# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ed60db39-2e85-57e6-a0e4-8b52bdac3885
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.06.2017 100 2016 147
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-147_2017-06-02.pdf

## Full Text

100.2016.147U
HER/BDE/KIB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Juni 2017

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Müller
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, 
Postfach, 3000 Bern 7

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge Aufhebung der Ehegemeinschaft (Entscheid der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern vom 7. April 2016; BD 003/15)   

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. ….1984), Staatsangehöriger der Türkei, reiste am 
27. Februar 2006 illegal in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch, wel-
ches am 28. Juni 2006 letztinstanzlich abgewiesen wurde. Am 7. August 
2006 heiratete er die hier niedergelassene türkische Staatsangehörige 
B.________. Wegen Verdachts der Scheinehe wurde das Familien-
nachzugsgesuch abgelehnt und A.________ aus der Schweiz weggewie-
sen. Dieser Ausreiseverpflichtung kam er nicht nach. Nachdem das Ehele-
ben im September 2008 wieder aufgenommen worden war, wurde 
A.________ im Frühjahr 2009 gestützt auf die Ehe eine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt (zuletzt gültig bis am 31. Dezember 2014). 
Am 31. Mai 2012 hoben die Eheleute den gemeinsamen Haushalt auf. Die 
kinderlos gebliebene Ehe wurde am 28. Oktober 2015 geschieden. 

Mit Verfügung vom 30. April 2015 verweigerte die Einwohnergemeinde 
(EG) Bern, Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), die 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ und wies ihn 
unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg. 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 1. Juni 2015 Beschwerde 
bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM), welche das 
Rechtsmittel mit Entscheid vom 7. April 2016 abwies und A.________ eine 
neue Ausreisefrist bis zum 19. Mai 2016 ansetzte.

C.

Hiergegen hat A.________ am 9. Mai 2016 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 3

heben und die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern (Eingang einer redak-
tionell bereinigten Beschwerdeschrift am 25.5.2016). 

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 2. Juni 2016 die Abweisung 
der Beschwerde. Die EG Bern schliesst mit Beschwerdeantwort vom 
2. Juni 2016 ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde.

Am 30. November 2016 hat sich A.________ unter Einreichung weiterer 
Unterlagen nochmals zur Sache geäussert.  

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

2. 

Im Streit liegen die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz. 

2.1 Der Beschwerdeführer reiste im Februar 2006 illegal in die Schweiz 
ein und stellte ein Asylgesuch. Am 13. April 2006 lehnte das damalige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 4

Bundesamt für Migration (BFM; heute Staatssekretariat für Migration 
[SEM]) sein Asylgesuch ab und wies ihn aus der Schweiz weg (Akten MIDI 
pag. 227 ff.). Die hiergegen erhobene Beschwerde wies die damalige Asyl-
rekurskommission mit Urteil vom 28. Juni 2006 als offensichtlich unbegrün-
det rechtskräftig ab (Akten MIDI pag. 212 ff.). Während der (verlängerten) 
Ausreisefrist heiratete der Beschwerdeführer am 7. August 2006 im Kanton 
Aargau die hier niedergelassene türkische Staatsangehörige B.________ 
(Akten MIDI pag. 192). Der eheliche Haushalt wurde bereits im Herbst 
2006 wieder aufgehoben; sowohl die Ehefrau als auch die Wohn-
sitzgemeinde äusserten gegenüber der Migrationsbehörde den Verdacht 
der Scheinehe (Akten MIDI pag. 8 f., 42, 167 f.). Mit Verfügung vom 
30. Januar 2007 lehnte das damals zuständige Migrationsamt des Kantons 
Aargau das Familiennachzugsgesuch wegen rechtsmissbräuchlicher Be-
rufung auf die Ehe ab und wies den Beschwerdeführer aus der Schweiz 
weg (Akten MIDI pag. 161 ff.). Das hiergegen erhobene Rechtsmittel wurde 
mit Entscheid vom 3. Dezember 2007 rechtskräftig abgewiesen (Akten 
MIDI pag. 35 ff.). Der Beschwerdeführer war in der Folge unbekannten 
Aufenthalts (Akten MIDI pag. 253). Anlässlich einer polizeilichen Einver-
nahme am 16. Februar 2009 wegen Widerhandlung gegen das Ausländer-
gesetz gaben der Beschwerdeführer und B.________ zu Protokoll, dass sie 
seit September 2008 wieder zusammenleben würden (Akten MIDI 
pag. 263 ff.). In der Folge erhielt der Beschwerdeführer gestützt auf die Ehe 
eine Aufenthaltsbewilligung, welche letztmals bis am 31. Dezember 2014 
verlängert wurde (Akten EG Bern pag. 69). Der gemeinsame Haushalt der 
Eheleute ist seit dem 31. Mai 2012 aufgehoben (Akten EG Bern pag. 10); 
die Scheidung erfolgte am 28. Oktober 2015 (Beschwerde S. 6). 

2.2 Während seines (geregelten) Aufenthalts ging der Beschwerdefüh-
rer einer Erwerbstätigkeit im Gastgewerbe nach. Seit 1. Mai 2016 steht er 
in einem Restaurant in … als Pizzaiolo in einem ungekündigten Ar-
beitsverhältnis (Beschwerdebeilage [BB] 6). Er wohnt seither in …. 
Strafrechtlich ist er wie folgt in Erscheinung getreten (Strafregisterauszug, 
Akten EG Bern pag. 122 und BB 12 [act. 9A]):

– Strafmandat des Untersuchungsrichteramts II Emmental-Oberaargau 
vom 21. November 2006 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 5

zu einer Busse von Fr. 1ʹ000.-- bedingt bei einer Probezeit von zwei Jah-
ren;

– Strafmandat des Bezirksamts Lenzburg vom 3. Dezember 2008 wegen 
Missbrauchs einer Fernmeldeanlage und Nötigung (mehrfacher Ver-
such) zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen bedingt bei einer Probe-
zeit von zwei Jahren sowie zu einer Busse von Fr. 600.--; Verlängerung 
der Probezeit um ein Jahr am 20. Oktober 2009;

– Urteil des Bezirksamts Lenzburg vom 20. Oktober 2009 wegen rechts-
widrigen Aufenthalts und geringfügiger Widerhandlungen gegen das 
Ausländergesetz begangen zwischen 1. Dezember 2006 und 
16. Februar 2009 zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen bedingt bei 
einer Probezeit von drei Jahren sowie zu einer Busse von Fr. 300.--;

– Strafmandat der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 10. März 2014 
wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln zu einer Geldstrafe von 20 
Tagessätzen bedingt bei einer Probezeit von vier Jahren sowie zu einer 
Busse von Fr. 600.--; Verlängerung der Probezeit um ein Jahr am 
15. April 2015;

– Urteil des Bezirksgerichts Brugg vom 15. April 2015 wegen Verletzung 
der Verkehrsregeln sowie Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führer-
ausweis zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen bedingt bei einer Pro-
bezeit von vier Jahren sowie zu gemeinnütziger Arbeit von 80 Stunden 
und einer Busse von Fr. 500.--.

3.

Der Beschwerdeführer beruft sich zunächst auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a des 
Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 
Ausländer (AuG; SR 142.20). 

3.1. Gemäss Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG besteht der Anspruch von aus-
ländischen Ehegatten auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung nach Art. 43 Abs. 1 AuG trotz Auflösung der Ehegemeinschaft ver-
selbständigt weiter, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert hat und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 6

eine erfolgreiche Integration vorliegt. – Es ist unbestritten, dass die Ehe-
gemeinschaft des Beschwerdeführers länger als drei Jahre gedauert hat. 
Die Vorinstanz hat aber aufgrund der strafrechtlichen Verfehlungen das 
Vorliegen einer erfolgreichen Integration verneint (angefochtener Entscheid 
E. 3f). Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Auffassung, dass 
seine lange Anwesenheitsdauer und die «hervorragenden Integrationsleis-
tungen» das Negativelement seiner Mehrfachdelinquenz aufwiegen würden 
(Beschwerde S. 13).  

3.2 Eine erfolgreiche Integration im Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG 
liegt vor, wenn die ausländische Person namentlich die rechtsstaatliche 
Ordnung und die Werte der Bundesverfassung respektiert, den Willen zur 
Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort gespro-
chenen Landessprache bekundet und sich mit den Lebensbedingungen in 
der Schweiz auseinandersetzt (Art. 77 Abs. 4 der Verordnung vom 
24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; 
SR 142.201]; Art. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die In-
tegration von Ausländerinnen und Ausländer [VIntA; SR 142.205]). Mass-
gebend sind etwa die Dauer der Anwesenheit, die persönlichen Beziehun-
gen zur Schweiz (insbesondere wenn Kinder vorhanden sind), die berufli-
che Situation, das persönliche Verhalten und die Sprachkenntnisse. Dane-
ben sind weitere positive und negative Indikatoren bezüglich des Integrati-
onsgrads zu beachten. Negativ ins Gewicht fallen etwa Schulden oder der 
Verstoss gegen grundlegende gesellschaftliche Werte. Positiv zu werten 
sind beispielsweise ein geordnetes Familienleben oder die soziale Teil-
habe. Bei einer ausländischen Person, die in der Schweiz beruflich inte-
griert ist und eine feste Anstellung hat, immer finanziell unabhängig war, 
sich korrekt verhält und die örtliche Sprache beherrscht, bedarf es deshalb 
ernsthafter Umstände, um eine erfolgreiche Integration zu verneinen. Ge-
ringfügige Strafen schliessen eine gelungene Integration nicht notwendi-
gerweise aus. Umgekehrt ergibt sich aus dem Umstand, dass die ausländi-
sche Person sich strafrechtlich nichts zuschulden hat kommen lassen und 
ihr Unterhalt ohne Sozialhilfe gewährleistet erscheint, für sich allein noch 
keine erfolgreiche Integration. Entscheidend ist letztlich eine Gesamtwürdi-
gung der konkreten Umstände (vgl. BGE 140 II 345 [BGer 2C_14/2014 
vom 27.08.2014] nicht publ. E. 4.6.1 [Pra 104/2015 Nr. 75]; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 7

BGer 2C_283/2016 vom 23.12.2016 E. 4.2, 2C_14/2016 vom 6.6.2016 
E. 2.3, 2C_238/2015 vom 23.11.2015 E. 3.1; VGE 2013/231 vom 
11.08.2014 E. 4.2.1 [bestätigt durch BGer 2C_795/2014 vom 30.3.2015]; 
Peter Uebersax, Einreise und Anwesenheit, in Uebersax et al. [Hrsg.], 
Handbücher für die Anwaltspraxis, Band VIII, Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, 
N. 7.120).

3.3 Der Beschwerdeführer ist am 27. Februar 2006 in die Schweiz ein-
gereist und hält sich faktisch seit elf Jahren hier auf. Die Vorinstanz hat 
zutreffend festgehalten, dass diese Aufenthaltsdauer zu relativieren ist (an-
gefochtener Entscheid E. 3d): Nach seiner Einreise ersuchte der Be-
schwerdeführer zunächst erfolglos um Asyl. Nach der Heirat mit einer nie-
dergelassenen Türkin am 7. August 2006 konnte er aufgrund des hängigen 
Gesuchs- bzw. Rechtsmittelverfahrens in der Schweiz verweilen, obschon 
die Ehe nach der Heirat (wenn überhaupt) nur kurz gelebt wurde. Nach 
Ablehnung des Familiennachzugsgesuchs tauchte der Beschwerdeführer 
unter. Eine Aufenthaltsbewilligung wurde ihm erst im Frühjahr 2009, nach 
(Wieder-)Aufnahme der ehelichen Gemeinschaft, erteilt (vorne E. 2.1). Seit 
der Nichtverlängerung des Aufenthalts im April 2015 hält er sich (abermals) 
nur aufgrund der aufschiebenden Wirkung der eingelegten Rechtsmittel 
hier auf. Es entspricht ständiger Praxis, unter anderem jene Zeiten, in de-
nen die Ausländerin oder der Ausländer bloss vorläufig toleriert wird, nicht 
besonders zu gewichten (vgl. BGE 137 II 10 E. 4.3 ff.; VGE 2015/289 vom 
22.6.2016 E. 5.4 [bestätigt durch BGer 2C_661/2016 vom 9.11.2016]). Von 
einer elfjährigen Anwesenheitsdauer kann demnach nicht die Rede sein; 
besonders lang ist sie mit rund sieben massgebenden Jahren nicht, als 
«relativ kurz» (angefochtener Entscheid E. 3d) kann sie aber auch nicht 
bezeichnet werden. – In wirtschaftlich-beruflicher Hinsicht ist positiv zu 
werten, dass der Beschwerdeführer nicht verschuldet ist und während sei-
nes bisherigen Aufenthalts keine Leistungen der Sozialhilfe beansprucht 
hat. Zugute zu halten ist ihm sodann, dass er einer geregelten Erwerbstä-
tigkeit im Gastgewerbe nachgeht, wobei sein aktueller Arbeitgeber – offen-
bar wieder ein Onkel (vgl. Arbeitsvertrag vom 16.4.2016 [BB 6] und Gesuch 
um Anstellung vom 22.10.2006 [Akten MIDI pag. 102]) – ihn sehr schätzt 
und für ein künftiges Projekt als Geschäftsführer einsetzen möchte (vgl. 
BB 11). Insoweit liegt eine gelungene Integration vor, welche gemessen an 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 8

der massgeblichen Aufenthaltsdauer aber nicht als geradezu ausseror-
dentlich erscheint. Mit der POM ist weiter anzuerkennen, dass der Be-
schwerdeführer sich sprachlich hat integrieren können. Die zu den Akten 
gegebenen Schreiben von Bekannten (vgl. BB 8) zeichnen sodann das Bild 
eines freundlichen, offenen, an den hiesigen Verhältnissen interessierten 
Mannes und lassen durchaus auf soziale Kontakte zu Einheimischen 
schliessen. Die Vorinstanz hat den Aspekt der sozialen Integration zwar 
nicht breit ausgeführt, ihn aber einbezogen (angefochtener Entscheid 
E. 3d). Eine Gehörsverletzung liegt nicht vor. Eine Frage der materiellen 
Beurteilung ist die Würdigung der beigebrachten Referenzschreiben. Dies-
bezüglich ist anzuerkennen, dass der Beschwerdeführer Kontakte zu Ein-
heimischen pflegt; intensive soziale Bindungen, deren Abbruch ihn beson-
ders hart treffen würde, sind damit jedoch ebenso wenig dargetan wie eine 
besondere Verwurzelung in der hiesigen Gesellschaft. Der Beschwerdefüh-
rer ist alleinstehend und kinderlos, weshalb auch keine familiären Bezie-
hungen auszumachen sind, welche mit einer engeren Bindung an den 
Gaststaat einhergehen können. 

3.4 Der Beschwerdeführer wurde während seines bisherigen Aufent-
halts wiederholt strafrechtlich verurteilt (vorne E. 2.2). Das Verwaltungsge-
richt schliesst sich der Würdigung der Vorinstanz an, dass dem Beschwer-
deführer nicht gefolgt werden kann, wenn er seine strafrechtlichen Verur-
teilungen in Frage stellt und diese nebst «Unbeholfenheit» insbesondere 
mit dem Verhalten seiner Exfrau und den «ausbeuterischen» Arbeitszeiten 
seiner früheren Arbeitsstelle zu relativieren sucht (Beschwerde S. 8 ff.). Im 
ausländerrechtlichen Verfahren besteht in der Regel kein Raum, die straf-
richterlichen Beurteilungen in Bezug auf das Verschulden und die Sachver-
haltsfeststellungen zu relativieren (vgl. BGE 124 II 103 E. 1c; BVR 2013 
S. 543 E. 4.2.3 mit Hinweisen). So auch hier. Die Rechtsordnung fordert 
strafrechtliche Bewährung gerade auch unter schwierigeren Umständen 
ein. Zwar hat der Beschwerdeführer keine Gewalt- oder Betäubungsmittel-
delikte begangen; bagatellisiert werden kann seine Delinquenz aber nicht. 
Neben mehreren Strassenverkehrsdelikten hat er strafbare Handlungen 
gegen den Geheim- und Privatbereich sowie die Freiheit begangen (vgl. 
vorne E. 2.2); der Beschwerdeführer räumt in diesem Zusammenhang ein, 
dass er seiner damaligen Ehefrau zahlreiche Nachrichten geschickt, sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 9

dauernd angerufen und auf ihre Zurückweisung «vereinzelt mit frustrati-
onsbedingten Drohungen» reagiert habe (Beschwerde S. 3). Er legte zu-
dem eine erhebliche Gleichgültigkeit gegenüber behördlichen Anordnungen 
an den Tag, indem er der Ausreisepflicht nicht nachkam und während zwei 
Jahren rechtswidrig hier verweilte (vgl. vorne E. 2.1 f.). Sodann fällt be-
trächtlich negativ ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer wiederholt, auch 
während der Probezeiten, straffällig geworden ist, was von Unbelehrbarkeit 
und einer gewissen Geringschätzung gegenüber der schweizerischen 
Rechtsordnung zeugt. Daran ändern seine Erklärungen nichts, weshalb es 
aus seiner Sicht zu den strafrechtlichen Verfehlungen gekommen ist. Viel-
mehr kann bei solchem Verhalten in Bezug auf die öffentliche Ordnung und 
damit auch in sozialer Hinsicht nicht von einer geglückten Integration ge-
sprochen werden (vgl. zu einer vergleichbaren Würdigung etwa 
BGer 2C_14/2016 vom 6.6.2016 E. 3.2). Das Verwaltungsgericht aner-
kennt, dass sich der Beschwerdeführer seiner Verfehlungen bewusst zu 
sein scheint, gewisse Reue zeigt und inzwischen auf das Führen von Mo-
torfahrzeugen verzichtet. Indes ist nicht zu übersehen, dass die letzten 
Verfehlungen erst rund drei Jahre zurückliegen und die Probezeit noch bis 
April 2019 andauert (vgl. vorne E. 2.2). Schliesslich kann der Beschwerde-
führer auch aus dem Umstand, dass die Verurteilungen vom 21. November 
2006 und 20. Oktober 2009 inzwischen aus dem Strafregister gelöscht 
worden sind, nichts Wesentliches für sich ableiten: Weit zurückliegenden 
Straftaten kommt zwar in der Regel keine grosse Bedeutung mehr zu, ins-
besondere wenn es sich um relativ geringfügige Verfehlungen handelt. In 
die Beurteilung des Verhaltens der ausländischen Person während ihrer 
gesamten Anwesenheit in der Schweiz dürfen sie aber einbezogen werden 
(vgl. BGer 2D_37/2014 vom 9.2.2015 E. 3.2.3; BVR 2013 S. 543 E. 4.3.1, 
je mit Hinweisen).

3.5 Nach dem Erwogenen ist die Eingliederung des Beschwerdeführers 
in sprachlicher und wirtschaftlich-beruflicher Hinsicht gelungen. Mit Blick 
auf die mehrfache, noch nicht lang zurückliegende Delinquenz ist aber 
nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz eine erfolgreiche Integration im 
Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG insgesamt verneint hat.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 10

4.

Der Beschwerdeführer beruft sich weiter auf einen nachehelichen Härtefall 
nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Abs. 2 AuG. 

4.1 Der nacheheliche Härtefall setzt voraus, dass wichtige persönliche 
Gründe nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG den weiteren Aufenthalt in der 
Schweiz erforderlich machen. Diese Bestimmung bezweckt die Vermei-
dung schwerwiegender Härtefälle bei der Auflösung der ehelichen Gemein-
schaft. Wichtige persönliche Gründe können gemäss Art. 50 Abs. 2 AuG 
namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer eheli-
cher Gewalt wurde, die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder 
(alternativ oder kombiniert) die soziale Wiedereingliederung im Herkunfts-
land stark gefährdet erscheint (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2.2, 136 II 1 E. 5.3 
[Pra 99/2010 Nr. 49]; BVR 2010 S. 481 E. 5.1.1). Ein wichtiger persönlicher 
Grund kann sich aber auch aus anderen Umständen ergeben. Bei der Be-
urteilung sind sämtliche Aspekte des Einzelfalls mitzuberücksichtigen, na-
mentlich der Grad der Integration, die Respektierung der Rechtsordnung, 
die Familienverhältnisse, die finanziellen Verhältnisse, die Dauer der An-
wesenheit in der Schweiz und der Gesundheitszustand sowie die Um-
stände, die zur Auflösung der Gemeinschaft geführt haben (BGE 138 II 229 
E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2 f., 137 II 1 E. 4.1). Als Richtlinie bleibt indes zu 
beachten, dass der Gesetzgeber für einen nachehelichen Härtefall eine 
erhebliche Intensität der Konsequenzen für das Privat- und Familienleben 
der ausländischen Person voraussetzt. Diese Folgen müssen mit der Le-
benssituation nach Dahinfallen der aus der Ehegemeinschaft abgeleiteten 
Anwesenheitsberechtigung verbunden sein (vgl. BGE 140 II 289 E. 3.6.1, 
139 II 393 E. 6; ferner BVR 2010 S. 481 E. 5.1; Thomas Hugi Yar, Von 
Trennungen, Härtefällen und Delikten – Ausländerrechtliches rund um die 
Ehe- und Familiengemeinschaft, in Alberto Achermann et al. [Hrsg.], Jahr-
buch für Migrationsrecht 2012/2013, 2013, S. 31 ff., 77 ff.).

4.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass seine soziale Wieder-
eingliederung bei einer Rückkehr ins Heimatland stark gefährdet und un-
zumutbar sei. Er habe sich innerlich völlig von der Türkei distanziert. Es 
gehe für ihn existenziell darum, «dass er das Leben in der Türkei schlicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 11

nicht mehr aushält und schon nur am Gedanken einer Rückkehr verzwei-
felt» (Beschwerde S. 13 ff.).

4.2.1 Der Beschwerdeführer ist im Alter von 22 Jahren in die Schweiz 
eingereist und hat somit die prägenden Kindheits- und Jugendjahre in sei-
nem Heimatland verbracht. Es ist mit der POM davon auszugehen, dass er 
mit den dortigen kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten nach 
wie vor vertraut ist. Seit seiner Einreise in die Schweiz begab er sich nach 
eigenen Angaben zweimal in sein Heimatland, 2011 zwecks Besuchs der 
Eltern, 2014 zur Zahnbehandlung (Beschwerde S. 13). Der Beschwerde-
führer verfügt mit seinen Eltern und Geschwistern über nahe Angehörige in 
der Türkei, welche ihm bei Bedarf zumindest in der ersten Zeit nach der 
Rückkehr zur Seite stehen können. Dass die Eltern gesundheitlich ange-
schlagen sind und zu den Geschwistern kaum mehr Kontakte bestehen 
sollen, vermag an dieser Einschätzung nichts zu ändern. Die Beziehungen 
können reaktiviert werden und es ist nicht ersichtlich, weshalb der Be-
schwerdeführer in seinem Heimatland nicht neue Beziehungen aufbauen 
kann. Schliesslich spricht nichts gegen die Annahme der POM, eine Rein-
tegration im türkischen Arbeitsmarkt sei für den noch jungen (er ist heute 
33-jährig), gesunden Beschwerdeführer zumutbar. Seine im hiesigen Gast-
gewerbe gesammelten Erfahrungen dürften ihm die berufliche Reintegra-
tion erleichtern. Dennoch vorhandene ungewisse Berufsaussichten stellen 
sich als übliche mit der Rückkehr in die Türkei verbundene Schwierigkeiten 
dar (vgl. VGE 2015/175 vom 26.11.2015 E. 3.5.1). Der Beschwerdeführer 
steht seit April 2014 in psychotherapeutischer und psychiatrischer Be-
handlung. Dabei standen zunächst die Eheprobleme und eine Paartherapie 
im Vordergrund (vgl. Akten POM Beilage 2 zur Beschwerde, act. 6A1). Ak-
tuell scheinen die psychischen Probleme des Beschwerdeführers im We-
sentlichen im Zusammenhang mit der drohenden Wegweisung aus der 
Schweiz zu stehen (vgl. Therapiebericht vom 5.5.2016, BB 2); eine (weiter-
gehende) Behandlungsbedürftigkeit, welche allenfalls einen Härtefall zu 
begründen vermöchte, ist weder geltend gemacht noch ersichtlich. Unter 
Hinweis auf den Bericht seiner Therapeutin vom 5. Mai 2016 bringt der 
Beschwerdeführer vor, dass eine Rückkehr in die Türkei massive Auswir-
kungen auf sein psychisches Gleichgewicht mit einem hohen Risiko der 
psychischen Dekompensation und akuter Suizidalität zur Folge hätte (Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 12

schwerde S. 15; BB 2). Wie auch die Vorinstanz erwogen hat, ist zwar ver-
ständlich, dass die erzwungene Rückkehr in das ungeliebte Heimatland 
den Beschwerdeführer stark belastet; dies begründet jedoch für sich allein 
keinen Anspruch auf einen weiteren Verbleib im Land. Psychiatrisch-psy-
chologische Behandlungsmöglichkeiten sind in der Türkei unbestrittener-
massen vorhanden; dass der Beschwerdeführer Schwierigkeiten haben 
werde, eine Vertrauensbeziehung zu einem vor Ort lebenden türkischen 
Therapeuten aufzubauen, steht einem Wegweisungsvollzug ebenso wenig 
entgegen wie die vorgebrachten Suizidabsichten. Allfällig selbstgefährden-
den Tendenzen im Zusammenhang mit einer Wegweisung wäre medizi-
nisch zu begegnen und der Wegweisungsvollzug müsste gegebenenfalls 
sorgfältig vorbereitet werden (vgl. BGE 139 II 393 E. 5.2.2; 
BGer 2C_672/2015 vom 14.3.2016 E. 3.2.1).

4.2.2 Hinsichtlich der geltend gemachten Benachteiligung als Angehöriger 
der kurdischen Ethnie und Verwandter von PKK-Mitgliedern kann dem Be-
schwerdeführer insoweit gefolgt werden, als es in der Türkei in der Vergan-
genheit zur Diskriminierung von kurdischen und gewissen politisch aktiven 
Personen gekommen ist; dies hauptsächlich im Zusammenhang mit der 
Ausübung sowie (Nicht-)Anerkennung ihrer politischen Rechte (vgl. United 
States Department of State, Turkey 2014/2015 Human Rights Report, ein-
sehbar unter: <http://www.state.gov>, Rubriken «Civilian Security, De-
mocracy and Human Rights», «Reports», «Human Right Reports», 
«Turkey»; Aurel Schmid, Türkei: Die aktuelle Situation der Kurden, Bericht 
der Schweizerischen Flüchtlingshilfe vom 20.12.2010, einsehbar unter: 
<https://www.fluechtlingshilfe.ch>, Rubriken «Herkunftsländer», «Europa», 
«Türkei», S. 19; vgl. auch BVGer D-4093/2015 vom 15.12.2015 E. 10.2.1, 
C-654/2006 vom 29.11.2010 E. 6.3-6.4.2). Die POM hat indes zu Recht 
festgestellt, dass der Beschwerdeführer eine konkrete Gefährdung in sei-
nem Herkunftsland nicht plausibel aufzuzeigen vermag (angefochtener 
Entscheid E. 4d). Sein Asylgesuch wurde im Jahr 2006 wegen fehlender 
Flüchtlingseigenschaft rechtskräftig abgewiesen. Die Asylbehörden stellten 
dabei insbesondere fest, dass der Beschwerdeführer angesichts seines 
bloss geringen politischen Profils keine asylrelevante Verfolgung zu be-
fürchten habe, zudem sei das Risiko von Reflexverfolgung aufgrund seiner 
bei der PKK-Guerilla aktiven Cousins gering (vgl. Akten MIDI pag. 212, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 13

216 f., 220). Die entsprechenden Vorbringen im vorliegenden Verfahren 
(Beschwerde S. 13 ff.; act. 9) lassen daher nicht darauf schliessen, dass 
der Beschwerdeführer im Herkunftsland gegenwärtig einer konkreten Ge-
fahr ausgesetzt wäre. Solches ergibt sich auch nicht aus den allgemein und 
unbestimmt abgefassten Schreiben seines Vaters, eines Onkels und eines 
Cousins (BB 9, 13 und 14). Es leben denn auch seine Eltern und 
Geschwister sowie weitere Verwandte nach wie vor in der Türkei. Die 
jüngsten Ereignisse in der Türkei vermögen an dieser Beurteilung zum 
jetzigen Zeitpunkt nichts zu ändern. In den letzten Monaten hat sich zwar 
der Kurdenkonflikt deutlich zugespitzt und die Menschenrechtslage hat sich 
verschlechtert (vgl. BVGer D-4568/2016 vom 15.3.2017 E. 4.5, 6.4, E-
5347/2014 vom 16.11.2016 E. 5.6.2). Gemäss der Lageeinschätzung ist 
die Situation momentan im ganzen Land gespannt und besteht ein Risiko 
von Terroranschlägen. Dies betrifft jedoch insbesondere die Städte Istanbul 
und Ankara sowie den Osten und Südosten des Landes (vgl. Reisehin-
weise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten 
[EDA] für die Türkei, abrufbar unter: <https://www.eda.admin.ch>, Rubriken 
«Vertretungen und Reisehinweise», «Türkei» [besucht am 23.5.2017]); der 
Herkunftsort des Beschwerdeführers (Konya), wo er sich bei einer Rück-
kehr in die Türkei vorerst niederlassen dürfte, stellt indes kein spezifisches 
Gefahrengebiet dar. 

4.3 Insgesamt ist der Schluss der Vorinstanz, wonach die vom Be-
schwerdeführer vorgebrachten Umstände keinen wichtigen persönlichen 
Grund im Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AuG abgeben, nicht zu 
beanstanden. Dass sie dabei die restriktive Einwanderungspolitik fälschli-
cherweise unter dem Titel der Anspruchsbewilligung gemäss Art. 50 AuG 
thematisiert hat anstatt im Zusammenhang mit der Überprüfung der Ver-
weigerung der ermessenweisen Bewilligung des weiteren Aufenthalts, än-
dert an der im Ergebnis zutreffenden Würdigung der POM nichts (dazu 
BGE 137 II 345 E. 3.2.1, 137 II 1 E. 4.1; BVR 2013 S. 73 E. 3.4, 2011 
S. 193 E. 6.1.3; vgl. bereits Hinweis in VGE 2015/175 vom 26.11.2015 
E. 3.7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 14

5.

Nach dem Erwogenen hat die Vorinstanz einen Anspruch des Beschwer-
deführers auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 
AuG zu Recht verneint. Weitere Gründe, welche eine Anspruchsbewilligung 
vermitteln könnten, werden nicht geltend gemacht und sind auch nicht er-
kennbar. 

6.

Fehlt es an einem Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz, entscheidet die 
zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Bewilli-
gungsverlängerung (Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AuG). Die Vor-
instanz hat auch die Verweigerung der ermessensweisen Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung bestätigt. Der Beschwerdeführer kritisiert dies nicht. 
Zu Recht: Die Vorinstanz hat die massgebenden Gesichtspunkte und Inte-
ressen in Einklang mit der publizierten bernischen Verwaltungsjustizpraxis 
vollständig einbezogen und zutreffend gewichtet, eingeschlossen die In-
tegration und allfällige Gründe, die eine Rückkehr als unzumutbar erschei-
nen lassen könnten, worauf der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit 
der Anspruchsbewilligung verweist (vgl. angefochtener Entscheid E. 5; Be-
schwerde S. 11 ff., 16). Es ist damit weder substantiiert geltend gemacht 
noch erkennbar, dass die Vorinstanz das Ermessen rechtsfehlerhaft aus-
geübt hätte (vgl. BVR 2015 S. 105 E. 2.2, 2013 S. 73 E. 3.3 f.).

7. 

Der angefochtene Entscheid hält nach dem Erwogenen der Rechtskontrolle 
stand. Der entscheiderhebliche Sachverhalt ergibt sich hinreichend aus den 
Akten; ausserdem hängt die rechtliche Beurteilung nicht entscheidend vom 
persönlichen Eindruck ab (vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar 
zum bernischen VRPG, 1997, Art. 21 N. 6). Der Beweisantrag des Be-
schwerdeführers auf Durchführung eines Parteiverhörs wird daher abge-
wiesen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 15

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 
Da die von der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist pra-
xisgemäss eine neue festzulegen. 

8.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerde-
führer kostenpflichtig; Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 1 
i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 3 VPRG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine 
neue Ausreisefrist auf den 14. Juli 2017 gesetzt.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2ʹ500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Bern
- dem Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern, Migrati-

onsdienst
- dem Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.06.2017, Nr. 100.2016.147U, 
Seite 16

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.