# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df248035-2043-55fd-a410-c6ecc7421835
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 06.05.2025 SV2 2024 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-96_2025-05-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 6. Mai 2025

Referenz SV2 24 96

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Bäder Federspiel und Pedretti
Jauch, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden
Beschwerdegegner

Gegenstand Kursbesuch

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Sachverhalt

A. A._____, Jahrgang 1975, verheiratet, war zuletzt als Pilot tätig. Am 22. Juni 
2023 meldete er einen Anspruch auf Arbeitslosenversicherungstaggeld im Umfang 
von 100 % ab dem 19. Juli 2023 an. 

B. Mit Datum vom 18. März 2024 reichte A._____ dem Amt für Industrie, 
Gewerbe und Arbeit Graubünden (nachfolgend: KIGA) ein Gesuch um Zustimmung 
zum Kursgesuch "Simulator Training Flugzeugtyp Citation Latitude Erneuerung der 
Fluglizenz C68A" ein. Die Kosten für diesen Kurs, welcher vom 26. August 2024 bis 
30. August 2024 dauern und in England stattfinden sollte, würden sich gemäss 
Angaben im Kursgesuch inklusive Spesen auf rund CHF 36'000.00 belaufen. 
Begründend führte A._____ an, er benötige dieses Training für die Erneuerung 
seiner Berechtigung, diesen Flugzeugtyp zu fliegen. Er hätte die Möglichkeit, nach 
erfolgreicher Absolvierung dieses Trainings bei der Firma B._____ als Freelance-
Pilot eingesetzt zu werden. 

C. Dieses Kursgesuch lehnte das KIGA mit Verfügung vom 9. April 2024 ab. Die 
Abweisung begründete es hauptsächlich damit, dass das Absolvieren des Kurses 
nicht zu einem Stellenantritt führe, welcher die Arbeitslosigkeit beende, und dass 
der beantragte Kurs in den Bereich Spezialisierung falle, wofür die Kosten nicht von 
der Arbeitslosenversicherung übernommen werden könnten.

D. Gegen diese Verfügung erhob A._____ am 23. April 2024 fristgerecht 
Einsprache. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, er müsse diesen Kurs 
absolvieren, um überhaupt die Berechtigung zu erhalten, diesen Flugzeugtyp zu 
fliegen. Durch die Absolvierung des Kurses würde er als Freelancer eingesetzt, was 
die Chancen für eine Festanstellung als Berufspilot und damit für eine Abmeldung 
von der Arbeitslosenversicherung erhöhen würde. 

E. Nach erfolgten Abklärungen stellte das KIGA fest, dass A._____ zum 
damaligen Zeitpunkt aus gesundheitlichen Gründen nicht berechtigt war, ein 
Flugzeug zu führen. Infolgedessen wurde das Einspracheverfahren sistiert. 

F. Mit E-Mail vom 22. Juli 2024 teilte A._____ dem KIGA unter Einreichung 
eines medizinischen Tauglichkeitszeugnisses mit, dass er wieder als 
Berufspilot tätig sein dürfe. Gleichzeitig informierte er darüber, dass er auch noch 
die Absolvierung eines Simulator-Trainings für den Flugzeugtyp Airbus A320 prüfen 
werde. 

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G. Mit Einspracheentscheid vom 4. September 2024 wies das KIGA die 
Einsprache ab. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

H. Am 30. Juli 2024 stellte A._____ das bereits in Aussicht gestellte Gesuch um 
Zustimmung zum Kurs "Simulator Training Airbus A320 Erneuerung der Fluglizenz 
A320". 

I. Mit Schreiben vom 20. August 2024 forderte das KIGA A._____ auf, eine 
Bestätigung einzureichen, woraus ersichtlich sei, dass er nach Absolvierung des 
Kurses eine Stelle antreten könne, welche zur Abmeldung vom Bezug von 
Arbeitslosenversicherungstaggeld führe. Mit E-Mail vom gleichen Tag teilte A._____ 
mit, dass er möglichst bis zum 23. August 2024 einen Entscheid brauche und ihm 
die Pilotenvermittlungsfirma C._____ eine Stelle als Captain auf dem Typ A320 in 
Aussicht gestellt habe. Eine Jobbestätigung könne nicht eingereicht werden, da dies 
von den Selektionstests abhänge. 

J. Mit Verfügung vom 2. September 2024 lehnte das KIGA auch dieses 
Kursgesuch ab mit der Begründung, dass die Voraussetzung, die Arbeitslosigkeit 
durch den Besuch dieses Kurses definitiv beenden zu können, nicht gegeben sei. 

K. Gegen diese Verfügung erhob A._____ am 6. September 2024 fristgerecht 
Einsprache, welche das KIGA mit Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2024 
abwies.

L. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 
am 29. Oktober 2024 Beschwerde beim damaligen Verwaltungsgericht und 
heutigen Obergericht des Kantons Graubünden. Sinngemäss beantragte er die 
Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 10. Oktober 2024 und 
die Übernahme der ersuchten Kurskosten. Der Beschwerdeführer brachte zur 
Begründung im Wesentlichen vor, es gehe beim Kurs weder um eine Weiterbildung 
noch um eine Grundausbildung, sondern um ein Training, welches Voraussetzung 
für einen Einsatz als Berufspilot sei. Durch die Teilnahme am Kurs werde seine 
Vermittlungsfähigkeit massgeblich erhöht. Bereits im Oktober 2021 sei ihm ein 
Kursbesuch zum Simulator Training Airbus A320 bewilligt worden und er habe 
90 Tage nach Absolvierung dieses Kurses eine Vollzeitstelle als Berufspilot 
antreten können, was zeige, dass es sich nicht um einen theoretischen Nutzen 
gehandelt habe. Die Übernahme der Kurskosten würde sich auch im jetzigen 
Zeitpunkt lohnen. Nach Kursabsolvierung und erfolgreicher Selektion bei der 
Fluggesellschaft D._____ könnte er eine Vollzeitstelle antreten. So sei er im Juni 
2024 über ein Stellenangebot als Captain A320 bei der D._____ informiert worden. 

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Sodann entspreche es nicht den Tatsachen, dass keine Pilotenstellen gemeldet 
seien, so hätten zahlreiche schweizerische Flugbetriebe Stellenausschreibungen 
für Piloten publiziert.

M. Am 19. November 2024 reichte das KIGA (nachfolgend: Beschwerdegegner) 
die Vernehmlassung ein, worin die Beschwerdeabweisung beantragt wurde. Zur 
Begründung führte der Beschwerdegegner im Wesentlichen aus, das anbegehrte 
Training sei weder arbeitsmarktlich indiziert noch wäre eine Übernahme der 
entsprechenden Kosten verhältnismässig. So habe der Beschwerdeführer keinen 
Arbeitgeber finden können, der ihm eine Stelle unter der Bedingung des 
erfolgreichen Absolvierens des Trainings zusichere. Zudem seien auf der Plattform 
der öffentlichen Arbeitsvermittlung 68 stellensuchende Piloten und eine Stelle als 
"Flight Dispatcher" gemeldet. 

N. Auf die Einreichung einer Replik wurde verzichtet. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie auf den 
angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1. Nach Art. 1 Abs. 1 AVIG (SR 837.0) i.V.m. Art. 2 sowie Art. 56 Abs. 1 und 
Art. 57 ATSG (SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der 
Arbeitslosenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht 
erhoben werden. Gemäss Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 AVIV 
(SR 837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 
(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht 
desselben Kantons örtlich zuständig. Da der angefochtene Einspracheentscheid 
vom Beschwerdegegner als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG 
erlassen wurde, erweist sich demzufolge das Versicherungsgericht des Kantons 
Graubünden, d.h. das heutige Obergericht des Kantons Graubünden, auf das mit 
Inkrafttreten des revidierten GOG (BR 173.000) per 1. Januar 2025 die hängigen 
Verfahren des vormaligen Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 
übertragen wurden (Art. 122 Abs. 5 GOG), als örtlich zuständig (vgl. Art. 1 Abs. 1 
und Art. 5 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Arbeitsvermittlung und 
Arbeitslosenversicherung [EGzAVG/AVIG; BR 545.100] i.V.m. Art. 1 der 
Verordnung zum Einführungsgesetz zur Arbeitsvermittlung und 
Arbeitslosenversicherung [VOzEGzAVG/AVIG; BR 545.270]). Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts des Kantons Graubünden ergibt sich aus Art. 57 

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ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressat des 
angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer überdies berührt 
und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung auf 
(Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
ist demnach einzutreten (Art. 60 i.V.m. Art. 38 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG).

