# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 10f84742-f39e-57a7-a106-e2f7c038e764
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 25.09.2023 ZK1 2023 120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2023-120_2023-09-25.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 25. September 2023

Referenz ZK1 23 120

Instanz I. Zivilkammer

Besetzung Cavegn, Vorsitzender
Nydegger und Bäder Federspiel
Fleisch, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. Ärztliche Einweisung vom 05.09.2023

Mitteilung 27. September 2023

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Sachverhalt

A. A._____ wurde von Dr. med. B._____ mit Verfügung vom 5. September 
2023 für eine Dauer von sechs Wochen in der Klinik C._____ (nachfolgend: 
C._____) fürsorgerisch untergebracht. Die Einweisung erfolgte aufgrund einer 
akuten Psychose bei Verdacht auf eine paranoide Schizophrenie.

B. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob A._____ (nachfolgend: Be-
schwerdeführer) mit Eingabe vom 6. September 2023 Beschwerde beim Kantons-
gericht von Graubünden.

C. Am 11. September 2023 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivilkammer die 
Klinik C._____ um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszustand des Beschwer-
deführers, zur Art der Behandlung und insbesondere darüber, inwiefern die Vor-
aussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung aus ärztlicher Sicht gegeben 
seien. Die Klinik C._____ reichte den angeforderten Bericht mitsamt den wesentli-
chen Klinikakten über den Beschwerdeführer am 12. September 2023 beim Kan-
tonsgericht ein.

D. Mit prozessleitender Verfügung vom 12. September 2023 beauftragte der 
Vorsitzende der I. Zivilkammer Dr. med. D._____, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, mit der Erstellung eines Gutachtens über den Gesundheits-
zustand des Beschwerdeführers sowie über die Notwendigkeit der fürsorgerischen 
Unterbringung. 

E. Am 13. September 2023 informierte Dr. med. D._____ das Kantonsgericht 
darüber, dass der Beschwerdeführer abgängig sei. Am 18. September 2023 teilte 
die Klinik C._____ mit, dass der Beschwerdeführer in die Klinik zurückgekehrt sei.

F. Mit prozessleitender Verfügung vom 19. September 2023 beauftragte der 
Vorsitzende der I. Zivilkammer Dr. med. E._____, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, mit der Erstellung eines Gutachtens über den Gesundheits-
zustand des Beschwerdeführers sowie über die Notwendigkeit der fürsorgerischen 
Unterbringung. Das Gutachten ging innert Frist am 22. September 2023 beim Kan-
tonsgericht ein.

G. Am 25. September 2023 fand die Hauptverhandlung statt, zu welcher mit 
Verfügung vom 21. September 2023 vorgeladen worden war. Der Beschwerdefüh-
rer nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde befragt. Nach durch-
geführter Urteilsberatung wurde das vorzeitige Entscheiddispositiv dem Be-
schwerdeführer sowie der Klinik C._____ noch gleichentags zugestellt.

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Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die fürsorgerische Unter-
bringung vom 5. September 2023 (Art. 426 ff. ZGB; act. 01.1). Das Kantonsgericht 
ist hierfür einzige kantonale Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB 
i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB und Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]) und folglich 
zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. Die Frist zur Anrufung des Gerichts 
beträgt zehn Tage seit Mitteilung des Entscheides (Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB so-
wie Art. 450b Abs. 2 ZGB). Der Beschwerdeführer wehrte sich mit Eingabe vom 
6. September 2023 gegen die fürsorgerische Unterbringung (act. 01). Eine Be-
gründung der Beschwerde ist auf dem Gebiet der fürsorgerischen Unterbringung 
nicht notwendig (vgl. Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB), weshalb 
auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuier-
ten allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch 
im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (Lorenz 
Droese, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl., Basel 2022, N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 
ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 
und 3) und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung 
von Amtes wegen (Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfah-
ren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa 
die Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (BGer 
5A_532/2020 v. 22.7.2020 E. 2; Luca Maranta, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 1 f. sowie N 40 ff. zu 
Art. 446 ZGB). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das Gericht Tat- 
und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 
148 III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 

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2022, N 48 ff. zu Art. 439 ZGB; Thomas Geiser, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 19 zu Art. 450e 
ZGB). Die mit dem Gutachten beauftragte Fachperson muss unabhängig sein. An 
die Unabhängigkeit der Fachpersonen sind auch in Bezug auf eine Vorbefassung 
die gleichen Anforderungen zu stellen wie an die urteilenden Behördenmitglieder 
(Daniel Steck, in: Rosch/Büchler/Jakob [Hrsg.], Erwachsenenschutzrecht, Ein-
führung und Kommentar zu Art. 360 ff. ZGB und VBVV, 2. Aufl., Basel 2015, N 
11a zu Art. 450e ZGB). Befangenheit liegt vor, wenn Umstände, die ausserhalb 
des Prozesses liegen, in sachwidriger Weise zugunsten oder zulasten einer Partei 
auf den Entscheid einwirken. In Konkretisierung dieses verfassungsrechtlichen 
(Art. 30 Abs. 1 BV) und staatsvertragsrechtlichen (Art. 6 Ziff. 1 EMRK) Anspruches 
auf ein unparteiisches, unbefangenes und unvoreingenommenes Gericht statuiert 
die Zivilprozessordnung in Art. 47 Abs. 1 verschiedene Ausstandsgründe, welche 
aufgrund des Verweises in Art. 56 Abs. 1 EGzZGB auch für das vorliegende Ver-
fahren Anwendung finden. Die den Ausstand begründenden Tatsachen sind von 
der ablehnenden Partei glaubhaft zu machen (Art. 49 ZPO). Die Bedenken müs-
sen objektiv begründet erscheinen, weder subjektive Empfindungen noch reine 
Vermutungen über die Haltung einer Gerichtsperson sind entscheidend. Umge-
kehrt reicht es aus, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit 
oder die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen (BGE 140 III 
221 E. 4 m.w.H.). Die Ausstandsregelung für Gerichtspersonen gilt kraft des Ver-
weises in Art. 183 Abs. 2 ZPO auch für Sachverständige (vgl. zum Ganzen OGer 
ZH PA170026 v. 04.09.2017 E. 5.a).

2.3. Dem Gericht liegt das Kurzgutachten von Dr. med. E._____, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 22. September 2023 vor (act. 11). Der 
Beschwerdeführer hat in der Hauptverhandlung Einwände gegen dieses Gutach-
ten erhoben und aufgrund einer angeblichen Befangenheit implizit Ausstands-
gründe gegen den begutachtenden Arzt Dr. med. E._____ vorgebracht (act. 13, S. 
4). Die prozessleitende Verfügung, mit welcher Dr. med. E._____ als Gutachter 
beauftragt wurde, wurde dem Beschwerdeführer am 19. September 2023 mitge-
teilt. Das während der Hauptverhandlung vom 25. September 2023 gestellte 
Ausstandsbegehren kann somit noch als rechtzeitig im Sinne von Art. 49 Abs. 1 
ZPO erachtet werden. Der Beschwerdeführer begründet sein implizites 
Ausstandsbegehren mit der Tatsache, dass Dr. med. E._____ früher für die 
C._____ tätig gewesen sein soll und somit befangen sei. Vorab ist jedoch darauf 
hinzuweisen, dass die fürsorgerische Unterbringung nicht von Ärzten der Klinik 
C._____ angeordnet wurde, sondern von Dr. med. B._____. Im Weiteren ist nicht 
ersichtlich, inwiefern eine allfällige frühere Tätigkeit von Dr. med. E._____ bei den 

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C._____ zu einer Voreingenommenheit gegenüber dem Beschwerdeführer führen 
soll, zumal der Beschwerdeführer die angebliche Befangenheit auch nicht näher 
darlegt. Selbst wenn der begutachtende Arzt Dr. med. E._____ den Beschwerde-
führer während einem früheren Aufenthalt in der Klinik C._____ behandelt hätte 
oder er diesen schon einmal begutachtet hätte, wäre dies für sich alleine noch 
kein Ausstandsgrund (vgl. OGer ZH PA210015 v. 08.07.2021 E. 2.3, OGer ZH 
PA170026 v. 04.09.2017 E. 5b). Es liegen jedoch keinerlei Anzeichen dafür vor, 
dass der begutachtende Arzt Dr. med. E._____ seine Arbeit als Gutachter nicht 
nach bestem Wissen und Gewissen verrichtet hätte. Gründe, welche einen 
Ausstand von Dr. med. E._____ zur Folge hätten, bestehen somit nicht. Es kann 
vielmehr auf das Gutachten abgestellt werden.

2.4. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (Christoph 
Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 
Das Gericht hat sich durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (Geiser, 
a.a.O., N 22 zu Art. 450e ZGB). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptver-
handlung am 25. September 2023 wurde diese Vorgabe umgesetzt (act. 13).

3.1. Neben der gemäss Art. 428 Abs. 1 ZGB für die Anordnung der Unterbrin-
gung grundsätzlich zuständigen Erwachsenenschutzbehörde können die Kantone 
gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB Ärztinnen und Ärzte bezeichnen, welche eine fürsor-
gerische Unterbringung anordnen dürfen. Die Höchstdauer von sechs Wochen 
darf dabei nicht überschritten werden. Der einweisende Arzt hat die betroffene 
Person persönlich zu untersuchen, anzuhören und ihr anschliessend den Unter-
bringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben auszuhändigen 
(Art. 430 ZGB). Dies bedeutet, dass die Untersuchung dem Einweisungsentscheid 
unmittelbar vorauszugehen hat (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 20 ff. zu Art. 
429/430 ZGB). Der einweisende Arzt muss sich gestützt auf eine klinische Unter-
suchung und soweit möglich nach einem Gespräch mit der betroffenen Person 
eine Meinung bilden (vgl. Olivier Guillod, in: Büchler et al. [Hrsg.], FamKomm Er-
wachsenenschutz, Bern 2013, N 4 zu Art. 430 ZGB).

3.2. Zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung für eine Höchstdauer 
von sechs Wochen ist im Kanton Graubünden jeder Amtsarzt befugt (Art. 429 Abs. 
1 ZGB i.V.m. Art. 51 Abs. 1 lit. b EGzZGB). Dr. med. B._____ war als stellvertre-
tender Amtsarzt der Region F._____ demnach zur Anordnung einer fürsorgeri-
schen Unterbringung befugt. Die ärztliche Untersuchung fand am 5. September 

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2023 statt. Zudem enthält die Verfügung vom 5. September 2023 (act. 01.1) die 
gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. In formeller Hin-
sicht ist die fürsorgerische Unterbringung des Beschwerdeführers folglich nicht zu 
beanstanden.

4.1. Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung in 
materieller Hinsicht. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an 
einer psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer 
verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und 
der Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die be-
troffene Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung 
nicht mehr erfüllt sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn 
eine Person der persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 6 zu Art. 426 – 439 ZGB). Die fürsorgerische Unter-
bringung dient dem Schutz der betroffenen Person und nicht der Umgebung (BGE 
140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu auch Botschaft zur Änderung des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. 
Juni 2006, BBl 2006 7001 [zit.: Botschaft], S. 7062). Für die Anordnung einer für-
sorgerischen Unterbringung allein wegen Fremdgefährdung bildet Art. 426 ZGB 
keine genügende gesetzliche Grundlage. Mit anderen Worten darf eine Fremdge-
fährdung für sich alleine nie ausschlaggebend für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung sein (BGE 145 III 441 E. 8.3 f. m.w.H.).

Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist eine der 
drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige 
Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine sich aus 
dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder Betreu-
ung. Ferner wird vorausgesetzt, dass der Person die nötige Behandlung oder Be-
treuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise 
Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. BGer 5A_288/2016 v. 11.7.2016 E. 
3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in 
ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag eine 
fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen 
mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen ei-
ner solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskon-
form, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme er-
reicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den 

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angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu 
Art. 426 ZGB).

4.2.1. Zunächst ist also die Frage zu klären, ob der Beschwerdeführer an einem 
der in Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies 
eine Betreuung und Behandlung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin ent-
nommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD, International Classifica-
tion of Disturbances; vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 15 f. zu Art. 426 ZGB).

4.2.2. Dem Bericht der stellvertretenden Chefärztin Dr. med. G._____ und der 
Assistenzärztin H._____ (act. 04) ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer 
aufgrund einer akuten Psychose bei Verdacht auf eine paranoide Schizophrenie 
eingewiesen wurde. Es handelt sich bereits um den zehnten stationären Aufent-
halt in den Institutionen der C._____, letztmalig befand sich der Beschwerdeführer 
im Februar 2021 in der Klinik C._____. Die behandelnden Ärzte beschrieben den 
Beschwerdeführer bei seinem Eintritt in die Klinik als wach und zu allen vier Qua-
litäten orientiert. Es gäbe keine Hinweise auf Gedächtnis- oder Auffassungs-
störungen. Allerdings lägen Anzeichen eines Grössenwahns vor. Zudem äussere 
er im Rahmen eines Verfolgungswahns, dass er abgehört werde (act. 04.2). Als 
Hauptdiagnose wurde eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig in einer mani-
schen Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10: F31.2) diagnostiziert und 
differentialdiagnostisch eine schizoaffektive Störung, gegenwärtig in einer mani-
schen Episode (ICD-10: F25.0). Dr. med. E._____ attestiert dem Beschwerdefüh-
rer in seinem Gutachten ebenfalls eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig in 
einer manischen Episode (ICD-10: F31.2). Aufgrund der Feststellungen der be-
handelnden Ärzte und des Gutachters muss das Kantonsgericht beim Beschwer-
deführer von einem Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB in Form 
einer psychischen Störung ausgehen.

4.3.1. Der soeben dargelegte Schwächezustand des Beschwerdeführers vermag 
eine fürsorgerische Unterbringung nur zu rechtfertigen, wenn er eine Behandlung 
oder Betreuung in einer Einrichtung notwendig macht. Die Unterbringung in einer 
Einrichtung muss geeignet sein, den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu 
erfüllen, ohne dass eine weniger einschneidende Massnahme genügen würde 
(vgl. dazu Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB). Eine Unterbrin-
gung fällt gemäss der Botschaft zum neuen Erwachsenenschutzrecht deshalb nur 

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als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., S. 7062). Als mildere Massnahmen 
kommt den ambulanten Massnahmen und der Nachbetreuung nach kantonalem 
Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe entscheidende Bedeutung zu (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 24 zu Art. 426 ZGB). Der Grundsatz der Verhältnis-
mässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische Unterbringung nur verfügt bezie-
hungsweise nur solange aufrechterhalten werden darf, als mit einer konkreten 
Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass zu rechnen ist. So 
hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die Beurteilung des Behandlungs- 
beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, mit welcher konkreten Gefahr 
für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten zu 
rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krankheit be-
ziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 101 E. 6.2.2; 140 III 105 E. 
2.4).

4.3.2. Im Bericht der Klinik C._____ wird ausgeführt, dass der Beschwerdeführer 
keine Krankheitseinsicht zeige und ihm dadurch auch die Einsicht für die Notwen-
digkeit einer Behandlung fehle. Eine stationäre Weiterbehandlung zur Stabilisie-
rung des psychischen und somatischen Zustandes sei daher aus ärztlicher Sicht 
dringend indiziert (act. 04). Der Beschwerdeentscheid hat sich nach Vorgabe von 
Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB bei psychischen Störungen auf 
ein Sachverständigengutachten abzustützen. Dr. med. E._____ bestätigt in sei-
nem Gutachten die Notwendigkeit einer Behandlung. Aktuell sei ein stationäres 
Setting in einer geschlossenen Anstalt mit schrittweiser Anpassung einer adäqua-
ten, multimodalen und integrativen Psychotherapie und Psychopharmakotherapie 
erforderlich, um eine ausreichende psychische Stabilität zu gewährleisten (act. 11, 
Fragebeantwortung, Frage 2). Die Beurteilung der Klinik C._____ und des Gutach-
ters sind für das Kantonsgericht nachvollziehbar, weshalb grundsätzlich von einer 
notwendigen Behandlung, idealerweise im Rahmen eines stationären Aufenthalts, 
der festgestellten psychischen Störung ausgegangen werden muss.

4.3.3. Erforderlich ist des Weiteren eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung 
von einem gewissen Ausmass. Der Gutachter hielt dazu fest, dass konkrete Ge-
fahren an Leib und Leben des Beschwerdeführers und von Dritten bestehen wür-
den, sofern er in einem psychisch unstabilen bzw. psychotischen Zustand entlas-
sen werde. Es sei zu befürchten, dass sich das Krankheitsbild rasch noch zusätz-
lich verschlechtern würde, sofern die notwendige medikamentöse Behandlung 
unterbleibe. Durch die vorhandenen "grossen Pläne" werde er nicht nur sich 
selbst, sondern auch Dritte gefährden. Nach der Entlassung aus der Klinik sei eine 
teilstationäre resp. ambulante Betreuung weiterhin dringend indiziert, um die be-

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stehenden psychischen Beschwerden zu verbessern und eine ausreichende psy-
chische Stabilität zu gewährleisten (act. 11, Fragebeantwortung, Fragen 3 und 4). 
Auch die ärztliche Leitung der Klinik C._____ erwähnt in ihrem Bericht eine "akute 
Selbstgefährdung", allerdings ohne näher auszuführen, aus welchem Verhalten 
des Beschwerdeführers sich genau eine Selbstgefährdung ergeben soll (act. 04). 
Somit gehen sowohl der Gutachter als auch die Klinik C._____ zwar von einer 
Selbstgefährdung und teilweise auch von einer Fremdgefährdung aus. Konkrete 
Gefährdungsszenarien ergeben sich aus dem Gutachten und dem Bericht der Kli-
nik C._____ jedoch nicht. Stattdessen wird eine abstrakte Gefahr für die Gesund-
heit des Beschwerdeführers beschrieben. Eine allfällige Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes bei unterbleibender medikamentöser Behandlung stellt 
eher eine generelle Gefahr dar, welche grundsätzlich bei den meisten psychischen 
Erkrankungen anzunehmen ist. Zudem scheint der Beschwerdeführer seine ambu-
lanten Behandlungstermine regelmässig wahrzunehmen und zumindest im 
Grundsatz auch eine medikamentöse Behandlung zu befolgen. Ein gewisses Min-
destmass an psychologischer und pharmakologischer Betreuung scheint somit 
gegeben zu sein, weshalb eine drohende Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes, welche das notwendige Mass der konkreten und akuten Selbstgefähr-
dung erfüllt, nicht ersichtlich ist. Ebenfalls nicht ersichtlich bzw. nicht konkret dar-
gelegt wird, inwiefern die vorhandenen "grossen Pläne" des Beschwerdeführers 
zu einer Selbst- und Fremdgefährdung führen sollen. Aus dem Gutachten und 
dem Bericht der Klinik C._____ ergibt sich somit keine konkrete und unmittelbare 
Selbst- oder Fremdgefährdung, wie sie für eine fürsorgerische Unterbringung er-
forderlich ist, auch wenn grundsätzlich von einer notwendigen Behandlung ausge-
gangen werden muss. Nur am Rande sei erwähnt, dass in der einweisenden Ver-
fügung von Dr. med. B._____ vom 5. September 2023 zwar eine Selbstgefähr-
dung angekreuzt wurde, indessen nicht beschrieben wurde, inwiefern sich eine 
konkrete Selbst- oder Drittgefährdung gezeigt habe.

4.3.4. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den Zustand des 
Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. Anlässlich 
der Hauptverhandlung vom 25. September 2023 konnte sich die Beschwerdein-
stanz ein eigenes Bild des Beschwerdeführers machen. Der Beschwerdeführer 
wirkte während der Verhandlung grundsätzlich entspannt und kontrolliert. Er konn-
te den Ausführungen des Vorsitzenden folgen und seine Ansichten in der Regel 
verständlich darlegen. In Bezug auf seine Krankheit und Behandlungsbedürftigkeit 
zeigte sich der Beschwerdeführer nicht generell uneinsichtig. Zwar verneinte er 
das Vorliegen einer manischen Episode, eine grundsätzlich vorliegende psychi-
sche Beeinträchtigung und eine daraus resultierende Behandlungsbedürftigkeit 

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schien er allerdings anzuerkennen. Gemäss eigener Aussage wäre er auch bereit, 
sich freiwillig in der Klinik C._____ behandeln zu lassen. Allerdings möchte er sich 
frei bewegen können, damit er das Areal auch mal verlassen und gewisse Besor-
gungen erledigen könne. Seine (ambulante) Behandlung bei Dr. med. I._____ 
würde er ebenfalls weiterführen. Auch zur Medikamenteneinnahme sei er bereit. 
Gemäss eigenen Aussagen habe er in der Klinik C._____ bereits eine Depotmedi-
kation erhalten. Des Weiteren bestätigt der Beschwerdeführer in der Vergangen-
heit liegende depressive Phasen und erwähnt in diesem Zusammenhang auch 
Suizidgedanken, welche jedoch lediglich bei der Einweisung in die Klinik aufge-
kommen seien. Allerdings habe er nie irgendwelche (Suizid-)Versuche unternom-
men. Nun gehe es ihm zudem wieder gut (vgl. zum detaillieren Gesprächsablauf 
act. 13). Auch der Gutachter und die Klinik C._____ sehen offenbar keine Hinwei-
se für eine Suizidalität (act. 04.2 und act. 11, S. 2). Aus der Befragung des Be-
schwerdeführers ergeben sich somit ebenfalls keine Hinweise für eine konkrete 
und unmittelbare Selbst- und Fremdgefährdung. Durch die vorhandene ambulante 
Behandlung bei Dr. med. I._____ und die grundsätzliche Bereitschaft des Be-
schwerdeführers zur Einnahme einer Medikation ist auch bei einer Entlassung aus 
der fürsorgerischen Unterbringung die Behandlung der psychischen Erkrankung in 
einem gewissen Masse gewährleistet. Für die Unterstützung in alltäglichen Ange-
legenheiten steht dem Beschwerdeführer zudem eine Beiständin zur Seite. Aus-
serdem erwähnt auch die Klinik C._____ in ihrem Bericht, dass sich der Be-
schwerdeführer psychisch bereits teilweise stabilisieren konnte. Diesen Eindruck 
vermittelte der Beschwerdeführer auch gegenüber dem Kantonsgericht anlässlich 
der Hauptverhandlung, wo sich der Beschwerdeführer – soweit die Beschwerdein-
stanz dies beurteilen kann – in einem relativ guten Allgemeinzustand zeigte. Auf-
grund des bereits erwähnten Fehlens einer konkreten akuten Selbst- und Fremd-
gefährdung und angesichts der Schwere eines solchen Eingriffs in die Freiheit des 
Beschwerdeführers erweist sich eine Fortführung der fürsorgerischen Unterbrin-
gung im vorliegenden Fall nicht als verhältnismässig. Dies gilt umso mehr, als die 
Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung nun schon drei Wochen zurückliegt 
und gemäss Gutachter – bei Erreichen einer gewissen Besserung – ohnehin eine 
schrittweise Lockerung der Bedingungen in ein ambulantes Setting oder eine Ta-
gesklinik angebracht wäre (act. 11, Fragebeantwortung, Frage 6).

5. Im Ergebnis kann im Sinne der vorstehenden Erwägungen festgehalten 
werden, dass beim Beschwerdeführer erwiesenermassen ein behandlungs- und 
betreuungsbedürftiger Schwächezustand besteht. Keine hinreichend konkreten 
Feststellungen enthält das Gutachten allerdings dazu, welche akute Selbstgefähr-
dung sich aus diesem Schwächezustand zu ergeben droht, wenn die notwendige 

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Behandlung unterbleibt (vgl. dazu im Einzelnen E. 4.3.3 vorstehend). Auch die 
gutachterlichen Ausführungen zu einer potentiellen Fremdgefährdung durch den 
Beschwerdeführer bei Unterbleiben der Behandlung sind äusserst vage gehalten. 
Somit ist eine konkrete Selbstgefährdung und/oder Fremdgefährdung von einem 
gewissen Ausmass gutachterlich nicht nachgewiesen. Die materiellen Vorausset-
zungen an die fürsorgerische Unterbringung sind daher nicht erfüllt. Aus diesem 
Grund ist die Beschwerde gutzuheissen und die fürsorgerische Unterbringung auf-
zuheben.

6. Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 60 
Abs. 5 EGzZGB i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Vorliegend ist der Beschwerdeführer 
vollumfänglich durchgedrungen. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 2'625.00 (Gerichtsgebühr von 
CHF 1'500.00 und Gutachterkosten von CHF 1'125.00) zu Lasten des Kantons 
Graubünden.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die fürsorgerische Unterbringung 
wird aufgehoben.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'625.00 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 1'125.00 Gutachterkosten) gehen 
zu Lasten des Kantons Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: