# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4758bc7d-db2c-5c97-9a73-e9d6ac8f0bee
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-07-28
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 28.07.2008 S2 07 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_S2-07-67_2008-07-28.pdf

## Full Text

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Rechtsprechung der Sozialrechtlicheabteilung 
Jurisprudence de la Cour des assurances sociales 

 
 

Unfallversicherung 
Assurance-accident 

KGVS S2 07 67 

KVGE X. c SUVA vom 28. Juli 2008 

Schleudertrauma 

− Bei der Beurteilung der Adäquanz ist vom Unfallereignis selbst und nicht von dessen 
Erlebnis durch den Betroffenen auszugehen, wobei die Unfälle, die für die 
psychischen Folgeschäden in Frage kommen, in drei Gruppen einzuteilen sind: a) 
banale bzw. leichte Unfälle; b) schwere Unfälle sowie c) die dazwischenliegenden 
mittelschweren Unfälle. 

− Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und 
Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalls 
allein schlüssig beantworten. 

Coup du lapin 

− L'appréciation de l'adéquation dépend de l'accident lui-même et non de la manière 
subjective dont l'intéressé l'a ressenti. S'agissant des dommages psychiques 
proprement dits, les accidents peuvent être classés en trois catégories: a) les 
accidents banaux ou légers; b) les accidents graves; c) les accidents de gravité 
moyenne. 

− En cas d'accidents de gravité moyenne, le rapport de causalité adéquate entre 
l'accident et les conséquences de celui-ci ne dépend pas exclusivement de l'accident 
lui-même. 

Sachverhalt 

A. Der 1957 geborene X. ist über seinen vormaligen Arbeitgeber, bei der 
SUVA obligatorisch unfallversichert. Am 25. November 2005 fuhr er bei 
schneebedeckter Strasse in einem Tempo von ca. 45 km/Std. mit dem Auto 
gegen die Leitplanke. Nachdem er am 28. und am 29. November 2005 normal 
gearbeitet hatte, begab er sich am 30. November 2005 wegen 
Nackenbeschwerden in die Behandlung seines Hausarztes, Dr. Y. Dieser 
diagnostizierte ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule bei Status nach 
Diskushernienoperation C6/7 im Jahr 1998 und aktuell Schulterbeschwerden 
(Verdacht auf craniale Subsca- 
 

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pularissehnen-Läsion), verordnete eine konservative Therapie und 
schrieb den Patienten ab dem 1. Dezember 2005 zu 100 % 
arbeitsunfähig. Am 14. Dezember 2005 wurde der Unfall der SUVA 
gemeldet, diese anerkannte den Unfall und übernahm die gesetzlichen 
Leistungen. Am 19. Januar 2006 berichtete Dr. Y., sein Patient habe 
nach dem Unfall zunehmend Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in die 
linke Schulter verspürt. Bei der Untersuchung seien eine dolente 
Seitenneigung, links mehr als rechts, Irritationszonen C3/4 links und 
Triggerpunkte Trapezius links feststellbar gewesen. Radiologisch hätten 
sich keine Hinweise auf ossäre Läsionen ergeben. Nach der 
Diskushernienoperation im Oktober 1998 sei der Patient völlig 
beschwerdefrei gewesen. Von Seiten der rechten Schulter bestehe seit 
mehreren Monaten eine ausgeprägte, therapieresistente PHS. 

B. Am 2. Februar 2006 nahm der Kreisarzt der SUVA, Dr. Z. 
dahingehend Stellung, als dass der Unfall vom 25. November 2005 nicht 
zu einer richtungsgebenden, wohl aber zu einer vorübergehenden 
Verschlimmerung der vorbestehenden Affektionen (Spondylodese 
C6/C7) geführt habe. Er schlug ein medizinisches Assesment in der 
Rehaklinik Bellikon vor, das am 28. Februar 2006 durchgeführt wurde. 
Dabei wurde festgestellt, der Versicherte habe bei dem Unfall eine 
HWS-Distorsion erlitten, die auf eine vorgeschädigte Wirbelsäule 
getroffen sei, was sich auf den Heilungsverlauf nicht förderlich auswirke. 
Die Schulterbeschwerden seien vorbestehend gewesen und durch den 
Unfall nicht beeinflusst worden. Die HWS-Beweglichkeit sei nur leicht 
eingeschränkt, es liege ein cervico-brachiales myofasziales 
Schmerzsyndrom vor. Weiter wurde eine stationäre Therapie 
empfohlen, anlässlich derselben mit dem Patienten auch das berufliche 
Prozedere besprochen werden könne. X. war in der Folge vom 27. März 
2006 bis zum 3. Mai 2006 in Bellikon hospitalisiert. Am 3. März 2006 
berichtete die Klinik Bellikon, infolge Selbstlimitierung und 
ungenügender Kooperation im Behandlungsprogramm habe die zu 
erwartende Verbesserung nicht erreicht werden können. Das Ausmass 
der demonstrierten physischen Einschränkung lasse sich mit den 
objektivierbaren Befunden der klinischen Untersuchung und den 
bildgebenden Verfahren aus somatischer Sicht nicht erklären. Die 
nachgewiesene Diskuspathologie sei nicht unfallbedingt. Unfallkausal 
könnten keine spezifischen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit 
postuliert werden. Ein psychosomatisches Konsilium vom 6. April 2006 
ergab keine psychische Störung von Krankheitswert. Es wurde eine 
leichtgradige affektive Auslenkung mit Ängstlichkeit und leicht erhöhter 

 

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Reizbarkeit im breitbandigen Spektrum der Norm festgestellt. Im 
Austrittsbericht der Klinik Bellikon vom 29. Mai 2006 wurden diese 
Befunde zusammengefasst und bestätigt. 

Die SUVA legte die Akten erneut Dr. Z. zur Beurteilung vor. 
Dieser erachtete die Unfallfolgen am 7. Juni 2006 als genügend 
abgeklärt und stellte fest, es seien aufgrund der vorhandenen 
Unterlagen keine somatischen Unfallfolgen mehr objektivierbar. 

Am 15. Juni 2006 liess die SUVA eine biomechanische 
Kurzbeurteilung des Unfalles durchführen. Aus biomechanischer Sicht 
erwiesen sich die Beschwerden des Versicherten im Anschluss an den 
Unfall als im Normalfall nur schwierig erklärbar. In Berücksichtigung der 
vorbestehenden Halswirbelsäulenproblematik wurden die Beschwerden 
als "eher erklärbar" qualifiziert. 

C. Mit Schreiben vom 21. Juli 2006 teilte die SUVA dem 
Versicherten mit, aufgrund der medizinischen Unterlagen lägen keine 
behandlungsbedürftigen Unfallfolgen mehr vor, sie werde die 
Versicherungsleistungen ab dem 31. Juli 2006 einstellen. Am 14. 
August 2006 bat X. die SUVA darum, mit dem Erlass der Verfügung 
zuzuwarten, bis eine laufende neurologische Abklärung im Inselspital 
Bern abgeschlossen sei. Im Austrittsbericht des Inselspitals vom 9. 
Oktober 2006 wurde die Diagnose eines zervicospondylogenen 
Schmerzsyndroms bei Status nach Mikrodiskektomie und bilateraler 
Foraminotomie C5/6 links im Oktober 1998 bei kleiner foraminaler 
Diskushernie C5/6 und Unkovertebralarthrose sowie eines 
progredienten zervikospondylogenen Schmerzsyndroms bei Status 
nach Autounfall gestellt. Die vorgenommene neurochirurgische 
Kältetherapie habe zu keiner Beschwerdeverbesserung geführt und der 
Patient sei in gutem Allgemeinzustand und ohne Medikation nach 
Hause entlassen worden. Das Inselspital empfahl eine weiterführende 
intensive Sch merzbehandlung. 

D. Am 13. November 2006 verfügte die SUVA die Einstellung ihrer 
Leistungen per 31. Juli 2006. Zur Begründung führte sie aus, es lägen 
keine organischen Folgen des erlittenen Unfalles mehr vor. Dagegen 
erhoben die Krankenversicherung Concordia am 28. November 2006 
vorsorglich und X. am 12. Dezember 2006 Einsprache. Die Concordia 
teilte am 23. Februar 2007 mit, nach Würdigung der Akten sei sie mit der 
Beurteilung der SUVA einverstanden und ziehe die vorsorgliche 
Einsprache zurück. Mit Entscheid vom 26. April 2007 wies die SUVA die 
Einsprache des Versicherten ab. Unter Berücksichtigung sämtlicher der 
für die Beurteilung massgebenden Faktoren erachtete sie einen 

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natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den vorhandenen 
Beschwerden, für die es kein organisches Substrat gebe und die nicht 
dem typischen Beschwerdebild einer HWS-Distorsion entsprächen, und 
dem erlittenen Unfall für nicht mehr als eine blosse Möglichkeit, was für 
die Begründung einer Leistungspflicht der Unfallversicherung nicht 
genüge. Selbst wenn ein natürlicher Kausalzusammenhang bejaht 
würde, wäre dessen Adäquanz zu verneinen. 

E. Hiergegen reichte der Versicherte am 29. Mai 2007 
Beschwerde beim Kantonalen Versicherungsgericht ein. Er beantragte 
die Aufhebung des Einspracheentscheides und führte an, gemäss 
Bestätigung seines Hausarztes und des Inselspitals seien seine 
Schmerzen eindeutig auf den Unfall zurückzuführen. Mit 
Beschwerdeantwort vom 21. Juni 2007 beantragte die SUVA die 
Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung ihres 
Einspracheentscheides. 

Auf die weiteren Vorbringen wird, soweit entscheidwesentlich, in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Erwägungen 

(…) 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen (anhaltende HWS-Beschwerden) des Versicherten 
Folgen des Unfalles vom 25. November 2005 sind. Eine weitere 
Leistungspflicht ist nur gegeben, wenn der natürliche und der adäquate 
Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem 
erwähnten Unfallereignis gegeben sind. 

3. a) Nach dem Unfallversicherungsgesetz sind grundsätzlich 
Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Dem Berufsunfall 
gleichgestellt werden Berufskrankheiten (Art. 6 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 3 
UVG). Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 
menschlichen Körper. Das Ereignis muss dabei die Ursache einer 
gesundheitlichen Störung sein. Die Leistungspflicht der 
Unfallversicherung setzt mithin voraus, dass zwischen dem 
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht. 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht 
als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

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Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 
oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist. Es genügt, 
dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen 
die körperliche oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt 
hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 
dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 121 
V 329 E. 2a; RKUV 2000 Nr. U 377 S. 185 E. 4a). 

b) Das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges 
muss überwiegend wahrscheinlich sein. Die blosse Möglichkeit eines 
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs 
nicht (BGE 129 V 153 E. 2.1, 126 V 360 E. 5b; RKUV 2000 Nr. U 377 S. 
185 E. 4a). Für die Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im 
Bereich der Medizin ist die Verwaltung bzw. der Richter bisweilen auf A 
ngaben ärztlicher Experten angewiesen (BGE 118 V 290 E. 1b). 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (RKUV 1991 Nr. U 
133 S. 312 f.). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 
somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 
oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit weiteren 
Hinweisen). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der 
Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen. Auch den 
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
schliesslich Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 
Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass 
der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum 
Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität 
und auf Befangenheit schliessen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit weiteren 
Hinweisen). 

Diese Beweisgrundsätze gelten ohne weiteres auch in Fällen mit 
Schleuderverletzungen der HWS. Ist eine solche diagnostiziert und liegt 
ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häu- 

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fung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, 
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche 
Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 
Wesensveränderung usw. innert drei Tagen vor, so ist der natürliche 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach 
eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel 
anzunehmen. 

4. a) Die Vorinstanz erwog, es habe kein organisches Substrat, 
das beim Unfall gesetzt worden wäre und die Beschwerden erklären 
würde, gefunden werden können. Beim Versicherten seien knapp drei 
Tage nach dem Unfall Nackenbeschwerden aufgetreten. Weitere zum 
typischen Beschwerdebild gehörende Beschwerden seien nicht 
aufgetreten. Demgegenüber bringt der Versicherte vor, gemäss 
Bestätigungen des Inselspitals und des Hausarztes seien seine 
Schmerzen eindeutig auf den Unfall zurückzuführen. 

b) Über den Hergang des Unfalls vom 25. November 2005 lässt 
sich den Akten entnehmen, dass der Beschwerdeführer keinen 
Kopfanprall und auch keinen Bewusstseinsverlust erlitt. Er hatte den 
Aufprall auf die Leitplanke kommen sehen, war also auf die Kollision 
gefasst gewesen. Der Unfall blieb für ihn zunächst ohne Folgen. Er 
arbeitete normal weiter. Erst am Morgen des 29. November 2005 hatte 
er nach eigenen Angaben Nackenbeschwerden und begab sich in der 
Folge am 30. November 2005 in die Behandlung seines Hausarztes. Dr. 
Y. gab mit Bericht vom 14. Dezember 2005 Auskunft über die objektiven 
Befunde (Irritationszonen und Triggerpunkte, keine ossären Läsionen), 
stellte die Diagnose eines Schleudertraumas und ordnete eine 
konservative Behandlung an. Hinsichtlich der beim Unfall erlittenen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen nannte er Nackenschmerzen und 
bestätigte eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Im Bericht der Klinik 
Bellikon vom 27. Februar 2006 wurde festgestellt, der Patient klage 
praktisch über keine Beschwerden, welche sonst beim typischen HWS-
Schleudertrauma beklagt würden, und es wurde die Diagnose einer 
HWS-Distorsion QTF II sowie eines cervico-brachialen myofaszialen 
Schmerzsyndroms gestellt. Im Bericht der Klinik Bellikon vom 3. Mai 
2006 war erstmals von einer affektiven Auslenkung mit etwas 
vermehrter Reizbarkeit die Rede, die indessen anlässlich des 
psychosomatischen Konsiliums vom 6. April 2006 als "im breitbandigen 
Spektrum der Norm" sich befindend und ohne psychosomatischen 
Krankheitswert beurteilt wurde. Aus keinem der Arztberichte lässt sich 
entnehmen, dass innert der Latenzzeit von ungefähr drei Tagen 
typische vielfältige Beeinträch- 

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tigungen aufgetreten wären (vgl. dazu EVG-Urteile U 312/05 vom 4. 
November 2005 E. 4.2 und U 74/05 vom 28. Juli 2005 E. 4.1 und U 
207/01 vom 22. November 2002 E. 4.1). Selbst die Nackenbeschwerden 
setzten erst am vierten Tag nach dem Unfall ein. Damit muss die 
Diagnose eines Schleudertraumas angezweifelt werden. Die Klinik 
Bellikon stellt einzig fest, es wirke sich für die Heilung der Unfallfolgen 
nicht förderlich aus, dass eine Wirbelsäulenpathologie beim Unfall 
bereits bestanden habe. Im Bericht des Inselspitals wird die Diagnose 
eines zervikospondylogenen Schmerzsyndroms bei vorbestehenden 
Schädigungen sowie bei Status nach Autounfall gestellt. Dr. Z. stellt in 
seinem Bericht vom 7. Juni 2006 in Übereinstimmung mit den 
vorliegenden Untersuchungsergebnissen fest, es seien keine auf den 
Unfall zurückzuführenden organisch-st rukturellen Läsionen 
nachgewiesen. Die Nackenschmerzen seien erst drei Tage nach dem 
Unfall aufgetreten. Heute seien keine somatischen Unfallfolgen 
objektivierbar. Bei dieser Sachlage hat die SUVA in ihrem 
Einspracheentscheid das Vorliegen einer natürlichen Kausalität zu 
Recht verneint. 

5. a) Wenn das Vorliegen einer natürlichen Kausalität bejaht 
werden könnte, müsste geprüft werden, ob die persistierenden, 
organisch nicht nachweisbaren Beschwerden mit einem adäquat kausal 
auf den Unfall zurückzuführenden funktionellen Leiden erklärt werden 
können. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate 
Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich 
geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, 
der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als 
begünstigt erscheint (BGE 109 V 152, 107 V 176 f. mit Hinweisen). 

Dabei stellt sich die Frage nach den für psychische Unfallfolgen 
massgebenden Kriterien (BGE 115 V 133 ff.). Bei der Beurteilung der 
Adäquanz ist vom Unfallereignis selbst und nicht von dessen Erlebnis 
durch den Betroffenen auszugehen, wobei die Unfälle, die für die 
psychischen Folgeschäden in Frage kommen, in drei Gruppen einzuteilen 
sind: a) banale bzw. leichte Unfälle; b) schwere Unfälle sowie c) die 
dazwischenliegenden mittelschweren Unfälle. Während bei leichten 
Unfällen der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und 
nachfolgenden Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint 
werden kann, ist er bei schweren Unfällen regelmässig zu bejahen. Bei 
Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall 
und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund 
des Unfalls allein schlüssig beantworten. Das Eidgenös-  

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sische Versicherungsgericht hat daher festgehalten, dass weitere, 
objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im 
Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folgen davon 
erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (zur aktuellen 
Praxis EVG-Urteil U 394/06 vom 19. Februar 2008). Als massgebende 
Kriterien sind zu nennen: besonders dramatische Begleitumstände oder 
besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art 
der erlittenen Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche 
Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, 
welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger 
Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erhebliche 
Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. Der Einbezug 
sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist jedoch nicht 
in jedem Fall erforderlich (BGE 115 V 140 E. 6c). Hingegen müssen sie 
in gehäufter Weise oder in besonders ausgeprägter Form bejaht werden 
können, damit die anspruchsbegründende Adäquanz als gegeben 
erachtet werden kann. 

6. a) Die SUVA beurteilt den Unfall des Beschwerdeführers als 
mittelschweren. Dies wird nicht bestritten und durch die biomechanische 
Kurzbeurteilung vom 15. Juni 2006 bestätigt. Eine unfalltechnische oder 
biomechanische Analyse vermag Anhaltspunkte zur, einzig mit Blick auf 
die Adäquanzprüfung relevanten, Schwere des Unfallereignisses zu 
liefern. Angesichts der im biomechanischen Gutachten ausgewiesenen 
kollisionsbedingten Geschwindigkeitsveränderung von 20-30 km/h, der 
Beschädigung des Fahrzeuges (Reparaturkosten im Unfang von Fr. 
12'206.20) und der nicht unmittelbar im Anschluss an den Unfall 
aufgetretenen Beschwerden ist von einem mittelschweren im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis auszugehen 
(vgl. dazu auch EVG-Urteil U 459/06 vom 9. Januar 2007 E. 3.3). Für 
die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges müssen 
demgemäss die massgebenden unfallbezogenen Kriterien in 
auffallender oder gehäufter Weise gegeben sein. 

b) Der Unfall ereignete sich weder unter besonders dramatischen 
Begleitumständen noch war er von besonderer Eindrücklichkeit. Er hatte 
keine Verletzungen besonderer Art zur Folge. Es liegt auch keine 
Schwere oder besondere Art der physisch nicht objektivierbaren 
Beschwerden vor, die beispielsweise in einer beim Unfall 
eingenommenen besonderen Körperhaltung und den dadurch bewirkten 
Komplikationen bestehen könnte (EVG-Urteil U 394/06 vom 19. Februar 
2008 E. 

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10.2.2.). Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem 30. November 
2005 regelmässig in ärztlicher Behandlung bei seinem Hausarzt. Vom 
27. März 2006 bis zum 3. Mai 2006 hielt er sich in der Rehaklinik 
Bellikon auf. Diese hielt in ihrem Austrittsbericht fest, weitere spezifische 
physiotherapeutische Massnahmen seien nicht notwendig. Auch die 
Ärzte des Inselspitals konnten keine neurochirurgische Behandlung 
anbieten. Somit ist im vorliegenden Fall nicht davon auszugehen, dass 
nach dem Unfall eine fortgesetzt spezifische, die versicherte Person 
belastende ärztliche Behandlung notwendig war. Der Versicherte leidet 
eineinhalb Jahre nach dem Unfall immer noch an den erwähnten 
Nackenbeschwerden. Für die Schmerzen können die Ärzte kein 
objektives physisches Korrelat finden. Dies ist rechtlich insofern 
unerheblich, als auch Schmerzen, die im Wesentlichen Ausdruck einer 
psychischen Fehlentwicklung sind, nicht unberücksichtigt bleiben (EVG-
Urteil U 237/99 vom 10. Februar 2000 E. 3b). Das Kriterium der 
erheblichen Beschwerden ist damit grundsätzlich erfüllt. Für eine 
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallursachen erheblich 
verschlimmert hätte, bestehen hingegen ebenso wie für einen 
schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen, keinerlei 
Anhaltspunkte. Beim Beschwerdeführer liegt sodann nach Beurteilung 
der verschiedenen Fachärzte sowohl aus somatischer wie auch aus 
psychischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor (EVG-
Urteil U 56/00 vom 30. August 2001 E. 3d/aa). In casu können die vom 
Bundesgericht aufgestellten Kriterien demzufolge nicht in gehäufter 
Weise oder in besonders ausgeprägter Form bejaht und selbst im Falle 
des Vorliegens eines natürlichen Kausalzusammenhanges könnte eine 
anspruchsbegründende Adäquanz nicht als gegeben erachtet werden. 

7. Nach dem Gesagten erweist sich der Entscheid der SUVA als 
rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Den im Verfahren 
der Verwaltungsgerichtsbeschwerde obsiegenden Behörden oder mit 
öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen darf in der 
Regel keine Parteientschädigung zugesprochen werden. In Anwendung 
dieser Bestimmung hat das Eidgenössische Versicherungsgericht der 
SUVA und den privaten UVG-Versicherern sowie - von Sonderfällen 
abgesehen - den Krankenkassen keine Parteientschädigungen 
zugesprochen, weil sie als Organisationen mit öffentlich-rechtlichen 
Aufgaben zu qualifizieren sind (BGE 123 V 309 E. 10 mit Hinweisen). 
Das Verfahren ist, von hier nicht massgebenden Ausnahmen 
abgesehen, kostenlos.