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**Case Identifier:** c44ac20f-2fd4-5d7c-b026-74ca087d7e13
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.02.2021 200 2020 350
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-350_2021-02-15.pdf

## Full Text

200 20 350 IV
LOU/IMD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Februar 2021

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch B.________ AG
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. April 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Feb. 2021, IV/20/350, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1966 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
Landwirt mit Fähigkeitszeugnis, meldete sich am 4. Oktober 2018 unter 
Hinweis auf eine diffuse idiopathische skelettale Hyperostose und eine 
Hämochromatose bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug 
an (Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 1). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) tätigte erwerbliche sowie medizinische Abklärungen, 
legte die Akten dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung 
vor (Bericht vom 30. Oktober 2019 [AB 46]) und beauftragte ihren Ab-
klärungsdienst mit einer Abklärung an Ort und Stelle (Abklärungsbericht 
Landwirtschaft vom 29. Januar 2020 [AB 57]). Mit Vorbescheid vom 30. Ja-
nuar 2020 (AB 58) stellte sie die Ablehnung eines Rentenanspruchs bei 
einem Invaliditätsgrad von 24 % in Aussicht. Nach dagegen vorgebrachten 
Einwänden (AB 61) und einer diesbezüglichen Stellungnahme durch den 
Abklärungsdienst (AB 66) verfügte die IVB am 7. April 2020 (AB 68) wie 
angekündigt.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch die B.________ AG, mit 
Eingabe vom 18. Mai 2020 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Auf-
hebung der angefochtenen Verfügung vom 7. April 2020 sei ihm eine Inva-
lidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Verfügung vom 7. April 2020 
aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 17. Juni 
2020 unter Beilage einer Aktennotiz des RAD vom 12. Juni 2020 sowie 
einer Besprechungsnotiz des RAD vom 16. Juni 2020 auf Abweisung der 
Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Feb. 2021, IV/20/350, Seite 3

Mit Eingabe vom 14. Juli 2020 nahm der Beschwerdeführer Stellung zur 
Beschwerdeantwort. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 30. Juli 2020 unter 
Bestätigung des gestellten Antrages auf Abweisung der Beschwerde auf 
Schlussbemerkungen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. April 2020 (AB 68). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Rente der Invalidenversicherung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Feb. 2021, IV/20/350, Seite 4

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

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2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten – soweit entscheidwesent-
lich – das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
für Rheumatologie, diagnostizierte im Bericht vom 6. September 2018 (AB 
15.2 S. 2 f.) einen Verdacht auf eine diffuse idiopathische skelettale Hype-
rostose (DISH), eine Hämochromatose und einen positiven ANA-Titer, 
wahrscheinlich ohne klinische Bedeutung. Er führte aus, die Beschwerden 
des Patienten könnten nicht mit einer axialen Spondyloarthritis (Morbus 
Bechterew) erklärt werden. Die Kriterien für eine DISH seien formal nicht 
gegeben, da nicht drei benachbarte Segmente eine überbrückende Hype-
rostose aufweisen würden. Dennoch sei denkbar, dass dieser Prozess im 
Status nascendi vorliege.

3.1.2 Im Bericht vom 14. Dezember 2018 (AB 21 S. 3 f.) hielt Dr. med. 
D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, fest, aktuell bestehe 
ein akuter Schub der DISH, die ersten Symptome seien anfangs Juli 2018 
mit schweren anterioren thorakalen Schmerzen, insbesondere in der Nacht 
und bei Belastung, aufgetreten. Die Behandlungen mit nichtsteroidalen 
Antirheumatika und Steroiden seien bisher ohne bleibenden Effekt geblie-
ben. Seit 16. Juli 2018 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 75 %. Mittel-
schwere und schwere Tätigkeiten in der ...landwirtschaft seien unmöglich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Feb. 2021, IV/20/350, Seite 6

und lösten sofort stärkste Schmerzen aus; es seien nur leichte Arbeiten 
möglich.

3.1.3 Dem Austrittsbericht des Spitals E.________, vom 12. Februar 
2019 (AB 29 S. 2 ff.) sind die folgenden Diagnosen zu entnehmen:

1. Diffuse idiopathische skelettale Hyperostose
- symptomatisch seit 06/2018 im Bereich der BWS
- szintigraphisch Aktivierungszeichen im Bereich der BWK 11/12
- MRI LWS/Becken 01/19: Kein Hinweis auf Entzündungsaktivität; klei-

ne, nicht aktive Romanus-Läsionen BWK11 und BWK12; diskrete mul-
tisegmentale degenerative Veränderungen

- unauffälliges Röntgen der Hände 01/19.

