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**Case Identifier:** 6b8717c6-3d17-577d-9585-a0c2edf84a9c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.03.2016 100 2014 213
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-213_2016-03-14.pdf

## Full Text

100.2014.213U
ARB/BCL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. März 2016

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Müller
Gerichtsschreiberin Büchi      

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin 1

Einwohnergemeinde B.________
Beschwerdegegnerin 2

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

sowie als weitere Verfahrensbeteiligte

Gemeinde C.________ (Kt. ZH)

betreffend Festlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes 2009 (Entscheid 
der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 24. Juni 2014; 
100 13 32)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2016, Nr. 100.2014.213U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. …1952) ist Verwaltungsratspräsident und Ge-
schäftsführer der D.________ AG mit Sitz in B.________, wo er während 
längerer Zeit wohnhaft war. Am 20. Dezember 2006 meldete er sich in der 
Einwohnergemeinde (EG) B.________ ab und hinterlegte seine Schriften in 
der Gemeinde C.________. Dort wurde er ab dem Jahr 2006 steuerlich 
veranlagt. Einem Antrag der EG B.________ folgend, verfügte die 
Steuerverwaltung des Kantons Bern (Steuerverwaltung) am 25. November 
2011, der steuerrechtliche Wohnsitz von A.________ befinde sich für das 
Jahr 2009 in B.________. Hiergegen erhob A.________ erfolglos Ein-
sprache (Entscheid vom 12.12.2012).

B.

Am 11. Januar 2013 gelangte A.________ an die Steuerrekurskommission 
des Kantons Bern (StRK), die seinen Rekurs mit Entscheid vom 24. Juni 
2014 abwies.

C.

Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 25. Juli 2014 beantragt 
A.________, der Entscheid der StRK vom 24. Juni 2014 sei aufzuheben 
und es sei festzustellen, dass sich sein steuerrechtlicher Wohnsitz im Steu-
erjahr 2009 in C.________ befinde; eventuell sei die Angelegenheit zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Die StRK und die Steuerverwaltung schliessen mit Vernehmlassung vom 
29. Juli 2014 bzw. Beschwerdeantwort vom 2. September 2014 je auf Ab-
weisung der Beschwerde. Die EG B.________ und die Gemeinde 
C.________ haben sich am 17. bzw. 19. September 2014 zur Streitsache 
geäussert, ohne einen förmlichen Antrag zu stellen.

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11]). Der Beschwerdeführer hat am vor-
instanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Ent-
scheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf seine form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Natürliche Personen sind gemäss Art. 4 Abs. 1 StG i.V.m. Art. 3 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisie-
rung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) 
aufgrund persönlicher Zugehörigkeit im Kanton Bern steuerpflichtig, wenn 
sie hier ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt haben. Steuer-
rechtlichen Wohnsitz im Kanton Bern hat eine Person, wenn sie sich hier 
mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält oder wenn ihr das Bundes-
recht hier einen besonderen gesetzlichen Wohnsitz zuweist (Art. 4 Abs. 2 
StG; Art. 3 Abs. 2 StHG). Der steuerrechtliche Wohnsitz liegt mithin am Ort, 
an dem sich der Mittelpunkt der persönlichen Lebensinteressen der steuer-
pflichtigen Person befindet (vgl. BVR 2001 S. 1 E. 2b, 1999 S. 152 E. 2a; 
BGE 125 I 54 E. 2, 123 I 289 E. 2a; Bauer-Balmelli/Omlin, in 
Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 
I/2a, 2. Aufl. 2008, Art. 3 DBG N. 4). Im Verhältnis zu andern Kantonen ist 

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insoweit die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Verbot der inter-
kantonalen Doppelbesteuerung zu beachten (Art. 127 Abs. 3 der Bundes-
verfassung [BV; SR 101]). 

2.2 Der Mittelpunkt der Lebensinteressen, also der ideelle und mate-
rielle Schwerpunkt des Lebens einer Person (BVR 1999 S. 152 E. 2b), be-
stimmt sich nach der Gesamtheit der objektiven äusseren Umstände und 
nicht nach den bloss erklärten Wünschen der steuerpflichtigen Person oder 
deren gefühlsmässiger Verbundenheit mit einem bestimmten Ort; der steu-
errechtliche Wohnsitz ist insofern nicht frei wählbar (BVR 2001 S. 1 E. 2c; 
BGE 138 II 300 E. 3.2, 132 I 29 E. 4.1, 125 I 54 E. 2a, 123 I 289 E. 2b). 
Dem polizeilichen Domizil, an dem die Schriften hinterlegt sind oder die 
politischen Rechte ausgeübt werden, kommt keine entscheidende Bedeu-
tung zu. Es handelt sich dabei bloss um ein äusseres Merkmal, das ge-
meinsam mit dem übrigen Verhalten der steuerpflichtigen Person ein Indiz 
für das Steuerdomizil bilden kann (BVR 2001 S. 1 E. 2b und c; 
BGE 132 I 29 E. 4.1). Wenn sich eine Person abwechslungsweise an zwei 
Orten aufhält, ist für die Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes 
darauf abzustellen, zu welchem Ort sie die stärkeren Beziehungen unter-
hält (BVR 2001 S. 1 E. 2c; BGE 131 I 145 E. 4.2, 125 I 458 E. 2d). Bei un-
selbständig erwerbenden Steuerpflichtigen ist das gewöhnlich der Ort, an 
dem sie für längere oder unbestimmte Zeit Aufenthalt nehmen, um von dort 
aus der täglichen Erwerbstätigkeit nachzugehen, ist doch der Zweck des 
Lebensunterhalts dauernder Natur (BVR 2001 S. 1 E. 2d; BGE 132 I 29 
E. 4.2, 125 I 54 E. 2b; zuletzt etwa BGer 2C_311/2014 vom 30.4.2015, 
E. 2.2). Bei selbständig Erwerbenden wird das (Haupt-)Steuerdomizil im 
Prinzip nach den gleichen Grundsätzen ermittelt (vgl. BGer 2P.165/2006 
vom 7.12.2006, E. 4.1, 2C_785/2011 vom 1.3.2012, E. 3.3; VGE 2010/395 
vom 28.4.2011, E. 2.3). Die Frage, zu welchem der Aufenthaltsorte die 
steuerpflichtige Person die stärkeren Beziehungen unterhält, ist jeweils 
aufgrund der Gesamtheit der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen 
(BGE 132 I 29 E. 4.2; zum Ganzen BVR 1999 S. 152 E. 2c), wobei die 
Verhältnisse am Ende der betroffenen Steuerperiode massgebend sind 
(Art. 9 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 68 Abs. 1 StHG in der bis Ende 2013 gel-
tenden Fassung vom 15.12.2000 [AS 2001 S. 1052]).

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2.3 Grundsätzlich ist die subjektive Steuerpflicht als steuerbegründende 
Tatsache von der Steuerbehörde nachzuweisen (BGer 2C_92/2012 vom 
17.8.2012 E. 4.3 mit Hinweisen, in StE 2013 A 24.21 Nr. 24). Wenn klare 
und präzise Indizien den von der Steuerbehörde ermittelten Sachverhalt als 
wahrscheinlich erscheinen lassen, ist es an der steuerpflichtigen Person, 
die von der Steuerbehörde geltend gemachten Tatsachen nachweislich zu 
widerlegen (vgl. BGer 2C_307/2015 vom 13.10.2015, in StE A 24.21 
Nr. 33, E. 4.2, 2C_332/2015 vom 23.7.2015, E. 4.3, 2C_794/2013 vom 
2.5.2014, E. 3.4). 

3.

3.1 Der Beschwerdeführer ist seit 1998 Verwaltungsratspräsident und 
Geschäftsführer im Mandatsverhältnis der D.________ AG mit Sitz in 
B.________. Diese entstand aus dem Einzelunternehmen «F.________», 
das er 1975 gegründet hatte. Daneben führt er unter der Firma 
«G.________» ein Einzelunternehmen (vgl. Vorakten StRK pag. 177; 
Online-Handelsregisterauszug der D.________ AG). Der Beschwer-
deführer mietete von 1988 an eine 9-Zimmer-Villa an der 
H.________strasse 1___ in B.________, wo er zunächst mit seiner 
Ehefrau und den zwei Töchtern lebte. Nach der Trennung von seiner 
Ehefrau im Jahr 1992 blieb er allein im Haus, während beide Töchter bei 
der Mutter in I.________ wohnten und jeweils die Wochenenden bei ihm 
verbrachten. Später zogen die Töchter wieder zu ihm (vgl. Vorakten StRK 
pag. 178, 173; Vorakten Steuerverwaltung pag. 88 f.). Am 20. Dezember 
2006 meldete er sich in der EG B.________ ab und hinterlegte 
gleichentags seinen Heimatschein in der Gemeinde C.________, wo er für 
die Jahre 2006 bis 2008 veranlagt wurde (vgl. Stellungnahme Gemeinde 
C.________ act. 8). Anlässlich einer Buchprüfung bei der D.________ AG 
stellte die Steuerverwaltung fest, dass zahlreiche Belege auf einen Verbleib 
des Beschwerdeführers am alten Wohnort hindeuteten, weshalb sie ein 
Verfahren zur Festlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes des 
Beschwerdeführers einleitete und mit Verfügung vom 25. November 2011 
dessen steuerrechtlichen Wohnsitz für das Steuerjahr 2009 in der EG 

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B.________ festlegte (vgl. Protokoll für Buchprüfungen JP, Vorakten 
Steuerverwaltung pag. 63-57).

3.2 Die Vorinstanzen haben gestützt auf die Erkenntnisse im Verfahren 
vor der Steuerverwaltung das Vorliegen klarer und präziser Indizien zu-
gunsten eines Wohnsitzes des Beschwerdeführers in B.________ bejaht 
(vgl. vorne E. 2.3). Der Beschwerdeführer ist hingegen der Ansicht, die 
Beweislast für die Festlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes obliege 
den Steuerbehörden. 

Im Rahmen der Buchprüfung fiel der Steuerverwaltung auf, dass die meis-
ten vom Beschwerdeführer für das Jahr 2009 ausgewiesenen Repräsen-
tationsspesen in der Region B.________ bzw. auf Geschäftsreisen im 
Ausland angefallen waren. Der Buchprüfer hielt dies für erstaunlich, zumal 
die Einzelunternehmung des Beschwerdeführers angeblich in C.________ 
domiziliert sei. Dieser rechtfertigte die hohen in der Region B.________ 
entstandenen Repräsentationsspesen damit, dass er seiner Tätigkeit für 
die D.________ AG hauptsächlich, d.h. zu über 90 % in B.________ 
nachkomme, wo er über ein dauerhaft eingerichtetes Büro verfüge 
(Vorakten Steuerverwaltung pag. 61, 57). Zwar machte er später geltend, 
von seinen 50-60 Arbeitsstunden pro Woche nur etwa 15-20 Stunden für 
die D.________ AG tätig zu sein und den Rest der Zeit für andere, kleinere 
Mandate, die er teilweise in C.________ oder im Kanton Zug ausübe, 
aufzuwenden (Vorakten StRK pag. 176 und 175). Angesichts der Höhe 
seines Honorars von Fr. 500'000.-- (ohne MwSt) und der von der 
D.________ AG verbuchten (Repräsentations-)Spesen hat die Vorinstanz 
indes zu Recht geschlossen, dass seiner Tätigkeit für die D.________ AG 
mehr als eine nur untergeordnete Bedeutung zukomme. So hat der 
Beschwerdeführer wiederum auf entsprechende Vorhalte eingeräumt, es 
sei nicht ausgeschlossen, dass er das für die D.________ AG angegebene 
Arbeitspensum jedenfalls unter Einbezug der Auslandeinsätze «etwas 
untertrieben geschildert» habe (vgl. Vorakten StRK pag. 312). Am 
Geschäftssitz der D.________ AG in B.________ stand ihm zudem ein 
dauerhaft eingerichtetes Büro und ein Sekretariat zur Verfügung, was 
ebenfalls auf B.________ als beruflichen (Haupt-)Anknüpfungspunkt des 
Beschwerdeführers im Jahr 2009 hindeutete (vgl. dazu hinten E. 4.1). Auch 

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der Vergleich der Wohnsituation in B.________, wo der Beschwerdeführer 
zusammen mit seinen Töchtern eine Villa mit Fitnessraum und Hallenbad 
sowie grossem Umschwung an der Aare bzw. in unmittelbarer Nähe des 
…sees bewohnte (vgl. Google Maps; hinten E. 4.2), mit derjenigen in 
C.________, wo er eine 1-Zimmer-Wohnung gemietet hatte, haben die 
Vorinstanzen in nachvollziehbarer Weise zugunsten von B.________ als 
Mittelpunkt seiner Lebensinteressen gewürdigt. 

3.3 Bei der geschilderten Sachlage durften Steuerverwaltung und StRK 
ohne weiteres von der Vermutung ausgehen, der steuerrechtliche Wohnsitz 
des Beschwerdeführers habe sich im Jahr 2009 in B.________ befunden, 
waren doch mit den Arbeits- und Wohnverhältnissen deutliche Indizien 
gegeben, die den von der Steuerbehörde ermittelten Sachverhalt als 
wahrscheinlich erscheinen liessen (vgl. vorne E. 2.3). Die StRK hat somit 
kein Recht verletzt, wenn sie in Bestätigung des Einspracheentscheids den 
Beschwerdeführer als für den Nachweis des Lebensmittelpunkts in 
C.________ beweisbelastet betrachtet hat. Dass er in den Jahren 2006 bis 
2008 im Kanton C.________ und nicht im Kanton Bern veranlagt wurde, 
ändert daran nichts (vgl. BGer 2C_283/2015 vom 8.11.2015, in StE 2016 
A 24.21 Nr. 34). Zu prüfen bleibt, ob dem Beschwerdeführer der Nachweis 
gelungen ist, dass sich sein Steuerwohnsitz im Jahr 2009 in der Gemeinde 
C.________ befunden hat. 

4.

4.1 Was sein berufliches Engagement für die D.________ AG 
anbelangt, macht der Beschwerdeführer geltend, er habe für das 
Unternehmen vorwiegend Akquisitions- und Entwicklungstätigkeiten 
wahrgenommen und einen «erheblichen Teil» seiner Aufgaben als 
Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident in C.________ erledigt. Dort 
habe er in seiner grosszügigen 1-Zimmer-Wohnung über geeignete 
Büroräumlichkeiten verfügt. Zudem habe er ein Sitzungszimmer an der 
J.________strasse 2___ (mit)benutzen dürfen. Da er mit seinem Laptop 
von überall auf sämtliche Daten des Unternehmens habe zugreifen können, 
sei er «vom Produktionsstandort B.________» unabhängig gewesen, 

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obschon dort «selbstverständlich auch eine gewisse regelmässige Präsenz 
bestand[en habe]» (Beschwerde, S. 7). Diese sei aber im Verhältnis zu 
C.________ «untergeordnet» gewesen (Beschwerde, S. 8). – Wie die 
Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, ist unwahrscheinlich, dass seine 1-
Zimmer-Wohnung in C.________ mit der nötigen Büroinfrastruktur 
ausgestattet war, die es ihm erlaubt hätte, hauptsächlich von dort aus 
seinen beruflichen Verpflichtungen nachzukommen. Eine zusätzliche 
Wohnung im 2. Obergeschoss desselben Gebäudes hat er zu diesem 
Zweck erst ab Januar 2011 gemietet, was zeigt, dass die Wohnung – 
unabhängig von der Grösse der Wohnfläche – als Büroräumlichkeit kaum 
geeignet war oder nicht genügte. Der Beschwerdeführer tut auch nicht dar, 
wann und wie oft er das Sitzungszimmer an der J.________strasse benutzt 
hat, das ihm sein Freund und Geschäftspartner, Rechtsanwalt E.________, 
unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben soll. Hingegen räumt er ein, sich 
regelmässig in B.________ aufgehalten zu haben, was für ihn als 
Geschäftsführer eines international tätigen Unternehmens mit 26-28 
Mitarbeitenden geboten gewesen sein dürfte. Bei diesen Gegebenheiten ist 
auch unter Würdigung der neuen Vorbringen des Beschwerdeführers mit 
der StRK davon auszugehen, dass er seiner Erwerbstätigkeit – ob 
selbständig oder unselbständig – hauptsächlich von B.________ aus 
nachgegangen ist. 

4.2 In Bezug auf die jeweilige Wohnsituation und die Anzahl Über-
nachtungen an den beiden Bezugsorten bringt der Beschwerdeführer Fol-
gendes vor: Er habe nur in B.________ übernachtet, wenn es bei seiner 
Tätigkeit für die D.________ AG spät geworden sei und eine Heimreise 
nach C.________ «keinen Sinn ergeben hätte», weil er am 
darauffolgenden Tag in B.________ oder in der näheren Umgebung einen 
Termin habe wahrnehmen müssen (Beschwerde, S. 12). Das Haus an der 
H.________strasse 1___ sei von seinen Töchtern bewohnt worden, denen 
er die Liegenschaft kostenlos überlassen habe. Er selber habe jedoch nicht 
dort gewohnt bzw. sei in B.________ «nur Mitbewohner» gewesen 
(Beschwerde, S. 13). – Im Verfahren zur Festlegung des steuerrechtlichen 
Wohnsitzes vor der Steuerverwaltung gab der Beschwerdeführer im 
«Fragebogen für Personen mit Wochenaufenthalt» an, durchschnittlich drei 
Mal pro Woche im Kanton Bern zu übernachten und «nie» bis «ca. 1 Mal 

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pro Monat» das Wochenende im Kanton Bern zu verbringen (Vorakten 
Steuerverwaltung pag. 78-77). Bei der Befragung durch die Vorinstanz 
führte er aus, im Jahr 2009 an beiden Orte je zwei bis drei Mal pro Woche 
übernachtet zu haben (vgl. Vorakten StRK pag. 176). Zu einem späteren 
Zeitpunkt reichte er eine von ihm erstellte «Übersicht Übernachtungen 
A.________ 2009» ein (Vorakten StRK pag. 295), wonach er im Jahr 2009 
von montags bis freitags 265 Mal in C.________ und nur 56 Mal in 
B.________ übernachtet habe und nur an vier Wochenenden in 
B.________ gewesen sein will (C.________: 38 Wochenenden). Im Verlauf 
des Verfahrens hat sich der Beschwerdeführer somit von seiner 
ursprünglichen Aussage, durchschnittlich drei Mal pro Woche in 
B.________ zu übernachten, schrittweise distanziert. Vor diesem 
Hintergrund durfte die StRK die letzten Angaben des Beschwerdeführers 
zur Häufigkeit der Übernachtungen in B.________ als unglaubhaft 
bezeichnen. Diese werden zwar auf einer Jahresübersicht dargestellt; 
dabei handelt es sich jedoch nur um eine unüberprüfbare (schriftliche) 
Behauptung, die im Übrigen auch anderweitig nicht belegt ist (vgl. hinten 
E. 4.4). Sodann sprechen Lage und Ausstattung der Villa in B.________ 
(vgl. vorne E. 3.2) dafür, dass er dort deutlich mehr Zeit verbracht haben 
dürfte als in C.________, wo er über eine 1-Zimmer-Wohnung verfügte, die 
wohl nur zum gelegentlichen Übernachten diente. Darauf deuten einerseits 
die Höhe der Mietkosten der Liegenschaften von Fr. 1'400.-- pro Monat für 
die Wohnung in C.________ und Fr. 4'750.-- pro Monat für die Villa in 
B.________ sowie andererseits der unterdurchschnittlich tiefe 
Stromverbrauch der Wohnung in C.________ hin (vgl. Vorakten StRK 
pag. 46; vgl. auch die durchschnittlichen Stromverbrauchswerte, einsehbar 
unter <www.ewb.ch>, Rubriken «Wissen/Mieter/Durchschnittsverbrauch»; 
vgl. dazu statt vieler BGer 2C_283/2015 vom 8.11.2015, in StE 2016 
A 24.21 Nr. 34 E. 5). Weiter lässt die Tatsache, dass der Beschwerdeführer 
die Liegenschaft in B.________ zusammen mit seinen am Stichtag 22- und 
25-jährigen Töchtern bewohnte, zu denen er offenbar auch nach der 
Trennung bzw. der späteren Scheidung von seiner Ehefrau ein gutes und 
enges Verhältnis hatte, darauf schliessen, dass die Übernachtungen in 
B.________ zahlreicher waren als von ihm zuletzt angegeben. 

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4.3 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, sein soziales Umfeld be-
stehe in C.________, wie eine Liste seiner dort bzw. in der Umgebung von 
C.________ lebenden Freunde und Bekannten belege. Die Liste liefert 
jedoch weder konkrete Hinweise für den Bestand noch für die Häufigkeit 
persönlicher Kontakte zu den genannten Personen und der 
Beschwerdeführer erläutert auch nicht, in welcher Beziehung er zu diesen 
steht (vgl. Vorakten StRK pag. 3-2). Die Vorinstanz hat deshalb zu Recht in 
C.________ einzig den engen Kontakt zu Rechtsanwalt E.________, mit 
dem der Beschwerdeführer geschäftlich verbunden und von dessen Kind er 
Götti ist, als erwiesen erachtet. Dieser Kontakt vermag jedoch die 
familiären Banden zu seinen Töchtern in B.________ (vgl. E. 4.2 hiervor) 
nicht aufzuwiegen und weitere Anknüpfungspunkte in C.________ sind 
nicht ersichtlich. Was die Beziehung zu einer Freundin angeht, macht der 
Beschwerdeführer geltend, die StRK habe ihm zu Unrecht widersprüchliche 
Aussagen vorgeworfen. Die StRK führte diesbezüglich aus, der 
Beschwerdeführer habe anlässlich der Buchprüfung der D.________ AG im 
Zusammenhang mit der Rechtfertigung der Höhe der verbuchten 
Repräsentationsspesen erwähnt, 2009 eine Freundin in K.________ 
(Kt. BE) gehabt zu haben, jedoch später von einer Freundin in C.________ 
gesprochen (vgl. angefochtener Entscheid E. 8 S. 15). Zwar kann seine 
Aussage während der Buchprüfung, er übernachte gelegentlich bei seiner 
Freundin in K.________, nicht eindeutig auf das Jahr 2009 bezogen 
werden (vgl. Vorakten Steuerverwaltung pag. 57). Ein Widerspruch liegt 
aber dennoch vor: Gegenüber der StRK hat der Beschwerdeführer – um 
seine Beziehungen zu C.________ darzutun – zu Protokoll gegeben, seit 
2005 eine Freundin gehabt zu haben, die in L.________ (Kt. ZH) gewohnt 
habe (vgl. Vorakten StRK pag. 178). Vor Verwaltungsgericht macht er 
nunmehr geltend, er habe 2009 keine feste Beziehung geführt, habe aber 
regelmässig «bei einer Freundin in C.________» übernachtet (vgl. 
Beschwerde S. 13). – Ob im Jahr 2009 eine feste Beziehung bestanden hat 
und ob die Freundin in der Gemeinde C.________ oder in der Umgebung 
von C.________ wohnte – was hinsichtlich der Festlegung des 
steuerrechtlichen Wohnsitzes durchaus von Belang sein könnte (vgl. statt 
vieler VGE 2009/43 vom 7.10.2009, E. 3.6, 22301 vom 17.8.2005, E. 3.3) –
, kann dahingestellt bleiben. Die diesbezüglichen Aussagen des 
Beschwerdeführers sind vage und unbelegt geblieben, sodass sie nicht 

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geeignet sind, C.________ als Mittelpunkt seines sozialen Lebens 
erscheinen zu lassen. 

4.4 Weiter hat der Beschwerdeführer vor der Vorinstanz Ausdrucke 
seines elektronischen Terminplaners des Jahrs 2009 sowie neue 
(Spesen-)Belege eingereicht. Entgegen seiner Ansicht gelingt es ihm je-
doch nicht, damit den Nachweis zu erbringen, dass er 2009 seinen Lebens-
mittelpunkt in C.________ hatte: Die StRK hat die neu eingereichten 
Beweismittel einer eingehenden Prüfung unterzogen und mittels einer 
Tabelle aufgezeigt, dass der Terminplaner und die (Spesen-)Belege 
teilweise insofern in Widerspruch zueinander stehen, als während Zeiten, in 
denen er gemäss Terminplaner im Ausland weilte, Belege seinen 
Aufenthalt in C.________ beweisen sollen (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 12). Der Beschwerdeführer versucht, die von der StRK aufgedeckten 
Unstimmigkeiten zu bagatellisieren, indem er geltend macht, es handle sich 
dabei nur um «geringe Widersprüche». Die beanstandeten Auslagen seien 
seinen Töchtern oder seinen Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern 
entstanden. Dies dürfe nicht zum Anlass genommen werden, die Belege 
als «im Wesentlichen nicht schlüssig» zu beurteilen (Beschwerde, S. 10). 
Der Beschwerdeführer verkennt dabei, dass (Spesen-)Belege nicht dazu 
taugen, seine Anwesenheit an einem bestimmten Ort zu beweisen, wenn 
sie nicht ausnahmslos von ihm stammen, wie er selber einräumt. Zu Recht 
hat die StRK daher auf eine verminderte Beweiskraft der neuen 
Beweismittel geschlossen (vgl. dazu BGer 2C_469/2014 vom 9.12.2014, 
E. 4.3). Auf den vom Beschwerdeführer bei der StRK eingereichten 
Belegen über Benzinbezüge ist zudem zu erkennen, dass gleichzeitig 
Zigaretten gekauft wurden. Die Steuerverwaltung hat darauf hingewiesen, 
dass zweifelhaft sei, ob die Benzinkäufe tatsächlich alle von ihm getätigt 
worden seien, habe er doch anlässlich der Einvernahme vom 
16. Dezember 2013 erklärt, Nichtraucher zu sein (Vorakten StRK pag. 190 
sowie pag. 170). Seine diesbezüglichen Erklärungsversuche, seine 
damaligen Freundinnen seien Raucherinnen gewesen und er habe die 
Zigaretten für diese gekauft, scheinen in Anbetracht der grossen Anzahl 
Zigarettenkäufe (vgl. Vorakten StRK pag. 163, 161-158, 156-153) 
unglaubhaft, zumal er auch keine Auskunft darüber geben konnte, welche 
Zigarettenmarken seine Freundinnen rauchten (Vorakten StRK pag. 170). 

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Auf die vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismittel kann bei diesen 
Gegebenheiten nicht abgestellt und der StRK kann nicht vorgeworfen wer-
den, sie hätte die eingereichten Beweismittel falsch oder gar in unhaltbarer 
Weise gewürdigt. Im Übrigen geht aus dem Terminplaner nicht hervor, ob 
der Beschwerdeführer in C.________ oder in B.________ gearbeitet und 
übernachtet hat (vgl. Vorakten StRK pag. 294-243). Der Terminkalender 
vermag mangels konkreter (Orts-)Angaben zu den einzelnen Terminen 
auch nicht die Richtigkeit der vom Beschwerdeführer erstellten «Übersicht 
Übernachtungen» (vgl. Vorakten StRK pag. 295; vorne E. 4.2) zu belegen. 

4.5 Insgesamt hat der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich darge-
tan, inwiefern die StRK Recht verletzt hat, wenn sie erwogen hat, sein Le-
bensmittelpunkt habe im Jahr 2009 in der EG B.________ und nicht in der 
Gemeinde C.________ gelegen. Ein Vergleich der Arbeits- und 
Wohnverhältnisse sowie der sozialen Kontakte des Beschwerdeführers 
lässt deutlich stärkere Beziehungen zu B.________ erkennen. Mithin hält 
der angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle stand; die Beschwerde 
erweist sich sowohl im Haupt- als auch im Eventualbegehren als 
unbegründet und ist abzuweisen. 

5.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind 
keine zu sprechen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 
VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2016, Nr. 100.2014.213U, 
Seite 13

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde B.________
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

und mitzuteilen:
- der Gemeinde C.________

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.