# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0cbef67-b57b-535b-9fd9-207284e092b8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 03.07.2014 725 2014 67 (725 14 67)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2014-67_2014-07-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 3. Juli 2014 (725 14 67) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Anspruch auf eine Invalidenrente aufgrund einer stark beeinträchtigten adominanten 

Hand  

 

 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter 

Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Markus Wick, Advo-
kat, Pauer Wick & Mayer, Falknerstrasse 12, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
 
A. Der 1962 geborene A.____ war seit 15. September 2004 als Hilfsarbeiter bei B.____ in 
X.____ angestellt und durch den Arbeitgeber bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Das 
Arbeitsverhältnis wurde am 8. März 2011 aus wirtschaftlichen Gründen per 30. Juni 2011 ge-

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

kündigt. Am 24. August 2010 fiel A.____ bei der Arbeit eine Betonschwelle auf die linke Hand. 
Nach Eingang der durch den Arbeitgeber erstatteten Unfallmeldung erbrachte die SUVA die 
gesetzlichen Leistungen (Heilkosten, Taggelder) für die Folgen dieses Unfalls. Mit Verfügung 
vom 25. Oktober 2013 lehnte die SUVA jedoch einen Anspruch auf eine Invalidenrente ab. Für 
den verbleibenden Integritätsschaden sprach sie dem Versicherten eine Integritätsentschädi-
gung in der Höhe von 7,5 % zu. Daran hielt die SUVA auf Einsprache des Versicherten hin mit 
Entscheid vom 27. November 2013 fest.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat  
Dr. Markus Wick, am 26. Februar 2014 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht). Darin stellte er folgende Rechtsbegehren: 
 
"1. Die Verfügung der SUVA Basel vom 25.10.2013 sowie der Einspracheentscheid der SUVA Luzern vom 
27.11.2013 seien aufzuheben. 

 

2. Vor einem Entscheid bezüglich Invalidenrente sei Folgendes vom kantonalen Versicherungsgericht, even-

tualiter durch die SUVA nach entsprechender Zurückweisung der Sache durch das kantonale Versicherungsgericht 

zu veranlassen: 

 

2.1 Es sei ein umfassendes und neutrales Gutachten in fachmedizinischer und beruflicher Hinsicht in Auftrag zu 

geben, das insbesondere das Profil einer A.____ noch möglichen, seinem Leiden adaptierten Tätigkeit, den Bedarf 

an beruflichen Massnahmen (insbesondere eine [Um]Schulung) sowie den Grad seiner diesbezüglichen Erwerbsfä-

higkeit zu ermitteln habe.  

 

2.2. Zumindest sei ein fachmedizinisches Gutachten von der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-

gie des Bewegungsapparates des Kantonsspitals Baselland, Herrn Dr. med. C.____, zur Frage der Resterwerbsfä-

higkeit von A.____ einzuholen, wobei der Fragenkatalog vorgängig mit A.____ resp. seinem Rechtsvertreter abzu-

stimmen sei. 

 

2.3 Die IV sei - nach Eingang der vorgenannten Gutachten - aufzufordern, die Zusprechung beruflicher Mass-

nahmen eingehend zu prüfen, insbesondere eine Umschulung im Hinblick auf eine dem Leiden adaptierte Tätigkeit 

sowie Berufsberatung und Arbeitsvermittlung. Das Ergebnis dieser beruflichen Massnahmen sei abzuwarten.  

 

3. A.____ sei rückwirkend ab Auslaufen der SUVA-Taggelder eine volle SUVA-Invalidenrente zuzusprechen.  

 

4. A.____ sei umfassend die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und der Unterzeichnende zu seinem 

unentgeltlichen Rechtsvertreter zu bestellen. 

 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der SUVA respektive des Staates sowohl im vorange-

gangenen Einspracheverfahren als auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren." 
 
Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass der Versicherte aufgrund seiner 
mangelhaften Ausbildung und der bisherigen Berufserfahrung - wenn überhaupt - eine ange-
passte Tätigkeit nur nach einer Umschulung ausüben könne. Erst wenn die beruflichen Mass-

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nahmen abgeschlossen seien, lasse sich beurteilen, ob und welche konkreten Tätigkeiten der 
Versicherte noch ausführen und welches Invaliditätseinkommen er dabei erzielen könne. Da 
ihm ohne Umschulung die Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit nicht zumutbar sei, 
habe die SUVA ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. In medizinischer Hinsicht sei es 
nicht nachvollziehbar, wie eine über fast zwei Jahre bestehende Arbeitsunfähigkeit plötzlich in 
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit umschlagen könne. Eine bedeutende gesundheitliche Verbesse-
rung des Gesundheitszustandes sei den Akten nicht zu entnehmen. Es sei zudem unverständ-
lich, weshalb weder die IV-Stelle noch die SUVA ein handchirurgisches Gutachten in Auftrag 
gegeben habe. Solange das Zumutbarkeitsprofil nicht von einem Facharzt beurteilt worden sei, 
müsse bezweifelt werden, dass der Versicherte die linke Hand noch als Zudienerhand benutzen 
könne. Im Weiteren beanstandete der Versicherte den von der SUVA vorgenommenen Ein-
kommensvergleich.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 29. April 2014 beantragte die SUVA, vertreten durch Ad-
vokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Y.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die –  im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobene –  Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsver-
hältnisse zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich 
– in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den be-
schwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfech-
tungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Ver-
fügung ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1, 125 V 414 E. 1a und b, je mit Hinweisen). Vorlie-
gend bildet der Anspruch des Versicherten auf berufliche Massnahmen der Invalidenversiche-
rung nicht Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheides vom 27. November 2013. 
Diesbezüglich kann auf die Beschwerde mangels Anfechtungsgegenstandes nicht eingetreten 
werden.  

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
2.2 Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das 
Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, und zwar in dem Aus-
mass, als die Regelung des Rechtsverhältnisses nach den Parteianträgen des Beschwerdever-
fahrens noch streitig ist (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 
1983, S. 46). Nach dieser Begriffsumschreibung sind Anfechtungsgegenstand und Streitgegen-
stand identisch, wenn die Verwaltungsverfügung insgesamt angefochten wird. Bezieht sich 
demgegenüber die Beschwerde nur auf einen Teil des durch die Verfügung bestimmten 
Rechtsverhältnisses, gehören die nicht beanstandeten Teilaspekte des verfügungsweise festge-
legten Rechtsverhältnisses zwar zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand 
(vgl. BGE 125 V 414 f. E. 1b). Aus dem Gesagten ergibt sich, dass den Parteianträgen entspre-
chend dem Verfügungsgrundsatz für die Festlegung des Streitgegenstandes vorrangige Bedeu-
tung zukommt. So wie die versicherte Person sich mit einer Verfügung durch Nichtanfechtung 
abfinden kann, so steht ihr auch die Befugnis zu, nur einzelne der verfügungsweise geregelten 
Rechtsverhältnisse durch Beschwerde richterlich überprüfen zu lassen (vgl. BGE 118 V 313 f. 
E. 3b mit Hinweisen; ULRICH MEYER, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, in: BJM 1989 
S. 25). 
 
2.3 Mit Verfügung vom 25. Oktober 2013 sprach die SUVA dem Versicherten für die verblei-
benden Beeinträchtigungen aus dem Unfallereignis vom 24. August 2010 eine Integritätsent-
schädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 7,5 % zu. In seiner gegen diese Verfü-
gung erhobenen Einsprache beantragte der Versicherte die Zusprechung einer Integritätsent-
schädigung von mindestens 10 %. Mit Einspracheentscheid vom 27. November 2013 wies die 
SUVA diesen Antrag ab. In seiner gegen diesen Einspracheentscheid erhobenen, vorliegend 
zur Beurteilung stehenden Beschwerde vom 26. Februar 2014 focht der Versicherte die ihm 
zugesprochene Integritätsentschädigung in der Höhe von 7,5 % nicht mehr an. Somit ist der 
Einspracheentscheid vom 27. November 2013 in Bezug auf die dem Versicherten zugespro-
chene Integritätsentschädigung in (Teil-) Rechtskraft erwachsen ist, weshalb darauf nicht mehr 
einzugehen ist.  
 
3.1 Streitig und zu prüfen ist, ob der Versicherte Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 
 
3.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Ist die versicherte Person 
infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente 
(Art. 18 Abs. 1 UVG).  
 
3.3 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet dabei die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Ar-
beitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbe-
reich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2).  

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
3.4 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.5 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.6 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche  Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Sodann erkennt die 
Rechtsprechung Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen und (Akten-) 
Berichten von Sachverständigen, die nicht im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt werden, 
zwar ebenfalls Beweiswert zu, es ist allerdings zu betonen, dass ihnen praxisgemäss nicht die-
selbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom 
Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten zukommt (BGE 135 V 469 E. 4.4 mit 
Hinweis auf BGE 125 V 353. E. 3b/ee). Sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht 
geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

4.1 Die Erstbehandlung nach dem Unfallereignis vom 24. August 2010 fand bei Dr. med. 
D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, statt. In seinem Bericht vom 22. November 2010 hielt 
er als Diagnosen eine heftige Kontusion an der linken Hand mit Verdacht auf ein posttraumati-
sches Ganglion Dig. III links, "metalldichter Fremdkörper in den Weichteilen" fest (vgl. auch Be-
richt der E.____, vom 26. August 2010). Wegen des Ganglions am linken Mittelfinger bzw. des 
Fremdkörpers führten Dr. med. F.____, FMH Chirurgie, am 18. Oktober 2010 und Dr. med. 
G.____, FMH Chirurgie und Handchirurgie, H.____, am 26. Januar 2011 jeweils eine Exzision 
durch (vgl. Berichte vom 18. Oktober 2010 und vom 26. Januar 2011). Die erste kreisärztliche 
Untersuchung erfolgte am 25. März 2011. Dr. med. I.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte am 25. März 2011 einen Status nach 
Kontusion der linken Hand, nach Ganglionentfernung volar DIP-Gelenk Dig. III und nach 
Fremdkörperexzision im Interdigitalraum. Um die Schmerzsymptomatik objektiv beurteilen zu 
können, bedürfe es einer handchirurgischen Abklärung. In der Folge wurde der Versicherte von 
Dr. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates und 
Handchirurgie, J.____, untersucht. In seinem Bericht vom 20. Mai 2011 ging dieser davon aus, 
dass primär ein Rehabilitationsdefizit der linken Hand mit deutlicher Kraftminderung und damit 
auch fehlender Stabilisierung vorliege. Es falle auf, dass der Versicherte seine linke Hand prak-
tisch nicht einsetze und ständig eine Schonhaltung einnehme. Aufgrund der klinischen und ra-
diologischen Befunde sei das Vorliegen einer karpalen Bandläsion unwahrscheinlich, sie könne 
aber nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden, weshalb er die Durchführung einer 
Arthro-CT veranlasse. Die CT-Untersuchung vom 17. Mai 2011 zeigte einen Kontrastmittelaus-
tritt im Bereich der zentralen, palmaren Anteile des Lunotriquetral-Ligaments (vgl. auch Bericht 
von Dr. C.____ vom 30. Juni 2011). Zur Beurteilung der in der CT beschriebenen lunotriquetra-
len Bandläsion und der Stabilität ordnete er eine Handgelenksarthroskopie an (vgl. Bericht vom 
2. August 2011), welche schliesslich am 8. August 2011 im K.____ durchgeführt wurde. Diese 
ergab eine subtotale lunotriquetrale Bandruptur links (vgl. Operationsbericht vom 8. August 
2011). In der Folge unterzog sich der Versicherte im J.____ einer Lunotriquetral-Arthrodese 
(vgl. Operationsbericht vom 1. September 2011 und Bericht vom 23. September 2011). Drei 
Monate nach diesem Eingriff klagte der Versicherte über einen deutlichen Belastungsschmerz. 
Dr. med. L.____, leitender Arzt der Handchirurgie, J.____, stellte am 30. November 2011 eine 
sehr deutliche aktive Bewegungseinschränkung fest und verneinte eine Arbeitsfähigkeit in Be-
zug auf das linke Handgelenk.  
 
4.2 Der Kreisarzt hielt anlässlich der zweiten kreisärztlichen Untersuchung vom 5. Januar 
2012 fest, dass die geklagten Schmerzen aufgrund der strukturell objektivierbaren Befunde so-
wie der klinischen und radiologischen Untersuchungen nicht ganz nachvollzogen werden könn-
ten. Zumutbar seien dem Versicherten ganztags leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, wobei 
durchgehend manuell repetitive belastende Arbeiten oder solche mit manuellen Vibrationen 
nicht mehr möglich seien. Von einer dauernden manuellen Schwerarbeit sei abzusehen. Die 
Zumutbarkeitsbeurteilung sei mit Dr. L.____ telefonisch besprochen worden. Auch er sei der 
Ansicht, dass die subjektiv als stark empfundene Schmerzproblematik aus medizinischer Sicht 
nicht erklärt werden könne. Dr. L.____ berichtete am 30. Januar 2012, dass der Versicherte 
nach der kreisärztlichen Untersuchung aufgrund der durchgeführten Provokationstests eine 
massive Reaktion gezeigt habe. Das Handgelenk sei stark angeschwollen und habe bei kleins-

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ten Bewegungen Schmerzen ausgelöst. Er bestätigte zudem, dass er der kreisärztlichen Zu-
mutbarkeitsbeurteilung zustimme. Für das weitere Vorgehen empfahl er eine SPECT-CT-
Untersuchung. Die SPECT-CT vom 10. Februar 2012 zeigte eine nicht vollständige Überbau-
ung der Lunotriquetral-Arthrodese. Der Versicherte sei ab sofort zu 100 % arbeitsunfähig (vgl. 
Bericht von Dr. L.____ vom 15. Februar 2012). Wegen dieser nicht verheilten Lunotriquetral-
Arthrodese erfolgte am 13. März 2012 eine operative Revision (vgl. Operationsbericht vom 
13. März 2012). Das Osteosynthesematerial wurde schliesslich am 24. Mai 2012 entfernt (vgl. 
Operationsbericht vom 25. Mai 2012). Am 18. Juli 2012 berichtete der Versicherte im Bereich 
des dorsalen-distalen Unterarmes über anhaltende Beschwerden (vgl. Bericht von Dr. L.____ 
vom 25. Juli 2012). Dr. C.____ führte am 11. September 2012 gegenüber der SUVA aus, dass 
eine Bewegungseinschränkung der linken Hand und die Schmerzproblematik bestehen bleiben 
würden. Dadurch sei die Gebrauchsfähigkeit der linken Hand dauerhaft reduziert. Eine Wieder-
aufnahme seiner bisherigen Tätigkeit sei nicht mehr möglich. Gemäss seinen Berichten vom 
13. Dezember 2012 und 7. Januar 2013 erachtete Dr. C.____ es dem Versicherten als zumut-
bar, eine Arbeit mit leichter Handbelastung ab Februar 2013 zu verrichten.  
 
4.3 In der Abschlussuntersuchung hielt Dr. I.____ am 28. Februar 2013 fest, dass seit der 
letzten kreisärztlichen Untersuchung eine klinisch unveränderte Situation vorliege. Damals sei 
die fehlende Durchbauung der Arthrodese nicht klar gewesen. Da die Revisionsoperation keine 
Veränderung erbracht habe, könne mit einem weiteren operativen Eingriff keine erhebliche 
Besserung erwartet werden. Es sei deshalb von einem Endzustand auszugehen. Dem Versi-
cherten seien ganztags leichteste Tätigkeiten in Bezug auf die linke Hand zuzumuten. Dabei 
könne die linke Hand nicht mehr für verantwortungsvolle, mittelschwere manuelle oder taktge-
bundene Arbeiten eingesetzt werden. Tätigkeiten mit Vibrationen oder in Stück- und Zeitakkord 
seien auch nicht mehr möglich.  
 
4.4 Vom 13. bis. 14. September 2013 hielt sich der Versicherte für die Durchführung einer 
Denervation im J.____ auf (vgl. Operations- und Austrittsbericht vom 13. September 2013). In 
der Dreiphasenskelettszintigraphie und der SPECT-CT vom 15. November 2013 zeigte sich 
eine fortschreitende Konsolidation der Arthrodese zwischen Lunatum und Triquetrum. Dr. med. 
M.____, Oberärztin Handchirurgie, J.____, hielt in ihrem Sprechstundenbericht vom 16. De-
zember 2013 fest, dass sich klinisch ein abgeschwollenes, reizloses Handgelenk finden lasse. 
Es könne ein deutlicher Druckschmerz in der Tabatière, dem scaphoulnären Band und dem 
Lunatum sowie über dem TFCC (= triangulärer fibrokartilaginärer Komplex) ausgelöst werden. 
Aufgrund der chronischen Schmerzzustände und der Arbeitslosigkeit liege sicherlich eine de-
pressive Überlagerung vor, weshalb durch den Hausarzt gegebenenfalls eine stimmungsaufhel-
lende Medikation begonnen werden sollte. Dr. med. N.____, FMH Anästhesiologie, leitender 
Arzt der Schmerztherapie, J.____, berichtete am 16. Februar 2014, dass eine geringfügige 
Besserung unter TENS (= transkutane elektrische Nervenstimulation) feststellbar sei. Eine Wie-
derherstellung der ursprünglichen Arbeitsfähigkeit sei jedoch ausgeschlossen. Im Bericht vom 
1. April 2014 bestätigte Dr. M.____, dass sich die Beschwerden ein wenig gebessert hätten. 
Der Gesundheitszustand an der linken Hand werde sich jedoch nicht mehr wesentlich verän-
dern. Als bleibender Nachteil sei eine verminderte Belastbarkeit der linken Hand zu erwarten. 
 

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

5.1 Die SUVA stützte sich bei der Beurteilung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auf den 
kreisärztlichen Bericht vom 28. Februar 2013 ab. Sie ging demzufolge davon aus, dass der 
Versicherte bezüglich der linken Hand leichteste manuelle Tätigkeiten ausführen könne. Die 
vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Die strittige Frage, welche Auswir-
kungen die gesundheitlichen Beeinträchtigungen an der linken Hand auf die Arbeitsfähigkeit 
des Versicherten haben, kann gestützt auf die Einschätzung von Dr. I.____ zuverlässig beant-
wortet werden. Seine Beurteilung ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen 
Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 
und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Zudem stimmen die Befundaufnahmen 
und die kreisärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit mit denjenigen der behandelnden Hand-
chirurgen Dr. C.____, Dr. L.____ und Dr. M.____ überein. Sie kommen zum Schluss, dass der 
Versicherte die angestammte Tätigkeit nicht mehr ausführen könne. Dagegen sei es ihm zuzu-
muten, leichte Arbeiten auszuüben. Keine der Fachärzte ist der Auffassung, dass die beein-
trächtigte Hand vollständig funktionsunfähig sei. Da die Gebrauchsfähigkeit der linken Hand des 
Versicherten von mehreren Handchirurgen beurteilt wurde, liegen - entgegen dem Vorbringen 
des Versicherten - fachärztliche Beurteilungen vor. Es besteht daher kein Anlass, erneute fach-
spezifische Abklärungen durchzuführen, zumal ihre Berichte im Wesentlichen nicht voneinander 
abweichen.  
 
5.2 In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass in der Beurteilung des Kreisarz-
tes vom 28. Februar 2013, die am 13. September 2013 durchgeführte Denervation an der linken 
Hand nicht berücksichtigt werden konnte. Allerdings stand ein solcher Eingriff bereits zum Zeit-
punkt der kreisärztlichen Untersuchung zur Diskussion. Da der Versicherte damals keine weite-
re Operation wünschte, wurde die Denervation vorerst nicht durchgeführt. Der Kreisarzt erwar-
tete von diesem Eingriff allerdings keine Verbesserung und sprach diesem deshalb bei einer 
allfälligen Durchführung lediglich einen supportiven Charakter zu. Die Prognose des Kreisarztes 
bestätigte sich sodann, indem nach der am 13. September 2013 erfolgten Denervation im Be-
richt des J.____ vom 16. Dezember 2013 festgehalten wurde, dass sich der Zustand an der 
linken Hand aufgrund dieses Eingriffs nicht verändert habe. Die linke Hand könne immer noch 
nur - aber immerhin - leicht belastet werden. Aus dem Bericht vom 16. Februar 2014 geht her-
vor, dass unter TENS sogar eine geringfügige Verbesserung stattgefunden habe. Damit ist fest-
zustellen, dass die Denervation vom 13. September 2013 jedenfalls keine wesentliche Ver-
schlechterung der Funktionsfähigkeit der linken Hand bewirkte. Es ist deshalb davon auszuge-
hen, dass die Zumutbarkeitsbeurteilung des Kreisarztes weiterhin Geltung hat.  
 
5.3.1 Daran ändert auch der Einwand des Versicherten nichts, wonach es nicht nachvollzieh-
bar sei, dass er nach einer fast zwei Jahre bestehenden Arbeitsunfähigkeit plötzlich zu 100 % 
arbeitsfähig sei. Der Versicherte übersieht, dass sich die Arbeitsunfähigkeit nicht nur nach der 
Einbusse in der bisherigen Tätigkeit bestimmt (Art. 6 Satz 1 ATSG). Wenn die Ausübung der 
bisherigen Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen länger andauert, ist zu prüfen, ob der be-
troffenen Person die Ausübung einer anderen Tätigkeit zumutbar ist (vgl. Art. 6 Satz 2 ATSG). 
Vorliegend wird nicht bestritten, dass der Versicherte seinen angestammten Beruf nicht mehr 
ausüben kann, weshalb in diesem Beruf eine volle Arbeitsunfähigkeit besteht. Dagegen ist es 

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ihm zumutbar, eine sehr leichte, leidensangepasste Tätigkeit zu 100 % auszuführen, weshalb 
das Vorgehen der Vorinstanz nicht zu beanstanden ist. 
 
5.3.2 Weiter macht der Versicherte geltend, dass es ihm nicht möglich sei, ohne Umschulung 
eine andere Tätigkeit als die bisherige auszuüben. In dieser Hinsicht ist zu berücksichtigen, 
dass die SUVA bezüglich der Verweistätigkeit von einer Hilfsarbeitertätigkeit ausging. Für eine 
berufliche Neuorientierung bedarf es keiner besonderen Kenntnisse, da dem Versicherten eine 
Vielzahl an behinderungsanpassten Hilfsarbeitertätigkeiten offensteht; es besteht daher kein 
Anspruch auf Umschulungsmassnahmen. Zwar ist der Versicherte in der Auswahl einer Tätig-
keit eingeschränkt, da er seine linke Hand nur für leichteste Arbeiten einsetzen kann. Es ist 
deshalb davon auszugehen, dass eine Eingliederung in die Arbeitswelt erschwert ist. Die 
Rechtsprechung ist in Bezug auf die Voraussetzungen, dass eine Verwertung der Restarbeits-
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr möglich ist, aber äusserst zurückhal-
tend (vgl. zum ausgeglichenen Arbeitsmarkt: BGE 127 V 298 E. 4c). So kann von einer Arbeits-
gelegenheit nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so ein-
geschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt 
oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 
möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle darum von vornherein als ausge-
schlossen erscheint (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2010, 8C_1050/2010, E. 3.3). 
Wie streng die Voraussetzungen sind, zeigt die Gerichtspraxis. Bei Versicherten, welche ihre 
dominante Hand gesundheitlich bedingt nur sehr eingeschränkt als unbelastete Zudienerhand 
einsetzen können, wird regelmässig von einem hinreichend grossen Arbeitsmarkt mit realisti-
schen Betätigungsmöglichkeiten ausgegangen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 28. No-
vember 2008, 9C_442/2008, E. 4.2 ff., vom 27. September 2008, 9C_418/2008, E. 3.2.2, vom 
29. Juli 2008, 9C_830/2007, vom 10. Dezember 2007, U 521/06, vom 22. November 2006, 
U303/06, vom 29. August 2006, I 797/05 und vom 16. Mai 2006, I 685/05). Im Sinne dieser 
ständigen Rechtsprechung ist davon auszugehen, dass dem Versicherten auf dem ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt genügend Hilfsarbeitsstellen offen stehen, die seinem Zumutbarkeitsprofil 
entsprechen.  
 
5.4 Nachdem die vorhandenen Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung der Frage der er-
werblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Einschränkungen des Versicherten an der lin-
ken Hand zulassen, kann auf die Einholung weiterer medizinischer Berichte verzichtet werden 
(sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu BGE 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 
E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass es 
dem Versicherten zuzumuten ist, eine seinem Leiden adaptierte, sehr leichte manuelle Tätigkeit 
ganztags auszuüben.  
 
6. Weiter beanstandet der Versicherte den Einkommensvergleich. 
 
6.1 Nach Art. 16 ATSG hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten auf-
grund eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be-
handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Vali-
deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einan-
der gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 
bestimmen lässt (BGE 104 V 136). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind für den 
Einkommensvergleich grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenan-
spruchs massgebend (vgl. BGE 129 V 222, 128 V 174). Der Rentenanspruch entsteht gemäss 
Art. 19 Abs. 1 UVG, sobald von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und 
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (sog. End-
zustand). Gestützt auf den kreisärztlichen Bericht vom 28. Februar 2013 war der Endzustand 
am 28. Februar 2013 erreicht. Eingliederungsmassnahmen der IV-Stelle standen nicht zur Dis-
kussion. Demgemäss ist für die Beurteilung des Rentenanspruchs der 1. März 2013 massge-
bend. 
 
6.2.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie 
möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte Person vor 
Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte, auszugehen ist (BGE 134 V 322 E. 4.1; Urteile des 
Bundesgerichts vom 4. April 2012, 8C_793/2011, E. 3.1 und vom 26. November 2002, I 491/01, 
E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend verlor der Versicherte seine Stelle als Hilfsar-
beiter bei der B.____ aus wirtschaftlichen Gründen (vgl. Kündigungsschreiben vom 8. März 
2011 und Telefonnotiz vom 21. Oktober 2013). Unter diesen Umständen zog die SUVA zu 
Recht die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes 
für Statistik (BFS) bei. Allerdings stellte sie nicht auf die Löhne einer bestimmten Branche, son-
dern auf die Werte "Total" der Tabelle TA1 der LSE 2010, Nordwestschweiz, ab. Diesem Vor-
gehen kann nicht zugestimmt werden. Der Versicherte war vor Eintritt des Gesundheitsscha-
dens rund sechs Jahre als Bodenleger und zuvor als Küchenbauer tätig. In Anbetracht der be-
ruflichen Situation vor dem Unfallereignis wäre der Versicherte nach der allgemeinen Lebenser-
fahrung als gesunde Person weiterhin als Hilfsarbeiter in der Baubranche tätig geblieben; er 
hätte dort eine den erworbenen Fähigkeiten und Erfahrungen angepasste und eine über dem 
Wert "Total" entlöhnte Arbeitsstelle ausgeübt. Es rechtfertigt sich daher, für die Bestimmung des 
Valideneinkommens auf die Tabelle TA7, Sektor 11 (Tätigkeiten im Baugewerbe), Männer, der 
LSE 2010 abzustellen. Dies entspricht im Übrigen auch dem Vorgehen der IV-Stelle (vgl. Vor-
bescheid vom 5. Juni 2013).  
 
6.2.2 Näherer Prüfung bedarf sodann die Frage, von welchem Anforderungsniveau innerhalb 
der anwendbaren Tabelle TA7 auszugehen ist. In den Tabellenlöhnen der LSE werden je nach 
persönlicher Qualifikation der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers vier Anforderungsni-
veaus des Arbeitsplatzes unterschieden. Bei der Frage, auf welchen Wert der LSE abzustellen 
ist, sind die Ausbildung, die Berufserfahrung und der berufliche Werdegang der versicherten 
Person zu berücksichtigen. Der Versicherte ist der Auffassung, dass bei der Ermittlung des Va-

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

lideneinkommens aufgrund seiner langjährigen und spezifischen Kenntnisse als Küchenbauer 
und zuletzt als Bodenleger sowie der weitgehend selbstständigen Erledigung der Arbeiten das 
Anforderungsniveau 2 (= Verrichtung selbstständiger und qualifizierter Arbeiten), allenfalls der 
Mittelwert zwischen den Anforderungsniveaus 2 + 3 (= Berufs- und Fachkenntnisse vorausge-
setzt), anzuwenden sei. Dem Versicherten ist insoweit beizupflichten, als er über eine langjähri-
ge Berufserfahrung als Bodenleger verfügt; eine fachliche Ausbildung besitzt er dagegen nicht. 
Mangels Berufsausbildung übte er seine Tätigkeit denn auch als Hilfskraft aus (vgl. Arbeits-
platzbeschreibung vom 24. Januar 2011 und Fragebogen für Arbeitgebende vom 10. Februar 
2012). Um auf das Anforderungsniveau 3 abstellen zu können, müsste der Versicherte beson-
dere Fertigkeiten und Fachkenntnisse ausweisen. Der Versicherte besitzt sicherlich gewisse 
Fachkenntnisse und Fertigkeiten als Bodenleger. In dieser Hinsicht bestätigte der Arbeitgeber, 
dass der Versicherte fähig gewesen sei, diverse Vorarbeiten selbstständig auszuführen (vgl. 
Fragebogen für Arbeitgebende vom 10. Februar 2012). Diese Kenntnisse und Fähigkeiten kön-
nen jedoch nicht als derart besonders bezeichnet werden, dass es gerechtfertigt wäre, von der 
Anforderungsstufe 3 ausgehen zu können. Immerhin benötigte er für die Haupttätigkeiten eines 
Bodenlegers weiterhin Anleitungen. Es rechtfertigt sich deshalb, auf die Tabellenlöhne in Tätig-
keiten des Baugewerbes der Anforderungsstufe 4 abzustellen. Unter diesen Umständen erüb-
rigt es sich zu prüfen, ob die angestammte Tätigkeit des Versicherten dem Mittelwert zwischen 
den Anforderungsniveaus 2 + 3 oder sogar Anforderungsniveau 2 entspricht. 
 
6.3 Laut TA7, Sektor 11 (Tätigkeiten im Baugewerbe), Männer, der LSE 2010 belief sich das 
Einkommen der im Anforderungsniveau 4 beschäftigten Männer im Jahr 2010 auf Fr. 5'278.-- 
monatlich. Dabei ist zu beachten, dass dieser Tabellenlohn auf einer einheitlichen Arbeitszeit 
von 40 Wochenstunden beruht und auf die im Jahr 2013 durchschnittlich geleistete Wochenar-
beitszeit von 41,5 Stunden (vgl. Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, BFS, 
Baugewerbe/Bau) umzurechnen ist, was ein Gehalt von Fr. 65'711.-- pro Jahr ergibt. Unter Be-
rücksichtigung der im Baugewerbe bis 2013 erfolgten Nominallohnentwicklung von 1,0 % 
(2011), 0,7 % (2012) und 0,5 % (2013; vgl. T1.1.10 Nominallohnindex [Baugewerbe/Bau[ Män-
ner 2011 - 2013) beläuft sich somit das massgebende Valideneinkommen auf jährlich 
Fr. 67'167.--. 
 
