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**Case Identifier:** 568e0235-956a-51ed-8602-566b94d7e1b5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.02.2025 200 2025 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-57_2025-02-24.pdf

## Full Text

IV 200 2025 57 
FRC/FRJ/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 24. Februar 2025

Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiberin Frésard

A.________
Gesuchsteller

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Gesuchsgegnerin

Revisionsgesuch betreffend das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 
14. Januar 2025 (IV 200 2025 7)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Februar 2025, IV 200 2025 57

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Die Einzelrichterin zieht in Erwägung,

- Gemäss unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Urteil IV 200 2024 
261 des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Verwal-
tungsgericht) vom 10. Juni 2024 wurde in Gutheissung der Beschwerde 
die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Bern (nachfolgend: Gesuchs-
gegnerin) vom 13. März 2024 aufgehoben und die Sache an diese 
zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne 
der Erwägungen – neu verfüge. Im Urteil wurde festgehalten, dass der 
Gesundheitszustand von A.________ (nachfolgend: Gesuchsteller) im 
Rahmen eines versicherungsexternen psychiatrischen Gutachtens, ge-
gebenenfalls zuzüglich weiterer Fachdisziplinen, abzuklären und ansch-
liessend erneut über den Rentenanspruch zu verfügen sei (E. 5).

- Mit Verfügung vom 22. November 2024 trat die Gesuchsgegnerin auf 
das Leistungsbegehren des Gesuchstellers nicht ein. Dies, weil der Ge-
suchsteller an den zumutbaren medizinischen Abklärungsmassnahmen 
(versicherungsexterne Begutachtung) nicht teilnahm und damit den ge-
setzlich vorgeschriebenen Mitwirkungspflichten nicht nachkam.

- Mit Fax-Eingabe vom 5. Januar 2025 erhob der Gesuchsteller Be-
schwerde gegen die Verfügung vom 22. November 2024.

- Mit prozessleitender Verfügung vom 7. Januar 2025 wurde dem Ge-
suchsteller Gelegenheit eingeräumt, die am 5. Januar 2025 per Fax 
eingereichte Eingabe innert der offensichtlich noch laufenden Be-
schwerdefrist zu verbessern – insbesondere eigenhändig zu unter-
zeichnen – andernfalls auf die Beschwerde nicht eingetreten werden 
kann. Weiter wurde ein Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 500.-- 
einverlangt.

- Trotz entsprechender Aufforderung in der Verfügung vom 7. Januar 
2025 wurde die Beschwerde nicht rechtsgenüglich verbessert, sondern 
abermals am 9. Januar 2025 eine Eingabe per Fax getätigt. 

- Mit Urteil IV 200 2025 7 vom 14. Januar 2025 trat das Verwaltungsge-
richt auf die vom Gesuchsteller am 5. Januar 2025 per Fax erhobene 

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Beschwerde gegen die Verfügung der Gesuchsgegnerin vom 22. No-
vember 2024 nicht ein.

- Mit Eingabe vom 27. Januar 2025 ersuchte der Gesuchsteller sinn-
gemäss u.a. um Revision des Urteils des Verwaltungsgerichts IV 200 
2025 7 vom 14. Januar 2025. 

- Mit prozessleitender Verfügung vom 28. Januar 2025 wurde festgestellt, 
dass aus der Eingabe vom 27. Januar 2025 nicht eindeutig hervorgehe, 
ob der Gesuchsteller zusätzlich zum Revisionsgesuch Beschwerde ge-
gen das Urteil vom 14. Januar 2025 erheben wolle. Die Eingabe vom 
27. Januar 2025 wurde folglich unter der Verfahrensnummer IV 200 
2025 57 als Revisionsgesuch das Urteil vom 14. Januar 2025 betref-
fend registriert und gleichzeitig ans Bundesgericht zur allfälligen Be-
handlung als Beschwerde weitergleitet. Weiter wurde der Gesuchsteller 
zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 500.-- für 
das Revisionsverfahren aufgefordert. 

- Das Bundesgericht teilte mit Schreiben vom 30. Januar 2025 mit, dass 
in der Eingabe des Gesuchstellers vom 27. Januar 2025 keine Be-
schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erkannt werden 
könne, und der Gesuchsteller – sollte er Beschwerde erheben wollen – 
innert der Rechtsmittelfrist einen begründeten Antrag in der Sache beim 
Bundesgericht zu stellen habe. 

- In der Folge erhob der Gesuchsteller Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil vom 14. Januar 2025 
beim Bundesgericht, welche unter der Verfahrensnummer 9C_94/2025 
registriert wurde.

- Mit Eingabe vom 30. Januar 2025 ersuchte der Gesuchsteller um un-
entgeltliche Rechtspflege für das vorliegende Verfahren. 

- Mit Verfügung vom 31. Januar 2025 wurde das Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit abgewiesen und dem Ge-
suchsteller eine Nachfrist zur Bezahlung des Kostenvorschusses bis 
zum 21. Februar 2025 angesetzt. Der Gesuchsteller wurde darauf hin-

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gewiesen, dass ohne fristgerechte Leistung des Kostenvorschusses auf 
das Revisionsgesuch nicht eingetreten werden kann.

- Mit Eingabe vom 18. Februar 2025 erhob der Gesuchsteller sinn-
gemäss Beschwerde gegen die Verfügung vom 31. Januar 2025 und 
machte u.a. geltend, er sei finanziell nicht in der Lage, den einverlang-
ten Kostenvorschuss zu leisten. 

- Die Eingabe vom 18. Februar 2025 wurde mit Verfügung vom 21. Fe-
bruar 2025 an das Bundesgericht zur allfälligen Behandlung als Be-
schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen die Verfü-
gung vom 31. Januar 2025 weitergeleitet. 

- Die beim Bundesgericht hängige Beschwerde (9C_94/2025) gegen das 
Urteil IV 200 2025 7 vom 14. Januar 2025 steht einem Entscheid in der 
vorliegenden Sache nicht entgegen, hat doch die zuständige kantonale 
Vorinstanz während der Hängigkeit des bundesgerichtlichen Beschwer-
deverfahrens über das bei ihr eingereichte Revisionsgesuch zu befin-
den (BGE 138 II 386 E. 6.4 S. 391).

- Sodann kommt der allfälligen Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten vom 18. Februar 2025 gegen die Abweisung des Ge-
suchs um unentgeltliche Rechtspflege keine aufschiebende Wirkung zu 
(Art. 103 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110] und im Sozial-
versicherungsrecht kommt keine der Ausnahmen nach Art. 103 Abs. 2 
BGG zum Tragen).

- Gemäss Art. 61 lit. i des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 
muss die Revision von Beschwerdeentscheiden wegen Entdeckung 
neuer Tatsachen oder Beweismittel oder wegen Einwirkung durch Ver-
brechen oder Vergehen gewährleistet sein. Die Ausgestaltung dieses 
Verfahrens ist, unter Berücksichtigung der vom ATSG umschriebenen 
Voraussetzungen, dem kantonalen Recht überlassen. Für die Frage der 
Kostenpflicht ist auf das kantonale Recht abzustellen (vgl. MIRIAM 
LENDFERS in KIESER/KRADOLFER/LENDFERS [Hrsg.], Kommentar zum 
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

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rechts ATSG, 5. Aufl. 2024, Art. 61 N. 242). Das VRPG sieht für sozial-
versicherungsrechtliche Revisionsverfahren keine Kostenbefreiung vor. 
Gemäss Art. 105 Abs. 2 des kantonalen Gesetzes über die Verwal-
tungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) hat im Ver-
fahren vor verwaltungsunabhängigen Verwaltungsjustizbehörden die 
beschwerdeführende (bzw. gesuchstellende) Partei einen angemesse-
nen Kostenvorschuss zu leisten. Bezahlt sie den verlangten Betrag 
nicht fristgemäss und lässt sie auch eine kurze Nachfrist unbenutzt ver-
streichen, so ist auf ihre Begehren nicht einzutreten (Abs. 4).

- Der Gesuchsteller hat innerhalb der mit Verfügung vom 31. Januar 
2025 angesetzten Nachfrist weder den verfügten Gerichtskostenvor-
schuss bezahlt noch das Revisionsgesuch zurückgezogen. Folglich 
kann auf das Revisionsgesuch vom 27. Januar 2025 – wie in der Verfü-
gung vom 31. Januar 2025 angekündigt – nicht eingetreten werden.

- Selbst wenn der Gesuchsteller den Gerichtskostenvorschuss fristge-
recht geleistet hätte, würde sich am Ergebnis des Nichteintretens nichts 
ändern. Es kann auch aus revisionsrechtlicher Sicht auf das Revisions-
gesuch nicht eingetreten werden.

- Gemäss Art. 61 lit. i ATSG muss die Revision von Entscheiden wegen 
Entdeckung neuer Tatsachen oder Beweismittel oder wegen Einwir-
kung durch Verbrechen oder Vergehen gewährleistet sein.

Im bernischen Recht wird die Revision rechtskräftiger Verwaltungsjusti-
zentscheide in den Art. 95 - 99 VRPG geregelt. Gemäss Art. 95 Abs. 1 
VRPG kann ein rechtskräftiger Entscheid einer Verwaltungsjustizbehör-
de auf Gesuch hin abgeändert oder aufgehoben werden, wenn ein 
Strafverfahren ergeben hat, dass durch ein Verbrechen oder Vergehen 
zum Nachteil der Partei auf den Entscheid eingewirkt wurde (lit. a) oder 
wenn die Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder ent-
scheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht 
anrufen konnte, unter Ausschluss derjenigen, die nach dem fraglichen 
Entscheid entstanden sind (lit. b). 

Das Gesuch ist mit einem Antrag darüber, inwiefern der ergangene 
Entscheid geändert werden soll, bei der Verwaltungsjustizbehörde ein-

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zureichen, deren Entscheid revidiert werden soll (Art. 97 Abs. 1 und 2 
VRPG). Ferner sind im Revisionsgesuch unter sinngemässer Beach-
tung der Formvorschriften von Art. 32 VRPG der Revisionsgrund und 
dessen rechtzeitige Geltendmachung darzulegen (Art. 97 Abs. 3 VR-
PG). Die Behörde tritt auf ein Revisionsbegehren, welches den Form-
erfordernissen nicht genügt, z.B. den Revisionsgrund nur ungenügend 
substantiiert, nicht ein, weil diesfalls die Prozessvoraussetzungen nicht 
erfüllt sind (RUTH HERZOG, in HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum 
Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 
2020, Art. 97 N. 9 f.).

- Zu Recht nicht zur Diskussion steht vorliegend ein unter Art. 95 lit. a 
VRPG fallender Sachverhalt (vgl. vorstehende Ausführungen). Inwie-
weit ein Revisionsgrund nach Art. 95 lit. b VRPG vorliegen könnte, legt 
der Gesuchsteller im Revisionsgesuch vom 27. Januar 2025 nicht 
näher dar. Er macht in seinem Revisionsgesuch insbesondere sinn-
gemäss geltend, dass er nicht gewusst habe, dass eine Beschwerdeer-
hebung per Fax nicht zulässig sei, bzw. "eigenhändige Unterschrift" be-
deute, dass diese auf dem Postweg eingereicht werden müsse.

Erhebliche neue Tatsachen bzw. entscheidende Beweismittel vermag 
der Gesuchsteller hingegen nicht vorzubringen. Als neu gemäss Art. 95 
lit. b VRPG gelten nämlich nur Tatsachen, welche sich bis zum Zeit-
punkt, in denen im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen pro-
zessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch der um Revision er-
suchenden Person trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. 
Der Gesuchsteller beanstandet im vorliegenden Verfahren denn auch, 
dass das Verwaltungsgericht ihn nicht hinreichend darauf aufmerksam 
gemacht habe, dass eine Eingabe per Fax nicht zulässig sei. Die identi-
sche Problematik – Beschwerdeerhebung per Fax – stellte sich bereits 
im Verfahren IV 200 2024 261, doch dort hatte der Gesuchsteller nach 
Aufforderung zur Verbesserung eine eigenhändig unterzeichnete Be-
schwerde per Post eingereicht. Der Gesuchsteller macht im vorliegen-
den Verfahren geltend, dass die rechtsgenügliche Beschwerdeverbes-
serung "per Zufall" erfolgt sei, da er dazumals noch nicht über ein Fax-
Gerät verfügt habe. Er moniert, dass das Verwaltungsgericht nach Er-

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halt der zweiten Fax-Eingabe ihm nicht nochmals eine Frist zur Verbes-
serung angesetzt habe.

Bei diesen Vorbringen handelt es sich um eine appellatorische Kritik an 
der Beurteilung dieses Gerichts. Ein Revisionsgrund als Grundlage für 
eine prozessuale Revision nach Art. 95 lit. b VRPG wurde damit hinge-
gen weder geltend gemacht noch näher spezifiziert. Selbst wenn der 
Gesuchsteller also den Kostenvorschuss geleistet hätte, könnte auf das 
Revisionsgesuch dennoch nicht eingetreten werden.

- Für diesen Entscheid ist die Einzelrichterin zuständig (Art. 57 Abs. 1 
des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichts-
behörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

- Für die Frage der Kostenpflicht ist auf kantonales Recht abzustellen, 
welches für sozialversicherungsrechtliche Revisionsverfahren keine 
Kostenbefreiung vorsieht (vgl. vorstehende Ausführungen). Der unter-
liegende Gesuchsteller hat folglich die Verfahrenskosten, gerichtlich 
bestimmt auf Fr. 200.--, zu bezahlen (Art. 108 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 200.--, werden dem 
Gesuchsteller zur Bezahlung auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

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4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern (betreffend Verfah-

ren 9C_94/2025)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.