# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f30cdddb-aeed-5b70-b1c7-e62d118b9c83
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 09.07.2014 PA140023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA140023_2014-07-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PA140023-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Diggelmann und Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Kröger. 

Beschluss und Urteil vom 9. Juli 2014 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschwerdeführerin, 

 

sowie 

 

Psychiatrische ...klinik B._____, 
Verfahrensbeteiligte, 

 

betreffend fürsorgerische Unterbringung 

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Horgen 

vom 20. Juni 2014 (FF140035) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

 Die Beschwerdeführerin wurde am 11. Juni 2014 durch einen Arzt der SOS-

Ärzte mittels fürsorgerischer Unterbringung in die Psychiatrische Klinik B._____ 

eingewiesen (act. 11/2). Am 13. Juni 2014 erhob die Beschwerdeführerin Be-

schwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung (act. 1). Mit Verfügung vom 

16. Juni 2014 setzte das Einzelgericht des Bezirksgerichts Horgen (Vorinstanz) 

die Hauptverhandlung auf den 20. Juni 2014 an, forderte die ärztliche Leitung der 

Klinik zur Einreichung einer Stellungnahme und weiteren Unterlagen auf und be-

stellte Dr. med. C._____ als Gutachter (act. 5). An der Verhandlung vom 20. Juni 

2014 wurden das psychiatrische Gutachten mündlich erstattet und die Beschwer-

deführerin sowie die Oberärztin Dr. med. D._____ angehört (Prot. Vi S. 6 ff.). Mit 

Urteil vom gleichen Tag wies die Vorinstanz das Entlassungsgesuch ab (act. 16). 

Das Entscheiddispositiv wurde der Beschwerdeführerin unmittelbar nach der 

Hauptverhandlung mündlich eröffnet und übergeben (Prot. Vi S. 17). 

 Mit Eingabe vom 21. Juni 2014 erhob die Beschwerdeführerin beim Oberge-

richt Beschwerde (act. 20). Am 1. Juli 2014 wurde der Beschwerdeführerin das 

begründete Urteil der Vorinstanz zugestellt (act. 22/1). Um der Beschwerdeführe-

rin die umfassende Wahrung ihrer Interessen zu ermöglichen, wurde sie mit 

Schreiben vom 3. Juli 2014 darauf aufmerksam gemacht, dass sie ihre Be-

schwerdebegründung bis zum Ablauf der Beschwerdefrist von zehn Tagen ab Zu-

stellung des begründeten Entscheids ergänzen könne (act. 23). Am 7. Juli 2014 

(Datum Poststempel) reichte die Beschwerdeführerin eine ergänzende Be-

schwerdebegründung ein (act. 24). Im Wesentlichen bringt die Beschwerdeführe-

rin vor, die fürsorgerische Unterbringung erweise sich als überflüssig. Sie bleibe 

ohnehin freiwillig in der Psychiatrischen Klinik B._____. Seit Mai 2014 sei sie frei-

willig vorgemerkt für die offene Station. Dies zu ihrem eigenen Schutz bis die lau-

fenden Strafverfahren (u.a. betreffend eine Anzeige der Beschwerdeführerin ge-

gen ihren Vermieter) abgeschlossen seien bzw. bis ihre Wohnsituation geklärt sei. 

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Des weiteren führt die Beschwerdeführerin aus, sie wolle ganz einfach nach Hau-

se und endlich wieder arbeiten und eigenes Geld verdienen (act. 20; act. 24). 

 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Von der Einholung von Stel-

lungnahmen bzw. Vernehmlassungen wurde abgesehen. Das Verfahren ist 

spruchreif. 

2. Prozessuales 

 Die Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung ist innert der 10-

tägigen Frist von Art. 450b Abs. 2 ZGB beim Obergericht schriftlich einzureichen. 

Die Vorinstanz wies in ihrer Rechtsmittelbelehrung (sowohl im übergebenen Dis-

positiv als auch im später zugestellten begründeten Entscheid) darauf hin, eine 

Beschwerde gegen das Urteil könne innert 10 Tagen von der Eröffnung des Ent-

scheids an erhoben werden. Diese Formulierung ist insofern missverständlich, als 

die Eröffnung des Entscheids bereits mit Übergabe des Dispositivs erfolgt (vgl. 

Art. 239 ZPO). Es ist daher klarzustellen, dass die Beschwerdefrist - auch bei 

vorgängiger Mitteilung des Entscheids im Dispositiv - erst ab Zustellung des be-

gründeten Entscheids zu laufen beginnt. Denn von der Beschwerde führenden 

Partei kann nach Treu und Glauben (Art. 52 ZPO) nicht verlangt werden, die Be-

schwerde in Unkenntnis der Begründung des angefochtenen Entscheids zu ver-

fassen (vgl. dazu OGerZH NA110008 vom 24. März 2014, zwar noch zum alten 

kantonalen Recht, aber nach wie vor gültig). Entsprechend wurde die Beschwer-

deführerin auf die Möglichkeit hingewiesen, ihre Beschwerdebegründung innert 

zehn Tagen nach Zustellung des begründeten Entscheids zu ergänzen (act. 23). 

Eine Begründung der Beschwerde ist nicht erforderlich (Art. 450 Abs. 3, Art. 450e 

Abs. 1 ZGB). Die gerichtlichen Beschwerdeinstanzen erforschen den Sachverhalt 

von Amtes wegen (Art. 446 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 65 EG KESR). Dem Rechtsmittel 

kommt keine aufschiebende Wirkung zu (Art. 450e Abs. 2 ZGB).  

3. Materielles 

3.1. Eine natürliche Person, die an einer psychischen Störung oder an einer 

geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten 

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Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung 

nicht anders erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Die betroffene Person muss 

entlassen werden, sobald die geschilderten Voraussetzungen nicht mehr erfüllt 

sind (Art. 426 Abs. 3 ZGB). Soweit die Umschreibung der die fürsorgerische Un-

terbringung (FU) rechtfertigenden Schwächezustände von der bisherigen Rege-

lung (aArt. 397a Abs. 1 ZGB) abweicht, wird von einer blossen terminologischen 

Änderung gesprochen (BSK Erw.Schutz-Geiser/Etzensberger, Art. 426 N. 2). 

Wenn nötig, kann daher für die Konkretisierung der Schwächezustände die bishe-

rige Praxis herangezogen werden. Bei der psychischen Störung handelt es sich 

um einen klinisch erkennbaren Komplex von Symptomen oder Verhaltensauffäl-

ligkeiten, die auf der individuellen Ebene mit der Belastung und Beeinträchtigung 

von Funktionen verbunden sind. Soziale Abweichungen oder soziale Konflikte al-

lein werden nicht als psychische Störungen angesehen. In der Regel muss eine 

gestörte Lebensfunktion als Beeinträchtigung des Wohlbefindens und der Leis-

tungsfähigkeit sowie der Fähigkeit zur Daseinsbewältigung vorliegen. Jede Stö-

rung muss einen gewissen Schwellenwert überschreiten (Christof Bernhart, 

Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N. 268 f. m.w.H.).  

3.1.1. Die Vorinstanz erachtete das Vorliegen einer psychischen Störung im Sinne 

des Gesetzes gestützt auf die Ausführungen des beigezogenen Gutachters (Prot. 

Vi S. 12 ff.), der schriftlichen Ausführungen der Psychiatrischen Klinik B._____ 

(act. 11/1) sowie der eigenen Wahrnehmung an der Hauptverhandlung (Prot. Vi 

S. 6 ff.) als gegeben (act. 17 = act. 19 S. 4).  

3.1.2. Der von der Vorinstanz beigezogene Gutachter Dr. med. C._____ diagnos-

tizierte bei der Beschwerdeführerin eine paranoide Schizophrenie. In seinem 

mündlich erstatteten Gutachten anlässlich der Hauptverhandlung hielt er fest, die 

Beschwerdeführerin sei erstmals im Frühjahr 2012 aufgrund einer Depression 

hospitalisiert worden. Danach seien im Abstand von wenigen Tagen bis zu ein-

einhalb Monaten fünf weitere Hospitalisationen erfolgt, wobei die Diagnose immer 

Depression gewesen sei. Bei der siebten Hospitalisierung sei zum ersten Mal Al-

koholabhängigkeit diagnostiziert worden. Zehn Monate später sei es zu einer ma-

nischen Phase mit psychotischen Symptomen und vier Monate später zur aktuel-

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len Hospitalisation gekommen. Aktuell stünden die Verfolgungserlebnisse durch 

Nachbarn und Vermieter im Vordergrund. Die Beschwerdeführerin zeige sich 

stark getrieben. Sie gehe zwecks Reizabschirmung aus eigenem Antrieb ins Iso-

lationszimmer, was zeige, dass die Beschwerdeführerin stark durch ihr Wahnerle-

ben gequält sei (Prot. Vi S. 12 f. und S. 15).  

3.1.3. Die Psychiatrische Klinik B._____ führte in ihrer ärztlichen Stellungnahme 

vom 18. Juni 2014 aus, die Beschwerdeführerin befinde sich in einer manischen 

Episode mit psychotischen Symptomen bei vorbekannter bipolarer affektiver Stö-

rung. Sie zeige ein ideenflüchtiges Denken sowie Beziehungs- und Verfolgungs-

wahn. Insbesondere habe sie Angst, ihr Vermieter werde in die Wohnung kom-

men und fürchte sich vor zwei Sexualstraftätern, welche beide in ihrem Haus 

wohnen würden. Sie habe ausserdem berichtet, dass sie sich bedroht fühle 

(act. 11/1).  

3.1.4. Nach Einschätzung der Vorinstanz habe die Beschwerdeführerin anlässlich 

der Hauptverhandlung zwar einen geordneten Eindruck gemacht, wobei sie 

äusserlich aber stark abgemagert gewirkt habe. Sie habe sich örtlich und zeitlich 

orientiert, aber uneinsichtig gezeigt, was ihr psychisches Befinden betreffe 

(act. 17 = act. 19 S. 3). Die geschilderten Ängste der Beschwerdeführerin bestäti-

gen sich in ihren Ausführungen an der Hauptverhandlung, aus denen hervorgeht, 

dass die Beschwerdeführerin nach wie vor unter Verfolgungsgedanken leidet. So 

gab sie an, sie würde nicht nach Hause gehen, denn dort sei "das Feuer am ko-

chen" und sie führte aus, sie habe Personenschutz beantragt wegen ihrem Haus-

besitzer sowie wegen einem Sexualstraftäter, der nach wie vor frei herum laufe. 

Deswegen habe sie auch in der Klinik Albträume gehabt und fühle sich unter 

Dauerstress (Prot. Vi S. 10 f.).  

3.1.5. Der vorinstanzlichen Annahme, dass die Beschwerdeführerin an einem 

Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB leide, ist gestützt auf die 

Einschätzung der Fachpersonen und aufgrund der Ausführungen der Beschwer-

deführerin anlässlich der Hauptverhandlung zu folgen. Die Beschwerdeführerin 

hat auch im Beschwerdeverfahren nichts vorgebracht, was darauf schliessen lies-

se, ihr gesundheitlicher Zustand hätte sich zwischenzeitlich verbessert. Vielmehr 

- 6 - 

führt sie auch im Beschwerdeverfahren aus, sie wolle sich zum eigenen Schutz in 

der Klinik aufhalten, was auf eine unveränderte Situation hinsichtlich der bereits 

im vorinstanzlichen Verfahren geäusserten Ängste hinweist (vgl. act. 20 und 24). 

3.2. Generell muss für die Anordnung bzw. den Verbleib in einer stationären 

Massnahme eine konkrete, unmittelbare und erhebliche Eigen- oder Fremdge-

fährdung vorliegen. Bei zahlreichen psychischen Störungen ist zwar ein Gefähr-

dungspotenzial vorhanden, die vom Gesetz geforderte Gefährdung muss jedoch 

kausal auf eine psychische Störung des Betroffenen zurückzuführen und es muss 

auch ein Bezug zwischen der psychischen Störung und der Gefährdung nachge-

wiesen sein (Christof Bernhart, a.a.O., N. 386 ff. m.w.H.). Ein Schwächezustand 

alleine rechtfertigt eine fürsorgerische Unterbringung also nicht. Es muss immer 

auch die Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung vorliegen (BSK 

Erw.Schutz-Geiser/Etzensberger, Art. 426 N. 7). 

3.2.1. Der von der Vorinstanz beigezogene Gutachter Dr. med. C._____ hielt fest, 

im Alter von 24 Jahren habe erstmals ein Suizidversuch der Beschwerdeführerin 

stattgefunden, danach seien im Jahr 2012 vier weitere Suizidversuche gefolgt. Er 

gehe davon aus, dass es sich auch bei dem Starkstromunfall im April 2013 (ge-

mäss den Vorakten sei die Beschwerdeführerin von einer Überführungsbrücke auf 

die SBB Fahrleitungen gesprungen; act. 4/2) um einen Suizidversuch gehandelt 

habe (Prot. Vi S. 12). Aktuell scheine die Suizidgefahr nicht sehr gross. Sie könne 

sich aber draussen bei Problemen schnell verschärfen. Die Folgen seien unab-

sehbar, sollte sich die Beschwerdeführerin unbeaufsichtigt stark verfolgt fühlen, 

wobei ihm insbesondere der Starkstrom-Vorfall schwere Sorgen bereite (Prot. Vi 

S. 12 und S. 14 f.).  

3.2.2. Auch die Klinikleitung führte aus, bei einer frühzeitigen Entlassung bestehe 

die Gefahr einer weiteren Verschlechterung des Zustandsbildes, insbesondere 

der Selbstgefährdung durch Selbstverletzung (bei vorbekannten Suizidversu-

chen). Durch den vorliegenden Verfolgungs- und Beziehungswahn sei die Be-

schwerdeführerin teils grossen Ängsten ausgesetzt, so dass sie sich in gefährli-

che Situationen begeben könnte, die für Dritte kaum nachvollziehbar seien und 

sowohl die Beschwerdeführerin als auch Dritte gefährden könnten. Im Rahmen 

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einer Reizüberflutung bei massiven Ängsten aufgrund der psychischen Störung 

sei auch eine erneute suizidale Handlung nicht auszuschliessen. Aufgrund der 

mangelnden Krankheits- und Behandlungseinsicht sei die Verwirklichung dieser 

Risiken als hoch zu werten. Aus den in der Stellungnahme der Klinik zusammen-

gefassten Vorgeschichte ergibt sich sodann, dass sich die Tochter der Beschwer-

deführerin am 9. Juni 2014 bei der Klinik gemeldet und mitgeteilt hatte, die Be-

schwerdeführerin habe ihr gegenüber mehrere Suiziddrohungen geäussert 

(act. 11/1).  

3.2.3. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin habe auch an der Hauptver-

handlung ein nach wie vor ausgeprägtes Krankheitsbild gezeigt. Bei einer soforti-

gen Entlassung bestehe die hohe Gefahr, dass sich der Zustand der Beschwerde-

führerin weiter verschlechtere und sie - aufgrund ihrer Ängste - sich selbst oder 

Dritte gefährde, wobei weitere suizidale Handlungen nicht ausgeschlossen seien. 

Dies insbesondere unter dem Eindruck des schweren Suizidversuchs im April 

2013 und dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin kurz vor der erneuten Ein-

weisung wiederum mehrmals Suizidabsichten geäussert habe (act. 17 = act. 19 

S. 5). Diese Einschätzung erscheint in Anbetracht der Ausführungen des Gutach-

ters sowie der Klinikleitung als überzeugend. Aufgrund der bestehenden Verfol-

gungsängste der Beschwerdeführerin sowie den in der Vorgeschichte bekannten 

teils schweren Suizidversuchen ist derzeit bei einer Aufhebung der fürsorgeri-

schen Unterbringung mit einer nicht unerheblichen Suizidgefahr zu rechnen.  

3.3. Die Behandlung der Beschwerdeführerin besteht gemäss Angaben der Kli-

nik aktuell darin, die psychotische Symptomatik durch geeignete Medikation ab-

zuschwächen sowie ein gewisses Mass an Krankheits- und Behandlungseinsicht 

zu erarbeiten, um eine ambulante Behandlung zu ermöglichen (act. 11/1). Wie die 

Beschwerdeführerin angibt, würde sie bei einer Entlassung die Medikamente ei-

genmächtig absetzen, wie sie dies jeweils auch nach früheren Aufenthalten getan 

habe (Prot. Vi S. 11 f.). Vor diesem Hintergrund und da die Beschwerdeführerin 

auch aktuell keine Krankheitseinsicht zeigt, kann ihr mit einer ambulanten Mass-

nahme nicht geholfen werden. Auch der Gutachter erachtet eine stationäre Be-

handlung als notwendig, da in der Beschwerdeführerin eine grosse Anspannung, 

- 8 - 

Unruhe und Überforderung vorhanden sei. Eine Entlassung könne ins Auge ge-

fasst werden, wenn sich der Wahn - insbesondere die Wahndynamik - zurückge-

bildet habe. Im Falle einer sofortigen Entlassung liessen sich die erwähnten Risi-

ken nicht eingrenzen (Prot. Vi S. 14 f.). Die notwendige persönliche Fürsorge 

kann der Beschwerdeführerin ausserhalb des stationären Rahmens der Klinik da-

her nicht entgegen gebracht werden. Nach Einschätzung des Gutachters sei die 

Klinik und ihr grundsätzliches Behandlungskonzept für die Behandlung sodann 

geeignet, was sich in den v.a. im Kontaktverhalten bereits erzielten Verbesserun-

gen zeige (Prot. Vi S. 13). Die stationäre Behandlung in der psychiatrischen Klinik 

ist damit nötig und geeignet, um die bestehende Selbstgefährdung einzudämmen. 

Damit ist auch die Verhältnismässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung der 

Beschwerdeführerin zu bejahen.  

 Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die Beschwerdeführerin angibt, 

freiwillig in der Klinik bleiben zu wollen, zumal die Beschwerdeführerin einen frei-

willigen Verbleib in der Klinik nur aus Gründen der eigenen Sicherheit und nicht 

zur Behandlung ihrer Krankheit wünscht. Aufgrund der fehlenden Krankheits- und 

Behandlungseinsicht könnte die notwendige Behandlung bei einem freiwilligen 

Aufenthalt mit jederzeitiger Austrittsmöglichkeit nicht gewährleistet werden, was 

auch durch die Ausführungen der Vertreterin der Klinik an der Hauptverhandlung 

bestätigt wird (Prot. Vi S. 16).  

3.4. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Beschwerde gegen 

die fürsorgerische Unterbringung zu Recht abgewiesen hat. Die Voraussetzungen 

einer fürsorgerischen Unterbringung sind nach dem Dargelegten auch im heuti-

gen Zeitpunkt noch gegeben. Die Beschwerde ist damit abzuweisen.  

4. Kostenfolgen 

4.1. Wie für das erstinstanzliche Verfahren ist der Beschwerdeführerin auch für 

das Rechtsmittelverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen, da sie 

von Sozialhilfeleistungen lebt (Prot. Vi S. 9) und damit offensichtlich nicht über die 

erforderlichen Mittel verfügt, um neben ihrem Lebensunterhalt für die Prozesskos-

- 9 - 

ten aufzukommen und ihre Beschwerde zudem nicht von vornherein als aus-

sichtslos erscheint. 

4.2. In Anwendung von § 5 Abs. 1 GebV OG ist die Entscheidgebühr auf 

Fr. 500.– festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Rechtsmittelverfah-

rens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 450f ZGB in Verbindung mit 

Art. 106 Abs. 1 ZPO), jedoch zufolge der ihr gewährten unentgeltlichen Prozess-

führung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Nachzahlungspflicht 

gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.  

Es wird beschlossen: 

1. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtspflege für das Be-

schwerdeverfahren gewährt. 

2. Schriftliche Mitteilung mit dem nachfolgenden Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Einzelgerichts des 

Bezirksgerichts Horgen vom 20. Juni 2014 wird bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das Rechtsmittelverfahren werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt, jedoch zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachzahlungspflicht 

nach Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, die Psychiatrische Klinik 

B._____ sowie – unter Rücksendung der Akten – an die Vorinstanz, und an 

die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

- 10 - 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Kröger 
 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 9. Juli 2014
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	Die Beschwerdeführerin wurde am 11. Juni 2014 durch einen Arzt der SOS-Ärzte mittels fürsorgerischer Unterbringung in die Psychiatrische Klinik B._____ eingewiesen (act. 11/2). Am 13. Juni 2014 erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde gegen die fürsor...
	Mit Eingabe vom 21. Juni 2014 erhob die Beschwerdeführerin beim Obergericht Beschwerde (act. 20). Am 1. Juli 2014 wurde der Beschwerdeführerin das begründete Urteil der Vorinstanz zugestellt (act. 22/1). Um der Beschwerdeführerin die umfassende Wahru...

	2. Prozessuales
	Die Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung ist innert der 10-tägigen Frist von Art. 450b Abs. 2 ZGB beim Obergericht schriftlich einzureichen. Die Vorinstanz wies in ihrer Rechtsmittelbelehrung (sowohl im übergebenen Dispositiv als auch im...

	3. Materielles
	3.1. Eine natürliche Person, die an einer psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erf...
	3.1.1. Die Vorinstanz erachtete das Vorliegen einer psychischen Störung im Sinne des Gesetzes gestützt auf die Ausführungen des beigezogenen Gutachters (Prot. Vi S. 12 ff.), der schriftlichen Ausführungen der Psychiatrischen Klinik B._____ (act. 11/1)...
	3.1.2. Der von der Vorinstanz beigezogene Gutachter Dr. med. C._____ diagnostizierte bei der Beschwerdeführerin eine paranoide Schizophrenie. In seinem mündlich erstatteten Gutachten anlässlich der Hauptverhandlung hielt er fest, die Beschwerdeführeri...
	3.1.3. Die Psychiatrische Klinik B._____ führte in ihrer ärztlichen Stellungnahme vom 18. Juni 2014 aus, die Beschwerdeführerin befinde sich in einer manischen Episode mit psychotischen Symptomen bei vorbekannter bipolarer affektiver Störung. Sie zeig...
	3.1.4. Nach Einschätzung der Vorinstanz habe die Beschwerdeführerin anlässlich der Hauptverhandlung zwar einen geordneten Eindruck gemacht, wobei sie äusserlich aber stark abgemagert gewirkt habe. Sie habe sich örtlich und zeitlich orientiert, aber un...
	3.1.5. Der vorinstanzlichen Annahme, dass die Beschwerdeführerin an einem Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB leide, ist gestützt auf die Einschätzung der Fachpersonen und aufgrund der Ausführungen der Beschwerdeführerin anlässlich der Ha...
	3.2. Generell muss für die Anordnung bzw. den Verbleib in einer stationären Massnahme eine konkrete, unmittelbare und erhebliche Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegen. Bei zahlreichen psychischen Störungen ist zwar ein Gefährdungspotenzial vorhanden, ...
	3.2.1. Der von der Vorinstanz beigezogene Gutachter Dr. med. C._____ hielt fest, im Alter von 24 Jahren habe erstmals ein Suizidversuch der Beschwerdeführerin stattgefunden, danach seien im Jahr 2012 vier weitere Suizidversuche gefolgt. Er gehe davon ...
	3.2.2. Auch die Klinikleitung führte aus, bei einer frühzeitigen Entlassung bestehe die Gefahr einer weiteren Verschlechterung des Zustandsbildes, insbesondere der Selbstgefährdung durch Selbstverletzung (bei vorbekannten Suizidversuchen). Durch den v...
	3.2.3. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin habe auch an der Hauptverhandlung ein nach wie vor ausgeprägtes Krankheitsbild gezeigt. Bei einer sofortigen Entlassung bestehe die hohe Gefahr, dass sich der Zustand der Beschwerdeführerin weiter ve...
	3.3. Die Behandlung der Beschwerdeführerin besteht gemäss Angaben der Klinik aktuell darin, die psychotische Symptomatik durch geeignete Medikation abzuschwächen sowie ein gewisses Mass an Krankheits- und Behandlungseinsicht zu erarbeiten, um eine amb...
	Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die Beschwerdeführerin angibt, freiwillig in der Klinik bleiben zu wollen, zumal die Beschwerdeführerin einen freiwilligen Verbleib in der Klinik nur aus Gründen der eigenen Sicherheit und nicht zur Behandlu...
	3.4. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung zu Recht abgewiesen hat. Die Voraussetzungen einer fürsorgerischen Unterbringung sind nach dem Dargelegten auch im heutigen Zeitpunkt noch geg...

	4. Kostenfolgen
	4.1. Wie für das erstinstanzliche Verfahren ist der Beschwerdeführerin auch für das Rechtsmittelverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen, da sie von Sozialhilfeleistungen lebt (Prot. Vi S. 9) und damit offensichtlich nicht über die erfo...
	4.2. In Anwendung von § 5 Abs. 1 GebV OG ist die Entscheidgebühr auf Fr. 500.– festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Rechtsmittelverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 450f ZGB in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO), jedoch zu...

	Es wird beschlossen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Horgen vom 20. Juni 2014 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das Rechtsmittelverfahren werden der Beschwerdeführerin auferlegt, jedoch zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, die Psychiatrische Klinik B._____ sowie – unter Rücksendung der Akten – an die Vorinstanz, und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...