1.2. Nach der übergangsrechtlichen Bestimmung von Art. 85 Abs. 1 VRG werden 
bei Inkrafttreten dieses Gesetzes hängige Verfahren vor der jeweiligen Instanz nach 
bisherigem Recht zu Ende geführt. Nach aArt. 43 Abs. 1 VRG entscheidet das 
Gericht in der Regel in der Besetzung mit drei Richterinnen und Richtern, wenn der 
Streitwert CHF 5'000.00 überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben 
ist (aArt. 43 Abs. 2 und 3 VRG). Ausgangspunkt für die Bemessung des Streitwerts 
sind vorliegend die Kosten für den vom Beschwerdeführer anbegehrten Kurs 
"Simulator Training A320 Erneuerung der Fluglizenz A320", welcher in 
Vilnius/Litauen oder Barcelona stattfände. Die Kurskosten sollen sich auf 
CHF 14'400.00 inkl. Spesen belaufen (vgl. KIGA-act. 10). Da der Streitwert damit 
über CHF 5'000.00 liegt und für das vorliegende Verfahren keine Fünferbesetzung 
vorgeschrieben ist (aArt. 43 Abs. 2 VRG), ergeht das Urteil in der Besetzung mit 
drei Richterpersonen. 

2. Streitgegenstand bildet der Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2024. 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Übernahme der 
Kosten für den Kurs "Simulator Training A320 Erneuerung der Fluglizenz A320", 
welcher mit dem angefochtenen Einspracheentscheid verneint wurde.

3. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht (Art. 61 lit. c ATSG). Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die 
richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu 
sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 
Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 
Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 
nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung 
zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigen (BGE 144 V 427 E. 3.2 m.H.a. BGE 138 V 218 E. 6). 

4.1. Nach Art. 1a Abs. 2 AVIG will das Gesetz drohende Arbeitslosigkeit 
verhüten, bestehende Arbeitslosigkeit bekämpfen und die rasche und dauerhafte 

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Eingliederung in den Arbeitsmarkt fördern. Diesem Zweck dienen unter anderem 
arbeitsmarktliche Massnahmen (Art. 59 ff. AVIG). Die Arbeitslosenversicherung 
erbringt auf Grundlage von Art. 59 AVIG finanzielle Leistungen für arbeitsmarktliche 
Massnahmen zu Gunsten von versicherten Personen und von Personen, die von 
Arbeitslosigkeit bedroht sind (Abs. 1). Solche Massnahmen sollen gemäss Art. 59 
Abs. 2 AVIG insbesondere die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten verbessern, 
damit diese rasch und dauerhaft wieder eingegliedert werden können (lit. a), die 
beruflichen Qualifikationen entsprechend den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts 
fördern (lit. b), die Gefahr von Langzeitarbeitslosigkeit vermindern (lit. c), oder die 
Möglichkeit bieten, Berufserfahrungen zu sammeln (lit. d). Art. 59 Abs. 1bis AVIG 
unterscheidet bei den arbeitsmarktlichen Massnahmen Bildungs- (Art. 60 AVIG), 
Beschäftigungs- (Art. 64a f. AVIG) und spezielle Massnahmen (Art. 65 ff. AVIG). Als 
Bildungsmassnahmen gelten gemäss Art. 60 Abs. 1 AVIG namentlich individuelle 
oder kollektive Kurse zur Umschulung, Weiterbildung oder Eingliederung sowie 
Übungsfirmen und Ausbildungspraktika. 

4.2. Grundvoraussetzung für den Anspruch auf Kostenübernahme einer 
arbeitsmarktlichen Massnahme durch die Arbeitslosenversicherung bildet die 
arbeitsmarktliche Indikation. Leistungen sind also nur dann zuzusprechen, wenn der 
(inländische) Arbeitsmarkt eine solche Massnahme unmittelbar erfordert (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 8C_67/2018 vom 16. April 2018 E. 4.1; Weisung des 
Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, Arbeitsmarkt und Arbeitslosenversicherung 
(TC) [AVIG-Praxis AMM], Stand 1. August 2024, Rz. A16). Dadurch soll verhindert 
werden, dass Leistungen zu Zwecken in Anspruch genommen werden, die nicht mit 
der Arbeitslosenversicherung in Zusammenhang stehen (Botschaft des 
Bundesrates zum AVIG vom 2. Juli 1980; BBl 1980 III 610 f.). Das Gesetz bringt 
diesen Gedanken in Art. 59 Abs. 1 und 2 zum Ausdruck, wonach die Versicherung 
diese Massnahmen nur dann durch finanzielle Leistungen fördert, wenn die 
Vermittelbarkeit der versicherten Person aus Gründen des Arbeitsmarktes 
erschwert ist und die arbeitsmarktliche Massnahme die Vermittelbarkeit verbessert. 
Die arbeitsmarktliche Indikation besteht aus einer objektiven und subjektiven 
Komponente. Das objektive Element bezieht sich auf den aktuellen Bedarf des 
Arbeitsmarktes nach Arbeitskräften. Die subjektive Komponente betrifft die 
Anpassungsbedürftigkeit der versicherten Person an diese Nachfrage. Die Frage, 
ob die arbeitsmarktliche Indikation im Einzelfall gegeben ist, beurteilt sich aufgrund 
sämtlicher im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung massgebenden Umstände. 
Insbesondere ist anhand von amtlichen und privaten Statistiken die Situation auf 
dem konkreten, für die versicherte Person in Frage kommenden Arbeitsmarkt 
abzuklären (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_67/2018 vom 16. April 2018 E. 4.1 

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und 8C_222/2016 vom 30. Juni 2016 E. 2.2 m.H.). Dass ein beantragter Kurs die 
Chancen der versicherten Person innerhalb ihres bisherigen Tätigkeitsgebiets 
erhöht und zudem das Bewerbungsfeld erweitert, ist für sich alleine sodann nicht 
entscheidend, da praktisch jede berufliche Massnahme wegen der dadurch 
vermittelten zusätzlichen Kenntnisse Vorteile auf dem Arbeitsmarkt bringt. 
Ausschlaggebend ist vielmehr, ob der Arbeitsmarkt für Personen mit den 
Qualifikationen der versicherten Person grundsätzlich Stellen bereithält und ob sie 
aus persönlichen Gründen im Wettbewerb um diese Stelle benachteiligt ist (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 8C_67/2018 vom 16. April 2018 E. 4.2 und 
8C_222/2016 vom 30. Juni 2016 E. 4). 

4.3. Nach Gesetz und Rechtsprechung sind die Grundausbildung und die 
allgemeine Förderung der beruflichen Weiterbildung nicht Sache der 
Arbeitslosenversicherung. Deren Aufgabe ist es lediglich, in gewissen Fällen durch 
konkrete Eingliederungs- und Weiterbildungsmassnahmen die Arbeitslosigkeit zu 
bekämpfen. Dabei muss es sich um Vorkehren handeln, die es der versicherten 
Person erlauben, sich dem industriellen und technischen Fortschritt anzupassen, 
oder die sie in die Lage versetzen, ihre bereits vorhandene berufliche Fähigkeit 
ausserhalb der angestammten engen bisherigen Erwerbstätigkeit auf dem 
Arbeitsmarkt zu verwerten. Sodann sind nach Art. 81 Abs. 2 AVIV berufs- und 
betriebsübliche Massnahmen zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter nicht 
subventionierbar.

5.1. Der Beschwerdegegner verneint den Anspruch des Beschwerdeführers zur 
Übernahme der Kosten des beantragten Kurses "Simulator Training A320 
Erneuerung der Fluglizenz A320" mit der Begründung, das anbegehrte Training sei 
arbeitsmarktlich nicht indiziert, da im System der öffentlichen Arbeitsvermittlung 
keine Pilotenstelle, jedoch im Zeitpunkt des Einspracheentscheids 70 bzw. im 
Zeitpunkt des Beschwerdeverfahrens 68 stellensuchende Pilotinnen und Piloten 
gemeldet seien (vgl. act. B.1 S. 5; act. A.2 S. 8). Zudem liege keine konkrete 
Stellenzusicherung für den Fall des erfolgreichen Absolvierens des Kurses vor, 
womit die Kostenübernahme von über CHF 14'000.00 unverhältnismässig wäre 
(vgl. act. A.2. S. 8). 

5.2. Der Beschwerdeführer wendet dagegen hauptsächlich ein, der Kurs sei nicht 
eine Spezialisierung, sondern unerlässlich für die Lizenzerneuerung als Berufspilot. 
Durch die Teilnahme am Kurs werde seine Vermittlungsfähigkeit massgeblich 
erhöht. Nach Absolvierung des Kurses würde er als Freelancer eingesetzt und 
könnte nach erfolgreicher Selektion eine Vollzeitstelle antreten, wodurch die 

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Arbeitslosenversicherung entlastet würde. Zudem seien diverse Stellen für Piloten 
ausgeschrieben (vgl. act. A.1).

6.1. Der Beschwerdeführer war zuletzt als Pilot tätig. Vorliegend kann nicht mit 
dem im Sozialversicherungsrecht notwendigen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit auf eine erschwerte Vermittelbarkeit des Beschwerdeführers als 
Teilgehalt der Anspruchsvoraussetzung der arbeitsmarktlichen Indikation 
geschlossen werden. Recherchen haben ergeben, dass im Allgemeinen die 
Nachfrage nach Piloten auf dem Arbeitsmarkt derzeit hoch ist. Aktuelle Studien 
prognostizieren, dass bis zum Jahr 2030 weltweit rund 80’000 Piloten fehlen werden 
(vgl. https://www.aviationacademy.at/en/news/detail/upwind-for-pilots-80000-
commercial-pilots-wanted-by-2030/, zuletzt besucht am 30. April 2025). Alleine die 
Swiss International Air Lines AG (SWISS) hat künftig einen jährlichen Bedarf von 
rund 110 Pilotinnen und Piloten. Die Rekrutierung stellt allerdings eine 
Herausforderung dar. Airlines finden kaum noch Pilotinnen und Piloten. Grund 
hierfür sind die hohen Bildungskosten sowie die schwierigen Arbeitszeiten. 
Aufgrund der Pilotenknappheit können sich bei der SWISS nun auch ausgebildete 
First Officer mit oder auch ohne Zulassung bewerben. Die SWISS und Edelweiss 
Air AG zahlen künftig sodann die Pilotenausbildung vollständig. Dies unterstreicht 
den aktuellen Fachkräftemangel und zeigt, dass die Branche attraktive Bildungs- 
und Arbeitsbedingungen schaffen muss, um dem Bedarf gerecht zu werden 
(vgl. https://www.srf.ch/news/schweiz/mangel-an-qualifizierten-airlines-finden-
kaum-noch-pilotinnen-und-piloten; https://skynews.ch/zivilluftfahrt/swiss-und-
edelweiss-zahlen-pilotenausbildung-vollstaendig/; https://www.cash.ch/borsen-
ticker/unternehmen/swiss-stellt-neu-auch-ausgebildete-co-piloten-an-588468; alle 
zuletzt besucht am 30. April 2025). In Übereinstimmung mit den oben erwähnten 
Recherchen haben auch diverse Fluggesellschaften Stellen als First Officer auf 
verschiedenen Flugzeugtypen ausgeschrieben (vgl. 
https://apply.lufthansagroup.careers/index.php?ac=search_result&search_criterion
_keyword%5B%5D=Pilot&search_criterion_division%5B%5D=5988&search_criteri
on_division%5B%5D=6006&search_criterion_division%5B%5D=5926&search_crit
erion_channel%5B%5D=12; https://pilotcareercenter.com/CHE-Pilot-
Jobs/Switzerland/Captains/First-Officers.com; zuletzt besucht am 30. April 2025). 
Aufgrund des ausgewiesenen Fachkräftemangels ist prognostisch von einem 
intakten Arbeitsmarkt auszugehen und gibt es auch genügend offene Stellen. Daran 
ändert auch der Umstand nichts, dass auf der Datenbank der öffentlichen 
Arbeitsvermittlung keine Pilotenstelle gemeldet ist (vgl. act. C.15), sind in der 
abgefragten Datenbank doch längst nicht alle offenen Stellen bzw. 
Stellensuchenden erfasst, wie auch der Beschwerdegegner zutreffend ausführt (vgl. 

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act. A.2 S. 8). Zudem beschreibt auch der Beschwerdeführer selbst, dass 
zahlreiche schweizerische Flugbetriebe Stellenausschreibungen für Piloten 
publiziert hätten (vgl. act. A.1 S. 3), was, wie vorstehende Ausführungen belegen, 
auch korrekt ist. Demzufolge kann nicht angenommen werden, dass der Kurs 
"Simulator Training A320 Erneuerung der Fluglizenz A320" arbeitsmarktlich 
unmittelbar geboten war. Zwar dürfte sich der Kursbesuch – wie praktisch jede 
berufliche Massnahme – durchaus positiv auf die Vermittelbarkeit auswirken; von 
einer Notwendigkeit der Förderung der Vermittelbarkeit aufgrund einer erschwerten 
oder verunmöglichten Stellensuche in seinem angestammten Tätigkeitsgebiet kann 
aufgrund der hohen Nachfrage nach Piloten indessen nicht gesprochen werden. 
Zudem ist aufgrund des ausgewiesenen Fachkräftemangels, der Schwierigkeiten 
bei der Rekrutierung und des Umstands, dass bereits die Pilotenausbildung von 
gewissen Fluggesellschaften bezahlt wird, davon auszugehen, dass ein künftiger 
Arbeitgeber die Finanzierung dieses Kurses übernehmen wird. Nicht ausser Acht 
bleiben soll schliesslich auch, dass nach Art. 81 Abs. 2 AVIV berufs- und 
betriebsübliche Massnahmen zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter von der 
Finanzierung durch die Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen sind (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 8C_222/2016 vom 30. Juni 2016 E. 4; Urteil des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts C 222/04 vom 19. April 2005 E. 2.4; vgl. 
auch Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 200 15 641 ALV vom 
17. August 2015 E. 3.2.2). Gemäss den Ausführungen des Beschwerdeführers ist 
der beantragte Kurs für die Erneuerung der Berufspilotenlizenz zwingend 
vorgeschrieben und daher Voraussetzung für eine Tätigkeit als Berufspilot (vgl. 
act. A.1 S. 3). Solche Wiederholungskurse im Flugsimulator werden üblicherweise 
durch den Arbeitgeber übernommen, da er sonst den Piloten nicht oder nicht mehr 
einsetzen darf. Die Fluggesellschaften haben daher ein unmittelbares betriebliches 
Interesse an der Absolvierung solcher Wiederholungskurse durch ihre Piloten, dies 
umso mehr aufgrund des vorliegenden Fachkräftemangels. 

6.2. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, dass ihm bereits im Oktober 2021 
ein Kursbesuch zum Simulator Training Airbus A320 bewilligt worden sei, kann er 
hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Nach der Rechtsprechung geht der 
Grundsatz der Gesetzmässigkeit des Verwaltungshandelns in der Regel der 
Rücksicht auf die gleichmässige Rechtsanwendung vor. Der Umstand, dass das 
Gesetz in anderen Fällen nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, gibt dem 
Bürger und der Bürgerin grundsätzlich keinen Anspruch darauf, abweichend vom 
Gesetz behandelt zu werden, sofern lediglich in einem einzigen oder in einigen 
wenigen Fällen eine abweichende Behandlung dargetan ist. Vorliegend wurde beim 
Beschwerdeführer bei der Bewilligung des Kurses im Oktober 2021 mutmasslich 

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das Gesetz zwar fehlerhaft angewendet, allerdings ist nicht dargetan, dass in 
solchen Fällen eine verbreitete gesetzwidrige Praxis besteht (vgl. zum Ganzen BGE 
126 V 392 E. 6.a m.H.).

7. Zusammenfassend lassen vorliegend die Umstände nicht auf eine 
erschwerte Vermittelbarkeit des Beschwerdeführers schliessen. Überdies handelt 
es sich beim Kurs, für welchen die Übernahme der Kosten beantragt wird, um eine 
arbeitslosenversicherungsrechtlich nicht anspruchsrelevante Massnahme, weshalb 
auf das Fehlen einer arbeitsmarktlichen Indikation zu schliessen ist. Damit hat der 
Beschwerdegegner die Übernahme der Kosten für den Kurs "Simulator Training 
A320 Erneuerung der Fluglizenz A320" zu Recht abgelehnt. Die gegen den 
Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2024 erhobene Beschwerde ist daher 
abzuweisen.

8.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen 
kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Das AVIG 
statuiert keine Kostenpflicht, womit diesbezügliche Beschwerdeverfahren in der 
Regel kostenlos sind. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge mutwilligen oder 
leichtsinnigen Verhaltens (Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Da von Seiten des 
unterliegenden Beschwerdeführers weder Mutwilligkeit noch Leichtsinn vorliegen, 
sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben.

8.2. Dem obsiegenden Beschwerdegegner steht kein Parteikostenersatz zu (vgl. 
Art. 61 lit. g ATSG).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]