# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6a55981d-7a39-5105-b86f-7bbae40fd8ce
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 06.11.2025 VR3 2024 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2024-36_2025-11-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 6. November 2025
mitgeteilt am 7. November 2025

Referenz VR3 24 36

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Brun, Vorsitz
Audétat und Schmid Christoffel
Merlo, Aktuarin

Parteien A.________ und B.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Riet Ganzoni

gegen

Gemeinde Valsot
Poz 86, 7556 Ramosch
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Pally

Gegenstand Quartierplanung (Einleitung)

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Sachverhalt

A. A.________ und B.________ ersuchten mit Schreiben vom 22. Januar 2024 
die Gemeinde Valsot um Einleitung eines Quartierplanverfahrens zwecks 
Erschliessung der Parzellen Nrn. Z.1.________, Z.2.________, Z.3.________, 
Z.4.________, Z.5.________ und Z.6.________ sowie gegebenenfalls auch der 
Parzellen Nrn. Z.7.________, Z.8.________, Z.9.________ in der Gemeinde 
Valsot. Die Gesuchsteller sind Eigentümer der Grundstücke Nrn. Z.4.________ und 
Z.6.________. Die Grundstücke, für welche gemäss Gesuch vom 22. Januar 2024 
ein Quartierplanverfahren einzuleiten ist, befinden sich allesamt in der "zona da 
cumün" (Dorfzone). In der Gemeinde Valsot ist die Gesamtrevision der Ortsplanung 
pendent. 

B. Mit Verfügung vom 1. März 2024 trat die Gemeinde Valsot auf das Gesuch 
um Einleitung eines Quartierplanverfahrens nicht ein. Zur Begründung brachte sie 
vor, die Erschliessung der Parzelle Nr. Z.4.________ sei über die angrenzende 
Parzelle Nr. Z.9.________ – welche zu 1/5 im Miteigentum der Gesuchsteller stehe 
– möglich. Erst wenn sie den Nachweis erbracht hätten, dass die übrigen 
Miteigentümer nicht bereit seien, ihnen das erforderliche Durchfahrtsrecht zu 
gewähren, habe die Gemeinde das erforderliche Landumlegungsverfahren – (nur) 
in Bezug auf die Grundstücke Nrn. Z.4.________ und Z.9.________ – einzuleiten. 

C. Dagegen erhoben A.________ und B.________ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer) am 3. April 2024 Beschwerde an das (vormalige) 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit folgendem Rechtsbegehren: 

Es sei die Verfügung der Gemeinde Valsot vom 1. März 2024 aufzuheben 
und es sei ein Quartierplanverfahren i.S. von Art. 51 ff KRG, Art. 16 ff. KRVO 
sowie Art. 18 ff. des kommunalen Baugesetzes der Gemeinde Valsot unter 
Einbezug der Parzellen Nrn. Z.1.________, Z.2.________, Z.3.________, 
Z.4.________, Z.5.________ und Z.6.________ einzuleiten; alles unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich gesetzlichem 
Mehrwertsteuerzuschlag, zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 

Die Beschwerdeführer machen zusammengefasst geltend, sie würden über 
keinerlei rechtlich gesicherte Zufahrt zu ihren Grundstücken Nrn. Z.4.________ und 
Z.6.________ mehr verfügen. Dies nachdem die Gemeinde das Fuss- und 
Fahrwegrecht zugunsten der Grundstücke Nrn. Z.4.________ und Z.6.________ 
und zulasten der Parzelle Nr. Z.10.________ im Jahr 2023 enteignet habe. Die 
Erschliessung erfolge heute faktisch über die Grundstücke Nrn. Z.1.________, 
Z.3.________ sowie Z.5.________ und werde nur auf Zusehen hin geduldet. 
Ersteres stehe im Eigentum der Gemeinde Valsot, die restlichen zwei Parzellen 
gehören C.________. Auch das Grundstück Nr. Z.2.________ verfüge über keine 

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rechtlich gesicherte Zufahrt. Im Rahmen eines Quartierplanverfahrens seien 
sämtliche Erschliessungsvarianten in Bezug auf sämtliche Grundstücke im 
Quartierplanperimeter, die über keine rechtliche gesicherte Zufahrt verfügen 
würden, gegeneinander abzuwägen und die zweck- und verhältnismässigste 
Lösung zu wählen. 

D. In ihrer Vernehmlassung vom 26. April 2024 beantragt die Gemeinde 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde unter 
gesetzlicher Kostenfolge. Sie macht geltend, Gegenstand des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens bilde nicht das Gesuch um Einleitung einer üblichen, d.h. 
einer umfassenden Folgeplanung eines Teilgebiets der Gemeinde. Gegenstand des 
Verfahrens bilde vielmehr das Gesuch um Enteignung eines Fuss- und 
Fahrwegrechts zugunsten von Grundstück Nr. Z.4.________; es handle sich somit 
um ein "gewöhnliches" Enteignungsverfahren. Ein Enteignungsverfahren dürfe erst 
dann eingeleitet werden, wenn feststehe, dass eine gütliche Einigung nicht möglich 
sei. Eine Erschliessung von Grundstück Nr. Z.4.________ komme sodann aufgrund 
des Verhältnismässigkeitsprinzips nur über Grundstück Nr. Z.9.________ in Frage 
und könne nicht über die Parzellen Nrn. Z.3.________ und Z.5.________ führen. 
Parzelle Nr. Z.2.________ verfüge überdies bereits über ein Fuss- und 
Fahrwegrecht zulasten der Parzellen Nrn. Z.5.________ und Z.3.________. 

E. In ihrer Replik vom 10. Juni 2024 legen die Beschwerdeführer dar, das Fuss- 
und Fahrwegrecht zugunsten der Parzelle Nr. Z.2.________ sei erst am 
29. Februar 2024 – nach der Einreichung des Gesuches um Einleitung eines 
Quartierplanverfahrens – eingetragen worden. Dies nach Hinweis und Ratschlag 
der Beschwerdegegnerin, welche sich unlauter verhalten würde. Es sei nicht 
nachvollziehbar, warum es für C.________ zumutbar sein soll, den Eigentümern 
von Grundstück Nr. Z.2.________ ein Fuss- und Fahrwegrecht einzuräumen, nicht 
aber den Beschwerdeführern. Seit über 30 Jahren würde die Familie D.________ 
über die jeweiligen Parzellen der Geschwister gehen und fahren. Die von der 
Beschwerdegegnerin beabsichtigte Erschliessung über Grundstück 
Nr. Z.9.________ lasse die Erschliessung von Parzelle Nr. Z.6.________ komplett 
aussen vor. Diese vorgeschlagene Erschliessungsvariante stehe sodann in einem 
offensichtlichen Missverhältnis zur Erschliessungslösung über die Grundstücke 
Nrn. Z.3.________ und Z.5.________.

F. Die Beschwerdegegnerin bringt in ihrer Duplik vom 1. Juli 2024 vor, es treffe 
nicht zu, dass die Gemeinde sich unlauter verhalten würde. Im Gespräch mit der 
Eigentümerin der Grundstücke Nrn. Z.3.________ und Z.5.________ habe sie 
versucht, sowohl zugunsten von Grundstück Nr. Z.2.________ als auch von 

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Nr. Z.4.________ ein Fuss- und Fahrwegrecht zu erwirken. Zugunsten Letzterem 
habe sich jedoch C.________ nicht einverstanden erklärt. Des Weiteren führt sie 
aus, die von den Beschwerdeführern vorgebrachten Argumente seien nicht 
stichhaltig, da das Tatbestandsmerkmal des geringstmöglichen Eigentumseingriffs 
lediglich aus Sicht von C.________ und nicht der Beschwerdeführer zu prüfen sei. 
Im Übrigen hält die Beschwerdegegnerin an ihrer Auffassung fest. 

Erwägungen

1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) beurteilt das Obergericht des 
Kantons Graubünden, auf das die bei Inkrafttreten des neuen GOG (BR 173.000) 
am 1. Januar 2025 hängigen Verfahren des ehemaligen Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden übertragen worden sind (vgl. Art. 122 Abs. 5 GOG), 
Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer 
anderen Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder 
eidgenössischem Recht endgültig sind. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens ist die Verfügung des Gemeindevorstands der Gemeinde Valsot vom 
1. März 2024, mit welcher auf das Gesuch vom 22. Januar 2024 auf Einleitung 
eines Quartierplanverfahrens nicht eingetreten wurde. Diese Verfügung kann weder 
bei einer anderen Instanz angefochten werden noch ist sie endgültig, weshalb das 
angerufene Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit örtlich und 
sachlich zuständig ist (vgl. auch Art. 53 Abs. 2 Satz 2 KRG [BR 801.100]). 

1.2. Zur Beschwerde ist legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung 
hat (vgl. Art. 50 VRG). Die Beschwerdeführer haben den Antrag vom 
22. Januar 2024 gestellt und sind Adressaten der Verfügung vom 1. März 2024. Sie 
sind somit ohne Weiteres zur Beschwerde legitimiert. Auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist folglich einzutreten (vgl. Art. 38 Abs. 1 
und Art. 52 Abs. 1 VRG). 

2. Strittig ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf das 
Gesuch betreffend Einleitung eines Quartierplanverfahrens eingetreten ist und von 
den Beschwerdeführern zunächst den Nachweis des Scheiterns einer 
zivilrechtlichen Lösung für die Regelung der Erschliessung ihrer Parzelle 
Nr. Z.4.________ verlangt hat. 

3. In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob die Grundstücke Nrn. Z.4.________ 
und Z.6.________ genügend erschlossen sind. Sowohl die Beschwerdeführer als 

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auch die Beschwerdegegnerin gehen davon aus, dass dies in Bezug auf die 
hinreichende Zufahrt nicht der Fall ist.

3.1. Gemäss Art. 19 Abs. 1 RPG (SR 700) ist Land erschlossen, wenn die für die 
betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt besteht und die erforderlichen Wasser-, 
Energie- sowie Abwasserleitungen so nahe heranführen, dass ein Anschluss ohne 
erheblichen Aufwand möglich ist (vgl. für den Wohnungsbau auch Art. 4 des 
Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz [WEG, SR 843]). Was als hinreichende 
Zufahrt gilt, hängt von der beanspruchten Nutzung des Grundstücks sowie den 
weiteren Umständen des Einzelfalls ab (BGE 121 I 65 E. 3a; Urteil des 
Bundesgerichts 1C_30/2010 vom 2. November 2010 E. 3.1 m.w.H.). Nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts gehört zu einer hinreichenden Zufahrt nach 
Art. 19 Abs. 1 RPG insbesondere auch das Verbindungsstück von der öffentlich 
zugänglichen Strasse zum Baugrundstück (BGE 121 I 65 E. 3c,116 Ib 159 E. 6b). 
Das Bundesrecht begnügt sich inhaltlich mit Minimalanforderungen, die 
sicherstellen, dass keine Bauten und Anlagen entstehen, die wegen fehlender 
Zufahrten sowie Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen feuer- oder 
gesundheitspolizeiliche Gefahren bieten oder sonstige Interessen gefährden (Urteil 
des Bundesgerichts 1C_627/2019 vom 6. Oktober 2020 E. 6.3). Die einzelnen 
Anforderungen ergeben sich im Detail hauptsächlich erst aus dem kantonalen Recht 
und der kantonalen Gerichts- und Verwaltungspraxis, die sich am 
bundesrechtlichen Rahmen zu orientieren haben (statt vieler: Urteil des 
Bundesgerichts 1C_445/2023 vom 6. September 2024, E. 4.4.1). Die 
Erschliessungsanforderungen im Kanton Graubünden gehen, kommunale 
Regelungen vorbehalten, nicht über das Bundesrecht hinaus (vgl. Art. 72 Abs. 2 und 
Art. 58 Abs. 4 KRG; PVG 2016 Nr. 18 E. 5b). Eine genügende Erschliessung muss 
tatsächlich und rechtlich gewährleistet sein (Urteil des Bundesgerichts 
1C_376/2007 vom 31. März 2007 E. 4.4; JEANNERAT, in: Aemisegger et. al. [Hrsg.], 
Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, 2016, Art. 19 N 35). 

3.2. Zugunsten der Grundstücke Nrn. Z.4.________ und Z.6.________ (beide 
ehemals Grundstück Nr. Z.11.________) und zulasten von Grundstück 
Nr. Z.10.________ bestand ein Fuss- und Fahrwegrecht. Das Grundstück 
Nr. Z.10.________ befindet sich in der Zona per fabricats ed implants publics (Zone 
für öffentliche Bauten und Anlagen) und ist mit der Schulhausanlage überbaut, 
welche in den letzten Jahren erweitert wurde. Mit Schreiben vom 3. November 2023 
(act. C.8) hat die Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 97 Abs. 1 Ziff. 1 und Abs. 2 
KRG für das erwähnte Fuss- und Fahrwegrecht das Enteignungsrecht ausgeübt. 
Zur Begründung führte sie aus, das Fuss- und Fahrwegrecht werde heute nicht 

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benutzt und sei funktional und vor allem aus Sicherheitsgründen nicht (mehr) 
vereinbar mit der erweiterten Schulhausanlage. Hinzuzufügen ist, dass die Zufahrt 
über das Grundstück Nr. Z.10.________ wohl nur zur Bewirtschaftung der 
dahinterliegenden Landwirtschaftsflächen (inkl. Grundstück Nr. Z.6.________) 
begründet bzw. in Anspruch genommen wurde (act. B.1 S. 2 und 6, wo sinngemäss 
ausgeführt wird, dass zur Ermöglichung des Baus eines weiteren Hauses auf dem 
[ehemaligen] Grundstück Nr. Z.11.________ die Zufahrt zu landwirtschaftlichen 
Zwecken von Grundstück Nr. Z.11.________ auf das [ehemalige] Grundstück 
Nr. Z.12.________ verlegt worden sei). Insofern ist fraglich, ob vor der Enteignung 
des Fuss- und Fahrwegrechts über das Grundstück Nr. Z.10.________ überhaupt 
eine genügende Erschliessung für die Grundstücke Nrn. Z.4.________ und 
Z.6.________ im Sinne von Art. 19 RPG bestand. Darauf ist aber nicht näher 
einzugehen. Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die Zufahrt zu Grundstück 
Nr. Z.4.________ heute faktisch über die Grundstücke Nrn. Z.1.________, 
Z.3.________, Z.5.________ erfolgt, aber nicht mit einer Dienstbarkeit abgesichert 
ist (act. A.1 Rz. 5 und A.2 Ziff. 3 S. 2). Somit ist erstellt, dass vorliegend nur in 
tatsächlicher, nicht aber in rechtlicher Hinsicht eine genügende (Fein-
)Erschliessung gewährleistet ist und somit keine hinreichende Zufahrt gemäss den 
bundesrechtlichen Anforderungen besteht. 

4. Nachfolgend ist somit zu prüfen, wer und mit welchen Instrumenten die 
Erschliessung durchzuführen hat. 

4.1. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Beschwerdegegnerin habe zur 
Behebung der mangelhaften Erschliessung ein Quartierplanverfahren 
durchzuführen und im Rahmen dessen sämtliche Erschliessungsvarianten in Bezug 
auf sämtliche Grundstücke im Quartierplanperimeter, die über keine rechtlich 
gesicherte Zufahrt verfügen würden, gegeneinander abzuwägen und die zweck- 
und verhältnismässigste Lösung zu wählen. Das reine Abstellen auf die Länge der 
Zufahrt (4.5 m über Grundstück Nr. Z.9.________, 28 m über die Grundstücke 
Nrn. Z.1.________, Z.3.________ und Z.5.________), wie von der 
Beschwerdegegnerin befürwortet, greife viel zu kurz. Die Erschliessung über das 
Grundstück Nr. Z.9.________ erfordere das Durchbrechen einer Betonmauer, 
einen massiven Eingriff im Garten der Beschwerdeführer sowie das Aufgeben eines 
Besucherparkplatzes. Sie sei sodann mit einer Wertverminderung des Grundstücks 
der Beschwerdeführer und mit erheblichen Kosten verbunden. Es bestünden 
Sicherheitsbedenken. Zu berücksichtigen sei sodann, dass die Erschliessung über 
die Grundstücke Nrn. Z.1.________, Z.3.________ und Z.5.________ schon 
vollständig erstellt sei.

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4.2. Die Beschwerdegegnerin führt aus, Gegenstand des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens bilde nicht das Gesuch um Einleitung einer üblichen, d.h. 
einer umfassenden Folgeplanung eines Teilgebiets der Gemeinde. Gegenstand des 
vorliegenden Verfahrens bilde vielmehr das Gesuch um Enteignung eines Fuss- 
und Fahrwegrechts zugunsten von Grundstück Nr. Z.4.________ in Form eines 
Quartier- bzw. Landumlegungsverfahrens, somit ein "gewöhnliches" 
Enteignungsverfahren. Dieses dürfe jedoch noch nicht eingeleitet werden, weil die 
Beschwerdeführer nicht nachgewiesen hätten, dass die übrigen Miteigentümer von 
Parzelle Nr.  Z.9.________ ihnen die Erschliessung über Parzelle Nr. Z.9.________ 
nicht gestatten würden. Die Beschwerdegegnerin stützt sich dabei auf Art. 36 Abs. 3 
BV und Art. 2 Abs. 1 KEntG (BR 803.100) analog. Bei diesem Verfahren sei das 
Planungsermessen der Gemeinde aufgrund der massgeblichen 
enteignungsrechtlichen Grundsätze, insbesondere der Eigentumsgarantie, stark 
eingeschränkt. Dies habe auch zur Folge, dass nicht alle möglichen 
Erschliessungsvarianten gegeneinander abgewogen werden müssten. Eine 
Erschliessung von Grundstück Nr. Z.4.________ komme sodann aufgrund des 
Verhältnismässigkeitsprinzips nur über das Grundstück Nr. Z.9.________ in Frage 
und könne nicht über die Parzellen Nrn. Z.3.________ und Z.5.________ führen.

4.3. Die Verpflichtung zur Planung und Durchführung der Erschliessung der in 
ihren Baugebieten gelegenen (Bau-)Grundstücken trifft die Gemeinden (Art. 19 
Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 58 Abs. 1 KRG und Art. 60 Abs. 1 KRG, vgl. auch Art. 2 
Abs. 1 RPG und JEANNERAT, a.a.O., Art. 19 N 54). Das Land für die 
Erschliessungsanlagen ist vorzugsweise mit planerischen und baupolizeilichen 
Mitteln sicherzustellen, womit einer allfälligen Wegnot in erster Linie auch mit den 
aus dem öffentlichen Recht stammenden Instrumenten – und nicht etwa mit dem 
Bundesprivatrecht nach Art. 694 ff. ZGB – zu begegnen ist (PVG 2016 Nr. 18 E. 2a, 
PVG 2002 Nr. 29 E. 3a m.w.H., vgl. ferner Urteil des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden R 19 64 vom 5. Januar 2021 E. 3.5). Auch die ständige 
bundesgerichtliche Rechtsprechung verweist den Grundeigentümer zur Behebung 
von Erschliessungsmängeln in erster Linie auf die öffentlich-rechtlichen 
Rechtsinstitute; solange mit öffentlich-rechtlichen Mitteln eine angemessene 
Erschliessung erreicht werden kann, besteht keine Wegnot (BGE 136 III 130 
E. 3.3.1, 121 I 65 E. 4a f., 120 I 185 E. 2c). Das öffentliche Interesse an der 
Erschliessung von Bauland hängt nicht von einer Mindestzahl von Einzelinteressen 
ab. Vielmehr liegt die Erschliessung eingezonten Baulandes ungeachtet der Anzahl 
von Grundeigentümern, die von der betreffenden raumplanerischen Massnahme 
profitieren, im öffentlichen Interesse (Urteile des Bundesgerichts 1C_375/2011 vom 
28. Dezember 2011 E. 3.2.2 und 1P.469/2004 vom 30. November 2004 E. 3.2; 

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bzgl. der Errichtung einer Dienstbarkeit zwecks Erschliessung eines einzelnen 
Grundstückes siehe Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 
R 18 47 vom 1. Dezember 2020 E. 2.3.3 und dazu ergangenes Urteil des 
Bundesgericht 1C_129/2021 vom 9. Februar 2022 E. 5.4; vgl. ferner bzgl. der 
Bereinigung einer einzigen Dienstbarkeit im Quartierplanverfahren R 11 103 vom 
9. Oktober 2021 E. 2d und dazu ergangenes Urteil des Bundesgerichts 1C_65/2013 
vom 26. Juni 2013 E. 7.1). 

4.4. Zu berücksichtigen ist, dass auch bei der Erschliessungsplanung – wie in 
weiten Bereichen der Raumplanung und des Bauwesens – die Gemeinden im 
Rahmen des übergeordneten Rechts (Art. 22 Abs. 3 KRG) über Autonomie bzw. 
relativ weitgehende Entscheidungsfreiheit verfügen (Art. 22 Abs. 1 und 2 KRG; 
Art. 2 Abs. 3 RPG; vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_532/2015 vom 
26. Januar 2016 E. 2.4 m.w.H; statt vieler: Urteil des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden R 22 10 E. 2.2 m.w.H.). Im Rahmen ihres 
Handlungsspielraumes haben die Gemeinden eine Abwägung der massgeblichen 
öffentlichen und privaten Interessen durchzuführen (Art. 3 RPV [SR 700.1]), wozu 
auch die Planungsziele und -grundsätze gemäss Art. 1 und 3 RPG gehören (Urteil 
des Bundesgerichts 1C_361/2008 vom 27. April 2009 E. 3.1.3; JEANNERAT, a.a.O., 
Art. 19 N 56). Auch die Prüfung von Alternativen und Varianten ist Teil einer 
umfassenden Interessenabwägung (Urteil des Bundesgerichts 1C_501/2018 vom 
15. Mai 2019 E. 6.3 m.w.H.; vgl. auch Art. 2 Abs. 1 lit. b RPV).

4.5. Im Kanton Graubünden stehen den Gemeinden zur Erfüllung der 
Erschliessungspflicht verschiedene öffentlich-rechtliche Planungsmittel zur 
Verfügung. Dies kann zum einen auf Stufe Grundordnung im Rahmen des 
Generellen Erschliessungsplans (Art. 45 KRG) geschehen, wobei die Gemeinden 
die Rechtsfolgen der einzelnen Festlegungen, soweit sich diese nicht aus dem 
kantonalen Recht ergeben, zu regeln haben (Art. 45 Abs. 3 Satz 2 KRG). Zum 
anderen kann die Gemeinde die Erschliessung durch das Ordnungsinstrument der 
Quartierplanung und zwar im Rahmen der Grundordnung regeln (Art. 51 ff. KRG). 
Im Rahmen der Quartierplanung können auch beschränkte dingliche Rechte, 
Vormerkungen und Anmerkungen bereinigt werden; in diesem Fall kommen die 
Bestimmungen über die Landumlegung sinngemäss zur Anwendung (Art. 51 Abs. 3 
KRG). Ist die Umlegung von Grundstücken oder die Änderung von 
Parzellengrenzen erforderlich, werden Landumlegungen oder Grenzbereinigungen 
durchgeführt (vgl. Art. 65 Abs. 1 und Abs. 2 KRG). Die Gemeinden können auf 
kommunaler Ebene auch ein sog. öffentlich-rechtliches Notwegrecht vorsehen. 
Dabei handelt es sich um ein subsidiäres Planungsmittel, mit welchem eine 

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Gemeinde eine unzureichende Erschliessung einer gefangenen Bauparzelle 
einfacher, rascher, vernünftiger und kostengünstiger beheben kann (zum Ganzen: 
PVG 2016 Nr. 18 E. 2c a.E. mit Hinweis auf PVG 2002 Nr. 29 E. 3; vgl. auch Urteil 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 19 64 vom 5. Januar 2021 
E. 3.5 ff.; zur Subsidiarität eines öffentlich-rechtlichen Notwegrechts siehe 
insbesondere BGE 121 I 65 E. 5b und d sowie Urteil des Bundesgerichts 
1C_273/2014 vom 13. November 2014 E. 4.1). 

4.6. Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin, wonach Gegenstand des 
vorliegenden Beschwerdeverfahrens nicht das Gesuch um Einleitung einer üblichen 
Folgeplanung eines Teilgebiets der Gemeinde sei, sondern das Gesuch um 
Enteignung eines Fuss- und Fahrwegrechts zugunsten der Parzelle 
Nr. Z.4.________ in Form eines Quartierplan-/Landumlegungsverfahrens, weshalb 
das Planungsermessen der Gemeinde aufgrund der massgeblichen 
enteignungsrechtlichen Grundsätze stark eingeschränkt sei, treffen so nicht zu. 
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist das Gesuch bzw. der 
Nichteintretensentscheid der Beschwerdegegnerin auf das Gesuch um Einleitung 
eines Quartierplanverfahrens. Nach dem in E. 4.3 ff. Gesagten hätte die Gemeinde 
anstatt auf das Gesuch nicht einzutreten eine Abwägung unter den verschiedenen 
(raumplanerischen) Erschliessungsinstrumenten und -varianten vornehmen und 
diejenige Lösung wählen müssen, die unter Berücksichtigung aller Umstände den 
Verhältnissen am besten Rechnung trägt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
1C_30/2010 vom 2. November 2010 E. 3.1 mit Hinweis). Wenn sie dabei zum 
Schluss kommt, dass das Quartierplanverfahren nicht das geeignetste Instrument 
ist, so wäre das Gesuch abzuweisen und die Erschliessung anderweitig 
sicherzustellen. Im Übrigen sind bei der durchzuführenden Interessenabwägung 
nebst den privaten Interessen aller betroffenen Grundstückeigentümer (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 1C_303/2011 vom 6. Oktober 2011 E. 3.5.2) vor allem auch die 
erwähnten Planungsziele und -grundsätze zu berücksichtigen, wie insbesondere 
der Grundsatz der haushälterischen Nutzung des Bodens (Art. 75 BV und Art. 8a 
Abs. 1 lit. b RPG, vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 1C_201/2009 vom 
26. August 2009 E. 2 ff.). Des Weiteren sind Aspekte der Verkehrssicherheit aller 
Benutzer (Fussgänger, Personenwagen, öffentliche Dienste etc.) einzubeziehen. Im 
Blick zu behalten sind dabei auch die sich aus der laufenden Ortsplanungsrevision 
ergebenden Änderungen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf das Grundstück 
Nr. Z.6.________, dessen Zuweisung zur Landwirtschaftszone vorgesehen ist (vgl. 
die am 31. Januar 2023 veröffentlichten [Beschwerde-]Auflageakten unter 
<https://www.valsot.ch/de/verwaltung/aktuelles.html/121/news/486/news 
archive/1> [besucht am 31. Oktober 2025]). 

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5. Zusammenfassend erhellt, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht nicht 
auf das Gesuch der Beschwerdeführer um Einleitung eines Quartierplanverfahrens 
eingetreten ist und das Eintreten vom Nachweis des Scheiterns privatrechtlicher 
Bemühungen zur Erschliessung ihrer Grundstücke abhängig macht. Mit diesem 
Vorgehen kommt die Beschwerdegegnerin ihrer Erschliessungspflicht nicht nach. 
Zwar ist es nicht ausgeschlossen, dass die Sicherstellung einer hinreichenden 
Zufahrt anhand einer privaten Vereinbarung erfolgt (BGE 121 I 65 E. 4a). In erster 
Linie sind allerdings die öffentlich-rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen. Daran 
ändert nichts, dass – aufgrund des während des laufenden Verfahrens 
eingetragenen Fuss- und Fahrwegrechtes zugunsten der Parzelle 
Nr. Z.2.________ – lediglich die Grundstücke Nr. Z.4.________ und allenfalls Nr. 
Z.6.________ über keinen rechtlich gesicherten Zugang verfügen. Die Beschwerde 
ist somit gutzuheissen, die angefochtene Verfügung der Gemeinde Valsot vom 
1. März 2024 aufzuheben und die Angelegenheit zur neuen Entscheidung, 
insbesondere betreffend Art und Weise der Durchführung der Erschliessung der 
betroffenen Grundstücke, an die Gemeinde zurückzuweisen. 

6.1. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die Kosten 
zu tragen (Art. 73 Abs. 1 KRG). Vorliegend ist die Staatsgebühr im Sinne von Art. 75 
Abs. 1 lit. a VRG auf CHF 3'000.00 festzusetzen. Sie ist zusammen mit den 
Kanzleiauslagen dem Ausgang des Verfahrens entsprechend der 
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

6.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG ist die unterliegende Partei in der Regel zu 
verpflichten, der obsiegenden Partei die durch den Rechtsstreit verursachten 
notwendigen Kosten zu ersetzen. Die urteilende Instanz setzt die 
Parteientschädigung nach Ermessen fest (Art. 2 Abs. 1 HV [BR 310.250]) und geht 
grundsätzlich von der eingereichten Honorarnote aus (vgl. Art. 2 Abs. 2 HV). Bei 
Einreichung einer Honorarvereinbarung (vgl. Art. 4 Abs. 1 HV) wird der vereinbarte 
Stundenansatz, maximal aber CHF 270.00 (vgl. Art. 3 Abs. 1 HV), berücksichtigt. 

6.3 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer hat mit Schreiben vom 
8. Juli 2024 eine Honorarnote über total CHF 6'954.30 eingereicht. Von den 
Personen, welche am Fall gearbeitet haben, ist jeweils nur ein Kürzel angegeben. 
Das Gericht hat – anhand der auf der Webseite der Anwaltskanzlei aufgeführten 
Mitarbeitenden (<https://www.ganzonipedretti.ch/team/>, [besucht am 31. Oktober 
2025]) – die Angaben in der Honorarnote wie folgt rekonstruiert:

Honorar nach Zeitaufwand CHF 6'245.80, davon: 

SR (RA S. Rothwangl) CHF 3'675.00 (12 h 15 Min. à CHF 300.00)

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RG (RA R. Ganzoni) CHF 2'133.30 (6 h 40 Min. à CHF 320.00)

F.________ (Assistentin F.________)CHF 362.50 (2 h 25 Min. à CHF 150.00)

G.________ (Assistentin G.________) CHF 75.00 (30 Min. à 
CHF 150.00) 

Barauslagen und Spesen (3 %) CHF 187.40 

MWST (8.1 %) CHF 521.10

Total CHF 6'954.30

In der Honorarvereinbarung vom 9. April 2024 wurde keine Verrechnung von 
Sekretariatsarbeiten zu einem eigenen Stundenansatz geregelt. 

6.4. Die eingereichte Honorarnote muss für die Festsetzung der 
Parteientschädigung korrigiert werden. Übliche (delegierbare) Sekretariatsarbeiten 
gelten als mit dem Anwaltstarif mitabgegolten und sind nicht separat zu 
entschädigen (Urteile des Obergerichts des Kantons Graubünden VR3 21 35 vom 
28. August 2025 E. 12.3 m.w.H. und VR3 24 80 vom 16. September 2025 
E. 10.2.3). Der in der Honorarnote aufgeführte Aufwand von 2 h 55 Min. der 
Mitarbeitenden "F.________" und "G.________" (CHF 362.50 + CHF 75.00) ist 
entsprechend zu streichen. Das in der eingereichten Honorarvereinbarung 
abgemachte Honorar pro Stunde in der Höhe von CHF 320.00 ist sodann auf 
CHF 270.00 zu kürzen. Im Übrigen erweist sich der geltend gemachte Aufwand als 
angemessen. Die Honorarnote wird nach dem Gesagten wie folgt angepasst: 
Honoraraufwand von 18 h 55 Min. à CHF 270.00 (CHF 5'107.50), 
Kleinspesenpauschale von 3 % (CHF 153.20) und 8.1 % MWST (CHF 426.10). 
Folglich hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführer aussergerichtlich mit 
CHF 5'686.80 zu entschädigen. 

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die Verfügung der Gemeinde Valsot vom 
1. März 2024 aufgehoben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen 
zur neuen Entscheidung an die Gemeinde zurückgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 3'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 296.00

Total CHF 3'296.00

gehen zulasten der Gemeinde Valsot.

3. Die Gemeinde Valsot hat A.________ und B.________ aussergerichtlich mit 
CHF 5'686.80 zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]