# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ef53c43-089a-5ebc-b912-311db7f3c2dd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.02.2025 F-854/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-854-2025_2025-02-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-854/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  F e b r u a r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Gregor Chatton, 

mit Zustimmung von Richterin Christa Preisig;   

Gerichtsschreiber Matiu Dermont. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Somalia,  

c/o BAZ Kappelen, (…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Ver-

fahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG); Verfügung des SEM 

vom 5. Februar 2025. 

 

 

 

F-854/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der somalische Beschwerdeführer A._______ (geboren 2006) ersuchte 

am 8. Januar 2025 in der Schweiz um Asyl. 

B.  

Mit Verfügung vom 5. Februar 2025 trat die Vorinstanz in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers nicht ein, ordnete seine Wegweisung aus der Schweiz 

nach Spanien an und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Ablauf der 

Beschwerdefrist zu verlassen. 

C.  

Mit Beschwerde vom 10. Februar 2024 gelangte der Beschwerdeführer ans 

Bundesverwaltungsgericht. In der Sache beantragte er die Aufhebung der 

genannten Verfügung und die Durchführung des Asylverfahrens in der 

Schweiz. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Erteilung der aufschie-

benden Wirkung sowie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung samt Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

D.  

Am 11. Februar 2024 setzte der Instruktionsrichter den Vollzug der Über-

stellung gestützt auf Art. 56 VwVG einstweilen aus. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Gemäss Art. 105 AsylG (SR 142.31) in Verbindung mit Art. 31 VGG ist 

das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem 

Gebiet des Asyls zuständig und entscheidet über diese in der Regel – wie 

auch vorliegend – endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3. Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

F-854/2025 

Seite 3 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zwei-

ten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsuchende 

in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des Asyl- 

und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). Dies betrifft insbesondere die Verordnung (EU) Nr. 

604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 

zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitglied-

staats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen 

Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). 

 

5.  

Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass nach Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-

VO grundsätzlich Spanien, dessen Seegrenze der Beschwerdeführer ille-

gal überschritten hat, für die Behandlung seines Asylgesuchs zuständig ist. 

Die spanischen Behörden haben der Übernahme des Beschwerdeführers 

gestützt auf diese Rechtsbestimmung auch zugestimmt (vgl. SEM-act. 

16/1). Im Weiteren hat die Vorinstanz richtigerweise ausgeführt, dass das 

spanische Asylsystem rechtsprechungsgemäss keine systemischen Män-

gel aufweist, aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-

III-VO auf die Schweiz überginge. Die diesbezüglichen Ausführungen des 

Beschwerdeführers in seiner Beschwerdeschrift, wonach er durch spani-

sche Grenzbeamte gewaltsam behandelt worden sei, vermögen diese Ein-

schätzung nicht zu ändern. Die Vorinstanz hat ferner auch treffend festge-

halten, dass keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse ersichtlich sind, 

welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-

VO verpflichten würden, zumal er keine Gesundheitsprobleme nachweist. 

Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr 

nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 

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Seite 4 

vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukommenden Ermessens 

von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Sie ist dem-

nach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asyl-

gesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten und hat in Anwendung 

von Art. 44 AsylG seine Wegweisung nach Spanien angeordnet. Zur nähe-

ren Begründung wird auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen. 

 

6.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 5. Februar 2025 

nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen. 

7.  

Mit vorliegendem Urteil fällt der am 11. Februar 2025 angeordnete Voll-

zugsstopp dahin und der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

wird gegenstandslos. 

8.  

Die Begehren erweisen sich als aussichtslos, weshalb das Gesuch um un-

entgeltliche Rechtspflege samt Verzicht auf Erhebung eines Kostenvor-

schusses abzuweisen ist (Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG). Ausgansgemäss 

sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 

VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Gregor Chatton Matiu Dermont 

 

 

Versand: