# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99ead6be-b829-559a-89cc-0637ca9de53a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-29
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 29.08.2019 III 2019 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2019-3_2019-08-29.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2019 3

Entscheid vom 29. August 2019

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien ARGE A.________ (einfache Gesellschaft), bestehend aus:

1. B.________AG,

2. C.________AG,

3. D.________AG, 
Beschwerdeführerin,

vertreten durch RA Dr. E.________,

gegen

1. Bezirksrat Einsiedeln, Hauptstrasse 78, Postfach 161,
8840 Einsiedeln,
Vorinstanz,

2. Röm.-kath. Kirchgemeinde Einsiedeln, Eisenbahnstrasse 9, 
8840 Einsiedeln,
Beigeladene,

Gegenstand Öffentliches Beschaffungsrecht (Präqualifikation "X.________"; 
Ausschluss)

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Sachverhalt:

A. Im Amtsblatt 2018 (…) sowie gleichentags auf www.simap.ch schrieben der 
Bezirk Einsiedeln zusammen mit der röm.-kath. Kirchgemeinde Einsiedeln als 
Auslober einen Projektwettbewerb "X.________" für Bietergemeinschaften aus 
Architekt und Investor kombiniert mit einem Investorenangebot aus. Dies in der 
Absicht, auf dem rund 4'900m2 grossen Areal "X.________" ein neues Verwal-
tungszentrum des Bezirks Einsiedeln, ein neues Pfarreiheim für die röm.-kath. 
Kirchgemeinde Einsiedeln sowie ein privates Wohn- und Geschäftshaus mit städ-
tebaulich überzeugender Qualität zu realisieren. Aufgrund räumlicher Über-
schneidungen, der Vielzahl von Nutzungen, der anspruchsvollen Situation in Be-
zug auf die Einordnung und Gestaltung, welche ein Gesamtprojekt nahelegt, so-
wie aus wirtschaftlichen Gründen sollte eine Bietergemeinschaft die Gesamtü-
berbauung erstellen. Als Wettbewerbsverfahren wurde ein selektiver, anonymer, 
einstufiger Wettbewerb festgelegt (Projektwettbewerb mit Angebot), wobei mit 
dem - öffentlich ausgeschriebenen - Präqualifikationsverfahren diejenigen Be-
werber selektioniert werden sollten, die sich aufgrund ihres Leistungs- und 
Fähigkeitsnachweises für die Lösung der gestellten Aufgabe am besten eignen. 
Diese Bietergemeinschaften sollten zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen 
werden. Schlusstermin für die Einreichung der Teilnahmeanträge war der 16. 
November 2018, 16.00 Uhr (ABl 2018).

B. Am 15. November 2018 ging bei der mit der Projektleitung beauftragten 
F.________AG der Teilnahmeantrag der ARGE A.________ ein, am 16. Novem-
ber 2018 je der Teilnahmeantrag von vier weiteren Bietergemeinschaften (Vi-
act. 18). 

C. Am 29. November 2018 nahm das Preisgericht die Präqualifikation vor 
(Vi-act. 23). Es entschied einstimmig, drei Bietergemeinschaften für die Wettbe-
werbsphase zuzulassen. Eine Bietergemeinschaft wurde aufgrund ungenügender 
Erfüllung der Anforderungskriterien nicht zum Wettbewerb zugelassen. Die 
ARGE A.________ wurde vom Verfahren ausgeschlossen, da ihre Bewerbung 
nicht vollständig, bzw. relevante Unterlagen erst nach der Bewerbungsfrist einge-
reicht worden seien. Das Preisgericht stellte den Auslobern des Wettbewerbes 
den Antrag, die Bietergemeinschaften mittels beschwerdefähiger Verfügung über 
das Ergebnis der Präqualifikation zu informieren. 

D. Mit Schreiben vom 19. Dezember 2018 informierte die röm.-kath. Kirch-
gemeinde den Bezirksrat Einsiedeln über ihre Zustimmung zum Entscheid des 
Preisgerichtes. Am selben Tag stimmte auch der Bezirksrat Einsiedeln mit 
Beschluss Nr. 2018.298 dem Präqualifikationsentscheid des Preisgerichtes zu 

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(Vi-act. 25). Mit Verfügung 17.4 "X.________" vom 21. Dezember 2018 teilte der 
Bezirksrat allen fünf Bietergemeinschaften die drei zur Abgabe eines Wettbe-
werbsbeitrages zugelassenen Bietergemeinschaften mit (Vi-act. 26).

E. Am 28. Dezember 2018 erkundigte sich die ARGE A.________ beim Bezirk 
Einsiedeln über den Grund, weshalb sie nicht zur Abgabe eines Wettbewerbs-
beitrages zugelassen worden sei, nachdem sich dies aus der Verfügung vom 
21. Dezember 2018 nicht ergebe. Noch am gleichen Tag informierte ein Mitglied 
des Bezirksrates, gemäss SIA 142 sei ein Ausschluss der ARGE A.________ 
unumgänglich gewesen, da die Bewerbung nicht vollständig bzw. relevante Un-
terlagen erst nach der Bewerbungsfrist eingereicht worden seien (Vi-act. 27).

F. Die ARGE A.________ lässt am 3. Januar 2019 gegen die Verfügung be-
treffend Zulassung zur Abgabe eines Wettbewerbsbeitrages "X.________" vom 
21. Dezember 2018 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz erheben und beantragen:

I. Rechtsbegehren

1. Die Beschwerde sei gutzuheissen und der Beschluss der Vorinstanz vom 
21.12.2018 (17.4 X.________) sei aufzuheben.

2.1 Die Beschwerdeführerin sei zur Abgabe eines Wettbewerbsbeitrages betref-
fend den Wettbewerb "X.________" zuzulassen.

2.2 Eventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zwecks Neubeurteilung 
zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz.

II. Verfahrensantrag

Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren.

G. Mit Verfügung vom 4. Januar 2019 hat der verfahrensleitende Richter der 
Beschwerde vom 3. Januar 2019 einstweilen bis auf Widerruf aufschiebende 
Wirkung erteilt. Der Vorinstanz und der Beigeladenen wurde Frist zur Einrei-
chung einer Vernehmlassung angesetzt. Die drei Präqualifizierten wurden einge-
laden, dem Verfahren durch Einreichung einer Vernehmlassung als Beigeladene 
beizutreten.

H. Mit Vernehmlassung vom 23. Januar 2019 beantragt der Bezirksrat Ein-
siedeln:

1. Die Beschwerde sei abzuweisen und der Beschluss des Bezirks Einsiedeln 
vom 21.12.2018 sei zu bestätigen.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerde-
führers.

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Die Beigeladene reicht innert Frist keine Vernehmlassung ein. 

Eine präqualifizierte Bietergemeinschaft verzichtet ausdrücklich auf den Ver-
fahrensbeitritt als Beigeladene; die zwei weiteren lassen sich innert Frist nicht 
vernehmen, was androhungsgemäss als Verzicht auf Verfahrensbeitritt gilt. 

I. Mit Replik vom 18. Februar 2019 hält die Beschwerdeführerin ausdrücklich 
an den Rechtsbegehren vom 3. Januar 2019 fest. Ebenso bestätigt die Vor-
instanz mit Duplik vom 13. März 2019 ihre Rechtsbegehren vom 23. Januar 
2019. Am 27. März 2019 reicht die Beschwerdeführerin die Triplik ein, auf die 
keine weitere Eingabe der Vorinstanz oder Beigeladenen folgt.

J. Am 15. Mai 2019 unterbreitet das Gericht dem Bezirksrat Einsiedeln 
verschiedene Fragen im Zusammenhang mit dem durchgeführten Verfahren und 
es werden weitere Akten einverlangt. Der Bezirksrat Einsiedeln erteilt die ver-
langte Auskunft am 28. Mai 2019, wozu die Beschwerdeführerin am 14. Juni 
2019 Stellung nimmt. Hierzu geht keine Stellungnahme der Vorinstanz oder der 
Beigeladenen ein.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Vor Erlass eines Entscheides prüft das Verwaltungsgericht von Amtes we-
gen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. 
die Zuständigkeit, die Rechtsmittelbefugnis, die Zulässigkeit des Rechtsmittels, 
die frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches sowie die 
Rechtshängigkeit oder das Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides in der 
gleichen Sache (vgl. § 27 Abs. 1 lit. a, d, e, f, g Verwaltungsrechtspflegegesetz, 
VRP, SRSZ 234.110). Ist eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, trifft das Ge-
richt einen Nichteintretensentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP).

1.1 Gemäss Ausschreibung erfolgt der Wettbewerb "X.________" im selektiven 
Verfahren, wobei sich das genaue Verfahren für die Präqualifikationsphase und 
den Wettbewerb aus den Submissionsunterlagen ergebe (ABl 2018). Die Sub-
missionsunterlagen Ziff. 2.3.1 führen zur Verfahrensart aus (Vi-act. 10) :

Es wird ein selektiver, anonymer, einstufiger Wettbewerb (Projektwettbewerb ver-
bunden mit einem verbindlichen Angebot für Erstellung und Kauf) durchgeführt. 
Das Verfahren untersteht dem Übereinkommen über das öffentliche Beschaf-
fungswesen (SRO.632.231.422: GATT-WTO Abkommen). Die Ausschreibung er-
folgt in Anwendung von:

- Art. 12 Abs. 1 lit. bbis und Abs. 3 der Interkantonalen Vereinbarung über das 
öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB; SRSZ 430.120.1);

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- der Verordnung zur Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaf-
fungswesen vom 15. Dezember 2004 (VIVöB; SRSZ 430.130) 

Dem Wettbewerb ist eine Präqualifikationsphase vorgelagert. Potenzielle Teil-
nehmer des Wettbewerbes (Bietergemeinschaften) können auf die öffentlich aus-
geschriebene Präqualifikation einen Antrag auf Teilnahme einreichen. Das Preis-
gericht wählt auf Grund der Eignungskriterien gemäss vorliegendem Programm 
anschliessend die Bietergemeinschaften für den Wettbewerb aus. (…)

Die SIA-Ordnung 142 für Architektur- und Ingenieurwettbewerbe, Ausgabe 2009, 
gilt subsidiär zum vorliegenden Programm. (…)

Innert Frist haben fünf Bietergemeinschaften einen Antrag zur Teilnahme am 
Wettbewerb eingereicht. Mit Beschluss vom 29. November 2018 beantragte das 
Preisgericht den Auslobern, drei Bietergemeinschaften zum Wettbewerb zuzu-
lassen. Mit angefochtener Verfügung 17.4 "X.________" vom 21. Dezember 
2018 teilte die Vorinstanz den fünf antragstellenden Bietergemeinschaften mit, 
welche drei Antragsteller zum Wettbewerb zugelassen werden.

1.2 Es fällt auf, dass die Ausschreibung das selektive Verfahren als anwendbar 
definiert, die Submissionsunterlagen dann aber explizit auf Art. 12 Abs. 1 lit. bbis 
Interkantonale Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB; 
SRSZ 430.120.1) vom 25. November 1994/15. März 2001, mithin das Einla-
dungsverfahren, verweisen. Dies ist insofern von Bedeutung, als die Nichtselek-
tion im Rahmen des selektiven Verfahrens eine anfechtbare Verfügung darstellt 
(vgl. Art. 15 Abs. 1bis lit. c IVöB), wogegen das 'Nichteingeladenwerden' im Ein-
ladungsverfahren nicht anfechtbar ist. Gegen eine Nichtberücksichtigung im Ein-
ladungsverfahren kann ein potentieller Mitbewerber nicht rechtlich vorgehen, da 
kein Anspruch auf Einladung besteht und die Einladung keine anfechtbare Verfü-
gung darstellt (Kuonen, Das Einladungsverfahren im öffentlichen Beschaffungs-
recht, 2005, S. 124; vgl. auch Galli/Moser/Lang/Steiner, Praxis des öffentlichen 
Beschaffungsrechts, 3. Auflage, Rz. 352 ff.). Mithin könnte die Beschwerdeführe-
rin kein Rechtsmittel einlegen gegen ihre Nichteinladung zum Wettbewerb, sollte 
dieser im Einladungsverfahren durchgeführt werden.

