# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d5ee25c8-e1df-50a4-aaf8-007fb9694aed
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-02
**Language:** de
**Title:** Unfälle (Ellbogenfraktur, später Schulteranprall) nicht natürlich kausal für Schulterbeschwerden, diese sind degenerativ bedingt, Abweisung. (BGE 8C_924/2015)
**Docket/Reference:** UV.2014.00205
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2014.00205.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2014.00205
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Sager
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiberin Lienhard
Urteil
vom
2. November 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Markus
Loher
schadenanwaelte.ch AG
Alderstrasse
40, Postfach, 8034 Zürich
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
,
geboren 1966, war seit
1.
November 2005 bei der
Y.___ AG
als Metallbauer angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am
4.
November 2005 stürzte und sich am linken Unterarm verletzte (
Urk.
11/86). Anlässlich der gleichentags erfolgten Erstbehandlung wurde eine wenig dislozierte Radiusköpfchenfraktur links diagnostiziert (
Urk.
11/1).
Mit Verfügung vom 1
7.
Januar 2008 (
Urk.
11/49) sprach die SUVA dem Versi
cherten eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 7.5
%
zu.
1.2
Am 1
2.
Februar 2013 erlitt der Versicherte einen weiteren Unfall,
als
sein Lie
fer
wagen mit einem anderen Fahrzeug kollidierte (
Urk.
10/1).
Die gleichentags erfolgte Untersuchung ergab eine Schulterkontusion links und eine Kontusion der Brustwirbelsäule (
Urk.
10/4). In der Folge war der Beschwerdeführer wegen einer
transmuralen
Supraspinatussehnen
- und kranialen
Subscapularissehnen
ruptur
in Behandlung (vgl.
Urk.
10/16).
Mit Verfügung vom 2
1.
Februar 2014 (
Urk.
11/77
=
Urk.
10/54
) lehnte die SUVA eine Leistungspflicht für die
Schul
terbeschwerden
ab. Die dagegen am 2
6.
März 2014 erhobene Einsprache (
Urk.
11/82) wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 1
0.
Juli 2014 ab (
Urk.
11/89 =
Urk.
2).
2.
Am 1
0.
September 2014 erhob der Versicherte Beschwerde gegen den Ein
sprache
entscheid vom 1
0.
Juli 2014 und beantragte dessen Aufhebung und die Zusprache der gesetzlichen Leistungen, eventuell die Veranlassung einer Begut
achtung (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1
8.
November 2014 (
Urk.
8) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfü
gung vom
5.
Dezember 2014 (
Urk.
12) wurden das Gesuch des Beschwerdefüh
rers um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Einsprache und um Anordnung vorsorglicher Massnahmen (
Urk.
1 S. 2) abgewiesen und gleichzeitig ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet. Mit Replik vom
1.
April 2015 (
Urk.
17) und Duplik vom 2
3.
April 2015 (
Urk.
21) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden
– soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).
1.3
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2
der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV)
Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurück
zuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
1.4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereig
nis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusam
menhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.5
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes
Unfall
ereignis
an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfall
versiche
rung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E.
2c in
fine
).
1.6
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber
derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 1
1.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
status
quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
status
quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf
Art.
36
Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach
Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 1
1.
März 2014 E. 2.3.2).
1.7
Bei den unfallähnlichen Körperschädigungen im Sinne von Art. 9
Abs.
2 UVV entfällt im Vergleich zu den eigentlichen Unfällen nach
Art.
4 ATSG einzig das Tatbestandselement der Ungewöhnlichkeit des auf den Körper einwirkenden äusseren Faktors. Alle übrigen Begriffsmerkmale eines Unfalles müssen hinge
gen auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen erfüllt sein. Dies gilt namentlich für das Erfordernis des einwirkenden äusseren Faktors an sich, worunter ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälli
ger – eben unfallähnlicher – Einfluss auf den Körper zu verstehen ist. Dabei kann die schädigende Einwirkung auch in einer körpereigenen Bewegung bestehen (Urteil des Bundesge
richts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 327 E. 3.1, 3.3.1; 129 V 466 E. 2.2, 4.1; 123 V 43 E.
2b).
Erforderlich für die Bejahung eines äusseren Faktors ist ein gesteigertes
Schä
digungspotenzial
, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei
es durch Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der Vornahme der alltägli
chen Lebensverrichtung führenden Faktors. Die physiologische Beanspruchung des Skeletts, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt keinen äusseren Faktor dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 1
4.
November 2013 E. 5.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 327 E. 3.3.1, 129 V 466 E. 4.2.2, 4.3). Ein äusserer Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn die zur Diskussion stehende Betätigung mit einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspru
chung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, verbunden ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 327 E. 3.3.1). Erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei Änderungen der Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen können, so etwa beim plötzlichen Aufstehen aus der Hocke, bei heftigen belastenden Bewegungen oder bei einer wegen äusserer Einflüsse unkontrollierbar gewordenen Positionsänderung (vgl. BGE 129 V 466 E. 4.2.3, Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.9
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
ach
terin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die
Schulterbeschwer
den
des Beschwerdeführers eine Leistungspflicht trifft.
2.2
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) davon aus,
dass der am
4.
November 2005 erlittene Sturz auf den linken Arm nicht geeig
net gewesen sei, eine
Rotatorenmanschettenruptur
zu verursachen. In den
echt
zeitlichen
Akten sei keine Beteiligung der linken Schulter erwähnt. Auch das Ereignis vom 1
2.
Februar 2013, bei dem der Beschwerdeführer einzig eine Kontusion der linken Schulter erlitten habe, sei dafür nicht verantwortlich
(
Urk.
2 S. 4 f.).
Die Schulterbeschwerden hätten erst zwei Jahre nach dem Ereig
nis vom
4.
November 2005 Eingang in einen Arztbericht gefunden. Es seien im Jahr 2012 bildgebend klar degenerative Veränderungen festgestellt worden. Die Bilder vom April 2013 hätten keine direkten oder indirekten Hinweise auf ein neun Wochen zurückliegendes Unfallereignis gezeigt. Der Unfall vom 1
2.
Februar 2013 habe weder strukturelle Läsionen der linken Schulter verur
sacht noch zu einer Verschlimmerung der vorbestehenden degenerativen Ver
änderungen geführt (
Urk.
8 S. 3 und 5).
Das vom Beschwerdeführer eingereichte Gutachten von
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt für Orthopädie, Chirurgie und Traumatologie
,
vermöge nicht zu überzeugen (
Urk.
21).
2.3
Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen,
der Sturz vom
4.
November 2005 sei mittelbare Ursache der Schulterbeschwerden, indem sie durch
Fehlkonditio
nierung
und Fehlbelastung entstanden seien. So hätten sie bereits 2007 Eingang in die medizinischen Akten gefunden. Er habe die Ärzte seit jeher auf die Schulterbeschwerden hingewiesen. Schliesslich habe er nach dem Unfall vom
4.
November 2005 seine schwere Arbeit als Metallbauschlosser wieder aufge
nommen, obwohl er von den Ärzten darauf hingewiesen worden sei, dass diese Arbeiten für das angeschlagene Ellbogengelenk nicht ideal seien. Er sei gezwun
gen gewesen, seinen Arbeitsplatz an seine Behinderung anzupassen, weshalb es zu Kompensationsbewegungen und Schonverhalten und damit zu einer erhöhten Belastung der linken Schulter gekommen sei. Es verwundere deshalb nicht, dass im MRI vom 2
8.
März 2012 eine AC-Gelenksarthrose fest
gestellt worden sei. Weiter sei aus ärztlicher Sicht die seit 2011 bekannte
Rota
torenmanschettenruptur
wahrscheinlich durch den Unfall vom 1
2.
Februar 2013 verschlimmert worden. Dieser stelle ein sinnfälliges äusseres Ereignis dar, wel
ches die
Rotatorenmanschettenruptur
, zumindest eine vorübergehende Ver
schlimmerung derselben, erkläre
(
Urk.
1 S. 7 ff.). Nach Ansicht von
Dr.
Z.___
sei ein axialer Stoss auf den linken Arm mit Radiusköpfchenfraktur durchaus in der Lage, eine
Rotatorenmanschette
, insbesondere die
Supraspinatussehne
, nachhaltig zu schädigen. Somit habe der Sturz vom
4.
November 2005 zu der
ge
nannten Schädigung geführt. Auch sei gemäss
Dr.
Z.___
ein seitlicher Schul
teraufprall geeignet, diese Verletzung zu verursachen (
Urk.
17).
3.
3.1
Der Unfallmeldung vom
1
0.
November 2005 (
Urk.
11/86) ist zum Hergang des Unfalls vom
4.
November 2005 F
olgendes zu entnehmen (
Ziff.
6): „Er stürzte in der Werkstatt. Stützt sich mit dem linken Arm ab und verletzt sich.“
In der Chirurgischen Klinik des Spitals
A.___
wurde anlässlich der
am Unfalltag erfolgten
Behandlung eine wenig dislozierte Radiusköpfchenfraktur links diagnostiziert, welche konservativ behandelt wurde. Der Beschwerdeführer sei bei der Arbeit gestürzt und sei mit einer Abstützbewegung der linken Hand auf den gestreckten linken Arm gefallen. Im Tagesverlauf seien zunehmende Schmerzen im Ellenbogenbereich aufgetreten. Der Befund habe eine schmerz
haft eingeschränkte Mobilisation des linken Ellenbogens ergeben, dazu einen leichten Druck- und Bewegungsschmerz im linken Handgelenk.
Durchblutung, Sensibilität und Motorik (DSM) seien peripher intakt. Die Behandlung erfolge mittels Ruhigstellung in der Oberarmgipsschiene (
Urk.
11/1).
3.2
Mit Zwischenbericht vom 2
7.
März 2006 (
Urk.
11/6) führte
Dr.
med.
B.___
, Facharzt für Innere Medizin, aus, der Beschwerdeführer sei seit
6.
Februar 2006 wieder normal arbeitsfähig. Es bestünden aber weiterhin bei Kraftanstren
gung des linken Arms Schmerzen im Ellenbogenbereich sowie ein Streck- und leichtes Beugedefizit.
3.3
Dr.
med.
C.___
, Facharzt für Chirurgie und Handchirurgie, diagnosti
zierte mit Bericht vom 2
7.
April 2006
betreffend die Untersuchung
vom 20. April 2006
(
Urk.
11/9) Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung am linken Ellenbogen aufgrund von Verwachsungen bei Status nach
Radiusköpf
chenfraktur
. Der Beschwerdeführer klage trotz durchgeführter Physiotherapie noch immer über Schmerzen sowie über ein Streck- und ein Beugedefizit
und
ein Knacken im Gelenk. Ruheschmerzen habe er keine und Gefühlsstörungen lägen keine vor.
3.4
Dr.
med.
D.___
, Assistenzarzt Orthopädie,
Klinik E.___
, diagnosti
zierte mit Bericht vom 1
6.
Oktober 2006 (
Urk.
11/15) Restbeschwerden bei Sta
tus nach Radiusköpfchenfraktur/
Meisselfraktur
links (dominant). Aktuell leide der Beschwerdeführer an Bewegungsschmerzen in Endstellung und Knacken im Gelenk. Eine bildgebende Untersuchung vom 2
3.
Oktober 2006 (
Urk.
11/16) ergab leicht aktivierte
osteochondrale
Veränderungen im
humeroradialen
Gelenkskompartiment, diskrete
humeroulnare
Arthrosezeichen
und
Narbenge
webe
mit
synovitisch
veränderter Gelenkskapsel.
Am
2.
Februar 2007 fand ein
arthroskopisches
Débridement
des linken Ellenbo
gens statt (
Urk.
11/23).
3.5
Dr.
med. F.___
, Oberarzt Rheumatologie,
Klinik E.___
, diagnosti
zierte mit Bericht vom 2
0.
September 2007 (
Urk.
11/30) eine schwere Ellenbo
gen-Arthrose posttraumatisch links bei Status nach
arthroskopischem
Débri
dement
im Februar 200
7.
Der Beschwerdeführer
berichte von zunehmenden Schulterschmerzen
und denke, dies sei wegen der Kompensationsbewegungen, die er während der Arbeit durchführen müsse.
3.6
Dr.
med.
G.___
, Oberarzt Orthopädie,
Klinik E.___
, diagnosti
zierte mit Bericht vom 2
3.
August 2011 (
Urk.
11/58
/2
)
eine
transmurale
Supra
spinatussehnenruptur
der linken Schulter.
Subscapularis
,
Biceps
longus
und
Infraspinatus
seien intakt, ebenso das
Acromioclaviculargelenk
. Weiter finde sich ein Erguss in der Bursa
subdeltoidea
. Die Beschwerden könnten mit der
Rotatorenmanschettenruptur
korreliert werden. Es werde eine
Arthro
-MRI-Unter
suchung empfohlen; der Beschwerdeführer wolle aber zuerst seine Kran
kenkasse orientieren.
Diese Untersuchung wurde am
2
8.
März 2012 durchgeführt und ergab keinen Nachweis einer Ruptur der
Rotatorenmanschette
, jedoch Zeichen eines
sub
ac
romialen
Impingements
mit Bursitis und deutlicher
Tendinopathie
der
Supra
spinatussehne
und
leichtgradiger
Ansatztendinose
der
Subscapularissehne
sowie eine aktivierte AC-Arthrose (
Urk.
11/58
/3
)
. Dieser Befund widerlege die
sono
gra
phische
Untersuchung vom August 201
1.
In den aktuellen Bildern zeige sich keine
transmurale
Ruptur, sondern lediglich eine
Tendinose
mit vielleicht
Par
tialruptur
auf der Gelenkseite der
Supraspinatussehne
. Dies korreliere mit dem aktuellen klinischen Befund, wo sich Zeichen eines chronischen
Impinge
ments
finden liessen (Bericht vom 1
1.
April 2012;
Urk.
11/58
/4
).
Mit Bericht
vom
4.
Juni 2012 (
Urk.
11/58/5
) hielt
Dr.
G.___
fest, der Ver
lauf sei erfreulich, die Schmerzen seien deutlich zurückgegangen. Der Patient sei angehalten worden, die physiotherapeutischen Übungen im Heimprogramm durchzuführen; eine klinische Wiedervorstellung erfolge nur bei Bedarf.
3.7
Am 1
2.
Februar 2013 erlitt der Beschwerdeführer einen weiteren Unfall. Der Unfallmeldung vom 1
5.
Februar 20
13 (
Urk.
10/1) ist zum Hergang F
olgendes zu entnehmen (
Ziff.
6): „Herr
Hadziu
kam von der Seitenstrasse Einkaufsgeschäft Lidl und hatte f
reie Fahrt,
Ampel grün. Von der Bahnhofstrasse kam
Unfallver
ursacher
und überfuhr Rotlicht. Dabei kollidierte er den Lieferwagen von
Y.___
AG auf der Fahrerseite. Unser Fahrer wurde dabei heftig hin- und
hergeschüttelt
und ist mit der Schulter an der Scheibe angeprallt“. Die Art der Schädigung wurde als Prellung beschrieben (
Ziff.
9).
Die gleichentags erfolgte Untersuchung im Spital
A.___
ergab als Diagnosen
eine Schulterkontusion links
und eine Kontusion der Brustwirbelsäule in der Region des achten Brustwirbelkörpers. Der Befund habe
eine diffuse
Druckdo
lenz
über dem ganzen linken Schultergelenk ergeben. Die Bewegung sei frei, der Schürzengriff sei schmerzhaft, aber möglich, der
Jobe
-Test sei negativ.
Bildge
bend
seien keine Hinweise auf eine
ossäre
Läsion gefunden worden (
Urk.
10/4).
3.8
Dr.
G.___
stellte anlässlich der Konsultation vom 2
6.
Juni 2013 (
Urk.
10/16) folgende Diagnosen:
-
Schulter links,
adominant
:
Transmurale
Supraspinatussehnen
- und krani
ale
Subscapularissehnenruptur
-
Status nach mehrmaliger
subacromialer
Infiltration
-
Acromion
Typ III
Als Nebendiagnosen nannte
Dr.
G.___
eine beginnende
Humeroradialar
throse
und
Arthrofibrose
bei Status nach
arthroskopischer
Synovektomie
2007 und Ellbogenfraktur 2005 sowie bekannte psychiatrische Probleme. Bildgebend sei am 1
9.
April 2013 die
t
ransmurale
Supraspinatussehnen
- und kraniale
Inf
raspinatus
sehnenruptur
und zusätzlich neu im Vergleich zu den Voraufnahmen eine kraniale
Subscapularis
läsion
festgestellt worden. Das AC-Gelenk zeige sich mit massiver Arthrose und Gelenkspaltaufhebung (S. 1). Die
Rotatorenman
schettenruptur
sei seit 2011
bekannt und habe im zeitlichen Verlauf deutlich zugenommen, nicht zuletzt wahrscheinlich durch das
kürzliche
Unfallereignis.
Die Operationsanmeldung sei heute erfolgt (S. 2).
3.9
Am 1
3.
September 2013 wurde der Beschwerdeführer an der linken Schulter operiert (
arthroskopische
Tenotomie der langen
Bicepssehne
,
Acromioplastik
, AC-Gelenksresektion und Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette
;
Urk.
10/28). Der Beschwerdeführer sei am 1
5.
September 2013 in subjektiv gutem Allge
meinbefinden nach Hause entlassen worden (
Urk.
10/29).
Anlässlich der Kontrolle vom 2
8.
Oktober 2013 (
Urk.
10/33)
habe
sich objektiv kein relevantes Kapselmuster
gezeigt
, jedoch seien noch erhebliche
periscapu
lare
Myogelosen
vorhanden, für die der Beschwerdeführer ein Schmerzmittel erhalten habe.
3.10
Kreisarzt
Dr.
med.
H.___
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, nahm am 1
1.
November 2013 Stellung (
Urk.
10/41): Bereits im Jahr 2012 sei der Beschwerdeführer wegen Schulterbeschwerden an der
Klinik E.___
behandelt worden
. Laut Schadenmeldung sei der Beschwer
deführer im Februar 2013 seitlich angefahren worden. Er habe sich dabei an der linken Schulter verletzt, als es zu einer Kontusion an der Scheibe
gekommen sei
. Ent
sprechend des Polizeiberichts sei die Unfallsituation so zu interpretieren, dass der Aufprall von links gekommen sei und dadurch zumindest eine Kontu
sion der Schulter an der Fahrertür habe verursachen können. Der Beschwerde
führer sei gleichentags im Spital
A.___
vorgestellt worden. Es sei eine dif
fuse
Druck
dolenz
über dem gesamten Schultergelenk festgestellt worden, aber die Bewegungen der Schulter seien frei gewesen (S. 1). Es sei in der Folge fast durchwegs ein vorbekannter degenerativer Befund operiert worden. Es stelle sich die Frage, ob durch den Unfall eine richtunggebende Verschlimmerung eingetreten sei. Die anlässlich der Erstuntersuchung festgestellte
freie
Schulter
beweglichkeit
spreche gegen eine neue unfallbedingte Läsion im Bereich der vorgeschädigten Schulter
. Man könne diskutieren, ob die
Subskapularisläsion
neu durch den Unfall eingetreten sei. Die bildgebende Untersuchung vom 3
0.
März 2012 habe bereits eine deutliche
Tendinopathie
der
Supraspinatus
sehne
und
Ansatztendinose
der
Subskapularissehne
gezeigt und bereits damals sei eine leichte
Medialisation
der langen
Bizepssehne
proximal bei Eintritt in den
Sulkus
vorhanden gewesen. Also habe auch der Bereich, in dem man eine fragliche zusätzliche unfallbedingte Situation vermuten könnte, bereits vor dem Unfall degenerative Veränderungen gezeigt. Nun habe es sich dabei um
ein Anprallen gehandelt
. Dadurch komme es nicht zu einer Längenausdehnung im Bereich der
Rotatorenmanschette
, was eine Ruptur verursachen könnte
. In glei
cher Art und Weise liesse sich vermuten, dass das Fortschreiten der degenerati
ven Veränderung
en
zu irgendeinem Zeitpunkt bis zur neuen Diagnostik zu einer weiteren Schädigung im Bereich der
Subskapularis
geführt habe. Es könne zusammenfassend kein überwiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang begründet werden. Es bestehe die
Möglichkeit, dass durch die seitliche Kontu
sion etwas im Bereich der vorgeschädigten linken Schulter ausgelöst worden sei.
Versicherungsmedizinisch lasse sich aber anhand der vorbestehenden dege
nerativen Befunde, des Unfallmechanismus und des dokumentierten
Erstbefun
des
am Unfalltag die Kausalität nicht überzeugend und vor allem nicht über
wiegend wahrscheinlich begründen (S. 1 f.).
3.11
Am 1
2.
März 2014 fand eine weitere Konsultation bei
Dr.
G.___
statt (
Urk.
10/57). Der Beschwerdeführer
habe
über weiterhin starke Schmerzen im Ellbogen wie auch in der operierten Schulter
berichtet
. Die Funktion sei eben
falls schlecht.
Sonographisch
sei die Sehne der
Rotatorenmanschette
geheilt, eine Schleimbeutelentzündung sei ebenfalls nicht fassbar.
Klinisch bestehe wei
terhin eine deutliche Funktionseinschränkung (S. 1).
Eine weitere Konsultation vom
4.
Juni 2014 (
Urk.
10/61) ergab anamnestisch unveränderte Schmerzen, sowohl im Vergleich zum März wie auch im Vergleich zu vor der Operation vom September 201
3.
Der Befund ergab
eine
aktive Schulterelevation von 100 Grad und Abduktion von 70 Grad, e
ine passiv freie Beweglichkeit und
somit keine Kapselsteife. Der Nacken- und der Schürzengriff seien knapp möglich. Es bestehe ein deutliches Kraftdefizit und ein indolentes Schulterrelief, somit keine AC-Gelenksdruckschmerzhaftigkeit. Der Verlauf sei konstant und für den Patienten frustrierend.
Weitere Massnahmen seien aus chirurgisch-orthopädischer Sicht nicht zielführend. Es stelle sich nun leider eine konstante Schmerzhaftigkeit der gesamten linken oberen Extremität dar, welche sich chirurgisch kaum verbessern lasse (S. 1).
3.12
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdegegnerin eine von
Dr.
med.
I.___
, Facharzt für Chirurgie, Arbeitsarzt, verfasste chi
rurgische Stellungnahme vom 2
9.
Oktober 2014 (
Urk.
9) ein.
Dr.
I.___
führte einleitend aus, dass eine Zusammenhangstrennung einer Seh
ne
ausschliesslich durch gewaltsamen Zug erfolgen könne. Druck, Torsion, Scherung und Stau
chung führten nie zu einer Sehnenzerreissung (S. 5). Anlässlich des Unfalls vom
4.
November 2005 sei der Beschwerdeführer gestürzt und habe den Sturz mit dem linken Arm aufgefangen. Hierbei sei es zum Bruch des
Speichenköpfchens
gekommen. Diese Verletzung trete typischerweise bei einer axialen
Krafteinwir
kung
auf den Unterarm gegen den Oberarm auf, wie es bei dem geschilderten Ereignis höchstwahrscheinlich auch der Fall gewesen sei. Die auf den Oberarm im Ellbogengelenk einwirkende Kraft werde natürlich auch in das Schulterge
lenk fortgeleitet. Wenn der Oberarm gegen das Schulterdach oder gegen die Gelenkpfanne gestossen werde, würden Teile der
Rotatorenmanschette
gegebe
nenfalls zwischen Oberarmkopf und Schulterdach komprimiert. Eine
Zugbelas
tung
auf irgendeine Sehne der
Rotatorenmanschette
sei hierbei ausgeschlossen. Dies heisse, dass das geschilderte Ereignis völlig ungeeignet sei, irgendeine Sehne der
Rotatorenmanschette
zu zerreissen.
Zwanglos erkläre dieser Sachver
halt auch das Faktum, dass der Versicherte initial keinerlei Beschwerden am linken Schultergelenk angegeben habe und diese gemäss Dokumentation erst
mals im
September
2009 (richtig: 2007)
aktenkundig geworden seien. Das Unfallereignis habe zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Jahre zurückgelegen und der Versicherte sei zwischenzeitlich zu 100
%
in seiner angestammten Tätigkeit arbeitsfähig gewesen. Erwartungsgemäss hätten dementsprechend auch die
bild
gebenden
Aufnahmen des rechten Schultergelenkes vom 2
8.
März 2012 ledig
lich degenerative Veränderungen an den Sehnen des M.
supraspinatus
und des M.
subscapularis
und keine tatsächlichen Verletzungen oder Unfallfolgen gezeigt. Die vorliegenden
Tomogramme
zeigten auch keine Residuen einer 6 1/2
Jahre zurückliegenden Verletzung des linken Schultergelenks. Die hier objekti
vierten degenerativen Veränderungen im Bereich des Schultergelenks und der Sehnen der
Rotatorenmanschette
seien bei einem 46 Jahre alten Metallbauer nicht aussergewöhnlich. Dass die Magnetresonanztomographie die Ergebnisse der Ultraschalluntersuchung vom August 2011 nicht bestätigt habe, sei system
bedingt erklärbar. Die Ultraschalluntersuchung sei eine dynamische und sehr stark von der Erfahrung des Untersuchers abhängige, individuell variable
Unter
suchungstechnik
, wohingegen die Magnetresonanztomographie standar
disiert und reproduzierbar sei (S. 6).
Eine Schonhaltung des Ellbogengelenks führe nicht zu einer Mehrbelastung des Schultergelenks; ganz im Gegenteil: Die Schonung des Ellbogengelenks als einem für die Funktion der oberen Gliedmassen zentralen Gelenk führe zu einer Schonung der gesamten Extremität. Eine Person, die ihr Ellbogengelenk scho
nen möchte, werde den betroffenen Arm insgesamt vermindert einsetzen
und jegliche Tätigkeit vermeiden, die eine Beanspruchung des Arms provoziere. Eine Mehrbelastung des Schultergelenks infolge einer Schonung des Ellbogens sei ausgeschlossen: Werde das Ellbogengelenk geschont, so würden auch Handge
lenk und Schultergelenk weniger beansprucht. Dementsprechend beobachte man klinischer Erfahrung entsprechend infolge der Schonung einer Gliedmasse in aller Regel einen Muskelschwund; bei einer tatsächlichen Mehrbelastung wäre umgekehrt mit einer Kräftigung der Muskulatur zu rechnen. Die
Schulter
problematik
des Versicherten sei somit auch nicht als mittelbare Folge der
Ell
bogenverletzung
vom November 2005 zu sehen (S. 7 oben).
Auch der Anprall vom 1
2.
Februar 2013 habe zu keinerlei Krafteinwirkung auf die Sehne der
Rotatorenmanschette
geführt. Es werde bei einem solchen Anprall der Oberarmkopf gegen die Schultergelenkspfanne gedrückt. Die horizontal verlaufende
Supraspinatussehne
werde dabei entlastet. Dieser Mechanismus sei selbsterklärend. Auch für dieses Unfallereignis gelte, dass
allein von der Mecha
nik her eine Traumatisierung einer der Sehnen der
Rotatorenmanschette
ausge
schlossen werden könne
. Neun Wochen nach diesem zunächst als Bagatelle gemeldeten Ereignis sei eine zweite Magnetresonanztomographie des linken Schultergelenks des Versicherten durchgeführt worden. Diese Bilder lägen voll
ständig vor und zeigten ebenso wie die
Tomogramme
aus dem Jahr 2012
keine Residuen einer tatsächlichen, strukturellen unfallkausalen Läsion im Bereich des Schultergelenks
. Die degenerativen Veränderungen an der
Rotatorenmanschette
seien im Vergleich zu den Voraufnahmen vorangeschritten, insbesondere im Bereich der
Supraspinatussehne
. Die Bilder zeigten aber auch keine direkten oder indirekten Hinweise auf ein neun Wochen zurückliegendes Unfallereignis.
Hätte neun Wochen zuvor tatsächlich eine schwerwiegende und mechanisch
relevante Gewalteinwirkung auf das linke Schultergelenk stattgefunden, so würde man jetzt noch Folgezustände wie Weichteilödem, Hämatom oder
Kno
chenmarksödem
erwarten können.
Keines dieser bildmorphologischen Substrate sei auf diesen Bildern nachweisbar. Das Voranschreiten der degenerativen Ver
änderungen, welches für die Zeit vom 2
8.
März
20
12 bis zum 1
9.
April 2013 bildgebend objektiviert sei, entspreche dem natürlichen Verlauf dieser
Sehnen
degeneration
. Zum Zeitpunkt der Operation sieben Monate nach dieser
Magnet
resonanztomographie
stelle sich der Befund nochmals ausgeprägter dar (S. 7).
Die Beschwerden am linken Schultergelenk des Versicherten stünden weder mittelbar noch unmittelbar in natürlichem Kausalzusammenhang mit dem Sturz vom
4.
November 2005 und auch nicht in natürlichem Kausalzusammenhang mit dem Verkehrsunfall vom 1
2.
Februar 201
3.
Dieses Ereignis habe eine Prel
lung des linken Schultergelenkes verursacht. Prellungen dieser Art heilten kli
nischer Erfahrung entsprechend binnen vier bis sechs Wochen folgenlos aus. Dass am linken Schultergelenk die dort bestehende unfallunabhängige Patholo
gie durch den Anprall am Seitenfenster des Fahrzeuges tatsächlich verschlim
mert worden sei, könne ausgeschlossen werden. Der
Unfallmechanismus sei vö
llig ungeeignet gewesen, irgend
einen Einfluss auf die vorbestehende degene
rative Erkrankung der
Rotatorenmanschette
zu nehmen
(S. 8).
3.13
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie, Orthopädiezentrum
J.___
, führte mit Gutachten vom 2
5.
März 2015 (
Urk.
18) aus, dass der Unfall vom
4.
November 2005 Ursache oder Mitursache der aktuell dokumentierten gesundheitlichen Beschwerden im linken
Arm
sei. Ein axialer Stoss auf den linken Arm, welcher zu einer Radiusköpfchenfraktur geführt habe, sei durchaus in der Lage, im Sinne einer
Abscherfraktur
oder Quetschverletzung die
Rotatorenmanschette
, insbesondere die
Supraspinatus
sehne
, nachhaltig zu schädigen. Der Patient habe denn auch neben seinen
Ell
bogenbeschwerden
schon sehr früh Schulterbeschwerden beklagt. Eine
Ultra
schalluntersuchung
sei in Händen des erfahrenen Untersuchers sehr spezifisch, da dynamisch untersucht werden könne. Demgegenüber zeige das MRI vom 2
8.
März 2012 lediglich noch eine Partialruptur (S. 1).
Bei chronischem Gesche
hen sei dies nicht so selten, da gewisse Vernarbungen eine wenig geschädigte
Rotatorenmanschette
vortäuschen könnten. Im Gegensatz zu einem Ultraschall handle es sich nicht um eine dynamische Untersuchung. Zusammengefasst sei das Verletzungsmuster typisch für einen derartigen Verlauf mit Schädigung der
Supraspinatussehne
. Dass eine Schonhaltung Ursache für die Ruptur sei, halte auch er für sehr unwahrscheinlich. Eine Schonhaltung allein dürfte wohl nicht zu einer Re-Ruptur führen (S. 2).
Betreffend das Anprallen als Ursache für eine Ruptur sei festzuhalten, dass gemäss Operationsbericht vom 1
2.
September 2013 neben der bekannten
Rota
torenmanschettenruptur
auch noch eine Destabilisierung im
Bicepssehnenbe
reich
gefunden worden sei. Hierbei handle es sich nach Durchsicht der
Operati
onsakten
eindeutig um Unfallfolgen. Dies sei eine neuere Verletzung, die in den Protokollen früher nicht beschrieben sei. Als einzige Unfallursache könne der Auffahrunfall vom 1
2.
Februar 2013 gelten. Hierzu sei festzuhalten, dass der Unfallmechanismus in solchen Fällen häufig nicht eindeutig sei. Am Schluss der Phase habe offenbar eine seitliche Prellung an der Autoscheibe stattgefunden, welche erinnerlich sei. Zwischenzeitlich höchstwahrscheinlich und anzunehmen sei ein Versuch der Halteposition des Patienten, der versucht habe, sich mit der Schulter im Auto zu stabilisieren. Ein solcher Haltemechanismus könne sehr wohl zu den beschriebenen Verletzungsmustern führen. Der degenerative Aspekt (AC-Gelenksarthrose) dürfte in diesem Zusammenhang ka
um eine Rolle spie
len, er werde
in den Akten auch nicht als pathogene Komponente erwähnt (S. 2).
4.
4.1
Anlässlich der Erstbehandlung der Ellbogenverletzung vom
4.
November 2005 wurde keine Beeinträchtigung der linken Schulter festgestellt (vgl. vorstehend E.
3.1). In der Folge war der Beschwerdeführer gemäss ärztlicher Feststellung
ab
6.
Februar 2006 wieder normal arbeitsfähig. Zwar bestanden noch Schmerzen im Ellbogen, jedoch wurden keine Schulterschmerzen dokumentiert (vgl. vor
stehend E. 3.2). Auch in den weiteren ärztlichen Berichten vom 2
7.
April 2006 und 1
6.
Oktober 2006 (vgl. vorstehend E. 3.3-3.4) wurden keine
Schulterbe
schwerden
erwähnt. Diese finden erstmals Eingang in den Bericht von
Dr.
F.___
vom 2
0.
September 2007
, somit fast zwei Jahre nach dem Unfall vom
4.
November 200
5. Dr.
F.___
hielt fest, der Beschwerdeführer berichte von zunehmenden Schulterschmerzen und denke, diese seien auf
Kompensati
onsbewegungen
zurückzuführen (vgl. vorstehend E. 3.5). Zu diesem Zeitpunkt ist weder ein weiterer, die linke Schulter betreffender Unfall noch ein entspre
chendes sinnfälliges Ereignis dokumentiert, welches die Schulterschmerzen aus
gelöst haben könnte.
Dass eine Fehlkonditionierung oder Fehlbelastung die Schulterbeeinträchtigung mittelbar infolge des Unfalls vom
4.
November 2005 verursacht hat, findet in den medizinischen Akten keine Stütze. Soweit
Dr.
Z.___
geltend macht, dass der Beschwerdeführer schon sehr früh
Schulter
beschwerden
beklagt habe (vgl. vorstehend E. 3.13), steht dies in Widerspruch zu den medizinischen Akten. Folgte man der Einschätzung von
Dr.
Z.___
,
wonach ein axialer Stoss auf den linken Arm geeignet sei, die
Rotatorenman
schette
und insbesondere die
Supraspinatussehne
nachhaltig zu schädigen, so wäre
gleich im Anschluss an den Unfall eine Dokumentation von Schmerzen zu erwarten gewesen
, was jedoch
,
wie dargestellt
,
nicht der Fall war
. Diesbezüglich legte
Dr.
I.___
nachvollziehbar und schlüssig dar, dass zwar die beim Unfall vom
4.
November 2005 auf den Unterarm wirkenden Kräfte auch in das S
chul
tergelenk fortgeleitet
und
dabei
gegebenenfalls Teile der
Rotarorenmanschette
komprimiert würden, eine Zugbelastung auf irgendeine Sehne
der
Rotaroren
manschette
jedoch ausgeschlossen sei. Dies erkläre den Umstand, dass der Beschwerdeführer
inital
keine Schulterbeschwerden angegeben habe.
Auch legte
Dr.
I.___
nachvollziehbar dar, dass eine Schonhaltung des Ellbogengelenks nicht zu einer Mehrbelastung des Schultergelenks führt
e
und eine Schonung in aller Regel einen Muskelschwund verursache, bei einer Mehrbelastung dagegen mit einer Kräftigung der Muskulatur zu rechnen sei (vgl. vorstehend
E. 3.12). Es sind keine Gründe
ersichtlich, weshalb nicht auf das Gutachten von
Dr.
I.___
abzustellen wäre
; dieses ist nachvollziehbar und schlüssig begründet und berücksichtigt sämtliche medizinischen Gegebenheiten
. Es ist deshalb
gestützt auf die Beurteilung durch
Dr.
I.___
davon auszugehen, dass es sich bei der nach dem Unfall vom
4.
November 2005
aufgetretenen
Beeinträchtigung der linken Schulter des Beschwerdeführers um
rein
degenerativ
verursachte
Beschwerden handelt.
4.2
Ein Zusammenhang
der Schulterbeschwerden
mit dem Unfall vom
4.
November 2005 ist
nach dem Gesagten
nicht überwiegend wahrscheinlich
, und
eine blosse Möglichkeit genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (vgl. vorstehend E. 1.4).
Mangels natürlicher Kausalität
ist auch nicht zu prüfen, ob es sich bei den Schulterbeschwerden um einen Rückfall oder Spätfolgen des Ereignisses vom
4.
November 2005 handelt (vgl. vorstehend E. 1
.
5
).
Ein sinnfäl
liges Ereignis ist nicht dokumentiert, so dass auch die Prüfung einer
unfallähn
lichen
Körpersc
hädigung (vgl. vorstehend E. 1.7
) entfällt.
4.3
Bleibt zu prüfen, wie es sich mit dem Unfall vom 1
2.
Februar 2013 verhält.
Anlässlich der
am Unfalltag erfolgten Erstbehandlung wurden einzig eine Schulter- und eine Brustkontusion diagnostiziert. Die Bewegung
der Schulter
sei frei gewesen und bildgebend sei keine
ossäre
Läsion festgestellt worden (vgl. vorstehend E. 3.7). Dies spricht gegen eine unfallverursachte Ruptur der
Rota
torenmanschette
beziehung
sweise einer der entsprechenden S
ehnen. Den medi
zinischen Akten kann entnommen werden, dass
bereits
vor diesem Unfall
starke
degenerative Veränderungen des Schultergelenkes
und der umgebenden Sehnen
bestanden
haben
. So
ergab d
ie bildgebende Untersuchung vom März 2012
trotz Verdachtsdiagnose
zwar
noch
keinen
eindeutigen
Nachweis einer
Rotaroren
man
schettenruptur
, jedoch Zeichen eines
subacromialen
Impingements
mit Bursitis und deutlicher
Tendinopathie
der
Supraspinatussehne
und leichter
Ansatz
tendinose
der
Subscapularissehne
sowie eine aktivierte AC-Arthrose (vgl. vorstehend E. 3.6). Dennoch hielt
Dr.
G.___
fest, dass die
Rotatorenman
schettenruptur
seit 2011 bekannt sei (vgl. vorstehend E. 3.8)
.
Dass die
se
Rota
torenmanschettenruptur
gemäss Beurteilung durch
Dr.
G.___
wahrschein
lich
nicht zuletzt durch das Unfallereignis zugenommen habe (vgl. vorstehend E. 3.8), wird mittels der Beurteilung durch
Dr.
H.___
und insbesondere
der
jenigen durch
Dr.
I.___
widerlegt:
Dr.
H.___
führte aus, dass ein
blosses
Anprallen keine Längenausdehnung im Bereich der
Rotatorenmanschette
und damit keine Ruptur verursache (vgl. vorstehend E. 3.10).
Dr.
I.___
erläuterte in nachvollziehbarer und schlüssiger Weise, dass eine Sehnenzerreissung einzig durch gewaltsamen Zug, aber nicht durch eine blosse Prellung erfolgen kann. Bei einem seitlichen Anprall werde der Oberarmkopf gegen die
Schultergelenks
pfanne
gedrückt und dabei die horizontal verlaufende
Supraspinatussehne
ent
lastet.
Weiter habe die
bildgebende Untersuchung vom 1
9.
April 2013 keine Residuen einer tatsächlichen strukturellen unfallbedingten Läsion gezeigt. Bei einer schwerwiegenden ursächlichen Verletzung wären Folgezustände
in Form von Ödemen oder Hämatomen
sichtbar gewesen; solche sind jedoch nicht dokumentiert.
Dr.
I.___
legte dar, dass das Voranschreiten der degenerativen Veränderungen, welches für die Zeit vom 2
8.
März 2012 bis zum 1
9.
April 2013 bildgebend dokumentiert sei, dem natürlichen Verlauf der Degeneration ent
spreche.
Der Beschwerdeführer selbst gab im November 2013 zu Protokoll, dass er im Anschluss an diesen Unfall lediglich zwei Tage arbeitsunfähig gewesen sei und dass sich die Beschwerden innert einiger Tage auf das Niveau reduziert hätten, wie sie vor dem Unfall bestanden hätten (vgl.
Urk.
10/43).
Das Anpral
len war somit auch nicht geeignet,
eine vorübergehende richtunggebende Ver
schlimmerung
(vgl. vorstehend E. 1.6
) zu verursachen
,
denn es ist davon auszu
gehen, dass das Anprallen den krankhaften Vorzustand nicht verschlimmert hat.
4.4
Dr.
Z.___
ging
davon aus, dass eine „Destabilisierung im
Bicepssehnenbe
reich
“ eindeutig Folge des Unfalls
vom Februar 2013
sei. Es ist unklar, was damit gemeint ist.
Wie es sich damit verhält, kann jedoch offen bleiben, da
Dr.
Z.___
zur Begründung seiner Meinung einen Unfallmechanismus
kon
struierte
, der in den Akten nicht dokumentiert ist, indem er von einer stabili
sierenden Halteposition ausging (vgl. vorstehend E. 3.1
3).
Dr.
Z.___
vermag damit die Beurteilung durch
Dr.
I.___
nicht zu entkräften.
4.5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass
die Beeinträchtigung der linken Schul
ter des Beschwerdeführers weder auf das Ereignis vom
4.
November 2005 noch auf
das Ereignis vom 1
2.
Februar 2013
zurückzuführen ist.
Damit erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Markus
Loher
-
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannLienhard