# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 592ad527-ea66-5744-ba12-dbefbe1f61c6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.10.2018 100 2018 181
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-181_2018-10-31.pdf

## Full Text

100.2018.181U
KEP/WEB/ROS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 31. Oktober 2018

Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiberin Ringgenberg

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer

gegen

Kanton Bern
handelnd durch die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion, Reiterstrasse 11, 
3011 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Altlasten; Kostenverteilung für Massnahmen zur Sanierung einer 
Kleinkaliberschiessanlage (Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energie-
direktion des Kantons Bern vom 7. Juni 2018; RA Nr. 140/2018/2)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.10.2018, Nr. 100.2018.181U, 
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Sachverhalt:

A.

Die Kleinkaliberschützengesellschaft B.________ (nachfolgend: Schützen-
gesellschaft) betrieb zwischen 1964 und 2008 die 50 m-Kleinkaliberanlage 
«…» in der Einwohnergemeinde (EG) C.________. Die Schützen-
gesellschaft war Eigentümerin der Parzelle C.________ Gbbl. 
Nr. 1________ mit dem dortigen Schützenhaus und Inhaberin eines 
Baurechts zulasten der benachbarten Parzelle Nr. 2________, auf der sich 
der Kugelfang der Schiessanlage befand. Am 25. Februar 2015 wurde der 
Bereich des Kugelfangs auf Parzelle Nr. 2________ im Kataster der 
belasteten Standorte des Kantons Bern unter der Standort-Nr. 3________ 
eingetragen. Nachdem über die Schützengesellschaft im Jahr 2015 der 
Konkurs eröffnet wurde, ersteigerte A.________ am 20. November 2015 
die Parzelle Nr. 1________ für Fr. 53'000.--. Im Verlauf des Jahres 2017 
wurde der belastete Standort auf Parzelle Nr. 2________ im Auftrag des 
Amtes für Wasser und Abfall des Kantons Bern (AWA) saniert. Am 
13. Dezember 2017 erliess das AWA folgende Verfügung: 

«1. Die Sportschützen tragen als Verhaltensstörer 90 Prozent der Sa-
nierungskosten nach Abzug der Bundesbeiträge. Da der Verein 
nicht mehr existiert, handelt es sich um Ausfallkosten, die der Kan-
ton trägt. Der Betrag von Fr. 41'509.-- aus der Versteigerung der 
Parzelle Nr. 1________ wird zur Minderung der Ausfallkosten für 
den Kanton verwendet.

2. Zustandsstörer ist der aktuelle Baurechtsnehmer, Herr A.________. 
Von den Sanierungskosten trägt er 10 Prozent der Restkosten nach 
Abzug der Bundesbeiträge.

3. [Eröffnung]»

B.

Dagegen reichte A.________ am 15. Januar 2018 Beschwerde bei der 
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Diese 
hiess das Rechtsmittel mit Entscheid vom 7. Juni 2018 teilweise gut und 
reduzierte den A.________ gemäss Ziff. 2 der Verfügung des AWA vom 

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13. Dezember 2017 auferlegten Kostenbeteiligungssatz auf 5 %. Im 
Übrigen wies sie die Beschwerde ab.

C.

Am 22. Juni 2018 hat A.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde er-
hoben mit dem Rechtsbegehren, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzu-
heben und er sei von der Kostenpflicht vollständig zu befreien. Die BVE be-
antragt mit Vernehmlassung vom 19. Juli 2018 die Abweisung der Be-
schwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Die Vorinstanz hat den Eigentümer der Parzelle Nr. 2________, 
D.________, gestützt auf Art. 12 VRPG von Amtes wegen am Verfahren 
beteiligt (Verfügung vom 17.1.2018, Vorakten BVE pag. 23 f.). Da es hier 
aber einzig um die Frage geht, ob der Beschwerdeführer einen Teil der Sa-
nierungskosten tragen muss, eine Kostenauflage an den Grundeigentümer 
der Parzelle Nr. 2________ jedoch nicht zur Diskussion steht, wird auf eine 
Beteiligung von D.________ am Verfahren verzichtet.

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1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

1.4 Der vorliegende Entscheid fällt mit Blick auf den Streitwert von rund 
Fr. 3'600.-- (Vernehmlassung BVE, act. 3, S. 2) in die einzelrichterliche Zu-
ständigkeit (Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Orga-
nisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]).

2.

2.1 Gemäss Art. 2 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über den 
Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) trägt, wer Mass-
nahmen nach diesem Gesetz verursacht, dafür die Kosten. Dieser Grund-
satz wird bezüglich der Sanierung von Altlasten in Art. 32d USG konkreti-
siert. Danach trägt die Verursacherin oder der Verursacher die Kosten für 
notwendige Massnahmen zur Untersuchung, Überwachung und Sanierung 
belasteter Standorte (Abs. 1).

2.2 Der Verursacherbegriff knüpft nach Lehre und Rechtsprechung an 
den polizeirechtlichen Störerbegriff an. Als Verursacherin bzw. Verursacher 
gelten demnach sowohl Verhaltens- als auch Zustandsstörerinnen und 
-störer (Griffel/Rausch, in Kommentar USG, Ergänzungsband zur 2. Aufl., 
2011, Art. 32d N. 6). Als Verhaltensverursacherin bzw. -verursacher gilt 
analog zur Verhaltensstörerin bzw. zum Verhaltensstörer, wer (unmittelbar 
bzw. adäquat kausal) durch eigenes Verhalten oder das Verhalten von 
Dritten, für die sie oder er verantwortlich ist, eine Massnahme verursacht. 
Zustandsverursacherin oder -verursacher ist, wer über die Sache, die den 
ordnungswidrigen Zustand bewirkt, die rechtliche oder tatsächliche Gewalt 
hat, also die jeweilige Inhaberin oder der jeweilige Inhaber der Sache zum 
Zeitpunkt der Sanierung (BGE 139 II 106 E. 3.1.1 mit Hinweisen; 
VGE 2014/59 vom 24.6.2015, in URP 2016 S. 296 nicht publ. E. 3.4; Karin 
Scherrer, Handlungs- und Kostentragungspflichten bei der Altlastensanie-
rung, Diss. Bern 2005 [nachfolgend: Diss.], S. 91). Als Zustandsverursa-
cherin bzw. -verursacher kommt auch die Baurechtsnehmerin bzw. der 

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Baurechtsnehmer des belasteten Standorts in Frage (Karin Scherrer, Diss., 
S. 91; Hans Ulrich Liniger, Altlasten und kein Ende? – Die Revision des 
Umweltschutzgesetzes und deren Bedeutung für die Praxis, in GesKR 
2007 S. 273 ff., 278). Da die Stellung als Zustandsverursacherin bzw. Zu-
standsverursacher nicht an ein Verschulden knüpft (Mark Cummins, Kos-
tenverteilung bei Altlastensanierungen, Diss. Zürich 2000, S. 117), gehört 
auch eine Standortinhaberin bzw. ein Standortinhaber, die oder der das 
Grundstück bereits mit der Belastung erworben hat, zu den potenziell zah-
lungspflichtigen Personen (BGE 139 II 106 E. 3.6).

2.3 Der Beschwerdeführer hat die Parzelle Nr. 1________ zwar nach 
Eintritt der Belastung erworben, war aber im Zeitpunkt der Sanierung 
Inhaber des Baurechts auf Parzelle Nr. 2________, weshalb er als 
Zustandsstörer gilt, was er zu Recht nicht bestreitet (Beschwerde S. 11). In 
dieser Eigenschaft hat er sich grundsätzlich an den Kosten der Sanierung 
zu beteiligen, es sei denn, er könne sich nach Art. 32d Abs. 2 Satz 3 USG 
entlasten.

3.

3.1 Gemäss Art. 32d Abs. 2 Satz 3 USG trägt, wer lediglich als Inhabe-
rin oder Inhaber des Standorts beteiligt ist, keine Kosten, wenn sie oder er 
bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt von der Belastung keine Kenntnis 
haben konnte. Auf Unkenntnis der Belastung kann sich die Standortinhabe-
rin bzw. der Standortinhaber nur berufen, wenn im Zeitpunkt des Eigen-
tumserwerbs keine Anhaltspunkte bestanden, die ihr bzw. ihm bekannt wa-
ren oder hätten bekannt sein müssen und aufgrund derer nach der Ver-
kehrsanschauung mit der Möglichkeit einer Belastung zu rechnen war. 
Derartige Anhaltspunkte können sich aus dem Nutzungsplan, aus dem 
Grundbuch oder aus dem Kataster der belasteten Standorte ergeben, fer-
ner auch aufgrund der tatsächlichen Nutzung des Grundstücks durch die 
Rechtsvorgängerinnen oder Rechtsvorgänger. Zudem muss sich die zu-
künftige Eigentümerin oder der zukünftige Eigentümer bei der Umweltfach-
stelle erkundigen, inwiefern für das Kaufgrundstück gesicherte Kenntnisse 
vorliegen (Pierre Tschannen, in Kommentar USG, 2. Aufl. 2004, Art. 32d 

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N. 28; Karin Scherrer, Diss., S. 141 f.; dies., Kostentragung nach Art. 32d 
USG, in URP 2007 S. 562 ff., 570 ff.).

3.2 Der Beschwerdeführer bestreitet zwar nicht, im Zeitpunkt des Er-
werbs der Parzelle Nr. 1________ um die Altlastenproblematik auf der 
Nachbarparzelle Nr. 2________ gewusst zu haben. Er macht aber geltend, 
er habe nicht mit einer Kostenauflage rechnen müssen, da er die Parzelle 
an einer konkursamtlichen Versteigerung erworben habe. Dabei seien 
einzig die Steigerungsbedingungen mit dem Lastenverzeichnis 
massgebend, die keine Hinweise auf Kosten bzw. Forderungen aus der 
Altlastensanierung enthalten hätten. Zudem sei aus den an der 
Versteigerung abgegebenen Unterlagen hervorgegangen, dass das AWA 
ursprünglich die Meinung vertrat, der Eigentümer der Parzelle 
Nr. 2________ sei als Zustandsstörer kostenpflichtig (Beschwerde S. 5 ff.). 
Seine in einem Radiobericht geäusserte allgemeine Kenntnis, dass 
Schiessanlagen häufig Altlasten zurücklassen würden, bedeute nicht, dass 
er mit einer Kostenauflage gerechnet habe (Beschwerde S. 14).

3.3 Anders als der Beschwerdeführer meint, gab es im Zeitpunkt der 
Versteigerung des Grundstücks Nr. 1________ sehr wohl Anhaltspunkte 
für eine Kostentragungspflicht der Erwerberin oder des Erwerbers. So 
lautete Ziff. 14 der Steigerungsbedingungen (Vorakten BVE, 
Beschwerdebeilage 4):

«Eine Gewährleistung findet nicht statt. Dies gilt insbesondere für die 
allfällige Belastung des Grundstückes mit Altlasten. Der Begriff Altlast 
umfasst alle Standorte, von denen aus auf Grund der Belastung mit 
Schadstoffen eine Gefährdung der Umwelt nachgewiesen oder anzu-
nehmen ist. Ein durch Altlasten belasteter Standort muss nach Art 32c 
Abs. 1 USG […] saniert werden. Durch die Verwertung des nicht sa-
nierten Grundstückes wird die Sanierungspflicht auf den Ersteigerer 
überbunden, der nun die Kosten derselben zu tragen hat. Auskunft 
darüber erteilt das Amt für Gewässerschutz und Abfallwirtschaft des 
Kantons Bern [Adresse]. Im Übrigen wird auf den beiliegenden Schat-
zungsbericht verwiesen.»

Weiter forderte das Konkursamt die Interessentinnen und Interessenten in 
Ziff. 23 auf, sich bezüglich «Altlast Kugelfang» bei den zuständigen Behör-
den zu informieren, sollten noch offene Fragen dazu bestehen. Weitere 
klare Hinweise finden sich in den Unterlagen zur Versteigerung: So ist im 
«Bewertungsformular Gewerbe» zum einen ein Hinweis auf den Eintrag im 

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Kataster der belasteten Standorte enthalten und zum andern werden beim 
Verkehrswert des Grundstücks für die Untersuchung und Sanierung von 
Altlasten Fr. 36'000.-- abgezogen (Vorakten BVE, Beschwerdebeilage 3, 
S. 3 und 6). Der Beschwerdeführer musste sich nach dem Durchlesen die-
ser Dokumente über eine mögliche Kostenbeteiligung im Klaren sein oder 
hätte sich zumindest darüber informieren müssen, auch wenn die Steige-
rungsbedingungen und die Unterlagen zur Versteigerung keine «ausdrück-
liche Überbindung der Kosten» oder einen konkreten Hinweis auf deren 
Höhe enthielten. Der Beschwerdeführer bestätigte in einem unmittelbar 
nach der Ersteigerung ausgestrahlten Radiobericht denn auch, über die 
aufgrund der Sanierung auf ihn zukommenden finanziellen Verpflichtungen 
informiert zu sein (abrufbar unter: 
<www.neo1.ch/news/news/newsansicht/datum/2015/…/…/schuetzenhaus-
…-hat-neuen-besitzer.html>, geführt in Dialekt): 

«Es ist ja etwas, das nicht irgendwie verheimlicht wurde und das man 
weiss. Es ist für mich kalkulierbar und ich finde es auch gut, dass man 
jetzt endlich vorwärts macht bei etwas, das sein muss für die Umwelt. 
Ich bin überzeugt, dass man eine gute Lösung mit allen Beteiligten fin-
den wird, denn es bin ja nicht nur ich beteiligt, es gibt auch noch an-
dere beteiligte Seiten.»

Es ist daher mit der Vorinstanz festzuhalten, dass sich der Beschwerdefüh-
rer nicht nach Art. 32d Abs. 2 Satz 3 USG von der Kostentragungspflicht 
befreien kann (angefochtener Entscheid E. 3d f.). Ob die von der Vor-
instanz verfügte Auflage von 5 % der Kosten der Rechtskontrolle standhält, 
ist im Folgenden zu prüfen.

4.

4.1 Sind mehrere Verursacherinnen oder Verursacher beteiligt, so tra-
gen sie die Kosten entsprechend ihren Anteilen an der Verursachung. In 
erster Linie trägt die Kosten, wer die Massnahmen durch sein Verhalten 
verursacht hat (Art. 32d Abs. 2 Sätze 1 und 2 USG). In welchem Umfang 
Zustandsverursacherinnen und -verursacher, die nicht von der Kostentra-
gungspflicht befreit sind, Kosten zu tragen haben, ist gesetzlich nicht gere-
gelt. Bei der Bemessung des Kostenanteils können neben dem Mass der 
Verantwortung auch Billigkeitsgesichtspunkte, wie die wirtschaftliche Inter-

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essenlage und die wirtschaftliche Zumutbarkeit, miteinbezogen werden. 
Namentlich kann berücksichtigt werden, ob der Standortinhaber, der die 
Belastung kannte oder kennen musste, einen wirtschaftlichen Vorteil aus 
der Belastung gezogen hat und ob ihm aus der Sanierung ein Vorteil er-
wächst (BGE 139 II 106 E. 5.5; Pierre Tschannen, a.a.O., Art. 32d N. 21 ff.; 
Karin Scherrer, Diss., S. 124 ff.; Isabelle Fellrath, Paramètres généraux de 
répartition des frais d'investigation, de surveillance et d'assainissement des 
sites pollués: état de la pratique et de la jurisprudence en droit suisse, in 
URP 2018 S. 283 ff., 298; VGE 2014/59 vom 24.6.2015, in URP 2016 
S. 296 nicht publ. E. 10.2 auch zum Folgenden). Nach gängiger Praxis ent-
fallen jeweils 10-30 % der Kosten auf die Zustandsverursacherinnen und -
verursacher, während die restlichen 70-90 % von den Verhaltensverur-
sacherinnen und -verursachern zu tragen sind (Griffel/Rausch, a.a.O., 
Art. 32d N. 11 mit Hinweis auf Bundesamt für Umwelt [BAFU], Realleis-
tungs- und Kostentragungspflicht, Ein schrittweises Vorgehen bei der Be-
stimmung von Realleistungs- und Kostentragungspflichten nach dem Alt-
lastenrecht, S. 29, einsehbar unter: <www.bafu.ch>, Rubriken «The-
men/Altlasten/Vollzugshilfen»).

4.2 Die Praxis, wonach Zustandsverursacherinnen und -verursachern 
10-30 % der Kosten auferlegt werden, hat das Bundesgericht in 
BGE 139 II 106 wie folgt präzisiert: Ein derartiger Kostenanteil ergibt sich 
nicht bereits aus der Eigentümerstellung zum Zeitpunkt der Kostenver-
teilungsverfügung, sondern erscheint nur dann gerechtfertigt, wenn weitere 
Umstände hinzutreten, z.B. wenn die betroffene Person schon im Zeitpunkt 
der Belastung für den Standort verantwortlich war und diese daher hätte 
verhindern können, wenn sie für den Verursachungsanteil ihrer Rechts-
vorgängerin oder ihres Rechtsvorgängers haftet (kraft Geschäftsüber-
nahme oder als Erbin bzw. Erbe) oder durch die Belastung und/oder Sa-
nierung einen (nicht unwesentlichen) wirtschaftlichen Vorteil erlangt hat 
oder erlangen wird (E. 5.6; vgl. dazu auch BGer 1C_533/2017 und 
1C_543/2017 vom 11.6.2018 [zur Publ. bestimmt] E. 7.1, 1C_515/2015 
vom 2.6.2016 E. 3.8.1). Weiter hielt das Bundesgericht fest, eine Kostenbe-
teiligung von 10 % wäre exzessiv und damit bundesrechtswidrig, falls die 
Beschwerdeführenden ausschliesslich als Standortinhaberinnen bzw. -
inhaber hafteten, ohne dass ihnen der Verursachungsanteil ihrer Rechts-

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vorgängerin bzw. ihres Rechtsvorgängers zugerechnet werden könnte und 
ohne durch die Belastung und/oder die Sanierung selbst einen wirt-
schaftlichen Vorteil erlangt zu haben oder in Zukunft zu erlangen (E. 5.5.3). 
Diesfalls müsste der Kostenanteil der Beschwerdeführenden erheblich her-
abgesetzt oder auf eine Kostenbeteiligung ganz verzichtet werden (E. 6.1).

4.3 Die Lehre zieht aus der zitierten bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung den Schluss, dass die Haftungsquote der gegenwärtigen Grundei-
gentümerin bzw. des gegenwärtigen Grundeigentümers, die bisher praxis-
gemäss 10-30 % betrug, auf grundsätzlich 0 % reduziert wird, wenn nicht 
besondere Gründe eine Kostenauflage rechtfertigen. Demnach gebe es nur 
noch drei Kategorien von Inhaberinnen und Inhabern: solche, die für einen 
Kostenanteil haften, solche, die mangels besonderer Gründe nicht haften, 
aber dennoch Verursacherin bzw. Verursacher bleiben, und solche, die 
mangels Kenntnis der Belastung nicht haften und als Verursacherin bzw. 
Verursacher ausscheiden (Alain Griffel, Anmerkung der Redaktion zu 
BGE 139 II 106, in URP 2013 S. 31 ff., 34 f.; Adrian Gossweiler, Das 
schweizerische Umweltschutzgesetz, Rechtsprechung von 2011-2015, in 
URP 2017 S. 202 ff., 218). Für die Festsetzung der Verursacheranteile 
bleibt dabei eine gewisse Pauschalisierung grundsätzlich zulässig, sofern 
sie nach pflichtgemässem Ermessen erfolgt (Denis Oliver Adler, Aktuelle 
Entwicklungen im Altlastenrecht, in URP 2016 S. 509 ff., 526 f. zu 
BGer 1C_515/2015 vom 2.6.2016), weshalb auf die Zustandsverursache-
rinnen bzw. -verursacher, für die besondere Umstände im Sinn der bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung vorliegen, grundsätzlich ein Kostenanteil von 
mindestens 10 % entfällt (vgl. Isabelle Fellrath, a.a.O., S. 299 f.). Da bei der 
Bemessung des Kostenanteils aber Billigkeitsgesichtspunkte wie die wirt-
schaftliche Interessenlage und die wirtschaftliche Zumutbarkeit berück-
sichtigt werden können (vgl. vorne E. 4.1), kann dies zu einer Aus-
schöpfung des Rahmens bis zu 30 % oder einer Senkung unter 10 % füh-
ren (vgl. BGer 1C_533/2017 und 1C_543/2017 vom 11.6.2018 [zur Publ. 
bestimmt] E. 7.5 mit Hinweisen).

4.4 Die Vorinstanz hat das Bestehen eines (wesentlichen) wirtschaftli-
chen Vorteils infolge der Belastung und/oder Sanierung für den Beschwer-
deführer zwar verneint. Da er aber dennoch mit einer Kostenbeteiligung ge-

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rechnet habe, sei diese lediglich von 10 auf 5 % zu senken (angefochtener 
Entscheid E. 3g ff.). Der Beschwerdeführer hält entgegen, er sei als 
«schuldloser Zustandsstörer» gänzlich von der Kostentragungspflicht zu 
befreien. Er habe nichts zur Standortbelastung beigetragen, hätte diese 
auch nicht verhindern können und habe aus der Sanierung keinen wirt-
schaftlichen Vorteil erlangt und werde auch künftig keinen erlangen. So 
habe die Altlast bei der Versteigerung nicht auf den Preis gedrückt, da er 
und ein anderer Bieter sich vom geschätzten Verkehrswert des Konkurs-
amts von Fr. 5'000.-- zum Zuschlagspreis von Fr. 53'000.-- hochgeboten 
hätten. Weiter habe die Parzelle Nr. 1________ durch die Sanierung keine 
Wertsteigerung erfahren, da die Nachfrage nach Kleinkaliberschiessplätzen 
in den letzten Jahren gesunken sei. Die Schiessanlage könne auch nicht 
mehr in Betrieb genommen werden, da infolge der Sanierung die Scheiben-
anlage mit den dazugehörenden Kabelzügen beim Kugelfang entfernt 
worden sei. Ausserdem habe er in der Zwischenzeit das Baurecht auf der 
Nachbarparzelle Nr. 2________ löschen lassen (Beschwerde S. 11 ff.).

4.5 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt ein wirtschaftli-
cher Vorteil durch eine Sanierung insbesondere vor, wenn diese die Eröff-
nung neuer, wirtschaftlich einträglicher Nutzungsmöglichkeiten mit sich 
bringt oder zu einer verbesserten Verkäuflichkeit des Grundstücks führt. 
Die Vorteile schlagen sich regelmässig in einer Verkehrswertsteigerung des 
Grundstücks nieder (BGer 1C_515/2015 vom 2.6.2016 E. 3.8.1 mit Hin-
weis). Die Vorinstanz ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass der Be-
schwerdeführer aus der Sanierung keinen (wesentlichen) wirtschaftlichen 
Vorteil erzielt hat. Ein von einer Altlast befreites Baurecht weist generell 
einen höheren Wert auf als ein unbelastetes. Zwar ist mit dem Beschwer-
deführer davon auszugehen, dass der Schiessbetrieb kaum mehr aufge-
nommen werden kann und ihm das Baurecht deshalb keinen Nutzen mehr 
gebracht hätte. Doch führte der frühere Schiessbetrieb im Bereich des Ku-
gelfangs zu einer massgeblichen Bleibelastung, die gemäss Art. 8 des 
Kauf- und Dienstbarkeitsvertrags vom 8. Juni 1967 ohne die erfolgte Alt-
lastensanierung als Kulturschaden hätte entschädigt werden müssen (Vor-
akten AWA, blaues Mäppli). Keine Rolle spielt, dass der Beschwerdeführer 
für das Grundstück einen höheren als den vom Konkursamt geschätzten 
Preis bezahlt hat. Er wusste im Zeitpunkt der Ersteigerung um die bevor-

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stehende Sanierung (vgl. vorne E. 3.3) und musste diesen Umstand daher 
beim Preis, den er zu zahlen bereit war, berücksichtigen. Demnach entfiele 
auf den Beschwerdeführer ein Kostenanteil von 10 %, so wie ihn das AWA 
ursprünglich verfügt hatte (Vorakten BVE, Beschwerdebeilage 2). Da das 
Verwaltungsgericht vorbehältlich besonderer gesetzlicher Vorschrift in 
seinem Urteil aber nicht über die Parteibegehren hinausgehen darf (Art. 84 
Abs. 2 VRPG), bleibt es bei einem Kostenbeteiligungssatz von 5 %, was 
rund Fr. 3'600.-- entspricht (vgl. Vernehmlassung BVE, act. 3, S. 2). Dass 
dieser Betrag unter Billigkeitsgesichtspunkten unverhältnismässig wäre, ist 
weder ersichtlich noch dargetan. Ob dies auch auf einen Betrag von 
Fr. 7'200.-- zutreffen würde (Kostenanteil von 10 %), kann offenbleiben.

4.6 Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, das Kon-
kursrecht (Art. 135 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbe-
treibung und Konkurs [SchKG; SR 281.1]) stehe einer Kostentragung ent-
gegen (Beschwerde S. 7 ff.), kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Wie 
die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat (angefochtener Entscheid E. 3e), 
kommt es bei der Verpflichtung als Zustandsstörerin bzw. Zustandsstörer 
nicht auf den Erwerbsgrund an, sondern entsteht diese Eigenschaft nach 
einer Handänderung, bspw. durch Veräusserung oder Vererbung, originär 
bei der neuen Eigentümerin bzw. beim neuen Eigentümer des belasteten 
Grundstücks und stellt somit keine Rechtsnachfolge dar. Der Be-
schwerdeführer ist daher als Zustandsstörer im Zeitpunkt der Sanierung 
kostenpflichtig (BGer 1C_533/2017 und 1C_543/2017 vom 11.6.2018 [zur 
Publ. bestimmt] E. 6.2 mit Hinweis auf BGE 139 II 106 E. 5.3.1). Gerade 
deshalb ist ein Hinweis auf den Eintrag im Kataster der belasteten Stand-
orte bzw. auf die Altlast in den Steigerungsbedingungen notwendig (Karin 
Scherrer, Diss., S. 176 f.; Schlegel/Zopfi, in Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], 
Kommentar SchKG, 4. Aufl. 2017, Art. 135 N. 8; Eduard Brand, Die betrei-
bungsrechtliche Zwangsverwertung von Grundstücken im Pfandverwer-
tungsverfahren, 2008, S. 133).

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5.

Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten in allen Teilen als unbe-
gründet und ist abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der 
unterliegende Beschwerdeführer die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 
Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine angefallen (Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 1'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. 

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- dem Beschwerdegegner
- dem Bundesamt für Umwelt

und mitzuteilen:
- D.________

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung

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Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.