# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c90bcf7-5db3-50fd-a3db-ffea3aca63d8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.05.2015 725 14 318 / 128 (725 2014 318 / 128)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-14-318---128_2015-05-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 22. Mai 2015 (725 14 318 / 128) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Zeitpunkt des Status quo sine bei einer Diskushernie mit degenerativem Vorzustand  

 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin i.V. Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dieter Roth, Advokat, 
Zeughausplatz 34, Postfach 375, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 Basler Versicherungen AG, Aeschengraben 21, Postfach, 
4002 Basel, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, 
Advokat, Güterstrasse 106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A.  Die 1979 geborene A.____ arbeitete zuletzt als Reinigungskraft in einem Privathaus-
halt sowie im Kurhotel B.____. In dieser Eigenschaft war sie bei der Basler Versicherungen AG 
(Basler) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 
20. September 2013 rutschte A.____ beim Putzen auf einer Treppe aus, glitt einige Stufen nach 
unten und fiel auf den Rücken bzw. das Gesäss. Im Bericht des Spitals C.____ vom 25. Sep-
tember 2013 wurden eine Sacrumkontusion (Steissbeinprellung) sowie eine Diskushernie als 

 

 
 
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vorbestehendes, unfallfremdes Leiden diagnostiziert. Die Basler gewährte in der Folge die ge-
setzlichen Leistungen (Taggelder und Heilungskosten). Nach Abklärung der gesundheitlichen 
Verhältnisse stellte sie mit Verfügung vom 13. Februar 2014 die gesetzlichen Leistungen per 
20. März 2014 ein. Zur Begründung führte sie an, dass die Rückenbeschwerden sechs Monate 
nach dem Unfall nicht mehr kausal auf das Ereignis vom 20. September 2013 zurückzuführen 
seien. Es sei der Status quo sine eingetreten. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache 
wies die Basler mit Einspracheentscheid vom 8. September 2014 ab.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Dieter Roth, am 
9. Oktober 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, in Aufhebung des angefochtenen Ein-
spracheentscheides vom 8. September 2014 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr 
weiterhin die gesetzlichen Leistungen auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtli-
cher Hinsicht beantragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung mit Advokat 
Roth als unentgeltlichem Rechtsvertreter. Ferner ersuchte sie um eine angemessene Nachfrist 
zur einlässlichen Begründung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen 
aus, dass die Einstellung der Taggelder willkürlich sei und nicht ihrem nach wie vor bestehen-
den Leiden entspräche. So habe sie bereits am 15. Februar 2013 einen Unfall, namentlich ei-
nen Sturz aufs Gesäss, erlitten, wobei sie sich eine Becken- und LWS-Kontusion zuzog. Es 
wurde ihr eine Physiotherapie verschrieben, aber weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit ange-
nommen, weshalb auch keine UVG-Unfallmeldung erstellt wurde. Da sie in der Folge weitere 
Beschwerden zu beklagen hatte, wurde ein MRI erstellt, welches eine Diskushernie L4/L5 mit 
Kontakt zur Nervenwurzel L5 links ergab. Sofern das vorbestehende Leiden etwas mit dem 
heute noch bestehenden Beschwerdebild zu tun habe, gehe jenes auf den Unfall vom 15. Feb-
ruar 2013 zurück, welcher ebenfalls von der Basler abzudecken sei. Überdies habe sich ihr Ge-
sundheitszustand seit dem Unfallereignis vom 20. September 2013 erheblich verschlimmert.  
 
C. Mit Schreiben vom 5. November 2014 gewährte das Kantonsgericht eine peremptori-
sche Nachfrist zur einlässlichen Beschwerdebegründung bis zum 25. November 2014. 
 
D. Am 25. November 2014 reichte die Beschwerdeführerin eine ergänzende Beschwer-
debegründung ein, wobei sie im Wesentlichen an ihren Anträgen festhielt. Ergänzend liess sie 
vorbringen, dass aufgrund der Verschlimmerung ihres Gesundheitszustandes nicht klar sei, 
welche Diagnosen letztlich zu stellen seien, womit auch keine klare Aussage bezüglich der Un-
fallkausalität möglich sei. Aufgrund der komplexen medizinischen Diagnostik sei ein unabhängi-
ges fachmedizinisches Gutachten zu erstellen, welches sich darüber ausspreche, ob die aktuel-
len Beschwerden auf das Unfallereignis vom 20. September 2013 oder allenfalls auf das Ereig-
nis vom 15. Februar 2013 zurückzuführen seien.  
 
E. In ihrer Vernehmlassung vom 15. Dezember 2014 beantragte die Basler, vertreten 
durch Advokat Andrea Tarnutzer-Muench, die Abweisung der Beschwerde. Es wurde im We-
sentlichen festgehalten, dass es sich, entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin, beim 
Ereignis vom 20. September 2013 nicht um einen Rückfall bezüglich des Sturzes vom 15. Feb-
ruar 2013, sondern um einen eigenständigen Unfall handle. Überdies sei es der Beschwerde-

 

 
 
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führerin nicht gelungen das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem 
Unfall vom 15. Februar 2013 und dem neuen Beschwerdebild nachzuweisen, weshalb sie für 
diesen auch nicht aufzukommen habe. Bezüglich des Ereignisses vom 20. September 2013 
hielt sie weiterhin an ihrem Standpunkt fest, dass der Status quo sine eingetreten sei.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in D.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 9. Oktober 2014 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin über den 20. März 
2014 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat.  
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80% des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre-
chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am drit-
ten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, 
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG 
gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfal-
les zu mindestens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenver-
sicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 

 

 
 
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3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam-
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, 
das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre-
tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen ei-
nem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung 
oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin-
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leis-
tungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natür-
liche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo si-
ne), erreicht ist (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis 
[RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso 
wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 
kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nun-
mehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hier-
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der 
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei 
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (Sozialversicherungsrecht – Recht-
sprechung [SVR] 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 
S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammen-
hangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig 
geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesund-
heitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Ent-
scheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeu-

 

 
 
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tung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 
8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
3.4 Zusätzlich zu diesen allgemeinen Grundsätzen, die im Zusammenhang mit der Fest-
stellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin zu beachten sind, gilt es bei 
der Beurteilung der Unfallkausalität von Diskushernien der medizinischen Erfahrungstatsache 
Rechnung zu tragen, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandschei-
benveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen 
Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann 
eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere sowie 
geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Dis-
kushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfä-
higkeit aufgetreten sind (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juli 2012, 8C_151/2012, E. 4 mit 
weiteren Hinweisen). Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur 
aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das 
unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach 
derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei post-
traumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden, 
wogegen eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein 
und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimme-
rung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel 
nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrach-
ten (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 8C_681/2011, E. 3.3 mit weiteren Hinwei-
sen). 
 
4.1 Zunächst gilt es die Frage zu klären, welches Unfallereignis vorliegend zu prüfen ist. 
Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin macht die Beschwerdeführerin bezüglich 
des Ereignisses vom 20. September 2013 nicht einen Rückfall, sondern vielmehr geltend, dass 
beide Unfälle in gesundheitlicher Hinsicht zu berücksichtigen seien. Aus der medizinischen Ak-
tenlage geht unbestrittenermassen hervor, dass im damaligen Zeitpunkt, am 15. Februar 2013, 
ein Unfallereignis stattgefunden hat. Wie die Beschwerdeführerin aber selbst eingesteht, erfolg-
te diesbezüglich nie eine Unfallmeldung, da sie trotz verschriebener Physiotherapie mit mobili-
sierender und stabilisierender Rückengymnastik stets voll arbeitsfähig war (vgl. hierzu Be-
schwerdebeilage Nr. 2). Alsdann ist ohnehin zu berücksichtigen, dass die Basler mangels er-
folgter Unfallmeldung der dem angefochtenen Einspracheentscheid vorangehenden Verfügung 
vom 13. Februar 2014 zufolge ihre Leistungspflicht ab 20. März 2014 nur in Bezug auf das Un-
fallereignis vom 20. September 2013 abgelehnt hat. Es ist der Beschwerdeführerin unbenom-
men, auch im heutigen Zeitpunkt noch Gesundheitsbeeinträchtigungen geltend zu machen, die 
einen Bezug zum damaligen Unfallereignis aufweisen. Wie die Beschwerdegegnerin in diesem 
Zusammenhang aber zutreffend ausführt, obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen 
eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild, vorliegend der 
Diskushernie, und dem Unfall mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Diesen Nachweis hat die Beschwerdeführe-
rin aber nicht erbracht.  

 

 
 
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4.2 Im Sinne eines Zwischenergebnisses kann demnach festgehalten werden, dass Streit-
gegenstand des vorliegenden Verfahrens einzig die Frage nach allfälligen Folgen des Ereignis-
ses vom 20. September 2013 ist. Diesbezüglich ist im Folgenden zu prüfen, ob die Beschwer-
degegnerin einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den über den 20. März 2014 
hinaus bestehenden gesundheitlichen Beschwerden zu Recht verneinte.  
 
5.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im 
Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewie-
sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. 
E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechen-
den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi-
zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach ent-
scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin o-
der des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
alleine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
6.1 Zur Beurteilung der strittigen Frage sind im Wesentlichen folgende medizinischen Un-
terlagen von Bedeutung: 
 

 

 
 
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6.2 Mit Bericht vom 13. September 2013 stellte Dr. med. E.____, FMH Radiologie, Spital 
C.____, anlässlich einer MRI-Untersuchung eine ganz kleine, posterolateral gelegene Dis-
kushernie L4/L5 mit Kontakt zur Nervenwurzel L5 links fest. 
 
6.3 Im Bericht vom 25. September 2013 stellte das Spital C.____, wo die Versicherte nach 
dem Unfallereignis vom 20. September 2013 stationär behandelt worden war, die Diagnose 
einer Sakrumkontusion sowie einer Diskushernie L4/L5 mit möglicher Nervenwurzelläsion L5 
links. Es habe eine mögliche Sensibilitätseinschränkung im Bereich des Dermatoms bestanden. 
Die übrige neurologische Untersuchung sowie der allgemein internistische Staus seien alters-
entsprechend unauffällig ausgefallen. Im konventionellen Röntgenbild der Lendenwirbelsäule 
hätten keine Anhaltspunkte für eine frische posttraumatische ossäre Läsion erkannt werden 
können. Bei vorbestehender Diskushernie L4/L5 sei ein MRI der Lendenwirbelsäule veranlasst 
worden, welches im Vergleich zur Aufnahme vor dem Unfall vom 13. September 2013 einen 
unveränderten Befund gezeigt habe. Aktuell bestehe keine Operationsindikation. Durch eine 
Erhöhung der analgetischen Therapie und Verordnung von Physiotherapie sei es rasch zu einer 
Regredienz der Beschwerden gekommen, sodass die Patientin am 24. September 2013 in 
deutlich gebessertem Allgemeinzustand nach Hause hätte entlassen werden können. Es sei ein 
Ausschleichen der Analgesie nach Massgabe der Schmerzen sowie eine ambulante Physiothe-
rapie zu empfehlen, wobei der Versicherten vorerst eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis und 
mit 27. September 2013 attestiert werde.  
 
6.4 Am 13. November 2013 diagnostizierte Dr. med. F.____, FMH Physikalische Medizin 
und Rehabilitation, Spital C.____, einen Status nach Sacrumkontusion nach Sturz am 19. Sep-
tember 2013 (recte: 20. September 2013) bei persistierenden Schmerzen gluteal und sakral 
sowie eine durch das Sturzereignis symptomatische Diskushernie L4/L5 linksseitig posterolate-
ral, rezessal mit möglicher Wurzelreizung L5 linksseitig ohne sensomotorisches Defizit. Aktuell 
zeige sich ein deutlich positions- und belastungsabhängiger Beinschmerz linksseitig, möglich-
erweise im Sinne einer radikulären Reizsymptomatik der Wurzel L5 bei kleiner posterolateral 
gelegener Diskushernie L4/L5, die wohl durch das Sturzereignis symptomatisch geworden sei. 
Da die Physiotherapie aufgrund der starken Schmerzsymptomatik abgebrochen worden sei, sei 
sie im Kantonsspital selbst weiterzuführen. Trete bis zur Verlaufskontrolle im Dezember 2013 
keine Besserung der Schmerzen ein, sei eine interventionelle Schmerztherapie in Erwägung zu 
ziehen.  
 
6.5 Anlässlich der Nachkontrolle hielt Dr. F.____ mit Bericht vom 17. Dezember 2013 fest, 
dass die Patientin die Physiotherapie zwischenzeitlich fortgesetzt, die Schmerzsymptomatik 
sich aber nicht wesentlich verändert habe. Es sei eine gemeinsame Wirbelsäulensprechstunde 
mit dem Spital G.____ geplant, im Rahmen derer eine Indikation einer Test-Infiltration bzw. eine 
Epiduralinfiltration zu diskutieren sei. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100% als 
Angestellte im Reinigungsdienst.  
 
6.6 Am 28. Januar 2014 führte Dr. F.____ aus, dass die Durchführung einer Epidural-
Infiltration L4/L5 angezeigt sei. Danach sei erneut eine klinische Nachkontrolle durchzuführen. 
 

 

 
 
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6.7 Gemäss der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. H.____, FMH Allgemeine Innere 
Medizin, vom 29. Januar 2014 sei aktenkundig, dass es sich bei der Diskushernie L4/L5 um ein 
vorbestehendes, unfallfremdes Leiden handle. Der Unfall habe zwar zu einer vorübergehenden 
Verschlimmerung geführt, die aber nicht richtunggebend sei. Bei vorbestehenden degenerati-
ven Veränderungen sei demnach davon auszugehen, dass der status quo sine sechs Monate 
ab Ereignisdatum, mithin am 19. März 2014, erreicht sei.  
 
7.1 Durch die in den medizinischen Akten mit Bericht vom 13. September 2013 dokumen-
tierte MRI-Untersuchung ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Unfalls am 
20. September 2013 bereits degenerative Veränderungen der Wirbelsäule aufgewiesen hat. So 
bestand schon zuvor eine posterolateral gelegene Diskushernie L4/L5 mit Kontakt zur Nerven-
wurzel L5, wie sie auch dem Bericht des Spitals C.____ vom 25. September 2013 im Anschluss 
an das Unfallereignis zu entnehmen ist. Nichts anderes geht aus den weiteren Berichten des 
Spitals C.____ hervor (vgl. z.B. Bericht des Spitals C.____ vom 13. November 2013 und vom 
17. Dezember 2013). Dass es sich bei der Diskushernie hinsichtlich des Ereignisses vom 
20. September 2013 um ein vorbestehendes Leiden handelt, wird von der Beschwerdeführerin 
zu Recht auch nicht bestritten. Indessen macht sie vielmehr sinngemäss geltend, die ihrer Auf-
fassung nach auf das erste Unfallereignis vom 15. Februar 2013 zurückzuführende Diskusher-
nie habe durch das versicherte Ereignis vom 20. September 2013 eine richtunggebende Ver-
schlimmerung erfahren. Sie führt diesbezüglich insbesondere aus, dass sich ihr Gesundheits-
zustand seit dem Unfallereignis erheblich verschlimmert habe. Sie sei deswegen mehrfach im 
Spital C.____ in ärztlicher Behandlung gewesen. Die entsprechenden medizinischen Berichte 
würden noch nachgereicht. Insofern sei auch nicht klar, welche Diagnosen letztlich zu stellen 
seien, womit auch keine Aussage bezüglich der Unfallkausalität gemacht werden könne.  
 
7.2 Aus der medizinischen Aktenlage geht deutlich hervor, dass sich die Beschwerdeführe-
rin durch das Unfallereignis vom 20. September 2013 keine strukturell nachweisbaren Verlet-
zungen zugezogen hat. Dies ergibt sich insbesondere aus dem Bericht des Spitals C.____ vom 
25. September 2013, wonach im Röntgenbild der Lendenwirbelsäule keine frischen posttrauma-
tischen ossären Läsionen erkannt und im Vergleich zur vor dem Unfall erstellten MRI-
Bildgebung ein unveränderter Befund festgestellt wurde. Als Diagnose, welche auf das Unfall-
ereignis vom 20. September 2013 zurückzuführen ist, wird, wie auch gemäss Unfallmeldung 
UVG vom 24. September 2013, ausschliesslich eine Sacrumkontusion erhoben. Diese war 
aber, wie sich dem Bericht von Dr. F.____ vom 13. November 2013 entnehmen lässt, bereits 
zwei Monate nach dem Unfallereignis abgeklungen. Gestützt auf die genannten Berichte sowie 
die kreisärztliche Beurteilung vom 29. Januar 2014 von Dr. G.____ ist demnach davon auszu-
gehen, dass eine unfallbedingte, zusätzliche strukturelle Schädigung der LWS vorliegend aus-
geschlossen werden kann. Wie die Beschwerdegegnerin sodann zutreffend ausführt, lässt sich 
dem Bericht des Kantonsspitals Baselland vom 10. Februar 2014 entnehmen, dass die von der 
Beschwerdeführerin weiterhin beklagten Schmerzen ausschliesslich auf die vorbestehende Dis-
kushernie, namentlich die Reizsymptomatik der Wurzel L5, zurückzuführen sind (vgl. Bericht 
des Spitals C.____ vom 10. Februar 2014, SUVA-Akte Nr. 16). Wie eingangs ausgeführt, kann 
nach der vom Bundesgericht anerkannten medizinischen Erfahrungstatsache bei einer durch 
das Unfallereignis bloss vorübergehenden Aktivierung einer vorbestehenden Diskushernie – bei 

 

 
 
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Fehlen unfallbedingter Wirbelkörperfrakturen oder strukturellen Läsionen an der Wirbelsäule – 
das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien 
nach drei bis vier Monaten erwartet werden. Eine traumatische Verschlimmerung ist in der Re-
gel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu be-
trachten. Eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung muss ausserdem röntgenologisch 
ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben (vgl. E. 3.4 hiervor). 
Eine solche sich von der altersüblichen Progression abhebende richtunggebende Verschlimme-
rung ist vorliegend aber nicht ausgewiesen. Die Würdigung der medizinischen Unterlagen lässt 
bei degenerativem Vorzustand und Fehlen von unfallbedingten strukturellen Läsionen vielmehr 
den Schluss zu, dass die Diskushernie im Sinne dieser medizinischen Erfahrungstatsache 
durch den Unfall vom 20. September 2013 bloss aktiviert, nicht aber verursacht worden ist. Dies 
wird in der kreisärztlichen Beurteilung vom 29. Januar 2014 in Übereinstimmung mit den vor-
handen medizinischen Berichten schlüssig und nachvollziehbar dargelegt. Damit besteht vorlie-
gend kein Anlass, von dieser medizinischen Erfahrungstatsache abzuweichen. 
 
7.3 Auch besteht vorliegend kein Anlass, in grundsätzlicher Hinsicht an der Richtigkeit der 
Feststellungen des Kreisarztes Dr. H.____ sowie der übrigen involvierten Fachärzte zu zwei-
feln. Rechtsprechungsgemäss können Berichte versicherungsinterner Ärzte soweit berücksich-
tigt werden, als keine – auch nur geringe – Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen 
bestehen (vgl. BGE 135 V 471 E. 4.7). Wie bereits dargelegt, ist die in den weitgehend überein-
stimmenden medizinischen Berichten vorgenommene Schlussfolgerung einer traumatisch aus-
gelösten Diskushernie im Rahmen eines degenerativen Vorzustandes einleuchtend und über-
zeugend. Dies gilt umso mehr, als dass die Beschwerdeführerin nichts vorbringt, was diese 
Schlussfolgerungen vorliegend in Zweifel zu ziehen vermag. Die in der Beschwerdebegründung 
angekündigten Berichte, die namentlich die postulierte Verschlimmerung des Gesundheitszu-
standes belegen sollen, wurden nicht nachgereicht. Auch sonst sind keine Anhaltspunkte er-
sichtlich, welche die kreis- und fachärztlichen Beurteilungen in Frage stellen würden. Die von 
der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten medizinischen Berichte beziehen sich auf das Un-
fallereignis vom 15. Februar 2013. Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 4.1 hiervor), ist dieses Unfall-
ereignis aus den eingangs genannten Gründen aber nicht Gegenstand des vorliegenden Be-
schwerdeverfahrens. Selbst wenn das Ereignis vom 15. Februar 2013 materiell zu beurteilen 
wäre, käme die dargelegte Rechtsprechung überwiegend wahrscheinlich auch hinsichtlich des-
selben zum Tragen, zumal im Bericht der Notfallstation des Spitals C.____ vom 16. Februar 
2013 lediglich eine Becken- und LWS-Kontusion diagnostiziert wurden und das Vorliegen von 
ossären Läsionen sowohl in diesem Bericht unmittelbar im Anschluss an das Unfallereignis als 
auch im dokumentierten rheumatologischen Konsilium vom 18. März 2013 ausdrücklich ver-
neint wird. Was die anlässlich der MRI-Untersuchung vom 13. September 2013 erhobene Dis-
kushernie anbelangt, ist mit der Beschwerdegegnerin sodann darauf hinzuweisen, dass eine 
Diskushernie nur dann als weitgehend unfallbedingt betrachtet werden kann, wenn das Unfall-
ereignis von besonderer Schwere sowie geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe her-
beizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) un-
verzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten (vgl. E. 3.4 hiervor). Neben den feh-
lenden strukturellen Verletzungen und der unmittelbar eintretenden Arbeitsunfähigkeit kann der 

 

 
 
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Unfall vom 15. Februar 2013 – die Patientin rutschte auf nassem Boden aus und fiel auf das 
Gesäss bzw. den Rücken – nicht als besonders schweres Ereignis qualifiziert werden.  
 
7.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die medizinische Aktenlage zur Beurteilung 
der vorliegenden Streitfrage ausreichend ist. Auf die von der Beschwerdeführerin beantragten 
zusätzlichen medizinischen Abklärungen kann verzichtet werden. Gelangt das Gericht bei 
pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zu-
verlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abge-
klärt ist, kann auf weitere Abklärungen verzichtet werden. Eine solche antizipierte Beweiswürdi-
gung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 131 I 153 E. 3, 
126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). So-
mit ist nicht zu beanstanden, dass die Basler gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung von 
Dr. H.____ vom 29. Januar 2014 einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Un-
fallereignis vom 20. September 2013 und den über den 20. März 2014 hinaus bestehenden 
gesundheitlichen Beschwerden verneinte. Den im Einklang mit den medizinischen Unterlagen 
gemachten überzeugenden kreisärztlichen Ausführungen ist zu entnehmen, dass der Stauts 
quo sine sechs Monate nach dem Unfallereignis eingetreten ist. Damit hat die Basler ihre Leis-
tungspflicht ab diesem Zeitpunkt zu Recht abgelehnt. Die gegen den Einspracheentscheid vom 
8. September 2014 erhobene Beschwerde ist demnach abzuweisen. 
 
8.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Ge-
richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten zu erheben. 
 
8.2 Es bleibt über den Antrag der Beschwerdeführerin zu befinden, es sei ihr die unentgelt-
liche Verbeiständung zu bewilligen. Nach Art. 61 lit. f ATSG in Verbindung mit § 22 Abs. 2 VPO 
wird der Beschwerde führenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wenn ihr 
die nötigen Mittel fehlen, ihr Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos und die anwaltliche 
Vertretung zur Wahrung ihrer Rechte als notwendig oder doch geboten erscheint (vgl. Urteil des 
EVG vom 7. April 2004, U 333/03, E. 3.2 und 4). In den Akten befindet sich eine Leistungsüber-
sicht der Sozialhilfebehörde D.____, mit Wirkung ab 1. Februar 2014, welche belegt, dass die 
Beschwerdeführerin durch die Sozialhilfe unterstützt wird. Deren Bedürftigkeit ist damit für das 
vorliegende Verfahren ohne Weiteres nachgewiesen. Die vorliegende Beschwerde kann zudem 
nicht als offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden. Die Voraussetzungen für die Bewilli-
gung der unentgeltlichen Verbeiständung sind demnach gegeben, weshalb das betreffende 
Gesuch zu bewilligen ist.  
 
8.3 Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 
17. November 2003 (in der seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung) beträgt das Honorar bei 
unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-
rerin hat in seiner Honorarnote vom 16. Februar 2015 für das vorliegende Verfahren einen Zeit-
aufwand von 7 Stunden und 35 Minuten geltend gemacht. Dieser Aufwand ist nun allerdings 
nicht ausgewiesen. So wird für die ergänzende Beschwerdebegründung vom 25. November 
2014 ein Zeitaufwand von 150 Minuten geltend gemacht, obwohl deren Inhalt grösstenteils aus 

 

 
 
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Wiederholungen von bereits in der Beschwerdebegründung vom 9. Oktober 2014 gemachten 
Ausführungen besteht. Einzig in Ziffer 9 derselben sind inhaltliche Ergänzungen angebracht 
worden. Dementsprechend ist der für die ergänzende Beschwerdebegründung vom 25. No-
vember 2014 geltend gemachte Aufwand um 120 Minuten zu kürzen und die zu entgeltenden 
Bemühungen insgesamt auf 5 Stunden und 35 Minuten festzusetzen. Nicht zu beanstanden 
sind die ausgewiesenen Auslagen von Fr. 127.20. Dem Rechtsvertreter ist somit ein Honorar in 
der Höhe von Fr. 1‘343.30 (5.6 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 127.20 + 8% 
Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
8.4 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 
Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, 
sobald sie dazu in der Lage ist.