# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c7def7f6-b9c3-5f19-8d9f-e2c578e1fc52
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.01.2021 IV 2019/140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-140_2021-01-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/140

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 07.05.2021

Entscheiddatum: 15.01.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 15.01.2021
Art. 28, 28a und 29 IVG; Art. 27bis IVV: Qualifikation der Beschwerdeführerin 
als im Gesundheitsfall Teilzeiterwerbstätige. Fehlende retrospektive 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten. Gestützt auf die übrige 
medizinische Aktenlage kann die Arbeitsfähigkeit mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit festgestellt werden. Einschränkung im 
Haushalt ist analog derjenigen im Erwerbsbereich festzulegen. Anspruch auf 
befristete Dreiviertelsrente, befristete ganze Rente sowie unbefristete 
Viertelsrente bejaht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 15. Januar 2021, IV 2019/140).

Entscheid vom 15. Januar 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

IV 2019/140

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Max Imfeld, Grand & Nisple Rechtsanwälte, 

Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 22. Oktober 2014 bei der IV-

Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) für berufliche Massnahmen und 

Rentenleistungen an (IV-act. 1). Sie hatte sich damals bei der B.___ AG in einem 

langjährigen Anstellungsverhältnis als Pflegefachfrau in einem Pensum von 80 % 

befunden (vgl. IV-act. 1 S. 5 und 26 S. 1 ff.). Aufgrund eines im Mai 2014 entdeckten 

Mammakarzinoms links mit anschliessender Operation und adjuvanter Radiotherapie 

(vgl. IV-act. 14 S. 8 ff.) war die Versicherte jedoch von ihrem Hausarzt Dr. med. C.___, 

Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 25. Mai bis 30. September 2014 zu 100 % 

krankgeschrieben worden. Ab dem 1. Oktober 2014 hatte sie ihre Tätigkeit wieder zu 

50 % aufgenommen. Ab dem 16. Oktober 2014 war sie von Dr. C.___ wiederum zu 75 

% arbeitsunfähig befunden worden (IV-act. 9 S. 1). In einem Bericht vom 3. November 

2014 nannte Dr. C.___ als Diagnosen ein duktales Mammakarzinom in situ links sowie 

eine Fibromyalgie. Weiter hielt er fest, dass in Absprache mit der Arbeitgeberin und der 

Taggeldversicherung eine langsame stufenweise Eingliederung mit dem Ziel der 

Erlangung der vollen Arbeitsfähigkeit erfolge. Ab dem 16. Oktober 2014 habe die 

Arbeitsunfähigkeit 75 % betragen, was bis auf weiteres gelte (IV-act. 9 S. 1 f.). Am 26. 

November 2014 berichtete Dr. med. D.___, Gastroenterologie FMH, über eine bei der 

Versicherten aufgrund abdominaler Beschwerden am 20. November 2014 

durchgeführte Gastroskopie. Er hielt in seiner Beurteilung fest, dass sich wie bereits bei 

einer Untersuchung im Jahr 1999 eine mässige chronische Helicobacter positive 

A.a. 

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Gastritits gezeigt habe, wobei im Bulbus duodeni neu auch eine leichte Entzündung, 

jedoch kein Ulkus zu sehen sei. Die Veränderungen dürften vor allem in einem 

Zusammenhang zur Schmerzmitteleinnahme stehen. Dr. D.___ empfahl eine 

Helicobacter-Eradikation und eine medikamentöse Stuhlregulierung. Er denke, dass die 

abdominalen Beschwerden nicht nur einer Dyspepsie, sondern vor allem auch einem 

Colon irritabile zuzuordnen seien mit chronischem Bloating und Verstopfung (IV-act. 14 

S. 6 f.). In einem Verlaufsbericht vom 7. Januar 2015 gab Dr. C.___ an, dass die 

Arbeitsunfähigkeit unverändert sei. Die Versicherte leide an Müdigkeit und Adynamie 

sowie an Schmerzen bei schweren körperlichen Tätigkeiten. Die Arbeit im Pflegeberuf 

sei aufgrund der körperlichen Belastung ungünstig. In den Vordergrund träten immer 

mehr allgemeine Beschwerden seitens des Bewegungsapparates (IV-act. 14 S.1 ff.). 

Vom 24. Februar bis 4. März 2015 war die Versicherte im Spital E.___ hospitalisiert. Im 

Austrittsbericht vom 13. März 2015 hielten die behandelnden Ärzte fest, dass die 

Versicherte von Dr. med. F.___, Fachärztin für Gynäkologie/Geburtshilfe, zugewiesen 

worden sei, nachdem sie seit dem Spätherbst über zunehmende abdominale 

Schmerzen linksbetont, Schmerzen in der Steissbeinregion sowie über eine Pollakisurie 

berichtet habe. Bei bekanntem Uterus myomatosus seien mit der Versicherten mehrere 

Verfahren besprochen worden. Wegen eines ausladenden, blumenkohlartig 

verbreiterten Corpus uteri sei schliesslich der Entschluss zu einer abdominalen 

Hysterektomie gefasst worden, die am 25. Februar 2015 durchgeführt worden sei. 

Intraoperativ sei es zu einer verstärkten Blutung gekommen. Am 4. März 2015 sei die 

Versicherte in gutem Allgemeinzustand entlassen worden. Eine Nachkontrolle sei 

geplant (IV-act. 32 S. 6 f.).

Anlässlich eines Assessmentgesprächs mit einer Eingliederungsverantwortlichen 

der IV-Stelle vom 2. April 2015 gab die Versicherte an, dass sie nach der 

Krebsdiagnose und der Bestrahlung ihre Tätigkeit ab Oktober 2014 wieder in einem 

Pensum von 50 % aufgenommen habe, ein solches jedoch nur wenige Tage habe 

durchhalten können, weshalb es auf 25 % reduziert worden sei. Dieses kleine Pensum 

habe sie bis zum 24. Februar 2015 durchgehalten. Das Problem bei der 

Arbeitsaufnahme sei gewesen, dass ihren Einschränkungen zu wenig Rechnung 

getragen worden sei. Sie sei bald wieder in der Pflege eingesetzt worden, obwohl sie 

nach der Brustoperation noch unter ziehenden Schmerzen in Brust und Arm sowie 

A.b. 

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unter grosser Müdigkeit, teils auch unter Schwindel und Übelkeit gelitten habe. Am 25. 

Februar 2015 sei bei ihr die Gebärmutter entfernt worden. Die Operation sei notwendig 

geworden, da sie grosse, aber gutartige Myome gehabt habe. Aufgrund bereits 

vorhandener Verklebungen und vorhandenem Narbengewebe habe sie bei der 

Operation viel Blut verloren. Seit dieser Operation sei sie wieder zu 100 % 

arbeitsunfähig. Sie könne sich nicht vorstellen, in absehbarer Zeit wieder arbeiten zu 

können. Aufgrund ihres schlechten physischen und psychischen Befindens wolle Dr. 

med. G.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, einen Aufenthalt in 

der Klinik H.___ in die Wege leiten (IV-act. 29). Mit Mitteilung vom 8. Mai 2015 wies die 

IV-Stelle das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab, da sich die 

Versicherte subjektiv nicht in der Lage fühle, an Eingliederungsmassnahmen 

teilzunehmen, und keine Unterstützung in Form von beruflichen Massnahmen wünsche 

(IV-act. 31). Am 19. Mai 2015 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, mit dem Schreiben 

vom 8. Mai 2015 nicht einverstanden zu sein. Sie sei von Dr. G.___ aufgrund ihres 

psychischen Zustandes seit dem 13. April 2015 bis zum 31. Mai 2015 zu 100 % 

krankgeschrieben. In Zukunft möchte sie wieder arbeiten und die Massnahmen dann 

gerne in Anspruch nehmen (IV-act. 33). Am 21. Mai 2015 trat die Versicherte eine 

stationäre psychosomatische Rehabilitation in der Klinik H.___ an (IV-act. 45 S. 1). 

Aufgrund des Einwandes der Versicherten vom 19. Mai 2015 nahm die IV-Stelle 

telefonischen Kontakt mit ihr auf. Im Rahmen des Telefongesprächs zeigte sich, dass 

die Versicherte die Mitteilung vom 8. Mai 2015 missverstanden hatte. Nachdem die IV-

Stelle der Versicherten erklärt hatte, dass das Schreiben vom 8. Mai 2015 lediglich die 

beruflichen Massnahmen betreffe, war die Versicherte damit einverstanden, zumal sie 

sich in einem Rehabilitationsaufenthalt befand und sich somit als nicht arbeitsfähig 

erachtete. Die IV-Stelle wies die Versicherte darauf hin, dass sie sich jederzeit melden 

könne, wenn sich ihr Gesundheitszustand sowie ihr subjektives Empfinden verbessert 

hätten. Berufliche Massnahmen könnten dann erneut geprüft werden (IV-act. 37).

Am 4. Juli 2015 endete der Rehabilitationsaufenthalt der Versicherten in der Klinik 

H.___. Im Austrittsbericht wurden als Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode, 

eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, ein Zustand nach einer Mamma-

Operation 2014, ein Zustand nach einer Hyperektomie 2015 sowie eine Lumbago 

genannt (IV-act. 45 S. 1). Weiter wurde im Bericht festgehalten, das Ziel der 

A.c. 

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Versicherten sei es bei Eintritt gewesen, Strategien zu erlernen, um möglichst schnell 

wieder arbeiten zu können. Die zuständige Therapeutin habe das Ziel in dieser Hinsicht 

nicht unterstützen können. Aus psychotherapeutischer Sicht sei es hilfreich, die 

Entschleunigung zu fördern, die Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge zu schulen 

sowie nährende Aktivitäten und Ressourcen zu fördern, um die Arbeitsfähigkeit 

langfristig zumindest teilweise wiederherstellen zu können. Die Versicherte sei mit einer 

komplexen und schweren Erschöpfungssymptomatik in die Klinik gekommen, die auch 

auf dem Hintergrund der Persönlichkeitsneigung zum Perfektionismus und zu 

Verantwortungsübernahme gegründet habe. Zudem habe sich die Versicherte nach 

zwei Operationen nicht ausreichend erholen können. Nach einer erschwerten 

Eingewöhnungsphase habe sich die Versicherte auf der körperlichen Ebene 

zunehmend Erleichterung verschaffen sowie partiell revitalisieren können. Aufgrund der 

Komplexität und Schwere sowie der somatischen Mitbedingtheit des 

Beschwerdebildes seien zwei Anträge auf Verlängerung des Rehabilitationsaufenthaltes 

gestellt worden, die gewährt worden seien. Während der ersten Verlängerungszeit sei 

es zu einem schweren Rezidiv aufgrund äusserer Ereignisse in der Familie mit stark 

schambehaftetem Inhalt gekommen. Nach der Bearbeitung dieser Krise und dem 

Aufbau von Abgrenzungsstrategien seien in einem nächsten Schritt eine Analyse der 

Rückenbeschwerden vorgenommen und ein Umgang damit zu erlernen versucht 

worden. Im Vergleich zum Eintritt habe die Versicherte bei Austritt ein deutlich helleres 

Stimmungsbild, leicht verbesserte kognitive Funktionen, eine wiedergewonnene 

Konzentrationsfähigkeit sowie eine verminderte Ängstlichkeit gezeigt. Noch immer 

bestünden jedoch mittelgradige Einbussen in den Bereichen der raschen kognitiven 

Erregbarkeit und der Affektlabilität (IV-act. 45; vgl. ferner IV-act. 54 S. 6 f.).

In einem bei der IV-Stelle am 23. Juli 2015 eingegangenen Bericht nannte Dr. 

G.___ als Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode, eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung sowie eine Persönlichkeit mit perfektionistischen Zügen. 

Sodann erklärte sie, dass diese Diagnosen wahrscheinlich seit mindestens Sommer 

2014 bestünden. Weiter hielt sie fest, dass nach Veränderungen des Arbeitsplatzes 

bereits drei Jahre zuvor leichte Erschöpfungssymptome und Gefühle der inneren 

Anspannung aufgetreten seien, jedoch seien damals die Kriterien für die Diagnose einer 

Depression vermutlich noch nicht erfüllt und die Versicherte nicht arbeitsunfähig 

A.d. 

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gewesen. Nach der Krebsdiagnose im Jahr 2014 und der operativen Entfernung der 

Gebärmutter anfangs 2015 seien starke Ängste, eine Somatisierungsneigung sowie 

eine grosse Sorge um die eigene Leistungsfähigkeit aufgetreten. Nach der 

erfolgreichen somatischen Nachsorge des Mammakarzinoms sei es emotional bis zum 

aktuellen Zeitpunkt zu einem Tief gekommen mit starker innerer Unruhe, Traurigkeit, 

massiver Lustlosigkeit mit zugleich vorhandener Getriebenheit und zu multiplen 

körperlichen und psychosomatischen Beschwerden. Die Versicherte sei seit dem 2. 

April 2015 bei ihr in Therapie. Zuvor sei sie in der gleichen Praxis durch eine Kollegin 

betreut worden. Aufgrund deren Mutterschaftsurlaubs sei es zum Therapeutenwechsel 

gekommen. Bei der Übernahme der Versicherten im April 2015 sei bereits nach dem 

ersten Gespräch deutlich geworden, dass diese für eine ambulante Behandlung zu 

schwer beeinträchtigt sei, weshalb sie ihr die psychosomatische stationäre Behandlung 

in der Klink H.___ dringend empfohlen habe. Der Erfolg der stationären Behandlung 

bestehe darin, dass die Versicherte etwas weniger sprunghaft im Denken sei, nach 

aussen diskret ruhiger geworden sei, die Krankheitseinsicht etwas erhöht sei und die 

Versicherte für die ambulante Behandlung motiviert sei. Sie sei jedoch seit dem 25. 

Februar 2015 bis zum aktuellen Zeitpunkt zu 100 % arbeitsunfähig. Die angestammte 

Tätigkeit sei zwar aus psychiatrischer Sicht grundsätzlich noch zumutbar, jedoch sei es 

noch zu früh, einen zeitlichen Rahmen festzulegen. Aktuell könnte die Versicherte nur 

an zwei Tagen für jeweils zwei bis drei Stunden in einem geschützten Rahmen arbeiten. 

Sie brauche ein Umfeld, in dem sie lernen könne, langsamer zu arbeiten und sich mehr 

abzugrenzen. Am __ 2015 habe die Versicherte mit ihrer Arbeitgeberin ein Gespräch, 

um einen Arbeitswiedereinstieg in einem tiefen Pensum zu besprechen (IV-act. 41). In 

einem Telefonat vom 19. August 2015 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sie 

seit dem 17. August 2015 bei ihrer bisherigen Arbeitgeberin immer an einem Tag pro 

Woche für drei Stunden in der (…) arbeite (IV-act. 43). In einer Stellungnahme vom 25. 

September 2015 beurteilte der RAD den Austrittsbericht der Klinik H.___ als 

weitgehend schlüssig. Er belege leichte bis vorwiegend mittelgradige 

Funktionsbeeinträchtigungen gemäss ICF bei den Diagnosen einer mittelgradigen 

depressiven Episode sowie einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung. Vom 

25. Februar bis 16. August 2015 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Seit 

dem 17. August 2015 habe sich der Gesundheitszustand verbessert und die 

Versicherte verfüge wieder über die Ressourcen für eine Arbeitsaufnahme. Auch wenn 

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sie dabei erst ein niedriges Pensum in einer adaptierten Tätigkeit aufgenommen habe, 

sei theoretisch anzunehmen, dass auch im angestammten Beruf im gleichen Umfang 

einfache Aufgaben möglich seien. Theoretisch sei gar von einer höheren 

Arbeitsfähigkeit auszugehen. Eine Nachfrage bei Dr. G.___ erscheine sinnvoll (IV-

act. 47 S. 2 f.). Am 26. Oktober 2015 berichtete Dr. G.___, dass die erfolgte 

Arbeitsaufnahme als Pflegefachfrau bei der ehemaligen Arbeitgeberin aufgrund 

körperlicher Beschwerden (anamnestisch Nervenreizung L4/L5/S1; vgl. dazu den 

Bericht zur MRT-Untersuchung vom 11. September 2015, IV-act. 54 S. 8) habe sistiert 

werden müssen. Während des gesamten Arbeitseinsatzes habe sich aber auch 

psychisch eine geringe Belastbarkeit bemerkbar gemacht, die sich unter anderem in 

einer raschen Erschöpfung, einer inneren Unruhe und in Schweissausbrüchen mit 

Angst vor Ohnmacht gezeigt habe. Die Versicherte habe Kritik für ihr langsames 

Arbeiten erfahren. Aus psychiatrischer Sicht sei sie noch immer zu 100 % 

arbeitsunfähig. In angepasster Tätigkeit liege ebenfalls keine Arbeitsfähigkeit vor. Im 

Haushalt bestehe insofern eine leichte bis mittelgradige Einschränkung, als die 

Versicherte einen erheblichen Teil ihrer Haushaltsarbeiten gar nicht mehr verrichte oder 

frühzeitig abbrechen müsse. Dr. G.___ empfahl eine Verlaufsbeurteilung der 

Arbeitsfähigkeit im Februar 2016, da sie therapeutisches Potential feststellte (IV-

act. 49). In einem Bericht vom 14. März 2016 gab Dr. G.___ an, dass sich der 

Gesundheitszustand bei gleich gebliebenen Diagnosen verbessert habe. Die 

Arbeitsstelle sei per Ende 2015 gekündigt worden. Die angestammte Tätigkeit sei der 

Versicherten langfristig gesehen zwar noch zumutbar, jedoch nur in angepasster Form. 

Bei zukünftigem Arbeiten im angestammten Beruf seien wenig zeitlicher Druck und eine 

geringe körperliche Belastung sehr wichtig. Wenn sich diese Anpassungen umsetzen 

liessen, wäre eine Arbeitsfähigkeit von 50 % nach einem erfolgreichen Belastungs- und 

Aufbautraining denkbar (IV-act. 52). Mit Schreiben vom 15. März 2016 teilte die 

Versicherte der IV-Stelle mit, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand in den letzten 

Wochen etwas stabilisiert habe und sie gerne die Unterstützung der IV-Stelle im 

Rahmen von Eingliederungsmassnahmen in Anspruch nehmen möchte (IV-act. 53). Am 

19. März 2016 berichtete Dr. C.___, die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

sei wegen der Fibromyalgie eingeschränkt. Ideal wäre eine Arbeitsstelle ohne körperlich 

belastende Tätigkeiten und ohne die Notwendigkeit, Gewichte und Lasten zu heben 

sowie mit der Möglichkeit, die Körperposition zu variieren. Die Frage nach der 

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Arbeitsfähigkeit in einer solchen Tätigkeit könne er nicht konklusiv beantworten (IV-

act. 54 S. 2 ff.). In einer Stellungnahme vom 8. Juni 2016 erachtete der RAD der 

Versicherten im Rahmen von Eingliederungsmassnahmen eine halbtägige Präsenz in 

rückenadaptierten Tätigkeiten als zumutbar (IV-act. 56). Ab dem 2. August 2016 nahm 

die Versicherte an einem über das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) 

organisierten Einsatzprogramm in einem Pensum von 20 % teil (vgl. IV-act. 61 S. 1). 

Am 20. September 2016 fand am Arbeitsplatz der Versicherten ein 

Assessmentgespräch mit der Eingliederungsverantwortlichen der IV-Stelle statt, 

anlässlich welchem die Versicherte erklärte, sich ein 20 % übersteigendes Pensum 

nicht vorstellen zu können. Sie leide unter Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, 

Gelenkschmerzen (v.a. auch der Handgelenke), sei andauernd müde, habe 

Schwierigkeiten, am Morgen aufzustehen, und leide unter Ängsten sowie einer 

Depression verbunden mit eingeschränkter Konzentration. Die feinhandwerkliche 

Tätigkeit im Einsatzprogramm habe zu verstärkten Schmerzen in den Handgelenken 

geführt. Sie wolle aber versuchen, das Einsatzprogramm zu beenden. Die 

Tagesstruktur und die sozialen Kontakte täten ihr gut. Eigentlich wisse sie nicht, was 

sie tun oder denken solle. Sie halte sich an die Weisungen der Ärztin (IV-act. 61). In 

einem Schreiben vom 9. November 2016 wies die IV-Stelle die Versicherte auf ihre 

Mitwirkungspflichten hin und forderte sie auf, bis spätestens 25. November 2016 eine 

persönliche Erklärung abzugeben, wonach sie bereit sei, an den beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen im Rahmen der aktuell medizinisch zumutbaren 

Präsenzzeit von mindestens 50 % aktiv mitzuwirken (IV-act. 64). Mit Schreiben vom 14. 

November 2016 erklärte die Versicherte, dass sie trotz ihrer Schmerzen versuchen 

werde, im Rahmen einer Präsenzzeit von 50 % aktiv mitzuwirken. Sie würde das 

Pensum gerne am Nachmittag antreten (IV-act. 65). Am __ Januar 2017 berichteten die 

behandelnden Ärzte der Klinik für Rheumatologie des KSSG über die gleichentags 

erfolgte Vorstellung der Versicherten. Als Hauptdiagnosen nannten sie ein chronisches 

multilokuläres Schmerzsyndrom, Gebershagen Stadium III (Erstmanifestation 

mindestens 2006) mit gemischt nozizeptiv-neuropathisch erweiterten Schmerzarealen, 

welche die bekannten degenerativen Prozesse überschritten, und 

Fibromyalgieschmerzpunkten, ein lumbospondylogenes Syndrom beidseits, 

Schulterschmerzen links unklarer Ätiologie, eine Polyarthrose (Röntgen Mai 2012: 

Fingerendgelenksarthrosen beidseits, Grosszehengrund-gelenksarthrose beidseits und 

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aktenanamnestisch Gonarthrose rechts) sowie eine substituierte Hypovitaminose. 

Weiter hielten sie fest, die Versicherte habe sich erneut vorgestellt, nachdem sie bereits 

im Jahr 2012 bei ihnen behandelt worden sei. Hinsichtlich des multilokulären 

Schmerzsyndroms habe sich zwischenzeitlich kein neuer Aspekt ergeben, die Intensität 

der Beschwerden habe aber zugenommen. Schmerzen bestünden weiterhin am 

ganzen Körper. Wegen Kopfschmerzen sei die Versicherte auch neurologisch vorstellig 

geworden inklusive Bildgebung. Anamnestisch sei der Schmerz als 

Halswirbelsäulenschmerz interpretiert worden. Zwei Berichte von Notfallvorstellungen 

in Z.___ lägen vor, jedoch ohne Neubefunde. Insgesamt bestünden die Schmerzen seit 

über zehn Jahren. Die Versicherte werde zur multimodalen Schmerztherapie 

aufgeboten (IV-act. 71 S. 6 ff.; vgl. ferner IV-act. 71 S. 1 ff.). In einem 

Assessmentgespräch vom 9. Januar 2017 erklärte die Versicherte, dass sie seit 

November 2016 an unerträglich starken Kopfschmerzen leide. Über die Festtage habe 

sie notfallmässig hospitalisiert werden müssen. Die Abklärungen hätten ergeben, dass 

sie an einem beidseitigen Bandscheibenvorfall des siebten Halswirbels leide. Als sie in 

die Schweiz zurückgekehrt sei, habe sie die Bilder den Rheumatologen des KSSG 

gezeigt, die sich dafür jedoch nicht interessiert hätten. Die am Gespräch ebenfalls 

anwesende Dr. G.___ erklärte, dass eine Integrationsmassnahme, wie sie besprochen 

worden sei, in der aktuellen Situation kaum durchgeführt werden könne. Vielmehr sei 

der stationäre Aufenthalt in der Schmerzklinik angezeigt. Die mit der Versicherten 

erarbeitete Arbeitsbiographie habe ergeben, dass sie sehr lange unter hoher 

emotionaler Beteiligung gearbeitet habe und sich sehr stark mit ihrer Tätigkeit 

identifiziert habe. Auch durch die körperliche Belastung habe sie viele Jahre unter 

Daueranspannung gearbeitet. Dabei habe sie die eigenen Grenzen überschritten. Die 

somatoforme Schmerzstörung sei ein Ausdruck dieser übermässigen Beanspruchung. 

Die Eingliederungsverantwortliche hielt sodann fest, dass die Schmerzempfindung im 

Vordergrund stehe. Spürbar sei auch eine Enttäuschung der fehlenden Wertschätzung 

des geleisteten Einsatzes als Pflegefachfrau. Eine Frage der Motivation sei es 

grundsätzlich nicht. Die Erschöpfung und die überlagerte Schmerzproblematik seien 

nachvollziehbar (IV-act. 70). Vom __ bis __ 2017 nahm die Versicherte in der (…) des 

KSSG an einer multimodalen Schmerztherapie teil. Im Austrittsbericht wurde zusätzlich 

zu den bereits im Bericht vom __ Januar 2017 genannten Diagnosen die Diagnose 

eines chronischen Schmerzsyndroms mit psychischen und somatischen Faktoren 

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gestellt (IV-act. 73 S. 2 ff.). In einem bei der IV-Stelle am 18. Mai 2017 eingegangen 

Bericht hielt Dr. G.___ fest, dass die Belastbarkeit der Versicherten im 

Trainingsprogramm des RAV sehr gering gewesen und eine Verschlechterung der 

körperlichen Beschwerden eingetreten sei, sodass es zu einem stationären Aufenthalt 

im Schmerzzentrum des KSSG gekommen sei. Aktuell sei die Versicherte eher auf die 

körperlichen Beschwerden fixiert. Eine empfohlene erneute psychosomatische 

Behandlung in der Rehaklinik H.___ sei von der Krankenversicherung abgelehnt 

worden. Zudem sei die Versicherte durch einen erneuten bösartigen Befund psychisch 

erheblich belastet (IV-act. 78). Am 13. Juni 2017 berichtete Dr. F.___, dass sich der 

Gesundheitszustand der Versicherten verschlechtert habe. Es sei zu einem Rezidiv des 

Mammakarzinoms und damit im Mai 2017 zu einer erneuten Zuweisung ans KSSG 

gekommen. Aktuell sei die Versicherte nicht arbeitsfähig (IV-act. 81).

Mit Mitteilung vom 27. Juni 2017 erklärte die IV-Stelle der Versicherten, dass das 

Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen abgewiesen werde, da sich ihr 

Gesundheitszustand verschlechtert habe und medizinische Behandlungsmassnahmen 

im Vordergrund stünden (IV-act. 84).

A.e. 

Am __ Oktober 2017 berichtete PD Dr. med. I.___, Brustzentrum, KSSG, von einer 

weiteren Brustoperation am __ Juli 2017. Bei der letzten ambulanten Kontrolle vom __ 

August 2017 habe sich postoperativ noch eine deutliche Einschränkung gezeigt, 

weshalb bis zum 31. August 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden 

sei. Eine Nachbehandlung erfolge durch die Klinik für Hand-, Plastische und 

Wiederherstellungschirurgie des KSSG. Aufgrund der komplexen plastisch-

chirurgischen Brustrekonstruktion inklusive Bauchoperation ergebe sich postoperativ in 

den nächsten sechs bis acht Wochen eine Einschränkung der körperlichen 

Leistungsfähigkeit. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit betrage ab dem 

1. September 2017 maximal 30 %, allenfalls sei sie später auf 50 % steigerbar. Auch 

bestehe dabei eine verminderte Leistungsfähigkeit. Durch eine gestielte Lappenplastik 

ergebe sich eine Schwächung der Bauchdecke mit allenfalls reduzierter Belastbarkeit 

und einem erhöhten Risiko einer Hernienbildung trotz Netzeinlage. Auch in einer 

leidensangepassten Tätigkeit sei ab dem 1. September 2017 eine 30%ige 

Arbeitsfähigkeit gegeben. Durch eine Physiotherapie mit Bewegungstherapie und eine 

Stärkung der Bauchdecke könne mittelfristig allenfalls eine Verbesserung der 

A.f. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/25

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Arbeitsfähigkeit erzielt werden (IV-act. 91). In einem bei der IV-Stelle am 1. Dezember 

2017 eingegangenen Bericht nannte Dr. med. J.___, Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie, KSSG, als Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit ein Mamakarzinom links (Erstdiagnose 2014, Rezidiv 2017), ein 

chronisches Schmerzsyndrom, ein panvertebrales Syndrom sowie eine Polyarthrose. 

Die Versicherte sei bis zum __ Juli 2017 stationär behandelt worden. Die Brust sei 

symmetrisch, die Narben seien bei der letzten Kontrolle noch nicht vollständig stabil 

gewesen. Bis zum 30. Juli 2017 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Von 

Seiten des Mammakarzinoms ergäben sich nun keine Einschränkungen bezüglich der 

Arbeit mehr. Für die Beschränkung der Arbeitsfähigkeit bzw. für die Anerkennung einer 

IV-Rente sei das Mammakarzinom sicherlich nicht massgebend. Führend sei das 

Schmerzsyndrom (IV-act. 93). Dr. G.___ berichtete am 4. Dezember 2017 über den 

Fortbestand einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit. Durch die erneute Mammateilresektion 

und plastische Operation seien wieder Schmerzen aufgetreten und es sei in 

nachvollziehbarer Weise zu vermehrten Ängsten gekommen (IV-act. 94).

Am 18. Juni 2018 erstattete die medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) Zentrum 

für Medizinische Begutachtung (ZMB), im Auftrag der IV-Stelle ein polydisziplinäres 

(psychiatrisches, allgemeinmedizinisches, rheumatologisches, orthopädisches bzw. 

handchirurgisches und onkologisches) Gutachten (IV-act. 111 S. 1 ff.). In ihrer 

interdisziplinären Beurteilung nannten die beteiligten Gutachter als Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein duktales Karzinom in situ links, ein chronisches 

multilokuläres Schmerzsyndrom, ein chronisches zervikales, zum Teil zervico-cephales 

und lumbales Schmerzsyndrom, akzentuierte Persönlichkeitszüge mit zwanghaft 

perfektionistischen und emotional instabilen Anteilen, psychische und 

Verhaltensfaktoren im Sinne einer Krankheitsverarbeitungsstörung bei Problemen am 

Bewegungsapparat und Mammatumor sowie Angst und depressive Störung gemischt 

(IV-act. 111 S. 11 f.). Sodann kamen die Gutachter zum Schluss, dass die 

angestammte Tätigkeit als Pflegefachfrau der Versicherten nicht mehr zumutbar sei (IV-

act. 111 S. 16 ff.). In einer den Leiden optimal angepassten Tätigkeit ergebe sich 

aufgrund der psychischen Beeinträchtigung eine Rendement-Verminderung von 20 % 

(IV-act. 111 S. 18 i.V.m. S. 16).

A.g. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/25

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B.  

C.  

Mit Vorbescheid vom 17. Oktober 2018 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Ablehnung des Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 38 % in Aussicht. Zur 

Begründung führte sie im Wesentlichen an, die Versicherte wäre als Gesunde zu 20 % 

im Haushalt und zu 80 % im Beruf tätig. Während im Erwerbsbereich gestützt auf die 

gutachterliche Einschätzung von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, sei 

im Haushalt keine Einschränkung anzunehmen (IV-act. 124).

B.a. 

Gegen diesen Vorbescheid liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. 

iur. utr. M. Imfeld, St. Gallen, am 31. Oktober 2018 Einwand erheben. Sie machte 

geltend, aufgrund der lang andauernden gesundheitlichen Probleme nur in einem 

Pensum von 80 % gearbeitet zu haben. Als Gesunde hätte sie gerne ein Pensum von 

100 % wahrgenommen (vgl. IV-act. 125 S. 1). In der Folge liess die IV-Stelle der 

Versicherten einen Fragebogen als Grundlage für eine allfällige Haushaltsabklärung 

zukommen (vgl. IV-act. 129), welchen diese am 21. Januar 2019 ausgefüllt retournierte 

(vgl. IV-act. 132 f.). Nachdem die Abteilung Recht der Sozialversicherungsanstalt (SVA) 

St. Gallen am 10. April 2019 zur Statusfrage Stellung genommen hatte (vgl. IV-

act. 136), wies die IV-Stelle das Rentenbegehren mit Verfügung vom 11. April 2019 ab. 

Zur Statusfrage führte sie aus, die Versicherte habe bereits vor der erstmaligen 

Dokumentation der Beschwerden in einem Pensum von 80 % gearbeitet. Das 

reduzierte Pensum lasse sich auch nicht durch die Kinderbetreuung erklären. Die 

Versicherte habe bereits vor der Geburt des ersten Kindes in einem Pensum von 80 % 

gearbeitet (IV-act. 137).

B.b. 

Gegen diese Verfügung liess die weiterhin durch Rechtsanwalt Imfeld vertretene 

Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 27. Mai 2019 Beschwerde erheben 

(act. G 1). Sie liess beantragen, die Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) vom 11. April 2019 sei aufzuheben und ihr sei mindestens eine 

halbe IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin mit weiteren Abklärungen, insbesondere einer 

Haushaltsabklärung zu beauftragen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

Weiter liess die Beschwerdeführerin die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 

Invalidenrente.

2.

Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 

können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf 

eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Als 

Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der 

durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

unter Einschluss der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für das Verfahren vor 

Versicherungsgericht beantragen (act. G 1 S. 2).

In ihrer Beschwerdeantwort vom 29. Juli 2019 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 6).

C.b. 

Am 5. August 2019 liess die Beschwerdeführerin infolge einer Kostengutsprache 

durch ihre Rechtsschutzversicherung das von ihr gestellte Gesuch um unentgeltliche 

Prozessführung zurückziehen (act. G 7).

C.c. 

In ihrer Replik vom 4. September 2019 liess die Beschwerdeführerin an den in der 

Beschwerde gestellten Rechtsbegehren festhalten (act. G 10). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Erstattung einer Duplik (act. G 11).

C.d. 

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oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität ist bei im 

Gesundheitsfall Vollzeiterwerbstätigen durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln 

(Art. 16 ATSG). Wenn eine versicherte Person auch ohne die 

Gesundheitsbeeinträchtigung nicht voll, sondern nur teilerwerbstätig gewesen wäre, ist 

der Invaliditätsgrad gemäss der langjährigen Praxis des Bundesgerichts nicht anhand 

eines reinen Einkommensvergleichs (vgl. Art. 16 ATSG), sondern anhand der 

sogenannten gemischten Methode zu berechnen. Hierbei ist der Anteil der 

Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 

Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (vgl. Art. 28a Abs. 3 IVG; BGE 141 V 

21 E. 3.2). Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder 

als nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten 

Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. April 2019, 8C_820/2018, E. 3.2). Massgebend sind die 

Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, 

wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten 

Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (Urteil des Bundesgerichts vom 11. 

