# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 701a0557-bfdf-5f40-838a-73f6731c4ea0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 09.11.2018 PQ180049
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ180049_2018-11-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PQ180049-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Kröger 

Beschluss und Urteil vom 9. November 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegnerin 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

sowie 

 

C._____,  
Verfahrensbeteiligte 

vertreten durch lic. iur. Z._____ 

 

betreffend Aufhebung des elterlichen Aufenthaltsbestimmungsrechts ge-
mäss Art. 310 ZGB und Unterbringung in einer Institution 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Dielsdorf vom 17. Juli 2018; 
VO.2017.8 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Dielsdorf) 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1.1. Die Parteien sind die Eltern der am tt.mm.2004 geborenen C._____. 

C._____ hat zwei Vollgeschwister, die 13-jährige D._____ und den 7-jährigen 

E._____. Die Eltern von C._____ (und D._____ und E._____) leben seit März 

2013 getrennt. Das unter vorliegender Prozessnummer geführte Verfahren hat al-

lein die Kindesschutzmassnahmen für C._____ zum Inhalt. Am Obergericht ist ein 

paralleles Verfahren pendent über die Ausgestaltung des Kontaktes zwischen der 

Mutter und D._____ und E._____ (Prozess Nr. PQ180046). 

Seit 2012 klärt die KESB in der Familie A._____B._____ ab und musste u.a. auch 

wegen häuslicher Gewalt intervenieren. Die Familie hat grosse Probleme finanzi-

eller und nicht finanzieller Natur. Die Gesamtsituation der Familie ist seit Jahren 

belastet (vgl. bspw. Abklärungsbericht des kjz H._____ vom 22. Mai 2014, KESB-

act. 33). Der Beschwerdeführer ist selbständiger Fensterreiniger und verdient 

durchschnittlich monatlich Fr. 6'000.-- netto. Sein Einkommen wird eigenen Anga-

ben zufolge wegen Schulden in sechsstelliger Höhe bis auf das Existenzminimum 

gepfändet, welches das Betreibungsamt auf Fr. 6'300.-- netto bezifferte (KESB-

act. 123, act. 101 S. 2). Der Beschwerdeführer bezieht für sich und die Familie 

Sozialhilfe (vgl. u.a.. KESB-act. 334 S. 2 unten). Die Beschwerdegegnerin ist 

ebenfalls auf Sozialhilfe angewiesen (KESB-act. 133).  

Mit Urteil vom 1. Juni 2015 schied der Gerichtspräsident des Zivilgerichtes Basel 

Landschaft West die Ehe der Parteien. Die elterliche Sorge über die Kinder ver-

blieb bei beiden Eltern. Die Obhut über die Kinder steht dem Vater alleine zu. Der 

Mutter wurde ein vierzehntägliches Besuchsrecht jeweils am Sonntag von 14 bis 

18 Uhr im Besuchstreff F._____ eingeräumt. Gleichzeitig wurde die von der KESB 

Bezirk Dielsdorf (nachfolgend KESB) kurz zuvor errichtete Beistandschaft nach 

Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB im Scheidungsurteil bestätigt (KESB-act. 66). In dem 

drei Tage vor dem Scheidungsurteil ergangenen Entscheid der KESB vom 

28. Mai 2015 wurde der Mutter für die Dauer eines Jahres ein sogenanntes be-

gleitetes vierzehntägliches Besuchsrecht jeweils am Sonntag von 14 Uhr bis 

- 3 - 

18 Uhr eingeräumt. G._____, c/o kjz H._____, wurde als Beiständin eingesetzt. 

Ihr wurde u.a. auch die Aufgaben übertragen, die Eltern bei der Ausarbeitung ei-

ner weitergehenden Besuchsrechtsregelung zu unterstützen, die Modalitäten des 

Besuchsrechts festzulegen und Antrag bei veränderten Verhältnissen bei der 

KESB zu stellen (KESB-act. 65). Im Entscheid der KESB vom 28. Mai 2015 wurde 

festgehalten, dass nach Ablauf der begleiteten Besuche (von einem Jahr) ein or-

dentliches Besuchsrecht das Ziel sei (KESB-act. 65 S. 6 unten f.).  

1.2. Der Beschwerdeführer ist nach der Trennung von der Beschwerdegegnerin 

in der ehemals ehelichen Familienwohnung in H._____ verblieben, wo er mit 

C._____, D._____ und E._____ und seit Mai 2014 mit einer neuen Partnerin lebt. 

Diese Frau brachte ein mittlerweile 11 ½-jähriges Kind aus einer früheren Bezie-

hung mit. Der Beschwerdeführer und die neue Partnerin haben noch ein gemein-

sames, mittlerweile ca. 3 ½-jähriges Kind zusammen. Seit der Trennung bemüht 

sich die Beschwerdegegnerin eine Wohnung mit der Möglichkeit der Rückkehr der 

Kinder, C._____, D._____ und E._____, zu ihr zu finden. Soweit ersichtlich, lebt 

die Beschwerdegegnerin derzeit wieder in I._____, zusammen mit ihrem neuen 

Ehemann und der aus dieser Ehe entsprungenen 2-jährigen Tochter J._____ (ge-

boren tt.mm.2016). Zuvor wohnte die Beschwerdegegnerin in K._____, wo sie ei-

ne Wohnung zur Miete hat (E.I./1.5.c).   

1.3. C._____ suchte am 13. Februar 2017 die Beiständin auf und teilte ihr mit, 

sie weigere sich in den Haushalt des Vaters zurückzukehren. Der Vater schlage, 

erniedrige und bedrohe sie (KESB-act. 87). C._____ wandte sich gemäss der 

Beiständin auch an den Schulsozialarbeiter und teilte diesem ebenfalls mit, es 

gebe viel Streit zu Hause, sie werde zu Boden gestossen und getreten. Der Vater 

schlage sie und habe ihr gedroht, wenn sie zur Polizei gehe, bringe er sie um. 

Sie, C._____, habe begonnen, sich zu ritzen, und erzähle von Selbstmord. 

C._____ habe Angst vor dem Vater (KESB-act. 90, act. 93). Mit Präsidialent-

scheid vom 13. Februar 2017 entzog die KESB Dielsdorf als superprovisorische 

Massnahme nach Art. 445 Abs. 2 ZGB den Eltern das Aufenthaltsbestimmungs-

recht und platzierte C._____ per sofort bis auf weiteres, und zunächst sogenannt 

verdeckt, im L._____, Krisenintervention für …, M._____. Als Kindesvertreterin 

- 4 - 

betreffend Aufhebung des elterlichen Aufenthaltsbestimmungsrechts und Unter-

bringung in einer Institution wurde lic. iur. Z._____ eingesetzt (KESB-act. 88). 

Nach Anhörung beider Parteien und von C._____ (KESB-act. 101, act. 103, act. 

105) sowie der Einholung einer Stellungnahme der Kindesvertreterin (KESB-act. 

106), bestätigte die KESB mit Entscheid vom 7. März 2017 die superprovisorische 

Anordnung vom 13. Februar 2017. Die KESB entzog gestützt auf Art. 310 Abs. 1 

ZGB beiden Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht und platzierte C._____ wei-

terhin im L._____ (KESB-act. 112/1 [= act. 18/2/2 = act. 4/3], Dispositivziffern 1.1, 

1.2). Die Aufgaben der Beiständin wurden erweitert. Sie wurde beauftragt, die 

Platzierung von C._____ zu überwachen, eine geeignete Anschlusslösung abzu-

klären und entsprechend Antrag an die KESB zu stellen (KESB-act. 112/1 S. 5, S. 

7, Dispositivziffern 3.,4.). Zudem wurde die Einsetzung der Verfahrensvertretung 

bestätigt (KESB-act. 112/1 S. 5, S. 7, Dispositivziffern 5.1, 5.2). Einer allfälligen 

Beschwerde entzog die KESB die aufschiebende Wirkung (KESB-act. 112/1 S. 8, 

Dispositivziffer 10.). Die Mutter beauftragte im Nachgang zum Entscheid vom 7. 

März 2017 Rechtsanwalt lic.iur. Y._____ als Vertreter im Verfahren, welcher das 

Vertretungsverhältnis der KESB am 8. März 2017 anzeigte (KESB-act. 113, act. 

115). Der Vater liess Beschwerde gegen den Entscheid der KESB vom 7. März 

2017 beim Bezirksrat Dielsdorf erheben (act. 18/1). 

1.4. C._____ war zunächst gut im L._____ eingestiegen (KESB-act. 117). Bald 

liess sie sich aber in die Gruppendynamik mit anderen Jugendlichen einwickeln. 

Sie legte ein für sie nicht günstiges Verhalten als Mitläuferin an den Tag oder 

grenzte sich aus, indem sie bspw. die Exfreunde von anderen Mädchen aus dem 

L._____ kontaktierte (KESB-act. 131). Sie habe mehrere Handys, sei sehr aktiv 

auf sozialen Plattformen und kompensiere ihr tiefes Selbstwertgefühl, indem sie 

nach aussen agiere. Zudem, so die Verantwortliche des L._____ weiter, spüre 

C._____ den Druck des Vaters. Er drohe ihr mit Aussagen wie, er werde sie nach 

Mazedonien schicken, komme sie nicht in den väterlichen Haushalt zurück 

(KESB-act. 131). C._____ war mit anderen Jugendlichen auf Kurve, habe sich ge-

ritzt und Rasierklingen versteckt (KESB-act. 151a/1). Die Verantwortliche des 

L._____ wies darauf hin, dass C._____ sehr naiv sei, sie würde mit jedem mitge-

hen, was für C._____ gefährlich sei (KESB-act. 131). Der L._____ schlug auf 

- 5 - 

Wunsch von C._____ einen Wechsel vor, und C._____ erhielt im März 2017 eine 

Timeout-Platzierung in einer SOS-Familie in der Nähe von N._____.  

C._____ vermochte sich auf dem abgelegenen Hof der Pflegefamilie (KESB-

act. 140, act. 151a/1 S. 2) nicht zu integrieren, obwohl ihre Erfahrung und ihr Ta-

lent im Umgang mit den kleinen Kindern der Pflegeeltern zum Tragen kommen 

konnte (KESB-act. 151a S. 1). C._____ teilte am 18. April 2017 der KESB mit, sie 

müsse viel arbeiten, dürfe das Handy nur eine Stunde pro Tag benützen, die 

Pflegefamilie sei eigentlich schon in Ordnung, aber sie wolle lieber wieder zurück 

in den L._____ (KESB-act. 151). Sie wolle, dass das mit dem Handy und dem Ar-

beiten aufhöre, sie fühle sich so unter Druck, dass sie sich vielleicht wieder ritzen 

müsse; Hauptsache sei, dass sie wieder in M._____ bei ihren Kollegen sei 

(KESB-act. 151). Sie wolle bei ihrer Mutter wohnen, eine Platzierung könne sie 

sich vorstellen, sie ziehe aber eine Heimplatzierung einer Pflegefamilie vor; eine 

Rückkehr zum Vater schliesse sie aus (KESB-act 151a/1 S. 3).  

Am 21. April 2017 teilte die Beiständin der KESB mit, dass sie eine Platzierung 

von C._____ bei der Pflegefamilie nicht mehr befürworten könne, weil die Situati-

on für die Pflegefamilie nicht mehr tragbar sei (KESB-act. 160). C._____ musste 

(und wollte) die Familie bis 3. Mai 2017 verlassen. Der L._____ war nicht mehr 

bereit, C._____ aufzunehmen (KESB-act. 163/1, act. 166). Die Beiständin bean-

tragte deshalb eine vorläufige Platzierung bei der Mutter in O._____, weil kurzfris-

tig keine geeignete Institution für C._____ zur Verfügung stand und sie, die Bei-

ständin, von der Mutter vor Ort einen sehr guten Eindruck gewonnen hatte 

(KESB-act. 160, act. 165). Der Vater war nicht einverstanden mit der Platzierung 

von C._____ bei der Mutter (KESB-act. 168), die Kindesvertreterin stimmte der 

Platzierung bei der Mutter zu (KESB-act. 169), und die Mutter liess die Platzie-

rung von C._____ bei sich in O._____ ausdrücklich begrüssen (KESB-act. 170).  

1.5.1. Während laufenden Verfahrens vor dem Bezirksrat (Beschwerde des Va-

ters gegen den Entscheid vom 7. März 2017 [act. BR-act. 1]) ordnete die KESB 

mit Entscheid vom 3. Mai 2017 unter Aufrechterhaltung der Aufhebung des Auf-

enthaltsbestimmungsrechts der Eltern die vorsorgliche Platzierung von C._____ 

bei der Mutter an (KESB-act. 171 [= act. BR-act. 2 = act. 4/4] Dispositivziffern 1., 

- 6 - 

2.). Sie erwog, die vorübergehende Platzierung bei der Mutter sei die einzige 

Möglichkeit, bis eine definitive Lösung für C._____ gefunden worden sei (KESB-

act. 171 S. 5 unten). Der Antrag des Vaters auf Rückplatzierung von C._____ zu 

ihm wurde abgewiesen (KESB-act. 171 Dispositivziffer 4.). Der Beschwerde wur-

de die aufschiebende Wirkung entzogen (KESB-act. 171 Dispositivziffer 10).  

Der Vater liess Beschwerde auch gegen den Entscheid der KESB vom 3. Mai 

2017 führen (act. BR-act. 17 = KESB-act. 185/1). Er beantragte, es sei die vor-

sorgliche Platzierung von C._____ bei der Mutter aufzuheben und C._____ sei in 

seine Obhut zurück zu verbringen (act. BR-act. 17 S. 2). 

Mit Beschluss vom 23. Mai 2017 vereinigte der Bezirksrat die beiden Beschwer-

deverfahren (BR-act. 20/1), erliess prozessleitende Verfügungen, wonach er den 

Beschwerden die aufschiebende Wirkung nicht wieder erteilte (KESB-act. 191; 

KESB-act. 225) und führte das Verfahren vor seiner Instanz durch. Es fand vor 

dem Bezirksrat ein Verfahren mit dreifachem Schriftenwechsel statt. Für die wei-

tere Darstellung der Prozessgeschichte kann auf die Ausführungen des Bezirksra-

tes verwiesen werden (act. 7 S. 2-8.).  

1.5.2. a) Während das Verfahren beim Bezirksrat pendent war, reichte C._____ 

am 10. Mai 2017 in Begleitung ihrer Verfahrensvertreterin lic. iur. Z._____ bei der 

Kantonspolizei Zürich, Hauptbahnhof Zürich, eine Strafanzeige gegen ihren Vater 

betreffend häusliche Gewalt und Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 3 StGB ein 

(KESB-act. 179, act. 181; KESB-act. 373-377, KESB-act. 395). Eigenen Angaben 

von C._____ zufolge hatte ihr Vater sie regelmässig, wöchentlich, mit Ohrfeigen, 

Fusstritten und Faustschlägen geschlagen, so dass sie Blutergüsse und Rötun-

gen erlitten hatte.  

Im Rechenschaftsbericht für die Zeit vom 28. Mai 2015 bis 31. Mai 2017 hielt die 

Beiständin G._____ am 5. Juli 2017 u.a. fest, C._____ fühle sich vom Vater unter 

Druck gesetzt, weil sie schlechte Noten habe. Der Vater habe aber keine Zeit 

beim Lernen zu helfen. Die Zähne der drei Kinder, C._____, D._____ und 

E._____ seien sehr schlecht und müssten behandelt werden. C._____ habe der-

zeit ca. 19 Löcher in den Zähnen. Die Gemeinde H._____ habe Kostengutspra-

- 7 - 

che erteilt für die Zahnarztkosten (KESB-act. 197 S. 4). Weiter lässt sich dem Re-

chenschaftsbericht entnehmen, dass die Fronten zwischen den Eltern, vor allem 

auf Seiten des Vaters unversöhnlich seien (KESB-act. 197 S. 5 oben). Die Mutter 

bemühe sich, die Kinder nicht gegen den Vater zu beeinflussen, der Vater unter-

stütze die Kontakte der Kinder zur Mutter, welche den Kindern gut tue, nicht 

(ebenda). Er wehre sich gegen eine Ausdehnung der Kontakte zwischen Mutter 

und Kindern. C._____ sei schulisch sehr schwach und auf Unterstützung ange-

wiesen. Dem Rechenschaftsbericht lässt sich sodann entnehmen, dass C._____ 

in I._____ die Integrationsklasse besucht und anschliessend evtl. in eine Klein-

klasse eingeschult werden soll (KESB-act. 197 S. 5). Auf Initiative der Mutter ha-

be C._____ eine Psychotherapie begonnen.  

b) Mitte Juli 2017, nach rund zwei Monaten Aufenthalt bei der Mutter in 

O._____, meldete sich C._____ beim Vater und wollte zu ihm auf Besuch. Nach 

einem Wochenaufenthalt beim Vater kehrte C._____ nicht mehr zur Mutter zurück 

(KESB-act. 224, act. 238). C._____ hielt fest, sie habe mit ihrem Vater gespro-

chen und dieser habe ihr versprochen, sie nicht mehr zu schlagen. Bei der Mutter 

gefalle es ihr nicht, sie wolle jetzt beim Vater bleiben (KESB-act. 229). Mit Datum 

vom 12. August 2017 stellte C._____ (beim Bezirksrat) selbst den Antrag, beim 

Vater bleiben zu können, sie fühle sich sehr wohl und sicherer als bei der Mutter, 

wo nicht mal Geld sei, um sie richtig zu ernähren (KESB-act. 243). Obwohl ihr von 

der KESB erklärt und so geheissen, kehrte C._____ nicht nach O._____ zurück 

(KESB-act. 247). Der Vater weigerte sich, C._____ nach I._____ zurück zu brin-

gen, und wies im Gegenteil darauf hin, dass C._____ wieder in H._____ zur 

Schule gehe (KESB-act. 249), sie, die Behördenmitglieder, sollten ihn und 

C._____ in Ruhe lassen (KESB-act. 250). Die Mutter vermutete demgegenüber, 

dass C._____ wieder einen neuen Freund habe und sie nächtelang, ohne Kontrol-

le, ausser Haus sei (KESB-act. 247). Die Mutter, welche aus I._____ anreiste, um 

C._____ abzuholen, kehrte am 24. August 2017 ohne C._____ nach I._____ zu-

rück (KESB-act. 253). 

Um eine polizeiliche Rückführung zu vermeiden, erklärte sich der Vater bereit, 

C._____ am Wochenende vom 8./9. September 2017 nach O._____ zur Mutter zu 

- 8 - 

bringen (KESB-act. 266). Dazu kam es aber nicht, weil C._____ entwichen war. 

Weder Vater noch Mutter wussten, wo sich C._____ aufhielt (KESB-act. 268-273). 

Es wurde befürchtet, dass C._____ nicht "nur" kifft, sondern auch Crystal Meth 

einnimmt (KESB-act. 272). Der Vater hielt gegenüber der fallverantwortlichen 

KESB-Mitarbeiterin fest, C._____ ziehe nächtelang herum, dies sei erst so, seit 

sie bei der Kindsmutter lebe, C._____ habe das dort abgeschaut (KESB-act. 237; 

auch KESB- act- 236, act. 239, act. 239c, 239d act. 240).  

Am 9. September 2017, kurz vor 23 Uhr, wurde C._____ zusammen mit einer Kol-

legin im Hauptbahnhof Zürich aufgegriffen und von der Polizei aufgrund einer 

Ausschreibung im Ripol verhaftet (KESB-act. 281). Auf Frage des Polizeibeam-

ten, weshalb sie von Zuhause weggelaufen sei, antwortete C._____, sie habe 

nicht nach I._____ zurück wollen, es sei nicht so, dass sie nicht zur Mutter wolle, 

aber sie wolle dort nicht in die Schule, weil man dort französisch spreche und sie 

hasse Französisch (KESB-act. 281 S. 2 oben). C._____ gab gegenüber der Poli-

zei (übermässigen) Alkohol- sowie auch Drogenkonsum zu (KESB-act. 281 S. 4). 

Sie, die 13-Jährige, komme einfach so an Drogen und Alkohol (ebenda). Die Poli-

zei führte C._____ am nächsten Tag der Mutter in O._____ zu (KESB-act. 282).  

c) Die Mutter informierte im selben Zeitraum im September 2017 die KESB und 

die Beiständin, dass sie sich von ihrem neuen Ehemann trennen müsse. Es sei zu 

häuslicher Gewalt gekommen. Sie werde in ein Frauenhaus in I._____ gehen und 

von dort den Umzug in die Region (gemeint: in den Bezirk P._____) planen. 

C._____ müsse, bis sie eine Wohnung gefunden habe, in O._____ zur Schule 

(KESB-act. 282, act. 291). Die Mutter fand im Frauenhaus eigenen Angaben zu-

folge wegen der Finanzierung keinen Platz, weshalb sie mit den beiden Mädchen 

(C._____ und J._____) in ihre frühere 3 ½-Zimmer-Wohnung in K._____ zog, 

welche sie untervermietet hatte. C._____ sollte gemäss der Vorstellung der Mut-

ter in K._____, vorzugsweise in einer Kleinklasse, die Schule besuchen, bis sie im 

Raum Zürich eine Wohnung gefunden hat (KESB-act. 296, act. 297). Die Suche 

nach einer bezahlbaren Wohnung im Raum Zürich blieb erfolglos, weshalb sich 

die Mutter entschloss, auch im Hinblick darauf, dass es für C._____ besser sei, 

von den Zürcher Kollegen wegzukommen, mit ihren beiden Mädchen in K._____ 

- 9 - 

zu bleiben, wo C._____ nach den Herbstferien 2017 in die (Regel-

)Sekundarklasse A-Zug, eintrat (KESB-act. 359/1 S. 2). 

d) Am 12. Januar 2018 wandte sich die Beiständin G._____ an die KESB und 

zeigte sich besorgt über die Entwicklung von C._____, die sie vor Weihnachten 

das letzte Mal gesehen hatte. Seit der Unterbringung im L._____ [seit März 2017] 

werde C._____ nicht mehr regelmässig beschult. C._____ agiere hochtourig in 

den sozialen Netzwerken und drohe; sie erhalte Gegendrohungen. Die Mutter und 

die Schule seien am Anschlag mit der Betreuung von C._____. Sie, die Beistän-

din, habe beim KJPD in K._____ eine Abklärung aufgegleist. C._____ verweigere 

sich der Abklärung nun komplett, nachdem am 14. Dezember 2017 ein erster Ab-

klärungstermin stattfand (KESB-act. 327b/1 S. 2 unten, act. 359/1). Sie habe sich 

auf einen älteren Mann eingelassen, der Drogen konsumiere, sexuelle Handlun-

gen habe die 13 ¾-Jährige C._____ aber bestritten, wie auch, dass sie selbst nun 

wieder Drogen konsumiere. C._____ laufe regelmässig mit einem Messer herum. 

Ein Beziehungsaufbau zwischen der Mutter und C._____ sei gelungen, C._____ 

habe Vertrauen in die Mutter und sie fühle sich bei ihr sehr wohl. Die Mutter kön-

ne aber ihre erzieherische Autorität gegenüber C._____ nicht mehr durchsetzen, 

obwohl sie sich sehr bemüht habe, einen strukturierten Rahmen zu bieten. 

C._____ ging nur zwei Tage die Woche in die Schule und verbrachte den Rest 

der Woche zu Hause schlafend oder am Handy (KESB-act. 359/1). Die Mutter 

machte sich auch Sorgen wegen der Niedergeschlagenheit von C._____. 

Die Beiständin empfiehlt angesichts dieser Situation das Jugendheim Q._____ in 

R._____. Die Institution habe einen freien Platz auf der geschlossenen Abteilung. 

Es sei für C._____ wichtig, dass sie nun von der Strasse wegkomme und kognitiv 

sowie psychiatrisch abgeklärt werde. Es sei nach einer Einstiegsphase möglich, 

dass C._____ die Wochenende bei der Mutter verbringen könne und sie später 

auf die halboffene und dann auf die offene Gruppe im Q._____ wechseln könne. 

Nicht mehr Thema sei die Rückkehr zum Vater (KESB-act. 327, act. 330, 

act. 343). Mit Eingabe vom 17. Januar 2018 stellte die Beiständin Antrag auf Plat-

zierung von C._____ im Jugendheim Q._____ nach den Regeln der fürsorgeri-

schen Unterbringung (KESB-act. 330).  

- 10 - 

e) Mitte Februar 2018 ereilte die Kindesvertreterin die Nachricht, dass C._____ 

wegen einer Gehirnerschütterung im Kinderspital sei und die Spital-Psychologin 

C._____ wegen Depression nicht mehr nach Hause gehen lassen wolle (KESB-

act. 344). S._____, Leiter Sozialarbeit Kinderspital K._____, teilte der KESB am 

15. Februar 2018 mit, C._____ sei psychiatrisch abgeklärt worden, sie sei ab-

sprachefähig und habe Zukunftsperspektiven, womit keine Anzeichen für eine für-

sorgerische Unterbringung gegeben seien. C._____ sei entlassungsbereit. Die 

Polizei würde nun die Kindsmutter, die rund 16 Monate alte J._____ und C._____ 

nach Hause begleiten, um die Sachen zu holen für den Übertritt in das Frauen-

haus. Der Ex-Partner der Mutter und der Ex-Freund von C._____ würden 

C._____ bedrohen (KESB-act. 346, act. 345). Die Mutter brauche dringend Unter-

stützung. Ein paar Tage später, am 19. Februar 2018, war C._____ mit ihrer 

(Halb-)Schwester J._____ und der Mutter wieder in der Wohnung (in K._____; 

KESB-act. 357). Vor diesem Hintergrund prüfte die KESB eine fürsorgerische Un-

terbringung im Q._____-heim. Im gleichen Zeitraum ermittelte die Jugendanwalt-

schaft des Kantons Basel-Stadt gegen C._____ betreffend Fälschung von Aus-

weisen (KESB-act. 359/2).  

f) Da insgesamt das Kindeswohl und die Entwicklung von C._____ in hohem 

Masse als gefährdet erachtet wurde, ordnete die KESB mit Entscheid vom 

1. März 2018 für C._____ eine fürsorgerische Unterbringung in der geschlosse-

nen Abteilung des Jugendheims Q._____ an (KESB-act.364/1). Gegen diesen 

Entscheid erhob der Vater mit Eingabe vom 12. März 2018 Beschwerde an das 

Bezirksgericht Dielsdorf, Einzelgericht im ordentlichen Verfahren, und stellte die 

Anträge, C._____ sei sofort aus der geschlossenen Abteilung zu entlassen, und 

sie sei bis zum rechtskräftigen Rechtsmittelentscheid über die Aufhebung des 

Aufenthaltsbestimmungsrechts in der Wohnschule T._____, eventuell im Schul-

heim U._____, zu platzieren (KESB-act. 369, act. 407 S. 2). Mit Urteil vom 3. Mai 

2018 hiess das Einzelgericht am Bezirksgericht Dielsdorf die Beschwerde teilwei-

se gut, indem es die Unterbringung von C._____ in der geschlossenen Abteilung 

aufhob und eine fürsorgerische Unterbringung von C._____ in der halbgeschlos-

senen Abteilung des Jugendheims Q._____, R._____, anordnete (KESB-act 407).  

- 11 - 

C._____ befindet sich damit (formell) seit dem 1. März 2018 im Jugendheim 

Q.______ in R._____. Es kam zu Entweichungen und polizeilichen Rückführun-

gen. Im Zeitraum vom 4. September bis ca. Mitte Oktober 2018 hielt sich C._____ 

wieder nicht mehr im Q._____-heim, sondern an unbekannten Orten auf (act. 29, 

act. 21 S. 1 unten, act. 23, act. 24 S. 3 oben). Die Kindesvertreterin, die regel-

mässigen telefonischen Kontakt mit C._____ hat, hält fest, dass aus Sicht von 

C._____ eine weitere Unterbringung im Q.______ keine Option sei, C._____ wei-

gere sich, in das Q._____ zurückzukehren (act. 21 S. 2 unten, S. 4). C._____ 

möchte bei ihrer Mutter oder in einer Institution in der Region Basel, z.B. V.____ 

K._____, untergebracht werden (act. 21 S. 2 unten).  

2.1. Der Bezirksrat Dielsdorf wies schliesslich die Beschwerden des Vaters ge-

gen die Entscheide der KESB vom 7. März 2017 und 3. Mai 2017 mit Beschluss 

und Urteil vom 17. Juli 2018 ab, soweit er sie nicht als gegenstandslos geworden 

abschrieb. Die aktuelle Entwicklung überholte, wie soeben dargelegt, die Ent-

scheide der KESB. C._____ befand sich mittlerweile nicht mehr im L._____ und 

nicht mehr bei der Mutter. Die Beschwerde des Vaters gegen die Platzierung der 

Tochter im L._____ bzw. bei der Mutter wurde deshalb gegenstandslos (act. 7 

S. 24 Ziff. 6 und S. 29 [= BR-act. 87 = act. 4/2] Disp.-Ziff. II. und III.).  

Der Bezirksrat bestätigte indes den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts 

der Eltern. Einer allfälligen Beschwerde gegen diesen Entscheid wurde wegen 

Dringlichkeit die aufschiebende Wirkung entzogen (act. 7 S. 24 Ziff. 6 und S. 29 

Disp.-Ziff. I. und VI.). Der Bezirksrat sah aber davon ab, explizit den Aufenthaltsort 

von C._____ zu bestimmen und insofern ist der Entscheid lückenhaft (act. 7 

S. 18, S. 24). Hier ist der Entscheid des Bezirksrates zusammen mit dem oben 

genannten Entscheid der KESB vom 1. März 2018 und demjenigen des Bezirks-

gerichtes Dielsdorf vom 3. Mai 2018 zu lesen (E. I./1.5.2.f), in dem für C._____ 

eine fürsorgerische Unterbringung im Jugendheim Q._____ angeordnet wurde. 

Der Bezirksrat begründete die fehlende Bestimmung des Aufenthaltsortes. Ange-

sichts dessen, dass C._____ im Urteilszeitpunkt nicht mehr im L._____ und nicht 

mehr bei der Mutter war, sondern auf Kurve, und die Kindesvertreterin bei der 

KESB eine Neuregelung der Platzierung weg vom Q._____ beantragt hatte, wies 

- 12 - 

er darauf hin, dass die Unterbringung von C._____ nicht geklärt sei, die KESB mit 

der Frage einer angemessen Unterbringung aber befasst sei (act. 7 S. 18, S. 24). 

Überlegungen der Praktikabilität machen dieses Vorgehen nachvollziehbar, zumal 

die Frage des Entzugs des elterlichen Aufenthaltsbestimmungsrechts vordringlich 

zu klären ist (siehe aber auch E. II./1.1.-1.6.). Wie zu zeigen sein wird, geht es am 

Obergericht der Sache nach darum, den Entzug des elterlichen Aufenthaltsbe-

stimmungsrechts zu überprüfen in Bezug auf die Einweisung in das Q._____.  

2.2. Der Vater akzeptierte das Urteil des Bezirksrates nicht und liess mit Eingabe 

vom 20. August 2018 Beschwerde an das Obergericht erheben. Er liess folgende 

Anträge stellen (act. 2 S. 2): 

"1. Es sei Dispositiv Ziffer I des Urteils des Bezirksrates Dielsdorf 
vom 17. Juli 2018 aufzuheben, soweit es die Aufhebung / Entzug 
des elterlichen Aufenthaltsbestimmungsrechts betrifft; und es sei 
das elterliche Aufenthaltsbestimmungsrecht dem Beschwerdefüh-
rer zu belassen, unter Anordnung von begleitenden therapeuti-
schen Massnahmen. 

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7% MwSt) 
zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 

 prozessuale Anträge: 
 Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung 

sowie in der Person des Unterzeichneten ein unentgeltlicher 
Rechtsbeistand zu gewähren." 

Die Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde wurde zu-

nächst nicht verlangt (siehe indes unter E. I./2.4.), weshalb das elterliche Aufent-

haltsbestimmungsrecht für die Dauer des Verfahrens entzogen blieb.  

2.3. Es wurden in Anwendung von §§ 65 und 67 EG KESR die Akten des Be-

zirksrates und der KESB beigezogen (act. 8/1-102, act. 9/182A-440). Am Oberge-

richt ist, wie bereits erwähnt, auch das Verfahren über die Ausgestaltung des 

Kontaktes von D._____ und E._____, die beim Vater leben, zu ihrer Mutter hängig 

(Prozess Nr. PQ180046). Die Vorakten, insbesondere die Akten des Verfahrens 

vor der KESB, sind teilweise in jenes Verfahren beigezogen worden. Die Parteien, 

die Kindesvertreterin und die Beiständin haben Kenntnis vom Inhalt jenes Verfah-

rens (Prozess Nr. PQ180046) und dessen Stand.  

- 13 - 

2.4. Auf Ersuchen des Gerichts reichte die Beiständin von C._____, G._____, mit 

Eingabe vom 4. September 2018 das Protokoll der Standortbestimmung für 

C._____ vom 7. August 2018 (act. 14/1) und den Bericht der pädagogischen Lei-

terin und des Perspektivencoach des Jugendheims Q._____ an die KESB Diels-

dorf vom 24. August 2018 (act. 14/2) ein. Mit Verfügung vom 21. September 2018 

wurde den Eltern und der Kindesvertreterin Frist zur freigestellten Stellungnahme 

angesetzt (act. 15). Die Parteien und die Kindesvertreterin nahmen mit Eingaben 

vom 1. Oktober 2018 (act. 19 [Beschwerdeführer]), vom 4. Oktober 2018 (act. 21 

[Kindesvertreterin]) und vom 9. Oktober 2018 (act. 24 [Beschwerdegegnerin]) 

Stellung. Die Eingaben wurden je der Gegenseite bzw. der Kindesvertreterin zur 

Wahrung des rechtlichen Gehörs zugestellt (act. 25/1-3).  

Am 2. Oktober 2018 setzte sich C._____ mit dem Vorsitzenden telefonisch in 

Verbindung und schilderte ihre schwierige Lage. Sie gab an, dass sie an einem 

unbekannten, aber sicheren Ort sei. Im Heim fühle sie sich schlecht, das Heim 

habe auf einen (vermutlich appellativen) Suizidversuch nicht reagiert. Sie habe ih-

rem Vater gesagt, sie komme zu ihm zurück, wolle aber die Mutter einmal pro 

Woche sehen, was der Vater aber nicht akzeptiert habe. Sie sei polizeilich ausge-

schrieben, weshalb sie nicht nach K._____ könne, um sich etwa für ein Praktikum 

vorzustellen (act. 23).  

