# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c14748ff-34bf-5161-a71f-edfc78f2450e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 14.08.2018 SB180293
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180293_2018-08-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB180293-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

lic. iur. B. Gut sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Maurer 

Beschluss vom 14. August 2018 
 

in Sachen 
 
A._____,  
Privatkläger und Berufungskläger 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 
 

sowie 
 
Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,   
Anklägerin 
 

gegen 
 
B._____,  
Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 
betreffend üble Nachrede  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich,  
10. Abteilung - Einzelgericht, vom 31. Mai 2018 (GG180083) 
 
 
 
 
 

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Erwägungen 

1. Gegen das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, 

vom 31. Mai 2018 hat der Privatkläger zwar Berufung anmelden lassen, innert der 

Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO aber keine Berufungserklärung eingereicht. Des-

halb ist auf die Berufung gestützt auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO nicht ein-

zutreten. 

2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel des 

Privatklägers kommt einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Dem Pri-

vatkläger sind somit die Kosten für das Berufungsverfahren aufzuerlegen. Die 

Gerichtsgebühr ist praxisgemäss auf Fr. 600.– festzusetzen. Der im Berufungs-

verfahren obsiegende Beschuldigte verlangt für dieses eine Entschädigung für 

Aufwendungen von 0.6 Stunden sowie Barauslagen von Fr. 8.– (Urk. 34). Dem-

gemäss ist der Privatkläger zu verpflichten, dem Beschuldigten eine Prozessent-

schädigung von Fr. 234.80 zu bezahlen.  

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung des Privatklägers vom 1. Juni 2018 wird nicht eingetreten.  

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Privatkläger auferlegt.  

4. Der Privatkläger wird verpflichtet, dem Beschuldigten für das Berufungsver-

fahren eine Prozessentschädigung von Fr. 234.80 zu bezahlen.  

5. Schriftliche Mitteilung an 

− die Vertretung des Privatklägers im Doppel für sich und die 
Privatklägerschaft 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 
− die Verteidigung des Beschuldigten im Doppel für sich und den Be-

schuldigten 

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 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz. 

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 14. August 2018 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Maurer 
 

 
 

	Beschluss vom 14. August 2018
	Erwägungen
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung des Privatklägers vom 1. Juni 2018 wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Privatkläger auferlegt.
	4. Der Privatkläger wird verpflichtet, dem Beschuldigten für das Berufungsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 234.80 zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an
	 die Vertretung des Privatklägers im Doppel für sich und die Privatklägerschaft
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 die Verteidigung des Beschuldigten im Doppel für sich und den Beschuldigten

	6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.