# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e59a3873-39f1-5a57-b0e7-81c10b08c8b9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2010 E-7169/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7169-2010_2010-10-22.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7169/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Markus König, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Rudolf Bindschedler.

A._______,
Jordanien,
vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 27. September 2010 / 
N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7169/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

I.

dass der Beschwerdeführer am 23. November 1999 unter einer ande-
ren Identität ein erstes Asylgesuch gestellt hatte,

dass das BFM mit Verfügung vom 12. Dezember 2001 dieses Gesuch 
abgelehnt  und  gleichzeitig  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers 
und den Vollzug verfügt hatte,

dass die damalige  Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) eine 
gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde mit Urteil vom 28. März 
2002 abgewiesen hatte,

II.

dass  der  Beschwerdeführer  am  4.  März  2008  bei  den  zuständigen 
B._______ Behörden ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewil-
ligung gestellt hatte,

dass  das  Migrationsamt  des  Kantons  B._______  sich  zwar 
grundsätzlich  zur  Erteilung  einer  solchen  Bewilligung  bereit  erklärt, 
das BFM aber mit Verfügung vom 4. Juni 2008 den kantonalen Antrag 
auf eine so genannte "Härtefallbewilligung" abgewiesen hatte, weil der 
Beschwerdeführer die Schweizer Behörden jahrelang vorsätzlich über 
seine Identität getäuscht habe,

dass  folglich  das  BFM in  der  angefochtenen  Verfügung  festhält,  die 
(mit  der  Verfügung  vom 12. Dezember  2001 ausgesprochene)  Weg-
weisung bleibe rechtskräftig,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 23. Dezember 2009 
die  gegen  die  genannte  Verfügung  des  BFM erhobene  Beschwerde 
abgewiesen und gleichzeitig  festgestellt  hatte,  die persönliche Situa-
tion des Beschwerdeführers deute nicht auf eine persönliche Notlage 
hin und es bestünden keine der Wiedereingliederung im Herkunftsland 
entgegenstehenden Hindernisse,

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III.

dass der Beschwerdeführer am 30. August 2010 ein zweites Asylge-
such stellte,

dass  er  anlässlich  der  Erstbefragung  vom  14.  September  2010  im 
Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  C._______  respektive  der 
Bundesanhörung  mit  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  vom 
27. September  2010  zur  Begründung  des zweiten Asylgesuchs  aus-
führte,  er  habe  sich  seit  1999,  als  er  das  erste  Asylgesuch  gestellt 
hatte,  immer  in  der  Schweiz  aufgehalten  (ausser  dass  er  im  Jahre 
2004  ungefähr  einen  Monat  lang  illegal  in  D._______  geweilt  habe) 
und sei nie in sein Heimatland zurückgekehrt,

dass er die gleichen Ausreisegründe vorbrachte wie beim Stellen des 
ersten Asylgesuchs, und nun ein erneut ein Gesuch gestellt habe, weil 
er die Aufenthaltsbewilligung nicht erhalten habe,

dass er  zusätzlich  einen weiteren,  bisher  nicht  erwähnten  Ausreise-
grund geltend machte,  wonach er seinerzeit  von einem Angehörigen 
des jordanischen Geheimdienstes  unter  Druck gesetzt,  zur  Mitarbeit 
genötigt  und  gemäss  Bericht  seines  Vaters  von  jenem Mann  regel -
mässig gesucht worden sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 27. September 2010 – eröffnet glei -
chentags – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes 
vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  zweite  Asylgesuch 
nicht eintrat und erneut die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. Oktober 2010 (Post-
aufgabe  gleichentags)  gegen  diesen  Entscheid  beim Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerde erhob,

dass er dabei in materiellem Sinn die Aufhebung der Verfügung des 
BFM und das Eintreten auf das Asylgesuch, eventuell die Feststellung 
der  Unzulässigkeit  oder  zumindest  Unzumutbarkeit  des  Vollzugs der 
Wegweisung und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragte,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-

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zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und 
den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragte,

dass  auf  die  Beschwerdebegründung,  soweit  für  den  Entscheid  we-
sentlich, in den Erwägungen eingegangen wird,

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass  es  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5 
VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Ver-
waltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs ma-
teriell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 

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AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt  wird,  um 
eine solche handelt,  weshalb der  Beschwerdeentscheid  nur  summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende in der Schweiz bereits ein Asylver-
fahren erfolglos durchlaufen haben oder während des hängigen Asyl -
verfahrens in den Heimat- oder Herkunftsstaat zurückgekehrt sind, und 
diese  Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn  es  Hinweise gibt, 
dass  in  der  Zwischenzeit  Ereignisse  eingetreten  sind,  die  geeignet 
sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die Gewäh-
rung vorübergehenden Schutzes relevant sind,

dass der Beschwerdeführer in der Schweiz unbestrittenermassen be-
reits ein Asylverfahren im Sinn von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG erfolglos 
durchlaufen hat,

dass  das  BFM das zweite  Asylgesuch  im Wesentlichen  mit  der  Be-
gründung abgelehnt hat, aus den Akten ergäben sich keine Hinweise 
darauf, dass die nach dem Abschluss des ersten Verfahrens neu gel-
tend gemachten (Ausreise-) Gründe geeignet wären,  die Flüchtlings-
eigenschaft zu begründen, oder für die Gewährung vorübergehenden 
Schutzes relevant wären (vgl. angefochtene Verfügung S. 9),

dass  insbesondere  das  nachträgliche  Asylvorbringen  nicht  nachvoll -
ziehbar  und  unglaubhaft  sei  und  im  Übrigen  die  angebliche  Suche 
durch  einen (Geheimdienst-)  Mann seit  dem Jahre 2001 nicht  mehr 
vorgekommen wäre (vgl. angefochtene Verfügung S. 9),

dass  somit  die  im  ersten  Verfahren  geltend  gemachten  Asylgründe 
nicht  asylrelevant  seien  und  die  im  zweiten  Verfahren  neu  geltend 
gemachten  Gründe  offensichtlich  nachgeschoben  und  unglaubhaft 
seien,

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeeingabe unter ande-
rem  festhält,  er  habe  die  im  zweiten  Verfahren  geltend  gemachten 
Gründe im ersten nicht vorbringen können, da er befürchtet habe, je-
ner Geheimdienstmann könne ihn in der Schweiz ausfindig machen,

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dass er seine wahre Identität und die wahren Asylgründe ja im zweiten 
Verfahren von Anfang an sehr  glaubhaft  geltend gemacht  habe (vgl. 
Beschwerde S. 4 f.),

dass die Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nach konstanter  
Praxis eine summarische materielle Prüfung der Glaubwürdigkeit der 
gesuchstellenden Person voraussetzt, aus der sich das offensichtliche 
Fehlen  von  Hinweisen  auf  die  Erfüllung  der  Flüchtlingseigenschaft 
beziehungsweise auf die Voraussetzungen der Gewährung des vorü-
bergehenden Schutzes ergibt  (vgl.  Entscheidungen und  Mitteilungen 
der ARK [EMARK] 2000 Nr. 14),

dass  bei  der  Prüfung  des  Vorliegens  solcher  Hinweise  die  Anforde-
rungen an das Beweismass tief  anzusetzen sind (vgl. EMARK 2005 
Nr. 2 E. 4.3.) und auf ein Asylgesuch eingetreten werden muss, wenn 
sich  Hinweise  auf  eine  –  flüchtlingsrechtlich  relevante  –  Verfolgung 
ergeben, die nicht zum Vornherein haltlos sind (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 
E. 4.3 S. 17, BVGE 2009/53 E. 4.2 und BVGE 2008/57 E. 3.2 und 3.3),

dass  auch  nach  Auffassung  des  Bundesverwaltungsgerichts  die  zur 
Begründung des zweiten Asylgesuchs neu geltend gemachten Vorbrin-
gen als nachgeschoben, nicht  nachvollziehbar und konstruiert  mithin 
als offensichtlich haltlos zu bezeichnen sind und diesbezüglich vorab 
vollumfänglich auf die Begründung der angefochtenen Verfügung ver-
wiesen werden kann,

dass  der  Begründung,  weshalb  der  Beschwerdeführer  den  erst  im 
zweiten Asylverfahren neu genannten Ausreisegrund nicht schon beim 
Stellen des ersten Asylgesuchs vorgebracht hat, nicht gefolgt werden 
kann,  zumal  von einer  tatsächlich verfolgten Person zu erwarten ist, 
dass sie den Behörden eines Landes,  bei  denen sie  um Schutz er-
sucht,  nicht  mit  Misstrauen  begegnet,  sondern  von Beginn weg alle 
ihre Ausreisegründe offenlegt,

dass im Übrigen der neu im zweiten Asylverfahren nachgeschobene 
Ausreisegrund auch kaum als  ein  in  der  Zwischenzeit  eingetretenes 
Ereignis gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu betrachten wäre, da 
der angebliche Kontakt zu jenem mysteriösen Geheimdienstmann be-
reits vor der 1999 erfolgten Ausreise des Beschwerdeführers aus Jor-
danien bestanden haben soll,

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dass das BFM damit in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu 
Recht nicht auf das zweite Asylgesuch eingetreten ist  und an dieser 
Feststellung auch die lange Aufenthaltsdauer in der Schweiz nichts zu 
ändern vermag (vgl. Beschwerde S. 5),

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol -
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der  Beschwerdeführer  keine  Verfolgung  oder  begründete  Furcht  vor 
Nachteilen darzulegen vermochte, welche geeignet wäre, seine Flücht-
lingseigenschaft zu begründen, und auch keine Anhaltspunkte für eine 
andere menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die ihm in 
seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der Ende 2009 er-
folgten rechtskräftigen Ablehnung einer so genannten Härtefallbewilli -
gung gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG im vorliegenden zweiten Asylver-
fahren  auch  aus  der  Bestimmung  von  Art.  8  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten (EMRK, SR 0.101) offensichtlich nichts zu seinen Gunsten ab-
zuleiten vermag (vgl. Beschwerde S. 6),

dass  vorliegend  auch  keine  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  der  Be-
schwerdeführer würde im Falle einer Rückführung als Folge der in sei -
nem Heimatland herrschenden allgemeinen Sicherheitslage einer kon-
kreten Gefährdung ausgesetzt,

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dass sich aus den Akten nach wie vor keine Hinweise für die Annahme 
ergeben, der Beschwerdeführer geriete im Falle der Rückkehr in die 
Heimat  aus  individuellen  Gründen  wirtschaftlicher,  sozialer  oder  ge-
sundheitlicher  Natur  in  eine  existenzbedrohende  Situation,  weshalb 
der Vollzug der Wegweisung zumutbar ist (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben im Heimatland 
über  ein  familiäres  Beziehungsnetz  verfügt  (vgl.  Protokoll  der  Befra-
gung vom 14. September 2010 S. 3 f.), das ihn unter anderem auch bei 
der wirtschaftlichen Wiedereingliederung unterstützen kann, zumal er 
auch über eine gewisse im Ausland erworbene Berufserfahrung ver-
fügt,

dass in diesem Zusammenhang auf die Feststellung des Bundesver-
waltungsgerichts in seinem Urteil  vom 23. Dezember 2009 hinzuwei-
sen  ist,  einzig  die  mehr  als  acht  Jahre  anhaltende  Täuschung  der 
schweizerischen Behörden über die wahre Identität  habe eine Rück-
schaffung ins Heimatland verhindert (vgl. Erwägung S. 11),

dass unter diesen Umständen auch die – vom Beschwerdeführer mit 
missbräuchlichen  Mitteln  erzwungene  –  lange  Aufenthaltsdauer  und 
die geltend gemachte Integration in der Schweiz nichts an der Zumut-
barkeit  des  Wegweisungsvollzugs  zu  ändern  vermögen  (vgl.  Be-
schwerde S. 5 ff.),

dass der Vollzug der Wegweisung auch nach wie vor als möglich er-
scheint (Art. 83 Abs. 2 AuG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das in der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG schon ange-
sichts der Aussichtslosigkeit der Beschwerdebegehren abzuweisen ist,

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dass im Übrigen mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache selbst 
das Gesuch um Verzicht  auf  die Erhebung eines Kostenvorschusses 
hinfällig geworden ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die kantonale Ausländerbehörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Markus König Rudolf Bindschedler

Versand:

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