# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 693cf81b-6338-545f-89d9-8dd85d0a0c08
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.08.2009 E-4861/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4861-2009_2009-08-06.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4861/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid;
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

X._______,
Indien,
vertreten durch BAS Beratungsstelle für Asylsuchende 
der Region Basel,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 23. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4861/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer  – ein indischer Staatsangehöriger  – sein 
Heimatland eigenen Angaben zufolge am 10. Juni 2009 verliess und 
über A._______ am selben Tag unter Umgehung der Grenzkontrolle in 
die Schweiz gelangte, wo er am 12. Juni 2009 um Asyl nachsuchte, 

dass er am 23. Juni 2009 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 
B._______  summarisch  befragt  und  am  21.  Juli  2009  durch  das 
Bundesamt zu den Asylgründen angehört wurde,

dass  er  anlässlich  der  Anhörungen  zu  seinen  Fluchtgründen  im 
Wesentlichen geltend machte, er  stamme aus C._______, wo er auf 
dem Markt als (...) tätig gewesen sei,

dass am 2. Mai 2009 zwei Männer und eine Frau zusammen mit einem 
Kleinkind  in  sein  Büro  gekommen  seien  und  ihn  um  Hilfe  gebeten 
hätten,  da  sie  bei  ihrer  Ankunft  in  C._______  angeblich  bestohlen 
worden seien,

dass  er  ihnen  aus  Mitleid  anerboten  habe,  eine  Nacht  bei  ihm  zu 
Hause  zu  verbringen,  woraufhin  diese,  entgegen  seinem  Willen, 
mehrere Tage geblieben seien,

dass er, als er Sonntag abends nach Hause habe gehen wollen, von 
seinem langjährigen Nachbar gewarnt worden sei, es hätten zehn bis 
15 Polizisten vor seinem Haus patrouillert,

dass ihm dieser Nachbar erzählt habe, die Polizei verdächtige ihn der 
Kollaboration mit den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE), weil die 
Leute, die er beherbergt habe, Mitglieder der LTTE gewesen seien und 
im Jahr 1990/1991 Rajiv Ghandi ermordet hätten, und die Polizei wolle 
ihn deshalb festnehmen und umbringen, 

dass er aus Furcht um sein Leben sein Heimatland verlassen habe,

dass bezüglich des weiteren Inhalts seiner Aussagen im Einzelnen auf 
die Protokolle bei den Akten verwiesen werden kann,

dass  er  keine  rechtsgenüglichen  Ausweispapiere  vorlegte  und  der 
schriftlichen  Aufforderung  zur  Papierbeschaffung  innert  48  Stunden 
nicht nachgekommen ist, 

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dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  23.  Juli  2009   – gleichentags 
eröffnet  – in  Anwendung  von Art.  32  Abs. 2  Bst.  a  und  Abs. 3  des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus 
der Schweiz verfügte sowie den Vollzug anordnete,

dass  es  zudem  die  Aushändigung  editionspflichtiger  Akten  gemäss 
Aktenverzeichnis verfügte,

dass  das  BFM  zur  Begründung  des  Nichteintretens  auf  das 
Asylgesuch  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe 
innert  48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare 
Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  und  7  AsylG  nicht, und 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  in  seinem  Fall  seien 
aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 30. Juli  2009  – Datum 
Poststempel  – beim  Bundesverwaltungsgericht  gegen  diesen 
Entscheid Beschwerde erheben und beantragen liess, die Verfügung 
des BFM vom 23. Juli  2009 sei aufzuheben, auf das Asylgesuch sei 
einzutreten, seine Flüchtlingseigenschaft  sei  pflichtgemäss zu prüfen 
und eine neue Verfügung sei zu erlassen,

dass er in prozessualer Hinsicht geltend machte, ihm sei im Sinne von 
Art.  110  AsylG  eine  angemessene  Frist  zur  Beschaffung  weiterer 
Beweismittel zu gewähren, und die Vollzugsbehörden seien im Sinne 
einer vorsorglichen Massnahme anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit 
dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jede Weitergabe von Daten an 
denselben  bis  zum  Endentscheid  über  dieses  Verfahren  zu 
unterlassen, 

dass ihm die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren  [VwVG, SR 172.021])  zu  gewähren und auf  die  Erhebung 
eines Kostenvorschusses zu verzichten sei,

dass die vorinstanzlichen Akten am 3. August  2009 vollständig beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  sich  die  vorliegend  zu  beurteilende  Beschwerde  gegen  eine 
Verfügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten  ist  (vgl.  Ziff.  1  des  Verfü-
gungsdispositivs),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 

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der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist  (vgl. 
Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE ebenda E. 2.1 S. 73),

dass  die  Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts 
zudem  in  der  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs  nicht  be-
schränkt ist,  weil  das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG 
i.V.m. Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) materiell zur Sache 
zu äussern hat,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass die  Bestimmung von Art. 32 Abs. 2  Bst. a  AsylG jedoch keine 
Anwendung findet, wenn Asylsuchende glaubhaft machen können, sie 
seien  dazu  aus  entschuldbaren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art.  32 
Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 
und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 
Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf  Grund  der  Anhörung  erweist,  dass  zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art.  32  Abs.  3 
Bst. c AsylG),

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dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend  dargelegt  hat,  weshalb  für  das  Nichteinreichen  von 
Reise- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  gemäss  den  zutreffenden  Feststellungen  des  BFM nicht  nach-
vollziehbar ist, weshalb der Beschwerdeführer seinen indischen Reise-
pass beim Schlepper zurückgelassen haben soll, um gefälschte Doku-
mente zu erhalten,

dass der Erklärungsversuch in der Beschwerdeschrift, wonach es der 
Vorinstanz  eigentlich  bekannt  sein  sollte,  dass  dies  bei  Schleppern 
gebräuchlich sei,  nicht  zu überzeugen vermag, zumal  er  mit  seinem 
eigenen Reisepass legal in Schweiz hätte einreisen können und – wie 
sich  aus  nachstehenden  Erwägungen  ergibt  – keine  konkreten  Pro-
bleme mit den heimatlichen Behörden geltend machen kann,

dass  im  Übrigen  ausgeschlossen  werden  kann,  dass  es  dem 
Beschwerdeführer  angesichts  strenger  Flughafen-  sowie  Grenzkon-
trollen möglich gewesen wäre, ohne authentische Ausweise von Indien 
über A._______ in einen ihm unbekannten Flughafen in die Schweiz 
zu gelangen (vgl. A1 S. 6),

dass  überdies  seine  Reiseschilderungen  ausserordentlich  vage  und 
detailarm  ausgefallen  sind  und  somit  den  Eindruck  vermitteln,  der 
Beschwerdeführer habe das Geschilderte nicht selbst erlebt,

dass  an  dieser  Beurteilung  auch  die  Einreichung  seines  Fahraus-
weises im EVZ B._______ nichts ändert,  zumal es sich  beim Begriff 
"Reise- und Identitätspapiere" um fälschungssichere Dokumente und 
Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Feststellung  der 
Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rückschaffung 
ermöglichen" sollen, wobei diesen beiden Anforderungen in der Praxis 
regelmässig Reisepässe und Identitätskarten,  nicht  aber  zu anderen 
Zwecken ausgestellte  Dokumente wie insbesondere Führerausweise, 
Berufs-  oder  Schulausweise  sowie  Geburturkunden,  genügen  (vgl. 
BVGE 2007/7 E. 4-6),

dass demgemäss vorliegend mit dem abgegebenen Führerschein kein 
rechtsgenügliches Reise- oder Identitätspapiere  im Sinne von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG i.V.m. Art. 1 Bst. c AsylV 1 eingereicht wurde und 
das BFM in der angefochtenen Verfügung überzeugend dargelegt hat, 

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weshalb  für  das  Nichteinreichen  von  Reise-  oder  Identitätspapieren 
keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass aufgrund der unsubstanziierten und realitätsfremden Ausführun-
gen des Beschwerdeführers davon auszugehen ist, dass er für seine 
Reise authentische Reise-  und Identitätspapiere  verwendet  hat,  wel-
che  er  jedoch  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwirkungspflicht 
(vgl. Art.  8  Abs. 1  Bst. b  AsylG)  den  schweizerischen  Asylbehörden 
vorenthält,

dass  an  dieser  Beurteilung  auch  die  mit  der  Beschwerdeschrift 
nachgereichte Kopie seiner  Identitätskarte  nichts  ändert,  weil  es bei 
der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um 
die  Beschaffung  neuer  Papiere,  sondern  um die  Abgabe  der  schon 
existierenden,  für  die  Reise  in  die  Schweiz  verwendeten  Original-
papiere geht (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.), 

dass folglich die in Aussicht gestellte Nachreichung seiner Identitäts-
karte im Orignal nichts an der Sachlage ändern kann, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen 
zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von Wegweisungs-
vollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat,

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der  Befragung im EVZ B._______ vom 23. Juni  2009 und der 
direkten Bundesanhörung  vom 21. Juli  2009 darstellt,  unter  Verzicht 
auf  zusätzliche  tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im 
Rahmen  einer  bloss  summarischen  Prüfung  der  eindeutige  Schluss 
gezogen werden kann,  dass der  Beschwerdeführer offensichtlich die 
Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, und einem Vollzug der Wegweisung 
keine  Hindernisse  engegenstehen  (vgl.  Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  und  c 
AsylG), 

dass  das  BFM  in  der  Entscheidbegründung  zu  Recht  ausführt,  die 
Vorbringen seien in wesentlichen Aspekten widersprüchlich und reali-
tätsfremd,  wobei  zur  Vermeidung von Wiederholungen vorab auf  die 
zutreffenden  Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  ver-
weisen ist,

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dass  vom  BFM  zudem  auch  zutreffenderweise  darauf  verwiesen 
wurde,  den  Akten  liessen  sich  keine  hinreichenden  Hinweise  ent-
nehmen, dass die allenfalls aufgrund falscher Anschuldigungen pflicht-
gemäss eingeleiteten staatlichen Massnahmen, falls diese tatsächlich 
eingeleitet worden seien, aus einem asylrechtlich motivierten Grund im 
Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG erfolgt seien,

dass es dem Beschwerdeführer zudem möglich und zumutbar gewe-
sen wäre, sich mit Hilfe eines Anwalts gegen eine zu Unrecht einge-
leitete Strafanzeige zur Wehr zu setzen,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  auf 
Verständigungsprobleme  mit  dem  Dolmetscher  beruft,  diesbezüglich 
jedoch  festzustellen  ist,  dass  er  die  Verständigung  jeweils  als  gut 
bezeichnete, den Protokollen keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, 
der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage gewesen, den Anhörungen 
zu folgen (vgl. A1 S. 2 und 7; A7 S. 2 und 13) und er im Anschluss an 
die  Befragungen  die  Richtigkeit  respektive  Vollständigkeit  der  dies-
bezüglichen Protokolle unterschriftlich bestätigte, weshalb er sich bei 
diesen Aussagen behaften lassen muss,

dass diese Feststellung umso mehr  Gewicht  erfährt,  als  die  bei  der 
direkten  Bundesanhörung  anwesende  Hilfswerkvertretung  keinerlei 
Einwände anbrachte beziehungsweise keine weiteren Abklärungen an-
regte,

dass der tödliche Anschlag auf den iranischen Premier Rajiv Gandhi 
im Jahr 1991 verübt worden ist, und die indischen Justizbehörden die 
Urheber  des  Mordes  (LTTE-Mitglieder)  nach  einem  sechsjährigen 
Prozess im Januar 1998 zu Freiheits- respektive Todesstrafen verurteilt 
hat,

dass daher die Darstellung des Beschwerdeführers,  die angeblichen 
unbekannten Gäste seien am Mord des indischen Premiers im Jahre 
1991  beteiligt  gewesen,  weshalb  auch  er  von  Mitgliedern  der  LTTE 
gesucht worden sei, kaum den Tatsachen entsprechen kann,

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwer-
deschrift vom 29. Juli 2009 näher einzugehen, da sie an den Schluss-
folgerungen der Vorinstanz auch nichts zu ändern vermögen,

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dass  bei  vorliegender  klarer  Sachlage  keine  Veranlassung  besteht, 
eine  Frist  zur  Nachreichung von Beweismitteln  anzusetzen,  weshalb 
der entsprechende Antrag abgewiesen wird,

dass  das  BFM  insgesamt  in  Anwendung  von  Art.  32  Abs. 2  Bst.  a 
AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht 
eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine  Aufent-
haltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf  Erteilung 
einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden (Art. 5  Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkom-
mens vom 28. Juli  1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG und Art.  33  FK verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschen-

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rechtswidrige  Behandlung ersichtlich  sind,  die  im Heimat-  oder  Her-
kunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83  Abs. 2 AuG),  und es  dem Beschwerdeführer  obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  mit  dem  vorliegenden  Endentscheid  das  Gesuch,  die  Voll-
zugsbehörden seien im Sinne einer vorsorglichen Massnahme anzu-
weisen,  die  Kontaktaufnahme  mit  dem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat 
sowie jede Weitergabe von Daten an denselben bis zum Endentscheid 
über die Beschwerde zu unterlassen, gegenstandslos geworden ist,

dass aufgrund des direkten Entscheids in der Hauptsache das Gesuch 
um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  ebenfalls 
gegenstandslos geworden ist,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG beantragte,

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dass  das  Verfahren  aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  als 
aussichtslos zu bezeichnen ist  und das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG somit abzu-
weisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM sowie an (...).

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand: 

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