# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af0004bb-3a17-5661-ad52-bdd18edda38f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-11-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 30.11.2011 IV 2009/401
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2009-401_2011-11-30.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2009/401

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.11.2019

Entscheiddatum: 30.11.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 30.11.2011
Art. 28 IVG. Würdigung von Arztberichten und eines Verlaufsgutachtens, 
hauptsächlich in psychiatrischer Hinsicht (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. November 2011, IV 
2009/401).

Entscheid Versicherungsgericht, 30.11.2011

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug, a.o. 

Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Entscheid vom 30. November 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Sabrina Schneider, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ meldete sich wegen Schilddrüsenkrebses, Rücken- und 

Schulterbeschwerden sowie psychischer Probleme am 14. Dezember 2004 zum Bezug 

von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) an und beantragte die Ausrichtung einer 

Rente (IV-act. 2). Eine Begutachtung beim Ärztlichen Begutachtungsinstitut in Basel 

(ABI; Gutachten vom 24. März 2006, IV-act. 20) ergab, dass als Hauptdiagnosen 

vorlagen (erstens) ein chronisches zervikozephales sowie zervikobrachiales 

Schmerzsyndrom bei radiomorphologisch kleiner medianer Diskushernie C5/6 ohne 

Nervenwurzelkompression und medianer breitbasiger Diskusprotrusion C6/7 mit 

Spondylosis zwischen C3 und C7 sowie reaktiver Myogelose subokzipital und in der 

Trapeziusmuskulatur bei allgemeiner ausgeprägter muskulärer Dekonditionierung und 

(zweitens) ein chronisches unspezifisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei 

Wirbelsäulenfehlhaltung und -fehlform und deutlicher muskulärer Dysbalance mit 

Abschwächung der abdominellen und rückenstabilisierenden Muskelgruppen. Als 

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden unter anderem benannt: eine 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung und ein Status nach Operation eines 

polypösen Schilddrüsen-Karzinoms rechts 9/97. Körperlich schwer belastende 

berufliche Tätigkeiten seien der Versicherten nicht zumutbar, körperlich mittelschwer 

belastende - wie die zuletzt ausgeübte als Reinigungsfrau - seien zu 50 % und körper­

lich leichte, wechselbelastende mit bezeichneten Einschränkungen seien zu 100 % 

zumutbar. Gestützt auf dieses Gutachten und eine am 14. Juni 2006 vorgenommene 

Haushaltabklärung (IV-act. 25) verneinte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen mit Verfügung vom 1. Dezember 2006 bei einem Invaliditätsgrad der 

Versicherten von 15 % einen Anspruch auf eine Invalidenrente (IV-act. 40). - Im Lauf 

des hiergegen angestrengten Beschwerdeverfahrens wurden verschiedene 

Arztberichte eingereicht. So hatte das Psychiatrische Zentrum St. Gallen (Dr. med. 

B.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie) am 14. Dezember 2006 

berichtet, seit September 2006 habe eine deutliche Verschlechterung des 

Gesundheitszustands stattgefunden (IV-act. 53-36 ff.). Dr. med. C.___, Facharzt FMH 

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für Innere Medizin, hatte in seinem Arztbericht vom 6. Februar 2007 berichtet, die 

Versicherte werde zunehmend depressiv und sei deswegen regelmässig in Behandlung 

im sozialpsychiatrischen Dienst, von wo sie auch Antidepressiva und Neuroleptika 

erhalte. Nachdem die IV einen Invaliditätsgrad von 15 % festgestellt habe - womit er 

nicht einverstanden sei -, habe sich die Situation erwartungsgemäss verschärft und die 

Versicherte benötige nun dringend eine stationäre Behandlung (IV-act. 61-5). Am 5. 

April 2007 hatte Dr. C.___ der Versicherten ab dem 26. September 2006 bis auf 

weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert (IV-act. 61-4). Die Psychiatrische 

Klinik Wil hatte in einem Austrittsbericht vom 3. April 2008 angegeben, die Versicherte 

sei vom 20. März 2008 bis zum 3. April 2008 hospitalisiert gewesen. Es lägen eine 

mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom und ein St. post 

Schilddrüsenkarzinom (Operation 1997/1998) vor. Die Versicherte sei bei Austritt im 

formalen Denken verlangsamt und antriebsarm gewesen und es bestehe weiterhin ein 

sozialer Rückzug. Die Arbeitsunfähigkeit betrage 100 % und sei ambulant zu 

reevaluieren (IV-act. 63-2 ff.). In einem Kurzaustrittsbericht des Departements Innere 

Medizin, Onkologie/Hämatologie, am Kantonsspital St. Gallen vom 8. Mai 2008 (IV-

act. 63-12) schliesslich war dargelegt worden, dass die Versicherte vom 29. April bis 

8. Mai 2008 hospitalisiert gewesen sei. Es lägen (im Wesentlichen) rezidivierende 

unklare Episoden mit präsynkopalen Ereignissen, eine Polyneuropathie, eine unklare, 

wahrscheinlich seit längerem bestehende Pupillenstarre links, eine leichte 

Refluxoesophagitis mit Vitamin B12-Mangel, H. pylori positiv, eine 

Hypercholesterinämie, eine mittelgradige depressive Episode, eine langdauernde 

Schmerzstörung mit Polyarthralgien und Polymyalgien und ein St. n. follikulärem 

Schilddrüsenkarzinom rechts vor. - Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen 

hob die Verfügung vom 1. Dezember 2006 mit Urteil vom 13. August 2008 in teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde auf, stellte fest, dass die Versicherte als 

Vollerwerbstätige zu qualifizieren sei, und wies die Sache zur Vornahme weiterer 

medizinischer Abklärungen (betreffend die Zeit nach der ABI-Begutachtung) und zur 

neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück (IV-act. 64).

A.b   Am 29. Dezember 2008 gab die Beschwerdegegnerin eine medizinische 

Begutachtung in Auftrag.

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A.c   In seinem Verlaufsbericht vom 28. Januar 2009 diagnostizierte das Psychiatrische 

Zentrum St. Gallen eine seit 2006 bestehende rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode ohne psychotische Symptome, eine 

seit 2006 bestehende anhaltende somatoforme Schmerzstörung sowie seit 2008 be­

stehende rezidivierende unklare Episoden mit präsynkopalen und synkopalen 

Ereignissen. Die ambulante Behandlung werde fortgesetzt. Es sei eine Chronifizierung 

eingetreten. Im EEG vom Mai 2008 seien epilepsieverdächtige Potentiale gefunden 

worden, weshalb eine Weiterbetreuung durch die Klinik für Neurologie am 

Kantonsspital St. Gallen erfolge. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit mindestens Ende 2006. Zuvor sei die 

Krankschreibung durch den Hausarzt erfolgt. Eine adaptierte Tätigkeit sei der 

Versicherten aufgrund des gegenwärtig schweren Krankheitsbildes (ausgeprägte 

depressive Symptomatik) ebenso wenig zumutbar wie die bisherige Tätigkeit (IV-act. 

71-1 ff.). - Beigelegt war ein Bericht des Departements Innere Medizin, Psychosomatik, 

am Kantonsspital St. Gallen (Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und 

Psychotherapie) vom 9. Mai 2008, wonach eine depressive Episode, mittelgradig bis 

schwer, vorliege. Es bestehe auch ein somatisches Syndrom (IV-act. 71-9 ff.). Das 

Departement Innere Medizin, Onkologie/Hämatologie, am Kantonsspital St. Gallen 

ferner hatte am 15. Mai 2008 rezidivierende unklare Episoden auch mit synkopalen 

Ereignissen und im Übrigen die bereits im Kurzaustrittsbericht erwähnten Diagnosen 

angegeben. Die Ereignisse seien am ehesten im Rahmen einer fokalen Epilepsie zu 

sehen. Differentialdiagnostisch kämen ein medikamentöses Problem, eine leichte 

orthostatische Dysregulation und eine psychogene Komponente in Frage (IV-

act. 71-14 ff.).

A.d   In seinem Verlaufsbericht vom Frühjahr 2009 (undatiert) diagnostizierte Dr. C.___ 

ein chronisches zervicocephales und zervicobrachiales Syndrom beidseits bei 

ausgeprägten degenerativen Veränderungen der HWS, mehreren Diskusprotrusionen 

und einer Diskushernie C5/C6, eine Lumboischialgie links bei degenerativen 

Veränderungen L4/L5 und L5/S1, einen Verdacht auf eine somatoforme 

Schmerzstörung (seit 2004), mittelschwere chronische depressive Verstimmungen, 

Epilepsie und ein chronisches Schulterimpingement rechts bei Partialruptur der 

Supraspinatussehne mit begleitender Bursitis subdeltoidea seit 2008. Für die zuletzt 

ausgeübte Tätigkeit als Reinigungsangestellte sei die Versicherte seit dem 13. 

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Dezember 2004 aus somatischer Sicht zu 50 % arbeitsunfähig mit Einschränkungen 

bei voller Stundenpräsenz. Die Gutachter würden die Auswirkungen auf die Arbeit 

kompetent beantworten (IV-act. 73-1 f.).

A.e   Das ABI erstattete am 22. Juni 2009 das Verlaufsgutachten. Von Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit seien (erstens) ein subakromiales Impingement Schulter rechts mit 

bursaseitiger Partialruptur der Supraspinatussehne und (zweitens) ein chronisches 

zervikobrachiales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik bei kleiner medianer 

Diskushernie C5/6 und C6/7 sowie leichtgradiger ventral betonter Spondylose der 

Wirbelkörper C3 - C7, klinisch und bildgebend ohne Kompromittierung neuraler 

Strukturen. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien histrionische Wesenszüge mit 

Dramatisierung, Katastrophisierung und Beschwerdeausweitung ohne das Vorliegen 

einer krankheitswertigen Persönlichkeitsstörung, eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung bei anamnestisch multilokulärem Schmerzsyndrom, weitgehend ohne 

klinisches Korrelat, ein Status nach Operation eines follikulären Schilddrüsen-

Karzinoms rechts mit Substitutionstherapie mit Euthyrox, derzeit nicht optimal 

eingestellt, und eine Adipositas. In der angestammten Tätigkeit im Reinigungsdienst 

bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, indem Arbeiten mit den Armen 

oberhalb der Horizontalen nicht mehr durchgeführt werden könnten. Eine exakte 

Quantifizierung sei nur bei detaillierter Kenntnis des konkreten Arbeitsplatzes definitiv 

möglich. Für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten in wechselnder Position, 

bei welchen eine Hebe- und Traglimite von 10 kg nur ausnahmsweise überschritten 

werde und keine Zwangshaltungen des Nackens oder regelmässigen Bewegungen der 

Arme oberhalb der Horizontalen vorkämen, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. 

Zu denken sei vor allem an Kontroll- und Überwachungstätigkeiten, aber auch 

manuelle Arbeiten auf Tischhöhe kämen in Frage, falls die formulierten 

Einschränkungen berücksichtigt würden. Im Haushalt betrage die Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit höchstens 20 %. Im Vergleich zur ersten Begutachtung habe sich die 

Situation auf somatischer Ebene dahingehend etwas verändert, dass neu eine 

objektivierbare Pathologie an der rechten Schulter aufgetreten sei. An der Wirbelsäule 

hätten sich weitgehend unveränderte Verhältnisse gefunden. Auf psychiatrischer Ebene 

seien histrionische Wesenszüge stärker in den Vordergrund getreten, bei weiterhin 

bestehender anhaltender somatoformer Schmerzstörung. Es liege aber nach wie vor 

keine psychische Erkrankung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vor. - Zu den 

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psychiatrischen Befunden wurde unter anderem ausgeführt, die Versicherte 

demonstriere eine sehr langsame, gequälte Sprechweise. Im interpersonalen Kontakt 

habe sie gleichgültig, affektiv kühl und kontrolliert gewirkt. Spontaneität habe nicht 

bestanden. Die Rapportfähigkeit sei durch die an Nicht-Kooperation grenzende 

Haltung erschwert gewesen. Die Versicherte habe die gesamte Untersuchung aber 

trotz der gezeigten hochgradigen Schmerzaffizierung aufmerksam verfolgt. Sie habe 

konzentriert gewirkt. Depressive Affektauslenkungen hätten nicht bestanden. Eine 

echte innere Beteiligung sei nicht spürbar gewesen. Wie bereits im Vorgutachten sei 

auch jetzt ein deutlicher sekundärer Krankheitsgewinn, kombiniert mit vollständiger 

Invalidisierungsüberzeugung, aufgefallen. Abgesehen von der somatoformen 

Schmerzstörung, die sich inzwischen durch den sekundären Krankheitsgewinn mit 

vollständiger Fürsorge durch die Familie eher ausgeweitet habe, könne keine 

psychiatrische Morbidität diagnostiziert werden. Der orthopädische Gutachter erklärte, 

die Versicherte berichte im Vergleich zur Vorbegutachtung mit Ausnahme einer leichten 

Akzentuierung im Bereich der rechten Schulter nicht über eine wesentliche 

Veränderung ihres Beschwerdebildes. Die von der Versicherten angegebenen 

Beschwerden an der rechten Schulter würden sich durch objektivierbare Befunde 

begründen lassen. Auch an der Halswirbelsäule würden sich bildgebend gewisse 

degenerative Veränderungen feststellen lassen, die eine dort etwas verminderte 

Belastbarkeit erklären würden. Für die übrigen anamnestisch angegebenen 

Beschwerden hingegen hätten sich keine klinischen Korrelate finden lassen und die 

gesamte Untersuchung sei auch dementsprechend weitgehend unauffällig gewesen 

und ohne wesentliche Schmerzäusserungen verlaufen. Im Vergleich zur letzten 

Begutachtung durch das ABI sei die Versicherte deutlich besser untersuchbar 

gewesen. Dies deute stark auf das Vorliegen von wesentlichen nichtorganischen 

Schmerzbestandteilen hin, da organische Alterationen zwar auch nicht immer gleich 

schmerzhaft seien, so grosse Unterschiede jedoch kaum auftreten würden. Betreffend 

die Arbeitsfähigkeit ergebe sich demnach grundsätzlich eine vergleichbare Beurteilung 

wie beim letzten Mal. Ob die erhebliche Diskrepanz zwischen den anamnestischen 

Beschwerdeschilderungen und den objektivierbaren Befunden psychische Ursachen 

habe, sei durch das psychiatrische Teilgutachten zu klären (IV-act. 75). - Beigelegt 

wurden ein Bericht der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen vom 25. Juni 

2008, wonach ein V. a. psychogene Anfälle bestehe. Es würden Anhaltspunkte gegen 

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eine Qualifikation als epileptische Anfälle sprechen. Das EEG zeige unverändert eine 

Funktionsstörung. Klinisch habe die Versicherte depressiv, antriebsarm, müde, 

abgeschlagen und erschöpft gewirkt. Das MRI vom 6. Mai 2008 habe lediglich eine 

kleine venöse Anomalie im frontalen Marklager links ohne Krankheitswert gezeigt (IV-

act. 75-34 ff.). Im Bericht vom 14. Januar 2009 waren die Anfälle nach der 

Verlaufskontrolle als psychogen bezeichnet worden. Die Versicherte habe depressiv 

gewirkt und von gelegentlichen Suizidgedanken berichtet. Es sei eine stationäre 

psychiatrische Behandlung, z.B. in der psychosomatischen Klinik Gais, zu empfehlen 

(IV-act. 75-32 f.). Die Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen 

hatte gemäss einem Bericht vom 9. April 2009 eine subacromiale Impingement-

Symptomatik der rechten Schulter mit Verdacht auf eine Partialläsion der 

Supraspinatussehne festgestellt (IV-act. 75-30 f.).

A.f    Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung hielt am 6. Juli 

2009 fest, auf das Gutachten des ABI könne vollumfänglich abgestellt werden. 

Versicherungsmedizinisch gelte, dass sich der Gesundheitszustand seit der 

Begutachtung am 4. Januar 2006 im Wesentlichen nicht, sicherlich nicht in IV- und 

anhaltend arbeitsfähigkeitsrelevanten Aspekten, verändert habe, und dass eine 

Arbeitsfähigkeit von 100 % für adaptierte Tätigkeiten bestehe (IV-act. 76).

A.g   Mit Vorbescheid vom 13. August 2009 teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-

Stelle mit, dass kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe. Validen- und 

Invalideneinkommen machten beide Fr. 44'474.-- aus (IV-act. 78 f.).

A.h   Die Versicherte liess gegen diesen Vorbescheid durch ihre Rechtsvertreterin am 

11. September 2009 Einwand erheben und rückwirkend ab dem 1. September 2006 

eine ganze Invalidenrente beantragen. Zu Unrecht seien die diversen Verlaufsberichte 

der behandelnden Ärzte nicht in die Würdigung einbezogen worden. Mit der 

Partialruptur der Supraspinatussehne habe sich eine Verschlechterung ergeben, 

weshalb die neue Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht nachvollziehbar sei. Das 

lumbovertebrale Schmerzsyndrom sei nicht mehr erwähnt worden, obwohl sich die 

entsprechenden Leiden intensiviert hätten. Es sei auf die Einschätzung von Dr. C.___ 

abzustellen, der von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus somatischer Sicht ausgehe. 

Die Einschätzungen der psychiatrischen Gutachterin und die psychiatrischen 

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Einschätzungen sämtlicher übriger Ärzte divergierten diametral. Dr. C.___, das 

Psychiatrische Zentrum St. Gallen, die Psychiatrische Klinik Wil und die Abteilung 

Psychosomatik am Kantonsspital St. Gallen würden von einer mittelgradigen bis 

schweren depressiven Störung und einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 

ausgehen, die psychiatrische Gutachterin dagegen lediglich von histrionischen 

Wesenszügen und einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung. Die fehlende 

Diagnosestellung in Bezug auf die Depression werde nicht begründet. Es erscheine 

unwahrscheinlich, dass sich alle genannten Ärzte hätten täuschen lassen, zumal nicht 

allen eine Vertrauensstellung zukomme. Die psychiatrische Gutachterin habe nicht 

geprüft, ob die anhaltende somatoforme Schmerzstörung überwindbar sei; sie sei es 

nicht. Die Gutachterin hätte ferner spezifische Tests durchführen müssen. Sie sei 

ausserdem für eine psychiatrische Begutachtung nicht qualifiziert. Schliesslich bestehe 

der Anschein der Befangenheit des ABI. Vom Zeitpunkt der Verschlimmerung der 

Leiden an sei, da kein Invalideneinkommen erzielt werden könne, eine ganze Rente zu 

gewähren (IV-act. 80).

A.i     Mit Verfügung vom 25. September 2009 lehnte die Sozialversicherungsanstalt/IV-

Stelle einen Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente ab (IV-act. 83).

B.     

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwältin lic. iur. Sabrina Schneider 

für die Betroffene am 29. Oktober 2009 erhobene Beschwerde. Die Rechtsvertreterin 

der Beschwerdeführerin beantragt, der Beschwerdeführerin sei rückwirkend ab dem 

1. September 2006 eine ganze Invalidenrente auszurichten. Wie im Einwand bereits 

dargelegt, wird wiederum vorgebracht, das zweite ABI-Gutachten sei nicht beweis­

kräftig. Es sei fraglich, ob die von Dr. C.___ festgestellte Restarbeitsfähigkeit aus 

somatischer Sicht, auf welche abzustellen sei, auf dem freien Markt noch verwertbar 

sei. Die psychiatrische Gutachterin lasse ausser Acht, dass gedrückte Stimmung, 

Interessenverlust, Freudlosigkeit, verminderter Antrieb und schlechter Schlaf zu den 

typischen Symptomen einer depressiven Episode gehörten. Die Stimmungsänderung 

könne durch zusätzliche Symptome wie Reizbarkeit, histrionisches Verhalten und 

andere verdeckt sein. Den Berichten des behandelnden Psychiaters komme bezüglich 

dieser Befunde grösseres Gewicht zu. Die Überzeugungskraft der abweichenden 

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Arztberichte gesamthaft widerlege das psychiatrische Gutachten. Sämtliche 

behandelnden Ärzte und Psychiater attestierten der Beschwerdeführerin vorwiegend 

aufgrund ihrer gravierenden Depressionen und den weiteren Diagnosen aus 

nachvollziehbaren Gründen eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Die gegenteiligen 

Spekulationen des ABI seien nicht massgebend. Eine erhebliche Verschlimmerung seit 

der ersten Begutachtung sei sowohl in somatischer wie psychiatrischer Sicht 

ausgewiesen.

C.       

Mit Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2010 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Sie habe zu Recht auf das Gutachten abgestellt und nicht 

auf die Angaben der behandelnden Ärzte, welche den subjektiven Angaben der 

Beschwerdeführerin gefolgt seien. Das Gutachten sei von einem qualifizierten 

Begutachtungsinstitut erstellt worden. Der Beweiswert hänge von der Fachausbildung 

ab, doch sei ein FMH-Facharzttitel nicht vorausgesetzt. Auch unter Berücksichtigung 

des lumbovertebralen Schmerzsyndroms bei der ersten Begutachtung habe eine volle 

Leistungsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit resultiert. Bei der psychiatrischen Exploration 

sei eine Übersetzerin anwesend gewesen. Die psychiatrische Gutachterin habe 

festgestellt, dass bei der Beschwerdeführerin zu keiner Zeit ein Leidensdruck zu 

erkennen gewesen sei (IV-act. G 4).

D.       

Mit Replik vom 3. Februar 2010 lässt die Beschwerdeführerin darlegen, die 

psychiatrische Gutachterin habe sich mit dem Satz begnügt, die abweichenden 

ärztlichen Berichte könnten nicht nachvollzogen werden, sie habe sich aber nicht damit 

auseinandergesetzt. Als einzige der involvierten Psychiater und Ärzte komme sie zum 

Schluss, es liege keine krankheitswertige Persönlichkeitsstörung vor. Die 

behandelnden Ärzte seien unabhängig voneinander zur Erkenntnis gelangt, die 

Beschwerdegegnerin leide an einer mittelgradigen bis schweren depressiven Störung 

und an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung. Es sei davon auszugehen, 

dass die psychiatrische Gutachterin nicht über fundierte Kenntnisse des 

schweizerischen Sozialversicherungsrechts verfüge, was den Beweiswert weiter 

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schmälere. Die Einschätzung zum Leidensdruck stelle eine rein subjektive 

Wahrnehmung der Gutachterin dar, welche von den übrigen Ärzten nicht geteilt werde. 

Das chronische lumbovertebrale Schmerzsyndrom nicht mehr zu erwähnen, sei ein 

Mangel, und zwar unabhängig von der Frage, ob es sich auf die Arbeitsfähigkeit 

auswirke oder nicht. Es sei zu vermuten, dass dieses Leiden zusammen mit den 

objektivierbaren Verschlechterungen des Gesundheitszustands zu einer Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht führe (act. G 7).

E.        

Die Beschwerdegegnerin hat am 19./22. Februar 2010 auf die Einreichung einer Duplik 

verzichtet (act. G 9).

Erwägungen:

1.      

1.1    Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Die 

Beschwerdegegnerin hat die angefochtene Verfügung am 25. September 2009, also 

unter der Geltung des Rechts dieser Revision, erlassen. Zu beurteilen ist der 

Sachverhalt, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses dieser Verfügung entwickelt 

hat. Dieser Sachverhalt reicht in eine Zeit vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision zurück. 

Das Bundesamt für Sozialversicherungen unterstellt in Bezug auf das Fehlen einer 

übergangsrechtlichen Bestimmung (zum Rentenbeginn) zu Recht eine 

ausfüllungsbedürftige Lücke (vgl. das Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007). 

Die Definition der Sachverhalte, auf die noch altes Recht anwendbar sein soll, sollte 

aufgrund des Zeitpunkts der Entstehung des Auszahlungsanspruchs oder des Eintritts 

des Versicherungsfalls, beide definiert nach dem alten, ausser Kraft getretenen Recht, 

erfolgen (zum Ganzen im Detail der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 

St. Gallen i/S M. vom 28. Oktober 2009, IV 2009/5). Bezüglich des allfälligen 

Rentenbeginns sind deshalb vorliegend angesichts der IV-Anmeldung vom Dezember 

2004 und des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im November 2004 (vgl. IV-act. 13) die bis 

zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen (im Folgenden angeführt) 

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anzuwenden. Für die Invaliditätsbemessung hat sich indessen materiell keine Änderung 

der Rechtslage ergeben.

1.2    Mit der angefochtenen Verfügung vom 25. September 2009 lehnte die 

Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine Rente ab. Die Beschwerdeführerin 

beantragt in diesem Verfahren wie bereits im Verwaltungsverfahren einzig 

Rentenleistungen. Strittig ist daher zunächst der Rentenanspruch. Ergäbe sich 

allerdings, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein solcher Anspruch in Frage steht, 

so gehörte zum Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung 

den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht der 

Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.  

2.        

2.1    Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 

wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.2    Im Falle einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen 

notwendig, die Rente für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach Massgabe 

des jeweiligen Invaliditätsgrads unterschiedlich hoch zu bemessen (vgl. BGE 106 V 16; 

BGE 109 V 125; vgl. Art. 88a IVV).

2.3    Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen 

von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in 

der Folge eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch 

tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 

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des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die 

Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH).

3.        

Wie mit rechtskräftigem Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 

13. August 2008 festgestellt wurde, kann für die Zeit bis September 2006 davon 

ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin gemäss dem ersten ABI-

Gutachten vom 24. März 2006 in einer der Behinderung angepassten Erwerbstätigkeit 

zu 100 % arbeitsfähig war und der Invaliditätsgrad jedenfalls weit unter 40 % lag.

4.        

4.1    Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin wurde, nachdem sie eine Ver­

schlechterung ihres Gesundheitszustands ab September 2006 geltend gemacht hatte, 

vom ABI im Jahr 2009 erneut begutachtet. Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der 

angefochtenen Verfügung auf das Ergebnis dieses Verlaufsgutachtens vom 22. Juni 

2009 und ging entsprechend weiterhin von einer Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin von 100 % in einer adaptierten Tätigkeit aus. - Daneben liegen 

auch abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzungen vor: Am 14. Dezember 2006 hatte das 

Psychiatrische Zentrum St. Gallen von einer deutlichen Verschlechterung berichtet, am 

28. Januar 2009 von einer Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin von 100 % seit 

mindestens Ende 2006. Dr. C.___ hatte der Beschwerdeführerin am 5. April 2007 eine 

volle Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, im Frühjahr 2009 eine solche von 50 % mit 

Einschränkungen, wohl beides für die bisherige Tätigkeit. Die Psychiatrische Klinik Wil 

hatte am 3. April 2008 um ambulante Reevaluation der Arbeitsfähigkeit (nach Austritt) 

ersucht.

4.2    Bestehen - wie hier - unterschiedliche ärztliche Beurteilungen, so hat der Sozial­

versicherungsrichter aufgrund des im Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes 

der freien Beweiswürdigung (BGE 125 V 352 E. 3a) alle Beweismittel, unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches 

gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung 

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aber als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Gutachten 

und Berichte Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 352 E. 3b). 

Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen 

Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 

zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt gemäss dem Bundesgericht bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (Bundesgerichtsentscheid i/S D. vom 28. Juni 

2011, 9C_243/10 E. 1.3.4; BGE 125 V 351 E. 3b/bb).

5.      

5.1    Die Beschwerdeführerin erachtet das Verlaufsgutachten als mangelhaft und daher 

nicht beweistauglich. Sie beanstandet unter anderem, die Gutachterstelle sei 

wirtschaftlich von weiteren Gutachteraufträgen abhängig, welche ihrerseits an Stellen 

vergeben würden, die tendenziell tiefere Arbeitsunfähigkeiten attestierten. Deshalb 

bestehe zumindest der Anschein der Befangenheit des ABI und der Gutachter. Nach 

der Rechtsprechung führen der regelmässige Beizug eines Gutachters oder einer 

Begutachtungsinstitution durch den Versicherungsträger, die Anzahl der beim selben 

Arzt in Auftrag gegebenen Gutachten und Berichte sowie das daraus resultierende 

Honorarvolumen für sich allein genommen aber nicht zur Ausstandspflicht (BGE 

137 V 210 E. 1.3.3, mit Hinweisen). Dieses Vorbringen rechtfertigt nicht, die Beweiskraft 

des Gutachtens von vornherein in Frage zu stellen.

5.2    Die Beschwerdeführerin bemängelt zudem, die psychiatrische Gutachterin sei 

nicht im Ärzteverzeichnis der FMH verzeichnet; sie sei nicht Fachärztin für Psychiatrie 

FMH. Deshalb sei sie, auch wenn ein Arzt mit einem Facharzttitel mit entsprechender 

Äquivalenz rechtsgenüglich praktizieren könne, nicht zu einer psychiatrischen 

Begutachtung qualifiziert. Bei einer im Ausland erworbenen Fachausbildung seien die 

Qualitätsprüfung und Pflicht zur regelmässigen Weiterbildung gemäss den FMH-

Standards nicht gewährleistet. Zudem sei davon auszugehen, dass die psychiatrische 

Gutachterin über keine fundierten Kenntnisse des schweizerischen 

Sozialversicherungsrechts verfüge, was den Beweiswert des psychiatrischen ABI-

Gutachtens weiter schmälere. - Der Beweiswert einer spezialärztlichen Expertise hängt 

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davon ab, ob die begutachtende Person über die entsprechende Fachausbildung 

verfügt. Ihre fachliche Qualifikation spielt für die richterliche Würdigung einer Expertise 

eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens 

müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse der Expertin oder des 

Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung einer Ärztin oder eines Arztes 

als Gutachtensperson in einer bestimmten medizinischen Disziplin ein entsprechender, 

dem Nachweis der erforderlichen Fachkenntnisse dienender spezialärztlicher Titel der 

berichtenden oder zumindest der den Bericht visierenden Arztperson vorausgesetzt. 

Hingegen ist der FMH-Facharzttitel nicht Bedingung (Bundesgerichtsentscheid i/S M. 

vom 6. September 2010, 8C_65/10). Die Fachausbildung kann auch im Ausland 

erworben werden (vgl. Bundesgerichtentscheid i/S L. vom 9. Oktober 2009, 9C_82/09). 

Die psychiatrische Gutachterin verfügt über einen ausländischen Facharzttitel in 

Psychiatrie und Psychotherapie und ist von der Interessengemeinschaft 

Versicherungsmedizin Schweiz (Swiss Insurance Medicine) zertifizierte Gutachterin (vgl. 

http://www.swiss-insurance-medicine.ch/users/1/

content/20110916_gutachterliste_d.pdf). Bezüglich der für eine Gutachtertätigkeit 

erforderlichen medizinischen (nicht einer sozialversicherungsrechtlichen) fachlichen 

Ausbildung ist daher kein Mangel zu erkennen. Aus dem Umstand der Zertifikation als 

Gutachterin kann allerdings wohl nicht abgeleitet werden, ihre fachliche Kompetenz 

und klinische Erfahrung sei so viel grösser als diejenige der anderen berichtenden 

psychiatrischen Fachärzte, dass diesem Umstand ausschlaggebende Bedeutung 

zukäme. Welche Beweiskraft ihrer Beurteilung zukommt, ist im Sinn der freien 

Beweiswürdigung im inhaltlichen Vergleich mit den übrigen fachärztlichen 

Stellungnahmen zu entscheiden. Kontrastiert die Einschätzung eines (nicht 

hervorgehoben qualifizierten) Gutachters von anderen (also grundsätzlich 

gleichwertigen) fachmedizinischen Aussagen, ohne dass die Divergenzen aufgelöst 

werden könnten, so sind Abklärungen erforderlich (vgl. Urteil des Bundesgerichts i/S P. 

vom 29. September 2009, 9C_661/09; vgl. auch den Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S V. vom 16. Mai 2007, IV 2006/91).

5.3    Des Weiteren hält die Beschwerdeführerin für nicht nachvollziehbar, dass im 

Verlaufsgutachten – trotz des zusätzlichen objektivierbaren Befundes einer Partialruptur 

der Supraspinatussehne – eine im Vergleich zum ersten Gutachten vom März 2006 

unveränderte Arbeitsfähigkeit von 80 % im Haushalt und von 100 % in einer 

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adaptierten Tätigkeit attestiert wurde. Aus somatischer Sicht habe sich eine 

Verschlechterung des Zustands eingestellt. Subjektiv hatte die Beschwerdeführerin bei 

der Begutachtung von einer leichten Akzentuierung der Beschwerden im Bereich der 

rechten Schulter berichtet. Das Hinzukommen eines zusätzlichen Befundes bedeutet 

indessen nicht zwingend, dass sich die zumutbare Arbeitsfähigkeit in 

leidensangepasster Tätigkeit verringert. Der rheumatologische Gutachter ist unter 

Berücksichtigung der hinzugetretenen Partialruptur der Supraspinatussehne (ohne 

Hinweise auf eine transmurale Schädigung) zu der abgegebenen 

Arbeitsfähigkeitsschätzung gelangt. Aufgrund dieses Leidens wurde die angepasste 

Tätigkeit so umschrieben, dass keine regelmässigen Bewegungen der Arme oberhalb 

der Horizontalen vorkommen sollten. Ein Grund, die Zuverlässigkeit der ärztlichen 

Beurteilung zu bezweifeln, ergibt sich unter diesem Aspekt nicht.

5.4    Ferner bemängelt die Beschwerdeführerin, das chronische lumbovertebrale 

Schmerzsyndrom sei in der Diagnoseliste nicht mehr aufgeführt worden, obwohl sich 

die lumbovertebralen Beschwerden nicht zurückgebildet, sondern im Gegenteil 

intensiviert hätten. Sie hatte bei der Exploration nach Nacken-, Schulter- und 

Knieschmerzen auch panvertebrale Rückenschmerzen benannt. Bei der Erhebung des 

orthopädischen Status hat der Gutachter beim Kauergang die Angabe lumbaler 

Schmerzen zur Kenntnis genommen. Bei der Untersuchung des Rumpfes habe sich 

eine recht gute Beweglichkeit in sämtlichen Abschnitten gezeigt. Gegenstand 

zusätzlicher Untersuchungen bildete die lumbale Wirbelsäule nicht. Bei der ersten 

Begutachtung hatte die Beweglichkeit von LWS und BWS wegen ausgeprägten 

Abwehrverhaltens und Gegeninnervation nicht abschliessend objektiv beurteilt werden 

können. Gemäss dem Verlaufsgutachten war die Beschwerdeführerin deutlich besser 

untersuchbar gewesen, was stark auf das Vorliegen von wesentlichen nichtorganischen 

Schmerzbestandteilen hindeute. Denn organische Alterationen seien zwar ebenfalls 

nicht immer in gleicher Weise schmerzhaft, doch würden so grosse Unterschiede dort 

kaum auftreten. Dass ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom in die 

Diagnoseliste des Verlaufsgutachtens nicht aufgenommen wurde, vermag keine 

relevanten Zweifel an der Stichhaltigkeit der Schlussfolgerungen zu erwecken. Zu 

bedenken ist denn auch, dass in der ersten Begutachtung selbst bei Einbezug dieses 

Leidens in die Hauptdiagnosen keine Arbeitsunfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit 

festgestellt worden ist.

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5.5    Sodann weist die Beschwerdeführerin darauf hin, dass die Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit durch die psychiatrische Gutachterin sich diametral von jener 

sämtlicher übriger Ärzte unterscheide. Es dränge sich die Vermutung auf, dass 

entgegen der Einschätzung der Gutachterin bei der Beschwerdeführerin eine 

depressive Episode vorliege, die mittelschwer bis schwer wiege. - Neben Dr. C.___ und 

dem Departement Innere Medizin, Onkologie/Hämatologie, am Kantonsspital St. Gallen 

als Vertreter anderer Disziplinen hatten auch die Psychiatrische Klinik Wil, das 

Psychiatrische Zentrum St. Gallen und das Departement Innere Medizin, 

Psychosomatik, am Kantonsspital St. Gallen als psychiatrische Fachstellen Diagnosen 

aus dem depressiven Bereich (rezidivierende depressive Störung, depressive Episode) 

gestellt. Die psychiatrische Gutachterin dagegen erklärte, eine depressive Symptomatik 

(mit Ausnahme eines gelegentlichen Tränenflusses) nicht objektiviert haben zu können. 

Im Vordergrund stünden histrionische Merkmale. Eine Deprimiertheit, wie andernorts 

festgestellt, habe sich nicht validieren lassen. Vielmehr habe die Beschwerdeführerin 

gleichgültig, affektiv kühl und kontrolliert gewirkt und habe mechanistisch 

schematische Beschwerdeauskünfte gegeben. Sie habe künstlich gewirkt, eine echte 

innere Beteiligung sei nicht spürbar gewesen. Ein Leidensdruck sei ebenfalls zu keinem 

Zeitpunkt feststellbar gewesen. Ihre Schilderung habe deutliche katastrophisierende 

und dramatisierende Elemente enthalten. Sie halte ihre körperliche Situation für 

vollständig invalidisierend. Sie habe über dramatische nächtliche Träume berichtet und 

es bestünden unspezifische Erwartungsängste bezüglich des seit zwölf Jahren 

überwundenen Karzinomleidens. Sonstige Angstaffekte seien nicht darstellbar. Die von 

der Psychiatrischen Klinik Wil beschriebene Affektstörung, insbesondere ein 

Angstaffekt, habe sich bei der gutachterlichen Untersuchung zu keiner Zeit nachweisen 

lassen. Die histrionischen Wesenszüge seien bewusstseinsnah gestaltet und erfüllten 

nicht den Charakter etwa einer schweren dissoziativen Störung. - Es lässt sich 

festhalten, dass die psychiatrische Gutachterin die Befunde detailliert erhoben und 

beschrieben hat. Sie stellte ferner unter anderem fest, dass der Medikamentenspiegel 

für Duloxetin (Cymbalta) einen stark erhöhten Wert ergeben habe. Der TSH-Wert sei 

erniedrigt, entsprechend der T4-Spiegel erhöht gewesen. Die thyreotrope Situation sei 

indessen für die geschilderte psychische Situation nicht als pathognomisch (wohl: 

pathognomonisch) anzusehen. Nichts anderes nahm die Gutachterin offenbar auch für 

die Überdosierung des Psychopharmakons an. Ihre Diagnosestellung und ihre 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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Einschätzung der Arbeitsfähigkeit hat die psychiatrische Gutachterin in Kenntnis der 

früheren Beurteilungen anderer Fachärzte abgegeben. Sie hat sich mit den 

Abweichungen ausreichend auseinandergesetzt. Zu berücksichtigen ist in diesem 

Zusammenhang einerseits, dass die Psychiatrische Klinik Wil im April 2008 berichtet 

hatte, die Beschwerdeführerin habe sich im Verlauf des stationären Aufenthalts (unter 

antidepressiver Medikation mit Cymbalta) stabilisieren können. Dass nach Austritt eine 

Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischen Gründen bestehe, wurde in jenem Bericht nicht 

festgehalten. Auch das Departement Innere Medizin, Psychosomatik, am Kantonsspital 

St. Gallen hatte keine Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben. Die Beschreibung der 

Befunderhebung des Psychiatrischen Zentrums St. Gallen anderseits lässt darauf 

schliessen, dass sie weitgehend auf den subjektiven Schilderungen der 

Beschwerdeführerin selber basierte. Im Zentrum wurde nebst der Therapie mit 

Cymbalta eine Gesprächstherapie durchgeführt, welche sich aber aufgrund der 

sprachlichen Situation schwierig gestalte. Bei der psychiatrischen Begutachtung 

hingegen war eine Übersetzerin anwesend. Ein Vergleich des psychiatrischen 

Verlaufsgutachtens mit dem früheren ABI-Gutachten schliesslich zeigt, dass damals 

ebenfalls keine Störung oder Episode depressiver Art diagnostiziert worden war. Es 

war festgehalten worden, die Beschwerdeführerin sei sicherlich im Rahmen der 

somatoformen Schmerzstörung leicht depressiv, doch begründe dies keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die psychiatrische Verlaufs-Gutachterin hielt dafür, 

sie stimme mit diesem Vorgutachten überein. Wie dort sei ein deutlicher sekundärer 

Krankheitsgewinn aufgefallen, kombiniert mit vollständiger 

Invalidisierungsüberzeugung. Eine Veränderung lasse sich insofern beobachten, als 

damals das interpersonale Verhalten, die Kontaktfähigkeit und die affektive Situation 

als nicht wesentlich beeinträchtigt betrachtet worden seien, während nun deutliche 

histrionische Züge vorherrschten. Eine psychiatrische Morbidität sei aber (nach wie vor) 

nicht zu diagnostizieren.

5.6    Die Beschwerdeführerin rügt weiter, es wäre unumgänglich gewesen, Tests zur 

Objektivierung der massgeblichen Kriterien für die Abgrenzung der verschiedenen 

psychischen Störungen zu machen. Die notwendigen Standardtests seien nicht 

durchgeführt worden. Das bedeutet indessen keinen Mangel. Denn dem 

schematischen, testmässigen Erfassen der Psychopathologie nach bestimmten Skalen, 

die vor allem auf den Angaben und Einschätzungen der versicherten Person selbst 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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beruhen, kommt bei der psychiatrischen Exploration höchstens ergänzende Funktion 

zu; entscheidend ist die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, 

Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts i/S N. 

vom 3. Juni 2008, 9C_531/2007, E. 2.2.4, mit Hinweisen). Die weitgehend fehlende 

Validierbarkeit (Reliabilität) psychiatrischer Diagnosen liegt im Übrigen in der Natur der 

Sache begründet und kann nicht automatisch zu Beweisweiterungen bei sich 

widersprechenden psychiatrischen Berichten und Expertisen führen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 9C_661/2009, E. 3.2, mit Hinweisen). Massgebend sind ohnehin nicht 

Art und Genese des Gesundheitsschadens, sondern es ist die Arbeitsunfähigkeit 

ausschlaggebend, welche sich aus dem Gesundheitsschaden ergibt.

5.7    Bezüglich der somatoformen Schmerzstörung bemängelt die 

Beschwerdeführerin, es fehle im Gutachten eine Prüfung, ob diese nicht 

ausnahmsweise unüberwindbar sei. Die Überwindbarkeit sei anscheinend durch die 

Ärztin und auch durch die Beschwerdegegnerin stillschweigend angenommen worden, 

indem der Beschwerdeführerin eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei. Die 

Beschwerdeführerin leide seit Jahren an chronischen körperlichen 

Begleiterkrankungen, welche verbunden seien mit einem sozialen Rückzug, was von 

verschiedenen Ärzten wiederholt wiedergegeben worden sei. Der innerseelische Verlauf 

der Krankheit habe sich zudem verfestigt und sei therapeutisch nicht mehr angehbar. 

Die bisherigen Behandlungsergebnisse hätten die mannigfaltigen Leiden kaum zu 

lindern vermocht, sodass die Ärzte der Beschwerdeführerin eine schlechte bis 

miserable Prognose stellten. Damit sei erwiesen, dass die somatoforme 

Schmerzstörung nicht durch einfache Willensanstrengung überwunden werden könne. 

- Die psychiatrische Gutachterin hat der somatoformen Schmerzstörung keine die 

Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Wirkung zugemessen. Dies war bereits im ersten 

Gutachten so beurteilt worden. Von einer wesentlichen, die Arbeitsfähigkeit 

tangierenden Veränderung im Zeitablauf ist vorliegend aufgrund der gutachterlichen 

Angaben nicht auszugehen. Ein sekundärer Krankheitsgewinn, wie er im Vordergrund 

zu stehen scheint, bleibt rechtlich grundsätzlich unbeachtlich (vgl. BGE 130 V 352). 

Auch den histrionischen Wesenszügen kommt gemäss dem Gutachten kein die 

Arbeitsfähigkeit beeinträchtigender Einfluss zu.

6.        

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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6.1    Die psychiatrische Befunderhebung bei der Begutachtung erscheint vorliegend 

wie erwähnt vollständig. Das Verlaufsgutachten vom 22. Juni 2009 wurde in Kenntnis 

der Vorakten und nach Erfragen der Anamnese und der geklagten Beschwerden abge­

geben. Insgesamt kann sein Ergebnis als ausreichend plausibel betrachtet werden. Die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung des Psychiatrischen Zentrums St. Gallen als behandelnder 

Stelle vermag dagegen im Beweiswert nicht anzukommen oder diesen zu erschüttern, 

zumal wie dargelegt weitgehend subjektive Schilderungen der Beschwerdeführerin 

berücksichtigt wurden. Auch der Standpunkt von Dr. C.___ vermag gegen das 

polydisziplinäre Begutachtungsergebnis in Aktenkenntnis nicht durchzudringen. Was 

die beschriebenen Anfälle der Beschwerdeführerin betrifft, kann angemerkt werden, 

dass in den EEG eine bilaterale Funktionsstörung, ein leichter intermittierender 

Herdbefund links temporal und epilepsieverdächtige Potentiale gefunden wurden 

(act. 71-15), dass die Anfälle auf der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen 

aber nach eingehenden Abklärungen schliesslich als psychogen bezeichnet worden 

sind (act. 75-32).

6.2    Gemäss dem Gutachten vom 24. März 2006 wie gemäss dem Verlaufsgutachten 

vom 22. Juni 2009 ist die Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % 

arbeitsfähig. Eine diesbezügliche Änderung hat sich im vorliegend massgeblichen 

Zeitraum demnach nicht eingestellt.

6.3    Es kann davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar ist. Ein 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht daher nicht. Die Beschwerdeführerin hat 

folglich keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Verfügung der 

Beschwerdegegnerin ist nicht zu beanstanden.

7.      

7.1    Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

7.2    Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver­

fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten vollumfänglich der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der von ihr geleistete Kostenvorschuss von Fr. 

600.-- ist ihr daran anzurechnen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Die Beschwerdeführerin bezahlt die Gerichtskosten von Fr. 600.-- unter 

Anrechnung des bezahlten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 30.11.2011
	Art. 28 IVG. Würdigung von Arztberichten und eines Verlaufsgutachtens, hauptsächlich in psychiatrischer Hinsicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. November 2011, IV 2009/401).

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