# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2715695-c437-51b8-b6b3-b8c561d2b45d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.10.2016 UV 2015/34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-34_2016-10-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/34

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 12.10.2016

Entscheiddatum: 12.10.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 12.10.2016
Art. 6 UVG. Art. 4 ATSG. Art. 9 Abs. 2 UVV. Beweislosigkeit betreffend dem 
ungewöhnlichen äusseren Faktor reps. das sinnfällige Ereignis (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Oktober 2016, UV 
2015/34).Entscheid vom 12. Oktober 2016

Besetzung                                                                      

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Marie Löhrer; a.o. Gerichtsschreiber Silvio Breu           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/34          

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Eugen Koller, LL.M., St. Jakob Strasse 37, 9000 

St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war aufgrund seiner 

Anstellung als Chauffeur bei der B.___ AG (nachfolgend Arbeitgeberin) bei der Suva 

unfallversichert. Mit Schadenmeldung UVG vom 29. Januar 2015 meldete die 

Arbeitgeberin der Suva ein Schadensereignis, welches sich am 12. Januar 2015 

zugetragen habe. Zum Sachverhalt führte die Arbeitgeberin aus, dass beim Betätigen 

der Fernbedienung einer Hebebühne die Gelenkkapsel im Daumen des Versicherten 

gerissen sei (Suva-act. 1). Mit zwei Schreiben vom 2. Februar 2015 teilte die Suva der 

Arbeitgeberin sowie dem Versicherten mit, dass der Versicherte für die Folgen des 

Berufsunfalls vom 12. Januar 2015 Versicherungsleistungen der Suva erhalte, und 

bestätigte einen Taggeldanspruch in der Höhe von Fr. 115.40 ab dem 15. Januar 2015 

(Suva-act. 3 und 4). Dr. med. C.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, Hausarzt des 

Versicherten, bescheinigte diesem ab dem 12. Januar 2015 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 8 und 14).

A.b  Dr. med. D.___, Oberassistenzarzt, sowie Prof. Dr. E.___, Chefarzt der Klinik für 

Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie Kantonsspital St. Gallen (KSSG), 

diagnostizierten nach Untersuchung des Versicherten am 12. Februar 2015 ein 

Distorsionstrauma am rechten Daumen Höhe Grundgelenk (Bericht vom 9. März 2015, 

Suva-act. 17). Am 16. Februar 2015 erfolgte eine ambulante Untersuchung durch Dr. 

med. F.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, und Prof. Dr. E.___. Zur Anamnese wurde festgehalten, dass der 

Versicherte berichtet habe, er habe eine sehr leicht zu drückende Fernbedienung 

betätigt und anschliessend einen derartigen Schmerz im Daumen verspürt, dass er 

bewusstlos geworden und zusammengebrochen sei. Ein Vortrauma sei ihm nicht 

erinnerlich, eine Verletzung während des Sturzes sei möglich, aber eher 

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unwahrscheinlich. An den initialen Schmerz erinnere sich der Patient. Die Ärzte 

ordneten aufgrund der nach eigenen Angaben unklaren Anamnese und der sehr 

ungewöhnlichen Traumaursache ein MRI des rechten Daumens zur Beurteilung beider 

Seitenbänder und allfälliger anderer Pathologien an (Suva-act. 10). Im MRI vom 4. März 

2015 wurde eine Partialruptur unmittelbar am Ansatz des ulnaren Kollateralbandes, 

differentialdiagnostisch ein Hämatoserom im subkutanen Fettgewebe ulnarseitig auf 

Höhe der Basis der proximalen Phalanx am Oberrand des Musculus adductor pollicis 

festgestellt (Suva-act. 16).

A.c  Auf Bitte der Suva um Ergänzung der Schadenmeldung (Suva-act. 11) schilderte 

der Versicherte am 19. März 2015 den Vorfall. Beim Betätigen der Fernbedienung für 

die Hebebühne habe es einen Knall im rechten Daumen gegeben. Darauf sei er durch 

den Schmerz, welcher durch seinen Körper gezogen sei, bewusstlos geworden. Dann 

sei er hingefallen. Kurz darauf sei er wieder zu sich gekommen und habe einen 

Schmerz in der rechten Hand verspürt. Er habe die Hand selber eingebunden und unter 

Schmerzen weitergearbeitet. Da die Schmerzen nicht besser geworden seien, habe er 

eine Woche später beim Hausarzt vorgesprochen. Die Frage, ob sich etwas 

Besonderes wie ein Ausgleiten, ein Sturz, ein Anschlagen, usw. ereignet habe, bejahte 

er unter Hinweis auf den Sturz (Suva-act. 21).

A.d  Mit Verfügung vom 25. März 2015 stellte die Suva ihre Versicherungsleistungen 

"ex nunc et pro futuro spätestens per 31. März 2015" ein, verzichtete dabei aber auf 

eine Rückforderung der bisher bezahlten Aufwendungen. Den Entscheid begründete 

sie damit, dass weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vorlägen 

und deshalb kein Anspruch auf Versicherungsleistungen der Suva bestehe (Suva-act. 

23).

A.e  Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter am 1. 

Mai 2015 Einsprache erheben mit den Anträgen, die Verfügung sei aufzuheben und die 

Suva sei zu verpflichten, ab dem Zeitpunkt des Unfalls die gesetzlichen Leistungen der 

Unfallversicherung zu erbringen. Die Ursache der Verletzung sei auf den Sturz 

zurückzuführen, weshalb ein Unfall vorliege. Zudem liege auch eine unfallähnliche 

Körperschädigung vor. Die Verfügung sei ausserdem aufgrund der nicht erfüllten 

Begründungspflicht aufzuheben (Suva-act. 25).

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A.f  Mit Einspracheentscheid vom 20. Mai 2015 wies die Suva die Einsprache ab. Die 

Suva habe die grundlegenden Überlegungen für die Verfügung genannt, weshalb diese 

bezüglich Begründung nicht beanstandet werden könne. In materieller Hinsicht führte 

die Suva aus, dass sich der Versicherte die Verletzung nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit durch den Sturz, sondern durch das Drücken der Fernbedienung 

zugezogen habe. Ein Unfallereignis liege nicht vor. Mangels eines sinnfälligen 

Ereignisses liege auch keine unfallähnliche Körperschädigung vor (Suva-act. 29).

B.   

B.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 20. Mai 2015 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 22. Juni 2015. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragt 

darin die Aufhebung des Einspracheentscheids. Die Beschwerdegegnerin sei zu 

verpflichten, ab dem Zeitpunkt des Unfalls die gesetzlichen bzw. vertraglichen 

Leistungen zu erbringen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für beide Verfahren. 

Zur Begründung bringt er vor, Dr. C.___ könne bestätigen, dass der Daumen 

ausgekugelt gewesen sei. Ursache einer solchen Verletzung könne nach Ansicht von 

Dr. C.___ nicht die Betätigung einer Fernbedienung sein. Dafür sei eine massivere 

Krafteinwirkung notwendig, die vorliegend allein durch den Sturz erfolgt sein könne. 

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers führt weiter aus, dass - da die Verletzung 

auf den Sturz zurückzuführen sei - sämtliche Voraussetzungen eines Unfallgeschehens 

erfüllt seien, weshalb auch die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gegeben sei. 

Nebenbei sei erwähnt, dass sich der Beschwerdeführer einen Muskelriss zugezogen 

habe und dass durch den Sturz auch ein äusserer Faktor gegeben sei, womit eine 

unfallähnliche Körperschädigung vorliege. In jedem Fall seien die gesetzlichen 

Leistungen der Unfallversicherung geschuldet. Hinzu komme, dass die 

Beschwerdegegnerin von einem Unfallereignis ausgegangen sei und die Leistungen 

vorbehaltlos anerkannt habe. Es sei kein Grund ersichtlich, auf diesen Entscheid 

zurückzukommen. Die Beschwerdegegnerin sei auf ihrer Anerkennung der 

Leistungspflicht zu behaften (act. G 1). Eingereicht wurde zudem ein Schreiben von Dr. 

C.___ vom 22. Juni 2015 (act. G 1.2).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 6. August 

2015, die Beschwerde sei abzuweisen und der Einspracheentscheid zu bestätigen. Zur 

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Begründung führt sie aus, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen sei, dass der Daumenschaden bei Betätigung der Fernbedienung 

eingetreten sei. Es könne daher nicht auf einen Unfall oder eine unfallähnliche 

Körperschädigung geschlossen werden. Aus der Tatsache, dass die Suva 

fälschlicherweise vorübergehend Heilkosten übernommen und Taggelder erbracht 

habe, könne der Beschwerdeführer keinen weitergehenden Leistungsanspruch ableiten 

(act. G 4).

B.c  Mit Replik vom 12. Oktober 2015 lässt der Beschwerdeführer am Rechtsbegehren 

gemäss Beschwerde festhalten und ausführen, der erstmaligen Schilderung zum 

Unfallhergang sei zu entnehmen, dass der Sturz Ursache der Schmerzen am Daumen 

gewesen sei. Es gebe medizinisch keine Erklärung für eine Partialruptur durch die 

Betätigung der Fernbedienung. Die Ruptur lasse sich nur durch die Krafteinwirkung auf 

den Daumen aufgrund des Sturzes erklären. Eventualiter sei der Einspracheentscheid 

aufzuheben und zur ergänzenden Abklärung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen (act. G 14).

B.d  Das am 12. Oktober 2015 eingereichte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 

(act. G 13) wurde am 15. Oktober 2015 mangels ausgewiesener finanzieller 

Bedürftigkeit abgewiesen (act. G 15).

B.e  Mit Duplik vom 12. November 2015 erneuert die Beschwerdegegnerin ihren Antrag 

auf Abweisung der Beschwerde. Es ergebe sich aus den Akten, dass der 

Daumenschaden bei Betätigung der Fernbedienung und vor dem anschliessenden 

Sturz entstanden sei. Der Beschwerdeführer habe zudem ausdrücklich erklärt, dass 

eine Entstehung des Daumenschadens während des Sturzes unwahrscheinlich sei (act. 

G 17).

Erwägungen

1.   

1.1  Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die Folgen des 

Ereignisses vom 12. Januar 2015 leistungspflichtig ist.

2.   

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2.1  Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anders 

bestimmt. Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die 

den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen.

2.2  Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, der eine 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge 

hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

2.3  Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

enthält eine abschliessende Aufzählung von Körperschädigungen, welche auch ohne 

ungewöhnliche äussere Einwirkungen den Unfällen im Sinne von Art. 4 ATSG 

gleichgestellt sind, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine 

Degeneration zurückzuführen sind. Dazu zählen unter anderem Verrenkungen von 

Gelenken (lit. b), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f) und 

Bandläsionen (lit. g).

2.4  Die weiteren Voraussetzungen für eine Leistungspflicht der Unfallversicherung, wie 

u.a. die Anspruchsvoraussetzungen für die konkreten Versicherungsleistungen, müssen 

erst geprüft werden, wenn eine versicherte Person einen Unfall oder eine unfallähnliche 

Köperschädigung im Rechtssinn erlitten hat.

2.5  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen; 

vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im 

Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess 

tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

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Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn 

es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund 

einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 14. Juni 2016, 8C_227/2016, E. 3.2 mit Hinweisen auf die 

diesbezüglich konstante Praxis).

2.6  Der im Sozialversicherungsrecht prinzipiell massgebende Beweisgrad ist derjenige 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Dieser übersteigt einerseits die Annahme einer 

blossen Möglichkeit bzw. einer Hypothese und liegt anderseits unter demjenigen der 

strikten Annahme der zu beweisenden Tatsache. Die Wahrscheinlichkeit ist insoweit 

überwiegend, als der begründeten Überzeugung keine konkreten Einwände 

entgegenstehen. Gilt es, zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten zu entscheiden, 

ist diejenige überwiegend wahrscheinlich, welche sich am ehesten zugetragen hat 

(UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/ Basel/Genf 2015, N 50 zu Art. 43 mit 

Hinweisen auf die Rechtsprechung).

3.   

3.1  In der Schadenmeldung UVG vom 29. Januar 2015 wurde angegeben, dass beim 

Betätigen der Fernbedienung der Hebebühne die Gelenkkapsel im Daumen gerissen 

sei. Gegenüber der Beschwerdegegnerin führte der Beschwerdeführer sodann aus, 

dass es beim Betätigen der Fernbedienung für die Hebebühne einen Knall im rechten 

Daumen gegeben habe, worauf er durch den Schmerz, der durch seinen Körper 

gezogen sei, bewusstlos geworden sei. Dann sei er hingefallen. Kurz darauf sei er 

wieder zu sich gekommen und habe einen Schmerz in der rechten Hand gespürt. 

Dieser Hergang des Ereignisses vom 12. Januar 2015 (Betätigung der Fernbedienung, 

Schmerz, Bewusstlosigkeit, Sturz, Wiedererlangung Bewusstsein, weiterbestehende 

Schmerzen) ist an sich unbestritten und hat als überwiegend wahrscheinlich zu gelten.

3.2  Zur Art der Gesundheitsschädigung bringt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers vor, dass ein Muskelriss, zumindest eine Partialruptur des Muskels 

vorliege (act. G 1, Ziff. IV/6). Die Beschwerdegegnerin hingegen geht von einer 

partiellen Bandruptur aus (act. G 4, Ziff. 5.1). Aus den Akten geht hervor, dass von 

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Seiten der Ärzte nie die Rede von einem Muskelriss war. Sowohl die behandelnden 

Ärzte des KSSG wie auch der Hausarzt Dr. C.___ beschrieben stets eine Bandläsion 

(Partialruptur am Ansatz des ulnaren Kollateralbandes [Suva-act. 16]; Ruptur am Ansatz 

des ulnaren Kollateralbandes [Suva-act. 18]; ulnare Bandruptur [act G 1.2]), weshalb im 

Folgenden von einer solchen und nicht von einem Muskelriss auszugehen ist.

3.3  Unbestritten ist sodann, dass sich der Beschwerdeführer beim Ereignis vom 12. 

Januar 2015 eine Verletzung zugezogen hat. Der zentrale Streitpunkt liegt darin, ob der 

diagnostizierte Gesundheitsschaden durch das Betätigen der Fernbedienung oder 

durch den anschliessenden Sturz verursacht wurde. Die Betätigung der Fernbedienung 

an sich, die gemäss der Angabe des Beschwerdeführers offenbar ähnlich wie eine TV-

Fernbedienung sehr leicht zu drücken ist (vgl. Suva-act. 10), wäre aufgrund ihrer 

Alltäglichkeit zweifellos und unbestritten nicht als ungewöhnlicher äusserer Faktor 

gemäss Art. 4 ATSG zu bewerten. Der Sturz und der damit verbundene Aufprall auf 

dem Boden hingegen würden einen ungewöhnlichen äusseren Faktor darstellen, womit 

der Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG erfüllt wäre.

3.4  Der Beschwerdeführer macht geltend, dass Dr. C.___ im Schreiben vom 22. Juni 

2015 die Ansicht vertritt, die Ursache der ulnaren Bandruptur könne nicht das 

Betätigen einer Fernbedienung sein. Dafür sei eine massivere Krafteinwirkung 

notwendig, die allein durch den Sturz erfolgt sein könne. Die Beschwerdegegnerin 

entgegnet, dass der Schmerzeintritt und damit der Daumenschaden bereits beim 

Betätigen der Fernbedienung geschehen sei. Darauf lasse auch der vom 

Beschwerdeführer erwähnte "Knall" schliessen. Dr. C.___ äussert sich im vom 

Beschwerdeführer angeführten Schreiben hingegen nicht dazu, worauf sich der initiale 

Schmerz - der immerhin so stark war, dass er zur Bewusstlosigkeit des 

Beschwerdeführers führte - zurückführen liesse. Der Schmerzauslöser bleibt nach der 

Einschätzung von Dr. C.___ unbekannt. Ebenso unerklärt bleibt der vom 

Beschwerdeführer beschriebene Knall, den er bei Betätigung der Fernbedienung 

wahrgenommen hat (im Schreiben des KSSG vom 9.  März 2015 als "Schnalzer" 

bezeichnet, Suva-act. 17). Ein weiteres Indiz für die Entstehung der Körperschädigung 

im Zeitpunkt der Betätigung der Fernbedienung ist neben dem initialen Schmerz und 

dem Knall die Angabe in der Schadenmeldung UVG, wonach die Körperschädigung 

"beim Betätigen der Fernbedienung" eingetreten sei. Obwohl zuvor keine Beschwerden 

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am Daumen beklagt wurden, ist eine vorbestehende degenerative Veränderung - vor 

allem unter Berücksichtigung des zur Ohnmacht führenden Schmerzes und des Knalls 

- nicht auszuschliessen. Zwar ist mit dem Eintritt des initialen Schmerzes und des 

"Knalls" nicht ausgewiesen, dass die Bandruptur durch das Betätigen der 

Fernbedienung verursacht wurde. Unbestrittenermassen sind aber zum Sturz, welcher 

vom Beschwerdeführer als unmittelbare Ursache der Bandruptur angeführt wird, 

aufgrund der Bewusstlosigkeit des Beschwerdeführers keine genaueren Angaben 

vorhanden. Eine Befragung des von den Ärzten erwähnten Arbeitskollegen des 

Beschwerdeführers (vgl. Suva-act. 10 und G 1.2) erübrigt sich, da nicht davon 

auszugehen ist, dass aufgrund seiner allfälligen Schilderungen über den Unfallverlauf 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt werden könnte, dass die Bandruptur - 

berücksichtigt man den "Knall" und die zur Bewusstlosigkeit führenden Schmerzen - 

nicht schon beim Drücken der Fernbedienung, sondern erst beim Aufprall auf den 

Boden eingetreten wäre. Die Bandruptur könnte also wegen eines möglichen, aber 

unbekannten degenerativen Vorzustandes auf das Betätigen der Fernbedienung, aber 

auch auf den Sturz zurückgeführt werden. Es bleibt dabei aber bei unbewiesenen 

Möglichkeiten. Weder mittels Gutachtens noch mittels Aktenbeizugs vom Spital G.___ 

(vgl. die in Suva-act. 1 und G 1.2 erwähnte Erstbehandlung im Spital G.___) sind neue 

Erkenntnisse über einen allfälligen degenerativen Vorzustand oder über den 

Sturzhergang zu erwarten. Daher ist von der Einholung eines Gutachtens resp. von 

einem Aktenbeizug in antizipierender Beweiswürdigung abzusehen. Im Falle der 

Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Ungunsten jener Partei aus, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (E. 2.5). Da das für das 

Vorliegen eines Unfalls vorausgesetzte Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors 

vorliegend nicht ausgewiesen ist, bleibt ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG beweislos.

3.5  Eine unfallähnliche Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV wurde von den 

Parteien ebenfalls diskutiert, wobei ein Unfall gemäss Art. 4 ATSG stets im 

Vordergrund stand. Eine Listenverletzung (lit. g, Bandläsion) liegt zweifellos vor. Eine 

unfallähnliche Körperschädigung setzt rechtsprechungsgemäss ein äusseres Ereignis 

voraus, das heisst einen ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, 

sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfall (BGE 129 V 467 E. 2.2. mit Hinweis). In der 

Betätigung der Fernbedienung ist aber lediglich eine alltägliche Lebensverrichtung und 

damit kein sinnfälliges Ereignis im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV, dem ein erhöhtes 

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Schädigungspotenzial innewohnt, zu erblicken. Anders verhielte es sich zwar bei einem 

Sturz, aber ein solcher (bzw. ein solcher als Schädigungsursache) hat auch im 

Zusammenhang mit einer unfallähnlichen Körperschädigung als unbewiesen zu gelten. 

Auch das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung ist daher zu verneinen.

4.   

4.1  Soweit sich der Beschwerdeführer darauf beruft, dass die Beschwerdegegnerin 

ihre Leistungspflicht anerkannt habe, ist darauf hinzuweisen, dass ein Unfallversicherer 

einmal gewährte Leistungen, welche er nicht zurückfordert, ex nunc et pro futuro ohne 

Rückkommenstitel der prozessualen Revision oder der Wiedererwägung einstellen 

kann, wenn sich herausstellt, dass die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen gar 

nicht erfüllt waren (BGE 130 V 384 E. 2.3.1 mit Hinweisen). Aus den anfänglich 

ausgerichteten Leistungen kann somit kein Anspruch auf weitere Leistungen abgeleitet 

werden.

5.  

5.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 20. Mai 2015 abzuweisen.

5.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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		2025-07-19T07:53:26+0200
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