# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52f65e2c-4a7b-57c5-bad3-d05ccdc65f7f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.01.2023 F-3463/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-3463-2022_2023-01-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-3463/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  J a n u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 

Richter Gregor Chatton,  

Richterin Claudia Cotting-Schalch,    

Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,  

vertreten durch  

Z._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angele-

genheiten EDA, Konsularische Direktion,  

Abteilung Konsularischer Schutz, Sozialhilfe für Ausland-

schweizer/innen (SAS), Effingerstrasse 27, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Sozialhilfe an Auslandschweizer/innen (Ausrichtung  

einer wiederkehrenden Leistung). 

 

 

 

F-3463/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.   

Der Beschwerdeführer, ein schweizerischer Staatsangehöriger (geb. […]), 

lebt seit dem 31. Mai 2016 in Ungarn. Er ist mit einer ungarischen Staats-

angehörigen verheiratet, mit der er gemäss eigenen Angaben seit circa fünf 

Jahren keinen Kontakt mehr pflegt (Akten der Vorinstanz [KD-act.] 1).  

B.  

Am 5. Mai 2022 gelangte der Beschwerdeführer an die Schweizerische 

Botschaft in Österreich und ersuchte gestützt auf das Bundesgesetz vom 

26. September 2014 über Schweizer Personen und Institutionen im Aus-

land (Auslandschweizergesetz [ASG, SR 195.1]) um Ausrichtung einer 

wiederkehrenden finanziellen Leistung (KD-act. 1).  

C.  

Mit E-Mail vom 11. Mai 2022 übermittelte die Vertretung die Gesuchsunter-

lagen zusammen mit einem Bericht der Vorinstanz (KD-act. 1).  

D.  

Mit Verfügung vom 28. Juni 2022 – zugestellt am 18. Juli 2022 – lehnte die 

Vorinstanz das Gesuch um Ausrichtung einer wiederkehrenden Leistung 

ab (KD-act. 9). Sie machte im Wesentlichen geltend, ein Verbleib des Be-

schwerdeführers in Ungarn sei aufgrund der gesamten Umstände nicht ge-

rechtfertigt. Damit erfülle er die Voraussetzungen für den Erhalt von Sozi-

alhilfeleistungen im Ausland nicht (KD-act. 9, 10).  

E.  

Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer beim Bundesverwal-

tungsgericht mit Eingabe vom 11. August 2022 (Zustellung zu Handen der 

schweizerischen Post) Beschwerde (Akten des Bundesverwaltungsge-

richts [BVGer act.] 1). Zur Begründung machte er zusammenfassend gel-

tend, er habe sein Leben in Ungarn und sei dort zufrieden. Es würde die 

Schweiz ein Mehrfaches kosten, müsste er in die Schweiz zurückkehren 

und hierzulande Sozialhilfe beziehen.  

F.  

In ihrer Vernehmlassung vom 9. September 2022 schloss die Vorinstanz 

auf Abweisung der Beschwerde (BVGer act. 4).   

F-3463/2022 

Seite 3 

G.  

Mit Zwischenverfügung vom 20. September 2022 wurde dem Beschwer-

deführer ein Doppel der Vernehmlassung zugestellt. Gleichzeitig wurde er 

zur Stellungnahme aufgefordert (BVGer act. 5).  

H.  

Mit E-Mail vom 19. Oktober 2022 wandte sich der Vater des Beschwerde-

führers ans Bundesverwaltungsgericht und teilte diesem mit, er habe von 

seinem Sohn aus Ungarn eine Kopie eines Schreibens erhalten und ver-

stehe nicht, welche Angaben das Gericht noch brauche (BVGer act. 6).  

I.  

Das Bundesverwaltungsgericht wies den Vater des Beschwerdeführers mit 

Zwischenverfügung vom 27. Oktober 2022 darauf hin, dass kein hinrei-

chend nachgewiesenes Vertretungsverhältnis zwischen ihm und seinem 

Sohn vorliege. Gleichzeitig wurde er aufgefordert, eine schriftliche Voll-

macht einzureichen (BVGer act. 8).  

J.  

Der Beschwerdeführer replizierte mit Eingabe vom 4. November 2022 und 

reichte gleichzeitig eine schriftliche Vollmacht zugunsten seines Vaters ein 

(BVGer act. 9).  

K.  

Mit Schreiben vom 7. November 2022 stellte der Vater des Beschwerde-

führers dem Bundesverwaltungsgericht Fotos von Haus und Umschwung 

seines Sohnes in Ungarn zu (BVGer act. 10).  

L.  

Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erwägun-

gen eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Verfügungen der Konsularischen Direktion des EDA (KD) betreffend 

Sozialhilfeleistungen an Schweizer Staatsangehörige im Ausland nach 

Art. 33 Abs. 1 ASG unterliegen der Beschwerde an das Bundesverwal-

tungsgericht (Art. 62 ASG i.V.m. Art. 31 ff. VGG).  

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Seite 4 

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-

waltungsgericht nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG), soweit 

das VGG nichts anderes bestimmt. 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Erhebung der 

Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auch die übrigen Sachur-

teilsvoraussetzungen (Rechtsmittelfrist [Art. 50 Abs. 1 VwVG] und Form 

der Beschwerde [Art. 52 VwVG]) sind erfüllt. Auf die Beschwerde ist einzu-

treten.  

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Be-

schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-

verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 

Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann 

die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 

gutheissen oder abweisen.  

3.  

Analog zum Sozialversicherungsrecht ist auf dem Gebiet der Sozialhilfe an 

Schweizer Staatsangehörige im Ausland grundsätzlich auf die tatsächli-

chen Verhältnisse abzustellen, wie sie sich zum Zeitpunkt der angefochte-

nen Verfügung dargestellt haben (vgl. Urteil des BVGer C-4103/2013 vom 

30. April 2015 E. 2).  

4.  

4.1 Gemäss Art. 22 ASG gewährt der Bund im Rahmen dieses Gesetzes 

Auslandschweizerinnen und -schweizern, die bedürftig sind, Sozialhilfe. 

Berechtigte im Sinne dieses Gesetzes sind gemäss Art. 3 Bst. a ASG 

Schweizerinnen und Schweizer, die in der Schweiz keinen Wohnsitz haben 

und im Auslandschweizerregister eingetragen sind. Gemäss Art. 24 ASG 

wird Auslandschweizerinnen und -schweizern nur dann Sozialhilfe ge-

währt, wenn diese ihren Lebensunterhalt nicht hinreichend aus eigenen 

Kräften und Mitteln, aus Beiträgen von privater Seite oder aus Hilfeleistun-

gen des Empfangsstaates bestreiten können.  

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Seite 5 

4.2 Art und Umfang der Sozialhilfe richten sich nach den besonderen Ver-

hältnissen des Empfangsstaates, unter Berücksichtigung der notwendigen 

Lebensbedürfnisse einer oder eines sich dort aufhaltenden Schweizer 

Staatsangehörigen (Art. 27 Abs. 1 ASG). Je nach Situation kann die So-

zialhilfe in Form von wiederkehrenden oder einmaligen Leistungen gewährt 

werden (vgl. Art. 18 Abs. 1 der Verordnung vom 7. Oktober 2015 über 

Schweizer Personen und Institutionen im Ausland [Auslandschweizerver-

ordnung, V-ASG, SR 195.11]). Gemäss Art. 19 Abs. 1 V-ASG hat eine Per-

son Anspruch auf wiederkehrende Leistungen, wenn ihre anrechenbaren 

Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Bst. a), ihr liquidier-

bares Vermögen bis auf den Vermögensfreibetrag verwertet worden ist 

(Bst. b) und ihr Verbleib im Empfangsstaat aufgrund der gesamten Um-

stände gerechtfertigt ist (Bst. c), was namentlich dann der Fall ist, wenn 

sich die betreffende Person schon seit mehreren Jahren im Empfangsstaat 

aufhält (Ziff. 1), wenn sie mit grosser Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit 

im Empfangsstaat wirtschaftlich selbständig wird (Ziff. 2) oder wenn sie 

nachweist, dass ihr wegen enger familiärer Bande oder anderer Beziehun-

gen die Rückkehr in die Schweiz nicht zugemutet werden kann (Ziff. 3). 

Aus dem Wortlaut ergibt sich, dass die in Art. 19 Abs. 1 V-ASG genannten 

Kriterien kumulativ erfüllt sein müssen.  

4.3 Die in Art. 19 Abs. 1 Bst. c V-ASG genannten Konstellationen (nicht 

abschliessende Aufzählung) werden durch Ziff. 1.3.4 der Weisung über die 

Sozialhilfe für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer (nachfol-

gend: Weisung), gültig seit 1. Januar 2020, konkretisiert. Die Weisung un-

terscheidet zwischen Situationen, die eher für eine Leistung vor Ort im Aus-

land sprechen, und solchen, die eher die Heimkehr in die Schweiz nahele-

gen. Eher für eine Leistung vor Ort spricht der Weisung zufolge, wenn der 

Lebensunterhalt im Empfangsstaat bisher ganz oder teilweise durch eine 

Erwerbstätigkeit finanziert wurde, wenn die gesuchstellende Person sich 

seit mehr als fünf Jahren im Empfangsstaat aufhält und in der Gesellschaft 

des Empfangsstaats gut integriert ist. Ebenfalls ins Gewicht fällt, wenn 

enge persönliche Bindungen zu Personen des Empfangsstaats bestehen 

(Ehe, stabiles Konkubinat oder Verwandtschaft) oder wenn die gesuchstel-

lende Person gemeinsame Kinder mit einer Person des Empfangsstaats 

hat und diese gut integriert sind (z.B. Besuch der öffentlichen Schule). Eher 

gegen eine Leistung vor Ort spricht gemäss der Weisung, wenn die Chan-

cen auf wirtschaftliche Unabhängigkeit trotz Arbeitsfähigkeit gering sind, 

wenn der Lebensunterhalt im Empfangsstaat bisher vor allem aus Erspar-

nissen finanziert wurde, wenn keine ordentliche Aufenthaltsbewilligung vor-

handen ist bzw. eine solche nicht innert nützlicher Frist beschafft werden 

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Seite 6 

kann. Auch der Umstand, dass die gesuchstellende Person weder mit einer 

Person des Empfangsstaats verheiratet ist noch in einem stabilen Konku-

binat lebt, oder Verwandte im Empfangsstaat hat, spricht gegen die Aus-

richtung von Unterstützungsleistungen im Ausland. Diese Kriterien machen 

deutlich, dass eine Unterstützung vor Ort insbesondere dann als insgesamt 

gerechtfertigt anzusehen ist, wenn im Empfangsstaat – sozial, familiär und 

wirtschaftlich – eine eigentliche Verwurzelung besteht.  

5.  

5.1 Die Vorinstanz lehnte die Ausrichtung von wiederkehrenden Sozialhil-

feleistungen mit Verfügung vom 28. Juni 2022 ab, da der Verbleib des Be-

schwerdeführers in Ungarn gemäss Art. 19 Abs. 1 Bst. c V-ASG nicht ge-

rechtfertigt sei. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, der Be-

schwerdeführer sei seit dem 4. Januar 2022 im Auslandschweizerregister 

eingetragen, lebe seit sechs Jahren in Ungarn und habe in dieser Zeit le-

diglich vom Pensionskassengeld und der Unterstützung seiner Eltern ge-

lebt. Er spreche kein Ungarisch und habe anlässlich seines sechsjährigen 

Aufenthalts keine Arbeitsstelle gefunden; die Aussichten auf eine Arbeits-

stelle in naher Zukunft seien daher schlecht. Bis zu seiner Pensionierung 

daure es noch drei Jahre. Zwar mache der Beschwerdeführer geltend, 

dass er im Dorf gut integriert sei, dies sei aber aufgrund der fehlenden 

sprachlichen Kompetenzen zu relativieren. Zudem sei er mit einer ungari-

schen Staatsangehörigen verheiratet, mit dieser pflege er aber seit vierein-

halb Jahren keinen Kontakt mehr. In Ungarn habe er zudem keine Ver-

wandten (KD-act. 9).  

5.2 In seiner Rechtsmitteleingabe machte der Beschwerdeführer im We-

sentlichen geltend, er lebe seit vielen Jahren in Ungarn. Ursprünglich sei 

er mit seiner ungarischen Frau dorthin gezogen. Mittlerweile lebe er aber 

nicht mehr mit ihr zusammen, aber er sei dort sesshaft geworden und fühle 

sich verwurzelt. Leider habe er nie eine feste Anstellung gefunden; seine 

finanzielle Situation sei deshalb nicht ganz einfach. Er bewirtschafte ein 

kleines Stück Land und könne dort Früchte und Gemüse für den Eigenge-

brauch ernten. Zudem unterstütze er mit seinem handwerklichen Geschick 

die Nachbarn. Als Entschädigung bekomme er dafür manchmal ein paar 

Nahrungsmittel. Längere Zeit habe er von seinen Pensionskassengeldern, 

welche er sich habe auszahlen lassen, gelebt. Diese seien nun aufge-

braucht. Seine selbst in bescheidenen Verhältnissen lebenden Eltern wür-

den ihm regelmässig Geld nach Ungarn überweisen. Ohne diese Unter-

stützung wäre er schon längst verhungert. In drei Jahren könne er sich 

frühzeitig pensionieren lassen. Dann erhalte er eine AHV-Rente. Diese drei 

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Jahre müsse er nun überbrücken. Die Gründe in der vorinstanzlichen Ver-

fügung könne er nicht nachvollziehen. Er habe sein Leben in Ungarn und 

sei dort auch zufrieden. In der Schweiz würde er mit Sicherheit nicht glück-

lich werden. In Ungarn könne er zudem mit wenig Geld leben, während in 

der Schweiz mit höheren Kosten zu rechnen wäre (BVGer act. 1).    

5.3 Zusammenfassend führte die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung aus, 

angesichts der gesamten Umstände sei nicht davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer – sozial, familiär und wirtschaftlich – in Ungarn verwur-

zelt sei. Daran ändere auch nichts, dass durch die nachbarschaftlichen 

Kontakte eine gewisse soziale Integration zu bestehen scheine, zumal er 

kein Ungarisch spreche. Die Umstände würden nicht den Schluss zulas-

sen, dass er mit grosser Wahrscheinlichkeit in absehbarerer Zeit wirtschaft-

lich selbständig und sich sozial sowie familiär integrieren werde. Vor die-

sem Hintergrund rechtfertige sich eine Unterstützung vor Ort nicht (BVGer 

act. 4).  

5.4 In seiner Replik wies der Beschwerdeführer erneut auf seine schwie-

rige Lage in Ungarn hin. In der Schweiz würde er keine Arbeit mehr finden 

und es sei für ihn nicht vorstellbar, hier von der Sozialhilfe zu leben. Die 

finanzielle Unterstützung benötige er zudem lediglich bis zu seiner frühzei-

tigen Pensionierung mit 63 Jahren. Er könne die Sozialhilfe dann in monat-

lichen Raten zurückzahlen (BVGer act. 9).   

5.5 Mit Unterstützungsschreiben vom 7. November 2022 stellte der Vater 

dem Bundesverwaltungsgericht mehrere Fotos von Haus und Umschwung 

des Beschwerdeführers zu (BVGer act. 10).  

6.   

6.1 Den vorinstanzlichen Akten ist zu entnehmen, dass sich der (…)- jäh-

rige Beschwerdeführer seit dem 31. Mai 2016 rechtmässig in Ungarn auf-

hält. Sein Aufenthalt dauert damit zwar schon etwas länger als der in der 

Weisung vorgesehene Richtwert von fünf Jahren (vgl. E. 4.3). Aus der Auf-

enthaltsdauer allein kann er jedoch nichts für sich ableiten.  

6.2 Die Vorinstanz stellte zu Recht fest, dass es dem Beschwerdeführer 

anlässlich seines Aufenthalts in Ungarn nicht gelungen sei, sich in wirt-

schaftlicher Hinsicht zu integrieren. Er hat dort seinen Lebensunterhalt zu 

keiner Zeit durch eine Erwerbstätigkeit finanzieren können. Nach seiner 

Auswanderung lebte er eine gewisse Zeit lang von seinen im Jahr 2016 

bezogenen Pensionskassengeldern. Seit diese aufgebraucht sind, wird er 

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von seinen Eltern unterstützt. Er geht zudem selbst davon aus, dass er in 

Ungarn angesichts seines Alters und seiner fehlenden Sprachkenntnisse 

keine Arbeit mehr finden werde und somit nicht von einer wirtschaftlichen 

Selbständigkeit in absehbarer Zeit auszugehen sei. Der Umstand, dass er 

sich in drei Jahren frühzeitig pensionieren lassen möchte, vermag daran 

nichts zu ändern (vgl. dazu Urteil des BVGer C-6795/2014 vom  

29.  April 2015 E. 4.3).  

6.3 Bezüglich des sozialen Umfelds des Beschwerdeführers ist auf die zu-

treffenden Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen. Diese hielt in ihrer 

Vernehmlassung fest, betreffend den Beschwerdeführer könne – trotz der 

Pflege nachbarschaftlicher Kontakte – nicht von einer eigentlichen sozialen 

Verwurzelung ausgegangen werden; zudem habe er zu seiner ungarischen 

Ehefrau seit viereinhalb Jahren keinen Kontakt mehr. Auch habe er dort 

keine Verwandten (Vernehmlassung [BVGer act. 4]). Der Beschwerdefüh-

rer seinerseits bringt auch auf Beschwerdeebene nichts vor, was eine mas-

sgebliche soziale Verwurzelung in Ungarn begründen würde. Zudem ist er, 

wie es bereits die Vorinstanz feststellte, der ungarischen Sprache nicht 

mächtig, was eine Integration ohnehin erschweren dürfte. Besonders enge 

Bindungen zum Land, sei es durch verwandtschaftliche Beziehungen oder 

gute Integration in die Gesellschaft, sind somit nicht auszumachen.  

6.4 Alles in allem liegt somit keine so tiefgreifende Verwurzelung des Be-

schwerdeführers in Ungarn vor, dass diese eine Unterstützung vor Ort 

rechtfertigen würde. Keine Relevanz kommt dabei seinen Vorbringen zu, 

dass der Lebensunterhalt in Ungarn weniger kostet als in der Schweiz (vgl. 

Art. 19 Abs. 2 V-ASG).  

7.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz die Ausrichtung einer 

periodischen Unterstützung im Ausland zu Recht verweigert hat. Die ange-

fochtene Verfügung verletzt daher Bundesrecht nicht (vgl. Art. 49 VwVG), 

weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens würde der Beschwerdeführer grund-

sätzlich kostenpflichtig. Angesichts der besonderen Umstände ist jedoch 

von der Auferlegung von Verfahrenskosten abzusehen (vgl. Art. 63 Abs. 1 

in fine VwVG i.V.m. Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

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Seite 9 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regula Schenker Senn Susanne Stockmeyer 

 

 

 

 

 

 

 

F-3463/2022 

Seite 10 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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