# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6a8288ed-3b76-53b3-8b08-8be86b34d532
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 31.01.2012 ZK1 2011 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2011-57_2012-01-31.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 31. Januar 2012 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 11 57 2. Februar 2012

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Kantonsrichterin Michael Dürst
Richter Präsident Brunner und Vizepräsident Schlenker
Aktuarin ad hoc Gadient Stecher

In der zivilrechtlichen Berufung

der X., Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Regula Strässler 
Fontana, Obere Gasse 24, 7002 Chur, 

gegen

den Beschwerdeentscheid des Bezirksgerichtes C. vom 30. Juni 2011, mitgeteilt 
am 5. August 2011, in Sachen der Berufungsklägerin gegen die V o r m u n d -
s c h a f t s b e h ö r d e  C . , Berufungsbeklagte,

betreffend Rückübertragung der elterlichen Sorge und Obhut,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X., geboren am 1. September 1990, wohnhaft in A., ist Mutter der beiden 
Mädchen Y., geboren am 13. Juli 2009, und Z., geboren am 25. Mai 2010. Vom 
Vater der Kinder, I., hat sich X. kurz nach der Geburt des ersten Mädchens im 
Herbst 2009 getrennt. Für Y. wurde X. auf eigenes Begehren die elterliche Sorge 
entzogen. Y. ist bevormundet, als Vormundin amtet Amtsvormundin J.. Das Mäd-
chen lebt seit Oktober 2009 bei der Pflegefamilie K. in B.. Bereits vor der Geburt 
der zweiten Tochter Z. prüfte die Vormundschaftsbehörde C. vormundschaftliche 
Massnahmen für X. und das ungeborene Kind. Vom 11. Februar 2010 bis zum 10. 
März 2010 hielt sich X. zur stationären Begutachtung in der Mutter- und Kind-
Abteilung der Klinik D. in E. auf. Im Anschluss an die Geburt der Tochter Z. trat X. 
im Juni 2010 zwecks abschliessender Beurteilung ihrer Erziehungsfähigkeit ge-
meinsam mit ihrer Tochter erneut in die Mutter- und Kind-Abteilung der Klinik D. 
ein. Dort blieb sie bis zu ihrem Übertritt ins Heim für Mutter und Kind in F./NW, 
welcher am 15. Dezember 2010 gestützt auf die entsprechende Empfehlung im 
Zusatzgutachten von Dr. med. Q., Chefärztin der R., vom 8. Oktober 2010 erfolg-
te.

B. Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde C. vom 9. März 2011, mitgeteilt 
am 29. März 2011, wurde für X. auf eigenes Begehren eine Beistandschaft ge-
stützt auf Art. 394 in Verbindung mit Art. 372 ZGB errichtet. Zur Beiständin wurde 
L. ernannt. Sie wurde insbesondere mit der persönlichen Fürsorge und der Pla-
nung der beruflichen Ausbildung der Verbeiständeten betraut.

C. Am 28. März 2011 wurde die Vormundschaftsbehörde C. von der Hausleite-
rin des Mutter- und Kind-Hauses in F., M., sowohl mündlich als auch schriftlich 
darüber in Kenntnis gesetzt, dass X. aufgrund ihres äusserst provokativen Verhal-
tens der Aufenthalt im Heim gekündigt werde und sie dieses binnen zweier Tage 
verlassen sollte. Die Hausleiterin empfahl für die Mutter einen sicheren Aufent-
haltsort, eventuell in der Klinik D.. Mit Präsidialverfügung vom 30. März 2011 ent-
zog daher der Vormundschaftspräsident C. X. die Obhut über die Tochter Z. und 
brachte diese in der Folge wie ihre Schwester Y. ebenfalls bei der Pflegefamilie K. 
in B. unter.

D. Dagegen liess X. am 9. April 2011 bei der Vormundschaftsbehörde Ein-
sprache erheben mit dem Antrag, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben; 
eventuell, für den Fall, dass die Vormundschaftsbehörde zum Schluss gelangen 
sollte, dass X. keine elterliche Sorge und Obhut für Z. haben sollte, wurde bean-

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tragt, es sei der Entzug der elterlichen Sorge zu überprüfen und X. die elterliche 
Sorge und Obhut zu erteilen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, 
dass die Wegnahme des Kindes nach dem Subsidiaritätsprinzip nur zulässig sei, 
wenn das Kind in seiner Entwicklung nicht anders geschützt werden könne, und 
unter Beachtung dieses Prinzips liessen sich gegenwärtig mehrere Unterstüt-
zungsmöglichkeiten finden, die es X. ermöglichen würden, selber gut für Z. zu 
sorgen.

E. Mit am 21. April 2011 mitgeteiltem und nach eigener Darstellung an der Sit-
zung vom 6. April 2011 gefasstem Beschluss trat die Vormundschaftsbehörde C. 
auf die Einsprache von X. nicht ein, soweit die Aufhebung der Präsidialverfügung 
vom 30. März 2011 betreffend Entzug der elterlichen Sorge und Obhut verlangt 
wurde. Die Vormundschaftsbehörde war zum Schluss gelangt, dass die entspre-
chende Verfügung nichtig und damit rechtsunwirksam sei, da X. – gestützt auf Art. 
311 Abs. 3 ZGB – gar nie Inhaberin der elterlichen Sorge und Obhut bezüglich Z. 
gewesen sei. Im Übrigen lehnte die Vormundschaftsbehörde C. den gestellten 
Eventualantrag auf Rückübertragung der elterlichen Sorge und Obhut für Z. ab. 
Die Bemühungen, X. soweit zu begleiten, dass sie Z. selbst versorgen und erzie-
hen könne, seien gescheitert. Nach der Ausweisung aus dem Mutter- und Kind-
Heim sollte X. ihre Tochter selber versorgen, wozu sie jedoch offensichtlich nicht 
im Stande sei, weshalb das Wohl von Z. in höchstem Masse gefährdet sei. Ohne 
eine Fremdplatzierung sei die richtige Versorgung und Erziehung nicht sicherge-
stellt. Im Weiteren bestätigte die Vormundschaftsbehörde in ihren Erwägungen die 
Fremdplatzierung bei den Pflegeeltern K. in B., was jedoch im Dispositiv keine 
Erwähnung fand.

F. Dagegen liess X. mit Eingabe vom 6. Mai 2011 Beschwerde beim Bezirks-
gericht C. mit folgenden Anträgen erheben:

„1. Ziff. 2 des angefochtenen Entscheides sei aufzuheben und es sei X. 
die elterliche Sorge und Obhut für ihre Tochter Z., geboren am 25. 
Mai 2010, wieder zu erteilen, allenfalls unter Erteilung von Weisun-
gen gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB.

2. Eventuell sei die Sache zur näheren Abklärung milderer Massnah-
men an die Vormundschaftsbehörde C. zurückzuweisen.

3. Für den Fall, dass das Bezirksgericht zum Schluss kommen sollte, 
dass X. elterliche Sorge und Obhut über Z. hat, sei die Präsidialver-
fügung der Vormundschaftsbehörde C. vom 30. März 2011 vollum-
fänglich aufzuheben.

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4. Unter gesetzlicher Kostenfolge.“

Die Auffassung der Vormundschaftsbehörde zu Art. 311 Abs. 3 ZGB werde nicht 
beanstandet. Gerügt werde jedoch die Ablehnung des Eventualantrages ohne 
Prüfung der veränderten Umstände und der vorgeschlagenen Unterstützungsmög-
lichkeiten. So habe die Beschwerdeführerin zu Z., im Gegensatz zu ihrer ersten 
Tochter, von Anfang an eine enge Bindung aufgebaut. Sie sei auch bereit, Hilfe in 
Anspruch zu nehmen, um ihre Tochter selbst betreuen zu können, und habe sich 
auch insofern weiterentwickelt. Als professionelle Unterstützung kämen die Mütt-
erberatung und der Kinderarzt in Frage. Die Beschwerdeführerin würde sich auch 
mit einer sozialpädagogischen Familienbegleitung einverstanden erklären. Sodann 
habe sich die Grosstante, N., welche Rentnerin sei und in G. lebe, bereit erklärt, 
jeweils das Wochenende mit der Beschwerdeführerin und ihrem Kind zu verbrin-
gen. Schliesslich sei X. auch damit einverstanden, die empfohlene ambulante 
Psychotherapie weiterzuführen. Auch die eingesetzte Beiständin würde X. unter-
stützen. Während einer allfälligen Ausbildung könne das Kind in der „H.“ in A. un-
tergebracht werden. Eventuell sei zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin Z. we-
nigstens an den Wochenenden zu sich nehmen könne. Schliesslich wäre zu prü-
fen, ob sie gemeinsam mit Z. erneut in die Klinik D. eintreten und ihre Kompeten-
zen im Umgang mit ihrer Tochter erweitern könnte.

G. In ihrer Vernehmlassung vom 13. Mai 2011 stellte die Vormundschafts-
behörde C. Antrag auf Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen auf die Erwägungen im angefochtenen Beschluss verwiesen. Er-
gänzend führte die Vormundschaftsbehörde aus, dass lediglich ein Heimaufenthalt 
als mildere Massnahme in Frage gekommen sei. Diese Massnahme sei jedoch 
trotz intensiver Bemühungen seitens der Behörde und der involvierten Fachperso-
nen am Verhalten von X. gescheitert. Eine noch mildere Massnahme müsse daher 
als von Vornherein aussichtslos qualifiziert werden, weshalb sich die Fremdplat-
zierung als notwendig erwiesen habe.

H. Während hängigem Beschwerdeverfahren erliess die Vormundschafts-
behörde C. am 10. Mai 2011, mitgeteilt am 10. Juni 2011, betreffend Z. sodann 
den folgenden Beschluss:

„1. Es wird festgestellt, dass die Entziehung der elterlichen Sorge über 
Y., geb. am 13. Juli 2009, im Sinne von Art. 311 Abs. 3 ZGB auch für 
Z., geb. am 25. Mai 2010, wirksam ist.

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2. Die in Unkenntnis dieser Rechtslage für Z. am 4./23. August 2010 er-
richtete Erziehungsbeistandschaft wird durch eine Vormundschaft für 
Unmündige im Sinne von Art. 368 Abs. 1 ZGB ersetzt.

3. Zur Vormundin wird die bisherige Erziehungsbeiständin, J., Amts-
vormundin, _, ernannt. Gleichzeitig wird sie aufgefordert, die Ernen-
nungsurkunde zur  Erziehungsbeiständin vom 23. August 2010 an 
die Vormundschaftsbehörde zur Verwahrung zurückzusenden.

4. Die Vormundin hat sobald als nötig, ordentlicherweise aber jährlich, 
der Vormundschaftsbehörde über ihre Bemühungen Bericht zu er-
statten. Dies erstmals per 31. Dezember 2011.

5. Der Vormundin ist es ausdrücklich untersagt, Z. ohne vorherige Zu-
stimmung der Vormundschaftsbehörde C., von der Pflegefamilie weg 
zu nehmen oder anderswo unterzubringen. Über eine allfällige Ent-
lassung entscheidet die zuständige Vormundschaftsbehörde.

6. Auf die Erhebung einer Genehmigungsgebühr gemäss Art. 26 Abs. 1 
lit. b der Verordnung über die Geschäftsführung und Entschädigung 
vormundschaftlicher Organe, wird verzichtet.

7. (Rechtsmittelbelehrung).

8. (Mitteilung).“

Die Vormundschaftsbehörde bestätigte in den entsprechenden Erwägungen die 
bereits dargelegte Rechtsauffassung zu Art. 311 Abs. 3 ZGB, wonach die Entzie-
hung der elterlichen Sorge auch bezüglich Kindern gelte, welche erst nach Erlass 
der behördlichen Anordnung geboren würden, wie dies im vorliegenden Fall bei 
der zweitgeborenen Z. gegeben sei. Damit erweise sich bezüglich Z. mangels el-
terlicher Sorge die Errichtung einer Vormundschaft als notwendig. Sodann 
bestätigte die Vormundschaftsbehörde ihre bereits dargelegte Einschätzung, wo-
nach eine Rückübertragung der elterlichen Sorge an X. nicht in Frage komme.

I. Am 30. Juni 2011 fand die Hauptverhandlung vor Bezirksgericht C. statt. Mit 
Beschwerdeentscheid vom 30. Juni 2011, mitgeteilt am 5. August 2011, erkannte 
das Bezirksgericht C. als erstinstanzliche Beschwerdeinstanz in Vormundschafts-
sachen was folgt:

„1. Die Beschwerde von X. gegen den Beschluss der Vormundschafts-
behörde C. vom 6. April 2011, mitgeteilt am 21. April 2011, wird ab-
gewiesen.

2. Auf die Erhebung von Gerichtskosten wird gestützt auf Art. 63 Abs. 3 
EGzZGB verzichtet.

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3. Die unentgeltliche Rechtsbeiständin wird – unter Vorbehalt von 
Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden mit Fr. 2'310.00 
(inkl. Barauslagen und MwSt) entschädigt. Die Entschädigung wird 
aus der Gerichtskasse C. bezahlt.

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid).

6. (Mitteilung).“

J. a) Dagegen erhob X. mit Eingabe vom 16. August 2011, eingegangen am 17. 
August 2011, Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden mit folgendem 
Rechtsbegehren:

„1. Ziff. 1 des Beschwerdeentscheides vom 30. Juni 2011/5. August 
2011 sei aufzuheben.

2. Ziff. 2 des Beschlusses der Vormundschaftsbehörde C. vom 6. April 
2011 sei aufzuheben und es sei X. die elterliche Sorge und Obhut für 
ihre Tochter Z., geboren am 25. Mai 2010, wieder zu erteilen, allen-
falls unter Erteilung von Weisungen gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB.

3. Eventuell sei die Sache zur näheren Abklärung milderer Massnah-
men an die Vormundschaftsbehörde C. zurückzuweisen.

4. Unter gesetzlicher Kostenfolge.“

Zur Begründung wurde im Wesentlichen festgehalten, es werde einerseits die un-
richtige Feststellung des Sachverhalts sowie andererseits die unrichtige Rechts-
anwendung durch die Vorinstanz gerügt. Sämtliche Hilfsangebote, welche vorge-
schlagen worden seien, bestünden tatsächlich und könnten in A. in Anspruch ge-
nommen werden. Zutreffend sei, dass die Entziehung der elterlichen Sorge für Y. 
auch für die später geborene Z. gelte, jedoch hätten sich die Verhältnisse zwi-
schenzeitlich derart geändert, dass eine Aufhebung bzw. Änderung der Mass-
nahme angezeigt sei. Die Berufungsklägerin fühle sich in der Lage, mit der mögli-
chen und nötigen Hilfe, ihre Tochter alleine zu betreuen. Bereits mit der Kombina-
tion von Familienbegleitung und der Hilfe von Frau N. am Wochenende sei eine 
mehr als bloss punktuelle Unterstützung gegeben. Die Berufungsklägerin sei be-
reit, erneut in ein Mutter- und Kind-Heim einzutreten. Damit widerspreche die 
Fremdplatzierung von Z. dem Subsidiaritätsprinzip. Eventuell sei zu prüfen, ob 
zumindest der Kontakt zwischen Mutter und Tochter ausgebaut werden könne. Es 
sollten auch von den Pflegeeltern unbeaufsichtigte Kontakte, etwa am Wohnort 
der Berufungsklägerin, möglich sein.

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b) Die Vormundschaftsbehörde C. beantragte in ihrer Berufungsantwort vom 
29. August 2011, eingegangen am 30. August 2011, die Abweisung der Berufung 
und wiederholte zunächst die wesentlichsten Erwägungen ihrer Vernehmlassung 
im Beschwerdeverfahren vom 13. Mai 2011. Ergänzend führte sie aus, sich ent-
gegen dem Vorwurf von X. wiederholt mit der angebotenen Hilfeleistung durch 
Frau N. auseinander gesetzt zu haben. Zu den Vorschlägen der ambulanten Hilfe 
habe die Vormundschaftsbehörde anlässlich der Gerichtsverhandlung vor Be-
zirksgericht C. eingehend Stellung genommen. Die Mütterberaterin halte sich pro 
Woche lediglich drei Stunden in A. auf und müsse in dieser Zeit sämtliche Klein-
kinder bzw. Mütter von A. beraten. Auch eine sozialpädagogische Familienbeglei-
tung erweise sich als ungenügend. Die bei X. gutachterlich festgestellte Notwen-
digkeit einer intensiven und regelmässigen Überwachung könne durch eine Fami-
lienbegleiterin, welche sich beispielsweise einen Nachmittag pro Woche bei X. 
aufhalten würde, nicht gewährleistet werden, zumal diese Begleitung ausdrücklich 
nur für einen beschränkten Zeitraum gedacht sei. Hinsichtlich des angebotenen 
Klinikaufenthaltes sei schliesslich klarzustellen, dass nicht ersichtlich sei, inwiefern 
sich die Situation verändert habe und einer betreuten Wohnsituation dieses Mal 
Erfolg beschieden sein sollte. Sodann habe sich Z. bei der Pflegefamilie mittler-
weile gut eingelebt. Gegen eine moderate Ausweitung des Besuchsrechts sei 
grundsätzlich nichts einzuwenden. Allerdings habe sich gezeigt, dass X. nicht in 
der Lage sei, ihr Kind längere Zeit ohne Überwachung zu betreuen.

c) Mit prozessleitender Verfügung vom 30. August 2011 forderte die vorsit-
zende Kantonsrichterin die Vormundschaftsbehörde C. unter Ansetzung einer Frist 
auf, sämtliche im Verfahren betreffend elterliche Sorge über Z. erstellten Akten, 
soweit diese nicht bereits im vorinstanzlichen Verfahren eingereicht wurden, zu 
edieren. Dieser Aufforderung leistete die Vormundschaftsbehörde mit Eingabe 
vom 5. September 2011 Folge. 

Auf die Begründung der Anträge sowie auf das angefochtene Urteil wird, 
soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. a) aa) Die Regelung des Verfahrens in Vormundschaftssachen mit Einschluss 
des Kindesschutzes und der fürsorgerischen Freiheitsentziehung ist - unter Vor-
behalt der sich aus dem Bundesrecht ergebenden Schranken - Sache der Kanto-
ne. An diesem Grundsatz hat sich auch nach Inkrafttreten der Schweizerischen 

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Zivilprozessordnung am 1. Januar 2011, deren Geltungsbereich gemäss Art. 1 lit. 
b ZPO die gerichtlichen Anordnungen der freiwilligen Gerichtsbarkeit umfasst, 
nichts geändert. Die Kantone sind daher frei, ob sie das vormundschaftliche Ver-
fahren (samt Weiterzug) wie bis anhin regeln oder hierfür die neue ZPO für an-
wendbar erklären (vgl. Sutter-Somm/Klingler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ Leu-
enberger (Hrsg.), Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich 
2010, N 7 zu Art. 1; Vock, in: Spühler/Tenchio/Infanger (Hrsg.), Basler Kommen-
tar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 1. Auflage, Basel 2010, N 6 zu Art. 1). 
Entsprechend wird im Kanton Graubünden das Kindesschutz- und Vormund-
schaftsrecht nach wie vor in den Art. 41 und 52 ff. des Einführungsgesetzes zum 
Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) geregelt. Einzig für den 
Weiterzug an das Kantonsgericht als zweitinstanzliche Aufsichtsbehörde (Art. 42 
Abs. 2 EGzZGB) verweist das kantonale Recht in Art. 64 EGzZGB auf die Beru-
fung gemäss Schweizerischer ZPO, die insoweit als kantonales Recht zur Anwen-
dung gelangt. Sinn und Tragweite dieser Bestimmung sind unter Einbezug der in 
Lehre und Rechtsprechung anerkannten Qualifizierung des Vormundschaftsver-
fahrens als Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit zu ermitteln (PKG 2004 Nr. 6 
E. 1.c.bb.fff., S. 41; 1996 Nr. 6 E. 1.a je mit Hinweisen). Für letztere erklärt die 
ZPO in Art. 248 lit. e ausdrücklich das summarische Verfahren – allerdings unter 
Geltung der Untersuchungsmaxime (Art. 255 lit. b ZPO) und daher ohne Beweis-
mittelbeschränkung (Art. 254 Abs. 2 lit. c ZPO) – für anwendbar. Damit muss der 
Verweis in Art. 64 EGzZGB als Verweis auf die Berufung in Summarsachen (Art. 
314 ZPO) mit den entsprechenden verfahrensrechtlichen Grundsätzen verstanden 
werden. Daraus ergibt sich zunächst, dass für Berufungen in Vormundschaftssa-
chen eine Frist von zehn Tagen gilt (Art. 314 Abs. 1 ZPO). Die Berufung ist schrift-
lich zu begründen (Art. 311 Abs. 1 ZPO) und das weitere Verfahren richtet sich 
nach den Art. 316 ff. ZPO. Als Folge der Untersuchungsmaxime (Art. 255 lit. b 
ZPO) gilt sodann auch die in Art. 317 Abs. 1 ZPO vorgesehene Novenbeschrän-
kung nicht. Neue Tatsachen und Beweismittel können im Berufungsverfahren bis 
zum Beginn der Urteilsberatung vorgebracht werden bzw. sind von Amtes wegen 
zu berücksichtigen (vgl. Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
(Hrsg.), Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich 2010, N 14 
zu Art. 317; Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger (Hrsg.), Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 1. Auflage, Basel 2010, N 7 zu Art. 317).

ab) Der angefochtene Beschwerdeentscheid des Bezirksgerichtes C. vom 30. 
Juni 2011 war der Beschwerdeführerin am 5. August 2011 mitgeteilt worden. 
Gemäss Auszug der Post („Track & Trace“; act. 1/3) wurde der Beschwerdeent-

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scheid der Beschwerdeführerin am 8. August 2011 zugestellt. Die Berufung an 
das Kantonsgericht von Graubünden wurde sodann am 16. August 2011 der Post 
zur Zustellung übergeben. Da auch die Formvorschriften eingehalten wurden, er-
gibt sich, dass die Berufung frist- und formgemäss erhoben wurde.

b) Mit der angefochtenen und vom Bezirksgericht C. als Beschwerdeinstanz 
bestätigten Verfügung wurde der Antrag der Berufungsklägerin auf Rückübertra-
gung der elterlichen Sorge und Obhut bezüglich ihrer Tochter Z. abgelehnt und 
deren Unterbringung bei Pflegeeltern geregelt. Die Berufungsklägerin ist als unmit-
telbar hievon betroffene Person zur Berufung legitimiert, zumal zweifellos auch ein 
aktuelles Interesse gegeben ist, womit sämtliche Eintretensvoraussetzungen erfüllt 
sind. 

2. a) Vorweg kann festgestellt werden, dass die Tatsache, wonach der Entzug 
der elterlichen Sorge über die erstgeborene Tochter Y. auch gegenüber der später 
geborenen Tochter Z. Wirkung entfaltet, wie schon vor der Vorinstanz unbestritten 
geblieben ist. Die Vormundschaftsbehörde C. hat in ihrem Beschluss vom 6. April 
2011, mitgeteilt am 21. April 2011, denn auch richtig erkannt, dass die Präsidial-
verfügung vom 30. März 2011 betreffend Entzug der elterlichen Sorge und Obhut 
teilweise nichtig sei, da X. – gestützt auf Art. 311 Abs. 3 ZGB – gar nie Inhaberin 
der elterlichen Sorge und Obhut bezüglich Z. gewesen sei, und ist diesbezüglich 
auf die Einsprache nicht eingetreten. Die Regelung gemäss Art. 311 Abs. 3 ZGB 
gründet auf dem Umstand, dass die Gründe, welche zur Entziehung der elterli-
chen Sorge führen, in der Regel die Erziehungsfähigkeit der Eltern gegenüber al-
len Kindern in Frage stellen, weshalb die Entziehung – wie im vorliegenden Fall – 
auch gegenüber jenen Kinder gilt, welche erst nach Erlass der behördlichen An-
ordnung geboren werden (vgl. Breitschmid, in: Honsell/Vogt/Geiser (Hrsg.), Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 4. Auflage, Basel 2010, N 14 zu Art. 311/312). 

b) Zu entscheiden ist folglich im vorliegenden Verfahren einzig die Frage, ob 
die Beschwerde gegen die Ablehnung des Antrages auf Rückübertragung der el-
terlichen Sorge und Obhut bezüglich Z. an die Berufungsklägerin zu Recht abge-
wiesen wurde. Der diesbezügliche Beschluss der Vormundschaftsbehörde C. vom 
6. April 2011, mitgeteilt am 21. April 2011, war von der Berufungsklägerin vor Be-
zirksgericht C. mit der Begründung angefochten worden, dass der Beschluss ohne 
Prüfung milderer Massnahmen erfolgt sei. Tatsächlich ergibt sich, dass im ge-
nannten Beschluss der Vormundschaftsbehörde mit keinem Wort auf die in der 
Einsprache von der Berufungsklägerin vorgeschlagenen Unterstützungsmöglich-
keiten eingegangen wurde. Dieser Umstand, welcher eine Verletzung der Begrün-

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dungspflicht und damit auch des Anspruchs auf rechtliches Gehör darstellt, ist 
möglicherweise dadurch zu erklären, dass der angefochtene Beschluss nach ei-
gener Darstellung der Vormundschaftsbehörde bereits an ihrer Sitzung vom 6. 
April 2011 – und damit vor Eingang der Einsprache vom 9. April 2011 – gefasst 
worden war (vgl. Datierung des Beschlusses der Vormundschaftsbehörde C. vom 
6. April 2011, mitgeteilt am 21. April 2011, sowie die entsprechende Darstellung im 
Sachverhalt S. 3 unten). Daraus müsste der Schluss gezogen werden, dass sich 
die für den Entscheid zuständige Gesamtbehörde gar nie mit den Vorbringen in 
der Einsprache befasst hätte. Dies wiederum würde folglich bedeuten, dass sich 
die Vormundschaftsbehörde C. nicht bloss den Vorwurf der Verletzung des rechtli-
chen Gehörs gefallen lassen müsste, sondern dass es darüber hinaus auch an 
einer gültigen Beschlussfassung durch die zuständige Behörde mangeln würde. In 
diesem Zusammenhang erweist sich allerdings von Bedeutung, dass sich die 
Vormundschaftsbehörde C. an ihrer Sitzung vom 10. Mai 2011 – und damit in 
Kenntnis der Einsprache vom 9. April 2011 – in Zusammenhang mit der Bestel-
lung eines Vormundes für die Tochter Z. erneut mit der Angelegenheit befasst und 
die Ablehnung des Antrages auf Rückübertragung der elterlichen Sorge und Ob-
hut vollumfänglich bestätigt hat (vgl. Beschluss der Vormundschaftsbehörde C. 
vom 10. Mai 2011, mitgeteilt am 10. Juni 2011; Akten VB, act. 11). Sodann wur-
den die in der Einsprache vom 9. April 2011 geltend gemachten Unterstützungs-
möglichkeiten im Beschwerdeverfahren von beiden Parteien eingehend themati-
siert (vgl. hierzu etwa die Beschwerde vom 6. Mai 2011; Stellungnahme der Vor-
mundschaftsbehörde C. vom 13. Mai 2011 sowie die Ausführungen der Parteien 
anlässlich der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht C. vom 30. Juni 2011 [Be-
schwerdeentscheid S. 10 f.]) und in der Folge auch von der Vorinstanz ausführlich 
geprüft (vgl. Beschwerdeentscheid des Bezirksgerichtes C. vom 30. Juni 2011, 
mitgeteilt am 5. August 2011, S. 14 ff.). Damit ergibt sich, dass die allfälligen Män-
gel im Verfahren vor der Vormundschaftsbehörde C. jedenfalls als geheilt erachtet 
werden können, zumal solche in der Berufung auch nicht gerügt wurden.

3. Die Berufungsklägerin rügt zunächst eine unrichtige Feststellung des Sach-
verhalts. Die Vorinstanz führe im angefochtenen Urteil aus, dass ein umfassendes 
Betreuungs- und Hilfsangebot, wie es die Beschwerdeführerin skizziere, in A. der-
zeit nicht existiere. Dies sei jedoch nicht zutreffend. Sämtliche Hilfsangebote, wel-
che als mögliche Unterstützung der Berufungsklägerin aufgezeigt worden seien, 
könnten auch in A. in Anspruch genommen werden. 

Der Berufungsklägerin ist insoweit zuzustimmen, als sämtliche vorgeschla-
genen Hilfsangebote je für sich tatsächlich existieren und in A. auch in Anspruch 

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genommen werden können. Davon geht im Übrigen auch die Vorinstanz aus, 
wenn sie diesen Angeboten in ihren Erwägungen ausdrücklich durchaus ein ge-
wisses Entlastungspotenzial zugesteht (vgl. Beschwerdeentscheid des Bezirksge-
richtes C. vom 30. Juni 2011, S. 16). Die von der Berufungsklägerin kritisierte 
Feststellung der Vorinstanz in ihrem Urteil (vgl. E. 3.2.2 S. 15) bezog sich jedoch 
nicht auf die Existenz eines jeden einzelnen Hilfsangebotes an sich, sondern auf 
die Umsetzung des gesamten skizzierten Entlastungs- und Unterstützungsmodells 
im konkreten Fall. Die Umsetzung eines derartigen auf die speziellen Bedürfnisse 
der Berufungsklägerin zugeschnittenen Unterstützungsmodells ist aufgrund der 
Tatsache, dass die einzelnen Hilfsangebote bis anhin nicht miteinander vernetzt 
sind, zwingend mit einem erheblichen Koordinationsbedarf verbunden. Dies gilt 
sowohl hinsichtlich der vorgängigen Planung und Strukturierung des Helfernetzes 
als auch zur Sicherstellung der Kommunikation unter den Beteiligten während der 
gesamten folgenden Betreuungszeit. Insofern ist die genannte Feststellung der 
Vorinstanz auch nicht zu beanstanden. Fraglich ist jedoch, ob dies auch für die 
weitere Feststellung der Vorinstanz im angefochtenen Urteil zutrifft, wonach die 
Vormundschaftsbehörde eine derart komplexe Aufgabe mangels personeller und 
finanzieller Ressourcen kaum habe übernehmen können (vgl. E. 3.2.2 S. 15). Es 
wäre durchaus denkbar, dass die Koordination und Überwachung eines derartigen 
individuellen Unterstützungsmodells allenfalls einem Erziehungsbeistand übertra-
gen werden könnte. Vorliegend muss jedoch auf diese Fragestellung nicht weiter 
eingegangen werden, da die folgenden Erwägungen zeigen werden, dass es letzt-
lich nicht entscheidrelevant ist, ob und wie das vorgeschlagene Betreuungsmodell 
zu koordinieren wäre.

4. Im Weiteren rügt die Berufungsklägerin die unrichtige Rechtsanwendung 
durch die Vorinstanz. Aufgrund der veränderten Umstände würden durch die ver-
fügten Massnahmen das Verhältnismässigkeits- und Subsidiaritätsprinzip verletzt. 
Die Berufungsklägerin sei mit der vorgeschlagenen Unterstützung in der Lage, 
selbst für ihre Tochter Z. zu sorgen, weshalb sowohl der Entzug des Sorgerechts 
als auch die Fremdplatzierung in Nachachtung der genannten Prinzipien rückgän-
gig zu machen seien.

a) Gemäss Art. 313 Abs. 1 ZGB sind die Massnahmen zum Schutz des Kin-
des bei Veränderung der Verhältnisse der neuen Lage anzupassen. Die allgemei-
ne Regel, wonach bei Veränderungen der Verhältnisse die Massnahme den neu-
en Gegebenheiten anzupassen ist, erscheint als Ausfluss des Verhältnismässig-
keitsprinzips: Ungeeignete Massnahmen sind anzupassen, entweder durch Er-
gänzung bzw. Verschärfung im Rahmen der Stufenfolge, oder durch Reduktion 

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(vgl. Breitschmid, BSK, a.a.O., N 1 zu Art. 313). Zuständig zur Anpassung ist die 
anordnende Behörde, welche im Rahmen laufender Überwachung der eigenen 
Tätigkeit bzw. der beigezogenen Hilfspersonen auch die (weitere) Eignung der 
Massnahme zu evaluieren hat; ebenso sind aber auch entsprechende Begehren 
der von der Massnahme Betroffenen zu prüfen (vgl. Breitschmid, BSK, a.a.O., N 2 
zu Art. 313).

b) Zutreffend ist somit, dass die zuständige Behörde verpflichtet ist, verfügte 
Kindesschutzmassnahmen laufend zu überprüfen und bei Vorliegen veränderter 
Verhältnisse angemessen anzupassen. Nach Auffassung der Berufungsklägerin 
liegt im vorliegenden Fall eine relevante Veränderung der Verhältnisse insofern 
vor, als sich ihre Haltung zur Mutterschaft grundsätzlich und in positiver Weise 
verändert habe. Sie habe zu ihrer Tochter Z. im Gegensatz zu ihrem ersten Kind 
von Anfang an eine enge Beziehung aufbauen können, was auch seitens der 
Fachpersonen bestätigt werde. Im Weiteren sei sie sich ihrer eigenen Grenzen 
bewusst geworden und habe sich auch insofern seit der Geburt des ersten Kindes 
weiterentwickelt. Sie sei entsprechend auch bereit, die notwendige Unterstützung 
in Anspruch zu nehmen, damit sie eine gute Mutter für ihre Tochter sein könne. 

Es ist unbestritten, dass bei der Berufungsklägerin zwischen der Geburt 
ihrer ersten Tochter und der bevorstehenden Geburt der Tochter Z. eine gewisse 
persönliche Entwicklung stattgefunden hat und insofern eine Veränderung einge-
treten ist. So war denn die veränderte Einstellung zur Mutterschaft auch Anlass für 
die Vormundschaftsbehörde C., die Erziehungsfähigkeit der Berufungsklägerin 
vertieft abzuklären. Entsprechend sind dem Gutachten der R. vom 1. Juni 2010 
Ausführungen der Vormundschaftsbehörde zu entnehmen, wonach die Beru-
fungsklägerin während der Schwangerschaft des zweiten Kindes einen reiferen 
Eindruck gemacht und sich kooperativer verhalten habe. Sie habe mehrfach 
geäussert, alles tun zu wollen, um dieses zweite Kind behalten zu können. Es 
bestünden jedoch Zweifel, ob dieses Verhalten aus Berechnung erfolge und ob es 
von Dauer sei (vgl. Akten VB, act. 8, S. 2). Auch die Beiständin der ersten Tochter 
Y. konnte eine positive Veränderung feststellen. Die Berufungsklägerin habe die 
Besuchstermine mit ihrer Tochter im Vergleich zu früher nun stets zuverlässig ein-
gehalten und sich auch liebevoll um ihr Kind gekümmert. Sie habe wiederholt eine 
Ausdehnung der Besuche gewünscht (vgl. Gutachten vom 1. Juni 2010, Akten VB, 
act. 8, S. 8). Aufgrund der Einschätzung der Gutachter wurde die Berufungskläge-
rin schliesslich gemeinsam mit der Tochter Z. im Haus für Mutter und Kind in F. 
untergebracht. Erst wenn diese Massnahme scheitere, sei eine Fremdplatzierung 
in Betracht zu ziehen (vgl. Beschluss/Weisung der Vormundschaftsbehörde C. 

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vom 12. Oktober 2010, Akten VB, act. 5). Auch die Vorinstanz stellt die gute Be-
ziehung zur Tochter Z. und die grundsätzlich gute Einstellung zu ihrer Rolle als 
Mutter nicht in Abrede (vgl. angefochtenes Urteil S. 15). Die Vorinstanz nimmt da-
bei Bezug auf den Situationsbericht des Hauses für Mutter und Kind, F., vom 21. 
März 2011, in welchem übereinstimmend festgehalten wird, dass die Berufungs-
klägerin Z. sehr liebe und gerne Mutter sei (vgl. Akten VB, act. 15, S. 2).

c) Zu prüfen ist somit im Folgenden, ob und allenfalls inwiefern die unbestrit-
tenermassen erfolgte Entwicklung seitens der Berufungsklägerin Auswirkung auf 
ihre Erziehungsfähigkeit hat bzw. ob diese nach einer Anpassung der verfügten 
Massnahme verlangt. 

ca) Im Gutachten der Dres. med. P., Assistenzärztin, und Q., Chefärztin, R., 
vom 1. Juni 2010 wurde festgestellt, aufgrund der erhobenen Befunde sei bei der 
Berufungsklägerin vom Vorliegen eines ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-
Hyperaktivität-Syndroms) des Erwachsenenalters auszugehen. Entsprechende 
Symptome seien bereits in der frühen Kindheit aufgetreten und teilweise auch be-
handelt worden, unter anderem mit dem Stimulans Ritalin. Neben der Diagnose 
des ADHS seien zudem akzentuierte Persönlichkeitszüge aufgefallen, im Sinne 
einer erhöhten Impulsivität, raschen Irritierbarkeit, in einer starken Suche nach 
Anerkennung von aussen sowie einem teilweise kindischen und distanzlosen Ver-
halten. Die Kriterien einer Persönlichkeitsstörung, insbesondere einer Persönlich-
keitsstörung vom emotional instabilen Typ, seien dabei aber zum jetzigen Zeit-
punkt ihrer Meinung nach nicht erfüllt. Eine abschliessende Beurteilung sei jedoch 
schwierig, da die Berufungsklägerin lediglich während ihrer Schwangerschaft, wel-
che eine geringere Ausprägung der Störung der Gefühlsregulation zur Folge ha-
ben könne, habe untersucht werden können (vgl. Gutachten vom 1. Juni 2010, 
Akten VB, act. 8, S. 16 f.; vgl. auch das entsprechende Zusatzgutachten vom 8. 
Oktober 2010, Akten Vorinstanz, act. 4/3, S. 5). 

Während ihres ersten Klinikaufenthaltes habe sich die Berufungsklägerin 
einerseits offen, motiviert, kooperativ und lernwillig gezeigt. Andererseits habe sie 
sich teilweise aber auch sehr unreif verhalten. Dabei habe sie über die Konse-
quenzen ihres Verhaltens nur wenig nachgedacht und dieses kaum reflektiert. Ihr 
Verhalten sei auch teilweise distanzlos sowohl gegenüber dem Personal als auch 
gegenüber Mitpatienten gewesen. Die Berufungsklägerin habe grosse Defizite im 
sozialen Bereich und im Beziehungsaufbau. Sie habe zudem mehrfach zu Kör-
perhygiene und gesünderer Ernährung angehalten werden müssen (vgl. Gutach-
ten vom 1. Juni 2010, Akten VB, act. 8, S. 15 f.). Aufgrund der beschriebenen De-

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fizite bestehe eine leichte Geistesschwäche mit verminderter Handlungs- und Ur-
teils- sowie Erkenntnisfähigkeit. Grundsätzlich sei von einer eingeschränkten Er-
ziehungsfähigkeit auszugehen. Die Berufungsklägerin dürfte Mühe haben, Grund-
bedürfnisse des Kindes zu erkennen und kontinuierlich zu befriedigen, da die hier-
für notwendige längerfristige Aufmerksamkeit von ihr wohl nur mit Mühe aufge-
bracht werden könne. Die festgestellten Defizite könnten bei guter Motivation und 
Kooperation ausgeglichen werden. Für eine abschliessende Beurteilung müsse 
jedoch die Interaktion mit dem Kind beobachtet werden (vgl. Gutachten vom 1. 
Juni 2010, Akten VB, act. 8, S. 17 f. sowie S. 21).

Empfohlen würden verhaltenstherapeutische Massnahmen im Sinne eines 
ADHS-Coachings, zumindest ein medikamentöser Behandlungsversuch mit dem 
Stimulans Concerta sowie eine langjährige, ambulante psychotherapeutische Be-
handlung. Weiter benötige die Berufungsklägerin praktische Unterstützung zur 
Bewältigung des Alltags (vgl. Gutachten vom 1. Juni 2010, Akten VB, act. 8, S. 18 
f. sowie S. 20).

cb) Gemäss Zusatzgutachten von Dr. med. Q., Chefärztin, R., vom 8. Oktober 
2010, welches aufgrund eines zweiten stationären Aufenthaltes der Berufungsklä-
gerin in der Klinik D. gemeinsam mit ihrer Tochter Z. im Zeitraum Juni bis Dezem-
ber 2010 erfolgte, kann diese nicht selbständig für ihre Tochter sorgen. Sie 
benötige genaue Anleitung und Kontrolle, damit sie genau das mache, was abge-
macht sei. Insbesondere in Bezug auf die Ernährung des Säuglings habe sie ihre 
eigenen Vorstellungen gehabt und habe immer wieder darauf hingewiesen werden 
müssen, genügend Schoppen bereit zu stellen und nicht etwa bereits Brei zu ge-
ben. Eine geregelte Tagesstruktur habe nur mit Mühe hergestellt werden können. 
Nur unter ständiger Anleitung und Kontrolle habe sie den Tag-/Nachtrythmus und 
die besprochene Ernährung eingehalten. Auch bezüglich der eigenen Körperhygi-
ene und der Körperpflege ihrer Tochter habe sie immer wieder angeleitet und kon-
trolliert werden müssen. Die Zimmerordnung lasse nach wie vor zu wünschen üb-
rig (Zusatzgutachten vom 8. Oktober 2010, Akten Vorinstanz, act. 4/3, S. 5 f.).

Die Berufungsklägerin sei sehr um einen guten Eindruck bemüht gewesen. 
Zeitweise sei wiederum ein distanzloses Verhalten, insbesondere gegenüber 
Männern, aufgefallen. Zwischendurch sei sie sehr unruhig, auch gereizt und im 
Denken sprunghaft gewesen. An Wochenenden habe sie ihr Kind jeweils mitge-
nommen, habe es aber immer wieder durch andere Personen betreuen lassen, 
um selbst in den Ausgang gehen zu können. Auf der anderen Seite sei sie aber 
auch wieder sehr überfürsorglich. Mit der Zeit sei die Berufungsklägerin ruhiger, 

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kooperativer und weniger aufbrausend gewesen, habe mehr Motivation zur Aus-
einandersetzung mit den eigenen Problemen gezeigt (Zusatzgutachten vom 8. 
Oktober 2010, Akten Vorinstanz, act. 4/3, S. 3 f.).

Aufgrund der festgestellten leichtgradigen Beeinträchtigung der Handlungs- 
und Urteilsfähigkeit infolge der psychischen Störung (ADHS), welche einer Geis-
tesschwäche entspreche, werde die Errichtung einer Beistandschaft empfohlen. 
Hierbei sei insbesondere auch die fehlende berufliche Ausbildung in Angriff zu 
nehmen. Im Speziellen sei die Berufungsklägerin nicht in der Lage, alleine für ihre 
Tochter zu sorgen, weshalb Weisungen zur Betreuung der Tochter notwendig sei-
en. Es werde die Einweisung in ein Mutter-Kind-Heim empfohlen, um sicherzustel-
len, dass die Berufungsklägerin unter Anleitung und Kontrolle die Pflege des Kin-
des übernehmen könne und das Wohlergehen der Tochter sichergestellt sei. Es 
sei zudem eine ambulante psychiatrische Behandlung unter Einbezug der dafür 
notwendigen Medikamente anzuordnen (vgl. Zusatzgutachten vom 8. Oktober 
2010, Akten Vorinstanz, act. 4/3, S. 6).

cc) Gemäss Situationsbericht von O., Sozialarbeiterin FH, Haus für Mutter und 
Kind, F., vom 21. März 2011 (Akten VB, act. 15), wo sich die Berufungsklägerin 
gemeinsam mit Z. in der Zeit von 15. Dezember 2010 bis zur Kündigung des Auf-
enthaltes am 28. März 2011 aufhielt, zeigte sich die Berufungsklägerin von Anfang 
an wenig einsichtig bezüglich der Notwendigkeit eines Aufenthaltes in einem be-
treuten Umfeld. Sie sei der Ansicht, für sich und ihre Tochter alleine sorgen zu 
können. Die Zusammenarbeit sei von Widerstand geprägt, auf Veränderungsvor-
schläge und Vorgaben könne sie mit Wut, Beschimpfung, Verweigerung oder mit 
verbalen Drohungen reagieren. Nach Zusammenstössen zeige sich die Beru-
fungsklägerin für kurze Zeit kooperativ und zugänglich. Die Berufungsklägerin zie-
he sich oft in ihr Zimmer zurück, dieses sei unordentlich. Die verordnete Therapie 
mit dem Medikament Concerta lehne sie ab. Z. sei ein zufriedenes Kind und ent-
wickle sich altersgemäss, sie werde von ihrer Mutter sehr geliebt. Die Berufungs-
klägerin sei gerne Mutter und habe gewisse Fortschritte gemacht beim Erkennen 
der Bedürfnisse ihrer Tochter. Sie benötige jedoch Begleitung im Alltag und immer 
noch viel Überzeugungsarbeit. Es werde ein geschützter Ausbildungsplatz für die 
Berufungsklägerin und für diese Zeit eine Fremdplatzierung von Z. in einer Pflege-
familie empfohlen. Besuche sollten in geschütztem Rahmen ermöglicht werden. 
Mit Telefon bzw. E-Mail vom 28. März 2011 von M., Hausleiterin Haus für Mutter 
und Kind, F., an den Präsidenten der Vormundschaftsbehörde C. (Akten VB, act. 
16) wurde der Berufungsklägerin in der Folge der Aufenthalt aufgrund ihres äus-
serst provokativen Verhaltens gekündigt. Sie provoziere mit ihrem Verhalten Mit-

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bewohnerinnen zu Gewalt und zeige sich nicht einsichtig. Es müsse für Mutter und 
Kind binnen zweier Tage eine andere Lösung gefunden werden. Für die Mutter 
werde ein sicherer Aufenthaltsort empfohlen.

cd) Damit muss zusammenfassend festgestellt werden, dass zwar eine gewis-
se positive Entwicklung bei der Berufungsklägerin festgestellt werden konnte, die-
se jedoch nichts an der nach wie vor bestehenden, immer noch erheblichen Ein-
schränkung der Erziehungsfähigkeit als Folge der diagnostizierten psychischen 
Störung zu ändern vermochte. Die Fachpersonen stellten denn auch einhellig fest, 
dass sich eine dauernde Anleitung und stetige Kontrolle nach wie vor als unbe-
dingt notwendig erweist, um das Wohlergehen von Z. sicherzustellen. Es hat sich 
während den Beobachtungszeiten immer wieder gezeigt, dass die Einhaltung von 
Abmachungen und getroffenen Regelungen etwa bezüglich Ernährung und Hygie-
ne des Kindes oder dessen Tages- und Nachtrythmus – und damit bezüglich ele-
mentarer Grundbedürfnisse eines Säuglings und Kleinkindes – auch nach länge-
rem Aufenthalt immer noch engmaschig überprüft werden mussten. Die Beru-
fungsklägerin konnte zwar immer wieder von der Notwendigkeit bestimmter Vor-
gehensweisen überzeugt werden, vermochte diese dann jedoch trotzdem nur teil-
weise umzusetzen oder fiel nach einiger Zeit in alte Verhaltensmuster zurück. Ins-
besondere während des Aufenthaltes im Heim für Mutter und Kind, F., zeigte die 
Berufungsklägerin wieder sehr wenig Einsicht und war nicht bereit, Hilfestellungen 
anzunehmen oder ihr Verhalten zu ändern bzw. kritisch zu hinterfragen. Sie rea-
gierte wiederholt mit Aggressionen oder Rückzug auf Vorschläge oder Forderun-
gen der Betreuungspersonen. Ihr provokatives Verhalten führte schliesslich gar zu 
einer Kündigung des Aufenthaltes. Die Berufungsklägerin war nach anfänglicher 
Einsicht auch nicht mehr bereit, die von den R. empfohlenen Therapien durchzu-
führen und verweigerte insbesondere die Einnahme des vorgeschlagenen Medi-
kamentes. Es ergibt sich somit, dass es die erheblich beeinträchtigte Erziehungs-
fähigkeit der Berufungsklägerin immer noch nicht erlaubt, ihre Tochter Z. alleine zu 
betreuen.

d) Die Berufungsklägerin anerkennt diesen Umstand insoweit, als sie darlegt, 
sich ihrer Grenzen klar geworden zu sein, weshalb sie bereit sei, die notwendige 
Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie schlägt verschiedene Hilfsangebote vor, welche 
in A. verfügbar seien und die bei ihr noch bestehenden Defizite auszugleichen 
vermöchten. Die Vorinstanz hat das vorgeschlagene Betreuungsmodell – wie 
nachfolgend zu zeigen sein wird zu Recht – als in sachlicher und zeitlicher Hin-
sicht unzureichend qualifiziert. Wie bereits dargelegt, ist unbestritten, dass sämtli-
che vorgeschlagenen Hilfsangebote je für sich in A. in Anspruch genommen wer-

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den können. Die Mütterberatung hält regelmässig Sprechstunden ab. Für die ge-
samte Landschaft A. bzw. für alle dort wohnhaften Kinder ist jedoch lediglich ein 
Nachmittag pro Woche – insgesamt drei Stunden – reserviert (vgl. Beilagen Pas-
sivpartei, act. 04/2). Bereits dieser Umstand zeigt, dass für die Berufungsklägerin 
allerhöchstens eine sehr kurze Kontrolle oder Beratung pro Woche möglich wäre. 
Die üblichen Entwicklungs- und Gesundheitskontrollen beim Kinderarzt finden le-
diglich in sehr grossen Abständen – alle paar Monate bzw. später nur noch jährlich 
– statt. Sodann wird insbesondere eine sozialpädagogische Familienbegleitung 
vorgeschlagen. Eine solche Begleitperson könnte die Berufungsklägerin gemäss 
eigener Darstellung ein bis zweimal pro Woche für einige Stunden besuchen (vgl. 
Plädoyer RA Strässler, Akten Vorinstanz, act. 9, S. 3). Hinzuweisen gilt es zudem 
auf den Umstand, dass sozialpädagogische Familienbegleitungen von Vornherein 
lediglich für eine zeitlich beschränkte Begleitung von Familien in schwierigen Le-
benssituationen vorgesehen sind (vgl. Beilagen Passivpartei, act. 04/3). Schliess-
lich ist die regelmässige Unterstützung der Grosstante der Berufungsklägerin, N., 
an den Wochenenden zugesagt. Die Berufungsklägerin pflegt bereits heute einen 
engen Kontakt zu ihrer Grosstante. Allerdings gilt es hierbei festzustellen, dass die 
Wirksamkeit dieser Unterstützungsmassnahme, selbst wenn diese auch über ei-
nen längeren Zeitraum hinweg tatsächlich jedes Wochenende stattfinden würde, 
von der Vormundschaftsbehörde aufgrund der Vorkommnisse in der Vergangen-
heit zu Recht in Frage gestellt wurde. So kann den Akten entnommen werden, 
dass sich die Berufungsklägerin am 1. Januar 2011 abends um 22.00 Uhr ge-
meinsam mit Z. im Zug von Landquart nach A. befand; zu diesem Zeitpunkt lag die 
Verantwortung für Z. in Absprache mit der Vormundschaftsbehörde jedoch bei N. 
(vgl. Akten VB, act. 3 und 17 bzw. Beilagen Passivpartei, act. 04/1). Insofern erüb-
rigen sich auch weitere diesbezügliche Beweiserhebungen. Insgesamt ist festzu-
stellen, dass durch das vorgeschlagene Betreuungsmodell zwar regelmässige, 
aber dennoch nur punktuelle Kontrollen gewährleistet werden können. Selbst bei 
idealer Koordination und Kommunikation unter den einzelnen Begleitpersonen 
bliebe somit die nicht unerhebliche Gefahr bestehen, dass allfällige Fehlentwick-
lungen bei Z. erst zu spät erkannt würden. Es muss an dieser Stelle noch einmal 
darauf hingewiesen werden, dass die Fachpersonen einhellig eine dauernde An-
leitung und stetige Kontrolle nach wie vor als unbedingt notwendig bezeichneten, 
um das Wohlergehen von Z. sicherzustellen.

Zudem bestehen aufgrund des bisherigen Verhaltens der Berufungsklägerin 
erhebliche Zweifel an ihrem Durchhaltevermögen. Es zeigte sich wiederholt, dass 
sie zwar immer wieder motiviert, einsichtig und bemüht war, aber in der Folge 

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dennoch getroffene Abmachungen nicht über einen längeren Zeitraum einhalten 
konnte bzw. wollte. So hat sie auch empfohlene Massnahmen immer wieder abge-
lehnt. Bereits hingewiesen wurde auf die Verweigerung der als indiziert qualifizier-
ten medikamentösen Behandlung. Sodann hat sie auch die empfohlene langjähri-
ge ambulante psychiatrische Behandlung bis anhin nicht aus eigener Initiative in 
Angriff genommen, sondern bietet lediglich an, diese allenfalls wieder aufzuneh-
men, wenn dies als notwendig erachtet werde. Dass die Berufungsklägerin gröss-
te Mühe bekundet, die Motivation über einen längeren Zeitraum hinweg aufrecht 
zu erhalten, zeigte sich immer wieder in den Klinik- bzw. Heimaufenthalten. Be-
reits während ihres ersten Aufenthaltes in der Klinik D. im Juni 2010 zeigte sie sich 
nach anfänglicher Motivation bald sehr unzufrieden und unkooperativ (vgl. Akten 
VB, act. 21). Bereits eingegangen wurde auf ihr von Widerstand und Ablehnung 
geprägtes Verhalten im Heim für Mutter und Kind, F., wo sie sich wenig kooperativ 
und einsichtig zeigte und dies obwohl sie besorgt darüber war, dass ihr Z. wegge-
nommen werden könnte (vgl. E. 4 c/cc sowie Akten VB, act. 15 und 2). Der Ein-
wand der fehlenden Eignung des Heims in F. wurde von der Berufungsklägerin 
nicht näher begründet (vgl. Plädoyer RA Strässler, Akten Vorinstanz, act. 9, S. 3). 
Sie war bei dessen Auswahl denn auch selbst involviert gewesen und das Schei-
tern dieses Heimaufenthaltes, welcher schliesslich mit der Kündigung seitens der 
Institution endete, vermochte die Berufungsklägerin nicht zu erklären. Aufgrund 
des geschilderten Verlaufs der Aufenthalte in der Klinik D. bzw. in den Heimen für 
Mutter und Kind wurde auch zu Recht von einer nochmaligen Unterbringung der 
Berufungsklägerin mit der Tochter Z. in der Klinik D. abgesehen. Insgesamt liegen 
zudem bezüglich des vorgeschlagenen Betreuungsmodells – neben der Tatsache, 
dass dieses keine ständige Begleitung und Überwachung gewährleisten kann – 
lediglich Bereitschaftserklärungen der Berufungsklägerin vor, die entsprechende 
Hilfe in Anspruch zu nehmen und die empfohlene Therapie anzutreten. Blosse 
Absichtserklärungen vermögen jedoch nicht zu genügen. Die Berufungsklägerin 
hat im Gegenteil zuerst den Tatbeweis für eine aktive und dauerhafte Verände-
rung ihrer eigenen Lebensführung zu erbringen. Hierbei kann sie die Unterstüt-
zung ihrer Beiständin in Anspruch nehmen. Als weiterer Faktor fällt auch die feh-
lende berufliche Ausbildung negativ ins Gewicht. Um eine langjährige Abhängig-
keit von Sozialhilfe zu vermeiden, werden Schritte zur Erlangung der beruflichen 
und finanziellen Unabhängigkeit einzuleiten sein, was wiederum zwingend mit ei-
ner zusätzlichen Fremdbetreuung der Tochter verbunden wäre. Insgesamt kann 
damit zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch die für eine gedeihliche Entwicklung des 
Kindes notwendige Kontinuität und Stabilität des Betreuungsverhältnisses mit der 
Fremdplatzierung bei der Pflegefamilie besser gewährleistet werden.

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Damit gilt es abschliessend festzustellen, dass nach dem Scheitern der Kli-
nik- bzw. Heimaufenthalte entsprechend den gemachten Ausführungen die vorge-
schlagenen Möglichkeiten, welche eine selbständige Betreuung von Z. durch die 
Berufungsklägerin hätten ermöglichen sollen, zu Recht als ungenügend abgelehnt 
wurden und folgerichtig die Fremdplatzierung von Z. verfügt wurde.

5. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid auch mit der Frage 
einer möglichen Wiedererteilung der elterlichen Sorge trotz weiter bestehenden 
Obhutsentzugs befasst (vgl. Beschwerdeentscheid des Bezirksgerichtes C. vom 
30. Juni 2011, S. 18). Sie kommt zum Schluss, dass sich aus den Akten und na-
mentlich aus dem Zusatzgutachten der R. deutlich ergebe, dass die Berufungsklä-
gerin derzeit in ihrer erzieherischen Eignung zu überfordert sei, um die Restbefug-
nisse der elterlichen Sorge gegenüber dem Kind pflichtgemäss ausüben zu kön-
nen. In der Berufung wurde auf diese Fragestellung nicht eingegangen, insbeson-
dere wurde kein Antrag auf Erteilung der elterlichen Sorge gestellt. Für die Beru-
fungsklägerin dürfte denn auch die Obhut bzw. die persönliche Betreuung ihrer 
Tochter im Vordergrund stehen, weshalb darauf im jetzigen Zeitpunkt nicht weiter 
eingegangen werden muss. Immerhin kann festgestellt werden, dass die Auffas-
sung der Vorinstanz in Anbetracht der bei der Berufungsklägerin gutachterlich dia-
gnostizierten Defizite nicht zu beanstanden ist.

6. Schliesslich stellt die Berufungsklägerin den Eventualantrag auf Rückwei-
sung der Sache an die Vorinstanz zwecks Prüfung der Frage, ob der Kontakt zwi-
schen der Berufungsklägerin und ihrer Tochter Z. ausgebaut werden könne. Sie 
besuche ihre Tochter derzeit während zwei Stunden pro Monat unter Aufsicht der 
Pflegeeltern. Auf diese Weise könne keine tragfähige Beziehung beibehalten und 
längerfristig aufgebaut werden. Es solle ihr ermöglicht werden, längere Zeit alleine 
mit ihrer Tochter zu verbringen und sie auch zu sich nach Hause nehmen zu kön-
nen. 

a) Diesbezüglich gilt es zunächst zu präzisieren, dass das Besuchsrecht durch 
die Berufungsklägerin bei den Pflegeeltern ihrer beiden Töchter derzeit zweimal 
pro Monat – und entgegen der Darstellung der Berufungsklägerin nicht lediglich 
einmal pro Monat – ausgeübt werden kann. Dies ergibt sich aus dem Bericht der 
Pflegeeltern K. an die Vormundschaftsbehörde C. vom 22. Juni 2011, in welchem 
diese zum Ablauf der einzelnen ausgeübten Besuchszeiten – nämlich am 12. und 
27. April 2011, am 11. und 25. Mai 2011 sowie am 7. und 21. Juni – und zum Ver-
halten der Berufungsklägerin gegenüber ihren Töchtern Stellung nehmen (Akten 
Vorinstanz, act. 8). Bereits im Bericht vom 26. November 2010 führen die Pflege-

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eltern aus, die Berufungsklägerin besuche ihre Tochter Y. alle zwei Wochen für 
rund zwei Stunden (Akten VB, act. 18).

b) Die nunmehr beantragte Ausdehnung des Besuchsrechts war nicht Gegen-
stand des angefochtenen Beschlusses der Vormundschaftsbehörde C. vom 6. 
April 2011, mitgeteilt am 21. April 2011. Der entsprechende Eventualantrag wurde 
von der Berufungsklägerin erstmals im Beschwerdeverfahren vorgebracht. Die 
Vorinstanz hat es in ihrem Beschwerdeentscheid abgelehnt, der Berufungskläge-
rin die Erlaubnis zu erteilen, Z. übers Wochenende selbständig an ihrem Wohnort 
zu betreuen. Es wurde im Weiteren aber auch festgestellt, dass eine erneute Prü-
fung dieser Fragestellung bei einer günstigen Entwicklung und Festigung der ak-
tuellen Verhältnisse möglich sei (vgl. Beschwerdeentscheid des Bezirksgerichtes 
C. vom 30. Juni 2011, S. 17). Die Vormundschaftsbehörde C. signalisierte ihrer-
seits in ihrer Vernehmlassung zur Berufung vom 29. August 2011 die Bereitschaft 
zu einer moderaten Ausdehnung des Besuchsrechts an sich. Zu Recht weist die 
Vormundschaftsbehörde jedoch im Weiteren darauf hin, dass in den Prozess be-
züglich Ausweitung des Besuchsrechts notwendigerweise auch die Vormundin 
von Z. miteinzubeziehen ist, welche wird beurteilen müssen, ob eine solche Aus-
dehnung des Besuchsrechts auch im Wohle des Kindes liege (vgl. act. 04, S. 3). 

Bei dieser Sachlage erwiese sich eine Rückweisung an die Vorinstanz, wie 
dies dem Eventualbegehren der Berufungsklägerin entspräche, als nicht sachge-
recht. Der Berufungsklägerin steht es frei, ihr Anliegen auf Ausdehnung des Be-
suchsrechts mit Z. direkt bei der dafür zuständigen Vormundschaftsbehörde vor-
zubringen. Diese ist auf ihrer geäusserten grundsätzlichen Bereitschaft zur Vor-
nahme einer Prüfung zu behaften, weshalb sich eine entsprechende Anweisung 
erübrigt.

Damit erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtmässig und die 
Berufung ist vollumfänglich abzuweisen.

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich der 
Berufungsklägerin aufzuerlegen. Angesichts ihrer Bedürftigkeit rechtfertigt es sich 
jedoch, die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2'000.-- in sinngemässer An-
wendung von Art. 63 Abs. 3 EGzZGB vollständig auf die Gerichtskasse zu neh-
men. Die mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 8. September 
2011, mitgeteilt am 9. September 2011 (ERZ 11 400), erteilte Bewilligung zur un-
entgeltlichen Prozessführung erweist sich insoweit als gegenstandslos.

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Die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertreterin wird entsprechend 
der eingereichten, in Berücksichtigung des mutmasslich notwendigen Aufwandes 
als angemessen zu qualifizierenden Honorarnote auf Fr. 1'933.30, inkl. MwSt und 
Barauslagen, festgesetzt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt. 
Vorbehalten bleibt die Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet 
ist, sobald sie dazu in der Lage ist.

Der Vormundschaftsbehörde wird praxisgemäss keine ausseramtliche Ent-
schädigung zugesprochen (PKG 1995 Nr. 6 E. 4.b).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2'000.-- gehen zu Lasten des 
Kantons Graubünden.

3. a) Die im Berufungsverfahren entstandenen Kosten der Rechtsvertretung von 
X. werden gestützt auf die ihr gewährte unentgeltliche Rechtspflege (ERZ 
11 400) dem Kanton Graubünden in Rechnung gestellt und aus der Ge-
richtskasse bezahlt.

    b) Die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertreterin von X. wird auf Fr. 
1'933.30 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt.

    c) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch den Kanton Graubün-
den im Sinne von Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundes-
gericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausferti-
gung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: