# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76e25df9-926b-53e2-b8c8-3981430bd6ed
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-12-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.12.2012 C-713/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-713-2010_2012-12-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-713/2010/mes/wam 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  D e z e m b e r  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 

Richter Daniel Stufetti,  

Richter Francesco Parrino,    

Gerichtsschreiber Marc Wälti. 
 

 
 

Parteien 

 
X._______,   

vertreten durch Y._______, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18,  

Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Invalidenversicherung. 

 

 

C-713/2010 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Auf ihr Leistungsgesuch vom 31. Januar 2005 hin gewährte die IV-Stelle 

des Kantons A._______ (im Folgenden: IV-Stelle A._______) der damals 

in der Schweiz wohnhaft gewesenen, im Jahre 1971 geborenen und ver-

heirateten Schweizer Bürgerin X._______ (im Folgenden: Beschwerde-

führerin; vgl. act. 1 und 2) mit Verfügung vom 29. Mai 2006 rückwirkend 

ab dem 1. März 2005 eine ganze ordentliche Invalidenrente der Schwei-

zerischen Invalidenversicherung (IV), samt entsprechender Zusatzrenten 

für ihre drei Kinder (vgl. act. 31 und 32; vgl. auch 26 bis 29). Da die Be-

schwerdeführerin ihren Wohnsitz in die Türkei verlegt hatte (vgl. act. 33 

und 34), überwies die IV-Stelle A._______ die Akten am 14. Juli 2006 zu-

ständigkeitshalber der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: 

IVSTA oder Vorinstanz; vgl. act. 39). Am 18. Juli 2006 berechnete die 

Schweizerische Ausgleichskasse (SAK) die ganzen Invalidenrenten der 

Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 1. August 2006 neu (vgl. act. 

40). 

B.  

In der Folge führte die Vorinstanz ein Revisionsverfahren durch (vgl. act. 

47 bis 70) und setzte die ganze Invalidenrente samt Zusatzrenten der 

Beschwerdeführerin mit der den Vorbescheid vom 4. Juni 2009 (act. 71) 

im Wesentlichen bestätigenden Verfügung vom 6. August 2009 mit Wir-

kung ab dem 1. Oktober 2009 auf eine Viertelsinvalidenrente samt Zu-

satzrenten herab. Zur Begründung führte die Vorinstanz im Wesentlichen 

aus, aufgrund neu erhobener Unterlagen sei erstellt, dass die Beschwer-

deführerin seit dem 24. November 2008 in der bisherigen bzw. zuletzt bis 

zum 6. Februar 2004 ausgeübten Erwerbstätigkeit als Stoffkontrolleurin 

(vgl. act. 2 S. 4 sowie act. 6 und 54) sowie in leidensangepassten Ver-

weisungstätigkeiten zu 60% arbeitsfähig sei. Demnach resultiere eine 

Erwerbseinbusse bzw. ein Invaliditätsgrad von 40%, der einen Anspruch 

der Beschwerdeführerin auf eine Viertelsinvalidenrente zuzüglich ent-

sprechender Kinderrenten begründe (vgl. act. 82). 

C.  

Mit Beschwerde vom 9. September 2009 gelangte die Beschwerdeführe-

rin an das Sozialversicherungsgericht des Kantons A._______ und bean-

tragte unter Beilage medizinischer Vorakten (act. 8, 14, 24, 63, 64 und 

77) sowie eines fachärztlichen Berichtes der Dres. med. B._______ und 

C._______ vom 12. November 2009 sinngemäss, in Abänderung der Ver-

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Seite 3 

fügung der Vorinstanz vom 6. August 2009 sei ihr weiterhin eine ganze 

Invalidenrente samt Zusatzrenten auszurichten. Zugleich stellte die Be-

schwerdeführerin ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Erlass der Verfahrenskosten). Zur Begründung führte sie 

im Wesentlichen aus, auf das der angefochtenen Verfügung zugrunde 

liegende psychiatrische Gutachten von Dr. med. D._______ vom 15. De-

zember 2008 (act. 64) könne nicht abgestellt werden. Diese Expertise 

beinhalte weder eine ausreichend genaue Einschätzung ihrer Arbeitsfä-

higkeit noch nachvollziehbare und zuverlässige Ausführungen dazu, ob 

sich ihr Gesundheitszustand anspruchsrelevant verändert habe. Eine die 

streitige Revisionsverfügung rechtfertigende Veränderung des Gesund-

heitszustandes liege nicht vor. Vielmehr hätten die Dres. med. E._______ 

und F._______ keine Verbesserung ihrer psychischen Leiden festgestellt 

(vgl. act. 77) und ihr zu Recht eine vollschichtige Arbeitsunfähigkeit attes-

tiert – wie auch Dr. med. G._______ (vgl. act. 63). 

