# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5bafeea5-31c1-5d91-97c9-54a9021d7492
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-31
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 31.01.2024 460 22 209 (460 2022 209)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-22-209_2024-01-31.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
31. Januar 2024 (460 22 209) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Strafrecht 
 
 
Falsche Anschuldigung etc.  
 
 

Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richterin Lea Hungerbühler (Ref.),  
Ersatzrichterin Cornelia Friedli-Schuler; Gerichtsschreiber Dominik 
Haffter 
 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Anklagebehörde 
 
A.____,  
vertreten durch Advokat Dr. Nicolas Roulet,  
Rebgasse 1, Postfach 477, 4005 Basel,  
Privatkläger 

  
 
gegen 
 
 

 B.____,  
vertreten durch Advokat Markus Trottmann,  
Eisengasse 5, 4051 Basel,  
Beschuldigte und Berufungsklägerin 
 
 

Gegenstand Falsche Anschuldigung etc. 
Berufung gegen das Urteil des Strafgerichtspräsidenten  
Basel-Landschaft vom 21. Juni 2022 

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A. Mit Urteil vom 21. Juni 2022 erklärte der Strafgerichtspräsident Basel-Landschaft B.____ 
der falschen Anschuldigung sowie der versuchten Freiheitsberaubung schuldig und verurteilt sie 
zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 10 Monaten sowie zu einer bedingt vollziehba-
ren Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 80.--, bei einer Probezeit von 2 Jahren (Ziffer 1a des 
vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Ferner stellte die Vorinstanz das Verfahren betreffend die 
Verletzung des Schriftgeheimnisses aufgrund des Eintritts der Verjährung ein (Ziffer 1b des vor-
instanzlichen Urteilsdispositivs) und verurteilte B.____ dazu, A.____ in Abweisung der Mehrfor-
derung eine Genugtuung in der Höhe von Fr. 4'000.-- zu bezahlen (Ziffer 2 des vorinstanzlichen 
Urteilsdispositivs). Ausserdem wurde die Beschuldigte dazu verurteilt, A.____ eine reduzierte 
Entschädigung in der Höhe von Fr. 5'319.20 zu bezahlen (Ziffer 3 des vorinstanzlichen Urteils-
dispositivs). 
 
Hinsichtlich der Verlegung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten sowie der Entschädigung der 
amtlichen Verteidigung wird auf die Ziffern 4 und 5 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs verwie-
sen.  
 
Auf die Begründung dieses vorinstanzlichen Entscheids sowie der nachfolgenden Eingaben der 
Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Urteils einge-
gangen. 
 
B. Gegen obgenanntes Urteil meldete B.____, vertreten durch Advokat Markus Trottmann, 
mit Eingabe vom 3. Juli 2022 Berufung an. In ihrer Berufungserklärung vom 26. Dezember 2022 
beantragte die Beschuldigte, sie sei in sämtlichen Anklagepunkten kostenlos freizusprechen, die 
Zivilforderung des Privatklägers sei abzuweisen und ihr sei eine angemessene Parteientschädi-
gung zu Lasten des Privatklägers, eventualiter zu Lasten des Staates, zuzusprechen. Entspre-
chend sei auch die zu ihren Lasten dem Privatkläger zugesprochene Parteientschädigung aufzu-
heben. Ferner sei ihr für das Berufungsverfahren die amtliche Verteidigung zu bewilligen und es 
sei der Vorbehalt der sofortigen Rückzahlung der Entschädigung der amtlichen Verteidigung nach 
Rechtskraft des Urteils aufzuheben, soweit die Kosten der amtlichen Verteidigung nicht ohnehin 
aufgrund des beantragten kostenlosen Freispruchs definitiv zu Lasten der Staatskasse zu verle-
gen seien. Sodann sei ihr eine Entschädigung für die ihr entstandenen Anwaltskosten von 
Fr. 5'093.70 für die Bemühungen von Advokat Markus Trottmann bis zur Bewilligung der amtli-
chen Verteidigung per 19. Juni 2022 sowie eine pauschale Entschädigung von Fr. 750.-- für die 
Bemühungen der früheren Verteidigerin, Advokatin Christina Reinhardt, zuzusprechen. Überdies 
sei ihr eine Genugtuung in der Höhe von Fr. 2'500.-- auszurichten und es seien sämtliche Ver-
fahrens- und Gerichtskosten sowie die Kosten der amtlichen Verteidigung auf die Staatskasse zu 
nehmen, soweit diese nicht dem Privatkläger aufzuerlegen seien, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge.  
 

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C. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft teilte mit Eingabe vom 29. Dezember 2022 mit, 
dass sie weder einen Antrag auf Nichteintreten stelle noch die Anschlussberufung erkläre. Über-
dies erklärte die Staatsanwaltschaft, dass sie einen persönlichen Auftritt anlässlich der Beru-
fungsverhandlung als nicht erforderlich erachte und daher nicht um entsprechende Vorladung 
ersuche.  
 
D. Mit Verfügung vom 1. Februar 2023 stellte der verfahrensleitende Präsident der straf-
rechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts fest, dass die Staatsanwaltschaft vor dem Berufungs-
gericht nicht persönlich auftreten wird.  
 
E. Die Beschuldigte reichte mit Eingabe vom 3. März 2024 das ausgefüllte Formular "Ge-
such um amtliche Verteidigung" mitsamt Belegen ein.  
 
F. Der verfahrensleitende Präsident der Abteilung Strafrecht des Kantonsgerichts bewilligte 
mit Verfügung vom 15. März 2023 für das Berufungsverfahren die amtliche Verteidigung der Be-
schuldigten mit Advokat Markus Trottmann.  
 
G. Mit Berufungsbegründung vom 5. Mai 2023 hielt die Beschuldigte an ihren mit Beru-
fungserklärung vom 26. Dezember 2022 gestellten Rechtsbegehren fest.  
 
H. Die Staatsanwaltschaft stellte mit Berufungsantwort vom 30. Juni 2023 den Antrag, es 
sei die Berufung der Beschuldigten unter Kostenauferlegung abzuweisen.  
 
I. Der Privatkläger, vertreten durch Advokat Dr. Nicolas Roulet, begehrte mit Berufungs-
antwort vom 31. August 2023, es sei die Berufung abzuweisen, soweit auf diese einzutreten sei, 
unter o/e-Kostenfolge.  
 
J. Der verfahrensleitende Präsident der strafrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts 
ordnete mit Verfügung vom 1. September 2023 − unter Vorbehalt begründeter Einwendungen der 
Parteien − das schriftliche Verfahren an und stellte mit Verfügung vom 14. September 2023 fest, 
dass die Parteien innert mit Verfügung vom 1. September 2023 gesetzter Frist keine Einwendun-
gen gegen die Durchführung eines schriftlichen Verfahrens vorgebracht haben.  
 
K. Mit Eingabe vom 10. September 2023 nahm die Beschuldigte replizierend Stellung zu 
den Berufungsantworten der Staatsanwaltschaft sowie des Privatklägers.  
 
L.  Die Beschuldigte wiederholte mit Eingabe vom 2. Oktober 2023 ihren Antrag, es sei ihr 
eine Entschädigung für die ihr entstandenen Anwaltskosten von Fr. 5'093.70 für die Bemühungen 
von Advokat Markus Trottmann bis zur Bewilligung der amtlichen Verteidigung per 19. Juni 2022 
sowie eine pauschale Entschädigung von Fr. 750.-- für die Bemühungen der früheren Verteidige-
rin, Advokatin Christina Reinhardt, zuzusprechen. In Abänderung ihres Rechtsbegehrens gemäss 

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Berufungserklärung vom 26. Dezember 2022 reduzierte sie hingegen die geltend gemachte Ge-
nugtuung auf den Betrag von Fr. 1'000.--.  
 
M.  Mit Eingabe vom 2. Oktober 2023 reichte Advokat Dr. Nicolas Roulet seine Honorarnote 
vom 2. Oktober 2023 ein.  
 
N. In Wiedererwägung der Verfügung des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, vom 
14. September 2023 ordnete der verfahrensleitende Präsident der Abteilung Strafrecht des Kan-
tonsgerichts mit Verfügung vom 4. Januar 2024 das mündliche Verfahren an.  
 
O. Die Beschuldigte beantragte mit Eingabe vom 22. Januar 2024, es sei den Parteien 
vorab bekannt zu geben, ob das Gericht ihrem Antrag auf Nichtverwertung der strittigen 
Audioaufnahmen des Privatklägers folge oder ob diese wider Erwarten verwertet würden. Aus-
serdem sei eine Dolmetscherin bzw. ein Dolmetscher zur Verhandlung beizuziehen, welche bzw. 
welcher befähigt sei, Arabisch-Maghrebinisch ins Deutsche und umgekehrt zu übersetzen. Falls 
keine entsprechende Fachkraft für die Verhandlung zur Verfügung stehe, werde die Verschie-
bung der Verhandlung begehrt.  
 
P. Mit Verfügung vom 23. Januar 2024 wies der verfahrensleitende Präsident der Abteilung 
Strafrecht des Kantonsgerichts den Antrag der Beschuldigten, es sei den Parteien vorab bekannt 
zu geben, ob das Gericht dem Antrag der Verteidigung auf Nichtverwertung der strittigen Audio-
aufnahmen des Privatklägers folgt oder ob diese verwertet werden sollen, ab.  
 
Q. Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung erschienen die Beschuldigte, 
B.____, mit ihrem Verteidiger, Advokat Markus Trottmann, der Privatkläger, A.____, sowie der 
Dolmetscher. Die Beschuldigte stellte den Antrag, es sei vorab zu entscheiden, ob die Audioauf-
zeichnungen verwertbar seien. Im Übrigen hielt sie an ihren Rechtsbegehren gemäss den einge-
reichten Rechtsschriften fest. Auf die weiteren Ausführungen der Beschuldigten wird, soweit er-
forderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  
 
 
Erwägungen 

I. Formelles 

1. Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung 
(StPO, SR 312.0) zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren 
ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Es können Rechtsverletzungen, die unvollstän-
dige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden, wo-
bei das Berufungsgericht das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen kann 
(Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die 
Berufung dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder 

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mündlich anzumelden und danach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des 
begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Gemäss Art. 382 Abs. 1 
StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung 
eines Entscheides hat, ein Rechtsmittel ergreifen.  
 
2. Vorliegend wird das Urteil des Strafgerichtspräsidenten vom 21. Juni 2022 angefochten, 
welches ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt. Mit Eingaben vom 3. Juli 2022 (Berufungsan-
meldung) respektive vom 26. Dezember 2022 (Berufungserklärung) hat die Beschuldigte die 
Rechtsmittelfrist gewahrt und ist ihrer Erklärungspflicht nachgekommen. Die Zuständigkeit der 
Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Berufungsgericht zur Beurteilung 
der vorliegenden Berufung ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO sowie aus § 15 Abs. 1 lit. a 
des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EG StPO, SGS 250). Die 
Berufung der Beschuldigten erfüllt somit sämtliche Formalien, weshalb auf diese einzutreten ist. 
 
 
II. Materielles 

1. Allgemeines 

1.1 Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil 
nur in den angefochtenen Punkten. Gegen das Urteil des Strafgerichtspräsidenten vom 21. Juni 
2022 hat einzig die Beschuldigte ein Rechtsmittel ergriffen. Konkret richtet sich die Berufung ge-
gen die Schuldsprüche wegen falscher Anschuldigung sowie versuchter Freiheitsberaubung, die 
dem Privatkläger zu Lasten der Beschuldigten zugesprochene Genugtuung sowie Entschädi-
gung, die Verlegung der vorinstanzlichen Verfahrenskosten sowie die Rückerstattungspflicht be-
treffend die Kosten der amtlichen Verteidigung. Gestützt auf Art. 404 Abs. 1 StPO bilden im vor-
liegenden Berufungsverfahren diese Punkte Gegenstand der richterlichen Überprüfung. 
 
1.2 Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 10 Abs. 2 StPO) hat das urtei-
lende Gericht frei von Beweisregeln und nur nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewon-
nenen persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung darüber zu entscheiden, ob 
es eine Tatsache für bewiesen hält. Das Gericht trifft sein Urteil unabhängig von der Anzahl der 
Beweismittel, welche für eine bestimmte Tatsache sprechen, und ohne Rücksicht auf die Art des 
Beweismittels. Auch besteht keine Rangfolge der Beweise. Massgebend ist allein deren Stich-
haltigkeit (CHRISTOF RIEDO/GERHARD FIOLKA/MARCEL ALEXANDER NIGGLI, Strafprozessrecht, 
2011, Rz. 234; ESTHER TOPHINKE, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 10 N 41 ff.). Nach 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist gemäss der aus Art. 32 Abs. 1 der Bundesverfas-
sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) fliessenden und in Art. 6 Ziff. 2 der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) veranker-
ten Maxime "in dubio pro reo" bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu vermuten, dass der 
wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist. Als Beweiswürdigungsregel besagt 

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die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Beschuldigten un-
günstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel beste-
hen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Beweiswürdigungsregel ist verletzt, wenn 
der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten hätte zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte 
und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Ge-
wissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unterdrückende 
Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen 
(BGE 124 IV 87, E. 2a; mit Verweis auf BGE 120 Ia 31). Eine Verurteilung darf nur ergehen, wenn 
das Gericht über jeden vernünftigen Zweifel hinaus überzeugt ist, dass sämtliche Strafbarkeits-
voraussetzungen in tatsächlicher Hinsicht vorliegen. Eine überwiegende Wahrscheinlichkeit 
reicht hierfür nicht. Vielmehr ist ein sehr hoher Grad an Wahrscheinlichkeit gefordert. Demnach 
hat ein Freispruch zu ergehen, wenn nach erfolgter Beweiswürdigung Anklagesachverhalt und 
Täterschaft nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erstellt sind (ESTHER 
TOPHINKE, a.a.O., Art. 10 N 83 und Fn 265 zu N 83; BGer 6B_850/2018 vom 1. November 2018, 
E. 1.1.2 und 1.3.1). Dem Sachgericht steht im Bereich der Beweiswürdigung ein erheblicher Er-
messensspielraum zu (BGE 134 IV 132, E. 4.2; BGE 129 IV 6, E. 6.1). 
 
1.3 Im Rahmen der Beweiswürdigung sind Aussagen auf Glaubhaftigkeitsmerkmale bzw. 
Lügensignale hin zu analysieren. Aussagen sind gestützt auf eine Vielzahl von inhaltlichen Real-
kennzeichen zu beurteilen, wobei zwischen inhaltlichen Merkmalen (Aussagedetails, Individuali-
tät, Verflechtung), strukturellen Merkmalen (Strukturgleichheit, Nichtsteuerung, Widerspruchsfrei-
heit bzw. Homogenität) sowie Wiederholungsmerkmalen (Konstanz, Erweiterung) unterschieden 
wird. Das Vorliegen von Realitätskriterien bedeutet, dass die betreffende Person mit hoher Wahr-
scheinlichkeit über erlebnisfundierte Geschehnisse berichtet. Zwar besitzt jedes Realitätskrite-
rium für sich allein betrachtet meist nur eine geringe Validität, die Gesamtschau aller Indikatoren 
kann jedoch einen wesentlich höheren Indizwert für die Glaubhaftigkeit der Aussage haben, wo-
bei sie in der Regel in solchen mit realem Erlebnishintergrund signifikanter und ausgeprägter 
vorkommen als in solchen ohne (MARTIN HUSSELS, Von Wahrheiten und Lügen – Eine Darstellung 
der Glaubhaftigkeitskriterien anhand der Rechtsprechung, forumpoenale 6/2012, S. 369 f.; 
ANDREAS DONATSCH, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 162 N 15). 
 
 
2. Vorfrage: Vorgängiger Entscheid über die Verwertbarkeit der strittigen Audioauf-

nahmen des Privatklägers  

2.1 Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung stellt die Beschuldigte (erneut) 
den Antrag, es sei vorab darüber zu entscheiden, ob die vom Privatkläger illegal aufgenommenen 
Audioaufzeichnungen verwertbar seien. Zur Begründung führt die Beschuldigte aus, dass es mit 
einem fairen Verfahren nicht vereinbar sei, wenn man sie hinsichtlich der Verwertbarkeit der strit-
tigen Audioaufnahmen des Privatklägers im Ungewissen lasse. Ohnehin könne man eine Befra-
gung erst durchführen, wenn der Beweishintergrund geklärt sei, zumal sich je nachdem andere 
Fragen stellen würden.  

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2.2 Im Strafprozessrecht ist die Frage der Verwertbarkeit von Beweismitteln grundsätzlich 
durch das den Endentscheid fällende Sachgericht zu entscheiden. Insbesondere bei durch Pri-
vatpersonen rechtswidrig erlangten Beweisen − wie es in casu der Fall ist − drängt sich eine 
eingehende Prüfung der Voraussetzungen der Verwertbarkeit sowie namentlich die vom Bundes-
gericht geforderte Interessenabwägung zwingend auf. Diese Prüfung der Bedeutung bzw. Ver-
wertbarkeit der Beweismittel ist somit unter Berücksichtigung sämtlicher Verfahrensakten, insbe-
sondere auch der vor den Schranken des Berufungsgerichts zu Protokoll gegebenen Depositio-
nen, und im Lichte der gesamten Beweisergebnisse vorzunehmen (vgl. BGE 143 IV 475, E. 2.7). 
Mithin dient die mündliche Berufungsverhandlung resp. die Befragung des Privatklägers sowie 
der Beschuldigten dazu, die Frage der Verwertbarkeit der strittigen Audioaufnahmen des Privat-
klägers zu beantworten, zumal die Unverwertbarkeit der fraglichen Beweismittel vorliegend nicht 
auf der Hand liegt. Folgerichtig ist der Antrag der Beschuldigten, es sei vorab darüber zu ent-
scheiden, ob die vom Privatkläger illegal aufgenommenen Audioaufzeichnungen verwertbar 
seien, abzuweisen.  
 
 
3. Ausgangslage und Standpunkte der Parteien  

3.1 Mit Urteil vom 21. Juni 2022 erwägt der Strafgerichtspräsident, die Beschuldigte habe 
den Privatkläger wider besseres Wissen bezichtigt, sie am 23. Januar 2018 resp. am 28. Januar 
2018 zu sexuellen Handlungen gezwungen bzw. durch Zwang zum Beschlaf genötigt zu haben. 
Dadurch habe sie sich der falschen Anschuldigung schuldig gemacht. Ausserdem habe sie sich 
der versuchten Freiheitsberaubung schuldig gemacht, indem sie mit ihrer falschen Anschuldigung 
zumindest in Kauf genommen habe, dass der Privatkläger aufgrund der von ihr erhobenen Vor-
würfe vorläufig festgenommen bzw. in Untersuchungshaft versetzt werde.  
 
3.2 Demgegenüber macht die Beschuldigte geltend, die Vorinstanz habe zum Beweis, dass 
der Privatkläger unschuldig sei, die von diesem illegal erstellten Audioaufnahmen der fraglichen 
Abende beigezogen, auf welchen zu hören sei, dass es zu keinen Sexualdelikten gekommen sei. 
Diese hätten allerdings nur verwertet werden dürfen, wenn sie von den Strafverfolgungsbehörden 
rechtmässig hätten erlangt werden können und überdies eine Interessenabwägung für deren Ver-
wertung spreche. Die Aufnahmen der Treffen zwischen ihr und dem Privatkläger vom 23. sowie 
vom 28. Januar 2018 seien allerdings zu einem Zeitpunkt erstellt worden, als die behauptete 
Straftat, nämlich der gegenüber den Strafverfolgungsbehörden geäusserter Vorwurf, der Privat-
kläger habe sie zu sexuellen Handlungen gezwungen bzw. durch Zwang zum Beschlaf genötigt, 
noch nicht stattgefunden habe. Vor der Verübung der angeblichen Straftat könne es noch keinen 
dringenden Tatverdacht für ein erst in Zukunft stattfindendes Delikt geben, weshalb die Strafver-
folgungsbehörden die Audioaufnahmen nicht hätten rechtmässig erlangen können und diese folg-
lich nicht verwertbar seien. Ausserdem würde auch eine Interessenabwägung eine Verwertung 
der Audioaufnahmen verbieten, zumal es sich um ausgesprochen intime Aufnahmen handle. Die-

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sem privaten Interesse würde eine nicht sonderlich schwere Straftat gegenüber stehen. Im Übri-
gen habe die Beschuldigte in ihrer Einvernahme vom 12. März 2018 lediglich zu Protokoll gege-
ben, dass die Sexualkontakte bei den Treffen vom 23., 26. und 28. Januar 2018 unter Zwang 
stattgefunden hätten. Mithin habe sie nicht dargelegt, worin dieser Zwang bestanden habe. Es 
sei deshalb davon auszugehen, dass sie den Zwang aus dem gesamten Psychoterror und den 
Drohungen des Privatklägers abgeleitet habe.  
 
3.3 Die Staatsanwaltschaft ihrerseits legt dar, dass die von der Beschuldigten gerügte zeit-
liche Problematik nicht zutreffe, zumal in jedem Fall, in welchem eine Straftat mittels einer bewil-
ligten Überwachungsmassnahme entdeckt werde, die Bewilligung vor der Deliktsverübung er-
folge. Eine Verwertungsproblematik existiere demzufolge nicht. Ferner spreche die Interessen-
abwägung klar für die Verwertbarkeit der Audioaufnahmen, zumal die erstinstanzlich ausgespro-
chene Freiheitsstrafe von 10 Monaten − entgegen dem Vorbringen der Beschuldigten − keines-
wegs als nicht sonderlich schwerwiegend zu qualifizieren sei.  
 
3.4 Der Privatkläger bringt sodann vor, dass privat erstellte Beweise in einem Strafprozess 
grundsätzlich zulässig seien, weshalb entsprechende Aufzeichnungen schriftlicher, visueller oder 
auditiver Natur ohne Weiteres in einen Strafprozess eingeführt werden können. Fraglich sei ein-
zig, ob hinsichtlich unrechtmässig erstellter Aufzeichnungen ein absolutes Verwertungsverbot be-
stehe. Dies sei der Fall, wenn die fraglichen Beweise zur Aufklärung schwerer Straftaten uner-
lässlich seien. Die in casu zu beurteilenden Straftaten seien als schwere Straftaten einzustufen, 
weshalb in Übereinstimmung mit der Vorinstanz von der Verwertbarkeit der Beweismittel auszu-
gehen sei. Des Weiteren sei darauf hinzuweisen, dass die Beschuldigte in der gegen den Privat-
kläger ihrerseits initiierten Strafuntersuchung gegen die Einstellung des Verfahrens betreffend 
Vergewaltigung keine Beschwerde geführt habe, weshalb die entsprechende Einstellungsverfü-
gung in Rechtskraft erwachsen sei. Selbst wenn die Aufzeichnungen des Privatklägers im vorlie-
genden Verfahren als Beweis zu Lasten der Beschuldigten nicht verwertbar wären, so seien die 
Depositionen der Beschuldigten betreffend Vergewaltigung und sexueller Nötigung derart un-
glaubhaft und unplausibel, dass von der Unschuld des Privatklägers auszugehen sei.  
 
 
4. Falsche Anschuldigung 

4.1 In tatsächlicher Hinsicht ist vorliegend primär zu prüfen, ob die Beschuldigte anlässlich 
ihrer polizeilichen Einvernahme vom 12. März 2018 im sicheren Wissen, dass ihre Anschuldigun-
gen unwahr sind, den Privatkläger bezichtigt hat, sie am 23. sowie am 28. Januar 2018 zu sexu-
ellen Handlungen gezwungen bzw. durch Zwang zum Beschlaf genötigt zu haben. Mithin stellt 
sich die Frage, ob die Beschuldigte einen Nichtschuldigen wider besseres Wissen bei der Be-
hörde eines Verbrechens beschuldigt bzw. Umstände in einer Form mitgeteilt hat, die geeignet 
war, einen Anfangsverdacht wegen strafbarer Handlungen gegen die sexuelle Integrität zu be-
gründen, in der Absicht, eine Strafverfolgung gegen einen Nichtschuldigen herbeizuführen. 
 

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4.2 Die Beschuldigte gab in ihrer polizeilichen Einvernahme vom 12. März 2018 zu Protokoll, 
der Privatkläger sei am 23. Januar 2018 zu ihr nach Hause gekommen und habe sie unter Zwang 
zum Sex genötigt. Eine Woche später, am 28. Januar 2018, habe er sie abermals zum Sex ge-
zwungen (act. 109). Auf die Nachfrage, was am 23. Januar 2018 geschehen sei, führte die Be-
schuldigte ergänzend aus, dass sie mit dem Privatkläger bei sich zu Hause Sex praktiziert habe, 
obwohl sie dies nicht gewollt habe. Vielmehr sei dies unter Zwang geschehen. Der Geschlechts-
verkehr habe zwischen 22.40 Uhr und 22.50 Uhr im Keller stattgefunden, während der gemein-
same Sohn zu Hause geschlafen habe. Auf die Frage, ob sie sich gewehrt habe, legte die Be-
schuldigte sodann dar, den Privatkläger darum gebeten zu haben, dies nicht zu machen. Aller-
dings habe sie nicht schreien können, weil der gemeinsame Sohn C.____ geschlafen habe. Auch 
habe sie sich nicht anderweitig wehren können, da sie Angst vor dem Privatkläger gehabt habe, 
zumal sie allein gewesen sei (act. 127). Ferner legte die Beschuldigte hinsichtlich der zweiten 
dem Privatkläger vorgeworfenen Straftat vom 28. Januar 2018 dar, dass sie im Keller Sex gehabt 
hätten, während ihre Mutter im ersten Geschoss zu Besuch gewesen sei. (act. 127).  
 
Zur Untermauerung ihrer Vorwürfe in zeitlicher Hinsicht legte die Beschuldigte sodann in Bezug 
auf die inkriminierte Straftat vom 23. Januar 2018 eine E-Mail von ihr an den Privatkläger vom 
23. Januar 2018, 21.52 Uhr, ins Recht (vgl. Beilagen zur Einvernahme der Beschuldigten vom 
12. März 2018 in den Akten des gegen den Privatkläger geführten Verfahrens MU1 18 1118 
[nachfolgenden: Akten MU1 18 1118], act. 331). Ferner reichte die Beschuldigte hinsichtlich des 
dem Privatkläger zur Last gelegten Delikts vom 28. Januar 2023 den Nachrichtenverlauf zwi-
schen ihr und dem Privatkläger ein, aus welchem hervorgehe, dass sie den Privatkläger am da-
rauffolgenden Morgen (29. Januar 2018) um 09.34 Uhr mit einer von ihm an eine Person namens 
"D.____" versandten E-Mail konfrontiert haben will (Akten MU1 18 1118, act. 333).  
 
4.3 Die am 12. März 2018 erhobenen Vorwürfe wiederholte die Beschuldigte sodann an-
lässlich ihrer Befragung vom 28. Mai 2020, dies in Kenntnis der vom Privatkläger erstellten Ton-
aufnahmen und der in der Folge am 26. März 2019 ergangenen und am 25. April 2019 in Rechts-
kraft erwachsenen Einstellungsverfügung betreffend der von ihr gegen den Privatkläger erhobe-
nen Vorwürfe der mehrfachen sexuellen Nötigung am 23. und am 28. Januar 2018 (Akten MU1 
18 1118, act. 547 ff.). Namentlich führte die Beschuldigte in der besagten Befragung ergänzend 
sowie zumindest teilweise im Widerspruch zu ihren Ausführungen vom 12. März 2018 aus, sie 
sei nicht nur zu sexuellen Handlungen genötigt, sondern vom Privatkläger vergewaltigt worden. 
Das genaue Datum habe sie sich zwar nicht aufgeschrieben, gleichwohl sei es passiert. Der Ver-
gewaltigung seien Drohungen vorausgegangen, wobei der Privatkläger hysterisch reagiert und 
ihr gedroht habe, in Marokko Anzeige wegen Ehebruchs zu erstatten. Anschliessend habe er sie 
auf das Bett geworfen und vergewaltigt. Auch wenn sie sich nicht an das genaue Datum erinnern 
könne, so wisse sie gleichwohl, dass die Tat im Januar 2018 stattgefunden habe. Die anlässlich 
der Einvernahme vom 12. März 2018 genannten Daten (23. und 28. Januar 2018) habe sie aus 
ihrem Nachrichtenverlauf abgeleitet. Das genaue Datum kenne sie jedoch nicht. Sie sei sich je-

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doch sicher, dass die Vergewaltigung im Januar 2018 stattgefunden habe (act. 177 ff.). Diesbe-
züglich ist zu konstatieren, dass die Beschuldigte durchwegs von einer Vergewaltigung (Singular) 
spricht. Erst auf die entsprechende Nachfrage hin führte sie aus, es sei drei oder vier Tage nach 
der ersten Vergewaltigung zu einer zweiten gekommen (act. 179).  
 
Anlass für die Strafanzeige sei die Mitteilung des Privatklägers an den Ägypter "D.____" gewe-
sen, wonach sie eine "heisse" Nacht verbracht hätten (vgl. Nachricht vom 29. Januar 2018; Akten 
MU1 18 1118, act. 333). Dies sei für sie erniedrigend gewesen. Nachdem sie am 10. März 2018 
aus Marokko zurückgekehrt sei, habe sie innerhalb eines Tages diese Daten aufschreiben müs-
sen, weshalb sie den Nachrichtenverkehr zur Hilfe genommen habe (act. 181 ff.). Diesbezüglich 
ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Beschuldigte bereits am 26. Februar 2018 persönlich bei 
der Fachstelle für häusliche Gewalt der Polizei Basel-Landschaft vorgesprochen hat, um eine 
Strafanzeige gegen den Privatkläger einzureichen (act. 79).  
 
4.4 Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung führte die Beschuldige sodann 
aus, der Privatkläger habe sie im Januar 2018 rund zehnmal besucht, wobei es insgesamt viermal 
zu sexuellen Handlungen gekommen sei. Zweimal hätten sie − ohne dass sie dazu gezwungen 
worden sei − Oralverkehr praktiziert und zweimal habe sie der Privatkläger zum Geschlechtsver-
kehr gegen ihren Willen genötigt (Protokoll der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung [nachfol-
gend: Protokoll KGer], S. 4 f., 13 ff.). Ergänzend legte die Beschuldigte dar, der Privatkläger sei 
eifersüchtig geworden, nachdem er erfahren habe, dass sie einen neuen Partner habe. Er sei 
durchgedreht und habe dies nicht akzeptieren können, weshalb er sie aufs Bett geworfen, ge-
schlagen und vergewaltigt habe. Sie habe sich vor ihm gefürchtet, zumal er sie bereits im Jahr 
2015 geschlagen und ihr überdies damit gedroht habe, dass er sie in Marokko anzeigen werde. 
Wann die beiden Vergewaltigungen geschehen seien, wisse sie nicht mehr. Jedenfalls sicher 
nicht am 23. bzw. 28. Januar 2018, gleichwohl jedoch Ende Januar 2018 (Protokoll KGer, S. 13 
ff.). 
 
4.5 Gestützt auf die vorstehend dargelegten Depositionen der Beschuldigten in ihren Befra-
gungen vom 12. März 2028, vom 28. Mai 2020 sowie vor Kantonsgericht ist festzustellen, dass 
diese jegliche Realkennzeichen vermissen lassen. Mithin vermag die Beschuldigte in keiner Be-
fragung auch nur ansatzweise darzulegen, inwiefern der Privatkläger sie zu sexuellen Handlun-
gen gezwungen bzw. durch Zwang zum Beschlaf genötigt haben soll. Im Gegenteil wiederholt sie 
pauschal den Vorwurf, der Privatkläger habe sie mittels Druck zum Beischlaf genötigt. Demge-
genüber umschreibt die Beschuldigte nicht wesentliche Nebenpunkte bzw. Geschehensabläufe 
ausgesprochen eingehend und detailliert. Dennoch vermag die Beschuldigte − trotz wiederholten 
Nachfragens − nicht ansatzweise konkret zu umschreiben, inwiefern der Privatkläger sie in Bezug 
auf die zur Anzeige gebrachten Lebenssachverhalte zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben 
soll. Vielmehr legt sie anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung vor allem dar, wes-
halb sie sich im Generellen vom Privatkläger unter Druck gefühlt habe, und führt mitunter aus, 
dies sei Grund für ihre Einwilligung in den von ihr eingegangenen Oralverkehr gewesen (vgl. 

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bspw. Protokoll KGer, S. 17). Hinzu kommt eine Vielzahl von Widersprüchen in den Darlegungen 
der Beschuldigten, wobei insbesondere ihr widersprüchliches Aussageverhalten hinsichtlich der 
Datumsangaben betreffend die bezichtigten Vorfälle von massgebender Bedeutung ist. Mithin hat 
die Beschuldigte in ihrer Einvernahme vom 12. März 2018, welche unmittelbar zur Eröffnung des 
gegen den Privatkläger geführten Strafverfahrens wegen sexueller Nötigung geführt hat, nicht 
nur explizit die Daten 23. und 28. Januar 2018 als Tatzeitpunkte zu Protokoll gegeben, sondern 
diese beiden Zeitpunkte überdies mittels von ihr eingereichten Nachrichten verknüpft und 
dadurch untermauert. Erst nachdem der Privatkläger mittels der von ihm rechtswidrig aufgenom-
menen Audiodateien in Ausräumung jeden Zweifels seine Unschuld in Bezug auf die falschen 
Tatsachenbehauptungen der Beschuldigten betreffend die beanzeigten Vorfälle vom 23. und 
28. Januar 2018 darzulegen vermochte, was zur Einstellung des gegen ihn geführten Strafver-
fahrens wegen mehrfacher sexueller Nötigung führte (vgl. die bereits am 25. April 2019 in Rechts-
kraft erwachsene Einstellungsverfügung vom 26. März 2019, Akten MU1 18 1118, act. 547 ff.), 
passte die Beschuldigte anlässlich ihrer Einvernahme vom 28. Mai 2020 ihre Ausführungen hin-
sichtlich des konkreten Zeitpunkts der fraglichen Ereignisse insofern an, als sie die konkreten 
Daten der vermeintlich erzwungenen sexuellen Handlungen bzw. des Beischlafs − entgegen ihrer 
ursprünglichen expliziten und mittels eingereichter Nachrichtenverläufen verknüpften und unter-
mauerten Depositionen − nunmehr doch nicht mehr nennen konnte. Mithin erhellt, dass die Be-
schuldigte ihr Aussageverhalten unter dem Eindruck der rechtskräftigen Einstellungsverfügung 
vom 26. März 2019 sowie der mit Eingabe des Privatklägers vom 20. Juni 2019 gegen sie erho-
benen Strafanzeige wegen falscher Anschuldigung der damaligen Beweislage anpassen musste. 
Ihre neuen Vorbringen, sie sei nicht in der Lage, die jeweiligen Tatzeitpunkte zu benennen, ste-
hen als reine Schutzbehauptung da, offensichtlich deshalb nun so vorgebracht, um eine Verur-
teilung wegen falscher Anschuldigung zu umgehen. Daran vermögen auch die Depositionen der 
Beschuldigten vor den Schranken des Kantonsgerichts nichts zu ändern, wonach es im Januar 
2018 zwischen ihr und dem Privatkläger zu insgesamt vier sexuellen Begegnungen gekommen 
sein soll, wobei sie die Daten, an welchen der Privatkläger sie zu sexuellen Handlungen gezwun-
gen bzw. durch Zwang zum Beschlaf genötigt haben soll, verwechselt haben will. Im Gegenteil 
ist zu konstatieren, dass die Beschuldigte in ihrer Einvernahme vom 12. März 2018 ausdrücklich 
von zwei sexuellen Begegnungen, nämlich am 23. und am 28. Januar 2018, sprach. Erst anläss-
lich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung machte die Beschuldigte geltend, dass es sich 
bei den sexuellen Begegnungen vom 23. und vom 28. Januar 2018 nicht um die beanzeigten, 
sondern um zwei weitere sexuelle Begegnungen gehandelt haben soll, in welche sie aufgrund 
der Gesamtsituation eingewilligt haben will. Dessen ungeachtet vermag die Beschuldigte weder 
in ihrer Befragung vom 28. Mai 2020 noch vor Kantonsgericht zwei Daten für die beanzeigten 
Sexualdelikte zu nennen, welche − wie sie am 12. März 2018 zu Protokoll gegeben hat 
(act. 109) − eine Woche resp. − wie sie am 28. Mai 2020 ausgeführt hat (act. 179) − drei bis vier 
Tage auseinander liegen. Aufgrund dieses in keiner Weise glaubhaften Aussageverhaltens der 
Beschuldigten zeigt sich, dass jedwelche Anhaltspunkte dafür fehlen, dass die dem Privatkläger 
vorgeworfenen Delikte auf tatsächlich Erlebtem basieren. Vielmehr erweisen sich ihre anlässlich 
der Einvernahme vom 12. März 2018 getätigten Bezichtigungen, wonach der Privatkläger sie am 

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23. sowie am 28. Januar 2018 zu sexuellen Handlungen gezwungen bzw. durch Zwang jedwel-
cher Art zum Beschlaf genötigt habe, zweifellos als Falschbehauptung. Folglich ist erstellt, dass 
die Beschuldigten den nicht schuldigen Privatkläger im sicheren Wissen, dass ihre Anschuldigun-
gen nicht zutreffen, der beanzeigten Straftaten bezichtigt hat. Der angeklagte Sachverhalt ist da-
her als erstellt zu erachten.  
 
4.6 Ergänzend ist zu konstatieren, dass dieses Beweisergebnis durch die rechtskräftige Ein-
stellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 26. März 2019 untermauert 
wird, mit welcher das gegen den Privatkläger geführte Strafverfahren wegen mehrfacher sexuel-
ler Nötigung, begangen am 23. sowie am 28. Januar 2018, eingestellt worden ist (Akten MU1 18 
1118, act. 547 ff.). Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt als unschuldig, 
wer rechtskräftig durch einen Freispruch oder eine Verfahrenseinstellung vom konkreten Vorwurf 
entlastet worden ist. Es liegt im Interesse der Rechtssicherheit, dass ein rechtskräftiger Entscheid 
in einem späteren Verfahren nicht mehr angefochten werden kann. Das zuständige Gericht ist, 
sofern keine neuen Tatsachen oder Beweismittel vorliegen, an diese Entscheidung gebunden. 
Eine frühere Entscheidung ist jedoch nur dann bindend, wenn diese eine Feststellung über die 
Zurechenbarkeit einer Straftat der falsch angeschuldigten Person enthält (BGE 136 IV 170, 
E. 2.1; VERA DELNON/BERNHARD RÜDY, Basler Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, Art. 303 N 10 mit-
samt Aktualisierung vom 30.04.2023 sowie N 11 mitsamt Aktualisierung vom 30.04.2023). Vor-
liegend setzte sich die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 26. März 2019 aus-
drücklich mit der von der Beschuldigten beanzeigten Straftaten auseinander und kam − unter 
anderem aufgrund der rechtswidrig aufgenommenen Audioaufnahmen des Privatklägers − zum 
Schluss, dass sich der Privatkläger der mehrfachen sexuellen Nötigung, begangen am 23. sowie 
am 28. Januar 2018, nicht schuldig gemacht hat. Mithin wird die Einstellung des Verfahrens nicht 
mit der Unschuldsvermutung, sondern mit der erwiesenen Unschuld des Privatklägers begründet. 
Angesichts des Umstands, dass die Beschuldigte weder neue Tatsachen noch neue Beweismittel 
vorlegt, ist es dem Kantonsgericht aufgrund der Bindungswirkung der rechtskräftigen Einstel-
lungsverfügung aus Gründen der Rechtssicherheit verwehrt, diesen Entscheid in Zweifel zu zie-
hen (vgl. BGer 6B_1132/2021 vom 8. Juni 2022, E. 2.2; 6B_1289/2018 vom 20. Februar 2019, 
E. 1.2.1). Demnach erhellt, dass auch gestützt auf die für das Kantonsgericht bindende Einstel-
lungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 26. März 2019 die Nichtschuld des Privatklägers als 
erstellt zu erachten ist.  
 
4.7 Schliesslich wird seitens der Parteien die Frage der Verwertbarkeit der vom Privatkläger 
aufgenommenen Audioaufnahmen thematisiert. Hinsichtlich dieser Audioaufnahmen ist darauf 
hinzuweisen, dass der Privatkläger sowohl am 23. als auch am 28. Januar 2018 jeweils im Ge-
heimen die Gespräche zwischen ihm und der Beschuldigten aufgenommen hat. Diesbezüglich 
wurde er mit rechtskräftigem Urteil der Strafgerichtspräsidentin Basel-Landschaft vom 22. Januar 
2020 unter anderem des mehrfachen unbefugten Aufnehmens von Gesprächen (rechtskräftig) 
schuldig gesprochen (vgl. Akten MU1 18 1118, act. 725). Fraglich ist hingegen, ob diese gleich-
wohl im vorliegenden Verfahren verwertbar sind.  

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Die Strafprozessordnung regelt nur die Erhebung von Beweisen durch die staatlichen Strafbe-
hörden. Diese klären von Amtes wegen alle für die Beurteilung der Tat und der beschuldigten 
Person bedeutsamen Tatsachen ab (Art. 6 Abs. 1 StPO) und setzen zur Wahrheitsfindung alle 
nach dem Stand von Wissenschaft und Erfahrung geeigneten Beweismittel ein, die rechtlich zu-
lässig sind (Art. 139 Abs. 1 StPO). Der Untersuchungsgrundsatz (Art. 6 Abs. 1 StPO) begründet 
kein staatliches Monopol für Beweiserhebungen im Strafverfahren. Eigene Ermittlungen der Par-
teien und der anderen Verfahrensbeteiligten sind zulässig, soweit sie sich drauf beschränken, 
Be- oder Entlastungsmaterial beizubringen und entsprechende Beweise zu offerieren 
(BGer 6B_786/2015 vom 8. Februar 2016, E. 1.2).  
 
Die Strafprozessordnung enthält Bestimmungen zu den verbotenen Beweiserhebungen (Art. 140 
StPO) und zur Verwertbarkeit rechtswidrig erlangter Beweise (Art. 141 StPO). Wieweit die Be-
weisverbote auch greifen, wenn nicht staatliche Behörden, sondern Privatpersonen Beweismittel 
sammeln, wird in der Strafprozessordnung nicht explizit geregelt. Die bundesgerichtliche Recht-
sprechung geht in Anlehnung an die Doktrin davon aus, dass von Privaten rechtswidrig erlangte 
Beweismittel nur verwertbar sind, wenn sie von den Strafverfolgungsbehörden rechtmässig hät-
ten erlangt werden können und kumulativ dazu eine Interessenabwägung für deren Verwertung 
spricht (BGer 6B_786/2015 vom 8. Februar 2016, E. 1.2).  
 
Eine strafprozessuale Überwachung mit technischen Überwachungsgeräten im Sinne von 
Art. 280 f. StPO setzt zunächst einen dringenden Verdacht auf eine Katalogtat im Sinne von 
Art. 269 Abs. 2 lit. a StPO (Art. 281 Abs. 4 StPO i.V.m. Art. 269 Abs. 1 lit. a StPO) voraus, in casu 
also hinsichtlich der falschen Anschuldigung gemäss Art. 303 Ziff. 1 StGB. Vorliegend hatte der 
Privatkläger aufgrund seiner aktenkundigen Erlebnisse und den damit insbesondere während der 
Trennungsphase gewonnenen Erfahrungswerte handfeste und konkrete Verdachtsmomente, 
dass die Einwilligung bzw. Einladung der Beschuldigten, sie zur späten Abend- bzw. Nachtstunde 
aufzusuchen, zu neuen falschen Anschuldigungen in Bezug auf strafbares Verhalten mit für ihn 
schweren Konsequenzen bis hin zu einem Freiheitsentzug führen könnten.  
 
Anders als die Beschuldigte vorbringt, ist das Erfordernis des dringenden Tatverdachts ex ante, 
und somit nicht ex post zu beurteilen. Vielmehr verlangt auch die neuere Rechtsprechung eine 
Prüfung des Tatverdachts anhand des konkreten Sachverhalts, der sich ereignet hat (vgl. 
BGer 6B_1037/2023 vom 5. Juni 2024, E. 1.4.2). Dementsprechend ist in casu die falsche An-
schuldigung, wonach der Privatkläger die Beschuldigte am 23. sowie am 28. Januar 2018 zu 
sexuellen Handlungen gezwungen bzw. durch Zwang zum Beschlaf genötigt haben soll, von Re-
levanz, welche augenscheinlich das Erfordernis einer Katalogtat erfüllt. 
 
Hinsichtlich der zweiten Voraussetzung, wonach die Schwere der Straftat die Überwachung 
rechtfertigen muss, ist zu festzuhalten, dass je nach den konkreten Umständen auch ein Verge-
hen eine Verwertung rechtfertigende Straftat ausmachen kann (vgl. BGer 6B_92/2022 vom 

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5. Juni 2024, E. 2.1). Angesichts des vorliegend im Raum gestandenen Vorwurfs, mithin der fal-
schen Anschuldigung, der Privatkläger habe am 23. sowie am 28. Januar 2018 die Beschuldigte 
zu sexuellen Handlungen gezwungen bzw. durch Zwang zum Beschlaf genötigt, ist die erforder-
liche Schwere der Straftat ohne Weiteres gegeben.  
 
Ferner ist zu konstatieren, dass die Ermittlungen ohne die Überwachung mit technischen Über-
wachungsgeräten aussichtslos oder doch zumindest unverhältnismässig erschwert worden wä-
ren, weshalb auch die dritte Voraussetzung von Art. 269 Abs. 1 StPO erfüllt ist.  
 
Demzufolge hätten die Strafverfolgungsbehörden − bei gleichem Informationsstand wie der Pri-
vatkläger − das fragliche Beweismittel erlangen können. Schliesslich würde auch die Interessen-
abwägung angesichts der Schwere des Delikts für die Verwertung der Audioaufnahmen spre-
chen, weshalb die Erkenntnisse der Audioaufnahmen nach den bundesgerichtlichen Vorgaben 
grundsätzlich verwertbar wären. Schliesslich erhellt aufgrund der Audioaufnahmen, dass es sich 
bei den von der Beschuldigten gegenüber dem Privatkläger erhobenen Vorwürfen offenkundig 
um Falschbezichtigungen handelt.  
 
Angesichts des vorstehenden Beweisergebnisses, wonach der angeklagte Sachverhalt auch 
ohne die Verwertung der fraglichen Audioaufnahmen ohne Weiteres als erstellt zu erachten ist, 
könnte die Frage der Verwertbarkeit der rechtswidrig erlangten Audiodateien im vorliegenden 
Berufungsverfahren offen gelassen werden. Dennoch kann hier die Verwertbarkeit der vom Pri-
vatkläger erstellten Aufnahmen festgestellt werden, weshalb auch gestützt auf die aktenkundigen 
Audioaufnahmen die Nichtschuld des Privatklägers in Bezug auf die von der Beschuldigten be-
anzeigten Lebenssachverhalte klar feststeht.  
 
4.8 Gemäss Art. 303 Ziff. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB, SR 311.0) 
macht sich der falschen Anschuldigung strafbar, wer einen Nichtschuldigen wider besseres Wis-
sen bei der Behörde eines Verbrechens oder eines Vergehens beschuldigt, in der Absicht, eine 
Strafverfolgung gegen ihn herbeizuführen (Abs. 1), oder wer in derselben Absicht in anderer 
Weise arglistige Veranstaltungen trifft (Abs. 2). Mithin muss sich die Anschuldigung gegen einen 
Nichtschuldigen richten, wobei die inhaltliche fehlende Schuld bezüglich einer strafbaren Hand-
lung entscheidend ist. Dies kann sich darauf beziehen, dass eine solche Straftrat überhaupt nicht 
begangen worden ist oder dass diese zwar begangen wurde, jedoch von einer anderen Person. 
Als nicht schuldig gilt auch, wer freigesprochen wurde sowie derjenige, gegen den ein Strafver-
fahren wegen Fehlens des subjektiven Tatbestands eingestellt wurde (VERA DELNON/BERNHARD 
RÜDY, Basler Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, Art. 303 N 10 f. mitsamt Aktualisierung vom 
30.04.2023). Die Bezichtigung muss sich nicht auf die Nennung eines bestimmten Straftatbe-
stands beziehen. Indessen muss sie unmissverständlich den Vorwurf enthalten, der Beschuldigte 
werde eines Delikts für schuldig erachtet. Hingegen sind blosse Übertreibungen nicht tatbe-
standsmässig (VERA DELNON/BERNHARD RÜDY, a.a.O., Art. 303 N 15, 18). In subjektiver Hinsicht 

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wird sowohl ein Handeln wider besseres Wissen als auch die Absicht, eine Strafverfolgung her-
beizuführen, gefordert. Der direkte Vorsatz ist somit ergänzt durch die positive Kenntnis um die 
Unwahrheit der vorgebrachten Bezichtigung. Das schliesst Eventualvorsatz aus. Hinsichtlich der 
Absicht, eine Strafverfolgung herbeizuführen, reicht nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung Eventualabsicht aus. Diese liegt bei der falschen Anschuldigung vor, wenn die Aussicht 
auf den bloss möglichen, nicht sicheren Eintritt des Erfolgs den Täter nicht vor der bewussten 
und gewollten Begehung der Tat abhält (VERA DELNON/BERNHARD RÜDY, a.a.O., Art. 303 N 27 ff. 
mitsamt Aktualisierung vom 30.04.2023). 
 
4.9 Indem die Beschuldigte − insbesondere anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 
12. März 2018 − den nicht schuldigen Privatkläger bezichtigt hat, sie am 23. sowie am 28. Januar 
2018 zu sexuellen Handlungen gezwungen bzw. durch Zwang zum Beschlaf genötigt zu haben, 
hat sie den objektiven Tatbestand der falschen Anschuldigung zweifellos erfüllt. In subjektiver 
Hinsicht zeigt sich aufgrund des als erstellt zu erachten Sachverhalts, dass die Beschuldigte wi-
der besseres Wissen gehandelt hat, zumal sie im Zeitpunkt der Falschbezichtigung gewusst hat, 
dass die dem Beschuldigten vorgeworfenen Handlungen nicht stattgefunden haben. Schliesslich 
handelt diejenige, welche im Rahmen einer polizeilichen Einvernahme zu Protokoll gibt, zu sexu-
ellen Handlungen bzw. zum Beschlaf gezwungen worden sein, klarerweise mit der Absicht, gegen 
die bezichtigte Person eine Strafverfolgung herbeizuführen. Diese Absicht wird durch die Depo-
sitionen der Beschuldigten anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung untermauert, 
wonach sie die Anzeige erstattet habe, um Gerechtigkeit zu erhalten. Sie wolle, dass der Privat-
kläger für alles bezahle (Protokoll KGer, S. 18). Folglich ist auch der subjektive Tatbestand ge-
geben, weshalb sich die Beschuldigte der falschen Anschuldigung gemäss Art. 303 Ziff. 1 StGB 
schuldig gemacht hat.  
 
 
5. Versuchte Freiheitsberaubung 

5.1 In tatsächlicher Hinsicht kann auf die vorstehenden Ausführungen (Ziffer 4.1 ff. hievor) 
verwiesen werden. Zu prüfen ist, ob sich die Beschuldigte der versuchten Freiheitsberaubung in 
mittelbarer Täterschaft strafbar gemacht hat.  
 
Gemäss Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 StGB macht sich der Freiheitsberaubung strafbar, wer jemanden 
unrechtsmässig festnimmt oder gefangen hält oder jemandem in anderer Weise unrechtmässig 
die Freiheit entzieht. Freiheitsberaubung kann auch in mittelbarer Täterschaft begangen werden, 
indem z.B. eine Person wissentlich eine falsche Anzeige erstattet im Bewusstsein darum bzw. 
unter Inkaufnahme, dass der falsch Angeschuldigte daraufhin in Untersuchungshaft versetzt wird 
oder werden kann (VERA DELNON/BERNHARD RÜDY, Basler Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, 
Art. 183 N 29). Die mittelbare Täterschaft ist eine Sonderform der (vorsätzlichen) Täterschaft. Der 
mittelbare Täter lenkt das Geschehen aus dem Hintergrund, indem er in bestimmter Weise auf 
den Ausführenden einwirkt und diesen dadurch zum Vollstrecker seines Deliktsplans macht. Vo-
raussetzung für die Bejahung mittelbarer Täterschaft ist, dass dem Hintermann aufgrund seiner 

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Einwirkung auf die das Delikt unmittelbar ausführende Person (Tatmittler) die tatsächliche Tat-
herrschaft über den Geschehensablauf zukommt. Dem Tatwerkzeug dagegen fehlt es in der Re-
gel an der Tatherrschaft. Einzig wenn der Hintermann darüber entscheiden kann, ob und allenfalls 
wie ein konkret bestimmtes Delikt verübt werden soll, kann ihm dieses strafrechtlich auch zuge-
rechnet werden. Der mittelbare Täter wird bestraft, wie wenn er die Tat selbst ausgeführt hätte 
(MICHA NYDEGGER, Annotierter Kommentar StGB, 2020, Vorbemerkungen zu Art. 24 ff. N 11; 
MARC FORSTER, Basler Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, vor Art. 24 N 28 ff.; BGer 6P.34/2007 
vom 18. April 2007, E. 4.3).  
 
5.2 Vorliegend wird der Beschuldigten mit Anklageschrift vom 11. Februar 2022 vorgewor-
fen, sie habe durch die gegenüber der Polizei Basel-Landschaft wider besseres Wissen geäus-
serte Falschbezichtigung, der Privatkläger habe sie zu sexuellen Handlungen bzw. zum Beischlaf 
gezwungen, versucht, dem Privatkläger die Freiheit zu entziehen. Mithin habe sie durch ihre 
Falschbezichtigung bewirken wollen, dass die Staatsanwaltschaft den Privatkläger aufgrund des 
ihm gegenüber erhobenen Vorwurfs polizeilich vorführen und in vorläufige Festnahme bzw. Un-
tersuchungshaft versetzen lassen oder ihn das Strafgericht zu einer mindestens teilweise unbe-
dingten Freiheitsstrafe verurteilen würde. Angesichts der Gegebenheit, wonach dem Privatkläger 
die Freiheit durch die Strafbehörden zu keinem Zeitpunkt entzogen worden ist, ist die versuchte 
Freiheitsberaubung in mittelbarer Täterschaft zu prüfen. Dementsprechend stellt sich die Frage 
nach dem Versuchsbeginn bei mittelbarer Täterschaft. Die herrschende Doktrin vertritt die Mei-
nung, dass der mittelbare Täter die Tat durch das Werkzeug ausführt, weshalb er sie nicht früher 
ausführen kann als dieses. Daher ist der mittelbare Täter erst dann wegen Versuchs strafbar, 
wenn das Verhalten des Werkzeugs das Versuchsstadium überschritten hat (BGer 6S.857/1999 
vom 28. Juni 2000, E. 2bb; GÜNTER STRATENWERTH, Schweizerischen Strafrecht − Allgemeiner 
Teil I: Die Straftat, 4. Aufl. 2011, § 13 N 71 ff.; MARCEL ALEXANDER NIGGLI/STEFAN MAEDER, Bas-
ler Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, Art. 22 N 25). Im vorliegenden Fall stellen die Depositionen 
der Beschuldigten anlässlich ihrer Einvernahme vom 12. März 2018 den einzigen und somit auch 
letzten Schritt der Beschuldigten zur Einwirkung auf die Tatmittler, mithin die Strafbehörden, dar. 
Gleichwohl haben weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft nach Kenntnisnahme dieser 
Aussagen der Beschuldigten Anstalten getroffen, um den Privatkläger festzunehmen, sei es auch 
nur vorläufig. Das Verhalten des Tatmittlers hat somit das Versuchsstadium keineswegs über-
schritten, weshalb der herrschenden Doktrin folgend noch kein Versuch bejaht werden kann.  
 
Selbst wenn man aber annehmen wollte, dass bereits die Einwirkung des mittelbaren Täters auf 
das Werkzeug zur Ausführung der Tat im Sinne von Art. 22 StGB gehört, wäre mit Rücksicht auf 
das Erfordernis der Gefährdung von Rechtsgütern ein strafbarer Versuch erst zu bejahen, wenn 
der mittelbare Täter die Einwirkung auf das Werkzeug abgeschlossen und das Geschehen aus 
der Hand gegeben hat, so dass dieses ohne Weiteres seinen Lauf nehmen kann 
(BGer 6S.857/1999 vom 28. Juni 2000, E. 2bb; GÜNTER STRATENWERTH, a.a.O., § 13 N 71 ff.; 
MARCEL ALEXANDER NIGGLI/STEFAN MAEDER, a.a.O., Art. 22 N 25). Hierbei ist festzustellen, dass 
die inkriminierten Depositionen der Beschuldigten, welche sich anlässlich ihrer ersten Befragung 

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bei der Polizei im Wesentlichen auf den Vorwurf beschränkten, der Privatkläger habe sie zu se-
xuellen Handlungen bzw. zum Beschlaf gezwungen, ohne diesen Vorwurf naher zu substantiie-
ren, das erforderliche Mass der Einwirkung auf den Tatmittler zur Inhaftierung des Privatklägers 
nicht erreicht, wiesen doch die massgebenden Aussagen der Beschuldigten hierbei keinerlei Re-
alkennzeichen auf.  
 
5.3 In Bezug auf den subjektiven Tatbestand ist zu konstatieren, dass sich aus dem als er-
stellt zu erachtenden Sachverhalt keinerlei Anhaltspunkt ergeben, wonach die Beschuldigte zu-
mindest in Kauf genommen hat, mit ihren gegenüber der Polizei getätigten Äusserungen zu be-
wirken, dass der Privatkläger festgenommen wird, und sei es auch nur vorläufig. Im Gegenteil 
führte sie anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung explizit aus, nicht erwartet zu 
haben, dass der Privatkläger aufgrund ihrer Aussagen verhaftet werde (Protokoll KGer, S. 18). 
Hinzu kommt, dass den Aussagen der Beschuldigten keine Hinweise auf einen besonderen Haft-
grund, namentlich weder auf eine Kollusions- noch eine Wiederholungsgefahr, zu entnehmen 
sind. Es fehlt somit auch am erforderlichen Willen zur entsprechenden Einwirkung auf die Straf-
behörden, weshalb die Beschuldigte vom Vorwurf der versuchten Freiheitsberaubung freizuspre-
chen ist.  
 
 
6. Strafzumessung 

6.1 In seiner neuesten Rechtsprechung (vgl. zum Ganzen BGer 7B_539/2023 vom 3. No-
vember 2023 E. 3.1.1 f.) hat das Bundesgericht unter anderem zur Strafzumessung Folgendes 
erwogen: Im Berufungsverfahren gilt grundsätzlich die Dispositionsmaxime (vgl. Art. 404 StPO; 
BGE 147 IV 93 E. 1.5.2; BGer 6B_676/2022 vom 27. Dezember 2022 E. 1.3.2; 6B_1320/2020 
vom 12. Januar 2022 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 148 IV 22). Nach Art. 399 Abs. 3 StPO hat die 
Partei in ihrer schriftlichen Berufungserklärung anzugeben, ob sie das Urteil vollumfänglich oder 
nur in Teilen anficht (lit. a), welche Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils sie verlangt (lit. b) 
und welche Beweisanträge sie stellt (lit. c). Ficht der Berufungskläger nur Teile des Urteils an, hat 
er in der Berufungserklärung verbindlich anzugeben, auf welche Teile (Schuldpunkt, allenfalls 
bezogen auf einzelne Handlungen; Bemessung der Strafe etc.) sich die Berufung beschränkt (Art. 
399 Abs. 4 StPO). Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den ange-
fochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO; BGE 147 IV 93 E. 1.5.2). Die nicht angefochtenen 
Urteilspunkte werden ‒ unter dem Vorbehalt von Art. 404 Abs. 2 StPO ‒ rechtskräftig (vgl. Art. 
402 StPO; BGer 6B_1320/2020 vom 12. Januar 2022 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 148 IV 22; 
6B_1403/2019 vom 10. Juni 2020 E. 1.3, mit Hinweisen). Was das Erfordernis von Art. 399 Abs. 
3 lit. b StPO anbelangt, also die Angabe, welche Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils 
verlangt werden, so handelt es sich hierbei um das prozessuale Erfordernis, wonach ein refor-
matorischer Berufungsantrag einzureichen ist. Es ist mit der Berufung, die ein reformatorisches 
Rechtsmittel darstellt (BGE 143 IV 408 E. 6.1; BGer 6B_837/2019 vom 6. Dezember 2019 E. 1.2), 
genau so wie mit der reformatorischen Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht (Art. 

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107 Abs. 2 BGG) ein Antrag in der Sache zu stellen. Aufhebungsanträge oder Anträge auf Rück-
weisung der Sache an die erste Instanz zur neuen Entscheidung allein genügen nicht (vgl. BGE 
137 II 313 E. 1.3 mit Hinweisen), ausser wenn das Berufungsgericht im Falle der Gutheissung 
der Berufung ohnehin nicht reformatorisch entscheiden könnte (BGE 136 V 131 E. 1.2; 134 III 
379 E. 1.3 zur analogen Rechtslage unter dem BGG, mit Hinweis; BGer 6B_532/2023 vom 9. 
Oktober 2023 E. 1). Bei einer Anfechtung der Sanktion ist sodann anzugeben, ob ein Wechsel 
der Strafart, eine Strafminderung oder Strafschärfung, die Aufhebung oder Anordnung einer Mas-
snahme, der Ersatz einer stationären Massnahme durch eine bessernde Massnahme etc. ange-
strebt wird. Eine Berufungserklärung, die allein die Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils ver-
langt, ist deshalb ungültig und es ist darauf nach Art. 403 StPO nicht einzutreten. Immerhin reicht 
ein Begehren ohne Antrag in der Sache aus, wenn sich aus der Begründung zweifelsfrei ergibt, 
was mit der Berufung angestrebt wird (zur analogen Rechtslage unter dem BGG vgl. BGE 137 II 
313 E. 1.3; BGer 6B_532/2023 vom 9. Oktober 2023 E. 1; 7B_11/2021 vom 15. August 2023 E. 
3; je mit Hinweisen).  
 
6.2 Im vorliegenden Fall hat die Beschuldigte darauf verzichtet, die Sanktion eigenständig 
anzufechten und sich vielmehr darauf beschränkt, einen Freispruch von den Vorwürfen der fal-
schen Anschuldigung sowie der versuchten Freiheitsberaubung zu verlangen. In Bezug auf die 
Strafzumessung hat sie jedoch weder Anträge gestellt noch sich mit dieser im Rahmen ihrer Be-
gründung auseinandergesetzt. Einzig aufgrund des im Berufungsverfahrens erfolgten Frei-
spruchs vom Vorwurf der versuchten Freiheitsberaubung ist die erstinstanzlich ausgesprochene 
bedingt vollziehbare Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 80.-- aufzuheben. Unter Verweis 
auf die vorstehenden Ausführungen des Bundesgerichts erübrigt sich demnach zufolge fehlender 
selbstständiger Anfechtung der Sanktion eine Überprüfung der erstinstanzlich für den Schuld-
spruch wegen falscher Anschuldigung ausgesprochenen bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe 
von 10 Monaten. Dessen ungeachtet ist mit Blick auf die am 1. Juli 2023 in Kraft getretene Har-
monisierung der Strafrahmen zu prüfen, ob die ausgesprochene Freiheitsstrafe von 10 Monaten 
auch unter Berücksichtigung des neuen Strafrahmens im Einklang mit der Verschuldensbewer-
tung steht. Mithin galt im Zeitpunkt des erstinstanzlichen Urteils noch der Strafrahmen von Frei-
heitsstrafe bis zu 20 Jahren oder Geldstrafe (Art. 303 Ziff. 1 i.V.m. Art. 40 Abs. 2 aStGB in der 
Fassung vor dem 1. Juli 2023), während seit dem 1. Juli 2023 der Strafrahmen neu Freiheitsstrafe 
bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe beträgt (Art. 303 Ziff. 1 StGB in der Fassung seit dem 1. Juli 
2023). In Bezug auf die Tatkomponenten ist festzustellen, dass die erhobenen Anschuldigungen 
bzw. das Ausmass der Rechtsgutverletzung schwer wiegen, weshalb das Tatverschulden der 
Beschuldigten unter Berücksichtigung der objektiven sowie der subjektiven Tatschwere als nicht 
mehr leicht zu qualifizieren ist. Das Kantonsgericht erachtet (auch) angesichts der Rechtspre-
chung des Bundesgerichts, wonach die Formulierung des Verschuldens und die Festsetzung des 
Strafmasses begrifflich im Einklang stehen müssen, sowie in Beachtung des festgestellten Ver-
schuldens der Beschuldigten und des vorgenannten Strafrahmens von Freiheitsstrafe bis zu fünf 
Jahren oder Geldstrafe (Art. 303 Ziff. 1 StGB in der Fassung seit dem 1. Juli 2023) vorliegend 

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eine Freiheitsstrafe von 10 Monaten als angemessen. In diesem Zusammenhang ist anzumer-
ken, dass die erstinstanzliche ausgefällte Freiheitsstrafe von 10 Monaten angesichts des dama-
ligen Strafrahmens von Freiheitsstrafe bis zu 20 Jahren oder Geldstrafe einem leichten Verschul-
den entsprochen hat, obwohl die Vorinstanz das Verschulden als "nicht mehr unerheblich" quali-
fiziert hat. Ein nicht mehr unerhebliches Verschulden eingebettet im alten Strafrahmen hätte je-
doch eine überjährige Freiheitsstrafe auslösen müssen. Hingegen ist mit dem Strafgericht fest-
zustellen, dass die Täterkomponenten weder strafschärfend noch strafmindernd ins Gewicht fal-
len. Folglich erweist sich die vorinstanzlich ausgesprochene Sanktion einer bedingt vollziehbaren 
Freiheitsstrafe von 10 Monaten − dem nicht mehr als leicht zu qualifizierenden Verschulden ent-
sprechend − als schuldangemessen.  
 
6.3 Im Ergebnis ist die Beschuldigte in Abweisung ihrer Berufung und Bestätigung des an-
gefochtenen Urteils wegen falscher Anschuldigung schuldig zu sprechen und zu einer bedingt 
vollziehbaren Freiheitsstrafe von 10 Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren, zu verurteilen.  
 
 
7. Zivilforderungen 

7.1 Mit Urteil vom 21. Juni 2022 verurteilt der Strafgerichtspräsident die Beschuldigte, dem 
Privatkläger eine Genugtuung in der Höhe von Fr. 4'000.-- sowie eine reduzierte Entschädigung 
in der Höhe von Fr. 5'319.20 zu bezahlen. Hingegen wurde die Mehrforderung abgewiesen.  
 
7.2 Mit Berufungserklärung vom 26. Dezember 2022 begehrt die Beschuldigte, die Zivilfor-
derung des Privatklägers sei vollumfänglich abzuweisen. Aufgrund der Berufungsbegründung der 
Beschuldigten vom 5. Mai 2023 erhellt, dass diese Rüge einzig auf den Fall des Freispruchs 
beschränkt ist. Im Übrigen wird das Rechtsbegehren nicht weiter begründet.  
 
7.3 Die dem Privatkläger zugesprochene Genugtuung in der Höhe von Fr. 4'000.-- steht ein-
zig mit dem Schuldspruch wegen falscher Anschuldigung in einem Zusammenhang. Mithin hat 
der im vorliegenden Berufungsverfahren erfolgte Freispruch vom Vorwurf der versuchten Frei-
heitsberaubung keinen Einfluss auf die Genugtuung. Im Übrigen erachtet das Kantonsgericht die 
Höhe der dem Privatkläger zugesprochenen Genugtuung von Fr. 4'000.-- als angemessen. 
Zwecks Vermeidung unnötiger Wiederholungen kann diesbezüglich für die Einzelheiten auf die 
betreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urt. SG E. IV/1 S. 13; Art. 82 
Abs. 4 StPO).  
 
7.4 Demgegenüber ist der im Berufungsverfahren erfolgte Freispruch vom Vorwurf der ver-
suchten Freiheitsberaubung hinsichtlich der Entschädigung gemäss Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO zu 
berücksichtigen, zumal der Privatkläger in diesem Punkt nunmehr − im Unterschied zum vo-
rinstanzlichen Urteil − unterliegt, weshalb die mit diesem Schuldpunkt zusammenhängenden An-
waltskosten nicht zu entschädigen sind (vgl. STEFAN WEHRENBERG/FRIEDRICH FRANK, Basler 

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Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 433 N 11). Die erstinstanzlich zugesprochene Entschädi-
gung ist daher um 10% auf Fr. 4'609.95 zu reduzieren.  
 
 
8. Verlegung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten sowie Rückerstattungspflicht 

der Kosten der amtlichen Verteidigung 

8.1 Der Strafgerichtspräsident hat mit Urteil vom 21. Juni 2022 der Beschuldigten die Ver-
fahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von Fr. 1'658.-- sowie der Gerichts-
gebühr von Fr. 3'000.-- in Anwendung von Art. 426 Abs.1 StPO auferlegt. Ausserdem hat der 
Vorderrichter festgehalten, dass die Beschuldigte die Kosten der amtlichen Verteidigung dem 
Staat zurückzuerstatten hat.  
 
8.2 Die Beschuldigte ihrerseits macht geltend, dass aufgrund der zu ergehenden Freisprü-
che die erstinstanzlichen Verfahrenskosten neu zu verlegen seien und von der Anordnung der 
Rückerstattung der Kosten der amtlichen Verteidigung abzusehen sei.  
 
8.3 Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person die Verfahrenskosten, wenn 
sie verurteilt wird. Wird das Verfahren eingestellt oder die beschuldigte Person freigesprochen, 
so können ihr die Verfahrenskosten ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig 
und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat 
(Art. 426 Abs. 2 StPO). Wird die beschuldigte Person bei einer Mehrzahl strafbarer Handlungen 
teilweise schuldig gesprochen und teilweise freigesprochen (Teilfreispruch) bzw. wird das Ver-
fahren nur bezüglich einzelner strafbarer Handlungen eingestellt, so sind die Verfahrenskosten 
anteilsmässig der beschuldigten Person, dem Staat und gegebenenfalls der Privatklägerschaft 
aufzuerlegen. Der beschuldigten Person dürfen jedoch dann die gesamten Kosten des Verfah-
rens auferlegt werden, wenn die ihr zur Last gelegten Handlungen in einem engen und direkten 
Zusammenhang stehen, und alle Untersuchungshandlungen hinsichtlich jedes Anklagepunktes 
notwendig waren. Es ist nach Sachverhalten, nicht nach Tatbeständen aufzuschlüsseln. Bei ei-
nem einheitlichen Sachverhaltskomplex ist vom Grundsatz der vollständigen Kostenauflage nur 
abzuweichen, wenn die Strafuntersuchung im freisprechenden Punkt zu Mehrkosten geführt hat 
(THOMAS DOMEISEN, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 426 N 6).  
 
8.4 Vorliegend ist der im Berufungsverfahren erfolgte Freispruch vom Vorwurf der versuch-
ten Freiheitsberaubung bei der Verlegung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten zu berücksich-
tigen. In Beachtung des Umfangs dieses Anklagepunkts sowie des diesbezüglich angefallenen 
geringen Aufwands im Vergleich zu den übrigen Anklagepunkten erachtet das Kantonsgericht 
eine diesbezügliche Berücksichtigung im Umfang von 10% der erstinstanzlichen Verfahrenskos-
ten als angemessen. Demzufolge gehen die vorinstanzlichen Verfahrenskosten im Umfang von 
90% bzw. Fr. 4'192.20 zu Lasten der Beschuldigten und im Umfang von 10% bzw. Fr. 465.80 zu 
Lasten des Staates. 
 

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8.5 Soweit die beschuldigte Person zur Tragung von Verfahrenskosten verurteilt wird, wozu 
gemäss Art. 422 Abs. 1 lit. a auch die Kosten der amtlichen Verteidigung als Auslagen gehören, 
wird sie rückerstattungspflichtig, sofern sie dazu finanziell in der Lage ist (Art. 135 Abs. 4 StPO). 
Der Umfang der Auferlegung der Verfahrenskosten präjudiziert daher den Umfang der Rücker-
stattungspflicht der Kosten der amtlichen Verteidigung. Angesichts der vorstehenden Ausführun-
gen (Ziffer 8.4 hievor), wonach die Beschuldigte 90% der erstinstanzlichen Verfahrenskosten zu 
tragen hat, erhellt, dass die Beschuldigte gestützt auf Art. 135 Abs. 4 StPO zu verpflichten ist, 
dem Staat die Kosten der amtlichen Verteidigung des vorinstanzlichen Verfahrens im Umfang 
von 90% bzw. Fr. 3'683.35 zurückzuerstatten.  
 
 
9. Entschädigung der Wahlverteidigung sowie Genugtuungsforderung der Beschul-

digten 

9.1 Im Rahmen des vorliegenden Berufungsverfahrens begehrt die Beschuldigte sowohl 
eine Entschädigung für die Bemühungen ihrer beiden Wahlverteidiger, Advokat Markus Trott-
mann sowie Advokatin Christina Reinhardt, für die Zeit vor der Bewilligung der amtlichen Vertei-
digung als auch eine Genugtuung in der Höhe von Fr. 1'000.--. 
 
9.2 Wird die beschuldigte Person ganz oder teilweise freigesprochen oder wird das Verfah-
ren gegen sie eingestellt, so hat sie gemäss Art. 429 Abs. 1 StPO Anspruch auf eine nach dem 
Anwaltstarif festgelegte Entschädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ih-
rer Verfahrensrechte, wobei beim Anwaltstarif nicht unterschieden wird zwischen der zugespro-
chenen Entschädigung und den Honoraren für die private Verteidigung (lit. a), Entschädigung der 
wirtschaftlichen Einbussen, die ihr aus ihrer notwendigen Beteiligung am Strafverfahren entstan-
den sind (lit. b), sowie Genugtuung für besonders schwere Verletzungen ihrer persönlichen Ver-
hältnisse, insbesondere bei Freiheitsentzug (lit. c). Die Entschädigung für die Wahrnehmung der 
Verteidigungsrechte gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO meint vor allem den Fall, in welchem die 
beschuldigte Person durch einen Wahlverteidiger vertreten wurde. Das Gesetz sieht eine Ent-
schädigung ausdrücklich nur für die angemessene Ausübung der Verfahrensrechte vor. Dies be-
deutet verkürzt gesagt, dass sich sowohl der Beizug eines Verteidigers als auch der von diesem 
betriebene Aufwand als angemessen darstellen müssen. Die Höhe der Entschädigung richtet sich 
nach den Anwaltstarifen und nach dem Zeitaufwand, den der Verteidiger für die Verteidigung der 
beschuldigten Person aufgewendet hat. Zumindest dem Grunde nach sollen diese Verteidigungs-
kosten voll entschädigt werden. Die Bemühungen des Anwaltes müssen im Umfang aber den 
Verhältnissen entsprechen, d. h. sachbezogen und angemessen sein. Die Verteidigungskosten 
müssen mithin in einem vernünftigen Verhältnis zur Komplexität bzw. Schwierigkeit des Falles 
und zur Wichtigkeit der Sache stehen. Unnötige, übersetzte und verfahrensfremde Aufwendun-
gen sind nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht zu entschädigen, wobei auf die Verhält-
nisse im Zeitpunkt des Verteidigerbeizugs abgestellt werden muss. Den erbetenen Anwalt trifft in 
diesem Sinne auch ein Schadensminderungsgebot. Ferner ist das zwischen der beschuldigten 

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Person und dem Wahlverteidiger vereinbarte Honorar für die Festsetzung der Parteientschädi-
gung nicht bindend. Vielmehr richtet sich die Höhe nach den kantonalen Anwaltstarifen. Bei Tei-
leinstellungen oder -freisprüchen hat eine entsprechende Zuteilung zu erfolgten. Für die Entschä-
digung ist dann zu ermitteln, welche prozentuale Anteil des anwaltlichen Aufwands auf den ein-
gestellten bzw. freigesprochenen Teil entfiel (STEFAN WEHRENBERG/FRIEDRICH FRANK, Basler 
Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 429 N 12 ff.).  
 
Im vorliegenden Berufungsverfahren wurde die Beschuldigte vom Vorwurf der versuchten Frei-
heitsberaubung freigesprochen, während der Schuldspruch wegen falscher Anschuldigung be-
stätigt worden ist. Zu prüfen ist demnach eine Entschädigung für die Bemühungen der Wahlver-
teidigung für den Zeitraum zwischen dem Eingang der ergänzenden Anklageschrift vom 11. Feb-
ruar 2022, mit welcher der Vorwurf der versuchten Freiheitsberaubung erstmals erhoben worden 
ist, bis zur Bewilligung der amtlichen Verteidigung am 19. Juni 2022. Für den fraglichen Zeitraum 
macht der Wahlverteidiger der Beschuldigten, Advokat Markus Trottmann, mit Honorarnote vom 
26. Dezember 2022 einen Aufwand von insgesamt 5.5 Stunden à Fr. 250.-- geltend. Unter Be-
rücksichtigung, dass der Vorwurf der versuchten Freiheitsberaubung in Relation vom Vorwurf der 
falschen Anschuldigung weniger Gewicht zukommt, sowie des Umstands, dass beiden Vorwürfen 
derselbe Sachverhalt zu Grunde liegt, ist der Beschuldigten eine Entschädigung im Umfang von 
2 Stunden zuzusprechen.  
 
Somit ist Advokat Markus Trottmann gestützt auf Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 429 Abs. 3 
StPO für seine Bemühungen als Wahlverteidiger der Beschuldigten eine Entschädigung in der 
Höhe von Fr. 538.50 (inklusive Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer von 38.50) aus der Gerichts-
kasse zu entrichten. Im Übrigen wird die Entschädigungsforderung der Beschuldigten abgewie-
sen.  
 
9.3 Hat die beschuldigte Person wegen des Verfahrens eine besonders schwere Verletzung 
ihrer persönlichen Verhältnisse i.S.v. Art. 49 des Obligationenrechts (OR, SR 220) erlitten, hat 
sie Anspruch auf Genugtuung gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO. Erforderlich ist, dass die erlit-
tene Persönlichkeitsverletzung in einem Kausalzusammenhang im Sinne des Haftpflichtrechts 
steht. Der Ansprecher muss die behauptete Persönlichkeitsverletzung darlegen und beweisen. 
Befand sich die beschuldigte Person in Untersuchungs- oder Sicherheitshaft, ist eine schwere 
Verletzung anzunehmen und eine Genugtuung zuzusprechen. In den übrigen Fällen hat die be-
schuldigte Person die Schwere der Verletzung zu beweisen oder zumindest glaubhaft zu machen. 
Die Verletzung muss also nicht zwingend nur in der Inhaftierung und weiteren Zwangsmassnah-
men und deren Folgen liegen. Die strafrechtliche Anschuldigung selbst ist für die Begründung 
eine Genugtuung hingegen nicht ausreichend (YVONA GRIESSER, Zürcher Kommentar StPO, 
3. Aufl. 2020, Art. 429 N 7; STEFAN WEHRENBERG/FRIEDRICH FRANK, a.a.O., Art. 429 N 26).  
 
Vorliegend begründet die Beschuldigte ihre Genugtuungsforderung weder mit Berufungserklä-
rung vom 26. Dezember 2022 noch mit Berufungsbegründung vom 5. Mai 2023. Ebenso wenig 

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legt sie vor den Schranken des Kantonsgerichts dar, inwiefern eine Persönlichkeitsverletzung 
gegeben sein soll, welche in einem Kausalzusammenhang mit dem Vorwurf der versuchten Frei-
heitsberaubung steht. Ergänzend ist zu konstatieren, dass im Zusammenhang mit dem Vorwurf 
der versuchten Freiheitsberaubung keine Zwangsmassnahmen ergangen sind, welche allenfalls 
einen Anspruch auf Genugtuung auslösen könnten, weshalb die Genugtuungsforderung der Be-
schuldigten abzuweisen ist.  
 
 
III. Kosten 

[…] 

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Demnach wird erkannt: 
 
://: I.  Das Urteil des Strafgerichtspräsidenten Basel-Landschaft vom 

21. Juni 2022, auszugsweise lautend: 
 

"1. a) B.____ wird der falschen Anschuldigung sowie der versuch-
ten Freiheitsberaubung schuldig erklärt und verurteilt  

 
 zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 10 Mona-

ten, sowie  
 
 zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 60 Tagessät-

zen zu je CHF 80.00, 
 
 bei einer Probezeit von 2 Jahren, 
 
 in Anwendung von Art. 303 Ziff. 1 StGB, Art. 183 Ziff. 1 i.V.m. 

Art. 22 Abs.  1 StGB, Art. 34 StGB, Art. 40 StGB, Art. 42 
Abs. 1 StGB sowie Art. 44 Abs. 1 StGB. 

 
     b) Das Verfahren betreffend die Verletzung des Schriftgeheim-

nisses wird aufgrund des Eintritts der Verjährung eingestellt. 
 
 2. Die Beurteilte wird dazu verurteilt, A.____ eine Genugtuung 

in Höhe von CHF 4'000.00 zu bezahlen. Die Mehrforderung 
wird abgewiesen. 

 
 3. Die Beurteilte wird dazu verurteilt, A.____ gemäss Art. 433 

Abs. 1 StPO eine reduzierte Entschädigung in Höhe von 
CHF 5'319.20 zu bezahlen. 

 
 4. Die Verfahrenskosten bestehen aus den Kosten des Vorver-

fahrens von CHF 1'658.00 und der Gerichtsgebühr von 
CHF 3'000.00. 
B.____ trägt die Verfahrenskosten in Anwendung von 
Art. 426 Abs. 1 StPO.  

 
 5. Die Kosten des seit dem 19. Juni 2022 als amtlicher Vertei-

diger geführten Advokaten M. Trottmann in Höhe von 
Honorarnote  CHF 2’584.80 
Honorar HV: 7 Std. à CHF 200.00 + 7.7% MwSt. CHF 1’507.80 

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Seite 25  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Total  CHF 4'092.60 

 werden aus der Gerichtskasse entrichtet. Die Beurteilte hat 
diese Kosten dem Staat zurückzuerstatten." 

 
wird in teilweiser Gutheissung der Berufung der Beschuldigten in 
den Ziffern 1, 3, 4 und 5 wie folgt neu gefasst:  
 

 1. a) B.____ wird der falschen Anschuldigung schuldig erklärt und 
verurteilt  

 
 zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 10 Mona-

ten, 
 
 bei einer Probezeit von 2 Jahren, 
 
 in Anwendung von Art. 303 Ziff. 1 StGB, Art. 40 StGB, Art. 42 

Abs. 1 StGB sowie Art. 44 Abs. 1 StGB. 
 
     b) Das Verfahren betreffend die Verletzung des Schriftgeheim-

nisses wird aufgrund des Eintritts der Verjährung eingestellt. 
 
     c) B.____ wird vom Vorwurf der versuchten Freiheitsberau-

bung freigesprochen.  
 
 3. Die Beurteilte wird dazu verurteilt, A.____ gemäss Art. 433 

Abs. 1 StPO eine reduzierte Entschädigung in Höhe von 
Fr. 4'609.95 zu bezahlen. 

 
 4. Die Verfahrenskosten bestehen aus den Kosten des Vorver-

fahrens von Fr. 1'658.-- und der Gerichtsgebühr von 
Fr. 3'000.--. 
In Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO gehen diese Ver-
fahrenskosten im Umfang von 90% bzw. Fr. 4'192.20 zu 
Lasten der Beschuldigten und im Umfang von 10% bzw. 
Fr. 465.80 zu Lasten des Staates. 

 
 5. Die Kosten des amtlichen Verteidigers, Advokat Markus 

Trottmann (ab 19. Juni 2022), in der Höhe von 
Honorarnote  Fr. 2’584.80 
Honorar HV: 7 Std. à Fr. 200.00 + 7.7% MwSt. Fr. 1’507.80 

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Total  Fr. 4'092.60 

 werden aus der Gerichtskasse entrichtet. Die Beurteilte hat 
diese Kosten dem Staat im Umfang von 90% bzw. 
Fr. 3'683.35 zurückzuerstatten. 

 
Im Übrigen wird das vorinstanzliche Urteil in der Dispositiv-Zif-
fer 2 unverändert als Bestandteil dieses Urteils erklärt. 
 

 II.  Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 11'500.--, beinhaltend 
eine Gerichtsgebühr von Fr. 11'250.-- sowie Auslagen von  
Fr. 250.--, gehen im Umfang von 90% bzw. Fr. 10'350.-- zu Lasten 
der Beschuldigten und im Umfang von 10% bzw. Fr. 1'150.-- zu Las-
ten des Staates. 
 

 III.  Zufolge Bewilligung der amtlichen Verteidigung für das Rechtsmittel-
verfahren wird dem Rechtsvertreter der Beschuldigten, Advokat Mar-
kus Trottmann, ein Honorar von Fr. 5'727.90 (inklusive Auslagen) zu-
züglich 7.7% Mehrwertsteuer von Fr. 140.55 sowie 8.1% Mehrwert-
steuer von Fr. 316.10, insgesamt somit Fr. 6'184.55, aus der Ge-
richtskasse entrichtet. 

Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung für 
die amtliche Verteidigung im Umfang ihres Unterliegens 
(= Fr. 5'566.10) zurückzuzahlen, sobald es ihre wirtschaftlichen Ver-
hältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). 
 

 IV.  
 

Advokat Markus Trottmann wird gestützt auf Art. 429 Abs. 1 lit. a 
StPO i.V.m. Art. 429 Abs. 3 StPO für seine Bemühungen als Wahl-
verteidiger der Beschuldigten eine Entschädigung in der Höhe von 
Fr. 538.50 (inklusive Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer von 
Fr. 38.50) aus der Gerichtskasse entrichtet. 
 
Im Übrigen wir die Entschädigungsforderung der Beschuldigten ab-
gewiesen.  
 

 V.  Die Genugtuungsforderung der Beschuldigten (Art. 429 Abs. 1 lit. c 
StPO) wird abgewiesen.  
 

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 VI.  Die Beschuldigte wird gestützt auf Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. 
Art. 433 Abs. 1 StPO dazu verurteilt, dem Privatkläger für das Beru-
fungsverfahren eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 2'239.25 zu 
bezahlen. 
 

 
 
Präsident 
 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Dominik Haffter 

 
 
 
Dieser Entscheid ist rechtskräftig. 
 

 

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