# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 10641605-8710-5591-ab79-093299582513
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.09.2025 E-5572/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5572-2025_2025-09-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5572/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Constance Leisinger, 

mit Zustimmung von Richter William Waeber,    

Gerichtsschreiberin Saskia Eberhardt. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch MA Int. Law Dorothee Raas,  

HEKS Rechtsberatungsstelle für Asylrecht  

(…) 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 25. Juni 2025 / N (…). 

 

 

 

E-5572/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 28. Mai 2023 in der Schweiz um Asyl nach-

suchte,  

dass er am 31. Juli 2023 zu seinen Asylgründen angehört wurde und im 

Wesentlichen geltend machte, er sei Kurde und in einer patriotischen Fa-

milie aufgewachsen, der Vater habe die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) 

logistisch unterstützt und deshalb Anfang der 90er Jahre eine Haftstrafe 

verbüsst,  

dass die unrechtmässige Behandlung seines Vaters einen seiner Brüder 

dazu motiviert habe, im Jahr 1994 der PKK beizutreten und besagter Bru-

der im Jahr 2015 als «Märtyrer» gefallen sei, 

dass während der Beerdigung des besagten Bruders das Dorf isoliert wor-

den sei, der Vater in der darauffolgenden Woche bei einer Operation im 

Dorf von Mitarbeitern einer türkischen Behörde geschlagen und vorüber-

gehend festgehalten worden sei,  

dass er (Beschwerdeführer) sich im Jahr 2015 als Minderjähriger nach 

Kobane/Syrien begeben, sich dort der kurdischen Miliz in Syrien (YPG) an-

geschlossen und logistische Hilfe (Wasserverteilung) geleistet habe, er 

aber auf Geheiss seiner Eltern nach drei Wochen wieder nach Hause zu-

rückgekehrt sei,  

dass er sich mit dem Vater auf dem Polizeiposten habe melden müssen, 

da eine Vermisstenmeldung vorgelegen habe, die seine Eltern aufgegeben 

hätten, 

dass er anlässlich dieser Vorsprache auf dem Posten dazu befragt worden 

sei, ob er sich der PKK angeschlossen habe, was er verneint, sondern an-

gegeben habe, sich bei einem seiner Brüder in B._______ aufgehalten zu 

haben,  

dass die Familie in diesem Zeitraum im Dorf gemieden worden und das 

Haus überwacht worden sei,  

dass er sich seit dem Abbruch der Schule bis im Jahr 2019/20 für die De-

mokratische Partei der Völker (HDP) politisch engagiert habe, aber kein 

Mitglied der HDP gewesen sei,  

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dass es im Jahr 2015 einmal im Anschluss an eine Presseerklärung der 

Gewerkschaften zu Ausschreitungen und einem Polizeieinsatz gekommen 

sei, er in diesem Zusammenhang das «Peace-Zeichen» gezeigt habe und 

infolgedessen wegen Teilnahme an unbewilligten Aktionen, Mitgliedschaft 

in einer Terrororganisation, Widerstand gegen Amtshandlungen und Belei-

digung angeklagt und zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten und 10 Ta-

gen verurteilt worden sei, welche später in eine Geldstrafe umgewandelt 

worden sei, weil er minderjährig gewesen sei, 

dass er sich im Jahr 2016 nach B._______ zu seinem Bruder begeben und 

dort mit besagtem Bruder einen Supermarkt geführt habe,  

dass er in der Türkei als Angehöriger der kurdischen Ethnie von den türki-

schen Behörden schikaniert und benachteiligt worden sei, so sei insbeson-

dere in der Schule nicht über die kurdische Identität gesprochen worden, 

dass er zwischen 2018 und 2019 zum Militärdienst einberufen worden sei, 

er den Militärdienst aber abgelehnt habe, da einer seiner Brüder getötet 

worden sei,  

dass er aufgrund seiner Militärdienstverweigerung bei Polizeikontrollen 

wiederholt auf das Revier gebracht und misshandelt worden sei,  

dass er aus der Türkei letztlich ausgereist sei, weil Mitglieder ultranationa-

listischer Gruppen (Graue Wölfe, «Gassenbekcis») nach ihm gesucht hät-

ten, diese sich sieben oder acht Mal im Supermarkt seines Bruders nach 

ihm erkundigt und einmal sogar auf den Supermarkt geschossen hätten,  

dass hinsichtlich der vom Beschwerdeführer im Laufe des vorinstanzlichen 

Verfahrens eingereichten Beweismittel auf das Beweismittelverzeichnis 

verwiesen wird (vgl. SEM act. […]-17/16), 

dass das SEM mit Verfügung vom 25. Juni 2025 die Flüchtlingseigenschaft 

des Beschwerdeführers verneinte, dessen Asylgesuch vom 28. Mai 2023 

ablehnte sowie seine Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug an-

ordnete, 

dass der Beschwerdeführer – handelnd durch die rubrizierte Rechtsvertre-

terin – mit Eingabe vom 25. Juli 2025 gegen diese Verfügung beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde erhoben hat und beantragte, die ange-

fochtene Verfügung sei aufzuheben, er sei als Flüchtling anzuerkennen 

und ihm sei Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Sache zur weiteren Ab-

klärung des Sachverhalts und rechtsgenüglichen Begründung an die Vor-

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instanz zurückzuweisen, subeventualiter sei der Beschwerdeführer vorläu-

fig in der Schweiz aufzunehmen,  

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses und die amtliche Beiordnung der bevollmächtigten Rechtsvertre-

terin ersucht, 

dass die zuständige Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 30. Juli 2025 

feststellte, der Beschwerdeführer könne den Abschluss des Verfahrens in 

der Schweiz abwarten, die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung und um Beiordnung einer amtlichen Rechtsvertretung ab-

wies und den Beschwerdeführer aufforderte, innert angesetzter Frist einen 

Kostenvorschuss von Fr. 750.– zu leisten,  

dass der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde,  

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Ver-

fügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] 

i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

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einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich – wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, 

Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder 

wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 

sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu 

werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG) und das Bundesverwaltungsgericht 

die Anforderungen an das Glaubhaftmachen von Vorbringen in verschie-

denen Entscheiden dargelegt hat und dabei ständiger Praxis folgt (vgl. 

BVGE 2015/3 E. 6.5.1 sowie 2012/5 E. 2.2), worauf verwiesen werden 

kann,  

dass das SEM zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen aus-

führte, die unrechtmässige Behandlung des Vaters des Beschwerdeführers 

durch die türkischen Behörden und der Umstand, dass sich einer seiner 

Brüder im Jahr 1994 der PKK angeschlossen habe, betreffe Ereignisse vor 

der Geburt des Beschwerdeführers, weshalb der Beschwerdeführer nicht 

betroffen gewesen sein dürfte,   

dass er nach eigenen Aussagen zwar zu einem späteren Zeitpunkt wieder-

holt Zeuge geworden sei, wie der Vater anlässlich von durchgeführten Ope-

rationen körperlich angegangen worden sei, sich aber insgesamt keine An-

haltspunkte aus den Akten ergeben würden, die darauf schliessen lassen 

würden, dass der Beschwerdeführer aufgrund des politischen Engage-

ments des Vaters und des Bruders in der Türkei ernsthafte Nachteile im 

Sinne von Art. 3 AsylG erfahren habe oder solche befürchten müsse,  

dass es ihm möglich gewesen sei, die Schule bis zur 8. Klasse zu besu-

chen, der Entscheid zum Schulabbruch beim Beschwerdeführer gelegen 

habe und es dem Beschwerdeführer möglich gewesen sei, nach dem 

Schulabbruch nach B._______ zu gehen und zusammen mit einem in 

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B._______ lebenden dem Bruder mehrere Jahre lang ein Geschäft zu füh-

ren,  

dass die Schikanen und Diskriminierungen, die er als Angehöriger der kur-

dischen Ethnie erlebt habe, nicht als derart ernsthafte Nachteile zu qualifi-

zieren seien, aufgrund welcher ihm ein Verbleib im Heimatstaat verunmög-

licht oder unzumutbar erschwert sei,  

dass sein dreiwöchiger Aufenthalt im Jahr 2015 in Kobane und der An-

schluss an die YPG keine Probleme mit den türkischen Behörden oder 

rechtliche Konsequenzen nach sich gezogen habe, weshalb offenbleiben 

könne, ob die Behörden über diesen Aufenthalt Bescheid wüssten, es 

bleibe aber festzuhalten, dass der Beschwerdeführer angegeben habe, 

sich während dieser Zeit in B._______ bei seinem Bruder aufgehalten zu 

haben, 

dass er mit seinem Engagement für die HDP als einfacher Sympathisant 

im jugendlichen Alter keine offizielle Funktion oder exponierte Stellung in-

nerhalb der Partei innegehabt habe, der Beschwerdeführer auch im Zu-

sammenhang mit dem Engagement keine Schwierigkeiten mit den Behör-

den geltend gemacht habe,  

dass der Beschwerdeführer eine Anklageschrift vom 11. Februar 2016 ein-

gereicht habe, aus welcher sich ergebe, dass er (Tatzeitpunkt: 29. Dezem-

ber 2015) wegen Begehung einer Straftat im Namen einer Organisation, 

ohne Mitglied der Organisation zu sein, Teilnahme an ungesetzlichen Ver-

sammlungen und Aufmärschen und Nichtauflösung trotz Warnung, Behin-

derung des Dienstes, Teilnahme an ungesetzlichen Versammlungen und 

Aufmärschen mit den in Paragraph 23 genannten Waffen oder Instrumen-

ten und Beleidigung angeklagt worden sei,  

dass der Beschwerdeführer keine weiteren Strafakten eingereicht, aber 

ausgeführt habe, er sei am 29. Dezember 2017 zu einer bedingten Frei-

heitsstrafe von drei Monaten und 10 Tagen verurteilt worden, diese Strafe 

sei in eine Geldstrafe in der Höhe von 2000 türkischen Lira umgewandelt 

worden,    

dass das Strafverfahren damit als abgeschlossen gelte, und nicht davon 

auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer befürchten müsse, diese 

Strafe noch zu verbüssen oder dass allfällige Bewährungsauflagen noch 

flüchtlingsrechtlich relevant sein könnten,  

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dass die Verweigerung der Wehrdienstpflicht keinen Asylgrund im Sinne 

von Art. 3 AsylG darstelle, auch dann nicht, wenn die Streitkräfte zur Be-

kämpfung eines innerstaatlichen Notstands eingesetzt würden, 

dass ein allfälliger Einsatz des Beschwerdeführers in der Osttürkei und ein 

allfälliges militärstrafrechtliches Vorgehen gegen das Dienstversäumnis 

keine flüchtlingsrechtlich relevanten Massnahmen darstelle, 

dass die Verfehlungen von Polizisten anlässlich von Kontrollen bei der 

nächsthöheren Instanz zur Anzeige gebracht werden könnten, 

dass in der Gesamtheit unter Berücksichtigung des Profils nicht davon aus-

zugehen sei, der Beschwerdeführer habe mit erheblicher Wahrscheinlich-

keit eine flüchtlingsrechtlich relevante staatliche Verfolgung bei einer Rück-

kehr in die Türkei zu befürchten, 

dass der Beschwerdeführer sodann hinsichtlich der geltend gemachten 

Behelligungen durch Nationalisten (Graue Wölfe, «Gassenbekcis») an die 

heimatlichen Polizei- und Justizorgane zu verweisen sei,  

dass der Beschwerdeführer kein politisches Profil aufweise, aufgrund wel-

chem auf einen mangelnden Schutzwillen der türkischen Behörden ge-

schlossen werden könne,      

dass damit die Voraussetzungen von Art. 3 nicht erfüllt seien, weshalb die 

Flüchtlingseigenschaft zu verneinen und das Asylgesuch abzuweisen sei, 

dass den vorinstanzlichen Erwägungen in der Beschwerde im Wesentli-

chen entgegengehalten wird, es würde dem Gefährdungsprofil des Be-

schwerdeführers bei der materiellen Würdigung der Vorbringen nicht genü-

gend Beachtung geschenkt, seine Nähe zur PKK, YPG und HDP würden 

auf ein geschärftes Profil schliessen lassen, ebenso wie seine Militärdienst-

verweigerung aus politischer Überzeugung, 

dass die nationalistischen Gruppierungen, die es insbesondere auf Minder-

heiten, darunter Kurden mit einem Bezug zur PKK abgesehen hätten, in 

einer direkten Nähe zum Staat stünden und es dem Beschwerdeführer da-

her nicht möglich sei, Schutz bei staatlichen Organen zu suchen,  

dass das SEM es somit unterlassen habe, sich mit dem vom Beschwerde-

führer vorgebrachten psychischen Druck auseinanderzusetzen, indem es 

alle Sachverhaltselemente separat gewürdigt gehabe, was nicht angemes-

sen erscheine, 

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dass sich das Gericht nach einer Prüfung der Akten den einlässlichen Er-

wägungen der Vorinstanz (vgl. angefochtene Verfügung SEM-act. 45/16 

Ziff. II) vollumfänglich anschliesst,  

dass das SEM den Sachverhalt vollständig und richtig festgestellt und hin-

reichend begründet hat, warum dem Beschwerdeführer die Flüchtlingsei-

genschaft nicht zuzuerkennen ist, entsprechend war dem Beschwerdefüh-

rer auch eine sachgerechte Anfechtung möglich,     

dass der Eventualantrag auf Rückweisung des Verfahrens an die Vo-

rinstanz daher abzuweisen ist,  

dass das SEM in seiner Verfügung mit überzeugender Begründung zur Er-

kenntnis gelangt ist, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den 

Anforderungen von Art. 3 AsylG an die flüchtlingsrechtliche Beachtlichkeit 

nicht genügen, und die Einwendungen in der Beschwerde nicht geeignet 

sind, zu einer anderen Einschätzung zu führen,  

dass in Ergänzung zu den vorinstanzlichen Ausführungen festzustellen ist, 

dass der Vater und ein verstorbener Bruder offensichtlich ein massgebli-

ches Profil aufweisen, die damit im Zusammenhang stehenden Probleme 

aber lange Zeit zurückliegen und weder der noch im Heimatstaat lebende 

Vater noch der Beschwerdeführer oder die anderen im Heimatstaat leben-

den Geschwister zum heutigen Zeitpunkt im Visier der türkischen Sicher-

heitsbehörden sind,  

dass der Beschwerdeführer als Hauptausreisegrund seine Schwierigkeiten 

mit ultranationalistischen Gruppen in B._______ vorbringt, es ihm jedoch 

nicht gelungen ist, konkret darzulegen, warum es diese Gruppierungen auf 

ihn abgesehen haben sollten, auf seine weiteren Familienmitglieder, die 

unbehelligt im Heimatstaat leben, jedoch nicht (vgl. SEM-act. 18/19 F9, 

F98, F102 S. 13),   

dass ungeachtet der Frage der Glaubhaftmachung mit dem SEM einig zu 

gehen ist, dass der Beschwerdeführer sich an die zuständigen Justizbe-

hörden wenden müsste oder aber eine innerstaatliche Aufenthaltsalterna-

tive in Betracht zu ziehen hätte, was ihm ebenfalls zuzumuten wäre,   

dass das SEM zutreffend festgestellt hat, dass die Voraussetzungen von 

Art. 3 AsylG nicht erfüllt seien, die Flüchtlingseigenschaft verneint und das 

Asylgesuch abgewiesen hat,  

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Seite 9 

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der 

Beschwerdeführer weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz noch 

über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt (Art. 44 

[erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugs- 

hindernissen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche 

Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige 

Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Be-

weis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen 

(vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind, 

dass der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu erkennen ist 

(Art. 83 Abs. 4 AIG), da die allgemeine Lage in der Heimat des Beschwer-

deführers (vgl. zur sicherheitspolitischen Entwicklung Referenzurteil  

E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 13.2 m.w.H.) nicht auf eine 

konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lässt, 

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen Mann mit Arbeitserfahrung 

handelt, bei dem keine schwerwiegenden gesundheitlichen Probleme 

aktenkundig sind, und der zahlreiche Verwandte im Heimatstaat hat, 

namentlich die Eltern und drei Geschwister in C._______, sowie fünf 

Geschwister in B._______, und damit über ein stabiles familiäres 

Beziehungsnetz verfügt (vgl. SEM-act. 18/19 F28), 

dass daher davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer in seinen 

Heimatstaat zurückkehren kann, und es ihm zuzumuten ist, sich entweder 

in seiner Herkunftsregion aufzuhalten, oder aber sich in anderen Landes-

teilen in der Türkei – namentlich in B._______, wo er bereits mehrere Jahre 

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Seite 10 

gelebt hat – niederzulassen (vgl. SEM-act. 18/19 F 58 ff., F71), zumal we-

der seine Herkunftsregion noch B._______ unmittelbar vom Erdbeben an-

fangs Februar 2023 betroffen waren, 

dass es dem Beschwerdeführer obliegt, sich die für eine Rückkehr 

allenfalls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich (Art. 83 Abs. 2 AIG) zu bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

dass die Beschwerde nach dem Gesagten abzuweisen und die Verfügung 

der Vorinstanz zu bestätigen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem in gleicher Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss zu verrechnen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Saskia Eberhardt 

 

 

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