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**Case Identifier:** 84479d31-4660-57cc-ac0d-eb6504faf045
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.04.2025 200 2025 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-30_2025-04-28.pdf

## Full Text

IV 200 2025 30 
ISD/GET/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 28. April 2025

Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. November 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. April 2025, IV 200 2025 30

-2-

Sachverhalt:

A.

A.a.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer), gelernter ..., meldete sich im August 2003 unter Hinweis auf Rü-
ckenbeschwerden erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin] [act. II] 2; 19 S. 5). Mit Verfügung vom 6. Okto-
ber 2005 (act. II 15) verneinte die IVB einen Anspruch auf eine Invaliden-
rente. 

Nach weiteren Neuanmeldungsgesuchen vom November 2016 (act. II 16), 
Juli 2017 (act. II 33) und September 2018 (act. II 56) verneinte die IVB mit 
Verfügungen vom 24. April 2017 (act. II 32) und 4. Juni 2018 (act. II 53) 
jeweils einen Anspruch auf IV-Leistungen bzw. mit Verfügung vom 29. Ja-
nuar 2019 (act. II 68) bei einem Invaliditätsgrad von 10 % einen Anspruch 
auf eine Invalidenrente. Die gegen letztere Verfügung beim Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern erhobene Beschwerde (act. II 69) zog der Versi-
cherte wieder zurück (act. II 75 S. 3), nachdem der Instruktionsrichter das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zufolge Aussichtslosigkeit der 
Rechtsbegehren abgewiesen hatte (act. II 74; Urteil des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern IV 200 2019 168 vom 3. Juni 2019 [act. II 75 
S. 1 f.]).

A.b.

Im August 2022 meldete sich der seit Dezember 2019 vom Sozialdienst 
C.________ wirtschaftlich unterstützte Versicherte ein weiteres Mal bei der 
IV zum Leistungsbezug an (act. II 83; 87). Die IVB klärte den Sachverhalt in 
erwerblicher Hinsicht ab, zog Berichte behandelnder Ärzte bei und legte 
das Dossier Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst 

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(RAD), zur Beurteilung vor (act. II 114). Mit (unangefochten gebliebener) 
Verfügung vom 23. Mai 2023 (act. II 119) verneinte die IVB bei einem Inva-
liditätsgrad von 0 % einen Rentenanspruch. 

A.c.

Im Mai 2024 meldete sich der (nunmehr anwaltlich vertretene) Versicherte 
erneut zum Leistungsbezug an, wobei er unter Hinweis auf einen psychia-
trisch-neuropsychologischen Abklärungsbericht der Spitäler E.________ 
AG (nachfolgend Abklärungsbericht des Spitals E.________) vom 6. No-
vember 2024 (act. II 138) namentlich neuropsychologische Defizite geltend 
machte. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (act. II 128 ff.) trat 
die IVB mit Verfügung vom 25. November 2024 (act. II 139) mangels 
Glaubhaftmachung einer relevanten Veränderung des Gesundheitszustan-
des auf das Leistungsbegehren nicht ein.

B.

Dagegen liess der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin 
Dr. iur. B.________, mit Eingabe vom 13. Januar 2025 Beschwerde erhe-
ben. Er beantragt sinngemäss, die Beschwerdegegnerin sei unter Aufhe-
bung der angefochtenen Verfügung zu verpflichten, auf das 
Leistungsgesuch vom Mai 2024 einzutreten. Ferner stellt er ein Gesuch um 
"unentgeltliche Prozessführung".

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Januar 2025 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Schreiben vom 1. Februar 2025 liess der Versicherte weitere Unterla-
gen betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege einreichen. Mit 
weiterem Schreiben vom 7. Februar 2025 nahm der Beschwerdeführer 
Stellung zur Beschwerdeantwort, wobei er an seinen Rechtsbegehren und 
Standpunkten festhält. Letztere Eingabe wurde der Beschwerdegegnerin 
zur Kenntnis gebracht. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Nichteintretensverfügung vom 
25. November 2024 (act. II 139). Streitig und zu prüfen ist, ob die Be-
schwerdegegnerin auf die Neuanmeldung vom Mai 2024 (act. II 127) zu 
Recht nicht eingetreten ist.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen oder 
-entscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. c GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1

2.1.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades 
bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn 
die versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Inva-
lidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. 
Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201])). Dies gilt analog, wenn die versicherte 
Person nach vorausgegangener rechtskräftiger Ablehnung erneut eine Ein-
gliederungsmassnahme beantragt. Erheblich ist eine Sachverhaltsände-
rung, wenn angenommen werden kann, der Leistungsanspruch sei 
begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen 
sollten (vgl. BGE 149 V 177 E. 4.7 S. 184). Weder eine im Vergleich zu 
früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit 
noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemach-
ten Leidens genügt per se, um auf einen veränderten Gesundheitszustand 
zu schliessen; notwendig ist vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil 
des Bundesgerichts [BGer] 8C_316/2024 vom 12. März 2025 E. 2.3.2). 

2.1.2 Die versicherte Person muss mit der Neuanmeldung oder dem 
Revisionsgesuch die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft machen. 
Der Untersuchungsgrundsatz, wonach das Gericht von Amtes wegen für 
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts 
zu sorgen hat, spielt insoweit nicht (BGE 130 V 64 E. 5.2.5 S. 69). Mit dem 
Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte Anforderungen an 
den Beweis verbunden; der Sachverhalt muss also nicht nach dem im So-
zialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erstellt sein. Es genügt, dass für den geltend gemachten 
rechtserheblichen Sachumstand wenigstens gewisse Anhaltspunkte beste-
hen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei ein-
gehender Abklärung werde sich die behauptete Sachverhaltsdarstellung 
nicht erstellen lassen (BGE 149 V 177 E. 4.7 S. 183; SVR 2022 IV Nr. 35 
S. 114, 9C_556/2021 E. 2.2, 2014 IV Nr. 33 S. 121, 8C_746/2013 E. 2).

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2.2 Nach Eingang einer Neuanmeldung oder eines Revisionsgesuchs 
ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der 
versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt 
sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird 
sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur 
kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die 
Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Inso-
fern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den der Richter 
grundsätzlich zu respektieren hat. Die Behandlung der Eintretensfrage 
durch die Verwaltung ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das 
Eintreten streitig ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

2.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die letzte umfassende Prüfung des Leistungsanspruchs erfolgte 
mit Verfügung vom 23. Mai 2023, mit welcher ein Anspruch auf eine Invali-
denrente verneint wurde (act. II 119). Diese Verfügung bildet die zeitliche 
Vergleichsbasis (vgl. E. 2.3 vorne) für die Beurteilung der Frage, ob der 
Beschwerdeführer bis zum Erlass der angefochtenen Nichteintretens-
verfügung vom 25. November 2024 (act. II 139) eine erhebliche Verände-
rung des Sachverhalts glaubhaft machen konnte. Dabei steht ausser Streit, 
dass insoweit allein eine potentielle Veränderung des Gesundheitszustan-
des in Betracht fällt, wohingegen anderweitige Tatsachenänderungen nicht 
geltend gemacht werden.

3.2 Bei Erlass der Verfügung vom 23. Mai 2023 stellte die Beschwer-
degegnerin in medizinischer Hinsicht auf den Bericht von Dr. med. 
D.________ vom 14. März 2023 (act. II 114) ab. Darin diagnostizierte der 

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RAD-Arzt eine degenerative Meniskusläsion rechts bei Status nach Arthro-
skopie (28. September 2021), Varizen beidseits bei Status nach Varizen-
operation (7. Februar 2019) sowie ein viertes Rezidiv einer Leistenhernie 
(Revision Leistenhernie beidseits vom 7. Februar 2018). Sowohl in der an-
gestammten Tätigkeit als auch in einer Verweistätigkeit sei der Beschwer-
deführer nicht eingeschränkt (S. 3). Ebenso wenig bestehe eine 
Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Die Arthroskopie habe am 28. Sep-
tember 2021 stattgefunden; postoperativ habe eine Arbeitsunfähigkeit von 
100 % vom 28. September 2021 bis 30. November 2021 bestanden (S. 4).

3.3 Mit dem Neuanmeldungsschreiben vom 21. Mai 2024 reichte der 
Beschwerdeführer diverse Berichte von behandelnden Ärzten ein (act. II 
127 S. 5-23), welche allesamt vor Erlass der Vergleichsverfügung vom 
23. Mai 2023 (vgl. E. 3.1 vorne) sowie vor Erstellung des RAD-ärztlichen 
Berichts vom 14. März 2023 datieren und bereits deshalb nicht geeignet 
sind, eine seither eingetretene gesundheitliche Verschlechterung glaubhaft 
zu machen. Namentlich erfolgte die Stellungnahme des RAD-Arztes 
Dr. med. D.________ in Kenntnis der medialbetonten Gonarthrose rechts 
(act. II 114 S. 2). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, diese habe 
sich "mittlerweile noch verschlechtert" (act. II 127 S. 1), ergibt sich derglei-
chen weder aus den eingereichten Dokumenten noch wird diese Behaup-
tung durch einen nach Erlass der Verfügung vom 23. Mai 2023 verfassten 
Arztbericht gestützt. Damit ist in somatischer Hinsicht keine Änderung des 
Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht. 

3.4 Ferner reichte der Beschwerdeführer im Vorbescheidverfahren 
einen – offensichtlich auf Bestreben seiner Rechtsvertreterin hin erstellten 
(act. II 127 S. 3) – psychiatrischen Abklärungsbericht (inklusive neuropsy-
chologische Untersuchung) des Spitals E.________ vom 6. November 
2024 (act. II 138 S. 1-9) ins Recht. Darin wurden die folgenden Diagnosen 
gestellt (S. 1):

1. Mittelschwere neuropsychologische Störung (Aufmerksamkeit, verbales 
Gedächtnis) im Rahmen der Diagnose 2 

2. Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, nicht näher bezeichnet 
(ICD-10 F81.9)

3. V. a. (= Verdacht auf) Autismusspektrumsstörung (ASS)

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Beim Beschwerdeführer bestehe mit einem Gesamt-IQ (IQ = Intelligents-
quotient) von 84 Punkten und einem allgemeinen Fähigkeitsindex von 
81 Punkten eine unterdurchschnittliche intellektuelle Leistungsfähigkeit, 
jedoch keine Intelligenzminderung nach ICD-10. Die unterdurchschnittliche 
Intelligenz werde im ICD-10 nicht gesondert aufgeführt, es habe sich je-
doch der Begriff "Lernbehinderung" (ICD-10 F81.9) etabliert im Sinne eines 
überdauernden und umfänglichen Schulleistungsversagens, das in der Re-
gel mit einer Beeinträchtigung der Intelligenz einhergehe, die jedoch nicht 
das Ausmass einer geistigen Behinderung (Intelligenzminderung) auswei-
se. Insgesamt lasse sich eine mittelschwere neuropsychologische Störung 
auf dem Hintergrund einer Lernbehinderung (ICD-10 F81.9) diagnostizie-
ren. Psychiatrisch bestehe zusätzlich der dringende Verdacht auf eine ASS 
(S. 4 f.)

Daraus abgeleitet seien die beschriebenen Leistungsdefizite in der Schule 
und im späteren Erwerbsleben gut erklärbar. Der Beschwerdeführer brau-
che aufgrund seiner Lernbehinderung stets ein wohlwollendes Umfeld mit 
klar strukturierten Aufgabenstellungen und möglichst wenig Zeitvorgaben. 
Die Berufsanamnese liefere Hinweise, dass er sowohl in der … als … als 
auch bei der F.________ AG mehrheitlich genau diese Strukturen vorge-
funden habe. Aufgrund der psychiatrischen Verdachtsdiagnose ASS seien 
auch die zwischenmenschlichen Schwierigkeiten bei der Arbeit gut nach-
vollziehbar. Aufgrund der neuropsychologischen Defizite (mittelschwere 
neuropsychologische Störung) mit Lernbehinderung und den psychiatri-
schen Auffälligkeiten im Sinne eines Verdachts auf ASS bestehe auf dem 
ersten Arbeitsmarkt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die vergangenen 
Anstellungen dürften rückblickend bereits einer angepassten oder gar ge-
schützten Anstellung entsprochen haben (S. 5). 

3.5 Auch mit diesem Bericht vermag der Beschwerdeführer keine we-
sentliche Veränderung des Gesundheitszustandes glaubhaft zu machen:

3.5.1 Wie in E. 1.2 vorne gezeigt, bildet Prozessthema vorliegend einzig 
die Frage, ob im hier massgeblichen Vergleichszeitraum (vgl. E. 3.1 vorne) 
eine Änderung des Gesundheitszustandes eingetreten bzw. ein solche 
glaubhaft gemacht ist. Insofern ergeben sich – wie die Beschwerdegegne-
rin in der angefochtenen Verfügung zutreffend feststellte (act. II 139 S. 1) – 

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aus dem Abklärungsbericht des Spitals E.________ keine Anhaltspunkte, 
welche auf eine im Vergleichszeitraum eingetretene Veränderung der me-
dizinischen Befundlage (vgl. E. 2.1.1 vorne) schliessen lässt. Eine solche 
wurde im besagten Bericht nicht beschrieben. Vielmehr wird darin erstmals 
das Vorliegen seit der Kindheit bestehender neuropsychologischer Defizite 
samt Verdacht auf eine ASS postuliert, womit es sich um eine revisions- 
bzw. neuanmeldungsrechtlich unerhebliche andere Beurteilung des im Üb-
rigen unveränderten medizinischen Sachverhaltes handelt. Anders gewen-
det wird mit dem Abklärungsbericht des Spitals E.________ vom 
6. November 2024 gerade keine Veränderung im Vergleich zum Sachver-
halt, wie er der Referenzverfügung vom 23. Mai 2023 zugrunde lag 
(vgl. E. 3.1 vorne), glaubhaft gemacht. 

3.5.2 Ferner ist in grundsätzlicher Hinsicht darauf hinzuweisen, dass 
nach gefestigter Rechtsprechung die neuropsychologische Abklärung ledig-
lich eine Zusatzuntersuchung darstellt und es grundsätzlich Aufgabe des 
psychiatrischen oder allenfalls des neurologischen Facharztes bleibt, das 
funktionelle Leistungsvermögen bzw. die Arbeitsfähigkeit unter Berücksich-
tigung allfälliger neuropsychologischer Defizite einzuschätzen (vgl. Urteil 
des BGer 8C_380/2022 vom 27. Dezember 2022 E. 10.2.1). Diese Voraus-
setzung erfüllt der Bericht vom 6. November 2024 (act. II 138) nicht: Zwar 
enthält er einen Psychostatus nach AMDP (S. 2). Die klinische Untersu-
chung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeob-
achtung sowie insbesondere die Beurteilung (S. 4 f.) wurden indes nicht 
klar erkennbar nach neuropsychologischen und psychiatrischen Gesichts-
punkten differenziert bzw. erfolgte keine nach den beiden Fachbereichen 
getrennte Einschätzung. Dies wäre indes unerlässlich, weil mittels einer 
ausschliesslich neuropsychologisch begründeten Beeinträchtigung des 
funktionellen Leistungsvermögens zum vornherein keine Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht werden kann. 

3.5.3 Im Übrigen präsentierte sich der Psychostatus anlässlich der Ab-
klärung im Spital E.________ weitgehend bland (act. II 138 S. 2). Nament-
lich wurde die Stimmungslage als "nicht depressiv" beschrieben, womit 
keine – zwischenzeitlich bzw. im Jahr 2018 diagnostizierte (act. II 127 S. 
17-19) – depressive Störung bestätigt werden konnte. Weiter wurde in Be-

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zug auf die ASS allein eine Verdachtsdiagnose gestellt, womit eine Erkran-
kung bloss vermutet wird (vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 267. 
Aufl. 2017, S. 406; vgl. Urteil des BGer 8C_312/2023 vom 31. Januar 2024 
E. 5.2.1). Davon abgesehen fehlt es an einer Begründung und Herleitung 
der Verdachtsdiagnose, so dass diese nicht nachvollzogen werden kann. 
Vermag eine unterschiedliche diagnostische Einordnung keine erhebliche 
Veränderung des Sachverhalts zu begründen (vgl. E. 2.1.1 vorne), muss 
dies umso mehr gelten, wenn allein eine (nicht weiter erläuterte) Ver-
dachtsdiagnose gestellt wird. Damit ist eine entsprechende Pathologie oder 
eine anderweitige psychische Erkrankung und folglich auch eine Verände-
rung im Vergleich zur Referenzverfügung (vgl. E. 3.1 vorne) nicht im Sinne 
der Glaubhaftmachung erstellt. 

Ebenso ist mit der Diagnose einer mittelschweren neuropsychologischen 
Störung (Aufmerksamkeit, verbales Gedächtnis) im Rahmen einer Entwick-
lungsstörung schulischer Fertigkeiten, nicht näher bezeichnet (ICD-10 
F81.9), eine zwischenzeitlich eingetretene Veränderung nicht glaubhaft 
gemacht: In allgemeiner Hinsicht setzt die Annahme einer Entwicklungs-
störung gemäss ICD-10 F80 – F89 ausnahmslos den Beginn der Erkran-
kung im Kindesalter voraus und weist eine solche Störung einen stetigen 
Verlauf auf (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], ICD-10, Internationale 
Klassifikation psychischer Störungen, 10. Aufl. 2015, F80-F89 S. 319 und 
F81 S. 331). Damit ist eine im hier massgeblichen Vergleichszeitraum (vgl. 
E. 3.1 vorne) eingetretene Veränderung der Befundlage bereits insoweit 
ausgeschlossen. Die hier gestellte Diagnose gemäss ICD-10 F81.9 bedingt 
darüber hinaus eine signifikante Beeinträchtigung des Lernens (vgl. 
DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a.O., S. 340). Die im Abklärungsbericht des 
Spitals Thun aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers "beschriebe-
nen Leistungsdefizite in der Schule und im späteren Erwerbsleben" (act. II 
138 S. 5) sind nicht mittels echtzeitlicher Akten belegt. Solche Defizite wur-
den vom Beschwerdeführer in den bisherigen Verfahren denn auch nie 
geltend gemacht. Immerhin absolvierte er die Primar-, Sekundar- und an-
schliessend auch eine vierjährige Berufsschule (act. II 56 S. 5), so dass es 
nicht überzeugt, wenn im Abklärungsbericht basierend auf den Angaben 
des Beschwerdeführers, er sei kein "sehr guter Schüler gewesen" (act. II 
138 S. 1), auf ein "umfängliche[s] Schulleistungsversagen[…]" (S. 4) ge-

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schlossen wird. Ein solches wurde auch im vorliegenden Neunanmel-
dungsverfahren nicht dokumentiert. Auch überzeugt es nicht, wenn das aus 
den Ergebnissen der neuropsychologischen Tests abgeleitete leichte ver-
bale Lerndefizit (S. 5) im Sinne einer eigentlichen Lernbehinderung gemäss 
ICD-10 F81.9 interpretiert wird, nachdem diese Diagnose wie gezeigt im-
merhin eine entsprechende signifikante Beeinträchtigung voraussetzt. 

3.5.4 Weiter ist auch die im Abklärungsbericht erfolgte pauschale Be-
scheinigung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt, 
verbunden mit dem Hinweis, die vergangenen Anstellungen "dürften rück-
blickend bereits wie einer angepassten oder gar geschützten Anstellung 
entsprochen haben" (S. 5), nicht geeignet, eine Veränderung glaubhaft zu 
machen. Für eine solche nachträgliche Umdeutung der Erwerbsbiographie 
finden sich in den Akten keine Anhaltspunkte. Der Beschwerdeführer übte 
diverse Tätigkeiten aus, wobei er über 12 Jahre im selben Betrieb 
(F.________ AG) arbeitete (act. II 9 S. 1; 17 S. 2). Es ist nicht ersichtlich 
und wird auch nicht ansatzweise dargetan (vgl. E. 2.1.2 vorne), dass die im 
vorliegenden Neunanmeldungsverfahren erstmals geltend gemachten neu-
ropsychologischen Defizite bei der Verrichtung dieser oder anderer früherer 
beruflicher Tätigkeiten zu einem massgeblich verminderten Leistungsver-
mögen geführt hätten. Die Kündigung der langjährigen Tätigkeit bei den 
F.________ AG erfolgte denn auch auf Wunsch des Beschwerdeführers 
(act. II 9 S. 1). Insbesondere ergeben sich in den Akten – wie beschwerde-
weise behauptet (S. 3) – auch keine Anhaltspunkte dafür, dass die geltend 
gemachten neuropsychologischen Einschränkungen den Beschwerdefüh-
rer daran gehindert hätten, in der erlernten Tätigkeit als ... (act. II 19 S. 5) 
Fuss zu fassen. Der Beschwerdeführer selbst hielt im Rahmen des Be-
schwerdeverfahrens betreffend die Verfügung vom 29. Januar 2019 (act. II 
68) fest, er hätte etliche Anstellungen auf dem erlernten Beruf und mit sehr 
gutem Verdienst antreten können, jedoch wäre die körperliche Belastung 
zu hoch gewesen (act. II 69 S. 3 f.). Demnach waren gemäss seinen Anga-
ben somatische und nicht neuropsychologische bzw. psychische Beein-
trächtigungen dafür verantwortlich, dass der Beschwerdeführer keine 
Anstellung als ... einging. Entsprechend lassen sich auch aus dem geltend 
gemachten unterdurchschnittlichen Verdienst (Beschwerde S. 4; Eingabe 
vom 7. Februar 2025) keine Rückschlüsse auf das Vorliegen von kausal 

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auf den beruflichen Werdegang einwirkenden neuropsychologischen bzw. 
psychiatrischen Beeinträchtigungen ziehen. 

Schliesslich und der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass auch hin-
sichtlich des testpsychologisch erfassten IQ-Werts von 84 Punkten (act. II 
138 S. 4) im vorliegenden Kontext kein invalidenversicherungsrechtlich 
massgeblicher Gesundheitsschaden vorliegt (vgl. etwa BGer 8C_543/2023 
vom 20. März 2024 E. 4.4.2). Dergleichen wird denn auch seitens des Be-
schwerdeführers nicht geltend gemacht.

3.6 Demnach hat der Beschwerdeführer keine Veränderung des Ge-
sundheitszustandes glaubhaft gemacht. Die Verfügung vom 25. November 
2024 (act. II 139) erweist sich somit als rechtens und die dagegen erhobe-
ne Beschwerde ist abzuweisen. 

4.

Mit der Abweisung der Beschwerde ist der Beschwerdeführer als unterlie-
gend zu betrachten. Damit wird er kostenpflichtig (Art. 108 VRPG), weshalb 
nachfolgend vorab das Gesuch um Erteilung des Rechts auf unentgeltliche 
Rechtspflege (vgl. Beschwerde S. 4; vgl. auch Eingabe des Beschwerde-
führers vom 1. Februar 2025) zu prüfen ist.

4.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei 
von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61, 9C_432/2010 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 21, 8C_22/2010 E. 6.1).

Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ist aufgrund der dokumentierten 
finanziellen Verhältnisse respektive seiner Sozialhilfebedürftigkeit ausge-
wiesen (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 4). Das Gesuch um unent-

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geltliche Rechtspflege ist daher – betreffend die Verfahrenskosten (vgl. 
E. 4.3 hinten) – gutzuheissen. 

4.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. 

Im vorliegenden Fall werden die Verfahrenskosten auf Fr. 500.-- festgesetzt 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG) und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufer-
legt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. E. 4.1 
hiervor) wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungs-
pflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – vorläufig von der Zahlungspflicht be-
freit (Art. 113 VRPG).

4.3 Infolge Unterliegens hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch 
auf Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss] und Art. 108 Abs. 3 VRPG). Ein Gesuch um unentgeltliche 
anwaltliche Verbeiständung wurde von Rechtsanwältin B.________ unter 
Berücksichtigung des von der Anwaltsaufsichtsbehörde des Kantons Bern 
gegenüber ihr verhängten befristeten Berufsausübungsverbotes vom 18. 
November 2024 bis 18. November 2025 (vgl. <htt-
ps://eanr.justice.be.ch/eandpublication/ui/search?register=lawyer>) zu 
Recht nicht gestellt. Inwieweit Rechtsanwältin B.________ den Beschwer-
deführer sowie gegebenenfalls auch den Sozialdienst C.________ mit Blick 
auf den geltend gemachten Aufwand (vgl. Kostennote vom 26. November 
2024) und die vor Verhängung des genannten Berufsausübungsverbotes 
erfolgte Mandatierung (vgl. Vollmacht vom 11. April 2024 [act. I 1]; ein ent-
sprechender [nachträglicher] Hinweis auf der Vollmacht besteht nicht) in-
formiert hat (vgl. dazu Art. 12 des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2000 über 
die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte [Anwaltsgesetz, BGFA; SR 
935.61]; Art. 8 und 13 der Schweizerischen Standesregeln vom 1. Juli 2023 
des Schweizerischen Anwaltsverbands; abrufbar: <www.sav-
fsa.ch/standesrecht-ssr->), lässt sich aufgrund der Akten nicht beurteilen. 
Dem braucht indes im vorliegenden Kontext nicht weiter nachgegangen zu 

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werden, handelt es sich diesbezüglich doch um vertrags- respektive allen-
falls aufsichtsrechtliche Fragestellungen.

4.4 Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungs-
trägerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. dazu auch 
BGE 128 V 124 E. 5b S. 133; Urteil des BGer 8C_951/2008 vom 3. Juni 
2009 E. 7).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege betreffend die Verfah-
renskosten wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdefüh-

rers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.