# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c10f0d18-05ca-56cc-9ae7-bbcad1028abd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.04.2021 200 2020 886
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-886_2021-04-13.pdf

## Full Text

200 20 886 UV
KNB/ISD/SCY/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. April 2021

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2021, UV/20/886, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1961 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war bei der C.________ S.A. als ... angestellt und dadurch bei der Schwei-
zerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) 
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versi-
chert, als sie gemäss Schadenmeldung vom 15. Juli 2015 (Akten der Suva 
[act. II] 1) am Tag zuvor auf einer Treppe nach unten stürzte und sich eine 
distale Vorderarmfraktur links zuzog. Die Suva erbrachte daraufhin Versi-
cherungsleistungen und klärte den Sachverhalt in medizinischer und er-
werblicher Hinsicht ab. Mit Schreiben vom 5. September 2017 (act. II 171) 
stellte sie die Taggeldleistungen per 31. Oktober 2017 ein und verneinte 
mit Verfügung vom 20. September 2017 (act. II 175) einen Anspruch auf 
eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung. Die gegen den dar-
aufhin erlassenen Einspracheentscheid vom 20. November 2017 (act. 
II 189) erhobene Beschwerde vom 3. Januar 2018 (Akten der Suva [act. 
IIA] 196) hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 
21. Juni 2018, UV/2018/6, teilweise gut und wies die Sache zur Vornahme 
weiterer Abklärungen betreffend die distale Vorderarmfraktur links an die 
Suva zurück. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen.

B.

In der Folge holte die Suva ein handchirurgisches Gutachten ein (Gutach-
ten vom 15. Februar 2019 [act. IIA 239]). Am 12. September 2019 stellte 
sie verfügungsweise fest (act. IIA 260), dass sich das Gutachten nicht auf 
die gerichtlich festgestellten Unfallfolgen (vgl. VGE UV/2018/6) beschränke, 
weshalb nicht darauf abgestellt werden könne und ein weiteres handchirur-
gisches Gutachten einzuholen sei. Die dagegen erhobene Beschwerde 
vom 10. Oktober 2019 (act. IIA 261) wies das Verwaltungsgericht des Kan-
tons Bern mit Urteil vom 20. Januar 2020, UV/2019/778, ab.

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C.

Am 11. März 2020 wurde das zweite handchirurgische Gutachten zuhan-
den der Suva erstattet (act. IIA 283). Gestützt darauf verneinte die Suva mit 
Verfügung vom 29. Mai 2020 (act. IIA 291) den Anspruch auf eine Invali-
denrente, weil eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit nicht mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen sei. Die dagegen erhobene Einsprache (act. IIA 297) wies sie mit 
Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2020 (act. IIA 304) ab.

D.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 30. November 2020 Beschwerde und stellte 
die folgenden Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid der Suva vom 29. Oktober 2020 sei auf-
zuheben und der Beschwerdeführerin seien im Zusammenhang 
mit dem Unfall vom 14. Juli 2015 rückwirkend seit der Einstellung 
der Versicherungsleistungen die ihr gesetzlich zustehenden Ver-
sicherungsleistungen, wie namentlich eine Invalidenrente, zuzu-
sprechen, nebst Verzugszins zu 5 % seit der Leistungseinstellung.

Eventualiter sei der Einspracheentscheid der Suva vom 29. Okto-
ber 2020 aufzuheben und ein gerichtliches Gutachten einzuholen. 
Sodann sei gestützt auf dieses Gutachten neu über den Leis-
tungsanspruch zu befinden.

2. Der Beschwerdeführerin sei für das Beschwerdeverfahren die un-
entgeltliche Rechtspflege zu gewähren und der Unterzeichnende 
sei ihr als amtlicher Anwalt beizuordnen.

– Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen –

Mit Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2021 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 12. Januar 2021 machte die Beschwerdeführerin weitere 
Angaben zum Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege.

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Mit Eingabe vom 1. Februar 2021 reichte die Beschwerdeführerin ein Sozi-
alhilfebudget für den Monat Februar 2021 ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 29. Oktober 
2020 (act. IIA 304). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invali-
denrente der Unfallversicherung im Zusammenhang mit der anlässlich des 
Ereignisses vom 14. Juli 2015 erlittenen Vorderarmfraktur links (vgl. E. 3.1 
und 3.4.2 hiernach).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG).

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 
Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache 
eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Er-
folg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfol-
ges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 
UV Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

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2.4 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3). 

Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und 
von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten un-
abhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann 
somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit ap-
parativen, insbesondere bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und 
die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich aner-
kannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 
E. 3.3). 

2.5 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (aArt. 18 
Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung).

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsun-
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

3.

3.1 Das Verwaltungsgericht hat in VGE UV/2018/6, E. 3.1, festgestellt, 
dass das Ereignis vom 14. Juli 2015 die Tatbestandsmerkmale eines Un-
falls erfüllt und die Einstellung der vorübergehenden Leistungen per Ende 
Oktober 2017 als zutreffend qualifiziert. Sodann hat es den Anspruch auf 
eine Integritätsentschädigung verneint (VGE UV/2018/6, E. 4). Dies ist zwi-
schen den Parteien unbestritten. Zu prüfen bleibt nachfolgend deshalb ein-
zig der Anspruch auf eine Invalidenrente ab November 2017.

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Weiter hat das Verwaltungsgericht festgehalten, dass einzig die distale 
Vorderarmfraktur als zum Unfall vom 14. Juli 2015 kausal zu erachten ist 
und die weiter diagnostizierten Rhizarthrose, Tendovaginitis stenosans am 
linken Daumen sowie Tendinitis calcarea an der linken Schulter als unfall-
fremde Beschwerden zu qualifizieren sind (VGE UV/2018/6, E. 3.4.1; siehe 
dazu E. 3.4.2 hiernach).

3.2 Hinsichtlich der medizinischen Aktenlage ist vorab auf VGE 
UV/2018/6, E. 3.2, und VGE UV/2019/778, E. 3.2, zu verweisen. Im Nach-
gang zu letzterem Urteil erging im Wesentlichen das von der Beschwerde-
gegnerin bei Dr. med. D.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates und für Handchirurgie, in 
Auftrag gegebene Gutachten vom 11. März 2020 (act. IIA 283). Darin stell-
te dieser die folgenden Diagnosen:

Handchirurgische Diagnosen:
Unfallbedingte Diagnosen:
- Leicht dislozierte, impaktierte distale extraartikuläre Radiusfraktur links 

mit Avulsion des Processus styloideus ulnae vom 14. Juli 2015
- St. n. offener Reposition und palmarer Plattenosteosynthese distaler 

Radius links am 21. Juli 2015
Nicht oder fraglich unfallbedingt:
- Symptomatische Rhizarthrose Eaton-Littler Stadium II sowie Verdacht 

auf beginnende STT-Arthrose links, DD: posttraumatisch aktiviert
- Okkultes palmares Handgelenksganglion links, Erstdiagnose 11/2016
- Polyarthralgien, Erstdiagnose 2017
- Hamatumspitzensyndrom links ohne klares klinisches Korrelat, Erst-

diagnose Computertomographie vom 11. Februar 2020

Weitere, nicht handchirurgische Diagnosen:
Fraglich unfallbedingt (gemäss den vorliegenden Unterlagen):
- Mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom seit 2015 

(Erstdiagnose 12/2016)
- Insertionstendinopathie der Supraspinatussehne mit Verdacht auf 

Tendinitis calcarea der linken Schulter, Arthro-MRI 12/2016
- Partielle lumbosakrale Übergangsanomalie 05/2014
- Beginnende retropatelläre Arthrose Kniegelenk rechts 10/2012

Alleine auf die am 14. Juli 2015 erlittene distale Unterarmfraktur bezogen 
bestehe aktuell keine Einschränkung im angestammten Beruf als ... mehr. 
Die Verletzung sei von Anfang an korrekt versorgt worden. Es sei zunächst 
eine Gipsruhigstellung und eine Woche später nach Abschwellung der 

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Weichteile die operative Versorgung mittels palmarer Plattenosteosynthese 
erfolgt. Der Eingriff sei sorgfältig und nach dem heutigen Stand der Technik 
durchgeführt worden. Es habe eine anatomische Stellung der Fraktur er-
reicht werden können, mit korrekt einliegendem Osteosynthesematerial. 
Ebenso sei eine vernünftige postoperative Nachbehandlung erfolgt. Allen-
falls seien noch Restbeschwerden durch die noch einliegende Platte (Wet-
terfühligkeit, Reizung der Beugesehnenscheiden, latentes Karpaltunnel-
syndrom) denkbar. Die beschriebenen Beschwerden und die klinischen 
Befunde passten aber nicht dazu. Eine Metallentfernung würde die Situati-
on deshalb nicht wesentlich verbessern. Es bestehe auch in zeitlicher Hin-
sicht keine Einschränkung bezogen auf die distale Unterarmfraktur (act. 
IIA 283/7 Ziff. 1.1 f.).

Entsprechend dem Auftrag seien andere Faktoren als die distale Unterarm-
fraktur links bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bewusst ausser Acht 
gelassen worden. Offensichtlich bestünden psychische und psychosoziale 
Probleme, die gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin und den zur 
Verfügung stehenden Akten erst nach dem Unfallereignis und im Verlauf 
der Nachbehandlung aufgetreten seien. Aus handchirurgischer Sicht be-
stehe zudem eine somatische Einschränkung, einerseits durch die Rhizar-
throse an der linken Hand und andererseits durch chronische Schulterbe-
schwerden linksseitig. Die aktuell vorliegende Einschränkung der linken 
Hand sei hauptsächlich durch die Daumengelenksarthrose bedingt. Die 
Anamnese und die klinisch erhobenen Befunde passten gut dazu. Die Be-
schwerdeführerin gebe an, dass die Daumenbeschwerden erst seit dem 
Unfall bestünden. Eine durch den Schlag aktivierte Arthrose könne disku-
tiert werden. Dies sei aber nicht Gegenstand dieses Gutachtens. Zusam-
menfassend könne gesagt werden, dass Einschränkungen der linken obe-
ren Extremität bestünden, die aber mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nicht oder nur marginal durch die Folgen der erlittenen distalen Unterarm-
fraktur bedingt seien (act. IIA 283/8).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

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medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).

3.4

3.4.1 In medizinischer Hinsicht stützt sich die Beschwerdegegnerin im 
angefochtenen Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2020 (act. IIA 304) 
auf das handchirurgische Gutachten von Dr. med. D.________ vom 
11. März 2020 (act. IIA 283). Das Gutachten erfüllt die Anforderungen der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an versicherungsexterne Expertisen 
(vgl. E. 3.3 hiervor) und überzeugt. Die darin enthaltenen Ausführungen 
und Feststellungen des Gutachters beruhen auf eigenen fachärztlichen 
Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichti-
gung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in 
der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind für die vorliegend 
streitigen Belange umfassend und klammern insbesondere nicht unfallkau-
sale Gesundheitsschäden bei der Beurteilung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit zutreffend aus (vgl. E. 3.1 hiervor und E. 3.4.2 hiernach). Die ge-
stützt darauf getroffenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand und 
zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit wurden nachvollziehbar und überzeu-
gend begründet. Auf das Gutachten kann daher abgestellt werden.

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3.4.2 Soweit die Beschwerdeführerin unter Bezugnahme auf das Gutach-
ten vom 11. März 2020 (act. IIA 283) hinsichtlich der Unfallkausalität gel-
tend macht, die Rhizarthrose an der linken Hand sei zu Unrecht nicht 
berücksichtigt worden und das Gutachten in der Konsequenz unvollständig 
(vgl. Beschwerde S. 8), ist dem nicht zu folgen. Das Verwaltungsgericht hat 
bereits in VGE UV/2018/6 in Würdigung des medizinischen Sachverhaltes 
eine Unfallkausalität einer Rhizarthrose und einer Tendovaginitis stenosans 
am linken Daumen sowie einer Tendinitis calcarea an der linken Schulter 
verneint (VGE UV/2018/6, E. 3.4.1 und Dispositiv Ziff. 1). Die gerichtliche 
Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin erfolgte denn auch 
mit der ausdrücklichen Anweisung, allfällige erwerbliche Folgen eines Sta-
tus nach distaler Vorderarmfraktur abzuklären (vgl. a.a.O., E. 3.5). Auf die 
entsprechenden Erwägungen wurde – entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 8) – auch im Urteilsdispositiv mit der 
Ergänzung „Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen“ Bezug genom-
men, das heisst unter anderem betreffend das Begehren um Anerkennung 
der Unfallkausalität der Rhizarthrose (vgl. act. IIA 196/6 Ziff. 5). Dement-
sprechend bestand bzw. besteht sowohl für die Beschwerdegegnerin, an 
welche die Sache zur eingeschränkten weiteren Abklärung zurückgewiesen 
wurde, als auch für das Verwaltungsgericht selber als rückweisende 
Rechtsmittelinstanz eine Bindungswirkung (vgl. Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 4. Juni 2018, 9C_865/2017, E. 5.2.1; HERZOG/DAUM 
[Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kan-
ton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 61 N. 16). Es ergeben sich zudem weder aus 
den Ausführungen in der Beschwerde noch aus den medizinischen Akten 
Anhaltspunkte, um auf diesen Entscheid zurückzukommen. Insbesondere 
vermag die Beschwerdeführerin aus der blossen Anmerkung von Dr. med. 
D.________, wonach eine durch den Schlag aktivierte Arthrose diskutiert 
werden könne, jedoch die Einschränkungen der linken oberen Extremität 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht oder nur marginal durch die 
Folgen der distalen Unterarmfraktur bedingt seien (vgl. act. IIA 283/8), 
nichts zu ihren Gunsten abzuleiten.

3.4.3 Dr. med. D.________ legte überzeugend dar, dass die Verletzung 
des linken Vorderarmes von Anfang an korrekt versorgt und der Eingriff 
sorgfältig und nach dem heutigen Stand der Technik durchgeführt worden 

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ist. Es konnte denn auch eine anatomische Stellung der Fraktur mit korrekt 
einliegendem Osteosynthesematerial erreicht werden. Sodann ist nicht 
davon auszugehen, dass die beschriebenen Beschwerden und klinischen 
Befunde durch die einliegende Platte verursachte Restbeschwerden mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit darstellen (vgl. act. IIA 283/7 
Ziff.1.1). Im VGE UV/2018/6, E. 3.5, wurde befunden, dass der Aktenbe-
richt von Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie und Arbeitsmedizin 
des versicherungsmedizinischen Dienstes der Beschwerdegegnerin, vom 
6. Juli 2017, gemäss welchem unter alleiniger Berücksichtigung der Unfall-
folgen eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
wieder gegeben sei (vgl. act. II 160/2), vor dem Hintergrund der Berichte 
der Kreisärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Me-
dizin (vgl. act. II 86), und der Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD) der Invalidenversicherung (IV) Dr. med. G.________, Fachärztin für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (vgl. 
act. II 141/5 ff.), nicht für eine abschliessende Beurteilung der unfallbeding-
ten Arbeitsunfähigkeit genüge (vgl. VGE UV/2018/6, E. 3.5). Mit dem Gut-
achten von Dr. med. D.________ besteht nunmehr eine spezialärztliche, 
auf eigenen (bildgebenden) Untersuchungen basierende Expertise, welche 
in Übereinstimmung mit der Einschätzung von Dr. med. E.________ – hin-
sichtlich der Unfallfolgen – eine volle Arbeitsfähigkeit im angestammten 
Beruf feststellt (vgl. act. II 160/2, IIA 283/7 Ziff. 1.1). Dr. med. F.________ 
führte im Bericht vom 22. Februar 2017 (act. II 86) zwar aus, dass betref-
fend die Radiusfraktur Restbeschwerden bestünden, weshalb repetitive 
monotone Tätigkeiten links, ständige Zwangshaltungen, Gewichtsbelastun-
gen links über fünf Kilogramm sowie Schlag- und Vibrationsbelastungen zu 
vermeiden seien. Der ganztägige Einsatz sei mit zusätzlichen Pausen je-
doch möglich. Ausserdem hielt sie die Rückkehr der Beschwerdeführerin in 
dieselbe Tätigkeit zum selben Pensum für „wohl nicht mehr ganz möglich“ 
(vgl. act. II 86/5). Diese vor nunmehr vier Jahren beschriebene, spekulative 
und lediglich leichte Verminderung der qualitativen Zumutbarkeitsprofils 
vermag keine ernsthaften Zweifel an der damit weitgehend übereinstim-
menden Einschätzung von Dr. med. D.________ zu begründen, wonach 
die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit bei isolierter Be-
trachtung der Folgen der einzig unfallkausalen Unterarmfraktur voll arbeits-
fähig sei (vgl. act. IIA 283/8 Ziff. 2.4). 

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Soweit die Beschwerdeführerin ferner mit Verweis auf das im Rahmen des 
IV-Verfahrens erstellte bidisziplinäre Gutachten von Dr. med. H.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. I.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, vom 
24. Oktober 2018 (act. IIA 241) geltend macht, es liege eine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit vor (vgl. Beschwerde S. 10 Ziff. 9), kann diesbezüglich 
bereits deshalb nicht auf das besagte Gutachten abgestellt werden, da die-
ses bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im invalidenversicherungsrecht-
lichen Kontext unter anderem die nicht unfallkausale Rhizarthrose mit-
berücksichtigt (vgl. act. IIA 241/64 Ziff. 6.1). Im Übrigen ergeben sich aus 
den gutachterlichen Untersuchungsbefunden keine Anhaltspunkte, die 
Zweifel am handchirurgischen Gutachten vom 11. März 2020 (act. IIA 283) 
zu wecken vermöchten. 

3.4.4 Des Weiteren vermag die Beschwerdeführerin aus der Arbeitsplatz-
beschreibung vom 3. März 2016 (act. II 36) nichts zu ihren Gunsten abzu-
leiten. So lässt sich der Angabe „emploi précis de la main impliquant un 
gros effort“ (vgl. act. II 36/1) lediglich eine gesteigerte Anforderung an die 
manuelle Feinmotorik, nicht aber eine erhöhte Beanspruchung der Unter-
arme entnehmen. Dr. med. D.________ gab seine Expertise explizit unter 
Bezugnahme auf die entsprechende Beschreibung der Arbeitsumstände ab 
(vgl. act. IIA 283/3 und 7 Ziff. 1), womit diese augenscheinlich angemessen 
berücksichtigt wurde. Sodann stellte auch Dr. med. I.________ gestützt auf 
eine detaillierte Arbeitsanamnese (vgl. act. IIA 241/66 f. Ziff. 8.1) fest, dass 
einzig die nicht unfallkausale Rhizarthrose an der linken Hand bei einer 
dauernd repetitiven Umwendbewegung, wie sie die Beschwerdeführerin als 
... tätigen müsse, eine leichte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge 
habe (vgl. act. IIA 241/81). Folglich lassen sich das gutachterliche Zumut-
barkeitsprofil für den unfallkausalen Gesundheitsschaden und die funktio-
nellen Anforderungen der angestammten Tätigkeit gut miteinander verein-
baren.

3.5 Nach dem Dargelegten stellt das Gutachten vom 11. März 2020 
(act. IIA 283) für den zu beurteilenden medizinischen Sachverhalt eine zu-
verlässige Grundlage dar. Von weiteren medizinischen Abklärungen sind 
keine davon abweichenden, entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 20221, UV/20/886, Seite 13

sodass die Beschwerdegegnerin darauf verzichten durfte. Dies verstösst 
nicht gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und auch 
nicht gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 Bundesver-
fassung [BV; SR 101]) sowie das Gebot eines fairen Verfahrens (Art. 9 BV 
i.V.m. Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention [EMRK; 
SR 0.101]; antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 
124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 
E. 4).

4.

Gestützt auf das beweiskräftige Gutachten von Dr. med. D.________ vom 
11. März 2020 (act. IIA 283) ist die Beschwerdeführerin in Bezug auf die 
infolge des Unfalls vom 14. Juli 2015 erlittene distale Unterarmfraktur links 
zu 100 %, das heisst ohne massgebende Einschränkung der Leistungs-
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit als ... arbeitsfähig. Es besteht folg-
lich keine unfallbedingte Invalidität im Rechtssinn und damit kein Anspruch 
auf eine Invalidenrente; ein Einkommensvergleich erübrigt sich. Die Be-
schwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Die Beschwerdeführerin beantragt schliesslich die Bewilligung der 
unentgeltlichen Rechtspflege, unter Beiordnung von Rechtsanwalt 
B.________ als amtlicher Anwalt (vgl. Beschwerde S. 2 Rechtsbegehren 
Ziff. 2 und S. 11).

5.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2021, UV/20/886, Seite 14

gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

5.3 Die prozessuale Bedürftigkeit ist aufgrund der eingereichten Unter-
lagen erstellt. Namentlich geht daraus hervor, dass die Beschwerdeführerin 
über keine (Gesundheits-)Rechtsschutzversicherung ihrer Krankenkasse 
verfügt (vgl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 12. Januar 2021) und 
gemäss dem Sozialhilfebudget vom 25. Januar 2021 (vgl. Beilage zur Ein-
gabe der Beschwerdeführerin vom 1. Februar 2021) von der Sozialhilfe 
unterstützt wird. Die Beschwerde ist sodann nicht als von vornherein aus-
sichtslos zu qualifizieren. Demnach ist für das vorliegende Verfahren an-
tragsgemäss die unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ zu bewilligen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG in 
der bis Ende 2020 gültig gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. 
Art. 83 ATSG) sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

6.3 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 20221, UV/20/886, Seite 15

amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Der mit Kostennote vom 1. Februar 2021 geltend gemachte Zeitaufwand 
von 11.5 Stunden ist angemessen. Der tarifmässige Parteikostenersatz ist 
in diesem Verfahren auf Fr. 3‘109.30 (Fr. 250.-- x 11.5 Stunden, zuzüglich 
Auslagen von Fr. 12.-- und MWSt. von Fr. 222.30) festzusetzen. Das Hono-
rar des amtlichen Anwaltes ist auf Fr. 2‘300.-- (Fr. 200.-- x 11.5 Stunden), 
zuzüglich Auslagen von Fr. 12.-- und MWSt. von Fr. 178.-- (7.7 % auf 
Fr. 2‘312), total mithin Fr. 2‘490.--, festzulegen und nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse zu vergüten. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 der Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3'109.30 (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2'490.-- be-
stimmte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vorbe-
halten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2021, UV/20/886, Seite 16

- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.