# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80dd8333-8e61-5125-a742-cc786aeabf71
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.04.2022 200 2021 618
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-618_2022-04-01.pdf

## Full Text

200 21 618 UV
LOU/SAW/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 1. April 2022

Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Zwischenverfügung vom 21. Juli 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2022, UV/21/618, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1956 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von 
Unfällen und Berufskrankheiten versichert, als am 18. September 2018 
seine linke Hand in eine Ziehmaschine geriet (Akten der Suva, Antwortbei-
lage [AB] 1). Dabei zog er sich eine Rissquetschwunde dorsal über den 
MP-Gelenken II bis IV, sowie palmar von ulnar Höhe PIP-Gelenk Kleinfin-
ger bis nach radial zur II Kommissur ziehend und am Daumen dorsal, radial 
über P1 sowie eine dislozierte, proximale Phalanx-Fraktur von Ringfinger 
(mehrfragmentäre Schaftfraktur) und Mittelfinger (mehrfragmentäre Basis-
fraktur) links zu, die gleichentags operativ versorgt wurden (AB 6). Die Su-
va erbrachte in der Folge die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Tag-
geld und Heilkosten; AB 2 ff.). Nach Wiederaufnahme der Arbeit im Januar 
2019 traten beim Versicherten Beschwerden in der linken Schulter, im Ge-
biet des linken Carpaltunnels und am linken Ellbogen auf (AB 20, 29, 34, 
37). Mit Schreiben vom 15. Februar 2019 (AB 38) teilte die Suva dem Ver-
sicherten mit, dass sie die Kosten für die zusätzlich gemeldeten Oberarm-
/Schulterbeschwerden links nicht übernehmen könne. Am 6. Juli 2020 (AB 
257) stellte sie die Taggeld- und Heilkostenleistungen per 30. Juni 2020 ein 
und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 13. Juli 2020 (AB 267) für 
die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 18. September 2018 
aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 15% ab 1. Juli 2020 eine Invaliden-
rente zu. Die Voraussetzungen für eine Integritätsentschädigung verneinte 
sie. Dagegen erhob der Versicherte Einsprache (AB 284, 297), woraufhin 
die Suva die angefochtene Verfügung mit Schreiben vom 8. März 2021 (AB 
312) zurücknahm und weitere Abklärungen traf. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2022, UV/21/618, Seite 3

B.

Mit Schreiben vom 8. Juni 2021 (AB 325) teilte die Suva dem Versicherten 
mit, eine Begutachtung durch PD Dr. med. C.________ und Dr. med. 
D.________ (Handchirurgie) sowie PD Dr. med. et phil. E.________ (Neu-
rologie) zu veranlassen und gab ihm den Fragenkatalog bekannt. Gleich-
zeitig erhielt er Gelegenheit zur Notwendigkeit der Begutachtung, zu den 
vorgeschlagenen Experten und zum Fragenkatalog Stellung zu nehmen. 
Der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________, bean-
tragte mit Schreiben vom 25. Juni 2021 (AB 331) unter anderem, es sei 
zusätzlich eine Begutachtung durch Fachärzte der Ellbogen-/Schulter-
Orthopädie sowie der Radiologie durchzuführen, Dr. med. D.________ 
komme als Gutachter mangels abgeschlossener fachärztlicher Ausbildung 
nicht in Frage, der rechtserhebliche Sachverhalt sei im Sinne seiner Vor-
bringen zu ergänzen und den Experten seien Ergänzungsfragen zu unter-
breiten. Die Suva hielt mit Zwischenverfügung vom 21. Juli 2021 (AB 334) 
an der von ihr geplanten Begutachtung fest. Auf ein am 16. August 2021 
(AB 337) gestelltes Wiedererwägungsgesuch trat die Suva mit Schreiben 
vom 19. August 2021 (AB 339) nicht ein. 

C.

Gegen die Zwischenverfügung vom 21. Juli 2021 erhob der Versicherte, 
weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________, mit Eingabe 
vom 8. September 2021 Beschwerde mit folgenden Anträgen:

1. Es sei die Zwischenverfügung vom 21. Juli 2021 aufzuheben und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin mit den Anweisungen 
zurückzuweisen, (1.) den Beschwerdeführer nicht lediglich hand-
chirurgisch-neurologisch, sondern durch Fachärzte der Hand-
Orthopädie, Ellbogen/Schulter-Orthopädie, Neurologie sowie Ra-
diologie begutachten zu lassen und den Gutachtern bei Erteilung 
des Gutachterauftrages sowohl (2.) die Sachverhaltsschilderung 
des Beschwerdeführers gemäss Ziffer 19.6 Beschwerde als auch 
(3.) die Ergänzungsfragen des Beschwerdeführers gemäss Ziffer 
20.1.3 zu unterbreiten.

2. Es sei der Beschwerdeführer durch PD Dr. med. C.________, PD 
Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, PD Dr. med. et phil. 

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E.________ und Dr. med. G.________, Facharzt für Radiologie, 
je persönlich begutachten zu lassen.

3. Es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen.
4. Unter Kosten und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwer-

degegnerin.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 1. Oktober 
2021 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 5. Oktober 2021 hielt der Instruktions-
richter fest, ein zweiter Schriftenwechsel sei nicht nötig und wies den ent-
sprechenden Antrag des Beschwerdeführers ab.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Bei der Anordnung des Gutachtens handelt es sich um eine Zwischenver-
fügung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundes-
gesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwal-
tungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 182.021]); gegen solche ist die Ein-
sprache ausgeschlossen und ist direkt Beschwerde zu führen (Art. 52 
Abs. 1 ATSG; vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, 
Art. 52 N. 58 ff. und Art. 44 N 55 ff.). Zwischenverfügungen können unter 
anderem dann angefochten werden, wenn sie einen nicht wieder gutzuma-
chenden Nachteil bewirken können. Diese Anfechtungsvoraussetzung ist – 
wie im Bereich der Invalidenversicherung (vgl. dazu BGE 138 V 271 
E. 1.2.1 S. 275 und E. 1.2.3 S. 276, 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256) – für das 

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erstinstanzliche Beschwerdeverfahren im Unfallversicherungsbereich zu 
bejahen, womit die entsprechende Verfügung unter Erhebung aller gesetz-
lich vorgesehenen Rügen rechtlicher und tatsächlicher Natur angefochten 
werden kann (BGE 138 V 318 Regeste und E. 6.1 mit Verweis auf BGE 
137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen 
Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefoch-
tenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtli-
che Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Zwischenverfügung vom 21. Juli 2021 
(AB 334). Die Begutachtung wird im Grundsatz nicht bestritten, hingegen 
der den Experten mit der angefochtenen Verfügung unterbreitete Sachver-
halt sowie die ihnen gestellten Fragen und die vorgeschlagenen Fachdiszi-
plinen. Nicht in Frage stehen die von der Beschwerdegegnerin bestimmten 
Experten PD Dr. med. C.________, Facharzt für Chirurgie und Handchirur-
gie, und PD Dr. med. et phil. E.________, Facharzt für Neurologie, die der 
Beschwerdeführer selbst als Gutachter vorschlägt. Der Beschwerdeführer 
lehnt sodann Dr. med. D.________ nicht (mehr) ab (vgl. Beschwerde S. 25 
Ziff. 22), womit dessen Beteiligung an der Begutachtung unter der 
Federführung seines Fachkollegen der Handchirurgie, PD Dr. med. 
C.________, zu keinen Weiterungen Anlass gibt. 

Nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung und hier nicht zu beurtei-
len ist der Entscheid vom 19. August 2021 (AB 339) betreffend das Wie-
dererwägungsgesuch vom 16. August 2021 (AB 337). 

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2022, UV/21/618, Seite 6

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen 
Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte 
ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die 
verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, 
aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisan-
träge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle 
Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen An-
spruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Ver-
waltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu 
veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich 
aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht 
(BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). 

2.2 Der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) garantier-
te Anspruch auf rechtliches Gehör räumt dem Betroffenen das persönlich-
keitsbezogene Mitwirkungsrecht ein, erhebliche Beweise beizubringen, mit 
solchen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentli-
cher Beweise mitzuwirken. Dem Mitwirkungsrecht entspricht die Pflicht der 
Behörden, die Argumente und Verfahrensanträge der Parteien entgegen-
zunehmen und zu prüfen, sowie die ihr rechtzeitig und formrichtig angebo-
tenen Beweismittel abzunehmen (BGE 138 V 125 E. 2.1 S. 127; SVR 2016 
BVG Nr. 6 S. 23 6.1.1). Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmäs-
sigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für 
die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Auf ein beantragtes Be-
weismittel kann verzichtet werden, wenn der Sachverhalt, den eine Partei 
beweisen will, nicht rechtserheblich ist, wenn bereits Feststehendes bewie-
sen werden soll, wenn von vornherein gewiss ist, dass der angebotene 
Beweis keine Abklärungen herbeizuführen vermag, oder wenn die Behörde 
den Sachverhalt gestützt auf ihre eigene Sachkenntnis bzw. jene ihrer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2022, UV/21/618, Seite 7

fachkundigen Beamten selber zu würdigen vermag (BGE 122 V 157 E. 1d 
S. 162).

2.3 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein 
Gutachten einholen, so teilt er dies der versicherten Person mit und gibt 
zugleich die Art der vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. 
bidisziplinär) sowie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen 
bekannt. Die versicherte Person kann materielle Einwendungen gegen eine 
Begutachtung an sich oder gegen Art oder Umfang der Begutachtung vor-
bringen (Beispiele: unnötige second opinion; unzutreffende Wahl der medi-
zinischen Disziplinen). Ausserdem hat sie Anspruch, sich zu den Gutach-
terfragen zu äussern (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). Im Weitern gibt 
der Versicherungsträger den oder die unabhängigen Sachverständigen 
bekannt. Diese kann die versicherte Person aus triftigen Gründen ablehnen 
und kann Gegenvorschläge machen (aArt. 44 ATSG in der bis 31. Dezem-
ber 2021 gültig gewesenen Fassung). 

Nach der Rechtsprechung kommt den Gutachtern, was die Wahl der Un-
tersuchungsmethoden betrifft, ein weiter Ermessensspielraum zu. Das be-
inhaltet auch die Auswahl der vorzunehmenden fachärztlichen Abklärun-
gen. Es liegt demnach im Ermessen der Gutachter, ob der Beizug weiterer 
Experten notwendig ist oder nicht (SVR 2021 UV Nr. 19 S. 96 E. 6.4; Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Januar 2015, 8C_277/2014, 
E. 5.2).

3.

3.1 Mit Schreiben vom 8. Juni 2021 (AB 325) teilte die Beschwerdegeg-
nerin dem Beschwerdeführer mit, sie beabsichtige eine Begutachtung bei 
PD Dr. med. C.________ und Dr. med. D.________ (beide Handchirurgie) 
sowie bei PD Dr. med. et phil. E.________ (Neurologie). Auf dem Fragen-
katalog (AB 325 S. 3) gab sie den nachfolgenden Sachverhalt an: „Herr 
A.________ hat sich beim Hantieren an einer Maschine eine komplexe 
Handverletzung zugezogen.“ Zudem stellte sie u.a. die folgenden – hier 
entscheidwesentlichen – Gutachterfragen:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2022, UV/21/618, Seite 8

1. Welche mit mindestens Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 
18. September 2018 zurückzuführenden organischen Unfallfol-
gen liegen heute noch vor?

2. Ist bezüglich der organischen Unfallfolgen ein medizinischer 
Endzustand eingetreten? Falls ja, per wann?

3. Liegen unfallfremde Befunde vor? Falls ja, welche?

Daran hielt die Beschwerdegegnerin mit der hier angefochtenen Verfügung 
(AB 334) fest.

3.2 Betreffend den dargestellten Sachverhalt im Fragenkatalog macht 
der Beschwerdeführer geltend, dieser sei zu ergänzen. Insbesondere seien 
auch die Ruptur der langen Bizepssehene der linken Schulter (AB 32), die 
Schädigung des Nervus medianus links im Gebiet des Carpaltunnels sowie 
die mässiggradige Läsion des Nervus ulnaris links am Ellbogen zu erwäh-
nen (vgl. Beschwerde S. 10 f. Ziff. 19.6). Dabei verkennt der Beschwerde-
führer, dass sich die Unfallmeldung vom 27. September 2018 (AB 1) allein 
auf den Berufsunfall vom 18. September 2018 bezieht, bei welchem er sich 
Verletzungen der linken Hand zugezogen hat. Soweit der Beschwerdefüh-
rer die in den Monaten Januar und Februar 2019 und damit mehrere Mona-
te später aufgetretenen Beschwerden im Zusammenhang mit dem Bizeps-
sehnenabriss der Schulter links, der Nervenschädigung im Gebiet des Car-
paltunnels links und der Nervenläsion am Ellbogen links (vgl. AB 20, 29, 
34, 37) als Teil des massgebenden Sachverhaltes betrachtet, legt er die 
Gründe dafür nicht nachvollziehbar dar und beruft sich einzig auf deren 
Rechtserheblichkeit. Ob Rechtserheblichkeit besteht, weil – wie der Be-
schwerdeführer geltend zu machen scheint (vgl. Beschwerde S. 9 ff. 
Ziff. 19.1 ff.) – die nachträglichen Beschwerden kausal zum Unfall vom 
18. September 2018 seien, kann hier offenbleiben. Den Gutachtern werden 
die vollständigen Unfallakten samt der Bildgebung – worauf die Beschwer-
degegnerin bereits mit Schreiben vom 8. Juni 2021 (AB 325) hingewiesen 
hat – zur Verfügung gestellt. Gestützt darauf haben die Experten im Rah-
men ihres Begutachtungsauftrages – unter Berücksichtigung des gesamten 
aktenkundigen Sachverhaltes – den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben (BGE 140 
V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 
E. 4.2.1). Sie werden sich in diesem Rahmen sowohl zu den auf den Unfall 
vom 18. September 2018 zurückzuführenden organischen Unfallfolgen (vgl. 

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erste Gutachterfrage, E. 3.1 hiervor) als auch zu allfälligen unfallfremden 
Befunden (vgl. dritte Gutachterfrage, E. 3.1 hiervor) zu äussern haben. Da-
bei haben sie auf die ihnen vorliegenden gesamten Unfallakten abzustel-
len. Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die 
vom Beschwerdeführer aufgeworfenen Ergänzungen des Sachverhaltes im 
Rahmen des Fragenkataloges nicht aufgenommen hat, zumal sich diese 
aus den Akten ohne weiteres ergeben. 

3.3 Der Beschwerdeführer beantragt weiter, den Experten seien die 
folgenden zusätzlichen Fragen zu unterbreiten (vgl. Beschwerde S. 12 
Ziff. 20.1.3): 

1.1 Welche traumatischen Schädigungen/posttraumatischen Ver-
änderungen finden sich im Bereich Hand/Ellbogen/Schulter 
links? (bitte begründen)

1.2 Finden sich Nachweise für Nerven-Läsionen? Welche? (bitte 
begründen)

1.3
1.3.1 Liegt eine Ruptur der langen Bizepssehne Schulter links vor? 

(bitte begründen) 
Falls ja:

1.3.2 Ist die Ruptur der langen Bizepssehne Schulter links a) nicht, b) 
möglicherweise oder c) überwiegend wahrscheinlich auf Abnüt-
zung oder Krankheit zurückzuführen? (bitte begründen)

1.4
1.4.1 Liegt eine Schädigung des Nervus medianus links im Gebiet 

des Carpaltunnels und/oder eine mässiggradige Läsion des 
Nervus ulnaris links am Ellbogen vor? (bitte begründen)
Falls ja:

1.4.2 Ist die Schädigung des Nervus medianus links im Gebiet des 
Carpaltunnels und/oder die mässiggradige Läsion des Nervus 
ulnaris links am Ellbogen a) nicht, b) möglicherweise oder c) 
überwiegend wahrscheinlich auf Abnützung oder Krankheit 
zurückzuführen? (bitte begründen)

Diesem Antrag ist entgegenzuhalten, dass die Ergänzungsfragen vom Fra-
genkatalog der Beschwerdegegnerin mitumfasst sind (vgl. E. 3.1 hiervor). 
So haben die Experten insbesondere gestützt auf die erste Frage im Fra-
genkatalog umfassend zu den Unfallfolgen Stellung zu nehmen und sich 
bei der dritten Frage zu den unfallfremden Befunden zu äussern. Die Er-
gänzungsfragen erweisen sich damit – entsprechend den Ausführungen 
der Beschwerdegegnerin (vgl. AB 334 S. 1; Beschwerdeantwort S. 16 
Ziff. 9.4) – als redundant. Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht die 
Aufnahme der Ergänzungsfragen in den Fragenkatalog als nicht angezeigt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2022, UV/21/618, Seite 10

erachtet und an ihrem Fragenkatalog festgehalten. Daran vermögen die 
umfangreichen Ausführungen in der Beschwerde (vgl. S. 13 ff. Ziff. 20.2 ff.) 
nichts zu ändern, zumal eine Verletzung der darin abgehandelten Bestim-
mungen auszuschliessen ist: Dem Beschwerdeführer wurde unbestritte-
nermassen mit Schreiben vom 8. Juni 2021 (AB 325) Gelegenheit gege-
ben, sich zum Fragenkatalog zu äussern und selber Fragen zu stellen. Die 
Beschwerdegegnerin hat dessen Ergänzungsfragen geprüft und als nicht 
opportun erachtet. Dies hat sie mit Verfügung vom 21. Juli 2021 (AB 334) 
verständlich und schlüssig begründet (vgl. E. 2.3 hiervor). In der damit ver-
bundenen antizipierten Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368) 
kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör erblickt werden (vgl. BGE 
119 V 335 E. 3c S. 344 in fine mit Hinweisen; vgl. E. 2.2 hiervor). Inwiefern 
die Beschwerdegegnerin die Waffengleichheit nicht beachtet oder das 
rechtliche Gehör verletzt haben soll, ist nach dem Gesagten nicht nachvoll-
ziehbar, zumal der Beschwerdeführer nach erstelltem Gutachten Gelegen-
heit haben wird, sich zum Ergebnis der Begutachtung zu äussern (BGE 
125 V 332 E. 3a S. 335). In diesem Rahmen wird es ihm zudem möglich 
sein, allfällige Ergänzungsfragen zu stellen (BGE 136 V 113 E. 5.4 S. 116). 
Sodann kann offensichtlich eine Verletzung der Menschenwürde, der per-
sönlichen Freiheit und der Meinungsfreiheit ausgeschlossen werden.

3.4 Soweit der Beschwerdeführer in Bezug auf die Bestimmung der 
Fachdisziplinen vorbringt, er sei nicht nur handchirurgisch-neurologisch, 
sondern auch durch Fachärzte der Hand- und Ellbogen-/Schulter-
Orthopädie und Radiologie zu begutachten (vgl. Beschwerde S. 2, Rechts-
begehren Ziff. 1 und S. 24 f. Ziff. 21.1 ff.), kann ihm gestützt auf die Akten 
nicht gefolgt werden: 

3.4.1 In der kreisärztlichen Beurteilung vom 3. Juli 2020 (AB 251) nannte 
Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für 
Chirurgie, als Hauptdiagnose ein Quetschtrauma Hand links mit Riss-
quetschwunde palmar und dorsal auf Höhe der MP-Gelenke, eine mehr-
fragmentäre Schaftfraktur Ringfinger Grundphalanx sowie eine mehrfrag-
mentäre Basisfraktur Mittelfinger Grundphalanx. Zudem diagnostizierte er 
unter anderem ein Carpaltunnelsyndrom Grad III links, ein Ulnaris-Syndrom 
Grad II links sowie einen Status nach degenerativ bedingter Ruptur der 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2022, UV/21/618, Seite 11

langen Bizepssehne (S. 6). Aus versicherungsmedizinischer Sicht seien 
zwei Probleme voneinander abzugrenzen. Zum einen lägen Unfallfolgen 
nach Quetschverletzung auf Höhe der Fingergrundgelenke mit offenen 
Frakturen im Bereich der Grundphalangen Dig III und IV vor. Zum anderen 
bestünden aber auch Einschränkungen von Seiten der Kompressionsneur-
opathie des Nervus medianus am Handgelenk und des Nervus ulnaris im 
Ellbogenbereich. Letztere seien allein schon aufgrund der Lokalisation 
deutlich proximal (Handgelenk, Ellbogen) der erlittenen Quetschung (Höhe 
Fingergrundgelenke) als klar unfallfremd zu beurteilen (S. 7). Von einer 
weiteren operativen Dekompression des Nervus medianus am Handgelenk 
und des Nervus ulnaris im Sulcus ulnaris am Ellbogen sei eine Verbesse-
rung der Handkraft und der Sensibilität zu erwarten. Diese Pathologie sei 
aber, wie oben erwähnt, nicht überwiegend wahrscheinlich unfallbedingt 
(S. 8). 

3.4.2 Demgegenüber erwähnte Dr. med. I.________, Facharzt für Chirur-
gie und Handchirurgie, im Bericht vom 1. Februar 2021 (AB 297 S. 11) 
zwar einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 
18. September 2018 und dem Carpaltunnelsyndrom, jedoch lagen ihm 
nach seinen Angaben keine Unterlagen zu einem Unfallereignis in Bezug 
auf die im Januar und Februar 2019 angegebenen Beeinträchtigungen vor, 
weshalb er sich dazu nicht weiter äussern konnte.

3.4.3 Am 26. Februar 2021 (AB 302) gab Dr. med. H.________ an, die 
proximale Ruptur der langen Bizepssehne sei im Gegensatz zur distalen 
Bizepssehnenruptur eine typische degenerativ bedingte Ruptur der über 
eine weite Strecke intraartikulär verlaufenden proximalen Sehne. Die Rup-
tur der langen Bizepssehne erfolge in überwiegender Mehrheit auf der Ba-
sis von degenerativen Vorschäden. Sie mache 96% aller Bizepssehnenrup-
turen aus. Häufig handle es sich um Spontanrupturen ohne ein adäquates 
Trauma, wie dies auch bei Versicherten der Fall sei. Ursachen der degene-
rativen Vorschädigung seien oft zusätzliche Pathologien im Bereich des 
subakromialen Raumes: Beim Versicherten sei im MRI vom 29. Januar 
2019 ein eingeengter Subakromialraum mit Impingement der Supraspina-
tussehne durch eine mässiggradige und aktivierte AC-Gelenksarthrose 
festgestellt worden. Durch den langen intraartikulären Verlauf komme es 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2022, UV/21/618, Seite 12

bei eingeengten Verhältnissen unter dem Schulterdach zum Scheuern der 
Sehne und in der Folge zur Ruptur. Betreffend die Unfallflogen sei der Fall 
abgeschlossen. Unfallbedingt seien keine Behandlungen mehr nötig (S. 2).

3.4.4 Auf Anfrage des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers bestätigte 
PD Dr. med. C.________ mit E-Mail vom 9. August 2021 (AB 337), dass im 
vorliegenden Fall neben der Handchirurgie auch die Fachdisziplinen Ellbo-
gen- und Schulterchirurgie, Neurologie und Radiologie geboten seien (S. 8 
Ziff. 3.1).

3.4.5 Aufgrund der vorliegenden Gesundheitsschädigungen und der oben 
dargelegten divergierenden Beurteilungen von Dr. med. H.________ und 
Dr. med. I.________ bezüglich der Unfallfolgen ist es vorliegend unbestrit-
tenermassen angezeigt und nicht zu beanstanden, den Beschwerdeführer 
handchirurgisch und neurologisch begutachten zu lassen. Mit Blick auf die 
(kreis)ärztlichen Berichte (vgl. E. 3.4.1 bis 3.4.4) erscheint es als ohne wei-
teres vertretbar, wenn auf die Disziplin Schulter/Ellbogen verzichtet wird. 
Eine Begründung, weshalb eine radiologische Begutachtung erforderlich 
sein soll, liefert der Beschwerdeführer nicht; eine solche erscheint aufgrund 
der Akten, die bildgebende Unterlagen enthalten, denn auch als nicht zwin-
gend angezeigt. Darüber hinaus ist auf die offenkundig ohne Aktenkenntnis 
erfolgte kurze Stellungnahme von PD Dr. med. C.________ im E-Mail vom 
9. August 2021 (AB 337) nicht weiter einzugehen, zumal dieser Experte 
zusammen mit PD Dr. med. et phil. E.________ vom Beschwerdeführer 
beantragt wird und die Beiden durch die Beschwerdegegnerin bereits als 
Gutachter beauftragt sind. Demnach wird sich PD Dr. med. C.________ im 
Rahmen der Begutachtung zu den relevanten Fachdisziplinen zu äussern 
haben.

3.5 Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die Sachverhaltsabklärung 
von Amtes wegen zu erfolgen hat (vgl. E. 2.1 hiervor) und es in der Zu-
ständigkeit des Versicherungsträgers liegt, die sachverständigen Personen 
– und damit auch die entsprechenden medizinischen Fachdisziplinen – zu 
bestimmen. Nach der Rechtsprechung besteht kein Recht der Partei auf 
einen Sachverständigen – und damit auch einer Fachdisziplin – ihrer Wahl 
(vgl. KIESER, a.a.O., Art. 44 N. 53). Den Gutachtensstellen kommt zudem 
eine erhebliche Kompetenz zu, indem diese die bezeichneten Disziplinen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2022, UV/21/618, Seite 13

gegenüber der Auftraggeberin ohne weiteres zur Diskussion stellen kön-
nen, wenn ihnen die Vorgaben nicht einsichtig sind oder als nicht sachge-
recht oder ungenügend erscheinen. Ferner liegt es im fachärztlichen Er-
messen des Gutachters, ob er weitere medizinische Berichte hinzuzieht, ob 
er Rücksprache mit den behandelnden Ärzten nimmt oder ob er auch frem-
danamnestische Abklärungen tätigt (vgl. E. 2.3 hiervor). Die Auswahl von 
zwei Fachdisziplinen ist daher auch aus diesen Gründen nicht zu bean-
standen.

3.6 Nach dem Dargelegten erweist sich die angeordnete Begutachtung 
als rechtens. Die gegen die Zwischenverfügung vom 21. Juli 2021 (AB 334) 
erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 
1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 61 lit. fbis 
ATSG (Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrens-
kosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2022, UV/21/618, Seite 14

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.