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**Case Identifier:** 0a44c057-fcae-57e0-a71b-38da8b22d57a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 08.05.2025 810 2025 12 (810 25 12)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2025-12_2025-05-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 8. Mai 2025 (810 25 12) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutz 

 

 

Vorsorgliche Einschränkung der Handlungsfähigkeit 

 

 
Besetzung Präsident Pascal Leumann, Gerichtsschreiberin Nathalie Droeser 

 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Christian Möcklin-Doss, 
Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ 
Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Vorsorgliche Einschränkung der Handlungsfähigkeit (Entscheid der 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 3. Januar 2025) 
 

 
A. Mit Schreiben vom 23. November 2023 reichte die Staatsanwaltschaft Baselland eine 
Gefährdungsmeldung bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) B.____ ein. Es 
wurde die Sorge geäussert, dass sich A.____ (geboren 1965) durch fortlaufende Vermögens-
schädigungen im Rahmen eines Strafverfahrens wegen gewerbsmässigen Betrugs in I.____ 
selbst erheblich gefährden könnte. Die KESB B.____ schloss das am 30. November 2023 er-
öffnete Verfahren am 2. Februar 2024 wieder, da A.____ anlässlich der telefonischen Anhörung 
beteuerte, dass er kein Geld mehr an den im Strafverfahren Beschuldigten oder anderen Per-

 

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sonen in dessen Umkreis schicken würde. Er werde auch nicht bedroht oder unter Druck ge-
setzt. 
 
B. Zufolge einer erneuten Gefährdungsmeldung durch einen Freund von A.____ am 
18. September 2024 beauftragte die KESB B.____ am 26. September 2024 die sozialen Diens-
te C.____ mit der Abklärung der Situation von A.____. Gestützt auf den Abklärungsbericht vom 
12. Dezember 2024 entzog die KESB B.____ A.____ mit superprovisorischem Entscheid vom 
19. Dezember 2024 den Zugriff auf ein Konto der Postfinance, der UBS und der Revolutbank. 
Zudem wurde ihm superprovisorisch die Handlungsfähigkeit entzogen. 
 
C. Nach Anhörung von A.____ am 2. Januar 2025 erliess die KESB B.____ am 3. Januar 
2025 folgenden Entscheid: 
 
1. Auf den Antrag auf Ausstand des Spruchkörpers I zufolge Befangenheit in dieser Angelegenheit 

wird nicht eingetreten.  

2. Für A.____ wird per 3. Januar 2025 vorsorglich eine kombinierte Beistandschaft errichtet.  
2.1. Die Beistandschaft umfasst eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögens-

verwaltung nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB mit den Aufgabenbereichen,  

a. die verbeiständete Person beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten soweit nötig 

zu vertreten, insbesondere auch im Verkehr mit Behörden, Ämtern, Banken, Post, (Sozial)- 

Versicherungen, sonstigen Institutionen und Privatpersonen,  

b. die verbeiständete Person beim Erledigen der finanziellen Angelegenheiten soweit nötig zu 

vertreten, insbesondere ihr Einkommen und Vermögen sorgfältig zu verwalten.  

2.2. Die Beistandschaft umfasst weiter eine Begleitbeistandschaft nach Art. 393 ZGB mit den Aufga-

benbereichen,  

 a. stets für eine geeignete Wohnsituation bzw. Unterkunft besorgt zu sein und die verbeiständete 

Person bei allen in diesem Zusammenhang erforderlichen Handlungen soweit nötig zu beglei-

ten,  

 b. das gesundheitliche Wohl der verbeiständeten Person zu fördern und diese soweit nötig ent-

sprechend zu begleiten, 

c. das soziale Wohl der verbeiständeten Person zu fördern und diese soweit nötig entsprechend 

zu begleiten.  

3. Der superprovisorische Entscheid vom 19. Dezember 2024 wird bestätigt und A.____ wird der 

Zugriff auf sämtliche Vermögenswerte bei der Postfinance vorsorglich entzogen, insbesondere 

IBAN […].  

4. Der superprovisorische Entscheid vom 19. Dezember 2024 wird bestätigt und A.____ wird der 

Zugriff auf sämtliche Vermögenswerte bei Revolut vorsorglich entzogen, insbesondere IBAN […].  

5. Der superprovisorische Entscheid vom 19. Dezember 2024 wird bestätigt und A.____ wird der 

Zugriff auf sämtliche Vermögenswerte bei der UBS AG vorsorglich entzogen, insbesondere IBAN 

[…].  

6. Der superprovisorische Entscheid vom 19. Dezember 2024 wird teilweise bestätigt und gestützt 

auf Art. 394 Abs. 2 ZGB wird der verbeiständeten Person die Handlungsfähigkeit betreffend  

 a. Vertragsabschlüsse per Telefon, 

 b. Vertragsabschlüsse per Internet, 

 

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 c. Aufnahme oder Gewährung von Darlehen, darin eingeschlossen Verträge jeglicher Form, 

soweit sie Kreditkarten, Kundenkarten oder ähnliche Instrumente betreffen, die das Überzie-

hen eines Kontos oder sonstige Leistungen auf Kredit ermöglichen,  

 d. Abschluss von Abzahlungs- oder Leasingsverträgen,  

 e. Ausrichten von Schenkungen mit Ausnahme der üblichen Gelegenheitsgeschenke,  

 f. Abschluss von Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäften (mit Ausnahme von Barkäufen bis 

zur Höhe von maximal Fr. 100.--),  

 vorsorglich entzogen.  

Die Vertretung durch einen Anwalt im laufenden Strafverfahren und in einem allfälligen Be-

schwerdeverfahren gegen diesen vorsorglichen Entscheid ist davon ausgenommen.  

Es erfolgt eine psychologische Begutachtung beim Zentrum für psychische Gesundheit (ZPG) zur 

Frage, ob der spezifische Schwächezustand von A.____ den teilweisen Entzug der Handlungsfä-

higkeit rechtfertigt. Dabei ist der Austrittsbericht der Klinik D.____ vom 24. Juni 2024 zu berück-

sichtigen.  

7. Der Beistandsperson wird gemäss Art. 391 Abs. 3 ZGB die Befugnis erteilt, soweit notwendig die 

Post der verbeiständeten Person umzuleiten und zu öffnen.  

8. Als Beistandsperson wird E.____ ernannt. 

9. Die Beistandsperson wird beauftragt  

 a. gemäss Art. 405 Abs. 2 ZGB in Zusammenarbeit mit der KESB B.____ per 3. Januar 2025 ein 

Inventar über die zu verwaltenden Vermögenswerte aufzunehmen und samt Belegen inner-

halb von drei Monaten bei der KESB B.____ einzureichen,  

 b. gemäss Art. 413 Abs. 3 ZGB Behörden und Institutionen (namentlich Gemeinde, Banken, 

Sozial- und andere Versicherungen) sowie Privatpersonen soweit nötig über die Beistand-

schaft zu orientieren, 

 c. gemäss Art. 411 ZGB den ersten ordentlichen Rechenschaftsbericht über ihre Tätigkeit und 

ihre Rechnungsführung inklusive Belege per 31. Dezember 2026 zu erstellen und innerhalb 

von drei Monaten einzureichen,  

 d. gemäss Art. 414 ZGB nötigenfalls Antrag auf Anpassung der behördlichen Massnahme an 

veränderte Verhältnisse zu stellen.  

10. Einer allfälligen Beschwerde gegen Ziff. 1-8 hiervor wird gestützt auf Art. 450c ZGB die aufschie-

bende Wirkung entzogen. 

11. Die Verfahrenskosten der KESB B.____ werden auf insgesamt Fr 1'511.-- festgesetzt und gehen 

grundsätzlich zu Lasten der verbeiständeten Person. Über die Erhebung der Verfahrenskosten 

wird erst bei der Abnahme des Antrittsinventars entschieden. 

 
D. Dagegen erhob A.____ (nachfolgend Beschwerdeführer genannt), vertreten durch Ad-
vokat Christian Möcklin-Doss, mit Eingabe vom 15. Januar 2025 Beschwerde beim Kantonsge-
richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei 
Ziff. 6. (u.a. lit. a, b und f) des Entscheides der KESB B.____ vom 3. Januar 2025 insofern ab-
zuändern, als es dem Beschwerdeführer ausdrücklich erlaubt werde, Arbeitsverträge als Arbeit-
nehmer abzuschliessen. Zusätzlich sei dem Beschwerdeführer innerhalb eines Arbeitsverhält-
nisses die volle Handlungsfähigkeit zu attestieren, so dass er zur Ausübung von Arbeitsverhält-
nissen selbständig agieren könne. Dem Beschwerdeführer sei ausserdem zuzugestehen, an-
waltschaftliche Vertretung auch in anderen Verfahren zu mandatieren, insbesondere um seine 

 

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finanziellen Verpflichtungen angemessen zu reduzieren sowie rechtsgültig Verträge für den ge-
wöhnlichen Lebensbedarf über das Internet und das Telefon abzuschliessen, eventualiter unter 
Festsetzung einer angemessenen Obergrenze, alles unter o/e-Kostenfolge zuzüglich Mehrwert-
steuer. Der Beschwerde sei zudem die aufschiebende Wirkung im Umfang der Anträge zuzuer-
kennen. 
 
E. Am 29. Januar 2025 ersuchte der Beschwerdeführer um unentgeltliche Rechtspflege 
betreffend die Gerichtskosten. 
 
F. Mit Eingabe vom 31. Januar 2025 beantragte der Beschwerdeführer, es sei ihm super-
provisorisch die Handlungsfähigkeit zur Unterzeichnung von Arbeitsverträgen, eventualiter zur 
Unterzeichnung des Rahmenarbeitsvertrags […] sowie des Einsatzvertrags 1 zum Rahmenar-
beitsvertrag Nr. […] der F.____ AG zu erteilen; unter o/e-Kostenfolge. Der Beschwerdeführer 
begründete seinen Verfahrensantrag damit, dass ihm ein nicht wiedergutzumachender Nachteil 
drohe, wenn er seiner potentiellen Arbeitgeberin, welche ihn anstellen möchte, mitteilen müsse, 
dass er noch auf einen Entscheid des Kantonsgerichts warten müsse, bevor er dann allenfalls 
rechtsgültig einen Arbeitsvertrag unterzeichnen könne.  
 
G. Das Kantonsgericht wies mit Verfügung vom 3. Februar 2025 den Antrag des Be-
schwerdeführers auf Erlass einer superprovisorischen Erteilung der Handlungsfähigkeit zur Un-
terzeichnung von Arbeitsverträgen ab, da nach telefonischer Rücksprache mit dem Beistand 
festgehalten werden könne, dass der Beistand gegenüber dem Beschwerdeführer persönlich 
ausgeführt habe, dass einer Unterzeichnung eines Arbeitsvertrags grundsätzlich nichts entge-
genstehe. Die erforderliche Zustimmung des Beistands erfolge praxisgemäss nicht vorgängig, 
sondern werde rückwirkend erteilt. Vor diesem Hintergrund drohe dem Beschwerdeführer kein 
nicht wiedergutzumachender Nachteil, welcher ein unverzügliches Eingreifen des Kantonsge-
richts erheischen würde. Überdies sei der Beschwerdeführer gehalten, sich bezüglich allfälliger 
künftiger Vertragsabschlüsse zunächst an den Beistand zu wenden.  
 
H. Die Vorinstanz schloss am 20. Februar 2025 auf vollumfängliche Abweisung der Be-
schwerde, unter o/e Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. 
 
I. Der Beschwerdeführer reichte am 28. Februar 2025 unaufgefordert eine Replik ein. 
 
J. Für die Parteistandpunkte und die Erwägungen der Vorinstanz wird grundsätzlich auf die 
Akten verwiesen. Soweit erforderlich, ist nachfolgend darauf einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 445 Abs. 3 Schweizerisches Zivilgesetzbuch (ZGB) vom 10. Dezember 
1907 kann gegen Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde über vorsorgliche 
Massnahmen Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Nach § 66 Abs. 1 des 
Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 ist für 

 

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die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbe-
hörde das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, zuständig. Über Be-
schwerden gegen Zwischenverfügungen betreffend vorsorgliche Massnahmen entscheidet die 
präsidierende Person (§ 1 Abs. 3 lit. f in Verbindung mit § 43 Abs. 2bis lit. f des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). Der Be-
schwerdeführer ist als direkter Verfahrensbeteiligter zur Beschwerde legitimiert (Art. 450 Abs. 2 
Ziff. 1 ZGB). Die Beschwerde ist zudem frist- und formgerecht erhoben worden (vgl. Art. 445 
Abs. 3 ZGB und Art. 450 Abs. 3 ZGB), weshalb auf die Beschwerde eingetreten werden kann. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob die KESB B.____ zu Recht dem Beschwerde-
führer vorsorglich die Handlungsfähigkeit im vorgesehenen Umfang entzog. 
 
3.1 Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid gestützt auf die bisherigen Abklärun-
gen, der Beschwerdeführer sei aufgrund seines psychischen Zustandes, unter anderem bedingt 
durch die zumindest subjektiv empfundene Androhung ernsthafter Nachteile sowie die finanziel-
len Verstrickungen mit den G.____, bei der Erledigung seiner finanziellen und administrativen 
Angelegenheiten nicht in allen Teilbereichen urteilsfähig (Steuerungsfähigkeit). Es bestehe wei-
terhin die Gefahr, dass er ausgenutzt werde und Rechtsgeschäfte abschliesse, die nicht in sei-
nem Interesse liegen und ihn in seinem Vermögen schädigen würden. Aus diesem Grund sei 
seine Handlungsfähigkeit gestützt auf Art. 394 Abs. 2 ZGB vorsorglich teilweise einzuschrän-
ken. Davon auszunehmen seien jedoch Barkäufe bis zur Höhe von Fr. 100.--. Für die Dauer 
des Verfahrens werde eine Begutachtung angeordnet, um den Schwächezustand des Be-
schwerdeführers zu überprüfen. 
 
3.2 Der Beschwerdeführer machte im Wesentlichen geltend, er habe einem Bekannten 
(Herr H.____ aus I.____) ursprünglich ein Darlehen gewährt. Nachdem das Darlehen nicht zu-
rückgezahlt worden sei, habe er mit einem Anwalt in Deutschland rechtliche Schritte eingeleitet 
und zusätzlich einen Strafantrag eingereicht. Der Beschwerdeführer habe weiterhin versucht, 
auf privatem Weg sein Geld zurückzuerhalten, weil die behördliche Durchsetzung im Strafver-
fahren lange Zeit in Anspruch nehmen würde. Damit habe das Unheil seinen Lauf genommen: 
Dem Beschwerdeführer seien immer neue Zahlungen unter Inaussichtstellung von hohen 
Rückzahlungen abgeknöpft worden, welche mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 
jedoch von Anfang an nie beabsichtigt gewesen seien. Diese Gelder seien mutmasslich betrü-
gerisch und unter Vorspiegelung diverser falscher Tatsachen erlangt worden. Sinn und Zweck 
der Massnahmen der KESB B.____ müsse deshalb einzig sein, dass der Beschwerdeführer 
davor geschützt werde, weitere Zahlungen an H.____ und sein Umfeld zu leisten. Indessen 
bestehe klarerweise keine Gefahr, dass der Beschwerdeführer einen Lebensstil über seinen 
Verhältnissen führe und sein Geld verprasse. Dem Beschwerdeführer müsse es im Rahmen 
seiner persönlichen Freiheit und seiner Wirtschaftsfreiheit nicht nur gestattet sein, sich als Ar-

 

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beitnehmer vertraglich zu verpflichten. Er müsse zur Ausübung seines Berufes und zur Erzie-
lung eines Erwerbseinkommens auch innerhalb seines Arbeitsverhältnisses voll handlungsfähig 
sein. Eine Einschränkung der Handlungsfähigkeit mit dem Verbot, sich vertraglich als Arbeit-
nehmer zu verpflichten, sei vom Schutzzweck, weitere Geldüberweisungen an H.____ und sein 
Umfeld zu verhindern, nicht gedeckt und sei zur Erreichung dieses Zwecks nicht erforderlich, zu 
weitgehend und unverhältnismässig. Der Entzug der Handlungsfähigkeit betreffend Abschluss 
von Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäften (mit Ausnahme von Barkäufen bis zur Höhe von 
maximal Fr. 100.--) verstosse damit gegen Art. 10 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 und gegen Art. 27 BV. 
 
Dem Beschwerdeführer sei die Handlungsfähigkeit zur Mandatierung eines Anwaltes im laufen-
den Strafverfahren und in einem Beschwerdeverfahren gegen den vorliegend angefochtenen 
Entscheid von der KESB B.____ zugestanden worden. Durch seine Zahlungen an H.____ und 
dessen Umfeld sei er in finanzielle Bedrängnis geraten und verfüge nicht mehr über die Ein-
künfte, wie vor dem Beginn dieser Angelegenheit. Der Beschwerdeführer müsse deshalb sein 
Scheidungsurteil an die erheblich veränderten finanziellen Verhältnisse anpassen lassen kön-
nen. Jedoch schränke die KESB B.____ den Beschwerdeführer auch hier viel weitergehend als 
es notwendig wäre ein und verhindere gerade die finanzielle Stabilisierung des Beschwerdefüh-
rers, die das Ziel der Massnahmen der KESB sein müsste. Auch in diesem Punkt sei die Ein-
schränkung der Handlungsfähigkeit unangemessen, nicht erforderlich und deshalb aufzuheben.  
 
Auch verstosse der generelle Entzug der Handlungsfähigkeit zum Abschluss von Verträgen 
über das Internet und das Telefon gegen die persönliche Freiheit, sei unverhältnismässig (nicht 
erforderlich) und unangemessen. Dem Beschwerdeführer müsse es weiterhin möglich sein, 
Verträge für Bedürfnisse des täglichen Bedarfs übers Internet rechtsgültig abschliessen zu kön-
nen, wie z.B. ein SBB-Billett online zu kaufen, eine Pizza übers Telefon zu bestellen oder bei 
Digitec oder Zalando eine Bestellung aufzugeben. Die massive Einschränkung der diesbezügli-
chen Handlungsfähigkeit sei auch hier vom Schutzzweck nicht gedeckt.  
 
4.1 Die Erwachsenenschutzbehörde trifft auf Antrag einer am Verfahren beteiligten Person 
oder von Amtes wegen alle für die Dauer des Verfahrens notwendigen vorsorglichen Mass-
nahmen (Art. 445 Abs. 1 ZGB). Vorsorgliche Massnahmen müssen unumgänglich, d.h. so 
dringlich sein, dass der ordentliche, spätere Entscheid nicht abgewartet werden kann, ohne 
einen erheblichen Nachteil für die betroffene Person in Kauf zu nehmen. Als vorsorgliche Mass-
nahmen kommen alle Erwachsenenschutzmassnahmen infrage. Einen numerus clausus der 
erlaubten Anordnungen gibt es nicht. Als vorsorgliche Massnahmen kommen z.B. neben der 
Anordnung einer Beistandschaft Einzelmassnahmen wie die Blockierung des Zugangs zu ei-
nem Konto, eine Grundbuchsperre und der Entzug der aufschiebenden Wirkung einer Be-
schwerde infrage (vgl. CHRISTOPH HÄFELI, Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 3. Auflage, 
Bern 2021, N 826 f.; LUCA MARANTA in: Thomas Geiser/Christiana Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 7. Auflage, Basel 2022, N 6 f. und N 12 zu Art. 445 ZGB; 
PATRICK FASSBIND in: Jolanta Kren Kostkiewicz/Stephan Wolf/Marc Amstutz/Roland Fankhauser 
[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 4. aktualisierte Auflage, Zürich 
2021, N 1 zu Art. 445 ZGB). Vorsorgliche Massnahmen ergehen gestützt auf eine bloss sum-

 

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marische Prüfung der Sach- und Rechtslage, wobei für deren Anordnung das Beweismass der 
Glaubhaftmachung genügt. Das reduzierte Beweismass ist bereits dadurch gerechtfertigt, dass 
der Rechtsschutz schnell gewährt werden soll und "nur" für einen beschränkten Zeitraum einge-
räumt wird (vgl. LUCA MARANTA, a.a.O., N 11 zu Art. 445 ZGB).  
 
4.2 Gemäss Art. 446 Abs. 1 ZGB erforscht die Erwachsenenschutzbehörde den Sachverhalt 
von Amtes wegen. In Art. 446 Abs. 2 ZGB wird die Untersuchungsmaxime konkretisiert: Dem-
nach holt die Erwachsenenschutzbehörde die zur Feststellung des Sachverhaltes erforderlichen 
Erkundigungen ein und erhebt die notwendigen Beweise. Sie ist mit anderen Worten zur selb-
ständigen und unbeschränkten Tatsachenfeststellung verpflichtet. Zu diesem Zweck kann sie 
eine geeignete Person oder Stelle mit Abklärungen beauftragen und nötigenfalls ein Gutachten 
einer sachverständigen Person anordnen. Welche Beweise die KESB erhebt, steht grundsätz-
lich – unter Berücksichtigung der Grundsätze der Verhältnismässigkeit, Subsidiarität, Komple-
mentarität – in ihrem Ermessen (LUCA MARANTA, a.a.O., N 13 zu Art. 446 ZGB).  
 
4.3 Die Erwachsenenschutzbehörde kann der verbeiständeten Person, soweit notwendig, 
die Handlungsfähigkeit einschränken (vgl. Art. 394 Abs. 2 ZGB). Als Folge der Einschränkung 
der Handlungsfähigkeit kommt der verbeiständeten Person in Bezug auf die davon betroffenen 
Geschäfte grundsätzlich keine Verpflichtungs- und Verfügungsbefugnis mehr zu. Sie ist aber in 
den Angelegenheiten hinsichtlich welcher ihre Handlungsfähigkeit eingeschränkt ist – sofern sie 
diesbezüglich urteilsfähig ist – nur beschränkt handlungsunfähig und kann z.B. mit Zustimmung 
des Beistands Rechtshandlungen vornehmen bzw. ohne dessen Zustimmung höchstpersönli-
che Rechte ausüben, beispielsweise Anrufen der Erwachsenenschutzbehörde gemäss Art. 419 
ZGB gegen Handlungen oder Unterlassungen des Beistandes, sowie unentgeltliche Vorteile 
erlangen oder geringfügige Angelegenheiten des täglichen Lebens besorgen, analog einer Per-
son unter umfassender Beistandschaft (YVO BIDERBOST in: Thomas Geiser/Christiana Fountou-
lakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 7. Auflage, Basel 2022, N 34 zu Art. 394 
ZGB). 
 
5.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um vorsorgliche Massnahmen, welche 
für den Zeitraum bis zum Vorliegen der psychologischen Begutachtung des Beschwerdeführers 
verfügt wurden. Sie gelten somit nur für einen beschränkten Zeitraum, d.h. sie sind zeitlich be-
fristet. Sobald das Gutachten vorliegt – die Begutachtung sollte gemäss Schreiben der Psychi-
atrie Baselland vom 7. März 2024 am 22. April 2025 stattgefunden haben –, wird die KESB 
B.____ über die Einschränkung der Handlungsfähigkeit des Beschwerdeführers sowie die zu-
sätzlich verfügten Massnahmen neu zu befinden haben. Die vergangenen zwei Jahre haben 
gezeigt, dass der Beschwerdeführer dem kriminellen Milieu der G.____ und H.____ in I.____ 
ausgeliefert war, sein ganzes Hab und Gut verloren hat und deshalb Sozialhilfe beziehen muss-
te. Obwohl er immer wieder versicherte, kein Geld mehr an H.____ respektive an die G.____ zu 
überweisen, überwies er immer wieder grössere Geldbeiträge dem kriminellen Milieu, insge-
samt rund Fr. 600'000.-- (vgl. die erste Gefärdungsmeldung der Staatsanwaltschaft Baselland 
vom 23. November 2023, wo der Beschwerdeführer sogar am Tag seiner Einvernahme bei der 
Staatsanwaltschaft eine weitere Geldleistung im Umfang von Euro 3'900.-- an den "Präsidenten 
der G.____ in J.____" tätigte, obwohl die Untersuchungsbeauftragte den Beschwerdeführer 

 

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vorgängig im Rahmen von zwei Telefongesprächen dringend davon abgeraten hatte, weitere 
Geldzahlungen zu leisten; vgl. auch das Schreiben der KESB B.____ vom 2. Februar 2024 be-
treffend Verfahrens- und Fallabschluss sowie die zweite Gefährdungsmeldung vom 18. Sep-
tember 2024). Der Beschwerdeführer ist davon überzeugt, dass er die "Geldspur" weiterhin auf-
rechterhalten müsse, damit er für die deutsche Strafverfolgungsbehörde mehr Beweise sam-
meln könne und es somit einfacher nachvollziehbar mache. Durch die weiteren Zahlungen er-
hoffe er sich auch eine vollständige Rückzahlung aller geleisteten Geldbeträge der vergange-
nen Jahre (vgl. Abklärungsbericht vom 12. Dezember 2024 S. 4). Den Akten ist zudem zu ent-
nehmen, dass der Beschwerdeführer Einkünfte der Firma K.____ AG mit Sitz in L.____/Spanien 
in der Höhe von ca. Fr. 26'000.-- nicht der Sozialhilfe meldete und damit Zahlungen auf ein Re-
volutbankkonto vornahm, wo der Grossteil des Geldes an H.____ überwiesen respektive von 
diesem Geld ab dem Konto abgehoben wurde (vgl. E-Mail der Sozialen Dienste C.____ vom 
11. Dezember 2024 sowie Kontoauszüge). Damit riskiert der Beschwerdeführer eine Strafan-
zeige seitens der Sozialhilfebehörde sowie die Einstellung der Sozialhilfe (vgl. Abklärungsbe-
richt vom 12. Dezember 2024 S. 5; E-Mail der Sozialbehörde C.____ vom 11. Dezember 2024 
an die KESB B.____). All diese Handlungen deuten auf ein inadäquates Verhalten des Be-
schwerdeführers hin und sind teilweise, z.B. was die vorgebrachte "Geldspur" anbelangt, für 
das Gericht nicht nachvollziehbar. 
 
5.2 Der Beschwerdeführer verkennt, dass er trotz des Entzugs der Handlungsfähigkeit in 
einzelnen Bereichen nur beschränkt handlungsunfähig ist und mit der Zustimmung der Bei-
standsperson Rechtshandlungen vornehmen und ausüben kann, vor allem wenn es um Ge-
schäfte zu seinen Gunsten geht (vgl. E. 4.3 hiervor). Dies hat das Kantonsgericht bereits mit 
Verfügung vom 3. Februar 2025 bezüglich der Unterzeichnung von Arbeitsverträgen des Be-
schwerdeführers festgestellt. Mit Zustimmung seines Beistands ist es dem Beschwerdeführer 
zudem unbenommen, einen Anwalt zur Überprüfung seines Scheidungsurteils zu mandatieren. 
Auch kann der Beschwerdeführer geringfügige Angelegenheiten des täglichen Lebens besor-
gen (vgl. E. 4.3 hiervor). Wie die KESB B.____ in ihrer Vernehmlassung richtig festgestellt hat, 
soll der Entzug der Handlungsfähigkeit in den aufgeführten Bereichen keinesfalls eine Schikane 
für den Beschwerdeführer sein. Der Entzug wurde einzig und allein zu seinem umfassenden 
Schutz verfügt, bis aufgrund der Begutachtung und dem Verlauf der Beistandschaft klar ist, 
welchen massgeschneiderten Schutz er wirklich braucht. Angesichts dieser Sachlage ist nicht 
zu beanstanden, dass die Vorinstanz von der Wahrscheinlichkeit eines Schwächezustands so-
wie einer dringlichen Schutzbedürftigkeit des Beschwerdeführers ausging und ihm die Hand-
lungsfähigkeit im verfügten Umfang entzog. Mit den vorsorglichen Massnahmen wurde sicher-
gestellt, dass der Beschwerdeführer zwischenzeitlich nicht nochmals Gefahr läuft, Zahlungen 
an H.____ oder an die G.____ zu überweisen sowie Sozialhilfegelder zweckzuentfremden. 
 
6. Nach dem Gesagten erweisen sich die – zeitlich limitierten – vorsorglichen Massnah-
men als geboten und verhältnismässig, was zur Abweisung der Beschwerde führt. Das Gesuch 
um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird mit dem Entscheid in der Sache gegenstands-
los.  
 

 

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7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise 
unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 800.-- sind ausgangsgemäss dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. 
 
7.2.1 Der Beschwerdeführer stellt das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung. Über das 
Gesuch ist bis anhin nicht befunden worden. Gemäss § 22 Abs. 1 VPO wird eine Partei auf ihr 
Begehren von der Bezahlung der Verfahrenskosten und der Kosten von Beweismassnahmen 
befreit, wenn ihr die nötigen Mittel fehlen und ihr Begehren nicht offensichtlich aussichtslos er-
scheint. Die finanzielle Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ist aufgrund seiner Abhängigkeit 
von der Sozialhilfe erwiesen. Ebenfalls kann der vorliegende Prozess nicht als offensichtlich 
aussichtslos bezeichnet werden. Somit sind die Voraussetzungen für die Bewilligung der unent-
geltlichen Prozessführung gegeben, weshalb dem Gesuch des Beschwerdeführers entsprochen 
werden kann. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrens-
kosten zulasten der Gerichtskasse.  
 
7.2.2 Bezüglich der Parteikosten ist festzustellen, dass der Rechtsvertreter dem Kantonsge-
richt mit Eingabe vom 29. Januar 2025 mitteilte, dass die Anwaltskosten durch die Rechts-
schutzversicherung des Beschwerdeführers übernommen werden. Somit ist nicht weiter über 
diese Kosten zu befinden und die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 VPO). 
 
7.2.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001).  
  

 

Seite 10 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung 

wird gutgeheissen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-

deführer auferlegt und gehen zufolge Bewilligung der unentgeltlichen 
Prozessführung zulasten der Gerichtskasse. 
 

 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsident  
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 

 
Gegen diesen Entscheid wurde am 10. Juni 2025 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 5A_451/2025) erhoben.