Der Verweis auf das Einladungsverfahren in den Submissionsunterlagen muss 
indes klar als irrtümlicher Verschrieb betrachtet werden. Zum einen kennt das 
Submissionsrecht im Staatsvertragsbereich das Einladungsverfahren gar nicht 
(vgl. Art. 12bis IVöB). Zum andern hält die Ausschreibung explizit fest, der Wett-
bewerb werde im selektiven Verfahren durchgeführt, was im Verfahrensbe-
schrieb der Submissionsunterlagen (abgesehen vom falschen Verweis) bestätigt 
wird (vgl. Submissionsunterlagen Ziff. 3; Vi-act. 10). Zudem erfolgte auch gar 
keine Einladung möglicher Bietergemeinschaften, sondern eine öffentliche Aus-
schreibung mit der Aufforderung, die Teilnahme zu beantragen. Dies entspricht 

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so auch Art. 7 SIA-Ordnung 142, die mittels Verweis in den Submissionsunter-
lagen für anwendbar erklärt wurde (vgl. Art. 12 Abs. 3 IVöB i.V.m. SIA-Ordnung 
142). Mithin wird der vorliegende Wettbewerb im selektiven Verfahren gemäss 
Art. 12 Abs. 1 lit. b IVöB durchgeführt.

1.3.1  Im selektiven Verfahren können nach erfolgter Ausschreibung alle poten-
tiellen Anbieter einen Antrag auf Teilnahme einreichen. Die Auftraggeberin be-
stimmt aufgrund von Eignungskriterien diejenigen Anbieter, die ein Angebot ein-
reichen dürfen (Art. 12 Abs. 1 lit. b zweiter Absatz IVöB). Diese Selektion oder 
Präqualifikation, der Entscheid über die Auswahl der Teilnehmer stellt eine 
selbständig anfechtbare Verfügung dar (Art. 15 Abs. 1bis lit. c IVöB). 

1.3.2  Nun ergibt sich aus der angefochtenen Verfügung zwar, dass drei Bieter-
gemeinschaften, nicht aber die Beschwerdeführerin selektioniert worden sind. 
Die Hintergründe bleiben unklar. Erst aus den weiteren, im Rahmen des Be-
schwerdeverfahrens eingereichten Unterlagen ergibt sich, dass eine antragstel-
lende Bietergemeinschaft mangels Erfüllung der Eignungskriterien nicht selektio-
niert wurde, die Eignung der Beschwerdeführerin hingegen schon gar nicht ge-
prüft wurde, weil sie vom Verfahren ausgeschlossen wurde. Mithin kommt bezo-
gen auf die Beschwerdeführerin nicht nur eine Nichtselektion in Frage, sondern 
ebenso ein Ausschluss vom Verfahren. Indes stellt gemäss Art. 15 Abs. 1bis lit. d 
IVöB auch dieser Ausschluss eine anfechtbare Verfügung dar. 

1.3.3  Für die Frage des Eintretens auf die Beschwerde spielt es keine Rolle, ob 
die angefochtene Verfügung vom 21. Dezember 2018 eine Nichtselektion 
gemäss Art. 15 Abs. 1bis lit. c IVöB darstellt oder einen Verfahrensausschluss im 
Sinne von Art. 15 Abs. 1bis lit. d IVöB; beide sind anfechtbar. Die Anfechtung hat 
schriftlich und begründet innert zehn Tagen seit Eröffnung der Verfügung beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zu erfolgen (Art. 15 Abs. 2 IVöB i.V.m. 
§ 3 lit. a KR-Beschluss über den Beitritt zur IVöB vom 17.12.2003). 

Die angefochtene Selektionsverfügung vom 21. Dezember 2018 ging der Be-
schwerdeführerin am 24. Dezember 2018 zu. Mithin erfolgte die Beschwerde 
vom 3. Januar 2019 fristgerecht. 

1.4 Die Beschwerdeführerin hat sich unbestrittenermassen um Teilnahme am 
Wettbewerb beworben. Gemäss Selektionsverfügung vom 21. Dezember 2018 
wurde sie zum Wettbewerb nicht zugelassen. Mithin ist die Beschwerdeführerin 
vom angefochtenen Entscheid direkt betroffen. Nach konstanter Rechtsprechung 
des Verwaltungsgerichts reicht im Submissionsverfahren die unmittelbare Be-
troffenheit für die Bejahung der Beschwerdelegitimation indes nicht aus. Diese ist 

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nur zu bejahen, wenn und soweit bei Beschwerdegutheissung die Stellung der 
Beschwerde führenden Partei unmittelbar beeinflusst wird (vgl. VGE III 2012 129 
vom 15.11.2012 Erw. 2.1; VGE III 2010 101 vom 16.7.2010 Erw. 2.1; VGE 
III 2009 68 vom 10.6.2009 Erw. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch BGE 
141 II 14 Erw. 5). Zeigen Zwischenergebnisse der gerichtlichen Beurteilung auf, 
dass keine Chancen für einen Zuschlag bzw. eine Selektion an die Beschwerde 
führende Partei mehr bestehen, werden die noch nicht beurteilten Rügen praxis-
gemäss nicht weiter beurteilt (vgl. VGE III 2008 241 vom 30.1.2009 Erw. 2.1, mit 
Hinweisen u.a. auf VGE 1053-1055/02 vom 17.4.2003 Erw. 1b, Robert Wolf, 
Die Beschwerde gegen Vergabeentscheide - Eine Übersicht über die Rechtspre-
chung zu den neuen Rechtsmitteln, in: ZBl 2003, S. 1 ff. v.a. S. 11 f.). Zu beach-
ten ist, dass im Submissionsverfahren in ausgeprägtem Masse das Rügeprinzip 
anwendbar ist. Eine Rechtsanwendung von Amtes wegen drängt sich hingegen 
bei schwerwiegenden Verfahrensmängeln auf. Dies ist beispielsweise der Fall 
bei der Wahl einer nicht den Vorschriften entsprechenden Verfahrensart (EGV-
SZ 2006 B 11.1 Erw. 4.1 sowie B 11.2 Erw. 3.2). 

Vorliegend wurde die Beschwerdeführerin nicht mangels Eignung nicht selektio-
niert, sondern vom Verfahren ausgeschlossen wegen Nicht- bzw. zu später Ein-
reichung relevanter Unterlagen. Mithin ist eine Eignungsprüfung gar nicht erfolgt. 
Sollte sich weisen, dass der Ausschluss zu Unrecht erfolgt ist, wäre auch die 
Eignung der Beschwerdeführerin zu prüfen. Da bislang nur drei Bietergemein-
schaften selektioniert sind und gemäss Submissionsunterlagen Ziff. 2.11 maxi-
mal acht Teilnehmer zugelassen werden sollen (Vi-act. 10), sind die Chancen auf 
Wettbewerbsteilnahme intakt, sollte die Beschwerde gutgeheissen werden. Mit-
hin ist die Beschwerdelegitimation zu bejahen. 

1.5 Da die Beschwerde im übrigen frist- und auch formgereicht beim hierfür zu-
ständigen Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz eingereicht wurde, ist auf sie 
einzutreten.

2. Die Beschwerdeführerin erhebt verschiedene, nachfolgend zu prüfende 
Rügen. So verletze die Präqualifikationsverfügung vom 21. Dezember 2018 das 
rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin (Beschwerde Rz. 16 ff.) und ihr Aus-
schluss bzw. die Nichtselektion sei rechtsfehlerhaft (Beschwerde Rz. 22 ff.). Zu-
dem macht sie geltend, die Vorinstanzen/Auslober und die Projektleitung hätten 
sich widersprüchlich verhalten, sie habe Anspruch auf Schutz des berechtigten 
Vertrauens in die behördliche Zusicherung und sei zum Wettbewerb zuzulassen 
(Beschwerde Rz. 7 ff., 15).

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3.1 Bevor auf die einzelnen Rügen einzugehen ist, gilt es die Bedeutung der 
angefochtenen Verfügung für die Beschwerdeführerin zu klären. Wie eingangs 
erwähnt, ergibt sich aus dieser nämlich nicht, ob die Beschwerdeführerin nicht 
präqualifiziert wurde oder aber, ob sie vom Verfahren ausgeschlossen wurde. 
Festgehalten werden einzig die drei Bietergemeinschaften, die zum Wettbewerb 
zugelassen werden. Für die Prüfung der Rechtmässigkeit der Verfahrensabwick-
lung resp. der Berechtigung der vorgetragenen Rügen ist indes entscheidend, 
ob ein Verfahrensausschluss oder eine Nichtselektion (mangels Eignung) zur 
Diskussion steht. 

3.2.1  Mit der angefochtenen Verfügung vom 21. Dezember 2018 (Vi-act. 26) teilt 
die Vorinstanz den fünf Bietergemeinschaften, die eine Wettbewerbsteilnahme 
beantragt haben, mit, das Preisgericht habe den Projektwettbewerb [recte wohl 
Selektion] durchgeführt und der Bezirksrat habe dem Entscheid des Preisgerich-
tes am 19. Dezember 2018 zugestimmt. In der Folge werden die drei präqualifi-
zierten Bietergemeinschaften namentlich aufgelistet. Als 'Kurzbegründung' wird 
angefügt:

Das Preisgericht beurteilte die eingegangenen Bewerbungen anhand der vorgege-
benen Eignungskriterien gemäss Wettbewerbsprogramm mit einem Punkterating 
von 1 (ungenügend erfüllt / keine Angaben) bis 5 (sehr gut erfüllt). Die Bewerbun-
gen, welche diese Kriterien mindestens "genügend" erfüllten, wurden dabei 
berücksichtigt.

Aus dieser Formulierung und Begründung muss geschlossen werden, die Be-
schwerdeführerin habe die Kriterien nicht mit mindestens genügend erfüllt und 
sei deshalb nicht präqualifiziert worden.

3.2.2  Nichts Anderes ergibt sich aus dem in der Verfügung erwähnten Bezirks-
ratsbeschluss Nr. 2018.298 vom 19. Dezember 2018 (Vi-act. 25). Auch darin wird 
auf die fünf eingegangenen Teilnahmeanträge verwiesen und den Entscheid des 
Preisgerichtes, das aufgrund der vorgegebenen Eignungskriterien drei Bieterge-
meinschaften ausgewählt habe. Der Bezirksrat habe die Entscheidungsfindung 
eingehend geprüft und sei zum Schluss gekommen, dass das Auswahlverfahren 
formell und rechtlich korrekt abgewickelt worden sei. Aufgelistet werden erneut 
einzig die drei präqualifizierten Bietergemeinschaften.

3.2.3  Erst aus dem Protokoll des Preisgerichtes vom 29. November 2018 - auf 
welches der Bezirksratsbeschluss verweist und dessen Beilage es bildet - ergibt 
sich folgendes (Vi-act. 23):

Vorprüfung der Bewerbungen
Die Bewerbungen wurden durch F.________AG hinsichtlich der Einhaltung der 

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formellen Anforderungen und dem Umfang der eingereichten Unterlagen im Vor-
feld der Veranstaltung geprüft. Die Resultate wurden dem Preisgericht präsentiert.

Bei zwei von fünf eingegangenen Bewerbungen fehlten vereinzelte Dokumente. 
Ein Bewerber hat fehlende Unterlagen erst nach Ablauf der Bewerbungsfrist einge-
reicht, zudem versendete dieser Bewerber ein Schreiben an die Auslober.

Zulassung der Bewerbungen zur Präqualifikation
Nach einer Diskussion über die ausreichende Erfüllung der einzureichenden Unter-
lagen der einzelnen Bewerber wurden vier der fünf Bietergemeinschaften für die 
Präqualifikation vom Preisgericht einstimmig zugelassen.

