, an welchem erfahrungsgemäss die meisten Sendungen zu 

erwarten gewesen seien. Dass es für das Zustandekommen des …-Referendums 

auf jede einzelne Unterschrift angekommen sei, sei massenmedial bekannt gewe-

sen. Das Referendum habe zu scheitern gedroht und nur dank eines fulminanten 

Schlussspurts noch geschafft werden können. In den letzten Wochen und Tagen 

vor Ablauf der Referendumsfrist sei es deshalb zu einem klaren Anstieg an einge-

henden Unterschriftenbögen gekommen, die allesamt noch innert kürzester Zeit 

zu beglaubigen gewesen seien. Jeder Tag Verzögerung habe das Zustandekom-

men des Referendums bedroht. Entsprechend seien auch mindestens zwei Mo-

tive ersichtlich. Einerseits könne von einem Einzeltäter ausgegangen werden, der 

dem Beschwerdeführer Schaden habe zufügen wollen, werde dieser doch regel-

mässig in den Medien wegen der vertretenen politischen Ansichten «verrissen». 

Andererseits sei die Schweizerische Post Vorreiterin, wenn es um die … [Refe-

rendumsgegenstand] gehe. Für die zukünftige … [Referendumsgegenstand] posi-

tioniere sie sich als mögliche Hauptakteurin, wobei ein erfolgreiches …-Referen-

dum diesen Zielen diametral entgegenstehe (Urk. 2 Rz 6 ff.).

2.

2.1. Gemäss Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO verfügt die Staatsanwaltschaft u. a. 

dann die Nichtanhandnahme, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizei-

rapports feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraus-

setzungen eindeutig nicht erfüllt sind. Die Staatsanwaltschaft eröffnet hingegen 

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eine Untersuchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, 

aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender 

Tatverdacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO). Die zur Eröffnung einer Strafunter-

suchung erforderlichen tatsächlichen Hinweise auf eine strafbare Handlung müs-

sen erheblich und konkreter Natur sein. Blosse Gerüchte oder Vermutungen ge-

nügen nicht. Der Anfangsverdacht soll eine plausible Tatsachengrundlage haben, 

aus der sich die konkrete Möglichkeit der Begehung einer Straftat ergibt (Urteil 

des Bundesgerichts 6B_1360/2022 vom 22. Juli 2024 E. 3.7.2 mit Hinweisen). Die 

Frage, ob die Strafverfolgungsbehörde ein Strafverfahren über eine Nichtanhand-

nahme erledigen kann, beurteilt sich nach dem aus dem strafprozessualen Legali-

tätsprinzip abgeleiteten Grundsatz «in dubio pro duriore». Danach darf die Nicht-

anhandnahme gestützt auf Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO nur in sachverhaltsmässig 

und rechtlich klaren Fällen ergehen. Im Zweifelsfall, wenn die Gründe der Nicht-

anhandnahme nicht mit absoluter Sicherheit gegeben sind, ist das Verfahren zu 

eröffnen (Urteile des Bundesgerichts 7B_637/2023 vom 6. Januar 2025 E. 2.1; 

6B_628/2022 vom 22. März 2023 E. 3.2.1; je mit Hinweisen).

2.2. Gemäss Art. 141 StGB macht sich wegen Sachentziehung strafbar, wer 

der berechtigten Person ohne Aneignungsabsicht eine bewegliche Sache entzieht 

und ihr dadurch einen erheblichen Nachteil zufügt. Die Tatbestandshandlung von 

Art. 141 StGB im Sinne eines Entziehens ist nach allgemeinem Verständnis so-

wohl durch eine Wegnahme als auch durch ein Vorenthalten gekennzeichnet. 

Eine tatbestandsmässige Wegnahme liegt bei einem Gewahrsamsbruch vor, wo-

bei keine gleichzeitige Begründung eines neuen Gewahrsams durch die Täter-

schaft verlangt ist (SIMMLER/SELMAN, in: Graf [Hrsg.], StGB Annotierter Kommen-

tar, 2. Aufl. 2025, N 3 zu Art. 141 StGB). Bei der Tatvariante des Vorenthaltens ist 

zu präzisieren, dass diese auf Fälle einzuschränken ist, in denen die Täterschaft 

es der berechtigten Person verunmöglicht, eine Sache wiederzuerlangen, oder 

die Wiedererlangung zumindest erheblich verzögert oder erschwert (BGE 115 IV 

207 E. 1b/aa mit Hinweisen). Dabei ist erforderlich, dass die Täterschaft durch ihr 

Verhalten klar ihren Willen zu erkennen gibt, die berechtigte Person an der Aus-

übung ihres Verfügungsrechts über die Sache in wesentlichem Masse zu hindern 

(Urteil des Bundesgerichts 7B_267/2022 vom 13. Mai 2024 E. 5.2 mit Hinweisen; 

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WEISSENBERGER, in: Niggli//Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Strafrecht [= 

BSK StGB], 4. Aufl. 2019, N 23 zu Art. 141 StGB). Als Taterfolg erfordert Art. 141 

StGB, dass der berechtigten Person ein erheblicher Nachteil erwächst, sei es in 

Form einer Vermögenseinbusse von mindestens Fr. 300.– oder eines erheblichen 

immateriellen Nachteils. Erheblich ist der Nachteil dann, wenn die Beeinträchti-

gung mehr als nur bagatellhaften Charakter hat. Entscheidend sind die Umstände 

des Einzelfalls. In subjektiver Hinsicht wird gefordert, dass die Entziehung mit 

Vorsatz begangen wird, wobei sich der Vorsatz auch auf den erheblichen Nachteil 

erstrecken muss (BSK StGB-WEISSENBERGER, a. a. O., N 25 ff. zu Art. 141 StGB; 

SCHLEGEL, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch Handkommentar, 5. Aufl. 2024, 

N 4 zu Art. 141 StGB).

3.

3.1. Vorab ist festzuhalten, dass mit dem Beschwerdeführer davon auszugehen 

ist, dass am 5. April 2025 mehrere Postsendungen in dessen Postfach zugestellt, 

jedoch – mutmasslich wegen ungenügenden Platzverhältnissen – zu einem Zeit-

punkt vor 9.30 Uhr entfernt wurden und stattdessen ein Abholzettel hinterlegt 

wurde (vgl. auch Urk. 8/1/3 Rz 12). Wie viele Sendungen sich insgesamt im Post-

fach befunden haben bzw. aufgrund des Platzmangels separat aufbewahrt wur-

den, lässt sich hingegen nicht feststellen. Der Staatsanwaltschaft ist zuzustim-

men, dass es sich bei der vom Beschwerdeführer in seiner Strafanzeige genann-

ten Anzahl (Urk. 8/1/3 Rz 12 f. und Rz 23; vgl. auch Urk. 2 Rz 5: «mindestens ca. 

500 Blatt Papier») lediglich um Vermutungen handelt. Dies ist jedoch – wie nach-

folgend aufgezeigt – nicht weiter von Relevanz.

3.2. Die vom Beschwerdeführer genannten Sendungsverfolgungsnummern (1, 

2, 3, 4, 5, 6, 7) bzw. die dazugehörigen Sendungsverläufe belegen zwar, dass die 

Zustellung der dazugehörigen Sendungen am 5. April 2025 ans Postfach erfolgt 

war (vgl. Urk. 8/1/3; Urk. 8/1/6; Urk. 8/1/7). Sie dienen jedoch nicht als Beweismit-

tel dafür, dass diese Sendungen dauerhaft entwendet worden wären. Denn sämt-

liche dieser Sendungen – nebst einer Vielzahl weiterer, insgesamt dutzende (vgl. 

Urk. 2 Rz 5) – wurden B._____ als Vertreter des Beschwerdeführers am darauf-

folgenden Montag, 7. April 2025, zugestellt (vgl. Urk. 8/1/7). Dass sich unter die-

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ser Vielzahl von weiteren Sendungen auch die übrigen Sendungen befanden, die 

am 5. April 2025 aus dem Postfach entfernt worden waren, erscheint durchaus 

wahrscheinlich. Gegenteiliges macht der Beschwerdeführer denn auch nicht gel-

tend. Es ist davon auszugehen, dass sämtliche Sendungen, welche am 5. April 

2025 hätten zugestellt werden müssen, aber nicht auffindbar waren, am 7. April 

2025 an B._____ als Vertreter des Beschwerdeführers übergeben wurden. Ob 

diese Dauer von zwei Tagen genügt, um als Entziehen i. S. v. Art. 141 StGB zu 

gelten, erscheint fraglich, ist doch nicht davon auszugehen, dass es sich dabei 

um eine wesentliche Verzögerung handelt. Vielmehr dürfte das mutmassliche 

Vorenthalten der Sendungen für zwei Tage die notwendige Intensität nicht errei-

chen. Ebenso ist fraglich, inwiefern dem Beschwerdeführer durch die verspätete 

Zustellung der Unterschriftenbögen ein erheblicher Nachteil entstanden sein soll, 

ist doch sowohl der erhebliche materielle als auch immaterielle Nachteil entgegen 

der Ansicht des Beschwerdeführers nicht ohne Weiteres erkennbar (vgl. 

Urk. 8/1/3 Rz 33 f.). Wie nachfolgend aufgezeigt, können diese Fragen jedoch of-

fenbleiben, da ohnehin der subjektive Tatbestand von Art. 141 StGB eindeutig 

nicht erfüllt ist.

3.3. Aus den Akten ergibt sich entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 

nicht, dass es sich um eine wissentliche und willentliche Tatbegehung handelt. So 

ist es durchaus lebensnah, dass eine Sendung, oder in diesem Fall eine Samm-

lung von Sendungen in einer Kiste, im Arbeitsalltag der Postangestellten, insbe-

sondere in einer Filiale der Grösse der … [Ortschaft], für eine kurze Dauer deplat-

ziert wird und zwischenzeitlich nicht sofort auffindbar ist. Wie zuvor dargelegt, be-

stehen denn auch keine Hinweise darauf, dass die in Frage stehenden Sendun-

gen dauerhaft verschwunden wären, sondern es ist davon auszugehen, dass sie 

am darauffolgenden Montag, 7. April 2025, zugestellt wurden. Aus dem Umstand, 

dass mehrere Sendungen, deren Verfolgungsnummern eingereicht wurden, ge-

mäss Sendungsverlauf sowohl am 4. April 2025 als auch am 5. April 2025 früh-

morgens, d. h. mehrfach, via Postfach zugestellt wurden (vgl. Urk. 8/1/6; 

Urk. 8/1/7), kann entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ebenfalls kein vor-

sätzliches Handeln abgeleitet werden. So ist ein technischer Defekt oder ein 

menschlicher Fehler durchaus plausibler als eine absichtliche «Extrarunde», wie 

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dies der Beschwerdeführer geltend macht (Urk. 2 Rz 5; vgl. auch Urk. 8/1/3 

Rz 21). Auch die vom Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift dargelegten 

mutmasslichen Tatmotive, aus welchen er ein vorsätzliches Handeln abzuleiten 

versucht, sind weit hergeholt und wirken konstruiert. Dies insbesondere mit Blick 

darauf, dass die Sendungen statt am 5. April 2025 in der Folge am 7. April 2025 

zugestellt wurden und mit gewissen Verzögerungen von postalischen Zustellun-

gen nach der allgemeinen Lebenserfahrung stets zu rechnen ist. Insgesamt be-

stehen keine konkreten Hinweise darauf, dass die Postsendungen vorsätzlich um 

zwei Tage verspätet herausgegeben wurden. Vielmehr ist davon auszugehen, 

dass es sich um ein Versehen handelte. Es mangelt somit am subjektiven Tatbe-

stand von Art. 141 StGB.

3.4.

Im Ergebnis hat die Staatsanwaltschaft zu Recht in Anwendung von 

Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO die Nichtanhandnahme der Strafuntersuchung verfügt, 

ist der fragliche Tatbestand der Sachentziehung gemäss Art. 141 StGB doch ein-

deutig nicht erfüllt. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.

IV.

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer die Kosten des Beschwerdeverfah-

rens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr für das Beschwerde-

verfahren ist unter Berücksichtigung von Bedeutung, Aufwand und Schwierigkeit 

des Falls (§ 17 Abs. 1 GebV OG i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b–d GebV OG) auf 

Fr. 1’000.– festzusetzen und aus der durch den Beschwerdeführer geleisteten 

Prozesskaution von Fr. 1’800.– (Urk. 15) zu beziehen. Im Restbetrag von 

Fr. 800.– ist die Prozesskaution dem Beschwerdeführer nach Ablauf der Rechts-

mittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelverfahren gegen den vorlie-

genden Entscheid unter Vorbehalt des staatlichen Verrechnungsrechts zurückzu-

erstatten. Aufgrund seines Unterliegens ist dem Beschwerdeführer für das Be-

schwerdeverfahren keine Entschädigung zuzusprechen (Art. 436 Abs. 1 StPO 

i. V. m. Art. 433 Abs. 1 StPO).

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Es wird beschlossen:

1.

2.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1’000.– fest-

gesetzt, dem Beschwerdeführer auferlegt und aus der von ihm geleisteten 

Prozesskaution bezogen. Im Restbetrag von Fr. 800.– wird die Prozesskau-

tion dem Beschwerdeführer nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Er-

ledigung allfälliger Rechtsmittel gegen den vorliegenden Entscheid zurücker-

stattet. Vorbehalten bleibt das Verrechnungsrecht des Staats.

3.

Für das Beschwerdeverfahren werden keine Entschädigungen zugespro-

chen.

4.

Schriftliche Mitteilung an:





Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, im Doppel, für sich und zuhanden des 
Beschwerdeführers (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (gegen Empfangsbestätigung)

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:



die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (gegen Empfangsbestätigung).

5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

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Zürich, 17. November 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. D. Oehninger

MLaw F. Meyer