# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d6dd759-2da3-57dd-8029-bac55c9a59da
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-29
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 29.08.2018 SK 2018 253
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2018-253_2018-08-29.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Beschluss 
SK 18 253

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 29. August 2018 

Besetzung Oberrichter Gerber (Präsident i.V.),
Oberrichter Zihlmann, Oberrichter Vicari
Gerichtsschreiberin Hiltbrunner

Verfahrensbeteiligte A.________

Verurteilter/Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern, Kramgasse 20, 
3011 Bern

und

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern
v.d. Staatsanwalt B.________, Staatsanwaltschaft des Kantons 
Bern, Region Bern-Mittelland, Amtshaus, Hodlerstrasse 7, 3011 
Bern

Gegenstand Beschwerde wegen Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweige-
rung gegen die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern

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Erwägungen:

I. Prozessgeschichte

1. Am 15. März 2018 stellte A.________ (im Folgenden: Beschwerdeführer) bei der 
Justizvollzugsanstalt (JVA) Witzwil einen Antrag auf Benutzung privater IT-Geräte 
während seines Strafvollzuges. Für den Fall einer Ablehnung seines Antrages ver-
langte er eine beschwerdefähige Verfügung mit Rechtsmittelbelehrung (Beilageak-
ten 2018.POM.485). Der Direktor der JVA Witzwil wies diesen Antrag mit einem als 
«Stellungnahme» betitelten Schreiben vom 19. März 2018 und unter der Rechts-
mittelbelehrung, dass eine allfällige Beschwerde bei der Polizei- und Militärdirektion 
(POM) eingereicht werden könne und an das Amt für Justizvollzug (AJV) zu adres-
sieren sei, ab (amtliche Akten 2018.POM.485, pag. 1 f.).

2. Daraufhin gelangte der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. April 2018 an die 
POM, worin er wiederum die Erlaubnis zur Benutzung privater IT-Geräte verlangte 
(amtliche Akten POM, pag. 4 ff.). Die POM nahm dieses Schreiben am 16. April 
2018 als Beschwerde gegen die ablehnende Verfügung der JVA Witzwil entgegen 
und übermittelte es zuständigkeitshalber an das AJV zur Durchführung eines Eini-
gungsverfahrens (amtliche Akten POM, pag. 9).

3. Das AJV eröffnete ein Einigungsverfahren und ersuchte die JVA Witzwil am 
20. April 2018 um eine Stellungnahme und allfällige Einreichung weiterer sachdien-
licher Unterlagen (Beilageakten POM). Der Beschwerdeführer schrieb am 24. April 
2018, die POM sei für die Bewilligung seines Antrages zuständig und mit der Um-
wandlung seines Antrages in eine Beschwerde sei er nicht einverstanden (Beilage-
akten POM). Mit Schreiben vom 8. Mai 2018 erklärte das AJV dem Beschwerde-
führer die Zuständigkeiten bei der Beurteilung von Anträgen betreffend die Benut-
zung von Geräten im Strafvollzug. Zudem bat es den Beschwerdeführer innert Frist 
mitzuteilen, ob er die Weiterführung des Beschwerdeverfahrens wünsche oder 
nicht, wobei bei fehlender Reaktion von einem Festhalten an der Beschwerde aus-
gegangen werde (Beilageakten POM). Bereits am 25. April 2018 nahm die JVA 
Witzwil Stellung zur Beschwerde des Beschwerdeführers. Mit Schreiben vom 
1. Juni 2018 begründete das AJV seine Einschätzung, dass die Beschwerdeinstanz 
(die POM) die Beschwerde vermutlich abweisen würde und räumte dem Be-
schwerdeführer die Möglichkeit eines Rückzuges der Beschwerde ein (Beilageak-
ten POM). Nachdem vom Beschwerdeführer keine Reaktion eingelangt war, über-
wies das AJV die Unterlagen am 26. Juni 2018 zur Durchführung eines ordentli-
chen Beschwerdeverfahrens an die POM (amtliche Akten POM, pag. 10).

4. Am 23. Juni 2018 erhob der Beschwerdeführer beim Obergericht Beschwerde ge-
gen die POM und stellte folgende Anträge (vgl. pag. 1):
- Verletzung der Rechtspflege – nicht Einhaltung der SMVG Artikel 52a und Weigerung meines 

Antrags vom 14. April 2018 zu bearbeiten, sondern als Beschwerde zu führen.
- Verschleppung von Verfahren – desselben Antrags
- Verletzung der Informationspflicht – keine ersichtliche Weisung etc.

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- Irreführung der Rechtspflege – nicht erkennbare zuständige Stelle
- Weigerung der Resozialisierung und Wiedereingliederung
Ich stelle hiermit Antrag auf Befreiung der Prozesskosten situationsbedingt.
Gleichzeitig stelle ich hiermit bei Ihnen Antrag gemäss meinen Briefen an die Justizvollzugsanstalt 
Witzwil vom vom 15. März 2018 und meinen Antrag an die Polizei- und Militärdirektion (POM) Bern 
vom 14. April 2018 zu bewilligen.

5. Gestützt auf diese Eingabe eröffnete die 1. Strafkammer am 27. Juni 2018 das 
Beschwerdeverfahren und nahm die Eingabe als Beschwerde wegen Rechtsverzö-
gerung bzw. Rechtsverweigerung gegen die POM entgegen. Gleichzeitig wies sie 
den Beschwerdeführer darauf hin, dass in diesem Verfahren nicht über seinen An-
trag betreffend die Benutzung von IT-Geräten wird entschieden werden können, 
sondern dies einzig im bei der POM noch hängigen Beschwerdeverfahren möglich 
sei. Sie forderte die POM auf, innert Frist eine Stellungnahme sowie die Vorakten 
einzureichen (pag. 51 ff.). 

6. Mit Schreiben vom 2. Juli 2018 beantragte und begründete die POM die Abweisung 
der Beschwerde (pag. 57 f.).

7. Gestützt auf den Beschluss der Strafabteilung vom 3. März 2014 und das Urteil des 
Bundesgerichts 6B_664/2013 vom 16. Dezember 2013 gewährte die Verfahrenslei-
tung mit Verfügung vom 3. Juli 2018 der Generalstaatsanwaltschaft Gelegenheit 
zur Stellungnahme (pag. 61 ff.). Diese beantragte mit Eingabe vom 5. Juli 2018 un-
ter Verweis auf die Ausführungen der POM die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde (pag. 67). 

8. Innert der mit Verfügung vom 9. Juli 2018 gewährten Frist gelangte beim Oberge-
richt die Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 27. Juli 2018 ein (pag. 75 ff.).

II. Formelles

9. Gemäss Art. 81a des Gesetzes über den Straf- und Massnahmenvollzug (SMVG; 
BSG 341.1) beurteilen die Strafkammern des Obergerichts als letzte kantonale In-
stanz Beschwerden gegen Verfügungen und Entscheide über den Vollzug von 
Strafen und Massnahmen. Als Verfügung gilt auch das Verweigern oder Verzögern 
einer Verfügung (Art. 49 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]). Die 1. Strafkammer ist somit zur Beurteilung der vorliegen-
den Beschwerde zuständig. Das Verfahren richtet sich gemäss Art. 82 SMVG nach 
dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21), namentlich 
finden die Art. 79 und Art. 80 bis 84a VRPG sinngemäss Anwendung (Art. 86 
Abs. 2 VRPG). 

10. Eine Beschwerde wegen Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung ist an kei-
ne Frist gebunden. Die Beschwerde wurde daher fristgerecht eingereicht (vgl. 
Art. 81 Abs. 1 VRPG). Der Beschwerdeführer nimmt am vorinstanzlichen Verfahren 
teil, ist durch die Handlungen der POM direkt betroffen und zur Beschwerdeführung 
legitimiert (Art. 79 VRPG).

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11. Auf die Beschwerde vom 23. Juni 2018 ist einzutreten, soweit sie als Rechtsverzö-
gerungs- bzw. Rechtsverweigerungsbeschwerde zu betrachten ist. Im Übrigen 
kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. Die Kognition der Kammer rich-
tet sich nach Art. 80 VRPG.

12. Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde insbesondere insoweit, als die Bewilligung 
des Antrages um Benutzung privater IT-Geräte im Strafvollzug verlangt wird. Das 
diesbezügliche Beschwerdeverfahren vor der POM ist derzeit noch hängig. Vor Er-
gehen des entsprechenden Entscheides besteht kein Anfechtungsobjekt, wogegen 
vor Obergericht Beschwerde geführt werden kann. Der Verfahrensgegenstand im 
vorliegenden Verfahren beschränkt sich einzig auf die Frage, ob die POM die Beur-
teilung des vom Beschwerdeführer geltend gemachten Anspruches rechtswidrig 
verzögert oder gar verweigert hat.

III. Materielles

13. Sofern auf die Beschwerde eingetreten werden kann, macht der Beschwerdeführer 
sinngemäss eine Nichteinhaltung der Zuständigkeitsordnung geltend, wodurch eine 
Verzögerungen im Verfahren bzw. eine Nichtbehandlung seines Antrages auf Be-
nutzung privater IT-Geräte entstanden sei.

14. Das Verbot der Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung fliesst als Teilgehalt 
aus der allgemeinen Verfahrensgarantie von Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung 
(BV; SR 101) und Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 
101.1). Danach hat jede Person vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch 
auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beurteilung innert angemessener 
Frist. Eine formelle Rechtsverweigerung im Sinn dieser in Art. 49 Abs. 2 VRPG 
konkretisierten Garantie liegt vor, wenn es eine Behörde ausdrücklich ablehnt oder 
stillschweigend unterlässt, eine Entscheidung zu treffen, obwohl sie dazu verpflich-
tet wäre (BVR 2018 S. 310 E. 3.2. mit Hinweisen).

15. Nach Art. 52a SMVG regelt «die zuständige Stelle der Polizei- und Militärdirektion» 
die Benutzung von Geräten zur elektronischen Kommunikation, von Geräten der 
Unterhaltungselektronik, von elektronischer Hard- und Software sowie von elektro-
nischen Speichermedien. Die konkrete zuständige Stelle wird in den Gesetzestex-
ten jeweils nicht genannt, da in erster Linie der Regierungsrat – und nicht der 
Grosse Rat – für eine zweckmässige und flexible Verwaltungsorganisation sorgen 
soll (sog. Organisationsautonomie, vgl. Art. 87 Abs. 2 KV; Art. 20 Abs. 4 des Orga-
nisationsgesetzes [Org; BSG 152.01]; MARKUS MÜLLER/RETO FELLER, Verwal-
tungsorganisationsrecht, in: Müller/Feller [Hrsg.], Bernisches Verwaltungsrecht, 
2. Auflage 2013, S. 1 ff., N. 50). Die «zuständige Stelle» der POM wird auf Verord-
nungsstufe definiert. Dies ist für alle mit dem Freiheitsentzug und der Betreuung 
zusammenhängenden Aufgaben das AJV (Art. 10 Abs. 1 Bst. a der Organisations-
verordnung POM [OrV POM; BSG 152.221.141]). Es erfüllt mit seinen Abteilungen 
und Vollzugseinrichtungen alle mit dem Vollzug von Strafen und Massnahmen an 
Erwachsenen zusammenhängenden Aufgaben (Art. 5 Bst. c SMVG). Die Vollzugs-
einrichtung JVA Witzwil ist Teil des AJV und befugt, die im Vollzug geltenden Re-

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gelungen durchzusetzen. Gegen Verfügungen des AJV und der Leitung der 
Vollzugseinrichtungen können die Betroffenen in persönlichen vollzugsrechtlichen 
Angelegenheiten innert 30 Tagen nach Eröffnung bei der POM Beschwerde führen 
(Art. 80 Abs. 2 SMVG). Unabhängig davon, ob das AJV selbst oder die Leitung der 
Vollzugseinrichtung entscheidet, gilt somit derselbe Beschwerdeweg. Nach Art. 81 
Abs. 1 SMVG sind Beschwerden gegen Verfügungen der Leitung der 
Vollzugseinrichtung jedoch beim AJV («zuständige Stelle der POM») einzureichen. 
Dieses versucht nach Durchführung eines einfachen Schriftenwechsels eine 
gütliche Einigung herbeizuführen. Gelingt ihm dies nicht innerhalb von 30 Tagen 
seit der Beschwerdeeinreichung, leitet es die Akten zur weiteren Behandlung an 
die POM weiter.

16. Wie den obigen Ausführungen zur Prozessgeschichte zu entnehmen ist (vgl. Ziff. 1-
3), haben vorliegend alle Behörden entsprechend ihren gesetzlichen Zuständigkei-
ten sowie rasch und zeitgerecht gehandelt. Fehlende Handlungen oder unnötige 
Verzögerungen in den behördlichen Handlungen sind keine ersichtlich. 

Der Beschwerdeführer gelangte mit Schreiben vom 14. April 2018 innerhalb der 
Beschwerdefrist von 30 Tagen an die zuständige Beschwerdeinstanz, die POM, 
und rügte, dass er mit dem Schreiben der JVA Witzwil vom 19. März 2018, worin 
sein Antrag abgelehnt wurde, nicht einverstanden sei. Es war somit offensichtlich, 
dass er eine Abänderung des Entscheides der JVA Witzwil wünschte und daher in 
rechtlich-formeller Hinsicht Beschwerde erhob. Die Entgegennahme des Schrei-
bens des Beschwerdeführers vom 14. April 2018 durch die POM als Beschwerde 
ist weder rechtsverweigernd noch -verzögernd. Vielmehr diente dieses Vorgehen 
gerade dem offenkundigen Interesse des Beschwerdeführers, eine erneute Beurtei-
lung seines Antrages um Benutzung privater IT-Geräte zu erwirken. Das vom Be-
schwerdeführer offenbar gewünschte Vorgehen der POM – nämlich seinen Antrag 
zu behandeln, jedoch ohne ein Beschwerdeverfahren zu führen – ist gesetzlich 
nicht möglich. Der Beschwerdeführer ist verpflichtet, sich an den vorgegebenen 
Rechtsweg zu halten.

Dass die Bestimmungen betreffend Zuständigkeiten und Rechtsmittelverfahren im 
Strafvollzug für eine rechtsunkundige Person nicht immer einfach zu verstehen 
sind, mag zwar zutreffen. Der Beschwerdeführer wurde jedoch durchwegs korrekt 
belehrt. Mit Schreiben des AJV vom 8. Mai 2018 wurden ihm die Zuständigkeiten 
der Leitung der Vollzugseinrichtung, des AJV und der POM gar deutlich erläutert. 
Der Beschwerdeführer hielt formell den vorgegebenen Rechtsweg denn auch ein, 
indem er sich zuerst an die JVA Witzwil und nach deren Ablehnung seines Antra-
ges an die POM wandte. Ihm ist aus diesen Regelungen keinerlei Nachteil erwach-
sen. Die Frage der Bewilligung seines Antrags um Benutzung privater IT-Geräte 
wird im noch hängigen Beschwerdeverfahren vor der POM zu prüfen sein. Teil die-
ser Prüfung wird ebenfalls die Frage der Einhaltung der Zuständigkeitsvorschriften 
und der Rechtsgrundlagen sein. Die Beschwerde wegen Rechtsverzögerung bzw. 
-verweigerung wird abgewiesen.

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IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen sowie Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege

17. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens 
vor dem Obergericht, bestimmt auf CHF 800.00, vom unterliegenden Beschwerde-
führer zu tragen (Art. 108 Abs. 1 sowie Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 28 Abs. 2 
und Art. 51 des Verfahrenskostendekrets [VKD; BSG 161.12]). Ein Parteikostener-
satz ist nicht geschuldet (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 3 VRPG). Der Be-
schwerdeführer ersucht jedoch um unentgeltliche Rechtspflege.

18. Gemäss Art. 111 Abs. 1 VRPG befreien die Verwaltungs- oder die Verwaltungsjus-
tizbehörden eine Partei auf Gesuch hin von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- 
sowie Sicherstellungspflichten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Als aussichtslos sind 
Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich gerin-
ger sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, 
sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen oder aber davon 
absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und 
Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austragen können, weil er sie nichts kos-
tet (BVR 2016 S. 369 E. 3.1). 

19. Der Beschwerdeführer befindet sich im Strafvollzug und ist mittellos. Die Be-
schwerde hat jedoch als aussichtslos zu gelten. Denn es war kein objektiver Grund 
zur Annahme ersichtlich, dass die zuständigen Behörden das Verfahren unrecht-
mässig verzögert oder einen Entscheid verweigert hätten. Der Beschwerdeführer 
erhielt jeweils innert wenigen Tagen eine Rückmeldung auf seine Schreiben mit Er-
läuterungen zum Verfahren. Bei vernünftiger Überlegung hätte eine Partei, die über 
die nötigen Mittel verfügt, angesichts der überaus geringen Erfolgschancen von der 
Führung einer Beschwerde wegen Rechtsverzögerung bzw. -verweigerung abge-
sehen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist somit abzuweisen und der 
Beschwerdeführer hat die ihm auferlegten Verfahrenskosten zu tragen.

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Die 1. Strafkammer beschliesst:

1. Die Beschwerde vom 23. Juni 2018 wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. Es 
wird festgestellt, dass es im Beschwerdeverfahren vor der POM zu keiner Rechtsver-
zögerung oder Rechtsverweigerung gekommen ist. 

2. Das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Verfahrenskosten für das Beschwerdeverfahren vor Obergericht, bestimmt auf 
CHF 800.00, werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 

4. Zu eröffnen:
- dem Verurteilten/Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern, Generalsekretariat
- der Generalstaatsanwaltschaft, v.d. Staatsanwalt B.________

Mitzuteilen:
- dem Amt für Justizvollzug des Kantons Bern, Bewährungs- und Vollzugsdienste

Bern, 29. August 2018 Im Namen der 1. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

Oberrichter Gerber

Die Gerichtsschreiberin:

Hiltbrunner

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.