# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0599c7d-a420-59dc-90d2-a9630c3472e3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.10.2025 B-2891/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2891-2024_2025-10-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

Entscheid angefochten beim BGer 
 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-2891/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung  Richterin Mia Fuchs (Vorsitz), 

Richter Jean-Luc Baechler, Richter Pascal Richard, 

Gerichtsschreiber Urs Küpfer. 
   

Parteien  X._______, 

Beschwerdeführerin, 

  
  gegen 

  Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK), 

Vorinstanz. 

  
   
Gegenstand  Anerkennung eines ausländischen Ausbildungsabschlusses 

(Osteopathie; Deutschland). 

 

 

 

B-2891/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

X._______ (Beschwerdeführerin), deutsche und schweizerische Staatsan-

gehörige, besuchte von 1988 bis 1991 eine Krankengymnastikschule in 

Deutschland, deren Abschlussprüfung sie am […] 1991 bestand. Am […] 

1992 erteilte ihr die Bezirksregierung […] die Erlaubnis zur Führung der 

Berufsbezeichnung «Krankengymnastin». Aufgrund einer theoretischen 

und praktischen Prüfung stellte ihr die Deutsche Gesellschaft für Manuelle 

Medizin (DGMM) am […] 1997 das «Zertifikat Manuelle Therapie» aus. 

Zwischen 2003 und 2005 absolvierte sie Fortbildungskurse in osteopathi-

scher Therapie für Physiotherapeuten der DGMM. Am […] 2005 erwarb sie 

nach Zwischen- und Abschlussprüfungen das Diplom «osteopathische 

Therapie (D.O.T.)» der DGMM und der Deutschen Akademie für Physio-

therapeuten (DAfPT). 

Am […] 2018 stellte ihr die Hochschule A._______, eine staatlich aner-

kannte private Hochschule in Deutschland, aufgrund der bestandenen Mo-

dulprüfungen im Fachbereich Gesundheit und Soziales im Studiengang 

«Physiotherapie – Angewandte Therapiewissenschaften» die Urkunde 

zum «Bachelor of Science (B.Sc.)» aus. Mit Urkunde vom […] 2020 verlieh 

ihr die Hochschule A._______ im Studiengang «Therapiewissenschaften» 

den Titel «Master of Science (M.Sc.)». Nach dem Besuch diverser Fortbil-

dungskurse zwischen 2012 und 2023 erlangte die Beschwerdeführerin am 

[…] 2023 den «Degree Osteopathic Therapy D.O.T.» der Deutschen Ge-

sellschaft für Osteopathische Medizin (DGOM). 

B.  

Von 1992 bis 2002 arbeitete sie in Deutschland; seit 2003 ist sie als Physi-

otherapeutin und Osteopathin auch in der Schweiz tätig. Am […] 2005 er-

hielt sie in der Schweiz die Bewilligung zur Ausübung des Berufs der Phy-

siotherapeutin. 

C.  

Mit Gesuch vom 21. November 2023 (Eingangsstempel: 14. Dezember 

2023) beantragte die Beschwerdeführerin beim Schweizerischen Roten 

Kreuz (SRK, Vorinstanz) die Anerkennung ihres deutschen «Master of Sci-

ence (M.Sc.)» als Abschluss in Osteopathie. 

D.  

Das SRK fällte mit Verfügung vom 7. März 2024 gemäss deren Dispositiv-

Ziff. 1 einen Nichteintretensentscheid. Es erwog, in Deutschland existiere 

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kein einheitliches Berufsbild für die Osteopathie respektive für Heilprakti-

ker, welches mit dem Berufsbild einer Osteopathin in der Schweiz vergli-

chen werden könnte. Wer in Deutschland osteopathische Behandlungen 

durchführen wolle, bedürfe keiner spezifischen Ausbildung, sondern müsse 

die sehr allgemein gehaltene Heilpraktikerprüfung absolvieren. Ein Heil-

praktiker habe dort die Möglichkeit, allein aufgrund einer Kenntnisüberprü-

fung durch das Gesundheitsamt eigenverantwortlich Patienten unter ande-

rem osteopathisch zu behandeln. Demgegenüber stehe in der Schweiz ein 

durch den Gesetzgeber definiertes Berufsbild mit für einen nichtuniversitä-

ren Gesundheitsberuf überdurchschnittlichen Qualifikationsanforderun-

gen. Der Beruf des Heilpraktikers sei in keiner Weise mit dem Beruf des 

Osteopathen in der Schweiz vergleichbar. Es handle sich nicht um densel-

ben Beruf. 

Die eingereichten Ausbildungsnachweise ermöglichten den Zugang zum 

Beruf im Herkunftsstaat nicht. Berufsbefähigend sei dort die Heilpraktiker-

erlaubnis, nicht aber die Ausbildung in osteopathischer Therapie oder The-

rapiewissenschaften. Selbst wenn die Gleichartigkeit der Berufe bejaht 

würde, wäre deshalb auch auf der Grundlage der Ausbildungsnachweise 

eine Anerkennung nicht möglich. Die subsidiäre Prüfung nach Schweizer 

Recht führe zum gleichen Resultat, da auch hier die Berechtigung zur Be-

rufsausübung im Herkunftsstaat verlangt und vorausgesetzt werde, dass 

der Bildungsabschluss auf staatlichen Rechts- oder Verwaltungsvorschrif-

ten beruhe. 

E.  

Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 

1. April 2024 begründeten «Einspruch» beim SRK und ersuchte dieses um 

genauere Stellungnahme bzw. weitere Prüfung. Das SRK antwortete ihr 

mit Schreiben vom 24. April 2024, es habe ihre Vorbringen und Unterlagen 

sorgfältig geprüft und festgestellt, dass die Voraussetzungen für eine Wie-

dererwägung nicht erfüllt seien, weshalb es auf das Gesuch um Wiederer-

wägung nicht eintrete. Sie habe aber die Möglichkeit, beim Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung einzureichen; das SRK 

habe ihren «Brief» während der Beschwerdefrist erhalten. 

F.  

Mit Eingabe vom 8. Mai 2025 focht die Beschwerdeführerin den Wiederer-

wägungsentscheid des SRK vom 24. April 2024 beim Bundesverwaltungs-

gericht an. Dabei erklärte sie, das SRK habe festgestellt, dass die Voraus-

setzungen für eine Wiedererwägung der Verfügung des Nichteintretens auf 

ihr Anerkennungsgesuch nicht erfüllt seien und ihrem Gesuch um weitere 

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Prüfung nicht stattgegeben werden könne. Dies könne sie nicht nachvoll-

ziehen und wolle Beschwerde gegen den Entscheid betreffend Ablehnung 

weiterer Prüfung des Anerkennungsgesuchs erheben. 

Zur Begründung hatte sie in dem ihrer Beschwerde beigefügten «Ein-

spruch» vom 1. April 2024 gegenüber dem SRK unter anderem vorge-

bracht, da die Osteopathie in Deutschland als Heilkunde gelte, dürfe sie 

nur von Heilpraktikern und Ärzten ausgeübt werden. Um osteopathisch tä-

tig sein zu dürfen, müsse man deshalb die Heilpraktikerprüfung haben. 

Dies gelte aber nicht für die Schweiz. 

Durch den Bachelor und den anschliessenden Master habe sie sich quali-

fiziert, Krankheitsbilder zu untersuchen, zu erkennen und funktionelle Stö-

rungen mittels Osteopathie zu behandeln. Schulmedizinische, wissen-

schaftliche und biopsychosoziale Herangehensweisen stünden dabei im 

Zentrum. Ihren M.Sc. für Gesundheit mit dem Titel «Therapiewissen-

schaft», den Osteopathen ebenfalls abschlössen, habe sie in Deutschland 

absolviert. Vom Titel und der Anzahl Stunden her sollte er gegenüber ent-

sprechenden schweizerischen Abschlüssen als gleichwertig anzusehen 

sein. Schon 2018 hätte sie an der Hochschule A._______ einen Master-

studiengang in Osteopathie beginnen können. Da sie aber nicht in der Gy-

näkologie, mit Säuglingen oder Kindern habe arbeiten wollen, habe sie sich 

für den M.Sc. in Therapiewissenschaften entschieden und ihre weiteren 

praktischen Osteopathiestunden bei der DGOM absolviert, mit den Fä-

chern, die sie interessiert hätten, nicht mit Themen, die sie in der Praxis 

nicht anwenden würde. 

Sie habe sich nicht für eine Anerkennung als Heilpraktikerin, sondern als 

Osteopathin, an das SRK gewandt. Dieser Beruf habe auch in der Schweiz 

keine einheitliche, gesetzliche Regelung. Das SRK habe das Berufsbild 

des Heilpraktikers mit demjenigen des Osteopathen verglichen, aber ers-

teres habe mit letzterem nichts zu tun. 

G.  

In ihrer Vernehmlassung vom 12. Juni 2024 beantragte die Vorinstanz die 

Abweisung der Beschwerde. Unter Verweis auf ihre Verfügung vom 7. März 

2024 erklärte sie, aktuell gebe es in der Schweiz zwei Studiengänge, die 

auf die Berufsausübung als Osteopathin vorbereiteten. Einerseits sei dies 

der komplette Osteopathie-Studiengang (270 ECTS bzw. 5'750 Präsenz-

stunden), andererseits eine Passerelle, die jedoch nur Physiotherapeutin-

nen, welche die Aufnahmebedingungen erfüllten, angeboten werde (185 

ECTS bzw. 3’900 Präsenzstunden). 

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Die Schweiz stelle – gerade auch im Hinblick auf die Rolle der Osteopathen 

als Erstansprecher und den Schutz der Patienten – hohe Anforderungen 

an die Ausbildung. Welche Kompetenzen sich die Absolventen dieser Stu-

diengänge aneignen müssten, sei auf Gesetzes- und Verordnungsstufe 

verbindlich festgelegt. Inzwischen würden zahlreiche Masterprogramme 

angeboten, die es Angehörigen unterschiedlicher Gesundheitsberufe er-

laubten, nebst einer Erweiterung der beruflichen Kenntnisse einen akade-

mischen Weg einzuschlagen. Solche Weiterbildungen, auch wenn es sich 

um konsekutive Masterprogramme handle, seien jedoch nicht berufsbefä-

higend. Auch beim M.Sc. in Therapiewissenschaften handle es sich um ei-

nen unspezifischen Weiterbildungsmaster im Gesundheitsbereich und 

nicht um eine Ausbildung in Osteopathie. 

In der Schweiz sei es ebenfalls möglich, sich gewisse osteopathische Fä-

higkeiten bzw. der Osteopathie entlehnte Methoden anzueignen. Diese 

Weiterbildungen bereicherten das Behandlungsspektrum, das angeboten 

werden könne, erlaubten es den Absolventen jedoch nicht, sich anschlies-

send «Osteopath» zu nennen und entsprechend abzurechnen. In der über-

obligatorischen Gesundheitsversorgung gewährten gewisse Ausbildungen 

die Möglichkeit, eine entsprechende Methodennummer zu erhalten, damit 

die Behandlungsleistungen von Zusatzversicherungen rückvergütet wür-

den. Würden jedoch Leistungen im Bereich des Grundberufs – z.B. der 

Physiotherapie – erbracht, welche über die obligatorische Krankenversi-

cherung abgerechnet würden, müssten diese im Rahmen der berufsspezi-

fischen Kompetenzen ausgeführt werden. 

H.  

Replizierend legte die Beschwerdeführerin am 10. Juli 2024 dar, ihre Aus-

bildung und ihre berufliche Erfahrung erstreckten sich über mehrere Jahr-

zehnte und enthielten umfassende theoretische und praktische Kompo-

nenten. Diese Qualifikationen summierten sich auf über 5’000 Stunden um-

fassender, spezialisierter Aus- und Fortbildung. Das von der DGOM aus-

gestellte Diplom bescheinige, dass sie als Physiotherapeutin zusätzlich 

699 Stunden konzentrierte manuelle und osteopathische Therapie absol-

viert habe, aufbauend auf einer physiotherapeutischen Grundausbildung 

von 4’500 Stunden. Mit insgesamt 15 weiteren Teilnahmebescheinigungen 

für gezielte Refresher- und Postgraduiertenkurse von 2012 bis 2023 habe 

sie nach ihrer Ausbildung zusätzlich 418 Stunden absolviert. 

Die vom SRK genannten Schweizer Studiengänge für Osteopathie um-

fassten entweder 270 ECTS (5’750 Präsenzstunden) oder, als verkürzte 

Passerelle für Physiotherapeuten, 185 ECTS (3'900 Präsenzstunden). Ihre 

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Aus- und Fortbildungen erreichten insgesamt mindestens 5617 Stunden 

und seien daher durchaus mit den Schweizer Anforderungen vergleichbar. 

Die Anerkennung ihrer QuaIifikationen in Deutschland und anderen euro-

päischen Ländern als ausreichend für die Berufsausübung als Osteopathin 

zeige, dass ihr Ausbildungsniveau internationalen Standards entspreche. 

Der Aussage des SRK, dass es sich beim M.Sc. in Therapiewissenschaften 

um einen unspezifischen Weiterbildungsmaster handle, widerspreche sie. 

Dieser Masterstudiengang an der Hochschule A._______ umfasse spezia-

lisierte Inhalte und Forschungsarbeiten, die direkt auf die Verbesserung 

und Vertiefung ihrer osteopathischen Kenntnisse abgezielt hätten. Die im 

Studium vermittelten Inhalte inkludierten unter anderem fortgeschrittene 

Techniken der manuellen Therapie sowie evidenzbasierte Praxis und For-

schung im Gesundheitswesen, die alle direkt auf die Ausübung der Osteo-

pathie anwendbar seien. 

Ihre langjährige praktische Erfahrung als Krankengymnastin und Physio-

therapeutin, ergänzt durch kontinuierliche Weiterbildung in osteopathischer 

Therapie, gewährleiste eine hohe Qualität ihrer Behandlungen. Sie be-

gleite und berate Personen aller Altersgruppen und in allen Lebenslagen, 

im Spektrum von Prävention und Gesundheitsförderung, durch Versorgung 

chronisch Kranker sowie palliativ. Diese Erfahrung werde durch zahlreiche 

positive Patientenrückmeldungen und die Anerkennung durch deutsche 

Fachgesellschaften bestätigt. 

I.  

Mit Schreiben an das Bundesverwaltungsgericht vom 6. September 2024 

verzichtete das SRK auf eine Duplik. 

J.  

Auf die entscheidwesentlichen Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird 

in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gegen die Verfügung des SRK vom 7. März 2024 bzw. dessen Wieder-

erwägungsentscheid vom 24. April 2024 ist die Beschwerde an das Bun-

desverwaltungsgericht zulässig (Art. 31 f. und 33 Bst. h des Verwaltungs-

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gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, VGG, SR 173.32; Art. 5 des Verwal-

tungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968, VwVG, SR 172.021). 

1.2 Als Adressatin der angefochtenen Verfügung bzw. des angefochtenen 

Wiedererwägungsentscheides ist die Beschwerdeführerin zur Beschwerde 

berechtigt (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 In seinem Schreiben an die Beschwerdeführerin vom 24. April 2024 

betreffend Wiedererwägung erwähnte das SRK Art. 8 Abs. 1 und Art. 21 

Abs. 2 VwVG. Gemäss Art. 8 Abs. 1 VwVG überweist die Behörde, die sich 

als unzuständig erachtet, die Sache ohne Verzug der zuständigen Be-

hörde. Nach Art. 21 Abs. 2 VwVG gilt eine Frist als gewahrt, wenn die Partei 

rechtzeitig an eine unzuständige Behörde gelangt. 

Den «Einspruch» der Beschwerdeführerin vom 1. April 2024 gegen die Ver-

fügung vom 7. März 2024 erhielt das SRK am 3. April 2024. Es leitete ihn 

allerdings nicht – entsprechend Art. 8 Abs. 1 VwVG – ohne Verzug an das 

Bundesverwaltungsgericht weiter, sondern beschied der Beschwerdefüh-

rerin mit Schreiben vom 24. April 2024, es trete auf ihr Wiedererwägungs-

gesuch nicht ein; sie habe aber die Möglichkeit, beim Bundesverwaltungs-

gericht Beschwerde gegen die Verfügung einzureichen. 

Da die Verfügung vom 7. März 2024 laut SRK gleichentags versandt, Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht (formell) jedoch erst mit Ein-

gabe vom 8. Mai 2024 (Datum des Poststempels) erhoben wurde, wäre die 

30-tägige Beschwerdefrist augenscheinlich trotz des Fristenstillstandes 

über Ostern (Art. 22a Abs. 1 Bst. a VwVG) an sich nicht gewahrt. Unter 

Berücksichtigung von Art. 21 Abs. 1 VwVG und der Tatsache, dass der 

«Einspruch» vom 1. April 2024 durch das SRK nicht weitergeleitet, sondern 

als Wiedererwägungsgesuch behandelt wurde, kann sie dennoch als ge-

wahrt gelten. Das Vorgehen des SRK darf der Beschwerdeführerin nicht 

zum Nachteil gereichen, zumal die Beschwerdefrist jedenfalls hinsichtlich 

des Wiedererwägungsentscheides vom 24. April 2024 ohne Weiteres ein-

gehalten wurde (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI/BUNDI, Verwaltungsverfahren 

und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 4. A., 2025, N. 398; THOMAS 

FLÜCKIGER, in: Waldmann/Krauskopf, Praxiskommentar Verwaltungsver-

fahrensgesetz, 3. A., 2023, Art. 8 N. 29 f. und PATRICIA EGLI, ebenda, Art. 21 

N. 22). 

1.4 Angesichts der geringeren Anforderungen an Laienbeschwerden (vgl. 

Urteile des BVGer B-1672/2024 vom 28. März 2025 E. 1.4.2, B-4065/2022 

vom 30. Januar 2024 E. 1.4.2 sowie B-7115/2013 vom 9. März 2015 E. 1.3 

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und 3.6 ff., je m.H.) sind auch Form und Inhalt der Beschwerde gewahrt 

(Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG). 

1.5 Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

2.  

2.1 Laut Dispositiv-Ziff. 1 der detailliert begründeten Verfügung vom 

7. März 2024 trat das SRK auf das Anerkennungsgesuch der Beschwerde-

führerin nicht ein. Analoges gilt für den nicht näher begründeten Wiederer-

wägungsentscheid vom 24. April 2024. Mit einer Beschwerde gegen einen 

Nichteintretensentscheid kann im Prinzip nur das Nichteintreten bean-

standet, jedoch keine materielle Beurteilung der Streitsache verlangt wer-

den (BGE 135 II 38 E. 1.2). 

2.2 Wie die Erwägungen der angefochtenen Verfügung freilich zeigen, be-

handelte das SRK das Anerkennungsgesuch in Wirklichkeit teilweise ma-

teriell. Begründet eine Vorinstanz einen Nichteintretensentscheid mit ma-

teriellen Argumenten, so ist praxisgemäss davon auszugehen, es handle 

sich um einen materiellen Entscheid, und der Streitgegenstand erweitert 

sich entsprechend (Urteile des BVGer B-5730/2023 vom 10. Februar 2025 

E. 2.3 und B-1374/2020 vom 21. Dezember 2020 E. 2 m.H.; vgl. auch Urteil 

des BVGer B-1224/2024 vom 9. Dezember 2024 E. 1.2 f.). 

3.  

3.1 Das am 1. Februar 2020 in Kraft getretene Gesundheitsberufegesetz 

vom 30. September 2016 (GesBG, SR 811.21) fördert im Interesse der öf-

fentlichen Gesundheit die Qualität der Ausbildung in den Gesundheits-

berufen an Hochschulen und anderen Institutionen des Hochschulbereichs 

sowie der Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung (Art. 1 

GesBG). Als Gesundheitsberuf gilt unter anderem derjenige der Osteopa-

thin (Art. 2 Abs. 1 Bst. g GesBG). Für die Ausübung des Berufs in eigener 

fachlicher Verantwortung bedarf es namentlich eines «Master of Science 

in Osteopathie FH» (Art. 11 i.V.m. Art. 12 Abs. 2 Bst. g GesBG). 

3.2 Art. 10 Abs. 1 GesBG regelt die Anerkennung ausländischer Bildungs-

abschlüsse wie folgt: 

Ein ausländischer Bildungsabschluss wird anerkannt, wenn seine Gleichwer-

tigkeit mit einem inländischen Bildungsabschluss nach Artikel 12 Absatz 2: 

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a. in einem Vertrag über die gegenseitige Anerkennung mit dem betreffen-

den Staat oder einer überstaatlichen Organisation festgelegt ist; oder 

b. im Einzelfall nachgewiesen wird anhand von Bildungsstufe, -inhalt, -dauer 

und im Bildungsgang enthaltenen praktischen Qualifikationen. 

Beim Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einer-

seits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten ande-

rerseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) 

handelt es sich um einen Vertrag im Sinne von Art. 10 Abs. 1 Bst. a GesBG. 

Das FZA verweist auf die Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von 

Berufsqualifikationen (Amtsblatt der Europäischen Union L 255/22 vom 

30. September 2005; nachfolgend: Richtlinie 2005/36/EG). Diese unter-

stellt die in einem EU-Mitgliedstaat erworbene Qualifikation als Osteopath 

dem sog. allgemeinen Anerkennungssystem (Richtlinie 2005/36/EG, 

E. 11), welches einen Vergleich der Ausbildungsinhalte im Einzelfall er-

möglicht (vgl. Urteil des BVGer B-226/2022 vom 11. November 2022 E. 2.1 

m.H.). 

3.3 Im Geltungsbereich des GesBG regelt der Bundesrat die Anerkennung 

ausländischer Bildungsabschlüsse (Art. 10 Abs. 3 GesBG). Gestützt auf 

Art. 10 Abs. 3 und Art. 34 Abs. 3 GesBG (Übergangsbestimmung) erliess 

er die Gesundheitsberufeanerkennungsverordnung vom 13. Dezember 

2019 (GesBAV, SR 811.214). Diese legt unter anderem das Verfahren zur 

Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse nach Art. 10 GesBG fest. 

Für deren Anerkennung ist das SRK zuständig (Art. 2 Abs. 1 GesBAV). 

4.  

Die Beschwerdeführerin ersucht um Anerkennung ihres deutschen M.Sc. 

in Therapiewissenschaften zwecks (selbständiger) Tätigkeit als Osteopa-

thin in der Schweiz. Zunächst muss eruiert werden, ob es sich dabei um 

denselben Beruf wie im Herkunftsstaat Deutschland handelt. 

4.1 In Art. 1 der Richtlinie 2005/36/EG wird deren Gegenstand wie folgt 

umschrieben: 

Diese Richtlinie legt die Vorschriften fest, nach denen ein Mitgliedstaat, der 

den Zugang zu einem reglementierten Beruf oder dessen Ausübung in seinem 

Hoheitsgebiet an den Besitz bestimmter Berufsqualifikationen knüpft (im Fol-

genden «Aufnahmemitgliedstaat» genannt), für den Zugang zu diesem Beruf 

und dessen Ausübung die in einem oder mehreren anderen Mitgliedstaaten 

(im Folgenden «Herkunftsmitgliedstaat» genannt) erworbenen Berufsqualifi-

kationen anerkennt, die ihren Inhaber berechtigen, dort denselben Beruf aus-

zuüben. 

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4.2 Art. 4 der Richtlinie 2005/36/EG regelt die Wirkungen der Anerkennung 

folgendermassen: 

(1) Die Anerkennung der Berufsqualifikationen durch den Aufnahmemitglied-

staat ermöglicht der begünstigten Person, in diesem Mitgliedstaat densel-

ben Beruf wie den, für den sie in ihrem Herkunftsmitgliedstaat qualifiziert 

ist, aufzunehmen und unter denselben Voraussetzungen wie Inländer aus-

zuüben. 

(2) Für die Zwecke dieser Richtlinie ist der Beruf, den der Antragsteller im 

Aufnahmemitgliedstaat ausüben möchte, derselbe wie derjenige, für den 

er in seinem Herkunftsmitgliedstaat qualifiziert ist, wenn die Tätigkeiten, 

die er umfasst, vergleichbar sind. 

4.3 Ist der im Aufnahmemitgliedstaat auszuübende Beruf nicht derselbe 

wie im Herkunftsmitgliedstaat oder hat die Antragstellerin dort keinen Zu-

gang zum reglementierten Beruf, so verbietet sich eine Anerkennung nach 

der Richtlinie 2005/36/EG auch ohne vertiefte materielle Prüfung des Be-

fähigungs- oder Ausbildungsausweises, denn die Richtlinie bezweckt nicht 

die Anerkennung einer Berufsqualifikation, welche die Antragstellerin gar 

nicht besitzt (vgl. Urteil des BGer 2C_399/2018 vom 26. März 2021 E. 5.5 

und Urteil des BVGer B-550/2024 vom 9. Dezember 2024 E. 6.3). 

4.4 Der Beruf, den die Antragstellerin im Aufnahmestaat Schweiz ausüben 

möchte, ist derselbe wie derjenige, für den sie in ihrem Herkunftsmitglied-

staat Deutschland qualifiziert ist, wenn die Tätigkeiten, die er umfasst, ver-

gleichbar sind (Art. 4 Abs. 2 der Richtlinie 2005/36/EG). Ein präzises Be-

rufsbild oder eine gesetzliche Definition des Berufs wird dabei nicht ver-

langt (Urteil des BVGer B-550/2024 vom 9. Dezember 2024 E. 8.1.1). 

4.5 Laut Masterzeugnis vom […] 2020 bestand die Beschwerdeführerin fol-

gende Modulprüfungen des Studiengangs «Therapiewisssenschaften»: 

M 01 Wissenschaftliches Arbeiten 

M 02 Forschungsmethoden 

M 03 Wissenschaftliche Perspektiven der Berufsentwicklung 

M 04 Praxismodul Forschung 

M 05 Praxismodul Kommunikation 

M 06 Gesundheitsmanagement 

M 07 Pädagogik 

M 08 Management 

M 09 Forschungskolloquium 

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Seite 11 

M 10 Masterprüfung 

M 11 Mentorat 

Ihre Masterarbeit trug den Titel […]. 

Gemäss Bachelor-Urkunde vom […] 2018 hatte die Beschwerdeführerin im 

Studiengang «Physiotherapie – Angewandte Therapiewissenschaften» fol-

gende Modulprüfungen bestanden: 

Erster Studienabschnitt 

Einstufungsprüfung 

Zweiter Studienabschnitt 

Wissenschaftliche Kompetenz 

Sozialwissenschaften 

Theoriegeleitetes therapeutisches Handeln 

Berufliche Kompetenz in der Physiotherapie 

Gesundheitspädagogische Kompetenzen 

Therapiewissenschaftliche Aspekte der Lebensspanne I 

Therapiewissenschaftliche Aspekte der Physiotherapie 

Therapiewissenschaftliche Aspekte der Lebensspanne II 

Wissenschaftliche Methodenkompetenz in der Berufspraxis I 

Wissenschaftliche Methodenkompetenz in der Berufspraxis II 

Wahlbereich 

Bachelorprüfung 

Die Bachelorarbeit stand unter dem Titel […]. 

Ferner besitzt die Beschwerdeführerin das «Zertifikat Manuelle Therapie» 

der DGMM vom […] 1997, das Diplom «osteopathische Therapie (D.O.T.)» 

der DGMM und der DAfPT vom […] 2005 sowie den «Degree Osteopathic 

Therapy D.O.T.» der DGOM vom […] 2023, und sie absolvierte Fortbil-

dungskurse in osteopathischer Therapie für Physiotherapeuten. 

Der Gegenstand des Anerkennungsgesuchs bildende M.Sc. in Therapie-

wissenschaften ist forschungs- und managementorientiert. Auch der B.Sc. 

der Beschwerdeführerin in Physiotherapie weist nicht auf eine spezifisch 

oder schwergewichtig osteopathische Ausbildung hin. Dies weckt Zweifel 

daran, dass sie in Deutschland für denselben Beruf wie denjenigen, auf 

welchen die streitige Diplomanerkennung abzielt, ausgebildet wurde. 

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Seite 12 

Freilich verfügt sie noch über Abschlüsse und Fortbildungen deutscher me-

dizinischer Fachgesellschaften zur Osteopathie. Insofern wäre für den 

Zweck der Anwendung der Art. 1 und 4 der Richtlinie 2005/36/EG allenfalls 

von demselben Beruf auszugehen. Wie das Bundesverwaltungsgericht be-

reits feststellte, existiert in Deutschland ein Osteopathieberuf, dessen Tä-

tigkeitsfeld mit denjenigen in der Schweiz grundsätzlich verglichen werden 

könnte (Urteil B-550/2024 vom 9. Dezember 2024 E. 8.1.1). In diesem Kon-

text führte das Bundesverwaltungsgericht aus (E. 8.1.2), die Vorinstanz 

greife zu kurz, wenn sie in der angefochtenen Verfügung einzig den Beruf 

des (deutschen) Heilpraktikers mit demjenigen des (schweizerischen) Os-

teopathen vergleiche und unabhängig von den vorgelegten Ausbildungs-

nachweisen zum Schluss komme, es handle sich nicht um denselben Beruf 

im Sinne von Art. 1 der Richtlinie 2005/36/EG. 

4.6 Angesichts dessen muss die Anerkennung unter dem Gesichtspunkt 

einer deutschen Berufsqualifikation als Osteopathin geprüft werden. 

5.  

Mit Blick auf Art. 13 der Richtlinie 2005/36/EG stellt sich die Frage, ob der 

Beruf der Osteopathin in Deutschland reglementiert ist. 

5.1 Art. 3 Abs. 1 Bst. a der Richtlinie 2005/36/EG definiert den Begriff «reg-

lementierter Beruf» wie folgt: 

«Reglementierter Beruf» ist eine berufliche Tätigkeit oder eine Gruppe beruf-

licher Tätigkeiten, bei der die Aufnahme oder Ausübung oder eine der Arten 

der Ausübung direkt oder indirekt durch Rechts- und Verwaltungsvorschriften 

an den Besitz bestimmter Berufsqualifikationen gebunden ist; eine Art der Aus-

übung ist insbesondere die Führung einer Berufsbezeichnung, die durch 

Rechts- oder Verwaltungsvorschriften auf Personen beschränkt ist, die über 

eine bestimmte Berufsqualifikation verfügen. 

Dazu gehört insbesondere die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit in Ver-

bindung mit der Führung eines Titels, den nur Personen tragen dürfen, die 

einen bestimmten Ausbildungs- oder Befähigungsnachweis (bzw. ein Dip-

lom) besitzen, der in einschlägigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften 

normiert wurde. Mit anderen Worten zeichnen sich reglementierte Berufe 

dadurch aus, dass sie nur mit einer Bewilligung ausgeübt werden dürfen, 

welche gestützt auf die erwähnten Befähigungsnachweise erteilt wird. 

Nicht reglementierte Berufe können hingegen frei ausgeübt werden (vgl. 

Urteile des BVGer B-550/2024 vom 9. Dezember 2024 E. 8.2.1, B-

5636/2020 vom 22. März 2022 E. 4.1 und B-5372/2015 vom 4. April 2017 

E. 5.6.1). 

B-2891/2024 

Seite 13 

5.2 Wer nicht Arzt ist, darf die Osteopathie in Deutschland nur mit einer 

Heilpraktikererlaubnis ausüben. Diese bedingt unter anderem eine Über-

prüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten durch das Gesundheitsamt. Bei 

der Heilpraktikererlaubnis handelt es sich demnach um eine Berufsaus-

übungsbewilligung (unter anderem) für Osteopathie, welche nur gestützt 

auf einen Befähigungsnachweis erteilt wird. Daher steht die Osteopathie 

freier Ausübung in Deutschland nicht offen und gilt insofern als reglemen-

tiert im Sinne von Art. 3 Abs. 1 Bst. a der Richtlinie 2005/36/EG. Dass der 

erforderliche Befähigungsnachweis nicht spezifisch auf Osteopathie zuge-

schnitten ist, sondern das weitere Berufsfeld der Heilpraxis umfasst, ändert 

daran nichts (für Einzelheiten siehe Urteil des BVGer B-550/2024 vom 

9. Dezember 2024 E. 8.2). 

6.  

Geprüft werden muss nun, ob die Beschwerdeführerin aufgrund der vorge-

legten Bildungsnachweise Zugang zur Berufsausübung im Herkunftsstaat 

Deutschland hat. 

6.1 Das ganze System der Anerkennung von Berufsqualifikationen basiert 

auf der Prämisse, dass das Diplom, um dessen Anerkennung im Aufnah-

mestaat ersucht wird, der Gesuchstellerin erlaubt, den reglementierten Be-

ruf im Herkunftsstaat schon auszuüben. Verfügt sie dort jedoch nicht über 

die entsprechende Befugnis, kann ihr eine solche auch im Aufnahmestaat 

verweigert werden, selbst wenn ihre Ausbildung als gleichwertig einzustu-

fen wäre. Mit anderen Worten kann die Gleichwertigkeit der Ausbildung nur 

geprüft werden, wenn feststeht, dass der fragliche Beruf im Herkunftsstaat 

reglementiert und die Gesuchstellerin befugt ist, ihn dort auszuüben (Urteil 

des BGer 2C_399/2018 vom 26. März 2021 E. 5.3.2 und E. 5.5 m.H.). 

6.2 Gemäss Art. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 1 der Richtlinie 2005/36/EG ermöglicht 

es die Anerkennung der Berufsqualifikationen durch den Aufnahmemit-

gliedstaat der begünstigten Person, in diesem Staat denselben Beruf wie 

denjenigen, für den sie in ihrem Herkunftsmitgliedstaat qualifiziert ist, auf-

zunehmen und unter denselben Voraussetzungen wie Inländer auszuüben 

(vgl. auch Art. 13 der Richtlinie 2005/36/EG, welcher die Anerkennungsbe-

dingungen näher regelt). Demnach muss die anzuerkennende Qualifika-

tion ihrem Inhaber schon im Herkunftsstaat Zugang zum Beruf gewähren 

und ihn dort zu dessen Ausübung berechtigen (vgl. Urteile des BVGer B-

1175/2024 vom 31. Januar 2025 E. 4.3, B-550/2024 vom 9. Dezember 

2024 E. 6.3 und B-655/2016 vom 30. Juni 2017 E. 3.1). Die Diplomaner-

kennung ist kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck der Erteilung ei-

ner Berufsausübungsbewilligung. Der Aufnahmestaat gewährt den 

B-2891/2024 

Seite 14 

Berufszugang, weil dieser im Herkunftsland bereits besteht und er grund-

sätzlich auf die dort vorausgesetzten Qualifikationen vertrauen kann (vgl. 

Art. 9 FZA; Urteil des BVGer B-1023/2023 vom 17. Juni 2024 E. 2.1 m.H.; 

BREITENMOSER/WEYENETH, Europarecht, 4. A., 2021, N. 1225; JOEL GÜN-

THARDT, Switzerland and the European Union: the implications of the insti-

tutional framework and the right of free movement for the mutual recogni-

tion of professional qualifications, 2021, S. 200 ff.). Daran orientiert sich 

auch die ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, indem 

sie eine Anerkennung versagt, wenn der Betroffene im Herkunftsstaat kei-

nen Berufszugang hat (Urteile B-550/2024 vom 9. Dezember 2024 E. 8.3.2, 

B-213/2023 vom 3. April 2024 E. 2.4, B-655/2016 vom 30. Juni 2017 E. 3.1, 

B-2680/2015 vom 21. Juni 2017 E. 3.3 und B-4624/2009 vom 4. Oktober 

2010 E. 7.7). 

6.3 Nach der Aktenlage ist die Beschwerdeführerin weder Ärztin noch In-

haberin einer Heilpraktikererlaubnis. Demnach darf sie in Deutschland 

nicht (eigenständig) als Osteopathin tätig sein, was sie auch selber ein-

räumt. Folglich fehlt ihr die Berechtigung, den Beruf entsprechend der 

Richtlinie 2005/36/EG im Herkunftsstaat auszuüben, weshalb ihre auslän-

dischen Abschlüsse, namentlich ihr M.Sc., für eine Tätigkeit als Osteopa-

thin in der Schweiz nicht anerkannt werden können. Neben der Richtlinie 

2005/36/EG fällt auch kein sonstiger Vertrag über die gegenseitige Aner-

kennung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 Bst. a GesBG in Betracht (vgl. Urteil 

des BVGer B-550/2024 vom 9. Dezember 2024 E. 8.3.2 f.). 

Abweichendes ergibt sich auch nicht aus der jüngsten Rechtsprechung des 

Bundesgerichts. Dieses erwog im Urteil 2C_49/2024 vom 6. August 2025 

(E. 5.4), wenn die Voraussetzungen für eine Anerkennung gemäss Art. 13 

Abs. 2 der Richtlinie 2005/36/EG mangels erforderlicher Berufserfahrung 

nicht erfüllt seien, sei subsidiär eine Gleichwertigkeitsprüfung gestützt auf 

die im FZA verankerten Diskriminierungsverbote und den Verhältnismäs-

sigkeitsgrundsatz vorzunehmen. Im Urteil 2C_401/2024 vom 2. September 

2025 (E. 6.6) hielt das Bundesgericht sodann fest, wenn weder das System 

der automatischen Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG noch das 

allgemeine System derselben auf eine gegebene Situation anwendbar sei, 

leite sich das Recht auf Anerkennung beruflicher Qualifikationen direkt aus 

dem Diskriminierungsverbot des FZA her. Soweit der Zugang zu einem Be-

ruf an ein bestimmtes nationales Diplom geknüpft sei, könne es sich um 

eine bedeutsame Ursache für eine Diskriminierung von EU-Bürgern han-

deln. Vorliegend besteht keine derartige Konstellation. Vielmehr darf die 

Beschwerdeführerin den Beruf schon im Herkunftsstaat nicht praktizieren, 

B-2891/2024 

Seite 15 

weil ihr die dafür notwendige Ausbildung fehlt. Auch eine Diskriminierung 

seitens der Schweiz aufgrund ihres EU-Bürgerrechts droht damit nicht. 

6.4 Es erübrigt sich daher, auf die weitere Argumentation der Beschwerde-

führerin, insbesondere betreffend Berufserfahrung und Vergleichbarkeit ih-

rer Ausbildung mit schweizerischen Studiengängen, näher einzugehen. 

Daran würde sich auch nichts ändern, wenn der Sachverhalt nach der Ges-

BAV zu beurteilen wäre, denn Art. 5 Bst. d GesBAV verlangt ebenfalls, dass 

die Inhaberin des ausländischen Bildungsabschlusses berechtigt ist, den 

Beruf in dem Land auszuüben, in dem sie den Abschluss erworben hat. 

7.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. 

8.  

Schliesslich bleibt noch über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieses 

Urteils zu befinden. 

8.1 In der Regel auferlegt das Bundesverwaltungsgericht die Verfahrens-

kosten der unterliegenden Partei; unterliegt diese nur teilweise, so werden 

ihr die Verfahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das Ausmass 

des Unterliegens bestimmt sich anhand der Rechtsbegehren, gemessen 

am Verfahrensausgang (Urteil des BVGer B-3134/2023 vom 26. August 

2024 E. 12.1 m.H.). Da die Beschwerdeführerin mit ihren Rechtsbegehren 

keinen Erfolg hatte, sind ihr die nach den gesetzlichen Bemessungsfakto-

ren (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 ff. des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht, VGKE, SR 173.320.2) festgesetzten Verfahrenskosten von 

Fr. 1'000.- vollumfänglich aufzuerlegen. 

8.2 Der unterliegenden, nicht vertretenen Beschwerdeführerin ist keine 

Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

Als Organisation ausserhalb der Bundesverwaltung, die in Erfüllung einer 

ihr übertragenen öffentlich-rechtlichen Aufgabe des Bundes verfügt hat und 

als Behörde im Sinne von Art. 1 Abs. 2 Bst. e VwVG zu qualifizieren ist, hat 

das SRK keinen Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 3 

VGKE; Urteil des BVGer B-3445/2024 vom 27. Januar 2025 E. 8.2). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

B-2891/2024 

Seite 16 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ur-

teils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zahlungsfrist be-

trägt 30 Tage ab Rechnungsdatum. Die Zustellung der Rechnung erfolgt 

mit separater Post. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Eid-

genössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Mia Fuchs Urs Küpfer 

 

  

B-2891/2024 

Seite 17 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 5. November 2025 

  

B-2891/2024 

Seite 18 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin 

– die Vorinstanz 

– das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und  

Forschung WBF