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**Case Identifier:** 87935379-fa9e-575c-930b-6d286c872d5a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.06.2008 B-1940/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1940-2008_2008-06-10.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-1940/2008/kua
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  J u n i  2 0 0 8  

Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz), 
Richter Frank Seethaler, Richter Francesco Brentani, 
Gerichtsschreiberin Anita Kummer.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde RAB, 
Vorinstanz.

Zulassung als Revisor.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-1940/2008

Sachverhalt:

A.
A._______ (Beschwerdeführer) reichte am 5. Dezember 2007 bei der 
eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde (RAB, Vorinstanz) ein Ge-
such um Zulassung als Revisor ein. 

Mit E-Mail vom 3. Januar 2008 teilte die RAB dem Beschwerdeführer 
mit, sie habe bei der summarischen Überprüfung des Gesuchs festge-
stellt,  dass  er  die  Anforderungen  an  die  Ausbildung  im  Sinne  von 
Art. 4 Abs. 2 des Revisionsaufsichtsgesetzes vom 16. Dezember 2005 
(RAG, SR 221.302) nicht erfülle. Sie forderte ihn deshalb auf, sein Ge-
such bis am 25. Januar 2008 mit einem anerkannten Diplom zu ergän-
zen.

Der Beschwerdeführer bestätigte mit Schreiben vom 14. Januar 2008, 
dass er  über keines der  in  Art. 4  Abs. 2 RAG aufgezählten Diplome 
verfüge, verwies aber auf sein Diplom als eidgenössisch diplomierter 
Bankbeamter und seine langjährige Erfahrung auf den Gebieten des 
Rechnungswesens und der  Rechnungsrevision. Die  Behörde besitze 
einen  gewissen  Ermessenspielraum  bei  der  Anerkennung  von  ver-
gleichbaren ausländischen Ausbildungen. Des Weiteren habe der Bun-
desrat nach Art. 4 Abs. 3 RAG die Möglichkeit,  weitere gleichwertige 
Ausbildungsgänge zuzulassen. Daraus ergebe sich, dass die Aufzäh-
lung der anerkannten Ausbildungsgänge in Art. 4 Abs. 2 RAG nicht ab-
schliessend sei. Er  beantrage deshalb  die Anerkennung seines  Dip-
loms als von Art. 4 Abs. 2 RAG erfasst und die provisorische Zulas-
sung als Revisor. Eventualiter solle der Bundesrat die Ausbildung des 
eidgenössisch  diplomierten  Bankbeamten  als  gleichwertig  anerken-
nen.

Mit E-Mail vom 16. Januar 2008 teilte die RAB dem Beschwerdeführer 
mit, dass sie das Gesuch um Zulassung als Revisor abweisen werde. 
Das Gesetz gestehe ihr  in Bezug auf die Ausbildung keinen Ermes-
sensspielraum  zu.  Des  Weiteren  bestehe  keine  Sonderbestimmung, 
welche eine Zulassung als Revisor einer Person ohne Ausbildung im 
Sinne von Art. 4 Abs. 2 RAG, allein gestützt auf eine langjährige Fach-
praxis,  ermöglichen  würde.  Die  Härtefallklausel  von  Art. 43  Abs. 6 
RAG beziehe sich auf die Anerkennung von Fachpraxis. Art. 4 Abs. 3 
RAG nenne die Anerkennungsmöglichkeit  von weiteren Ausbildungs-

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gängen durch den Bundesrat, wobei sich diese Möglichkeit nicht auf 
bereits bestehende Ausbildungsgänge beziehe. 

Die RAB wies das Gesuch um Zulassung als Revisor vom 5. Dezem-
ber 2007 mit  Verfügung vom 27. Februar 2008 ab, soweit  sie darauf 
eintrat. Eine Zulassung als Revisor sowohl nach Art. 5 RAG als auch 
nach Art. 43 Abs. 6 RAG sei nicht möglich, da der Beschwerdeführer 
über keine Ausbildung im Sinne von Art. 4 Abs. 2 RAG verfüge.

B.
Mit Beschwerde vom 25. März 2008 beantragt A._______, die Verfü-
gung der RAB vom 27. Februar 2008 sei aufzuheben und er  sei  als 
Revisor zuzulassen. Er verfüge über ein Diplom als eidgenössisch dip-
lomierter Bankfachmann, was einem Abschluss der Tertiärstufe B (Ba-
chelor) entspräche und somit auf gleicher Stufe stehe wie die in Art. 4 
Abs. 2  Bst. c  RAG  genannten  eidgenössischen  Fachausweise  der 
Fachleute in Finanz- und Rechnungswesen sowie der Treuhänderinnen 
und Treuhänder. 

C.
Mit  Vernehmlassung vom 30. April  2008 beantragt  die  RAB, die  Be-
schwerde  abzuweisen,  soweit  darauf  einzutreten  sei.  Da  der  Be-
schwerdeführer  nicht  bestreite,  die in Art. 4  Abs. 2 RAG einzeln ge-
nannten Befähigungsausweise nicht zu besitzen und somit die Anfor-
derungen an die Ausbildung gemäss Art. 4 Abs. 2 RAG nicht zu erfül-
len,  sei  vorliegend  lediglich  zu  prüfen,  ob  der  in  Art. 4  Abs. 2  RAG 
nicht aufgeführte Befähigungsausweis des eidgenössisch diplomierten 
Bankbeamten gleichwohl  als  Ausbildungsgang gemäss Art. 4  Abs. 2 
RAG anzuerkennen sei.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über 
das  Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968  (VwVG,  SR 
172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorin-
stanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden, zu de-
nen auch die RAB zählt (Art. 33 Bst. e VGG i.V.m. Art. 28 Abs. 2 RAG).

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Der Entscheid der RAB vom 27. Februar 2008 stellt eine Verfügung im 
Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG dar. Er kann im Rahmen der allgemei-
nen Bestimmungen der Bundesverwaltungsrechtspflege beim Bundes-
verwaltungsgericht angefochten werden (Art. 44 VwVG i.V.m. Art. 31 ff. 
VGG).

1.2 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde an das Bundes-
verwaltungsgericht  legitimiert,  wer  vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren 
teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Der 
Beschwerdeführer war Partei des vorinstanzlichen Verfahrens. Als Ad-
ressat der Verfügung ist er durch diese berührt und hat an ihrer Aufhe-
bung beziehungsweise Änderung ein schutzwürdiges Interesse. 

1.3 Die  Eingabefrist  und  -form  sind  gewahrt  (Art. 50  und  Art. 52 
Abs. 1  VwVG),  der  Kostenvorschuss  wurde  fristgemäss  bezahlt 
(Art. 63  Abs. 4  VwVG)  und  die  übrigen  Sachurteilsvoraussetzungen 
liegen vor (Art. 44 ff. VwVG). 

Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.

2.
Das  Revisionsaufsichtsgesetz  (RAG)  ist  am  1. September  2007  in 
Kraft  getreten. Es regelt  die  Zulassung und die Beaufsichtigung von 
Personen, die Revisionsdienstleistungen erbringen und dient der ord-
nungsgemässen Erfüllung und Sicherstellung der Qualität von Revisi-
onsdienstleistungen (Art. 1 Abs. 1 und 2 RAG).

2.1 Natürliche  Personen  und  Revisionsunternehmen,  die  Revisions-
dienstleistungen erbringen,  bedürfen einer  Zulassung durch die  Auf-
sichtsbehörde. Nach Art. 28 Abs. 1 RAG obliegt die Aufsicht der Eidge-
nössischen Revisionsaufsichtsbehörde (RAB). Sie entscheidet gemäss 
Art. 15 Abs. 1 RAG auf Gesuch hin über die Zulassung von Revisions-
expertinnen/Revisionsexperten,  Revisorinnen/Revisoren  sowie  von 
staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen. 

Der Gesetzgeber hat in den Art. 43 Abs. 3 RAG und Art. 47 der Revisi-
onsaufsichtsverordnung  vom  22. August  2007  (RAV,  SR 221.302.3) 
für den Übergang zum neuen Recht eine Erleichterung betreffend das 
Zulassungsverfahren vorgesehen. Danach dürfen natürliche Personen 
und Revisionsunternehmen, die bis vier Monate nach Inkrafttreten die-

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ses Gesetzes bei der Aufsichtsbehörde ein Gesuch um Zulassung als 
Revisorin/Revisor,  Revisionsexpertin/Revisionsexperte  oder  staatlich 
beaufsichtigtes Revisionsunternehmen einreichen, bis zum Entscheid 
über  die  Zulassung  Revisionsdienstleistungen  im  Sinne  von  Art. 2 
Bst. a  RAG  erbringen.  Bei  fristgerechter  Einreichung  eines  Zulas-
sungsgesuchs wird der Gesuchsteller grundsätzlich provisorisch zuge-
lassen. Die RAB kann aber gemäss Art. 47 Abs. 2 RAV Gesuche ab-
weisen und eine provisorische Zulassung verweigern, wenn die Zulas-
sungsvoraussetzungen nach einer summarischen Überprüfung offen-
sichtlich nicht erfüllt  sind, etwa wenn das Gesuch offensichtlich nicht 
vollständig oder aussichtslos ist (vgl. auch Botschaft zur Änderung des 
Obligationenrechts [Revisionspflicht im Gesellschaftsrecht] sowie zum 
Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorin-
nen und Revisoren vom 23. Juni 2004, BBl 2004 4092 f.).

Der Beschwerdeführer hat das Gesuch um Zulassung als Revisor am 
5. Dezember 2007 und damit innerhalb der vorerwähnten viermonati-
gen Frist bei der zuständigen Behörde (RAB) eingereicht. 

2.2 Der Beschwerdeführer  macht  geltend,  dass er  über eine Ausbil-
dung  als  eidgenössisch  diplomierter  Bankbeamter  und  ein  entspre-
chendes Zeugnis vom 17. September 1982 verfüge, welche einem Ab-
schluss auf der so genannten Tertiärstufe B des schweizerischen Bil-
dungssystems  entspreche  und  auf  gleicher  Stufe  stehe  wie  die  in 
Art. 4  Abs. 2  Bst. c  RAG  genannten  eidgenössischen  Fachausweise 
der Fachleute in Finanz-und Rechnungswesen sowie der Treuhände-
rinnen und Treuhänder. Er beantragt somit sinngemäss, es sei von ei-
ner  Gleichwertigkeit  der  Ausbildung  zum eidgenössisch diplomierten 
Bankbeamten mit den in Art. 4 Abs. 2 Bst. c RAG genannten Ausbil-
dungsgängen auszugehen. Des Weiteren habe er eine beaufsichtigte 
Fachpraxis von sechzehn Jahren auf den Gebieten des Rechnungswe-
sens und der Rechnungsrevision im Rahmen seiner Tätigkeit  für  die 
B._______  AG vorzuweisen.  Die  Voraussetzungen  von  Art. 5  Abs. 1 
RAG seien somit erfüllt, und er sei als Revisor zuzulassen.

2.2.1 Nach Art. 5 RAG kann eine natürliche Person als Revisor zuge-
lassen werden, sofern sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. Als 
zugelassene  Revisoren/Revisorinnen  werden  Personen  bezeichnet, 
die berechtigt sind, Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Erfor-
dernisse eingeschränkt zu revidieren (Art. 727 Bst. c des Obligationen-
rechts vom 30. März 1911 [OR, SR 220]). Sie müssen über dieselbe 

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Ausbildung verfügen wie zugelassene Revisionsexperten, haben aber 
im Allgemeinen eine deutlich kürzere Fachpraxis  nachzuweisen. Der 
nötige  Sachverstand  muss  somit  durch  einen  Ausbildungsabschluss 
und  die  entsprechende  Fachpraxis  belegt  werden  (BBl  2004  3998, 
4007). 

2.2.2 Gemäss Art. 5 Abs. 1 RAG wird eine natürliche Person als Revi-
sor  zugelassen,  wenn sie  einen  der  im Gesetz  aufgelisteten Ausbil-
dungsgänge  nach  Art. 4  Abs. 2  RAG erfolgreich  abgeschlossen  hat, 
eine beaufsichtigte Fachpraxis von einem Jahr nachweist und über ei-
nen unbescholtenen Leumund verfügt. Die Fachpraxis muss dabei vor-
wiegend  auf  den  Gebieten  des  Rechnungswesens  und  der  Rech-
nungsrevision erworben worden sein, dies unter Beaufsichtigung durch 
eine  zugelassene  Revisorin  oder  einen  zugelassenen  Revisor  oder 
durch  eine  ausländische  Fachperson  vergleichbarer  Qualifikation 
(Art. 5 Abs. 2 RAG). 

2.2.3 Nach Art. 4 Abs. 2 RAG erfüllen die Anforderungen an die Aus-
bildung a. eidgenössisch  diplomierte  Wirtschaftsprüfer/-innen,  b. eid-
genössisch diplomierte Treuhandexperten/Treuhandexpertinnen, Steu-
erexperten/Steuerexpertinnen  sowie  Expertinnen/Experten  in  Rech-
nungslegung  und  Controlling,  c.  Absolventen/Absolventinnen  eines 
Universitäts-  oder  Fachhochschulstudiums  in  Betriebs-,  und  Wirt-
schafts- oder Rechtswissenschaften einer schweizerischen Hochschu-
le,  Fachleute  in  Finanz-  und Rechnungswesen  mit  eidgenössischem 
Fachausweis sowie Treuhänder/innen mit  eidgenössischem Fachaus-
weis, d. Personen, die eine in den Buchstaben a, b oder c aufgeführte 
vergleichbare ausländische Ausbildung abgeschlossen haben. Der Ge-
setzgeber  hat  somit  einem  breiten  Personenkreis  mit  unterschiedli-
chen Ausbildungen den Zugang zur Erbringung von Revisionsdienst-
leistungen ermöglicht. Bei  den weniger  spezifisch auf  die Revisions-
dienstleistung  ausgerichteten  Ausbildungen  wird  der  tiefere  Ausbil-
dungsstand durch das Erfordernis  einer  längeren Fachpraxis  im Be-
reich des Rechnungswesen und der Rechnungsrevision ausgeglichen 
(BBl 2004 3998, 4062). 

Vor 1991 und teilweise auch danach verlangte das Gesetz für die Re-
vision der Jahresrechnung weder bestimmte Kenntnisse noch beson-
dere  Erfahrung  (sogenannte  Laienrevision).  Mit  der  neuen  gesetzli-
chen Regelung von Revisionsdienstleistungen wurde das Ziel verfolgt, 
dass  Revisionsdienstleistungen  nur  noch  durch  fachlich  hinreichend 

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qualifizierte Personen erfolgen und so die Erwartungen an die Qualität 
der Revisionen erfüllten (BBl 2004 3978 f.). Durch das neu eingeführte 
Zulassungssystem  wird  sichergestellt,  dass  Personen,  welche  über 
keine qualifizierte Ausbildung verfügen, nicht als Revisoren und Revi-
sionsexperten zugelassen werden. Bei der Erarbeitung des RAG orien-
tierte sich der Gesetzgeber für die Anforderungen an Ausbildung und 
Erfahrung an den entsprechenden Regelungen der Europäischen Uni-
on und unserer Nachbarstaaten (BBl 2004 3998, 4108). Der Gesetzge-
ber  hat  eine  beschränkte  Anzahl  von  Ausbildungsgängen  bestimmt 
und in die abschliessende Liste von Art. 4 Abs. 2 RAG aufgenommen, 
welche  im  Zusammenhang  mit  der  entsprechenden  Fachpraxis  Ge-
währ  für  qualitativ  hochstehende  Revisionsdienstleistungen  bieten. 
Aus Art. 4 Abs. 2 RAG ergibt sich e contrario, dass Ausbildungsgänge, 
welche nicht  in  der  Liste  enthalten sind,  als  ungenügend qualifiziert 
wurden,  unter  Vorbehalt  späterer  Anerkennung von Ausbildungsgän-
gen durch den Bundesrat im Sinne von Art. 4 Abs. 3 RAG.

Bei  der Festlegung der Ausbildungsgänge wurde neben dem Ausbil-
dungstyp beziehungsweise der  Ausbildungsstufe vor allem die Fach-
richtung Revision und Rechnungswesen berücksichtigt. Auf eine Aus-
nahmeregelung für Personen, welche keinen der Ausbildungsgänge im 
Sinne von Art. 4 Abs. 2 RAG absolviert  haben, wurde verzichtet (vgl. 
BBl 2004 4093). In der früheren Ausbildung zum diplomierten Bankbe-
amten wurde schwerpunktmässig nicht Buchführung und Rechnungs-
legung beziehungsweise Rechnungsrevision, sondern Finanzwirtschaft 
und  Bankwesen  vermittelt.  Der  Gesetzgeber  hat  entsprechend  den 
Ausbildungsgang  zum eidgenössisch  diplomierten  Bankbeamten  be-
ziehungsweise  die  heutigen  Nachfolge-Ausbildungen  nicht  als  genü-
gend beurteilt  und daher nicht in die abschliessende Liste von Art. 4 
Abs. 2 RAG aufgenommen.

2.3 Mit  der Härtefallklausel  von Art. 43 Abs. 6 RAG sollen Personen 
privilegiert  und als  Revisoren/Revisorinnen zugelassen werden,  wel-
che zwar die Anforderungen an die beaufsichtigte Fachpraxis nicht er-
füllen, aber über langjährige Erfahrung verfügen und somit für sorgfäl-
tige Arbeit garantieren können. Sie soll  aber nicht ermöglichen, dass 
Praktikerinnen  und  Praktiker  ohne  abgeschlossene  Ausbildung  nach 
Art. 4 Abs. 2 RAG oder ohne qualifizierte Berufserfahrung als Reviso-
ren/Revisorinnen  zugelassen  werden.  Sie  muss  auf  Personen  be-
schränkt  bleiben,  die  über  eine  Ausbildung  nach  Art. 4  Abs. 2  RAG 
verfügen und eine langjährige praktische Erfahrung vorweisen können, 

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aber die Anforderungen an die Fachpraxis nicht erfüllen oder die er-
worbene Fachpraxis aus nachvollziehbaren Gründen nicht nachweisen 
können  (BBl 2004  4093 f.).  Personen  ohne  Ausbildung  nach  Art. 4 
Abs. 2 RAG können von dieser  Ausnahmebestimmung nicht  profitie-
ren.

2.4 Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, dass der Bun-
desrat  weitere  gleichwertige  Ausbildungen  zulassen  könne,  und  die 
RAB deshalb seine Ausbildung als diplomierter Bankbeamter anerken-
nen müsse.

In Art. 4 Abs. 3 RAG sieht das RAG vor, dass der Bundesrat weitere 
gleichwertige Ausbildungsgänge zulassen und die Dauer der notwen-
digen Fachpraxis bestimmen kann. Diese Bestimmung wurde im Ge-
setz verankert, da in den parlamentarischen Beratungen die Befürch-
tung bestand,  dass  die  Liste  in  Art. 4  Abs. 2  RAG schon bald  nicht 
mehr  aktuell  sein  könnte,  wenn  die  bestehenden  Ausbildungsgänge 
abgeschafft und neue Ausbildungsgänge angeboten würden. Um den 
Entwicklungen in der Branche in Zukunft gerecht zu werden, wurde die 
erwähnte  Kompetenz des  Bundesrats  geschaffen (Amtliches  Bulletin 
der Bundesversammlung [AB] 2005 S 989, Votum Inderkum, Berichter-
statter der vorberatenden Kommission). Die höhere Fachprüfung zum 
Bankbeamten  bestand  zum  Zeitpunkt  der  Verabschiedung  des  RAG 
bereits und wurde nicht in die abschliessende Liste der anerkannten 
Ausbildungsgänge (vgl. Art. 4 Abs. 2 RAG) aufgenommen. Für die An-
erkennung  des  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten  Ausbil-
dungsgangs wäre ein entsprechender  Bundesratsbeschluss erforder-
lich. Ein solcher ist aber nicht ergangen.

2.5 Schliesslich  macht  der  Beschwerdeführer  sinngemäss  geltend, 
dass  der  Gesetzgeber  mit  Blick  auf  die  Anerkennung  von ausländi-
schen Ausbildungsgängen einen gewissen Ermessenspielraum vorge-
sehen habe, und dieses Ermessen folglich auch mit Blick auf schwei-
zerische Ausbildungsgänge bestehen müsse.

Nach Art. 4 Abs. 2 Bst. d RAG erfüllen Personen die Anforderungen an 
die Ausbildung für eine Zulassung, wenn sie eine den in Art. 4 Abs. 2 
Bst. a-c RAG aufgeführten vergleichbare ausländische Ausbildung ab-
geschlossen haben, die entsprechende Fachpraxis aufweisen und die 
notwendigen Kenntnisse des schweizerischen Rechts nachweisen, so-
fern  ein  Staatsvertrag mit  dem Herkunftsstaat  dies  so  vorsieht  oder 
der Herkunftstaat Gegenrecht hält. Da eine Vielzahl von ausländischen 

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Ausbildungsgängen bestehen, können nicht alle vergleichbaren Ausbil-
dungsgänge im RAG einzeln aufgeführt werden. Es ist deshalb sach-
gerecht, auf die Vergleichbarkeit der ausländischen Ausbildungsgänge 
abzustellen. Die  Prüfung,  ob ein  ausländischer  Ausbildungsgang mit 
einem  in  Art. 4  Abs. 2  RAG  aufgelisteten  schweizerischen  Ausbil-
dungsgang  vergleichbar  ist,  liegt  im  pflichtgemässen  Ermessen  der 
RAB, welche bei ihrem Entscheid Rücksprache mit anderen Behörden 
nimmt. 

Art. 4  Abs. 2  Bst. d  RAG  kommt  nicht  zur  Anwendung,  da  der  Be-
schwerdeführer keine ausländische, sondern eine schweizerische Aus-
bildung abgeschlossen hat. 

2.6 Der Beschwerdeführer kann nicht  als Revisor nach Art. 5 Abs. 1 
RAG zugelassen werden, weil er über keine Ausbildung im Sinne von 
Art. 4 Abs. 2 RAG verfügt. Das Diplom des eidgenössisch diplomierten 
Bankbeamten wurde bei der Erarbeitung des Gesetzes nicht in die ab-
schliessende  Liste  von Art. 4  Abs. 2  RAG aufgenommen. Auch liegt 
kein Bundesratsbeschluss im Sinne von Art. 4 Abs. 3 RAG vor. Bezüg-
lich der Anerkennung von schweizerischen Ausbildungsgängen hat die 
RAB keinen Ermessenspielraum.

3.
Der  Beschwerdeführer  rügt  sinngemäss  die  Verletzung  verfassungs-
mässiger Rechte. Art. 4 Abs. 2 RAG verletze das Gleichbehandlungs-
gebot  von  Art. 8  Abs. 1  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 110), da nur Personen 
als  Revisor  zugelassen  werden,  die  eine  Ausbildung  abgeschlossen 
haben,  welche  in  der  abschliessenden  Liste  von  Art. 4  Abs. 2  RAG 
aufgeführt ist.

3.1 Die Rüge, verfassungsmässige Rechte seien verletzt,  ist  im Ver-
fahren  vor  Bundesverwaltungsgericht  zulässig.  Dabei  ist  jedoch  das 
Anwendungsgebot von Art. 190 BV zu beachten, wonach Bundesge-
setze und Völkerrecht für das Bundesgericht und die anderen rechts-
anwendenden Behörden massgebend sind (BGE 129 II  249  E. 5.4). 
Gemeint  sind  damit  prinzipiell  alle  generell-abstrakten  Normen 
(GIOVANNI BIAGGINI,  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenos-
senschaft, Zürich 2007, Art. 190 N. 6). Bundesgesetze sind grundsätz-
lich anzuwenden, selbst wenn sie der Verfassung widersprechen (BGE 
131 II 562 E. 3.2, 131 V 256 E. 5.3, 129 II 249 E. 5.4). Die Korrektur ei-
ner  allfälligen  verfassungswidrigen  bundesgesetzlichen  Regelung  ist 

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nach dem Willen des Verfassungsgeber alleine Sache des Gesetzge-
bers, nicht der Gerichte (BGE 131 V 256 E. 5.3). Trotz der Gleichran-
gigkeit  allen  Verfassungsrechts  besteht  der  spezifische  Gehalt  von 
Art. 190 BV aber darin, den gesetzgeberischen Vorentscheidungen so 
weit  wie möglich Vorrang einzuräumen. Damit  wird  die Schranke für 
richterliche  Gesetzeskorrekturen  besonders  hoch  angesetzt.  Sie  ist 
zwar nicht  unübersteigbar, doch muss gegenläufigen Verfassungsge-
halten direkt die Entleerung ihres Gehaltes drohen, damit ein Gesetz 
in  ihrem Sinne korrigiert  werden kann (THOMAS GÄCHTER, Rechtsmiss-
brauch  im  öffentlichen  Recht,  Zürich/Basel/Genf  2005,  S. 375). 
Art. 190 BV statuiert ein Anwendungsgebot, kein Prüfungsverbot (BGE 
129 II 249 E. 5.4).

In  Bezug auf  das Rechtsgleichheitsgebot  kann hier  auf  die ständige 
Rechtsprechung des Bundesgerichts verwiesen werden (BGE 131 I 1 
E. 4.2, 132 I 68 E. 4.1, 131 V 107 E. 3.4.2).

3.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat somit Art. 4 Abs. 2 RAG anzu-
wenden. Es können folglich nur Personen als Revisor zugelassen wer-
den, welche eine in Art. 4 Abs. 2 RAG aufgeführte Ausbildung abge-
schlossen haben. Es liegt nicht in der Kompetenz der Gerichte, die ab-
schliessende Liste zu erweitern,  indem weitere gleichwertige  Ausbil-
dungsgänge anerkannt werden. 

Sodann  ist  entgegen  der  Auffassung  des  Beschwerdeführers  in  der 
abschliessenden Auflistung keine Verfassungsverletzung zu erblicken, 
da  diese  Ungleichbehandlung  auf  erheblichen  tatsächlichen  Unter-
schieden basiert und sich auf sachliche und vernünftige Gründe stüt-
zen  kann.  Der  Zweck  des  Zulassungsverfahrens  ist  es,  Revisions-
dienstleistungen nur von fachlich hinreichend qualifizierten Personen 
durchführen zu lassen, welche Gewähr für qualitativ hochstehende Re-
visionen bieten können. Eine abschliessende Aufzählung aller schwei-
zerischen Ausbildungen, welche den Anforderungen genügen, ist ge-
eignet, um diesen Zweck zu erfüllen. Personen müssen somit die ge-
setzlich  vorgeschriebenen  Minimalanforderungen  an  die  Ausbildung 
und Fachpraxis  erfüllen,  um als  Revisor  zugelassen  zu werden. Bei 
der  Anerkennung von ausländischen Ausbildungen wird  auf  die  Ver-
gleichbarkeit  abgestellt  und der  Behörde einen Ermessensspielraum 
eingeräumt. Bei den schweizerischen Ausbildungsgängen besteht da-
gegen kein Ermessenspielraum, da alle anerkannten Ausbildungsgän-
ge in einer abschliessenden Liste im RAG aufgeführt sind. Diese Un-

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terscheidung ist  sachgerecht,  da nicht  alle ausländischen Ausbildun-
gen einzeln im RAG aufgeführt werden können. 

4.
Zusammenfassend erfüllt der Beschwerdeführer die Anforderungen an 
die Ausbildung nach Art. 4 Abs. 2 RAG offensichtlich nicht, weil weder 
der  Ausbildungsgang eidgenössisch  diplomierter  Bankbeamter,  noch 
die  Nachfolgeausbildungen  in  der  abschliessenden  Liste  enthalten 
sind. Er kann deshalb weder nach Art. 5 RAG noch nach der Härtefall-
klausel von Art. 43 Abs. 6 RAG als Revisor zugelassen werden. Art. 4 
Abs. 2 RAG verletzt das Gleichbehandlungsgebot von Art. 8 Abs. 1 BV 
nicht und ist nicht verfassungswidrig.

5.
Aus diesen Gründen ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Aus-
gang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Kosten des Ver-
fahrens (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese werden auf Fr. 2'000.- festgelegt 
und mit dem einbezahlten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrech-
net. Als unterliegende Partei kann dem Beschwerdeführer keine Par-
teientschädigung zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG, e cont-
rario).

Die RAB hat als Bundesbehörde keinen Anspruch auf Parteientschädi-
gung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE, 
SR 173.320.2).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von Fr. 2'000.-  werden  dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe verrechnet.

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3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. Gesuch Nr. 104'924; Gerichtsurkunde)
- das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (zur Kenntnis)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Philippe Weissenberger Anita Kummer

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer 
in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 12. Juni 2008

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