# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b40dc559-d22e-528e-9b0e-9d63375eb36b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-09-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.09.2014 C-4399/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4399-2014_2014-09-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-4399/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  8 .  S e p t e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz), 

Richter Antonio Imoberdorf, Richterin Ruth Beutler, 

Gerichtsschreiber Rudolf Grun. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______, 

vertreten durch Rechtsanwalt Oliver Krüger,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Erleichterte Einbürgerung (Kosten- und Entschädigungsfol-

gen). 

 

 

C-4399/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass das BFM mit Verfügung vom 20. November 2008 das Gesuch des 

Beschwerdeführers um erleichterte Einbürgerung abwies, 

dass der Beschwerdeführer dagegen mit einer Rechtsmitteleingabe vom 

22. Dezember 2008 an das Bundesverwaltungsgericht gelangte und die-

se in der Folge mit Entscheid vom 4. November 2011 abgewiesen wurde, 

wobei ihm Verfahrenskosten von Fr. 900.- auferlegt wurden (Verfahren 

C-8255/2008), 

dass der Beschwerdeführer hierauf Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten beim Bundesgericht einreichte, 

dass das Bundesgericht mit Urteil vom 18. Juni 2012 die Beschwerde 

guthiess, den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 4. Novem-

ber 2011 aufhob und die Sache zu neuer Entscheidung an das BFM zu-

rückwies (Verfahren 1C_555/2011), 

dass das BFM gleichzeitig angewiesen wurde, den Beschwerdeführer für 

das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.- zu entschädigen, 

dass das Bundesgericht es jedoch unterliess, die Angelegenheit zur neu-

en Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen (in Bezug auf das 

Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht) an letzteres zurückzuweisen, 

dass das BFM dem Beschwerdeführer am 31. Juli 2012 den Betrag von 

Fr. 3'000.- (Parteientschädigung für das bundesgerichtliche Verfahren) 

überwies, 

dass das BFM den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 23. April 2013 

erleichtert einbürgerte, 

dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe 

vom 30. Juli 2014 beim Bundesverwaltungsgericht beantragt, die im Ver-

fahren C-8255/2008 auferlegten Kosten von Fr. 900.- seien dem Staat 

aufzuerlegen und der geleistete Kostenvorschuss von "Fr. 3000.-" (recte: 

Fr. 900.-) sei ihm zurückzuerstatten, 

dass dem Beschwerdeführer ferner die Parteikosten für die Bemühungen 

im bundesverwaltungsgerichtlichen Verfahren gemäss Kostennote (Hono-

rar von Fr. 5'450.- [21.8 Std. à Fr. 250.-], Auslagen von Fr. 84.60 und 

MwSt. von Fr. 442.80, total Fr. 5'977.40) zu ersetzen seien, 

C-4399/2014 

Seite 3 

dass aufgrund der Sachlage nach dem Urteil des Bundesgerichts in zwei-

ter Instanz keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 

2 VwVG) und dem Beschwerdeführer der am 19. Januar 2009 geleistete 

Kostenvorschuss im Betrage von Fr. 900.- zurückzuerstatten ist, 

dass ferner der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer für sein Obsiegen 

Anspruch auf Zusprechung einer Parteientschädigung für die ihm im Ver-

fahren vor Bundesverwaltungsgericht erwachsenen notwendigen und 

verhältnismässig hohen Kosten hat (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VKGE, SR 173.320.2]), 

dass entgegen der am 30. Juli 2014 eingereichten Kostennote über 

Fr. 5'977.40 die Entschädigung gestützt auf die gesetzlichen Bemes-

sungsfaktoren der Art. 7 ff. VGKE und im Rahmen des pflichtgemässen 

Ermessens auf Fr. 3'600.- (inkl. Auslagen) festzusetzen ist, 

dass für die Reduktion der im Hinblick auf das Verfassen der Beschwerde 

und der Replik zu hohe zeitliche Aufwand, der zeitliche Aufwand nach 

dem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts (wurde durch die vom 

Bundesgericht festgelegte Entschädigung abgegolten) und – da der Be-

schwerdeführer im Ausland wohnt – die fehlende Mehrwertsteuerpflicht 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts I 30/03 vom 22. Mai 2003 E. 6.4) massge-

bend ist. 

 

Dispositiv Seite 3 

  

C-4399/2014 

Seite 4 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der am 19. Januar 2009 ge-

leistete Kostenvorschuss von Fr. 900.- wird zurückerstattet. 

2.  

Dem Beschwerdeführer wird für das Verfahren vor Bundesverwaltungsge-

richt zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 3'600.- 

(inkl. Auslagen) entrichtet. 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz zum Vollzug (gegen Empfangsbestätigung; Beilagen 

Akten Ref-Nr. K […] und Einzahlungsschein des Rechtsvertreters) 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

 

  

Marianne Teuscher Rudolf Grun 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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