# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8b6930c-cdac-5e2f-b14e-63e568408fd8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.01.2024 720 2023 256 / 13 (720 23 256 / 13)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2023-256---13_2024-01-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. Januar 2024 (720 23 256 / 13) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Beweiswert versicherungsinterner medizinischer Beurteilungen; Beurteilung der Restar-

beitsfähigkeit.  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Joël Naef, Advokat, Ad-
vokatur von Blarer, Anton von Blarerweg 2, Postfach 289, 
4147 Aesch BL 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A.a Der 1965 geborene, 1990 aus Algerien in die Schweiz eingereiste A.____ meldete sich 
mit Gesuch vom 17. September 2018 erstmals unter Hinweis auf eine Arthrose am linken Fuss 
und Knie, einen Diabetes Typ II, Asthma, taube Hände sowie ein stark vermindertes Sehver-
mögen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Ab-
klärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse verneinte die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 6. Februar 2019 einen Anspruch auf eine Invaliden-

 

 
 
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rente. Zur Begründung führte sie an, dass der Versicherte seit 1. Dezember 2018 wieder zu 
100% arbeitsfähig sei und ausserdem ab 11. Dezember 2018 wieder nach Algerien zurückkeh-
ren würde. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  
 
A.b Am 8. Juli 2022 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungs-
bezug an, wobei er im entsprechenden Gesuch auf Asthma, Diabetes und Probleme am Fuss 
hinwies. Auf welchen Zeitpunkt hin er in die Schweiz zurückkehrte ist unklar. Nach Abklärung 
der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 
23. Juni 2023 abermals einen Rentenanspruch unter Hinweis auf einen Invaliditätsgrad von 5%.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Joël Naef, Advokat, mit 
Eingabe vom 21. August 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die angefochtene Verfügung 
sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlich geschuldeten Leistungen zuzusprechen; even-
tualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei die Angelegenheit zur Abklärung 
des Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, mit der Weisung, ein orthopädi-
sches und ein psychiatrisches Gutachten einzuholen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrecht-
licher Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung mit Advokat 
Naef als Rechtsvertreter. Zur Begründung wurde im Wesentlichen geltend gemacht, dass das 
vorliegende Gesuch nicht unter den Gesichtspunkten einer Neuanmeldung zu prüfen sei. Fer-
ner würden sich die versicherungsinternen Beurteilungen, auf deren Grundlage die vorliegende 
Verfügung ergangen sei, aus verschiedenen Gründen als nicht beweiskräftig erweisen. Dessen 
ungeachtet sei eine allfällige Restarbeitsfähigkeit nicht verwertbar. Schliesslich sei ihm ein zu-
sätzlicher leidensbedingter Abzug von 5% zu gewähren.  
 
C. Mit prozessleitender Verfügung vom 23. August 2023 bewilligte die instruierende Prä-
sidentin dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Ver-
beiständung mit Advokat Naef als Rechtsvertreter.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 25. September 2023 schloss die IV-Stelle auf Abweisung 
der Beschwerde.  
 
E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten sowohl der Beschwerdeführer mit 
Replik vom 17. Oktober 2023 als auch die Beschwerdegegnerin mit Duplik vom 30. Oktober 
2023 vollumfänglich an ihren Anträgen und Standpunkten fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 ist die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft getreten. Auf alle Rentenansprüche, die ab 

 

 
 
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dem 1. Januar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie diejenigen des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 
2000 in der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung (Kreisschreiben über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100). Vorliegend 
steht ein möglicher Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2022 zur Diskussion. Entsprechend den 
allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich massgebenden Sach-
verhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen) sind daher die 
Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV sowie des ATSG in der bis Ende 2021 gelten-
den Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, 
zitiert und angewendet. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeits-
unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% inva-
lid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Vier-
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Inva-
liditätsgrad von mindestens 60% auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 
Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbs-
fähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht 
entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Be-
weisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwi-
ckelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leis-
tungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von 

 

 
 
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der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrund-
lage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei 
die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit 
Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
3.1 Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Verfügung übersehen, dass es sich vorliegend 
nicht um eine erstmalige Anmeldung, sondern um eine Neuanmeldung nach rechtskräftiger Ab-
lehnung einer Invalidenrente handelt. Im Falle eines Eintretens auf eine Neuanmeldung ist nach 
Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV i.V.m. Art. 17 Abs. 1 ATSG analog zu einer Rentenrevision zu prüfen, 
ob sich die tatsächlichen Verhältnisse seit dem Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert haben (SVR 2011 IV Nr. 2 E. 3.2; 
BGE 117 V 198 E. 4b). In diesem Kontext ist die Frage zu beantworten, ob sich in der Zeit zwi-
schen der ablehnenden Rentenverfügung vom 6. Februar 2019 und der vorliegend angefochte-
nen Verfügung vom 23. Juni 2023 eine erhebliche Sachverhaltsveränderung ergeben hat, und 
ob bejahendenfalls die festgestellte Veränderung genügt, um eine rentenrelevante Invalidität zu 
begründen (vgl. SVR 2008 IV Nr. 35 E. 2.1; BGE 117 V 198 E. 3a). 
 
3.2 Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, dass vorliegend nicht von einer 
Neuanmeldung analog zu Art. 17 ATSG ausgegangen werden könne, weil im Rahmen der Be-
urteilung des ersten Leistungsgesuchs keine eingehende Untersuchung des Gesundheitszu-
stands stattgefunden habe. Das Leistungsbegehren sei offenbar vor allem deshalb abgelehnt 
worden, weil er die Schweiz verlassen habe. Dem kann nicht gefolgt werden. Die IV-Stelle ver-
neinte mit Verfügung vom 6. Februar 2019 eine Leistungspflicht, weil wieder eine vollschichtige 
Arbeitsfähigkeit bestand. Der Umstand, dass der Versicherte die Schweiz im Dezember 2018 
wieder verliess, bildete wohl vielmehr Grundlage für den Hinweis, dass die IV-Stelle das Dossi-
er ohne Prüfung von weiteren Leistungen abschloss. Daraus kann ohne Weiteres geschlussfol-
gert werden, dass unter diesen Umständen eine Unterstützung bei der Stellensuche oder ande-
re Eingliederungsmassnahmen nicht in Frage kamen. Einer detaillierten Auseinandersetzung 
mit dieser Frage kommt vorliegend aber ohnehin keine ausschlaggebende Bedeutung zu. 
Selbst wenn von einer Fortführung des ersten Verwaltungsverfahrens ausgegangen würde, 
hätte dies keine Auswirkung auf das Ergebnis, wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen wer-
den.  
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das 
Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute 
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an-

 

 
 
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deren Beweismittel − frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer- 
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Zur Frage der beweisrecht-
lichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen wird der 
Grundsatz betont, wonach ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger 
alleine nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt 
(BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Diesen Berichten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie 
einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar 
wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe 
Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4.7). 
 
5.1 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts sind im Wesentlichen die folgen-
den Unterlagen von Relevanz: 
 
5.2.1 Am 21. September 2018 berichtete Dr. med. B.____, FMH Orthopädie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, betreffend die letzte Konsultation vom 10. September 2018 
(Behandlungszeitraum seit 4. Mai 2018). Der Patient sei im April 2018 wegen massiver Rück-
fussschmerzen (links), welche seit Jahren in der Aussenknöchelregion bestünden, zugewiesen 
worden. Am 22. Mai 2018 sei eine Subtalararthrodese erfolgt. Die Subtalararthrodese sei gröss-
tenteils konsolidiert. Die Gehleistung sei eingeschränkt. In Bezug auf die angestammte Tätigkeit 
(Hilfsarbeiter Personalrestaurant) attestierte Dr. B.____ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für 
die Zeit vom 22. Mai 2018 bis 3. November 2018. Eine vorwiegend im Sitzen zu verrichtende 

 

 
 
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Tätigkeit sei ab sofort zu 100% möglich und zumutbar. Eine nächste Kontrolle sei am 
5. November 2018 geplant.  
 
5.2.2 Mit Bericht vom 27. September 2018 stellte die vormalige Hausärztin des Versicherten 
Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit einen Status nach Arthrodese bei Subtalararthrose am 22. Mai 2018 fest. Den Diabe-
tes Typ II und das Asthma stufte sie als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
ein. Unter dem Titel "objektive Befunde auf Basis der Untersuchungen" wies sie ferner noch auf 
eine depressive Entwicklung mit Schlafstörungen hin. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit schloss sie sich der Beurteilung von Dr. B.____ an. Als Funktionsein-
schränkungen beschrieb sie Schmerzen beim Stehen und Gehen. Ferner würde die rechte 
Hand beim Gehen an den Gehstöcken einschlafen. Die angestammte Tätigkeit sei zurzeit nicht 
zumutbar. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei zu 100% zumutbar.  
 
5.2.3 Daraufhin erging die rechtskräftige Verfügung vom 6. Februar 2019. 
 
5.3.1 Am 31. Mai 2021 erfolgte eine Abklärung bei Dr. med. D.____, FMH Pneumologie und 
Allgemeine Innere Medizin. Dieser diagnostizierte ein partiell kontrolliertes Asthma bronchiale, 
einen persistierenden Nikotinabusus, einen Diabetes mellitus Typ II, eine Rhinitis allergica so-
wie einen Pruritus (Juckreiz) unklarer Ätiologie. Hierzu führte er im Wesentlichen aus, dass der 
Versicherte bei bekanntem Asthma bronchiale seine Arbeit als Schweisser nicht mehr ausüben 
und seinen Nikotinabusus sistieren sollte. Des Weiteren empfahl er ihm die Weiterführung einer 
Inhalation betreffend die Nase, da die diagnostizierte Rhinitis zu einer Verstärkung des Asthmas 
führen könnte. Am 30. Juli 2022 bestätigte Dr. D.____ sodann, dass aus pneumologischer Sicht 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe.  
 
5.3.2 Mit Bericht vom 14. Juli 2022 wies Dr. med. E.____, FMH Kardiologie und Allgemeine 
Innere Medizin, darauf hin, dass der Versicherte einmalig am 20. Juni 2022 bei ihr vorstellig 
geworden sei wegen des Diabetes Typ II und der arteriellen Hypertonie. Als Diagnose mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte sie einen Status nach Arthrodese auf. Ohne Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit beurteilte sie den Diabetes Typ II, die arterielle Hypertonie sowie das Asth-
ma bronchiale. Hinsichtlich der aktuellen medizinischen Situation bestünden weiterhin Schmer-
zen bei einem Status nach Arthrodese. Es bestünden Schmerzen beim Stehen und Gehen. Die 
Arbeitsfähigkeit beurteilte sie als eingeschränkt. Am 27. Juli 2022 stellte Dr. E.____ ein Arbeits-
unfähigkeitszeugnis aus, welches für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 eine 
Arbeitsunfähigkeit von 40% bescheinigte. Diese Arbeitsunfähigkeit bestätigte sie mit Kurzbericht 
vom 19. Oktober 2022. 
 
5.3.3 Am 16. März 2023 legte die Beschwerdegegnerin das Aktendossier pract. med. 
F.____, Master of Advanced Studies Insurance Medicine, regionaler ärztlicher Dienst (RAD) 
beider Basel vor. Diese empfahl bei Dr. B.____ nachzufragen, ob seit September 2018 weitere 
Konsultationen stattgefunden hätten. Mit daraufhin ergangenem Bericht vom 21. März 2023 
nahm Dr. B.____ zur letzten Untersuchung des Versicherten vom 5. November 2018 Stellung. 
In Bezug auf die erhobenen Befunde führte er aus, dass das linke obere Sprunggelenk schön 

 

 
 
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abgeschwollen und stabil sowie eine gute Bewegung (Extension und Flexion) möglich gewesen 
sei. Es hätten keine axialen Stossschmerzen ausgelöst werden können. Hingegen hätten noch 
etwas Schmerzen im Fussrist bestanden. Die Arbeitsunfähigkeit von 100% habe am 30. No-
vember 2018 geendet. 
 
5.3.4 Am 17. April 2023 nahm pract. med. F.____ erneut zur Sache Stellung. Im Vorder-
grund stehe die Problematik von Seiten des linken Fussgelenks. Im November 2018 sei die 
letzte orthopädische Kontrolle erfolgt, bei der eine Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit, 
zumindest in Teilzeit, empfohlen worden sei. In Bezug auf eine leidensadaptierte Tätigkeit sei 
von einer Arbeitsfähigkeit von 100% in Bezug auf vorwiegend sitzende Tätigkeiten ausgegan-
gen worden. Im weiteren Verlauf sei er erstmalig bei Dr. E.____ vorstellig geworden, wobei kei-
ne Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei. Sie habe eine weitere orthopädische Behandlung 
empfohlen, was jedoch nicht mehr erfolgt sei. Aus den Unterlagen könne im Verlauf seit der 
letzten spezialärztlichen, orthopädischen Beurteilung keine wesentliche Veränderung abgeleitet 
werden. Seitens der Hausärztin werde ein unveränderter Gesundheitszustand attestiert. 
Schlussfolgernd müsse weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 100% in einer adaptierten Verweistä-
tigkeit (körperlich leichte vorwiegend sitzende Tätigkeit) angenommen werden. Am 11. Mai 
2023 äusserte sich pract. med. F.____ erneut zur Arbeitsfähigkeit. Hierzu präzisierte sie, dass 
seit Mai 2018 in der angestammten Tätigkeit als Schweisser keine Arbeitsfähigkeit mehr beste-
he. Eine leidensadaptierte Tätigkeit sei seit Dezember 2018 zu 100% zumutbar, dabei liege 
keine zusätzliche Leistungsminderung vor. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 23. Juni 
2023 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 
im Wesentlichen auf die hiervor zitierten RAD-Beurteilungen vom 17. April 2023 und 11. Mai 
2023. Sie ging demzufolge davon aus, dass in der angestammten Tätigkeit als Schweisser seit 
Mai 2018 keine Arbeitsfähigkeit mehr besteht. Diesbezüglich ist anzumerken, dass mit Blick auf 
die Erwerbsbiographie nicht ganz klar ist, was als bisherige bzw. angestammte Tätigkeit zu wer-
ten ist. Dem Lebenslauf des Versicherten ist zu entnehmen, dass er nach seiner Einreise in die 
Schweiz im Jahr 1998 als Montage- und Betriebsmitarbeiter bzw. Bauarbeiter und zuletzt ab 
2015 als Mitarbeiter in der Gastronomie in der Abteilung Patisserie der G.____ AG tätig war. 
Dem Tätigkeitsbeschrieb der letzten Arbeitgeberin vom 1. Oktober 2018 (vgl. IV-act. 17) lässt 
sich entnehmen, dass er als Hilfskraft in der Patisserie für das Auswallen von Teigen und Ähnli-
chem und für Reinigungsarbeiten, wie Tische und Boden putzen, eingesetzt wurde. Im Ergebnis 
ist indessen weder in medizinischer noch in erwerblicher Hinsicht von ausschlaggebender Be-
deutung, ob nun die Tätigkeit als Schweisser oder allgemeine Hilfsarbeiten als angestammte 
Tätigkeit zu qualifizieren sind. Dies umso weniger, als es sich bei der Tätigkeit als Schweisser 
nicht um einen regulären Ausbildungsberuf handelt. Zwischen den Parteien streitig und zu prü-
fen ist sodann insbesondere die Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit. Diesbe-
züglich geht die Beschwerdegegnerin davon aus, dass seit Dezember 2018 eine leidensadap-
tierte leichte wechselbelastende und vorwiegend sitzende Tätigkeit vollschichtig zumutbar sei. 
 
6.2 Wie in Erwägung 4.3 hiervor ausgeführt, sind rechtsprechungsgemäss an versiche-
rungsinterne Beurteilungen – wie an die Berichte von pract. med. F.____ – strenge Anforderun-

 

 
 
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gen zu stellen und diese lediglich insoweit zu berücksichtigen als keine – auch nur geringe – 
Zweifel an ihren Schlussfolgerungen bestehen. Vorliegend besteht kein Anlass, an der Richtig-
keit der Zumutbarkeitsbeurteilung von pract. med. F.____ zu zweifeln. Sie setzte sich insgesamt 
mit der medizinischen Aktenlage sorgfältig auseinander, vermittelte ein umfassendes Bild über 
den Gesundheitszustand des Versicherten und begründete ihre Einschätzung der Arbeitsfähig-
keit schlüssig und nachvollziehbar. Ihre Beurteilung steht auch im Einklang mit dem Gesund-
heitszustand, wie er in den vorhandenen medizinischen Unterlagen dokumentiert wird. 
 
6.3 Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen die ausschlaggebende Beweiskraft 
der RAD-Beurteilungen nicht infrage zu stellen. 
 
6.3.1 Der Beschwerdeführer zweifelt insbesondere die attestierte volle Arbeitsfähigkeit in 
einer Verweistätigkeit an. Hierzu beruft er sich auf die Berichte von Dr. E.____, welche eine 
Arbeitsunfähigkeit von 40% attestiere. Diese Einschätzung habe immer noch Gültigkeit, da die 
Behandlerin in ihrer Stellungnahme vom 19. Oktober 2022 von einem stationären Gesundheits-
zustand ausgehe. Diese Einschätzung stehe in einem Widerspruch zur orthopädischen Beurtei-
lung von 2018, weshalb Letztere keine Gültigkeit mehr beanspruche. 
 
6.3.2 Der Auffassung des Beschwerdeführers kann nicht beigepflichtet werden. Zunächst gilt 
es darauf hinzuweisen, dass die RAD-Ärztin pract. med. F.____ ihre Beurteilung in Kenntnis der 
gesamten Aktenlage abgab. In pflichtgemässer Würdigung der medizinischen Unterlagen fällt 
sodann auf, dass sowohl hinsichtlich der Diagnosen sowie insbesondere auch in Bezug auf die 
daraus resultierenden funktionellen Einschränkungen keine wesentlich divergierenden Ein-
schätzungen durch die involvierten Fachpersonen auszumachen sind. Der Diabetes Typ II so-
wie das Asthma wurden jeweils übereinstimmend bei den Diagnosen ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit aufgeführt (vgl. E. 5.2.2 und 5.3.2 hiervor). Dr. D.____ empfahl aufgrund des 
Asthmas, die angestammte Tätigkeit als Schweisser nicht mehr auszuüben, welche denn auch 
pract. med. F.____ dem Versicherten im Einklang mit diesen Ausführungen als nicht mehr zu-
mutbar beurteilte (vgl. E. 5.3.4 hiervor). Den Ausführungen von Dr. B.____ zufolge konnten in 
der letzten Untersuchung vom 5. November 2018 noch etwas Schmerzen im Fussrist bei ent-
sprechender Bewegung verzeichnet werden. Eine vollschichtige vorwiegend im Sitzen zu ver-
richtende Tätigkeit wurde aber mit diesen Restbeschwerden als vereinbar betrachtet (vgl. 
E. 5.2.1 und 5.3.4 hiervor). Den massgebenden medizinischen Unterlagen sind keine Hinweise 
zu entnehmen, denen zufolge dem Versicherten eine leichte vorwiegend sitzende Tätigkeit nicht 
(mehr) vollschichtig zumutbar sein soll. Die auf einer einmaligen Vorstellung des Versicherten 
seitens Dr. E.____ beurteilte Arbeitsunfähigkeit von 40% vermag nicht zu überzeugen. Sie be-
gründete in keiner Weise, auf welcher Grundlage die entsprechende Arbeitsunfähigkeit basiert, 
zumal die Konsultation aufgrund der Einstellung des Diabetes initiiert worden war und es sich 
bei Dr. E.____ nicht um eine Fachärztin für Orthopädie handelt. Soweit sie die Arbeitsunfähig-
keit auf die beklagten Schmerzen beim Stehen und Gehen zurückführt, basiert diese damit aus-
schliesslich auf den subjektiven Angaben des Versicherten, ohne dass sich die Behandlerin mit 
der Ursache der Fussbeschwerden bzw. insbesondere den damit verbundenen Einschränkun-
gen überhaupt auseinandergesetzt hätte. Der Umstand, dass Dr. E.____ unreflektiert die sub-
jektive Einschätzung ihres Patienten übernimmt, wird zudem durch ihr aktuelles Arbeitsunfähig-

 

 
 
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keitszeugnis vom 19. September 2023 untermauert. Darin attestierte sie neu eine Arbeitsunfä-
higkeit von 100% vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023, wiederum auf Vorrat und ohne 
jegliche Abstützung auf medizinische Befunde. Es lassen sich weder gestützt auf ihre Beurtei-
lung noch aus weiteren Unterlagen Anhaltspunkte entnehmen, wonach sich der Gesundheits-
zustand in orthopädischer oder anderweitiger Hinsicht seit 2018 (erheblich) verändert hätte und 
die damalige Beurteilung nicht mehr Geltung beanspruchen sollte. Dies umso weniger, als der 
Versicherte sich auch nicht mehr in orthopädische Behandlung begab.  
 
6.3.3 Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, dass die psychischen Beschwerden nie 
spezialärztlich untersucht und beurteilt worden seien.  
 
Diesbezüglich gilt es indessen zu berücksichtigen, dass Dr. E.____ lediglich auf eine depressi-
ve Verstimmung hinwies. Zum einen handelt es sich hierbei um eine fachfremde Diagnose. 
Zum anderen finden sich keinerlei Anhaltspunkte auf einen damit verbundenen krankheitswerti-
gen Zustand, weshalb dieser Diagnose auch keine invalidisierende Wirkung zukommen kann. 
Auch die im Jahr 2018 seitens der vormaligen Hausärztin nebenbei im Rahmen der Befundlage 
erwähnte und zu keiner Zeit fachärztlich validierte depressive Entwicklung mit Schlafstörungen 
liefert keinen genügenden Hinweis auf eine psychische Erkrankung. Hinzu kommt, dass der 
Versicherte zu keiner Zeit in psychiatrischer Behandlung war. Dass sich die Beschwerdegegne-
rin vor diesem medizinischen Hintergrund nicht zu weiteren Abklärungen in psychiatrischer Hin-
sicht veranlasst sah, ist somit nicht zu beanstanden. 
 
7. Nach dem Gesagten kann hinsichtlich der Beurteilung der gesundheitlichen Verhältnis-
se sowie der zumutbaren Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollumfänglich auf die Ergeb-
nisse der Beurteilungen von pract. med. F.____ abgestellt werden. Auf die vom Beschwerde-
führer beantragten zusätzlichen medizinischen Abklärungen kann verzichtet werden. Gelangt 
das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen 
Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach 
hinreichend abgeklärt ist, kann auf weitere Abklärungen verzichtet werden. Eine solche antizi-
pierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (vgl. 
BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 119 V 335 E. 3c in fine 
mit Hinweisen). 
 
8.1 Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, altersbedingt sei von einer geringen An-
passungsfähigkeit an eine neue Tätigkeit und Branche auszugehen, was unabhängig vom Be-
stehen einer möglichen Restarbeitsfähigkeit zum Anspruch auf eine ganze Rente führen müsse. 
Damit macht er im Ergebnis geltend, dass die attestierte Restarbeitsfähigkeit nicht mehr ver-
wertbar sei.  
 
8.2.1 Hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ist 
die Unterscheidung massgebend zwischen der medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit und der 
Frage, ob und inwieweit eine bestimmte Restarbeitsfähigkeit mit dem gegebenen Leistungspro-
fil auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist (Art. 7 Abs. 1 IVG in Verbindung 
mit Art. 16 ATSG). Dabei wird auch das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditäts-

 

 
 
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fremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weite-
ren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten 
Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realisti-
scherweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die 
Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Mög-
lichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwer-
ten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umstän-
den ab, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind. Zu 
beachten sind dabei beispielsweise die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und 
seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusam-
menhang auch die Persönlichkeitsstruktur, die vorhandenen Begabungen und Fertigkeiten, 
Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem ange-
stammten Bereich (Urteil des Bundesgerichts vom 21. September 2010, 9C_124/2010, E. 5.1).  
 
8.2.2 Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
zu verwerten, hängt nicht zuletzt auch davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für 
eine berufliche Tätigkeit und vor allem für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung 
steht. Die im gesamten Bereich des Sozialversicherungsrechts geltende Schadenminderungs-
pflicht und die daraus abgeleitete Selbsteingliederungslast (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen; 
Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juni 2011, 9C_916/2010, E. 2.2) gebieten grundsätzlich, die 
Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit möglichst früh zu beantworten. Das 
Bundesgericht hat in seinem Leitentscheid BGE 138 V 457 entschieden, dass dabei auf das 
Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit abzustellen ist. Als ausge-
wiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit, sobald die medizini-
schen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben 
(BGE 138 V 457 E. 3.4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 10. Mai 2013, 9C_954/2012, 
E. 3.1). Dieser Zeitpunkt fällt vorliegend auf das Datum der RAD-Beurteilungen vom 17. April 
2023 und 11. Mai 2023. Zu diesem Zeitpunkt war der Beschwerdeführer 57 Jahre alt, womit die 
verbleibende Aktivitätsdauer bis zum Eintritt ins AHV-Alter noch rund acht Jahre betrug.  
 
8.2.3 Die hierzu ergangene Rechtsprechung ist vielfältig (vgl. MARCO WEISS, Verwertbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit aufgrund vorgerückten Alters – Rechtsprechungstendenzen, SZS 2018 
S. 630 ff.). Allerdings zeigt die Analyse der Rechtspraxis, dass die Verneinung der Verwertbar-
keit bei unter 60-jährigen die absolute Ausnahme bildet und nur vorkommt, wenn derart qualifi-
zierende Begleitumstände hinzutreten, die auch für sich alleine betrachtet die Verwertbarkeit als 
höchst zweifelhaft erscheinen lassen (PHILIPP EGLI/MARTINA FILIPPO/ THOMAS 
GÄCHTER/MICHAEL E. MEIER, Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der Invalidenversi-
cherung, Winterthur/Zürich 2021, Rz. 156). So verneinte das Bundesgericht eine Verwertbarkeit 
bei einem 58 Jahre alten Versicherten, der in seiner angestammten Arbeit nicht mehr tätig sein 
konnte und nur limitierte Ressourcen für einen Wechsel zu Arbeiten ohne Einsatz der Hände 
mitbrachte. Das Bundesgericht bemängelte, dass sich der Verweis der Vorinstanz, wonach 
Überwachungsfunktionen eine stetig wachsende Bedeutung zukäme, nicht nur auf reine Über-
wachungsarbeiten, sondern allgemein auf körperlich nicht stark belastendende Bedienungs- 
und Überwachungsfunktionen bezog, also auch auf leichte Maschinenbedienung, leichte Sor-

 

 
 
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tier-, Prüf- und Verpackungsarbeiten, welche den Einsatz der Hände voraussetzen. Zudem hät-
te die Vorinstanz nicht dargelegt, inwiefern es auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt Stellen 
gebe, welche dem Versicherten zumutbar seien, könne er doch unbestrittenermassen seine 
beiden Hände nicht mehr einsetzen. Das Bundesgericht wies auch darauf hin, dass dem vo-
rinstanzlichen Entscheid nicht zu entnehmen war, weshalb dem Versicherten die Verwertbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit trotz der grossen Limitierungen im manuellen Bereich zumutbar sein 
soll, obwohl nach der Rechtsprechung die faktische Einhändigkeit oder eine massgebliche Be-
schränkung der dominanten Hand auf Zudienfunktionen eine erheblich erschwerte Verwertbar-
keit der Restarbeitsfähigkeit bedeuteten (Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2014, 
8C_248/2014, E. 3; EGLI/FILIPPO/GÄCHTER/MEIER, a.a.O., Rz. 150). Ferner erachtete das Bun-
desgericht einen im massgebenden Zeitpunkt 55 Jahre alten Versicherten einem Arbeitgeber 
auf dem ersten Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr zumutbar, dessen Zumutbarkeitspro-
fil nicht nur hinsichtlich der in Frage kommenden Tätigkeiten (kognitiv einfachste, repetitive, 
manuelle Hilfs- bzw. Routinearbeiten), sondern auch in Bezug auf die zu beachtenden Rah-
menbedingungen (hohe Konstanz der Arbeitsabläufe, kein Zeit- oder Arbeitsdruck, verständnis-
volles Team) sehr einschränkend war. Hinzu kam die Notwendigkeit einer engen Begleitung 
bzw. Führung des Versicherten. Des Weiteren war zu beachten, dass der Versicherte in Über-
forderungssituationen mit inadäquatem oder sogar aggressivem Verhalten reagiere, was die 
potenziellen Einsatzmöglichkeiten weiter reduzierte (Urteil des Bundesgerichts vom 15. März 
2017, 9C_277/2016, E. 4.3; EGLI/FILIPPO/GÄCHTER/MEIER, a.a.O., Rz. 148).  
 
Sodann gilt eine verbleibende Aktivitätsdauer von rund fünf Jahren rechtsprechungsgemäss 
grundsätzlich als ausreichend, um eine neue einfache Erwerbstätigkeit aufzunehmen, sich ein-
zuarbeiten und die Arbeit auszuüben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2017, 
9C_677/2016, E. 4.3).  
 
8.3 Dem im massgebenden Zeitpunkt 57 Jahre alten Versicherten verbleibt noch eine Akti-
vitätsdauer von rund acht Jahren, womit die kritische Schwelle nicht erreicht ist (vgl. E. 8.2.3 
hiervor). Ferner sind vorliegend keine qualifizierenden Begleitumstände ersichtlich, die eine 
ausnahmsweise Verneinung der Verwertbarkeit begründen würden (vgl. E. 8.2.3 hiervor). 
Pract. med. F.____ attestierte dem Versicherten in Bezug auf eine leidensadaptierte Tätigkeit 
eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit, womit die Restarbeitsfähigkeit in quantitativer Hinsicht nicht 
eingeschränkt ist. Das dem Versicherten noch zumutbare Tätigkeitsfeld unterliegt sodann auch 
nicht derart vielen Einschränkungen, dass eine Anstellung künftig nicht mehr als realistisch zu 
bezeichnen wäre. Die sachlichen Limitierungen (leichte wechselbelastende vorwiegend sitzen-
de Tätigkeit) schränken die Chancen der Verwertung der fraglichen Restarbeitsfähigkeit im Er-
gebnis zwar ein, lassen sie aber nicht als völlig unrealistisch erscheinen. Das Belastungsprofil 
steht der Ausübung von leichten Kontroll-, Sortier- und Prüfarbeiten sowie einfachen Überwa-
chungs- oder Montagearbeiten nicht entgegen. Diese Beschäftigungen sind nicht mit einem 
grossen Einarbeitungsaufwand verbunden, und Hilfsarbeiten werden auf dem hypothetischen 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (vgl. BGE 146 V 16 
E. 7.2.1). Hinzu kommt, dass der Versicherte im Verlauf seiner Erwerbsbiographie bereits un-
terschiedliche Hilfsarbeiten ausübte (vgl. E. 6.1 hiervor). Im Lichte der hohen Hürden, die das 
Bundesgericht für die Annahme einer Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Men-

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schen im Allgemeinen sowie bei unter 60-jährigen im Besonderen entwickelt hat, ist deshalb 
von der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen. 
 
9.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen. Gemäss Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund 
eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versi-
cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli-
chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Validenein-
kommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden 
hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander ge-
genübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestim-
men lässt (BGE 128 V 30 E. 1). Dabei ist in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gegeben-
heiten im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222, 
128 V 174). Wie aus dem Dargelegten erhellt (vgl. E. 6.1 hiervor), bestand beim Beschwerde-
führer zu diesem Zeitpunkt (Mai 2019) unter Berücksichtigung des formulierten Zumutbarkeits-
profils in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit. 
 
9.2.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der Re-
gel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an-
gepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesund-
heitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 E. 4.1). Ist es nicht möglich, zur Be-
stimmung des Valideneinkommens vom zuletzt vor Invaliditätseintritt erzielten Lohn auszuge-
hen, so ist es angezeigt, das Valideneinkommen anhand von Durchschnittswerten – wie etwa 
gestützt auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundes-
amtes für Statistik – zu ermitteln. Eine solche Konstellation liegt etwa vor, wenn ein konkreter 
Lohn nicht eruierbar ist, weil keine aussagekräftigen, verwertbaren Lohnangaben zu früheren 
Tätigkeiten vorliegen, wenn die versicherte Person seit längerem keine Erwerbstätigkeit mehr 
ausgeübt hat, wenn sie zurzeit des Invaliditätseintritts arbeitslos gewesen ist oder wenn sie die 
bisherige Stelle bis zum Rentenbeginn – beispielsweise aus wirtschaftlichen Gründen – ohne-
hin, d.h. auch dann verloren hätte, wenn sie gesund geblieben wäre. 
 
9.2.2 Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Valideneinkommen des Versicherten anhand 
der Tabellenlöhne, da keine verlässlichen Lohndaten vorliegen würden. Gestützt auf die Tabelle 
TA1, Sektor Total, Männer, der LSE 2020 veranschlagte sie konkret ein Valideneinkommen in 
der Höhe von Fr. 65'815.--. Der Beschwerdeführer beanstandet die Heranziehung der statisti-
schen Werte mit der Begründung, dass solche vom Verein H.____ geliefert worden seien, wes-
halb darauf abzustellen sei.  
 
9.2.3 Der Auffassung des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Das Vorgehen der 
Beschwerdegegnerin ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu beanstan-

 

 
 
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den. Wie den Akten entnommen werden kann, übte der Versicherte in der Vergangenheit zahl-
reiche unterschiedliche Hilfstätigkeiten aus, was erhebliche Schwankungen der Jahreslöhne zur 
Folge hatte. Massgebend ist sodann, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmög-
lichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesun-
de Person tatsächlich verdienen würde (vgl. E. 9.1 und 9.2.1 hiervor; vgl. ferner UELI KIESER, 
ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 16 Rz. 45 f.). Das beim Verein H.____ im Jahr 2022 er-
zielte Einkommen kann allein schon aus diesem Grund nicht massgebend sein. Alsdann erwirt-
schaftete er dort im Monat Mai 2022 lediglich ein Einkommen von Fr. 582.40 sowie im Monat 
Juni 2022 ein solches von Fr. 408.60. Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto vom 
2. September 2022 erzielte der Versicherte im Jahr 2017 vor Eintritt des Gesundheitsschadens 
bei der G.____ AG zuletzt ein Jahreseinkommen von Fr. 43'154.--, welches somit um einiges 
tiefer ist, als das gestützt auf die LSE ermittelte Valideneinkommen (vgl. E. 9.3 hiernach). Da-
von abgesehen erzielte der Beschwerdeführer zu keinem Zeitpunkt ein den statistischen Wer-
ten entsprechendes bzw. gar ein diese Werte übersteigendes Jahreseinkommen.  
 
9.3 Nach dem Gesagten kann daher grundsätzlich auf die seitens der Beschwerdegegne-
rin in der Verfügung vom 23. Juni 2023 verwendeten Bemessungsgrundlagen abgestellt wer-
den. Mit Blick auf den frühestmöglichen Rentenbeginn massgebend ist in Abweichung zur be-
sagten Verfügung indessen die LSE 2018. Gestützt auf die Tabelle TA1, Sektor Total (Männer), 
ergibt sich bei einem monatlichen Einkommen von Fr. 5'417.-- und unter Berücksichtigung der 
betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden sowie der Nominallohentwicklung 
(0.9% für das Jahr 2019) ein Valideneinkommen von Fr. 68'376.--. Nachdem gestützt auf die 
beweiskräftigen medizinischen Beurteilungen eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit in einer lei-
densadaptierten Tätigkeit besteht, kann ohne weitere Erörterungen festgehalten werden, dass 
der Invaliditätsgrad im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (Mai 2019) 0% betrug. 
Bei zusätzlicher Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 5% ergibt sich ein Invali-
deneinkommen von Fr. 64'957.-- bzw. ein Invaliditätsgrad von 5% und damit kein Anspruch auf 
eine Invalidenrente.  
 
Im Übrigen erscheint ein zusätzlicher leidensbedingter Abzug vorliegend nicht gerechtfertigt, da 
den massgebenden Umständen mit einem Abzug von 5% bereits hinreichend Rechnung getra-
gen wurde. Insbesondere vermag das Alter des Beschwerdeführers entgegen seiner Auffas-
sung keinen leidensbedingten Abzug zu rechtfertigen, zumal gerade Hilfsarbeiten auf dem 
massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt werden (vgl. 
BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinweisen). Dessen ungeachtet resultierte selbst bei Vornahme ei-
nes maximal möglichen leidensbedingten Abzugs von 25%, bei ansonsten unveränderten Ver-
hältnissen, bei einem Invalideneinkommen von Fr. 51'282.-- ein Invaliditätsgrad von 25% und 
damit kein Anspruch auf eine Invalidenrente.  
 
10. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Verfügung vom 23. Juni 2023 nicht 
zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist daher abzuweisen. 
 
11.1 Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewil-
ligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kos-

 

 
 
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tenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos-
ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. 
Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in 
angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, 
weshalb die Verfahrenskosten ihm aufzuerlegen sind. Ihm ist allerdings mit verfahrensleitender 
Verfügung vom 23. August 2023 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden, weshalb 
die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse gehen. 
 
11.2 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird keine Parteientschädigung ausge-
richtet. Da dem Beschwerdeführer mit prozessleitender Verfügung vom 23. August 2023 auch 
die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, hat dessen 
Entschädigung aus der Gerichtskasse zu erfolgen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die 
Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Ver-
beiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Honorarnote vom 17. Oktober 2023 zufolge beläuft sich 
der geltend gemachte Aufwand auf insgesamt 9 Stunden, was sich angesichts der sich stellen-
den Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Ebenfalls nicht zu beanstanden 
sind die geltend gemachten Auslagen im Umfang von insgesamt Fr. 50.40. Ihm ist deshalb ein 
Honorar in der Höhe von Fr. Fr. 2'010.75 (9 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich Spesen und Ausla-
gen von Fr. 50.40 sowie 7,7% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten.  
 
Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie 
dazu in der Lage ist. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2'010.75 (inkl. Auslagen und 7,7% Mehrwertsteuer) ausgerichtet. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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