# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0b4b8d2-bf40-523c-9482-99b4a402268d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.06.2024 C-832/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-832-2022_2024-06-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-832/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richterin Viktoria Helfenstein (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiberin Patrizia Levante. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch,  

Verfügung der IVSTA vom 31. Januar 2022. 

 

 

 

C-832/2022 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) mit Ver-

fügung vom 31. Januar 2022 – in Bestätigung ihres Vorbescheids vom 

30. April 2021 (IVSTA-act. 155) – dem am (…) 1980 geborenen und in 

Deutschland wohnhaften deutschen Staatsangehörigen A._______ (nach-

folgend: Versicherter), welcher im Rahmen seiner Erwerbstätigkeit in der 

Schweiz während 17 Monaten Beiträge an die obligatorische Alters-, Hin-

terlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) entrichtet (IVSTA-

act. 231) und in Deutschland Beitragszeiten von 266 Monaten zurückge-

legt hatte (IVSTA-act. 35/3-4), mit Wirkung ab dem 1. September 2013 eine 

halbe Invalidenrente im Betrag von Fr. 84.- pro Monat zusprach, wobei der 

nachzuzahlende Rentenbetrag von insgesamt Fr. 8'521.- (September 2013 

bis Januar 2022) auf ein Wartekonto gebucht wurde (IVSTA-act. 234 = 

BVGer-act. 1/1), 

dass die IVSTA zur Begründung ausführte, beim Versicherten bestehe aus 

orthopädischen Gründen seit dem 8. September 2012 in der zuletzt aus-

geübten Tätigkeit als Schreiner eine Arbeitsunfähigkeit von 50% und in 

leichteren, dem Gesundheitszustand besser angepassten Tätigkeiten (z.B. 

Bürotätigkeit) sei der Versicherte gemäss psychiatrischer Beurteilung seit 

dem 8. September 2012 zu 36% arbeitsunfähig, so dass die ermittelte Er-

werbseinbusse 53% betrage (BVGer-act. 1/1 S. 2), 

dass sich die IVSTA namentlich auf die Stellungnahmen ihres medizini-

schen Dienstes vom 8. Januar 2022 (IVSTA-act. 227) und 21. April 2021 

(IVSTA-act. 154) sowie diejenige des RAD Rhone vom 21. Januar 2021 

(IVSTA-act. 148) stützte, wonach beim Versicherten eine rezidivierende 

ängstlich-depressive Symptomatik vorliege (vgl. auch BVGer-act. 9/2) so-

wie beidseitige Gonarthrosen und eine beginnende Coxarthrose diagnos-

tiziert wurden (IVSTA-act. 148/2 f.), 

dass der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) gegen die Verfü-

gung der IVSTA (nachfolgend auch: Vorinstanz) vom 31. Januar 2022 mit 

Eingabe vom 17. Februar 2022 (BVGer-act. 1) Beschwerde beim Bundes-

verwaltungsgericht erhob mit dem Antrag, es sei die Rechtmässigkeit der 

angefochtenen Verfügung zu prüfen, 

dass der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren als Beweismittel 

zahlreiche medizinische Unterlagen einreichte (BVGer-act. 2/1 ff.) und na-

mentlich den Beginn des Rentenanspruchs sowie die Invaliditätsbemes-

sung bzw. die entsprechenden Berechnungsgrundlagen in Frage stellt und 

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eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geltend macht 

(BVGer-act. 1), 

dass der mit Zwischenverfügung vom 22. März 2022 einverlangte Kosten-

vorschuss von Fr. 800.- (BVGer-act. 3) am 31. März 2022 geleistet wurde 

(BVGer-act. 4), 

dass die Vorinstanz – im Hinblick auf die von ihr einzureichende Vernehm-

lassung – die Angelegenheit dem zuständigen IV-Stellenarzt bzw. einem 

Facharzt für Psychiatrie zur Zweitbeurteilung unterbreitete und dessen 

Stellungnahme einholte (BVGer-act. 7), 

dass laut Stellungnahme des IV-Stellenarztes Dr. med. B._______, Fach-

arzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 18. September 2023 bei 

der Verbindungsstelle ein unabhängiger psychiatrischer, orthopädischer 

sowie allgemeinärztlicher Bericht mit Angabe des Krankheitsverlaufs und 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit einzuholen sowie der genaue Verlauf der 

beruflichen Tätigkeit des Beschwerdeführers zusammenzustellen sind 

(BVGer-act. 9/2), 

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 21. September 2023 be-

antragt, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und die Sache sei im Sinne der erwähnten Stellungnahme des 

IV-Stellenarztes an die Verwaltung zurückzuweisen (BVGer-act. 9), 

dass dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 20. November 2023 die 

Möglichkeit gegeben wurde, innert 30 Tagen ab Erhalt der Verfügung zur 

beabsichtigten Rückweisung Stellung zu nehmen und seine Beschwerde 

allenfalls zurückziehen, wobei er gleichzeitig darauf hingewiesen wurde, im 

Unterlassungsfall werde von der Aufrechterhaltung der Beschwerde aus-

gegangen (BVGer-act. 10), 

dass der Beschwerdeführer am 24. November 2023 telefonisch mitteilte, 

er habe die besagte Verfügung am 23. November 2023 erhalten und glei-

chentags auf die Poststelle zurückgebracht (siehe dazu auch BVGer-

act. 12), er sei mit der beabsichtigten Rückweisung der Sache an die Vor-

instanz einverstanden und wolle die Beschwerde nicht zurückziehen 

(BVGer-act. 11),  

dass sich der Beschwerdeführer innert der 30-tägigen Frist (Ablauf: 8. Ja-

nuar 2024) nicht schriftlich vernehmen liess, 

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und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 VGG in Verbindung 

mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG (SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden 

gegen Verfügungen der IVSTA zuständig ist und vorliegend keine Aus-

nahme im Sinne von Art. 32 VGG gegeben ist, 

dass das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht sich grundsätzlich 

nach dem VwVG richtet, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG), wobei gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG die besonderen Bestimmungen 

des ATSG (SR 830.1) vorbehalten bleiben, 

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegiti-

miert ist, 

dass die Beschwerde unbestrittenermassen frist- und formgerecht einge-

reicht wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG), weshalb auf die Be-

schwerde einzutreten ist, nachdem der Kostenvorschuss rechtzeitig geleis-

tet wurde (Art. 63 Abs. 4 i.V.m. Art. 21 Abs. 3 VwVG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht ein-

schliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die 

unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-

verhalts und die Unangemessenheit prüft (Art. 49 VwVG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden ist (Art. 62 Abs. 4 VwVG), 

dass in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massge-

blich sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestan-

des Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3), und das Sozialversicherungs-

gericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum 

Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 31. Ja-

nuar 2022) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 132 V 215 E. 3.1.1),  

dass vorliegend offensichtlich ein grenzüberschreitender Sachverhalt mit 

Bezug zur EU vorliegt (vgl. dazu BGE 145 V 231 E. 7.1 m.H.), da der Be-

schwerdeführer deutscher Staatsangehöriger ist, in Deutschland wohnt 

und in der AHV/IV versichert war,  

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dass folglich das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA, 

SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemeinschaft zur Koordinie-

rung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des FZA, ins-

besondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verord-

nungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: VO 

Nr. 883/2004) und Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11; nachfolgend: VO 

Nr. 987/2009) zur Anwendung gelangen und seit dem 1. Januar 2015 in 

der Schweiz auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, 

Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehun-

gen zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar sind, 

dass soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundlage anwendbaren gemein-

schaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Bestimmungen vorse-

hen, sich die Ausgestaltung des Verfahrens und die materielle Prüfung in-

dessen auch im Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvor-

schriften nach schweizerischem Recht richten (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; 

Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4), 

dass Anspruch auf eine ordentliche schweizerische IV-Rente einzig Versi-

cherte haben, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jah-

ren Beiträge geleistet haben (Art. 36 Abs. 1 IVG), wobei – falls diese Min-

destbeitragsdauer mit schweizerischen Versicherungszeiten, die nicht we-

niger als ein Jahr betragen dürfen, nicht erfüllt ist – bei Schweizern und 

Angehörigen von EU/EFTA-Staaten Beitragszeiten mitberücksichtigt wer-

den, die in einem EU/EFTA-Staat zurückgelegt worden sind (vgl. zum Gan-

zen: Kreisschreiben über das Verfahren zur Leistungsfestsetzung in der 

AHV/IV/EL [KSBIL], gültig ab 4. April 2016, Rz. 3005), 

dass vorliegend die dreijährige Mindestbeitragsdauer erfüllt ist angesichts 

der vom Beschwerdeführer in den Jahren 2005 bis 2007 (17 Monate) an 

die schweizerische AHV/IV geleisteten Beiträge (IVSTA-act. 231) sowie der 

von ihm seit 1995 bis zum (vorinstanzlich angenommenen) Invaliditätsein-

tritt am 8. September 2013 (IVSTA-act. 236/3) in Deutschland zurückge-

legten Versicherungszeiten von über zwei Jahren (IVSTA-act. 35/3-4),  

dass der Versicherungsträger die Begehren prüft, die notwendigen Abklä-

rungen von Amtes wegen vornimmt und die erforderlichen Auskünfte ein-

holt (Art. 43 Abs. 1 ATSG),  

dass der Versicherer darüber befindet, mit welchen Mitteln er den rechts-

erheblichen Sachverhalt abklärt, und ihm ein grosser Ermessensspielraum 

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hinsichtlich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizini-

schen Erhebungen zukommt (siehe z.B. Urteil des BGer 9C_28/2010 vom 

12. März 2010 E. 4.1 m.H.), 

dass auch bei Auslandsachverhalten in jedem Einzelfall zu bestimmten ist, 

welches Mittel geeignet ist, den rechtserheblichen medizinischen Sachver-

halt festzustellen (vgl. Urteil des BGer 9C_235/2013 vom 10. September 

2013 E. 3.2 m.H.),  

dass nach dem hier anwendbaren europäischen Koordinationsrecht der 

zuständige Träger grundsätzlich ein echtes Wahlrecht hat, indem er entwe-

der den Träger des Wohn- oder Aufenthaltsortes der berechtigten Person 

ersuchen kann, eine ärztliche Untersuchung vorzunehmen (vgl. Art. 82 VO 

Nr. 883/2004 und Art. 87 Abs. 1 VO Nr. 987/09), oder es dem zuständigen 

Träger freisteht, die betreffende Person durch einen Arzt seiner Wahl un-

tersuchen zu lassen, wobei das auch vor Ort im jeweiligen Wohn- oder 

Aufenthaltsstaat geschehen kann (vgl. Art. 87 Abs. 2 VO Nr. 987/09; siehe 

zum Ganzen: BERNHARD SPIEGEL, in: Fuchs/Janda [Hrsg.], Europäisches 

Sozialrecht, 8. Aufl. 2022, Art. 82 VO Nr. 883/2004 N 2 ff., insb. N 6), 

dass sich aus den massgeblichen Koordinationsvorschriften somit kein 

Rechtsanspruch auf eine Begutachtung im Wohnsitzstaat ergibt (vgl. Urteil 

des BVGer C-1331/2020 vom 28. April 2021 E. 5.5), 

dass dementsprechend kein Rechtsanspruch auf eine Begutachtung im 

Ausland besteht (vgl. Urteil des BGer 9C_235/2013 vom 10. September 

2013 E. 3.2 m.H.),  

dass sich die Anordnung einer Begutachtung in der Schweiz jedoch als 

nicht erforderlich und daher unverhältnismässig erweisen kann, sofern die 

Durchführung der Abklärung ohne weiteres auch am Wohnort der versi-

cherten Person möglich ist (vgl. Urteil des BGer I 166/06 vom 30. Januar 

2007; siehe auch Urteil des BVGer C-4403/2017 vom 3. September 2018 

E. 5.2), 

dass die ausländische Abklärungsstelle mit den Grundsätzen der schwei-

zerischen Versicherungsmedizin vertraut sein muss (vgl. dazu Urteil des 

BGer 9C_235/2013 vom 10. September 2013 E. 3.2), 

dass umfassende, schlüssige und nachvollziehbare medizinische Angaben 

zum Gesundheitsverlauf und der damit einhergehenden Arbeits(un)fähig-

keit der versicherten Person in der bisherigen und in einer leidens-

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angepassten Tätigkeit erforderlich sind (vgl. dazu BGE 134 V 231 E. 5.1; 

125 V 351 E. 3a), 

dass sich die rechtsanwendenden Stellen von rechtsstaatlichen Grundsät-

zen leiten zu lassen haben, wozu die Verpflichtung zur Objektivität und Un-

voreingenommenheit ebenso gehört wie der Grundsatz der rationellen Ver-

waltung (vgl. statt vieler: Urteil des BGer 9C_777/2011 vom 3. Februar 

2012 E. 2.2 m.H.),  

dass sich vorliegend nach Einsicht in die Akten bzw. medizinischen Grund-

lagen weitere Abklärungen betreffend Gesundheitszustand und Funktions-

einschränkungen des Beschwerdeführers aufdrängen, zumal keine ent-

sprechende aktuelle und interdisziplinäre Beurteilung unter Einbezug der 

bisher involvierten Disziplinen (Orthopädie, Psychiatrie, Allgemeinmedizin) 

aktenkundig ist,  

dass unter diesen Umständen für das Bundesverwaltungsgericht keine An-

haltspunkte ersichtlich sind, weshalb dem übereinstimmenden Antrag der 

Parteien auf Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen, insbeson-

dere zur Einholung eines psychiatrischen, orthopädischen sowie allge-

meinärztlichen Berichts bei unabhängigen, mit der Sache nicht vorbefass-

ten Facharztpersonen, nicht entsprochen werden sollte,  

dass die – vom IV-Stellenarzt vorgeschlagene – Einholung des besagten 

interdisziplinären Berichts via die zuständige Verbindungsstelle in Deutsch-

land nach dem Gesagten voraussetzt, dass die entsprechenden Facharzt-

personen mit den Grundsätzen der schweizerischen Versicherungsmedizin 

vertraut sind und in diesem Sinne eine gleichwertige Abklärungsstelle vor-

liegt, ansonsten die notwendigen Abklärungen in der Schweiz vorzuneh-

men sind (vgl. dazu Urteile des BVGer C-2958/2015 vom 8. Juni 2016 

E. 3.1.2 und C-3716/2017 vom 26. Januar 2018 E. 5.2, je m.H.),  

dass die Grundsätze der Versicherungsmedizin in Deutschland und der 

Schweiz unterschiedlich ausgestaltet sind, weshalb rechtsprechungsge-

mäss nicht unbesehen auf die Beurteilung deutscher Ärzte bzw. Gutachter 

abgestellt werden kann (vgl. zit. Urteil des BVGer C-3716/2017 E. 5.2 

m.H.), sondern – mangels einer gleichwertigen Abklärungsstelle – nament-

lich eine notwendige psychiatrische Begutachtung in der Schweiz zu erfol-

gen hat (vgl. zit. Urteil des BVGer C-2958/2015 E. 3.1.2 m.H. auf Urteil des 

BVGer C-4128/2009 vom 25. Mai 2011 E. 7.4),  

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dass zudem die Medizinalpersonen, welche in der Schweiz über eine an-

erkannte Facharztausbildung verfügen, regelmässig an versicherungsme-

dizinischen Fortbildungen teilnehmen und sich dadurch laufend auf dem 

aktuellen Wissensstand befinden (vgl. zit. Urteil des BVGer C-2958/2015 

E. 3.1.2 m.H. auf BGE 137 V 210 E. 1.2.2 [Ziff. 12]), 

dass das fehlende Wissen und die fehlende Erfahrung im Bereich der 

schweizerischen Versicherungsmedizin durch eine entsprechende Instruk-

tion seitens der Vorinstanz nicht aufgehoben werden könnte und es zudem 

nicht Aufgabe der Vorinstanz ist, den Arztpersonen versicherungsmedizini-

sche Weiterbildung zu erteilen (vgl. zit. Urteil des BVGer C-3716/2017 

E. 5.2 m.w.H.),  

dass es sich demzufolge rechtfertigt, den Beschwerdeführer in der Schweiz 

begutachten zu lassen, nachdem – neben orthopädischen und allgemein-

medizinischen – namentlich psychiatrische Abklärungen notwendig sind 

und laut Akten keine Gründe gegen deren Zumutbarkeit sprechen (vgl. 

Art. 43 Abs. 2 ATSG), 

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,  

dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Weisun-

gen an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann,  

dass die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung 

ausnahmsweise zulässig ist, da hier erstmalig grundlegende Abklärungen 

durchzuführen sind (vgl. hierzu BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4), 

dass demnach die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung 

vom 31. Januar 2022 aufzuheben und die Sache zu weiteren Abklärungen 

im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen ist,  

dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der beschwerdefüh-

renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens jedoch keine Verfahrenskosten 

aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG, Art. 6 Bst. b des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und der geleistete 

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Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- dem Beschwerdeführer nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten ist,  

dass die (unterliegende) Vorinstanz keine Parteientschädigung beanspru-

chen kann (Art. 7 Abs. 3 VGKE), 

dass dem nicht vertretenen Beschwerdeführer keine verhältnismässig ho-

hen Kosten entstanden sind, weshalb ihm ebenfalls keine Parteientschädi-

gung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 8 VGKE). 

 

 

Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite. 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 31. Januar 2022 aufgehoben und die Sache zu weiteren Abklä-

rungen im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die Vor-

instanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird 

der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.- nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das BSV. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Viktoria Helfenstein Patrizia Levante 

 

  

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Seite 11 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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