# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** decb9638-5feb-584f-af99-76ad9c0cc2b3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-12-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.12.2010 UV 2009/113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-113_2010-12-23.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/113

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.04.2020

Entscheiddatum: 23.12.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 23.12.2010
Art. 6 und 24 Abs. 1 UVG: Autounfall mit Deckenplattenimpressionsfrakturen 
mehrerer Brustwirbelkörper. Erreichen des Status quo sine bejaht. Zudem 
erfolgte die Leistungseinstellung zu Recht, nachdem die adäquate 
Unfallkausalität (Adäquanzprüfung nach der sog. Psychopraxis nach BGE 
115 V 133) weggefallen war. Der ärztlich beurteilte Integritätsschaden von 
5% ist nicht zu beanstanden (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 23. Dezember 2010, UV 2009/113).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 23. Dezember 2010

in Sachen

B.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

AXA Versicherungen AG, General Guisan Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Die 1976 geborene B.___ war seit Juni 1998 als Pflegeassistentin für das A.___ 

tätig und dadurch bei der AXA Versicherungen AG, Winterthur (nachfolgend: AXA), 

gegen die Folgen von Unfällen versichert (UV-act. A1). Als sie am Morgen des 25. 

Februar 2001 auf dem Weg zur Arbeit auf der Autobahn A1 die Fahrbahn nach links 

wechseln wollte, wo noch Schnee lag, schleuderte sie mit ihrem Personenwagen und 

prallte zuerst seitlich und dann frontal gegen die Leitplanke (UV-act. A1, A8). Die 

gleichentags in der Zentralen Notfallaufnahme des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) 

durchgeführten Röntgenuntersuchungen ergaben keine sicheren Hinweise für frische 

traumatische ossäre Läsionen oder Instabilitäten (UV-act. M1). Erst mit radiologischer 

Untersuchung vom 12. April 2001 zeigten sich Deckenplattenimpressionsfrakturen von 

BWK 4, 5, 6, 8, 9 und 11 mit diskretem Knochenmarksödem als Hinweis auf subakute 

Verletzungen (UV-act. M5). Im Zeugnis vom 22. Mai 2001 diagnostizierte die Hausärztin 

med. pract. C.___ nebst diesen Frakturen eine HWS-Distorsion, wobei die HWS-

Probleme bereits abgeklungen seien (UV-act. M3). Die Ärzte attestierten der 

Versicherten ab Unfalldatum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. M1, M2, M3, 

M4). Die AXA anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen 

Leistungen.

A.b   Vom 10. bis 12. Juli 2001 wurde die Versicherte wegen Koliken im Rahmen einer 

rezidivierenden Urolithiasis hospitalisiert (act. G 7.3). Am 8. September 2001 konnte sie 

die Arbeit mit einer Arbeitsfähigkeit von 25% wieder aufnehmen, war jedoch ab 30. 

September 2001 wegen vermehrter Rückenschmerzen erneut vollständig 

arbeitsunfähig (UV-act. M11). Auf Grund einer fortgeschrittenen fleckförmigen 

Hornhautdystrophie wurde am 20. November 2001 in der Klinik für Augenkrankheiten 

des KSSG am rechten Auge eine perforierende Keratoplastik durchgeführt, wodurch 

mit Brille ein Visus von 60% erzielt werden konnte (act. G 7.4, UV-act. A8, M13, M14, 

M26 S. 2). Infolge Kündigung durch die Arbeitgeberin endete das Arbeitsverhältnis der 

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Versicherten am 30. April 2002 (UV-act. A50). Am 13. November 2002 brachte die 

Versicherte ihr zweites Kind zur Welt (act. G 7.2 S. 2).

A.c   Unterdessen hatte die AXA mit Verfügung vom 8. Oktober 2002 den natürlichen 

und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen den fortbestehenden Beschwerden 

und dem Unfall vom 25. Februar 2001 verneint und die Versicherungsleistungen per 

30. Oktober 2002 eingestellt (UV-act. A18). Dagegen erhob Rechtsanwalt Dr. iur. D.___ 

für die Versicherte Einsprache (UV-act. A22, A27). Gestützt auf die Stellungnahme ihres 

beratenden Arztes Dr. E.___, Spezialarzt FMH Chirurgie, vom 28. Januar 2003 (UV-act. 

M24) hiess die AXA die Einsprache mit Entscheid vom 29. Januar 2003 gut und leitete 

eine multidisziplinäre Begutachtung ein (UV-act. A30).

A.d   Auf Grund einer polydisziplinären Begutachtung durch die MEDAS Ostschweiz 

diagnostizierte Dr. med. F.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, im Bericht vom 

15. Juli 2003 aus psychiatrischer Sicht Angst und depressive Reaktion gemischt 

(ICD-10 F43.22) mit hypochondrischer Störung (ICD-10 F45.2) bei Persönlichkeit mit 

narzisstischen Zügen (ICD-10 Z73.1). Bis April 2004 sei die Versicherte als Hausfrau 

und Mutter zu 25% und in einer externen, angepassten Arbeitstätigkeit zu 50% 

eingeschränkt (UV-act. M25). Dr. med. G.___, Orthopädische Chirurgie FMH, befand im 

Bericht vom 8. Dezember 2003 aus somatischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit in 

angepasster Tätigkeit als zumutbar, in der angestammten Tätigkeit als 

Pflegeassistentin bestehe dagegen eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (UV-act. M26).

A.e   In der Stellungnahme vom 10. Mai 2007 erachtete Dr. med. H.___, Spezialarzt 

FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, die noch bestehenden psychischen Probleme 

der Versicherten nicht mehr als unfallbedingt (UV-act. M29).

A.f    Am 31. März sowie am 1. und 2. April 2008 wurde die Versicherte wiederum durch 

die MEDAS-Ärzte untersucht. Gestützt auf das Gutachten vom 11. Juli 2008 (UV-act. 

M37) verfügte die AXA am 10. November 2008 die Einstellung der 

Versicherungsleistungen per 31. Juli 2008 (UV-act. A95).

B.       

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Die gegen diese Verfügung durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Teufen, für 

die Versicherte erhobene Einsprache vom 11. Dezember 2008 hiess die AXA mit 

Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2009 in dem Sinn teilweise gut, als der 

Versicherten eine Integritätsentschädigung von 5% zugesprochen wurde. Die übrigen 

Begehren wurden abgewiesen (UV-act. A107).

C.       

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde vom 

16. November 2009 mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2009 

sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin seien die UVG-Leistungen auch über den 

31. Juli 2008 hinaus zu gewähren; insbesondere seien ihr eine UVG-Rente in Höhe von 

50% mit Wirkung spätestens ab August 2008 und eine Integritätsentschädigung von 

40% zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung führt 

der Rechtsvertreter im Wesentlichen aus, dass das MEDAS-Gutachten unvollständig 

sei und insbesondere nicht genügend abgeklärt worden sei, ob der Verlust der 

Sehkraft, die Nierenbeschwerden und die verzögerte Entwicklung des zweiten Kindes 

der Beschwerdeführerin auf die infolge des Unfalls eingenommenen Medikamente 

zurückzuführen seien. Unklar sei ebenfalls, was allenfalls die Osteopenie ausgelöst 

habe. Zudem sei auch das psychische Beschwerdebild klar unfallbedingt, weshalb es 

nicht angehe, die Verantwortung der Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die 

Rechtsprechung über die Adäquanz von psychischen Unfallfolgen abzulehnen.

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2010 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Sie begründete dies nebst Verweis auf den 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2009 u.a. damit, dass sich die 

¾-Rente der IV-Stelle St. Gallen gestützt auf sämtliche Diagnosen des MEDAS-

Gutachtens vom 15. Juli 2003 begründen lasse und damit im Gegensatz zur 

Unfallversicherung unabhängig von einer Unfallkausalität geschuldet sei. Im Übrigen 

sei die Ursache der Urolithiasis gemäss MEDAS-Gutachten unklar, und da das 

Augenleiden bereits am 20. Oktober 2001 operiert worden, eine Medikation bei der 

Beschwerdeführerin aber erst ab Oktober 2001 erfolgt sei, sei auch hier kein 

Zusammenhang zwischen beidem nachweisbar. Ebensowenig könnten die 

verschriebenen Medikamente für die Entwicklungsstörung des zweiten Sohnes der 

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Beschwerdeführerin verantwortlich gemacht werden, weil die Beschwerdeführerin 

diese auf ein Minimum beschränkt habe.

C.c   In der Replik vom 26. Mai 2010 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 

fest. Zudem stellte sie das Begehren, bei der Klinik für Augenkrankheiten am KSSG 

bzw. dem Kantonalen Spital Rorschach eine weitere Begutachtung zur Frage der 

Unfallkausalität der Visusstörung sowie der Nierenkoliken zu veranlassen (act. G 13). 

Die Beschwerdegegnerin nahm dazu mit Duplik vom 7. September 2010 Stellung und 

hielt an ihrem Abweisungsbegehren vollumfänglich fest (act. G 19).

C.d   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, 

in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht bezüglich des Unfalls 

vom 25. Februar 2001 und erbrachte entsprechende Versicherungsleistungen. Streitig 

und zu prüfen ist, ob sie weitere Leistungen ab 31. Juli 2008 wegen fehlender 

Unfallkausalität zu Recht verweigert hat.

1.2    Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Voraussetzungen zur Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbesondere 

jene des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfallereignis 

und gesundheitlicher Schädigung zutreffend dar; darauf ist zu verweisen (vgl. 

Erwägung 2.4 Abs. 1). Anzufügen bleibt, dass im Bereich klar ausgewiesener 

organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen Veränderungen (ein 

organisches Substrat konnte mit Bild gebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, 

Computertomogramm, EEG] nachgewiesen werden) die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle spielt. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher 

Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 

291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch 

nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht 

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automatisch auch die Bejahung der adäquaten Kausalität, können doch gerade 

klinische Befunde erfahrungsgemäss auch psychisch ausgelöst werden. In diesen 

Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt 

zu differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person eine 

Schleudertraumaverletzung erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die 

Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die 

Abklärungen indessen, dass eine versicherte Person eine Schleudertraumaverletzung 

erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen 

Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur 

psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), 

andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 

festgelegten bzw. den mit BGE 134 V 109 modifizierten Kriterien. Die Anwendung der 

Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der 

HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen 

und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 

E. 3b). Zu präzisieren bleibt, dass die zu den Verletzungen nach klassischem 

Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung zum natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang (BGE 119 V 335, 117 V 359) auch auf analoge Verletzungen wie 

Distorsionen der HWS sowie Schädel-Hirntraumen anwendbar ist, wenn und soweit 

sich deren Folgen mit jenen eines Schleudertraumas vergleichen lassen (vgl. Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 17. August 2004 [U 243/03] i/S O.G.; RKUV 2000 

Nr. U 395 S. 317, E. 3; BGE 117 V 369).

1.3    Gemäss Art. 6 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch für Schädigungen, die dem 

Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Art. 10 UVG). Der 

Unfallversicherer hat somit für Schäden einzustehen, die durch Heilmassnahmen im 

Anschluss an versicherte Unfälle herbeigeführt werden, ohne dass diese 

behandlungsbedingte Schadensverursachung den Unfallbegriff, den Tatbestand des 

haftpflichtrechtlichen Kunstfehlers oder der strafrechtlich relevanten Körperschädigung 

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erfüllen müsste und ohne dass zwischen dem Unfall und der bei der unfallbedingten 

Heilbehandlung aufgetretenen Komplikation (bzw. dem dadurch hervorgerufenen 

Schaden) ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen müsste. Der Gesetzgeber hat 

durch den Erlass dieser Bestimmung bewusst eine Risikoverteilung zwischen Unfall- 

und Krankenversicherung vorgenommen (Alexandra Rumo-Jungo, Bundesgesetz über 

die Unfallversicherung - Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl. Zürich 2003, S. 75 mit Hinweis).

1.4    Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt 

erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers, wenn entweder der 

(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss 

mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 

nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es 

sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende 

Beweislast nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 

2000 Nr. U 363 S. 45, 1994 Nr. U 206 S. 328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). 

Dabei muss jedoch nicht etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen erbracht werden. 

Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es Krankheitsursachen, ein 

Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen sind, ist unerheblich. Denn es ist 

nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, 

als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines 

Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahin gefallen sind 

(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b).

2.        

2.1    Streitig und zu prüfen sind als Erstes die somatischen Beschwerden. Die 

Beschwerdeführerin macht geltend, unter brennenden Rückenschmerzen auf 

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Brusthöhe mit Verkrampfungen ober- und unterhalb davon, Nierenkoliken, einer 

Visusverminderung beidseits und Osteopenie zu leiden. Zudem sei wohl auch die 

Entwicklungsstörung ihres jüngeren Sohnes darauf zurückzuführen, dass sie infolge 

des Unfalls Medikamente habe einnehmen müssen.

2.2    Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektiviert gilt eine solche Läsion durch einen entsprechenden 

radiologisch erhobenen Untersuchungsbefund. Röntgenuntersuchungen der HWS/

BWS/LWS ap/lat und Dens vom 25. Februar 2001 ergaben keine sicheren Hinweise für 

eine frische traumatische ossäre Läsion oder Instabilität (UV-act. M1). Demgegenüber 

zeigten die Röntgenaufnahmen vom 12. April 2001 Deckplattenimpressionsfrakturen, 

zum Teil mit angedeuteter keilförmiger Deformation der Brustwirbelkörper 4, 5, 6, 8, 9 

und 11 mit diskretem Knochenmarködem als Hinweis auf subakute Verletzungen. 

Hinweise auf discoligamentäre Verletzungen oder eine Spinalkanalstenose lagen nicht 

vor (UV-act. M5). Eine neurologische Untersuchung im Herbst 2001 ergab keinen 

pathologischen Befund (UV-act. M12). Im Bericht vom 8. Dezember 2003 hielt Dr. 

G.___ diagnostisch verheilte Deckplattenimpressionsfrakturen BWK4, 5, 6, 8, 9 und 11, 

eine verheilte HWS-Distorsion sowie eine verheilte Distraktionsverletzung Th12/L1 fest. 

Die Befunde würden wie bereits früher eine gute Funktion der Wirbelsäule zeigen, 

jedoch lägen noch Restbeschwerden bei Belastung vor, die mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit im Kausalzusammenhang zum Unfall stünden. Da die Unfallfolgen 

in letzter Zeit immer noch abgenommen hätten, dürfe von einer weiteren Zunahme der 

Belastbarkeit der Wirbelsäule ausgegangen werden. Dabei hänge allerdings der 

Zustand der Beschwerdeführerin von der Entwicklung der nachgewiesenen Osteopenie 

ab. Eine Behandlung dieser unfallfremden Osteopenie sei indiziert (UV-act. M26 S. 

3 ff.). Das Gutachten vom 11. Juli 2008 enthielt im Vergleich zum früheren 

Gutachtensbefund lediglich eine geringe Verschlechterung des Bewegungsumfangs 

der Wirbelsäule, die allerdings nicht verwertbar sei. Am Brustbein bestünden 

demgegenüber keine Druckschmerzen mehr. Die objektivierbaren Einbrüche von 

mehreren Brustwirbelkörpern seien aus orthopädischer Sicht überwiegend 

wahrscheinlich auf den Autounfall zurückzuführen. Die aktuell wie auch damals 

vorgenommenen Messungen der Knochendichte liessen vermuten, dass schon im 

Unfallzeitpunkt ein pathologischer Wert vorgelegen habe. Dieser hätte zu 30% die 

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Entwicklung von Wirbelfrakturen begünstigen können. Internistischerseits könne eine 

zum Zeitpunkt des Unfalls bereits bestehende Osteopenie nicht ausgeschlossen 

werden. Eine Hyperkalzämie habe bisher nie dokumentiert werden können. Ein 

Hyperparathyreoidismus, eine Hyperthyreose, Neoplasie oder chronische 

Niereninsuffizienz kämen als Ursache nicht in Frage. Zum Zeitpunkt der noch 

ausgeübten Tätigkeit als Pflegerin könne ebenfalls eine Inaktivität als Ursache der 

Osteopenie ausgeschlossen werden, allenfalls könne das Rauchen als begünstigender 

Faktor aufgeführt werden. Grundsätzlich könne postuliert werden, dass bei 

vorbestehender Osteopenie ein erhöhtes Frakturrisiko bestehe, das die Entwicklung 

mehrfacher Wirbelkörper-Frakturen beim Unfall begünstigt haben dürfte (UV-act. M37 

S. 39). Gemäss den orthopädischen Ausführungen sei, wenn das Vorliegen eines 

krankhaften Zustands im Zeitpunkt des Unfalls angenommen werde, sieben Jahre nach 

dem Unfallereignis ein Erreichen des Status quo sine anzunehmen. Das heisse nicht, 

dass in dieser Zeit mit grosser Wahrscheinlichkeit Frakturen aufgetreten wären, 

sondern dass wenigstens mit dem Auftreten von ähnlichen Beschwerden hätte 

gerechnet werden müssen. Es sei damals mit persistierenden Beschwerden über drei 

Jahre gerechnet worden, so dass ab 2006 mit dem Erreichen des Vorzustands auch 

ohne Unfall gerechnet werden könne. Dies lasse sich auch damit begründen, dass die 

Frakturen der Wirbelkörper ohne Fehlstellung verheilt seien (UV-act. M37 S. 40). Laut 

Dr. E.___ kann schon rein auf Grund der radiologischen Untersuchungen im 

Zusammenhang mit dem Unfallereignis geschlossen werden, dass vorbestehend 

bereits eine Osteopenie vorhanden war. Dieser Zustand habe sicher die 

Deckenplattenfrakturen multipler Wirbelkörper begünstigt. Es handle sich dabei um den 

Zustand, der im Verlauf der Zeit auch aus eigener Dynamik heraus nicht unbedingt zur 

Spontanfrakturierung von Wirbelkörpern führen müsse, dennoch aber sehr häufig 

Ursache von erheblichen Rückenbeschwerden sei, und zwar durchaus in einem 

Umfang, wie sie heute geklagt würden. Da die Frakturen ohne Fehlstellung verheilt 

seien, sei der im Gutachten festgehaltene Zeitpunkt des Eintretens des Status quo sine 

sieben Jahre nach dem Unfallereignis nachvollziehbar (UV-act. M39). Dass Dr. G.___ 

noch im Bericht vom 8. Dezember 2003 (vgl. UV-act. M26 S. 3) eine bereits im 

Zeitpunkt des Unfalls vorliegende Verminderung der Knochendichte nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit bestätigen konnte, zeigt lediglich eine Beurteilung 

auf Grund damaliger Untersuchungsergebnisse. Wenn sich sodann der Zustand der 

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Knochendichte nach mehreren Jahren kaum relevant verändert hat und die Ärzte auf 

Grund der laufenden Gesundheitsentwicklung zu neuen Erkenntnissen gelangen, ist 

dies nicht zu beanstanden. Da sowohl im Begutachtungszeitpunkt 2003 als auch in 

jenem von 2008 eine verminderte Knochendichte festgestellt wurde und weitere 

Ursachen unterdessen ausgeschlossen werden konnten, erweisen sich die 

Ausführungen von Dr. E.___ zum Vorbestehen der Osteopenie sowie zum mittlerweise 

eingetretenen Status quo sine somit als nachvollziehbar. Folglich ist davon 

auszugehen, dass in Bezug auf die Rückenbeschwerden spätestens im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung am 31. Juli 2008 derjenige Zustand, wie er auch ohne Unfall 

eingetreten wäre, erreicht war.

2.3    Am 10. Juli 2001 suchte die Beschwerdeführerin erstmals wegen kolikartigen 

Schmerzen im linken Unterbauch notfallmässig das Kantonale Spital Rorschach auf. 

Die rezidivierenden Schmerzen wurden als Koliken im Rahmen einer rezidivierenden 

Urolithiasis beurteilt und die Beschwerdeführerin nach zwei Tagen auf Grund deutlich 

regredienter Beschwerden wieder entlassen (act. G 7.3). Gemäss ihrem Rechtsvertreter 

traten auch aktuell wieder Nierenkoliken auf (vgl. act. G 1 Ziff. III A 4.). Die Ursache der 

nach dem Unfall aufgetretenen Urolithiasis bleibt laut dem MEDAS-Gutachten vom 

15. Juli 2003 unklar, wobei damals noch eine zeitlich begrenzte Hyperkalzämie zur 

Diskussion stand, einerseits durch Immobilisation bedingt, andererseits Vitamin D-

bedingt zusammen mit der von der Beschwerdeführerin durchgeführten Selbsttherapie 

eines dyspeptischen Syndroms mit Milch und Rennie-Tabletten (act. G 7.2 S. 17 und S. 

4). Nach erneuter Begutachtung hielten die Ärzte im MEDAS-Bericht vom 11. Juli 2008 

fest, dass angeblich weitere Nierenkoliken persistierten, die jedoch zu keinen weiteren 

Komplikationen geführt hätten, indem die bisherige Selbsttherapie mit Buscopan, 

allenfalls zusätzlich Mefenacid und viel Trinken ausgereicht habe und insbesondere 

keine weiteren stationären Aufenthalte erforderlich gewesen seien. Eine 

Nierenfunktionsstörung wie auch eine Hyperurikämie könnten ausgeschlossen werden 

(UV-act. M37 S. 38). Damit könnten die nach dem Unfall aufgetretene Nephrolithiasis 

sowie die in der Folge anamnestisch weiterhin rezidivierenden Nierenkoliken als nur 

möglicherweise in natürlichem Kausalzusammenhang zum Unfall vom 25. Februar 2001 

stehend beurteilt werden (UV-act. M37 S. 39). Nachdem auch Dr. E.___ diese 

Ausführungen am 9. Oktober 2009 für schlüssig erachtete, sie nachvollziehbar sind und 

keine Anhaltspunkte vorliegen, die zu einer anderen Schlussfolgerung führen würden, 

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ist nicht davon auszugehen, dass die Nephrolithiasis mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum 

Unfallereignis steht.

2.4    Bezüglich der Augenproblematik ist nach anamnestischen Angaben von einem 

korrigierten Visus rechts von 60% und links von 30% auszugehen (act. G 7.2 S. 17, 

UV-act. M37 S. 36). Gemäss dem Operationsbericht der Klink für Augenkrankheiten 

des KSSG vom 20. November 2001 wurde bei der Beschwerdeführerin am 

20. November 2001 infolge einer diagnostizierten fortgeschrittenen fleckförmigen 

Hornhautdystrophie eine perforierende Keratoplastik durchgeführt (act. G 7.4). Bei der 

Diagnose der Hornhautdystrophie handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für 

eine Gruppe erblicher, immer beidseitiger, angeborener oder sich später 

manifestierender Trübungen in den verschiedenen Schichten der Hornhaut 

(Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 262. Aufl. Berlin 2010, S. 904). Für die MEDAS-

Ärzte war die Ursache der fleckförmigen Hornhautdystrophie gemäss Gutachten vom 

15. Juli 2003 unklar. Diesbezüglich könnten aus den zur Verfügung stehenden Akten 

keine Rückschlüsse gezogen werden. Es wurde aber darauf hingewiesen, dass 

korneale und konjunktivale Calcifikationen im Rahmen von Hyperkalzämien 

beschrieben würden (act. G 7.2 S. 17). Auch im Gutachten vom 11. Juli 2008 wurde 

aufgeführt, dass die erstmalig nach dem Unfall aufgetretenen Nierenkoliken mit 

dokumentierter Lithotripsie im KSSG insbesondere beim gleichzeitigen Auftreten einer 

fleckförmigen Hornhautdystrophie einen mindestens transitorisch bestehenden 

hyperkalzämen Zustand vermuten liessen. Das Auftreten der fleckförmigen 

Hornhautdystrophie könne (aber) nur möglicherweise in natürlichem 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehend beurteilt werden (UV-act. M37 S. 38 

f.). Damit ist auch hier - trotz Angaben der Beschwerdeführerin erst seit dem Unfall 

unter Sehstörungen zu leiden (vgl. act. G 7.2 S. 3) - der Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfallereignis und diesen Beschwerden nicht mit dem erforderlichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.

2.5    Der Rechtsvertreter macht schliesslich geltend, die Entwicklungsstörungen des 

am 13. November 2002 geborenen Sohnes der Beschwerdeführerin seien auf die ihr 

infolge des Unfalls verordnete Medikation zurückzuführen. Wie dem MEDAS-Gutachten 

vom 11. Juli 2008 zu entnehmen ist, habe der Sohn im Kindergarten Mühe gehabt, 

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jedoch habe sich die Situation mit Logopädie gebessert (UV-act. M37 S. 2). 

Ausgewiesen ist, dass der Beschwerdeführerin direkt nach dem Unfallereignis das 

Schmerzmittel Mefenacid (UV-act. M2) und gemäss eigenen Angaben Ponstan 

verschrieben wurden (act. G 7.2 S. 2). Im KSSG-Bericht vom 15. Oktober 2001 wurde 

die Empfehlung abgegeben, während zehn Tagen Vioxx50 einzunehmen (UV-act. M8). 

Dieses Medikament ist mittlerweile v.a. auf Grund eines gesteigerten Herzinfarkt- und 

Schlaganfallrisikos wieder vom Markt genommen worden (vgl. Abfrage vom 9. 

Dezember 2010: http://www.netdoktor.de/Magazin/Vioxx-r-Rueckzug-5222.html). 

Infolge der unfallfremden Nierenkoliken im Juli 2001 verordneten ihr die behandelnden 

Ärzte Buscopan Dragees bei Bedarf, Primofénac Tabletten 50mg bei Bedarf sowie 

Noroxin 400mg 1-0-1 bis 19. Juli 2001 (act. G 7.3). Ansonsten konnte sie ebenfalls bei 

Bedarf durch die Hausärztin nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) beziehen (UV-act. 

M13). Gemäss dem MEDAS-Bericht vom 15. Juli 2003 nahm die Beschwerdeführerin 

das Antidepressivum Deroxat lediglich vor der zweiten Schwangerschaft ein (vgl. act. G 

7.2 S. 3). Diesbezügliche über die Medikamenteneinstellung hinaus andauernde 

Nebenwirkungen sind mit Blick auf die bekannten Risikofaktoren jedoch zu verneinen 

(vgl. Arzneimittel-Kompendium der Schweiz, Deroxat, Abfrage vom 9. Dezember 2010: 

http://www.kompendium.ch/MonographieTxt.aspx?lang=de&MonType=pi). Im Übrigen 

scheint sich die Beschwerdeführerin ihrer Schwangerschaft bereits frühzeitig bewusst 

gewesen zu sein und es zeigt sich, dass sie auch sofort die nötigen 

Vorsichtsmassnahmen ergriff, indem sie beispielsweise bereits Anfang März 2002 auf 

risikoreiche Röntgenabklärungen verzichtete (UV-act. M16). Die gemäss dem Bericht 

der Klinik für Urologie des KSSG vom 24. Juli 2002 durchgeführte Medikation mit 

Magnesiocard 1.2, Neobron sowie Dafalgan bei Bedarf (vgl. zur Zulässigkeit bei 

Schwangerschaft Abfrage vom 9. Dezember 2010: http://www.kompendium.ch/

MonographieTxt.aspx?lang=de&MonType=pi) erfolgte schliesslich in Kenntnis der 

Schwangerschaft bzw. scheint teilweise dadurch indiziert gewesen zu sein (act. G 7.2 

S. 8). Vor diesem Hintergrund können die geltend gemachten Störungen in der 

Entwicklung des Sohnes nicht auf die infolge des Unfalls eingenommenen 

Medikationen zurückgeführt werden, ganz abgesehen davon, dass allfällige 

Gesundheitsschäden beim Sohn der Beschwerdeführerin ohnehin nicht durch deren 

Unfallversicherung gedeckt wären.

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2.6    Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass die über den 31. Juli 2008 hinaus 

geklagten Beschwerden somatisch nicht mehr bzw. lediglich teilweise, jedoch mit nicht 

unfallbedingten Befunden erklärbar sind.

3.        

3.1    Schliesslich ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin beim Autounfall vom 25. 

Februar 2001 ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma 

äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies der Fall, muss 

beurteilt werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung 

gehörenden Beeinträchtigungen wie Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, 

neurologische Defizite (Konzentrations- und Gedächtnisstörungen), Übelkeit, 

Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. nach 

dem Unfall vorgelegen haben (BGE 8C_181/2007 vom 17. April 2008 E. 2.4 bzw. BGE 

117 V 359 E. 4b S. 360). Kann nicht von einem vielschichtigen somatisch-psychischen 

Beschwerdebild - d.h. von einem komplexen Gesamtbild unfallbedingter psychischer 

Beschwerden und ebenfalls unfallkausaler organischer Störungen - gesprochen 

werden, hat die Prüfung der adäquaten Kausalität praxisgemäss unter dem 

Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall gemäss BGE 115 V 133 

zu erfolgen. Dieses Vorgehen greift Platz, wenn die zum typischen Beschwerdebild 

eines HWS-Schleudertraumas gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben 

sind, im Vergleich zur ausgeprägten psychischen Problematik aber unmittelbar nach 

dem Unfall ganz in den Hintergrund getreten sind oder die physischen Beschwerden im 

Verlauf der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Einstellungszeitpunkt gesamthaft 

nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111f., 

127 V 102 E. 5b/bb S. 103, 123 V 98 E. 2a S. 99; RKUV 5/2002 Nr. U 465 S. 437, je mit 

Hinweisen).

3.2    Die medizinischen Berichte gehen beim Unfall vom Februar 2001 konkret von 

einer HWS-Distorsion aus (UV-act. M1 - M3). Distorsionen der HWS sind Folgen von 

Beschleunigungskräften, die im Sinn einer Überdehnung und Überbiegung auf die 

HWS einwirken und mit einem Kopfanprall verbunden sein können. Ein eigentliches 

Schleudertrauma liegt nur dann vor, wenn bei einer Auffahrkollision durch die plötzliche 

Beschleunigung des getroffenen Fahrzeugs der Kopf des Insassen - ohne anzuprallen - 

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zuerst nach hinten zu knicken scheint und anschliessend nach vorne beschleunigt wird. 

Führt der Beschleunigungsmechanismus zu einem Kopfanprall, sollte nicht von einem 

Schleudertrauma, sondern von einer HWS-Distorsion gesprochen werden (vgl. 

diesbezüglich Thomas Locher, HWS-Distorsionen [Schleudertrauma] - Einführung in 

die Rechtslage nach schweizerischem Recht, in: Murer/Niederer/Radanov/Rumo-

Jungo/Sturzenegger/Walz [Hrsg.], Das sogenannte "Schleudertrauma" - medizinische, 

biomechanische und rechtliche Aspekte der Distorsionen der Halswirbelsäule, Bern 

2001, S. 31 f.). Gemäss dem Fragebogen bei HWS-Verletzungen, welchen die 

Hausärztin am 13. März 2001 beantwortete, fand kein Kopfanprall statt (UV-act. M2). 

Ob die Beschwerdeführerin aber ein eigentliches Schleudertrauma oder eine 

schleudertraumaähnliche Verletzung, d.h. eine HWS-Distorsion und/oder ein Schädel-

Hirntrauma, erlitten hat, braucht nicht abschliessend geklärt zu werden. Es genügt, 

dass davon ausgegangen werden kann, dass sie eine Beschleunigungsverletzung der 

HWS erlitten hat, auch wenn sich diese unbestrittenermassen nicht als strukturelle 

Verletzung zeigte (vgl. Erwägung 2.2).

3.3    Ist ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung 

diagnostiziert und liegt ein für die Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer 

Häufung von Beschwerden vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel 

anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e).

3.4    Folglich ist zu prüfen, ob bei der Beschwerdeführerin nach dem Unfallereignis ein 

typisches Beschwerdebild nach HWS-Distorsionstrauma mit einer Beschwerdehäufung 

vorgelegen hat. Gemäss dem Bericht des KSSG vom 1. März 2001 konnte die 

Beschwerdeführerin nach Einlieferung in die Notfallaufnahme den Kopf nicht von der 

Unterlage abheben, jedoch bestand keine Druckdolenz über der HWS (UV-act. M1). 

Ihre Hausärztin hielt im Fragebogen bei HWS-Verletzungen am 13. März 2001 fest, 

dass sich nach dem Unfall Schwindel, Benommenheit und Verwirrtheit, Übelkeit und 

Erbrechen, Spontanschmerzen im Nacken rechts und links mit Ausstrahlung in die 

Schultern sowie eine Bewegungseinschränkung der HWS eingestellt hätten. Bei der 

ersten Konsultation in ihrer Praxis am 27. Februar 2001 hätten immer noch Schwindel, 

leichte Übelkeit, Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in die Schultern sowie eine HWS-

Bewegungseinschränkung bestanden. Die HWS-Beweglichkeit wurde als endphasig 

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schmerzhaft beschrieben. Zu Beginn seien die Schmerzen und der Schwindel 

zunehmend gewesen, im Zeitpunkt des Arztberichts vom 13. März 2001 sei v.a. 

Schwindel bis hin zum Kollaps geklagt worden (UV-act. M2). Gemäss Arztzeugnis vom 

22. Mai 2001 machte die HWS zu jenem Zeitpunkt keine Probleme mehr (UV-act. M3). 

Ende Juni 2001 wurde eine seit dem Unfall bestehende Lichtempfindlichkeit 

dokumentiert (UV-act.M4), die aber mit der Hornhautdystrophie in Zusammenhang 

gestanden haben dürfte. Schliesslich stellten sich seit dem Arbeitsversuch im 

September 2001 wieder vermehrt Rückenschmerzen sowie eine depressive 

Verstimmung ein (UV-act. M11). Gemäss Bericht des KSSG vom 15. Oktober 2001 

beklagte die Beschwerdeführerin Schmerzen im mittleren unteren thorakalen 

Wirbelsäulenbereich, welche in letzter Zeit Richtung HWS ausstrahlten (UV-act. M12). 

Die Diplomierte Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin / ECF Dr. phil. I.___ 

berichtete am 25. Juli 2002, dass sie unter Alpträumen, Erschöpfungszuständen, 

erhöhter Reizbarkeit, sozialen Rückzugstendenzen und depressiver Verstimmung 

gelitten habe (UV-act. M20). Als weitere geltend gemachte Beschwerden nannte Dr. 

F.___ im Bericht vom 15. Juli 2003 eine Einschränkung in der Konzentrationsfähigkeit 

und Rückenschmerzen. Zudem habe die Beschwerdeführerin angegeben, im Vormonat 

leicht unter Kopfschmerzen, Schwindel, Ohnmachtsanfällen, Herzklopfen und 

Herzrasen gelitten zu haben (UV-act. M25 S. 5, 8). Diese Erhebungen zeigen ein 

Beschwerdebild mit mehreren typischen Beeinträchtigungen unmittelbar nach dem 

Unfall vom 25. Februar 2001 sowie solchen nach einer gewissen Latenzzeit, wobei 

letztere grundsätzlich nicht berücksichtigt werden können. Gesamthaft ist aber von 

einer Häufung von Beeinträchtigungen im Sinn eines typischen Beschwerdebilds nach 

HWS-Distorsionstrauma auszugehen, das als natürlich-kausale Unfallfolge eines HWS-

Traumas zu betrachten ist.

4.        

Dr. F.___ befand nach seiner psychiatrischen Begutachtung 2008, dass das aktuelle 

Zustandsbild vorwiegend einem chronifizierten Schmerzsyndrom entsprechen dürfte, 

nachdem man ursprünglich von einer Kränkungsreaktion und Anpassungsstörung habe 

ausgehen können. Ein direkter Zusammenhang mit dem Unfall sei aus psychiatrischer 

Sicht nicht mehr nachvollziehbar. Die Beeinträchtigung des Ehelebens, die 

Entwicklungsstörung des Kleinkinds und die von der Psychotherapeutin im letzten 

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Bericht erwähnte Aktualisierung von verdrängten frühkindlichen Traumata seien durch 

das Unfallereignis möglicherweise begünstigt worden, stünden jedoch nicht in einem 

überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang. Im Übrigen würden sie von der 

Untersuchten aktuell nicht bestätigt. Die Panikstörung resultiere aus einer chronischen 

Überreizung durch Schmerzerleben, Zukunftsängste, familiäre Belastung etc. (UV-act. 

M37 S. 29). Auch die Dres. med. K.___ und med. H.___, beratende Ärzte der 

Beschwerdegegnerin, sahen in ihren Berichten vom 7. August 2002 bzw. 10. Mai 2007 

spätestens ab August/September 2002 und aktuell 2007 die psychogene Problematik 

als nicht mehr unfallbedingt (UV-act. M23 Ziff. 4, M29). Ob demzufolge der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen den über den 31. Juli 2008 hinaus geklagten 

Beschwerden und dem streitigen Unfall verneint werden müsste, kann vorliegend aber 

offen bleiben, da - wie nachfolgende Ausführungen ergeben - eine weitergehende 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin mangels Bestehens des kumulativ 

vorausgesetzten adäquaten Kausalzusammenhangs ohnehin zu verneinen ist (BGE 135 

V 472 E. 5.a).

5.        

Bereits im Arztzeugnis vom 6. November 2001 empfahl die Hausärztin eine 

psychologische/psychiatrische Begleitung der Beschwerdeführerin auf Grund einer 

depressiven Verstimmung (UV-act. M11). Eine solche fand dann bei Dr. I.___ statt, 

welche mit Bericht vom 25. Juli 2002 eine Anpassungsstörung mit vorwiegender 

Beeinträchtigung von anderen Gefühlen (ICD-10 F43.23) diagnostizierte (UV-act. M20). 

Gemäss Dr. F.___ ist die psychosomatische Störung der Beschwerdeführerin im 

Verhältnis zum gesamten Beschwerdebild in den Vordergrund gerückt. Den Zeitpunkt, 

ab wann dies so ist, könne man rückblickend nicht genau eruieren. Es dürfe aber 

davon ausgegangen werden, dass zwei Jahre nach einem Ereignis 

Anpassungsstörungen überwunden seien, es sei denn, die Auslöser würden 

fortbestehen. Als solcher seien die Schmerzen zu betrachten. Dazu komme eine 

gewisse Vulnerabilität in Form einer vorbestehenden leichten narzisstischen 

Problematik. Aus diesem Grund könne man grosszügig noch ein bis zwei Jahre 

zusätzliche Verarbeitungszeit mit notwendiger Psychotherapie zuschlagen. Spätestens 

Anfang 2005 dürfe aber die jetzige psychosomatische Störung als im Vordergrund 

stehend betrachtet werden (UV-act. M37 S. 29 f.). Sind die geklagten gesundheitlichen 

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Störungen nach dem Gesagten auf Grund der medizinischen Akten im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung zumindest in ihrer überwiegenden Mehrheit als von psychischem 

Ursprung zu qualifizieren, hat die Beurteilung der Adäquanz praxisgemäss unter dem 

Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall (BGE 115 V 133) zu 

erfolgen und nicht anhand der Kriterien, wie sie für Schleudertraumata der 

Halswirbelsäule entwickelt wurden (BGE 117 V 367 E. 6a). Vor diesem Hintergrund ist 

die Adäquanzprüfung vorliegend trotz diagnostizierter HWS-Distorsion und des 

gegebenen typischen Beschwerdebilds nicht nach der Rechtsprechung gemäss BGE 

117 V 366 ff., sondern nach jener zu psychischen Fehlentwicklungen nach Unfällen 

(BGE 115 V 133 ff.) vorzunehmen.

6.        

6.1    Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und einer 

anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der 

Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 138 ff. E. 6, 

bestätigt unter anderem in SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31) vom Unfallereignis auszugehen. 

Dabei besteht ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und 

dem Unfall, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der 

Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle nach 

ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in 

banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in einen 

dazwischen liegenden mittleren Bereich der mittelschweren Unfälle. Während die 

Frage, ob zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht, in der Regel bei banalen Unfällen ohne weiteres 

verneint und bei schweren Unfällen bejaht werden kann, lässt sie sich bei Unfällen im 

mittleren Bereich nicht auf Grund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr 

sind weitere, objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im 

Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 115 V 139 E. 6a-c). Dabei müssen 

rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 140 E. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 E. 2, 

2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien entweder 

in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als 

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wichtigste Kriterien gelten dabei: besonders dramatische Begleitumstände oder 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen, die ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen 

Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen sowie Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

6.2    Praxisgemäss werden Auffahrunfälle, bei welchen das Auto vor einem 

Fussgängerstreifen oder Lichtsignal stillsteht, dem mittleren Bereich an der Grenze zu 

den leichten Fällen zugeordnet (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357 E. 4.2 mit Hinweisen [U 

193/01]). Im hier zu beurteilenden Fall kam der von der Beschwerdeführerin gelenkte 

Personenwagen auf der verschneiten Autobahn ins Schleudern und prallte gegen die 

linke und die rechte Leitplanke (UV-act. M1, A1, A7). Der Wagen ist dabei vorne und 

auf der linken Seite stark ("total") beschädigt worden. Ebenfalls zu beachten ist, dass 

die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben mit einer Geschwindigkeit von 90 - 

100km/h gefahren ist (UV-act. A7). Dieser Geschehensablauf ist offensichtlich 

schwerwiegender als eine blosse Auffahrkollision in ein stehendes Auto, weshalb das 

Ereignis vom 25. Februar 2001 nicht bloss als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu 

den leichten Fällen zu qualifizieren ist. Dass ein Unfall im Grenzbereich zu den 

schweren Fällen vorliegt, lässt sich denn aber gestützt auf die Rechtsprechung zu 

ähnlich gelagerten Fällen (vgl. beispielsweise Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 

2009 i/S S. [8C_897/2009] E. 4.1 mit weiteren Hinweisen) ebenfalls nicht begründen, 

zumal sich das Fahrzeug weder überschlug noch weitere Wagen involviert waren. 

Somit ist auf Grund des unbestrittenen Geschehensablaufs und der sich dabei 

entwickelnden Kräfte mit der Beschwerdegegnerin von einem Unfall im mittleren 

Bereich im eigentlichen Sinn auszugehen.

6.2.1           Das Ereignis vom 25. Februar 2001 hat sich weder unter besonders 

dramatischen Begleitumständen ereignet, noch war es von besonderer 

Eindrücklichkeit. Das Kriterium der besonderen Eindrücklichkeit ist objektiv zu 

beurteilen und nicht auf Grund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der 

versicherten Person (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 287/97 E. 3b/cc; Urteil vom 25. 

Januar 2008 i/S A. [U 56/07] E. 6.1). Denn nicht was im Betroffenen psychisch vorgeht, 

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ist entscheidend, sondern die objektive Eignung der Begleitumstände, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Zu beachten 

ist, dass jedem mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, welche 

somit allein noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreicht (Urteil vom 11. 

Februar 2009 i/S S. [8C_799/2008] E. 3.2.3 mit Hinweis).

6.2.2           Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin muss angesichts der 

Deckenplattenimpressionsfrakturen von BWK 4, 5, 6, 8, 9 und 11 mit diskretem 

Knochenmarksödem sowie einer HWS-Distorsion - auch wenn die 

Impressionsfrakturen erst eineinhalb Monate nach dem Unfallereignis diagnostiziert 

werden konnten - doch von erheblichen Verletzungen ausgegangen werden, die 

erfahrungsgemäss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. 

Entsprechend kann das diesbezügliche Kriterium grundsätzlich bejaht werden, 

allerdings nicht in ausgeprägter Weise.

6.2.3           Für die Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung wird auf die 

kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des 

Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung abgestellt. Eine Behandlung, die 

lediglich noch der Erhaltung des bestehenden Gesundheitszustands und nicht der 

Heilung dient, ist im Rahmen der Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht relevant. 

Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht die Qualität 

einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des Bundesgerichts vom 

27. Februar 2008 i/S D. [U 11/07] E. 5.3.1 mit Hinweisen). Am Unfalltag wurde die 

Beschwerdeführerin lediglich ambulant in der Zentralen Notfallaufnahme des KSSG 

versorgt, wo sie einen weichen Halskragen erhielt (UV-act. M1). Hospitalisationen auf 

Grund des Unfalls fanden keine statt. Die Hausärztin verschrieb ihr Schmerzmittel und 

ordnete Physiotherapie an (UV-act. M2, M3, M9, M13, M15, M18, M21, M22). Zudem 

wurde Elektrotherapie und Fango angewandt (UV-act. M8, M10). Nach der Geburt des 

zweiten Kindes bestanden die weiteren Behandlungen schliesslich nur noch in 

Physiotherapiesitzungen (vgl. u.a. UV-act. M28, M32, M34, M36) und den für die 

Adäquanzprüfung nicht relevanten psychotherapeutischen Behandlungen (UV-act. 

M20, M30) sowie einer allfälligen Medikation zur Behandlung der Osteopenie (vgl. UV-

act. M26 S. 4). Damit ist das Kriterium einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen 

Behandlung klarerweise nicht erfüllt.

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6.2.4           Während der Begutachtung durch Dr. G.___ im Jahr 2003 gab die 

Beschwerdeführerin an, noch ständig leichte Schmerzen im Brustbereich vorne sowie 

hinten zu spüren. Manchmal würden sie von hinten bis in den Nacken ausstrahlen. 

Durch Belastung erfolge jedoch keine Schmerzzunahme (UV-act. M26 S. 2). Auch 

während der Untersuchung im Jahr 2008 bildeten die Rückenbeschwerden noch immer 

das Hauptproblem. Sie bestünden in Form von Brennen und Stechen am Rücken auf 

Brusthöhe und Verkrampfungen gegen oben und unten. Es gebe gute Tage bis zu einer 

Woche, wo sie keine Schmerzmedikamente einnehme. Vorne am Brustkorb 

vorhandene Beschwerden wurden keine mehr erwähnt und konnten auch nicht 

objektiviert werden (UV-act. M37 Bericht von Dr. G.___ vom 20. Juni 2008 S. 1 und 3). 

Da folglich lediglich von leichten körperlichen Dauerschmerzen auszugehen ist, durch 

welche die Beschwerdeführerin im Lebensalltag jedoch nicht massgeblich 

beeinträchtigt ist, kann das Kriterium der ohne wesentlichen Unterbruch bestehenden 

erheblichen Beschwerden nicht bejaht werden.

6.2.5           Anzeichen einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert, eines schwierigen Heilungsverlaufs oder erheblicher 

Komplikationen sind vorliegend nicht ersichtlich. Auch wenn die 

Deckenplattenimpressionsfrakturen der verschiedenen BWK erst zeitlich verzögert und 

durch eine zweite Röntgenuntersuchung eruiert werden konnten, kann darin noch keine 

Fehlbehandlung gesehen werden, zumal die Frakturen ohne Fehlstellungen verheilt 

sind. Im Übrigen sind, wie bereits ausgeführt wurde (vgl. Erwägung 2.5), auch durch 

den Medikamentenkonsum keine Nebenwirkungen nachgewiesen, welche zu negativen 

Folgen geführt hätten.

6.2.6           Die Beschwerdeführerin war im Anschluss an das Unfallereignis vom 25. 

Februar 2001 vollständig arbeitsunfähig (UV-act. M1, M2). Ein Arbeitsversuch mit einer 

Arbeitsfähigkeit von 25% musste nach drei Wochen wegen Rückenschmerzen wieder 

abgebrochen werden (UV-act. M11). Zwischenzeitlich bestand jedoch zusätzlich eine 

Hospitalisation aus unfallfremden Gründen, d.h. wegen Nierensteinen, und es wurden 

auch nachfolgend weitere Therapien durchgeführt (act. G 7.3, UV-act. M9). Zudem 

hatte sich die Beschwerdeführerin einer Operation des rechten Auges zu unterziehen 

(vgl. act. G 7.4). Beim Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit gilt es schliesslich auch den Umstand zu berücksichtigen, dass die 

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psychischen Probleme die organischen schon relativ früh unterhalten haben. So wurde 

Anfang November 2001 erstmals eine depressive Verstimmung dokumentiert (UV-act. 

M11) und Dr. F.___ hielt im Bericht vom 15. Juli 2003 fest, dass die jetzigen 

psychischen Beschwerden nach dem Unfall aufgetreten seien, ein exakter Beginn 

jedoch nicht festgestellt werden könne. Vielmehr hätten sich die psychischen 

Störungen an die unfallbedingten somatischen Symptome angeschlossen und mit 

psychischen Reaktionen auf die Keratoplastik vermischt (UV-act. M25 S. 6). Während 

die Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht in körperlich angepasster Tätigkeit 

gemäss Bericht von Dr. G.___ vom 8. Dezember 2003 (UV-act. M26 S. 4) 100% betrug, 

war die Beschwerdeführerin laut Dr. F.___ aus psychiatrischer Sicht in einer vollzeitigen 

externen Arbeit zu 50% eingeschränkt (UV-act. M25 S. 6, 8). Nach dem MEDAS-

Gutachten vom 15. Juli 2003 kam eine Wiedereingliederung in der Wirtschaft zu jenem 

Zeitpunkt aber lediglich deshalb nicht in Frage, weil die Doppelrolle Hausfrau-

Mitverdienerin eine Überforderung dargestellt hätte, was eine Verschlechterung des 

psychischen Zustands hätte bewirken können (act. G 7.2 S. 3). Unter diesen 

Umständen kommt dem Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit kein besonderes Gewicht zu.

6.2.7           Somit kann höchstens eines der massgebenden Kriterien (die besondere 

Art oder Schwere der erlittenen Verletzung) als erfüllt gelten und zwar ausdrücklich 

nicht in ausgeprägter Weise, weshalb die Unfalladäquanz der psychischen 

Beeinträchtigungen verneint werden muss (BGE 115 V 139 E. 6c). Im Übrigen kann 

festgehalten werden, dass die Adäquanz selbst nach der gemäss Rechtsprechung für 

die Beschwerdeführerin günstigeren Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109 ff.) 

ebenfalls nicht erfüllt wäre.

7.        

7.1    Erleidet eine versicherte Person durch einen Unfall eine dauernde erhebliche 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie Anspruch auf 

eine angemessene Entschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Als dauernd gilt ein 

Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in 

gleichem Umfang bestehen wird, und als erheblich, wenn die körperliche oder geistige 

Integrität unabhängig von der Erwerbsfähigkeit augenfällig oder stark beeinträchtigt ist 

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(Art. 36 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]; vgl. RKUV 

1998 Nr. U 303 S. 354).

7.2    Die Entschädigung ist nach der Schwere des Integritätsschadens abzustufen 

(Art. 25 Abs. 1 UVG). Für ihre Bemessung gelten die Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV 

(Art. 36 Abs. 2 UVV). Der Anhang 3 zur UVV enthält eine Skala der Integritätsschäden. 

Dadurch, dass ein Integritätsschaden in der Liste steht, ist dessen Erheblichkeit bejaht, 

nicht dagegen in jedem Fall die Dauer, d.h. der voraussichtlich lebenslange Charakter 

(Gilg/Zollinger, Die Integritätsentschädigung, Bern 1984, S. 49 f.). Die Skala ist 

verbindlich, als Grobraster indessen nicht abschliessend. Sie enthält lediglich 

richtunggebende, in der Praxis häufig vorkommende Schäden mit den entsprechenden 

Werten. Teilschäden, andere Schäden oder Kombinationen derartiger Ganz- oder 

Teilschäden müssen mit den Listenfällen verglichen und nach der Schwere der 

durchschnittlichen Auswirkungen taxiert werden (Art. 36 Abs. 3 UVV; Ziff. 1 Abs. 2 der 

Richtlinien im Anhang 3 zur UVV). Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine 

ausschliesslich ärztliche Angelegenheit. Die Skala der Integritätsschäden im Anhang 3 

zur UVV erlaubt es dem Arzt oder der Ärztin, grundsätzlich jeden Integritätsschaden 

annähernd vergleichbaren Integritätsschäden in dieser Skala zuzuordnen. Trotzdem hat 

sich in der Praxis ein Bedürfnis zur differenzierten listenmässigen Erfassung der 

Integritätsschäden manifestiert. Die Suva hat in der Folge, basierend auf der erwähnten 

Skala und unter Berücksichtigung dieser verbindlichen Werte, weitere 

Schätzungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet (Mitteilungen der 

Medizinischen Abteilung der Suva Nr. 57 bis 59, Tabellen 1 bis 16). Diese von der 

Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für 

die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziffer 1 der Richtlinien im Anhang 3 zur 

UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens 

für den Regelfall gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben 

ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich als Richtwerte angesehen werden, mit denen 

die Gleichbehandlung aller versicherten Personen gewährleistet werden soll, sind sie 

mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 113 V 218; RKUV 1987 Nr. U 21 S. 328 und 

Nr. U 31 S. 438).

7.3    Bei der Schätzung der Beeinträchtigung der Integrität hat der Arzt oder die Ärztin 

festzustellen, in welcher Hinsicht die versicherte Person durch den Unfall noch 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

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körperlich oder geistig/psychisch geschädigt ist. Sie haben sich im Weiteren dazu zu 

äussern, welche dieser Schäden als dauernd zu betrachten sind, d.h. voraussichtlich 

während des ganzen Lebens mindestens im gleichen Umfang bestehen bleiben. Bei 

geringfügigen Verletzungsfolgen hat sich der Arzt oder die Ärztin zur Frage zu äussern, 

ob die Schädigung im Hinblick auf die im Anhang 3 zur UVV enthaltenen 

Listenpositionen als erheblich, d.h. augenfällig oder stark zu gelten hat. Gegebenenfalls 

haben sie zudem auf voraussehbare Verschlimmerungen aufmerksam zu machen. 

Anschliessend ist es Sache der Verwaltung bzw. des Sozialversicherungsgerichts, die 

ärztlichen Schlussfolgerungen daraufhin zu prüfen, ob sie den gesetzlichen 

Anforderungen gerecht werden.

7.4    Im Bericht vom 8. Dezember 2003 hielt Dr. G.___ eine Beurteilung des Inte­

gritätsschadens für verfrüht, da immer noch eine Besserung der Beschwerden 

stattgefunden habe und eine Zunahme der Belastbarkeit noch möglich sei (UV-act. 

M26). Die am 1. April 2008 im Röntgeninstitut und MR-Zentrum Dres. L.___, M.___, 

N.___ angefertigten Röntgenaufnahmen ergaben, dass die gemessenen Werte im LWS- 

und Beckenbereich einer Osteopenie entsprachen und der Wert im distalen Vorderarm 

im Normbereich sei. Die Morphometrie zeige die beschriebenen Frakturen im unteren 

BWS-Bereich, im Übrigen aber eine normale Morphometrie. Wegen der 

anamnestischen Distraktionsverletzung Th12/L1 sei die Messung auch im LWK 2-4 

durchgeführt worden. Diese zeige jedoch ähnliche Verhältnisse wie beim Wert L1-L4 

(UV-act. M37 S. 23). Laut Dr. G.___ im MEDAS-Bericht vom 11. Juli 2008 waren die 

Frakturen sodann nicht in Fehlstellung verheilt, der Zustand seit fünf Jahren stationär 

und eine Verschlimmerung nicht voraussehbar. Gestützt auf die Suva-Tabelle 7 

gemäss UVG lägen mässige Beanspruchungsschmerzen nach Frakturen der BWS vor 

mit möglicher Erholung und schmerzfreien Intervallen. Daraus ergebe sich ein 

Integritätsschaden von 5% (UV-act. M37 S. 34). Demgegenüber kann die vorliegende 

psychosomatische Störung gemäss Dr. F.___ nicht mit Bestimmtheit als Unfallfolge 

bezeichnet werden. Sie stelle auch keine definitive erhebliche Schädigung der geistigen 

Integrität im Sinn von Art. 24 UVG dar (UV-act. M37 S. 31). Dr. E.___ hielt die im 

Gutachten festgelegte Schädigung der körperlichen Integrität von 5% unter 

Berücksichtigung der nur minimen funktionellen Einschränkungen und der Tatsache, 

dass die Frakturen ohne Dislokation verheilt seien, sowie in Anbetracht des seit 2003 

stationären Verlaufs für nachvollziehbar (UV-act. M39). In Anbetracht dieser 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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schlüssigen und einleuchtenden Integritätsschadensbeurteilungen durch die MEDAS-

Ärzte, welche sich auf lückenlose Verlaufsdokumentationen abstützen und die 

Beschwerdeführerin bereits fünf Jahre früher begutachtet hatten, besteht somit kein 

Grund für ein Abweichen. Insbesondere liegen auch keine Berichte oder 

Röntgenbefunde mit anderslautenden Ergebnissen vor. Damit ist die von der 

Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2009 zugesprochene 

Integritätsentschädigung von 5% nicht zu beanstanden.

8.        

Den Anträgen zur Einholung von zusätzlichen medizinischen Gutachten zur Frage der 

Unfallkausalität der Visusstörung sowie der Nierenkoliken ist nicht zu entsprechen, da 

nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung des 

vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen. Vielmehr kann auf das 

schlüssige und nachvollziehbare Gutachten der MEDAS Ostschweiz vom 11. Juli 2008 

abgestellt werden (vgl. dazu BGE 125 V 351 E. 3a, RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 mit 

Hinweisen; antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 E. 4b; Pra 88 Nr. 117; 

SVR-UV 1996 Nr. 62.211).

9.        

Auf Grund dieser Ausführungen ist die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid 

vom 15. Oktober 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.12.2010
	Art. 6 und 24 Abs. 1 UVG: Autounfall mit Deckenplattenimpressionsfrakturen mehrerer Brustwirbelkörper. Erreichen des Status quo sine bejaht. Zudem erfolgte die Leistungseinstellung zu Recht, nachdem die adäquate Unfallkausalität (Adäquanzprüfung nach der sog. Psychopraxis nach BGE 115 V 133) weggefallen war. Der ärztlich beurteilte Integritätsschaden von 5% ist nicht zu beanstanden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Dezember 2010, UV 2009/113).

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