# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca1fa22b-a98d-5d33-9684-370f76fbb4f8
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-21
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 21.09.2021 S 2019 155
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-155_2021-09-21.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 21. September 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________, 
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________

gegen

Suva, Versicherungsleistungen, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung
(Leistungen)

S 2019 155

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Urteil S 2019 155

A. Der 1978 geborene A.________ war seit dem 27. Juni 2016 bei der C.________ 
AG als Betonverschaler angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen 
Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen Berufsunfälle versichert. Am 27. Juli 
2016 fiel er auf einer Baustelle in D.________, beim Ausschalen von einem 
Schalungselement runter und zog sich dabei einen Bruch am rechten Fuss zu (Suva-
act. 2). Die Suva anerkannte in der Folge ihre Leistungspflicht und richtete die 
gesetzlichen Leistungen aus. Nach Einholung medizinischer Berichte und mehrerer 
kreisärztlicher Beurteilungen schloss die Unfallversicherung mit Verfügung vom 
22. November 2018 den Unfall per 31. Dezember 2018 folgenlos ab. Sie verneinte 
insbesondere einen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen den geklagten 
Beschwerden und dem Unfallereignis vom 27. Juli 2016 (Suva-act. 194). Die dagegen 
erhobene Einsprache (Suva-act. 195) wies die Suva mit Entscheid vom 14. Oktober 2019 
ab (Suva-act. 222). 

B. Beschwerdeweise lässt A.________ beantragen, in Aufhebung des 
Einspracheentscheides vom 14. Oktober 2019 sei die Suva zu verpflichten, die 
gesetzlichen Leistungen rückwirkend wieder auszurichten und eine Rente in noch zu 
bestimmender Höhe zuzusprechen. Eventualiter sei die Suva zu verpflichten, über die 
streitige Kausalitätsfrage ein Gutachten einzuholen und die gesetzlichen UVG-Leistungen 
rückwirkend wieder auszurichten. In verfahrensrechtlicher Hinsicht liess er die 
Durchführung einer mündlichen Verhandlung beantragen. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen angeführt, hinsichtlich des Vorliegens eines CRPS (Complex Regional Pain 
Syndrome) bestehe eine divergente Aktenlage, welche mittels eines Gutachtens zu klären 
sei. Ferner sei die Adäquanzprüfung verfrüht erfolgt, welche allerdings ohnehin gegeben 
wäre, da die physischen und psychischen Beschwerden in ausgeprägter Form vorlägen 
(act. 1).

C. Die Suva schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde. Sie 
begründete dies damit, dass ein CRPS nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
ausgewiesen sei. Ferner zeige die Adäquanzprüfung, dass ein adäquater 
Kausalzusammenhang zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem 
Unfallereignis vom 27. Juli 2016 zu verneinen sei. Der Zeitpunkt für die Prüfung sei 
ebenfalls rechtens, da keine Heilbehandlung bezüglich der somatischen Unfallfolgen mehr 
indiziert gewesen sei (act. 5).

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Urteil S 2019 155

D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 7 und 9).

E. Auf Antrag des Beschwerdeführers hin (act. 12) wurde das Verfahren mit 
Verfügung vom 26. Januar 2021 bis zur Erstattung des von der Invalidenversicherung in 
Auftrag gegebenen polydisziplinären Gutachtens sistiert (act. 15).

F. Am 31. Mai 2021 legte der Beschwerdeführer das Gutachten der MEDAS 
Zentralschweiz vom 17. Mai 2021 ins Recht (act. 16). Die Suva liess sich hierzu 
vernehmen und reichte die neurologische und orthopädisch-chirurgische Beurteilung vom 
24. Juni 2021 ein (act. 19 sowie Suva-act. 228).

G. Mit Eingabe vom 28. Juli 2021 äusserte sich der Beschwerdeführer zur 
Stellungnahme der Suva vom 15. Juli 2021 (act. 21). Die Beschwerdegegnerin reagierte 
darauf am 24. August 2021 (act. 23).

H. Auf Anfrage des Gerichts hin (act. 25) erklärte der Beschwerdeführer mit 
Schreiben vom 9. September 2021 seinen Verzicht auf Durchführung einer öffentlichen 
Verhandlung (act. 26).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu: 14. Oktober 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 

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Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 5. November 2019 der Post übergeben, weshalb die bis 31. 
Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung finden 
und in dieser Fassung zitiert werden.

1.2 Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 bzw. am 9. November 2016 
verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Entsprechend den allgemeinen übergangsrechtlichen 
Regeln sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 
ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 
nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten 
Übergangsbestimmungen). Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 27. Juli 2016 
ereignet, weshalb die bis 31. Dezem-ber 2016 gültig gewesenen Normen auf den 
vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Die örtliche Zuständigkeit des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 58 Abs. 2 ATSG – 
Zuständigkeit am Sitz des letzten schweizerischen Arbeitgebers des im Ausland 
wohnhaften Beschwerdeführers – gegeben, arbeitete der im Ausland wohnhafte 
Beschwerdeführer zuletzt für die C.________ ag in E.________/ZG. Der angefochtene 
Einspracheentscheid datiert vom 14. Oktober 2019 (Suva-act. 222) und ist frühestens am 
Folgetag beim Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eingetroffen. Die 
Beschwerdeschrift wurde am 5. November 2019 der Post übergeben und ging tags darauf 
beim Verwaltungsgericht Zug ein. Damit gilt die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 
ATSG als gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt 
betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen 
verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen 
Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf 
dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO 
VG; BGS 162.11).

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3.
3.1 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem 
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen im Regelfalle dahin 
(Art. 19 Abs. 1 UVG).

3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt nebst dem 
Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 ATSG) oder einer körperähnlichen Schädigung (Art. 6 Abs. 
2 UVG) zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der 
gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare 
Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis 
zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 
versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht 
werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im 
Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem 
im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung 
eines Leistungsanspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1; 129 V 177 E. 3.1). 

3.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

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Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2).

Hervorzuheben ist, dass die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 
natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich 
organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle spielt, da sich hier die 
adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt. Sind die geklagten 
Beschwerden natürlich unfallkausal, aber nicht organisch objektiv ausgewiesen, so ist die 
Adäquanz besonders zu prüfen. Dabei ist vom augenfälligen Geschehensablauf 
auszugehen, und es sind gegebenenfalls weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. 
Hat die versicherte Person beim Unfall eine Verletzung erlitten, welche die Anwendung der 
Schleudertrauma-Rechtsprechung rechtfertigt, so sind hierbei die durch BGE 134 V 109 E. 
10 präzisierten Kriterien massgebend. Ist diese Rechtsprechung nicht anwendbar, so 
kommen grundsätzlich die Adäquanzkriterien zum Zuge, welche für psychische 
Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt wurden (BGE 115 V 133 E. 6c/aa [sog. 
Psycho-Praxis]; BGE 138 V 248 E. 4).

3.4 Die Anerkennung der Leistungspflicht durch den Unfallversicherer ist in rechtlicher 
Hinsicht von Belang. Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder 
überhaupt erst manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des 
Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des 
Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf 
unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 
Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), 
oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo 
sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 139 V 176 E. 5.3) 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher 
Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine 
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der 

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versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Der Beweis des Wegfalls des 
natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder 
Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den 
negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die 
versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob 
unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren 
haben, also dahingefallen sind (BGer 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E. 2 und 
8C_901/2009 vom 14. Juni 2010 E. 3.2, je mit Hinweisen).

3.5 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es 
verlässlicher medizinischer Entscheidsgrundlagen. Wie die einzelnen Beweismittel zu 
würdigen sind, ist in BGE 125 V 351 E. 3 festgelegt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1).

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner medizinischer 
Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, so ist doch zu betonen, dass ihnen 
praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten zukommt. 
Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4).

4. Vorliegend streitig und zunächst zu prüfen ist, ob beim Beschwerdeführer ein 
CRPS vorliegt, mithin ob im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch ein objektivierbarer 
organischer Gesundheitsschaden vorlag.

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4.1.1 Die Rechtsprechung umschreibt den Begriff der organisch objektiv ausgewiesenen 
Unfallfolge – als Differenzierungsmerkmal für das Erfordernis einer Adäquanzprüfung – 

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wie folgt: Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der 
Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Würde auf 
Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein 
organisches Substrat namhaft gemacht, das eine Adäquanzprüfung als nicht erforderlich 
erscheinen liesse. Auch aus dem Vorliegen von Schmerzen kann noch nicht auf organisch 
(hinreichend) nachweisbare Unfallfolgen geschlossen werden, weil sich die Feststellung 
von Schmerzen einer wissenschaftlichen Beweisführung entzieht. Von organisch objektiv 
ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die 
erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die 
hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 
138 V 248 E. 5.1; BGer 8C_123/2018 vom 18. September 2018 E. 4.1.1).

4.1.2 Das CRPS ist eine Sammelbezeichnung für Krankheitsbilder, die die Extremitäten 
betreffen. Es entwickelt sich nach einem schädigenden Ereignis und führt beim 
Betroffenen zu anhaltenden Schmerzen mit Störungen des vegetativen Nervensystems, 
der Sensibilität und der Motorik. Das CRPS I (früher: Sudeck-Syndrom oder sympathische 
Reflexdistrophie) ist eine Erkrankung der Extremität, die ohne definierte Nervenläsion 
nach relativ geringfügigem Trauma ohne Bezug zum Innervationsgebiet eines Nervs 
auftritt. Eingeteilt wird es in drei Stadien: I: Entzündungsstadium; II: Dystrophie; III: 
Atrophie (irreversibel). Das CRPS II (früher: Kausalgie) zeichnet sich aus durch brennende 
Schmerzen und Störungen des sympathetischen Nervensystems als Folge einer 
definierten peripheren Nervenläsion. Klinische Zeichen bzw. Symptome eines CRPS sind 
schwer lokalisierbare brennende Schmerzen (z.B. Allodynie, Hyperalgesie) kombiniert mit 
sensiblen, motorischen und autonomen Störungen (u.a. Ödeme, Temperatur- und 
Schweisssekretionsstörung, evtl. trophische Störung der Haut, Nagelveränderungen, lokal 
vermehrtes Haarwachstum). Im weiteren Verlauf kann es zu Knochenabbau 
(Demineralisation), Ankylose sowie Funktionsverlust kommen. Das CRPS ist eine 
neurologisch-orthopädisch-traumatologische Erkrankung und ein organischer bzw. 
körperlicher Gesundheitsschaden. Für die Annahme eines CRPS ist praxisgemäss nicht 
erforderlich, dass die Diagnose von den Ärzten bereits innerhalb von sechs bis acht 
Monaten nach dem Unfall gestellt worden sein muss, um sie als unfallbedingt anzusehen. 
Entscheidend ist, dass anhand echtzeitlich erhobener medizinischer Befunde der Schluss 
gezogen werden kann, die betroffene Person habe innerhalb der Latenzzeit von sechs bis 
acht Wochen nach dem Unfall zumindest teilweise an den für ein CRPS typischen 
Symptomen gelitten (BGer 8C_123/2018 vom 18. September 2018 E. 4.1.2).

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4.2 Aus den medizinischen Akten ergibt sich das Folgende:

4.2.1 Durch seinen Sturz am 27. Juli 2016 erlitt der Beschwerdeführer ein 
Supinationstrauma am rechten Fuss und am oberen Sprunggelenk (OSG) mit/bei MT-V-
Basisfraktur, Impressionsfraktur des Calcaneus und Verdacht auf subtalare Läsion und 
OSG-Distorsion Grad III mit Verdacht auf Bänderriss medial- und lateralseits. Die 
Arbeitsunfähigkeit wurde mit 100 % vom 27. Juli bis 10. August 2016 beziffert 
(Notfallbericht des Spitals F.________ vom 28. Juli 2016 [Suva-act. 13]). 

4.2.2 Erstmals erwähnt wird der Verdacht auf ein CRPS im Sprechstundenbericht von 
PD Dr. med. G.________, Teamleiter Fuss- und Sprunggelenkschirurgie, Leitender Arzt 
an der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
des Spitals F.________, vom 30. November 2016. Der Arzt stellte ein hinkendes Gangbild 
fest. Der rechte Fuss werde praktisch nicht belastet. Im Seitenvergleich bestehe eine 
diffuse Weichteilschwellung mit rötlich livider Verfärbung des Integuments medialseitig. Es 
liege aktuell keine Hyperhidrose vor. Die rechte Seite sei etwas kühler im Vergleich zur 
Gegenseite. Es bestünden diffuse Weichteildruckschmerzen sowohl medial am OSG wie 
lateral über dem Rück- und Vorfuss. Der Punctum maximum sei schon über dem 
Plattenlager bei doch gut palpabler Platte. Soweit beurteilbar liege keine Instabilität im 
OSG vor. Die Aktivierung der Tibialis posterior-Sehne sowie Peronealsehnen sei nur sehr 
eingeschränkt überprüfbar, aber würden zu aktivieren scheinen. Es liege eine Allodynie 
vor, jedoch keine Hypästhesie im Vorfussbereich. Die Arteria dorsalis pedis sowie die 
Arteria tibialis posterior seien gut palpabel. Der Klinikarzt ergänzte, bei klinisch deutlichem 
Verdacht auf ein CRPS werde die konsiliarische Vorstellung bei den Kollegen der 
Schmerztherapie empfohlen (Suva-act. 30).

4.2.3 Nach der ambulanten Schmerzsprechstunde am 12. Dezember 2016 hielt MSc 
H.________, Oberarzt der Schmerzsprechstunde Standort I.________, fest, die Ursache 
der massiven Schmerzen sei heute aufgrund der klinischen Untersuchung nicht klar 
ersichtlich. Die Parästhesien an der Fusssohle würde aber auf eine Mitbeteiligung des 
Nervus tibialis hindeuten (Tarsaltunnel). Möglicherweise könnte auch der Nervus suralis 
mitbeteiligt sein. Ein CRPS sei nicht ausgeschlossen, die diagnostischen Kriterien seien 
heute allerdings nicht erfüllt. Befundmässig führte er auf, der Patient könne den Fuss 
rechts aufgrund von Schmerzen nicht belasten. Die Prüfung von Stand und Gangbild sei 
deshalb nicht möglich. Die Untersuchung sei im Liegen durchgeführt worden. 
Inspektorisch bestehe immer noch eine leichte Schwellung des gesamten Fusses rechts 

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mit dunkler Verfärbung. Im Bereich der Fussaussenkante und im Kleinzehenbereich 
bestehe ein Hämatom. Im Bereich der Achillessehne, ca. 2 cm oberhalb des 
Sehnenansatzes, gebe es beidseits dunkle Druckmarken. Im Bereich des Innenknöchels 
sei unterhalb des Malleolus eine halbmondförmige dunkle Verfärbung. Der Fuss sei kalt, 
es bestehe jedoch kein Unterschied zur Gegenseite. Die Prüfung der Sensibilität auf 
Berührung und Kälte zeige im Bereich des linken Fusses eine verminderte Sensibilität im 
Bereich der medialen Fusssohle und im Bereich der lateralen Fusskante, fraglich auch im 
Bereich des Innenknöchels. Eine Druckdolenz bestehe vor allem im Bereich der 
Metatarsale 3 bis 5 plantar. Die Kraft des rechten Fusses sei schmerzbedingt 
eingeschränkt, aber in alle Richtungen kräftig (Bericht vom 12. Dezember 2016 [Suva-
act. 34]).

4.2.4 Am 25. Januar 2017 berichtete PD Dr. G.________, die in der Schmerzklinik 
durchgeführten Nervenblockaden des Nervus suralis und des Nervus peroneus 
superficialis mittels Radiofrequenztherapie hätten zu einer deutlichen Besserung der 
Beschwerden geführt. Es persistierten jedoch belastungsunabhängige Schmerzen, sodass 
die Gehfähigkeit auf ca. eine Stunde beschränkt sei. Hier käme es dann begleitend auch 
zu rezidivierenden Schwellungszuständen. Ruhe- und Nachtschmerzen bestünden keine 
mehr. Der behandelnde Arzt ergänzte, am rechten Fuss befinde sich eine reizlose 
trockene Narbe. Die Haut sei noch leicht diskret dunkler als auf der Gegenseite. Jedoch 
bestehe keine Überwärmung, Rötung oder Überbehaarung. Die Weichteile seien 
abgeschwollen. Es liege eine isolierte Druckdolenz über der Basis Metatarsale V vor. Die 
Peroneus brevis-Sehne sei kräftig aktivierbar, jedoch schmerzhaft. Sowohl das OSG wie 
auch untere Sprunggelenk (USG) seien frei beweglich. Die Durchblutung, Motorik und 
Sensibilität seien soweit unauffällig. Beurteilend fügte PD Dr. G.________ an, es 
persistiere der Verdacht auf eine Pseudarthrose im Bereich der Fraktur. Da die 
Symptomatik des CRPS nun abgeklungen sei, wäre eine operative Revision der 
Pseudarthrose indiziert. Es sei eine OSME mit Débridement und, je nach Bedarf, der 
Einsatz von Beckenkammspongiosa sowie eine Re-Osteosynthese geplant (Suva-act. 57). 

4.2.5 Am 30. Oktober 2017 fand eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med. 
J.________, Fachärztin Chirurgie, statt. Sie führte aus, es zeige sich ein Gangbild mit 
Schonhinken rechts. Der Fuss werde ohne Abrollbewegung aufgesetzt. Inspektorisch 
zeigten sich verstrichene Weichteile im Bereich des Rückfusses bei reizlosen 
Narbenverhältnissen nach OSG-Arthroskopie und Metatarsale V-Basisfraktur 
Osteosynthese. Im Bereich der Narbe lateral über dem Metatarsale V zeige sich proximal 

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über dem Plattenlager eine deutliche Druckschmerzhaftigkeit. Ein Tinelphänomen könne 
nicht ausgelöst werden. Eine weitere Druckschmerzhaftigkeit bestehe über dem 
Ligamentum talofibulare anterius. Die Peronealsehnen seien indolent. Die Hauttrophik und 
das Kolorit seien seitengleich. Es gebe keine Hinweise auf eine Hyperhidrose. Es werde 
eine leichte Hyposensibilität im Bereich des Nervus peronaeus superficialis rechtsseitig 
angegeben. Der Zehenstand sei möglich gewesen, nicht hingegen der Fersenstand, 
Fersen- und Zehengang. Der Einbeinstand sei eingeschränkt möglich gewesen. Es sei 
keine Schwellung vorgelegen. Die Beschwielung der Füsse sei seitengleich weich 
gewesen. Die OSG- und USG-Beweglichkeit seien seitengleich regelrecht gewesen. 
Beurteilend hielt Dr. J.________ fest, es sei im Verlauf zu einer 
Pseudarthrosenentwicklung gekommen, weshalb am 14. Februar 2017 eine OSME und 
Re-Osteosynthese durchgeführt worden sei. Nach der initialen Operation habe sich ein 
fragliches CRPS entwickelt, welches in der heutigen kreisärztlichen Untersuchung nicht 
habe nachgewiesen werden können. Es persistiere jedoch eine deutliche 
Schmerzhaftigkeit im Bereich des lateralen Fusses rechts, welche insbesondere bei 
Abrollbewegungen und Belastung auftrete, weshalb der Versicherte diese Bewegungen 
vermeide. Da physiotherapeutisch bis zum heutigen Zeitpunkt noch kein Kraftaufbau 
durchgeführt worden sei und sich eine deutlich eingeschränkte Fussbeweglichkeit bei 
Abrollbewegungen zeige, sollte nochmals eine intensive Physiotherapie mit dem Ziel der 
Verbesserung der Fussbeweglichkeit, Gangbildverbesserung und Muskelkräftigung 
durchgeführt werden (Suva-act. 128).

4.2.6 In seinem Bericht vom 9. Januar 2018 hielt Dr. med. K.________, Oberarzt der 
Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates am Spital F.________, die 
Diagnose CRPS Fuss rechts fest. Befundmässig hielt er eine diffuse Druckdolenz über 
den Weichteilen, mit Punctum maximum Metatarsale V, und eine gute Aktivierbarkeit der 
gelenkübergreifenden Sehnen, insbesondere der Peronealsehnen, fest. Er äusserte sich 
dahingehend, dass die Fraktur geheilt sei. Das Osteosynthesematerial liege vollständig 
intraossär und störe nicht. Eine Entfernung sei nicht notwendig. Die Schmerzen sehe er im 
Rahmen des CRPS, wobei im weiteren Verlauf eine spontane Besserung zu erwarten sei. 
Unterstützend sei die Fortsetzung der Physiotherapie mit Kraftaufbau indiziert. Die 
Rückkehr in den Beruf als Betonverschaler sei unrealistisch. Diesbezüglich sollten 
umschulende Massnahmen mit mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeiten 
angedacht werden. Aus seiner Sicht erfolge der Behandlungsabschluss. Die 
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit betrage 100 % (Suva-act. 139). 

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4.2.7 Der Facharzt am Zentrum für ambulante Schmerztherapie und Anästhesie, 
Dr. med. L.________, FMH für Anästhesie, führte in seinem Überweisungsschreiben vom 
24. Januar 2018 aus, auffallend sei, dass der Patient ein ganz groteskes Gangbild habe. 
Mit beiden Beinen, rechts mehr als links, gehe er in einer Art "Stepper-Gang" mit 
gleichzeitigem Federn im Bein und einem groben Zittern, das sich auf den restlichen 
Körper übertrage. Dabei seien die Knie leicht flektiert und der Oberkörper entweder nach 
vorne oder nach hinten flektiert. Die Arme seien abgespreizt und versuchten das 
Gleichgewicht zu halten. Beim Rückwärtslaufen gehe der Patient fast nur auf den 
Zehenspitzen. Die oben beschriebenen Symptome seien deutlich weniger ausgeprägt und 
der Oberkörper sei eher nach ventral gebeugt. Optisch habe man den Eindruck, dass der 
Oberkörper sich langsamer in die Gehrichtung bewege, als die Beine. Dies gelte auch für 
das Bremsen und Anhalten in beide Gehrichtungen. Spontan erinnere das Gangbild an 
eine Mischung aus Spastik und Parkinson. Laut Patient könne er in dieser Form ca. 60–90 
Minuten maximal Laufen und/oder Stehen, dann bekomme er beidseits taube Füsse und 
müsse sich hinsetzen oder hinlegen. Gelegentlich komme es auch noch zu plötzlichen, 
attackenartigen Kopfschmerzen, die selbstlimitierend seien, und zu stechenden 
Schmerzen in der Lendenwirbelsäule (LWS). Für diese beiden Schmerzlokalisationen 
seien keine Auslöser bekannt oder typische Situationen und auch keine eindeutig 
wirksame Therapie. Die Schmerzstärke im Fuss gebe er in Ruhe mit VAS 4–5 an, beim 
Laufen steige sie bis auf VAS 7. Dann komme es auch zur Ausweitung der Schmerzen in 
die Wirbelsäule und Hände. Die Schmerzen in der Wirbelsäule beschreibe er als 
drückend. Die Schmerzen im rechten Bein reichten von Mitte Oberschenkel bis zum Fuss 
und er könne sie nicht genau beschreiben. Subjektiv sei es eher ein Schwächegefühl als 
ein Schmerz. Physiotherapie verstärkten die Symptome, insbesondere das Zittern in 
beiden Beinen. Die aufgrund des vermuteten CRPS durchgeführte Spiegeltherapie habe 
ihn total durcheinander gebracht und er könne seither nicht mehr richtig laufen bzw. die 
Motorik sei gestört. Weiter hielt Dr. L.________ fest, der grobe Tremor scheine sich beim 
grotesken Gangbild zu verstärken, sodass immer wieder der ganze Körper erfasst werde. 
Auf der Untersuchungsliege sei das rechte Bein auch nicht in Ruhe. Der grobe Tremor 
bleibe erhalten. Die Sensibilität im rechten Bein gegenüber links sei nicht 
dermatombezogen vermindert. Trotzdem bestehe eine Hypersensibilität, vor allem im 
Dermatom L5. Jede Berührung am Unterschenkel führe zu einem Verstärken des Tremors 
nach peripher. Auffallend sei auch, dass der Patient das rechte Knie nicht strecke, 
sondern immer in einer leichten Flexion halte. Wenn der Tremor stärker werde, entweder 
beim Laufen oder bei Berührung der Peripherie am rechten Unterschenkel/Fuss, trete 
oftmals auch ein Tremor im rechten Arm auf. Auffallend sei, dass nur im Sitzen und 

13

Urteil S 2019 155

gleichzeitigem Druck auf die Ferse der Patient anscheinend den Tremor unterdrücken 
könne. Der Patient berichte, dass zu Hause, nach ca. 30 Minuten Liegen im Bett, der 
Tremor sich langsam zurückbilde, es aber, sobald er aufstehe, wieder vollständig zurück 
komme. Der Facharzt bemerkte, er sei sich nicht sicher, ob der Patient tatsächlich 
Schmerzen habe. Er selbst beschreibe die Empfindungen bei Berührungen nicht als 
Schmerz, wie z.B. bei einer Alodynie, sondern eher als ein unangenehmes Gefühl. Nach 
Aussagen des Patienten sei dieser Tremor erst nach einer Untersuchung im F.________ 
aufgetreten. Dort habe man etwas untersuchen wollen und deshalb eine Nadel ins Bein 
gestochen. Dabei sei plötzlich ein blitzartiger starker Schmerz aufgetreten und sofort habe 
der Tremor begonnen. Genaueres sei nicht bekannt. Deshalb sei er – Dr. L.________ – 
nicht sicher, ob tatsächlich ein CRPS vorliege, wie vom Spital F.________ diagnostiziert. 
Der Tremor und das damit verbundene Verhalten des Patienten erinnere ihn mehr an eine 
psychische Ursache bzw. ein demonstratives Verhalten. Differentialdiagnostisch müsse 
aber eine andere Ursache ausgeschlossen werden, die nichts mit dem Unfall zu tun haben 
müsse, wie z.B. ein neurologisches Leiden, eine Multiple Sklerose, Parkinson, usw. 
Problematisch sei, dass der Patient in diesem Zustand noch Auto fahre (Suva-act. 142).

4.2.8 Der Versicherte wurde am 25. Januar 2018 durch Prof. Dr. med. M.________, 
Chefarzt der Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates am Spital 
F.________ untersucht. Er berichtete, dass sicherlich eine äusserst schwierige Situation 
vorliege. Die derzeitigen Beschwerden seien jedoch nicht auf ein strukturelles Problem am 
rechten Fuss zurückzuführen. Die MT-V-Basisfraktur sei vollständig konsolidiert. Allenfalls 
seien bei stattgehabten Avulsionen im Subtalargelenk degenerative Folgeerscheinungen 
zu erwarten. Das aktuelle Beschwerdebild scheine insgesamt jedoch entkoppelt von der 
strukturellen Entwicklung. Es liege ein primäres Schmerzproblem vor, welches einer 
medikamentösen bzw. interventionellen Behandlung bedürfe. Gegebenenfalls wäre eine 
solche Therapie im stationären Umfeld anzuraten. Zu diskutieren wäre dabei die Gabe von 
Pregabalin oder anderer Co-Analgetika sowie eine selektive Nervenblockade am rechten 
Unterschenkel. Als ultima ratio sei eine Amputation des rechten Beins nicht 
auszuschliessen (Suva-act. 145).

4.2.9 Am 27. Februar 2018 berichtete der Neurologe Dr. med. N.________, FMH 
Neurologie, über seine Untersuchung vom 23. Februar 2018. Er führte aus, es handle sich 
um eine komplexe, sich chronifizierte Situation, nachdem sich der Versicherte am 27. Juli 
2016 bei der Arbeit ein Supinationstrauma am OSG und eine Metatarsale Basisfraktur V 
rechts zugezogen habe mit seither anhaltenden Beschwerden im rechten Bein fussbetont 

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Urteil S 2019 155

trotz zweimaligen Operationen. Der Patient berichte eindeutig seit diesem Ereignis und 
den Operationen über eine Überempfindlichkeit für Schmerz und Berührung am rechten 
Bein fussbetont, über eine Schwellung am rechten Fuss (bis letzten Herbst, in der 
Zwischenzeit kein Ödem mehr), einen kälteren Fuss sowie eine reduzierte Beweglichkeit 
und Belastbarkeit im rechten Bein (im Sinne von Schwäche) mit Tremor, dies gleichzeitig 
mit einem permanenten Spontanschmerz (vor allem unangenehmes Kältegefühl, 
manchmal auch Hitzegefühl im rechten Fuss). Bei der heutigen Untersuchung eineinhalb 
Jahre nach dem akuten Ereignis zeigten sich weiterhin Befunde, die gemäss IASP 
(International Association for the Study of Pain) Diagnosekriterien (Budapest-Kriterien) für 
ein CRPS sprächen. Jedoch zeigten sich weitere Auffälligkeiten bei der klinischen 
Untersuchung, inklusive im linken, vom CRPS nicht betroffenen Bein und im Rumpf bis in 
die oberen Extremitäten mit Auslösung von Rigidität und Spasmen der unteren 
Extremitäten bis in den Rumpfbereich rechtsbetont mit ausgeprägter Aktions- und 
Stimulussensitivität bei taktilen Reizen und vegetativen Begleitbeschwerden (starkes 
Schwitzen, Tachykardie). Bei diesen Attacken reagiere der Versicherte mit 
Angstzuständen. Bei den Gangproben hätten sich ein groteskes Gangbild (wie eine Art 
von Hüpfen mit dem Oberkörper stark nach vorne geneigt) mit Tremor und Dystonie der 
unteren Extremitäten sowie sehr lebhafte bis gesteigerte Reflexe und ein tendenziell 
positives Babinski-Zeichen links (rechts wegen ausgeprägter Fluchtreaktion nicht 
überprüfbar) gezeigt. Differentialdiagnostisch käme für diese zweite neurologische 
Problematik eine seltene Krankheit im Sinne eines Stiff-Man-Syndroms (SMS) in Frage. 
Bei ca. 80 % der Patienten mit SMS finde man im Serum Antikörper gegen Glutamat 
Decarboxylasehemmer (GAD). Auch zeigten sich bei dieser Erkrankung sehr oft 
Neigungen für organspezifische Autoimmunerkrankungen. Diese festgestellten 
zusätzlichen Auffälligkeiten seien nicht mit einem klassischen CRPS zu erklären. Für den 
Facharzt scheint mit grosser Wahrscheinlichkeit ein CRPS vorzuliegen. Aufgrund der 
weiteren Auffälligkeiten und bei Verdacht auf eine äusserst seltene neurologische 
Erkrankung des Stiff-Person-Spektrums, welche bekannterweise ausgesprochen 
psychogen wirke, was oft zu einer Verzögerung der Diagnose führe, sei eine 
Zweitmeinung einzuholen (Suva-act. 150).

4.2.10 Im Zentrum für Schmerzmedizin O.________ fand eine interdisziplinäre 
Untersuchung in den Fachbereichen Orthopädie, Neurologie und Schmerzpsychologie 
statt. Die Ärzte des Zentrums O.________ diagnostizierten einen chronischen 
posttraumatischen Fussschmerz rechts lateral (ICD-10 M79.67) nach Metatarsale-V-
Fraktur am 27. Juli 2016, aktuell ohne Hinweise auf ein CRPS (Budapest-Kriterien 

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Urteil S 2019 155

vorläufig nicht erfüllt, CRPS-Severity-Score 7/17), einen unspezifischen 
Handgelenkschmerz beidseits (ICD-10 M25.53), ein Kreuzschmerz mit 
Schmerzausweitung nach proximal (ICD-10 M54.5), ein AC-Gelenkschmerz beidseits 
(ICD-10 M25.51), Schmerzen im Sprunggelenk links (ICD-10 M79.67), eine 
intermittierende Myalgie an der Innenseite des rechten Beines (ICD-10 M79.16), einen 
chronischen multilokulären Schmerz (Chronic widespread pain; ICD-10 R52.1), eine 
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), 
eine Hundephobie (ICD-10 F40.2), den Verdacht auf eine Angststörung, nicht näher 
bezeichnet (Differentialdiagnose: Panikstörung; ICD-10 F41.9), Anpassungsstörungen mit 
längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.2), eine krankheitsbedingte Arbeitslosigkeit 
(ICD-10 Z56) und eine Armut in der Kindheit (ICD-10 Z59). In der zusammenfassenden 
Beurteilung wurde festgehalten, der Patient biete ein komplexes, stark chronifiziertes, 
multilokuläres Schmerzbild. Die Ausweitung der Schmerzsymptomatik und die 
progrediente körperliche Dysfunktion liessen sich nur durch erhebliche Belastungsfaktoren 
auf der psychischen und sozialen Ebene erklären. Die körperliche Untersuchung des 
Bewegungsapparates sei aufgrund der Schmerzausgestaltung nur sehr eingeschränkt 
möglich gewesen. Die im Vorfeld geäusserten Diagnosen wie CRPS, Morbus Parkinson 
oder Stiff-Man-Syndrom fänden bei der heutigen Untersuchung keine klinische 
Entsprechung. Insbesondere seien die Kriterien für das Vorliegen eines CRPS nicht erfüllt. 
Die neurologische Untersuchung sei aufgrund der seitens des Patienten angegebenen 
Schmerzen, der Angst vor Berührung/Untersuchung sowie geäusserten Missempfindung 
bzw. einem unangenehmen Gefühl bei Berührung am ganzen Körper und dem nahezu 
dauerhaft demonstrierten Zittern/Willkürinnervation der rechten unteren Extremität bzw. 
teilweise auch der übrigen Extremitäten nur eingeschränkt möglich gewesen. Die 
Aussagekraft sei daher ein wenig eingeschränkt. Eine weiterführende 
elektrophysiologische Diagnostik, insbesondere auch die Durchführung einer 
Thermographie und eines Ninhydrin-Tests (Überprüfung der Schweisssekretion) zur 
ätiologischen Abklärung bzw. Erhalt objektiver Befunde sei vorgesehen. Soweit aktuell 
beurteilbar, sei die Ursache der Hauptschmerzen im Bereich der distalen rechten unteren 
Extremität neurologisch nicht sicher zuordenbar. Die CRPS-Diagnosekriterien (Budapest-
Kriterien) seien aktuell nicht sicher erfüllt. Kriterium 1 und 2 träfen zu, bezüglich 3 und 4 
bleibe die weiterführende Diagnostik abzuwarten. Der CRPS-Severity-Score mit 7/17 sei 
aktuell nicht erfüllt. Allein die Tatsache, dass der Patient normale Schuhe, Strümpfe und 
das Tragen von langen Hosen toleriere, eine seitengleiche Fussbeschwielung sowie keine 
nennenswerte Umfangsdifferenz im Bereich der rechten unteren Extremität oder gar 
Muskelatrophien zu konstatieren seien, spreche gegen eine längere Inaktivität der rechten 

16

Urteil S 2019 155

unteren Extremität, wie sie am Tage der Untersuchung demonstriert worden sei. Die 
ausgeprägte Angst bzw. Reaktion auf Berührung sowie die ständige Willkürinnervation im 
Bereich der Extremitäten, betont im Bereich der rechten unteren Extremität (Zittern, 
Zucken), lasse vor allem an eine psychische Genese denken. Anhand der klinischen 
Untersuchung hätten sich keinerlei Hinweise für eine systemische neurologische 
Erkrankung ergeben. Aus schmerzpsychologischer Sicht bestehe eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Er berichte von einigen 
psychosozialen Belastungsfaktoren (Arbeitslosigkeit, schwierige finanzielle Situation, 
Rollenverlust in der Familie und mehrere Ängste), die schmerzverstärkend wirken 
könnten. Im Vordergrund stehe auch die erlebte Ungerechtigkeit in seiner bisherigen 
Behandlung. Der Patient berichte von suizidalen Gedanken, die auch Thema in der 
Psychotherapie bei Dr. P.________ seien. Aufgrund der angespannten psychischen Lage 
sollte er die Therapie unbedingt weiterführen. Darüber hinaus biete sich ein stationärer 
Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik an (Suva-act. 173). Am 8. August 2018 fand 
die neurologische Zusatzdiagnostik im Zentrum O.________ statt. In der durchgeführten 
elektrophysiologischen Zusatzdiagnostik habe sich insgesamt kein wegweisender 
pathologischer Befund bei leicht eingeschränkter Durchführbarkeit (aufgrund der 
Überempfindlichkeit) gezeigt. In der CRPS-spezifischen Diagnostik habe sich visuell 
erneut keine Seitendifferenz (Schwellung, Hautfarbe) gezeigt. In der Thermografie habe 
keine signifikante Hauttemperaturdifferenz zwischen beiden Seiten festgestellt werden 
können. Lediglich im Ninhydrin-Schweisstest hätten sich Hinweise auf eine Schädigung 
sudomotorischer Fasern zur rechten Fusssohle ergeben. Die Wertung dieses Befundes 
müsse noch offen bleiben. In Zusammenschau der Befunde, einschliesslich der 
obgenannten apparativen Zusatzdiagnostik, seien die CRPS-Diagnosekriterien (Budapest-
Kriterien) nicht erfüllt. Die Kriterien 1 bis 3 träfen zu, Kriterium 4 nicht. Das CRPS-Severity-
Score mit 8/17 sei nicht erfüllt. Elektroneurographisch sei, soweit beurteilbar, keine 
periphere Nervenläsion als Ursache der Beschwerden nachzuweisen gewesen (Suva-
act. 179).

4.2.11 Die Kreisärztin Dr. J.________ nahm am 8. November 2018 eine (abschliessende) 
Untersuchung vor. Sie erklärte, da zwischen der Intervention am 11. September 2017 
(ultraschallgesteuerte gepulste Radiofrequenztherapie des Nervus peronaeus superficialis 
und Nervus suralis rechtsseitig), welche vom Versicherten als ursächlich für die 
massivsten Schmerzen und Zuckungen des rechten Beins verantwortlich gemacht werde, 
und der sechs Wochen später durchgeführten kreisärztlichen Untersuchung die nun vom 
Versicherten aktuell beklagten Beschwerden weder demonstriert worden seien noch 

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Urteil S 2019 155

hätten nachgewiesen werden können, sei es nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die 
Zuckungen und die Schmerzexazerbation auf die therapeutische Intervention vom 
11. September 2017 zurückzuführen seien, da eine Verletzung im Rahmen einer 
Intervention zu einem sofortigen Auftreten von Beschwerden führe, welche im 
vorliegenden Fall jedoch nicht dokumentiert worden seien. Die neurologischen 
Abklärungen hätten strukturelle Läsionen an den Nerven der rechten unteren Extremität 
ausschliessen können. In der heutigen kreisärztlichen Untersuchung fänden sich neben 
den Zuckungen und einem grotesken Gangbild nahezu seitengleiche Muskelumfänge der 
beiden unteren Extremitäten und eine seitengleiche Fussbeschwielung. Diese Befunde 
sprächen gegen eine Inaktivität der rechten unteren Extremität, wie sie im Gangbild 
demonstriert werde. Diese Tatsache sei bereits im Bericht des Zentrums O.________ vom 
21. Juni 2018 festgehalten. Diese Diskrepanz könne nicht erklärt werden. Insgesamt seien 
die vom Versicherten demonstrierten Beschwerden nicht mit strukturellen Unfallfolgen 
oder mit den in der Folge durchgeführten Therapien erklärbar. Die Metatarsale-V-Fraktur 
sei radiologisch nachgewiesen vollständig konsolidiert. Somit seien die strukturellen 
Unfallfolgen der Metatarsale-V-Fraktur verheilt und der medizinische Endzustand liege vor. 
Weitere Behandlungen der Unfallfolgen seien daher nicht notwendig. Bezogen auf die 
strukturellen Unfallfolgen mit Metatarsale-V-Fraktur bestehe keine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit. Bezogen auf die strukturellen Unfallfolgen 
gebe es keine Einschränkungen für das Tätigkeitsprofil (Suva-act. 188). 

4.2.12 Laut Bericht von Q.________, Médico Ortopedia, R.________, vom 20. Dezember 
2018 liege beim Patienten basierend auf den klinischen Kriterien und seinem Zustand das 
beschriebene Syndrom (CRPS) vor. Der Faktor, welcher zu diesem Zustand geführt habe, 
sei die vom Patienten eingewilligte Operation, welche alle Beteiligten als nicht 
risikobehafteter Eingriff genannt hätten. Ein solcher Zustand sei nicht vorhersehbar 
gewesen. Die Diagnose sei durch die Knochenszintigraphie bestätigt worden. In der 
Anfangsphase nach dem ersten postoperativen Arztbesuch sei wegen der Klagen des 
Patienten sofort Physiotherapie verschrieben worden, was der wichtigste Bestandteil der 
Therapie sei. Die Therapie sei sofort eingesetzt worden, als der Verdacht der 
Krankheitsursache aufgetreten sei. Nach der Bestätigung der Krankheit mit eigener 
klinischer Entwicklung sei der Patient zur Schmerztherapie verwiesen worden. Im 
Krankenhaus, wo der Patient behandelt worden sei, sei nach der ersten Operation ein 
CRPS diagnostiziert und eine adäquate Therapie – von MFP bis Vitamin C und Kalzium – 
angewendet worden. Zusammenfassend handle es sich um eine unvorhersehbare und 
unvermeidbare Situation. Es handle sich um ein klinisches Bild, das keine Risikofaktoren 

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Urteil S 2019 155

aufgewiesen habe. Andererseits handle es sich auch um eine Situation, die nicht von der 
realisierten Operation abhänge. Trotzdem, und weil nach der Fraktur eine chirurgische 
Intervention notwendig gewesen sei, müsse der Zustand des Patienten als 
Ursache/Wirkung des Arbeitsunfalles betrachtet werden (Suva-act. 198 S. 10 und 11). 

4.2.13 In ihrem Arztbericht vom 14. Februar 2019 hielt Prof. C. S.________, Spital 
T.________, fest, die neurologische Untersuchung am 13. Februar 2019 sei erschwert bis 
unmöglich gewesen, da der Patient eine Berührung des rechten unteren Gliedes nicht 
verkraftet habe. Es sei ein atypischer Gang festzustellen gewesen, der sich mit einer 
Aussenrotation und einem "Pferdefuss" bemerkbar gemacht habe. Im Liegen bestehe 
keine solche Haltung wie auch keine Aussenrotationsposition der unteren Extremität, 
dennoch behalte der Patient eine dreifache Rückzugsstellung der rechten unteren 
Extremität und teilweise auch der unteren linken Extremität. Es sei unmöglich, diese zu 
berühren. Er zeige eine spontane schmerzhafte Symptomatologie bei einfacher 
Berührung. Die plantaren Hautreflexe hätten nicht geprüft werden können. Die 
osteotendinösen Reflexe seien unmöglich zu beurteilen gewesen. Es liege ein 
intermittierender, eher ruhender Tremor der unteren rechten Extremität vor, dessen 
Ablenkbarkeit schwer einzuschätzen gewesen sei. Sie habe keine Anomalien im Bereich 
des Rumpfes, der oberen Gliedmassen oder Hirnnerven feststellen können. Der Patient 
zeige eine ganz atypische schmerzhafte Symptomatologie mit vasomotorischer Unruhe, 
die in den Bereich einer Algodystrophie oder ein regionales Schmerzsyndrom fallen 
könnte. Im neurologischen Bereich sei es vollkommen unmöglich gewesen, eine klinische 
Untersuchung durchzuführen. Der Gang erscheine atypisch wie auch das Zittern und das 
Verhalten des Patienten. Im Verlaufe der Untersuchung hätten sich Atembeschwerden 
und anormale Gesichtszüge ereignet, die als ein ernstzunehmender extremer 
Angstzustand zu betrachten seien. Sie denke nicht, dass der Patient eine evolutive 
neurologische Pathologie habe. Es scheine, dass die Symptomatologie im Rahmen einer 
Funktionsstörung nach dem Arbeitsunfall liege, welche durch ein Angstzustand 
verschlimmert werde. Eine Behandlung durch einen Psychiater erscheine als 
angemessen. Für neue zusätzliche Untersuchungen sehe sie keine Notwendigkeit (Suva-
act. 209 S. 2 f.).

4.2.14 Am 2. September 2019 nahm der Kreisarzt Dr. med. U.________, FMH 
Neurologie, eine neurologische Beurteilung vor. Er fasste zusammen, der Heilverlauf sei 
durch bereits nach der ersten Operation aufgetreten invalidisierende Schmerzen 
gekennzeichnet gewesen. Der behandelnde Orthopäde PD Dr. G.________ sei nach der 

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Urteil S 2019 155

Untersuchung am 28. November 2016 diagnostisch von einem Verdacht auf ein CRPS bei 
delayed union nach Operation am 2. August 2016 ausgegangen. Nach der Behandlung in 
der Klinik für Schmerztherapie am Spital F.________ ab 12. Dezember 2016 bis 
20. Januar 2017 habe PD Dr. G.________ nach der Untersuchung am 23. Januar 2017 
festgestellt, dass die Symptomatik eines CRPS abgeklungen sei und die operative 
Revision einer Pseudarthrose des Metatarsale V durchgeführt werden könne. Nach 
erfolgter Revisionsoperation am 14. Februar 2017 habe die Orthopädin Dr. V.________ 
anlässlich regelmässiger postoperativer Verlaufskontrollen zwischen dem 29. März und 
26. Juni 2017 von einem fristgerechten Verlauf berichtet und den Versicherten aufgrund 
anhaltender Schmerzen erneut in die Schmerzsprechstunde überwiesen. Der Orthopäde 
und Traumatologe Dr. K.________ sei nach seiner Untersuchung am 8. Januar 2018 
erneut von einem CRPS ausgegangen. Die Diagnose sei jedoch abgestützt auf seinen 
Untersuchungsbericht nicht hinreichend nachvollziehbar. Etwa zu diesem Zeitpunkt sei 
eine bis heute ursächlich nicht geklärte Bewegungsstörung mit Zittern des rechten Beins 
und einem grotesken Gangbild aufgetreten. Der Schmerztherapeut Dr. L.________ haben 
den Versicherten schliesslich am 24. Januar 2018 zu einer neurologischen Abklärung bei 
Dr. N.________ überwiesen und vermerkt, dass er sich nicht sicher sei, ob tatsächlich ein 
CRPS vorliege. Er habe Zweifel an der Beschwerdevalidität geäussert und sei sich nicht 
sicher gewesen, ob der Versicherte überhaupt an Schmerzen leide. Nachdem der 
Neurologe Dr. N.________ unter Verweis auf die Budapest-Kriterien ein CRPS 
diagnostiziert habe und zudem von einer zweiten neurologischen Problematik im Sinne 
eines Stiff-Man-Syndroms ausgegangen sei, habe nach ausführlicher klinisch 
neurologischer und apparativer Zusatzdiagnostik einschliesslich quantitativer sensorischer 
Testung (QST) und elektrophysiologischer Diagnostik durch den Schmerzmediziner Dr. 
W.________ und den Neurologen Dr. X.________ weder die Diagnose CRPS noch die 
Diagnose SMS bestätigt werden können. Zum eingereichten Arztbericht von 
Dr. Q.________ hielt Dr. U.________ fest, dieser gehe in seinem Bericht vom 
20. Dezember 2018 diagnostisch von einem CRPS aus. Die Diagnose sei im 
Wesentlichen durch eine angeblich positive Knochenszintigraphie vom 19. Dezember 
2018 begründet. Hierbei sei anzumerken, dass die diagnostische Wertigkeit einer über ein 
Jahr nach der letzten Operation durchgeführten Knochenszintigraphie im Hinblick auf die 
Diagnose eines CRPS als gering einzustufen sei. Darüber hinaus seien die von Dr. 
Q.________ mitgeteilten Informationen zu berichteten Beschwerden und erhobenen 
Befunden nicht ausreichend umfassend, um zuverlässig die Diagnose eines CRPS zu 
untermauern. Schliesslich habe die Neurologin Dr. S.________ den Versicherten am 
13. Februar 2019 untersucht und sei zum Schluss gekommen, dass beim Versicherten 

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Urteil S 2019 155

eine völlig untypische klinische Symptomatik bestehend aus Schmerzen, vasomotorischen 
Störungen und einem untypischen Gangbild verbunden mit Zittern vorliege. Gemäss ihrer 
Einschätzung könnte die Symptomatik zwar zu einem komplexen regionalen 
Schmerzsyndrom passen, gleichwohl schien ihr eine funktionelle, d.h. nicht organisch 
erklärbare, Störung zu bestehen. Diesbezüglich habe sie eine weitere Abklärung 
empfohlen. Zu den diagnostischen Kriterien eines CRPS erklärte Dr. U.________, nach 
ausführlicher Analyse der im Zeitverlauf durch die behandelnden/beurteilenden Ärzte 
erhobenen Beschwerden und Befunde müsse festgestellt werden, dass die diagnostischen 
Kriterien zu keinem Zeitpunkt zweifellos erfüllt gewesen seien. Problematisch sei 
insbesondere, dass die geforderten Kriterien nicht durchgehend von den 
behandelnden/beurteilenden Ärzten dokumentiert worden seien. Einzig anlässlich der 
Untersuchungen im Zentrum O.________ am 21. Juni und 8. August 2018 seien die 
Beschwerden und Befunde ausreichend umfangreich dokumentiert worden. Anlässlich 
dieser Abklärung sei eine ausführliche und systematische apparative Zusatzdiagnostik in 
Form einer quantitativen sensorischen Testung (QST) und elektrophysiologischen 
Diagnostik mit Ausschluss der Diagnose eines CRPS und Ausschluss einer peripheren 
Nervenläsion erfolgt. Die später vorgelegten ärztlichen Berichte vermöchten in Anbetracht 
nicht ausreichend umfassender Beschwerde- und Befunddokumentation an dieser 
Einschätzung nichts zu ändern. Zuletzt sei von Dr. S.________ eine funktionelle Störung, 
d.h. eine nicht organisch erklärbare Beschwerdesymptomatik, differentialdiagnostisch 
berücksichtigt worden. Aus neurologischer Perspektive seien unter Berücksichtigung der 
zur Verfügung stehenden medizinischen Dokumentation zu keinem Zeitpunkt nach dem 
Unfall am 27. Juli 2016 die diagnostischen Kriterien (Budapest-Kriterien) eines CRPS 
erfüllt gewesen (Suva-act. 221).

4.2.15 Die MEDAS Zentralschweiz erstattete am 26. Mai 2021 ihr polydisziplinäres 
Gutachten in den Fachrichtungen Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie (inkl. 
Neuropsychologie) und Innere Medizin (Bf-act. 9). Die Ärzte diagnostizierten folgende 
Gesundheitsschäden: ein posttraumatisches CRPS Fuss rechts nach Budapestkriterien 
mit/bei Status nach Metatarsale V-Basisfraktur am 27. Juli 2016 (Zone 3 nach Lawrence 
und Botte, Zone 2 nach Polzer), Status nach offener Reposition und Plattenosteosynthese 
Metatarsale V-Basis am 2. August 2016 und Status nach OSME und Pseudarthrosen-
Anfrischung mit Re-Osteosynthese mittels intramedullärer Schraube Metatarsale V am 
14. Februar 2017; dezentes subacromiales Impingement Schulter beidseits; Dystonie 
(peripherally induced Movement disorder) nach Fussfraktur rechts; chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren; Angst und Depression 

21

Urteil S 2019 155

gemischt; Verdacht auf intellektuelle Beeinträchtigung; Schwierigkeiten im Rechnen und 
anamnestisch zeitlich verminderte mentale Belastbarkeit; leichte Hypercholesterinämie. 
Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit bezifferten sie aus somatischen Gründen 
mit 0 %. Aus somatischer Sicht sei eine sitzende Tätigkeit zumutbar, allerdings nur 
reduziert, ca. zu 30 bis 50 %, da repetitive Pausen während der Arbeitszeit angezeigt 
seien (Gutachten S. 20 f.).

Der orthopädische Sachverständige Dr. med. Y.________, Stv. Oberarzt der Klinik für 
Orthopädie und Traumatologie des Spitals Z.________, begründete seine Diagnose eines 
posttraumatischen CRPS mit den vorliegenden Akten, den anamnestischen Angaben des 
Exploranden, seiner Untersuchung und den vorliegenden bildgebenden Befunden. Er hielt 
fest, die orthopädische Problematik des Patienten lokalisiere sich hauptsächlich im 
Bereich des rechten Fusses/Beins, weshalb eine freie Mobilisation ohne Gehstöcke aktuell 
nicht mehr möglich sei. Aufgrund dessen sei der Versicherte in der Geh- und Stehfähigkeit 
erheblich eingeschränkt. Von Seiten der oberen Extremität sei er auch bei dem dezent 
vorliegenden positiven Impingement beider Schultergelenke nicht eingeschränkt. Die 
Anamnese sei kohärent mit den Akten ohne Inkonsistenzen. Beim körperlichen Untersuch 
seien keine Inkonsistenzen aufgefallen (orthopädisches Teilgutachten S. 8).

Aus neurologischer Sicht wurde eine Dystonie (peripherally induced Movement disorder) 
nach Fussfraktur diagnostiziert. Der Experte führte aus, phänomenologisch entspreche 
das Beschwerdebild einer Dystonie. Solche würden gelegentlich nach peripheren 
Traumen auftreten, teilweise mit aber auch ohne vorangegangenem oder begleitendem 
CRPS. Als Ursache würden adaptive Veränderungen im zentralen Nervensystem (ZNS) 
diskutiert. Überwiegend aber werde von einer Psychogenese ausgegangen. Der Gutachter 
schloss sich ebenfalls der Meinung an, ein Stiff-Limb-Syndrom könne weitgehend 
ausgeschlossen werden, aber eine Dystonie sei anzunehmen. Der Zusammenhang mit 
dem Trauma sei zumindest zeitlich gegeben, so dass eine idiopathische Genese oder eine 
primäre Affektion im ZNS als Ursache doch ausgeschlossen werden könne. Anhaltspunkte 
für eine Verletzung peripherer Nerven ergäben sich weder aus der Anamnese noch aus 
den Akten. Es sei schwierig abzuschätzen, ob bei der Entwicklung dieses Leidens 
bewusstseinsnahe Komponenten vorlägen (neurologisches Gutachten S. 6). 

5.
5.1 Die Suva verweist zutreffend auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach 
für die Annahme eines unfallbedingten CRPS entscheidend ist, dass anhand echtzeitlich 

22

Urteil S 2019 155

erhobener medizinischer Befunde der Schluss gezogen werden kann, die betroffene 
Person habe innerhalb der Latenzzeit von sechs bis acht Wochen nach dem Unfall 
zumindest teilweise an den für ein CRPS typischen Symptomen gelitten. Das gleiche gilt, 
wenn das CRPS Folge einer unfallkausalen Operation ist (vgl. auch E. 4.1.2 hiervor). Der 
Beschwerdeführer erlitt den Unfall am 27. Juli 2016 (Suva-act. 2). Am 2. August 2016 fand 
die operative Versorgung des Hyperextensions-Supinationstraumas am rechten OSG statt 
(Suva-act. 22). Die Latenzzeit dauerte somit bis am 28. September 2016. Für diese 
Zeitspanne liegen allerdings keine echtzeitlichen Berichte in den Akten. Der erste Bericht 
im Nachgang zur Operation datiert vom 7. Oktober 2016 (Suva-act. 29). Daraus kann 
ersehen werden, dass sich der Beschwerdeführer aufgrund einer Schwellneigung und des 
Unvermögens, die rechte untere Extremität zu belasten, vorgestellt hat. Befundmässig 
stellten die Ärzte eine deutliche Schwellung des gesamten Fusses und Unterschenkels 
sowie eine leicht livide Verfärbung des Fusses fest. Ein CRPS konstatierten die Ärzte des 
Spitals F.________ nicht. Erstmals genannt wurde der Verdacht auf ein CRPS im Bericht 
vom 30. November 2016 (Suva-act. 30), mithin mehrere Wochen nach Ablauf der 
Latenzzeit. Damit muss – wie die Suva zu Recht mehrfach vorbringt – davon 
ausgegangen werden, dass trotz der im Bericht vom 7. Oktober 2016 erhobenen Befunde 
(Schwellung, leicht livide Verfärbung, allerdings weder ein Schwitzen noch eine vermehrte 
Behaarung) zwar zumindest gewisse, für das Vorliegen eines solchen 
Gesundheitsschadens notwendigen klinischen Kriterien vorhanden waren, indessen nicht 
innerhalb der verlangten Latenzzeit, sodass eine Unfallkausalität angenommen werden 
könnte. Selbst wenn anzunehmen wäre, es hätten während der erforderlichen Latenzzeit 
einschlägige Symptome nachgewiesen werden können, ist damit noch keineswegs 
rechtsgenüglich erwiesen, dass tatsächlich die Diagnose eines CRPS zu stellen wäre. 
Denn für die Annahme eines posttraumatischen CRPS sind weitere Kriterien unabdingbar 
und es bedarf ebenfalls einer korrekt gestellten Diagnose, was mit Blick auf das 
Nachstehende zu verneinen ist.

5.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann auf die abschliessende 
kreisärztliche Beurteilung von Dr. U.________ vom 2. September 2019, wonach kein 
CRPS gegeben ist, abgestellt werden. Es trifft zwar zu, dass der Beweiswert eines 
Berichtes von einem versicherungsinternen Arzt nicht der gleiche ist wie bei einem im 
Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten und bereits auch nur geringe Zweifel 
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit ausreichen, damit ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen sind. Allerdings sind reine Aktengutachten beweiskräftig, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung 

23

Urteil S 2019 155

eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche 
Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (BGer 8C_322/2020 vom 
9. Juli 2020 E. 3).

Im hier zu beurteilenden Fall liegen zahlreiche Arztberichte vor, welche Angaben über die 
erhobenen Befunde enthalten. Letztlich hat der Kreisarzt diese Informationen gewürdigt 
und geprüft, ob ein CRPS rechtsgenüglich ausgewiesen ist. Er hat hierfür eine Tabelle mit 
den relevanten Arztberichten aufgestellt und festgehalten, welche Kriterien erfüllt sind, 
welche nicht und über welche es gar keine Hinweise gab. Mithin hat er einzig einen 
feststehenden medizinischen Sachverhalt gewürdigt und in nachvollziehbarer Weise 
geschlussfolgert, dass die diagnostischen Kriterien eines CRPS (Budapest-Kriterien) seit 
dem Unfallereignis zu keiner Zeit vollständig erfüllt gewesen seien (vgl. Suva-act. 221).

5.3 Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, vermag keine andere 
Betrachtungsweise zu rechtfertigen.

5.3.1 Die Schlussfolgerung von Dr. U.________ findet eine ausreichende Stütze in den 
Akten. Hierzu sind insbesondere die Berichte des Zentrums O.________ vom 12. Juli 
(Suva-act. 173) und 6. September 2018 (Suva-act. 179) zu nennen. Der Versicherte wurde 
dort eingehend abgeklärt, namentlich in den Disziplinen Orthopädie, Neurologie und 
Schmerzpsychologie. Die Ärzte des Zentrums O.________ führten sodann schlüssig aus, 
dass die Kriterien für ein CRPS nicht erfüllt sind. Dies stellten sie unter den Vorbehalt 
einer weiterführenden Diagnostik, welche sie sodann am 7. August 2018 durchführten. 
Insbesondere untersuchten sie den Beschwerdeführer mittels Elektroneurographie, 
Thermographie, einem SSR-Test (Sympathische Hautantwort) sowie Ninhydrin-
Schweisstest und prüften die somatosensorisch evozierten Potentiale (SEP). Diese 
Zusatzdiagnostik brachte die Ärzte des Zentrums O.________ zur Überzeugung, dass 
kein CRPS vorliegt. Es zeigte sich in der elektrophysiologischen Zusatzdiagnostik 
insgesamt kein wegweisender pathologischer Befund bei leicht eingeschränkter 
Durchführbarkeit. In der CRPS-spezifischen Diagnostik zeigte sich visuell anhand des 
Digitalfotos erneut keine Seitendifferenz (Schwellung, Hautfarbe). In der Thermographie 
konnte keine signifikante Hauttemperaturdifferenz zwischen den beiden Seiten festgestellt 
werden. Lediglich der Schweisstest ergab Hinweise auf eine Schädigung sudomotorischer 
Fasern. Auch eine periphere Nervenläsion konnte nicht als Ursache nachgewiesen 
werden. Angesichts dessen hielten sie unmissverständlich fest, dass ein CRPS 
ausgeschlossen werden könne. Dieser interdisziplinären Einschätzung, welche nach 

24

Urteil S 2019 155

eingehenden Untersuchungen gefasst wurde, kann ohne weiteres gefolgt werden. Denn 
die Ärzte stellten im Weiteren zusätzliche Befunde fest, welche starke Zweifel an den 
geklagten Beschwerden aufkommen lassen. Sie erklärten, allein die Tatsache, dass der 
Beschwerdeführer normale Schuhe, Strümpfe und das Tragen von langen Hosen toleriere, 
eine seitengleiche Fussbeschwielung sowie keine nennenswerte Umfangdifferenz im 
Bereich der rechten unteren Extremität oder gar Muskelatrophien aufweise, spreche 
gegen eine längere Inaktivität der rechten unteren Extremität, wie sie am Tage der 
Untersuchung demonstriert werde. Sie schlossen insgesamt auf eine psychische Genese, 
insbesondere auch aufgrund der ständigen Willkürinnervation (Zittern und Zucken) und der 
ausgeprägten Angst (Suva-act. 173 S. 2).

5.3.2 Die Ärzte des Zentrums O.________ waren zudem nicht die einzigen, welche 
Inkonsistenzen konstatiert haben. Als erster Mediziner äusserte sich Dr. L.________ 
skeptisch über das Beschwerdebild. Er stellte klar, dass er nicht sicher sei, ob der Patient 
tatsächlich Schmerzen habe. Der Tremor und das damit verbundene Verhalten erinnere 
ihn mehr an eine psychische Ursache bzw. an ein demonstratives Verhalten. 
Insbesondere fand er ein groteskes Gangbild vor, welches mit einem groben Zittern 
einherging (Suva-act. 142). Auch Prof. Dr. M.________ sah die derzeitigen Beschwerden 
nicht in einem strukturellen Problem begründet. Er erachtete es als von der strukturellen 
Entwicklung entkoppelt. Er bezeichnete es als Schmerzproblem, welches einer 
medikamentösen bzw. interventionellen Behandlung bedürfe (Suva-act. 145). Ebenfalls 
konnte Dr. N.________ Auffälligkeiten feststellen, insbesondere im linken, von einem 
möglichen CRPS nicht betroffenen Bein, im Rumpf bis in die oberen Extremitäten mit 
Auslösung von Rigidität und Spasmen der unteren Extremitäten bis in den Rumpfbereich 
rechtsbetont mit ausgeprägter Aktions- und Stimulussensitivität bei taktilen Reizen und 
vegetativen Begleitbeschwerden (Suva-act. 150). Sodann erwähnte auch die Kreisärztin 
Dr. J.________ die Zuckungen und das groteske Gangbild. Im Weiteren fand sie ebenfalls 
nahezu seitengleiche Muskelumfänge der beiden unteren Extremitäten und eine 
seitengleiche Fussbeschwielung vor. Strukturelle Unfallfolgen konnten die Beschwerden 
nicht erklären (Suva-act. 188). Die französische Medizinerin Prof. S.________ war 
ebenfalls der Ansicht, dass die Symptomatologie im Rahmen einer Funktionsstörung zu 
sehen sei, welche durch einen Angstzustand verschlimmert werde. Deshalb regte sie die 
Behandlung durch einen Psychiater an (Suva-act. 209). Damit liegen insgesamt 
ausreichend ärztliche Meinungen vor, welche die vom Beschwerdeführer geklagten 
Schmerzen nicht im Rahmen eines CRPS sehen bzw. ein solches ausdrücklich verneinen 
und widerlegen.

25

Urteil S 2019 155

5.3.3 Zu berücksichtigen ist ausserdem, dass die behandelnden Ärzte des Spitals 
F.________ erstmals im Bericht vom 30. November 2016 den Verdacht auf ein CRPS 
äusserten (Suva-act. 30). Deshalb wurde er an die Klinik für Schmerztherapie des Spitals 
F.________ überwiesen. Der behandelnde Arzt MSc H.________ führte in seinem Bericht 
vom 12. Dezember 2016 aus, ein CRPS könne nicht ausgeschlossen werden, die 
diagnostischen Kriterien seien heute allerdings nicht erfüllt (Suva-act. 34). In allen 
nachfolgenden Berichten des Spitals F.________ vom 9., 16. und 20. Januar 2017 wurde 
stets von einer Verdachtsdiagnose gesprochen (Suva-act. 47, 49 und 51). Demgegenüber 
listete PD Dr. G.________ in seinem Sprechstundenbericht vom 25. Januar 2017 in der 
Diagnoseliste nun einen Status nach postoperativem CRPS auf, obschon bis anhin nur 
von einem Verdacht die Rede war (Suva-act. 57). Die Herleitung der Diagnose ist 
allerdings in keiner Weise begründet. Indessen führte dies dazu, dass diese Diagnose 
fortan in den nachfolgenden Berichten unkritisch übernommen (vgl. etwa Suva-act. 65) 
oder von einem Status nach CRPS gesprochen wurde (vgl. etwa Suva-act. 90 und 92). 
Doch bereits Dr. J.________ verneinte in ihrem Bericht vom 1. November 2017 das 
Vorliegen eines solchen Gesundheitsschadens (Suva-act. 128). Demgegenüber hielt Dr. 
K.________ wiederum ein CRPS fest, ohne aber darzulegen, weshalb die Diagnose 
gestellt werden kann. Er erklärte einzig, die Schmerzen sähen sie im Rahmen des CRPS 
(Suva-act. 139). Es ist davon auszugehen, dass er die Diagnose unkritisch von den 
vorbehandelnden Ärzten übernommen hat. Insgesamt ist ein CRPS zu keinem Zeitpunkt 
rechtsgenüglich konstatiert worden.

5.3.4 Aus dem von ihm eingereichten Bericht von Dr. Q.________ vom 20. Dezember 
2018 (Suva-act. 198 S. 3–11) kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten 
ableiten. Auch vermag er an der kreisärztlichen Beurteilung keine Zweifel zu erwecken. Er 
begründete seine Diagnosestellung einerseits mit den klinischen Kriterien und 
andererseits mit der Anfertigung einer 3-Phasen-Knochenszintigraphie am 19. Dezember 
2018. Bei dieser Untersuchungsmethode ist allerdings zu beachten, dass die Sensitivität 
der Szintigraphie im Verlaufe der Krankheit abnimmt, weshalb eine solche nur in den 
ersten fünf Monaten nach Beginn der Symptomatik empfohlen werden kann (vgl. Macrea 
et al., CRPS – das komplexe regionale Schmerzsyndrom, in: ARS Medici 6, 2011, S. 249). 
Das von ihm durchgeführte EMG war innerhalb der Grenzen und ergab keine 
nachweisbaren Verletzungen (Suva-act. 198 S. 6). Im Weiteren setzte sich 
Dr. Q.________ in keiner Weise kritisch mit den demonstrierten Beschwerden 
auseinander. Ferner ist aus dem Bericht kein Hinweis zu entnehmen, dass er Kenntnis der 

26

Urteil S 2019 155

relevanten Vorakten, insbesondere der umfassenden Untersuchung am Zentrum 
O.________, hatte.

5.3.5 Weder auch nur geringe Zweifel zu begründen noch eine andere Beurteilung 
aufzudrängen vermag die Expertise der MEDAS Zentralschweiz (Bf-act. 9). Wohl 
diagnostiziert der orthopädische Teilgutachter ein posttraumatisches CRPS. Allerdings 
kann auf dieses Gutachten nicht abgestellt werden, erfüllt es doch die von der 
Rechtsprechung aufgestellten Kriterien hinsichtlich Beweiswert bei Weitem nicht. Es liegen 
krasse Mängel vor, welche zur Beweisuntauglichkeit der Expertise führen. Das 
orthopädische Teilgutachten ist äusserst mangelhaft und weder nachvollziehbar noch 
schlüssig. Der Sachverständige begründet seine Diagnose bzw. die Herleitung derselben 
mit keinem Wort. Er bezieht sich zwar auf die Budapest-Kriterien, legt aber nirgends dar, 
inwiefern diese erfüllt sein sollen. Eine Diskussion unterbleibt vollständig. Soweit er zudem 
festhält, die Diagnose stütze sich u.a. auf die Akten, kann dem Experten nicht gefolgt 
werden. Er nimmt keinerlei Bezug zu den vorhandenen Arztberichten, so insbesondere zu 
den Berichten des Zentrums O.________ vom 12. Juli und 6. September 2018, in welchen 
ein CRPS nachvollziehbar und schlüssig aufgrund eingehender sowie zusätzlicher 
Untersuchungen verneint wurde. Die darüber hinaus vorliegenden zahlreichen 
Inkonsistenzen würdigt er mit keinem Wort. Zu denken ist dabei an die im 
Aktenverzeichnis aufgeführte Stellungnahme des beratenden Arztes der Versicherung 
AA.________ vom 18. November 2019, der gleich mehrere Punkte benannte, die 
insbesondere gegen eine längere Inaktivität der unteren Extremität sprächen (vgl. 
Gutachten S. 9). Damit mangelt es in der orthopädischen Teilexpertise an einem 
gewichtigen Punkt. Von einem Gutachter wird verlangt, dass er sich zu anderslautenden 
Arztberichten äussert und darlegt, weshalb einer Ansicht nicht gefolgt werden kann. Dies 
hat der Sachverständige gänzlich unterlassen. Das orthopädische Teilgutachten ist mithin 
völlig unbrauchbar und ohne jegliche Beweiskraft.

Ebenso wenig ist das neurologische Teilgutachten beweiskräftig. Auch dieses beinhaltet 
zahlreiche erhebliche Mängel. Dem Experten stand gemäss seinen Angaben lediglich die 
Zusammenfassung der Akten von Seiten des Fallführers zur Verfügung, mithin nicht die 
vollständigen Arztberichte. Das Gutachten fusst demnach nicht auf sämtlichen relevanten 
Vorakten. Eine eingehende Auseinandersetzung mit den vorangehenden Beurteilungen ist 
ebenfalls nicht vorhanden. Einzig gewürdigt wurde die von Dr. N.________ aufgeworfene 
Diagnose eines Stiff-Man- bzw. Stiff-Limb-Syndroms. Komplett ausser Acht gelassen 
wurden auch hier die vom Psychiater festgestellten Inkonsistenzen betreffend die 

27

Urteil S 2019 155

Dystonien. Diese seien leicht durchbrechbar durch Ablenkung und hätten recht 
bewusstseinsnah gewirkt. Sie seien theatralisch übertreibend gewesen (psychiatrisches 
Teilgutachten S. 12 und 14). Damit setzte sich der neurologische Sachverständige nicht 
annähernd auseinander, weshalb seine Aussage zur Konsistenz nicht einleuchtend ist. 
Inwiefern zudem ein zeitlicher Zusammenhang der Dystonie mit dem Trauma gegeben 
sein soll, wird auch nicht begründet. Erstmals die Rede von einer Dystonie war im Bericht 
von Dr. N.________ vom 27. Februar 2018 (vgl. E. 4.2.9 hiervor) bzw. von einem Tremor 
im Bericht von Dr. L.________ vom 24. Januar 2018 (vgl. E. 4.2.7 hiervor), mithin rund 
eineinhalb Jahre nach dem Unfallereignis. Inwiefern hier eine zeitliche Nähe bestehen soll, 
ist schlicht nicht erkennbar. Hinzu kommt, dass die Diagnose "Peripherally Induced 
Movement Disorder" keine allgemein anerkannte Diagnose darstellt.

Auf diese mangelhaften Punkte weisen auch die Kreisärzte der Suva in ihrer 
Stellungnahme vom 24. Juni 2021 (Suva-act. 228) zutreffend hin. So kritisierten sie, dass 
der orthopädische Gutachter sich nicht mit den Einschätzungen der Vorbeurteiler 
auseinandergesetzt habe, dass die vom Experten dokumentierten Befunde in Bezug auf 
die nach den Budapest-Kriterien geforderten Befunde unvollständig seien, weshalb die 
Kriterien nicht abschliessend geprüft werden könnten, eine Auseinandersetzung mit 
ebendiesen Kriterien fehle, sodass die Aussage zur Diagnoseherleitung des CRPS nicht 
nachvollzogen werden könne und eine systematische Konsistenzprüfung, z.B. anhand der 
Kriterien nach Widder, fehle, sodass bei nicht objektivierbaren Beschwerden deren 
Vorhandensein und deren Ausmass nicht ausreichend zuverlässig nachvollzogen werden 
könne. Zur neurologischen Expertise hielten sie fest, dass eine notwendige 
Konsistenzprüfung nicht durchgeführt worden sei, eine diskrepante Einschätzung 
bezüglich der vom Versicherten präsentierten Bewegungsstörung durch den 
psychiatrischen Gutachter nicht diskutiert worden sei, die differenzialdiagnostischen 
Überlegungen hinsichtlich einer nicht somatisch unfallkausalen funktionellen Störung 
unvollständig seien, die neurologische Untersuchung im Hinblick auf die 
Differenzialdiagnose nicht zielgerichtet durchgeführt worden sei, die Diagnose 
"Peripherally Induced Movement Disorder" in wissenschaftlicher Diskussion sowie 
Gegenstand der Forschung und diese im Übrigen auch nicht überzeugend hergeleitet 
worden sei. All ihre Argumente untermauerten die Kreisärzte mit einschlägiger 
Fachliteratur. Insgesamt vermögen daher die Beurteilungen der Gutachter der MEDAS, 
gerade auch angesichts der eklatanten Mängel, keine auch nur geringen Zweifel an der 
kreisärztlichen Schlussfolgerung, es sei kein CRPS zu konstatieren, zu erwecken.

28

Urteil S 2019 155

5.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass gestützt auf die kreisärztliche 
neurologische Beurteilung von Dr. U.________ vom 2. September 2019, wonach zu keiner 
Zeit die diagnostischen Kriterien eines CRPS erfüllt gewesen seien, ein solcher 
Gesundheitsschaden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan ist. Es fand 
eine eingehende und umfangreiche Abklärung mit entsprechenden Untersuchungen im 
Zentrum O.________ statt. Gestützt auf die Ergebnisse konnten die Ärzte das Vorliegen 
eines CRPS in nachvollziehbarer und schlüssiger Weise verneinen, woran auch das mit 
gewichtigen Mängeln behaftete MEDAS-Gutachten nichts zu ändern vermag. Deshalb 
sind auch von weiteren Abklärungen keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu 
erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung: BGE 136 
I 229 E. 5.3).

6. Insgesamt liegt nach der Verneinung eines CRPS somit keine organisch 
objektivierbare Unfallfolge mehr vor. Die Metatarsale-V-Basisfraktur ist nach der OSME 
am 14. Februar 2017 (Suva-act. 78) spätestens per 8. Januar 2018 vollständig konsolidiert 
(vgl. Suva-act. 139) und es gibt keinerlei Anhaltspunkte für anderweitige strukturelle 
Schädigungen. Es kann somit davon ausgegangen werden, dass im Zeitpunkt der 
Leistungseinstellung von einer Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden konnte. Infolge 
dessen war die Suva zweifellos zur Adäquanzprüfung befugt (vgl. auch BGE 134 V 109 
E. 6.1). Dabei kommen vorliegend die Adäquanzkriterien zum Zuge, welche für psychische 
Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt wurden (BGE 138 V 248 E. 4; 115 V 133 
E. 6c/aa).

6.1 Nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen ist für die Bejahung 
des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die 
Entstehung der psychischen Fehlentwicklung eine massgebende Bedeutung zukommt. 
Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder ernsthaft ins 
Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, 
wobei ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf eine Einteilung von banalen bzw. 
leichten, mittleren und schweren Unfällen vorzunehmen ist (BGE 115 V 133 E. 6).

Während bei leichten Unfällen der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und 
psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden kann, ist 
er bei schweren Unfällen regelmässig zu bejahen. Der mittlere Bereich umfasst jene 
Unfälle, welche weder der ersten noch der zweiten Gruppe zugeordnet werden können. 

29

Urteil S 2019 155

Gemäss Rechtsprechung lässt sich hier die Frage, ob zwischen Unfall und psychisch 
bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht 
aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Das Bundesgericht zieht daher weitere, 
objektiv erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen 
oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung mit ein. 
Solche unfallbezogenen Umstände dienen als Beurteilungskriterium, weil sie ihrerseits 
nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet 
sind, in Verbindung mit dem Unfall zu einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit zu 
führen oder diese zu verstärken. Als wichtigste Kriterien gelten:

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist jedoch nicht in 
jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und psychisch bedingter 
Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allenfalls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft 
einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren 
Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall 
zu qualifizieren ist. Andererseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges 
Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem 
Kriterium ein besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere 
unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall 
ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu 
berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die 
Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalls zusammen mit den 
objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die 
Notwendigkeit, nach anderen Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychisch 
bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten. Bei psychischen 
Fehlentwicklungen nach einem Unfall werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss 
psychischer Aspekte geprüft (zum Ganzen: BGE 115 V 133 E. 6). 

30

Urteil S 2019 155

6.2 Der Beschwerdeführer erachtet die Kriterien schwieriger Heilungsverlauf und 
erhebliche Komplikationen und körperliche Dauerschmerzen als in ausgeprägter Form 
erfüllt, weshalb der adäquate Kausalzusammenhang ohne weiteres gegeben sei (act. 1 
Ziff. 17).

6.3
6.3.1 Es gilt zunächst, den streitbetroffenen Unfall – ausgehend vom augenfälligen 
Geschehensablauf (vgl. BGer 8C_129/2009 vom 15. September 2009 E. 5.2) – nach 
seiner Schwere zu gewichten. Praxisgemäss werden Stürze aus einer Höhe zwischen 
zwei und vier Metern in die Tiefe noch als im engeren Sinne mittelschwere Unfälle 
qualifiziert (BGer 8C_632/2018 vom 10. Mai 2019 E. 8.3). Den Akten kann lediglich 
entnommen werden, dass der Beschwerdeführer zwischen das Schalungselement und die 
Wand gefallen sei (Suva-act. 23). Zur Sturzhöhe finden sich keinerlei Angaben und auch 
die Suva hat hierzu keine Erhebungen getätigt. Die Unfallversicherung geht indessen von 
einem mittelschweren Unfall an der Grenze zu einem leichten aus (act. 5 Ziff. 13.1; Suva-
act. 222 E. 4). Zu Gunsten des Beschwerdeführers ist vorliegend von einem 
mittelschweren Unfall im eigentlichen Sinne auszugehen. Demzufolge kann der adäquate 
Kausalzusammenhang bejaht werden, wenn mindestens drei der massgeblichen Kriterien 
bzw. eines davon in ausgeprägter Weise erfüllt ist (BGer 8C_147/2017 vom 2. August 
2017 E. 5.1).

6.3.2 Der Berücksichtigung des Kriteriums der besonders dramatischen 
Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls liegt der Gedanke 
zugrunde, dass solche Umstände geeignet sind, bei der betroffenen Person während des 
Unfallgeschehens oder nachher psychische Abläufe in Bewegung zu setzen, die an den 
nachfolgenden psychischen Fehlentwicklungen mitbeteiligt sein können. Dabei sind 
objektive Massstäbe anzuwenden. Nicht was im einzelnen Betroffenen beim Unfall 
psychisch vorgeht – sofern sich dies überhaupt zuverlässig feststellen liesse – soll 
entscheidend sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei 
Betroffenen psychische Vorgänge der genannten Art auszulösen. Zu beachten ist zudem, 
dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist 
(BGer 8C_212/2019 vom 21. August 2019 E. 4.3.3).

Mit der Suva ist einig zu gehen, dass trotz einer gewissen Eindrücklichkeit des 
Geschehens, bei welchem aber die erlittene Verletzung unbeachtlich zu bleiben hat (vgl. 

31

Urteil S 2019 155

statt vieler: BGer 8C_721/2011 vom 11. November 2011 E. 5.1), das Kriterium nicht erfüllt 
ist. Gegenteiliges wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht.

6.3.3 Beim Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen ist 
insbesondere deren erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen 
auszulösen, zu berücksichtigen (BGer 8C_398/2012 vom 6. November 2012 E. 6.2).

Wie die Suva zutreffend vorbringt, hat sich der Beschwerdeführer einzig eine Metatarsale-
V-Basisfraktur zugezogen. Ein CRPS ist nicht überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen. 
Damit ist die erlittene Verletzung nicht von besonderer Art oder Schwere.

6.3.4 Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der physisch bedingten ärztlichen 
Behandlung ist nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen. Von Bedeutung 
sind auch Art und Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine 
Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Gesamthaft betrachtet wird eine 
länger dauernde, kontinuierliche und zielgerichtete Behandlung somatisch begründbarer 
Beschwerden vorausgesetzt. Dabei reichen ärztliche Verlaufskontrollen, medikamentöse 
Therapie sowie Physiotherapie nicht aus. Auch manualtherapeutische Massnahmen zur 
Erhaltung des Zustandes und medikamentöse Schmerzbekämpfung allein genügen diesen 
Anforderungen nicht. Einzig der Abklärung des Beschwerdebildes dienenden Vorkehren 
kommt nicht die Qualität einer Heilmethodik in diesem Sinne zu (BGE 140 V 356 E. 5.6.2; 
BGer 8C_344/2013 vom 10. Oktober 2013 E. 10).

Der Versicherte wurde lediglich zwei Mal operiert, namentlich am 2. August 2016 (Fixation 
der Basis MT-V rechts; Suva-act. 22) und am 14. Februar 2017 (OSME, 
Pseudarthrosenanfrischung und Re-Osteosynthese; Suva-act. 78). Ausweislich der Akten 
war die Fraktur spätestens per 8. Januar 2018 vollständig konsolidiert (Suva-act. 139). 
Ansonsten wurde der Beschwerdeführer im Wesentlichen mittels Physiotherapie 
behandelt. Insgesamt kann damit nicht von einer ungewöhnlich langen Dauer der physisch 
bedingten ärztlichen Behandlung gesprochen werden. 

6.3.5 Bezüglich der Dauerschmerzen ist entscheidend, ob über den gesamten Zeitraum 
andauernde Beschwerden vorlagen (BGer 8C_53/2019 vom 9. Mai 2019 E. 5.3). Die 
organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden können hierbei nicht berücksichtigt 
werden (BGer 8C_654/2009 vom 23. Oktober 2009 E. 4.3).

32

Urteil S 2019 155

Der Beschwerdeführer klagte im Nachgang zur Operation am 2. August 2016 an 
massiven, belastungsabhängigen Schmerzen (Bericht vom 30. November 2016 [Suva-
act. 30]). Im Rahmen der Schmerzsprechstunde äusserte er ebenfalls Schmerzen im 
rechten Fuss, welche nach Abnahme des Gipses und unter Belastung eingetreten seien. 
Die Schmerzintensität in Ruhe, mithin ohne Belastung des Fusses, gab er mit NRS 
(Numerische Rating-Skala) 2 an. Sobald er auf den Fuss stehe, erreiche die Intensität 
einen Wert von NRS 8 (Bericht vom 12. Dezember 2016 [Suva-act. 34]). Gegenüber von 
PD Dr. G.________ berichtete der Versicherte über eine deutliche Besserung nach den 
durchgeführten Nervenblockaden mittels Radiofrequenztherapie. Es persistierten aber 
belastungsabhängige Schmerzen, welche die Gehfähigkeit auf eine Stunde beschränkten 
(Bericht vom 25. Januar 2017 [Suva-act. 57]; vgl. auch Suva-act. 49 und 51 [in Ruhe keine 
Schmerzen, bei Belastung nach 30 Minuten Schmerzscore von 5]). Im Anschluss an die 
zweite Operation am 14. Februar 2017 (Suva-act. 78) war er nach der sechs-wöchigen 
Gipsruhigstellung schmerzarm (Bericht vom 3. April 2017 [Suva-act. 90]). Einen Monat 
später berichtete der Versicherte, dass er im Vergleich zur letzten Kontrolle sowie im 
Vergleich zum präoperativen Zustand eine deutliche Schmerzbesserung erfahren habe. 
Es persistierten einzig belastungsabhängige Schmerzen, welche zum Teil auch in Ruhe 
vorhanden seien (Bericht vom 5. Mai 2017 [Suva-act. 92]). Am 19. Juni 2017 stellte sich 
der Beschwerdeführer im Spital F.________ vor und äusserte eine Schmerzexazerbation, 
nachdem zunächst eine stetige Schmerzbesserung eingetreten sei und er einen 
Arbeitsversuch mit einem Pensum von 50 % vorgenommen habe (Bericht vom 22. Juni 
2017 [Suva-act. 106]). Hierzu erklärte Dr. med. S. V.________, Oberärztin am Spital 
F.________, die Schmerzen im Bereich des medialen und lateralen Rückfusses zeigten in 
der bildgebenden Abklärung kein morphologisches Korrelat (Bericht vom 26. Juni 2017 
[Suva-act. 108]; vgl. auch CT des Fusses/OSG vom 26. Juni 2017 [Suva-act. 110]). Im 
September war die Situation nach der Zweitoperation in Bezug auf die Schmerzen wie 
nach der Erstoperation (Bericht vom 11. September 2017 [Suva-act. 120]). Im Bericht vom 
6. Oktober 2017 hielt Dr. K.________ fest, die vor zwei Wochen begonnene 
Schmerztherapie habe eine Besserung der Beschwerden bewirkt (Suva-act. 126). 
Gleiches berichtete der Beschwerdeführer der Kreisärztin Dr. J.________. Die 
Beschwerden seien weiterhin vorhanden, dies im Bereich des lateralen Fusses, welche 
bei Belastung mit einem stechenden Schmerz imponierend auftreten würden mit 
Ausstrahlung in die Zehen. Nach der Schmerztherapie im September 2017 hätten die 
Schmerzen etwas abgenommen, würden jedoch nach ca. 30 Minuten Gehen und im 
Stehen auftreten (Bericht vom 1. November 2017 [Suva-act. 128]). Laut Bericht vom 
9. Januar 2018 verbesserte sich die Situation unter Physiotherapie. Das durchgeführte CT 

33

Urteil S 2019 155

ergab eine vollständige Konsolidierung der Fraktur (Suva-act. 139). Bis zu diesem 
Zeitpunkt hin schilderte der Beschwerdeführer zwar immer wieder Schmerzen, die in ihrer 
Intensität aber stark variierten. Ebenfalls erstaunt es nicht, dass unmittelbar an die 
operativen Eingriffe die Schmerzen sich verstärkten. Indessen berichtete der Versicherte 
nach der ersten Operation über eine deutliche Besserung. Erst nach einem zweitägigen 
Arbeitsversuch exazerbierten die Schmerzen wieder. Spätestens mit dem CT vom 
8. Januar 2018 können die geklagten Schmerzen aber nicht mehr organisch erklärt 
werden, weshalb jene über diesen Zeitpunkt hinaus ohnehin keine Beachtung mehr finden 
können. Insgesamt waren die Schmerzen während der eineinhalb Jahre bis zur 
vollständigen Konsolidierung nicht durchgehend in einer solchen Intensität gegeben, als 
dass das Kriterium bejaht werden könnte. 

6.3.6 Anhaltspunkte für das Vorliegen einer ärztlichen Fehlbehandlung liegen keine vor 
und werden denn auch nicht geltend gemacht. Weiterungen hierzu erübrigen sich. Das 
Kriterium ist nicht erfüllt.

6.3.7 Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten 
Beschwerden darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche 
Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf dazu besonderer Gründe, welche die 
Genesung beeinträchtigt oder verzögert haben. Der Umstand, dass trotz verschiedener 
Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden kann, genügt allein nicht (BGer 
8C_803/2017 vom 14. Juni 2018 E. 3.6). Gleiches gilt für die Einnahme vieler 
Medikamente und die Durchführung verschiedener Therapien (BGer 8C_252/2007 vom 
16. Mai 2008 E. 7.6).

Den Akten sind keinerlei Hinweise zu entnehmen, welche auf einen schwierigen 
Heilungsverlauf schliessen liessen. Es kam weder zu einer Infektion im Nachgang zu den 
Operationen noch zu anderweitigen Komplikationen. Wie vorstehend dargelegt, reicht der 
Umstand, dass keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte, nicht aus, um das 
Kriterium bejahen zu können.

6.3.8 Das Kriterium des Grads und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit 
bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im angestammten Beruf (BGer 
8C_53/2019 vom 9. Mai 2019 E. 5.3).

34

Urteil S 2019 155

Ob das Kriterium als erfüllt betrachtet werden kann, braucht nicht abschliessend geklärt zu 
werden, da selbst bei dessen Vorliegen die Adäquanz nicht bejaht werden könnte. 
Jedenfalls wäre es nicht in ausgeprägter Form gegeben. In den Akten finden sich zwar 
spärliche Angaben zur Arbeitsfähigkeit, insbesondere auch in angepasster Tätigkeit. Die 
Kreisärztin Dr. J.________ führte in ihrem Bericht vom 12. November 2018 aus, bezogen 
auf die strukturellen Unfallfolgen mit Metatarsale-V-Fraktur bestehe keine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit (Suva-act. 188). Sicherlich kann davon 
ausgegangen werden, dass mit vollständiger Konsolidierung der Fraktur und keinen 
anderweitigen somatischen Unfallfolgen zumindest eine volle Leistungsfähigkeit in einer 
leidensangepassten Tätigkeit bestanden haben dürfte. Dies wäre dem Bericht von Dr. 
K.________ folgend per 8. Januar 2018, mithin knapp eineinhalb Jahre nach dem Unfall, 
der Fall gewesen.

6.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass von den zu prüfenden Adäquanzkriterien 
– falls überhaupt – höchstens eines in einfacher Weise erfüllt ist, namentlich das Kriterium 
des Grads und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Infolgedessen ist der 
adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 27. Juli 2016 und den 
weiterhin geklagten Beschwerden zu verneinen.

7. Insgesamt steht damit fest, dass in der hier zu beurteilenden Angelegenheit ein 
CRPS nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist bzw. ein solches zu 
verneinen ist. Die weiterhin geklagten, indessen nicht organisch erklärbaren Beschwerden 
stehen ferner nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 
27. Juli 2016. Die Suva hat demnach zu recht ihre Leistungen per 31. Dezember 2018 
eingestellt. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist 
abzuweisen.

8. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos (Art. 61 
lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung). Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist bei diesem Ausgang nicht auszurichten.

35

Urteil S 2019 155

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 21. September 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am