# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd71d3a7-7e62-5022-be0e-2d160ffc8d8e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 27.03.2015 SB140467
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140467_2015-03-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB140467-O/U/ad 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Ersatzoberrichter lic. iur. Ernst 

und Ersatzoberrichterin lic. iur. Brühwiler sowie der Gerichtsschrei-

ber lic. iur. Brülhart 

 

Urteil vom 27. März 2015 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend mehrfachen, teilweise versuchten und teilweise geringfügigen 
Diebstahl etc. und Widerruf 

 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 17. Juli 2014 
(DG140009) 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 5. Februar 

2014 (Urk. 14/5) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Die Anklageziffern 1.1.6. (geringfügige Sachbeschädigung), 1.1.7. (geringfü-

giger Diebstahl) sowie 1.2 (Übertretung BetmG) werden eingestellt.  

2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des mehrfachen, teilweise versuchten und teilweise geringfügigen Dieb-

stahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB und Art. 172ter Abs. 1 StGB, 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,  

− des mehrfachen Hausfriedensbruches im Sinne von Art. 186 StGB. 

3. Die bedingte Entlassung des Beschuldigten aus dem Strafvollzug gemäss 

Verfügung des Amtes für Justizvollzug des Kantons Zürich vom 3. Oktober 

2011 (nicht verbüsster Strafrest: 70 Tage) wird widerrufen.  

4. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der durch den Widerruf vollziehbar 

gewordenen Reststrafe bestraft mit einer unbedingten Gesamtstrafe von 

18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 2 Tage durch Haft erstanden ist sind so-

wie mit einer Busse von Fr. 500.–.  

5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.  

6. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 

StGB (Suchtbehandlung Alkohol) während dem Strafvollzug angeordnet.  

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7. a) Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der 

Privatklägerin 1, B._____, Fr. 200.– zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird dieses 

Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen. 

b) Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 3, C._____, wird auf 

den Zivilweg verwiesen.  

c) Das Schadenersatzbegehren des Privatklägerin 4, D._____, wird auf 

den Zivilweg verwiesen. 

d) Das Schadenersatzbegehren des Privatklägerin 5, E._____, wird auf 

den Zivilweg verwiesen. Das Genugtuungsbegehren wird abgewiesen.  

e) Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der 

Privatklägerin 6, F._____ [Versicherung] (anstelle von G._____), Fr. 1'549.– 

zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird dieses Schadenersatzbegehren auf den 

Zivilweg verwiesen. 

f) Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der 

Privatklägerin 7, H._____, Fr. 2'959.20 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird 

dieses Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen. Das Genugtu-

ungsbegehren wird abgewiesen. 

g) Das Schadenersatzbegehren von Privatkläger 8, I._____, wird auf den 

Zivilweg verwiesen. Das Genugtuungsbegehren wird abgewiesen. 

h) Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 9, J._____ Genossen-

schaft, wird auf den Zivilweg verwiesen.  

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8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 5'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'800.–   Gebühr Strafuntersuchung; 

Fr. 2'800.–   Kosten Kantonspolizei Zürich; 

Fr. 12'493.75   Auslagen Untersuchung; 

 520.–   Ausserkantonale Verfahrenskosten;  

Fr. 14'595.–   amtliche Verteidigung; 

Fr. 37'208.75   Total 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

9. Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr Strafuntersuchung, Kosten Kantons-

polizei Zürich, Auslagen Untersuchung und ausserkantonale Verfahrenskos-

ten) sowie des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen für die 

amtliche Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Diejenigen der 

amtlichen Verteidigung werden indessen einstweilen auf die Gerichtskasse 

genommen. Eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbe-

halten. 

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Berufungsanträge: 

a) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 50 S. 1) 

1. Der Beschuldigte sei anklagegemäss schuldig zu sprechen. 

2. Der Beschuldigte sei unter Einbezug der durch den Widerruf vollzieh-

bar gewordenen Reststrafe mit einer unbedingten Gesamtstrafe von 

12 Monaten Freiheitsstrafe zu bestrafen, wovon 2 Tage durch Haft er-

standen sind, sowie mit einer Busse von Fr. 500.–. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien dem Beschuldigten aufzu-

erlegen, die Kosten der amtlichen Verteidigung seien einstweilen auf 

die Gerichtskasse zu nehmen. 

b) Der Vertreterin der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich: 

 (Urk. 42; Prot. II S. 18) 

Es sei das Urteil der Vorinstanz, Bezirksgericht Winterthur, vom 17. Juli 

2014 vollumfänglich zu bestätigen, insbesondere die durch den Berufungs-

kläger angefochtene Dispositivziffer 4. 

 

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Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte 

1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 

17. Juli 2014 wurde der Beschuldigte des mehrfachen, teilweise geringfügigen 

Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung und des mehrfachen Hausfrie-

densbruchs schuldig gesprochen. Gleichzeitig wurde die bedingte Entlassung aus 

dem Strafvollzug widerrufen und unter Einbezug dieser 70-tägigen Reststrafe 

wurde der Beschuldigte mit einer unbedingten Gesamtstrafe von 18 Monaten 

Freiheitsstrafe sowie einer Busse von Fr. 500.– bestraft. Zudem wurde eine am-

bulante suchttherapeutische Behandlung des Beschuldigten während des Straf-

vollzugs angeordnet (Urk. 37 S. 37). 

2. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte mit Eingabe vom 23. Juli 2014 

rechtzeitig Berufung anmelden (Urk. 29). Das begründete Urteil wurde dem Be-

schuldigten am 22. September 2014 zugestellt (Urk. 34), worauf er am 9. Oktober 

2014 innert Frist seine Berufungserklärung einreichen liess (Urk. 39). Mit Präsidi-

alverfügung vom 20. Oktober 2014 wurde der Staatsanwaltschaft eine Kopie der 

Berufungserklärung zugestellt und Frist angesetzt, um gegebenenfalls Anschluss-

berufung zu erheben oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Gleich-

zeitig wurde der Beschuldigte aufgefordert, dem Gericht das beigelegte Datener-

fassungsblatt einzureichen (Urk. 40). Mit Eingabe vom 27. Oktober 2014 verzich-

tete die Staatsanwaltschaft auf eine Anschlussberufung und beantragte die Bestä-

tigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 42). Am 4. November 2014 ging das Da-

tenerfassungsblatt des Beschuldigten hierorts ein (Urk. 44).  

3. Mit seiner Berufungserklärung beantragte der Beschuldigte ausserdem, es 

sei die Zeugin D._____, welche als Geschädigte beim Einbruchdiebstahl ins Res-

taurant K._____ (ND 10) am 7. November 2013 als Auskunftsperson einvernom-

men wurde (Urk. 3/9), vor Obergericht nochmals einzuvernehmen (Urk. 39). An-

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lässlich der Berufungsverhandlung erklärte jedoch der amtliche Verteidiger, dass 

an diesem Beweisantrag nicht festgehalten werde (Prot. II S. 5). 

II. Umfang der Berufung 

1. Mit seiner Berufungserklärung liess der Beschuldigte den Schuldpunkt ge-

mäss Dispositivziffer 2 des vorinstanzlichen Urteils bezüglich ND 10 (K._____ 

L._____ [Ort]), ND 12 (M._____ … [Ort]) sowie ND 13 und ND 14 (…-Center und 

G._____) und die Strafe gemäss Dispositivziffer 4 des vorinstanzlichen Urteils an-

fechten (Urk. 39; Urk. 23 S. 1). Unangefochten blieb das vorinstanzliche Urteil be-

züglich der Dispositivziffern 1 (Einstellung), 3 (Rückversetzung), 6 (Massnahme), 

7 (Zivilforderungen) und 8 (Kostenaufstellung). 

2. Anlässlich der Berufungsverhandlung zeigt sich der Beschuldigte jedoch 

vollumfänglich geständig und anerkennt sämtliche Anklagevorwürfe, mit Ausnah-

me der Höhe des Deliktbetrags bzw. des Deliktsguts im Anklagesachverhalt ge-

mäss ND 10 (Prot. II S. 5 und S. 14 ff.), und verlangt, er sei anklagegemäss 

schuldig zu sprechen (Urk. 50 S. 1). 

3. Somit ist festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 

17. Juli 2014 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Einstellung), 2 (Schuldspruch, mit 

Ausnahme von ND 10), 3 (Rückversetzung), 6 (Massnahme), 7 (Zivilforderungen) 

und 8 (Kostenaufstellung) in Rechtskraft erwachsen ist. 

III. Schuldpunkt 

1.1. In Bezug auf den Sachverhalt gemäss Ziffer 1.1.9 der Anklage (ND 10) wird 

dem Beschuldigten vorgeworfen, dass er sich zu einem nicht näher eruierbaren 

Zeitpunkt, jedoch jedenfalls im Zeitraum vom 21. April 2011, gegen Mitternacht, 

bis spätestens zum 23. April 2011, ca. 08.15 Uhr, in der Absicht, sich Bargeld o-

der andere vermögenswerte Gegenstände anzueignen, an die …strasse … in 

L._____ (Gemeindegebiet ...), wo sich das Restaurant K._____ befinde, begeben 

habe. Dort habe er die Haupt- wie auch die Restauranteingangstür unter körperli-

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cher Gewaltanwendung geöffnet, sodass das jeweilige Schliessblech aus der Tü-

re gerissen worden sei. In der Folge habe er das Restaurantinnere rechtswidrig 

betreten und habe unter Zuhilfenahme eines Flachwerkzeugs die Tresenschubla-

de aufgebrochen, wodurch zusammen mit dem Aufbrechen der Türen der Ge-

schädigten Wirtin D._____ ein Sachschaden von ca. Fr. 1'000.– entstanden sei. 

Sodann habe der Beschuldigte aus der Schublade den dort von der Wirtin zur Er-

ledigung diverser Zahlungen deponierten Bargeldbetrag in der Höhe von 

Fr. 10'280.–, das sich darin befindliche Serviceportemonnaie im Wert von ca. 

Fr. 100.– mitsamt Inhalt, wie ein Stockgeld in der Höhe von Fr. 1'500.–, wie auch 

ferner ein weiteres auf dem Tresen befindliches Serviceportemonnaie mitsamt 

Stockgeld in der Höhe von Fr. 1'500.– und zwei Kaba-Schlüssel behändigt. 

Schliesslich habe der Beschuldigte die Liegenschaft verlassen unter Mitnahme 

des erwähnten zum Nachteil der Geschädigten D._____ / D._____ GmbH behän-

digten Deliktsgutes, um dieses in der Folge für sich zu verwenden (Urk. 14/5 

S. 4f.). 

1.2. Anlässlich der Berufungsverhandlung anerkennt der Beschuldigte den An-

klagesachverhalt gemäss ND 10 dahingehend, dass er beide Türen aufgebro-

chen, das Restaurant betreten und ein Serviceportemonnaie mit Fr. 900.– bis 

Fr. 1'000.– mitgenommen habe, bestreitet jedoch, den Mehrbetrag von Fr. 500.– 

bis Fr. 600.– des entsprechenden Stockgeldes, das andere Serviceportemonnaie 

mit Fr. 1'500.– Stockgeld und die Fr. 10'280.– Bargeld aus der Schublade sowie 

die zwei Kaba-Schlüssel weggenommen zu haben (Prot. II S. 5 und S. 14ff.). 

Demnach ist nachfolgend zu prüfen, ob sich diesbezüglich der Anklagesachver-

halt, soweit er vom Beschuldigten bestritten wird, anhand der vorhandenen Be-

weismittel erstellen lässt. 

2.1. Bestreitet ein Beschuldigter die ihm vorgeworfenen Taten, ist der Sachver-

halt aufgrund der Untersuchungsakten und der vor Gericht vorgebrachten Argu-

mente nach den allgemein gültigen Beweisregeln zu erstellen. Gemäss der aus 

Art. 9 und 32 Abs. 1 BV fliessenden und in Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerten Maxi-

me "in dubio pro reo" ist bis zum gesetzlichen Nachweis seiner Schuld zu vermu-

ten, dass der einer strafbaren Handlung Beschuldigte unschuldig ist (Urteile des 

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Bundesgerichts 1P_587/2003 vom 29. Januar 2004, E. 7.2., und 1P_437/2004 

vom 1. Dezember 2004, E. 4.2.; Pra 2002 S. 4 f. Nr. 2 und S. 957 f. Nr. 180; BGE 

127 I 38 E. 2a, BGE 120 Ia 31 E. 2b). Als Beweiswürdigungsregel besagt die Ma-

xime, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Beschuldig-

ten ungünstigen Sachverhaltes überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Be-

trachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat (Urteile 

des Bundesgerichtes 6B_795/2008 vom 27. November 2008, E. 2.4., und 

6B_438/2007 vom 26. Februar 2008, E. 2.1.). Die Überzeugung des Richters 

muss auf einem verstandesgemäss einleuchtenden Schluss beruhen und für den 

unbefangenen Beobachter nachvollziehbar sein (Hauser/Schweri/Hartmann, 

Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Auflage, Basel 2006, § 54 N 11 ff.). Wenn 

erhebliche oder nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachver-

halt so abgespielt hat, wie er eingeklagt ist, ist der Beschuldigte nach dem Grund-

satz "in dubio pro reo" freizusprechen (Bernard Corboz, "in dubio pro reo", in 

ZBJV 1993, N 419 f.). Soweit ein direkter Beweis nicht möglich ist, ist der Nach-

weis der Tat mit Indizien zu führen, wobei die Gesamtheit der einzelnen Indizien, 

deren "Mosaik" zu würdigen ist (vgl. dazu auch Pra 2004 Nr. 51 S. 256, Ziff. 1.4.; 

Pra 2002 Nr. 180 S. 962 f., Ziff. 3.4.). 

2.2. Aufgabe des Richters ist es demzufolge, seinem Gewissen verpflichtet, in 

objektiver Würdigung des gesamten Beweisergebnisses zu prüfen, ob er von ei-

nem bestimmten Sachverhalt überzeugt ist und an sich mögliche Zweifel an des-

sen Richtigkeit zu überwinden vermag (Art. 10 Abs. 2 StPO; ZR 72 Nr. 80; Max 

Guldener, Beweiswürdigung und Beweislast, S. 7; Pra 2004 Nr. 51 S. 256  

Ziff. 1.4.; BGE 124 IV 86 E. 2a, BGE 120 1a 31 E. 2c). Es liegt in der Natur der 

Sache, dass mit menschlichen Erkenntnismitteln keine absolute Sicherheit in der 

Beweisführung erreicht werden kann. Daher muss es genügen, dass das Beweis-

ergebnis über jeden vernünftigen Zweifel erhaben ist (vgl. Kassationsgerichtsent-

scheid vom 26. Juni 2003, Nr. 2002/387S, E. 2.2.1. mit Hinweisen). Bloss abstrak-

te oder theoretische Zweifel dürfen dabei nicht massgebend sein, weil solche im-

mer möglich sind (Hauser/Schweri/Hartmann, a.a.O., § 54 N 12, Urteile des Bun-

desgerichtes 6B_297/2007 vom 4. September 2007, E. 3.4., und 1P_587/2003 

vom 29. Januar 2004, E. 7.2.). Es genügt also, wenn vernünftige Zweifel an der 

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Schuld ausgeschlossen werden können. Hingegen darf ein Schuldspruch nie auf 

blosser Wahrscheinlichkeit beruhen. 

2.3. Stützt sich die Beweisführung auf die Aussagen von Beteiligten, so sind die-

se frei zu würdigen. Es ist anhand sämtlicher Umstände, die sich aus den Akten 

und den Verhandlungen ergeben, zu untersuchen, welche Sachdarstellung über-

zeugend ist, wobei es vorwiegend auf den inneren Gehalt der Aussagen an-

kommt, verbunden mit der Art und Weise, wie die Angaben erfolgten. Bei der 

Würdigung von Aussagen darf nicht einfach auf die Persönlichkeit oder allgemei-

ne Glaubwürdigkeit von Aussagenden abgestellt werden. Massgebend ist viel-

mehr die Glaubhaftigkeit der konkreten, im Prozess relevanten Aussagen. Diese 

sind einer kritischen Würdigung zu unterziehen, wobei auf das Vorhandensein 

von sogenannten Realitätskriterien grosses Gewicht zu legen ist (vgl. Rolf Ben-

der, Die häufigsten Fehler bei der Beurteilung von Zeugenaussagen, in SJZ 81 

[1985] S. 53 ff.; Bender/Nack/Treuer, Tatsachenfeststellungen vor Gericht, 

Glaubwürdigkeits- und Beweislehre, Vernehmungslehre, 4. Auflage, München 

2014, N 219 ff., N 313 ff. und N 370 ff.).  

Die wichtigsten Realitätskriterien sind dabei die "innere Geschlossenheit" und 

"Folgerichtigkeit in der Darstellung des Geschehensablaufs", "konkrete und an-

schauliche Wiedergabe des Erlebnisses" sowie die "Schilderung des Vorfalles in 

so charakteristischer Weise, wie sie nur von demjenigen zu erwarten ist, der den 

Vorfall selber miterlebt hat", "Kenntlichmachung der psychischen Situation von 

Täter und Zeuge bzw. unter Mittätern", "Selbstbelastung oder unvorteilhafte Dar-

stellung der eigenen Rolle", "Entlastungsbemerkungen zugunsten des Beschul-

digten" und "Konstanz der Aussage bei verschiedenen Befragungen, wobei sich 

aber sowohl Formulierungen als auch die Angaben über Nebenumstände verän-

dern können" (Robert Hauser, Der Zeugenbeweis im Strafprozessrecht mit Be-

rücksichtigung des Zivilprozesses, Zürich 1974, S. 316). Andererseits sind auch 

allfällige Phantasiesignale zu berücksichtigen. Als Indizien für falsche Aussagen 

gelten "Unstimmigkeiten oder grobe Widersprüche in den eigenen Aussagen", 

"Zurücknahme oder erhebliche Abschwächungen in den ursprünglichen Anschul-

digungen", "Übersteigerungen in den Beschuldigungen im Verlaufe von mehreren 

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Einvernahmen", "unklare, verschwommene oder ausweichende Antworten" sowie 

"gleichförmig, eingeübt und stereotyp wirkende Aussagen".  

Als generelle Phantasiesignale nennen Bender/Nack/Treuer die "Schwarz-Weiss-

Malerei", die "Verarmung der Aussage", das "Flucht- und Begründungssignal" und 

die "behauptete Akzeptanz gegenüber bezweifelbaren Rechtsverkürzungen", wo-

bei weiter festgehalten wird, den "Phantasiebegabten" falle es ganz allgemein 

leichter, von eigenen Aussagen und Aktivitäten zu berichten, als die Antworten 

und Reaktionen der Gegenseite zu erfinden. Wenn das eine oder andere Phanta-

siesignal auftritt, braucht die Aussage nicht verworfen zu werden. Es ist dann aber 

eine ausreichende Zahl von erstklassigen Realitätskriterien zu fordern. Bei häufi-

gem Auftreten von Phantasiesignalen sollten an die Zahl und Qualität der Reali-

tätskriterien strenge Anforderungen gestellt werden, damit eine Aussage als zu-

verlässig eingestuft werden kann (Bender/Nack/Treuer, a.a.O., N 338 ff.). 

2.4. Damit kommt der allgemeinen Glaubwürdigkeit des Aussagenden nach neu-

eren Erkenntnissen kaum mehr Bedeutung zu. Weitaus bedeutender für die 

Wahrheitsfindung als die allgemeine Glaubwürdigkeit ist die Glaubhaftigkeit der 

konkreten Aussagen.  

2.5. Angesichts der Unschuldsvermutung besteht Beweisbedürftigkeit, d.h. der 

verfolgende Staat hat dem Beschuldigten alle objektiven und subjektiven Tatbe-

standselemente nachzuweisen (vgl. dazu Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 

4. Auflage, Zürich 2004, N 599) und nicht der Beschuldigte seine Unschuld (BGE 

127 I 38 E. 2a und Urteile des Bundesgerichtes 1P_437/2004 vom 1. Dezember 

2004, E. 4.3., sowie 6S_154/2004 vom 30. November 2005, E. 4.). 

2.6. Der Grundsatz "in dubio pro reo" findet als Beweislastregel keine Anwen-

dung, wenn der Beschuldigte eine ihn entlastende Behauptung aufstellt, ohne 

dass er diese in einem Mindestmass glaubhaft machen kann. Es tritt nämlich in-

soweit eine Beweislastumkehr ein, als nicht jede aus der Luft gegriffene Schutz-

behauptung von der Anklagebehörde durch hieb- und stichfesten Beweis wider-

legt werden muss. Ein solcher Beweis ist nur dann zu verlangen, wenn gewisse 

Anhaltspunkte wie konkrete Indizien oder eine natürliche Vermutung für die Rich-

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tigkeit der Behauptung sprechen bzw. diese zumindest als zweifelhaft erscheinen 

lassen, oder wenn der Beschuldigte sie sonstwie glaubhaft macht (vgl. Kassati-

onsgerichtsentscheid vom 2. November 2004, Nr. AC040082, E. 3.5, Stefan 

Trechsel, SJZ 1981 S. 320). 

3. An für den gesamten Anklagesachverhalt gemäss ND 10 relevanten Be-

weismitteln liegen neben den Aussagen des Beschuldigten (Urk. 2/4; Urk. 2/6-7; 

Urk. ND 10/3; Prot. I S. 11ff.; Prot. II S. 5 und S. 14ff.), der Auskunftsperson 

D._____ bzw. D._____, der Privatklägerin 4 (Urk. 3/9; Prot. I S. 24), und des Zeu-

gen N._____ (Urk. 3/19/1-2) verschiedene Beilagen und Einlegerakten von der 

Privatklägerin 4 (Urk. 3/10/1-6), Geschädigtenakten (Urk. 10/22-23; Urk. 10/45-

47), ein Polizei- und Nachtragsrapport (Urk. ND 10/1-2), der Strafantrag (Urk. ND 

10/4), eine Fotodokumentation (Urk. ND 10/5) und ein DNA-Spuren Bericht (Urk. 

ND 10/6) vor.  

Bereits an dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass die soeben erwähnten Be-

weismittel vor allem hinsichtlich der Frage von Interesse sind, ob der Beschuldigte 

den betreffenden Einbruchdiebstahl im Restaurant K._____ begangen hat oder 

nicht, was aber nach dem weitgehenden Geständnis des Beschuldigten (Erwä-

gung III. 1.2.) nicht mehr weiter von Bedeutung ist. In Bezug auf das Deliktsgut 

bzw. insbesondere in Bezug auf die Fr. 10'280.– Bargeld enthalten die erwähnten 

Beweismittel allerdings sehr wenige Angaben (Erwägung III. 5. hiernach).  

4.1. Hinsichtlich der Glaubwürdigkeit des Beschuldigten ist festzuhalten, dass er 

als Beschuldigter einvernommen und somit nicht unter der Strafandrohung von 

Art. 307 StGB zu wahrheitsgemässen Aussagen verpflichtet wurde. Zudem hat er 

als direkt vom Verfahren Betroffener ein Interesse daran, die Geschehnisse in ei-

nem für ihn günstigen Licht darzustellen, zumal ihm eine unbedingte Freiheitsstra-

fe droht (Urk. 14/5 S. 9). Seine Aussagen sind daher mit einer gewissen Vorsicht 

zu würdigen. 

4.2. In Bezug auf die Glaubwürdigkeit der Privatklägerin 4 ist festzuhalten, dass 

die Privatklägerin 4 in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 7. Novem-

ber 2013 als zur Aussage verpflichtete Auskunftsperson im Sinne von Art. 178 

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lit. a StPO i.V.m. Art. 180 Abs. 2 StPO (Urk. 3/9 S. 1f.) unter der Strafandrohung 

von Art. 303 - 305 StGB (Urk. 3/9 S. 2) einvernommen wurde. Die Privatklägerin 4 

verlangt vom Beschuldigten Schadenersatz in der Höhe von Fr. 15'500.– 

(Urk. 3/10/5 = Urk. 10/23) bzw. Fr. 13'280.– nebst Zins zu 5 % seit dem 23. April 

2011 (Urk. 37 S. 4; Prot. I S. 6). Mangels Begründung verwies die Vorinstanz das 

Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 4 auf den Weg des Zivilprozesses 

(Urk. 37 S. 32f. und S. 38), wobei die entsprechende Dispositivziffer 7. c) des  

vorinstanzlichen Urteils in Rechtskraft erwachsen ist (Erwägung II. 3.). Da die Pri-

vatklägerin 4 im vorliegenden Verfahren Zivilansprüche geltend macht, hat sie ein 

erhebliches Interesse an dessen Ausgang. Diese Umstände legen nahe, auch die 

Aussagen der Privatklägerin 4 mit einer gewissen Vorsicht zu würdigen. Daran 

ändert sich nichts, auch wenn ursprünglich die D._____ GmbH und nicht die Pri-

vatklägerin 4 als Geschädigte im ND 10 aufgeführt wurde (Urk. 3/10/5 = 

Urk. 10/23; vgl. Urk. 3/10/1 betreffend Einbruchdiebstahl 22.04.2011), denn die 

Privatklägerin 4 ist nach dem Konkurs der D._____ GmbH (Urk. 10/45-47) offen-

sichtlich zu Verlust gekommen (vgl. Urk. 3/10/6). Im Übrigen erklärte die Privat-

klägerin 4 anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 7. November 

2013, dass sowohl sie selbst als natürliche Person wie auch die D._____ GmbH 

als juristische Person geschädigt worden seien (Urk. 3/9 S. 1).  

5.1. Dem Rapport der Kantonspolizei vom 6. Mai 2011 ist zu entnehmen, dass 

aus der Tresenschublade Bargeld in der Höhe Fr. 10'280.– weggenommen wor-

den sei, wobei dieser Betrag für zwei Monatsmieten (Fr. 6'440.–), AHV-Beiträge 

(Fr. 3'150.–), Fahrzeugleasing (Fr. 360.–) und Geräteleasing (Fr. 330.–) bestimmt 

gewesen sei. Sodann sei ab dem Tresen bzw. einem Serviceportemonnaie 

Fr. 1'800.– Stockgeld und aus der Tresenschublade ein grünes Serviceportemon-

naie im Wert von ca. Fr. 100.– mitsamt Inhalt von Fr. 1'300.– Stockgeld sowie 

zwei Kaba-Schlüssel mit unbekanntem Sachwert weggenommen worden (Urk. 

ND 10/1 S. 5f.).  

Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 7. November 2013 be-

richtigte die Privatklägerin 4 diese Angaben dahingehend, dass beide Stockgeld-

beträge je Fr. 1'500.– und nicht Fr. 1'800.– und Fr. 1'300.– betragen hätten und 

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das Serviceportemonnaie blau und nicht grün gewesen sei, während sie bezüg-

lich dem Bargeldbetrag und den zwei Kaba-Schlüsseln nichts berichtigte (Urk. 3/9 

S. 5; Urk. 3/10/4; vgl. ferner Urk. 14/5 S. 5). 

5.2. Die Privatklägerin 4 gab den Bargeldbetrag von Fr. 10'280.– und dessen 

Bestimmungszweck, die Höhe der beiden Stockgelder, das Serviceportemonnaie 

und die zwei Kaba-Schlüssel offensichtlich dem am 23. April 2011 ausgerückten 

Polizeibeamten als weggekommenes Deliktsgut an (Urk. ND 10/1 S. 5).  

In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 7. November 2013 erklärte die 

Privatklägerin 4, dass ein blaues Serviceportemonnaie mit Krokodilprägung mit 

Fr. 1'500.– Stock und Umsatz sowie ein grauschwarzes Stoffmäppchen, in dem 

sie alle Zahlungen vorbereitet habe, weggekommen seien. Auf die Frage, ob im 

Polizeirapport das Deliktsgut korrekt festgehalten worden sei, antwortete die Pri-

vatklägerin 4, dass es sich um ein blaues und nicht um ein grünes Portemonnaie 

gehandelt habe. Sie habe nie ein grünes Portemonnaie gehabt. Der obere Geld-

betrag stimme. Das Stockgeld stimme nicht, das seien Fr. 1'500.– gewesen. Das 

Serviceportemonnaie im Wert von ca. Fr. 100.– und die Schlüssel stimmten. Es 

seien zwei Serviceportemonnaies weggekommen. Im blauen habe sie den Stock 

von Fr. 1'500.– drin gehabt. Wie viel Geld konkret im anderen Portemonnaie ge-

wesen sei, wisse sie nicht mehr. Sie wisse mittlerweile auch nicht mehr, ob da-

mals beide weggekommen seien. Als die Staatsanwältin entgegnete, dass beide 

aufgeführt seien, erklärte die Privatklägerin 4, dass es dann so gewesen sein 

müsse. Sie habe dort Noten gehabt, denn sie habe ja keine Bank und nichts in 

der Nähe gehabt (Urk. 3/9 S. 5f.).  

Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 17. Juli 2014 gab die Pri-

vatklägerin 4 auf die Frage, wie sie auf den Betrag von Fr. 15'500.– gekommen 

sei, zu Protokoll, dass sie nicht mehr genau gewusst habe, wieviel es gewesen 

sei. Sie habe es einfach ungefähr zusammengerechnet. Es sei schon zu lange 

her gewesen. Der in der Anklage genannte Betrag sei korrekt. Es seien 

Fr. 10'280.– plus das Stockgeld im Serviceportemonnaie gewesen (Prot. I S. 24). 

- 15 - 

5.3.1.  Der Beschuldigte erklärte in der polizeilichen Einvernahme vom 23. August 

2011, dass er sich sicher sei, dass in einem Restaurant keine Fr. 13'000.– aufbe-

wahrt würden. Ansonsten sei der Restaurant-Chef ein Lügner bzw. dieser wolle 

das Geld von der Versicherung haben. Er schwöre bei seinem Sohn, dass er die-

ses Geld nicht genommen habe (Urk. ND 10/3 S. 5 Frage 38). In den staatsan-

waltschaftlichen Einvernahmen vom 26. Juni 2012 (Urk. 2/4 S. 7f.) und vom 

7. November 2013 (Urk. 2/6 S. 3) wie auch in der staatsanwaltschaftlichen 

Schlusseinvernahme vom 15. Januar 2014 (Urk. 2/7 S. 11) bestritt der Beschul-

digte, den Einbruchdiebstahl im Restaurant K._____ begangen zu haben. Anläss-

lich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 17. Juli 2014 bestritt der Be-

schuldigte weiterhin den Anklagevorwurf gemäss ND 10 und äusserte sich dahin-

gehend, dass aus der Fotodokumentation (Urk. ND 10/5 S. 2) erkennbar sei, dass 

dieses Restaurant nicht mehr als Fr. 280.– Umsatz pro Tag mache (Prot. I S. 13).  

5.3.2.  Anlässlich der Berufungsverhandlung gesteht der Beschuldigte, den Ein-

bruchdiebstahl in L._____ gemäss ND 10 begangen zu haben. Das Portemonnaie 

habe jedoch Fr. 900.– und nicht Fr. 17'000.– beinhaltet (Prot. II S. 5). Der Be-

schuldigte erklärt, dass die Türe aufgebrochen und das Serviceportemonnaie mit 

Fr. 900.– bis Fr. 1'000.– mitgenommen worden sei. Aber die Fr. 10'000.– und ein 

anderes Portemonnaie habe er nicht mitgenommen, das könne er mit seinem Le-

ben garantieren. Auf die Frage, ob er zwei Schlüssel mitgenommen habe, stellte 

der Beschuldigte zwei Gegenfragen, was das für Schlüssel seien und was er mit 

diesen Schlüsseln anfangen solle. Da sei gelogen worden. Wahrscheinlich habe 

man Geld von der Versicherung kassieren wollen. Die Fr. 10'000.– habe er nicht 

genommen. Ansonsten hätte er es zugegeben. Er müsse so oder so ins Gefäng-

nis. Auf den Vorhalt, wonach er den Einbruch im Restaurant nicht bestreite, aber 

sage, dass er die Fr. 10'000.– aus der Schublade und auch die Schlüssel nicht 

gestohlen habe, erklärte der Beschuldigte, dass dies richtig sei. Er habe beide Tü-

ren aufgebrochen, die Aussen- wie auch die Innentür. Es sei gelogen, dass er die 

Fr. 10'280.– aus einer Schublade und die zwei Schlüssel gestohlen habe. Er kön-

ne beschreiben, wie weit er in diesem Objekt drin gewesen sei, nämlich bis zur 

Bar. Gerade als er das Restaurant betreten habe, habe er eine Schublade auf-

gemacht, das Serviceportemonnaie genommen und sei weggegangen. Er sei kei-

- 16 - 

nen Schritt weiter gegangen. Auf den Vorhalt, wonach die Wirtin gesagt habe, 

dass das Serviceportemonnaie und die Fr. 10'000.– in der selben Schublade ge-

wesen seien, äusserte sich der Beschuldigte dahingehend, dass, wenn man die-

ser Wirtin Fr. 10'000.– zusprechen wolle, man das gerne machen könne. Er müs-

se so oder so ins Gefängnis. Aber er habe es nicht genommen (Prot. II S. 14ff.).  

6.1. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass es eher unüblich sein dürfte, dass in 

einem gegen Einbruchdiebstähle offensichtlich schlecht gesicherten Landgasthof 

(Urk. 3/9 S. 4), in dem bei Abwesenheit der Wirtin gelegentlich private Pokerrun-

den stattfinden (Urk. 3/9 S. 3f.), über das Osterwochenende hinweg (Urk. 3/9 S. 3; 

Urk. 3/10/2), während dem das Restaurant geschlossen bleibt (Urk. 3/9 S. 3), 

nebst dem Stockgeld ein Bargeldbetrag in einer Höhe von über Fr. 10'000.– für 

Einzahlungen (Miete, AHV, Leasing) in der Tresenschublade aufbewahrt wird. 

Weiter führte die Privatklägerin 4 in Bezug auf das Bargeld aus, dass jahrelang 

nichts passiert sei und es dann zu zwei, drei Einbrüchen gekommen sei (Urk. 3/9 

S. 6; vgl. Urk. 3/10/1). Schliesslich sticht ins Auge, dass ein Deliktsbetrag von 

über Fr. 10'000.– Bargeld hinsichtlich aller dem Beschuldigten vorgeworfenen De-

likte bzw. Einbruchdiebstähle aus dem Rahmen fällt (Urk. 14/5). 

6.2.1.  Vor diesem Hintergrund erstaunt, dass die Privatklägerin 4 zumindest zur 

Bargeldaufbewahrung nicht näher befragt wurde. Dies gilt um so mehr, als dass 

im ND 10 hinsichtlich der Gesamtdeliktssumme vor allem der Bargeldbetrag von 

Fr. 10'280.– von Bedeutung ist und deswegen bei diesem Einbruchdiebstahl auch 

nicht von einer Bagatelle gesprochen werden kann. Im Gegensatz dazu sind das 

Stockgeld (Fr. 3'000.–), der Sachschaden (ca. Fr. 1'000.–) sowie der Wert des 

Serviceportemonnaies (ca. Fr. 100.–) und der Kaba-Schlüssel von geringerer Be-

deutung. So hat die Privatklägerin 4 nur gegenüber dem rapportierenden Polizei-

beamten, nicht jedoch gegenüber der Staatsanwältin angegeben, für welchen 

Zweck der Bargeldbetrag von Fr. 10'280.– bestimmt gewesen wäre. Dementspre-

chend liegen keine aus einer formellen Einvernahme, auch nicht aus einer polizei-

lichen Einvernahme, stammenden Aussagen vor. Die Staatsanwaltschaft befragte 

die Privatklägerin 4 weder zu den genauen Umständen der Bargeldaufbewahrung 

noch zu deren Zweck oder etwa zur Stückelung des Bargeldes. Auch der Um-

- 17 - 

stand, dass die Privatklägerin 4 anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einver-

nahme vom 7. November 2013 erklärte, dass sowohl sie selbst wie auch die 

D._____ GmbH geschädigt worden seien (Urk. 3/9 S. 1), hätte eine eingehendere 

Befragung über Herkunft und beabsichtigte Zweckverwendung zumindest des 

Bargeldbetrages von Fr. 10'280.– als angezeigt erscheinen lassen. In Bezug auf 

das weggekommene grauschwarze Stoffmäppchen (Urk. 3/9 S. 5) ist festzuhal-

ten, dass das grauschwarze Stoffmäppchen im Gegensatz zum Serviceporte-

monnaie bei der Auflistung des Deliktguts keine Erwähnung fand (Urk. ND 10/1 

S. 5; Urk. 3/10/4). Wenn die Staatsanwaltschaft deshalb darauf verweist, dass die 

Privatklägerin 4 ihre Aussagen glaubhaft getätigt habe (Prot. II S. 18), kann dieser 

Auffassung in Bezug auf den hohen Bargeldbetrag nicht gefolgt werden, da die 

Privatklägerin 4 diesbezüglich praktisch keine Aussagen tätigte. Zusammenfas-

send sind keine substantiellen Aussagen der Privatklägerin 4 ersichtlich, die einer 

Glaubhaftigkeitsprüfung unterzogen werden könnten und mit deren Hilfe der 

Sachverhalt bezüglich Aufbewahrung und Wegnahme des Bargeldbetrages zwei-

felsfrei erstellt werden könnte. 

6.2.2.  In Bezug auf die Serviceportemonnaies gab die Privatklägerin 4 selbst an, 

dass sie sich nicht sicher sei, ob damals zwei Serviceportemonnaies weggekom-

men seien (Urk. 3/9 S. 6 oben) und es war auch ansonsten nur von einem Ser-

viceportemonnaie die Rede (Urk. 3/9 S. 5 oben, wonach ein [blaues] Service-

portemonnaie mit Fr. 1'500.– weggekommen sei; Urk. 3/9 S. 5 unten, wonach es 

sich um ein [blaues] Serviceportemonnaie gehandelt habe; Prot. I S. 24, wonach 

sie nicht mehr genau wisse, wie viel es gewesen sei, es seien Fr. 10'280.– plus 

das Stockgeld im Serviceportemonnaie gewesen). Schliesslich ist (Urk. 3/10/4) 

und war (Urk. ND 10/1 S. 5) beim Deliktsgut immer nur ein Serviceportemonnaie 

aufgelistet, dessen Farbe überdies erst noch falsch erfasst wurde. Somit ist auch 

der Vorhalt der Staatsanwältin gegenüber der Privatklägerin 4 unzutreffend, wo-

nach beide Serviceportemonnaies aufgeführt worden seien (Urk. 3/9 S. 6). Vor 

diesem Hintergrund ist alles andere als klar, ob eines oder zwei Serviceporte-

monnaies gestohlen wurden und wo sich diese zuvor befanden.  

- 18 - 

Nicht anders präsentiert sich die Sachlage in Bezug auf die Stockgelder. So fällt 

nur schon auf, dass bereits aus dem Polizeirapport nicht klar ersichtlich ist, wo 

sich diese Stockgelder befanden. Das eine Stockgeld soll sich offensichtlich im 

blaufarbenen Serviceportemonnaie, welches sich seinerseits in der Tresenschub-

lade befunden haben soll, und das andere Stockgeld auf dem Tresen bzw. einem 

weiteren Serviceportemonnaie befunden haben, wobei das letztere Serviceporte-

monnaie im Gegensatz zum ersteren nicht aufgelistet wurde (Urk. ND 10/1 S. 5; 

Urk. 3/10/4). Sodann erklärte die Privatklägerin 4 in der staatsanwaltschaftlichen 

Einvernahme vom 7. November 2013, dass sie im blauen Serviceportemonnaie 

einen Stock von Fr. 1'500.– gehabt habe. Wie viel Geld konkret im anderen 

Portemonnaie gewesen sei, wisse sie nicht mehr (Urk. 3/9 S. 6 oben). Vor diesem 

Hintergrund ist um so erstaunlicher, dass die Privatklägerin 4 unmittelbar vor die-

ser Aussage (Urk. 3/9 S. 5 unten; Urk. 3/10/4) die Höhe des einen Stockgelds von 

Fr. 1'800.– auf Fr. 1'500.– und die Höhe des anderen Stockgeld von Fr. 1'300.– 

auf Fr. 1'500.– berichtigte (Urk. ND 10/1 S. 5; Urk. 3/10/4), was in einem eklatan-

ten Widerspruch zu ihrer Aussage steht. Anlässlich der Hauptverhandlung gab die 

Privatklägerin 4 zu Protokoll, dass sie nicht mehr genau wisse, wie viel es gewe-

sen sei, es seien Fr. 10'280.– plus das Stockgeld im Serviceportemonnaie gewe-

sen (Prot. I S. 24; ferner Urk. 3/9 S. 5 unten, wonach das Stockgeld nicht stimme, 

das seien Fr. 1'500.– gewesen). Zur - auch nur ungefähren - Stückelung der im-

merhin Fr. 3'000.– Stockgeld wurde die Privatklägerin 4 ohnehin nie befragt. Bei 

so viel Unklarheit kann nur schon deswegen nicht rechtsgenügend erstellt wer-

den, dass sich das eine Stockgeld in der Höhe von Fr. 1'500.– im in der Tresen-

schublade befindlichen Serviceportemonnaie und das andere Stockgeld ebenfalls 

in der Höhe von Fr. 1'500.– im auf dem Tresen befindlichen Serviceportemonnaie 

befand. 

