# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 00cafeb8-6407-5ff8-8226-9eba3e461a7b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.10.2017 IV 2015/330
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-330_2017-10-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/330

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.05.2020

Entscheiddatum: 11.10.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 11.10.2017
Art. 28 Abs. 2 IVG, Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG. Die Abstellung auf 
den aktuellen Verdienst setzt die Ausschöpfung der verbliebenen 
Arbeitsfähigkeit soweit zumutbar voraus. Ist kein solches tatsächlich 
erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, so ist auf Erwerbstätigkeiten 
abzustellen, die der versicherten Person angesichts ihrer Ausbildung und 
ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären. Hierzu 
werden in der Regel die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 
herangezogen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 11. Oktober 2017, IV 2015/330).

Entscheid vom 11. Oktober 2017

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.  

IV 2015/330

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana,

Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ (nachfolgend Versicherter oder Beschwerdeführer) ist gelernter 

Hochbauzeichner mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (IV-act. 1-4, 3, 11-3). Den 

erlernten Beruf übte der Versicherte nur wenige Jahre aus. Ab dem Jahr 1983 arbeitete 

er als Informatiker / Programmierer bei verschiedenen Arbeitgeberinnen (IV-act. 2-2, 

2-4 ff.). Ab Januar 2007 arbeitete er für die B.___, zuerst in der Funktion als 

Gruppenleiter Betrieb, ab Februar 2009 als Gruppenleiter Team Technik und ab Januar 

2011 bis Ende August 2013 (letzter Arbeitstag 8. April 2013) als Applikationsengineer 

(IV-act. 1, 2-2, 7-1).

A.b  Im Juni 2013 meldete sich der Versicherte auf Anraten des Unfallversicherers 

SWICA Gesundheitsorganisation, Winterthur (nachfolgend Unfallversicherer), bei der 

IV-Stelle zum Bezug von Leistungen an (berufliche Integration und Rente; IV-act. 1; 

Fremdakten Unfallversicherer, Bericht vom 11. Juni 2013, S. 4). Der Regionale Ärztliche 

Dienst Ostschweiz (nachfolgend RAD) holte daraufhin bei den behandelnden Ärzten Dr. 

med. C.___, Facharzt für Allgemein Medizin FMH, und med. prakt. D.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ärztliche Berichte ein (IV-act. 17 ff.).

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A.c  Da unklar war, inwieweit die aktuellen gesundheitlichen Beschwerden 

(Kopfschmerzen, Müdigkeit, Fehleranfälligkeit, Tinnitus, körperliche Schmerzen) auch 

auf das im Jahr 2009 bei einem Motorradunfall erlittene Schädel-Hirntrauma 

zurückzuführen seien, veranlasste der Unfallversicherer neuropsychologische und 

neurologische Begutachtungen (IV-act. 12, 18; Fremdakten Unfallversicherer, Bericht 

vom 11. Juni 2013, S. 4). Im neuropsychologischen Gutachten vom 16. Juni 2013 

(Fremdakten Unfallversicherer) erklärte Dipl.-Psych. Dipl.-Inf.-Wiss. E.___, 

Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, dass die Leistungen des Versicherten im 

Bereich Aufmerksamkeit und Konzentration leicht reduziert seien, eine leichte kognitive 

Verlangsamung in Form eines reduzierten Arbeitstempos habe festgestellt werden 

können und die erzielte Bearbeitungsqualität unauffällig gewesen sei. Da sich die vom 

Versicherten geschilderten Ausfälle und Auffälligkeiten durch die testpsychologische 

Untersuchung nicht verifizieren liessen, empfahl der Neuropsychologe eine ergänzende 

neurologische Untersuchung inklusive MRI und EEG. Die daraufhin am 18. Juli 2013 im 

Kantonsspital F.___ durchgeführte neurologische Untersuchung zeigte kein fokal 

neurologisches Defizit. Die am 26. Juli 2013 durchgeführte Magnetresonanztomografie 

ergab keinen Anhalt für eine Pathologie, welche die Symptomatik hätte erklären 

können. Die EEG-Untersuchung vom 31. Juli 2013 zeigte eine intermittierende 

Funktionsstörung fronto-temporal links ohne Nachweis epilepsietypischer Potentiale 

(IV-act. 24).

A.d  Aufgrund eines depressiven Leidens wurde der Versicherte vom 1. Oktober bis 13. 

November 2013 stationär in der Klinik G.___ behandelt. In den Klinikberichten vom 3. 

Dezember 2013 und 8. Januar 2014 diagnostizierten lic. phil. H.___, Fachpsychologin 

für Psychotherapie FSP, Dr. med. I.___, Oberärztin Psychosomatik, und Dr. med. J.___, 

Chefarzt Psychosomatik, eine mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10: 

F32.2), welcher sie Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit beimassen. Diese 

gesundheitliche Störung habe sich in den letzten Jahren schleichend entwickelt. Zur 

Arbeitsfähigkeit im IT-Bereich wurde erklärt, dass es eines Arbeitsversuches bedürfe, 

um diese beurteilen zu können (IV-act. 35, 39-3 ff.). Nach dem Klinikaustritt erfolgte die 

psychiatrische Behandlung des Versicherten durch Dr. med. K.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie FHM (IV-act. 45).

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A.e  Am 9. Dezember 2013 verfügte der Unfallversicherer die Einstellung der 

Versicherungsleistungen Heilbehandlung und Taggelder per 29. Oktober 2012. Zur 

Abgeltung dauernd verbleibenden Schäden im Bereich der Halswirbel, der Schulter 

links und des Handgelenks links wurde dem Versicherten eine Integritätsentschädigung 

von 15% zugesprochen (Fremdakten Unfallversicherer).

A.f  Im Arztbericht vom 4. März 2014 diagnostizierte Dr. K.___ den Verdacht auf eine 

leichte kognitive Störung (ICD-10: F06.7) und den Verdacht auf eine organisch 

emotional labile Störung nach Unfall am 1. August 2009 mit Schädel-Hirn-Trauma 

(ICD-10: F06.6) sowie eine mittelgradig depressive Episode (ICD-10: F32.1). 

Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit erklärte der Facharzt, dass der Versicherte komplexe 

IT-Tätigkeiten wie eine Arbeit auf der Ebene von Betriebssystemen nicht mehr 

ausführen könne. Einfachste IT-Tätigkeiten seien dagegen wenige Stunden pro Tag 

möglich (IV-act. 45).

A.g  Am 10. März 2014 wurde der Versicherte psychiatrisch begutachtet. Im Gutachten 

vom 11. April 2014 (Fremdakten Unfallversicherer) diagnostizierte Dr. L.___, Fachärztin 

für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Neurologicum M.___, insbesondere eine 

leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1). Aus psychiatrischer Sicht 

weise der Versicherte ein depressives Zustandsbild auf, das aktuell einer leichten bis 

mittelgradigen depressiven Episode mit Belastungsminderung, Leistungsminderung, 

erhöhter Schlaftendenz und Müdigkeitserscheinungen entspreche. Empfohlen wurde 

eine Intensivierung der psychiatrischen Behandlung unter Einsatz von 

antriebssteigernden Antidepressiva. Die Gutachterin schätzte die aktuelle 

Arbeitsfähigkeit des Versicherten in der angestammten wie auch in einer handwerklich 

leichten Tätigkeit auf 80%. Bei einer Eingliederung in eine geeignete Tätigkeit könne 

mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit bis auf 100% zirka innerhalb eines Jahres 

gerechnet werden.

A.h  Im neurologischen Gutachten vom 22. April 2014 (Fremdakten Unfallversicherer) 

erklärte Dr. med. N.___, Facharzt für Neurologie FMH, dass für die subjektiven 

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie die rasche Ermüdbarkeit kein 

objektives organpathologisches Korrelat auf neurologischem Fachgebiet habe 

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gefunden werden können. Aus neurologischer Sicht bestehe keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit.

A.i Im neuropsychologischen Gutachten vom 13. Mai 2014 (IV-act. 90) erklärten Dr. sc. 

nat. O.___, Stv. Leiterin Neuropsychologie, und Prof. Dr. rer. nat. P.___, Leiter 

Neuropsychologie, Institut für Neuropsychologische Diagnostik und Bildgebung, dass 

die neuropsychologische Untersuchung insgesamt leichte Auffälligkeiten bei 

attentionalen Anforderungen, hauptsächlich in Form einer minimalen bis leichten 

Verlangsamung, ergeben habe. Im Mittel habe der Versicherte in Aufgaben zur 

Erhebung der Verarbeitungsgeschwindigkeit 70% der Mengenleistung, die für eine voll 

durchschnittliche Bewertung erwartet werde, erbracht. Zur Leistungsqualität wurde 

festgehalten, dass das Fehlerverhalten nicht konstant auffällig gewesen sei. Die 

subjektiv beklagten Beschwerden hätten sich aus neuropsychologischer Sicht nur 

teilweise objektivieren lassen. Insgesamt wiesen die Befunde auf eine minimale bis 

leichte neuropsychologische Störung (ICD-10: F07.8) hin. Bei Tätigkeiten in der 

Informatik bestehe bei ganztägigen zeitkritischen Anforderungen eine 30%ige 

Arbeitsunfähigkeit, bei nicht zeitkritischen Tätigkeiten eine Leistungsminderung von 

10%.

A.j Die IV-Stelle sprach dem Versicherten gemäss Eingliederungsplan vom 18. Juli / 5. 

August 2014 Unterstützung beim Arbeitsversuch vom 1. September 2014 bis 28. 

Februar 2015 im Betrieb Q.___ zu. Ziele des Arbeitsversuchs waren insbesondere die 

Einarbeitung in die Tätigkeit als Bauleiter Hochbau und das Erlangen fachspezifischer 

Kenntnisse (IV-act. 58, 62). Im Arbeitsversuch zeigte sich deutlich, dass der Versicherte 

die gestellten Anforderungen als Bauleiter nicht erfüllen konnte. Der Betrieb stellte dem 

Versicherten jedoch eine Anstellung als Sachbearbeiter in Aussicht (IV-act. 72-7 f.).

A.k  In der Stellungnahme vom 6. Februar 2015 erklärte der RAD, dass der Versicherte 

in einer seinen intellektuellen Ressourcen angepassten Tätigkeit zu 80% arbeitsfähig 

sei (IV-act. 71-3).

A.l Mit Schreiben vom 6. März 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, das 

Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen werde abgelehnt, weil er eine 

Arbeitsstelle bei Q.___ per 1. März 2015 erhalten habe (IV-act. 74; vgl. IV-act. 75: 

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Arbeitsvertrag vom 19. März 2015 als Bauadministrator, Hilfskraft Administration 

[nachfolgend Sachbearbeiter] mit einem Jahresgehalt von Fr. 52'000.-; IV-act. 73: "Der 

Versicherte ist somit leistungsentsprechend bestmöglich integriert.").

A.m Mit Vorbescheid vom 23. Juni 2015 informierte die IV-Stelle den Versicherten, dass 

geplant sei, das Begehren für eine IV-Rente abzuweisen, weil der mit einem 

Einkommensvergleich errechnete Invaliditätsgrad von 20% unter dem minimal 

erforderlichen Wert von 40% liege. Im Weiteren wurde ausgeführt, dass der Versicherte 

ohne gesundheitliche Einschränkungen gemäss den Angaben der früheren 

Arbeitgeberin Fr. 120'250.- erzielen könnte. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei 

dem Versicherten die von ihm zuletzt ausgeübte Tätigkeit wie auch jede adaptierte 

Tätigkeit in einem Pensum zu 80% zumutbar, weshalb von einem noch erzielbaren 

Einkommen von zumindest Fr. 96'200.- auszugehen sei (IV-act. 77).

A.n  Der Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt Dr. iur. R. Pedergnana, St. 

Gallen, erhob am 9. Juli 2015 Einwand gegen den Vorbescheid. Geltend gemacht 

wurde, dass beim Invalidenlohn nicht von 80% des letzten Verdienstes bei B.___, 

sondern vom aktuellen Verdienst in der neuen Festanstellung als Sachbearbeiter bei 

Q.___ auszugehen sei (IV-act. 82).

A.o  Mit Verfügung vom 10. September 2015 wies die IV-Stelle das Begehren für eine 

IV-Rente ab, weil der Invaliditätsgrad unter 40% liege. Zum Einwand des 

Rechtsvertreters des Versicherten führte die IV-Stelle aus, dass der Versicherte mit der 

neuen Tätigkeit seine Leistungsfähigkeit nicht voll ausnütze, weshalb nicht auf diesen 

Verdienst abgestellt werden könne (IV-act. 83).

B. 

B.a  Am 9. Oktober 2015 liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter 

Beschwerde und folgende Rechtsbegehren stellen (act. G 1): Die Verfügung vom 10. 

September 2015 sei aufzuheben. Es sei eine halbe Rente zu sprechen. Unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde 

insbesondere angeführt, dass beim Invalidenlohn nicht vom zuletzt erzielten (Sozial-) 

Lohn bei B.___ von Fr. 120'000.- ausgegangen werden dürfe, sondern von dem im 

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freien Markt erzielbaren Gehalt als Applikationsengineer, welches deutlich tiefer bei 

zirka Fr. 7'500.- pro Monat (x 13) liege.

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 2015 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Hinsichtlich des 

erzielbaren Invalidenlohns wurde ausgeführt, dass nicht auf den aktuellen Verdienst als 

Sachbearbeiter bei Q.___ von Fr. 52'000.- abgestellt werden könne, da der 

Beschwerdeführer seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei dieser Tätigkeit nicht voll 

ausschöpfe. Abzustellen sei auf das zuletzt erzielte Einkommen als 

Applikationsengineer bei B.___ im Ausmass eines 80%-Pensums, denn aus den 

medizinischen Gutachten gehe nicht hervor, dass dem Beschwerdeführer diese 

Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. Der geforderte Leidensabzug sei nicht zu gewähren, 

da ein solcher nicht zu rechtfertigen sei.

B.c  In der Replik vom 21. Dezember 2015 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers unverändert an den Rechtsbegehren der Beschwerde vom 9. 

Oktober 2015 fest (act. G 6).

B.d  Mit Schreiben vom 4. Januar 2016 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die 

Einreichung einer Duplik (act. G 8).

Erwägungen

1.

Vorliegend streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente 

der Invalidenversicherung hat.

2. 

2.1  Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

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Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen).

2.4  Die Höhe der behinderungsbedingten Erwerbseinbusse hängt, da der 

Beschwerdeführer als Vollerwerbstätiger zu qualifizieren ist und deshalb ein reiner 

Einkommensvergleich durchzuführen ist, vor allem von der ärztlichen 

Arbeitsfähigkeitsschätzung ab, d.h. davon, in welchem Umfang für die versicherte 

Person noch eine Tätigkeit in Betracht fällt (Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG; vgl. 

BGE 128 V 29 E. 1; 130 V 343 E. 3.4.2; Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juli 2014, 

9C_152/2014, E. 3.1).

3. 

3.1  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. April 2011, 8C_73/2011, E. 4.1; Art. 61 lit. c ATSG). Bei der 

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Abklärung des Sachverhaltes ist das Gericht nicht an die Anträge der Parteien 

gebunden, sondern hat zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen, wenn hierzu 

aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden 

Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 117 V 282 E. 4a, 110 V 52 E. 4a).

3.2  Die Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise umfassend und pflichtgemäss 

zu würdigen. Für das gesamte Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten 

(vgl. Art. 61 lit. c ATSG).

3.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

4. 

Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wurde neurologisch, 

neuropsychologisch und psychiatrisch umfassend abgeklärt (vgl. Sachverhalt A.f. - 

A.i.). Die ärztlichen Gutachten wurden zudem durch den RAD gewürdigt (vgl. IV-act. 

71-3). Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ist basierend auf dem 

psychiatrischen Gutachten vom 11. April 2014 von Dr. L.___ (Fremdakten 

Unfallversicherer: die Arbeitsfähigkeit des Versicherten in der angestammten wie auch 

in einer handwerklich leichten Tätigkeit beträgt 80%), dem neurologischen Gutachten 

vom 22. April 2014 von Dr. N.___ (Fremdakten Unfallversicherer: keine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht) und dem neuropsychologischen 

Gutachten vom 13. Mai 2014 von Dr. O.___ und Prof. Dr. P.___ (IV-act. 90: bei 

Tätigkeiten in der Informatik bestehe bei ganztägigen zeitkritischen Anforderungen eine 

30% Arbeitsunfähigkeit, bei nicht zeitkritischen Tätigkeiten eine Leistungsminderung 

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von 10%) sowie der Stellungnahme des RAD vom 6. Februar 2015 (IV-act. 71-3: der 

Versicherte sei in einer seinen intellektuellen Ressourcen angepassten Tätigkeit zu 80% 

arbeitsfähig) im Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer sowohl als Applikationsengineer (entsprechend der letzten 

Tätigkeit bei der B.___) als auch in einer anderen leidensangepassten Tätigkeiten zu 

80% arbeitsfähig ist.

5. 

Im Weiteren ist der Grad der Invalidität zu bestimmen. Dafür wird gemäss Art. 16 ATSG 

das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 

nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarklage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (vgl. auch Erwägung 2.4).

5.1  Da vorliegend mangels gegenteiliger Hinweise davon auszugehen ist, dass der 

Beschwerdeführer als Gesunder im gleichen Umfang in seiner bisherigen Tätigkeit 

weitergearbeitet hätte, bildet das zuletzt vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte 

Einkommen einen wichtigen Anhaltspunkt für die Bestimmung des 

Valideneinkommens. Den Akten kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer 

beim Auftreten des depressiven Leidens als Applikationsengineer bei B.___ gearbeitet 

hatte (IV-act. 7-2). Gemäss den Angaben der damaligen Arbeitgeberin vom 19. Juni 

2013 verdiente er in seinem 100%-Pensum zuletzt Fr. 9'250.- pro Monat x 13 bzw. Fr. 

120'250.- pro Jahr (IV-act. 7-2, 7-6). Der Beschwerdeführer führt aus, er sei wegen der 

tieferen Leistung nach dem Unfall nur in der Funktion, nicht aber lohnmässig 

zurückgestuft worden (act. G 1-6). Es scheint deshalb gerechtfertigt, den Jahreslohn 

von Fr. 120'250.- als Ausdruck seiner erwerblichen Leistungsfähigkeit im Validitätsfall 

zu betrachten. Dass er den "Bonus für Kader" (act. G 1-6) nicht mehr erhielt, vermag 

daran nichts zu ändern, fehlt es doch diesbezüglich am Beweis dafür, dass dieser 

einerseits ohne Gesundheitsschaden längerfristig in vergleichbarer Höhe ausbezahlt 

worden wäre (vgl. den Lohn im Jahr 2007 von Fr. 120'250.-, IV-act. 8-2) und 

andererseits tatsächlich Rückschlüsse auf seine erwerbliche Leistungsfähigkeit zulässt 

(und nicht etwa eher umsatzabhängigen Bonuscharakter, vergleichbar mit 

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Kapitalertrag, hat). Die Beschwerdegegnerin ging folglich korrekt von einem 

Valideneinkommen von Fr. 120'250.- aus.

5.2 

5.2.1  Der Beschwerdeführer macht geltend, dass hinsichtlich des Invalidenlohns auf 

den aktuell erzielten Verdienst als Sachbearbeiter bei Q.___ von Fr. 52'000.- pro Jahr 

abzustellen sei, da er bei dieser Tätigkeit seine verbliebene Leistungsfähigkeit voll 

verwerte (act. G 6). Die Beschwerdegegnerin dagegen vertritt die Ansicht, dass nicht 

auf den aktuellen Verdienst abzustellen sei, da der Beschwerdeführer seine 

Leistungsfähigkeit bei dieser Anstellung nicht voll verwerte, denn ihm sei eine Tätigkeit 

als Applikationsengineer im Umfang eines 80%-Pensums zumutbar, weshalb der 

Invalidenlohn mit Fr. 96'200.- (80% des letzten Lohns als Applikationsengineer von Fr. 

120'250.-) anzusetzen sei (act. G 4).

5.2.2  Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Übt sie 

nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders 

stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr 

verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint 

zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf 

Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der versicherten Person angesichts ihrer 

Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären. 

Rechtsprechungsgemäss werden hierzu in der Regel die Tabellenlöhne gemäss den 

vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 

(LSE) herangezogen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 129 V 475 E. 4.2.1).

5.2.3  Wie in Erwägung 4 dargelegt, wurde der Beschwerdeführer hinsichtlich des 

Gesundheitsschadens und der Arbeitsfähigkeit abgeklärt. Es ist von einer 80%igen 

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Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Applikationsengineer wie auch in 

einer anderen seinen intellektuellen Ressourcen angepassten Tätigkeit auszugehen.

5.2.4  Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer seine (wirtschaftliche) Leistungsfähigkeit 

in der aktuellen Tätigkeit als Sachbearbeiter voll ausnützt oder er auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt in einer anderen Tätigkeit mehr verdienen könnte. Zu 

vergleichen ist der Verdienst in der aktuellen Tätigkeit als Sachbearbeiter mit dem 

Verdienst in der angestammten Tätigkeit als Applikationsengineer, da es sich dabei um 

die qualifizierteste Tätigkeit handelt, welche der Beschwerdeführer noch ausüben kann.

5.2.5  Da aufgrund der Aktenlage nicht davon ausgegangen werden kann, dass der 

Beschwerdeführer als "einfacher" Applikationsengineer (ohne Führungsfunktion, ohne 

anspruchsvolle Projektleitungsaufgaben) bei einem anderen Arbeitgeber bzw. einer 

anderen Arbeitgeberin (freier Arbeitsmarkt) ebenfalls ein Jahresgehalt von (zumindest) 

Fr. 120'250.- hätte erzielen können, rechtfertigt es sich, auf den statistischen Lohn der 

LSE 2012 (TA1, Informationstechnologie und Informationsdienstleistungen, Männer) 

abzustellen. Aufgrund der Berufserfahrung des Beschwerdeführers im IT-Bereich und 

unter Berücksichtigung der gesundheitsbedingten Einschränkungen der intellektuellen 

Ressourcen ist vom Kompetenzniveau 3 ("Komplexe praktische Tätigkeiten welche ein 

grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen.") auszugehen. Der 

diesbezügliche Tabellenlohn beträgt Fr. 7'317.-. Angepasst an die betriebsübliche 

Wochenarbeitszeit im Jahr 2012 von 41.2 Stunden (Bundesamt für Statistik, Tabelle 

betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Informationstechnologie und 

Informationsdienstleistungen) resultiert ein Monatslohn von Fr. 7'536.51 (Fr. 7'317.- / 

40 x 41.2). Folglich ist von einem erzielbaren Jahreslohn als Applikationsingenieur 

(80%-Pensum) von Fr. 72'350.- (Fr. 7'536.51 x 12 x 0.8) auszugehen.

5.2.6  Der vom Beschwerdeführer erzielbare Verdienst als Applikationsingenieur liegt 

mit Fr. 72'350.- pro Jahr deutlich höher als der aktuell erzielte Jahresverdienst als 

Sachbearbeiter mit Fr. 52'000.- trotz höherem Pensum. Folglich nützt der 

Beschwerdeführer in der aktuellen Tätigkeit seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nur 

unzureichend aus (dies möglicherweise wegen der konkreten, für die 

Invalidenversicherung aufgrund der notwendigen Abgrenzung zum Risiko 

Arbeitslosigkeit nicht relevanten tatsächlichen Arbeitsmarktsituation), weshalb auf den 

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im ausgeglichenen Arbeitsmarkt erzielbaren Verdienst als Applikationsengineer von Fr. 

72'350.- abzustellen ist.

5.3  Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne angemessen gekürzt 

werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer 

gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht 

erreichen können (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit 

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg 

zu verwerten in der Lage sind (BGE 126 V 75 E. 5a/bb). Dabei hängt die Frage, ob und 

in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen 

und beruflichen Umständen – insbesondere auch von invaliditätsfremden Faktoren – 

des konkreten Einzelfalles ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem 

Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzuges ist unzulässig 

(BGE 126 V 75 E. 5b; 129 V 472 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Da im zuvor ermittelten 

Invalidenlohn die 20%ige Leistungsreduktion bereits berücksichtigt ist, sind nur noch 

die qualitativen Einschränkungen, welche zu einer unterdurchschnittlichen Bezahlung 

im Vergleich zum Durchschnittslohn führen, zu berücksichtigen. Ein 10% 

übersteigender Abzug erscheint vorliegend nicht gerechtfertigt, zumal der 

Beschwerdeführer über langjährige Erfahrung im IT-Bereich verfügt, welche 

wirtschaftlich verwertbar ist, und anderweitige Gründe für einen Tabellenlohnabzug 

nicht ersichtlich sind. Da - wie sich aus nachfolgender Erwägung 5.4 ergibt - auch der 

hier höchstmöglich in Frage kommende Abzug von 10% keinen höheren 

Rentenanspruch zu bewirken vermag (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG), kann eine exakte 

Bestimmung des Abzugs vorliegend unterbleiben.

5.4  Ein Valideneinkommen von Fr. 120'250.- und ein Invalideneinkommen von Fr. 

72'350.- ergeben einen Invaliditätsgrad von 39.83%, welcher - nach Aufrundung (vgl. 

BGE 130 V 121) - bei einem Invaliditätsgrad von 40% zum Anspruch auf eine 

Viertelsrente der Invalidenversicherung führt (vgl. Erwägung 2.2).

6. 

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Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von 

sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 

ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt. 

Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch 

entsteht (Abs. 3). Der __-jährige Beschwerdeführer meldete sich im Juni 2013 zum 

Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (vgl. IV-act. 1). Der Anspruch auf 

eine Rente der Invalidenversicherung besteht demzufolge ab dem 1. Dezember 2013, 

da zu diesem Zeitpunkt der Beschwerdeführer das Wartejahr (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG) 

als weitere Rentenanspruchsvoraussetzung schon erfüllt hatte. Während der Dauer des 

Arbeitsversuchs vom 1. September 2014 bis 28. Februar 2015 erhielt der 

Beschwerdeführer Taggelder von der Invalidenversicherung (vgl. IV-act. 62 f.). Für 

diesen Zeitraum besteht kein Rentenanspruch (vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG).

7. 

7.1  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 10. September 

2015 aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine Viertelsrente für die Zeit ab 1. 

Dezember 2013 bis 31. August 2014 sowie für die Zeit ab 1. März 2015 zuzusprechen. 

Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

7.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 

1'000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- erscheint in 

der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der unterliegenden 

Beschwerdegegnerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.- aufzuerlegen. 

Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.- 

zurückzuerstatten.

7.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

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22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.- bis Fr. 

12'000.-. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 10. September 

2015 aufgehoben und dem Beschwerdeführer ab dem 1. Dezember 2013 bis 31. 

August 2014 sowie ab dem 1. März 2015 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung 

zugesprochen; die Sache wird zur Festsetzung der Rentenbeträge an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.- zu bezahlen; dem 

Beschwerdeführer wird der von ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.- 

zurückerstattet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.- auszurichten.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.10.2017
	Art. 28 Abs. 2 IVG, Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG. Die Abstellung auf den aktuellen Verdienst setzt die Ausschöpfung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit soweit zumutbar voraus. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, so ist auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der versicherten Person angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären. Hierzu werden in der Regel die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Oktober 2017, IV 2015/330).

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