D.  

Mit Urteil vom 30. Oktober 2009 trat das Sozialversicherungsgericht des 

Kantons A._______ auf die Beschwerde vom 9. September 2009 nicht 

ein (vgl. act. 87) und überwies am 5. Februar bzw. 23. März 2010 die Sa-

che zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht.  

E.  

In ihrer Vernehmlassung vom 14. September 2009 beantragte die Vorin-

stanz, die Beschwerde vom 9. September 2009 sei abzuweisen und die 

angefochtene Verfügung vom 6. August 2009 zu bestätigen. Angesichts 

des zuverlässigen psychiatrischen Gutachtens von Dr. med. D._______ 

(act. 64) sowie der übrigen medizinischen Akten sei erstellt, dass die Be-

schwerdeführerin seit dem 24. November 2008 generell nur noch zu 40% 

arbeitsunfähig sei. 

F.  

Ihr Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Erlass der 

Verfahrenskosten) zog die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 21. 

Juni 2010 zurück. Den mit Zwischenverfügung vom 22. September 2010 

einverlangten Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 300.- leistete sie am 

12. Oktober 2010.  

G.  

Mit Replik vom 21. Oktober 2010 bestätigte die Beschwerdeführerin ihre 

Rechtsbegehren. Sie führte ihre bisherige Begründung ergänzend im 

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Seite 4 

Wesentlichen aus, im vorinstanzlichen Verfahren seien ihr Suizidversuch 

im Jahre 2007 sowie eine von den Dres. med. E._______ und F._______ 

am 6. Juli 2009 diagnostizierte schwere depressive Episode zu Unrecht 

nicht berücksichtigt worden.  

H.  

In ihrer Duplik vom 28. Oktober 2010 bestätigte die Vorinstanz ihren An-

trag und dessen Begründung. 

I.  

Am 8. November 2010 wurde der Schriftenwechsel geschlossen. Auf Ver-

fügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Oktober 2012 hin teilte 

die Beschwerdeführerin am 19. November 2012 unter Beilage von Do-

kumenten aus der Zeit vom 28. Mai 2010 bis zum 14. November 2012 

fristgerecht mit, sie habe die Schweiz im Jahre 2006 verlassen und bis 

zum 22. März 2009 in der Türkei gewohnt. Seither wohne sie wieder in 

der Schweiz und besuche ihren Ehemann und ihre Kinder in der Türkei 

jeweils einzig während den Sommerferien. Ein Sohn von ihr studiere in 

Deutschland und besuche sie oft in der Schweiz.  

J.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten 

Unterlagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägun-

gen näher eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Zu beurteilen ist die Beschwerde vom 9. September 2009 gegen die Ver-

fügung vom 6. August 2009, mit der die Vorinstanz die ganze Invaliden-

rente der Beschwerdeführerin samt entsprechender Zusatzrenten revi-

sionsweise mit Wirkung per 1. Oktober 2009 auf eine Viertelsinvaliden-

rente samt Zusatzrenten herabgesetzt hat. 

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We-

sentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 

über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 

SR 172.021 [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des Bundesgesetzes vom 6. 

Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

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Seite 5 

(ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. d
bis

 VwVG]). Dabei finden nach 

den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln diejenigen Verfahrens-

regeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung in 

Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch Art. 53 Abs. 2 VGG). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie 

vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vorins-

tanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört 

auch die IVSTA, die mit Verfügungen über Leistungen der IV befindet (Art. 

33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 

19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]).  

Das mit der angefochtenen Verfügung der IVSTA vom 6. August 2009 ab-

geschlossene vorinstanzliche Revisionsverfahren wurde am 22. April 

2008 eröffnet. Aufgrund der Ausführungen der Beschwerdeführerin sowie 

der Akten, namentlich auch der von ihr im vorliegenden Verfahren nach-

gereichten Dokumente aus der Zeit vom 28. Mai 2010 bis zum 14. No-

vember 2012 (vgl. lit. I hiervor; vgl. auch act. 33 und 34), ist davon aus-

zugehen, dass sie vom 15. Juli 2006 bis zum 21. März 2009 in der Türkei 

Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Unter diesen Umständen  

war die Vorinstanz zum Erlass der angefochtenen Verfügung zuständig, 

obwohl die Beschwerdeführerin seit dem 22. März 2009 wieder in der 

Schweiz wohnt (perpetuatio fori, vgl. Art. 88 Abs. 1 der Verordnung vom 

17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201] i.V.m. 

Art. 40 Abs. 1 und 3 IVV in der Fassung vom 15. Juni 1992 [AS 1992 

1251]; im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung noch kei-

ne Anwendung fand Art. 40 Abs. 1, 2
quater

 und 3 IVV in der Fassung vom 

16. Nov. 2011 [AS 2011 5679]). 

Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig. 

1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundesver-

waltungsgericht legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung berührt 

ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 

hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG).  

 

Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren als Partei teil-

genommen. Als Adressatin ist sie durch die angefochtene Verfügung be-

sonders berührt und hat sie an deren Aufhebung bzw. Änderung ein 

http://www.admin.ch/ch/d/as/2011/5679.pdf

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schutzwürdiges Interesse. Aufgrund der Akten ist zudem davon auszu-

gehen, dass der Beschwerdeführerin dieses Erkenntnis am 10. August 

2009 eröffnet wurde. Folglich hat sie ihre Beschwerde fristgerecht beim 

unzuständigen Sozialversicherungsgericht des Kantons A._______ einge-

reicht. Da die Beschwerdeeinreichung bei irgendeiner schweizerischen 

Behörde zur Fristwahrung ausreicht, und die Beschwerdeführerin auch 

den einverlangten Kostenvorschuss innert Frist geleistet hat, ist auf die im 

Übrigen formgerechte Beschwerde vom 9. September 2009 einzutreten 

(vgl. Art. 60 ATSG, Art. 52 Abs. 1 und 63 Abs. 4 VwVG sowie zum Ganzen 

UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., A._______ 2009 [im Folgenden: 

KIESER, ATSG], Rz. 10 Bst. c zu Art. 60 sowie Rz. 9 ff. zu Art. 39).  

2.  

Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt wer-

den, die vorinstanzliche Verfügung verletze Bundesrecht (einschliesslich 

Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe auf einer un-

richtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sach-

verhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-

gehren der Parteien gebunden (vgl. Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen 

seiner Kognition (vgl. Art. 49 VwVG) kann es die Beschwerde auch aus 

anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den ange-

fochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungs-

rechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212). 

2.2 Die Beschwerdeführerin ist Schweizer Bürgerin und hatte im Zeit-

punkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung Wohnsitz in der 

Schweiz. Demnach beurteilt sich die vorliegend streitige Frage, ob ihre 

ganzen Invalidenrenten zu Recht mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2009 

auf Viertelsinvalidenrenten herabgesetzt wurden, allein aufgrund schwei-

zerischer Rechtsvorschriften. Ferner besteht für die rechtsanwendenden 

Behörden in der Schweiz keine Bindung an die Feststellungen ausländi-

scher Versicherungsträger, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad 

und Anspruchsbeginn (vgl. BGE 130 V 253 E.4 und AHI 1996, S. 179; vgl. 

auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Aus-

land stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigung des Gerichts 

(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute: 

C-713/2010 

Seite 7 

Bundesgericht] vom 11. Dezember 1981 i.S. D.; zum Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung vgl. BGE 125 V 351 E. 3a). 

2.3 In zeitlicher Hinsicht ist zunächst festzuhalten, dass Rechts- und 

Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des Er-

lasses der streitigen Verfügung (hier: 6. August 2009) eintraten, im vor-

liegenden Verfahren grundsätzlich nicht zu berücksichtigen sind (vgl. 

BGE 130 V 329 sowie BGE 129 V 1 E. 1.2, je mit Hinweisen). Allerdings 

können Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter 

Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (vgl. 

BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). 

2.4 Die Sache beurteilt sich nach denjenigen materiellen Rechtssätzen, 

die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Gel-

tung hatten (vgl. BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für 

die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem 

Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 

130 V 445). 

Damit finden grundsätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften An-

wendung, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 6. August 

2009 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem 

Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung 

der streitigen Rentenherabsetzung von Belang sind (für das IVG: ab dem 

1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV-

Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 

2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; zudem die IVV in den entsprechen-

den Fassungen der 4. und 5. IV-Revision). Noch keine Anwendung findet 

vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmen-

paket der 6. IV-Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 

2011 5659]).  

 

Ferner sind das ATSG und die Verordnung vom 11. September 2002 über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) 

anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Arbeits-

unfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8), des 

Einkommensvergleichs (Art. 16) sowie der Revision der Invalidenrente 

und anderer Dauerleistungen (Art. 17) entsprechen den bisherigen von 

der Rechtsprechung zur Invalidenversicherung entwickelten Begriffen und 

Grundsätzen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1 ff.). Daran hat sich auch nach 

http://www.admin.ch/ch/d/as/2011/5659.pdf
http://www.admin.ch/ch/d/as/2011/5659.pdf

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Seite 8 

Inkrafttreten der 5. IV-Revision nichts geändert, weshalb nachfolgend auf 

die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen wird. 

3.  

Im Folgenden werden die für die Beurteilung der Streitsache wesentli-

chen Bestimmungen des Invalidenversicherungsrechts und von der 

Rechtsprechung dazu entwickelte Grundsätze dargestellt. 

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit oder Unmöglichkeit, sich im bis-

herigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 1 und 3 ATSG). Nach 

Art. 4 IVG kann die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit 

oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die 

Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art 

und Schwere erreicht hat (Abs. 2).  

Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach medizinischen Kriterien 

definiert, sondern nach der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen 

oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (BGE 110 V 273 E. 

4a, BGE 102 V 165). Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten 

nicht nur im angestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern –  

wenn erforderlich – auch in zumutbaren anderen, sogenannten Verwei-

sungstätigkeiten zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich 

nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen zu er-

mitteln. Bei der Bemessung der Invalidität kommt es somit einzig auf die 

objektiven wirtschaftlichen Folgen einer funktionellen Behinderung an, 

und nicht allein auf den ärztlich festgelegten Grad der funktionellen Ein-

schränkung (BGE 110 V 273; ZAK 1985 S. 459).  

3.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% besteht Anspruch auf 

eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% An-

spruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindes-

tens 50% Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem solchen von 

mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG 

in der bis Ende 2007 gültig gewesenen bzw. Art. 28 Abs. 2 IVG in der seit 

1. Januar 2008 geltenden Fassung). Renten die einem Invaliditätsgrad 

von weniger als 50% entsprechen, werden jedoch nur an Versicherte 

ausgerichtet, die Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in 

der Schweiz haben (vgl. Art. 28 Abs. 1
ter

 IVG in der bis Ende 2007 gelten-

den Fassung bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG in der seit dem 1. Januar 2008 gel-

tenden Fassung; zum Begriff des Wohnsitzes sowie des gewöhnlichen 

http://links.weblaw.ch/BGE-110-V-273
http://links.weblaw.ch/BGE-102-V-165
http://links.weblaw.ch/BGE-110-V-273

C-713/2010 

Seite 9 

Aufenthalts vgl. BGE 127 V 237 E. 1 mit Hinweisen SOWIE KIESER, ATSG, 

Rz. 15 ff., insbes. Rz. 17 zu Art. 13), was laut Rechtsprechung eine be-

sondere Anspruchsvoraussetzung darstellt (vgl. BGE 121 V 264 E. 6c). 

  

Aufgrund der Ausführungen der Beschwerdeführerin und der Akten (vgl. 

lit. I hiervor; vgl. auch act. 33 und 34) ist davon auszugehen, dass sie ih-

ren Wohnsitz sowie gewöhnlichen Aufenthalt seit dem 22. März 2009 in 

der Schweiz hat. Im vorliegend massgebenden Zeitpunkt des Erlasses 

der streitigen Verfügung vom 6. August 2009 (vgl. E. 2.3 hiervor) erfüllte 

demnach die Beschwerdeführerin die vorerwähnte Anspruchsvoraus-

setzung. 

3.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades Erwerbstätiger wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidi-

tät und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus-

geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), 

in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 

ATSG). Dieser Einkommensvergleich hat in der Regel so zu erfolgen, 

dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög-

lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich 

aus der – unter Berücksichtigung allfälliger rentenwirksamer Änderungen 

der Vergleichseinkommen bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung 

(hier: 6. August 2009) – resultierenden Einkommensdifferenz der Invalidi-

tätsgrad bestimmen lässt. Soweit die fraglichen Erwerbseinkommen zif-

fernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe 

der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonne-

nen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode 

des Einkommensvergleichs; vgl. hierzu BGE 129 V 222 E. 4.1, BGE 128 

V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b, je mit Hinweisen; ZAK 1990 S. 

518 E. 2; KIESER, ATSG, Rz. 8 zu Art. 16).  

Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in 

einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Viel-

mehr kann statt eines Einkommensvergleichs auch eine Gegenüber-

stellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne Invalidität erzielbare 

hypothetische Erwerbseinkommen ist diesfalls mit 100% zu bewerten, 

während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Pro-

zentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der In-

validitätsgrad ergibt (sogenannter Prozentvergleich; vgl. hierzu Urteile 

C-713/2010 

Seite 10 

des BGer 9C_785/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 2.2 und E. 4, 

8C_224/2009 vom 27. Juli 2009 E. 4.2, 8C_755/2009 vom 8. Januar 2009 

E. 4.3.1 f., I 756/02 vom 23. März 2003 E. 3 und BGE 114 V 310 E. 3a, je 

mit Hinweisen).  

3.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so 

wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft ent-

sprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Rentenrevision; vgl. 

Art. 17 Abs. 1 ATSG).  

3.4.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 

tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und 

damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine Invalidenrente ist dem-

nach nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheits-

zustandes revidierbar, sondern auch dann, wenn sich die erwerblichen 

Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes er-

heblich verändert haben (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5 und BGE 117 V 198 

E. 3b, je mit Hinweisen). Dagegen ist die unterschiedliche Beurteilung ei-

nes im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts kein Revisi-

onsgrund; unterschiedliche Beurteilungen sind revisionsrechtlich nur dann 

beachtlich, wenn sie Ausdruck von Änderungen der tatsächlichen Ver-

hältnisse sind (vgl. BGE 115 V 308 E. 4a/bb, BGE 112 V 387 E. 1b und 

BGE 371 E. 2b, je mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 104 E. 3a; ZAK 

1987 S. 36 ff.) . 

 

Eine anspruchsbeeinflussende Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit 

(vgl. Art. 7 ATSG) ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Un-

terbrechung drei Monate angedauert hat, eine Verbesserung allerdings 

nur dann, wenn sie nach Ablauf der drei Monate voraussichtlich weiterhin 

andauern wird (vgl. Art. 88a Abs. 1 und 2 IVV in den ab dem 1. März 2004 

bis Ende 2011 gültig gewesenen Fassungen; Art. 29 Abs. 1 IVG in der bis 

Ende 2007 sowie der ab dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung ist in 

derartigen Konstellationen nicht anwendbar; vgl. BGE 109 V 125 E. 4a). 

3.4.2 Ob eine massgebliche Änderung in dem für den Invaliditätsgrad er-

heblichen Tatsachenspektrum überwiegend wahrscheinlich eingetreten ist 

(vgl. zum im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie-

genden Wahrscheinlichkeit BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen), beurteilt 

sich im Revisionsverfahren durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit-

punkt der letzten eröffneten und rechtskräftigen Verfügung, welche auf ei-

ner umfassenden materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechts-

C-713/2010 

Seite 11 

konformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung 

eines Einkommensvergleichs (vgl. Art. 16 ATSG) – bei Anhaltspunkten für 

eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-

stands – beruht, mit dem Sachverhalt zur Zeit der streitigen neuen Verfü-

gung (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweisen). 

3.5 Um zuverlässig beurteilen zu können, ob der Invaliditätsgrad seit Er-

lass der früheren rechtskräftigen Verfügung überwiegend wahrscheinlich 

eine anspruchsrelevante Änderung erfahren hat, ist die Verwaltung – und 

im Beschwerdeverfahren das Gericht – in der Regel auf Unterlagen an-

gewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheits-

zustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig (vgl. 

hierzu Art. 6 ATSG) ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung 

dem Versicherten noch zugemutet werden kann (sog. leidensangepasste 

Verweisungstätigkeit vgl. ZAK 1986 S. 204 f.; vgl. zum Ganzen auch BGE 

115 V 133 E. 2, BGE 114 V 310 E. 3c, BGE 113 V 22 E. 4a, BGE 111 V 

235 E. 2a und BGE 105 V 156 E. 1, je mit Hinweisen). 

Für den Beweiswert eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und Situation einleuchtet, und ob die Schlussfolgerun-

gen der Experten begründet und in sich widerspruchsfrei sind. Auch auf 

Beurteilungen versicherungsinterner Ärzte der Vorinstanz oder von Ärzten 

eines regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) darf nur abgestellt werden, 

sofern sie diesen beweisrechtlichen Anforderungen genügen. Nicht in je-

dem Einzelfall zwingend erforderlich ist, dass solche Ärzte den Versicher-

ten persönlich untersuchen. Das Fehlen eigener Untersuchungen vermag 

daher ihre Stellungnahmen für sich alleine nicht in Frage zu stellen. Dies 

gilt insbesondere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung der 

erwerblichen Folgen eines bereits feststehenden medizinischen Sachver-

halts geht, folglich die direkte ärztliche Befassung mit dem Versicherten in 

den Hintergrund rückt.  

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die 

Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen medizinischen Beurteilung als Bericht, Gutachten 

C-713/2010 

Seite 12 

oder Stellungnahme (vgl. zum Ganzen die Urteile des Bundesgerichts 

9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 und I 1094/06 vom 14. Novem-

ber 2007 E.3.1.1 sowie BGE 125 V 351 E. 3.a und E. 3b/ee, je mit Hin-

weisen). Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung als mit dem Grund-

satz der freien Beweiswürdigung vereinbar, einem Gutachten externer 

Spezialärzte bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 

sofern keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen, sie aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-

gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-

rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen (vgl. hierzu BGE 

125 V 351 E. 3b/bb mit Hinweisen; AHI 2001 S.114 E. 3b; Urteil des EVG 

I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). Berichte der behandelnden Ärzte 

dagegen sind – obschon ihren Erkenntnissen durchaus Gehör zu schen-

ken ist – aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Pati-

enten mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein praktizieren-

den Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2, BGE 125 V 351 

E. 3b/cc sowie Urteil des EVG I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4, je mit 

Hinweisen). 

4.  

Angesichts dieser Vorgaben sowie in Würdigung der Vorakten ist vorab 

festzuhalten, dass vor Erlass der streitigen Verfügung eine umfassende 

materielle Anspruchsprüfung letztmals im Rahmen jenes Verfahrens 

stattgefunden hat, das der unangefochten in formelle Rechtskraft er-

wachsenen (vgl. zur formellen Rechtskraft KIESER, ATSG, Rz. 2 f. zu Art. 

53), eine ganze Invalidenrente samt Zusatzrenten zusprechenden Verfü-

gung der IV-Stelle A._______ vom 29. Mai 2006 (act. 31 und 32; vgl. 

auch act. 26 bis 29) zugrunde lag; wobei damals angesichts der voll-

schichtigen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin (vgl. act. 24 S 9; 

vgl. auch act. 48 und 49) zu Recht auf die Durchführung eines Einkom-

mensvergleichs verzichtet wurde.  

 

Im Folgenden ist demnach unter Berücksichtigung der relevanten Doku-

mente zu beurteilen, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerde-

führerin seit dem 29. Mai 2006 bis zum Erlass der angefochtenen Ver-

fügung vom 6. August 2009 in rentenrelevanter Weise verbessert hat 

– was sie bestreitet. 

4.1 Ihre Verfügung vom 29. Mai 2006 erliess die IV-Stelle A._______ vor-

nehmlich gestützt auf die Stellungnahmen des regionalärztlichen Diens-

C-713/2010 

Seite 13 

tes (Dr. med. H._______) vom 31. Oktober 2005, 3. Januar und 12. April 

2006 (act. 11 S. 2 und 25). Nebst den übrigen damaligen Vorakten lagen 

Dr. med. H._______ fachärztliche Berichte aus der Zeit vom 11. Juni 2004 

bis zum 17. November 2005 (vgl. act. 8 sowie 14 bis 16) sowie das psy-

chiatrische Gutachten von Dr. med. D._______ vom 24. März 2006 (act. 

24) vor. Er gelangte im Wesentlichen zum Schluss, angesichts des psy-

chiatrischen Gutachtens von Dr. med. D._______ vom 24. März 2006 sei 

erstellt, dass die Beschwerdeführerin infolge einer schweren chronischen 

agitierten Depression mit psychotischen Symptomen (ICD-10-Code F 

32.31; vgl. act. 24 S. 8) seit dem 25. März 2004 in jeglicher Erwerbstätig-

keit vollschichtig arbeitsunfähig ist (vgl. act. 25 S. 3). 

4.2 Die angefochtene Verfügung vom 6. August 2009 beruht hauptsäch-

lich auf den Stellungnahmen des regionalen ärztlichen Dienstes 

Z._______ (Dr. med. I._______) vom 5. Mai 2008 (act. 49) und des ärztli-

chen Dienstes der Vorinstanz (Dr. med. Y._______) vom 8. und 12. Juni 

2008 sowie vom 14. Februar und 18. Juli 2009 (act. 52, 53, 67 und 79). 

Nebst den übrigen Vorakten lagen Dr. med. Y._______ fachärztliche Be-

richte aus der Zeit vom 16. Juni 2008 bis zum 6. Juli 2009 (vgl. act. 55, 

63, 77) sowie insbesondere das psychiatrische Gutachten von Dr. med. 

D._______ vom 15. Dezember 2008 (act. 64) vor.  

Als Diagnosen erwähnte Dr. med. D._______ eine chronische Depression 

leichten bis mittleren Grades (ICD-10-Code F 32.11) sowie Zähneknir-

schen (ICD-10-Code F 45-8). Er attestierte der Beschwerdeführerin eine 

generelle Arbeitsunfähigkeit von weniger als 50% respektive von zirka 

40% und führte im Wesentlichen aus, in psychopathologischer Hinsicht 

habe sich ihr Zustand seit der letzten Begutachtung im März 2006 gebes-

sert. Eine psychotische Symptomatik sei nicht mehr evaluierbar und die 

antipsychotische Medikation habe abgesetzt werden können. Der de-

pressive Zustand habe sich entschärft, indem dieser nun zwischen 

einem leichten und mittleren Grad schwanke und keine Konzentrations- 

oder andere geistige Störungen mehr auszumachen seien (vgl. act. 64 S. 

8 ff.). Angesichts dieser Ausführungen und Schlussfolgerungen gelangte 

der ärztliche Dienst der Vorinstanz zum Schluss, seit dem 24. November 

2008, dem Datum ihrer Begutachtung durch Dr. med. D._______, sei die 

Beschwerdeführerin sowohl in ihrer zuletzt ausgeübten Vollzeiterwerbstä-

tigkeit als Stoffkontrolleurin (vgl. act. 2 S. 4, 6 und 54) als auch in einer 

leichten bis mittelschweren Verweisungstätigkeit zu 40% arbeitsunfähig 

(vgl. act. 67). Daran vermöge auch der fachärztliche Bericht der Dres. 

med. E._______ und F._______ vom 6. Juli 2009 (act. 77) nichts zu än-

C-713/2010 

Seite 14 

dern, da er weniger beweiskräftig sei als die Expertise von Dr. med. 

D._______ vom 15. Dezember 2008 (vgl. act. 79). 

4.3 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren gelangte der ärztliche Dienst 

der Vorinstanz (Dr. med. Y._______) am 30. August 2010 zudem sinnge-

mäss zum Schluss, der beschwerdeweise nachgereichte fachärztliche 

Bericht der Dres. med. B._______ und C._______ vom 12. November 

2009 sei nicht geeignet, Zweifel an der Richtigkeit des der angefochtenen 

Verfügung zugrunde liegenden Leistungskalküls zu wecken.  

4.4 Dieser Schlussfolgerung ist im Ergebnis zuzustimmen, beinhaltet 

doch der fachärztliche Bericht der Dres. med. B._______ und C._______ 

vom 12. November 2009 nebst anamnestischen Angaben einzig Ausfüh-

rungen zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nach dem vor-

liegend massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfü-

gung vom 6. August 2009, so dass er nicht relevant und folglich nicht zu 

berücksichtigen ist (vgl. E. 2. 3 hiervor). Weiter ist festzuhalten, dass die 

Dres. med. E._______ und F._______ in ihrem fachärztlichen Bericht 

vom 6. Juli 2009 – abweichend von Dr. med. D._______ in seiner Exper-

tise vom 15. Dezember 2008 – zwar starke Konzentrationsstörungen er-

wähnten und der Beschwerdeführerin – wie auch die Dres. med. 

G._______ und E._______ in ihren fachärztlichen Berichten vom 17. No-

vember 2008 (act. 63) und 12. November 2012 – eine vollschichtige Ar-

beitsunfähigkeit attestierten (vgl. act. 77). Auch mag Dr. med. G._______ 

in seinem Bericht vom 17. November 2008 noch psychotische Symptome 

diagnostiziert haben (vgl. act. 63). Allerdings können diesen Facharztbe-

richten – mit Ausnahme eines Verweises auf die Expertise von Dr. med. 

D._______ vom 15. Dezember 2008 im Bericht der Dres. med. 

E._______ und F._______ vom 6. Juli 2009 – keine Angaben dazu ent-

nommen werden, gestützt auf welche konkreten medizinischen Vorakten 

(Anamnese) sie erstellt wurden. Demgegenüber beinhaltet das Gutachten 

von Dr. med. D._______ vom 15. Dezember 2008 detaillierte anamnesti-

sche Angaben. Schon aus diesem Grunde kommt dieser Expertise, die 

auf einer eingehenden Untersuchung sämtlicher seitens der Beschwerde-

führerin geklagten Leiden beruht, anlässlich welcher insbesondere keine 

psychotische Symptome und Konzentrationsstörungen festgestellt wer-

den konnten, ein wesentlich höherer Beweiswert zu als den vorerwähnten 

Berichten der Dres. med. E._______, F._______ und G._______. Diese 

Berichte sind demnach nicht geeignet Zweifel an der vollen Beweiskraft 

der Expertise von Dr. med. D._______ zu generieren – umso mehr als sie 

bereits deshalb mit Vorbehalt zu würdigen sind, weil sie von behandeln-

C-713/2010 

Seite 15 

den Ärzten der Beschwerdeführerin stammen. Ohnehin konnten sowohl 

Dr. med. D._______ als auch – entgegen der Behauptung der Beschwer-

deführerin – die Dres. med. E._______ und F._______ keine schwere 

Depression mit psychotischen Symptomen mehr diagnostizieren; anders 

noch Dr. med. D._______ vor Erlass der Verfügung der IV-Stelle 

A._______ vom 29. Mai 2006. Vielmehr erwähnten diese Fachärzte einen 

depressiven Zustand maximal mittleren Grades. Auch wenn die Dres. 

med. E._______ und F._______ – entgegen Dr. med. D._______ – einen 

Suizidversuch der Beschwerdeführerin mit Tabletten im Jahre 2007 er-

wähnten, so wiesen sie doch explizit darauf hin, dass aktuell keine Suizi-

dalität bestehe (vgl. act. 77 S. 3).  

Angesichts all dieser Umstände erweist die Feststellung von Dr. med. 

D._______, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich 

verbessert, als ebenso einleuchtend und zuverlässig begründet, wie die 

ihr attestierte generelle (Rest-)Arbeitsfähigkeit von 60%. Es ist daher 

nicht zu beanstanden, dass der ärztliche Dienst der Vorinstanz das der 

streitigen Verfügung zugrunde liegende Leistungskalkül gestützt auf die 

Expertise von Dr. med. D._______ vom 15. Dezember 2008 erstellt hat. 

Da erstmals Dr. med. D._______ anlässlich der Untersuchung der Be-

schwerdeführerin am 24. November 2008 eine Verbesserung ihres Ge-

sundheitszustandes feststellen konnte (vgl. act. 64 S. 1), war es auch ge-

rechtfertigt, dass der ärztliche Dienst der Vorinstanz von einer seit diesem 

Zeitpunkt bestehenden Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin von 

40% ausging.  

5.  

Angesichts der (Rest-)Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 60% 

– auch in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Stoffkontrolleurin – 

hat die Vorinstanz den Invaliditätsgrad nicht mittels eines Einkommens-

vergleichs, sondern sinngemäss aufgrund eines Prozentvergleichs auf 

40% festgelegt (vgl. act. 80 und E. 3.3 hiervor). Diese Vorgehensweise ist 

nicht zu beanstanden.  

5.1 Der Invaliditätsgrad Erwerbstätiger ist zwar in der Regel im Rahmen 

eines Vergleichs des Validen- und des Invalideneinkommens möglichst 

genau zu ermitteln oder aber nach Massgabe der konkreten Umstände zu 

schätzen. Eine direkte Bestimmung des Einkommensverlustes und damit 

des Invaliditätsgrades durch die Übernahme der prozentualen Einschrän-

kung der Arbeitsfähigkeit rechtfertigt sich indessen insbesondere dann, 

wenn – wie vorliegend infolge der 60%igen Arbeitsfähigkeit der Be-

C-713/2010 

Seite 16 

schwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit – für die Be-

stimmung des Validen- und Invalideneinkommens dieselbe Bemessungs-

grundlage heranzuziehen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_785/2009 

vom 2. Dezember 2009 E. 2.2 und E. 4 sowie E. 4.3 hiervor). Da ferner 

ein leidensbedingter Abzug bei der Anwendung des Prozentvergleichs 

grundsätzlich nicht vorzunehmen ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_734/ 2009 vom 6. Oktober 2009 E. 2.2 und 9_C 129/2008 vom 7. Au-

gust 2008 E. 3.3.1 mit Hinweis auf BGE 126 V 75 E. 5b), ist die Vorin-

stanz durchaus zu Recht von einem Invaliditätsgrad der Beschwerdefüh-

rerin von 40% ausgegangen, der – zumal sie Wohnsitz in der Schweiz 

hat – einen Anspruch auf eine Viertelsinvalidenrente zu begründen ver-

mag.  

5.2 Nach Art. 88
bis

 Abs. 2 Bst. a IVV kann eine Rentenherabsetzung frü-

hestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung fol-

genden Monats an erfolgen. Die angefochtene Verfügung wurde der Be-

schwerdeführerin am 10. August 2009 eröffnet (vgl. E. 1.3 hiervor). Es ist 

daher auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz mit diesem Er-

kenntnis die ganzen Invalidenrenten der Beschwerdeführerin mit Wirkung 

per 1. Oktober 2009 auf Viertelsinvalidenrenten herabgesetzt hat. 

6.  

Angesichts der vorstehenden Darlegungen ist zusammenfassend festzu-

halten, dass die angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom 6. August 

2009 nicht auf einer revisionsrechtlich unzulässigen unterschiedlichen 

Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen medizini-

schen Sachverhalts beruht. Vielmehr erweist sie sich als rechtens und ist 

die Beschwerde vom 9. September 2009 abzuweisen.  

7.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

7.1 Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Verfah-

renskosten zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG), die sich aus der Ge-

richtsgebühr und den Auslagen zusammensetzen. Sie werden unter 

Berücksichtigung des Umfanges und der Schwierigkeit der Streitsache 

im vorliegenden Verfahren auf Fr. 300.- festgesetzt (vgl. Art. 63 Abs. 

4
bis

 VwVG sowie Art. 1, 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

C-713/2010 

Seite 17 

gericht [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem bereits geleisteten Ver-

fahrenskostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 

Weder die unterliegende Beschwerdeführerin noch die obsiegende 

Vorinstanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art.  64 

Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde vom 9. September 2009 wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 300.- werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 300.- 

verrechnet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr._______) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Stefan Mesmer Marc Wälti 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

C-713/2010 

Seite 18 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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