# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0599fdf1-38f4-5f3a-a4b5-97fc9c463171
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LC240018-O15
**Docket/Reference:** LC240018-O15
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LC240018-O15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LC240018-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. Ch. von Moos und Oberrichterin lic. iur. N. Jeker 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw I. Aeberhard

Beschluss und Urteil vom 25. Juni 2025
(unbegründete Ausfertigung)

in Sachen

A._____, 

Klägerin, Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, 

gegen

B._____, 

Beklagter, Berufungsbeklagter und Anschlussberufungskläger

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, 

betreffend Ehescheidung

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am 

Bezirksgericht Hinwil vom 16. Januar 2024 (FE200024-E)

- 2 -

Rechtsbegehren:

der Klägerin (Urk. 33 und Urk. 90):

"1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.

Die gemeinsamen Kinder C._____, geb. tt.mm.2011, D._____, 
geb. tt.mm.2013, und E._____, geb. tt.mm.2015, seien in der ge-
meinsamen elterlichen Sorge zu belassen.

Die Kinder C._____, D._____ und E._____ seien in die Obhut der 
Mutter zu geben und hauptsächlich von ihr zu betreuen.

Für die Kinder sei eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 
ZGB zu errichten. Diese soll das Besuchs- und Ferienrecht des 
Vaters bei Bedarf überwachen und bei Konflikten vermitteln bzw. 
verbindliche Anordnungen gegenüber den Eltern zu treffen.

Dem Vater sei ein angemessenes Besuchs- und Ferienrecht wie 
folgt einzuräumen

-

-

-

an jedem Wochenende der geraden Kalenderwochen von 
Donnerstagabend 17:30 Uhr bis Sonntagabend 19:00 Uhr

während 5 Schulferienwochen pro Jahr

an den Feiertagen gemäss der im Eheschutzverfahren fest-
gelegten Regelung.

Der Vater sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Kinder ein 
nach durchgeführtem Beweisverfahren festzulegender monatlich 
im Voraus zu entrichtender Beitrag in folgender minimaler Höhe je 
Kind, zuzüglich allfälliger Kinder- bzw. Ausbildungszulagen, zu 
bezahlen:

-

-

-

Fr. 1'100.00 bis zum vollendeten 6. Altersjahr

Fr. 1'300.00 anschliessend bis zum vollendeten 12. Alters-
jahr

Fr. 1'500.00 anschliessend bis zum Abschluss einer ange-
messenen Ausbildung.

Die Kosten für die ausserordentlichen Bedürfnisse der Kinder sol-
len von den Eltern je zur Hälfte bezahlt werden, soweit die Kosten 
notwendig sind oder im Voraus abgesprochen wurden.

Die Unterhaltsbeiträge gemäss vorstehender Ziffer seien gerichts-
üblich zu indexieren.

Auf die Zusprache von nachehelichem Unterhalt sei zu verzich-
ten.

9a. Die güterrechtliche Auseinandersetzung sei nach durchgeführtem 

Beweisverfahren nach Gesetz vorzunehmen, wobei die Ehefrau 

- 3 -

damit einverstanden ist, dass der Ehemann ihren hälftigen Mitei-
gentumsanteil an der ehelichen Liegenschaft gegen Übernahme 
der Grundpfandschulden und gegen volle, Zug um Zug zu leis-
tende Entschädigung übernimmt.

9b. Eventualiter sei das Miteigentum an der ehelichen Liegenschaft 

durch öffentliche Versteigerung aufzulösen, sofern die Vorausset-
zungen nach Art. 205 Abs. 3 ZGB für eine Alleinzuweisung an 
den Beklagten nicht erfüllt sind.

10. Die während der Ehe erworbenen Austrittsleistungen der berufli-
chen Vorsorge der Ehegatten seien von Amtes wegen festzustel-
len und je hälftig zu teilen bzw. auszugleichen.

11. Die Erziehungsgutschriften der AHV seien der Ehefrau anzurech-

nen.

12. Der Ehemann ist zu verpflichten, über die Einzelheiten seiner Ver-

mögensverwaltung bei F._____ sowie bei allfälligen anderen De-
pot-Anbietern während dem Zeitraum 2008 bis 2020 Auskunft zu 
geben, namentlich über:

-

-

-

Umfang des verwalteten Vermögens, insbesondere eigenes 
Vermögen;

Erträge des verwalteten Vermögens;

Verwendung der Erträge des verwalteten Vermögens, insbe-
sondere Verwendung der Erträge des eigenen Vermögens.

Im Weiteren sei der Ehemann zu verpflichten, über sein Konten-, 
Wertschriften und Edelmetallvermögen im Zeitpunkt der Einlei-
tung der Scheidung (04.02.2020) vollständig Auskunft zu geben 
und sämtliche Kontoauszüge sowie die Belege über Transaktio-
nen seines Wertschriften- und Edelmetallvermögens in der Zeit 
vom 01.01.2018 bis zum 04.02.2020 ins Recht zu legen.

Im Weiteren sei der Ehemann zu verpflichten, über die Finanzie-
rung des Kaufpreises sowie der vorgenommenen Renovationen 
der im hälftigen Miteigentum der Parteien stehenden Liegenschaft 
vollständig Auskunft zu geben und sämtliche Belege ins Recht zu 
legen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. MWST) zulasten des Be-
klagten."

des Beklagten (Urk. 39)

"1.

2.

Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.

Die gemeinsamen Kinder C._____, geboren tt.mm.2011, 
D._____, geboren tt.mm.2013, und E._____, geboren 
tt.mm.2015, seien in der gemeinsamen elterlichen Sorge der El-
tern zu belassen.

- 4 -

3.

Die Kinder seien unter der alternierenden Obhut beider Eltern zu 
belassen, und es seien für beide Elternteile in Nachachtung von 
Art. 8 Abs. 2 BV sowie Art. 11 Abs. 2 und 3 KV gleichwertige Be-
treuungszeiten wie folgt festzulegen:

in geraden Wochen (bezogen auf Beginn der Betreuungszeit):

-

-

ab Montag 00.00 Uhr bis Mittwoch um 19.99 Uhr durch die 
Mutter;

ab Mittwoch 19.00 Uhr bis Montag 08.00 Uhr durch den Va-
ter;

in ungeraden Wochen (bezogen auf Beginn der Betreuungszeit):

-

-

-

ab Montag 08.00 Uhr bis Mittwoch 08.00 Uhr durch die Mut-
ter;

ab Mittwoch 08.00 Uhr bis Freitag 20.00 Uhr durch den Va-
ter;

ab Freitag 20.00 Uhr bis Sonntag 24.00 Uhr durch die Mut-
ter.

Weiter seien beide Eltern berechtigt zu erklären, die Kinder jähr-
lich während der Schulferien wie folgt während der Ferien zu be-
treuen:

-

-

in geraden Jahren: die Mutter für sieben, der Vater für sechs 
Wochen

in ungeraden Jahren: die Mutter für sechs, der Vater für sie-
ben Wochen.

Die Eltern haben sich über die Aufteilung der Ferien jeweils recht-
zeitig abzusprechen und auf Ferientermine der anderen Partei 
Rücksicht zu nehmen. Sollten sie keine Regelung finden, hat der 
Vater in ungeraden Jahren das Entscheidungsrecht, die Mutter in 
geraden Jahren. In geraden Jahren behält der Vater das Ent-
scheidungsrecht über die Sportferien und wird der Mutter die 
Neujahrsferienwoche und die Weihnachtsferienwoche fest zuge-
teilt. In ungeraden Jahren wird dem Vater die Neujahrsferienwo-
che und die Weihnachtsferienwoche fest zugeteilt.

Die Ferienregelung hat Priorität gegenüber der Wochenregelung. 
Die Ferien starten und enden jeweils am Samstag um 11.00 Uhr. 
Für die jeweils erste Ferienwoche wird ein allfälliger Wechsel der 
Kinder am vorangehenden Freitagabend um 20.00 Uhr dann nicht 
vollzogen, wenn die Kinder am darauffolgenden Tag den Ort für 
die Ferienwoche(n) wieder zurückwechseln müssten.

Dem Vater seien jährlich folgende zusätzlichen Betreuungszeiten 
zuzusprechen:

-

solange ein Kind beim G._____ spielt: ein zusätzlicher Wo-
chenendtag (entweder Samstag oder Sonntag mit Über-
nachtung bis 08.00 Uhr am Folgetag) für das Familienturnier 

- 5 -

-

-

vom G._____, sofern das Familienturnier auf eine ungerade 
Woche fällt, und ein zusätzlicher Freitagabend (Betreuung 
bis 08.00 Uhr am Folgesamstag), wenn das Unihockeyfest 
der Junioren auf einen Freitagabend in einer ungeraden Wo-
che fällt;

ein Wochenende für das Kinderweihnachtsspiel der H._____ 
im Dezember, sofern das betroffene Wochenende der 
Hauptprobe (Samstag) und Hauptvorführung (Sonntag) auf 
eine ungerade Woche fällt;

ein Wochenende für das jährliche Familienfest der B._____-
Verwandtschaft, sofern das betroffene Wochenende auf eine 
ungerade Woche fällt; zwei zusätzliche Mittwoch-Nachmit-
tage (12.00 bis 19.00 Uhr) pro Kind, wenn es von seinen 
Freunden/Freundinnen zu einem Kindergeburtstag eingela-
den wird.

Diese zusätzlichen Betreuungsrechte können nur beansprucht 
werden, wenn der Termin mindestens vier Wochen im Voraus an-
gekündigt wird. Für Kindergeburtstage genügt eine Ankündigung 
von fünf Tagen im Voraus.

Weitergehende oder abweichende Betreuungsregelungen nach 
gegenseitiger Absprache bleiben vorbehalten.

Der Gesetzliche Wohnsitz der Kinder ist per Beginn des Schul-
jahrs 2021/2022 beim Vater.

Eventualantrag:

Die Kinder seien unter die Obhut des Vaters zu stellen, und es sei 
der Mutter ein erweitertes Besuchsrecht wie folgt einzuräumen:

-

-

-

an jedem Wochenende der ungeraden Kalenderwochen von 
Freitag 19.00 Uhr bis am kommenden Mittwoch 08.00 Uhr;

in den ungeraden Kalenderwochen von Montag 08.00 Uhr 
bis Dienstag 19.00 Uhr;

während sechs Wochen Schulferien pro Jahr.

Weitergehende oder abweichende Betreuungsregelungen nach 
gegenseitiger Ansprache bleiben vorbehalten.

Jeder Elternteil übernimmt die Kosten der Kinder, die während 
seiner Betreuung anfallen (Verpflegung, Kleidung, Wohnkosten, 
Ferien, etc.). Ausserordentliche Kosten, welche einen Betrag von 
CHF 800.-- übersteigen, sind von den Eltern je zur Hälfte zu be-
zahlen, soweit sie im Voraus miteinander abgesprochen wurden. 
Die Klägerin sei zu verpflichten, die Prämien für die Grundversi-
cherung der Krankenkasse der Kinder zu bezahlen. Der Beklagte 
sei zu verpflichten, der Klägerin die Hälfte dieser Prämien zu 
überweisen. Die Kinderzulagen werden hälftig aufgeteilt und müs-

4.

- 6 -

sen durch die empfangende Partei monatlich ausgeglichen wer-
den.

5.

Die Erziehungsgutschriften der AHV seien beiden Eltern je zur 
Hälfte anzurechnen.

Eventualanträge:

Die Mutter sei zu verpflichten, an den Unterhalt pro Kind einen 
monatlichen, im Voraus zu bezahlender Barunterhalt von

-

-

CHF 855.--

bis zum vollendeten 10. Altersjahr

CHF 1'055.--

anschliessend bis zum Abschluss einer an-
gemessenen Ausbildung

zu bezahlen, zahlbar je monatlich an den Vater, auch über die 
Mündigkeit hinaus, solange die Kinder beim Vater wohnen und 
keine andere Zahlstelle bezeichnen.

Diese Unterhaltsbeiträge seien gerichtsüblich zu indexieren.

Die Erziehungsgutschriften der AHV seien dem Beklagten anzu-
rechnen.

Es sei gestützt auf Art. 297 ZPO eine Mediation mit mindestens 
sechs gemeinsamen Sitzungen anzuordnen.

Auf die Festlegung von nachehelichem Unterhalt sei zu verzich-
ten.

Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz 
und dem Ergebnis des Beweisverfahrens vorzunehmen. Dabei 
sei vorzumerken, dass der Beklagte den hälftigen Miteigentums-
anteil an der ehelichen Liegenschaft gegen volle Entschädigung 
zu übernehmen bereit ist.

6.

7.

8.

9.

10. Es sei der Vorsorgeausgleich gemäss Art. 122 und 123 ZGB vor-

zunehmen.

11. Die übrigen Anträge der Klägerin seien abzuweisen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich gesetzliche 
Mehrwertsteuer) zu Lasten der Klägerin.

Widerklage:

Die Ehe der Parteien sei zu scheiden,

unter Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen gemäss Anträgen 

des Widerklägers im Hauptklageverfahren."

- 7 -

Urteil des Bezirksgerichtes Hinwil:
(Urk. 184 = Urk. 189)

1.

2.

Die Ehe der Parteien wird geschieden.

Die Kinder C._____, geb. tt.mm.2011, D._____, geb. tt.mm.2013, und 

E._____, geb. tt.mm.2015, werden unter der gemeinsamen elterlichen Sorge 

der Parteien belassen.

3.

Die Kinder C._____, geb. tt.mm.2011, D._____, geb. tt.mm.2013, und 

E._____, geb. tt.mm.2015, werden unter die alternierende Obhut der Par-

teien gestellt. 

Der gesetzliche Wohnsitz der Kinder befindet sich am Wohnsitz der Kläge-

rin.

4.

Die Parteien sind berechtigt und verpflichtet, die Kinder wie folgt zu betreuen:

Grundsatzregelung:

Betreuung der Kinder in den geraden Kalenderwochen:

-

-

ab Montag, Schulbeginn, bis Mittwoch, 19.00 Uhr, durch die Klägerin; 

ab Mittwoch, 19.00 Uhr, bis Montag, Schulbeginn, durch den Beklagten.

Betreuung der Kinder in den ungeraden Kalenderwochen:

-

-

-

ab Montag, Schulbeginn, bis Mittwoch, Schulbeginn, durch die Klägerin;

ab Mittwoch, Schulbeginn bis Freitag, 19.00 Uhr, durch den Beklagten;

ab Freitag, 19.00 Uhr, bis Montag, Schulbeginn, durch die Klägerin.

Ferienregelung:

Die Parteien sind berechtigt und verpflichtet, die Kinder jährlich während der 
Schulferien wie folgt zu betreuen:

-

-

in geraden Jahren: Die Klägerin für sieben, der Beklagte für sechs Wo-
chen;

in  ungeraden  Jahren:  Der  Beklagte  für  sieben,  die  Klägerin  für  sechs 
Wochen.

Die  Parteien  sprechen  sich  über  die  Aufteilung  der  Ferien  mindestens  drei 
Monate im Voraus ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt der Klägerin 
in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Auf-
teilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl dem Beklagten.

- 8 -

Die Ferien beginnen und enden jeweils am Samstag um 11.00 Uhr. Für die 
jeweils  erste  Ferienwoche  wird  ein  allfälliger  Wechsel  am  vorangehenden 
Freitagabend nicht vollzogen, wenn die Kinder am darauffolgenden Tag den 
Ort für die Ferien wieder zurückwechseln müssten.

Feiertagsregelung:

-

-

in den ungeraden Jahren werden die Kinder jeweils am ersten Tag der 
Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr durch die Mutter betreut; je-
weils  am  zweiten  Tag  der  Doppelfeiertage  Weihnachten  und  Neujahr 
werden sie durch den Vater betreut;

in  den  geraden  Jahren  werden  die  Kinder  jeweils  am  ersten  Tag  der 
Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr durch den Vater betreut; je-
weils  am  zweiten  Tag  der  Doppelfeiertage  Weihnachten  und  Neujahr 
werden sie durch die Mutter betreut.

Die Ferienregelung geht der Grundsatzregelung vor und die Feiertagsrege-
lung geht der Grundsatzregelung und der Ferienregelung vor.

5.

Für die Kinder wird eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet. 

Die KESB Bezirk Hinwil wird ersucht, eine Beistandsperson zu ernennen und 

ihr folgende Aufgaben zu erteilen:

-

-

-

-

-

Verbesserung der Kommunikation auf der Elternebene in punkto elterli-
che Sorge, Obhut und Betreuungsregelung (z.B. durch Moderation von 
gemeinsamen Gesprächen)

Funktion als Ansprechperson der Eltern bei Meinungsverschiedenheiten 
betreffend die Kinderbelange (insb. auch hinsichtlich Kinderkosten)

Unterstützung  der  Eltern  bei  der  Umsetzung  der  Betreuungsregelung 
und diesbezügliche Vermittlung zwischen den Eltern

Festlegung  der  Modalitäten  der  Betreuung  (Übergabeort,  Mitgabe  von 
Gegenständen, usw.) im Falle einer Uneinigkeit der Eltern

Bei  Bedarf  Antragstellung  auf  Prüfung  weitergehender  Kindesschutz-
massnahmen bei der KESB

6.

Die  Erziehungsgutschriften  für  die  Berechnung  der  AHV/IV-Renten  werden 

den Parteien je hälftig angerechnet. Es ist Sache der Parteien, die betroffenen 

Ausgleichskassen zu informieren.

7.

Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für die drei gemeinsamen Kinder 

die folgenden Kinderunterhaltsbeiträge zu bezahlen:

Phase I (ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 30. Juni 2025)

- 9 -

-

-

-

Fr.

Fr.

Fr.

310.– für C._____

301.– für D._____

262.– für E._____

Phase II (ab 1. Juli 2025 bis Oberstufeneintritt von E._____)

-

-

-

Fr.

Fr.

Fr.

330.– für C._____

330.– für D._____

305.– für E._____

Phase III (ab Oberstufeneintritt von E._____ bis tt.mm.2031)

-

-

-

Fr.

Fr.

Fr.

198.– für C._____

198.– für D._____

198.– für E._____

Phase IV (ab tt.mm.2031)

-

-

-

Fr.

Fr.

Fr.

176.– für C._____

176.– für D._____

176.– für E._____

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar, monatlich im Voraus auf 

den Ersten eines jeden Monats. 

Die von den Parteien bezogenen Kinder- bzw. Familienzulagen bzw. Diffe-

renzzahlungen dazu sind mit den festgesetzten Unterhaltsbeiträgen bereits 

ausgeglichen. Sie sind folglich nicht zusätzlich zu teilen.

Die Klägerin wird verpflichtet, die Krankenkassenprämien der Kinder direkt 

an die Versicherung zu bezahlen. Überdies sind die Parteien verpflichtet, die 

während ihrer Betreuungszeit anfallenden Kinderkosten selbst zu tragen.

Die Zahlungsmodalitäten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Ab-

schluss einer angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit 

hinaus. solange die Kinder keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Be-

klagten stellen bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnen.

Die Parteien werden überdies verpflichtet, ausserordentliche Kinderkosten 

(z.B. von der Krankenkasse nicht gedeckte Gesundheitskosten, Hobbykos-

- 10 -

8.

9.

ten, Kosten für schulische Förderungsmassnahmen, etc.) je hälftig zu über-

nehmen. Voraussetzung für die hälftige Kostentragung ist, dass sich die Par-

teien vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt haben. Kommt 

keine Einigung zustande, so trägt der veranlassende Elternteil die entspre-

chende Ausgabe einstweilen allein; die gerichtliche Geltendmachung der 

Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten.

(Nachehelicher Unterhalt)

Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositivziffer 7 basieren auf dem Landesin-

dex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik vom November 

2023 von 106.2 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie werden  

jeweils auf den ersten Januar, erstmals auf den 1. Januar 2025, nach Mass-

gabe des Indexstandes per November des vorangegangenen Jahres nach 

folgender Formel angepasst:

neuer Unterhaltsbeitrag =

ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x neuer Index

ursprünglicher Index

10. Diesem Urteil liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse der Parteien zu-

grunde: 

Einkommen (netto pro Monat, inkl. allfälligem 13. Monatslohn, exkl. Famili-

enzulagen bzw. Differenzzahlungen zu den Familienzulagen):

 Klägerin:

Fr.

5'050.–

Fr. 

6'730.–

bis zum Eintritt von Tochter E._____ in die 
Oberstufe (60%-Pensum, exkl. I._____-
Pauschalen)

ab Eintritt von Tochter E._____ in die 
Oberstufe bis tt.mm.2031 (80%-Pensum, 
exkl. I._____-Pauschalen, hypothetisch)

Fr.

8'410.–

ab tt.mm.2031(100%-Pensum, exkl. 
I._____-Pauschalen, hypothetisch)

 Beklagter: Fr.

5'365.–

bis zum Eintritt von Tochter E._____ in die 
Oberstufe (60%-Pensum, hypothetisch)

- 11 -

Fr. 

7'150.–

ab Eintritt von Tochter E._____ in die 
Oberstufe bis tt.mm.2031 (80%-Pensum, 
hypothetisch)

Fr.

8'940.–

ab tt.mm.2031 (100%-Pensum, hypothe-
tisch) 

 Kinder:

Familienzulagen von derzeit Fr. 230.– bzw. 280.–

Vermögen: 

Für die Unterhaltsberechnung vorliegend nicht relevant

11. Das im hälftigen Miteigentum der Parteien stehende Grundstück, J._____-

strasse 1, K._____, Grundregister Blatt 2, Stockwerkeigentum, EGRID CH 3, 

133/1000 Miteigentum an Grundregister Blatt 4, Kataster 5, EGRID CH 6, 

K._____, mit Sonderrecht an der Maisonette-Wohnung Nr. 6 in der zweiten 

Reihe (Süd), 1. von Westen, mit Wohnräumen im Erd- und Obergeschoss 

und den Nebenräumen im Untergeschoss, wird ins Alleineigentum des Be-

klagten übertragen. Es gelten die folgenden weiteren Bestimmungen:

a)

Die Eigentumsübertragung und der Besitzesantritt mit Übergang von 

Rechten und Pflichten, Nutzen und Gefahr erfolgen per Rechtskraft des 

Scheidungsurteils.

b)

Der Verkehrswert der Liegenschaft wird auf Fr. 1'250'000.– festgesetzt.

c)

Die auf der Liegenschaft lastende Hypothek von Fr. 510'000.–, sicher-

gestellt durch den auf dem Grundstück eingetragenen Register-Schuld-

brief für nom. Fr. 660'000.–, dat. 13. Mai 1977, Beleg 7, 1. Pfandstelle, 

Maximalzinsfuss 10% zu Gunsten der Zürcher Kantonalbank, öffent-

lichrechtliche Anstalt, Zürich, wird dem Beklagten allein zur weiteren 

Verzinsung und Bezahlung zugewiesen. Der Beklagte wird verpflichtet, 

sämtliche notwendigen Handlungen vorzunehmen, damit die Klägerin 

aus der Solidarhaft für diese Schuld entlassen wird. Er wird ausserdem 

verpflichtet, die Klägerin schadlos zu halten, sofern sie für diese Schuld 

in Anspruch genommen werden sollte.

- 12 -

d)

Die Parteien werden auf den Inhalt von Art. 54 des Versicherungsver-

tragsgesetzes  hingewiesen,  wonach  allenfalls  bezüglich  der  Liegen-

schaft  bestehende  Schadens-  und  Haftpflichtversicherungen  auf  den 

Kläger als neuen Alleineigentümer übergehen, sofern er den Versiche-

rern nicht innerhalb von 30 Tagen seit der Eigentumsübertragung schrift-

lich mitteilt, dass er den Übergang der Versicherung ablehnt.

e)

Die Parteien werden darauf hingewiesen, dass nach Ziffer 3 des Anhan-

ges  zur  bundesgerichtlichen  Verordnung  über  elektrische  Niederspan-

nungsinstallationen  vom  7.  November  2001  (SR  734.27)  die  Nieder-

spannungsinstallation  mit  zehn-  oder  zwanzigjähriger  Kontrollperiode 

bei einer Handänderung kontrolliert werden müssen, wenn seit der letz-

ten Kontrolle mehr als fünf Jahr vergangen sind.

f)

Die Besteuerung des Grundstückgewinns nach § 216 Abs. 3 lit. b Steu-

ergesetz wird zufolge Abgeltung güter- bzw. scheidungsrechtlicher An-

sprüche aufgeschoben.

12.

(Anweisung Grundbuchamt K._____ Übertragung Eigentum Liegenschaft).

13.

(Anweisung Grundbuchamt K._____ betreffend Veräusserungsbeschrän-

kung)

14. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine güterrechtliche Ausgleichs-

zahlung in der Höhe von Fr. 258'786.– zu bezahlen; zahlbar innert 30 Tagen 

ab Rechtskraft des Scheidungsurteils. 

15.

(Regelung WEF-Vorbezug)

16.

(Anweisung Pensionskasse)

17. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

9'000.– ; die übrigen Gerichtskosten betragen:

1'723.20 Verkehrswertgutachten

- 13 -

18. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und im Um-

fang von Fr. 1'500.– aus dem von den Parteien geleisteten Kostenvorschuss 

(je Fr. 750.–) bezogen.

19. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

20.

(Mitteilungssatz) 

21.

(Rechtmittelbelehrung)

Berufungsanträge:

Berufung der Klägerin, Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagten 

(Urk. 188):

"1. Ziff.4 des Urteils des Bezirksgerichtes Hinwil vom 16.01.2024 sei bezüglich 
der "Grundsatzregelung" sowie bezüglich Absatz 1 der "Ferienregelung" auf-
zuheben und durch folgende Regelung zu ersetzen:
Die Parteien seien berechtigt und verpflichtet, die Kinder wie folgt zu be-
treuen:

Grundsatzregelung:
Betreuung der Kinder in den geraden Kalenderwochen:
-
-

ab Sonntag, 19:00 Uhr, bis Donnerstag, 08:00 Uhr durch die Mutter
ab Donnerstag, 08:00 Uhr bis Montag, 08:00 Uhr durch den Vater

Betreuung der Kinder in den ungeraden Kalenderwochen:
-
-
-

ab Montag, 08.00 Uhr, bis Donnerstag, 08:00 Uhr durch die Mutter
ab Donnerstag, 08:00 Uhr, bis Freitag, 19:00 Uhr, durch den Vater
ab Freitag, 19:00 Uhr, bis Sonntag, 19:00 Uhr, durch die Mutter

Ferienregelung:
Die Parteien seien berechtigt und verpflichtet, die Kinder jährlich während je 
sechs Wochen Schulferien zu betreuen.
Die übrigen Bestimmungen von Ziff. 4 ("Ferienregelung Abs. 2 und 3 sowie 
"Feiertagsregelung" und Ziff. 4 letzter Absatz) seien unverändert zu belas-
sen.

2.

Die Kinder C._____, geb. tt.mm.2011, D._____, geb. tt.mm.2013, und 
E._____, geb. tt.mm.2015, sei für das Verfahren vor dem Obergericht des 
Kantons Zürich eine Prozessvertretung gestützt auf Art. 299 ZPO zu bestel-
len.

Als Kindsvertretung sei Rechtsanwältin lic. iur. Z._____, ... [Adresse], zu er-
nennen.

- 14 -

3.

Ziff. 7 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 16.01.2024 sei bezüglich 
Absatz 1 ("Phase I bis Phase IV") aufzuheben und durch folgende Regelung 
zu ersetzen:

Der Vater sei zu verpflichten, der Mutter für die drei gemeinsamen Kinder die 
folgenden Kinderunterhaltsbeiträge zu bezahlen:

für C._____ 

Phase I (ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 30 Juni 2025):
CHF 763.00
250.00)
CHF 763.00
200.00)
CHF 763.00
200.00)

für D._____

für E._____

(darin enthaltene Kinderzulage CHF 

(darin enthaltene Kinderzulage CHF 

(darin enthaltene Kinderzulage CHF 

für C._____

Phase II (ab 1. Juli 2025 bis Oberstufeneintritt von E._____):
CHF 780.00
250.00)
CHF 780.00
250.00)
CHF 780.00
200.00)

für D._____

für E._____

(darin enthaltene Kinderzulage CHF 

(darin enthaltene Kinderzulage CHF 

(darin enthaltene Kinderzulage CHF 

für C._____

Phase III (ab Oberstufeneintritt E._____ bis tt.mm.2031):
CHF 549.00
250.00)
CHF 549.00
250.00)
CHF 549.00
250.00)

für D._____

für E._____

(darin enthaltene Kinderzulage CHF 

(darin enthaltene Kinderzulage CHF 

(darin enthaltene Kinderzulage CHF 

für C._____

Phase IV (ab tt.mm.2031):
CHF 554.00
250.00)
CHF 554.00
250.00)
CHF 554.00
250.00)

für E._____

für D._____

(darin enthaltene Kinderzulage CHF 

(darin enthaltene Kinderzulage CHF 

(darin enthaltene Kinderzulage CHF 

Für den Fall, dass die Kinderzulagen nicht mehr durch den Vater, sondern 
durch die Mutter bezogen werden, reduzieren sich die vorgenannten Unter-
haltsbeiträge für die Kinder um die darin enthaltenen Kinderzulagen.

Die übrigen Bestimmungen von Ziff. 7 (Abs. 2 bis 6) seien unverändert zu 
belassen:

Beklagter:

- 15 -

-

-

CHF 7'150.00 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis tt.mm.2031 

(80%-Pensum, hypothetisch)

CHF 8'940.00 ab tt.mm.2031 (100%-Pensum, hypothetsich)

Kinder: 

Familienzulagen von derzeit Fr. 200.00 bzw. 250.00 pro Kind

5.

6.

Ziff. 11b des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 16.01.2024 sei aufzuhe-
ben und es sei der Verkehrswert der Liegenschaft J._____-strasse 1, 
K._____ durch L._____, M._____ AG, N._____, aufgrund der aktuellen Ver-
hältnisse neu zu bestimmen und auf mindestens CHF 1'300'000.00 festzule-
gen.

Eventualiter sei vom Obergericht eine neue Schätzung der Liegenschaft der 
Parteien durch einen anderen Gutachter zu veranlassen, und es sei der Ver-
kehrswert der Liegenschaft auf mindestens CHF 1'300'000.00 festzusetzen.

Die übrigen Bestimmungen von Ziff. 11 (11 Abs. 1, 11a, 11c bis 11f) seien 
unverändert zu belassen.

Ziff. 14 des Urteils des Bezirksgerichtes Hinwil vom 16.01.2024 sei in der 
Weise abzuändern, dass die vom Ehemann an die Ehefrau zu bezahlende 
güterrechtliche Ausgleichszahlung unter Anrechnung eines Verkehrswertes 
der Liegenschaft J._____-strasse 1, K._____ von mindestens CHF 
1'300'000.00 sowie unter Anrechnung einer auf die Hälfte reduzierten anatei-
ligen Grundstückgewinnsteuer von CHF 27'989.00 auf mindestens CHF 
301'269.00, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Scheidungsurteils 
im Güterrecht, festgelegt wird.

Der Berufungskläger sei nach Vorliegen einer aktualisierten bzw. neuen 
Schätzung des Verkehrswertes der Liegenschaft die Gelegenheit zu erteilen, 
den güterrechtlichen Ausgleichsbetrag neu zu beziffern.

Die Beklagte sei aufzufordern, dem Obergericht einen angepassten Finan-
zierungsnachweis mit Entbindungserklärung der Klägerin aus der Hypothe-
karschuldpflicht sowie ein angepasstes unwiderrufliches Zahlungsverspre-
chen einer Schweizer Bank in der Höhe des güterrechtlichen Ausgleichsbe-
trages einzureichen.

7.

Im Übrigen (Ziff. 1, 2, 3, 4 "Ferienregelung" Abs. 2 und 3, "Feiertagsrege-
lung" sowie letzter Absatz, Ziff. 5, 6, 7 Abs. 2 bis Ende, Ziff. 8, 9, 10 (Ein-
kommen Klägerin Vermögen), Art. 11 Abs. 1, 11a, 11c, bis 11f, 12, 13, 15, 
16 bis 21) sei das Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 16.01.2024 zu be-
stätigen.

8.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzügl. MWST und Barauslagen) 
zulasten des Berufungsbeklagten."

Berufungsantwort und Anschlussberufung des Beklagten, Berufungsbeklagten 
und Anschlussberufungsklägers (Urk. 197)

- 16 -

"Die Berufung sei abzuweisen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MWSt. und Barauslagen) 
zu Lasten der Klägerin und Berufungsklägerin."

"Der Berufung sei bezüglich Rechtsbegehren Ziffer 1 (Betreuungsregelung) 
und Ziffer 3 (Unterhaltsregelung) die aufschiebende Wirkung zu entziehen."

"1. Ziffer 7 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 16. Januar 2024 sei 

aufzuheben und durch folgende Regelung zu ersetzen:

Die von den Parteien bezogenen Kinder- bzw. Familienzulagen sind 
vom Empfänger / von der Empfängerin hälftig auszugleichen, monatlich 
im Voraus auf den ersten eines jeden Monats.

Die Klägerin wird verpflichtet, die Krankenkassenprämien der Kinder di-
rekt an die Versicherung zu bezahlen. Im Übrigen sind die Parteien 
verpflichtet, die während ihrer Betreuungszeit anfallenden Kinderkosten 
selbst zu tragen.

Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin die Hälfte der Krankenkas-
senprämie der Grundversicherung für die Kinder zu entschädigen, jähr-
lich im Voraus auf den 31. Januar.

Die Zahlungsmodalitäten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Ab-
schluss einer angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährig-
keit hinaus, solange die Kinder keinen anderen Zahlungsempfänger 
bezeichnen.

Die Parteien werden überdies verpflichtet, ausserordentliche Kinder-
kosten (z.B. von der Krankenkasse nicht gedeckte Gesundheitskosten, 
Hobbykosten, Kosten für schulische Förderungsmassnahmen) je hälftig 
zu übernehmen. Voraussetzung für die hälftige Kostentragung ist, dass 
sich die Parteien vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe geei-
nigt haben. Kommt keine Einigung zustande, so trägt der veranlas-
sende Elternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein; die ge-
richtliche Geltendmachung der Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten.

2.

In Abänderung von Ziffer 14 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 
16. Januar 2024 sei der Beklagte und Anschlussberufungskläger zu 
verpflichten, der Klägerin und Anschlussberufungsbeklagten eine gü-
terrechtliche Ausgleichszahlung von CHF 224'987.-- zu bezahlen, zahl-
bar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Urteils.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MWST und Baraus-
lagen) zu Lasten der Klägerin und Anschlussberufungsbeklagten."

Anschlussberufungsantwort der Klägerin, Berufungsklägerin und Anschluss-
berufungsbeklagten (Urk. 204)

"1. Die Anschlussberufung sei abzuweisen.

- 17 -

2. Der prozessuale Antrag von B._____, wonach der Berufung bezüglich 
der Betreuungs- und der Unterhaltsregelung die aufschiebende Wir-
kung zu entziehen sei, sei abzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt. und Barausla-

gen) zulasten von B._____."

Es wird beschlossen:

1.

Die Berufung betreffend die Dispositiv-Ziffern 11.b und 14 des Urteils des 

Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 

16. Januar 2024 wird abgeschrieben.

2.

Die Anschlussberufung betreffend die Dispositiv-Ziffer 14 des Urteils des 

Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 

16. Januar 2024 wird abgeschrieben.

3.

Es wird vorgemerkt, dass das Urteil des Einzelgerichts im ordentlichen Ver-

fahren am Bezirksgericht Hinwil vom 16. Januar 2024 betreffend die Disposi-

tiv-Ziffern 1 bis 3, 5, 6, 8 ,11.a, 11.c bis 11.f und 12 bis 16 am 28. April 2025 

und betreffend die Dispositiv-Ziffern 11.b und 14 am 12. Juni 2025 in 

Rechtskraft erwachsen ist.

4. Mitteilung und Rechtsmittel mit nachfolgendem Erkenntnis.

Es wird erkannt:

1.

In Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 4, 7, 9 und 10 des Urteils des Einzelge-

richts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 16. Januar 

2024 wird die Ziffer 1 der Vereinbarung der Parteien vom 12. Juni 2025 ge-

nehmigt. Sie lautet wie folgt:

"1. Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam, die Dispositiv-Ziffern 

4, 7, 9 und 10 des Urteils des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren 

am Bezirksgericht Hinwil vom 16. Januar 2024 (FE200024-E) aufzuhe-

ben und durch folgende Fassung zu ersetzen:

- 18 -

"4. Die Parteien sind berechtigt und verpflichtet, die Kinder wie folgt zu betreuen:

Grundsatzregelung:

Betreuung der Kinder in den geraden Kalenderwochen:

-

-

ab  Montag,  Schulbeginn  bzw.  8.00  Uhr,  bis  Donnerstag,  Schulbeginn 
bzw. 8.00 Uhr, durch die Klägerin; 

ab  Donnerstag,  Schulbeginn  bzw.  8.00  Uhr,  bis  Montag,  Schulbeginn 
bzw. 8.00 Uhr, durch den Beklagten.

Betreuung der Kinder in den ungeraden Kalenderwochen:

-

-

-

ab  Montag,  Schulbeginn  bzw.  8.00  Uhr,  bis  Donnerstag,  Schulbeginn 
bzw. 8.00 Uhr, durch die Klägerin;

ab Donnerstag, Schulbeginn bzw. 8.00 Uhr, bis Freitag, 19.00 Uhr, durch 
den Beklagten;

ab Freitag, 19.00 Uhr, bis Montag, Schulbeginn bzw. 8.00 Uhr, durch die 
Klägerin,

Zusätzlich und abweichend von dieser Grundsatzregelung betreut der Beklagte 
die Kinder an jedem ersten Mittwoch des Monats ab Schulschluss bzw. 8.00 
Uhr,  bis  Donnerstag,  Schulbeginn  bzw.  8.00  Uhr.  Der  Beklagte  hat  in  sechs 
Monaten des Kalenderjahres, beginnend Januar 2026, das Recht, der Klägerin 
bis am 1. des Vormonates mitzuteilen, dass er die Betreuung der Kinder nicht 
am ersten, sondern an einem anderen Mittwoch des Monates ausüben möchte. 
Für  das  Jahr  2025  gilt  die  Möglichkeit  ab  September  2025  (Mitteilung  bis  1. 
August 2025) und für höchstens für zwei Mittwoche in zwei Monaten. Die Eltern 
nehmen auf die Termine und Bedürfnisse der Kinder Rücksicht.

Ferienregelung:

Die Parteien sind berechtigt und verpflichtet, die Kinder jährlich während der 
Schulferien wie folgt zu betreuen:

-

-

in geraden Jahren: Die Klägerin für sieben, der Beklagte für sechs Wo-
chen;

in ungeraden Jahren: Der Beklagte für sieben, die Klägerin für sechs Wo-
chen.

Die Parteien sprechen sich über die Aufteilung der Ferien bis 30. November für 
das kommende Jahr ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt der Klägerin 
in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Auf-
teilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl dem Beklagten.

Die Ferien beginnen jeweils am Samstag um 11.00 Uhr und enden am Sams-
tag um 11.00 Uhr, wenn die Ferienwoche innerhalb der Schulferien liegt. Da-
gegen enden sie am Montag, Schulbeginn bzw. 8.00 Uhr, wenn es die letzte 
Schulferienwoche betrifft. Für die jeweils erste Ferienwoche wird ein allfälliger 
Wechsel  am  vorangehenden  Freitagabend  nicht  vollzogen,  wenn  die  Kinder 
am darauffolgenden Tag den Ort für die Ferien wieder zurückwechseln müss-
ten.

Allgemeines:

- 19 -

Betreuungstage, welche aufgrund von Krankheit, Schulanlässen (z.B. Klassen-
lagern) oder Ähnlichem nicht stattfinden, beziehungsweise sich die Kinder in 
dieser Zeit nicht im Haushalt eines Elternteils befinden, werden nicht nachge-
holt.

Die Ferienregelung geht der Grundsatzregelung vor.

7.

Der Beklagte ist verpflichtet, der Klägerin für die drei gemeinsamen Kindern ab 
August 2025 einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 300.– pro Kind zu bezahlen, erst-
mals zahlbar ab 1. August 2025 (zuzüglich allfällige Kinderzulagen, vgl. unten 
Ziff. 1.7., 3. Abschnitt).

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar, monatlich im Voraus auf 
den Ersten eines jeden Monats. 

Die Klägerin bezieht die Kinderzulagen. Diese sind mit den festgesetzten Un-
terhaltsbeiträgen bereits ausgeglichen. Sie sind folglich nicht zusätzlich zu tei-
len. Sollte ein Wechsel des Bezugs der Kinderzulagen (derzeit werden diese 
vom Beklagten bezogen) nicht per Ende Juli 2025 möglich sein, so ist dieser 
verpflichtet, die Kinderzulagen ab 1. August 2025 der Klägerin zusätzlich zum 
Unterhaltsbeitrag weiterzuleiten, solange sie ihm ausbezahlt werden (vgl. oben 
Ziff. 1.7., 1. Abschnitt).

Die  Parteien  zahlen  je  die  Kosten  der  Kinder,  welche  während  ihrer  Betreu-
ungszeit für Nahrung, Wohnkosten, Alltagsgebrauchsgegenstände (Kosmetik, 
Reinigung etc.) sowie Freizeit (exkl. Sportkurse und Musikunterricht) und Fe-
rien anfallen.

Die Klägerin übernimmt die Kosten für die Krankenkasse, die Alltagskleidung 
(Kleider  und  Schuhe),  die  Kosten  für  Arztbesuche  und  Medikamente  (wenn 
diese im Rahmen der Franchise oder des Selbstbehaltes selbst getragen wer-
den  müssen)  bis  zu  einem  Betrag  von  Fr.  300.–  pro  Kalenderjahr  sowie  die 
Handy-Abokosten (exkl. Handy-Gerät) der Kinder. 

Der Beklagte übernimmt die Kosten für die Sportkleidung in Schule und Frei-
zeitkursen (Kleidung und Sportschuhe, Skiausrüstung inkl. Skibekleidung, etc.) 
sowie  die  Kosten  für  Sportvereine  und  Sportkurse  (derzeit  Unihockey  bei 
C._____, Leichtathletik bei D._____ und voraussichtlich Fussball bei E._____). 
Diese Regelung gilt bereits für die Kosten der Sportkurse für das zweite Halb-
jahr 2025.

Die Zahlungsmodalitäten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss 
einer  angemessenen  Erstausbildung  auch  über  die  Volljährigkeit  hinaus,  so-
lange die Kinder keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Beklagten stellen 
bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnen.

Die  Parteien  werden  überdies  verpflichtet,  ausserordentliche  Kinderkosten 
(z.B. Fahrräder, Schulkosten wie Kosten für Schulbücher, Kosten für Klassen- 
oder  Skilager,  Studiengebühren  [inkl.  Fahrt  zum  Studienort,  auswärtige  Ver-
pflegung,  auswärtiges  Wohnen  etc.],  ausserordentliche  Gesundheitskosten 
von mehr als Fr. 300.– pro Jahr (welche von der Krankenkasse nicht übernom-
men werden), Zahnarztkosten, Kosten für schulische Förderungsmassnahmen 
wie Vorbereitung fürs Gymnasium oder Nachhilfe, Musikunterricht sowie Instru-
mentenmiete etc. je hälftig zu übernehmen. Voraussetzung für die hälftige Kos-

- 20 -

tentragung  ist,  dass  sich  die  Parteien  vorgängig  über  die  ausserordentliche 
Ausgabe geeinigt haben. Kommt keine Einigung zustande, so trägt der veran-
lassende Elternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein; die gericht-
liche Geltendmachung der Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten.

9.

Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 1.7 basieren auf dem Landesindex der 
Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Mai 2025 von 
107.6 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie sind jeweils auf den 
1. Januar jedes Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2026, dem Stand des In-
dexes per Ende November des Vorjahres anzupassen. Die Anpassung erfolgt 
nach folgender Formel:

Neuer Unterhaltsbeitrag  =

alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index

alter Index

Fällt  der  Index  unter  den  Stand  von  Ende  September  2024,  berechtigt 

dies nicht zu einer Abänderung. 

10. Diesem Urteil liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse der Parteien zu-

grunde: 

Einkommen (netto pro Monat, inkl. allfälligem 13. Monatslohn, exkl. Fa-

milienzulagen bzw. Differenzzahlungen zu den Familienzulagen, exkl. Bonus):







Klägerin:

Beklagter:

Kinder:

Fr.

Fr.

7'800.–

(80%-Pensum)

7'800.–

(80%-Pensum; hypothetisch)

Familienzulagen von derzeit Fr. 216.– 
beziehungsweise Fr. 268.–

Vermögen: 

Für die Unterhaltsberechnung vorliegend nicht relevant.""

2.

Im Übrigen wird die Vereinbarung der Parteien vom 11. Juni 2025 geneh-

migt beziehungsweise von dieser Vormerk genommen. Sie lautet wie folgt:

"1. …

2.

Die Regelung der Unterhaltsbeiträge basiert auf einer ungefähr hälftigen Be-

treuungssituation und ist bei einer Änderung der Betreuungsanteile erst abän-

derbar, wenn das Verhältnis unter 40/60 fällt.

Die Regelung basiert sodann auf der aktuellen Situation und berücksichtigt 

zukünftige Veränderungen, auch wenn voraussehbar, nicht. Insbesondere 

stellen die vorstehend aufgeführten finanziellen Verhältnisse kein caput con-

- 21 -

troversum dar. Die Parteien sind zur Abänderung berechtigt, wie wenn durch 

Urteil – und nicht durch Vereinbarung – entschieden worden wäre.

3.

Die Parteien erklären die Absicht, die private Mediation wieder aufzunehmen 

und die Kosten der Mediation je hälftig zu tragen.

4.

Im Übrigen ziehen die Parteien ihre Berufungs- bzw. Anschlussberufungsan-

träge zurück.

Der Rückzug betreffend die Berufung der Dispositiv-Ziffern 11.b und 14 des 

Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 16. Januar 2024 steht unter dem Vor-

behalt, dass der Beklagte einen aktuellen Finanzierungsnachweis für die Zah-

lung gemäss Ziffer 14 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 16. Januar 

2024 bis spätestens 15. Juli 2025 erbringt.

5.

Mit Vollzug dieser Vereinbarung sind die Parteien per Saldo aller Ansprüche 

auseinandergesetzt.

6.

Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens je zur 

Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine Parteientschädigung."

3.

Die Dispositiv-Ziffern 17 bis 19 (Kosten- und Entschädigungsfolgen) des Ur-

teils des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil 

vom 16. Januar 2024 werden bestätigt.

4.

5.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'000.– festgesetzt.

Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien 

je zur Hälfte auferlegt und mit ihren Kostenvorschüssen verrechnet. Im 

Mehrbetrag werden die Kostenvorschüsse, unter Vorbehalt des Verrech-

nungsrechts des Staates, den Parteien zurückerstattet. Verzichten die Par-

teien auf eine Begründung des Entscheids, wird die Entscheidgebühr auf 

zwei Drittel ermässigt. Verlangt eine Partei eine Begründung, trägt sie die 

daraus entstehenden Mehrkosten selbst und hat sie der Gegenseite die auf-

grund dieser allenfalls entstehenden Mehrkosten zu erstatten.

6.

Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien für das zweitinstanzli-

che Verfahren gegenseitig auf eine Parteientschädigung verzichtet haben.

- 22 -

7.

Schriftliche Mitteilung an:

-

-

-

-

die Parteien,

die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Wetzikon

die Kinder der Parteien, mit separaten Schreiben,

an das Bezirksgericht Hinwil, unter Rücksendung der erstinstanzlichen 
Akten, sowie mit dem Hinweis, dass die Mitteilung der Rechtskraft des 
Urteils vom 16. Januar 2024 an die folgenden Stellen durch das Be-
zirksgericht Hinwil zu erfolgen hat:















mit Formular an das Zivilstandsamt K._____,

mit Formular an die Einwohnerdienste Stadt K._____,

mit Formular an die Einwohnerdienste der Gemeinde N._____,

an die KESB Bezirk Hinwil, unter Hinweis auf Dispositivziffer 5 
des Urteils,

an das Grundbuchamt K._____ (im Auszug gemäss Dispositivzif-
fern 1 sowie 11 bis 13 des Urteils),

an die O._____ Sammelstiftung, … [Adresse] (im Auszug gemäss 
Dispositivziffern 1 und 16 des Urteils),

an die Pensionskasse P._____, P._____ SA, … [Adresse] (im 
Auszug gemäss Dispositivziffern 1, 12, 13 sowie 15 bis 16 des 
Urteils, zur Kenntnisnahme).

8.

Die Parteien können innert 10 Tagen von der schriftlichen Zustellung an 

schriftlich beim Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, Postfach 

8021 Zürich, eine Begründung dieses Entscheides verlangen (Art. 318 

Abs. 2 i.V.m. Art. 239 Abs. 2 ZPO). Wird eine Begründung verlangt, so läuft 

den Parteien die Frist zur Einreichung eines Rechtsmittels ab Zustellung des 

begründeten Entscheides. 

Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung 

des Entscheides mit Beschwerde ans Bundesgericht.

- 23 -

Zürich, 25. Juni 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Huizinga

MLaw I. Aeberhard

versandt am:
ms