# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d67559ba-06c6-5ecc-9f22-66016e82cff3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.08.2019 200 2019 299
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-299_2019-08-06.pdf

## Full Text

200 19 299 UV
FUE/IMD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. August 2019

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 28. Februar 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. August 2019, UV/19/299, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
seit dem 11. Dezember 2017 als … bei der B.________ AG angestellt und 
dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. 
Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und 
Berufskrankheiten versichert (Akten der Suva, Antwortbeilage [AB] 1). 
Gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG vom 12. Oktober 2018 (AB 1) habe 
er sich am 24. September 2018 beim Auffangen einer herunterfallenden 
Materialkiste Bänder in der linken Schulter angerissen. Die Suva erbrachte 
die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung [AB 3, 14, 20]) und klärte den 
Sachverhalt in medizinischer Hinsicht ab. Gestützt auf die ärztliche Beurtei-
lung von Kreisarzt Dr. med. C.________, Facharzt für Chirurgie, vom 
18. Dezember 2018 (AB 23) stellte sie ihre Leistungen mit Verfügung vom 
11. Januar 2019 (AB 32) gleichentags ein. Eine dagegen erhobene Ein-
sprache (AB 33) wies die Suva nach Einholung einer vom 11. Februar 2019 
datierenden kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. C.________ (AB 37) 
mit Entscheid vom 28. Februar 2019 ab (AB 39).

B.

Hiergegen opponierte der Versicherte mit einem an die Suva adressierten 
Schreiben vom 28. März 2019 (Postaufgabe), welches von dieser mit Ein-
gaben vom 16. bzw. 30. April 2019 zuständigkeitshalber an das Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern überwiesen wurde. Sinngemäss beantragte 
er die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Weiterausrichtung 
der gesetzlichen Leistungen.

Mit Beschwerdeantwort vom 28. Juni 2019 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 28. Febru-
ar 2019 (AB 39). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerde-
führers auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung über den 
11. Januar 2019 hinaus und dabei insbesondere, ob die Schulterbeschwer-
den links ab jenem Zeitpunkt noch kausal auf das Ereignis vom 24. Sep-
tember 2018 (AB 1) zurückzuführen waren.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

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Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über-
haupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, 
wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesund-
heitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich 
auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall be-
standen hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) er-
reicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1; Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung 
(BGE 140 V 356 E. 3.2 S. 358).

2.3 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 

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zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 
S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass das Ereig-
nis vom 24. September 2018, bei dem der Beschwerdeführer eine herun-
terfallende Materialkiste aufgefangen hat (AB 1) bzw. auffangen wollte 
(AB 2), die kumulativen Anspruchsvoraussetzungen des Unfallbegriffs 
gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.1 hiervor) erfüllt. Die Beschwerdegegnerin 
hat denn auch ihre Leistungspflicht anerkannt und die gesetzlichen Leis-
tungen (Heilbehandlung [AB 3, 14, 20]) erbracht. Umstritten ist hingegen, 
ob der Beschwerdeführer – basierend auf dem besagten Unfall – über die 
von der Beschwerdegegnerin verfügte Leistungseinstellung per 11. Januar 
2019 (AB 32) hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung hat.

3.2 In medizinischer Hinsicht ist den Akten – soweit entscheidwesent-
lich – das Folgende zu entnehmen:

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3.2.1 Im Bericht der Orthopädie Sonnenhof vom 6. November 2018 
(AB 11) wurde festgehalten, die vom Patienten geäusserten Beschwerden 
seien auf ein subacromiales Impingement bei mehrheitlich bursaseitiger 
Partialruptur der Supraspinatussehne zurückzuführen, wobei sich zusätz-
lich eine Tendinopathie und Partialruptur der langen Bizepssehne zeige. 
Die im MRI ersichtliche kleine Verletzung der Subscapularissehne sei kli-
nisch nicht relevant, auch die AC-Arthrose sei asymptomatisch. Aufgrund 
noch korrekter inserierender dorsaler Supraspinatussehnen-Anteile beste-
he bezüglich einer Intervention keine Dringlichkeit.

3.2.2 Dem Bericht von PD Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopä-
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 
14. Dezember 2018 (AB 24) ist zu entnehmen, dass der Patient nach sie-
ben Sitzungen Physiotherapie eine deutliche Besserung verspüre. Nachts 
habe er immer noch Schmerzen, tagsüber gehe es gut. Die Kraft sei eben-
falls gut. Die Absicht der Suva, den Fall abzuschliessen, bezeichnete PD 
Dr. med. D.________ als nicht verständlich. Seines Erachtens handle es 
sich um einen echten Unfall. Das Auffangen eines schweren Gewichts mit 
angehobenen Armen könne durchaus eine Läsion der Rotatorenmanschet-
te und der langen Bizepssehne verursachen.

3.2.3 Der Kreisarzt Dr. med. C.________ diagnostizierte im Bericht vom 
18. Dezember 2018 (AB 23) unfallbedingt eine Zerrung der linken Schulter. 
Anlässlich der Untersuchung nach dem Unfallereignis hätten keine unfall-
bedingten strukturellen Läsionen festgestellt werden können. Es hätten sich 
deutlich degenerative Veränderungen sowohl der Rotatorenmanschette als 
auch Zeichen der AC-Gelenksarthrose sowie des subacromialen Impinge-
ments gezeigt. Von Seiten der behandelnden Schulterchirurgen werde ein 
konservatives Vorgehen bei guter Funktion der Rotatorenmanschette ge-
plant. Das Ereignis vom 24. September 2018 mit Zerrung der Schulter habe 
den Charakter einer vorübergehenden Verschlimmerung mit zu erwarten-
der Ausheilung innerhalb von acht bis zwölf Wochen. Die im weiteren Ver-
lauf festgestellten Veränderungen seien rein degenerativer Natur und stün-
den nicht im Zusammenhang mit dem Unfall. Die jetzt noch bestehende 
Behandlungsbedürftigkeit betreffe die Degeneration und nicht die Folgen 
des Unfalls.

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3.2.4 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
führte im einspracheweise aufgelegten Bericht vom 24. Januar 2019 
(AB 33 S. 2 f.) aus, nach Traumen könne es sechs Monate oder mehr 
brauchen, bis der Vorzustand erreicht sei. Es stimme, dass im MRI dege-
nerative Veränderungen sichtbar seien, diese seien jedoch nicht für die 
Beschwerden verantwortlich, da der Patient vor dem Unfall keine Be-
schwerden verspürt habe. Es stimme nicht, dass die Funktion der Rotato-
renmanschette gut sei, die Beweglichkeit sei eingeschränkt und sie sei 
schmerzhaft. Zudem sei die Kraft vermindert, so dass der Patient keine 
Gewichte schwerer als 1 kg heben könne. Die Sehnenrupturen seien frisch 
und durch den Unfall bedingt. Wären sie älteren Datums, dann wären diese 
retrahiert und der Patient wäre vor dem Unfallereignis symptomatisch ge-
wesen.

3.2.5 Im Bericht vom 11. Februar 2019 (AB 37) führte der Kreisarzt Dr. 
med. C.________ aus, die Einwände von Dr. med. E.________ beinhalte-
ten keine fachlichen Neuigkeiten. Der Einwand, vor dem Unfallereignis ha-
be eine Beschwerdefreiheit bestanden, sei als Argument nicht ausreichend. 
Die beschriebenen Veränderungen im Bereich der Rotatorenmanschette 
seien rein degenerativer Natur. Beim Begriff Ruptur in Bezug auf die Su-
praspinatussehne müsse nicht unbedingt eine unfallbedingte Veränderung 
vorliegen. Sprachlich sei der Begriff Ruptur im Rahmen von Sehnenverän-
derungen mit degenerativem Charakter immer problematisch, weil für den 
Befund-Leser der Eindruck einer unbedingt frischen Läsion entstehe.

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig 

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sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um 
die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicher-
ten Person in den Hintergrund rückt (Entscheid des BGer vom 24. März 
2017, 8C_780/2016, E. 6.1).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee S. 354). Soll ein Versicherungs-
fall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-
rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229; 135 V 465 E. 4 S. 467 ff.).

3.4 Die zur Frage nach der Kausalität der Schulterbeschwerden links 
verfassten Aktenbeurteilungen des Kreisarztes Dr. med. C.________ vom 
18. Dezember 2018 (AB 23) und 11. Februar 2019 (AB 37) erfüllen die vor-
erwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen und erbringen vollen 
Beweis. Folglich kann darauf abgestellt werden. Der Facharzt hat sich ein-
lässlich mit den klinisch und bildgebend festgestellten Befunden auseinan-
dergesetzt und unter Hinweis auf die medizinwissenschaftliche Literatur 
schlüssig und einleuchtend dargelegt, dass keine unfallbedingten struktu-
rellen Läsionen festgestellt wurden, sondern vielmehr deutlich degenerative 
Veränderungen sowohl der Rotatorenmanschette als auch Zeichen der AC-
Gelenksarthrose sowie des subacromialen Impingements. Daraus zog der 
Kreisarzt überzeugend begründet den Schluss, dass es im Rahmen des 
Ereignisses vom 24. September 2018 (lediglich) zu einer Zerrung der linken 
Schulter und damit zu einer bloss vorübergehenden (und nicht einer rich-
tunggebenden) Verschlimmerung eines vorbestehenden degenerativen 
Zustands gekommen ist, welche spätestens innerhalb von drei Monaten 
ausgeheilt war.

Die abweichenden Berichte der behandelnden Ärzte führen zu keinem an-
deren Ergebnis: Soweit Dr. med. D.________ im Bericht zur klinischen Ver-
laufskontrolle vom 14. Dezember 2018 ausgeführt hat, das Unfallgesche-

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hen könne durchaus eine Läsion der Rotatorenmanschette und der langen 
Bizepssehne verursachen (AB 24), hat er (einzig) die grundsätzliche Eig-
nung des Unfallgeschehens für die hier infrage stehenden Beschwerden 
bejaht. Er benannte – was den hier zu beurteilenden, konkreten Fall betrifft 
– jedoch nicht einmal ansatzweise Befunde, die für unfallbedingte Schädi-
gungen der Rotatorenmanschette bzw. der Bizepssehne sprächen. Solche 
Befunde konnte der behandelnde Chirurg auch im Telefongespräch mit 
dem Kreisarzt vom 19. März 2019 nicht aufführen. Er beschränkte sich le-
diglich darauf, die Qualität bzw. Verlässlichkeit der vorhandenen Berichte – 
die aus seiner Sicht den degenerativen Anteil der Schädigungen zu Un-
recht in den Vordergrund stellten – sowie der einschlägigen medizinischen 
Literatur anzuzweifeln, ohne jedoch konkrete Fehler bzw. Unzulänglichkei-
ten benennen zu können (AB 40). Der Hausarzt Dr. med. E.________ pos-
tulierte ebenfalls eine unfallbedingte Schädigung der Rotatorenmanschette 
und der Bizepssehne, wobei er sich – ebenso wie der Beschwerdeführer – 
zur Begründung mehrfach auf die unzulässige Beweismaxime "post hoc 
ergo propter hoc" berief (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2016 
UV Nr. 24 S. 78 E. 7.2), gleichzeitig aber einräumte, dass bildgebend de-
generative Veränderungen sichtbar seien (AB 33 S. 2 f.). Dass die Verlet-
zungen nach Ansicht des Internisten "gut vereinbar" mit dem Unfallhergang 
seien, weckt für sich allein keine Zweifel an der Beurteilung des Kreisarz-
tes; dies umso weniger, als eine fachärztliche Beurteilung zum Gesund-
heitszustand – wie sie mit den Berichten des Dr. med. C.________ vorliegt 
– grundsätzlich nur gestützt auf eine ebenfalls fachärztliche abweichende 
Beurteilung entkräftet werden kann (Entscheid des BGer vom 6. Oktober 
2014, 9C_139/2014, E. 5.2).

Mithin bestehen keine auch nur geringen Zweifel an der Aktenbeurteilung 
des Kreisarztes, womit gestützt darauf ein natürlicher Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall vom 24. September 2018 und den über den 
11. Januar 2019 hinaus geklagten Schulterbeschwerden links zu verneinen 
ist. Weiterer Abklärungen bedarf es nicht (antizipierte Beweiswürdigung 
[BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d 
S. 162; SVR 2017 ALV Nr. 6 S. 18 E. 4.2]).

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3.5 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistun-
gen zu Recht per 11. Januar 2019 eingestellt und den Anspruch auf weitere 
Leistungen verneint. Damit ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
28. Februar 2019 (AB 39) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.