# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3d7149e-554a-57d8-9c84-e870b56f35e9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 05.05.2022 725 21 311/100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-311-100_2022-05-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 

vom 5. Mai 2022 (725 21 311 / 100) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Fallabschluss; adäquater Kausalzusammenhang bei HWS-Distorsion 

 

 
 
 
 

Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 
Götz, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Christina Mar-
kiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Bruno Burch, Rechtsan-
walt, Lindenfeldsteig 6, 6006 Luzern 

  
 
gegen 
 
 

 AXA Versicherungen AG, Rechtsdienst, General Guisan-Strasse 
40, Postfach 357, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  

Betreff Leistungen 

 

 

 

A. Der 1996 geborene A.____ war seit 1. Januar 2019 als Sachbearbeiter tätig und durch 

die Arbeitgeberin bei der AXA Versicherungen AG (AXA) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert. Am 14. März 2020 erlitt er einen Auffahrunfall als er abbiegen wollte, wegen 

des Gegenverkehrs anhalten musste und der hinter ihm fahrende Lenker auffuhr. Am 18. März 

 

 
 
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2020 suchte er seinen Hausarzt, Dr. med. B.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, auf. Er di-

agnostizierte eine HWS-Distorsion Grad I bei Nackenbeschwerden mit muskulärem Hartspann 

und einer Druckdolenz über dem Schultergürtel links. Dr. B.____ attestierte eine Arbeitsunfä-

higkeit von 100 % bis 27. März 2020 und von 50 % ab 30. März 2020 bis 10. April 2020. Die 

AXA anerkannte ihre Leistungspflicht, richtete Taggelder aus und übernahm die Kosten der 

Heilbehandlung. Am 2. August 2020 erlitt A.____ einen weiteren Auffahrunfall im Kolonnenver-

kehr. Gleichentags suchte er die Praxis der C.____ auf. Anlässlich der Untersuchung wurden 

Nackenschmerzen und muskuläre Verspannungen festgestellt. Die AXA kam auch für diesen 

Unfall ihrer Leistungspflicht nach. 

 

Mit Verfügung vom 23. November 2020 stellte sie gestützt auf die Beurteilung des beratenden 

Arztes, Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 19. Oktober 2020, die Taggeld-

leistungen per 8. November 2020 und die Heilbehandlungskosten per 31. Dezember 2020 ein. 

Die dagegen erhobene Einsprache vom 11. Januar 2021 wies die AXA mit Entscheid vom 

27. August 2021 ab. 

 

B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Burch, mit Eingabe vom 

29. September 2021 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er 

beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die AXA sei zu verpflichten, die ge-

setzlichen Leistungen für die beiden Unfälle vom 14. März 2020 und 2. August 2020 über den 

8. November 2020 bzw. den 31. Dezember 2020 hinaus zu erbringen. Eventualiter sei eine un-

abhängige medizinische Expertise einzuholen. Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, 

dass auf die Aktenbeurteilung von Dr. D.____ aus beweisrechtlicher Sicht nicht abgestellt wer-

den könne. Insbesondere sei es unzutreffend, dass ab 8. November 2020 eine volle Arbeitsfä-

higkeit bestanden habe. Er stehe nach wie vor wegen seiner Beschwerden in Behandlung bei 

Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, welcher über den 8. November 2020 hinaus 

eine Teilarbeitsunfähigkeit attestiert habe. 

 

C. Die AXA beantragte mit Vernehmlassung vom 15. November 2021 die Abweisung der 

Beschwerde. Der Fallabschluss sei zurecht erfolgt, da eine namhafte Besserung des Gesund-

heitszustandes nicht mehr habe erwartet werden können. Eine Leistungspflicht über den 

31. Dezember 2020 hinaus sei ferner mangels adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 

Unfallereignissen und Beschwerden zu verneinen. 

 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  

 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 

ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 

vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-

scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 

erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-

tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-

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liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 

zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-

zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge-

richt als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide 

der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 

vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – 

Beschwerde vom 29. September 2021 ist demnach einzutreten. 

 

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-

rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-

len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 

versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-

lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 

sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Ist die versicherte Person infolge des 

Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 

Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä-

digung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 

UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invaliden-

rente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen 

Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 

 

2.2 Die vorübergehenden Leistungen, wie Taggelder und Heilbehandlung, hat der Unfall-

versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abge-

schlossen sind – nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 

noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Was darun-

ter zu verstehen ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wie-

derherstellung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Dabei muss die durch weitere 

Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen (BGE 134 V 109 E. 4.3 mit Hin-

weisen). Trifft dies nicht mehr zu und ist ein Endzustand eingetreten, ist der Fall unter Einstel-

lung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruches auf eine Inva-

lidenrente und/oder eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die 

Einstellung der vorübergehenden Leistungen und der Fallabschluss mit der Prüfung der Ren-

tenfrage und der Integritätsentschädigung hängen derart eng zusammen, dass von einem ein-

heitlichen Streitgegenstand auszugehen ist (BGE 144 V 354 E. 4.2). 

 

3.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-

cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 

nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 

(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das So-

zialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv 

zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 

mit Hinweis). 

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3.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 

und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-

menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 

auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-

holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-

tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-

örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 

Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-

pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Dagegen sind bei Ent-

scheiden gestützt auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im Wesentlichen oder 

ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, an die Be-

weiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne 

medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzu-

ordnen (BGE 135 V 465 E. 4.7). 

 

4.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die AXA zu Recht gestützt auf die interne Beurteilung von 

Dr. D.____ vom 19. Oktober 2020 von einem Endzustand ausgegangen ist und die vorüberge-

henden Leistungen per 8. November 2020 bzw. per 31. Dezember 2020 eingestellt hat. 

 

4.2 Dr. D.____ stellte fest, dass die im Vordergrund stehenden muskulären Verspannun-

gen und die Kopf- und Nackenschmerzen nicht objektivierbar seien. Da ab Ende Oktober 2020 

und folglich drei Monate nach dem zweiten Unfall keine namhafte Besserung der Beschwerden 

zu erwarten sei, seien grundsätzlich keine Behandlungen mehr notwendig. Das nach dem ers-

ten Unfall angefertigte Röntgenbild der HWS vom 7. Mai 2020 sei unauffällig gewesen. Zeitnah 

sei eine abschliessende MRT-Untersuchung vorzunehmen, um unfallbedingte Veränderungen 

im HWS-Bereich auch nach der zweiten, leichten Distorsion der HWS vom 2. August 2020 si-

cher ausschliessen zu können. In Bezug auf die Prognose sei festzuhalten, dass beim Versi-

cherten ein Vorzustand bestehe (Thoracaler Morbus Scheuermann). Diesbezüglich müsse mit 

spontanen Rückenschmerzen im Bereich der BWS und HWS gerechnet werden. Die von Dr. 

E.____ attestierte Arbeitsunfähigkeit sei medizinisch nicht mehr nachvollziehbar. Ab dem 18. 

September 2020 bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit als kaufmännischer Angestellter.  

 

Die auf Empfehlung von Dr. D.____ durchgeführte MRT-Abklärung der HWS vom 12. Oktober 

2020 ergab ein altersentsprechendes, unauffälliges Bild der HWS ohne morphologisch ab-

grenzbares Korrelat für die beklagten Beschwerden.  

 

4.3 Die Beurteilung von Dr. D.____ gründet auf den vorangegangenen Arztberichten. Die 

Erstbehandlung des Versicherten nach dem Unfall vom 14. März 2020 fand am 18. März 2020 

bei seinem Hausarzt, Dr. B.____, statt. Er diagnostizierte anhand des Dokumentationsbogens 

für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma die Verdachtsdiagnose 

einer HWS-Distorsion Grad I. Es liege ein muskulärer Hartspann und eine Druckdolenz im 

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Schultergürtel links sowie am unteren und medialen Rand der Scapula links vor. Er attestierte 

eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis 27. März 2020 und ab 30. März 2020 von 50 % bis 10. 

April 2020. Auf Nachfrage der AXA vom 4. Mai 2020 hin berichtete Dr. B.____ am 13. Mai 2020 

über leichte, persistierende Restbeschwerden im Nacken- und Schulterbereich sowie über häu-

fige Kopfschmerzen. Rückenbeschwerden beständen dagegen keine mehr. Eine langsame, 

vollständige Wiedereingliederung werde angestrebt. Als Therapie verordnete Dr. B.____ wei-

terhin Physiotherapie. 

 

4.4 Ab 7. Mai 2020 begab sich der Versicherte neu in die hausärztliche Behandlung von 

Dr. E.____, welcher von starken Schmerzen im HWS- und Schulterbereich sprach. Er veran-

lasste deshalb gleichentags eine Röntgenaufnahme. Bildgebend war keine strukturelle Schädi-

gung erkennbar. Im Behandlungszeitraum 7. Mai 2020 bis 16. Juli 2020 blieben die Schulter- 

und Nackenbeschwerden wie auch Kopfschmerzen, Übelkeit und HWS-Zephalgien sowie Be-

wegungsstörungen Thema. Am 30. Juni 2020 erwähnte Dr. E.____ zudem eine Steilstellung der 

HWS, weshalb eine Halskrause verordnet werden sollte. Auch im folgenden Verlaufsbericht 

vom 6. Oktober 2020, worin die Untersuchungen bis 14. September 2020 dokumentiert sind, 

wird von Schmerzen bei Dorsalflexion und Drehbewegungen im HWS-Bereich sowie von Kopf-

schmerzen gesprochen. Schliesslich wird am 14. September 2020 zwar eine Besserung nach 

Physiotherapie beschrieben, Schlafstörungen und Muskelverspannungen beständen aber wei-

terhin. Im Laufe der Behandlungszeit war der Versicherte zwischen 100 % und 80 % arbeitsun-

fähig. 

 

4.5 Im Kurzbericht der C.____ vom 2. August 2020 wurden bezüglich des zweiten Auffahr-

unfalles vom 2. August 2020 Nackenschmerzen und Verspannungen auf der rechten Seite bei 

Kopfdrehen beschrieben. In objektiver Hinsicht bestehe eine leichte Druckdolenz über dem 

Muskulus trapezius sowie der HWS-Muskulatur rechts. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde nicht at-

testiert. 

 

4.6 Schliesslich informierte Dr. E.____ mit Schreiben vom 5. Oktober 2020, dass der Ver-

sicherte immer noch starke Kopf- und Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den Rücken habe. 

Ferner leide er weiterhin an Schlafstörungen und Schmerzen bei Dorsalflexion und Rotation im 

HWS-Bereich. Als Behandlung sei Physiotherapie, NSAR und Schmerzmedikation verschrieben 

worden. Die Prognose sei unklar. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit sei mittelfristig eine Steige-

rung vorgesehen. 

 

5.1 Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung standen im Zeitpunkt des Fall-

abschlusses durch die AXA per 8. November 2020 (Taggeldleistungen) bzw. per 31. Dezember 

2020 (Heilbehandlung) nicht zur Diskussion. Die Rechtmässigkeit des Fallabschlusses beurteilt 

sich somit danach, ob in der Folge von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine nam-

hafte Besserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers erwartet werden konnte 

(Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4; Urteil des Bundesgerichts vom 3. Dezember 2019, 

8C_674/2019, E. 4.2). Unbedeutende Verbesserungen genügen ebenso wenig wie die blosse 

Möglichkeit einer Besserung. Diese Frage ist prospektiv zu beurteilen (Urteil des Bundesge-

richts vom 25. Januar 2022, 8C_604/2021, E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). 

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5.2 Die AXA verneinte eine zu erwartende namhafte Besserung des Gesundheitszustan-

des des Beschwerdeführers gestützt auf die Einschätzung von Dr. D.____. Beratende Ärzte und 

Vertrauensärzte sind, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsin-

ternen Ärzten gleichzusetzen (Urteile des Bundesgerichts vom 6. März 2020, 8C_646/2019, 

E. 4.3 und vom 25. Juni 2018, 8C_281/2018, E. 3.2.2 mit weiteren Hinweisen). Es ist somit zu 

prüfen, ob wenigstens geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und der Schlüssigkeit des Berichts 

von Dr. D.____ vom 19. Oktober 2020 bestehen (BGE 142 V 58 E. 5.1). Der Beweiswert inter-

ner Berichte bzw. Berichte beratender Ärzte ist nicht per se herabgesetzt, weil keine persönli-

che Untersuchung stattgefunden hat. Eine Aktenbeurteilung kann volle Beweiskraft entfalten, 

wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurtei-

lung eines an sich feststehenden Sachverhaltes geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit 

der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2020, 

9C_11/2020, E. 5.1.2). Diese Voraussetzung ist vorliegend gegeben, liegen doch bildgebende 

Befunde vor sowie eine ausführliche Verlaufskontrolle seitens des behandelnden Arztes. Eine 

persönliche Untersuchung – wie vom Beschwerdeführer gefordert – war daher nicht erforder-

lich.  

 

5.3 Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, dass er nach wie vor an unfallbe-

dingten Beschwerden leide, die zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führten. Er habe 

deshalb auch seine Arbeitsstelle verloren. Der zweite Unfall vom 2. August 2020 habe dazu 

geführt, dass die bis zu diesem Zeitpunkt eingetretene Verbesserung des Gesundheitszustan-

des zunichtegemacht und der Heilungsprozess entsprechend verzögert worden sei. Dr. E.____ 

habe deshalb auch Arbeitsunfähigkeiten über den 8. November 2020 hinaus attestiert. 

 

5.4 Die Einwendungen des Beschwerdeführers vermögen die Beurteilung von Dr. D.____ 

vom 19. Oktober 2020 nicht in Frage zu stellen. Dr. D.____ setzte sich eingehend mit dem Be-

schwerdeverlauf auseinander und folgerte nachvollziehbar, dass die noch bestehenden Be-

schwerden subjektiver Natur und nicht mehr mit den Unfallereignissen erklärbar seien. Der 

zweite Unfall vom 2. August 2020 vermag, selbst wenn es ein leichter Unfall war, den Heilungs-

prozess verzögert haben. Diesem Umstand trug Dr. D.____ aber Rechnung und ging von einem 

weiteren Heilverlauf von drei Monaten nach dem zweiten Unfall aus. Zur vom Hausarzt in der 

Krankengeschichte erwähnten Steilstellung der HWS bemerkte Dr. D.____ in einem weiteren 

Bericht vom 17. Februar 2021, dass es sich dabei um eine individuelle, vorbestehende Beson-

derheit der sonst gesunden HWS handle, welche bekanntermassen ohne äussere Ursachen 

phasenweise krankheits- und anlagebedingte Kopf- und Nackenbeschwerden wegen unregel-

mässig auftretenden muskulären Verspannungen verursache. Auch wenn diese zeitweise in 

den Schulter- und den Hinterhauptbereich ausstrahlen würden, seien sie nicht unfallbedingt, 

sondern krankhafter Natur. 

 

5.5 Die Schlussfolgerungen von Dr. D.____ bleiben im Grunde denn auch unwiderspro-

chen. Den Berichten von Dr. E.____ sind keine Hinweise zu entnehmen, die die anhaltenden 

Beschwerden objektiv erklären könnten. Es wird im Wesentlichen ein gleichbleibender Zustand 

mit Muskelverspannungen, Kopf- und Nackenbeschwerden beschrieben. Spezifische, fachärzt-

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liche Abklärungen, um den Ursachen der Beschwerden auf den Grund zu gehen, wurden keine 

vorgenommen. Da strukturelle Verletzungen mit der letzten MRT-Untersuchung vom 12. Okto-

ber 2020 ausgeschlossen worden sind und die Therapie in Form von Physiotherapie (vgl. dazu 

Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2022, 8C_604/2021, E. 9.2 und 10.2) und Schmerz-

mitteln keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit bewirkt 

haben, durfte die AXA den Fallabschluss per 8. November 2020 bzw. 31. Dezember 2020 ge-

stützt auf die Beurteilung von Dr. D.____ vornehmen. Dies insbesondere auch unter dem As-

pekt, dass Behandlungs- oder Therapievorschläge fehlen, die eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes sowie der Arbeitsfähigkeit erwarten lassen würden. 

 

6.1 Für weitere Leistungen über den Fallabschluss hinaus wie eine Rente oder eine Integ-

ritätsentschädigung hat der Unfallversicherer nur aufzukommen, wenn zwischen dem versicher-

ten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädi-

gung) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Bei der Beurteilung der 

natürlichen Kausalität von Unfällen mit Beeinträchtigungen der HWS oder einem Schädel-Hirn-

Trauma ist zu unterscheiden, ob der Unfall zu organisch nachweisbaren Funktionsausfällen 

geführt hat oder nicht. Solange organische Befunde klar nachweisbar sind, ist der natürliche 

Kausalzusammenhang zu bejahen (BGE 117 V 359 E. 5d/bb). Bei einem Schleudertrauma oh-

ne organisch nachweisbare Funktionsausfälle ist der natürliche Kausalzusammenhang zwi-

schen dem Unfall und den bestehenden Beschwerden sowie der damit verbundenen Beein-

trächtigung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit in der Regel dann zu bejahen, wenn ein solches 

Trauma diagnostiziert ist und innert der Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden seit dem 

Unfall (RKUV 2000 Nr. U 359, S. 29 E. 5e) die für diese Verletzung typische Beschwerdesymp-

tomatik zumindest teilweise aufgetreten ist (BGE 117 V 369 E. 4a und E. 4b [diffuse Kopf-

schmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, Depression, We-

sensveränderung usw.]). Dasselbe gilt bei Verletzungen im Bereich der HWS, die auf einem 

dem Schleudertrauma äquivalenten Verletzungsmechanismus (Kopfanprall mit Abknickung der 

HWS, Distorsionstrauma der HWS mit Kopfanprall, vgl. dazu RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317 E. 3; 

SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67) oder einem Schädel-Hirn-Trauma (BGE 117 V 369 E. 4a) beruhen 

(BGE 134 V 109). 

 

6.2 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als 

rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haf-

tung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der 

natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb). Liegen keine orga-

nisch (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden vor, hat eine besondere Adäquanzprü-

fung zu erfolgen. Dabei ist rechtsprechungsgemäss wie folgt zu differenzieren (BGE 127 V 103 

E. 5b/bb mit Hinweisen): Hat die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, 

einen äquivalenten Verletzungsmechanismus oder ein Schädel-Hirntrauma, dessen Folgen sich 

mit jenen eines Schleudertraumas vergleichen lassen (BGE 117 V 369 E. 4b), erlitten und liegt 

in der Folge das für diese Verletzung typische bunte Beschwerdebild vor, so ist die Adäquanz 

nach Massgabe der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 ff. modifizierten 

Grundsätze zu prüfen (sog. Schleudertrauma-Praxis). Liegt kein Unfall mit einem Schleuder-

trauma oder einer adäquanzrechtlich äquivalenten Verletzung vor oder fehlt es nach einer sol-

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chen Verletzung an dem hierfür typischen bunten Beschwerdebild, so hat die Adäquanzbeurtei-

lung der Folgeschäden des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 ff. (sog. Psycho-Praxis) entwi-

ckelten Kriterien zu erfolgen. Der Unterschied besteht darin, dass bei Unfällen mit einem 

Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung auf eine Differenzierung zwi-

schen physischen und psychischen Unfallfolgen verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 6.2.1, 117 V 

359 E. 6a in fine), während bei den übrigen Unfällen für die Beurteilung der Adäquanz psychi-

scher Fehlentwicklungen lediglich das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen körper-

lichen Gesundheitsschäden sowie deren objektive Folgen massgebend sind (BGE 115 V 133 

E. 6c/aa). 

 

7.1 Die von der AXA aufgeworfenen Fragen bezüglich des natürlichen Kausalzusammen-

hangs (buntes Beschwerdebild innerhalb von 72 Stunden nach Unfallereignis) können vorlie-

gend offenbleiben, da eine Leistungspflicht der AXA über den 31. Dezember 2020 hinaus man-

gels adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den Unfallereignissen und den geltend ge-

machten Beschwerden selbst nach der "Schleudertraum-Praxis" zu verneinen ist (BGE 148 V 

138 E. 5.1.2, BGE135 V 465 E. 5.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 15. Septem-

ber 2021, 8C_409/2021, E. 6.2). Ferner hat die AXA explizit auch auf eine Rückforderung be-

reits erbrachter Leistungen verzichtet. 

 

7.2 Die Bejahung der Adäquanz nach der "Schleudertrauma-Praxis" setzt voraus, dass 

dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeu-

tung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen 

Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen banalen 

beziehungsweise leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen andererseits und schliesslich 

dem dazwischenliegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kau-

salzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten 

Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittle-

ren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, 

objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen 

oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Es handelt sich dabei um folgende Kriterien: besonders dramatische Begleitum-

stände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlit-

tenen Verletzungen; eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche 

Beschwerden; eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 

ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie eine erhebliche Arbeits-

unfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109 E. 10.3). Dabei ist nicht in 

jedem Fall der Einbezug sämtlicher Kriterien in die Gesamtwürdigung erforderlich. Je nach den 

konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein ein-

ziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, 

welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu 

einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein 

einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt kei-

nem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere der 

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sieben unfallbezogenen Kriterien bejaht werden können (Urteil des Bundesgerichts vom 

26. Februar 2018, 8C_414/2017, E. 3.4). Diese Würdigung des Unfalls zusammen mit den ob-

jektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

(BGE 117 V 359 E. 6b). 

 

7.3 Die AXA hat die Schwere der Unfälle vom 14. März 2020 und 2. August 2020 nicht 

beurteilt. Beim zweiten Auffahrunfall im Kolonnenverkehr lag die kollisionsbedingte Geschwin-

digkeit (Delta-v) beim Heckanstoss zwischen 4,5 und 7,9 km/h (Unfallanalyse der Zürich Versi-

cherung vom 2. Dezember 2020) und somit klar unter der für Heckkollisionen im Normalfall an-

genommenen Harmlosigkeitsgrenze von 10-15 km/h (Urteile des Bundesgerichts vom 7. Okto-

ber 2011, 8C_1026/2010, 5.3 und vom 18. Dezember 2020, 8C_548/2020, E. 4.3), womit be-

züglich des Unfalles vom 2. August 2020 von einem leichten und adäquanzrechtlich eher unbe-

deutenden Unfall auszugehen ist. Demgegenüber ist der erste Unfall vom 14. März 2020, wo-

nach ein Fahrzeuglenker auf den Wagen des Beschwerdeführers auffuhr, als dieser vor dem 

Abbiegen stillstand, bei Unkenntnis der Aufprallgeschwindigkeit praxisgemäss als mittelschwe-

rer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu betrachten (Urteil des Bundesgerichts 

vom 14. Juni 2017, 8C_833/2016, E. 6.1). Soweit der Beschwerdeführer der Auffassung ist, es 

habe sich beim Unfall vom 14. März 2020 um einen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu 

den schweren Unfällen gehandelt, kann ihm aufgrund der beschriebenen Unfallsituation nicht 

gefolgt werden. Aber selbst wenn das Ereignis zugunsten des Beschwerdeführers als mittel-

schwerer Unfall im engeren Sinne (mittleren Bereich) gewertet würde, müssten von den mass-

gebenden Kriterien entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder mindestens 

drei der sieben zu berücksichtigenden Kriterien gegeben sein, was hier nicht der Fall ist (Urteil 

des Bundesgerichts vom 19. Februar 2020, 8C_518/2019, E. 4.2). 

 

7.4 Vorliegend ist weder das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu bejahen noch das Kriterium der Schwere oder be-

sonderen Art der erlittenen Verletzung (Urteile des Bundesgerichts vom 15. Januar 2015, 

8C325/2014, E. 4.2.2, vom 20. November 2008, 8C_397/2008, E. 5.2 und vom 1. April 2015, 

8C_791/2014, E. 4.2.2 mit Hinweisen). Für das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belasten-

den ärztlichen Behandlung fallen die medikamentöse und physiotherapeutische Behandlung 

wie auch ärztliche Verlaufskontrollen und Abklärungen ausser Betracht (Urteile des Bundesge-

richts vom 14. Februar 2012, 8C_150/2011, E. 9.2.4, vom 6. Februar 2007, U 479705, E. 8.3.3 

und vom 1. April 2015, 8C_791/2014, E. 4.2.4). Dies wird denn auch nicht bestritten. Ferner 

macht der Versicherte zu Recht nicht geltend, dass das Kriterium der ärztlichen Fehlbehand-

lung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, gegeben sei (BGE 134 V 109 

E. 10.2.5). Besondere Gründe, die die Heilung beeinträchtigten oder zu erheblichen Komplikati-

onen geführt hätten, sind vorliegend nicht ersichtlich. Das Kriterium des schwierigen Heilungs-

verlaufs und der erheblichen Komplikationen ist folglich ebenfalls nicht erfüllt. Das Kriterium der 

erheblichen Beschwerden ist aufgrund der Individualität des Schmerzempfindens subjektiv aus-

geprägt und deshalb zu objektivieren. Adäquanzrelevant können nur die in der Zeit zwischen 

dem fraglichen Unfallereignis und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch bestehen-

den erheblichen Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach Massgabe der glaub-

haften Schmerzen und der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Be-

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schwerden im Lebensalltag erfährt. Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, dass 

er an Muskelverspannungen, Kopf- und Nackenbeschwerden leide, die ihn im Alltag beeinträch-

tigten. So könne er beispielsweise die Haushaltsarbeiten nicht mehr wie früher verrichten. Fer-

ner habe er seine gutbezahlte Stelle verloren. Dass die Beschwerden zu einer gewissen Ver-

minderung der Lebensqualität führten, wird nicht in Abrede gestellt. Um von erheblichen Be-

schwerden zu sprechen, fehlen jedoch objektive Anhaltspunkte. Aber selbst wenn das Kriterium 

der erheblichen Beschwerden bejaht würde, so doch nicht in ausgeprägter Form. Schliesslich 

ist beim Kriterium der Arbeitsunfähigkeit dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten 

bis mittelschweren Schleudertraumata der HWS ein längerer oder gar dauernder Ausstieg aus 

dem Arbeitsprozess vom medizinischen Standpunkt aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht 

die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfä-

higkeit als solche, welche die versicherte Person trotz ernsthaften Anstrengungen nicht zu 

überwinden vermag. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss in erheblichem Masse arbeitsun-

fähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 

V 109 E. 10.2.7). Der Beschwerdeführer war ab Unfall vom 14. März 2020 bis zum Fallab-

schluss per 8. November 2020 zwischen 80 % und 100 % und für eine kurze Zeit von knapp 

drei Wochen 50 % arbeitsunfähig. Zwar kann damit von einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit 

gesprochen werden. Ernsthafte Anstrengungen, diese zu überwinden, sind gestützt auf die Ak-

ten hingegen nicht erkennbar. Im Ergebnis ist somit festzuhalten, dass es an einer genügenden 

Zahl erfüllter Kriterien fehlt, um die Adäquanz bejahen zu können. Folglich hat der Beschwerde-

führer über den Fallabschluss hinaus keinen Anspruch auf Leistungen. Die Beschwerde ist 

demgemäss abzuweisen. 

 

8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 

Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 

ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 

keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädigung wird dem Ausgang des Verfahrens ent-

sprechend nicht zugesprochen. 

 

  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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