# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e44cd5a3-64d1-5eb7-a785-556f34419073
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.07.2009 A-1742/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1742-2006_2009-07-13.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-1742/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  J u l i  2 0 0 9

Richter Markus Metz (Vorsitz), Pascal Mollard, Thomas 
Stadelmann, 
Gerichtsschreiber Jürg Steiger.

A._______AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberzolldirektion (OZD),
Zollbegünstigungen, Monbijoustrasse 40, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Zoll/Mehrwertsteuer; Verpflichtungserklärung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-1742/2006

Sachverhalt:

A.
Die A._______AG bezweckt laut dem Handelsregistereintrag u.a. den 
Betrieb  einer  Getreidesammelstelle  mit  Trocknungsanlage,  einer 
Weizenmühle, einer Futtermühle, Herstellung von und Handel mit Brot- 
und  Spezialmehlen,  Mischfutter,  Futterwaren  und  Hilfsstoffen.  Die 
X._______ verzollte am 15. April  2003 beim Zollamt Koblenz mit der 
Einfuhrdeklaration  Nr.  (...)  24'980  kg  Malz,  nicht  geröstet,  für  die 
menschliche Ernährung ohne Futtermittelanfall nach der Tarifnummer 
1107.1012 zum zollbegünstigten Ansatz von Fr. 1.50 je 100 kg brutto. 
Als  Verwendungsverpflichtung  wurde  die  Nr.  (...)  der  B._______AG 
angegeben,  die  in  der  Einfuhrdeklaration  auch  als  Importeurin 
bezeichnet  wurde.  Als  Empfängerin  der  Ware  erschien  die 
A._______AG  auf  der  Einfuhrdeklaration.  In  der  Rechnung  an  die 
A._______AG vom 14. April  2003 vermerkte die B._______AG „Laut 
unserem Abkommen liefern wir  Ihnen aus Malteries Franco-Suisses, 
France:  Franco  CH  Grenze,  unverzollt,  ohne  MWST  ...“  und  nahm 
Bezug auf die Verwendungsverpflichtung Nr. (...) der A._______AG.

B.
Nach  einer  Überprüfung  durch  das  Zollamt  Koblenz  teilte  die 
zuständige Zollkreisdirektion Schaffhausen der A._______AG am 24. 
November  2004  mit,  sie  werde  als  Importeurin  betrachtet  und  es 
bestehe  die  Absicht,  für  die  zu  Unrecht  zollbegünstigt  zugelassene 
Sendung die Abgabendifferenz zum normalen Ansatz von Fr. 134.-- je 
kg brutto  der  Tarifnummer 1107.1012 in  der Höhe von Fr. 33'433.25 
(ohne MWSt) nachzufordern. Die A._______AG nahm am 2. Dezember 
2004 dazu Stellung und machte geltend, sie habe die Verarbeitung von 
Malzgerste  zu  Malzmehl  von  der  C._______AG Basel  übernommen 
und irrtümlicherweise erst nach der Einfuhr des Postens vom 14. April 
2003  eine  Verwendungsverpflichtung  beantragt.  Sämtliche  Ware  sei 
jedoch  vorschriftsgemäss  verwendet  worden  (act.  8,  Beilage  der 
Vernehmlassung der Oberzolldirektion [OZD] vom 10. Juli 2006).

Am 7. Dezember 2004 erliess die Zollkreisdirektion Schaffhausen eine 
Verfügung,  durch  die  sie  für  zu  wenig  erhobene  Einfuhrabgaben 
Fr. 34'235.65 (Zolldifferenz plus Mehrwertsteuer) nachforderte.

Auf Beschwerde der A._______AG vom 24. Januar 2005 bestätigte die 

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OZD  mit  Entscheid  vom  11.  April  2006  den  Entscheid  der 
Zollkreisdirektion unter Kostenfolge zu Lasten der A._______AG.

C.
Die  A._______AG  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  reichte  gegen 
den  Entscheid  der  OZD  am  19.  Mai  2006  Beschwerde  bei  der 
Eidgenössischen Zollrekurskommission (ZRK) ein mit dem Begehren, 
der  Entscheid der  OZD vom 11. April  2006 sei  aufzuheben und die 
Beschwerdeführerin  sei  von  jeglicher  Nachentrichtung  der  Einfuhr-
abgaben zu befreien.

Sie  machte  im  Wesentlichen  geltend,  die  fragliche  zollbegünstigte 
Einfuhr  stütze sich sowohl  auf  die  Verwendungsverpflichtung Nr. (...) 
der B._______AG als auch auf diejenige der C._______AG mit der Nr. 
(...),  von  der  sie  durch  Universalsukzession  die  Produktion  als 
Rechtsnachfolgerin  übernommen  habe,  womit  auch  die  genannte 
Verwendungsverpflichtung  Nr.  (...)  auf  sie  übergegangen  sei.  Das 
Verhalten  der  Zollbehörden  sei  widersprüchlich,  denn  ein  analoger 
Import  vom 16. September 2003 habe lediglich zu einer Abmahnung 
mit  Fristansetzung zwecks Beibringung  der  fehlenden  Verwendungs-
verpflichtung geführt. Sie habe ausserdem den Nachweis erbracht, mit 
dieser  zollbegünstigten  Ware  ordnungskonform  und  korrekt 
umgegangen zu sein. Schliesslich erscheine es stossend und gleiche 
überspitztem  Formalismus,  wenn  ihr  aufgrund  eines  administrativen 
Versehens  eine  Nachbezugsverfügung  im  beanstandenden  Sinne 
auferlegt werde.

D.
Die OZD schloss in ihrer Vernehmlassung vom 10. Juli  2006 auf die 
Abweisung der Beschwerde.

Soweit  entscheidrelevant,  wird  auf  die  weiteren  Begründungen  der 
Verfahrensparteien in den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Bis zum 31. Dezember 2006 unterlagen erstinstanzliche Verfügun-
gen  oder  Beschwerdeentscheide  der  OZD der  Beschwerde  an  die 
ZRK. Das Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern es zuständig 

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ist, die Ende 2006 bei der ZRK hängigen Rechtsmittel. Die Beurteilung 
erfolgt  nach  neuem  Verfahrensrecht  (Art. 53  Abs. 2  des  Bundesge-
setzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]). Soweit das VGG nichts ande-
res  bestimmt,  richtet  sich  gemäss  Art. 37  VGG das  Verfahren  nach 
dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsver-
fahren  (VwVG,  SR  172.021). Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  zur 
Behandlung  der  Beschwerde  sachlich  wie  funktionell  zuständig 
(Art. 31 und Art. 33 Bst. d VGG). Auf die Beschwerde ist somit grund-
sätzlich einzutreten.

1.2 Am 1. Mai 2007 ist das neue Zollgesetz vom 18. März 2005 (ZG, 
SR 631.0) in Kraft getreten. Nach Art. 132 Abs. 1 ZG findet auf Zollver-
anlagungsverfahren, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes hängig sind, 
das bisherige Recht Anwendung. Das vorliegende Verfahren untersteht 
deshalb dem (alten) Zollgesetz vom 1. Oktober 1925 (aZG, AS 42 287 
und BS 6 465) sowie der Verordnung vom 10. Juli 1926 zum Zollgesetz 
(aZV, AS 42 339 und BS 6 514).

2.

2.1 Nach Art. 1 aZG hat, wer die Zollgrenze überschreitet oder Waren 
über die Zollgrenzen befördert, die Vorschriften der Zollgesetzgebung 
zu befolgen. Die Zollpflicht umfasst die Befolgung der Vorschriften für 
den  Verkehr  über  die  Grenze  (Zollpflicht)  und  die  Entrichtung  der 
gesetzlichen Abgaben (Zollzahlungspflicht). Der Zollmeldepflicht unter-
liegt nach Art. 9 Abs. 1 aZG, wer eine Ware über die Grenze bringt, 
sowie  der  Auftraggeber. Zollzahlungspflichtig  sind  nach  Art.  13  aZG 
die  in  Art.  9  aZG genannten  Personen,  sowie  diejenigen,  für  deren 
Rechnung die Waren eingeführt oder ausgeführt worden sind. Für die 
unter  Zollkontrolle  gestellten  Waren  hat  der  Zollmeldepflichtige  den 
Abfertigungsantrag zu stellen und je nach der Bestimmung der Waren 
die  Zolldeklaration  einzureichen  (Art.  31  Abs. 1  aZG).  Der  Gesetz-
geber  hat  den Kreis  der  Zollmelde-  und Zollzahlungspflichtigen  weit 
gezogen  (vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1751/2006 
vom 25. März 2009 E. 3.1.2, A-762/2007 vom 21. Januar 2009 E. 2.1, 
A-1757/2006  vom  21.  Juni  2007  E.  2.1;  Entscheid  der  ZRK  vom 
27. September  2002,  veröffentlicht  in  Verwaltungspraxis  der  Bundes-
behörden [VPB] 67.41 E. 2).

2.2 Das  Zollverfahren  ist  vom  Selbstdeklarationsprinzip  bestimmt 
(Art. 24  aZG).  Dem  Zollpflichtigen  obliegt  die  Verantwortung  für  die 

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rechtmässige  und  richtige  Deklaration  seiner  grenzüberschreitenden 
Warenbewegungen.  Er  ist  verpflichtet,  den  vorschriftsgemässen 
Abfertigungsantrag zu stellen (Art. 31 Abs. 1 aZG). Damit überbindet 
das  Zollgesetz  dem Zollmeldepflichtigen  die  volle  Verantwortung  für 
den eingereichten Abfertigungsantrag und stellt  hohe Anforderungen 
an  seine  Sorgfaltspflicht;  namentlich  wird  von  ihm  eine  vollständige 
und richtige Deklaration der Ware verlangt (vgl. statt vieler Urteile des 
Bundesgerichts  2A.539/2005  vom  12.  April  2006  E.  4.5  und  vom 
7. Februar  2001,  veröffentlicht  in  Archiv  für  Schweizerisches 
Abgaberecht  [ASA]  70  S.  334  E. 2c  mit  Hinweisen; Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts A-1765/2006 vom 30. März 2009 E. 2.2.2; 
Entscheid  der  ZRK vom 18. November  2003  [ZRK 2003-027]  E.  3a, 
bestätigt  im  unveröffentlichten  Urteil  des  Bundesgerichts  2A.1/2004 
vom  31.  März  2004  E.  2.1;  Entscheid  der  ZRK  vom  15. November 
2005, veröffentlicht in VPB 70.55 E. 2a). 

2.3 Gemäss Art. 18 Abs. 1 aZG sind zollpflichtige Waren, die je nach 
ihrer Verwendung verschiedenen Ansätzen unterliegen, auf Ansuchen 
gegen Verwendungsnachweis zu den für  die entsprechende Verwen-
dungsart festgesetzten niedrigeren Ansätzen abzufertigen, soweit der 
Zolltarif  nicht  gänzliche  Befreiung  vorsieht.  An  Stelle  des  Verwen-
dungsnachweises kann unter Vorbehalt jederzeitiger Nachprüfung eine 
vom Verbraucher der Ware auszustellende Verwendungsverpflichtung 
(Revers)  angenommen und  die  Abfertigung  zum  niedrigeren  Ansatz 
bewilligt werden (Art. 18 Abs. 4 aZG und Art. 40 Abs. 4 aZV; Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-1687/2006  vom  18.  Juni  2007  E.  2.2; 
Entscheid der ZRK vom 30. November 2004 [ZRK 2003-026] E. 2b). 
Nach Art. 40 Abs. 4 aZV kann auch von Händlern eine entsprechende 
Verpflichtung  angenommen  werden,  wenn  niedrig  verzollte  Waren 
vorübergehend in deren Verfügungsmacht gelangen.

Art. 40 Abs. 3 aZV schreibt vor, dass eine Verzollung provisorisch zum 
höheren  Ansatz  erfolgt,  wenn  bei  der  Einfuhr  der  Anspruch  auf 
Zulassung zum niedrigeren Ansatz gestellt, der Verwendungsnachweis 
aber  nicht  geleistet  werden  kann  und  auch  keine  angenommene 
Verwendungsverpflichtung  vorliegt.  In  diesem  Fall  wird  die  Ware 
nachträglich  zum  niedrigeren  Ansatz  zugelassen,  wenn  binnen  60 
Tagen  oder  einer  von  der  OZD  festgesetzten  längeren  Frist  ein 
entsprechendes  Gesuch  gestellt  und  der  Verwendungsnachweis 
erbracht oder eine Verwendungsverpflichtung eingegangen wird.

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Der  Verwendungsnachweis  ist  dadurch,  dass  die  Ware  für  einen 
anderen als  den zollbegünstigten Zweck unbrauchbar  gemacht  wird, 
oder auf andere, von der OZD als genügend befundene Weise bei der 
Einfuhr zu erbringen (Art. 40 Abs. 1 und 2 aZV).

3.

3.1 Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdeführerin als Verbraucherin 
und Importeurin der eingeführten Ware die Verwendungsverpflichtung 
(Revers)  einzugehen,  da  ihr  die  niedrig  verzollte  Sendung  von  der 
B._______AG  franco  Schweizer  Grenze,  unverzollt  und  ohne 
Mehrwertsteuer, zur Verfügung gestellt  wurde und damit  nie im Sinn 
des Art. 40 Abs. 4 aZV vorübergehend in die Verfügungsmacht eines 
Händlers  gelangt  ist.  Ohnehin  verfügte  die  B._______AG  mit  der 
Verwendungsverpflichtung  Nr.  (...)  vom  6.  Dezember  1999  (act. 11 
Vernehmlassung  OZD)  nicht  über  eine  Verwendungsverpflichtung, 
Waren  „zur  menschlichen  Ernährung  ohne  Futtermittelanfall“ 
zollbegünstigt  einzuführen.  Deren  Verwendungsverpflichtung  Nr.  (...) 
bezieht sich einzig auf die Verwendung „pour la fabrication de malt à 
brasser  ou  de  la  bière“.  Damit  konnte  die  fragliche  Einfuhr  der 
Beschwerdeführerin  nicht  gestützt  auf  die  Verwendungsverpflichtung 
Nr. (...) zollbegünstigt werden.

Unbestrittenermassen  verfügte  auch  die  Beschwerdeführerin  am 
15. April  2003 nicht über eine Verwendungsverpflichtung, Waren „zur 
menschlichen  Ernährung  ohne  Futtermittelanfall“  zollbegünstigt 
einzuführen. Der Verweis der B._______AG in der Rechnung vom 14. 
April  2003  auf  die  Verwendungsverpflichtung  Nr.  (...)  der 
Beschwerdeführerin („Verwendung zur menschlichen Ernährung“ vom 
1. März 2000 und zu „Futterzwecken“ vom 23. August  2001,  act. 13 
Vernehmlassung OZD ) ist deshalb unbehelflich.

3.2 Abzuklären  ist  deshalb  lediglich  noch,  ob  sich  die  Beschwerde-
führerin für die Einfuhr der zollbegünstigten Waren am 15. April 2003 
auf  die  Verwendungsverpflichtung  Nr.  (...)  der  C._______AG  vom 
28. Oktober  1999  (act.  16  Vernehmlassung  OZD)  stützen  kann.  Sie 
macht in dieser Hinsicht geltend, sie habe die C._______AG bzw. die 
Produktion  dieser  Firma  übernommen,  sei  demgemäss  (durch 
Universalsukzession) als Rechtsnachfolgerin stillschweigend mit allen 
Rechten und Pflichten in den Vertrag zwischen der B._______AG und 
der  C._______AG eingetreten  und  könne  selbstverständlich  zwecks 

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Umsetzung  der  Produktionsübernahme  auch  die 
Verwendungsverpflichtung  der  C._______AG  Nr.  (...)  in  Anspruch 
nehmen (vgl. Beschwerde an die ZRK, Ziff. 2.7, S. 6).

Das  Bundesverwaltungsgericht  kann  diese  Ansicht  nicht  teilen.  Die 
Beschwerdeführerin  beruft  sich  für  ihre  Behauptung  einzig  auf  das 
Schreiben  der  B._______AG  vom  9.  April  2003,  wonach  sie  den 
Vertrag  zwischen  der  B._______AG  und  der  C._______AG 
übernommen  habe  (act.  19  Vernehmlassung  OZD).  Daraus  kann 
weder  gefolgert  werden,  die  Beschwerdeführerin  habe  die 
C._______AG (durch Fusion) übernommen (jedenfalls existierte diese 
noch  am  28.  Juni  2006,  vgl.  Handelsregisterauszug,  act.  17 
Vernehmlassung OZD), noch sie sei durch Universalsukzession in alle 
deren  Rechte  und  Pflichten  eingetreten.  Es  kommt  dazu,  dass  die 
Beschwerdeführerin  offensichtlich  nach  einer  Erkundigung  bei  der 
OZD am 20. Januar 2005 unwidersprochen zur Kenntnis genommen 
hatte,  dass  die  Verwendungsverpflichtung  Nr. (...)  der  C._______AG 
zugehörte (vgl. Beschwerdebeilage 9 zur Beschwerde vom 24. Januar 
2005,  act. 10  Vernehmlassung OZD) und die  Beschwerdeführerin  in 
ihrer Beschwerde an die OZD vom 24. Januar 2005 (Ziff. 4.1 S. 6, act. 
10 Vernehmlassung OZD; vgl. auch Beschwerde an die ZRK vom 19. 
Mai  2006,  Ziff.  2.7,  S. 6,  act.  1)  ausserdem anerkennt,  sie  und  die 
C._______AG hätten sich über diesen Punkt weder unterhalten noch 
konkrete Absprachen getroffen. 

Im öffentlichen Recht ist die Übertragbarkeit von Rechten und Pflich-
ten  (ohne  gesetzliche  Grundlage)  grundsätzlich  ausgeschlossen 
(ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines Verwaltungs-
recht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf 2006,  Rz. 826 mit  Verweis auf VPB 
38 Nr. 58, S. 57) oder bedarf auch mit  einer gesetzlichen Grundlage 
der  Zustimmung  der  Verwaltung  (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O., 
Rz. 833 f.). Weder das aZG noch die aZV sehen vor, dass eine Ver-
wendungsverpflichtung  übertragen  werden,  und  noch  viel  weniger, 
dass  dies  ohne  die  Zustimmung  oder  Benachrichtigung  der 
Zollbehörden  erfolgen  könnte,  sieht  doch  Art.  18  Abs.  4  aZG  aus-
drücklich  vor,  dass  eine  Verwendungsverpflichtung  nur  ausgestellt 
werde,  sofern  es die  Verhältnisse rechtfertigen; diese abzuklären ist 
Aufgabe  der  Zollbehörden.  Es  besteht  damit  kein  Anspruch  auf  die 
Ausstellung  einer  Verwendungsverpflichtung;  umso  weniger  kann  es 
eine  stillschweigende  und  der  Zollverwaltung  nicht  notifizierte 
Übertragung einer solchen Verwendungsverpflichtung geben. Ohnehin 

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nicht nachgewiesen ist schliesslich – wie erläutert  – die von der Be-
schwerdeführerin  behauptete Universalsukzession in  die Rechte und 
Pflichten  der  C._______AG  oder  sogar  deren  Übernahme  durch 
Fusion. Damit hat sich die Beschwerdeführerin für die fragliche Einfuhr 
vom 15. April  2003 auch nicht  auf  die Verwendungsverpflichtung Nr. 
(...) der C._______AG (act. 16 Vernehmlassung OZD) berufen können.

3.3 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, das Verhalten der 
Zollbehörden sei widersprüchlich; sie habe den Nachweis erbracht, mit 
dieser  zollbegünstigten  Ware  ordnungskonform  und  korrekt  umge-
gangen zu sein und es erscheine stossend und gleiche überspitztem 
Formalismus,  wenn  der  Beschwerdeführerin  aufgrund  eines  admi-
nistrativen Versehens eine Nachbezugsverfügung im beanstandenden 
Sinne auferlegt werde.

Das Zollverfahren ist vom Selbstdeklarationsprinzip bestimmt (Art. 24 
aZG);  dem  Zollpflichtigen  obliegt  die  Verantwortung  für  die  recht-
mässige  und  richtige  Deklaration  seiner  grenzüberschreitenden 
Warenbewegungen;  dem  Zollmeldepflichtigen  wird  die  volle  Verant-
wortung für den eingereichten Abfertigungsantrag überbunden und es 
werden hohe Anforderungen an seine Sorgfaltspflicht gestellt (E. 2.2). 
Wenn  die  Zollbehörde  im  Fall  der  (gleichartigen)  Einfuhr  am 
16. September  2003 im Rahmen einer formellen Revision feststellte, 
dass die Beschwerdeführerin nicht über die notwendige Verwendungs-
verpflichtung verfügte und deshalb eine provisorische Verzollung nach 
Art. 40 Abs. 3 aZV vornahm, war dies durchaus im Einklang mit den 
gesetzlichen Vorschriften. Es kann der Zollbehörde nicht vorgeworfen 
werden, dass sie die unrichtige Verzollung der Einfuhr vom 15. April 
2003 erst  nachträglich bemerkte und richtig  stellte; vielmehr  hat  die 
Beschwerdeführerin  ihre  Pflicht  zur  korrekten  Selbstdeklaration 
verletzt. Durch den Verweis auf eine falsche Verwendungsverpflichtung 
sowohl  in  der  Einfuhrdeklaration  (act.  3  Vernehmlassung  OZD)  als 
auch auf  der  Rechnung der  B._______AG (act. 14  Vernehmlassung 
OZD) hat sie verhindert, dass eine provisorische Verzollung nach Art. 
40 Abs. 3 aZV vorgenommen wurde mit der Folge, dass die fehlende 
Verwendungsverpflichtung hätte beigebracht oder der zollbegünstigte 
Verwendungsnachweis  erbracht  werden  können.  Dafür  trägt  die 
Beschwerdeführerin die volle Verantwortung.

Die Beschwerdeführerin hat durch die Vorlage ihrer Lagerbuchhaltung 
für die Monate April bis Oktober 2003 den geforderten Verwendungs-

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nachweis gemäss Art. 40 Abs. 2 aZV nicht erbracht, denn gestützt auf 
Art.  40  Abs.  1  aZV  war  dieser  Verwendungsnachweis  (mangels 
Beibringung  einer  Verwendungsverpflichtung)  anlässlich  der  Einfuhr-
abfertigung (demnach am 15. April 2003) bzw. allenfalls – bei Abwick-
lung  des  Verfahrens  mittels  provisorischer  Verzollung  nach  Art. 40 
Abs. 3  aZV  (vgl.  dazu  E.  2.3)  –  binnen  60  Tagen  nach  Einfuhr 
(demnach  bis  zum  14.  Juni  resp.  16.  Juni  2003)  zu  erbringen.  Die 
Beschwerdeführerin behauptet zu Recht nicht, dies getan zu haben.

Es  ist  schliesslich  auch  nicht  stossend  und  gleicht  angesichts  der 
hohen  Anforderungen  im  Zollverfahren  und  der  Pflicht  der 
Selbstdeklaration (E. 2.2) keinem überspitztem Formalismus, sondern 
erfüllt die Forderung der Gleichbehandlung aller Zollpflichtigen, wenn 
der  Beschwerdeführerin  aufgrund  ihres  „administrativen  Versehens“ 
(vgl.  Beschwerde  vom  19.  Mai  2006,  Ziff.  3.4,  S.  11,  act.  1 
Vernehmlassung  OZD)  eine  Nachbezugsverfügung  zugestellt  wurde 
und die eingeführte Ware zum Normaltarif zu verzollen war. Vielmehr 
war die Zollbehörde gehalten und verpflichtet,  das zwingende Recht 
durchzusetzen.

4.
Dem Gesagten zufolge ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen. 
Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'300.-- sind der Beschwer-
deführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 4  des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  und  mit  dem 
geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'800.-- zu verrechnen. Der Rest 
von Fr. 500.-- ist der Gerichtskasse nach Eintritt der Rechtskraft dieses 
Urteils  zu  überweisen.  Eine  Parteientschädigung  ist  nicht  zuzu-
sprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 3'300.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 2'800.--  verrechnet.  Der  Restbetrag  von  Fr.  500.--  ist  innert  30 
Tagen  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  zu 
Gunsten  der  Gerichtskasse  zu  überweisen.  Die  Zustellung  des 
Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Markus Metz Jürg Steiger

Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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