Bei der Bietergemeinschaft "A.________" wurde diskutiert, ob durch ein direkt an 
die Auslober versendetes Schreiben eine versuchte Einflussnahme auf Mitglieder 
des Preisgerichts vorliegt (Verstoss gegen Art. 12.3 der SIA-Norm 142). Da die 
Bewerbung nicht vollständig war bzw. relevante Unterlagen erst nach der Bewer-
bungsfrist eingereicht wurden, wurde ein Ausschluss durch das Preisgericht daher 
vorgenommen. Eine mögliche Einflussnahme wurde darauf abschliessend nicht 
mehr behandelt.

Nach Prüfung der vier verbleibenden Bietergemeinschaften hat - gemäss Proto-
koll - das Preisgericht einstimmig drei Bietergemeinschaften für die Wettbewerbs-
phase zugelassen und den Auslobern beantragt, die Bietergemeinschaften über 
das Ergebnis mittels beschwerdefähiger Verfügung zu informieren. 

3.3 Aus dem Protokoll des Preisgerichtes ergibt sich somit, dass der Teilnah-
meantrag der Beschwerdeführerin, mithin ihre Eignung für die Wettbewerbspha-
se gar nicht geprüft wurde. Vielmehr wurde sie bereits zuvor vom Verfahren aus-
geschlossen. Dies entspricht der Rückmeldung, welche die Beschwerdeführerin 
auf Anfrage hin am 28. Dezember 2018 erhalten hat (Vi-act. 27): "Gemäss SIA 
142 war ein Ausschluss unumgänglich. Die Bewerbung war nicht vollständig bzw. 
relevante Unterlagen wurden erst nach der Bewerbungsfrist eingereicht." 

Strittig und nachfolgend zu prüfen ist somit, ob der Verfahrensausschluss der 
Beschwerdeführerin infolge verspäteter Einreichung relevanter Unterlagen recht-
mässig erfolgt ist. Nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet hingegen 
die Frage, ob die Beschwerdeführerin die Selektionskriterien grundsätzlich er-
füllen würde und damit zur Wettbewerbsphase zuzulassen wäre (wäre sie nicht 
auszuschliessen). Und auch wenn die Vorinstanz in den Rechtsschriften die 
Frage einer unredlichen Einflussnahme durch die Beschwerdeführerin aufgreift, 
so bildet dennoch auch diese nicht Verfahrensgegenstand. Aus dem Protokoll 
des Preisgerichtes erhellt klar, dass diese Frage zwar aufgeworfen, aber nicht 
abschliessend diskutiert und schon gar nicht entschieden wurde. Mithin kann der 
Verfahrensausschluss nicht auf unredlicher Einflussnahme beruhen, denn 
gemäss Entscheid des Preisgerichts vom 29. November 2018 erfolgte der Aus-
schluss nicht deshalb. Diesen Entscheid des Preisgerichtes bestätigte die Vor-

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instanz mit Beschluss vom 19. Dezember 2018 und Verfügung vom 21. Dezem-
ber 2018 (vgl. betreffend im Beschwerdeverfahren nachgeschobene Ausschluss-
gründe Beyeler, Vergaberechtliche Entscheide 2014/2015, Rz. 179 und 180; Gal-
li/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 452).

4.1 Gemäss Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz das rechtliche Gehör ver-
letzt, indem in der Verfügung vom 21. Dezember 2018 mit keinem Wort erwähnt 
werde, weshalb sie nicht zur Abgabe eines Wettbewerbsbeitrages zugelassen 
werde. Sie habe den Grund selber ausfindig machen müssen, was in der Alt-
jahreswoche kein einfaches Unterfangen gewesen sei. Auch habe sie um Aus-
händigung der Akten ersucht, was abgelehnt worden sei. Erst auf persönliche 
Nachfrage hin sei ihr der Ausschluss am 28. Dezember 2018 mitgeteilt worden. 
Die Beschwerde sei daher bereits aufgrund fehlender Akteneinsicht und Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs gutzuheissen.

4.2.1  Die Auftraggeberin oder der Auftraggeber eröffnet Verfügungen durch 
Veröffentlichung oder durch Zustellung (§ 36 Abs. 1 der Verordnung zur Inter-
kantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen [VIVöB; 
SRSZ 430.130] vom 15.12.2004). Die Verfügungen werden summarisch begrün-
det und mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen (§ 36 Abs. 2 VIVöB). Gemäss 
den allgemeinen Grundsätzen zur Begründungspflicht einer Verfügung muss die 
Begründung so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des 
Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die 
höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die 
Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen 
und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 136 I 229 Erw. 5.2; Urteile BGer 
9C_101/2011 vom 21.7.2011 Erw. 6.1; 9C_257/2011 vom 25.8.2011 Erw. 5.1). 
Diese Pflicht zur Begründung eines Entscheides bzw. einer Verfügung gründet 
im verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 Bun-
desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]). Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung soll die Begründungspflicht verhindern, 
dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und es dem Betrof-
fenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. 

4.2.2  Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Eine Verletzung 
dieses Rechts führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der 
Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Indes kann nach 
fester Rechtsprechung eine - nicht besonders schwerwiegende - Verletzung des 
rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit 
erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die den Sachverhalt und 

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die Rechtslage frei überprüfen darf. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll 
aber die Ausnahme bleiben (u.a. BGE 133 I 201 Erw. 2.2; BGE 127 V 431 
Erw. 3d.aa, mit Hinweisen). Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus - im 
Sinne einer Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die 
Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalisti-
schen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit 
dem - der Anhörung gleichgestellten - Interesse der betroffenen Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 
Erw. 2.3.2 mit Verweis auf BGE 136 V 117 Erw. 4.2.2.2; vgl. Häfelin/Müller/ Uhl-
mann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich 2010, Rz. 1709 f.).

4.3 Vorliegend ergibt sich ohne weiteres, dass mit der angefochtenen Ver-
fügung vom 21. Dezember 2018 die Begründungspflicht verletzt wurde. Die an-
geführte (und als solche deklarierte) 'Kurzbegründung', wonach die Bewerbungen 
anhand der vorgegebenen Eignungskriterien geprüft, und die Bewerbungen, 
welche die Kriterien mindestens genügend erfüllen, berücksichtigt worden seien, 
stellt eine Selbstverständlichkeit dar und ergibt sich bereits aus den Submis-
sionsunterlagen. Gleichzeitig aber schafft diese Kurzbegründung den Irrtum, die 
Bewerbung der Beschwerdeführerin sei als ungenügend nicht berücksichtigt 
worden. Dies trifft so jedoch - wie zuvor ausgeführt (Erw. 3) - keineswegs zu. 
Vielmehr wurde die Beschwerdeführerin ausgeschlossen und ihre Eignung blieb 
ungeprüft. Auf diesen Ausschluss weist überhaupt nichts hin. 

Wohl ist anerkannt, dass ein Verfahrensausschluss nicht zwingend separat, son-
dern zusammen mit dem Zuschlag verfügt werden kann (vgl. VGE III 2008 81 
vom 17.6.2008 Erw. 4; Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 449) und damit auch 
zusammen mit dem Präqualifikationsentscheid. Auch mag der Vertraulichkeits-
grundsatz gebieten, dass ein Verfahrensausschluss nicht in der allen Bietern zu-
zustellenden Zuschlags- bzw. Präqualifikationsverfügung angemessen ausführ-
lich begründet wird (vgl. Handbuch Öffentliches Beschaffungswesen im Kanton 
Schwyz, 2011, Ziff. 8.3). Die Begründungspflicht verlangt aber, dass für den Be-
troffenen der Ausschluss erkennbar und soweit nachvollziehbar ist, dass er 
dagegen begründet ein Rechtsmittel ergreifen kann. Dies kann unter Umständen 
durch Beifügen einer ergänzenden Begründung für den ausgeschlossenen Bieter 
erreicht werden. Dieser Anforderung genügt die angefochtene Verfügung nicht.

4.4 Obwohl vorliegend der Ausschluss nicht ausdrücklich verfügt wurde und 
sich der Ausschluss auch nicht aus der Präqualifikationsverfügung herleiten 
lässt, mithin eine Verletzung der Begründungspflicht vorliegt, ist von einer Auf-
hebung der Verfügung und Rückweisung an die Vorinstanz dennoch abzusehen. 

12

Auf Nachfrage hin wurde der Beschwerdeführerin am 28. Dezember 2018 der 
Ausschluss und der Grund für die Nichtzulassung zur Wettbewerbsphase mitge-
teilt. Daraus ergab sich, dass sie nicht infolge ungenügender Eignung scheiterte, 
sondern vom Verfahren ausgeschlossen wurde. Dies ermöglichte der Beschwer-
deführerin ein fristgerechtes Einlegen eines formgerechten Rechtsmittels. Zu-
sammen mit der Vernehmlassung der Vorinstanz, in welcher der Ausschluss wei-
ter begründet wurde, erhielt die Beschwerdeführerin auch die Verfahrensakten, 
wozu sie replizieren konnte. Und auf die Duplik der Vorinstanz hin machte die 
Beschwerdeführerin vom Recht Gebrauch, eine Triplik einzureichen. Sie hatte 
damit mehrfach die Möglichkeit, sich ausführlich zum Ausschluss zu äussern. 
Während dieses mehrfachen Schriftenwechsels hielten beide Parteien in Kennt-
nis sämtlicher Umstände an ihren Standpunkten fest, die Vorinstanz namentlich 
am Verfahrensausschluss der Beschwerdeführerin. Mithin würde es zu einem 
prozessualen Leerlauf gereichen, würde die Sache zum formgerechten Erlass 
der Verfügung des Verfahrensausschlusses an die Vorinstanz zurückgewiesen. 
Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens wurde die Verletzung des rechtlichen 
Gehörs der Beschwerdeführerin geheilt. Das fehlerhafte Vorgehen der Vor-
instanz ist jedoch bei der Kostenregelung zu berücksichtigen.

5. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf Treu und Glauben und den Schutz 
ihres Vertrauens auf vorinstanzlich geäusserte Zusicherungen beruft, ist der 
Sachverhalt genauer zu betrachten.

5.1.1  Anlässlich der Bezirksgemeinde vom 10. Dezember 2013 informierte der 
Bezirksrat, für die Liegenschaft "X.________" würden drei Nutzungsvarianten auf 
dem Tisch liegen. Der Bezirksrat plane ein Vorhaben mit einer Hotel-Nutzung 
und zwei Einzelinitiativen verlangten eine kombinierte Nutzung. Die Einzelinitia-
tive "Projekt X.________/H.________" sah eine gemischte Nutzung mit Verwal-
tung, Pfarreizentrum, Wohnen und Tiefgarage vor. Die gesamte Überbauung 
sollte durch eine Gesellschaft (AG) im Stockwerkeigentum überbaut werden. Mit 
der Initiative wurde ein Projektierungskredit für eine Projektstudie beantragt (vgl. 
Botschaft zur Bezirksgemeinde vom 10.12.2013). Sie wurde an der Urnen-
abstimmung vom 9. Februar 2014 mit 2'950 zu 2'820 Stimmen abgelehnt. Die 
zweite Initiative verlangte, die Liegenschaft für 100 Jahre im Baurecht einer 
"X.________ AG" zur Verfügung zu stellen. Diese sollte verpflichtet werden, ei-
nen Pfarreisaal, ein Hallenbad sowie Gewerbe- und Wohnraum zu errichten (vgl. 
Botschaft zur Bezirksgemeinde vom 7.4.2014). Diese Initiative wurde am 18. Mai 
2014 mit 4'441 zu 1'699 Stimmen abgelehnt.

13

5.1.2  Anlässlich einer Klausur vom 8. März 2017 diskutierte der Bezirksrat Ein-
siedeln eine breite Auslegung der Möglichkeiten zur Raumbeschaffung für die 
Bezirks-Verwaltung. Dabei wurde ihm u.a. auch eine den X.________ betreffen-
de "Studie C" durch Architekt und Investor vorgestellt. Sie basierte auf der Idee 
der knapp abgelehnten Initiative "Projekt X.________/H.________" und berück-
sichtigte eine gemischte Nutzung mit Verwaltung, Pfarreizentrum, Wohnen/ Ge-
werbe und Tiefgarage. Die "Studie C" umfasste neben Planskizzen ein Raum-
programm sowie Preisschätzungen. Erarbeitet wurde die "Studie C" durch die 
D.________AG und sie sah vor, dass das Projekt durch die Totalunternehmung 
ARGE I.________AG / C.________AG als Investoren zu einem Pauschalpreis 
verwirklicht werden sollte (Vi-act. 3 und 4). 

In dem die Klausur-Diskussion erwahrenden Beschluss Nr. 73 vom 22. März 
2017 (Vi-act. 5), beschloss der Bezirksrat, für eine weitgehend zentralisierte Ver-
waltung die Liegenschaft X.________ nutzen zu wollen. Er hielt fest, die durch 
den Initianten H.________ in Auftrag gegebene "Studie C" der D.________AG 
werde als interessanter Ansatz zur Kenntnis genommen. Das Ressort 
Liegenschaften Sport Freizeit wurde beauftragt, die Realisierbarkeit einer Zentra-
lisierung auf der Liegenschaft X.________ zu prüfen und dem Bezirksrat bis 
30. Juni 2017 Antrag zu stellen. Die Projektstudie der D.________AG sei als 
möglicher Lösungsansatz in die Abklärungen einzubeziehen. Dieser Interessen-
gruppe sei schriftlich mitzuteilen, dass mit der Beschäftigung mit ihrer Projektidee 
keine Vorentscheide verbunden seien (Vi-act. 5).

Am 7. April 2017 unterbreitete der Abteilungsleiter Liegenschaften Sport Freizeit 
der D.________AG den Bezirksratsbeschluss Nr. 73 vom 22. März 2017 und lud 
zu einer Erstbesprechung auf den 11. April 2017 ein, an welcher auch der zu-
ständige Bezirksrat teilnehmen sollte. An der Sitzung sollte vor allem die Reali-
sierbarkeit einer zentralen Verwaltung auf dem Areal X.________ besprochen 
werden, worüber dem Bezirksrat bis Ende Juni Bericht erstattet werden sollte (Vi-
act. 6). Aus einer E-Mail der D.________AG vom 26. Juni 2017 an den Abtei-
lungsleiter ergibt sich weiter, dass sie das Projekt in der Folge weiterbearbeitete 
und dem Bezirk ein Raumprogramm, einen Baubeschrieb und Skizzen zur Ver-
fügung stellte (Bf-act. 14 - 17). Das Raumprogramm berücksichtigte die ver-
schiedenen Ressorts der Bezirksverwaltung im Sinne deren Zentralisierung. Als 
Bauherrschaft wurde die Investorengruppe J.________AG/K.________AG resp. 
ARGE I.________AG / C.________AG genannt. 

5.1.3  Aus dem Protokoll der Bezirksratssitzung vom 30. August 2017 erhellt wei-
ter, dass der Bezirksrat für eine zentralisierte Verwaltung das Konzept weiterver-
folge, das auf der Initiative "Projekt X.________/H.________" basiert. Die dama-

14

lige Initiativgruppe habe einen Investor vorgestellt, der auf der Liegenschaft 
X.________ die drei Vorhaben Verwaltungszentrum, Kirchgemeindezentrum so-
wie Wohn- und Geschäftshaus aus einer Hand realisieren möchte. Für den Be-
zirksrat stand denn auch eine Lösung im Vordergrund, bei welcher der Bezirk die 
Liegenschaft dem Investor verkauft, dieser die Gesamtüberbauung erstellt und 
dem Bezirk sowie der Kirchgemeinde je ihre Bauten als Stockwerkeinheiten ver-
kauft. Eine Direktvergabe an einen Investor lehnte der Bezirksrat aus rechtlichen 
Gründen aber ausdrücklich ab. Vielmehr plante der Bezirksrat, gemeinsam mit 
der Kirchgemeinde einen Investorenwettbewerb durchzuführen, dessen Kosten 
auf Fr. 220'000.-- geschätzt wurden (Vi-act. 7). Als fachlicher Begleiter durch den 
Wettbewerb wurde die Firma F.________AG verpflichtet (Vi-act. 9). Mit der 
röm.kath. Kirchgemeinde hat der Bezirksrat eine Entwicklungsvereinbarung un-
terzeichnet und das Ausschreibungsprogramm erarbeitet. Für die Auswertung 
und Beurteilung der Investorenofferten wurde zudem die G.________AG ver-
pflichtet. Mit Beschluss Nr. 164 vom 26. September 2018 hiess der Bezirksrat die 
Ausschreibung "Projektwettbewerb für Bietergemeinschaft aus Architekt und In-
vestor kombiniert mit einem Investorenangebot mit Raumprogramm und Kom-
munikationskonzept" gut (Vi-act. 9 und 10). Im Amtsblatt 2018 (…) und gleichen-
tags auf www.simap.ch erfolgte die öffentliche Ausschreibung des Wettbewerbs 
(Vi-act. 11 und 12).

5.1.4  Bereits vor der öffentlichen Ausschreibung wurde die D.________AG be-
treffend Freigabe der Studie im Rahmen des Investorenwettbewerbs kontaktiert 
(Vi-act. 8). Auf die Anfrage hin hielt die D.________AG am 18. September 2018 
fest:

Wir sind gerne bereit die Unterlagen der Studie, in leicht reduziertem Mass, Ihnen 
für den Investoren-WB zur Verfügung zu stellen.

Im Gegenzug bestätigen Sie uns, dass unser Team (ARGE I.________AG / 
C.________AG / D.________AG) am Investoren-WB teilnehmen kann.

Wir haben doch im Risiko und auf eigene Rechnung umfangreiche Studien und 
Abklärungen, Beschriebe, Terminprogramme, sowie Kostenberechnungen und 
Angebote abgegeben. Diese Unterlagen ermöglichten dem Bezirksrat und der 
Kirchgemeinde die Immobilienstrategie mit einem gemeinsamen Vorgehen zu defi-
nieren.

Wir werden bis Ende Oktober die Unterlagen per CAD aufbereiten und Ihnen zu-
senden.

Mit E-Mail vom gleichen Tag bedankte sich die F.________AG für die Rückmel-
dung und führte ergänzend aus:

Formell kann das Gremium lediglich festlegen, dass mit der Offenlegung kein Aus-
schlussgrund für die Teilnahme am Wettbewerb besteht.

15

Über die effektive Zulassung am Wettbewerb entscheidet schliesslich die vorge-
sehene Präqualifikation.

Hierauf reagierte die D.________AG gleichentags:

Danke für die Bestätigung.

Ich habe Sie wirklich so verstanden, dass wir bei einer Zurverfügungstellung von 
Unterlagen am Investoren-WB teilnehmen können (wir haben eine grosse Vorar-
beit geleistet).

Wenn dies uns verhindert wird, so müssten wir Konsequenzen überlegen. Eigent-
lich könnte das Jurygremium uns als "Fix-beteiligtes" Team setzen. Ich bitte Sie, 
dies im Gremium zu diskutieren und uns Bescheid geben.

Im Anschluss an dieses E-Mail fand eine telefonische Aussprache zwischen der 
F.________AG und der D.________AG statt, die letztere mit E-Mail vom 19. 
September 2018 wie folgt bestätigte:

- Sie haben mir nun das Ausschreibe-Verfahren zum X.________ klar dargestellt.

- Wir werden uns nun den Ausschreibungsbedingungen stellen ("ohne Wenn und 
Aber")

- Die Unterlagen von uns erhalten Sie gemäss E-Mail vom 18.9.18

Ich hoffe, damit Klarheit geschafft zu haben und wünsche dem Projekt 
"X.________" den notwendigen Erfolg.

Besten Dank für das klärende Gespräch, schöner Nachmittag

Mit dem Dank für die Klarstellung unterbreitete die F.________AG der 
D.________AG am 19. September 2018 noch die Stellungnahme der Jury betref-
fend die Frage der fixen Teilnahme, welche die Jury noch vor der Klarstellung 
durch die D.________AG abgegeben habe:

Vorbemerkung
Grundsätzlich wird über den Wettbewerb, der noch in Vorbereitung ist, keine Kor-
respondenz mit Dritten geführt. Die besondere Situation ist dadurch entstanden, 
dass D.________AG aus eigenem Antrieb und auf eigenes Risiko, zu einem frühe-
ren Zeitpunkt eine Studie auf dem Areal X.________ verfasst hat. Sie ist dem Aus-
lober bekannt, dieser hat die Studie aber nicht in Auftrag gegeben und auch nicht 
entschädigt.

Beschluss der Jury
Alle Bewerber haben Anspruch auf Gleichbehandlung. Wenn D.________AG sich 
für das Verfahren bewerben möchte, muss ihre Studie im Programm veröffentlicht 
werden. Andernfalls könnte die D.________AG nach Ansicht der Jury nicht zuge-
lassen werden.

Zum E-Mail D.________AG vom 18.09.18:
D.________AG steht es frei, nach Bekanntgabe der Studien-Unterlagen, sich ent-
sprechend der öffentlichen Ausschreibung für das Verfahren zu bewerben. Aus der 
Zurverfügungstellung der Unterlagen können jedoch keinerlei Ansprüche, wie sie 
im E-Mail unverständlicherweise gefordert werden, abgeleitet werden. Für die Jury 

16

ist es wichtig zu wissen, dass das Verfahren nach den geltenden Regeln und un-
belastet gestartet werden kann.

Hierfür bedankte sich die D.________AG mit dem Zusatz "(> klar und deutlich!)" 
(Vi-act. 8).

5.1.5  Dem Antrag zur Teilnahme vom 15. November 2018 fügte die 
D.________AG ein an den zuständigen Bezirksrat, den zuständigen Kirchge-
meinderat sowie die F.________AG adressiertes Begleitschreiben bei mit fol-
gendem Inhalt (Vi-act. 13/1):

In der Beilage erhält die Fa. F.________AG die Anmeldung zur Präqualifikation 
"X.________". Die ARGE B.________AG / C.________AG (Aus den 
K.________AG und J.________AG) bewirbt sich als Investor und die 
D.________AG als Architekt für die Präqualifikation.

Es ist Ihnen bestens bekannt, dass unsere Gruppierung mit der Projektstudie und 
dem konkreten Angebot vom Februar 2017 Initiant und Anstösser der aktuellen 
Projektentwicklung ist. Wir stellen uns dem Wettbewerb, auch wenn wir überzeugt 
sind / waren, mit der Studie und dem Angebot eine sehr gute Vorgabe dem Bezirk 
Einsiedeln und der Kirchgemeinde Einsiedeln abgegeben zu haben.

Wir sind auch überzeugt, dass wir als Architekt die Fachliche Qualifikation und die 
notwendigen Referenzen in den vergangenen 38 Jahren haben, sowie die Investo-
ren-ARGE die fachlichen und finanziellen Fähigkeiten haben, ein solches Projekt 
realisieren zu können. Eine Realisation mit ortsansässigen und regionalen Planern 
und Unternehmern wird zugesichert.

Wir wären enttäuscht, würden wir für die Zulassung zum Wettbewerb nicht einge-
laden.

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

5.1.6  Am 26. November 2018 kontaktierte F.________AG die D.________AG 
betreffend die bestehende Studie (Bf-act. 13):

Wie bereits telefonisch erwähnt, findet die Präqualifikation des Wettbewerbs am 
Donnerstag, 29.11.2018, statt.

Damit Ihre Bietergemeinschaft an der Präqualifikation uneingeschränkt für den 
Wettbewerb ausgewählt werden könnte, muss zu diesem Zeitpunkt die zur Ver-
fügung zu stellende Studie bereits im ausreichenden Umfang vorliegen.

Bis wann könne[n] Sie uns diese zukommen lassen?

Besten Dank für eine kurze Rückmeldung und Zustellung der Studie.

Am 28. November 2018 stellte die D.________AG die Studie im Mst. 1:500 zur 
Verfügung (Situation, Grundrisse aller Geschosse und Hauptschnitte). Falls dies 
nicht genügen sollte, wurden die Handskizzen angeboten, die bereits im Besitze 
des Bezirkes seien (Vi-act. 22).

17

5.2 Gemäss Darstellung der Beschwerdeführerin seien ihr bei diesem Sach-
verhalt Zusicherungen abgegeben worden, so dass sie in ihrem Vertrauen zu 
schützen sei und auf jeden Fall zum Wettbewerb zugelassen werden müsse.

5.2.1  Das Verhalten einer Behörde kann unter Umständen beim Betroffenen be-
rechtigte Erwartungen wecken, die bei gegebenen Voraussetzungen gestützt auf 
Art. 9 BV zu schützen sind. Der grundrechtlich verstärkte Grundsatz von Treu 
und Glauben verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Ver-
trauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen 
begründendes Verhalten der Behörden. Voraussetzung für eine Berufung auf 
Vertrauensschutz ist, dass die betroffene Person sich berechtigterweise auf die 
Vertrauensgrundlage verlassen durfte und gestützt darauf nachteilige Disposi-
tionen getroffen hat, die sie nicht mehr rückgängig machen kann (BGE 143 V 95 
Erw. 3.6.2; BGE 137 II 182 Erw. 3.6.2; BGE 137 I 69 Erw. 2.5.1 S. 72 f. je mit 
Hinweisen). 

5.2.2  Vorliegend wurde der Beschwerdeführerin die Wettbewerbsteilnahme aus-
drücklich nicht zugesichert. Die Forderung, als fix-beteiligtes Team zugelassen 
zu werden, wurde von der Beschwerdeführerin im Falle der Herausgabe der 
Studie explizit gestellt. Ebenso klar und deutlich wurde das Begehren indes ab-
gelehnt, was von der Beschwerdeführerin denn auch als 'klar und deutlich' und 
verstanden quittiert wurde. Mithin war der Beschwerdeführerin bewusst, dass die 
Herausgabe der Studie einzig eine Bedingung war, dass ihr Teilnahmeantrag 
überhaupt geprüft wird und sie präqualifiziert werden könnte, die Herausgabe 
aber keinesfalls die Präqualifikation zusicherte. Nichts in den Unterlagen spricht 
für Äusserungen oder ein Verhalten der Vorinstanz, die berechtigte Erwartungen 
bei der Beschwerdeführerin hätten wecken können, sie sei so oder anders für 
den Wettbewerb selektioniert. Vielmehr beging der Bezirksrat von Anfang an 
konsequent den Weg der öffentlichen Ausschreibung. Schon früh liess er die 
Vertreter der Beschwerdeführerin wissen, durch die Beschäftigung mit ihrer Pro-
jektidee seien keine Vorentscheide verbunden. Ebenso deutlich schlug der Be-
zirksrat die Idee einer Direktvergabe aus, worüber auch die Beschwerdeführerin 
in Kenntnis gesetzt wurde. Und noch vor der öffentlichen Ausschreibung fand die 
dargestellte Klärung zwischen der D.________AG und der F.________AG statt, 
wobei auch die Jury klar Stellung bezog und eine Fix-Beteiligung deutlich ablehn-
te. Entsprechend bestätigte die Beschwerdeführerin denn auch noch vor der 
Ausschreibung: "Wir werden uns nun den Ausschreibungsbedingungen stellen 
("ohne Wenn und Aber")" (vgl. Erw. 5.1.4), was im Übrigen durch Unterzeichnung 
des Bewerbungsformulars durch die Beschwerdeführerin nochmals bestätigt 
wurde (vgl. Vi-act. 13/2). Mithin besteht keine Veranlassung, die Beschwerdefüh-

18

rerin losgelöst des Präqualifikationsverfahrens zum Wettbewerb zuzulassen, weil 
sie berechtigter Weise davon habe ausgehen dürfen.

6. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, ihr Ausschluss aus 
dem Präqualifikationsverfahren sei rechtsfehlerhaft, was es nachfolgend zu 
prüfen gilt.

6.1.1  Der Grund des Ausschlusses der Beschwerdeführerin erhellt aus der 
angefochtenen Verfügung nicht. Auf entsprechende Rückfrage hin teilte der zu-
ständige Bezirksrat der Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 28. Dezember 2018 
mit (Vi-act. 27):

Gemäss SIA 142 war ein Ausschluss unumgänglich.

Die Bewerbung war nicht vollständig bzw. relevante Unterlagen wurden erst nach 
der Bewerbungsfrist eingereicht.

Folgende Unterlagen fehlten am Abgabetermin:
- Auszug des Handelsregisters der C.________AG (Investor 2)
- Auszug des Betreibungsregisters der C.________AG (Investor 2)
- Auszug des Betreibungsregisters der B.________AG (Investor 1)
- Auszug des Handelsregisters der B.________AG (Investor 1)
- Mitarbeiterliste der B.________AG (Investor 1)
- Mitarbeiterliste der C.________AG, nicht eingereicht (Investor 2)
- Mitarbeiterliste des Architekten
- Vorstellung der Investoren 1 + 2
- Organigramm der Projektorganisation

Das Preisgericht hat daher den Ausschluss vorgenommen.

6.1.2  Gemäss Submissionsunterlagen mussten die vollständigen Unterlagen bis 
spätestens 16. November 2018, 16 Uhr, bei der F.________AG abgegeben oder 
zugestellt werden. Mit Schreiben vom 15. November 2018 reichte die Beschwer-
deführerin ihren Teilnahmeantrag ein (vgl. Erw. 5.1.5; Vi-act. 13/1). Noch am 15. 
November 2018 bestätigte die F.________AG den fristgerechten Eingang einer 
Bewerbung für die Präqualifikationsphase (Bf-act. 10). 

6.1.3  Am 19. November 2018 erfolgte die Eingabenöffnung durch die 
F.________AG (Vi-act. 18). Unter 'Prüfung der formellen Anforderungen' wurde 
betreffend die Beschwerdeführerin dokumentiert, der Eingang sei fristgerecht am 
15. November 2018 erfolgt mittels ausgedruckter Unterlagen in Deutsch. Es 
handle sich um eine Bietergemeinschaft mit Wohn- und Geschäftssitz gemäss 
Bestimmungen WTO. Speziell vermerkt wurde, dass die Unterlagen gefalzt 
waren und die ARGE aus zwei Investoren bestehe. Bezüglich Umfang der einge-
reichten Unterlagen wurde notiert, dass die Personalliste der Firmen, die Projekt-
organisation (Diagramm), je der Handels- und Betreibungsregisterauszug der 

19

Investoren sowie die Vorstellung der Investoren fehle. Zudem handle es sich bei 
den Referenzprojekten des Investors um solche der K.________AG und nicht 
der B.________AG.

6.1.4  Am 23. November 2018 sandte die D.________AG der F.________AG ei-
ne E-Mail mit dem Vermerk: "Anbei die gewünschten Unterlagen. Besten Dank 
für die Chance des Nachreichens". Angefügt waren die Personalliste der 
D.________AG und deren Handelsregisterauszug, der Handels- und der Betrei-
bungsregisterauszug je der B.________AG und C.________AG sowie die Per-
sonalliste der B.________AG und ein Organigramm ARGE B.________AG / 
C.________AG (Bf-act. 11). Am 25. November 2018 wurde zudem die Motivation 
und Organisation (Vorstellung der Investorengruppe) zur Kenntnisnahme nach-
gereicht (Bf-act. 12). 

6.1.5  Da der Hintergrund dieser Nachversande unklar war, ersuchte das Gericht 
den Bezirksrat um Klärung (Ingress Bst. J). In seiner Eingabe vom 28. Mai 2019 
führte der Bezirksrat aus, nachdem die F.________AG die Unvollständigkeit der 
beschwerdeführerischen Unterlagen festgestellt habe, hätte sie die 
D.________AG zu erreichen versucht (vgl. Vi-act. 30). Bei einem - nicht protokol-
lierten - Telefongespräch vom 21. November 2018 sei die D.________AG auf die 
fehlenden Unterlagen aufmerksam gemacht worden mit dem Angebot, die feh-
lenden Unterlagen bis zum Versand des Eingangsprotokolls am 23. November 
2018 abends an das Preisgericht, vermerkt mit dem Nachreichedatum, im Proto-
koll aufzunehmen. Da der F.________AG klar gewesen sei, dass sie als Verfah-
rensbegleiterin über keine Entscheidungsbefugnisse verfüge, habe sie der Be-
schwerdeführerin mit der Nachreichung nicht eine "Chance" zur Teilnahme an 
der Präqualifikation eingeräumt, wie dies der Wortlaut des E-Mails vom 23. No-
vember 2018 vermuten lasse. Da innert der vereinbarten Frist bis 23. November 
2018 mittags keine Unterlagen eingingen, habe die F.________AG die 
D.________AG noch einmal kontaktiert (Vi-act. 32), worauf die Zustellung in 
Aussicht gestellt worden sei. Eine erste Zustellung sei dann am 23. November 
2018 erfolgt, die Vorstellung der Investorengruppe habe weiterhin gefehlt (vgl. 
oben Erw. 6.1.4). Noch am 23. November 2018 habe die F.________AG dem 
Preisgericht die Unterlagen zugestellt, wobei für das Preisgericht in transparenter 
Art und Weise die nachgereichten Unterlagen der Beschwerdeführerin mit dem 
entsprechenden Erstelldatum (nach der Eingabefrist) aufgeführt worden seien 
(vgl. Vi-act. 33/2). 

In der Stellungnahme vom 14. Juni 2019 bestätigt die Beschwerdeführerin, dass 
zwischen der D.________AG und der F.________AG telefonischer Kontakt be-
stand. Bestritten wird jedoch, dass eine Nachfrist bis 23. November 2018 mittags 

20

angesetzt worden sei. Vielmehr sei man davon ausgegangen, bis zur Sitzung 
des Preisgerichtes am 29. November 2018 nachreichen zu können, was sich aus 
der E-Mail der F.________AG vom 26. November 2018 klar ergebe. Dieser Dar-
stellung kann allerdings nicht gefolgt werden. Die E-Mail vom 26. November 
2018, welche die beschwerdeführerische Darstellung belegen soll, bezieht sich 
inhaltlich (und explizit gemäss Betreff) nicht auf das Präqualifikationsverfahren 
und die einzureichenden Unterlagen, sondern auf das zur Verfügung stellen der 
Studie. Die F.________AG erinnert die Beschwerdeführerin daran, dass die Stu-
die bis spätestens am 29. November 2018 vorliegen müsse, damit der Teilnah-
meantrag überhaupt ausgewählt werden könnte (vgl. Bf-act. 13 und Vi-act. 22; zi-
tiert in Erw. 5.1.6). 

Zudem widerspricht die Beschwerdeführerin, die F.________AG hätte keine Zu-
sage gemacht. Vielmehr sei die Beschwerdeführerin aufgrund der Zusagen der 
Verfahrensbegleitung davon ausgegangen, dass sie infolge Zustellung der feh-
lenden Unterlagen am 23. und 25. November 2018 unbeschränkt zum Präqualifi-
kationsverfahren zugelassen werde. In diesem Sinne habe man sich für die 
Chance des Nachreichens bedankt (dazu nachfolgend). 

Und schliesslich deklariere das Eingangsprotokoll (vgl. Vi-act. 33/2) entgegen 
den Ausführungen des Bezirksrates nicht 'in transparenter Art und Weise' die 
nachgereichten Unterlagen. Vielmehr ergebe sich unter dem Titel "Prüfung der 
formellen Anforderungen" die "fristgerechte Eingabe"; hier sei keine verspätete 
Eingabe erwähnt, man suche einen entsprechenden Hinweis vergeblich. Damit 
habe die Beschwerdeführerin die Anforderung "fristgerechte Eingabe" vorbehalt-
los erfüllt. Notiert sei auch kein Nachreichedatum, vermerkt seien einzig die Da-
ten der Auszüge aus dem Handels- und Betreibungsregister aller Wettbewerber. 
Ein Nachreichedatum könne darin nicht erblickt werden. Folglich sei es für die 
Mitglieder des Preisgerichtes am 29. November 2018 in keiner Weise ersichtlich 
gewesen, dass die Beschwerdeführerin einige Unterlagen innert erstreckter Frist 
nachgereicht habe. Der Ausschluss lasse sich daher nicht rechtfertigen. Dem 
kann insoweit gefolgt werden, als das dem Preisgericht am 23. November 2018 
zugestellte Dokument "Präqualifikation, Eingegangene Bewerbungen, 23.11.18" 
(Vi-act. 33/2) in der Tat nicht explizit auf nicht innert Frist eingereichte Unterlagen 
bzw. auf einen Nachversand verweist. Bei den Handels- und Betreibungsregis-
terauszügen wird aber deren Ausstelldatum angegeben, woraus ohne weiteres 
ersichtlich ist, dass diese nach Ablauf der Bewerbungsfrist eingereicht wurden, 
da drei von vier Auszügen erst nach dem 16. November 2018 ausgestellt wur-
den. Hingegen wird durch die F.________AG weder in der Einladung des Preis-
gerichtes (Vi-act. 33/1) noch im Mailversand (Vi-act. 33) auf eine verspätete Ein-
gabe oder eine Nachfristansetzung hingewiesen. Hingegen wurde das Preisge-

21

richt anlässlich der Sitzung vom 29. November 2018 einleitend über die Fristver-
säumnis und Nachreichung informiert (vgl. Vi-act. 23). 

6.2.1  § 12 VIVöB definiert den Mindestinhalt der Ausschreibung. Hierzu gehören 
auch die Adresse und die Frist für die Einreichung des Angebots (Abs. 1 lit. j). 
Gemäss § 26 Abs. 1 lit. g VIVöB kann der Auftraggeber einen Anbieter, der we-
sentliche Formvorschriften der Verordnung und des Vergabeverfahrens verletzt, 
vom Vergabeverfahren ausschliessen. Bei der Frist für die Einreichung der An-
gebote handelt es sich um ein zentrales formelles Erfordernis, dessen Nichtein-
haltung als schwerer Formfehler regelmässig zum Ausschluss vom Verfahren 
führt (vgl. Urteil BGer 2D_50/2009 vom 25.2.2010 Erw. 2.4 mit zahlreichen Hin-
weisen). Dieser Ausschlussgrund stellt entsprechend einen in den kantonalen 
Gesetzgebungen zum Beschaffungswesen verbreitet geregelten Grundsatz dar. 
Die Nichteinhaltung der Frist zur Einreichung stellt auch dann einen den Aus-
schluss rechtfertigenden Formfehler dar, wenn diese Frist nur geringfügig über-
schritten wurde. Die Missachtung dieser Frist ist stets ein schwerer Formmangel. 
Eine diesbezüglich laxe Praxis würde der Willkür Tür und Tor öffnen. Selbst wenn 
das Angebot nur wenige Minuten nach Ablauf der Eingabefrist bei der Vergabe-
stelle eintrifft, ist der Ausschluss zwingend und lässt sich auch nicht mit dem 
Hinweis auf das Verbot des überspitzten Formalismus abwenden (EGV-SZ 2015 
B11.1; vgl. Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 507-511 mit Hinweisen auf die 
Rechtsprechung; Beyeler, Der Geltungsanspruch des Vergaberechts, Zürich 
2012, Rz. 1747; "Kriterium", Informationen zur Submissionspraxis der Kommissi-
on für das öffentliche Beschaffungswesen des Kantons Zürich, Nr. 23 März 2008 
S. 2). Beyeler (a.a.O., Rz. 1747 sowie Rz. 1853 mit FN 1806 [Hinweis auf das 
Bundesgerichtsurteil 2D_50/2009 vom 25.2.2010 Erw. 2.4]) hält dafür, dass be-
treffend die fristgerechte Einreichung einer Offerte keine Toleranz zu gewähren 
ist. Diese höchste Formstrenge wird damit begründet, dass "jedwelche Auflocke-
rung wie ein Dammbruch wirkte und immer nach einer noch weitergehenden 
Toleranz riefe" (Beyeler, a.a.O., Rz. 1855). Im dargelegten Sinne hält auch das 
vom kantonalen Baudepartement herausgegebene Handbuch "Öffentliches Be-
schaffungswesen im Kanton Schwyz" (vom 15.3.2007, Stand 10.1.2011) fest, 
dass zu spät oder unvollständig eingereichte Offerten auszuschliessen sind. Das 
Risiko eines falschen oder verspäteten Offerteinganges tragen die Anbietenden 
(S. 47 Ziff. 8.1). Entsprechend trifft die Beweislast für das fristgerechte Einreichen 
von Eingaben grundsätzlich jene Partei, welche die entsprechende Handlung 
vorzunehmen hat. 

6.2.2  Diesen strengen Massstab gilt es dann zu relativieren, wenn nicht das 
ganze Angebot als solches verspätet eingereicht wurde, sondern die Eingabe 

22

zwar fristgerecht, aber unvollständig erfolgt ist. § 26 Abs. 1 lit. g VIVöB nennt als 
möglichen Ausschlussgrund ebenso die Unvollständigkeit des Angebots. Die 
Rechtsfolge des Ausschlusses ist im Falle fehlender Unterlagen allerdings nur 
dann adäquat, wenn es sich um einen wesentlichen Mangel handelt; einen über-
spitzten Formalismus gilt es zu vermeiden (Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., 
Rz. 456 f.). 

Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV liegt ein verpönter überspitzter Formalismus vor, wenn 
für ein Verfahren rigorose Formvorschriften aufgestellt werden, ohne dass die 
Strenge sachlich gerechtfertigt wäre, oder wenn die Behörde formelle Vorschrif-
ten mit übertriebener Schärfe handhabt. Durch ein derartiges Vorgehen wird die 
Formstrenge zum blossen Selbstzweck, womit die Verwirklichung des materiellen 
Rechts in unhaltbarer Weise erschwert oder gar verhindert wird (BGE 135 I 6 
Erw. 2.1 mit Hinweisen). 

Aus dem Verbot des überspitzten Formalismus wie auch aus Art. 9 BV kann die 
Verpflichtung der Behörde abgeleitet werden, den Privaten in gewissen Situa-
tionen von Amtes wegen auf Verfahrensfehler hinzuweisen, die er begangen hat 
oder im Begriffe ist zu begehen (vgl. zum Ganzen BVGE 2007/13 Erw. 3.2 mit 
Hinweisen). Der Offerent darf nicht schon wegen unbedeutender Mängel der Of-
ferte oder eines Verhaltens mit Bagatellcharakter ausgeschlossen werden. Dies-
falls ist es geboten, den Offerenten auf den Mangel aufmerksam zu machen und 
Nachbesserung zu ermöglichen. Demgegenüber sind Offerten, die unvollständig 
sind in Bezug auf Angaben, die für die Bewertung der Angebote unabdingbar 
sind, grundsätzlich auszuschliessen (vgl. EGV-SZ 2016 B11.7; EGV-SZ 2010 
B11.2; BVGE 2007/13 Erw. 3.4). Das Bundesverwaltungsgericht unterscheidet 
vor diesem Hintergrund drei Kategorien von Unvollständigkeiten des Angebots: 
Eine erste Kategorie umfasst Angebote, welche die Vergabestelle aufgrund ihrer 
Mängel nicht ohne Verletzung des Transparenz- und Gleichbehandlungsgebots 
in die Bewertung einbeziehen kann, also ausschliessen muss. Eine zweite Kate-
gorie von Offerten ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vergabestelle sie durch 
Rückfragen auf den verlangten Stand bringen darf, aber nicht muss; die Verga-
bestelle verfügt demnach in diesem Rahmen über einen gewissen Ermessens-
spielraum (BVGE 2007/13 Erw. 6.2). Die Mängel des Angebots der dritten Kate-
gorie sind derart geringfügig, dass die Vergabestelle zur Bereinigung derselben 
Hand bieten muss (vgl. zum Ganzen BVGE 2007/13 Erw. 3.3).

Somit darf ein Anbieter wegen unbedeutender Mängel der Offerte nicht ausge-
schlossen werden; ein Ausschlussgrund muss eine gewisse Schwere aufweisen 
und es dürfen nur wesentliche Mängel zum Ausschluss führen. Bei der Beurtei-
lung solcher Mängel ist im Interesse der Vergleichbarkeit der Angebote und des 

23

Gleichbehandlungsgrundsatzes ein strenger Massstab anzulegen (EGV-SZ 2010 
B11.2).

6.3.1  Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ihren Antrag zur 
Teilnahme am Wettbewerb vor Ablauf der Eingabefrist eingereicht hat (vgl. oben 
Erw. 6.1.2). Ein Ausschluss wegen verspäteter Bewerbung kommt somit nicht in 
Betracht.

6.3.2  Unbestritten ist ebenso, dass der Teilnahmeantrag der Beschwerdeführe-
rin unvollständig war. 

Eingereicht wurde mit dem Begleitschreiben vom 15. November 2018 (Vi-act. 
13/1) das Bewerbungsformular (Vi-act. 13/2) mit Referenzblättern (Vi-act. 13/3). 

Gemäss Submissionsunterlagen Ziff. 3.4 (Vi-act. 10) waren zur Bewerbung um 
Teilnahme am Wettbewerb frist- und formgerecht einzureichen:

- Referenzprojekt A: Darstellung eines vergleichbaren Referenzobjekts eines 
Verwaltungs- oder Bürogebäudes oder öffentlichen Baus (Neubau) des Archi-
tekturbüros anhand von Text, Plänen und Fotos auf einer Seite A3 quer.

- Referenzprojekt B: Darstellung eines realisierten Referenzobjekts (Neubau) des 
Architekturbüros mit vergleichbarer Aufgabenstellung und Komplexität, bei wel-
chem ein wesentlicher Anteil des Gesamthonorars gemäss Ordnung SIA 102 
(Architekt) geleistet wurde. Die erbrachten Teilleistungen sind auszuweisen. 
Das Referenzprojekt ist anhand von Text, Plänen und Fotos auf einer Seite A3 
quer zu beschreiben.

- Referenzprojekt C: Darstellung eines realisierten Referenzobjekts (Neu- oder 
Umbau) des Investors mit einer abgerechneten Bausumme (BKP 1-9/eBKP-H 
B-W) über CHF 20 Mio. anhand von Text, Plänen und Fotos auf einer Seite A3 
quer.

- Vorstellung des Investors mit Darlegung der Beteiligungs-/ Eigentumsstruktur 
sowie ob und in welcher Form bereits in der Vergangenheit mit dem Architekten 
der aktuellen Bietergemeinschaft zusammengearbeitet wurde (2 bis 3 Seiten, 
A4-Format).

- Auszug des Handels- und Betreibungsregisters des Investors (A4-Format).

- Vorgesehene Projektorganisation in einem Diagramm dargestellt (A4-Format). 

- Vollständig ausgefülltes Bewerbungsformular mit Unterzeichnung aller an der 
Bewerbung beteiligten Firmen (A4-Format).

- Personalliste aller beteiligten Firmen.

Sämtliche Unterlagen waren in Deutsch abzufassen und ausgedruckt auf einem 
festen Papier ungefalzt und ungeheftet abzugeben. Weiter wurde angekündigt, 
dass Unterlagen auf Datenträger oder per E-Mail nicht berücksichtigt würden 
(Submissionsunterlagen Ziff. 3.5). 

24

Gemäss Protokoll der Eingangsöffnung vom 19. November 2018 fehlte im Teil-
nahmeantrag der Beschwerdeführerin (Vi-act. 18):

- Personalliste aller Firmen
- Projektorganisation (Diagramm)
- Auszug Handelsregister Investor
- Auszug Betreibungsregister Investor
- Vorstellung des Investors
- Bezüglich Referenzprojekt C wurde zudem vermerkt, bei beiden ange-

gebenen Referenzen sei die K.________AG der Investor und nicht der 
B.________AG und die federführende Person werde nicht angegeben.

Dass eine dieser Unterlagen fristgerecht eingereicht worden wäre, wird auch von 
der Beschwerdeführerin nicht behauptet. Vielmehr stellte sie diese erst mit E-Mail 
vom 23. resp. 25. November 2018 zu (vgl. oben Erw. 6.1.4).

6.3.3  Strittig ist, ob das Fehlen der genannten Unterlagen ein wesentlicher Man-
gel darstellt, der einen Ausschluss ohne Nachfristansetzung rechtfertigte oder ob 
der Beschwerdeführerin eine Nachfrist zur Einreichung fehlender Unterlagen an-
gesetzt wurde und sie die fehlenden Unterlagen innert Nachfrist nachgereicht 
hat.

6.4.1  Die Unvollständigkeit des Angebotes hat den Ausschluss ohne Nachfrist-
ansetzung dann zur Folge, wenn es sich um einen wesentlichen Mangel handelt. 
Dies ist insbesondere der Fall, wenn die fehlenden Unterlagen Angaben enthal-
ten, die für die Bewertung der Angebote unabdingbar sind (vgl. oben Erw. 6.2.2).

6.4.2  Die Vorinstanzen schrieben einen Projektwettbewerb für Bietergemein-
schaften aus "Architekt und Investor" kombiniert mit einem Investorenangebot 
aus, um auf einem rund 4'900m2 grossen Areal "X.________" ein neues Ver-
waltungszentrum des Bezirks Einsiedeln, ein neues Pfarreiheim für die röm.-kath. 
Kirchgemeinde Einsiedeln sowie ein privates Wohn- und Geschäftshaus mit 
städtebaulich überzeugender Qualität zu realisieren. Aufgrund räumlicher Über-
schneidungen, der Vielzahl von Nutzungen, der anspruchsvollen Situation in 
Bezug auf die Einordnung und Gestaltung wünschen die Auslober ein Gesamt-
projekt und aus wirtschaftlichen Gründen sollte eine Bietergemeinschaft die Ge-
samtüberbauung erstellen. Der Bezirk und die Kirchgemeinde wollen die eigenen 
Räumlichkeiten anschliessend nutzen. Das Wohn- und Geschäftshaus und ein 
Teil eines Grundstückes sollte ins Eigentum des Investors übergehen (Submis-
sionsunterlagen Ziff. 1.3; Vi-act. 10). 

25

In einem ersten Präqualifikations-Schritt konnten Bietergemeinschaften ihre 
Teilnahme beantragen. Es sollten Bietergemeinschaften ausgewählt werden 
(maximal 8), die sich aufgrund ihres Leistungs- und Fähigkeitsausweises für die 
Lösung der gestellten Aufgabe am besten eignen (Submissionsunterlagen 
Ziff. 3.1; Vi-act. 10). Gesucht wurden Bietergemeinschaften, die hohe architekto-
nische und städtebauliche Qualität sowie eine funktionale, wirtschaftliche und 
ökologisch nachhaltige Lösung gewährleisten. Aufgrund der dargestellten Refe-
renzobjekte und der Selbstdeklaration werde das Preisgericht die bestgeeigneten 
Bietergemeinschaften auswählen. Als Eignungskriterien wurden aufgelistet 
(Submissionsunterlagen Ziff. 3.7; Vi-act. 10):

Architekturbüro
- Kompetenzen und Qualifikationen des Architekturbüros und des ausgewiesenen 

Projektleiters im Bereich des Entwurfs und Realisierung von vergleichbaren Pro-
jekten mit ähnlichem Komplexitätsgrad.

- Qualität und Bezug der Referenzprojekte zur Aufgabenstellung.

Investor
- Kompetenzen und Qualifikationen des Investors und des ausgewiesenen Projekt-

leiters im Bereich der Realisierung von vergleichbaren mit ähnlichem Komple-
xitätsgrad.

- Referenzen von bisherigen Investitionen mit Finanzierungsmodell von vergleich-
baren Projekten.

- Vorhandene Bonität.

Allgemein
- Kapazität bzw. Leistungsfähigkeit der beteiligten Firmen.
- Potenzial der Zusammensetzung der Bietergemeinschaft für eine architektonisch 

und städtebaulich gute Lösung.

Das Preisgericht beurteilt die eingegangenen Bewerbungen anhand der aufgeführ-
ten Kriterien mit einem Punkterating von 1 (ungenügend erfüllt / keine Angaben) 
bis 5 (sehr gut erfüllt) und lässt die besten Bietergemeinschaften an das Wettbe-
werbsverfahren zu. Beurteilt werden nur die eingereichten Unterlagen bzw. ge-
machten Angaben. Eine Gewichtung der Kriterien erfolgt nicht. Die effektive Teil-
nehmerzahl wird aufgrund der Anzahl an eingegangenen Bewerbungen und deren 
Qualität durch das Preisgericht festgelegt (maximal acht Bietergemeinschaften). 

Über die Teilnahme sollte das Preisgericht entscheiden, wobei die Auslober die-
sen Entscheid koordinieren und der Bezirksrat den Bewerbern eine beschwerde-
fähige Verfügung zustellt (Submissionsunterlagen Ziff. 3.8; Vi-act. 10).

6.4.3  Mit dem Projekt bezwecken die Auslober, auf ihren zwei Liegenschaften 
durch eine Bietergemeinschaft Architekt+Investor eine Gesamtüberbauung 
realisieren zu lassen. Dieses Projekt ist sowohl in architektonischer Hinsicht 
(relativ grosse Überbauung in der ZöB bzw. Dorfzone mit spez. Auflage; Nähe 
zu KIGBO-Objekten, ISOS, Park, verschiedene Nutzungen) als auch finanziell 
(Volumen > 20 Mio.) sowie projektmässig (Bietergemeinschaft, zwei Auslober), 

26

als anspruchsvoll zu bezeichnen. Es ist daher nachvollziehbar, dass die Auslober 
in einem Präqualifikationsverfahren nur geeignete Bietergemeinschaften zum 
eigentlichen Wettbewerb zulassen wollten.

Ebenso nachvollziehbar ist es, die Eignung der Architekten und Investoren zu 
prüfen anhand von Kompetenzen, Qualifikationen, Referenzen und Bonität. Den 
von den Bietergemeinschaften geforderten Unterlagen kann dabei die Eignung, 
diese Kriterien zu prüfen, nicht abgesprochen werden. Die von den Architekten 
geforderten Referenzen nehmen Bezug auf das geplante Projekt und vermögen 
damit einen Beleg zur Eignung für eine Arbeit in der geforderten städtebaulichen 
Qualität abzugeben. Das Nämliche gilt für ein Referenzprojekt des Investors. Ne-
ben den Referenzen sind der Handelsregister- sowie Betreibungsregisterauszug 
geeignet, um eine Einschätzung der Bonität eines Investors vorzunehmen. Damit 
das Bild vervollständigt werden kann, wurde zusätzlich eine Vorstellung des In-
vestors verlangt, worin die Beteiligungs- und Eigentumsstruktur dargestellt wird. 
Dies erscheint gerade bei juristischen Personen, die regelmässig über Beteili-
gungen verbunden sind, sinnvoll und nachvollziehbar. Da zudem Bietergemein-
schaften Architekt+Investor eingeladen sind und dem Projekt mit zwei Auslobern 
erhöhte Komplexität zukommt, ist auch nicht zu beanstanden, wenn verlangt 
wird, dass die geplante Projektorganisation vorgestellt und auch aufgezeigt wird, 
in welcher Form Architekt und Investor schon zusammengearbeitet haben. 

Diese von den Auslobern verlangten Unterlagen sind nicht nur geeignet, um die 
Eignung einer Bietergemeinschaft zu prüfen, sondern ebenso erforderlich. Wohl 
waren durch die Antragsteller bereits im Bewerbungsformular verschiedene In-
formationen zu geben. Namentlich zur Prüfung der Bonität des Investors reichen 
diese indes nicht aus. Auch erhellt nicht, in welcher Organisation die Bieter-
gemeinschaft das Projekt anzugehen gedenkt. Einzig bezüglich der geforderten 
Personalliste aller beteiligten Firmen erscheint die Eignung und Erforderlichkeit 
als fraglich. Um welche Personen es sich handelt, ist - abgesehen von den 
Führungspersonen - irrelevant. Hingegen vermag die Anzahl Mitarbeiter eine 
Aussage zur Eignung abzugeben. Diese Information ist aber bereits im Bewer-
bungsformular enthalten.

6.4.4  Die Beschwerdeführerin hat mit ihrem Antrag innert Frist einzig das Be-
werbungsformular sowie Referenzprojekte mit einem Begleitschreiben einge-
reicht, ansonsten überhaupt keine der geforderten Unterlagen. Es fehlte damit of-
fenkundig nicht einfach eine Nebensächlichkeit, sondern eine Mehrzahl wesent-
licher bzw. erforderlicher Unterlagen. Da zudem gemäss Submissionsunterlagen 
ein Investor abgefragt wurde, die Beschwerdeführerin indes eine Teilnahme als 

27

Bietergemeinschaft mit zwei Investoren beantragte, wäre es umso erforderlicher 
gewesen, die Investoren vorzustellen und die Projektorganisation darzustellen. 

Wie bereits ausgeführt, erhellen allein aus dem Bewerbungsformular die zur Eig-
nungsprüfung notwendigen Informationen nicht. Auch die gelieferten Referenz-
projekte vermögen dies nicht auszufüllen. Kommt hinzu, dass zu einem Investor 
(C.________AG) gar kein Referenzprojekt eingereicht wurde. Zudem fällt auf, 
dass im Bewerbungsformular als Investor 1 die B.________AG genannt wird, 
zum Referenzobjekt C (zwei Projekte) die im Formular geforderte Person nicht 
genannt wird, aber die K.________AG als federführend bezeichnet und in der 
Beilage als Investor dann wieder die B.________AG genannt wird. Wenig erhel-
lend ist dazu das Begleitschreiben der Beschwerdeführerin vom 15. November 
2018, demgemäss sich neben der D.________AG als Architektin die ARGE 
B.________AG/C.________AG (aus den Firmen K.________AG und 
J.________AG) bewerbe (Vi-act. 13/1). Gerade wegen der Nennung verschiede-
ner Firmen wäre es umso erforderlicher gewesen, durch die Beilage der gefor-
derten Unterlagen (Vorstellung Investor, Handels- und Betreibungsregisteraus-
züge, Projektorganisation) Licht ins Dunkel zu bringen. Nur der Vollständigkeit 
halber sei ergänzt, dass in der durch die Beschwerdeführerin nachgereichten 
Vorstellung Investorengruppe (Vi-act. 13/12) dann weder die B.________AG 
noch die K.________AG als massgeblicher Investor bezeichnet wird, sondern die 
I.________AG. Dies stimmt weder mit dem Bewerbungsformular, noch der nach-
gereichten Projektorganisation zusammen (Vi-act. 13/9), noch mit den nachge-
reichten Handels- und Registerauszügen (Vi-act. 13/7 und 8). Mithin kann - trotz 
Nachreichung - nicht von vollständigen, auf jeden Fall nicht von kohärenten Un-
terlagen der Beschwerdeführerin gesprochen werden. 

Hieran ändert das Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts, durch ihre ganzen 
Vorarbeiten und auch Besprechungen mit dem Bezirk sei den Vorinstanzen ihr 
Interesse an der Teilnahme und namentlich die Bietergemeinschaft ARGE 
A.________ bekannt gewesen. Zum einen hatte ihr der Bezirksrat schon zu ei-
nem frühen Zeitpunkt mitgeteilt, dass durch die Beschäftigung mit ihrer Projekt-
idee keine Vorentscheide verbunden seien (Vi-act. 5). Auch das Preisgericht 
machte der Beschwerdeführerin noch vor der Ausschreibung klar, dass aus den 
Vorarbeiten keine Ansprüche abgeleitet werden können und eine Teilnahme eine 
ordnungsgemässe Bewerbung voraussetzt (Vi-act. 8). Zum andern fällt auf dem 
Baubeschrieb resp. dem Raumprogramm, je vom 26. Juni 2017, auf, dass einmal 
als Bauherrschaft ein "Totalunternehmer ARGE I.________AG / C.________AG" 
und einmal eine Investorengruppe J.________AG / K.________AG" genannt 
werden (Bf-act. 14 und 15). Mithin bestand schon damals keine Klarheit, wer In-
vestor ist, selbst wenn im Hintergrund stets dieselben natürlichen Personen ste-

28

hen mögen und diese den Auslobern ggfs. bekannt sind. Aus der persönlichen 
Bekanntschaft kann die Beschwerdeführerin für den im selektiven Verfahren 
durchzuführenden Wettbewerb mit Anforderungen an die Transparenz und die 
Gleichbehandlung ohnehin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die Eignung muss 
sich nachvollziehbar aus den (fristgerecht) eingereichten Unterlagen ergeben 
und nicht aus persönlichen Bekanntschaften. Schliesslich wurde der Beschwer-
deführerin ihre Forderung nach einer fix-Teilnahme noch vor der Ausschreibung 
ausgeschlagen, worauf sie bemerkte, sie habe verstanden, dass sie das ordentli-
che Bewerbungsverfahren durchlaufen müsse. Mithin war der Beschwerdeführe-
rin noch vor der Ausschreibung bewusst, dass sie sich wie alle potentiellen Be-
werber mit einem vollständigen Dossier zu bewerben hatte und betreffend Teil-
nahme kein Vorentscheid gefallen ist. Mit dieser Bedingung hatte sie sich aus-
drücklich einverstanden erklärt und dies durch Unterzeichnung des Bewerbungs-
formulars auch noch einmal bestätigt (Vi-act. 13/2).

6.4.5  Damit aber steht fest, dass die Beschwerdeführerin ihren Teilnahmeantrag 
vor Fristablauf eingereicht hat, die Bewerbung aber einen wesentlichen Mangel 
aufwies, indem gerade mehrere Unterlagen gefehlt haben. Bei diesen fehlenden 
Unterlagen handelte es sich um für die Bewertung des Antrages entscheid-
wesentliche Unterlagen, die gemäss Submissionsunterlagen ausdrücklich gefor-
dert waren. Dass eine derartige Unvollständigkeit eines Teilnahmeantrages den 
Ausschluss vom Verfahren durch die Vorinstanzen nach sich zog, ist nicht zu be-
anstanden (§ 26 Abs. 1 lit. g VIVöB). 

6.5 Die Beschwerdeführerin trägt vor, es sei offensichtlich, dass ihr die 
F.________AG eine Nachfrist zur Vervollständigung des Teilnahmeantrages ge-
währt und sie den Antrag innert Frist vervollständigt habe.

Wie bereits ausgeführt, kann der Teilnahmeantrag noch immer nicht als voll-
ständig, zumindest nicht als kohärent bezeichnet werden, fehlt doch zu einem 
Investor das Referenzprojekt und beim andern Investor bleibt unklar, wer es ist 
(vgl. oben Erw. 6.4.4).

Bei der F.________AG handelte es sich um den Verfahrensbegleiter (vgl. Sub-
missionsunterlagen Ziff. 2.2; Vi-act. 10), mithin um den Administrator des Verfah-
rens ohne Entscheidkompetenz. Denn über die Präqualifikation entscheidet 
gemäss Submissionsunterlagen das Preisgericht, die Auslober koordinieren den 
Entscheid und der Bezirksrat stellt den Bewerbern eine beschwerdefähige Verfü-
gung zu (Submissionsunterlagen Ziff. 3.8; Vi-act. 10). Dies musste der Be-
schwerdeführerin bereits klar gewesen sein, als sie vor der Ausschreibung ge-
genüber der F.________AG eine fix-Beteiligung forderte. Denn die Beschwerde-
führerin selbst forderte, dass dies im Preisgericht diskutiert werde (Vi-act. 8). Das 

29

Preisgericht nahm hierzu dann auch Stellung und lehnte die Forderung klar ab 
(vgl. oben Erw. 5.1.4). Mithin war klar, dass die Entscheidkompetenz beim Preis-
gericht und nicht bei der F.________AG lag.

Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass die Unvollständigkeit des Teil-
nahmeantrages der Beschwerdeführerin nur einen weniger wesentlichen Mangel 
(zweiter Kategorie) darstellen würde, demgemäss die Vergabestelle den Teil-
nahmeantrag durch Rückfragen (resp. Ansetzen einer Nachfrist) auf den verlang-
ten Stand bringen darf, aber nicht muss (sie also betreffend Ausschluss über 
einen gewissen Ermessensspielraum verfügt; vgl. oben Erw. 6.2.2), läge der 
Entscheid über die zu gewährende Nachfrist nicht bei der F.________AG, son-
dern beim Preisgericht. Mithin war die F.________AG nicht die für die Nachfrist-
ansetzung kompetente Instanz. Sie konnte die Beschwerdeführerin lediglich auf 
die Unvollständigkeit aufmerksam machen und die fehlenden Unterlagen nach 
Fristablauf zuhanden des Preisgerichtes entgegen nehmen für den Fall, dass 
dieses - im Rahmen seines Ermessens - eine Nachfrist gewährt hätte. Dies hat 
das Preisgericht aber nicht getan, was - wie dargestellt - nicht zu beanstanden 
ist. Vielmehr stellte das Preisgericht fest, dass die Bewerbung unvollständig war 
bzw. relevante Unterlagen erst nach der Bewerbungsfrist eingereicht wurden, 
weswegen der Ausschluss beschlossen wurde (vgl. Protokoll vom 29.11.2018; 
Vi-act. 23).

Die Beschwerdeführerin kann sich auch nicht auf den Vertrauensschutz berufen 
(vgl. dazu auch oben Erw. 5.2). Zum einen ist die F.________AG nicht die für die 
Gewährung einer Nachfrist kompetente Instanz, was der Beschwerdeführerin klar 
sein musste (bereits im Vorfeld entschied diese und nicht die F.________AG 
über die beantragte fix-Beteiligung und die Submissionsunterlagen legten die 
Kompetenzen der Beteiligten ausdrücklich fest). Zum andern stellen das Ein-
holen verschiedener Registerauszüge und das Erstellen noch notwendiger Unter-
lagen und deren Nachreichung durch die Beschwerdeführerin, nachdem sie 
durch die F.________AG auf deren Fehlen aufmerksam gemacht wurde, keine 
nicht wieder gutmachbaren Dispositionen dar, so dass sie nun in ihrem Vertrauen 
zu schützen wäre (vgl. BGE 143 V 95 Erw. 3.6.2). 

6.6 Unbehilflich ist schliesslich das Vorbringen, auch weitere Antragsteller 
müssten ausgeschlossen werden, weil diese die Personallisten nicht eingereicht 
hätten. Wie bereits ausgeführt, handelt es sich hierbei nicht um entscheidwesent-
liche Unterlagen (vgl. oben Erw. 6.4.3). Die projektverantwortlichen Personen 
wurden durch die verschiedenen Antragsteller im Bewerbungsformular genannt. 
Es lag im Ermessen der Entscheidbehörde, die namentliche Liste des (gesam-
ten) Personals von keinem Antragsteller einzuverlangen bzw. das Fehlen in der 

30

Bewertung für alle Antragsteller ausser Acht zu lassen. Das Verfahren wurde 
damit nicht derart abgeändert, dass es hätte abgebrochen werden müssen. Das 
Gleichbehandlungsgebot wurde gewahrt. 

6.7 Nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Beschwerdeführerin aus der 
Tatsache, dass sie dem Preisgericht ihre Vorarbeit zur Verfügung gestellt hat. 
Diese haben die Auslober einzig für den Fall einverlangt, dass sich die Be-
schwerdeführerin am Wettbewerb beteiligen sollte. Es war dies - wie in den 
Submissionsunterlagen offengelegt (Vi-act. 10 Ziff. 3.3) - eine Vorbedingung, um 
einen Wettbewerbsvorteil der Beschwerdeführerin zu verhindern. Nachdem die 
Beschwerdeführerin vom Verfahren ausgeschlossen wurde, besteht auch keine 
Veranlassung mehr, den konzeptionellen Teil der Studie (Planskizzen 1:500) im 
Wettbewerb den Teilnehmern abzugeben. 

7.1 Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.

7.2 Die Kosten für den Erlass eines Entscheides werden in der Regel der un-
terliegenden Partei überbunden (§ 72 Abs. 2 Satz 1 VRP). Die obsiegende Partei 
kommt für die Kosten auf, die sie durch ein pflichtwidriges Verhalten im Verfah-
ren verursacht hat (§ 72 Abs. 3 VRP). 

Vorliegend enthielt die angefochtene Verfügung keinerlei Hinweise auf den Aus-
schluss der Beschwerdeführerin. Auch wurde sie nicht auf die Möglichkeit auf-
merksam gemacht, sich nach den Gründen der Nichtberücksichtigung zu erkun-
digen. Die Beschwerdeführerin wurde dadurch einer eigentlichen (rechtsgenüg-
lichen) Grundlage für den Entscheid, ob sie Beschwerde erheben sollte oder 
nicht, beraubt. Aufgrund der besonderen Umstände der Feiertage kam sie zur 
Wahrung ihrer Rechte nicht umhin, Beschwerde einzureichen. Erst im Verbund 
mit der mit der Vernehmlassung ergänzten und geklärten Begründung konnte 
diese als rechtsgenüglich beurteilt werden bzw. eine allfällige Gehörsverletzung 
als saniert gelten (vgl. oben Erw. 4). Praxisgemäss (vgl. VGE III 2015 226 vom 
16.3.2016; III 2015 239 vom 21.4.2016) sind daher die Verfahrenskosten (Ge-
richtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 2'500.-- je 
hälftig der Beschwerdeführerin und in solidarischer Haftung der Vorinstanz und 
Beigeladenen (zwei Auslobern) aufzuerlegen. 

7.3 Wenn sich die obsiegende Partei pflichtwidrig verhalten hat, steht der un-
terliegenden Partei deswegen kein Anspruch auf eine Parteientschädigung zu 
(EGV-SZ 2005 B 1.13; VGE III 2015 226 vom 16.3.2016; III 2015 239 vom 
21.4.2016). Die obsiegenden Parteien sind vorliegend nicht anwaltschaftlich ver-
treten, weswegen sie keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung haben (§ 74 
Abs. 2 VRP). 

31

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanz-
leikosten und Barauslagen) werden je hälftig der Beschwerdeführerin und 
in solidarischer Haftung der Vorinstanz und der Beigeladenen auferlegt.

Die Vorinstanz und die Beigeladene haben ihr Betreffnis von Fr. 1'250.-- 
innert 30 Tagen auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsgerichts zu 
überweisen.

Die Beschwerdeführerin hat einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- geleis-
tet, weshalb ihr Fr. 1'250.-- aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten sind.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, erhoben werden, wenn der staatsvertragliche Schwellenwert 
überschritten ist und soweit sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-
deutung stellt (Art. 42 und 82 ff., insbesondere Art. 83 lit f. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). 

Im Übrigen kann ebenfalls innert 30 Tagen seit Zustellung subsidiäre Ver-
fassungsbeschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässi-
gen Rechten gerügt werden (Art. 113 ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentli-
cher Beschwerde sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift ein-
zureichen.

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- die Beigeladene (R)
- die Präqualifizierten (R; nur Dispositiv)
- das Baudepartement des Kantons Schwyz (z.K.)
- und die Eidg. Wettbewerbskommission, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 29. August 2019

32

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 24. September 2019