Mit Eingabe vom 19. Oktober 2018, hierorts am 22. Oktober 2018 eingegangen, 

stellte der Beschwerdeführer die prozessualen Anträge, es sei dem Beschwerde-

führer sofort im Sinne einer superprovisorischen Massnahme das elterliche Auf-

enthaltsbestimmungsrecht für C._____ zu erteilen, und es sei im Rahmen von 

vorsorglichen Massnahmen für die Dauer des Beschwerdeverfahrens dem Be-

schwerdeführer das elterliche Aufenthaltsbestimmungsrecht für C._____ zu ertei-

len (act. 27 S. 2). Am 23. Oktober 2018 setzte sich C._____ telefonisch mit der 

Referentin in Kontakt und teilte mit, dass sie inzwischen von der Polizei aufgegrif-

fen worden sei und wieder im Q._____ sei. Es sei ihr wichtig mitzuteilen, dass sie 

nicht so lange auf Kurve gewesen, sondern entführt worden sei. Sie könne nicht 

mehr zum Vater zurück, aber auch nicht im Q._____ bleiben. Man glaube ihr 

nicht, man nehme sie hier nicht ernst. Sie wolle nach K._____ zu ihrer Mutter und 

- 14 - 

während des Tages in einer Klinik in W._____ sein (act. 29). Den Parteien und 

der Kindesvertreterin wurde (auch) die Notiz über das Telefon vom 23. Oktober 

2018 zur Kenntnisnahme zugestellt (act. 30 S. 4, act. 31/1-3). Der Antrag des Be-

schwerdeführers, es sei ihm superprovisorisch das elterliche Aufenthaltsbestim-

mungsrecht zu erteilen, wurde mit Verfügung vom 24. Oktober 2018 abgewiesen 

(act. 30). Der Antrag des Beschwerdeführers vom 19. Oktober 2018 (act. 27 S. 2) 

auf Erlass vorsorglicher Massnahmen wird mit dem Entscheid von heute gegen-

standslos.  

Der Prozess ist spruchreif. Der Beschwerdegegnerin und der Kindesvertreterin ist 

noch ein Doppel bzw. eine Kopie von act. 2, act. 27 und act. 28/16 zuzustellen.  

II. 

1.1. Ist das Wohl eines Kindes gefährdet, und sorgen die Eltern nicht von sich 

aus für Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindes- und Erwach-

senenschutzbehörde die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes 

(Art. 307 Abs. 1 ZGB). Kann das Kind in der elterlichen Obhut nicht so geschützt 

und gefördert werden, wie es für seine körperliche, geistige und sittliche Entfal-

tung nötig wäre, so hat die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde es den El-

tern wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 1 

ZGB). Muss das Kind in einer geschlossenen Einrichtung oder in einer psychiatri-

schen Klinik untergebracht werden, so sind die Bestimmungen des Erwachsenen-

schutzes über die fürsorgerische Unterbringung sinngemäss anwendbar 

(Art. 314b Abs. 1 ZGB). Massgebend sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der Ent-

ziehung (BGer 5C.258/2006, Urteil vom 22. Dezember 2006, E. 2.1.).  

1.2. Das Q._____, auch dessen halboffene Abteilung, ist als Einrichtung im wei-

ten Sinn der gesetzlichen Bestimmungen und der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung zu qualifizieren (vgl. BGE 121 III 306 f.; Regeste: "Der Begriff der Anstalt 
[heute: Einrichtung] ist in einem sehr weiten Sinn zu verstehen. Nicht nur geschlossene 

Anstalten zählen dazu, sondern alle Institutionen, welche die Bewegungsfreiheit der be-

troffenen Personen aufgrund der Betreuung und Überwachung spürbar einschränken. Ein 

Kinderheim, in dem die untergebrachten Kinder einer stärkeren Freiheitsbeschränkung 

- 15 - 

unterworfen sind als ihre ein einer Familie aufwachsenden Altersgenossen, ist als Anstalt 

zu qualifizieren".). Von Notfällen abgesehen, muss im Zeitpunkt der Anordnung der 

Aufhebung der elterlichen Obhut der Ort, bei fürsorgerischen Unterbringung die 

Einrichtung, für die Unterbringung feststehen. Die Aufhebung der elterlichen Ob-

hut i.S.v. Art. 310 ZGB erfolgt somit in der Regel im Hinblick auf die Unterbrin-

gung in einer Einrichtung. Die Behörde hat im Hinblick auf die Unterbringung zu 

prüfen, ob die Aufhebung der elterlichen Obhut i.S.v. Art. 310 ZGB als auch die 

fürsorgerische Unterbringung gerechtfertigt ist. Bei Anfechtung sowohl der Kin-

desschutzmassnahme des Obhutsentzuges als auch der fürsorgerischen Unter-

bringung an sich erscheint es praktisch zwingend, dass beide Massnahmen von 

der gleichen Rechtsmittelinstanz zu beurteilen sind (M. LUSTENBERGER, Die für-

sorgerische Freiheitsentziehung bei Unmündigen unter elterlicher Gewalt, Frei-

burg 1987, S. 159).  

Deshalb sind sowohl der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts als auch die 

Unterbringung in einer Einrichtung in ein und demselben Prozess zu beurteilen 

und es gelten die Verfahrensvorschriften der Art. 426 ff. ZGB über die fürsorgeri-

sche Unterbringung (grundlegend BGer 5C.84/2001, Urteil vom 7. Mai 2001, 

E. 1a).  

1.3. Unter welchen materiellen Voraussetzungen ein Kind in einer Einrichtung 

bzw. Institution untergebracht werden darf, richtet sich jedoch nach den Bestim-

mungen über den Kindesschutz. Erforderlich ist demnach eine Gefährdung des 

Kindeswohls, die darin liegt, dass das Kind unter elterlicher Obhut nicht in der für 

seine körperliche, geistige und sittliche Entfaltung notwendigen Weise geschützt 

und gefördert wird. Die Ursachen der Gefährdung spielen keine Rolle, ebenso 

wenig kommt es darauf an, ob die Eltern ein Verschulden trifft (BGer 

5C.258/2006, Urteil vom 22. Dezember 2006, E. 2.1). Anders als bei Erwachse-

nen (dazu Art. 426 ZGB) wird bei Kindern nicht vorausgesetzt, dass bereits ein 

schwerwiegender Schwächezustand eingetreten ist, die blosse spezifisch kindes-

rechtliche Gefährdungslage reicht aus (BGer 5C. 302/2001, Urteil vom 15. Januar 

2002; M. LUSTENBERGER, Die fürsorgerische Freiheitsentziehung bei Unmündigen 

unter elterlicher Gewalt, Freiburg 1987, S. 37).  

- 16 - 

1.4. Zentral für die gerichtliche Beurteilung einer fürsorgerischen Unterbringung 

ist der Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Die Einweisung eines Kindes in eine 

Einrichtung ist nur dann rechtens, wenn sie als taugliches Mittel erscheint, um die 

Gefährdung des Kindeswohls abzuwenden, und wenn dieser nicht "anders" 

(Art. 310 Abs. 1 ZGB), das heisst mit weniger einschneidenden Massnahmen be-

gegnet werden kann. 

1.5.1. Diese Ausführungen (E. II./1.1.-1.4.) vorangestellt, rechtfertigen sich für das 

Verfahren folgende Bemerkungen: Die unter E. II./1.2. zitierte Rechtsprechung 

(und Literatur) statuiert das Gebot der Vermeidung der Rechtswegspaltung. Sie 

erging vor dem 1. Januar 2011 (Inkrafttreten der eidgenössischen Zivilprozessor-

dung) bzw. 1. Januar 2013 (Inkrafttreten des Kindes- und Erwachsenenschutzge-

setzes). Damals galt die richterliche Überprüfung (von Bundesrechts wegen) ein-

zig für die fürsorgerische Unterbringung (früher: fürsorgerische Freiheitsentzie-

hung), weshalb die Vormundschaftsbeschwerde, die gegen die Anordnung der 

Aufhebung der elterlichen Obhut zu richten gewesen wäre, durch den spezielleren 

Instanzenzug ausgeschlossen war (BGer 5C.84/2001, Urteil vom 7. Mai 2001, 

E. 1a). Da die getrennte Überprüfung der Massnahmen unzulässig war (und ist), 

erfolgte eine Kompetenzattraktion zugunsten des Richters nach aArt. 314a ZGB 

i.V.m. aArt. 397d ZGB. Gemäss dem seit 1. Januar 2013 geltenden Kindes- und 

Erwachsenenschutzrecht hat das kantonale Recht zwingend ein Gericht zu be-

zeichnen, das Beschwerden gegen Entscheide der KESB zu beurteilen hat. Von 

Bundesrecht wegen ist eine einzige gerichtliche Beschwerdeinstanz hinreichend. 

Nachdem die seit 1. Januar 2013 geltende Rechtsordnung eine Überprüfung der 

Anordnungen der KESB durch zwei gerichtliche Instanzen vorsieht (Art. 63 f. EG 

KESR; zum Bezirksrat als Gericht im materiellen Sinn: BGer 5C 2/2017, Urteil 

vom 17. Dezember 2013; BGer 5C 1/2012, Urteil vom 18. Januar 2013), ist eine 

Kompetenzattraktion auch beim Bezirksrat als erste gerichtliche Beschwer-

deinstanz möglich. Eine Kompetenzattraktion beim Bezirksrat bei Obhutsentzug 

verbunden mit einer Einweisung erscheint sinnvoll, weil der Bezirksrat erste Be-

schwerdeinstanz in Kindesschutzangelegenheiten ist und somit dem Sachgebiet 

näher als das gemäss § 62 Abs. 1 EG KESR (i.V.m. § 30 GOG) für fürsorgerische 

Unterbringungen zuständige Einzelgericht. In diesem Sinne ist die Belehrung des 

- 17 - 

Rechtsmittels an den Bezirksrat durch die KESB im Entscheid vom 7. März 2017 

korrekt (KESB-act. 112/1 S. 8 [=act. 4/3] Dispo. Ziff. 9). Beim Entscheid der KESB 

vom 3. Mai 2017, der auch Anfechtungsgegenstand ist, stellt sich die Frage einer 

Kompetenzattraktion im Übrigen nicht. Die KESB hatte das Aufenthaltsbestim-

mungsrecht mit dem Entscheid vom 7. März 2017 bereits entzogen und die mit 

Entscheid vom 3. Mai 2017 verfügte vorsorgliche Platzierung von C._____ bei der 

Mutter stellt selbstredend keine Beschränkung der Freiheit von C._____ im Ver-

hältnis zu ihren Altersgenossen dar (was den Begriff der Einrichtung definiert; E. 

II/1.2.), weshalb kein Obhutsentzug als fürsorgerische Unterbringung zur Debatte 

stand.  

Die KESB hätte deshalb im Entscheid vom 1. März 2018 (KESB-act. 364/1) ge-

gen die fürsorgerische Unterbringung im Q.____ den Bezirksrat als Rechtsmitte-

linstanz belehren bzw. das Einzelgericht Dielsdorf das Verfahren FF180001, in 

welchem es den Unterbringungsentscheid der KESB vom 1. März 2018 überprüf-

te, an den Bezirksrat überweisen können bzw. der Bezirksrat hätte es an sich 

nehmen können (KESB-act. 407). 

1.5.2. Wegnahme des Kindes heisst auch Festlegung des Ortes, wo das Kind in 

angemessener Weise untergebracht wird (E. II./1.2.). Die aktuellen Ereignisse 

haben, wie bereits erwähnt, die Platzierung im L._____ und bei der Mutter über-

holt. C._____ wurde per 1. März 2018 im Q._____ platziert. Der Bezirksrat über-

liess die Prüfung der Eignung und Tauglichkeit der Institution der KESB bzw. dem 

Einzelgericht Dielsdorf (E. I./2.1.). Der Einzelrichter am Bezirksgericht Dielsdorf 

überprüfte die Zulässigkeit der Einweisung von C._____ und erachtete die von 

der KESB angeordnete Unterbringung von C._____ in der halbgeschlossenen Ab-

teilung des Q._____ mit Urteil vom 3. Mai 2018 als zulässig (KESB-act. 407; 

E. I./1.5.2.f und E. I./2.1.). Dieser Entscheid wurde nicht angefochten. Die Dauer 

einer behördlich angeordneten fürsorgerischen Unterbringung muss nach sechs 

Monaten nach Beginn der Unterbringung überprüft werden (Art. 431 Abs. 1 ZGB 

i.V.m. § 29 Abs. 1 EG KESR). Es steht damit eine Überprüfung des Unterbrin-

gungsentscheides durch die KESB an. Die Einwände gegen die Unterbringung im 

Q._____ sind in diesem Verfahren anzubringen. Heute geht es einzig darum, den 

- 18 - 

Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts in Bezug auf die Einweisung in das 

Q._____ am 1. März 2018 zu überprüfen.  

2.1. Das Obergericht sieht angesichts dessen, dass C._____ für das Gericht vom 

4. September bis 23. Oktober 2018 unauffindbar war und das Verfahren aufgrund 

seiner Natur voranzutreiben ist, von einer persönlichen Anhörung ab (act. 24 S. 3 

oben, act. 29). Freies Geleit für eine Anhörung zu gewähren, wie es der Vertreter 

der Mutter vorschlug (act. 24 S. 3), erschien vorliegend nicht angebracht und an-

gemessen. Die 14 ½-jährige C._____ muss in eine geordnete Struktur zurück fin-

den. Sie besucht seit längerer Zeit keine Schule, ist in keinem Praktikum und 

kann auch nicht an regelmässigen Therapien teilnehmen. Die Wünsche von 

C._____ sind zu berücksichtigen, aber sie kann nicht die Bedingungen für eine 

Kooperation bzw. Anhörung diktieren. Immerhin konnte sich C._____ mit dem Ge-

richt in Verbindung setzen und ihre (verzweifelte) Lage schildern (act. 23, act. 29). 

C._____ wurde sodann mehrere Male von Fachpersonen der KESB angehört und 

hat mit Frau lic. iur. Z._____ eine Verfahrensvertreterin im Prozess, die ihre, 

C._____s, Meinung hinreichend und regelmässig kundtut. Sie, die Kindesvertrete-

rin, steht in engem Kontakt mit C._____. Den Persönlichkeitsrechten von C._____ 

ist Rechnung getragen.  

2.2. Es ergeben sich aus den Akten die Wünsche von C._____. Es ist unbestrit-

ten, dass C._____ nach wie vor sagt, dass sie nicht zu ihrem Vater zurück möchte 

(act. 19 S. 3 unten, act. 29). C._____ möchte bei ihrer Mutter leben. Die Mutter ist 

laut der Kindesvertreterin bereit, die Tochter in K._____ bei sich aufzunehmen un-

ter der Bedingung, dass sie und C._____ durch eine "Multisystemische Therapie" 

durch die UPK K._____ begleitet werden (act. 22 S. 4). Falls sie, C._____, nicht 

zur Mutter zurück könne, will sie zum Vater, weil es beim Vater immer noch bes-

ser sei als im Q._____ (act. 21 S. 3 oben). Falls die Rückkehr zu keinem Elternteil 

möglich sei, wäre C._____ bereit, in ein Heim in K._____ (V._____ K._____, 

Schulheim AA._____, Sonderschulheim AB._____) oder in eine Pflegefamilie ein-

zutreten. Im V._____ K._____ wolle sie jedoch in die offene Abteilung eintreten. 

Ohnehin möchte und könne sie eine Praktikumsstelle als Kinderbetreuerin antre-

ten, sie habe jedoch Angst nach draussen zu gehen, weil sie ausgeschrieben sei 

- 19 - 

(act. 21 S. 3). Am 23. Oktober 2018 teilte C._____ dem Gericht mit, sie könne 

nicht mehr zum Vater zurück. Sie brauche professionelle Hilfe und wolle in eine 

Tagesklinik in der Nähe von K._____, um bei der Mutter übernachten zu können 

(act. 29).  

3.1. Die Vorinstanzen sehen das Wohl von C._____ im Haushalt des Vaters vor 

allem deshalb gefährdet, weil C._____ sowohl in ihrem sozialen Verhalten als 

auch in schulischen Belangen massive Probleme habe, und - unter Hinweis auf 

das laufende Strafverfahren - davon auszugehen sei, dass der Vater C._____ 

schlage, auch wenn darüber widersprüchliche Aussagen bestünden. C._____ ha-

be jedenfalls beim Vater keine kindswohlgerechte Stabilität und sie wolle nicht zu 

ihrem Vater gehen (act. 7 S. 21, KESB-act. S. 5 unten).  

3.2. Der Vater wirft den Vorinstanzen vor, sie hätten den Sachverhalt nicht voll-

umfänglich abgeklärt und Art. 310 ZGB falsch angewendet (act. 2 S. 4). Es werde 

lediglich eine Kindswohlgefährdung angeführt, die vom Vater ausgehen soll, eine 

andere Kindswohlgefährdung werde nie thematisiert (act. 2 S. 5 oben). Die Vor-

instanzen hätten die Aussagen von C._____ jedoch unkritisch übernommen. Die 

Aussagen von C._____ seien übertrieben (act. 2 S. 5 unten f.), einseitig, unaus-

gewogen (act. 2 S. 6 oben) und manipulativ (act. 2 S. 8). Es gehe beim Verhalten 

von C._____ allein um die Durchsetzung ihres Willens. Würde eine latente oder 

konkrete Kindswohlgefährdung bestehen, hätte die KESB im Juli 2017 nicht ent-

schieden, dass C._____ mit ihrem Vater und der Familie nach Mazedonien in die 

Ferien fahren dürfe (KESB-act. 216; act. 2 S. 5 [die Ferien fanden dann aber, so-

weit ersichtlich, nicht statt]). C._____ brauche Hilfe. Sie befinde sich in einer Kri-

se, die mannigfaltige Ursachen habe und näherer Abklärung bedürfe (act. 2 S. 9). 

Eine Fremdplatzierung funktioniere nicht. Zurück in der Obhut des Vaters sei 

C._____ mit begleitenden therapeutischen Massnahmen, wie psychologisch-

psychiatrische Behandlung, schulische Nachhilfe, Elternbegleitung, Familienme-

diation, Familientherapie zu helfen (act. 2 S. 9). Überdies habe sich ein Gutachten 

einlässlich über die Situation von C._____ zu äussern, bevor das elterliche Auf-

enthaltsbestimmungsrecht entzogen werde (act. 2 S. 9 unten). Das in den Akten 

liegende Gutachten (KESB-act. 389) sei mit Zurückhaltung entgegen zu nehmen, 

- 20 - 

es sei sehr kurz gehalten und beruhe lediglich auf einem einstündigen Gespräch 

mit C._____ und den Akten (act. 2 S. 10). Wäre C._____ beim Vater geblieben, 

wäre die Situation nicht ausgeartet. Die Strenge der Erziehung des Vaters sei im 

Gegenteil nützlich und sinnvoll gewesen, um C._____ Leitlinien zu setzen (act. 2 

S. 11). Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass C._____ reifer und älter gewor-

den sei. Sie wisse sich nun zu wehren. C._____ selbst habe ja gegenüber der 

Lehrerin in H._____ am 25. August 2017 gesagt, sie habe keine Angst vor dem 

Vater, weil sie einen Pfefferspray und einen Taser habe, womit sie sich sofort 

wehren könne (act. 2 S. 12, KESB-act. 286 S. 2 unten).  

4.1. Was die schulischen Leistungen betrifft, kann in den Akten gelesen werden, 

dass C._____ in H._____ bis zur 6. Klasse (Schuljahr 2016/2017) in die Schule 

ging, bevor sie im Februar 2017 im Heim L._____, und dann im Mai 2017 in einer 

Pflegefamilie in der Innerschweiz platziert wurde (act. 14/1 S. 5). In I._____ be-

suchte sie zunächst die Integrationsklasse, was wahrscheinlich in erster Linie mit 

den fehlenden Französischkenntnissen zu erklären ist. C._____ war dort eigenen 

Angaben zufolge eine sehr gute Schülerin (act. 29). C._____ trat dann in H._____ 

auf das neue Schuljahr 2017/2018 in die 1. Sekundarklasse ein, bevor sie dann 

wieder zur Mutter nach K._____ zog (KESB-act. 286). Eine definitiver Verbleib in 

der Regelklasse in K._____ (7. Klasse, Oberstufe) gelang nicht. Einem Bericht 

der Beiständin vom 17. Januar 2018 ist zu entnehmen, dass C._____ im Zeitraum 

Oktober 2017 bis Mitte Januar 2018 insgesamt 41 Tage in der Schule gefehlt hat-

te (KESB-act. 328 S. 3). Es waren schliesslich disziplinarische Gründe, und nicht 

Bedenken bezüglich der Leistungsfähigkeit, die den Ausschlag dafür gaben, 

C._____ in einem sehr engmaschigen Umfeld zu schulen und zu betreuen 

(Q._____).  

Es liegt eine schulpsychologische Abklärung der Primarschule H._____ für den 

Zeitraum von 18. Mai bis 25. Mai 2016 (5. Primarklasse) in den Akten, aber keine 

aktuelleren Lernberichte (KESB-act. 151a/3). Dem Bericht ist zu entnehmen, dass 

C._____ im Textverständnis und in Mathematik Defizite aufweist. Aus den Formu-

lierungen im Abklärungsbericht ist zu schliessen, dass C._____ mit Hilfe der 

Lehrpersonen und viel Repetition mathematische Aufgaben lösen kann und die 

- 21 - 

Note 4 (und mehr), vor allem in Lesen, in Reichweite ist (KESB-act. 151a/3 S. 3). 

Der Bericht der Universitären Psychiatrischen Kliniken K._____ vom 29. Januar 

2018 (KESB-act. 359/1), das (Kurz-)Gutachten von Dr. med. AC._____ vom 26. 

März 2018 (KESB-act. 389), der Verlaufsbericht der pädagogischen Leiterin des 

Q._____ vom 24. August 2018 und die Beobachtungen der Klassenlehrerin Se-

kundarschule H._____ von September 2017 (KESB-act. 286) lassen ebenfalls 

den Schluss zu, dass C._____ geistige Fähigkeiten in der durchschnittlichen 

Bandbreite hat. Ist C._____ an den Lernstoff herangeführt, kann und will sie 

gleich gelagerte Aufgaben lösen.  

Die Einschätzung einer durchschnittlich geistig begabten, wenn manchmal auch 

etwas labilen (KESB-act. 389 S. 2 oben), jungen Person wird zudem dadurch ge-

stützt, dass C._____ die ersten sechs Jahre der Primarschule ohne Repetition 

meistern konnte (vgl. act. 14/1 S. 5). Im Q._____ nahm C._____ ab dem 22. Mai 

2018 am Unterricht in der Regelklasse teil (act. 14/1 S. 5). Es kann der Schluss 

gezogen werden, dass C._____ bei günstigen Rahmenbedingungen in der Lage 

ist, die Leistungsanforderungen der Volksschule (und damit später auch diejeni-

gen einer [An-]Lehre) zu erfüllen.  

4.2. Die schulischen (und sozialen) Schwierigkeiten stehen in Zusammenhang mit 

dem Verhalten von C._____.  

Der Gutachter Dr. med. AC._____, welchen das Bezirksgericht Dielsdorf im Zu-

sammenhang mit der Überprüfung des Entscheides der KESB vom 1. März 2018 

über die fürsorgerische Unterbringung beizog (E. I./1.5.2.f), diagnostizierte am 

26. März 2018 keine psychische Störung von Krankheitswert (KESB-act. 389 S. 2 

oben). Dieser Befund lässt sich nicht mit dem rund zwei Monate zuvor erstatteten 

Abschlussbericht der UPK K._____ (KESB-act. 359/1) in Übereinstimmung brin-

gen, welcher auf einer gründlicheren Anamnese beruht und der C._____ eine 

nicht näher bezeichnete Persönlichkeitsstörung und eine Störung des Sozialver-

haltens mit oppositionellem Verhalten diagnostizierte. Mit elf Jahren begann 

C._____ Nikotin und 2 bis 3 Joints pro Tag zu rauchen und zum Stressabbau ritzt 

sich C._____ manchmal oberflächlich. Seit Jahren ist C._____ täglich mehrere 

- 22 - 

Stunden am Handy oder vor dem Fernseher (KESB-act. 359/1 S. 3). Ein Onkel fi-

nanziert C._____ Verhütungsmittel (act. 14/2 S. 2 oben). 

Es wird in den Berichten der UPK K._____, von Dr. med. AC._____, den Lehrper-

sonen, der Beiständin und der Kindesvertreterin betont, dass für eine positive 

Entwicklung von C._____ klare, enge und verlässliche Strukturen unabdingbar 

sind. C._____ lässt sich ablenken von allen möglichen Sachen, die sie mitbe-

kommt oder die sie belasten (KESB-act. 151a/3 S. 3 unten). Die weiter oben dar-

gestellte Abfolge der Ereignisse (E.I./1.5.1.) und die Häufigkeit der disziplinari-

schen Vorfälle bestätigen die Einschätzung der pädagogischen Leiterin des 

Q._____, dass sich C._____ durch Flucht im Verbalen wie im Physischen den 

Herausforderungen, die an sie gestellt werden, zu entziehen versucht (act. 14/2 

S. 4). Ihre Verzweiflung wird dadurch nur grösser.  

Der Einwand des Beschwerdeführers trifft zu, dass kein kinderpsychiatrisches 

Gutachten vorliegt (act. 2 S. 10). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

kann auf den Beizug eines Sachverständigen verzichtet werden, wo milieu- und 

entwicklungsbedingte Schwierigkeiten des Kindes im Vordergrund stehen 

(BGE 131 III 409, E. 4.3., S. 410; BGer 5C.294/2005, E. 4.1.). Die Einholung ei-

nes fachärztlichen und damit kinderpsychiatrischen Gutachtens ist deshalb nur 

dann zwingend, wenn eine psychische Störung gemäss Art. 426 ZGB, und somit 

eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik zur Diskussion steht. Das Gericht 

sieht die soziale Beeinträchtigung von C._____, die Disharmonie in der Familie 

und die für C._____ fast nicht zu ertragenden Verlustängste als zentralen Grund 

ihrer Auffälligkeiten (vgl. auch KESB-act. 359/1 S. 4, Abschlussbericht UPK). 

Auch die von der UPK gestellten Diagnosen nach MAS (multiaxialem Klassifikati-

onssystem), Persönlichkeitsstörung nicht näher bezeichnet (F60.9), Störung des 

Sozialverhaltens mit oppositionellem, aufsässigen Verhalten (F91.3), mit Schul-

absenzen, psychische Verhaltensstörungen durch Alkohol, schädlicher Gebrauch 

(F10.1), psychiatrische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide, schädli-

cher Gebrauch (F12.1) stellen in diesem Sinn noch keine derart schwere psychi-

atrische Krankheit dar, die zwingend eines fachärztlichen Gutachtens für eine 

Heimeinweisung bedarf. Es liegen deshalb mit den ärztlichen Einschätzungen und 

- 23 - 

den Berichten der Fach- und Lehrpersonen genügende Abklärungen für eine 

Heimeinweisung vor.  

4.3.1. Aus den schulischen Schwierigkeiten ist auf eine Gefährdung des Wohls 

von C._____ zu schliessen, weil C._____s Leistungen hinter dem zurückbleiben, 

was im Hinblick auf ihre Stärken unter günstigen Bedingungen möglich wäre. Bei 

der Würdigung der Schilderung ist zu berücksichtigen, dass C._____ seit mindes-

tens der 5. Primarklasse durch Integrative Förderung und Hausaufgabenhilfe un-

terstützt und damit individueller betreut wird. C._____ zeigte aber trotzdem auch 

in diesem Umfeld ein auffälliges Verhalten. Dem Bericht des schulpsychologi-

schen Dienstes der Primarschule H._____ von Mai 2016 lassen sich disziplinari-

sche Vorfälle für die 5. Primarklasse entnehmen (KESB-act. 151a/3).  

4.3.2. Die Situation im Haushalt der Familie A._____B.______ ist seit mindestens 

2012 angespannt und seit 2014 stark belastet (KESB-act. 33), von häuslicher 

Gewalt durch den Beschwerdeführer gegen Frau und Kinder und von monatelan-

gen Abwesenheiten der Beschwerdegegnerin geprägt (KESB-act. 1, act. 8, act. 

33). Die Leitung Sozialabteilung, H._____, meldete im Oktober 2013, dass der 

Beschwerdeführer Krankenkassenprämien, Arztrechnungen und Selbstbehalte 

seit Jahren nicht mehr bezahlt, der Beschwerdeführer habe unzählige Einträge 

(u.a. beim Betreibungsamt, beim Steueramt) und es werde aktuell (2013) gegen 

den Beschwerdeführer wegen Betrug etc. ermittelt (KESB-act. 5).  

Bereits im Jahre 2012 klärte das Jugendsekretariat Bezirke F._____ und P._____ 

auf zwei Gefährdungsmeldungen hin die familiäre Situation ab. Der Beschwerde-

führer wird als sehr abweisend und anmassend beschrieben, die Beschwerde-

gegnerin als interessiert, aber dann wieder als monatelang abwesend (KESB-

act. 8 S. 4). Die Mutter sprach sich im Jahre 2013 gegenüber Verantwortlichen 

der KESB dahingehend aus, dass sie von ihrem Mann manipuliert und isoliert 

werde (KESB-act. 10/1). Bei der Trennung im März 2013 musste sie eigenen An-

gaben zufolge aufgrund des auf ihr lastenden Druckes die Kinder beim Vater zu-

rücklassen (KESB-act. 19/1, act. 19/2, act. 33 S. 5 oben). Es sei derzeit die beste 

Lösung, wenn die Kinder beim Vater bleiben würden; sie sei selbst in Heimen 

aufgewachsen und möchte das den Kindern ersparen (KESB-act. 33 S. 5). Das 

- 24 - 

kjz H._____ sah im Mai 2014 das auch so (KESB-act. 33), machte aber gleichzei-

tig auf den Förder- und Unterstützungsbedarf des Vaters aufmerksam (KESB-

act. 33 S. 5 ff.).  

4.3.3. Der Kontakt der Kinder zur Mutter via Facebook und Telefon wurde im Fol-

genden vom Vater kontrolliert bzw. missbilligt (KESB- act 16 S. 1 unten, act. 40, 

act. 83). Der Vater gab zu, dass er nach der Trennung einen Privatdetektiv beauf-

tragt habe, um zu wissen, was (bei der Mutter) laufe (KESB-act. 19/2 S. 6). Im Ap-

ril 2015 hielt C._____ gegenüber der KESB fest, sie wolle ihre Mutter lieber nicht 

sehen, sie habe kein Gefühl dazu, sie könne nicht sagen, warum sie das nicht 

möchte (KESB-act. 59 S. 3).  

Es konnten trotzdem Kontakte bewerkstelligt werden. Die Termine im Besuchs-

treff nahm die Mutter zuverlässig und regelmässig wahr (vgl. bspw. KESB-act. 68 

- act. 70), weshalb der Mutter und den Kindern erlaubt wurde, das BBT stunden-

weise zu verlassen. Die Beiständin hielt im Spätsommer 2016 fest, die Besuche 

würden nun seit einem Jahr gut verlaufen, die Mutter sei im Umgang mit den Kin-

dern sehr zuverlässig, die Rückmeldungen seien positiv, die Mutter habe noch nie 

ein schlechtes Wort über den Vater gesagt, es spreche nichts gegen ein Regel-

besuchsrecht. Die Beiständin stellte entsprechend Antrag bei der KESB (KESB-

act. 70, act. 73, act. 76/1-2). Der Beschwerdeführer hat sich im Folgenden konse-

quent gegen die Festlegung eines minimalen Regelbesuchsrecht (vierzehntäglich, 

mit Übernachten) gewehrt (vgl. bspw. KESB- act. 83, act. 103 S. 4). Es kam zum 

Konflikt zwischen den Kindern, die Wochenendbesuche bei der Mutter wünschten 

(bspw. KESB-act. 103-act. 105), und dem Vater, der sich dagegen auflehnte 

(KESB-act. 84). Die Beiständin hielt am 19. Januar 2017 gegenüber der Verfah-

rensleitung der KESB fest, C._____ habe sich stabilisiert, seit sie wieder Kontakt 

zur Mutter habe; für alle drei Kinder sei der Kontakt zur Mutter sehr wichtig 

(KESB-act. 84, act. 85, act. 86A). Ergebnis der fehlenden Bindungstoleranz des 

Vaters ist ein hoch strittiges, ambivalentes und belastetes Verhältnis von C._____ 

zum Vater (bspw. act. 4/6 [Briefe von C._____]). An der Einstellung des Be-

schwerdeführers, den Kindern keinen normalen Kontakt mit der Mutter zu ermög-

- 25 - 

lichen, hat sich bis heute nichts geändert (bspw. act. 21 S. 3, act. 23; KESB-

act. 83, act. 84).  

4.3.4. Vor diesem Hintergrund lässt sich entgegen der Auffassung des Be-

schwerdeführers nichts daraus ableiten, dass C._____ (bislang) nicht dazu bereit 

war, ihren Vater in einer strafrechtlich verwertbaren Befragung zu belasten, und 

das Verfahren betreffend mehrfache Tätlichkeiten (häusliche Gewalt) und Dro-

hung zum Nachteil von C._____ mit Verfügung vom 1. Oktober 2018 der Staats-

anwaltschaft des Kantons Bern eingestellt wurde (act. 28/16). Zwei Mal konnte ei-

ne Befragung nicht stattfinden, weil C._____ am Tag zuvor aus dem Q._____ 

entwich. Der Verfahrensbeistand von C._____ im Strafverfahren gegen den Vater, 

lic. iur. AD._____, teilte mit Schreiben vom 30. August 2018 mit, dass er C._____ 

nicht zu Aussagen ermächtigen wird (act. 20/8). Der Druck eines strafrechtlichen 

Verfahrens gegen den eigenen Vater ist zu gross für C._____ (vgl. auch act. 

28/16 S. 3). Es liegt daher im wohlverstandenen Interesse von C._____, wenn der 

Verfahrensbeistand aus Gründen des Wohls von C._____ das Strafverfahren 

nicht fortsetzt (vgl. act. 20/8). Dies belegt aber entgegen der Ansicht des Be-

schwerdeführers noch nicht, dass sämtliche Vorwürfe von C._____ an ihren Vater 

frei erfunden sind (act. 2 S. 5 f., act. 19 S. 4 oben). Es ist der Loyalitätskonflikt, 

welcher C._____ an die Grenze ihrer Kräfte bringt (KESB-act. 105, act.106 S. 2; 

[so auch die Staatsanwaltschaft Bern in der Einstellungsverfügung vom 1. Okto-

ber 2018, act. 28/16]).  

4.4. Die obigen Schilderungen zusammenfassend, legte C._____ sowohl in der 

Obhut des Vaters wie auch in der Obhut der Mutter trotz einer relativ engmaschi-

gen Betreuung durch ihre Beiständin und trotz Unterstützung in den Schulen ein 

zunehmend auffälliges und besorgniserregendes Verhalten (act. 29) an den Tag, 

welches ihrem schulischen und persönlichen Fortkommen in hohem Masse ab-

träglich ist. C._____ ist in der Obhut des Vaters bereits aufgrund seines anhaltend 

fehlenden Willens, den Kontakt von C._____ zur Mutter zuzulassen, gefährdet. 

Eine Rückkehr zum Vater wäre für C._____ kurzfristig betrachtet das kleinere 

Übel ["lieber zum Vater als im Q._____"], kommt aber auch für sie nicht in Frage. 

Die Beschwerdegegnerin, die Kindesvertreterin und die Beiständin empfehlen 

- 26 - 

keine Rückkehr zum Vater. Wenn die Vorinstanzen beim Verbleib von C._____ 

beim Vater auf eine Gefährdung des Kindswohls schliessen, ist dies nicht zu be-

anstanden.  

5.1. Es hat sich gezeigt, dass sich die Einweisung in das Q._____ positiv auf 

C._____ und ihr schulisches Schaffen ausgewirkt hat. C._____ lernt, sich dank 

Ausdauer und Konzentration, an neuen Schulstoff heranzuwagen und ihre Kräfte 

einzuteilen (act. 14/2 S. 5). Hat sie einen Lösungsweg verstanden, ist C._____ 

motiviert, weitere Aufgaben zu lösen. Die pädagogische Leiterin und der Perspek-

tivencoach würdigen das Engagement und das Interesse von C._____ in der 

Schule als sehr erfreulich (act. 14/2 S. 7 unten). Die von der Schulleiterin erwähn-

ten zeitintensiven und unnötigen Diskussionen über andere als die vorbereiteten 

Lerninhalte stehen möglicherweise in Zusammenhang mit der von der UPK diag-

nostizierten Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem Verhalten 

(E. II./4.2). C._____ soll im Q._____ geholfen werden, wieder Vertrauen in sich 

selbst und die Mitmenschen gewinnen zu können, um so alte und schädliche Ver-

haltensmuster reflektieren zu können. Aufgrund ihres tiefen Selbstwertgefühls mit 

einhergehenden Kompensationshandlungen hat sie Mühe, sich in der Gruppe 

Gleichaltriger einzureihen. In einer eins zu eins Begleitung kann C._____ persön-

liche und tiefgreifende Gespräche führen (act. 14/1 S. 5 oben). Obwohl Ge-

sprächssitzungen regelmässig haben stattfinden können, greift C._____ aber of-

fenbar immer noch auf selbstverletzendes Verhalten zurück in ihrer Not und ihrem 

Bedürfnis, ihr Leiden mitzuteilen (act. 14/2 S. 7 oben). C._____ hat Pläne für eine 

(An-)Lehre, bspw. als Kinderbetreuerin, und es ist unbestritten, dass sie sich 

durch Mitgefühl, Einfühlungsvermögen und Hilfsbereitschaft auszeichnet 

(act. 14/1 S. 5). Der Leiter betriebliche Angebote im Q._____ berichtete, dass 

C._____ jeweils motiviert in die verschiedene Betriebe Einblick nahm, sie relevan-

te Fragen stellte und hohe Ansprüche hat, was die Qualität ihrer Arbeit betrifft; 

C._____ bewerte ihre Arbeit schlechter als sie in Wirklichkeit sei (act. 14/1 S. 6).  

Insgesamt ist von einer Stabilisierung von C._____ auszugehen. Es kam aller-

dings zu Fluchten und C._____ hielt sich im September/Oktober 2018 während 

rund 1 ½  Monaten an unbekannten Orten auf.  

- 27 - 

5.2. Die Einweisung in ein Heim und der damit einhergehende Obhutsentzug er-

scheinen somit grundsätzlich als taugliche Massnahme, um der dargestellten Ge-

fährdung des Wohls von C._____ zu begegnen (E. II./2.-5.). Es ist nachfolgend 

auf die Frage der Erforderlichkeit des Obhutsentzuges einzugehen (E. II./6.). Da-

nach sind auf die Einwände einzugehen, die sich nicht gegen die Heimeinwei-

sung, sondern gegen die Einweisung in das Q._____ richten (E. II./7).  

6.1.  Wie oben (E. II/1.1.) ausgeführt, verlangt der Grundsatz der Verhältnismäs-

sigkeit, Heimeinweisungen nur dann vorzunehmen, wenn die Gefährdung des 

Kindeswohls nicht mit weniger einschneidenden Massnahmen begegnet werden 

kann (Art. 310 Abs. 1 ZGB). Zu denken ist vor allem, um die Argumentation des 

Beschwerdeführers aufzunehmen (zuletzt in act. 27 S. 4), an eine Kleinklasse für 

verhaltensauffällige Schülerinnen mit einhergehenden engmaschigen familiener-

gänzenden Massnahmen ("multisystemische Therapie") im Haushalt des Vaters. 

6.2.  Verhältnismässig ist der Entscheid der Vorinstanzen somit, wenn die in den 

Erwägungen II./2.-5. beschriebene Gefährdung von C._____ nicht mit einer Be-

schulung für verhaltensauffällige Schülerinnen in P._____ / Zürich in einer Tages-

schule begegnet werden könnte.  

6.3.  Leistungen und Verhalten von C._____ in der Sekundarschule H._____ (un-

ter der Obhut des Vaters, Beginn Schuljahr 2017/2018) und wenig später in 

K._____ (unter der Obhut der Mutter) sind als aktuellste Erfahrungen C._____s 

von Bedeutung (E. II./4.1.). Die Lehrperson in H._____ meldete Mitte September 

2017, C._____ habe (zu ergänzen: seit Mitte August 2017) höchstens vier Tage 

den Unterricht besucht, der Vater habe sie für die übrigen Tage per SMS von der 

Schule abgemeldet (KESB-act. 286 S. 3 oben). Die Schule gab der Beiständin 

G._____ die Rückmeldung, das Verhalten von C._____ sei als verheerend emp-

funden worden, das Mädchen habe eine Gossensprache, drohe anderen und sei 

schulisch sehr schwach. Die Eingliederung in eine Regelklasse wird als falscher 

Weg gesehen (KESB-act. 283; act. 286 S. 3). Gleichzeitig hielt die Schulverwal-

tung H._____ fest, dass es C._____ nicht gut geht und sie wenig Selbstbewusst-

sein hat (KESB-act. 286). Die Kindesvertreterin berichtete für diesen Zeitraum 

ebenfalls von einer völlig überforderten C._____, welche unbedingt psychologi-

- 28 - 

sche Unterstützung braucht (KESB-act. 264 S. 2). Zurück bei der Mutter in 

K._____ konnte C._____ schulisch auch nicht Fuss fassen. Die Beiständin berich-

tete, dass der Schulverlauf äusserst schwierig sei, C._____ habe die Prüfungen 

verweigert und sich rasch wieder mit den Schulkolleginnen angelegt und im Inter-

net intrigiert. Darauf hin habe sie die Schule mit dem Argument, sie werde ge-

plagt, längere Zeit geschwänzt. Dem Obergericht gegenüber gab C._____ an, sie 

sei nicht mehr in die Schule gegangen, weil es 60 Schüler in der Klasse gehabt 

habe, was viel zu viel sei (act. 29). Die von der Beiständin anvisierte schulpsycho-

logische Abklärung konnte im Hinblick auf einen möglichen Übertritt in eine Ta-

gesschule nicht gemacht werden (KESB-act. 313). C._____ verweigerte sich of-

fenbar einer Abklärung (KESB-act. 327). Die Beiständin konnte auch die Absicht, 

das Setting bei der Mutter zu stärken und in einem zweiten Schritt eine Familien-

begleitung zu organisieren, nicht umsetzen.  

Die Probleme, welche im zweiten Halbjahr 2017 eskaliert sind, bestanden im 

Keim bereits früher. So waren die Gründe für eine schulpsychologische Abklärung 

im Mai 2016 Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten wie auch der (fehlende) so-

ziale Kontakt und disziplinarisch zu ahndendes Verhalten in der Hausaufgabenhil-

fe (KESB-act. 151a/3). Es wurde im Mai 2016 für C._____ ein recht enges schuli-

sches Unterstützungsangebot beschlossen. C._____ sollte weiterhin im Rahmen 

der möglichen Ressourcen integriert gefördert werden, mit Hausaufgabenhilfe und 

wöchentlichen Besuchen bei der Schulpsychologin; der Kontakt zwischen Vater 

und Schule sollte intensiviert werden.  

Die Schwierigkeiten von C._____ in der Schule können damit nicht auf eine plötz-

lich auftretende Ursache zurückgeführt werden, die unter günstigen Bedingungen 

beim Vater (Stichwort: "Multisystemische Therapie") rasch überwunden werden 

können. Das persönliche und familiäre Umfeld, das C._____ in P._____ bei ihrem 

Vater erwarten würde, hat sich zudem seit ihrem Eintritt in das Q._____ nicht we-

sentlich verändert. Die Vorgeschichte und die jüngste Entwicklung verstärkt des-

halb die Befürchtung, dass C._____ auch in einer Kleinklasse unter der Obhut 

des Beschwerdeführers nicht in einer für sie förderlichen Weise zur Ruhe kom-

men würde.  

- 29 - 

6.4.  Das (mit Zurückhaltung zu lesende) psychiatrische Gutachten weist auf den 

Loyalitätskonflikt von C._____ hin (KESB-act. 389 S. 6 unten). Die Eltern befinden 

sich auch Jahre nach der Scheidung in einer immer noch belastenden Auseinan-

dersetzung. Zum ursprünglichen Verlusterlebnis der Scheidung kam für C._____ 

das Verlusterlebnis hinzu, ihre Mutter nicht regelmässig sehen zu können. Vor 

diesem Hintergrund ist es verständlich, dass die eigene Persönlichkeitsentwick-

lung erschwert ist. Der Gutachter, wie auch die Kindesvertreterin und die Beistän-

din weisen mit Nachdruck darauf hin, dass C._____ unbedingt klare Regeln und 

enge Strukturen braucht, einen geordneten, übersichtlichen Alltag, in welchem sie 

mittel- bis längerfristig leben und mit den nötigen Massnahmen unterstützt werden 

kann. Es wird die Notwendigkeit betont, dass C._____ jemand zur Seite haben 

soll, mit welchem sie sich über ihre Probleme aussprechen könne, wobei insbe-

sondere eine Psychotherapie in Frage komme. Der Gutachter wie auch die Kin-

desvertreterin weisen zu Recht darauf hin, dass sich C._____ unbedingt beruhi-

gen müsse, damit sie bald die Suche nach einer Lehrstelle an die Hand zu neh-

men könne (KESB-act. 389 S. 4 unten). Die Ausführungen der Fachpersonen 

werden durch die Akten und die eigenen Beobachtungen des Gerichts (vgl. act. 

23, act. 29) bestätigt, wonach die häufigen Wechsel (Scheidung, neue Partner der 

Eltern, neue Geschwister, Auseinandersetzung im Zusammenhang mit dem Kon-

takt zur Mutter; Umzug nach I._____, K._____, P._____, immer wieder Einschu-

lungen) die Probleme von C._____ verstärken. Der Obhutsentzug kann das von 

grosser Ambivalenz und Fluchtverhalten geprägte Muster durchbrechen.  

6.5. a) Es besteht eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass eine Rückkehr von 

C._____ in die Obhut des Vaters zu einer Wiederholung der Ereignisse und ei-

nem Treten an Ort führt. C._____ will ihren Vater im Übrigen (zur Zeit) nicht se-

hen (KESB-act. 313, act. 21, act. 22, act. 23, act. 29).  

b) Es liegt kein formeller Antrag der Beschwerdegegnerin vor, es sei ihr das 

Aufenthaltsbestimmungsrecht für C._____ wieder zu erteilen. In Anwendung der 

Offizialmaxime und in Würdigung der obigen Schilderungen erscheint die Mutter 

derzeit nicht in der Lage, C._____ die notwendige Stabilität und den hohen Unter-

stützungsbedarf zu geben. Ihre eigene Lebenssituation, so auch der Wohnort 

- 30 - 

(K._____ oder I._____; alleinerziehend oder doch mit dem zweiten Ehemann zu-

sammen), ist nicht genügend klar festgelegt.  

c) Aufgrund der Vorgeschichte ist stark zu bezweifeln, dass C._____ unter der 

mütterlichen bzw. väterlichen Obhut und in einer Tagesschule ein genügend en-

ger Rahmen geboten werden könnte, damit sie sich beruhigen und ihren Fähig-

keiten entsprechend positiv entwickeln kann. Die Durchsetzung klarer Regeln und 

das Schaffen genügend enger Strukturen unter elterlicher Obhut kann höchstens 

dann gelingen, wenn die Zusammenarbeit zwischen Schule bzw. Fachpersonen 

und Eltern reibungslos und vertrauensvoll abläuft. Aufgrund der bisherigen Erfah-

rungen ist stark zu bezweifeln, ob dies zur Zeit möglich ist.  

6.6.  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Gefährdung von C._____ nicht 

anders begegnet werden kann als durch eine Heimeinweisung. Weniger ein-

schneidende Massnahmen, wie die Einschulung in einer Tagesschule oder Klein-

klasse unter Aufrechterhaltung der elterlichen Obhut reichen aufgrund der Vorge-

schichte und den diversen Einschätzungen der Fachpersonen nicht aus.  

7.1.  Ist der Entzug des elterlichen Aufenthaltsbestimmungsrechts angezeigt, hat 

die KESB das Kind in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 1 

ZGB). Sowohl die Eltern (act. 2, act. 27, act. 24) wie auch die Kindesvertreterin 

(act. 21, act. 22) melden Bedenken an gegen die Unterbringung von C._____ im 

Q._____. Der psychiatrische Gutachter hält in allgemeiner Weise fest, dass jede 

Institution geeignet sei, welche von entsprechend ausgebildeten Fachpersonen 

geführt und unterhalten werde (KESB-act. 389 S. 2).  

7.2.  Die Parteien und die Kindesvertreterin bringen vor, C._____ habe sich 

mehrmals geweigert in das Q._____ zurückzukehren und sie sei mehrfach aus 

dem Heim geflohen, weshalb eine Heimeinweisung gegen den klaren Willen von 

C._____ kontraproduktiv sei (act. 14/2, act. 14/2, act. 29).  

7.3.  C._____ hielt dem Gericht gegenüber (telefonisch) fest, dass sie im Q._____ 

von anderen Jugendlichen provoziert werde ("rupfen", "zupfen" an den Kleidern 

etc.). Ihr Name wurde offenbar auch genannt im Zusammenhang mit einem Dieb-

- 31 - 

stahl im Heim, was C._____ verletzt. Die von C._____ dem Gericht am 23. Okto-

ber 2018 telefonisch zu Protokoll gegebenen Ereignisse (act. 29) geben zu gros-

ser Sorge Anlass. C._____ zieht sich einerseits zurück, um dann aber wieder um 

so mehr wie eine Art "aufzutrumpfen". Es entsteht der Eindruck, C._____ könne 

oder wolle sich nicht auf neue Beziehungen einlassen, sie hofft, sie könne bald zu 

ihrer Mutter nach K._____ ziehen. C._____ fühlt sich in ihrem nachvollziehbaren 

Wunsch, bei der Mutter sein zu können, nicht ernst genommen und flüchtet sich in 

Stimmungen von grosser Traurigkeit und Verlassenheit. Ist sie umgeben von die-

ser Welt (Gefühlslage) der grossen Verlassenheit, scheint (einzig) diese Welt für 

sie wahr und real zu sein. C._____ sehnt sich nach jemandem, der da ist für sie 

und zuhört. Als Spannungsabbau und um sich zu spüren, kommt es dann zu 

selbstverletzenden Handlungen.  

7.4.  Die Nöte und Verzweiflung von C._____ sind ernst zu nehmen. C._____ 

geht es zur Zeit nicht gut. Aus den Fluchtversuchen kann aber nicht der Schluss 

gezogen werden, das Q._____ (halboffene Abteilung) sei für C._____ ungeeignet, 

sondern die Fluchten sind mit den geschilderten Problemen (E. 7.3.) in Zusam-

menhang zu sehen. Solange C._____ die Hoffnung hat bzw. ihr die Hoffnung ge-

geben wird, sie werde nun in Bälde in die Obhut der Mutter entlassen, orientiert 

sie sich an dieser Perspektive und die anfänglich positiv verlaufene Entwicklung 

ist ins Stocken gekommen. Dass die Eltern und die sich um C._____ kümmern-

den Fachpersonen nicht immer am gleichen Strick ziehen, fördert den Loyalitäts-

konflikt von C._____. Das Zusammenleben mit anderen Jugendlichen, die auf-

grund ihrer schwierigen Situation in einem Heim leben (müssen), ist nicht einfach 

und kann nicht mühelos funktionieren. C._____ ist nur schon deshalb gefordert 

und muss nur schon aus diesem Grund lernen, auf sich selbst konzentriert zu 

bleiben. Es ist aber von sehr grosser Bedeutung, dass C._____ Durchhaltewillen 

erreicht und eine gewisse Beständigkeit lernt. Zielsetzung muss ein ordentlicher 

Schulabschluss mit anschliessender Berufsausbildung sein. Nach Berechnung 

des Gerichts hat C._____ im Sommer 2019 die obligatorische Schulzeit absol-

viert. Möglicherweise ist die letzte Klasse zu wiederholen, weil C._____ viele 

Stunden versäumt hat. Jedenfalls sind die Chancen intakt, dass C._____ bei ge-

nügend engen und kontrollierten Strukturen Ruhe finden kann, um sich ihrer Aus-

- 32 - 

bildung zu widmen. Der Erfolg der Massnahme (Platzierung in einem Schulheim) 

hängt auch von der Bereitschaft der Eltern ab, die Unterbringung mitzutragen.  

8. Die KESB regelte mit dem Entscheid über das Aufenthaltsbestimmungsrecht 

(Art. 301a Abs. 1 ZGB) vom 7. März 2017 auch die strittigen Punkte über das Be-

suchsrecht und die Aufrechterhaltung der ambulanten Massnahmen nach Art. 308 

Abs. 1 und 2 ZGB (Art. 298b Abs. 3 ZGB; KESB-act. 112/1 S. 7, Dispositivziffern 

2. und 3). Diese Anordnungen sind nicht angefochten.  

III. 

1. Ausgangsgemäss wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 106 ZPO). 

Eine in familienrechtlichen Prozessen praktizierte hälftige Aufteilung der Gerichts-

kosten kommt vorliegend nur schon deshalb nicht in Betracht, weil die Beschwer-

degegnerin nicht zur Erstattung einer Beschwerdeantwort aufgefordert wurde. Der 

Beschwerdeführer ist darauf hinzuweisen, dass zu den Gerichtskosten die Auf-

wendungen der Kindesvertreterin vor Obergericht hinzukommen (Art. 95 Abs. 2 

ZPO).  

2. Der Beschwerdeführer verlangt die unentgeltliche Rechtspflege (act. 2 S. 2; 

Art. 119 ZPO). Die Beschwerde ist unbegründet. Sie ist aber (gerade) noch nicht 

aussichtslos, auch wenn eine Rückkehr von C._____ in den Haushalt des Vaters 

gemäss übereinstimmenden und seit Februar 2017 angebrachten Erklärungen 

der Fachpersonen als ausgeschlossen erachtet wird. Von da her hatte die Be-

schwerde von Anfang an wenig Aussicht auf Erfolg. Angesicht der Bedeutung des 

im Prozess stehenden Rechtsgutes sind allerdings an die Voraussetzung der feh-

lenden Aussichtslosigkeit keine allzu grossen Anforderungen zu stellen. Es ist 

dem Beschwerdeführer unter Hinweis auf seine finanziellen Verhältnisse (Ein-

kommenspfändung; Unterstützung durch das Sozialamt) die unentgeltliche 

Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren zu gewähren. Der Beschwerdeführer 

ist ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen, dass er nach Massgabe von 

Art. 123 ZPO zur Nachzahlung verpflichtet ist.  

- 33 - 

3. Nachdem das Gericht von einer Fristansetzung für die Beschwerdeantwort 

absah, sondern lediglich eine Frist zu einer freigestellten Stellungnahme ansetzte 

(act. 15, act. 24; sowie Verfügung vom 24. Oktober 2018 [mit act. 29] z.K. zuge-

stellt [act. 30]), sind keine Parteientschädigungen festzulegen. Der Beschwerde-

gegnerin sind indes Aufwendungen im Verfahren entstanden (act. 15, act. 24, 

act. 30). Sie beantragte deshalb auch die Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege (act. 17). Das Gesuch ist unter Hinweis auf die finanziellen Verhältnisse 

der Beschwerdegegnerin zu bewilligen (act. 18). Die Beschwerdegegnerin ist wie 

bereits zuvor der Beschwerdeführer auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 

ZPO hinzuweisen.  

Es wird beschlossen: 

1. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und 

Rechtsanwalt lic. iur. X._____, … [Adresse] als unentgeltlicher Rechtsbei-

stand bestellt.  

2. Der Beschwerdegegnerin wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und 

Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, … [Adresse] als unentgeltlicher Rechtsbei-

stand bestellt.  

3. Der Antrag des Beschwerdeführers vom 19. Oktober 2018, es sei ihm für die 

Dauer des Verfahrens das Aufenthaltsbestimmungsrecht für C._____ zu er-

teilen, wird abgeschrieben.  

4. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung zusammen dem mit nach-

folgendem Urteil.  

Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen und Dispositivziffer I des Urteils des Be-

zirksrates Dielsdorf vom 17. Juli 2018 wird bestätigt.  

2. C._____, geb. tt.mm.2004, verbleibt im Jugendheim Q._____, R._____. 

- 34 - 

3. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.-- festgesetzt. Vorbehalten werden 

die Kosten der Kindesverfahrensvertretung, über welche mit separatem Be-

schluss zu entscheiden sein wird.  

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

5. Die Gerichtskosten des Rechtsmittelverfahrens gemäss Dispositivziffer 3 

werden dem Beschwerdeführer auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. 

Eine Nachzahlung bleibt ausdrücklich vorbehalten (Art. 123 ZPO).  

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die Kindesvertreterin, an die Be-

schwerdegegnerin und die Kindesvertreterin unter Beilage eines Doppels 

bzw. einer Kopie von act. 2, act. 27 und act. 28/16, die Kindes- und Erwach-

senenschutzbehörde Dielsdorf, die Beiständin G._____, c/o kjz H._____, 

sowie an den Bezirksrat Dielsdorf, je gegen Empfangsschein. 

Die Akten des Bezirksrates verbleiben bis zur Erledigung des Prozesses 

PQ180046 beim Obergericht.  

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.  

 

- 35 - 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Kröger 
 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 9. November 2018
	Erwägungen:
	1. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und Rechtsanwalt lic. iur. X._____, … [Adresse] als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.
	2. Der Beschwerdegegnerin wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, … [Adresse] als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.
	3. Der Antrag des Beschwerdeführers vom 19. Oktober 2018, es sei ihm für die Dauer des Verfahrens das Aufenthaltsbestimmungsrecht für C._____ zu erteilen, wird abgeschrieben.
	4. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung zusammen dem mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen und Dispositivziffer I des Urteils des Bezirksrates Dielsdorf vom 17. Juli 2018 wird bestätigt.
	2. C._____, geb. tt.mm.2004, verbleibt im Jugendheim Q._____, R._____.
	3. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.-- festgesetzt. Vorbehalten werden die Kosten der Kindesverfahrensvertretung, über welche mit separatem Beschluss zu entscheiden sein wird.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Die Gerichtskosten des Rechtsmittelverfahrens gemäss Dispositivziffer 3 werden dem Beschwerdeführer auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachzahlung bleibt ausdrücklic...
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die Kindesvertreterin, an die Beschwerdegegnerin und die Kindesvertreterin unter Beilage eines Doppels bzw. einer Kopie von act. 2, act. 27 und act. 28/16, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Dielsdo...
	Die Akten des Bezirksrates verbleiben bis zur Erledigung des Prozesses PQ180046 beim Obergericht.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...