# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 661ceddb-8c33-5ad2-8d9a-914ec1355716
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.09.2018 IV 2015/281
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-281_2018-09-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/281

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 26.09.2019

Entscheiddatum: 07.09.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 07.09.2018
Art. 28 IVG. Würdigung Gutachten. Das IV-Gutachten weist Mängel auf. Auf 
die attestierte Arbeitsfähigkeit kann aber dennoch abgestellt werden. Volle 
Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit. Kein Rentenanspruch (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. September 2018, 
IV 2015/281).

Besetzung

Versicherungsrichterin Miriam Lendfers (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber 

und Versicherungsrichterin Marie Löhrer;

Gerichtsschreiber Daniel Furrer

Geschäftsnr.  

IV 2015/281

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller,

Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 27. Dezember 2011 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1), nachdem 

sie am 11. Juli 2011 in B.___ als Beifahrerin einen Verkehrsunfall mit einem 

Personenwagen erlitten hatte (vgl. IV-act. 12). Die Versicherte war in B.___ hospitalisiert 

und es war ein Gipskorsett angepasst worden. Danach war sie mit der Rega repatriiert 

worden. Vom 27. bis 31. Juli 2011 war die Versicherte im Kantonsspital St. Gallen 

(KSSG) hospitalisiert worden, wo eine inkomplette Berstungsfraktur LWK 2 und eine 

Sternumkontusion nach Autounfall mit Anpassung eines Gipskorsetts in B.___ 

diagnostiziert worden waren (Fremdakten). Am 5. Dezember 2011 war die Versicherte 

im KSSG aufgrund von MRI Befunden (nicht abgeheilte, subakute Fraktur) und der 

klinisch persistenten Schmerzsituation sowie des konventionell radiologisch 

bestehenden Kyphosewinkels des Wirbelkörpers operiert worden (Vertebroplastie 

LWK1 und Schutzvertebroplastie BWK12). Die postoperative Röntgenkontrolle zeigte 

eine regelrechte Zementposition. Die Mobilisation im Verlauf gelang problemlos 

(Bericht des KSSG vom 12. Dezember 2011, IV-act. 10). Anlässlich der Nachkontrolle 

vom 17. Januar 2012 klagte die Versicherte nach wie vor über persistierende 

Schmerzen im Bereich der Fraktur. Gemäss den Ärzten rührten die Schmerzen 

vermutlich von der Muskulatur her (Bericht des KSSG vom 19. Januar 2012, IV-act. 23). 

Auch in der Nachkontrolle vom 28. Februar 2012 klagte die Versicherte über 

persistierende vor allem bewegungsabhängige Beschwerden. Beim Röntgen zeigten 

sich stationäre ossäre Verhältnisse ohne Nachweis einer Einsinterung oder sichtbaren 

Anschlussfraktur im thorakolumalen Übergang (Bericht des KSSG vom 1. März 2012, 

IV-act. 30).

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A.b  Im Schreiben vom 7. Juni 2012 des KSSG zuhanden der IV-Stelle gab der 

behandelnde Arzt an, dass die bisherige Arbeitstätigkeit als Reinigungsfrau im 

Hotelgewerbe eine eher ungünstige Tätigkeit sei, da es hier neben der ungünstigen 

Körperhaltung auch zu einem gewissen Akkordverhalten komme, welches die Situation 

der Versicherten ungünstig beeinflussen dürfte (IV-act. 35).

A.c  Im Bericht vom 28. Januar 2013 führte Dr. med. C.___, Facharzt FMH für 

orthopädische Chirurgie, Wirbelsäulenzentrum D.___, aus, die Versicherte weise eine 

muskuläre Insuffizienz nach an und für sich adäquater Behandlung der 

Wirbelsäulenfraktur, aber ohne entsprechendes Muskelaufbautraining auf. Sie werde 

jetzt in der Physiotherapie vorsichtig ein isometrisches Rumpfmuskeltraining lernen (IV-

act. 56). Im Bericht vom 14. Mai 2013 sprach Dr. C.___ von einem sehr enttäuschenden 

langwierigen Verlauf. Nach einem gynäkologisch-chirurgischen Eingriff vom 8. Mai 

2013 sei der Versicherten gesagt worden, sie solle sich drei bis vier Wochen streng 

schonen. Dadurch sei sie in ihrer Schonhaltung bestärkt. Obwohl er ihr gesagt habe, 

sie solle trotzdem ihre einfachen Rückenmuskelübungen im Liegen machen, werde sie 

sehr wahrscheinlich in den vier Wochen nach dem Eingriff Rückschritte machen (IV-act. 

62). Im Arztbericht vom 3. Juli 2013 gab Dr. C.___ an, dass eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit als Zimmerfrau bestehe. Nach einer stationären Reha sei die 

Tätigkeit wieder im zeitlichen Rahmen von 50% zumutbar (IV-act. 65).

A.d  Vom 21. August 2013 bis 10. September 2013 war die Versicherte in der Klinik 

E.___ hospitalisiert. Beim Austritt habe sie keine Veränderung der 

Schmerzsymptomatik beschrieben. Aus interdisziplinärer Sicht seien die 

Schmerzangaben nicht hinreichend objektivierbar gewesen. Eine Ausweitung der 

Leistungsfähigkeit erscheine aus medizinisch-therapeutischen Gesichtspunkten 

grundsätzlich weiterhin als realisierbar (IV-act. 74).

A.e  Im Auftrag der IV-Stelle wurde beim Medizinischen Gutachtenzentrum Region St. 

Gallen GmbH (MGSG) ein polydisziplinäres orthopädisch-psychiatrisches Gutachten 

mit internistischer Beurteilung sowie eine Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit (EFL) an der Orthopädie und Physiotherapie F.___ durchgeführt. Im 

Gutachten vom 25. Juni 2014 wurde keine Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit gestellt. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden ein 

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Thorakolumbovertebrales Syndrom bei Status nach Vertebroplastie L1 und 

Schutzvertebroplastie TH12 nach inkompletter Berstungsfraktur L1 im Dezember 2011, 

eine laterale Bandinstabilität am oberen Sprunggelenk links, eine Präadipositas, leichte 

chronische depressive Stimmungsschwankungen (Dysthymie) bei Zustand nach 

Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion, bestehend seit etwa Januar 

2012, eine Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen, eine 

arterielle Hypertonie, ein Status nach Pulmonalisvenenisolation 2003 wegen 

paroxysmaler AV-Tachykardie und ein Status nach LEEP-Konisation und CK-Curettage 

wegen persistierendem PAP III 2013 diagnostiziert. Die Arbeitsfähigkeit als Zimmerfrau 

betrage gesamthaft bei voller Stundenpräsenz eines normalen Pensums seit April 2012 

100%. Im Rahmen der posttraumatischen respektive postoperativen Rehabilitation 

habe die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von Juli 2011 bis März 2012 0% 

betragen (IV-act. 97). In der Stellungnahme vom 23. Juli 2014 hielt der RAD fest, dass 

auf das Gutachten abgestellt werden könne (IV-act. 103).

A.f  Mit Vorbescheid vom 2. Dezember 2014 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Die Abklärungen hätten ergeben, dass 

es der Versicherten zumutbar sei, zu 100% als Zimmerfrau tätig zu sein (IV-act. 115).

A.g  Mit Einwand vom 19. Januar 2015 beantragte die Versicherte die Zusprache 

mindestens einer halben IV-Rente ab Juli 2012, eventualiter sei eine weitere 

polydisziplinäre Begutachtung vorzunehmen. Das MGSG-Gutachten sei nicht 

verwertbar, weil es auf unvollständigen Aktenkenntnissen und auf einer völlig 

einseitigen orthopädischen Beurteilung beruhe. Die rheumatologischen Probleme 

würden ausgeblendet. Sie reichte dazu unter anderem einen Arztbericht von Dr. med. 

G.___, Facharzt für Chirurgie, vom 18. August 2014 ein (IV-act. 116).

A.h  In der im Auftrag des Unfallversicherers erstellten ärztlichen Beurteilung vom 25. 

März 2015 hält Dr. G.___ fest, dass sich keine Anhaltspunkte für eine zusätzliche 

rheumatologische und neurologische Begutachtung ergäben. Bei der Versicherten sei 

eine erhebliche Symptomausweitung festgestellt worden. Im MGSG-Gutachten sei 

jedoch der organische Kern des 1. Lendenwirbels mit einem Frakturwinkel von 19° 

nicht ausreichend berücksichtigt worden. Es könne davon ausgegangen werden, dass 

bei einer erhöhten Wirbelsäulenbelastung mit repetitiver Flexion tatsächlich muskulär 

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bedingte Rückenschmerzen erwartet werden könnten. Die Versicherte könne aber 

durchgehend ganztägig mit vollem Rendement Arbeiten durchführen, die nicht mit 

einer Zwangshaltung der Wirbelsäule verbunden seien (Fremdakten).

A.i Mit Verfügung vom 8. Juli 2015 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der 

Versicherten ab. Der Rentenanspruch sei nochmals überprüft worden. Die Beurteilung 

durch Dr. G.___ sei nachvollziehbar. Die angestammte Tätigkeit als Zimmerfrau sei 

nicht mehr zumutbar. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe jedoch eine 

100%ige Arbeits¬fähigkeit. Es wurde ein Invaliditätsgrad von 0% ermittelt (IV-act. 122).

B. 

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde 

vom 10. September 2015. Die Beschwerdeführerin beantragt deren Aufhebung und die 

Zusprache mindestens einer halben IV-Rente mit Wirkung ab Juli 2012. Eventualiter sei 

die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Das MGSG-Gutachten sei 

nicht verwertbar, da es zum Teil in sich widersprüchlich sei, insbesondere aber 

unhaltbare Schlussfolgerungen ziehe. Zudem sei zwingend eine neue Begutachtung 

durchzuführen, welche auch eine neurologisch/rheumatologische Abklärung enthalte 

(act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 21. Oktober 2015 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 100% in 

einer angepassten Tätigkeit durch Dr. G.___ erscheine plausibel und darauf könne 

abgestellt werden. Weitere Abklärungen seien nicht erforderlich (act. G 4).

B.c  Mit Replik vom 26. November 2015 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

der Beschwerde fest (act. G 6). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben 

vom 4. Dezember 2015 auf die Einreichung einer Duplik (act. G 8).

Erwägungen

1. 

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1.1  Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.

1.2  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit 

oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.3  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40% auf eine Viertelsrente.

1.4  Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden 

können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit 

Hinweisen).

1.5  Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und 

Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das 

im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen 

Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, 

solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 

125 V 351 E. 3b/bb).

2. 

2.1  Zunächst ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine 

rechtsgenügliche Beurteilung des Sachverhaltes erlaubt.

2.2  Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der Verfügung im Wesentlichen auf das 

MGSG-Gutachten und auf die ärztliche Beurteilung von Dr. G.___.

2.3  Die Beschwerdeführerin erachtet das MGSG-Gutachten als nicht beweistauglich. 

Die orthopädische Beurteilung inklusive Übersetzung habe lediglich 55 Minuten 

gedauert und das Gutachten habe sich über den extremen Kyphosewinkel 

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ausgeschwiegen. Zudem werde auf die Ansichten anderer Ärzte verwiesen, welche das 

Verbleiben von Schmerzen, welche belastungsabhängig auch anstiegen, grundsätzlich 

aber immer vorhanden seien, bestätigen würden. Auch die durchgeführte EFL wird 

kritisiert, da die Beschwerdeführerin mit drei Tests von je eineinhalb Stunden am 

selben Tag körperlich und mental überfordert worden sei und diese so auch keine 

verlässliche Antwort zur funktionellen Leistungsfähigkeit habe liefern können. Weiter 

wird kritisiert, dass im MRI-Bericht vom 14. April 2014, welcher im Gutachten erwähnt 

wurde, die stationäre Verlagerung von LWK1 in den Spinalkanal um 6 mm nicht 

erwähnt worden sei. Das MGSG-Gutachten leide auch an inneren Widersprüchen, so 

werde beispielsweise erklärt, vorgeneigte Haltungen seien zu vermeiden und trotzdem 

sei in der angestammten Tätigkeit in der Zimmerreinigung eine volle Arbeitsfähigkeit 

bescheinigt worden. Ein weiterer innerer Widerspruch liege beim Untersuchungsbefund 

vor, wonach bei der paravertebralen Muskulatur beidseits keine palpablen Myogelosen 

festzustellen seien und gleich darunter ausdrücklich von der myogelotisch veränderten 

paravertebralen Muskulatur beidseits gesprochen werde. Zusammenfassend sei das 

MGSG-Gutachten nicht verwertbar, da es zum Teil in sich widersprüchlich sei, 

insbesondere aber unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen worden seien (act. G 1, S. 

3 ff.).

2.3.1  Orthopädisch wurde im MGSG-Gutachten keine Diagnose mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit gestellt. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde ein 

thorakolumbovertebrales Syndrom bei Status nach Vertebroplastie L1 und 

Schutzvertebroplastie Th12 nach inkompletter Berstungsfraktur L1 12/2011, eine 

laterale Bandinstabilität am oberen Sprunggelenk links und eine Präadipositas 

diagnostiziert. Nachdem die Schmerzen am BWS/LWS-Übergang und die 

demonstrierten pathologischen Untersuchungsbefunde deutlich mit dem nicht sehr 

auffälligen MRI-Befund der Wirbelsäule kontrastierten, bestehe spätestens seit April 

2012 eine volle Arbeitsfähigkeit als Zimmerfrau. Vorangehend habe die Arbeitsfähigkeit 

von Juli 2011 bis März 2012 im Rahmen der posttraumatischen respektive 

postoperativen Rehabilitation 0% betragen. Nachdem sämtliche 

Behandlungsmassnahmen erfolglos gewesen seien und die Beschwerden nicht hätten 

objektiviert werden können, könne kein weiterer Therapievorschlag unterbreitet 

werden, ausser einer deutlichen Gewichtsreduktion und Tonisierung der 

paravertebralen Muskulatur. Die Prognose sei bei Fixierung auf die Beschwerden und 

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mangelnder Motivation ungünstig (IV-act. 97-7 und 97-19). Die durchgeführte 

Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit habe eine erhebliche 

Symptomausweitung ergeben. Infolge von Selbstlimitierung und mässiger Inkonsistenz 

seien die Resultate der physischen Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren 

Belastbarkeit nicht verwertbar (IV-act. 97-18). Im polydisziplinären Konsens halten die 

Gutachter fest, dass, nachdem die subjektiven Beschwerden und demonstrierten 

pathologischen objektiven Befunde nicht nachvollzogen werden könnten, aus den 

Beschwerden keine Funktionseinschränkung in der bisherigen Tätigkeit als Zimmerfrau 

resultiere (IV-act. 97-42).

2.3.2  Dr. G.___ hält in seinem Bericht vom 25. März 2015 fest, dass im MGSG-

Gutachten der organische Kern des Unfallschadens nicht berücksichtigt worden sei. 

Eindeutig ergebe sich aus den radiologischen Beurteilungen, dass es zu einer 

Impressionsfraktur gekommen sei, die mit einem Frakturwinkel von 19° ausgeheilt sei. 

Damit bestehe eine leichte Fehlstellung der Wirbelsäule. Oberhalb von LWK1 sei die 

Wirbelsäule frakturbedingt verstärkt nach vorne inkliniert. Damit bestehe zwangsläufig 

permanent ein höheres ventrales Drehmoment. Diese pathologische Flexionsneigung 

könne nur muskulär kompensiert werden. Die aufgrund der normalerweise 

physiologischen doppel-S-förmigen Krümmungen autostatische Ausbalancierung der 

Wirbelsäule sei nicht mehr gegeben. Die Rückenmuskulatur werde zwangsläufig stärker 

beansprucht. Insofern seien Arbeiten, die mit einer zusätzlichen Flexionskomponente 

verbunden seien, kontraproduktiv. Selbstverständlich könne die Wirbelsäule aber 

sporadisch flektiert werden, ohne dass damit muskuläre Beschwerden ausgelöst 

würden. Im Stammberuf als Zimmerfrau würden aber permanent ungünstige Arbeiten 

anfallen, die mit einem verstärkten ventralen Drehmoment verbunden seien, was vor 

allem durch die Rückenmuskulatur kompensiert werden müsse. Es liege ein 

Tätigkeitsprofil vor, dass nicht adäquat sei zum organischen Kern. Der orthopädische 

Gutachter habe ausschliesslich auf die erhebliche Symptomausweitung abgestellt, 

ohne den organischen Kern zu berücksichtigen. Er habe sogar dokumentiert, dass eine 

Keilwirbelbildung L1 vorliege, ohne aber den Winkel zu berücksichtigen. Wenn er zum 

Schluss komme, dass die Lendenwirbelsäule quasi normal sei, entspreche dies nicht 

der Realität. Mit dem Frakturwinkel von 19°, der in seinem Gutachten nirgends erwähnt 

werde, ergebe sich zwangsläufig eine Fehlstellung der Wirbelsäule mit verstärkter 

Flexionskomponente. Repetitiv beugende Arbeiten, wie sie in der Tätigkeit als 

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Zimmerfrau wiederholt anfallen würden, seien damit kontraproduktiv. Das heisse, für 

die Stammtätigkeit als Zimmerfrau bestehe damit ein inadäquates Belastungsprofil, 

sodass die Aussagen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit als Zimmerfrau nicht vollständig 

seien, da die Fehlstellung nicht miteinbezogen worden sei. Einerseits bestehe zwar eine 

erhebliche Symptomausweitung, andererseits aber auch ein organischer Kern, der trotz 

der erheblichen Symptomausweitung gutachterlich hätte berücksichtigt werden 

müssen. Zusammenfassend sei im MGSG-Gutachten der organische Kern des 1. 

Lendenwirbels mit einem Frakturwinkel von 19° nicht ausreichend berücksichtigt 

worden. Dass aufgrund des damit verbundenen erhöhten ventralen Drehmoments die 

Rückenmuskulatur verstärkt beansprucht werde, liege auf der Hand. Insofern könne 

davon ausgegangen werden, dass bei einer erhöhten Wirbelsäulenbelastung mit 

repetitiver Flexion tatsächlich muskulär bedingte Rückenschmerzen erwartet werden 

könnten (Fremdakten).

2.3.3  Aufgrund dieser ausführlichen und nachvollziehbaren Kritik von Dr. G.___ am 

MGSG-Gutachten und insbesondere der offensichtlichen Nichtberücksichtigung des 

organischen Kerns des Unfallschadens bestehen doch erhebliche Zweifel an der 

Beurteilung durch die MGSG-Gutachter, weshalb nicht auf deren 

Arbeitsfähigkeitsschätzung, insbesondere nicht auf die Verneinung von 

Einschränkungen bei der angestammten Tätigkeit als Zimmerfrau, abgestellt werden 

kann.

2.4  Weiter wurde von der Beschwerdeführerin das Fehlen einer rheumatologisch/

neurologischen Beurteilung bemängelt. Die entsprechende Untersuchung in der Klinik 

E.___ vermöge dies nicht zu ersetzen. Eine solche Begutachtung sei unabdingbar, da 

die Beschwerdeführerin über elektrisierende Schmerzen klage, wie auch über 

schmerzhafte Vorgänge im Bereich der BWS. Ein Thema seien auch immer wieder die 

ausstrahlenden Schmerzen in den rechten Fuss, respektive ein Kraftverlust im rechten 

Bein, dessen Ursache bis heute nicht klar sei. Die reine Aktenbeurteilung von Dr. G.___, 

welcher die Notwendigkeit entsprechender rheumatologischer und neurologischer 

Beurteilungen verneine, reiche nicht. Insgesamt sei zwingend ein neues 

polydisziplinäres Gutachten durchzuführen (act. G 1, S. 6 f.).

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2.4.1  Im Austrittsbericht der Klinik E.___ vom 22. September 2013 wird nicht näher auf 

rheumatologische und neurologische Untersuchungen eingegangen. Einzig im 

Zusatzblatt (IV-act. 74-3) werden in je einem Absatz der Rheumastatus und der 

Neurostatus festgehalten. Die Ärzte halten insgesamt fest, im Rahmen der 

Physiotherapie habe initial eine kurzfristige Steigerung der Geh- und Velostrecke 

erreicht werden können, die im weiteren Verlauf stagniert habe. Bei der 

einzeltherapeutischen Rückenschulung sei ein Heimprogramm für die Rumpfkräftigung 

und Beweglichkeit erarbeitet worden. Wiederholte Versuche, die Aktivitäten im 

therapeutischen Rahmen weiter zu steigern, hätten nicht erfolgreich durchgeführt 

werden können. Da sich die strukturellen Korrelate für die Symptomatik klinisch nicht 

vollumfänglich hätten nachvollziehen lassen, seien auch wiederholt Versuche zur 

Reduktion der Schmerzmedikation vorgenommen worden, was ebenfalls ergebnislos 

verlaufen sei. Bei Austritt habe die Beschwerdeführerin keine Veränderung der 

Schmerzsymptomatik beschrieben; aus interdisziplinärer Sicht seien die 

Schmerzangaben nicht hinreichend objektivierbar gewesen. Eine Ausweitung der 

Leistungsfähigkeit erscheine aus medizinisch-therapeutischen Gesichtspunkten 

grundsätzlich weiterhin als realisierbar. Der Austritt erfolge in die gewohnte Umgebung 

bei gegenwärtig 100%iger Arbeitsunfähigkeit und der Empfehlung zur Weiterführung 

der Physiotherapie im ambulanten Rahmen (IV-act. 74).

2.4.2  Dr. G.___ hielt in seinem Bericht vom 25. März 2015 diesbezüglich fest, aus dem 

Austrittsbericht der Klinik Klinik E.___ ergebe sich, dass die Beschwerdeführerin 

sowohl rheumatologisch (Rheumastatus) wie auch neurologisch (Neurostatus) 

abgeklärt worden sei. Rheumatologisch habe sich der seit zwei Jahren bestehende 

Befund einer schmerzbedingt eingeschränkten Beweglichkeit der BWS und LWS 

ergeben. Neurologisch hätten sich keine Auswirkungen der Fraktur auf die Peripherie 

ergeben. Das heisse, sowohl die rheumatologischen wie auch die neurologischen 

Befunderhebungen seien ohne neue Hinweise auf weitere unfallbedingte Schäden 

durchgeführt worden. Insofern müsse nicht erneut ein interdisziplinäres Gutachten mit 

Beizug eines Rheumatologen und Neurologen durchgeführt werden. Dr. G.___ kommt 

schliesslich zum Schluss, dass eine rheumatologische und/oder neurologische 

Begutachtung auch deshalb sinnlos seien, da keine neurologische Klinik vorgelegen 

habe (Fremdakten). Diese Einschätzung ist plausibel. Entgegen der Darstellung der 

Beschwerdeführerin (act. G 1, S. 6 f.) fehlt es in den Akten an differenzierten oder 

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wiederholten präzisen Angaben über Schmerzausstrahlungen in das rechte Bein bzw. 

den rechten Fuss. Dr. C.___ hatte am 28. Januar 2013 noch explizit festgehalten, dass 

keine Ausstrahlung bestehe (IV-act. 56-1). Bildgebend wurden an der unteren 

Wirbelsäule keine Nervenkompressionen oder sonstigen Pathologien sichtbar, die eine 

Schmerzausweitung ins Bein erklären könnten. Dr. G.___ verneinte im Übrigen 

nachvollziehbar, dass solche Bein-/Fussschmerzen in natürlichem 

Kausalzusammenhang mit der LWK1-Fraktur stehen könnten, wenn eine Beteiligung 

des Myelons ausgeschlossen worden sei (Fremdakten). Seitens der Klinik E.___ waren 

auch beim Neurostatus keine Ausstrahlungen erwähnt worden. Bezüglich der von der 

Beschwerdeführerin geklagten subjektiven muskulären Erschöpfung nach 15-30 

Minuten Gehzeit war nur festgehalten worden, dass die Beschwerdeführerin "in diesem 

Zustand" eine Supinationstendenz des rechten Fusses erwähne (IV-act. 74-3). Weder 

daraus noch aus sonstigen allfälligen Schmerzangaben schlossen die Klinikärzte aber 

auf weiteren Abklärungsbedarf in neurologischer oder rheumatologischer Hinsicht. 

Auch Dr. C.___ veranlasste nach Lage der Akten keine diesbezüglichen weiteren 

Abklärungen. Konkrete Hinweise auf unvollständige Untersuchungen finden sich damit 

nicht. Zusammenfassend erscheint eine weitere rheumatologisch/neurologische 

Beurteilung nicht angezeigt.

3. 

3.1  Zur Beurteilung von Dr. G.___ führt die Beschwerdeführerin aus, dass dieser mit 

der Aussage, eine Schmerzkupierung sei das Ziel der Vertebroplastie gewesen, selber 

bestätige, dass eben Schmerzen (sowohl belastungsabhängige wie auch belastungs-

unabhängige) zurückbleiben würden. Diese Ansicht habe er auch bei der Bemessung 

der Integritätsentschädigung vertreten. Es werde zu wenig in Betracht gezogen, dass 

die pathologische Flexionsneigung in der BWS/LWS nur muskulär kompensiert werden 

könne, ein normales Rückentraining aber gerade wegen dieser pathologischen 

Flexionsneigung und der künstlichen Versteifung schmerzbedingt nicht möglich sei. Da 

keine muskuläre Kompensation stattfinden könne, würden benachbarte Bereiche 

überbeansprucht, weshalb die erst später manifestierten elektrisierenden Schmerzen 

respektive auch die Ausstrahlungen ins rechte Bein ohne weiteres denkbar seien. 

Zudem genüge die reine Aktenbeurteilung von Dr. G.___ für die Abklärung der 

vorliegenden Problematik nicht (act. G 1, S. 7 f.).

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3.2  Die Ausführungen von Dr. G.___ lassen allerdings nicht darauf schliessen, dass die 

Pathologie, konkret der Frakturwinkel bzw. die Kyphose, eine muskuläre Stabilisation 

des unteren Rückens derart verhindern könnte, dass auch nicht rückenbelastende 

Tätigkeiten nur noch eingeschränkt möglich wären. Dr. G.___ sah aufgrund der 

Kyphose nur bei beruflich erhöhter Wirbelsäulenbelastung mit repetitiver Flexion 

unzureichende muskuläre Voraussetzungen und damit ein erhöhtes Risiko für die 

Entstehung von Rückenschmerzen. Er hielt fest, dass die Wirbelsäule 

"selbstverständlich" sporadisch flektiert werden könne, ohne dass damit muskuläre 

Beschwerden ausgelöst würden (Fremdakten). Die Behauptung der 

Beschwerdeführerin, dass schmerzbedingt kein Rückentraining möglich sei, ist ferner 

nicht belegt, finden sich in den Akten doch nicht nur von den Gutachtern (vgl. etwa IV-

act. 97-19), sondern auch von den behandelnden Ärzten Empfehlungen zur 

Verbesserung des Muskulaturaufbaus (etwa IV-act. 56-2, 62-5, 74-1). Entgegen der 

Ansicht der Beschwerdeführerin steht ferner der Umstand, dass Dr. G.___ seine 

Einschätzung ausschliesslich auf Grundlage der Akten abgab und die 

Beschwerdeführerin nicht selbst untersuchte, deren Beweiswert grundsätzlich nicht 

entgegen. Die direkte ärztliche Auseinandersetzung mit der zu begutachtenden Person 

rückt dann in den Hintergrund, wenn es im Wesentlichen nur um die Beurteilung eines 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen 

erübrigen; in einem solchen Fall kann auch ein reines Aktengutachten voll beweiswertig 

sein. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist aber, dass genügend Unterlagen von 

persönlichen Untersuchungen vorliegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 

2012, 8C_681/2011 E. 4.1 mit Hinweisen; RKUV 1988 Nr. U 56 S. 370 E. 5b). 

Vorliegend gab Dr. G.___ seine Beurteilung in Kenntnis der Vorakten ab und legte die 

Anamnese lückenlos dar. Er setzte sich zudem detailliert mit den Vorbringen der 

Beschwerdeführerin sowie auch kritisch mit der Beurteilung der MGSG-Gutachter 

auseinander. Dr. G.___ legte nachvollziehbar und überzeugend dar, dass die 

Beschwerdeführerin durchgehend ganztägig mit vollem Rendement Arbeiten 

durchführen könne, die nicht mit einer Zwangshaltung der Wirbelsäule verbunden sind. 

Sie könne sporadisch 10 kg tragen. Sinnvoll seien Arbeiten in Wechselposition. Mit 

weiteren Behandlungsmassnahmen könne der Zustand nicht mehr namhaft verbessert 

werden (vgl. IV-act. 116-6 f. und Fremdakten). Insgesamt sind die Vorbringen der 

Beschwerdeführerin nicht geeignet, die überzeugende Beurteilung von Dr. G.___ in 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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Zweifel zu ziehen (vgl. entsprechend den Entscheid UV 2015/72 vom 7. September 

2018).

3.3  Zusammenfassend ist somit gestützt auf die Einschätzung von Dr. G.___ von einer 

vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen (Fremdakten), dies seit 

April 2012 (vgl. IV-act. 97-19). Damit war bei Ablauf des Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 

IVG) keine relevante Arbeitsunfähigkeit mehr gegeben. Hinsichtlich des 

Einkommensvergleichs (vgl. IV-act. 122-2) ergibt sich bei unterdurchschnittlichem 

Valideneinkommen selbst unter Vornahme einer allfälligen Parallelisierung und mit 

Berücksichtigung eines allfälligen Tabellenlohnabzugs kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad. Damit ist die Abweisung des Rentenanspruchs nicht zu beanstanden.

4. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie 

vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss 

von Fr. 600.-- ist ihr daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdeführerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss wird angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.09.2018
	Art. 28 IVG. Würdigung Gutachten. Das IV-Gutachten weist Mängel auf. Auf die attestierte Arbeitsfähigkeit kann aber dennoch abgestellt werden. Volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit. Kein Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. September 2018, IV 2015/281).

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