# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da384745-6385-5a6f-8fa0-57f83698f16d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.08.2008 C-5509/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5509-2007_2008-08-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5509/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  A u g u s t  2 0 0 8  

Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 
Richterin Ruth Beutler, Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiberin Evelyne Sturm.

1. A._______,
2. B._______,
3. C._______,
alle vertreten durch Advokat Guido Ehrler, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Ausnahme von der zahlenmässigen Begrenzung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5509/2007

Sachverhalt:

A.
Am  6. Dezember  2006  bzw.  mit  ausführlicher  Begründung  vom 
17. Januar  2007  liessen  die  brasilianischen  Staatsangehörigen 
A._______ (geb. [...] 1963, nachfolgend: Beschwerdeführer 1), dessen 
Ehefrau  B._______  (geb.[...]  1963:  nachfolgend:  Beschwerde-
führerin 2)  sowie  deren  gemeinsame  Tochter  C._______  (geb.  [...] 
1999,  nachfolgend:  Beschwerdeführerin 3)  durch  ihren  damaligen 
Rechtsvertreter beim Bereich Bevölkerungsdienste und Migration des 
Kantons  Basel-Stadt  ein  Gesuch  um  Ausnahme  von  der  zahlen-
mässigen  Begrenzung  einreichen.  Zur  Begründung  des  Gesuchs 
wurde im Wesentlichen vorgebracht, es läge ein schwerwiegender per-
sönlicher Härtefall vor. A._______ stamme aus der Provinz Uruaçu in 
Brasilien. Als Folge der Inflation in den 90-er Jahren habe das Geld, 
das  er  zuletzt  als  Schuhverkäufer  verdient  habe,  nicht  mehr  ausge-
reicht, um überleben und seine Familie unterstützen zu können. Er sei 
deshalb  für  zwei  Jahre  nach  Portugal  ausgewandert  und  an-
schliessend im Mai 1994 in die Schweiz eingereist,  wo er  rasch auf 
zahlreichen Baustellen  Arbeit  gefunden habe. Seine  Ehefrau,  die  er 
1998  in  Brasilien  geheiratet  habe,  halte  sich  seit  März  1998  in  der 
Schweiz auf  und sei  als Putzfrau in  Privathaushalten tätig  gewesen. 
Die Ehegatten hätten ihr Heimatland somit vor 15 bzw. 8 Jahren ver-
lassen. Beide  hätten  Deutschkurse  besucht  und  würden  über  einen 
grossen Freundes- und Bekanntenkreis verfügen. Ausserdem sei auch 
ihre Tochter  C._______ in  Basel  stark  verwurzelt,  habe sie  doch ihr 
ganzes Leben hier verbracht und sei seit 2006 eingeschult. Eine Weg-
weisung würde den Abbruch der sozialen Beziehungen in Schule und 
Freizeit  bedeuten und wäre  ein  zu  starker  Einschnitt  in  die  psycho-
soziale Entwicklung des Mädchens, was im Widerspruch zum höheren 
Interesse des Kindes stünde. Überdies wären die Integrationsmöglich-
keiten  der  Familie  im  Heimatland  schlecht,  denn  die  Ehegatten 
verfügten über keine Berufsausbildung und hätten es angesichts ihres 
Alters auf dem brasilianischen Arbeitsmarkt schwer. Die Verwandten, 
die der Beschwerdeführer 1 in seinem Heimatland habe, böten ausser-
dem  kein  tragfähiges  soziales  Netz.  Die  Beschwerdeführer  legten 
ihrem Gesuch Beweismittel zum Aufenthalt, ein Stellenangebot sowie 
zahlreiche Referenzschreiben bei.

B.
Am 5. Februar 2007 liess der Bereich Migration und Massnahmen des 

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Sicherheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt das Gesuch in be-
fürwortendem  Sinne  an  das  BFM  weiterleiten  zur  Prüfung,  ob  eine 
Ausnahme  von  der  zahlenmässigen  Begrenzung  gestützt  auf  einen 
schwerwiegenden persönlichen Härtefall angenommen werden könne.

C.
Mit Schreiben vom 22. März 2007 teilte die Vorinstanz den Beschwer-
deführern mit, es könne voraussichtlich nicht auf das Vorliegen eines 
schwerwiegenden  persönlichen  Härtefalls  geschlossen  werden,  und 
gewährte ihnen dazu das rechtliche Gehör. Am 30. April 2007 teilte der 
jetzige  Parteivertreter  mit,  das  Mandat  übernommen  zu  haben.  Mit 
Eingabe vom 31. Mai 2007 nahm der Rechtsvertreter zum Schreiben 
des BFM vom 22. März 2007 Stellung.

D.
Die Vorinstanz verweigerte mit Verfügung vom 15. Juni 2007 die Aus-
nahme von der zahlenmässigen Begrenzung mit der Begründung, für 
das  Zugeständnis  eines  Härtefalls  reiche  es  für  sich  alleine  nicht, 
wenn  sich  ein  Ausländer  längere  Zeit  in  der  Schweiz  aufgehalten 
habe, er sozial und beruflich gut intergiert sei bzw. sich grundsätzlich 
klaglos  verhalten  habe. Der  Beschwerdeführer 1 sei  im Alter  von 30 
Jahren und die  Beschwerdeführerin 2  im Alter  von 35 Jahren in  die 
Schweiz  eingereist.  Sie  hätten  damit  einen  grossen  Teil  der  für  sie 
wichtigen Jahre im Heimatland verbracht. Auch sei ihre Tochter noch 
nicht derart in der Schweiz integriert, als eine Rückkehr nach Brasilien 
eine  echte  Entwurzelung  darstellen  würde.  Überdies  verfügten  die 
Beschwerdeführer  nicht  über  besondere  berufliche  Fähigkeiten  und 
Kenntnisse, die nur in der Schweiz ausgeübt werden könnten. Von den 
geltend  gemachten,  mehrheitlich  wirtschaftlichen  Gründen  seien 
ausserdem  alle  Bewohner  Brasiliens  in  ähnlichen  Verhältnissen 
gleichermassen  betroffen. Schliesslich  erscheine  die  Rückkehr  auch 
deshalb  zumutbar,  weil  Familienangehörige  im  Herkunftsland  leben 
würden.