6.3. Dem Beschuldigten sind alle objektiven und subjektiven Tatbestandsele-

mente nachzuweisen, wobei nicht er seine Unschuld zu beweisen hat. Zwar findet 

der Grundsatz in dubio pro reo als Beweislastregel keine Anwendung, wenn der 

Beschuldigte eine ihn entlastende Behauptung aufstellt, ohne dass er diese in ei-

nem Mindestmass glaubhaft machen kann. Da sich die Ausführungen des Be-

schuldigten jedoch einzig darin erschöpfen, das Bargeld, das zweite Service-

- 19 - 

portemonnaie und die Kaba-Schlüssel nicht weggenommen zu haben, war er 

nicht gehalten, die Bestreitung dieses Elements des Anklagesachverhalts mit 

glaubhaften Ausführungen zu untermauern.  

6.4. In Bezug auf die Interessenslage der Privatklägerin 4 macht die Staatsan-

waltschaft geltend, dass die Privatklägerin nicht davon profitieren könne, wenn sie 

falsch aussage. Die Versicherung habe seinerzeit nicht vollumfänglich vergütet. 

Als Kleinunternehmerin, die selbstständig tätig gewesen sei, müsse sie einen 

ziemlich grossen Schaden selbst tragen (Prot. II S. 18). Diesbezüglich ist jedoch 

darauf hinzuweisen, dass der offensichtlich von der Versicherung erhaltene Ge-

samtbetrag von Fr. 5'803.– (Urk. 3/10/1 betreffend Einbruchdiebstahl 22.04.2011; 

Urk. 23 S. 10) bereits die Summe des Stockgeldes, des Sachschadens und den 

Wert des Serviceportemonnaies in der Höhe von insgesamt ca. Fr. 4'100.– um 

rund Fr. 1'700.– übersteigt. Da die Versicherung Fr. 5'803.– an die D._____ 

GmbH auszahlte (Urk. 3/10/1 betreffend Einbruchdiebstahl 22.04.2011), ist im Üb-

rigen ohnehin unklar, welchen Anteil am Gesamtschaden die Privatklägerin 4 

selbst zu tragen hatte. 

6.5. Was die Motivlage des Beschuldigten betrifft, so führt dieser dazu aus, dass 

er so oder anders ins Gefängnis müsse (Prot. II S. 15 und S. 16). Wie noch auf-

zuzeigen sein wird, wird der Beschuldigte im ND 10 ohnehin wegen Diebstahl, 

Sachbeschädigung sowie Hausfriedensbruch schuldig zu sprechen sein (Erwä-

gung III. 9.). Einzig aufgrund des geringeren Deliktsbetrags im ND 10 wird sich bei 

der Strafzumessung und somit bei der objektiven Tatschwere bezüglich sämtli-

cher Delikte und schliesslich auch am Strafmass nichts ändern (Erwägung IV. 5.). 

Ferner ist der Zivilpunkt betreffend ND 10 bereits in Rechtskraft erwachsen und 

die Privatklägerin 4 mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen 

worden. Folglich ist aus Sicht des Beschuldigten so oder anders nicht zu erwar-

ten, dass die Privatklägerin 4 demnächst zivilrechtlich gegen ihn vorgeht. Es darf 

überdies bezweifelt werden, dass der Beschuldigte Kenntnis davon hat, dass ein 

allfälliger Schuldspruch betreffend Wegnahme des Bargeldes, womit die Voraus-

setzungen der zivilrechtlichen Haftung gemäss Art. 41 OR grundsätzlich erfüllt 

wären, in einem späteren Zivilprozess für die Privatklägerin 4 von Vorteil wäre. Im 

- 20 - 

Übrigen ist nicht ersichtlich, weshalb sich der Beschuldigte bei sämtlichen ihm 

vorgeworfenen Delikte inklusive dem Einbruchdiebstahl gemäss ND 10 geständig 

zeigt (Prot. I S. 14) und ausgerechnet in Bezug auf den Deliktsbetrag im ND 10 

lügen sollte. 

6.6. Zusammenfassend liegen von der Privatklägerin 4 in Bezug auf den Bar-

geldbetrag von Fr. 10'280.–, welcher sich im Tresen befunden haben soll, prak-

tisch keine Aussagen vor. Ihre Angaben und Aussagen zu den zwei Service-

portemonnaies und den zwei Stockgeldern in der Höhe von je Fr. 1'500.– sind un-

klar und teilweise widersprüchlich. Ihre finanzielle Interessenslage bleibt im Dun-

keln und von der Versicherung wurde auch bloss ein Teilbetrag vergütet. Der Be-

schuldigte bestreitet kategorisch eine Wegnahme eines zweiten Serviceporte-

monnaies und des Bargeldbetrages. Selbst wenn dieses Bestreiten in seinem In-

teresse liegen mag, was jedoch, nachdem er ansonsten die Verübung sämtlicher 

ihm vorgeworfenen Delikte eingeräumt hat, nicht offensichtlich ist, lässt sich ihm 

aufgrund der dargelegten Umstände auf jeden Fall nicht rechtsgenügend nach-

weisen, dass er mehr als das von ihm eingeräumte Serviceportemonnaie mit  

Fr. 900.– bis Fr. 1'000.– entwendet hat. 

6.7. Somit verbleiben unüberwindbare Zweifel an der Verwirklichung des Ankla-

gesachverhalts gemäss ND 10. In Nachachtung des Grundsatzes in dubio pro reo 

kann dem Beschuldigten daher nicht rechtsgenügend nachgewiesen werden, 

dass er aus der Schublade den dort von der Wirtin zur Erledigung diverser Zah-

lungen deponierten Bargeldbetrag in der Höhe von Fr. 10'280.–, das sich darin 

befindliche Serviceportemonnaie im Wert von ca. Fr. 100.– mitsamt Inhalt, wie ein 

Stockgeld in der Höhe von Fr. 1'500.–, wie auch den Mehrbetrag von Fr. 600.– 

des Stockgeldes des auf dem Tresen befindlichen Serviceportemonnaies und 

zwei Kaba-Schlüssel behändigte (Urk. 14/5 S. 5). 

7. Der Anklagesachverhalt gemäss ND 10 ist daher insofern rechtsgenügend 

erstellt, als dass der Beschuldigte beide Türen aufgebrochen, das Restaurant be-

treten und ein Serviceportemonnaie mit Fr. 900.– mitgenommen hat, so dass für 

die rechtliche Würdigung entsprechend davon auszugehen ist.  

- 21 - 

8. Was die prozessualen Voraussetzungen und die rechtliche Würdigung anbe-

langt, kann ansonsten auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwie-

sen werden (Urk. 37 S. 8 und S. 17f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

9. Demzufolge ist der Beschuldigte in Bezug auf den Einbruchdiebstahl ge-

mäss Anklageziffer 1.1.9. (ND 10) des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 

StGB, der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie des 

Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB schuldig zu sprechen. 

IV. Strafzumessung 

1. Die Vorinstanz hat die Grundsätze der Strafzumessung - mit Ausnahme der 

Ausführungen zum Strafmilderungsgrund gemäss Art. 48 StGB (Urk. 37 S. 22) 

grundsätzlich korrekt dargelegt und es kann darauf verwiesen werden (Urk. 37 S. 

21ff.). Bezüglich der im psychiatrischen Gutachten erwähnten leicht verminderten 

Schuldfähigkeit des Beschuldigten (vgl. nachfolgend Erwägung IV. 6.) ist zu korri-

gieren, dass sich diese auf eine Beeinträchtigung der Fähigkeit zum einsichtsge-

mässen Handeln im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB stützt und nichts mit einer 

Strafmilderung nach Art. 48 StGB zu tun hat.  

2. Es kann der Vorinstanz jedoch gefolgt werden und erscheint vorliegend 

auch angezeigt, die angeklagten Delikte - analog zum gewerbsmässigen Dieb-

stahl - als Gesamtheit zu betrachten (vgl. Urk. 37 S. 23f.) und nicht zuerst für den 

schwersten Diebstahl eine Einsatzstrafe zu verhängen und hernach für jeden wei-

teren Diebstahl, jede einzelne Sachbeschädigung und jeden einzelnen Hausfrie-

densbruch eine angemessene Straferhöhung vorzunehmen. Insofern ist die Tat-

mehrheit bereits beim Festsetzen der Einsatzstrafe zu berücksichtigen. 

3. Die ersten zwei Diebstähle vom 20. Mai 2010 (HD) und vom 4. Juni 2010 

(ND 2) beging der Beschuldigte, bevor er am 29. Juni 2010 mit Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl mit 360 Stunden gemeinnütziger Arbeit und einer 

Busse von Fr. 500.– bestraft wurde, worauf auch die Vorinstanz hingewiesen hat 

(vgl. Urk. 37 S. 26), wobei diese Strafe mit Nachentscheid vom 28. März 2011 in 

- 22 - 

eine unbedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.– umgewandelt werden 

musste (Urk. 11/3/9). Wie noch aufzuzeigen sein wird (Erwägung IV. 10.), ist für 

die vorliegend zu beurteilenden Delikte eine Freiheitsstrafe auszufällen, während 

der Beschuldigte mit Strafbefehl vom 29. Juni 2010 mit gemeinnütziger Arbeit 

bzw. Geldstrafe bestraft wurde, womit es sich nicht um gleichartige Strafen im 

Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB handelt. Daher ist die heute auszufällende Strafe 

auch nicht als teilweise Zusatzstrafe (Art. 49 Abs. 2 StGB) zur im Strafbefehl vom 

29. Juni 2010 ausgefällten Strafe auszusprechen. 

4. Im Weiteren setzte sich die Vorinstanz mit den massgeblichen konkreten 

Strafzumessungskriterien auseinander (Urk. 37 S. 23ff.). Auf die betreffenden 

Ausführungen kann in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO grundsätzlich verwie-

sen werden. Die nachfolgenden Erwägungen sind zusammenfassender und teil-

weise ergänzender Natur. 

5. Der Beschuldigte verübte in der Zeit vom 20. Mai 2010 bis 15. Dezember 

2013, mithin innert gut 3 ½ Jahren, insgesamt 17 Diebstähle, wovon es sich bei 

deren zwei um geringfügige, mithin um Übertretungen, die separat zu beurteilen 

sind (vgl. nachfolgend Erwägung IV. 11.), handelte und es bei weiteren drei beim 

Versuch blieb. Im Gegensatz zur erkennenden Kammer (Erwägung III. 7. hiervor) 

erachtete die Vorinstanz den Anklagesachverhalt gemäss ND 10 als vollumfäng-

lich erstellt (Urk. 37 S. 12f.) und kam in Bezug auf die objektive Tatschwere sämt-

licher Delikte zum Schluss, dass es meist bei kleineren Deliktsbeträgen geblieben 

sei (Urk. 37 S. 24). Nachdem der Anklagesachverhalt gemäss ND 10 in Bezug auf 

die Wegnahme der Fr. 10'280.– sowie das Stockgeld in der Höhe von Fr. 2'100.– 

nicht erstellt werden konnte, ist dieser Erwägung der Vorinstanz nichts beizufü-

gen. Ferner ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte bereits nach etwas 

mehr als einem Monat nach dem ersten angeklagten Diebstahl polizeilich befragt 

wurde, er also wusste, dass ein Verfahren gegen ihn in Gang gesetzt worden war. 

Auch in der Folge kam es wegen weiteren Delikten zu mehreren Befragungen. 

Daneben beschäftigte sich auch das Amt für Justizvollzug im Zusammenhang mit 

den bereits rechtskräftigen Verurteilungen immer mal wieder mit dem Beschuldig-

ten und es kam 2011 auch zu einem mehrmonatigen Gefängnisaufenthalt (Urk. 

- 23 - 

11/20/4). Dies hielt den Beschuldigten aber offensichtlich nicht davon ab, weiter 

zu delinquieren. Vor diesem Hintergrund muss beim Beschuldigten - wie auch aus 

der Begründung der Vorinstanz hervorgeht (Urk. 37 S. 24) - von einer erheblichen 

kriminellen Energie gesprochen werden. 

6. Zu berücksichtigen ist ferner, dass der Beschuldigte nach der Trennung von 

seiner Ehefrau keiner regelmässigen Erwerbstätigkeit mehr nachging. In diese 

Zeit fällt auch sein übermässiger Alkoholkonsum und die Zunahme seiner Delin-

quenz. Der psychiatrische Gutachter sah jedoch keine bzw. kaum direkte tatmoti-

vationale Zusammenhänge zwischen der beim Beschuldigten diagnostizierten Al-

koholabhängigkeitsstörung und den Taten in dem Sinne, mit seinen Taten sein 

Verlangen nach Alkohol zu stillen/befriedigen (Urk. 4/11 S. 39). Anderseits ging 

der Gutachter davon aus, dass vorgängiger Alkoholkonsum dazu geeignet gewe-

sen sein konnte, die Hemmschwelle des Beschuldigten zur Begehung einer Tat 

zu senken, was mit einer - jedoch allenfalls als lediglich leichtgradig einzustufen-

den - Beeinträchtigung der Fähigkeit zum einsichtsgemässen Handeln gleichbe-

deutend ist (Urk. 4/11 S. 39/40). Die Vorinstanz wertete die persönlichen Verhält-

nisse des Beschuldigten und damit auch die bei ihm diagnostizierte Alkoholab-

hängigkeits- und Panikstörung (Urk. 4/11 S. 36, S. 37, S. 45) in Bezug auf die 

Strafzumessung neutral (Urk. 37 S. 26), billigte dem Beschuldigten jedoch eine 

leicht verminderte Schuldfähigkeit zu, weil aufgrund des Umstands, dass der Be-

schuldigte zumeist delinquierte, um seinen Alkoholkonsum zu finanzieren, in ei-

nem gewissen Sinne von einer Beschaffungskriminalität auszugehen sei und in 

diesem Sinne das Mass an Entscheidungsfreiheit als etwas eingeschränkt einzu-

stufen sei (Urk. 37 S. 24, S. 25). Auch der Gutachter ging zwar von einer leichten, 

alkoholisch bedingten Beeinträchtigung der Fähigkeit zum einsichtsgemässen 

Handeln für solche Taten aus, die vom Beschuldigten unter Alkoholeinfluss verübt 

wurden (Urk. 4/11 S. 45). Er sah den Grund dafür jedoch in der Senkung der 

Hemmschwelle zur Begehung einer Tat (vgl. oben). Im Ergebnis ist der Vorin-

stanz jedoch beizupflichten, dass im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB von einer 

- den Ausführungen im Gutachten folgend - leicht verminderten Schuldfähigkeit 

des Beschuldigten auszugehen ist, was ihm entsprechend leicht strafmildernd an-

zurechnen ist.  

- 24 - 

7. Der Vorinstanz ist auch zuzustimmen, dass sich die zahlreichen, zum Teil 

einschlägigen Vorstrafen deutlich straferhöhend auswirken. Des Weiteren gewich-

tete die Vorinstanz das Delinquieren während laufender Probezeit nach der be-

dingten Entlassung aus dem Strafvollzug als massiv straferhöhend. Auch diesbe-

züglich ist der Vorinstanz zuzustimmen. Dazu kann auf die zutreffenden Ausfüh-

rungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 37 S. 26f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Ergänzend ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte im Zeitraum zwischen 

dem 20. Mai 2010 und dem 15. Dezember 2013, in dem er stetig delinquierte, mit 

Strafbefehl vom 29. Juni 2010 von der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl mit 360 

Stunden gemeinnütziger Arbeit bestraft wurde, wobei diese Strafe in eine Geld-

strafe von 90 Tagessätzen umgewandelt wurde musste (Erwägung IV. 3.), was 

ihn offensichtlich nicht zu beeindrucken und von der Begehung weiterer Straftaten 

abzuhalten vermochte.  

8. Das Geständnis des Beschuldigten ist ihm, wie die Vorinstanz mit zutreffen-

der Begründung ausführte, auf die verwiesen werden kann (Urk. 37 S. 27; Art. 82 

Abs. 4 StPO), lediglich leicht strafmindernd zugutezuhalten, was mit der Staats-

anwaltschaft (Prot. II S. 19) erst Recht in Bezug auf die Delikte gemäss ND 10, 

ND 12 sowie ND 13 und ND 14 gilt, die der Beschuldigte erst anlässlich der Beru-

fungsverhandlung eingesteht (Prot. II S. 5 und S. 14). 

9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Verschulden des Beschuldig-

ten insgesamt nicht mehr leicht wiegt und - auch unter Berücksichtigung, dass für 

die ersten beiden angeklagten Delikte eine Zusatzstrafe auszufällen ist - eine 

Strafe von 16 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen erscheint.  

10. Der Widerruf der bedingten Entlassung des Beschuldigten aus dem Straf-

vollzug gemäss Dispositivziffer 3 des vorinstanzlichen Urteils wurde nicht ange-

fochten. In Bezug auf den Vollzug der Strafe fällt präzisierend und ergänzend zur 

Vorinstanz (Urk. 37 S. 28f.) in Betracht, dass der Beschuldigte inzwischen erneut 

straffällig wurde und mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 

30. Juni 2014 wegen Hausfriedensbruchs und geringfügigem Diebstahl mit einer 

unbedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.– (Urk. 31; Urk. 49) sowie 

mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 28. Januar 2015 

- 25 - 

wegen Hausfriedensbruchs mit einer unbedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen 

zu Fr. 30.– (Urk. 50) bestraft wurde. Da somit, wie die Vorinstanz zutreffend aus-

führte (Urk. 37 S. 28f.) und auch von der Verteidigung nicht in Zweifel gezogen 

wurde (Urk. 23 S. 1, S. 9; Urk. 50 S. 1), die heute auszufällende Freiheitsstrafe zu 

vollziehen ist und diese unbedingte Freiheitsstrafe mit der durch den Widerruf 

vollziehbar gewordenen Reststrafe von 70 Tagen zusammentrifft, bildet das Ge-

richt in Anwendung von Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe (Art. 89 Abs. 6 StGB). 

Unter den gegebenen Umständen erscheint die von der Vorinstanz vorgenomme-

ne Straferhöhung von zwei Monaten für die zu vollziehende Reststrafe als ange-

messen. Zur Begründung kann auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen 

verwiesen werden (Urk. 37 S. 28f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Demzufolge ist der Be-

schuldigte unter Einbezug der vollziehbar gewordenen Reststrafe mit einer Ge-

samtstrafe von 18 Monaten Freiheitsstrafe zu bestrafen. Dabei sind ihm 2 Tage 

Haft anzurechnen, da er am 29. September 2010 für wenige Stunden und am 11. 

Mai 2011 ein weiteres Mal in Polizeiverhaft genommen worden war (Urk. 6/1; Urk. 

6/2).  

11. Die Vorinstanz fällte für die vom Beschuldigten begangenen zwei geringfü-

gigen Diebstähle zu Recht eine Busse aus, da es sich hierbei um Übertretungen 

handelt. In Anbetracht der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten, insbe-

sondere seiner finanziellen Situation (er lebt von der Sozialhilfe), erscheint die von 

der Vorinstanz ausgesprochene Busse von Fr. 500.– als angemessen. Ebenso 

erscheint die in Anwendung von Art. 106 Abs. 2 StGB von der Vorinstanz ausge-

sprochene Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen für den Fall, dass der Beschuldigte 

die Busse schuldhaft nicht bezahlt, als angemessen (vgl. Urk. 37 S. 28). 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die vorinstanzliche Kostenauflage 

(Dispositivziffer 9) gestützt auf Art. 426 Abs. 1 StPO zu bestätigen. 

2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Nachdem der Be-

- 26 - 

schuldigte mit seinen Berufungsanträgen unterliegt, sind ihm die Kosten des Be-

rufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, aufzuer-

legen. 

3.1. Der amtliche Verteidiger macht für das Berufungsverfahren einen Aufwand 

von Fr. 1'856.50 (inkl. 8% MWST) geltend (Urk. 48). Dazu kommt noch der Auf-

wand im Umfang von 4 Stunden für die Teilnahme an der Berufungsverhandlung 

inklusive Hin- und Rückfahrt sowie Vor- und Nachbesprechung (Prot. II S. 3 und 

S. 19 f.). Somit erscheint eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 2'900.– (Betrag 

gerundet) als angemessen. 

3.2. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind auf die Gerichtskasse zu neh-

men unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Es wird beschlossen 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 

17. Juli 2014 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Einstellung), 2 (Schuldspruch, 

mit Ausnahme von ND 10), 3 (Rückversetzung), 6 (Massnahme), 7 (Zivilfor-

derungen) und 8 (Kostenaufstellung) in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig des Diebstahls im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1 StGB, der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 

StGB und des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB gemäss 

ND 10. 

2. Der Beschuldigte wird unter Einbezug des zufolge Widerrufs zu vollziehen-

den Strafrests (70 Tage) mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 2 Tage 

- 27 - 

durch Polizeiverhaft erstanden sind, als Gesamtstrafe sowie mit Fr. 500.– 

Busse bestraft. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

5. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositivziffer 9) wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'900.–   amtliche Verteidigung 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten (übergeben)  

− die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich 

− die Privatkläger 
(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer eige-
nen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur zuge-
stellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs ver-
langen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten 

− die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

- 28 - 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienst 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B 

− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 
Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich. 

9. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-

gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 27. März 2015 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Brülhart 
 

 

	Urteil vom 27. März 2015
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Die Anklageziffern 1.1.6. (geringfügige Sachbeschädigung), 1.1.7. (geringfügiger Diebstahl) sowie 1.2 (Übertretung BetmG) werden eingestellt.
	2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des mehrfachen, teilweise versuchten und teilweise geringfügigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB und Art. 172ter Abs. 1 StGB,
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,
	 des mehrfachen Hausfriedensbruches im Sinne von Art. 186 StGB.

	3. Die bedingte Entlassung des Beschuldigten aus dem Strafvollzug gemäss Verfügung des Amtes für Justizvollzug des Kantons Zürich vom 3. Oktober 2011 (nicht verbüsster Strafrest: 70 Tage) wird widerrufen.
	4. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der durch den Widerruf vollziehbar gewordenen Reststrafe bestraft mit einer unbedingten Gesamtstrafe von 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 2 Tage durch Haft erstanden ist sind sowie mit einer Busse von Fr. 500.–.
	5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	6. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB (Suchtbehandlung Alkohol) während dem Strafvollzug angeordnet.
	7. a) Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin 1, B._____, Fr. 200.– zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird dieses Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen.
	b) Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 3, C._____, wird auf den Zivilweg verwiesen.
	c) Das Schadenersatzbegehren des Privatklägerin 4, D._____, wird auf den Zivilweg verwiesen.
	d) Das Schadenersatzbegehren des Privatklägerin 5, E._____, wird auf den Zivilweg verwiesen. Das Genugtuungsbegehren wird abgewiesen.
	e) Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin 6, F._____ [Versicherung] (anstelle von G._____), Fr. 1'549.– zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird dieses Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen.
	f) Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin 7, H._____, Fr. 2'959.20 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird dieses Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen. Das Genugtuungsbegehren wird abgewiesen.
	g) Das Schadenersatzbegehren von Privatkläger 8, I._____, wird auf den Zivilweg verwiesen. Das Genugtuungsbegehren wird abgewiesen.
	h) Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 9, J._____ Genossenschaft, wird auf den Zivilweg verwiesen.
	8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	9. Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr Strafuntersuchung, Kosten Kantonspolizei Zürich, Auslagen Untersuchung und ausserkantonale Verfahrenskosten) sowie des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen für die amtliche Verteidigung, werden d...
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte sei anklagegemäss schuldig zu sprechen.
	2. Der Beschuldigte sei unter Einbezug der durch den Widerruf vollziehbar gewordenen Reststrafe mit einer unbedingten Gesamtstrafe von 12 Monaten Freiheitsstrafe zu bestrafen, wovon 2 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 500.–.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien dem Beschuldigten aufzuerlegen, die Kosten der amtlichen Verteidigung seien einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	Erwägungen:
	I. Prozessgeschichte
	II. Umfang der Berufung
	3. Somit ist festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 17. Juli 2014 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Einstellung), 2 (Schuldspruch, mit Ausnahme von ND 10), 3 (Rückversetzung), 6 (Massnahme), 7 (Zivilforderungen) und 8 (Kost...
	III. Schuldpunkt
	IV. Strafzumessung
	V. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 17. Juli 2014 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Einstellung), 2 (Schuldspruch, mit Ausnahme von ND 10), 3 (Rückversetzung), 6 (Massnahme), 7 (Zivilforderungen) und 8 (Kostena...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB und des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB gemäss ND 10.
	2. Der Beschuldigte wird unter Einbezug des zufolge Widerrufs zu vollziehenden Strafrests (70 Tage) mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 2 Tage durch Polizeiverhaft erstanden sind, als Gesamtstrafe sowie mit Fr. 500.– Busse bestraft.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	5. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositivziffer 9) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 ...
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich
	 die Privatkläger
	(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienst
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich.

	9. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.