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**Case Identifier:** 7c4685cc-8a8c-58de-8085-d11f2db30824
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.11.2025 IV 2025/45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2025-45_2025-11-19.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2025/45

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 17.12.2025

Entscheiddatum: 19.11.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 19.11.2025
Art. 28 IVG. Anmeldung zum Rentenbezug. Beweiskräftiges polydisziplinäres 
Gutachten. Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode. Kein 
Rentenanspruch. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. November 2025, IV 
2025/45) Beim Bundesgericht angefochten.

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/15 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 19. November 2025 

Besetzung  Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz),  
Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Marie  
Löhrer; Gerichtsschreiberin Beatrice Borio  

   

Geschäftsnr.   IV 2025/45 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführerin,  

 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Rente 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/45 
 

 

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Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich erstmals am 21. April 2022 wegen seit dem 23. 
Januar 2022 bestehender extremer Beeinträchtigung der Lungenkapazität durch Long Covid und 

auftretendem Konzentrationsverlust nach sehr kurzer Zeit bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen 

(nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 1). Sie 

gab an, keinen Beruf erlernt zu haben (IV-act. 1-5) und zuletzt im Pensum von 20 % bei der B.___ in 

C.___ (TG) als Haushaltshilfe gearbeitet zu haben (IV-act. 1-6).  

A.b Mit Schreiben vom 31. Mai 2022 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie keinen 
Anspruch auf berufliche Massnahmen habe, da sie vorwiegend als Hausfrau tätig sei. Ihr Anspruch auf 

Rente werde geprüft und sie werde diesbezüglich eine separate Verfügung erhalten (IV-act. 11). 

A.c Im Rahmen der Haushaltsabklärung gab die Versicherte am 9. Januar 2023 an, dass sie ohne 
gesundheitliche Einschränkungen – neben der Tätigkeit als Hausfrau und Mutter – zwischen 50 % und 

100 % als Pflegehelferin oder Haushaltshilfe arbeiten würde (IV-act. 14-1). 

A.d Dr. med. D.___, Facharzt für Chirurgie und Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der 
IV-Stelle, kam am 24. Januar 2024 zum Schluss, dass entgegen der Ansicht der behandelnden 

Hausärzte der Versicherten, die eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht postulierten (vgl. IV-

act. 8-1 [ehemaliger Hausarzt], IV-act. 19 und 25 [neuer Hausarzt]), aus versicherungsmedizinischer 

Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Dies stehe auch im Einklang mit der Ansicht 

der Fachärztin für Psychiatrie, bei welcher die Versicherte in Behandlung sei (vgl. IV-act. 31; IV-act. 

32). 

A.e Mit Vorbescheid vom 24. Januar 2024 informierte die IV-Stelle die Versicherte, dass sie keinen 
Anspruch auf eine Invalidenrente habe, da ihr nach versicherungsmedizinischer Beurteilung in der 

bisherigen Tätigkeit als Haushaltshilfe wie auch in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit eine volle 

Arbeitsfähigkeit zumutbar sei (IV-act. 35). Dagegen erhob die Versicherte Einwand. Sie teilte der IV-

Stelle unter anderem mit, einen Termin am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) bei der Long Covid 

Sprechstunde zu haben (IV-act. 40).  

A.f Aufgrund von Untersuchungen in den Long Covid Sprechstunden vom 11. und 20. März 2024 am 
KSSG stellte Dr. med. E.___, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin, die Diagnosen Fatigue 

Syndrom offener Ätiologie, am ehesten Post-Covid-Syndrom, und Asthma bronchiale sowie die 

Nebendiagnosen chronisches zervikovertebrales Syndrom, Epicondylus humeri radialis rechts und 

Refluxkrankheit (Bochdalek-Hernie rechts). Sie empfahl, die Arbeitsunfähigkeit momentan auf 100 % 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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zu belassen und den Start der Pacing-Therapie abzuwarten. Nach Etablierung der Pacing-

Massnahmen im Alltag und der Verbesserung der Symptomatik könne ein schrittweiser, tiefprozentiger 

beruflicher Wiedereinstieg in Erwägung gezogen werden (IV-act. 43). 

A.g Die magnetresonanztomographische (MRT-)Untersuchung des Neurocraniums vom 11. April 
2024 zeigte grundsätzlich ein altersentsprechendes normales kraniozerebrales Bild. Auch der 
gleichentags erstellten MRT der Wirbelsäule waren bis auf eine moderate, aktivierte 

Facettengelenkarthrose LWK4-SWK1 keine Auffälligkeiten zu entnehmen (IV-act. 44). 

A.h In seiner Stellungnahme vom 7. Mai 2024 kam der RAD-Arzt zum Schluss, dass aus 
versicherungsmedizinischer Sicht zur raschen und vor allem objektiven Abklärung des 

Gesundheitszustandes ein polydisziplinäres Gutachten (Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, 

Neuropsychologie und Psychiatrie) erforderlich sei (IV-act. 49). 

A.i Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die medaffairs ag am 12. November 2024 ein polydisziplinäres 
Gutachten (IV-act. 71). Die Gutachter und Gutachterin diagnostizierten mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine leichte neuropsychologische Störung mit Defiziten im verbalen wie nonverbalen 

Kurzzeitgedächtnis, in der Handlungsplanung und im Reaktionstempo bei Multitasking-Anforderungen 

sowie bei der Daueraufmerksamkeit bei visuellen Vorgaben, eine leichte kognitive Störung und ein 

(mögliches) ADHS im Erwachsenenalter (IV-act. 71-18). Sie kamen dabei zum Schluss, dass aus 

interdisziplinärer Sicht für sämtliche Tätigkeiten eine (neuropsychologisch und psychiatrisch 
begründete) 75%ige Arbeitsfähigkeit, ohne zusätzliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit, bestehe 

(IV-act. 71-20). Am 15. November 2024 erachtete der RAD-Arzt das Gutachten als überzeugend (IV-

act. 74). 

A.j Mit Vorbescheid vom 16. November 2024 informierte die IV-Stelle die Versicherte über ihre 
Absicht, das Leistungsbegehren um Ausrichtung einer Rente mangels rentenbegründender Invalidität 

abzuweisen (IV-act. 77). Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin R. Schmid 

bzw. deren Rechtspraktikantin Dr. iur. L. Schneider, am 19. Dezember 2024 Einwand (IV-act. 84). Die 

Begründung wurde am 13. Januar 2025 nachgereicht (IV-act. 91).  

A.k Nachdem der RAD-Arzt am 5. Februar 2025 empfohlen hatte, an der polydisziplinären 
Beurteilung festzuhalten (IV-act. 92), erliess die IV-Stelle gleichentags ihre Verfügung, in welcher sie 

Stellung zum Einwand der Versicherten nahm und bei einem Invaliditätsgrad von 31 % deren Anspruch 

auf eine Invalidenrente verneinte (IV-act. 93). 

B.   

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/15 

B.a Dagegen erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 5. März 2025 
Beschwerde. Sinngemäss beantragte sie die Zusprache einer Invalidenrente, eventualiter die 

Rückweisung zur Durchführung ergänzender Abklärungen (act. G1).  

B.b Am 27. März 2025 (Eingangsdatum) reichte die Beschwerdeführerin ein Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege ein (act. G4). Gleichentags hiess das Versicherungsgericht das Gesuch 
gut (Befreiung von den Gerichtskosten; act. G5). 

B.c Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2. Juni 
2025 die Abweisung der Beschwerde (act. G9). 

B.d Mit «Einsprache» (richtig: Replik) vom 30. Juni 2025 hielt die Beschwerdeführerin sinngemäss 
an ihren bisherigen Anträgen fest (act. G11). 

B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 26. August 2025 auf eine Duplik und 
hielt an ihrem bisherigen Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (act. G13). 

B.f Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in den 
(medizinischen) Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen 
1.   

Vorliegend strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente. Zur 

Frage steht insbesondere, ob auf das polydisziplinäre Gutachten der medaffairs AG vom 12. November 

2024 (vgl. IV-act. 71) abgestellt werden kann. Da im vorliegenden Fall der frühestmögliche Beginn des 

potentiellen Rentenanspruchs – unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Karenzfrist (Art. 29 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]; Anmeldung im April 2022) – auf den 

1. Oktober 2022 fällt, gelangen zur Beurteilung des Rentenanspruchs die Bestimmungen des IVG und 
für die Zeit bis zum 31. Dezember 2023 die Bestimmungen der Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der Fassung vom 1. Januar 2022 zur Anwendung. Für die 

Zeit ab dem 1. Januar 2024 sind die Bestimmungen der IVV in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 

2024 anwendbar (IV-Rundschreiben Nr. 432 vom 9. November 2023, Ziff. 2).  

2.   

2.1 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die ihre 
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach 

Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss Art. 8 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt definiert. Der Invaliditätsgrad ist 

grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 

16 ATSG). Wenn eine versicherte Person auch ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung nicht voll, 

sondern nur teilerwerbstätig gewesen wäre, ist der Invaliditätsgrad gemäss der langjährigen Praxis des 

Bundesgerichts nicht anhand eines reinen Einkommensvergleichs (vgl. Art. 16 ATSG), sondern anhand 

der sogenannten gemischten Methode zu berechnen. Hierbei sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und 

der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ist in beiden Bereichen 
zu bemessen (vgl. Art. 28a Abs. 3 IVG; BGE 141 V 15 E. 3.2; zum Begriff des Aufgabenbereichs vgl. 

Art. 27 IVV [übliche Tätigkeit im Haushalt sowie Pflege und Betreuung von Angehörigen]). Ob eine 

versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, 

ergibt sich gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aus der Prüfung, was die Person bei im 

Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (Urteil 

des Bundesgerichts vom 17. April 2019, 8C_820/2018, E. 3.2).  

2.2 Um den Invaliditätsgrad bestimmen zu können, sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das 
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist es dabei, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen (vgl. für das Beschwerdeverfahren Art. 61 lit. c ATSG). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). Bei der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Würdigung der Einschätzungen der behandelnden Ärztinnen und Ärzte ist darüber hinaus der 

Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, wonach solche nicht nur in der Funktion als Hausärzte und 

Hausärztinnen, sondern auch als spezialärztlich behandelnde Medizinalpersonen im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten 

aussagen (Urteil des Bundesgerichts vom 27. September 2017, 8C_295/2017, E. 6.4.2, mit weiteren 
Verweisen). Da sie sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen 

deren Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die 

Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes (BGE 135 V 

465 E. 4.5). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens gemäss Art. 44 

ATSG eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, 

solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 

E. 1.3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3). 

3.  

Die Beschwerdegegnerin geht in der angefochtenen Verfügung vom 5. Februar 2025 gestützt auf das 

polydisziplinäre Gutachten der medaffairs ag vom 12. November 2024 (IV-act. 71) und die 

Stellungnahmen des RAD vom 15. November 2024 (IV-act. 74) und 5. Februar 2025 (IV-act. 92) von 
einer 75%igen Gesamtarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus. Darauf basierend errechnete die 

Beschwerdegegnerin einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 31 % (IV-act. 93).  

3.1 Nachfolgend zu prüfen ist, ob das polydisziplinäre Gutachten beweiskräftig ist und darauf 
abgestützt werden kann. 

3.2 Im Rahmen der interdisziplinären Gesamtbeurteilung wurde die Gesamtarbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin von 75 % (ohne zusätzliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit) für sämtliche 

Tätigkeiten (IV-act. 71-19) im Wesentlichen wie folgt anhand der aus den Befunden resultierenden 

Funktionseinschränkungen begründet: «Es werden aktuell aus allgemeininternistischer und 

neurologischer Sicht keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Die aus 

neuropsychologischer und psychiatrischer Sicht zurzeit formulierten Diagnosen führen zu Defiziten im 

Kurzzeitgedächtnis und in der Handlungsplanung sowie zu einem teils verminderten 

Verarbeitungstempo. Die postulierte Disposition für eine erweiterte Symptomatik im Sinne eines ADHS 

spielte dann nach dem Erleiden der akuten Covid-lnfektionen im Jahr 2022 eine Rolle für das verzögerte 

Verschwinden bzw. für das Anhalten der Symptomatik bestehend aus Müdigkeit und subjektiver 
Konzentrationsminderung» (IV-act. 71-18). Da sich die Arbeitsunfähigkeiten der einzelnen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Teilgutachten auf die gleiche zugrundeliegende gesundheitliche Problematik beziehen würden, seien 

sie nicht zu addieren (IV-act. 71-19). 

3.2.1 Im allgemeininternistischen Fachgutachten vom 2. November 2024 setzte sich Dr. med. F.___, 
Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, primär mit den von der Beschwerdeführerin beklagten 

Lungenproblemen auseinander. Dr. F.___ führte aus, dass aus internistischer Sicht pulmonale 
Einschränkungen – wie von der Beschwerdeführerin im Anmeldeformular im April 2022 angegeben und 

es aus einem aktenkundigen Bericht von September 2021 (IV-act. 25-14 f.) schon hervorgehe – 

plausibel seien, dies aufgrund des seit langem bestehenden Asthma bronchiale und der 

Raucherbronchitis bei fortgesetztem Nikotinabusus. Ebenfalls plausibel sei, dass nach 

Bronchialinfekten vor COVID-19 und im Rahmen von COVID-19 im Jahr 2022 transient ausgeprägtere 

pulmonale Beschwerden bestanden hätten. Basierend auf den aktenanamnestischen Informationen 

und auf dem aktuellen klinischen Untersuchungsbefund sei jedoch nicht von einer wesentlich 

verschlechterten pulmonalen Situation im Vergleich zu vor COVID-19 im Jahre 2022 auszugehen. Aus 

dem internistischen Fachgebiet könnten keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

identifiziert werden (IV-act. 71-39 f.). Hinsichtlich des Vorliegens eines Chronischen Fatigue Syndroms 

(CFS) bei Zustand nach COVID-19 verwies Dr. F.___ auf das neurologische Teilgutachten, zumal die 

Diagnose dem neurologischen Fachgebiet zuzuordnen sei (IV-act. 71-41, 71-43).  

3.2.2 Gegenüber Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Neurologie, gab die Beschwerdeführerin an, seit 
der Infektion mit dem Coronavirus im Januar 2022 an Müdigkeit/Erschöpfbarkeit, 

Konzentrationsproblemen, Rücken- und Beinschmerzen sowie Kopfschmerzen in Form eines 

holokraniellen Druckes zu leiden (IV-act. 71-49). Dr. G.___ untersuchte die Beschwerdeführerin und 

hielt dabei im Teilgutachten vom 17. September 2024 fest, dass diese seit Jahren unter verschiedenen 

Beschwerden leide wie insbesondere Lumbalgien. Die zwei Infektionen mit dem Coronavirus im Januar 

und im Juli 2022 hätten dabei zu einer offenbar anhaltenden Verschlechterung des Allgemeinzustandes 

geführt. Klinisch-neurologisch zeige sich aktuell hauptbefundlich eine ausgedehnte Hypästhesie am 

rechten Bein im Bereich des Unterschenkels medial und lateral sowie am Fussrücken medial und 

lateral. Diese relativ ausgedehnte Sensibilitätsstörung könne aus neurologischer Sicht lokalisatorisch 

nicht näher zugeordnet werden. Anders als im Untersuchungsbericht des KSSG vom 22. März 2024 

(IV-act. 43) würden weder eine Hyposensibilität am lateralen Oberschenkel rechts noch an der linken 

Wange angegeben. Es bestünden keine eindeutigen organisch-strukturell bedingten Läsionen im 

Bereich des zentralen oder peripheren Nervensystems. Das aktuell feststellbare diskrete 

Hornersyndrom dürfte einer belanglosen Asymmetrie entsprechen und sei aktuell nicht auf eine 
Affektion des Plexus brachialis, der Arteria carotis oder im Bereich des Hirnstammes im Sinne eines 

Wallenberg-Syndroms zurückzuführen. Eine ätiologische Zuordnung der in der aktuellen klinisch-

neurologischen Untersuchung mit dem Hornersyndrom rechts und der Hyposensibilität am rechten 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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distalen Bein erhobenen diskreten Abnormalitäten sei nicht möglich, und es lasse sich diesbezüglich 

auch kein kausaler Zusammenhang mit den abgelaufenen Infektionen mit dem Coronavirus herstellen. 

Ebenfalls nicht zuordenbar seien die Kopfschmerzen, da diesbezüglich weder die Kriterien der 

internationalen Kopfwehgesellschaft für einen Spannungskopfschmerz noch für eine Migräne erfüllt 

seien. Dass Kopfschmerzen gemäss aktuellen anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin erst 
mit den Infektionen mit dem Coronavirus begonnen hätten, sei durchaus möglich im Sinne eines 

pathogenetischen Zusammenhanges. Eine klare Auswirkung dieser Kopfschmerzen auf die 

Arbeitsfähigkeit sei dennoch nicht festzustellen, da diese nicht täglich auftreten sowie eher kurz dauern 

würden und Dafalgan nicht jede Woche gebraucht werde. Gesamthaft bestünden aus neurologischer 

Sicht somit keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. In Bezug auf die geklagten 

kognitiven Beschwerden und die Müdigkeit verwies er auf die neuropsychologischen und 

psychiatrischen Teilgutachten (IV-act. 71-54 ff.).  

3.2.3 Mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit stellte lic. phil H.___, Fachpsychologin für 
Neuropsychologie FSP sowie für Psychotherapie FSP, im neuropsychologischen Fachgutachten vom 

17. September 2024 die Diagnosen «[l]eichte neuropsychologische Störung mit Defiziten im verbalen 

wie nonverbalen Kurzzeitgedächtnis, der Handlungsplanung und dem Reaktionstempo bei 

Multitasking[-]Anforderungen sowie bei der Daueraufmerksamkeit bei visuellen Vorgaben» und eine 

«[l]eichte kognitive Störung (ICD-10 F06.7)» (IV-act. 71-85). In der bisherigen Tätigkeit sei die 
Arbeitsfähigkeit (bezogen auf ein 100%-Pensum) aufgrund der kognitiven/intellektuellen 

Voraussetzungen um 20 % hinsichtlich des Kurzzeitgedächtnisses, der Handlungsplanung und des 

Verarbeitungstempos bei Aufmerksamkeit/Konzentration sowie Multitasking eingeschränkt. In einer 

angepassten Tätigkeit bestehe (bezogen auf ein 100%-Pensum) eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit um 10 % aufgrund des Pausenbedürfnisses, des Einsatzes von Kompensationsmitteln 

im Bereich des Gedächtnisses und der Handlungsplanung. Die angepasste Tätigkeit beschrieb die 

Neuropsychologin dabei wie folgt: «Die Explorandin sollte Aufgabe[n] in ihrem Arbeitstempo sequentiell 

nacheinander erledigen können (Multitasking-Anforderungen möglichst vermeiden). Es sollte auf kleine 

Teilziele und ein gutes Pausen- und Zeitmanagement geachtet werden. Aufgrund der Defizite im 

Kurzzeitgedächtnis sollte die Explorandin mit Checklisten und Erinnerungshilfen arbeiten können (was 

sie bereits macht), zudem profitiert sie von Wiederholungen. In der Handlungsplanung/Organisation ist 

sie ineffizient und unstrukturiert. Sie benötigt klare Vorgaben von aussen und sollte aktuell nicht selbst 

planen müssen» (IV-act. 71-89 f.). 

3.2.4 Dr. med. I.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, führte im psychiatrischen 
Fachgutachten vom 16. September 2024 aus, dass die Beschwerdeführerin für ihre eigene Kindheit 

und Jugend Faktoren angegeben habe, die sich mit einer Disposition für eine neurobiologische 

Vulnerabilität vereinbaren lassen würden. Daneben gebe es Hinweise auf anhaltende psychosoziale 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Konflikte, gar Traumatisierungen, welche die Beschwerdeführerin in Kindheit, Jugend und auch noch 

im Erwachsenenalter belastet hätten und von denen sie nicht von einer adäquaten psychotherapeutisch 

begleiteten Verarbeitung gesprochen habe. Aus psychiatrischer Sicht bestehe einerseits eine gewisse 

Grundlage für die Hypothese, dass bei der Beschwerdeführerin selbst, wie bei ihrem ältesten Sohn 

auch, die Veranlagung für ADHS vorliegen könnte, auch wenn eine derartige Symptomatik weder in 
Kindheit, Jugend noch im Erwachsenenalter überschwellig geworden sei und auch aktuell kein klares 

Bild von ADHS bestehe. Aus psychotraumatologischer Sicht könne ein Schwerpunkt im Einfluss durch 

unverarbeitete Traumatisierungen und intrapsychische Konflikte gesehen werden. Der Psychiater 

erklärte, dass Menschen, die von entsprechenden Faktoren belastet würden, unterschiedliche 

Beschwerden erleiden könnten, deren konkrete Zuordnung zu psychischen Beeinträchtigungen von den 

behandelnden Medizinalpersonen abhänge. Er selber gehe davon aus, dass bei der 

Beschwerdeführerin eine Disposition für eine neurobiologische Vulnerabilität vorliege, die nach dem 

Erleiden der akuten Covid-Infektion eine Rolle für das verzögerte Verschwinden bzw. für das Anhalten 

der Symptomatik aus Müdigkeit und subjektiver Konzentrationsminderung gespielt habe. Das 

neurobiologische Konstrukt, von dem er ausgehe, müsse aktuell als hypothetisch bezeichnet werden 

und betreffe die Psycho-Neuro-Immunologie. Neueste Untersuchungen würden hier auf diskrete 

immunologische Narben nach Covid hinweisen, die im Zusammenhang mit psychischen 

Belastungsfaktoren, wie sie bei der Beschwerdeführerin vorliegen würden, und der neurologischen 
Vulnerabilität für das Erleiden von ADHS zusammenkämen. Aus psychiatrischer Sicht werde allerdings 

für die zurückliegenden Monate eine Minderung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit lediglich 

um 25 % abgeleitet, und zwar deshalb, weil es vorliegend auch eine Vielzahl anderer Faktoren gebe, 

die krankheitsfremd seien und Einfluss genommen hätten. Nach der Trennung von ihrem damaligen 

Ehemann habe die Beschwerdeführerin im November 2020 die 20%ige Tätigkeit als Haushaltshilfe bei 

der B.___ aufgenommen und sich für die Ausbildung zur Fachangestellten Gesundheit interessiert, 

deren Absolvierung schliesslich aufgrund der akuten Covid-Infektion 2022 gescheitert sei. Doch sei sie 

vor der Covid-Infektion keiner weitergehenden Tätigkeit nachgegangen. Als wesentlichen Faktor hierfür 

erachtete der Psychiater die Sorge um ihre vier Kinder, hauptsächlich um den zehnjährigen Sohn mit 

mehrfacher Handicapierung und die neunjährige Tochter. Die Versorgung dieser zwei minderjährigen 

Kinder als Mutter im Trennungs- und Scheidungsprozess sei als wesentlicher krankheitsfremder Faktor 

dafür zu bezeichnen, dass die Beschwerdeführerin nicht eine Tätigkeit zu mehr Präsenzzeit 

aufgenommen habe. Mit den Beschwerden des andauernden Covid-Einflusses habe sie es sich dann 

in der Priorität der Kinderversorgung nicht mehr anderweitig leisten können. Die Tätigkeit als 
alleinerziehende Mutter, noch dazu eines zehnjährigen Sohnes mit zerebralparetischen und 

spastischen Anteilen, und gleichzeitig als berufstätige Frau sei als Mehrfachbelastung bekannt. Der 

psychiatrische Gutachter wies zudem darauf hin, dass – entgegen der Psychiaterin der 

Beschwerdeführerin und im Einklang mit der Beschwerdeführerin – keine depressive Erkrankung 

vorliege. Zusammenfassend hielt Dr. I.___ fest, dass die Beschwerdeführerin – unter 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Ausserachtlassung der krankheitsfremden Faktoren, nämlich der Versorgung der Familie, und des 

unglücklichen Umstandes des Abbruchs der Ausbildung als Rot Kreuz Pflegehelferin aufgrund der 

akuten Covid-Symptomatik – aktuell etwa acht Stunden pro Tag mit einer gewissen Minderung der 

Leistungsfähigkeit ihre (angestammte sowie angepasste [Vermeidung von wechselnden Dreischicht- 

und wechselnde Nachtarbeit]) Tätigkeit erbringen könne, sodass insgesamt aus rein psychiatrischer 
Sicht eine 75%ige Arbeitsfähigkeit resultiere (IV-act. 71-111 ff.), was auch für die Arbeiten im Aufgaben-

bereich gelte (IV-act. 71-116).  

3.3 Vorliegend bestehen insbesondere hinsichtlich der Einschätzung der Funktionsbeeinträchtigung 
sowie der gestellten Diagnose (Fatigue Syndrom) Differenzen zwischen der behandelnden Ärztin am 

KSSG (vgl. IV-act. 43) und den Gutachtern und der Gutachterin. Die Gutachter und die Gutachterin 

schätzten die Arbeitsfähigkeit auf 75 % ein, wohingegen die zuständige Ärztin am KSSG (zumindest 

vorerst) von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin ausging. Während die 

behandelnde Ärztin am KSSG ihre Arbeitsunfähigkeitseinschätzung jedoch kaum begründete, haben 

die Gutachter und die Gutachterin vorliegend die Beschwerdeführerin ausführlich befragt, umfangreich 

klinisch untersucht und darauf basierend und unter Berücksichtigung der vorliegenden Akten ihre 

Teilgutachten bzw. das Gesamtgutachten mit der Gesamtarbeitsfähigkeitseinschätzung erstellt. 

Insbesondere konnten vorliegend neurologische Ursachen ausgeschlossen und die Ätiologie des von 

der zuständigen Ärztin des KSSG diagnostizierten Fatigue Syndroms psychiatrisch plausibilisiert 
werden. Überzeugend ist in diesem Zusammenhang vor allem das psychiatrische Fachgutachten. In 

diesem finden sich in Orientierung an die normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 

nachvollziehbare Ausführungen zur Konsistenz und Plausibilität sowie zu den Ressourcen und 

Belastungen. Gerade auch der Hinweis des Psychiaters auf krankheitsfremde bzw. psychosoziale 

Faktoren, insbesondere durch die Mehrfachbelastung als Mutter, die sich unter anderem zeitintensiv 

um die Pflege eines beeinträchtigten Kindes kümmert, und als Berufstätige, um das Einkommen zur 

Versorgung der Familie zu bestreiten, leuchtet ein. Dass gerade auch die Erziehung und Pflege des 

beeinträchtigten Kindes die Beschwerdeführerin zusätzlich erschöpft, gab im Übrigen auch der 

ehemalige Hausarzt der Versicherten an (IV-act. 8-2). Unbestrittenermassen haben auch die Covid-

Infektionen und der dabei erfolgte Abbruch der Ausbildung als Pflegehelferin beim Schweizerischen 

Roten Kreuz zu einer Erschwerung der Bewältigung des anspruchsvollen Alltags der 

Beschwerdeführerin beigetragen. Indes sind solche Faktoren nicht durch die Invalidenversicherung 

versichert. Dass die von der Beschwerdeführerin tatsächlich wahrgenommene Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit deshalb höher ausfällt als die in der gutachterlichen Gesamtbetrachtung festgehaltene 
Einschränkung von 25 %, erstaunt demnach nicht. Da invaliditätsfremde Faktoren jedoch nicht 

berücksichtigt werden können, ist an der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitseinschätzung festzuhalten. 

Die Beurteilungen im Konsens und in den Teilgutachten erfüllen vollends die 

rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen und bilden eine beweistaugliche Grundlage für die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Beurteilung der streitigen Belange; ihnen kommt volle Beweiskraft zu. Es bestehen keine konkreten 

Indizien gegen deren Zuverlässigkeit. Dementsprechend durfte sich auch der RAD-Arzt in seinen 

Beurteilungen vom 15. November 2024 (IV-act. 74) und vom 5. Februar 2025 (IV-act. 92) vollumfänglich 

auf diese abstützen. Auszugehen ist demnach von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit (angestammt und 

adaptiert) der Beschwerdeführerin.  

4.   

Basierend auf der ermittelten Arbeitsfähigkeit sind allfällige erwerbliche Auswirkungen der 

Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Dabei ist der Invaliditätsgrad anhand eines 

Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. vorstehende E. 2.1). Da die Beschwerdeführerin sowohl 

einer Erwerbstätigkeit nachging als auch im Haushalt arbeitete, ermittelte die Beschwerdegegnerin den 

Invaliditätsgrad korrekterweise nach der sogenannten gemischten Methode. Dabei ging sie von einem 

Erwerbsanteil von 75 % und einem Aufgabenbereichanteil von 25 % aus. Diese Aufteilung erscheint 

angesichts der Angabe der Beschwerdeführerin im Fragebogen der Beschwerdegegnerin betreffend 

Erwerbstätigkeit und Haushalt, dass sie ohne gesundheitliche Einschränkung zu 50 bis 100 % 

arbeitstätig gewesen wäre (IV-act. 14-1), nachvollziehbar. 

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich wird das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Nach Art. 27bis Abs. 2 lit. a 

IVV muss dabei das Erwerbseinkommen, das eine versicherte Person durch eine Teilerwerbstätigkeit 

erzielen könnte, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet werden. 

4.2 Für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des 
Rentenanspruchs entscheidend (vgl. BGE 129 V 222). Die vorliegend zu beurteilende Erstanmeldung 

der Beschwerdeführerin erfolgte am 21. April 2022 (IV-act. 1). Der früheste Beginn eines allfälligen 

Rentenanspruchs im Sinne von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG wäre somit der 1. Oktober 2022. Sofern das 

Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) in diesem Zeitpunkt bereits verstrichen war, wäre für den 

Einkommensvergleich das Jahr 2022 massgebend. Ansonsten müsste auf das Jahr 2023 abgestellt 

werden. Wie sich zeigen wird, spielt die Wahl des Jahres vorliegend für die Berechnung keine Rolle, da 

diese mittels sogenanntem Prozentvergleich zu erfolgen hat (vgl. nachfolgende E. 4.4).  

4.3  

4.3.1 Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer 
beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der Regel am zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der 

ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Lohn anzuknüpfen, da es empirischer Erfahrung entspricht, 

dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 mit Hinweisen; Urteil des 

Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1). Ist ein konkreter Lohn nicht eruierbar, war 

die versicherte Person zur Zeit des Eintritts des Gesundheitsschadens arbeitslos oder hätte sie ihre 

bisherige Stelle auch ohne die gesundheitliche Beeinträchtigung in der Zeit bis zum Rentenbeginn 

verloren, können die Zahlen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für 

Statistik (BFS) herangezogen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. August 2017, 

8C_382/2017, E. 2.3.1).  

4.3.2 Die Beschwerdeführerin verfügt über keine Ausbildung (IV-act. 71-35, 71-39) und war vom 26. 
November 2020 (IV-act. 5-2) bis 22. Januar 2022 als Haushaltshilfe bei der B.___ C.___ (TG) angestellt 

(Suva-act. 14-1). Sie arbeitete hierbei ungefähr sechs Stunden pro Woche (bei einer Betriebsarbeitszeit 

von 40 h in der Woche) und war im Stundenlohn (Fr. 21.70 Grundlohn; plus Fr. 1.80 

Ferienentschädigung) angestellt (IV-act. 5-6; vgl. auch den Auszug aus dem individuellem Konto [IK-

Auszug] für das Jahr 2021, IV-act. 9-1). Indes rechtfertigt es sich vorliegend – wie es die 
Beschwerdegegnerin getan hat – vom tatsächlich erzielten Einkommen abzuweichen und stattdessen 

auf die LSE für Hilfsarbeiterinnen abzustellen, da die Beschwerdeführerin mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit, wäre sie nicht vier Tage vor Abschluss der Ausbildung krank geworden, im 

Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns die Ausbildung beim Schweizerischen Roten Kreuz erfolgreich 

abgeschlossen hätte und als Pflegehelferin entsprechend auch mehr hätte verdienen können. Diese 

Vorgehensweise erscheint zudem sachgerecht, weil das Arbeitsverhältnis mit der B.___ C.___ aufgrund 

seiner nur rund einjährigen Dauer nicht als gefestigte und repräsentative Erwerbstätigkeit zu 

qualifizieren ist. Aus den Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin in den vorangehenden Jahren 

vielmehr unterschiedliche Arbeitsstellen angetreten hatte (vgl. IV-act. 9). Auszugehen ist demnach von 

der LSE für Hilfsarbeiterinnen (TA1_tirage_skill_level, Total der Wirtschaftszweige, privater Sektor, 

Kompetenzniveau 1, Frauen). 

4.4 Da die Beschwerdeführerin seit April 2023 (vgl. IV-act. 71-51) keiner Erwerbstätigkeit mehr 
nachgeht, ist auch für die Bestimmung des Invalideneinkommens auf die LSE abzustellen. Da die 

beiden Vergleichseinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen sind, erübrigt sich 
deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad nämlich dem Grad der 

Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Urteil des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Bundesgerichts vom 27. Juni 2022, 8C_104/2021, E. 6.2 mit Hinweisen; sogenannter 

Prozentvergleich).  

4.4.1 Wird das Invalideneinkommen – wie vorliegend – auf der Grundlage der LSE ermittelt, ist der so 
erhobene Ausgangswert gemäss bisheriger Rechtsprechung allenfalls zu kürzen. Damit soll der 

Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass 
der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und die versicherte Person je nach 

Ausprägung deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug soll aber nicht 

automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem 

Ermessen gesamthaft zu schätzen. Dem Abzug kommt als Korrekturinstrument bei der Festsetzung 

eines möglichst konkreten Invalideneinkommens laut Bundesgericht überragende Bedeutung zu (BGE 

148 V 174 E. 9.2.2, mit Verweisen). Bei der Überprüfung des gesamthaft vorzunehmenden Abzugs darf 

das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der 

Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, die seine abweichende 

Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E. 6). 

4.4.2 Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte für die Zeit ab 1. Januar 2024 den ab besagtem 
Zeitpunkt rechtlich geltenden Pauschalabzug gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV in Höhe von 10 %.  

4.4.3 Per 1. Januar 2022 wurden unter anderem Art. 26bis Abs. 2 und 3 IVV in Kraft gesetzt, laut welchen 
das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Werten [...] bestimmt wird, wenn kein anrechenbares 

Erwerbseinkommen vorliegt (Abs. 2). Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch 

mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit [...] von 50 % oder weniger tätig sein, so werden vom 

statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen (Abs. 3 in der vom 31. Januar 2022 bis 

31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung). Hintergrund dieser Regelung ist, dass bei 

Teilzeitarbeit die Löhne statistisch ausgewiesen tiefer liegen. Das Bundesgericht erkannte jedoch, dass 

Art. 26bis Abs. 3 IVV in der vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023 gültigen Fassung gesetzeswidrig 

ist. Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände sowie der ärztlich festgelegten qualitativen und 

quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an weitergehender Korrektur bestehe, sei auf die bisherigen 

Rechtsprechungsgrundsätze zum Tabellenlohnabzug zurückzugreifen (BGE 150 V 410 E. 10.6). 

Vorliegend geht aus dem IK-Auszug (IV-act. 9-3) hervor, dass die Beschwerdeführerin seit 2013 stets 

im Tiefpensum gearbeitet hat, wodurch sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten wird 
können. Vor diesem Hintergrund erscheint ein Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von 10 % 

gerechtfertigt.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4.4.4 Seit 1. Januar 2024 lautet Art. 26bis Abs. 3 IVV folgendermassen: «Vom statistisch bestimmten 
Wert nach [Art. 26bis Abs. 2 IVV] werden 10 Prozent abgezogen. Kann die versicherte Person aufgrund 

ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Artikel 49 Absatz 1bis von 50 

Prozent oder weniger tätig sein, so werden 20 Prozent abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht zulässig» 

(zur Frage der Gesetzmässigkeit vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
23. Oktober 2025, IV 2025/12, E. 8.5.8). Im vorliegenden Fall rechtfertigt sich auch gestützt auf die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung kein höherer Abzug als 10 %. 

4.4.5 Ausgehend vom gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeitsgrad von 25 % resultiert demnach 
ein Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich von gerundet 33 % (= 100 % – 75 % [AF] × 90% 

[Tabellenlohnabzug]).  

5.  

Im Haushaltsbereich ging die Beschwerdegegnerin gestützt auf die gutachterliche Gesamtbeurteilung, 

wonach die eruierten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit für alle Tätigkeit gelten würden, ebenfalls 

von einer Arbeitsfähigkeit von 75 % aus. Dem ist nichts entgegenzuhalten. Der Invaliditätsgrad im 

Aufgabenbereich beträgt demnach 25 %. 

6.  

6.1 Die beiden für die Teilbereiche errechneten Invaliditätsgrade sind abschliessend entsprechend 
der hypothetischen Teilerwerbstätigkeit zu gewichten. Bei einer Gewichtung des erwerblichen Teils von 
75 % und einem Teilinvaliditätsgrad von 33 % ergibt sich ein gewichteter Teilinvaliditätsgrad von 24.75 

% (33 x 75 / 100), gerundet 25 %. Bei einer Gewichtung des Haushaltsbereichs von 25 % und einem 

Teilinvaliditätsgrad von 25 % ergibt sich ein gewichteter Teilinvaliditätsgrad von 6.25 % (25 x 25 / 100), 

gerundet 6 %. Bei der Anwendung der gemischten Methode resultiert demnach zusammenfassend ein 

rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 31 % (25 % + 6 %). Demzufolge sind die Voraussetzungen 

von Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG vorliegend offensichtlich nicht erfüllt. Ergänzend ist darauf 

hinzuweisen, dass – wie die Beschwerdegegnerin zu Recht angemerkt hat – selbst bei einer 

Vollerwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin der Invaliditätsgrad mit 33 % (vgl. vorstehende E. 4.4.5) 

rentenausschliessend ausfallen würde. 

6.2 Bei einem Invaliditätsgrad von 31 % hat die Beschwerdeführerin grundsätzlich Anspruch auf 
berufliche Massnahmen. Solche wurden ihr zunächst nicht gewährt, weil sie statusmässig vorwiegend 

als Hausfrau eingeschätzt wurde (vgl. IV-act. 11). Tatsächlich ist jedoch davon auszugehen, dass sie 

im Gesundheitsfall zu 75 % erwerbstätig wäre. Es steht ihr daher offen, sich für berufliche Massnahmen 

bei der Beschwerdegegnerin neu anzumelden, sobald sie sich zu deren Durchführung in der Lage fühlt. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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7.  

7.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

7.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.– bis Fr. 1‘000.– festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis 

IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.– erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 
angemessen. Der unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten vollumfänglich 

aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der Bezahlung zu befreien. 

7.3 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, 
sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [SR 272] i.V.m. Art. 

99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [sGS 951.1]). 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Die Beschwerdeführerin wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.– zufolge 

unentgeltlicher Rechtspflege befreit. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 19.11.2025
	Art. 28 IVG. Anmeldung zum Rentenbezug. Beweiskräftiges polydisziplinäres Gutachten. Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode. Kein Rentenanspruch. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. November 2025, IV 2025/45) Beim Bundesgericht angefochten.

		2026-01-28T03:58:47+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen