# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2b466c6-0882-5a6c-99e5-1d8c85229c8f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.10.2025 B-2334/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2334-2023_2025-10-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

Entscheid angefochten beim BGer 

 
 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-2334/2023 

 

 
 

  Te i l e n t s c h e i d  v o m  1 .  O k t o b e r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Richter Christian Winiger (Vorsitz), 

Richter Christoph Errass,  

Richterin Eva Schneeberger,  

Richter Jean-Luc Baechler,  

Richter Pietro Angeli-Busi,  

Gerichtsschreiber Davide Giampaolo. 
 

 
 

Parteien 
 1. X._______ S.L.,  

2. Y._______ S.L.,  

3. Z._______ S.L.,  

alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Philipp H. Haberbeck, 

Beschwerdeführende, 

  
 

 
gegen 
  

 
 UBS Group AG,  

vertreten durch die Rechtsanwälte 

Prof. Dr. Rolf Watter und/oder Dr. Urs Kägi  

und/oder Prof. Dr. Markus Schott, 

Bär & Karrer AG, 

Beschwerdegegnerin, 

 
 

 

 
 Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA, 

Vorinstanz. 

 

 

 

 

 

 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Abschreibung von AT1-Kapitalinstrumenten. 

 

 

 

B-2334/2023 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Credit Suisse Group AG (nachfolgend: CSG AG) war die Konzern-

obergesellschaft der Credit Suisse-Gruppe, zu welcher u.a. die Credit 

Suisse AG und die Credit Suisse (Schweiz) AG gehörten. Die Schweizeri-

sche Nationalbank (nachfolgend: SNB) stufte am 16. November 2012 die 

CSG AG als für die Schweizer Volkswirtschaft und das Schweizer Finanz-

system systemrelevante Finanzgruppe ein. Das Financial Stability Board 

(FSB) führte die CSG auf der Liste von Bankengruppen, die auch global 

systemische Relevanz haben. 

A.b Die CSG AG und ihre Tochtergesellschaften erlitten nach zahlreichen, 

zum Teil mit hohen Verlusten verbundenen Zwischenfällen einen erhebli-

chen Reputationsschaden. Dies führte auf Seiten der Anleger und der Kun-

den zu einem stetigen Vertrauensverlust. Seit Oktober 2022 kam es bei der 

CSG AG infolge der andauernden Vertrauenskrise zu substanziellen Liqui-

ditätsabflüssen. Anfang März 2023 musste sie im Zusammenhang mit der 

Krise von Banken in den USA erneut einen negativen Trend bei den Einla-

genrückzügen verzeichnen, der sich ab dem 13. März 2023 akzentuierte. 

A.c Am 15. März 2023 veröffentlichten die Eidgenössische Finanzmarkt-

aufsicht FINMA und die SNB eine gemeinsame Stellungnahme, in der sie 

auf die zu diesem Zeitpunkt weiterhin erfüllten Kapital- und Liquiditätsan-

forderungen verwiesen. Gleichzeitig kündigte die SNB öffentlich an, der 

CSG AG bei Bedarf Liquidität zur Verfügung zu stellen. Dabei sollte es sich 

um die im regulären Rahmen möglichen Liquiditätshilfen der SNB handeln 

(sog. Emergency Liquidity Assistance [ELA]). 

A.d Am 16. März 2023 beantragte die CSG AG bei der SNB ausserordent-

liche Liquiditätshilfe, welche ihr gleichentags in Form einer ELA-Fazilität im 

Umfang von rund Fr. 38 Mrd. sowie einer EngpassfinanzierungsfaziIität 

(sog. Liquidity Shortage Financing Facility [LSFF]) im Umfang von 

Fr. 10 Mrd. gewährt wurde.  

A.e Am 16. März 2023 erliess der Bundesrat gestützt auf Art. 184 Abs. 3 

sowie Art. 185 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV, SR 101) die Verordnung 

über zusätzliche Liquiditätshilfe-Darlehen und die Gewährung von Ausfall-

garantien des Bundes für Liquiditätshilfe-Darlehen der Schweizerischen 

Nationalbank an systemrelevante Banken (SR 952.3; nachfolgend: PLB-

NVO). Diese sieht Liquiditätsmassnahmen in Form von zusätzlichen 

B-2334/2023 

Seite 4 

Liquiditätshilfe-Darlehen der SNB (sog. Emergency Liquidity Assistance 

Plus [ELA+]) sowie Ausfallgarantien durch den Bund an die SNB für weitere 

Liquiditätshilfe-Darlehen der SNB (sog. Public Liquidity Backstop [PLB]) 

gegen Einräumung eines Konkursprivilegs vor. 

A.f Am 17. März 2023 gewährte die SNB der CSG AG eine weitere aus-

serordentliche Liquiditätshilfe in Form einer ELA+-Fazilität im Umfang von 

Fr. 20 Mrd. 

A.g Anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz am Abend des 

19. März 2023 verkündeten Bundesrätin Karin Keller-Sutter zusammen mit 

Vertreterinnen und Vertretern der FINMA, der SNB, der CSG AG sowie der 

UBS Group AG (nachfolgend: UBS) weitere Massnahmen. Die CSG AG 

hätte nach Angaben der Beteiligten nicht mehr aus eigener Kraft das Ver-

trauen der Märkte und ihrer Kunden herstellen und einen Konkurs oder 

eine Sanierung nicht mehr abwenden können. Im Zentrum dieser Mass-

nahmen stand die Übernahme der CSG AG durch die UBS, die insbeson-

dere durch Abweichungen vom Fusionsgesetz, zusätzliche Liquiditätshilfe-

Darlehen (ELA+) und Liquiditätshilfe-Darlehen mit Ausfallgarantie (PLB) 

und eine Verlustgarantie des Bundes erleichtert werden sollte. Ebenfalls 

Teil dieses Massnahmenpakets bildete die Abschreibung der AT1-Kapi-

talinstrumente der CSG AG. 

Gleichentags wurde die PLB-NVO durch aArt. 5a ergänzt (Änderung vom 

19. März 2023, 20:00 Uhr [AS 2023 163]; aufgehoben durch Änderung vom 

6. September 2023 [AS 2023 495]), wonach die FINMA im Zeitpunkt der 

Kreditbewilligung nach aArt. 5 PLB-NVO gegenüber der Darlehensnehme-

rin und der Finanzgruppe anordnen kann, zusätzliches Kernkapital abzu-

schreiben.  

B.  

B.a Mit E-Mail vom 19. März 2023, 16:24 Uhr, gelangte die CSG AG mit 

der dringenden Bitte an die FINMA, von der beabsichtigten Auslösung der 

Abschreibung der AT1-Kapitalinstrumente abzusehen, da aus Sicht der 

CSG AG ein vertraglicher «Viability Event» nicht eingetreten sei: 

«[…] We refer to the alleged intention by the Swiss Financial Market Supervi-

sion Authority FINMA (FINMA) to claim a viability event under Credit Suisse 

Group AG’s (CSG) capital instruments eligible as additional Tier 1 (AT1) 

capital. 

B-2334/2023 

Seite 5 

[…] In the currently possible scenario of a merger – with or without an addi-

tional liquidity commitment from the Swiss National Bank (SNB) and a guaran-

tee from the Swiss Confederation – Credit Suisse does not believe that the 

contractual requirements are met for a write-down. The measures currently 

contemplated are designed to create confidence, lead to a merger and ob-

tain/preserve liquidity – not capital. The measures taken are, in our view as set 

out below, also not required on a consolidated basis to remedy any over-in-

debtedness or insufficient capitalization of CSG. 

[…] The write-off or conversion of going (or gone) concern instruments has no 

liquidity-improving impact – at least not directly. The only (very indirect) impact 

is that the respective instrument does not have to be considered for outflows 

at their maturity (Tier 2 – or AT1 after a voluntary issuer call was exercised) 

and that there are no coupon payments any more. 

[…] Moreover, the possibility to place AT1 instruments in the future will likely 

be substantially challenged if a write-down is determined by FINMA in a mere 

liquidity crisis and seemingly against the plain wording of the clauses and their 

background. 

In addition, the equity created by a FINMA’s determination of a Viability Event 

is not priced in the valuation of the deal at hand, and therefore would constitute 

a gift of ca CHF 16bn to the shareholders of the acquiring party. This is cur-

rently putting the entire transaction at risk. 

We, accordingly, strongly urge you to reconsider an abstain from any determi-

nation of the occurrence of a ‘Viability Event’ under the AT1 instruments of 

CSG […].» (Hervorhebung im Original)  

Mit E-Mail vom 19. März 2023, 18:24 Uhr, informierte die FINMA die CSG 

AG darüber, dass sie beabsichtige, die Abschreibung der AT1-Kapitalin-

strumente per Verfügung durchzusetzen, falls die CSG AG diesen Schritt 

nicht umgehend selbst auslöse. Mit E-Mail vom 19. März 2023, 18:44 Uhr, 

verlangte die CSG AG von der FINMA den Erlass einer entsprechenden 

Verfügung. 

B.b Mit Verfügung vom 19. März 2023 (gleichentags um 22:01 Uhr vorab 

per E-Mail zugestellt) wies die FINMA die CSG AG an, «die Abschreibung 

sämtlicher Additional Tier 1-Kapitalinstrumente vorzunehmen und die 

betroffenen Gläubiger unverzüglich darüber zu notifizieren» (Dispositiv-

Ziffer 1). Sodann wies die FINMA die CSG AG an, sie «umgehend über die 

erfolgte Notifikation der AT1-Gläubiger zu informieren» (Dispositiv-Ziffer 2). 

Die FINMA erklärte diese Anordnungen für sofort vollstreckbar, entzog 

einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Dispositiv-

Ziffer 3) und schlug die Kosten dieser Verfügung «zu den Kosten der 

Hauptsache» (Dispositiv-Ziff. 4). 

B-2334/2023 

Seite 6 

B.c Die CSG AG bestätigte am 20. März 2023 gegenüber der FINMA, dass 

die Abschreibung gemäss Dispositiv-Ziffer 1 der Verfügung vom 19. März 

2023 vorgenommen worden sei, die Gläubiger gemäss den Emissionsbe-

dingungen der betreffenden Instrumente informiert worden seien, die erfor-

derlichen «Write-Down Notices» gemäss den Emissionsbedingungen auf 

der betreffenden Seite der SIX Swiss Exchange veröffentlicht und der 

Handel mit den betreffenden Instrumenten bereits am 19. März 2023 sus-

pendiert worden sei. 

B.d Mit Schreiben vom 20. März 2023 ersuchte die CSG AG die FINMA um 

Bestätigung, dass die Verfügung vom 19. März 2023 die bankinternen 

Contingent Capital Awards (CCA), welche von Gruppengesellschaften der 

CSG AG ihren jeweiligen Mitarbeitern als Teil der Vergütung zugesprochen 

worden seien, nicht erfasse. Gleichzeitig stellte die CSG AG den 

Eventualantrag, wiedererwägungsweise vom Einschluss der CCA in den 

Anwendungsbereich der Verfügung vom 19. März 2023 oder weiterer Ver-

fügungen abzusehen. 

B.e Mit Verfügung vom 22. März 2023 bestätigte die FINMA vollumfänglich 

ihre Verfügung vom 19. März 2023 (Dispositiv-Ziffer 1). Sie wies das 

Wiedererwägungsgesuch der CSG AG ab, soweit sie darauf eintrat, und 

stellte fest, «dass die CCA im Sinne der Erwägungen von der Verfügung 

vom 19. März 2023 umfasst» seien (Dispositiv-Ziffer 2). Die FINMA erklärte 

die getroffenen Anordnungen für sofort vollstreckbar, entzog einer allfälli-

gen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Dispositiv-Ziffer 3) und 

schlug auch die Kosten der Verfügung vom 22. März 2023 «zu den Kosten 

der Hauptsache» (Dispositiv-Ziff. 4). 

B.f Nachdem die CSG AG am 24. April 2023 mit einem Gesuch um vor-

sorglichen Rechtsschutz an das Bundesverwaltungsgericht gelangt war, 

teilte sie dem Gericht am 9. Mai 2023 mit, sie habe sich dazu entschieden, 

keine Beschwerde gegen die Verfügung der FINMA vom 22. März 2023 zu 

führen, woraufhin das Verfahren B-2254/2023 als gegenstandslos abge-

schrieben wurde.  

B.g Mit (elektronischer) Eingabe vom 5. April 2023 reichte die FINMA ihre 

Verfügungen vom 19. März 2023 und 22. März 2023 beim Bundesverwal-

tungsgericht ein, nachdem der Instruktionsrichter in einem Parallelverfah-

ren diese eingefordert hatte. 

B-2334/2023 

Seite 7 

B.h Mit Eingabe vom 19. April 2023 ersuchte die CSG AG das Bundesver-

waltungsgericht um Vormerknahme, dass sie als Adressatin der Verfügung 

vom 19. März 2023 sowie weiterer Verfügungen berechtigt sei, sich in all-

fälligen Beschwerdeverfahren gegen diese Verfügungen als Partei zu 

konstituieren. Sie ersuchte das Gericht, sie über entsprechende Beschwer-

den zu informieren, ihr die Beschwerden samt Beilagen zuzustellen und ihr 

das rechtliche Gehör zu gewähren. 

C.  

C.a Die X._______ S.L., die Y._______ S.L. und die Z._______ S.L. waren 

am 19. März 2023 Inhaberinnen des folgenden von der CSG AG am 

9. Dezember 2020 emittierten und von der Verfügung der Vorinstanz vom 

19. März 2023 betroffenen AT1-Instruments: 

Inhaberin Bezeichnung Nominalwert 

X._______ S.L. 4.500% Perpetual Tier 1 

Contingent Write-down 

Capital Notes  

(ISIN USH3698DDD33) 

USD 2'000’000 

Y._______ S.L.  4.500% Perpetual Tier 1 

Contingent Write-down 

Capital Notes  

(ISIN USH3698DDD33) 

USD 2'500’000 

Z._______ S.L. 4.500% Perpetual Tier 1 

Contingent Write-down 

Capital Notes  

(ISIN USH3698DDD33) 

USD 1'900’000 

C.b Mit elektronisch eingereichter Beschwerde vom 27. April 2023 (Ein-

gangsdatum: 27. April 2023) wandten sich die X._______ S.L., die 

Y._______ S.L. und die Z._______ S.L. mit folgenden Rechtsbegehren an 

das Bundesverwaltungsgericht: 

«1.1 Es sei die angefochtene Verfügung der [Vorinstanz] vom 19. März 

2023 (oder kurz vor / nach dem 19. März 2023 datiert) aufzuheben 

und die [Vorinstanz] unter Strafandrohung ihrer Organe nach Art. 292 

StGB für den Fall der Zuwiderhandlung zu verpflichten, die Credit 

Suisse Group AG anzuweisen, die von der [Vorinstanz] mit der er-

wähnten Verfügung angeordnete vollständige Abschreibung des von 

B-2334/2023 

Seite 8 

der Credit Suisse Group AG emittierten Kapitalinstruments ‘U.S.$ 

1,500,000,000 4.500 per cent. Perpetual Tier 1 Contingent Write-

down Capital Notes’, ISIN USH3698DDD33, aufzuheben bzw. rück-

gängig zu machen, um die [Beschwerdeführenden] in die Lage zu 

versetzen, in der sie sich befänden, wenn die betreffende Abschrei-

bung nicht erfolgt wäre. 

1.2 Eventualiter sei die angefochtene Verfügung der [Vorinstanz] vom 

19. März 2023 (oder kurz vor / nach dem 19. März 2023 datiert) auf-

zuheben und festzustellen, dass (i) die angefochtene Verfügung 

rechtswidrig war, und dass (ii) die mit dieser Verfügung angeordnete 

vollständige Abschreibung des von der Credit Suisse Group AG emit-

tierten Kapitalinstruments ‘U.S.$1,500,000,000 4.500 per cent. Per-

petual Tier 1 Contingent Write-down Capital Notes’, 

ISIN USH3698DDD33, unzulässig war. 

1.3 Subeventualiter sei die angefochtene Verfügung der [Vorinstanz] 

vom 19. März 2023 (oder kurz vor / nach dem 19. März 2023 datiert) 

aufzuheben und festzustellen, dass die angefochtene Verfügung 

rechtswidrig war. 

1.4 Sub-Subeventualiter sei die angefochtene Verfügung der [Vor-

instanz] vom 19. März 2023 (oder kurz vor / nach dem 19. März 2023 

datiert) aufzuheben. 

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der [Vor-

instanz].» 

Die Beschwerdeführenden stellten darüber hinaus die folgenden Ver-

fahrensanträge: 

«1. Die [Vorinstanz] sei zu verpflichten, ihre mit dieser Beschwerde an-

gefochtene Verfügung vom 19. März 2023 (oder kurz vor / nach dem 

19. März 2023 datiert) zu edieren. 

2. Den [Beschwerdeführenden] sei nach erfolgter Edition eine Nachfrist 

von dreissig (30) Tagen anzusetzen, um eine ergänzende Beschwer-

deschrift einzureichen.» 

Die Beschwerdeführenden bringen im Wesentlichen vor, eine Abschrei-

bung der AT1-Instrumente sei gemäss dem entsprechenden Emissions-

prospekt nur zulässig, wenn entweder ein «Contingency Event» oder ein 

«Viability Event» eingetreten sei. Beides sei vorliegend nicht der Fall ge-

wesen. Insbesondere seien die Voraussetzungen eines Viability Events 

gemäss dem Emissionsprospekt nicht erfüllt gewesen, weil die CSG AG 

die regulatorischen Anforderungen an ihr Kapital vollumfänglich erfüllt habe 

und die von der SNB gewährte Unterstützung ausschliesslich die Liquidität, 

B-2334/2023 

Seite 9 

nicht aber die Kapitalstruktur der CSG AG betroffen habe. Darüber hinaus 

erweise sich die PLB-NVO als verfassungswidrig. 

C.c Mit Zwischenverfügung vom 8. Mai 2023 stellte das Bundesverwal-

tungsgericht den Beschwerdeführenden je eine Kopie der Verfügungen der 

Vorinstanz vom 19. März 2023 und 22. März 2023 zu und setzte ihnen Frist 

zur Beschwerdeergänzung an. 

C.d Mit Eingabe vom 15. Mai 2023 reichten die Beschwerdeführenden ihre 

Beschwerdeergänzung mit folgenden angepassten Rechtsbegehren ein:  

«1.1 Es seien die beiliegenden Verfügungen der [Vorinstanz] vom 

19. März 2023 und vom 22. März 2023 (die zweitgenannte Verfü-

gung vom 22. März 2023 insoweit, als darin die Verfügung vom 

19. März 2023 bestätigt wird) aufzuheben und es sei die [Beschwer-

degegnerin] unter Strafandrohung ihrer Organe nach Art. 292 StGB 

für den Fall der Zuwiderhandlung anzuweisen, die von der [Vor-

instanz] mit der erwähnten Verfügung vom 19. März 2023 angeord-

nete vollständige Abschreibung des von der [Beschwerdegegnerin] 

emittierten Kapitalinstruments ‘U.S.$1,500,000,000 4.500 per cent. 

Perpetual Tier 1 Contingent Write-down Capital Notes’, 

ISIN USH3698DDD33, unverzüglich aufzuheben bzw. rückgängig zu 

machen, um die [Beschwerdeführenden] in die Lage zu versetzen, in 

der sie sich befänden, wenn die betreffende Abschreibung nicht 

erfolgt wäre. 

 1.2 Eventualiter seien die beiliegenden Verfügungen der [Vorinstanz] 

vom 19. März 2023 und vom 22. März 2023 (die zweitgenannte Ver-

fügung vom 22. März 2023 insoweit, als darin die Verfügung vom 

19. März 2023 bestätigt wird) aufzuheben und es sei die [Vorinstanz] 

unter Strafandrohung ihrer Organe nach Art. 292 StGB für den Fall 

der Zuwiderhandlung zu verpflichten, die [Beschwerdegegnerin] un-

verzüglich anzuweisen, die von der [Vorinstanz] mit der erwähnten 

Verfügung vom 19. März 2023 angeordnete vollständige Abschrei-

bung des von der [Beschwerdegegnerin] emittierten Kapitalinstru-

ments ‘U.S.$1,500,000,000 4.500 per cent. Perpetual Tier 1 Contin-

gent Write-down Capital Notes’, ISIN USH3698DDD33, unverzüglich 

aufzuheben bzw. rückgängig zu machen, um die [Beschwerdefüh-

renden] in die Lage zu versetzen, in der sie sich befänden, wenn die 

betreffende Abschreibung nicht erfolgt wäre. 

 1.3 Subeventualiter seien die beiliegenden Verfügungen der [Vorinstanz] 

vom 19. März 2023 und vom 22. März 2023 (die zweitgenannte Ver-

fügung vom 22. März 2023 insoweit, als darin die Verfügung vom 

19. März 2023 bestätigt wird) aufzuheben und es sei festzustellen, 

dass (i) die angefochtenen Verfügungen rechtswidrig sind (die Ver-

fügung vom 22. März 2023 insoweit, als darin die Verfügung vom 

19. März 2023 bestätigt wird), und dass (ii) die mit der Verfügung vom 

B-2334/2023 

Seite 10 

19. März 2023 angeordnete vollständige Abschreibung des von der 

[Beschwerdegegnerin] emittierten Kapitalinstruments ‘U.S.$ 

1,500,000,000 4.500 per cent. Perpetual Tier 1 Contingent Write-

down Capital Notes’, ISIN USH3698DDD33, unzulässig war. 

 1.4 Sub-Subeventualiter seien die beiliegenden Verfügungen der [Vor-

instanz] vom 19. März 2023 und vom 22. März 2023 aufzuheben und 

es sei festzustellen, dass diese Verfügungen rechtswidrig sind (die 

zweitgenannte Verfügung vom 22. März 2023 insoweit, als darin die 

Verfügung vom 19. März 2023 bestätigt wird). 

 1.5 Sub-Sub-Subeventualiter seien die beiliegenden Verfügungen der 

[Vorinstanz] vom 19. März 2023 und vom 22. März 2023 aufzuheben 

(die zweitgenannte Verfügung vom 22. März 2023 insoweit, als darin 

die Verfügung vom 19. März 2023 bestätigt wird). 

 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der [Vor-

instanz] und der [Beschwerdegegnerin] unter solidarischer Haftung.» 

Zudem stellten sie folgende angepasste Verfahrensanträge: 

«1. Es sei den [Beschwerdeführenden] Einsicht in die Akten des ein-

schlägigen vorinstanzlichen Verfahrens zu gewähren. 

 2. Es seien die Identitäten der [Beschwerdeführenden] sowie ihres 

Organs den anderen Verfahrensbeteiligten nicht zur Kenntnis zu 

bringen, also in allen Verfahrensakten, die den anderen Verfahrens-

beteiligten zugänglich gemacht werden, zu anonymisieren; insbe-

sondere seien die Beilagen 1 – 6, 10 – 23 sowie 48, 49 und 52 der 

Beschwerdeschrift vom 27. April 2023 sowie die Beilagen 55 und 57 

der vorliegenden ergänzten Beschwerdeschrift den anderen Verfah-

rensbeteiligten nur in anonymisierter Form zugänglich zu machen.» 

Ergänzend zu den Ausführungen in der Beschwerdeschrift vom 27. April 

2023 bringen die Beschwerdeführenden im Wesentlichen vor, die Anord-

nung der Vorinstanz zur Abschreibung der AT1-Kapitalinstrumente stelle 

keine insolvenzrechtliche Schutzmassnahme im Sinne von Art. 26 des 

Bankengesetzes vom 8. November 1934 (BankG, SR 952.0) dar, da ein so 

weitgehender Eingriff in die verfassungsmässig garantierten Eigentums-

rechte der AT1-Gläubiger von dieser Bestimmung nicht abgedeckt sei.  

D.  

Mit Eingabe vom 31. Mai 2023 gelangte die CSG AG als Beschwerde-

gegnerin mit folgenden Anträgen an das Bundesverwaltungsgericht:  

«1.(a) Es sei den beschwerdeführenden Parteien aufgrund überwie-

gender Geheimhaltungsinteressen mit Ausnahme der 

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Seite 11 

Verfügung der Vorinstanz vom 19. März 2023 keine Einsicht in 

die Akten der Vorinstanz zu gewähren; 

 (b) Eventualiter sei den beschwerdeführenden Parteien keine 

Akteneinsicht zu gewähren, solange deren Beschwerdelegitima-

tion nicht rechtskräftig bejaht ist; 

 (c) Subeventualiter sei den beschwerdeführenden Parteien die 

Akteneinsicht nur nach vorgängiger Anhörung der [Beschwerde-

gegnerin] und unter Anordnung besonderer Schutzmassnah-

men zu gewähren. 

 2. Es sei Ziffer 4 der Zwischenverfügung [vom 8. Mai 2023] dahin-

gehend zu präzisieren oder eventualiter anzupassen, dass die 

[Vorinstanz] aufgefordert wird, nur die Verfahrensakten in Bezug 

auf die Verfügung vom 19. März 2023 (und nicht auch jene 

betreffend die Verfügung vom 22. März 2023) einzureichen. 

 3. Es sei die der [Vorinstanz] angesetzte Frist zur Herausgabe der 

Verfahrensakten bis zum Eintritt der Rechtskraft des Entscheids 

über den Antrag Nr. 2 abzunehmen.» 

E.  

Mit Eingabe vom 6. Juni 2023 reichte die Vorinstanz je einen USB-Stick 

enthaltend die Verfahrensakten betreffend den Erlass der Verfügung vom 

19. März 2023 sowie einen USB-Stick enthaltend die Verfahrensakten be-

treffend den Erlass der Verfügung vom 22. März 2023 ein. Die Vorinstanz 

stellt zudem die folgenden Verfahrensanträge:  

«1. Es sei den Beschwerdeführenden keine Akteneinsicht in die Verfah-

rensakten im Verfahren gegen die [Beschwerdegegnerin] (AT1 und 

CCA) zu gewähren. 

 2. Eventualiter sei der Entscheid über die Akteneinsicht der Beschwer-

deführenden aufzuschieben, bis über deren Beschwerdelegitimation 

endgültig, ggf. durch das Bundesgericht, entschieden wurde. 

 3. Subeventualiter sei die Akteneinsicht aufgrund überwiegender 

Geheimhaltungsinteressen gegenüber den Beschwerdeführenden  

a. in Bezug auf die CCA-Verfahrensakten zu verweigern; 

b. in Bezug auf die AT1-Verfahrensakten auf die Dateien in 

den Ordnern ‘Unterlagen gemäss Website CS Kapitalinstru-

mente’ und ‘Verfügung’ zu beschränken.» 

B-2334/2023 

Seite 12 

F.  

Mit Vollzug des Fusionsvertrages zwischen der CSG AG und der UBS am 

12. Juni 2023 ist die UBS als Universalsukzessorin mit sämtlichen Rechten 

und Pflichten in die Parteistellung der CSG AG eingetreten, was das Bun-

desverwaltungsgericht mit Verfügung vom 14. Juni 2023 feststellte. 

G.  

Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung zur Eintretensfrage vom 

26. Juni 2023 auf Nichteintreten auf die Beschwerde. Mit Vernehmlassung 

in der Sache vom 14. Juli 2023 beantragt sie, die Beschwerde kostenfällig 

abzuweisen, sofern darauf eingetreten werden kann.  

In formeller Hinsicht beruft sich die Vorinstanz auf die fehlende Beschwer-

delegitimation der Beschwerdeführenden. Die Beschwerdeführenden 

seien nicht befugt, gegen die als insolvenzrechtliche Schutzmassnahme 

angeordnete Abschreibung der AT1-Kapitalinstrumente der CSG AG Be-

schwerde zu führen (Art. 26 i.V.m. Art. 37gter Abs. 1 BankG). Auf die feh-

lende Beschwerdemöglichkeit sei in den geltenden Vertragsdokumenten 

zwischen der CSG AG und den Beschwerdeführenden ausdrücklich hinge-

wiesen worden. Ausserdem sei die Beschwerde gemäss Art. 32 Abs. 1 

Bst. a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, 

SR 173.32) unzulässig, da die betreffende Anordnung Massnahmen zum 

Schutz fundamentaler Interessen des Staates betreffe. Auf allfällige Ent-

schädigungsansprüche von AT1-Gläubigern sei mangels Zuständigkeit des 

Bundesverwaltungsgerichts nicht einzutreten. 

In materieller Hinsicht führt die Vorinstanz aus, die Anweisung an die CSG 

AG, die AT1-Kapitalinstrumente abzuschreiben, sei sowohl aufsichtsrecht-

lich als auch notrechtlich zulässig gewesen. Sie erweise sich zudem als 

verhältnismässig und verletzte keine verfassungsmässigen Rechte der 

AT1-Gläubiger. 

H.  

Mit Beschwerdeantwort zur Eintretensfrage vom 6. Juli 2023 und mit Be-

schwerdeantwort in der Sache vom 14. August 2023 beantragt die UBS als 

Beschwerdegegnerin, die Beschwerde kosten- und entschädigungsfällig 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. In prozessualer Hinsicht 

ersuchte sie am 6. Juli 2023 um Zustellung sämtlicher Beschwerdebeila-

gen in ungeschwärzter Form und um anschliessende Fristansetzung zur 

Ergänzung der Beschwerdeantwort.  

B-2334/2023 

Seite 13 

In formeller Hinsicht macht die Beschwerdegegnerin geltend, dass sich die 

Beschwerde gegen ein unzulässiges Anfechtungsobjekt richte, da ein 

Rechtsmittel gegen die Verfügung der Vorinstanz durch Art. 26 i.V.m. 

Art. 37gter Abs. 1 BankG ausgeschlossen sei.  

In materieller Hinsicht bringt die Beschwerdegegnerin vor, die vertraglichen 

Voraussetzungen für die Abschreibung der AT1-Kapitalinstrumente seien 

erfüllt gewesen. Die Anweisung der Vorinstanz an die CSG AG zur Vor-

nahme der Abschreibung stütze sich auf gesetzliche (Art. 25 f. BankG; 

Art. 6 und Art. 31 des Finanzmarktaufsichtsgesetzes vom 22. Juni 2007 

[FINMAG, SR 956.1]) und notrechtliche (aArt. 5a und aArt. 7 Abs. 2 PBL-

NVO) Grundlagen und sei rechtmässig erfolgt. Zudem habe die Abschrei-

bung weder einen Eingriff in die Eigentumsgarantie bewirkt, noch sei 

dadurch der Grundsatz der Rechtsgleichheit oder das Gebot von Treu und 

Glauben verletzt worden.  

I.  

I.a Mit Zwischenverfügung vom 11. Juli 2023 wurden der Beschwerdegeg-

nerin die Beschwerdebeilagen in ungeschwärzter Form zugestellt, nach-

dem die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 10. Juli 2023 keine Ein-

wände dagegen erhoben hatten.  

I.b Mit Eingabe vom 24. Juli 2023 teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass 

sie nach Einsicht in die ungeschwärzte Version der Beschwerdebeilagen 

sich nicht weiter zur Betroffenheit der Beschwerdeführenden äussere und 

deren Beschwerdelegitimation nicht bestreite. 

J.  

J.a Mit Eingabe vom 7. Juli 2023 äusserten sich die Beschwerdeführenden 

zur Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 31. Mai 2023 betreffend Akten-

einsicht.  

J.b Mit unaufgeforderten Eingaben vom 7. August 2023, 4. September 

2023 und 13. Dezember 2023 reichten die Beschwerdeführenden weitere 

Stellungnahmen ein. 

J.c Mit unaufgeforderter Eingabe vom 10. April 2025 erstattete die Be-

schwerdegegnerin eine Stellungnahme zum Bericht der Parlamentari-

schen Untersuchungskommission über die Geschäftsführung der 

B-2334/2023 

Seite 14 

Bundesbehörden im Kontext der CS-Krise vom 17. September 2024 

(BBl 2025 515; nachfolgend: PUK-Bericht). 

K.  

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereich-

ten Unterlagen wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.  

 

 

  

B-2334/2023 

Seite 15 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gegenstand des vorliegenden Teilentscheids ist der im Beschwerde-

begehren Ziff. 1.1 (1. Halbsatz) enthaltene Antrag der Beschwerdeführen-

den, die Verfügungen der Vorinstanz vom 19. März 2023 und 22. März 

2023 (die zweitgenannte Verfügung vom 22. März 2023 insoweit, als darin 

die Verfügung vom 19. März 2023 bestätigt wird; vgl. E. 2.2) aufzuheben. 

Mit einem Teilentscheid als Variante des Beschwerdeentscheids im Sinne 

von Art. 61 VwVG befindet das Bundesverwaltungsgericht über einen Teil 

der gestellten Rechtsbegehren (vgl. ASTRID HIRZEL, in: Waldmann/Kraus-

kopf [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 3. Aufl. 2023 [nachfolgend: Praxis-

kommentar VwVG], Art. 61 VwVG N. 5 f.). 

2.  

Umstritten ist vorab die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts. 

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung von Beschwer-

den gegen Verfügungen der Vorinstanz zuständig (Art. 31 i.V.m. Art. 33 

Bst. e des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 

SR 173.32] und Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 [VwVG; SR 172.021]), vorbehältlich gesetzlicher Aus-

nahmen (vgl. Art. 32 VGG). 

2.2 Die Beschwerde richtet sich sowohl gegen die Verfügung vom 19. März 

2023 als auch gegen die Verfügung vom 22. März 2023, wobei die Be-

schwerdeführenden die Verfügung vom 22. März 2023 nur insoweit an-

fechten, «als darin die Verfügung vom 19. März 2023 bestätigt wird» 

(vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.1–1.5). Die Vorinstanz erliess die Verfügung 

vom 22. März 2023, mit welcher sie in Dispositiv-Ziff. 1 ihre Verfügung vom 

19. März 2023 «vollumfänglich» bestätigte, als Reaktion auf das Wiederer-

wägungsgesuch der CSG AG vom 20. März 2023. Das Dispositiv einer Ver-

fügung ist dabei im Zusammenhang mit deren Begründung zu lesen 

(Urteile des BGer 2C_73/2014 vom 28. Januar 2015 E. 2.3.2 und 

2C_950/2012 vom 8. August 2013 E. 4.2 m.w.H.; vgl. auch Urteil 

5A_270/2022 vom 17. August 2022 E. 3.4.3 und BGE 148 III 1 E. 2.4.3). 

Wie sich aus den vorinstanzlichen Erwägungen ergibt, beschränkte sich 

das Gesuch der CSG AG vom 20. März 2023 einzig auf die Frage, ob die 

bankintern als Teil der (Kader-)Mitarbeitervergütung ausgegebenen 

Contingent Capital Awards (CCA) ebenfalls von der Verfügung vom 

19. März 2023 erfasst seien. Nicht Gegenstand des entsprechenden Ge-

suchs bildeten indessen die vorliegend streitbetroffenen, von der CSG AG 

B-2334/2023 

Seite 16 

extern emittierten AT1-Anleihen. Im Lichte dessen, dass die Parteien durch 

ihre Rechtsbegehren den Streitgegenstand festlegen (vgl. BGE 142 I 155 

E. 4.4.2; 136 II 457 E. 4.2; 133 II 181 E. 3.3; Urteil des BGer 2C_767/2021 

vom 4. Juni 2022 E. 1.2; BVGE 2010/19 E. 13.5; Urteil des BVGer 

B-2213/2015 vom 5. Dezember 2017 E. 4.1.3; RHINOW/KOLLER/ 

KISS/THURNHERR/BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 4. Aufl. 2021, 

Rz. 987; BERNHARD WALDMANN, Grundsätze und Maximen in der Verwal-

tungsrechtspflege, in: Häner/Waldmann [Hrsg.], Brennpunkte im Verwal-

tungsprozess, 2013, S. 9 ff.) und die CSG AG in ihrem Gesuch vom 

20. März 2023 diesen auf den (impliziten) CCA-Teil der Verfügung vom 

19. März 2023 begrenzt hat, konnte die Verfügung vom 22. März 2023 

diejenige vom 19. März 2023 folgerichtig auch nur in diesem Umfang 

ersetzen (vgl. auch die Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Vernehmlas-

sung in der Sache vom 14. Juli 2023, Rz. 50 und 52, wonach aus ihrer 

Sicht die «AT1-Verfügung» vom 19. März 2023 «unangefochten» geblie-

ben, während die «CCA-Verfügung» vom 22. März 2023 im Anschluss an 

den Abschreibungsentscheid des BVGer B-2254/2023 vom 15. Mai 2023 

in Rechtskraft erwachsen sei). Da vorliegend nur AT1-Kapitalinstrumente 

ohne Konnex zu den CCA-Vergütungsinstrumenten streitbetroffen sind 

(«AT1-Teil»; vgl. Sachverhalt Bst. C.a), ist nur die Verfügung vom 19. März 

2023 (nachfolgend auch: AT1-Verfügung) als Anfechtungsobjekt des vor-

liegenden Verfahrens anzusehen. 

2.3 Die AT1-Verfügung vom 19. März 2023 stellt unbestrittenermassen 

eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG dar.  

2.4  

2.4.1 Die Vorinstanz macht indessen geltend, es liege eine gesetzliche 

Ausnahme vor, welche die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht 

unzulässig mache. Die vom Bundesrat auf der Grundlage von Art. 184 

Abs. 3 BV (Beziehungen zum Ausland) und Art. 185 Abs. 3 BV (äussere 

und innere Sicherheit) erlassene PLB-NVO und die u.a. darauf abgestützte 

AT1-Verfügung hätten dazu gedient, eine drohende Insolvenz der CSG AG 

und eine damit einhergehende schwere Störung der Funktionsfähigkeit des 

Schweizer Finanzplatzes sowie der internationalen Finanzmärkte abzu-

wenden. Es handle sich somit um Massnahmen zum Schutz fundamenta-

ler Interessen des Staats (einschliesslich der Beziehungen zum Ausland) 

und somit um sog. «actes de gouvernement», gegen welche die Be-

schwerde an das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 32 Abs. 1 Bst. a 

VGG unzulässig sei.  

B-2334/2023 

Seite 17 

2.4.2 Die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht ist unzulässig 

gegen Verfügungen auf dem Gebiet der inneren und äusseren Sicherheit 

des Landes, der Neutralität, des diplomatischen Schutzes und der übrigen 

auswärtigen Angelegenheiten, soweit das Völkerrecht nicht einen 

Anspruch auf gerichtliche Beurteilung einräumt (vgl. Art. 32 Abs. 1 Bst. a 

VGG).  

2.4.3 Soweit die Vorinstanz argumentiert, die PLB-NVO sei vom Bundesrat 

auf der Grundlage von Art. 184 Abs. 3 BV (Beziehungen zum Ausland) und 

Art. 185 Abs. 3 BV (äussere und innere Sicherheit) erlassen worden, ver-

wechselt sie die rein formelle Frage nach der Zulässigkeit des Anfech-

tungsgegenstands mit der in Bezug auf die materiellen Streitpunkte sich 

stellenden Frage, inwieweit die PLB-NVO bzw. die darin enthaltenen 

Anordnungen vorfrageweise auf ihre Rechtmässigkeit überprüft werden 

können (vgl. E. 7.1). Der Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Ver-

fahrens ist indessen nicht die PLB-NVO, sondern die AT1-Verfügung der 

Vorinstanz vom 19. März 2023. 

2.4.4 Die Ausnahmebestimmung von Art. 32 Abs. 1 Bst. a VGG ist de-

ckungsgleich mit der Regelung von Art. 83 Bst. a BGG, weshalb auch auf 

die diesbezügliche Lehre und Rechtsprechung abgestellt werden kann. 

Demnach sind diese Ausnahmebestimmungen restriktiv auszulegen (BGE 

137 I 371 E. 1.2; Urteil des BVGer B-4161/2020 vom 11. Januar 2021 

E. 1.3; vgl. THOMAS HÄBERLI, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler 

[Hrsg.], Bundesgerichtsgesetz, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2018 [nachfol-

gend: Basler Kommentar BGG], Art. 83 BGG N. 18). Die Ausnahmen 

erfassen ausschliesslich klassische «actes de gouvernement», die inso-

fern einen qualifiziert politischen Charakter aufweisen, als sie unmittelbar 

die politische Regierungstätigkeit betreffen und sich dementsprechend von 

der Sache her für eine gerichtliche Beurteilung auch nicht eignen 

(vgl. HÄBERLI, Basler Kommentar BGG, a.a.O., Art. 83 BGG N. 20 ff. mit 

Verweisen auf die Judikatur; vgl. auch Urteil B-4161/2020 vom 11. Januar 

2021 E. 1.3). Entgegen der Ansicht der Vorinstanz steht die streitbetroffene 

Anordnung der Vorinstanz, die CSG AG anzuweisen, die AT1-Anleihen ab-

zuschreiben, weder in einem unmittelbaren Zusammenhang zu sicher-

heitspolitischen Anliegen, noch weist sie einen qualifizierten Auslands-

bezug auf.  

2.4.5 Vor allem aber greift der Ausnahmetatbestand von Art. 32 Abs. 1 

Bst. a VGG im vorliegenden Fall nicht aufgrund der bereits im Gesetzestext 

ausdrücklich vorbehaltenen Gegenausnahme: Der Ausschlussgrund 

B-2334/2023 

Seite 18 

kommt nämlich nicht zum Tragen, wenn die Beschwerde – wie hier – 

Ansprüche betrifft, welche in den Anwendungsbereich von Art. 6 Ziff. 1 

EMRK fallen (vgl. BGE 149 I 316 E. 6.3; 139 II 384 E. 2.3; 133 II 450 E. 2.2; 

HÄBERLI, Basler Kommentar BGG, a.a.O., Art. 83 BGG N. 31 ff.). Art. 6 

Ziff. 1 EMRK kommt dann zum Tragen, wenn «zivilrechtliche Ansprüche 

und Verpflichtungen» betroffen sind. Dieser Begriff wird vom Europäischen 

Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) autonom ausgelegt. Er umfasst 

nicht nur zivilrechtliche Streitigkeiten im engeren Sinn, sondern auch Ver-

waltungsakte einer hoheitlich handelnden Behörde, sofern sie massgeblich 

in Rechte und Verpflichtungen privatrechtlicher Natur eingreifen (vgl. zum 

Ganzen BGE 147 I 259 E. 1.3.2; Urteil des BGer 1C_539/2021 vom 

15. November 2022 E. 3.3.1). Wie noch zu zeigen sein wird (vgl. E. 3.6 ff.), 

greift die AT1-Verfügung unmittelbar in vermögenswerte Rechte der Be-

schwerdeführenden ein. Insofern ist davon auszugehen, dass Art. 6 Ziff. 1 

EMRK Anwendung findet und den Beschwerdeführenden einen Anspruch 

auf gerichtliche Beurteilung einräumt (zu diesem Schluss scheint im Übri-

gen auch die Beschwerdegegnerin zu gelangen, da sie sich in ihrer 

Eingabe vom 24. Mai 2023 ebenfalls auf Art. 6 Ziff. 1 EMRK beruft). 

2.5 Das Bundesverwaltungsgericht ist daher für die Behandlung der vorlie-

genden Streitsache zuständig. 

3.  

Die Vorinstanz, und sinngemäss auch die Beschwerdegegnerin, bestreiten 

die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführenden.  

3.1 Gemäss der allgemeinen Regelung von Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur 

Beschwerde legitimiert, wer – kumulativ – am Verfahren vor der Vorinstanz 

teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Bst. a), 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist (Bst. b) und ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Bst. c). 

3.2 Zwar müssen Beschwerdeführende grundsätzlich am Verfahren vor 

der Vorinstanz teilgenommen haben, doch sieht das Gesetz von diesem 

Erfordernis ab, wenn sie – wie hier – schuldlos dazu nicht in der Lage 

waren. Die Beschwerdeführenden erfüllen daher die Voraussetzung der 

formellen Beschwer im Sinne des 2. Halbsatzes von Art. 48 Abs. 1 Bst. a 

VwVG. 

B-2334/2023 

Seite 19 

3.3 Unbestritten und aktenmässig belegt ist sodann, dass die Beschwer-

deführenden am 19. März 2023 Inhaber von AT1-Anleihen gemäss Sach-

verhalt Bst. C.a waren. 

3.4  

3.4.1 Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin bestreiten sinngemäss 

die materielle Beschwer der Beschwerdeführenden. Sie argumentieren, 

aus der angefochtenen Verfügung resultiere kein Eingriff in die Rechte der 

Beschwerdeführenden, da diese den Anleihensbedingungen, gestützt auf 

welche die angeordnete Abschreibung der AT1-Anleihen erfolgt sei, bereits 

im Erwerbszeitpunkt zugestimmt hätten. Die von der CSG AG emittierten 

AT1-Instrumente seien als Write-off-Bonds vertraglich so ausgestaltet, 

dass bei Realisation eines vordefinierten Trigger-Events der erklärte For-

derungserlass wirksam werde und die AT1-Gläubiger einen Totalverlust 

erlitten. Auf das Risiko eines Totalverlustes seien die Beschwerdeführen-

den in den Vertragsgrundlagen explizit hingewiesen worden und sie hätten, 

als Ausgleich dafür, von einer überdurchschnittlich hohen Verzinsung der 

AT1-Instrumente profitiert. 

Die Beschwerdeführenden dagegen bestreiten, dass sich ein derartiger 

vordefinierter Trigger-Event realisiert habe. Die Voraussetzungen für den 

sog. Viability Event (Klausel Ziff. 7 (a) (iii)) seien nicht erfüllt gewesen, 

weder nach dem Szenario «A» noch nach dem Szenario «B». Durch die 

angefochtene Verfügung hätten sie daher einen direkten und signifikanten 

finanziellen Schaden erlitten, der durch einen Eingriff in ihre verfassungs-

rechtlich gesicherte Eigentumsgarantie verursacht worden sei.  

3.4.2 Die Frage, ob einer der in den Vertragsbestimmungen vordefinierten 

Trigger-Events eingetreten ist und sich die von den Beschwerdeführenden 

vertraglich akzeptierten Bedingungen für eine Abschreibung der AT1-Anlei-

hen realisiert haben oder nicht, ist nach zutreffender Auffassung aller Par-

teien eine der entscheidenden Fragen des vorliegenden Verfahrens. 

Würde die Auffassung der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin zutref-

fen, dass am 19. März 2023 die Voraussetzungen für einen Viability Event 

im Sinne von Ziff. 7 (a) (iii) der Anleihensbedingungen erfüllt gewesen 

wären, so wäre die CSG AG unbestrittenermassen vertraglich berechtigt 

gewesen, die AT1-Anleihen abzuschreiben. In diesem Fall hätte die ange-

fochtene Verfügung zwar in die Wirtschaftsfreiheit der CSG AG eingegrif-

fen, nicht aber in die Vermögensrechte der Beschwerdeführenden. Trifft 

dagegen die Auffassung der Beschwerdeführenden zu, dass zu diesem 

B-2334/2023 

Seite 20 

Zeitpunkt die Voraussetzungen für einen derartigen Viability Event nicht 

gegeben waren, so wäre die CSG AG selbst nicht berechtigt gewesen, die 

AT1-Anleihen abzuschreiben, und die Anweisung der Vorinstanz würde 

daher eine Anordnung an die CSG AG darstellen, sich zu Ungunsten der 

AT1-Anleihensgläubiger vertragswidrig zu verhalten. In diesem Fall würde 

die Anordnung der Vorinstanz an die CSG AG, die AT1-Kapitalinstrumente 

abzuschreiben, einen Eingriff in vermögenswerte (obligatorische) Rechte 

der Beschwerdeführenden darstellen. Derartige Rechte fallen in den 

Schutzbereich der Eigentumsgarantie (vgl. E. 6.3). Die Frage, ob die Vo-

raussetzungen für einen Viability Event im Sinne von Ziff. 7 (a) (iii) der An-

leihensbedingungen erfüllt waren oder nicht, ist daher doppelrelevant: Sie 

ist nicht nur eine materielle Hauptfrage des vorliegenden Entscheids 

(vgl. E. 5), sondern sie ist bereits für die Beschwer der Beschwerdeführen-

den und damit für die Eintretensfrage relevant.  

3.4.3 Derartige doppelrelevante Fragen werden gemäss bundesgerichtli-

cher Praxis erst im Rahmen der materiellen Prüfung untersucht; diesbe-

zügliche Einwände der Gegenpartei sind im Rahmen der Zuständigkeits-

prüfung unbeachtlich. Eine Ausnahme gilt nur für den Fall, dass die Argu-

mentation des Klägers oder Beschwerdeführers rechtsmissbräuchlich ist 

oder auf Anhieb fadenscheinig oder inkohärent erscheint (vgl. BGE 147 III 

159 E. 2.1.2, 145 II 153 E. 1.4; 141 III 294 E. 5.2; 137 III 32 E. 2.3). Die 

Voraussetzungen für eine derartige Ausnahme sind vorliegend nicht 

gegeben, weshalb die doppelrelevante Frage im materiellen Teil zu behan-

deln sein wird (vgl. E. 5).  

3.5  

3.5.1 Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz machen weiter geltend, 

die Beschwerdeführenden seien gar nicht beschwert, da die AT1-Anleihen 

ohnehin wertlos gewesen seien.  

3.5.1.1 Die Vorinstanz argumentiert, ohne die staatlichen Unterstützungs-

massnahmen wäre eine Zahlungsunfähigkeit der CSG AG nicht mehr ab-

wendbar gewesen. Die CSG AG hätte den folgenden Montag sonst nicht 

überlebt. Die zuständigen Behörden hätten daher verschiedene Optionen 

geprüft. Jede dieser zum damaligen Zeitpunkt denkbaren Alternativoptio-

nen hätte bei den AT1-Gläubigern unweigerlich zum Totalverlust geführt. 

Mögliche Optionen seien damals die Übernahme durch eine andere Bank, 

durch den Staat oder Too big to fail-Szenarien in der Form von Sanierung 

und/oder Konkurs gewesen. Es seien damals eine Sanierungsverfügung 

B-2334/2023 

Seite 21 

sowie eine Konkursverfügung mit den jeweiligen Massnahmenplänen zur 

Unterschrift bereit gelegen. Bei allen Varianten wären die AT1-Anleihen 

vollständig abgeschrieben worden. 

3.5.1.2 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, ohne das Rettungspaket 

für die CS-Gruppe, dessen integraler Bestandteil die Abschreibung der 

AT1-Anleihen gewesen sei, wären die AT1-Anleihen am 19. März 2023 

ohnehin verloren gewesen. Hätte der Bund überhaupt nicht eingegriffen, 

hätte die CSG AG am folgenden Montag keine Auszahlungen von zurück-

geforderten Kundeneinlagen mehr vornehmen können. Eine Fusion mit der 

Beschwerdegegnerin hätte in diesem Fall ausser Reichweite gelegen. 

Ohne staatliche Unterstützung wäre es zu einem Sanierungsverfahren mit 

Sanierungsplan nach Art. 28 ff. BankG oder einem Bankenkonkurs nach 

Art. 33 ff. BankG gekommen. In einem solchen Konkurs wäre nicht zu 

erwarten gewesen, dass die nachrangigen AT1-Anleihen noch einen Wert 

aufgewiesen hätten, da die Liquidationskosten in einem Konkurs deutlich 

höher ausgefallen wären als bei der nun gewählten Rettung durch eine 

Fusion. Die AT1-Anleihen seien nicht nur gegenüber anderem nicht-

nachrangigem Fremdkapital – wie insbesondere den sog. Bail-in-Bonds 

der CSG AG im Umfang von rund Fr. 49 Mrd. – subordiniert gewesen, son-

dern auch gegenüber den Gläubigern der Tochtergesellschaften der CSG 

AG, weil die CSG AG (als Aktionärin ihrer Tochtergesellschaften) erst 

Erlöse aus den Konkursmassen der Tochtergesellschaften erhalten hätte, 

nachdem alle Gläubiger der Tochtergesellschaften befriedigt worden 

wären. Deswegen hätten die Gläubiger der AT1-Anleihen in einem Konkurs 

der CSG AG mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts 

erhalten. Hätte die Vorinstanz hingegen ein Sanierungsverfahren eingelei-

tet, hätte das Bankensanierungsrecht eine Neubewertung der Aktiven und 

Passiven der Bank verlangt, wobei ein anderer und konservativerer Bewer-

tungsansatz zum Einsatz gekommen wäre und zukünftige Restrukturie-

rungskosten hätten berücksichtigt werden müssen. Gestützt auf diese Be-

wertung wäre es gemäss der von der Vorinstanz öffentlich kommunizierten 

bevorzugten Sanierungsstrategie zu einer Wandlung von Fremd- in Eigen-

kapital gekommen. Dann hätten die AT1-Anleihen als Vorbedingung für den 

Bail-in ebenfalls zwingend abgeschrieben werden müssen. Hätte der Bund 

die CSG AG verstaatlicht, wäre aufgrund der dadurch erfolgenden staatli-

chen Unterstützung ebenfalls der Viability Event gemäss Ziff. 7 (a) (iii) der 

Anleihensbedingungen ausgelöst worden und die AT1-Anleihen wären 

zwingend abgeschrieben worden. Die Forderungen der Inhaber der AT1-

Anleihen seien daher am 19. März 2023, unabhängig von den ergriffenen 

Massnahmen, bereits wertlos gewesen. 

B-2334/2023 

Seite 22 

3.5.2 Es ist unbestritten und aktenkundig, dass die CSG AG, kurz bevor 

am 19. März 2023 die angefochtene Verfügung erlassen wurde, mit dem 

Ersuchen an die Vorinstanz gelangt war, von der Auslösung der Abschrei-

bung der AT1-Kapitalinstrumente abzusehen (vgl. Sachverhalt Bst. B.a). 

Vor dem Hintergrund dieser Sachlage lässt sich die streitige Anordnung der 

Vorinstanz nicht wegdenken, ohne dass auch die Abschreibung der AT1-

Kapitalinstrumente entfiele. Zwischen der angefochtenen Verfügung und 

dem individuellen Nachteil der Beschwerdeführenden besteht insofern ein 

nachgewiesener Kausalzusammenhang. 

Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz versuchen, diesen Kausalzu-

sammenhang zu entwerten, wenn sie argumentieren, die AT1-Anleihen 

wären ohnehin in jedem Fall verloren gewesen.  

3.5.3 Überlegungen zur Frage, was bei einem Verzicht auf den Erlass der 

angefochtenen Verfügung geschehen wäre, haben einen hypothetischen 

Gegenstand und sind daher grundsätzlich ungeeignet, die Behauptungen 

der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz zu belegen.  

3.5.4 Zu berücksichtigen ist jedoch Folgendes: Die Vorinstanz macht zwar 

geltend, auch wenn sie eine Sanierung gestützt auf Art. 30 ff. BankG an-

geordnet hätte, wären die AT1-Anleihen zwingend abgeschrieben worden. 

Richtig ist, dass Art. 30b Abs. 5 Bst. b und Art. 30c Abs. 1 Bst. c BankG im 

Falle einer Sanierung die Möglichkeit einer Reduktion von Forderungen 

durch die Vorinstanz vorsehen. Dies allerdings ausdrücklich nur, wenn das 

Gesellschaftskapital vollständig herabgesetzt und damit der Vorrang der 

Interessen der Gläubiger vor denjenigen der Eigner berücksichtigt wird. Die 

von den Bundesbehörden gewünschte und mit der UBS ausgehandelte 

Fusion hätte auch im Rahmen eines von der Vorinstanz verfügten oder 

genehmigten Sanierungsplans umgesetzt werden können, da Art. 30 

Abs. 2 Bst. a BankG eine Sanierung durch Fusion ausdrücklich vorsieht. 

Dabei wären aber die AT1-Anleihensgläubiger ausdrücklich berechtigt ge-

wesen, gegen die Genehmigung eines derartigen Sanierungsplans Be-

schwerde zu erheben (vgl. Art. 37gter Abs. 1 Bst. a BankG). Dabei hätten 

sie geltend machen können, dass eine vollständige Abschreibung ihrer 

Forderungen rechtswidrig sei, da und solange das Gesellschaftskapital der 

CSG AG nicht vollständig herabgesetzt worden sei. Art. 30b Abs. 1 und 

Abs. 5 Bst. b BankG sprechen lediglich von einer «Reduktion» von 

Forderungen, nicht von einer zwingenden vollständigen Abschreibung. 

Solange kein Viability Event im Sinne der Anleihensbedingungen gegeben 

war, wäre die Vorinstanz daher nicht ohne Weiteres berechtigt gewesen, 

B-2334/2023 

Seite 23 

die AT1-Anleihen vollständig abzuschreiben. Es kann daher nicht mit 

Sicherheit ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführenden erfolg-

reich hätten rügen können, dass in einem derartigen Sanierungsplan ihre 

Forderungen nur soweit hätten reduziert werden dürfen, wie es für die 

Sanierung nötig gewesen wäre. Die Vorinstanz macht zwar geltend, die 

Fusion mit der CSG AG werde aufgrund verschiedener Umstände künftig 

zu einem überproportionalen Anstieg der Eigenmittelanforderungen an die 

UBS führen. Andererseits ist unbestritten, dass die UBS im Mai 2023 

gegenüber der US Securities and Exchange Commission (SEC) einen 

negativen Goodwill von USD 24.8 Mrd. aus der Fusion mit der CSG AG 

deklariert hat. Auch wenn in diesem Betrag die Abschreibung der AT1-An-

leihen enthalten ist, ist weder belegt noch konkret dargetan, dass, wenn 

die Fusion in einem Sanierungsplan vorgesehen worden wäre, die Eigen-

mittelanforderungen an die fusionierten Banken bereits per 19. März 2023 

in einem Ausmass angestiegen wären, dass dadurch der Viability Event 

(vgl. E. 5.3.3) ausgelöst worden wäre. Entsprechend ist nicht ersichtlich, 

gestützt auf welche rechtliche Grundlage die Vorinstanz davon ausgeht, 

dass sie in jedem Fall eines Sanierungsplans die AT1-Anleihen vollständig 

hätte abschreiben dürfen. Zwar bringen die Vorinstanz und die 

Beschwerdegegnerin diesbezüglich vor, ohne eine vollständige Abschrei-

bung der AT1-Anleihen wäre die Beschwerdegegnerin zur Fusion mit der 

CSG AG nicht bereit gewesen. Indessen ist erstellt, dass die UBS den 

Aktionären der CSG AG einen Übernahmekaufpreis von eigenen Aktien im 

Wert von rund Fr. 3 Mrd. bezahlt hat. Selbst wenn allein auf diesen Preis 

abgestellt würde – der lediglich die Verhandlungsposition der UBS reflek-

tiert – ist damit erstellt, dass es bei einer vorgängigen vollständigen Herab-

setzung des Gesellschaftskapitals, wie dies Art. 30b Abs. 5 Bst. b und 

Art. 30c Abs. 1 Bst. c BankG zwingend verlangen, nicht erforderlich gewe-

sen wäre, die AT1-Anleihen auf Null zu reduzieren. Angesichts der darge-

legten Umstände erscheint es daher nicht als ausgeschlossen, dass die 

AT1-Anleihensgläubiger mit einer Beschwerde gegen einen derartigen 

Sanierungsplan ein besseres Resultat als eine völlige Wertlosigkeit ihrer 

Forderungen hätten erzielen können.  

3.5.5 Die Argumentation der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin, die 

Beschwerdeführenden seien durch die angefochtene Verfügung und die 

gestützt darauf erfolgte Abschreibung der AT1-Anleihen gar nicht be-

schwert, weil die Anleihen ohnehin wertlos gewesen seien bzw. weil sie im 

Kontext aller anderen möglichen Handlungsoptionen der Vorinstanz eben-

falls hätten vollständig entwertet werden müssen, überzeugt daher nicht. 

Im Fall einer Fusion gestützt auf einen Sanierungsplan trifft dies, wie 

B-2334/2023 

Seite 24 

dargelegt, nicht zwingend zu. Ob die von der Vorinstanz und der Beschwer-

degegnerin aufgezeigten Handlungsoptionen tatsächlich die einzigen 

möglichen waren, sowie, ob bei allen übrigen Optionen die vertraglichen 

Bedingungen für eine Abschreibung eingetreten oder die Anleihen aus 

anderen Gründen wertlos geworden wären, kann daher offengelassen 

werden.  

3.6  

3.6.1  

3.6.1.1 Die Vorinstanz macht weiter geltend, die Beschwerdeführenden 

seien zur Beschwerde nicht legitimiert, weil sie durch die angefochtene 

Verfügung lediglich mittelbar betroffen seien. Der von ihnen geltend 

gemachte Verlust ergebe sich nicht direkt aus der AT1-Verfügung, sondern 

aus der (zivilrechtlichen) Abschreibung der AT1-Instrumente durch die 

CSG AG. Die AT1-Verfügung sei im zwischen der CSG AG und der FINMA 

bestehenden Aufsichtsverhältnis ergangen und habe ausschliesslich 

Rechte und Pflichten der CSG AG zum Gegenstand gehabt. Entsprechend 

sei auch nur die CSG AG Adressatin der AT1-Verfügung gewesen und wäre 

(richtigerweise) einzige Partei des Verfahrens. Weitere Personen, so ins-

besondere die Beschwerdeführenden, seien nicht Parteien gewesen, 

hätten dies auch nicht sein müssen und seien daher auch nicht Verfü-

gungsadressaten im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG. Eine Be-

schwerdelegitimation der Beschwerdeführenden wäre somit nur bei Vorlie-

gen eines schutzwürdigen Interesses an der Aufhebung oder Änderung der 

AT1-Verfügung zu bejahen und wenn zugleich auch eine besondere, 

beachtenswerte, nahe Beziehung zur Streitsache bestünde. Die einzige 

Verfügungsadressatin habe diese Verfügung aber nicht angefochten. Nach 

der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts komme der Drittbe-

schwerde die Funktion zu, vorab einen drohenden unmittelbaren Nachteil 

abzuwenden, nicht aber zu ermöglichen, dass ein Drittbeschwerdeführer 

durch die autonome Weiterführung des Prozesses, den der Verfügungs-

adressat selbst nicht führen wolle, einen Vorteil für sich erstreite. Dies aber 

sei es, was die Beschwerdeführenden vorliegend beabsichtigen würden. 

Sie würden vermeintliche zivilrechtliche Ansprüche in einem Verwaltungs-

verfahren durchsetzen wollen.  

3.6.1.2 Die Beschwerdeführenden machen dagegen geltend, sie hätten 

durch die angefochtene Verfügung vom 19. März 2023 einen direkten und 

signifikanten finanziellen Schaden erlitten, der durch einen Eingriff in ihre 

B-2334/2023 

Seite 25 

verfassungsrechtlich gesicherte Eigentumsgarantie verursacht worden sei. 

Sie seien daher durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. 

3.6.2 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung entspricht die Rege-

lung von Art. 48 Abs. 1 VwVG derjenigen von Art. 89 Abs. 1 BGG und ist in 

Anlehnung an diese auszulegen; sie soll die Popularbeschwerde aus-

schliessen und den Charakter des allgemeinen Beschwerderechts als 

Instrument des Individualrechtsschutzes unterstreichen. Diese Anforderun-

gen sind besonders bedeutend bei der Beschwerde eines Dritten, der nicht 

Verfügungsadressat ist. Art. 48 Abs. 1 VwVG verlangt, dass ein Beschwer-

deführer durch den angefochtenen Entscheid stärker als ein beliebiger 

Dritter betroffen sein und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen 

Beziehung zur Streitsache stehen muss. Neben der spezifischen 

Beziehungsnähe zur Streitsache muss der Beschwerdeführer einen 

praktischen Nutzen aus einer allfälligen Aufhebung oder Änderung des an-

gefochtenen Entscheids ziehen, das heisst, seine Situation muss durch 

den Ausgang des Verfahrens in relevanter Weise beeinflusst werden 

können. Das schutzwürdige Interesse besteht im Umstand, einen ma-

teriellen oder ideellen Nachteil zu vermeiden, den der angefochtene Ent-

scheid mit sich bringen würde. Ein bloss mittelbares oder ausschliesslich 

allgemeines öffentliches Interesse begründet – ohne die erforderliche Be-

ziehungsnähe zur Streitsache selber – keine Parteistellung. Es gibt keine 

rechtslogisch stringente, sondern nur eine praktisch vernünftige Abgren-

zung zur Popularbeschwerde oder zur Aufsichtsbeschwerde, die dem 

Anzeiger keine Parteistellung verschafft (vgl. Art. 71 Abs. 2 VwVG); wo 

diese Grenze verläuft, ist für jedes Rechtsgebiet gesondert zu beurteilen. 

Wegleitend dafür sind namentlich einerseits die Möglichkeit für die Interes-

sierten, den angestrebten Erfolg auf anderem – beispielsweise auf zivil- 

oder strafrechtlichem – Weg zu erreichen, und andererseits das Anliegen, 

die Verwaltungstätigkeit nicht übermässig zu erschweren (BGE 146 I 172 

E. 7.1.2; 145 II 259 E. 2.3; 143 II 506 E. 5.1; 142 II 451 E. 3.4.1; 139 II 279 

E. 2.2; 135 II 172 E. 2.1; 135 II 145 E. 6.1; 133 II 249 E. 1.3.1; 131 II 587 

E. 2.1 und 3; vgl. BERNHARD WALDMANN, Basler Kommentar BGG, a.a.O., 

Art. 89 BGG N. 20 ff.). 

Mittelbar ist das Interesse eines Drittbeschwerdeführers, wenn es aus dem 

Interesse des Verfügungsadressaten abgeleitet ist. Die Frage, ob sein 

Interesse ein nur mittelbares sei, stellt sich daher nur im Kontext einer 

Drittbeschwerdeführung «pro» Adressat (vgl. BGE 135 V 382 E. 3.3; 

133 V 188 E. 4.4; 130 V 560 E. 3.5; VERA MARANTELLI-SONANINI/SAID 

HUBER, Praxiskommentar VwVG, a.a.O., Art. 48 N. 34; ISABELLE HÄNER, in: 

B-2334/2023 

Seite 26 

Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das 

Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2019 [nachfolgend: Kommentar VwVG], 

Art. 48 VwVG N. 12 ff). 

3.6.3 AT1-Kapitalinstrumente (vgl. dazu E. 5.2.1 ff.) gehören zum regulato-

risch den Eigenmitteln anrechenbaren «zusätzlichen Kernkapital» («Addi-

tional Tier 1»; AT1) einer Bank und sind in der Regel entweder als bedingte 

Pflichtwandelanleihen oder, wie vorliegend, als Anleihen mit bedingtem 

Forderungsverzicht («Write-off-Bonds») ausgestaltet (vgl. Art. 18, Art. 27 

Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 20 Abs. 4 der Verordnung vom 1. Juni 2012 über 

die Eigenmittel und Risikoverteilung der Banken und Wertpapierhäuser 

[SR 952.03, ERV]). In der Bilanz der Bank stellen sie (als Verbindlichkeiten 

gegenüber den Kapitalgebern) Fremdkapital dar. Bei Eintritt eines oder 

mehrerer vertraglich definierter Ereignisse («Trigger-Events») wird bei 

Write-off-Bonds der Forderungsverzicht wirksam, womit die Forderung, 

ausgelöst durch eine entsprechende Mitteilung (sog. Notice) der Emitten-

tin, durch Erlass untergeht bzw. – in der Terminologie der ERV – vollständig 

reduziert («abgeschrieben») wird (vgl. Art. 27 Abs. 3 ERV). Gleichzeitig be-

wirkt die Abschreibung, dass im gleichen Umfang für die Bank Eigenkapital 

(hartes Kernkapital) generiert wird, da sich das Eigenkapital automatisch 

erhöht, wenn Schulden wegfallen (vgl. COELHO/TANEJA/VRBASKI, Upside 

down: when AT1 instruments absorb losses before equity, FSI Briefs No 21 

[September 2023], S. 2 Ziff. 2; nachstehend E. 5.4.3).  

Wie daraus ersichtlich wird, profitiert die Beschwerdegegnerin als Rechts-

nachfolgerin der Verfügungsadressatin von der vorinstanzlich angeordne-

ten Abschreibung der AT1-Kapitalinstrumente in dem Ausmass, als die 

Beschwerdeführenden als davon betroffene Gläubiger ihre Forderungen 

verlieren (d.h. Profit von ca. Fr. 16.5 Mrd.). Die Beschwerdeführenden und 

die Beschwerdegegnerin sind daher durch die angefochtene Verfügung 

vom 19. März 2023 nicht in gleichgerichteten, sondern vielmehr in einander 

entgegenstehenden Interessen betroffen. Die AT1-Verfügung entfaltet in 

der vorliegenden Situation somit nicht bloss «Reflexwirkungen» auf die 

Gläubiger, d.h. in dem Sinne, dass sich ihr Interesse lediglich daraus ab-

leitet, dass die fragliche Anordnung primär eine Einbusse im Gesellschafts-

vermögen bewirken und infolgedessen – indirekt – die Werthaltigkeit der 

Forderungen der Gläubiger beeinträchtigen würde (vgl. im Zusammen-

hang mit der zivilrechtlichen Konzeption der indirekten Gläubigerschädi-

gung: BGE 142 III 23 E. 4.2 ff.; 122 III 176 E. 7; 110 II 391 E. 1). Durch die 

angeordnete Auslösung der Forderungsreduktion werden die AT1-Gläubi-

ger vielmehr unmittelbar in ihrer eigenen vermögensrechtlichen Stellung 

B-2334/2023 

Seite 27 

nachteilig tangiert, während dieser Vorgang, wie gezeigt, gleichzeitig eine 

bilanztechnische Erhöhung des Eigenkapitals der Verfügungsadressatin 

erzeugte. 

Die erhobene Beschwerde erfolgt mithin nicht zugunsten, sondern zulasten 

der Verfügungsadressatin.  

3.6.4 Handelt es sich um eine Beschwerdeführung «contra», und nicht 

«pro» Adressat, so kann die Beschwer und das Interesse der Beschwer-

deführenden auch nicht aus der Beschwer und dem Interesse der Verfü-

gungsadressatin abgeleitet werden. Der Vorinstanz kann daher nicht 

gefolgt werden, wenn sie die Betroffenheit und das Interesse der Be-

schwerdeführenden als nur mittelbar einstuft und daher ihre Beschwerde-

legitimation verneinen will.  

Ebenso wenig stellt sich, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, die 

Frage nach der Dispositionsbefugnis über die Streitsache, da auch diese 

sich lediglich im Falle einer Beschwerdeführung «pro» Adressat stellen 

könnte.  

3.7  

3.7.1 Die Vorinstanz verweist für ihre Auffassung, die Beschwerdeführen-

den seien nicht in für die Drittbeschwerdeführung ausreichendem Mass 

betroffen, insbesondere auf drei Entscheide des Bundesgerichts: In BGE 

139 II 279 verneinte das Bundesgericht die Parteistellung eines Anlegers 

oder Gläubigers einer Bank, der bei der FINMA Aufsichtsanzeige erhoben 

hatte, in einem allfälligen Aufsichtsverfahren. In BGE 131 II 587 sprach das 

Bundesgericht einem ehemaligen Konzernleitungsmitglied einer Renten-

anstalt die Legitimation ab, um eine Verfügung des damaligen Bundesamts 

für Privatversicherungen anzufechten, welche die Rentenanstalt verpflich-

tete, gegen ihn auf dem Zivilrechtsweg Schadenersatzklage zu erheben, 

da sein geltend gemachtes Interesse, die Unbegründetheit der verlangten 

Klage auf dem Beschwerdeweg feststellen zu lassen, nicht als schutzwür-

dig anzuerkennen sei (BGE 131 II 587 E. 4.1). In BGE 130 V 560 kam das 

Bundesgericht zum Schluss, ein Arbeitgeber sei durch eine Verfügung der 

IV-Stelle, die dem Arbeitnehmer einen Rentenanspruch verweigert, nicht 

unmittelbar berührt, weil die Verbindung zwischen der Verfügung und dem 

ihm dadurch entstehenden wirtschaftlichen Nachteil, den arbeitsvertraglich 

geschuldeten Lohn weiterzahlen zu müssen, falls der Arbeitnehmer keine 

B-2334/2023 

Seite 28 

Rente der Invalidenversicherung zugesprochen erhält, nicht die erforderli-

che Unmittelbarkeit aufweist (BGE 130 V 560 E. 4.1 ff.). 

3.7.2 Der vorliegende Fall unterscheidet sich wesentlich von den Fall-

konstellationen in diesen Urteilen:  

3.7.2.1 In BGE 130 V 560 ging es um eine Drittbeschwerdeführung «pro» 

Adressat, was, wie bereits dargelegt, vorliegend eben gerade nicht der Fall 

ist.  

3.7.2.2 In BGE 131 II 587 handelte es sich zwar nicht um eine Drittbe-

schwerdeführung «pro» Adressat. Aus dem Urteil geht indessen hervor, 

dass mit der in jenem Fall angefochtenen Dispositiv-Ziffer der Verfügung 

des Bundesamts für Privatversicherung die Arbeitgeberin der Beschwerde-

führenden lediglich angewiesen worden war, «alle geeigneten Vorkehren 

zu treffen, um die ihr entgangenen Kreditzinse, Garantiekommissionen und 

übrigen Kosten für ihre Leistungen sowie den ihr entgangenen Gewinn ein-

zutreiben». Hingegen äusserte sie sich zu keiner Frage, welche als Vor-

frage in einem gestützt darauf allenfalls anhängig gemachten Zivilverfah-

ren relevant gewesen wäre. Der Drittbeschwerdeführer in jenem Fall war 

insofern nicht unmittelbar in seinen Rechtspositionen betroffen, als die Um-

setzung der Anordnung durch die Verfügungsadressatin, d.h. die Einleitung 

eines Zivilprozesses, in dessen Rahmen sämtliche Bestreitungsrechte 

ausgeübt werden können, praxisgemäss ohnehin keinen beachtlichen 

Nachteil darstellt (BGE 131 II 287 E. 4 m.w.H.). Ein unmittelbarer Eingriff 

in die vermögensmässigen Rechte des Drittbeschwerdeführers hätte sich 

in jener Konstellation nämlich erst dann manifestiert, falls und soweit die 

erhobene Klage vom Zivilgericht gutgeheissen worden wäre, worauf die 

verfügende Behörde keinen Einfluss hatte. Demgegenüber erweist sich im 

vorliegenden Fall die Kausalkette als viel kürzer, da der Vollzug der vor-

instanzlichen Anordnung durch die CSG AG, ohne dass ein vorgelagertes 

Zivilverfahren stattfand, ohne Weiteres zum Untergang der Forderungen 

der Beschwerdeführenden führte (vgl. auch Urteil des BVGer B-3655/2023 

vom 31. März 2025 E. 1.4.6.2).  

3.7.2.3 Schliesslich ging es in BGE 139 II 279 um einen Anleger oder Gläu-

biger einer Bank, der bei der FINMA eine Aufsichtsanzeige gegen die Bank 

im Bestreben erhoben hatte, dass die FINMA ein Enforcementverfahren 

gegen die Bank durchführt, diese aufsichtsrechtlich liquidiert, Gewinne ein-

zieht und daraus verjährte Forderungen des Anzeigers bezahlt, welche 

B-2334/2023 

Seite 29 

dieser nie zivilgerichtlich geltend gemacht hatte. Diese Fallkonstellation hat 

keine ersichtlichen Gemeinsamkeiten mit dem vorliegenden Fall. 

3.7.2.4 Aus diesen Urteilen kann die Vorinstanz daher nichts für ihren 

Rechtsstandpunkt ableiten. 

3.8  

3.8.1  

3.8.1.1 Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin machen weiter gel-

tend, die an die CSG AG gerichtete Anweisung zur Abschreibung des 

zusätzlichen Kernkapitals sei eine Schutzmassnahme im Sinne von Art. 26 

BankG gewesen. Wegen der spezialgesetzlichen Regelung von Art. 37gter 

Abs. 1 BankG, welche im Interesse der Rechtssicherheit im Bankensanie-

rungsrecht namentlich Beschwerden von Gläubigern gegen solche Schutz-

massnahmen ausschliesse, sei die vorliegend erhobene Beschwerde 

gegen die AT1-Verfügung von vornherein unzulässig.  

3.8.1.2 Die Beschwerdeführenden bestreiten dagegen, dass die streitbe-

troffene Anordnung der Vorinstanz durch ihre Schutzmassnahmenkompe-

tenz gemäss Art. 26 BankG gedeckt sei, weshalb die Einschränkung von 

Art. 37gter Abs. 1 BankG im vorliegenden Fall nicht einschlägig sei. 

3.8.2 Die Frage, ob die angefochtene Verfügung von der Vorinstanz und 

der Beschwerdegegnerin zu Recht als Schutzmassnahme im Sinne von 

Art. 26 BankG eingestuft wird bzw. ob sie einen für eine derartige Schutz-

massnahme zulässigen Inhalt aufweist oder nicht, ist möglicherweise 

ebenfalls eine doppelrelevante, sicher aber eine relevante materielle 

Frage, welche dementsprechend später zu behandeln sein wird 

(vgl. E. 6.8).  

3.8.3 Ohnehin ist gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesverwal-

tungsgerichts die in Frage stehende spezialgesetzliche Einschränkung der 

Beschwerdelegitimation nicht gegenüber jedem Gläubiger, der Be-

schwerde führen will, wirksam:  

3.8.3.1 Gemäss Art. 37gter Abs. 1 BankG können Gläubiger und Eigner 

einer Bank in den Verfahren nach dem elften und zwölften Abschnitt 

«lediglich» Beschwerde führen gegen: die Genehmigung des Sanierungs-

plans (Bst. a), Verwertungshandlungen (Bst. b) oder die Genehmigung der 

Verteilungsliste und der Schlussrechnung (Bst. c). Damit schliesst diese 

B-2334/2023 

Seite 30 

Vorschrift (im Umkehrschluss) die Beschwerdebefugnis der Gläubiger und 

Eigner gegen alle anderen als (selbständige) Schutzmassnahmen im 

Sinne von Art. 26 BankG getroffenen Anordnungen aus (vgl. Botschaft vom 

19. Juni 2020 zur Änderung des Bankengesetzes [Insolvenz, Einlagensi-

cherung, Segregierung] [nachfolgend: Botschaft BankG vom 19. Juni 

2020], BBl 2020 6359, 6398 und 6399 f.).  

3.8.3.2 Art. 37gter Abs. 1 BankG entspricht inhaltlich im Wesentlichen 

aArt. 24 Abs. 2 BankG (AS 2004 2767). Die Bestimmung wurde, soweit 

vorliegend von Interesse, inhaltlich nicht verändert, sondern nur verscho-

ben (vgl. Botschaft BankG vom 19. Juni 2020, BBl 2020 6398). In der Bot-

schaft vom 20. November 2002 zur Änderung des Bankengesetzes (nach-

folgend: Botschaft BankG vom 20. November 2002, BBl 2002 8078) wurde 

die Beschränkung des Rechtsschutzes mit der Zielsetzung der von der da-

maligen Bankenkommission zu treffenden Massnahmen gerechtfertigt: 

Das Ziel, eine Bank mit Solvenzproblemen in einem effizienten Verfahren 

zu sanieren oder, wenn sie nicht sanierungswürdig sei, mit einem für Gläu-

biger und Eigner möglichst günstigen Ergebnis zu liquidieren, lasse sich 

nur erreichen, wenn nicht gegen jegliche Verfahrensmassnahme 

Beschwerde eingelegt und damit der Fortgang des Verfahrens blockiert 

werden könne. Im Interesse der Gesamtheit der Beteiligten sei daher der 

Rechtsschutz für die Gläubiger und Eigner auf das Wesentliche, d.h. auf 

diejenigen Verfügungen zu konzentrieren, welche direkt in deren Rechte 

eingriffen (vgl. Botschaft BankG vom 20. November 2002, BBl 2002 8060, 

8078). In diesem Zusammenhang wird in der Botschaft erläutert, weshalb 

die Genehmigung des Sanierungsplans sowie Verwertungshandlungen 

von der Einschränkung des Rechtsschutzes nicht erfasst sind: Bis zur Er-

stellung des Sanierungsplans seien Gläubiger und Eigner vom Verfahren 

nur am Rande betroffen, weil die vorgängigen Schutzmassnahmen und der 

Entscheid, die Aussichten für eine Sanierung prüfen zu lassen, ihre Forde-

rungen oder Beteiligungen höchstens vorläufig oder auf indirekte Weise 

tangierten. Der Sanierungsplan dagegen betreffe die Gläubiger und Eigner 

direkt, weshalb sie gegen dessen Genehmigung auch Beschwerde erhe-

ben können sollten. Zudem blieben Gläubiger und Eigner zur Anfechtung 

einzelner Verwertungshandlungen legitimiert, da diese Substanzverluste 

mit sich bringen und damit die Rechte von Gläubigern und Eignern schmä-

lern könnten (vgl. Botschaft BankG vom 20. November 2002, BBl 2002 

8060, 8078; EVA HÜPKES, in: Watter/Vogt/Bauer/Winzeler [Hrsg.], Banken-

gesetz, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2013 [nachfolgend: Basler Kommentar 

BankG], N. 15 ff. der Vorbemerkungen zum 11. bis 13. Abschnitt; TOMAS 

B-2334/2023 

Seite 31 

POLEDNA/DAVIDE JERMINI, Basler Kommentar BankG, a.a.O., Art. 24 BankG 

N. 5 ff.). 

3.8.3.3 Im Rahmen der Revision des Bankengesetzes vom 17. Dezember 

2021 (AS 2022 732) erweiterte der Gesetzgeber sodann den Katalog der 

zulässigen Anfechtungsobjekte, indem er auch die Anfechtung von Verfü-

gungen der FINMA betreffend die Genehmigung der Verteilungsliste und 

der Schlussrechnung (Art. 37gter Abs. 1 Bst. c) auf dem Beschwerdeweg 

ermöglichte. In der betreffenden Botschaft wurde ausgeführt, die fehlende 

Beschwerdemöglichkeit in Bezug auf diese Verfügungen sei im Lichte des 

verfassungsrechtlichen Vorbehalts des Gesetzes und der Rechtswegga-

rantie problematisch, da mittels Genehmigung von Schlussrechnung und 

Verteilungsliste die künftige Dividende der Gläubiger und Eigner unmittel-

bar gekürzt werde (Botschaft BankG vom 19. Juni 2020, BBl 2020 6359, 

6398, 6400).  

3.8.3.4 Wie das Bundesverwaltungsgericht bereits mehrmals ausgeführt 

hat, ist diese Einschränkung der Beschwerdelegitimation der Gläubiger 

und Eigner insofern als spezialgesetzliche Konkretisierung des Grundsat-

zes zu verstehen, wonach die Gläubigereigenschaft an sich nicht aus-

reicht, um die erforderliche Beziehungsnähe für eine eigene Beschwerde-

legitimation in Bezug auf Verfügungen gegen den Schuldner zu begründen. 

Die Einschränkung der Beschwerdelegitimation gemäss aArt. 24 Abs. 2 

BankG bzw. nunmehr Art. 37gter Abs. 1 BankG greift daher nur dort, wo ein 

Drittbeschwerdeführer durch eine gestützt auf den elften oder zwölften Ab-

schnitt des BankG verfügte Massnahme gegen die betroffene Bank in sei-

nem indirekten und mittelbaren finanziellen Interesse als Gläubiger oder 

Eigner berührt ist. Einem Verfügungsadressaten oder Dritten dagegen, der 

durch die angefochtene Verfügung direkt und unmittelbar in seinen eigenen 

rechtlich geschützten Interessen betroffen ist, kann sie nicht entgegenge-

halten werden (vgl. BVGE 2009/31 E. 2.4.3; Urteile des BVGer 

B-6065/2015 vom 6. Mai 2016 E. 1.2 und B-5644/2012 vom 4. November 

2014 E. 1.4). 

3.8.3.5 An dieser Rechtsprechung ist festzuhalten. Nur wo es sich um 

Gläubiger handelt, die ein Interesse an der betreffenden Sanierung haben, 

weil ihre Forderung durch die Sanierung besser geschützt wird als durch 

einen Konkurs des Schuldners, hält die Einschränkung der Beschwerde-

befugnis vor der Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) und dem Anspruch auf 

gerichtlichen Rechtsschutz (Art. 6 Ziff. 1 EMRK) stand. Sind die in Frage 

stehenden Gläubiger dagegen nicht lediglich in diesem Sinne mittelbar 

B-2334/2023 

Seite 32 

betroffen, sondern, wie die Beschwerdeführenden im vorliegenden Fall, als 

Drittbeschwerdeführer «contra» Adressat in ihren eigenen durch die Eigen-

tumsgarantie geschützten vermögensrechtlichen Interessen unmittelbar 

betroffen, so kann ihnen der Ausschluss von der Beschwerdebefugnis 

gemäss Art. 37gter Abs. 1 BankG nicht entgegengehalten werden. 

3.9  

3.9.1  

3.9.1.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, ihr schutzwürdiges 

Interesse bestehe darin, dass sie sich gegen die Abschreibung der AT1-

Anleihen rechtlich zur Wehr setzen möchten, um ihren finanziellen 

Schaden ungeschehen zu machen oder ersetzt zu erhalten. Hierfür sei es 

erforderlich, dass sie die Verfügung der Vorinstanz im vorliegenden Verfah-

ren mit Beschwerde anfechten können, auch, um in allenfalls erforderlichen 

weiteren Verfahren, insbesondere in einem gegebenenfalls gegen die Be-

schwerdegegnerin zu führenden Zivilprozess, unter Umständen aber auch 

in gegen die Vorinstanz und/oder die Eidgenossenschaft gerichteten 

Staatshaftungsverfahren, keine rechtlichen Nachteile gewärtigen zu 

müssen.  

3.9.1.2 Die Vorinstanz bestreitet, dass die Beschwerdeführenden ein 

aktuelles und praktisches Interesse an einer allfälligen Aufhebung der AT1-

Verfügung vom 19. März 2023 hätten. Das Beurteilen allfälliger zivilrechtli-

cher Ansprüche der AT1-Gläubiger im Zusammenhang mit der Abschrei-

bung obliege ausschliesslich den allenfalls mit Zivilklagen befassten Zivil-

gerichten. Da allfällige zivilrechtliche Ansprüche der AT1-Gläubiger nicht 

Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildeten und eine Kompetenz 

der FINMA zur Beurteilung solcher Ansprüche von vornherein ausser Be-

tracht falle, würde eine allfällige Aufhebung der AT1-Verfügung die Ab-

schreibung auch nicht rückgängig machen bzw. nicht zur Bejahung allfälli-

ger zivilrechtlicher Ansprüche der Beschwerdeführenden führen. Die Be-

schwerdeführenden verfügten über zivilrechtliche Rechtsbehelfe, um allfäl-

lige Rechtsansprüche gegen die CSG AG bzw. deren Rechtsnachfolgerin 

beurteilen zu lassen. Soweit sich ein vermeintlicher Entschädigungsan-

spruch gegen die FINMA oder den Bund richte, seien die Beschwerdefüh-

renden auf ein allfälliges Staatshaftungsverfahren zu verweisen. Jedenfalls 

bestehe kein schutzwürdiges Interesse an einer Verlagerung dieses Streits 

in ein öffentlich-rechtliches Beschwerdeverfahren gegen eine aufsichts-

rechtliche Verfügung gegenüber einem beaufsichtigten Finanzinstitut. 

B-2334/2023 

Seite 33 

3.9.2 Für die Beschwerdelegitimation ist erforderlich, dass der Beschwer-

deführer neben der spezifischen Beziehungsnähe zur Streitsache auch 

einen praktischen Nutzen aus einer allfälligen Aufhebung oder Änderung 

des angefochtenen Entscheids ziehen könnte, d.h., dass seine Situation 

durch den Ausgang des Verfahrens in relevanter Weise beeinflusst werden 

kann (BGE 145 II 259 E. 2.3; BGE 139 II 279 E. 2.2). Das schutzwürdige 

Interesse, einen durch den angefochtenen Entscheid entstehenden Nach-

teil zu vermeiden, muss im Zeitpunkt der Urteilsfällung aktuell und praktisch 

sein (Urteil des BGer 2C_166/2009 vom 30. November 2009 E. 1.2.1). Auf 

das Erfordernis des aktuellen praktischen Interesses ist ausnahmsweise 

zu verzichten, wenn sich die aufgeworfenen Fragen unter gleichen oder 

ähnlichen Umständen jederzeit wieder stellen können, eine rechtzeitige 

Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre und die Beantwortung 

wegen deren grundsätzlicher Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt 

(BGE 135 I 79 E. 1.1; Urteil des BGer 2C_166/2009 vom 30. November 

2009 E. 1.2.1). 

3.9.3 Dass die Beschwerdeführenden ein schutzwürdiges Interesse haben 

an der von ihnen beantragten Anweisung an die Beschwerdegegnerin, die 

Abschreibung ihrer AT1-Instrumente aufzuheben bzw. rückgängig zu ma-

chen (Beschwerdebegehren Ziff. 1, zweiter Halbsatz), ist offensichtlich. Da 

der vorliegende Teilentscheid jedoch nur den ersten Halbsatz dieses 

Beschwerdebegehrens zum Gegenstand hat, kann dieses Interesse im 

Kontext des vorliegenden Teilentscheids nicht berücksichtigt werden, son-

dern es ist lediglich nach dem Interesse der Beschwerdeführenden an 

einer Aufhebung der angefochtenen Verfügung zu fragen. Da die ange-

fochtene Verfügung bereits durch die CSG AG vollzogen wurde, würde 

eine Aufhebung der Verfügung für sich allein die Abschreibung weder ver-

hindern noch rückgängig machen.  

3.9.4 Die Frage, welche Bedeutung der vorliegende Teilentscheid für einen 

Zivilprozess der Beschwerdeführenden gegen die Beschwerdegegnerin 

bzw. für ein Staatshaftungsverfahren gegen die Eidgenossenschaft hätte, 

ist in zweierlei Hinsicht relevant: Einerseits ist nach der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung bei der Frage nach der Legitimation eines Drittbe-

schwerdeführers auch zu berücksichtigen, welche Möglichkeiten dem 

Beschwerdeführer zur Verfügung stehen, den angestrebten Erfolg auf an-

derem – beispielsweise zivil- oder strafrechtlichem – Weg zu erreichen. 

Und andererseits stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführenden einen 

für sie vorteilhaften Entscheid überhaupt benötigen oder ob die AT1-

B-2334/2023 

Seite 34 

Verfügung der Vorinstanz auch in einem derartigen Verfahren vorfrage-

weise überprüft werden könnte oder für dieses überhaupt irrelevant wäre.  

3.9.5 Im vorliegenden Fall hängt die Antwort auf die Frage, ob die Be-

schwerdeführenden den angestrebten Erfolg auch auf dem zivilrechtlichen 

Weg erreichten könnten, offensichtlich davon ab, ob die Beschwerdefüh-

renden die Rechtmässigkeit der AT1-Verfügung in einem Zivilverfahren 

zwischen ihnen und der Beschwerdegegnerin vorfrageweise prüfen lassen 

könnten. Weder die Vorinstanz noch die Beschwerdegegnerin haben in-

dessen konkret dargetan, dass die Beschwerdeführenden dies könnten. 

Abgesehen davon, liegt es auf der Hand, dass selbst unter dieser Annahme 

die antragsgemässe Aufhebung der streitbetroffenen Abschreibungsanord-

nung die Position der Beschwerdeführenden in einem allfälligen Zivilpro-

zess gegen die Beschwerdegegnerin jedenfalls verbessern würde. Im 

Übrigen – selbst wenn man vorliegend davon ausginge, dass die Recht-

mässigkeit des Verwaltungsakts in einem Zivilrechtsverfahren vorfrage-

weise überprüft werden könnte – würde dies für sich allein das Interesse 

der Beschwerdeführenden an der direkten Überprüfung der ihre Interes-

sensphäre beeinträchtigenden Verfügung im Verwaltungsgerichtsverfah-

ren nicht entfallen lassen (vgl. BGE 135 II 172 E. 2.2 f.; vgl. auch BGE 147 

II 227 E. 2.4), denn Zivil- und Verwaltungsverfahren sind voneinander un-

abhängig und haben auch unterschiedliche Funktionen und Prozessmaxi-

men (vgl. BGE 147 II 227 E. 2.4 m.w.H.). Dies gilt vorliegend umso mehr, 

als die Beschwerdeführenden, wie gezeigt, durch die angefochtene Verfü-

gung unmittelbar einen Nachteil erlitten haben. Die gegenteilige Auffas-

sung hätte zur Folge, dass ein effektiver Verwaltungsrechtsschutz nahezu 

in jedem Überschneidungsbereich mit dem Zivilrecht faktisch ausgeschlos-

sen wäre, was sich mit der verfassungsmässigen Rechtsweggarantie 

(Art. 29a BV) nicht vereinbaren liesse (zur Rechtsweggarantie vgl. BGE 

149 I 2 E. 2.1; ferner MARANTELLI-SONANINI/HUBER, Praxiskommentar 

VwVG, a.a.O., Art. 48 VwVG N. 15). Denn dieser Verfahrensgarantie 

kommt nach dem Bundesgericht, namentlich unter dem Aspekt der Gewal-

tenteilung und der Gewaltenverteilung, gerade dann eine fundamentale 

Funktion zu, wenn Verwaltungsmassnahmen in Frage stehen, die sich auf 

dringlich erlassene Notrechtsnormen der Regierung stützen und insofern 

weder eine gesetzliche Grundlage noch eine Mitwirkung des Parlaments 

vorweisen können. Die Bewahrung des Rechtsstaates verlangt nach der 

Aufrechterhaltung einer gerichtlichen Kontrolle der Verwaltungstätigkeit. 

Der blosse Wille, ein schnelles Handeln des Staates sicherzustellen, kann 

das Weglassen jeglichen Zugangs zum Gericht nicht rechtfertigen (BGE 

147 I 333 E. 1.6.3; vgl. auch BGE 147 I 478 E. 2.3.2). 

B-2334/2023 

Seite 35 

3.9.6 Auch der Einwand der Vorinstanz, die Beschwerdeführenden hätten 

kein schutzwürdiges Interesse daran, die Rechtmässigkeit der AT1-Verfü-

gung im Hinblick auf einen allfälligen Entschädigungsanspruch gegen die 

FINMA oder den Bund überprüfen zu lassen, sondern sie seien diesbezüg-

lich auf ein allfälliges Staatshaftungsverfahren zu verweisen, überzeugt 

nicht, wenn eine vorfrageweise Überprüfung dieser Frage in einem Staats-

haftungsverfahren nicht möglich ist (vgl. Art. 12 des Bundesgesetzes über 

die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Be-

amten vom 14. März 1958 [Verantwortlichkeitsgesetz, VG, SR 170.32]).  

3.9.7 Bezüglich der Frage, inwieweit die angefochtene Verfügung für das 

Ergebnis eines Zivilprozesses zwischen den Beschwerdeführenden und 

der Beschwerdegegnerin relevant ist, stellt sich erneut die bereits ange-

sprochene doppelrelevante Frage, ob die Voraussetzungen für einen 

Viability Event im Sinne von Ziff. 7 (a) (iii) der Anleihensbedingungen erfüllt 

waren oder nicht (vgl. E. 3.4 und E. 6). Wären die Voraussetzungen erfüllt 

gewesen, hätte die CSG AG die AT1-Anleihen abschreiben dürfen, auch 

ohne dass die Vorinstanz sie per Verfügung dazu angewiesen hätte. Da 

diese Frage doppelrelevant ist, wird sie im materiellen Teil zu thematisieren 

sein, während im Kontext der Eintretensfrage nicht zu Ungunsten der Be-

schwerdeführenden von einer fehlenden Relevanz aus diesem Grund aus-

gegangen werden darf (vgl. E. 3.4.2 f. und E. 5). Im Übrigen ist aufgrund 

ihres Prozessverhaltens offensichtlich, dass nicht nur die Beschwerde-

führenden, sondern auch die Beschwerdegegnerin der Frage der Recht-

mässigkeit der angefochtenen Verfügung relevante Bedeutung zumessen.  

3.9.8 Das Interesse der Beschwerdeführenden an einer Aufhebung der 

angefochtenen AT1-Verfügung der Vorinstanz vom 19. März 2023 er-

scheint daher als hinreichend schutzwürdig.  

3.10 Die Beschwerdeführenden sind daher zu Beschwerde legitimiert.  

4.  

4.1 Im vorliegenden Fall gibt die Beschwerdefrist keinen Anlass zu weite-

ren Ausführungen. Die Vorinstanz hat die angefochtene Verfügung am 

19. März 2023 erlassen und gleichentags der CSG AG, nicht aber den Be-

schwerdeführenden, eröffnet. Die Vorinstanz informierte noch am Abend 

vom 19. März 2023 in einer Medienmitteilung über die vollständige Ab-

schreibung der AT1-Kapitalinstrumente. Mit der Einreichung der Be-

schwerde am 27. April 2023 wäre die 30-tägige Beschwerdefrist (Art. 50 

B-2334/2023 

Seite 36 

Abs. 1 VwVG) unter Berücksichtigung der Gerichtsferien (Art. 22 Abs. 1 

Bst. a VwVG) selbst dann eingehalten, wenn der Beginn des Fristenlaufs 

auf den Verfügungszeitpunkt fallen würde. 

4.2 Die Beschwerdeschrift erfüllt die formellen Anforderungen (Art. 52 

Abs. 1 VwVG), die Beschwerdeführenden haben die Kostenvorschüsse 

fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und der Rechtsvertreter hat sich 

rechtsgenüglich durch Vollmacht ausgewiesen (Art. 11 Abs. 2 VwVG). 

4.3 Auf die Beschwerde ist daher im für den vorliegenden Teilentscheid 

relevanten Umfang, nämlich im Umfang des Antrags, die Verfügung der 

Vorinstanz vom 19. März 2023 aufzuheben (Beschwerdebegehren Ziff. 1.1 

[1. Halbsatz]), einzutreten. 

5.  

5.1 In materieller Hinsicht ist zwischen den Parteien vorab umstritten, ob 

am 19. März 2023 die Voraussetzungen für einen sog. Viability Event 

(Klausel Ziff. 7 (a) (iii) der AT1-Vertragsbedingungen) erfüllt gewesen 

waren oder nicht.  

Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin argumentieren, der in den 

Vertragsbedingungen vordefinierte Trigger-Event habe sich realisiert.  

Die Beschwerdeführenden dagegen bestreiten dies und machen geltend, 

die Voraussetzungen gemäss Klausel Ziff. 7 (a) (iii) (B) des Prospekts 

seien nicht erfüllt gewesen, weil die CSG AG die regulatorischen Anforde-

rungen an ihr Kapital vollumfänglich erfüllt habe und weil die der CSG AG 

von der SNB gewährte Unterstützung ausschliesslich deren Liquidität, aber 

nicht deren Kapitalstruktur betroffen habe.  

5.2  

5.2.1 Grundlage der AT1-Instrumente ist der unter dem Namen «Basel III» 

bekannte internationale Bankregulierungsrahmen. Der Basler Ausschuss 

für die Bankenaufsicht hat diese Regulierung in Reaktion auf die Finanz-

krise 2008/2009 im Jahr 2010 veröffentlicht. Unter Basel III müssen die 

Banken zur Erhöhung ihrer Resilienz mehr Eigenkapital und Liquidität vor-

halten, als dies vorher der Fall war, um die Notwendigkeit staatlicher 

Rettungen möglichst zu vermeiden. 

B-2334/2023 

Seite 37 

Unter Basel III können Banken ihr hartes Kernkapital («Common Equity 

Tier 1», CET1) zu einem gewissen Ausmass mit sog. zusätzlichem Kern-

kapital («Additional Tier 1»- bzw. AT1-Kapital) ergänzen, um die regulato-

risch vorgeschriebenen Kapitalquoten zu erfüllen. Zufolge ihrer Verlust-

absorptionsfunktion im Krisenfall gelten sie als zusätzliches Kernkapital der 

Bank und haben in diesem Sinne Charakteristika von Eigenmittelinstru-

menten. AT1-Instrumente können im Wesentlichen auf zwei unterschiedli-

che Arten ausgestaltet werden: Als Kapitalinstrumente, die im Krisenfall 

entweder eine bedingte Wandlung in Aktien (bedingte Pflichtwandelanlei-

hen) oder – wie vorliegend relevant – einen bedingten Forderungsverzicht 

(Write-off-Bonds) vorsehen. Die Basel-III-Mindeststandards lassen eine 

vertragliche oder gesetzliche Regelung der zu einer Abschreibung von 

AT1-Instrumenten führenden Triggers zu. In der ersten Variante sollen die 

Vertragsbestimmungen von AT1-Kapitalinstrumenten einen Passus enthal-

ten, welcher bei einem bestimmten Krisenszenario ermöglicht, einen 

Forderungsverzicht auszulösen. In der zweiten Variante kann von diesem 

Erfordernis an die individuellen Vertragsbestimmungen abgesehen 

werden, wenn das anwendbare Recht vergleichbare Folgen für die Kapi-

talinstrumente direkt, d.h. ohne die Notwendigkeit einer vertraglichen 

Regelung, ex lege vorsieht (vgl. Kommentar des Eidgenössischen Finanz-

departements EFD zur Totalrevision der Eigenmittelverordnung [ERV] vom 

20. Juni 2012 [nachfolgend: «ERV-Kommentar EFD 2012»], S. 29; Erläu-

terungsbericht des EFD vom 24. Oktober 2011 zur Änderung der Eigenmit-

telverordnung [ERV] und Ausführungsbestimmungen, Ziff. 5.2.7.3, S. 30). 

Die Schweiz hat sich bei der Implementierung der internationalen Basel-

III-Mindeststandards für eine vertragliche Regelung entschieden 

(vgl. Art. 11 Abs. 2 BankG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 ERV).  

5.2.2 In der Schweiz wurden die Eigenmittelanforderungen von Basel III im 

BankG sowie in der 2012 totalrevidierten ERV umgesetzt (vgl. Botschaft 

vom 1. Juni 2012 zum Bundesbeschluss über die Genehmigung der Ände-

rungen der Bankenverordnung und der Eigenmittelverordnung [too big to 

fail], BBl 2012 6669; ERV-Kommentar EFD 2012, a.a.O., S. 8 ff.). Im Rah-

men der 2012 eingeführten Too big to fail-Regulierung trat u.a. die Bestim-

mung von Art. 11 Abs. 2 BankG in Kraft, welche die Grundsätze für die 

Schaffung von zusätzlichem Kapital festlegt. Danach können Banken «in 

den Ausgabebedingungen von Anleihen vorsehen, dass die Gläubiger bei 

Eintritt eines bestimmten Ereignisses auf Forderungen verzichten (Anlei-

hen mit Forderungsverzicht)». Gemäss Botschaft bezweckt die Regelung 

unter anderem, den Banken die Möglichkeit einzuräumen, zur Krisenbe-

wältigung schneller und einfacher haftendes Eigenkapital durch 

B-2334/2023 

Seite 38 

Forderungsverzicht zu schaffen (vgl. Botschaft BankG vom 20. April 2011, 

BBl 2011 4717, 4768). Mit der Abschreibung von AT1-Instrumenten bei ent-

sprechendem Bedingungseintritt wird nämlich das harte Kernkapital 

(CET1) unmittelbar erhöht, indem bilanziell AT1-Kapital in hartes Kernka-

pital umgebucht wird. Der Wegfall des AT1-Kapitals führt zu einem buch-

halterischen Gewinn, der auf der Bilanz das Eigenkapital erhöht, wodurch 

Verluste auf dem Eigenkapital durch AT1-Instrumente absorbiert werden 

können. Damit soll die Widerstandsfähigkeit der Banken gegenüber finan-

ziellen Schocks erhöht werden, um in Krisenzeiten die Notwendigkeit einer 

staatlichen Intervention möglichst zu vermeiden (vgl. Botschaft BankG vom 

20. April 2011, BBl 2011 4717, 4744 f.). 

5.2.3 Die ausführende Eigenmittelverordnung enthält in Art. 27 Abs. 1 eine 

Auflistung mit Voraussetzungen, unter denen eine Bank Kapitalinstrumente 

als zusätzliches Kernkapital regulatorisch anrechnen kann. Art. 27 Abs. 3 

ERV schreibt vor, dass die AT1-Instrumente bei Eintritt eines vertraglich 

definierten Ereignisses (sog. Trigger), spätestens aber bei Unterschreiten 

einer Quote des harten Eigenkapitals (CET1) von 7 % (i.V.m. Art. 131 

Abs. 1 Bst. a Ziff. 1 bzw. Bst. b Ziff. 2 ERV [für systemrelevante Banken]), 

abgeschrieben werden müssen. Art. 29 Abs. 1 ERV verlangt, dass in den 

Emissionsbedingungen oder den Statuten vorzusehen ist, dass zusätzli-

ches Kernkapital im Zeitpunkt drohender Insolvenz mittels vollständiger 

Forderungsreduktion oder Wandlung zur Sanierung der Bank beiträgt, 

wobei die Forderungen der Gläubigerinnen und Gläubiger in diesem Falle 

vollständig abgeschrieben werden müssen. Gemäss der Vorschrift von 

aArt. 29 Abs. 2 ERV (unter der Marginalie «Zeitpunkt drohender Insolvenz 

[Point of non-viability; PONV]») hat die Forderungsreduktion oder Wand-

lung «spätestens zu erfolgen: vor Inanspruchnahme einer Hilfeleistung der 

öffentlichen Hand (Bst. a) oder wenn die FINMA dies zur Vermeidung einer 

Insolvenz anordnet» (Bst. b). Vor der Emission der betreffenden AT1-

Instrumente muss die FINMA namentlich das in den Vertragsbedingungen 

definierte Abschreibungsereignis genehmigen (Art. 11 Abs. 4 BankG; 

aArt. 27 Abs. 5 Bst. a ERV).  

5.3  

5.3.1 Die hier einschlägigen AT1-Vertragsbedingungen (vorliegend: Ver-

tragsgrundlagen USH3698DDD33) unterscheiden zwischen zwei Arten 

von Abschreibungsereignissen (Write-down Event; Ziff. 7 (a) (i)), nämlich 

einem Contingency Event (Ziff. 7 (a) (ii)) und einem Viability Event 

(Ziff. 7 (a) (iii)).  

B-2334/2023 

Seite 39 

5.3.2 Der Contingency Event knüpft, entsprechend der Vorgabe von Art. 27 

Abs. 3 ERV, an ein «mechanisches» Ereignis an (vgl. COELHO/TANEJA/ 

VRBASKI, Upside down: when AT1 instruments absorb losses before equity, 

FSI Briefs No 21 [September 2023], S. 2 f.) und wird ausgelöst, sobald die 

Kernkapitalquote der Emittentin (CET1 Ratio) einen gewissen Grenzwert 

unterschreitet. Dies war bei der CSG AG im Zeitpunkt der Abschreibung 

der AT1-Anleihen unbestrittenermassen nicht der Fall; weder die Vor-

instanz noch die Beschwerdegegnerin berufen sich darauf.  

5.3.3 Den Viability Event definieren die Vertragsbedingungen 

(Ziff. 7 (a) (iii)) wie folgt: 

«Viability Event 

As used in these Conditions, a 'Viability Event' means that either: 

A) the Regulator has notified CSG that it has determined that a write-down of 

the Notes, together with the conversion or write-down/off of holders’ claims 

in respect of any and all other Going Concern Capital Instruments, Tier 1 

Instruments and Tier 2 Instruments that, pursuant to their terms or by 

operation of law, are capable of being converted into equity or written 

down/off at that time, is, because customary measures to improve CSG’s 

capital adequacy are at the time inadequate or unfeasible, an essential 

requirement to prevent CSG from becoming insolvent, bankrupt or unable 

to pay a material part of its debts as they fall due, or from ceasing to carry 

on its business; or 

B) customary measures to improve CSG’s capital adequacy being at the time 

inadequate or unfeasible, CSG has received an irrevocable commitment 

of extraordinary support from the Public Sector (beyond customary trans-

actions and arrangements in the ordinary course) that has, or imminently 

will have, the effect of improving CSG’s capital adequacy and without 

which, in the determination of the Regulator, CSG would have become 

insolvent, bankrupt, unable to pay a material part of its debts as they fall 

due or unable to carry on its business.» [Hervorhebung im Original] 

5.3.4 Die Frage, wie diese vertraglichen Bestimmungen auszulegen sind, 

ist eine zivilrechtliche Vorfrage, für welche das Zivilrecht und die zivilrecht-

liche Rechtsprechung massgebend ist. Diesbezüglich gilt, dass für die Aus-

legung eines (privatrechtlichen) Vertrages in erster Linie auf den überein-

stimmenden wirklichen Willen der Parteien abzustellen ist (Art. 18 Abs. 1 

des Obligationenrechts vom 30. März 1911 [OR, SR 220]; sog. subjektive 

Vertragsauslegung). Nur wenn eine tatsächliche Willensübereinstimmung 

unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die 

Erklärungen der Parteien aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, 

B-2334/2023 

Seite 40 

wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Um-

ständen verstanden werden durften und mussten (BGE 148 V 70 E. 5.1.1; 

144 III 43 E. 3.3; 142 III 239 E. 5.2.1). Bei der Auslegung nach dem Ver-

trauensprinzip ist zwar primär vom Wortlaut der Erklärung auszugehen. 

Deren einzelne Teile sind jedoch nicht isoliert, sondern aus ihrem konkre-

ten Sinngefüge heraus zu beurteilen (BGE 146 V 28 E. 3.2; 142 III 671 

E. 3.3; 140 III 391 E. 2.3). Die Erklärungen der Parteien sind so auszule-

gen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten 

Umständen verstanden werden durften und mussten (BGE 146 V 28 

E. 3.2; 145 III 365 E. 3.2.1; 144 III 327 E. 5.2.2.1). Zudem hat das Gericht 

zu berücksichtigen, was sachgerecht ist, weil nicht anzunehmen ist, dass 

die Parteien eine unangemessene Lösung gewollt haben (BGE 144 III 327 

E. 5.2.2.1; 126 III 119 E. 2c). Von einem klaren Vertragswortlaut ist im Rah-

men der objektiven Auslegung bloss dann abzuweichen, wenn sich ernst-

hafte Anhaltspunkte dafür ergeben, dass er nicht dem wirklichen Parteiwil-

len entspricht (vgl. BGE 144 V 84 E. 6.2.1; 136 III 186 E. 3.2.1). Bei vorfor-

mulierten Vertragsbestimmungen gelangt zudem die Unklarheitenregel zur 

Anwendung, sofern die übrigen Auslegungsmittel nicht zu einem eindeuti-

gen Ergebnis führen. Danach muss sich der Verfasser einer mehrdeutigen 

Wendung in vorformulierten Vertragsbedingungen im Zweifelsfall die für ihn 

ungünstigere Auslegungsvariante entgegenhalten lassen («in dubio contra 

stipulatorem»; vgl. Urteil des BGer 5C.271/2004 vom 12. Juli 2005 E. 2; 

BGE 122 III 118 E. 2a; 124 III 155 E. 1b; CLAIRE HUGUENIN, Obligationen-

recht Allgemeiner und Besonderer Teil, 3. Aufl. 2019, N. 283 und 629 

m.w.H.). 

5.4  

5.4.1 Im vorliegenden Fall ergibt sich aus der E-Mail der CSG AG vom 

19. März 2023, 16:24 Uhr (Sachverhalt Bst. B.a), wie die CSG AG die Ver-

tragsbestimmungen im Hinblick auf den Viability Event Typ B auslegte:  

«[…] In the currently possible scenario of a merger – with or without an addi-

tional liquidity commitment from the Swiss National Bank (SNB) and a guaran-

tee from the Swiss Confederation – Credit Suisse does not believe that the 

contractual requirements are met for a write-down. The measures currently 

contemplated are designed to create confidence, lead to a merger and 

obtain/preserve liquidity – not capital. The measures taken are, in our view as 

set out below, also not required on a consolidated basis to remedy any over-

indebtedness or insufficient capitalization of CSG.» (Hervorhebung im 

Original) 

B-2334/2023 

Seite 41 

Aus dieser E-Mail geht hervor, dass die CSG AG die Vertragsbestimmun-

gen so verstand, dass die in Frage stehende Staatshilfe bestimmt und 

erforderlich sein muss, um eine ungenügende Eigenkapitalausstattung zu 

verbessern. Dieses Verständnis entspricht demjenigen der Beschwerde-

führenden. Es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass dieses überein-

stimmende Verständnis der CSG AG und der Beschwerdeführenden nicht 

den übereinstimmenden tatsächlichen Willen der Vertragsparteien im Zeit-

punkt des Vertragsschlusses wiedergeben würde.  

5.4.2 Im Übrigen würde sich auch nach dem Vertrauensprinzip keine an-

dere Auslegung ergeben: Der Wortlaut spricht von einer Verbesserung der 

Angemessenheit des Kapitals («improving CSG’s capital adequacy») 

durch die in Frage stehende Staatshilfe. Dies setzt logischerweise voraus, 

dass das Kapital nicht genügend angemessen war und daher verbessert 

werden musste. Im Kontext einer schweizerischen Bank kann diese Be-

stimmung nur so verstanden werden, dass der Viability Event Typ B 

voraussetzt, dass die Bank die regulatorischen Eigenmittelanforderungen 

nicht mehr erfüllte und deswegen Staatshilfe erhalten musste. 

5.4.3 Die Beschränkung auf Kapitalhilfemassnahmen bzw. die Ausklam-

merung von Liquiditätshilfemassnahmen ist denn auch vor dem 

Hintergrund des bilanztechnischen Abschreibungsmechanismus der AT1-

Instrumente sachlogisch:  

«Beim Eintritt des Triggers verändert sich nur etwas in den Passiven – das 

Fremdkapital schrumpft, und das Eigenkapital wächst zeitgleich um denselben 

Betrag, und es tut dies erfolgsneutral. [...] Der Zauberstab, der in die verlust-

absorbierenden Finanzinstrumente eingebaut ist, kann zwar Eigenkapital 

schaffen und damit die Kapitalunterlegung verbessern, aber er bewirkt keinen 

Mittelzufluss. Keinerlei Liquidität und auch keine anderen Wirtschaftsgüter 

fliessen der Bank zu» (BÖCKLI, CoCos, Write-offs: Eigenkapitalbeschaffung mit 

dem Zauberstab, in: SZW, 2012, S. 183). 

Die Abschreibung der AT1-Instrumente stellt eine buchhalterische Opera-

tion auf der Passivseite der Bilanz der CSG AG dar. Fremdkapital der CSG 

AG (in Form der ausstehenden AT1-Anleihen) wird aus den Passiven ge-

löscht, was zwangsläufig dazu führt, dass sich das Eigenkapital in gleichem 

Umfang erhöht. Die Abschreibung der AT1-Anleihen hat indes keine Aus-

wirkungen auf die Aktivseite der Bilanz, denn durch die Abschreibung der 

AT1-Instrumente floss der CSG AG keine neue Liquidität zu.  

Wenn also die Konsequenz der Abschreibung das Eigenkapital (und nicht 

die Liquidität) der CSG AG betrifft, so ist es sachlogisch, wenn auch die 

B-2334/2023 

Seite 42 

Bedingung, die eine solche Abschreibung auslösen kann, an das Eigen-

kapital (und nicht an die Liquidität) der Bank geknüpft wird. 

5.4.4  

5.4.4.1 Es ist unbestritten, dass Ziff. 7 (a) (iii) der AT1-Vertragsbedingun-

gen mit den Anforderungen, welche die Eigenmittelverordnung an derartige 

Bedingungen stellt, nicht übereinstimmt und dass die in den Vertragsbe-

dingungen enthaltene Definition des Viability Events Typ B enger als 

diejenige in aArt. 29 Abs. 2 Bst. a ERV ist. Die Vorinstanz und die Be-

schwerdegegnerin machen daher geltend, die Vertragsbedingungen der 

AT1-Anleihen seien «weit» und insbesondere auch im Lichte von Art. 29 

ERV und dessen Sinn und Zweck sowie von dessen regulatorischem 

Hintergrund auszulegen.  

5.4.4.2 Die in Frage stehenden Bestimmung der ERV verlangt: 

[Art. 29 Abs. 1 ERV] «In den Emissionsbedingungen oder Statuten ist vorzu-

sehen, dass zusätzliches Kernkapital im Zeitpunkt drohender Insolvenz mittels 

vollständiger Forderungsreduktion oder Wandlung zur Sanierung der Bank 

beiträgt. Die Forderungen der Gläubigerinnen und Gläubiger müssen in die-

sem Falle vollständig abgeschrieben werden.» 

[aArt. 29 Abs. 2 ERV] «Die Wandlung in hartes Kernkapital oder die Forde-

rungsreduktion hat spätestens zu erfolgen: 

a. vor Inanspruchnahme einer Hilfeleistung der öffentlichen Hand; oder 

b. wenn die FINMA dies zur Vermeidung einer Insolvenz anordnet.» 

Diese Verordnungsbestimmung legt fest, was in den vertraglichen Bestim-

mungen für zusätzliches Kernkapital vorzusehen ist. Sie richtet sich somit 

sowohl an die betreffende Bank, welche die Emissionsbedingungen zu ver-

fassen hat, wie auch an die Vorinstanz, welche die vertraglichen Bedingun-

gen vor der Emission zu genehmigen hat. Die Anforderungen der Eigen-

mittelverordnung an die Ausgestaltung der Vertragsbedingungen sind 

daher relevant im Hinblick auf die Genehmigung dieser Bedingungen durch 

die Vorinstanz. In diesem Kontext kommt der Vorinstanz ein technisches 

Ermessen zu im Hinblick auf die Frage, ob die ihr vorgängig unterbreiteten 

Vertragsbedingungen den Anforderungen der Eigenmittelverordnung ent-

sprechen und daher genehmigungsfähig sind oder nicht. Hat die Vor-

instanz die ihr unterbreiteten Vertragsbedingungen aber genehmigt, 

wurden sie in der Folge in den Emissionsunterlagen publiziert und haben 

gestützt darauf Anleger Anleihen gezeichnet, so wurde zwischen der 

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Seite 43 

Emittentin und den Anlegern, welche die Anleihen gezeichnet haben, ein 

rein zivilrechtlicher Vertrag abgeschlossen. Dessen Auslegung erfolgt 

daher ab Vertragsschl