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**Case Identifier:** bc3ef8a6-4858-510a-a541-7f1f4c5152c3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.10.2020 200 2020 557
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-557_2020-10-05.pdf

## Full Text

200 20 557 IV
JAP/SVE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Oktober 2020

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 15. Juni 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/557, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1987 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich erstmals im September 2015 unter Hinweis auf Ängste und 
Panik bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs-
bezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; 
act. II] 1). Die IVB tätigte in der Folge medizinische sowie erwerbliche Ab-
klärungen, ermittelte gestützt darauf anhand eines Einkommensvergleichs 
einen Invaliditätsgrad von 85 % und sprach nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren (act. II 20) mit Verfügung vom 7. April 2016 (act. II 24) eine 
ganze Rente mit Wirkung ab 1. März 2016 zu. Ferner veranlasste sie eine 
Abklärung an Ort und Stelle (vgl. act. II 26) und gewährte dem Vorbescheid 
vom 21. Juli 2016 (act. II 27) entsprechend mit Verfügung vom 31. Oktober 
2016 (act. II 29) eine Hilflosenentschädigung für Hilflosigkeit leichten Gra-
des ab 1. September 2014. Diese Ansprüche bestätigte sie anlässlich einer 
ordentlichen Revision mit formlosen Mitteilungen vom 10. und 13. Novem-
ber 2017 (act. II 39 f.).

B.

Im Rahmen der im Juli 2019 von Amtes wegen eingeleiteten Revision (vgl. 
act. II 30) gab die Versicherte an, im fünften Monat schwanger zu sein 
(act. II 45 S. 1 Ziff. 1.4). Die IVB tätigte in der Folge verschiedene Ab-
klärungen (vgl. insbesondere Abklärungsberichte Haushalt/Erwerb vom 
17. April 2020 [act. II 60] und Hilflosenentschädigung vom 17. April 2020 
[act. II 61]). Am 21. April 2020 bestätigte sie den unveränderten Anspruch 
auf eine Hilflosenentschädigung (act. II 62). Nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren (act. II 63) hob die IVB die Rente mit Verfügung vom 
15. Juni 2020 (act. II 64) auf Ende des der Zustellung der Verfügung fol-
genden Monats auf, da aus dem Betätigungsvergleich ein nicht rentenbe-
gründender Invaliditätsgrad von 9 % resultiere.

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C.

Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 20. Juli 2020 Beschwer-
de und beantragte sinngemäss, in Aufhebung der Verfügung vom 15. Juni 
2020 sei ihr weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten.

Mit Eingabe vom 4. August 2020 stellte die Beschwerdeführerin ein Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege.

Nachdem der Instruktionsrichter die Beschwerdeführerin zur Verbesserung 
des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege ersucht hatte, reichte der 
Sozialdienst … mit Eingabe vom 20. August 2020 den ablehnenden Ent-
scheid der B.________ (vgl. Sammelbeilage der Beschwerdeführerin zum 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege [act. IA]) ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 28. August 2020 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

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die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 15. Juni 2020 
(act. II 64). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und dabei insbe-
sondere, ob die Beschwerdegegnerin die laufende Rente zu Recht per En-
de des der Verfügungszustellung folgenden Monats – mithin per 31. Juli 
2020 – aufhob. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). 

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2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Bei den nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich 
tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet 
werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird für die Be-
messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, 
in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen 
(spezifische Methode; Art. 28a Abs. 2 IVG; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293). 
Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versi-
cherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreu-
ung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 
über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

Der gesamte Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten ent-
spricht in jedem Fall einem Wert von 100 %. Die Gewichtung der einzelnen 
Teilbereiche der Haushaltführung hat sodann nach Massgabe der Verwal-
tungsweisungen zu erfolgen. Hernach ist die gesundheitlich bedingte Ein-
schränkung in den einzelnen Teilbereichen festzustellen, woraus sich 
schliesslich der IV-Grad ermitteln lässt (AHI 1997 S. 291 E. 4a).

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 

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Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.4.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5). 

2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 2).

Die weitere Ausrichtung einer Invalidenrente nach einer von Amtes wegen 
durchgeführten Revision, sofern dabei keine leistungsbeeinflussende Ände-
rung der Verhältnisse festgestellt wurde, bedarf gemäss Art. 74ter lit. f IVV 
keiner Verfügung. Die blosse Mitteilung eines solchen Revisionsergebnis-
ses ist, wenn keine Verfügung verlangt wurde (Art. 74quater Abs. 1 IVV), in 
Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer rechtskräftigen Verfügung gleich-
zustellen (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2, 2010 IV Nr. 4 S. 8 E. 3.1).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/557, Seite 7

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Vorab ist der Frage nachzugehen, ob eine für den Rentenanspruch 
relevante Sachverhaltsänderung eingetreten ist (vgl. E. 2.4.1 hiervor). Da-
bei ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der rentenzusprechenden Verfügung 
vom 7. April 2016 (act. II 24) mit demjenigen bis zur angefochtenen Verfü-
gung vom 15. Juni 2020 (act. II 64) zu vergleichen. Die Mitteilung vom 
10. November 2017 (act. II 39) ist revisionsrechtlich unbeachtlich, da sie 
lediglich auf einem Verlaufsbericht der psychiatrischen Dienste 
C.________ (act. II 38) beruhte und dieser damit keine hinreichende mate-
rielle Prüfung der anspruchserheblichen Tatsachen zu Grunde lag (vgl. 
E. 2.4.3 hiervor). Ebenfalls ausser Acht zu lassen ist die Verfügung vom 
14. Februar 2020 (act. II 57), weil die Beschwerdegegnerin mit dieser ein-
zig der Geburt des Sohnes der Beschwerdeführerin Rechnung trug und die 
entsprechende Kinderrente festsetzte bzw. deren Nachzahlung ankündigte.

3.2 Der Gesundheitszustand seit dem Referenzzeitpunkt im April 2016 
(act. II 24) blieb nach Auffassung der Beschwerdeführerin (act. II 45 S. 1 
Ziff. 1.1) sowie gemäss Einschätzung der psychiatrischen Dienste 
C.________ (act. II 51 S. 2 Ziff. 1) stationär. Im Verlaufsbericht der Letzte-
ren vom 17. Oktober 2019 (act. II 51) vermerkten der Oberarzt und CO-
Leiter des Ambulatoriums sowie der fallführende Psychologe die folgenden 
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (act. II 51 S. 2 Ziff. 3):

- Kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0) mit ängstlich-
vermeidenden und abhängigen Merkmalen;

- Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10: F40.01);
- leichte Intelligenzminderung, bei einem IQ von 71 (ICD-10: F70.0);
- schizotype Störung (ICD-10: F21).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/557, Seite 8

Sie erklärten im Wesentlichen, die psychischen Einschränkungen führten 
dazu, dass die Beschwerdeführerin grosse Schwierigkeiten habe, Arbeits-
abläufe zu verstehen und ihr eigenes Handeln und dessen Konsequenzen 
abzuschätzen. Ohne vertraute Person verlasse sie kaum ihre häusliche 
Umgebung und finde sich in einem unvertrauten Umfeld nicht zurecht. Es 
bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, wobei auch die Tätigkeit in 
einem geschützten Umfeld unzumutbar sei (act. II 51 S. 3 Ziff. 11 f.). Die 
RAD-Ärztin Dr. med.  D.________ (im Berichtszeitpunkt offenbar ohne in 
der Schweiz anerkannten Facharzttitel, gemäss Medizinalberuferegister 
[<www.medregom.admin.ch>] nunmehr Fachärztin für Psychiatrie und Psy-
chotherapie sowie Anästhesiologie) bestätigte in ihrer Stellungnahme vom 
25. November 2019 (act. II 53) die vorstehenden Diagnosen und postulierte 
eine eingetretene Gesundheitsverschlechterung (act. II 53 S. 5 Ziff. 2), in-
des wäre eine solche von vornherein nicht geeignet, sich auf den Anspruch 
auf eine ganze Invalidenrente auszuwirken (vgl. Entscheid des Bundesge-
richts vom 16. August 2019, 9C_42/2019, E. 5.3.2 mit weiteren Hinweisen).

3.3 Im Zeitpunkt der Verfügung vom 7. April 2016 (act. II 24) wurde die 
Beschwerdeführerin als voll erwerbstätig eingestuft. Im Abklärungsbericht 
Haushalt/Erwerb vom 17. April 2020 (act. II 60), welcher integrierender Be-
standteil der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 15. Juni 2020 
(act. II 64) bildet, setzte die Beschwerdegegnerin den Status auf 100 % 
Haushalt fest, wobei einzig der Statuswechsel aufgrund der Geburt des 
Sohnes am 6. Januar 2020 als Revisionsgrund angesehen wurde (vgl. 
act. II 60 S. 5 Ziff. 5, S. 11 Ziff. 10). Ein mit der Geburt des Kindes eingetre-
tener Statuswechsel stellt einen möglichen Revisionsgrund dar. Einerseits 
beschlägt eine Änderung vom Einkommensvergleich zum Betätigungsver-
gleich nicht die Di Trizio-Problematik (vgl. hierzu BGE 144 I 28) und ande-
rerseits wäre selbst ein Statuswechsel hin zur nunmehr konventionskon-
formen gemischten Methode (wieder) als Revisionsgrund zulässig (vgl. 
BVR 2020 S. 270 ff.; Beschluss der erweiterten Abteilungskonferenz der 
Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung für franzö-
sischsprachige Geschäfte vom 14. Januar 2020). Ob – und wenn ja in wel-
chem Umfang – die Beschwerdeführerin nach der Geburt ihres Sohnes 
erwerbstätig wäre, ist nachfolgend zu prüfen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/557, Seite 9

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 
15. Juni 2020 (act. II 64) gestützt auf den Abklärungsbericht Haus-
halt/Erwerb vom 17. April 2020 (act. II 60) – wie bereits erwähnt – von ei-
nem Status von 100 % im Aufgabenbereich (Haushalt; act. II 60 S. 5 Ziff. 5) 
aus. Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin vor, dass sie im Ge-
sundheitsfall zumindest 80 % ausserhäuslich einer Erwerbstätigkeit nach-
ginge (vgl. Beschwerde Abs. 3).

4.2 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des 
Rentenanspruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter 
dem Gesichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren 
Invaliditätsbemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 
IVG). 

Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 
oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer 
anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der 
Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn 
keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 
20). Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der 
versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern 
in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 
2.3 S. 30; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1). 

Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Besonderen 
entscheidet sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig 
Erwerbstätige zu betrachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat 
erwerbstätig war oder nicht. Vielmehr sind die persönlichen, familiären, 
sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- 
und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen 
Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und 
Begabungen zu berücksichtigen. Dabei sind die konkrete Situation und die 
Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/557, Seite 10

Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30, 117 V 194 E. 3b 
S. 195; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

4.3

4.3.1 Anlässlich der fernmündlichen Abklärung wurde die 
Beschwerdeführerin von der anwesenden Frau E.________ 
(Psychiatriespitex) unterstützt, weshalb nicht davon auszugehen ist, dass 
sie die einfache Frage, ob sie ohne gesundheitliche Einschränkung eine 
Erwerbstätigkeit ausführen würde, falsch verstand. Die protokollierte 
Antwort, wonach sie wegen ihres Sohnes nicht erwerbstätig sei und auch 
bei guter Gesundheit Mutter und Hausfrau wäre (act. II 60 S. 4 Ziff. 3.4), 
lässt denn auch auf das richtige Erfassen der Frage schliessen. Im Sozial-
versicherungsrecht gilt die Beweismaxime, wonach die sogenannten spon-
tanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuver-
lässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von 
nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art 
beeinflusst sein können (BGE 143 V 168 E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 
47). Dass die Beschwerdeführerin die Frage allenfalls „in ihrer Dimension 
nicht verstehen konnte“ (Beschwerde Abs. 3), sie mithin also den 
versicherungsrechtlichen Kontext nicht vollständig reflektierte, spricht 
folglich gerade für die Unbefangenheit der Antwort. 

4.3.2 Die Beschwerdeführerin war nie in relevantem Ausmass erwerbs-
tätig (Beschwerde Abs. 2; vgl. act. II 1 S. 4 Ziff. 5.4, 17 S. 2, 60 S. 4 
Ziff. 3.2; Auszug aus dem individuellen Konto [IK; act. II 44, 32, 6]; vgl. aber 
act. II 14 S. 7, 15 S. 1). Da eine Geburts- bzw. Frühinvalidität vorliegt (vgl. 
Art. 26 Abs. 1 IVV; Rz. 3035 des Kreisschreibens des Bundesamtes für 
Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invali-
denversicherung [KSIH]), können aus der bisherigen (blanden) Erwerbs-
biographie in Bezug auf die Statusfrage keine Schlüsse gezogen werden. 
Angesichts der bestehenden Geburts- bzw. Frühinvalidität ist nach allge-
meiner Lebenserfahrung davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 
im Validitätsfall eine Berufsausbildung absolviert hätte, welche sie – zumin-
dest vor der Niederkunft ihres Sohnes – im Rahmen einer Erwerbstätigkeit 
verwertet hätte. Allerdings lässt sich nicht klar eruieren, welche beruflichen 
Fähigkeiten sie sich angeeignet und für welchen Berufszweig sie sich ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/557, Seite 11

schieden hätte. Anlässlich des Erstgesprächs gab sie immerhin an, sie 
möchte später eine Ausbildung mit Tieren absolvieren (act. II 15 S. 2), wor-
aus jedoch kaum zuverlässige Schlüsse auf die hypothetische Situation als 
Mutter gezogen werden können.

4.3.3 Aus den Akten lässt sich wenig zu den persönlichen Neigungen und 
Begabungen der Beschwerdeführerin entnehmen. Aus ihrem Interesse für 
Tiere, aktuell hat sie einen … und … und früher … (act. II 60 S. 9 Ziff. 8.2), 
und ihren Freizeitbeschäftigungen (…, … und … [act. II 15 S. 2]) kann nicht 
auf eine (Teil-)Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall geschlossen werden.

4.3.4 Zwar hatte die Beschwerdeführerin im Verfügungszeitpunkt das 
33. Altersjahr vollendet, womit ihr noch eine lange Aktivitätsdauer verblieb, 
die eher als Indiz für eine wenigstens (teilzeitliche) Erwerbstätigkeit zu wer-
ten ist, allerdings stellt ihr Sohn ihren Lebensmittelpunkt dar (act. II 60 S. 2 
Ziff. 1.1, 60 S. 10 Ziff. 8.2). Im Geburtenregister ist denn auch kein Kinds-
vater eingetragen (act. II 55 S. 1) und die Beschwerdeführerin hat keinen 
Kontakt zu ihm (act. II 60 S. 4 Ziff. 2; vgl. auch act. II 51 S. 2 Ziff. 4). Eine 
Fremdbetreuung durch die Mutter der Beschwerdeführerin ist ebenfalls 
ausgeschlossen, da diese unter gesundheitlichen Problemen leidet und ihr 
in der Vergangenheit die Kinder entzogen und fremdplatziert wurden; we-
gen dieser traumatischen familiären Vorgeschichte ist es der Beschwerde-
führerin so wichtig, selbst für ihr Kind da zu sein und dass es ihm gut geht 
(act. II 59 S. 1, 60 S. 3 Ziff. 1.1). Diese Umstände sprechen wiederum 
dafür, dass sich die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall vollständig der 
Erziehung/Betreuung ihres Sohnes bzw. dem Haushalt widmen kann und 
sie dies höher gewichten würde als eine allfällige Sozialhilfeabhängigkeit 
(vgl. Beschwerde Abs. 3).

4.4 Nach dem Dargelegten ist mit Blick auf die „Aussage der ersten 
Stunde“ sowie die persönlichen, sozialen und familiären Verhältnisse mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin im 
hypothetischen Gesundheitsfall nach der Geburt ihres Sohnes nicht er-
werbstätig, sondern ausschliesslich im Haushalt beschäftigt wäre. Die Me-
thode der Invaliditätsbemessung (Betätigungsvergleich) ist damit nicht zu 
beanstanden (vgl. E. 2.3, 4.2 hiervor). Gleichzeitig steht fest, dass mit die-

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sem Statuswechsel ein materieller Revisionsgrund vorliegt und der Ren-
tenanspruch frei zu prüfen ist (vgl. E. 2.4.2 hiervor).

5.

5.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und 
räumlichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich 
ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die 
Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende 
Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen 
Einschränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit 
den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der 
Abklärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen 
der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare 
Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, 
dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten 
Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 
543 E. 3.2.1 S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 
3.2).

5.2 Der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb (Abklärungsberichte Haus-
halt/Erwerb vom 17. April 2020 [act. II 60]) erfüllt die Voraussetzungen der 
Rechtsprechung an derartige Berichte (vgl. E. 5.1 hiervor) und überzeugt. 
Der Bericht basiert denn auch auf den (telefonischen) Aussagen der Be-
schwerdeführerin in Anwesenheit von Frau E.________ von der Psychia-
triespitex (act. II 60 S. 2). Dass aufgrund der Pandemie im Einverständnis 
der Beschwerdeführerin auf eine Erhebung an Ort und Stelle (Art. 69 
Abs. 2 IVV) verzichtet wurde, ist nicht zu beanstanden. So war keine Erst-
anmeldung zu beurteilen und die persönlichen Verhältnisse waren, insbe-
sondere auch durch die ergänzenden Angaben der Psychiatriespitex (vgl. 
act. II 59 f.), genügend bekannt (Rz. 1058 KSIH; Rz. 2114 Kreisschreiben 
des BSV über das Verfahren in der Invalidenversicherung [KSVI]). Die Ge-
wichtung der einzelnen Aufgabenbereiche hält sich sodann innerhalb der 
dort angegeben Bandbreiten und ist in Anbetracht der konkreten Umstände 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/557, Seite 13

nicht zu beanstanden. Schliesslich ist der Berichtstext plausibel begründet 
und bezüglich der Einschränkungen angemessen detailliert. Diesen Ein-
schränkungen sowie den Angaben der Beschwerdeführerin wurde ange-
messen Rechnung getragen, so hat diese in ihrer Beschwerde (Abs. 2) 
denn auch eingeräumt, mit geringen Einschränkungen und Unterstützung 
durch Fachpersonen die Aufgaben als Mutter und Hausfrau erledigen zu 
können, was auch bereits durch die Psychiatriespitex bestätigt worden war 
(act. II 59 S. 1). Ein gerichtliches Eingreifen in das Ermessen der die Ab-
klärung tätigenden Person verbietet sich, zumal keine klar feststellbaren 
Fehleinschätzungen vorliegen (vgl. E. 5.1 hiervor). Vielmehr ist gestützt auf 
den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 17. April 2020 (act. II 60) ein 
rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 9 % erstellt (vgl. E. 2.2 hier-
vor). 

6.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2020 
(act. II 64) nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin hat die IV-
Rente zu Recht in Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV per 31. Juli 
2020 aufgehoben. Die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 

7.

7.1 Zu prüfen bleibt der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege.

Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den 
Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, wenn die 
Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren 
nicht aussichtslos erscheint (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 VR-
PG; SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin ist angesichts der sozialhilfe-
rechtlichen Unterstützung und der fehlenden Deckung der B.________ 
ausgewiesen (vgl. Sammelbeilage der Beschwerdeführerin zum Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege [act. IA]). Auch kann der Prozess nicht als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/557, Seite 14

von vornherein aussichtslos im Sinne der bundesgerichtlichen Praxis be-
zeichnet werden (vgl. BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135, 122 I 267 E. 2b S. 
271, je mit Hinweisen). Demnach ist der Beschwerdeführerin die unentgelt-
liche Rechtspflege hinsichtlich der Verfahrenskosten zu gewähren.

7.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, grundsätz-
lich zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der gewährten unentgeltli-
chen Rechtspflege wird sie – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – jedoch von der Zah-
lungspflicht befreit.

7.3 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/557, Seite 15

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334,

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2020, IV/20/557, Seite 16

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.