# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9427b15e-5239-5d5b-a3bd-518b5c0e2d0e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 12.12.2022 UV 2021/84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2021-84_2022-12-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/84

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.02.2023

Entscheiddatum: 12.12.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 12.12.2022
Art. 19 Abs. 1 UVG. Art. 11 UVV. Mangels nachträglicher Veränderung der 
anspruchsrelevanten Verhältnisse besteht bei Fallabschluss nach Rückfall 
weiterhin kein Anspruch auf eine Rente und/oder Integritätsentschädigung. 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 12. Dezember 2022, UV 2021/84).

Entscheid vom 12. Dezember 2022

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterinnen

Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber

Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2021/84

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch B.___,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) rutschte am 30. Juni 2008 bei der Arbeit als 

Polymechaniker Montage bei der C.___ AG auf einer Treppe aus und erlitt ein 

Supinationstrauma am oberen Sprunggelenk (OSG) links mit Ruptur der Ligamente 

fibulotalare anterior und fibulocalcaneare sowie eine Partialruptur des Ligamentum 

deltoideum links (Suva-act. 1, 7). Der Versicherte wurde konservativ behandelt und die 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) erbrachte als obligatorischer 

Unfallversicherer die gesetzlichen Leistungen. Per 3. November 2008 wurden die 

(Taggeld-)Leistungen bei voller Arbeitsfähigkeit eingestellt (Suva-act. 18).

A.a. 

Am 2. Juni 2015 liess der Versicherte, mittlerweile für die D.___ GmbH in einem 

Vollpensum tätig, melden, dass er am 27. Mai 2015 bei der Arbeit seinen linken Fuss 

bei Bodenunebenheiten verstaucht habe (Suva-act. 43). Diagnostiziert wurden eine 

OSG-Instabilisation links mit anterolateralem Impingement, eine Bone bruise der 

medialen Talusschulter und eine Läsion der Peroneus brevis-Sehne bei repetitiver 

OSG-Distorsion links (Suva-act. 44-29). Die Suva anerkannte einen Rückfall zum 

Ereignis vom 30. Juni 2008 und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Suva-act. 45). 

Eine am 22. September 2017 durchgeführte MRT des linken OSG ergab im Vergleich 

mit der MRT des OSG links vom 1. Juni 2015 (Suva-act. 47-17) eine progrediente 

Demarkation eines osteochondralen Defekts an der medialen Talusschulter, keine 

Fragmentdislokation, den vorbeschriebenen Längsriss der Peroneus brevis-Sehne und 

narbige Veränderungen im Lig. fibulotalare anterius und Lig. fibulocalcaneare (Suva-

act. 163). Am 25. September 2017 wurde der Versicherte von Kreisarzt Dr. E.___, 

A.b. 

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Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, untersucht. 

Dieser diagnostizierte einen Status nach zweimaligem Supinationstrauma am OSG 

links mit progredienter osteochondraler Läsion an der medialen Talusschulter, mit 

Längsriss der Peroneus brevis-Sehne und mit persistierenden Schmerzen und 

Bewegungseinschränkungen im OSG. Als nicht unfallkausal qualifizierte er Schmerzen 

am Kniegelenk links. Dr. E.___ bescheinigte dem Versicherten bei medizinischem 

Endzustand in adaptierter Tätigkeit (zumutbar seien das Gehen und Stehen bis zu drei 

Stunden täglich in Intervallen von 30 Minuten mit der Möglichkeit zum Hinsetzen 

zwischen den stehenden und gehenden Tätigkeiten sowie eine Hebe- und 

Trageleistung bis 25 Kilogramm; nicht zumutbar seien das Gehen auf unebenem 

Gelände, repetitives Treppensteigen und das Arbeiten auf Leitern) eine 100%-ige 

Arbeitsfähigkeit. Aufgrund der aktuell guten Beweglichkeit im OSG (0-0-40°) sei 

gegenwärtig die Erheblichkeitsgrenze nicht überschritten und somit keine 

Integritätsentschädigung geschuldet (Suva-act. 166). Mit Verfügung vom 20. Dezember 

2017 verneinte die Suva einen Rentenanspruch sowie einen Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung (Suva-act. 213). Auf die dagegen erhobene Einsprache wurde 

am 16. Mai 2018 mangels hinreichender Begründung nicht eingetreten (Suva-act. 215 

ff., 223).

Ab dem 8. Mai 2019 begab sich der Versicherte aufgrund der Fussproblematik 

links wieder in fachärztliche Behandlung zu Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates. Dieser empfahl nach 

durchgeführter MRI-Bildgebung des linken Rückfusses (Suva-act. 246) bei instabilem 

OSG links, medial betonter osteochondraler Läsion Talusschulter links und 

anterolateraler Impingement-Symptomatik eine Operation (Suva-act. 247). Die Suva 

anerkannte einen Rückfall (Rückfallmeldung am 18. Juli 2019; Suva-act. 259) und 

erteilte Kostengutsprache für die Operation (Suva-act. 257, 271, 279, 320). Am 25. 

November 2019 erfolgte der Eingriff (offene Rekonstruktion Kapselbandapparat mittels 

Small Joint 3.0 Ankersystem von Athrex [Rekonstruktion nach Broström Gould] links, 

arthroskopische Mikrofrakturierung mediale Talusschulter, arthroskopisches 

Débridement anterolateraler Kapselbandapparat, Exostosectomie Tibiavorderkante, 

Notch-Plastik Talushals, Synovectomie OSG links; Suva-act. 337, 340). Mit Bericht 

vom 20. Januar 2020 beschrieb Dr. F.___ einen fristgerechten postoperativen Verlauf 

A.c. 

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und empfahl intensive Physiotherapie (Suva-act. 370). In der Folge beklagte der 

Versicherte weiterhin starke Schmerzen (vgl. u.a. Suva-act. 382, 384, 401, 419, 428, 

441, 475).

Zur Beurteilung der Fragen, ob sich das Zumutbarkeitsprofil seit der letzten 

Beurteilung im September 2017 durch Dr. E.___ verändert habe und wie lange nach der 

erfolgten Operation vom 25. November 2019 mit einer Arbeitsunfähigkeit gerechnet 

werden müsse, wurde der Fall Kreisarzt Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, 

vorgelegt. Dieser kam mit Beurteilung vom 23. März 2020 zum Schluss, dass sowohl 

vor als auch nach dem operativen Eingriff am Zumutbarkeitsprofil festgehalten werden 

könne. Der stabile Status sei, auch den Verlaufsberichten entsprechend, 

erwartungsgemäss nach vier Monaten erreicht und dem Versicherten sei ab dann 

wieder eine Arbeitstätigkeit gemäss dem Zumutbarkeitsprofil von Dr. E.___ zuzumuten 

(Suva-act. 391).

A.d. 

Der Versicherte begab sich in H.___ in Behandlung und reichte mehrere 

Arztberichte ein (vgl. Suva-act. 394, 400, 423-2 f., 462-4 f., 465-2).

A.e. 

Mit Aktenbeurteilung vom 11. November 2020 stellte Dr. G.___ fest, dass von 

weiteren Behandlungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte 

Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustands bezüglich der chronischen 

degenerativen Veränderungen und der chronifizierten, auch postoperativ anhaltenden 

Beschwerdesymptomatik des Versicherten erwartet werden könne. Längerfristig könne 

bei einer symptomatisch-progredienten Sprunggelenksarthrose eine Arthrodese in 

Betracht kommen; unter dem reizarmen und zufriedenstellenden funktionellen Befund 

mit einer auch in der Bildgebung noch erhaltenen Artikulation sei ein derartig invasiver 

und irreversibler Eingriff mit einer damit verbundenen Verschlechterung der 

Beweglichkeit aktuell aber nicht erkennbar indiziert. Zum Erhalt des 

Gesundheitszustands, der Bewegungs- und Arbeitsfähigkeit seien eine angepasste 

orthopädische Schuhversorgung mit Abrollhilfen sowie allfällige Einlagen sinnvoll. 

Zudem könne dem Versicherten eine Nachuntersuchung beim Operateur sowie nach 

Bedarf auch eine Zweitmeinung in einem fusschirurgischen Kompetenzzentrum der 

Schweiz angeboten werden. Nach Fallabschluss könnten zur aktiven Übungsanleitung, 

Motivation und Verlaufskontrolle des Selbsttrainings weiterhin zwei bis drei 

A.f. 

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B.  

physiotherapeutische Behandlungsserien befürwortet werden. Nach dem 

zwischenzeitlichen stabilisierenden operativen elektiven Eingriff bei weiter chronisch 

beklagten Restbeschwerden sei weiterhin vom Zumutbarkeitsprofil gemäss der 

kreisärztlichen Untersuchung vom 25. September 2017 auszugehen, da diesbezüglich 

keine namhafte Änderung eingetreten sei. Dem Versicherten seien weiterhin leichte bis 

mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten überwiegend im Sitzen, kurze Zeiten im 

Stehen und auf nähere Distanzen im Gehen, mit einem vollzeitigen Pensum zumutbar. 

Tätigkeiten auf einem unebenen oder sich bewegenden Gelände, ein repetitives 

Treppensteigen sowie Arbeiten auf Leitern und Gerüsten seien dem Versicherten nicht 

zumutbar. Ebenso seien Tätigkeiten mit einer körperlichen Zwangshaltung des 

Sprunggelenks, wie Knien, Hocken und Kauern, als leidensungünstig zu bewerten 

(Suva-act. 491).

Mit Verfügung vom 10. Dezember 2020 schloss die Suva den Fall ab und stellte 

die Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) per 24. Dezember 2020 ein. 

Zum Erhalt des Gesundheitszustands, der Bewegungs- und Arbeitsfähigkeit wurde 

dem Versicherten die Übernahme von zwei bis drei Serien Physiotherapie pro Jahr 

sowie eine jährliche orthopädische Schuhversorgung mit Abrollhilfen und allfälligen 

Einlagen zugesprochen. Ein Anspruch auf eine Rente sowie eine 

Integritätsentschädigung wurde verneint (Suva-act. 510).

A.g. 

Gegen die Verfügung vom 10. Dezember 2020 erhob der Versicherte Einsprache 

(vgl. dazu die Eingabe von Rechtsanwältin Gordana Bibic vom 30. Dezember 2020 an 

das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen in Suva-act. 553, welche der Suva 

weitergeleitet wurde [Suva-act. 552]) und reichte mehrere Arztberichte aus H.___ ein 

(Suva-act. 557 f. 566). Er machte geltend, durch die Verfügung habe die Suva alle seine 

Rechte aufgehoben und dabei die ärztlichen Befunde, Ratschläge und Empfehlungen 

der medizinischen Fachleute, welche ihn behandelt hätten, nicht berücksichtigt. Es sei 

rechtswidrig, dass der Arzt für Allgemeinmedizin der Suva, der subjektiv befangen sei, 

weil er ausschliesslich die Interessen der Suva vertrete, die Befunde und Diagnosen 

der Fachärzte für Orthopädie, welches eminente Fachleute im Bereich der Orthopädie 

seien, anfechte. Die beigelegten Arztberichte wurden Dr. G.___ vorgelegt, welcher mit 

B.a. 

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Beurteilung vom 25. Januar 2021 zum Schluss kam, dass keine unfallkausale 

Verschlimmerung am linken Bein seit der Beurteilung vom 11. November 2020 vorliege, 

wobei die Kniegelenksproblematik links nicht dem Unfall aus dem Jahr 2008 

anzulasten sei (Suva-act. 559-2). Am 26. Januar 2021 teilte die Suva dem Versicherten 

mit, dass die medizinischen Unterlagen keinen sicheren oder wahrscheinlichen 

Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 30. Juni 2008 und den aktuellen 

Kniebeschwerden links zeigen würden. Bezüglich der Sprunggelenksbeschwerden 

liege seit der Beurteilung vom 11. November 2020 keine Verschlimmerung vor. Es 

werde somit an der Verfügung vom 10. Dezember 2020 festgehalten (Suva-act. 564).

Am 12. Mai 2021 wurde eine MRT des linken OSG im Röntgeninstitut I.___ 

durchgeführt (Suva-act. 601). Am 4. Juni 2021 folgte die Besprechung bei Dr. med. 

J.___, Orthopädie K.___. Anschliessend wurde der Fall nochmals Dr. G.___ vorgelegt, 

welcher mit Beurteilung vom 5. Juni 2021 ausführte, dass sich aufgrund der aktuellen 

Befunde keine weiteren medizinischen Abklärungen oder Massnahmen ergeben 

würden. Diese Befunde seien ihm bei seiner Beurteilung vom 11. November 2020 

bekannt gewesen. Auch bezüglich Zumutbarkeitsprofil ergebe sich keine Änderung 

(Suva-act. 604). Am 17. Juni 2021 begab sich der Versicherte für eine Zweitmeinung zu 

Dr. med. L.___, Institut M.___ (Suva-act. 608). Am 23. Juni 2021 erfolgte eine 3-Phasen 

Skelettszintigraphie in der Klinik N.___ (Suva-act. 611). Mit Bericht vom 12. August 

2021 führte Dr. L.___ aus, dass die Aktivität an der osteochondralen Läsion der 

medialen Talusschulter hoch sei, so dass die Indikation für ein operatives Vorgehen im 

Sinne einer AMIC-Plastik links gegeben sei. In der gleichen Sitzung werde der 

Bandapparat gestrafft werden müssen (Suva-act. 622-6). Nach Vorlage der aktuellen 

Akten führte Dr. G.___ mit Beurteilung vom 13. August 2021 aus, dass die erneut 

geplante operative Knorpeltherapie und Straffung des Bandapparats als 

unfallursächlich einzustufen sei. Es handle sich um eine erneut elektive 

Behandlungsmassnahme zum chronisch vorbekannten Schaden. Eine 

Arbeitsunfähigkeit wäre entsprechend ab dem Eingriff ausgewiesen. Es liege ein 

vergleichbarer Status wie vor der elektiven Bandplastik und Mikrofrakturierung vom 25. 

November 2019 vor (Suva-act. 623-3). Mit Schreiben vom 13. August 2021 erteilte die 

Suva Kostengutsprache für die Spitalbehandlung/den operativen Eingriff (Suva-act. 

B.b. 

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C.  

626) und anerkannte Taggeldansprüche ab dem geplanten Operationsdatum vom 4. 

Oktober 2021 (Suva-act. 644). Zum Eingriff kam es in der Folge nicht (Suva-act. 680 f.).

Mit Entscheid vom 1. Oktober 2021 wies die Suva die Einsprache vom 30. 

Dezember 2020 gegen die Verfügung vom 10. Dezember 2020 ab. Der medizinische 

Sachverhalt sei gestützt auf die Beurteilungen von Dr. G.___ erstellt. Es sei keine 

revisionsrechtlich bedeutsame Änderung eingetreten. Mit Verfügung vom 20. 

Dezember 2017 habe die Suva einen Rentenanspruch sowie einen Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung verneint. Nachdem kein Revisionsgrund vorliege, bestehe 

weiterhin kein Rentenanspruch und kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung 

(Suva-act. 675).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2021 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 16. November 2021 (Eingang beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen am 25. November 2021) Beschwerde. Er 

sei mit der Entscheidung der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) nicht 

einverstanden (act. G 1).

C.a. 

Am 25. November 2021 wurde dem Beschwerdeführer eine Frist zur 

Beschwerdeverbesserung gesetzt (act. G 2).

C.b. 

Mit vom 14. Dezember 2021 datiertem Schreiben (Eingang beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen am 23. Februar 2022) beantragte der 

Beschwerdeführer eine Entschädigung für die Invalidität, Schmerzensgeld, die 

Erstattung von Heilbehandlungskosten sowie die Leistung von Taggeldern ab 24. 

Dezember 2020. Im Weiteren verwies er auf die Eingaben seiner Rechtsanwältin (act. G 

4). Mit der Eingabe reichte der Beschwerdeführer einen Bericht von Dr. med. O.___, 

Facharzt für Chirurgie und Traumatologie, vom 19. November 2021 ein (act. G 4.3).

C.c. 

Mit Schreiben vom 5. April 2022 teilte das Versicherungsgericht des Kantons St. 

Gallen der Beschwerdegegnerin mit, dass aufgrund der ungenügenden 

Rechtsmittelbelehrung im Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2021 auf die an sich 

nicht fristgerecht eingereichte Beschwerde eingetreten werde (act. G 7).

C.d. 

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Erwägungen

1.

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2008 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

Mit Stellungnahme vom 20. Mai 2022 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf 

eine umfassende Beschwerdeantwort. Sie verwies auf die Begründung im 

Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2021 und beantragte die vollumfängliche 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (act. G 11). Mit der Eingabe 

reichte sie eine ärztliche Beurteilung von Dr. G.___ vom 18. Mai 2022 ein (act. G 11.2).

C.e. 

Der Beschwerdeführer reichte am 6. Juni 2022 (Eingang beim Versicherungsgericht 

des Kantons St. Gallen am 29. Juni 2022) eine weitere Stellungnahme (Replik) ein (act. 

G 13).

C.f. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer umfassenden 

Duplik und hielt am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (act. G 15).

C.g. 

Mit Postaufgabe vom 18. November 2022 reichte der Beschwerdeführer einen 

Verlaufskontrollbericht des Instituts M.___ vom 16. November 2022 ein, gemäss 

welchem ihm eine Operation (AMIC-Plastik und laterale Bandrekonstruktion links) 

empfohlen wird, für welche offenbar ein Termin am 9. Januar 2023 vereinbart worden 

ist (act. G 18). Diese Eingabe wurde der Beschwerdegegnerin am 22. November 2022 

zur Kenntnis gebracht (act. G 19).

C.h. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den (medizinischen) Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.i. 

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2.

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die temporären 

Versicherungsleistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen), herrührend vom 

Unfall vom 30. Juni 2008 resp. Rückfall im Jahr 2019 (vgl. im Sachverhalt lit. A.d), per 

24. Dezember 2020 eingestellt und weiterhin einen Anspruch auf eine Rente und eine 

Integritätsentschädigung verneint hat. Auf alle übrigen Rechtsbegehren des 

Beschwerdeführers, welche keinen Bezug zu den vorgenannten Rechtsverhältnissen 

aufweisen, ist nicht einzutreten. Jene Fragen sind nicht Gegenstand des vorliegenden 

Prozesses. In Bezug auf den Antrag auf Schmerzensgeld (Genugtuung) fehlt es schon 

an einer gesetzlichen Grundlage im UVG. Es handelt sich dabei um einen allfälligen 

haftpflichtrechtlichen Anspruch, dessen Prüfung nicht in die sachliche Zuständigkeit 

des Versicherungsgerichts fiele.

3.  

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls resp. daraus resultierenden 

Rückfällen (vgl. Art. 11 UVV) voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 UVG). Sie hat zudem Anspruch auf 

die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die versicherte 

Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine 

Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall 

eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 

Abs. 1 UVG). Nach Gesetz und Praxis ist der (Rück-)Fall unter Einstellung der 

vorübergehenden Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) und Prüfung 

des Anspruchs auf eine Invalidenrente abzuschliessen, wenn allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der 

versicherten Person mehr erwartet werden kann (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Die 

Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein 

Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 

24 Abs. 2 UVG).

3.1. 

Rückfälle und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar. 

Diesem Umstand ist auch dann Rechnung zu tragen, wenn zu einem früheren Zeitpunkt 

ein (Renten-)Leistungsanspruch verneint wurde, wie es durch die Verfügung vom 20. 

Dezember 2017 geschehen ist (Suva-act. 213). Unter diesen Titeln kann daher nicht 

3.2. 

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eine uneingeschränkte neuerliche Prüfung vorgenommen werden. Vielmehr ist von der 

rechtskräftigen Beurteilung auszugehen, und die Anerkennung eines Rückfalls oder von 

Spätfolgen setzt eine nachträgliche Änderung der anspruchsrelevanten Verhältnisse 

voraus (BGE 144 V 245 E. 6.2). Liegt eine solche vor, ist ein Rentenanspruch in 

rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen, wobei keine Bindung an 

frühere Beurteilungen besteht (vgl. u.a. BGE 141 V 11 E. 2.3).

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz 

und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht 

hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht 

(BGE 138 V 221 f. E. 6 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die Tatsache allein, 

dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, 

lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit 

3.3. 

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4.  

der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee). 

Auch ärztliche Beurteilungen aufgrund der Akten sind nicht an sich unzuverlässig, 

sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche 

Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 8. Februar 2007, U 223/06, E. 5.1.2). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen 

bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Diesfalls 

besteht kein Anspruch auf Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten 

(BGE 122 V 157).

Vorab spricht der Beschwerdeführer den Beurteilungen von Kreisarzt Dr. G.___, auf 

welche sich die Beschwerdegegnerin bezüglich Zeitpunkt der Einstellung der 

temporären Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) sowie der 

Auswirkungen der unfallkausalen Gesundheitsschädigung stützt, bereits deshalb die 

Beweiskraft ab, weil Dr. G.___ den Facharzttitel der Orthopädie nicht besitze. Im 

Weiteren sei der Kreisarzt subjektiv befangen, weil er ausschliesslich die Interessen der 

Suva vertrete.

4.1. 

Es trifft zu, dass Dr. G.___ nicht über einen Facharzttitel der Orthopädie verfügt 

(vgl. https://www.suva.ch/de-CH/material/Factsheets/aerztinnen-und-aerzte-versi­

cherungsmedizin, eingesehen am 12. Dezember 2022). Trotzdem geht der Einwand 

des Beschwerdeführers fehl. Die Kreisärzte der Suva sind nach ihrer Funktion und 

beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin. Da sie ausschliesslich 

Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen und Berufskrankheiten 

diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, verfügen sie über besonders 

ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen, dies unabhängig von 

ihrem ursprünglich erworbenen Facharzttitel. Damit ist kein Grund ersichtlich, weshalb 

Dr. G.___ vorliegend per se die Kompetenz abzusprechen wäre, den 

Gesundheitsschaden am linken Fussgelenk verlässlich beurteilen zu können (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts vom 24. Oktober, 2019, 8C_316/2019, E. 5.4). Dr. G.___ ist 

genügend befähigt, die von den Fachärzten erhobenen Befunde und gestellten 

Diagnosen zu würdigen und vermag zuverlässig einzuschätzen, inwiefern ein 

medizinischer Sachverhalt überzeugt oder als nicht genügend abgeklärt zu betrachten 

ist. Weiter ist von einem Kreisarzt zu erwarten, dass er bei der Würdigung eines 

konkreten medizinischen Sachverhalts erkennen kann, ob er dazu fachlich in der Lage 

ist oder nicht. Bezüglich des Einwands der Befangenheit resp. mangelnden Objektivität 

4.2. 

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5.  

des Kreisarztes ist darauf zu verweisen, dass keine besonderen Umstände erkennbar 

und auch nicht geltend gemacht wurden, welche diesen Vorwurf auch nur im Ansatz 

als begründet erscheinen liessen (vgl. dazu ergänzend vorstehende E. 3.3). Angesichts 

der obigen Darlegungen sprechen keine formell-rechtlichen Gründe gegen den 

Einbezug der Aktenbeurteilungen von Dr. G.___ in die Beweiswürdigung. Ob letztlich 

auf diese abgestellt werden kann, ist im Rahmen der nachfolgenden materiell-

rechtlichen Beweiswürdigung zu prüfen.

Der Beschwerdeführer beantragt die Ausrichtung der temporären 

Versicherungsleistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) über den 24. 

Dezember 2020 hinaus.

5.1. 

Wie unter E. 3.1 ausgeführt, ist ein (Rück-)Fall unter Einstellung der 

vorübergehenden Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) und Prüfung 

des Anspruchs auf eine Invalidenrente abzuschliessen, wenn allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der 

versicherten Person mehr erwartet werden kann. Ob eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands noch erwartet werden kann, bestimmt sich insbesondere nach 

Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits- (BGE 

134 V 115 E. 4.3) bzw. Funktionsfähigkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 10. Juli 

2014, 8C_354/2014, E. 3.2 f.), soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die 

Verwendung des Begriffs „namhaft“ in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht, dass die durch 

weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinn von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte 

Besserung ins Gewicht fallen muss (vgl. wiederum BGE 134 V 115 E. 4.3). Weder eine 

weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen zu erwartender geringfügiger 

therapeutischer Fortschritt verleihen einen Anspruch auf deren Durchführung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1, mit Hinweisen). Eine allfällige 

blosse Verbesserung allein des Leidens an sich, eine nur kurzfristige Linderung, eine 

blosse Verbesserung der Befindlichkeit oder dass die versicherte Person etwa von 

Physiotherapie profitieren kann, genügen nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 22. 

September 2016, 8C_306/2016, E. 5.3, mit Hinweisen). Auch ärztliche 

Verlaufskontrollen, die Einnahme von Medikamenten sowie manualtherapeutische 

Behandlungen gelten für sich allein noch nicht als kontinuierliche, mit einer gewissen 

Planmässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete 

ärztliche Behandlung im Sinne der Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts vom 5. 

5.2. 

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Oktober 2007, U 395/06, E. 5.3). Die Frage, ob von einer ärztlichen Behandlung noch 

eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann, beurteilt 

sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juli 2010, 8C_346/2010, E. 

2.2). Es handelt sich um die Einschätzung einer zukünftigen Sachverhaltsentwicklung, 

weshalb eine prospektive Beurteilung dieser Rechtsfrage zu erfolgen hat. 

Entscheidgrundlagen bilden in erster Linie die Auskünfte medizinischer Fachpersonen 

zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Gesundheitsentwicklung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 15. Dezember 2016, 8C_651/2016, E. 4.1).

Der Beschwerdeführer wurde am 25. November 2019 nach anerkanntem Rückfall 

am OSG links operiert (vgl. im Sachverhalt lit. A.c; Suva-act. 337, 340). Die Operation 

verlief komplikationslos und der postoperative Verlauf gestaltete sich fristgerecht. Dr. 

F.___ empfahl anlässlich der Verlaufskontrolle vom 8. Januar 2020 sukzessive 

Mehrbelastung bis hin zur Vollbelastung über ein bis zwei Wochen und danach das 

Tragen einer Sprunggelenksbandage (Speed Brace) für insgesamt vier Wochen, 

begleitet von intensiver Physiotherapie. Er bescheinigte am 8. Januar 2020 eine 100%-

ige Arbeitsunfähigkeit bis zur nächsten Kontrolle (Suva-act. 370). Mit Beurteilung vom 

23. März 2020 führte Dr. G.___ unter Einbezug der gesamten medizinischen Aktenlage 

und in Würdigung der Verlaufsberichte aus, dass nach der erfolgten Operation vom 25. 

November 2019 der stabile Status nach vier Monaten wieder erreicht sei (Suva-act. 

391). In der Folge reichte der Beschwerdeführer mehrere Arztberichte aus H.___ ein 

(vgl. Suva-act. 394, 400, 423-2 f., 462-4 f., 465-2) und der Fall wurde unter anderem 

zur Würdigung dieser Berichte nochmals Dr. G.___ vorgelegt. Dieser erklärte mit 

Beurteilung vom 11. November 2020, dass zwölf Jahre nach der primären sowie fünf 

Jahre nach der sekundären Distorsion des linken Sprunggelenks und bereits ein Jahr 

nach der elektiv operativen Kapselbandrekonstruktion von weiteren Behandlungen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Verbesserung des unfallbedingten 

Gesundheitszustands erwartet werden könne (Suva-act. 491-3). Es sind keine Gründe 

ersichtlich, diese Einschätzung in Zweifel zu ziehen, standen doch zu jenem Zeitpunkt 

keine weiteren konkreten chirurgisch-invasiven Eingriffe oder andere 

Behandlungsoptionen im Raum, welche auf eine namhafte Besserung im Sinne der 

Rechtsprechung abgezielt hätten, auch nicht seitens der Fachärzte aus H.___. 

Behandlungsformen wie weiterdauernde Schmerzmedikation oder die empfohlene 

Physiotherapie führen rechtsprechungsgemäss nicht dazu, dass ein medizinischer 

Endzustand verneint werden müsste (vgl. vorstehend E. 5.2). Entsprechend ist nicht zu 

beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin per 24. Dezember 2020 (über ein Jahr 

5.3. 

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6.  

postoperativ) den Fallabschluss mit Einstellung der Heilbehandlungs- und 

Taggeldleistungen vornahm. An dieser Beurteilung ändert nichts, dass akuell eine 

elektive Operationsoption (AMIC-Plastik; vgl. act. G 18) zur Debatte steht. Dieser 

operative Eingriff, welcher allenfalls zu einer Verbesserung des Gesundheitszustands 

beitragen kann, indes kaum Verbesserungen in Bezug auf die Leistungsfähigkeit 

erwarten lässt, stand im Einstellungszeitpunkt am 24. Dezember 2020 (noch) nicht zur 

Diskussion. Sollte der Beschwerdeführer diesen Eingriff tatsächlich durchführen lassen, 

wird die Beschwerdegegnerin Leistungen im Sinne eines erneuten Rückfalls zu prüfen 

haben.

Zur Beurteilung steht im Weiteren, ob es zwischen der letzten rentenabweisenden 

und einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung verneinenden Verfügung vom 

20. Dezember 2017 (Suva-act. 213), welche gestützt auf die Einschätzung von Dr. 

E.___ vom 26. September 2017 erging (Suva-act. 166), und dem 24. Dezember 2020 

(Abschluss des Rückfallverfahrens) zu einer relevanten Verschlechterung des 

Gesundheitszustands resp. zu einer nachträglichen Änderung der anspruchsrelevanten 

Verhältnisse gekommen ist (vgl. dazu vorstehende E. 3.2) und ob bejahendenfalls neu 

ein Rentenanspruch und/oder ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung besteht. 

Die Beschwerdegegnerin verneint dies insbesondere mit Verweis auf die 

Aktenbeurteilungen von Dr. G.___. Der Beschwerdeführer macht Ansprüche geltend.

6.1. 

Der medizinische Sachverhalt bezüglich der unfallkausalen Problematik am linken 

OSG präsentiert sich im relevanten Zeitraum wie folgt. Anlässlich der kreisärztlichen 

Untersuchung vom 25. September 2017 bei Dr. E.___ gab der Beschwerdeführer an, 

dass die Physiotherapiebehandlungen nur wenig Linderung der Beschwerden gebracht 

hätten. Die Beschwerden bestünden mehr oder weniger stark rund um die Uhr, der 

Nachtschlaf sei aber dadurch nicht gestört. Trotz Medikamenten gebe es keine 

Schmerzfreiheit. Im Stehen und Gehen habe er grosse Schmerzen im Bereich des 

linken Sprunggelenks und er müsse oft mit Hilfe von Stöcken gehen (Suva-act. 166-5). 

Nach klinischer Untersuchung und Würdigung der Bildgebung (Suva-act. 166-5 f.) 

diagnostizierte Dr. E.___ einen Status nach zweimaligem Supinationstrauma am OSG 

links mit progredienter osteochondraler Läsion an der medialen Talusschulter, mit 

Längsriss der Peroneus brevis-Sehne und mit persistierenden Schmerzen und 

Bewegungseinschränkungen im OSG. Beurteilend kam der Kreisarzt zum Schluss, 

dass eine Progredienz der osteochondralen Läsion am medialen Talus links eingetreten 

sei, welche zu persistierenden Schmerzen im linken Sprunggelenk führe. Eine 

chirurgische Intervention zur Verbesserung der Situation sei nicht bekannt, für eine 

6.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/17

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Arthrodese sei die Läsion zu gering. Der Beschwerdeführer sei in adaptierter Tätigkeit 

arbeitsfähig. Aufgrund der aktuell guten Beweglichkeit im OSG (0-0-40°) sei 

gegenwärtig die Erheblichkeitsgrenze des Integritätsschadens nicht überschritten und 

somit keine Integritätsentschädigung geschuldet (Suva-act. 166-7). Gestützt auf diese 

Beurteilung wurde ein Anspruch auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung mit 

Verfügung vom 20. Dezember 2017 verneint (Suva-act. 213). Diese Verfügung erwuchs 

in Rechtskraft. Im Mai 2019 diagnostizierte Dr. F.___ ein massiv instabiles OSG links 

mit anterolateralem Impingement, repetitive Sprunggelenkstraumen links und die 

bekannte Läsion der Peroneus brevis-Sehne links. Die Beweglichkeit wurde mit 

10-0-15° angegeben. Das MRI vom 16. Mai 2019 (Suva-act. 246) ergab 

Entzündungszeichen für das OSG, eine Läsion des anterolateralen Kapselapparates 

sowie eine osteochondrale Läsion der medialen Talusschulter, woraufhin eine 

Indikation für eine Stabilitätsoperation gestellt wurde (Suva-act. 247). Der Eingriff 

erfolgte, wie bereits mehrfach erwähnt, am 25. November 2019 (Suva-act. 340). Eine 

am 12. Mai 2021 veranlasste MRT des linken OSG brachte im Vergleich zur 

Voruntersuchung aus dem Jahr 2017 (Suva-act. 163) bezüglich der 

Gesamtausdehnung eine unveränderte osteochondrale Läsion des Talusdoms medial 

zum Vorschein. Beschrieben wurden ferner im Verlauf abnehmende Ödemzonen mit 

nur noch geringen subchondralen Signalstörungen, ein etwas irregulär konfigurierter 

Knorpel/Ersatzknorpel im Bereich des Talusdoms medial, keine grössere fokale 

Defektbildung, keine ossäre Desintegration im Verlauf, eine erhaltene Syndesmose, ein 

Ödem der Weichteile angrenzend an das OSG ventrolateral, ein Splitting der Peroneus 

brevis-Sehne und ein nicht sicher abgrenzbares anteriores talofibulares Ligament 

(Suva-act. 601). Mit Bericht vom 17. Juni 2021 führte Dr. L.___ aus, der 

Beschwerdeführer leide unter belastungsabhängigen Schmerzen im linken OSG. 

Teilweise gebe es Blockaden im Fussbereich. In Ruhe würden keine Schmerzen mehr 

bestehen. Inspektorisch zeigten sich reizlose Operationsnarben und keine Hinweise für 

eine Entzündung oder Infektion. Die Bewegung am OSG wurde in Dorsalflexion mit 15°, 

in Plantarflexion mit 30° angegeben (Suva-act. 608-4 f.).

Gestützt auf den vorstehend beschriebenen Verlauf resp. die erwähnten ärztlichen 

Berichte und die Bildgebung (vgl. dazu die erstellten MRI in Suva-act. 163, 246, 601), 

welche ohne Ausnahme und aktualisiert in die Beurteilungen von Dr. G.___ vom 23. 

März 2020 (Suva-act. 391), 11. November 2020 (Suva-act. 491), 5. Juni 2021 (Suva-act. 

604-2) und 18. Mai 2022 (act. G 11.2) einbezogen wurden, kam dieser medizinisch 

einleuchtend zum Schluss, dass sich die Problematik im linken OSG seit der 

Beurteilung von Dr. E.___ vom 26. September 2017 nach der zwischenzeitigen 

stabilisierenden Operation am 25. November 2019 bei weiter chronisch beklagten 

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/17

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7.  

Restbeschwerden nicht relevant verändert habe resp. der Zustand von 2017 wieder in 

etwa erreicht war und nach wie vor von der Arbeitsfähigkeitsschätzung und dem 

Zumutbarkeitsprofil gemäss Dr. E.___ ausgegangen werden könne. Zwischen dem Jahr 

2017 und dem (Rück-)Fallabschluss per 24. Dezember 2020 haben sich weder die 

klinischen und bildgebenden Befunde noch die gestützt darauf erhobenen Diagnosen 

massgebend verändert. Auch die beklagten – und von keiner Seite in Frage gestellten – 

belastungsabhängigen Schmerzen im linken OSG haben sich per Fallabschluss, im 

Vergleich zum Zustand bei der Untersuchung bei Dr. E.___, offenkundig nicht 

verschlechtert. Während der Beschwerdeführer bei Dr. E.___ noch über Beschwerden 

rund um die Uhr berichtet hatte (vgl. Suva-act. 166-5), beklagte er bei Dr. L.___ in Ruhe 

keine Schmerzen mehr (Suva-act. 608-4). Weiter hat sich auch die Beweglichkeit des 

linken Fussgelenks nicht relevant verändert. Zwar hat sich die Plantarflexion leicht (um 

10°) verschlechtert. Dies wird aber durch die verbesserte Dorsalflexion (15°) ohne 

weiteres kompensiert (vgl. zur Beweglichkeit des linken OSG Suva-act. 166-7 vor, 

sowie Suva-act. 608-5 nach dem stabilisierenden operativen Eingriff vom 25. 

November 2019). Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 

Beurteilungen von Dr. G.___ ergeben sich auch nicht durch die Berichte der Fachärzte 

aus H.___, welche – wie bereits erwähnt – entgegen dem Einwand des 

Beschwerdeführers von Dr. G.___ berücksichtigt und gewürdigt wurden. Diese 

divergieren nicht mit den erhobenen Befunden und den daraus gezogenen Schlüssen 

resp. lassen eine relevante Verschlechterung nicht erkennen (vgl. dazu Suva-act. 394, 

400, 423-2 f., 462-4 f., 465-2, 528-3, 557, 566, 709). Soweit Beschwerden am linken 

Kniegelenk von den Fachärzten thematisiert wurden (vgl. Suva-act. 558, 566), sind 

diese mangels Kausalität zum Unfall vom 30. Juni 2008 nicht in die Beurteilung 

miteinzubeziehen. Schliesslich ist anzufügen, dass auch der Beschwerdeführer keine 

massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands am linken OSG seit der 

rentenabweisenden Verfügung vom 20. Dezember 2017 substantiiert geltend macht. 

Gestützt auf das Gesagte ist damit hinlänglich erstellt, dass sich die 

anspruchsrelevanten Verhältnisse seit der Verfügung vom 20. Dezember 2017 nicht 

derart nachträglich verändert haben, dass eine Grundlage für eine allseitige 

Neuprüfung eines Rentenanspruchs bestehen würde. Dasselbe gilt in Bezug auf den 

Integritätsschaden. Diesbezüglich ist auch im Zeitpunkt des Fallabschlusses vom 24. 

Dezember 2020 gestützt auf die schlüssige Begründung von Dr. G.___ vom 18. Mai 

2022 mit Verweis auf die Suva-Tabellen 2 und 5 bei lediglich leichter Arthrose und 

zufriedenstellender Beweglichkeit des Sprunggelenks die Erheblichkeitsgrenze von 5 % 

nicht überschritten (act. G 11.2), womit kein Anspruch besteht.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/17

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Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2021 

nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen, soweit auf 

diese einzutreten ist. Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG 

keine zu erheben (vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG). Ausgangsgemäss hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.12.2022
	Art. 19 Abs. 1 UVG. Art. 11 UVV. Mangels nachträglicher Veränderung der anspruchsrelevanten Verhältnisse besteht bei Fallabschluss nach Rückfall weiterhin kein Anspruch auf eine Rente und/oder Integritätsentschädigung. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Dezember 2022, UV 2021/84).

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