# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 274450d3-b567-5413-bfc2-980c128e17f1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.01.2012 E-307/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-307-2012_2012-01-20.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­307/2012

U r t e i l   v om   2 0 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi,
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;  
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

Parteien A._______,
Ghana, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 10. Januar 2012 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht,

in Anwendung

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

des Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über  die Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20),

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das 
Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32),

des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht  (BGG, 
SR 173.110),

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105),

des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2),

stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat 
im  September  beziehungsweise  November  2007  verlassen  habe,  nach 
Italien und später nach Norwegen gereist sei und dort im Jahre 2008 ein 
Asylgesuch gestellt habe, das von den zuständigen Behörden abgelehnt 
worden sei,

dass er im Jahre 2009/2010 von den norwegischen Behörden nach Italien 
zurückgewiesen worden sei,

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dass er am 2. Oktober 2011 von Italien in die Schweiz gelangte und hier 
gleichentags  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  Chiasso  um 
Asyl nachsuchte,

dass er am 12. Oktober 2011 im EVZ zu seinem Asylgesuch befragt und 
am 9. Januar 2012 vom BFM dazu angehört wurde,

dass er zur Begründung im Wesentlichen vorbrachte, nach dem Unfalltod 
seines Vaters am 20. August 2007 habe ihm ein Onkel sein Erbe streitig 
gemacht,  ihm  gedroht  und  ihn  aufgefordert,  sein  elterliches  Haus  zu 
verlassen,

dass  er  dieser  Aufforderung  nicht  nachgekommen  sei,  worauf  im 
September 2007 Unbekannte auf ihn geschossen und mit einem Projektil 
am linken Unterschenkel verletzt hätten,

dass er während zirka sechs Wochen  in einem Spital behandelt worden 
sei,

dass  er  in  dieser  Zeit  von  Polizeibeamten  zum  Tathergang  befragt 
worden und er davon ausgegangen sei, dass die Täter im Auftrag seines 
Onkel gehandelt hätten,

dass er aus Angst vor seinem Onkel sein Heimatland verlassen habe,

dass das Bundesamt mit Verfügung vom 10. Januar 2012 in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  es  zur  Begründung  ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den 
Asylbehörden  trotz  schriftlicher  Aufforderung  vom  2.  Oktober  2011 
innerhalb der  ihm eingeräumten Frist von 48 Stunden keine Reise­ oder 
Identitätspapiere abgegeben,

dass  er  anlässlich  der  Befragung  im  EVZ  vom  12.  Oktober  2011  auf 
entsprechenden  Vorhalt  hin  entgegnet  habe,  zwischenzeitlich  keine 
Anstrengungen  unternommen  zu  haben,  dieser  Aufforderung  Folge  zu 
leisten,

dass  er  durch  sein  passives  Verhalten  gegenüber  dem  BFM  die 
zumutbare Mitwirkungspflicht verletzt habe, zumal davon auszugehen sei, 
dass  dem  Beschwerdeführer  sehr  wohl  bewusst  gewesen  sei,  dass  er 

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sich  in  jedem  Gast­  beziehungsweise  Asylland  rechtsgenüglich 
ausweisen müsse,

dass  bezeichnenderweise  denn  auch  die  Aussagen  des 
Beschwerdeführers  über  seine  Reise  von  Ghana  Richtung  Europa  von 
Ungereimtheiten geprägt seien,

dass sich der Schluss aufdränge, der Beschwerdeführer habe dem BFM 
bewusst  die  Abgabe  von  rechtsgenüglichen  Reise­  beziehungsweise 
Identitätspapieren  vorenthalten,  um  seine  tatsächliche  Identität  zu 
verschleiern  und/oder  einen  allfälligen  Wegweisungsvollzug  zu 
erschweren oder zu verhindern,

dass  das  BFM  im  Weiteren  ausführte,  die  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers zu seinem Asylgesuch seien nicht asylrelevant,

dass  die  heimatlichen  Behörden  eine  Untersuchung  eingeleitet  hätten 
und  zudem  festzustellen  sei,  dass  aufgrund  der  Akten  keine  Hinweise 
darauf  bestünden,  wonach  der  Onkel  den  Beschwerdeführer  in  einer 
unter Art. 3 AsylG geschützten Eigenschaft zu treffen gesucht hätte,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 
7 AsylG nicht erfülle und keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses 
erforderlich seien, weshalb auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei, 

dass  der  Vollzug  der Wegweisung  sowohl  zulässig  als  auch  zumutbar, 
technisch möglich und praktisch durchführbar sei,

dass die Untersuchungspflicht der Asylbehörden hinsichtlich Zulässigkeit, 
Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Vollzuges  der  Wegweisung  ihre 
Grenzen an der Mitwirkungs­ und Wahrheitspflicht der Asylgesuchsteller 
finde, die im Übrigen auch die Substanziierungslast tragen würden,

dass  es  nicht  Aufgabe  der  Asylbehörden  sei,  bei  fehlenden  Hinweisen 
seitens  des  Beschwerdeführers  näher  nach  allfälligen 
Wegweisungshindernissen  zu  forschen,  wenn  er  wie  vorliegend  seiner 
Mitwirkungspflicht  bei  der  Sachverhaltsermittlung  offenkundig  nicht 
nachkomme,

dass  der  Beschwerdeführer  gegen  diesen  Entscheid  mit  Eingabe  vom     
17. Januar 2012 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
in materieller Hinsicht die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, die 

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Rückweisung  der  Angelegenheit  an  das  Bundesamt  zwecks materieller 
Prüfung des Asylgesuches und eventualiter die Erteilung der vorläufigen 
Aufnahme infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges beantragt,

dass  er  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG,  den  Verzicht  auf  die 
Erhebung  eines  Kostenvorschusses  sowie  die  Ausrichtung  einer 
angemessenen Parteientschädigung beantragt,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  19.  Januar  2012  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 AsylG i. V. m. Art. 31 – 33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide 
praxisgemäss  auf  die  Überprüfung  der  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  somit 
darin  erschöpft,  bei  Begründetheit  des  Rechtsmittels  die  angefochtene 
Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zur  neuen  Entscheidung  an  die 
Vorinstanz zurückgehen zu lassen,

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dass  indessen  im Falle  des Nichteintretens  auf  ein Asylgesuch gemäss 
Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  und  Abs.  3  AsylG  über  das  Nichtbestehen  der 
Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit 
dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (BVGE 2007/8, 
insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate­   
riell prüft, weshalb dem Gericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten 
Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend 
um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  auf  einen  Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den 
Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise­ oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass  diese  Bestimmung  keine  Anwendung  findet,  wenn  sie  glaubhaft 
machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der 
Lage  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf  Grund  der  Anhörung  sowie 
gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf  Grund  der  Anhörung 
erweist,  dass  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  entschuldbare  Gründe  im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  3  Bst.  a  AsylG 
dann vorliegen, wenn die asylsuchende Person glaubhaft macht, dass sie 
ohne  ihre  im  Heimatland  zurückgelassenen  Papiere  in  die  Schweiz 
gereist  ist  und  sich  umgehend  und  ernsthaft  darum  bemüht,  die 
zurückgelassenen  Papiere  innert  angemessener  Frist  zu  beschaffen 
(BVGE 2010/2), 

dass  der  Beschwerdeführer  keine  Reise­  oder  Identitätspapiere 
eingereicht hat,

dass  das  Gericht  in  Bestätigung  der  Erkenntnis  des  BFM  in  der 
angefochtenen  Verfügung  zum  Schluss  kommt,  er  habe  dafür  keine 

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entschuldbaren und überzeugenden Gründe vorgebracht, woran auch die 
Ausführungen in der Beschwerde nichts zu ändern vermögen,

dass die Beteuerung des Beschwerdeführers in der Rechtsmitteleingabe, 
er  habe  in  seinem Heimatstaat  nie  über  eine  Identitätskarte  oder  einen 
Pass  verfügt,  und  das  Vorbringen,  eine  Geburtsurkunde  als  einziges 
offizielles Dokument befinde sich bei einer älteren Freundin in Ghana und 
er  werde  nun  erneut  versuchen,  mit  ihr  Kontakt  aufzunehmen,  nicht 
stichhaltig erscheinen,

dass  den  weiteren  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  in  der 
Rechtsmitteleingabe,  wonach  es  wohl  zu  einem  sprachlichen 
Missverständnis  in  der  Bundesanhörung  gekommen  sei,  wenn  im 
Protokoll festgehalten sei, nach dem Tod seines Vaters habe sein Onkel 
seine Mutter geheiratet, keine entscheidrelevante Bedeutung zukommen,

dass  das  BFM  aufgrund  der  Anhörungen  und  der  Aktenlage  zu  Recht 
weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsweise zur Feststellung von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  und  ohne  zusätzlichen 
Begründungsaufwand  auf  die  zutreffenden  und  rechtsgenüglichen 
Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann,

dass  in  Beachtung  der  im  Urteil  BVGE  2007/8  festgelegten  Richtlinien 
(E. 5.6) und gestützt auf die vorstehenden Ausführungen der Schluss zu 
ziehen  ist,  es  bestehe  weder  Anlass  zur  Vornahme  zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  noch  zur  direkten  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  und 
Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 
eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG), der Kanton keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer solchen besteht (BVGE 2009/50 E. 9 S. 733), weshalb die verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  der  Beschwerdeführer  keine  Verfolgung  oder  begründete  Furcht  vor 
Nachteilen  darzulegen  vermag,  welche  geeignet  wären,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige Behandlung  im Sinne  von Art. 3  FoK  ersichtlich 
sind, die ihm in Ghana droht,

dass sich der Vollzug als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat­ oder 
Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg, 
allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind 
(Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  die  Erwägungen  des  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu 
stützen  sind,  wonach  die  Untersuchungspflicht  der  Asylbehörden 
hinsichtlich Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzuges der 
Wegweisung  ihre Grenzen an der Mitwirkungs­ und Wahrheitspflicht der 
Asylgesuchsteller  findet,  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziierungslast 
tragen würden und es nicht Aufgabe der Asylbehörden ist, bei fehlenden 
Hinweisen  seitens  des  Beschwerdeführers  näher  nach  allfälligen 
Wegweisungshindernissen  zu  forschen,  wenn  er  wie  vorliegend  seiner 
Mitwirkungspflicht  bei  der  Sachverhaltsermittlung  offenkundig  nicht 
nachkommt,

dass weder  die  allgemeine Lage  in Ghana noch  individuelle Gründe ei­
nem Vollzug der Wegweisung entgegenstehen, 

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dass  demnach  nichts  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer 
Rückkehr  nach  Ghana  schliessen  lässt,  weshalb  der  Vollzug  der 
Wegweisung vorliegend auch zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  schliesslich  möglich  ist,  da  keine 
Vollzugshindernisse  ersichtlich  sind  (Art.  83  Abs.  2  AuG),  und  es  dem 
Beschwerdeführer  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere 
mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG und BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.),

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg­
weisung zu bestätigen ist, 

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, 

dass  sich  die  Rechtsbegehren  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos  erweisen,  weshalb  der  Antrag  auf  Erlass  der 
Verfahrenskosten  (Art.  65 Abs.  1 VwVG)  unbesehen  der  nicht  belegten 
Bedürftigkeit abzuweisen ist und bei diesem Ausgang des Verfahrens die 
Kosten  von  Fr. 600.−  (Art.  1­3  VGKE)  dem  Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass  die  Ausrichtung  einer  Parteientschädigung  vorliegend  ausser 
Betracht fällt und der entsprechende Antrag abzuweisen ist,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses bei vorliegender Sachlage gegenstandlos ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und 
Ausrichtung einer Parteientschädigung werden abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils 
zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: