# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bebdeb03-c75e-507c-b9fe-778b9aad5cb6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 15.11.2022 A 2022 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2022-13_2022-11-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 22 13

4. Kammer 

Vorsitz Meisser

Richterinnen Pedretti und von Salis

Aktuarin ad hoc Morandi

URTEIL
vom 15. November 2022

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwälte Kilian Perroulaz und Prof. Dr. iur. René 

Matteotti, Baker & McKenzie Zurich, 

Beschwerdeführerin

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin 1

und

Eidg. Steuerverwaltung, 

Beschwerdegegnerin 2

betreffend Kantons- und direkte Bundessteuern 2009, 2010 und 2011

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I. Sachverhalt:

1. Die Beschwerdeführerin hat statutarischen Sitz in B._____ und bezweckt 

die Nutzung der in ihrem Einzugsgebiet bestehenden Wasserkräfte. Das 

Aktionariat, die so genannten "Partner", setzt sich zusammen aus 

Elektrizitätsgesellschaften, dem Kanton Graubünden und den 

Konzessionsgemeinden. Die Steuerpflichtige gilt als 

gemischtwirtschaftliches, im öffentlichen Interesse tätiges Unternehmen 

(Art. 58 Abs. 3 DBG bzw. Art. 24 Abs. 3 StHG).

2. Für die Steuerperioden 2009, 2010 und 2011 erging am 28. Oktober 2021 

das Urteil des Verwaltungsgerichts, gemäss welchem die Sache zur 

neuen Beurteilung im Sinne der Erwägungen an die Veranlagungsbehörde 

zurückgewiesen wurde (VGU A 15 49).

3. Gegen dieses Urteil wurde am 9. Dezember 2021 durch die 

Beschwerdegegnerin 1 und am 10. Dezember 2021 durch die 

Beschwerdeführerin Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht. Mit 

Urteil vom 6. Januar 2022 ist das Bundesgericht auf beide Beschwerden 

nicht eingetreten, da es sich beim Entscheid des Verwaltungsgerichts um 

einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. 1 BGG handelt.     

4. In der Folge erliess die Beschwerdegegnerin 1 am 4. Februar 2022 

Veranlagungsvorschläge, welche von der Beschwerdeführerin mit 

Schreiben vom 24. Februar 2022 vollumfänglich zurückgewiesen wurden. 

Daraufhin ergingen am 4. März 2022 neue Einspracheentscheide. Darin 

wurden die Einsprachen für die Steuerperioden 2009 und 2010 teilweise 

gutgeheissen und für die Steuerperiode 2011 abgewiesen. 

5. Gegen die Einspracheentscheide vom 4. März 2022 erhob die 

Beschwerdeführerin am 6. April 2022 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht mit folgenden Anträgen:

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1. "Die Einspracheentscheide der Beschwerdegegnerin 1 vom 4. März 
2022 betreffend die Kantonalen Steuern und die Direkte 
Bundessteuer 2009, die Kantonalen Steuern und die Direkte 
Bundessteuer 2010 sowie die Kantonalen Steuern und die Direkte 
Bundessteuer 2011 seien aufzuheben bzw. seien für nichtig zu 
erklären.

2. Die Beschwerdeführerin sei gemäss den von ihr für die 
Steuerperioden 2009, 2010 und 2011 eingereichten 
Steuererklärungen zu veranlagen, d.h. es seien die folgenden 
steuerbaren Gewinne festzusetzen:

- für die Steuerperiode 2009: CHF 3'290'000.00
- für die Steuerperiode 2010: CHF 2'635'000.00
- für die Steuerperiode 2011: CHF 2'635'000.00

3. Die Beschwerdeführerin verlange die Rückerstattung der zu viel 
bezahlten Steuern für die Steuerperioden 2009, 2010 und 2011.

4. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin 1 zur 
Neubeurteilung einer geldwerten Leistung im Sinne der 
Erwägungen des vorangehenden Verfahrens vor dem 
Verwaltungsgericht Graubünden (Urteil A 15 49) zurückzuweisen.

5. Die Gerichtskosten des vorangehenden Verfahrens vor dem 
Verwaltungsgericht Graubünden (Urteil A 15 49) seien 
vollumfänglich der Beschwerdegegnerin 1 aufzuerlegen und der 
Beschwerdeführerin seien die von ihr am 25. Februar 2022 
einbezahlten Gerichtskosten zurückzuerstatten. Eventualiter seien 
die Gerichtskosten des vorangehenden Verfahrens vor dem 
Verwaltungsgericht Graubünden neu zu verlegen.

6. Für das vorangehende Verfahren vor dem Verwaltungsgericht 
Graubünden (Urteil A 15 49) sei der Beschwerdeführerin gemäss 
ihren Honorarrechnungen eine Parteientschädigung von CHF 
337'749.88 (ohne MWST) zuzusprechen. Eventualiter sei die 
Parteientschädigung für das vorangehende Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht Graubünden neu zu bestimmen und zu 
verlegen.

7. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin."

und folgendem prozessualen Antrag:

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"Es seien die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens sowie die Akten 
des vorangehenden Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht 
Graubünden (Urteil A 15 49) in das vorliegende Verfahren 
beizuziehen."

Begründend führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus was 

folgt:

• Das Bundesgericht habe am 27. Mai 2019 ein Leiturteil betreffend eines 
Walliser Partnerwerks gefällt, welches auch für den vorliegenden Fall 
relevant sei. Lege man die vom Bundesgericht herausgeschälten 
Grundsätze dem vorliegenden Fall zu Grunde, werde ersichtlich, dass 
die Beschwerdeführerin von vornherein keine geldwerte Leistung an die 
Partner erbracht habe. Denn wie beim Walliser Partnerwerk betrage der 
gemäss Handelsbilanz ausgewiesene Gewinn der Beschwerdeführerin 
"mehr oder weniger das Doppelte" dessen, was bei Anwendung eines 
Kostenaufschlags von 5% auf der Kostenbasis gemäss 
bundesgerichtlichem Leiturteil resultieren würde.  

• Im Übrigen stünde die Berechnungsmethodik gemäss den 
Einspracheentscheiden der Beschwerdegegnerin 1 im Widerspruch 
zum bundesgerichtlichen Leiturteil. Zur Illustration dessen würde die 
Beschwerdeführerin die Berechnungsmethodik der 
Beschwerdegegnerin 1 konkret auf das besagte Walliser Partnerwerk 
anwenden (dessen handelsrechtlich ausgewiesene Gewinne vom 
Bundesgericht als fremdvergleichskonform beurteilt worden seien) und 
aufzeigen, dass in Folge Gewinne resultieren würden, welche in 
krassem Gegensatz zum bundesgerichtlichen Leiturteil stünden und 
sich als willkürlich erweisen würden.

• Rechne man mit einem Kostenaufschlag von 5% auf der Kostenbasis 
gemäss bundesgerichtlichem Leiturteil (Betriebskosten inklusive 
Finanzaufwand unter Ausklammerung des Gewinns sowie des 
Kapitalsteueraufwands), resultiere für die betroffenen Steuerperioden 
das Folgende:

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• Vergleiche man die dergestalt ermittelten Kostenaufschläge mit den in 
der Handelsbilanz ausgewiesenen Gewinnen, stelle man fest, dass die 
handelsrechtlich ausgewiesenen Gewinne mehr als doppelt so hoch 
seien. Damit habe die Beschwerdeführerin auf Basis einer auf das 
bundesgerichtliche Leiturteil abgestützten Kontrollrechnung aufgezeigt, 
dass die von ihr verrechneten Verrechnungspreise keine verdeckte 
Gewinnausschüttung darstellen würden, womit sie auch nicht 
verpflichtet gewesen sei, eine Aufrechnung in der Steuerbilanz zu 
deklarieren.

• Da das Walliser Partnerwerk und die Beschwerdeführerin hinsichtlich 
der Kostenbasen und des Aktienkapitals (welches im Dividendenmodell 
für die Berechnung des Kostenaufschlags relevant sei) vergleichbar 
seien, erlaube sich die Beschwerdeführerin nachfolgend gestützt auf 
die Berechnungsmethodik der Beschwerdegegnerin 1 die steuerbaren 
Gewinne des Walliser Partnerwerks zu berechnen. Dabei werde klar, 
dass die Berechnungsmethodik der Beschwerdegegnerin 1 zu 
willkürlichen Gewinnen führe:

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• Beim Walliser Partnerwerk würden mit der Berechnungsmethodik der 
Beschwerdegegnerin 1 steuerbare Gewinne von rund CHF 11.7 Mio. 
für das Jahr 2008/2009, rund CHF 10.8 Mio. für das Jahr 2009/2010 
und rund CHF 10.6 Mio. für das Jahr 2010/2011 resultieren. Das 
Bundesgericht habe jedoch festgehalten, dass keine geldwerte 
Leistung vorliege, wenn der handelsrechtliche Gewinn ungefähr das 
doppelte desjenigen Gewinns betrage, der bei Anwendung eines 
Kostenaufschlags von 5% resultieren würde. Im Fall des Walliser 
Partnerwerks sei der handelsrechtlich ausgewiesene Gewinn in der Tat 
doppelt so hoch, weswegen das Bundesgericht eine verdeckte 
Gewinnausschüttung verneint habe.

• Würden die Gewinne des Walliser Partnerwerks nach der 
Berechnungsmethodik der Beschwerdegegnerin 1 berechnet, würden 
nicht nur doppelt so hohe, sondern vierfach so hohe Gewinne 
resultieren, wie sie sich bei einem Kostenaufschlag von 5% auf der 
Kostenbasis gemäss bundesgerichtlichen Leiturteil ergeben würden:

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• Damit stünde die Berechnungsmethodik der Beschwerdegegnerin 1 im 
krassen Widerspruch zum bundesgerichtlichen Leiturteil, führe sie doch 
zu absurd hohen Gewinnen, die mehr als das Doppelte dessen seien, 
was das Bundesgericht im Walliser Partnerwerkfall als 
fremdvergleichskonform erachtet habe. Eine solche 
Berechnungsmethodik der Beschwerdegegnerin 1 erweise sich mit 
Blick auf das bundesgerichtliche Leiturteil als willkürlich.

• Zu den Eigenkapitalkosten halte die Beschwerdegegnerin 1 eingangs 
fest, dass diese analog der Verordnung Eigenfinanzierung ermittelt 
werden sollen. Gemäss einer analogen Anwendung der genannten 
Verordnung wäre der kalkulatorische Zins auf dem sog. 
Sicherheitseigenkapital zu berechnen; bei einer sachlogischen 
Anwendung hingegen auf dem Kerneigenkapital. Beides sei jedoch 
gemäss der Beschwerdegegnerin 1 für den vorliegenden Fall nicht 
sachgerecht und führe zu willkürlichen Ergebnissen. Die Erwägungen 
des Verwaltungsgerichts seien so zu interpretieren, dass zwingend vom 
gesamten Eigenkapital auszugehen sei. Konkret solle das 
durchschnittlich bilanzierte Eigenkapital als Eigenkapitalbasis dienen, 
welches die Beschwerdegegnerin 1 mit CHF 59.5 Mio. für 2009, mit 
CHF 59.6 Mio. für 2010 und mit CHF 59.5 Mio. für 2011 berechnet habe. 

• Die Beschwerdegegnerin 1 lehne die Anwendung der Verordnung 
Eigenfinanzierung für die Bestimmung des kalkulatorischen Zinssatzes 
ab, da diese für die Berechnung des kalkulatorischen Zinssatzes auf die 
Rendite von Bundesobligationen mit 10-jähriger Laufzeit abstellen 

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würde. Der Zinssatz von Bundesobligationen gelte jedoch gemeinhin 
als risikoloser Zinssatz, der basierend auf der höchsten Kreditwürdigkeit 
AAA des Bundes als Schuldner ermittelt werde. Da die 
Beschwerdeführerin eine tiefere Kreditwürdigkeit aufweise, eigne sich 
der risikolose Zinssatz für den vorliegenden Fall nicht. Zudem würde die 
analoge Anwendung der Verordnung Eigenfinanzierung gemäss der 
Beschwerdegegnerin 1 einer breiten Kostenbasis nicht Rechnung 
tragen. Die Rendite von zehnjährigen Bundesobligationen sei ab dem 
Jahr 2015 negativ, weshalb ab der Steuerperiode 2016 keine 
Eigenkapitalkosten in die Kostenbasis fliessen würden, was nicht im 
Sinne des Verwaltungsgerichts sein könne. Es sei für die Ermittlung des 
Eigenkapitalzinses daher auf das Capital Asset Pricing Modell 
abzustellen, welches sich im Zusammenhang mit dem schweizerischen 
Elektrizitätsmarkt gemäss der Beschwerdegegnerin 1 aus zwei 
Gutachten des Bundesamtes für Energie ergebe. Gestützt hierauf sei 
ein Eigenkapitalzins von 7.96% für 2009 und von 6.86% für 2010 und 
2011 anzuwenden. Die Beschwerdegegnerin 1 sei jedoch auch bereit, 
auf den jeweils vom Partnerwerk in den strittigen Steuerperioden 
angewendeten Pflichtdividendensatz von 5% abzustellen. In der Folge 
würde die Beschwerdegegnerin 1 die kalkulatorische 
Eigenkapitalverzinsung mittels Anwendung des 
Pflichtdividendensatzes von 5% auf dem durchschnittlich bilanzierten 
Eigenkapital der Beschwerdeführerin ermitteln. Auf die dergestalt 
ermittelte Kostenbasis berechne die Beschwerdegegnerin 1 einen 
Kostenaufschlag von 10%.

• Das Verwaltungsgericht habe in seinem Urteil verbindliche Vorgaben 
erteilt, wie bei der Neuberechnung des Fremdvergleichspreises 
vorzugehen sei. Es sei auf die Ist-Kosten der Beschwerdeführerin 
zuzüglich eines Eigenkapitalzinses abzustellen. Die Eigenkapitalkosten 
seien dabei in Analogie zur Verordnung Eigenfinanzierung zu 
berechnen. Auch das Bundesgericht, welches mit seinem 
Nichteintretensentscheid die Rückweisung an die Beschwerdegegnerin 
1 bestätigte, habe diese angewiesen, die Eigenkapitalkosten im Sinne 
der verwaltungsgerichtlichen Erwägungen zu ermitteln. 

• Als Folge der analogen Anwendung der Verordnung Eigenfinanzierung 
gemäss den Anweisungen des Verwaltungsgerichts und des 
Bundesgerichts wäre somit (i) das Sicherheitseigenkapital der 
Beschwerdeführerin zu ermitteln und (ii) auf diesem wäre sodann ein 
kalkulatorischer Zinssatz, welcher der Rendite für zehnjährige 
Bundesobligationen (jeweils am letzten Handelstag des dem Beginn der 
Steuerperiode vorangegangenen Kalenderjahres) entsprechen würde, 
zu ermitteln.

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• Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin 1 bestehe weder 
Auslegungsbedarf noch -spielraum, um von den Erwägungen des 
Verwaltungsgerichts zugunsten einer ihr genehmeren Methode 
abzuweichen. Die Steuerverwaltung als untere Instanz sei gemäss 
herrschender Lehre und bundesgerichtlicher Rechtsprechung an einen 
oberinstanzlichen Rückweisungsentscheid gebunden. Wie weit die 
Bindung reiche, ergebe sich aus der Begründung der Rückweisung, die 
den Rahmen für neue Tatsachenfeststellungen als auch den Rahmen 
für die neue rechtliche Begründung vorgeben würde. Setze sich eine 
Behörde über die Vorgaben der rückweisenden Instanz hinweg, verfalle 
sie in Willkür gemäss Art. 9 BV und verstosse gegen das Verbot der 
Rechtsverweigerung, was gemäss herrschender Lehre und 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung ohne Weiteres zur Aufhebung des 
angefochtenen Entscheids führe. Indem die Beschwerdegegnerin 1 
wissentlich und willentlich nicht nur vom verwaltungsgerichtlichen, 
sondern auch vom bundesgerichtlichen Urteil abweiche, verstosse sie 
in willkürlicher Weise zudem gegen das Gewaltenteilungsprinzip, 
welches als das tragende Prinzip eines demokratischen Rechtsstaates 
verfassungsrechtlich geschützt sei.

• Die Kontrollrechnung der Beschwerdegegnerin 1 eigne sich deshalb 
bereits aus prozessualen Gründen nicht, um den Nachweis einer 
geldwerten Leistung zu erbringen. Nur wenn gestützt auf eine mit dem 
Verwaltungsgerichtsurteil konforme Kontrollrechnung ergeben würde, 
dass der Fremdvergleichspreis offensichtlich höher als der von der 
Beschwerdeführerin deklarierte Wert sei, dürfe die 
Beschwerdegegnerin 1 im Rahmen der Rückweisung überhaupt eine 
steuerliche Korrektur vornehmen. Die Beschwerdegegnerin 1 habe 
jedoch keine mit dem Verwaltungsgerichtsurteil konforme 
Kontrollrechnung erstellt, da dann - wie sie selbst zwischen den Zeilen 
einräume - keine geldwerte Leistung resultiert hätte. Dies zeige, dass 
die Beschwerdegegnerin 1 auf jede Art und Weise versuche, eine 
geldwerte Leistung im Verfahren zu konstruieren und sich dabei auch 
nicht scheue, einen oberinstanzlichen Entscheid zu ignorieren.

• Die Beschwerdegegnerin 1 würde die Kostenbasis berechnen, indem 
sie in einem ersten Schritt vom handelsrechtlich ausgewiesenen 
Betriebsaufwand gewisse Positionen abziehen und in einem zweiten 
Schritt das handelsrechtlich ausgewiesene Finanzergebnis sowie die 
von ihr ermittelten Eigenkapitalkosten addieren würde.

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• Auf die dergestalt berechnete Kostenbasis berechne die 
Beschwerdegegnerin 1 einen Kostenaufschlag von 10%. Die Summe 
aus Kostenbasis und Kostenaufschlag bezeichne die 
Beschwerdegegnerin 1 irreführend und treuwidrig als 
"Fremdvergleichspreis". Dieser sei aber zu unterscheiden von der 
Leistung, welche die Beschwerdeführerin nach Auffassung der 
Beschwerdegegnerin 1 für den produzierten Strom tatsächlich bezahlen 
müsse. Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin 1 seien dem 
"Fremdvergleichspreis" nämlich noch die verbuchten Gewinnsteuern 
sowie der ausserordentliche Erfolg hinzuzurechnen. Die Summe des 
Fremdvergleichspreises, der verbuchten Gewinnsteuern und des 
ausserordentlichen Erfolgs würden gemäss der Beschwerdegegnerin 1 
die "Jahreskosten zu Lasten Partner" ergeben, welche von den 
Partnern an das Partnerwerk für die Stromproduktion zu leisten seien.

• Gemäss dem Urteil des Verwaltungsgerichts bestehe die zur Ermittlung 
der Kostenaufschlagsmethode notwendige Kostenbasis aus den 
Vollkosten und damit den Ist-Kosten der Beschwerdeführerin (zuzüglich 
der Berücksichtigung eines Eigenkapitalzinses). Dabei seien jedoch 
ausserordentliche Erträge und Aufwendungen, Steuern gemäss Art. 59 
Abs. 1 lit. a DBG resp. Art. 81 Abs. 1 lit. a StG GR sowie die 
ausgeschütteten Dividenden auszuklammern. Ebenso nicht zu 
berücksichtigen seien die Kosten, die nicht in Zusammenhang mit den 
relevanten Funktionen stünden als auch Kosten, die in Zusammenhang 
mit Drittleistungen stehen würden, die von unabhängigen Dritten 
erbracht würden. Die Beschwerdegegnerin 1 habe keine der erwähnten 
Kosten von der Kostenbasis in Abzug gebracht, womit sie auch 
diesbezüglich gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts verstossen 
habe. Die Beschwerdeführerin beantrage daher eine Ergänzung des 
Sachverhalts im Rahmen des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens. 

• In Nachachtung der erwähnten verwaltungsgerichtlichen Erwägungen 
habe die Beschwerdeführerin (anstelle der Beschwerdegegnerin 1) 
insbesondere die folgenden Positionen ermittelt, welche von der 
Kostenbasis auszuklammern seien:

1. Liegenschafts- und Kapitalsteuern;
2. Material- und Fremdleistungen; 
3. Netznutzungs- und Systemdienstleistungen;
4. Übriger Betriebsaufwand;
5. Finanzaufwand.

• Vom Betriebsaufwand seien somit die folgenden Positionen 
abzuziehen:

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• Die Beschwerdegegnerin 1 habe somit die Ist-Kosten der 
Beschwerdeführerin unzureichend, unvollständig und fehlerhaft 
ermittelt. Sie habe weder die aufgeführten Kosten zu ermitteln versucht 
noch habe sie diese mittels Schätzung von der Kostenbasis in Abzug 
gebracht. Damit habe sie nicht nur ihre Untersuchungspflicht verletzt, 
sondern auch gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts verstossen. Im 
Rahmen des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sei somit der 
Sachverhalt zu ergänzen.

• Die Beschwerdeführerin lehne die Berücksichtigung von 
Eigenkapitalkosten nach wie vor ab. Weder die OECD-
Verrechnungspreisleitlinien noch die Schweizer Steuerlehre noch die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung noch das Gutachten D._____, 
welches allein kaum entscheidrelevant wäre, würden die 
Berücksichtigung eines Eigenkapitalzinses in der Kostenbasis fordern. 
Eine Berücksichtigung von Eigenkapitalkosten liesse sich allenfalls 
rechtfertigen, wenn die Beschwerdegegnerin 1 den Nachweis erbringen 
könnte, dass vergleichbare unabhängige Unternehmen höhere 
Finanzierungskosten als die Beschwerdeführerin aufweisen würden. In 
einem solchen Fall könnte eine Anpassung der Kostenbasis angebracht 
sein, indem auf der im Vergleich zu vergleichbaren Unternehmen 
höheren Eigenkapitalquote ein Eigenkapitalzins ermittelt würde. Die 
Berücksichtigung von Eigenkapitalkosten würde daher nicht nur von der 
schweizerischen Praxis und Rechtsprechung abweichen, sondern auch 
den Steuerbehörden ermöglichen, generell Eigenkapitalkosten im 
Rahmen der Anwendung der Kostenaufschlagsmethode zu 
berücksichtigen und damit ihr Ermessen auf willkürliche Weise an Stelle 
desjenigen der steuerpflichtigen Gesellschaft zu stellen. Es würde ihnen 
auch ermöglichen die Kostenbemessungsgrundlagen anzupassen, 
ohne den Nachweis erbringen zu müssen, dass eine solche Anpassung 
notwendig sei, um die Kostenbasis des getesteten Unternehmens mit 
den Kostenbasen der vergleichbaren Unternehmen vergleichbar zu 
machen. Die Frage, ob ein Eigenkapitalzins in der Kostenbasis zu 
berücksichtigen sei, werde vom Bundesgericht entschieden werden 
müssen, nachdem sich das Verwaltungsgericht in seinem Urteil bereits 
dafür ausgesprochen habe. 

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• Werde entgegen den grundsätzlichen Bedenken der 
Beschwerdeführerin ein Eigenkapitalzins in Betracht gezogen, sollte 
dieser in Anlehnung an das Schweizer Steuerrecht bestimmt werden, 
weshalb sich im Einklang mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts eine 
analoge Anwendung der Verordnung Eigenfinanzierung geradezu 
aufdränge. Dieser müsse dann zwingend vom Kostenaufschlag 
abgezogen werden.

• Als Folge der analogen Anwendung der Verordnung Eigenfinanzierung 
wäre somit (i) das Sicherheitseigenkapital der Beschwerdeführerin zu 
berechnen und (ii) der kalkulatorische Zinssatz zu ermitteln, welcher der 
Rendite für zehnjährige Bundesobligationen (jeweils am letzten 
Handelstag des dem Beginn der Steuerperiode vorangegangenen 
Kalenderjahres) entsprechen würde. 

• Zur Berechnung des Sicherheitseigenkapitals erlaube sich die 
Beschwerdeführerin die folgenden Anmerkungen:

Das ermittelte Kerneigenkapital und die verwendeten 
Eigenkapitalunterlegungssätze würden mit der Berechnung der 
Beschwerdegegnerin 1 übereinstimmen;

Gestützt auf das "Formular C" des Kantons Zürich (welcher als einziger 
Kanton den Abzug für Eigenfinanzierung eingeführt hat) habe die 
Beschwerdeführerin das massgebliche Eigenkapital berechnet. Im 
Unterschied zur Ansicht der Beschwerdegegnerin 1 sei das steuerbare 
Eigenkapital resp. das durchschnittliche steuerbare Kapital 
massgebend, von welchem sodann das Kerneigenkapital subtrahiert 
werde, um zum vorliegend relevanten Sicherheitseigenkapital zu 
gelangen.

Das Sicherheitseigenkapital der Beschwerdeführerin betrage somit:

- Jahr 2008/2009: Sicherheitseigenkapital von CHF 2'674'233.00
- Jahr 2010: Sicherheitseigenkapital von CHF 2'029'642.00
- Jahr 2011: Sicherheitseigenkapital von CHF 2'087'313.00

Der kalkulatorische Zinssatz betrage für die strittigen Steuerperioden 
3.111 % (Jahr 2008/2009), 1.972% (Jahr 2010) und 1.674% (Jahr 
2011). Multipliziere man das Sicherheitseigenkapital mit dem 
kalkulatorischen Zinssatz, resultiere eine Eigenkapitalverzinsung von 
CHF 83'195.00 (Jahr 2008/2009), CHF 40'025.00 (Jahr 2010) und CHF 
34'942.00 (Jahr 2011).

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• Die Beschwerdegegnerin 1 lehnt es zunächst ab, das 
Sicherheitseigenkapital i.S. der Verordnung Eigenfinanzierung als 
Eigenkapitalbasis zu verwenden, da dies ihrer Auffassung nach zu 
willkürlichen Ergebnissen führe. Bei einer logischen Anwendung der 
Verordnung Eigenfinanzierung müsse gemäss der 
Beschwerdegegnerin 1 das Kerneigenkapital als Eigenkapitalbasis 
dienen, was sie jedoch wiederum ablehnen und stattdessen auf das 
durchschnittlich bilanzierte Kapital von CHF 59.5 Mio. für 2009, mit CHF 
59.6 Mio. für 2010 und mit CHF 59.5 Mio. für 2011 abstellen würde.

• Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin 1 sei das 
Sicherheitseigenkapital ein durchaus sachgerechter 
Anknüpfungspunkt. Beim Sicherheitseigenkapital handle es sich 
nämlich um denjenigen Teil des Eigenkapitals, den das Unternehmen 
ohne Weiteres mit Fremdkapital ersetzen könne. Dies treffe für das 
Kerneigenkapital nicht zu. Der Zweck der Verordnung 
Eigenfinanzierung sei gerade, steuerliche Unterschiede zwischen der 
Finanzierung mittels Sicherheitseigenkapital und der Finanzierung 
mittels Fremdkapital zu mildern, weshalb der Abzug eines 
Eigenkapitalzinses nur auf dem Sicherheitseigenkapital in Frage 
kommen würde. Sofern ein Eigenkapitalzins berücksichtigt würde, 
würde es sich daher als sachgerecht erweisen, diesen auf das 
Sicherheitseigenkapital zu beschränken. Wie das Bundesgericht in 
seinem Leiturteil jedoch ausführte, solle der Rückgriff auf Korrektive die 
Vergleichbarkeit von Margen ermöglichen, wenn bei der Identifizierung 
vergleichbarer Transaktionen erhebliche Unterschiede festgestellt 
würden. Im vorliegenden Fall hätten hingegen weder die 
Beschwerdegegnerin 1 noch das Verwaltungsgericht dargelegt oder 
nachgewiesen, dass die Berücksichtigung eines Eigenkapitalzinses 
nötig sei, um die Kostenbasis des getesteten Unternehmens mit 
derjenigen eines vergleichbaren Drittunternehmens vergleichbar zu 
machen. Eine von einem Drittvergleich unabhängige Anpassung der 
Kostenbasis erweise sich als willkürlich. Sie sei nicht mit der 
Kostenaufschlagsmethode vereinbar, weshalb sie auch in Art. 58 Abs. 
3 DBG keinerlei Verankerung finden würde. Durch das Hinzufügen 
eines betragsmässig sehr hohen Eigenkapitalzinses zur erhaltenen 
Marge habe die Beschwerdegegnerin 1 ihren Ermessensspielraum auf 
unerträgliche und willkürliche Weise auch deshalb missbraucht, weil die 
Anwendung des Korrektivs in der Form des Eigenkapitalzinses einen 
wesentlichen Teil der Bewertung der Leistungen der 
Beschwerdeführerin darstellen würde, was gemäss dem Urteil des 
Bundesgerichts aber willkürlich sei. Im vorliegenden Fall erweise sich 
der von der Beschwerdegegnerin 1 berechnete Eigenkapitalzins 
nämlich in allen drei Steuerperioden höher als der Gewinnaufschlag von 
10%.

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• Die Beschwerdegegnerin 1 führe aus, dass das Sicherheitseigenkapital 
auch deswegen ungeeignet sei, da in Fällen, in denen kein 
Sicherheitseigenkapital bestehen würde, kein Eigenkapitalzins 
aufgerechnet werden könne. Dasselbe gelte, wenn das 
Kerneigenkapital tiefer als das Sicherheitseigenkapital sei. Die 
Ausführungen der Beschwerdegegnerin 1 seien nicht schlüssig. Es sei 
absolut richtig, dass auf dem Kerneigenkapital keine Verzinsung 
erfolge, da im Umfang des Kerneigenkapitals das Ausweichen auf 
Fremdkapital gerade nicht möglich sei. Es könne durchaus Fälle geben, 
in denen das pauschal ermittelte Kerneigenkapital über dem steuerlich 
massgebenden Eigenkapital liegen würde. Diesbezüglich sei 
festzuhalten, dass die Verordnung Eigenfinanzierung bloss eine 
formelhafte Schätzungsmethode für die Ermittlung des Kern- und 
Sicherheitseigenkapitals vorgeben würde.

• Würde entgegen den Einwänden der Beschwerdeführerin ein 
Eigenkapitalzins berücksichtigt, wäre dieser zwingend vom 
Kostenaufschlag abzuziehen, andernfalls eine unzulässige doppelte 
Berücksichtigung des Gewinns resultieren würde. Zudem würde auch 
die Finanzierungsneutralität verletzt.

• Im schweizerischen Kontext sei zu berücksichtigen, dass die 
Beschwerdeführerin nach schweizerischem Handels- und 
Gewinnsteuerrecht den Eigenkapitalzins im Gegensatz zum 
Fremdkapitalzins nicht als Aufwand verbuchen könne. Werde nun 
gleichwohl ein kalkulatorischer Eigenkapitalzins in die Kostenbasis 
einbezogen, erweise sich dieser im Ergebnis als ein zusätzlicher 
Gewinnaufschlag. Gewinnelemente seien bei der 
Kostenaufschlagsmethode ausschliesslich durch die Höhe des 
Kostenaufschlags abzugelten, da der Kostenaufschlag (und nicht die 
"verbreiterte" Kostenbasis) einen Gewinn sicherstellen solle. Nichts 
Anderes ergebe sich aus den beiden Methoden, welche gemäss den 
OECD-Verrechnungspreisleitlinien bei der Anwendung der 
Kostenaufschlagsmethode als zulässig erachtet würden: der 
Nettogewinnansatz und der Bruttogewinnansatz. Das Gutachten 
D._____, auf welches sich die Beschwerdegegnerin 1 nach wie vor 
stütze, habe sich zu diesem Punkt bekanntlich nicht äussern müssen, 
da es nicht die Aufgabe war, die schweizerischen 
Gewinnermittlungsvorschriften gemäss OR und DBG, StHG und StG 
GR in die Betrachtungen miteinzubeziehen. 

• Zusammengefasst lasse sich die Kombination von kalkulatorischem 
Eigenkapitalzins bei der Ermittlung der Kostenbasis und einem 
Gewinnaufschlag konzeptionell nicht begründen und erweise sich 
daher als willkürlich. Im Falle einer Berücksichtigung des 

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Eigenkapitalzinses wäre dieser deshalb zwingend vom 
Gewinnaufschlag abzuziehen. 

• Fremdkapitalzinsen würden überdies grundsätzlich geschäftsmässig 
begründeten Aufwand darstellen, womit ein Kostenaufschlag auf den 
Fremdkapitalzinsen nicht in einem verdeckten Gewinnaufschlag 
münden würde. Werde demgegenüber eine Eigenkapitalverzinsung in 
der Kostenbasis berücksichtigt, führe dies geradewegs zu einem 
solchen verdeckten Gewinnaufschlag. Dies hätte zur Folge, dass der in 
der Steuerlehre hochgehaltene Grundsatz der Finanzierungsneutralität 
verletzt würde. 

• Die Beschwerdegegnerin 1 interpretiere das Urteil des 
Verwaltungsgerichts dahingehend, dass der Eigenkapitalzins gestützt 
auf das Capital Asset Pricing Modell zu ermitteln wäre. Solch ein Modell 
lasse sich, so die Beschwerdegegnerin 1, im Zusammenhang mit dem 
schweizerischen Elektrizitätsmarkt den beiden Gutachten 
"Kapitalkostensätze der Fördermassnahmen für die Grosswasserkraft" 
vom 6. März 2017 ("Gutachten Kapitalkostensätze") sowie 
"Risikogerechte Entschädigung für Netzbetreiber im schweizerischen 
Elektrizitätsmarkt" vom 25. Juli 2012 ("Gutachten Netzbetreiber") 
entnehmen. 

• Die Beschwerdegegnerin 1 führe nicht näher aus, weshalb diese beiden 
Gutachten konkret auf die Beschwerdeführerin anwendbar sein sollen 
bzw. ob und inwieweit die einzelnen Berechnungsgrössen des 
Eigenkapitalzinses gemäss den Gutachten auch für die 
Beschwerdeführerin gelten würden. Die Beschwerdegegnerin 1 
missachte mit der unbesehenen Anwendung der beiden Gutachten auf 
den vorliegenden Fall das verwaltungsgerichtlich festgestellte 
Funktions- und Risikoprofil der Beschwerdeführerin, welches für die 
Bestimmung eines Eigenkapitalzinses gerade essentiell sei. Bei einer 
Eigenkapitalverzinsung gehe es um die Renditeerwartung der 
Eigenkapitalgeber und damit um die Frage, welche Rendite ein 
Eigenkapitalgeber für seine Investition erwarten würde. Je risikoreicher 
die Investition, desto höher sei die Renditeerwartung.

• Die Beschwerdegegnerin 1 blende in willkürlicher Weise aus, dass die 
Beschwerdeführerin ein risikoloses Unternehmen sei. Dies sei durch 
das Verwaltungsgericht verbindlich festgestellt worden und im Übrigen 
sei es zwischenzeitlich unbestritten, dass es sich bei der 
Beschwerdeführerin um ein Routineunternehmen handeln würde und 
sie als solches keinen unternehmerischen oder finanziellen Risiken 
ausgesetzt sei. Die Betriebsrisiken würden ausschliesslich von ihren 
Partnern getragen.

- 16 -

• Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass auch die Anwendung 
des risikolosen Zinssatzes gemäss den beiden Gutachten vorliegend 
nicht in Frage kommen würde. Massgebend für die Ermittlung eines 
angemessenen Eigenkapitalzinses könnten nur die Ist-Renditen sein. 
Zudem sei im Steuerrecht das Periodizitätsprinzip zu beachten, 
weshalb der für die jeweilige Steuerperiode massgebliche risikolose 
Zinssatz anzuwenden wäre. Teuerungsannahmen und das 
Sicherstellen einer minimalen Realverzinsung resp. die damit 
angestrebte hohe Stabilität und Investitionssicherheit seien nicht zu 
berücksichtigen. Schliesslich seien die weiteren Argumente der 
Beschwerdegegnerin 1 gegen die analoge Anwendung der Verordnung 
Eigenfinanzierung nicht nachvollziehbar. Es seien nicht die 
Kreditwürdigkeit der Beschwerdeführerin, sondern ihr Funktions- und 
Risikoprofil, welches für die Ermittlung eines angemessenen 
Eigenkapitalzinses massgebend seien. Die Beschwerdegegnerin 1 
verkenne, dass eine Eigenkapitalrendite auf dem freien Markt gerade 
nicht garantiert sei. Wenn der Fremdkapitalzins aufgrund der 
wirtschaftlichen Lage tief sei bzw. sinke, dann bedeute das nicht, dass 
der Eigenkapitalzins stets gleich hoch bleibe. Denn auch der 
Eigenkapitalzins bzw. die entsprechenden Renditeerwartungen der 
Eigenkapitalgeber würden auf Marktveränderungen reagieren.

• Für die Beschwerdeführerin sei es ferner nicht nachvollziehbar, 
inwiefern zwei Gutachten, die nicht nur auf einem anderen Sachverhalt 
beruhen würden, sondern auch mit der Beschwerdeführerin nicht 
vergleichbare Unternehmen zum Gegenstand hätten, vorliegend den 
Nachweis angemessener Eigenkapitalzinssätze erbringen sollen.

• Auch der Vorschlag der Beschwerdegegnerin 1, den 
Pflichtdividendensatz von 5% als Eigenkapitalzins zu verwenden, sei 
nicht sachgerecht. Damit kombiniere sie die Kostenaufschlagsmethode 
mit dem Dividendenmodell, welches sie im gesamten bisherigen 
Verfahren stets abgelehnt habe. Eine Kombination des 
Dividendenmodells mit der Kostenaufschlagsmethode lasse sich auch 
mit den OECD-Verrechnungspreisleitlinien nicht in Einklang bringen. 
Sie führe zu einer willkürlichen Zuweisung von Gewinn an den Kanton 
Graubünden unter Verwendung einer "gemischten" Methode, die gegen 
die OECD-Verrechnungspreisleitlinien und auch gegen Art. 58 Abs. 3 
DBG bzw. Art. 79 Abs. 3 StG GR verstossen würde.

• Zudem führe die Berechnung der steuerbaren Gewinne durch die 
Beschwerdegegnerin 1 zu einer offensichtlich willkürlichen 
Aktienkapitalrendite, die von einem Partnerwerk gerade nicht erzielt 
werden könne. Setze man die von der Beschwerdegegnerin 1 
ermittelten steuerbaren Gewinne in Relation zum Aktienkapital der 
Beschwerdeführerin für die strittigen Steuerperioden, resultiere eine 

- 17 -

Aktienkapitalrendite von rund 11.5% (Jahr 2008/2009), 9.8% (Jahr 
2010) und 10.3% (Jahr 2011), d.h. eine durchschnittliche 
Aktienkapitalrendite von 10.5%.

• Die Beschwerdeführerin habe ihren Verrechnungspreis bereits mittels 
einer Kontrollrechnung gestützt auf das bundesgerichtliche Leiturteil 
verifiziert und aufgezeigt, dass die von ihr verrechneten Preise 
fremdvergleichskonform seien. Auch bei einer Kontrollrechnung 
gestützt auf das Urteil des Verwaltungsgerichts würde sich zeigen, dass 
sowohl bei einem Kostenaufschlag von 5% als auch bei einem solchen 
von 10% die Verrechnungspreise der Beschwerdeführerin wesentlich 
höher seien als diejenigen, die gemäss Berechnung nach dem Urteil 
des Verwaltungsgerichts resultieren würden. 

• Der ermittelten Kostenbasis sei in einem zweiten Schritt nach dem 
Wortlaut von Art. 58 Abs. 3 DBG resp. Art. 79 Abs. 3 StG GR ein 
angemessener betriebs- bzw. branchenüblicher Kostenaufschlag 
hinzuzurechnen. Dieser solle eine angemessene Vergütung für die 
ausgeübten Funktionen und die getragenen Risiken sicherstellen und 
einen Gewinn ermöglichen.

• Vorliegend sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin als 
Routineunternehmen keine unternehmerischen Risiken tragen würde 
und die wesentlichen Risiken von den Partnern als Entrepreneure 
getragen würden. Dies sei bei der Festlegung des Kostenaufschlags 
entsprechend zu berücksichtigen. Das Verwaltungsgericht suggeriere 
in seinem Urteil, dass der Kostenaufschlag von 10% einen Mittelwert 
darstelle und daher angemessen wäre. Dieser Auffassung könne nicht 
gefolgt werden. Sowohl das Bundesgericht als auch das Gutachten 
D._____ und die OECD Verrechnungspreisrichtlinien würden für einen 
Kostenaufschlag eine Bandbreite zwischen 5 - 10% festhalten. Daher 
sei ein Kostenaufschlag von 10% keineswegs ein Mittelwert, sondern 
das obere Ende der Bandbreite. Berücksichtige man das geringfügige 
Funktions- und Risikoprofil der Beschwerdeführerin sowie dass die 

- 18 -

Beschwerdeführerin für ihre Kontrollrechnung bereits eine äusserst 
breite Kostenbasis - inklusive Abschreibungen und Finanzaufwand - 
nach dem Nettogewinnansatz anwende, erweise sich ein 
Kostenaufschlag von 10% als völlig unangemessen. Vor diesem 
Hintergrund sei vielmehr ein Kostenaufschlag am unteren Ende der 
Skala bei 5% bis maximal 7.5% als angemessen anzusehen. Selbst ein 
solcher Wert erweise sich als hoch, wenn man diesen mit den 
Vollkostenaufschlägen vergleiche, wie sie bei Produktionsunternehmen 
empirisch festgestellt worden seien:

• Erst recht unhaltbar sei ein Kostenaufschlag von 10%, wenn - wie dies 
das Verwaltungsgericht vorgeben würde - noch ein Eigenkapitalzins in 
die Kostenbasis einberechnet werde. Wie dargelegt, stelle dies einen 
zusätzlichen (verdeckten) Gewinnaufschlag dar. Werde der 
Eigenkapitalzins berücksichtigt, übersteige der vom Verwaltungsgericht 
bestimmte Kostenaufschlag sogar 10%. Von einem "angemessenen" 
Kostenaufschlag könne dann überhaupt nicht mehr die Rede sein.

• Die Berechnungsmethode der Beschwerdegegnerin 1 sei auch deshalb 
willkürlich, weil diese entgegen der klaren Rechtsprechung und Lehre 
Gewinnsteuern zum nach der Kostenaufschlagsmethode bestimmten 
Verrechnungspreis hinzuaddiert habe. Der nach der 
Kostenaufschlagsmethode bestimmte Verrechnungspreis setze sich 
aus der Kostenbasis und dem Kostenaufschlag zusammen. 
Gewinnsteuern seien nach der Rechtsprechung und den OECD 
Verrechnungspreisleitlinien bei der Ermittlung des 
Verrechnungspreises nach der Kostenaufschlagsmethode 
auszuklammern.

• Das Verwaltungsgericht habe bei der Kostenverlegung Art. 73 Abs. 1 
VRG GR willkürlich angewendet. Im vorangehenden Verfahren vor 
Verwaltungsgericht sei die Beschwerdeführerin mit ihren Begehren 
nahezu vollumfänglich durchgedrungen, womit die Verfahrenskosten 
der Beschwerdegegnerin 1 als der unterliegenden Partei aufzuerlegen 
seien. So sei es der Beschwerdegegnerin 1 nicht gelungen, eine 
geldwerte Leistung nachzuweisen und zu beziffern, womit sie 
vollumfänglich unterlegen sei. Hinzu kämen die zahlreichen 
Verfahrensfehler der Beschwerdegegnerin 1, welche vom 

- 19 -

Verwaltungsgericht festgestellt und geheilt werden mussten und 
gemäss dem Verwaltungsgericht bei der Kostenverlegung zulasten der 
Beschwerdegegnerin 1 zu berücksichtigen wären.

• Art. 78 Abs. 1 VRG GR halte fest, dass im Rechtsmittelverfahren in der 
Regel die unterliegende Partei verpflichtet werde, der obsiegenden 
Partei "die durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu 
ersetzen". Die notwendigen Kosten der Beschwerdeführen seien 
diejenigen gemäss den von ihr eingereichten Honorarrechnungen. Ein 
Stundenansatz von CHF 240.00 sei aufgrund der Komplexität der 
Materie, die das Verwaltungsgericht selbst zugestehe, schlicht 
unangemessen. Zudem sei ein Stundenansatz von CHF 240.00 kaum 
höher als derjenige für eine Pflichtverteidigung (ohne etwaiges 
Inkassorisiko), womit das Verwaltungsgericht den vorliegenden Fall 
(auf willkürliche Weise) einer Pflichtverteidigung gleichsetzen würde. 
Wenn das Verwaltungsgericht sich schon auf die Honorarverordnung 
berufe, hätte es diese auch willkürfrei anwenden und die Parteikosten 
gestützt auf den Stundenansatz von CHF 270.00 (der als üblich i.S.v. 
Art. 3 Abs. 1 HV gilt) sowie unter Berücksichtigung eines einmaligen 
Interessenwertzuschlags (was als üblich i.S.v. Art. 3 Abs. 2 HV gilt) 
berechnen müssen. Hätte das Verwaltungsgericht dies getan, d.h. die 
Parteikosten unter Anwendung eines Stundenansatzes von CHF 
270.00 i.S.v. Art. 3 Abs. 1 HV und unter Berücksichtigung eines 
einmaligen Interessenwertzuschlages i.S.v. Art. 3 Abs. 2 HV (der bei 
einem Streitwert von über CHF 1 Mio. höchstens 2% des 
entsprechenden Streitwertes betragen darf) bestimmt, wäre es auf 
einen Betrag gekommen, der in etwa den Parteikosten der 
Beschwerdeführerin von CHF 337'749.88 entsprechen würde. 

6. Die Beschwerdegegnerin 1 beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 16. 

Mai 2022 was folgt:

1. „Dem prozessualen Antrag auf Beizug der vorinstanzlichen Akten 
und der Akten des Beschwerdeverfahrens A 15 49 sei 
stattzugeben.

2. Die übrigen Rechtsbegehren seien im Sinne der materiellen 
Erwägungen (vgl. hinten Ziffer IV.B "Materielles") teilweise 
gutzuheissen, im Übrigen aber abzuweisen, soweit darauf 
einzutreten sei. 

3. Für den Fall, dass die Beschwerde nicht im Sinne der 
Rechtsbegehren entschieden werde, sei ein Endentscheid i.S.v. 
Art. 90 BGG zu fällen.

4. Unter gesetzlicher Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin."

- 20 -

Begründend führte die Beschwerdegegnerin 1 im Wesentlichen was folgt 

aus:

• Die von der Beschwerdeführerin dargestellte Prozessgeschichte sei nur 
teilweise korrekt. So suggeriere die Beschwerdeführerin mit ihrer 
Darstellung der von ihr angewendeten Verrechnungspreismethode, 
dass sie ein Kostenaufschlagsmodell anwende. In Tat und Wahrheit 
wende die Beschwerdeführerin die Methode der Pflichtdividende bzw. 
das Dividendenmodell an, welche gemäss Rechtsprechung des 
Bundesgerichts nicht mit Art. 58 Abs. 3 DBG in Einklang stehen würde. 
Damit sei auch die Aussage der Beschwerdeführerin, das 
Bundesgericht habe das Dividendenmodell für zulässig erklärt, schlicht 
falsch.

• Auch der Hinweis, wonach das Bundesgericht die Rückweisung an die 
Beschwerdegegnerin 1 zur Neuberechnung des 
Fremdvergleichspreises bestätigt habe, sei unzutreffend. Richtig sei, 
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 6. Januar 2022 sowohl auf die 
Beschwerde 2C_1014/2021 der Beschwerdegegnerin 1 als auch auf die 
Beschwerde 2C_1021/2021 der Beschwerdeführerin nicht eingetreten 
sei. Dementsprechend sei keine materielle Beurteilung durch das 
Bundesgericht erfolgt.

• Zudem seien auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin in den 
Rz. 28 ff. der Beschwerde irreführend. Dies aus dem einfachen Grund, 
weil das Kostenaufschlagsmodell nur den Preis der Stromproduktion für 
den Partner beinhalten würde (und somit nicht alle in der 
handelsrechtlichen Jahresrechnung verbuchten Transaktionen 
mitberücksichtigen würde). Das Dividendenmodell hingegen müsse die 
gesamten in der Jahresrechnung ausgewiesenen Kosten abdecken, 
damit der vorab gemäss Partnervertrag festgelegte handelsrechtliche 
Pflichtgewinn ausgewiesen werde. 

• Mit dem von der Beschwerdeführerin in den Rz. 31 - 43 der Beschwerde 
dargestellten Sachverhalt sei die Beschwerdegegnerin 1 grundsätzlich 
einverstanden. Allerdings teile die Beschwerdegegnerin 1 die 
Auffassung der Beschwerdeführerin in Rz. 37, wonach das 
Bundesgerichtsurteil 2C_495/2017 und 2C_512/2017 vom 27. Mai 
2019 ein Leiturteil sein solle, dezidiert nicht.

• Mit Bezug auf von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Argumente 
hinsichtlich der Kosten- und Parteientschädigung sei darauf 
hinzuweisen, dass diese nicht Gegenstand der Einspracheentscheide 
vom 4. März 2022 sein konnten, weshalb auf diese Rechtsbegehren 
nicht einzutreten sei. Die Kostenverteilung und Festlegung der 

- 21 -

Parteientschädigung im VGU A 15 49 vom 28. Oktober 2021 des 
Verwaltungsgerichts, welches gemäss Bundesgericht einen 
Zwischenentscheid darstelle, seien nicht mittels vorliegender 
Beschwerde, sondern zusammen mit dem Endentscheid des 
Verwaltungsgerichts mittels Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht anzufechten (Art. 93 Abs. 3 
BGG).

• Mit ihren Verweisen, wonach das Verwaltungsgericht und das 
Bundesgericht der Beschwerdegegnerin 1 verbindliche Vorgaben erteilt 
hätten, wie bei der Neuberechnung des Fremdvergleichspreises 
vorzugehen sei, blende die Beschwerdeführerin die 
"Prozessgeschichte" und die verfahrensrechtliche Konstellation des 
vorliegenden Falls völlig aus. Denn sowohl die Beschwerdegegnerin 1 
als auch die Beschwerdeführerin hätten das VGU A 15 49 als 
Endentscheid eingestuft und dagegen Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht erhoben. Das 
Bundesgericht sei in seinem Urteil 2C_1014/2021 bzw. 2C_1021/2021 
vom 6. Januar 2022 dagegen von einem Zwischenentscheid 
ausgegangen, weshalb es auf die Beschwerden von 
Beschwerdeführerin und Beschwerdegegnerin 1 nicht eingetreten sei. 
Das Bundesgericht habe demnach keine materielle Beurteilung der 
Streitsache vorgenommen. Entgegen der Darstellung der 
Beschwerdeführerin habe damit seitens des Bundesgerichts weder 
eine Bestätigung des Rückweisungsentscheids des 
Verwaltungsgerichts noch eine Anweisung zur Ermittlung der 
Eigenkapitalkosten an die Beschwerdegegnerin 1 stattgefunden. Aus 
dem Urteil 2C_1014/2021 bzw. 2C_1021/2021 des Bundesgerichts 
vom 6. Januar 2022 könne die Beschwerdeführerin für das vorliegende 
Verfahren somit nichts zu ihren Gunsten ableiten. Beim VGU A 15 49 
handle es sich nach Ansicht des Bundesgerichts - wie gesehen – um 
einen Zwischenentscheid (Rückweisungsentscheid), der den 
Beurteilungsspielraum der Beschwerdegegnerin 1 zwar nicht 
vollständig, aber doch erheblich einschränke. Die Beschwerdegegnerin 
1 wäre - nach dem Nichteintretensentscheid des Bundesgerichts - 
nunmehr gestützt auf VGU A 15 49 gehalten gewesen, für die 
Steuerperioden 2009 bis 2011 Einspracheentscheide zu treffen, die sie 
als falsch bzw. rechtswidrig erachten würde und zu deren Anfechtung 
sie als verfügende Behörde mangels Beschwer nicht befugt wäre. Für 
die Beschwerdeführerin würde sodann keine Veranlassung bestehen, 
diese - für sie im Ergebnis vorteilhaften - Einspracheentscheide mittels 
Beschwerde an das Verwaltungsgericht weiterzuziehen. Damit würden 
die aus Sicht der Beschwerdegegnerin 1 rechtswidrigen 
Einspracheentscheide aber in Rechtskraft erwachsen. Mit anderen 
Worten wäre die vorliegende Streitsache einer materiellen Überprüfung 
des Standpunktes der Beschwerdegegnerin 1 durch das Bundesgericht 

- 22 -

entzogen, was angesichts der Tatsache, dass es dabei um einen 
Pilotfall in der rechtlich und politisch umstrittenen Frage der 
Partnerwerkbesteuerung gehen würde, besonders stossend wäre.

• Entgegen den Rügen der Beschwerdeführerin erweise sich das 
Vorgehen der Beschwerdegegnerin 1 demnach im vorliegenden 
Kontext keinesfalls als willkürlich oder voreingenommen, sondern - als 
Folge des Nichteintretensentscheids des Bundesgerichts – vielmehr als 
konsequent und verfahrensrechtlich unabdingbar. Die 
Beschwerdegegnerin 1 distanziere sich denn auch vehement vom 
beschwerdeführerischen Vorwurf, sie versuche auf jede Art und Weise, 
eine geldwerte Leistung zu konstruieren. Vielmehr sei die 
Beschwerdegegnerin 1 mit dem Erlass der angefochtenen 
Einspracheentscheide bestrebt, eine gesetzeskonforme und willkürfreie 
Rechtsanwendung zu erzielen, welche einer bundesgerichtlichen 
Überprüfung zugänglich sei. Dies sei aber nur möglich, wenn das 
Verwaltungsgericht in der vorliegenden Streitsache überhaupt die 
Gelegenheit erhalte, einen Endentscheid zu fällen, der von den Parteien 
mittels Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das 
Bundesgericht angefochten werden könne. Sodann sei darauf 
hinzuweisen, dass die Anfechtung eines weiteren Zwischenentscheids 
des Verwaltungsgerichts mittels Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht ausgeschlossen wäre. Das 
Verwaltungsgericht werde daher ersucht, einen Endentscheid i.S.v. Art. 
90 BGG zu fällen.

• Mit Blick auf die entscheidenden Erwägungen im VGU A 15 49 werde 
die Beschwerdegegnerin 1 bewusst nur auf die Frage eingehen, wie für 
das Kostenaufschlagsmodell nach Massgabe des erwähnten 
Verwaltungsgerichtsurteils (i) die Kostenbasis und der massgebende 
Verrechnungspreis zu ermitteln, (ii) die Ermittlung der 
Eigenkapitalverzinsung vorzunehmen und (iii) damit eine verdeckte 
Gewinnausschüttung nachzuweisen sei. Alle anderen abermals 
ausufernden Ausführungen der Beschwerdeführerin würden nicht mehr 
kommentiert, da diese Streitpunkte bereits im VGU A 15 49 entschieden 
worden seien.

• Nach den entsprechenden Vorgaben seien die Kostenbasis und der 
massgebende Verrechnungspreis für die streitigen Steuerperioden 
2009, 2010 und 2011 wie folgt zu ermitteln:

- 23 -

• Das obige Kalkulationsschema folge jenem aus dem im 
Beschwerdeverfahren A 15 49 bei Prof. Dr. D._____ eingeholten 
Sachverständigengutachten vom 28. September 2020 (nachfolgend 
Gutachten D._____, vgl. S. 46) und der Beilage 1 der 
Einspracheentscheide vom 4. März 2022. Es enthalte in den hellblau 
unterlegten Feldern wesentliche Abweichungen gegenüber der 
Kalkulation im Einspracheentscheid, welche unten erklärt würden.

• Abzug 1 umfasse jene anteiligen Kosten, welche gemäss der 
Jahresrechnung der Beschwerdeführerin mit Leistungen verbunden 
seien, die nicht den Partnern für ihre anteiligen Leistungsbezüge 
verrechnet würden. Der Einfachheit halber würden 100% dieser Erträge 
gemäss Jahresrechnung als Aufwand zum Abzug gebracht. Dieser 
Abzug dürfte zu hoch ausfallen (notabene zu Gunsten der 
Beschwerdeführerin), da davon auszugehen sei, dass zumindest in 
einem Teil dieser Leistungen auch eine Gewinnmarge eingerechnet 
bzw. erzielt würde.

• Abzug 2 umfasse die Kapital- und Liegenschaftssteuern, welche 
gemäss Erwägung 7.7. des VGU A 15 49 nicht in der Kostenbasis 
berücksichtigt werden dürften. Dies sei in den Einspracheentscheiden 

- 24 -

vom 4. März 2022 irrtümlicherweise nicht berücksichtigt worden. Die 
Beschwerdeführerin habe im Rahmen der Veranlagungsvorschläge 
vom 4. Februar 2022 in ihrem Schreiben vom 24. Februar 2022 diesen 
Abzug nicht im Detail geltend gemacht.

• Abzug 3 umfasse die anteiligen Leistungen unabhängiger Dritter, 
welche ebenfalls im Sinne der Erwägung 7.7. des VGU A 15 49 nicht in 
die Kostenbasis einfliessen dürften. Mangels anderer Angaben könne 
gemäss Rz. 91. der Beschwerde auf die Schätzungen der 
Beschwerdeführerin abgestellt werden. Auch dieser Abzug fehle in den 
ursprünglichen Berechnungen der massgeblichen Verrechnungspreise 
gemäss Einspracheentscheide vom 4. März 2022. Die 
Beschwerdeführerin habe diesen Abzug im Rahmen der 
Veranlagungsvorschläge vom 4. Februar 2022 nicht geltend gemacht.

• Auf der so ermittelten Kostenbasis werde der Kostenaufschlag von 10% 
hinzugerechnet und ein Zwischentotal gebildet. Diesbezüglich werde 
u.a. auf eine Auskunft der Steuerverwaltung des Kantons Wallis vom 
19. Januar 2022 hingewiesen, welche im Amtshilfeverfahren erteilt 
worden sei. Dabei seien im Nachgang zu den Bundesgerichtsurteilen 
2C_495/2017 und 2C_512/2017 vom 27. Mai 2019 alle Partnerwerke 
mit Sitz im Wallis für die Steuerperioden 2009 - 2020 definitiv veranlagt 
worden. Die Veranlagung sei auf Basis eines Memorandum of 
Understanding (MoU) erfolgt, in welchem die Parteien u.a. die 
Kostenbasis und den Kostenaufschlag einvernehmlich festgehalten 
hätten. Sämtliche Werke seien mit der Kostenaufschlagsmethode 
veranlagt worden. Die Kostenbasis sei gemäss MoU jeweils aus den 
Jahreskosten zu Lasten den Partner gemäss handelsrechtlicher 
Jahresrechnung abzüglich des handelsrechtlich ausgewiesenen 
Reingewinnes aber inklusive sämtlicher Steuern ermittelt worden. Auf 
diesen Vollkosten hätten die Walliser Partnerwerke einen 
Kostenaufschlag von 10% akzeptiert. Dieselben Partner und 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, welche vorliegend vehement 
einen fremdvergleichskonformen Kostenaufschlag von 10% bestreiten 
würden (vgl. Rz. 199. ff. der Beschwerde), hätten bei den Walliser 
Partnerwerken einvernehmlich einen Kostenaufschlag von 10% 
akzeptiert. 

• Zu diesem Zwischentotal seien schliesslich jene Drittleistungen, die 
keinem Kostenaufschlag von 10% unterliegen würden, wieder hinzu zu 
addieren. Die Partner hätten diese Drittleistungen zu deren Vollkosten 
zu begleichen. Ein fremder Produzent würde für die Preisbestimmung 
solche Kosten auch mitberücksichtigen, weil sie zu den Herstellkosten 
gehören würden. Der resultierende Fremdvergleichspreis entspreche 
dem steuerlich massgeblichen Verrechnungspreis für die den Partnern 

- 25 -

gelieferten Sach- und Dienstleistungen (im vorliegenden Fall gelieferter 
Strom und vorgehaltener Stauraum).

• In den Rz. 121. bis 131. sowie 184. bis 187. versuche die 
Beschwerdeführerin darzulegen, dass falls ein kalkulatorischer Zins auf 
dem eingesetzten Eigenkapital berücksichtigt würde, dieser "zwingend 
vom Gewinnaufschlag abzuziehen" wäre. Zudem werfe die 
Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin 1 vor, das 
Kostenaufschlags- mit dem Dividendenmodell zu vermischen. Richtig 
sei, dass nach der Vorgabe des VGU A 15 49 (und damit unter Beizug 
des Gutachtens D._____, S. 46), die kalkulatorische 
Eigenkapitalverzinsung in der Kostenbasis, auf welcher der 
Kostenaufschlag und anschliessend der massgebende 
Verrechnungspreis ermittelt werde, zu belassen sei. Alles andere wäre 
nicht nachvollziehbar und sachlich falsch. Auch der Vorwurf der 
Modellvermischung durch die Beschwerdegegnerin 1 ziele ins Leere. 
Der von der Beschwerdegegnerin 1 gewählte Ansatz, im 
Kostenaufschlagsmodell für die Eigenkapitalverzinsung den 
Pflichtdividendensatz zu wählen, habe nichts mit einer Vermischung der 
beiden Modelle zu tun.

• Für die Ermittlung des Eigenkapitalzinses verweise Erwägung 7.7. des 
VGU A 15 49 auf die VO Eigenfinanzierung. Art. 25abis Abs. 1 StHG 
sehe vor, dass zum geschäftsmässig begründeten Aufwand auch der 
Abzug für Eigenfinanzierung gehören könne. Der Abzug entspreche 
dem kalkulatorischen Zins auf dem Sicherheitseigenkapital. Art. 25abis 
Abs. 2 StHG präzisiere, dass das Sicherheitseigenkapital dem Teil des 
Eigenkapitals entsprechen würde, der das für die Geschäftstätigkeit 
langfristig benötigte Eigenkapital übersteigen würde. In der VO 
Eigenfinanzierung werde sodann durch fest definierte 
Eigenkapitalunterlegungssätze das Kerneigenkapital einer juristischen 
Person ermittelt, welche sie für die Geschäftstätigkeit langfristig 
benötigen würde. Die positive Differenz zwischen dem effektiv 
ausgewiesenen Eigenkapital und dem so ermittelten Kerneigenkapital 
werde als Sicherheitseigenkapital bezeichnet. Mit anderen Worten 
entspreche das Sicherheitseigenkapital nach dem Willen und Zweck 
des Gesetzgebers demjenigen Teil des Eigenkapitals, welcher eben 
genau nicht für die Geschäftstätigkeit langfristig benötigt werde 
(Kerneigenkapital). Es könne deshalb, entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin, nicht dem Willen des Verwaltungsgerichts 
entsprechen, vorliegend die Eigenkapitalverzinsung auf das 
Sicherheitseigenkapital zu beschränken, welches langfristig gerade 
eben nicht für die Geschäftstätigkeit benötigt werde.

• Nach dem Willen des Verwaltungsgerichts sei vorliegend eine breite 
Kostenbasis heranzuziehen, welche die Kosten der Produktion von 

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Strom umfasse. Dazu würden auch alternativ erzielbare Zinserträge 
bzw. Opportunitätskosten gehören, die einem Unternehmen durch die 
Bindung von Eigenkapital (dabei müsse es sich insbesondere um 
Kerneigenkapital handeln, welches für die Geschäftstätigkeit langfristig 
benötigt würde) Kosten verursachen würden (siehe Erwägung 7.7 2. 
VGU A 15 49). Die Beschwerdegegnerin 1 habe in der Begründung der 
Einspracheentscheide vom 4. März 2022 ausführlich dargelegt, 
weshalb zwingend das handelsrechtlich ausgewiesene Eigenkapital für 
die Bestimmung des Eigenkapitalzinses und nicht etwa das 
Sicherheitskapital herangezogen werden müsse. Die 
Beschwerdegegnerin 1 lehne deshalb alle Ausführungen der 
Beschwerdeführerin, wonach die Ermittlung der Eigenkapitalkosten auf 
der Basis des Sicherheitseigenkapitals (Rz. 115. ff. der Beschwerde) 
als "sachgerecht" angesehen würde, entschieden ab und halte an der 
vorerwähnten Beurteilung gemäss Einspracheentscheide vom 4. März 
2022 fest. Im Einspracheentscheid vom 4. März 2022 sei begründet 
worden, weshalb der anzuwendende Zinssatz auf dem eingesetzten 
Eigenkapital nicht wie in der VO Eigenfinanzierung vorgesehen auf 
Basis der Rendite von 10-jährigen Bundesobligationen zu bestimmen 
sei. Beim angewandten Zinssatz von 5% handle es sich um den von 
den Aktionären selbst für deren Kapitaleinsatz gewählten Zinssatz. 
Dieser berücksichtige im Unterschied zu den 10-jährigen 
Bundesobligationen auch die 80-jährige Kapitalbindung 
(Konzessionsdauer). Es würden damit auch kurzfristige Schwankungen 
oder gar Negativzinsen vermieden. Gerade die Entwicklung der 
Renditen von Bundesobligationen in den Negativbereich ab 2016 
würden zu ökonomisch unsinnigen Resultaten führen (vgl. dazu Beilage 
4 zum Einspracheentscheid, S. 29, Studie C._____, 2017).

• Aus dem Vergleich der vorstehend ermittelten Fremdvergleichspreise 
für die Jahre 2009, 2010 und 2011 mit jenen, welche den Partnern der 
Beschwerdeführerin gemäss Jahresrechnung tatsächlich verrechnet 
worden seien, könne nun ermittelt werden, ob eine verdeckte 
Gewinnausschüttung vorliegen würde:

• Damit die Jahreskosten zu Lasten der Partner mit dem gemäss 
Kostenaufschlagsmodell ermittelten Fremdvergleichspreis vergleichbar 
seien, müssten die in der handelsrechtlichen Jahresrechnung 

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gebuchten ausserordentlichen Ergebnisse sowie die im 
Kostenaufschlagsmodell noch nicht berücksichtigten verbuchten 
Ertragssteuern herausgerechnet werden. Nur durch dieses Vorgehen 
sei der Vergleich der Fremdvergleichspreise zwischen der 
handelsrechtlichen Jahresrechnung und dem Kostenaufschlagsmodell 
sachgerecht. Der Vergleich der beiden Fremdvergleichspreise zeige 
folgendes (in TCHF):

• Daraus würden folgende angepasste steuerbaren Gewinne für die 
Steuerperioden 2009, 2010 und 2011 resultieren (in TCHF):

• Die Beschwerdeführerin suggeriere in den Rz. 179. ff., dass auf Basis 
der in den Einspracheentscheiden veranlagten Gewinne die 
Beschwerdeführerin Aktienkapitalrenditen erzielen würde, welche sich 
ökonomisch nicht rechtfertigen liessen. Bereits in der Vernehmlassung 
vom 10. Dezember 2015 im Verfahren A 15 49, S. 17, habe die 
Beschwerdegegnerin 1 aufgezeigt, dass die durchschnittliche 
verdeckte Gewinnausschüttung der definitiv veranlagten Jahre 1997 - 
2008 TCHF 3'200 betragen habe. Das entspreche einer 
Gewinnkorrektur von 122% gegenüber dem deklarierten Gewinn. 
Dieser Mittelwert liege weit über den Vergleichswerten der Jahre 2009 
- 2011, die vorliegend streitig seien. Der Vergleich zeige, dass die 
steuerbaren Gewinne der Jahre 2009 - 2011 ökonomisch vertretbar 
seien. Die gegenteilige Behauptung der Beschwerdeführerin zeuge von 
einem widersprüchlichen Verhalten in Bezug auf die Vergangenheit.

7. Die Beschwerdegegnerin 2 hat sich in der Folge nicht vernehmen lassen.

8. In ihrer Replik vom 29. Juni 2022 brachte die Beschwerdeführerin vor,

• dass die handelsrechtlichen Gewinne der Beschwerdeführerin für die 
Steuerperioden 2009-2011 bereits höher seien als die durch die 
Beschwerdegegnerin 1 ermittelten Gewinne (ohne 

- 28 -

Eigenkapitalverzinsung, jedoch mit Kostenaufschlag von 10%). Damit 
fehle es vorliegend im Einklang mit dem Leiturteil des Bundesgerichts - 
wie bereits mehrfach ausgeführt - an einem offensichtlichen 
Missverhältnis und an einer geldwerten Leistung. Ohnehin wäre für das 
Vorliegen einer geldwerten Leistung die Beschwerdegegnerin 1 
beweisbelastet.

• Wie das Bundesgericht und das Verwaltungsgericht bereits 
festgehalten hätten, sei die Stromproduktion die einzige Tätigkeit bzw. 
Leistung, welche ein Partnerwerk gegenüber den Partnern erbringe. Als 
Gegenleistung für die für sie produzierte Elektrizität würden die Partner 
einen Betrag leisten, der der Summe der jährlichen Kosten entsprechen 
würde, die dem Partnerwerk entstehen würden sowie einen 
zusätzlichen Betrag, der auf der Grundlage des Aktienkapitals des 
Partnerwerks festgelegt würde. Die angewandte 
Verrechnungspreismethode sei - wie in der Beschwerde ausführlich 
dargestellt - Folge des Partnerwerkvertrags. Das Dividendenmodell 
setze sich somit ohne Zweifel aus einer Kostenbasis (siehe Ziff. 1-4 in 
Art. 6.2. des Partnervertrages) und einem Gewinnaufschlag (siehe Ziff. 
5-6 in Art. 6.2. des Partnervertrages) zusammen. Dieser Umstand 
könne nicht ernsthaft bezweifelt werden. Die Beschwerdeführerin 
erziele darüber hinaus in einem vergleichsweise geringfügigen Umfang 
übrige Erträge aus Leistungen, welche die Beschwerdeführerin nicht an 
die Partner entrichten würde. Sie würden zwar in die Erfolgsrechnung 
einfliessen, hätten aber dennoch keinen Einfluss auf die Höhe des 
Gewinns, weil dieser aus dem Dividendensatz von 5% auf dem 
Aktienkapital resultieren würde. Ökonomisch betrachtet, müssten diese 
Erträge an und für sich den Partnern zugerechnet werden, da diese 
völlig unabhängig von diesen übrigen Erträgen sämtliche 
Betriebskosten tragen müssten. Sie würden aber im Partnerwerk 
stehen gelassen (siehe Rz. 53). Die Kenntnis und Berücksichtigung der 
Verrechnungspreisermittlung gemäss Dividendenmodell sei im 
vorliegenden Fall von erheblicher Bedeutung. Die Beschwerdeführerin 
habe systematisch korrekt dargestellt, welcher Verrechnungspreis sich 
bei Anwendung des Dividendenmodells ergeben würde. 

• Richtig sei, dass das Bundesgericht in seinem Leiturteil in der 
Anwendung des Dividendenmodells keine geldwerte Leistung erblickt 
habe. Das Bundesgericht habe in seinem Leiturteil das Folgende 
festgehalten:

- es sei den Partnerwerken unbenommen, ihre Entschädigung 
gemäss Partnervertrag nach dem Dividendenmodell festzulegen 
(Gestaltungsfreiheit);

- nur wenn das Entgelt, das ein Partnerwerk für die Lieferung von 

- 29 -

Energie erhalte, offensichtlich unter dem Wert der Leistung liege, 
der sich in Anwendung von Art. 58 Abs. 3 DBG ergäbe, dürfe in 
der Differenz eine Aufrechnung vorgenommen werden. 
Entsprechend diene Art. 58 Abs. 3 DBG dazu, die Einhaltung des 
Fremdvergleichsprinzips zu verifizieren;

- die Kostenaufschlagsmethode erscheine für die Kontrolle als 
besonders geeignet.

Bei dieser Sachlage erscheine es seitens der Beschwerdegegnerin 1 
geradezu als treuwidrig, die sorgfältig begründete Aussage in Rz. 20.5 
der Beschwerde als "schlicht falsch" zu bezeichnen.

• Es ist (zwar) richtig, dass die Kostenbasis gemäss 
Kostenaufschlagsmodell schmaler sei. Dies ändere selbstverständlich 
nichts daran, dass der gemäss Kostenaufschlagsmethode ermittelte 
Verrechnungspreis mit demjenigen verglichen werden müsse, der aus 
dem Dividendenmodell resultieren würde. Es gehe nicht an, dass die 
Beschwerdegegnerin 1 ihren als richtig befundenen Verrechnungspreis 
mit einem fiktiven Verrechnungspreis, welcher nichts mit der Realität zu 
tun habe, vergleiche, um eine geldwerte Leistung hervorzuzaubern. 
Vergleiche man nun die Jahreskosten der Beschwerdeführerin in den 
Geschäftsjahren 2008/2009, 2010 und 2011 mit dem 
"Verrechnungspreis Basis Kostenaufschlag" gemäss Vernehmlassung 
der Beschwerdegegnerin 1 stelle man fest, dass die Partner in allen im 
Streit liegenden Steuerperioden höhere Entschädigungen als die von 
der Beschwerdegegnerin 1 ermittelten Verrechnungspreise geleistet 
hätten:

Eine verdeckte Gewinnausschüttung sei damit in keinster Weise 
auszumachen und schon gar nicht nachgewiesen.

• In Bezug auf die Kosten- und Parteientschädigung verkenne die 
Beschwerdegegnerin 1, dass die Kosten- und Entschädigungsregelung 
eines Rückweisungsurteils nicht erst vor Bundesgericht gerügt werden 
können, sondern bereits im Rahmen des Instanzenzugs gegen das 
Rückweisungsurteil mit der Beschwerde an das rückweisende Gericht 

- 30 -

(hier das Verwaltungsgericht) gerügt werden müssten. Das 
Bundesgericht urteile im Beschwerdeverfahren grundsätzlich nur über 
Angelegenheiten, welche von einer Vorinstanz bereits beurteilt worden 
seien. Neue Begehren seien vor Bundesgericht deshalb grundsätzlich 
unzulässig. Da es sich bei einem Rückweisungsentscheid um einen 
Zwischenentscheid handle, müsse das Verwaltungsgericht im Rahmen 
seines Endentscheids die Kosten neu verlegen können.

• Die Beschwerdegegnerin 1 führe aus, dass sie die Möglichkeit haben 
müsse, den vorliegenden Pilotfall vor Bundesgericht zu bringen, 
weshalb es ihrerseits gerechtfertigt sei, vom Urteil des 
Verwaltungsgerichts abzuweichen. Dass eine materielle Beurteilung 
durch das Bundesgericht bereits erfolgt sei, habe die 
Beschwerdeführerin nie behauptet. Die Beschwerdegegnerin 1 
verkenne, dass zwischen der Bestätigung der Rückweisung zur 
Neuberechnung im Sinne der verwaltungsgerichtlichen Erwägungen 
einerseits und der materiellen Beurteilung des 
Rückweisungsentscheids andererseits zu unterscheiden sei. Eine 
materielle Beurteilung solle aus verfahrensökonomischen 
Überlegungen erst erfolgen, wenn eine Berechnung gemäss 
(Rückweisungs-)Urteil des Verwaltungsgerichts vorgenommen worden 
sei. Dies halte das Bundesgericht selbst explizit fest. Dies ändere 
jedoch nichts daran, dass das Bundesgericht die Rückweisung an sich 
bestätigt und in Übereinstimmung mit dem verwaltungsgerichtlichen 
Urteil festgehalten habe, dass die Beschwerdegegnerin 1 den 
Eigenkapitalzins gemäss verwaltungsgerichtlichen Vorgaben analog 
der Verordnung Eigenfinanzierung berechnen müsse. Die 
Argumentation der Beschwerdegegnerin 1, sie müsse gegen das Urteil 
des Verwaltungsgerichts verstossen, da sie andernfalls nicht gegen 
dieser Beschwerde führen könne, lasse sich rechtlich nicht 
aufrechterhalten. Das Verwaltungsgericht habe einen 
Rückweisungsentscheid gefällt, mit dem es der Beschwerdegegnerin 1 
klare Anweisungen gegeben habe, wie sie den Verrechnungspreis zu 
ermitteln habe. Nur weil die Anweisung des Verwaltungsgerichts zu 
einem Ergebnis führe, mit welchem die Beschwerdegegnerin 1 nicht 
einverstanden sei, sei Letztere nicht befugt, sich zu weigern, die 
Anordnungen des Gerichts umzusetzen. Eine derartige Missachtung 
eines gerichtlichen Urteils stelle eine rechtsstaatlich inakzeptable 
Verletzung des Gewaltenteilungsprinzips dar. Sie verunmögliche es 
dem Verwaltungsgericht, diejenigen Vorfragen beantwortet zu erhalten, 
um das Verfahren fortsetzen zu können. Mit ihrem Vorgehen richte die 
Beschwerdegegnerin 1 nun ein regelrechtes Durcheinander an. Das 
Verwaltungsgericht komme gar nicht umhin, einen weiteren 
Rückweisungsentscheid zu fällen, wenn es den Verrechnungspreis 
nicht in Einklang mit seinen Erwägungen selbst ermitteln wolle. Sollte 
das Verwaltungsgericht seinen eigenen Rückweisungsentscheid 

- 31 -

hingegen ignorieren, käme es in den Verdacht der Befangenheit und 
Parteilichkeit, was zur Folge haben dürfte, dass das Bundesgericht den 
gesamten Fall an das Verwaltungsgericht zurückweisen müsste, damit 
das Verfahren mit einem unabhängigen und unparteiischen Gericht 
fortgeführt werden könne. Um ein solches Szenario zu vermeiden, habe 
die Beschwerdeführerin im Detail aufgezeigt, wie die Berechnung des 
Verrechnungspreises nach den Anweisungen des Verwaltungsgerichts 
vorzunehmen sei.

• In Bezug auf das Kalkulationsschema sei einmal mehr zu betonen, dass 
die Berücksichtigung eines Eigenkapitalzinses bei der 
Kostenaufschlagsmethode in der Schweiz nicht sachgerecht sei, da der 
Eigenkapitalzins keinen Geschäftsaufwand darstelle und deswegen als 
verdeckter Kostenaufschlag qualifiziere, der zusätzlich zum 
eigentlichen Kostenaufschlag hinzutreten würde. In Bezug auf Abzug 1 
sei festzuhalten, dass die Partner diese übrigen Erträge der 
Beschwerdeführerin überlassen hätten, obwohl sie sämtliche Kosten 
hierfür tragen würden. Betriebswirtschaftlich würden sie anteilmässig 
auf die übrigen Erträge verzichten. Dieser Verzicht stelle einen Teil der 
Entschädigung für den bezogenen Strom dar und sei daher Bestandteil 
des Verrechnungspreises, welcher sich aus den Jahreskosten zu 
Lasten Partner und den übrigen Erträgen ergeben würde und identisch 
mit der Summe aus Betriebsaufwand plus Finanzergebnis plus 
Gewinnsteuern plus Jahresgewinn gemäss Erfolgsrechnung (= 
Betriebsertrag) sei. Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin 1 seien 
daher steuersystematisch und verrechnungspreislich falsch. Zu 
begrüssen sei immerhin, dass die Beschwerdegegnerin 1 die Zinssätze 
gemäss den beiden (von ihr eingebrachten) Gutachten der C._____ AG 
zuhanden des Bundesamtes für Energie nicht mehr für anwendbar zu 
erachten scheine. Sie scheine sämtliche von der Beschwerdeführerin 
vorgebrachten Argumente zu akzeptieren. Allerdings suggeriere die 
Beschwerdegegnerin 1 mit ihren Ausführungen zum 
Pflichtdividendensatz, dass eine stets gleich hohe Eigenkapitalrendite 
erzielt werde bzw. garantiert werden müsse. Es sei nochmals 
wiederholt, dass eine Eigenkapitalrendite auf dem freien Markt gerade 
nicht garantiert sei und auch der Eigenkapitalzins bzw. die 
entsprechenden Renditeerwartungen der Eigenkapitalgeber auf 
Marktveränderungen reagieren würden.

• Mit der Reduktion der Kostenbasis um die Kapital- und 
Liegenschaftssteuern (Abzug 2) und dem Leistungsbezug von 
unabhängigen Dritten (Abzug 3) sei die Beschwerdeführerin 
einverstanden. Allerdings habe es die Beschwerdegegnerin 1 
unterlassen, den entsprechenden Finanzaufwand bzw. das 
Finanzergebnis von der Kostenbasis in Abzug zu bringen. Die 
Fremdkapitalzinsen würden im Falle der Beschwerdeführerin 

- 32 -

vollumfänglich an unabhängige Dritte entrichtet, weshalb diese i.S.v. E. 
7.10 des Urteils des Verwaltungsgerichts ebenfalls aus der Kostenbasis 
herauszurechnen seien.

• Mit Bezug auf den Gewinnaufschlag von 10%, der im Kanton Wallis im 
Rahmen eines MoU von denselben Partnern und Rechtsvertretern der 
Beschwerdeführerin akzeptiert worden sei, sei folgendes festzuhalten:

- bei Anwendung der Kostenaufschlagsmethode gemäss MoU auf 
die Beschwerdeführerin würden Gewinne resultieren, welche 
tiefer (!) als die handelsrechtlichen Gewinne der 
Beschwerdeführerin seien;

- das Walliser Partnerwerk sei für die Steuerperioden 2009 bis und 
mit 2020 durchwegs auf Basis seiner handelsrechtlichen Gewinne 
(die analog zur Beschwerdeführerin mit einer Dividende von 5% 
ermittelt worden seien) veranlagt worden;

- und schliesslich seien die gegenwärtigen Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführerin bei allfälligen Vereinbarungen des Walliser 
Partnerwerks im Nachgang zum bundesgerichtlichen Verfahren 
zu keinem Zeitpunkt beteiligt gewesen.

• Wie absurd die Argumentation der Beschwerdegegnerin 1 
diesbezüglich sei, zeige sich auch, wenn die Kostenaufschlagsmethode 
gemäss MoU auf die Beschwerdeführerin angewendet würde. Der 
steuerbare Gewinn gemäss MoU ergäbe sich sinngemäss aus der 
Multiplikation von Kostenbasis (Jahreskosten abzüglich 
handelsrechtlich ausgewiesenem Gewinn) und Kostenaufschlag von 
10%. Berechne man die Gewinne der Beschwerdeführerin unter 
Anwendung dieser Kostenaufschlagsmethode, würden Gewinne 
resultieren, die unter den handelsrechtlich ausgewiesenen Gewinnen 
liegen würden.

• Das MoU stütze somit nicht etwa die Argumentation der 
Beschwerdegegnerin 1, sondern zeige einmal mehr auf, dass die 
Verrechnungspreise der Beschwerdeführerin dem Drittvergleich 
standhalten und keine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegen würde.

- 33 -

• Mit Blick auf den Einwand der Beschwerdegegnerin 1, wonach die 
durchschnittliche verdeckte Gewinnausschüttung der definitiv 
veranlagten Jahre 1997 - 2008 weit über den Vergleichswerten der 
Jahre 2009 - 2011 liege würde, sei zu sagen, dass die für die Jahre 
1997 - 2008 veranlagten Gewinne nicht Gegenstand des vorliegenden 
Verfahrens seien. Sie seien auf Grundlage von Verhandlungen, die 
zwischen Steuerverwaltungen und Partnerwerken zwischen 1984 und 
Mitte 2013 verschiedentlich stattgefunden hätten, ermittelt worden. Es 
erweise sich nun als willkürlich, hieraus abzuleiten, die steuerbaren 
Gewinne der Jahre 2009 - 2011 gemäss den Einspracheentscheiden 
seien ökonomisch vertretbar. Die erwähnten Verhandlungen seien 
zudem von mannigfachen Partikularinteressen geprägt gewesen, 
insbesondere Fiskalinteressen der involvierten Berg- und 
Mittellandkantone, Rechtssicherheitsüberlegungen, Pflege der guten 
Beziehungen zu den Gemeinden und Steuersubstrat der 
Standortgemeinden. Letztlich sei es den Partnern und den 
Partnerwerken darum gegangen, Steuerrisiken aufgrund langer 
Prozesse mit unsicherem Ausgang zu vermeiden. Selbst 
Regierungsräte von betroffenen Kantonen hätten sich in die 
Verhandlungen eingeschaltet. Die geführten Verhandlungen seien 
daher nicht mit technischen Diskussionen unter Experten über einen 
sachgerechten Verrechnungspreis im Sinne der OECD-
Verrechnungspreisleitlinien unter Berücksichtigung der vom 
Partnerwerk übernommenen Funktionen, getragenen Risiken und 
eingesetzten Vermögenswerte zu verwechseln. Noch weniger dürften 
die auf Grundlage der Verhandlungen veranlagten Gewinne mit 
denjenigen für die strittigen Steuerperioden 2009-2011 verglichen 
werden.

9. Die Beschwerdegegnerin 1 verzichtete in der Folge mit Eingabe vom 19. 

Juli 2022 auf eine Duplik und hielt an ihren Rechtsbegehren gemäss ihrer 

Vernehmlassung vom 16. Mai 2022 vollumfänglich fest.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und in den 

angefochtenen Einspracheentscheiden vom 4. März 2022 sowie auf die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

- 34 -

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Im Nachgang zum Rückweisungsentscheid des Verwaltungsgerichts vom 

28. Oktober 2021 (VGU A 15 49) und dem Nichteintretensentscheid des 

Bundesgerichts vom 6. Januar 2022 (2C_1014/2021 und 2C_1021/2021) 

erliess die Beschwerdegegnerin 1 die Einspracheentscheide vom 4. März 

2022. Diese Entscheide, mit welchen die Einsprache teilweise 

gutgeheissen wurde, bilden die Anfechtungsobjekte des vorliegenden 

verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens. Solche Entscheide 

können gemäss Art. 139 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) bzw. Art. 49 Abs. 2bis 

i.V.m. Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) bzw. 

Art. 44 der Ausführungsbestimmungen zur Steuergesetzgebung (ABzStG; 

BR 720.015) i.V.m. Art. 139 Abs. 1 des Steuergesetzes für den Kanton 

Graubünden (StG; BR 720.000) mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden angefochten werden. Die sachliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt sich aus Art. 49 Abs. 1 lit. 

b des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), 

wonach das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von 

Dienststellen der kantonalen Verwaltung und von unselbständigen 

Anstalten des kantonalen Rechts beurteilt, soweit das kantonale Recht 

den direkten Weiterzug vorsieht, was hier gemäss Art. 139 Abs. 1 StG der 

Fall ist. Demzufolge fällt die Beurteilung der vorliegenden Streitsache in 

die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden. 

Die Beschwerdeführerin ist als formelle und materielle Adressatin der 

angefochtenen Einspracheentscheide beschwert und damit ohne 

Weiteres zur Beschwerdeerhebung befugt (vgl. Art. 50 VRG). Auf die 

zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 

einzutreten.

- 35 -

2. Dem Begehren beider Parteien auf Beizug der Akten des vorinstanzlichen 

Verfahrens sowie die Akten des vorangehenden Verfahrens VGU A 15 49 

in das vorliegende Verfahren ist stattzugeben, bilden diese doch die 

Grundlage für dieses Verfahren. 

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass insofern die 

Parteien im Rahmen des vorliegenden Verfahrens Ausführungen machen, 

welche bereits Gegenstand des vorangehenden Verfahrens VGU A 15 49 

waren, die dort gemachten Erwägungen nach wie vor Geltung haben. Auf 

diese wird im Rahmen dieses Verfahrens grundsätzlich nicht mehr näher 

eingegangen werden. Die entsprechenden Erwägungen können im Falle 

eines Weiterzugs dieses Urteils mitangefochten werden, da es sich bei 

Urteil VGU A 15 49 nicht um einen Endentscheid gehandelt hat. 

3. Zunächst ist das Begehren der Beschwerdeführerin, die 

Einspracheentscheide der Beschwerdegegnerin 1 vom 4. März 2022 

aufzuheben resp. für nichtig zu erklären, zu beurteilen. Da sich die 

Beschwerdegegnerin 1 wissentlich und willentlich nicht an die 

Berechnungsvorgaben gemäss Rückweisungsentscheid VGU A 15 49 

gehalten habe, sei die Berechnung der Beschwerdegegnerin 1 bereits aus 

prozessualen Gründen nicht geeignet als Kontrollrechnung zu dienen, um 

den Nachweis einer geldwerten Leistung zu erbringen. 

3.1. Rückweisungsentscheide heben einen vorinstanzlichen Entscheid auf und 

weisen die Streitsache zur neuerlichen Beurteilung an die Vorinstanz 

zurück. Damit liegt kein Endentscheid vor, da das Verfahren tatsächlich 

nicht abgeschlossen wird. Vielmehr handelt es sich dabei um einen Vor- 

oder Zwischenentscheid (BGE 145 II 168 E. 2; 144 III 253 E. 1.3; 144 IV 

321 E. 2.3; BGE 140 V 283 E. 2). Die materiellen Erwägungen in 

Rückweisungsentscheiden binden die Vorinstanz (vgl. MERKER, 

Rechtsmittel, Klage und Normenkontrollverfahren nach dem aargauischen 

Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG) vom 9. Juli 1968, 

- 36 -

Zürcher Studien zum Verfahrensrecht, Zürich 2009, Rz. 61 ff.; GYGI, 

Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern, 1983, S. 143 f.; HUNZIKER/MAYER-

KNOBEL, in ZWEIFEL/BEUSCH (Hrsg.), Bundesgesetz über die direkte 

Bundessteuer, Basel 2017, Art. 143 DBG Rz. 22; MÜLLER, Aspekte der 

Verwaltungsrechtspflege, Bern 2006, S. 364 ff.). 

Entsprechend wäre die Beschwerdegegnerin 1 – nicht zuletzt auch mit 

Blick auf den bundesgerichtlichen Nichteintretensentscheid 

2C_1014/2021, 2C_1021/2021 E. 2.4.1 – gehalten gewesen, ihren 

Einspracheentscheiden vom 4. März 2022 eine Kontrollrechnung gestützt 

auf die Vorgaben des Verwaltungsgerichts zu Grunde zu legen. Der 

Beschwerdeführerin ist insofern Recht zu geben, als die Vorgaben im 

Rückweisungsentscheid VGU A 15 49 für die Beschwerdegegnerin 1 

verbindlich waren und sich diese nicht hätte darüber hinwegsetzen dürfen. 

Die Frage, wie in einer solchen Konstellation die Beschwerdegegnerin 1 

gegen einen in ihren Augen rechtswidrigen Einspracheentscheid hätte 

vorgehen können, hätte dieser im Endeffekt zu Gunsten der 

Beschwerdeführerin gelautet, muss jedoch an dieser Stelle nicht weiter 

vertieft werden, da sich eine erneute Rückweisung der Sache an die 

Vorinstanz unter Aufhebung resp. Nichtigerklärung der 

Einspracheentscheide aus nachfolgenden Gründen erübrigt. 

3.2. Fehlerhafte Entscheide sind nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

nichtig, wenn der ihnen anhaftende Mangel besonders schwer ist, wenn 

er offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und wenn zudem die 

Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft 

gefährdet wird (vgl. BGE 138 II 501 E. 3.1.; 137 I 273 E. 3.1; 133 II 366 E. 

3.1 und 3.2; 132 II 342 E. 2.1; 129 I 361 E. 2; je mit Hinweisen auf die 

Rechtsprechung und Lehre). Inhaltliche Mängel einer Entscheidung 

führen nur ausnahmsweise zur Nichtigkeit. Als Nichtigkeitsgründe fallen 

vorab funktionelle und sachliche Unzuständigkeit der entscheidenden 

Behörde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht (vgl. zit. Urteile). 

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- 37 -

Verfahrensmängel sind an sich heilbar und führen in der Regel nur zur 

Anfechtbarkeit des fehlerhaften Entscheids. 

Vorliegend wiegt der den Einspracheentscheiden vom 4. März 2022 

anhaftende Mangel nicht derart schwer, dass auf Nichtigkeit geschlossen 

werden müsste. Der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin 1 bei ihren 

Einspracheentscheiden nicht eine Kontrollrechnung nach den Vorgaben 

des Verwaltungsgerichts berücksichtigt hat, ist nicht als absolut unhaltbar 

zu werten. Vielmehr führt dieses Versäumnis nur zur Anfechtbarkeit dieser 

Entscheide. Das Anfechtungsrecht hat die Beschwerdeführerin vorliegend 

wahrgenommen. Nachdem beide Parteien sich im Rahmen dieses 

Verfahrens umfassend und intensiv mit dem Einspracheentscheiden und 

dem verwaltungsgerichtlichen Zwischenentscheid haben 

auseinandersetzen und ihre Argumente sowie Berechnungen darlegen 

können, würde eine Rückweisung im jetzigen Verfahrensstadium einem 

prozessualen Leerlauf gleichkommen. Insofern sind die Ausführungen der 

Beschwerdeführerin mit Bezug auf Befangenheit und Parteilichkeit des 

Verwaltungsgerichts im Falle eines Verzichts auf eine erneute 

Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin 1 nicht massgeblich. 

Dies auch deshalb, weil vorliegend nicht vom Rückweisungsentscheid 

VGU A 15 49 abgewichen wird. 

3.3. Der Antrag der Beschwerdeführerin auf Nichtigerklärung resp. Aufhebung 

und Rückweisung der Einspracheentscheide der Beschwerdegegnerin 1 

vom 4. März 2022 ist somit unbegründet.

4. In materieller Hinsicht geht es nach wie vor um die Frage, ob die von der 

Beschwerdeführerin angewendeten Verrechnungspreise 

fremdvergleichskonform sind oder nicht und basierend darauf, ob und in 

welchem Umfang eine Korrektur der handelsrechtlich ausgewiesenen 

Erträge gerechtfertigt ist oder nicht. 

- 38 -

Zunächst ist der Verrechnungspreis für die von der Beschwerdeführerin 

für ihre Anteilsinhaber erbrachten Dienstleistungen anhand der 

Kostenaufschlagsmethode gestützt auf Art. 58 Abs. 3 des 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) resp. 

Art. 79 Abs. 3 des Steuergesetzes für den Kanton Graubünden (StG; BR 

720.000) zu bestimmen. Diese Kontrollrechnung erlaubt es in einem 

zweiten Schritt, darüber zu befinden, ob der von der Beschwerdeführerin 

im Rahmen ihrer handelsrechtlichen Gestaltungsfreiheit erhobene Preis 

fremdvergleichskonform ist oder nicht. Mit anderen Worten zeigt der 

unmittelbare Vergleich zwischen dem nach der Kostenaufschlagsmethode 

ermittelte Preis und dem von der Beschwerdeführerin im Rahmen des von 

ihr angewandten Dividendenmodells bestimmte Preis, ob eine steuerlich 

relevante geldwerte Leistung vorliegt oder nicht. Gestützt auf die Eingaben 

der Parteien, ist davon auszugehen, dass sich die Parteien zumindest in 

konzeptioneller Hinsicht darüber einig sind, dass eine solche 

Kontrollrechnung gestützt auf die Kostenaufschlagsmethode sachgerecht 

und richtig ist. Zwischen den Parteien ist jedoch strittig, wie konkret die 

einzelnen Parameter einer solchen Kostenaufschlagsmethode 

auszusehen haben. Das Verwaltungsgericht ist auf Grund der in VGU A 

15 49 enthaltenen Erwägungen (vgl. E. 7) zum Schluss gekommen, dass 

die relevanten Parameter der Kostenaufschlagsmethode 

zusammengefasst wie folgt zu bestimmen sind (vgl. E. 7.10):

• Kostenbasis: Vollkosten (Ist-Kosten) der Beschwerdeführerin unter 

Berücksichtigung der Eigenkapitalkosten, wobei die 

Eigenkapitalkosten in analoger Anwendung der VO 

Eigenfinanzierung festzulegen sind. Ausserordentliche Erträge und 

Aufwendungen sowie die Steuern gemäss Art. 59 Abs. 1 lit. a DBG 

resp. Art. 81 Abs. 1 lit. a StG fliessen nicht in die Kostenbasis ein. 

Auch Kosten, die nicht im Zusammenhang mit den relevanten 

Funktionen stehen sowie Kosten im Zusammenhang mit von der 

- 39 -

Beschwerdeführerin an unabhängige Dritte erbrachte Leistungen, 

sofern diese Kosten auf Leistungen basieren, die von 

unabhängigen Dritten stammen, sind nicht zu berücksichtigen. 

Dividenden bilden ebenfalls keinen Bestandteil der Kostenbasis.

• Kostenaufschlag: 10% auf der Kostenbasis.

5. Eine Vollkostenrechnung setzt sich aus der Verbindung aller 

Kostenrechnungen zusammen. Sie erfasst somit fixe Kosten eines 

Unternehmens, wie z.B. Miete und Abschreibungen, aber auch variable 

Kosten bzw. Einzelkosten (bspw. Rohstoffe und Bauteile) (HORSCH, 

Kostenrechnung: klassische und neue Methoden in der 

Unternehmenspraxis, Wiesbaden 2020, S. 39). Mittels der 

Vollkostenkalkulation können u.a. die Selbstkosten ermittelt werden. Die 

Selbstkosten umfassen alle Kosten des Unternehmens, die für Herstellung 

und Vermarktung anfallen. Sie zeigen auf, was das Produkt/die 

Dienstleistung das Unternehmen überhaupt kostet. Um einen Gewinn zu 

erzielen, muss der Verkaufspreis für das Produkt/die Dienstleistung über 

den Selbstkosten liegen (man bezeichnet die Selbstkosten deshalb auch 

als langfristige Preisuntergrenze). Auf die Selbstkosten wird somit i.d.R. 

ein Gewinnzuschlag aufgeschlagen, um zum Verkaufspreis zu gelangen. 

Der Verkaufspreis muss in der Folge auf dem freien Markt überhaupt 

erhältlich sein, um langfristig das Überleben des Unternehmens zu 

sichern. Ist dies nicht der Fall, sind die Selbstkosten zu überprüfen resp. 

die Erstellung des Produkts/der Dienstleistung einzustellen (HORSCH, 

a.a.O., S. 39 und 232 ff.). Die Selbstkosten sind in der Regel auf 

Grundlage der Ist-Kosten zu berechnen. 

Ist-Kosten bezeichnen die in einer abgelaufenen Abrechnungsperiode 

(z.B. einem Monat) angefallenen tatsächlichen Kosten. Das Gegenstück 

sind die geplanten Kosten bzw. Plankosten, denen die Ist-Kosten 

gegenübergestellt werden können. Im Rahmen der Abweichungsanalyse 

https://sevdesk.de/lexikon/abschreibungen/
https://sevdesk.de/lexikon/variable-kosten/
https://sevdesk.de/lexikon/variable-kosten/
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https://welt-der-bwl.de/Selbstkosten
https://welt-der-bwl.de/Langfristige-Preisuntergrenze
https://welt-der-bwl.de/Gewinnzuschlag

- 40 -

kann dann untersucht werden, warum und in welcher Höhe die Ist-Kosten 

von den verrechneten Plankosten und den Sollkosten abweichen. Jedes 

Unternehmen benötigt (auch) eine Ist-Kostenrechnung, aus mehreren 

Gründen: für die Berechnung der Herstellungskosten, mit denen die 

Vorräte in der Buchhaltung und im Jahresabschluss bewertet werden (Art. 

960a OR), für die Kontrolle der Produktkosten (die Kostenträger werden 

anhand der Ist-Kosten nachkalkuliert, d.h. was hat die Herstellung des 

Produkts/der Dienstleistung wirklich gekostet im letzten Monat?), für die 

Budgetkontrolle (wie hoch waren die budgetierten Kosten in einer 

Abteilung und wie hoch die tatsächlichen Kosten?) (HORSCH, a.a.O., S. 44 

ff.).

5.1. Basierend auf den obigen betriebswirtschaftlichen Grundlagen ist 

zunächst auf die Bestimmung der Kostenbasis näher einzugehen. Die 

Parteien stimmen dahingehend überein, dass als Ausgangsbasis für die 

Ermittlung der Vollkosten der Betriebsaufwand dient, der in den relevanten 

Jahresrechnungen festgehalten ist, d.h.:

2009 CHF 27'046’315.00
(vgl. Beilage Nr. 22 der 

Beschwerdeführerin S. 9)

2010 CHF 18'243’600.00
(vgl. Beilage Nr. 23 der 

Beschwerdeführerin S. 10)

2011 CHF 20'473’278.00 (vgl. Beilage Nr. 24 der 

Beschwerdeführerin S. 10)

Dieser Betriebsaufwand enthält sämtliche Aufwendungen, welche durch 

die betriebliche Leistungserstellung entstanden sind. Dabei ist bezüglich 

der Steuerperiode 2009 zu beachten, dass die entsprechende 

Jahresrechnung infolge Umstellung der Rechnungslegung auf das 

Kalenderjahr 15 Monate umfasst. Ebenfalls sind sich die Parteien 

- 41 -

dahingehend einig, dass die im obigen Betriebsaufwand enthaltenen 

Kapital- u. Liegenschaftssteuern von

2009 CHF 607’039.00
(vgl. Beilage Nr. 22 der 

Beschwerdeführerin S. 9)

2010 CHF 528’919.00
(vgl. Beilage Nr. 23 der 

Beschwerdeführerin S. 10)

2011 CHF 565’667.00 (vgl. Beilage Nr. 24 der 

Beschwerdeführerin S. 10)

in Abzug zu bringen sind. Von der Beschwerdegegnerin 1 werden diese 

Kosten in ihrer Vernehmlassung vom 16. Mai 2022 mit "Abzug 2" 

bezeichnet. Die Beschwerdeführerin hat diese in Rz. 91 ihrer Beschwerde 

vom 6. April 2022 festgehalten. 

Unterschiedliche Ansichten bestehen in Bezug auf die von der 

Beschwerdegegnerin 1 in ihrer Vernehmlassung mit "Abzug 1" und "Abzug 

3" bezeichneten Abzüge sowie die Position Finanzaufwand bzw. 

Finanzergebnis.

5.1.1. Einleitend ist festzustellen, dass die im Urteil VGU A 15 49 gewählte 

Umschreibung der Kosten, welche nicht in die Berechnung der relevanten 

Kostenbasis einfliessen sollen, teilweise zu Missverständnissen geführt 

hat. Die Meinung war, dass die Eigenleistungen der Beschwerdeführerin, 

die nichts mit der Erbringung der relevanten Leistungen und Funktionen 

an Nahestehende zu tun haben, nicht für die Ermittlung der Kostenbasis 

zu berücksichtigen sind. Ebenso sind die unabhängigen Dritten 

zurechenbaren Kosten, die nur im Zusammenhang mit der 

Leistungserbringung wiederum für unabhängige Dritte entstanden sind, 

nicht zu berücksichtigen. Liefert bspw. ein unabhängiger Dritter 

Bestandteile, welche ausschliesslich für ein Produkt Verwendung finden, 

- 42 -

welches wiederum nur an unabhängige Dritte vertrieben wird, so sind die 

Kosten für diese Bestandteile aus dem gesamten Betriebsaufwand 

herauszurechnen. Dies deshalb, weil der gesamte Betriebsaufwand der 

Beschwerdeführerin auch sämtliche Kosten beinhaltet, die für die 

Leistungserbringung an unabhängige Dritte aufgewendet werden. Es war 

somit nicht die Meinung, dass sämtliche Kosten, die von unabhängigen 

Dritten stammen, vollumfänglich aus dem Betriebsaufwand entfernt 

werden. Werden Leistungen – wozu auch Finanzierungsleistungen 

gehören - von unabhängigen Dritten für die Erbringung der Leistungen an 

Nahestehende gebraucht, so verbleiben diese Kosten in der Kostenbasis. 

Wie die Beschwerdegegnerin 1 zu Recht festgehalten hat, gehören diese 

Leistungen zu den Herstellkosten und damit den Selbstkosten.

5.1.2. Mit Bezug auf die Position "Abzug 1" hält die Beschwerdegegnerin 1 fest, 

dass diese jene anteiligen Kosten umfasst, welche gemäss der 

Jahresrechnung der Beschwerdeführerin mit Leistungen verbunden sind, 

die nicht den Partnern für ihre anteiligen Leistungsbezüge verrechnet 

werden. Der Einfachheit halber seien 100% dieser Erträge gemäss 

Jahresrechnung als Aufwand zum Abzug zugelassen worden. Dieser 

Abzug dürfte zu hoch ausfallen (notabene zu Gunsten der 

Beschwerdeführerin), da davon auszugehen sei, dass zumindest in einem 

Teil dieser Leistungen auch eine Gewinnmarge eingerechnet sei. Die 

Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Ansicht, dass ökonomisch 

betrachtet, die Anteilsinhaber sämtliche Betriebsaufwendungen tragen 

würden und sie im Gegenzug die Erträge, welche die Beschwerdeführerin 

mit unabhängigen Dritten erziele, der Beschwerdeführerin überlassen 

würden. Dieser Verzicht stelle einen Teil der Entschädigung für den 

bezogenen Strom dar und sei daher Teil des Verrechnungspreises, 

welcher sich aus den Jahreskosten zu Lasten Partner und den übrigen 

Erträgen ergäbe und identisch mit der Summe aus Betriebsaufwand plus 

- 43 -

Finanzergebnis plus Gewinnsteuern plus Jahresgewinn gemäss 

Erfolgsrechnung (= Betriebsertrag) sei.

Ausgangspunkt für die Kostenaufschlagsmethode sind immer die durch 

den Leistungserbringer aufgewendeten Kosten im Zusammenhang mit der 

Leistungserbringung an eine nahestehende Person (vgl. OECD Transfer 

Pricing Guidelines 2022, Rz. 2.45 ff.). Mit Blick auf diese Methode ist somit 

nicht von Relevanz, ob der Leistungserbringer Entschädigungen, welcher 

er für die Leistungserbringung an unabhängige Dritte erhält, einbehalten 

darf, weil Nahestehende im Gegenzug sämtliche Betriebskosten tragen. 

Eine solche Logik ist der Kostenaufschlagsmethode fremd (vgl. OECD 

Transfer Pricing Guidelines 2022, Rz. 2.50 ff.). Vielmehr sind für die 

Bestimmung der massgeblichen Kostenbasis einzig und allein die für die 

Leistungserbringung aufgewendeten Kosten von Bedeutung. In einem Fall 

wie dem vorliegenden, bei welchem die Leistungserbringung grösstenteils 

an Nahestehende erfolgt, können aus Praktikabilitätsgründen die 

nachweisbaren Kosten für die Leistungserbringung an unabhängige Dritte 

von der Gesamtkostenbasis in Abzug gebracht werden. Nichtsdestotrotz 

ist zu beachten, dass bei Erbringung von vergleichbaren Leistungen für 

Nahestehende und unabhängige Dritte die gleichen 

Berechnungsgrundlagen für die Bestimmung der Kostenbasis zur 

Anwendung gelangen müssen.

Nachdem das Verwaltungsgericht gestützt auf die Erwägungen in VGU A 

15 49 nach wie vor der Ansicht ist, dass die Kostenaufschlagsmethode die 

angebrachte Methode ist, kann der Argumentation der 

Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden. Vielmehr sind die 

nachgewiesenen Kosten, welche bei der Beschwerdeführerin für die 

Erbringung von Leistungen an unabhängige Dritte anfallen, von den 

gesamten Betriebsaufwendungen abzuziehen. Enthalten somit die in den 

Jahresrechnungen ausgewiesenen Positionen "Material und 

Fremdleistungen, Netznutzung und Systemdienstleistungen, 

- 44 -

Ausgleichsenergie, Personalaufwand, Abschreibungen, 

Wasserrechtsabgaben, Regulatorisch verfügte Abgaben, Übriger 

Betriebsaufwand" Kosten, welche für die Leistungserbringung an 

unabhängige Dritte aufgewendet werden, so können diese Kosten, sofern 

sie nachgewiesen sind, vom gesamten Betriebsaufwand in Abzug 

gebracht werden. Da sich damit die Kostenbasis verringert, handelt es sich 

um eine steuermindernde Tatsache, für welche grundsätzlich die 

Beschwerdeführerin beweispflichtig ist. Die Beschwerdeführerin hat in 

ihren Ausführungen geltend gemacht, dass für die Material- und 

Fremdleistungen, die Netznutzungs- und Systemdienstleistungen und für 

den übrigen Betriebsaufwand gemäss Schätzung rund 90% der Material- 

und Fremdleistungen und der Netznutzungs- und Systemdienstleistungen 

sowie rund 50% Prozent des übrigen Betriebsaufwandes von 

unabhängigen Dritten stammen. Auch wenn dies allenfalls zutreffen mag, 

ist damit nicht gesagt, in welchem Umfang diese Kosten einzig der 

Leistungserbringung durch die Beschwerdeführerin für unabhängige Dritte 

zuzurechnen sind. Aus den Ausführungen der Parteien sowie den 

Jahresrechnungen ergibt sich, dass nur ein geringer Teil der Erträge von 

unabhängigen Dritten stammen. Dies betrifft konkret die Positionen 

"Energieabgabe an Konzessionsgemeinden" sowie "Übrige betriebliche 

Leistungen und Erträge" in den jeweiligen Jahresrechnungen (vgl. für das 

Jahr 2009 Beilage Nr. 22 der Beschwerdeführerin S. 9; für das Jahr 2010 

Beilage Nr. 23 der Beschwerdeführerin S. 10 und für das Jahr 2011 

Beilage Nr. 24 der Beschwerdeführerin S. 10). Entsprechend kann auch 

nur ein geringer Teil des Aufwands und damit der Kosten der 

Beschwerdeführerin auf die Leistungserbringung für diese unabhängigen 

Dritten entfallen. Mit anderen Worten, würde die Beschwerdeführerin 

ausschliesslich Leistungen für Nahestehende erbringen, so würde 

grundsätzlich der gesamte Betriebsaufwand (abzüglich Steuern) Teil der 

Kostenbasis bilden. Eine Korrektur des Betriebsaufwandes resp. der 

- 45 -

Kostenbasis um die Kosten, welche auf die Leistungserbringung für 

unabhängige Dritte zurückzuführen sind, würde entfallen.

Zugunsten der Beschwerdeführerin kann davon ausgegangen werden, 

dass der Betriebsaufwand in dem Umfang gekürzt werden kann, in dem 

die Betriebserträge von unabhängigen Dritten stammen. Hierfür sind die 

oben erwähnten Positionen in den jeweiligen Jahresrechnungen ins 

Verhältnis zum gesamten Betriebsertrag in der entsprechenden 

Jahresrechnung zu setzen (vgl. für das Jahr 2009 Beilage Nr. 22 der 

Beschwerdeführerin S. 9; für das Jahr 2010 Beilage Nr. 23 der 

Beschwerdeführerin S. 10 und für das Jahr 2011 Beilage Nr. 24 der 

Beschwerdeführerin S. 10):

Aus den obigen Berechnungen folgt, dass der Betriebsaufwand abzüglich 

Kapital- und Liegenschaftssteuern für das Jahr 2009 um 8%, für das Jahr 

2010 um 10% und für das Jahr 2011 um 7% gekürzt werden kann. Dies 

ergibt nachfolgende Beträge, welche zu berücksichtigen sind:

2009: CHF 2'115'142.00

2010: CHF 1'771'468.00

2011: CHF 1'393'532.00

2009
Betriebsertrag 100% 35’550’608.00 CHF
Energieabgabe an Konzessionsgemeinden 2’352’006.00 CHF
Übrige betriebliche Leistungen und Erträge 431’686.00 CHF
Total 8% 2’783’692.00 CHF

2010
Betriebsertrag 100% 24’783’824.00 CHF
Energieabgabe an Konzessionsgemeinden 2’114’803.00 CHF
Übrige betriebliche Leistungen und Erträge 422’437.00 CHF
Total 10% 2’537’240.00 CHF

2011
Betriebsertrag 100% 27’265’251.00 CHF
Energieabgabe an Konzessionsgemeinden 1’485’946.00 CHF
Übrige betriebliche Leistungen und Erträge 443’544.00 CHF
Total 7% 1’929’490.00 CHF

- 46 -

In den obigen Berechnungen wurden die aktivierten Eigenleistungen nicht 

als Betriebserträge von unabhängigen Dritten erfasst. Bei aktivierten 

Eigenleistungen handelt es sich um den Wert selbst erstellter 

Vermögensgegenstände, die nicht verkauft, sondern selbst genutzt 

werden. Eine aktivierte Eigenleistung wird in der Bilanz auf der Aktivseite 

als Vermögensgegenstand (in Höhe der Herstellungskosten) erfasst. In 

der Erfolgsrechnung wird die aktivierte Eigenleistung als Ertrag verbucht. 

Dabei handelt es sich zwar betriebswirtschaftlich um Erträge aber generell 

nicht um Einnahmen (d.h. um monetäre Zuflüsse) und schon gar nicht um 

Einnahmen von unabhängigen Dritten (vgl. HORSCH, a.a.O., S. 5.). 

Entsprechend sind diese zur Bestimmung der oben erwähnten 

Verhältniszahlen nicht zu berücksichtigen.

5.1.3. In Bezug auf "Abzug 3" ist auf die obigen Ausführungen zu verweisen. Ein 

nachgewiesener Leistungsbezug von unabhängigen Dritten, der einzig für 

Leistungen verwendet wird, welche die Beschwerdeführerin ihrerseits an 

unabhängige Dritte erbringt, können aus der Kostenbasis eliminiert 

werden. Vorliegend sind weder solche Kosten nachgewiesen, noch 

ergeben sich solche unmittelbar aus der Jahresrechnung (vgl. für das Jahr 

2009 Beilage Nr. 22 der Beschwerdeführerin S. 9; für das Jahr 2010 

Beilage Nr. 23 der Beschwerdeführerin S. 10 und für das Jahr 2011 

Beilage Nr. 24 der Beschwerdeführerin S. 10). In jedem Fall aber sind 

solche Kosten bereits im Rahmen der oben erwähnten anteilsmässigen 

Kürzung des Betriebsaufwands mitberücksichtigt. Ein weiterer Abzug ist 

damit nicht gerechtfertigt. 

Hingegen ist der in den Jahresrechnungen ausgewiesene Finanzaufwand 

bzw. das Finanzergebnis für die Bestimmung der Vollkosten zu 

berücksichtigen. Aus den Jahresrechnungen der Beschwerdeführerin 

lässt sich nicht ableiten, ob und in welchem Umfang der Finanzaufwand 

resp. das Finanzergebnis im Zusammenhang mit der Leistungserbringung 

der Beschwerdeführerin an unabhängige Dritte steht. Selbst wenn ein Teil 

https://www.haushaltssteuerung.de/lexikon-aktiva.html
https://www.haushaltssteuerung.de/lexikon-herstellungskosten.html
https://www.haushaltssteuerung.de/lexikon-ergebnisrechnung.html
https://www.haushaltssteuerung.de/lexikon-ertrag.html

- 47 -

des Finanzaufwandes resp. Finanzergebnisses auf eine solche 

Leistungserbringung zurückzuführen wäre, so wäre der Betrag angesichts 

des Umstandes, dass die Leistungen der Beschwerdeführerin 

grossmehrheitlich für deren Anteilsinhaber erbracht werden, sehr gering.

Geht man auch hier zugunsten der Beschwerdeführerin davon aus, dass 

ein Teil des Finanzierungsaufwandes auf Leistungen an unabhängige 

Dritte entfällt, so ist dieser Finanzierungsaufwand im Einklang mit den 

oben berechneten Verhältniszahlen zu bestimmen. Der Finanzaufwand 

(vgl. für das Jahr 2009 Beilage Nr. 22 der Beschwerdeführerin S. 9; für das 

Jahr 2010 Beilage Nr. 23 der Beschwerdeführerin S. 10 und für das Jahr 

2011 Beilage Nr. 24 der Beschwerdeführerin S. 10) ist folglich für das Jahr 

2009 um 8%, für das Jahr 2010 um 10% und für das Jahr 2011 um 7% zu 

kürzen. Dies ergibt nachfolgende Beträge, welche zu berücksichtigen sind:

2009: CHF 74’113.00

2010: CHF 74’962.00

2011: CHF 45’619.00

Das zu berücksichtigende Finanzergebnis ist damit wie folgt:

5.1.4. Das Verwaltungsgericht ist in VGU A 15 49 zum Schluss gekommen, dass 

eine kalkulatorische Eigenkapitalverzinsung in die Vollkostenbasis 

einfliessen soll, auf welcher in der Folge der Kostenaufschlag und 

anschliessend der massgebende Verrechnungspreis ermittelt wird. Dabei 

ist es naheliegend für die Ermittlung des Eigenkapitalzinses sinngemäss 

auf die VO Eigenfinanzierung abzustellen. Bei dieser kürzlich ergangenen 

Verordnung ist erstmals eine explizite rechtliche Grundlage für die 

2009 2010 2011
Finanzertrag -CHF 30’620.00CHF 3’571.00CHF
Finanzaufwand -926’416.00CHF -749’620.00CHF -651’705.00CHF
Finanzaufwand für unabhängige Dritte 74’113.28CHF 74’962.00CHF 45’619.35CHF
Finanzergebnis -852’302.72CHF -644’038.00CHF -602’514.65CHF

- 48 -

Bestimmung eines steuerlich anerkannten Eigenkapitalzinses festgelegt 

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