# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43e87d59-2f20-5388-b158-95e13c260a79
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-16
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 16.12.2014 605 2012 442
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2012-442_2014-12-16.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2012 442

Urteil vom 16. Dezember 2014

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud
Richter: Josef Hayoz, Marianne Jungo
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Fürsprecher Ulrich 
Bühler 

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz

Gegenstand Invalidenversicherung: Rentenablehnung, gemischte Methode, 
Fibromyalgie

Beschwerde vom 21. November 2012 gegen die Verfügung vom 
18. Oktober 2012

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1952 in Kolumbien, wo sie während mehr als 10 Jahren als Chefsek-
retärin tätig war, seit 1988 in der Schweiz lebend, verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen 
Kindern, wohnhaft in B.________, arbeitete zuletzt seit März 2002 als Gemüserüsterin zu 80% bei 
der C.________ AG. Probleme am Arbeitsplatz führten am 9. April 2007 zu einer psychischen 
Dekompensation. Ab dem 10. April 2007 bestand eine ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit. Am 
11. Oktober 2007 wurde ihr die Stelle auf den 31. Dezember 2007 gekündigt.

Am 27. April 2008 meldete sie sich aufgrund von fibromyalgieformen Beschwerden sowie einer 
akuten exogenen Depression für den Leistungsbezug bei der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle), Givisiez, an.

Vom 3. Juni bis 13. September 2009 war eine berufliche Abklärung in D.________ vorgesehen, 
welche am 9. August 2009 aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen werden musste.

Am 4. März 2010 ordnete die IV-Stelle eine pluridisziplinäre Begutachtung (Allgemeine Medizin, 
Rheumatologie, Psychiatrie) bei der E.________ in F.________ an. Aus dem Gutachten ergab 
sich, dass sowohl die bisherige wie auch eine angepasste Tätigkeit im Vollpensum bei einer um 
20% verminderten Leistungsfähigkeit zumutbar sei.

Mit Verfügung vom 18. Oktober 2012 lehnte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Invalidenrente, 
unter Anwendung der gemischten Methode (globaler Invaliditätsgrad von 15%) ab. Ebenso wurde 
das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (nachfolgend: URP-Gesuch) abgewiesen.

B. Am 21. November 2012 erhebt A.________, vertreten durch Fürsprecher Ulrich Bühler, 
Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg und beantragt unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen, die Verfügung vom 18. Oktober 2012 sei aufzuheben und ihr mindestens eine halbe 
Invalidenrente zuzusprechen sowie für das Verwaltungsverfahren einen unentgeltlichen Rechtsbei-
stand zu gewähren. Das E.________-Gutachten sei ungenügend und setze sich nicht mit den 
Berichten des behandelnden Psychiaters auseinander. Zudem reicht sie ein URP-Gesuch für das 
Beschwerdeverfahren ein.

Mit Verfügung vom 18. Januar 2013 wird das URP-Gesuch gutgeheissen und Fürsprecher Ulrich 
Bühler zum amtlichen Rechtsbeistand ernannt.

In ihren Bemerkungen vom 16. August 2013 hält die IV-Stelle an ihrer Verfügung fest und bean-
tragt die Abweisung der Beschwerde. Die vom E.________-Gutachten festgehaltenen Diagnosen 
würden von den behandelnden Ärzten nicht kritisiert. Demgegenüber bestehe eine Divergenz in 
Bezug auf die Auswirkungen der gesundheitlichen Probleme auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit.

In den Gegenbemerkungen vom 3. September 2013 bringt die Beschwerdeführerin weiter vor, 
auch ihr fortgeschrittenes Alter müsse berücksichtigt werden. Die IV-Stelle bestätigt in den 
Schlussbemerkungen vom 10. Oktober 2013 ihren Standpunkt.

Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel statt.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung mass-
gebend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

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Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 21. November 2012 gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 18. Ok-
tober 2012 ist durch einen ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter fristgerecht bei der sachlich 
und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein 
schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob sie 
Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Im Sinne von Art. 8 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur Anwen-
dung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsge-
brechen, Krankheit oder Unfall sein.

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG; der am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Abs. 2 hat allerdings den bisher geltenden 
Begriff der Erwerbsunfähigkeit nicht modifiziert, BGE 135 V 215 Erw. 7.3).

Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 
70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, 
wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Pro-
zent invalid sind.

b) Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch einer anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose 
nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus. Wie jede andere psy-
chische Beeinträchtigung begründet indes auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die so-
matoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwind-
bar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, 
können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte 
Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen ver-
fügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener 
Kriterien (Förster-Kriterien). Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität 
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Fak-
toren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheits-
verlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; ein 
sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beein-
flussbarer innerseelische Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Kon-
fliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konse-
quent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem thera-
peutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person (BGE 130 V 352). Je mehr 

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dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto 
eher sind – ausnahmsweise – die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu 
verneinen (U. MEYER-BLASER, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in 
der Sozialversicherung, namentlich für den Einkommensvergleich in der Invaliditätsbemessung, in 
R. Schaffhauser/F. Schlauri [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 77). Die 
vorgenannten Kriterien kommen auch bei der Fibromyalgie zur Anwendung (Urteil des Bundesge-
richts [nachfolgend: BGer] I 70/07 vom 14. April 2008 Erw. 5). Beruht die Leistungseinschränkung 
auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation, liegt regelmässig keine versicherte Gesund-
heitsschädigung vor (vgl. BGE 132 V 65 Erw. 4.2 sowie BGE 131 V 49 mit Hinweisen).

Mittelgradige depressive Episoden stellen grundsätzlich keine von depressiven Verstimmungszu-
ständen klar unterscheidbare andauernde Depression im Sinne eines verselbstständigten Gesund-
heitsschaden dar (Urteil des BGer 9C_605/2012 vom 23. Januar 2013 Erw. 3.3 mit Hinweisen). 
Ferner sind leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen depressiver Natur in der 
Regel therapeutisch angehbar (Urteil des BGer 9C_736/2011 vom 7. Februar 2012 Erw. 4.2.2.1 
mit Hinweisen).

c) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
der Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(Befunderhebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten der Versicherte in seinen körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch das 
Leiden eingeschränkt, d. h. arbeitsunfähig ist (BGE 130 V 97 Erw. 3.3.2, 115 V 133 Erw. 2, 107 V 
17 Erw. 2b, 105 V 156 Erw. 1). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird nach dem Mass bestimmt, in 
welchem der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen an seinem angestammten Arbeitsplatz zu-
mutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann. Nicht massgebend ist hingegen die bloss 
medizinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit (BGE 111 V 235 Erw. 1b mit Hin-
weisen). Bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf hat der Versicherte andere 
ihm offen stehende Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen (BGE 115 V 403 Erw. 2 mit Hinweisen). 
Auch die Zumutbarkeit einer Invalidentätigkeit ist vor allem aus medizinischer Sicht zu beurteilen, 
wobei dieser Sachverhalt aufgrund des objektiven Befundes durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 
107 V 17 Erw. 2b). Dabei ist nicht auf das subjektive Empfinden des Versicherten abzustellen, 
hätte es doch dieser ansonsten in der Hand, seinen Invaliditätsgrad selbst zu bestimmen.

d) Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizi-
nische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-
nischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismit-
tels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 
oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a mit Hinweis). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf 
und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 
aussagen (BGE 125 V 351 Erw. 3cc mit Hinweisen).

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3. Nicht streitig sind vorliegend die Anwendung der gemischten Methode für die Bestimmung 
des Invaliditätsgrades, die Aufteilung zwischen Erwerbstätigkeit (80%) und Haushalt (20%) sowie 
die durch die Haushaltsabklärung vom 15. November 2011 festgehaltenen Einschränkungen im 
Aufgabenbereich. Streitig ist demgegenüber, ob ein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht.

a) Die Beschwerdeführerin bringt vor, weder die E.________ noch die IV-Stelle hätten sich 
mit den Berichten des behandelnden Psychiaters auseinandergesetzt. Zudem seien die Förster-
Kriterien in Bezug auf die Fibromyalgie klar erfüllt. Sie sei keine Simulantin, sondern zeige, wie 
bereits anlässlich der Abklärung im D.________ gesehen, einen starken Durchhaltewillen. So 
arbeite sie seit Mai 2011 in einem 20%-Pensum an der kolumbianischen Botschaft.

b) Die IV-Stelle ihrerseits ist der Ansicht, das E.________-Gutachten diskutiere die vom 
behandelnden Psychiater gestellten Diagnosen. Die Problematik bestehe in der Uneinigkeit der 
Ärzte, in dem zum Teil von einer Fibromyalgie und zum Teil von einer anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung gesprochen werde. Die Förster-Kriterien seien zu verneinen.

c) Nach übereinstimmender Meinung der Ärzte war eine als Mobbing empfundene Situation 
am Arbeitsplatz Auslöser für die Probleme der Beschwerdeführerin, was am 9. April 2007 zu einer 
psychischen Dekompensation führte.

aa) In somatischer Hinsicht liegt gemäss dem Hausarzt Dr. med. G.________, Facharzt 
FMH für Allgemeine Innere Medizin, ein Fibromyalgie-Syndrom vor. In einer angepassten Tätigkeit 
bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin sei bei Dr. med. H.________, 
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, in Behandlung, welcher diese an lic. phil 
I.________,  Ethnopsychologin, delegiert habe (Bericht vom 25. Mai 2008, IV-Akten, S. 27 ff.). Am 
9. Juli 2009 (IV-Akten, S. 140 f.) geht der Hausarzt von einer allgemeinen Verschlechterung aus, 
weshalb noch eine Belastbarkeit von täglich 4 Stunden vorliege. Für weitere Abklärungen überwies 
er die Beschwerdeführerin im Herbst 2008 an Dr. med. J.________, Facharzt FMH für 
Rheumatologie und Innere Medizin. Dieser stellt am 3. Dezember 2009 (IV-Akten, S. 189 ff.) 
folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: Systemischer Lupus 
erythematodes (nachfolgend: SLE) bei diskreter humoraler Entzündungsaktivität, leichter 
Hepatopathie, entzündlichen Veränderungen der Fingergelenke (MCP und PIP) sowie dem Knie 
und gutem Therapieansprechen; chronisches Zervikovertebral- und 
Thorakolumbovertebralsyndrom bei altersentsprechend leichten degenerativen Veränderungen; 
Fibromyalgie-Syndrom (DD: somatoformes Schmerzsyndrom überlagernd). Aus rein 
rheumatologischer Sicht würden einzig Einschränkungen für schwere Arbeiten bestehen.

bb) Was die Psyche anbelangt, nennt der Bericht K.________/L.________ vom 20. Juni 
2008 (IV-Akten, S. 79 ff.) eine posttraumatische Belastungsstörung (F 43.1) sowie eine 
mittelgradige depressive Episode (F 32.1). Die bisherige Arbeit sei nicht mehr zumutbar. Dagegen 
bestehe in einer leichten, angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 30–40%. Im Folgebericht 
vom 30. März 2009 (IV-Akten, S. 112 ff.) werden die Diagnosen geändert und von einer 
rezidivierenden depressiven Störung mit somatischen Syndrom (F 33.01; wohl F 33.1, gegenwärtig 
mittelgradige Episode) sowie einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (F 45.4) 
ausgegangen, weshalb keine Arbeit mehr zumutbar sei.

Die berufliche Abklärung beim D.________ musste abgebrochen werden, da sie aus psychischer 
Sicht nach Rücksprache mit der behandelnden Therapeutin nicht mehr zumutbar gewesen war. 
Dem Abschlussbericht vom 18. August 2009 (IV-Akten, S. 153 ff.) ist zu entnehmen, dass sich die 
Beschwerdeführerin oft überschätzte, sich sehr hohe Ziele setzte und nachher frustriert war, wenn 
sie diese nicht erreichte, was zu einer völligen Erschöpfung führte. Die Schmerzschwelle liege sehr 
tief. Eine Eingliederung sei momentan nicht realistisch.

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Am 13. November 2009 (IV-Akten, S. 175 ff.) erklärt die behandelnde Therapeutin, nach der beruf-
lichen Abklärung sei es zu einer allgemeinen Verschlechterung gekommen. Eine angepasste 
Tätigkeit sei während 2 Stunden pro Tag möglich.

cc) Auf dieser Grundlage wurde das E.________-Gutachten erstellt. Gemäss Dr. med. 
M.________, Facharzt FMH für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie (psychiatrisches 
Zusatzgutachten vom 29. April 2010 [IV-Akten, S. 241 ff.]), stellt die Beschwerdeführerin ein 
Ganzkörpersyndrom in den Vordergrund und erwähnt auch Suizidgedanken. Bei ihren 
Ausführungen gestikuliere sie stark und nehme keine Schonsitzhaltung ein. Als einzige Diagnose 
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nennt er eine leichte depressive Episode bei 
rezidivierender depressiver Störung (F 33.0). Der formale Gedankengang sei anlässlich der 
Untersuchung zu keiner Zeit depressiv gehemmt. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei die 
histrionische Schmerzverarbeitungsstörung mit sekundärer Symptomausweitung und 
Selbstlimitierung bei histrionisch akzentuierter Persönlichkeit. Die Kriterien für eine anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung seien nicht erfüllt. So bestehe keine wesentliche psychische 
Komorbidität und auch ein primärer Krankheitsgewinn liege nicht vor. Dafür würden psychosoziale 
Faktoren (unbefriedigend erlebte familiäre Situation) eine Rolle spielen. Es liege eine massive 
Diskrepanz zwischen der geschilderten Schmerzsymptomatik sowie den sehr lebhaften 
ausdrucksreichen Bewegungsabläufen vor. Aus rein psychischer Sicht bestehe eine um 20% 
verminderte Leistungsfähigkeit.

Für Dr. med. N.________, Facharzt FMH für innere Medizin und Rheumatologie (rheumatolo-
gisches Zusatzgutachten vom 30. April 2010 [IV-Akten, S. 234 ff.]) ist das vorhandene Weichteil-
schmerzsyndrom mit einer Fibromyalgie vereinbar. Differentialdiagnostisch könne auch von einer 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gesprochen werden, soweit eine entsprechende psy-
chische Komorbidität vorliege. Die Beschwerdeführerin wirke leidend mit einer Neigung zur Über-
treibung und einem leichten Schonhinken. Sie zeige ausgedehnte Weichteildruckdolenzen, teils 
bereits auf oberflächlichsten Druck. Bei den peripheren Gelenken seien keine alltagsrelevanten 
Bewegungseinschränkungen eruierbar und beim Rücken ergebe sich keine Nervenkompression. 
Aus rein rheumatologischer Beurteilung bestehe eine leichte bis mittelgradige Reduktion der zu-
mutbaren Belastbarkeit der LWS für rückenbelastende Tätigkeiten sowie eine Reduktion der allge-
meinen Leistungsfähigkeit im Rahmen des generalisierten Weichteilschmerzsyndroms von 20%. 
Dies sei durch spezielle Trainingstherapien korrigierbar.

Gemäss Dr. med. O.________, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin (Hauptgutachten 
vom 10. Juni 2010 [IV-Akten, S. 248 ff.]) beschreibt die Beschwerdeführerin ihre körperlichen 
Fähigkeiten sehr negativ. Zudem wirke sie demonstrativ bekümmert, stark auf ihre Beschwerden 
fixiert und sich selbst limitierend. Auch anlässlich seiner Untersuchung ergaben sich extreme 
Schmerzäusserungen auf leichten Druck und Berührung. Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit werden ein generalisiertes Weichteil-Schmerzsyndrom, ein lumbospondylogenes 
Syndrom mechanisch-degenerativer Genese und eine leichte depressive Episode bei rezidivieren-
der depressiver Störung (F33.0) genannt. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien na-
mentlich der SLE, welcher weit weniger relevant sei als das Weichteilschmerzsyndrom sowie die 
histrionische Schmerzverarbeitungsstörung. Sowohl die bisherige als auch eine angepasste Tätig-
keit sei im Vollpensum bei einer um 20% eingeschränkten Leistungsfähigkeit zumutbar. Er wieder-
holt die in den Zusatzgutachten genannten Therapievorschläge.

dd) Im weiteren Verlauf ergaben sich für Dr. med. J.________ am 28. September 2010 (IV-
Akten, S. 287) keine Änderungen und er verwies auf seinen Vorbericht vom November 2009.

Der neue Hausarzt Dr. med. P.________, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, erklärt am 
10. Mai 2011 (IV-Akten, S. 358 ff.), es liege ein klinisch undifferenziertes ausgeweitetes 

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Schmerzsyndrom im Sinne einer Fibromyalgie vor. Er attestierte keine Arbeitsunfähigkeit. Es 
würden keine Einschränkungen geistiger oder psychischer Art vorliegen. Er überwies die Be-
schwerdeführerin an Dr. med. Q.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie. Gemäss diesem besteht keine Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit. Sowohl die Fibromyalgie als auch der SLE seien ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. 
Die Beschwerdeführerin gebe Schmerzen am ganzen Körper, insbesondere an den Interphalan-
geal- und Fingergrundgelenken an. Während der Untersuchung sei sie stöhnend, jammernd, und 
reagiere inadäquat auf kleinste Reize. Es bestehe eine auffällige Inkonsistenz zwischen dem kräf-
tigen Händedruck bei der Begrüssung und der demonstrierten Faustschlusskraft. Die Wirbelsäule 
sei ohne grössere Einschränkungen, die peripheren Gelenke hätten alle eine normale Motilität 
ohne fassbare Gelenkschwellungen. Aufgrund der erfassten klinischen Befunde würden keine 
höhergradigen körperlichen, geistigen oder psychischen Einschränkungen bestehen, welche die 
Arbeitstätigkeit limitieren würden (Bericht vom Mai 2011; IV-Akten, S. 362 ff.).

Am 28. Oktober 2011 (IV-Akten, S. 395 f.) bestätigt Dr. med. P.________, eine angepasste 
Tätigkeit sei im Vollpensum möglich. Dr. med. Q.________ seinerseits vermerkt am 25. November 
2011 (IV-Akten, S. 479) einen Normalbefund in Bezug auf die Finger- und Handgelenke.

Ferner wurde die Beschwerdeführerin von Dr. med. R.________, Facharzt FMH für Allgemeine 
Innere Medizin und Rheumatologie, untersucht. Dieser hält am 2. April 2012 (IV-Akten, S. 505 ff.) 
fest, es ergäben sich weder labormässig noch klinisch Hinweise für ein aktives systemisch-ent-
zündlich-rheumatisches Geschehen sowie auf eine Aktivität des SLE. Die Fibromyalgie werde 
überlagert durch das mechanisch-statisch bedingte panvertebrale Schmerzsyndrom bei mässigen 
degenerativen Veränderungen und muskulärer Dysbalance sowie mechanisch bedingte Polyarth-
ralgien (Schulterschmerzen links, beginnende Fingerpolyarthrosen und gestörte Fussstatik). 
Hauptverantwortlich für das Beschwerdebild sei sicher die Fibromyalgie. Er macht keine Angaben 
zur Arbeitsfähigkeit.

Ohne weitere Begründung erklärt Dr. med. P.________ am 24. Mai 2012 (IV-Akten, S. 521), eine 
sitzende Stellung sei noch während 3–4 Stunden täglich möglich. Später stellte er auch zwei kurze 
Atteste über eine vollständige Arbeitsunfähigkeit aus (vgl. Beschwerdebeilagen 7+8).

In psychischer Hinsicht erwähnt die behandelnde Therapeutin am 29. November 2010 (IV-Akten, 
S. 291 ff.) eine Verstärkung der Symptome. Auch eine angepasste Tätigkeit sei unzumutbar. Am 
4. Oktober 2011 (IV-Akten, S.384 ff.) meldet sie einen stationären Zustand. Subjektiv hätten die 
Schmerzen zugenommen. Eine angepasste Tätigkeit sei während zwei Stunden pro Tag möglich. 
Am 10. Januar 2012 (IV-Akten, S. 493) teilt sie mit, die Therapie finde nur noch sporadisch statt.

d) Aufgrund der dargestellten Unterlagen hat sich die IV-Stelle zu Recht auf das Gutachten 
der E.________ abgestützt. Es ist zwar richtig, dass sich dieses nicht im Detail mit den Berichten 
K.________/L.________ auseinandersetzt. Auch war das Gutachten beim Erlass der Verfügung 
vom 18. Oktober 2012 bereits über zwei Jahre alt. Dennoch kann dieses vorliegend berücksichtigt 
werden.

aa) Es ist nicht Sache der behandelnden Ärzte, die Arbeitsfähigkeit ihrer Patienten zu 
beurteilen; deren Einschätzung muss vielmehr in unklaren oder umstrittenen Fällen Sache der 
Gutachter sein (vgl. Urteil des BGer 9C_656/2009 vom 5. November 2009 Erw. 3 mit Hinweisen). 
Auch muss ein Gutachten nicht allein deshalb neu gemacht werden, weil behandelnde Ärzte 
anderer Meinung als die Experten sind, ausser erstere stützen sich auf wichtige objektive 
Elemente ab, welche von den Experten nicht berücksichtigt worden sind (vgl. Urteil des BGer 
8C_184/2007 vom 19. Juni 2008 Erw. 3), was hier nicht der Fall ist. Zudem erfüllt das E.________-
Gutachten die von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen. Es ist umfassend, beruht auf 

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allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die beklagten Beschwerden, wurde in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben und die Beurteilung ist einleuchtend und die Schlussfolgerungen 
nachvollziehbar.

bb) Auf psychischer Seite ergeben sich die Differenzen weniger in Bezug auf die 
Diagnosen, als vielmehr hinsichtlich der Auswirkung dieser Diagnosen auf die Arbeitsfähigkeit. So 
gehen der behandelnde Psychiater bzw. die behandelnde Therapeutin von einer anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung sowie einer rezidivierenden depressiven Störung, mittelgradige 
Episode und deshalb von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus. Gemäss dem psychiatrischen 
Gutachter besteht hingegen eine leichte depressive Episode, die Kriterien der somatoformen 
Schmerzstörung sind nicht erfüllt, die Schmerzverarbeitungsstörung ist ohne Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit und insgesamt liegt nur eine um 20% verminderte Leistungsfähigkeit vor.

Die Berichte K.________/L.________ sind aus mehreren Gründen weniger überzeugend als das 
psychiatrische Zusatzgutachten. Im ersten Bericht K.________/L.________ vom Juni 2008 wird – 
soweit ersichtlich – einzig aufgrund der Mobbing-Situation am Arbeitsplatz von einer 
posttraumatischen Belastungsstörung (F 43.1) ausgegangen, obwohl gemäss ICD-10 eine solche 
lediglich anerkannt ist, wenn sie nach einem traumatisierenden Ereignis von aussergewöhnlicher 
Schwere, wie z. B. Vergewaltigung oder mehrmonatiger Lagerhaft, auftritt (vgl. Urteil des BGer 
9C_554/2009 vom 18. August 2009 Erw. 6. mit Hinweisen). Im Folgebericht vom März 2009 wird 
ohne weitere Begründung von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auch in einer angepassten 
Tätigkeit ausgegangen, wobei bei den angegebenen Beschwerden mehrheitlich die subjektiven 
Angaben der Beschwerdeführerin aus dem Vorbericht übernommen werden, weshalb davon 
ausgegangen werden muss, dass die attestierte Arbeitsunfähigkeit auf diesen subjektiven 
Angaben beruht. Im Bericht vom November 2009 wird von einer sich allgemeinen 
verschlechternden Situation gesprochen, gleichzeitig aber wiederum eine angepasste Tätigkeit 
während zwei Stunden pro Tag als zumutbar angesehen. Auch unterlassen es der behandelnde 
Psychiater bzw. die behandelnde Therapeutin aufzuzeigen, weshalb die Förster-Kriterien als erfüllt 
zu betrachten sind bzw. die von ihnen diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung 
als nicht überwindbar anzusehen ist. Zudem ist festzuhalten, dass das E.________-Gutachten – 
welches am 14. Juni 2010 (IV-Akten, S. 278) auch Dr. med. K.________ zugestellt wurde – in den 
späteren Berichten K.________/L.________ nie explizit kritisiert wird.

Demgegenüber begründet der psychiatrische Gutachter die von ihm festgehaltenen Diagnosen. So 
geht er nur von einer leichten depressiven Episode aus, da der formale Gedankengang anlässlich 
der Untersuchung zu keiner Zeit depressiv gehemmt und die Beschwerdeführerin vorwiegend dys-
phorisch unzufrieden war, die Merkmale einer mittleren oder schweren Depression aber nicht vor-
liegen würden. Weiter seien die Kriterien für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung nicht 
erfüllt. So mangle es an einem wesentlichen Konflikt in engem Zusammenhang mit der Ent-
wicklung des chronischen Schmerzsyndroms. Dennoch diskutiert der Experte kurz die Förster-Kri-
terien und weist darauf hin, dass weder eine wesentliche psychiatrische Komorbidität noch ein pri-
märer Krankheitsgewinn bestehe. Dafür geht er von einer histrionisch geprägten Schmerzverarbei-
tungsstörung mit sekundärer Symptomausweitung und Selbstlimitierung aus. Eine Schmerzverar-
beitungsstörung stellt, im Unterschied zur somatoformen Schmerzstörung, welche soweit die 
Förster-Kriterien erfüllt sind, als ein psychisches Leiden mit Krankheitswert gilt, aber einzig eine 
Verhaltensauffälligkeit dar (vgl. Urteil des BGer 8C_567/2009 vom 17. September 2009 Erw. 5). 
Weiter ist es von Interesse darauf hinzuweisen, auch wenn es sich bei den Nachgenannten nicht 
um Fachärzte der Psychiatrie handelt, dass Dr. med Q.________ in seinem vorerwähnten Bericht 
vom Mai 2011 erklärt, aufgrund der klinischen Befunde würden keine höhergradigen geistigen oder 
psychischen Einschränkungen bestehen. Gleicher Ansicht war Dr. med. P.________ am 10. Mai 
2011.

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Doch selbst bei Berücksichtigung der vom behandelnden Psychiater bzw. der behandelnden The-
rapeutin festgehaltenen Diagnosen, ergäbe sich keine Änderung. So wird von der Rechtspre-
chung, wie dargestellt, eine mittlere depressive Episode grundsätzlich nicht als eine von depres-
siven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im Sinne eines ver-
selbstständigten Gesundheitsschadens angesehen und ist zudem in der Regel therapeutisch an-
gehbar. Ferner sind vorliegend die Förster-Kriterien – im Gegensatz zur Ansicht der Beschwerde-
führerin – zu verneinen, wie es schon die Gutachter sowie auch die IV-Stelle in ihren Bemerkun-
gen vom 16. August 2013 festgehalten haben. So fehlt es bereits an einer psychischen Komor-
bidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer sowie an einem primären Krankheitsge-
winn. Auch ergibt sich nicht ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens. Im Protokoll über 
das Erstgespräch vom 4. Juni 2008 (vgl. IV-Akten, S. 42 ff.) wird zwar unter dem Punkt "Wie sieht 
ihr Alltag aus" ein kompletter Rückzug notiert. Auch erledigt die Beschwerdeführerin gemäss dem 
Abklärungsbericht Haushalt vom 22. September 2008 (IV-Akten, S. 89 ff.) ihre Einkäufe jeweils 
sehr schnell, weil sie die Leute nicht ertrage und Angst von ihnen habe. Demgegenüber geht sie 
entsprechend ihren Angaben anlässlich der Begutachtung jeden Tag mit ihrem Hund spazieren. 
Weiter telefoniert und trifft sie sich regelmässig mit einer Freundin und telefoniert auch oft mit ihren 
Angehörigen im Ausland. Ferner arbeitet sie seit Mai 2011 in einem kleinen Pensum auf der ko-
lumbianischen Botschaft. Insgesamt kann nicht von einem ausgeprägten sozialen Rückzug ge-
sprochen werden.

cc) In somatischer Hinsicht besteht gemäss dem Gutachten ein generalisiertes Weichteil-
schmerzsyndrom, welches mit einer Fibromyalgie vereinbar sei, womit die Diagnose der Fibro-
myalgie von den Gutachtern eben gerade nicht gemieden wird. Weiter leidet die Beschwerdefüh-
rerin an einem lumbospondylogenem Syndrom sowie einem SLE, wobei letzterer ohne Auswirkun-
gen auf die Arbeitsfähigkeit ist. Die vom psychiatrischen Gutachter erwähnte Symptomausweitung 
und Selbstlimitierung konnten auch die beiden anderen Gutachter festhalten, welche wiedergeben, 
zum Teil würden bereits auf minimalste Berührungen Schmerzen angegeben. Zudem bestehe eine 
Neigung zur Übertreibung. Insgesamt konnten die Gutachter keine alltagsrelevanten Bewegungs-
einschränkungen eruieren. Diese Ansicht überzeugt. So ging bereits Dr. med. J.________ in 
seinem vorerwähnten Bericht vom Dezember 2009 nach umfangreichen Abklärungen davon aus, 
aus rheumatologischer Sicht bestehe einzig eine Einschränkung für schwere Arbeiten. Gleicher 
Meinung waren der neue Hausarzt Dr. med. P.________, welcher am 28. Oktober 2011 erklärte, 
eine angepasste Tätigkeit sei im Vollpensum zumutbar. Sein späterer Hinweis am 24. Mai 2012, 
wonach eine rein sitzende Stellung noch 3–4 Stunden möglich sei, wird von ihm nicht weiter 
begründet. Weiter ist auf den vorerwähnten Bericht von Dr. med. Q.________ vom Mai 2011 
hinzuweisen, gemäss welchem keine Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestehe, 
da sowohl die Fibromyalgie als auch der SLE ohne Einfluss seien. Weiter machte er darauf 
aufmerksam, wie vor ihm bereits die Gutachter, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der 
Untersuchung inadäquat auf kleinste Reize reagiere und sich zudem auch eine auffällige 
Inkonsistenz zwischen dem kräftigen Händedruck bei der Begrüssung und der demonstrierten 
Faustschlusskraft ergab. Gemäss Dr. med. Q.________ bestanden keinerlei Einschränkungen für 
eine Arbeitstätigkeit.

Auch aus dem Bericht von Dr. med. R.________ vom 2. April 2012 ergeben sich keine diametralen 
Unterschiede zum Gutachten. So fand dieser keine Anzeichen für ein aktives-entzündlich-rheuma-
tologisches Geschehen sowie auch keinen Hinweis auf einen aktiven SLE. Die Fibromyalgie werde 
überlagert durch das bekannte panvertebrale Schmerzsyndrom bei mässigen degenerativen Ver-
änderungen und muskulärer Dysbalance sowie mechanisch bedingten Polyarthralgien (Schulter, 
Finger). Hauptverantwortlich für das Beschwerdebild sei die Fibromyalgie, die – wie gesehen – hier 
nicht als invalidisierend betrachtet werden kann. Dieser Bericht wurde von der IV-Stelle Dr. med. 

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S.________, Fachärztin FMH für physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie 
des RAD vorgelegt, welche am 23. Mai 2012 (IV-Akten, S. 518 ff.) die Meinung vertritt, es könne 
auch unter Berücksichtigung des Berichtes R.________ weiter am E.________-Gutachten 
festgehalten werden.

Die von der Beschwerdeführerin subjektiv empfundenen Schmerzen werden nicht in Abrede 
gestellt. Auch kann ihr wohl ein gewisser Durchhaltewillen nicht abgesprochen werden. So teilte 
der Stellenleiter des D.________ gemäss der Telefonnotiz vom 17. Juli 2009 (IV-Akten, S. 146) 
mit, die Beschwerdeführerin "beisse sich durch". In diesem Sinn ist es auch positiv zu vermerken, 
dass sie seit Mai 2011 zu einem Pensum von 20% auf der kolumbianischen Botschaft arbeitet. Auf 
der anderen Seite wird im vorerwähnten Abschlussbericht des D.________ vom 18. August 2009 
aber auch festgehalten, die Schmerzgrenze liege sehr tief.

dd) Insgesamt ist damit gemäss dem E.________-Gutachten sowohl in der bisherigen als 
auch in einer angepassten Tätigkeit einzig von einer Leistungseinschränkung von 20% 
auszugehen.

Hinsichtlich der in den Gegenbemerkungen aufgeworfenen, aber nicht weiter begründeten Frage 
der Berücksichtigung des hohen Alters ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin zum einen 
die Wiederaufnahme der bisherigen Arbeit möglich wäre. Zum anderen hat sie mit ihrer aktuellen 
Tätigkeit auf der kolumbianischen Botschaft auch bewiesen, dass sie trotz ihres Alters in der Lage 
ist, sich auf eine neue Arbeitssituation einzustellen, weshalb sich weitere Abklärungen zu dieser 
Frage erübrigen (vgl. des BGer 9C_913/2012 vom 9. April 2013 Erw. 5.3 sowie BGE 138 V 457).

e) Hinsichtlich der Berechnung des Invaliditätsgrads bringt die Beschwerdeführerin keine 
konkrete Kritik vor. Da sich keine Änderung in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit ergibt, bleibt es beim 
von der IV-Stelle korrekt gemäss Art. 16 ATSG und Art. 28a IVG berechneten globalen Invaliditäts-
grad von 15%, was nicht genügt für die Zusprache einer Rente. Die Beschwerde ist in diesem 
Punkt abzuweisen.

4. Weiter beantragt die Beschwerdeführerin die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
für das Verwaltungsverfahren. Es handle sich um einen komplizierten Fall, welcher eine rechtliche 
Vertretung notwendig mache.

a) Wo die Verhältnisse es erfordern, wird der gesuchstellenden Person im Sozialversiche-
rungsverfahren ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt (Art. 37 Abs. 4 ATSG). Die im Rahmen 
von Art. 4 aBV (vgl. Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung [BV; SR 101]) zu den Voraussetzungen 
der unentgeltlichen Verbeiständung im Einspracheverfahren ergangene Rechtsprechung (Bedürf-
tigkeit der Partei, fehlende Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren, sachliche Gebotenheit im kon-
kreten Fall; BGE 125 V 34 Erw. 2 mit Hinweisen) ist weiterhin anwendbar (Urteile des ehemaligen 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 557/04 vom 29. November 2004 Erw. 2.1 und I 386/04 
vom 12. Oktober 2004 Erw. 2.1; BBl 1999 4595). Eine anwaltliche Verbeiständung drängt sich 
lediglich in Ausnahmefällen auf, in denen schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen dies als 
notwendig erscheinen lassen und eine Verbeiständung durch Verbandsvertreter, Fürsorger oder 
andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen nicht in Betracht fällt (BGE 117 V 408 
Erw. 5a, 114 V 235 Erw. 5b, AHI 2000 S. 163 Erw. 2a).

Schwachstellen einer fachärztlichen Expertise aufgrund der diesbezüglich massgebenden Recht-
sprechung und deren rechtliche Relevanz zu erkennen, erfordert in der Regel gewisse medizini-
sche Kenntnisse und juristischen Sachverstand. Auch wenn davon auszugehen ist, dass ein Ver-
sicherter über beides nicht verfügt, kann trotzdem nicht von einer komplexen Fragestellung ge-
sprochen werden, die eine anwaltliche Vertretung geböte. Die gegenteilige Auffassung liefe darauf 

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hinaus, den Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung in praktisch allen Vorbescheidver-
fahren zu bejahen, in denen ein medizinisches Gutachten zur Diskussion steht, was der Konzep-
tion von Art. 37 Abs. 4 ATSG als einer Ausnahmeregelung widerspräche. Es bedarf mithin weiterer 
Umstände, welche die Sache als nicht (mehr) einfach und eine anwaltliche Vertretung als notwen-
dig erscheinen lassen. Auch wenn die Anwendung der Rechtsprechung hinsichtlich der Überwind-
barkeit von Schmerzstörungen (BGE 130 V 352 und seitherige Urteile) im Einzelfall nicht einfach 
ist, genügt dies nach der soeben dargestellten gesetzlichen Konzeption nicht, um die Notwendig-
keit einer (unentgeltlichen) Rechtsverbeiständung zu rechtfertigen (Urteil des BGer 9C_993/2012 
vom 16. April 2013 Erw. 4 mit zahlreichen Hinweisen).

b) Die Vorinstanz verneinte die unentgeltliche Rechtspflege mangels Vorliegens eines Aus-
nahmefalls mit schwierigen rechtlichen oder tatsächlichen Fragen. Vielmehr sei von einer durch-
schnittlichen Komplexität auszugehen, da einzig die Beurteilung des Gesundheitszustands streitig 
sei. Es sind auch nicht weitere Umstände erkennbar, welche eine anwaltliche Vertretung als not-
wendig erscheinen lassen. In seinen Einwänden vom 9. Februar, ergänzt am 3. März 2011, gegen 
den Vorentscheid vom 17. Januar 2011 bringt der Rechtsvertreter namentlich vor, das Gutachten 
setze sich nicht mit den Ergebnissen der beruflichen Abklärung auseinander. Zudem werde die 
von der behandelnden Therapeutin festgestellte Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
nicht berücksichtigt. Diese Argumente hätten durchaus auch von der Beschwerdeführerin selber 
vorgebracht werden können. Ferner macht – wie dargestellt – weder die Diskussion eines Gutach-
tens noch die Anwendbarkeit der Rechtsprechung zur Überwindbarkeit von Schmerzstörungen 
automatisch eine Rechtsverbeiständung notwendig. Diesbezüglich ist vor allem darauf hinzu-
weisen, dass vorliegend die sich bezüglich dieser Rechtsprechung stellende rechtliche Frage, ob 
die Förster-Kriterien zu bejahen sind oder nicht erst im Beschwerdeverfahren diskutiert wurde. Die 
IV-Stelle hat damit zu Recht den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege verneint.

Diese Lösung steht auch nicht im Widerspruch zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
im Beschwerdeverfahren. Die Möglichkeit der unentgeltlichen Rechtspflege im Verwaltungsver-
fahren wird nur unter den erwähnten engen Voraussetzungen bejaht. Demgegenüber richtet sich 
die unentgeltliche Rechtspflege im Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. f ATSG. Anstelle des Be-
griffes des "Rechtfertigens" (Art. 61 lit. f ATSG) wird in Art. 37 Abs. 4 ATSG derjenige des "Erfor-
derns" verwendet, was auf einen bewussten gesetzgeberischen Entscheid zurückgeht (vgl. BBl 
1999 4595; U. KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Rz. 22 zu Art. 37).

5. Zusammenfassend hat die IV-Stelle zu Recht den Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
eine Invalidenrente sowie auf unentgeltliche Rechtspflege für das Verwaltungsverfahren verneint. 
Die Beschwerde ist abzuweisen und die Verfügung vom 18. Oktober 2012 zu bestätigen.

6. Mit Verfügung vom 18. Januar 2013 wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche 
Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren gewährt, weshalb auf die Erhebung von Gerichts-
kosten in der Höhe von 800 Franken verzichtet wird.

Am 5. Dezember 2014 reicht der Rechtsvertreter seine Kostenliste ein und macht ohne jegliche 
Angabe von Details einen Aufwand von 26.5 Stunden geltend. Dies erscheint im vorliegenden Fall, 
welcher sich nicht durch aussergewöhnlicher Komplexität auszeichnet, der bereits vorhandenen 
Kenntnissen aus dem Vorverfahren und auch der relativ kurz gefassten Rechtsschriften (Be-
schwerde 9 Seiten, Gegenbemerkungen 2 Seiten) als zu viel. Vielmehr ist von einem objektiv not-
wendigen Aufwand von 20 Stunden auszugehen.

Somit und unter Berücksichtigung von Art. 146 ff. des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über 
die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1), des Tarifs vom 17. Dezember 1991 über die 
Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz (SGF 150.12) ist Fürsprecher 

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Ulrich Bühler, Bern, in seiner Funktion als amtlicher Rechtsbeistand eine Entschädigung von 3'600 
Franken (20 Stunden à 180 Franken) zuzusprechen. Zu diesem Betrag kommen die Auslagen von 
62 Franken sowie die Mehrwertsteuer in der Höhe von 292.95 Franken (8% von 3'662 Franken) 
hinzu. Die gesamte Entschädigung von 3'954.95 Franken ist durch den Staat zu übernehmen.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten zu Lasten von A.________ werden auf 800 Franken festgesetzt, aber 
aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege nicht erhoben.

III. Fürsprecher Ulrich Bühler wird im Rahmen der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege 
(Verfügung vom 18. Januar 2013) eine Entschädigung von 3'600 Franken, zuzüglich 
Auslagen von 62 Franken sowie der Mehrwertsteuer von 292.95 Franken (8% von 3'662 
Franken) zugesprochen. Der Totalbetrag von 3'954.95 Franken geht zu Lasten des Staates 
Freiburg.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 16. Dezember 2014/bsc

Präsidentin Gerichtsschreiber-Berichterstatter