# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db43086f-fd09-5379-9d50-6bbb730139ba
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.12.2011 E-6652/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6652-2011_2011-12-23.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­6652/2011

U r t e i l   v om   2 3 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi,
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

Parteien E. B._______, geboren am (…),
und deren Ehemann
A._______, geboren am (…),
Eritrea,
vertreten durch Z. B._______, 
dieser wiederum vertreten durch Stefan Hery, HEKS 
Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende 
St. Gallen/Appenzell, 
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz. 

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;
Verfügung des BFM vom 11. November 2011 / N_______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  Z.  B.  ein  vorläufig  aufgenommener  Flüchtling,  mit  Eingabe  vom 
11.  März  2011  für  die  Beschwerdeführerin  ein  "Gesuch  um 
Familiennachzug" einreichte und geltend machte, er sei ihr (…) und bitte 
das BFM, seiner (…) die Einreise in die Schweiz zu bewilligen, 

dass er indessen keine Vertretungsvollmacht zu den Akten reichte,

dass  er  in  seiner  Eingabe  vom  11.  März  2011  zur  Begründung  im 
Wesentlichen darlegte,  seine  (...)  sei  aufgrund der politischen Lage aus 
Eritrea geflohen und lebe gegenwärtig in Libyen,

dass  er  um Asyl  für  seine  (...)  nachsuche,  da  er  sich  um  sie  kümmern 
wolle,

dass  sie  nach  erfolgter  Einreise  ebenfalls  den  Flüchtlingsstatus 
übernehmen werde,

dass  das  BFM mit  Schreiben  vom  11.  April  2011  an  Z.  B.  sinngemäss 
über die Anhandnahme des Asylgesuchs, die momentane Unmöglichkeit 
einer Weiterbehandlung des Asylgesuchs durch die Schweizer Botschaft 
in  Tripolis  sowie  die  Weiterführung  des  Verfahrens  in  der  gesetzlich 
vorgeschriebenen Form zu einem späteren Zeitpunkt informierte, 

dass die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 23. Juli 2011 durch Z. B. 
dem BFM mitteilen  liess,  ihr Mann sei  in Libyen  im Gefängnis gewesen 
und nach Tschad deportiert worden,

dass  sie  deshalb  sinngemäss  darum  ersuche,  ihren  Ehemann  in  ihr 
Asylgesuch einzuschliessen,

dass Z. B. mit Eingabe vom 15.  Juli  2011 über den Ortswechsel  seiner 
(...)  in  ein  Flüchtlingslager  in  Tunesien  informierte  und  erneut  darum 
ersuchte, ihre Einreise in die Schweiz zu bewilligen, 

dass das BFM Z. B. um schriftliche Beantwortung von Fragen betreffend 
die  Beschwerdeführerin  (hinsichtlich  ihrer  persönlichen  Daten,  ihrer 
Aufenthalte  in  Eritrea  und  Tunesien,  ihrer  Familienangehörigen  und 
Verwandten  in  Drittstaaten  sowie  der  Ausreisegründe,  des  Status  und 
des Standes des Asylgesuches  in Tunesien sowie der Gründe, weshalb 

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ein weiterer Aufenthalt  in Tunesien nicht mehr möglich beziehungsweise 
zumutbar sein solle) bis zum 26. September 2011 ersuchte,

dass  Z.  B.  dieser  Aufforderung  mit  Eingabe  an  das  BFM  vom 
22. September  2011  unter  Beilage  einer,  von  der  Beschwerdeführerin 
unterschriebenen, Vollmacht nachkam,

dass  aus  dem  Schreiben  unter  anderem  hervorgeht,  dass  sich  die 
Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem Ehemann zur Zeit in Khartoum 
aufhalte,

dass  das  BFM mit  an  Z.  B.  adressierter  Verfügung  vom  11.  November 
2011 die Einreise der Beschwerdeführenden  in die Schweiz verweigerte 
und die Asylgesuche ablehnte,

dass es zur Begründung darlegte, es handle sich um ein eigenständiges 
Asylgesuch aus dem Ausland im Sinne von Art. 20 des Asylgesetzes vom 
26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31),  wobei  die  Abklärung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  die  Anwesenheit  der 
Beschwerdeführenden nicht erfordere,

dass  das  BFM  ferner  ausführte,  wie  das  Bundesverwaltungsgericht 
entschieden  habe,  sei  der  Aufenthalt  somalischer  Flüchtlinge  in 
äthiopischen  Flüchtlingslagern  grundsätzlich  zumutbar,  was  für 
Flüchtlinge im Sudan ebenfalls gelten müsse, 

dass  eritreische  Flüchtlinge  im  Sudan  einem  Flüchtlingslager  zugeteilt 
würden  und  nicht  über  ein  freies  Aufenthaltsrecht  für  das  ganze  Land 
verfügten,  weshalb  es  den  Beschwerdeführenden,  welche  sich 
gegenwärtig  in  Khartoum  aufhielten,  zugemutet  werden  könne,  sich  in 
einem  Flüchtlingslager  registrieren  zu  lassen,  wo  sie  die  nötige 
Versorgung erhielten,

dass sich das Leben  in Flüchtlingslagern zwar nicht einfach präsentiere, 
die Grundbedürfnisse der Flüchtlinge jedoch gedeckt seien,

dass  das  BFM  zudem  die  Einreise  in  die  Schweiz  auch  unter  dem 
Gesichtspunkt der Familienzusammenführung abwies,

dass ein von Z. B. bevollmächtigter Rechtsvertreter mit Eingabe an das 
Bundesverwaltungsgericht  vom  9.  Dezember  2011  Beschwerde  gegen 
die  vorinstanzliche  Verfügung  erhob  und  beantragte,  der  angefochtene 

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Entscheid sei aufzuheben, der Beschwerdeführerin und deren Ehemann 
sei  zwecks  Durchführung  eines  ordentlichen  Asylverfahrens  die 
Einreisebewilligung in die Schweiz zu erteilen, eventualiter sei die Sache 
zur  vollständigen  Feststellung  des  rechtserheblichen Sachverhaltes  und 
zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen, ihnen sei die 
unentgeltliche  Rechtspflege  zu  gewähren  und  von  der  Bezahlung  des 
Kostenvorschusses sei abzusehen, 

dass  er  der  Beschwerde  einen  Bericht  des  United  Nations  High 
Commissioner  for  Refugees  (UNHCR;  UNHCR  bestürzt  über 
Abschiebung von Eritreern, vom 19. Oktober 2011) beilegte,

dass  er  zur  Begründung  geltend  machte,  ein  weiterer  Verbleib  der 
Beschwerdeführenden  im Sudan sei angesichts des fehlenden Schutzes 
vor Rückschiebungen der Flüchtlinge in ihre Verfolgerstaaten auch für die 
Beschwerdeführenden  –  insbesondere  in  Berücksichtigung  der 
Beziehungsnähe zur Schweiz – nicht zumutbar,

dass  das  BFM weder  eine  Einschätzung  der  individuellen  Situation  der 
Beschwerdeführenden gemäss Art. 52 Abs. 2 AsylG im Sudan noch eine 
Abwägung  der  Beziehungsnähe  zur  Schweiz  mit  der  Zumutbarkeit  der 
Zufluchtnahme  im Sudan  oder  der  Schweiz  vorgenommen  habe, womit 
es  seine  Begründungspflicht  und  damit  den  Anspruch  auf  rechtliches 
Gehör verletzt habe,

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

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dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  oder  offensichtlich  begründete 
Beschwerden  in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines 
zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden 
wird  (Art.  111  Bst.  e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Beschwerde  fristgerecht  eingereicht  wurde  und  wenigstens 
insoweit  auch  formgerecht  ist,  als  sie  Begehren,  Begründung  und 
Unterschrift  des  Rechtsvertreters  enthält,  weshalb  diesbezüglich  darauf 
einzutreten  ist  (Art. 105  AsylG  und  108  Abs.  1  AsylG  sowie  Art. 52 
VwVG),

dass  sich  vorliegend  indessen  nicht  nur  Fragen  hinsichtlich  der 
Vertretungsbefugnis  von Z. B., der am 22. September 2011 – mithin  im 
Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens – eine Vertretungsvollmacht mit 
Substitutionsrecht  in  Bezug  auf  seine  (...),  nicht  jedoch  bezüglich 
A._______ zu den Akten reichte, stellen, 

dass  aber  auch  grundsätzliche  Fragen  bezüglich  der 
Vertretungszugänglichkeit  eines  Asylgesuchs  und  der 
Beschwerdelegitimation überhaupt bestehen,

dass  insbesondere  im Sinne  der  Legitimationsvoraussetzungen  (Art.  48 
Abs. 1 VwVG) zu klären  ist, ob die Beschwerdeführenden am Verfahren 
vor  der  Vorinstanz  überhaupt  teilgenommen  haben,  durch  die 
angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind  und  somit  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung haben können,

dass  nicht  massgebend  ist,  ob  das  Asylgesuch  entsprechend  dem 
Wortlaut  in Art.  19 Abs.  1  und Art.  20 AsylG  bei  einer  schweizerischen 
Vertretung  oder  beim  BFM  direkt  eingereicht  wurde  (vgl.  die  in 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  ehemaligen  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  [ARK; EMARK] 1997 Nr. 15 E. 2b publizierte und 

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nach  wie  vor  geltende  Praxis),  weshalb  diesbezüglich  die  vorliegenden 
Asylgesuche  zu  Recht  als  Asylgesuche  aus  dem  Ausland  anhand 
genommen wurden,

dass  das  gemäss  Art.  29  Abs.  2  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101) 
gewährleistete  Recht  auf  Vertretung  als  Teilgehalt  des  Anspruchs  auf 
rechtliches  Gehör  auch  im  Verwaltungsverfahren  und  damit  im 
Asylbeschwerdeverfahren gilt (vgl. Art. 11 VwVG, Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG),  sofern  –  unter  Wahrung  der  Verhältnismässigkeit  –  nicht 
sachliche  Gründe  wie  beispielsweise  das  Erfordernis  einer  gesetzlich 
vorgeschriebenen  oder  in  der  Natur  der  Sache  liegenden  persönlichen 
Mitwirkung der vertretenen Person dagegen sprechen,

dass sich eine Partei, wenn sie nicht persönlich zu handeln hat, auf jeder 
Stufe  des  Verfahrens  vertreten  oder,  soweit  die  Dringlichkeit  einer 
amtlichen  Untersuchung  es  nicht  ausschliesst,  verbeiständen  lassen 
kann,  wobei  die  Behörde  den  Vertreter  auffordern  kann,  sich  durch 
schriftliche Vollmacht auszuweisen (vgl. Art. 11 Abs. 2 VwVG),

dass  die  –  wie  vorliegend  –  gewillkürte  Vertretung  einer  Partei  durch 
einen  frei  bestimmten  Dritten  unter  Vorbehalt  des  Erfordernisses  des 
persönlichen  Handelns  jederzeit  möglich  ist,  wobei  die 
Rechtsbeziehungen  zwischen  dem  gewillkürten  Vertreter  und  dem 
Vertretenen grundsätzlich vom Privatrecht bestimmt werden (vgl. Art. 32 
ff. des Obligationenrechts vom 30. März 1911 [OR, SR 220]),

dass  gestützt  auf  diese  Bestimmungen  der  Vertreter  durch  eine 
Bevollmächtigung  bestimmt  wird  und  sich  der  Umfang  der 
Vertretungsbefugnis nach der erteilten Vollmacht richtet,

dass Z. B.  im vorliegenden Verfahren erst am 22. September 2011 und 
mithin  im Verlaufe des erstinstanzlichen Verfahrens einzig  für  seine  (...) 
eine Vertretungsvollmacht mit Recht zur Substitution vorgelegt hat, nicht 
jedoch für (...),

dass  die  Beschwerdeführenden  im  bisherigen  Verfahren  vor  der  ersten 
und  zweiten  Instanz  jedoch  nie  persönlich  aufgetreten  sind,  sei  dies 
beispielsweise  als  Verfasser  eines  eigenen  Asylgesuchs,  als 
Direktbeteiligte an einer Befragung oder Anhörung oder in anderer Weise,

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dass  unter  den  gegebenen  Umständen  Zweifel  angebracht  erscheinen, 
ob die Beschwerdeführenden überhaupt  jemals als Asylgesuchstellende 
an  die  schweizerischen  Behörden  herangetreten  sind  und  –  sollten  sie 
dies  getan  haben  –  die  schriftlich  gestellten  Verfolgungsgründe 
tatsächlich die ihrigen sind,

dass  zudem  gestützt  auf  die  langjährige  Praxis  die  Einreichung  eines 
Asylgesuchs  als  sogenannt  "relativ  höchstpersönliches  Recht"  gilt 
(vgl. EMARK 1996 Nr. 5), das eine Vertretung nur insofern zulässt, als für 
eine urteilsunfähige Person ein Asylgesuch auch durch ihren gesetzlichen 
Vertreter eingereicht werden kann (vgl. EMARK 1996 Nr. 4 und 5),

dass ein höchtspersönliches Recht – sei es relativer oder absoluter Natur 
– dessen  Träger,  auch  wenn  er  unmündig,  jedoch  urteilsfähig  ist, 
grundsätzlich  verpflichtet,  dieses  selbstständig  beziehungsweise  ohne 
Hilfe eines allfälligen gesetzlichen Vertreters geltend zu machen,

dass diese Pflicht erst recht auf urteilsfähige Mündige zutrifft,

dass  folglich  die  Einleitung  eines  Asylverfahrens  aus  dem  Ausland 
prinzipiell  einen  persönlichen  Antrag  derselben  voraussetzt  (vgl.  Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  E­3162/2011  vom  6.  Dezember  2011 
und  dort  zitierte  weitere  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts),  wobei 
im  Fall  des  Fehlens  eines  solchen  beispielsweise  durch  eine Anhörung 
oder  eine  persönlich  verfasste  beziehungsweise  zumindest 
unterzeichnete Stellungnahme zum Fragenkatalog des BFM eine Heilung 
des Mangels erfolgen kann,

dass  vorliegend  die  Beschwerdeführenden  weder  im  erstinstanzlichen 
Verfahren noch auf Beschwerdeebene je in irgendeiner Weise persönlich 
in Erscheinung getreten  oder  vor  einer  schweizerischen Behörde  im  In­ 
oder  Ausland  aufgetreten  sind,  weshalb  für  das 
Bundesverwaltungsgericht  gestützt  auf  die  bestehende  Aktenlage  nicht 
feststeht, ob sie überhaupt ihren Intentionen entsprechende Asylgesuche 
stellen wollten und wollen,

dass  an  dieser  Einschätzung  die  mit  Eingabe  an  das  BFM  vom  22. 
September 2011 eingereichte schriftliche Vollmacht in Bezug auf die (...) 
von  Z.  B.  nichts  zu  ändern  vermag  und  er  das  Dokument  auch  nicht 
unterzeichnet hat, 

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dass  zudem  (...)  in  der  Vollmacht  weder  namentlich  erwähnt  noch 
aufgeführt wird oder unterzeichnet hat,

dass  deshalb  die  angefochtene  Verfügung  aufgrund  des  sich  im 
damaligen Zeitpunkt präsentierenden Abklärungsstandes hinsichtlich der 
Erfüllung  der  Verfahrensvoraussetzungen  nicht  hätte  ergehen  dürfen, 
weshalb sie aufzuheben ist,

dass  es  dem  BFM  überlassen  bleibt,  über  das  weitere  Vorgehen  zu 
befinden beziehungsweise zu entscheiden, ob es die Asylverfahren unter 
Behebung  der  festgestellten  Mängel  wieder  aufnehmen  und 
gegebenenfalls  einer  neuen Entscheidung  zuzuführen  gedenkt,  oder  ob 
es  Z.  B.  respektive  dem Hilfswerk  HEKS  eine Mitteilung  betreffend  die 
Nichtanhandnahme  des  Asylgesuchs  infolge  fehlender 
höchstpersönlicher Einreichung senden will,

dass sich unter den gegebenen Umständen die nachgelagerte Frage, ob 
Z.  B.  respektive  das  HEKS  in  Bezug  auf  den  Beschwerdeführer 
überhaupt  zur  Beschwerdeführung  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
befugt  ist,  vorliegend  gar  nicht  stellt,  weshalb  das  Gericht  keine 
Veranlassung  hat,  eine  gültige  Vollmacht  nachzufordern,  zumal  deren 
Nachreichung den Mangel eines nicht höchstpersönlichen Auftretens des 
Beschwerdeführers  im  Zusammenhang  mit  seinem  erstinstanzlichen 
Asylgesuch nicht hätte beheben können,

dass  zusammenfassend  festzustellen  ist,  dass  das  BFM  die 
Höchstpersönlichkeit des Rechts, ein Asylgesuch einzureichen, verkennt 
und – unbesehen der ungenügend abgeklärten Vertretungsbefugnis von 
Z.  B.  respektive  des  HEKS  –  mithin  eine  Verfügung  erlassen  hat,  die 
mangels  zureichender  Prüfung  der  Verfahrensvoraussetzungen  nicht 
hätte ergehen dürfen,

dass  die  angefochtene  Verfügung  gestützt  auf  diese  Erwägungen 
Bundesrecht  verletzt  und  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig 
und  unvollständig  feststellt  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  angefochtene 
Verfügung von Amtes wegen aufzuheben und die Sache an das BFM zur 
Wiederaufnahme  oder  allenfalls  Beendigung  des  erstinstanzlichen 
Asylverfahrens zurückzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  weder  den 
Beschwerdeführenden noch Z. B.  oder  dem HEKS und auch nicht  dem 
BFM Kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), weshalb das 

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Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  nach  Art.  65 
Abs. 1 VwVG hinfällig wird,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  infolge  des  Direktentscheides  gegenstandslos 
geworden ist,

dass vorliegend ungeachtet der Frage, ob durch die Beschwerdeführung 
überhaupt  notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  entstanden 
sind, kein Anlass zur Ausrichtung einer Parteientschädigung nach Art. 64 
VwVG  besteht,  da  kein  Obsiegen  vorliegt,  auch  wenn  die  Beschwerde 
führende  Partei  scheinbar  mit  ihrem  Antrag  betreffend  Aufhebung  der 
angefochtenen Verfügung durchgedrungen ist,

dass  nämlich  die  Kassation  einzig  auf  einer  Rechtsanwendung  von 
Amtes wegen durch das Bundesverwaltungsgericht beruht und  in keiner 
Weise  durch  den  Beschwerdeinhalt  motiviert  ist,  zumal  die  gestellten 
Anträge  auf  Bewilligung  der  Einreise  und  Durchführung  des 
Asylverfahrens infolge der aus formellen Gründen erfolgten Kassation gar 
nicht zur Beurteilung gelangt sind. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die angefochtene Verfügung wird aufgehoben. Die Sache geht zurück an 
das  BFM  zur  Wiederaufnahme  oder  allenfalls  Beendigung  des 
erstinstanzlichen Asylverfahrens.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3. 
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4. 
Dieses Urteil geht an Beschwerdeführenden und das BFM.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

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