# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65cad683-7603-5870-ac68-02df3d68eaf8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-01-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 18.01.2011 S 2010 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2010-80_2011-01-18.pdf

## Full Text

S 10 80

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 18. Januar 2011

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. a) …, geb. am … 1967, arbeitete zunächst als Gipser bei der Firma … und war 

gestützt auf dieses Arbeitsverhältnis bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 5. Februar 2001 rutschte der 

Versicherte auf einer Gerüsttreppe aus und erlitt eine Prellung im Bereich des 

Gesässes. Wegen Druckschmerzen im oberen Bereich des Darmbeins (os 

ilium) wurde er von seinem Hausarzt, Dr. med. …, am 13. Februar 2001 

untersucht und medikamentös behandelt. Ab dem 19. Februar 2001 war der 

Versicherte wieder voll arbeitsfähig. Am 30 März 2001 erfolgte am 

Kantonsspital Graubünden eine radiologische Untersuchung, die keine 

Hinweise auf eine Fraktur ergab. Auch weitere bildgebende Untersuchungen 

(Weichteilsonographie) am Kantonsspital Graubünden vom 15. Februar 2002 

zeigten keine Auffälligkeiten.

b) Daraufhin arbeitete der Versicherte als Gipser bei der … als er am 19. Juli 

2004 einen zweiten Arbeitsunfall erlitt, indem er auf einer Baustelle über eine 

Kabelrolle stolperte und auf seinen rechten Oberarm stürzte. Eine wegen 

persistierenden Beschwerden am Kantonsspital Graubünden durchgeführte 

Schultersonographie der rechten Schulter ergab eine leicht inhomogene 

Supraspinatussehne ohne klare Ruptur (30. November 2004). Am 24. Februar 

2005 ereignete sich ein dritter Arbeitsunfall, als der Versicherte während der 

Arbeitszeit auf Eis ausrutschte. Dr. med. … diagnostizierte in der Folge eine 

Schnittwunde des Digitus V links, eine Quetschung im Bereich des Beckens 

sowie (wahrscheinlich) eine indirekte Verstauchung der Halswirbelsäule. Am 

11. März 2005 gab der Versicherte dem Hausarzt gegenüber auch das 

Bestehen von zervikalen Schmerzen an (vgl. Dr. med. …, Schreiben vom 26. 

September 2008). Nach einer Arbeitsunfähigkeit vom 24. Februar 2005 bis 

20. März 2005 nahm der Versicherte am 21. März 2005 seine Arbeit wieder 

vollständig auf. Eine am 9. Juni 2005 durchgeführte MRI-Untersuchung der 

Hüfte am Kantonsspital Graubünden ergab einen regelrechten Befund.

c) Am 13. Januar 2006 meldete der Arbeitgeber des Versicherten einen Rückfall 

zum Unfallereignis vom 19. Juli 2004. Eine am 23. September 2005 

durchgeführte MRI-Untersuchung der rechten Schulter hatte eine ansatznahe 

Tendinose (degenerative Erkrankung) der Supraspinatussehne bei 

subakromialem Impingement (Funktionsbeeinträchtigung des Gelenks) 

ergeben. In der Folge war am 19. Dezember 2005 am Kreuzspital in Chur ein 

arthroskopisches Schultergelenksdébridement (Entfernung von 

abgestorbenem Gewebe) sowie eine arthroskopische subakromiale 

Dekompression  rechts vorgenommen worden. Nach einer vollen 

Arbeitsunfähigkeit vom 16. Dezember 2005 bis 22. Januar 2006 nahm der 

Versicherte am 23. Januar 2006 schliesslich die Arbeit wieder vollständig auf. 

Am 1. Februar 2006 berichtete sodann der Oberarzt des Kreuzspitals Chur, 

Dr. med. …, über einen deutlichen Beschwerderückgang der 

Schulterschmerzen und den Verzicht auf weitere Nachkontrollen.

d) Am 19. Mai 2008 wurde der SUVA ein erneuter Rückfall zum Unfallereignis 

vom 19. Juli 2004 mit Arbeitsunfähigkeit ab dem 2. Mai 2008 gemeldet. Nach 

dem neuen Hausarzt, Dr. med. …, bestünde weiterhin eine schmerzhafte 

eingeschränkte Beweglichkeit im rechten Schultergelenk sowie eine 

Druckdolenz entlang der HWS rechts. Der Versicherte führe diese auf zwei 

Unfälle vom 24. Februar 2005 und vom 19. Juli 2004 zurück. Zur Prüfung der 

Kausalität werde der Versicherte der Orthopädie des Kantonsspitals Chur 

zugewiesen (Arztzeugnis vom 3. Juni 2008). Bei der erneuten MRI-

Untersuchung der Schulter vom 13. März 2008 zeigte sich eine 

Signalalteration im superioren Labrum sowie eine leichte Ausdünnung der 

Bizepssehne. Bei unveränderter Einengung des subakromialen Raumes 

bestehe der Risikofaktor für ein Impingement weiterhin. Mit Bericht vom 26. 

Juni 2008 äusserte Dr. med. … (Oberarzt Abteilung für Orthopädie, KSGR) 

gestützt auf das erwähnte MRI der Schulter und eine ambulante 

Untersuchung vom 25. Juni 2008 den Verdacht auf eine SLAP-Läsion im 

Bereich der rechten Schulter. Ein weiteres MRI der HWS vom 15. Mai 2008 

ergab eine mässige Osteochondrose (HWK3/4) mit rechtsseitiger 

Unkovertebralgelenkarthrose bei konsekutiv signifikanter Einengung des 

rechten Neuroforamens mit Kompression der C4-Nervenwurzel. Mit Bericht 

vom 28. Juli 2008 führte Dr. med. … (Oberarzt Abteilung für Neurochirurgie, 

KSGR) aus, nach Durchsicht des MRI vom 15. Mai 2008 und einer 

ambulanten Untersuchung des Versicherten sei die Ätiologie der Schmerzen 

bei gleichzeitig bestehender Schulterproblematik nicht eindeutig. 

e) In seiner aktengestützten ärztlichen Beurteilung vom 7. Juli 2008 hielt der 

Kreisarzt Dr. med. … fest, dass in Bezug auf die rechte Schulter weiterhin kein 

Rissbefund der Rotatorenmanschette vorliege und die SLAP-Läsion 

morphologisch eher einem geringen Befundssubstrat entspreche. Aus 

medizinischer Sicht könne aber die aktuelle Abklärung ausschliesslich der 

Schulterbeschwerden versicherungstechnisch als Rückfall übernommen 

werden. Der Befund sei aber geringgradig, so dass aufgrund der 

ausschliesslich unfallkausalen, strukturell fassbaren Verletzungsbefunde die 

Arbeitsunfähigkeit nicht ausgewiesen sei. Dagegen seien die festgestellten 

Befunde an der HWS unfallfremd. Gestützt auf eine nochmalige 

Aktendurchsicht mit weiteren medizinischen Akten bestätigte der Kreisarzt am 

9. September 2008 nochmals, als unfallkausaler Verletzungsbefund existierte 

ausschliesslich die Schultersymptomatik rechts. In der Zwischenzeit und in 

der Folge fanden weitere medizinische Abklärungen, Untersuchungen und 

Eingriffe statt: Dr. med. … (Konsultationen 18. und 29. August 2009, Eingriff 

am 3. Dezember 2008), Dr. med. … (Ambulante Untersuchung 9. September 

2008, Bericht 10. September 2008), Dr. med. … (Bericht 22. September 

2008), Dr. med. … (Konsiliarische Untersuchung und EEG 20. Oktober 2008, 

Bericht 24. Oktober 2008) und Diagnosezentrum … (MRI Neurokranium 23. 

Oktober 2008). Nach Prüfung dieser Unterlagen kam der Kreisarzt Dr. med. 

… am 14. November 2008 zum Schluss, dass als strukturell fassbares 

Verletzungskorrelat nur die Schulterverletzung rechts bestehe. Insbesondere 

bestehe im Bereich der HWS und im Bereich des Kopfes kein ausgewiesenes, 

nachvollziehbares und strukturell fassbares Verletzungskorrelat. 

2. Mit Verfügung vom 5. Januar 2009 lehnte die SUVA  bezüglich der Kopf- und 

Nackenbeschwerden ihre Leistungspflicht mit der Begründung ab, zwischen 

den Unfällen vom 19. Juli 2004 und 24. Februar 2005 und diesen 

Beschwerden bestehe kein sicherer oder wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang. Die Abklärung der Schulterbeschwerden rechts 

werde aber als Rückfall übernommen. Aufgrund der ausschliesslich 

unfallkausalen Verletzungsbefunde an der Schulter sei eine 

Arbeitsunfähigkeit nicht ausgewiesen. Dagegen erhob der Versicherte am 30. 

Januar 2009 Einsprache mit dem Antrag auf Aufhebung der Verfügung vom 

5. Januar 2009, insofern die Ausrichtung der Versicherungsleistungen 

bezüglich der bestehenden Kopf- und Nackenbeschwerden verweigert und 

die Frage der Arbeitsunfähigkeit abgelehnt werde. Eventuell sei ein 

medizinisches Gutachten zur Kausalität einzuholen und anschliessend über 

den Anspruch auf Versicherungsleistungen neu zu befinden. Er sei am 3. 

Dezember 2008 in Zürich an der HWS (Dekompression C3/C4 mit 

Diskektomie) operiert worden. Die Operateurin habe eine ausgeprägte 

Instabilität des Segments C3/C4 vorgefunden, die ihrer Ansicht nach 

Unfallfolge gewesen sein könnte.

3. Nach dem Eingang der Einsprache wurden die Akten dem SUVA-

Versicherungsmediziner Dr. med. … vorgelegt, der sich mit Bericht vom 9. 

Dezember 2009 negativ zur Frage der Unfallkausalität äusserte. Mit 

Schreiben vom 1. März 2010 hielt der Versicherte an seiner Einsprache fest 

und reichte einen ärztlichen Bericht von Dr. med. … ein. Dieser Bericht wurde 

Dr. med. … zur Stellungnahme unterbreitet, die am 14. April 2010 erfolgte. Mit 

Einspracheentscheid vom 20. April 2010 wies die SUVA die Einsprache des 

Versicherten schliesslich ab. 

4. Dagegen erhob der Versicherte am 21. Mai 2010 Beschwerde ans 

Verwaltungsgericht mit dem Antrag auf Aufhebung des Einspracheentscheids 

und der diesem zugrunde liegenden Verfügung insofern, als die Ausrichtung 

von Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit den Kopf- und 

Nackenbeschwerden verweigert und die Frage der Arbeitsunfähigkeit 

abgelehnt werde. Die SUVA sei zu verpflichten, dem Versicherten für die 

besagten Beschwerden die Versicherungsleistungen gemäss UVG 

auszurichten. Eventuell sei ein externes medizinisches Gerichtsgutachten 

über die Kausalität zwischen dem Ereignis vom 19. Juli 2004 oder vom 24. 

Februar 2005 und den Kopf- und Nackenbeschwerden einzuholen und 

anschliessend über den Anspruch des Versicherten auf 

Versicherungsleistungen gemäss UVG neu zu befinden:

 Es sei streitig, ob die noch beklagten Nacken- und Kopfbeschwerden auf 
die Arbeitsunfälle vom 19. Juli 2004 oder vom 24. Februar 2005 
zurückzuführen seien oder nicht. Die SUVA habe dies gestützt auf die 
Beurteilung von Dr. med. … vom 9. Dezember 2009 verneint. Dessen 
Beurteilung sei von Dr. med. … mit Bericht vom 12. Februar 2010 als 
arbiträr und realitätsfremd bezeichnet worden. Die Beurteilung sei mit 
elementaren Mängeln behaftet und in ihrer Aussage verfehlt. Sodann 
seien Beurteilungen versicherungsinterner Ärzte keine Gutachten gemäss 
Art. 44 ATSG. Solle ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines 
externen Gutachtens entschieden werden, sei an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bereits geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit erforderten ergänzende Abklärungen.

 So gelange Dr. med. … zum Schluss, es sei unwahrscheinlich, dass der 
Versicherte sich durch den Sturz aufs Gesäss (24. Februar 2005) eine 
Verletzung der HWS zugezogen habe. Denn ein solcher Sturz könne keine 
Stauchung der HWS provozieren, weil die übrigen, distal (weiter aussen 
am Körper) gelegenen Abschnitte des Achsenskeletts den vom Sitzbein 
ausgehenden axialen Stoss in der LWS abzufedern vermöchten. 
Hingegen komme Dr. med. … im Bericht vom 12. Februar 2010 zum 
Schluss, die Beschwerden des Versicherten stünden mit an Sicherheit 
grenzender Wahrscheinlichkeit in direktem natürlichem und adäquatem 
Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 24. Februar 2005. Auch stelle 
Dr. med. … das Gutachten des Versicherungsmediziners in Frage, weil 
dieses auf neuro-biomechanischen Widersprüchen und inkorrekten 
wissenschaftlichen Interpretationen aufgebaut sei. Dr. med. … habe einen 
unfallkausalen Zusammenhang abstreiten wollen, dabei aber viele 
Denkfehler begangen. Beim Unfall sei es nach den physikalischen 
Bewegungs- und Beschleunigungsgesetzen (Newton) zu einer axialen 
Stauchung (Kompression) der Wirbelsäule gekommen. Entgegen der 
Auffassung von Dr. med. … sei es durchaus möglich, dass der Versicherte 
zwar auf das Gesäss gestürzt sei, sich jedoch eine Verletzung der HWS 
zugezogen habe, da durch den HWS-Beschleunigungsmechanismus eine 
unfallausgelöste prämature Diskusdegeneration injiziert werden könne. 

 Dr. med. … habe sich sodann lediglich auf den morphologischen Befund 
des vierten zervikalen Wirbelkörpers konzentriert. Da er alle neuro-

anatomischen und patho-physiologischen Aspekte im Zusammenhang mit 
Unfall vom 24. Februar 2005 nicht erwähnt habe, sei er hier 
widersprüchlich und unvollständig. Nach Dr. med. … sei die Asymmetrie 
der Wirbelbögen eher als unfallerworbene Asymmetrie, denn als 
kongenitale Anomalie anzusehen. Der Bericht von Dr. med. … begründe 
damit erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit und der Schlüssigkeit der 
Feststellungen von Dr. med. ... Daher sei zwingend ein externes 
Gutachten einzuholen

5. Mit Vernehmlassung vom 4. August 2010 beantragte die SUVA die 

Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung ihres Einspracheentscheids 

vom 20. April 2010:

 Gegenstand der Beschwerde sei einzig die Frage nach der 
Unfallkausalität der Kopf- und Nackenbeschwerden des Versicherten. Die 
Parteien seien sich einig, dass diese nicht vom Unfallereignis vom 5. 
Februar 2001 stammten. Am 19. Juli 2004 habe sich der Versicherte 
primär Verletzungen an der rechten Schulter zugezogen, so dass die 
Nacken- und Kopfschmerzen daher auch nicht auf den zweiten Unfall 
zurückzuführen seien. Am 24. Februar 2005 habe er sich an der linken 
Mittelhand verletzt und Schmerzen im rechtsseitigen glutealen Bereich 
verspürt. Später habe er auch zervikale Schmerzen angegeben. Auf 
dieses dritte Unfallereignis führe der Versicherte die chronischen Nacken- 
und Kopfschmerzen zurück. Damit sei insbesondere streitig, ob das 
Unfallereignis vom 24. Februar 2005 geeignet war, eine Verletzung der 
HWS im Sinne eines Schleudertraumas zu bewirken. Zudem behaupte der 
Versicherte, die bildgebend nachgewiesene Osteochondrose mit 
Unkovertebralarthorose rechts und die Diskushernie C 3/4 seien durch 
den besagten Unfall entstanden. Währenddem Dr. med. … mit Bezug auf 
die nachgewiesenen Veränderungen an der HWS von kongenitalen bzw. 
erworbenen degenerativen Befunden ausgehe, komme Dr. med. … zum 
Schluss, dass die Asymmetrie der Wirbelbögen eher als anatomische 
Variante bzw. sogar eher als unfallerworbene Asymmetrie zu qualifizieren 
sei. Unabhängig von dieser unbegründeten Schlussfolgerung führe Dr. 
med. … jedoch aus, die Veränderungen an der HWS auf Höhe C 3/4 seien 
nicht Ursache der Kopf- und Schwindelbeschwerden. Insofern stimme er 
mit Dr. med. … überein.

 Im Unterschied zu Dr. med. … sage Dr. med. … aber, anlässlich des 
Unfalls vom 24. Februar 2005 habe eine Beschleunigungswirkung auf die 
Wirbelsäule und damit ein Schleudertrauma stattgefunden. Selbst wenn 
man von dieser Hypothese ausgehen würde, wären die dadurch bewirkten 
Symptome (Kopf- und Nackenschmerzen, leichter Schwindel) aber nach 
kurzer Zeit wieder abgeklungen. Erst Jahre später sei die Symptomatik 
wieder thematisiert worden. Die Beschwerden hätten weder zu 
anhaltender Behandlungsbedürftigkeit noch zu Arbeitsunfähigkeit geführt. 
Für die Annahme einer Unfallkausalität lägen keine genügenden 
Brückensymptome vor, so dass die natürliche Kausalität zu verneinen sei. 
Aber sogar wenn ein Schleudertrauma gegeben und der natürliche 

Kausalzusammenhang mit den heute geklagten Kopf- und 
Nackenbeschwerden zu bejahen wäre, was bestritten werde, seien die 
Beschwerden des Versicherten bei Anwendung der 
Schleudertraumapraxis zur Adäquanz nicht organisch nachgewiesen. 
Zudem sei der Unfall als leicht einzustufen, so dass die Adäquanz ohne 
weiteres zu verneinen wäre.

 Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers wecke der Bericht von 
Dr. med. … keine Zweifel an der Beurteilung von Dr. med. …, denn er 
verkenne, dass die geklagten Beschwerden nicht auf die radiologisch 
festgestellten Befunde zurückzuführen seien. Die von Dr. med. … 
behauptete Unfallkausalität sei daher irrelevant. Auch könne offen 
gelassen werden, ob der Versicherte ein Schleudertrauma erlitten habe, 
da diesbezüglich jedenfalls die Adäquanz zu verneinen sei. Selbst wenn 
auf die Beurteilung von Dr. med. … abgestellt würde, wäre die 
Unfallkausalität der Kopf- und Nackenschmerzen zu verneinen.

6. Replizierend hielt der Beschwerdeführer am 26. August 2010 an seinen 

Anträgen unverändert fest. Unter dem Hinweis, die geklagten Nacken- und 

Kopfbeschmerzen könnten auch auf den zweiten Unfall vom 19. Juli 2004, 

und nicht nur auf das Unfallereignis vom 24. Februar 2005, zurückzuführen 

sein, führte er aus:

 Dr. med. … halte fest, die C 3/4-Instabilität und Kompression der C4-
Nervenwurzel rechts sei nur Ursache für rechtsseitige Cervico-
Brachialgien. Die Begründung für die Entstehung der geklagten 
Beschwerden sei die Verbindung zwischen Cervicalnerven des Segments 
C2/3 und dem Nucleus nervi trigemini (Kern des Drillingsnervs). Er komme 
somit nicht zum Schluss, es sei zweifelhaft, dass die Pathologie der HWS 
für die geklagten Beschwerden verantwortlich sei. Vielmehr hätten die 
beiden Ärzte in diesem Punkt diametrale Auffassungen. Wegen dieser 
Unklarheiten hätte die SUVA zwingend weitere Abklärungen treffen 
müssen.

 Auf die Schlussfolgerung der Beschwerdegegnerin, die Befunde seien 
nicht Ursache der geklagten Beschwerden und Dr. med. … sei nicht in der 
Lage, dies zu beurteilen, sei nicht abzustellen. Die mangelhafte 
medizinische Instruktion könne nicht nachträglich durch ihre 
Rechtsabteilung nachgeholt werden. Auch seien hier otoneurologische, 
ophthalmologische oder andere Untersuchungen angezeigt. Es sei falsch, 
dass sich lediglich Dr. med. … über die Ätiologie der Kopf- und 
Nackenbeschwerden geäussert habe, auch Dr. med. … habe sich damit 
befasst. Nachdem beide Ärzte sich mit der gleichen Fragestellung 
befassten und zu diametral divergierenden Schlussfolgerungen 
gekommen seien, sei die Notwendigkeit weiterer Abklärungen nicht weiter 
zu begründen.

7. Mit Schreiben vom 1. September 2010 verzichtete die SUVA auf eine 

einlässliche Duplik und hielt an ihren Anträgen gemäss Vernehmlassung fest. 

Sie erlaube sich den Hinweis, dass der Beschwerdeführer in der Replik 

zustimme, dass keine objektivierbaren Unfallfolgen als Ursache der 

angegebenen Beschwerden vorlägen. Damit seien die medizinischen 

Stellungnahmen lediglich für die Frage der natürlichen Kausalität von 

Bedeutung. Da die Frage der Adäquanz als juristische Frage zu verneinen 

sei, erübrigten sich weitere medizinische Abklärungen zur natürlichen 

Kausalität.

Auf die weiteren Ausführungen der Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, 

in nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren ist der Einspracheentscheid 

der SUVA vom 20. April 2010 resp. die diesem zugrunde liegende Verfügung 

vom 5. Januar 2009. Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Vorinstanz 

ihre Leistungspflicht in Bezug auf die geklagten Kopf- und 

Nackenbeschwerden zu Recht abgelehnt hat. Währenddem sich beide 

Parteien darüber einig sind, dass der erste Unfall vom 5. Februar 2001 nicht 

ursächlich ist, behauptet der Beschwerdeführer, dass die Beschwerden 

entweder auf den zweiten Unfall vom 19. Juli 2004 oder auf den dritten Unfall 

vom 24. Februar 2005 zurückzuführen seien. Damit ist die umstrittene Frage 

der Kausalität nachfolgend auf diese beiden Unfälle zu beschränken.

2. a) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt nach den Bundesgesetzen 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie der 

Spezialgesetzgebung im Unfallversicherungsrecht (UVG) voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und der gesundheitlichen Schädigung ein 

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181). 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhanges sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

eingetreten oder nicht in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 

eingetreten gedacht werden kann. Ob zwischen dem schädigenden Ereignis 

und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 

besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall der 

Richter nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 

eines Sachzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs noch nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 129 V 181 E. 

3.1 mit Hinweisen). 

b) Als adäquate oder rechtserhebliche Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis 

dann zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach 

der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg  von der 

Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch 

das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2, 125 

V 461 E. 5a, 123 V 141 E. 3d, 122 V 416 E. 2a, 121 V 49 E. 3a; SVR 8-9/2003 

UV Nr. 11 E. 3.2 S. 32). Der Voraussetzung des     adäquaten 

Kausalzusammenhanges kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu 

(BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b). Sie hat bei allen 

Gesundheitsschädigungen, die aus ärztlicher Sicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als natürliche Unfallfolgen gelten, Platz zu greifen. Die 

Frage der Adäquanz ist eine Rechtsfrage, sie ist nicht von medizinischen 

Sachverständigen, sondern vom Richter zu beurteilen (SVR 8-9/2003 UV Nr. 

12 E. 3.2.1 S. 36, 9/2002 UV Nr. 11 E. 2b S. 31). Im Bereich organisch objektiv 

ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung 

der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend 

mit der natürlichen Kausalität deckt. Anders verhält es sich bei natürlich 

unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. 

Hier ist bei der Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen 

Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere 

unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (BGE 134 V 112 E. 2.1).

3. a) Die Vorinstanz hat die vom Beschwerdeführer geklagten 

Schulterbeschwerden als Rückfall zum zweiten Unfall vom 19. Juli 2004 

anerkannt und insofern die Leistungen übernommen. Für die geklagten Kopf- 

und Nackenschmerzen hat die SUVA hingegen eine Unfallkausalität und 

entsprechend eine Leistungspflicht verneint (vgl. Schreiben der SUVA vom 

23. Juli 2008). In Bezug auf die Beurteilung der natürlichen Kausalität 

zwischen dem dritten Unfall vom 24. Februar 2005 und den geklagten Kopf- 

und Nackenschmerzen traf die SUVA weitere Abklärungsmassnahmen. 

Insbesondere stellte sich die Frage, inwiefern die durch MRI radiologisch 

festgestellte mässige Osteochondrose C3/C4 mit rechtsseitiger 

Unkovertebralarthrose und konsekutiver Einengung des Neuroforamens und 

Kompression der C4 Nervenwurzel rechts (Dr. med. …, Schreiben vom 26. 

Juni 2008; Dr. med. …, Schreiben vom 28. Juli 2008; Dr. med. …, Schreiben 

vom 29. August 2008) auf den Unfall vom 24. Februar 2005 zurückzuführen 

sind, und inwiefern die Kopf- und Nackenschmerzen dadurch bewirkt werden; 

zumal Dr. med. … mit Schreiben vom 28. Juli 2008 erklärte, die 

Nackenschmerzen wären prinzipiell mit einer Nervenwurzelkompression C4 

erklärbar, doch sei die Ätiologie der Schmerzen bei gleichzeitig bestehender 

Schulterproblematik nicht eindeutig. Im Weiteren hatte Dr. med. … den 

Verdacht geäussert, dass die ausgeprägte Instabilität des Segmentes C3/C4 

Unfallfolge sein könnte (Bericht Stadtspital … vom 15. Dezember 2008).

b) Zu der vorliegend umstrittenen Frage äusserten sich im Wesentlichen Dr. 

med. … mit Bericht vom 9. Dezember 2009 sowie Dr. med. … mit Bericht vom 

12. Februar 2010. Die SUVA legte ihrem Einspracheentscheid den Bericht 

von Dr. med. … zugrunde:

 Dr. med. …, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, beurteilte im 
Auftrag der SUVA mit Bericht vom 9. Dezember 2009 die umstrittene 
Frage der Kausalität unter Berücksichtigung der vollständigen 
medizinischen Unterlagen. Einleitend sei festzuhalten, dass sich der 
Beschwerdeführer am 3. Dezember 2008 einer Operation an der 
Halswirbelsäule im Stadtspital … habe unterziehen müssen. Dabei sei die 
Bandscheibe C3/C4 ausgeräumt und daraufhin eine Spondylodese 
(Fusion zwischen zwei Wirbeln) des Segmentes C3/C4 vorgenommen 
worden. Währenddem der Kreisarzt, Dr. med. …, den Standpunkt 
vertreten habe, es sei ein krankhaftes Geschehen bei diesem Eingriff 

behandelt worden, vertrat die Operateurin, Dr. med. … (Fachärztin für 
Neurochirurgie), die Auffassung, sie habe Unfallfolgen behandelt, da ihr 
eine Instabilität aufgefallen sei, die durchaus Folge eines Traumas hätte 
sein können. 

 Die Aussage von Dr. med. …, es hätte eine Instabilität C3/C4 vorgelegen, 
lasse sich nicht untermauern. Eine Unfallfolge liege auch keine vor. Es sei 
überhaupt unwahrscheinlich, dass der Versicherte beim Sturz aufs 
Gesäss vom 24. Februar 2005 sich überhaupt eine Verletzung der HWS 
zuzuziehen vermochte. Beim Eingriff vom 3. Dezember 2008 sei eine 
kombinierte Pathologie der HWS, kongenitaler und erworbener Genese, 
behandelt worden, wobei aufgrund des Verlaufes Zweifel zu hegen seien, 
ob diese Anomalie für die vom Patienten geschilderten Beschwerden 
verantwortlich gewesen waren.

Der Beschwerdeführer dagegen stützt sich in seinen Vorbringen im 

Wesentlichen auf die Beurteilung von Dr. med. ..:

 Dr. med. …, Spezialarzt FMH für Otorhinolaryngologie, Hals- und 
Gesichtschirurgie, beurteilte mit Bericht vom 12. Februar 2010 im Auftrag 
des Beschwerdeführers die Frage der Unfallkausalität; ebenfalls unter 
Berücksichtigung der medizinischen Dokumentation. Das Gutachten von 
Dr. med. … sei auf neuro-biomechanischen Widersprüchen und 
inkorrekten wissenschaftlichen Interpretationen aufgebaut. Er versuche 
mit einer Abhandlung über die HWS-Instabilität Überzeugungsarbeit zu 
leisten, mit dem Zweck, den Unfallmechanismus und die daraus gehenden 
Beschwerden zu bagatellisieren und einen unfallkausalen 
Zusammenhang abzustreiten, was ihm nicht gelinge, da er so viele 
Denkfehler begehe. Er übersehe, dass die C3/C4-Instabilität und 
Kompression der C4-Nervenwurzel rechts weder neuro-anatomisch, noch 
patho-physiologisch die Ursache für die Kopf- und Schwindelbeschwerden 
mit visueller Symptomatik darstellen könne und nur die Ursache für die 
Cervico-Brachialgien darstelle. Zudem realisiere er nicht, dass seine 
Hypothese der angeblich kongenital-erworbenen Pathologie 
(Wirbelkörper C4) für die Auslösung des cervico-radikulären 
Reizsyndroms C4 rechts nicht verantwortlich sein könne, sondern Folge 
des traumatischen Läsionen im Rahmen des stattgefundenen Unfalls vom 
Februar 2005 sei.

 Da der Patient an diesen Beschwerden vor dem Unfall vom 24. Februar 
2005 (cervicogene Kopf- und Schwindelbeschwerden mit visueller 
Symptomatik) nie gelitten habe, da diese kurz nach dem Unfall ausgelöst 
worden seien, da Krankheiten, welche eine ähnliche Symptomatik hätten 
auslösen können, nicht in Erfahrung zu bringen seien, und da die 
Beschwerden durch die sophistizierte neuro-otometrische und 
aequilibriometrische Testbatterie objektivierbar seien, stünden diese 
Beschwerden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im direkten 
natürlichen kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 24. Februar 
2005.

Daraus leitet der Beschwerdeführer ab, es seien erhebliche Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen des 

versicherungsinternen Arztes erweckt worden. Damit müssten nach 

bundesgerichtlicher Praxis weitere medizinische Abklärungen angeordnet 

werden.

c) Der Beschwerdeführer verkennt, dass die beiden ärztlichen Berichte 

zumindest in Bezug auf die vorliegend wesentliche Frage der natürlichen 

Kausalität zwischen der radiologisch festgestellten Diagnose und den 

geklagten Kopf- und Nackenbeschwerden übereinstimmen. Sowohl Dr. med. 

… als auch Dr. med. … sind der Auffassung, dass die C3/C4-Befunde 

(Osteochondrose C3/C4 mit rechtsseitiger Unkovertebralarthrose und 

konsekutiver Einengung des Neuroforamens und Kompression der C4 

Nervenwurzel rechts) nicht Ursache der vom Beschwerdeführer geklagten 

Kopf- und Nackenbeschwerden sein können (vgl. Bericht Kiener, S. 23, 

Bericht Marincic, S. 12). Damit ist die Ätiologie der C3/C4-Befunde - 

Degeneration oder Unfallfolge - für die Frage der Leistungspflicht der SUVA 

aus UVG nicht entscheidend. Denn eine Leistungspflicht der SUVA wäre nur 

gegeben, wenn der Unfall vom 24. Februar 2005 zu den C3/C4-Befunden 

geführt hätte, welche wiederum die geklagten Kopf- und Nackenbeschwerden 

verursachten. Infolge der fehlenden Kausalität zwischen den C3/C4-Befunden 

und den Kopf- und Nackenbeschwerden bleibt festzuhalten, dass auch der 

Unfall vom 14. Februar 2005 für die geklagten Beschwerden nicht kausal 

gewesen sein konnte. 

Mit Bezug auf die Ätiologie der C3/C4-Befunde ist festzuhalten, dass es im 

Bereich des Unfallversicherungsrechts einer medizinischen 

Erfahrungstatsache entspricht, dass praktisch alle Diskushernien bei 

Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein 

Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als 

eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine 

Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer 

Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe 

herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder 

radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit 

auftreten. In solchen Fällen hat die Unfallversicherung praxisgemäss auch für 

Rezidive und allfällige Operationen aufzukommen (BG-Urteil 8C_614/2007 

vom 10. Juli 2008 E. 4.1.1, 8C_346/2008 vom 11. November 2008 E. 3.2.1, 

8C_1009/2009 vom 4. Mai 2010 E. 3.1.1). Da der Beschwerdeführer nach 

dem Unfallereignis vom 24. Februar 2005 während etwa eines Monats 

arbeitsunfähig war und anschliessend die Arbeit wieder vollständig aufnahm, 

bevor er drei Jahre später im Jahr 2008 einen Rückfall geltend machte, sind 

diese Voraussetzungen nicht erfüllt. Damit spricht die medizinische 

Vermutung für die fehlende Kausalität zwischen dem Unfallereignis und den 

radiologisch festgestellten C3/C4-Befunden bzw. der mit Operation vom 3. 

Dezember 2008 erfolgten Spondylodese infolge Segmentdegeneration C3/C4 

mit Diskusprotrusion (vgl. Dr. med. … und Dr. med. …, Operationsbericht vom 

5. Dezember 2008).

Die fehlende Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 24. Februar 2005 

und den geklagten Beschwerden wird zudem auch durch die fehlenden 

Brückensymptome indiziert. Der Beschwerdeführer erwähnte die zervikalen 

Beschwerden, die ab dem Mittag des 24. Februars 2005 aufgetreten seien, 

erstmals am 11. März 2005 anlässlich einer Nachkontrolle bei Dr. med. ... 

Bereits 10 Tage später nahm er seine Arbeit wieder vollständig auf, nachdem 

er ungefähr einen Monat unfallbedingt arbeitsunfähig gewesen war. Weitere 

die geklagten Beschwerden betreffende medizinische Akten liegen dann bis 

ins Jahr 2008 nicht mehr vor (vgl. Dr. med. …, Anamnese gemäss Bericht 

vom 9. Dezember 2009). Eine Rückfallmeldung mit Bezug auf den Unfall vom 

24. Februar 2005 erfolgte erst am 19. Mai 2008 - und damit mehr als drei 

Jahre nachdem der Beschwerdeführer wiederum vollständig arbeitsfähig war.

d) Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die radiologisch festgestellte 

Diagnose, die zur Operation vom 3. Dezember 2008 mit Spondylodese 

geführt hat, nach übereinstimmenden Angaben von Dr. med. … und Dr. med. 

… nicht ursächlich für die geklagten Kopf- und Nackenbeschwerden ist. Damit 

ist insofern auch eine Kausalität des Unfalls vom 24. Februar 2005 für die 

beschwerdeführerischen Beschwerden nicht gegeben. Das wird einerseits 

durch medizinische Erfahrungstatsachen und andererseits durch die 

fehlenden Brückensymptome bekräftigt. Im Übrigen ist sodann auch der 

zweite Unfall vom 19. Juli 2004 als Ursache der geklagten Beschwerden 

auszuschliessen, da dort lediglich die Schulter betroffen war.

4. a) Im Gegensatz zu Dr. med. … ist Dr. med. … jedoch der Auffassung, die Kopf- 

und Nackenbeschwerden seien als posttraumatische Beschwerden 

(Beschwerdekomplex, Kopfschmerzen, Symptomatik; vgl. dessen Bericht 

vom 12. Februar 2010, S. 12 f. und S. 18) auf das Unfallereignis vom 24. 

Februar 2005 zurückzuführen. Hat die versicherte Person ein 

Schleudertrauma der HWS erlitten, und liegen die zum typischen 

Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 

wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, 

Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die natürliche Kausalität 

zwischen dem Unfall und den Beschwerden in der Regel anzunehmen (BGE 

117 V 360; T. Ackermann, Kausalität, in: Schaffhauser René/Kieser Ueli 

(Hrsg.), Unfall und Unfallversicherung, Referate der Tagung vom 27. 

November 2008 in Luzern, St. Gallen 2009, S. 46 f.). Vorausgesetzt ist dabei, 

dass eine eingehende medizinische Abklärung stattgefunden hat (BGE 134 V 

123 ff. E. 9.2 - 9.5; T. Ackermann, a.a.O, S. 47 ff.). 

b) Im vorliegenden Fall wurde der Beschwerdeführer im Anschluss an die beiden 

Unfälle vom 19. Juli 2004 und vom 24. Februar 2005 jeweils von seinem 

Hausarzt, Dr. med. …, untersucht. Das für ein Schleudertrauma typische 

Beschwerdebild ergab sich dabei nicht und wurde auch nicht diagnostiziert:

 Nach dem zweiten Unfallereignis vom 19. Juli 2004 (Sturz auf den 
Oberarm bzw. die Schulter) wurde am Kantonsspital Graubünden am 30. 
November 2004 eine Schulterverletzung diagnostiziert. Auch wenn die 
ärztliche Erstbehandlung aus den Akten nicht ersichtlich ist, kann doch 
das Vorliegen eines Schleudertraumas ausgeschlossen werden, da weder 
eine entsprechende Diagnose noch sonstige typische Beschwerden 
diagnostiziert und thematisiert wurden.

 Nach dem dritten Unfallereignis vom 24. Februar 2005 diagnostizierte der 
Hausarzt eine Schnittwunde am Digitus V links, eine Quetschung im 
Bereich des Beckens sowie (wahrscheinlich) eine indirekte Verstauchung 

der Halswirbelsäule. Am 11. März 2005 gab der Beschwerdeführer dem 
Hausarzt gegenüber zusätzlich noch das Bestehen von zervikalen 
Schmerzen ab dem Mittag des Unfalltags an. Insgesamt war er vom 24. 
Februar 2005 bis zum 20. März 2005 arbeitsunfähig, bevor er am 21. März 
2005 die Arbeit wieder vollständig aufnahm. Eine Rückfallmeldung mit 
Bezug zur HWS erfolgte erst am 19. Mai 2008. Wiederum ist das Vorliegen 
eines Schleudertraumas nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
auszuschliessen, da das dafür typische Beschwerdebild nach dem Unfall 
nicht vorlag und eine entsprechende ärztliche Diagnose nicht gestellt 
wurde.

Daran ändert auch die retrospektive Beurteilung durch Dr. med. … nichts, der 

mit Bericht vom 12. Februar 2010 von posttraumatischen Beschwerden 

ausgeht. Denn diese Beurteilung geht einerseits von nicht aktenkundigen 

fluktuierend verlaufenden Schwindelbeschwerden aus und wurde 

andererseits erst im Februar 2010 - somit etwa fünf Jahre nach dem 

Unfallereignis - erstellt. Eingehende und zeitnahe medizinische Abklärungen, 

die das Beschwerdebild eines Schleudertraumas an der HWS belegen, 

bestehen damit keine. Für eine Vermutung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

besteht somit kein Raum.

c) Aber auch wenn hypothetisch von einem Schleudertrauma der HWS 

ausgegangen und die natürliche Kausalität zwischen dem Unfall vom 24. 

Februar 2005 und den geklagten Kopf- und Nackenbeschwerden bejaht 

würde, wäre eine Leistungspflicht der SUVA infolge fehlender Adäquanz 

abzulehnen. Denn mit Ausnahme der radiologisch festgestellten Befunde, die 

nach übereinstimmenden Aussagen von Dr. med. … und Dr. med. … nicht 

ursächlich für die Kopf- und Nackenschmerzen sind (Osteochondrose C3/C4 

mit rechtsseitiger Unkovertebralarthrose und konsekutiver Einengung des 

Neuroforamens und Kompression der C4 Nervenwurzel rechts; vgl. MRI HWS 

vom 15. Mai 2008), sind keine weiteren organischen objektiven Nachweise 

aktenkundig. Hervorzuheben sind etwa die folgenden 

Untersuchungsergebnisse:

 Dr. med. …, Bericht vom 24. Oktober 2008: „Dieses (Anm: MRI des 
Neurokraniums vom 23. Oktober 2008) zeigt nun eine vermutlich 
insignifikante, kleine Arachnoidalzyste in der hinteren Schädelgrube, aber 
keine posttraumatischen, zerebralen Residualbefunde. […] Für das 
anamnestisch berichtete permanente Kopfgeräusch wie auch für die 

Konzentrationsstörungen fand sich klinisch-neurologisch, 
kernspintomographisch und elektroenzephalographisch kein 
entsprechendes Korrelat.“

 Dr. med. …, Stellungnahme vom 14. November 2008: „Weitere strukturell 
fassbare Verletzungskorrelate im Zusammenhang mit dem erwähnten 
Unfallereignis sind nicht ersichtlich. Insbesondere besteht weder im 
Bereiche der HWS noch im Bereich des Kopfes ein ausgewiesenes, 
nachvollziehbares und strukturell fassbares Verletzungskorrelat.“

 Dr. med. …, Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung vom 3. Mai 2010: 
„Objektiv können keine neuen wesentlichen strukturell fassbaren 
organischen Verletzungsbefunde festgestellt werden. Das 
Beschwerdebild ist nicht erklärbar durch einen organischen 
Schulterverletzungsbefund. Auch der aktuelle Kontroll-MRI-Befund vom 
Februar 2010 lässt keine wesentlichen unfallkausalen strukturellen 
Verletzungssubstrate erkennen, welche das Beschwerdebild erklären 
könnte.“

Im Übrigen hat auch der Beschwerdeführer in seiner Replik ausgeführt, es 

bestünden keine ossären Läsionen (S. 3).

d) Infolge mangelnder organisch objektiv ausgewiesener Beschwerden ist zur 

Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs auf die 

Schleudertraumapraxis gemäss BGE 134 V 109 abzustellen. Danach ist für 

die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall zu 

verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung 

der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er 

eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins 

Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - 

zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen 

anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich 

unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der 

Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen 

verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus 

dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig 

beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche 

unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. 

indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen 

(BGE 134 V 126 E. 10.1).

Vorliegend wäre der Unfall vom 24. Februar 2005 (Ausrutschen auf Eis und 

Sturz aufs Gesäss) als leichter Unfall zu qualifizieren, so dass die Adäquanz 

ohne weiteres abzulehnen sein dürfte (BGE 115 V 139 E. 6a; BG-Urteil U 

347/01 vom 9. Januar 2003 E. 5.1). Selbst wenn es sich aber um einen 

mittelschweren Unfall (an der Grenze zu den leichten Unfällen) gehandelt 

hätte, wäre die Adäquanz - wie aufzuzeigen ist - zu verneinen. Zu prüfen 

wären die folgenden Kriterien: (1) besonders dramatische Begleitumstände 

oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; (2) die Schwere oder besondere 

Art der erlittenen Verletzungen; (3) fortgesetzt spezifische, belastende 

ärztliche Behandlung; (4) erhebliche Beschwerden; (5) ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; (6) 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; (7) erhebliche 

Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. Die Adäquanz wäre 

dann zu bejahen, wenn ein Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 

ist, oder wenn mehrere in gehäufter und auffälliger Weise gegeben sind (BGE 

134 V 130 E. 10.3)

Besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit 

des Unfalls (1) sind vorliegend zu verneinen und werden vom 

Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Die medizinischen 

Abklärungen nach dem Unfall vom 24. Februar 2005 sprechen gegen das 

Vorliegen von besonderen oder schweren Verletzungen (2). Eine fortgesetzt 

spezifische, belastende ärztliche Behandlung liegt nicht vor, da die 

Rückfallmeldung erst etwa drei Jahre nach dem Unfallereignis erfolgt ist. In 

der Zwischenzeit sind keine die geklagten Beschwerden betreffende 

medizinischen Behandlungen aktenkundig (3). Erhebliche Beschwerden 

liegen ebenfalls nicht vor (4; vgl. Dr. med. …, Bericht vom 11. Februar 2010: 

Der vom Patienten angegebene und auf den Unfall zurückgeführte Schwindel 

sei schwierig nachzuvollziehen; eher handle es sich um eine somatoforme 

Schmerzstörung. Gegenüber einer antidepressiven schmerzdistanzierenden 

Therapie sei der Patient jedoch abgeneigt. Aus rheumatologischer Sicht sei 

der Patient sicher für eine leichte wechselbelastete Tätigkeit ohne 

Überkopfarbeiten zu 100% arbeitsfähig zu beurteilen.). Eine ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte (5), 

liegt nicht vor und wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. 

Ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen (6) sind 

klarerweise ebenfalls zu verneinen. Schliesslich ist auch das Kriterium der 

erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen nicht 

erfüllt (7). Der Beschwerdeführer war nach einer unfallbedingten 

Arbeitsunfähigkeit vom 24. Februar 2005 bis 20. März 2005 ab dem 21. März 

2005 wieder vollständig arbeitsfähig. Danach war er zwischenzeitlich vom 16. 

Dezember 2005 bis 22. Januar 2006 arbeitsunfähig, wobei dies auf die 

Schulterverletzung zurückzuführen ist, für welche die Suva die Leistungen 

übernommen hat. In der Folge trat eine Arbeitsunfähigkeit erst wieder ab dem 

2. Mai 2008 ein, wobei diese mindestens teilweise - wenn nicht überwiegend 

- durch die Schulterproblematik bedingt war (vgl. Schreiben Dr. med. … vom 

25. August 2008; Stellungnahme Dr. med… vom 7. Juli 2008; Operation an 

der Schulter am 6. April 2009 mit nachfolgender Arbeitsunfähigkeit und 

betreffende ärztliche Zeugnisse). Sodann wäre der Beschwerdeführer nach 

Dr. med. … spätestens ab Mitte Februar 2010 aus rheumatologischer Sicht 

wiederum zu 100% arbeitsfähig gewesen.

e) Zusammenfassend ergibt sich daher, dass eine Leistungspflicht der SUVA 

mangels Adäquanz auch dann zu verneinen wäre, wenn der 

Beschwerdeführer infolge des Unfalls vom 24. Februar 2005 ein 

Schleudertrauma an der HWS erlitten hätte.

5. Nach dem Grundsatz der antizipierten Beweiswürdigung ist auf die Abnahme 

weiterer Beweise zu verzichten, wenn ein bestimmter Sachverhalt als 

überwiegend wahrscheinlich zu betrachten ist, und wenn anzunehmen ist, 

dass weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts 

mehr ändern könnten (BGE 122 II 469 E. 4a). Vorliegend stimmen beide von 

den Parteien für massgeblich befundenen ärztlichen Beurteilungen (Dr. med. 

… und Dr. med. …) zur Kausalität der radiologisch nachweisbaren 

Verletzungssubstrate insofern überein, als die Befunde nicht natürlich kausal 

Ursache der geklagten Kopf- und Nackenbeschwerden sein können. Aber 

selbst wenn der Auffassung des Beschwerdeführers, der sich auf Dr. med. … 

beruft, gefolgt würde und ein Schleudertrauma der HWS anzunehmen wäre, 

wäre eine Adäquanz des Unfallereignisses für die geklagten Beschwerden 

nach der bundesgerichtlichen Schleudertraumapraxis zu verneinen. Eine 

Leistungspflicht der SUVA wäre daher auch dann nicht gegeben, wenn der 

beschwerdeführerischen Auffassung gefolgt würde. Daraus wird ersichtlich, 

dass auch weitere Beweismassnahmen am vorliegenden Ergebnis - keine 

Leistungspflicht der SUVA aufgrund mangelnder Kausalität - nichts zu ändern 

vermöchten (vgl. BG-Urteil 8C_135/2007 vom 25. April 2008 E. 3). 

Entsprechend ist auf weitere medizinische Abklärungen zu verzichten.

6. Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtmässig, und die 

dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. Gerichtskosten werden keine 

erhoben, da das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungsstreitigkeiten gemäss Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich 

kostenlos ist. Eine Parteientschädigung ist angesichts des 

Verfahrensausganges nicht geschuldet (Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.