7.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Vorliegend geht der Versicherte keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Im Einkommensver-
gleich ist deshalb von einem hypothetischen Invalideneinkommen auszugehen. Um dieses zu 
ermitteln, können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss LSE oder die so-
genannten Zahlen der DAP (Dokumentation von Arbeitsplätzen) herangezogen werden (BGE 
126 V 76 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412). 
 
7.2 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das Bundesgericht ausführlich mit der 
Invaliditätsbemessung aufgrund von Arbeitsplatzbeschreibungen aus der von der SUVA ge-
schaffenen DAP und stellte fest, dass die für die Invaliditätsbemessung herangezogenen DAP-
Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich 
ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden, weil es sich dabei 

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefäl-
le handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer mindestens fünf DAP-Blätter auflegen, 
damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegeben betrachtet werden kann. Zusätzlich 
sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung der 
versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und 
den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs-
profil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinreichende Überprüfung des dem Unfall-
versicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden Ermessens ermöglicht. Sind die er-
wähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP-
Lohnvergleich abgestellt werden (vgl. zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch BGE 139 V 595 f. 
E. 6.3).  
 
7.3.1 Vorliegend ermittelte die SUVA das Invalideneinkommen aufgrund der DAP und legte 
hierzu insgesamt fünf DAP-Blätter auf. Gestützt auf die darin enthaltenen Lohnangaben bezif-
ferte sie das massgebende Jahreseinkommen mit Fr. 59'118.--. Darüber hinaus machte sie An-
gaben über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung des Versicherten in Fra-
ge kommenden dokumentierten Arbeitsplätze (insgesamt 263 DAP), über den dabei erzielbaren 
Höchstlohn (Fr. 79'400.--), über den Tiefstlohn (Fr. 44'953.--) sowie über den Durchschnittslohn 
der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe (Fr. 60'141.--). Der Versi-
cherte beanstandete die Ermittlung des Invalideneinkommens insofern, als vier der fünf ausge-
wählten Verweistätigkeiten beidhändige Arbeiten beinhalten würden, deren Ausführung dem 
Versicherten gemäss Beurteilung des Kreisarztes nicht mehr zumutbar sei. Indem der Versi-
cherte nur noch leichteste Tätigkeiten aufgrund seiner beeinträchtigten linken Hand ausführen 
könne, sei diese weitgehend als funktionsunfähig zu betrachten. Er könne daher praktisch nur 
noch für einhändige Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden. Zudem sei aufgrund 
der konkreten Umstände nicht auf den Durchschnitts-, sondern auf den Mindestlohn der DAP-
Blätter abzustellen.  
 
7.3.2 Eine nähere Betrachtung der fünf von der SUVA aufgelegten DAP-Blättern zeigt, dass 
für die Ausübung der Tätigkeit als Uhrenglaskontrolleur (DAP-Nr. 6982) beide Hände notwendig 
sind. Dabei müssten die Uhrengläser von Hand sehr oft gewendet und gedreht werden, was 
eine ruhige Hand erfordert. Auch wenn die rechte Hand die dominante des Versicherten ist, ist 
schwer vorstellbar, wie er mit der doch stark beeinträchtigten linken Hand die Arbeit mit zer-
brechlichen Uhrengläser ohne deren Beschädigung ausführen kann. Für die Verrichtung der in 
DAP-Nrn. 1004 und 8906 erfassten Tätigkeiten ist ebenfalls der Einsatz beider Hände erforder-
lich. Aus den Arbeitsplatzbeschreibungen geht nicht hervor, wie die Arbeiten konkret zu erledi-
gen sind. Es kann somit auch nicht beurteilt werden, in welchem Ausmass die linke Hand des 
Versicherten bei der Ausführung der Arbeiten belastet wird. Daraus ergibt sich, dass die von der 
SUVA aufgelegten DAP nicht repräsentativ genug sind, um darauf abstellen zu können. Das 
Invalideneinkommen ist demzufolge aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln.  
 
7.4 Praxisgemäss ist bei der Ermittlung des Invalideneinkommens von der Tabelle TA1, 
Total privater Sektor der LSE-Löhne auszugehen (nicht publizierte E. 5a von BGE 133 V 545; 
vgl. auch BGE 129 V 472 ff. E. 4.3.2 mit Hinweis). Laut LSE 2010 belief sich der Zentralwert für 

 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

die mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer im 
privaten Sektor im Jahre 2010 auf Fr. 4'901.-- monatlich. Dieser Tabellenlohn ist auf die für das 
Jahr 2013 geltende durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (vgl. Betriebsübliche 
Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, herausgegeben vom BSF, Dokument je-d-03.02.04.19) 
umzurechnen. Der daraus resultierende Betrag von jährlich Fr. 61'311.50.-- ist an die bis 2013 
erfolgte Nominallohnentwicklung für Männer (2011: 1.0 %; 2012: 0,8 %; 2013: 0,8 %; vgl. 
T1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2011 - 2013, Total) anzupassen, womit als Basis von  
einem Invalideneinkommen von Fr. 62'919.-- pro Jahr auszugehen ist. 
 
7.5.1   Von dem auf diese Weise erhobenen statistischen Wert sind praxisgemäss ver-
schiedene Abzüge zulässig. In BGE 126 V 75 ff. entwickelte das Bundesgericht seine Recht-
sprechung zu den Abzügen vom Tabellenlohn weiter. Dabei betonte es, dass die Frage, ob und 
in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und be-
ruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte Einschränkung, Le-
bensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), wel-
che nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom 
statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale, letztlich 
aber auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 80 E. 5b). Vorliegend ist der 
Versicherte bei einer geeigneten Tätigkeit gesundheitsbedingt aufgrund seiner linken adomi-
nanten Hand stark eingeschränkt. So kann er mit der linken Hand nur noch leichteste Arbeiten 
ausführen, wobei solche mit Vibrationen oder in Stück- oder Zeitakkord nicht mehr möglich sind. 
Diese Einschränkungen sind in Anbetracht der persönlichen und beruflichen Situation des Ver-
sicherten und anhand eines Quervergleichs mit ähnlich gelagerten Fällen mit einem leidensbe-
dingten Abzug in der Höhe von 15 % zu berücksichtigen. Nicht anzurechnen sind indessen die 
fremde Nationalität, das damit verbundene sprachliche Defizit sowie die mangelnde Schul- 
bzw. Berufsausbildung des Versicherten, da diese letztgenannten Faktoren durch die Wahl des 
Anforderungsniveaus 4 bereits angemessen berücksichtigt sind bzw. sich in diesem Anforde-
rungsniveau nicht (zusätzlich) lohnmindernd auswirken. Umstände, welche für einen Abzug von 
20 % oder mehr sprechen würden, liegen nicht vor. 
 
7.5.2 Kürzt man den  vorstehend ermittelten Tabellenlohn von Fr. 62'919.-- um 15 %, so ergibt 
dies für den Versicherten ein massgebendes Invalideneinkommen von Fr. 53'481.--  
(Fr. 62'919.-- x 85 %).  
 
7.6 Stellt man im Einkommensvergleich dieses Invalideneinkommen von Fr. 53'481.-- dem 
Valideneinkommen von Fr. 67'167.-- gegenüber (vgl. Erwägung 6.3), so resultiert daraus eine 
Erwerbseinbusse von Fr. 13'686.--, was einen Invaliditätsgrad von 20.37 % bzw. gerundet (vgl. 
zur Rundungspraxis BGE 130 V 121 ff.) von 20 % ergibt. Als Ergebnis ist demnach festzuhal-
ten, dass der Versicherte ab 1. März 2013 Anspruch auf eine auf einem Erwerbsunfähigkeits-
grad von 20 % basierende Invalidenrente der SUVA hat. Die Beschwerde ist demgemäss gut-
zuheissen. 
 
8. Der Versicherte beantragt die Zusprechung einer Parteientschädigung für das Ein-
spracheverfahren. Art. 52 Abs. 3 Satz 1 ATSG hält fest, dass das Einspracheverfahren vor dem 

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Versicherungsträger kostenlos ist. Parteientschädigungen werden laut Satz 2 der genannten 
Bestimmung in der Regel nicht ausgerichtet. Ausnahmsweise ist die Zusprechung einer Partei-
entschädigung im Einspracheverfahren zulässig, wenn der Einsprecher, der nicht über die er-
forderlichen Mittel verfügt, um die Anwaltskosten selbst zu tragen, und im Falle des Unterlie-
gens die unentgeltliche Verbeiständung (Art. 37 Abs. 4 ATSG) hätte beanspruchen können. 
Diesfalls soll der Einsprecher bei Obsiegen vom unterliegenden Versicherungsträger entschä-
digt werden (BGE 130 V 572 f. E. 2.2 mit Hinweisen). Vorliegend geht aus den Schreiben der 
SUVA vom 26. Februar 2014 und des Versicherten vom 20. Mai 2014 hervor, dass die SUVA 
den im Einspracheverfahren geltend gemachten Aufwand des Rechtsvertreters des Versicher-
ten bereits entschädigte. Damit erübrigt es sich, auf die Frage des Anspruchs auf Parteient-
schädigung im vorinstanzlichen Verfahren näher einzugehen. 
 
9.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskos-
ten zu erheben.  
 
9.2  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Versicherten 
eine Parteientschädigung zu Lasten der SUVA zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Versi-
cherten wies in seiner Honorarnote vom 20. Mai 2014 einen Zeitaufwand von insgesamt 7,5833 
Stunden sowie Auslagen von Fr. 91.50 aus. Dieser Aufwand ist angesichts der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen angemessen. Bei einem praxisgemäss zur Anwendung gelan-
genden Stundenansatz von Fr. 250.-- hat die SUVA dem Versicherten eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 2‘146.30 (7,5833 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen in der Höhe 
von Fr. 91.50 und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 

 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird - soweit darauf eingetreten werden kann - in dem 
Sinne gutgeheissen, als der angefochtene Einspracheentscheid vom 
27. November 2013 aufgehoben und festgestellt wird, dass der Be-
schwerdeführer ab 1. März 2013 bei einer Erwerbsunfähigkeit von 
20 % Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 2‘146.30 (inkl. Auslagen und 8% MwSt.) zu bezahlen. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht