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**Case Identifier:** 5d46da17-ea41-56a0-87b5-0d7a5488019d
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-19
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 19.07.2021 S 2019 149
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-149_2021-07-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter 
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 19. Juli 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2019 149

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Urteil S 2019 149

A. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2011 wies die IV-Stelle Zug ein erstes Gesuch 
der 1984 geborenen A.________ um Leistungen der Invalidenversicherung mangels eines 
invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschadens ab (IV-act. 28).

Unter Hinweis auf Rücken- und Knieschmerzen sowie Migräneanfälle mit Lähmungen 
meldete sich die Versicherte am 23. Februar 2016 erneut zum Leistungsbezug an (IV-
act. 33). Daraufhin tätigte die IV-Stelle Zug Abklärungen in erwerblicher und medizinischer 
Hinsicht. Insbesondere liess sie die Versicherte polydisziplinär begutachten (MEDAS-
Gutachten vom 14. Juni 2017 [IV-act. 67]). Anschliessend fanden berufliche 
Eingliederungsmassnahmen statt (IV-act. 74, 78, 88). Nach deren Abschluss konnte die 
Versicherte eine Teilzeitstelle im geschützten Rahmen antreten (IV-act. 105). Weiter klärte 
die IV-Stelle Zug die Einschränkung im Haushalt ab (Abklärungsbericht vom 16. April 2018 
[IV-act. 101]). Mit Vorbescheid vom 6. Dezember 2018 stellte sie die Zusprache einer 
halben Invalidenrente vom 1. September 2016 bis 31. Juli 2017 in Aussicht (IV-act. 118). 
Nach Eingang der Einwände der Versicherten (IV-act. 125) verfügte sie am 25. September 
2019 im angekündigten Sinne (IV-act. 133).

B. Dagegen erhob A.________ am 28. Oktober 2019 Beschwerde mit dem 
Rechtsbegehren um Anordnung eines Gerichtsgutachtens und Zusprache einer 
unbefristeten ganzen Rente ab dem 1. September 2016, eventualiter um Rückweisung der 
Sache an die Verwaltung zur erneuten Begutachtung. Daneben ersuchte die 
Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 
Rechtsverbeiständung (act. 1 S. 2). Im Wesentlichen bestritt sie den Beweiswert des 
MEDAS-Gutachtens sowie des Berichts über die Haushaltsabklärung, machte eine nach 
der Begutachtung eingetretene Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes geltend 
und bemängelte sowohl ihre Qualifikation als auch den Einkommensvergleich.

C. Mit Verfügung vom 18. November 2019 wurde der Beschwerdeführerin die 
unentgeltliche Rechtspflege für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht gewährt und 
Rechtsanwältin MLaw B.________ als unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt (act. 4).

D. Nachdem die Verwaltung in ihrer Vernehmlassung vom 31. Januar 2020 auf 
Abweisung der Beschwerde geschlossen hatte (act. 6 S. 2), gingen keine weiteren 
Eingaben der Parteien beim Gericht ein.

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Urteil S 2019 149

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu: 25. September 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 
E. 1b). Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1). 

1.2 Am 1. Januar 2018 sind die geänderten Bestimmungen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in Kraft getreten. Mit dieser Änderung wurde für 
die Festlegung des Invaliditätsgrades von teilerwerbstätigen Versicherten nach der 
gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 
[IVG; SR 831.20]) in Art. 27bis Absatz 2–4 IVV ein neues Berechnungsmodell eingeführt. 

Die angefochtene Verfügung ist am 25. September 2019 und somit nach Inkrafttreten der 
Verordnungsänderung ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem 
Inkrafttreten der revidierten Verordnungsbestimmungen am 1. Januar 2018 begonnen hat. 
Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche 
noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen 
intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2017 auf die damals 
geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die revidierten 
Verordnungsbestimmungen abzustellen (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.2; vgl. BGer I 428/04 
vom 7. Juni 2006 E. 1).

1.3 Am 1. Januar 2021 sind sodann die am 21. Juni 2019 verabschiedeten 
geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Art. 82a ATSG sieht vor, 
dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim 
erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu 
beurteilende Beschwerde wurde am 28. Oktober 2019 der Post übergeben, weshalb die 
bis 31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden.

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2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG – Zuständigkeit am Ort 
der IV-Stelle – gegeben, stammt doch die angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. 
Die Verfügung datiert vom 25. September 2019 (BF-act. 2) und ist frühestens am Folgetag 
im Herrschaftsbereich der Beschwerdeführerin eingetroffen (vgl. auch act. 1 S. 3). In 
Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift trägt das Datum des 
28. Oktober 2019, wurde gleichentags der Post übergeben und ging am darauffolgenden 
Tag beim Verwaltungsgericht ein. Damit ist die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 
ATSG gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen Verfügung direkt 
betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen 
verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen 
Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

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3.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten 
oder verbessern können;

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.3 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert oder 
aufgehoben, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im neuen 
Gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären 
und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte 
Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen 
(BGE 117 V 198 E. 3a; vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der 
Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung 
erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu 
prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine 
anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im 
Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 
V 198 E. 3a; 109 V 108 E. 2b).

3.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die 
Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, 
herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede 
wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die 
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere 

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ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. 
Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte 
Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung; dazu gehört die 
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die 
Behinderung. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im 
Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext 
unbeachtlich. Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in 
rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine 
Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3).

3.5 Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung 
des Invaliditätsgrades bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer 
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 
E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; BGer 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.1 mit 
Hinweisen).

3.6 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in 
Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 
Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. 
Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, 
dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 
Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des 
Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

3.7 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und 
denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der 
Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie 
unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss 
anwendbar (Art. 28a Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG; spezifische 
Methode; statt vieler BGE 141 V 15 E. 3.2). 

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3.8 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität 
nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird 
die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind 
der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten 
oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen 
(Art. 28a Abs. 3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. 
BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen). 

4. Die leistungsablehnende Verfügung vom 19. Dezember 2011 (IV-act. 28) bildet 
den Referenzzeitpunkt für die Prüfung einer allfälligen Änderung des 
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin im Rahmen der Neuanmeldung (E. 3.3). 
Damals wurde ein sich auf die Arbeitsfähigkeit einschränkend auswirkender 
Gesundheitsschaden ausgeschlossen (Rheumatologisches Gutachten von Dr. med. 
C.________, Facharzt für Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, vom 8. September 
2011 [IV-act. 24], Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes vom 4. November 
2011 [IV-act. 25] und Verfügung vom 19. Dezember 2011 [IV-act. 28/1]).

5. Im MEDAS-Gutachten vom 14. Juni 2017 (IV-act. 67/1-67) wurden folgende 
Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gestellt (IV-act. 67/63–64):

- Rezidiv einer morbiden Adipositas mit Zeichen der statischen Überlastung und mit 
Dekonditionierung
- Status nach Xenical-Therapie 1997 (mit 13 Jahren) bei schon damaliger morbider 

Adipositas
- Status nach laparoskopischem proximalem Roux-Y-Magenbypass am 17.01.2013 

bei Ausgangsgewicht von 135 kg/BMI 48
- Status nach Gewichtsabnahme von 46 kg innerhalb von 11 Monaten bis Ende 2013
- kontinuierliche Gewichts-Wiederzunahme in den letzten drei Jahren, aktuell 

163 cm/122.4 kg/BMI 46
- Status nach Bypass-Korrektur-Operation am 16.10.2015: Diagnostische 

Laparoskopie und Verschluss des Peterson-Pouches und des SS-Mesoschlitzes am 
16.10.2015

- Chronische Kopfschmerzen, Mischform von
- Migräne bzw. so genannte sporadische hemiplegische Migräne (1.2.5 gemäss 

ICHD-ll)
- Spannungstyp-Kopfschmerzen
- Verdacht auf Analgetika-Induktion bzw. MÜKS (Medikamenten-Übergebrauchs-

Kopfschmerz)
- Status nach stationärem Medikamenten-Entzug bei Medication overuse headache 

ICHD-II 8.2

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- Residuelles vorderes Knieschmerz-Syndrom infrapatellär links
- Status nach Kniearthroskopie am 29.02.2016 mit Déridement sowie 

Eröffnung/Needling der vermuteten Ganglionhöhle anteromedial
- MRI 26.10.2016: lnnenmeniskusvorderhorn-Ganglionrezidiv, leichte Bursitis 

subgastrocnemia medialis und beginnende Erosion am Ursprung der medialen 
Gastrocnemius-Sehne sowie tiefer Knorpelschaden an der lateralen Patellafacette 
bei Trochleadysplasie und Patellalateralisation

Keine wesentliche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit massen die Gutachter folgenden 
weiteren Diagnosen bei (IV-act. 67/64):

- Status nach (bei?) Binge-Eating-Störung (DSM-5 F50.8)

- Verdacht auf depressive Störung (lCD-10 F32.9)

- Verdacht auf somatoforme Störung (ICD-10 F45.9)
- leichtes sensomotorisches Hemisyndrom rechts
- Verdacht auf Opiatabhängigkeit (lCD-10 F11.9)
- Status nach Tramadolabusus 2010 bis 2016
- gemäss Frau A.________ regelmässige Einnahme von Palexia (kurzwirksames 

Opiat), aktuell im Serum nicht nachweisbar, deshalb möglicherweise keine 
Abhängigkeit (unklar)

- Partielle Hyperlaxität

- Status nach medio-rechtslateraler, leicht kompressiver Diskushernie L4/5 2009 
(Schmerzsymptomatik aber auf der linken Seite), Diskushernie im MRI 2010 nicht 
mehr nachweisbar

- Status nach HWS-Beschwerden 05/2016 mit Protrusionen HWK 3/4, 4/5 und 5/6 im 
MRI

- Varikosis
- Status nach Krossektomie der Vena saphena magna links, Perforansligatur, 

Seitenast-Phlebektomie 2013 bei chronisch-venöser Insuffizienz

- Status nach Bronchopneumonie des rechten Unterlappens 2012 mit Sepsis 
(Hospitalisation)

- Anamnestisch Nikotinkonsum, offenbar gering

- Ergänzende gastrointestinale Diagnosen: Status nach Hepatitis B

- Adipositas mit Hepatomegalie

- Status nach Cholezystolithiasis 2013, Status nach laparoskopischer Cholezystektomie 
am 26.04.2014

- Status nach Laparoskopie, Appendektomie und Dünndarm-Revision 01/2015

- Unklare Sehbeschwerden (Myopie?), eventuell Topamax-Nebenwirkung? Unklar 
erhöhte Blutsenkungsreaktion mit Leukozytose bei grenzwertiger Anämie, laut 
Versicherter chronische Eisenmangelanämie

Weiter führten die Gutachter aus, die Beschwerdeführerin betrachte sich aktuell als nicht 
mehr arbeitsfähig, einerseits wegen ihrer Schmerzen und Fühlstörungen im rechten Arm, 
dann auch wegen der Beschwerden im linken Knie; andererseits wage sie sich wegen 
ihren Migräneanfällen mit Sturztendenz nicht mehr alleine auf die Strasse (IV-act. 67/51).

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Mit Bezug auf die Schmerzangaben der Beschwerdeführerin zum Bewegungsapparat 
stellten die Gutachter mehrere Inkonsistenzen fest. Die 2009/2010 geklagten intensiven 
Beinschmerzen links seien mit dem eine Diskushernie rechts zeigenden Befund der 
Magnetresonanztomografie (MRI) nicht zu vereinbaren. 2010 habe die 
Beschwerdeführerin erstmals Armschmerzen und Sensibilitätsstörungen links angegeben. 
Es habe aber keine Pathologie erhoben werden können. Eine Überwachung habe gezeigt, 
dass die Beschwerdeführerin den linken Arm phasenweise intensiv einsetze. 2014 sei 
erstmals ein Hemi-Syndrom rechts beschrieben worden. Ein erklärender pathologischer 
Befund habe aber nie erhoben werden können. Die Beschwerdeführerin zeige bei der 
körperlichen Untersuchung in der MEDAS eine massive motorische Schwäche, ähnlich 
wie sie 2010/2011 am linken Arm geklagt habe (IV-act. 67/53). 

Zur Opiatabhängigkeit gaben die Gutachter an, die Beschwerdeführerin habe während 
fünf Jahren Tramadol eingenommen und sei davon erfolgreich entzogen worden. Nun 
seien ihr postoperativ Morphin-Tropfen verschrieben worden, was eigentlich nach 
Eingriffen sachgerecht sei. Nicht sachgerecht sei aber, dass ihr nachher eine Langzeit-
Opiattherapie verschrieben worden sei. Total falsch sei sodann die Gegebenheit, dass der 
Beschwerdeführerin bei ihrer diffusen Schmerzkrankheit und bei Situation nach Magen-
Bypass eine Dauer-Opiattherapie mit Palexia verschrieben worden sei, welche nicht 
indiziert sei. Weiterhin verfehlt sei die Gegebenheit, dass man diese Dauer-Opiattherapie 
mit einem kurzwirksamen Opiat durchführt, welches man mehrmals täglich einnehmen 
müsse, was rasch süchtig mache. Die Beschwerdeführerin selbst habe ihre Abhängigkeit 
dem fallführenden Gutachter gegenüber bestätigt (IV-act. 67/54).

Hinsichtlich der Adipositas stellten die Gutachter fest, dass nach mehrjährigen 
Abklärungen, Diäten und Behandlungen durch eine Bypass-Operation und eine 
Gewichtsabnahme von 46 kg ein ausserordentlicher Erfolg erzielt worden sei. Dieser 
Erfolg sei in knapp drei Jahren mit einer Gewichtszunahme von etwa 33 kg wieder 
zunichte gemacht worden. Die Gründe dazu seien vielfältig, aber wahrscheinlich bestehe 
die Essstörung immer noch (IV-act. 67/54–55).

Die Gutachter bemängelten sodann die medikamentöse Behandlung. So nehme die 
Beschwerdeführerin mit Dafalgan und Novalgin zwei der Medikamente wieder ein, von 
denen sie im September/Oktober 2015 vorübergehend, für sechs Wochen erfolgreich 
entzogen worden sei. Weiter stehe die Beschwerdeführerin aktuell unter zwei 

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Antidepressiva, die bei ihr kontraindiziert seien. Beide Antidepressiva könnten oft 
Kopfschmerzen bereiten, zu muskuloskelettalen Beschwerden führen und häufig, 
respektive sehr häufig zu einer Obstipation. Auch das Topamax, das als Migräne-
Prophylaxe eingenommen werde, könne häufig Kopfschmerzen auslösen. Ausserdem 
könne auch das bereits oben erwähnte Opiat Palexia Kopfschmerzen und Obstipation 
auslösen. Die Beschwerdeführerin, die eine chronische Kopfschmerz-Patientin sei, nehme 
somit regelmässig vier Medikamente ein, die chronische Kopfschmerzen auslösen und 
unterhalten könnten. Sodann nehme sie, die nach einer Magen-Bypass-Operation über 
quälende Obstipation klage, auch insgesamt drei Medikamente ein, welche zur 
Obstipation führen könnten, was absolut kontraproduktiv sei. Somit schlossen die 
Gutachter auf eine krasse Fehlbehandlung (IV-act. 67/55).

Aktuell klage die Beschwerdeführerin über eine Gefühlsverminderung auf der ganzen 
rechten Körperhälfte. In den Fingern und Zehen verspüre sie immer auch Ameisenlaufen. 
Aufgrund der motorischen Störungen in der rechten Körperhälfte könne man von einem 
sensomotorischen Halbseiten-Syndrom rechts sprechen. Da für diese Symptomatik kein 
organischer Befund bestehe und die Beschwerdeführerin 2011 an einer ähnlichen 
Symptomatik auf der linken Körperseite gelitten habe, müsse man hier von einer 
tiefgehenden somatoformen Begleitstörung ausgehen. Bei den Untersuchungen durch den 
fallführenden Gutachter und den Neurologen habe die Beschwerdeführerin einen Augen-
Tic links gezeigt, der sich verloren habe. Das Ergebnis der Kraftproben am Vigorimeter 
rechts sei nicht nachvollziehbar gewesen. Die Beschwerdeführerin habe an der linken, 
beschwerdefreien Hand bzw. am linken Arm eine Vigorimeterkraft von 85 kPa erzielt, mit 
der rechten Hand zunächst 15 kPa, dann auf Ermunterung und erneute Anleitung hin 
13 kPa. Da 30 kPa einem Pinzettengriff ohne grösseren Druck entsprächen, sei dieser 
Wert angesichts der fehlenden organischen Befunde absolut nicht nachvollziehbar (IV-
act. 67/55–56). 

Die rheumatologische Untersuchung habe eine deutliche Fehlstatik mit 
Haltungsinsuffizienz, muskulärer Dysbalance, allgemeiner Dekonditionierung, leichten 
Genua valga im Stehen sowie ausgeprägten Knick-Senkfüssen ergeben. Die 
angegebenen, linksbetonten Nacken-/Schulter- und Lendenwirbelsäulenbeschwerden 
entsprächen einem myofaszialen Reizzustand mit Insertionstendinosen am Beckenkamm 
und Trochanter major links. Klinisch ergäben sich keine Hinweise für eine radikuläre Reiz- 
und/oder sensomotorische Ausfallsymptomatik. Im Weiteren bestünden keine 
Verdachtsmomente weder für eine Segmentinstabilität noch für eine Erkrankung aus dem 

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entzündlich-rheumatischen Formenkreis. Die Beschwerdeführerin zeige eine massiv 
schmerzhaft eingeschränkte linke Schulter bei seitengleich unauffälliger Trophik des 
Schultergürtels und bei diskrepant dazu unauffälliger globaler Schulterbeweglichkeit, 
geprüft mit dem Nacken- und Schürzengriff, und mit freiem Einsatz des linken Armes im 
Schultergelenk beim Ent- und Ankleiden. In der klinischen Untersuchung zeige die 
Beschwerdeführerin bezüglich des linken Kniegelenkes wie auch der Wirbelsäule eine 
erhebliche Selbstlimitierung. Ein dysfunktionales Schmerzverhalten sei unübersehbar. Der 
kernspintomogratische Befund des linken Knies vom 28. Oktober 2016 beschreibe 
Pathologien, die jedoch höchst fraglich im Zusammenhang mit der angegebenen 
Beschwerdesymptomatik stünden, zumal gemäss dem behandelnden Orthopäden eine 
Infiltration weder unmittelbar noch im Verlauf zu einer Beschwerdeverbesserung geführt 
habe, sondern im Gegenteil zu einer Beschwerdezunahme. Die Situation hinsichtlich der 
Kniebeschwerden links bleibe unklar. Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin finde im 
Mai 2017 eine orthopädische Zweitmeinung an der orthopädischen Klinik D.________ statt 
(IV-act. 67/56).

Aus neurologischer Sicht seien die seit Mai 2014 immer wieder vorkommenden und immer 
gleich ablaufenden Attacken mit sich vom Kopf auf die ganze rechte Körperseite 
ausbreitender Hypästhesie/Parästhesie, mit Sprechstörung, motorischer Lähmung und 
deswegen Sturz, gefolgt von heftigstem, pulsierendem Kopfschmerz links hemikraniell, als 
Migräne zu beurteilen. Dafür beweisend sei das gute Ansprechen auf Zomig (kein 
Analgetikum, sondern ein Serotonin-Agonist). Die geschilderten Symptome – reversible 
motorische Schwäche, reversible Sprechstörung und sensible Hemi-Symptomatik, 
zusammen mit Hemikranie – erlaubten gemäss Klassifikation der internationalen 
Kopfwehgesellschaft die Zuordnung zu einer sporadischen hemiplegischen Migräne. Die 
zusätzlich permanent vorhandenen druckartigen, frontal-dumpfen Kopfschmerzen seien 
hauptsächlich dem Spannungstyp zuzuordnen, welche durch zum Teil starke Analgetika 
zusätzlich alimentiert würden. Aus neurologischer Sicht sei die seit der ersten Attacke der 
hemiplegischen Migräne im Frühling 2014 auch im Intervall persistierende, leichte 
Hemisymptomatik rechts, ohne objektivierbare entsprechende Befunde nicht erklärbar. 
Auch fänden sich zahlreiche Inkonsistenzen wie zum Beispiel eine problemlose 
Handschrift trotz aufgehobenem Lagesinn, ein schwer beeinträchtigter Tastsinn und eine 
schwer beeinträchtigte Finger-Feinmotorik bei scheinbar mühelosem Gebrauch dieser 
Hand für An- und Auskleiden. Schliesslich habe auch mit zahlreichen technischen 
Zusatzuntersuchungen nie eine relevante Pathologie des zentralen Nervensystems 
nachgewiesen werden können. Bei diesem Hemisyndrom rechts könne mit relativ grosser 

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Urteil S 2019 149

Sicherheit eine funktionelle Genese angenommen werden, wie dies auch von den 
Voruntersuchern differentialdiagnostisch immer wieder in Betracht gezogen worden sei. 
Da die hemiplegischen Migräneattacken mit Notfallhospitalisation sehr dramatisch 
abgelaufen seien, sei es nachfühlbar, dass sich bei ängstlicher Konstitution eine derartige 
funktionelle Fixierung der Symptomatik herausbilden könne. Die episodischen 
Kribbelparästhesien an den Händen und Füssen, zum Teil auch im Gesicht inklusive 
Zunge, verbunden mit Verkrampfung der Finger/Füsse, häufig lateralisiert und 
hauptsächlich in Ruhe bzw. abends im Bett, liessen auf eine vegetativ-dysregulatorische 
Genese schliessen. Auch die in den Akten erwähnte flüchtige Halbseitensymptomatik links 
im Sommer 2011 sei als vegetativ bedingt anzusehen. Dasselbe dürfte für die jeweils 
abends im Bett vorkommende Kurzatmigkeit, für den Druck auf der Brust, für die 
nächtliche Hyperhidrosis und das vereinzelte Herzrasen zutreffen. Diese seien übliche 
Begleitbeschwerden bei Angststörungen und Depression (IV-act. 67/57).

Nach Erhebung des Psychostatus nach dem AMDP-System (Arbeitsgemeinschaft für 
Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie) stellte der psychiatrische Gutachter fest, 
dass die Beschwerdeführerin der Exploration über 2 ½ Stunden inklusive 15 Minuten 
Pause trotz Kopfschmerzen problemlos habe folgen können. Es hätten sich weder 
Auffassungsprobleme noch eine Ablenkung durch die Schmerzen gezeigt. Zwar habe die 
Beschwerdeführerin sehr viel über ihre Schmerzen geklagt, es sei aber kaum ein 
Schmerzverhalten in Haltung, Bewegung, Mimik und Gestik zu beobachten gewesen. Das 
Gesamtbild bleibe unklar. Der Verdacht auf Schmerzen und auch auf andere somatische 
Beschwerden ziehe sich recht konstant durch die Berichte von 2010 bis 2016. Die 
Angaben zur Depression seien mehrheitlich nicht gut belegt. Es werde auch nicht klar, 
warum eine rezidivierende Depression vorliegen solle. Die von Dr. med. E.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, im Bericht vom 27. September 2016 (IV-
act. 51) angegebenen 150 mg Efexor schienen bei einer als mittelschwer bis schwer 
eingeschätzten Depression eine zu geringe Dosis zu sein. Die Berichte der somatisch 
behandelnden Ärzte hätten keine Hinweise dafür ergeben, dass die Beschwerdeführerin 
seit 2010 schwer depressiv gewesen wäre. Das von der Beschwerdeführerin heute 
beschriebene Essverhalten sei zur früheren diskutierten Diagnose eines Binge-Eatings 
nicht mehr passend. Darüber hinaus wäre deren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eher 
gering. Sowohl auf Seite der zu vermutenden somatoformen Störung wie auch auf der 
Seite der möglichen affektiven Störung liege noch eine Kombinationspharmakotherapie 
vor, welche alle diese Symptome hervorrufen könne. Auf dieser Basis sei es aktuell nicht 

13

Urteil S 2019 149

möglich, eine der möglichen Diagnosen zu belegen und die Arbeitsfähigkeit in der 
bisherigen Tätigkeit zu beurteilen (IV-act. 67/58–60).

Abschliessend verneinten die Gutachter eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit als Pflegeassistentin seit dem ersten schweren Migräneanfall mit Hemiplegie am 
18. August 2015, attestierten aber seit der Schlussbesprechung am 12. Mai 2017 eine 
bestehende volle Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit 
ohne Beschäftigung an Maschinen, Nacht- oder Schichtarbeit (IV-act. 67/65–66).

6.
6.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens vom 
14. Juni 2017 und bemängelt zunächst die Ausklammerung der Abhängigkeitsstörung. 
Dabei rügt sie insbesondere die fehlende Auseinandersetzung mit den 
Standardindikatoren seitens des psychiatrischen Gutachters (act. 1 S. 15 ff.). 

Dem ist zu entgegnen, dass die erhobenen psychischen Befunde höchstens leichtgradig 
sind und keine sichere Diagnose erlauben. Dementsprechend wurden bei der depressiven 
Störung (ICD-10 F32.9), der somatoformen Störung (ICD-10 F45.9) und der 
Opiatabhängigkeit (ICD-10 F11.9) lediglich Verdachtsdiagnosen gestellt. Dies reicht zur 
Anerkennung eines invalidisierenden psychischen Gesundheitsschadens 
rechtsprechungsgemäss nicht aus (BGer 9C_795/2017 vom 19. März 2018 E. 3.1.2 mit 
Hinweis). Nachdem die frühere Essstörung nunmehr abgeklungen ist und nur noch als 
Status nach Binge-Eating-Störung (DMS 5 F50.8) beschrieben wird, ist ein psychischer 
Gesundheitsschaden im Begutachtungszeitpunkt mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu verneinen.

Hinweise auf eine nachträglich eingetretene Veränderung der psychischen Beschwerden, 
insbesondere eine Verschlechterung, lassen sich den Berichten über die verschiedenen 
weiteren somatischen Abklärungen im F.________ Kantonsspital nicht entnehmen (vgl. 
Berichte vom 15. September 2017 [IV-act. 81], 23. Januar 2018 [IV-act. 97/1–2], 
1. Februar 2018 [IV-act. 97/3–5], 20. März 2018 [IV-act. 107/8–9], 23. März 2018 [IV-
act. 100 und 107/5–7], 20. August 2018 [IV-act. 112/3–4] und 22. August 2018 [IV-
act. 112/1–2]). 

Seit Oktober 2017 ist die Beschwerdeführerin in der G.________ in Behandlung. Zwar 
wurden im Bericht vom 21. September 2018 (IV-act. 116) eine rezidivierende depressive 

14

Urteil S 2019 149

Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11), 
akzentuierte Persönlichkeitszüge (emotional-instabil vom Borderline-Typ, histrionisch) 
sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-
10 F45.41) diagnostiziert. Aufgrund eines Leistungsaufschubes der Krankenkasse sind 
jedoch nur Kriseninterventionen möglich. Dementsprechend haben weder eine kognitive 
Testung noch ein SKID-II Interview aufgrund der "vermuteten" 
Persönlichkeitsakzentuierung durchgeführt werden können. Mit Bezug auf die 
Persönlichkeitsakzentuierung liegt somit lediglich eine noch nicht erhärtete 
Verdachtsdiagnose vor. Mangels einer eingehenden Befunderhebung ist sodann davon 
auszugehen, dass die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung und einer 
chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren hauptsächlich 
auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin beruhen. Angesichts der 
vermuteten histrionischen Persönlichkeitsakzentuierung kommt einer objektiven 
Würdigung der angegebenen Beschwerden durch den Facharzt im Rahmen der 
Diskussion der Diagnostik wesentliche Bedeutung zu, was im Bericht der G.________ 
nicht erfolgt ist, weshalb er nicht geeignet ist, die Schlussfolgerungen im MEDAS-
Gutachten vom 14. Juni 2017 in Frage zu stellen. Darüber hinaus wurden die Diagnosen 
einer rezidivierenden depressiven Störung und einer chronischen Schmerzstörung, welche 
bereits 2016 vom damals behandelnden Psychiater Dr. E.________ gestellt wurden (vgl. 
Bericht vom 27. September 2016 [IV-act. 51]), von den MEDAS-Gutachtern im Jahr darauf 
verworfen (E. 5). Die kaum diskutierte Wiederholung derselben durch die Ärzte der 
G.________ im Rahmen von Kriseninterventionen vermag die von der 
Beschwerdeführerin geltend gemachte Verschlechterung nach der Begutachtung 
keineswegs zu belegen.

6.2 Sodann rügt die Beschwerdeführerin eine Diskrepanz zwischen der 
Arbeitsfähigkeitseinschätzung der Gutachter und den Resultaten der beruflichen 
Eingliederungsmassnahmen (act. 1 S. 17 f.).

Dazu lässt sich dem Verlaufsprotokoll Eingliederung (IV-act. 95) entnehmen, dass die 
Beschwerdeführerin im Herbst 2017 zunächst ein dreimonatiges Belastbarkeitstraining im 
geschützten Bereich absolvieren konnte, dem ein wiederum dreimonatiges Arbeitstraining 
folgte. Trotz motivierter und konstruktiver Mitarbeit der Beschwerdeführerin gelang die 
Steigerung des täglichen Arbeitspensums auf mehr als fünf Stunden nicht. Die 
Beschwerdeführerin sei an ihre Grenze gestossen, was zu vermehrten Ohnmachtsanfällen 

15

Urteil S 2019 149

geführt habe. Die Beschwerdeführerin habe dies mit zunehmendem Stress bei Planung 
der Kinderbetreuung und mit dem Arbeitsweg begründet (IV-act. 95/3–4). 

Auch dem Schlussbericht des Betriebs vom 28. Februar 2018 (IV-act. 94) lässt sich 
entnehmen, dass die Beschwerdeführerin während der Massnahme zwar Einsatz und 
Motivation an den Tag gelegt hatte, die von ihr erwartete Leistung jedoch weder in 
qualitativer noch in quantitativer Hinsicht erbringen konnte. Die ihr gezeigten Techniken 
zur Leistungsverbesserung setzte sie nur kurzzeitig ein (IV-act. 94/2 und 94/4). Aus 
diesem Verhalten ist nicht auf eine Arbeitsunfähigkeit zu schliessen, sondern eher auf eine 
Manifestation im Arbeitsalltag des bereits von den Gutachtern in der 
Untersuchungssituation mehrmals festgestellten selbstlimitierenden Verhaltens (IV-
act. 67/56).

6.3 Sodann macht die Beschwerdeführerin eine nach der Begutachtung eingetretene 
Verschlechterung geltend. So seien die Kniebeschwerden bei der Begutachtung noch in 
Abklärung gewesen. Abklärungen zum Verlauf dieses Leidens fehlten. Weiter dränge sich 
nach der erfolgten Anpassung der Medikation eine erneute Begutachtung auf. Schliesslich 
sei neu eine ausgeprägte Müdigkeit aufgetreten, die abgeklärt werden müsse (act. 1 
S. 18 ff.).

Bei Abschluss der Behandlung boten die behandelnden Ärzte des F.________ 
Kantonsspitals der Beschwerdeführerin die Einholung einer Zweitmeinung an. Dies lehnte 
sie jedoch ab (vgl. Bericht vom 18. November 2016 [IV-act. 55]). Offenbar änderte die 
Beschwerdeführerin in der Folge ihre Meinung, gab sie doch bei der Begutachtung in der 
MEDAS an, dass im Mai 2017 die Einholung einer Zweitmeinung an der orthopädischen 
Klinik D.________ geplant sei (IV-act. 67/56). Unterlagen dazu liegen nicht bei den Akten. 
Es ist allerdings zu erwarten, dass allfällige relevante Befunde dieser Abklärung den 
behandelnden Ärzten der Sprechstunde für Kniechirurgie am F.________ Kantonsspital 
weitergeleitet worden wären und im Bericht vom 23. März 2018 (IV-act. 107/5–7) 
Niederschlag gefunden hätten. Weder in diesem Bericht noch in den übrigen, nach der 
Begutachtung in der MEDAS verfassten Berichten der verschiedenen involvierten Ärzte im 
F.________ Kantonsspitals finden sich jedoch Hinweise für eine externe Abklärung der 
Kniebeschwerden (vgl. Berichte des Neurozentrums vom 15. September 2017 [IV-act. 81], 
1. Februar 2018 [IV-act. 97/3–5], 23. März 2018 [IV-act. 100], 22. Juni 2018 [IV-act. 107/1–
2] und 22. August 2018 [IV-act. 112/1–2], des Adipositaszentrums vom 23. Januar 2018 
[IV-act. 97/1–2], des Herzzentrums vom 20. März 2018 [IV-act. 107/8–9] sowie der 

16

Urteil S 2019 149

Notfallpraxis vom 20. August 2018 [IV-act. 112/3–4]). Selbst im Beschwerdeverfahren 
unterliess es die Beschwerdeführerin, substantiierte Angaben zu dieser Abklärung zu 
machen und allfällige sich in ihrem Besitz befindende Unterlagen einzureichen. Aufgrund 
der anfänglichen Weigerung der Beschwerdeführerin, die Zweitmeinung einzuholen und 
mangels näherer Angaben zur angeblich geplanten Abklärung in den Akten, genügt die 
unsubstantiierte Behauptung anlässlich der Begutachtung in der MEDAS für sich allein 
nicht als Anlass zur Vornahme weiterer Abklärungen, weshalb die Beschwerdegegnerin 
ohne Verletzung der Untersuchungsmaxime darauf verzichten durfte (vgl. dazu BGE 110 
V 48 E. 4a).

Die von der Beschwerdeführerin neu geklagte Müdigkeit wurde erstmals im Bericht des 
Neurozentrums des F.________ Kantonsspitals vom 22. August 2018 (IV-act. 112/1–2) 
dokumentiert. Es folgte die Empfehlung zur Absetzung des Antidepressivums Saroten und 
zur Durchführung einer Schlafabklärung. Diese Empfehlung wurde trotz weiterhin 
angegebener, starker Tagesmüdigkeit offenbar nicht umgesetzt, nahm doch die 
Beschwerdeführerin einen Monat später laut Bericht der G.________ vom 21. September 
2018 (IV-act. 116) immer noch die gleiche Dosis dieses sedierenden Medikaments ein. 
Auch die von den MEDAS-Gutachtern empfohlene Anpassung der Medikation scheint 
noch nicht vollständig erfolgt zu sein. Zwar wird der Beschwerdeführerin das Opiat Palexia 
nicht mehr verordnet. Sie nimmt jedoch weiterhin das Antidepressivum Efexor sowie 
verschiedene Schmerzmittel ein. Auch hält sie die verschriebene Dosis Topamax nicht ein 
(vgl. Bericht des F.________ Kantonsspitals, Notfallpraxis, vom 20. August 2018 [IV-
act. 112/3–4]). Unter diesen Umständen kann von einer vollzogenen Anpassung der 
Medikation nicht die Rede sein, weshalb sich eine erneute Begutachtung (noch) nicht 
aufdrängt.

6.4 Insgesamt entspricht das MEDAS-Gutachten vom 14. Juni 2017 den 
praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). So ist es für die streitigen Belange umfassend, 
beantwortet es doch in schlüssiger Weise die Frage nach den gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und beruht auf 
eingehenden internistischen, rheumatologischen, neurologischen und psychiatrischen 
Untersuchungen. Die Gutachter schilderten ausführlich die von der Beschwerdeführerin 
erwähnten Leiden und Einschränkungen und setzten sich detailliert damit sowie mit dem 
Verlauf der Beschwerden und dem Verhalten der Explorandin während der 
Untersuchungen auseinander. 

17

Urteil S 2019 149

Aus diesen Gründen überzeugt die Einschätzung der Gutachter einer Unzumutbarkeit der 
angestammten Tätigkeit als Pflegeassistentin seit dem ersten schweren Migräneanfall mit 
Hemiplegie am 18. August 2015 und einer seit 12. Mai 2017 bestehenden, vollen 
Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne 
Beschäftigung an Maschinen, Nacht- oder Schichtarbeit. Auf das MEDAS-Gutachten vom 
14. Juni 2017 darf somit abgestellt werden.

6.5 Zu erwähnen bleibt, dass die unterschiedliche Arbeitsfähigkeitseinschätzung der 
Ärzte der G.________ im Bericht vom 21. September 2018 (50%ige Arbeitsfähigkeit im 
geschützten Arbeitsmarkt [IV-act. 116]) die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens nicht zu 
erschüttern vermag. Zunächst liegt es in der Natur der Sache, dass einer 
Arbeitsfähigkeitseinschätzung notwendigerweise ein erheblicher Beurteilungs- und 
Ermessensspielraum inhärent ist. Weiter erfolgte die Arbeitsfähigkeitseinschätzung der 
G.________-Ärzte trotz der dort gestellten psychiatrischen Diagnosen nicht in Anwendung 
der Standardindikatoren, weshalb sie den höheren Beweiswert des 
Administrativgutachtens nicht zu erreichen vermag.

Nicht zuletzt ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Ärzte mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc). Wohl 
kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle 
Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag 
der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich 
bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein 
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer 
Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu 
anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine 
abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige –
 und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der 
Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (BGer 8C_677/2014 vom 
29. Oktober 2014 E. 7.2 mit Hinweisen). Solche Aspekte lassen sich der Berichterstattung 
der G.________ nicht entnehmen. Schliesslich berücksichtigten die MEDAS-Gutachter 
sämtliche von der Beschwerdeführerin im Rahmen der Untersuchung geklagten 
Beschwerden sowie die von den bisher involvierten Ärzten erhobenen Befunde und 
abgegebenen Beurteilungen.

18

Urteil S 2019 149

6.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht 
einerseits von einer Unzumutbarkeit der angestammten Tätigkeit als Pflegeassistentin seit 
August 2015, andererseits von einer seit 12. Mai 2017 bestehenden vollen Arbeitsfähigkeit 
für eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne Beschäftigung an Maschinen, 
Nacht- oder Schichtarbeit ausgegangen ist (IV-act. 130/4). Damit ist eine 
Verschlechterung seit der letzten Rentenablehnung (E. 4) ausgewiesen, weshalb zu 
prüfen ist, ob eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades 
eingetreten ist (vgl. E. 3.3).

7.
7.1 Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der 
Rentenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der 
Invaliditätsbemessung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2; 117 V 198 
E. 3b). Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, 
Betätigungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als 
ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt 
sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches 
Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet 
werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im 
Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen 
und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben 
gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 
persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die 
Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, 
wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-
)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3; 141 V 15 E. 3.1; 137 V 334 E. 3.2; 
125 V 146 E. 2c; 117 V 194 E. 3b). 

Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, 
die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu 
berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig 
einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren 
Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).

19

Urteil S 2019 149

7.2 Die Beschwerdegegnerin qualifizierte die Beschwerdeführerin gestützt auf das 
zwischen Dezember 2013 und August 2015 inne gehabte Pensum als im Gesundheitsfall 
zu 55 % erwerbstätig und zu 45 % im Aufgabenbereich Haushalt tätig (IV-act. 101/3 und 
130/4–5). Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren 
geltend, dass von einer 80%igen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall auszugehen sei, 
denn bei Antritt der 55 %-Anstellung sei sie schon gesundheitlich angeschlagen gewesen 
(act. 1 S. 22 f.).

Dem ist zu entgegnen, dass 2011 bei der Beschwerdeführerin ein sich auf die 
Arbeitsfähigkeit einschränkend auswirkender Gesundheitsschaden verneint wurde (vgl. 
E. 4). Ob sie bei Stellenantritt Ende 2013 ein Pensum von mehr als 55 % angestrebt hatte, 
kann offengelassen werden. Denn in der Folge unternahm sie keine Anstalten, das 
Pensum zu erhöhen. Wenn sie dies mit gesundheitlichen Beschwerden begründet, ist ihr 
nicht zu folgen. Sollte sie die Erwerbstätigkeit aus Rücksicht auf ihren Gesundheitszustand 
– präventiv – nicht ausgeweitet haben, ist dies nicht mit einem aus gesundheitlichen 
Gründen erzwungenen Verzicht auf eine Aufstockung des Arbeitspensums gleichzusetzen 
(vgl. BGer 8C_822/2008 vom 24. April 2009 E. 4). Eine objektivierbare, dauerhafte 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist erst mit der gutachterlich attestierten 
Unzumutbarkeit der angestammten Tätigkeit als Pflegeassistentin ab August 2015 
ausgewiesen (vgl. E. 6.6). Unter diesen Umständen erscheint es überwiegend 
wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall hypothetisch weiterhin zu 
55 % erwerbstätig wäre, was bei der Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode 
zu berücksichtigen ist.

8.
8.1 Während die Beschwerdegegnerin beim Betätigungsvergleich aufgrund der 
Abklärung vor Ort (Abklärungsbericht Haushalt vom 16. April 2018 [IV-act. 101]) eine 
Behinderung im Haushaltsbereich von insgesamt 7 % zuerkennt (IV-act. 130/4–5), macht 
die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die ungenügende Beachtung der psychischen 
Beschwerden eine höhere Teilinvalidität geltend (act. 1 S. 21).

8.2 Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach 
Massgabe von Art. 69 Abs. 2 IVV) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende 
Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar. 
Hinsichtlich des Beweiswerts der entsprechenden Berichterstattung ist wesentlich, dass 

20

Urteil S 2019 149

sie durch eine qualifizierte Person erfolgt, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen 
Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden 
Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten 
Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht 
aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und bezüglich 
der einzelnen Einschränkungen angemessen detailliert sein sowie in Übereinstimmung mit 
den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Einer ärztlichen Fachperson, die sich 
zu den einzelnen Positionen der Haushaltsführung unter dem Gesichtswinkel der 
Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahmefällen, namentlich bei 
unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen 
Befunden stehen. Zwar ist der Abklärungsbericht seiner Natur nach in erster Linie auf die 
Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb 
seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfahren kann, 
wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Prinzipiell jedoch stellt 
er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer 
psychisch bedingten Invalidität geht, d.h. wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen 
im Vordergrund steht. Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die 
fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten 
Aufgaben zu erfüllen, ist in der Regel den ärztlichen Stellungnahmen mehr Gewicht 
einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson 
regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der 
damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (BGer 9C_671/2017 vom 12. Juli 2018 
E 4.2 mit Hinweisen). 

8.3 Vorliegend ist bei der Beschwerdeführerin gemäss dem MEDAS-Gutachten vom 
14. Juni 2017 keine invalidisierende psychische Erkrankung erstellt (vgl. E 6.1). Auch eine 
seit der Begutachtung eingetretene Verschlechterung ist nicht nachgewiesen (vgl. E. 6.3). 
Im Rahmen der Abklärung der Einschränkungen im Haushaltsbereich waren demzufolge –
 entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin – lediglich die physisch bedingten 
Beeinträchtigungen zu berücksichtigen. 

Gemäss Abklärungsbericht vom 16. April 2018 (IV-act. 101) lebt die Beschwerdeführerin 
mit ihrem Ehemann und den beiden gemeinsamen, 2006 und 2008 geborenen Kindern in 
einer 3 ½-Zimmer-Wohnung. In dem mit 40 % gewichteten Bereich Ernährung besteht laut 
Abklärungsbericht eine Einschränkung von 16 %, die insbesondere die Essenszubereitung 

21

Urteil S 2019 149

und die Grossreinigung beschlägt. In dem mit 15 % gewichteten Bereich Wohnungspflege 
besteht eine solche von 3 % bei der Fenster- und Vorhängereinigung.

8.4 Für den Beweiswert des Abklärungsberichtes vom 16. April 2018 ist wesentlich, 
dass dieser von einer für Haushaltabklärungen zuständigen Mitarbeiterin der IV-Stelle 
verfasst wurde, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der sich aus 
den medizinischen Diagnosen ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hatte. 
Weiter wurden die Angaben der Beschwerdeführerin berücksichtigt. Schliesslich ist der 
Berichtstext plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen 
Einschränkungen und steht in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen 
Angaben. Der Bericht erfüllt somit die von der Rechtsprechung aufgestellten Kriterien für 
den Beweiswert eines Abklärungsberichts, weshalb er eine zuverlässige 
Entscheidungsgrundlage darstellt. Demzufolge soll das Gericht in das Ermessen der die 
Abklärung tätigenden Person nur eingreifen, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen 
vorliegen. Dies gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente 
Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt steht als das im Beschwerdefall 
zuständige Gericht (vgl. u.a. EVG I 883/05 vom 17. Juli 2006 E. 4.3 mit Hinweisen). 

Sodann entspricht die im Abklärungsbericht vom 16. April 2018 enthaltene Umschreibung 
der Tätigkeitsbereiche den Vorgaben der Randziffern 3081 ff. sowie 3087 ff. des 
Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH; 
Stand 1. Januar 2018). Die Gewichtung der einzelnen Aufgabenbereiche ist eine 
Ermessensfrage. Sie hält sich innerhalb der im erwähnten Kreisschreiben angegebenen 
Bandbreiten und ist in Anbetracht der konkreten Umstände nicht zu beanstanden.

Weiter wurde seitens der Abklärungsperson zu Recht berücksichtigt, dass von den 
Kindern die Mithilfe beim Decken und Abräumen des Tisches im Rahmen der 
Schadenminderungspflicht erwartet werden kann. Gleiches gilt für die vom Ehemann 
geleistete Mithilfe beim Zubereiten der Abendmahlzeiten sowie bei der abendlichen 
Küchen-, Fenster- und Vorhängereinigung. Die Abklärungsperson hat das ihr zustehende 
Ermessen richtig ausgeübt, weshalb auch diesbezüglich kein Anlass besteht, den 
Abklärungsbericht zu beanstanden.

8.5 Demzufolge ist von einer Behinderung von rund 7 % im Haushaltbereich 
auszugehen, woraus bei einem Anteil von 45 % der Tätigkeit im Haushaltsbereich ein 
Teilinvaliditätsgrad von 3 % resultiert.

22

Urteil S 2019 149

9. Vom 19. August 2016 (Ablauf der einjährigen Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 
lit. b IVG) bis 12. Mai 2017 bestand eine 100%ige Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit 
(E. 6.6). Die Kumulation des Teilinvaliditätsgrads von 55 % im Erwerbsbereich mit 
demjenigen von 3 % im Haushaltsbereich (E. 8.5) ergibt einen Invaliditätsgrad von 58 %. 
Dadurch ist der Anspruch auf eine halbe Rente ab dem 1. September 2016 (sechs Monate 
nach der bei der Beschwerdegegnerin am 7. März 2016 eingegangenen Neuanmeldung 
vom 23. Februar 2016 [IV-act. 33]; Art. 29 Abs. 1 IVG) bis 31. Juli 2017 (3. Monat ab 
Eintritt der Verbesserung; Art. 88a Abs. 1 IVV) ausgewiesen.

10. Die anschliessende Einschränkung im Erwerbsbereich ist anhand eines 
Einkommensvergleichs zu bestimmen. 

10.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des 
(hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und 
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige 
rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu 
berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.1; 128 V 174).

10.2
10.2.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des 
Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des 
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 
zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die 
bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen 
müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 
58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).

10.2.2 Die Beschwerdegegnerin setzte das Valideneinkommen für das Jahr 2017 auf 
Fr. 38'320.– fest (IV-act. 130/3–4). Dieser Betrag wird von der Beschwerdeführerin in 
Frage gestellt (act. 1 S. 24). Tatsächlich liegt das von der Beschwerdegegnerin errechnete 
Valideneinkommen weit unter dem im Arbeitgeberfragebogen vom 23. Mai 2016 (IV-
act. 43) angegebenen Lohn von Fr. 52'740.– für das Jahr 2014. Selbst die in der 
Vernehmlassung angeregte Hinzurechnung des Nachtzuschlags (act. 6 S. 6) vermag 

23

Urteil S 2019 149

diese Differenz nicht auszugleichen. Da die Beschwerdeführerin bereits 2014 im gleichen 
Pensum bei der gleichen Arbeitgeberin erwerbstätig war, ist bei der Ermittlung des 
Valideneinkommens vom damaligen Jahreslohn auszugehen. Unter Anpassung an die 
Entwicklung der Nominallöhne ergibt sich für das Jahr 2017 ein auf ein Pensum von 55 % 
bezogenes Valideneinkommen von Fr. 53'506.– (Fr. 52'740.– / 103.3 x 104.8) und für das 
Jahr 2018 ein solches von Fr. 53'812.– (Fr. 52'740.– / 103.3 x 105.4).

10.3
10.3.1 Für die Ermittlung des auf Fr. 28'767.– angesetzten Invalideneinkommens ging die 
Beschwerdegegnerin unter Annahme einer 100%igen Arbeitsfähigkeit von den Daten der 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 aus. 
Dazu nahm sie einen leidensbedingten Abzug von 5 % vor (IV-act. 130/4). Die 
Beschwerdeführerin demgegenüber macht einen Abzug von mindestens 20 % geltend 
(act. 1 S. 24).

10.3.2 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung 
Tabellenlöhne gemäss der LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 
E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/bb). Dabei sind allerdings grundsätzlich die im 
Entscheidzeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (vgl. dazu 
BGer 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2; 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4; 
9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2). Dementsprechend ist das 
Invalideneinkommen anhand der Daten der am 6. Mai 2019 veröffentlichten – im Zeitpunkt 
der angefochtenen Verfügung vom 25. September 2019 (IV-act. 133) somit bereits 
bekannten – LSE 2016 zu berechnen. Der statistische Durchschnittslohn (Zentralwert) der 
mit einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) 
beschäftigten Frauen im privaten Sektor hat im Jahre 2016 bei einer wöchentlichen 
Arbeitszeit von 40 Stunden monatlich Fr. 4'363.– betragen (inkl. 13. Monatslohn; 
LSE 2016 Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total). Auf der Basis der im Jahre 2017 
betriebsüblichen 41,7 Wochenstunden und unter Anpassung an die Entwicklung der 
Nominallöhne ergibt sich für das Jahr 2017 bezogen auf ein Vollpensum ein 
Jahreseinkommen von Fr. 54'790.– (Fr. 4'363.– x 12 / 40 x 41.7 / 104.4 x 104.8) und für 
das Jahr 2018 ein solches von Fr. 55'104.– (Fr. 54'790.– / 104.8 x 105.4).

10.3.3 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 
Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. 
Damit trägt die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung, dass persönliche und berufliche 

24

Urteil S 2019 149

Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität 
oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des 
Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, 
wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen 
eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit 
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten 
kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht 
fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im 
Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes 
zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Bei der Bemessung der Höhe des im 
konkreten Fall grundsätzlich angezeigten Abzugs handelt es sich um eine 
Ermessensfrage, weshalb eine Korrektur nur bei Ermessensüberschreitung, -missbrauch 
oder -unterschreitung möglich ist (BGE 137 V 71 E. 5.1). Dass der Beschwerdeführerin 
nur noch leichte Tätigkeiten zumutbar sind, ist rechtsprechungsgemäss kein Grund für 
einen leidensbedingten Abzug, zumal der Tabellenlohn im hier zugrunde gelegten 
Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten 
umfasst (BGer 8C_82/2019 vom 19. September 2019 E. 6.3.2; 9C_284/2018 vom 17. Juli 
2018 E. 2.2.1). Unter diesen Umständen erscheint der von der Beschwerdegegnerin 
vorgenommene Abzug von 5 % als grosszügig und zugleich angesichts der 
gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin noch angemessen. Daraus ergibt sich 
ein auf ein Vollpensum bezogenes Invalideneinkommen von Fr. 52'051.– für das Jahr 
2017 bzw. Fr. 52'349.– für das Jahr 2018.

11.
11.1 Die Invaliditätsbemessung für die Zeit zwischen dem 1. August 2017 und dem 
31. Dezember 2017 hat nach der damals gültig gewesenen Berechnungsmethode zu 
erfolgen. Mit Bezug auf den Erwerbsbereich ist das Valideneinkommen von Fr. 53'506.– 
(E. 10.2.2) mit dem ebenfalls auf ein Pensum von 55 % reduziertes Invalideneinkommen 
Fr. 28'628.– (Fr. 52'051 x 55 %; vgl. E. 10.3.3) zu vergleichen. Dies ergibt eine 
Erwerbseinbusse von Fr. 24'878.–, beziehungsweise von 47 % (Fr. 24'878.– / Fr. 53'506.– 
x 100). Bei einem 55%igen Anteil der Erwerbstätigkeit liegt der erwerbsbezogene 
Invaliditätsgrad bei 26 % (47 % x 55 %).

Summiert man den erwerbsbezogenen Invaliditätsgrad von 26 % mit dem nicht 
erwerbsbezogenen von 3 % (E. 8.5), ergibt sich ein rentenausschliessender 
Invaliditätsgrad von 29 %. 

25

Urteil S 2019 149

11.2 Wie bereits erwähnt, trat am 1. Januar 2018 der revidierte Art. 27bis IVV in Kraft. 
Dessen Absätze 2 bis 4 bestimmen neu, dass der Invaliditätsgrad in Bezug auf die 
Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich 
weiterhin summiert werden (Art. 27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in 
Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG, wobei das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet 
wird (Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des 
Beschäftigungsgrads, den die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre, gewichtet wird (Art. 27bis Abs. 3 lit. b IVV). Für die Berechnung des 
Invaliditätsgrades wird in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich der prozentuale 
Anteil der Einschränkungen im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht 
invalid geworden wäre, ermittelt (Art. 27bis Abs. 4 Satz 1 IVV). 

Demzufolge sind die beiden Einkommensgrössen für das Jahr 2018 auf ein Vollpensum 
aufzurechnen. Somit ist von einem Valideneinkommen von Fr. 97'840.– (53'812.– / 55 
x 100; E. 10.2.2) und von einem Invalideneinkommen Fr. 52'349.– auszugehen 
(E. 10.3.3). Aus dem Vergleich dieser beiden Einkommensgrössen resultiert eine 
Erwerbseinbusse von Fr. 45'491.–, beziehungsweise von 47 % (Fr. 45'491.– / Fr. 97'840.– 
x 100). Bei einem 55%igen Anteil der Erwerbstätigkeit liegt der erwerbsbezogene 
Invaliditätsgrad wiederum bei 26 % (47 % x 55 %). 

Summiert man den erwerbsbezogenen Invaliditätsgrad von 26 % mit dem nicht 
erwerbsbezogenen von 3 % (E. 8.5), ergibt sich ein weiterhin rentenausschliessender 
Invaliditätsgrad von 29 %. Damit erweist sich die mit Verfügung vom 25. September 2019 
erfolgte Befristung der Rente als korrekt.

12. Angesichts des kurzzeitigen Rentenbezugs und des noch keineswegs 
fortgeschrittenen Alters der 1984 geborenen Beschwerdeführerin ist deren Bedarf an 
Eingliederungsmassnahmen trotz rückwirkender Zusprache einer zeitlich befristeten Rente 
nicht zu prüfen (vgl. dazu BGE 145 V 209), was zur Abweisung der Beschwerde führt.

13. Der Beschwerdeführerin ist mit Verfügung vom 18. November 2019 die 
unentgeltliche Prozessführung gewährt worden (act. 4), weshalb ihr für das vorliegende 
Verfahren in Abweichung von Art. 69 Abs. 1bis IVG keine Kosten aufzuerlegen sind. 

26

Urteil S 2019 149

Eine Parteientschädigung ist ihr nicht zuzusprechen, zumal sie mit ihrer Beschwerde 
vollumfänglich unterliegt. Mit Verfügung vom 18. November 2019 ist der 
Beschwerdeführerin für das vorliegende Verfahren jedoch auch eine unentgeltliche 
Rechtsbeiständin in der Person von Rechtsanwältin B.________ bestellt worden (act. 4). 
Die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsbeiständin wird nach Ermessen auf 
Fr. 2'800.– (inkl. Auslagen und MWST) festgesetzt; Rechtsanwältin B.________ ist daher 
mit diesem Betrag aus der Staatskasse zu entschädigen.

27

Urteil S 2019 149

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. Rechtsanwältin MLaw 
B.________ wird mit Fr. 2'800.– (inkl. Auslagen und MWST) aus der Staatskasse 
entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 
zum Vollzug von Ziffer 3 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 19. Juli 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

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versandt am