# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac3de49f-cc38-5fad-a225-5f880da52cee
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 21.06.2023 HE230056
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE230056_2023-06-21.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 

 

Geschäfts-Nr.: HE230056-O U/pz 

 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. Claudia Bühler, Präsidentin, sowie  

Gerichtsschreiberin Sabrina Schalcher 

 

Urteil vom 21. Juni 2023 

 

in Sachen 

 

A._____ Zürich GmbH,  
Gesuchstellerin 

 

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gesuchsgegnerin 

 

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht 
 

 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

"1. Auf der Liegenschaft Grundbuchamt C._____, Grundbuchblatt Nr. 
1, Parzellen-Nr. 2 sei zugunsten der Gesuchstellerin ein vorläufi-
ges Bauhandwerkerpfandrecht in Höhe von Fr. 96'967.50 zuzüg-
lich Zins zu 5% seit dem 25.5.2023 vorläufig im Grundbuch einzu-
tragen. 

 2. Ziffer 1 des Rechtsbegehrens sei einstweilen superprovisorisch 
anzuordnen. 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge." 

Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 

1. Prozessverlauf 

1.1. Die Gesuchstellerin ersuchte mit ihrer Eingabe vom 24. Mai 2023 (Datum 

Poststempel) samt Beilagen (act. 1; act. 3/1-12) um vorläufige Eintragung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts – vorab superprovisorisch angeordnet – auf dem 

streitgegenständlichen Grundstück. Mit Verfügung vom 25. Mai 2023 wurde die-

sem Gesuch einstweilen und ohne Anhörung der Gesuchsgegnerin entsprochen 

und das zuständige Grundbuchamt C._____ angewiesen, das Pfandrecht im be-

antragten Betrag auf dem streitgegenständlichen Grundstück vorläufig im Grund-

buch einzutragen (act. 4). Das Grundbuchamt nahm die vorläufige Eintragung am 

25. Mai 2023 vor (act. 7). Gleichzeitig wurde der Gesuchsgegnerin mit Verfügung 

vom 25. Mai 2023 Frist zur Stellungnahme bis 15. Juni 2023 angesetzt (act. 4). 

Die Verfügung konnte der Gesuchsgegnerin zugestellt werden (vgl. act. 6/2). Die-

se liess sich innert Frist jedoch nicht vernehmen. Die Gesuchstellerin reichte in-

nert ebenfalls mit Verfügung vom 25. Mai 2023 angesetzter Frist eine rechtsge-

nügende Vollmacht nach (act. 8).  

1.2. Das Verfahren erweist sich als spruchreif, weshalb ein Urteil zu fällen ist. 

2. Formelles 

Die örtliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 13 lit. a i.V.m. Art. 29 Abs. 1 lit. c 

ZPO, die sachliche Zuständigkeit aus Art. 6 Abs. 5 i.V.m. Abs. 1 und 2 ZPO sowie 

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§ 45 lit. b GOG. Die übrigen Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Bemer-

kungen Anlass. Auf das Gesuch ist einzutreten. 

3. Sachverhalt 

3.1. Ein Verzicht der Gesuchsgegnerin auf eine Stellungnahme ist nicht mit der 

Anerkennung des (vorsorglichen) Anspruchs gleichzusetzen. Entsprechend bleibt 

zu prüfen, ob der geltend gemachte Anspruch besteht.  

3.2. Gemäss den schlüssigen, unbestritten gebliebenen Vorbringen der Gesuch-

stellerin – an deren Richtigkeit zu zweifeln kein Anlass besteht (Art. 153 Abs. 2 

ZPO) – ist von folgendem Sachverhalt auszugehen: 

3.2.1. Die Gesuchsgegnerin (Eigentümerin des streitgegenständlichen Grund-

stücks; act. 1 Rz. II.3, III.1) beauftragte die D._____ & Partner GmbH mit Architek-

turdienstleistungen. Diese verhandelte danach Bauhandwerkerarbeiten (act. 1 

Rz. III.1). Die Gesuchstellerin stützt sich auf einen Werkvertrag basierend auf 

dem Angebot datierend vom 16. Oktober 2022 (2022101602) für Gipserarbeiten 

über einen Werklohn von CHF 276'591.90 (act. 1 Rz. III.2; act. 3/5) und zwei 

Nachträge (Nachtrag 1 über CHF 64'759.58 brutto; Nachtrag 2 über 

CHF 11'891.40; act. 1 Rz. III.3-4; act. 3/6-7). Im Übrigen wurde mit Datum vom 

22. Dezember 2022 ein Vertrag unterzeichnet (act. 1 Rz. III.5; act. 3/8). Die Ge-

suchstellerin stellte am 24. Februar 2023 eine Rechnung über CHF 98'662.55 

(act. 1 Rz. III.6; act. 3/9). Der Architekt prüfte die Rechnung und korrigierte sie auf 

CHF 96'967.50 (act. 1 Rz. III.7; act. 3/10). Die Rechnung wurde nicht bezahlt 

(act. 1 Rz. III.8). Am 6. Februar 2023 waren seitens der Gesuchstellerin im Ober-

geschoss noch letzte wesentliche Arbeiten zu erledigen (act. 1 Rz. III.7; act. 3/11). 

3.2.2. Die Gesuchstellerin verlangt die vorläufige Eintragung eines Bauhandwer-

kerpfandrechts in der Höhe von CHF 96'967.50 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 

25. Mai 2023 auf dem streitgegenständlichen Grundstück. 

- 4 - 

4. Rechtliches 

4.1. Gemäss Art. 961 Abs. 1 Ziff. 1 i.V.m. Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB kann eine 

vorläufige Eintragung vorgemerkt werden zur Sicherung des Anspruchs auf Er-

richtung eines gesetzlichen Grundpfandrechts "für die Forderungen der Handwer-

ker oder Unternehmer, die auf einem Grundstück zu Bauten oder anderen Wer-

ken, zu Abbrucharbeiten, zum Gerüstbau, zur Baugrubensicherung oder derglei-

chen Material und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben, an diesem Grundstück, 

sei es, dass sie den Grundeigentümer, einen Handwerker oder Unternehmer, ei-

nen Mieter, einen Pächter oder eine andere am Grundstück berechtigte Person 

zum Schuldner haben". Nach Art. 839 Abs. 2 ZGB hat die Eintragung des Pfand-

rechts bis spätestens vier Monate nach der Vollendung der Arbeit zu erfolgen. 

4.2. Im vorläufigen Eintragungsverfahren gilt das Beweismass der Glaubhaftma-

chung (Art. 961 Abs. 3 ZGB; Art. 261 Abs. 1 ZPO). Das Beweismass ist in diesem 

Verfahren gegenüber anderen Arten vorsorglicher Massnahmen allerdings be-

sonders stark herabgesetzt (BGE 137 III 563 E. 3.3; BGer Urteil 5A_613/2015 

vom 22. Januar 2016 E. 4). Aufgrund der besonderen Interessenlage darf die vor-

läufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts nur verweigert werden, wenn 

der Bestand des Pfandrechts als ausgeschlossen erscheint oder höchst unwahr-

scheinlich ist. Im Zweifelsfall ist die vorläufige Eintragung zu bewilligen und die 

Entscheidung über Bestand und Umfang des Pfandrechts dem definitiven Eintra-

gungsverfahren zu überlassen. Dies gilt insbesondere bei unklarer oder unsiche-

rer Rechtslage (BGE 102 Ia 81 E. 2b/bb; 86 I 265 E. 3; BGer Urteil 5A_280/2021 

vom 17. Juni 2022 E. 3.1). 

5. Würdigung 

5.1. Aktiv- und Passivlegitimation 

5.1.1.  Pfandgläubiger ist der Handwerker oder Unternehmer, der Bauarbeiten zu-

gunsten des Grundstücks des Pfandschuldners erbracht hat (SCHUMACHER/REY, 

Das Bauhandwerkerpfandrecht, 4. A., 2022, Rz. 485 ff.). Der Anspruch auf Errich-

tung eines gesetzlichen Grundpfandrechts richtet sich gegen den jeweiligen Ei-

- 5 - 

gentümer des Grundstücks (Realobligation; BGE 134 III 147 E. 4.3; SCHUMA-

CHER/REY, a.a.O., Rz. 888 ff.). 

5.1.2. Die Gesuchstellerin hat durch die behaupteten und glaubhaft gemachten 

Gipserarbeiten Bauarbeiten zugunsten des streitgegenständlichen Grundstücks 

erbracht. Entsprechend ist sie aktivlegitimiert. Die Gesuchsgegnerin ist Alleinei-

gentümerin des streitgegenständlichen Grundstücks (Prot. S. 2). Sie ist somit 

passivlegitimiert. 

5.2. Pfandforderung und -berechtigung, inklusive Verzugszins 

5.2.1. Die Gesuchstellerin hat mit ihren Gipserarbeiten Bauarbeiten zugunsten 

des streitgegenständlichen Grundstücks glaubhaft gemacht. Die Leistungen der 

Gesuchstellerin sind pfandberechtigt im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB. Die 

Höhe der Pfandsumme beläuft sich auf CHF 96'967.50. 

5.2.2. Die Berechtigung der von der Gesuchstellerin verlangten Zinsen in der ge-

setzlichen Höhe von 5 % ab dem 25. Mai 2023 erscheint jedenfalls nicht als aus-

geschlossen (vgl. Art. 102 i.V.m. Art. 104 OR; act. 1 Rz. III.9; act. 3/12). Entspre-

chend sind auch die Zinsen einzutragen. 

5.3. Wahrung der Eintragungsfrist / Leistung Sicherheit 

5.3.1. Die Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier Monate nach der 

Vollendung der Arbeiten zu erfolgen und kann nicht verlangt werden, wenn der 

Eigentümer für die angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet 

(Art. 839 Abs. 2 und 3 ZGB). 

5.3.2. Die Gesuchstellerin reichte ihr Gesuch am 24. Mai 2023 ein (act. 1). Letzte 

Arbeiten am 6. Februar 2023 erscheinen glaubhaft. Damit hat sie die viermonatige 

Eintragungsfrist gewahrt. Die Gesuchsgegnerin hat für die angemeldete Forde-

rung – soweit bekannt – keine Sicherheit geleistet. 

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6. Fristansetzung zur Prosequierung 

Der Gesuchstellerin ist Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung des 

Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Die Prosequierungsfrist ist 

praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, allfällige Gerichtsferien sind nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu berücksichtigen (BGE 143 III 554 

E. 2.5.2). Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich, bedarf aber eines gesonder-

ten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); dieses würde in einem 

kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende Gründe für eine Fris-

terstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder die Zustimmung 

der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beeinflussba-

re Hinderungsgründe anerkannt. 

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

7.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des 

Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in 

erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 

Abs. 1 lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 96'967.50 auszuge-

hen, wobei die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8 

Abs. 1 GebV OG auf CHF 4'300.– festzusetzen ist. 

7.2. Über den Pfandanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht definitiv ent-

schieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Gesuch-

stellerin endgültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Verfahren 

lediglich eine einstweilige Kostenregelung zu treffen. Gemäss Praxis des Einzel-

gerichts des Handelsgerichts des Kantons Zürich sind die Gerichtskosten im Ver-

fahren betreffend die vorläufige Eintragung des Pfandrechts von der Gesuchstel-

lerin zu beziehen, wobei der endgültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen 

Verfahren vorbehalten bleibt.  

7.3. Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentli-

chen Verfahren vorbehalten. Mangels Antrag der Gesuchsgegnerin ist ihr für den 

Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch nicht prosequieren sollte, keine Par-

- 7 - 

teientschädigung für das vorliegende Verfahren zuzusprechen (BGE 139 III 334 

E. 4.3).  

Das Einzelgericht erkennt: 

1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt 

als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu-

figer Eintragung gemäss Verfügung vom 25. Mai 2023 bis zur rechtskräfti-

gen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses 

auf Liegenschaft Kat. Nr. 2, GBBl. 1, 

E._____-strasse ..., … Zürich,  

für eine Pfandsumme von CHF 96'967.50 nebst Zins zu 5 % seit 25. Mai 

2023. 

2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 21. August 2023 angesetzt, um eine 

Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin 

anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag 

(Dispositiv-Ziffer 1) löschen lassen. 

3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 4'300.–. 

Weitere Kosten – namentlich des Grundbuchamtes C._____– bleiben vor-

behalten.  

4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin be-

zogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfol-

genden ordentlichen Verfahren.  

Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 

die Klage nicht anhängig macht, werden ihr die Kosten definitiv auferlegt. 

5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden 

ordentlichen Verfahren vorbehalten.  

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____. 

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7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert beträgt CHF 96'967.50. 

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).  

 

Zürich, 21. Juni 2023 
 

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

Sabrina Schalcher 
 
 
 
 

	Urteil vom 21. Juni 2023
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
	Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
	1. Prozessverlauf
	1.1. Die Gesuchstellerin ersuchte mit ihrer Eingabe vom 24. Mai 2023 (Datum Poststempel) samt Beilagen (act. 1; act. 3/1-12) um vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts – vorab superprovisorisch angeordnet – auf dem streitgegenständlichen ...
	1.2. Das Verfahren erweist sich als spruchreif, weshalb ein Urteil zu fällen ist.

	2. Formelles
	3. Sachverhalt
	3.1. Ein Verzicht der Gesuchsgegnerin auf eine Stellungnahme ist nicht mit der Anerkennung des (vorsorglichen) Anspruchs gleichzusetzen. Entsprechend bleibt zu prüfen, ob der geltend gemachte Anspruch besteht.
	3.2. Gemäss den schlüssigen, unbestritten gebliebenen Vorbringen der Gesuchstellerin – an deren Richtigkeit zu zweifeln kein Anlass besteht (Art. 153 Abs. 2 ZPO) – ist von folgendem Sachverhalt auszugehen:
	3.2.1. Die Gesuchsgegnerin (Eigentümerin des streitgegenständlichen Grundstücks; act. 1 Rz. II.3, III.1) beauftragte die D._____ & Partner GmbH mit Architekturdienstleistungen. Diese verhandelte danach Bauhandwerkerarbeiten (act. 1 Rz. III.1). Die Ges...
	3.2.2. Die Gesuchstellerin verlangt die vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts in der Höhe von CHF 96'967.50 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 25. Mai 2023 auf dem streitgegenständlichen Grundstück.

	4. Rechtliches
	4.1. Gemäss Art. 961 Abs. 1 Ziff. 1 i.V.m. Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB kann eine vorläufige Eintragung vorgemerkt werden zur Sicherung des Anspruchs auf Errichtung eines gesetzlichen Grundpfandrechts "für die Forderungen der Handwerker oder Unternehme...

	5. Würdigung
	5.1. Aktiv- und Passivlegitimation
	5.1.1.  Pfandgläubiger ist der Handwerker oder Unternehmer, der Bauarbeiten zugunsten des Grundstücks des Pfandschuldners erbracht hat (Schumacher/Rey, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 4. A., 2022, Rz. 485 ff.). Der Anspruch auf Errichtung eines gesetzlic...
	5.1.2. Die Gesuchstellerin hat durch die behaupteten und glaubhaft gemachten Gipserarbeiten Bauarbeiten zugunsten des streitgegenständlichen Grundstücks erbracht. Entsprechend ist sie aktivlegitimiert. Die Gesuchsgegnerin ist Alleineigentümerin des st...
	5.2. Pfandforderung und -berechtigung, inklusive Verzugszins
	5.2.1. Die Gesuchstellerin hat mit ihren Gipserarbeiten Bauarbeiten zugunsten des streitgegenständlichen Grundstücks glaubhaft gemacht. Die Leistungen der Gesuchstellerin sind pfandberechtigt im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB. Die Höhe der Pfan...
	5.2.2. Die Berechtigung der von der Gesuchstellerin verlangten Zinsen in der gesetzlichen Höhe von 5 % ab dem 25. Mai 2023 erscheint jedenfalls nicht als ausgeschlossen (vgl. Art. 102 i.V.m. Art. 104 OR; act. 1 Rz. III.9; act. 3/12). Entsprechend sind...
	5.3. Wahrung der Eintragungsfrist / Leistung Sicherheit
	5.3.1. Die Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier Monate nach der Vollendung der Arbeiten zu erfolgen und kann nicht verlangt werden, wenn der Eigentümer für die angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet (Art. 839 Abs. 2 und 3 ZGB).
	5.3.2. Die Gesuchstellerin reichte ihr Gesuch am 24. Mai 2023 ein (act. 1). Letzte Arbeiten am 6. Februar 2023 erscheinen glaubhaft. Damit hat sie die viermonatige Eintragungsfrist gewahrt. Die Gesuchsgegnerin hat für die angemeldete Forderung – sowei...

	6. Fristansetzung zur Prosequierung
	Der Gesuchstellerin ist Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Die Prosequierungsfrist ist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, allfällige Gerichtsferien sind nach der bundesgerichtli...

	7. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	7.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV ...
	7.2. Über den Pfandanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht definitiv entschieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Gesuchstellerin endgültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Verfahren lediglich eine ...
	7.3. Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentlichen Verfahren vorbehalten. Mangels Antrag der Gesuchsgegnerin ist ihr für den Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch nicht prosequieren sollte, keine Parteientschädigu...

	Das Einzelgericht erkennt:
	1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläufiger Eintragung gemäss Verfügung vom 25. Mai 2023 bis zur rechtskräftigen Erledigung des gemäss Disposit...
	E._____-strasse ..., … Zürich,  für eine Pfandsumme von CHF 96'967.50 nebst Zins zu 5 % seit 25. Mai 2023.
	2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 21. August 2023 angesetzt, um eine Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) lösch...
	3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 4'300.–.
	Weitere Kosten – namentlich des Grundbuchamtes C._____– bleiben vorbehalten.
	4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin bezogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren.
	Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr die Kosten definitiv auferlegt.
	5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden ordentlichen Verfahren vorbehalten.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____.
	7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...
	Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).