# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4ee461f-7085-5449-b3cb-4b1ee5c5541b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.08.2009 D-5374/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5374-2009_2009-08-28.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5374/2009/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richter Markus König; 
Gerichtsschreiberin Kathrin Mangold Horni.

A._______, geboren (...),
Georgien,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 19. August 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5374/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 27. Juli 2009 in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte,

dass er bei der Erstbefragung vom 6. August 2009 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum  B._______  sowie  anlässlich  der  am  13.  August 
2009  ebenda  gestützt  auf  Art.  29  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  durchgeführten direkten Bundesan-
hörung  geltend  machte,  er  sei  georgischer  Staatsangehöriger  und 
stamme aus der C._______ D._______, wo er bis zu seiner Ausreise 
gelebt habe,

dass seine aus Ossetien stammende Ehefrau am 4. August 2008 zu 
einer  Beerdigung  nach  E._______  (Südossetien)  gereist  sei  und  er 
seither nichts mehr von ihr gehört habe,

dass am 6. August 2008 sein im Jahre (...) geborener Sohn von den 
georgischen  Militärbehörden  in  seinem  Elternhaus  in  D._______ 
abgeholt und zu seiner Einheit nach F._______ gebracht worden sei,

dass sein Sohn ihn - den Beschwerdeführer - am nächsten Tag ange-
rufen und ihm gesagt habe, ein Krieg in Südossetien stehe unmittelbar 
bevor, doch könne er als halber Georgier und halber Ossete auf keiner 
Seite kämpfen und werde daher das Land verlassen,

dass der Beschwerdeführer seither nichts mehr über den Verbleib sei-
nes Sohnes wisse,

dass  später  Militärangehörige  zu  ihm nach  Hause  gekommen seien 
und ihn nach dem Aufenthaltsort des Sohnes gefragt hätten,

dass er  -  da er  keine Auskunft  habe geben können -  aufs  Kommis-
sariat mitgenommen und dort beschimpft sowie bedroht worden sei,

dass er in der Folge in Abständen von einer Woche bis zehn Tagen 
noch dreimal aufs Kommissariat geholt  und dort  - einmal auch unter 
Schlägen - nach dem Verbleib seines Sohnes gefragt worden sei,

dass er danach etwa einmal monatlich schriftlich zum Erscheinen auf 
dem Kommissariat aufgefordert worden sei, er diesen Vorladungen je-
doch nicht nachgekommen sei,

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dass er rund zwei Monate vor seiner Ausreise noch einmal zu Hause 
abgeholt und aufs Kommissariat gebracht worden sei, wo ihm wieder 
gedroht und sein Sohn als Verräter und Staatsfeind bezeichnet worden 
sei, 

dass ihn überdies seine Nachbarn ausgelacht hätten, weil er mit einer 
Ossetin verheiratet und sein Sohn kein Patriot sei,

dass er - obwohl es ihm wegen des Verschwindens seiner Ehefrau und 
seines Sohnes und wegen der Probleme mit den Militärbehörden psy-
chisch  schlecht  gegangen  sei  und  er  unter  Schlafstörungen  gelitten 
habe - nie einen Arzt aufgesucht habe,

dass er in seiner Heimat niemanden mehr habe, der sich um ihn küm-
mern könnte,

dass er sich schliesslich zur Ausreise entschlossen habe, 

dass  ihn  ein  Freund  mit  einem Schlepper  in  Kontakt  gebracht  habe 
und er - nachdem er, mit  Ausnahme eines Zimmers, seine Wohnung 
verkauft  habe - Georgien am 25. Juli  2009 mittels eines gefälschten 
Passes über den Flughafen von D._______ verlassen habe und nach 
Kiew (Ukraine) gereist sei,

dass er von Kiew aus auf dem Landweg nach Polen und dann auf ihm 
unbekanntem Weg in verschiedenen Personenwagen unter Umgehung 
der Grenzkontrollen bis in die Schweiz gefahren sei, 

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle 
bei den Akten verwiesen wird,

dass der Beschwerdeführer erklärte, er habe seine Identitätskarte und 
seinen  abgelaufenen  Pass  in  seiner  Wohnung  in  D._______ 
zurückgelassen  und  der  von  ihm  benutzte  gefälschte  Pass  habe  er 
seinem Schlepper zurückgeben müssen,

dass der Beschwerdeführer bei der Stellung des Asylgesuches ledig-
lich die erste Seite seines abgelaufenen Passes in Kopie zu den Akten 
reichte,

dass das BFM mit Verfügung vom 19. August 2009 - dem Beschwerde-
führer im Empfangs- und Verfahrenszentrum B._______ gleichentags 

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persönlich eröffnet - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 
AsylG  auf  das  Asylgesuch  vom  27.  Juli  2009  nicht  eintrat  und  die 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie den Weg-
weisungsvollzug  anordnete,  wobei  dieser  die  Schweiz  am Tag nach 
Eintritt der Rechtskraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur  Begründung dieses Entscheids im Wesentli-
chen ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe den Asylbehörden trotz 
entsprechender schriftlicher Aufforderung innerhalb der eingeräumten 
Frist  von 48 Stunden ohne entschuldbare Gründe keine Reise- oder 
Identitätspapiere zu den Akten gegeben und die als Begründung für 
die Nichteinreichung der Papiere abgegebenen Erklärungen nicht  zu 
überzeugen vermöchten,

dass es sich bei der eingereichten Kopie der ersten Seite des abgelau-
fenen Reisepasses nicht um ein Reise- oder Identitätspapier im Sinne 
von  Art.  1  Bst.  b  und  c  der  Asylverordnung 1  vom 11. August  1999 
über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) handle,

dass  auch  die  abgegebenen  Erklärungen  betreffend seine  Versuche 
zur Papierbeschaffung nicht zu überzeugen vermöchten,

dass sodann die vom Beschwerdeführer geschilderten Reiseumstände 
nicht  nachvollziehbar  erschienen,  was  zur  Annahme  führe,  er  habe 
den Schweizer Asylbehörden die Abgabe rechtsgenüglicher Reise- be-
ziehungsweise Identitätspapiere bewusst vorenthalten, um einen allfäl-
ligen Wegweisungsvollzug zu erschweren oder zu verhindern,

dass im Weiteren die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Probleme 
mit  den georgischen Militärbehörden nicht  die Intensität  erreicht hät-
ten, die ihm ein menschenwürdiges Leben in seinem Heimatstaat ver-
unmöglicht hätten,

dass auch die aufgrund der  erwähnten Vorkommnisse aufgetretenen 
psychischen Probleme und Schlafstörungen oder der Umstand, dass 
sich  zu  Hause  niemand  mehr  um  den  Beschwerdeführer  kümmern 
könnte, nicht als asylrelevant bezeichnet werden könnten, 

dass überdies die Darlegungen des Beschwerdeführers betreffend das 
Verschwinden  seiner  Frau  und  seines  Sohnes  nicht  nachvollziehbar 
und somit nicht glaubhaft seien,

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dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und 
aufgrund der Aktenlage zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
nicht erforderlich seien, 

dass der Vollzug der Wegweisung nach Georgien zulässig, zumutbar 
und möglich sei,

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe vom 26. August  2009 beim 
Bundesverwaltungsgericht gegen die Verfügung des BFM vom 19. Au-
gust 2009 Beschwerde erhob und dabei die Aufhebung des vorinstanz-
lichen Entscheids und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 
zur materiellen Prüfung beantragte, 

dass er - in verfahrensrechtlicher Hinsicht - um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung ersuchte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 27. August 2009 vollständig beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  vor  der  Vorinstanz  am Verfahren  teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung hat  und daher  zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass die Beschwerde innert der gesetzlichen Frist von fünf Arbeitsta-
gen  in  gültiger  Form  eingereicht  wurde  (Art. 108  Abs.  2  und  Art.  6 
AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG), weshalb auf diese einzutreten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  kann  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass das BFM den Nichteintretensentscheid gestützt auf Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32-35 AsylG),  die Beurteilungszuständigkeit  der Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass dementsprechend die Beschwerdeinstanz, sofern sie das Nicht-
eintreten auf  das  Asylgesuch als  unrechtmässig  erachtet,  sich  einer 
selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Nichtein-
tretensverfügung  aufhebt  und  die  Sache  zur  Neubeurteilung  an  die 
Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 24 E. 2.1. 
S. 240 f.),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

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dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen  nicht  in  der  Lage (Art.  32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  wenn  auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG),  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  nach erfolgter  Gesetzesrevision  neu  seit  dem 1. Januar 
2007 auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet, wobei 
im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen der 
Flüchtlingseigenschaft  -  sei  es, weil  die Vorbringen offensichtlich un-
glaubhaft  sind,  oder  sei  es,  weil  sie  offensichtlich  keine  flüchtlings-
rechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG aufweisen - und das offenkundi-
ge  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  sind 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  - 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- und Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, zu-
mal  der  Beschwerdeführer  diesen  Erwägungen  nichts  entgegenhält, 
das zu einer anderen Würdigung führen könnte,

dass die  Vorinstanz vorab zutreffend feststellte,  die Erklärungen des 
Beschwerdeführers betreffend den Verbleib seiner georgischen Reise- 
und Identitätspapiere (sein abgelaufener Pass und seine Identitätskar-
te befänden sich in dem ihm noch gehörenden Zimmer seiner früheren 
Wohnung; den Schlüssel  dafür  habe er  bei  einem Cousin deponiert, 
doch habe er  nur  einmal  versucht,  den  Cousin  telefonisch zu  errei-
chen, da er dessen Nummer nicht sicher gewusst habe) vermöchten 
nicht  zu  überzeugen,  zumal  der  Beschwerdeführer  im Besitze  eines 
Zettels mit georgischen Telefonnummern gewesen sei und hätte versu-
chen können, einen anderen Kollegen oder Cousin zu erreichen,

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dass -  wie  in  der  angefochtenen  Verfügung ebenfalls  zutreffend  be-
merkt wurde - auch die vorgebrachten Reiseumstände (er sei mit ei-
nem gefälschten,  jedoch  seinen  Namen  und  sein  Bild  enthaltenden 
Pass  gereist  und  habe  bei  den  Kontrollen  an  den  Flughäfen  keine 
Probleme gehabt; den Pass habe er seinem Schlepper  zurückgeben 
müssen) nicht nachvollziehbar erscheinen und die Vorinstanz berech-
tigterweise den Verdacht äusserte, der Beschwerdeführer sei mit sei-
nem eigenen Pass gereist und habe diesen den Schweizer Behörden 
bewusst vorenthalten,

dass der Beschwerdeführer somit keine entschuldbaren Gründe für die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuches  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass  an  dieser  Feststellung  auch  die  knappen  Ausführungen  in  der 
Beschwerdeschrift  (im Wesentlichen wird darin auf die anlässlich der 
Befragungen  gemachten  Aussagen  verwiesen  und  an  deren  Wahr-
heitsgehalt festgehalten) nichts zu ändern vermögen,

dass sodann - mit Bezug auf die Frage der Flüchtlingseigenschaft - der 
Auffassung der Vorinstanz gefolgt werden kann, die vom Beschwerde-
führer geltend gemachten Vorbringen (er sei wiederholt auf das Kom-
missariat vorgeladen oder kurzzeitig sogar dorthin mitgenommen wor-
den) erreichten nicht die Intensität, welche ihm ein menschenwürdiges 
Leben in seinem Heimatstaat verunmöglicht hätte, zumal aus den an-
lässlich der  Befragungen erstellten Protokollen klar  hervorgeht,  dass 
der Beschwerdeführer nur einmal, etwa anfangs September 2008, von 
den Militärbehörden tätlich angegriffen worden ist, und die im Übrigen 
vorgebrachten verbalen Bedrohungen sehr vage ausgefallen sind (vgl. 
etwa A8 S. 7 f. und S. 12),

dass an dieser Stelle darauf hinzuweisen ist, dass der Beschwerdefüh-
rer auch keine der ihm angeblich regelmässig zugestellten Vorladun-
gen auf das Kommissariat zu den Akten reichte,

dass auch die weiteren vom Beschwerdeführer geschilderten Proble-
me (zu Hause kümmere sich niemand um ihn, er habe sich psychisch 
nicht gut gefühlt und unter Schlafstörungen gelitten, zudem sei er von 
den Nachbarn ausgelacht worden) ihm ein menschenwürdiges Leben 
im Heimatstaat noch nicht verunmöglicht oder in unzumutbarer Weise 

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erschwert  haben,  zumal  er  sich  deswegen  nie  in  medizinische  oder 
psychiatrische Behandlung begeben hatte,

dass schliesslich in der Tat auch die Darstellung betreffend das Ver-
schwinden der Ehefrau und seines Sohnes beziehungsweise weshalb 
er  seit  August 2008 von den beiden keine Nachricht über ihren Ver-
bleib habe, sehr unsubstanziiert und nicht nachvollziehbar ausgefallen 
ist,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch 
einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1; 
vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung vom Bun-
desamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder  nicht  möglich  ist  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  AuG, 
SR 142.20),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen  und  keine Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem  Be-
schwerdeführer  im  Heimat-,  Herkunfts-  oder  einem  Drittstaat  droht 
(Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass auch der Umstand, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers os-
setischer Abstammung sei (vgl. Beschwerde S. 2) oder die Möglichkeit, 
dass  die  georgischen  Behörden  den  Beschwerdeführer  bei  seiner 
Rückkehr (erneut) zum Aufenthaltort  des Sohnes befragen, den Voll-
zug der Wegweisung nicht als unzulässig erscheinen lässt,

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dass den Akten auch keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach 
der Vollzug der Wegweisung nach Georgien unzumutbar wäre,

dass in Georgien und insbesondere in der C._______ D._______, wo 
der  Beschwerdeführer  gemäss  seinen  Angaben  sein  ganzes  Leben 
verbracht hat - anders als in der überwiegend von ethnischen Russen 
bewohnten georgischen Region Südossetien,  wo die Sicherheitslage 
nach  den  Auseinandersetzungen  vom  August  2008  nach  wie  vor 
angespannt ist - unter den heute bestehenden Verhältnissen nicht von 
Krieg, Bürgerkrieg oder von einer Situation allgemeiner Gewalt, welche 
für  den  Beschwerdeführer  bei  der  Rückkehr  in  seine  Heimat  eine 
konkrete Gefahr darstellen würde, gesprochen werden kann,

dass der Beschwerdeführer - soweit aktenkundig - körperlich gesund 
ist und offenbar auch keiner psychiatrischen Behandlung bedarf, 

dass der Beschwerdeführer sich seinen Lebensunterhalt mit verschie-
denen  Gelegenheitsarbeiten  (in  der  Landwirtschaft,  als  Koch,  Maler 
und Putzmann) verdiente, nach wie vor ein Zimmer in seiner früheren 
Wohnung hat (in welchem er seine persönlichen Gegenstände einge-
stellt hat) und über ein persönliches Beziehungsnetz (zahlreiche Cou-
sins und Freunde, welche ihm auch bei der Organisation der Ausreise 
behilflich gewesen sein sollen [vgl. A1 S. 3, A8 S. 5]) verfügt, weshalb 
nicht davon auszugehen ist, er würde bei einer Rückkehr in eine seine 
Existenz vernichtende Situation geraten, die als konkrete Gefährdung 
im Sinne der zu beachtenden Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 
Abs. 4 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Geor-
gien schliesslich auch möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da keine prakti-
schen Hindernisse erkennbar  sind,  die  einer  Rückkehr  entgegenste-
hen könnten, und er verpflichtet ist, sich bei der dortigen Vertretung al-
lenfalls  benötigte  neue  Reisepapiere  zu  beschaffen  (Art.  8  Abs. 4 
AsylG),

dass nach dem Gesagten somit keine Wegweisungshindernisse vorlie-
gen und der vom Bundesamt verfügte Vollzug zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 

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oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion das Gesuch 
um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstands-
los geworden ist,

dass schliesslich das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Pro-
zessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) ungeachtet der lediglich behaupte-
ten  Bedürftigkeit  abzuweisen  ist,  da  die  Beschwerdebegehren  nach 
dem Gesagten als aussichtslos zu bezeichnen sind, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer  durch Vermittlung des Empfangs-  und Ver-
fahrenszentrums  B._______  (Einschreiben;  Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum B._______ (per Tele-
fax zu  den Akten Ref.-Nr. N (...),  mit  der  Bitte  um Eröffnung des 
Urteils an den Beschwerdeführer und um Zustellung der beiliegen-
den Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Kathrin Mangold Horni

Versand: 

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