# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** feb2774e-a48d-55a5-95b8-d60fdeba34cf
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-01
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 01.12.2022 LF220080
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF220080_2022-12-01.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LF220080-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichterin lic. iur. 

A. Strähl sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. D. Tolic Hamming 

Urteil vom 1. Dezember 2022 

in Sachen 

 

A._____,  
Berufungsklägerin, 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. C._____,  
3. D._____,  
Berufungsbeklagte, 

 

1, 2, 3 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

betreffend Einsprache gegen das Ausstellen eines Erbscheines 
 
im Nachlass von E._____, geboren am tt. April 1939,  
von F._____, gestorben am tt.mm.2022, wohnhaft gewesen in … G._____, 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes s.V. des Bezirksgerichtes 
Andelfingen vom 27. September 2022 (EN220056) 
  

- 2 - 

 

Urteil des Einzelgerichtes s.V. des Bezirksgerichtes Andelfingen: 
(act. 4 = act. 7) 

1. Von der Einsprache von B._____, C._____ und D._____ vom 19. Septem-

ber 2022 gegen die Ausstellung einer Erbbescheinigung wird Vormerk ge-

nommen und den Beteiligten davon Kenntnis gegeben. 

Solange die Einsprache zu Recht besteht, wird keine Erbbescheinigung 
ausgestellt. Die Einsprache fällt jedoch dahin, wenn innerhalb der ein-
jährigen Frist von Art. 521 bzw. 533 ZGB keine Ungültigkeits- oder Her-
absetzungsklage angehoben wird. 

2. Über den Nachlass wird die Erbschaftsverwaltung angeordnet. Damit wird 

das Notariat Andelfingen beauftragt und angewiesen, dem Einzelgericht in 

Erbschaftssachen die Abschrift des Inventars im Doppel zuzustellen. 

3. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.00. 

4. Die Kosten des Verfahrens werden den Einsprechern, B._____, … [Adres-

se], C._____, … [Adresse], und D._____, … [Adresse], je zu einem Drittel 

unter solidarischer Haftung auferlegt. Für die Anordnung der Erbschaftsver-

waltung wird vorderhand keine Gebühr erhoben. 

5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

6./7. (Mitteilung / Rechtsmittel). 

  

- 3 - 

Berufungsanträge: 

der Berufungsklägerin (act. 8): 
 

"1.  Ziffer 1. Absatz 2 des Urteils EN220056-B/U01/er des Bezirksge-
richts Andelfingen vom 27. September 2022 sei aufzuheben. 

 2.  unter Kostenfolge zulasten der Staatskasse (Vorinstanz)." 
 

 

Erwägungen: 

I. 

 1.1 Am tt.mm.2022 verstarb E._____ (fortan Erblasser), zuletzt wohnhaft 

gewesen in G._____. Mit (Testamentseröffnungs-)Urteil vom 25. August 2022 

stellte das Einzelgericht s.V. des Bezirksgerichtes Andelfingen (fortan Vorinstanz) 

gestützt auf Zivilstandsurkunden die gesetzliche Erbenstellung der Ehefrau bzw. 

Witwe des Erblassers, A._____ (fortan Berufungsklägerin), und der drei Kinder 

des Erblassers (aus erster Ehe),  

B._____, C._____ und D._____ (fortan Berufungsbeklagte), fest. Die Vorinstanz 

eröffnete die letztwillige Verfügung des Erblassers vom 5. Oktober 2020 in Form 

einer Kopie, welche von der Berufungsklägerin eingereicht worden war, und stell-

te den vorerwähnten gesetzlichen Erben die Ausstellung eines auf sie lautenden 

Erbscheins in Aussicht, sofern dagegen seitens der gesetzlichen Erben oder ei-

nem aus einer früheren Verfügung Bedachten nicht innert Monatsfrist Einsprache 

erhoben werde (vgl. act. 12/3 S. 2 f. = act. 3 S. 2 f.; act. 12/2).  

 1.2 Mit Eingabe vom 19. September 2022 liessen die Berufungsbeklagten 

Einsprache gegen die Ausstellung des Erbscheins an die Berufungsklägerin bei 

der Vorinstanz erheben (act. 1). Diese entschied mit Urteil vom 27. September 

2022 (act. 4 = act. 7) im eingangs wiedergegebenen Sinne.  

 2. Dagegen erhob die Berufungsklägerin mit Schreiben vom 14. Oktober 

2022 rechtzeitig Berufung bei der hiesigen Instanz und stellte die vorstehend wie-

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dergegebenen Anträge (act. 8 inkl. Beilagen act. 9 und 10; zur Rechtzeitigkeit vgl. 

act. 5).  

 3. Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen 

(act. 1-5 sowie Testamentseröffnungsakten [= act. 12/1-4]). Mit Verfügung der 

Kammer vom 3. November 2022 wurde den Berufungsbeklagten Frist zur Beant-

wortung der Berufung angesetzt, mit dem Hinweis, dass im Säumnisfall das Ver-

fahren ohne die Berufungsantwort weitergeführt werde. Des Weiteren wurde die 

Prozessleitung delegiert (act. 13). Die Verfügung wurde den Berufungsbeklagten 

am 7. November 2022 zugestellt (act. 14). Innert Frist und bis dato liessen sie 

sich nicht vernehmen. 

II. 

 1.1 Die Berufungsbeklagten liessen vor Vorinstanz einzig ausführen, dass 

sie Einsprache gegen die Berechtigung der Berufungsklägerin und damit gegen 

die entsprechende Ausstellung eines Erbscheins erheben, wobei die Einsprache 

nicht begründet zu werden brauche (act. 1).  

 1.2 Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid mit der Argumentation, es 

sei grundsätzlich davon auszugehen, dass die Erhebung der Einsprache gegen 

die Ausstellung der Erbbescheinigung im Sinne von Art. 559 ZGB bedeute, dass 

seitens der Einsprecher bzw. Berufungsbeklagten die Erbberechtigung der Ehe-

frau des Erblassers bzw. der Berufungsklägerin bestritten werde. Da die Einspra-

che nach ständiger Rechtsprechung des Obergerichts nicht begründet werden 

müsse, sei die materielle Begründetheit der Einsprache nicht zu prüfen, weshalb 

von der Einsprache ohne nähere Prüfung Vormerk zu nehmen sei. Infolgedessen 

könne vorläufig keine Erbbescheinigung ausgestellt werden. Als weitere Folge der 

Einsprache sei gestützt auf Art. 556 Abs. 3 ZGB und gemäss ständiger Praxis des 

Einzelgerichtes und des Obergerichtes die Erbschaftsverwaltung anzuordnen 

(act. 7 S. 2 f.).  

 2. Die Berufungsklägerin wirft der Vorinstanz falsche Rechtsanwendung 

und Willkür vor. Sie macht im Kern geltend, Anspruch auf Ausstellung der Erbbe-

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scheinigung hätten die gesetzlichen Erben, deren Berechtigung mittels Einspra-

che nicht bestritten werden könne, weshalb die Ausstellung des Erbscheins nicht 

vom Vorliegen einer Einsprache im Sinne von Art. 559 ZGB abhängig gemacht 

werden könne, wenn wie im vorliegenden Fall die Zusammensetzung der Erben-

gemeinschaft (unter Vorbehalt der erbrechtlichen Klagen) zurzeit offenkundig 

feststehe. Aus der Testamentseröffnung vom 25. August 2022 ergebe sich so-

dann, dass das erblasserische Testament vom 5. Oktober 2000 nichts an der Er-

benstellung der vorliegenden vier gesetzlichen Erben ändere. Dieses beinhalte 

einzig Anordnungen für den Fall des Vorversterbens des Erblassers vor seiner 

vormaligen Ehefrau H._____, welche Situation nicht eingetreten sei, so dass das  

Testament an der gesetzlichen Erbfolge nichts geändert habe. Die  

vorinstanzliche Anordnung sei daher willkürlich und aufzuheben, zumal die Ein-

sprache keine Begründung für das allfällige Wegfallen ihrer (der Berufungskläge-

rin) gesetzlichen Erbenstellung enthalte (act. 8 S. 2-4).  

 3.1 Findet sich beim Tode eines Erblassers eine letztwillige Verfügung vor, 

so ist sie der Behörde unverweilt einzuliefern und binnen Monatsfrist nach der 

Einlieferung zu eröffnen (vgl. Art. 556 Abs. 1 und Art. 557 Abs. 1 ZGB; vgl. Tes-

tamentseröffnung act. 3). Gemäss Art. 559 Abs. 1 ZGB wird nach Ablauf eines 

Monats seit der Mitteilung der eröffneten letztwilligen Verfügung an die Beteiligten 

den eingesetzten Erben, wenn die gesetzlichen Erben oder die aus einer früheren 

Verfügung Bedachten nicht ausdrücklich deren Berechtigung bestritten haben, auf 

ihr Verlangen von der Behörde eine Bescheinigung darüber ausgestellt, dass sie 

unter Vorbehalt der Ungültigkeitsklage und der Erbschaftsklage als Erben aner-

kannt seien. Anspruch auf Ausstellung eines solchen Erbscheins haben entgegen 

dem Gesetzeswortlaut nicht nur eingesetzte, sondern auch gesetzliche Erben. 

Der Zweck des Erbscheins erschöpft sich darin, sämtliche Erben auszuweisen, 

damit diese den Nachlass einstweilen in Besitz nehmen und provisorisch darüber 

verfügen können. Die Ausstellung einer Erbbescheinigung ist nur zu verweigern, 

wenn die Erbberechtigung der betroffenen Personen bestritten wird. Die Erbbe-

rechtigung der gesetzlichen Erben kann, im Gegensatz zu derjenigen der einge-

setzten Erben, allerdings nicht bestritten werden (vgl. BGer 5D_305/2020 vom 

4. Mai 2021, E. 3.2 m.w.H.). Ist sodann im Zeitpunkt der Einsprache bereits klar, 

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dass sich am Kreise der Erben nichts mehr ändern kann, vermag der Erbschein 

seinen vorstehend umschriebenen Zweck vollumfänglich zu erfüllen, sodass er 

trotz Einsprache auszustellen ist. Das gilt auch, wenn aufgrund des Streits der 

Erben eine Erbschaftsverwaltung angeordnet wurde (Art. 556 Abs. 3 ZGB) und 

der Erbschein daher einstweilen kaum einen praktischen Nutzen hat (vgl. zum 

Ganzen BGer 5D_305/2020 vom 4. Mai 2021, E. 3.4).  

 3.2 Unstrittig ist, dass die Berufungsklägerin Ehefrau bzw. Witwe des Erb-

lassers ist. Dies ergibt sich aus dem Familienausweis und dem Ausweis über den 

registrierten Familienstand (act. 12/2). Als solche kommt ihr nach Art. 462 ZGB 

gesetzliche Erbenstellung zu (vgl. auch Testamentseröffnung act. 3 S. 3). Ihre 

Erbberechtigung als gesetzliche Erbin kann im Einspracheverfahren wie vorste-

hend gesagt nicht bestritten werden. Auch den Berufungsbeklagten als Nach-

kommen des Erblassers kommt gesetzliche Erbenstellung zu (Art. 457 ZGB; vgl. 

Testamentseröffnung act. 3 S. 3). Es sind vorliegend somit sämtliche Erben be-

reits bekannt, und selbst bei Ungültigkeit des Testaments vom 5. Oktober 2000 

(welches lediglich Anordnungen für den Fall des Vorversterbens des Erblassers 

vor seiner vormaligen Ehefrau H._____ enthält und welche Situation nicht einge-

treten ist, vgl. Testamentseröffnung act. 3 S. 2) würde deren gesetzliche Erbbe-

rechtigung nicht dahinfallen. Dass weitere Personen Erbenstellung beanspruchen 

könnten, ist weder behauptet noch aktenkundig. Inwiefern sodann potentielle Kla-

gen am Kreis der gesetzlichen Erben etwas zu verändern vermöchten, ist nicht 

ersichtlich. Zu Recht macht die Berufungsklägerin daher geltend, dass im vorlie-

genden Fall die Erbbescheinigung ihren Zweck, sämtliche Erben auszuweisen, 

mangels Zweifel an deren Identität trotz erhobener Einsprache uneingeschränkt 

zu erfüllen vermag (act. 8 S. 4).  

 4. Die Rüge der Berufungsklägerin betreffend Nichtausstellung des Erb-

scheins erweist sich nach dem Gesagten als berechtigt. In Gutheissung der Beru-

fung ist Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Urteils aufzuheben. Die Vorinstanz 

wird auf entsprechendes Ersuchen eines gesetzlichen Erben einen Erbschein 

auszustellen haben. 

- 7 - 

III. 

 Die Kosten des Berufungsverfahrens sind auf die Gerichtskasse zu nehmen 

(Art. 107 Abs. 2 ZPO). Eine Entschädigung wurde nicht beantragt.  

Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Berufung der Berufungsklägerin wird Ziffer 1 des Urteils 

des Einzelgerichtes s.V. des Bezirksgerichtes Andelfingen vom 

27. September 2022 aufgehoben.  

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an das Notariat Andelfingen sowie –

 unter Beilage der Akten – an das Einzelgericht s.V. des Bezirksgerichtes 

Andelfingen, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 
  

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Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 168'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. D. Tolic Hamming 
 
versandt am: 
2. Dezember 2022 
 
 
 
 
 

	Urteil vom 1. Dezember 2022
	Urteil des Einzelgerichtes s.V. des Bezirksgerichtes Andelfingen: (act. 4 = act. 7)
	1. Von der Einsprache von B._____, C._____ und D._____ vom 19. September 2022 gegen die Ausstellung einer Erbbescheinigung wird Vormerk genommen und den Beteiligten davon Kenntnis gegeben.
	Solange die Einsprache zu Recht besteht, wird keine Erbbescheinigung ausgestellt. Die Einsprache fällt jedoch dahin, wenn innerhalb der einjährigen Frist von Art. 521 bzw. 533 ZGB keine Ungültigkeits- oder Herabsetzungsklage angehoben wird.
	2. Über den Nachlass wird die Erbschaftsverwaltung angeordnet. Damit wird das Notariat Andelfingen beauftragt und angewiesen, dem Einzelgericht in Erbschaftssachen die Abschrift des Inventars im Doppel zuzustellen.
	3. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.00.
	4. Die Kosten des Verfahrens werden den Einsprechern, B._____, … [Adresse], C._____, … [Adresse], und D._____, … [Adresse], je zu einem Drittel unter solidarischer Haftung auferlegt. Für die Anordnung der Erbschaftsverwaltung wird vorderhand keine Geb...
	5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	6./7. (Mitteilung / Rechtsmittel).
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.
	II.
	1.1 Die Berufungsbeklagten liessen vor Vorinstanz einzig ausführen, dass sie Einsprache gegen die Berechtigung der Berufungsklägerin und damit gegen die entsprechende Ausstellung eines Erbscheins erheben, wobei die Einsprache nicht begründet zu werde...
	1.2 Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid mit der Argumentation, es sei grundsätzlich davon auszugehen, dass die Erhebung der Einsprache gegen die Ausstellung der Erbbescheinigung im Sinne von Art. 559 ZGB bedeute, dass seitens der Einsprecher bz...
	2. Die Berufungsklägerin wirft der Vorinstanz falsche Rechtsanwendung und Willkür vor. Sie macht im Kern geltend, Anspruch auf Ausstellung der Erbbescheinigung hätten die gesetzlichen Erben, deren Berechtigung mittels Einsprache nicht bestritten werd...
	3.1 Findet sich beim Tode eines Erblassers eine letztwillige Verfügung vor, so ist sie der Behörde unverweilt einzuliefern und binnen Monatsfrist nach der Einlieferung zu eröffnen (vgl. Art. 556 Abs. 1 und Art. 557 Abs. 1 ZGB; vgl. Testamentseröffnun...

	III.
	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Berufung der Berufungsklägerin wird Ziffer 1 des Urteils des Einzelgerichtes s.V. des Bezirksgerichtes Andelfingen vom 27. September 2022 aufgehoben.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz.
	3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an das Notariat Andelfingen sowie – unter Beilage der Akten – an das Einzelgericht s.V. des Bezirksgerichtes Andelfingen, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...