August 2016, 9C_179/2016, E. 4.2.1 mit Hinweisen).

3.  

Die Anmeldung der Beschwerdeführerin ist bei der Beschwerdegegnerin am 22. 

Oktober 2014 eingegangen (IV-act. 1 S. 1). Der früheste Beginn eines allfälligen 

Rentenanspruchs im Sinne von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG fällt somit auf den 1. April 

2015. Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist zu diesem Zeitpunkt allerdings 

noch nicht verstrichen gewesen, da die Arbeitsunfähigkeit gemäss der IV-Anmeldung 

der Beschwerdeführerin erst am 25. Mai 2014 eingetreten ist (vgl. IV-act. 1 S. 3). Unter 

Berücksichtigung des Wartejahres fällt der frühestmögliche Rentenbeginn somit auf 

den 1. Mai 2015 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b i.V.m. 29 Abs. 3 IVG). Für die Statusfrage ist 

somit entscheidend, ob die Beschwerdeführerin als Gesunde im Zeitraum vom 1. Mai 

2015 bis zum Verfügungszeitpunkt vom 11. April 2019 (vgl. IV-act. 139) überwiegend 

wahrscheinlich vollzeit- oder teilzeiterwerbstätig gewesen wäre.

3.1. 

Im vorliegenden Fall ist die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Einstufung der Beschwerdeführerin als im Gesundheitsfall Teilzeiterwerbstätige nicht zu 

beanstanden. Die Beschwerdeführerin hat den Beruf als Pflegefachfrau gemäss den 

Angaben ihrer ehemaligen Arbeitgeberin nämlich seit 19__ in einem Pensum von 80 % 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/25

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4.  

ausgeübt (vgl. IV-act. 26 S. 2). Folglich hat sie dieses Pensum bereits vor der Geburt 

ihrer Kinder innegehabt (zu den Jahrgängen der Kinder vgl. IV-act. 1 S. 2), sodass nicht 

anzunehmen ist, die Reduktion des Pensums sei aus familiären Gründen erfolgt. Darauf 

beruft sich die Beschwerdeführerin denn auch nicht explizit. Vielmehr macht sie in ihren 

Rechtsschriften in erster Linie geltend, sie habe aufgrund der schon seit Jahren 

bestehenden gesundheitlichen Probleme in keinem höheren Pensum gearbeitet 

(vgl. act. G 1 und 10). Zwar kann der Aktenlage entnommen werden, dass die 

Beschwerdeführerin bereits im Jahr 2006 an Schmerzen am Bewegungsapparat 

gelitten hatte (vgl. IV-act. 111 S. 11 und 74 S. 1), nicht aber, dass bereits im Jahr 19__ 

gesundheitliche Gründe für die Aufnahme eines reduzierten Pensums verantwortlich 

gewesen sind. Folglich ist anzunehmen, dass sich die Beschwerdeführerin unabhängig 

allfälliger gesundheitlicher Beschwerden für ein Pensum von 80 % entschieden hatte. 

Selbstverständlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass andere Lebensumstände 

wie die von der Beschwerdeführerin behauptete Frühpensionierung des Ehemannes 

(vgl. act. G 10 S. 3) im Gesundheitsfall doch irgendwann zu einer Steigerung des 

Pensums geführt hätten. Dies ist aber aufgrund der bisherigen beruflichen Karriere 

sowie der von der Beschwerdeführerin im Fragebogen vom 16. Januar 2019 

gemachten Aussage, wonach sie als Gesunde mindestens 80 % arbeiten würde 

(vgl. IV-act. 132 S. 1), nicht überwiegend wahrscheinlich. Nach dem Gesagten ist die 

Beschwerdeführerin als im Gesundheitsfall Teilzeiterwerbstätige (80 % 

Erwerbstätigkeit, 20 % Hausfrau) einzustufen.

Hinsichtlich des Erwerbsteils (Gewichtung 80 %) stützt sich die 

Beschwerdegegnerin zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in 

erster Linie auf das ZMB-Gutachten vom 18. Juni 2018 (vgl. IV-act. 137). Der 

interdisziplinären gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung folgend (vgl. IV-act. 111 

S. 16 ff.) ist die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung von einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Pflegefachfrau sowie 

von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit in optimal leidensangepassten Tätigkeiten 

ausgegangen (vgl. IV-act. 137 S. 1). Die Beschwerdeführerin hat sinngemäss ebenfalls 

auf die gutachterlich attestierte medizinische Arbeitsunfähigkeit von 20 % abgestellt 

und diese nicht kritisiert (vgl. act. G 1 und 10). Das interdisziplinäre Gutachten der ZMB 

ist unter Berücksichtigung der seitens der Beschwerdeführerin geklagten Leiden sowie 

der Vorakten erstellt worden. Weiter sind keine Anhaltspunkte dafür vorhanden, dass 

im Gutachten objektiv wesentliche Aspekte nicht berücksichtigt worden wären. 

Überdies haben die Sachverständigen ihre Einschätzung unter Berücksichtigung der 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/25

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von der Rechtsprechung aufgestellten Standardindikatoren abgegeben (vgl. IV-

act. 111). Anhand der im Gutachten dargelegten Diagnosen (vgl. IV-act. 111 S. 11 f.) 

und unter Berücksichtigung des gutachterlich definierten Anforderungsprofils (vgl. IV-

act. 111 S. 16 ff.) ist die gutachterlich attestierte 20%ige Arbeitsunfähigkeit in 

leidensangepassten Tätigkeiten sodann nachvollziehbar, sodass mit den Parteien 

darauf abgestellt werden kann. Nicht nachvollziehbar ist jedoch, dass die 

Sachverständigen diese Einschränkung der Leistungsfähigkeit ab dem 

"Gutachtensdatum" attestieren (vgl. IV-act. 111 S. 16). Gemeint haben dürften sie 

vielmehr, dass die Einschätzung ab dem gutachterlichen Untersuchungszeitpunkt 

Gültigkeit hat. Da die Gutachter die Einschränkung der Leistungsfähigkeit aus 

psychischen Gründen attestiert haben (vgl. IV-act. 111 S. 18), ist auf den 19. März 

2018, das Datum der psychiatrischen Untersuchung (vgl. IV-act. 111 S. 2), abzustellen. 

Demnach ist ab dem 19. März 2018 eine 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in 

optimal leidensangepassten Tätigkeiten anzunehmen.

 4.2. 

Retrospektiv haben die Gutachter keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

abgegeben (vgl. dazu insbesondere IV-act. 111 S. 16) bzw. sich höchstens punktuell 

dazu geäussert (vgl. IV-act. 111 S. 16 ff.). Da der frühestmögliche Zeitpunkt des 

Rentenbeginns auf den 1. Mai 2015 fällt (vgl. E. 3.1), fehlt für die Zeit vom 1. Mai 2015 

bis zum 18. März 2018 eine gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit als 

Grundlage zur Beurteilung des Rentenanspruchs. Folglich ist zu prüfen, ob sich die 

Arbeitsfähigkeit retrospektiv gestützt auf die übrige medizinische Aktenlage 

überwiegend wahrscheinlich erstellen lässt.

4.2.1. 

Vom 24. Februar bis 4. März 2015 ist die Beschwerdeführerin zur Durchführung 

einer abdominalen Hysterektomie im Spital E.___ hospitalisiert gewesen (vgl. IV-act. 32 

S. 6 f.), sodass für diesen Zeitraum sicherlich von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit 

auszugehen ist. Neben einer allenfalls über den 4. März 2015 hinausgehenden 

Erholungsphase aus somatischer Sicht scheint es in diesem Zeitraum auch zu einer 

psychischen Dekompensation der Beschwerdeführerin gekommen zu sein, was vor 

dem Hintergrund der im Mai 2014 gestellten Krebsdiagnose mit anschliessender 

operativer und radiotherapeutischer Behandlung (vgl. IV-act. 14 S. 8 ff.) und der 

ziemlich nahtlos daran anschliessenden abdominalen Beschwerden (vgl. IV-act. 14 S. 6 

f., 14 S. 1 ff. und 32 S. 6 f.), die anfangs 2015 schliesslich zu einer operativen 

Entfernung der Gebärmutter geführt haben (vgl. IV-act. 32 S. 6 f.), gut nachvollziehbar 

ist. Dr. G.___ hat denn auch einleuchtend beschrieben, dass bei der 

4.2.2. 

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Beschwerdeführerin nach der Krebsdiagnose im Jahr 2014 und der operativen 

Entfernung der Gebärmutter anfangs 2015 starke Ängste, eine Somatisierungsneigung 

sowie eine grosse Sorge um die eigene Leistungsfähigkeit aufgetreten seien. Nach der 

erfolgreichen somatischen Nachsorge des Mammakarzinoms sei es emotional zu 

einem Tief gekommen mit starker innerer Unruhe, Traurigkeit, massiver Lustlosigkeit 

mit zugleich vorhandener Getriebenheit sowie zu multiplen körperlichen und 

psychosomatischen Beschwerden. Bei der Übernahme der Patientin im April 2015 

habe sich bereits nach der ersten Sitzung gezeigt, dass sie für eine ambulante 

Behandlung zu schwer beeinträchtigt sei, weshalb sie, die Psychiaterin, ihr dringend 

eine stationäre Behandlung in der Klinik H.___ empfohlen habe (vgl. IV-act. 41 S. 2). 

Eine solche hat die Beschwerdeführerin bereits am 21. Mai 2015 angetreten. Dem 

Austrittsbericht ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin mit einer komplexen 

und schweren Erschöpfungssymptomatik in die Klinik gekommen sei, die auch auf dem 

Hintergrund der Persönlichkeitsneigung zum Perfektionismus und zu 

Verantwortungsübernahme gegründet habe. Zudem habe sich die Beschwerdeführerin 

nach den zwei Operationen nicht ausreichend erholen können. Aufgrund der 

Komplexität und Schwere sowie der somatischen Mitbedingtheit des 

Beschwerdebildes sind zwei Verlängerungsanträge für den Aufenthalt in der Klinik 

H.___ gutgeheissen worden, sodass die Beschwerdeführerin die Klinik erst am 4. Juli 

2015 verlassen hat (vgl. IV-act. 45). Bis zu diesem Zeitpunkt ist aufgrund der im 

Austrittsbericht enthaltenen Angaben, namentlich auch der darin gestellten Diagnose 

einer mittelgradigen depressiven Episode (vgl. IV-act. 45 S. 1) sowie der bis zum 11. 

Juli 2015 attestierten 100 %igen Arbeitsunfähigkeit (vgl. IV-act. 45 S. 4), der Aussagen 

von Dr. G.___ zur Schwere des Krankheitsbildes bei Eintritt in den 

Rehabilitationsaufenthalt (vgl. IV-act. 41) sowie des Umstandes, dass ein stationärer 

Aufenthalt in der Regel naturgemäss keine Arbeitstätigkeit ermöglicht, von einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Auch der RAD hat in seiner Stellungnahme 

vom 25. September 2015 die Angaben im Austrittsbericht der Klinik H.___ als 

weitgehend schlüssig beurteilt (vgl. IV-act. 47 S. 2). Nach dem Austritt aus der Klinik 

H.___ scheint sich die Beschwerdeführerin entsprechend den Angaben von Dr. G.___ 

psychisch etwas stabilisiert zu haben (vgl. IV-act. 41), sodass sie ab dem 17. August 

2015 bei der Arbeitgeberin auch an einem Tag pro Woche für drei Stunden eine 

adaptierte Tätigkeit hat aufnehmen können (vgl. IV-act. 43). Dementsprechend hat der 

RAD in seiner Stellungnahme vom 25. September 2015 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bis zum 16. August 2015 angenommen. Ab dem 17. August 2015 ist 

er von einer theoretisch sogar höheren Arbeitsfähigkeit ausgegangen, als dem 

tatsächlichen Pensum entsprochen hätte (vgl. IV-act. 47 S. 3). In einem Verlaufsbericht 

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von Oktober 2015 hat Dr. G.___ der Beschwerdeführerin zwar noch immer eine 

100%ge Arbeitsunfähigkeit attestiert, jedoch für das Scheitern des Arbeitsversuchs bei 

der Arbeitgeberin in erster Linie körperliche Beschwerden angegeben (vgl. IV-act. 49). 

Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ist ab dem 17. August 2015 somit zumindest aus 

psychischen Gründen nicht richtig nachvollziehbar. In einem Bericht vom 14. März 

2016 ist Dr. G.___ von einem verbesserten Zustand ausgegangen und hat in einer 

leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % grundsätzlich als möglich 

erachtet (IV-act. 52). Dazu passend hat die Beschwerdeführerin in einem Schreiben 

vom 15. März 2016 die Durchführung beruflicher Massnahmen gewünscht (IV-act. 53). 

Folglich ist anzunehmen, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 

ab Mitte August 2015 verbessert hatte und spätestens ab Mitte März 2016 eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit vorhanden gewesen ist. Da sich die seitens Dr. G.___ nach dem 16. 

August 2015 zunächst weiterhin attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit nicht schlüssig 

nachvollziehen lässt, die Beschwerdeführerin bereits ab dem 17. August 2015 

vorübergehend zumindest in einem kleinen Pensum arbeitstätig gewesen ist und der 

RAD bereits ab dem 17. August 2015 eine höhere Arbeitsfähigkeit für möglich gehalten 

hat, rechtfertigt es sich, bereits ab dem 17. August 2015 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit 

anzunehmen. Diese medizinisch-theoretische 50%ige Arbeitsfähigkeit passt zu der 

vom RAD am 8. Juni 2016 angenommenen zumutbaren halbtägigen Präsenzzeit 

(vgl. IV-act. 56) sowie zur ab dem 2. August 2016 erfolgten Teilnahme der 

Beschwerdeführerin an einem über das RAV organisierten Einsatzprogramm (vgl. IV-

act. 61 S. 1). Auch wenn die Beschwerdeführerin sich damals zunächst nur zu 20 % 

einsatzfähig gesehen hat (vgl. IV-act. 61 S. 1 ff.), lässt sich eine höhere als die 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit in diesem Zeitraum nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

begründen. In einem Schreiben vom 14. November 2016 hat sich die 

Beschwerdeführerin grundsätzlich auch bereit erklärt, in einem höheren Pensum an 

den beruflichen Eingliederungsmassnahmen mitzuwirken, mithin hat sie ein höheres 

Pensum nicht von vornherein als unmöglich erachtet (vgl. IV-act. 64 f.). Ende 2016 

scheint sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin dann allerdings wieder 

verschlechtert zu haben. Über die Festtage scheint es aufgrund starker Kopfschmerzen 

zu zwei notfallmässigen Vorstellungen der Beschwerdeführerin gekommen zu sein 

(vgl. IV-act. 70 und 71 S. 6 ff.). Dr. G.___ hat die Schmerzproblematik dadurch erklärt, 

dass die Beschwerdeführerin sehr lange unter hoher emotionaler Beteiligung und unter 

körperlicher Belastung gearbeitet habe und sich dabei stark mit ihrer Tätigkeit 

identifiziert habe. Dabei habe sie die eigenen Grenzen überschritten. Die 

Schmerzstörung sei Ausdruck dieser übermässigen Beanspruchung (vgl. IV-act. 70 

S. 2). Vom __ bis __ 2017 ist es sodann zu einem stationären Aufenthalt in einem 

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Schmerzzentrum gekommen (vgl. IV-act. 73 S. 2 ff.; vgl. ferner IV-act. 78). Spätestens 

im Mai 2017 hat sich der Verdacht auf einen erneuten bösartigen Befund ergeben 

(vgl. IV-act. 78 S. 2), der sich schliesslich als Rezidiv des Mammakarzinoms bestätigt 

hat (vgl. IV-act. 81). Aus diesem Grund ist der Beschwerdeführerin auch seitens Dr. 

F.___ in einem Bericht vom 13. Juni 2017 erneut eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

attestiert worden (IV-act. 81 S. 1). Aufgrund der seitens der Beschwerdeführerin Ende 

des Jahres 2016 beklagten verstärkten Schmerzen mit notfallmässiger Vorstellung im 

Ausland vom 23. Dezember 2016 (vgl. IV-act. 71 S. 7), der stationären Schmerztherapie 

anfangs des Jahres 2017 sowie des im Frühling 2017 erneut entdeckten Rezidivs des 

Mammakarzinoms ist ab dem 23. Dezember 2016 wieder eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit anzunehmen. Dr. I.___ vom Brustzentrum des KSSG hat der 

Beschwerdeführerin aufgrund des Rezidivs des Mammakarzinoms und der dadurch 

notwendigen operativen Behandlung bis zum 31. August 2017 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert. Ab dem 1. September 2017 hat er die Arbeitsfähigkeit 

aufgrund der operativen Folgen mit 30 % steigerbar angegeben. Die weitere 

Behandlung erfolge in der Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie, sodass diese Ansprechpartnerin für weitere Fragen sei 

(IV-act. 91). Der onkologische Gutachter der ZMB ist für die angestammte Tätigkeit in 

Anlehnung an die Berichterstattung des KSSG bis Ende August 2017 von einer 

vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen, während er ab September 2017 einen 

Einstieg in die Arbeitstätigkeit mit einem Pensum von 30 % steigerbar für möglich 

gehalten hat (vgl. IV-act. 111 S. 17), wobei er für leidensangepasste Tätigkeiten im 

Zeitpunkt der Begutachtung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr attestiert 

hat (vgl. IV-act. 111 S. 18). Wie sich die Leistungsfähigkeit nach dem vom __ bis __ Juli 

2017 erfolgten stationären Aufenthalt in der Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie des KSSG (vgl. IV-act. 91 S. 2) entwickelt hat, lässt sich 

nicht mehr genau rekonstruieren. In einem bei der Beschwerdegegnerin am 1. 

Dezember 2017 eingegangenen Bericht hat Dr. J.___ ausgeführt, dass die 

Beschwerdeführerin bis zum __ Juli 2017 stationär behandelt worden sei. Von Seiten 

des Mammakarzinoms ergäben sich keine Einschränkungen bezüglich der Arbeit mehr. 

Für die Beschränkung der Arbeitsfähigkeit bzw. für die Anerkennung einer IV-Rente sei 

das Mammakarzinom sicher nicht massgebend. Führend sei das Schmerzsyndrom, 

einschränkend sei sicherlich die Rückenproblematik (IV-act. 93). Folglich ist 

anzunehmen, dass spätestens ab Dezember 2017 aus onkologischer Sicht und der 

infolge des diagnostizierten Mammakarzinoms durchgeführten plastischen Chirurgie 

keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in optimal leidensangepassten Tätigkeiten 

mehr vorhanden gewesen ist, sodass ab Dezember 2017 von der gutachterlich 

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attestierten 20%igen Arbeitsunfähigkeit für optimal leidensangepasste Tätigkeiten 

auszugehen ist (vgl. IV-act. 111 S. 2 und S. 16 ff.).

Zusammenfassend ist gestützt auf die medizinische Aktenlage zwischen 1. Mai 

(frühester Beginn des Rentenanspruchs) und 16. August 2015 von einer 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit, vom 17. August 2015 bis 22. Dezember 2016 von einer 50%igen 

Arbeitsunfähigkeit, vom 23. Dezember 2016 bis 30. November 2017 wiederum von 

einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit und ab 1. Dezember 2017 von einer 20%igen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen.

4.2.3. 

 4.3. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Entscheidend 

für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des 

Beginns des Rentenanspruchs (vgl. BGE 129 V 222). Vorliegend ist somit das Jahr 

2015 massgebend (vgl. E. 3.1)

4.3.1. 

Für das Valideneinkommen ist entscheidend, was die versicherte Person 

aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des 

allfälligen Rentenbeginns hätte verdienen können, wenn sie nicht invalid geworden 

wäre (Art. 16 ATSG; BGE 135 V 59 E. 3.1 und 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen). 

Ausgehend von den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin 

(vgl. IV-act. 26 S. 2) hat die Beschwerdegegnerin hochgerechnet auf ein Pensum von 

100 % (vgl. Art. 27 Abs. 3 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; 

SR 831.201]) für das Jahr 2015 ein Valideneinkommen von jährlich Fr. 82'646.-- 

ermittelt (vgl. IV-act. 137 S. 2), was nicht zu beanstanden ist. Auch die 

Beschwerdeführerin hat am errechneten Valideneinkommen keine Kritik geübt 

(vgl. act. G 1 und 10).

4.3.2. 

bis 

 Für die Ermittlung des Invalideneinkommens hat die Beschwerdegegnerin 

sodann zu Recht auf den Medianlohn der schweizerischen Lohstrukturerhebung des 

Bundesamtes für Statistik (LSE) für die im Kompetenzniveau 1 beschäftigten Frauen 

abgestellt, da keine Umschulung durchgeführt worden ist und die Beschwerdeführerin 

4.3.3. 

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in ihrem angestammten Beruf nicht mehr tätig sein kann. Den LSE-Werten folgend 

ergibt sich unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2015 für 

ein Pensum von 100 % (bei einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 

Stunden) ein Jahreseinkommen von Fr. 54'055.-- (vgl. Anhang 2 der von der 

Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen Gesetzesausgabe "Invalidenversicherung, 

Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts", Ausgabe 2019). Zuzustimmen ist der 

Beschwerdeführerin darin, dass sie aufgrund des gutachterlich festgelegten 

Adaptionsprofils mit multiplen Einschränkungen sowie ihrer psychischen 

Beeinträchtigungen ihre Erwerbsfähigkeit auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur 

mit unterdurchschnittlichem Erfolg wird verwerten können (vgl. act. G 1 S. 6 und 10 

S. 3 und 5 f.). Denn sie bedarf aufgrund ihrer zahlreichen Einschränkungen einer 

erhöhten Rücksichtnahme im Betrieb und sie ist nicht gleich flexibel wie andere 

Arbeitnehmende einsetzbar. Beispielsweise wird es ihr kaum möglich sein, kurzfristig 

Überstunden zu leisten oder an einem anderen Arbeitsplatz eingesetzt zu werden. 

Daher ist ein Tabellenlohnabzug von 10 % angezeigt. Gründe, die, wie von der 

Beschwerdeführerin gefordert (vgl. act. G 10 S. 5 f.), einen 10 % übersteigenden 

Tabellenlohnabzug rechtfertigen, sind jedoch nicht ersichtlich. Unter Berücksichtigung 

eines 10%igen Tabellenlohnabzugs ergibt sich als Basis für das Invalideneinkommen 

der Betrag von Fr. 48'649.50 (Fr. 54'055.-- / 100 x 90). Angepasst an die ab Dezember 

2017 anzunehmende Arbeitsfähigkeit von 80 % ergibt sich ein Invalideneinkommen von 

Fr. 38'919.60 (Fr. 48'649.50 / 100 x 80). Bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % resultiert 

ein Invalideneinkommen von Fr. 24'324.75 (Fr. 48'649.50.-- / 100 x 50) und bei einer 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % ein Invalideneinkommen von Fr. 0.-- (Fr. 48'649.50 / 100 

x 0).

In den Zeiträumen vom 1. Mai bis 16. August 2015 sowie 23. Dezember 2016 bis 

30. November 2017, in denen von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist, 

ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 82'646.-- und damit für den Erwerbsbereich 

ein Teilinvaliditätsgrad von 100 % (82'646.00 x 100 / 82'646.00). In der Zeit vom 17. 

August 2015 bis 22. Dezember 2016 resultiert in der Annahme einer 50%igen 

Arbeitsunfähigkeit eine Erwerbseinbusse von Fr. 58'321.25 (Fr. 82'646.-- minus 

Fr. 24'324.75) und damit ein Teilinvaliditätsgrad für den Erwerbsbereich von gerundet 

71 % (58'321.25 x 100 / 82'646.00). Stellt man dem Valideneinkommen von Fr. 

82'646.-- das für den Zeitraum ab Dezember 2017 ermittelte Invalideneinkommen von 

Fr. 38'919.60 gegenüber, resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 43'726.40 und ein 

Invaliditätsgrad von gerundet 53 % (43'726.40 x 100 / 82'646.00).

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/25

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5.  

Die für den Teilbereich Erwerb errechneten Invaliditätsgrade sind schliesslich 

entsprechend dem für den Erwerbsbereich anzunehmenden Pensum zu gewichten. Bei 

einer Gewichtung des Erwerbsbereichs von 80 % und einem Teilinvaliditätsgrad im 

Erwerbsbereich von 100 % ergibt sich für die Zeit vom 1. Mai bis 16. August 2015 und 

vom 23. Dezember 2016 bis 30. November 2017 ein gewichteter Teilinvaliditätsgrad 

von 80 % (80 x 100 / 100). Bei einer Gewichtung des Erwerbsbereichs von 80 % und 

einem Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 71 %, wie er für den Zeitraum vom 

17. August 2015 bis 22. Dezember 2016 anzunehmen ist, resultiert ein gewichteter 

Teilinvaliditätsgrad von gerundet 57 % (80 x 71 / 100). Bei einem Teilinvaliditätsgrad im 

Erwerbsbereich von 53 %, wie er ab Dezember 2017 anzunehmen ist, ergibt sich ein 

gewichteter Teilinvaliditätsgrad von gerundet 42 % (80 x 53 / 100).

4.5. 

Hinsichtlich des Haushaltsbereichs nimmt die Beschwerdegegnerin keine 

Einschränkungen an, da die Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung ein 

hohes Aktivitätsniveau geschildert habe und im Fragebogen vom 16. Januar 2019 

(vgl. IV-act. 132) angegeben habe, den Haushalt selbständig erledigen zu können. Für 

die der Beschwerdeführerin nicht mehr möglichen Tätigkeiten greife zudem die 

Schadenminderungspflicht des pensionierten Ehemannes, der die Beschwerdeführerin 

unterstützen könne (vgl. IV-act. 136 f.). Demgegenüber ist die Beschwerdeführerin der 

Ansicht, dass die Beschwerdegegnerin gesundheitliche Einschränkungen mit 

Auswirkung auf den Haushaltsbereich nicht ohne Abklärung verneinen könne. Vielmehr 

sei anzunehmen, dass sich die gesundheitlichen Einschränkungen im Haushalt 

zumindest in gleicher Weise wie im Erwerbsbereich auswirkten. Der Haushalt umfasse 

viele ähnlich gelagerte Tätigkeiten wie der Pflegeberuf, die gerade nicht mehr möglich 

seien. Überdies könne die Beschwerdegegnerin nicht auf die Mithilfe des aus 

gesundheitlichen Gründen frühpensionierten Ehemannes sowie der bereits 

ausgezogenen bzw. nur vorübergehend wieder eingezogenen Kinder abstellen 

(vgl. act. G 1 und 10).

5.1. 

Der Beschwerdeführerin ist darin zuzustimmen, dass die Haushaltstätigkeit 

offensichtlich auch schwerere körperliche Arbeiten umfasst, die ihr aufgrund des 

gutachterlich attestierten Adaptionsprofils nicht zumutbar sind (zum Adaptionsprofil 

vgl. IV-act. 111 S. 16 ff.). Mit anderen Worten handelt es sich bei der Haushaltstätigkeit 

eben gerade nicht um eine optimal angepasste Tätigkeit. Andererseits wird die 

Beschwerdeführerin im Haushalt, anders als bei einer Berufstätigkeit, bei gewissen 

nicht angepassten Tätigkeiten auf die Mithilfe des Ehemannes zählen können, wie sie 

dies im Fragebogen auch angegeben hat (vgl. IV-act. 132). Allerdings geht aus dem 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/25

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6.

Zusammenfassend resultiert bei der Anwendung der gemischten Methode für den 

Fragebogen hervor, dass die Beschwerdeführerin nicht nur auf die Mithilfe des 

Ehemannes, sondern auch auf diejenige anderer Personen, wie Freundinnen, 

angewiesen ist (vgl. IV-act. 132 S. 6). Dem Ehemann dürften somit wohl nicht sämtliche 

Tätigkeiten zumutbar oder möglich sein, sodass die Einschränkungen der 

Beschwerdeführerin auch im Haushaltsbereich ins Gewicht fallen. Folglich kann sich 

die Beschwerdegegnerin jedenfalls nicht ausschliesslich auf die 

Schadenminderungspflicht des Ehemannes berufen (vgl. act. G 1 S. 5 f. und 10 S. 4 f.). 

Vielmehr ist der Beschwerdeführerin zu folgen, wonach ihr auch im Haushaltsbereich 

zumindest die gutachterlich attestierte Einschränkung von 20 % zuzugestehen ist 

(vgl. act. G 1 S. 5 f. und 10 S. 4 f.). Bei einer Gewichtung des Haushaltsbereichs von 20 

% und einem Teilinvaliditätsgrad von 20 % ergibt sich für den Bereich Haushalt ein 

gewichteter Teilinvaliditätsgrad von 4 % (20 x 20 / 100).

 In den Zeiträumen vom 1. Mai bis 16. August 2015 und vom 23. Dezember 2016 

bis 30. November 2017, in denen von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit und einem 

Teilinvaliditätsgrad von 80 % im Erwerbsbereich auszugehen ist, hat die Einschränkung 

im Haushaltsbereich zwar vermutlich sogar noch höher gelegen, was vorliegend jedoch 

offenbleiben kann. Denn in diesen Zeiträumen beträgt der Gesamtinvaliditätsgrad 

selbst bei der Annahme einer bloss 20%igen Einschränkung im Haushalt jedenfalls 

über 80 %, weshalb ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht. Auch für den Zeitraum 

vom 17. August 2015 bis 22. Dezember 2016, in welchem im Erwerbsbereich eine 

50%ige Arbeitsunfähigkeit und ein Teilinvaliditätsgrad von 57 % anzunehmen ist, 

könnte im Haushaltsbereich möglicherweise eine 20 % übersteigende Einschränkung 

bestanden haben. Da jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen 

ist, dass in der Haushaltsarbeit keine höhere Einschränkung wie in der Erwerbsarbeit 

bestanden hat - ermöglicht die Haushaltstätigkeit doch zumeist eine flexiblere 

Zeiteinteilung wie die Erwerbsarbeit -, braucht die genaue Einschränkung im 

Haushaltsbereich auch für diesen Zeitraum nicht ermittelt zu werden. Denn die 

Annahme einer bloss 20%igen Einschränkung im Haushaltsbereich führt im Zeitraum 

vom 17. August 2015 bis 22. Dezember 2016 bereits zu einem Gesamtinvaliditätsgrad 

von über 60 % (57 % + 4 %) und somit zu einem Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, 

während selbst die Annahme einer 50%igen Einschränkung im Haushaltsbereich den 

Rentenanspruch in diesem Zeitraum nicht erhöhen würde (Teilinvaliditätsgrad Erwerb 

von 57 % + Teilinvaliditätsgrad Haushalt von 10 % = Gesamtinvaliditätsgrad von 67 

%).

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

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Zeitraum vom 1. Mai bis 16. August 2015 ein Gesamtinvaliditätsgrad von über 80 % 

und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Für den Zeitraum vom 17. August 2015 

bis zum 22. Dezember 2016 resultiert ein Gesamtinvaliditätsgrad von über 60 %, 

jedoch unter 70 %, und somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wobei die ganze 

Rente aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV jedoch noch bis zum 30. 

November 2015 auszurichten ist. Im Zeitraum vom 23. Dezember 2016 bis 30. 

November 2017 ist wiederum ein Invaliditätsgrad von über 80 % ausgewiesen. 

Aufgrund der Übergangsfrist beginnt der Anspruch auf die ganze Rente jedoch nicht 

bereits am 23. Dezember 2016, sondern erst am 1. April 2017, endet jedoch auch nicht 

bereits am 30. November 2017, sondern erst am 28. Februar 2018. Ab dem 1. März 

2018 besteht bei einem Gesamtinvaliditätsgrad von abgerundet 46 % (4 % + 42 %) 

noch ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

7.  

Entscheid

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die 

Beschwerdeführerin vom 1. Mai bis 30. November 2015 einen Anspruch auf eine ganze 

Rente, vom 1. Dezember 2015 bis 31. März 2017 einen Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente, vom 1. April 2017 bis 28. Februar 2018 wiederum einen Anspruch auf 

eine ganze Rente und ab dem 1. März 2018 einen Anspruch auf eine Viertelsrente hat.

7.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Gemessen an den Anträgen rechtfertigt es sich, die Gerichtsgebühr 

vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

7.2. 

bis

Auch wenn der Beschwerdeführerin für die Zukunft nicht die beantragte halbe 

Rente, sondern nur eine Viertelsrente zugesprochen wird, rechtfertigt es sich 

vorliegend, hinsichtlich der Parteientschädigung von einem vollen Obsiegen 

auszugehen. Zumindest für eine befristete Dauer wird ihr nämlich sogar eine ganze 

bzw. eine Dreiviertelsrente zugesprochen. Überdies ist der Vertretungsaufwand 

insgesamt gerechtfertigt gewesen. Die Parteientschädigung ist vom Gericht 

ermessensweise festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und 

dem Aufwand Rechnung zu tragen ist (Art. 61 lit g ATSG). Unter Berücksichtigung 

vergleichbarer Fälle rechtfertigt sich vorliegend eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.--. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin folglich mit 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

7.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung 

aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, der Beschwerdeführerin für die 

Zeit von Mai bis November 2015 und April 2017 bis Februar 2018 eine ganze Rente, für 

die Zeit von Dezember 2015 bis März 2017 eine Dreiviertelsrente und ab März 2018 

eine Viertelsrente zu bezahlen.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.01.2021
	Art. 28, 28a und 29 IVG; Art. 27bis IVV: Qualifikation der Beschwerdeführerin als im Gesundheitsfall Teilzeiterwerbstätige. Fehlende retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten. Gestützt auf die übrige medizinische Aktenlage kann die Arbeitsfähigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festgestellt werden. Einschränkung im Haushalt ist analog derjenigen im Erwerbsbereich festzulegen. Anspruch auf befristete Dreiviertelsrente, befristete ganze Rente sowie unbefristete Viertelsrente bejaht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Januar 2021, IV 2019/140).

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		2025-07-19T03:10:14+0200
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