# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9f02bb0-6e9b-5651-ba97-51f10a3a90d9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.02.2025 E-629/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-629-2025_2025-02-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-629/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  F e b r u a r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Constance Leisinger, 

mit Zustimmung von Richter Manuel Borla,  

Gerichtsschreiberin Saskia Eberhardt. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch Ali Tüm, Asylum Rechtsberatung,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 21. Januar 2025. 

 

 

 

E-629/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der kurdische Beschwerdeführer am 26. November 2024 versuchte, 

mit einem gefälschten französischen Pass in die Schweiz einzureisen, 

dass er, nachdem ihm die Einreise in die Schweiz verweigert worden war, 

am 28. November 2024 am Flughafen B._______ ein Asylgesuch ein-

reichte, 

dass ihm am 2. Dezember 2024 die Einreise bewilligt und er dem Bunde-

sasylzentrum (BAZ) der Region B._______ zugewiesen wurde,  

dass er anlässlich der Anhörung vom 10. Januar 2025 zur Begründung des 

Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er stamme aus einer poli-

tisch aktiven Familie, welche die Partei Halklarin Demokratik Partisi (DEM) 

unterstütze, 

dass er selbst sich seit 2016 in dieser Partei engagiert habe respektive 

deren Mitglied gewesen sei und er für kurdische Events traditionelle Kleider 

organisiert, an Meetings und zu Beginn des Jahres jeweils an Andachtsfei-

ern – Newroz Feierlichkeiten – teilgenommen habe, 

dass er dabei rund vier Mal polizeilicher Gewalt ausgesetzt gewesen sei, 

letztmals im (…) 2021, als die Polizei ihn und einen Freund ins Auto gezerrt 

und misshandelt hätten, er sich an diesen Vorfall und die anderen Vorfälle 

jedoch nicht mehr genau erinnern könne,  

dass er überdies Anhänger der mittlerweile verbotenen Jugendpartei 

Yurtsever Devrimci Gençlik Hareketi (YDG-H) sei, 

dass die Polizei ihn aufgefordert habe, Namen von Parteimitgliedern und 

Jugendlichen, welche sich der Partei angeschlossen hätten, anzugeben, 

dass er sich nach den Wahlen im Jahr 2023 mit seinem Cousin S. in der 

Wohnung seines Onkels vor der Polizei aus Angst vor Behelligungen ver-

steckt habe,  

dass sie die Wohnung für ein Jahr nicht mehr verlassen hätten, die Polizei 

sie jedoch gesucht habe, weshalb sich einen Anwalt genommen hätten, 

der ihnen mitgeteilt habe, dass gegen sie zurzeit kein Verfahren in der Tür-

kei hängig sei, 

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Seite 3 

dass sein Cousin S. am (…) 2024 durch einen Kopfschuss getötet worden 

sei und er erfahren habe, dass sein Cousin etwa zwei Jahre Kontakt zu 

bewaffneten Mitgliedern der «gegnerischen Parteien» Adalet ve Kalkınma 

Partisi (AKP) und Milliyetçi Hareket Partisi (MHP) respektive der Mafia ge-

habt habe, er demnach davon ausgehe, diese oder der Staat seien für sei-

nen Tod verantwortlich,  

dass seine Familie aufgrund dieses Ereignisses beschlossen habe, er 

müsse das Land verlassen, da sie Angst um ihn gehabt hätten, 

dass er zur Untermauerung seiner Asylgründe Fotos, welche ihn an kurdi-

schen Veranstaltungen zeigen sowie eine seinen Cousin S. betreffende To-

desurkunde und seinen Reisepass einreichte (vgl. Beweismittelverzeichnis 

SEM-act. 4/12), 

dass der Entscheidentwurf dem Rechtsvertreter am 17. Januar 2025 zuge-

stellt wurde und dieser gleichentags Stellung dazu nahm sowie ein neues 

Beweismittel (Foto vom Bruder eines Cousins, welche politisch aktiv gewe-

sen sei) zu den Akten reichte (vgl. SEM-act 6/9), 

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

21. Januar 2025 – gleichentags eröffnet – ablehnte sowie die Wegweisung 

aus der Schweiz und den Vollzug anordnete, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, es könne ange-

sichts der Tätigkeiten des Beschwerdeführers bei der DEM seit dem 

Jahr 2016 zwar nicht ausgeschlossen werden, dass es tatsächlich zu Re-

pressalien ihm gegenüber gekommen sei, jedoch genüge dies nicht, um 

von einer objektiv begründeten Furcht vor einer zukünftigen flüchtlings-

rechtlich relevanten Verfolgung auszugehen, da er in der Partei keine ex-

ponierte Stellung innegehabt habe, 

dass sich ebenso bei einer Wahrunterstellung der geltend gemachten Mit-

gliedschaft bei der YDG-H keine Anhaltspunkte in den Akten finden wür-

den, die auf die Kenntnis der türkischen Behörden zu seiner Tätigkeit sowie 

ein tatsächliches Interesse an der Person des Beschwerdeführers schlies-

sen liessen, zumal gemäss eigenen Angaben des Beschwerdeführers ak-

tuell kein Strafverfahren in der Türkei eingeleitet worden sei und er sich 

einen Reisepass habe ausstellen lassen sowie legal habe ausreisen kön-

nen, 

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Seite 4 

dass in Bezug auf die Tötung seines Cousin S., mit dem er sich gemeinsam 

für die DEM engagiert habe, von keiner Reflexverfolgung auszugehen sei, 

da unabhängig von der Frage der Plausibilität seiner Vorbringen, er nur 

vom Hörensagen darauf schliesse, sein Cousin S. habe sich mit bewaffne-

ten Mitgliedern der «gegnerischen Parteien» AKP und MHP respektive der 

Mafia eingelassen, Motiv, Todesursache sowie Täterschaft hingegen unbe-

kannt seien, 

dass es ferner den Vorbringen bezüglich der Polizeigewalt – zuletzt im Jahr 

2021 erlebt – unabhängig von der Plausibilität seiner Schilderungen – an 

der zeitlichen Aktualität fehle und keine Hinweise bestehen würden, dass 

die geltend gemachte Mitnahme weitere oder negative Konsequenzen mit 

sich gezogen hätten, 

dass die Ausführungen in der Stellungnahme vom 17. Januar 2025 (vgl. 

SEM-act. 6/9) betreffend die politischen Aktivitäten seiner Familie in der 

kurdischen Partei, die tödlich geendete Protestaktion eines Cousins, seine 

Mitgliedschaft in der mittlerweile verbotenen Partei YDG-H, das «Verste-

cken» in der Wohnung seines Onkels über einen Zeitraum von einem Jahr 

sowie das neue Beweismittel nichts an der Einschätzung ändern würden, 

dass ferner der Antrag zur Zuweisung ins erweiterte Verfahren aufgrund 

weiterer Abklärung des Sachverhalts mit Verweis auf die obigen Ausfüh-

rungen abgelehnt werde, 

dass zusammenfassend die Vorbringen des Beschwerdeführers den An-

forderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht standhalten würden und 

aufgrund der offensichtlich fehlenden flüchtlingsrechtlichen Relevanz auf 

eine Prüfung der Glaubhaftigkeit verzichtet werden könne, letztere jedoch 

ausdrücklich vorbehalten bleibe, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. Januar 2025 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und da-

bei beantragt, die Verfügung der Vorinstanz sei aufzuheben, es sei ihm die 

Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen sowie Asyl zu gewähren, eventuali-

ter sei er vorläufig aufzunehmen und die Sache zur Abklärung des rechts-

erheblichen Sachverhalts und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück 

zu weisen,  

dass er ferner in prozessualer Hinsicht um die Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses ersucht, 

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dass er zur Begründung seine Asylgründe im Wesentlichen wiederholt und 

ergänzend sinngemäss ausführt, bereits die von ihm geltend gemacht Tä-

tigkeit für die DEM und das Interesse der Behörden an seiner Person ge-

nüge für die Annahme einer objektiv begründeten Furcht vor einer zukünf-

tigen flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung,  

dass die Parteipräsidenten der legalen Partei HDP Selahattin Demirtas und 

Osman Kavala grundlos seit Jahren in Haft seien und tausende Mitglieder 

dieser Partei mit dem Vorwurf «Terroristen» zu sein angeklagt und verhaf-

tet worden seien, weshalb sich seine Befürchtung, aufgrund seiner expo-

nierten Stellung für die DEM getötet zu werden, mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit verwirklichen könne, 

dass ebenso aufgrund seiner Mitgliedschaft bei der YDG-H und einer sub-

jektiven Furcht, dass die türkischen Behörden davon Kenntnis erhalten und 

Massnahmen ergreifen könnten, auf eine objektive Furcht vor Verfolgung 

geschlossen werden könne, 

dass ihm durchaus das Gleiche wie seinem Cousin S. widerfahren könne, 

dass in Bezug auf die erlittene Polizeigewalt – letztmals im Jahr 2021 – 

zudem festzuhalten sei, dass, selbst wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, 

Anzeige gegen die mutmasslichen Behördenmitglieder zu erstatten, diese 

entweder nicht entgegengenommen oder dieser nicht Folge geleistet wor-

den wäre, 

dass er zusammenfassend die Anforderungen an die Flüchtlingseigen-

schaften erfülle, keine Anhaltspunkte für eine Asylunwürdigkeit vorlägen 

und ihm daher Asyl zu gewähren sei, 

dass das Bundesverwaltungsgericht den Eingang der Beschwerde am 

31. Januar 2025 bestätigte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

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dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

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dass die vorinstanzliche Verfügung zu bestätigen ist und zur Vermeidung 

von Wiederholungen auf die überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz 

(vgl. angefochtene Verfügung SEM-act. 7/10 Ziff. II) verwiesen werden 

kann, die in der Beschwerde insbesondere durch den neuerlichen, pau-

schalen Hinweis auf die Gefährdung des Beschwerdeführers nicht umges-

tossen werden und denen darin nichts Substanzielles entgegengehalten 

wird, 

dass insbesondere mit der Vorinstanz einig zu gehen ist, dass es – unab-

hängig von der Glaubhaftigkeit seiner Ausführungen – den geltend ge-

machten Vorbringen des Beschwerdeführers soweit vier Gewaltanwendun-

gen ihm gegenüber in den Jahren 2016 bis 2021 einerseits an der Aktualität 

aber auch an der Intensität fehlt und andererseits aufgrund seiner Tätigkei-

ten bei den kurdischen Parteien nicht von einem exponierten Profil ausge-

gangen werden kann, welches auf eine objektiv begründete Furcht vor zu-

künftigen Verfolgungen schliessen lässt,  

dass aufgrund der politischen Aktivität seiner Familie und der Tötung sei-

nes Cousins S. nicht auf eine Reflexverfolgung geschlossen werden kann, 

zumal die Vorinstanz zutreffend festhielt, dass der Beschwerdeführer be-

züglich des Motivs, die Täterschaft und die Umstände des Todes lediglich 

Mutmassungen anstellt, ohne diese näher zu substanziieren, 

dass den Akten sodann keine Hinweise zu entnehmen sind, dass der Be-

schwerdeführer aufgrund der politischen Exponiertheit von Familienmitglie-

dern durch die Behörden in der Türkei behelligt worden sei, ein Onkel sich 

im Jahr 2011 angezündet haben soll (SEM-act. 3/19 F122), er in diesem 

Zusammenhang aber keine Probleme geltend gemacht hat, sondern viel-

mehr nach eigenen Angaben des Beschwerdeführers vor allem er «ver-

folgt» und zurzeit kein Strafverfahren gegen ihn eröffnet worden sei (SEM-

act. 3/19 F70, F89 ff. und F94 ff.),  

dass der Beschwerdeführer sodann problemlos einen Pass erhältlich ma-

chen und legal aus dem Heimatstaat ausreisen konnte,  

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthalts-

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bewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, soweit aus den Ak-

ten ersichtlich,  

dass der Beschwerdeführer gesund und arbeitsfähig ist, über ein breites 

familiäres Beziehungsnetz in seinem Heimatstaat verfügt und die Familie 

zudem in C._______ über mehrere Unternehmen verfügen soll (SEM-act. 

3/19 F42), womit nicht davon auszugehen ist, dass er bei seiner Rückkehr 

in eine existenzbedrohende Lage geraten wird,  

dass darüber hinaus die Herkunfts-Provinz des Beschwerdeführers 

C._______ nicht unmittelbar vom Erdbeben im Februar 2023 betroffen war,  

dass der Vollzug der Wegweisung somit vorliegend zumutbar ist,  

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken, zumal der Beschwerdeführer 

über einen türkischen Reisepass verfügt (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu 

auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass der rechtserhebliche Sachverhalt von der Vorinstanz somit vollständig 

erstellt worden ist und daher das Eventualbegehren auf Rückweisung der 

Sache an die Vorinstanz abzuweisen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass mit dem vorliegenden Urteil das Gesuch um Befreiung von der Kos-

tenvorschusspflicht gegenstandslos ist, 

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dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

(Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, da die Beschwerdebegehren – wie 

sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu be-

zeichnen sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Saskia Eberhardt 

 

 

Versand: