# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67c4cacf-50ad-5262-b2bb-1eacc405c55c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.01.2015 IV 2013/57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-57_2015-01-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/57

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.05.2020

Entscheiddatum: 22.01.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 22.01.2015
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Statusfrage. Würdigung Gutachten. Psychische 
Erkrankungen und pathogenetisch-ätiologisch unklares syndromales 
Beschwerdebild. Erheblichkeit der psychischen Leiden bejaht. 
Überwindbarkeit der Schmerzstörung verneint. Bestimmung Validen- und 
Invalideneinkommen gestützt auf tatsächlich noch erzieltes 
Erwerbseinkommen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 22. Januar 2015, IV 2013/57).

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichter Joachim Huber,

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 22. Januar 2015

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter, S-E-K Advokaten, Zürcher-

strasse 310, 8500 Frauenfeld,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.

A.a  A erlitt am 15. Juni 2009 beim Basketball-Training einen Unfall (sie sei mit der 

linken Schulter gegen den Gegenspieler geprallt und habe dann einen heftigen 

Schmerz im Bereich des rechten Halses verspürt; Fremdakten). Sie meldete sich am 

22. Januar 2010 wegen Kopf- und Nackenschmerzen, Nackensteifigkeits- und 

Würgegefühl, Schlafstörungen sowie Lärmempfindlichkeit zum Bezug von IV-

Leistungen an (IV-act. 1). Im Schreiben vom 17. Februar 2010 teilte die IV-Stelle der 

Versicherten mit, sie leite Abklärungen bezüglich beruflicher Massnahmen ein (IV-

act. 13). RAD-Arzt Dr. med. B.___, Facharzt für Arbeitsmedizin sowie Physikalische 

Medizin, vertrat in der Stellungnahme vom 11. Februar 2010 die Auffassung, bei 

gelungener Arbeitsintegration könne sicher ein rentenausschliessendes 

Leistungspensum an den Tag gelegt werden. Eine Begutachtung sei derzeit nicht 

notwendig. Die Arbeitsfähigkeit für die angestammte kaufmännische Tätigkeit betrage 

50% und sei im Verlauf steigerbar auf 80 bis 100% (IV-act. 11).

A.b  Im Auftrag des Unfallversicherers wurde die Versicherte am 29. April 2010 von 

Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Chirurgie, begutachtet. Der Experte diagnostizierte 

ein chronisches Schmerzsyndrom bei Status nach HWS-Distorsionstrauma, einen 

Verdacht auf Entwicklung einer somatoformen Schmerzstörung sowie eine depressive 

Störung. Unter den gegebenen Umständen sehe er "momentan keine 50%ige Arbeits­

fähigkeit als realisierbar" (Gutachten Dr. C.___ vom 17. Mai 2010, Fremdakten; zur 

zuvor vom Unfallversicherer anerkannten 50%igen Arbeitsunfähigkeit siehe IV-

act. 10-33).

A.c  Die Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle führte im Schlussbericht vom 

21. März 2011 aus, die Versicherte habe im Rahmen eines vom Regionalen 

Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) durchgeführten Einsatzprogramms am 15. November 

2010 im D.___ mit einem 50%igen Pensum gestartet. Inzwischen habe sie eine 

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Präsenzzeit von 70% erreicht. Der Verlauf sei positiv und das Einsatzprogramm könne 

um weitere sechs Monate verlängert werden. Da die Eingliederungsberatung positiv 

verlaufe und die Begleitung durch das RAV optimal sei, könne die IEB abgeschlossen 

werden (IV-act. 50). Am 31. März 2011 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass die 

Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde, da eine Unterstützung durch die 

Invalidenversicherung nicht mehr notwendig sei (IV-act. 53). Im Fragebogen "zur 

Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt" gab die Versicherte am 

27. April 2011 an, sie würde im Gesundheitsfall zu 80% erwerbstätig sein. Sie könne 

den Haushalt selbst erledigen, brauche hierfür aber viel mehr Zeit und Energie als 

vorher. An schlechten Tagen mit grossen Schmerzen "geht halt manchmal gar 

nichts…" (IV-act. 56-9).

A.d  Die behandelnde Dr. med. E.___, Spezialärztin Neurologie FMH, berichtete am 

7. Juni 2011, die Versicherte leide an einem Status nach HWS-Distorsionstrauma mit 

wiederholten depressiven Episoden, u.a. im Rahmen einer vermuteten Schmerzver­

arbeitungsstörung mit chronischem cervico-cephalem Schmerzsyndrom, einem 

chronischen Paarkonflikt mit Trennung nach langjähriger Paarbeziehung und 

anhaltender Trauerphase, einem Verdacht auf eine Small-Fiber-Polyneuropathie und 

erniedrigter Schmerzreizschwelle. Für die angestammte Tätigkeit bestehe bis auf 

weiteres eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 60-1ff.). Der seit 6. Mai 2011 

behandelnde Dr. med. F.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, 

bescheinigte der Versicherten eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit (Schreiben vom 24. Juni 

2011, IV-act. 62). Er diagnostizierte rezidivierende Depressionen und ein Angstsyndrom 

(ICD-10: F41.2) seit der Pubertät sowie einen Status nach Trauma der Halswirbelsäule. 

Es handle sich um eine vorbestehende neurotische Problematik (endogen-depressive 

Komponente nicht ausgeschlossen). Das HWS-Trauma "pfropfte sich quasi auf diese 

Problematik auf". Es habe zu Dekompensation und Invalidisierung geführt (IV-act. 64).

A.e  Auf Empfehlung des RAD (siehe Stellungnahme vom 23. September 2011, IV-

act. 67-3) teilte die IV-Stelle der Versicherten am 1. Dezember 2011 mit, es seien 

Abklärungen bezüglich der Möglichkeiten einer beruflichen Eingliederung notwendig 

(IV-act. 73). Die Versicherte ersuchte am 19. März 2012 um Prüfung der Rentenfrage 

(IV-act. 77). In der Mitteilung vom 2. April 2012 wies die IV-Stelle das 

Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab. Die Versicherte habe eine 

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Anstellung bei einer Sprachschule erhalten und eine Unterstützung bei der Steigerung 

des Arbeitspensums seitens der Eingliederungsberatung werde von ihr nicht 

gewünscht (IV-act. 82). Die Versicherte orientierte die IV-Stelle am 18. Mai 2012, sie 

habe per 1. Februar 2012 eine 50%-Stelle als Sekretärin begonnen (vgl. hierzu IV-

act. 89 und 95). Ab Ende März habe sie wieder mit drei Stunden pro Woche als 

Sprachlehrkraft gearbeitet (IV-act. 88). Dr. E.___ bescheinigte der Versicherten im 

Bericht vom 26. Juni 2012 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit 

(IV-act. 96). Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin sowie Physikalische 

Medizin und Rehabilitation, erachtete eine Arbeitsfähigkeit von über 50% gestützt auf 

eine Konsultation vom 19. Juni 2012 für nicht möglich (Bericht vom 4. Juli 2012, IV-

act. 98). Im Verlaufsbericht vom 5. Juli 2012 gab Dr. F.___ an, der Gesundheitszustand 

der Versicherten sei seit dem letzten Zeugnis vom 1. September 2011 unterschiedlich 

gewesen. Das Resultat der Anstellung als Sekretärin sei zwiespältig: Einerseits habe 

die Versicherte die Probezeit überstanden und arbeite zur Zufriedenheit ihres Chefs. 

Anderseits leide sie unter einer erneuten massiven Verschlechterung ihres 

Gesundheitszustands mit Nacken- und Kopfschmerzen, Erschöpfung, 

Konzentrationsproblemen, Stimmungsabfall sowie erheblichen Schlafschwierigkeiten. 

Für leidensangepasste Tätigkeiten verfüge die Versicherte über eine 50 bis 60%ige 

Arbeitsfähigkeit "in Teilzeitarbeit, mit voller bis zum Teil stark reduzierter Leistung" (IV-

act. 99). RAD-Arzt Dr. med. H.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, gelangte zur 

Auffassung, es liege ein "syndromales Leiden nach IVG" vor, "das bezüglich Regel- 

oder Ausnahmefall beurteilt werden muss". Er empfahl die Einholung eines 

bidisziplinären (neurologisch-psychiatrischen) Gutachtens (Stellungnahme vom 25. Juli 

2012, IV-act. 100).

A.f Am 13. September 2012 wurde die Versicherte von Dr. med. I.___, Arzt für 

Neurologie und Psychiatrie, untersucht. Der Experte diagnostizierte eine gemischte 

Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.9), eine chronifizierte Depression, 

Ausprägungsgrad schwer (ICD-10: F32.9), eine chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.4) sowie ein 

Zervikozephalsyndrom (ICD-10: M53.0). Für die angestammte Tätigkeit bescheinigte er 

eine 50%ige und für eine angepasste Tätigkeit eine 60%ige Arbeitsfähigkeit 

(neurologisch-psychiatrisches Gutachten vom 14. September 2012, IV-act. 105). RAD-

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Arzt Dr. H.___ hielt die gutachterliche Beurteilung für überzeugend (Stellungnahme vom 

28. September 2012, IV-act. 106).

A.g  Mit Vorbescheid vom 16. Oktober 2012 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. Ausgehend von einem Status von 80% 

Erwerb und 20% Haushalt ermittelte sie in Anwendung der gemischten Methode einen 

27%igen Invaliditätsgrad. Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens 

berücksichtigte sie den tatsächlich als Sekretärin erzielten Jahresverdienst (IV-

act. 109). Im Einwand vom 24. Dezember 2012 brachte die Versicherte vor, sie wäre im 

Gesundheitsfall zu 100% erwerbstätig gewesen. Sie beantragte die Zusprache einer 

Viertelsrente (IV-act. 115). Am 3. Januar 2013 verfügte die IV-Stelle die 

Rentenabweisung (IV-act. 116).

B.

B.a  Gegen die Verfügung vom 3. Januar 2013 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 4. Februar 2013. Die Beschwerdeführerin beantragt darin unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge deren Aufhebung. Es sei ihr mit Wirkung ab 1. Juli 2010 eine 

halbe Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren 

Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung führt sie 

aus, die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung werde nicht grundsätzlich in Frage 

gestellt. Da die angestammte Tätigkeit als Sekretärin auch einer angepassten Tätigkeit 

entspreche, sei sowohl für die angestammte sowie eine leidensangepasste Tätigkeit 

von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Im Gesundheitsfall wäre sie zu 

100% erwerbstätig gewesen. Ferner rügt sie die Ermittlung der Vergleichseinkommen 

(act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort die Abweisung der 

Beschwerde. Sie stellt sich neu im Wesentlichen auf den Standpunkt, die 

gutachterliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung sei nicht überzeugend. Es liege kein 

invalidisierender Gesundheitsschaden vor (act. G 4).

B.c  In der Replik vom 27. Mai 2013 hält die Beschwerdeführerin unverändert an ihren 

Anträgen fest (act. G 6) und reicht eine Stellungnahme von Dr. F.___ vom 23. Mai 2013 

ein, worin sich dieser zur Beschwerdeantwort äussert (act. G 6.1).

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B.d  Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 8).

B.e  Am 24. Juni 2014 reicht die Beschwerdeführerin einen Bericht betreffend eine 

MRT-Untersuchung der HWS vom 17. Juni 2014 ein (act. G 12 und 12.1).

Erwägungen:

1. 

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin.

1.1 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte 

Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 

zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein 

Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein 

Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.2 Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit, es sei denn, eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen und es habe ihr auch nicht 

zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt 

gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

als Invalidität. Erwerbsunfähigkeit ist demgegenüber der durch eine Beeinträchtigung 

der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die Invalidität im Sinn von Art. 8 Abs. 1 ATSG 

wird durch einen Einkommensvergleich ermittelt (Art. 16 ATSG). Die Methode zur 

Bemessung der konkreten Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wird 

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vom ATSG nicht geregelt. Diese Lücke füllt Art. 28a Abs. 2 IVG: Es ist darauf 

abzustellen, in welchem Mass die betreffende Person behindert ist, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen. Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Person 

gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie 

gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 der Verordnung über die 

Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Die Bestimmung von Art. 28a Abs. 3 IVG 

regelt die sogenannte gemischte Methode der Invaliditätsbemessung bei Personen, die 

zum Teil erwerbstätig und zum Teil im Aufgabenbereich tätig sind. In einem solchen 

"gemischten" Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im 

Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ist entsprechend der 

Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen.

1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

1.4 Im Sozialversicherungsprozess gelten die Grundsätze der Untersuchungspflicht 

und der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Demgemäss hat der 

Versicherungsträger bzw. im Beschwerdefall das Gericht den rechtserheblichen 

Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien 

gebunden zu sein. Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte haben 

zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 110 V 53 E. 4a in fine).

2. 

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Zunächst ist die Frage zu beantworten, ob der medizinische Sachverhalt rechts­

genüglich abgeklärt ist. Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen 

Verfügung auf das Gutachten von Dr. I.___ vom 14. September 2012 (IV-act. 105). Die 

Beschwerdeführerin hält dieses grundsätzlich für beweiskräftig (act. G 1, Rz 1). 

Demgegenüber stellt sich die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort neu und 

im Widerspruch zu ihrem bisherigen Verhalten im Verwaltungsverfahren auf den 

Standpunkt, die gutachterliche Beurteilung sei aus verschiedenen Gründen mangelhaft 

(act. G 4, Rz 3.6).

2.1 Laut Beschwerdeantwort leuchtet es der Beschwerdegegnerin nicht ein, dass der 

Gutachter eine schwere Ausprägung der depressiven Symptomatik festgestellt habe. 

Beispielsweise seien im Gutachten keine für eine schwere depressive Episode 

typischen Merkmale wie erhebliche Verzweiflung und Agitiertheit aufgeführt und es 

werde auch kein Suizidrisiko erwähnt. Zudem sei es sehr unwahrscheinlich, dass ein 

Patient während einer schweren depressiven Episode in der Lage sei, soziale, 

häusliche und berufliche Aktivitäten fortzuführen (act. G 4, Rz 3.6).

2.1.1 Dr. I.___ diagnostizierte eine "chronifizierte Depression, Ausprägungsgrad schwer 

(ICD-10: F32.9)" (IV-act. 105-11). Diese Diagnose begründete er mit den 

anamnestischen Angaben, den Beobachtungen im psychiatrischen Befund (siehe 

hierzu IV-act. 105-9), der Einstufung nach der im Gutachten aufgeführten 

standardisierten medizinischen Skala (zu den durchgeführten Testverfahren siehe IV-

act. 105-9 ff.) und mit den Informationen in der medizinischen Aktenlage. Er wies 

darauf hin, dass es während der gesamten Exploration, insbesondere während der 

stärkeren Durchbrüche von Traurigkeit und Weinen, an keiner Stelle zu einem "Gefühl 

des Gemachten" bei ihm gekommen sei (IV-act. 105-9). Er beschrieb u.a. eine 

Beeinträchtigung der Stimmung und des Antriebs, des inhaltlichen Denkens, der 

Wahrnehmung der Umgebung wie der eigenen Person, der affektiven Resonanz, des 

affektiven Ausdrucks und der affektiven Stabilität. Des Weiteren legte er ausführlich 

Beeinträchtigungen von Fähigkeiten und Aktivitäten dar (IV-act. 105-12). Die Diagnose 

einer chronifizierten Depression, Ausprägungsgrad schwer (ICD-10: F32.9), wurde 

damit nachvollziehbar begründet. Beim Schweregrad mag auch das Ergebnis des 

Hamilton-Testverfahrens eine Rolle gespielt haben, in dem die Beschwerdeführerin auf 

der entsprechenden Depressions-Skala einen Wert (28 Punkte von maximal 52 

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Punkten) nahe dem Übergang zum mittelgradigen Bereich (26 Punkte) erreichte. 

Darüber hinaus fand der Gutachter keine Hinweise für verminderte 

Anstrengungsbereitschaft, Hervorhebung oder Simulation von Beeinträchtigungen in 

den Testungen. Die Schlussfolgerungen von Dr. I.___ werden durch den RAD bestätigt, 

der bei der Würdigung des Gutachtens zum Schluss gelangte, es könne 

"vollumfänglich" darauf abgestellt werden. Er hielt ausdrücklich hinsichtlich des 

depressiven Leidens fest, "die Auswirkungen auf die AF sind nach ICF 

(Schädigungsebene, Aktivität, Partizipation) ausgiebig diskutiert" (Stellungnahme vom 

28. September 2012, IV-act. 106).

2.1.2 Was in der Beschwerdeantwort dagegen vorgebracht wird, vermag daran nichts 

zu ändern. Angesichts dessen, dass der Gutachter erhebliche affektive 

Beeinträchtigungen festgestellt hat (IV-act. 105-12), was sich mit seinen 

Beschreibungen des Verhaltens der Beschwerdeführerin anlässlich der psychischen 

Befunderhebung deckt (IV-act. 105-9), erscheint das Vorbringen der 

Beschwerdegegnerin, es fehle an den für eine schwere bzw. ausgeprägte Depression 

typischen Symptomen, nicht nachvollziehbar. Der Einwand, es fehle an einem 

Suizidrisiko, zielt vorliegend schon deshalb ins Leere, weil dessen Fehlen keinen 

Ausschlussgrund für eine schwere Depression bildet. Im Übrigen sind Todeswünsche 

sowie "vage Suizidgedanken" aktenkundig (Bericht Dr. F.___ vom 1. September 2011, 

IV-act. 64-2; siehe auch die Stellungnahme von Dr. F.___ vom 23. Mai 2012, act. 

G 6.1).

2.1.3 Die tatsächlich noch realisierte (reduzierte) Leistungsfähigkeit wurde vom 

Gutachter berücksichtigt (IV-act. 105-4). Es ist daher davon auszugehen, dass sich der 

Gutachter dieses Umstands bewusst gewesen ist und ihn bei seiner Diagnosestellung 

einbezog. Auch die Beschwerdegegnerin weist darauf hin, dass "allenfalls sehr 

begrenzte" berufliche und häusliche Aktivitäten einer schweren depressiven Episode 

nicht entgegenstehen (act. G 4, Rz 3.6 mit Hinweis auf die medizinische Literatur). Ein 

Mangel an der gutachterlichen Diagnosestellung ist damit nicht dargetan. Ergänzend 

kann auf die plausiblen Ausführungen von Dr. F.___ verwiesen werden (act. G 6.1, S. 2).

2.1.4 Zu beachten ist weiter, dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der 

Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet der begutachtenden 

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psychiatrischen Fachperson daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, 

innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, 

zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte - wie vorliegend - lege artis 

vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_694/2008, E. 5.1.1). 

Deshalb und weil im Rahmen der Begutachtung keine relevanten objektiven Aspekte 

ausser Acht gelassen wurden, besteht kein Anlass, einzig aufgrund der vom 

Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin vorgenommenen eigenen medizinischen 

Interpretation von der - vom RAD bestätigten - gutachterlichen Diagnose einer 

chronischen Depression, Ausprägungsgrad schwer, abzuweichen. Schliesslich kommt 

die Auffassung der Beschwerdegegnerin, die ihre eigene Einschätzung über die 

medizinische Fachmeinung setzen will, einer Verletzung der Beweiswürdigungsregeln 

gleich (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Januar 2014, 8C_561/2013, E. 4.2.2 

betreffend ein depressives Leiden).

2.2 Aus der Sicht der Beschwerdegegnerin ist sodann die Diagnose einer gemischten 

Persönlichkeitsstörung nicht nachvollziehbar. Der Gutachter habe im Wesentlichen auf 

die Selbstangaben der Beschwerdeführerin abgestellt. Eine kritische gutachterliche 

Würdigung habe nicht stattgefunden. Auch die langjährige Erwerbstätigkeit spreche 

gegen diese Diagnose (act. G 4, Rz 3.7).

2.2.1 Vorweg ist auch in diesem Zusammenhang entscheidend, dass das Gutachten 

von Dr. I.___ sämtliche Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise erfüllt und vom 

RAD vollumfänglich bestätigt wurde (IV-act. 106-2). Da die Beschwerdegegnerin keine 

vom Gutachter ausser Acht gelassenen wesentlichen Gesichtspunkte benennt und 

solche nicht ersichtlich sind, besteht kein Anlass, von der gutachterlichen Interpretation 

abzuweichen (vgl. vorstehende E. 2.1.4).

2.2.2 Mit Blick auf die umfassenden Grundlagen der gutachterlichen Beurteilung (vgl. 

hierzu vorstehende E. 2.1.1) erweist sich der Einwand, der Gutachter habe sich im 

Wesentlichen auf die Selbstangaben der Beschwerdeführerin gestützt, als aktenwidrig. 

Der Vollständigkeit halber ist zu bemerken, dass der Gutachter die Selbstangaben lege 

artis gewürdigt und keinen Hinweis für Selbstlimitierung oder eine selbstlimitierende 

Selbsteinschätzung gefunden hat (vgl. IV-act. 105-11). In der zusammenfassenden 

Beurteilung hält der Gutachter fest, es hätten sich Zweifel an der durchgehenden 

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Plausibilität der vorgetragenen und demonstrierten Beschwerden nicht in relevantem 

Ausmass ergeben. Als einzige mögliche Inkonsistenz in der Zusammenschau von 

Angaben zu Anamnese und klinischem Befund wäre der vergleichsweise gelungen 

gestaltete modische Habitus der Versicherten zu nennen. Ansonsten hätten sich keine 

Unstimmigkeiten oder Inkonsistenzen zwischen den vorgetragenen Beschwerden und 

Einschränkungen, den Angaben zur Sozialanamnese und dem klinischen Befund 

ergeben. Es gebe keinen Hinweis für verminderte Anstrengungsbereitschaft, eine 

Hervorhebung oder eine Simulation von Beeinträchtigungen in der einschlägigen 

Testung (IV-act. 105-12).

2.2.3 Die berufliche Biographie der Beschwerdeführerin war dem Gutachter bekannt 

(IV-act. 105-5). Es kann damit davon ausgegangen werden, dass sie im Rahmen der 

Diagnosefindung nicht ausser Acht gelassen wurde. Ein Mangel an der gutachterlichen 

Diagnosestellung ist daher zu verneinen. Weiter entspricht es offenbar einer 

medizinischen Tatsache, dass es betroffenen Personen gelingt, die Folgen einer 

zugrundeliegenden Persönlichkeitsstörung (zunächst während längerer Zeit) zu 

bewältigen ("Coping"). Allerdings können dann zusätzliche Belastungen oder weitere 

Stressoren zu einer manifesten Erkrankung führen (zur entsprechenden medizinischen 

Einschätzung vgl. die im Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen 

vom 24. April 2013, IV 2011/214, E. 3.3.2, wiedergegebene Aussage des 

psychiatrischen MEDAS-Gutachters betreffend eine kombinierte 

Persönlichkeitsstörung; siehe auch Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2013, 

8C_521/2013, E. 4.3.3).

2.3 Zusammenfassend ist in tatsächlicher Hinsicht gestützt auf das beweiskräftige 

bidisziplinäre Gutachten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 

dass die Beschwerdeführerin an einer gemischten Persönlichkeitsstörung (ICD-10: 

F60.9) und einer chronifizierten Depression, Ausprägungsgrad schwer (ICD-10. F32.9), 

leidet. Ein Anlass für weitere Abklärungen besteht nicht, zumal bis zum Zeitpunkt des 

Verfügungserlasses vom 3. Januar 2013 keine Hinweise für eine gesundheitliche 

Verschlechterung ersichtlich sind. Dem steht der von der Beschwerdeführerin 

eingereichte Radiologiebericht vom 17. Juni 2014 nicht entgegen, da daraus keine 

Schlüsse auf den Gesundheitszustand für die Zeit bis Verfügungserlass gezogen 

werden können.

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3. 

Zu prüfen bleibt die invalidenversicherungsrechtliche Erheblichkeit der vom Gutachter 

diagnostizierten Leiden. Die Beschwerdegegnerin bringt im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens neu vor, es bestehe kein invalidenversicherungsrechtlich 

relevanter Gesundheitsschaden.

3.1 Was das depressive Leiden anbelangt, so führt die Beschwerdegegnerin aus, dass 

die Entstehung und Aufrechterhaltung der depressiven Symptomatik bei der 

Beschwerdeführerin vor allem auf die im Gutachten erwähnten belastenden 

Lebensereignisse, nämlich den Arbeitsplatzverlust mit anschliessender Arbeitslosigkeit, 

die im Jahr 20__ vollzogene Trennung vom Lebenspartner und den Tod der besten 

Freundin im Jahr 20__, zurückzuführen seien. Dabei handle es sich um ausgeprägte 

psychosoziale Faktoren (act. G 4, Rz 3.6).

3.1.1 Die Invalidenversicherung ist eine finale Versicherung, was bedeutet, dass nicht 

nach der Art und Genese eines Gesundheitsschadens gefragt wird, der die 

Erwerbsunfähigkeit verursacht. Der Gesundheitszustand ist folglich immer 

gesamtheitlich zu betrachten. Selbst eine Erwerbsunfähigkeit, deren psychogene 

krankhafte Grundlage (auch) durch eine soziokulturelle Überforderung verursacht 

worden ist, fällt in den Geltungsbereich der Invalidenversicherung, vorausgesetzt es 

handelt sich um ein verselbstständigtes psychisches Leiden. Eine rentenbegründende 

Invalidität kann damit nicht allein mit dem Hinweis auf das Vorhandensein 

soziokultureller oder psychosozialer Belastungsfaktoren verneint werden (Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. April 2014, 8C_830/2013, E. 5.2.3 mit Hinweisen auf 

Rechtsprechung und Literatur).

3.1.2 Die erwähnten psychosozialen Aspekte tragen allenfalls zur Entstehung und 

Aufrechterhaltung des schweren depressiven Leidens bei, das trotz ausgeschöpfter 

medizinischer Behandlungsmöglichkeiten (IV-act. 105-13) nicht hatte verhindert werden 

können. Es kann deswegen jedoch nicht davon gesprochen werden, dass das klinische 

Beschwerdebild (vgl. hierzu vorstehende E. 2.1.1) hauptsächlich in Beeinträchtigungen, 

die von belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, besteht. Dass das 

Krankheitsbild völlig unabhängig von den genannten Faktoren bestehen müsste, um 

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eine Invalidität bewirken zu können, trifft rechtsprechungsgemäss nicht zu. Vielmehr ist 

unbestritten, dass äussere Umstände an der Entstehung vieler Erkrankungen aus dem 

depressiven Formenkreis wesentlich mitwirken. Davon geht auch der Gutachter aus; 

ihm war aufgrund der Akten und eigener Untersuchungen bekannt, dass bei der 

Beschwerdeführerin verschiedene psychosoziale Faktoren am Krankheitsbild 

mitbeteiligt sind. Die Beschwerdegegnerin weist denn auch zu Recht auf die 

entsprechenden Stellen im Gutachten hin (act. G 4, Rz 3.6, S. 7f., mit Hinweis auf IV-

act. 105-3; siehe zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 2014, 

9C_118/2014, E. 4.2.2).

3.1.3 In tatsächlicher Hinsicht ist damit festzustellen, dass es sich beim depressiven 

Leiden der Beschwerdeführerin um ein im Wesentlichen verselbstständigtes 

Krankheitsbild handelt (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2014, 8C_830/2013, 

E. 5.2.3).

3.2 Hinsichtlich der diagnostizierten gemischten Persönlichkeitsstörung rügt die 

Beschwerdegegnerin, dass sie unter den gegebenen Umständen "zu wenig 

ausgeprägt" vorhanden sei, um als allfällige psychische Komorbidität eine relevante 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken (act. G 4, Rz 3.7). Bei dieser 

Argumentation verkennt die Beschwerdegegnerin, dass psychische Leiden wie 

Persönlichkeitsstörungen (vgl. zu diesen nicht unter den Begriff der pathogenetisch-

ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern fallenden Krankheiten 

nachfolgende E. 3.3.1) hinsichtlich der Beurteilung ihrer 

invalidenversicherungsrechtlichen Relevanz den somatischen Leiden gleich gestellt 

sind (vgl. BGE 139 V 562 E. 7.1.4). Eine gestützt auf diese Diagnose im Rahmen eines 

beweiskräftigen Gutachtens bescheinigte Arbeitsunfähigkeit bewirkt damit ohne 

weiteres eine Erwerbsunfähigkeit im Sinn von Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG. Es ist daher 

nicht zulässig, dass die Beschwerdegegnerin ihre eigene Einschätzung über diejenige 

der beweiskräftigen fachmedizinischen Beurteilung stellen will (vgl. vorstehende 

E. 2.1.4). Im Übrigen benennt sie keine Gesichtspunkte die Zweifel an der - vom RAD 

bestätigten - gutachterlichen Beurteilung entstehen lassen. Soweit sie die langjährige 

Erwerbstätigkeit als Argument anführt, kann auf die diesbezüglich bereits 

vorgenommenen Ausführungen verwiesen werden (vgl. vorstehende E. 2.2.3).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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3.3 Die Beschwerdegegnerin führt sodann gegen das Vorliegen eines invalidenver­

sicherungsrechtlichen Gesundheitsschadens ins Feld, die einschlägigen 

Überwindbarkeitskriterien seien nicht erfüllt (act. G 4, Rz 3.8).

3.3.1 Vorab ist dieser Ansicht entgegenzuhalten, dass das Leidensbild der 

Beschwerdeführerin hauptsächlich aus Krankheiten (zu den Diagnosen siehe IV-

act. 105-11) besteht, die nach der Rechtsprechung nicht pathogenetisch-ätiologisch 

unklare syndromale Beschwerdebilder darstellen und damit nicht in den 

Anwendungsbereich der Überwindbarkeitsrechtsprechung (vgl. BGE 130 V 352 

E. 2.2.3) fallen (siehe auch betreffend das depressive Leiden sowie die 

Persönlichkeitsstörung Kreisschreiben über die Schlussbestimmungen der Änderung 

vom 18. März 2011 des IVG [KSSB], gültig ab 1. Januar 2015, Ziff. 1003). Beim 

diagnostizierten Zervikozephalsyndrom (ICD-10: M53.0) handelt es sich um ein 

somatisches Leiden (siehe zur entsprechenden gutachterlichen Würdigung IV-

act. 105-12). Weder ergibt sich aus den Akten (zur ausgeprägten psychischen 

Komorbidität siehe IV-act. 105-12) noch wird von der Beschwerdegegnerin geltend 

gemacht, dass es sich hierbei um von der chronifizierten Schmerzstörung abhängige 

Leiden handle. Sodann kann dem Gutachten nicht entnommen werden, die 

chronifizierte Depression oder die Persönlichkeitsstörung seien Folgen des 

syndromalen Leidens. Die Frage, ob dem syndromalen Leiden überhaupt 

massgebender Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

zukommt, kann offen gelassen werden, da der Beschwerdeführerin vorliegend eine 

Überwindung der aus der chronischen Schmerzstörung resultierenden Folgen nicht 

zugemutet werden kann (siehe nachstehende E. 3.3.2).

3.3.2 Hinsichtlich der Überwindbarkeit der chronischen Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.4) im Sinn von Art. 7 Abs. 2 

Satz 2 ATSG gilt es zu beachten, dass sich der Gutachter ausführlich mit den 

einschlägigen Kriterien auseinandergesetzt und deren Vorliegen grösstenteils bejaht 

hat (IV-act. 105-13). Die ausnahmsweise Unzumutbarkeit ist allein schon deshalb zu 

bejahen, als eine erhebliche psychische Komorbidität (schweres depressives Leiden) 

vorliegt (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 2014, 9C_118/2014, E. 4.2.1). Hinzu 

kommen weitere Komorbiditäten wie die Persönlichkeitsstörung und das (somatisch 

ausgewiesene) Zervikozephalsyndrom. Als aktenwidrig erweist sich die nicht näher 

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begründete Behauptung der Beschwerdegegnerin, die therapeutischen Möglichkeiten 

seien nicht ausgeschöpft (act. G 4, Rz 3.8), nachdem der Gutachter ausdrücklich zur 

gegenteiligen Auffassung gelangt ist (IV-act. 105-13). Ergänzend ist zu bemerken, dass 

die Beschwerdegegnerin denn auch keine zur Zeit noch offen stehenden 

Therapiemöglichkeiten benennt. Wenn sie schliesslich ausführt, zwar sei ein gewisser 

sozialer Rückzug ersichtlich, doch habe dieser nicht in allen Belangen des Lebens 

stattgefunden (act. G 4, Rz 3.8), übersieht sie, dass ein sozialer Rückzug im Verhältnis 

zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu setzen ist. Denn das Kriterium zielt auf die 

Frage ab, ob die Aktivitätsniveaus im erwerblichen und im aussererwerblichen Bereich 

miteinander vereinbar sind. Folglich kann im Fall der zu 50% teilerwerbstätigen 

Beschwerdeführerin nicht allein ein totaler sozialer Rückzug eine Arbeitsunfähigkeit im 

komplementären Umfang erhärten (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Dezember 2013, 

9C_785/2013, E. 3.2 mit Hinweisen).

4. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin für die angestammte 

Tätigkeit als Sekretärin über eine 50%ige und für eine leidensangepasste Tätigkeit über 

eine 60%ige Arbeitsfähigkeit verfügt. Zu bestimmen ist sodann der Invaliditätsgrad.

4.1 Da die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung von der Richtigkeit 

der Anwendung der sogenannt gemischten Methode (bei einem Status von 80% 

Erwerb und 20% Haushalt) ausgegangen ist, was von der Beschwerdeführerin bereits 

im Einwand vom 24. Dezember 2012 bestritten wurde (IV-act. 115), ist in einem ersten 

Schritt die Frage zu beantworten, aufgrund welcher Bemessungsmethode der 

Invaliditätsgrad zu berechnen ist.

4.1.1 In grundsätzlicher Hinsicht ist zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 

keinerlei Abklärungen vor Ort bezüglich allfälliger Einschränkungen im Haushalt 

vorgenommen hat. Die von ihr für den Haushaltsbereich angenommene 

uneingeschränkte Leistungsfähigkeit (IV-act. 116-2) lässt sich weder mit den im 

Gutachten festgestellten Beeinträchtigungen (IV-act. 105-5 f.) noch mit der Angabe der 

Beschwerdeführerin im Fragebogen vom 27. April 2011 vereinbaren, sie brauche für die 

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Haushaltserledigung viel mehr Zeit und Energie als vorher. An schlechten Tagen gehe 

manchmal gar nichts (IV-act. 56-9).

4.1.2 Bei der Beurteilung der Statusfrage (vgl. E. 4.1 hiervor) sind die persönlichen, 

familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und 

Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, berufliche Fähigkeiten und die 

Ausbildung sowie persönliche Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. 

Praxisgemäss beurteilt sich die Statusfrage nach den Verhältnissen, wie sie sich bis 

zum Erlass der angefochtenen Verwaltungsverfügung (hier: 3. Januar 2013) entwickelt 

haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten 

 (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 E. 2c).

4.1.3 Zwar hat die Beschwerdeführerin im Fragebogen auf die Frage, in welchem 

Ausmass sie ohne Behinderung einer Erwerbstätigkeit nachgehe, geantwortet "80%". 

Indessen hat sie die Frage nach der Begründung für dieses hypothetische Ausmass 

offen gelassen. Dies legt nahe, dass die unbegründet gebliebene Antwort der 

komplexen Frage nach dem hypothetischen Erwerbspensum im Gesundheitsfall nicht 

auf einer reiflichen Überlegung beruht, zumal die Beschwerdeführerin an erheblichen 

kognitiven Beeinträchtigungen leidet (Beeinträchtigungen des inhaltlichen Denkens, der 

Wahrnehmung der Umgebung wie der eigenen Person, IV-act. 105-12). Hinzu kommt, 

dass die Beschwerdeführerin in einem (erstmals am 7. Juni 2011 von Dr. E.___ 

diagnostizierten) chronischen Paarkonflikt "mit: Trennung nach langjähriger 

Paarbeziehung, anhaltender Trauerphase" (IV-act. 60-1; zu der im weiteren Verlauf 

2011 nach der Trennung vom Lebenspartner aufgetretenen depressiven Krise siehe 

auch den Bericht von Dr. E.___ vom 26. Juni 2011, IV-act. 96-2) gestanden ist. 

Vorliegend erscheint vor diesem Hintergrund fraglich, ob die tatsächliche endgültige - 

nicht bloss wohnliche - Trennung bereits im Zeitpunkt des Ausfüllens des Fragebogens 

vollzogen war. Dies kann indessen offen bleiben. Denn auch wenn die endgültige 

Trennung zu diesem Zeitpunkt vollzogen gewesen wäre, war sie zumindest im April 

2011 emotional noch nicht verarbeitet, worauf die Beschwerdeführerin hinweist (act. 

G 1, Rz 2). Es ist daher davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bei ihrer 

Antwort unreflektiert das zuletzt vor dem Unfallereignis vom 15. Juni 2009 ausgeübte 

80%ige Pensum angegeben hat. Wie die Beschwerdeführerin plausibel mit Hinweis auf 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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ihre bisherige (grösstenteils vollzeitliche, von der Beschwerdegegnerin unbestrittene) 

Erwerbsbiographie vorbringt (act. G 1, Sachverhalt Rz 1 f.), erfolgte die Reduktion auf 

ein Teilpensum aus gesundheitlichen Gründen, was von Dr. F.___ bestätigt wurde (act. 

G 6.1).

4.1.4 Die Aussagekraft des im Fragebogen angegebenen Teilpensums wird weiter 

durch den Umstand geschwächt, dass die Beschwerdeführerin nicht im Rahmen einer 

vor Ort durchgeführten Abklärung über den Inhalt und die Tragweite der Fragestellung 

aufgeklärt wurde. Die Antwort im Fragebogen vermag deshalb lediglich ein schwaches 

Indiz hinsichtlich der Statusfrage zu bilden, woran der Grundsatz betreffend "Aussagen 

der ersten Stunde" nichts ändert (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 

2012, 9C_335/2012, E. 3.3.1). Ein Vollpensum im Gesundheitsfall wird durch den 

Umstand bestätigt, dass im Rahmen der beruflichen Eingliederung eine 

Pensumsteigerung auf "80 bis 100%" angestrebt wurde (IV-act. 30-1). Beim RAV ist die 

Motivation dokumentiert, dass die Beschwerdeführerin wieder zu 100% in den 

Arbeitsmarkt integriert wird (Anmeldung für das Einsatzprogramm vom 29. September 

2010, IV-act. 33-3). Dem steht nicht entgegen, dass sich die Beschwerdeführerin um 

Teilzeitstellen im Ausmass von "max. 50%" beworben hat (IV-act. 38-7; zur 50%igen 

Vermittlungsfähigkeit siehe IV-act. 38-6), orientierte sie sich doch dabei offenkundig an 

ihren Beeinträchtigungen des Gesundheitszustands. Ins Bild passt weiter, dass die 

Absagen auf Stellenbewerbungen meist deshalb erfolgt seien, "weil die Stellen sofort 

mit 100% besetzt werden müssen und es keine Möglichkeit zur langsamen Steigerung 

gibt" (IV-act. 49-4). Das deutet darauf hin, dass die Beschwerdeführerin bei Möglichkeit 

zur langsamen Steigerung und bei entsprechender Gesundheit die Gelegenheit einer 

längerfristigen 100%-Stelle wahrgenommen hätte. Schliesslich führt die 

Beschwerdeführerin schlüssig aus, dass sie keine Betreuungspflichten gegenüber 

Familienangehörigen hat und auf "volle Einkünfte" angewiesen ist (act. G 1, Rz 2), was 

von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten wird, die sich bei ihrer Auffassung 

hauptsächlich auf die "Aussage der ersten Stunde" stützt (IV-act. 116-2).

4.1.5 Im Licht dieser Umstände ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall voll 

erwerbstätig gewesen wäre. Die Invaliditätsgradermittlung hat daher im Rahmen eines 

Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) zu erfolgen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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5. 

5.1 Hinsichtlich der Bestimmung der Vergleichseinkommen ist zu beachten, dass die 

Beschwerdeführerin die für die angestammte Tätigkeit als Sekretärin bescheinigte 

50%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 105-13) tatsächlich verwertet. Zwar wäre ihr für eine 

angepasste Tätigkeit (Betreuung von Sprachschülern an einer Sprachenschule, keine 

Unterrichtsvorbereitung, keine Nachbereitung, kein Leistungsdruck) eine 

Arbeitsfähigkeit von 60% zumutbar (IV-act. 105-13). In einem geringen Teilpensum übt 

sie eine entsprechende Tätigkeit seit 10. August 2011 bereits aus (siehe hierzu IV-

act. 94-1ff.). Dabei erzielt sie einen Stundenlohn von Fr. 27.-- einschliesslich Ferien- 

und Feiertagsentschädigung (IV-act. 94-8), der erheblich unter dem für die Tätigkeit als 

Sekretärin erzielten Stundenlohn von Fr. 44.20 (einschliesslich Ferien- und 

Feiertagsentschädigung sowie Anteil 13. Monatslohn) liegt (siehe hierzu IV-act. 95-2). 

Daraus erhellt, dass die Beschwerdeführerin mit der tatsächlich in der angestammten 

Tätigkeit verwerteten Restarbeitsfähigkeit ein höheres Einkommen erzielt, als sie es im 

Rahmen einer leidensangepassten Tätigkeit zu erwirtschaften vermöchte. Bei der 

Bestimmung des Invalideneinkommens ist deshalb auf den tatsächlichen Verdienst als 

Sekretärin, unter Einbezug des bei der Sprachschule erarbeiteten Lohns, abzustellen, 

da dieser am ehesten Ausdruck der verbliebenen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit 

bildet. Der Nebenverdienst betrug bei Eintritt vom August 2011 bis Ende Mai 2012 

(aktuellere Daten sind nicht aktenkundig) bei einem Stundenlohn von Fr. 27.-- 

insgesamt Fr. 4'914.-- (Fr. 3'861-- + Fr. 1'053.--). Aufgerechnet auf zwölf Monate ergibt 

sich ein Jahresnebenverdienst von Fr. 5'897.-- (Fr. 4'914.-- / 10 x 12). Unter 

Berücksichtigung des für die Tätigkeit als Sekretärin vereinbarten Jahreslohns von 

gerundet Fr. 42'252.-- (Fr. 3'250.15 x 13) resultiert auf der Grundlage des Jahres 2012 

ein Invalideneinkommen von insgesamt Fr. 48'149.-- (Fr. 42'252.-- + Fr. 5'897.--).

5.2 Da die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit im angestammten Bereich 

verwertet, kann mit der Beschwerdeführerin (act. G 1, Rz 3) davon ausgegangen 

werden, dass dieses Einkommen - aufgerechnet auf ein 100% Pensum, was ein 

Einkommen von aufgerundet Fr. 84'504.-- ergibt (siehe IV-act. 89-2) - der 

Erwerbsfähigkeit bzw. dem wirtschaftlichen Leistungspotenzial im Gesundheitsfall 

entspricht. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin 

aufgrund der im Gesundheitsfall vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nebenbei noch einem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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Zusatzverdienst nachgegangen wäre, weshalb bezogen auf das Jahr 2012 von einem 

Valideneinkommen von Fr. 84'504.-- auszugehen ist.

5.3 Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 84'504.-- und einem 

Invalideneinkommen von Fr. 48'149.-- resultieren eine Erwerbseinbusse von 

Fr. 36'355.-- (Fr. 84'504.-- - Fr. 48'149.--) und ein Invaliditätsgrad von 43% 

([Fr. 36'355.-- / Fr. 84'504.--] x 100). Unter Berücksichtigung des Ablaufs des 

Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG am 14. Juni 2010 (Unfall vom 15. Juni 

2009, Fremdakten) und der halbjährigen Frist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (Anmeldung 

vom 22. Januar 2010, IV-act. 1) hat die Beschwerdeführerin ab 1. Juli 2010 Anspruch 

auf eine Viertelsrente.

6. 

6.1 Nach dem Gesagten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Verfügung 

vom 3. Januar 2013 aufzuheben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Juli 

2010 eine Viertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist die Sache 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. betreffend Überklagung Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2011, IV 2009/459, 

E. 5.2 f.). Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist 

ihr zurückzuerstatten.

6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- 

bis Fr. 12'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 3. Januar 2013 

aufgehoben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Juli 2010 eine Viertelsrente 

zugesprochen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe wird die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin 

zurückerstattet.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 22.01.2015
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Statusfrage. Würdigung Gutachten. Psychische Erkrankungen und pathogenetisch-ätiologisch unklares syndromales Beschwerdebild. Erheblichkeit der psychischen Leiden bejaht. Überwindbarkeit der Schmerzstörung verneint. Bestimmung Validen- und Invalideneinkommen gestützt auf tatsächlich noch erzieltes Erwerbseinkommen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Januar 2015, IV 2013/57).

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