# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42578002-1dff-5cfc-a8d9-72ca90f2d273
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.05.2021 LE200070
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE200070_2021-05-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LE200070-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. M. Spahn und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie  

Gerichtsschreiberin MLaw S. Meisel 

Beschluss und Urteil vom 20. Mai 2021 

 

in Sachen 
 

A._____,  
Gesuchsgegner und Berufungskläger 
 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____ 
 

gegen 
 

B._____,  
Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte 
 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 
 

betreffend Eheschutz 

Berufung gegen ein Urteil und Verfügungen des Einzelgerichts im 
summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 4. Dezember 2020 
(EE200046-I)

- 2 - 

. 

Rechtsbegehren: 

der Gesuchstellerin (Urk. 30 S. 2 ff. und Urk. 41. S. 2): 

1. Es seien die Parteien zum Getrenntleben berechtigt zu erklären; 
2. Der gemeinsame Sohn C._____, geboren am tt.mm.2007, sei für 

die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut der 
Gesuchstellerin zu stellen. 

3. Es sei im Hinblick auf den persönlichen Verkehr zwischen dem 
Gesuchsgegner und dem gemeinsamen Sohn ein angemessenes 
Besuchsrecht festzulegen; 

4. Die eheliche Wohnung an der D._____-Strasse …, E._____, samt 
Mobiliar und Hausrat sei der Gesuchstellerin zur alleinigen 
Benützung zuzuweisen; 

 es sei der Gesuchsgegner unter Androhung von Straffolgen zu 
verpflichten, die Wohnung bis spätestens am 15. August 2020 zu 
verlassen und es sei ihm unter Androhung von Straffolgen zu 
verbieten, sich danach in dieser Liegenschaft aufzuhalten; 

 der Gesuchsgener sei zu verpflichten nach Auszug aus der 
Wohnung, sämtliche Schlüssel für die Wohnung auf erstes 
Verlangen der Gesuchstellerin auszuhändigen; 

5. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten an die Kosten des 
Unterhalts und Erziehung des gemeinsamen Sohnes, C._____, 
geboren am tt.mm.2007, ab dem Zeitpunkt des Getrenntlebens 
monatlich jeweils auf den Monatsersten einen angemessenen 
Unterhaltsbeitrag zu bezahlen; 

6. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin 
persönlich ab dem Zeitpunkt des Getrenntlebens monatlich 
jeweils auf den Monatsersten einen angemessenen 
Unterhaltsbeitrag zu bezahlen; 

7. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten der Gesuchstellerin die 
3 Ordner, beschriftet mit ihrem Namen, sofort herauszugeben. 

8. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten den aktuellen 
Vermögensstand sämtlicher auf ihn lautender Konten, 
insbesondere seines Sparkontos bei der F._____ und das 
Sparkonto seiner 3. Säule, offenzulegen; 

9. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten den Reisepass des 
Sohnes, C._____, geboren am tt.mm.2007, der Gesuchstellerin 
herauszugeben; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich der 
gesetzlichen Mehrwertsteuer zu Lasten des Gesuchgegners. 

  

- 3 - 

des Gesuchsgegners (Urk. 32 S. 1 f. und Urk. 43 S. 1): 

1. Es sei den Parteien das Getrenntleben zu bewilligen. 
2. Es sei der Sohn C._____, geb. tt.mm.2007 für die Dauer des 

Getrenntlebens unter die alleinige Obhut des Gesuchsgegners zu 
stellen. 

3. Es sei die Gesuchstellerin für berechtigt und verpflichtet zu 
erklären, den Sohn C._____, geb. tt.mm.2007 zu folgenden 
Zeiten zu sich zu nehmen: 

 - an jedem zweiten Wochenende, jeweils von Freitag, 
18:00 Uhr bis Sonntag, bis 19:00 Uhr, 

 - am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten 
(26. Dezember) und Neujahr (2. Januar), 

 - ab Gründonnerstag, 18:00 Uhr bis Ostermontag, 18:00 Uhr, 
in den Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingsten, ab 
Freitag, 18:00 Uhr bis Pfingstmontag, 18:00 Uhr, 

 - während zwei Wochen Ferien pro Jahr. 
4. Es sei die Gesuchstellerin zu verurteilen, dem Gesuchsgegner 

rückwirkend ab 1. Juli 2020 für die Dauer des Getrenntlebens 
einen angemessenen Unterhaltsbeitrag für den Sohn C._____, 
geb. tt.mm.2007 in der Höhe von mindestens CHF 1'000.00 pro 
Monat zu bezahlen. 

5. Es sei mangels finanzieller Leistungsfähigkeit der Gesuchstellerin 
dem Gesuchsgegner kein persönlicher Unterhaltsbeitrag 
zuzusprechen. 

6. Es sei dem Gesuchsgegner die eheliche Wohnung der Parteien 
an der D._____-Strasse … in E._____ ZH samt Mobiliar und 
Hausrat, mit Ausnahme der persönlichen Gegenstände der 
Gesuchstellerin, für die Dauer des Getrenntlebens zur alleinigen 
Benützung zuzuweisen. 

7. Es sei die Gütertrennung mit Wirkung ab dem Datum der 
Rechtshängigkeit des vorliegenden Verfahrens anzuordnen. 

8. Es sei die Gesuchstellerin zu verurteilen, dem Gesuchsgegner 
einen Prozesskostenbeitrag für Anwaltskosten in der Höhe von 
einstweilen CHF 5'000.00 zu bezahlen. 

9. Es sei die Gesuchstellerin unter Androhung der 
Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB zu verurteilen, dem 
Gesuchsgegner die Tasche mit den Kleidern des Einkaufs vom 
25. Mai 2020 bei G._____ AG mit Hemden, T-Shirts, Shorts und 
Unterwäsche auf erstes Verlangen herauszugeben. 

10. Es sei die Gesuchstellerin unter Androhung der 
Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB zu verurteilen, dem 
Gesuchsgegner die im Zeitraum vom 2. September 2020 bis zum 

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8. Oktober 2020 eingegangenen Postsendungen auf erstes 
Verlangen herauszugeben. 

11. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. 
zulasten der Gesuchstellerin. 

 

Zweitverfügung und Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Uster vom 4. Dezember 2020: 

(Urk. 46 = Urk. 49) 

1. Die Parteien werden zum Getrenntleben berechtigt erklärt.  

2. Die Obhut über C._____, geboren am tt.mm.2007, wird für die Dauer des 

Getrenntlebens der Gesuchstellerin zugeteilt. 

3. Der Gesuchsgegner wird für berechtigt und verpflichtet erklärt, C._____ ab 

der Aufnahme des Getrenntlebens der Parteien für die Dauer des 

Getrenntlebens auf eigene Kosten wie folgt zu betreuen: 

- an jedem zweiten Wochenende jeweils ab Freitagabend bis 
Sonntagabend; 

- an einem Tag unter der Woche nach Schulschluss mit Übernachtung;  
- am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten (26. Dezember) und 

Neujahr (2. Januar); 
- in den Jahren mit gerader Jahreszahl über die Osterfeiertage 

(Gründonnerstagabend bis und mit Ostermontagabend); 
- in den Jahren mit ungerader Jahreszahl über die Pfingstfeiertage 

(Freitagabend bis und mit Pfingstmontag); 
- während sechs Wochen Ferien pro Jahr. 

Die Parteien haben sich über die Aufteilung der Ferien mindestens drei 

Monate im Voraus abzusprechen. Können sie sich nicht einigen, so kommt 

der Gesuchstellerin in Jahren mit gerader Jahreszahl das 

Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit 

ungerader Jahreszahl dem Gesuchsgegner. 

4. Der Antrag des Gesuchsgegners auf Anordnung einer Kindesvertretung für 

C._____ wird abgewiesen. 

- 5 - 

5. Die eheliche Wohnung an der D._____-Strasse … in E._____ wird samt 

Hausrat und Mobiliar, mit Ausnahme der persönlichen Gegenstände des 

Gesuchsgegners, für die Dauer des Getrenntlebens der Gesuchstellerin zur 

alleinigen Benutzung zugewiesen.  

6. Der Gesuchsgegner wird und unter Androhung der Ungehorsamsstrafe nach 

Art. 292 StGB verpflichtet, die eheliche Wohnung bis am 31. Dezember 

2020 zu verlassen und der Gesuchstellerin nach Auszug aus der Wohnung 

sämtliche Schlüssel für die Wohnung auf erstes Verlangen auszuhändigen.  

7. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für C._____ 

monatliche Unterhaltsbeiträge (davon Fr. 0.-- als Betreuungsunterhalt) 

zuzüglich der Familienzulagen wie folgt zu bezahlten: 

- Fr. 611.– ab 1. Januar 2021; 
 - Fr. 511.– ab Mai 2021; 

- Fr. 178.– ab Oktober 2023 für die weitere Dauer des Getrenntlebens. 

Diese Unterhaltsbeträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den 

Ersten eines jeden Monats. 

8. Der Antrag der Gesuchstellerin auf Verpflichtung des Gesuchsgegners zur 

Bezahlung von Ehegattenunterhaltsbeiträgen wird abgewiesen. 

9. Die Anträge des Gesuchsgegners betreffend Kinder- und Ehegattenunterhalt 

werden abgewiesen. 

10. Die Teilvereinbarung der Parteien vom 20. Oktober 2020 wird vorgemerkt. 

Sie lautet wie folgt: 

"1. Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes 

 Es seien die Parteien zum Getrenntleben berechtigt zu erklären. 

 2. Anträge betreffend Edition und Herausgabe von Gegenständen und 
Prozesskostenvorschuss 

 Der Gesuchsgegner verpflichtet sich, der Gesuchstellerin auf erstes Verlangen den algerischen 
Reisepass von C._____ herauszugeben. 

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 Der Gesuchsgegner verpflichtet sich, die Bestätigung S12 des algerischen Konsulates der 
Gesuchstellerin ihr auf erstes Verlangen hin herauszugeben. 

 Die Gesuchstellerin verpflichtet sich, dem Gesuchsgegner auf erstes Verlangen hin die Tasche mit 
den Einkäufen der G._____ AG herauszugeben. 

 Die Parteien verpflichten sich, einander gegenseitig die auf den Namen des anderen lautenden 
Postsendungen herauszugeben. 

 Die Parteien vereinbaren, dass der Drucker und der PC von C._____ ihm persönlich zusteht. 
 Im Übrigen zieht die Gesuchstellerin ihre Editionsanträge infolge Gegenstandslosigkeit zurück. 
 Die Parteien ziehen die gestellten Anträge bezüglich Prozesskosten zurück. 
 3. Gütertrennung  

 Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam die Anordnung der Gütertrennung mit Wirkung ab 
27. Juni 2020." 

11. Die Anträge der Gesuchstellerin, der Gesuchsgegner sei zu verpflichten,  

a) ihr die drei Ordner, beschriftet mit ihrem Namen, sofort herauszugeben, 

und 

b) den aktuellen Vermögensstand sämtlicher auf ihn lautender Konten, 

insbesondere seines Sparkontos bei der F._____ und das Sparkonto 

seiner 3. Säule, offenzulegen,  

werden zufolge Rückzugs als gegenstandslos geworden abgeschrieben. 

12. Es wird die Gütertrennung mit Wirkung ab 27. Juni 2020 angeordnet.  

13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 5'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'072.50   Dolmetscherkosten 

Fr. 6'072.50   Total 
 

14. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. 

15. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

16. [Schriftliche Mitteilungen]  

17. [Rechtsmittelbelehrung: Berufung, Frist 10 Tage]  

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Berufungsanträge: 

des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 48 S. 2 f.): 

"1. Es seien Ziff. 2-7 der Verfügung und des Urteils des Bezirksgerichts 
Uster vom 4. Dezember 2020 aufzuheben. 

2. Es sei der Sohn C._____, geb. tt.mm.2007 für die Dauer des 
Getrenntlebens unter die alleinige Obhut des Gesuchsgegners 
und Berufungsklägers zu stellen.  

3.  Es sei die Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte für berechtigt 
und verpflichtet zu erklären, den Sohn C._____, geb. tt.mm.2007 
zu folgenden Zeiten zu sich zu nehmen: 

• an jedem zweiten Wochenende, jeweils von Freitag, 18:00 
Uhr bis Sonntag, bis 19:00 Uhr, 

• am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten 
(26. Dezember) und Neujahr (2. Januar), 

• ab Gründonnerstag, 18:00 Uhr bis Ostermontag, 18:00 Uhr, 
in den Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingsten, ab 
Freitag, 18:00 Uhr bis Pfingstmontag, 18:00 Uhr, 

• während 2 Wochen Ferien pro Jahr. 
4. Es sei die Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte zu verurteilen, 

dem Gesuchsgegner rückwirkend ab 1. Juli 2020 für die Dauer 
des Getrenntlebens einen angemessenen Unterhaltsbeitrag für 
den Sohn C._____, geb. tt.mm.2007 in der Höhe von mindestens 
CHF 500.00 pro Monat zu bezahlen. 

5. Es sei mangels finanzieller Leistungsfähigkeit der Gesuchstellerin 
und Berufungsbeklagten dem Gesuchsgegner und 
Berufungskläger kein persönlicher Unterhaltsbeitrag 
zuzusprechen. 

6. Es sei dem Gesuchsgegner und Berufungskläger die eheliche 
Wohnung der Parteien an der D._____-Strasse … in E._____ ZH 
samt Mobiliar und Hausrat, mit Ausnahme der persönlichen 
Gegenstände der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten, für 
die Dauer des Getrenntlebens zur alleinigen Benützung 
zuzuweisen. 

7. Es sei die Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte unter 
Androhung der Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB zu 
verurteilen, die eheliche Wohnung bis am 31. März 2021 zu 
verlassen und dem Gesuchsgegner und Berufungsbeklagten 
nach Auszug der Wohnung sämtliche Schlüssel für die Wohnung 
auf erstes Verlangen herauszugeben.  

8. Es sei die Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte zu verurteilen, 
dem Gesuchsgegner und Berufungskläger einen 

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Prozesskostenbeitrag für Anwaltskosten in der Höhe von 
einstweilen CHF 5'000.00 zu bezahlen. 

9. EVENTUALITER sei die Sache zur Neubeurteilung an die  
Vorinstanz zurückzuweisen. 

10. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. 
zulasten der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten." 

 
der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 58 S. 2): 
 

"1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen, soweit und sofern darauf 
eingetreten wird[.]" 

 

Erwägungen: 

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1. Die Parteien haben am tt. August 1997 in Algerien geheiratet und haben drei 

gemeinsame Kinder, wobei lediglich der Sohn C._____, geboren am tt.mm.2007, 

noch minderjährig ist (Urk. 49 S. 5 f.). Mit Eingabe vom 27. Juni 2020 machte die 

Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte (fortan Gesuchstellerin) das vorliegende 

Eheschutzverfahren bei der Vorinstanz anhängig (Urk. 1). Der weitere 

Prozessverlauf kann den Erwägungen des eingangs wiedergegebenen und am 

4. Dezember 2020 ergangenen erstinstanzlichen Entscheids entnommen werden 

(Urk. 49 S. 5 ff.). Die Vorinstanz befand in einer nicht angefochtenen 

Erstverfügung betreffend Prozesskostenvorschüsse resp. -beiträge und die 

unentgeltliche Rechtspflege. In einem Urteil und einer Zweitverfügung traf sie die 

weiteren, teilweise angefochtenen Anordnungen (Urk. 49 S. 52 ff.). 

2. Mit Eingabe vom 21. Dezember 2020 erhob der Gesuchsgegner und 

Berufungskläger (fortan Gesuchsgegner) fristgerecht Berufung mit den eingangs 

zitierten Anträgen (Urk. 47 und Urk. 48). Mit Verfügung vom 22. Dezember 2020 

wurde der Antrag des Gesuchsgegners um Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

gegen Dispositiv-Ziffer 6 des angefochtenen Entscheids (Auszugsfrist aus der 

ehelichen Wohnung) abgewiesen (Urk. 53). Die Berufungsantwort vom 26. Januar 

2021 (Urk. 58) erfolgte innert der mit Verfügung vom 12. Januar 2021 

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angesetzten Frist (Urk. 57). Die Stellungnahme der Gesuchstellerin zur 

Noveneingabe des Gesuchsgegners vom 23. Dezember 2020 samt Beilagen 

(Urk. 54 und 55) datiert vom 23. Februar 2021 (Urk. 60) und wurde dem 

Gesuchsgegner zusammen mit der Berufungsantwort mit Verfügung vom 4. März 

2021 zugestellt (Urk. 61). Weitere Eingaben erfolgten nicht.  

3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-47). Das Verfahren 

erweist sich als spruchreif. 

II. Prozessuales 

1. Allgemeines 

1.1. Die Berufung hemmt die Rechtskraft, nicht jedoch die Vollstreckbarkeit des 

angefochtenen Eheschutzentscheides im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 

und Abs. 4 lit. b ZPO; vgl. BGE 139 III 486 E. 3). Vorweg ist daher vorzumerken, 

dass das vorinstanzliche Urteil und die Zweitverfügung bezüglich der nicht 

angefochtenen Dispositiv-Ziffern 1 (Getrenntleben), 8 (Ehegattenunterhalt), 10 

(Genehmigung der Teilvereinbarung), 11 (Herausgabe von Gegenständen und 

Auskunftsbegehren) und 12 (Anordnung Gütertrennung) in Rechtskraft erwachsen 

sind.  

1.2. Betreffend die summarische Natur des vorliegenden Eheschutzverfahrens 

und insbesondere das Erfordernis des blossen Glaubhaftmachens der 

rechtserheblichen Tatsachen kann vorweg auf die zutreffenden Ausführungen im 

angefochtenen Urteil verwiesen werden (Urk. 49 E. 2.1). 

1.3. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die Berufungsinstanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der 

Streitsache, mithin über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und 

Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung 

(Angemessenheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der 

schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist hinreichend genau 

aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen 

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Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Fehler 

leidet (BGE 142 I 93 E. 8.2; 138 III 374 E. 4.3.1). Die Berufungsinstanz hat sich – 

abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der 

Beanstandungen zu beschränken, die in der Berufungsschrift in 

rechtsgenügender Weise erhoben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4). In 

diesem Rahmen ist insoweit auf die Parteivorbringen einzugehen, als dies für die 

Entscheidfindung erforderlich ist (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1). 

1.4. Im Berufungsverfahren sind neue Vorbringen grundsätzlich nur noch unter 

den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig. Art. 296 ZPO statuiert 

für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorliegend zu 

beurteilen sind – den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht 

in diesem Bereich den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung 

an die Parteianträge entscheidet. In Verfahren, welche der umfassenden 

Untersuchungsmaxime unterstehen, können die Parteien auch im 

Berufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel unbeschränkt vorbringen. 

Die Bestimmung von Art. 317 Abs. 1 ZPO gilt somit nicht für Verfahren, in 

welchen Kinderbelange zu beurteilen sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1). 

2. Kindesvertretung 

2.1. Der Gesuchsgegner beantragt wie bereits vor Vorinstanz, dass für den 

Sohn C._____ eine Kindesvertretung anzuordnen sei (Urk. 48 S. 2). Die 

Gesuchstellerin ersucht um Abweisung des entsprechenden Antrags (Urk. 58 S. 

2).  

2.2. Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung 

der Kinder an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in 

fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Das Gericht prüft eine 

Anordnung insbesondere auf Antrag eines Elternteils und oder wenn die Eltern 

bezüglich der Zuteilung der elterlichen Obhut oder Sorge oder bezüglich wichtiger 

Fragen des persönlichen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen (Art. 299 

Abs. 2 lit. a ZPO). Gefordert ist ein objektiver Massstab. Die Kindsvertretung ist 

anzuordnen, wenn sie nach den Umständen des Einzelfalls sachlich geboten 

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scheint (Pfänder Baumann, DIKE-Komm-ZPO, Art. 299 N 3). Die Anordnung einer 

Kindsvertretung scheint dann notwendig, wenn im Prozess eine Schutz- bzw. 

Vertretungsbedürftigkeit des Kindes und dadurch eine Gefährdung des 

Kindeswohls besteht, was bei einem Interessenkonflikt zwischen dem Kind und 

einem oder beiden Eltern oder bei einem Interessenkonflikt zwischen Kind 

und/oder Eltern einerseits und den Kindesschutzbehörden andererseits gegeben 

sein dürfte (ZK ZPO - Schweighauser, Art. 299 N 11). Im Lichte der für 

Kinderbelange geltenden strengen Untersuchungsmaxime und der Offizialmaxime 

ist die Kindesvertretung grundsätzlich nur notwendig, wenn sie dem Gericht 

effektiv zusätzliche Unterstützung und Entscheidhilfen bieten könnte bei der 

Frage, ob im jeweiligen Einzelfall das Kindeswohl eine bestimmte Regelung oder 

Massnahme (Sorgerecht, Obhut oder persönlicher Verkehr) erfordert oder einer 

solchen entgegensteht (BGE 142 III 153 E. 5.1.2). 

2.3. Die Vorinstanz wies den Antrag des Klägers im Wesentlichen mit der 

Begründung ab, hinsichtlich der Obhut präsentiere sich nach Würdigung der 

Verhältnisse grundsätzlich ein klares Bild. Ausserdem sei C._____ vom Gericht 

persönlich angehört worden und habe seine Ansichten frei und ohne ersichtliche 

Beeinflussung durch die Parteien äussern können. Es sei unter diesen 

Umständen nicht zu befürchten, dass C._____ zum Spielball der Interessen der 

Parteien werde und dadurch sein Wohl gefährdet würde. Insbesondere lägen 

keine Indizien dafür vor, dass die Parteien im Hinblick auf das vorliegende 

Verfahren Druck auf C._____ ausüben oder ihn zu beeinflussen versuchen 

würden. Auch ein Interessenskonflikt zwischen C._____ und seinen Eltern sei 

nicht ersichtlich. Ausgehend von ihren jeweiligen Anträgen betreffend die 

Obhutszuteilung würden die Parteien sodann zwar naturgemäss andere Anträge 

zum Besuchsrecht stellen, doch seien sie in Bezug auf die Betreuung von 

C._____ grundsätzlich nicht zerstritten. Schliesslich bestünden auch betreffend 

den Unterhalt gestützt auf die vorhandenen Informationen klare Verhältnisse, 

welche einen Entscheid darüber erlauben würden, ohne dass eine Gefährdung 

des Kindeswohls von C._____ ersichtlich sei. Im Übrigen sei das 

Eheschutzverfahren nach der zweiten Verhandlung, welche insbesondere 

aufgrund der Kinderanhörung zur Wahrung des rechtlichen Gehörs der Parteien 

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erforderlich gewesen sei, spruchreif und eine weitere Ausweitung oder 

Verzögerung sei nicht zu befürchten. Unter Berücksichtigung sämtlicher 

Umstände erweise sich eine Kindesvertretung als nicht nötig (Urk. 49 E. 6.1. ff.). 

2.4. Der Gesuchsgegner bringt dagegen vor, zwischen den Parteien seien 

ziemlich alle möglichen Belange rund um den Sohn C._____ strittig und es lägen 

diametral unterschiedliche Anträge zur Zuteilung der Obhut, der Regelung des 

persönlichen Verkehrs sowie zum Kindesunterhalt vor. Bereits dieser Umstand 

hätte die Anordnung einer Kindesverfahrensvertretung für C._____ erheischt. 

Dies gelte umso mehr, als C._____ anlässlich der Kinderanhörung nicht in der 

Lage gewesen sei, einen klaren Willen bezüglich der Obhut zu äussern. Aus den 

Aussagen der Kinderanhörung ergebe sich weder zur Gesuchstellerin noch zum 

Gesuchsgegner eine engere Beziehung. Somit sei aufgrund der übrigen 

Sachumstände zu entscheiden, in welcher Betreuungslösung dem Kindeswohl am 

besten entsprochen werden könne. Die Vorinstanz habe aus wenigen, simplen 

Sätzen auf eine engere Bindung des Sohnes C._____ zur Gesuchstellerin 

geschlossen. Dies gehe nicht an. Vielmehr wäre im Interesse des Kindeswohls 

durch eine Kindsverfahrensvertretung der wahre Wille von C._____ zu ermitteln 

gewesen. Die Vorinstanz habe auch nicht hinreichend begründet, was letztlich 

gegen die Anordnung einer Kindsverfahrensvertretung spreche. Ihre Begründung 

scheine vielmehr vom finalen Gedanken geprägt zu sein, den Antrag des 

Gesuchsgegners ohne Weiterungen abweisen zu können und das Verfahren 

rasch zum Abschluss zu bringen. Eine Verzögerung des Verfahrens dürfe aber 

freilich kein Grund sein, auf dieses elementare Recht zur Stärkung der 

Kinderrechte zu verzichten. Ferner seien entgegen den vorinstanzlichen 

Erwägungen die Fronten zwischen den Parteien äusserst verhärtet und es werde 

mit harten Bandagen gekämpft. Bereits bei der ersten Verhandlung seien die 

Fetzen geflogen. So habe der Rechtsvertreter der Gesuchstellerin seinen ersten 

Auftritt auf völlig unkollegiale Art und Weise dazu genutzt, um mit Grimassen und 

Zwischenrufen (mit Verweis auf Prot. I S. 38) Stimmung gegen den 

Unterzeichnenden zu machen. Rund die Hälfte seines Parteivortrags habe er – 

statt zur Sache zu sprechen – ohne irgendwelche Legitimation den vergeblichen 

Bemühungen um Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege an den 

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Gesuchsgegner gewidmet. Sodann habe der Rechtsvertreter der Gesuchstellerin 

nach der Verhandlung massiv Druck auf den Gesuchsgegner ausgeübt und die 

Erhebung einer Strafanzeige wegen ehrverletzender Aussagen gegen die 

Gesuchstellerin im Verfahren angekündigt. Dies zeige, dass die Gesuchstellerin 

vor nichts zurückschrecke, um in der ehelichen Wohnung verbleiben zu können 

und ihren diesbezüglichen Willen durchzusetzen. Es erscheine angesichts der 

äusserst aufgeheizten Stimmung fraglich, ob C._____ ohne Einfluss der Parteien 

seine Aussagen deponiert habe. Auch die wenig aussagekräftigen Aussagen, 

wonach er sich wünsche, dass sich die Eltern nicht trennen und weiterhin beide in 

der ehelichen Wohnung verbleiben sollten, würden von enormem Druck zeugen, 

unter welchem C._____ gestanden habe. Er habe es offensichtlich allen recht 

machen wollen (Urk. 48 Rz. 13 ff.).  

2.5. Entgegen der Auffassung des Gesuchsgegners hat die Vorinstanz den 

Antrag auf Anordnung einer Kindsvertretung nicht einzig aufgrund einer dadurch 

entstehenden Verzögerung des Verfahrens abgewiesen. Vielmehr geht aus den 

Erwägungen (vgl. vorstehend E. II.2.3) hervor, dass sie gestützt auf die 

Erkenntnisse aus der Kinderanhörung und den übrigen Akten eine Notwendigkeit 

für die Anordnung einer Kindsvertretung verneinte. Einhergehend mit der Ansicht 

der Vorinstanz geht aus dem Anhörungsprotokoll hervor, dass der 13-jährige 

C._____ durchaus in der Lage war, seinen Willen klar zu äussern (Urk. 35, vgl. 

dazu auch nachfolgend E. III.A.7). Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass er diesen 

Willen entgegen dem geschilderten Eindruck der Vorinstanz nicht frei hätte 

äussern können, sondern unter massivem Druck der Parteien gestanden habe, 

ergeben sich aus den Akten keine und lassen sich selbst den Ausführungen des 

Gesuchsgegners in der Berufungsschrift nicht entnehmen. Der Umstand, dass 

C._____ angab, sich zu wünschen, dass die Eltern sich nicht trennen und 

weiterhin beide in der ehelichen Wohnung wohnen würden (vgl. Urk. 35 S. 2), 

deutet jedenfalls nicht auf eine Druckausübung hin. Wenn überhaupt bildet dies 

den Loyalitätskonflikt ab, in welchem sich praktisch jedes Kind bei der Trennung 

seiner Eltern befindet. Ebenso wenig bestehen Anhaltspunkte, dass die Parteien 

C._____ in ihren Konflikt einbeziehen und zum Spielball ihrer Interessen machen 

würden. Vielmehr betonte C._____ anlässlich der Kinderanhörung, dass er vom 

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Streit der Eltern nicht viel mitbekomme und sich bewusst aus deren Konflikt 

raushalte (Urk. 35 S. 2). Auch der Gesuchsgegner selber gab an, es habe viele 

Diskussionen zwischen ihm und der Gesuchstellerin gegeben, sie hätten sich 

aber stets bemüht, die Kinder nicht hineinzuziehen (Prot. I S. 27). Der subjektive 

Kindeswille wurde demnach an der Kinderanhörung bereits ermittelt und das 

Gericht konnte sich ein elternunabhängiges Bild von der konkreten Situation 

machen. Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, inwiefern eine 

Kindsvertretung dem Gericht noch zusätzliche Entscheidhilfen bieten könnte. 

Auch wenn C._____ durch das Verfahren unweigerlich tangiert wird, liegt 

insgesamt noch kein ungewöhnlich strittiges Verfahren vor. Daran vermag auch 

ein allenfalls unkollegiales Verhalten des Rechtsvertreters der Gesuchstellerin 

(Zwischenrufe, angedrohte Strafanzeige gegen den Rechtsvertreter des 

Gesuchsgegners [vgl. Urk. 51/2]) nichts zu ändern, zumal sich dieser Konflikt auf 

der Ebene der Rechtsvertreter abspielt. Eine besondere Schutz- bzw. 

Vertretungsbedürftigkeit des Sohnes C._____ im vorliegenden Verfahren liegt 

nicht vor. Nach dem Gesagten ist der vorinstanzliche Verzicht auf Anordnung 

einer Kindesvertretung i.S.v. Art. 299 Abs. 1 ZPO nicht zu beanstanden. Eine 

Vertretung von C._____ im Berufungsverfahren drängt sich aus den 

vorgenannten Gründen ebenfalls nicht auf, weshalb der diesbezügliche Antrag 

des Gesuchsgegners abzuweisen ist.  

III. Materielles 

A) Obhut 

1. Der Sohn C._____ wurde mit vorinstanzlichem Urteil für die Dauer des 

Getrenntlebens unter die alleinige Obhut der Gesuchstellerin gestellt (Urk. 49, 

Dispositiv-Ziffer 2). Die Vorinstanz begründete dies im Wesentlichen damit, beide 

Parteien seien erziehungsfähig, hätten eine gute Beziehung zu C._____ und 

seien grundsätzlich gleichermassen in der Lage, dessen Betreuung 

wahrzunehmen. Bei dieser Ausgangslage komme der Stabilität der Verhältnisse 

sowie dem Wunsch von C._____ massgebliche Bedeutung zu. Beide Kriterien 

würden für die Zuteilung der Obhut an die Gesuchstellerin sprechen, da die 

- 15 - 

Gesuchstellerin im Alltag mehrheitlich die Ansprechperson von C._____ gewesen 

sei und C._____ den Wunsch geäussert habe, bei seiner Mutter zu wohnen (vgl. 

Urk. 49 E. 4.5.2). 

2. Der Gesuchsgegner beantragt berufungsweise, dass der Sohn C._____ 

unter seine Obhut zu stellen sei (Urk. 48 S. 2). Die Gesuchstellerin schliesst auf 

Abweisung dieses Antrags (Urk. 58 S. 2).  

3. Für die Zuteilung der Obhut an einen Elternteil gelten grundsätzlich die 

gleichen Kriterien wie im Scheidungsfall. Nach der Rechtsprechung, welche die 

Vor-instanz im angefochtenen Entscheid korrekt wiedergibt (Urk. 49 E. 4.3.), sind 

bei der vorzunehmenden Beurteilung primär das Kindeswohl und alle dafür 

wichtigen Umstände massgebend. Die Interessen der Eltern sind dabei von 

sekundärer Bedeutung. Im Einzelfall ist es schwierig festzustellen, was das 

Kindeswohl erfordert, denn das Kind hätte es zumeist nötig, zu beiden Elternteilen 

intensiv und konstant die Beziehung aufrechterhalten zu können. Das 

Bundesgericht hat im Übrigen versucht, eine gewisse Hierarchie in die 

Zuteilungskriterien zu bringen. Demnach muss vorab die Erziehungsfähigkeit der 

Eltern geklärt werden. Ist diese bei beiden Elternteilen gegeben, sind vor allem 

Kleinkinder und grundschulpflichtige Kinder demjenigen Elternteil zuzuteilen, der 

die Möglichkeit hat und dazu bereit ist, sie persönlich zu betreuen. Erfüllen beide 

Elternteile diese Voraussetzung ungefähr in gleicher Weise, kann die Stabilität der 

örtlichen und familiären Verhältnisse ausschlaggebend sein. Unter Umständen 

kann die Möglichkeit der persönlichen Betreuung auch dahinter zurücktreten. 

Schliesslich ist – je nach Alter der Kinder – ihrem eindeutigen Wunsch Rechnung 

zu tragen. Diesen Kriterien lassen sich die weiteren Gesichtspunkte zuordnen, 

namentlich die Bereitschaft eines Elternteils, mit dem anderen in Kinderbelangen 

zusammenzuarbeiten, oder die Forderung, dass eine Zuteilung der Obhut von 

einer persönlichen Bindung und echter Zuneigung getragen sein sollte. Bei der 

Beurteilung der für die Obhutszuteilung massgebenden Kriterien verfügt das 

Gericht über einen grossen Ermessensspielraum (vgl. BGE 142 III 617, E. 3.2.5).  

4. Erziehungsfähigkeit 

- 16 - 

4.1. Der Gesuchsgegner stellt wie bereits vor Vorinstanz die Erziehungsfähigkeit 

der Gesuchstellerin in Frage und erblickt darin, dass die Vorinstanz auf das 

Einholen des von ihm beantragten Gutachtens über den Gesundheitszustand der 

Gesuchstellerin verzichtet hat, eine Verletzung seines Rechts auf Beweis (Art. 29 

Abs. 2 BV; Urk. 48 Rz. 33 ff.).  

4.2. Im Eheschutz- bzw. Massnahmenverfahren geht es in erster Linie darum, 

möglichst rasch eine optimale Situation für die Kinder zu schaffen. Langwierige 

Abklärungen, etwa durch Gutachten, sollten auch im Streitfall nicht die Regel sein, 

sondern nur angeordnet werden, wenn besondere Umstände (z.B. sexueller 

Missbrauch von Kindern, Gewalttätigkeiten gegenüber Kindern u.Ä.) vorliegen 

(Urteile 5P.17/2003 vom 25. Februar 2003 E. 4.1, und 5P.157/2003 vom 30. Juni 

2003 E. 3 und E. 4.4, in: FamPra.ch 2003 S. 704 und S. 952 f.; zuletzt, z.B. Urteil 

5A_57/2014 vom 16. Mai 2014 E. 4.6). Soweit das Sachgericht gestützt auf die 

abgenommenen Beweismittel bereits seine Überzeugung hat bilden können, 

verletzt seine Weigerung, zusätzlich beantragte Beweismittel abzunehmen, weder 

den Untersuchungsgrundsatz (Art. 296 Abs. 1 ZPO; BGE 130 III 734 E. 2.2.3 S. 

735; Urteil 5A_505/2013 vom 20. August 2013 E. 5.2.1, in: FamPra.ch 2013 S. 

1049 f.) noch den verfassungsmässigen Beweisanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 

140 I 285 E. 6.3.1 S. 299).  

4.3. Die Vorinstanz erwog diesbezüglich, es würden keine Anhaltspunkte dafür 

bestehen, dass die Gesuchstellerin psychisch nicht gesund sei und aus diesem 

Grund ihre Erziehungsfähigkeit eingeschränkt wäre, weshalb vom zeitintensiven 

Einholen eines Gutachtens abzusehen sei. Dass sich die Parteien in einem 

massiven Konflikt miteinander befinden würden, wobei sie sich gegenseitig 

aggressives Verhalten vorwerfen würden, sei unbestritten. Dies lasse jedoch für 

sich allein nicht auf eine psychische Erkrankung und eine Beeinträchtigung der 

Erziehungsfähigkeit schliessen. Zwar könnten solche Konflikte dazu führen, dass 

ihre Kinder in einen Loyalitätskonflikt gerieten. Ein solcher werde vorliegend in 

Bezug auf C._____ aber nicht geltend gemacht und sei auch nicht ersichtlich. 

C._____ sage vielmehr aus, sich aus den Streiten der Eltern herauszuhalten und 

dann jeweils in seinem Zimmer am Computer zu spielen oder mit Kollegen 

- 17 - 

abzumachen. Anhaltspunkte dafür, dass die Gesuchstellerin C._____ in den Streit 

miteinbeziehe, wie der Gesuchsgegner ihr vorwerfe, würden jedenfalls keine 

bestehen. Ferner gehe der Gesuchsgegner fehl, wenn er gestützt auf die 

Aussagen Dritter, wie H._____, eine Freundin der Familie, oder die 

Wohnungsverwaltung, eine Einschränkung der psychischen Gesundheit und der 

Erziehungsfähigkeit der Gesuchstellerin nachweisen wolle. Derartige Ansichten 

von fachlich nicht qualifizierten Dritten würden, sofern sie sich überhaupt zur 

Gesundheit und Erziehungsfähigkeit der Gesuchstellerin äusserten, blosse 

Mutmassungen darstellen, welche keine Anhaltspunkte dafür liefern würden, dass 

der Standpunkt des Gesuchsgegners zutreffe (Urk. 49 E. 4.5.2).  

4.4. Mit diesen ausführlichen vorinstanzlichen Erwägungen setzt sich der 

Gesuchsgegner nicht auseinander. Vielmehr bringt er etwa lediglich vor, eine 

detaillierte Abklärung wäre notwendig gewesen, da nur, aber immerhin, zahlreiche 

Hinweise von Dritten vorliegen würden, die eine psychische Erkrankung der 

Gesuchstellerin nicht von vornherein als unrealistisch erscheinen lassen würden 

(Urk. 48 Rz. 37). Abgesehen davon, dass es im Lichte vorstehend dargelegter 

Grundsätze (vgl. E. III.4.2.1) ohnehin nicht ausreichend ist, wenn eine psychische 

Erkrankung bloss "von vornherein als nicht unrealistisch erscheint", legt er auch 

nicht näher dar, aus welchen Aussagen dieser Drittpersonen er dies konkret 

ableitet bzw. welche Hinweise die Vorinstanz zu Unrecht ausser Acht gelassen 

haben soll. Damit genügt er der Begründungspflicht nicht. Der Vollständigkeit 

halber ist anzufügen, dass sich – einhergehend mit der Vorinstanz und der 

Gesuchstellerin (Urk. 58 Rz. 21 ff.) – den im Recht liegenden Schreiben keine 

Anhaltspunkte für eine psychische Beeinträchtigung der Gesuchstellerin 

entnehmen lassen. Die Wohnungsverwaltung I._____ AG bestätigt in ihrem 

Schreiben vom 24. August 2020 lediglich, dass in den letzten 20 Jahren diverse 

Abmahnungen und Erinnerungen erfolgt seien, da es immer wieder 

Reklamationen von den anderen Stockwerkeigentümern gegeben habe u.a. 

wegen eines ständig gekippten Fensters, der Waschordnung und des Lagerns 

von privaten Gegenständen im Treppenhaus/Allgemeinräumen, sowie dass der 

Umgangston der Gesuchstellerin in der Regel wenig geeignet gewesen sei, eine 

gutnachbarschaftliche Beziehung innerhalb der 

- 18 - 

Stockwerkeigentümergemeinschaft aufzubauen (Urk. 44/16). Nachbarschaftliche 

Streitigkeiten solchen Ausmasses sind – sofern sie überhaupt nur der 

Gesuchstellerin anzulasten sind, wohnte doch auch der Gesuchsgegner stets in 

dieser Wohnung – nicht geeignet, um Rückschlüsse auf die psychische 

Gesundheit der Gesuchstellerin zu ziehen. Demgegenüber führt H._____ im 

Schreiben vom 15. Oktober 2020 zwar aus, es habe sich bald herausgestellt, 

dass dem Verhalten der Gesuchstellerin eine Krankheit zugrunde liege, doch lässt 

sie unerwähnt, welches Verhalten der Gesuchstellerin sie zu dieser Aussage 

veranlasst haben will und welches Krankheitsbild sie diesem zuordnet 

(Urk. 44/15). Hinweise auf eine eingeschränkte Erziehungsfähigkeit der 

Gesuchstellerin lassen sich dieser "Diagnose" keine entnehmen. Die 

Gesuchstellerin weist zudem zu Recht darauf hin, dass sich der Gesuchsgegner 

und H._____ sehr nahe stehen (Urk. 58 S. 11), betont letztere in ihrem Schreiben 

doch, dass der Gesuchsgegner wie ein Sohn für sie sei und sie sich nur noch um 

ihn und dessen Kinder kümmern werde. Ein allfälliger Beweiswert ihrer Ansicht 

wäre damit geschmälert. Soweit der Gesuchsgegner ferner dafür hält, eine 

Abklärung hätte sich angesichts der hochkonfliktären Beziehung der Parteien 

aufgedrängt (Urk. 48 Rz. 40), kann ihm nicht gefolgt werden. Wie die Vorinstanz 

zutreffend ausführte, ist selbst bei massiven Konflikten zwischen den Eltern für 

sich allein nicht von einer Beeinträchtigung der Erziehungsfähigkeit auszugehen. 

Entscheidend ist vielmehr, ob C._____ aufgrund dessen in einen Loyalitätskonflikt 

gerät. Der Gesuchsgegner macht zwar geltend, auch der Umstand, dass die 

Gesuchstellerin die Konflikte vor den Augen der Kinder austrage, belege, dass sie 

sich der Tragweite ihres Handelns nicht bewusst sei und eine psychische 

Schädigung von C._____ in Kauf nehme (Urk. 48 Rz. 46 f.), doch handelt es sich 

hierbei um unsubstantiierte Ausführungen, die in den Akten keine Stütze finden 

(vgl. Urk. 35 S. 2, Prot. I S. 27 sowie vorstehend E. II.2.5.). 

4.5. Zusammenfassend ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass keinerlei 

Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Gesuchstellerin psychisch nicht gesund 

und dadurch ihre Erziehungsfähigkeit beeinträchtigt wäre. Demnach ist auch nicht 

zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf das Einholen eines Gutachtens über 

den Gesundheitszustand der Gesuchstellerin verzichtet hat. Nachdem der 

- 19 - 

Gesuchsgegner auch im Berufungsverfahren nichts vorbringt, was an der 

Erziehungsfähigkeit der Gesuchstellerin zweifeln liesse, bleibt es bei der 

vorinstanzlichen Würdigung, dass die Erziehungsfähigkeit beider Parteien zu 

bejahen ist. 

5. Möglichkeit der persönlichen Betreuung 

5.1. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass beide Parteien zur Betreuung von  

C._____ grundsätzlich gleichermassen in der Lage seien. Dabei zog sie in 

Betracht, die Gesuchstellerin arbeite in einem Pensum von durchschnittlich 70% 

als Kundenberaterin in einem Callcenter, der Gesuchsgegner sei bis Ende 2019 

mit einem Pensum von 100% als Logistiker bei der J._____ tätig gewesen. Beide 

Parteien seien damit mindestens morgens und abends zu Hause und für C._____ 

da. Der Gesuchsgegner sei zwar aktuell den ganzen Tag zu Hause, weil er 

aufgrund einer Schulterverletzung nicht arbeitsfähig sei, allerdings sei davon 

auszugehen, dass er in einiger Zeit wieder arbeiten werde. Zu beachten sei 

ferner, dass C._____ 13 Jahre alt sei und daher nicht rund um die Uhr betreut 

werden müsse, sondern tagsüber jeweils in der Schule sei und zudem ohne 

Weiteres auch für eine gewisse Zeit alleine sein könne. Dies sei auch bisher so 

gehandhabt worden, habe C._____ doch jeweils das Mittagsessen, welches die 

Gesuchstellerin für ihn vorbereitet habe, zu Hause eingenommen (Urk. 49 S. 14). 

5.2. Der Gesuchsgegner wiederholt in dieser Hinsicht einzig das bereits vor Vor-

instanz angeführte Argument, wonach er aufgrund seiner Arbeitsunfähigkeit mehr 

Zeit habe, um sich um das Wohlergehen und die Erziehung des Sohns C._____ 

zu kümmern (Urk. 48 Rz. 49 f.). Darauf kann es jedoch einhergehend mit der Vor-

instanz nicht ankommen. Abgesehen davon, dass eine Ganztagesbetreuung 

aufgrund des Alters von C._____ ohnehin nicht notwendig ist, ist davon 

auszugehen, dass der Gesuchsgegner drei Monate nach seiner 

Schulteroperation, welche zwischenzeitlich auf den 6. Mai 2021 festgelegt wurde 

(Urk. 55), wieder arbeiten kann (Prot. I S. 31 und S. 51). Mit Blick auf das 

vorinstanzlich per Mai 2021 angerechnete hypothetische Einkommen verlangt er 

denn auch lediglich eine Verlängerung der Übergangsphase und macht nicht etwa 

geltend, dauerhaft arbeitsunfähig zu sein (vgl. Urk. 48 Rz. 59 ff.). Ferner blieben 

- 20 - 

auch die Ausführungen der Gesuchstellerin, wonach der Gesuchsgegner, obwohl 

er aktuell keiner Arbeit nachgehe, nicht mehr Zeit mit C._____ verbringe und nach 

wie vor sie sich hauptsächlich um C._____ kümmere und den Haushalt der 

Familie übernehme (Urk. 58 Rz. 24), unwidersprochen.  

5.3. Dem Gesagten zufolge führt die aktuelle Arbeitsunfähigkeit des 

Gesuchsgegners nicht zu einer Gewichtung dieses Kriteriums zu seinen Gunsten 

und die Feststellung der Vorinstanz, wonach beide Parteien gleichermassen in 

der Lage seien, C._____ zu betreuen, ist nicht zu beanstanden. Am Rande sei 

noch erwähnt, dass für den näheren Zeithorizont angesichts der anstehenden 

Schulteroperation eher davon auszugehen ist, die Gesuchstellerin könne besser 

Gewähr für die persönliche Betreuung leisten, gab doch der Gesuchsgegner an, 

nach der Operation die Schulter während acht bis zwölf Wochen ruhig halten zu 

müssen (Prot. I S. 51), und weder dargelegt noch ersichtlich ist, inwiefern er in 

dieser Zeit in der Lage wäre, sich um die alltäglichen Betreuungsaufgaben wie 

Waschen, Kochen etc. zu kümmern. 

6. Stabilität und Kontinuität der Verhältnisse 

6.1. Mit Blick auf die Stabilität und Kontinuität der Verhältnisse erwog die  

Vorinstanz, aufgrund der grossen Veränderungen, die auf C._____ zukommen 

würden, erscheine es als wichtig, dass er soweit möglich die ihm bekannten 

Verhältnisse beibehalten könne. Örtlich bedeute dies ein Verbleib in der 

Familienwohnung in E._____. Da jedoch beide Parteien aktuell noch in der 

ehelichen Wohnung leben würden, führe dies bei der Frage der Obhutszuteilung 

noch nicht weiter. Zu berücksichtigen sei ferner, dass die Gesuchstellerin 

aufgrund der Arbeitspensen der Parteien in der Vergangenheit den Kindern rein 

zeitlich gesehen mehr zur Verfügung gestanden habe als der Gesuchsgegner. 

Dieser habe während der Ehe jeweils 100% gearbeitet, während die 

Gesuchstellerin erst nach einigen Jahren eine Arbeit im Teilzeitpensum 

aufgenommen habe, welches sie seither auf die aktuell 70% erhöht habe. 

Altersentsprechend scheine C._____ jedoch den grössten Teil seiner Freizeit 

ohnehin mit Aktivitäten zu verbringen, die seine Eltern nicht involvieren würden. 

So habe er angegeben, viel Zeit mit seinen Kollegen zu verbringen, am Computer 

- 21 - 

zu spielen und teilweise etwas mit seinen Geschwistern zu unternehmen. Beide 

Parteien würden jedoch mit C._____ – wenn auch seinem Alter entsprechend 

nicht sehr oft – spezielle Freizeitaktivitäten wie Ferien und Ausflüge unternehmen. 

Ausschlaggebend für die Beurteilung der Frage, welche Partei sich der Betreuung 

und Erziehung von C._____ widme, sei jedoch, dass gemäss übereinstimmender 

Aussagen der Parteien sowie auch von C._____ sich die Gesuchstellerin im Alltag 

mehrheitlich mit C._____ beschäftigt habe und beschäftige. So sei 

übereinstimmend geschildert worden, dass die Gesuchstellerin C._____ bei den 

Hausaufgaben unterstütze (Urk. 35 S. 2; Prot. I S. 17, 27). C._____ habe sodann 

ausgeführt, dass er sich bei Problemen, etwa in der Schule oder mit Kollegen, 

eigentlich immer an die Gesuchstellerin wende, die ihm auch immer zuhöre. Sie 

sei es auch, die ihn jeweils am Morgen wecke (Urk. 35 S. 2). Dies decke sich mit 

den nicht bestrittenen Aussagen der Gesuchstellerin, wonach sie probiere, auf 

C._____ einzugehen und ihm beizustehen, wenn dies nötig sei, immer für ihn da 

sei und die Kinder mehr Kontakt zu ihr gehabt hätten und ihr mehr vertrauen 

würden (Prot. I S. 15). Die Kinder hätten sich in Alltagsfragen eigentlich immer an 

sie gewandt (Prot. I S. 16). Sie habe sich um alle kleineren und grösseren 

Angelegenheiten gekümmert, sie wisse, was die Kinder machen würden und was 

sie beschäftige (Prot. I S. 17). Der Gesuchsgegner sei weniger präsent und 

versuche weniger herauszufinden, was seinen Sohn beschäftige oder was seine 

Bedürfnisse seien. Er wisse nicht, was die Kinder interessiere und frage nicht 

danach (Prot. I S. 16 und 17). C._____ bespreche alles Wichtige mit ihr. Er 

brauche während der Pubertät Unterstützung, die sie leisten wolle (Prot. S. 50). 

Demgegenüber habe der Gesuchsgegner, abgesehen davon, dass er unstrittig an 

Elterngesprächen der Schule teilnehme, sooft dies möglich sei (Prot. I S. 17, 27, 

37), keine weiteren Beispiele für durch ihn wahrgenommene 

Betreuungssituationen oder Erziehungsaufgaben genannt. Es falle im Gegenteil 

auf, dass er über gewisse Angelegenheiten seiner Kinder nicht allzu genau 

informiert sei (vgl. etwa Prot. I S. 24 f.). Schliesslich führe der Gesuchsgegner 

selber aus, C._____ brauche schon in erster Linie die Mutter (Prot. I S. 54). Um 

möglichst eine Stabilität der familiären Verhältnisse zu gewährleisten, sei C._____ 

- 22 - 

folglich mehr gedient, wenn auch in Zukunft die Gesuchstellerin die primär 

anwesende Ansprechperson sein könne (Urk. 49 S. 15 ff.).  

6.2.  Der Gesuchsgegner bringt vor, die Ausführungen der Gesuchstellerin 

vermöchten keine engere Beziehung von C._____ zu ihr darzulegen, zumal er 

selber praktisch die identischen Argumente angeführt habe, um die Beziehung 

zum Sohn darzulegen. Er sei besser in der Lage, die Bedürfnisse des Sohnes 

C._____ zu erkennen und adäquat darauf einzugehen. Die Gesuchstellerin sei 

demgegenüber offensichtlich mehr mit sich selbst beschäftigt. Eine engere 

Bindung zu der Gesuchstellerin würde sich auch durch die Aussagen des Sohnes 

C._____ nicht ergeben. Vielmehr habe dieser ausgeführt, er wolle zu beiden 

Eltern einen guten Kontakt haben (Urk. 48 S. 14 f.).  

6.3. Abgesehen davon, dass der Gesuchsgegner wiederum in keiner Weise auf 

die ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz eingeht und sich erneut mit 

pauschalen und unbelegten Behauptungen begnügt, weisen die 

übereinstimmenden Angaben der Gesuchstellerin und des Sohnes C._____ sehr 

wohl darauf hin, dass die Gesuchstellerin im Alltag eher als Ansprechperson von 

C._____ fungiert als der Gesuchsgegner. Nachdem letzterer auch im 

Berufungsverfahren keine konkreten Beispiele nennt, inwiefern sich die engere 

Beziehung von C._____ zu ihm im Alltag äussern würde, kann ohne Weiterungen 

auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden.  

7. Kindeswille 

7.1. Letztlich ging die Vorinstanz auf den Kinderwillen ein. Sie erwog, C._____ 

habe anlässlich der Kinderanhörung vom 5. August 2020 den Eindruck erweckt, 

sich gegenüber dem Gericht frei und unbeeinflusst äussern zu können. Er habe 

breitwillig, wenn auch mit einer gewissen Zurückhaltung, Auskunft gegeben. Er 

habe den Wunsch geäussert, in der Wohnung in E._____ zu bleiben, weil es ihm 

dort sehr gut gefalle. Von sich aus habe er das bei seinem Cousin gelebte Modell 

erwähnt, wonach der Cousin bei dessen Mutter wohne und den Vater an den 

Wochenenden sehe, was er sich auch gut vorstellen könne. Auf Rückfrage habe 

er sodann bestätigt, dass er bei der Mutter wohnen wolle. Weiter habe C._____ 

- 23 - 

erklärt, wenn sein Vater in E._____ wohnen würde, würde er auch unter der 

Woche zu ihm gehen und bei ihm übernachten wollen. Es sei ihm wichtig, den 

Kontakt mit beiden Eltern aufrecht erhalten zu können. C._____s Wunsch sei 

somit, mit seiner Mutter in der ehelichen Wohnung zu leben und mit dem Vater im 

Rahmen eines ausgedehnten gerichtsüblichen Besuchsrechts Kontakt zu pflegen. 

Hinweise für die Behauptung des Gesuchsgegners, dass er C._____ besser 

betreuen könne, der Wunsch von C._____ nicht klar sei bzw. dass er nicht bei der 

Gesuchstellerin wohnen wolle, würden sich aus der Kinderanhörung keine 

ergeben. Korrekt sei demgegenüber, dass der Wunsch von C._____ in den 

Entscheid über die Obhutszuteilung einfliessen müsse, aber nicht alleine 

massgebend sei (Urk. 49 E. 4.5.5.).  

7.2. Vorab ist festzuhalten, dass hinsichtlich der Frage der Zuteilung der Obhut 

im Regelfall ein zwölfjähriges Kind (d.h. ab dem 13. Altersjahr) urteilsfähig ist (vgl. 

mit Bezug auf die Frage der elterlichen Sorge BGer 5A_92/2020 vom 25.08.2020, 

E. 3.3.3. m.H. auf die einschlägige Rechtsprechung). Damit kommt vorliegend 

dem Wunsch von C._____ bei der Zuteilung der Obhut massgebliche Bedeutung 

zu. Soweit der Gesuchsgegner ausführt, C._____ sei anlässlich der 

Kinderanhörung nicht in der Lage gewesen, einen klaren Willen bezüglich der 

Obhut zu äussern (Urk. 48 Rz. 16 S. 8), ist ihm nicht beizupflichten. Vielmehr hat 

sich C._____ eindeutig dahingehend geäussert, bei der Gesuchstellerin wohnen 

zu wollen; zunächst von sich aus unter Verweis auf das bei seinem Cousin 

gelebte Modell sowie erneut auf konkrete Nachfrage. Wie bereits eingangs 

behandelt (vgl. E. II.2.5), sind entgegen der Auffassung des Gesuchsgegners 

auch keinerlei Anhaltspunkte für eine Druckausübung oder anderweitige 

Beeinflussung erkennbar, welche die Aufrichtigkeit dieses Wunsches in Frage 

stellen würden.  

7.3. Entsprechend ist auch in dieser Hinsicht die vorinstanzliche 

Schlussfolgerung, wonach der Wunsch von C._____ für die Zuteilung der Obhut 

an die Gesuchstellerin spricht, nicht zu beanstanden. 

  

- 24 - 

8. Fazit 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Erziehungsfähigkeit beider Parteien 

vorliegt. Abgesehen von der Genesungszeit nach der Schulteroperation des 

Gesuchsgegners sind sodann beide Parteien gleichermassen in der Lage, 

C._____ zu betreuen. Da die Gesuchstellerin jedoch im Alltag die 

Hauptbezugsperson von C._____ ist, ist die Stabilität und Kontinuität der 

Verhältnisse beim Verbleib von C._____ in der Obhut der Gesuchstellerin besser 

gewährleistet. Schliesslich wird bei einer Obhutszuteilung an die Gesuchstellerin 

auch dem von C._____ geäusserten Wunsch, bei seiner Mutter zu wohnen, 

Rechnung getragen, welchem aufgrund seines Alters eine massgebende 

Bedeutung zukommt. Der Berufungsantrag 2 des Gesuchsgegners ist somit 

abzuweisen und die vorinstanzliche Obhutszuteilung an die Gesuchstellerin zu 

bestätigen.  

B) Persönlicher Verkehr / Zuteilung der ehelichen Wohnung 

Für den Fall, dass die vorinstanzliche Obhutszuteilung bestätigt wird, hat der 

Gesuchsgegner keine Eventualanträge hinsichtlich der Regelung des 

persönlichen Verkehrs sowie der Zuteilung der ehelichen Wohnung gestellt (vgl. 

