# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7df664e5-7a41-51a5-81fe-ff2e20036f42
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 09.01.2019 PS180241
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS180241_2019-01-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS180241-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. A. Katzenstein und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. O. Canal 

Beschluss vom 9. Januar 2019 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

Stadt Bülach,  
Beschwerdegegnerin, 

 
betreffend Nichtigkeit der Betreibung 

(Beschwerde über das Betreibungsamt Bülach) 
 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss der I. Abteilung des Bezirksgerichtes Bülach 
vom 28. November 2018 (CB180027) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. 

1.1. Die Stadt Bülach setzte mit Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Bülach 

vom 14. Juni 2018 gegen A._____ eine Forderung von Fr. 103.70 nebst Zins zu 

5% seit 27. Januar 2018 sowie eine Umtriebsentschädigung von Fr. 20.– in Be-

treibung (Betreibung Nr. …). Am 7. August 2018 (Eingangsdatum) gelangte 

A._____ an das Bezirksgericht Bülach als untere kantonale Aufsichtsbehörde in 

Schuldbetreibung- und Konkurssachen (nachfolgend Vorinstanz) und verlangte 

sinngemäss die Aufhebung bzw. die Feststellung der Nichtigkeit des Zahlungsbe-

fehls (vgl. act. 1, act. 12/4). 

1.2. Mit Beschluss vom 28. November 2018 trat die Vorinstanz auf die Be-

schwerde nicht ein (vgl. act. 24 [= act. 21 = act. 26]). Dagegen erhob A._____ 

(nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 14. Dezember 2018 (Datum 

Poststempel) rechtzeitig Beschwerde (act. 25, zur Rechtzeitigkeit vgl. act. 21). Die 

Akten des vorinstanzlichen Verfahrens wurden beigezogen (act. 1-22). Vom Ein-

holen einer Beschwerdeantwort bzw. einer Vernehmlassung kann abgesehen 

werden (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. Art. 322 Abs. 1 sowie Art. 324 ZPO bzw. 

§ 83 Abs. 2 GOG). Das Verfahren ist spruchreif. 

2. 

2.1. Das Verfahren der Beschwerde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen 

richtet sich nach den Bestimmungen von Art. 20a Abs. 2 SchKG. Soweit das 

SchKG keine Bestimmungen enthält, regeln die Kantone das Verfahren (Art. 20a 

Abs. 3 SchKG). Im Kanton Zürich wird in § 84 i.V.m. § 85 GOG für das Verfahren 

des Weiterzugs an die obere kantonale Aufsichtsbehörde auf das Beschwerde-

verfahren nach Art. 319 ff. ZPO verwiesen, welches dementsprechend als kanto-

nales Recht anzuwenden ist (vgl. dazu JENT-SØRENSEN, Das kantonale Verfahren 

nach Art. 20a Abs. 3 SchKG: ein Relikt und die Möglichkeit einer Vereinheitli-

chung, BlSchK 2013 S. 89 ff., S. 103, mit Hinweisen auf die Gerichtspraxis). 

- 3 - 

2.2. Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz innert Rechtsmittelfrist 

schriftlich, begründet und mit Rechtsmittelanträgen versehen einzureichen. Dabei 

ist im Einzelnen darzulegen, aus welchen Gründen der angefochtene Entscheid 

unrichtig ist und inwiefern er abgeändert werden soll (Begründungslast), d.h. die 

Beschwerde führende Partei muss sich mit den Erwägungen des vorinstanzlichen 

Entscheids auseinandersetzen. Es genügt nicht, die Vorbringen vor Vorinstanz 

einfach zu wiederholen oder pauschal darauf zu verweisen. Ebensowenig genügt 

eine allgemeine Kritik an den vorinstanzlichen Erwägungen (vgl. auch BGE 138 III 

374 = Pra 102 [2013] Nr. 4 mit Verweisen, am Beispiel der Berufung). An die Be-

gründung der Beschwerde werden bei Laien keine hohen Anforderungen gestellt. 

Immerhin muss die Begründung so beschaffen sein, dass der loyale und verstän-

dige Leser unschwer und eindeutig verstehen kann, was nach Auffassung der 

Beschwerde führenden Partei am angefochtenen Entscheid falsch sein soll. Auf 

Beschwerden, denen es an einer hinreichenden Begründung fehlt, ist nicht einzu-

treten (vgl. etwa OGer ZH PF160023 vom 8. Juli 2016 m.w.H.). 

2.3. In seiner Beschwerde macht der Beschwerdeführer unverständliche Ausfüh-

rungen zu "frisierten Beweisakten" sowie zu diversen "Beweisurkunden" bzw. 

"Beweisakten" und stellt sich auf den Standpunkt, der Gläubigerin nichts zu 

schulden, da diese über keine Abfallverordnung verfüge (vgl. act. 25 S. 1). Mit 

den vorinstanzlichen Erwägungen, wonach auf die verspätet erhobene Be-

schwerde nicht einzutreten sei (vgl. act. 24 E. 3.4.2 und E. 3.4.6.), die Beschwer-

de aber auch bei Rechtzeitigkeit abzuweisen gewesen wäre, weil die Vorausset-

zungen von Art. 67 SchKG gewahrt worden seien (vgl. act. 24 E. 3.5.), und der 

Zahlungsbefehl nicht nichtig sei (vgl. act. 24 E. 3.4.3-3.4.6.), setzt sich der Be-

schwerdeführer nicht auseinander. Dies genügt den soeben aufgezeigten Anfor-

derungen an eine Beschwerdebegründung nicht. Zudem ist nicht ersichtlich, wes-

halb die Vorinstanz – wie der Beschwerdeführer geltend macht (vgl. act. 25 S. 2) 

– sachlich nicht zuständig gewesen sein soll. Zudem ist es der Vorinstanz und der 

Kammer verwehrt die materielle Begründetheit der in Betreibung gesetzten Forde-

rung zu beurteilen, da mit der betreibungsrechtlichen Beschwerde nur formelle 

Mängel des Betreibungsverfahrens geltend gemacht werden können. Auf die Be-

schwerde ist somit nicht einzutreten. 

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3. Das Verfahren vor der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-

bungs- und Konkurssachen ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG). Partei-

entschädigungen sind nicht auszurichten (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen ausge-

richtet. 

3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage eines Doppels von act. 25, und – unter Rücksendung der erstin-

stanzlichen Akten – an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Bülach, 

je gegen Empfangsschein. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. O. Canal 
 
versandt am: 

	Beschluss vom 9. Januar 2019
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen ausgerichtet.
	3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage eines Doppels von act. 25, und – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Bülach, je gegen Empfangsschein.
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...