# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14be18dc-2fcb-52ac-a95a-d2b19c236109
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.10.2009 D-6317/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6317-2009_2009-10-13.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6317/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
alias C._______, geboren B._______,
Guinea,
D._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 21. September 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6317/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer, ein Staatsangehöriger von Guinea, eige-
nen Angaben zufolge sein Heimatland am 5. November 2008 in Beglei-
tung eines in der Schweiz lebenden E._______ auf dem Luftweg ver-
liess und via F._______ oder G._______ am nächsten Tag illegal in die 
Schweiz gelangte, wo er am 8. November 2008 um Asyl nachsuchte,

dass der Beschwerdeführer keine Identitätspapiere abgab,

dass  er  am  12.  November  2008  im  H._______  befragt  und  am 
7. August  2009  in  Anwendung  von  Art.  29  Abs. 1  des  Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]) durch das Bundesamt zu den 
Asylgründen angehört wurde,

dass er zu seinen asylbegründenden Vorbringen im Wesentlichen gel-
tend machte,  er  stamme aus einer  Familie  moslemischen Glaubens, 
weshalb  sein  Vater  seine  Konvertierung  zum Christentum abgelehnt 
und ihm mit dem Tod gedroht habe, falls er Christ bleiben sollte,

dass er schon lange zum Christentum habe wechseln wollen und er ei-
nen sehr guten Freund gehabt habe, der Christ gewesen sei,

dass ihm die islamische Religion nicht gefallen habe und die christli-
che Religion viel einfacher sei, da man beispielsweise nicht am Mor-
gen früh zu beten brauche und auch nicht auf eine Mahlzeit verzichten 
müsse, wenn man nicht gebetet habe,

dass er erst seit seiner Konvertierung über die christliche Religion Be-
scheid wisse und ihm sein Freund erklärt habe, im Gegensatz zum Is-
lam könne man als  Christ  machen,  was man wolle,  und könne  bei-
spielsweise mit einem Mädchen befreundet sein, ohne sie heiraten zu 
müssen,

dass  er  aufgrund  der  Todesdrohungen  seitens  seines  Vaters  am 
16. August  2008  nach  I._______  zur  Familie  seines  Freundes 
geflüchtet sei, wo er sich bis zu seiner Ausreise am 5. November 2008 
aufgehalten habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 21. September 2009 - eröffnet am 
25. September 2009 - gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das 

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Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung 
aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte, der Beschwerdeführer habe den Asylbehörden weder inner-
halb der ihm dazu eingeräumten Frist  von 48 Stunden noch bis zum 
Entscheiddatum Reise- oder Identitätspapiere eingereicht,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung zu Protokoll 
gegeben habe, nie eine Identitätskarte beantragt und besessen zu ha-
ben und es in Guinea normal sei, keine Identitätsdokumente zu haben,

dass er demgegenüber bei der Bundesanhörung erklärt habe, im Be-
sitz einer "Personal-Identitätskarte" gewesen zu sein, welche sich aber 
bei seinem Vater befunden habe und, da er sich von ihm nicht verab-
schiedet habe, er dieses Dokument nicht habe mitnehmen können,

dass aufgrund der unstimmigen und widersprüchlichen Aussagen des 
Beschwerdeführers  zu  den Gründen für  seine Papierlosigkeit  seinen 
Ausführungen  kein  Glaube  geschenkt  werden  könne,  weshalb  keine 
entschuldbaren Gründe vorlägen,  die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass das BFM in den Aussagen des Beschwerdeführers zu den asyl-
begründenden Vorbringen zahlreiche Widersprüche feststellte, so habe 
der Beschwerdeführer angegeben, dass er in Guinea zum Christentum 
konvertiert und deshalb von seinem Vater mit dem Tod bedroht worden 
sei, jedoch anlässlich der Kurzbefragung angegeben habe, Moslem zu 
sein,

dass sich ein weiterer Widerspruch aus dem Umstand ergebe, dass er 
in der Kurzbefragung angegeben habe, seine Familie habe ihn - nach-
dem er sie über seine Konvertierung zum Christentum informiert  ge-
habt  habe  -  bereits  in  J._______  gesucht,  in  der  Direktbefragung 
hingegen geltend gemacht habe, er sei von seinem Vater in I._______ 
gesucht worden,

dass der Beschwerdeführer zur eigentlichen Konversion keine Anga-
ben gemacht habe und die diesbezüglichen Aussagen allgemein und 
stereotyp ausgefallen seien,

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dass die Argumentation des Beschwerdeführers bezüglich seiner Be-
weggründe  für  die  Konvertierung  zum Christentum insgesamt  wenig 
begründet sei und deshalb nicht überzeugen könne, weshalb nicht da-
von ausgegangen werden könne, der Beschwerdeführer habe das Ge-
schilderte tatsächlich erlebt und werde aus diesen Gründen von sei-
nem Vater mit dem Tod bedroht,

dass  die  widersprüchlichen  und  nicht  hinreichend  begründeten  Vor-
bringen des Beschwerdeführs deshalb nicht geglaubt werden könnten,

dass der Beschwerdeführer daher die  Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage zusätzliche 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen nicht erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit an das BFM gerichteter Eingabe vom 
1.  Oktober  2009  (Poststempel),  welche  zuständigkeitshalber  an  das 
Bundesverwaltungsgericht  weitergeleitet  wurde  (Faxeingang  Bundes-
verwaltungsgericht:  6.  Oktober  2009),  gegen  diesen  Entscheid  Be-
schwerde erhob und dabei beantragte, der angefochtene Entscheid sei 
aufzuheben, es sei festzustellen, dass die vorsorgliche Wegweisung in 
ein Drittland unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei und er bis zum 
Ende des Verfahrens in der Schweiz bleiben könne, es sei zudem sei-
ne  Flüchtlingseigenschaft  anzuerkennen  und  ihm Asyl  zu  gewähren 
sowie festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, un-
zumutbar und unmöglich sei und er vorläufig aufzunehmen sei,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesge-
setzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-
vorschusses ersuchte,

dass eventualiter die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder-
herzustellen sei,

dass  die  vollständigen  vorinstanzlichen  Akten  am  8.  Oktober  2009 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
sonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit  auf die frist-  und formgerecht eingereichte Beschwerde - 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  -  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 
VwVG) und die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung einer allfäl-
ligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  nicht  entzogen  hat 
(Art. 55  Abs. 2  VwVG),  weshalb  auf  das  Eventualbegehren,  die  auf-
schiebende Wirkung der Beschwerde sei wiederherzustellen, nicht ein-
zutreten ist,

dass  keine  vorsorgliche  Wegweisung  in  ein  Drittland  verfügt  wurde, 
weshalb auf das Begehren, es sei festzustellen, dass die vorsorgliche 
Wegweisung  in  ein  Drittland  unzulässig,  unzumutbar  und  unmöglich 
sei, mangels Rechtsschutzinteresses ebenfalls nicht einzutreten ist,

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

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dass mithin auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin die 
Asylgewährung beantragt wird,

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben, 

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

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dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  im  Sinne  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches unbestritten ist, 

dass der Beschwerdeführer bezüglich der nicht  eingereichten Identi-
tätsdokumente anlässlich der Kurzbefragung erklärte, er habe nie ei-
nen  Pass  oder  eine  Identitätskarte  beantragt  oder  besessen  (vgl. 
A 4/10, S. 3 f.), 

dass er in Widerspruch zu dieser Aussage anlässlich der Direktbefra-
gung angab, eine "Personal-Identitätskarte" zu haben, welche sich bei 
seinem Vater befinde, 

dass er die Identitätskarte nicht beschaffen könne, da er sich mit ihm 
gestritten habe und nun von ihm gesucht  werde,  zudem habe er zu 
niemandem in Guinea Kontakt (vgl. A 12/10, S. 3),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und über-
zeugend  dargelegt  hat,  weshalb  für  das  Nichteinreichen  von  Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den diesbe-
züglichen Erwägungen der Vorinstanz nichts entgegenhält,

dass diesbezüglich festzuhalten ist, dass sich an der vorerwähnten Be-
urteilung auch mit  der  nachträglichen Einreichung von Identitätsaus-
weisen  nichts  ändern  würde,  da  es  bei  der  48-Stunden-Frist  von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Beschaffung neuer Papiere, 
sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die Reise in die 
Schweiz  verwendeten  Papiere  geht  (vgl.  die  weiterhin  massgebliche 
Praxis der ARK in EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa),

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  entschuldbare 
Gründe für die Nichteinreichung der erforderlichen Dokumente glaub-
haft zu machen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

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dass die Prüfung der Akten ergibt, dass die Vorinstanz die Anforderun-
gen an Art. 3 und 7 AsylG zu Recht als nicht erfüllt erachtete, wobei 
auf  die entsprechenden Erwägungen des BFM in der angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann,

dass es der  Beschwerdeführer  unterlässt,  sich mit  den Erwägungen 
der Vorinstanz insgesamt sowie insbesondere mit  den Ausführungen 
des BFM bezüglich  der  festgestellten  Unglaubhaftigkeitsmerkmale in 
seinen  Aussage  auseinanderzusetzen,  sondern  lediglich  den  bereits 
aktenkundigen  Sachverhalt  wiederholt  aufführt  sowie  in  pauschaler 
Weise auf die politische Situation in Guinea hinweist und angibt, in sei-
nem  Heimatland  Guinea  aufgrund  der  aktuellen  Lage  gefährdet  zu 
sein,

dass die Vorbringen in der Beschwerdeschrift nicht ansatzweise geeig-
net  sind,  zu  einer  von der  Vorinstanz  abweichenden  Beurteilung  zu 
führen,

dass daran auch der Hinweis auf die allgemeine Lage in Guinea nichts 
zu ändern vermag, insbesondere da sich daraus keine individuell kon-
krete Gefährdungssituation für den Beschwerdeführer ableiten lässt,

dass ergänzend festzuhalten ist, dass die Vorkommnisse vom 28. Sep-
tember 2009 in I._______ - Tötung von Teilnehmern einer verbotenen 
Demonstration durch Armee-Einheiten - zwar eine gewaltsame Nieder-
schlagung eines Bürgerprotests darstellen,

dass  zudem  im  Anschluss  an  diese  Ereignisse  über  weitere  Men-
schenrechtsverletzungen berichtet wurde,

dass  indessen  nicht  ersichtlich  ist,  inwiefern  der  Beschwerdeführer 
konkret davon betroffen sein sollte, zumal sich diese Übergriffe örtlich 
auf I._______ zu beschränken scheinen,

dass  mit  der  Vorinstanz  übereinstimmend  festzuhalten  ist,  der  Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 
AsylG nicht,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

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dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht unzuläs-
sig ist, da aus den Ausführungen des Beschwerdeführers und den üb-
rigen  Akten insbesondere  keine Hinweise  auf  eine  menschenrechts-
widrige  Behandlung  ersichtlich  sind  (vgl.  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der  Menschenrechte und Grundfrei-
heiten [EMRK, SR 0.101]), die ihm in Guinea droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass vorliegend weder die allgemeine Lage in Guinea noch individuel-
le  Gründe auf  eine  konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers  im 
Falle einer Rückkehr schliessen lassen, da nicht von einer in ganz Gui-
nea  herrschenden  Situation  allgemeiner  Gewalt  auszugehen  ist  und 
der  junge  und  -  soweit  aktenkundig  -  gesunde  Beschwerdeführer  in 
seinem Heimatland ein soziales Beziehungsnetz hat,

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dass  deshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers 
nicht unzumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach 
Guinea  schliesslich  auch  nicht  unmöglich  ist,  da  keine  Vollzugshin-
dernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdefüh-
rer  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken 
(Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG, ungeachtet  einer allfälligen Bedürftigkeit 
des Beschwerdeführers, abzuweisen ist, da die Beschwerdebegehren 
nach dem Gesagten als aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass das  Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Sinne 
von Art. 65 Abs. 2 VwVG mangels Erfüllung der Voraussetzungen von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG ebenfalls abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- das K._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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