# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d586b5e2-f06f-5fd1-a486-cd8160e9a663
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.04.2021 LF210022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF210022_2021-04-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LF210022-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichterin lic. iur. 

A. Strähl sowie Gerichtsschreiberin MLaw J. Camelin-Nagel 

Beschluss vom 15. April 2021 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Berufungskläger 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Rechtsschutz in klaren Fällen (Ausweisung) 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes Audienz des Bezirksgerichtes Zü-

rich vom 5. März 2021 (ER200222) 

   

- 2 - 

Rechtsbegehren der Gesuchstellerin: 
(act. 1 S. 1) 

Es sei dem Beklagten, unter Androhung der Zwangsvollstreckung im 
Unterlassungsfall, zu befehlen, die Liegenschaft Zürich-C._____ (Kreis 
…) GB-Blatt Nr. 1 Kat.-Nr. 2 (1 Wohnhaus mit Doppelgarage mit 692 
m2 Gebäudegrundfläche, befestigte Fläche und Gartenanlage, 
D._____-strasse Nr. 3 und Nr. 4, … Zürich), sofort zu räumen und zu 
verlassen; 
alles unter den gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

Urteil des Einzelgerichts: 
(act. 13) 

1. Der Gesuchgegner wird verurteilt, die Liegenschaft Zürich-C._____ 

(Kreis …) GB-Blatt Nr. 1 Kat.-Nr. 2 (1 Wohnhaus mit Doppelgarage mit 692 

m2 Gebäudegrundfläche, befestigte Fläche und Gartenanlage, D._____-

strasse Nr. 3 und Nr. 4, … Zürich) zu räumen, zu verlassen und der Ge-

suchstellerin ordnungsgemäss zu übergeben. 

2. Das Stadtammannamt Zürich … wird angewiesen, Dispositiv-Ziffer 1 des mit 

einer Vollstreckbarkeitsbescheinigung versehenen Entscheids auf Verlangen 

der Gesuchstellerin zu vollstrecken. Die Kosten der Vollstreckung sind von 

der Gesuchstellerin vorzuschiessen. Sie sind ihr aber vom Gesuchgegner zu 

ersetzen. 

3. Die Entscheidgebühr von Fr. 5'000.– wird dem Gesuchgegner auferlegt. Sie 

wird von der Gesuchstellerin bezogen, ist ihr aber vom Gesuchgegner zu er-

setzen. 

4. Der Gesuchgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin eine Umtriebsent-

schädigung von Fr. 1'000.– zu bezahlen.  

5./6. Schriftliche Mitteilung / Rechtsmittel 

 

  

- 3 - 

Berufungsanträge: 

1. Es sei das Ausweisungs-Gesuch der B._____ AG, gegenüber Dr. 
med. A._____ aus der Liegenschaft GB-Blatt Nr. 1 Kat.-Nr. 2 (1 
Wohnhaus mit Doppelgarage mit 692 m2 Gebäudegrundfläche, 
befestigte Fläche und Gartenanlage, D._____-strasse Nr. 3 und 
Nr. 4, … Zürich) bis zur strafrechtlichen Klärung des Betrugsver-
suches durch den die Versteigerung auslösenden E._____, ab-
zuweisen, eventualiter die Frist zur schriftlichen Stellungnahme 
des Gesuchgegners auf Basis der unter Verfahren namhaft ge-
machten Umstände wiederherzustellen.  

2. Die auf betrügerische Machenschaften durch E._____ ausgelöste 
und erwirkte Versteigerung der Liegenschaft GB-Blatt Nr. 1 Kat.-
Nr. 2 (1 Wohnhaus mit Doppelgarage mit 692 m2 Gebäudegrund-
fläche, befestigte Fläche und Gartenanlage, D._____-strasse Nr. 
3 und Nr. 4, … Zürich) sei an eine strafrechtliche Untersuchung 
zu verweisen.  

3. Es sei die auf betrügerischer Grundlage durch E.______, Irländi-
scher Staatsbürger, F._____-gasse 2, … Zürich unrechtens er-
wirkte Versteigerung und die Grundbuchübertragung der Liegen-
schaft GB-Blatt Nr. 1 Kat.-Nr. Nr. 2 (1 Wohnhaus mit Doppelgara-
ge mit 692 m2 Gebäudegrundfläche, befestigte Fläche und Gar-
tenanlage, D._____-strasse Nr. 3 und Nr. 4, … Zürich) bis zum ju-
ristischen Entscheid der Strafrechtsbehörde zu sistieren, allenfalls 
gemäss strafrechtlicher Untersuchung aufzuheben, diese unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Handen des Verursachers 
E'._____. 

4. Es sei bis zur strafrechtlichen Urteilsfindung und deren Abschluss 
in causa E._____, sei A._____, Dr. med. geboren tt.10.1955, von 
G._____ ZH und E._____ AR, D._____-strasse …, … Zürich, als 
auch seiner Hündin F._____, tt.11.2014 das Wohn- & Nutzungs-
recht im bisherigen Sinne in der oben genannten Liegenschaft zu 
gewähren, dies unter der Wahrung der Pflicht der ordnungsge-
mässen Pflege und des Unterhaltes der Liegenschaft im 25 Jahre 
gepflegten Ausmass und Stil. 

5. Es sei die Erteilung des Rechtes auf Wahrung des Rechtlichen 
Gehörs durch Weisung der durch die Strafanzeige A._____, die 
Rechtssache an die zuständige Strafkammer des Obergerichts 
des Kantons Zürich zur gerichtlichen Untersuchung zu gewähren.  

 
Erwägungen: 

1.1. Die Liegenschaft an der D._____-strasse Nr. 3 und Nr. 4 in … Zürich, in 

welcher der Gesuchsgegner und Berufungskläger (nachfolgend: Berufungskläger) 

offenbar seit 25 Jahren lebt und welche ihm gehörte, wurde anlässlich einer 

- 4 - 

Zwangsversteigerung von der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (nachfol-

gend: Berufungsbeklagte) am 22. Oktober 2020 für Fr. 5'870'000.– ersteigert. Ei-

ne vom Berufungskläger gegen den Steigerungszuschlag erhobene Beschwerde 

wurde vom Bezirksgericht Zürich, 1. Abteilung, als untere kantonale Aufsichtsbe-

hörde über Betreibungsämter, mit Zirkulationsbeschluss vom 6. November 2020 

dem Berufungskläger zur Verbesserung zurückgeschickt und das Verfahren wur-

de hernach mit Zirkulationsbeschluss vom 4. Dezember 2020 abgeschrieben 

(act. 3/3b und act. 3/3c). Die Berufungsbeklagte wurde aufgrund der Anmeldung 

zur Eintragung des Eigentumsübergangs des Stadtammann- und Betreibungsam-

tes Zürich … vom 18. Dezember 2020 als Eigentümerin der Liegenschaft ins 

Grundbuch eingetragen (act. 3/6). 

1.2. Mit Schreiben vom 10. Dezember 2020 setzte die Berufungsbeklagte dem 

Berufungskläger bis zum 18. Dezember 2020, 15:00 Uhr, Frist an, um die Liegen-

schaft unter Rückgabe aller vorhandenen Schlüssel zu räumen (act. 1 S. 3 Ziff. 4 

und act. 3/4a–f). Da der Berufungskläger die Liegenschaft nicht verliess, stellte 

die Berufungsbeklagte mit Eingabe vom 28. Dezember 2020 das Ausweisungs-

begehren (act.  1). Mit Verfügung vom 29. Dezember 2020 gab das Einzelgericht 

Audienz des Bezirksgerichtes Zürich (nachfolgend Vorinstanz) dem Berufungs-

kläger Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme zum Ausweisungsbegehren 

(act. 4). Nachdem die Verfügung der Vorinstanz mit dem Vermerk "Nicht abge-

holt" retourniert worden war (act. 5), konnte diese dem Berufungskläger durch das 

Stadtammannamt Zürich … am 13. Januar 2021 zugestellt werden (act. 7). In der 

ihm angesetzten Frist liess sich der Berufungskläger nicht vernehmen. Mit Urteil 

vom 5. März 2021 (act. 9 = act. 13 [Aktenexemplar] = act. 15) entschied die Vor-

instanz im eingangs wiedergegebenen Sinne. 

1.3. Gegen dieses Urteil erhob der Berufungskläger mit Eingabe vom 28. März 

2021 (Datum Poststempel) rechtzeitig (vgl. act. 11) Berufung mit den eingangs 

wiedergegebenen Anträgen (act. 14).  

1.4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1–11). In Anwendung 

von Art. 312 Abs. 1 ZPO wurde davon abgesehen, der Berufungsbeklagten Frist 

zur Beantwortung der Berufung anzusetzen. Das Verfahren erweist sich als 

- 5 - 

spruchreif. Mit dem vorliegenden Entscheid ist der Berufungsbeklagten ein Dop-

pel der Berufungsschrift (act. 14) zuzustellen. 

2.1. Mit der Berufung sind erstinstanzliche Endentscheide anfechtbar (vgl. 

Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO), wobei in vermögensrechtlichen Angelegenheiten der 

Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens Fr. 10'000.– 

betragen muss (vgl. Art. 308 Abs. 2 ZPO). Dieser Streitwert ist vorliegend erreicht 

(vgl. act. 13 E. 4).  

2.2. Mit Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige Fest-

stellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufung 

ist innert der gesetzlichen Rechtsmittelfrist beim Berufungsgericht schriftlich und 

abschliessend begründet einzureichen. Bei Rechtsmitteleingaben von Laien ge-

nügt als Antrag eine Formulierung, aus der sich mit gutem Willen herauslesen 

lässt, wie das Obergericht entscheiden soll. Zur Begründung reicht aus, wenn 

auch nur ganz rudimentär zum Ausdruck kommt, an welchen Mängeln der ange-

fochtene Entscheid leidet resp. weshalb der angefochtene Entscheid nach Auf-

fassung der Berufung führenden Partei unrichtig sein soll. Sind auch diese Vo-

raussetzungen nicht gegeben, ist auf die Berufung nicht einzutreten. Neue Tatsa-

chen und Beweismittel (Noven) werden im Berufungsverfahren nur noch berück-

sichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt 

nicht schon vor erster Instanz hätten vorgebracht werden können (vgl. Art. 317 

Abs. 1 ZPO).  

3.1.1. Der Berufungskläger verlangt zunächst, das Ausweisungsgesuch der 

Berufungsbeklagten sei abzuweisen (Berufungsantrag Ziff. 1). Zur Begründung 

gibt der Berufungskläger in seiner Berufungsschrift die Prozessgeschichte wieder. 

Dann schildert er Ereignisse, die sich seit dem 11. Oktober 2020 zugetragen ha-

ben sollen, namentlich einen Einbruchversuch in die Liegenschaft am 11. Oktober 

2020, eine "Attacke" mit Sachbeschädigung am 26. Oktober 2020, einen "Vanda-

le-Akt" zu Lasten seines Fahrzeugs am 15. November 2020, eine Nötigung ihm 

gegenüber am 18. November 2020, eine "Zerstörung" des Sensors der Aussen-

beleuchtung der Liegenschaft am 18. November 2020, einen Einbruchsversuch 

am 13. Januar 2021, eine Ködervergiftung seines Hundes am 31. Januar 2021, 

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einen Vergiftungsversuch eines weiteren Hundes am 28. Februar 2021, eine Ehr-

verletzung zu seinen Lasten am 9. März 2021 sowie schliesslich eine am 21. De-

zember 2020 bestätigte Coronainfektion seinerseits, wobei er bis heute an einem 

"Post-Corona-Fatigue-Syndrom" leide. Weiter gibt er an, seine Angestellte habe 

gekündigt. Es folgen Ausführungen zu seiner Geschäftsbeziehung mit E._____, 

welcher die Versteigerung der Liegenschaft auf dem Betreibungsweg eingeleitet 

habe, sowie Betrugsvorwürfe diesem gegenüber. Sodann referiert der Berufungs-

kläger zu seiner familiären Situation und gibt an, im Juni 2020 seine Schwester 

verloren zu haben. Ausserdem sei seine Mutter seit Beginn dieses Jahres an Dia-

betes erkrankt und sein Stiefvater habe einen Schlaganfall erlitten. Schliesslich 

schildert er, wie er der Liegenschaft seit 25 Jahren Sorge getragen habe und bit-

tet um Würdigung der ins Recht gelegten Umstände (act. 14).  

3.1.2. Die Vorinstanz führte zur Gutheissung des Ausweisungsbegehrens zu-

sammengefasst aus, gemäss Protokollierung des Zuschlags des Stadtammann- 

und Betreibungsamtes Zürich … habe die Berufungsbeklagte am 22. Oktober 

2020 zum Höchstangebot von Fr. 5'870'000.– den Zuschlag für die streitgegen-

ständliche Liegenschaft erhalten (act. 3/3a). Der Berufungskläger habe dagegen 

Beschwerde erhoben, mit Zirkulationsbeschluss des Bezirksgerichts Zürich vom 

4. Dezember 2020 sei das Verfahren jedoch abgeschrieben worden (act. 3/3b u. 

3/3c). Der erteilte Zuschlag sei somit rechtskräftig und der Eigentumsübergang im 

Grundbuch sei vollzogen worden (act. 3/6). Damit sei die Berufungsbeklagte als 

Eigentümerin zur Herausgabeklage nach Art. 641 Abs. 2 ZGB legitimiert. Aus den 

Akten sei nicht ersichtlich, dass der Berufungskläger ein dem Eigentumsrecht der 

Berufungsbeklagten vorgehendes Recht an der Liegenschaft beanspruchen kön-

ne, welches es rechtfertigen würde, sich weiterhin in der Liegenschaft aufzuhal-

ten. Der Berufungskläger befinde sich daher ohne Rechtsgrund in der streitge-

genständlichen Liegenschaft (act. 13 E. 2.2). 

3.1.2. Mit diesen Erwägungen setzt sich der Berufungskläger nicht auseinan-

der. Er legt auch nicht in rudimentärer Weise dar, inwiefern die Vorinstanz seiner 

Auffassung nach das Recht unrichtig angewendet oder den Sachverhalt unzutref-

fend festgestellt haben soll. Der Berufungskläger macht zwar Ausführungen dazu, 

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dass die Versteigerung zu Unrecht erfolgt sein soll. Mit der Tatsache, dass sein 

Rechtsmittel gegen den Zuschlag (und damit die Eigentumsübertragung) erfolglos 

blieb, setzt er sich indes nicht auseinander und er macht auch nicht geltend, ein 

dem Eigentumsrecht der Berufungsbeklagten vorgehendes Recht an der Liegen-

schaft zu haben. Die übrigen vom Berufungskläger geschilderten Umstände ha-

ben keinen ersichtlichen Bezug zu den von der Vorinstanz gemachten Erwägun-

gen und gehen damit an der Sache vorbei. Die Berufungsbegründung genügt 

damit auch den für Laien herabgesetzten gesetzlichen Anforderungen nicht (Art. 

311 Abs. 1 ZPO; s. oben, E. 2.2.). Auf die Berufung ist in diesem Punkt nicht ein-

zutreten. 

3.2.1. Eventualiter beantragt der Berufungskläger, ihm sei die Frist zur Stel-

lungnahme wiederherzustellen (Berufungsantrag Ziff. 1).  

3.2.2. Gemäss Art. 148 ZPO kann das Gericht auf Gesuch der säumigen Par-

tei eine Nachfrist gewähren oder zu einem Termin erneut vorladen, wenn die Par-

tei glaubhaft macht, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschulden trifft. Dieses 

Gesuch ist innert 10 Tagen seit Wegfall des Säumnisgrundes zu stellen und zwar 

bei derjenigen Instanz, vor welcher eine Handlung resp. ein Termin versäumt 

worden ist. Auf welche Frist sich das Gesuch des Berufungsklägers bezieht, lässt 

sich den Ausführungen nicht entnehmen. Der Berufungskläger hat im vorliegen-

den Rechtsmittelverfahren zumindest keine Frist versäumt. Vermutungsweise be-

zieht sich sein Antrag auf die im erstinstanzlichen Verfahren mit Verfügung vom 

29. Dezember 2020 angesetzte 10-tägige Frist zur Stellungnahme (act. 4). Die 

Kammer ist daher zur Behandlung seines Wiederherstellungsgesuches nicht zu-

ständig. Insofern ist auf die Berufung nicht einzutreten.  

 Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die vom Berufungs-

kläger geschilderten Umstände bzw. Schicksalsschläge (vgl. hiervor E. 3.1.1) 

zwar bedauerlich sind, aber keinen Säumnisgrund darstellen würden. Der Beru-

fungskläger zeigt zwar auf, dass es in der Vergangenheit zu verschiedenen uner-

freulichen Zwischenfällen kam, weshalb diese ihn an der Einreichung  

einer Stellungnahme gehindert hätten, zeigt er aber nicht auf und dies ist auch 

nicht ersichtlich.  

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3.3.1. Der Berufungskläger beantragt sodann, "die auf betrügerische Ma-

chenschaften durch E._____ ausgelöste und erwirkte Versteigerung der Liegen-

schaft […] sei an eine strafrechtliche Untersuchung zu verweisen" (Berufungsan-

trag Ziff. 2) und "es sei die Rechtssache an die zuständige Strafkammer des 

Obergerichts des Kantons Zürich zur gerichtlichen Untersuchung" (sinngemäss 

wohl) zu überweisen (Berufungsantrag Ziff. 5). Soweit der Berufungskläger damit 

die strafrechtliche Verfolgung von E._____ (wohl) wegen Betrugs zu erwirken ver-

sucht, ist darauf hinzuweisen, dass eine Strafanzeige bei den zuständigen Straf-

verfolgungsbehörden einzureichen wäre (Art. 301 Abs. 1 StPO). Dies hat der Be-

rufungskläger scheinbar bereits getan (vgl. act. 14 S. 5, act. 16/10). Vor diesem 

Hintergrund und mangels eines Anfangsverdachts besteht kein Anlass, eine allfäl-

lige Strafanzeige von Amtes wegen an die zuständigen Strafuntersuchungsbe-

hörde weiterzuleiten (Art. 302 Abs. 2 StPO i.V.m. § 167 Abs. 1 GOG, OGer ZH 

PS110010 vom 1. März 2011 E. 6.). Auf die Berufung ist auch in diesem Punkt 

nicht einzutreten.  

3.4. Der Berufungskläger verlangt sodann, die Versteigerung und die Grund-

buchübertragung bis zu einem Entscheid der Strafbehörden zu sistieren, allenfalls 

aufzuheben (Berufungsantrag Ziff. 3). Soweit bekannt sind die Versteigerung der 

Liegenschaft und die Grundbuchübertragung bereits erfolgt (vgl. act. 3/6). Sollte 

dennoch ein Verfahren betreffend Versteigerung pendent sein, wäre ein Sistie-

rungsbegehren in jenem Verfahren zu stellen. Die Kammer ist für die Behandlung 

des Sistierungsgesuchs nicht zuständig. Soweit die "Aufhebung der Versteige-

rung" beantragt wird, wäre dies mit einem Rechtsmittel gegen den Steigerungszu-

schlag geltend zu machen gewesen, was der Berufungskläger bereits (erfolglos) 

getan hat (vgl. act. 3/3c). Auch für diesen Antrag des Berufungsklägers ist die 

Kammer nicht zuständig. Auf die Berufung ist in diesen Punkten nicht einzutreten.  

3.5. Schliesslich beantragt der Berufungskläger die Einräumung eines Wohn- 

und Nutzungsrecht in der streitgegenständlichen Liegenschaft (Berufungsantrag 

Ziff. 4). Dieses Vorbringen stellt einen neuen, im Berufungsverfahren unzulässi-

gen Antrag dar (Art. 317 ZPO). Ausserdem können im Rechtsmittelverfahren kei-

ne Anträge gestellt werden, welche sich nicht auf das Dispositiv des angefochte-

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nen Entscheids beziehen. Vorliegend wurde die Ausweisung des Berufungsklä-

gers aus der Liegenschaft angeordnet, nur dies bildet Gegenstand des Rechtsmit-

telverfahrens. Auf den Antrag auf Einräumung eines Wohn- & Nutzungsrecht ist 

somit ebenfalls nicht einzutreten. 

3.6. Nach dem Gesagten ist auf die Berufung des Berufungsklägers insgesamt 

nicht einzutreten. 

4.1. Ausgangsgemäss wird der Berufungskläger für das zweitinstanzliche Ver-

fahren kostenpflichtig (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Ausgehend von einem Streitwert 

von Fr. 5'877'000.– (vgl. act. 13 E. 4) ist die Entscheidgebühr für das Berufungs-

verfahren unter Berücksichtigung des Äquivalenzprinzips und in Anwendung von 

§ 12 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 4 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 1'000.– 

festzusetzen. 

4.2. Parteientschädigungen sind nicht zuzusprechen; dem Berufungskläger nicht, 

weil er unterliegt, der Berufungsbeklagten nicht, da ihr keine Umtriebe entstanden 

sind, die zu entschädigen wären. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt und 

dem Berufungskläger auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beila-

ge von act. 14, sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an 

das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein, und an die Oberge-

richtskasse. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

- 10 - 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine mietrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 5'877'000.–. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

i.V. Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. A. Götschi 
 
versandt am: 
15. April 2021 
 
 
 

	Beschluss vom 15. April 2021
	Urteil des Einzelgerichts: (act. 13)
	1. Der Gesuchgegner wird verurteilt, die Liegenschaft Zürich-C._____ (Kreis …) GB-Blatt Nr. 1 Kat.-Nr. 2 (1 Wohnhaus mit Doppelgarage mit 692 m2 Gebäudegrundfläche, befestigte Fläche und Gartenanlage, D._____-strasse Nr. 3 und Nr. 4, … Zürich) zu räum...
	2. Das Stadtammannamt Zürich … wird angewiesen, Dispositiv-Ziffer 1 des mit einer Vollstreckbarkeitsbescheinigung versehenen Entscheids auf Verlangen der Gesuchstellerin zu vollstrecken. Die Kosten der Vollstreckung sind von der Gesuchstellerin vorzu...
	3. Die Entscheidgebühr von Fr. 5'000.– wird dem Gesuchgegner auferlegt. Sie wird von der Gesuchstellerin bezogen, ist ihr aber vom Gesuchgegner zu ersetzen.
	4. Der Gesuchgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin eine Umtriebsentschädigung von Fr. 1'000.– zu bezahlen.
	5./6. Schriftliche Mitteilung / Rechtsmittel
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt und dem Berufungskläger auferlegt.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beilage von act. 14, sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein, und an die Obergerichtskasse.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...