# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c307a51-d33b-5bb7-884f-3536512394b2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.11.2025 D-7937/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7937-2025_2025-11-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-7937/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  N o v e m b e r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richter Lukas Müller;   

Gerichtsschreiberin Leslie Werne. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch Revsan Deniz Yildirim Cobanoglu,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 6. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

D-7937/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin am 12. August 2025 gemeinsam mit ihrem 

Partner, dessen Verfahren ebenfalls am Bundesverwaltungsgericht anhän-

gig gemacht worden ist (Geschäftsnummer D-7942/2025, N […]), in der 

Schweiz um Asyl nachsuchte,  

dass sie am 25. September 2025 im Beisein ihrer damaligen Rechtsvertre-

tung zu ihren Gesuchsgründen angehört wurde,  

dass sie geltend machte, sie sei türkische Staatsangehörige kurdischer 

Ethnie und habe vor ihrer Ausreise in B._______ gelebt, wo sie im Einzel-

handel sowie als Reinigungskraft tätig gewesen sei,  

dass sie zur Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machte, ihre Beziehung zu ihrem aktuellen Partner werde sowohl von ihrer 

eigenen als auch der Familie ihres Ex-Ehemannes und jener der Ehefrau 

ihres Partners abgelehnt, weshalb diverse Personen sie mit dem Tod be-

drohen würden, 

dass die damalige Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin am 3. Okto-

ber 2025 Stellung zum Entscheidentwurf der Vorinstanz nahm, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 6. Oktober 2025 – gleichentags er-

öffnet – die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin verneinte, ihr 

Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Voll-

zug anordnete, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe der rubrizierten Rechtsvertre-

tung vom 14. Oktober 2025 gegen diese Verfügung Beschwerde beim Bun-

desverwaltungsgericht erhob und beantragte, die angefochtene Verfügung 

sei aufzuheben, ihre Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihr Asyl zu 

gewähren,  

dass sie eventualiter vorläufig aufzunehmen sei,  

dass die Sache subeventualiter an die Vorinstanz zurückzuweisen sei, 

dass sie in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und amtliche Rechtsverbeiständung ersuchte, 

dass sie zudem im Fliesstext der Beschwerde beantragte, ihr Beschwer-

deverfahren sei mit dem ihres Partners (N […]) zu koordinieren und ihr im 

Falle ihres Obsiegens eine Parteientschädigung auszurichten, 

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Seite 3 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

16. Oktober 2025 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 1 

AsylG),  

und zieht in Erwägung,  

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass die Beschwerdeführerin als Verfügungsadressatin zur Einreichung 

der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich – wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 

verzichtet wurde,  

dass das vorliegende Verfahren antragsgemäss mit dem des Partners der 

Beschwerdeführerin (Geschäftsnummer D-7942/2025, N […]) koordiniert 

behandelt wird, 

dass die Beschwerdeführerin ihr Rückweisungsbegehren nicht ansatz- 

weise begründet und mangels konkreter anderweitiger Hinweise von 

einem ausreichend erstellten, spruchreifen Sachverhalt auszugehen ist, 

weshalb das entsprechende Begehren abzuweisen ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

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Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit 

sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken 

als ernsthafte Nachteile gelten; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist 

Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass das SEM seinen Asylentscheid im Wesentlichen damit begründet, die 

Vorbringen der Beschwerdeführerin hielten den Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft nicht stand, wobei auf die zutreffenden Ausführun-

gen der Vorinstanz zu verweisen ist,  

dass die in der Rechtsmitteleingabe aufgeführten ausführlichen Wiederho-

lungen des bekannten Sachverhalts sowie bereits vorgebrachter Befürch-

tungen den Erwägungen der Vorinstanz nichts Wesentliches entgegenset-

zen, 

dass eine Verfolgung durch nichtstaatliche Dritte – wie sie die Beschwer-

deführerin geltend macht – aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrecht-

lichen Schutzes nur dann flüchtlingsrechtlich relevant ist, wenn die be-

troffene Person in ihrem Heimatland keinen ausreichenden Schutz finden 

kann,  

dass der Schutz vor privater (beziehungsweise nichtstaatlicher) Verfolgung 

als hinreichend zu qualifizieren ist, wenn die betroffene Person effektiven 

Zugang zu einer funktionierenden und effizienten Schutzinfrastruktur hat 

und ihr die Inanspruchnahme eines solchen innerstaatlichen Schutzsys-

tems individuell zumutbar ist (vgl. zur sogenannten Schutztheorie: BVGE 

2011/51 E. 7),  

dass das Bundesverwaltungsgericht in gefestigter Praxis von der grund-

sätzlichen Schutzbereitschaft der türkischen Behörden ausgeht, Frauen 

vor privaten Übergriffen, insbesondere im familiären Kontext, zu schützen 

(vgl. Urteil des BVGer D-7491/2025 vom 13. Oktober 2025 E. 4.3.2 m.H. 

auf das Referenzurteil des BVGer E-1948/2018 vom 12. Juni 2018 

E. 5.2.2–5.3.1), 

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dass die auf Beschwerdeebene vorgetragenen Zweifel daran zu keinem 

anderen Ergebnis führen, zumal die aufgeführten Internetlinks und Be-

richte keinerlei Bezug zur Beschwerdeführerin aufweisen,  

dass die Beschwerdeführerin ihren eigenen Angaben nach denn auch kei-

nen Versuch unternahm, die heimatlichen Behörden um Schutz zu ersu-

chen, was sich auch nicht mit ihrer Angst vor ihrem angeblich gewalttätigen 

Vater rechtfertigen lässt (vgl. A17/13 F55), zumal dieser Erklärungsver-

such nachgeschoben erscheint,  

dass sie dem türkischen Staat – bei Wahrunterstellung ihrer Vorbringen – 

damit die Möglichkeit verwehrte, auf die Eskalationen in ihrem familiären 

Umfeld zu reagieren und seine Schutzfunktion wahrzunehmen,  

dass die heimatlichen Behörden somit keinerlei Kenntnis von relevanten 

Vorfällen hatten und folglich auch nicht für eine Schutzverweigerung ver-

antwortlich gemacht werden können (vgl. Urteil des BVGer D-7491/2025 

vom 13. Oktober 2025 E. 4.3.3), 

dass ohnehin keine Garantie für einen langfristigen individuellen Schutz 

vor nichtstaatlicher Verfolgung verlangt werden kann, gelingt es doch kei-

nem Staat, jederzeit und überall die absolute Sicherheit seiner Bürgerinnen 

und Bürger zu gewährleisten (vgl. Urteil des BVGer D-6923/2025 vom 

25. September 2025 S. 5 m.w.H.), 

dass darüber hinaus davon auszugehen ist, dass die sie angeblich bedro-

henden Familienangehörigen nicht über landesweite Strukturen verfügen 

und ihr daher eine zumutbare innerstaatliche Fluchtalternative in anderen 

Teilen ihres Heimatstaates offensteht, 

dass der Beschwerdeführerin auch zuzumuten ist, im Bedarfsfall den 

Schutz ihres Heimatstaates vor nichtstaatlicher Verfolgung auszuschöp-

fen, 

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die 

Vorinstanz das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwer-

deführerin insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz 

noch über einen Anspruch auf Erteilung eines solchen verfügt (Art. 44 [ers-

ter Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.),  

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Seite 6 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach den vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf 

eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhalts-

punkte für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behand-

lung (im Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass gemäss konstanter Praxis des Bundesverwaltungsgerichts in der ge-

samten Türkei nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt oder bürger-

kriegsähnlichen Verhältnissen auszugehen ist, dies auch nicht für Angehö-

rige der kurdischen Ethnie (vgl. statt vieler Urteile des BVGer E-4459/2025 

vom 14. Juli 2025 E.9.3.2; Referenzurteil des BVGer E-4103/2024 vom  

8. November 2024 E. 13.2), 

dass hinsichtlich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs im Übrigen 

vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen 

Verfügung verwiesen werden kann (vgl. A24/9 S. 6 f.), welchen die Be-

schwerdeführerin in der Rechtsmitteleingabe nichts Substantielles entge-

gensetzt,  

dass sich der Vollzug der Wegweisung somit in allgemeiner wie auch in 

individueller Hinsicht als zumutbar erweist,  

dass es der Beschwerdeführerin obliegt, sich die für ihre Rückkehr allen-

falls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

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Seite 7 

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist,  

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

amtlichen Rechtsverbeiständung abzuweisen sind, da sich die Besch- 

werde nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen hat,  

dass der Beschwerdeführerin demnach die Kosten des Verfahrens – wel-

che praxisgemäss auf Fr. 1’000.– zu bestimmen sind – aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und amt-

lichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Leslie Werne 

 

 

Versand: