# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5eeb294d-d1f2-538c-980a-a729e242a3a7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-10-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 31.10.2011 UH110234
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UH110234_2011-10-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UH110234-O/U 

 

Verfügung vom 31. Oktober 2011 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis,  
Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Kosten und Entschädigung  
 
Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 
vom 21.6.2011, B-3/2011/106 

 

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Erwägungen: 

1. Am 21. Juni 2011 stellte die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (nachfolgend: 
Staatsanwaltschaft) eine Strafuntersuchung gegen A._____ ein. Die Kosten des 

Verfahrens wurden dabei dem Beschuldigten (A._____) auferlegt (Urk. 5). Dage-

gen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 15. August 2011 Be-

schwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 2 S. 1): 

"Es sei der Beschuldigte von den Verfahrenskosten freizusprechen. 
Eventualier Antrag: 
Dem Beschuldigten sei eine entsprechende Unkostenentschädigung zuzu-
sprechen und in die die offizielle Überwachung zu bewilligen im Sinne als 
Beweismittel. Neueste Lärmaktion eben heute den 14. August 2011." 

2. Die Staatsanwaltschaft hielt dem im Hauptantrag ihrer Vernehmlassung entge-
gen, auf die Beschwerde sei - zufolge verspäteter Einreichung - nicht einzutreten 

(Urk. 9).  

3. Die Rechtzeitigkeit eines Rechtsmittels stellt eine Eintretensvoraussetzung dar 
und ist deshalb vorab und von Amtes wegen zu prüfen (BSK StPO-Riedo, Art. 91 

N 68). Die 10-tägige Beschwerdefrist (Art. 396 Abs. 1 StPO) beginnt mit der Zu-

stellung des Entscheides (Art. 384 lit. b StPO). Die Zustellung erfolgt durch einge-

schriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung 

(Art. 85 Abs. 2 StPO). Sie gilt unter anderem auch dann als erfolgt: "bei einer ein-

geschriebenen Postsendung, die nicht abgeholt worden ist: am siebten Tag nach 

dem erfolglosen Zustellungsversuch, sofern die Person mit einer Zustellung rech-

nen musste" (Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO). 

4. Im vorliegenden Fall wurde die Einstellungsverfügung nach Darstellung der 
Staatsanwaltschaft am 21. Juni 2011 per A-Post und gegen Empfangsschein an 

die vom Beschwerdeführer genannte Postfachadresse in Z._____ zugestellt (vgl. 

Urk. 11/17/1). Nachdem kein Empfangsschein zurückgekommen war, wurde die 

Zustellung per Einschreiben wiederholt, erneut an die Postfachadresse, die der 

Beschwerdeführer auch in seiner Beschwerdeschrift (Urk. 2) als sein Zustelldo-

mizil bezeichnete (Urk. 11/17/4). Die Sendung wurde am 13. Juli 2011 ins Post-

fach avisiert (a.a.O.). Am 29. Juli 2011 traf die Sendung mit dem Vermerk "nicht 

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abgeholt" wieder bei der Staatsanwaltschaft ein (Urk. 11/17/6). Damit gilt nach der 

zitierten Bestimmung die Einstellungsverfügung als per 20. Juli 2011 zugestellt, 

sofern der Beschwerdeführer mit einer Zustellung rechnen musste.  

5. Der Beschwerdeführer wusste um das laufende Strafverfahren. Nicht nur, weil 
er zu einer polizeilichen Einvernahme zu erscheinen hatte (Urk. 11/7), sondern 

vor allem auch deshalb, weil er selber in diesem Verfahren eine Beschwerde ge-

gen eine Verfahrenshandlung eingereicht hatte (Verfahren UH110005; vgl. Urk. 

11/9/6). Damit erweist sich die Einstellungsverfügung als per 20. Juli 2011 zuge-

stellt. Die 10-tägige Beschwerdefrist lief - unter Berücksichtigung von Art. 90 Abs. 

2 StPO - demnach am 2. August 2011 ab. Diese gesetzliche Frist ist nicht abän-

derbar (Art. 89 Abs. 1 StPO). 

6. Damit erweist sich die am 15. August 2011 erhobene Beschwerde als verspä-
tet. Es kann darauf nicht eingetreten werden. 

7. Die nachträgliche - ausdrücklich als 3. Zustellung bezeichnete - Zustellung an 
die vom Beschwerdeführer als unzuverlässig umschriebene (Urk. 14/1 S. 1) Woh-

nadresse war für die Fristauslösung ohne Bedeutung und sollte nur die faktische 

Kenntnisnahme des Beschwerdeführers ermöglichen. 

8. Wieweit diese - eindeutige - gesetzliche Regelung im Einzelfall sachgerecht ist, 
ist vom Gericht nicht zu überprüfen. Vorliegend sei immerhin erwähnt, dass dem 

Beschwerdeführer bereits der Entscheid in der in der gleichen Sache erhobenen 

Beschwerde UH110005 (versandt am 18. Juni 2011) nicht zugestellt werden 

konnte (vgl. der dem Beschwerdeführer bekannte E-Mailverkehr mit der Gerichts-

schreiberin Frau …; Urk. 23). Wenn er also dartut, er habe nur ein paar Tage Fe-

rien bezogen (Urk. 14/1 S. 2) so versteht er den Begriff "ein paar" deutlich weiter 

als allgemein üblich. Über einen Monat konnte ihm faktisch die (eingeschriebene) 

Post nicht zugestellt werden. Das hat er unter den gegebenen Umständen in je-

dem Fall selber zu vertreten. 

9. Zur Erteilung einer Überwachungsbewilligung (vgl. Eventualantrag) ist die Be-
schwerdeinstanz nicht zuständig. 

- 4 - 

10. Ausgangsgemäss wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 428 Abs. 1 
StPO). Gestützt auf Art. 422 StPO und die §§ 17 Abs. 2, 8 und 4 der Gebühren-

verordnung des Obergerichts (GebV OG) ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- 

festzusetzen. 

Es wird verfügt: 
(Oberrichter lic. iur. K. Balmer) 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 200.-- festgesetzt und dem Beschwerdefüh-

rer auferlegt. 

3. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, unter Beilage einer Kopie von 

Urk. 24 (gegen Empfangsschein) 
sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 
Rechtsmittel gegen Empfangsschein an:  
− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, unter Rücksendung der beigezo-

genen Akten 

4. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 

14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise 

schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

 
 

- 5 - 

Zürich, 31. Oktober 2011 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer 

 
Präsident: 

 
 
 

lic. iur. K. Balmer 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. A. Nierhoff Dewitz 
 

	Verfügung vom 31. Oktober 2011
	
	Erwägungen:
	1. Am 21. Juni 2011 stellte die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) eine Strafuntersuchung gegen A._____ ein. Die Kosten des Verfahrens wurden dabei dem Beschuldigten (A._____) auferlegt (Urk. 5). Dagegen erhob A._____...
	2. Die Staatsanwaltschaft hielt dem im Hauptantrag ihrer Vernehmlassung entgegen, auf die Beschwerde sei - zufolge verspäteter Einreichung - nicht einzutreten (Urk. 9).
	3. Die Rechtzeitigkeit eines Rechtsmittels stellt eine Eintretensvoraussetzung dar und ist deshalb vorab und von Amtes wegen zu prüfen (BSK StPO-Riedo, Art. 91 N 68). Die 10-tägige Beschwerdefrist (Art. 396 Abs. 1 StPO) beginnt mit der Zustellung des ...
	4. Im vorliegenden Fall wurde die Einstellungsverfügung nach Darstellung der Staatsanwaltschaft am 21. Juni 2011 per A-Post und gegen Empfangsschein an die vom Beschwerdeführer genannte Postfachadresse in Z._____ zugestellt (vgl. Urk. 11/17/1). Nachde...
	5. Der Beschwerdeführer wusste um das laufende Strafverfahren. Nicht nur, weil er zu einer polizeilichen Einvernahme zu erscheinen hatte (Urk. 11/7), sondern vor allem auch deshalb, weil er selber in diesem Verfahren eine Beschwerde gegen eine Verfahr...
	6. Damit erweist sich die am 15. August 2011 erhobene Beschwerde als verspätet. Es kann darauf nicht eingetreten werden.
	7. Die nachträgliche - ausdrücklich als 3. Zustellung bezeichnete - Zustellung an die vom Beschwerdeführer als unzuverlässig umschriebene (Urk. 14/1 S. 1) Wohnadresse war für die Fristauslösung ohne Bedeutung und sollte nur die faktische Kenntnisnahme...
	8. Wieweit diese - eindeutige - gesetzliche Regelung im Einzelfall sachgerecht ist, ist vom Gericht nicht zu überprüfen. Vorliegend sei immerhin erwähnt, dass dem Beschwerdeführer bereits der Entscheid in der in der gleichen Sache erhobenen Beschwerde...
	9. Zur Erteilung einer Überwachungsbewilligung (vgl. Eventualantrag) ist die Beschwerdeinstanz nicht zuständig.
	10. Ausgangsgemäss wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO). Gestützt auf Art. 422 StPO und die §§ 17 Abs. 2, 8 und 4 der Gebührenverordnung des Obergerichts (GebV OG) ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- festzusetzen.

	Es wird verfügt:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 200.-- festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Schriftliche Mitteilung an:
	 den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, unter Beilage einer Kopie von Urk. 24 (gegen Empfangsschein)
	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel gegen Empfangsschein an:
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, unter Rücksendung der beigezogenen Akten

	4. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. ...