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**Case Identifier:** a9313f26-f8b8-5232-9bf9-7736a79cba4c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.08.2019 200 2018 940
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-940_2019-08-27.pdf

## Full Text

200 18 940 IV
JAP/ISD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. August 2019

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 15. November 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, IV/18/940, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1975 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im September 2016 unter Hinweis auf Arthrosen an Rücken, 
Schulter und Hüfte sowie eine Diabetes-Erkrankung bei der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle 
Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1). Die IVB 
tätigte in der Folge medizinische und erwerbliche Abklärungen, namentlich 
holte sie Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) ein 
und veranlasste eine Abklärung an Ort und Stelle. Gestützt darauf stellte 
sie mit Vorbescheid vom 4. Juli 2018 (AB 68) die Abweisung des Leis-
tungsbegehrens hinsichtlich einer Invalidenrente in Aussicht. Nach dage-
gen erhobenem Einwand (AB 70, 73) und Rücksprache mit dem RAD 
(AB 75) verfügte die IVB am 15. November 2018 (AB 78) wie angekündigt.

B. 

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingaben vom 12. und 28. Dezember 
2018 sowie 11. Januar 2019 Beschwerde und beantragte sinngemäss die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der Sache 
zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin. 

Mit Eingabe vom 26. Februar 2019 stellte der Beschwerdeführer, nunmehr 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsanwaltes als amtlicher An-
walt.

Mit Beschwerdeantwort vom 28. März 2019 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Verfügung vom 11. Juni 2019 wies der Instruktionsrichter das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, IV/18/940, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 15. November 2018 
(AB 78). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente der Invali-
denversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). 

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Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe-
gattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Metho-
de; BGE 144 I 21 E. 2.1 S. 23, 142 V 290 E. 4 S. 293).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 In der angefochtenen Verfügung vom 15. November 2018 (AB 78) 
wurde der Abklärungsbericht Haushalt vom 13. Juni 2018 (AB 67) zum in-
tegrierenden Verfügungsbestandteil erklärt. Dieser stützte sich in medizini-
scher Hinsicht im Wesentlichen auf die RAD-Beurteilungen der Dres. med. 
C.________, Facharzt für Arbeitsmedizin (AB 75 und 65), und E.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, für Physikalische Medizin und Re-
habilitation sowie für Tropen- und Reisemedizin (AB 43). Was den kardio-
logischen Eingriff vom 2. Juni 2017 samt postoperativer Rekonvaleszenz 
anbelangt, orientierte sich die Beschwerdegegnerin an den Einschätzungen 
der behandelnden Ärzte des Spitals D.________ (AB 54).

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3.1.1 Der RAD-Arzt Dr. med. E.________ hielt in seiner Stellungnahme 
vom 3. April 2017 (AB 43 S. 3) im Wesentlichen fest, aufgrund der lumba-
len Beschwerden bei Bewegungseinschränkungen wegen degenerativen 
Veränderungen und belastungsabhängigen Schmerzen sowie der beidsei-
tigen Coxarthrosen könnten keine schweren Arbeiten mehr zugemutet wer-
den. Auch seien rein stehende und gehende Tätigkeiten ungünstig und 
nicht mehr voll zumutbar. Als … könne der Beschwerdeführer deshalb nicht 
mehr als 50 % arbeiten. Eine angepasste, wechselbelastende, leichte bis 
mittelschwere Tätigkeit mit Gewichten bis höchstens 10 kg, mit der Mög-
lichkeit zu Positionswechsel sei vollschichtig und ohne Leistungseinschrän-
kung zumutbar. Überkopfarbeiten sollten wegen der Schulterbeschwerden 
nicht zugemutet werden. Die Einschränkungen und das Zumutbarkeitsprofil 
würden mindestens seit der Untersuchung durch Dr. med. F.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, im No-
vember 2014 gelten (vgl. AB 16 S. 20 f.).

3.1.2 Vom 2. bis 5. Juni 2017 war der Beschwerdeführer im Spital 
D.________ hospitalisiert, wobei ihm am Eintrittstag im Zusammenhang mit 
einer diagnostizierten koronaren 2-Gefäss-Erkrankung sechs Stents einge-
setzt wurden. Die Ärzte der Klinik G.________ gingen im Bericht vom 
28. November 2017 (AB 54) für die Zeit nach der stationären Behandlung 
zunächst von einer 60%igen Arbeitsunfähigkeit aus und attestierten ab dem 
Berichtsdatum eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkei-
ten, wobei sie eine kurzfristige Steigerung als zumutbar erachteten.

3.1.3 Der Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. med. C.________ vom 
11. Mai 2018 (AB 65 S. 4 ff.) sind als Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine koronare Herzkrankheit (2-Gefäss-Erkrankung; Erst-
diagnose im Juni 2017), eine fortgeschrittene Coxarthrose beidseits, eine 
Periarthropathia humeroscapularis (PHS) tendinotica und calcarea rechts 
sowie ein Lumbovertebralsyndrom zu entnehmen. Seit der letzten RAD-
Beurteilung vom 3. April 2017 (vgl. E. 3.1.1 hiervor) seien eine Herzkathe-
ter-Untersuchung und wegen einer koronaren 2-Gefäss-Erkrankung die 
Implantation von sechs Stents erfolgt. Gemäss der Kardiologie des Spitals 
D.________ bestehe unter Berücksichtigung der übrigen körperlichen Ge-
sundheitsstörungen seit dem 28. November 2017 eine Arbeitsfähigkeit von 

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80 %. De facto gelte bis auf weiteres das von RAD-Arzt Dr. med. 
E.________ am 3. April 2017 erstellte Zumutbarkeitsprofil (S. 8). 

In einer weiteren Stellungnahme vom 30. Oktober 2018 (AB 75 S. 3 und 8) 
führte der RAD-Arzt Dr. med. C.________ aus, aufgrund der im Rahmen 
des Einwandes eingereichten medizinischen Unterlagen ergäben sich kei-
ne neuen medizinischen Sachverhalte, welche die frühere medizinische 
Einschätzung verändern würden. Die zu erwartende Hüftgelenksendopro-
these beidseits werde zu einer befristeten Arbeitsunfähigkeit, aber zu kei-
ner länger andauernden Änderung des Zumutbarkeitsprofils führen. Es 
gelte weiterhin das von RAD-Arzt Dr. med. E.________ am 3. April 2017 
erstellte Zumutbarkeitsprofil.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

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sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Urteilt das Gericht indessen ab-
schliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus dem Verfahren vor 
dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 
465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162). 

3.3 Die Aktenbeurteilungen der RAD-Ärzte Dr. med. E.________ vom 
3. April 2017 (AB 43) und Dr. med. C.________ vom 11. Mai bzw. 30. Ok-
tober 2018 (AB 65 und 75) erfassen den gesamten massgeblichen medizi-
nischen Sachverhalt und stützen sich auf die vollständigen jeweiligen Vor-
akten (Anamnese; vgl. AB 43 S. 3, 65 S. 3 f., 75 S. 2 f.). Dabei legten die 
RAD-Ärzte die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Si-
tuation einleuchtend dar und begründeten ihre Schlussfolgerungen nach-
vollziehbar. Auch ergeben sich weder aus den kohärenten und diesbezüg-
lich widerspruchsfreien Akten noch aus der beschwerdeweise vorgebrach-
ten Kritik Anhaltspunkte, die auch nur geringe Zweifel an der Vollständigkeit 
und Schlüssigkeit der RAD-Aktenbeurteilungen zu wecken vermöchten. 
Anhand der medizinischen Akten ist ausgewiesen und unbestritten, dass 
verschiedene degenerative Beeinträchtigungen am Bewegungsapparat, 
namentlich eine beidseitige schwere Coxarthrose (die langfristig einer pro-
thetischen Versorgung bedarf [vgl. AB 75 S. 8, 27 S. 3]), ein PHS an bei-
den Schultern (AB 73 S. 1 und 3) sowie ein lumbovertebrales Schmerzsyn-
drom (mit Multietagediskopathie und DISH [Diffuse idiopathische Ske-
letthyperostose bzw. Morbus Forestier], vgl. AB 27 S. 2 bzw. 75 S. 6) be-
stehen. Das gestützt darauf vom RAD-Arzt Dr. med. E.________ in der 
Stellungnahme vom 3. April 2017 (AB 43 S. 3) formulierte differenzierte 

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negative (keine schweren, rein stehenden oder gehenden Tätigkeiten, kei-
ne Überkopfarbeiten) respektive positive (wechselbelastende, leichte bis 
mittelschwere Tätigkeiten mit einer Gewichtsbelastung von maximal 10 kg 
und der Möglichkeit von Positionswechseln) und von RAD-Arzt Dr. med. 
C.________ wiederholt bestätigte (vgl. AB 65 S. 8, 75 S. 8) Belastungspro-
fil berücksichtigt die Beschwerden und funktionellen Einschränkungen und 
vermag daher zu überzeugen. 

Das Belastungsprofil ist zudem mit den von der behandelnden Ärztin 
Dr. med. F.________ beschriebenen funktionellen Einschränkungen (deut-
lich eingeschränkte bis aufgehobene Hüftgelenksbeweglichkeit beidseits, 
eingeschränkte LWS- und beidseitige Schultergelenksbeweglichkeit [AB 27 
S. 4 Ziff. 1.7, 73 S. 1]) gut vereinbar, zumal sie sogar für die (körperlich 
belastende) …-Tätigkeit von einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit ausging 
(AB 27 S 4 Ziff. 1.7, 51 S. 4) und zudem ebenfalls eine körperlich wechsel-
belastende Tätigkeit mit einer Gewichtslimite von 10 kg grundsätzlich als 
ganztags zumutbar erachtete (AB 27 S. 6). Weiter ging die Hausärztin 
Dr. med. H.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, im Bericht 
vom 23. Januar 2018 (AB 57 S. 2) ebenfalls von einer Gewichtslimite von 
10 kg aus. Für die von ihr gleichzeitig attestierte Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit von lediglich vier Stunden täglich bei normalem 
Tempo fehlt dagegen eine nachvollziehbare Begründung. Zudem handelt 
es sich hierbei um eine allgemein-internistische (vgl. zur Bedeutung der 
fachärztlichen Qualifikation der Ärzte hinsichtlich des Beweiswertes ihrer 
Aussagen: Entscheid des Bundesgerichts vom 22. März 2010, 
8C_83/2010, E. 3.2.3 mit Hinweisen) Einschätzung ohne Auseinanderset-
zung mit den medizinischen Akten. Überdies räumte die behandelnde 
Hausärztin mehrfach ein, dass sie den Beschwerdeführer nur sporadisch 
sehe, ihn zu wenig kenne und keine Informationen über die zumutbare Ar-
beitsfähigkeit abgeben könne (vgl. AB 37 S. 4, 16 S. 2 ff. [Ziff. 1.2, 1.4, 
1.7 ff., handschriftliche Anmerkung am Schluss des Berichts]). Insofern ist 
der Bericht von Dr. med. H.________ vom 23. Januar 2018 (AB 57 S. 1 ff.) 
– der dem RAD-Arzt Dr. med. C.________ zudem vorlag (vgl. AB 65 S. 1) 
– nicht geeignet, Zweifel an den Einschätzungen des RAD zu wecken. 

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Sodann sind den vom Beschwerdeführer im Rahmen des Einwandes ein-
gereichten Unterlagen keine wesentlichen neuen Aspekte zu entnehmen: 
Dr. med. F.________ gab im Eintrag in die Krankengeschichte vom 28. Ju-
ni 2018 (AB 73 S. 1) im Wesentlichen die bisherige Befundlage wieder und 
auch die Radiologie-Berichte des Spitals I.________ vom 6. Januar 2017 
und 7. März 2018 (AB 73 S. 2 f.) beschrieben lediglich die bekannten de-
generativen Veränderungen am Bewegungsapparat. Ferner ist darauf hin-
zuweisen, dass der seit Jahren bestehende Diabetes mellitus (Typ 1 bzw. 
unklarer Denomination) unterschiedlich teilweise den Diagnosen mit re-
spektive ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit oder gar keiner Katego-
rie zugeordnet wurde (vgl. AB 16 S. 2 und 20, 27 S. 2, 51 S. 3, 54 S. 8 und 
12, 57 S. 1, 59 S. 1 und 4, 65 S. 7), ohne dass in diesem Zusammenhang 
eine Einschränkung der Arbeits- oder Leistungsfähigkeit attestiert worden 
wäre. Unter der zumutbaren und offenbar etablierten Insulintherapie beste-
hen denn auch keine Hinweise für eine diesbezügliche Einschränkung der 
funktionellen Leistungsfähigkeit. Das urologische Problem der leichten 
erektilen Dysfunktion (AB 57 S. 4 f.) begründet offenkundig keine Arbeits-
unfähigkeit und auch auf dem kardiologischen Gebiet bestand lediglich 
während der Hospitalisierung zur Stent-Einlage im Juni 2017 eine kurze 
vollständige Arbeitsunfähigkeit (AB 59 S. 9). Die danach in den Berichten 
der Kardiologie des Spitals D.________ festgehaltenen Arbeitsunfähigkeit 
von initial 60 % zwischen dem 7. Juni und 28. November 2017 bzw. die 
anschliessende Arbeitsfähigkeit von 80 % für angepasste Tätigkeiten mit 
kurzfristig zumutbarer Steigerung (AB 54 S. 4 f.) basierten auf den Ergeb-
nissen der Spiroergonomie, entsprechen einer mittelschwer reduzierten 
körperlichen Leistungsfähigkeit (AB 54 S. 4, 8, 12) und lassen sich gut mit 
dem Belastungsprofil von RAD-Arzt Dr. med. E.________ (AB 43 S. 3) ver-
einbaren.

3.4 Die Aktenbeurteilungen der RAD-Ärzte Dres. med. E.________ 
(AB 43) und C.________ (AB 65 und 76) erfüllen somit die Anforderungen 
der Rechtsprechung an eine beweiskräftige versicherungsinterne Aktenbe-
urteilung (vgl. E. 3.2 hiervor). Auch die Einschätzungen im Bericht des Spi-
tals D.________ vom 28. November 2017 (AB 54) betreffend den kardiolo-
gischen Gesundheitszustand überzeugen. Die Beschwerdegegnerin hat 
den medizinischen Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt, weshalb auf 

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weitere Beweismassnahmen, namentlich das Einholen medizinischer Be-
richte über eine frühere psychiatrische Behandlung (vgl. AB 67 S. 5 
Ziff. 3.3) respektive des nachbehandelnden Kardiologen (vgl. AB 54 S. 11), 
zu verzichten ist, denn davon sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten 
(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2017 ALV Nr. 6 S. 18 E. 4.2). 
Der Beschwerdeführer war demzufolge in einer angepassten Tätigkeit mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429 f., 
138 V 218 E. 6 S. 221) vom 7. Juni bis 28. November 2017 zu 60 % bzw. 
nachfolgend zu höchstens 20 % arbeitsunfähig (AB 75 S. 3 i.V.m. AB 54 
S. 4 i.V.m. AB 43 S. 3).

4.

Die Beschwerdegegnerin gelangte im (aktualisierten) Abklärungsbericht 
Haushalt/Erwerb vom 13. Juni 2018 (AB 67) zum Schluss, dass der Be-
schwerdeführer nach Ablauf der Wartezeit und im Anschluss daran (vgl. 
Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG) nicht zu mindestens 40 % invalid war (AB 67 
S. 15 Ziff. 9). Die Invaliditätsbemessung anhand der gemischten Methode 
(vgl. E. 2.3 hiervor) berücksichtigte die zwischenzeitlichen Veränderungen 
des Gesundheitszustandes im Jahr 2017 sowie die per 1. Januar 2018 in 
Kraft getretene Änderung der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201; vgl. Bundesamt für Sozialversi-
cherungen [BSV], IV-Rundschreiben Nr. 372). Die dabei getroffene An-
nahme, der Beschwerdeführer wäre im hypothetischen Validitätsfall zu 
60 % erwerbstätig bzw. zu 40 % im Haushalt beschäftigt, gründet insbe-
sondere auf seiner Berufsbiographie sowie dem Finanzbedarf der Familie 
und bezieht auch die Wiederverheiratung bzw. erneute Vaterschaft im Jahr 
2018 mit ein (AB 67 S. 5 f. Ziff. 3.4). Diese Statusfestlegung (vgl. dazu BGE 
144 I 28 E. 2.3 S. 30, 141 V 15 E. 3.1 S. 20) ist mit Blick auf die konkreten 
Umstände einleuchtend und wird seitens des Beschwerdeführers denn 
auch nicht gerügt. Dasselbe gilt für die fehlende Einschränkung im Aufga-
benbereich, welche sich aus dem sorgfältig begründeten Betätigungsver-
gleich ergibt (AB 67 S. 11-13 Ziff. 7.2; vgl. auch Rz. 3087 f. des Kreis-
schreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversi-

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cherung [KSIH]). Der Abklärungsbericht erfüllt die höchstrichterlichen Be-
weisanforderungen, zumal klar feststellbare Fehleinschätzungen der Ab-
klärungsperson nicht vorliegen und ein gerichtlicher Ermessenseingriff 
deshalb von vornherein ausser Betracht fällt (vgl. BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63). Schliesslich ist auch die Ermittlung der Ein-
schränkung im Erwerb, namentlich die Verwendung der gleichen lohnstatis-
tischen Grundlage für beide Vergleichseinkommen (AB 67 S. 18 f. Ziff. 5.2), 
im Ergebnis nicht zu beanstanden und ergibt zu keinen Weiterungen An-
lass. Die Verwaltung berechnete für den gesamten massgeblichen Beurtei-
lungszeitraum ab März 2017 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG; AB 1 S. 9) einen IV-
Grad von unter 40 % (AB 67 S. 14 Ziff. 8, 78 S. 2 f.), was keinen Renten-
anspruch begründet (vgl. E. 2.2 hiervor). 

Demnach ergibt sich, dass die Leistungsabweisung mit Verfügung vom 
15. November 2018 (AB 78) zu Recht erfolgte. Die Beschwerde ist abzu-
weisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat 
der unterliegende Beschwerdeführer die Verfahrenskosten, gerichtlich be-
stimmt auf Fr. 800.--, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem 
geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, IV/18/940, Seite 13

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

 

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.