2. Hämochromatose
- jahrelange wechselnde Arthralgien, unter Therapie mit periodischen 

Aderlässen
- Sonografie Abdomen 03/18: Hyperechogene, verdichtete Leber ohne 

Hinweise auf Umbau oder fokale Läsion; formal Splenomegalie mit 
13.2 cm

- transthorakale Echokardiographie vom 22.01.2019: Normale systoli-
sche LV-Funktion; LV Hypertrophie mit diastolischer Dysfunktion; LA 
normal dimensioniert. Keine relevanten Klappenvitien. Normale RV-
Funktion und Dimension. RA normal dimensioniert. Der pulmonale 
Druck (RV/RA Gradient) ist nicht erfassbar.

Die Ärzte führten aus, die Therapie einer diffusen idiopathischen skeletta-
len Hyporostose sei erfahrungsgemäss schwierig und oft frustran. Bei feh-
lender Besserung nach einmaliger Gabe von 5 mg Zoledronat am 25. Ja-
nuar 2019 werde ein Therapieversuch mit TNF-alpha-Inhibitor empfohlen. 
Es wurde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für die Dauer der Hospitalisa-
tion vom 21. bis 25. Januar 2019 und ab 28. Januar 2019 bis auf weiteres 
eine solche von 75 % attestiert (AB 21 S. 2).

3.1.4 Im Bericht vom 5. April 2019 (AB 30.3 S. 1 f.) hielt Dr. med. 
D.________ fest, das Heben und Tragen von Lasten sowie das lange Ste-
hen seien sehr ungünstig; auch das lange Sitzen in gleicher Position ver-
schlimmere die Beschwerden. Am besten sei das Gehen über kurze Stre-
cken. Das Lenken eines Personenwagens verschlimmere die Beschwer-
den, sei aber für ca. 30 Minuten möglich. Die Beschwerden hätten mit Ar-
coxia leicht günstig beeinflusst werden können, von einem richtigen Forts-
chritt könne nicht die Rede sein. Aus hausärztlicher Sicht sei der Patient 
seit dem 16. Juli 2018 zu 75 % arbeitsunfähig.

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Dem Bericht vom 7. August 2019 (AB 41 S. 3) ist zu entnehmen, dass der 
Patient über drückende Schmerzen im Bereiche des Thorax anterior und 
dorsal schon bei geringen Belastungen klage. Die geschilderten Beschwer-
den seien völlig glaubhaft und plausibel. Für ihn als Hausarzt sei der Pati-
ent in dieser komplexen Situation aktuell zu 25 % arbeitsfähig.

3.1.5 Die RAD-Ärztin med. pract. F.________, Fachärztin für Arbeits-
medizin, erachtete im Bericht vom 30. Oktober 2019 (AB 46) die Berichte 
der behandelnden Ärzte sowie die attestierten Arbeitsunfähigkeiten für 
nachvollziehbar. Es bestehe eine Minderbelastbarkeit der Wirbelsäule, die 
Leistungsfähigkeit in der Tätigkeit als selbstständiger Landwirt sei herabge-
setzt. Zumutbar seien körperlich leichte bis ausnahmsweise mittelschwere 
wechselbelastende Tätigkeiten ganztags über 8.5 Stunden ohne zusätzli-
che Leistungsminderung. Zu vermeiden seien Zwangshaltungen des 
Oberkörpers (z.B. längeres Verharren in vornüber geneigter Haltung, ob 
stehend oder sitzend), Arbeiten mit repetitiven Rotationsbewegungen des 
Oberkörpers, Rotation des Oberkörpers im Sitzen/Stehen unter Gewichts-
belastung, das Heben von Lasten körperfern, repetitives Heben von Lasten 
über Brusthöhe, Überkopfarbeiten, das Besteigen von Leitern, repetitives 
Kauern, Bücken oder Tätigkeiten in nach vorne geneigter Haltung, repetiti-
ve, stereotype Bewegungsabläufe im Bereich der HWS und LWS sowie 
unerwartete, asymmetrische Lasteinwirkungen. In Ausnahmefällen und in 
nicht repetitiver Weise könnten Gewichte von 10-15 kg gehoben und getra-
gen werden.

Im Dokument "Besprechung RAD" vom 22. Januar 2019 (AB 56 S. 3) hielt 
die RAD-Ärztin fest, das Zumutbarkeitsprofil sei seit Juli 2018 (mit subaku-
tem Beginn der Symptomatik) gültig.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

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ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4). Soll ein Versicherungs-
fall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so 
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Insbeson-
dere sind die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behan-
delnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit 
der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen 
nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, 
so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung 
(BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. 
Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen 
oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit 
dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst 
(BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

3.4 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin bei 
Erlass der angefochtenen Verfügung auf den Bericht der RAD-Ärztin med. 
pract. F.________ vom 30. Oktober 2019 (AB 46) bzw. auf das von ihr de-
finierte Zumutbarkeitsprofil. 

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3.4.1 Die RAD-Ärztin hat den Beschwerdeführer nicht untersucht und 
ihre Beurteilung gestützt auf die nicht sehr umfangreiche medizinische Ak-
tenlage abgegeben. Zwar können auch reine Aktengutachten beweiskräftig 
sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um 
die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Dies ist vorliegend 
jedoch nicht der Fall: Die RAD-Ärztin med. pract. F.________ verfügt als 
Fachärztin für Arbeitsmedizin nicht über die fachärztliche Qualifikation zur 
Beurteilung der orthopädischen bzw. rheumatologischen sowie hämatologi-
schen Gesundheitsbeeinträchtigungen des Beschwerdeführers. Die mit 
dem "RAD-Orthopäden (WLO)" durchgeführte Besprechung der orthopädi-
schen Befunde (vgl. AB 46 S. 6) vermag daran nichts zu ändern, zumal 
sich diesbezüglich kein Aktenstück findet und dementsprechend unklar 
bleibt, inwiefern und wie vertieft sich der angesprochene RAD-Arzt Dr. 
med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates, mit den medizinischen Unterlagen ausein-
andergesetzt hat. Zwar hält Dr. med. G.________ in der mit der Beschwer-
deantwort eingereichten Aktennotiz vom 12. Juni 2020 (in den Gerichtsak-
ten) fest, die Berichte der behandelnden Ärzte seien in der Stellungnahme 
vom 30. Oktober 2019 berücksichtigt worden, allerdings stammt der ent-
sprechende Bericht – wie bereits dargelegt – nicht von ihm, sondern von 
med. pract. F.________.

3.4.2 Die RAD-Ärztin erachtete einerseits körperlich leichte bis aus-
nahmsweise mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten ganztags über 
8.5 Stunden ohne zusätzliche Leistungsminderung als zumutbar (AB 46 
S. 6) und betrachtete andererseits die Einschätzung der behandelnden 
Ärzte aufgrund der Anamnese, bildgebenden Befunde und geklagten 
Schmerzen als medizinisch nachvollziehbar (AB 46 S. 5). Dies stellt inso-
fern einen Widerspruch dar, als insbesondere der Hausarzt Dr. med. 
D.________ implizit auch bei leichten Tätigkeiten von einer Einschränkung 
der Leistungsfähigkeit ausgeht: Im Bericht vom 1. Februar 2019 (Be-
schwerdebeilage [BB] 13) hielt er fest, bereits leichte Arbeiten führten zu 
nicht tolerierbaren Schmerzen. Am 7. August 2019 (AB 41 S. 3) berichtete 
er über drückende Schmerzen im Bereiche des Thorax anterior und dorsal 
schon bei geringen Belastungen, welche Beschwerden völlig glaubhaft und 

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plausibel seien. Mit diesen Einschätzungen hat sich die RAD-Ärztin nicht 
auseinandergesetzt. Insgesamt ergeben sich damit in Bezug auf den Be-
weiswert des Berichts von med. pract. F.________ vom 30. Oktober 2019 
(AB 46) zumindest geringe Zweifel, weshalb darauf nicht abgestellt werden 
kann (vgl. E. 3.3 hiervor).

3.5 Auf der anderen Seite gilt dies ebenfalls für die Einschätzung der 
behandelnden Ärzte: Dr. med. C.________ äusserte sich im Bericht vom 
6. September 2018 (AB 15.2 S. 2 f.) nicht zur medizinisch-theoretischen 
Arbeitsfähigkeit. Der Hausarzt Dr. med. D.________ verfügt wie die RAD-
Ärztin med. pract. F.________ nicht über den für die Beurteilung des hier 
im Zentrum stehenden Gesundheitsschadens erforderlichen Facharzttitel. 
Das ärztliche Zeugnis des Spitals E.________ vom 25. Januar 2019 (AB 21 
S. 2), in welchem unter anderem ab 28. Januar 2019 eine Arbeitsunfähig-
keit von 75 % attestiert wurde, bezieht sich offensichtlich ausschliesslich 
auf den angestammten Beruf. Diesbezüglich kommt hinzu, dass die unter-
zeichnende Assistenzärztin Dr. med. H.________ über keinen Facharzttitel 
verfügt und der den Bericht vom 12. Februar 2019 (AB 29 S. 2 ff) mitunter-
zeichnende Oberarzt Dr. med. I.________ Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin ist.

3.6 Nach dem hiervor Dargelegten kann weder auf die Einschätzung 
der RAD-Ärztin med. pract. F.________ noch auf die Beurteilung der be-
handelnden Ärzte abgestellt werden. Damit hat die Beschwerdegegnerin 
den rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt ungenügend abgeklärt 
(vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). Sie wird deshalb ein verwaltungsexternes, auf 
einer persönlichen Untersuchung beruhendes Gutachten zu veranlassen 
haben.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-

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kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 S. 64 E. 4.4.2).

Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverläs-
sig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode 
für Nichterwerbstätige (Art. 28a Abs. 2 IVG) zunächst anhand eines Betäti-
gungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen. Diese ist 
alsdann im Hinblick auf ihre erwerblichen Auswirkungen noch besonders zu 
gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leistungsver-
mögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, braucht aber nicht notwen-
digerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge zu haben 
(ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1 S. 31, 104 
V 135 E. 2c S. 138; SVR 2020 IV Nr. 23 S. 77 E. 3.2).

Die ausserordentliche Methode ist keine Untervariante der allgemeinen 
Methode, da sie in jenen Fällen zur Anwendung gelangt, in welchen selbst 
eine hypothetische Ermittlung der Erwerbseinkommen nicht möglich ist. 
Folglich fällt für die erwerbliche Gewichtung ein Einkommensvergleich aus-
ser Betracht. Um die wirtschaftliche Gewichtung vorzunehmen, bietet sich 
an, den Wert der verschiedenen Betätigungen im Verhältnis zueinander 
festzustellen und mit der Einschränkung im jeweiligen Tätigkeitsbereich in 
Beziehung zu setzen. Für die Bemessung des wirtschaftlichen Werts einer 
Tätigkeit liegt es nahe, von den diesbezüglichen, möglichst einzelfallbezo-
genen Ansätzen auszugehen; diese könnten etwa bei den branchenspezifi-
schen Berufsverbänden erfragt werden (BGE 128 V 29 E. 4a - c S. 32). 
Alsdann ist nach der in BGE 128 V 29 E. 4c S. 33 dargelegten Formel vor-
zugehen.

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4.2 Der Beschwerdeführer ist seit 1998 als selbstständiger Landwirt 
mit eigenem Betrieb tätig (AB 57 S. 3). Zur Ermittlung des Invaliditätsgra-
des führte der Abklärungsdienst am 11. Dezember 2019 eine Abklärung an 
Ort und Stelle durch (Art. 69 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 
über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201; vgl. Bundesamt für Sozi-
alversicherung [BSV], Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der 
Invalidenversicherung [KSIH], gültig ab 1. Januar 2015, Rz. 1058).

Die Abklärungsfachperson hielt im "Abklärungsbericht Landwirtschaft" vom 
29. Januar 2020 (AB 57) unter anderem fest, der Beschwerdeführer habe 
seine Nebentätigkeit als ... ab dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit aufgeben 
müssen. Die Nebentätigkeit als ... bei der J.________ sei per Ende 2016 
wegen einer Erkrankung der Ehefrau aufgegeben worden. Bezüglich Be-
wirtschaftung und Infrastruktur seien behinderungsbedingt keine Anpas-
sungen vorgenommen worden. Nicht behinderungsbedingt sei im Zuge der 
Umstellung auf Mutterkuhhaltung im Jahr 2013 ein neuer Stall direkt neben 
dem Wohnhaus gebaut worden. Vor dem Neubau seien die Tiere in drei 
verschiedenen Ställen gehalten und gemolken worden. Die somit erfolgte 
Minimierung des Arbeitsaufwandes könne als allgemeine arbeitswirtschaft-
liche Optimierung eingestuft werden. Behinderungsbedingt seien Kosten für 
Arbeiten durch Dritte beim Silieren, Heuen und Gülle ausbringen entstan-
den. Bei guter Gesundheit habe der Beschwerdeführer diese Arbeiten zum 
grössten Teil selber erledigt. Beim Silieren und Gülle ausbringen (Schlepp-
schlauch) sei schon vor der Behinderung eine zweite Person benötigt wor-
den. Diese Arbeiten seien meist in Form von Gegendiensten mit dem 
Nachbarn abgegolten worden. Er könne nun aber keinen Gegendienst 
mehr erbringen. Die Mehrkosten würden sich erst in Zukunft in der Buch-
haltung niederschlagen.

Anhand des ART Arbeitsvoranschlags (Software für die landwirtschaftliche 
Betriebsplanung) von Agroscope errechnete die Abklärungsfachperson 
eine Arbeitsunfähigkeit von 56 % in der Tätigkeit als Landwirt (AB 57 S. 6 
Ziff. 7). Für die Festsetzung der Invalidität zog die Beschwerdegegnerin 
jedoch nicht diesen – in Anwendung der ausserordentlichen Methode ermit-
telten (vgl. E. 4.1 hiervor) – Wert bei, vielmehr bemass sie den Invaliditäts-

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grad nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs und setzte 
ihn auf 24 % fest.

4.3 Mit der Bemessung des Invaliditätsgrades anhand eines Einkom-
mensvergleichs nach Art. 28a Abs. 1 IVG anstatt der ausserordentlichen 
Methode ging die Beschwerdegegnerin offenbar implizit davon aus, der 
Beschwerdeführer habe unter dem Titel der Schadenminderung (vgl. Art. 7 
Abs. 1 IVG) einen Berufswechsel und damit die Aufgabe seines Landwirt-
schaftsbetriebes vorzunehmen, ohne dies allerdings weiter zu begründen 
(vgl. BGE 130 V 97 E. 3.2; Entscheid des Bundesgerichts vom 7. April 
2013, 9C_652/2012, E. 3.1). 

Nach erfolgter medizinischer Abklärung (E. 3.6 hiervor) wird die Beschwer-
degegnerin im Rahmen der Invaliditätsbemessung damit auch zu prüfen 
haben, ob dem Beschwerdeführer aufgrund der Schadenminderungspflicht 
die Aufgabe der selbstständigen zu Gunsten einer einträglicheren un-
selbstständigen Erwerbstätigkeit unter Berücksichtigung der gesamten 
Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, persönliche Lebensumstän-
de) zuzumuten ist.

4.4 Nach dem Dargelegten erweist sich der Sachverhalt als ungenü-
gend abgeklärt und die Sache geht in Gutheissung der Beschwerde an-
tragsgemäss (Beschwerde, S. 2) zurück an die Beschwerdegegnerin, damit 
sie den Beschwerdeführer begutachten lasse und anschliessend über den 
Rentenanspruch unter Berücksichtigung der vorstehenden Erwägungen 
neu verfüge.

5.

5.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Feb. 2021, IV/20/350, Seite 14

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(vgl. BVR 2009 S. 187 E. 4). Der vom Beschwerdeführer geleistete Kosten-
vorschuss von Fr. 800.-- ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils 
zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Pro-
zesses bemessen (vgl. Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Nach 
der Rechtsprechung gilt es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtli-
chen) Anspruchs auf eine Parteientschädigung im Streit um eine Sozialver-
sicherungsleistung bereits als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre 
Rechtsstellung im Vergleich zu derjenigen nach Abschluss des Administra-
tivverfahrens insoweit verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden 
Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergän-
zender Abklärung und neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 
S. 61). Dies gilt unabhängig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob 
das entsprechende Begehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt 
wird (SVR 2017 KV Nr. 9 S. 43 E. 9.1).

Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikostenersatz 
bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechtsschutzversi-
cherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund eines allge-
meingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, welcher im 
konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. Der Stunden-
ansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung festgelegt, wobei 
als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juristinnen und Juristen 
sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversicherungsexpertinnen 
und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertretung gelten alle übri-
gen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rundschreiben der Sozial-
versicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung für französischspra-
chige Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. De-
zember 2009, abrufbar unter www.justice.be.ch).

Im Falle der Vertretung durch Rechtsschutzversicherungen, Gewerkschaf-
ten und Berufsverbände wird der Stundenansatz bei einer fachlich qualifi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Feb. 2021, IV/20/350, Seite 15

zierten Vertretung auf Fr. 180.-- und bei einer fachlich nicht qualifizierten 
Vertretung auf Fr. 100.-- festgelegt.

Entsprechend der angemessenen Kostennote von Rechtsanwältin Daniela 
Mauchle von der Bäuerlichen Rechtsschutzversicherung FRV vom 14. Juli 
2020 wird die Parteientschädigung auf Fr. 1'744.20 festgesetzt (Aufwand 
von 9.5 Stunden à Fr. 180.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 34.20). Diesen 
Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 7. April 2020 aufgehoben und die Sache an die Be-
schwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der Ab-
klärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Eintritt der Rechtskraft des 
Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'744.20 (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers (samt Doppel der Ein-

gabe der Beschwerdegegnerin vom 30. Juli 2020)
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Feb. 2021, IV/20/350, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.