E.
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  17. August  2007  beantragen  die 
Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der 
vorinstanzlichen  Verfügung;  es  sei  festzustellen,  dass  sie  nicht  der 
zahlenmässigen Begrenzung unterstehen würden. Ferner sei die Vor-
instanz  anzuweisen,  dem  Antrag  des  Kantons  Basel-Stadt  auf  Er-
teilung einer Aufenthaltsbewilligung zuzustimmen. In verfahrensrecht-

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licher  Hinsicht  ersuchen  sie  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege. Zur Begründung macht der Rechtsvertreter im Wesent-
lichen geltend, im Vordergrund stünde die Situation der Beschwerde-
führerin 3. Sie sei in der Schweiz geboren und hier aufgewachsen. Sie 
nehme unabhängig von ihren Eltern eigene Interessen wahr, indem sie 
die  Schwimmschule  und  den  Geigenunterricht  besuche.  Demge-
genüber kenne sie Brasilien nur aus den Erzählungen ihrer Eltern. Ihr 
könnten weder die Eltern, die dort mit dem Überlebenskampf beschäf-
tigt sein würden, noch die im Heimatland lebenden Verwandten bei der 
Integration behilflich sein. Aufgrund der intensiven Bindungen an die 
Schweiz  verletze  die  Wegweisung  ihr  Privatleben.  Die  Beschwerde-
führerin 3 habe gestützt auf die Europäische Menschenrechtskonven-
tion  und  das  Übereinkommen  über  die  Rechte  des  Kindes  einen 
eigenen Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung.  
Überdies gälte es entgegen den Vorbringen der Vorinstanz den langen 
Aufenthalt  der  Eltern  zu  berücksichtigen. Dies  würde  sich  auch  aus 
dem Kreisschreiben der Vorinstanz vom 21. Dezember 2006 ergeben, 
von welchem die Vorinstanz abgewichen sei. Zugleich werden in die-
sem Zusammenhang verschiedene Urteile des Europäischen Gerichts-
hofs für Menschenrechte, des Bundesgerichts und deutscher Gerichte 
angeführt.  Der  Rechtvertreter  verweist  ausserdem  darauf,  dass  die 
Familie nie Sozialhilfe bezogen habe und auch nicht polizeilich in Er-
scheinung  getreten  sei.  Es  müsse  von  einer  mustergültigen,  unter 
schwierigsten Bedingungen  gelungenen  Integration  gesprochen  wer-
den.  Ausserdem  hätten  sich  auch  die  Arbeitsgruppe  der  Eidge-
nössischen  Ausländerkommission  (EKA)  und  der  Regierungsrat  des 
Kantons Basel-Stadt dezidiert für die Anerkennung des Härtfalls aus-
gesprochen.  Verfassungsrechtlich  sei  es  schliesslich  geboten,  den 
kantonalen Willen zu respektieren. 

F.
Am  23. August  2007  zog  das  Bundesverwaltungsgericht  die  kan-
tonalen Akten der Beschwerdeführer bei.

G.
Am 10. Oktober 2007 wurde dem Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege wegen Aussichtslosigkeit des Verfahrens nicht stattgegeben.

H.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom 6. Dezember  2007  beantragt  die  Vor-

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instanz die Abweisung der Beschwerde und verweist in ihrer Begrün-
dung auf die angefochtene Verfügung.

I.
Mit Replik vom 30. Januar 2008 macht der Rechtsvertreter unter an-
derem geltend,  es  ginge  aus der  Vernehmlassung  hervor,  dass  das 
BFM  den  Fall  konferenziell  entschieden  habe.  Insofern  könne  ent-
gegen  der  Zwischenverfügung  vom  10. Oktober  2007  nicht  von  der 
offensichtlichen  Aussichtlosigkeit  des  Verfahrens  ausgegangen  wer-
den. Ausserdem hätte der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt nie-
mals einen offensichtlich aussichtslosen Fall unterstützt. Das Bundes-
verwaltungsgericht  habe  somit  die  oberste  Behörde  des  Kantons 
desavouiert.  Zudem  sei  der  Beschwerdeführer 1  nur  deshalb  so-
zialhilfeabhängig,  weil  die  Vorinstanz den Antrag des Kantons abge-
lehnt  habe. Der  Beschwerdeführer 1  übe jedoch  gegenwärtig  unent-
geltliche  Freiwilligenarbeit  aus.  Schliesslich  könne  aufgrund  eines 
Ferienbesuches im Jahr 2005 nicht abgleitet werden, die Beschwerde-
führer verfügten über intakte familiäre Beziehungen. Die Beschwerde 
sei deshalb gutzuheissen. Eventualiter sei die Zwischenverfügung vom 
10. Oktober 2007 in Wiedererwägung zu ziehen.

J.
Auf den weiteren Akteninhalt und die Vorbringen der Parteien wird, so-
weit rechtserheblich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 
Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden ge-
gen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von 
einer  in  Art.  33  VGG aufgeführten  Behörde  erlassen  wurden.  Dazu 
zählt  auch  das  BFM,  das  mit  der  verweigerten  Ausnahme  von  der 
zahlenmässigen Begrenzung eine Verfügung im erwähnten Sinne und 
daher ein zulässiges Anfechtungsobjekt erlassen hat.

1.2 Das Verfahren richtet sich nach den Bestimmungen des VwVG, so-
weit  das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt (Art. 37 
VGG). Das Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts ist endgültig (Art. 1 

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Abs. 2 VGG i.V.m. Art. 83 Bst. c Ziff. 5 [mutatis mutandis; vgl. unten 
E. 2]  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]). 

1.3 Die  Beschwerdeführer  sind  als  Verfügungsadressaten  zur 
Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf das frist- und form-
gerecht  eingereichte  Rechtsmittel  ist  deshalb  einzutreten (Art.  50  ff. 
VwVG),  soweit  die  Frage  der  Ausnahme von  der  zahlmässigen  Be-
grenzung  zur  Diskussion  steht.  Gegenstand  des  vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens ist weder - gemäss der missverständlichen For-
mulierung  im  Dispositiv  der  angefochtenen  Verfügung - die  Zu-
stimmung  zur  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung,  noch  die  Er-
teilung der Aufenthaltsbewilligung als solche, sondern einzig die - kon-
stanter vorinstanzlicher Praxis gemäss - vorab zu klärende Frage, ob 
die Beschwerdeführer aufgrund eines Härtefalls von den Höchstzahlen 
erwerbstätiger  Ausländerinnen und Ausländer  auszunehmen sind. In 
diesem Rahmen ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.
Am 1. Januar  2008  trat  das  Bundesgesetz  vom 16. Dezember  2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) mit seinen 
Ausführungsverordnungen in Kraft (unter anderem die Verordnung vom 
24. Oktober  2007  über  Zulassung,  Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit 
[VZAE, SR 142.201]). Es löst das Bundesgesetz vom 26. März 1931 
über Aufenthalt  und Niederlassung der  Ausländer  ab (aANAG, BS 1 
121; zum vollständigen Quellennachweis vgl. Ziff. I des Anhangs zum 
AuG). Gemäss Art. 91 Ziff. 5  VZAE wurde namentlich auch die  Ver-
ordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Aus-
länder (aBVO, AS 1986 1791; nachfolgend: Begrenzungsverordnung) 
aufgehoben,  unter  deren  Geltung  die  angefochtene  Verfügung  er-
gangen war. Nach Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt jedoch materiellrechtlich 
auf Gesuche, die wie vorliegend vor dem Inkrafttreten des AuG einge-
reicht wurden, das damals geltende Recht anwendbar (vgl. Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts C-250/2006 vom 3. April 2008 E. 1.2). 

3.
3.1 Die Begrenzungsmassnahmen bezwecken in erster Linie ein aus-
gewogenes  Verhältnis  zwischen  dem  Bestand  der  schweizerischen 
und dem der ausländischen Wohnbevölkerung und sind auf eine Ver-
besserung der Arbeitsmarktstruktur und eine möglichst ausgeglichene 
Beschäftigung ausgerichtet  (vgl. Art. 1 Bst. a und c aBVO). Zur Ver-

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folgung  dieses  Zwecks  stellt  die  Begrenzungsverordnung  unter  an-
derem  eine  Rekrutierungsordnung  auf  (vgl.  Art. 8  aBVO)  und  sieht 
vom Bundesrat  festgelegte  Höchstzahlen  für  ausländische Personen 
vor, die auf Bund und Kantone aufgeteilt sind (Art. 12 aBVO). Die Er-
teilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  ist  grundsätzlich  nur  unter  Wah-
rung der Rekrutierungsprioritäten und Anrechnung an das Kontingent 
möglich. 

3.2 Bei  Vorliegen  eines  schwerwiegenden  persönlichen  Härtefalls 
kann eine Ausnahme von der zahlenmässigen Begrenzung im Sinne 
von Art. 13 Bst. f aBVO erfolgen. Diese Regelung zielt darauf ab, Aus-
länderinnen und Ausländern  die  Anwesenheit  in  der  Schweiz  zu  er-
leichtern,  bei  welchen sich die  erwähnte Zulassungsregelung infolge 
besonderer  Umstände  als  Härte  auswirken  würde. Aus dem Verord-
nungstext sowie aufgrund des Ausnahmecharakters der Bestimmung 
ergibt sich, dass die Voraussetzungen zur Anerkennung eines Härte-
falls restriktiv zu handhaben sind (BGE 130 II 39 E. 3 S. 41 f.). Die be-
troffene Person muss sich in einer persönlichen Notlage befinden. Das 
bedeutet, ihre Lebens- und Existenzbedingungen sind - gemessen am 
durchschnittlichen  Schicksal  von  ausländischen  Personen - in  ge-
steigertem Masse in Frage gestellt, bzw. die Verweigerung einer Aus-
nahme von den Höchstzahlen hätte für sie schwere Nachteile zur Fol-
ge. Indessen genügen eine langdauernde Anwesenheit und die fortge-
schrittene  Integration  sowie  ein  klagloses  Verhalten  für  sich  alleine 
nicht für die Annahme eines persönlichen Härtefalls. Vielmehr ist ver-
langt,  dass  die  ausländische  Person  so  enge  Beziehungen  zur 
Schweiz unterhält, dass von ihr nicht verlangt werden kann, in einem 
anderen  Land,  insbesondere  in  ihrem  Heimatstaat,  zu  leben;  beruf-
liche, freundschaftliche und nachbarschaftliche Beziehungen aufgeben 
zu müssen, welche die betroffene Person während ihres Aufenthaltes 
in  der  Schweiz  knüpfen konnte,  genügen normalerweise  nicht  (BGE 
130 II 39 E. 3 S. 42, BGE 119 Ib 33 E. 4c S. 43; BVGE 2007/45 E. 4.2 
S. 589, BVGE 2007/16 E. 5.2 S. 195 f. [mit Hinweisen]). 

3.3 Ersucht eine Familie um Ausnahme von der zahlenmässigen Be-
grenzung im Sinne von Art. 13 Bst. f  aBVO, ist die Situation der ein-
zelnen Mitglieder bei der Beurteilung nicht isoliert zu betrachten, son-
dern im Zusammenhang des gesamten familiären Kontexts. Obschon 
dabei die Situation der Kinder besonders zu berücksichtigen ist, stellt 
sie nicht das einzige massgebliche Kriterium dar. Vielmehr gilt es die 

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gesamten  Umstände  der  Familienmitglieder  zu  würdigen  (BVGE 
2007/16 E. 5.3 S. 196). 

3.4 In ihrer Beurteilung über das Vorliegen eines persönlichen Härte-
falls  sind  die  Bundesbehörden  entgegen  dem  Vorbringen  der 
Beschwerdeführer  weder  an die Einschätzung des Kantons noch an 
die der damaligen Eidgenössischen Ausländerkommission (EKA) ge-
bunden. Zwar können sich die Kantone vorgängig zur Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung  ausserhalb  der  Höchstzahlen  äussern.  Die 
Kompetenz zur Prüfung der Voraussetzungen für eine Ausnahme von 
der  zahlenmässigen  Begrenzung  im  Sinne  von  Art.  13  Bst.  f  aBVO 
steht indessen ausschliesslich dem BFM bzw. im Rahmen des Devo-
lutiveffekts  dem  Bundesverwaltungsgericht  zu  (Art. 52  Bst.  a.  aBVO 
i.V.m. Art. 54 VwVG; BVGE 2007/16 E. 4.3 S. 195 [mit Hinweisen]). Es 
ergibt  sich  auch weder  aus  dem von den Beschwerdeführern  ange-
rufenen Prinzip des Föderalismus noch aus den Grundsätzen über das 
Zusammenwirken von Bund und Kantonen (Art. 44 Abs. 1 und 2  der 
Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 [BV, SR 101]) eine Verpflichtung, die Einschätzung des 
Kantons zu respektieren. Mit  ihrer Rüge verkennen die Beschwerde-
führer, dass  die  geltend  gemachten Bestimmungen vorliegend keine 
Kompetenz der Kantone zu begründen vermögen, weist doch die Bun-
desverfassung in Art. 121 Abs. 1 BV die Gesetzgebung über die Ein- 
und  Ausreise,  den  Aufenthalt  und  die  Niederlassung  von  Auslän-
derinnen und Ausländern ausschliesslich dem Bund zu und sehen die 
gestützt  darauf  erlassenen  Normen  die  Beurteilung  der  Ausnahmen 
von der zahlenmässigen Begrenzung durch die Bundesbehörden vor 
(Art. 52 Bst. a aBVO i.V.m. Art. 18 Abs. 4 und 25 Abs. 1 aANAG). 
Ebenso  wenig  lässt  sich  eine  kantonale  Zuständigkeit  aus  Art. 14 
Abs. 2  des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG, SR 142.31) ab-
leiten.  Ob  die  angerufene  Bestimmung - wie  vorgebracht - den  Kan-
tonen  einen  Ermessenspielraum einräumt  und  die  Beurteilungskom-
petenz der Vorinstanz einschränkt, kann vorliegend offen bleiben, zu-
mal nicht ersichtlich ist und von den Beschwerdeführern auch nicht be-
legt  wird,  inwiefern  der  Gesetzgeber  mit  der  Einführung  dieser  Be-
stimmung vom klaren Wortlaut der Zuständigkeitsordnung des Art. 52 
Bst. a  aBVO  abweichen  wollte  (vgl.  C-383/2006  vom  15. Mai  2008 
E. 3.3). Die Rüge der Beschwerdeführer erweist  damit  sich als  nicht 
hinreichend substantiiert. Dass die besagte Bestimmung des Asylge-
setzes  im  vorliegenden  Fall  zur  Anwendung  käme,  wird  von  den 
Beschwerdeführern zu Recht nicht behauptet.

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4.
4.1 In  ihrer  Begründung berufen sich die Beschwerdeführer auf  ihre 
lange  Anwesenheit  in  der  Schweiz,  welcher  bei  der  Beurteilung  der 
schwerwiegenden  persönlichen  Notlage  angemessen  Rechnung  ge-
tragen werden müsse. Sie wenden ein, die Vorinstanz sei, indem sie 
den bisherigen Aufenthalt  nicht  berücksichtigt  habe, von dem für  sie 
verbindlichen Kreisschreiben (recte: Rundschreiben) vom 21. Dezem-
ber 2006 abgewichen. Dieses würde ausdrücklich die Wichtigkeit der 
Gesamtdauer des Aufenthaltes bei  der Anerkennung von Härtefällen 
festhalten. Eine lange Anwesenheitsdauer könne demnach im Einzel-
fall  zur  Herabsetzung  der  Anforderungen  an  die  zusätzlich  voraus-
gesetzte  Notlage  führen.  Ausserdem  würde  gemäss  der  Recht-
sprechung des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) 
ein illegaler  Aufenthalt  eine Berufung auf  das Privatleben nicht  aus-
schliessen. Die Aufenthaltsdauer sei somit zu berücksichtigen.

4.2 Aufgrund der Akten sowie der Aussagen des Beschwerdeführers 1 
im  Rahmen  der  kantonalen  Anhörung  vom  7. Dezember  2006 
bestehen hinreichende Anhaltspunkte zur Annahme, dass sich dieser 
seit Mitte 1994 in der Schweiz aufhält. Wie geltend gemacht wird, dürf-
te die Beschwerdeführerin 2 ihrem Ehegatten im Frühjahr 1998 in die 
Schweiz gefolgt sein, wobei sie gemäss den Angaben im vorinstanz-
lichen Verfahren bereits im September 1999 in ihr Heimatland zurück-
kehrte,  um  dort  am  17. Dezember  1999  ihre  Tochter  zur  Welt  zu 
bringen. Ende März 2000 soll sie mit dem Kind zusammen wieder in 
die Schweiz eingereist sein. Bis zur Gesuchseinreichung im Dezember 
2006  hielt  sich  die  gesamte  Familie  ohne  jegliche  Aufenthalts-
bewilligung illegal in der Schweiz auf. Die Dauer eines illegalen Aufent-
halts  fällt  indessen  bei  der  Beurteilung  einer  persönlichen  Notlage 
nicht  positiv  ins  Gewicht.  Rechtswidrige  Anwesenheiten  können  bei 
der Härtefallprüfung nicht in gleicher Weise berücksichtigt werden wie 
legale Aufenthalte, weil andernfalls die Missachtung der anzuwenden-
den Begrenzungsvorschriften in gewisser Weise nachträglich belohnt 
würde bzw. eine Ungleichbehandlung gegenüber jenen ausländischen 
Personen geschaffen würde, die sich bereits bei ihrer Ankunft auf dem 
ordentlichen  Weg  um  den  Erhalt  einer  Aufenthaltsbewilligung  be-
mühen. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts  sowie des 
Bundesverwaltungsgerichts begründen denn auch langjährige illegale 
Aufenthalte für sich betrachtet keine schwerwiegende persönliche Not-
lage (BGE 130 II 39 E. 3 S. 41 f.; BVGE 2007/16 E. 5.4 S. 196, Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts C-328/2006 vom 20. Dezember 2007 

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E. 4.1  [mit  Hinweisen  auf  die  bundesgerichtliche  Rechtsprechung], 
C-306/2006  vom  18. Dezember  2007  [betreffend  eines  23  Jahre 
dauernden illegalen Aufenthalts]). Vorliegend bestehen auch keine In-
dizien dafür,  die  kantonalen oder  kommunalen Behörden hätten den 
illegalen  Aufenthalt  der  Beschwerdeführer  bis  zu  ihrer  Gesuchsein-
reichung im Dezember 2006 bewusst toleriert, was zu ihren Gunsten 
zu  würdigen  gewesen  wäre  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
C-342/2006  vom  20. Dezember  2007  E. 3.4.1).  In  Fällen  illegalen 
Aufenthalts  ist  allerdings zu prüfen,  ob sich die Betroffenen aus an-
deren Gründen als des solchermassen erwirkten Aufenthalts in einer 
schwerwiegenden  persönlichen  Notlage  befinden.  Dazu  ist  auf  die 
familiären Beziehungen in der Schweiz und im Heimatland sowie auf 
die  gesundheitliche  und  berufliche  Situation,  die  soziale  Integration 
etc. abzustellen (BGE 130 II 39 E. 3 S. 42). Dabei führt der Umstand 
der Illegalität jedoch zu keinen besonderen Beurteilungskriterien bzw. 
zu  keiner  Herabsetzung  der  Anforderungen  an  die  schwerwiegende 
persönliche Notlage (vgl. BGE 130 II 39 E. 5.4 S. 46, Urteil des Bun-
desverwaltungsgerichts C-383/2006 vom 15. Mai 2008 E. 5.2).

4.3 Nichts anderes ergibt sich aus dem Rundschreiben des BFM zur 
Praxis bei der Anwesenheitsregelung von ausländischen Personen in 
schwerwiegenden persönlichen Härtefällen  vom 21. Dezember  2006. 
Wie die Beschwerdeführer selbst vorbringen, besitzen Rundschreiben 
und Weisungen der Verwaltung für die Rechtsprechung keine Verbind-
lichkeit.  Sie  dienen  nur  der  Konkretisierung  übergeordneter  Rechts-
normen und können deshalb nichts anderes vorsehen, als sich aus der 
Gesetzgebung  oder  aus  der  Rechtsprechung  ergibt  (BVGE 2007/16 
E. 6.2 S. 197). Das Rundschreiben nennt zwar die Anwesenheitsdauer 
als eines der massgeblichen Kriterien. Es verweist indessen auch auf 
die in Erwägung 4.2 angeführte Rechtsprechung des Bundesgerichts 
und erwähnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass bei rechts-
widrigen Anwesenheiten die Prüfung des Einzelfalls anhand der allge-
meinen Voraussetzungen von Art. 13 Bst. f aBVO zu erfolgen hat. In-
sofern  lässt  sich  aus  dem Rundschreiben  nicht  folgern,  illegale  An-
wesenheiten  könnten  einen  schwerwiegenden  Härtefall  begründen 
(BVGE 2007/16 E. 6.3 S. 197 f.).

4.4 Ebenso verkennen die  Beschwerdeführer  mit  ihrer  Berufung auf 
den Schutz ihres Privatlebens, dass Art. 8 der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) vom vorliegenden Verfahren nicht  unmittelbar be-

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rührt  wird,  gilt  es  doch  einzig  über  die  Ausnahme  von  der  zahlen-
mässigen Begrenzung und nicht über die Erteilung einer Aufenthalts-
bewilligung als solche (vgl. E. 1.3) zu befinden (vgl. Urteile des Bun-
desgerichts  2A.162/2006  vom  1. Juni  2006  E. 3.3  und  2A.542/2005 
vom 11. November 2005 E. 3.2.3). Allerdings können die Kriterien, die 
sich aus Art. 8 EMRK für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung er-
geben, bei der Beurteilung, ob ein schwerwiegender persönlicher Här-
tefall vorliegt, mitberücksichtigt werden (vgl. Urteil des Bundesverwal-
tungsgericht C-250/2006 vom 3. April 2008 E. 5.3 [mit Hinweisen]). Um 
aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens ein Anwesenheitsrecht 
ableiten zu können, bedarf es jedoch nach bundesgerichtlicher Recht-
sprechung  besonderes  intensiver  privater  Beziehungen  (BGE 126  II 
377  E. 2c/aa  S. 385  [mit  Hinweisen],  Urteile  des  Bundesgerichts 
2C_425/2007  vom  13. November  2007  E. 2.1.2  sowie  2A.447/2006 
vom 30. Oktober 2006 E. 5.5). 
Soweit sich die Beschwerdeführer auf das EGMR Urteil Rodrigues da 
Silva und Hoogkamer gegen die  Niederlande berufen,  ist  dieses  in-
dessen nicht einschlägig. Im besagten Urteil erachtete der EGMR das 
Familienleben im Sinne von Art. 8 EMRK deshalb als verletzt, weil mit 
der Wegweisung der illegal in den Niederlande anwesenden Mutter die 
Beziehung  zu  ihrer  niederländischen  Tochter  beeinträchtigt  worden 
wäre  (EGMR,  Urteil  Rodrigues  da  Silva  und  Hoogkamer  gegen  die 
Niederlande vom 31. Januar 2006, Beschwerde Nr. 50435/99, Ziff. 44). 
Demgegenüber sind die Beschwerdeführer von der verweigerten Aus-
nahme der zahlenmässigen Begrenzung in  gleicher Weise betroffen, 
womit die angefochte Verfügung zu keiner Trennung der Familienmit-
glieder führt. Dass - wie geltend gemacht - der illegale Aufenthalt und 
die damit verbundenen Beziehungen als schutzwürdig erachtet worden 
wären, ergibt sich indessen nicht aus dem Urteil. Eine solche Schluss-
folgerung lässt  sich ebenso wenig aus dem EGMR Urteil  Aristimuño 
Mendizabal gegen Frankreich vom 17. Januar 2006 (Beschwerde Nr. 
51431/99)  ziehen,  ging  es dabei  doch um die Verweigerung der  Er-
teilung einer Niederlassungsbewilligung an eine in Frankreich legal an-
wesende Ausländerin. Im weiteren von den Beschwerdeführern ange-
rufenen Urteil Sisojeva et al. gegen Lettland liess die Grosse Kammer 
des  EGMR in ihrem endgültigen Urteil  vom 15. Januar  2007 zudem 
offen,  ob eine Verletzung von Art. 8 EMRK vorliegen würde (EGMR, 
Urteil vom 15. Januar 2007, Beschwerde Nr. 60654/00, Ziff. 96). Selbst 
unter  Berücksichtigung  des  zuvor  ergangenen  Urteils  der  ersten 
Kammer vom 16. Juni 2005 ergibt  sich indessen vorliegend kein an-
deres Ergebnis. Als massgebliche Kriterien für  die Beurteilung einer 

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Verletzung von Art. 8 EMRK führte die erste Kammer des EGMR nicht 
die  Aufenthaltsdauer  als  solche,  sondern  die  persönlichen,  sozialen 
und  wirtschaftlichen  Beziehungen  an  (EGMR,  Urteil  Sisojeva  et  al. 
gegen  Lettland  vom  16. Juni  2005,  Beschwerde  Nr. 60654/00, 
Ziff. 102). In  Erwägung 4.2 wurde indessen bereits  ausgeführt,  dass 
auch  zur  Beurteilung  der  persönlichen  Notlage  bei  illegalen  Aufent-
halten die familiären Beziehungen, die gesundheitliche und berufliche 
Situation sowie die soziale Integration zu berücksichtigen sind, womit 
den soeben genannten Kriterien Rechnung getragen wird. 

4.5 Zusammengefasst  lässt  sich  festhalten,  dass  illegale  Anwesen-
heiten für sich betrachtet keinen schwerwiegenden persönlichen Här-
tefall zu begründen vermögen. Zu untersuchen bleibt jedoch, ob - ab-
gesehen von der Aufenthaltsdauer - andere Kriterien darauf hinweisen, 
dass die Beschwerdeführer bei ihrer Rückkehr in ihre Heimat in eine 
persönliche Notlage gerieten. In direkten Zusammenhang damit steht 
dabei  die  Frage  nach  den  Chancen  einer  erfolgreichen  Wiederein-
gliederung (vgl. BGE 130 II 39 E. 5.3 S. 46 und Urteil des Bundesge-
richts 2A.512/2006 vom 18. Oktober 2006 E. 2.2).

5.
5.1 In  erster  Linie  wird  die  Situation  der  8-jährigen  Beschwerde-
führerin 3 geltend gemacht, die in der Schweiz aufgewachsen sei. Un-
beachtlich  ist,  ob  sie - wie  an  einer  Stelle  der  Rechtsmitteleingabe 
vorgebracht - in der Schweiz geboren wurde, oder gemäss den mehr-
fach im vorinstanzlichen Verfahren wiederholten Angaben erst im Alter 
von drei Monaten mit ihrer Mutter in die Schweiz reiste, zumal sie un-
bestrittenermassen in der Schweiz aufwuchs, hier die Spielgruppe und 
den Kindergarten besuchte und seit zwei Jahren eingeschult ist. Ge-
mäss  der  eingereichten  Schulbeurteilung  des  Klassenlehrers  vom 
2. Januar 2007 habe sie sich in die Klasse sehr gut integriert und sei 
ausserordentlich  beliebt.  In  einem  Referenzschreiben  wird  die 
Beschwerdeführerin 3 auch als "Schweizer Mädchen" bezeichnet (vgl. 
Schreiben von D._______ und E._______ vom 4. Januar 2007). Über-
dies  machen  die  Beschwerdeführer  auch  ihre  Freizeitaktivitäten  gel-
tend,  womit  die  Beschwerdeführerin  3  unabhängig  von  ihren  Eltern 
eigene Interessen wahrnehmen würde. Auch wenn die  Beschwerde-
führerin 3  begonnen  hat,  sich  selbständig  in  der  Schweiz  zu  inte-
grieren,  hat  sie  indesen noch nicht  ein Jugendalter  bzw. eine derart 
fortgeschrittene Integration erreicht, dass gemäss Rechtsprechung im 
Falle  einer  Rückkehr  von  einer  eigentlichen  Entwurzelung  ausge-

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gangen werden müsste (vgl. BGE 123 II 125 E. 4b S. 129 f. [mit Hin-
weisen]; BVGE 2007/16 E. 9 S. 200 f., Urteil des Bundesverwaltungs-
gericht C-250/2006 vom 3. April  2008 E. 8.4). So sind in ihrem Alter 
der  Einfluss  der  Eltern  sowie  die  Fähigkeiten  sich  an  neue  Verhält-
nisse  anzupassen  noch  gross.  Kommt  hinzu,  dass  die  Beschwer-
deführerin 3  offenbar  ihre  Muttersprache  spricht  (vgl. Schreiben  von 
F._______.  und  G._______  vom  19. Dezember  2006  sowie  implizit 
Schreiben  von  H._______,  [...],  vom  18. Dezember  2006  und 
Schulbeurteilung von I._______  und J._______ [undatiert])  und sich 
zumindest  zwei  Mal  in  ihrem  Heimatland  aufhielt  (vgl.  hierzu 
nachfolgende  E.  5.5).  Sie  dürfte  insofern  durchaus  über  einen  ge-
wissen Bezug zu ihrem Heimatland verfügen,  das sie entgegen den 
Ausführungen in  der  Beschwerdeschrift  somit  nicht  nur  aus  den Er-
zählungen ihren Eltern kennt. Die Situation der Beschwerdeführerin 3 
lässt  sich - unter  Berücksichtigung  der  nachfolgenden  Ausführungen 
zu den Verhältnissen ihrer Eltern - auch nicht mit den Umständen ver-
gleichen, wie sie im Urteil  des Bundesgerichts 2A.582/2003 vom 14. 
April 2004 vorlagen, zumal es sich damals um ein 9-jähriges Mädchen 
und  ihre  alleinstehende  Mutter  handelte,  die  weder  über  finanzielle 
Mittel  noch  über  Verwandte  im  Heimatland  verfügten,  und  das 
Mädchen überdies das Heimatland nicht kannte und kaum die Sprache 
richtig beherrschte. 
Die  Beschwerdeführer  verweisen  ferner  auf  die  Rechtsprechung 
deutscher Oberverwaltungsgerichte und die in Deutschland geltenden 
gesetzlichen Grundlagen und führen dazu aus, dem Privatleben min-
derjähriger Kinder, die in Deutschland geboren und verwurzelt seien, 
deren Eltern jedoch über kein Aufenthaltsrecht verfügen, werde in zu-
nehmenden  Masse  erhöhte  Bedeutung  zugemessen.  Aus  den  Vor-
bringen ist indessen nicht ersichtlich, inwiefern dadurch von der in Er-
wägung 4.4 dargelegten Rechtsprechung abzuweichen wäre. Ebenso 
wenig  lässt  sich  aus  dem  Übereinkommen vom 20. November  1989 
über  die  Rechte  des  Kindes  (SR  0.107)  ein  Anspruch  auf  Aufent-
haltsbewilligung ableiten (BGE 126 II 377 E. 5d S. 392). Die Rügen er-
weisen sich als nicht zutreffend.

5.2 Hinsichtlich der Integration der Beschwerdeführer 1 und 2 ergibt 
sich, dass diese offenbar bis zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung in 
der  Lage  waren für  den  Unterhalt  der  Familie  selber  aufzukommen. 
Gemäss eigenen Angaben fand der Beschwerdeführer 1 verschiedene 
Anstellungen  in  der  Baubranche,  während  seine  Ehefrau 
Reinigungstätigkeiten  in  Privathaushalten  übernommen  haben  soll. 

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Gegenwärtig  soll  der  Beschwerdeführer 1  eine  Freiwilligentätigkeit 
wahrnehmen. Beide Ehegatten reichten den kantonalen Behörden zu-
dem Nachweise zu besuchten Deutschkursen ein. In den zahlreichen 
Referenzschreiben verschiedener Privatpersonen wird den Beschwer-
deführern im Wesentlichen Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und eine gute 
Integration  attestiert.  Überdies  wird  mehrfach  auf  das  regelmässige 
Engagement  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  der  Kirchgemeinde 
sowie  bei  lokalen  Veranstaltungen  hingewiesen.  Mit  Schreiben  vom 
17. Dezember 2006 bestätigen K._______. und L._______ ausserdem, 
der Beschwerdeführer 1 habe die Patenschaft für ihre jüngste Tochter 
übernommen  und  pflege  diesen  Kontakt  mit  viel  Liebe  und  En-
gagement. Abgesehen von der Missachtung fremdenpolizeilicher Vor-
schriften kann den Akten nichts entnommen werden, was darauf hin-
deuten würde, ihr Verhalten hätte zu Klagen Anlass gegeben.

5.3 Die Integrationsleistungen der Ehegatten erscheinen jedoch nicht 
derart  aussergewöhnlich,  dass  sie  ausreichen  würden,  um  gemäss 
bundesgerichtlicher  Praxis  eine  persönliche  Notlage  im  Sinne  von 
Art. 13 Bst. f  aBVO zu begründen (vgl. hierzu E. 3.2). Soweit  in  der 
Rechtsmitteleingabe auf die schwierigen Bedingungen verwiesen wird, 
angesichts derer die Integration als mustergültig und gelungen zu er-
achten sei, ist darauf hinzuweisen, dass - wie in Erwägung 4.2 bereits 
ausgeführt - für illegal anwesende Ausländerinnen und Ausländer die 
gleichen Beurteilungskriterien betreffend die Integration gelten, wie sie 
für andere Ausländerinnen und Ausländer Anwendung finden, weshalb 
dem Umstand der Illegalität nicht in besonderer Weise Rechnung ge-
tragen werden kann. 

5.4 Die Vorinstanz macht zu Recht geltend, dass die beruflichen Fä-
higkeiten, welche die Beschwerdeführer 1 und 2 durch ihre Tätigkeiten 
in der Baubranche und in der Haushaltsreinigung erlangten, nicht auf 
Qualifikationen hinweisen,  die in  ihrem Heimatland nicht  von Nutzen 
sein könnten und damit als Verlust einer überdurchschnittlichen Inte-
gration im Falle der Rückkehr zu einer schwerwiegenden persönlichen 
Notlage  führen  würden  (vgl.  BVGE 2007/16  E. 8.3  S. 200).  Was die 
eingereichten Referenz- und Unterstützungsschreiben betrifft, zeugen 
diese sowohl von einem grossen, seit mehreren Jahren bestehenden 
Bekannten- und Freundeskreis, als auch von einem gesellschaftlichen 
Engagement  der  Beschwerdeführer.  Dennoch  beinhalten  sie  keinen 
hinreichenden Nachweis für  eine aussergewöhnliche soziale Integra-
tion,  welche  über  die  während  des  mehrjährigen  Aufenthalts  der 

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Familie geknüpften, freundschaftlichen Beziehungen hinausgehen und 
auf  derart  enge  Verwurzelungen  der  Beschwerdeführer  schliessen 
lassen würden, aufgrund derer eine Rückkehr in ihr Heimatland ver-
nünftigerweise  nicht  in  Betracht  gezogen werden kann. Im Vergleich 
mit anderen Ausländerinnen und Ausländern, die sich gleich lange in 
der  Schweiz  aufhalten,  liegt  deshalb  weder  in  beruflicher  noch  in 
sozialer  Hinsicht  eine ausserordentliche Integration der Beschwerde-
führer 1 und 2 vor.

5.5 Demgegenüber  wuchsen  die  Beschwerdeführer 1  und  2  in  Bra-
silien auf, verbrachten dort ihre gesamte Schulzeit und waren mehrere 
Jahre in  ihrem Heimatland berufstätig. Erst  im Alter  von 29 oder 30 
Jahren  reiste  der  Beschwerdeführer 1  und  mit  35  Jahren  die 
Beschwerdeführerin 2 in die Schweiz ein. Sie verbrachten damit die für 
die soziokulturelle Integration prägenden Jahre und den grössten Teil 
ihres Lebens in ihrem Heimatland. Sprache und Kultur ihres Heimat-
landes  sind  ihnen  somit  vertraut.  Überdies  leben  nach  eigenen  An-
gaben die Eltern der Beschwerdeführerin 2 und ihr Bruder sowie die 
Mutter und sieben Geschwister des Beschwerdeführers 1 im Heimat-
land, wobei der Beschwerdeführer 1 lediglich zu seiner Mutter Kontakt 
pflegen würde,  die  bei  seiner  älteren Schwester  leben soll.  Insofern 
geltend gemacht wird, es könne aufgrund eines Ferienaufenthaltes der 
Beschwerdeführer  im  Heimatland  nicht  auf  intakte  familiäre  Be-
ziehungen geschlossen werden,  steht  diese Rüge nicht  im Einklang 
mit der vom Beschwerdeführer 1 selbst gemachten Aussage, die Auf-
enthalte  im  Heimatland  hätten  jeweils  dazu  gedient,  Familienange-
hörige  und  Verwandte  zu  besuchen  (vgl.  Einvernahmeprotokoll  des 
Sicherheitsdepartements  des  Kantons  Basel-Stadt,  Bevölkerungs-
dienste  und  Migration  vom  7. Dezember  2006  S. 4).  Auch  sind  die 
Beschwerdeführer während ihres Aufenthaltes in der Schweiz wieder-
holt in ihr Heimatland gereist. So erfolgten die Heirat 1998 und gemäss 
Aussagen im vorinstanzlichen Verfahren auch die Geburt der Tochter 
1999 im Heimatland. Zudem wurden der gesamten Familie am 7. Ja-
nuar  2003 im Heimatland Reisedokumente ausgestellt.  Die dazu er-
stellten Fotos der Beschwerdeführer datieren vom 12. Dezember 2002. 
Schliesslich erklärte der Beschwerdeführer 1, er habe sich zusammen 
mit seiner Ehegattin und der Tochter im Juli bzw. August 2003 für drei 
Wochen  in  Brasilien  aufgehalten. Vor  diesem Hintergrund  lässt  sich 
somit  durchaus  auf  einen  weiterhin  bestehenden  Bezug  zum 
Heimatland  und  entsprechenden  Kontakten  zu  Verwandten  und 
Bekannten  schliessen.  Auch  ist  davon  auszugehen,  dass  die 

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Ehegatten und ihre Tochter mit den Verhältnissen in ihrem Heimatland 
vertraut  sind.  Die  Beschwerdeführer  berufen  sich  indessen  auf  die 
schwierigen  Lebensbedingungen,  von  denen  sie  im  Falle  einer 
Rückkehr  betroffen  sein  würden.  Dabei  wird  auf  das  Alter  des 
Beschwerdeführers 1, aufgrund dessen er auf dem Arbeitsmarkt nicht 
mehr konkurrenzfähig sein würde, sowie auf den Umstand verwiesen, 
dass  die  Verwandten,  die  sich  selbst  in  schwierigen wirtschaftlichen 
Verhältnissen  befinden  würden,  die  Beschwerdeführer  nicht 
unterstützen  könnten.  Die  Lebens-  und  Arbeitsbedingungen  mögen 
zwar im Vergleich mit der Schweiz ungünstiger sein; die Einwände der 
Beschwerdeführer lassen indessen nicht darauf schliessen, sie wären 
bei  ihrer  Rückkehr  grösseren  Nachteilen  als  die  einheimische 
Bevölkerung ausgesetzt oder wären mehr davon betroffen als andere 
zur Rückkehr verpflichtete Landsleute (vgl. Urteil  des Bundesgerichts 
2A.512/2006  vom  18.  Oktober  2006  E. 2.2  und  BGE  123  II  125 
E. 5b/dd S. 133).

5.6 Aus  der  oben  dargelegten  Gesamtwürdigung  aller  relevanten 
Aspekte  des  vorliegenden  Einzelfalls  folgt  somit,  dass  die  Voraus-
setzungen für die Annahme eines schwerwiegenden persönlichen Här-
tefalls im Sinne von Art. 13 Bst. f aBVO nicht erfüllt sind. 

6.
6.1 Die angefochtene Verfügung ist im Lichte von Art. 49 VwVG nicht 
zu beanstanden. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. 

6.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  mit  Zwischenverfügung  vom 
10. Oktober 2007 dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht 
stattgegeben,  weil  die  Beschwerde als  ohne Aussicht  auf  Erfolg be-
urteilt  werden  musste.  In  ihrem  Eventualbegehren  ersuchen  die 
Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. Januar 2008 die Zwischenver-
fügung in Wiedererwägung zu ziehen. Angesichts der Tatsachen, dass 
in  der  Begründung  weder  veränderte  Verhältnisse  noch  Revisions-
gründe  (vgl.  Art. 45  VGG  i.V.m. Art.  121  ff.  BGG)  geltend  gemacht 
werden,  ist  das  Begehren  als  ein  neues  Gesuch  um  unentgeltliche 
Rechtspflege  zu  erachten.  Da  die  Einschätzung  der  Zwischenver-
fügung jedoch nach wie vor gilt, ist das Ersuchen abzuweisen, so dass 
die  Beschwerdeführer  die  Kosten  des  Verfahrens  zu  tragen  haben 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 und Art. 2 sowie Art. 3 des des Re-
glements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

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vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird nicht stattgegeben.

2.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 700.--  werden  den  Beschwerdeführern 
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe verrechnet. 

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Beilage: Akten Ref-Nr. [...] zurück)
- das  Sicherheitsdepartement  des  Kantons  Basel-Stadt,  Bevöl-

kerungsdienste und Migration (Beilage: Akten [...] zurück)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Antonio Imoberdorf Evelyne Sturm

Versand: 

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