# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4ac6d5f-24e8-5b3f-9579-0de51a15e76c
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-31
**Language:** de
**Title:** Die revisionsweise Aufhebung der Viertelsrente infolge einer Einkommensverbesserung wird bestätigt
**Docket/Reference:** IV.2013.00664
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00664.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00664
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Oertli
Urteil
vom
31. Oktober 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1968 geborene
X.___
war
in seinem gelernten Beruf
als Maurer tätig
,
als er sich
unter Hinweis auf eine Diskushernie am 1
5.
Juli 1992 erstmals bei der Invalidenversicherung anmeldete und Antrag stellte auf Berufsberatung und Umschulung (
Urk.
8/1). Die von der Sozialversicherungsanstalt, IV-Stelle, zugesprochene Ausbildung zum Vorarbeiter/Polier Hochbau (
Urk.
8/7) wurde nach Besuch des Grundkurses mangels Eignung abgebrochen. Der Versicherte konnte sodann an seinem Arbeitsplatz weitgehend rückenschonende Tätigkeiten verrichten (
Urk.
8/9-10). Immer noch in seinem angestammten Beruf tätig, ersuchte er die Invalidenversicherung im Hinblick auf einen möglichen Berufs
wechsel am 3. März 2003 abermals um Unterstützung (
Urk.
8/12), welches Gesuch um berufliche Massnahmen die IV-Stelle am 24. Juni 2003 abwies (
Urk.
8/19).
Am 1
2.
Juli 2004 meldete er sich wegen Rückenschmerzen erneut zum
Leistungs
bezug
(Berufsberatung/Umschulung/Arbeitsvermittlung) an
(Urk. 8/22).
Im Lauf
e
der Abklärungen
veranlasste die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle,
eine polydisziplinäre Begutachtung beim
Y.___
(
Gutachten vom 14.
November 2006,
Urk.
8/61)
. Mit Verfügung vom 23.
April 2008 wurde
X.___
vom
1.
März 2005 bis 31.
August 2006 eine ganze Rente und
mit Wirkung ab
1.
September 2006
bei einem Invaliditätsgrad von 44
%
eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zugesprochen. Im Verfügungszeitpunkt war der Versicherte in einer
Teilzeitan
stellung
als
Bademeister und
Hauswart tätig (
Urk.
8/87, Verfügungsteil 2, S. 2
; vgl.
Urk.
8/69,
Urk.
8/77
).
1.2
Im Rahmen eines im April 2009 eingeleiteten Revisionsverfahrens machte
X.___
einen unveränderten Gesundheitszustand geltend (
Urk.
8/93/1-4). Zusammen mit
dem
Revisionsfragebogen
stellte er der IV-Stelle
die
letzten zwei
Lohnabrechnungen seiner beiden Arbeitgeber,
der
Z.___
sowie
der
A.___
,
zu
(
Urk.
8/93/5-
8). Die IV-Stellte holte einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug,
Urk.
8/94)
,
Arbeitgeber
auskünfte
(
Urk.
8/95,
Urk.
8/97
und Urk. 8/98) und einen Arztbericht (
Urk.
8/96/1-8) ein. Mit Vorbescheid vom 20.
Oktober 2009 (
Urk.
8/101) stellte
sie
dem Versicherten
gestützt auf eine
Ein
kommensverbesserung
die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht.
Auf Einwand des Versicherten hin (
Urk.
8/102)
erstellte die IV-Stelle einen neuen
Ein
kommensvergleich
(
Urk.
8/
104) und verfügte am 2
7.
Mai 2010 einen unverän
derten Anspruch auf eine
Viertelsrente
(
bei einem
Invaliditätsgrad von
41
%;
Urk.
8/106).
1.3
Anfang
2012 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein.
Am 23.
Mai 2012
retournierte der Versicherte den mit einem Arztbericht ergänzten
Revisi
onsfragebogen
(
Urk.
8/115
)
. Die IV-Stelle
holte eine Stellungnahme bei ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD,
Urk.
8/122 S.
2
f.),
Arbeitgeberberichte (
Urk.
8/116 und 8/117)
und einen IK-Auszug (Urk.
8/118)
ein
. Mit Vorbescheid vom 17. September 2012 stellte sie dem
Versicherten in Anbetracht des
aktuel
len
Jahreseinkommens
die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht (
Urk.
8/124).
Der Versicherte erhob
dagegen
Einwand (
Urk.
8/125), worauf die IV-Stelle einen
weiteren
Arztbericht (
Urk.
8/
127) und eine Stellungnahme
ihre
s
Rechtsdienst
s
einholte (
Urk.
8/132). Mit Verfügung vom 2
5.
Juni 2013 hielt die IV-Stelle am Vorbescheid fest und hob die Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf (
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom 2
5.
Juni 2013 erhob der Versicherte am 1
4.
Juli 2013 Beschwerde (
Urk.
1) mit dem sinngemässen Antrag, die Verfügung sei aufzuhe
ben und
es sei
festzustellen, dass weiterhin Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe. In Ihrer Vernehmlassung beantragte die Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei abzuweisen (
Urk.
7)
. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 5.
September 2013 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
9).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hin
weisen
). Zeitliche
Vergleichsbasis für die Beurteilung einer
anspruchser
heblichen
Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräftige Ver
fügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechts
kon
former
Sach
verhaltsabklärung
, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesge
richts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.
2
Kann eine rentenberechtigte Person neu ein Erwerbseinkommen erzielen oder ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen, so wird die Rente nur dann im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG revidiert, wenn die Einkommensverbesserung jährlich mehr als
Fr.
1‘500.-- beträgt (
Art.
31
Abs.
1 in der seit
1.
Januar 2008 anwendbaren Fassung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG).
Laut dem zwischen
1.
Januar 2008 und 3
1.
Dezember 2011 anwendbar gewese
nen
Abs.
2 von
Art.
31 IVG wurden für die Revision der Rente vom Betrag, der
Fr.
1‘500.-- übersteigt, nur zwei Drittel berücksichtigt
.
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte in ihrer Verfügung vom 2
5.
Juni 2013
die
seit der letzten Revision erzielte Einkommensverbesserung und errechnete einen unter der rentenbegründenden Schwelle von 40
%
liegenden
Inva
liditäts
grad
von 32
%
(
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer beanstandete die
in der Verfügung
herangezogenen
Ein
kommenszahlen
und verwies
-
was das Invalideneinkommen betrifft
-
auf seine Steuererklärung für das Jahr 201
2.
In Bezug auf das
Valideneinkommen
w
andte er
ein, dass
anlässlich der
Rentenrevision im 2010
ein höheres
Einkommen ohne Behinderung
berücksichtigt worden
sei
.
Z
udem
wies er
auf
zwei
A
nfang
2013
stattgefundene
Rückenoperationen
und entsprechende Arztberichte hin
und fügte an, zurzeit sei sein Gesundheitszustand mehr oder weniger stabil
, eine
erneute Operation mit Versteifung der Wirbel könne aber nicht ausgeschlossen werden
. Des Weiteren
machte er
mit Hinweis auf seine im Sommer 2010 abge
schlossene Ausbildung zu
m
diplomierten Hauswart mit Fachausweis
geltend
,
i
n
diesem Beruf
wäre es ihm
bei
guter
Gesundheit
möglich,
ein Jahreseinkommen von zirka
Fr.
88‘000.--
zu
erzielen, weshalb ein entsprechend höheres
Validen
einkommen
anzurechnen sei
(
Urk.
1)
.
2.3
Die Beschwerdegegnerin verwies in ihrer Vernehmlassung
vom
2.
September 2013
auf den
B
ericht
von
Dr
.
B.___
vom 3
1.
Mai 2013, wonach der Versi
cherte seine Arbeit als Hauswart
zu 100
%
wieder aufnehmen könne
,
sowie
auf
aktenkundige Stellungnahmen ihres RAD und Rechtsdienstes.
Sie machte
gel
tend
, was
das
Valideneinkommen
betreffe,
sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall weiterhin im Baugewerbe tätig
wäre
. Beim Invalideneinkommen seien jeweils die Bruttolöhne zu berücksichtigen, währen
d
dessen in der Steuererklärung Nettolöhne zu deklarieren seien (
Urk.
7).
3.
3.1
Die IV-Stelle
begründete ihre
Rentenaufhebung nicht
mit einer
Verbesserung des Gesundheitszustandes, sondern
mit einer
wesentliche
n
Veränderung in den
erwerblichen Verhältnissen
(
Urk.
2)
.
3.2
Was
den medizinischen Sach
verhalt betrifft,
leidet der Beschwerdeführer seit
L
ängerem an Rückenbeschwerden. Im
Y.___
-
Gutachten vom 1
4.
November 2006 (
Urk.
8/61) diagnostizierten die verantwortlich zeichnenden Ärzte
ein chroni
sches
Lumbovertebral
s
yndrom
bei degenerativen
Lendenwirbelsäulen
verände
rung
en
, leichter Wirbelsäulenfehlhaltung beziehungsweise -
fehlform
sowie
einem
Status nach einer
Diskushernienoperation
(
Hemilaminektomie
und
Dis
kektomie
) L4/5 rechts
am
8.
Juli 1992
und einer Revisionsoperation
(
Hemila
minektomie
L4,
Luxatentfernung
und Diskektomie) L4/5 rechts
am
29.
Juli 2004 (S. 15)
. In der
angestammten Tätigkeit als Mau
rer erachteten die Gutachter den Beschwerdeführer
seit
März 2004 als nicht mehr arbeitsfähig. Eine
rücken
adaptierte
Tätigkeit
war
ihm
laut damaliger Einschätzung
mit einer 60%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit zumutbar
(S. 17)
.
3.3
Dr.
med.
C.___
,
Facharzt Neurochirurgie,
Oberarzt
an
der
D.___
,
diagnostizierte im
anlässlich des letzten Rentenrevisionsverfahrens eingeholten
Bericht vom
7.
Mai 2009 ein chronisches Lumbalsyndrom mit Ver
dacht auf Facettensyndrom L4/5 und
führte aus
, a
ufgrund von rezidivierenden Kreu
zschmerzen seien mehrfach Facetteninfiltrationen durchgeführt worden, die immer wieder
eine
Rückbildung der Kreuzschmerzen
erzielt
hätten (Urk.
8/96/7).
3.4
Im Rahmen des
hier strittigen Revisionsverfahren
s
stellte
der
Hausarzt Dr.
med
.
E.___
,
Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, im Bericht vom 15.
Juni 2012 (
Urk.
8/115
/4
) dieselben Diagnosen wie
Dr.
C.___
im Bericht vom
7.
Mai 200
9.
Er
erklärte
, er sehe den Beschwerdeführer gelegentlich
wegen
Rückenschmerzen und dann in Zusammenarbeit mit der
D.___
,
wo er letztmals am 1
1.
März 2011 eine Sakralinfiltration erhalten habe. Der Beschwer
deführer arbeite morgens vier Stunden als H
aus
wart und nachmittags zu 20
%
als Fahrer eines Schulbusses. Dieses Pensum könne kaum überschritten werden.
A
uch in den neusten
medizinischen Unterlagen
gibt es keine Hinweise, wonach dem Beschwerdeführer das im Verfügungszeitpunkt aus
geübte
Arbeitspensum bestehend aus eine
m
50%
-
Pensum
als Hauswart sowie einer
T
ätigkeit als
Schul
buschauffeur
nicht (mehr) zumutbar wäre. Dies gilt zum einen für den
Bericht
des
Oberarztes
Dr.
F.___
der
D.___
vom 22
.
Januar 2013 (
Urk.
8/127)
betreffend eine
Infiltration vom 21.
Dezember 2012
,
z
um andere
n
auch für die Berichte
von
Dr.
B.___
,
Facharzt
FMH
für Orthopädische Chirur
gie, vo
m 1.
März 2013
(
Urk.
3/4)
und 3
1.
Mai 2013
(Urk. 3/9)
betreffend eine
endoskopische
Dekompression
L5/S1
links
am 11.
Februar 2013
bei S1-Radi
kulopathie links bei
mediolateraler
Diskushernie
sowie
eine
endoskopische
Re
Dekompression L5/S1 links am
8.
Mai 2013 bei S1-Radikulopathie
.
Laut
dem Attest
des
Operateur
s
Dr.
B.___
konnte der Beschwerdeführer
nach dem ersten Eingriff
im Februar
2013
seine Tätigkeit als Schulbusfahrer
A
nfang
März 2013 wieder
ausführen
(
Urk.
3/4). In Bezug auf die Hauswart
s
tätigkeit
bescheinigte
ihm
Dr.
B.___
damals noch für eine Woche e
ine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Nach dem zweiten Eingriff
am
8.
Mai 2013
berichtete
Dr.
B.___
am 3
1.
Mai 2013 von einem guten Verlauf mit der Bemerkung, der Beschwerdeführer könne seine Arbeit als Hauswart
zu 100
%
– gemeint ist offensichtlich
im Umfang des bisherigen Pensums (vgl.
Urk.
10) –
wieder aufnehmen (
Urk.
3/9).
3.5
Gestützt auf diese medizinische Aktenlage hat die Beschwerdegegnerin zu Recht eine wesentliche Veränderung
der
Gesundheitszustandes verneint und weiterhin eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 60
%
in einer Verweistätigkeit angenom
men.
Es
bleibt
daher zu prüfen, ob sich die erwerblichen Verhältnisse massgeblich verbessert haben.
4.
4.1
Vergleichsbasis für die Rentenrevision bildet die Verfügung vom
2
7.
Oktober 2010 (
Urk.
8/106).
4.2
Der Beschwerdeführer erzielte
damals
ein Invalideneinkommen von
Fr.
49‘
2
81
.5
0.
Diesem legte die Beschwerdegegnerin ein Einkommen von Fr. 42‘258.45 (
Fr.
3‘250.65 x 13) für die Hauswartstätigkeit im Pensum von 50 % (
Urk.
8/93/5,
Urk.
8/93/7) zu Grunde und Fr. 7‘023.-- für die im Stunden
lohn abgerechnete Tätigkeit als Buschauffeur (vgl. Urk. 8/98/1-10, Urk. 8/99/2), wobei diese unregelmässig ausgeübte Tätigkeit prospektiv beurteilt werden musste. Aus der im aktuellen Revisionsverfahren vom Arbeitgeber aufgelegten zusammenfassenden Lohnabrechnung geht hervor, dass der effektive Lohn im Jahr 2010 nicht bloss
Fr.
7‘023.--, sondern
Fr.
8‘632.10 betrug (
Urk.
8/116/9), was jedoch ohne Belang blieb für den Rentenanspruch: Unter Berücksichtigung der privilegierten Anrechnung der Erwerbseinkommen nach
Art.
31
Abs.
2 IVG in der vom
1.
Januar 2008 bis 3
1.
Dezember 2011 in Kraft gewesenen Fassung wäre das effektive Einkommen von
Fr.
50‘890.-- (Fr. 42‘258.45 +
Fr.
8‘632.10) in der Höhe von
Fr.
46‘540.-- (Fr. 50‘890.-- ./. Fr.
1‘500.-- ./.
Fr.
2‘850.-- [= 1/3 der Einkommensverbesserung von Fr.
8‘549.60
von bisher
Fr.
40‘840.40,
Urk.
8/106/2
]
) als Invalideneinkommen anzurechnen gewesen. Aus der Gegen
überstellung des
Valideneinkommens
von
Fr.
77‘139.-- hätte
diesfalls
eine
Ein
kommenseinbusse
von Fr. 30‘599.-- und somit immer noch
ein
Invaliditätsgrad von 39.7
%
beziehungsweise
gerundet
von
40 % resultiert, so dass die damalige
Rentenzusprache
nicht unrichtig war.
Im Revisionszeitpunkt hatte der Beschwerdeführer unverändert die Stellen als Hauswart zu 50
%
und als Buschauffeur inne.
Im Jahr 2012
verdiente er laut den Arbeitgeberberichten insgesamt
Fr.
50‘810.50; als Hauswart erzielte er ein Einkommen von
Fr.
43‘940.50 (Urk. 8/117/2
Ziff.
2.10; vgl. auch Lohnab
rechnungen
Urk.
8/117/8-13) und als Schulbuschauffeur von Fr. 6‘870.
(
Urk.
8/116/2 Ziff. 2.10), wobei letztere Tätigkeit weiterhin unregelmässig im Stundenlohn ausgeübt wurde, weshalb der Arbeitgeberbericht vom 2
9.
Juni 2012 (wiederum) lediglich eine prospektive Beurteilung darstellt. Den Akten sind indes kein
e
Anhaltspunkte zu entnehmen, dass der seit August 2011 aus
gerichtete Lohn als Buschauffeur im Jahr 2012 oder auf den
Verfügungszeit
punkt
hin erhöht worden wäre. Ebenso wenig ist eine Verbesserung des Ein
kommens als Hauswart aktenkundig und
wird
auch nicht geltend gemacht. Ent
gegen der Feststellung der Beschwerdegegnerin, welche diese tatsächlichen Löhne der Nominallohnentwicklung anpasste (
Urk.
8/121), fällt dies
–
anders als bei Tabellenlöhnen
–
bei den hier fraglichen effektiven Löhnen ausser Acht.
Auch ausgehend vom Lohn von
Fr.
50‘810.50 ergibt sich eine Einkommensver
besserung von über
Fr.
1‘500.-- gegenüber dem Einkommen von
Fr.
49‘281.50
, welches dem früheren Entscheid zu Grunde lag. Damit ist die in
Art.
31 IVG statuierte Voraussetzung erfüllt, um die Rente im Sinne von Art.
17
Abs.
1 ATSG zu revidieren. Bei gegebener Revisionsvoraussetzung steht einer umfas
senden Prüfung des Rentenanspruches und somit auch des
Validen
einkommens
nichts entgegen (Urteil des Bundesgerichts
9C_325/2013
vom 22.
Oktober 2013 E. 3.5).
Der in der Steuererklärung
2012
deklarierte Lohn
ist
demgegenüber
– wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführte –
nicht
massgebend
(vgl.
Urk.
3/5)
.
Für die Steuerbehörden ist der
im Lohnausweis ausgewiesene
Nettolohn
relevant
(
das heisst
der
Lohn nach Abzug von AHV/IV/EO-und ALV-Prämien, der laufenden Beiträge an Pers
onalvorsorgeeinrichtungen sowie
der Prämien an die obligatorische Nichtberuf
sunfallversicherung)
.
Beim Einkommensvergleich zur Ermittlung des Invaliditätsgrades
erwerbstätiger Versicherter
(
Art.
1
6
ATSG) werden indessen
die
Bruttolöhne verglichen.
4.3
Nicht vollends zu überzeugen vermag
das
seinerzeit
in
der Revisionsverfügung
vom
27.
Oktober 2010
(
Urk.
8/106)
berücksichtigte
Valideneinkommen
.
Die IV
Stelle zog offenbar damals – in Abweichung zum Vorgehen
bei der
ursprünglichen Rentenverfügung
vom 2
3.
April 2006
, wo
das
Valideneinkom
men
gestützt auf die Angaben des
ehemaligen
Arbeitgebers
(vgl.
Urk.
8/26; vgl. auch IK-Auszug
Urk.
8/28)
ermittelt wurde (vgl. Feststellungsbla
tt vom 2
8.
März 2007
Urk.
8/71) –
die Löhne der vom Bundesamt für Statistik
herausgegebenen Schweizerisch
en Lohnstrukturerhebung (LSE)
heran (
Feststellungsblatt vom 2
7.
Mai 2010 Urk.
8/104)
und ermittelte so
zugunsten des Versicherten
ein höheres
Valideneinkommen
, ohne dies
allerdings in der Verfügung offen zu legen
(Urk. 8/106)
und auch mit einer
wenig
nachvollziehbaren
B
er
echnungs
weise
.
Auf diesen Wert kann nicht abgestellt werden. Es gilt der Grundsatz, dass
das
Valideneinkommen
bei Eintritt der Invalidität
und somit per
1.
März 2005
hypothetisch festgesetzt
wurde
und eine spätere
Änderung des
Validenein
kommens
nach erstmaliger Ermittlung im Grundsatz nicht mehr vorzunehmen
ist
; davon ist nur abzuweichen, wenn eine Erfahrungsregel (etwa bei
Sportler
karrieren
) dies nahe legt oder wenn die Entwicklung der
Validenkarriere
einen entsprechenden Rückschluss zulässt, wobei die Rechtsprechung diesbezüglich streng ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_954/2009 vom
3.
März 2010 E. 3.1 mit Hinweisen)
.
Im Ergebnis spielt es aber keine Rolle, o
b bei der hier strittigen Revision wieder vom ursprünglichen
,
gestützt auf die Angaben des ehe
maligen Arbeitgebers
ermittelten
Valideneinkommen
ausgegangen
oder ob auf den im 2010 ermittel
ten
Wert
von
Fr.
77‘138.80 abgestellt
wird
.
Ausgehen
d
vom zuletzt erzielten Verdienst im Betrag von Fr.
67‘120.-- im Jahr 200
3
, angepasst an die Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2012 (Die Volkswirtschaft
4-2010
,
B10.3 S. 91 und
Die Volkswirtschaft
9-20
14
,
B10.3 S.
85;
Fr.
67‘
120
.-
-
/
1958
x 2188)
,
errechnet sich
ein
Valideneinkommen
von Fr. 7
5
‘
004.3
5.
Beim Vergleich mit dem aktuellen Verdienst
von Fr. 50‘8
10
.
5
0
resultiert
ein
e Einkommenseinbusse von
Fr.
24‘1
94
.
--
und ein
Invaliditätsgrad von 3
2
%
.
Ausgehend von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
77‘138.80 im Jahr 2010
,
ange
passt an die Nominallohnentwicklung bis zum
Jahr 2012 (Die Volkswirt
schaft 9-2014
,
B10.3 S. 85,
Fr.
77‘138.80 / 2150 x 2188)
,
ergibt sich ein
Vali
deneinkommen
von
Fr.
78‘502.2
0.
Beim Vergleich mit dem aktuellen Verdienst von Fr. 50‘8
10
.
5
0 resultiert eine Einkommenseinbusse von Fr.
2
7
‘
6
92
.
--
und ein Invaliditätsgrad von 35
%
.
Es resultiert somit in beiden Fällen
ein Invaliditätsgrad, der unter der
rentenbe
gründende
Schwelle von
40
%
(
Art.
28
Abs.
2 IVG)
liegt.
Nicht massgebend sein kann
demgegenüber, was für ein Einkommen der Beschwerdeführer als
diplomierter
Hau
s
wart
FA
mutmasslich erzielen könnte
. Denn es
bestehen keine Hinweise
, wonach der Beschwerdeführer auch bei guter Gesundheit die Aus
bildung zum Hauswart absolviert hätte
, zumal er in seiner Beschwerde selber ausführte, er hab
e
diese in Angriff genommen, da für ihn keine Chance mehr bestehe,
wieder
in seinem angestammten Beruf arbeiten zu können
(
Urk.
1)
.
4.4
Schliesslich
ist
zu erwähnen, dass
die
vom Beschwerdeführer
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens
geltend gemachte Möglichkeit einer
zukünftigen
Ver
schlechterung
n
icht berücksichtigt werden kann
. Es
bleibt
dem Beschwerde
führer
jedoch unbenommen, bei der Beschwerdegegnerin ein
e
Neuanmeldung
einzureichen, wenn sich die
erwerblichen Auswirkungen
seines
Gesundheits
schadens
oder dieser selbst
erheblich verändern
sollten.
Zusammenfassend erweist sich die
gestützt auf eine
Einkommensverbesserung verfügte
Rentenaufhebung
als
korrekt
. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerle
gen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubOertli