# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4bbc07a1-a6e9-572b-b286-71247db34854
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 22.08.2023 II 2022 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2022-78_2023-08-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2022 78

Entscheid vom 22. August 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Karl Gasser, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________

gegen

1. Bildungsdepartement, Kollegiumstrasse 28, Postfach 2190, 
6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

3. Amt für Kultur, Kollegiumstrasse 30, Postfach 2201, 
6431 Schwyz,
Beigeladenes Amt,

Gegenstand Covid-19 Ausfallentschädigung im Kulturbereich

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Sachverhalt:

A. A.________ arbeitet unter dem Künstlernamen C.________ als 
D.________ und E.________ und betreibt in F.________ das "G.________", ein 
Theater bzw. Event-Lokal für maximal 100 Gäste. 

Gleichzeitig ist er einziges Verwaltungsratsmitglied und Inhaber der H.________ 
AG, welche gemäss Eintrag im Handelsregister die Entwicklung und Realisation 
von J.________ Produkten sowie die Entwicklung, Beratung, Planung, Produkti-
on und den Verkauf sowie die Vermietung von Show-Elementen, Requisiten und 
I.________ bezweckt. 

B. Am 26. Januar 2021 reichte A.________ beim Kanton Schwyz, Kulturförde-
rung, einen Antrag um Ausrichtung einer Ausfallentschädigung für Kulturschaf-
fende ein, wobei er die Höhe des ungedeckten finanziellen Schadens für die Pe-
riode 26. September 2020 bis 31. Januar 2021 auf insgesamt Fr. 595'750.42 be-
zifferte und den Ausfall von 121 Veranstaltungen geltend machte (Vi-act. II/02 
Beilage 3). Am 1. Mai 2021 reichte er ein weiteres Gesuch für die Periode 1. Fe-
bruar 2021 bis 30. April 2021 ein, wobei er die Höhe des ungedeckten finanziel-
len Schadens auf Fr. 170'964.92 bezifferte und den Ausfall von 18 Veranstaltun-
gen geltend machte (Vi-act. II/02 Beilage 3).

C. Am 22. Januar 2021 reichte er auch für die H.________ AG einen Antrag 
um Ausrichtung einer Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen für die Peri-
ode November und Dezember 2020 ein, die Höhe des ungedeckten finanziellen 
Schadens wurde auf Fr. 304'900 beziffert. Ein weiteres Gesuch für die 
H.________ AG wurde am 2. Mai 2021 für die Monate Januar - April 2021 einge-
reicht, dabei wurde der ungedeckte finanzielle Schaden auf Fr. 174'225.45 bezif-
fert. 

D. Mit Entscheid vom 3. September 2021 sprach das Amt für Kultur (unter-
zeichnet durch den Bildungsdirektor) A.________ eine Ausfallentschädigung für 
die Periode November 2020 bis Januar 2021 in Höhe von Fr. 30'374.40 zu. Für 
die Periode Februar bis April 2021 wurde die Ausrichtung einer Entschädigung 
mit Entscheid vom selben Tag vom Amt für Kultur (unterzeichnet durch den Bil-
dungsdirektor) abgelehnt. Mit Begleitschreiben zu den Entscheiden vom 3. Sep-
tember 2021 empfahl das Amt für Kultur A.________, sich ans Amt für Wirtschaft 
zu wenden, wo noch ein Gesuch für die Ausrichtung einer Härte-
fallentschädigung pendent sei.

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Ebenfalls mit Entscheid vom 3. September 2021 wies das Amt für Kultur (unter-
zeichnet durch den Bildungsdirektor) die beiden Gesuche der H.________ AG 
ab. 

E. Gegen die zwei ihn persönlich betreffenden Entscheide vom 3. September 
2021 liess A.________ mit Eingabe vom 30. September 2021 (Verfahren VB 
204/2021) beim Regierungsrat des Kantons Schwyz Beschwerde erheben mit 
dem sinngemässen Antrag, diese Entscheide seien aufzuheben, für die Periode 
November 2020 bis Januar 2021 sei ihm eine Ausfallentschädigung von 
Fr. 350'000 und für die Periode Februar bis April 2021 sei ihm eine Ausfallent-
schädigung von Fr. 136'764.80 bzw. insgesamt die maximale Ausfallentschädi-
gung von Fr. 350'000 auszurichten. 

F. Gegen den die H.________ AG betreffenden Entscheid vom 3. September 
2021 liess die H.________ AG mit Eingabe vom 30. September 2021 (Verfahren 
VB 205/2021) beim Regierungsrat des Kantons Schwyz Beschwerde erheben mit 
dem sinngemässen Antrag, der Entscheid sei aufzuheben und es sei für die Mo-
nate November bis Dezember 2020 eine Ausfallentschädigung von Fr. 243'920 
zu bezahlen und für die Monate Januar bis April 2021 sei eine Ausfallentschädi-
gung von Fr. 132'800 bzw. insgesamt die maximale Ausfallentschädigung von Fr. 
350'000 zu bezahlen. 

G. Der Regierungsrat hat die beiden Beschwerdeverfahren vereinigt und die 
Beschwerden mit Entscheid Nr. 667/2022 vom 6. September 2022 (Versand: 
13.9.2022) unter Kostenfolgen zu Lasten der Beschwerdeführer abgewiesen. 

H. Gegen diesen Beschluss lässt A.________ mit Eingabe vom 4. Oktober 
2022 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgemäss Beschwerde er-
heben (Verfahren II 2022 78) mit folgenden Anträgen: 

1. Der Beschluss des Regierungsrats des Kantons Schwyz RRB Nr. 667/2022 
vom 6. September 2022 im Verfahren VB 204/2021 sei aufzuheben. 

2. Der Kanton Schwyz sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für die Monate 
November 2020 bis Januar 2021 eine Ausfallentschädigung von CHF 
350'000.00 zu bezahlen. 

3. Der Kanton Schwyz sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für die Monate 
Februar bis April 2021 eine Ausfallentschädigung von CHF 136'764.80 zu 
bezahlen, bis zum Erreichen der maximalen Ausfallentschädigung von CHF 
350'000.00.

4. Eventualiter sei die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. 

5. Die vorinstanzlichen Akten seien beizuziehen. 

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6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten des 
Kantons Schwyz. 

Mit Beschwerde vom gleichen Tag hat auch die H.________ AG den 
Regierungsratsbeschluss vom 6. September 2022 beim Verwaltungsgericht 
angefochten (vgl. Parallelverfahren II 2022 76). 

I. Das Bildungsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 31. Oktober 
2022 zum Verfahren II 2022 78 die Abweisung der Beschwerde mit Kostenfolgen 
zu Lasten des Beschwerdeführers. Zudem beantragt es eine Vereinigung der 
Verfahren II 2022 76 und 78. Mit Vernehmlassung gleichen Datums zum Verfah-
ren II 2022 78 beantragt auch das Sicherheitsdepartement die Abweisung der 
Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. 

Mit Replik vom 24. Februar 2023 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 
im Verfahren II 2022 78 fest. Das Bildungsdepartement hält mit Stellungnahme 
vom 31. März 2023 seinerseits an seinen Anträgen fest.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Im Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; SRSZ 234.110) vom 
6. Juni 1974 wird die Verfahrensvereinigung nicht ausdrücklich erwähnt. Nach 
konstanter Rechtsprechung können Beschwerden vereinigt werden, wenn das 
Gericht für zwei oder mehrere Verfahren in der gleichen Verfahrensart zuständig 
ist und sich die verschiedenen Beschwerden im Wesentlichen auf die gleichen 
Tatsachen (Sachverhalt) und die gleichen Rechtsgründe (Rechtsfragen) stützen 
(vgl. VGE III 2018 150 vom 12.2.2019 E. 1.2.1; VGE III 2018 95 vom 12.2.2019 
E. 1.1; VGE III 2017 219 vom 23.2.2018 E. 1; EGV-SZ 2004 B.1.7). Ein Anspruch 
auf Verfahrensvereinigung (wie auch Verfahrenstrennung) besteht nicht.

Der Regierungsrat hat die beiden bei ihm eingereichten Beschwerden, wie im In-
gress dargestellt, vereinigt. Im vorliegenden Verfahren beantragen die Vorinstan-
zen eine Verfahrensvereinigung. Die Beschwerdeführer weisen demgegenüber 
darauf hin, dass es sich bei den Beschwerdeführern um separate Rechtssubjekte 
mit separaten Ansprüchen handle. Die Ansprüche der beiden Beschwerdeführer 
seien separat zu prüfen. 

Vorliegend sind einerseits ein Gesuch eines Kulturschaffenden (VGE II 2022 78) 
und andererseits ein Gesuch eines Kulturunternehmens (VGE II 2022 76) streitig. 
Die geltend gemachten Entschädigungen betreffen unterschiedliche Sachverhal-
te. Auch wenn die Ansprüche weitgehend auf den gleichen bzw. auf analogen 
gesetzlichen Grundlagen beruhen und die beiden Antragsteller durch die Beherr-
schung des einen durch den anderen in unmittelbarer Beziehung zu einander 

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stehen, drängt sich eine Verfahrensvereinigung nicht auf. Es liegen - zumindest 
teilweise - unterschiedliche Rechtsprobleme vor. Die Verfahren sind allerdings zu 
koordinieren, was mit Entscheid vom gleichen Tag durch denselben Spruchkör-
per garantiert werden kann. 

2.1 Es stellt sich vorab die Frage, ob auf die Beschwerde eingetreten werden 
kann. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist gemäss § 53 Abs. 2 lit. b VRP u.a. 
unzulässig gegen Verfügungen und Entscheide über die Bewilligung oder Ver-
weigerung von öffentlichen Beiträgen, wenn die Rechtsordnung keinen Rechts-
anspruch darauf einräumt. Gemäss § 53 Abs. 3 VRP gelten die Ausschlussgrün-
de nicht, soweit übergeordnetes Recht eine gerichtliche Beurteilung durch eine 
kantonale Gerichtsinstanz zwingend verlangt.

2.2 Gemäss Art. 11 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die gesetzlichen Grund-
lagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epide-
mie (Covid-19-Gesetz, SR 818.102 vom 25.9.2020) kann der Bund Kulturunter-
nehmen, Kulturschaffende sowie Kulturvereine im Laienbereich mit Finanzhilfen 
unterstützen. Art. 11 Abs. 3 Covid-19-Gesetz regelt die Beteiligung des Bundes 
im Rahmen der bewilligten Kredite zur Finanzierung von Ausfallentschädigungen 
sowie für Transformationsprojekte. In Art. 11 Abs. 11 Covid-19-Gesetz wird dem 
Bundesrat u.a. die Kompetenz eingeräumt, die Anspruchsvoraussetzungen im 
Einzelnen zu regeln. Er regelt zudem die Beitragskriterien und die Bemessungs-
grundlagen für die Finanzhilfen.

In Ausübung dieser Kompetenz hat der Bundesrat die Verordnung über die 
Massnahmen im Kulturbereich gemäss Covid-19-Gesetz (Covid-19-Kulturverord-
nung, SR 442.15 vom 14.10.2020) erlassen. Diese Verordnung hat die gestützt 
auf Art. 185 Abs. 3 BV erlassene Verordnung über die Abfederung der wirtschaft-
lichen Auswirkungen des Coronavirus im Kultursektor (Covid-Verordnung Kultur 
vom 20.3.2020) abgelöst. 

In Art. 3 Abs. 1 Covid-19-Kulturverordnung wird aufgelistet, welche Finanzhilfen 
gewährt werden können (a. Ausfallentschädigungen, b. Beiträge an Transforma-
tionsprojekte, c. Nothilfe an Kulturschaffende und d. Unterstützung von Kultur-
vereinen im Laienbereich). Gemäss Art. 3 Abs. 2 Covid-19-Kulturverordnung be-
steht kein Anspruch auf Finanzhilfen. Übereinstimmend mit dieser Bestimmung 
sah bereits die Covid-Verordnung Kultur in Art. 3 Abs. 2 vor, dass kein Rechts-
anspruch auf Leistungen nach dieser Verordnung besteht. Der Kanton Schwyz 
legt in der Verordnung über Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen 
Auswirkungen des Coronavirus im Kultursektor vom 21. April 2020 (GS 26-4) in 
§ 2 Abs. 2 ebenfalls fest, dass kein Rechtsanspruch auf Leistungen nach dieser 

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Verordnung (Soforthilfen, Ausfallentschädigungen) besteht. Diese Bestimmung 
wurde auch in die gestützt auf Art. 11 Covid-19-Gesetz erlassene Verordnung 
zur Umsetzung der Covid-19-Kulturverordnung vom 26. Januar 2021 (GS 26-40, 
rückwirkend in Kraft per 26. September 2020) übernommen (§ 2 Abs. 2). Sowohl 
nach Bundesrecht als auch nach kantonalem Recht lässt sich aus dem Geset-
zeswortlaut nicht auf einen Rechtsanspruch auf die streitigen Leistungen schlies-
sen. 

Allerdings hat das Bundesgericht in BGE 147 I 333 bezüglich dem in der Covid-
Verordnung Kultur in Art. 11 Abs. 3 noch enthaltenen Ausschlusses des Rechts-
weges gegen Entscheide in Vollzug dieser Verordnung festgehalten, dass diese 
Bestimmung die Rechtsweggarantie gemäss Art. 29a BV verletze und damit ver-
fassungswidrig sei. Ein Ausnahmetatbestand im Sinne von Art. 29a Satz 2 BV, 
wonach Bund und Kantone in Ausnahmefällen eine richterliche Beurteilung aus-
schliessen könnten, liege nicht vor. Unter die von Satz 2 von Art. 29a BV erfass-
ten Ausnahmen fielen die nur schwer "justiziablen" Entscheide, zum Beispiel Re-
gierungsakte betreffend Fragen mit vorwiegend politischem Charakter, welche 
einer richterlichen Kontrolle nicht zugänglich seien (BGE 147 I 333 E. 1.6.1 
m.H.). In der Lehre wird denn auch bezüglich Entscheiden über finanzielle Leis-
tungen, auf die kein Rechtsanspruch besteht, davon ausgegangen, dass der Ge-
richtszugang zu gewähren ist (BSK BGG-Tophinke, 2.A., Art. 86 Rz 23; vgl. auch 
Mächler, Justizreform des Bundes und ihre Umsetzung für die Staats- und Ver-
waltungsrechtspflege sowie das Verwaltungsverfahren im Kanton Schwyz, EGV-
SZ 2010 S. 204 f.; Müller, Die Rechtsweggarantie, ZBJV 2004, S. 172; vgl. zum 
Ganzen: VGE III 2017 58 vom 28.8.2017 E. 1.3). Es ist vorliegend mithin 
nicht zulässig, den Rechtsweg ans Verwaltungsgericht mit dem Hinweis auf § 53 
Abs. 2 lit. b VRP zu verweigern. Allerdings ist im Rahmen der Beurteilung von 
konkreten Streitigkeiten dem der entscheidenden Behörde zustehenden Ermes-
sen Rechnung zu tragen.

3.1 Der Beschwerdeführer bestreitet die Zuständigkeit des Amtes für Kultur 
und des Bildungsdepartementes zum Erlass der Verfügung vom 3. September 
2021. Er habe sowohl für den Zeitraum November 2020 bis Januar 2021 als 
auch für den Zeitraum Februar bis April 2021 einen Beitrag von je über 
Fr. 100'000 beantragt, weshalb der Regierungsrat für die Behandlung der Gesu-
che zuständig gewesen wäre. Die Zuständigkeit richte sich nicht nach dem zuge-
sprochenen Beitrag, sondern nach der Höhe der ersuchten Unterstützung. Allein 
schon aufgrund der fehlenden Zuständigkeit sei die Verfügung nichtig.

3.2 Der Regierungsrat hält diesbezüglich im angefochtenen Beschluss fest, 
das Amt für Kultur habe die Gesuche des Beschwerdeführers geprüft und beur-

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teilt und dieses dann zum Entscheid an das zuständige Bildungsdepartement 
weitergeleitet. Das Verfahren sei korrekt durchgeführt worden. Zudem prüfe der 
Regierungsrat im Verwaltungsbeschwerdeverfahren den Sachverhalt wie auch 
die Rechtslage mit voller Kognition (§ 46 VRP), weshalb nicht erkennbar sei, in-
wieweit geschützte Rechtspositionen der Beschwerdeführer verletzt worden sei-
en. 

3.3 Gemäss § 3 Abs. 2 der Verordnung zur Umsetzung der Covid-19-Kultur-
verordnung sind die Gesuche für Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen 
und Kulturschaffende beim Amt für Kultur einzureichen. Das Amt für Kultur ist zu-
ständig für die Prüfung und Beurteilung der Gesuche auf der Grundlage der de-
partementalen Richtlinien sowie für die Weiterleitung der Gesuche mit seiner Be-
urteilung an die Behörde zum Entscheid (§ 4 Abs. 2 lit. b und c Verordnung zur 
Umsetzung der Covid-19-Kulturverordnung). Für die Schadensberechnungen der 
Ausfallentschädigungen können externe Fachleute beigezogen werden (§ 4 
Abs. 3 Verordnung zur Umsetzung der Covid-19-Kulturverordnung). Über die 
Ausfallentschädigungen und Beiträge an Transformationsprojekte gemäss der 
Covid-19-Kulturverordnung entscheiden a) das Bildungsdepartement bis zu ei-
nem Beitrag von Fr. 100'000 (inklusive Bundesbeitrag) und b) der Regierungsrat 
ab einem Beitrag von mehr als Fr. 100'000 (inklusive Bundesbeitrag). 

In den Richtlinien des Bildungsdepartements zur Beurteilung von Gesuchen 
gemäss der Covid-19-Kulturverordnung (vom 26.1.2021) wird in § 5 Abs. 1 aus-
geführt, dass die Gesuche in einem ersten Schritt durch die Abteilung Kulturför-
derung formal geprüft werden. Danach wird durch die Abteilung Kulturförderung 
eine inhaltliche Prüfung durchgeführt und ein Antragsentwurf erstellt. Die geprüf-
ten Anträge werden dann entweder dem Bildungsdepartement (bis Fr. 100'000) 
oder dem Regierungsrat (über Fr. 100'000) zur Genehmigung vorgelegt. Die Ent-
scheide sind der Finanzkontrolle zur Kenntnis zuzustellen. 

Nach der zitierten Regelung, auf welche die Vorinstanzen korrekt abgestellt ha-
ben, kann das Bildungsdepartement mithin Beiträge bis zu einer Höhe von 
Fr. 100'000 zusprechen. Sollen höhere Beiträge ausgerichtet werden, ist das Ge-
such an den Regierungsrat weiterzuleiten. Es ist in casu nicht zu beanstanden, 
dass die Abgrenzung der Zuständigkeit gestützt auf den zuzusprechenden Be-
trag (gemäss Gesuchsprüfung durch das Amt für Kultur) und nicht gestützt auf 
den eingeforderten Beitrag abgegrenzt wird. Solche Kompetenzabgrenzungen 
bei der Bewilligung von Ausgaben sind nicht unüblich und sie erfolgen regelmäs-
sig entsprechend den zugesprochenen Beiträgen oder der beschlossenen Aus-
gaben (vgl. z.B. § 28 Gesetz über den kantonalen Finanzhaushalt, FHG, SRSZ 
144.110; §§ 8-12 Geldspielverordnung, GSV, SRSZ 542.111). Entsprechend wird 

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denn auch in § 29 Abs. 1 der Verordnung über den kantonalen Finanzhaushalt 
(FHV, SRSZ 144.111) festgehalten, dass Basis für die Beurteilung der Zustän-
digkeit für die Ausgabenbewilligung die Berechnung der Ausgabenhöhe ist. Fi-
nanzhilfegesuche wie auch Ausgabenbeschlüsse werden jeweils verwaltungsin-
tern vorbereitet und bei Übersteigung eines gewissen Betrages zur Entscheidung 
an den Regierungsrat übertragen. Die Zuständigkeitsabgrenzung bezweckt die 
Kompetenzeinschränkung der Verwaltung ab einer bestimmten Ausgabenhöhe 
und nicht die Begründung eines Anspruchs auf einen Entscheid durch den Re-
gierungsrat ab einer bestimmten Ausgabenhöhe resp. Gesuchshöhe. 

Im Übrigen wurde der Entscheid des Bildungsdepartementes durch den Regie-
rungsrat und mithin durch die Behörde, welche für die Zusprechung von Beiträ-
gen von über Fr. 100'000 zuständig ist, welche gleichzeitig auch Aufsichtsbehör-
de des Bildungsdepartementes ist (§ 58 lit. e KV und § 4 Abs. 3 des Regierungs- 
Verwaltungsorganisationsgesetzes, RVOG, SRSZ 143.110) und welche als Be-
schwerdebehörde gegen Entscheide des Bildungsdepartementes fungiert (§ 45 
Abs. 1 lit. b VRP), bestätigt. Damit würde vorliegendenfalls eine allfällige sachli-
che Unzuständigkeit geheilt resp. durch den Entscheid der zuständigen Behörde 
abgelöst. 

4.1 Der Beschwerdeführer rügt des Weiteren eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs. Vor Erlass der angefochtenen Verfügung hätte ihm das rechtliche Gehör 
gewährt werden müssen. Anlässlich der Besprechung vom 9. Juni 2021 habe der 
kantonale Kulturbeauftragte die Überzeugung geäussert, das Gesuch werde gut-
geheissen bzw. zumindest teilweise gutgeheissen und er werde eine wesentlich 
höhere Entschädigung erhalten. Zur in der Folge beschlossenen Kehrtwende ha-
be er sich nicht äussern können. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs hätte 
auch bei dessen Heilung zumindest im Rahmen der Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen berücksichtigt werden müssen. Zudem habe sich die Beschwer-
deinstanz nicht mit seinem Antrag auf Entschädigung der Kosten für das Schutz-
konzept (von Fr. 7'418.62) und unnütz gewordener Werbeausgaben in Höhe von 
Fr. 31'311.68 auseinandergesetzt. 

4.2 Das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV dient einerseits der Sach-
aufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht 
beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen 
eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass 
eines solchen Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubrin-
gen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu 
werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder 
sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den 

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Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mit-
wirkungsrecht somit alle Befugnisse, der eine Partei bedarf, um in einem Verfah-
ren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung zu bringen (BGE 144 I 11 E. 5.3; BGE 
135 II 286 E. 5.1 S. 293 mit Hinweisen; Urteil BGer 2C_852/2022 vom 2.5.2023 
E. 5.1). Im kantonalen Verwaltungsverfahren wird das rechtliche Gehör in § 21 
VRP konkretisiert. 

4.3 In Verwaltungsverfahren, die durch ein Gesuch eingeleitet werden, über-
nimmt die Gesuchseinreichung selbst die Funktionen des rechtlichen Gehörs 
(Waldmann/Bickel in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, Art. 
29 N 42). Der Beschwerdeführer konnte sich vorliegend denn auch im Rahmen 
seines Gesuches umfassend zu den für den Entscheid massgebenden Tatsa-
chen äussern. Der Regierungsrat weist im angefochtenen Beschluss zudem kor-
rekt darauf hin, dass der Kulturbeauftragte des Kantons mit dem Beschwerdefüh-
rer am 9. Juni 2021 eine Besprechung durchgeführt hat. Auch in diesem Rahmen 
konnte sich der Beschwerdeführer zu den für den Entscheid massgebenden Tat-
sachen äussern. Der Anspruch auf rechtliches Gehör räumt nicht das Recht ein, 
vor dem Erlass eines Entscheides über dessen Inhalt oder dessen Begründung 
orientiert zu werden (vgl. Daum in: Kommentar zum bernischen VRPG, Art. 21 
N 17 m.H.). Es genügt, dass sich die Parteien insbesondere zum Sachverhalt 
sowie zu den anwendbaren Rechtsnormen vorweg äussern und ihre Standpunk-
te einbringen können (BGE 132 II 257 E. 4.2). Dem Beschwerdeführer wurde da-
zu in genügendem Umfang Gelegenheit gegeben. Soweit der Beschwerdeführer 
die fehlende Auseinandersetzung mit zwei geltend gemachten Schadenspositio-
nen rügt, ist festzuhalten, dass das Bildungsdepartement die Entschädigung 
nach Pauschalen bemessen hat. In diesem Sinne hatte es sich folgerichtig auch 
nicht zu den einzelnen Schadenspositionen zu äussern. Der Anspruch auf recht-
liches Gehör verlangt zudem nicht, dass sich die Begründung mit allen Partei-
standpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen aus-
drücklich widerlegt. Im angefochtenen Entscheid werden die entscheidwesentli-
chen Faktoren hinlänglich festgestellt und gewürdigt, so dass der Beschwerde-
führer sich über dessen Tragweite ein Bild machen und diesen sachgerecht an-
fechten konnte (zum Ganzen: BGE 142 II 49 E. 9.2 m.H., BGE 137 II 266 E. 3.2 
m.H.). Ob es vorliegend gerechtfertigt war, die Ausfallentschädigung anhand von 
Pauschalen zu bemessen, ist eine Frage des materiellen Rechts und nachfol-
gend zu prüfen. 

Der Umstand, dass das Bildungsdepartement nur teilweise dem Gesuch des Be-
schwerdeführers gefolgt ist, stellt im Übrigen keine Verletzung des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör dar. 

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5.1 Umstritten ist des Weiteren die Höhe der Ausfallentschädigung. 

Die Berechnung der Entschädigung im Entscheid vom 3. September 2021 betref-
fend die Periode November 2020 bis Januar 2021 berücksichtigt den Ausfall von 
56 Shows, für welche eine Entschädigung von je Fr. 1'000 als anrechenbar quali-
fiziert wurden. Für drei Shows wurde infolge Doppelbuchungen keine Entschä-
digung gutgeschrieben. Der anrechenbare Schaden wurde infolgedessen auf 
Fr. 56'000 bemessen, wovon die dem Beschwerdeführer für dieselbe Periode 
ausbezahlte Corona-Erwerbsausfallentschädigung in Höhe von insgesamt 
Fr. 18'032 in Abzug gebracht wurde. Entsprechend wurde eine Ausfallentschädi-
gung für die Periode November 2020 bis Januar 2021 in Höhe von Fr. 30'374.40 
(80% des berechneten Ausfalls) zugesprochen. 

Für die Periode Februar bis April 2021 wurde mit Entscheid vom selben Tag 
die Zusprechung einer Entschädigung abgelehnt. Zwar wurde der Ausfall von 
16 Shows gemäss der Zusammenstellung des Beschwerdeführers anerkannt, ein 
daraus resultierender Schadenersatz wurde mit Fr. 16'000 berücksichtigt, aber 
mit den für diese Periode erhaltenen Erwerbsausfallentschädigungen in Höhe 
von insgesamt Fr. 17'444 verrechnet, so dass eine Ausfallentschädigung für die-
se Periode letztlich abgelehnt wurde. 

5.2 Der Beschwerdeführer macht einen Schaden in Höhe von Fr. 582'000 für 
den Zeitraum November 2020 bis Januar 2021 und von Fr. 188'400 für den Zeit-
raum von Februar bis April 2021 geltend. Die von den Vorinstanzen vorgenom-
mene Begrenzung der Entschädigung auf Fr. 1'000 pro entgangenem Auftritt sei 
unzulässig. Sie stehe im Widerspruch zu Art. 11 Abs. 11 Covid-19-Gesetz, wo-
nach insbesondere freischaffende Künstler Zugang zur Ausfallentschädigung er-
halten sollen. Die Beschränkung stehe zudem im Widerspruch zu Sinn und 
Zweck der Ausfallentschädigung. Diese bezwecke den Erhalt der Schweizer Kul-
turlandschaft und eine Entschädigung der Kulturunternehmen und der Kultur-
schaffenden für den Schaden, welche sie durch die behördlichen Pandemie-
bekämpfungsmassnahmen erlitten hätten. Bei Kulturschaffenden mit hohen Fix-
kosten wie dem Beschwerdeführer sei die Begrenzung nicht sachgerecht, da die 
Fixkosten die anrechenbare Gage übersteigen würden. Der gewährte Beitrag er-
statte gerade mal 5% des Schadens der Monate November 2020 bis Januar 
2021 und für die Monate Februar bis April 2021 erhalte er gar keine Entschädi-
gung. Insofern stelle die Pauschalierung der Entschädigung eine ungerechtfertig-
te Benachteiligung von Künstlern mit hohen Fixkosten gegenüber Künstlern mit 
tiefen Fixkosten dar. Die anfallenden Fixkosten (Hypothekarzinsen, Amortisation 
des Theaters, Unterhalt) würden mit der gewährten Entschädigung nur unzurei-
chend berücksichtigt. Die Vorinstanz übersehe, dass mit der Ausfallentschädi-

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gung nicht eine blosse Existenzsicherung bezweckt werde (diese werde durch 
die Nothilfe nach Art. 11 Abs. 4 Covid-19-Gesetz und Art. 3 Abs. 1 lit. c Covid-19-
Kulturverordnung gedeckt), sondern es vielmehr um eine Ausfallentschädigung 
gehe. Auch wenn ihm der Maximalbetrag von Fr. 350'000 zugesprochen würde, 
würde dies bloss einen kleinen Teil des pandemiebedingten Schadens ersetzen. 
Eine Begrenzung der Entschädigung auf Fr. 1'000 pro Veranstaltung sei im Co-
vid-19-Gesetz und in der Covid-19-Kulturverordnung und auch in der Umset-
zungsverordnung nicht vorgesehen. 

Eine konkrete Berechnung der Entschädigung anhand der entfallenen Einnah-
men werde zu Unrecht auch im angefochtenen Beschluss nicht vorgenommen. 

Im Übrigen würden zu Unrecht nicht alle geltend gemachten entfallenen Veran-
staltungen bei der Bemessung der Ausfallentschädigung berücksichtigt. Es sei 
dabei zu Unrecht von Terminkollisionen ausgegangen worden. Reservationen 
und Buchungen seien allerdings nicht in Stein gemeisselt. Terminkollisionen hät-
ten durch eine geschickte Planung mit Verschiebung einzelner Termine, durch 
den Einsatz eines K.________ beim B.________ und durch mehrere Auftritte am 
selben Tag vermieden werden können. Ohne die behördlichen Pandemie-
bekämpfungsmassnahmen hätten sämtliche geltend gemachten Engagements 
durchgeführt werden können. Der Beschwerdeführer verweist zum Beweis auf 
sein Engagement am L.________ vom Januar 2023, wo er zwei bis drei Shows 
pro Tag bestritten habe. Er macht zudem geltend, dass er verschiedene Auskünf-
te und Zeugenbefragungen zur Programmierungspraxis in der Veranstaltungs-
branche offeriert habe. Diese Beweise seien nicht abgenommen worden. Da-
durch sei sein Anspruch auf Beweisabnahme verletzt worden. 

5.3 Im angefochtenen Beschluss führt der Regierungsrat aus, im Kanton 
Schwyz erfolge die Berechnung des ungedeckten Schadens anhand der effektiv 
entgangenen Einnahmen abzüglich der nicht angefallenen Kosten und erhalte-
nen Entschädigung gemäss dem Schadensberechnungsmodell 2. Die Ertrags-
minderung bestehe namentlich aus entgangenen Einnahmen aus Verkäufen, 
entgangenen Gagen oder Ticketverkäufen sowie nicht ausbezahlten Drittmitteln 
(Sponsoring usw.). Die Aufwandminderung berechne sich aus nicht angefallenen 
Kosten, Erwerbsausfallentschädigung, Soforthilfe, Kurzarbeitsentschädigung, Pri-
vatversicherungen für Schadensdeckung usw. Die Vorinstanz habe pro abgesag-
te Veranstaltung eine Maximalgage von Fr. 1'000 ohne zusätzlichen Abzug von 
nicht angefallenen Kosten berücksichtigt. Es liege grundsätzlich im Ermessen der 
Kantone, in welche Höhe sie die Gage eines Künstlers bei der Bemessung der 
Ausfallentschädigung berücksichtigen würden. Es bestehe kein Anspruch auf die 
Finanzhilfe. Das Amt für Kultur habe sich bei der Festlegung der Gagenhöhe ge-

12

nerell an die gemeinsamen Empfehlungen des BAK und der Delegation der Kul-
turbeauftragen der Kantone gehalten. Danach könne sich ein Kanton bei der An-
rechnung von hohen bis sehr hohen Gagen grundsätzlich an den Richtgagen der 
relevanten Branchenverbände orientieren. Zudem werde die Anwendung der 
Richtgagen-Regelung des Kantons Bern empfohlen. Gemäss dieser seien Ga-
gen/Honorare in Höhe bis zu einem Maximalbetrag von Fr. 1'000 pro Auftritt und 
pro Person anzurechnen. Der Beschwerdeführer erhalte neben der Ausfallent-
schädigung für Kulturschaffende die maximale Erwerbsersatzentschädigung, 
wodurch sich sein Schaden stark reduziere. Die Ausfallentschädigung bezwecke 
die Abmilderung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie für 
Kulturschaffende und die Existenzsicherung. Es gehe nicht um den Ersatz von 
hohen Einkommen. Ein entgangener Gewinn werde nicht entschädigt. Dem Be-
schwerdeführer seien für seine potenziellen Engagements an externen Veran-
staltungen und auch für seine selber organisierten Shows in seinem Eventlokal 
die Maximalgage von Fr. 1'000 pro Auftritt zugesprochen worden. Das Bildungs-
departement sei befugt gewesen, eine einfache Lösung zur Berechnung und 
Ausrichtung der Ausfallentschädigung anzuwenden. Es wäre ein unverhältnis-
mässiger Aufwand, wenn bei jedem Gesuch um Ausfallentschädigung die ent-
gangenen Einnahmen im Detail zu berechnen wären. 

In Bezug auf die vom Beschwerdeführer gerügte Nichtberücksichtigung von 
Mehrfachbuchungen wird im Beschwerdeentscheid ausgeführt, es sei nicht rea-
listisch, dass der Beschwerdeführer wie geltend gemacht vom 14. bis zum 
18. Dezember 2020 an vier Show-Tagen insgesamt zwanzig Auftritte in 
M.________ wahrgenommen hätte und zudem am 17. Dezember 2020 an einem 
Firmenanlass in N.________ hätte auftreten können. Das gleiche gelte für den 
Auftritt vom 5. Dezember 2020 in O.________, da er an diesem Tag einen Event 
in seinem Eventlokal in F.________ geplant gehabt habe. Auch für den 31. De-
zember 2020 sei zu Recht nur der Ausfall einer Show berücksichtigt worden. Das 
Bildungsdepartement habe zu Recht nur den Ausfall einer Show pro Tag berück-
sichtigt. 

Insgesamt sei die Schadensberechnung der Vorinstanz nicht zu beanstanden. 

5.4 Das Bildungsdepartement führt vernehmlassend aus, um die entgangenen 
Einnahmen und den ungedeckten Schaden plausibilisieren zu können, seien die 
Umsätze und das Einkommen der Steuerveranlagungen der Jahre 2016 - 2019 
beigezogen worden. Der durchschnittliche Umsatz der Jahre 2016 - 2019 liege 
bei rund Fr. ny.--; das durchschnittliche Einkommen betrage rund Fr. nx.--. Die 
Plausibilitätskontrolle habe ergeben, dass keine Anzeichen bestanden hätten, 
von der bewährten Berechnungsmodalität von Fr. 1'000 pro Auftritt abzuweichen. 

13

Sinn und Zweck der Ausfallentschädigung bestehe darin, die wirtschaftlichen 
Auswirkungen der Corona-Pandemie für Kulturschaffende abzumildern und nicht 
hohe Gagen zulasten der öffentlichen Hand zu ersetzen. 

5.5 Die auf die Covid-19-Staatsbeiträge im Kulturbereich anwendbaren Geset-
zes- und Verordnungsbestimmungen wurden seit ihrem Inkrafttreten mehrfach 
revidiert. Gemäss Art. 36 lit. a des Bundesgesetzes über Finanzhilfen und Abgel-
tungen (SuG, SR 616.1) vom 5.10.1990 werden Gesuche um Finanzhilfen und 
Abgeltungen nach dem im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung geltenden Recht 
beurteilt. Vorliegend wurden die streitigen Gesuche am 26. Januar 2021 und am 
1. Mai 2021 eingereicht. Folglich sind das Covid-19-Gesetz in der am 19. De-
zember 2020 in Kraft getretenen Fassung vom 18. Dezember 2020 und die Co-
vid-19-Kulturverordnung in der Fassung vom 1. Mai 2022, welche rückwirkend 
per 26. September 2020 in Kraft getreten ist, anwendbar. 

5.6.1  Wie bereits erwähnt, kann der Bund Kulturunternehmen, Kulturschaffende 
sowie Kulturvereine im Laienbereich gemäss Art. 11 Abs. 1 des Covid-19-Ge-
setzes mit Finanzhilfen unterstützen. Zur Unterstützung der Kulturunternehmen 
und Kulturschaffenden kann das Bundesamt für Kultur (BAK) mit einem oder 
mehreren Kantonen Leistungsvereinbarungen abschliessen. Die Beiträge werden 
den Kulturunternehmen und Kulturschaffenden auf Gesuch als Ausfallentschädi-
gung und den Kulturunternehmen für Transformationsprojekte ausgerichtet 
(Abs. 2 in der Version vom 19.3.2021, rückwirkend in Kraft ab 1.11.2020). 

Gemäss der vom Bundesrat gestützt auf Art. 11 Abs. 11 Covid-19-Gesetz erlas-
senen Covid-19-Kulturverordnung haben die Massnahmen nach Art. 11 des Co-
vid-19-Gesetzes zum Ziel (Art. 1 Covid-19-Kulturverordnung):

a. die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Epidemie für Kulturunterneh-
men, Kulturschaffende und Kulturvereine im Laienbereich abzumildern;

b. Kulturunternehmen bei der Anpassung an die durch die Covid-19-Epidemie 
veränderten Verhältnisse zu unterstützen;

c. eine nachhaltige Schädigung der Schweizer Kulturlandschaft zu verhindern 
und zum Erhalt der kulturellen Vielfalt beizutragen. 

Als Kulturschaffende gelten gemäss Art. 2 lit. d Covid-19-Kulturverordnung natür-
liche Personen, die hauptberuflich im Kulturbereich tätig sind. Gemäss Art. 3 Co-
vid-19-Kulturverordnung (Version vom 18.12.2020, in Kraft seit 19.12.2020) kön-
nen folgende Finanzhilfen geleistet werden:

14

a. Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen und für Kulturschaffende zur 
Entschädigung finanzieller Einbussen im Zusammenhang mit Veranstaltun-
gen, Projekten und Einschränkungen des Kulturbetriebs;

b. Beiträge an Transformationsprojekte; 

c. Geldleistungen an Kulturschaffende zur Deckung der unmittelbaren Lebens-
haltungskosten (Nothilfe);

d. Unterstützung von Kulturvereinen im Laienbereich zur Entschädigung finanzi-
eller Einbussen im Zusammenhang mit Veranstaltungen. 

Gemäss Art. 3 Abs. 2 Covid-19-Kulturverordnung besteht - wie bereits erwähnt - 
kein Anspruch auf Finanzhilfen. Die Kantone können kulturpolitische Prioritäten 
setzen.

Die Anspruchsvoraussetzungen für die Ausrichtung einer Ausfallentschädigung 
werden in Art. 4 Covid-19-Kulturverordnung geregelt. Danach erhalten Kulturun-
ternehmen und Kulturschaffende auf Gesuch Finanzhilfen für den finanziellen 
Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durch-
führung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Ein-
schränkungen infolge der Umsetzung staatlicher Massnahmen entsteht (Art. 4 
Abs. 1 Covid-19-Kulturverordnung). Kulturschaffende müssen ihren Wohnsitz in 
der Schweiz haben. Sie können nur den finanziellen Schaden geltend machen, 
der ihnen im Zusammenhang mit einer selbständigen Erwerbstätigkeit oder mit 
ihrer Tätigkeit als Freischaffende entsteht (Art. 4 Abs. 2 Covid-19-
Kulturverordnung). 

Gemäss Art. 5 Abs. 1 Covid-19-Kulturverordnung sind nur Schäden ersatzfähig, 
die a) durch staatliche Massnahmen verursacht wurden; und b) nicht durch ande-
re Entschädigungen gedeckt sind. Die Entschädigung deckt höchstens 80 Pro-
zent des finanziellen Schadens (Art. 5 Abs. 2 Covid-19-Kulturverordnung). Ein al-
lenfalls entgangener Gewinn wird nicht entschädigt (Art. 5 Abs. 3 Covid-19-Kul-
turverordnung). 

5.6.2  Die Gesuche sind bei den von den Kantonen bezeichneten zuständigen 
Stellen einzureichen (Art. 6 Abs. 1 Covid-19-Kulturverordnung). Örtlich zuständig 
ist der Kanton am Sitz des Kulturunternehmens beziehungsweise am Wohnsitz 
des Kulturschaffenden (Art. 6 Abs. 2 Covid-19-Kulturverordnung). Die Kantone 
entscheiden über die Gesuche. Das Verfahren richtet sich nach kantonalem 
Recht (Art. 6 Abs. 3 Covid-19-Kulturverordnung). Die entsprechenden Vollzugs-
bestimmungen hat der Regierungsrat in der Verordnung über Massnahmen zur 
Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus (Covid-19) im 
Kultursektor (GS 26-4) erlassen.

15

5.6.3  Das BAK ist für den Vollzug der Covid-19-Kulturverordnung zuständig. Es 
erlässt in Zusammenarbeit mit den Kantonen Richtlinien zur Festlegung der Pra-
xis bei den Finanzhilfen (vgl. Art. 19 Abs. 1 und 2 Covid-19-Kulturverordnung). 
Diese Richtlinien ergeben sich einerseits aus den Erläuterungen und wurden ins-
besondere in den "FAQ" durch Bund und Kantone gemeinsam entwickelt.

Gemäss den Erläuterungen des BAK (in der Fassung vom 18.12.2020) zu Art. 3 
Abs. 2 der Covid-19-Kulturverordnung können die Kantone kulturpolitische Prio-
ritäten setzen und beispielsweise Ausfallentschädigungen auf gewisse Kategori-
en von Anspruchsberechtigten beschränken (z.B. Veranstalter von regionaler 
Bedeutung) oder die maximale Entschädigung von 80 Prozent des Schadens 
herabsetzen. Die Kantone müssen ihre Prioritätenordnungen schriftlich festhalten 
und online zugänglich machen. In der rückwirkend per 26. September 2020 in 
Kraft getretenen kantonalen Verordnung zur Umsetzung der Covid-19-Kultur-
verordnung (GS-40) hat der Regierungsrat in § 2 Abs. 2 den Grundsatz wieder-
holt, wonach kein Rechtsanspruch auf Leistungen nach dieser Verordnung be-
stehe. Die maximale Höhe der Ausfallentschädigungen wird auf höchstens 80 
Prozent des anrechenbaren finanziellen Schadens, maximal auf Fr. 350'000 pro 
Kulturunternehmen oder Kulturschaffenden festgesetzt (§ 5 Abs. 1 der Verord-
nung zur Umsetzung der Covid-19-Kulturverordnung). In § 4 Abs. 2 lit. b der Ver-
ordnung zur Umsetzung der Covid-19-Kulturverordnung wird zudem auf die de-
partementalen Richtlinien verwiesen. Diese Richtlinien zur Beurteilung von Ge-
suchen gemäss der Covid-19-Kulturverordnung und der kantonalen Verordnung 
(vom 26.1.2021, mit laufenden Revisionen) regeln die Formalien der Gesuch-
seingabe (Fristen, Inhalt, Verfahren), wiederholen den Grundsatz der Subsidia-
rität und stellen eine Prioritätenliste auf (vgl. § 6). Die Prioritätenliste berücksich-
tigt im Wesentlichen die Dringlichkeit der Unterstützung zur Existenzsicherung, 
ein ausgewiesenes Interesse des Kantons an der Aufgabenerfüllung, welches mit 
dem Erhalt eines Unterstützungsbeitrages durch die öffentliche Hand in den ver-
gangenen Jahren nachgewiesen werden kann, der Beitrag zur Angebotsvielfalt in 
der Region und die Förderung des regionalen Kulturschaffens.

5.6.4  Gemäss den oberwähnten Erläuterungen des BAK zu Art. 4 und 5 Covid-
19-Kulturverordnung soll das Instrument der Ausfallentschädigung die den Kul-
turunternehmen durch staatliche Massnahmen im Zusammenhang mit der 
Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19) entstandenen Schäden abgelten. Die 
Ausfallentschädigung deckt Schäden für annullierte, verschobene oder aufgrund 
von behördlichen Vorgaben in bloss eingeschränktem Umfang durchgeführte 
Veranstaltungen und Projekte ab. Kulturunternehmen können auch eine Ausfall-
entschädigung geltend machen, wenn sie z. B. aufgrund von Planungsunsicher-

16

heit keine Programmierung vornehmen konnten. Diesfalls wird für die Ausfallent-
schädigung auf die tatsächlich erfolgte Programmierung in den relevanten Ver-
gleichsmonaten der letzten zwei Jahre abgestellt.

Für die Ausfallentschädigungen an Kulturschaffende gelten dieselben An-
spruchsvoraussetzungen wie für die Kulturunternehmen. Zur Reduktion des ad-
ministrativen Aufwandes der Kantone sollen auf Praxisebene möglichst einfache 
Lösungen zur Berechnung und Ausrichtung der Ausfallentschädigung an Kultur-
schaffende angestrebt werden.

Als finanzieller Schaden gilt gemäss den Erläuterungen die unfreiwillige Vermö-
gensverminderung. Es ist höchstens ein Schaden bis zur Erreichung der be-
triebswirtschaftlichen Gewinnschwelle zu berücksichtigen. Massgebend sollen im 
Einzelnen die im Rahmen der Covid-19-Kulturverordnung gemeinsam mit den 
Kantonen entwickelten zwei Schadensmodelle sein, die von der Eidgenössischen 
Finanzkontrolle als gleichwertig beurteilt wurden. Jeder Kanton hat sich für die 
Anwendung eines einzigen Schadensmodells für sämtliche Gesuche zu ent-
scheiden. Am 31. März 2021 hielt das BAK in den Erläuterungen ergänzend fest, 
dass auch bei den Freischaffenden die unfreiwillige Vermögensverminderung als 
finanzieller Schaden gelte. Bei der konkreten Berechnung gebe es jedoch aus 
der Natur der befristeten Anstellungen von Freischaffenden gewisse Abweichun-
gen im Vergleich zu den übrigen Kulturschaffenden: Bei den Freischaffenden sei 
zunächst festzustellen, welches Einkommen die betreffende Person in den für 
den aktuellen Schadenszeitraum relevanten Vergleichsmonaten der Jahre 2018 
und 2019 mit befristeten Anstellungen im Kulturbereich erzielt habe (z. B. für den 
Schadenszeitraum Mai bis August 2021 das Einkommen der Monate Mai bis Au-
gust der Jahre 2018 und 2019). In den Erläuterungen vom 17. Dezember 2021 
wird dann der Vergleichszeitraum auf die Vergleichsmonate der letzten zwei Jah-
re vor der Pandemie sowie bei Kulturschaffenden zusätzlich des Jahres 2017 
festgelegt. Der für die Ausfallentschädigung relevante Schaden ergebe sich aus 
der Differenz des für die Vergangenheit festgestellten Einkommens und dem 
heutigen Resteinkommen unter Berücksichtigung von Ersatzeinkommen wie Ar-
beitslosenentschädigung oder anderer anrechenbaren Entschädigungen (vgl. 
Art. 5 Abs.1 lit. b).

Gemäss den Erläuterungen des BAK können auch finanzielle Schäden, die im 
Ausland entstanden sind, entschädigt werden. 

5.6.5  Gemäss Art. 18 Abs. 1 Covid-19-Kulturverordnung sind die Gesuchsteller 
verpflichtet, alle zumutbaren Massnahmen zur Schadensminderung beziehungs-
weise zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten zu ergreifen. Sie 
haben den Schaden und die Kausalität gemäss Art. 18 Abs. 2 Covid-19-Kul-

17

turverordnung glaubhaft zu machen. Soweit möglich und zumutbar haben sie den 
Schaden durch Dokumente nachzuweisen. Zur Glaubhaftmachung des Scha-
dens führt das BAK in den oberwähnten Erläuterungen aus, Glaubhaftmachen 
sei mehr als ein Behaupten, aber weniger als ein strikter bzw. ein voller Beweis. 

5.7 Es ist vorliegend grundsätzlich unbestritten, dass der Beschwerdeführer 
unter den Begriff der Kulturschaffenden fällt. Dies ergibt sich auch aus den Erläu-
terungen des BAK zur Covid-19-Kulturverordnung, wonach unter die darstellen-
den Künste auch die R.________ fallen, unter welche die Tätigkeit des Be-
schwerdeführers subsumiert werden kann. 

Des Weiteren ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer aufgrund der ab Ende 
Oktober 2020 bis Ende Mai 2021 geltenden Einschränkungen zur Bekämpfung 
der Covid-19-Pandemie von der Absage diverser Veranstaltungen betroffen war 
und er mithin auch die Voraussetzung von Art. 4 Abs. 1 Covid-19-Kulturver-
ordnung erfüllt. 

Streitig sind Ausfallentschädigungen im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. a Covid-19-
Kulturverordnung. 

5.8.1  Offen ist vorab die Frage, ob überhaupt ein Rechtsanspruch auf eine Aus-
fallentschädigung besteht. 

Die vom Staat gewährten finanziellen Leistungen an die Kulturschaffenden 
während der Corona-Pandemie stellen grundsätzlich eine Finanzhilfe im Sinne 
von Art. 3 Abs. 1 SuG dar. In Lehre und Rechtsprechung unterscheidet man Er-
messens- und Anspruchssubvention. Von Ermessenssubventionen spricht man, 
wenn das Gesetz den rechtsanwendenden Behörden Ermessen einräumt beim 
Entscheid darüber, ob eine Subvention zugesprochen und wie sie zu bemessen 
ist. Es besteht kein Anspruch auf die Subvention (Häfelin/Uhlmann/Müller, All-
gemeines Verwaltungsrecht, 8.A., Rz 2520 m.H.; VGE III 2017 58 v. 28.8.2017 E. 
4.2; Urteil BVGer A-4995/2018 v. 6.5.2019 E. 3.5 m.H.). Ein Anspruch auf eine 
Subvention ist demgegenüber anzunehmen, wenn das einschlägige Recht die 
Bedingungen umschreibt, unter welchen ein Beitrag zu gewähren ist, ohne dass 
es im Ermessen der rechtsanwendenden Behörde läge, ob sie einen Beitrag ge-
währen will oder nicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob der anspruchsbegründen-
de Erlass ein Gesetz oder eine Verordnung ist oder ob die Berechtigung sich aus 
mehreren Erlassen ergibt (Urteile BGer 2C_403/2021 vom 20.9.2021 E. 1.3; 
2C_69/2020 vom 22.10.2020 E. 2.5.1 je m.H.; vgl. auch BGE 138 II 191 E. 4.2.4.; 
133 I 185 E. 6.1). Das Bundesgericht hat einen bundesrechtlichen Anspruch auf 
Leistungen wiederholt auch dann bejaht, wenn die betreffende Rechtsnorm als 

18

Kann-Vorschrift formuliert war (Urteile BGer 2C_403/2021 vom 20.9.2021 E. 1.3; 
2C_69/2020 vom 22.10.2020 E. 2.5.1 je m.H.). 

Ein Rechtsanspruch auf eine Finanzhilfe kann gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung unter Umständen selbst dann bestehen, wenn diese gemäss 
der einschlägigen Gesetzgebung lediglich im Rahmen der bewilligten Kredite 
gewährt wird, doch ist eine solche Formulierung ein gewichtiges Indiz gegen das 
Bestehen eines Rechtsanspruchs, weil in diesem Fall die Subventionsgewährung 
unter dem Vorbehalt der Budgethoheit des Parlaments steht (Urteile BGer 
2C_8/2022 vom 28.9.2022 E. 1.3.2; 2C_69/2020 vom 22.10.2020 E. 2.5.1 je 
m.H.). 

5.8.2  Vorliegend gibt es zwar gewisse Indizien, welche für das Vorliegen einer 
Anspruchssubvention sprechen. So führte bei der Beratung des Covid-19-Ge-
setzes der Kommissionssprecher im Plenum des Ständerates (SR Rechsteiner) 
aus, dass die finanziell relevanten Bestimmungen im zweiten Teil des Gesetzes, 
beginnend mit den Massnahmen im Kulturbereich, im Ergebnis verbindliche Be-
schlüsse seien, auch wenn teilweise das Wort "kann" verwendet werde. Dies sei 
nicht anders als bei anderen Subventionserlassen, namentlich im Landwirt-
schaftsbereich (Amtliches Bulletin Ständerat 2020 S. 756). Zudem wird im Titel 
von Art. 4 der Covid-19-Kulturverordnung von "Anspruchsvoraussetzungen" ge-
sprochen. 

Andererseits ist nach der Rechtsprechung die Tatsache, dass die anwendbare 
Norm als "Kann-Vorschrift" ausgestaltet ist, ein relevantes Indiz dafür, dass kein 
Anspruch auf die finanzielle Leistung besteht, auch wenn eine solche Formulie-
rung dies - wie bereits erwähnt - nicht in allen Fällen ausschliesst (Urteil BGer 
2C_8/2022 vom 28.9.2022 E. 1.3.2 m.H.; Urteil BVGer A-3121/2021 vom 
1.2.2022 E. 3.2.2). In Art. 11 Abs. 1 und 2 Covid-19-Gesetz wird der Bund einzig 
ermächtigt, Kulturschaffende mit Finanzhilfen zu unterstützen. Es handelt sich 
um eine Kann-Bestimmung. Der Bund kann Mittel zur Verfügung stellen und er 
kann mit einem oder mehreren Kantonen Leistungsvereinbarungen in der Höhe 
von insgesamt höchstens Fr. 100 Millionen abschliessen. Es ist gesetzlich mithin 
ein Gesamtvolumen festgelegt. Der Bund beteiligt sich gemäss Art. 11 Abs. 3 
Covid-19-Gesetz im Rahmen der bewilligten Kredite zur Hälfte an der Finanzie-
rung von Ausfallentschädigungen, welche die Kantone gestützt auf die Leis-
tungsvereinbarungen umsetzen. Im Kanton Schwyz wurden keine Kredite für die 
Finanzhilfe an Kulturschaffende gesprochen. Die Finanzierung eines vom Kanton 
zu tragenden Anteils erfolgt aus den Mitteln des Lotteriefonds (§ 7 VO zur Um-
setzung der Covid-19-Kulturverordnung). In diesem Zusammenhang ist ent-
scheidend, dass das Bundesrecht die Kantone nicht zu Leistungen von Finanzhil-

19

fen im Sinne von Art. 11 Covid-19-Gesetz verpflichtet. In der Botschaft zum Co-
vid-19-Gesetz wird zur Ausfallentschädigung im Sinne von Art. 11 Abs. 3 Covid-
19-Gesetz denn auch ausgeführt (Entwurf Art. 8), dass keine Pflicht zur Beteili-
gung der Kantone an den Kosten bestehe und die Kulturhoheit vollumfänglich 
gewährleistet bleibe (BBl 2020 S. 6608). 

Den Kantonen kommt mithin ein grosses Ermessen bei der Leistung von Finanz-
hilfen für die Leistung von Ausfallentschädigungen im Kulturbereich im Sinne von 
Art. 11 Abs. 2 Covid-19-Gesetz und der Ausgestaltung solcher Entschädigungen 
zu. Dies ergibt sich im Übrigen auch aus dem Umstand, dass gemäss Art. 69 
Abs. 1 BV die Kantone für den Bereich der Kultur zuständig sind. Der Bund 
"kann" kulturelle Bestrebungen von gesamtschweizerischem Interesse unterstüt-
zen (Art. 69 Abs. 2 BV). Im kantonalen Recht wird ein Rechtsanspruch auf Fi-
nanzhilfe ausdrücklich verneint (§ 2 Abs. 2 VO zur Umsetzung der Covid-19-
Kulturverordnung). Auch in der ausführenden Verordnung des Bundesrates wird - 
wie bereits dargestellt - ein Rechtsanspruch ausdrücklich verneint (Art. 3 Abs. 2 
Covid-19-Kulturverordnung). Bereits aus diesen Gründen ist ein Rechtsanspruch 
zu verneinen. 

Indem im Bundesrecht ein Gesamtvolumen für eine Beteiligung des Bundes an 
die Kosten der Ausfallentschädigung festgehalten wird und der Kanton keine 
Verpflichtungskredite für Massnahmen im Kulturbereich gesprochen hat, sondern 
vielmehr lediglich Mittel zur Verfügung stellt, auf deren Vorhandensein er keinen 
Einfluss hat, so dass völlig offen ist, ob überhaupt entsprechende kantonale Mit-
tel vorhanden sind, steht die Finanzhilfe unter dem Vorbehalt der vom Bundespa-
rlament gesprochenen und der im kantonalen Lotteriefonds vorhandenen Mittel. 
Auch aus diesem Grund ist ein Rechtsanspruch auf Ausfallentschädigungen zu 
verneinen (vgl. Urteil BGer 2C_69/2020 vom 22.10.2020 E. 2.5.1). 

Soweit Anspruchsvoraussetzungen in der Covid-19-Kulturverordnung geregelt 
werden, werden die Voraussetzungen einer finanziellen Beteiligung des Bundes 
festgelegt. Für Gesuche, welche die fraglichen Voraussetzungen nicht erfüllen, 
werden keine Bundesgelder geleistet. Auch die Schadensberechnung und die 
Höhe der Entschädigung gemäss Art. 5 Covid-19-Kulturverordnung regelt letzt-
lich die Voraussetzungen dafür, dass sich der Bund an der Finanzhilfe beteiligt. 
Den Kantonen steht es einerseits frei, aus eigenen Mitteln weitergehende Leis-
tungen zu erbringen. Andererseits sind sie insbesondere nicht verpflichtet, die in 
Art. 5 Abs. 2 vorgesehene maximale Schadensdeckung von 80 Prozent zu ge-
währleisten. Ein Rechtsanspruch kann weder aus Art. 4 noch aus Art. 5 Covid-
19-Kulturverordnung abgeleitet werden. 

20

Es kann im Übrigen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den Härtefall-
Massnahmen für Unternehmen gemäss Art. 12 Covid-19-Gesetz verwiesen wer-
den. Danach legt das Bundesrecht lediglich fest, unter welchen Voraussetzungen 
sich der Bund finanziell an den kantonalen Härtefallmassnahmen beteiligt. Das 
Covid-19-Gesetz enthalte die Mindestvoraussetzungen für eine Bundesbeteili-
gung. Weder das Covid-19-Gesetz noch die Covid-19-Härtefallvererdnung ver-
pflichteten demgegenüber die Kantone, unter bestimmten Voraussetzungen Här-
tefallmassnahmen zu gewährleisten. Ein Rechtsanspruch auf Härtefallmassnah-
men wurde deshalb verneint (Urteil BGer 1C_8/2022 vom 28.9.2022 E. 1.3.4). 
Analog hat das Bundesverwaltungsgericht in Bezug auf Finanzhilfen im Sportbe-
reich gemäss Art. 4 der Covid-19-Verordnung Sport entschieden und einen 
Rechtsanspruch verneint (Urteil BVGer A-3121/2021 vom 1.2.2022 E. 3.2). Einen 
Rechtsanspruch auf Finanzhilfe nach der Covid-19-Kulturverordnung hat im Üb-
rigen auch das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich verneint (VB.2022.00312 
vom 2.2.2023 E. 3.3). 

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass es sich bei der Ausfallentschädigung 
gemäss Art. 11 Abs. 2 Covid-19-Gesetz und Art. 4 ff. Covid-19-Kulturverordnung 
um eine Ermessenssubvention handelt, auf welche kein Rechtsanspruch besteht. 

5.9 Auch wenn es sich bei der Ausfallentschädigung nach Art. 4 ff. Covid-19-
Kulturverordnung um eine Ermessenssubvention handelt und darauf kein 
Rechtsanspruch besteht, bedeutet dies nicht, dass die Behörde in ihrer Ent-
scheidung völlig frei ist. Sie hat das Ermessen pflichtgemäss auszuüben, d.h. 
verfassungs- und gesetzeskonform auszuüben. Sie hat insbesondere das 
Rechtsgleichheitsgebot und das Verhältnismässigkeitsprinzip zu befolgen. Die öf-
fentlichen Interessen sind zu wahren und Sinn und Zweck der gesetzlichen Ord-
nung zu beachten, namentlich die das betreffende Gebiet beherrschenden 
Rechtsgrundsätze. Der Entscheid darf ferner nicht willkürlich sein (Tschan-
nen/Müller/Kern, Allgemeines Verwaltungsrecht, 2.A., Rz 591, Urteil des BVGer 
A-3121/2021 vom 1.2.2022 E. 3.2.3; B-2184/2017 vom 7.2.2019 E. 4.5.2 je m.H.; 
VGE III 2017 58 vom 28.8.2017 E. 4.2). 

Dies ist nachfolgend zu prüfen. Das Verwaltungsgericht hat dabei den Ermes-
sensspielraum der Vorinstanzen zu respektieren und darf nicht sein Ermessen an 
die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzen (Urteil BVGer A-3121/2021 vom 
1.2.2022 E. 3.2.3; vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 
8.A., Rz 397 und 398).

6.1 Das Bildungsdepartement hat keine Schadensberechnung im Sinne von 
Art. 5 Covid-19-Kulturverordnung vorgenommen, sondern die Ausfallentschädi-

21

gung nach einer Pauschalen bemessen. Es stellt sich die Frage, ob dies dem 
Sinn und Zweck der Ausfallentschädigung für Kulturschaffende entspricht und ob 
insbesondere das Rechtsgleichheitsgebot gewahrt wird. 

6.2 Die Vorinstanzen stützen sich bei der Pauschalierung des Ersatzes und die 
Bemessung des Pauschalersatzes auf die FAQ zu den Unterstützungsmass-
nahmen gemäss Covid-19-Gesetz des Bundes im Kulturbereich, Ausfallentschä-
digung für Kulturunternehmen (Version 11.0, Stand 27.6.2022 S. 2). Dort wird auf 
die Frage, ob Kulturunternehmen für vereinbarte Engagements von Kulturschaf-
fenden entschädigt würden, auch wenn die Auftritte nicht stattfinden könnten, in 
der Antwort festgehalten, dass Kulturunternehmen nicht den Ausschluss der Ga-
genzahlung für den Fall einer Annullation vorsehen müssten. Es liege aber im 
Ermessen der Kantone, in welcher Höhe sie die Gage einer Künstlerin oder eines 
Künstlers an die Ausfallentschädigung (eines Kulturunternehmens) anrechneten. 
Bei der Anrechnung von hohen bis sehr hohen Gagen könne sich der Kanton 
grundsätzlich an den Richtgagen der relevanten Branchenverbände orientieren. 
Empfohlen wird im Weiteren die Anwendung der Richtgagen-Regelung des Kan-
tons Bern, welche pro künstlerischem Auftritt pro Person ein Honorar von 
Fr. 1'000 vorsieht (zudem ein Probehonorar von maximal Fr. 250/h). Es geht mit-
hin bei dieser Regelung nicht unmittelbar um die Schadensermittlung von 
selbständig erwerbenden Kulturschaffenden, sondern um die Berücksichtigung 
von Verpflichtungen der Kulturunternehmen gegenüber Kulturschaffenden bei 
der Bemessung der Ausfallentschädigung von Kulturunternehmen. In der ent-
sprechenden FAQ-Version für Kulturschaffende wird diese Pauschale nicht er-
wähnt, sondern es wird vielmehr die Schadensberechnung wie sie vorstehend in 
E. 5.6.4 dargestellt wird, näher erläutert und auf zwei Schadensberechnungsmo-
delle verwiesen. Das Amt für Kultur hält in seinem Merkblatt Unterstützungs-
massnahmen gemäss Covid-19-Gesetz des Bundes, Ausfallentschädigung für 
Kulturschaffende auf S. 3 bezüglich der Schadensberechnung (für Selbständi-
gerwerbende) fest, dass diese anhand der entgangenen Einnahmen und der 
nicht angefallenen Kosten berechnet werde. Damit wird auf das Schadenberech-
nungsmodell 2 gemäss den oberwähnten FAQ für Kulturschaffende Bezug ge-
nommen. 

Aus diesen Merkblättern und Antworten kann allerdings nicht geschlossen wer-
den, dass eine Pauschalierung, wie sie das Bildungsdepartement vorgenommen 
hat, unzulässig wäre. Solche Verwaltungsanweisungen dienen einer einheitlichen 
und rechtsgleichen Gesetzesanwendung und sind für den Richter nicht verbind-
lich. Er soll sie bei seiner Entscheidung jedoch mitberücksichtigen, sofern sie ei-
ne dem Einzelfall angepasste und gerechte Auslegung der anwendbaren gesetz-

22

lichen Bestimmungen zulassen (vgl. BGE 146 I 105 E. 4.1; Urteil BGer 
1C_356/2009 vom 12.2.2010 E. 3.2 je m.H.). 

Allerdings ist die Schadensberechnung gemäss den FAQ des BAK für Kultur-
schaffende für den vorliegenden Fall nicht gerechtfertigt und würde aus nachfol-
genden Gründen vielmehr den gesetzlichen Grundlagen widersprechen. 

6.3 Ursprünglich war eine Ausfallentschädigung für Kulturschaffende im Covid-
19-Gesetz nicht vorgesehen; eine Ausfallentschädigung wurde einzig für Kultur-
unternehmen statuiert (vgl. Art. 11 Abs. 2 Covid-19-Gesetz Stand 26.9.2020). 
Das Parlament hat dann im Rahmen der ersten Revision des Gesetzes auf An-
trag des Bundesrates das Instrument der Ausfallentschädigung in Art. 11 Abs. 2 
Covid-19-Gesetz auf Kulturschaffende ausgeweitet. Diese Änderung wurde 
rückwirkend auf den 1. November 2020 in Kraft gesetzt. Bereits im Rahmen der 
Beratung der ersten Version des Covid-19-Gesetzes hat NR Aebischer den An-
trag gestellt, auch Kulturschaffende in die Anspruchsberechtigung einzubezie-
hen. Er hielt dabei fest, dass viele Kulturschaffende ihre Einnahmen nicht durch 
Kulturunternehmen generierten und eine Umsatzeinbusse von 55% als Voraus-
setzung für den Erhalt von Corona-Erwerbsersatz nicht belegen könnten. Nach-
dem der Antrag vom Nationalrat noch abgelehnt worden war, wurde die Erweite-
rung der Anspruchsberechtigung dann - nachdem ein entsprechender Antrag 
vom Bundesrat vorlag - von beiden Räten angenommen (Annahme durch Stän-
derat am 14.12.2020 und durch den Nationalrat am 15.12.2020, Änderung vom 
18.12.2020). Man ging vorab davon aus, dass die Kulturschaffenden einerseits 
durch die Nothilfen (zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten, vgl. 
Art. 11 Abs. 4 Covid-19-Gesetz) und bzw. oder durch die Corona-Erwerbsaus-
fallentschädigung (vgl. Art. 15 Covid-19-Gesetz) Ausgleichsleistungen erhalten 
könnten. Da gewisse Kulturschaffende aber offenbar durch die Maschen fielen 
und keine Erwerbsausfallentschädigung geltend machen konnten (vgl. Votum 
Kommissionssprecher SR Bischof im Ständerat, AB 2020 S. 1330), hat man rela-
tiv rasch eine Änderung der Anspruchsberechtigung vorgenommen. 

Die Änderung des Covid-19-Gesetzes vom 18. Dezember 2020 wurde zwar in 
der Covid-19-Kulturverordnung übernommen, indem die Kulturschaffenden neu 
auch bei der Ausfallentschädigung erwähnt werden, konzeptionell blieb die Aus-
fallentschädigung jedoch auf Kulturunternehmen ausgerichtet. Dies ergibt sich 
aus dem Begriff des Schadens wie er in Art. 5 Covid-19-Kulturverordnung ver-
wendet wird unter Ausschluss der Entschädigung für einen entgangenen Gewinn 
(Art. 5 Abs. 3 Covid-19-Kulturverordnung). In den Erläuterungen zur Covid-19-
Kulturverordnung wird diesbezüglich ergänzend angefügt, dass höchstens ein 
Schaden bis zur Erreichung der betriebswirtschaftlichen Gewinnschwelle berück-

23

sichtigt wird. Dies wird auch im Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturschaf-
fende des Amtes für Kultur festgehalten. 

Es ist nicht ganz klar, wie diese Bestimmung für selbständigerwerbende Kultur-
schaffende zur Anwendung gelangen soll. Die Bestimmung ist grundsätzlich auf 
die Anspruchsberechtigung von Kulturunternehmen ausgerichtet. Wird die Be-
stimmung auf die selbständigerwerbenden Kulturschaffenden uneingeschränkt 
angewendet, können sie lediglich eine Entschädigung der laufenden Kosten be-
antragen, eine eigentliche Einkommensentschädigung zur Bestreitung des Le-
bensunterhaltes wäre nicht möglich. 

In diesem Zusammenhang gilt zu beachten, dass die Ausfallentschädigung für 
den Kulturbereich integriert ist in ein komplexes System von staatlichen Entschä-
digungsmassnahmen, welche für Kulturschaffende und Kulturunternehmen eben-
falls zur Verfügung stehen bzw. zur Verfügung standen (Härtefallentschädigung, 
Erwerbsersatzentschädigung, Kurzarbeitsentschädigung, Überbrückungskredite 
usw.). Weiter gilt es zu beachten, dass die Finanzhilfen gemäss Art. 11 Covid-19-
Gesetz die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Epidemie abmildern sol-
len (Art. 1 lit. a Covid-19-Kulturverordnung). Es geht mithin nicht um den 
vollständigen Ersatz der wirtschaftlichen Folgen der Massnahmen gegen die Co-
vid-19-Epidemie, sondern im Wesentlichen um die Verhinderung von Konkursen 
der kulturell zentralen Akteure und den Erhalt deren Existenz (Botschaft des 
Bundesrates zum Covid-19-Gesetz, BBl 2020 S. 6608).

6.4 Die Einkommensausfälle der von Massnahmen zur Bekämpfung der Co-
vid-19-Pandemie betroffenen Selbständigerwerbenden aller Branchen werden 
grundsätzlich durch die Erwerbsausfallentschädigung gedeckt bzw. bis zu einem 
festgelegten Maximum ersetzt. Der Beschwerdeführer als Selbständigerwerben-
der hatte Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigung, da er aufgrund behördli-
cher Massnahmen (Veranstaltungsverbot) seine Erwerbstätigkeit unterbrechen 
musste und dadurch einen Erwerbsausfall erlitten hat (vgl. Art. 15 Covid-19-Ge-
setz). Es wurden ihm für die vorliegend streitige Periode von Ende September 
2020 bis Ende April 2021 die maximal möglichen Taggelder (Fr. 196/Tag) in 
Höhe von insgesamt Fr. 35'476 ausgerichtet (vgl. Anhang Verfügung Amt für Kul-
tur vom 3.9.21). 

Es war nie die Absicht des Gesetzgebers, Kulturschaffende gegenüber anderen 
selbständig Erwerbstätigen, welche durch die staatlichen Massnahmen zur 
Bekämpfung der Covid-19-Epidemie in ihrer Erwerbstätigkeit eingeschränkt wur-
den, zu privilegieren. Genau das verlangt jedoch der Beschwerdeführer, indem er 
die Erstattung sämtlicher im fraglichen Zeitraum möglicherweise angefallenen 
Gagen verlangt. Ob es sich bei einem Betroffenen um einen Kulturschaffenden 

24

oder einen Selbständigerwerbenden einer anderen Branche handelt, soll aller-
dings nicht zu einer relevant unterschiedlichen Schadensberechnung bzw. Be-
messung der staatlichen Finanzhilfe (zur Abminderung der Folgen aus den Pan-
demie-Mass-nahmen) führen. Mit der Ausfallentschädigung sollen nicht höhere 
Einkommensausfälle entschädigt werden, als dies auch im Rahmen der Er-
werbsersatzentschädigung der Fall wäre (vgl. zum Hintergrund der Einführung 
der Ausfallentschädigung für Kulturschaffende oben E. 6.3). Die Ausfallentschä-
digung kann mithin - auch wenn die Erläuterungen des BAK zur Covid-19-
Kulturverordnung, die ebenfalls vom BAK herausgegebenen FAQ sowie die ab-
gegebenen Formulare zur Geltendmachung der Ausfallentschädigung allenfalls 
einen anderen Schluss zulassen könnten - nicht einfach sämtliche Entgelte ent-
schädigen, welche infolge pandemiebedingter Annullierung oder Verschiebung 
von Veranstaltungen entfallen sind. Ziel war die Existenzsicherung, die Ausfall-
entschädigung sollte eine wirtschaftliche Abfederungsmassnahme sein. 

6.5 In diesem Sinne ist es grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass die Vor-
instanzen bei der Bemessung der Entschädigung, in Berücksichtigung des dem 
Kanton dabei zustehenden Ermessens und in Berücksichtigung der Zielsetzung 
der Ausfallentschädigung, die geltend gemachten entfallenen Gagen nicht über-
nommen, sondern eine Pauschalierung gemäss den Richtgagen-Richtlinien des 
Kantons Bern vorgenommen haben. Es kommt hinzu, dass es die Absicht des 
Gesetzgebers war, mit Art. 11 Covid-19-Gesetz eine Vereinfachung der Mass-
nahmen im Kulturbereich einzuführen. In der Botschaft des Bundesrates zum 
Covid-19-Gesetz wird ausdrücklich festgehalten, dass die Kantone in Zukunft 
keine komplexen Schadensberechnungen mehr durchführen müssten. Zur Re-
duktion des administrativen Aufwandes der Kantone sollten auf Praxisebene 
möglichst einfache Lösungen zur Berechnung und Ausrichtung der Ausfallent-
schädigung an Kulturschaffende angestrebt werden (BBl 2020 S. 6607). In den 
FAQ zur Ausfallentschädigung für Kulturschaffende des BAK (Version 1.2.2021) 
werden Pauschalen für Kulturschaffende, welche einen Anspruch auf Taggeld 
beim Corona-Erwerbsersatz von weniger als Fr. 60/Tag haben, vorgeschlagen. 
Dies bedeutet aber nicht, dass es den Kantonen nicht möglich wäre, eine pau-
schalierte Lösung auch für andere Kulturschaffende vorzusehen. 

6.6 Insgesamt berücksichtigt der vom Kanton vorliegend angewandte Entschä-
digungsansatz die vorstehend dargelegten Grundsätze, wonach 1. kein Anspruch 
auf Finanzhilfen nach der Covid-19-Kulturverordnung besteht (Art. 3 Abs. 2 Co-
vid-19-Kulturverordnung, § 2 Abs. 2 Verordnung zur Umsetzung der Covid-19-
Kulturverordnung), 2. mit der Ausfallentschädigung kein entgangener Gewinn 
entschädigt wird (Art. 5 Abs. 3 Covid-19-Kulturverordnung), 3. der Einkommens-

25

ausfall grundsätzlich durch die Erwerbsausfallentschädigung abgegolten wird, 
4. mit den Finanzhilfen für den Kulturbereich keine Privilegierung des Kulturbe-
reichs gegenüber anderen von Massnahmen gleich stark betroffenen Branchen 
beabsichtigt war, 5. mit den Massnahmen nach Art. 1 des Covid-19-Gesetzes die 
wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Epidemie für den Kulturbereich ab-
gemildert werden sollen; ein voller Ersatz von allfälligen Ausfällen war nie beab-
sichtigt, und 6. bei der Bemessung der Entschädigung keine komplexe Scha-
densberechnung durchzuführen ist. 

6.7 Die Gewährung einer Ausfallentschädigung in Höhe von insgesamt 
Fr. 30'374.40 für die Periode von sechs Monaten könnte in Berücksichtigung der 
oberwähnten Grundsätze höchstens dann als klare Verletzung des pflichtgemäs-
sen Ermessens qualifiziert werden, wenn diesen Beitrag weit übersteigende un-
gedeckte Kosten für den fraglichen Zeitraum nachgewiesen würden. Solches 
lassen die Akten allerdings nicht erkennen. Der Beschwerdeführer verweist auf 
Fixkosten, welche sein Theater betreffen (Hypothekarzinsen, Amortisation, Un-
terhalt), welche mit der Ausfallentschädigung unzureichend berücksichtigt wür-
den. Gemäss den in den Akten vorhandenen Steuerunterlagen 2019 (vgl. Da-
teiordner vb-204-2021 feb-april 21 Beilage 9) des Beschwerdeführers beliefen 
sich die Hypothekarzinsen auf Fr. 11'105, geschäftliche Versicherungen auf 
Fr. 10'556 und die Ausgaben fürs Haus/Theater auf Fr. 14'409, wobei der grösste 
Teil dieser Ausgabe Heizung und Strom betraf, der bei fehlendem ___betrieb 
wohl reduziert war. In Berücksichtigung des Umstandes, dass im H.________ 
auch die Wohnung des Beschwerdeführers integriert ist, damit zumindest die 
Schuldzinsen, aber auch die Ausgaben für H.________ nur teilweise geschäftlich 
begründet sind, und in Berücksichtigung des Umstandes, dass die vorliegend 
massgebliche Kostenperiode ca. 6 Monate umfasst, kann unter dieser Position 
höchstens ein ungedeckter Fixkostenanteil von ca. Fr. 10'000 berücksichtigt wer-
den. Die weiteren in den Akten vorhandenen Steuerunterlagen lassen auf keine 
relevant höheren anrechenbaren Fixkosten schliessen. Berücksichtigt man im 
Weiteren entgegen der Vorinstanz die geltend gemachten Kosten für ein Schutz-
konzept in Höhe von Fr. 7'418.62 (wobei nur bei einem Teil der Kosten ein Zu-
sammenhang mit Schutzmassnahmen erkennbar ist, so z.B. fraglich betr. An-
schaffung von zusätzlichen Stühlen oder "Verlängerung" der Stühle), da es 
glaubhaft ist, dass der Betrieb eines Theaters oder Event-Lokals solche Schutz-
massnahmen erforderte, und berücksichtigt man im Weiteren auch die geltend 
gemachten unnötig gewordenen Werbeausgaben in Höhe von Fr. 31'311.38 
(wobei diesbezüglich ein grosser Teil der Aufwendungen mit geringen Anpas-
sungen für spätere Veranstaltungen übernommen werden kann, z.B. allg. Ideen 
für Werbung, Design, Videos, und damit nur ein Teil der Aufwendungen als wert-

26

los gewordene Investitionen berücksichtigt werden könnten), erscheint die für 
sechs Monate zugesprochene Ausfallentschädigung in Höhe von insgesamt 
Fr. 30'374.40 (zusätzlich zur Erwerbsausfallentschädigung von Fr. 35'476) nicht 
als rechtsfehlerhafte Ermessensausübung.

6.8 Nicht zu beanstanden ist im Übrigen, dass bei der Festlegung der pauscha-
len Entschädigung Mehrfachbuchungen an einem Tag nicht berücksichtigt wur-
den. Es ist nicht zu verkennen, dass mehrere Auftritte an einem Tag zwar nicht 
ausgeschlossen sind, vorliegend handelt es sich bei den nichtberücksichtigten 
Veranstaltungen aber um solche, welche gleichen Tags an verschiedenen Orten 
stattgefunden hätten (S.________ und O.________, M.________ und 
T.________, U.________ und T.________, V.________ und T.________, vgl. 
Arbeitspapier FIKO, Vi-act. II/02 Beilage 4). Diesbezüglich kann im Übrigen auf 
die korrekten Ausführungen im angefochtenen Beschluss verwiesen werden (E. 
7.1 und 7.2). Bleibt anzufügen, dass die Vorinstanzen zu Gunsten des Be-
schwerdeführers die Tatsache unberücksichtigt liessen, dass die Auslandveran-
staltungen kaum wegen Massnahmen schweizerischer Behörden ausgefallen 
sind, und die Frage offenliessen, ob dies überhaupt entschädigungsberechtigt ist 
(vgl. hierzu VGE II 2022 76 vom 22.8.2023 E. 6.2).

6.9 Zusammenfassend ist die Beschwerde mithin unbegründet und abzuwei-
sen. 

7. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die Kosten zu Lasten 
des Beschwerdeführers (§ 72 Abs. 2 VRP). Es wird keine Parteientschädigung 
zugesprochen (§ 74 VRP). 

8. Gegen Entscheide betreffend Subventionen steht die Beschwerde in öffent-
lich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) nur offen, wenn ein Anspruch auf die 
Subvention besteht (Art. 83 lit. k BGG). Ansonsten kann subsidiäre Verfassungs-
beschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG erhoben werden. Die Rechtsmittelbeleh-
rung ergeht unter diesem Vorbehalt. 

27

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Er hat am 10. Oktober 2022 einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- bezahlt, 
so dass die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht    
zulässig ist (vgl. E. 8), kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfas-
sungsbeschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen 
Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R) 
- den Regierungsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- das Bildungsdepartement (EB)
- das Amt für Kultur (EB)
- und Bundesamt für Kultur (BAK), 3003 Bern (A).

Schwyz, 22. August 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 11. September 2023