# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de92441b-1ca7-57b2-abbd-deb99f9c8931
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.02.2024 D-1127/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1127-2024_2024-02-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1127/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  F e b r u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichter Thomas Segessenmann, 

mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;   

Gerichtsschreiberin Mareile Lettau. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (...), 

Marokko,   

vertreten durch MLaw Miljen Dakic,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 12. Februar 2024. 

 

 

 

D-1127/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 24. November 

2023 in die Schweiz einreiste, wo er am selben Tag um Asyl nachsuchte,  

dass er dabei angab, am (...) geboren und damit noch minderjährig zu sein 

(SEM act. 1/2), 

dass er keinerlei Identitätsdokumente zu den Akten reichte (SEM act. 8/1) 

und gemäss einer Mitteilung vom 28. November 2023 von der Betreuung 

im Bundesasylzentrum (BAZ) B._______ «nach dem 4-Augen-Prinzip» als 

volljährig eingeschätzt worden sei (SEM act. 9/1), 

dass er gemäss einem Rapport der Kantonspolizei C._______ vom 26. De-

zember 2023 am 2. Dezember 2023 in C._______ einen Ladendiebstahl 

begangen hatte (SEM act. 12/8), 

dass er einer ersten Vorladung zu einer Erstbefragung für unbegleitete min-

derjährige Asylsuchende (EB UMA) am 10. Januar 2024 keine Folge leis-

tete, woraufhin ihm das SEM das rechtliche Gehör einräumte (vgl. SEM 

act. 14/3), 

dass der Beschwerdeführer mit Stellungnahme der zugewiesenen Rechts-

vertretung vom 16. Januar 2024 als Erklärung für sein Nichterscheinen an-

gab, den Zug nach B._______ nicht gefunden zu haben, weil er dieses Mal 

– anders als beim Termin mit der Rechtsvertretung am 8. Januar 2024, wo 

er mit einem Kollegen aus dem Camp von D_______ nach B._______ ge-

fahren sei – alleine unterwegs gewesen sei, und er vor Ort niemanden ge-

funden habe, der Arabisch gesprochen habe und ihm Auskunft hätte geben 

können (SEM act. 17/2), 

dass sich der Beschwerdeführer gemäss einer Mitteilung der Betreuung 

vom 16. Januar 2024 sehr unkooperativ verhalte, nicht daran interessiert 

sei, die Angebote der UMA-Betreuung wahrzunehmen und durch wieder-

holte Verstösse gegen die Hausordnung auffalle (SEM act. 16/2), 

dass am 1. Februar 2024 die EB UMA sowie die Anhörung zu den Asyl-

gründen durchgeführt wurden (SEM act. 20/11 und 21/7),  

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im We-

sentlichen vorbrachte, er habe Marokko verlassen, weil man ihm dort nichts 

angeboten habe, so dass er dort hätte leben können, 

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dass zudem sein Vater in Marokko ein bekannter Politiker gewesen und 

von Mafiosi ermordet worden sei, 

dass er, der Beschwerdeführer, deshalb seinen Wohnort E_______ verlas-

sen habe und – im Alter von etwa zehn Jahren – nach Algerien ausgereist 

sei, 

dass er nicht nach Marokko zurückkehren könne, weil ihn die Mörder des 

Vaters sonst ebenfalls töten würden, 

dass er nach seiner Flucht etwa sieben Jahre in F_______ auf der Strasse 

beziehungsweise im Winter in einem Zelt gelebt habe, 

dass er in Marokko nur eine Tante habe, er deren Telefonnummer jedoch 

nicht kenne, weil ihm hier im Camp sein Handy gestohlen worden sei,  

dass er seinen bei der Tante befindlichen Geburtsschein deshalb nicht be-

schaffen könne,  

dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer am 2. Februar 2024 das recht-

liche Gehör zur beabsichtigten Anpassung seines Alters auf den (...) ge-

währte (SEM act. 22/3), 

dass die Rechtsvertretung mit Schreiben vom 7. Februar 2024 erklärte, der 

Beschwerdeführer sei zum Beratungstermin vom 6. Februar 2024 nicht er-

schienen, weshalb nicht Stellung genommen werden könne und um Neu-

ansetzung beziehungsweise Verlängerung der Frist gebeten werde (SEM 

act. 25/1), 

dass das SEM am 8. Februar 2024 die Anpassung des Alters des Be-

schwerdeführers im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf 

den (...) (mit Bestreitungsvermerk) veranlasste (SEM act. 26/2), 

dass die Rechtsvertretung am 9. Februar 2024 ihre Stellungnahme zum 

Entscheidentwurf einreichte (SEM act. 28/2), 

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

12. Februar 2024 – gleichentags eröffnet – ablehnte sowie die Wegwei-

sung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete (SEM act. 29/11), 

dass die Vorinstanz zur Begründung im Wesentlichen anführte, dass es 

sich beim Vorbringen des Beschwerdeführers, man habe ihm in Marokko 

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nichts angeboten, nicht um eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG  

(SR 142.31) handle, sondern um allgemeine politische, wirtschaftliche und 

soziale Lebensumstände, 

dass in Bezug auf die geltend gemachte Bedrohung durch die Mafia vom 

Schutzwillen und der Schutzfähigkeit des marokkanischen Staats auszu-

gehen sei und die entsprechenden Vorbringen überdies den Anforderun-

gen an die Glaubhaftmachung gemäss Art. 7 AsylG nicht standhalten wür-

den, 

dass der Beschwerdeführer sodann nicht habe glaubhaft machen können, 

minderjährig zu sein, 

dass an der Richtigkeit seiner Aussagen grosse Zweifel bestünden, wo-

nach das einzige Dokument, welches sein Geburtsdatum belege, ein bei 

der Tante in E_______ befindlicher Geburtsschein sei, den er jedoch nicht 

erhältlich machen könne, weil ihm im Camp sein Handy gestohlen worden 

sei, 

dass seine Angaben als Schutzbehauptungen zu werten seien, um den 

Behörden das tatsächliche Geburtsdatum zu verschleiern, 

dass das pflichtwidrige Vorenthalten von Ausweispapieren, das äusserst 

vage umschriebene Beziehungsnetz im Heimatsstaat und die unglaubhaf-

ten Erklärungen gegen die behauptete Minderjährigkeit sprechen würden, 

dass sich dasselbe über die fragwürdige Darlegung sagen lasse, wonach 

er als Zehnjähriger alleine nach Algerien gereist sei, dort in den folgenden 

sieben Jahren selbständig ein Auskommen gefunden habe und Zufallsbe-

kanntschaften ihm schliesslich die Weiterreise über die Türkei in die 

Schweiz ermöglicht hätten, 

dass er sich ausserdem anlässlich der EB UMA nicht wie ein Minderjähriger 

benommen habe und er auch aufgrund seines äusseren Erscheinungsbilds 

wie eine junge erwachsene Person wirke, 

dass weder die im Heimatland herrschende politische Lage noch die per-

sönliche Situation des Beschwerdeführers noch sein Gesundheitszustand 

[(...), (...)] gegen eine Rückkehr nach Marokko sprechen würden, 

dass im Übrigen die Untersuchungspflicht nach Treu und Glauben ihre 

Grenze an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden finde und es nicht 

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Sache der Asylbehörden sei, nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu 

forschen, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. Februar 2024 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und da-

bei beantragte, die Verfügung vom 12. Februar 2024 sei vollständig aufzu-

heben, sein Geburtsdatum im ZEMIS sei auf den (...) zu berichtigen und er 

sei in der Schweiz vorläufig aufzunehmen, eventualiter sei die Verfügung 

vom 12. Februar 2024 vollständig aufzuheben und zur Neubeurteilung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er in prozessualer Hinsicht darum ersuchte, im Sinne einer superpro-

visorischen vorsorglichen Massnahme sei die Vorinstanz anzuweisen, sein 

Geburtsdatum im ZEMIS bis zum rechtskräftigen Urteil mit dem (…) zu er-

fassen, und es sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

22. Februar 2024 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 1 

AsylG), 

 

und zieht in Erwägung: 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– wie auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

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dass aus den Rechtsbegehren und deren Begründung hervorgeht, dass 

sich die vorliegende Beschwerde inhaltlich ausschliesslich gegen den an-

geordneten Vollzug der Wegweisung richtet, obwohl in den Rechtsbegeh-

ren 1 und 2 verlangt wird, die Verfügung des SEM sei «vollständig» aufzu-

heben, 

dass die Verfügung des SEM vom 12. Februar 2024 demnach – soweit die 

Dispositivziffern 1 – 3 (Flüchtlingseigenschaft, Asyl und Wegweisung) be-

treffend – in Rechtskraft erwachsen ist, 

dass über die Begehren in Zusammenhang mit der Datenänderung im 

ZEMIS praxisgemäss in einem separaten Beschwerdeverfahren 

(D-1169/2024) befunden wird,  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG richtet (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zutreffend ausgeführt 

hat, dass die Untersuchungspflicht der Behörden ihre Grenze an der Mit-

wirkungspflicht der Parteien findet, 

dass das Bundesverwaltungsgericht nach Prüfung der Akten sodann mit 

der Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass die Angaben des Beschwerde-

führers in der EB UMA sowie in der Anhörung als Schutzbehauptungen zu 

werten sind, um den Behörden die Feststellung seines tatsächlichen Alters 

zu verschleiern,  

dass diesbezüglich vorweg auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen 

werden kann, denen der Beschwerdeführer nichts Stichhaltiges entgegen-

zusetzen vermag, 

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dass der Beschwerdeführer zwar zu Recht geltend macht, alleine aufgrund 

des Fehlens von Identitätsdokumenten könne nicht automatisch auf eine 

Verletzung der Mitwirkungspflicht geschlossen werden, 

dass die Aussagen des Beschwerdeführers zu seiner Biografie und seinem 

familiären Umfeld aber als ausgesprochen vage und ausweichend zu qua-

lifizieren sind (vgl. beispielsweise SEM act. 20/11 F3.01 und 21/7 F7-18), 

dass sodann namentlich seine Ausführungen, weshalb es ihm nicht mög-

lich soll, den Geburtsschein zu beschaffen, in mehrfacher Hinsicht unplau-

sibel erscheinen (vgl. insbesondere SEM act. 20/11 F1.06),  

dass das äussere Erscheinungsbild des Beschwerdeführers und sein Ver-

halten zwar nur als schwache Indizien für seine Volljährigkeit gewertet wer-

den können, es vorliegend aber nicht zu beanstanden ist, dass das SEM 

auch diese Elemente in seine Gesamtwürdigung miteinbezogen hat (vgl. 

auch SEM act. 9/1, 12/8, 14/3, 16/2 und 25/1), 

dass das SEM unter den gegebenen besonderen Umständen des vorlie-

genden Einzelfalls darauf verzichten durfte, bezüglich der behaupteten 

Minderjährigkeit des Beschwerdeführers weitere Abklärungen zu tätigen, 

und auch betreffend die übrigen Sachverhaltselemente nicht von einer Ver-

letzung des Untersuchungsgrundsatzes oder des rechtlichen Gehörs aus-

zugehen ist und sich die entsprechenden Rügen des Beschwerdeführers 

als unbegründet erweisen, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

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dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe ersichtlich – der 

Beschwerdeführer ist jung, voll arbeitsfähig und macht betreffend seine ge-

sundheitliche Situation lediglich geltend, an (...) und (...) zu leiden – , die 

auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde – soweit die Dispositiv-Ziffern 4 und 5 der angefochtenen Verfü-

gung des SEM vom 12. Februar 2024 betreffend – abzuweisen ist, 

dass sich – die im vorliegenden Verfahren beurteilten – Rechtsbegehren 

als aussichtslos erweisen, weshalb das Gesuch um Gewährung der unent-

geltliche Prozessführung ungeachtet einer allfälligen prozessualen Bedürf-

tigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist (Art. 65 Abs. 1 VwVG), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– 

(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

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Seite 9 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird – soweit die Dispositiv-Ziffern 4 und 5 der angefoch-

tenen Verfügung des SEM vom 12. Februar 2024 betreffend – abgewiesen. 

2.  

Über die Begehren betreffend Anpassung des Geburtsdatums des Be-

schwerdeführers im ZEMIS wird im Verfahren D-1169/2024 entschieden. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Segessenmann Mareile Lettau 

 

 

Versand: