# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f038c88-93f0-540c-8d41-7043157e30bc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.06.2023 PP230019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP230019_2023-06-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PP230019-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Oberrichter Dr. E. Pahud sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. D. Tolic Hamming 

Beschluss vom 29. Juni 2023 

 

in Sachen 

 

A._____ 
 Beklagte und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____-strasse ...,  
Klägerin und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

betreffend Forderung  
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes (1. Abteilung) des 
Bezirksgerichtes Zürich vom 15. Mai 2023; Proz. FV220152 
 
  

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Erwägungen: 

 1. Mit Eingabe vom 31. Oktober 2022 und Klagebewilligung des Friedens-

richteramtes der Stadt Zürich vom 28. Juni 2022 liess die Klägerin und Beschwer-

degegnerin (fortan Klägerin) beim Einzelgericht des Bezirksgerichtes Zürich eine 

Teilklage gegen die Beklagte und Beschwerdeführerin (fortan Beklagte) auf Zah-

lung von Fr. 15'000.– erheben (act. 1 und act. 2). Nachdem die Beklagte die Zu-

teilungsverfügung des Einzelgerichtes (1. Abteilung) des Bezirksgerichtes Zürich 

(fortan Vorinstanz; act. 5) erfolglos hierorts angefochten hatte (act. 13), setzte die 

Vorinstanz der Klägerin mit Verfügung vom 14. Februar 2023 Frist an, um für die 

Kosten des Verfahrens einen Vorschuss von Fr. 2'450.– zu leisten. Weiter wurde 

der Klägerin unter Zustellung der zahlreichen Eingaben der Beklagten Frist ange-

setzt, um zur Rechtzeitigkeit der Klage sowie zu ihrer (der Klägerin) gehörigen 

Vertretung vor der Schlichtungsbehörde Stellung zu nehmen (act. 4). Nach Ein-

gang des Kostenvorschusses (act. 30) und der Stellungnahme der Klägerin vom 

27. Februar 2023 zur Rechtzeitigkeit der Klage und gehörigen Vertretung vor der 

Schlichtungsbehörde (act. 33), welche Eingabe der Beklagten zugestellt wurde, 

setzte die Vorinstanz der Beklagten mit Verfügung vom 13. März 2023 Frist an zur 

schriftlichen Stellungnahme zur Klagebegründung, mit dem Hinweis, dass die 

Parteien im Säumnisfall zur Verhandlung vorgeladen werden würden (act. 35). 

Nachdem sich die Beklagte trotz erstreckter Frist (act. 38) nicht hatte vernehmen 

lassen, verfügte die Vorinstanz mit Entscheid vom 15. Mai 2023, dass zur Haupt-

verhandlung vorgeladen werde (Dispositiv-Ziff. 1 von act. 41 = act. 4). Des Weite-

ren ordnete die Vorinstanz zu Beginn der Hauptverhandlung und damit vor den 

Parteivorträgen die Einvernahme der Zeugin C._____ zur Frage der Rechtzeitig-

keit der Postaufgabe der Klage an (Dispositiv-Ziffn. 2 und 3 von act. 4).  

 2. Mit Eingabe vom 25. Mai 2023 wandte sich die Beklagte an die Kam-

mer und erhob Beschwerde gegen alle drei vorerwähnten Verfügungen der Vor-

instanz vom 14. Februar 2023, 13. März 2023 und 15. Mai 2023 mit den folgen-

den Anträgen (sinngemäss, act. 2 S. 1 f.): 

1. Die Verfügungen vom 14. Februar 2023, 13. März 2023 und 
15. Mai 2023 im Verfahren FV220152 seien für nichtig zu erklären 

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und aufzuheben und die Sache sei zur Beurteilung an die Vorin-
stanz zurückzuweisen. 

2. Die Vorinstanz sei gerichtlich anzuweisen, vor der Vorladung zur 
Verhandlung von Amts wegen zu prüfen, ob mit der Klageschrift 
und Klagebewilligung eine gültige Vollmacht eingereicht wurde. 

3. Die Vorinstanz sei gerichtlich anzuweisen, Rechtsanwalt lic. iur. 
X._____ zu verbieten, aufgrund einer erheblichen Interessenkolli-
sion die Klägerin und die D._____ GmbH im Verfahren FV220152 
zu vertreten. 

4. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ sei gerichtlich zu verbieten, die Be-
klagte (inklusive E._____), E._____, F._____ AG und D._____ 
GmbH wegen einer erheblichen Interessenkollision im Verfahren 
FV220152 zu vertreten. 

5. Die Vorinstanz sei gerichtlich anzuweisen, auf die Klage nicht ein-
zutreten, weil Rechtsanwalt lic. iur. X._____ nicht bevollmächtigt 
und beauftragt gewesen sei, die Klage im Namen der D._____ 
GmbH bzw. der Stockwerkeigentümergemeinschaft zu erheben. 

6. Eventuell sei die Vorinstanz gerichtlich anzuweisen, das Verfah-
ren FV220152 zu sistieren bis die Verfahren CG210105, 
CG210106 und ES220033 rechtskräftig entschieden worden sei-
en. 

7. Alles unter Kosten und Parteientschädigung zu Lasten der Kläge-
rin. 

 Am 28. Juni 2023 ging bei der Kammer eine weitere Eingabe der Beklagten 

ein (act. 7). 

 3. Die Beschwerde gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 15. Mai 

2023 wird im vorliegenden Verfahren behandelt. Die Beschwerde gegen die Ver-

fügung vom 14. Februar 2023 wurde bei der Kammer unter der Geschäfts-Nr. 

PP230017 und jene gegen die Verfügung vom 13. März 2023 unter der Ge-

schäfts-Nr. PP230018 geführt. Auf beide Beschwerden wurde mit Beschluss vom 

29. Juni 2023 nicht eingetreten. 

 4. Die Akten der Vorinstanz wurden von Amtes wegen beigezogen 

(act. 5/1-42). Den Parteien wurde der Eingang der Beschwerde angezeigt 

(act. 6/1-2). Von der Einholung einer Beschwerdeantwort wurde abgesehen 

(Art. 322 Abs. 1 ZPO) und auf das Einholen eines Kostenvorschusses (Art. 98 

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ZPO) umständehalber verzichtet. Der Klägerin ist mit vorliegendem Entscheid ei-

ne Kopie von act. 2 zuzustellen. 

 5. Die Beklagte macht im Kern geltend, Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

könne die Klägerin nicht gültig vertreten, da er von der Stockwerkeigentümerge-

meinschaft nicht beauftragt worden sei, sie (die Beklagte) zur Zahlung von Ne-

benkosten sowie Anwaltskosten klageweise zu belangen. Bevor zur Sache ver-

handelt werde, müsse die Vorinstanz die Prozessvoraussetzungen von Amtes 

wegen prüfen, zu welchen u.a. die gültige Vertretung bzw. Bevollmächtigung zäh-

le (act. 2).  

 6.1 Gegenstand der Verfügung vom 15. Mai 2023 ist die Vorladung zur 

Hauptverhandlung sowie die im Vorfeld der Parteivorträge verfügte Zeugenein-

vernahme (act. 4). Demnach können auch nur diese Themen Gegenstand des 

Rechtsmittelverfahrens gegen diese Verfügung bilden, welche der Beklagten am 

24. Mai 2023 zugestellt wurde (vgl. act. 42/2). 

 6.2 Beim vorinstanzlichen Entscheid handelt es sich um eine prozesslei-

tende Verfügung im Sinne von Art. 319 lit. b ZPO. Eine besondere gesetzliche 

Bestimmung, wonach die Anberaumung einer Verhandlung (act. 4 Dispositiv-Ziff. 

1) oder die verfügte Einvernahme von Zeugen (act. 4 Dispositiv-Ziffn. 2 und 3) der 

Beschwerde unterläge (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO), gibt es nicht. Damit bedarf es 

für die Anfechtbarkeit solcher Anordnungen eines nicht leicht wiedergutzuma-

chenden Nachteils (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). Ein solcher ist weder dargetan, 

noch ist ersichtlich, worin dieser liegen sollte, weshalb auf die Beschwerde vom 

25. Mai 2023 nicht einzutreten ist. 

 7. Der Vollständigkeit halber ist die Beklagte darauf hinzuweisen, dass die 

Prozessleitung dem Gericht obliegt (Art. 124 ZPO), woran auch der Umstand 

nichts ändert, dass die Beklagte die Vorinstanz unaufgefordert mit zahlreichen 

Eingaben bediente. Dass die Vorinstanz der Klägerin zur Frage der von der Be-

klagten aufgeworfenen mangelnden Bevollmächtigung vorweg das rechtliche Ge-

hör gewährte (act. 28), ist nicht zu beanstanden. Die weiteren prozessualen An-

ordnungen ergingen korrekterweise erst nach Leistung des der Klägerin auferleg-

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ten Kostenvorschusses (Art. 59 Abs. 2 lit. f ZPO; act. 30). Die Vorinstanz wird – 

bevor zur Sache verhandelt wird – gemäss Verfügung vom 15. Mai 2023 zunächst 

die Prozessvoraussetzungen prüfen. Dabei wird sie wie explizit erwähnt die 

Rechtzeitigkeit der Klage, zu welchem Zweck eine Zeugeneinvernahme verfügt 

wurde (vgl. act. 4), als auch die von der Beklagten aufgeworfene Frage der gülti-

gen Vertretung der Klägerin klären. Hierzu wurde Letzterer wie gesagt bereits das 

rechtliche Gehör gewährt (act. 28) und die entsprechende Eingabe der Beklagten 

zur Kenntnisnahme gebracht (vgl. act. 35).  

 8. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 12 

Abs. 1 und 2 i.V.m. § 9 GebV OG auf Fr. 500.– festzusetzen und ausgangsge-

mäss der Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der Klägerin ist mangels 

notwendiger Auslagen im Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zuzu-

sprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt und der 

Beschwerdeführerin auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage einer Kopie von act. 2, sowie unter Rücksendung der erstinstanzli-

chen Akten an das Einzelgericht (1. Abteilung) des Bezirksgerichtes Zürich, 

je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

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Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 15'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. D. Tolic Hamming 
 
 
 
versandt am:  

	Beschluss vom 29. Juni 2023
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage einer Kopie von act. 2, sowie unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an das Einzelgericht (1. Abteilung) des Bezirksgerichtes Zürich, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...