# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1241e13-aeb8-5ba2-ba19-68284dfe78b7
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-31
**Language:** de
**Title:** Ermittlung des Invaliditätsgrads aufgrund Prozentvergleich. Kündigung des Arbeitsverhältnisses erfolgte aus invaliditätsfremden Gründen.
**Docket/Reference:** IV.2015.00421
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2015.00421.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2015.00421
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais
Urteil
vom
31. März 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Anwaltskanzlei
Kieser
Senn Partner
Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich
diese substituiert durch
lic
.
iur
.
Y.___
Anwaltskanzlei
Kieser
Senn Partner
Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1954, war
seit
Juni 2000
bei der
Z.___
als Mitarbeiterin in der Packerei
angestellt. Am 28. November
2011 kündigte die
Z.___
das Arbeitsverhältn
is per Ende Juli
2012
und stellte die Versicherte
gleichentags
frei
(
Urk.
8/10
/1-
15 S.
1
Ziff.
2.1 und S. 2
Ziff.
2.7
). Am 1
7.
Juli 2013 meldete sich die Versicherte bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/2). Die
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse
ab
und
veranlasste insbesondere
eine
bidisziplinäre
Untersuchung
durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD
), welche am
2.
April 2014
stattfand
(
Urk.
8/21
-
22
). Nach
durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(
Urk.
8/27
) und
Einholung
eines
weiteren
Arztberichts
(
Urk.
8
/
37
/6-7
)
lehnte
die IV-Stelle mit Verfügung vom
4
. März 2015 (
Urk.
2)
unter Hinweis auf einen
Invaliditätsgrad von 3
1
%
einen Rentenanspruch
ab
(S.
4)
.
2.
Gegen die Verfügung vom 4.
März 2015 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am 16. April 2015 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte die Aufhebung der Verfü
gung sowie die
Zusprache
einer ganzen Rente, eventuell sei die
Beschwerde
gegnerin
zu verpflichten, weitere medizinische Abklärungen und eine Evalua
tion der funktionellen Leistungsfähigkeit zu tätigen, subeventuell sei ihr eine Teilrente zuzusprechen (S. 2). Mit Vernehmlassung vom 22. Mai 2015 (
Urk.
7) beantragte die Beschwerdegegnerin gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 25 % die Abweisung der Beschwerde
(S. 2)
. Mit Verfügung vom 28. Mai
2015 (
Urk.
9
)
wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet
, a
m
5
. Oktober 2015 reichte die Beschwerdeführerin
die
Replik
(
Urk.
13)
ein.
D
ie
Beschwerdegegnerin
verzicht
ete mit Eingabe vom 27. Oktober
2015 (
Urk.
16)
auf das Einreichen einer Duplik
, was der Beschwerdeführerin am 2
9.
Oktober 2015 (
Urk.
17) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
verneinte den Rentenanspruch unter Hinweis auf
eine
n
rentenausschliessenden
Invaliditätsgrad von 25 %
und führte aus
,
a
ufgrund der diagnostizierten
degenerativen Veränderungen
der Halswirbelsäule (HWS) und Len
d
enwirbelsäule (LWS)
und der
chronischen Bronchitis
sei die Beschwerde
führerin
in einer angepassten Tätigkeit
zu 80 %
arbeitsfähig (
Urk.
7
S. 1 f.
).
Die von der Beschwerdeführerin
geklagten
rheumatischen Beschwerden sei
en
als Fibromyalgie zu qualifizieren,
welche
organisch nicht objektivierbar und mit
Willensanstrengung überwindbar
seien
und keinen IV-relevanten
Gesundhei
ts
schaden
darstellten (Urk.
2 S. 2 f.
).
A
ufgrund
des fortgeschrittenen Alters und der langjährigen
Betriebszugehörigkeit
sei der Beschwerdeführerin
ein
leidens
bedingter
Abzug von 5 % zu gewähren. Ein
höherer
Abzug
sei nicht gerechtfer
tigt
,
da aufgrund der Bronchitis auftretende
zusätzliche
Arbeitsausfälle und
ein
erhöhte
r
Pausenbedarf bei der
Bemessung
der 80%igen Arbeitsfähigkeit bereits berücksichtigt worden sei
en
.
Da der Beschwerdeführerin zudem aus
invalidi
tätsfremden
Gründen gekündigt worden sei, sei
bei der
Ermittlung des
Validen
einkommens
von statistischen Durchschnittswerten auszugehen
(Urk. 7 S.
2)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber in ihrer Beschwerde (Urk. 1) auf den Standpunkt,
ihr sei eine ganze
R
ente zuzusprechen (S.
2)
.
Die Beschwerdegegnerin habe die diagnostizierte chronische Bronchitis und Sinusi
tis bei der Bemessung der Arbeitsfähigkeit ausser Acht gelassen und lediglich beim Leidensabzug darauf abgestellt (S. 9 Ziff. 17).
Zudem
habe
die
Beschwer
degegnerin
das Vorliegen einer eigenständigen rheumatischen Erkrankung (Polym
yalgie) zu Unrecht verneint (S. 11 Ziff.
19).
Weiter sei
unklar
, was die starken Schmerzen der Beschwerdeführerin ausmache respektive welche tat
sächlichen Auswirkungen die gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten, weshalb
im Sinne eines Eventualantrages
weitere medi
zinische Abklärungen sowie eine Evaluation ihrer funktionellen Leistungsfähig
keit erforderlich seien (S. 8 Ziff. 12 ff.)
. Schlimmstenfalls sei
gestützt auf die
RAD-Berichte von einer Arbeitsfähigkeit von maximal 80 % auszugehen (
S.
17 Ziff.
34).
Im Übrigen
sei der Beschwerdeführerin
wegen
ihres Alters und
der Einschränkungen
aufgrund der
angepasste
n
Tätigkeit
ein leidensbedingter Abzug von 25 % zu gewähren (
S. 19 Ziff. 40
f.).
E
ine wie von der
Beschwerde
gegnerin
um
schriebene angepasste Tätigkeit
sei sodann
theoretisch nur schwer vorstellbar und praktisch nicht vorhanden.
Abgesehen davon
sei die Anpas
sungsfähigkeit der Beschwerdeführerin an einen Tätigkeitswechsel aufgrund ihrer fehlenden Ausbildung und Sprachkenntnisse, ihres Alters und einer früheren psychischen Erkrankung stark eingeschränkt (S.
12 Ziff. 21-30 und Urk. 13 S. 3 Ziff.
3). Die Beschwerdeführerin machte schliesslich geltend, sie habe ihre letzte Arbeitsstelle vornehmlich wegen ihrer gesundheitlichen Beschwerden verloren. Entsprechend sei das
Valideneinkommen
aufgrund des von ihr zuletzt erzielten Erwerbseinkommens zu bestimmen
(Urk. 13 S. 4 Ziff. 5-8)
.
3.
3.
1
In seinem Bericht vom 17. März
2014
(
Urk.
8/18)
nannte der Hausarzt der Beschwerdeführerin
,
Dr.
med.
A.___
, Allgemeine Medizin FMH, folge
nde Diagnosen (S. 1 Ziff.
1.1):
-
Mit Auswirkung
en
auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Chronisches, zervikal betontes
Panvertebralsyndrom
bei
-
schweren degenerativen Veränderung
en
der HWS
-
Diskushernien auf mehreren Etagen der HWS (MRI HWS
27.05.2013)
-
d
egenerativen Veränderung
en
der LWS, Diskushernie L5/S1 rechts
-
c
hronisch-obstruktive Bronchitis und Sinusitis bei
Nikotinabusus
-
m
ittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
Ohne Auswirkung
en
auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Diabetes mellitus Typ II (Erstdiagnose 11/2013)
-
Thalassaemia
minor
-
leichte Niereninsuffizienz
eGFR
66ml/Min. (11/2013)
Mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit ging
Dr.
A.___
für die Zeit vom 30. Januar 2012 bis 31. Januar
2014 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der an
gestammten Tätigkeit aus. Ab 1. Februar
2014 statuierte
er
eine
100%ige
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ohne körperlich anstrengende Aktivi
täten un
d Heben von schweren Lasten (S. 2 Ziff.
1.6
-1.9).
3.
2
R
AD-Arzt
Dr.
B.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tolo
gie FMH
,
stellte in
seinem Bericht vom
8.
April 2014 (
Urk.
7/21) fol
gende Diagnosen (S. 5):
-
Mit Auswirkung
en
auf die Arbeitsfähigkeit:
Anamnestische schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der Wirbelsäule mit/bei chronischem
cervicalbetontem
Panvertebralsyn
drom
bei
de
generativen HWS- und LWS-Veränderungen
Betreffend Arbeitsfähigkeit ging
Dr.
B.___
unter
Hinweis auf die
objekti
vier
baren
organischen degenerativen Veränderungen am Bewegungs
apparat von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestamm
ten Tätigkeit
seit 20. Januar 2012
a
us. In angepasster Tätigkeit -
mithin
mit körperlich leichter wechselbelastender
Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppen
steigen, ohne häufige wirbe
l
säulenbelastende
Zwangs
haltungen
und Tätigkeiten (Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeiten),
ohne
Gehen auf unebenem Gelände,
ohne andauernde Vibrationsbelastungen und
ohne Nässe-/Kälte-/Zugexposition
-
sei hingegen weiterhin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben.
Dr.
B.___
wies darauf hin, dass neben der Auf
nahme des von der Beschwerdeführerin vorgetragenen Leidensdrucks bei der klinischen Untersuchung keine groben
Bewegungseinschränkungen objektivier
bar gewesen seien
(S. 6
und Urk. 8/25 S.
4
).
3.
3
In seinem Bericht vom
8. April
2014
(
Urk.
8/22)
stellte der RAD
-Arzt Dr.
med.
Dr.
rer
. pol.
C.___
, Facharzt für Innere Medizin,
folgende Diagnosen
(
S. 4):
-
Mit Auswirkung
en
auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Chronische obstruktive Bronchitis und Sinusitis bei
Nikotinabusus
-
Ohne Auswirkung
en
auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Thalassaemia
minor
-
Eisen- und Vitamin D-Mangel
-
Diabetes mellitus Typ II (Erstdiagnose 11/2013)
-
l
eichte Niereninsuffizienz mit einer
glomerulären
Filtrationsrate von 66ml/Min.
Dr.
C.___
wies darauf hin, dass es bei fortbestehendem
Nikotinabusus
im Rahmen der chronischen Bronchitis immer wieder zu einer
Infektexazerbation
komme, wobei im Untersuchungszeitpunkt kaum spastische Nebengeräusche
auskultierbar
gewesen seien
und Stauungszeichen fehlten.
Aus internistischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit für
eine adaptierte Tätigkeit
sei
t 20. Januar
2012
um 20 %
reduziert
(S.
4
und Urk. 8/25 S.
4
).
3.
4
In seinem Bericht vom 20. Juni 2014 (Urk.
8/34) stellte
Dr.
med.
D.___
, Rheu
matologie FMH, folgende Diagnosen:
-
Fibromyalgie
-
l
umbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
Nikotinabusus
Im Bericht vo
m
23. Oktober 2014 (Urk.
8/37
/6-7
) hielt
Dr.
D.___
an der Diag
nose Fibromyalgie fest und wies
insbesondere
darauf hin, dass
für das Vor
liegen einer entzündlichen rheumatischen Krankheit keine sicheren Hinweise vorl
ä
gen
(S. 2)
.
An einer
Beurteilung
betreffend
den Umfang
der Arbeitsfähig
keit der Beschwerdeführerin
fehlt es in beiden Berichten
.
3.
5
Dr.
A.___
verfasste
am 9. April 2015 (Urk.
8/43
/43
)
einen weiteren Bericht mit
folgende
n
Diagnosen:
-
Chronisches
Panvertebralsyndrom
bei schweren degenerativen Veränderun
g
en
der HWS, Diskushernie L5/S1 rechts
-
generalisierte
Tendomyopathien
-
Fibromyalgiesyndrom
(Diagnose
Dr.
D.___
, 06/2014)
-
c
hronische
Epicondylopathie
radial rechts
-
Diabetes mellitus Typ II
-
c
hronisch-obstruktive Bronchitis bei
Nikotinabusus
-
Vitamin D3-Mangel
Betreffend Arbeitsfähigkeit hielt
Dr.
A.___
fest,
die
Beschwerden hätten in letzter Zeit zugenommen, wobei vermehrt Episoden von schwer zu behandeln
den Bronchitiden auf
getreten seien
. Die Beschwerdeführerin sei langfristig gesehen nicht mehr
zu
100 % arbeitsfähig, es k
omm
e jedoch eine reduzierte und leichte Tätigkeit in Frage, in welcher die Beschwerdeführerin körperlich nicht belastet werde und regelmässig
e
Pausen machen könne.
4.
4.1
Vorweg ist gestützt auf die insoweit übereinstimmenden ärztlichen Ein
schätzungen
festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit als Packerin aufgrund
ihrer
degenerativen Veränderungen am Bewegungs
apparat
nicht mehr zumutbar ist. Zu prüfen
ist
indessen die Frage nach dem
Umfang
der Arbeitsfäh
igkeit in angepasster Tätigkeit. Dabei ist
zu berücksichti
gen
, dass vorliegend einzig die körperlichen Beschwerden d
er Beschwerde
führerin in Frage stehen. Die
vormals
diagnostiziert
e depressive Störung (vgl. Urk.
8/4
/
9-13
und
Urk.
8/4/19-20
) spielte im Zeitpunkt der angefocht
enen Verfügung keine Rolle mehr,
Gegenteiliges wird von der Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde
auch
nicht geltend gemacht.
4.2
Die
Durchsicht
der aktenkundigen medizinischen Berichte ergibt
, dass die
Untersu
chungsb
erichte der RAD-Ärzte (vgl. E.
3.
1
-
2
) für die Bestimmung de
r
Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin umfassend
sind
und auf den erforderli
chen Untersuchungen beruh
en
. Besagte
Berichte
wurde
n
in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben und leuchte
n
in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge ein. Demgemäss sind auch die Schlussfol
gerungen
der RAD-Ärzte
in einer Weise begründet, dass die rechtsanwendende Person s
ie prüfend nachvollziehen kann. Dr.
B.___
legte schlüssig dar, dass die diagnostizierten organischen degenerativen Veränderungen am Bewe
gungsapparat zu keinen groben B
ewegungseinschränkungen führen, weshalb die Beschwerdeführerin
aus orthopädischer Sicht
in einer angepassten Tätigkeit
zu
10
0 % arbeitsfähig
ist
(Urk. 8/21 S. 6)
.
Auch Dr.
C.___
beschrieb ein
leuchtend, dass es bei fortbestehendem
Nikotinabusus
im Rahmen der chroni
schen Bronchitis immer wieder zu einer
Infektexzerbation
komm
t
, was zu einer reduzierten Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer angepassten Tätigkeit führ
t
(Urk. 8/22 S. 4).
Die Berichte erfüllen
demnach die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c), weshalb für die
Entscheidfindung
darauf abzustellen ist.
4.
3
An
den
Beurteilung
en
der RAD-Ärzte
vermögen die Berichte von Dr.
D.___
und
Dr.
A.___
nichts zu ändern. Dr.
D.___
nannte in seine
n
Bericht
en
ledig
lich Diagnosen (Fibromyalgie) und machte keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit in bisheri
ger
sowie
angepasster Tätigkeit
(
E.
3
.
4
)
. Dr.
A.___
erachtete
in seinem
Bericht vom 9. April
2015
eine reduzierte, leichte Tätigkeit als zumut
bar, bei welcher die Beschwerdeführerin körperlich nicht belastet wird und r
egelmäs
sige Pausen möglich
sind
(E.
3.
5
)
.
Eine solche reduzierte, leichte Tätigkeit
wird vom Umfang der
in den RAD-Berichten
erwähnten
und
zumut
baren
angepas
sten Tätigkeit
mit
erfasst (E.
3.
1
-
2
).
Gleiches gilt mit Bezug auf die von Dr.
A.___
im Bericht vom 17. März 2014
statuierte 100%ige
Arbeitsfähigkeit in einer ang
epassten Tätigkeit ohne körperlich anstrengende Aktivitäten und Heben von schweren Lasten (E. 3.
1
).
Der Umfang respektive das Ausmass der angepassten Tätigkeit, welche der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung ihrer körperlichen Beschwerden zumutbar ist, wird in den RAD-Berichten in genü
gender Weise definiert (E.
3.
2
). Entsprechend erübrigen sich
weitere
von der Beschwerdeführerin beantragte Sachverhaltsabklärungen
betreffend ihre verbleibende funktionelle Leistungsfä
higkeit
(antizipierte Beweiswürdigung, BGE 122 V 162 E. 1d).
Gleiches gilt
bezüglich der
beantragte
n
Durchführung
von
zusätzliche
n
medizinische
n
Abklärungen durch die Beschwerdegegnerin
. Entgegen
der Auffassung der
Beschwerdeführerin ist
die Ursache
ihrer Schmerzen nicht ungeklärt geblieben,
spricht
doch Dr.
B.___
bereits
in seiner Diagnose von
a
namnestische
n
schmerzhafte
n
Bewegungs- und Belastungseinschränkung
en
der Wirbelsäule
(E.
3.2)
.
Was die
Bemerkung der Beschwerdeführerin
betrifft
,
das im Zusam
menhang mit den rheumatischen Beschwerden von Dr.
D.___
erwähnte „Fehlen von sicheren Hinweisen“ impliziere, dass Anhaltspunkte auf e
ine Polymyalgie bestünden (Urk. 1 S.
11
Ziff.
19), ist Folgendes zu bemerken:
Indem Dr.
D.___
in seinem Bericht vom
23.
Oktober
2014
auf das
Fehlen von sicheren
Anhaltspunkten
für
das Vorliegen einer
entzündlichen rheumatischen Krankheit
hinwies
(vgl. E. 3.
4
)
,
verneint
e
er
eben gerade
eine Polymyalgie
.
Dies
deckt sich
denn auch
mit
der Diagnose von Dr.
D.___
in seinem
Bericht vom 20. Juni
2014
(
Urk.
8/34)
,
in welchem
er ebenfalls von einer Fibromyalgie
aus
ging
.
Der Einwand der Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin habe
in der V
erfü
gung vom 4. März
2015
die Bronchitis und Sinusitis bei der Bemessung der Arbeitsfähigkeit
zu Unrecht
nicht berücksichtigt und lediglich beim Leidensabz
ug darauf abgestellt (vgl. Urk. 1 S. 17 Ziff. 34
), ist korrekt. Von dieser Auffassung ist die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 22.
Mai
2015 (
Urk.
7)
indessen
abgekommen, indem sie
unter
Berücksichtigung der Bronchitis im Einklang mit den RAD-Berichten von einer Reduktion der Arbeitsfähigkeit um 20 % in einer angepassten Tätigkei
t ausging (S.
1).
Davon ist auszugehen.
4.4
Nach dem Gesagten ist erstellt, dass
die
Beschwerdeführerin in einer angepass
ten Tätigkeit
im Ausmass von 80
%
arbeitsfähig ist
.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit in erwerbli
cher Hinsicht auswirkt.
5.2
5.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.
2.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Ein
kommens
entwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden ausge
gli
chenen Arbeitsmarktlage (Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Fest
setzung des
Validenlohnes
Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
tur
erhebung
(LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
5.2.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret
steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhe
bungen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
5.2.4
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des
Ein
kommens
vergleichs
gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorge
nommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypotheti
sche Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das
Inva
lideneinkommen
auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog.
Pro
zentvergleich
; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
5.2.5
Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes ist ein theoretischer und abstrak
ter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraus
setzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Mög
lichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein
renten
ausschliessendes
Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273
E.
4b; ZAK 1991 S. 321 E. 3b und 1985 S. 462 E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.2). An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Verdienstaus
sichten
sind praxisgemäss nicht übermässige Anforderungen zu stellen; diese hat viel
mehr nur so weit zu gehen, als im Einzelfall eine zuverlässige Ermittlung des Invaliditätsgrades gewährleistet ist. Für die
Invaliditäts
bemessung
ist nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person unter den konkreten
Arbeitsmarkt
verhältnissen
vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr ver
bliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nützen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 290 f. E. 3b; Urteile des Bundesgerichts I
273/04 vom 29. März 2005, I 591/02 vom 5. Mai 2004, I 285/99 vom 1
3.
März 2000 und U 176/98 vom 1
7.
April 2000). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte
Nischenar
beitsplätze
, also Stellen- und
Arbeits
angebote
, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von
seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteile des Bundesgerichts 9C_95/2007 vom 2
9.
August 2007 E. 4.3 und 9C_98/2014 vom 2
2.
April 2014 E. 3.1, je mit Hinweisen).
5.2.
6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
5.3
5.3.1
Zur Ermittlung des
V
alideneinkommens
ging
d
ie Beschwerdegegnerin
in ihrer Verfügung vom 4.
März 2015 (Urk.
2)
vom
zuletzt bei der
Z.___
erzielten
und
auf das Jahr 2012 aufgerechneten
Verdienst von Fr. 5
9
‘
085
.--
aus
(S.
4
; vgl. auch Urk.
8/
10
/1-
15 S. 2 Ziff. 2.10
).
In
ihre
r
Vernehmlassung
vom 22. Mai
2015 (Urk.
7)
zog
die Beschwerdegegnerin demgegenüber
unter Hin
weis
,
das Arbeitsverhältnis
der Beschwerdeführerin
sei
aus invaliditätsfremden Gründen gekündigt worden,
die
Tabellenlöhne
der Schweizerischen
Lohnstruk
turerhebung
(LSE)
, insbesondere
den Totalwert für einfache und repetitive
Hilfs
arbeiten
,
heran
(S.
2).
Bezüglich des Invalideneinkommens ging die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfü
gung (
Urk.
2) gestützt auf die LSE-Tabellenlöhne 2010 von einem an die Lohnentwicklung bis ins Jahr 2012 angepassten Einkommen von Fr
. 53‘787.83 aus (Fr. 4‘225.-- /
40 x 41,6 x 12 x 1.01 x 1.01). Unter Berücksi
chtigung eines Abzugs von 25 %
(
20%
aufgrund verminderter Leistungsfähigkeit
sowie 5 % gestützt auf die lange Betriebszugehörigkeit und das Alter der Beschwerde
führerin
)
ermittelte die Beschwerdegegnerin ein reduziertes
Invalidenein
kommen
von Fr. 40‘879.-- (S. 3 f.). In ihre
r
Vernehmlassung
vom 22. Mai 2015 (Urk.
7) verzichtete die Beschwerdegegnerin
demgegenüber
auf die exakte
Berechnung
des Invalideneinkommens und ermittelte den Invaliditätsgrad gest
ützt auf einen Prozentvergleich.
Bezüglich des
Invalideneinkommen
s
stellte sie
auf den
Totalwert für einfache und repetitive Hilfsarbeiten gemäss LSE
ab
und
nahm
einen Abzug von 25 %
vor
(S.
2).
5.3.2
Bei einer zeitlichen Nähe der Auflösung eines langjährigen Arbeitsverhältnisses und des Eintritts der gesundheitlichen Beeinträchtigung besteht regelmässig kein hinreichender Grund, auf die Tabellenlöhne anstelle des tatsächlich erziel
ten Verdienstes abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_699/2010 vom 2
2.
Dezember 2010 E. 3.2).
Vorliegend fehlt es an einer solchen zeitlichen Nähe. Die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerde
führerin wurde erstmals per 30. Januar
2012 bescheinigt (
Urk.
8/4/17), mithin
zwei Monate nach
erfo
lgter Kündigung. Aufgrund der
internen
Zeiterfassung der
Z.___
sind zudem
in den Monaten vor der Kündigung
keine längeren respektive wieder
holte
n
krankheitsbedingte
Absenzen der Beschwerdeführerin ersichtlich (Urk
.
8/
10/1-16 S.
14).
Im Fragebogen
der
Z.___
vom 11. November 2013 (Urk.
8/10/1-1
5
) wurde ausserdem angegeben, das Arbeits
verhältnis sei infolge Nichtbefolgung von Weisungen nach schriftlicher Ver
warnung sowie Schwierigkeiten der Beschwerdeführerin, sich ins Team zu integrieren,
gekündigt worden
.
Zudem stellte die
Z.___
die Beschwerdeführerin nach erfolgter Kündigung mit sofortiger Wirkung frei (S. 1 Ziff. 2.2 und S. 2
Ziff.
2.7.)
Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die Kündigung unabhängig vom Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung erfolgte, weshalb für die Ermittlung des
Valideneinkommens
auf die
Tabellen
löhne
abzustellen ist.
5.3.3
Der vor und nach dem Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte respektive erziel
bare Lohn beweg
t sich gleichermassen im Niveau
4 (einfache und repeti
tive Tätigkeiten, LSE 2010 Tabelle TA1)
.
Entsprechend kann ein
Prozentver
gleich
vorgenommen werden, wobei im Zusammenhang mit dem
Invalidenein
kommen
der
reduzierte
n
Arbeitsfähigkeit von 80 %
Rechnung zu tragen
ist (vgl. E. 4.4).
Da die Beschwerdegegnerin im verfügungsweise gewährten Abzug vom Tabellenlohn von 25
%
die Leistungsminderung von 20
%
zu Unrecht bereits einberechnet hat (
Urk.
2 S. 4), gewährte sie faktisch einen Abzug von 6.25
%
(80
%
Invalidenlohn abzüglich 6.25
%
= 75
%
).
Hierzu ist festzuhalten, dass das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen darf und
diesfalls
Gegebenheiten darle
gen muss, welche sein
e
abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E. 6 mit Hinweisen). Ein Abweichen ist grundsätzlich nur bei
Unangemessenheit
möglich (BGE 137 V 71 E. 5.1).
Die Beschwerdeführerin ist vorweg durch die mangelnden Deutschkenntnisse eingeschränkt. Die lange Betriebszugehörigkeit erscheint vorliegend indes nicht als Nachteil (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.1) und das fortgeschrittene Alter wirkt sich im Anforderungsniveau eher lohnerhöhend aus (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.2). Damit fragt sich, ob überhaupt ein Abzug vom Tabellenlohn angezeigt ist.
Ein wie von der Beschwerdeführerin beantragter Abzug vo
n 25 % (Urk. 1 S. 19 Ziff. 40
)
ist demge
genüber
klarerweise
nicht gerechtfertigt. I
hr Belastungsprofil
ist
nur in ge
ringem Masse eingeschränkt, kann sie doch
Tätigkeiten mit körper
lich leichter wechselbelastender Tätigkeit ohne regelmässige Hebe-
und
Trage
belastungen
über 10 kg
nach wie vor ausüben (v
gl. E.
3.3
).
In
Berücksichtigung der bei der Beschwerdeführerin noch bestehenden Leistungsfähigkeit ist
entge
gen
ihrer Auffassung
nicht davon auszugehen, dass
ihr
der ausgeglichene
Arbeitsmarkt
keine Arbeitsgelegenheiten mehr bietet
(vgl. Urk. 1 S. 13 Ziff.
24
ff.
)
.
D
as Bundesgericht
hat
wiederholt darauf hingewiesen, dass körper
lich leichte und wechselbelastende Tätigkeiten auf dem allein massgebenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt
durchaus vorhanden sind (Urteil des Bundesge
richts 8C_606/2012 vom 3
. Dezember
2012 E. 3.5 mit Hinweisen). Nämliches kann betreffend Tätigkeiten, wie sie de
r
Beschwerdeführer
in
noch zumutbar sind, gesagt werden.
Wollte man einen Abzug gewähren, wäre er auf höchstens 10 % zu veran
schla
gen (Ulrich Meyer, Marco
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invaliden
versicherung, 3. Auf
lage, N 104 zu Art. 28a). Damit resultiert ein
Invalidi
tätsgrad
von 28 %.
5.
3.
4
Die Ermittlung der massgebenden Einkommen aufgrund der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (vgl. E. 5.2.1) und insbesondere auf
der Grund
lage des zuletzt von der Beschwerdeführerin erzielten Verdienstes ergibt kein anderes Ergebnis:
Gemäss dem Fragebogen der
Z.___
vom 1
1. November 2013 (Urk.
8/10/1-15
) betrug der AHV-beitragspflichtige Lohn der Beschwerdeführe
rin
im Jahre 2011 Fr. 58‘500.-- (S.
10 Ziff. 2.10)
,
was
aufgerechnet auf das Jahr 2013
einem Verdienst von
Fr. 59‘499.-- (
Fr.
58‘500
.--
x 1.010 x 1.007)
ent
spricht.
Zur Berechnung des Invalideneinkommens ist praxisgemäss auf die
LSE-Tabellenlöhne 2010
abzustellen, gemäss welchen sich der Lohn
für
einfa
che und repetitive Tätigkeiten für
das Jahr 2013 auf Fr. 54‘269.
--
beläuft
(Tabelle TA1 Total aller Wirtschaftszweige, Anforderungsniveau 4
, Frauen; vgl.
Die Volkswirtschaft
3/4
-2015 S.
88 Tabe
lle B9.2 und S. 89 Tabelle
B10.3 Index 2579 auf Index 2648;
Fr.
4‘225
.-- / 40 x 41,7 x 12 / 2
579
x
2648
). Unter Berücksichtigung der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit von 80 % (vgl. E. 4.4) sowie des leidensbedingte
n Abzugs von 1
0
% (vgl. E. 5.3.3
) ist von einem
Inva
lideneinkommen
von Fr.
3
9
‘
074
.--
auszugehen
.
Entsprechend resultiert a
us der Gegenüberstellung des Validen- und Invalideneinkommens ein
rentenaus
schliessender
Invaliditätsgrad von gerundet
3
4
%
(BGE 130 V 121).
5.4
Bei dieser Sachlage hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der Beschwer
de
führerin auf eine Rente der Invalidenversicherung zu Recht verneint, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der unterliegenden Beschwerde
führerin
aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
lic
.
iur
.
Y.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
hal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubSchleiffer Marais