# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ef3ca9e-4e55-5780-a112-b41bb9b3ff05
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 29.05.2015 ZK1 2015 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-67_2015-05-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 29. Mai 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 67 03. Juni 2015

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuarin ad hoc Seres

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer,

betreffend fürsorgerische Unterbringung/Rückbehalt,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____ trat am 11. Mai 2015 nach einer aggressiven Auseinandersetzung 
mit seinem Bruder von der Polizei begleitet freiwillig in die Psychiatrische Klinik 
A._____ ein. 

B. Am 12. Mai 2015 wurde X._____ durch die Psychiatrischen Dienste 
Graubünden (B._____, Assistenzarzt in der Klinik A._____) gestützt auf Art. 427 
ZGB für 3 Tage in der Klinik A._____ fürsorgerisch untergebracht. Begründet wur-
de der Rückbehalt von X._____ im Wesentlichen mit dem Verdacht einer Paranoi-
den Schizophrenie mit Gefährdung des Lebens oder der körperlichen Integrität 
Dritter. Da die Rückbehaltsverfügung nicht das Anfechtungsobjekt der vorliegen-
den Beschwerde ist (vgl. Erwägung 1.b), kann dahingestellt bleiben, ob diese Ver-
fügung überhaupt gültig war, da B._____ als Assistenzarzt wohl kaum der ärztli-
chen Leitung der Klinik A._____ angehören dürfte (vgl. Art. 427 Abs. 1 ZGB).

C. Mit Verfügung vom 13. Mai 2015 wurde X._____ durch Dr. med. C._____, 
Fachärztin FMH Psychiatrie und Psychotherapie, O.1_____, gestützt auf Art. 429 
ZGB für sechs Wochen in der Klinik A._____ fürsorgerisch untergebracht. Dabei 
wurde u.a. ausgeführt, X._____ habe auf Station die Medikation verweigert. Im 
geschlossenen Garten sei er zunehmend verbal aggressiv geworden und für Ge-
spräche nicht mehr zugänglich gewesen. Er habe schwere Tische und Stühle so-
wie Blumenkästen umgeschmissen und damit gedroht, dem Nächsten die Kehle 
durchzuschneiden. Er sei fixiert worden und es seien ihm unter Zwang Medika-
mente verabreicht worden. 

D. Am 15. Mai 2015 (Poststempel) wandte sich X._____ mit zwei separaten 
Eingaben an das Kantonsgericht von Graubünden. In der einen Eingabe legte er 
Rekurs gegen den Rückbehalt/FU vom 12. Mai 2015, ausgestellt von Dr. med. 
B._____, Klinik A._____ in O.2_____, ein. Mit der anderen Eingabe beantragte er 
seine sofortige Entlassung aus der Klinik A._____. 

E. Mit Schreiben vom 18. Mai 2015 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivilkam-
mer des Kantonsgerichts die Klinik A._____ um einen kurzen Bericht zum Ge-
sundheitszustand von X._____, zur Art der Behandlung sowie insbesondere darü-
ber, ob die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung weiter gege-
ben seien und forderte gleichzeitig die wesentlichen Klinikakten (Eintrittsbericht, 
Behandlungsplan und Krankengeschichte) an. 

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F. Am 20. Mai 2015 reichte die Klinik A._____ den angeforderten Bericht ein. 
In der Beilage liess sie dem Kantonsgericht von Graubünden überdies die Unter-
bringungsverfügung, die Verfügung über den Rückbehalt, den Eintrittsstatus sowie 
den Behandlungsplan zukommen. Im Bericht der Psychiatrischen Dienste 
Graubünden, Klinik A._____ (verfasst von Axel Baumann, Co-Chefarzt und 
Dr. med. Tobias Müller, Oberarzt) vom 19. Mai 2015 wurde ausgeführt, X._____ 
sei am 11. Mai 2015 freiwillig in die Klinik eingetreten, nachdem es in einem Re-
staurant zu einer aggressiven Auseinandersetzung mit seinem Bruder gekommen 
sei. Anfänglich habe er sich müde, im formalen Denken sowie psychomotorisch 
leicht verlangsamt gezeigt. Desweitern hätten Schlafstörungen und Zukunftsängs-
te bestanden. Am nächsten Morgen habe er sich verschlossen, angespannt, ner-
vös, unruhig und dysphorisch gezeigt. Medikation habe er abgelehnt. Er habe sei-
nen freiwilligen Eintritt betont, habe sich auf der Station eingeengt gefühlt und es 
sei ihm Ausgang gestattet worden. Diesen habe er genutzt, um die Staatsanwalt-
schaft Graubünden aufzusuchen. Er habe dort Einblick in "geheime Unterlagen" 
verlangt, weswegen er erneut mit der Polizei in die Klinik gebracht worden sei. Bei 
hochgradigem Verdacht auf eine Psychose mit paranoiden Inhalten, einer nicht 
vorhandenen Absprachefähigkeit sowie potentieller Fremdgefährdung sei er 
zurückbehalten worden. Nach zunehmender Aggressivität mit massiver Andro-
hung von körperlicher Gewalt sowie Werfen von Stühlen und Blumentöpfen seien 
sichernde Massnahmen durchgeführt worden und X._____ sei mediziert worden. 
Am nächsten Tag sei eine fürsorgerische Unterbringung für sechs Wochen durch 
die externe Psychiaterin Dr. med. C._____, O.1_____, ausgestellt worden. Unter 
Gabe von aktuell 2x20mg Zyprexa bessere sich der psychotische Zustand konti-
nuierlich. Die stufenweise Steigerung des Ausgangs sei begonnen worden. Aller-
dings seien weniger einschneidende Massnahmen als die Unterbringung auf der 
geschlossenen Station zurzeit noch nicht ersichtlich. 

G. Mit prozessleitender Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts vom 21. Mai 2015 wurde Dr. med. F._____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, gestützt auf Art. 439 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 450e Abs. 3 
ZGB mit der Begutachtung von X._____ betraut. Die Gutachterin wurde ersucht, 
sich zum Gesundheitszustand von X._____ sowie zur Notwendigkeit der fürsorge-
rischen Unterbringung zu äussern und insbesondere darzulegen, ob und inwiefern 
ein Bedarf an der Behandlung einer festgestellten psychischen Erkrankung bezie-
hungsweise an der Betreuung der betroffenen Person bestehe und mit welcher 
konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben des Betroffenen bezie-
hungsweise von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 

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festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbliebe. Des Weite-
ren sollte sie die Frage beantworten, ob aufgrund des festgestellten Handlungsbe-
darfs eine stationäre Behandlung beziehungsweise Betreuung unerlässlich sei 
oder allfällige ambulante Alternativen bestünden, wobei die Expertin auch darüber 
Auskunft zu geben habe, ob die betroffene Person über glaubwürdige Krankheits- 
und Behandlungseinsicht verfüge. 

Das entsprechende Kurzgutachten datiert vom 25. Mai 2015 und wurde 
dem Kantonsgericht von Graubünden am 26. Mai 2015 überbracht. Darin führte 
die Gutachterin u.a. aus, es sei zusammengefasst festzuhalten, dass X._____  
aktuell an einer akuten polymorphen psychotischen Störung und damit an einer 
ernsten und behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung leide. Angesichts 
der im akut psychotischen Moment bestehenden Selbst- und Fremdgefährdung 
durch Verwirrung und Aggressivität oder Bedrohlichkeit müsse die Behandlung 
gesichert werden, wofür zunächst der geschlossene Rahmen der Klinik A._____ 
der richtige Platz sei. Um die künftige Zusammenarbeit in der Behandlung nicht zu 
gefährden und angesichts der raschen Rückbildung der Akutsymptomatik sei die 
Behandlung mit möglichst niedrig dosierter Medikation und intensiver Psycho-
Edukation, also Austausch mit dem Patienten zu vollziehen. Bei Stabilisierung oh-
ne Psychozeichen und Fremdaggressivität sei möglichst rasch der Übergang in 
die ambulante psychiatrische Weiterbehandlung anzustreben. Dies könne bei gu-
ter Zusammenarbeit in 1-2 Wochen geschehen. Weiter wurde ausgeführt, X._____ 
zeige Krankheitseinsicht und könne auch der Notwendigkeit einer medikamentö-
sen Behandlung zustimmen unter der Voraussetzung einer deutlichen Senkung 
der Dosis. Er habe sich dazu bereit erklärt, eine ambulante psychiatrische Be-
handlung über längere Zeit aufzunehmen, um mit Hilfe einer jeweils angepassten 
Medikation, der Beobachtung des Krankheitsverlaufes und der Psycho-Edukation 
einen möglichst guten Verlauf seiner Erkrankung zu erzielen. 

G. Am 29. Mai 2015 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher X._____ teilnahm. 
Die Zusammensetzung und Zuständigkeit des Gerichts blieben unbestritten. Der 
Vorsitzende erläuterte X._____ den Zweck sowie den Ablauf der Verhandlung. Die 
anschliessende richterliche Befragung von X._____ bezog sich auf die Umstände 
vor und bei seinem Eintritt in die Klinik A._____, die Gründe für seine psychischen 
Probleme, die ambulante Behandlung bei Dr. med. E._____ (Psychiater in 
O.3_____) vor dem Eintritt in die Klinik A._____, die Umstände, unter denen der 
Rückbehalt verfügt wurde, den Vorfall im Garten der Klinik A._____, als X._____ 
gegenüber Gegenständen und verbal aggressiv wurde, den Besuch von X._____ 

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bei der Staatsanwaltschaft Graubünden, den Tagesablauf und die Behandlungen 
in der Klinik A._____, das Gespräch mit der Gutachterin Dr. med. F._____, sein 
Studium an der Fachhochschule in O.4_____ (Wirtschaftsingenieur), seine Wohn-
situation bei den Eltern in O.5_____ und in der Wohngemeinschaft in O.4_____, 
sein Beziehungsnetz, seine Pläne im Falle einer Entlassung aus der Klinik sowie 
seine Bereitschaft, sich nach der Entlassung einer ambulanten Nachbetreuung zu 
unterziehen und die Medikamente weiter einzunehmen.

H. Auf die Aussagen von X._____ anlässlich der richterlichen Befragung sowie 
auf die Ausführungen im Gutachten und in den beigezogenen Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

II. Erwägungen

1. a) Da es sich vorliegend um ein Verfahren handelt, dem eine fürsorgerische 
Unterbringung nach Art. 429 ZGB zugrunde liegt, und das Kantonsgericht unter 
der neuen Rechtsordnung die einzige kantonale Beschwerdeinstanz ist (Art. 439 
Abs. 1 Ziff. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum 
Zivilgesetzbuch [EGzZGB; BR 210.100]), hat der Beschwerdeführer sein Begeh-
ren um gerichtliche Überprüfung der fürsorgerischen Unterbringung an der hierfür 
zuständigen Stelle eingereicht.

b) Der Beschwerdeführer hat am 15. Mai 2015 ausdrücklich gegen "den 
Rückbehalt/FU vom 12.5.15, ausgestellt von Dr. B._____, Klinik A._____ in 
O.2_____" Beschwerde eingereicht. Da ein Rückbehalt gemäss Art. 427 Abs. 1 
ZGB ohnehin nur für höchstens drei Tage möglich ist und diese Verfügung durch 
die am 13. Mai 2015 von Dr. med. C._____ angeordnete fürsorgerische Unterbrin-
gung abgelöst wurde, wird davon ausgegangen, dass letztere das Anfechtungsob-
jekt darstellt.

c) Gegen die am 13. Mai 2015 gestützt auf Art. 429 Abs. 1 ZGB ärztlich ver-
fügte fürsorgerische Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr nahestehen-
de Person innert 10 Tagen schriftlich beim zuständigen Gericht Beschwerde erhe-
ben (Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Der Beschwerdeführer ist als unmittelbar Betrof-
fener der Einweisungsverfügung klarerweise zu deren Anfechtung legitimiert. Eine 
Begründung ist gemäss Art. 439 Abs. 3 ZGB, welcher die Bestimmungen über das 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz und damit auch Art. 450e Abs. 
1 ZGB für sinngemäss anwendbar erklärt, nicht erforderlich. Vorliegend wurde die 

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Beschwerdefrist mit Eingabe vom 15. Mai 2015 (Poststempel) gewahrt. Da die 
besagte Eingabe eine Begründung enthält und mit hinreichender Klarheit ge-
schlossen werden kann, dass der Beschwerdeführer mit der seiner Ansicht nach 
nicht gerechtfertigten fürsorgerischen Unterbringung in der Klinik A._____ nicht 
einverstanden ist und seine Entlassung beantragt, ist auf die frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde einzutreten. 

2. Wie bereits erwähnt, sieht Art. 439 Abs. 3 ZGB für die gerichtliche Überprü-
fung einer ärztlich angeordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinngemässe 
Anwendung der Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Be-
schwerdeinstanz (Art. 450a ff. ZGB) vor. Von besonderer Bedeutung ist dabei 
Art. 450e ZGB, der an sich das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung eines 
durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde gefällten Unterbringungsent-
scheids behandelt. Vom Verweis nicht erfasst wird dagegen Art. 450 ZGB, weil die 
Vorinstanzen, die Legitimation und die Form der Beschwerde in Art. 439 ZGB 
selbständig und abschliessend geregelt sind (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzens-
berger, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
Basel 2012, N 38 zu Art. 439 ZGB). Zu beachten sind sodann die allgemeinen 
Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die 
auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, so-
weit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält 
(vgl. Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachse-
nenschutz, Basel 2012, N 13 zu Art. 450 ZGB). 

3. a) Gemäss dem aufgrund des Verweises in Art. 439 Abs. 3 ZGB sinngemäss 
anwendbaren Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen für den Ent-
scheid über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein 
Gutachten eingeholt werden. Das Gutachten muss von einer unabhängigen, im 
laufenden Verfahren noch nicht involvierten sachverständigen Person erstellt wer-
den und in dem Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Ver-
fahren stellenden Fragen äussert (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 48 ff. zu 
Art. 439 ZGB und Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar 
zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB sowie BGE 137 III 
289 E. 4.4 f. und Urteil des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013 E. 5, 
jeweils noch zum bisherigen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des 
Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Mit dem am 25. Mai 
2015 erstatteten Kurzgutachten von Dr. med. F._____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, welche den Beschwerdeführer am 22. Mai 2015 in der Klinik A._____ 
persönlich untersuchte und auch die Einweisungsverfügung vom 13. Mai 2015 von 

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Dr. med. C._____ sowie die Berichte der Klinik A._____ konsultierte, wurde dieser 
Vorschrift Genüge getan. 

b) Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB sieht vor, dass die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören muss, was fak-
tisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. 
Christof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, 
N 848 f.). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 29. Mai 
2015 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

4. a) Neben der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde können auch die von 
den Kantonen bezeichneten Ärzte und Ärztinnen eine fürsorgerische Unterbrin-
gung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen nicht überschreiten darf, anord-
nen (Art. 429 Abs. 1 ZGB). Dabei hat die Ärztin oder der Arzt die betroffene Per-
son persönlich zu untersuchen und anzuhören (Art. 430 Abs. 1 ZGB) und ihr an-
schliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen 
Angaben auszuhändigen (Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). 

b) Was die verfahrensrechtlichen Anforderungen angeht, kann vorab festge-
halten werden, dass der angefochtene Unterbringungsentscheid vom 13. Mai 
2015 der anordnenden Ärztin, Dr. med. C._____, Fachärztin FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie (act. 04.1) diesen zu genügen vermag. So geht aus dem Ent-
scheid selber hervor, dass der Beschwerdeführer von der vorerwähnten Ärztin 
persönlich untersucht und angehört worden ist. Alsdann enthält der entsprechende 
Entscheid die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. 
Auf der Einweisungsverfügung fehlt jedoch die unterschriftliche Bestätigung des 
Beschwerdeführers, ein Exemplar der Verfügung erhalten zu haben. Dieser Um-
stand ist letztlich unbeachtlich, da der Beschwerdeführer offensichtlich ungeachtet 
dessen in der Lage war, das gerichtliche Verfahren zur Überprüfung seiner Unter-
bringung in der Klinik A._____ umgehend einzuleiten. Zudem war Dr. med. 
C._____, Fachärztin FMH Psychiatrie und Psychotherapie, als im Kanton 
Graubünden zur selbständigen Berufsausübung zugelassene Ärztin gemäss 
Art. 51 Abs. 1 lit. a EGzZGB in Verbindung mit Art. 22 der Verordnung zum Kin-
des- und Erwachsenenschutz (KESB; BR 215.010) zur Anordnung der Unterbrin-
gung in der Klinik A._____ legitimiert. 

5. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 

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Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Absatz 2). Die betroffene Person wird 
entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Absatz 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der per-
sönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 vor 
Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betrof-
fenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu: Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Voraus-
setzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend ge-
nannten (vgl. Bernhart, a.a.O., N 262; Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 12 zu 
Art. 426 ZGB; Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm, 
Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 34 zu Art. 426 ZGB) Schwächezustände: psy-
chische Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich 
ist sodann eine sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der 
Behandlung beziehungsweise Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der 
Person die nötige Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch 
eine Einweisung beziehungsweise Zurückbehaltung in einer Anstalt gewährt wer-
den kann. Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Ur-
teile des Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.1, 5A_346/2013 
vom 17. Mai 2013 E. 1.2). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegen-
seitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand 
allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern im-
mer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. 
Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung 
aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer mil-
deren Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die 
Unterbringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 ZGB). 

6. a) Gemäss dem Gutachten von Dr. med. F._____ vom 25. Mai 2015 (act. 06) 
ist ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer an einer akuten polymorphen psy-
chotischen Störung ohne Symptome einer Schizophrenie (ICD10:F23.0) leidet. 
Dieses Krankheitsbild stellt eine psychische Störung im Sinne der gesetzlichen 
Bestimmung von Art. 426 Abs. 1 ZGB dar (vgl. Bernhart, a.a.O., N 285 ff.). Die 
Gutachterin stützt sich in ihrem Gutachten nebst einer persönlichen Konsultation 
zulässigerweise auf den Bericht der Klinik A._____ vom 19. Mai 2015 (act. 04), die 
Unterbringungsverfügung vom 13. Mai 2015 (act. 04.1), die Verfügung über den 

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Rückbehalt/fürsorgerische Unterbringung vom 12. Mai 2015 (act. 04.2), den Ein-
trittsstatus vom 12. Mai 2015 (act. 04.4) sowie den Behandlungsplan vom 12. Mai 
2015 (act. 04.3). Die Gutachterin führt zum Psychostatus des Beschwerdeführers 
aus, dieser sei ein gepflegter, leger gekleideter junger Mann mit freundlich zuge-
wandtem, eher schüchternem Verhalten. Seine Orientierung in der Zeit sei unsi-
cher und im Bericht der Geschehnisse gebe es etliche Unsicherheiten. Von den 
vergangenen Tagen wisse er einzelne Episoden, die Wochen zuvor erschienen 
nur schemenhaft. Es gebe allerdings Momente des lebhaften Berichtes. Das Den-
ken sei geordnet, jedoch eher verlangsamt mit längeren Denkpausen, wo er ratlos 
erscheine. Seine Stimmungslage sei leicht gedrückt mit affektiver Modulation. Es 
gebe keine Hinweise für Wahrnehmungsstörungen; die fraglichen Wahngedanken 
vom 12. Mai 2015 würden jetzt anders erklärt. Er sehe ein, dass die Äusserungen 
bei der Staatsanwaltschaft anderen unverständlich gewesen seien. Der Be-
schwerdeführer berichte von nicht fassbaren Gefühlen des veränderten Seins in 
den Wochen vor dem Klinikeintritt und von erheblicher Antriebssteigerung und 
Schlaflosigkeit in der letzten Woche vor dem Eintritt. Aktuell sei der Schlaf gut und 
er fühle sich annähernd normal, aber noch nicht leistungsfähig. Er distanziere sich 
klar von Selbst- oder Fremdgefährdung und wirke darin glaubhaft. Die Gutachterin 
gibt sodann folgende Beurteilung ab: Nach einer wohl mehrwöchigen Zeit des An-
triebsmangels habe der Beschwerdeführer eine kürzere Phase der deutlichen An-
triebssteigerung mit hoher Produktivität, sehr geringem Schlafbedürfnis und dem 
Gefühl von innerer Unruhe und einem unerklärlichen Anderssein erlebt. Am Auf-
nahmetag sei er zunächst angetrieben gewesen und habe das Auto der Eltern 
genommen. Danach sei er kurzzeitig aggressiv gegenüber dem Bruder und ansch-
liessend bei der Aufnahme in die Klinik höflich, müde und leicht verlangsamt ge-
wesen. Am Folgetag sei er angetrieben und fraglich wahnhaft beim Aufsuchen der 
Staatsanwaltschaft gewesen. Später, bei der Eskalation in der Klinik, sei er deut-
lich fremdaggressiv, zumindest gegenüber Dingen, und massiv verbal bedrohlich 
gewesen. Einen Tag später, bei Ausstellung der fürsorgerischen Unterbringung, 
sei er noch reizbar gewesen. Zwei Tage später habe er das Austrittsgesuch in kla-
rer und deutlicher Sprache und höflichem Ton formuliert. Dieses rasch wechseln-
de Zustandsbild mit Schwankungen der Stimmungslage, des Antriebs und fragli-
chen Wahrnehmungsstörungen sowie kurzzeitigen Wahngedanken, von denen er 
sich rasch wieder distanzieren könne, führe zur Diagnose der akuten polymorphen 
psychotischen Störung ohne Symptome einer Schizophrenie (ICD10: F23.0).

b) Aus den übrigen, dem Gericht vorliegenden Akten ergibt sich Folgendes: 
Dem Bericht der Klinik A._____ vom 19. Mai 2015 (act. 04) ist zu entnehmen, 

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dass der Beschwerdeführer bei hochgradigem Verdacht auf eine Psychose mit 
paranoiden Inhalten, nicht vorhandener Absprachefähigkeit und potentieller 
Fremdgefährdung in der Klinik zurückbehalten worden ist. In der Unterbringungs-
verfügung vom 13. Mai 2015 (act. 04.1) führt Dr. med. C._____ zur Fremdana-
mnese (Angaben vom Eintritt, Protokoll sichernde Massnahme und Auskunft Pfle-
gefachperson Frau G._____) aus, der Beschwerdeführer sei am 12. Mai 2015 
zunächst freiwillig aber bereits in Polizeibegleitung in die Klinik eingetreten, da 
sich im Vorfeld ein Streit mit dem Bruder ereignet habe, der den Eintritt veranlasst 
habe. Der Beschwerdeführer habe sich seit drei Wochen unruhig und komisch 
gefühlt. Auf Station habe er die Medikation verweigert, im geschlossenen Garten 
sei er zunehmend verbal aggressiv geworden und für Gespräche nicht mehr 
zugänglich gewesen. Er habe schwere Tische und Stühle sowie Blumenkästen 
umgeschmissen und damit gedroht, dem Nächsten die Kehle durchzuschneiden. 
Er sei fixiert worden und es seien ihm unter Zwang Medikamente verabreicht wor-
den. Heute (am Tag der Untersuchung) nach Lösen der Fixation und Medikation 
sei er verladen, nicht gesprächsbereit, schnell gereizt und habe sich wieder aufs 
Bett gelegt. Da Dr. med. C._____ den Beschwerdeführer nicht selber untersuchen 
und befragen konnte, da dieser sich verweigerte, hat sie auch keine eigene Dia-
gnose stellen können. In der Verfügung zum Rückbehalt bzw. zur fürsorgerischen 
Unterbringung vom 12. Mai 2015 (act. 04.2) wurde die Verdachtsdiagnose einer 
Paranoiden Schizophrenie ICD-10:F20.0 gestellt. Im Eintrittsstatus vom 12. Mai 
2015 (act. 04.4) wurde im Sinne einer vorläufigen Beurteilung die Hauptdiagnose 
von Anpassungsstörungen F43.2 sowie die Nebendiagnosen der Psychischen 
Störung und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Gebrauch 
F12.1 gestellt. Diese unterschiedlichen Diagnosen lassen sich laut dem Gutachten 
von Dr. med. F._____ vom 25. Mai 2015 (act. 06) erklären: Am Aufnahmetag habe 
beim Beschwerdeführer noch keine fassbare psychotische Symptomatik bestan-
den, so dass zunächst die Diagnose einer Anpassungsstörung gestellt worden sei. 
Wenn die Behandlung unterbleibe, bestehe die Gefahr eine Verschlechterung und 
Chronifizierung des Krankheitszustandes, so dass sich das Vollbild einer paranoi-
den Schizophrenie, einer bipolaren Störung oder einer schizoaffektiven Störung 
entwickeln könne. Diese Ausführungen decken sich auch mit der Beschreibung 
des Krankheitsbildes der akuten polymorphen psychotischen Störung ohne Sym-
ptome einer Schizophrenie F23.0 gemäss ICD-Code, wonach diese eine akute 
psychotische Störung ist, bei der Halluzinationen, Wahnphänomene und Wahr-
nehmungsstörungen vorhanden, aber sehr unterschiedlich ausgeprägt sind und 
von Tag zu Tag oder sogar von Stunde zu Stunde wechseln. Häufig findet sich 
auch emotionales Aufgewühltsein mit intensiven vorübergehenden Glücksgefühlen 

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und Ekstase oder Angst und Reizbarkeit. Die Vielgestaltigkeit und Unbeständigkeit 
sind für das gesamte klinische Bild charakteristisch; die psychotischen Merkmale 
erfüllen nicht die Kriterien für Schizophrenie (F20.-). Diese Störungen beginnen 
abrupt, entwickeln sich rasch innerhalb weniger Tage und zeigen häufig eine 
schnelle und anhaltende Rückbildung der Symptome ohne Rückfall. Wenn die 
Symptome andauern, sollte die Diagnose in anhaltende wahnhafte Störung (F22.-) 
geändert werden.

c) Aufgrund des Gesagten ist jedenfalls hinreichend erstellt, dass beim Be-
schwerdeführer ein Schwächezustand in Form einer psychischen Störung vorliegt. 

7. a) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung resp. Betreuung. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, 
dass eine fürsorgerische Unterbringung nur verfügt bzw. nur solange aufrechter-
halten werden darf, wenn mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von 
einem gewissen Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, 
dass es zur Beurteilung eines Behandlungs- bzw. Betreuungsbedarfs wesentlich 
sei, mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffe-
nen Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachter-
lich festgestellten Krankheit bzw. die Betreuung unterbleibe (vgl. BGE 140 III 101 
E. 6.2.2 sowie BGE 140 III 105 E. 2.4 mit Verweisen auf die Bundesgerichtsurteile 
5A_312/2007 vom 10. Juli 2007 E. 2.3 und 5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 
E. 5.3). Gemäss Art. 426 Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die Vor-
aussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt sind. Mit dieser Umschrei-
bung beabsichtigte der Gesetzgeber eine im Vergleich zum bisherigen Recht re-
striktivere Regelung der Entlassungsvoraussetzungen, welche der sog. 
Drehtürpsychiatrie entgegen wirken sollte (vgl. Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches, a.a.O., S. 7063). Bei richtiger Auslegung galt 
indessen bereits unter altem Recht, dass eine Entlassung zu unterbleiben hatte, 
solange die Voraussetzungen für eine Einweisung gegeben waren. Insofern hat 
sich die Rechtslage nicht verändert. Der Entscheid über die Entlassung ist stets 
anhand des Zustandes des Betroffenen im aktuellen Zeitpunkt zu bestimmen 
(vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 44 zu Art. 426 ZGB). Dabei ist eine Interes-
senabwägung im Hinblick auf den Zweck der fürsorgerischen Unterbringung, näm-
lich die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverantwortung im Ent-
lassungszeitpunkt vorzunehmen.

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b) Im vorliegenden Fall führt Dr. med. F._____ in ihrem Gutachten vom vom 
25. Mai 2015 (act. 06) aus, der Beschwerdeführer distanziere sich klar von einer 
Selbst- oder Fremdgefährdung und wirke darin glaubhaft. Weiter erläutert die Gut-
achterin, die akute psychotische Störung sei eine ernsthafte psychische Erkran-
kung, die dringend der psychiatrischen Behandlung bedürfe. Schon in den Wo-
chen vor der Manifestation des akut psychotischen Bildes habe sich der Be-
schwerdeführer irgendwie verändert gefühlt und er sei darüber so beunruhigt ge-
wesen, dass er den Psychiater Dr. E._____ mehrmals konsultiert habe. Doch es 
habe auch am Aufnahmetag noch keine fassbare psychotische Symptomatik be-
standen, so dass zunächst die Diagnose einer Anpassungsstörung gestellt worden 
sei. Die Aggressivität und Bedrohlichkeit am Folgetag hätten die Zurückbehaltung 
und sichernde Massnahmen erforderlich gemacht. Unter der Medikation von 
2x20mg Zyprexa habe sich der psychotische Zustand des Beschwerdeführers 
rasch und kontinuierlich verbessert, obgleich dieser in den Tagen vor der gutach-
terlichen Untersuchung nur noch einen Bruchteil der Medikation bei sich behalten 
habe. Er habe sich im Gespräch klar und geordnet gezeigt, dabei zeitweise noch 
etwas ratlos und wie verloren. In dieser Situation, nämlich dem erstmaligen Auftre-
ten einer psychotischen Störung, sei es aus psychiatrischer Sicht unerlässlich, 
dass die psychotische Symptomatik mit Hilfe einer angepassten Medikation rasch 
in Remission gebracht und die Stimmung des Patienten stabilisiert werde. Gleich-
zeitig sollte in Gesprächen die Auseinandersetzung über die Krankheitszeichen, 
die Bedeutung der Medikation, deren Nebenwirkungen und mögliche Krankheits-
verläufe stattfinden. Damit könne auch ein Vertrauensverhältnis zwischen Behand-
lern und Patienten aufgebaut werden, was entscheidend sei, um durch gute und 
offene Zusammenarbeit eine rasche und stabile Besserung des Befindens zu er-
zielen. In einer möglichst optimalen Behandlung der ersten Krankheitsphase wer-
de der Grundstein für einen weiteren positiven Krankheitsverlauf gelegt. Wenn die 
Behandlung unterbleibe, bestehe die Gefahr eine Verschlechterung und Chronifi-
zierung des Krankheitszustandes, so dass sich das Vollbild einer paranoiden 
Schizophrenie, einer bipolaren Störung oder einer schizoaffektiven Störung entwi-
ckeln könnte. Andererseits sei bei optimaler Behandlung in diesem frühen Krank-
heitsstadium eine Restitutio ad integrum durchaus möglich. Zusammengefasst sei 
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aktuell an einer akuten polymorphen 
psychotischen Störung und damit an einer ernsten und behandlungsbedürftigen 
psychischen Erkrankung leide. Angesichts der im akut psychotischen Moment be-
stehenden Selbst- und Fremdgefährdung durch Verwirrung und Aggressivität oder 
Bedrohlichkeit müsse die Behandlung gesichert werden, wofür zunächst der ge-
schlossene Rahmen der Klinik A._____ der richtige Platz sei. Um die künftige Zu-

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sammenarbeit in der Behandlung nicht zu gefährden und angesichts der raschen 
Rückbildung der Akutsymptomatik sei die Behandlung mit möglichst niedrig do-
sierter Medikation und intensiver Psycho-Edukation, also Austausch mit dem Pati-
enten zu vollziehen. Bei Stabilisierung ohne Psychozeichen und Fremdaggressi-
vität sei möglichst rasch der Übergang in die ambulante psychiatrische Weiterbe-
handlung anzustreben. Dies könne bei guter Zusammenarbeit in 1-2 Wochen ge-
schehen. Im Eintrittsstatus vom 12. Mai 2015 (act. 04.4) wird ausgeführt, der Be-
schwerdeführer verneine Suizidalität glaubhaft und es bestehe zum Aufnahme-
zeitpunkt kein Anhalt für Selbst- oder Fremdgefährdung. In der Verfügung zum 
Rückbehalt bzw. zur fürsorgerische Unterbringung vom 12. Mai 2015 (act. 04.2) 
wird die Rückbehaltung dahin gehend begründet, dass beim Beschwerdeführer 
eine psychische Störung vorliegen. Er zeige eine psychotische Symptomatik und 
könne im Gespräch offen zugeben, dass bei längerem Aufenthalt in der Klinik eine 
potentielle Fremd- resp. Selbstgefährdung bestehe. Dennoch werde die ihm an-
gebotene Hilfe durchwegs verweigert. Es bestehe eine Einengung auf sofortigen 
Austritt ohne valente Perspektive. Während des bisherigen Aufenthalts seien zwei 
Telefonate empfangen worden. Ein Anruf sei von der Stadtpolizei O.4_____ erfolgt 
mit der Meldung eines Gefahrenschutzfalles. Der Beschwerdeführer habe 
während der Einvernahme im Zusammenhang mit Sachbeschädigung in der 
Schule geäussert, er müsse jemanden schlagen. Der andere Anruf sei von der 
Stadtpolizei D._____ erfolgt. Der Beschwerdeführer sei während des Ausgangs 
(von der Klinik A._____) zur Staatsanwaltschaft Graubünden gegangen und habe 
ein Gespräch mit Staatsanwältin Frau Thoma verlangt. Es sei angeblich um ge-
heime Akten gegangen, deren Existenz von der Polizei dementiert worden sei. Der 
Beschwerdeführer sei daraufhin in die Klinik A._____ zurückgebracht und darauf 
hingewiesen worden, er dürfe nicht mehr bei der Staatsanwaltschaft vorsprechen. 
Dies wiederum habe er nicht eingesehen und er habe den sofortigen Austritt ver-
langt. Im aktuellen Zustand gefährde er ernsthaft das Leben und die körperliche 
Integrität Dritter. Daher sei eine Rückbehaltung zur weiteren Betreuung und Akut-
behandlung unumgänglich. 

c) Einerseits führt Dr. med. F._____ am 25. Mai 2015 in ihrem Gutachten aus, 
der Beschwerdeführer distanziere sich klar von Selbst- oder Fremdgefährdung 
und wirke darin glaubhaft. Andererseits wird gesagt, angesichts der im akut psy-
chotischen Moment bestehenden Selbst- und Fremdgefährdung durch Verwirrung 
und Aggressivität oder Bedrohlichkeit müsse die Behandlung gesichert werden, 
wofür zunächst der geschlossene Rahmen der Klinik A._____ der richtige Platz 
sei. Gleichzeitig räumt die Gutachterin ein, unter der Medikation von 2x20mg Zy-

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prexa habe sich der psychotische Zustand des Beschwerdeführers rasch und kon-
tinuierlich verbessert, obgleich dieser in den Tagen vor der gutachterlichen Unter-
suchung nur noch einen Bruchteil der Medikation bei sich behalten habe. Sodann 
kann man im Gutachten lesen, es sei angesichts der raschen Rückbildung der 
Akutsymptomatik und um die künftige Zusammenarbeit in der Behandlung nicht zu 
gefährden, die Behandlung des Beschwerdeführers mit möglichst niedrig dosierter 
Medikation und intensiver Psycho-Edukation (Austausch mit dem Patienten) zu 
vollziehen. Bei Stabilisierung ohne Psychozeichen und Fremdaggressivität sei 
möglichst rasch der Übergang in die ambulante psychiatrische Weiterbehandlung 
anzustreben. Dies könne bei guter Zusammenarbeit in 1-2 Wochen geschehen. 
Die von der Gutachterin angesprochene Selbst- und Fremdgefährdung bezieht 
sich auf den Vorfall im Garten der Klinik A._____, wo der Beschwerdeführer zu-
nehmend verbal aggressiv geworden und schwere Tische und Stühle sowie Blu-
menkästen umgeschmissen hat. Dies ist, abgesehen von der aggressiven Ausein-
andersetzung des Beschwerdeführers mit seinem Bruder am Tag seines freiwilli-
gen Klinikeintrittes, die einzige aktenkundige Situation, die einen Hinweis auf ein 
selbst- oder fremdgefährdendes Verhalten darstellen kann. Anlässlich der Haupt-
verhandlung vom 29. Mai 2015 erklärte der Beschwerdeführer gegenüber dem 
Gericht, man habe ihm im Vorfeld, nachdem die Polizei ihn von der Staatsanwalt-
schaft Graubünden zurück in die Klinik A._____ gebracht hatte, gesagt, er müsse 
in einer Gummizelle mit Videoüberwachung schlafen. Seine Eskalation im Garten 
der Klinik sei seine Reaktion auf die Gummizelle gewesen. Plötzlich habe man ihm 
gesagt, er müsse die Medikamente nehmen. Er habe überhaupt nichts mehr sel-
ber entscheiden können. Deshalb sei er dort ausgerastet, ohne aber andere Per-
sonen zu gefährden. Dies sei ein einmaliger Ausrutscher gewesen, er sei sonst 
nicht so. Gemäss den Angaben im Kurzgutachten von Dr. med. F._____ hat die 
akute, psychotische Phase des Beschwerdeführers, in welcher er aggressiv auftrat 
und für Gespräche nicht zugänglich war, nur einige wenige Tage gedauert. Im 
Kurzgutachten von Dr. med. F._____ sowie im Bericht der Klinik A._____ wird 
ausgeführt, der psychische Zustand des Beschwerdeführers habe sich im Verlaufe 
des Klinikaufenthaltes und mit Einnahme der Medikamente deutlich verbessert, 
was sich auch mit dem Eindruck des Gerichts anlässlich der Hauptverhandlung 
vom 29. Mai 2015 deckt. Dem Beschwerdeführer scheint es mittlerweile wesent-
lich besser zu gehen. Er machte einen psychisch stabileren Eindruck und zeigte – 
soweit dies das Gericht beurteilen kann – keine akuten psychotischen Symptome. 
Der Beschwerdeführer trat vor Gericht gepflegt und ruhig auf und konnte alle Fra-
gen des Vorsitzenden Richters treffend und ohne Mühe beantworten. Nachdem 
die Akutsymptomatik der Psychose des Beschwerdeführers abgeklungen ist, der 

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Beschwerdeführer nur in einem einzigen Vorfall aggressives Verhalten gezeigt hat 
und eine Selbst- und Fremdgefährdung glaubhaft verneint hat, liegen im jetzigen 
Zeitpunkt keine aktuellen und konkreten Anhaltspunkte vor, die auf eine Selbst- 
oder Fremdgefährdung hindeuten würden. 

Anlässlich der Hauptverhandlung vom 29. Mai 2015 erklärte der Beschwerdefüh-
rer weiter, seine psychischen Probleme hätten mit dem Stress im Zusammenhang 
mit seinem Studium zu tun. Weiter erläuterte er, er gehe seit etwa sechs Wochen 
(also noch vor seinem freiwilligen Eintritt in die Klinik A._____) auf Rat seines 
Hausarztes zu Dr. med. E._____, Psychiater in O.3_____. Die Gespräche mit 
Dr. med. E._____ würden ihm gut tun. Er führte aus, er nehme zurzeit Medika-
mente (Zyprexa), die er in der schwächeren Dosis gut vertrage. Am Anfang habe 
er eine hohe Dosis bekommen und da habe er die Nebenwirkungen wirklich ge-
spürt. Aber mit der Dosis, die er jetzt habe, könne er gut leben. Auf Nachfrage des 
Vorsitzenden der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts, erklärte er, er wäre auch 
nach seiner Entlassung aus der Klinik bereit, die Medikamente weiter zu nehmen, 
wenn die Ärzte der Ansicht seien, dass dies richtig sei. Auf eine allfällige ambulan-
te Nachbetreuung nach dem Klinikausstritt angesprochen meinte der Beschwerde-
führer, dass er bereit sei, ambulant zu einem Arzt zu gehen und sich weiter be-
treuen und behandeln zu lassen. Er werde ganz sicher mit Dr. med. E._____ über 
eine längere Zeit im Gespräch bleiben. Er habe das Gefühl, das tue ihm wirklich 
gut. Zum gleichen Schluss kommt auch Dr. med. F._____ in ihrem Gutachten vom 
25. Mai 2015 (act. 6): Der Beschwerdeführer zeige Einsicht darin, dass bei ihm 
eine ernsthafte psychische Erkrankung vorliege, die beim Unterlassen einer Be-
handlung zu einer der genannten chronischen Erkrankungen werden könne. Er 
könne auch der Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung zustimmen 
unter der Voraussetzung einer deutlichen Senkung der Dosis. Er zeige sich er-
leichtert darüber, dass es beim Auftreten von unerträglichen Nebenwirkungen 
auch die Möglichkeit eines Wechsels der Substanz geben könne. Er habe sich 
dazu bereit erklär, eine ambulante psychiatrische Behandlung über längere Zeit 
aufzunehmen, um mit Hilfe einer jeweils angepassten Medikation, der Beobach-
tung des Krankheitsverlaufes und der Psycho-Edukation einen möglichst guten 
Verlauf seiner Erkrankung zu erzielen. Er wünsche sich eine Fortsetzung des Stu-
diums und sehe aber realistisch, dass er die anstehenden Prüfungen wohl zurück-
stellen müsse. Im Lichte dieser Ausführungen kommt das Gericht zum Schluss, 
dass es dem Beschwerdeführer – welcher im Übrigen ursprünglich freiwillig in die 
Klinik A._____ eingetreten ist – nicht an einer Krankheits- und Behandlungsein-
sicht fehlt. Sodann erklärte er sich sowohl anlässlich des Gutachtergesprächs am 

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25. Mai 2015 wie auch anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung am 29. Mai 
2015 bereit, seine Medikamente weiter zu nehmen und sich weiterhin ambulant 
von seinem Psychiater Dr. med. E._____ in O.3_____ behandeln zu lassen (vgl. 
dazu sogleich die nachfolgenden Erwägungen 8 und 9).

8. a) Als weitere Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung darf die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen können als durch die 
Einweisung resp. Zurückbehaltung in einer Einrichtung. Weil eine Unterbringung 
stets eine schwerwiegende Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellt, 
muss sie verhältnismässig sein. Mit anderen Worten muss die Unterbringung in 
einer Einrichtung geeignet sein, den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu er-
füllen, ohne dass eine weniger einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. 
dazu Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB und Guillod, a.a.O., 
N 64 f. zu Art. 426 ZGB). Eine Unterbringung fällt in den Worten der Botschaft zur 
Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches deshalb nur als ultima ratio in 
Betracht (a.a.O., S. 7062). Als leichtere Massnahmen kommen ambulante Mass-
nahmen, die Nachbetreuung sowie die freiwillige Sozialhilfe in Frage. 

b) Die Behandlungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers hinsichtlich der dia-
gnostizierten akuten polymorphen psychotischen Störung ohne Symptome einer 
Schizophrenie (ICD10:F23.0) ist nicht von der Hand zu weisen und wird vom Be-
schwerdeführer – wie vorstehend in Erwägung 7.c  ausgeführt – anerkannt. Dies 
genügt jedoch – mangels einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von ei-
nem gewissen Ausmass – nicht für die Aufrechterhaltung einer fürsorgerischen 
Unterbringung gegen den Willen des Beschwerdeführers. Da der Beschwerdefüh-
rer bereit ist, sich einer ambulanten Behandlung zu unterziehen und es ihm weder 
an Krankheits- noch Behandlungseinsicht fehlt, kann die adäquate Behandlung 
seiner psychischen Erkrankung nach seinem Austritt aus der Klinik im Sinne einer 
Nachbehandlung (vgl. dazu sogleich Erwägungen 9.a und b) ohne weiteres im 
Rahmen einer ambulanten Behandlung erfolgen. Damit ist die Aufrechterhaltung 
der fürsorgerischen Unterbringung auch aus diesem Grund als unverhältnismässig 
zu qualifizieren.

9. a) Gemäss Art. 436 ZGB haben die behandelnden Ärzte bei Vorliegen einer 
Rückfallgefahr mit der betroffenen Person ein Austrittsgespräch zu führen, um zu 
versuchen, mit ihr die Behandlungsgrundsätze für den Fall einer erneuten Unter-
bringung in der Einrichtung zu vereinbaren. Im Rahmen dieses Austrittsge-
spräches ist auch auf die Frage der Nachbetreuung einzugehen. Gestützt auf 
Art. 437 Abs. 1 ZGB sind die Kantone verpflichtet, nach einer beendeten fürsorge-

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rischen Unterbringung die Nachbetreuung zu regeln. Dazu können die Kantone 
gemäss Abs. 2 der vorerwähnten Bestimmung auch ambulante Massnahmen vor-
sehen. Da die Nachbetreuung im Einzelfall auf die individuelle Situation zuge-
schnitten werden muss, wurde auf die Aufzählung von geeigneten Massnahmen 
verzichtet (vgl. Botschaft betreffend die Teilrevision des EGzZGB [Umsetzung 
neues Kindes- und Erwachsenenschutzrecht] vom 20. September 2011 Heft 
Nr. 9/2011-2012, S. 1063). Nach der Intention des Gesetzgebers soll die Nachbe-
treuung in erster Linie in Zusammenarbeit mit der betroffenen Person und in ge-
genseitigem Einvernehmen festgelegt werden. Art. 54 Abs. 1 EGzZGB sieht des-
halb vor, dass der behandelnde Arzt bei Bedarf mit der untergebrachten Person 
vor der Entlassung eine geeignete Nachbetreuung vereinbaren kann. Kommt kei-
ne solche Vereinbarung zustande, kann die Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde bei Rückfallgefahr auf Antrag des behandelnden Arztes eine geeignete 
Nachbetreuung für höchstens zwölf Monate anordnen (Art. 54 Abs. 2 EGzZGB). 
Mit dieser Vorgehensweise soll ein Rückfall auch dann möglichst vermieden wer-
den, wenn die Kooperationsbereitschaft, beispielsweise mangels Krankheitsein-
sicht, fehlt (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 1063). Als Teil der Nachbetreuung kann die 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde auch ambulante Massnahmen anord-
nen, die geeignet erscheinen, eine fürsorgerische Unterbringung zu verhindern 
oder einen Rückfall zu vermeiden (Art. 55 Abs.1 EGzZGB). Dazu gehört unter an-
derem die Verpflichtung, regelmässig eine fachliche Beratung oder Begleitung in 
Anspruch zu nehmen und sich an die damit verbundenen Anweisungen zu halten 
oder sich einer medizinisch indizierten Behandlung oder Therapie zu unterziehen 
(Art. 55 Abs. 2 lit. a und lit. b EGzZGB).

b) Vorliegend ist aufgrund der Akten ausgewiesen, dass der Beschwerdefüh-
rer aus medizinischer Sicht behandlungsbedürftig ist. Anlässlich der mündlichen 
Hauptverhandlung und des Untersuchungsgesprächs mit der Gutachterin Dr. med. 
F._____ hat der Beschwerdeführer seine Bereitschaft für eine weitergehende me-
dikamentöse Behandlung sowie ambulante Therapie geäussert und er befindet 
sich nach eigenen Angaben bereits in ärztlicher Behandlung in O.3_____. Die 
ärztliche Leitung der Klinik A._____ wird angewiesen, im Rahmen des Austrittsge-
sprächs gemäss Art. 436 ZGB auf den Abschluss einer Vereinbarung über eine 
geeignete ambulante Nachbetreuung hinzuwirken. Des Weiteren wird davon Vor-
merk genommen, dass sich der Beschwerdeführer bereit erklärte, die ärztlich ver-
ordneten Medikamente weiter einzunehmen und die Therapie mit seinem Psychia-
ter, Dr. med. E._____, O.3_____, weiterzuführen.

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10. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Voraussetzungen für eine fürsorge-
rische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB nicht (mehr) erfüllt sind, weshalb die 
vorliegende Beschwerde gutzuheissen und die ärztliche Einweisungsverfügung 
vom 13. Mai 2015 aufzuheben ist. Die ärztliche Leitung der Klinik A._____ wird 
angewiesen, im Rahmen des Austrittsgesprächs die Nachbetreuung des Be-
schwerdeführers zu regeln. 

11. Zu prüfen bleibt, wer die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen hat. 
Art. 450f ZGB verweist hinsichtlich der Verfahrensbestimmungen auf die Vorschrif-
ten der ZPO, welche sinngemäss anzuwenden sind, sofern die Kantone nichts 
anderes bestimmen. Im Kanton Graubünden verweist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB 
ebenfalls auf die subsidiäre Anwendbarkeit der Bestimmungen der ZPO und der 
kantonalen Einführungsgesetzgebung, soweit das EGzZGB keine abweichenden 
Bestimmungen enthält. Letzteres ist hinsichtlich der Gerichtskosten nicht der Fall, 
so dass die Zivilprozessordnung als subsidiäres kantonales Recht zur Anwendung 
gelangt. Das Beschwerdeverfahren im Zusammenhang mit einer Anfechtung einer 
fürsorgerischen Unterbringung stellt kein Zweiparteienverfahren dar. Der die für-
sorgerische Unterbringung verfügende Arzt oder allenfalls die Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde haben nicht die prozessuale Stellung einer Gegenpar-
tei, sondern gelten als Vorinstanz, so dass die Anwendung von Art. 106 ZPO von 
vornherein ausser Betracht fällt. Eine Kostenauflage an die verfügende Instanz 
fällt vorliegendenfalls auch gestützt auf Art. 108 ZPO, wonach derjenige unnötige 
Prozesskosten zu bezahlen hat, der sie verursacht hat, ausser Betracht. Da der 
Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde aber durchgedrungen ist, wäre es unbil-
lig, ihn die Gerichtskosten tragen zu lassen. In Anwendung von Art. 107 Abs. 2 
ZPO werden diese deshalb – einschliesslich Gutachterkosten – dem Kanton 
Graubünden auferlegt.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die ärztlich angeordnete fürsorgerische 
Unterbringung wird aufgehoben und die ärztliche Leitung der Klinik 
A._____, Psychiatrische Dienste Graubünden, wird angewiesen, den Be-
schwerdeführer umgehend aus der Anstalt zu entlassen.

2. Die ärztliche Leitung der Klinik A._____ wird angewiesen, im Rahmen des 
Austrittsgesprächs gemäss Art. 436 ZGB auf den Abschluss einer Verein-
barung über eine geeignete ambulante Nachbetreuung hinzuwirken. Des 
Weiteren wird davon Vormerk genommen, dass sich der Beschwerdeführer 
bereit erklärte, die ärztlich verordneten Medikamente weiter einzunehmen 
und die Therapie mit seinem Psychiater, Dr. med. E._____, O.3_____, wei-
terzuführen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von total CHF 2'750.00 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 1'250.00 Gutachterkosten) ver-
bleiben beim Kanton Graubünden

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: