# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ccc6392-2dc9-5395-974d-79028027d8c3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.11.2018 UV 2017/27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-27_2018-11-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/27

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 15.11.2018

Entscheiddatum: 15.11.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 15.11.2018
Art. 19 UVG: Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen wegen 
des Erreichens des medizinischen Endzustands. Zeitpunkt der Prüfung des 
Anspruchs auf Rente und Integritätsentschädigung. Art. 6 UVG: Verneinung 
objektivierbarer struktureller Verletzungen im Bereich der HWS; 
Adäquanzprüfung nach der Schleudertrauma-Praxis (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. November 2018, UV 
2017/27).

Entscheid vom 15. November 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen         

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/27         

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Sutter, Haus Eden,

Paradiesweg 2, Postfach, 9410 Heiden,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war als Arbeitslose bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen Unfälle versichert, als die 

Arbeitslosenkasse am 19. April 2016 einen Autounfall der Versicherten vom 16. April 

2016 meldete (Suva-act. 1). Die Versicherte hatte als Mitfahrerin rechts hinten in dem 

von ihrem Ehemann auf einer Hauptstrasse gelenkten Auto gesessen, als bei einer 

Kreuzung ein von rechts in die Strasse einbiegendes Fahrzeug gegen die hintere rechte 

Seite des Autos der Versicherten prallte (Suva-act. 15, 42). Die Erstbehandlung hatte 

am 18. April 2016 bei Dr. med. B.___, Allgemeine Medizin FMH, stattgefunden, der 

nach einer Röntgenuntersuchung ohne Hinweis auf eine ossäre Läsion eine HWS-

Distorsion mit Bewegungs- und Druckschmerz diagnostiziert, ab 16. April 2016 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und eine Physiotherapie angeordnet hatte (Suva-

act. 4, 7 f.). Dr. B.___ hatte ausserdem am 18. April 2016 den Dokumentationsbogen 

für Erstkonsultationen nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma ausgefüllt 

(Suva-act. 13). Mit Schreiben vom 26. April 2016 sprach die Suva der Versicherten für 

die Folgen des Unfalls vom 19. April 2016 die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und 

Taggeldleistungen) zu (Suva-act. 5).

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A.b  Anlässlich einer Besprechung mit der Suva vom 20. Mai 2016 berichtete die 

Versicherte, nach wie vor unter Nackenschmerzen rechts, Kopfschmerzen und 

gelegentlichem Schwindel zu leiden (Suva-act. 15). Ab 30. Mai 2016 ging Dr. B.___ 

wieder von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus (Suva-act. 14 f.), verlängerte dann aber 

die Arbeitsunfähigkeit bis 13. Juni 2016 (Suva-act. 19). Suva-Kreisärztin med. pract. 

C.___, Fachärztin für Chirurgie, betrachtete am 6. Juni 2016 eine volle 

Arbeitsunfähigkeit nicht mehr als ausgewiesen und riet zu einem Ausbau der aktiven 

Therapie (MTT [Medizinische Trainingstherapie]; Suva-act. 21).

A.c  Ebenfalls am 6. Juni 2016 wurde die Versicherte im Auftrag der Suva durch Dr. 

med. D.___, Facharzt FMH für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

untersucht, der im Untersuchungsbericht vom 8. Juni 2016 in der Anamnese seit dem 

Unfall andauernde Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen sowie eine "Müdigkeit" in 

den Armen erhob (Suva-act. 26). Am 13. Juni 2016 folgte eine kreisärztliche 

Untersuchung durch med. pract. C.___ (Suva-act. 30) und am 20. Juni 2016 auf deren 

Zuweisung eine cranio-zerebrale sowie vertebro-spinale kernspintomographische 

Untersuchung (MRI) durch Dr. med. E.___, Radiologie F.___, Diagnosezentrum G.___ 

(Suva-act. 36).

A.d  Nachdem med. pract. C.___ am 24. Juni 2016 festgestellt hatte, dass sich im MRI 

des Kopfs und der HWS keine Hinweise auf unfallbedingte strukturelle Läsionen hätten 

finden lassen und daher ab sofort von einer Arbeitsfähigkeit von 50% auszugehen sei 

(Suva-act. 37), teilte die Suva der Versicherten mit, dass sie ab 27. Juni 2016 noch ein 

Taggeld von 50% ausrichte (Suva-act. 38). Dr. B.___ passte seine 

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung entsprechend an (Suva-act. 47).

A.e  Am 29. Juni 2016 wurde durch die AGU Zürich, Arbeitsgruppe für Unfallmechanik, 

eine biomechanische Kurzbeurteilung durchgeführt (Suva-act. 42).

A.f  Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 3. August 2016 teilte Dr. B.___ der Suva mit, 

dass der Arbeitsversuch mit 50% misslungen sei (Suva-act. 48), und reichte ein 

Zeugnis mit einer erneuten 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab 2. August 2016 ein (Suva-

act. 47). Suva-Kreisarzt Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt jedoch am 8. August 2016 an der 

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ursprünglichen Taxation von 50% Arbeitsfähigkeit fest (Suva-act. 49), worauf Dr. B.___ 

im Unfallschein UVG eine entsprechende Korrektur vornahm (Suva-act. 53). Auch im 

ärztlichen Zwischenbericht vom 22. August 2016 notierte der Hausarzt die 

Wiederaufnahme der Arbeit zu 50% seit 27. Juni 2016. Als gegenwärtige 

Behandlungen vermerkte er Physiotherapie und Medikamente. Alle zwei Wochen finde 

ausserdem eine Konsultation bei ihm statt (Suva-act. 56, vgl. auch Suva-act. 62). Am 

24. August 2016 stellte Dr. B.___ die vierte Physiotherapieverordnung aus (Suva-act. 

88).

A.g  Am 29. August 2016 erklärte med. pract. C.___, dass initial noch eine Serie 

Physiotherapie zu Lasten der Suva übernommen werden könne, von passiven 

Therapiemassnahmen jedoch keine namhafte Befundsverbesserung mehr zu erwarten 

sei. Die Versicherte werde mit Dr. B.___ den Übergang zur MTT besprechen. Aufgrund 

der Latenz zum Trauma dürfe nun von einer mindestens 75%igen Arbeitsfähigkeit 

ausgegangen werden. Der Schadenfall sei im Verlauf sicher zu terminieren, da keine 

unfallbedingten strukturellen Läsionen vorliegen würden (Suva-act. 57, 60).

A.h  Mit Schreiben vom 29. August 2016 teilte die Suva der Versicherten unter 

Annahme einer 75%igen Arbeitsfähigkeit und mit Blick auf die 

arbeitslosenversicherungsrechtliche Leistungspflicht die Einstellung der 

Taggeldleistungen per 30. August 2016 mit (Suva-act. 61). Am 6. September 2016 

informierte Dr. B.___ die Suva darüber, dass ein entsprechender Arbeitsversuch wegen 

verstärkten Schmerzen habe abgebrochen werden müssen und die Versicherte ab 7. 

September 2016 wieder versuche, 50% zu arbeiten (Suva-act. 65, vgl. auch Suva-act. 

66 f.). Mit Schreiben vom 27. September 2016 unterrichtete die Suva die Versicherte 

darüber, dass gemäss kreisärztlicher Beurteilung die bestehenden Beschwerden nicht 

mehr unfallbedingt seien und der Zustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden 

habe, spätestens am 30. September 2016 wieder erreicht sei. Der Fall müsse demnach 

betreffend Unfallfolgen per 30. September 2016 abgeschlossen und ein Anspruch auf 

weitere Versicherungsleistungen abgelehnt werden. Die bisherigen 

Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) würden auf diesen Zeitpunkt 

eingestellt (Suva-act. 72).

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A.i   Am 3. Oktober 2016 wandte sich die Versicherte telefonisch gegen die 

Terminierung der Versicherungsleistungen und verwies auf eine orthopädische 

Untersuchung durch Dr. med. I.___, Oberarzt mbF, Departement Orthopädie des 

Spitals J.___ (Suva-act. 73). In dem der Suva am selben Tag eingereichten 

Untersuchungsbericht vom 21. September 2016 hatte Dr. I.___ weiterhin eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit angenommen und berichtet, dass er der Versicherten nochmals eine 

Physiotherapieverordnung mit zusätzlicher FDM- 

(Fasziendistorsionsmodell-)Behandlung ausgestellt habe (Suva-act. 74, vgl. auch Suva-

act. 76). Die Suva erklärte hierauf die Leistungseinstellung per 30. September 2016 als 

hinfällig und sicherte bis auf Weiteres ein Taggeld basierend auf einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50% zu (Suva-act. 78).

A.j   Anlässlich einer Besprechung vom 22. November 2016 teilte die Versicherte der 

Suva mit, dass sie nach wie vor unter Nackenschmerzen rechts leide, verbunden mit 

immer wieder auftretenden Kopfschmerzen und Schwindel. Sie nehme weiterhin 

Schmerzmittel ein. Die Physiotherapie und MTT, verbunden mit einer FDM-

Behandlung, hätten bis anhin keinen Erfolg gebracht (Suva-act. 84). Dr. B.___ 

bestätigte in einem ärztlichen Zwischenbericht vom 29. November 2016 die 

vorgenannten Therapien, machte jedoch keine weiteren Behandlungsvorschläge. 

Konsultationen bei ihm würden nach Bedarf stattfinden. Die Schmerzen und Befunde 

seien unverändert (Suva-act. 89).

A.k  Nach Einholung einer ärztlichen Beurteilung von med. pract. C.___ am 5. 

Dezember 2016 (Suva-act. 90) verfügte die Suva am 13. Dezember 2016 die 

Leistungseinstellung per 31. Dezember 2016. Zur Begründung legte sie dar, dass die 

noch geklagten Beschwerden organisch nicht hinreichend nachweisbar seien und nach 

Prüfung der massgebenden Kriterien die Adäquanz zu verneinen sei (Suva-act. 97).

B.   

B.a  Mit Eingabe vom 28. Dezember 2016 erhob die CAP Rechtsschutz für die 

Versicherte Einsprache gegen die Verfügung vom 13. Dezember 2016 und reichte einen 

Untersuchungsbericht von Dr. med. K.___, Facharzt Anästhesiologie, Spezielle 

Schmerztherapie, Leitender Arzt des Departements Anästhesie, Schmerztherapie des 

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Spitals J.___, vom 21. Dezember 2016 ein (Suva-act. 102). Am 7. Februar 2017 führte 

Dr. K.___ bei der Versicherten eine BV-gesteuerte zervikale Facettengelenksinfiltration 

C2/3-C4/5 mit Kenakort durch (Suva-act. 115).

B.b  In einer ärztlichen Beurteilung vom 20. Februar 2017 nahm med. pract. C.___ 

nochmals ausführlich zum Schadenfall Stellung (Suva-act. 114).

B.c  Mit Schreiben vom 21. März 2017 überliess die CAP Rechtsschutz der Suva einen 

Unfallschein UVG mit einer von Dr. B.___ bei einer Konsultation vom 15. März 2017 der 

Versicherten bestätigten Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 50% (Suva-act. 120).

B.d  Mit Einspracheentscheid vom 27. März 2017 wies die Suva die Einsprache der 

Versicherten vom 28. Dezember 2016 ab (Suva-act. 122).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid liess die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) durch Rechtsanwalt Dr. iur. P. Sutter, Heiden, am 26. April 2017 

Beschwerde erheben mit folgenden Rechtsbegehren: 1. Es sei der 

Einspracheentscheid vom 27. März 2017 aufzuheben. 2. Es seien der 

Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen aus UVG weiterhin zu erbringen, 

eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die 

Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 26. Mai 2017 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 27. März 2017.

C.c Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat auf die Einreichung einer Replik 

verzichtet (act. G 4 f.).

Erwägungen

1.   

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Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem der Streitigkeit ein Unfall aus dem Jahr 2016 zu Grunde liegt, die bis 

31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung. Hinsichtlich der für das 

vorliegende Verfahren anwendbaren Bestimmungen (Art. 6 Abs. 1 UVG, Art. 19 UVG) 

haben sich mit Inkrafttreten der neuen Rechtssätze ohnehin keine Änderungen 

ergeben.

2.   

Streitig ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die im Nachgang zum 

Unfall vom 16. April 2016 erbrachten Leistungen (Heilbehandlungen und Taggeld) auf 

den 31. Dezember 2016 einstellte und den Anspruch auf weitere Leistungen der 

Unfallversicherung (Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung) ablehnte. Die 

Beschwerdeführerin klagte im Leistungseinstellungszeitpunkt über eine seit dem Unfall 

unveränderte Beschwerdesymptomatik, insbesondere über Schmerzen im Nacken- 

und Schultergürtelbereich sowie zusätzlich über Schwindel, Kopfschmerzen, 

Dysästhesien (ein "Kribbelgefühl") und eine schmerzbedingte Ermüdung und 

Kraftlosigkeit im rechten Arm (Suva-act. 46, 74, 84, 102, 114). Auch nach der 

Leistungseinstellung wurden Heilbehandlungen durchgeführt (Suva-act. 115) und der 

Beschwerdeführerin eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (Suva-act. 120).

3.   

3.1  Bezüglich der Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen ist zu 

prüfen, ob im Leistungseinstellungszeitpunkt von einer Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung noch eine namhafte Besserung zu erwarten war (Art. 19 Abs. 1 UVG). Trifft 

dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen 

(Heilbehandlung und Taggeld) mit anschliessender Prüfung des Anspruchs auf eine 

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Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V 109 E. 

4.1).

3.2  Was den in Art. 19 Abs. 1 UVG geforderten Abschluss allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) betrifft, ist festzuhalten, 

dass aus den vorliegenden Akten nicht hervorgeht, dass im Zeitpunkt der Einstellung 

der vorübergehenden Leistungen per 31. Dezember 2016 Eingliederungsmassnahmen 

der IV durchgeführt worden sind. Selbst wenn allfällige berufliche Massnahmen noch 

nicht abgeschlossen wären oder der Entscheid der IV über die (berufliche) 

Eingliederung erst später gefällt würde, wäre indes die Leistungseinstellung der 

vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zulässig; entscheidend ist 

einzig, dass jedenfalls im Leistungseinstellungszeitpunkt von einer Fortsetzung der 

medizinischen Behandlung (im Sinn von Art. 10 Abs. 1 UVG) keine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin mehr erwartet werden konnte 

(Urteile des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches 

Versicherungsgericht, EVG] vom 19. Januar 2010, 8C_895/2009, E. 5, und 28. Mai 

2009, 8C_306/2009, E. 4.3). Entgegen der Sichtweise des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführerin (act. G 1, III. Rz 3) stehen daher allfällige berufliche 

Eingliederungsmassnahmen der Einstellung der vorübergehenden Leistungen 

(Heilbehandlung und Taggeld) nicht entgegen.

3.3  Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands zu verstehen ist, 

umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale 

Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet 

ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder 

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist, 

bestimmen. Die Verwendung des Begriffs "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht, 

dass die durch (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG 

erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss und eine unbedeutende Besserung ebenso 

wenig genügt wie die blosse Möglichkeit einer Besserung (Urteil des Bundesgerichts 

vom 19. Februar 2008, U 394/06, E. 4.3 mit Hinweisen und Urteil des EVG vom 12. Juni 

2009, 8C_25/09, E. 4.1.1 mit Hinweisen; BGE 134 V 115 E. 4.3; ALEXANDRA RUMO-

JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

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Basel/Genf 2012, S. 144). Nach der Rechtsprechung ist die Frage der namhaften 

Besserung des Gesundheitszustands prospektiv bezogen auf den Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juni 2010, 

8C_58/2010, E. 2.2 und Urteil des EVG vom 20. Mai 2005, U 244/04, E. 3.1 mit 

Hinweisen, publ. in: RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388). Grundlage für die Beurteilung dieser 

Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen Auskünfte zu den therapeutischen 

Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff 

"Prognose" erfasst werden.

3.4  Die Beschwerdeführerin wurde nach dem Unfall durchgehend mit Physiotherapie, 

übergehend in eine MTT, sowie mit Schmerzmitteln behandelt (Suva-act. 7 f., 15, 20 ff., 

48, 54, 56, 59, 71, 74, 88, 105). Im September 2016 wurden Physiotherapie bzw. MTT 

durch eine FDM (Fasziendistorsionsmodell)-Behandlung ergänzt (Suva-act. 74, 84). 

Trotz dieser Behandlungen notierte Dr. B.___ in den ärztlichen Zwischenberichten vom 

22. August und 29. November 2016 praktisch unveränderte Schmerzen (Suva-act. 56, 

89). Die von ihm - wie bereits im ärztlichen Zwischenbericht vom 3. August 2016 (Suva-

act. 48) - zudem vermerkte drohende Chronifizierung weist ebenfalls auf eine 

Stagnation des Beschwerdebildes trotz medizinischer Behandlungen hin. 

Entsprechend hatte die Beschwerdeführerin am 19. September 2016 gegenüber Dr. 

I.___ und anlässlich einer Besprechung vom 22. November 2016 mit der 

Beschwerdegegnerin berichtet, dass weder die Physiotherapie, die MTT noch die 

FDM-Behandlung einen Erfolg gebracht bzw. geholfen hätten (Suva-act. 74, 84). In den 

ärztlichen Zwischenberichten vom 22. August und 29. November 2016 sah Dr. B.___ 

sodann explizit von weiteren Behandlungsvorschlägen ab (Suva-act. 56, 89). Im 

November 2016 besuchte die Beschwerdeführerin nur noch die (erfolglose) MTT und 

ihren Hausarzt Dr. B.___ höchstens bei Bedarf (vgl. Suva-act. 84). Seit Juni 2016 hatte 

ausserdem praktisch durchgehend eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (Suva-

act. 37, 53, 56 f., 74, 76, 82, 89, 91, 117). Med. pract. C.___ zog in der ärztlichen 

Beurteilung vom 20. Februar 2017 angesichts des geschilderten Sachverhalts den 

überzeugenden Schluss, dass nicht mehr davon auszugehen sei, dass durch 

fortgesetzte Massnahmen eine Besserung des Gesundheitszustands zu erzielen sei. 

Trotz diverser Therapieansätze habe die Beschwerdeführerin keinerlei 

Besserungstendenz gezeigt (Svua-act. 114-6 f.). Aufgrund des Gesagten erhellt, dass 

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von einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands spätestens ab 31. 

Dezember 2016 nicht mehr auszugehen war.

3.5  Die von Dr. K.___ am 7. Februar 2017 bei der Beschwerdeführerin durchgeführte 

zervikale Facettengelenksinfiltration C2/3-C4/5 mit Kenakort vermag an dieser 

Beurteilung nichts zu ändern. Laut dessen Verlaufsbericht vom 21. Februar 2017 

handelte es sich bei der Infiltration primär um ein diagnostisches Vorgehen und damit 

um eine blosse Abklärungsmassnahme ohne Auswirkung auf den Gesundheitszustand. 

Die Wirkungszeit bis zur erneuten Schmerzzunahme betrug lediglich zwei Tage und ein 

weiterer Termin wurde auf Wunsch der Beschwerdeführerin nicht vereinbart (Suva-act. 

115). Eine allfällige Wirkung führte lediglich zu einer kurzfristigen 

Symptombekämpfung.

3.6  Weitere beweismässige medizinische Abklärungen in Form des vom 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 26. April 2017 

verlangten medizinischen interdisziplinären Fachgutachtens sind nicht geboten. Das 

Urteil des Bundesgerichts vom 16. August 2007 (U 104/06, E. 4.4 ff.) ist mangels 

identischer Sachverhalte für den vorliegenden Fall nicht einschlägig. In jenem Fall hatte 

der Unfallversicherer mangels Verfügung über die erforderlichen medizinischen 

Beurteilungsgrundlagen die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung 

veranlasst, dann jedoch mitten im Abklärungsverfahren eine provisorische 

Leistungseinstellung ausgesprochen, womit sie dem Grundsatz zu wider handelte, 

dass der Unfallversicherer zuerst den rechtserheblichen Sachverhalt ausreichend 

abzuklären habe. Der Unfallversicherer konnte also im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung noch nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden konnte. Im vorliegenden 

Fall kann jedoch die Frage nach dem Erreichen eines medizinisch stabilen 

Gesundheitszustands anhand der vorliegenden Akten mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit beantwortet werden (vgl. vorstehende Erwägung 

3.3).

3.7  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bei der Beschwerdeführerin per 31. 

Dezember 2016 von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

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Besserung mehr zu erwarten war, womit die Beschwerdegegnerin die 

vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu Recht per 31. 

Dezember 2016 eingestellt hat.

4.   

4.1  Hinsichtlich der Ansprüche auf eine Rente oder Integritätsentschädigung ist zu 

prüfen, ob zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung (31. Dezember 2016) noch 

Unfallrestfolgen vorhanden waren.

4.2  Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3; RUMO-JUNGO/ HOLZER, 

a.a.O., S. 53 ff.). Ist die Unfallkausalität im Grundfall einmal mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt, so entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, 

wenn der Unfall nicht mehr eine natürliche und adäquate Ursache der fortdauernd 

geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden nur noch und 

ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender 

Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4; 

THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. 

Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58). Da es sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 

handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 

natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329). Allerdings greift die 

vorgenannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und - im 

Beschwerdefall - das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich 

nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

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entsprechen (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 55; BGE 117 V 264 E. 3b mit 

Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 1).

4.3  Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallen ist in 

erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. August 2015, 8C_331/2015, E. 2.2.3.1). Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrage gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 

5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Insofern sind auch Berichte und Gutachten, welche 

die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und 

Ärztinnen einholen, beweistauglich. Bestehen indessen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, 

so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 mit Hinweis; 

bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3; 

BGE 125 V 352 E. 3; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 ff.).

4.4  Bei Unfällen mit klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz 

als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei 

ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 134 V 111 f. E. 

2.1, 127 V 103 E. 5b/bb; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Sind dagegen die Unfallfolgen 

organisch nicht (hinreichend) nachweisbar, ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung 

durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, 

ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, eine dem 

Schleudertrauma äquivalente Verletzung oder ein Schädelhirntrauma (vgl. dazu SVR 

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1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die 

Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die 

Abklärungen dagegen, dass eine versicherte Person eine der erwähnten Verletzungen 

erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen 

Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar (teilweise) vorliegen, im Vergleich zur 

psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), 

andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 

festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien. Die Anwendung der 

Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der 

HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen 

und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 

E. 3b).

5.   

5.1  Vorerst ist mithin zu prüfen, ob zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung organisch 

objektivierbare Unfallfolgen vorhanden waren, welche die fortdauernd geklagten 

Beschwerden bzw. einen Dauerschaden verursachen konnten.

5.2  Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird grundsätzlich eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der 

Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der Patientin 

unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen 

Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - 

wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRI, CT, EEG) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2; SVR 

2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]).

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5.3  Die Beschwerdeführerin suchte am 18. April 2016 Dr. B.___ auf, dessen 

Röntgenuntersuchung keine Anhaltspunkte für eine ossäre Läsion zeigte (Suva-act. 8). 

Die MRI-Untersuchung des Schädels vom 20. Juni 2016 durch Dr. E.___ ergab ein 

altersentsprechend normales cranio-zerebrales Kernspintomogramm, insbesondere 

ohne fassbare posttraumatische intrakranielle Läsionen. Auf dem gleichentags durch 

Dr. E.___ aufgenommenen MRI der HWS gelangten eine Streckfehlhaltung C2-C6 mit 

angedeuteter kyphotischer Fehlhaltung auf Höhe C4, eine kleinvolumige mediane 

Diskushernie C5/C6 mit entsprechender Eindellung des ventralen Duralschlauchs ohne 

Beeinträchtigung der neuralen Strukturen sowie eine kleinvolumige rechts-foraminale 

bis foraminal reichende Diskushernie in diesem Segment mit mässiggradiger diskogen 

bedingter Foraminalstenose C5/C6 mit möglicher Beeinträchtigung der Nervenwurzel 

von C6 rechts zur Darstellung. Ansonsten zeigte sich ein normales 

Kernspintomogramm (Suva-act. 36). Wie von med. pract. C.___ im kreisärztlichen 

Untersuchungsbericht vom 14. Juni 2016 (Suva-act. 30) und in der ärztlichen 

Beurteilung vom 20. Februar 2017 (Suva-act. 114) überzeugend festgestellt (vgl. auch 

Suva-act. 37), steht ausser Frage, dass mit den vorgenannten MRI-

Untersuchungsergebnissen organisch-strukturelle Unfallfolgen ausgeschlossen werden 

konnten (vgl. insbesondere zur Entstehung einer Diskushernie sowie zur Kyphose: 

ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 

879 f.; PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017, S. 210, 811, 

1006 [nachfolgend: PSCHYREMBEL 2017]; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. 

München 2003, S. 1062; zur Streckfehlhaltung vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 17. 

Oktober 2008, 8C_124/2008, E. 6 mit vielen Hinweisen, und 7. Februar 2008, U 13/07, 

E. 3.2 und 3.3).

5.4  Die Erklärung von Dr. K.___ im Untersuchungsbericht vom 21. Dezember 2016 

(Suva-act. 98) - es sei hinlänglich bekannt und wissenschaftlich belegt, dass bei einem 

HWS-Beschleunigungstrauma in den Bändern, Bandscheiben und vor allem in den 

Wirbelsäulengelenken Mikroläsionen verursacht werden könnten, die sich in der MRI-

Untersuchung nicht nachweisen liessen - vermag den fehlenden Nachweis einer 

objektivierbaren Unfallverletzung im vorliegenden MRI der HWS vom 20. Juni 2016, 

welche fortdauernde Beschwerden zu erklären vermöchte, nicht zu ersetzen. Die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung legt eindeutig fest, welche Anforderungen an die 

Objektivierung organisch-struktureller Unfallfolgen gestellt werden (vgl. Erwägung 5.2). 

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Dr. K.___ erklärt demgegenüber nicht, wie diesen Anforderungen hinsichtlich 

Mikroläsionen genüge getan werden kann bzw. wie und ob solche bildgebend zur 

Darstellung gebracht werden können. Es sind derzeit auch keine neuen 

Untersuchungsmethoden ersichtlich, welche in wissenschaftlich anerkannter Weise 

den Nachweis von organischen Störungen im Bereich von HWS (bei Unfall mit 

Schleudertrauma resp. äquivalenter Verletzung) oder Schädel-Hirn gestatteten (vgl. 

etwa RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316, U 160/98, zur mangelnden Geeignetheit der 

SPECT-Untersuchung; hiezu auch: STÖCKLI et al., Diagnostisches und 

therapeutisches Vorgehen in der chronischen Phase nach kraniozervikalem 

Beschleunigungstrauma [cKZBT, sog. Schleudertrauma] [ohne Commotio cerebri/mild 

traumatic brain injury], Pragmatische Empfehlungen der multidisziplinären 

Konsensusgruppe Olten vom 13. Januar 2005, in: Schweizerisches Medizin-Forum 

2005, a.a.O., S. 1185, [https://medicalforum.ch/de/resource/jf/journal/file/view/article/

smf/de/ smf.2005.05698/2005-47-316.pdf/, abgerufen am 25. Oktober 2018; vgl. auch 

BGE 134 V 119 E. 7.2]). Sollte dieser Nachweis aufgrund neu entwickelter 

Untersuchungsmethoden (zur Diskussion steht etwa die funktionelle 

Kernspintomographie [auch: funktionelle Magnetresonanztomographie, fMRT, resp. 

functional magnetic resonance imaging, fmri]; vgl. hiezu auch Christian Thöny, Richter 

foutieren sich um medizinische Fortschritte, in: Plädoyer 2/2007, S. 20 ff.) verlässlich 

möglich werden, wird es zudem noch näherer Betrachtung bedürfen, ob die damit 

erhobenen Befunde natürlich unfallkausal sind und die geklagten Beschwerden zu 

erklären vermögen. Dr. K.___ spricht im Übrigen nur allgemein von Mikroläsionen, 

welche bei einem HWS-Beschleunigungstrauma in den Wirbelsäulengelenken 

verursacht werden könnten. Dass konkret die Beschwerdeführerin durch den 

Autounfall vom 16. April 2016 Mikroläsionen erlitten hätte, ist damit ohnehin nicht mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan.

5.5  Auch neurologisch liess sich bei der Beschwerdeführerin kein unfallbedingter 

Folgeschaden feststellen. So ergab die neurologische Untersuchung durch Dr. D.___ 

vom 6. Juni 2016, insbesondere die von ihm durchgeführte Elektroenzephalografie 

(EEG), gänzlich normale Befunde (Suva-act. 26). Auch die Kraftlosigkeit im rechten Arm 

und die Dysästhesien liessen sich demnach neurologisch nicht erklären.

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5.6  Bei der Beschwerdeführerin zeigten sich zwar im Rahmen der klinischen 

Untersuchungen durch med. pract. C.___, Dr. I.___ und Dr. K.___ vom 13. Juni 2016 

(Suva-act. 30), 19. September 2016 (Suva-act. 74) bzw. 20. Dezember 2016 (Suva-act. 

98) im Bereich der HWS die auch radiologisch erhobene Streckhaltung sowie Druck- 

und Bewegungsdolenzen. Dr. B.___ hatte ausserdem im ärztlichen Zwischenbericht 

vom 22. August 2016 einen Hartspann paravertebral beidseits notiert (Suva-act. 56, 

vgl. auch Suva-act. 65). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind indessen 

beispielsweise ein Thoracic-outlet-Syndrom (TOS), myofasziale und tendinotische bzw. 

myotendinotische Befunde für sich nicht als organisch-strukturell hinreichend 

nachweisbare Unfallfolgen zu betrachten. Auch Verhärtungen und Verspannungen der 

Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken sowie Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit 

können für sich allein nicht als klar ausgewiesenes organisches Substrat der 

Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches gilt für Nackenverspannungen bei 

Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (Urteile des Bundesgerichts vom 17. Oktober 

2008, 8C_124/2008, E. 6 mit vielen Hinweisen, und 7. Februar 2008, U 13/07, E. 3.2 

und 3.3).

5.7  Im Einklang mit den Darlegungen in den Erwägungen 5.3 ff. finden sich in den 

ärztlichen Berichten bzw. Beurteilungen keine Diagnosen, welche eine konkrete bzw. 

fortdauernde organische Unfallfolge erfassen würden. Dr. B.___ nannte im ärztlichen 

Zwischenbericht vom 22. August 2016 die Diagnose "posttraumatisches 

Cervikalsyndrom" und sprach - wie bereits im ärztlichen Zwischenbericht vom 1. Juni 

2016 (Suva-act. 20) - von einer (drohenden) Chronifizierung (Suva-act. 56). Auch Dr. 

I.___ diagnostizierte im orthopädischen Sprechstundenbericht vom 21. September 

2016 ein Cervikobrachial¬syndrom rechtsbetont bei/mit Diskushernie C5/6 und Status 

nach Verkehrsunfall mit cervikalem Beschleunigungstrauma vom 16. April 2016 (Suva-

act. 74). In damit zu vereinbarender Weise stellte Dr. K.___ im Untersuchungsbericht 

vom 21. Dezember 2016 die Diagnose einer chronischen Zervikobrachialgie und 

Zervikozephalgie rechtsbetont nach HWS-Distorsion infolge Verkehrsunfall am 16. April 

2016 (Suva-act. 98). Laut ROCHE LEXIKON (a.a.O., S. 1791) handelt es sich bei einem 

Syndrom um ein sich stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer 

Symptomatik mit weitgehend identischem "Symptommuster" manifestierendes 

Krankheitsbild mit unbekannter, vieldeutiger, durch vielfältige Ursachen bedingter oder 

nur teilweise bekannter Ätiogenese. Unfallbedingte Syndrome mit den vorgenannten 

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Beschwerden sind zwar nicht ausgeschlossen, doch ist in diesem Fall eine 

nachweisbare Verletzung unabdingbar. Insofern ist mit den obgenannten Diagnosen 

zumindest nicht die Unfallkausalität vorliegender gesundheitlicher Störungen 

nachgewiesen. Eine Diagnose mit dem Wortteil -algie beschreibt sodann für sich allein 

nur einen Schmerz bzw. Schmerzzustand im konkret genannten Körperbereich 

(PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 262. Aufl. Berlin 2010, S. 49). Gerade die 

Ursachen von Kopfschmerzen, Nacken- und Schulterschmerzen sowie von 

Muskelverspannungen sind vielfältig. Die Ursache muss in keiner Weise ein 

Unfallereignis sein. Die genannten Beschwerden vermögen sich zudem wechselseitig 

zu beeinflussen bzw. gegenseitig zu unterhalten, weshalb sie erfahrungsgemäss auch 

häufig zusammen beschrieben werden (vgl. z.B. Kopfschmerz: PSCHYREMBEL 2017, 

a.a.O., S. 1141 f.; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 1040; Nackenschmerzen bzw. -

steifigkeit: PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1438; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 1286; 

Myogelose: PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1428; ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 799 f.). So werden beispielsweise die 

Nackenschmerzen der Beschwerdeführerin im orthopädischen Sprechstundenbericht 

von Dr. I.___ vom 21. September 2016 vor allem als in den rechten Arm ausstrahlend 

beschrieben (Suva-act. 74) und die Kopfschmerzen schilderte sie gegenüber Dr. K.___ 

laut Untersuchungsbericht vom 21. Dezember 2016 als "Begleitkopfschmerzen", zu 

welchen es bei einer Schmerzzunahme im Nacken- und Schultergürtelbereich komme 

(Suva-act. 98). Mit dem diagnostischen Zusatz "posttraumatisch" wird dazu nur eine 

zeitliche Einordnung (das Syndrom bzw. die Schmerzen traten zeitlich betrachtet nach 

einem Trauma auf) vorgenommen. Der zeitliche Aspekt allein und damit auch die von 

Dr. K.___ im Untersuchungsbericht vom 21. Dezember 2016 vorgebrachte Tatsache, 

dass die Angaben der Beschwerdeführerin absolut glaubhaft seien und sie vor dem 

Unfall vom 16. April 2016 noch keinerlei Beschwerden im Nacken-, Schulter- und 

Kopfbereich gehabt habe, d.h. beschwerdefrei gewesen sei (Suva-act. 98), reichen 

jedoch nicht aus, um von einer natürlich unfallkausalen organisch strukturellen 

Schädigung auszugehen. Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein des 

Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine 

gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie 

nach diesem auftrat (vgl. dazu die beweisrechtlich untaugliche Formel "post hoc ergo 

propter hoc" z. B. in UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, 

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N 69 zu Art. 4 ATSG; ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. 

Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit 

weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). Auch aus der Diagnose Status nach 

Autounfall ist lediglich in zeitlicher Hinsicht abzuleiten, dass der heutige Zustand nach 

dem Unfallereignis aufgetreten ist. Unfallrestfolgen sind damit nicht erwiesen.

5.8  Nach dem Gesagten steht fest, dass der Beschwerdeführer mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit anlässlich des Unfalls vom 30. August 2014 

keine klar ausgewiesene neue, bleibende, allenfalls schlecht verheilte strukturelle 

Läsion im Bereich der HWS erlitten hat, welche die überwiegend wahrscheinliche 

Annahme von Langzeitbeschwerden zulassen würde.

6.   

Des Weiteren ist zu prüfen, ob im Zeitpunkt der Rentenprüfung nicht organisch 

objektivierbare Unfallfolgen noch vorhanden sind.

6.1  Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei 

Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen wie Distorsionen der 

Halswirbelsäule und Schädelhirntraumen auch ohne nachweisbare pathologische bzw. 

organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster 

Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine 

äquivalente Verletzung typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden 

Untersuchungsmethoden (wie Röntgen, MRT, CT, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt 

(wie in Erwägung 5.2 dargelegt) allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden in 

Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein Schleudertrauma oder eine dem 

Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert und liegt ein für diese 

Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse 

Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, 

rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 

Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel 

anzunehmen (BGE 117 V 360 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 382 E. 4b). Dieses 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden muss nicht in seiner 

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umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall 

auftreten. Es genügt, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion 

oder an der HWS manifestieren (Urteile des Bundesgerichts vom 5. Januar 2009, 

8C_413/2008, E. 5.2 mit zahlreichen Hinweisen, und 15. März 2007, U 258/06, E. 4.3; 

RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 E. 5e). Die anderen im Rahmen des Schleudertraumas oder 

der HWS-Distorsion typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch 

immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen.

6.2  Beim Unfall vom 16. April 2016 prallte unbestrittenermassen ein Fahrzeug seitlich 

von rechts gegen das vom Ehemann der Beschwerdeführerin gelenkte Auto, in 

welchem diese als Mitfahrerin hinten rechts sass (Suva-act. 15). Laut biomechanischer 

Kurzbeurteilung der AGU Zürich vom 29. Juni 2016 kam es dadurch zu einer 

Geschwindigkeitsänderung des Autos der Beschwerdeführerin in Rückwärtsrichtung 

und nach links (Suva-act. 42). Es liegt damit ein Unfallmechanismus vor, der eine 

schleudertraumaähnliche Verletzung plausibel macht. Entsprechend hatte Dr. B.___ 

anlässlich der Erstbehandlung vom 18. April 2016 eine HWS-Distorsion Grad II 

diagnostiziert, nachdem die Beschwerdeführerin angegeben hatte, innerhalb der 

erforderlichen Latenzzeit bzw. innerhalb von 24 Stunden unter Kopf- und 

Nackenschmerzen, Schwindel, Hörstörungen sowie Schlafstörungen gelitten zu haben, 

und sich Dr. B.___ bei der klinischen Untersuchung eine schmerzhaft verminderte 

Beweglichkeit sowie Druckschmerzhaftigkeit der HWS gezeigt hatten (Suva-act. 13, 

vgl. auch Suva-act. 8). Bei dieser Diagnose bzw. diesem Beschwerdebild ist anfänglich 

von einem natürlichen Kausalzusammenhang betreffend eine schleudertraumaähnliche 

Verletzung auszugehen. Dies wird seitens der Beschwerdegegnerin und med. pract. 

C.___ auch nicht bestritten.

6.3  Die laut Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar 2008 (U 394/06, E. 9.3 f. = 

BGE 134 V 124 E. 9.3) nach rund sechs Monaten zu veranlassende eingehende 

medizinische Abklärung im Sinne eines poly-/interdisziplinären Gutachtens soll sodann 

nach der Erstabklärung noch einmal die Schleudertrauma- bzw. 

schleudertraumaähnliche Diagnose festigen bzw. nochmals zuverlässig beantworten, 

ob sich die persistierenden Beschwerden medizinisch weiterhin mit einer 

Schleudertrauma- bzw. schleudertraumaähnlichen Diagnose erklären lassen. Ein 

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besonderes Augenmerk ist im Gutachten zudem auf die Frage zu richten, ob eine 

bestehende psychische Problematik als Teil des für solche Verletzungen typischen, 

einer Differenzierung kaum zugänglichen somatisch-psychischen Beschwerdebildes zu 

betrachten ist, oder aber ein von diesem zu trennendes, eigenständiges psychisches 

Leiden darstellt. Nur wenn in der Expertise überzeugend dargetan wird, dass die 

psychische Störung nicht Symptom der Verletzung ist, kann dafür eine andere Ursache 

gesehen werden. Die Rechtsprechung verlangt also für die Fragen der natürlichen 

Kausalität und psychischen Gesundheitssituation eine medizinische Begutachtung. Im 

vorliegenden Fall kann indes eine abschliessende Klärung der Frage, wie lange der 

natürliche Kausalzusammenhang tatsächlich gegeben ist, unterbleiben, nachdem - wie 

sich nachfolgend zeigen wird (vgl. Erwägung 7) - ein natürlicher Kausalzusammenhang 

spätestens bei Leistungseinstellung per 31. Dezember 2016 nicht auch adäquat und 

damit für eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin rechtsgenüglich wäre (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 20. März 2008, 8C_217/2008, E. 7.3; vgl. dazu auch 

RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O, S. 56 f.). Eine eigenständige psychische Problematik 

steht im konkreten Fall zudem ausser Frage (vgl. nachfolgende Erwägung 7.1). Sodann 

bedarf es eines poly-/interdisziplinären Gutachtens für die Klärung von bei der Prüfung 

einzelner Adäquanzkriterien zuweilen auftauchender Problemen nicht zwingend, wenn - 

wie hier - Berichte von Ärzten verschiedener in Betracht fallender Fachrichtungen 

vorliegen, welche eine schlüssige Gesamtbeurteilung zulassen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 27. November 2008, 8C_527/2008, E. 3.2).

7.   

Die Adäquanzprüfung ist im Zeitpunkt des Endes der medizinisch instabilen Phase 

bzw. des Anspruchs auf vorübergehende Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld), 

d.h. per 31. Dezember 2016 (vgl. Erwägung 3) vorzunehmen (BGE 134 V 109).

7.1  Angesichts der geschilderten medizinischen Gegebenheiten (vgl. dazu Erwägung 

6.2) ist erwiesen und unbestritten, dass bei der Beschwerdeführerin ein HWS-

Distorsionstrauma mit einer typischen Beschwerdesymptomatik vorlag. In den 

medizinischen Akten ist ausserdem keine relevante psychische Problematik 

auszumachen. Die von med. pract. C.___ in der ärztlichen Beurteilung vom 20. Februar 

2017 festgestellte psychosoziale Belastungssituation vermag jedenfalls keine 

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eindeutige Dominanz psychischer Probleme zu erklären. Die Adäquanz ist damit nach 

Massgabe der in BGE 117 V 359 E. 6 entwickelten und in BGE 134 V 109 E. 10 

präzisierten Kriterien zu beurteilen, wobei auf eine Differenzierung zwischen 

psychischen und physischen Komponenten zu verzichten ist (vgl. dazu die allgemeinen 

Ausführungen in der vorstehenden E. 4.4).

7.2  Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist nach der 

Schleudertrauma-Praxis verlangt, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für 

die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, 

wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 

fällt. Bei der Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - 

ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten 

Unfällen einerseits, schweren Unfällen andererseits und schliesslich dem 

dazwischenliegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate 

Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und 

bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei 

Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein 

schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, die unmittelbar 

mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon 

erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren 

Bereich der Unfall einzuordnen ist, und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in 

besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen dafür mehrere Kriterien 

herangezogen werden (BGE 134 V 109 E. 10.1). Die in die Adäquanzbeurteilung 

einzubeziehenden Kriterien lauten: besonders dramatische Begleitumstände oder 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche 

Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erhebliche 

Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109 E. 10.3).

7.3  Vor der Prüfung der einzelnen Adäquanzkriterien ist die Schwere des 

Unfallereignisses vom 16. April 2016 zu beurteilen. Die Beschwerdeführerin sass hinten 

rechts in dem von ihrem Ehemann auf einer Hauptstrasse gelenkten Auto. Dabei prallte 

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eine Fahrzeuglenkerin, als diese bei einer Kreuzung von rechts auf die Hauptstrasse 

einfuhr, mit ihrem Auto gegen die rechte hintere Seite des Autos der 

Beschwerdeführerin (Suva-act. 15, 42). Gemäss biomechanischer Kurzbeurteilung vom 

29. Juni 2016 (Suva-act. 42) erfuhr das Auto der Beschwerdeführerin aufgrund der 

Kollision eine Geschwindigkeitsänderung in Rückwärtsrichtung und nach links, welche 

unterhalb oder innerhalb eines Bereichs von 10-15 km/h lag. Die Fachleute hielten 

weiter fest, dass sich bei einer Kollision wie im vorliegenden Fall, welche vorwiegend 

eine Bewegung der Insassen nach vorne und in geringerem Masse zur Seite bewirke, in 

Bezug auf die HWS bei Angegurteten (vgl. Suva-act. 13-1) grundsätzlich ein 

günstigerer Bewegungsablauf und eine prinzipiell geringere HWS-Belastung als bei 

Heckkollisionen ergebe. Analog einem Frontalanprall werde die hauptsächlich vorwärts 

gerichtete Bewegung der Insassen im Wesentlichen durch die Gurte aufgefangen. Die 

hintere Halsmuskulatur, welche den Kopf vor zu grosser Vorwärtsbewegung schützen 

könne, sei wesentlich stärker ausgerichtet als die vordere. Biomechanisch relevante 

Besonderheiten, insbesondere ein zusätzlich belastender Bewegungsablauf, seien 

sodann nicht aktenkundig. Aus biomechanischer Sicht ergab sich auf Grund der 

technischen Bewertung und der medizinischen Unterlagen, dass es anhand der 

vorliegenden Unterlagen schwierig zu entscheiden sei, ob die anschliessend an das 

Ereignis festgestellten von der HWS ausgehenden Beschwerden und Befunde isoliert 

durch die Kollisionseinwirkung erklärbar seien. Angesichts dieses Ergebnisses sowie 

parallel zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach einfache Auffahrkollisionen 

auf ein (haltendes) Fahrzeug und auch Doppelkollisionen, bei denen das Fahrzeug 

durch den Heckanprall zusätzlich in den davor stehenden Wagen geschoben wird, als 

mittelschwere Unfälle im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifizieren sind 

(vgl. dazu auch die Kasuistik in RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 61 ff.), ist auch im 

vorliegenden Fall von einem Unfall dieser Kategorie auszugehen (SVR 2009 UV Nr. 39 

S. 134, 8C_304/2008; Urteile des Bundesgerichts vom 15. Dezember 2016, 

8C_651/2016, E. 5.4, vom 6. Juni 2012, 8C_906/2011, 30. August 2010, 8C_580/2010, 

E. 5.2.2, und 16. Mai 2008, 8C_252/2007, E. 6.1 f. mit weiteren Hinweisen). Es gibt 

keine Hinweise darauf, dass sich beim Unfall der Beschwerdeführerin höhere Kräfte 

entwickelt hätten. Zwar erfuhr das Auto einen Totalschaden (vgl. Suva-act. 34). Ein 

solcher lässt indes noch nicht den Schluss auf einen schweren Unfall zu, zumal es bei 

der Bezeichnung Totalschaden um einen wirtschaftlichen Begriff geht, bei dem die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

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Reparaturkosten dem Fahrzeug-Restwert gegenübergestellt werden. Dies ist 

zumindest bei älteren Personenwagen - wie dem vorliegenden - relevant.

7.4  Der adäquate Kausalzusammenhang bei einem mittelschweren Unfall im 

Grenzbereich zu den leichten Unfällen ist zu bejahen, falls ein einzelnes der nach der 

Rechtsprechung einzubeziehenden Kriterien (vgl. dazu BGE 134 V 130 E. 10.3; RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 73 ff.) besonders ausgeprägt vorhanden ist oder 

mindestens vier der massgeblichen Kriterien erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 

7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 64). Die 

Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid vom 27. März 2017 

(Suva-act. 130-11 f.) zu den einzelnen Adäquanzkriterien Stellung genommen. Ihre 

Ausführungen sind nicht zu beanstanden und ihnen ist nichts hinzuzufügen. Die 

Beschwerdegegnerin hält zutreffend fest, dass höchstens das Adäquanzkriterium der 

langen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen bejaht werden könnte, 

dieses jedoch nicht in besonders ausgeprägter Weise. Die Verneinung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 16. April 2016 und den über 

den Fallabschluss geklagten, nicht objektivierbaren Beschwerden und daher die 

Abweisung des Gesuchs um Rente und Integritätsentschädigung sind folgerichtig und 

korrekt.

8.   

8.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 27. März 2017 abzuweisen.

8.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

8.3  Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.11.2018
	Art. 19 UVG: Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen wegen des Erreichens des medizinischen Endzustands. Zeitpunkt der Prüfung des Anspruchs auf Rente und Integritätsentschädigung. Art. 6 UVG: Verneinung objektivierbarer struktureller Verletzungen im Bereich der HWS; Adäquanzprüfung nach der Schleudertrauma-Praxis (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. November 2018, UV 2017/27).

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