# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb2cf765-4deb-5acb-8eac-40986d0338ad
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.01.2023 UV 2021/63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2021-63_2023-01-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/63

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 25.04.2023

Entscheiddatum: 16.01.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 16.01.2023
Art. 19 Abs. 1 UVG. Die Einstellung der temporären Versicherungsleistungen 
und die Prüfung der Dauerleistungen erfolgte bei Anwendbarkeit der 
Schleudertrauma-Praxis und noch überwiegend wahrscheinlichem 
Verbesserungspotential verfrüht. Gutheissung der Beschwerde (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Januar 2023, UV 
2021/63).

Entscheid vom 16. Januar 2023

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane Gallati 

Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.

UV 2021/63

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer, Studer Zahner Anwälte AG, 

Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der B.___ Gmbh als Gipser, Maler und 

Geschäftsführer angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen 

von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 8. April 2020 als Lenker eines 

Personenwagens einen Verkehrsunfall erlitt. Als der Versicherte sein Fahrzeug 

verlangsamen musste, da ein vor ihm fahrendes Fahrzeug nach links abbiegen wollte, 

fuhr ihm ein nachfolgender Personenwagen in das Heck seines Fahrzeuges (UV-act. 1, 

4, 7-1). Die medizinische Erstbehandlung erfolgte am 9. April 2020 durch Dr. med. 

C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH (vgl. UV-act. 3, 7-1). Im 

Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma vom 9. April 2020 stufte Dr. C.___ den Fall in Anlehnung an 

das QTF-Klassifikationssystem mit einem Grad II ein (UV-act. 7-3; zum Unfallhergang 

und zu den gesundheitlichen Auswirkungen siehe auch die Schadenmeldung UVG vom 

17. April 2020 [UV-act. 1] sowie das Befragungsprotokoll und den Bericht des Suva-

Aussendienstmitarbeiters je vom 10. Juni 2020 [UV-act. 29 f.]).

A.a. 

Im Juni 2020 überwies Dr. C.___ den Versicherten an PD Dr. med. D.___, Ärztin 

Wirbelsäulenzentrum, Klinik E.___. Im Arztbericht vom 18. Juni 2020 stellte die 

Klinikärztin die Diagnose Halswirbelsäulen-(HWS-)Distorsion bei Autounfall am 8. April 

2020. Langfristig rechnete sie mit dem Wiedererreichen der vollen Arbeitsfähigkeit (UV-

act. 44). Die am 15. Juli 2020 in der Klinik F.___ durchgeführte MR-Untersuchung der 

HWS zeigte im Liegen eine Schrägstellung als mögliches Korrelat einer muskulären 

Dysbalance und nur sehr diskrete degenerative Veränderungen mit einem Punctum 

A.b. 

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maximum bei HWK 3/4. Im Weiteren wurde ausgeführt, dass es keinen Nachweis für 

eine Neurokompression gebe. Auch seien keine sonstigen Traumafolgen erkennbar 

(UV-act. 58).

In der von der Suva bei der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik AG (AGU), Zürich, in 

Auftrag gegebenen biomechanischen Kurzbeurteilung (Triage) vom 20. Juli 2020 wurde 

von den Experten ausgeführt, dass die von der HWS ausgehenden Beschwerden und 

Befunde isoliert durch die Kollisionseinwirkung im Normalfall eher nicht erklärbar seien. 

Unter Berücksichtigung des früheren Autounfalls (womit eine Abweichung vom 

Normalfall vorliege) und der vorbestehenden Beschwerden sei eine kurzzeitige 

Verstärkung bzw. ein Aufflammen dieser Beschwerden vorstellbar. Mit der 

Durchführung einer technischen Unfallanalyse und einer darauffolgenden 

eingehenderen biomechanischen Beurteilung könnten die Unsicherheiten ausgeräumt 

werden (UV-act. 51). Im Bericht der Rehaklinik Bellikon vom 29. Juli 2020 über das 

ambulante Assessment vom 23. Juli 2020 wurde die Diagnose HWS-Distorsion QTF 

Grad II gestellt. Empfohlen wurde insbesondere eine Serie medizinischer 

Trainingstherapie mit einer verhaltenstherapeutischen Vorgehensweise im Sinne eines 

stufenweisen Aufbaus der Belastung. Unter Einhaltung der Therapieempfehlungen 

wurde von einer schrittweisen Steigerung der Arbeitsfähigkeit und einer guten 

Prognose ausgegangen. Der Versicherte arbeitete damals 30 % in angepasster 

Tätigkeit (UV-act. 53; vgl. auch UV-act. 52). Dr. C.___ verordnete daraufhin die 

empfohlenen Therapien (vgl. UV-act. 59 ff.). Ab 21. September 2020 bescheinigte Dr. 

C.___ dem Versicherten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (UV-act. 64, 71). Im ärztlichen 

Zwischenbericht vom 2. Oktober 2020 führte Dr. C.___ aus, dass die gegenwärtige 

Behandlung aus Physiotherapie und Analgesie bestehe. Eine Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit sei nur ganz zögerlich möglich (UV-act. 66). Die Suva legte daraufhin 

die medizinischen Akten ihrem Versicherungsmediziner Dr. med. G.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie, vor. In der Stellungnahme vom 4. Oktober 2020 ging der 

Suva-Arzt vom Vorliegen einer craniocervikalen Beschleunigungsverletzung Grad II 

gemäss QTF sowie vom Erreichen des Status quo ante spätestens Mitte Oktober 2020 

aus. Eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von 50 % sei angesichts fehlender 

Verletzungen oder Vorerkrankungen nicht mehr überwiegend wahrscheinlich (UV-act. 

67).

A.c. 

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Dr. C.___ überwies den Versicherten am 19. Oktober 2020 an die Orthopädie 

H.___ AG zur fachärztlichen Beurteilung wegen anhaltender Nacken- und 

Rückenbeschwerden und am 20. Oktober 2020 an die Klinik für Rheumatologie des 

Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG) zur fachärztlichen Beurteilung und 

Weiterabklärung bei unklaren diffusen Gliederschmerzen an Händen und Oberarmen 

(UV-act. 73 f.). Die Suva meldete den Versicherten ergänzend für eine Untersuchung in 

der Klinik für Neurologie des KSSG an (UV-act. 80). Im Konsil-Bericht vom 2. Dezember 

2020 erklärten PD Dr. med. I.___ und Assistenzärztin J.___, dass klinisch-neurologisch 

ein typischer Befund nach craniocervikalem Beschleunigungstrauma mit 

Schmerzsymptomatik und muskulärer Verspannung der Nackenmuskulatur sowie eine 

leichte schmerzbedingte Einschränkung der Kopfbewegung bei ausgeprägten 

Myogelosen im Bereich der Nackenmuskulatur imponiert habe. Empfohlen wurde eine 

Fortsetzung der Physiotherapie und der adäquaten symptomatischen Schmerztherapie 

sowie die Ergänzung mit Akkupunktur und craniosakraler Therapie (UV-act. 96-2 ff.). Im 

Sprechstundenbericht vom 7. Dezember 2020 über die Untersuchung vom 25. 

November 2020 in der Klinik für Rheumatologie des KSSG erklärten dipl. Arzt K.___ 

und Prof. Dr. med. L.___, dass es keinen Hinweis auf eine entzündliche 

rheumatologische Ursache der Beschwerdesymptomatik gebe (UV-act. 105). Im 

Arztbericht vom 7. Dezember 2020 über die gleichentags durchgeführte Untersuchung 

führte Dr. med. M.___, Orthopädie H.___, aus, dass an der HWS tomographisch keine 

Verletzung habe erhoben werden können. In der klinischen Untersuchung hätten sich 

jedoch eine Einschränkung der Beweglichkeit der HWS sowie ein muskulärer 

Hartspann gezeigt. Da die Physiotherapie schon ausgereizt scheine, werde er den 

Versicherten in die chiropraktische Sprechstunde von Dr. N.___ überweisen (UV-act. 

95).

A.d. 

Auf erneute Vorlage der Akten hin, führte Suva-Arzt Dr. G.___ in der 

Stellungnahme vom 18. Januar 2021 aus, dass der Versicherte als Folge eines 

Heckaufpralls eine craniocervikale Beschleunigungsverletzung Grad II QTF ohne 

Nachweis struktureller Verletzungen erlitten habe. Überwiegend wahrscheinlich könne 

davon ausgegangen werden, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den 

beklagten Beschwerden und dem Unfall von April 2020 spätestens zum Ende des 

Jahres 2020 erloschen sei. Er empfahl den Abschluss des Schadenfalls gemäss der 

A.e. 

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B.  

HWS-Praxis zum 31. Dezember 2020 (UV-act. 106). Gleichentags stellte Dr. C.___ eine 

neue Physiotherapieverordnung aus (UV-act. 126).

Am 25. Januar 2021 verfügte die Suva die Leistungseinstellung per 25. Januar 

2021. Mangels Vorliegens adäquater Unfallfolgen bestehe auch kein Anspruch auf 

weitere Geldleistungen (Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung; UV-act. 

112). Ab dem 1. Februar 2021 attestierte Dr. C.___ noch eine Arbeitsunfähigkeit von 40 

% (UV-act. 109; vgl. UV-act. 127-19 ff.).

A.f. 

Am 24. Februar 2021 erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 

R. Zahner, Studer Zahner Anwälte AG, Kreuzlingen, Einsprache gegen die Verfügung 

vom 25. Januar 2021. Gefordert wurde die Wiederherstellung der aufschiebenden 

Wirkung, die Aufhebung der Verfügung vom 25. Januar 2021 und die Weiterausrichtung 

der gesetzlichen Leistungen an den Versicherten. Nach Erreichen des medizinischen 

Endzustands seien dem Versicherten eine Rente und eine Integritätsentschädigung 

zuzusprechen (UV-act. 118). Ab dem 6. April 2021 bescheinigte Dr. C.___ noch eine 

30%ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 127-19). Nach Einsicht in die Akten zum Unfall vom 

8. April 2020 sowie zum Vorereignis vom 25. Juni 2017 erfolgte am 20. April 2021 eine 

Ergänzung der Einsprache durch Rechtsanwalt lic. iur. D. Studer. Verlangt wurde 

weiterhin die Aufhebung der Verfügung vom 25. Januar 2021, die Ausrichtung der 

gesetzlichen Versicherungsleistungen über den 25. Januar 2021 hinaus sowie nach 

Fallabschluss eine Rente und eine Integritätsentschädigung. Zur abschliessenden 

Festlegung der Leistungspflicht des Unfallversicherers wurde, da ein komplexer Fall mit 

einer Vorschädigung durch einen früheren Schleudertrauma-Unfall vorliege, eine 

interdisziplinäre Abklärung durch Fachärzte verlangt (UV-act. 127).

B.a. 

In einer ärztlichen Beurteilung vom 18. Mai 2021 nahm Kreisarzt Dr. G.___ zum 

Schadenfall nochmals Stellung (UV-act. 130). Er hielt fest, dass der Versicherte bereits 

im Vorfeld zum Unfall vom 8. April 2020 in den Jahren 2016 und 2017 

Beschleunigungstraumaverletzungen der HWS ohne Nachweis struktureller 

Veränderungen und bei Ausschluss relevanter verschleissbedingter Veränderungen 

erlitten habe. Infolge der früheren Unfallereignisse habe eine erhöhte Vulnerabilität des 

die HWS umgebenden Muskelmantels und des Kapselbandhalteapparates zum 

B.b. 

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C.  

Zeitpunkt des Unfalls vom April 2020 vorgelegen, was den protrahierten 

Heilungsverlauf und die anhaltenden muskulären Beschwerden über einen Zeitraum 

von sechs Monaten hinaus erklären würde. Deshalb habe er über den regelhaften 

Zeitraum von sechs Monaten hinaus den natürlichen Kausalzusammenhang der 

beklagten Beschwerden mit dem Ereignis für die Dauer von acht Monaten bis Ende des 

Jahres 2020 zur Anerkennung empfohlen.

Am 20. Mai 2021 ergänzte Rechtsanwalt Studer die Einsprache hinsichtlich der 

früheren Stellungnahmen von Dr. G.___ vom 4. Oktober 2020 und 18. Januar 2021 (UV-

act. 132). Das unfallanalytische Gutachten der AXA Versicherungen AG, Winterthur, 

vom 8. Juni 2021 ergab als Mittelwert eine kollisionsbedingte 

Geschwindigkeitsänderung (Delta-v), welche beim Verkehrsunfall objektivierbar auf das 

Fahrzeug des Versicherten eingewirkt habe, von 10 km/h (UV-act. 133).

B.c. 

Mit Einspracheentscheid vom 3. August 2021 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten vom 24. Februar 2021 ab (UV-act. 137).

B.d. 

Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) durch Rechtsanwalt Studer am 14. September 2021 Beschwerde 

erheben mit folgenden Rechtsbegehren: 1. Der Einspracheentscheid vom 3. August 

2021 sei aufzuheben. 2. Dem Beschwerdeführer seien auch über den 25. Januar 2021 

hinaus die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen zuzusprechen, namentlich 

Pflegeleistungen und Kostenvergütungen, Taggelder und sodann eine Rente und eine 

Integritätsentschädigung. 3. Eventualiter sei die Sache zur Vornahme ergänzender 

Abklärungen und anschliessender Neuverfügung an die Verwaltung zurückzuweisen. 4. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin; act. G 1). Miteingereicht wurden u.a. der Bericht der 

Chiropraktoren Dr. N.___ und O.___ vom 13. Februar 2021 (act. G 1.8), der Bericht von 

Dr. C.___ vom 14. April 2021 über den Behandlungsverlauf und die Entwicklung der 

Arbeitsfähigkeit (act. G 1.9) und ein von Dr. C.___ ausgestelltes 

Arbeitsfähigkeitszeugnis mit letztem Eintrag vom 26. August 2021 mit einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit ab 1. Oktober 2021 (act. G 1.10).

C.a. 

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Erwägungen

1.  

2.  

In der Beschwerdeantwort vom 23. November 2021 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 3. August 2021. Zur Begründung wurde insbesondere 

ausgeführt, dass die über den Fallabschluss hinaus attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht 

mehr auf den Unfall, sondern auf Krankheit zurückzuführen sei (act. G 5).

C.b. 

In der Replik vom 11. Januar 2022 wurde an den bisherigen Rechtsbegehren 

festgehalten (act. G 8). Am 24. Januar 2022 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf 

die Einreichung einer umfassenden Duplik (act. G 10).

C.c. 

Streitig ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die im Nachgang zum 

Unfall vom 8. April 2020 erbrachten Leistungen (Heilbehandlungen und Taggeld 

[vorübergehende Leistungen]) auf den 25. Januar 2021 einstellte und den Anspruch auf 

weitere Leistungen der Unfallversicherung (Invalidenrente und 

Integritätsentschädigung) ablehnte.

1.1. 

Der Beschwerdeführer klagte im Leistungseinstellungszeitpunkt weiterhin über eine 

auf den Unfall vom 8. April 2020 (bei Vorschädigung der HWS durch die Unfälle vom 4. 

April 2016 und 25. Juni 2017) zurückzuführende Beschwerdesymptomatik sowie 

Bewegungseinschränkungen der HWS und infolgedessen über eine eingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit, welche sich auch nach dem Leistungseinstellungszeitpunkt 

erwartungsgemäss sukzessive verbessert habe. Nach der Leistungseinstellung seien 

weiterhin ärztliche Behandlungen sowie Physiotherapien und chiropraktische Therapien 

durchgeführt worden (vgl. UV-act. 127, 132, act. G 1, G 8).

1.2. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig 

(Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Die 

Unfallkausalität bildet Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur 

für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

2.1. 

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Unfallereignis (Art. 4 ATSG) zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: 

Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: 

KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne 

Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 

[nachfolgend zitiert: BSK UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, 

S. 53 ff.).

Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben medizinischer Sachverständiger angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den 

von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-Nabold, N 53 

zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 58). Für 

die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine strukturelle 

Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares Korrelat 

verlangt. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst gesprochen 

werden, wenn die erhobenen Befunde mit – wissenschaftlich anerkannten (BGE 134 V 

231) – apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, MRI, Arthroskopie) 

bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, 

E. 2). Im Bereich dieser klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 117 V 

365 E. 5d/bb mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung, BGE 118 V 291 f. E. 3a). 

Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine 

eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen.

2.2. 

Treten nach einem Unfall psychische bzw. organisch nicht hinreichend 

nachweisbare Beschwerden auf, ist gemäss Rechtsprechung vorerst abzuklären, ob 

die versicherte Person ein Schleudertrauma der HWS, eine dem Schleudertrauma 

äquivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder ein Schädelhirntrauma 

erlitten hat. Hat die verunfallte Person eine solche Verletzung erlitten, muss beurteilt 

werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 

Beeinträchtigungen wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vorliegen (BGE 117 V 359 E. 4b, 

2.3. 

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3.  

117 V 369 E. 4b, 119 V 337 E. 1; Urteil des Bundesgerichts vom 14. Dezember 2007, U 

65/07, E. 2.2 und 4.5). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, erfolgt die Adäquanzprüfung 

in Anwendung der sogenannten Schleudertrauma-Praxis gemäss BGE 134 V 109. 

Andernfalls sind die Adäquanzkriterien, welche für psychische Fehlentwicklungen nach 

einem Unfall entwickelt wurden (sogenannte Psycho-Praxis gemäss BGE 115 V 133), 

anzuwenden.

Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, so entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, sobald der 

Unfall nicht mehr die natürliche (und adäquate) Ursache des Gesundheitsschadens 

darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 

beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (allenfalls krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 

ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte 

(Status quo sine) erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich 

fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; BGE 119 V 7 E. 3c/aa; 

RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.). Da es sich dabei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – 

anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht beim Versicherten, sondern beim 

Unfallversicherer (vgl. Rumo-Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 54; vgl. ferner nebst vielen das 

Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2016, 8C_594/2016, E. 2.2).

2.4. 

 Der Beschwerdeführer hat am 8. April 2020 eine HWS-Distorsion QTF Grad II 

erlitten (vgl. UV-act. 7-3, 53-1, 67-2). Fassbare organische (unfallbedingte) 

Gesundheitsschäden, welche gemäss Rechtsprechung grundsätzlich als 

objektivierbares Korrelat verlangt werden (vgl. dazu vorstehende Erwägung 2.2), sind 

nicht ausgewiesen (vgl. dazu insbesondere UV-act. 44, 53, 58, 67). Nach den 

Ergebnissen der medizinischen Forschung ist indes bekannt, dass bei 

Schleudertrauma- sowie äquivalenten Verletzungen auch ohne nachweisbare 

3.1. 

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4.

Zu prüfen ist, ob die Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen auf den 

25. Januar 2021 wegen Erreichen des medizinischen Endzustands rechtmässig war.

pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle 

Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein 

Schleudertrauma, eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen 

Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden objektivierbar sind, 

rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen 

(BGE 117 V 363 f. E. 5d/aa). Ist ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma 

äquivalente Verletzung diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches 

Beschwerdebild (siehe Erwägung 2.3) vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in 

der Regel anzunehmen (BGE 117 V 360 E. 4b, vgl. auch BGE 117 V 379 f. E. 3e).

Der Beschwerdeführer beklagte initial Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, 

Hörstörungen (leichtes Dröhnen), dass sich der ganze Körper schwer anfühle sowie ein 

Kribbeln in den Händen. Die Untersuchung am Unfallfolgetag zeigte Druckschmerzen 

am Hinterkopf, im Nackenbereich und im Schulterbereich (rechtsdominant) sowie 

schmerzhafte Bewegungseinschränkungen der HWS bei Flexion, Extension sowie 

Seitenneigung links und rechts. Die Links- und Rechtsdrehung der HWS war auf 60 

Grad und die Seitenneigung links und rechts auf 30 bzw. 20 Grad begrenzt möglich 

(UV-act. 7-2). Im Erhebungsblatt der Suva zum Unfallereignis gab der 

Beschwerdeführer am 10. Juni 2020 hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen 

das Auftreten von Kopfschmerzen, Nackenschmerzen sowie Beschwerden in den 

Fingern beider Hände innert Stunden an. Derzeit leide er unter Nacken-, Kopf-, 

Rückenschmerzen sowie Schulterschmerzen beidseitig (UV-act. 29). Das typische 

Beschwerdebild für ein Schleudertrauma ist somit gegeben und wurde von den 

Parteien auch nicht bestritten.

3.2. 

 4.1. 

Nach Gesetz und Rechtsprechung hat der Unfallversicherer den Fall (unter 

Einstellung der vorübergehenden Leistungen Heilbehandlung und Taggeld sowie mit 

Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung) 

abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der (unfallbedingten) ärztlichen Behandlung 

keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr 

erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

4.1.1. 

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Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 113 ff. 

E. 4).

Was den in Art. 19 Abs. 1 UVG geforderten Abschluss allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen der IV betrifft, geht aus den vorliegenden Akten weder 

hervor, dass der Beschwerdeführer sich bei der Invalidenversicherung (vgl. die 

entsprechenden Informationen der Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 8. 

September 2020, UV-act. 63) angemeldet hat noch, dass Eingliederungsmassnahmen 

seitens der IV durchgeführt werden (vgl. Art. 8 ff. des Bundesgesetzes über die IV [IVG; 

SR 831.20]). Selbst wenn Eingliederungsmassnahmen durchgeführt würden, wäre 

trotzdem die Leistungseinstellung der vorübergehenden Leistungen zulässig; 

entscheidend ist einzig, dass jedenfalls im Leistungseinstellungszeitpunkt von einer 

Fortsetzung der medizinischen Behandlung (i.S.v. Art. 10 Abs. 1 UVG) keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers mehr erwartet werden 

konnte (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 19. Januar 2010, 8C_895/2009, E. 5, und 

28. Mai 2009, 8C_306/2009, E. 4.3).

4.1.2. 

Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands zu verstehen 

ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale 

Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet 

ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder 

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist, 

bestimmen. Die Verwendung des Begriffs "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht, 

dass die durch (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG 

erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss und eine unbedeutende Besserung ebenso 

wenig genügt wie die blosse Möglichkeit einer Besserung (Urteile des Bundesgerichts 

vom 12. Juni 2009, 8C_25/09, E. 4.1.1, und vom 19. Februar 2008, U 394/06, E. 4.3, je 

mit Hinweisen; BGE 134 V 115 E. 4.3; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 144). Nach der 

Rechtsprechung ist die Frage der namhaften Besserung des Gesundheitszustands 

prospektiv bezogen auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung zu prüfen (Urteile des 

Bundesgerichts vom 22. Juli 2016, 8C_285/2016, E. 7.1, vom 28. Juni 2010, 

8C_58/2010, E. 2.2 und vom 20. Mai 2005, U 244/04, E. 3.1 mit Hinweisen). Grundlage 

für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen Auskünfte zu 

den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel 

unter dem Begriff "Prognose" erfasst werden (Urteil des Bundesgerichts vom 15. 

Dezember 2016, 8C_651/2016, E. 4.1).

4.1.3. 

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Da lediglich im ambulanten Assessmentbericht der Klinik Bellikon vom 29. Juli 

2020 eine psychische Belastung erwähnt, jedoch zugleich das Vorliegen einer 

Depression verneint wurde – ist vorliegend von der Anwendung der Schleudertrauma-

Praxis und nicht von der Psychopraxis auszugehen. Der Fallabschluss ist vorliegend 

daher in Anwendung der Schleudertrauma-Praxis in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in 

dem von der Fortsetzung der auf das Schleudertrauma-Beschwerdebild – dessen 

psychische und physische Komponenten nicht leicht zu differenzieren sind – 

gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr zu erwarten ist 

(BGE 134 V 115 ff. E. 4.3, 6.2; Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 2018, 

8C_114/2018, E. 4).

4.1.4. 

Die Entwicklung des Gesundheitszustandes präsentiert sich wie folgt:4.2. 

Hausarzt Dr. C.___ behandelte den Beschwerdeführer anfänglich mit 

Medikamenten. Zirka einen Monat nach dem Unfall verordnete er zusätzlich 

Physiotherapie (UV-act. 7-3, 50). Da es nur geringe Fortschritte hinsichtlich der 

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der HWS gab, wies er im Juni 2020 den 

Beschwerdeführer zu ergänzenden Abklärungen dem Wirbelsäulenzentrum der Klinik 

E.___ zu. Dessen Chefärztin führte im Arztbericht vom 18. Juni 2020 aus, dass 

hinsichtlich der aktiven HWS-Beweglichkeit vor allem noch eine Einschränkung für die 

Reklination bestehe. Die übrigen Bewegungsrichtungen seien aktiv praktisch frei 

ausführbar. Sie hatte keine Einwände gegen die Fortsetzung der Physiotherapie sowie 

der Eigentherapie. Langfristig rechnete sie mit dem Wiedererreichen der vollen 

Arbeitsfähigkeit (UV-act. 44).

4.2.1. 

Anfangs Juli 2020 meldete die Suva den Beschwerdeführer zur Festlegung des 

weiteren Procederes für ein ambulantes Assessment in der Klinik Bellikon an (UV-act. 

47, 49). Im Bericht vom 29. Juli 2020 über das Assessment vom 23. Juli 2020 gingen 

die Ärzte gestützt auf eine umfassende und detaillierte Befundaufnahme sowie eine 

standardisierte Befragung und Tests von einer HWS-Distorsion QTF Grad II aus. Sie 

attestierten dem Beschwerdeführer zwar ein schlechtes Leistungsverhalten, wobei die 

minimale Performance jedoch erreicht worden sei, und eine erhebliche 

Symptomausweitung. Das Schmerzverhalten stuften sie allerdings als adäquat ein (UV-

act. 53-2, 53-8 f.). Sie empfahlen eine Serie medizinische Trainingstherapie mit einer 

verhaltenstherapeutischen Vorgehensweise im Sinne eines stufenweisen Aufbaus der 

Belastung und die gleichzeitige Unterstützung des Beschwerdeführers beim Erarbeiten 

von Selbsthilfemassnahmen, welche er selbst bei kurzfristigen Schmerzsteigerungen 

anwenden könne (sogenannte Copingstrategien). Sie rechneten mit einer 

4.2.2. 

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längerfristigen und sukzessiven Steigerung der Belastbarkeit, einer Verbesserung der 

allgemeinen Ausdauer und der berufsspezifischen Kraft und Ausdauerkomponenten. 

Sie gingen von einer schrittweisen Steigerung der Arbeitsfähigkeit und unter 

Berücksichtigung der Empfehlungen von einer guten Prognose aus (UV-act. 53-3).

Im ärztlichen Zwischenbericht vom 2. Oktober 2020 berichtete Dr. C.___, dass 

unter physikalischer Therapie und Einsatz von lokalen und systemischen 

Antirheumatika nur zögerlich eine Besserung der vom Beschwerdeführer beklagten 

Beschwerden eingetreten sei, weshalb er nochmals medizinische Trainingstherapie 

verordnet habe. Der Arzt ging von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ab Oktober 2020 aus 

(UV-act. 66). Die Untersuchung in der Klinik für Rheumatologie des KSSG vom 25. 

November 2020 ergab keine Hinweise auf eine entzündliche rheumatologische Ursache 

der Beschwerdesymptomatik. Besprochen wurde erneut die bedarfsgerechte 

Schmerzmedikation und die Physiotherapie (UV-act. 105). Im Konsil-Bericht vom 

2. Dezember 2020 erklärten die Ärzte der Klinik für Neurologie des KSSG, dass 

klinisch-neurologisch ein typischer Befund nach craniozervikalem 

Beschleunigungstrauma mit Schmerzsymptomatik und muskulärer Verspannung der 

Nackenmuskulatur imponiert habe. Degenerative Veränderungen wurden als Ursache 

der Beschwerden ausgeschlossen. Zur Frage der Beschwerdegegnerin, ob durch die 

ärztliche Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu 

erwarten sei und wenn ja, welche Behandlungsmassnahmen empfohlen würden, 

führten die Klinikärzte aus, dass sie eine Fortsetzung der Physiotherapie und der 

adäquaten symptomatischen Schmerztherapie sowie die Ergänzung mit Akkupunktur 

und craniosakraler Therapie empfehlen würden (UV-act. 96). Im Arztbericht vom 7. 

Dezember 2020 führte Orthopäde Dr. M.___ aus, dass sich in der klinischen 

Untersuchung eine Einschränkung der Beweglichkeit der HWS sowie ein muskulärer 

Hartspann gezeigt hätten. Da die Physiotherapie schon ausgereizt scheine, werde er 

den Beschwerdeführer zum Chiropraktor Dr. N.___ überweisen (UV-act. 95). Am 23. 

Dezember 2020 informierte der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin, dass Dr. 

C.___ von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit ab dem 1. Februar 2021 ausgehe (UV-act. 

101; vgl. UV-act. 100). Im Bericht vom 29. Dezember 2020 empfahlen die 

Chiropraktoren N.___ und O.___ gestützt auf eine Konsultation vom 5. Dezember 2020 

die Weiterführung der chiropraktischen Behandlungsmassnahmen. Von einem 

bleibenden Nachteil gingen sie nicht aus (UV-act. 102). Im Bericht vom 13. Februar 

2021 beschrieben die Chiropraktoren eine ausgeprägte Schmerzempfindlichkeit auch 

ohne wesentliche Druckbelastung. Deshalb seien die therapeutischen Optionen 

ihrerseits deutlich eingeschränkt. Die Schmerzen des Beschwerdeführers hätten seit 

4.2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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Beginn der Behandlung um 25 % gelindert werden können. Über den weiteren Verlauf 

oder den Abschluss der Behandlung würden sie weiter orientieren (act. G 1.8). Am 29. 

März 2021 ging Dr. C.___ von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit ab dem 6. April 2021 aus 

(act. G 1.10). Am 14. April 2021 berichtete er über den bisherigen Behandlungsverlauf 

und die Entwicklung der Arbeitsfähigkeit und informierte, dass er am 29. März 2021 

den Beschwerdeführer an das Schmerzzentrum des KSSG überwiesen habe. Diese 

Behandlung würde derzeit noch andauern (act. G 1.9). Im Weiteren Behandlungsverlauf 

attestierte Dr. C.___ eine 80%ige Arbeitsfähigkeit ab dem 7. Juli 2020 und am 26. 

August 2021 prognostizierte er eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ab dem 1. Oktober 2021 

(act. G 1.10).

Festzuhalten ist, dass die Federführung hinsichtlich der medizinischen 

Behandlungsmassnahmen bei Dr. C.___ lag, der gezielt Fachärztinnen und Fachärzte 

verschiedener Disziplinen beizog bzw. diesen den Beschwerdeführer zur Untersuchung 

und Behandlung zuwies. Die Beschwerdegegnerin selbst war über den 

Behandlungsverlauf stets zeitnah informiert. Aus den Akten ergibt sich nicht, dass sie 

bis zum Verfügungserlass hinsichtlich der Behandlungsmassnahmen je interveniert 

hätte, obwohl sie selbst zusätzliche medizinische Abklärungen in der Klinik Bellikon 

sowie bei einem Neurologen veranlasste. Alle diese Abklärungen, welche auf 

persönlichen Untersuchungen des Beschwerdeführers beruhen, ergaben, dass weitere 

medizinische Behandlungsmassnahmen zweckmässig und erforderlich seien. Sofern 

danach gefragt, gingen die Ärzte auch von der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit 

und damit prospektiv von einer namhaften Verbesserung aus.

4.3. 

In Anbetracht der vorstehenden Ausführungen ist insgesamt von zielgerichteten 

Behandlungsmassnahmen vor, während und nach dem Fallabschlusszeitpunkt 

auszugehen. Die Arbeitsfähigkeit verbesserte sich seit dem Unfall vom 8. April 2020 

stetig, wenn auch in kleinen Schritten. Die Arbeitsfähigkeitsschätzungen von Dr. C.___, 

der während der ganzen Zeit die Fallkoordination sicherstellte, wurden weder von der 

Beschwerdegegnerin noch von ihrem Arzt Dr. G.___ je in Frage gestellt und sie gaben 

auch nie Anlass für eine fachärztliche Überprüfung. Auch aus den Akten ergeben sich 

keine Hinweise, dass die attestierten Arbeitsfähigkeiten nicht zutreffend gewesen 

wären. Die Fachärzte, welche den Beschwerdeführer untersucht hatten, gingen 

entweder vom Wiedererlangen der Arbeitsfähigkeit aus oder äusserten sich nicht dazu. 

Alle behandelnden oder sowie für eine Beurteilung beigezogenen Ärzte empfahlen 

weitere medizinisch-therapeutische Massnahmen. Angesichts dessen ist davon 

auszugehen, dass zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung prognostisch noch von einer 

namhaften Verbesserung der gesundheitlichen Situation und auch der Arbeitsfähigkeit 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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5.

Zu prüfen bleibt, ob der Status quo sine oder ante zum Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung am 25. Januar 2021 erreicht war und deshalb die Leistungspflicht 

seitens der Beschwerdegegnerin entfällt.

des Beschwerdeführers ausgegangen werden musste. Die Einschätzung bestätigte 

sich denn auch im Nachhinein, erhöhte sich doch die Arbeitsfähigkeit auf 60 %, 70 % 

und 80 %. Prognostiziert wurde zudem eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ab dem 1. 

Oktober 2021 (UV-act. 127-19, act. G 1.10). Die Beschwerdegegnerin hätte den Fall in 

Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (noch) nicht abschliessen dürfen. 

Entsprechend hat sie dem Beschwerdeführer über den 25. Januar 2021 hinaus die 

vorübergehenden Versicherungsleistungen zu erbringen.

Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der Leistungseinstellung auf die 

Einschätzungen ihres Versicherungsarztes Dr. G.___. In der Stellungnahme vom 4. 

Oktober 2020 erklärte Dr. G.___, dass bereits im Juni 2020 bis auf eine eingeschränkte 

Retroversion eine weitgehend schmerzfreie Beweglichkeit der HWS dokumentiert sei. 

Nach seither weiteren vier Monaten sei eine Ausheilung der Unfallfolgen überwiegend 

wahrscheinlich anzunehmen. Der Status quo ante sei erreicht. Eine unfallbedingte 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % sei angesichts der fehlenden Verletzungen oder 

Vorerkrankungen nicht mehr überwiegend wahrscheinlich. Eine volle Arbeitsfähigkeit 

sei spätestens ab Mitte Oktober – und damit sechs Monate nach dem Ereignis – 

anzunehmen (UV-act. 67). In der Stellungnahme vom 18. Januar 2021 gab Dr. G.___ 

auf die Frage der Beschwerdegegnerin, ob von einer weiteren Behandlung mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit noch eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes erwartet werden könne, zur Antwort, dass nun (mehr als) acht 

Monate seit dem Unfall vergangen seien und er gestützt auf die HWS-Praxis den 

Abschluss des Falls empfehle (UV-act. 106). In der im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens eingeholten ärztlichen Stellungnahme vom 18. Mai 2021 

erwähnte Dr. G.___ erstmals die Vorschädigungen der HWS durch die Unfälle in den 

Jahren 2016 und 2017 und führte dazu aus, dass in Berücksichtigung der 

Vorgeschichte davon auszugehen sei, dass eine erhöhte Vulnerabilität des die HWS 

umgebenden Muskelmantels und des Kapselbandhalteapparates zum Zeitpunkt des 

Unfalls vorgelegen habe. Insofern würden sich auch der protrahierte Heilungsverlauf 

und die anhaltenden muskulären Beschwerden über einen Zeitraum von sechs 

Monaten hinaus erklären lassen. Deshalb habe er über den regelhaften Zeitraum von 

sechs Monaten hinaus den natürlichen Kausalzusammenhang der beklagten 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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Beschwerden mit dem Ereignis für die Dauer von acht Monaten bis Ende des Jahres 

2020 zur Anerkennung empfohlen (UV-act. 130).

Hinsichtlich der erforderlichen Heilungsdauer bzw. des Erreichens des Status quo 

sine oder ante beruft sich Dr. G.___ in den ersten beiden Stellungnahmen vom 4. 

Oktober 2020 und 18. Januar 2021 auf eine – wie er sie nennt – HWS-Praxis. Da er in 

diesen beiden Stellungnahmen die früheren Unfälle der Jahre 2016 und 2017 mit 

Schädigung der HWS nicht erwähnte (vgl. UV-act. 67, 106), ist davon auszugehen, 

dass er diese nicht in seine Würdigung einbezogen hatte. Erst im Bericht vom 18. Mai 

2021 (UV-act. 130) erwähnte er zwar die HWS-Vorschädigungen, blieb jedoch dabei, 

dass die Kausalität nach acht bis neun Monaten dahingefallen sei und machte zudem 

geltend, dass er die unfallbedingten Vorschädigungen in der Stellungnahme vom 

18. Januar 2021 bereits berücksichtigt habe. Diese letzte Aussage findet in den Akten 

jedoch keine Grundlage bzw. ist in keiner Weise belegt. Dass Dr. G.___ die 

Leistungseinstellung nun nicht mehr nach sechs, sondern nach acht bis neun Monaten 

empfahl, dürfte darauf zurückzuführen sein, dass in den dreieinhalb Monaten zwischen 

erster und zweiter Stellungnahme Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt 

worden waren, sich die Arbeitsfähigkeit von 50 auf 60 % verbessert hatte und sich 

weitere Verbesserungen abzeichneten. Auch dürfte die Heilungsdauer mit neun 

Monaten noch im Bereich der HWS-Fallabschlusspraxis gelegen haben. Dass 

Vorschädigungen der HWS bei der Beurteilung einer erneuten HWS-Verletzung relevant 

und daher mitzuberücksichtigen sind, ergibt sich auch aus dem Bericht der AGU vom 

20. Juli 2020, wiesen doch die Experten darauf hin, dass zur Beurteilung der 

Unfallfolgen bei einer HWS-Vorschädigung eine technische Unfallanalyse und eine 

darauffolgende eingehendere biomechanische Beurteilung notwendig wäre (vgl. UV-

act. 51). Eine solche wurde von der Beschwerdegegnerin jedoch nicht in Auftrag 

gegeben. Das unfallanalytische Gutachten der AXA Winterthur vom 8. Juni 2021 (UV-

act. 133) bestätigt denn auch lediglich, dass die Geschwindigkeitsänderung (Delta v) 

bei der Kollision zirka 10 km/h betragen habe. Wie zuvor erwähnt, wies Dr. G.___ selbst 

im Bericht vom 18. Mai 2021 auf die erhöhte Vulnerabilität des die HWS umgebenden 

Muskelmantels und des Kapselbandhalteapparates zum Zeitpunkt des Unfalls vom 

April 2020 hin. Trotzdem unterliess er es in seinem Bericht vom 18. Mai 2021 

nachvollziehbar und medizinisch fundiert – bspw. durch Bezugnahme auf Studien zu 

Schleudertraumata bei vorgeschädigten HWS – zu begründen, dass der Status quo 

sine oder ante nach spätestens neun Monaten eingetreten sei. Eine solche Begründung 

wäre auch im Rahmen der Kausalitätsbeurteilung erforderlich gewesen, denn hat wie 

vorliegend die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht im Grundfall einmal 

anerkannt, so entfällt sie erst dann wieder, wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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6.  

oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur 

noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht (vgl. Erwägung 2.4). 

Vorliegend fehlen zudem Hinweise auf eine krankheitsbedingte Vorschädigung, wurde 

doch das Vorliegen eines degenerativen Vorzustands gestützt auf bildgebende 

Untersuchungen verneint bzw. wurden nur sehr diskrete degenerative Veränderungen 

erhoben (vgl. UV-act. 58, 96). Auch fanden sich keine Hinweise für eine entzündliche 

rheumatologische Ursache der Beschwerden (UV-act. 105). Das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

müsste mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein und da es sich hierbei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, läge die entsprechende Beweislast nicht beim 

Beschwerdeführer, sondern bei der Beschwerdegegnerin (vgl. Erwägung 2.4). Da im 

vorliegenden Fall zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 

der ärztlichen Feststellungen von Dr. G.___ bestehen, wäre die Beschwerdegegnerin 

auch verpflichtet gewesen, eine externe Beurteilung der medizinischen Fragestellungen 

zu veranlassen (vgl. BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7, 

139 V 229 E. 5.2 mit Hinweis). Zudem müssten hinsichtlich der Behandlungsdauer die 

durch Corona bedingten Einschränkungen der Therapiemöglichkeiten mitberücksichtigt 

werden (einschränkende Massnahmen ab dem 22. Dezember 2020 und Verschärfung 

der Massnahmen ab dem 18. Januar 2021, so standen bspw. die Fitnesscenter infolge 

Schliessung für Selbsttrainings nicht zur Verfügung).

Das Erreichen des Status quo sine oder ante per Leistungseinstellungszeitpunkt 

(25. Januar 2021) ist nach dem Gesagten nicht im erforderlichen Grad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erwiesen.

5.3. 

Die Beschwerde ist unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids 

vom 3. August 2021 gutzuheissen und die Sache zur Prüfung und Ausrichtung der 

geschuldeten Leistungen über den 25. Januar 2021 hinaus an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

6.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch 

anwendbaren Fassung).

6.2. 

Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, die Entschädigung – wie 

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid vom

3. August 2021 aufgehoben und die Sache zur Prüfung und Ausrichtung der 

geschuldeten Leistungen über den 25. Januar 2021 hinaus im Sinne der Erwägungen 

an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

in vergleichbaren Fällen üblich – auf pauschal Fr. 4'000.- (einschliesslich Barauslagen 

und Mehrwertsteuer) festzulegen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 16.01.2023
	Art. 19 Abs. 1 UVG. Die Einstellung der temporären Versicherungsleistungen und die Prüfung der Dauerleistungen erfolgte bei Anwendbarkeit der Schleudertrauma-Praxis und noch überwiegend wahrscheinlichem Verbesserungspotential verfrüht. Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Januar 2023, UV 2021/63).

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