# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f20fcc91-95c4-53a9-9c1d-38b728850867
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-07-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.07.2008 IV 2008/89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-89_2008-07-11.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/89

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.06.2020

Entscheiddatum: 11.07.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 11.07.2008
Art. 28 IVG. Erstmalige Rentenzusprechung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Juli 2008, IV 2008/89).

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin 

Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Entscheid vom 11. Juli 2008

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.a  Die 1946 geborene S.___ meldete sich am 16./18. November 2004 wegen eines 

seit November 2002 bestehenden Knieleidens zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an und beantragte namentlich eine Rente. Sie habe den Beruf 

einer Verkäuferin erlernt. Zuletzt hatte sie gemäss einer Arbeitgeberbescheinigung vom 

1. September 2002 bis 24. November 2002 als Pflegehelferin gearbeitet. Nach diesen 

Angaben war ihr wegen Inakzeptanz im Team während der Probezeit gekündigt 

worden. Ab dem 8. November 2002 sei sie zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Zuvor 

war sie vom 1. Mai 2002 bis 31. August 2002 als Mitarbeiterin Information/Kasse bei 

einem Grossverteiler angestellt gewesen. Sie hatte die Anstellung aus persönlichen 

Gründen gekündigt. Noch früher hatte sie vom 1. September 2001 bis 28. Februar 

2002 eine Anstellung als Pflegehelferin inne gehabt. Von April bis Juli 2001 hatte sie 

gemäss dem IK-Auszug Arbeitslosenentschädigung bezogen. Dr. med. A.___, 

Allgemeinmedizin FMH, gab im Arztbericht vom 30. Mai 2005 bekannt, es lägen bei der 

Versicherten eine Gonarthrose rechts bei St. n. Meniskektomie medial 1988 und ein 

Trauma nach Velosturz 2001 vor. Seit dem 18. August 2004 sei sie zu 100 % 

arbeitsunfähig. Ob der Versicherten andere als die bisherigen Tätigkeiten zumutbar 

seien, wäre im Rahmen einer Reintegrationsabklärung zu prüfen. Die Versicherte mute 

sich subjektiv keine Tätigkeit über 80 % zu. Eine ergänzende medizinische Abklärung 

sei angezeigt. Bei einer orthopädischen Begutachtung erhob Dr. med. B.___, 

Orthopädie FMH, gemäss dem Gutachten vom 11. Januar 2006 eine Varusgonarthrose 

und Femoropatellararthrose bds., Adipositas Klasse III, eine Rezidivvarikosis beider 

Beine und eine arterielle Hypertonie. Eine ausschliesslich stehende Beschäftigung im 

Verkauf sei der Versicherten nicht mehr zumutbar. Als Kassiererin bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit für einmal drei und einmal zwei Stunden pro Tag, d.h. von 60 %. Auch 

in der Tätigkeit als Pflegehelferin müsse eine zeitliche Einschränkung von 40 % täglich 

eingehalten werden. Diese Einschätzung dürfte Gültigkeit ab 2003 haben. Die 

Versicherte habe zwar bis November 2002 vollzeitlich als Pflegerin gearbeitet, dabei 

dürfte aber die Belastbarkeit überschritten worden sein. Der IV-Fachmitarbeiter 

berichtete, die Versicherte habe viele verschiedene Stellen innegehabt. Er setzte das 

Valideneinkommen auf Fr. 60'081.-- und das Invalideneinkommen (bei 60 % 

Arbeitsfähigkeit bezogen auf die gleiche Grösse) auf Fr. 36'048.-- fest.

A.b Am 1. Februar 2006 wurde der Versicherten mitgeteilt, es sei beschlossen worden, 

ihr ab 1. Januar 2004 eine Viertelsrente zuzusprechen. Daraufhin ersuchte die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Versicherte anlässlich einer persönlichen Vorsprache (Datum nicht bekannt) darum, 

einen Arztbericht von Dr. med. C.___, FMH Kardiologie und Innere Medizin, einzuholen. 

Das wurde gemäss act. 30 abgelehnt, da der Versicherten erst eine Viertelsrente 

zugesprochen worden sei und ein allfälliges Revisionsgesuch schriftlich erfolgen 

müsse.

A.c  Am 2. März 2006 berichtete Dr. C.___ von sich aus, die Versicherte stehe in einer 

kardiologischen Abklärung bei ihm. Ob die zu erhebenden Befunde das hängige IV-

Gesuch beeinflussten, könne noch nicht beurteilt werden. Am 26. April 2006 ging ein 

Bericht von Dr. C.___ an das Lungenzentrum Hirslanden vom 24. April 2006 ein, 

wonach bei der Versicherten vorlägen (erstens) ein Vd. a. Asthma bronchiale, (zweitens) 

eine hypertensive Herzkrankheit, (drittens) "koronare Herzkrankheit nicht 

ausgeschlossen", und (viertens) Adipositas per magna.

A.d Mit Verfügung vom 13. Juli 2006 (unter Rechtsmittelbelehrung der Beschwerde) 

sprach die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten 

ab 1. Juli 2006 eine Viertelsrente zu und mit Verfügung vom 20. Juli 2006 eine solche 

für die zurückliegende Zeit ab 1. Januar 2004 (bis 30. Juni 2006; mit Verrechnung).

A.e Mit Schreiben vom 11. August 2006 (Eingangstempel Sozialversicherungsanstalt) 

erklärte sich die Versicherte der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle gegenüber mit der 

Verfügung vom 20. Juli 2006 einverstanden, da sie gemäss dem damaligen Stand in 

Ordnung sei, wandte aber gegen die Verfügung vom 13. Juli 2006 ein, sie sei laufend in 

ärztlicher Behandlung und müsse in Kürze wieder ins Spital. Ob sie danach wieder 

einer Arbeit werde nachgehen können, sei völlig offen. Das werde abgeklärt werden 

müssen. Ebenfalls offen sei, ob sie dann in ihrem Alter noch eine Stelle werde finden 

können. Ihre gegenwärtige Situation sei nochmals zu prüfen.

A.f Die IV-Stelle betrachtete die Verfügungen in der Folge intern als Vorbescheide, 

nahm das Schreiben der Versicherten als Stellungnahme dazu entgegen (act. 40) und 

traf nach Rückfrage beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der Invalidenversicherung 

weitere Abklärungen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.g Am 6./18. Oktober 2006 meldete die Versicherte, ihre Situation habe sich wiederum 

geändert; sie habe sich einer weiteren Operation unterziehen müssen. Zurzeit gehe es 

ihr sehr schlecht und sie sei nicht in der Lage, eine Arbeit anzunehmen. In dem 

beigelegten Kurzaustrittsbericht vom 29. September 2006 hatte die Medizinische Klinik 

am Spital Linth einen Dekonditionierungszustand, eine beginnende hypertensive 

Herzkrankheit, ein metabolisches Syndrom und ein depressives Zustandsbild 

diagnostiziert. Am 14. September 2006 sei eine Hysterektomie mit Adnektomie 

durchgeführt worden.

A.h Am 18. Oktober 2006 erstattete Dr. C.___ den angeforderten Bericht. Er habe die 

Versicherte am 27. März 2006 letztmals gesehen und habe aus kardiologischer Sicht 

noch nie eine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Bei stärkeren körperlichen Belastungen 

dürfte sie in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sein. Die Leistungsfähigkeit könnte 

aber wahrscheinlich durch eine Reduktion des Körpergewichts und eine optimale 

Therapie der Lungenproblematik und der arteriellen Hypertonie verbessert werden. 

Falls sich der Zustand unter diesen Massnahmen verbessere, sei die bisherige Tätigkeit 

als Kassiererin zumutbar, diejenige als Hilfspflegerin wahrscheinlich nicht. Falls sich 

keine Besserung einstelle, sei eine Büroarbeit oder eine leichte körperliche Arbeit 

zumutbar, ohne dass aus kardialer Sicht eine zeitliche Einschränkung nötig wäre. Die 

Arbeitsfähigkeit könne letztlich erst beurteilt werden, wenn eine pulmonologische 

Abklärung erfolgt sei und eine optimale Compliance vorliege. Die Medizinische Klinik 

am Spital Linth teilte am 21. November 2006 mit, eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

sei nicht möglich, da der Zustand vor dem jetzigen Leiden und der weitere Verlauf nach 

der Entlassung nicht bekannt seien. Dr. med. D.___, Facharzt FMH für 

Allgemeinmedizin, erklärte in seinem Arztbericht vom 2. Januar 2007, es lägen bei der 

Versicherten ein depressives Zustandsbild mit Dekonditionierungszustand, eine 

Gonarthrose bds., ein metabolisches Syndrom mit arterieller Hypertonie, Dyslipidämie, 

und Adipositas Grad III, und eine gestörte Glukosetoleranz mit beginnender 

hypertensiver Herzkrankheit vor. Er kenne die Versicherte als Hausarzt erst seit dem 

25. Oktober 2006; eine Einschätzung sei noch schwierig. Die allgemeine 

Leistungsschwäche gepaart mit den Gonarthrosebeschwerden und der depressiven 

Grundstimmung wirke sich enorm negativ auf die Arbeitsfähigkeit aus. In einer leichten, 

wechselbelastenden Tätigkeit ohne psychische Stresskomponenten könnte die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Versicherte in einer idealen Arbeitsplatzsituation wahrscheinlich halbtags oder mit 50-

prozentiger Leistung arbeiten.

A.i  Nachdem der RAD eine solche befürwortet hatte, veranlasste die IV-Stelle eine 

interdisziplinäre medizinische Begutachtung. Das Begutachtungsinstitut ABI stellte in 

seinem Gutachten vom 9. Januar 2008 als Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit fest: (erstens) Varusgonarthrose und Femoropatellararthrose beidseits, 

allgemeine muskuläre Dekonditionierung mit Abschwächung der kniestabilisierenden 

Muskelgruppen, und (zweitens) allgemeine muskuläre Dekonditionierung, 

Haltungsinsuffizienz mit Wirbelsäulenfehlform und -Fehlhaltung (Hohlrundrücken), 

Abschwächung der abdominellen und rückenstabilisierenden Muskelgruppen. Ohne 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien das metabolische Syndrom, die hypertensive 

Herzkrankheit, die nicht ganz ausgeschlossene koronare Herzkrankheit, der 

anamnestische Verdacht auf Asthma bronchiale mit Anstrengungsdyspnoe NYHA III, 

die chronische venöse Insuffizienz und eine anamnestisch intermittierende 

Refluxoesophagitis. Als Pflegehelferin und in körperlich regelmässig mittelschwer bis 

schwer belastenden beruflichen Tätigkeiten sei die Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. 

Als Kassiererin bestehe eine 60-prozentige, ganztägig verwertbare Arbeitsfähigkeit. 

Das gelte auch für weitere adaptierte, leichte bis nur intermittierend mittelschwere, 

wechselbelastende berufliche Tätigkeiten, und zwar mindestens ab Januar 2006.

A.j  Mit Verfügung vom 30. Januar 2008 hielt die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle 

fest, die Versicherte habe weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente (mit 

einem Invaliditätsgrad von 40 %, bei einem Valideneinkommen von Fr. 60'081.-- und 

einem Invalideneinkommen von Fr. 36'048.--), und wies das Gesuch um Erhöhung der 

Rente ab.

B.  

Gegen diese Verfügung richtet sich die Einsprache (recte: Beschwerde) vom 7. Februar 

2008 (Poststempel: 14. Februar 2008). Die Beschwerdeführerin beantragt eine 

Überprüfung der angefochtenen Verfügung und des Sachverhalts. Die Ablehnung einer 

Rentenerhöhung könne sie nicht gutheissen. Ihre Situation habe sich nicht verbessert. 

Sie könne wegen ihrer Knie- und Beinprobleme nach wie vor auch eine Arbeit als 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Kassiererin nicht ausüben. Das belegten drei Arztzeugnisse von Dr. A.___ und 

Dr. D.___. Dr. A.___ hatte am 11. Februar 2005 bescheinigt, die Beschwerdeführerin sei 

ab dem 18. April 2004 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig. Am 30. August 2005 

hatte er erklärt, sie sei seit dem 18. August 2004 zu 100 % arbeitsunfähig, und zwar in 

ihrem Beruf als Verkäuferin und ohne aufwendige operative Interventionen, die 

aufgrund anderer gesundheitlicher Faktoren sehr risikoreich sein dürften. Dr. D.___ 

hatte am 21. August 2007 ein ärztliches Zeugnis über eine dauernde Arbeitsunfähigkeit 

von 100 % ausgestellt.

C.  

In ihrer Beschwerdeantwort vom 22./24. April 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin, 

es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin ab Januar 2004 Anspruch auf eine 

halbe Invalidenrente habe. Die Verfügungen vom 13. und vom 20. Juli 2006 seien zu 

Unrecht ohne Vorbescheid ergangen. Das Schreiben der Beschwerdeführerin, das am 

11. August 2006 bei ihr eingegangen sei, hätte zur Prüfung, ob eine Beschwerde 

vorliege, an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen weitergeleitet werden 

müssen. Stattdessen seien ohne Aufhebung der Verfügungen weitere Abklärungen 

durchgeführt worden. Das habe dazu geführt, dass die angefochtene Verfügung 

ebenfalls fehlerhaft erlassen worden sei, indem sie den unrichtigen Anschein erwecke, 

eine Revisionsverfügung zu sein. Im Sinne der Verfahrensökonomie und im 

mutmasslichen Interesse der Beschwerdeführerin an einer möglichst raschen 

gerichtlichen Überprüfung des Rentenanspruchs sei von einer Rückweisung zur 

Behebung dieser formellen Mängel jedoch abzusehen. Die Arztzeugnisse von Dr. A.___ 

und Dr. D.___ vermöchten die Überzeugungskraft des ABI-Gutachtens nicht zu 

erschüttern. In einer angepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu 60 % 

arbeitsfähig. Bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage stehe ihr Alter von 62 Jahren einer 

Verwertung nicht im Weg. Für die Bestimmung des Valideneinkommens 2004 

rechtfertige es sich, vom Durchschnitt der Löhne in den drei zuletzt nur während 

weniger Monate ausgeübten Anstellungen, also von Fr. 58'378.--, auszugehen. Das 

Invalideneinkommen sei anhand der Tabellenlöhne zu bestimmen. Für 2004 ergebe 

sich im Anforderungsniveau 3 für Verkaufstätigkeiten von Frauen im Detailhandel ein 

Betrag von Fr. 47'772.--, bei einer Arbeitsfähigkeit von 60 % und einem Abzug von 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

10 % also ein Invalideneinkommen von Fr. 26'829.--. Bei dem Invaliditätsgrad von 

54 % habe die Beschwerdeführerin ab Januar 2004 Anspruch auf eine halbe Rente.

D.  

Am 28. April 2008 hat die Gerichtsleitung das Gesuch der Beschwerdeführerin um 

unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten) gutgeheissen.

E.  

In ihrer Replik vom 2. Mai 2008 erklärt die Beschwerdeführerin, mit der beschlossenen 

halben Rente müsse sie wohl oder übel einverstanden sein, obwohl sich ihr 

Gesundheitszustand seit dem Arztzeugnis von Dr. A.___ zusehends verschlechtert 

habe. Sehr oft habe sie Atembeschwerden beim gewöhnlichen Gehen, so dass sie 

stehen bleiben müsse. Die heutigen Arbeitsverhältnisse seien mit Stress verbunden. 

Die Möglichkeit zu abwechselndem Sitzen und Stehen sei ein blosser Wunschtraum. 

Mit den gegenwärtigen Beschwerden könne sie keine Stelle mehr annehmen. Auch ihre 

Beinschmerzen hätten zugenommen.

F.   

Die Beschwerdegegnerin hat am 13. Mai 2008 an ihrem Antrag festgehalten.

G.   

G.a Auf Anfrage vom 23. Mai 2008 hat Dr. A.___ am 30. Mai 2008 bekanntgegeben, er 

habe der Beschwerdeführerin wegen eines Infekts der oberen Luftwege mit Magen-/

Darm-Grippe vom 23. bis 28. Oktober 2002 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 8. November 2002 sei Folge eines Unfalls gewesen. 

Die Beschwerdeführerin habe ihm bei der diesbezüglichen Erstkonsultation vom 

25. November 2002 mitgeteilt, sie sei über eine Treppe gestolpert. Die 

Arbeitsunfähigkeit sei bis 15. Dezember 2008 (recte: 2002) verlängert worden. Am 

folgenden Tag habe er die Beschwerdeführerin wieder voll arbeitsfähig geschrieben, 

damit sie sich möglichst bald wieder um eine Stelle bewerben könne. Am 7. Januar 

2003 habe er aber ab 16. Dezember 2002 wieder Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (bis 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

zum 2. März 2003). Die Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin während der Zeit vom 

1. September 2002 bis 24. November 2002 hat auf Anfrage am 3. Juni 2008 ein 

ärztliches Zeugnis von Dr. A.___ vom 23. Oktober 2002 über eine Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin vom 23. bis 28. Oktober 2002, ein Schreiben der 

Unfallversicherung vom 11. Dezember 2002 und die Ausfertigung der Unfallmeldung für 

den Arbeitgeber vom 1. Dezember 2002 eingereicht.

G.b Die Beschwerdeführerin hat am 10. Juni 2008 (und in einem Nachtrag vom 12. Juni 

2008) Stellung genommen und unter anderem vorgebracht, sie habe seit dem Unfall 

(Velosturz) vom Juli 2001 andauernd Beinschmerzen gehabt. Sechs Wochen nach dem 

Unfall habe sie - die bei der Arbeit noch habe hinken müssen - die Stelle als 

Pflegehelferin angenommen, diese aber zufolge Umstrukturierung verloren. Die Stelle 

im Grossverteiler habe sie aufgeben müssen, weil sie die immer stehend auf dem 

Betonboden auszuübende Arbeit im Kundendienst wegen ihres Knies nicht mehr habe 

leisten können.  Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Stellungnahme verzichtet. 

Erwägungen

1.   

Gemäss dem Dispositiv der angefochtenen Verfügung vom 30. Januar 2008 hat die 

Beschwerdegegnerin damit ein Gesuch der Beschwerdeführerin um eine Erhöhung der 

Rente abgewiesen. Wie sie in der Beschwerdeantwort festhält, handelt es sich 

indessen nicht um eine Anpassungsverfügung. Mit den nach Inkrafttreten der IVG-

Änderung vom 16. Dezember 2005 erlassenen Verfügungen vom 13. Juli 2006 und vom 

20. Juli 2006, die rechtlich als Einheit zu betrachten sind und richtigerweise eines 

Vorbescheids bedurft hätten (vgl. Art. 57a Abs. 1 IVG), hat sich die Beschwerdeführerin 

nämlich gegenüber der Beschwerdegegnerin als nicht einverstanden erklärt. Es 

rechtfertigt sich, mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass diese Erklärung 

der unvertretenen Beschwerdeführerin als Beschwerde an das zuständige Gericht 

weiterzuleiten gewesen wäre. Stattdessen hat die Beschwerdegegnerin - in der 

Auffassung, die Verfügungen könnten als blosse Vorbescheide ausgelegt werden, oder 

als ob sie sich auf ein Wiedererwägungsgesuch eingelassen und die Verfügungen 

aufgehoben hätte - das Verfahren der erstmaligen Rentenzusprechung (ohne 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vorgängige rechtskräftige Verfügungen) durch weitere Abklärungen weitergeführt. Die 

angefochtene Verfügung, welche wiederum in Verletzung der Verfahrensvorschriften 

des rechtlichen Gehörs ohne Vorbescheid ergangen ist, ist als dessen Abschluss zu 

betrachten. Die vorliegenden formellen Mängel müssen zu einer unbesehenen 

Aufhebung der Verfügung führen, sollten sie nicht geheilt werden können. Letzteres ist 

vorliegend aber der Fall. Denn die Beschwerdeführerin hat in diesem Verfahren eine 

materielle Behandlung beantragt, womit anzunehmen ist, ihr Interesse an einer 

beförderlichen Beurteilung überwiege das Interesse an einer Rückweisung zur 

korrekten Verfahrensabwicklung, und sie hat sich im Verfahren vollumfänglich äussern 

können. Eine Aufhebung der Verfügung und Rückweisung der Sache käme unter den 

gegebenen Umständen einem verfahrensökonomischen Leerlauf gleich, da zu erwarten 

wäre, dass die Beschwerdegegnerin bei ihrem Entscheid bliebe, wie sie ihn in ihrem 

Antrag in der Beschwerdeantwort getroffen hat, nämlich, der Beschwerdeführerin ab 

1. Januar 2004 eine halbe Rente zuzusprechen.

2.   

Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung (vgl. 

Art. 28 Abs. 2 IVG in der aktuellen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

3.   

3.1  Zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin wurde eine medizinische 

Begutachtung durchgeführt, die nebst der internistischen Untersuchung eine 

psychiatrische und eine rheumatologische Abklärung umfasste. Das Gutachten basiert 

auf einer Kenntnisnahme von den Vorakten, von Anamnese und geklagten 

Beschwerden. Die Gutachter gelangten zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei in 

einer adaptierten leichten bis nur intermittierend mittelschweren, wechselbelastenden 

Tätigkeit wie als Kassiererin zu 60 % arbeitsfähig (ganztägig verwertbar). Die 

Schlussfolgerung ist nachvollziehbar begründet. Gemäss dem Gutachten sowie den 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Angaben von Dr. B.___ und Dr. C.___ ist davon auszugehen, dass die Einschränkung in 

angepasster Tätigkeit auf das Knieleiden und die muskuläre Dekonditionierung 

zurückzuführen ist, während den kardiologischen Faktoren kein Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit beigemessen wird. Die Beschwerdeführerin beruft sich dagegen auf 

die ärztlichen Beurteilungen von Dr. A.___ und Dr. D.___, welche ihr eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % bescheinigten. Die Einschätzung von Dr. A.___ bezieht 

sich allerdings auf die Tätigkeit als Verkäuferin, welche wegen der chronifizierten 

Kniebeschwerden nicht mehr in Frage komme. Eine Arbeitsfähigkeit in einer 

angepassten Arbeit hatte Dr. A.___ der Beschwerdeführerin aber nicht abgesprochen, 

sondern am 30. Mai 2005 dafürgehalten, diese sei zu prüfen. Dr. D.___ hat am 

21. August 2007 ein blosses Arbeitsunfähigkeitsattest abgegeben. Deshalb ist nicht 

ersichtlich, auf welche Tätigkeit es sich bezieht. Am 2. Januar 2007 hatte Dr. D.___ 

aber eine Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in adaptierter Tätigkeit ohne 

psychische Stresskomponenten zu immerhin 50 % noch für wahrscheinlich gehalten. 

Da davon ausgegangen werden kann, die polydisziplinäre Begutachtung habe eine 

verlässliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erbracht, können 

ergänzende medizinische Abklärungen unterbleiben. Auf das Ergebnis der 

Begutachtung, die im November 2007 erfolgt ist, kann - für die Zeit ab Januar 2006 - 

abgestellt werden.

3.2  Was eine allfällige Entwicklung des relevanten gesundheitlichen Sachverhalts im 

Zeitablauf betrifft, ist festzuhalten, dass Dr. B.___ bereits am 11. Januar 2006 für die 

Tätigkeiten der Beschwerdeführerin als Kassiererin und als Pflegehelferin aus 

orthopädischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 60 % (ab 2003) angegeben hatte. 

Dr. C.___ beurteilte eine leichte körperliche Arbeit am 18. Oktober 2006 als der 

Beschwerdeführerin ohne Einschränkung zumutbar. Nach der medizinischen Aktenlage 

ist zu schliessen, dass sich im massgeblichen Zeitraum keine die Arbeitsfähigkeit 

tangierende Verschlechterung ergeben hat, wie sie die Beschwerdeführerin am 

11. August 2006 und am 6./18. Oktober 2006 geltend gemacht hatte. Es rechtfertigt 

sich vielmehr, von einer (unveränderten) Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 

60 % auszugehen. 

3.3  Was den Anspruchsbeginn betrifft, entsteht der Rentenanspruch nach Art. 29 

Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung - abgesehen von 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der hier nicht anwendbaren lit. a - frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte 

Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens zu 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (lit. b). Die einjährige 

Wartezeit gilt als eröffnet, sobald eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % vorliegt 

(AHI 1998 S. 124 E. 3c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit liegt vor, 

wenn die versicherte Person an mindestens dreissig aufeinanderfolgenden Tagen voll 

arbeitsfähig war (aArt. 29  IVV). Auch vor der Anmeldung liegende Zeiten von 

Arbeitsunfähigkeit (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) sind zu berücksichtigen (ZAK 1966 S. 58; 

Ulrich Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, S. 238; BGE 117 V 26 

E. 3b; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S C. vom 2. März 2000 

[I 307/99]). Dr. B.___ hat vorliegend den Eintritt der Arbeitsunfähigkeit auf 2003 

festgesetzt. Er legte allerdings des Weiteren dar, bei der vollzeitlichen Arbeit der 

Beschwerdeführerin als Pflegerin bis November 2002 dürfte die Belastbarkeit 

überschritten gewesen sein. Den Angaben von Dr. A.___ vom 30. Mai 2008 ist zu 

entnehmen, dass er die Beschwerdeführerin bereits vom 23. bis 28. Oktober 2002 

wegen eines Infekts und ab 8. November 2002 wegen eines Unfalls (Treppensturz; 

schliesslich bis zum 2. März 2003) zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben hatte. Aus der 

Arbeitgeberbescheinigung vom 26. November 2004 (act. 5) geht hervor, dass der letzte 

effektive Arbeitstag der 15. November 2002 gewesen sei. Ab Februar 2003 bezog die 

Beschwerdeführerin Arbeitslosenentschädigung. Weil es gemäss Rz 2009 des vom 

Bundesamt für Sozialversicherung erlassenen Kreisschreibens über Invalidität und 

Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH) bei der Bestimmung der 

durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während der Wartezeit unerheblich ist, auf 

welche gesundheitlich bedingten Ursachen die Arbeitsunfähigkeit zurückzuführen ist, 

ist von einem Eintritt der ununterbrochenen Arbeitsunfähigkeit im Oktober 2002 und 

einer Beendigung mit ausreichendem Durchschnitt im Oktober 2003 auszugehen.

4.   

4.1  Dass die Beschwerdegegnerin bei der Bemessung des Valideneinkommens in ihrer 

Beschwerdeantwort von einem Durchschnitt der Löhne in den letzten drei 

Anstellungsverhältnissen (Fr. 4'581.--, Fr. 4'018.-- und aus Fr. 4'726.-- auf das Jahr 

2004 aufgewertete Fr. 4'873.--) ausgeht, lässt sich nicht beanstanden, auch wenn 

ter

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

diese errechnete Höhe von jährlich Fr. 58'378.-- bei den abgerechneten Einkommen 

gemäss IK-Auszug jeweils nicht erreicht wurde.

4.2  Die Beschwerdeführerin hatte in den Jahren vor Eintritt der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung in verschiedenen Tätigkeiten gearbeitet und danach keine Arbeit 

mehr aufgenommen. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens kann deshalb auf 

die Tabellenlöhne abgestellt werden, und zwar auf den allgemeinen Durchschnitt für 

Hilfsarbeiten. Dem Vorbringen, Tätigkeiten, in denen zwischen Sitzen und Stehen 

gewechselt werden könne, seien realistischerweise nicht zu finden, kann nicht gefolgt 

werden. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen und das Alter der 

Beschwerdeführerin setzen ihr nicht so einschränkende Bedingungen, dass ein 

ausgeglichener Arbeitsmarkt keine entsprechenden Stellen beinhalten würde. Der als 

ausgeglichen unterstellte Arbeitsmarkt (eine Fiktion, vgl. BGE 129 V 480 E. 4.2.2) 

beinhaltet von seiner Struktur her sowohl bezüglich der beruflichen und intellektuellen 

Voraussetzungen als auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes einen Fächer 

verschiedenartiger Stellen (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S 

O. vom 22. November 2006, U 303/06). Der hypothetische ausgeglichene Arbeitsmarkt 

dient dazu, die Risiken Arbeitslosigkeit und Invalidität voneinander abzugrenzen (vgl. 

Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S C. vom 16. Juli 2003, 

I 758/02; BGE 110 V 276 E. 4b). Ob die Beschwerdeführerin dagegen unter den 

konkreten Arbeitsmarktverhältnissen tatsächlich eine Anstellung finden könne, ist für 

die Invaliditätsbemessung nicht ausschlaggebend. Von Bedeutung ist vielmehr einzig, 

ob und in welchem Rahmen sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich 

nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften 

entsprächen (AHI 1998 S. 291 E. 3b). Es wird von einer ausgeglichenen 

Arbeitsmarktlage ausgegangen (vgl. Art. 16 ATSG). Im statistischen Mittel (Zentralwert; 

vgl. AHI 1999 S. 50) konnten Frauen im Jahr 2004 mit einfachen und repetitiven 

Tätigkeiten im privaten Sektor Fr. 46'716.-- (12mal Fr. 3'893.--) erzielen (vgl. Tabelle 

TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik, LSE, 

2004). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die betriebsübliche durchschnittliche 

Arbeitszeit im Jahr 2004 bei 41.6 Stunden lag (vgl. T2.5.2), während der 

Tabellengruppe A generell eine Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche zugrunde liegt. 

Das Durchschnittseinkommen für das Jahr 2004 macht somit bei 100 % Beschäftigung 

Fr. 48'584.-- aus. Bei der gegebenen Arbeitsfähigkeit von 60 % entspricht dies einem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Betrag von Fr. 29'150.--, mit einem Abzug von 10 %, wie die Beschwerdegegnerin ihn 

zu Recht zu machen beantragt, also einem Invalideneinkommen von Fr. 26'235.--. Der 

Invaliditätsgrad macht demnach 55 % aus.

4.3  Meldet sich eine versicherte Person mehr als zwölf Monate nach Entstehen des 

Anspruchs an, so werden die Leistungen nach Art. 48 Abs. 2 IVG in der bis 

31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung, die vorliegend anzuwenden ist, (von 

einer hier nicht relevanten Ausnahme abgesehen) in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 

ATSG lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet. Die 

Auszahlung kann daher frühestens ab 1. November 2003 erfolgen.

4.4  Der Beschwerdeführerin steht demnach bei verspäteter Anmeldung ab 

1. November 2003 ein Anspruch auf eine halbe Rente zu.

5.   

5.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung vom 30. Januar 2008 teilweise zu schützen. Der 

Beschwerdeführerin ist im Sinne der Erwägungen ab 1. November 2003 eine halbe 

Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.2  Angesichts des vollständigen Unterliegens der Beschwerdegegnerin rechtfertigt es 

sich, ihr die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1  IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. 

Art. 95 Abs. 1 VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde im Sinne der Erwägungen wird die 

angefochtene Verfügung vom 30. Januar 2008 aufgehoben.

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.  Der Beschwerdeführerin wird im Sinne der Erwägungen ab 1. November 2003 eine 

halbe Rente zugesprochen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe wird die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

3.  Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 11.07.2008
	Art. 28 IVG. Erstmalige Rentenzusprechung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Juli 2008, IV 2008/89).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T15:33:59+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen