# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b17954f4-3b3f-51dd-bcd6-fdbaf8a1f6c9
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.01.2023 III 2022 124
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2022-124_2023-01-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2022 124

Entscheid vom 26. Januar 2023 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________

2. B.________

3. C.________

4. D.________

5. E.________

6. F.________

7. G.________

8. H.________

9. Erbengemeinschaft I.________,
(bestehend aus den Beschwerdeführern Ziff. 1-3),

Beschwerdeführer,

gegen

1. Gemeinderat Morschach, Schulstrasse 6, 6443 Morschach,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Post-
fach 1260, 6431 Schwyz,

Vorinstanzen,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Nutzungsplanung)

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Sachverhalt:

A. Der Gemeinderat Morschach hat mit Beschluss (GRB) Nr. 2016-00165 vom 
15. März 2016 das Mitwirkungsverfahren für die geplante "Teilrevision Nutzungs-
planung 2016+" eröffnet (Vi-act. II.-06, in Ordner "Aktenbeschwerde Morschach", 
Reg. 7) und den Entwurf der Nutzungsplanrevision mit den verbindlichen und orien-
tierenden Unterlagen vom 24. März 2016 (Vi-act. II.-06, Beilagen) unter Bekannt-
gabe im Amtsblatt Nr. 13 vom 1. April 2016 (S. 761 f.) öffentlich aufgelegt. 

Zu den von A.________ und D.________ im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens 
am 2. Mai 2016 vorgebrachten Einwendungen erstattete der Gemeinderat am 28. 
Oktober 2016 Rückmeldung (Vi-act. II.-07, in Ordner "Teilrevision Nutzungspla-
nung 2016+ Mitwirkungsverfahren", Reg. 11).

B. Zur "Teilrevision Nutzungsplanung 2016+" mit den verbindlichen und orien-
tierenden Unterlagen vom 20. September 2016 (Vi-act. II.-06, Beilagen) erging am 
4. August 2017 ein erster Vorprüfungsbericht des Regierungsrates des Kantons 
Schwyz und zur daraufhin überarbeiteten Nutzungsplanteilrevision vom 30. Okto-
ber 2019 (Vi-act. III.-02, Beilagen) am 14. Juli 2020 ein zweiter Vorprüfungsbericht 
(vgl. Vi-act. II.-06, Ordner "Aktenbeschwerde Morschach", Reg. 8).

C. Im Amtsblatt Nr. 44 vom 30. Oktober 2020 (S. 2683 f.) hat der Gemeinderat 
die überarbeitete Nutzungsplanrevision publiziert und die Zonenpläne "Dorf", 
"Stoos" und "Landschaft", die Erschliessungspläne "Dorf" und "Stoos", das Er-
schliessungsreglement, das Baureglement, die Schutzverordnung und die orien-
tierenden Beilagen öffentlich aufgelegt (Vi-act. II.-05, Mappen: "Teilrevision Nut-
zungsplanung 2016+" vom 20. Oktober 2020). 

D. Dagegen erhoben A.________, B.________ und C.________ namens der 
Erbengemeinschaft I.________ sowie in eigenem Namen zusammen mit 
D.________, E.________, F.________, G.________ und H.________ am 30. No-
vember 2020 gemeinsam Einsprache mit den Anträgen (Vi-act. II.-01, Beilage 3):

1. Es seien die Ortsplanungsrevision 2016+ (Zonenpläne Morschach und Stoos) 
und das neue Baureglement nicht zu genehmigen.

2. Es seien die privatrechtlichen Grundbucheinträge (Erschliessung, 
Gewässerraum, Gefahrenkarte, Inventar der schutzwürdigen Natur-, 
Landschafts- und Kulturobjekte, Inventarplan, überarbeitete Objektblätter, 
Grundbuchberichtigungen, Gülte, Stammgrundstück, Grundbucheintragungen, 
Enteignungen, Änderungen, Ausscheidungen, Grundlagenplan, Objekte, etc.) 
vorgängig einvernehmlich zu bereinigen bzw. die öffentliche 
Mitwirkungsmöglichkeit zwingend zu gewähren.

3. Gegebenenfalls seien ein zweiter Schriftenwechsel und ein Augenschein an Ort 
und Stelle unter Wahrung der rechtlichen Gehörsansprüche und Wahrung der 

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öffentlichen Mitwirkungsmöglichkeit im Sinne der Gleichbehandlung 
durchzuführen.

4. Unter den üblichen Kosten- und Entschädigungsfolgen.

E. Mit Beschluss (GRB) Nr. 2021-0354 vom 8. Juni 2021 wies der Gemeinderat 
die Einsprache ab, soweit er darauf eintrat (Vi-act. I.-01, Beilage 1).

F. Gegen diesen GRB Nr. 2021-0354 erhoben A.________, B.________ und 
C.________ namens der Erbengemeinschaft I.________ sowie in eigenem Na-
men zusammen mit D.________, E.________, F.________, G.________ und 
H.________ am 8. Juli 2021 gemeinsam Beschwerde beim Regierungsrat mit den 
Anträgen (Vi-act. I.-01): 

1. Die Ortsplanungsrevision 2016+ (Zonenpläne Morschach und Stoos) und das 
neue Baureglement seien zur Überarbeitung zurückzuweisen.

2. Der Umfang der Bauzonen sei gemäss Art. 15 RPG zu redimensionieren.

3. Ein rechtswirksamer Erschliessungsplan sei zusammen mit der überarbeiteten 
Ortsplanung öffentlich aufzulegen.

4. Bei der Überarbeitung der Ortsplanung seien die im Einspracheverfahren unter 
den einzelnen Ziffern gestellten Anträge fair zu konfrontieren.

5. Es seien die privatrechtlichen Grundbucheinträge (Erschliessung, 
Gewässerraum, Gefahrenkarte, Inventar der schutzwürdigen Natur-, 
Landschafts- und Kulturobjekte, Inventarplan, überarbeitete Objektblätter, 
Grundbuchberichtigungen, Gülte, Stammgrundstücke, 
Grundbucheintragungen, Enteignungen, Änderungen, Ausscheidungen, 
Grundlagenplan, Objekte, etc.) vorgängig einvernehmlich zu bereinigen, eine 
ordentliche und belegte Buchführung unter Beizug von Mutationsplänen bzw. die 
öffentliche Mitwirkungsmöglichkeit zu gewähren.

6. Gegebenenfalls seien ein zweiter Schriftenwechsel und ein Augenschein an Ort 
und Stelle unter Wahrung der rechtlichen Gehörsansprüche und Wahrung der 
öffentlichen Mitwirkungsmöglichkeit im Sinne der Gleichbehandlung und zur 
Wahrung der Rechts- und Eigentumssicherheit durchzuführen.

7. Unter den üblichen Kosten- und Entschädigungsfolgen.

G. Der Regierungsrat entschied mit RRB Nr. 558/2022 vom 5. Juli 2022 (Ver-
sand: 12.7.2022) wie folgt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Vorinstanz wird im Sinne der Erwägungen aufsichtsrechtlich angewiesen, 
die Zonenplanänderung M26 nach dem durchgeführten 
Waldfeststellungsverfahren, soweit erforderlich, anzupassen und zusammen 
mit den ermittelten Waldgrenzen in einer zweiten öffentlichen Auflage zu 
publizieren.

3. Der Aufsichtsbeschwerde bezüglich der Gemeindeversammlung der Gemeinde 
Morschach vom 15. Dezember 2021 wird keine Folge geleistet.

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4. Die Kosten für das Verwaltungsbeschwerdeverfahren (inklusive Kanzleikosten) 
im Betrag von Fr. 1500.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt (…).

5. Für das aufsichtsrechtliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.

6. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

(7.- 9. Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

H. Gegen diesen RRB Nr. 558/2022 erheben A.________, B.________, 
C.________, D.________, E.________, F.________, G.________, H.________ 
sowie die Erbengemeinschaft I.________ (bestehend aus A.________, 
B.________ und C.________) am 2. August 2022 fristgerecht Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit dem Antrag:

Es sei der angefochtene Beschluss aufzuheben und die Ortsplanung sei zur 
Überarbeitung zurückzuweisen unter amtlichen und ausseramtlichen Kosten zu 
Lasten der Gegenparteien.

I. Das Sicherheitsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 8. August 
2022 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde Morschach 
ersucht mit Stellungnahme vom 25. August 2022, auf die Beschwerde sei nicht 
einzutreten, ev. sei sie abzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 
Lasten der Beschwerdeführer. 

J. Die Beschwerdeführer halten mit Replik vom 16. September 2022 
sinngemäss an ihrem Antrag aus der Beschwerde vom 2. August 2022 fest. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Der Bund legt die Grundsätze der Raumplanung fest. Diese obliegt den Kan-
tonen und dient der zweckmässigen und haushälterischen Nutzung des Bodens und 
der geordneten Besiedlung des Landes (Art. 75 Abs. 1 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101] vom 18.4.1999). Bund, Kan-
tone und Gemeinden sorgen dafür, dass der Boden haushälterisch genutzt und das 
Baugebiet vom Nichtbaugebiet getrennt wird. Sie stimmen ihre raumwirksamen 
Tätigkeiten aufeinander ab und verwirklichen eine auf die erwünschte Entwicklung 
des Landes ausgerichtete Ordnung der Besiedlung. Sie achten dabei auf die natür-
lichen Gegebenheiten sowie auf die Bedürfnisse von Bevölkerung und Wirtschaft 
(Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung [Raumplanungsgesetz, 
RPG; SR 700] vom 22.6.1979; vgl. auch § 1 des kantonalen Planungs- und Bau-
gesetzes [PBG; SRSZ 400.100] vom 14.5.1987). 

1.2 Das hauptsächliche Planungsinstrument zur Umsetzung des Verfassungsauf-
trags von Art. 75 Abs. 1 BV sind die Nutzungspläne. Sie ordnen die zulässige Nut-

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zung des Bodens (Art. 14 RPG) und sind für jedermann verbindlich (Art. 21 Abs. 1 
RPG). Die mit ihrer Erarbeitung beauftragten Behörden verfügen bei der Umschrei-
bung des Detaillierungsgrades der Pläne über einen Ermessensspielraum. Wichtig 
ist, dass klare und eindeutige rechtliche Vorgaben geschaffen werden, um Rechts-
sicherheit zu schaffen (vgl. Jeannerat/Moor, in: Praxiskommentar RPG [nachste-
hend PK-RPG]: Nutzungsplanung 2016, Art. 14 N 14 und 20; Tanquerel, ebenda, 
Art. 21 N 22 ff.). 

Stehen den Behörden bei Erfüllung und Abstimmung raumwirksamer Aufgaben 
Handlungsspielräume zu, so wägen sie die Interessen gemäss Art. 3 Abs. 1 der 
Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1) vom 28. Juni 2000 gegeneinander ab, 
indem sie die betroffenen Interessen ermitteln (lit. a), diese Interessen beurteilen 
und dabei insbesondere die Vereinbarkeit mit der anzustrebenden räumlichen Ent-
wicklung und die möglichen Auswirkungen berücksichtigen (lit. b) und diese Inter-
essen aufgrund der Beurteilung im Entscheid möglichst umfassend berücksichti-
gen (lit. c). Bei der Gewichtung der Interessen spielen rechtliche Vorgaben auf 
Ebene Verfassung und Gesetz eine grosse Rolle. Von zentraler Bedeutung bei der 
Nutzungsplanung sind die Festlegungen des kantonalen Richtplans. Geht es um 
die Gewichtung von Schutzanliegen, kommt den Schutzinventaren des Natur- und 
Heimatschutzes (NHG; SR 451] vom 1.7.1966) grosse Bedeutung zu. Die ermit-
telten und gewichteten Interessen sind einem Entscheid zuzuführen. Ziel ist, dass 
die wichtigen Interessen am Ende möglichst umfassend wirksam werden können. 
Dabei stellen sich auch Fragen der Verhältnismässigkeit (vgl. Aemisegger/Kiss-
ling, in: PK-RPG: Nutzungsplanung 2016, Vorbemerkungen zur Nutzungsplanung 
N 14 ff.; BGE 127 II 273 Erw. 4c).

Die Behörden legen die Interessenabwägung in der Begründung ihrer Beschlüsse 
dar (Art. 3 Abs. 2 RPV). Dies soll vorab sicherstellen, dass die Anordnungen sach-
gerecht angefochten werden können. Präzisiert wird die Entscheidbegründung für 
die Nutzungsplanung in Art. 47 RPV, worin verlangt wird, dass der Nutzungsplan 
stets von einem Bericht begleitet sein muss, der im Einzelnen darlegt, inwiefern 
dem Richtplan sowie den Zielen und Grundsätzen der Raumplanung Rechnung 
getragen wurde (vgl. Aemisegger/Kissling, in: PK-RPG: Nutzungsplanung 2016, 
Vorbemerkungen zur Nutzungsplanung N 19 ff.; Tschannen, in: PK-RPG: Richt- 
und Sachplanung, Interessenabwägung 2019, Art. 3 N 22 ff.). 

1.3 § 15 PBG verpflichtet die Gemeinden zum Erlass von Zonen- und Erschlies-
sungsplänen samt zugehörigen Vorschriften. Bei Änderungen der Zonenordnung 
ist der Erschliessungsplan zu überprüfen und nötigenfalls gleichzeitig anzupassen 
(Abs. 1). Bei erheblicher Veränderung der Verhältnisse, spätestens nach fünfzehn 
Jahren, sind die Zonen- und Erschliessungspläne zu überprüfen und nötigenfalls 

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anzupassen (Abs. 2). Bei der Erfüllung ihrer Planungspflicht sind die Gemeinden 
im Rahmen der Vorschriften und der übergeordneten Interessen des Bundes und 
des Kantons frei (Abs. 3). 

Die Gemeinde scheidet im Zonenplan die erforderlichen Bau-, Landwirtschafts-, 
Schutz- und Gefahrenzonen aus und sichert den Raumbedarf der Fliessgewässer. 
Schutz- und Gefahrenzonen (§ 20 Abs. 1 und 3 PBG) können andere Zonen über-
lagern (§ 17 Abs. 1 PBG). Bauzonen umfassen Land, das sich für die Überbauung 
eignet und weitgehend überbaut ist oder voraussichtlich innert 15 Jahren benötigt 
und erschlossen wird (§ 18 Abs. 1 PBG). Land kann gemäss Art. 15 Abs. 4 RPG 
neu einer Bauzone zugewiesen werden, wenn es sich für die Überbauung eignet, 
es auch im Fall einer konsequenten Mobilisierung der inneren Nutzungsreserven 
in den bestehenden Bauzonen voraussichtlich innerhalb von 15 Jahren benötigt, 
erschlossen und überbaut wird, Kulturland damit nicht zerstückelt wird, seine Ver-
fügbarkeit rechtlich sichergestellt ist und damit die Vorgaben des Richtplans um-
gesetzt werden. Das Baureglement enthält Bestimmungen, die den Zonenplan 
näher umschreiben (§ 21 Abs. 1 PBG). Es muss mindestens Vorschriften über die 
Bauweise, die Nutzungsart und das Ausmass der Nutzung in den einzelnen Zonen 
sowie den Schutz des Orts- und Landschaftsbildes enthalten (§ 21 Abs. 2 lit. a und 
b PBG). Die Gemeinden ordnen die Erschliessung der Bauzonen durch Pläne über 
die Verkehrsanlagen, die Wasser- und Energieversorgung und die Abwasserbe-
seitigung (§ 22 Abs. 1 Satz 1 PBG). Der Erschliessungsplan legt die Groberschlies-
sung der Bauzonen gesamthaft oder für Teile davon fest (§ 23 Abs. 1 Satz 1 PBG).

1.4.1  Die mit Planungsaufgaben betrauten Behörden unterrichten die Bevölke-
rung über Ziele und Ablauf der Planungen nach diesem Gesetz. Sie sorgen dafür, 
dass die Bevölkerung bei Planungen in geeigneter Weise mitwirken kann. Die Pläne 
nach diesem Gesetz sind öffentlich (Art. 4 RPG). Laut § 25 PBG informiert der 
Gemeinderat die Öffentlichkeit über die Zielsetzungen seiner Planungen und 
nimmt dazu Einwendungen und Vorschläge entgegen. Nach Prüfung dieser Ein-
gaben arbeitet er den Entwurf für Zonen- und Erschliessungspläne sowie für die 
zugehörigen Vorschriften aus und unterbreitet ihn dem zuständigen Departement 
(Abs. 1 Sätze 1 und  2). Hernach wird der Entwurf unter Bekanntgabe im Amtsblatt 
und in den örtlichen Publikationsorganen während 30 Tagen öffentlich aufgelegt 
(Abs. 2). Jedermann kann während der Auflagefrist beim Gemeinderat gegen den 
Entwurf schriftlich Einsprache erheben. Die Einsprache muss einen Antrag und eine 
Begründung enthalten (Abs. 3). Gegen den Einspracheentscheid des Gemeinde-
rates können diejenigen Personen, die durch ihn berührt sind und ein schutzwürdi-
ges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung haben, Beschwerde erheben 
(§ 26 Abs. 1 und 2 PBG). 

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Wenn durch den Entscheid im Einsprache- und Beschwerdeverfahren wesentliche 
Änderungen des Entwurfs vorgenommen werden müssen, wiederholt der Gemein-
derat das Auflage- und Einspracheverfahren (§ 26 Abs. 3 PBG). Nach der Recht-
sprechung bilden nur die seit der Erstauflage erfolgten wesentlichen Änderungen 
Gegenstand der Zweitauflage bzw. des daran anschliessenden Rechtsmittelver-
fahrens (vgl. VGE III 2012 8 vom 23.2.2012 Erw. 4.2 mit Hinweisen; EGV-SZ 1992, 
Nr. 39, Erw. 1; Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 33 N 14).

1.4.2  Die Mitwirkung i.S.v. Art. 4 RPG bewirkt keine rechtliche Bindung, sondern 
eine blosse politische Einflussnahme. Sie ermöglicht die notwendige Breite der In-
teressenabwägung und bildet damit eine wichtige Grundlage für den sachgerech-
ten Planungsentscheid. Mitwirkung verlangt, dass eigene Meinungen und Vor-
schläge noch im Entwurfsstadium eingebracht werden können und dass sich die 
planenden Behörden mit den Vorschlägen materiell auseinandersetzen und um-
fassend Stellung nehmen. Es besteht jedoch kein Anspruch auf individuelle Beant-
wortung jeder Mitwirkungseingabe. Es genügt, wenn in einem Bericht zu den ent-
scheidwesentlichen Punkten Stellung genommen wird (vgl. Muggli, in: PK-RPG: 
Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren 2020, Art. 4 N 7 und 25). Berechtigt, 
sich informieren zu lassen ist die Bevölkerung, d.h. all jene die durch die Planung 
berührt sein können. Das Bundesrecht verlangt keine besondere Benachrichtigung 
von (auswärtigen) Grundbesitzern. Art. 4 RPG geht davon aus, dass es diesen 
Personen zugemutet werden kann, sich die entsprechenden Informationen mittels 
Konsultation der im Planungsgebiet verbreiteten Medien zu holen (vgl. Muggli, in: 
PK-RPG, ebenda, Art. 4 N 15; Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 4 N 9).

Demgegenüber will der Rechtsschutz die Gesetzmässigkeit die Durchsetzung des 
Rechts gewährleisten und zielt nicht direkt auf die Beeinflussung der politischen 
Entscheide ab. Er wirkt nachträglich und bietet kein frühzeitiges Mitgestaltungs-
recht vor der Festsetzung des Plans. Der Rechtsschutz kann zudem nur vom be-
schränkten Kreis der in ihrem schutzwürdigen Interessen Betroffenen bzw. in be-
stimmten Fällen von den dafür bezeichneten, ideellen Anliegen vertretenen Or-
ganisationen angerufen werden (vgl. Muggli, in: PK-RPG: ebenda, Art. 4 N 10). 

1.4.3  Während das Einspracheverfahren mithin jedermann offen steht, verlangt 
§ 26 Abs. 2 PBG für das nachfolgende Beschwerdeverfahren ein Berührtsein und 
ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des aufgelegten 
Zonenplanes. Voraussetzung ist somit ein eigenes, unmittelbares und schützens-
wertes Interesse, wie es auch in § 37 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; 
SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 verlangt wird (EGV-SZ 1998 Nr. 2 Erw. 2a). 
Gemäss Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG gewährleistet das kantonale Recht die Legitima-

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tion mindestens im gleichen Umfang wie für die Beschwerde in öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten an das Bundesgericht. Das Bundesgerichtsgesetz (BGG; 
SR 173.110) vom 17. Juni 2005 sieht in Art. 89 eine analoge Umschreibung des 
Beschwerderechts wie im kantonalen Recht vor. Es wird ebenfalls ein besonderes 
Berührtsein in eigenen schutzwürdigen tatsächlichen Interessen vorausgesetzt. 

1.4.4  Besonders berührt ist, wer in einer hinreichend nahen Beziehung zur Streit-
sache steht. Das Anfechtungsinteresse kann rechtlicher oder auch bloss tatsäch-
licher Natur sein. Verlangt wird aber, dass der Beschwerdeführer durch den ange-
fochtenen Entscheid stärker als jedermann betroffen ist und in einer besonderen, 
beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache steht. Ein schutzwürdiges In-
teresse liegt im Lichte der Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG i.V.m. Art. 89 Abs. 1 BGG vor, 
wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation des Beschwerdeführers durch den 
Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden kann. Diese Anforderungen sollen die 
Popularbeschwerde ausschliessen. Ihnen kommt deshalb dann eine ganz beson-
dere Bedeutung zu, wenn nicht der Verfügungsadressat im materiellen Sinn, son-
dern ein Dritter (z.B. Nachbar) den Entscheid anficht. Ist in einem solchen Fall ein 
unmittelbares Berührtsein, eine spezifische Beziehungsnähe gegeben, so hat der 
Beschwerdeführer ein ausreichendes Rechtsschutzinteresse daran, dass der an-
gefochtene Entscheid aufgehoben wird. Dieses Interesse besteht im praktischen 
Nutzen, den die erfolgreiche Beschwerde dem Beschwerdeführer eintragen würde, 
d.h. in der Abwendung eines Nachteils wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder 
anderweitiger Natur, den der angefochtene Entscheid für ihn zu Folge hätte (Aemi-
segger/Haag, in: PK-RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren 2020 
Art. 33 N 64; Aemisegger, ebenda, Art. 34 N 95; Hensler, Die Verwaltungsgerichts-
beschwerde im Kanton Schwyz, 1980, S. 37 ff.; EGV-SZ 1998 Nr. 2 Erw. 2d). 

Die Legitimation des Nachbarn hängt zum einen vom Abstand zum bau- oder pla-
nungsrechtlichen Vorhaben ab, zum anderen von Art und Intensität der befürchte-
ten Auswirkungen. In der Rechtsprechung wird die Legitimation von Nachbarn hin-
sichtlich der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bis zu einem Abstand von etwa 100 m 
regelmässig bejaht. Es handelt sich bei dieser Abstandsangabe allerdings nicht 
um einen verbindlichen absoluten Wert. Die Legitimation ergibt sich nicht allein aus 
der räumlichen Nähe, sondern aus der daraus herrührenden besonderen Betrof-
fenheit. Eine solche wird vor allem in Fällen bejaht, in welchen von einem bau- 
oder planungsrechtlichen Vorhaben mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlich-
keit Immissionen auf das Nachbargrundstück ausgehen oder dieses einen beson-
deren Gefahrenherd darstellt und die Anwohner einem besonderen Risiko ausge-
setzt werden (vgl. VGE III 2016 189 vom 25.4.2017 Erw. 6.3 mit Hinweise auf BGE 
121 II 171 Erw. 2b und c; BGE 120 Ib 379 Erw. 4c und d; Urteil BGer 1C_340/2007 

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vom 28.1.2008 Erw. 2.2). Richtet sich die Beschwerde gegen einen Nutzungsplan, 
hängt die Legitimation des Nachbarn davon ab, ob und inwiefern die festgesetzte 
Nutzung sich nachteilig auf dessen Grundstück auswirken kann. Dies hängt neben 
dem Abstand zwischen den Grundstücken von der Art und Intensität der befürch-
teten Auswirkungen ab (vgl. VGE III 2012 8 Erw. 3.3 mit Hinweis auf das Urteil 
BGer 1A.266/2006 vom 25.4.2007 Erw. 3 in fine; BGE 119 Ia 362 Erw. 1b).

1.5.1  Im Rechtsmittelverfahren gemäss § 26 Abs. 2 PBG kommt dem Regie-
rungsrat als erste Beschwerdeinstanz (§ 45 Abs. 1 lit. b VRP) prinzipiell volle Über-
prüfungszuständigkeit zu (Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG). Dem steht der Grundsatz, 
dass den nachgeordneten Planungsträgern der nötige Ermessensspielraum zu be-
lassen ist (Art. 2 Abs. 3 RPG; § 15 Abs. 3 PBG), nicht entgegen. Der Regierungsrat 
hat zu prüfen, ob das Planungsermessen richtig und zweckmässig ausgeübt wor-
den ist, freilich im Bewusstsein seiner spezifischen Rolle als kantonale Rechtsmit-
telinstanz und nicht als kommunale Planungsinstanz. Die Überprüfung hat sich 
sachlich vor allem dort zurückzuhalten, wo es um lokale Angelegenheiten geht, bei 
deren Wahrnehmung Sachnähe, Ortskenntnis und örtliche Demokratie von Bedeu-
tung sein sollen sowie bei ausgesprochenen Ermessensfragen. Sie hat aber so 
weit auszugreifen, dass die übergeordneten, vom Kanton zu sichernden Interes-
sen angemessen gewährleistet werden. Die Rechtsmittelbehörde hat sich zudem 
institutionell auf ihre Kontrollfunktion zu beschränken, d.h. sie darf nichts Neues 
schöpfen, sondern sie hat die kommunale Planung an einem Sollzustand zu mes-
sen. Unter mehreren verfügbaren und zweckmässigen Lösungen kann die Ge-
meinde wählen. Die übergeordnete Behörde hat dann einzuschreiten, wenn die 
vorgesehene Lösung aufgrund überkommunaler öffentlicher Interessen als un-
zweckmässig erscheint oder den für die Raumplanung wegleitenden Grundsätzen 
und Planungszielen (auch Richtplanaussagen, welche jedoch auf die Rechtmäs-
sigkeit hin überprüfbar sind) nicht entspricht. Dagegen darf sie nicht ihr eigenes 
Ermessen anstelle desjenigen der Vorinstanz setzen (vgl. VGE III 2018 206 vom 
24.4.2019 Erw. 2.5.1; VGE III 2014 vom 23.4.2015 Erw. 3.2.1; EGV-SZ 2009 C 
10.4; VGE 1023-1025/04 vom 27.8.2004 Erw. 3.1; VGE 704/709/92 vom 23.4.1993 
Erw. 3b; BGE 127 II 238 Erw. 3b/aa, je mit Hinweisen; Aemisegger/Haag, in: PK-
RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren 2020, Art. 33 N 11 und 82 ff.; 
Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 33 N 64 ff.). 

1.5.2  Dem Verwaltungsgericht kommt gestützt auf § 55 Abs. 1 VRP sowie in Be-
achtung von Art. 110 BGG und Art. 6 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) vom 4. November 1950 als zweite 
Beschwerdeinstanz nur mehr eine beschränkte Kognition zu, nämlich eine Rechts-
kontrolle inkl. Sachverhaltsüberprüfung, indes keine Ermessenskontrolle (vgl. statt 

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vieler VGE III 2018 206 vom 24.4.2019 Erw. 2.5.2 mit Hinweisen; BGE 131 II 81 
Erw. 6.6; Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 33 N 80a, 81). Als Rechtsverletzungen 
gelten auch qualifizierte Ermessensfehler (Überschreitung, Unterschreitung, 
Missbrauch des Ermessens) (vgl. Wiederkehr/Plüss, Praxis des öffentlichen 
Verfahrensrechts, Bern 2020, N 2659; Wiederkehr, in: Wiederkehr/ Richli, Praxis 
des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bern 2012, § 5 N 1509), ebenso eine 
rechtsfehlerhafte Interessenabwägung (vgl. Tschannen, in: PK-RPG: Richt- und 
Sachplanung, Interessenabwägung 2019, Art. 2 N 81). Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG 
wird Genüge getan, wenn einer übergeordneten und von der planfestsetzenden 
Behörde unabhängigen Beschwerdeinstanz, welche nicht ein Gericht sein muss, 
volle Kognition zukommt (VGE III 2016 34 vom 28.9.2016 Erw. 2.4; VGE III 2009 
125 vom 22.12.2009 Erw. 3.3, je mit Hinweis auf BGE 127 II 238 Erw. 3b/bb; Ae-
misegger/ Haag, in: PK-RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren 2020, 
Art. 33 N 11).

2.1 Auf Rügen der Beschwerdeführer in ihrer Einsprache vom 30. November 
2020, die sich nicht auf die Teilrevision Nutzungsplanung 2016+" als solche bezo-
gen haben, ist der Gemeinderat in seinem Einspracheentscheid vom 8. Juni 2021 
zu Recht nicht eingetreten. Dies gilt für die Vorbringen der Beschwerdeführer (na-
mentlich) betreffend Quellenrechte, Wassernutzungsrechte, die Erteilung von 
Wassernutzungskonzessionen, Wasserbezugsgebühren, Wasserbezugsabrech-
nungen und deren Kontrolle, die Rechtmässigkeit des Wegrodels bzw. Wegrodel-
planes, umstrittene Eigentumsansprüche an diversen Grundstücken in der Ge-
meinde Morschach, Gülte, Grundbuchanmeldungen und angebliche Aneignungen 
von Grundstücken durch die Gemeinde Morschach sowie damit zusammenhän-
gende Grundbuchberichtigungsklagen, (laufende) Enteignungsverfahren, angebli-
che Versäumnisse des Kantonsgerichtes des Kantons Schwyz, strafrechtliche 
Vorhalte gegenüber Mitglieder des Gemeinderates Morschach oder das Anstel-
lungsverhältnis eines Rechtsanwaltes als rechtlicher Berater der Gemeinde Mor-
schach sowie Ausführungen zu abgeschlossenen Einsprache- und Verwaltungsbe-
schwerdeverfahren. 

Soweit die Beschwerdeführer mit ihren erneuten Vorbringen (sinngemäss) dieses 
Nichteintreten beanstandeten, hat der Regierungsrat die Beschwerde zu Recht ab-
gewiesen. Soweit sie dieselben Vorbringen im regierungsrätlichen Verfahren 
machten, ist der Regierungsrat zu Recht nicht auf die Verwaltungsbeschwerde ein-
getreten (vgl. angefochtener RRB Nr. 558/2022 Erw. 2.3). 

2.2 In der Beschwerdeschrift vom 2. August 2022 (S. 2 f.) nehmen die Beschwer-
deführer wiederum Bezug auf "seit Jahren gerügte Mängel", wie ihre umstrittenen 

11

Eigentumsansprüche an Grundstücken in der Gemeinde Morschach ("nicht re-
spektierte Eigentumsrechte" u.a. an der J.________strasse [KTN 001.________]), 
der "Aufarbeitung von Altlasten, Widersprüche zu den Plänen bezüglich der Eidg. 
Grundbuchplänen, Nichtvollzug noch ausstehender Gerichtsentscheid, etc.", wel-
che unbedingt an die Hand zu nehmen und nachhaltig resp. abschliessend zu ord-
nen seien, bevor neue Sachzwänge geschaffen würden (vgl. auch Replik vom 
16.9.2022, S. 10 unten).

Für das vorliegende verwaltungsgerichtliche Verfahren gilt das vorstehend zum 
regierungsrätlichen Verfahren Gesagte analog. Soweit das regierungsrätliche 
Nichteintreten beanstandet wird, ist die Beschwerde abzuweisen. Soweit eine Be-
urteilung dieser Vorbringen beantragt werden will, ist auf die Beschwerde nicht 
einzutreten, da die von diesen Rügen betroffenen Fragestellungen ausserhalb des 
Anfechtungsobjektes (Rechtmässigkeit der "Teilrevision Nutzungsplanung 
2016+") liegen und nicht Verfahrensgegenstand bilden. Auf diesbezügliche Rügen 
kann deshalb auch im vorliegenden Verfahren nicht eingetreten werden. Entspre-
chend sind zu diesen ausserhalb des Streitgegenstands liegenden Themen auch 
keine Beweisabnahmen durchzuführen. 

3.1.1 Nach § 38 Abs. 2 VRP muss eine Eingabe im Rechtsmittelverfahren einen 
Antrag und eine Begründung enthalten. Aus dem Antrag muss ersichtlich sein, in-
wiefern nach Meinung der rekurrierenden Partei das Dispositiv der angefochtenen 
Verfügung abzuändern ist, sofern nicht deren gänzliche Aufhebung verlangt wird. 
Allerdings ist die Praxis diesbezüglich nicht allzu streng (vgl. Griffel, in: Griffel 
[Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich 
[nachfolgend: Kommentar VRG], 3. Aufl. 2014, § 23 N 12; Daum, in: Herzog/ Daum 
[Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton 
Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 32 N 18, je mit weiteren Hinweisen, VGE III 2022 63 vom 
19.9.2022 Erw. 1.2.1). Namentlich an Laienbeschwerden werden praxisgemäss 
weniger hohe Anforderungen gestellt als an solche anwaltlich vertretener Parteien 
(vgl. VGE III 2022 66 vom 19.9.2022 Erw. 1.2.2; VGE III 2019 212 vom 19.2.2020 
Erw. 1.2.1; VGE 99/04 vom 13.4.2005 Erw. 1.2). Es genügt, wenn aus dem Zusam-
menhang heraus und unter Zuhilfenahme der Begründung zumindest sinngemäss 
erkennbar ist, was der Beschwerdeführer will (VGE III 2014 72 vom 22.5.2014 Erw. 
1.1 mit Hinweisen). Allerdings muss der Beschwerdeführer muss seine Anträge 
begründen, d.h. dartun, weshalb die angefochtene Anordnung an einem Mangel 
leidet. Der Verweis auf die vorinstanzlichen Eingaben entbindet nicht von der Be-
gründungspflicht. Die Begründung muss aus sich selbst heraus verständlich sein. 
Nach Ablauf der Beschwerdefrist kann die Begründung nicht mehr ergänzt werden, 
es sei denn, es werde ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt. Nach Ablauf der 

12

Beschwerdefrist sind weder neue noch ergänzte oder erweiterte Anträge statthaft 
(vgl. Hensler, a.a.O., S. 110; VGE III 2014 230 vom 25.3.2015 Erw. 3.3.1 mit Hinwei-
sen; Daum, a.a.O., Art. 33 N 16).

3.1.2  Genügt die Beschwerdeeingabe den Anforderungen des § 38 VRP nicht, 
und erweist sich das Rechtsmittel nicht als offensichtlich unzulässig, so wird der 
Partei eine Frist unter Androhung der Rechtsfolgen zur Verbesserung oder Ergän-
zung angesetzt (§ 39 Abs. 1 VRP). Die Verbesserungsmöglichkeit bietet indes 
keine Handhabe für den Fall, dass die Begründung eines Antrags nicht hinreichend 
substantiiert ist. Hierbei handelt es sich nicht um einen korrigierbaren formellen 
Mangel. Eine Nachfristansetzung ist ausgeschlossen (vgl. Müller, Bernische Ver-
waltungsrechtspflege, 2. Aufl. 2011, S. 82).

3.2 Die Beschwerdeführer haben in ihrer Replik vom 8. Januar 2022 im vorin-
stanzlichen Verfahren, neue resp. zusätzliche Beschwerdeanträge gestellt. Da 
nach Ablauf der Beschwerdefrist weder neue noch ergänzte oder erweiterte An-
träge statthaft sind, hatte der Regierungsrat im angefochtenen RRB Nr. 558/2022 
auf diese verspätet vorgetragenen Anträge nicht einzutreten. Das ist weder un-
sachlich noch wurde den Beschwerdeführern dadurch eine faire Mitwirkung vor-
enthalten. 

3.3.1 Die Beschwerdeführer beanstanden in ihrer Beschwerdeschrift vom 2. Au-
gust 2022 (S. 9 f.) einzelne Bestimmungen des Entwurfs des Baureglements vom 
20. Oktober 2020 (nachfolgend: BauR-Entwurf; in Vi-act. II.-05, Mappe: "Teilrevi-
sion Nutzungsplanung 2016+"). Dazu zitieren sie die "Einspracheanträge 
K.________/L.________ vom 30.11.2020" zu diesen beanstandeten Reglements-
bestimmungen und deren Begründungen. Im Anschluss daran halten die Be-
schwerdeführer jeweils fest, dass der Gemeinderat diese Anträge 
("K.________/L.________") abgelehnt habe und der Regierungsrat sich zur ent-
sprechenden Rüge der Beschwerdeführer "mit Verwaltungsbeschwerde unter Hin-
weis auf die Anträge K.________/L.________" nicht geäussert und diese Rüge 
unbeachtet gelassen habe.

Die Beschwerdeführer machen sinngemäss geltend, diese Rügen bereits vor Vor-
instanz erhoben zu haben, indem sie Ziff. 19 (Abs. 2) der Verwaltungsbeschwerde 
vom 8. Juli 2021 zitieren. Dieser lautet wie folgt (Vi-act. I.-01 S. 17):

Die Anträge von M.________ vom 30. November 2020 und allfälligen 
Organisationen sind als Bestandteil dieser Beschwerde verbindlich zu 
berücksichtigen und als integrierender Bestandteil auch dieser Beschwerde zu 
behandeln.

13

3.3.2 Wie der Regierungsrat in seiner Vernehmlassung vom 8. August 2022 (unter 
Verweis auf den angefochtenen RRB Nr. 558/2022 Erw. 2.1) darlegt, führt ein 
blosser (unspezifischer) Verweis (in der Verwaltungsbeschwerde S. 17) auf "die 
Anträge von M.________ vom 30. November 2020 und allfälligen Organisationen" 
nicht dazu, dass allfällige Anträge anderer Verfahrensparteien aus anderen vorin-
stanzlichen Verfahren den Beschwerdeführern angerechnet würden. Dem ist bei-
zupflichten. Wenn bereits ein Verweis auf die eigenen vor einer Vorinstanz gestell-
ten Anträge nicht genügt, resp. nicht von der Begründungspflicht entbindet (vgl. 
Erw. 3.1.1 hiervor), kann umso weniger ein Verweis auf Anträge von anderen Ver-
fahrensparteien in anderen vorinstanzlichen Einspracheverfahren genügen (vgl. 
Verwaltungsbeschwerde S. 17 Ziff. 19). Die Beschwerdeführer haben sich in der 
Verwaltungsbeschwerde vom 8. Juli 2021 (vgl. S. 17 Ziff. 20) damit begnügt, den 
BauR-Entwurf global "in vorliegender Form" zu bestreiten. Dies genügt der Pflicht 
zur hinreichenden Substantiierung von Anträgen und Begründung nicht. 

Es war (und ist) nicht Aufgabe des Regierungsrates, (in Anträgen anderer Verfah-
rensparteien in anderen vorinstanzlichen Einspracheverfahren) nach möglichen 
Rechtswidrigkeiten von Bestimmungen des BauR-Entwurfs zu forschen (vgl. Mül-
ler, a.a.O., S. 150; VGE III 2019 79 vom 21.11.2019 Erw. 5.1) oder die Beschwer-
deführer zur Substantiierung der nicht hinreichend substantiierten Bestreitung des 
BauR-Entwurfs aufzufordern. Denn hierbei handelt es sich nicht um einen korri-
gierbaren formellen Mangel (vgl. Erw. 3.1.2 hiervor). Den Beschwerdeführern wäre 
es vor der Vorinstanz in ihrer umfangreichen Beschwerdeschrift durchaus möglich 
und zumutbar gewesen, einzelne Reglementsbestimmungen hinreichend konkret 
zu rügen. Dies haben sie nicht getan. Der Regierungsrat ist folglich zu Recht nicht 
auf "Anträge von M.________ vom 30. November 2020 und allfälligen Organisati-
onen" (Verwaltungsbeschwerde S. 17 Ziff. 19) eingetreten. 

3.4.1 Die Beschwerdeführer beanstanden in ihrer Beschwerdeschrift vom 2. Au-
gust 2022 im Weiteren die Neueinzonung bei der N.________wiese (M08) (S. 6 
f.), sowie die fehlende Überlagerung der N.________wiese mit einer Landschafts-
schutzzone (S. 8). Dazu zitieren sie - wie bei der Bestreitung einzelner Bestim-
mungen des BauR-Entwurfs (vgl. Erw. 3.3.1 hiervor) - auch hier die "Einsprachean-
träge K.________/L.________ vom 30.11.2020" zu der bestrittenen Neueinzo-
nung (M08) und der Überlagerung der N.________wiese mit einer Landschafts-
schutzzone und geben die Begründungen dieser Einsprecher dazu wieder. Im An-
schluss daran halten die Beschwerdeführer fest, dass sich der Regierungsrat zur 
Rüge betreffend Einzonung M08 sowie zur Rüge betreffend Überlagerung der 
N.________wiese mit einer Landschaftsschutzzone nicht geäussert und damit das 
rechtliche Gehör "der Einspracheführer" verletzt habe.

14

Auch bei diesen Beschwerdepunkten machen die Beschwerdeführer sinngemäss 
geltend, diese Rügen bereits vor Vorinstanz erhoben zu haben, indem sie Ziff. 19 
(Abs. 2) ihrer Verwaltungsbeschwerde vom 8. Juli 2021 (zitiert in Erw. 3.3.1 in fine 
hiervor) wiedergeben.

3.4.2  Vor Vorinstanz haben die Beschwerdeführer in der Begründung ihrer Be-
schwerdeschrift vom 8. Juli 2021 auf S. 9 f. 26 'Anträge' (lit. a - z) aufgelistet, wel-
che sie wortgleich bereits in der Einsprache vom 30. November 2020 - im Rahmen 
der damaligen Einsprachebegründung (als "Anträge im Beschwerdeverfahren 
VBA16/2014/jh") - wiedergegeben haben (S. 5 f.), so u.a. auch: 

y) die Landwirtschaftszone N.________ ist ungeschmälert beizubehalten und mit 
einer Landschaftsschutzzone zu überlagern; 

Irgendwelche Erläuterungen oder konkreten Bezugnahmen zu diesem - in der Be-
schwerdebegründung - zitierten 'Antrag lit. y)' aus der Einsprache vom 30. Novem-
ber 2020 lassen sich der Beschwerdeschrift vom 8. Juli 2021 nicht entnehmen. 

In der Zitierung (u.a. auch) des 'Antrags lit. y)' aus der Einsprachebegründung vom 
30. November 2020 kann keine substantiierte Begründung für die auf S. 2 der Be-
schwerdeschrift vom 8. Juli 2021 gestellten Anträge (vgl. Ingress lit. F hiervor) er-
kannt werden. Betreffend den Verweis in Ziff. 19 (S. 17) auf Anträge anderer Ver-
fahrensparteien kann auf das vorstehend Gesagte (vgl. Erw. 3.3.1 f.) verwiesen 
werden. Eine Gehörsverletzung liegt in diesem Zusammenhang nicht vor.

3.4.3  Anzufügen ist, dass sich die Änderung M08, mit welcher eine Fläche von 
933 m2 von der Landwirtschaftszone in die Hotel- und Touristikzone I umgezont 
werden soll, im südlichen Bereich von KTN 002.________ unmittelbar südöstlich 
der Aussenbadanlage des "O.________parks" befindet und offensichtlich auch ei-
nen Bereich von KTN 003.________ beschlägt (vgl. Zonenplan Dorf, Änderungs-
plan 1:2'500 vom 20.10.2020, in Vi-act. II.-05, Mappe: "Teilrevision Nutzungspla-
nung 2016+"). Das vom Plan erfasste Perimetergebiet der Fläche (M08) befindet 
sich rund 185 m von KTN 004.________ (im Eigentum der Erbengemeinschaft 
I.________) und rund 200 m von KTN 006.________ (im Eigentum der Beschwer-
deführer Ziff. 1 und 4) entfernt. Zwischen der nachzuzonenden Fläche (M08) und 
KTN 004.________ befinden sich sodann die Liegenschaften KTN 007.________ 
und KTN 008.________ sowie die Strassenparzellen KTN 009.________ und KTN 
010.________. Zwischen der nachzuzonenden Fläche (M08) und KTN 
006.________ befindet sich die Liegenschaft KTN 012.________ sowie die so-
eben erwähnten Strassenparzellen. Zudem befinden sich zwischen den KTN 
004.________ und KTN 006.________ und der Fläche (M08) die Minigolfanlage 

15

und die Gebäulichkeiten des Freizeitparks "O.________park" auf KTN 
002.________. 

KTN 003.________ liegt entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer (Replik 
vom 16.9.2022, S. 8 unten) nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft von 
KTN 004.________ und KTN 006.________. Die kürzeste Distanz von KTN 
003.________ zu KTN 004.________ und KTN 006.________ beträgt ca. 160 m 
resp. ca. 174 m. Dazwischen befinden sich weitere Grundstücke. Dagegen trifft es 
zu, dass die Parzellen KTN 004.________ und KTN 006.________ in der Nach-
barschaft der 27'847 m2 grossen Liegenschaft KTN 002.________ situiert sind. 
Der Abstand der nordöstlichen Grundstücksgrenze von KTN 002.________ zu 
KTN 004.________ beträgt ca. 33 m und zu KTN 006.________ ca. 59 m, womit 
eine räumliche Nähe zum Grundstück KTN 002.________ als solchem grundsätz-
lich gegeben ist. Wie dargelegt, befindet sich das nachzuzonende Perimetergebiet 
(M08) zwar teilweise auf diesem 27'847 m2 grossen Grundstück 
KTN 002.________, jedoch - im Verhältnis zu KTN 004.________ und KTN 
006.________ - an peripherer, abgewandter Lage und einer Entfernung (rund 
185 m resp. rund 200 m), welche die Abstände KTN 004.________ und KTN 
006.________ zur nordöstlichen Grundstücksgrenze von KTN 002.________ um 
ein Mehrfaches übertrifft. 

Bei dieser Sachlage, lässt sich Art und Intensität der befürchteten Auswirkungen 
der Nachzonung M08 auf KTN 004.________ und KTN 006.________ nicht sche-
matisch aus deren räumlichen Nähe zur nordöstlichen Grundstücksgrenze von 
KTN 002.________ herleiten, auf welchem sich das viel weiter entfernte Perime-
tergebiet (M08) teilweise befindet (vgl. Erw. 1.4.4 hiervor). Die relativ kurze Distanz 
zwischen der nordöstlichen Grundstücksgrenze von KTN 002.________ zu den 
Parzellen KTN 004.________ und KTN 006.________ bewirkt mit anderen Worten 
noch keine besondere Betroffenheit der Beschwerdeführer durch Immissionen al-
ler Art, welche durch die Nachzonung des rund 185 m resp. über 200 m - mit ver-
schiedenen dazwischen liegenden Grundstücken und Gebäuden - von ihren Par-
zellen entfernten Perimetergebietes M08 allenfalls ermöglicht werden.

3.4.4  Laut dem Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV (in Vi-act. II.-05, Mappe: 
"Teilrevision Nutzungsplanung 2016+") soll mit der geringfügigen Erweiterung der 
Bauzone durch die Änderung M08 - als Ausnahme vom Grundsatz, dass keine 
Neueinzonungen vorgenommen würden - eine Angebotserweiterung des 
"O.________parks" mit einem zusätzlichen Aussenbad ermöglicht werden (S. 21). 
Gemäss den Ausführungen im Einspracheentscheid (GRB) Nr. 2021-0354 vom 8. 
Juni 2021 (S. 4 unten) ist mit der Zuweisung der Fläche M08 in die Hotel- und 
Touristikzone I, Teilbereich C (Art. 38 Abs. 2 BauR-Entwurf) sichergestellt, dass 

16

keine Hochbauten zulässig sind (vgl. auch Vernehmlassung des Gemeinderates 
vom 25.8.2022 S. 4). Aufgrund der dargelegten örtlichen Verhältnisse (insb. die 
Entfernung von rund 185 m resp. rund 200 m zwischen der beabsichtigten Nut-
zungsänderung M08 und den Parzellen KTN 004.________ und KTN 
006.________ der Beschwerdeführer mit verschiedenen dazwischenliegende Lie-
genschaften und Gebäulichkeiten), ist davon auszugehen, dass die Beschwerde-
führer durch die Nachzonung des vom Plan erfassten Perimetergebietes M08 nicht 
in eigenen schutzwürdigen Interessen (wie Beeinträchtigung der Aussicht, Lärm-
immissionen, mögliche Wertverminderung der Liegenschaft usw.) betroffen sind 
(vgl. Erw. 1.4.4 in fine hiervor; Urteil BGer 1C_487/2020, 1C_489/2020 vom 
12.11.2021. Erw. 5.5). Mögliche Beeinträchtigungen sind nicht erkennbar und wur-
den von den Beschwerdeführern auch nicht substantiiert dargetan. 

Soweit sich die Beschwerde gegen die Änderung M08 richtet, war daher im vor-
instanzlichen Beschwerdeverfahren nicht darauf einzutreten. Dasselbe gilt für das 
vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren. Abgesehen davon ist 
auch nicht erkennbar, dass diese Änderung (rechts-)fehlerbehaftet ist. 

4.1.1 In der Verwaltungsrechtspflege gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung 
von Amtes wegen (§ 26 Abs. 1 VRP). Im Rechtsmittelverfahren wird dieser Grund-
satz indes durch das Rügeprinzip insoweit abgeschwächt, als dass eine Rechts-
mittelinstanz nicht alle möglicherweise relevanten Rechtsfragen von Amtes wegen 
aufzugreifen hat, sondern sich grundsätzlich darauf beschränken kann, sich mit 
den Argumentationen der Parteien auseinanderzusetzen, falls allfällige weitere 
rechtliche Mängel nicht geradezu offensichtlich sind (vgl. Urteil BGer 141 II 307 
Erw. 6.5 mit Hinweisen, vgl. auch Donatsch, in: Kommentar VRG, § 50 N9 f.; 
VGE III 2019 79 vom 21.11.2019 Erw. 5.1; VGE III 2016 183 vom 29.5.2017 
Erw. 2.3 mit Hinweisen; vgl. auch VGE III 841/98 vom 28.8.1998 Erw. 1.b).

4.1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren können neue Tatsachen und Beweis-
mittel geltend gemacht werden (§ 57 VRP) und es kommt dem Verwaltungsgericht 
hinsichtlich rechtlicher und tatsächlicher Fragen umfassende Kognition zu (vgl. 
VGE III 2020 164 vom 27.1.2021 Erw. 4.2.2 mit Hinweis auf das Urteil BGer 
2C_699/ 2017 vom 12.10.2018 i.Sa. K. vs. Gemeinderat Reichenburg Erw. 4.6). 
Auch die Rechtsweggarantie von Art. 29a BV (und Art. 110 BGG) verlangt eine 
uneingeschränkte Sachverhalts- und Rechtskontrolle durch mindestens ein Ge-
richt (vgl. VGE 2019 67 vom 24.10.2019 Erw. 5.2; mit Hinweis u.a. auf Donatsch, 
in: Kommentar VRG, § 52 N 29). Das Vorbringen neuer Tatsachenbehauptungen vor 
Verwaltungsgericht kann daher nicht rechtsmissbräuchlich sein; es kann aber bei 
der Kostenauflage berücksichtigt werden. Es steht der beschwerdeführenden Par-
tei damit offen, gestützt auf neue Tatsachen das (unveränderte) Rechtsbegehren 

17

auf neue Rechtsgründe zu stützen, sofern sich daraus keine unzulässige Ände-
rung des Streitgegenstands ergibt. Das ist der Fall, sofern nicht auf einen wesent-
lich verschiedenen, ausserhalb des Streitgegenstands liegenden Sachverhalt ab-
gestellt und kein wesentlich abweichender Rechtsgrund geltend gemacht wird (vgl. 
VGE III 2019 67 vom 24.10.2019 Erw. 5.2, mit Hinweisen auf Donatsch, Kommen-
tar VRG, § 52 N 16 f.; Waldmann/Bickel, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 
Praxiskommentar zum Verwaltungsverfahrensgesetz [VwVG], 2. Aufl. 2016, 
Art. 32 N 17; vgl. auch Sutter, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum 
Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2008, Art. 32 N 10; BGE 
136 II 165 Erw. 5).

4.2.1 Hinsichtlich der von den Beschwerdeführern beantragten Überlagerung der 
N.________wiese mit einer Landschaftsschutzzone ist aufgrund der Distanz von 
KTN 004.________ und KTN 006.________ zur mitbetroffenen Liegenschaft KTN 
011.________ (ca. 65 m - ca. 67 m) rechtsprechungsgemäss von einem hinrei-
chenden Berührtsein in eigenen schutzwürdigen tatsächlichen Interessen auszu-
gehen (vgl. Erw. 1.4.4 hiervor). 

4.2.2  Soweit die Beschwerdeführer indessen rügen, dass der Gemeinderat in sei-
nem Einspracheentscheid diese 'Forderung' nicht behandelt habe, kann mit Hin-
weis auf die vorstehenden Ausführungen festgestellt werden, dass kein Anspruch 
auf individuelle Beantwortung jeder Mitwirkungseingabe besteht (vgl. Erw. 1.4.2 
hiervor). 

Wie in der späteren Verwaltungsbeschwerde vom 8. Juli 2021 haben die Be-
schwerdeführer auch in der Einsprache vom 30. November 2020 die 'Forderung' 
lit. y) nicht weiter erläutert, sondern es bei ihrer beziehungslosen Zitierung belas-
sen (vgl. Erw. 3.4.2 hiervor). Aus welchen Gründen es sich bei dieser unspezifisch 
eingebrachten 'Forderung', um einen derart entscheidwesentlichen Punkt gehan-
delt haben sollte, dass der Gemeinderat geradezu verpflichtet gewesen wäre, zu 
dieser Zitatstelle Stellung zu nehmen, haben die Beschwerdeführer (auch) im vor-
liegenden Verfahren nicht substantiiert dargetan. 

4.3.1  Nachdem die Beschwerdeführer die Überlagerung der N.________wiese 
mit einer Landschaftsschutzzone vor Vorinstanz immerhin thematisiert haben (vgl. 
Erw. 3.4.2 hiervor) und diesbezüglich von einem hinreichenden Berührtsein in ei-
genen schutzwürdigen tatsächlichen Interessen auszugehen ist (vgl. Erw. 4.2.1 
hiervor), ist nachfolgend auf die diesbezüglichen neuen Tatsachenbehauptungen 
einzugehen.

18

4.3.2  Im vorliegenden Verfahren begründen die Beschwerdeführer die von ihnen 
beantragte Überlagerung der N.________wiese mit einer Landschaftsschutzzone 
im Wesentlichen damit, dass deren Schutz als markante und reizvolle Land-
schaftskammer im BLN-Gebiet 1606 ein gewichtiges öffentliches Interesse dar-
stelle (Beschwerdeschrift vom 2.8.2022, S. 8). Sie sei für das kommunale Orts- 
und Landschaftsbild am Dorfeingang von zentraler Bedeutung. Die aus der Fronal-
pebene in südlicher Richtung ansteigende Hangstruktur gliedere und belebe das 
Landschaftsbild. Sie mache die naturräumliche Gliederung in der Landschaft nach-
vollziehbar. Die unterschiedlich steilen, aber deutlich wahrnehmbaren Niveauun-
terschiede im Relief würden die landschaftliche Vielfalt erhöhen und seien ästhe-
tisch wertvoll. Das touristische Kapital einer unverbauten N.________wiese sei 
auch vom Regierungsrat frühzeitig erkannt worden. Nationale wie auch kantonale 
Umweltorganisationen und Private würden seit 40 Jahren darauf hinwirken, dass 
keine weiteren Bauzonen auf der N.________wiese realisiert würden. Auch dies-
bezüglich zeige sich die Bedeutung der Landschaft. Die Überlagerung der 
N.________wiese mit einer Landschaftsschutzzone sei gerechtfertigt. 

4.3.3  Der Gemeinderat führt in seiner Vernehmlassung vom 25. August 2022 
(S. 4) u.a. aus, er gehe mit den Beschwerdeführern einig, dass die 
N.________wiese mit dem einmaligen Panorama auf die Urneralpen unüberbaut 
bleiben müsse (was mit der auf Anlagen [keine Hochbauten] beschränkten Nach-
zonung M08 in keiner Weise vereitelt werde). Die N.________wiese sei und bleibe 
Landwirtschaftszone. Zudem liege der Ortsteil Morschach auch mit den eingezon-
ten Gebieten innerhalb des BLN-Perimeters 1606 (Vierwaldstättersee). Eine Land-
schaftsschutzzone erübrige sich.

4.4 Die Landschaftsschutzzone bezweckt laut dem unbestrittenen Art. 8 des Ent-
wurfs der kommunalen Schutzverordnung (SchuV-Entwurf) vom 20. Oktober 2020 
(in Vi-act. II.-05, Mappe: "Teilrevision Nutzungsplanung 2016+") die ungeschmä-
lerte Erhaltung der charakteristischen Landschaftselemente (Abs. 1). Alle Eingriffe 
wie Bauten, Anlagen, Terrainveränderungen, Rodungen, Pflanzungen erfordern 
eine Bewilligung des Gemeinderates. Die Bewilligung berücksichtigt das Land-
schaftsbild, den Lebensraum für seltene und typische Pflanzen und Tiere und wird 
von Aufwertungsmassnahmen abhängig gemacht (Abs. 2). 

4.5 Auch wenn nicht zu verkennen ist, dass sich mittels einer (Überlagerung 
durch eine) Landschaftsschutzzone ein besserer Schutz erzielen liesse als durch 
den Verbleib der N.________wiese in der Landwirtschaftszone, ist der Verzicht 
des Gemeinderates auf eine Landschaftsschutzzone im Lichte des vom Verwal-
tungsgericht zu respektierenden gemeinderätlichen Beurteilungsspielraumes (vgl. 

19

§ 15 Abs. 3 PBG; Erw. 1.3 hiervor) nicht zu beanstanden. Abgesehen davon ver-
mögen die Beschwerdeführer weder übergeordnete Interessen des Bundes und 
des Kantons zu nennen, welche eine Überlagerung der N.________wiese mit ei-
ner Landschaftsschutzzone gebieten würde, noch machen sie - jedenfalls nicht 
substantiiert - einen qualifizierten Ermessensfehler des Gemeinderates geltend. 
Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet. 

5.1 Die Beschwerdeführer rügen in ihrer Beschwerdeschrift vom 2. August 2022 
(S. 5 f.) sodann die Festlegung des Gewässerraums des P.________bachs. 

Die Beschwerdeführerin Ziff. 9 ist Eigentümerin der weniger als 2 m vom Uferrand 
des P.________bachs entfernten, von der Liegenschaft KTN 013.________ 
allseitig umschlossenen Parzelle KTN 014.________. Der Umstand, dass es sich 
bei KTN 014.________ um eine nur beschränkt nutzbare Kleinparzelle handelt 
(27 m2, mit darauf stehendem Q.________haus), kann nicht dazu führen, dass den 
Erben die Beschwerdebefugnis abzusprechen ist (vgl. Urteil BGer 1A.118/2006 
und 1P.330/2006 vom 10.11.2006 Erw. 2.4; VGE III 2018 12 vom 17.10.2018 Erw. 
2.3.2). Sodann liegt auch die Liegenschaft KTN 006.________ (im Eigentum der 
Beschwerdeführer Ziff. 1 und 4) nur rund 75 m von KTN 015.________ / 
016.________ entfernt, wo der P.________bach endet resp. (wohl durch eine un-
ter der R.________gasse verlaufende Dole; vgl. dazu die Darstellung auf dem 
kant. WebGIS, Hintergrundskarte: Ortplan) in die Retentionsbecken auf KTN 
015.________ mündet, welche neu mit einem Gewässerraum (Änderung M24) 
überlagert werden (vgl. Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV S. 25). 

5.2.1  In ihrer Einsprache vom 30. November 2020 haben die Beschwerdeführer 
'den Gewässerraum' verschiedentlich erwähnt, so auch in der Antragsstellung (vgl. 
Ingress lit. D hiervor). In diesem Kontext haben sie auf S. 3 Folgendes festgehal-
ten:

(…) Dem Privatrecht bzw. den Grundbucheinträgen, Nutzungsplan, Gefahrenplan, 
Gefahrenzonen (SIEHE STEINSCHLAG P.________, KLUFT RAUM AXENFELS), 
Ausscheidung der Fliessgewässer, Objektlisten mit den Sachklärungen (vgl. Weidli, 
Sack, Wasserleitung zum P.________, Schutzzone, Wasserrechte Weidli, Sack 
etc.) ist sachlich und begründeterweise unter Einbezug der Betroffenen Nachach-
tung zu gewähren, bevor neue Sachzwange geschaffen werden. (…).

Weiter haben die Beschwerdeführer auf S. 5 f. 26 'Anträge' (lit. a - z) aufgelistet, 
welche sie "im Beschwerdeverfahren VBA16/2014/jh" vorgetragen haben (S. 5 f.), 
so u.a. auch folgende Litterae n) und o): 

n) die Gewässerrauminventare verbindlich festzustellen und die Aussagen der Or-
ganisationen und der Beschwerdeführer betreffend dem Gefahrenpotential für 
KTN 014.________ (Q.________haus) vorgängig im Mitwirkungsverfahren zu 
behandeln; 

20

o) den Gewässerraum (Quellenrecht der BF Ziff. 2 und 5) im Raum P.________ zu 
schützen und mittels einer Anhörung ein Mitwirkungsverfahren durchzuführen;

Des Weiteren haben sie auf S. 9 unter Ziff. 6 (Nutzung) u.a. kritisiert, dass gesetz-
liche Abstände zu den Gewässern willkürlich nicht eingehalten würden (vgl. auch 
S. 12 Ziff. 13 betreffend Gefahrenzone P.________bach hinsichtlich KTN 
014.________ mit dem Q.________haus).  

5.2.2  In der Verwaltungsbeschwerde vom 8. Juli 2021 haben die Beschwerdefüh-
rer im Antrag Ziff. 5 auf S. 2 den wortgleichen Antrag gestellt, wie im Antrag Ziff. 2 
der Einsprache vom 30. November 2020 (vgl. Ingress lit. F hiervor). Auch haben 
sie die vorerwähnten Vorbringen der Einsprache vom 30. November 2020, welche 
Gewässerräume, resp. Abstände zu Fliessgewässer (mit)erwähnen, wortgleich 
wiederholt (S. 4, S. 6, S. 13 und S. 15).

5.3.1  Weder der Gemeinderat im Einspracheentscheid (GRB) Nr. 2021-0354 vom 
8. Juni 2021 noch der Regierungsrat im angefochtenen RRB Nr. 558/2022 haben 
sich zu diesen Erwähnungen des Gewässerraums in den Eingaben der Beschwer-
deführer einlässlich geäussert. 

Wenn die Beschwerdeführer lediglich in unspezifischer Weise und ohne substan-
tiierte Begründung verschiedentlich monierten, dass gesetzliche Abstände zu den 
Gewässern einzuhalten resp. der Gewässerraum beim P.________bach zu schüt-
zen seien, bestand weder für den Gemeinderat noch für den Regierungsrat Anlass, 
sich mit dieser Thematik näher zu befassen. Insofern liegt auch in dieser Hinsicht 
keine Gehörsverletzung vor (vgl. dazu auch Erw. 3.4.2 und Erw. 4.2.2 hiervor). 

5.3.2  Die Beschwerdeführer weisen in der Replik vom 16. September 2022 indes 
zu Recht darauf hin, dass auch der Gemeinderat in der Vernehmlassung im vor-
instanzlichen Verfahren vom 20. Juli 2021 (in den lit. n und o auf S. 6 i.V.m. S. 15 
Ziff. 13 der Verwaltungsbeschwerde vom 8.7.2021) erkannt hat, dass der (unge-
nügende) Gewässerraum des P.________bachs angesprochen wurde, und sich 
dazu geäussert hat (Vi-act. II-01, S. 2 unten und S. 3 oben).

5.3.3 Nachdem die Beschwerdeführer vor den Vorinstanzen immerhin thematisiert 
haben, dass der Gewässerraum des P.________bachs die gesetzlichen Abstände 
einhalten müsse, und diesbezüglich das schutzwürdige tatsächliche Interesse der 
Beschwerdeführer zu bejahen ist, ist im vorliegenden Verfahren auf die mit neuen 
Tatsachenbehauptungen unterlegte Rüge der ungenügenden Festlegung der Ge-
wässerraumbreite des P.________bachs einzugehen. Dies bedeutet keine un-
zulässige Ausweitung des Streitgegenstands. 

21

Nicht zu hören sind die Beschwerdeführer dagegen mit dem in der Replik vom 16. 
September 2022 (lit. D. S. 7) und somit verspätet erstmals vorgetragenen Ansin-
nen, dass die - an sich unbestrittene - Überlagerung der Retentionsbecken auf 
KTN 015.________ mit einer Gewässerraumzone (Änderung M24) zur Ausarbei-
tung/Ergänzung fehlender Vorgaben an die Vorinstanz zurückzuweisen sei.

5.4 Der westliche Teil der Gemeinde Morschach liegt im Gebiet des BLN-Objekts 
Nr. 1606 (Vierwaldstättersee mit Kernwald, Bürgenstock und Rigi), im Teilraum 1: 
Urnersee (vgl. dazu auch Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV, Kap. 2.3.2 S. 14 f.). 

Der Gemeinderat hat den Gewässerraum des innerhalb des BLN-Objekts Nr. 1606 
situierten P.________bachs in der "Teilrevision Nutzungsplanung 2016+" vom 
20. Oktober 2020 mit 11 m festgelegt, dies im Sinne von Kap. 3.6.6 des Erläute-
rungsberichts nach Art. 47 RPV unter Bezugnahme auf das Merkblatt des Umwelt-
departements des Kantons Schwyz: Festlegung der Gewässerräume vom 
29. März 2018 (nachstehend: UWD-Merkblatt Festlegung GWR), Ziff. 2., wonach 
in BLN-Gebieten ohne spezifische gewässerbezogene Schutzziele kein erhöhter 
Gewässerraum nach Art. 41a Abs. 1 der Gewässerschutzverordnung (GSchV, 
SR 814.201) vom 28. Oktober 1998 festgelegt werden soll. 

In der Vernehmlassung vom 20. Juli 2021 im regierungsrätlichen Verfahren wie in 
der Vernehmlassung vom 25. August 2022 hat der Gemeinderat seine Auffassung 
bestätigt, dass die Gewässerraumausscheidung entlang des Degebalmbachs und 
so auch der Verzicht auf die Ausscheidung eines Gewässerraums im Bereich der 
Eindolung korrekt seien (mit Hinweis auf das UWD-Merkblatt Festlegung GWR Ziff. 
2.6). Hinzu komme, dass die eingedolte Strecke in der Bauzone liege. Der 
P.________bach führe nur selten auf seiner ganzen Länge Wasser. In der Regel 
versickere das Wasser schon vor dem Einlauf in KTN 017.________. Der Gemein-
derat wisse um die Gefahr von Verstopfungen und Rückstauungen und behalte sie 
im Auge. Die Ausscheidung eines Gewässerraums im Bereich der eingedolten 
Strecke sei unter den gegebenen Umständen unverhältnismässig. 

5.5.1 Die Beschwerdeführer machen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 
2. August 2022 dagegen im Wesentlichen geltend, gemäss der Naturgefahren-
karte Morschach bestehe ab KTN 018.________ bis zur Retention bei der Kirche 
eine Zone der mittleren Gefährdung infolge Hochwasser durch den 
P.________bach. Für den erwähnten Bereich sei der P.________bach bei der 
kantonalen Hochwasserschutzprioritätsplanung der Stufe 2 (von 5) zugeteilt, wo-
mit die Hochwasserschutzpriorität als hoch angesehen werde (mit Hinweis auf den 
Technischen Bericht - Schlussbericht, Handlungsbedarf an den Fliessgewässern 
des Kantons Schwyz des Amts für Gewässer vom November 2020 [publ. auf 

22

www.sz.ch/public/upload/assets/50488/Fliessgewässer_Schlussbericht.pdf] S. 17 
f.). Damit sei eine Interessenabwägung erforderlich, ob eine Erhöhung der Breite 
des Gewässerraums nach Art. 41a Abs. 3 GSchV notwendig sei. Zudem sei die 
Gewässerraumbreite innerhalb des BLN-Objekts Nr. 1606 nach Art. 41a Abs. 1 
GSchV festzulegen (mit Hinweis auf BGE 148 II 198 Erw. 4).

Beim eingedolten Gewässerabschnitt des P.________bachs (ab ca. KTN 
017.________ bis KTN 019.________) werde trotz Hochwasserdefizit (mittlere 
Gefährdung infolge Hochwasser sowohl beim Ein- und Auslauf) ohne Interessen-
abwägung auf die Ausscheidung eines Gewässerraums verzichtet. Eine solche In-
teressenabwägung sei aber erforderlich. Darauf habe auch das (damalige) Amt für 
Wasserbau (AWB) im Mitbericht des UWD ("Gemeinde Morschach: Teilrevision 
Nutzungsplanung 2016+; 2. Vorprüfung") vom 11. Dezember 2020 (= Beilage zum 
2. Vorprüfungsbericht des Volkswirtschaftsdepartements vom 14.7.2020, in: Vi-
act. II.-06, Ordner "Aktenbeschwerde Morschach", Reg. 8) aufmerksam gemacht.

5.5.2 In der Replik vom 16. September 2022 führen die Beschwerdeführer die Ge-
rinnesohle und die Breitenvariabilität der einzelnen Gewässerabschnitte des 
P.________bachs gemäss den auf dem kantonalen WebGIS (Geokategorie Ge-
wässer: Ökomorphologie) anklickbaren Datenblättern: "Ökomorphologie Report" 
an, wenden (bei eingeschränkter Breitenvariabilität) einen Korrekturfaktor von 1.5 
an und geben die Gewässerraumbreite wieder, welche bei den jeweiligen Gewäs-
serabschnitten nach der so errechneten natürlichen Gerinnesohlebreite gemäss 
Art. 41a Abs. 2 GSchV mindestens ausgeschieden werden müsse. Dazu merken 
sie an, dass dieses Mindestanfordernis unter Vorbehalt der Festlegung nach 
Art. 41a Abs. 1 GSchV sowie der Ausweitung nach Art. 41a Abs. 3 lit. a GSchV 
(Gewährleistung insb. des Schutzes vor Hochwasser) stehe (vgl. lit. B. S. 3 f.; zur 
Festlegung nach Art. 41a Abs. 1 GSchV innerhalb des BLN-Objekts Nr. 1606 auch 
lit. E., S. 7 f.). 

Betreffend den eingedolten Gewässerabschnitt des P.________bachs (ab ca. 
KTN 017.________ bis KTN 019.________ machen die Beschwerdeführer in der 
Replik vom 16. September 2022 ergänzend geltend, dass aufgrund von Kabelfern-
sehaufnahmen dieser Dole vom August 2013 sowie Aktennotizen des Gemeinde-
rates hierzu etc. belegt sein dürfte, dass überwiegende Interessen (des Hochwas-
serschutzes) einer Nichtfestlegung des Gewässerraums in diesem Bereich entge-
genstünden (vgl. lit. C. S. 4 ff.). Auch für die Dole auf KNT 015.________ (im 
Grenzbereich zu KTN 016.________), welche die R.________gasse unterquere 
und zur Retentionsfläche auf KTN 015.________ auf der anderen Seite der 
R.________gasse führe, sei kein Gewässerraum festgelegt worden und liege auch 

23

keine ökomorphologische Klassierung vor. Diesem Verzicht mangle es trotz vor-
handenem Hochwasserdefizit ebenfalls an einer Interessenabwägung im Erläute-
rungsbericht nach Art. 47 RPV (vgl. lit. C. S. 6 f.).

5.6 Das Bundesgericht hat im BGE 148 II 198 Erw. 4 entschieden, dass die 
Schutzziele des BLN-Objekt Nr. 1606 (abrufbar auf: https://data.geo.admin.ch/ch. 
bafu.bundesinventare-bln/objectsheets/2017revision/nr1606.pdf) und damit so-
wohl die explizit gewässerbezogenen Schutzziele (Ziff. 3.2, Ziff. 3.7 und Ziff. 3.8), 
wie auch jene, welche zumindest auch auf die Gewässer und ihre Uferräume an-
wendbar sind (z.B. Ziff. 3.6 und Ziff. 3.10), auf das Teilgebiet Rigi anwendbar sind. 
Zum einen werde in Ziff. 9 (Schutzziele Teilraum 3: Rigi) ausdrücklich auf die all-
gemeinen Schutzziele verwiesen; zum anderen würden sich diese z.T. auf Lebens-
räume beziehen (wie die in Ziff. 3.8 genannten Flachwasserzonen und Unterwas-
serwiesen), die nur im Teilgebiet Rigi vorkommen (Erw. 4.3). Der Ansicht des Ver-
waltungsgerichts Schwyz im u.a. angefochtenen VGE III 2018 206 vom 24. April 
2019 (Erw. 3.4.3), wonach den allgemeinen Schutzzielen in dem rund 37 km2 gros-
sen und sehr heterogenen BLN-Objekt Nr. 1606 nur Leitliniencharakter zukomme, 
diese aber nicht Geltung für den gesamten Perimeter beanspruchen könnten, hat 
das Bundesgericht eine Abfuhr erteilt. 

Wie beim Teilgebiet Rigi (Ziff. 9), findet sich bei den Schutzzielen der weiteren 
Teilräume des BLN-Objekts Nr. 1606 - auch beim Teilraum Urnersee (Ziff. 5) - 
jeweils ein ausdrücklicher Verweis, dass die Schutzziele für das gesamte Gebiet 
des BLN-Objektes 1606 auch für den Teilraum gültig sind. Gemäss BGE 148 II 
198 (Erw. 4.3) hat deshalb auch im Teilraum Urnersee eine Ausscheidung der Ge-
wässerräume nach Art. 41a Abs. 1 GSchV zu erfolgen. Dies ist laut Bundesgericht 
grundsätzlich auch innerhalb von Siedlungsgebieten sinnvoll, wobei die Möglich-
keit bestehen soll, den Gewässerraum in dicht überbauten Gebieten (z.B. Zen-
trumsgebieten) zu reduzieren (vgl. Art. 41a Abs. 4 lit. a GSchV) (vgl. BGE 148 II 
198 Erw. 4.4). Die Beschwerde erweist sich damit in diesem Punkt als begründet.

Anzufügen ist, dass die Festlegung der Gewässerräume bedingt, dass die sog. 
natürliche Gerinnesohlenbreite eines Fliessgewässers bekannt sein muss (vgl. Art. 
41a Abs. 1 und 2 GSchV). Bei eingeschränkter oder fehlender Breitenvariabilität 
der aktuellen Gerinnesohlenbreite ist dazu ein Korrekturfaktor anzuwenden, der 
bei eingeschränkter Breitenvariabilität Faktor 1.5 und bei fehlender Breitenvariabi-
lität Faktor 2.0 beträgt (vgl. BAFU, erläuternder Bericht zur Parlamentarischen Initia-
tive Schutz und Nutzung der Gewässer (07.492) - Änderung der Gewässerschutz-
, Wasserbau-, Energie- und Fischereiverordnung vom 20.4.2011 [nachfolgend: er-
läuternder Bericht 07.492], S. 11; zur weiteren Methodik bei der Herleitung der 
natürlichen Gerinnesohlenbreite bei begradigten und verbauten Fliessgewässern 

24

mit eingeschränkter oder fehlender Breitenvariabilität vgl. die vom BAFU/ 
BWL/ARE/ BPUK/LDK herausgegebene Modulare Arbeitshilfe zur Festlegung und 
Nutzung des Gewässerraums in der Schweiz, 2019 [nachfolgend: Arbeitshilfe 
GWR], Modul 2, Ziff. 2.2.2, S. 4; vgl. auch VGE III 2021 99 vom 23.5.2022 Erw. 
6.7 mit Hinweisen).

5.7 Gemäss Art. 41a Abs. 3 lit. a GSchV muss die nach den Absätzen 1 und 2 
berechnete (minimale) Breite des Gewässerraums erhöht werden, soweit dies zur 
Gewährleistung des Schutzes vor Hochwasser erforderlich ist. Ob ein solches Er-
fordernis (in casu insb. zur Gewährleistung des Schutzes vor Hochwasser) gege-
ben ist, erfordert zwangsläufig eine Interessenabwägung (vgl. VGE III 2021 99 vom 
23.5.2022 Erw. 7.4.1), wobei hinsichtlich des Hochwasserschutzes vornehmlich 
die Naturgefahrenkarte (kant. WebGIS, Geokategorie Naturrisiken: Naturgefah-
renkarte) und der eruierte Handlungsbedarf beizuziehen bzw. zu berücksichtigen 
ist (vgl. kant. WebGIS, Geokategorie Gewässer: Handlungsbedarf Fliessgewäs-
ser; vgl. auch den Technischen Bericht - Schlussbericht, Handlungsbedarf an den 
Fliessgewässern des Kantons Schwyz des Amts für Gewässer vom November 
2020, a.a.O., Kap. 4.2.1.2, S. 17 f.). Für den Verlauf des P.________bachs und 
dessen Uferbereich besteht durchgehend eine Hochwasser-Gefährdung, wobei es 
sich gemäss der Naturgefahrenkarte teils um eine geringe und teils um eine mitt-
lere Gefährdung handelt. Im 'Handlungsbedarf Fliessgewässer' wird die Priorität 
beim Unterkriterium "Hochwasser" mit "hoch" und beim Unterkriterium "Hand-
lungsbedarf" mit "mittel" bewertet. 

5.8.1 Unter Vorbehalt von überwiegenden entgegenstehenden Interessen können 
die Kantone auf die Ausscheidung des Gewässerraums bei eingedolten Gewäs-
sern verzichten, da ohne ein konkretes Projekt in vielen Fällen unklar ist, wo der 
Gewässerlauf bei einer allfälligen zukünftigen Ausdolung angelegt wird. Überwie-
gende Interessen, die einem Verzicht auf die Festlegung des Gewässerraums bei 
eingedolten Gewässern entgegenstehen, sind insbesondere Interessen des Hoch-
wasserschutzes, der Schutz vor Überbauungen und Verbauungen mit im Gewäs-
serraum unzulässigen Anlagen, die Gewährleistung des Zugangs für Unterhalts-
arbeiten oder die Sicherstellung von genügend Raum für eine allfällige spätere 
Ausdolung (vgl. Fritzsche in: Kommentar GSchG/WBG N 64 zu Art. 36a GSchG; 
erläuternder Bericht 07.492, S. 12; Arbeitshilfe GWR, Modul 2, Ziff. 2.6.2 S. 16; 
auch UWD-Merkblatt Festlegung GWR Ziff. 2.6 f.). Auch muss der Gewässerraum 
festgelegt werden, wenn eine Ausdolung und Revitalisierung eines eingedolten 
Gewässers verwirklicht werden soll (vgl. Arbeitshilfe GWR, Modul 2, Ziff. 2.6 in 
fine, S. 15).

25

5.8.2 Das damalige AWB hat im Mitbericht des UWD vom 11. Dezember 2020, 
S. 3 f. (= Beilage zum 2. Vorprüfungsbericht des Volkswirtschaftsdepartements 
vom 14.7.2020) festgehalten, dass für den Verzicht auf eine Ausscheidung des 
Gewässerraums für den eingedolten P.________bach die Interessenabwägung 
fehle und deren Ergänzung im Erläuterungsbericht gefordert (vgl. auch den 2. Vor-
prüfungsbericht des Volkswirtschaftsdepartements vom 14.7.2020, S. 5 [in: Vi-act. 
II.-06, Ordner "Aktenbeschwerde Morschach", Reg. 8 sowie im Erläuterungsbe-
richt nach Art. 47 RPV Anhang H, S. 5).

Eine Hochwasserschutzbeurteilung (Interessenabwägung) für die beiden Eindo-
lungen des P.________bachs die einen solchen Verzicht rechtfertigen würden, fin-
det sich im Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV (Kap. 3.6) jedoch nicht. 

5.9.1 Die Beschwerde erweist sich somit insoweit als begründet, als der Gewäs-
serraum des im BLN-Objekts Nr. 1606, Teilraum Urnersee, situierten 
P.________bachs nach den Vorschriften von Art. 41a Abs. 1 GSchV auszuschei-
den ist, wobei für dessen Festlegung die natürliche Gerinnesohlenbreite bekannt 
sein resp. hergeleitet werden muss. 

Zudem ist im Rahmen einer Interessenabwägung zu prüfen, ob allfällige Anliegen 
des Hochwasserschutzes einem Verzicht auf eine Erhöhung der Gewässerraum-
breite des P.________bachs gemäss Art. 41a Abs. 3 lit. a GSchV wie einem Ver-
zicht auf die Ausscheidung des Gewässerraums in den eingedolten Bereichen des 
P.________bachs entgegenstehen oder nicht.

Die Sache ist zur Vornahme der nötigen Abklärungen sowie zu neuem Entscheid 
in diesem Punkt an den Gemeinderat zurückzuweisen. Über den Zustand der Dole 
ist vorliegend nicht zu befinden; dazu sind keine Beweise abzunehmen.

5.9.2 Die Beschwerdeführer führen in der Replik vom 16. September 2022 aus (lit. 
B. S. 4 oben), im Rahmen des Baubeschlusses (GRB) B.2.2.2 2016-0313 vom 
27. April 2016 sei in einem Teilbereich des P.________bachs der Gewässerraum 
(entlang der westlichen Grenze des Gestaltungsplangebietes Zingel) bereits 
grundeigentümerverbindlich festgelegt worden. 

Der Gemeinderat wird daher mitzuberücksichtigen haben, in welchem Bereich der 
Gewässerraum des P.________bachs allenfalls bereits vor der "Teilrevision Nut-
zungsplanung 2016+" rechtskräftig festgelegt (kommunales Gewässerrauminven-
tar 2014 [?]) wurde. 

5.9.3 Zu ergänzen ist, dass die vorstehenden Erwägungen zum Gewässerraum 
grundsätzlich analog auch für das Fliessgewässer Nr. 000-2300 

26

(S.________bachs) Geltung haben, dessen Gewässerraum auch nicht nach 
Art. 41a Abs. 1 GSchV festgesetzt worden sein dürfte. 

6.1 Die Beschwerdeführer beanstanden sodann (Beschwerde S. 4 und 11), dass 
ihnen im angefochtenen RRB Nr. 558/2022 (Erw. 5) die Legitimation bezüglich der 
Zonenplanänderung M 26 (Umzonung einer Fläche von 1'370 m2 auf KTN 
020.________ von der Landwirtschaftszone in die "Zone Erschliessung Stoos") 
abgesprochen worden sei (S. 11 oben). 

Sie machen im Wesentlichen geltend, sie hätten die fehlende Waldfeststellung be-
züglich KTN 020.________ gerügt und der Regierungsrat habe ihnen in diesem 
Punkt Recht gegeben. Er habe dies jedoch im Rahmen eines aufsichtsrechtlichen 
Einschreitens gemacht, anstatt die Beschwerde gutzuheissen. Sie begingen den 
für jedermann freien Wald und den öffentlichen Weg auf KTN 020.________ re-
gelmässig, weshalb sie zur Beschwerde legitimiert seien. Der Entscheid des Re-
gierungsrats sei insofern zu korrigieren und der Kostenentscheid aufzuheben. 

6.2 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 558/2022 (Erw. 5.4) das 
Anfechtungsinteresse der Beschwerdeführer betreffend die Zonenplanänderung 
M 26 mangels eines unmittelbaren Berührtseins resp. fehlender spezifischer Be-
ziehungsnähe i.S.v. § 26 Abs. 2 PBG) verneint. 

In seiner Funktion als Aufsichtsbehörde über den Gemeinde- bzw. Bezirksrat (§ 61 
der Verfassung des Kantons Schwyz [KV; SRSZ 100.100] vom 24.11.2010; § 91 
Abs. PBG) hat er jedoch die Rüge der fehlenden Waldfeststellung auf KTN 
020.________ als Aufsichtsbeschwerde i.S.v. § 91 Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gemeinden und Bezirke (Gemeindeorganisationsgesetz, GOG; 
SRSZ 152.100) entgegengenommen (Erw. 6) und den Gemeinderat aufsichts-
rechtlich angewiesen, die (im zwischenzeitlich eingeleiteten Waldfeststellungsver-
fahren zu ermittelnden bzw. allenfalls bereits festgestellten) Waldgrenzen auf dem 
Grundstück KTN 020.________ zusammen mit dem Einzonungsvorhaben M 26 
zu koordinieren, die Waldgrenzen gleichzeitig mit dem Einzonungsvorhaben M 26 
in den Zonenplan aufzunehmen und diese im Rahmen einer zweiten öffentlichen 
Auflage erneut zu publizieren (Erw. 6.3; Erw. 7.1).

6.3 Die Beschwerdeführer bringen vor Verwaltungsgericht nichts vor, was ent-
gegen der regierungsrätlichen Beurteilung für ihre Beschwerdebefugnis betreffend 
die Zonenplanänderung M 26 spricht. Soweit sie sich darauf berufen, dass sie den 
Wald und/oder den öffentlichen Weg auf KTN 020.________ regelmässig begin-
gen, unterscheidet sich diese Beziehungsnähe nicht von der Betroffenheit eines 
beliebigen Durchschnittbürgers. Daraus resultiert weder eine besondere (stärker 
als jedermann) Beziehungsnähe noch ein schutzwürdiges Interesse. Es verhält 

27

sich hierbei ähnlich wie bei einer Anordnung auf einer Strasse (z.B. Tempo-30-
Zone), bei welcher wohl die Anwohner dieser Strasse zur Beschwerdeführung le-
gitimiert sind; den anderen Einwohnern, welche diese Strasse mehr oder weniger 
regelmässig befahren, dagegen eine besondere, beachtenswerte Beziehungs-
nähe fehlt (vgl. Müller, a.a.O., S. 165 f.; BVR 2009 S. 180). Die Beschwerdeführer 
sind durch die Änderung M 26 weder besonders berührt, noch könnten sie einen 
praktischen Nutzen aus der Aufhebung/Änderung dieses Planungsentscheides 
ziehen.

Da das Nichteintreten auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht zu beanstanden 
ist, besteht auch kein Anlass zur Aufhebung oder Änderung des vorinstanzlichen 
Entscheides im Kostenpunkt. Abgesehen davon wurde den Beschwerdeführern für 
das aufsichtsrechtliche Verfahren keine Kosten auferlegt (angefochtenen RRB 
Nr. 558/2022 Erw. 8 und Disp.-Ziff. 4 f.). Dies entspricht der Praxis, der eine Auf-
sichtsbeschwerde initiierenden Person ("Anzeiger"), welcher keine Parteirechte 
(wie z.B. das Recht auf eine Begründung des Entscheides oder auf Akteneinsicht) 
zukommen und welche keinen Erledigungsanspruch hat (vgl. Häfelin/Müller/Uhl-
mann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, N 1199 f.; Zibung, in: Wald-
mann/Weissenberger, a.a.O., Art. 71 N 33; Feller in: Herzog/Daum, a.a.O., 
Art. 101 N 18), weder Kosten aufzuerlegen noch eine Parteientschädigung zuzu-
sprechen (vgl. Feller in: Herzog/Daum, a.a.O., Art. 101 N 27 f.).

6.4 Mangels einer entsprechenden Beschwerdebefugnis ist im vorliegenden 
Verfahren auch nicht weiter auf die von den Beschwerdeführern vorgetragenen 
Rügen zum Waldfeststellungsverfahren auf KTN 020.________ (Beschwerde-
schrift vom 2.8.2022 S. 11 und Replik vom 16.9.2022, S. 10) einzugehen.

7.1 Die Beschwerde ist somit im Sinne der vorstehenden Erwägungen teilweise 
gutzuheissen und die Sache ist bezüglich der Festlegung des Gewässerraums des 
P.________bachs im Sinne der Erwägungen (insbesondere Erw. 5.9.1 ff.) zur er-
gänzenden Sachverhaltsabklärung und neuem Entscheid an den Gemeinderat 
zurückzuweisen. Insoweit sind auch der angefochtene RRB Nr. 558/2022 vom 5. 
Juli 2022 und der mitangefochtene GRB Nr. 2021-0354 vom 8. Juni 2021 aufzu-
heben. 

Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

7.2.1 Die Kosten des vorliegenden Verwaltungsgerichtsverfahren von Fr. 3'500.-- 
sind bei diesem Verfahrensausgang zu je 1/7 (je Fr. 500.--) der Gemeinde Mor-
schach und dem Kanton Schwyz und zu 5/7 (Fr. 2'500.--) den Beschwerdeführern 
(unter solidarischer Haftbarkeit) aufzuerlegen. 

28

Bei dieser Kostenverlegung wird berücksichtigt, dass die Beschwerdeführer zwar 
bezüglich der Festlegung des Gewässerraums des P.________bachs durchge-
drungen sind, sich aber alle weiteren zahlreichen Rügen als unbegründet erwiesen 
haben, soweit darauf eingetreten werden konnte. Sodann wird auch der Tatsache 
Rechnung getragen, dass die Beschwerdeführer vor Verwaltungsgericht erstmals 
überhaupt substantiierte Rügen (i.S. neuer Tatsachenbehauptungen) betreffend 
die Festlegung des Gewässerraums des P.________bachs vorgebracht haben 
(vgl. Erw 4.2.1 hiervor).

7.2.2 Aus demselben Grunde besteht auch keine Veranlassung, den vorinstanzli-
chen Entscheid im Kostenpunkt zu ändern.

7.3 Eine Parteientschädigung wird nicht beanwalteten Beschwerdeführern pra-
xisgemäss nicht zugesprochen (vgl. VGE III 2019 33 vom 25.9.2019 Erw. 8.3).

8.1 Für den Weiterzug eines verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeentscheides in 
Angelegenheiten kommunaler Nutzungsplanverfahren ans Bundesgericht gilt die in 
EGV-SZ 2009 B 8.4 in Erw. 8 (insb. Erw. 8.5) publizierte Besonderheit (vgl. statt 
vieler auch VGE III 2018 206 vom 24.4.2019 Erw. 6.1 f.), wonach der verwaltungs-
gerichtliche Entscheid grundsätzlich erst nach einem positiven Beschluss der Ge-
meindeversammlung über die kommunale Nutzungsplanung sowie den regierungs-
rätlichen Genehmigungsbeschluss beim Bundesgericht angefochten werden kann. 
Insofern besteht keine Weiterzugsmöglichkeit dieses Entscheids ans Bundesge-
richt. Soweit indes den Beschwerdeführern die Beschwerdelegitimation abgespro-
chen wurde, dürfte es sich um einen beim Bundesgericht anfechtbaren, das Verfah-
ren abschliessenden Prozessentscheid handeln (vgl. Urteil BGer 1C_290/2014 + 
1C_296/2014 vom 20.11.2014 Erw. 1.5 [i.Sa. S. und S. vs. Gemeinderat Galgenen] 
mit Hinweis auf Urteil BGer 1C_39/2008 vom 28.8.2008 Erw. 1.1.4). 

8.2 Mit Blick auf einen Weiterzug ist auch zu beachten, dass es sich vorliegend 
um einen Rückweisungsentscheid handelt, mit welchem die Sache zur neuen Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. Solche Rückweisungsent-
scheide sind in der Regel Zwischenentscheide, welche nur unter der Voraussetzung 
von Art. 92 und 93 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] 
vom 17. Juni 2005 beim Bundesgericht anfechtbar sind (vgl. Bundesgerichtsurteil 
2C_525/2013+ 2C_526/2013 vom 2.7.2013 Erw. 2 mit Hinweisen). 

8.3 Um allen Eventualitäten gerecht zu werden, wird dieser Entscheid mit einer 
Rechtsmittelbelehrung versehen, wobei die Parteien daraus im Falle eines Weiter-
zuges nichts zu ihren Gunsten ableiten können.

29

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden der angefochtene RRB 
Nr. 558/2022 vom 5. Juli 2022 sowie der mitangefochtene GRB Nr. 2021-
0354 vom 8. Juni 2021 aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der Erwägun-
gen (insbesondere Erw. 5.9.1 ff.) zur Neubeurteilung und Neufestsetzung 
des Gewässerraumes des P.________bachs an den Gemeinderat Mor-
schach zurückgewiesen. 

Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanz-
leikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 3'500.-- werden zu je   
Fr. 500.-- der Gemeinde Morschach und dem Kanton sowie zu Fr. 2'500.-- 
den Beschwerdeführern (unter solidarischer Haftbarkeit) auferlegt.

Die Beschwerdeführer haben am 12. August 2022 einen Kostenvorschuss 
von Fr. 2'500.-- geleistet, womit die Rechnung ausgeglichen ist. Die Ge-
meinde Morschach hat ihr Betreffnis von Fr. 500.-- innert 30 Tagen seit Zu-
stellung des Entscheids auf das Postkonto IBAN CH10 0900 0000 6002  
2238 6 des Verwaltungsgerichts zu überweisen. Auf die kantonsinterne Ver-
rechnung wird verzichtet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82 ff. BGG) (vgl. Erw. 8.1 ff.).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zuläs-
sig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt wer-
den (Art. 113 ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Beschwerdeführer (2/R)
- die Gemeinde Morschach (R) 
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB)
- das Bundesamt für Raumentwicklung ARE, 3003 Bern (A)
- und das Bundesamt für Umwelt BAFU, 3003 Bern (A).

30

Schwyz, 26. Januar 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; 
der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 9. Februar 2023