# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8d2927a0-d653-5b26-829c-38618fead7f0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 27.08.2013 B 2012/134
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2012-134_2013-08-27.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2012/134

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 27.08.2013

Entscheiddatum: 27.08.2013

Urteil Verwaltungsgericht, 27.08.2013
Steuerrecht, Art. 33 Abs. 1 lit. c StG (sGS 811.1). Besteuerung einer 
geldwerten Leistung von der Gesellschaft an ihren Aktionär bestätigt 
(Verwaltungsgericht, B 2012/134).

Urteil vom 27. August 2013

Anwesend:  Vizepräsident lic. iur. A. Linder; Verwaltungsrichter Dr. B. Heer; lic. iur. A. 

Rufener; Dr. S. Bietenharder-Künzle; Ersatzrichterin lic. iur. D. Gmünder Perrig; 

Gerichtsschreiber Dr. H. Fenners

In Sachen

X. und Y.Z.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch lic.iur. X.Z.

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdegegner,

betreffend

Kantons- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2006

)hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ X.Z. ist und war schon im Jahr 2006 Aktionär und Verwaltungsrat mit 

Einzelzeichnungsberechtigung der Verwaltungsgesellschaft Q. AG (nachfolgend: 

Verwaltungsgesellschaft). Zudem ging er einer selbständigen Erwerbstätigkeit nach.

Am 31. Januar 2008 reichten X.Z. und seine Ehefrau die Steuererklärung für das Jahr 

2006 ein, wobei sie Einkünfte in Höhe von total Fr. 75'336.-- deklarierten. Das 

Kantonale Steueramt rechnete demgegenüber in der Veranlagung vom 1. Juni 2010 

(unter anderem) eine geldwerte Leistung seitens der Verwaltungsgesellschaft in Höhe 

von Fr. 224'551.-- auf. Eine dagegen erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 

15. September 2011 abgewiesen.

B./ Gegen den Einspracheentscheid liessen X. und Y.Z. mit Eingabe vom 17. Oktober 

2011 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission erheben mit dem Antrag, die 

Aufrechnung von Fr. 224'551.-- sei zu streichen. Die Rekursinstanz wies das 

Rechtsmittel mit Entscheid vom 22. Mai 2012 ab.

C./ Dagegen erhoben X. und Y.Z. (nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 

22. Juni 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der angefochtene 

Entscheid sei aufzuheben und auf die Aufrechnung in Höhe von Fr. 224'551.-- zu 

verzichten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Die Verwaltungsrekurskommission (nachfolgend Vorinstanz) liess sich am 29. Juni 2012 

vernehmen. Sie stellte Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Hinweis auf die 

Erwägungen im angefochtenen Entscheid. Das Kantonale Steueramt (nachfolgend 

Beschwerdegegner) erstattete am 12. Juli 2012 eine Vernehmlassung. Es beantragte 

ebenfalls die Abweisung der Beschwerde.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die Beschwerdeführer nahmen mit Eingabe vom 27. Juli 2012 zur Vernehmlassung des 

Beschwerdegegners ergänzend Stellung.

Auf die Begründungen von Beschwerdeführer und Beschwerdegegner sowie die 

Ausführungen im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den folgenden 

Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. (…).

2. Streitgegenstand bildet die Aufrechnung einer geldwerten Leistung, welche der 

Beschwerdeführer seitens der Verwaltungsgesellschaft erhalten haben soll. Dem Streit 

liegt folgender Sachverhalt zu Grunde:

2.1. Die Verwaltungsgesellschaft war Eigentümerin der Liegenschaft an der B.-strasse 

0 in St. Gallen. Sie verkaufte die Liegenschaft am 7. Juni 2006 an A.K., Israel, zu einem 

Preis von Fr. 1'332'000.--. Ein Teil des Kaufpreises wurde zur Rückzahlung der auf der 

Liegenschaft lastenden Hypothek in Höhe von Fr. 1'050'000.-- bei der Bank E. 

verwendet. Der Restkaufpreis in Höhe von Fr. 282'000.-- wurde auf ein Sperrkonto bei 

der Bank H. überwiesen; die Verkäuferin verpflichtete sich im Kaufvertrag, dieses Geld 

für diverse, genau bestimmte Renovationsarbeiten an der Liegenschaft zu verwenden. 

Gemäss Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2006 der Verwaltungsgesellschaft betrug die 

(Hypothekar-)Schuld gegenüber der Bank E. Fr. 1'240'000.--. Im Zeitpunkt der 

Veräusserung der Liegenschaft belief sie sich dann sogar auf Fr. 1'273'200.--, da noch 

aufgelaufene Zinsen für das Jahr 2005 (Fr. 27'200.--) und das Jahr 2006 (Fr. 6'000.--) 

hinzugekommen waren. Die Bank E. trat ihre ungedeckt gebliebene Restforderung 

gegenüber der Verwaltungsgesellschaft in Höhe von Fr. 223'200.-- am 20. Juni 2006 an 

die T. GmbH mit Sitz in F. ab. Die T. GmbH, an der die Beschwerdeführerin und deren 

Sohn beteiligt sind, trat wiederum am 30. September 2006 die um den Zins erhöhte 

Forderung von Fr. 224'551.-- zum Preis von Fr. 2'000.-- an den Beschwerdeführer ab.

2.2. Die Abtretungen wurden bei der Verwaltungsgesellschaft so verbucht, dass die 

von der T. GmbH erworbene Forderung deren Kontokorrent bei der 

Verwaltungsgesellschaft (Konto Nr. 1146) gutgeschrieben wurde, bei der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Weiterübertragung diesem wiederum belastet und dem Kontokorrent von X.Z. (Konto 

Nr. 1150) gutgeschrieben wurde. Vor der Gutschrift wies dessen Kontokorrent (aus 

Sicht der Gesellschaft) einen Aktivsaldo von Fr. 212'932.22 auf. Nach der Gutschrift in 

Höhe von Fr. 224'551.-- wies es dann einen Passivsaldo von Fr. 11'619.33 auf.

3. Offenbar wurde die Forderung zum Preis von Fr. 200.-- von der Bank E. auf die T. 

GmbH übertragen (vgl. Beilage zur Beschwerdereplik vom 27. Juli 2012). Somit musste 

die Bank E. ihre Forderung gegenüber der Verwaltungsgesellschaft im Umfang von 

Fr. 223'000.-- abschreiben. Wäre die Forderung seitens der Bank E. nicht übertragen, 

sondern erlassen worden, hätte sich der steuerbare Ertrag der Verwaltungsgesellschaft 

entsprechend erhöht. Gleich verhielte es sich, wenn es der T. GmbH möglich gewesen 

wäre, die ihr von der Bank E. übertragene Forderung mit einer Schuld gegenüber der 

Verwaltungsgesellschaft in entsprechender Höhe zu verrechnen. So wäre nämlich für 

die zum Preis von Fr. 200.-- erworbene Forderung eine Wertberichtigung in Höhe von 

Fr. 223'000.-- zu bilden gewesen, welche nach der Verrechnung über die 

Erfolgsrechnung hätte aufgelöst werden müssen. Die T. GmbH schritt indes nicht zur 

Verrechnung, obschon auch sie – zumindest noch Ende 2005 – eine 

Kontokorrentschuld gegenüber der Verwaltungsgesellschaft hatte. Vielmehr übertrug 

sie die Forderung am 30. September 2006 auf den Beschwerdeführer, der die 

Forderung anschliessend mit seiner Kontokorrentschuld gegenüber der 

Verwaltungsgesellschaft verrechnete. Dies führte bei ihm zu einem 

Reinvermögenszugang in Form einer Reduktion der Passiven. Der Vermögenszuwachs, 

der zwangsläufig mit dem Forderungsverzicht seitens der Bank E. einherging, 

verwirklichte sich somit nicht bei der Verwaltungsgesellschaft, sondern beim 

Beschwerdeführer. Während die Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang von 

einem steuerfreien Kapitalgewinn ausgehen, halten die Vorinstanz und der 

Beschwerdegegner dafür, der Vermögenszuwachs gehe auf eine geldwerte Leistung 

und somit ein Einkommen aus beweglichem Vermögen zurück.

3.1. Eine geldwerte Leistung liegt vor, wenn eine Gesellschaft an die Inhaber von 

Beteiligungsrechten oder ihnen nahe stehende Personen Leistungen erbringt, denen 

keine oder jedenfalls keine genügenden Leistungen entgegenstehen und die einem an 

der Gesellschaft nicht beteiligten Dritten nicht oder in wesentlich geringerem Umfang 

erbracht würden. Dies kann durch eine eigentliche Ausschüttung geschehen. Möglich 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ist aber auch eine sogenannte Gewinnvorwegnahme; dabei verzichtet die Gesellschaft 

auf das an sich ihr zustehende Entgelt gänzlich oder teilweise und begünstigt insoweit 

den Anteilsinhaber. Geldwerte Leistungen haben ihren Grund einzig in der Beteiligung 

und stellen deshalb steuerbaren Vermögensertrag im Sinn von Art. 33 Abs. 1 StG dar. 

Auf Seiten der Gesellschaft werden sie zudem dem steuerbaren Gewinn 

hinzugerechnet (statt vieler: Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum 

DBG, 2. Auflage, Zürich 2009, N 100 ff. zu Art. 20 und N 95 f. zu Art. 58).

Ein steuerfreier Kapitalgewinn ist demgegenüber gegeben, wenn ein Mehrwert dadurch 

realisiert wird, dass ein im Privatvermögen gehaltenes dingliches oder obligatorisches 

Vermögensrecht aus dem Vermögen des bisher Berechtigten ausscheidet und durch 

ein (wirtschaftlich betrachtet) anderes Vermögensrecht ersetzt wird (Richner/Frei/

Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 150 zu 16). Der Kapitalgewinn errechnet sich aus der 

Differenz zwischen den Anlagekosten (Erwerbspreis zuzüglich wertvermehrender 

Aufwendungen) und der erhaltenen Gegenleistung. Er resultiert aus einem 

Substanzverzehr. Im Gegensatz dazu steht der Vermögensertrag, also die laufenden 

Einkünfte, welche die Substanz nicht antasten (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., 

N 165 f. zu Art. 16).

Die Trennlinie zwischen Kapitalgewinn und Vermögensertrag beziehungsweise 

Substanzverzehr und Substanzschonung ist bisweilen nicht einfach zu ziehen (P. 

Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel, N 74 zu Art. 16); Gleiches gilt, 

soweit bei der Abgrenzungsfrage auf die wirtschaftliche Verursachung des 

Wertzuflusses – Veräusserung oder blosse Nutzungsüberlassung - abgestellt wird (P. 

Locher, a.a.O., N 76 zu Art. 16). Dies zeigt sich namentlich in der steuerlichen 

Beurteilung eines Schulderlasses zu Gunsten einer Privatperson. Das Bundesgericht 

erwog in diesem Zusammenhang, es fehle dabei am Merkmal der Veräusserung, weil 

es um die Beendigung einer Gläubiger/Schuldner-Beziehung gehe (BGer 2C_120/2008 

vom 13. August 2008). Diesem Entscheid ist in der Literatur Kritik erwachsen; so macht 

beispielsweise Waldburger geltend, es sei kein sachlicher Grund ersichtlich, eine 

realisierte Wertabnahme eines Passivums steuerlich anders zu behandeln als eine 

realisierte Wertzunahme eines Aktivums (R. Waldburger, Rechtsprechung im Jahr 2008 

[2. Teil], FSTR 2009, 293; vgl. auch R. Kaufmann, Die steuerliche Behandlung des 

Schulderlasses, Bern 1986, Nrn. 186 und 366). Einigkeit besteht zumindest 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dahingehend, dass in dem Umfang, in dem einer Forderung kein Wert mehr zukommt, 

auch kein Vermögenszugang stattfinden kann (M. Simonek, Die steuerrechtliche 

Rechtsprechung des Bundesgerichts im Jahre 2008, ASA 79, 133). Der Erlass eines 

Nonvaleurs stellt somit im Privatvermögensbereich kein steuerbares Einkommen dar. 

Dies gilt zumindest dann, wenn ein unabhängiger Dritter die Schuld erlässt. Anders 

kann es sich im Falle einer Kreditgewährung von der Gesellschaft an ihren Beteiligten 

verhalten. In diesem Fall sind die Umstände der Kreditgewährung einem Drittvergleich 

zu unterziehen. Hält sie vor dem Drittvergleich nicht stand, liegt eine im 

Beteiligtenverhältnis begründete Zuwendung vor, welche beim Gesellschafter mit der 

Einkommenssteuer erfasst wird; auf Stufe der Gesellschaft führt sie sodann zu einer 

Gewinnaufrechnung. Für die entsprechenden Besteuerungen bestehen mit Art. 33 Abs. 

1 lit. c und Art. 82 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 StG gesetzliche Grundlagen.

3.2. Im hier zu beurteilenden Fall wies die Verwaltungsgesellschaft in der Bilanz per 

Ende 2006 bei einem Eigenkapital von Fr. 105'000.-- einen Verlustvortrag von 

Fr. 467'768.11 aus. Die Gesellschaft war somit (massiv) überschuldet. Ausserdem war 

sie illiquid (vgl. Vorakten, act. 8/3.21). Ende 2005 betrug der Verlustvortrag sogar Fr. 

495'371.66, und die Liquidität war ähnlich schlecht. Ausser auf den im Jahr 2006 

verkauften Liegenschaften B.-strasse 00 und 0 waren offensichtlich keine stillen 

Reserven vorhanden. In Anbetracht dessen erstaunt nicht, dass die Bank E. die 

(offensichtlich nicht grundpfandgesicherte) Restforderung in Höhe von Fr. 223'200.-- 

als uneinbringlich ansah. Die Forderung war aus ihrer Sicht effektiv nicht werthaltig.

Für den Beschwerdeführer traf dies hingegen nicht zu. Zu beachten bleibt, dass er im 

Zeitpunkt, in dem er die Forderung erwarb, seinerseits eine Kontokorrentschuld von 

mehr als Fr. 200'000.-- gegenüber der Verwaltungsgesellschaft hatte. Es war ihm daher 

möglich, die Forderung zum Nominalwert mit der Kontokorrentschuld zu verrechnen. 

Für ihn war also die Forderung durchaus werthaltig. Die Kontokorrentschuld wurde ihm 

denn auch nicht erlassen. Ihr stand vielmehr eine Gegenleistung gegenüber. Für die 

Gesellschaft war dieser Vorgang sodann erfolgsneutral.

Wäre demgegenüber die Forderungsabtretung unterblieben, sondern ein definitiver 

Forderungsverzicht seitens der Bank erfolgt, hätte die Verwaltungsgesellschaft einen 

ausserordentlichen Erfolg erzielt. Der Erfolg wäre somit nicht beim Gesellschafter, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sondern bei der Gesellschaft eingetreten, indem sich ihr Fremdkapital um 

Fr. 223'000.-- reduziert und im gleichen Umfang das Eigenkapital erhöht hätte. Es mag 

zwar in der Praxis hin und wieder vorkommen, dass eine Person, die gegenüber einer 

anderen (nicht nahe stehenden) Person verschuldet ist, eine Forderung von einer 

Drittperson übertragen erhält und daraufhin gegenüber der anderen Person zur 

Verrechnung bringt. Hier erhielt aber der Beschwerdeführer vom Forderungsverzicht 

der Bank E. nur deshalb Kenntnis, weil er als einzig zeichnungsberechtigtes Organ der 

Verwaltungsgesellschaft in die Verhandlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der 

Liegenschaft und der Ablösung der darauf lastenden Hypothek eingebunden war. In 

seiner Position konnte er zudem Einfluss auf die Höhe der Kontokorrentschuld nehmen. 

Hätte er im Interesse der Gesellschaft gehandelt, wozu er als Organ und Aktionär der 

Gesellschaft fraglos verpflichtet war, hätte er den definitiven Forderungsverzicht 

seitens der Bank E. akzeptieren müssen. Er sah jedoch davon ab, sondern war dafür 

besorgt, dass die an sich wertlose Forderung (über die T. GmbH) auf ihn übertragen 

wurde. Dadurch wurde die Verwaltungsgesellschaft entreichert, hat sie doch zu 

Gunsten ihres Beteiligten auf einen Gewinn verzichtet. Dies stellt eine verdeckte 

Gewinnausschüttung in Form einer Gewinnvorwegnahme dar.

3.3. Selbst wenn man davon ausginge, der Beschwerdeführer habe beim 

Forderungserwerb wie ein «unabhängiger Dritter» agiert, würde die geldwerte Leistung 

nicht entfallen. Denn dem Beschwerdeführer war es aufgrund seines beherrschenden 

Einflusses möglich, der Gesellschaft flüssige Mittel zu entziehen. Hiervon machte er 

(auch) im Jahr 2006 in erheblichem Umfang Gebrauch. Er liess offensichtlich einen 

Grossteil seiner Lebenshaltungskosten über die Konten der Gesellschaft laufen. Aus 

einem bei den Steuerakten 2006 befindlichen Auszug seines Kontokorrents (Konto 

Nr. 1150) ergibt sich eine Erhöhung der jeweiligen Schuld vom 1. Januar 2006 bis 

30. September 2006 von Fr. 73'641.17 auf Fr. 212'932.22, also um beinahe 

Fr. 140'000.--. Offenkundig war der Beschwerdeführer darum bemüht, die 

Kontokorrentschuld zu erhöhen, sodass er in der Lage war, die am 30. September 

2006 erworbene Forderung (fast) vollständig zu verrechnen. Vor einem Drittvergleich 

hält dieses Vorgehen mit Sicherheit nicht stand. Es entspricht keinem üblichem 

Geschäftsgebaren, dass sich eine massiv überschuldete Gesellschaft jeglicher 

Liquidität begibt, um – ohne jede Sicherheiten - Kredit einer Person zu gewähren, die 

selbst als gänzlich zahlungsunfähig gilt (vgl. den Betreibungsregisterauszug vom 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

26. August 2009, act. 8/4.13, sowie den ebenfalls bei den entsprechenden Akten 

befindlichen Auszug aus dem Verlustscheinregister). Die geldwerte Leistung lässt sich 

also auch insoweit begründen.

3.4. Endlich sei noch erwähnt, dass die Beschwerdeführer das Kontokorrentguthaben 

von Fr. 3'132.18 gegenüber der Verwaltungsgesellschaft, welches Ende 2006 (aufgrund 

der erfolgten Verrechnung) bestand, im Rahmen der Steuerdeklaration 2006 als 

Geschäftsvermögen ausgewiesen haben. Sofern es effektiv Geschäftsvermögen 

bildete, wäre der Vermögenszuwachs aufgrund von Art. 31 StG steuerbar, und zwar 

selbst dann, wenn es sich um einen Kapitalgewinn handelte. Freilich liegt nicht allein 

deshalb Geschäftsvermögen vor, weil die Beschwerdeführer das Kontokorrent als 

solches deklarierten. Der Frage, ob sich dessen Zuordnung zum Geschäftsvermögen 

aufgrund der Gesamtheit der tatsächlichen Gegebenheiten als korrekt erweist, muss 

hier indessen nicht weiter nachgegangen werden, nachdem der Vermögenszuwachs 

ohnehin steuerbar ist.

3.5. Der Beschwerdegegner rechnete eine geldwerte Leistung in Höhe von 

Fr. 224'551.-- beim Einkommen der Beschwerdeführer auf. Die Vorinstanz bestätigte 

diese Aufrechnung. Aufgrund der von den Beschwerdeführern im 

Beschwerdeverfahren eingereichten Unterlagen (Beilage 3 zur Beschwerde) erscheint 

jedoch ausgewiesen, dass als Entschädigung für die Abtretung Fr. 2'000.-- (von der 

Beschwerdeführerin an die T. GmbH) bezahlt wurden. Dementsprechend beträgt der 

entsprechende Vermögenszuwachs aus geldwerter Leistung seitens der 

Verwaltungsgesellschaft lediglich Fr. 222'551.--. Hinzu kommen weitere geldwerte 

Leistungen in Höhe von Fr. 28'000.-- (vgl. Pos. 6.3. der Veranlagung), welche hier 

jedoch nicht im Streit lagen.

4. Aufgrund vorstehender Erwägungen erweist sich die Beschwerde als teilweise 

begründet, weshalb sie teilweise gutzuheissen ist. In betragsmässiger Hinsicht 

obsiegen die Beschwerdeführer aber nur marginal. Entsprechend haben sie 

vollumfänglich für die Verfahrenskosten aufzukommen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Bei deren 

Bemessung wird berücksichtigt, dass sich im parallelen Verfahren betreffend direkte 

Bundessteuer 2006 die gleichen Sach- und Rechtsfragen stellten. Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- ist für das vorliegende Verfahren angemessen (Art. 7 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie wird mit dem für beide Verfahren 

geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- verrechnet.

Eine ausseramtliche Entschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP).

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der angefochtene Entscheid 

aufgehoben.

2./  Die Aufrechnung aus geldwerter Leistung seitens der Verwaltungsgesellschaft am 

Q. AG ist auf Fr. 222'551.-- zu reduzieren. Die Streitsache wird zu entsprechender 

Neuveranlagung an den Beschwerdegegner zurückgewiesen.

3./  Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'000.--bezahlen die 

Beschwerdeführer unter Verrechnung mit dem für beide Verfahren (B 2012/134 und 

135) geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.--.

4./  Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V.          R.           W.

Der Vizepräsident:                Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Armin Linder              Dr. Henk Fenners

Versand dieses Entscheides an:

-   die Beschwerdeführer

-   die Vorinstanz

-   den Beschwerdegegner

am:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Urteil Verwaltungsgericht, 27.08.2013
	Steuerrecht, Art. 33 Abs. 1 lit. c StG (sGS 811.1). Besteuerung einer geldwerten Leistung von der Gesellschaft an ihren Aktionär bestätigt (Verwaltungsgericht, B 2012/134).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T10:30:03+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen