# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9393992e-c94f-5d97-a5a9-2c2cc89e256c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 04.09.2018 420 18 218
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_001_420-18-218_2018-09-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 

 

vom 4. September 2018 (420 18 218) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Schuldbetreibung- und Konkursrecht 

 

 

Konkursrecht: Die Konkursverwaltung hat einen Antrag eines Konkursgläubigers auf 

Abtretung stets zurückzuweisen, wenn die Abtretung eine Benachteiligung der Masse 

nach sich ziehen würde. Prüfung im Einzelfall bei beantragter Abtretung an eine dem 

Konkursgläubiger nahe stehende Person.  
 
 
 
Besetzung  Präsidentin Christine Baltzer-Bader,  

Richterin Barbara Jermann Richterich (Ref.),  
Richter Dieter Freiburghaus;  
Aktuar Rageth Clavadetscher 

  
 

Parteien  A. ____ Holding AG,  
vertreten durch Advokat Christoph Grether, Lautengartenstrasse 7, 
Postfach 123, 4010 Basel,  
Beschwerdeführerin 

  gegen 

  Konkursamt Basel-Landschaft, Eichenweg 12, Postfach, 4410 Liestal, 
Beschwerdegegner 

A. ___ AG in Konkursliquidation, Berstelstrasse 24, 4422 Arisdorf,  
vertreten durch Konkursamt Basel-Landschaft, Eichenweg 12, Postfach, 
4410 Liestal,  
Beschwerdegegnerin 

   

Gegenstand  Betreibungsrechtliche Beschwerde  
 

  

 
 
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A. Mit Urteil vom 2. Juni 2016 eröffnete der Zivilkreisgerichtspräsident Basel-Landschaft Ost 
den Konkurs über die A. ____ AG mit Sitz X. ____. Mit Zirkularbeschluss vom 1. Juni 2018 be-
antragte das Konkursamt Basel-Landschaft den Konkursgläubigern den Verzicht auf Durchset-
zung von allfälligen Regressforderungen und bestehender Debitorenforderungen der Konkur-
sitin sowie auf Weiterführung eines Forderungsstreits mit einer Konkursgläubigerin unter Ein-
räumung der Möglichkeit zur Abtretung gemäss Art. 260 SchKG. Konkret wurde seitens der 
Konkursverwaltung unter anderem Antrag an die Gläubigerschaft zur Zirkularbeschlussfassung 
gestellt, auf eine Durchsetzung allfälliger Verantwortlichkeitsansprüche im Sinne von Art. 754 ff. 
OR gegenüber den Organen der Konkursitin (Verwaltungsrat und Revisionsstelle) zu verzich-
ten. Nach Auswertung der bestehenden Unterlagen und gemäss den Einvernahmen, so die 
Begründung des Konkursamtes, bestehe allenfalls im Kontext mit einer rechnungslegungsrecht-
lich nicht aufgeführten Solidarschuldverpflichtung eine Pflichtverletzung der Organe. Mit Blick 
auf den zu erwartenden Aufwand zeitlicher und finanzieller Art und dem damit verbundenen 
Kostenrisiko werde beantragt, von einer Durchsetzung dieser Ansprüche zugunsten der Kon-
kursmasse abzusehen. Mit Bezugnahme auf allfällige paulianische Anfechtungsansprüche und 
weitere Ansprüchen hinsichtlich der vor Konkurseröffnung getätigten Rechtsgeschäfte gemäss 
Art. 285 ff. SchKG bestehe aus der Sicht der Konkursverwaltung nach Prüfung der Sachlage 
angesichts des anfallenden Kostenrisikos und der damit einher gehenden Gefahr einer Divi-
dendenminderung sowie unter Hinweis auf die zweijährige Verwirkungsfrist gemäss Art. 292 
SchKG ebenfalls kein offenkundiger Handlungsbedarf, was zur Beantragung des Verzichts auf 
Weiterverfolgung solcher Ansprüche führe. Nebst dem beantragten Verzicht auf Durchsetzung 
der genannten Ansprüche wurde den Konkursgläubigern mit besagtem Beschluss die Gelegen-
heit zur Antragstellung auf Abtretung im Sinne von Art. 260 SchKG eingeräumt. Die A. ____ 
Holding AG, vertreten durch Advokat Christoph Grether, machte von dieser Möglichkeit mit Be-
gehren an das Konkursamt vom 18. Juni 2018 Gebrauch und beantragte die Abtretung der Ver-
antwortlichkeitsansprüche sowie der paulianischen Anfechtungsansprüche und weiterer An-
sprüche hinsichtlich der vor Konkurseröffnung getätigten Rechtsgeschäfte. Das Konkursamt 
wies das Gesuch um Abtretung der Verantwortlichkeitsansprüche mit Verfügung vom 17. Juli 
2018 ab und begründete seinen Entscheid mit einer bestehenden Interessenkollision, zumal der 
Verwaltungsratspräsident der A. ____ Holding AG, Herr B. ____, bei der Konkursitin als Verwal-
tungsrat fungiert habe. Zu den Anträgen der A. ____ Holding AG auf Abtretung der pauliani-
schen Anfechtungsansprüche und weiterer Ansprüche hinsichtlich der vor Konkurseröffnung 
getätigten Rechtsgeschäfte äusserte sich das Konkursamt in besagter Verfügung hingegen 
nicht. 

B. Mit Eingabe vom 19. Juli 2018 erhebt die A. ____ Holding AG (nachstehend Beschwerde-
führerin), vertreten durch Advokat Christoph Grether, sowohl gegen das Konkursamt Basel-
Landschaft als auch gegen die A. ____ AG in Konkursliquidation (nachstehend Konkursitin), 
vertreten durch das Konkursamt, Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und 
Konkurs Basel-Landschaft. Sie beantragt, es sei in Gutheissung der vorliegenden Beschwerde 
die Verfügung des Konkursamtes Basel-Landschaft vom 17. Juli 2018, insoweit sie die Durch-
setzung von Verantwortlichkeitsansprüchen gegenüber der Revisionsstelle der A. ____ AG in 
Konkursliquidation zum Gegenstand habe, im Sinne von Ziffer 4. a) und b) der Beschwerdebe-
gründung aufzuheben, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegeg-

 
 
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ner in solidarischer Verbindung. Zur Begründung wird im Wesentlichen angeführt, die Be-
schwerdeführerin sei im Kollokationsplan als Gläubigerin mit einer Forderung von mindestens 
CHF 130‘401.00 zugelassen worden. Beim ablehnenden Abtretungsentscheid vom 17. Juli 
2018 habe das Konkursamt übersehen, dass die Verantwortlichkeitsansprüche gegenüber den 
Organen der Konkursitin sich nicht nur auf die Mitglieder des Verwaltungsrates beziehen wür-
den, sondern auch auf die Revisionsstelle. Mit Bezug auf die Revisionsstelle bestehe kein Inte-
ressenkonflikt, weswegen die Verfügung in der Weise aufzuheben sei, dass der Beschwerde-
führerin die Verantwortlichkeitsansprüche gegenüber der Revisionsstelle gemäss Art. 260 
SchKG abzutreten seien, so dass die Beschwerdeführerin diese Ansprüche auf eigene Rech-
nung geltend machen könne. Zur beantragten Abtretung der paulianischen Ansprüche etc. 
äussere sich die angefochtene Verfügung nicht. Ein Interessenkonflikt bestehe in diesem Zu-
sammenhang ebenso wenig, wie ein anderer Hinderungsgrund, weshalb diese Ansprüche der 
Beschwerdeführerin zur weiteren Geltendmachung gestützt auf Art. 260 SchKG zur Verfügung 
zu stellen seien.  

C. In seiner Vernehmlassung vom 3. August 2018 beantragt das Konkursamt Basel-
Landschaft, die Beschwerde sei abzuweisen. Es begründet seinen Antrag dahingehend, dass 
die Ausführungen der Beschwerdeführerin nichts am Bestand eines Interessenkonflikts ändern 
würden, welcher sich aufgrund der persönlichen Verbindung von Herrn B. ____ zu den beiden 
Gesellschaften sowie aus der Firmenstruktur ergebe. Die Konkursitin sei eine Tochtergesell-
schaft der Beschwerdeführerin. Demnach würde eine Abtretung von Verantwortlichkeitsansprü-
chen und auch von paulianischen Anfechtungsansprüchen der Konkursitin an die Beschwerde-
führerin per se einen Interessenkonflikt vermuten lassen, da eine Muttergesellschaft grundsätz-
lich im Interesse ihrer Tochtergesellschaft handle e contrario. Diese Vermutung liege umso nä-
her, wenn natürliche Personen sowohl im Verwaltungsrat der einen als auch der anderen Ge-
sellschaft vertreten seien.  

D. Mit Verfügung vom 9. August 2018 wurde der Schriftenwechsel geschlossen und die Zir-
kulation der Akten bei der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs angeordnet.  

 

Erwägungen 

1. Mit Ausnahme der Fälle, in denen das Gesetz den Weg der gerichtlichen Klage vor-
schreibt, kann gegen jede Verfügung eines Betreibungs- oder Konkursamtes bei der Aufsichts-
behörde über Schuldbetreibung und Konkurs wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessen-
heit Beschwerde geführt werden. Die Beschwerde gemäss Art. 17 Abs. 2 SchKG ist innert zehn 
Tagen seit Kenntnisnahme der Verfügung durch den Beschwerdeführer einzureichen. Die ange-
fochtene Verfügung des Konkursamtes, mit welcher das Gesuch der Beschwerdeführerin um 
Abtretung von Verantwortlichkeitsansprüchen gemäss Art. 260 SchKG abgewiesen wurde, da-
tiert vom 17. Juli 2018. Die vorliegende Beschwerde vom 19. Juli 2018, welche gleichentags bei 
der Schweizerischen Post zum Versand aufgegeben wurde, ist somit zweifellos rechtzeitig er-
folgt. 

 
 
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2. Die Beschwerde richtet sich gegen eine Verfügung des Konkursamts betreffend die Abtre-
tung von Rechtsansprüchen der Konkursmasse nach Art. 260 SchKG. Nach der bundesgericht-
lichen Rechtsprechung ist es nicht Sache des Sachrichters, sondern der Aufsichtsbehörde über 
Schuldbetreibung und Konkurs, die Abtretungsverfügung der Konkursverwaltung auf ihre 
Rechtmässigkeit zu überprüfen (BGE 132 III 342 E. 2.2.1 mit Nachweisen; PETER, in: BlSchK 
2013, S. 84 f.). Gerügt wird eine falsche Anwendung von Art. 260 SchKG, was einer Beschwer-
de nach Art. 17 SchKG zugänglich ist. Die sachliche Zuständigkeit der Dreierkammer der Abtei-
lung Zivilrecht des Kantonsgerichts zur Behandlung der Angelegenheit ergibt sich aus § 6 
Abs. 1 lit. b EG SchKG.  

3. Als weitere Prozess- bzw. Rechtsmittelvoraussetzung hat jeder Beschwerde ein schutz-
würdiges Interesse an der Änderung oder Aufhebung der angefochtenen Verfügung zugrunde 
zu liegen (Art. 20a Abs. 4 SchKG i.V.m. § 31 Abs. 1 li. a VwVG). Der Bestand eines Rechts-
schutzinteresses prüft die Aufsichtsbehörde von Amtes wegen. Mangelt es an einer solchen 
Beschwerdebefugnis, tritt die Aufsichtsbehörde auf eine Beschwerde nach Art. 17 SchKG nicht 
ein. Zur Beschwerde legitimiert ist, wer durch die angefochtene Verfügung eines Voll-
streckungsorgans in seinen rechtlichen oder zumindest tatsächlichen Interessen betroffen und 
dadurch beschwert ist und deshalb ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Abän-
derung der Verfügung hat (vgl. COMETTA/MÖCKLI, in: BSK SchKG I, 2. Aufl., Basel 2010, Art. 17 
N 40). Dies ist der Fall, wenn die rechtliche oder tatsächliche Stellung des Beschwerdeführers 
im Vollstreckungsverfahren durch den Ausgang des Beschwerdeverfahrens unmittelbar beein-
flusst werden kann.  
Gemäss Rechtsbegehren der Eingabe vom 19. Juli 2018 beantragt die Beschwerdeführerin, es 
sei in Gutheissung der vorliegenden Beschwerde die Verfügung des Konkursamtes vom 17. Juli 
2018, insoweit sie die Durchsetzung von Verantwortlichkeitsansprüchen gegenüber der Revisi-
onsstelle der A. ____ AG in Konkursliquidation zum Gegenstand habe, im Sinne von Ziffer 4. a) 
und b) aufzuheben. Unter Ziffer 4 b) der Beschwerdebegründung wird – hier ohne Einschrän-
kung auf Ansprüche gegenüber der Revisionsstelle – die Zulassung der Abtretung von pauliani-
schen Anfechtungsansprüchen und weiteren Ansprüchen aus Begünstigungshandlungen ge-
mäss Art. 285 ff. SchKG verlangt, zumal das Konkursamt in diesem Zusammenhang keinen 
Entscheid über das betreffende Gesuch der Beschwerdeführerin gefällt habe und bei der Be-
schwerdeführerin durch die Abtretung kein Interessenkonflikt entstehe. Dass das Konkursamt in 
der angefochtenen Verfügung über das Abtretungsgesuch zu den Anfechtungsansprüchen 
nach Art. 285 ff. SchKG nicht entschieden hat, ist zwar zutreffend. Soweit die Beschwerdeführe-
rin nun beschwerdeweise um Gutheissung desselben ersucht, ist auf ihre Beschwerde unab-
hängig von der Beurteilung der Frage nach einer allfälligen Interessenkollision nicht einzutreten. 
Gemäss Art. 292 Ziff. 2 SchKG verjährt das Anfechtungsrecht des nach Massgabe von Art. 260 
SchKG berechtigten Konkursgläubigers (Art. 285 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG) innert zwei Jahren seit 
Konkurseröffnung. Im vorliegenden Fall wurde der Konkurs über die A. ____ AG mit Wirkung 
per 2. Juni 2016, 15:20 Uhr, eröffnet (Urteil des Zivilkreisgerichtspräsidenten Basel-Landschaft 
Ost vom 2. Juni 2016 im Verfahren Nr. 160 16 1156 II), weshalb allfällige Ansprüche nach den 
Art. 285 ff. SchKG mangels rechtzeitiger Geltendmachung bereits zum Zeitpunkt der Einrei-
chung des Abtretungsgesuchs der Beschwerdeführerin am 18. Juni 2018 verjährt waren und 
somit auch nicht mehr durchsetzbar sind. Der Beschwerdeführerin fehlt deshalb vorliegend das 

 
 
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Rechtsschutzinteresse an einem Entscheid der Beschwerdeinstanz über die Abtretbarkeit allfäl-
liger Ansprüche aus Begünstigungshandlungen, deren Durchsetzung nicht mehr möglich ist, 
was zum Nichteintreten auf die Beschwerde in diesem Punkt führt.  

4. Gemäss Art. 20a Abs. 3 in Verbindung mit § 15 Abs. 1 VwVG hat eine Beschwerde nach 
Art. 17 SchKG ein klar umschriebenes Rechtsbegehren zu enthalten. Der Beschwerdeantrag 
muss entweder auf Aufhebung bzw. Änderung der angefochtenen Verfügung oder auf Vornah-
me einer betreibungsrechtlichen Massnahme gerichtet sein (Art. 21 SchKG). Der Antrag kann 
sich auch durch Auslegung der Eingabe, namentlich deren Begründung, ergeben. Im vorliegen-
den Fall lässt sich der Beschwerde vom 19. Juli 2018 mit Bezug auf die Abtretung der Anfech-
tungsansprüche gemäss Art. 285 ff. SchKG kein Antrag entnehmen. Vielmehr ist das Rechts-
begehren darauf beschränkt, die angefochtene Verfügung „im Sinne von Ziffer 4. a) und b)“ auf-
zuheben, „insoweit sie die Verantwortlichkeitsansprüche gegenüber der Revisionsstelle der 
A. ____ AG in Konkursliquidation zum Gegenstand hat“. In der Beschwerdebegründung werden 
indessen unter Ziffer 4 b) ausschliesslich Ausführungen zur Abtretbarkeit von Ansprüchen nach 
Art. 285 ff. SchKG gemacht, ohne einen Konnex zu Verantwortlichkeitsansprüchen der Revisi-
onsstelle herzustellen. Zumal es der Beschwerde demnach mit Bezug auf die Abtretung von 
paulianischen Ansprüchen sowie anderen Ansprüchen aus Begünstigungshandlungen im Sinne 
von Art. 285 ff SchKG an einem klaren und widerspruchsfreien Antrag mangelt, wäre auf die 
Beschwerde auch bei bestehendem Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin in diesem 
Punkt nicht einzutreten. 

5. Auf das Begehren um Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Abtretung von allfäl-
ligen Verantwortlichkeitsansprüchen, insoweit sie gegenüber der Revisionsstelle der A. ____ 
AG in Konkursliquidation bestehen, ist hingegen einzutreten, da die Beschwerde vom 19. Juli 
2018 in diesem Zusammenhang sämtlichen formellen Erfordernissen genügt.  

6. Gemäss Art. 260 Abs. 1 SchKG ist jeder kollozierte Konkursgläubiger berechtigt, die Ab-
tretung derjenigen Rechtsansprüche der Masse zu verlangen, auf deren Geltendmachung die 
Gesamtheit der Gläubiger verzichtet. Die Abtretung nach Art. 260 SchKG bewirkt keine Abtre-
tung im zivilrechtlichen Sinne von Art. 164 ff. OR, sondern verleiht dem Abtretungsgläubiger ein 
Prozessführungsrecht mit Anspruch auf Vorausbefriedigung aus dem erzielten Erlös (BGE 
122 III 176 E. 6f). Die Abtretung ist eine Prozessvollmacht zur Prozessführung auf eigene 
Rechnung und Gefahr, aber mit der Verpflichtung zur Rechnungsablage. Daraus folgt unter 
anderem, dass der prozessierende Gläubiger den Anspruch nicht weiter abtreten kann, sondern 
selbst verfolgen muss (BGE 109 III 27 E. 1). Nicht legitimiert, die Abtretung zu verlangen, ist 
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein Konkursgläubiger, gegen den sich der abzu-
tretende Anspruch richtet. Eine derartige Abtretung wäre nichtig, weil sie die Geltendmachung 
des Anspruchs illusorisch machen würde (BGer 7B.18/2006 vom 24. April 2006 E. 3.1; BERTI, 
Basler Kommentar SchKG, 2. Aufl. 2010, Art. 260 SchKG N 30; BAUER, Basler Kommentar 
SchKG, Ergänzungsband zur 2. Auflage, Art. 260 SchKG ad N 30; AMONN/WALTHER, Grundriss 
des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl. 2013, § 47 Rz. 50). Inwiefern die Konkurs-
verwaltung auch einer anderen Person als dem Schuldner selber die Abtretung einer Forderung 
verweigern kann, ist bis heute nicht höchstrichterlich geklärt. In der Literatur sowie gemäss kan-
tonaler Rechtsprechung wird postuliert, dass nicht nur einem kollozierten Konkursgläubiger kei-

 
 
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ne Vermögensrechte abgetreten werden dürfen, deren Schuldner er selber ist, sondern dies  
– in Anwendung von Art. 2 ZGB – auch für diesem nahestehende Personen gelten muss 
(BERTI, Basler Kommentar SchKG, 2. Aufl. 2010, Art. 260 SchKG  N 30; in diesem Sinne auch 
Urteil des Obergericht des Kantons Thurgau [OGer TG] vom 16. November 2011 [= RBOG 
2011 Nr. 19] E. 2a) dd); publ. in BlSchK 2013, S. 79 ff.); Urteil des Handelsgerichts des Kantons 
Zürich HG120129 vom 20. August 2012 E. 5.4). Die Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und 
Konkurs Basel-Landschaft teilt diese Ansicht, wonach in Anwendung von Art. 260 SchKG das 
Abtretungsverbot auf gegenüber dem Schuldner nahestehende Personen auszudehnen ist. Die 
Konkursverwaltung hat einen Antrag eines Konkursgläubigers auf Abtretung stets zurückzuwei-
sen, wenn die Abtretung eine Benachteiligung der Masse nach sich ziehen würde (Entscheid 
der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft vom 6. Februar 2018 
[420 17 371] E. 3 mit Hinweis auf OGer TG a.a.O.).  

7.1 Das Konkursamt Basel-Landschaft begründet seinen abschlägigen Entscheid zum Ge-
such der Beschwerdeführerin auf Abtretung von Verantwortlichkeitsansprüchen gegenüber den 
Organen der Konkursitin mit einer Interessenkollision, welche sich zum einen aus der Doppel-
funktion von Herrn B. ____ in beiden Gesellschaften ergeben würde. So firmiere Herr B. ____ 
für die Beschwerdeführerin als Verwaltungsratspräsident, während er bei der failliten A. ____ 
AG in Liquidation Mitglied des Verwaltungsrats sei. Zum andern gründe der Interessenkonflikt in 
der Struktur der genannten Gesellschaften. Die Konkursitin sei eine Tochtergesellschaft der 
Beschwerdeführerin. Es sei deshalb davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin als Mut-
tergesellschaft der Konkursitin stets in deren Interesse handeln würde.  

7.2 Die Beschwerdeführerin ist zweifellos legitimiert, gemäss Art. 260 SchKG die Abtretung 
von Verantwortlichkeitsansprüchen zu verlangen, da sie im Kollokationsplan der Konkursitin 
Nr. XXXXXXXX als Konkursgläubigerin mit einer Forderung von CHF 130‘401.00 zugelassen 
wurde. 

7.3 Feststeht auch, dass die beschwerdeführende Konkursgläubigerin als Aktiengesellschaft 
mit den potenziellen Schuldnern der in Frage stehenden Verantwortlichkeitsansprüche, sprich 
den Organen der Konkursitin, nicht identisch ist. Aufgrund des persönlichen Tätigkeitsfelds von 
Herrn B. ____ gemäss den Handelsregistereinträgen beider Gesellschaften, einerseits als Ver-
waltungsratspräsident bei der Beschwerdeführerin, andererseits als Verwaltungsrat der Konkur-
sitin, ist eine Interessenkollision bei Abtretung von Verantwortlichkeitsansprüchen gegenüber 
dem Verwaltungsrat der Konkursitin an die Beschwerdeführerin naheliegend und eine Benach-
teiligung der Konkursmasse im Sinne der zitierten Rechtsprechung nicht ausgeschlossen. Das 
Konkursamt leitet aus diesem Umstand gemäss Beschwerdevernehmlassung ohne konkrete 
Begründung auch eine Interessenkollision bei der Beschwerdeführerin für die Geltendmachung 
von Ansprüchen gegenüber der Revisionsstelle ab. Die Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und 
Konkurs vermag sich dieser Ansicht nicht anzuschliessen. Entgegen der Beurteilung durch die 
Konkursverwaltung erscheint die Übertragung der Prozessführungsbefugnis auf die Beschwer-
deführerin für die Durchsetzung allfälliger Verantwortlichkeitsansprüche gegenüber der Revisi-
onsstelle im Sinne von Art. 260 SchKG, wie mit vorliegender Beschwerde ausschliesslich bean-
tragt, nicht von vornherein mit einem Interessenkonflikt zwischen der Konkursgläubigerin und 
der beklagten Partei im Verantwortlichkeitsprozess behaftet. Wie dem Handelsregister des Kan-

 
 
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tons Basel-Landschaft zu entnehmen ist, hat die Beschwerdeführerin mit Opting-Out-Erklärung 
vom 18. Juli 2016 auf die eingeschränkte Revision verzichtet (Art. 727a OR), während für die 
Konkursitin die C. ____ AG, mit Sitz in Y. ____, als Revisionsstelle eingesetzt ist, so dass eine 
strukturell bedingte Interessenkollision ausscheidet. Offengelassen werden kann sodann, ob 
anders zu entscheiden gewesen wäre, wenn beide Gesellschaften die nämliche Treuhänderin 
als Revisionsstelle mandatiert hätten. Auch aus dem der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung 
und Konkurs bekannten Sachverhalt, welcher für die gerichtliche Prüfung von allfälligen Ver-
antwortlichkeitsansprüchen der genannten Revisionsstelle relevant sein könnte, lässt sich bei 
der Beschwerdeführerin kein Interessenkonflikt erblicken. Nach Angaben der Konkursverwal-
tung im Zirkularbeschluss vom 1. Juni 2018 sei unter Verantwortlichkeitsaspekten ein pflichtwid-
riges Zuwarten mit einer Überschuldunganzeige an das Gericht (Art. 725a OR) gestützt auf fol-
genden Sachverhalt prüfenswert: Die Konkursitin soll im Zusammenhang mit einer Hypothek 
der D. ____ AG für das Customer Center eine Solidarschuldverpflichtung im Umfang von 
CHF 13.5 Mio. eingegangen sein, wobei diese im März 2014 begründete Solidarschuld weder 
im Anhang der Jahresrechnung 2014 noch im Anhang der Jahresrechnung 2015 erwähnt wor-
den sei. Ebenso wenig seien Rückstellungen gebildet worden, welche aufgrund der Bewer-
tungssituation des Customer Centers allenfalls notwendig geworden seien. Gemäss einer Email 
der Revisionsstelle an die Konkursitin vom 16. November 2015 sei festgehalten worden, dass 
per 31. Dezember 2014 weder eine Solidarschuld noch sonst irgendeine Eventualverbindlich-
keit bestehen würde, die im Anhang offengelegt werden müsste. Die Aufsichtsbehörde Schuld-
betreibung und Konkurs hat die Einschätzung der rechtlichen Relevanz des geschilderten 
Sachverhalts durch die Konkursverwaltung im vorliegenden Beschwerdeentscheid nicht zu be-
urteilen. Zu berücksichtigen gilt es jedoch, dass bei bestehender offensichtlicher Überschuldung 
einer Gesellschaft auch die Revisionsstelle zur Benachrichtigung des Gerichts verpflichtet ist, 
sofern der Verwaltungsrat untätig bleibt (Art. 729c OR). Daraus folgt, dass allfällige Verantwort-
lichkeitsansprüche gegenüber der Revisionsstelle aus unterlassener Überschuldungsanzeige 
unabhängig vom Fehlverhalten des Verwaltungsrates denkbar sind. Dass in einem gegen die 
Revisionsstelle geführten Verantwortlichkeitsprozess Pflichtverletzungen anderer Organe zu 
Tage treten könnten, ist indessen nicht auszuschliessen. Wie der vorliegend mit Beschwerde 
angefochtenen Verfügung zu entnehmen ist, hat ein weiterer Konkursgläubiger bezüglich allfäl-
liger Verantwortlichkeitsansprüche gegenüber der Revisionsstelle ein Abtretungsbegehren ge-
sellt. Erwirken mehrere Gläubiger die Abtretung gemäss Art. 260 SchKG, bilden diese eine 
sog. uneigentliche notwendige Streitgenossenschaft (zum Ganzen: BERTI, Basler Kommentar 
SchKG, 2. Aufl. 2010, Art. 260 SchKG N 57 mit Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtspre-
chung). Im vorliegenden Fall kann sich die von Herrn B. ____ besetzte Doppelrolle und die da-
mit verbundene Interessenlage bei der Prozessführung gegen die Revisionsstelle für den ande-
ren Konkursgläubiger erschwerend auswirken. Dass die Durchsetzung bestehender Verantwort-
lichkeitsansprüche gegenüber der Revisionsstelle jedoch unmöglich wäre, ist indessen nicht 
anzunehmen. Zumal die Abtretung gemäss Art. 260 SchKG nach bundesgerichtlicher Recht-
sprechung nur zu verweigern ist, wenn eine Durchsetzung des fraglichen Anspruchs illusorisch 
erscheint, hätte das Konkursamt das Abtretungsgesuch der Beschwerdeführerin bezüglich all-
fälliger Verantwortlichkeitsansprüche gegenüber der Revisionsstelle nicht abweisen dürfen. Der 
Vollständigkeit halber sei angefügt, dass die Behauptung des Konkursamtes, ein Interessen-
konflikt ergebe sich aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin als Muttergesellschaft 

 
 
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stets die Interessen der konkursiten Tochtergesellschaft wahre, unbegründet geblieben ist. Da 
im vorliegenden Fall aus den Akten keine Anhaltspunkte für eine solche Annahme ersichtlich 
sind und aufgrund der im Kollokationsverfahren angemeldeten Forderung ein starkes Eigeninte-
resse der Beschwerdeführerin erkennbar ist, muss eine Interessenkollision aufgrund der Fir-
menstruktur allein verneint werden. Zusammenfassend erweist sich das Rechtsmittel somit und 
soweit es die verweigerte Abtretung von Verantwortlichkeitsansprüchen gegenüber der Revisi-
onsstelle zum Gegenstand hat, als begründet, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt gutzu-
heissen ist. Das Konkursamt ist deshalb anzuweisen, eine neue Verfügung zu erlassen und der 
Beschwerdeführerin diese Ansprüche unter Fristansetzung zur Geltendmachung zusammen mit 
allfälligen weiteren Konkursgläubigern gestützt auf Art. 260 SchKG abzutreten. 

8. Für das Beschwerdeverfahren werden gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG keine Kosten 
erhoben. Nach Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG wird im Beschwerdeverfahren nach Art. 17 SchKG 
auch keine Parteientschädigung zugesprochen.  

 
Demnach wird erkannt: 

://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten 
werden kann.  
Demgemäss wird die Verfügung vom 17. Juli 2018 im Konkurs 
Nr. XXXXXXX teilweise aufgehoben unter Anweisung der Zivilrechts-
verwaltung Basel-Landschaft, Konkursamt, gegenüber der Beschwerde-
führerin eine neue Verfügung zu erlassen, mit welcher der A. ____ Hol-
ding AG als Konkursgläubigerin gestützt auf Art. 260 SchKG allfällige 
Verantwortlichkeitsansprüche gegenüber der Revisionsstelle der kon-
kursiten A. ____ AG in Liq., der C. ____ AG, unter Fristansetzung zur 
Geltendmachung zusammen mit allfälligen anderen Konkursgläubigern 
abzutreten sind.  

 2. Es werden keine Kosten erhoben.  
Der Antrag der Beschwerdeführerin auf Ausrichtung einer Parteient-
schädigung wird abgewiesen. 

 

Präsidentin 
 
 
Christine Baltzer-Bader 

Aktuar 
 
 
Rageth Clavadetscher