Urk. 48 S. 2) und sich zu diesen Themen auch in seiner Berufungsschrift nicht 

geäussert. Es bleibt daher bei der - sachgerechten - Regelung der Vorinstanz.  

C) Unterhalt 

1. Der Gesuchsgegner wirft der Vorinstanz weiter vor, sie habe bei der 

Festsetzung der Kinderunterhaltsbeiträge den Sachverhalt unrichtig festgestellt 

und Art. 276 ZGB und Art. 285 ZGB verletzt. Er ist mit der Berechnung des 

Einkommens der Gesuchstellerin nicht einverstanden und verlangt für sich selbst 

eine längere Übergangsfrist für die Anrechnung eines hypothetischen 

Einkommens (vgl. Urk. 48 Rz. 54 ff.).  

  

- 25 - 

2. Einkommen des Gesuchsgegners 

2.1. Die Vorinstanz erwog, der Gesuchsgegner sei seit Mitte Dezember 2019 

arbeitsunfähig und erhalte Leistungen der Krankentaggeldversicherung. Diese 

würden sich auf durchschnittlich Fr. 4'233.– belaufen (Urk. 23/3b). Es sei jedoch 

davon auszugehen, dass er nach seiner Genesung wieder arbeiten könne. Hierfür 

sei ihm ein hypothetisches Einkommen in der Höhe des bei der J._____ erzielten 

Lohnes von Fr. 4'844.– (Urk. 23/2) anzurechnen, da angenommen werden dürfe, 

dass er ein solches wiederum zu erzielen vermöchte, sei es bei der J._____ oder 

anderswo. Der Gesuchsgegner habe ausgeführt, dass er sich einer Operation 

unterziehen müsse, diese habe er jedoch aufgrund der familiären Situation bisher 

hinausgeschoben und wolle das Ende des Eheschutzverfahrens abwarten. Davon 

ausgehend, dass eine Operation gerade in der (Vor)Weihnachtszeit nicht von 

heute auf morgen werde stattfinden können, sei anzunehmen, dass der 

Gesuchsgegner sich nun, da das Eheschutzverfahren abgeschlossen werde, 

anfangs Januar 2021 werde operieren lassen können. Nebst einer Heilungsphase 

von rund drei Monaten sei ihm sodann auch eine gewisse Zeit für die 

Stellensuche zuzugestehen, weshalb davon auszugehen sei, dass er ab Mai 2021 

wieder arbeitstätig sein werde (Urk. 49 E. 8.6.3.). 

2.2. Der Gesuchsgegner reicht neu eine E-Mail vom 22. Dezember 2020 des 

behandelnden Arztes Dr. med. K._____ ein, in welcher letzterer bestätigt, dass 

die Operation am 6. Mai 2021 stattfindet (Urk. 54 S. 2). Dieses Novum gilt es im 

vorliegenden Berufungsverfahren zu berücksichtigen (vgl. E. II.1.4.). Der 

Auffassung der Gesuchstellerin, wonach der späte Operationstermin auf die 

Untätigkeit des Gesuchsgegners zurückzuführen und damit selbstverschuldet sei 

(Urk. 60 S. 2), kann nicht gefolgt werden, zumal der Gesuchsgegner im 

vorinstanzlichen Verfahren nicht darauf hingewiesen wurde, dass er sich so bald 

wie möglich um einen Operationstermin bemühen muss und es demnach an der 

Voraussehbarkeit fehlt. Da der Operationstermin nun vier Monate später als von 

der Vorinstanz angenommen stattfindet, hinsichtlich der Genesungsdauer sowie 

der zugestandenen Zeit für Suchbemühungen jedoch von denselben Prämissen 

- 26 - 

auszugehen ist, kann dem Gesuchsgegner entsprechend erst ab September 2021 

ein hypothetisches Einkommen in der Höhe von Fr. 4'844.– angerechnet werden.  

3. Einkommen der Gesuchstellerin 

3.1. Die Vorinstanz errechnete anhand des Lohnausweises 2019 sowie den 

Lohnabrechnungen April bis Juni 2020 ein durchschnittliches Nettoeinkommen 

der Gesuchstellerin von aktuell Fr. 2'914.– pro Monat, wobei umstritten war, 

welches Pensum diesem Einkommen zugrunde liegt. Die Vorinstanz ging gestützt 

auf die Angaben der Gesuchstellerin, wonach der Arbeitsvertrag ihr ein Pensum 

von 60% zusichere, sie jedoch mit Überstunden auf 70 bis 80% komme, sowie 

den von ihr genannten Arbeitszeiten – Schichten von 9.00 Uhr bis 15.30 Uhr, 

selten bis 20 Uhr –, von einem Pensum von 70% aus. Ferner führte sie aus, 

gemäss dem Schulstufenmodell sei jetzt, da C._____ in die Sekundarschule 

übergetreten sei und keine speziellen Verhältnisse vorliegen würden, die ein 

Abweichen von der vom Bundesgericht aufgestellten Regel verlangen würden, ein 

Pensum von 80% angemessen und ab dem 16. Geburtstag von C._____ sodann 

ein solches von 100%. Unter Berücksichtigung einer angemessenen 

Übergangsfrist von vier Monaten sei der Gesuchstellerin ab Mai 2021 ein 

Einkommen von Fr. 3'330.– (Fr. 2'914.–/ 0.7 * 0.8) und ab Oktober 2023 ein 

Einkommen von Fr. 4'163.– (Fr. 2'914.– / 0.7 * 1) anzurechnen (Urk. 49 E. 8.6.2).  

3.2. Der Gesuchsgegner rügt, die Vorinstanz hätte bei der Berechnung des 

hypothetischen Einkommens auf den in der Vertragsänderung vom 21. Januar 

2019 für ein 60%-Pensum ausgewiesenen Lohn von Fr. 2'706.– abstellen und 

ebendieses auf 80% erhöhen müssen (Urk. 48 Rz. 54 ff.). 

3.3. Dem Bestätigungsschreiben zur Vertragsänderung vom 21. Januar 2019 

kann entnommen werden, dass der Lohn aufgrund einer Änderung des GAV 

angepasst wurde. Gemäss dem damals geltenden GAV für die Contact- und 

Callcenter-Branche (alle Versionen abrufbar unter http://www.gav-service.ch) 

betrug der Mindestjahreslohn für die Lohnstufe 2 Fr. 54'134.– brutto, 

entsprechend Fr. 2'706.– brutto für ein 60%-Pensum. Per 1. Januar 2020 wurde 

der GAV erneut angepasst und der Jahreslohn in der Lohnstufe 2 auf Fr. 55'224.– 

- 27 - 

brutto, entsprechend Fr. 2'761.– für ein 60%-Pensum angehoben. Wie aus den 

Lohnabrechnungen April bis Juni 2020 hervor geht, wurde auch der Grundlohn 

der Gesuchstellerin wiederum diesem Mindestlohn angepasst (vgl. Urk. 2/3). 

Demnach erscheint es – im Ergebnis einhergehend mit dem Gesuchsgegner – 

sachgerechter, das der Gesuchstellerin anzurechnende hypothetische 

Einkommen auf Basis des im GAV in der Lohnstufe 2 festgelegten Jahreslohnes 

zu ermitteln. Entsprechend ist der Gesuchstellerin ab Mai 2021 ein Einkommen 

von netto Fr. 3'350.– (Fr. 55'224.– /12 * 0.8 abzüglich 8.977 % Sozialabgaben) 

und ab Oktober 2023 von Fr. 4'190.– (Fr. 55'224.–/12 abzüglich 8.977 % 

Sozialabgaben) anzurechnen. 

4. Unterhaltsbeiträge 

4.1. Nach Art. 276 Abs. 2 ZGB sorgen die Eltern gemeinsam, ein jeder nach 

seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt des Kindes. Daraus und aus dem 

Grundsatz der Gleichwertigkeit von Natural- und Geldunterhalt folgt, dass die 

Aufteilung des Geldunterhalts auf beide Eltern sowohl von den jeweiligen 

Betreuungsanteilen als auch von deren Leistungsfähigkeit abhängt. Der Elternteil, 

der das Kind nicht oder nicht wesentlich betreut, hat grundsätzlich für dessen 

Barunterhalt aufzukommen, während der andere Elternteil, der das Kind betreut, 

gleichwertig seinen Unterhaltsbeitrag in natura, also durch Pflege und Erziehung 

bzw. Betreuung erbringt (vgl. Urteile BGer 5A_727/2018 vom 22. August 2019, E. 

4.3.2.1. BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020, E. 5.5 m.w.H.). Dabei gilt es 

zu berücksichtigen, dass sich Naturalunterhalt auch auf die Betreuung zu 

Randzeiten sowie auf verschiedenste Aufgaben wie Kochen, Waschen, 

Einkaufen, Krankenbetreuung, Nachtdienste, Taxidienste und Unterstützung bei 

der Bewältigung der Alltags- und sonstigen Sorgen des heranwachsenden Kindes 

erstreckt (BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020, E. 8.1). Bei gegebener 

Leistungsfähigkeit kann das Gericht einzelfallbezogen und ermessensweise den 

hauptbetreuenden Elternteil dazu verpflichten, neben dem Naturalunterhalt einen 

Teil des Barbedarfs des Kindes zu decken. Dabei stehen die Grössenordnung 

des Überschusses als solcher und das Verhältnis der Leistungsfähigkeit zwischen 

den Eltern in einer Wechselbeziehung. Je besser die finanziellen Verhältnisse 

- 28 - 

sind und entsprechend höher der Überschuss des hauptbetreuenden Elternteils 

ausfällt, desto eher ist eine Beteiligung desselben am Barunterhalt des Kindes in 

Betracht zu ziehen. Andererseits kommt eine Beteiligung des hauptbetreuenden 

Elternteils infrage, wenn er leistungsfähiger ist als der andere Elternteil (Urteile 

5A_584/2018 vom 10. Oktober 2018 E. 4.3; 5A_583/2018 vom 18. Januar 2019 

E. 5.1 a.E.; 5A_339/2018 vom 8. Mai 2019 E. 5.4.3; 5A_727/2018 vom 22. August 

2019 E. 4.3.2.2; 5A_311/2019 vom 11. November 2020, E. 8.1).  

4.2. Die Vorinstanz hat im Rahmen der zweistufigen Methode den resultierenden 

Gesamtüberschuss strikt nach dem Prinzip der "grossen und kleinen Köpfe" 

verteilt und den auf den Gesuchsgegner entfallenden Anteil vorab von dessen 

Leistungsfähigkeit in Abzug gebracht (vgl. Urk. 49 E. 8.8.). Diese Vorgehensweise 

widerspricht den soeben dargelegten Grundsätzen und führt vorliegend zu einem 

Ungleichgewicht. Dies gilt es unter Hinweis auf E. II.1.3 – unter Anwendung der 

angepassten Einkommenszahlen – zu korrigieren. Es ist zu beachten, dass der 

Kinderunterhalt der Offizialmaxime unterliegt und das Verschlechterungsverbot 

daher nicht zum Tragen kommt (vgl. BGE 122 III 404 E. 3d; 129 III 417 E. 2.1.1): 

a) Phase I: 1. Januar 2021 bis 30. April 2021 

Beim Gesuchsgegner resultiert ein Überschuss von Fr. 865.– (Fr. 4'233.– ./. 

Fr. 3'368.–), bei der Gesuchstellerin von Fr. 454.– (Fr. 2'914.– ./. Fr. 2'460.–). 

Unter Berücksichtigung des Mankos von C._____ von Fr. 684.– (Fr. 934.– ./. 

Kinderzulagen von Fr. 250.–) verbleibt der Familie ein Überschuss von Fr. 635.–. 

Die Verteilung dieses Überschusses nach grossen Köpfen (je 2/5) und kleinem 

Kopf (1/5) ergibt für C._____ einen Überschussanteil von Fr. 127.–. Damit beträgt 

sein gebührender Unterhalt Fr. 1'061.– (Fr. 934.– + Fr. 127.–). Davon sind 

Fr. 250.– (Eigenversorgung) abzuziehen, sodass der Unterhaltsanspruch, auf 

welchen der Sohn Anspruch hat, Fr. 811.– beträgt. Da die Gesuchstellerin die 

Obhut innehat, muss grundsätzlich der Gesuchsgegner für den geldwerten 

Unterhalt des Sohnes C._____ aufkommen. Aufgrund der Leistungsfähigkeit der 

Gesuchstellerin rechtfertigt es sich jedoch, den Gesuchsgegner in dieser Phase 

zu Unterhaltsbeiträgen von Fr. 700.– zu verpflichten. Damit verbleibt der 

- 29 - 

Gesuchstellerin trotz Beteiligung am Barunterhalt von C._____ ein Überschuss 

von rund Fr. 345.–.  

  

- 30 - 

b) Phase II: 1. Mai 2021 bis 30. August 2021 

In diesem Zeitraum erwirtschaftet der Gesuchsgegner einen Überschuss von 

Fr. 865.– (Fr. 4'233.– ./. Fr. 3'368.–), die Gesuchstellerin einen solchen von 

Fr. 890.– (Fr. 3'350.– ./. Fr. 2'460.–). Nach Abzug des Mankos von C._____ von 

Fr. 684.– (Fr. 934.– ./. Kinderzulagen von Fr. 250.–) verbleibt der Familie ein 

Überschuss von Fr. 1'071.–. Die Verteilung dieses Überschusses nach grossen 

Köpfen (je 2/5) und kleinem Kopf (1/5) ergibt für C._____ einen Überschussanteil 

von Fr. 214.–. Dies führt zu einem Unterhaltsanspruch von C._____ im Betrag 

von Fr. 898.– (Fr. 934.– + Fr. 214.– ./. Fr. 250.–). Da sich die Leistungsfähigkeit 

der Gesuchstellerin im Vergleich zur ersten Phase verdoppelt, rechtfertigt es sich, 

sie in einem grösseren Umfang am Bardebarf von C._____ zu beteiligen und die 

Unterhaltsverpflichtung des Gesuchsgegners auf Fr. 600.– zu reduzieren.  

c) Phase III: 1. September 2021 bis 30. September 2023 

Beim Gesuchsgegner resultiert ein Überschuss von Fr. 976.– (Fr. 4'844.– ./. 

Fr. 3'868.–), bei der Gesuchstellerin von Fr. 890.– (Fr. 3'350.– ./. Fr. 2'460.–). 

Unter Berücksichtigung des Mankos von C._____ von Fr. 684.– (Fr. 934.– ./. 

Kinderzulagen von Fr. 250.–) verbleibt der Familie ein Überschuss von Fr. 1'182.–

. Die Verteilung dieses Überschusses nach grossen Köpfen (je 2/5) und kleinem 

Kopf (1/5) ergibt für C._____ einen Überschussanteil von Fr. 236.–. Entsprechend 

beläuft sich sein Unterhaltsanspruch in dieser Phase auf Fr. 920.– (Fr. 934.– + 

Fr. 236.– ./. Fr. 250.–). Aufgrund der Leistungsfähigkeit der Gesuchstellerin sowie 

dem Umstand, dass C._____ im … [Monat] 2021 14 Jahre alt wird und mit 

fortschreitendem Alter weniger an Betreuung braucht, ist die Unterhaltspflicht des 

Gesuchsgegners trotz höherem Unterhaltsanspruch von C._____ bei Fr. 600.– zu 

belassen. 

d) Phase IV: ab 1. Oktober 2023 für die weitere Dauer des Getrenntlebens 

Der Überschuss des Gesuchsgegner verbleibt unverändert bei Fr. 976.– 

(Fr. 4'844.– ./. Fr. 3'868.–). Demgegenüber erwirtschaftet die Gesuchstellerin 

aufgrund der Erhöhung des Pensums auf 100% neu einen solchen von 

- 31 - 

Fr. 1'730.– (Fr. 4'190.– ./. Fr. 2'460.–). Nach Abzug des Mankos von C._____ von 

Fr. 684.– (Fr. 934.– ./. Kinderzulagen von Fr. 250.–) verbleibt der Familie ein 

Überschuss von Fr. 2'022.–. Die Verteilung dieses Überschusses nach grossen 

Köpfen (je 2/5) und kleinem Kopf (1/5) ergibt für C._____ einen Überschussanteil 

von Fr. 404.–. Damit beträgt der grundsätzlich vom Gesuchsgegner zu deckende 

Barbedarf Fr. 1'088.– (Fr. 934.– + Fr. 404.– ./. F. 250.–). Angesichts der deutlich 

höheren Leistungsfähigkeit der Gesuchstellerin in dieser Phase sowie dem 

Umstand, dass C._____ aufgrund seines Alters – er ist inzwischen 16 Jahre alt – 

noch weniger an Betreuung bedarf, rechtfertigt es sich, beide Parteien 

gleichermassen am Barbedarf von C._____ zu beteiligen. Der Gesuchsgegner hat 

demnach Fr. 544.– zu übernehmen.  

4.3. Zusammenfassend ist der Gesuchsgegner zu folgenden monatlichen 

Unterhaltsbeiträgen für den Sohn C._____ zu verpflichten:  

− Fr. 700.– vom 1. Januar 2021 bis 30. April 2021 
− Fr. 600.– vom 1. Mai 2021 bis 30. September 2023 
− Fr. 544.– vom 1. Oktober 2023 für die weitere Dauer des Getrenntlebens. 

C) Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Die Vorinstanz hat die Entscheidgebühr auf Fr. 5'000.– festgesetzt. Diese sowie 

die Dolmetscherkosten von Fr. 1'072.50 (Urk. 49, Dispositiv-Ziffer 13) wurden den 

Parteien je zur Hälfte auferlegt (Urk. 49, Dispositiv-Ziffer 14). 

Parteientschädigungen wurden entsprechend keine zugesprochen (Urk. 49, 

Dispositiv-Ziffer 15). Diese Regelungen blieben unangefochten und erscheinen 

auch nach vorgenommener Korrektur der Unterhaltsbeiträge weiterhin 

angemessen. Entsprechend sind sie zu bestätigen. 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Die Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren ist in Anwendung 

von § 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 und 6 Abs. 2 lit. b der 

Gebührenverordnung des Obergerichts (GebV OG) auf Fr. 5'500.– festzusetzen. 

- 32 - 

2. Betreffend Regelung der Obhut ist praxisgemäss von einem je hälftigen 

Obsiegen der Parteien auszugehen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Mit seinen 

Anträgen zum Unterhalt und der Zuteilung der ehelichen Wohnung unterliegt der 

Gesuchsgegner vollständig. Es erscheint daher angemessen, ihm drei Viertel der 

Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 106 Abs. 2 ZPO). 

3. Die volle Parteientschädigung für das zweitinstanzliche Verfahren ist in 

Anwendung von § 6 Abs. 1 bis 3 i.V.m. § 5 Abs. 1, § 11 Abs. 1 und 2 sowie § 13 

Abs. 1 und 2 AnwGebV auf Fr. 4'000.– festzusetzen. Ausgangsgemäss ist der 

Gesuchsgegner zur Zahlung einer auf die Hälfte reduzierten Parteientschädigung 

von Fr. 2'000.- zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer an die Gesuchstellerin zu 

verpflichten. Da die Parteientschädigung – wie sogleich zu zeigen sein wird – 

beim Gesuchsgegner voraussichtlich nicht einbringlich sein wird, ist sie 

Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ direkt aus der Gerichtskasse auszurichten, wobei 

der Anspruch mit der Zahlung an den Kanton übergeht (Art. 122 Abs. 2 ZPO). 

4.1. Beide Parteien ersuchen im Berufungsverfahren um Zusprechung eines 

Prozesskostenbeitrages von Fr. 5'000.–, eventualiter um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen 

Rechtsbeistandes (Urk. 48 S. 3 und 4; Urk. 58 S. 2).  

4.2. Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche 

Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Wer diese Bedingungen 

erfüllt, hat ausserdem Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand, soweit 

dies zur Wahrung seiner Rechte notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). Ein 

Prozesskostenbeitrag ist unter denselben Voraussetzungen wie die dazu 

subsidiäre unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Als weitere Voraussetzung 

muss es dem angesprochenen Ehegatten möglich sein, dem anderen die Kosten, 

die er zur Durchführung des Prozesses benötigt, zu bevorschussen (BGer 

5P.441/2005 vom 9. Februar 2006, E. 1.2 m.w.H.).  

4.3. Die Parteien verfügen über kein nennenswertes Vermögen (vgl. Urk. 11/4-5; 

Urk. 25/6; Urk. 31/3; Urk. 51/4; Urk. 49 E. 11.8). Nach Deckung seines Bedarfs 

- 33 - 

sowie nach Abzug der zu leistenden Unterhaltsbeiträge stehen dem 

Gesuchsgegner derzeit Fr. 265.– (Fr. 4'233.– - Fr. 3'368.– - Fr. 600.–) zur 

Verfügung. Der Gesuchstellerin verbleiben nach Deckung ihres Bedarfs sowie 

unter Berücksichtigung der von ihr zu tragenden Barbedarfskosten von C._____ 

samt Überschussanteil freie Mittel im Betrag von Fr. 592.– (Fr. 3'350.– - 

Fr. 2'460.– - Fr. 298.–). Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass diese 

Überschüsse zu einem massgeblichen Teil nur aufgrund des im Rahmen der 

Unterhaltsberechnung berücksichtigten hypothetischen Einkommens der 

Gesuchstellerin – und in den folgenden Phasen auch des Gesuchsgegerns – 

resultieren (vgl. Urk. 49 E. 8.6.2 und 8.6.3.; vorstehende E. III.C.3), welches 

aufgrund des Effektivitätsgrundsatzes in die Beurteilung der Leistungsfähigkeit bei 

der Prüfung des Prozesskostenbeitrages nicht einbezogen werden darf (vgl. ZK 

ZPO-Emmel, Art. 117 N 5; BGer 5P.346/2005 vom 15. November 2005, E. 4.4; 

OGer ZH LE150010 vom 09.07.2015, E. IV.3.1). Ferner ist in Betracht zu ziehen, 

dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung für den prozessualen 

Notbedarf grundsätzlich ein Zuschlag von 25% auf den Grundbetrag, d.h. rund 

Fr. 300.–, vorzunehmen ist. Die Parteien sind insofern mit den ihnen zur 

Verfügung stehenden Mitteln nicht in der Lage, die auf sie entfallenden Gerichts- 

und Rechtsvertretungskosten innert nützlicher Frist zu bezahlen. Angesichts 

deren Mittellosigkeit sind ihre jeweiligen Begehren um Zusprechung eines 

Prozesskostenbeitrages abzuweisen. Da das Verfahren für beide Seiten nicht 

aussichtslos erscheint und beide Parteien zur Bewältigung des Prozesses auf die 

Unterstützung eines Rechtsvertreters angewiesen sind, ist ihnen – wie bereits vor 

Vorinstanz (vgl. Urk. 49, Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung) – die unentgeltliche 

Rechtspflege im Sinne von Art. 117 ZPO zu gewähren und ihnen je eine 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung in der Person ihrer jeweiligen 

Rechtsvertretung zu bestellen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 1, 8 und 10-12 des Urteils 

und der Zweitverfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am 

Bezirksgericht Uster vom 4. Dezember 2020 in Rechtskraft erwachsen sind. 

- 34 - 

2. Der Antrag des Gesuchsgegners auf Bestellung einer Kindesvertretung wird 

abgewiesen. 

3. Das Begehren des Gesuchsgegners um Zusprechung eines 

Prozesskostenbeitrages für das Berufungsverfahren wird abgewiesen. 

4. Das Begehren der Gesuchstellerin um Zusprechung eines 

Prozesskostenbeitrages für das Berufungsverfahren wird abgewiesen. 

5. Dem Gesuchsgegner wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt und in der Person von Rechtsanwalt MLaw X._____ 

ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. 

6. Der Gesuchstellerin wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt und in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. 

7. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem 

Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Dispositiv-Ziffer 7 des Urteils und der Zweitverfügung des Einzelgerichts im 

summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 4. Dezember 2020 

wird aufgehoben und wie folgt neu gefasst: 

"7. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für C._____ 

monatliche Unterhaltsbeiträge (davon Fr. 0.– als Betreuungsunterhalt) 

zuzüglich der Familienzulagen wie folgt zu bezahlen: 

− Fr. 700.– ab 1. Januar 2021 bis 30. April 2021; 
− Fr. 600.– ab 1. Mai 2021 bis 30. September 2023; 
− Fr. 544.– ab 1. Oktober 2023 für die weitere Dauer des 

Getrenntlebens. 

Diese Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf 

den Ersten eines jeden Monats." 

- 35 - 

2. Im Übrigen werden das Urteil und die Zweitverfügung des Einzelgerichts im 

summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 4. Dezember 2020 – 

soweit noch nicht in Rechtskraft erwachsen – bestätigt. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'500.– festgesetzt. 

4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem 

Gesuchsgegner zu drei Vierteln und der Gesuchstellerin zu einem Viertel 

auferlegt, jedoch zufolge der beiden Parteien gewährten unentgeltlichen 

Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.  

5. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für das 

Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 2'154.– zu bezahlen. 

Diese Entschädigung wird Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ direkt aus der 

Gerichtskasse ausgerichtet. Der Anspruch auf die unerhältliche 

Parteientschädigung geht mit der Auszahlung auf die Gerichtskasse über. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.  
 

- 36 - 

 
Zürich, 20. Mai 2021 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw S. Meisel 
 
 
versandt am: 
lm 

	Beschluss und Urteil vom 20. Mai 2021
	Rechtsbegehren:
	Zweitverfügung und Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 4. Dezember 2020: (Urk. 46 = Urk. 49)
	1. Die Parteien werden zum Getrenntleben berechtigt erklärt.
	2. Die Obhut über C._____, geboren am tt.mm.2007, wird für die Dauer des Getrenntlebens der Gesuchstellerin zugeteilt.
	3. Der Gesuchsgegner wird für berechtigt und verpflichtet erklärt, C._____ ab der Aufnahme des Getrenntlebens der Parteien für die Dauer des Getrenntlebens auf eigene Kosten wie folgt zu betreuen:
	- an jedem zweiten Wochenende jeweils ab Freitagabend bis Sonntagabend;
	- an einem Tag unter der Woche nach Schulschluss mit Übernachtung;
	- am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten (26. Dezember) und Neujahr (2. Januar);
	- in den Jahren mit gerader Jahreszahl über die Osterfeiertage (Gründonnerstagabend bis und mit Ostermontagabend);
	- in den Jahren mit ungerader Jahreszahl über die Pfingstfeiertage (Freitagabend bis und mit Pfingstmontag);
	- während sechs Wochen Ferien pro Jahr.

	Die Parteien haben sich über die Aufteilung der Ferien mindestens drei Monate im Voraus abzusprechen. Können sie sich nicht einigen, so kommt der Gesuchstellerin in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Feri...
	4. Der Antrag des Gesuchsgegners auf Anordnung einer Kindesvertretung für C._____ wird abgewiesen.
	5. Die eheliche Wohnung an der D._____-Strasse … in E._____ wird samt Hausrat und Mobiliar, mit Ausnahme der persönlichen Gegenstände des Gesuchsgegners, für die Dauer des Getrenntlebens der Gesuchstellerin zur alleinigen Benutzung zugewiesen.
	6. Der Gesuchsgegner wird und unter Androhung der Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB verpflichtet, die eheliche Wohnung bis am 31. Dezember 2020 zu verlassen und der Gesuchstellerin nach Auszug aus der Wohnung sämtliche Schlüssel für die Wohnung auf...
	7. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für C._____ monatliche Unterhaltsbeiträge (davon Fr. 0.-- als Betreuungsunterhalt) zuzüglich der Familienzulagen wie folgt zu bezahlten:
	- Fr. 611.– ab 1. Januar 2021;
	- Fr. 511.– ab Mai 2021;
	- Fr. 178.– ab Oktober 2023 für die weitere Dauer des Getrenntlebens.
	Diese Unterhaltsbeträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
	8. Der Antrag der Gesuchstellerin auf Verpflichtung des Gesuchsgegners zur Bezahlung von Ehegattenunterhaltsbeiträgen wird abgewiesen.
	9. Die Anträge des Gesuchsgegners betreffend Kinder- und Ehegattenunterhalt werden abgewiesen.
	10. Die Teilvereinbarung der Parteien vom 20. Oktober 2020 wird vorgemerkt. Sie lautet wie folgt:
	"1. Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes
	Es seien die Parteien zum Getrenntleben berechtigt zu erklären.
	2. Anträge betreffend Edition und Herausgabe von Gegenständen und Prozesskostenvorschuss
	Der Gesuchsgegner verpflichtet sich, der Gesuchstellerin auf erstes Verlangen den algerischen Reisepass von C._____ herauszugeben.
	Der Gesuchsgegner verpflichtet sich, die Bestätigung S12 des algerischen Konsulates der Gesuchstellerin ihr auf erstes Verlangen hin herauszugeben.
	Die Gesuchstellerin verpflichtet sich, dem Gesuchsgegner auf erstes Verlangen hin die Tasche mit den Einkäufen der G._____ AG herauszugeben.
	Die Parteien verpflichten sich, einander gegenseitig die auf den Namen des anderen lautenden Postsendungen herauszugeben.
	Die Parteien vereinbaren, dass der Drucker und der PC von C._____ ihm persönlich zusteht.
	Im Übrigen zieht die Gesuchstellerin ihre Editionsanträge infolge Gegenstandslosigkeit zurück.
	Die Parteien ziehen die gestellten Anträge bezüglich Prozesskosten zurück.
	3. Gütertrennung
	Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam die Anordnung der Gütertrennung mit Wirkung ab 27. Juni 2020."
	11. Die Anträge der Gesuchstellerin, der Gesuchsgegner sei zu verpflichten,
	a) ihr die drei Ordner, beschriftet mit ihrem Namen, sofort herauszugeben, und
	b) den aktuellen Vermögensstand sämtlicher auf ihn lautender Konten, insbesondere seines Sparkontos bei der F._____ und das Sparkonto seiner 3. Säule, offenzulegen,
	werden zufolge Rückzugs als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

	12. Es wird die Gütertrennung mit Wirkung ab 27. Juni 2020 angeordnet.
	13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	14. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
	15. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	16. [Schriftliche Mitteilungen]
	17. [Rechtsmittelbelehrung: Berufung, Frist 10 Tage]
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I. Sachverhalt und Prozessgeschichte
	II. Prozessuales
	1. Allgemeines
	1.1. Die Berufung hemmt die Rechtskraft, nicht jedoch die Vollstreckbarkeit des angefochtenen Eheschutzentscheides im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 und Abs. 4 lit. b ZPO; vgl. BGE 139 III 486 E. 3). Vorweg ist daher vorzumerken, dass das vorinst...
	1.2. Betreffend die summarische Natur des vorliegenden Eheschutzverfahrens und insbesondere das Erfordernis des blossen Glaubhaftmachens der rechtserheblichen Tatsachen kann vorweg auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen we...
	1.3. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache, mithin über u...
	1.4. Im Berufungsverfahren sind neue Vorbringen grundsätzlich nur noch unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig. Art. 296 ZPO statuiert für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorliegend zu beurteilen sind ...

	2. Kindesvertretung
	2.1. Der Gesuchsgegner beantragt wie bereits vor Vorinstanz, dass für den Sohn C._____ eine Kindesvertretung anzuordnen sei (Urk. 48 S. 2). Die Gesuchstellerin ersucht um Abweisung des entsprechenden Antrags (Urk. 58 S. 2).
	2.2. Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Gericht wenn nötig die Vertretung der Kinder an und bezeichnet als Beiständin oder Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfahrene Person. Das Gericht prüft eine Anordnung insbesondere auf A...
	2.3. Die Vorinstanz wies den Antrag des Klägers im Wesentlichen mit der Begründung ab, hinsichtlich der Obhut präsentiere sich nach Würdigung der Verhältnisse grundsätzlich ein klares Bild. Ausserdem sei C._____ vom Gericht persönlich angehört worden ...
	2.4. Der Gesuchsgegner bringt dagegen vor, zwischen den Parteien seien ziemlich alle möglichen Belange rund um den Sohn C._____ strittig und es lägen diametral unterschiedliche Anträge zur Zuteilung der Obhut, der Regelung des persönlichen Verkehrs so...
	2.5. Entgegen der Auffassung des Gesuchsgegners hat die Vorinstanz den Antrag auf Anordnung einer Kindsvertretung nicht einzig aufgrund einer dadurch entstehenden Verzögerung des Verfahrens abgewiesen. Vielmehr geht aus den Erwägungen (vgl. vorstehend...

	III. Materielles
	 Fr. 700.– vom 1. Januar 2021 bis 30. April 2021
	 Fr. 600.– vom 1. Mai 2021 bis 30. September 2023
	 Fr. 544.– vom 1. Oktober 2023 für die weitere Dauer des Getrenntlebens.

	IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	4.1. Beide Parteien ersuchen im Berufungsverfahren um Zusprechung eines Prozesskostenbeitrages von Fr. 5'000.–, eventualiter um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes (Urk. 48 S. 3 und 4; Urk. ...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 1, 8 und 10-12 des Urteils und der Zweitverfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 4. Dezember 2020 in Rechtskraft erwachsen sind.
	2. Der Antrag des Gesuchsgegners auf Bestellung einer Kindesvertretung wird abgewiesen.
	3. Das Begehren des Gesuchsgegners um Zusprechung eines Prozesskostenbeitrages für das Berufungsverfahren wird abgewiesen.
	4. Das Begehren der Gesuchstellerin um Zusprechung eines Prozesskostenbeitrages für das Berufungsverfahren wird abgewiesen.
	5. Dem Gesuchsgegner wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und in der Person von Rechtsanwalt MLaw X._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.
	6. Der Gesuchstellerin wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.
	7. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Dispositiv-Ziffer 7 des Urteils und der Zweitverfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 4. Dezember 2020 wird aufgehoben und wie folgt neu gefasst:
	"7. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für C._____ monatliche Unterhaltsbeiträge (davon Fr. 0.– als Betreuungsunterhalt) zuzüglich der Familienzulagen wie folgt zu bezahlen:
	 Fr. 700.– ab 1. Januar 2021 bis 30. April 2021;
	 Fr. 600.– ab 1. Mai 2021 bis 30. September 2023;
	 Fr. 544.– ab 1. Oktober 2023 für die weitere Dauer des Getrenntlebens.

	2. Im Übrigen werden das Urteil und die Zweitverfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 4. Dezember 2020 – soweit noch nicht in Rechtskraft erwachsen – bestätigt.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'500.– festgesetzt.
	4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Gesuchsgegner zu drei Vierteln und der Gesuchstellerin zu einem Viertel auferlegt, jedoch zufolge der beiden Parteien gewährten unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Geric...
	5. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 2'154.– zu bezahlen. Diese Entschädigung wird Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ direkt aus der Gerichtskasse ausgerichtet. Der Anspruc...
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...