# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba2954b3-0a38-540a-bc6e-1d7e286b9b7a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.01.2018 100 2017 257
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2017-257_2018-01-17.pdf

## Full Text

100.2017.257U
HAT/SPA/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Januar 2018

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiber Spring 

Notar A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer 

gegen

Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern
Münstergasse 2, 3011 Bern

betreffend Disziplinarwesen; Busse wegen Verletzung von Berufspflichten 
(Verfügung der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern 
vom 7. August 2017; 26.11 - 16.76)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.01.2018, Nr. 100.2017.257U, 
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Sachverhalt:

A.

Am 26. und 27. April 2016 wurde im Notariat «B.________» (einfache 
Gesellschaft), in welchem A.________ seit 1986 als selbständiger Notar 
praktiziert, eine notariatsrechtliche Revision durchgeführt. Die 
Revisionsorgane beanstandeten dabei unter anderem eine Rechnung von 
Notar A.________ in Zusammenhang mit einer Liegenschaftsvermittlung. 
Die Revisionskommission des Verbands bernischer Notare (VbN) erstattete 
der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK) am 
14. September 2016 Meldung, woraufhin der Notariatsinspektor ein 
Disziplinarverfahren gegen Notar A.________ eröffnete.

Am 7. August 2017 auferlegte die JGK Notar A.________ wegen Berufs-
pflichtverletzung eine Disziplinarbusse von Fr. 12'000.--.

B.

Am 7. September 2017 hat Notar A.________ Verwaltungsgerichts-
beschwerde erhoben und das Rechtsbegehren gestellt, die Verfügung der 
JGK vom 7. August 2017 sei aufzuheben und von Disziplinarmassnahmen 
gegen ihn abzusehen. 

Mit Beschwerdevernehmlassung vom 9. Oktober 2017 beantragt die JGK 
die kostenfällige Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 40 Abs. 1 des Notariatsgesetzes 
vom 22. November 2005 [NG; BSG 169.11]). Der Beschwerdeführer hat 
am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtene 
Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts werden disziplinarrecht-
liche Bussen in Dreierbesetzung beurteilt, auch wenn ihre Höhe – wie hier 
– unter der Streitwertgrenze von Fr. 20'000.-- für die einzelrichterliche Zu-
ständigkeit liegt (vgl. Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]; VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch nicht 
rechtskräftig] E. 1.2, 2012/131 vom 19.3.2013, in BN 2013 S. 82 und 
ZBGR 2014 S. 242 E. 1.2). 

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 45 Abs. 1 NG wird die Notarin oder der Notar unab-
hängig von der vermögens- und strafrechtlichen Verantwortlichkeit diszipli-
narisch sanktioniert, wenn sie oder er vorsätzlich oder fahrlässig Berufs-
pflichten verletzt oder gegen die Bestimmungen des Notariatsgesetzes 
oder seiner Ausführungserlasse, das Gebot der unabhängigen und ein-
wandfreien Berufsausübung oder gegen das Ansehen des Notariats 
verstösst, namentlich durch aufdringliche Werbung. In leichten Fällen kann 
von einer Sanktion abgesehen werden, wenn anzunehmen ist, dass die 

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Notarin oder der Notar den Beruf künftig einwandfrei ausüben wird (Art. 45 
Abs. 2 NG). Als Berufspflichten gelten nach dem Gesetzeswortlaut und 
ständiger Praxis des Verwaltungsgerichts nicht bloss die in Art. 30 ff. NG 
ausdrücklich als solche bezeichneten Regeln, sondern sämtliche Vor-
schriften, die eine Notarin oder ein Notar bei der Berufsausübung zu be-
achten hat (BVR 2015 S. 55 E. 2.1, 2013 S. 264 E. 3.1), so auch die 
Bestimmungen zur Unabhängigkeit (Art. 3 NG) und Unvereinbarkeit (Art. 4 
NG). Das Gebot der Wahrung des Ansehens des Notariatsstands umfasst 
generalklauselartig alle andern verpönten Verhaltensweisen, die das Ver-
trauen in die Notarinnen und Notare zu beeinträchtigen geeignet sind. Es 
dient der Aufrechterhaltung der Disziplin innerhalb des Notariatsstands, 
insbesondere der Wahrung der Standeswürde und dem Schutz des recht-
suchenden Publikums. Von den Notarinnen und Notaren wird erwartet, 
dass sie alle Tätigkeiten und Funktionen korrekt und mit einer gewissen 
Unauffälligkeit erledigen. In ihrem Allgemeinverhalten haben sie sich stets 
am Grundsatz von Treu und Glauben auszurichten (vgl. zum Ganzen 
VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch nicht rechtskräftig] 
E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen).

2.2 Gemäss Art. 3 NG haben Notarinnen und Notare ihren Beruf unab-
hängig und auf eigene Verantwortung auszuüben. Art. 4 NG sieht ver-
schiedene Unvereinbarkeitsgründe vor. Nach dessen Abs. 3 dürfen 
Notarinnen und Notare insbesondere keine dauernde oder gelegentliche 
Tätigkeit ausüben, die mit einer unabhängigen und einwandfreien Berufs-
ausübung oder mit dem Ansehen des Notariats nicht vereinbar ist. Unver-
einbar sind namentlich Spekulationsgeschäfte jeglicher Art sowie die Über-
nahme von Bürgschaften oder Garantien im Zusammenhang mit der 
Berufsausübung. Die Notarin oder der Notar darf eine solche Tätigkeit auch 
nicht durch Dritte ausüben lassen. Gemäss Art. 29 NG sind Notarinnen und 
Notare unter Vorbehalt der Bestimmungen über die Unvereinbarkeit 
berechtigt, neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit Aufträge für Rechts-
beratung, Vermögensverwaltung, Treuhandfunktionen und ähnliche Ver-
richtungen zu übernehmen (Abs. 1); diese nebenberufliche Tätigkeit unter-
steht dem Privatrecht (Abs. 2). 

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2.3 Zwecks Konkretisierung von Art. 4 Abs. 3 NG hat die JGK am 
20. Dezember 2012 das Kreisschreiben an die im Notariatsregister des 
Kantons Bern eingetragenen Notarinnen und Notare über den Liegen-
schaftshandel, die Liegenschaftsvermittlung und die Liegenschafts-
verwaltung erlassen (nachfolgend: KS LH). Die JGK hat im KS LH primär 
ihre eigene langjährige Praxis umschrieben, wie sie bereits im zuvor mass-
gebenden Kreisschreiben vom 30. März 1965 an die praktizierenden 
Notare des Kantons Bern über ihre Pflichten beim Liegenschaftshandel und 
die Vermittlung von Liegenschaften (nachfolgend: KS LH-1965) in BN 1965 
S. 1 ff. veröffentlicht worden ist (vgl. Ziff. 1 f. KS LH; BVR 2016 S. 147 
E. 3.1.2). Nicht vereinbar mit der Ausübung des Notariatsberufs ist gemäss 
Ziff. 3 KS LH unter anderem: 

«c) Die Liegenschaftsvermittlung gegen Provision oder gegen eine 
Entschädigung, die nicht dem gebotenen Zeitaufwand entspricht 
und/oder auf einem überhöhten Stundenansatz basiert. Als Richt-
wert für einen zulässigen Stundenansatz kann der für die Notare 
branchenübliche Stundenansatz herangezogen werden.»

Mit der Ausübung des Notariatsberufs vereinbar sind dagegen gemäss 
Ziff. 4 KS LH die folgenden Tätigkeiten und Geschäfte:

«b) Die gelegentliche Liegenschaftsvermittlung auf Honorarbasis. 
Das Vermittlermandat muss auf Initiative des Auftraggebers hin ent-
stehen (kein Sichanbieten des Notars als Liegenschaftsvermittler). 
In der Regel besteht ein Zusammenhang mit der haupt- oder 
nebenberuflichen Tätigkeit. Das Honorar hat sich nach dem ge-
botenen Zeitaufwand und einem angemessenen Stundenansatz zu 
richten. Als Richtwert kann der für die Notare branchenübliche 
Stundenansatz herangezogen werden.

c) Die Beurkundung durch den (zulässigerweise) vermittelnden resp. 
an den Verkaufsverhandlungen beteiligten Notar, sofern der Notar 
den Käufer über seine Doppelrolle und über die Möglichkeit, die 
Beurkundung durch einen anderen Notar vornehmen zu lassen, 
aufklärt, der Käufer seine Zustimmung zur Doppelrolle des Notars 
ausdrücklich erteilt und der Notar die Verkaufsverhandlungen nicht 
parteiisch geführt hat. Die freie Wahl eines Notars durch den Käufer 
muss in jedem Fall gewährleistet sein. In einem allfälligen Auf-
sichtsverfahren hat der Notar den Nachweis über die erfolgte Auf-
klärung und das Vorliegen der Zustimmung des Käufers zu er-
bringen.»

Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts ist das KS LH als Verwaltungs-
verordnung trotz mangelnder Gesetzeskraft zu beachten, wenn und soweit 
seine Anwendung nicht gegen gesetzliche Bestimmungen verstösst und 
eine einzelfallgerechte Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestim-

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mungen zulässt bzw. die rechtlichen Vorgaben überzeugend und praktika-
bel konkretisiert (vgl. BVR 2016 S. 147 E. 3.1.2 f.; allgemein zur Berück-
sichtigung von Verwaltungsverordnungen BVR 2012 S. 121 E. 4.1.2, 2012 
S. 193 E. 3.2.2, je mit weiteren Hinweisen). 

3.

3.1 Auch wenn der materielle Begriff der öffentlichen Beurkundung dem 
Bundesrecht angehört, liegt die Kompetenz zu deren gesetzlichen Rege-
lung bei den Kantonen (Art. 55 SchlT des Schweizerischen Zivilgesetz-
buches [ZGB; SR 210]). Zumindest im Binnenverhältnis haben allein diese 
zu bestimmen, wer auf dem Kantonsgebiet zur Errichtung von öffentlichen 
Urkunden befugt und wie dabei vorzugehen ist. Neben der Zuständigkeit 
und der Form des Verfahrens, sind insbesondere die Aufgaben und 
Berufspflichten der Urkundspersonen zu regeln (BVR 2016 S. 147 E. 3.2.2; 
BGE 133 I 259 E. 2.1, 131 II 639 E. 6.1). So ist auch die Regelung des Dis-
ziplinarrechts von Notarinnen und Notaren Sache der Kantone, wobei diese 
in der Ausgestaltung weitgehend frei sind (BGE 133 I 259 E. 2.2 mit Hin-
weis auf BGE 131 II 639 E. 7.3; vgl. Lorenz Meyer, Die disziplinarische 
Verantwortlichkeit des Notars [im Lichte der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung], in Aktuelle Themen zur Notariatspraxis, 2010, S. 17 ff., S. 19). 
Jegliche Beteiligung am Wirtschaftsleben kann zu einer gewissen Gefähr-
dung der Unabhängigkeit führen. Es ist Sache des kantonalen Gesetz-
gebers, abzuwägen, in welchem Ausmass er Nebenbeschäftigungen der 
Notarinnen und Notare gestatten oder deren Neutralität absichern will. Ge-
mäss höchstrichterlicher Rechtsprechung ist daher selbst die Regelung des 
Kantons Genf verfassungsmässig, die den dortigen Notarinnen und 
Notaren (fast) alle Formen von Nebenerwerbstätigkeiten verbietet (vgl. 
BGE 133 I 259 E. 3.3 mit Hinweis auf BGer 10.11.1989, in SJ 1990 S. 97 
E. 3b, und BGer 2P.226/2006 vom 8.12.2006, in ZBGR 2008 S. 364 E. 4.2; 
vgl. zum Ganzen VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch 
nicht rechtskräftig] E. 3.1; BVR 2016 S. 147 E. 4.4).

3.2 Die Regelung der Unvereinbarkeit in Art. 4 NG ist vor dem Hinter-
grund zu sehen, dass Unabhängigkeit und Neutralität der freiberuflich 

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tätigen Urkundspersonen für deren Amtsführung von herausragender Be-
deutung sind (VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch 
nicht rechtskräftig] E. 3.2 mit Hinweisen). Art. 4 Abs. 3 NG und seine Kon-
kretisierung im KS LH sollen mithin vorab die Qualität der notariellen 
Amtsführung sichern (vgl. Michel Mooser, Le droit notarial en Suisse, 
2. Aufl. 2014, N. 101). Durch die Unvereinbarkeitsvorschriften soll überdies 
das Ansehen des Notariatsstands gewahrt werden (etwa Peter Ruf, Notari-
atsrecht, 1995, N. 448; Wolf/Pfammatter, in Stephan Wolf [Hrsg.], Kom-
mentar zum Notariatsrecht des Kantons Bern [nachfolgend: Kommentar 
NG], 2009, Art. 4 N. 3, 13 ff.; vgl. auch Adrian Glatthard, Kommentar NG, 
Art. 45 N. 32). Mit Blick hierauf sind den Notarinnen und Notaren all jene 
Nebenerwerbstätigkeiten untersagt, die im Rahmen der Haupttätigkeit als 
Urkundsperson zu einem tatsächlichen Interessenkonflikt führen. Weil frei-
beruflich tätige Urkundspersonen aber ein öffentliches Amt bekleiden, kann 
es damit nicht sein Bewenden haben. Das Ansehen des Notariats wird 
nicht nur beeinträchtigt, wenn die Urkundsperson in einem konkreten Fall 
von einem offensichtlichen Interessenkonflikt betroffen ist. Vielmehr reicht 
aus, dass sie eine Nebenerwerbstätigkeit ausübt, mit der eine Möglichkeit 
von Interessenkonflikten verbunden ist; es verhält sich insoweit ähnlich wie 
mit den Ausstandspflichten, denen andere Amtsträgerinnen und Amtsträger 
unterstehen und die gemeinhin schon dann greifen, wenn ein objektiver 
Anschein von Befangenheit besteht (BVR 2016 S. 147 E. 4.1 mit Hinweis 
auf Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 9 N. 15). Obwohl die nebenberufliche Tätigkeit grundsätzlich dem 
Privatrecht unterliegt, hat die Notarin oder der Notar auch in diesem 
Bereich namentlich die Bestimmungen über die Unvereinbarkeit einzu-
halten (Art. 29 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 NG) und ihre bzw. seine allgemeine 
Unabhängigkeit (Art. 3 NG) zu wahren (Stephan Wolf, Bemerkungen zu 
VGE 100.2013.232, in BVR 2016 S. 162 ff., 164; vgl. zum Ganzen 
VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch nicht rechtskräftig] 
E. 3.2).

3.3 Für die Zulässigkeit nebenberuflicher Tätigkeiten von Notarinnen 
und Notaren im Immobiliengeschäft bedeutet dies Folgendes:

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3.3.1 Während die Liegenschaftsverwaltung im Sinn einer Administration 
von ruhendem Vermögen auch für Urkundspersonen grundsätzlich zulässig 
erscheint (so auch Christian Brückner, Schweizerisches Beurkundungs-
recht, 1993, N. 3481), führt eine Beteiligung am Liegenschaftshandel bei 
diesen zwangsläufig zum Risiko von Interessenkonflikten. Angesichts der 
Gefahr, dass die Urkundsperson Marktinformationen, die ihr von der Klient-
schaft anvertraut werden, für eigene Zwecke verwendet, ist jede Betätigung 
im Grundstückshandel geeignet, die Neutralität der Notarin bzw. des Notars 
in Frage zu stellen (Christian Brückner, a.a.O., N. 3482). Eine Neben-
erwerbstätigkeit als Liegenschaftshändler ist deshalb nicht nur im Kanton 
Bern, sondern nach allgemeiner schweizerischer Rechtsauffassung mit 
dem Ansehen des Notariatsberufs nicht vereinbar. In einzelnen Kantonen 
ist gar jegliche Vermittlung von Liegenschaften verpönt (BVR 2016 S. 147 
E. 4.2; VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch nicht 
rechtskräftig] E. 3.3.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 133 I 259 E. 3.3 
S. 263). 

3.3.2 Die Neutralität der Urkundsperson ist nicht erst dann gefährdet, 
wenn eine Vielzahl von Immobiliengeschäften getätigt wird; vielmehr trägt 
auch bereits die Vermittlung einzelner Liegenschaften gegen Provision die 
Gefahr der Kollision der persönlichen Interessen der Urkundsperson mit 
denjenigen der Klientinnen und Klienten (BVR 2016 S. 147 E. 4.3.3; 
VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch nicht rechtskräftig] 
E. 3.3.2; vgl. Peter Ruf, a.a.O, N. 448). Würde einer Notarin oder einem 
Notaren gestattet, sich bei einer gelegentlichen Liegenschaftsvermittlung 
eine Provision versprechen zu lassen, so könnten eigene Interessen mit 
denen der Klientschaft kollidieren. Eine Notarin oder ein Notar setzt sich 
damit dem Vorwurf aus, dass ihr oder ihm der materielle Erfolg des 
Geschäfts wichtiger ist (so bereits KS LH-1965, in BN 1965 S. 3). Auch die 
Vereinbarung von Honoraren (oder Kostenlimiten), die an den Verkaufs-
erlös geknüpft werden, können ein verpöntes Sonderinteresse der Notarin 
oder des Notars bewirken (vgl. JGK 30.10.1964, in BN 1965 S. 6 E. 4 S. 8 
und BGer 28.1.1965, in BN 1965 S. 10 E. 4; zum Ganzen VGE 2016/295 
vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch nicht rechtskräftig] E. 3.3.2). 

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3.4 Vor diesem Hintergrund sind Ziff. 3 Bst. c und Ziff. 4 Bst. b KS LH 
zur gelegentlichen Liegenschaftsvermittlung als sachgerechte und prakti-
kable Konkretisierungen von Art. 4 Abs. 3 NG zu betrachten. Die darin ent-
haltenen Vorgaben entsprechen auch der bisherigen Praxis und dem 
KS LH-1965: Demnach darf eine Notarin oder ein Notar im Kanton Bern 
zwar gelegentlich, in Erfüllung eines notariellen Mandats im Sinn eines 
Auftrags gemäss Art. 394 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; 
SR 220) Liegenschaften vermitteln; sie oder er hat dabei jedoch die Regeln 
zu befolgen, die für die hauptberuflichen Tätigkeiten gelten. (Gelegentliche) 
Liegenschaftsvermittlungen gegen eine Provision oder ein erfolgs-
abhängiges Honorar gefährden jedoch Würde und Ansehen des Standes 
und sind daher nicht erlaubt (VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. 
bestimmt; noch nicht rechtskräftig] E. 3.4 mit Hinweisen). 

4.

Strittig ist, ob der Beschwerdeführer in unzulässiger Weise eine Liegen-
schaft gegen ein erfolgsabhängiges Honorar vermittelt hat, oder ob es sich 
beim fraglichen Geschäft um eine (zulässige) gelegentliche Vermittlung im 
Sinn von Ziff. 4 Bst. b KS LH handelte. – Aus den Akten ergibt sich folgen-
der Sachverhalt: 

4.1 Das streitbetroffene Mandat umfasste die Vermittlung des Mehr-
familien- und Geschäftshauses an der C.________strasse 1___ und 1a___ 
in Bern (Bern Gbbl. Nr. 2___; vgl. Verkaufsdokumentation [in act. 3C]). 
Hiefür schlossen die Eigentümerschaft und der Beschwerdeführer am 
26. März 2015 einen «Maklervertrag – Auftrag und Vollmacht» ab, wobei 
der Beschwerdeführer namens des Notariats «B.________» als Makler im 
Sinn von Art. 412 ff. OR beauftragt wurde (vgl. Vorakten JGK [act. 3B] 
pag. 29-32). In Bezug auf die Entschädigung trafen die Parteien in Ziff. 4.a 
des Vertrags folgende Vereinbarung (act. 3B pag. 30):

«Honorar nach Aufwand

Die Auftraggeberin schuldet der Beauftragten ein Honorar, wenn […] 
während der Vertragsdauer ein Kaufvertrag abgeschlossen oder ein 
Käufer nachgewiesen oder vermittelt wird. Die Honorierung dieses 
Auftrages erfolgt nach dem effektiven Stundenaufwand. Als Stunden-

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ansatz wird bei der Rechnungsstellung Fr. 200.00 zuzüglich der gülti-
gen Mehrwertsteuer festgelegt respektive abgerechnet und das Hono-
rar ist zahlbar am Tag der erfolgten Beurkundung (siehe auch die 
Nebenkosten gemäss Punkt 5 dieses Vertrages).

Das Honorar ist mit der gleichen Berechnungsart und -umfang auch 
dann geschuldet, wenn die Beauftragte zuhanden der Auftraggeberin 
eine schriftliche Kaufsofferte mit Finanzierungsnachweis in der Höhe 
des vereinbarten Kaufpreises […] vorweisen kann, die Transaktion 
aber aufgrund einer anders lautenden Weisung der Auftraggeberin 
nicht abgeschlossen werden kann (siehe auch die Nebenkosten ge-
mäss Punkt 5 dieses Vertrages).

Falls innert zwei Jahren nach Auslaufen oder Auflösung dieses Ver-
kaufsauftrages ein Verkauf mit einem Interessenten zustande kommt, 
mit dem die Beauftragte nachweislich verhandelt und die Liegenschaft 
angeboten hat, schuldet die Auftraggeberin der Beauftragten den-
selben Honorarbetrag, wie er in den beiden vorerwähnten Absätzen 
definiert worden ist (siehe auch die Nebenkosten gemäss Punkt 5 die-
ses Vertrages).»

Zudem vereinbarten die Parteien ein Kostendach von Fr. 20'000.-- für die 
Honorarrechnung (Ziff. 4.b des Vertrags) und von Fr. 2'500.-- für die 
«Nebenkosten/weitere Entschädigungen» gemäss Ziff. 5 des Vertrags (vgl. 
act. 3B pag. 31). Nach Durchführung eines «Bieterverfahrens» wurde die 
Liegenschaft an der C.________strasse 1___ und 1a___ am 23. Juli 2015 
zum Preis von Fr. 4'500'000.-- verkauft, wobei der Kaufvertrag durch den 
Beschwerdeführer beurkundet wurde. Gleichentags stellte dieser der Ver-
käuferschaft für das vermittelte Geschäft einen Honorarbetrag von 
Fr. 22'518.-- in Rechnung (Fr. 20'000.-- für die Arbeitsleistung, Fr. 850.-- 
Nebenkosten und Fr. 1'668.-- MWSt; act. 3B pag. 64). Gemäss nachträg-
lich erstellter «Zeiterfassung» vom 20. Februar 2017 betrug der Arbeits-
aufwand total 105 Stunden (in act. 3C), womit bei einem Stundenansatz 
von Fr. 200.-- das Kostendach von Fr. 20'000.-- erreicht wurde. 

4.2 Die JGK ist zum Ergebnis gelangt, der vom Beschwerdeführer in 
Rechnung gestellte Betrag sei zumindest «teilweise erfolgsabhängig». Dies 
ergebe sich dadurch, dass im Maklervertrag kein Honorar für den Fall einer 
gescheiterten Liegenschaftsvermittlung vorgesehen sei. Weiter spreche für 
eine Erfolgsabhängigkeit, dass die einzelnen Vermittlungsarbeiten nicht 
umgehend in der Buchhaltung erfasst worden seien. Ob die Vereinbarung 
eines erfolgsabhängigen Honorars nach Zeitaufwand für Liegenschafts-
vermittlung für sich allein eine Berufspflichtverletzung darstelle, hat die JGK 
letztlich offengelassen, da jedenfalls die anschliessende Beurkundung des 
Kaufvertrags unzulässig gewesen sei (angefochtene Verfügung E. 3.3 f.). – 

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Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, bei der fehlenden Regelung des 
Honorars im Fall einer Nichtvermittlung der Liegenschaft handle es sich um 
eine «Vertragslücke», die gegebenenfalls zu füllen sei. Allerdings habe bei 
Abschluss des Maklervertrags «mit Sicherheit von einer Vermittlung […] 
ausgegangen werden können». Bei einem Nichterfolg wider Erwarten wäre 
die Abgeltung des Aufwands in einer «separaten Vereinbarung» zu regeln 
gewesen, wobei die Entschädigung zufolge eines geringeren Aufwands 
mangels Interessenten entsprechend tiefer gewesen wäre (Beschwerde 
S. 10).

4.3 Für die Beantwortung der Frage, ob das Honorar des Beschwerde-
führers für die Vermittlung der fraglichen Liegenschaft erfolgsabhängig 
ausgestaltet war, ist eine Auslegung des «Maklervertrags – Auftrag und 
Vollmacht» vom 26. März 2015 vorzunehmen. Ausgangspunkt jeder Ver-
tragsauslegung ist der Wortlaut (BGE 111 II 284 E. 2). 

4.3.1 Die Formulierung der massgebenden Vertragsbestimmungen lässt 
keine Zweifel daran, dass der Beschwerdeführer mit der Verkäuferschaft 
ein erfolgsabhängiges Honorar vereinbart hat. Aus dem Wortlaut von 
Ziff. 4.a Abs. 1 des Vertrags ergeht klar, dass die Verkäuferschaft dem Be-
schwerdeführer nur ein Honorar schuldet, wenn über den «Verkaufsgegen-
stand während der Vertragsdauer ein Kaufvertrag abgeschlossen oder ein 
Käufer nachgewiesen oder vermittelt wird». Eine Entschädigung auch bei 
Nichtvermittlung der Liegenschaft ist nicht vorgesehen. Die Erfolgs-
abhängigkeit bildet damit den Kernpunkt der vertraglich vereinbarten Hono-
rarregelung, was – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – 
durch Art. 4.a Abs. 2 nicht in Frage gestellt wird: In der dort beschriebenen 
Situation kann der Beschwerdeführer insoweit einen Erfolg vorweisen, als 
«eine schriftliche Kaufofferte mit Finanzierungsnachweis in der Höhe des 
vereinbarten Kaufpreises» eingegangen ist, sodass der Verkauf der 
Liegenschaft letztlich allein aufgrund einer dahingehenden «Weisung» der 
Verkäuferschaft scheitert. Der Umstand, dass die Parteien in Art. 4.a Abs. 2 
einen speziellen Fall der Nichtvermittlung erfasst haben, spricht im Übrigen 
gegen eine Lückenhaftigkeit der Honorarregelung (vgl. dazu E. 4.3.2 hier-
nach). Ferner zeigt die Regelung von Art. 4.a Abs. 3, dass die Eigentümer-
schaft den Beschwerdeführer für dessen Bemühungen nur zu entschädigen 

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hat, wenn die Liegenschaft tatsächlich veräussert werden kann: Eine Ver-
einbarung, wonach «derselbe Honorarbetrag» geschuldet ist, falls später 
mit einer Partei ein Vertrag zustande kommt, mit der der Beschwerdeführer 
zunächst erfolglos über einen Verkauf verhandelt hatte, macht offensicht-
lich nur dann Sinn, wenn ohne erfolgreiche Vermittlung kein Honorar ge-
schuldet ist. Würde es sich anders verhalten, wäre nämlich über den Stun-
denaufwand des Beschwerdeführers bereits nach Scheitern der Verkaufs-
bemühungen abzurechnen gewesen und bestünde kein Bedarf für eine 
zusätzliche Regelung im Hinblick auf einen späteren Verkauf mehr. Wäre 
es so, wie der Beschwerdeführer behauptet, hätte eine Vereinbarung ge-
nügt, die die Eigentümerschaft verpflichtet, ihm die verrechenbaren Stun-
den zu einem bestimmten Ansatz und allenfalls bis zu einem Höchstbetrag 
(hier Fr. 20'000.--) zu vergüten. 

4.3.2 Obwohl die Honorarregelung des Vertrags keine allgemeingültige 
Formulierung enthält und die Folgen einer Nichtvermittlung der Liegen-
schaft nur in den speziellen Konstellationen von Ziff. 4.a Abs. 2 und 3 des 
Vertrags ausdrücklich regelt, liegt nach dem Gesagten diesbezüglich keine 
«Vertragslücke» vor, die durch Ermittlung des hypothetischen Parteiwillens 
zu füllen wäre; aus der Vereinbarung ergibt sich vielmehr, dass ohne er-
folgreiche Vermittlung kein Honorar geschuldet ist. Im Übrigen wäre ein 
entsprechendes Vorgehen zur Lückenfüllung ohnehin erst bei Fehlen von 
einschlägigen dispositiven Gesetzesbestimmungen angezeigt (vgl. 
BGE 115 II 484 E. 4b), eine Voraussetzung die hier von vornherein nicht 
gegeben wäre: Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang 
vorbringt, das Vertragsverhältnis sei «kein klassisches Maklermandat» ge-
wesen (Beschwerde S. 12), kann ihm nicht gefolgt werden. Die Verein-
barung vom 26. März 2015 ist von den Parteien als «Maklervertrag» be-
zeichnet, der Beschwerdeführer als «Makler» beauftragt und dabei aus-
drücklich auf Art. 412 ff. OR hingewiesen worden. Auch mit Blick auf den 
Vertragsinhalt handelt es sich bei der getroffenen Vereinbarung ohne wei-
teres um einen Maklervertrag, wie er im OR geregelt ist. Gemäss dessen 
Art. 413 Abs. 1 und 2 ist der Mäklerlohn erfolgsbedingt. Wenn das Geschäft 
nicht zustande kommt, kann der Makler für seine Aufwendungen nur Ersatz 
verlangen, soweit ihm dies im Vertrag zugesichert ist (Art. 413 Abs. 3 OR). 
Fehlt wie hier eine explizite dahingehende Vereinbarung, hat der Makler 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.01.2018, Nr. 100.2017.257U, 
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mithin nur im Fall einer erfolgreichen Vermittlung Anspruch auf den 
Mäklerlohn (vgl. BGE 131 III 268 E. 5.1.2). Damit enthalten die ein-
schlägigen dispositiven Gesetzesbestimmungen eine klare Regelung, so-
dass es auf den hypothetischen Parteiwillen zur Lückenfüllung nicht an-
kommen kann. 

4.3.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers fällt die Erfolgs-
bedingtheit des Honorars schliesslich nicht allein deshalb weg, weil dieser 
angesichts des offenbar grossen Interesses an der Liegenschaft nicht von 
einem Scheitern seiner Vermittlungsbemühungen ausgegangen ist. Ein 
solches liegt immer im Bereich des Möglichen und kann sich nicht nur 
mangels Nachfrage ergeben, sondern auch dann, wenn sich letztlich keine 
Interessenten zum Kauf entschliessen. Soweit der Beschwerdeführer in 
diesem Zusammenhang zudem geltend macht, im Fall einer Nichtver-
mittlung wäre die Abgeltung seiner (niedrigeren) Aufwendungen in einer 
«separaten Vereinbarung» zu regeln gewesen, ist ihm entgegenzuhalten, 
dass die Verkäuferschaft ohne klare dahingehende Abmachung kaum 
gewillt gewesen wäre, trotz eines Misserfolgs einen Grossteil des Honorars 
zu bezahlen (vgl. Beschwerdevernehmlassung E. 4b). Gemäss der (nach-
geschobenen) Zeiterfassung zum Vermittlungsmandat wären selbst im Fall, 
dass sich gar keine ernsthaften Interessenten gemeldet hätten, in der 
Periode vom 2. März bis 27. Mai 2015 offenbar immerhin 57 verrechenbare 
Stunden angefallen (vgl. Zeiterfassung vom 20.2.2017 in act. 3C). 

4.3.4 Zu erwähnen bleibt, dass mit der Vorinstanz als weiteres Indiz für 
eine Erfolgsabhängigkeit des Honorars zu werten ist, dass der Beschwer-
deführer die einzelnen Vermittlungsarbeiten nicht umgehend in der Buch-
haltung festgehalten, sondern erst mittels nachträglich erstellter Zeiterfas-
sung ausgewiesen hat (vgl. angefochtene Verfügung E. 3.3). Ungeachtet 
von Stundenansatz und Kostendach ist mithin erstellt, dass das Honorar 
des Beschwerdeführers für die Vermittlung der fraglichen Liegenschaft er-
folgsabhängig ausgestaltet war. 

4.4 Damit steht fest, dass sich der Beschwerdeführer für seine Vermitt-
lungstätigkeit ein erfolgsabhängiges Honorar hat versprechen lassen, was 
eine unzulässige Liegenschaftsvermittlung gemäss Ziff. 3 Bst. c KS LH und 
kein zulässiges Tätigwerden auf Honorarbasis nach Ziff. 4 Bst. b KS LH 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.01.2018, Nr. 100.2017.257U, 
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darstellt (vgl. vorne E. 2.3, 3.3.2 und 3.4). Da Ziff. 3 Bst. c KS LH die 
gesetzliche Regelung von Art. 4 Abs. 3 NG sachgerecht und praktikabel 
konkretisiert (vgl. vorne E. 2.3 und 3.4), ist in Bezug auf die Vermittlung des 
Mehrfamilien- und Geschäftshauses an der C.________strasse 1___ und 
1a___ gegen ein erfolgsabhängig ausgestaltetes Honorar von einer 
disziplinarrechtlich relevanten Berufspflichtverletzung auszugehen (vgl. 
VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch nicht rechtskräftig] 
E. 4.6).

5.

Strittig ist weiter, ob der Beschwerdeführer seine Berufspflichten verletzt 
hat, indem er den Kaufvertrag über die von ihm vermittelte Liegenschaft 
selber beurkundet hat.

5.1 Die JGK sah das Gebot der unabhängigen und einwandfreien 
Berufsausübung verletzt. Angesichts des erfolgsabhängigen Honorars für 
die Liegenschaftsvermittlung habe für den Beschwerdeführer, vergleichbar 
mit einer vom Kaufpreis abhängigen Entschädigung, ein «unzulässiges 
Sonderinteresse» bestanden. Das Gebot der unabhängigen Berufs-
ausübung sei schon durch eine solche abstrakte Interessenkollision ver-
letzt. Der nachträglich eingereichten Zustimmung der Käuferschaft zur 
Doppelrolle des Beschwerdeführers komme keine «heilende Wirkung» zu, 
da eine solche nur bei einer vorgängig zulässigen Liegenschaftsvermittlung 
eintreten könne (angefochtene Verfügung E. 3.4). – Der Beschwerdeführer 
ist der Ansicht, seine Verhaltensweise begründe kein «unzulässiges 
Sonderinteresse». Im Gegensatz zu einer vom Kaufpreis abhängigen Ent-
schädigung bestehe bei der vorliegenden Liegenschaftsvermittlung gerade 
kein Interesse an einem möglichst hohen Verkaufspreis. Da «das Scheitern 
der Verkaufsbemühungen ausserhalb des Vorstellbaren» gelegen habe, 
könne ihm nicht einmal der Vorwurf gemacht werden, er habe die Käufer-
schaft «zum Kaufvertragsabschluss forciert» (Beschwerde S. 13 ff.).

5.2 Die Notarin oder der Notar hat nach Art. 37 Abs. 1 NG die Interes-
sen der Beteiligten nach bestem Wissen und Gewissen gleichmässig und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.01.2018, Nr. 100.2017.257U, 
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unparteiisch zu wahren. Zwar haben Notarinnen und Notare grundsätzlich 
nicht dafür zu sorgen, dass zwischen Leistung und Gegenleistung ein aus-
gewogenes Verhältnis besteht (BVR 2000 S. 154 E. 5c [BN 2000 S. 213]; 
VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch nicht rechtskräftig] 
E. 5.2.3; vgl. auch Aron Pfammatter, in Kommentar NG, Art. 37 N. 16 mit 
Hinweisen); sie haben jedoch bei ihrer hauptberuflichen Tätigkeit die 
Stellung unparteiischer Treuhänderinnen bzw. Treuhänder einzunehmen 
und daher Kollisionen mit eigenen Interessen oder solchen anderer Auf-
traggeberinnen oder Auftraggeber zu vermeiden (vgl. Peter Ruf, a.a.O., 
N. 988 ff.; Aron Pfammatter, a.a.O., Art. 37 N. 8). Vor diesem Hintergrund 
erscheint fraglich, ob Notarinnen und Notare, die (zulässigerweise) eine 
Liegenschaft vermittelt haben, als Verurkundungsperson des abzu-
schliessenden Kaufvertrags überhaupt noch pflichtgemäss handeln und die 
Interessen der Beteiligten nach bestem Wissen und Gewissen gleich-
mässig und unparteiisch wahren können (VGE 2016/295 vom 8.12.2017 
[zur Publ. bestimmt; noch nicht rechtskräftig] E. 5.2.3 mit zahlreichen Hin-
weisen). Soweit Ziff. 4 Bst. c KS LH unter gewissen Voraussetzungen die 
Beurkundung des Kaufvertrags über eine im Auftrag einer Vertragspartei 
vermittelte Liegenschaft zulässt (vgl. vorne E. 2.3), dürfte das Kreis-
schreiben die Anforderungen an die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit zu 
tief ansetzen und damit die Vorgaben von Art. 4 Abs. 3 i.V.m. Art. 37 Abs. 1 
NG insoweit nicht sachgerecht konkretisieren. Hat eine Notarin oder ein 
Notar eine Liegenschaft im Rahmen eines Vermittlungsmandats für die 
Verkäuferschaft angepriesen, ist nur schwer vorstellbar, wie sie oder er den 
Vertragsschluss über dieses Objekt mit der für eine Urkundsperson er-
forderlichen Neutralität begleiten kann. In derartigen Konstellationen ist 
vielmehr anzunehmen, dass die vermittelnde Notarin oder der vermittelnde 
Notar aufgrund der Nähe zum Vertragsgegenstand keine unabhängige und 
einwandfreie Berufsausübung in der Haupttätigkeit als Urkundsperson 
mehr garantiert. Insoweit dürfte eine Anpassung des KS LH angezeigt sein. 
Allerdings liegt hier nach dem Gesagten ohnehin keine zulässige Liegen-
schaftsvermittlung vor, hat der Beschwerdeführer die streitbetroffene 
Liegenschaft doch gegen ein erfolgsabhängiges Honorar vermittelt. Je-
denfalls in solchen Fällen kann die Notarin oder der Notar bei der an-
schliessenden Beurkundung offensichtlich nicht als unparteiisch betrachtet 
werden. Vermittelt eine Notarin oder ein Notar eine Liegenschaft gegen ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.01.2018, Nr. 100.2017.257U, 
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erfolgsabhängiges Honorar und beurkundet anschliessend auch noch den 
Kaufvertrag, liegt darin sowohl ein Verstoss gegen die Unvereinbarkeits-
vorschriften als auch gegen die Interessenwahrungspflicht vor. Ein über 
den Umstand, dass das Honorar für die Vermittlung nur bei gültigem Ab-
schluss des Kaufvertrags geschuldet ist, hinausgehendes «unzulässiges 
Sonderinteresse» ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht 
von Nöten. Dies umso weniger, als unmittelbar mit der Beurkundung des 
Kaufvertrags das Vermittlungshonorar geschuldet ist (vgl. Ziff. 4.a Abs. 1 
des Vertrags). Vor diesem Hintergrund hat der Beschwerdeführer durch die 
Beurkundung des Verkaufs der von ihm in nicht zulässiger Weise ver-
mittelten Liegenschaft zusätzlich gegen die Pflicht zur gleichmässigen und 
unparteiischen Interessenwahrung gemäss Art. 37 Abs. 1 NG verstossen. 

5.3 Damit ist die Vorinstanz zu Recht von einer Verletzung der Berufs-
pflichten infolge Beurkundung des Kaufvertrags ausgegangen. Dabei ist 
unerheblich, ob der Beschwerdeführer die Vorsichtsmassnahme bzw. Auf-
klärungspflichten von Ziff. 4 Bst. c KS LH eingehalten hat; denn diese be-
ziehen sich nur auf zulässige (d.h. gelegentliche und aufwandbasierte) 
Vermittlungstätigkeit, wie die Vorinstanz richtig bemerkt hat (angefochtene 
Verfügung E. 3.4). Weiterungen dazu können nach dem Gesagten unter-
bleiben, weil die disziplinarische Verfehlung in der Beurkundung des Kauf-
vertrags als solcher liegt. Somit ist unerheblich, ob und zu welchem 
Zeitpunkt der Beschwerdeführer die Käuferschaft aufgeklärt hat (vgl. Be-
schwerde S. 8).

6.

Der Beschwerdeführer kritisiert schliesslich die Höhe der verhängten Sank-
tion. 

6.1 Die Vorinstanz würdigt das Verschulden als schwer, weswegen die 
Busse im oberen Bereich des gesetzlichen Rahmens angesetzt werden 
müsse. Neben einem Verstoss gegen Art. 4 Abs. 3 NG sei dem Beschwer-
deführer auch eine Verletzung der Interessenwahrungspflicht vorzuwerfen, 
welche eine zentrale Berufspflicht der Notare darstelle. Zugunsten des Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.01.2018, Nr. 100.2017.257U, 
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schwerdeführers wertet die JGK insbesondere, dass es sich um einen ein-
maligen Vorfall handle; insgesamt erscheine eine Busse in der Höhe von 
Fr. 12'000.-- als angemessen (angefochtene Verfügung E. 4.3). – Der Be-
schwerdeführer erachtet die Busse von Fr. 12'000.-- als unverhältnismässig 
und willkürlich. Er habe mit seinem Verhalten weder «unlautere noch 
rechtswidrige Absichten» verfolgt noch sei es zu einer Gefährdung ge-
kommen, da mit einer Nichtvermittlung nicht habe gerechnet werden 
müssen. Das Disziplinarverfahren habe bei ihm zudem bereits zu einer 
«Verhaltensänderung» geführt, weshalb von einer Busse abzusehen sei 
(Beschwerde S. 17 f.).

6.2 Die Disziplinarmassnahme wird nach dem Verschulden der Notarin 
bzw. des Notars bestimmt. Zu berücksichtigen sind nach ständiger Recht-
sprechung die Beweggründe der bzw. des Fehlbaren, die gefährdeten oder 
verletzten Interessen sowie die Art und Weise der bisherigen Berufsaus-
übung. Das Disziplinarrecht ist in die Zukunft gerichtet; es will bewirken, 
dass sich die fehlbare Person künftig – wieder – beruflich korrekt verhält. 
Mit der Disziplinarmassnahme soll demnach eine Motivation dafür ge-
schaffen werden, dass ein fehlbares Verhalten in Zukunft unterbleibt (vgl. 
BVR 2000 S. 154 E. 8a [BN 2000 S. 213] mit Hinweisen; jünger etwa 
BVR 2015 S. 55 [VGE 2013/106 vom 7.10.2014] nicht publ. E. 5.2 mit Hin-
weis auf BGE 133 II 468 E. 2). Für Wahl und Bemessung einer Disziplinar-
massnahme gilt der Grundsatz der Verhältnismässigkeit (vgl. Art. 5 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Die Widerhandlung und die Diszipli-
narmassnahme müssen mit Blick auf den Zweck des Disziplinarrechts in 
einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen. Genügt eine mahnende 
Sanktion, kommen nur Verweis oder Busse bis Fr. 20'000.-- in Betracht; 
andernfalls ist eine befristete Suspendierung oder die Löschung des 
Eintrags im Notariatsregister anzuordnen (vgl. Art. 47 Abs. 1 NG; 
VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch nicht rechtskräftig] 
E. 6.2 mit Hinweisen). Der JGK steht als Aufsichtsbehörde über die 
Notarinnen und Notare bei der Wahl und Bemessung der Disziplinar-
massnahme ein weiter Ermessensspielraum zu (vgl. BVR 2015 S. 55 
[VGE 2013/106 vom 7.10.2014] nicht publ. E. 5.2, 2013 S. 264 
[VGE 2012/4 vom 30.11.2012] nicht publ. E. 6.4, 1998 S. 80 E. 3b; 
VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch nicht rechtskräftig] 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.01.2018, Nr. 100.2017.257U, 
Seite 18

E. 6.2). Eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung liegt vor, wenn das 
Ermessen über- oder unterschritten bzw. missbraucht worden ist. Solange 
die JGK ihr Ermessen pflichtgemäss ausübt, ist es dem Verwaltungsgericht 
verwehrt, sein eigenes Ermessen anstelle desjenigen der Vorinstanz zu 
setzen (vgl. BVR 2015 S. 55 [VGE 2013/106 vom 7.10.2014] nicht publ. 
E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. zum Ganzen auch VGE 2016/295 vom 8.12.2017 
[zur Publ. bestimmt; noch nicht rechtskräftig] E. 6.2, 2012/131 vom 
19.3.2013, in BN 2013 S. 82 und ZBGR 2014 S. 242 E. 7.4, je mit 
Hinweisen).

6.3 Die Vorinstanz bewertet die Missachtung der Unvereinbarkeitsregel 
und der Pflicht zur Interessenwahrung durch die Beurkundung der ver-
mittelten Liegenschaft zu Recht als schwerwiegende Pflichtverletzung, da 
zentrale Berufspflichten der Notarinnen und Notare von herausragender 
Bedeutung betroffen sind, deren Einhaltung unverzichtbar ist (siehe vorne 
E. 3.2; vgl. auch JGK 18.9.2012, in BN 2013 S. 39 E. 4.1 und 4.3; 
VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch nicht rechtskräftig] 
E. 6.4). Zudem stellt die Vermittlung gegen ein erfolgsabhängiges Honorar 
eine – von der Vorinstanz bei der Bemessung der Disziplinarmassnahme 
nicht berücksichtigte – zusätzliche schwerwiegende Pflichtverletzung dar 
(VGE 2016/295 vom 8.12.2017 [zur Publ. bestimmt; noch nicht rechts-
kräftig] E. 6.3; vgl. vorne E. 4.4). Aus der Praxis ist ersichtlich, dass schon 
allein im Zusammenhang mit solchen Vermittlungen von Liegenschaften 
regelmässig hohe Disziplinarbussen verhängt wurden:

 Busse von Fr. 15'000.-- für einen Notar, der in zwei Fällen eine 
Verkaufsprovision bezog (JGK 30.9.2016; einsehbar unter: 
<www.jgk.be.ch>; Rubriken «Aufsicht/Notariat/Entscheide/Disziplinar-
entscheide»);

 Busse von Fr. 10'000.-- für einen Notar, der in zwei Fällen Rechnungen 
für die Vermittlung von Liegenschaften gestellt hatte; als Berechnungs-
grundlage für sein Honorar dienten die jeweiligen Verkaufspreise (JGK 
18.9.2012, in BN 2013 S. 39);

 Busse von Fr. 5'000.-- für einen Notar, der sich für die Vermittlung eines 
Liegenschaftsverkaufs einen Betrag von Fr. 9'000.-- versprechen liess 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.01.2018, Nr. 100.2017.257U, 
Seite 19

und diesen Betrag nach Abschluss des Kaufvertrags in Rechnung stellte 
(Entscheid Notariatskammer des Kantons Bern vom 3.9.1996, zusam-
mengefasst bei Roland Pfäffli, Rechtsprechung und ausgewählte 
Rechtsfragen 1996, in BN 1996 S. 285 ff., 290);

 Busse von Fr. 10'000.-- aufgrund einer 20 %-Beteiligung eines Notars an 
einer Immobiliengesellschaft, deren Verwaltungsrat er angehörte und die 
im Büro des Notars domiziliert war (Entscheid der Notariatskammer des 
Kantons Bern vom 6.3.1990, in BN 1990 S. 56).

Welche lauteren Absichten der Beschwerdeführer mit seinem pflicht-
widrigen Verhalten verfolgt haben will, lässt sich seinen Vorbringen nicht 
entnehmen. Dass er selber nicht mit erfolglosen Vermittlungsversuchen 
gerechnet hatte, lässt die Disziplinarmassnahme jedenfalls nicht unverhält-
nismässig erscheinen. Insgesamt erwecken Verhalten und Argumentation 
des Beschwerdeführers den Eindruck, dass er sich nach wie vor keiner 
Pflichtverletzung bewusst ist und ihm entsprechend die Einsicht in sein 
Fehlverhalten abgeht. Von einer Anpassung des künftigen Verhaltens ohne 
das Aussprechen einer Disziplinarmassnahme kann bei diesen Gegeben-
heiten nicht ausgegangen werden. Damit hält die angefochtene Verfügung 
der Rechtskontrolle auch hinsichtlich der Höhe der ausgesprochenen Dis-
ziplinarbusse stand. Eine Verschärfung der Sanktion im verwaltungs-
gerichtlichen Verfahren aufgrund der zusätzlich festgestellten Pflicht-
verletzung durch unzulässige Liegenschaftsvermittlung fällt zufolge des 
Verschlechterungsverbots (Art. 84 Abs. 2 VRPG; sog. reformatio in peius) 
von vornherein ausser Betracht (BVR 2015 S. 55 [VGE 2013/106 vom 
7.10.2014] nicht publ. E. 5.3, 2010 S. 169 E. 4.1).

7.

7.1 Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer mit der Vermittlung 
der Liegenschaft Bern Gbbl. Nr. 2___ für ein erfolgsabhängiges Honorar 
sowie die darauffolgende Beurkundung des Grundstückkaufvertrags gegen 
Art. 4 Abs. 3 sowie Art. 37 Abs. 1 NG verstossen, wobei die Sanktionierung 
dieser Berufspflichtverletzung mit einer Disziplinarbusse von Fr. 12'000.-- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.01.2018, Nr. 100.2017.257U, 
Seite 20

rechtmässig ist. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist 
abzuweisen. 

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Be-
schwerdeführer kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten sind ihm aufzu-
erlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine an-
gefallen (vgl. Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.