# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07226a78-e667-5751-bb45-1741d2f867ed
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 26.11.2025 SV1 2025 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2025-55_2025-11-26.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 26. November 2025
mitgeteilt am 26. November 2025

Referenz SV1 25 55

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
Hemmi, Aktuarin

Parteien A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Gemeinde B.________
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Sozialhilfe

2 / 12

Sachverhalt

A. A.________, geb. 2003, wird seit dem 1. Februar 2020 von der Gemeinde 
B.________ öffentlich-rechtlich unterstützt.

B. Mit Verfügung vom 22. Januar 2025 hiess die Gemeinde B.________ das 
Gesuch um Verlängerung der öffentlich-rechtlichen Unterstützung für den Zeitraum 
vom 1. Februar 2025 bis zum 31. Juli 2025 gut. Dabei verfügte sie unter anderem, 
dass A.________ mit dem Ziel, im Sommer 2025 die Lehrstelle zu erhalten, ihr 
Praktikum im C.________ in D.________ bis Ende Juli 2025 fortzuführen habe. Das 
Sozialamt sei über den weiteren Verlauf des Praktikums auf dem Laufenden zu 
halten. Sobald der Entscheid über den allfälligen Ausbildungsplatz feststehe, müsse 
das Sozialamt informiert werden. 

C. Nachdem in der Folge A.________ im April 2025 den Lehrvertrag für eine 
Lehre als Fachfrau Gesundheit EFZ bei der Stiftung der C.________ unterzeichnet, 
der Regionale Sozialdienst für sie Mitte Juni 2025 erneut um Verlängerung der 
öffentlichen Unterstützung für den Zeitraum vom 1. August 2025 bis zum 31. Januar 
2026 ersucht und A.________ Anfang Juli 2025 den Mietvertrag für ein 
Personalzimmer unterzeichnet hatte, hiess die Gemeinde B.________ das 
Verlängerungsgesuch mit Verfügung vom 14. Juli 2025 abermals gut. Gleichzeitig 
verfügte sie, für das Wohnen (Zimmer bei den Eltern und Personalzimmer im Kloster 
D.________) insgesamt maximal CHF 500.00 pro Monat zu übernehmen.

D. Die dagegen erhobene Beschwerde, womit sinngemäss die vollständige 
Übernahme der Kosten für das angemietete Personalzimmer beantragt wurde, wies 
der Gemeindevorstand B.________ mit Entscheid vom 1. September 2025 ab. Zur 
Begründung führte er im Wesentlichen aus, gemäss den SKOS-Richtlinien bestehe 
kein Anspruch auf Übernahme von zwei Mietzinsen für dieselbe Person. Es liege 
somit im Ermessen der Gemeinde, ob die doppelten Wohnkosten übernommen 
würden. Dabei sei das Gleichbehandlungsgebot zu beachten, weshalb Sozialhilfe 
beziehende Lernende nicht bessergestellt werden dürften als Auszubildende, die 
ohne Sozialhilfe in bescheidenen Verhältnissen lebten. Für junge Erwachsene bis 
zum 25. Altersjahr übernehme die Gemeinde Wohnkosten in der Höhe von max. 
CHF 500.00. Entsprechend würden der Mietanteil von CHF 362.50 für die Wohnung 
in B.________ sowie derjenige von CHF 137.50 für das Personalzimmer in 
D.________ übernommen. Der übersteigende Betrag von CHF 212.50 sei von 
A.________ selber zu tragen.

E. Dagegen erhob A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 
3. Oktober 2025 (Datum Poststempel) Beschwerde an das Obergericht des 

3 / 12

Kantons Graubünden und beantragte, der angefochtene Entscheid vom 
1. September 2025 sei aufzuheben und die Gemeinde B.________ zu verpflichten, 
die Kosten für das von ihr bei ihrer Arbeitgeberin angemietete Personalzimmer 
während der Lehrzeit vollständig zu übernehmen. Ausserdem sei die Gemeinde zu 
verpflichten, ihre Regelung in Bezug auf die maximalen Wohnkosten anzupassen. 
Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass die Ablehnung der 
Kostenübernahme ihre Ausbildung gefährde, ihre Integrationschancen 
beeinträchtige und den Grundsätzen der sozialen und beruflichen Integration, der 
Gleichbehandlung junger Erwachsener sowie der zumutbaren Ausübung eines 
Berufs widerspreche. Angesichts der besonderen Rahmenbedingungen (Schicht- 
und Dienstzeiten, keine Aufenthaltsmöglichkeit während der Pausen, 
unverhältnismässiger Arbeitsweg) sei das Personalzimmer notwendig. 

F. Die Gemeinde B.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in 
ihrer Vernehmlassung vom 7. November 2025 auf Abweisung der Beschwerde. Zur 
Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass die Beschwerdeführerin bereits 
22 Jahre alt sei, weshalb eine gewisse Selbstständigkeit bzw. Eigenverantwortung 
vorausgesetzt werden könne. Der Arbeitsweg von B.________ bis zum Kloster 
D.________ dauere rund 45 Minuten und sei daher zumutbar. Zudem widerspräche 
die Übernahme der doppelten Wohnkosten dem Gleichbehandlungsgebot. Auch 
ergebe sich ein solcher Anspruch nicht aus den SKOS-Richtlinien. Vielmehr liege 
die Übernahme von zwei Mietzinsen im Rahmen der Mehrkosten durch Schul- und 
Ausbildungsbesuche in ihrem Ermessen. Ferner habe die Beschwerdeführerin in 
Kenntnis der möglichen Konsequenzen den Lehr- und den Mietvertrag 
unterschrieben, ohne das Sozialamt zu informieren bzw. ohne vorgängig ein 
Gesuch um Übernahme der doppelten Wohnkosten einzureichen und ohne die 
entsprechende Kostengutsprache abzuwarten. Damit habe sie gegen Auflagen 
sowie ihre Mitwirkungs- und Meldepflichten verstossen. Im Ergebnis habe die 
Beschwerdeführerin ihren Wohnkostenanteil von CHF 212.50 selber zu tragen.

G. Die Beschwerdeführerin reichte trotz der ihr eingeräumten Frist keine Replik 
ein.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 
Entscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

4 / 12

Erwägungen

1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) beurteilt das Obergericht des 
Kantons Graubünden Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, soweit 
diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können oder nach 
kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der vorliegend 
angefochtene Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 1. September 2025 ist 
weder endgültig noch kann er bei einer anderen Instanz angefochten werden. 
Folglich stellt er ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem 
Obergericht des Kantons Graubünden dar. Als formelle und materielle Adressatin 
des angefochtenen Entscheids ist die Beschwerdeführerin davon überdies berührt 
und sie weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung bzw. Änderung 
auf (Art. 50 VRG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde ist somit – unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung 2 – 
einzutreten.

1.2. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Obergericht in 
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 10’000.00 nicht 
überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Da der Streitwert bei 
einer Differenz zwischen den zugesprochenen und ersuchten Wohnkosten von 
CHF 212.50 auch bei einer Ausbildungsdauer von 36 Monaten (vgl. Lehrvertrag 
vom 10. April 2025 [act. C.3]) unbestrittenermassen unter CHF 10’000.00 liegt und 
für diese Angelegenheit keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist (vgl. Art. 43 
Abs. 2 VRG), ist die vorliegende Streitigkeit einzelrichterlich zu entscheiden.

2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die verfügte 
Übernahme der Wohnkosten für das Zimmer der Beschwerdeführerin bei ihren 
Eltern in B.________ und für das angemietete Personalzimmer im Lehrbetrieb in 
D.________ von insgesamt max. CHF 500.00 pro Monat zu Recht geschützt hat. 
Soweit die Beschwerdeführerin einen darüberhinausgehenden Antrag im 
Zusammenhang mit den im Handbuch der Beschwerdegegnerin festgelegten 
maximalen Wohnkosten für junge Erwachsene bis zum 25. Altersjahr (vgl. act. C.9) 
stellt bzw. am Streitgegenstand vorbeizielende Ausführungen macht, ist darauf nicht 
einzutreten bzw. sind diese von vornherein nicht zu hören. Dasselbe gilt in Bezug 
auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin betreffend Wohnsitz sowie 
Unterstützungsrecht; die Zuständigkeit für die finanzielle Unterstützung der 
Beschwerdeführerin wird von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten. 

3.1. Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch 
auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein 

5 / 12

unerlässlich sind (Art. 12 BV). Diese verfassungsmässigen Ansprüche werden 
durch die kantonale Gesetzgebung konkretisiert; jede bedürftige Person hat 
Anspruch auf persönliche und wirtschaftliche Hilfe. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des 
Kantonalen Unterstützungsgesetzes (UG; BR 546.250) ist bedürftig, wer für seinen 
Lebensunterhalt und den seiner Familienangehörigen mit gleichem Wohnsitz nicht 
hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Diese 
Bestimmung bekennt sich zum Grundsatz der Subsidiarität, welcher das 
Sozialhilferecht durchdringt (vgl. BGE 139 I 218 E. 3.3 und E. 3.5 sowie 130 I 71 
E. 5.3; PVG 2009 Nr. 18 E. 3c). Gemäss Art. 2 Abs. 1 Satz 1 UG bestimmt die 
zuständige Sozialbehörde Art und Mass der Unterstützung nach dem 
ausgewiesenen Bedarf unter Würdigung der örtlichen und persönlichen 
Verhältnisse. Für die Bemessung der Unterstützung durch die zuständige 
Gemeinde sind gemäss Art. 1 Abs. 1 der Ausführungsbestimmungen zum 
kantonalen Unterstützungsgesetz (ABzUG; BR 546.270) die Richtlinien der 
Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) für die Ausgestaltung und 
Bemessung der Sozialhilfe (nachfolgend: SKOS-Richtlinien; Version vom 1. Januar 
2025; <https://skos.ch/>) einschliesslich des Kapitels "Praxishilfen" mit gewissen 
Konkretisierungen und Einschränkungen massgebend (vgl. Urteile des 
Obergerichts des Kantons Graubünden SV1 25 31 vom 17. September 2025 E. 3.1, 
SV1 25 36 vom 10. September 2025 E. 3.1 und SV1 25 26 vom 11. Juli 2025 E. 3). 

3.2. Die materielle Grundsicherung ermöglicht eine bescheidene und 
menschenwürdige Lebensführung mit sozialer Teilhabe und umfasst folgende 
Ausgabenpositionen: Grundbedarf für den Lebensunterhalt, anrechenbare 
Wohnkosten, medizinische Grundversorgung und grundversorgende 
situationsbedingte Leistungen (SIL; siehe auch Art. 2 Abs. 1 ABzUG). Sie wird 
individuell namentlich durch fördernde SIL ergänzt (vgl. Ziff. C.1 der SKOS-
Richtlinien). In Bezug auf die Wohnkosten wird von den unterstützten Personen 
erwartet, dass sie in günstigem Wohnraum leben. Anzurechnen sind die 
Wohnkosten nach den örtlichen Verhältnissen samt der mietrechtlich anerkannten 
Nebenkosten (vgl. Ziff. C.4.1 der SKOS-Richtlinien; siehe ferner Art. 8 AbzUG). 
Besondere Wohn- sowie Lebensumstände können eine Anpassung der 
berücksichtigten Wohnkosten rechtfertigen (vgl. Ziff. C.4.2 der SKOS-Richtlinien). 

3.3. Die SIL berücksichtigen die besondere gesundheitliche, wirtschaftliche, 
persönliche und familiäre Lage von unterstützten Personen (vgl. Ziff. C.6.1 der 
SKOS-Richtlinien; siehe auch WIZENT, Sozialhilferecht, 2. Aufl. 2023, Rz. 518 und 
DERS., Die sozialhilferechtliche Bedürftigkeit, ein Handbuch, 2014, S. 322; vgl. 
ferner HÄNZI, Die Richtlinien der schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe, 

https://skos.ch/

6 / 12

Entwicklung, Bedeutung und Umsetzung der Richtlinien in den deutschsprachigen 
Kantonen der Schweiz, 2011, S. 183). Die grundversorgenden SIL dienen der 
Grundversorgung und sind zu gewähren, sobald ein bestimmter Bedarf vorliegt. Der 
Ermessensspielraum der Sozialbehörde ist klein, da ansonsten die 
Grundversorgung des Haushalts infrage gestellt wird oder es für die unterstützen 
Personen nicht mehr möglich ist, selbstständig zu einer Verbesserung der Situation 
beizutragen. Hier geht es meistens um folgende Leistungen: krankheits- oder 
behinderungsbedingte Auslagen, Kosten für die Betreuung von Kindern oder 
Erwerbsunkosten. Während die grundversorgenden SIL also klarerweise der 
Deckung der laufenden Lebenskosten dienen, beziehen sich die fördernden SIL 
nicht auf die laufenden Lebenskosten, sondern auf Kosten, deren Übernahme 
sinnvoll erscheint, weil die unterstützte Person dadurch einem nützlichen und mit 
der Sozialhilfe angestrebten Ziel nähergebracht wird. In diesen Fällen hat die 
Sozialbehörde meist ein grosses Ermessen (vgl. Ziff. C.6.1 der SKOS-Richtlinien 
samt Erläuterungen a bis c; siehe auch WIZENT, Sozialhilferecht, Rz. 525 ff.). 
Gemäss Ziff. C.6.2 Abs. 1 der SKOS-Richtlinien können Schul-, Kurs- oder 
Ausbildungsbesuche Mehrkosten verursachen, die nicht im Grundbedarf für den 
Lebensunterhalt enthalten sind (vgl. VÖGELI, Kommission Richtlinien und Praxis, 
Kann die Sozialhilfe eine Berufsehre finanzieren?, Praxisbeispiel, wonach gemäss 
Ziff. C.6.2 der SKOS-Richtlinien zusätzlich die Ausbildungskosten als SIL 
übernommen werden). 

3.4. Junge Erwachsene, d.h. Personen – wie die Beschwerdeführerin – zwischen 
dem vollendeten 18. und dem vollendeten 25. Altersjahr, haben ein erhöhtes 
Armutsrisiko, da diese Lebensphase von Übergängen in Bezug auf Ausbildung, 
Beruf, Arbeitsstelle, Familie und allenfalls eigene Kinder geprägt ist. Für die 
Sozialhilfe ist es von besonderem Interesse, das Armutsrisiko der jungen 
Erwachsenen zu reduzieren, um angesichts des jungen Alters einer langen 
Unterstützungsdauer resp. hohen Folgekosten entgegen zu wirken. Für den 
erfolgreichen Einstieg in die Berufswelt ist insbesondere die Ausbildung von grosser 
Bedeutung. Junge Erwachsene mit mangelnder Ausbildung sind in der Sozialhilfe 
deutlich übervertreten (vgl. Grundlagenpapier "Junge Erwachsene in der 
Sozialhilfe" der SKOS, Bern 2021, S. 3 f.). Gemäss den Erläuterungen zur 
Ziff. C.6.2 der SKOS-Richtlinien ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen der 
nachhaltigen beruflichen Integration höchste Priorität beizumessen; sie sollen eine 
ihren Fähigkeiten entsprechende Erstausbildung absolvieren. Diese umfasst 
insbesondere Berufsausbildungen (vgl. Grundlagenpapier "Junge Erwachsene in 
der Sozialhilfe" der SKOS, Bern 2021, S. 5). Insofern ist der Beschwerdeführerin 
darin beizupflichten, dass die Lehre für sie eine langfristige und nachhaltige Chance 

7 / 12

für die Integration in den ersten Arbeitsmarkt darstellt, was im Einklang mit den 
Zielen der SKOS steht (vgl. auch Stellungnahme der Arbeitgeberin vom 7. August 
2025 [act. B.1]).

4.1. Mit Verfügung vom 22. Januar 2025 hiess die Beschwerdegegnerin das 
Verlängerungsgesuch für den Zeitraum vom 1. Februar 2025 bis zum 31. Juli 2025 
gut und wies die Beschwerdeführerin insbesondere darauf hin, dass zusätzliche 
Leistungen bzw. SIL ein vorgängiges Gesuch voraussetzten und grundsätzlich nicht 
nachträglich bewilligt werden könnten. Die entsprechende Kostengutsprache der 
Sozialhilfe sei abzuwarten, bevor Verträge abgeschlossen, Behandlungen 
begonnen oder Ausgaben getätigt würden. Andernfalls müsse die 
sozialhilferechtliche Finanzierung abgelehnt werden. Zudem verpflichtete sie die 
Beschwerdeführerin mit Blick auf das Ziel, im Sommer 2025 die Lehrstelle zu 
erhalten, das Praktikum im C.________ in D.________ bis Ende Juli 2025 
fortzuführen. Das Sozialamt sei über den weiteren Verlauf des Praktikums auf dem 
Laufenden zu halten. Sobald der Entscheid über den allfälligen Ausbildungsplatz 
feststehe, müsse das Sozialamt informiert werden. Sollte die Beschwerdeführerin 
den Ausbildungsplatz nicht erhalten, habe sie umgehend die Arbeit im Dock 
aufzunehmen und Arbeitsbemühungen einzureichen (vgl. Verfügung vom 
22. Januar 2025 [act. C.1]). Zwar ist der Beschwerdegegnerin darin beizupflichten, 
dass die Beschwerdeführerin den Lehrvertrag für die Lehre als Fachfrau Gesundheit 
EFZ bei der Stiftung der C.________ am 10. April 2025 unterzeichnet hat, ohne sie 
sogleich darüber zu informieren (vgl. E-Mails vom 4. und 5. Juni 2025 [act. C.3] und 
Lehrvertrag vom 10. April 2025 bzw. 19. Mai 2025 [act. C.4]). Allerdings hat die 
Beschwerdegegnerin am 5. Juni 2025 und damit innerhalb der Frist zur Einreichung 
eines Verlängerungsgesuchs vom Lehrvertrag bzw. Ausbildungsplatz ab dem 
1. August 2025 Kenntnis erhalten (vgl. Verfügung vom 22. Januar 2025 [act. C.1] 
sowie E-Mails vom 4. und 5. Juni 2025 [act. C.3]). Zudem ist für die Sozialhilfe von 
besonderem Interesse, junge Erwachsene wie die Beschwerdeführerin durch das 
Absolvieren einer Erstausbildung nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren und 
sie dadurch von der Sozialhilfe abzulösen (vgl. Erwägung 3.4 hiervor; siehe ferner 
Verfügung vom 22. Januar 2025 [act. C.1], wonach die Beschwerdeführerin bei 
Nichterhalt des Ausbildungsplatzes verpflichtet gewesen wäre, die Arbeit im Dock 
aufzunehmen und Arbeitsbemühungen einzureichen). Das Vorbringen der 
Beschwerdegegnerin betreffend Verstoss gegen Auflagen sowie Mitwirkungs- und 
Meldepflichten ist insofern zu relativieren. Soweit Letztere zudem im 
Zusammenhang mit der Schadenminderungspflicht festhält, dass die 
Beschwerdeführerin auch eine Lehrstelle in der Region B.________ hätte suchen 
können, verhält sie sich nach dem Gesagten widersprüchlich (vgl. auch Beschwerde 

8 / 12

gegen die Verfügung vom 14. Juli 2025 [act. B.1], wonach die Beschwerdeführerin 
während mehreren Jahren Schwierigkeiten gehabt habe, einen geeigneten 
Ausbildungsplatz zu finden). 

4.2. Des Weiteren ist unter den Verfahrensbeteiligten unbestritten, dass die 
Beschwerdeführerin den Mietvertrag für das Personalzimmer am 1. Juli 2025 
unterzeichnet hat, ohne die diesbezügliche Kostengutsprache der 
Beschwerdegegnerin abzuwarten (vgl. Verfügung vom 14. Juli 2025 [act. B.4 = act. 
C.1] und Mietvertrag vom 1. Juli 2025 [act. B.3 = act. C.6]). Allerdings ist angesichts 
des Umstands, dass die Beschwerdegegnerin am 14. Juli 2025 neben der 
Verlängerung der öffentlich-rechtlichen Unterstützung ab August 2025 die 
Übernahme der Wohnkosten für das Zimmer der Beschwerdeführerin bei ihren 
Eltern und für das Personalzimmer im Kloster in D.________ von insgesamt max. 
CHF 500.00 pro Monat verfügt hat, davon auszugehen, dass die Übernahme der 
Kosten für das Personalzimmer ab August 2025 bereits Gegenstand des 
Verlängerungsgesuchs vom 17. Juni 2025 war (vgl. Verfügung vom 14. Juli 2025 
[act. B.4 = act. C.1]; siehe auch Beschwerde gegen diese Verfügung [act. B.1]). 
Insofern kann der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden, wenn sie festhält, die 
Beschwerdeführerin habe den Mietvertrag unterschrieben, ohne vorgängig ein 
Gesuch um Übernahme der doppelten Wohnkosten einzureichen (vgl. WIZENT, 
Sozialhilferecht, Rz. 78, wonach Gesuche um Erteilung einer Kostengutsprache 
grundsätzlich schriftlich begründet sowie vorgängig und rechtzeitig einzureichen 
sind). Zudem ist die Beschwerdegegnerin darauf hinzuweisen, dass das 
Nichtabwarten der Beschwerdeführerin auf die Kostengutsprache nicht per se auf 
die Ablehnung der Übernahme der Kosten für SIL schliessen lässt (vgl. 
Verfügungen vom 22. Januar 2025 [act. C.1] und vom 14. Juli 2025 [act. B.4 = act. 
C.1]). Denn erweisen sich deren Voraussetzungen als gegeben, so verbleibt der 
Beschwerdegegnerin auch im Nachhinein kein Spielraum, die Kostenübernahme zu 
verweigern, andernfalls sie formelle Vorschriften mit übertriebener Schärfe 
handhaben würde und somit in einen überspitzen Formalismus verfiele. Insofern ist 
das entsprechende (vorgängig eingereichte) Gesuch dennoch zu prüfen, wie dies 
die Beschwerdegegnerin denn auch getan hat (vgl. Verfügung vom 14. Juli 2025 
[act. B.4 = act. C.1]). 

5. Soweit die Beschwerdeführerin auf den Gleichbehandlungsgrundsatz 
hinweist und dazu vorbringt, dass andere junge Erwachsene nicht zusätzlich einen 
Mietanteil bei den Eltern tragen müssten, kann ihr in dieser Absolutheit nicht gefolgt 
werden. Denn es ist nicht auszuschliessen, dass andere junge Erwachsene, die in 
Haushalten mit bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen leben, aber nicht von 

9 / 12

der Sozialhilfe unterstützt werden, auch einen Teil der Mietkosten zu übernehmen 
haben. Somit erweist sich der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach die 
Ablehnung der Kostenübernahme dem Grundsatz der Gleichbehandlung junger 
Erwachsenen widerspreche, als unbegründet. Vielmehr ist mit der 
Beschwerdegegnerin grundsätzlich festzuhalten, dass Sozialhilfe beziehende 
Lernende nicht besser gestellt werden sollten als Auszubildende ohne Sozialhilfe, 
die in bescheidenen finanziellen Verhältnissen leben. Insofern kommt dem 
Vergleich mit Haushalten in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen bei der im 
Rahmen der Gewährung von SIL vorzunehmenden Güterabwägung durchaus 
Bedeutung zu. Allerdings spielt insbesondere auch das sinnvolle Verhältnis von 
Kosten und Nutzen, der gesetzliche Integrationsauftrag sowie der Zugang zu Arbeit 
und Bildung eine zentrale Rolle (vgl. WIZENT, Sozialhilferecht, Rz. 524; siehe auch 
Ziff. C.6.1 der SKOS-Richtlinien, Erläuterungen a). Da der erfolgreichen beruflichen 
Integration von jungen Erwachsenen – und damit auch der Beschwerdeführerin – 
grosses Gewicht beizumessen ist (vgl. Erwägung 3.4 hiervor), ist nachfolgend die 
Zumutbarkeit des Arbeitsweges zu prüfen.

6. Für den Begriff der zumutbaren Arbeit wird hilfsweise die 
arbeitslosenversicherungsrechtliche Umschreibung gemäss Art. 16 Abs. 2 AVIG 
(SR 837.0) herangezogen (vgl. BGE 130 I 71 E. 5.3 und PVG 2009 Nr. 18 E. 3c). 
Danach ist eine Arbeit insbesondere unzumutbar, wenn sie einen Arbeitsweg von 
mehr als zwei Stunden je für den Hin- und Rückweg notwendig macht (Art. 16 
Abs. 2 lit. f AVIG). Aktenkundig ist, dass die Beschwerdeführerin an der E.________ 
in B.________ wohnt und sich ihr Lehrbetrieb am F.________ in D.________ 
befindet (vgl. insb. Verfügungen vom 22. Januar 2025 [act. C.1] und vom 14. Juli 
2025 [act. B.4 = act. C.1], Beschwerdeentscheid vom 1. September 2025 [act. B.4 
= act. C.2] und Lehrvertrag vom 10. April 2025 bzw. 19. Mai 2025 [act. C.4]). Aus 
dem online abrufbaren Fahrplan ergibt sich, dass der Arbeitsweg vom Wohnort der 
Beschwerdeführerin in B.________ bis zu ihrem Arbeitsort im Kloster in 
D.________ bzw. der entsprechende Rückweg unter Berücksichtigung der 
schnellsten Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa je eine Stunde dauert. 
Auch mit Blick auf andere, langsamere Verbindungen dauert die Anreise vom 
Wohn- zum Arbeitsort bzw. die entsprechende Rückreise weniger als zwei Stunden 
pro Weg (vgl. https://www.sbb.ch/de, zuletzt besucht am 26. November 2025). 
Insofern ist der Beschwerdegegnerin darin beizupflichten, dass sich der Arbeitsweg 
der Beschwerdeführerin mit Blick auf dessen Dauer als zumutbar erweist. Soweit 
Letztere vorbringt, dass ihr der rund 20-minütige Fussweg vom Bahnhof 
D.________ zum Kloster nicht zumutbar sei, vermag dies nicht zu verfangen. 
Abgesehen davon, dass die Möglichkeit besteht, ab der Haltestelle D.________ 

https://www.sbb.ch/de

10 / 12

Bahnhof/Post den Bus B422 in Richtung Kloster zu nehmen (vgl. https://www. 
sbb.ch/de, zuletzt besucht am 26. November 2025), ist weder substanziiert 
dargetan noch ersichtlich, dass der Fussweg von ca. 20 Minuten bzw. von etwa 
einem Kilometer der 22-jährigen, eine Lehre zur Fachfrau Gesundheit EFZ 
absolvierenden Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar 
wäre. Auch erscheint das Pendeln zwischen dem Wohn- und Arbeitsort nicht per se 
als unzumutbar, weil die Beschwerdeführerin während des Spätdienstes erst um 
21.00 Uhr zu Hause wäre (vgl. Beschwerde gegen die Verfügung vom 14. Juli 2025 
und Stellungnahme der Arbeitgeberin vom 7. August 2025 [act. B.1]). Sodann ist 
der Beschwerdeführerin in Bezug auf den um 7.00 Uhr beginnenden Frühdienst 
insofern beizupflichten, als sie mit Blick auf die dem online abrufbaren ÖV-Fahrplan 
zu entnehmende Verbindung ab B.________ um 6.20 Uhr unter Berücksichtigung 
des erforderlichen Fussweges zum Kloster nicht rechtzeitig bei der Arbeit 
erscheinen könnte. Allerdings anerkennt die Beschwerdeführerin in Bezug auf den 
Frühdienst, dass sie mit der Verbindung ab B.________ um 5.11 Uhr grundsätzlich 
rechtzeitig bei der Arbeit wäre (vgl. Beschwerde gegen die Verfügung vom 14. Juli 
2025 und Stellungnahme der Arbeitgeberin vom 7. August 2025 [act. B.1]). 
Abgesehen davon, dass sich die Häufigkeit des zu leistenden Frühdienstes aus den 
vorliegenden Akten nicht eindeutig ergibt (vgl. aber das von der Beschwerdeführerin 
eingereichte Blatt mit gekennzeichneten Dienstzeiten [act. B.1]), lässt sich diese 
Verbindung soweit ersichtlich dem online abrufbaren Wochenend-Fahrplan nicht 
entnehmen (vgl. https://www.sbb.ch/de, zuletzt besucht am 26. November 2025; 
siehe ferner Stellungnahme der Arbeitgeberin vom 7. August 2025 [act. B.1]). Da 
die Beschwerdeführerin aber gemäss der Stellungnahme ihrer Arbeitgeberin vom 
7. August 2025 unbestrittenermassen auch an Wochenenden und Feiertagen 
arbeitet (vgl. act. B.1; siehe ferner Lehrvertrag vom 10. April 2025 bzw. 19. Mai 2025 
[act. C.4]), hätten sich zur Frage, ob es ihr im Falle von Frühdiensten möglich ist, 
rechtzeitig am Arbeitsplatz zu erscheinen, weitere Abklärungen aufgedrängt. Indem 
die Beschwerdegegnerin dies unterlassen hat, hat sie ihre Untersuchungspflicht 
verletzt (vgl. Art. 11 VRG; siehe dazu: Urteil des ehemaligen Verwaltungsgerichts 
des Kantons Graubünden U 23 31 vom 27. Juni 2023 E. 7.3). Im Rahmen der noch 
vorzunehmenden Abklärungen wird die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang 
mit der Frage der Zumutbarkeit des Pendelns zwischen dem Wohn- und Arbeitsort 
der Beschwerdeführerin auch die während ihrer Pflegeausbildung zu leistenden 
geteilten Dienste und die massgeblichen Ruhezeiten, insbesondere jene zwischen 
zwei Arbeitstagen, zu würdigen haben (vgl. Beschwerde gegen die Verfügung vom 
14. Juli 2025 und Stellungnahme der Arbeitgeberin vom 7. August 2025 [act. B.1]).

11 / 12

7. Im Ergebnis ist die Beschwerde daher gutzuheissen, soweit darauf 
einzutreten ist, und der angefochtene Entscheid vom 1. September 2025 
aufzuheben. Die Angelegenheit ist zu weiteren Abklärungen im Sinne der 
Erwägungen und zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. 

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 
Art. 73 Abs. 1 VRG der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, wobei sich eine 
Staatsgebühr von CHF 500.00 (zzgl. Kanzleiauslagen) als angemessen erweist 
(vgl. Art. 75 Abs. 2 VRG). Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin ist 
praxisgemäss keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Urteil des 
Obergerichts des Kantons Graubünden SV1 25 36 vom 10. September 2025 E. 7; 
Urteile des ehemaligen Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 24 50 vom 
19. Dezember 2024 E. 8, U 24 68 vom 10. Dezember 2024 E. 13.1, U 23 74 vom 
5. März 2024 E. 8, U 23 65 vom 5. Dezember 2023 E. 8.1 und U 20 107 vom 
13. April 2021 E. 14).

12 / 12

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, und der 
angefochtene Entscheid vom 1. September 2025 wird aufgehoben. Die 
Angelegenheit wird zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und 
zu neuem Entscheid an die Gemeinde B.________ zurückgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 500.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 276.00

Total CHF 776.00

gehen zulasten der Gemeinde B.________.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]