# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9fae0bcd-d990-5aed-865b-23466e17ecad
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 15.01.2018 SU170043
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SU170043_2018-01-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SU170043-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und  

lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Leuthold 

 

Urteil vom 15. Januar 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigte und Berufungsklägerin 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Staatsanwalt MLaw C. Hüsser,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend 

Tätlichkeiten 
 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich,  
10. Abteilung - Einzelgericht, vom 17. Juli 2017 (GB160074) 

 

-  2  - 

Anklage: 

Der als Anklageschrift dienende Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

vom 27. Oktober 2016 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 12). 

Urteil der Vorinstanz 
(Urk. 43 S. 13 f.) 

"Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte ist schuldig der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB. 

2. Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 300.–.  

3. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine  

Ersatzfreiheitsstrafe von drei Tagen.  

4. Das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatklägerin B._____ wird 

auf den Zivilweg verwiesen. 

5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 900.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr. 700.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Auslagen Untersuchung 
 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. Die Gerichtskosten gemäss vorstehender Ziffer sowie die Kosten des Strafbefehls 

(Unt. Nr. 2016/10018399) vom 27. Oktober 2016 inklusive die nachträglichen Un-

tersuchungs- und Überweisungskosten der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat im 

Betrage von insgesamt Fr. 700.-- werden der Beschuldigten auferlegt. 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel)" 

-  3  - 

Berufungsanträge: 

a) Der Beschuldigten A._____: 

 (Urk. 41A, sinngemäss) 

1. Die Beschuldigte sei vom Vorwurf der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 

StGB freizusprechen. 

2. Unter Kostenfolgen zulasten der Gerichtskasse. 

 

b) Der Staatsanwaltschaft 

(Urk. 48, schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Ver-

meidung von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 43 S. 3 f.; Art. 82 

Abs. 4 StPO). 

1.2. Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 

17. Juli 2017 wurde die Beschuldigte A._____ im Sinne des eingangs wiederge-

gebenen Urteilsdispositivs schuldig gesprochen und bestraft. Gegen dieses Urteil, 

welches der Beschuldigten in begründeter Form am 29. August 2017 eröffnet 

wurde (Urk. 38), meldete sie innert Frist mit ausführlich begründetem Schreiben 

vom 2. September 2017 Berufung an (Urk. 42 A). 

-  4  - 

1.3. Mit Präsidialverfügung vom 9. Oktober 2017 wurde der Privatklägerin so-

wie der Anklagebehörde Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erheben, oder 

begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 44). Daraufhin 

teilte die Anklagebehörde mit Eingabe vom 16. Oktober 2017 mit, sie verzichte 

auf die Erhebung einer Anschlussberufung (Urk. 48). Die Privatklägerin liess sich 

nicht verlauten.  

1.4. Am 15. Januar 2018 fand die Berufungsverhandlung im vorliegenden Ver-

fahren sowie gleichzeitig diejenige im (Parallel-)Verfahren gegen C._____ 

(SB170367) statt. Zu den Berufungsverhandlungen sind die Beschuldigte sowie 

der Mitbeschuldigte C._____ erschienen (Prot. II. S. 3).  

2. Umfang der Berufung 

2.1. In ihrer Berufungserklärung vom 2. September 2017 beantragte die Be-

schuldigte sinngemäss einen vollumfänglichen Freispruch unter entsprechender 

Regelung der Nebenfolgen (Urk. 42 A). Die Anklagebehörde beantragte dem-

gegenüber die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 48). 

2.2. Dementsprechend steht das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abtei-

lung - Einzelgericht, vom 17. Juli 2017 umfassend zur Disposition. 

II. Sachverhalt 

3. Anklagevorwurf 

3.1. Die Anklagebehörde wirft der Beschuldigten im Strafbefehl vom 

27. Oktober 2017 zusammengefasst vor, sie habe am 11. März 2016, ca. 21.10 

Uhr, an der …strasse … in … Zürich, ihre Nachbarin B._____ nach einer verbalen 

Auseinandersetzung an den Haaren gerissen und sie einmal auf den Oberschen-

kel getreten, ohne dass sich die Geschädigte dabei Verletzungen zugezogen ha-

be. Die Beschuldigte habe gewusst, dass sie mit dieser Handlung das allgemein 

üblich geduldete Mass psychischer [recte: physischer] Einwirkung auf einen Men-

schen überschritt (Urk. 12 S. 2). 

-  5  - 

3.2. Die Beschuldigte bestritt den Anklagevorwurf sowohl während der Unter-

suchung und im vorinstanzlichen Verfahren als auch im Berufungsverfahren  

vehement (Urk. 3/2, Urk. 3/5 sowie Prot. I. S. 18 ff. und Urk. 42 A, Urk. 51 S. 5 ff.). 

4. Beweismittel 

4.1. Der Anklagevorwurf basiert einerseits auf den belastenden Aussagen der 

Privatklägerin B._____ (Urk. 3/1 und Urk. 3/6) sowie auf dem ärztlichen Zeugnis 

des Hausarztes der Privatklägerin, Dr. med. D._____, vom 16. März 2016 

(Urk. 4/1), und andererseits auf den durch die Stadtpolizei Zürich am 12. März 

2016 erstellten Fotografien der Privatklägerin (Urk. 4/2). Als weitere Beweismittel 

liegen die Aussagen der Beschuldigten (Urk. 3/2, Urk. 3/5 und Prot. I S. 18 ff.), die 

Aussagen des Mitbeschuldigten C._____ (Urk. 3/3 und Urk. 3/4; SB170367 Prot. I 

S. 20 ff.), die Aussagen des Zeugen E._____ (Prot. I S. 10 ff.) sowie eine Video-

aufnahme unbekannten Datums (SB170367 Urk. 34/1-2) vor. 

4.2. In Bezug auf den sich bei den Akten befindenden medizinischen Bericht 

des Hausarztes der Privatklägerin, Dr. med. D._____, vom 16. März 2016 

(Urk. 4/1) ist Folgendes festzuhalten: Mutmasslich wurde der Bericht von der 

Stadtpolizei Zürich eingefordert, jedenfalls ist diese "Adressatin" des ärztlichen 

Zeugnisses. Wer den Auftrag erteilte und wie dieser lautete, lässt sich den Akten 

eben so wenig entnehmen, wie die Antwort auf die Frage ob Dr. med. D._____ 

bei der Auftragserteilung auf die Straffolgen eines falschen ärztlichen Zeugnisses 

aufmerksam gemacht wurde. Generell ist unklar, wie das Zeugnis Eingang in die 

Akten gefunden hat. Festzuhalten ist jedenfalls, dass das Zeugnis nichts weiter 

als eine blosse Parteibehauptung darstellt, welcher höchstens Indiziencharakter 

zukommen kann. Das Zeugnis wurde den Beschuldigten in ihren jeweiligen Ein-

vernahmen durch die Anklagebehörde lediglich auszugsweise vorgehalten. Gele-

genheit, dem Arzt Zusatzfragen zu stellen, hatten die Beschuldigten selbstredend 

keine. Damit wurde in Bezug auf das ärztliche Zeugnis der Anspruch der Be-

schuldigten auf Wahrung ihres rechtlichen Gehörs verletzt, was dazu führt, dass 

das ärztliche Zeugnis von Dr. med. D._____ grundsätzlich nicht zum Nachteil der 

Beschuldigten verwertbar ist. 

-  6  - 

Damit stellt sich die Frage, ob die mangelhafte Beweiserhebung mit Hilfe einer 

Beweisergänzung im Sinne von Art. 389 Abs. 2 StPO geheilt werden könnte. Die-

se Frage ist indes aus den nachfolgenden Gründen zu verneinen, denn auch in-

haltlich bestehen – entgegen der Auffassung der Vorinstanz (Urk. 42 S. 8) – mas-

sive Bedenken mit Bezug auf die ärztlichen Feststellungen. Die Privatklägerin 

suchte den Arzt offenbar erst vier Tage nach dem fraglichen Vorfall auf. Während 

der Stadtpolizist E._____ am Tattag bei der Privatklägerin mit Ausnahme "einer 

leichten Rötung auf der rechten Seite" keine äusserlichen Verletzungen feststel-

len konnte, was er denn auch als Zeuge vor Vorinstanz bestätigte (Prot. I. S. 14), 

stellte der Arzt "eine 5x5 cm grosse Schwellung am frontalen Kopfbereich, Schlä-

fe rechts mit oberflächlichen Schürfungen" fest. Diese Verletzungen würden – so 

der Arzt – "nach einem Schuhabdruck" aussehen. Was der Hausarzt äusserlich 

feststellt, steht in diametralem Widerspruch zu den Feststellungen des Polizisten. 

Am Folgetag der Auseinandersetzung erschien die Privatklägerin auf dem Poli-

zeiposten, wo die Fotos gemäss Urk. 4/2 erstellt wurden (vgl. hierzu auch Urk. 1 

S. 3 woraus sich ergibt, dass die Erstellung der Fotos in Urk. 4/2 fälschlicherweise 

auf den 11. März 2016 datiert wurden). Auf diesen Fotos sind fraglos Verletz-

ungen erkennbar. Ob diese Verletzungen allerdings von der angeblichen Attacke 

der Beschuldigten stammen, muss insbesondere angesichts der überzeugenden 

und dezidierten Zeugenaussage des Stadtpolizisten E._____ ernsthaft in Frage 

gestellt werden. Die Privatklägerin war am Tatabend massiv alkoholisiert. Die 

Atemluftmessung vor Ort ergab einen beachtlichen Wert von 1.95 ‰ (Urk. 1 S. 2). 

Die Beschuldigte war nach Wahrnehmung der ausgerückten Polizeibeamten sehr 

aggressiv und laut. Angesichts der – gesamthaft betrachtet – bedenklichen physi-

schen und psychischen Verfassung der Privatklägerin kann nicht ausgeschlossen 

werden, dass sie sich die am Folgetag fotografisch dokumentierten Verletzungen 

nach dem hier zur Diskussion stehenden Vorfall zugezogen hat. Dafür spricht je-

denfalls, dass der Zeuge E._____ vor Ort mit Ausnahme einer leichten Rötung 

nichts feststellen konnte, was er als Verletzung bezeichnet hätte. Was Dr. med. 

D._____ in seinem ärztlichen Zeugnis festhält, basiert im Wesentlichen auf den 

Angaben, welche er von der Privatklägerin erhalten hatte. Wörtlich führt er aus: 

"Gemäss ihre Anamnese, sie ist von Ihre Nachbarn (2 Personen) am 11.3.2016 

-  7  - 

um 22.00 Uhr attackiert worden. Der eine hat ihr mit dem Fuss in den Bauch ge-

kickt, der andere stand ihr auf dem Kopf" (Urk. 4/1). Dass der Arzt unter diesen 

Umständen die Vermutung aufstellte, die Verletzung im Gesicht könnte von einem 

Schuhabdruck stammen – spricht entgegen der Ansicht der Vorinstanz – nicht 

zwingend für die Richtigkeit des ärztlichen Zeugnisses, sondern widerspiegelt le-

diglich das, was er von seiner Patientin geschildert erhalten hatte. Selbst wenn 

das ärztliche Zeugnis uneingeschränkt zum Nachteil der Beschuldigten verwert-

bar wäre, liessen sich daraus keine zwingenden Schlüsse für die Sachverhaltser-

stellung ableiten. Insofern erübrigt sich diesbezüglich auch eine Beweisergänzung 

im Sinne von Art. 389 Abs. 2 lit. a StPO.  

5. Beweiswürdigung 

5.1. Die Beschuldigte und der Mitbeschuldigte C._____ bestreiten nicht, dass 

es an jenem Abend zu einer verbalen Auseinandersetzung mit der Privatklägerin 

gekommen ist. Hingegen bestreiten sie vehement, diese dabei tätlich angegriffen 

und sie dabei verletzt zu haben. Es ist daher zu überprüfen, ob sich die von der 

Privatklägerin geschilderte tätliche Auseinandersetzung anhand der vorhandenen 

Beweismittel erstellen lässt.  

5.2. Die Vorinstanz hat die Grundlagen der Beweiswürdigung zutreffend wie-

dergegeben, worauf zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen vorab zu ver-

weisen ist (Urk. 43 S. 4 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

5.3. Die Vorinstanz hat die Aussagen der Privatklägerin korrekt zusammen-

gefasst und wiedergegeben, weshalb darauf verwiesen werden kann (Urk. 43 

S. 5 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). Mit der Vorinstanz fällt auf, dass die Privatklägerin 

den eigentlichen Vorfall äusserst kurz schilderte und ihre Depositionen einige Un-

gereimtheiten aufweisen (Urk. 42 S. 8). Insbesondere schilderte sie auch 

die angeblichen körperlichen Übergriffe uneinheitlich. Während sie anlässlich der 

polizeilichen Befragung vom 5. Mai 2016 erklärte, der Mitbeschuldigte C._____ 

sei auf sie losgegangen, habe sie auf den Boden geworfen und angefangen, sie 

zu treten, er habe sie zuerst mit seinem rechten Fuss an beide Unterschenkel 

sowie in die rechte Rippengegend getreten sowie anschliessend mit beiden Fäus-

-  8  - 

ten in die rechte Gesichtshälfte sowie in die rechte Schläfe geschlagen und die 

Beschuldigte habe sie ebenfalls zuerst mit beiden Füssen an beiden Unterschen-

keln sowie am rechten Knie getreten und anschliessend mit beiden Händen an 

den Haaren gerissen (Urk. 3/1 S. 2 f.), erklärte sie anlässlich der staatsanwalt-

schaftlichen Einvernahme vom 13. Juli 2016, der Mitbeschuldigte C._____ habe 

sie auf den Boden geworfen, sie mit dem Fuss gegen den Unterschenkel, dann 

gegen den Oberschenkel und in die Seite des Bauchs getreten. Sie habe sich 

wehren wollen, woraufhin er sie in die rechte Seite getreten habe. Dann habe die 

Frau [die Beschuldigte] sie an den Haaren gezogen. Der Mitbeschuldigte C._____ 

habe sie dann auf die rechte Seite ins Gesicht getreten, auf Höhe der Wangen-

knochen. Auf Nachfrage, ob der Beschuldigte C._____ sie auch mit den Händen 

geschlagen habe, erklärte sie, "Also…ja, mit der Faust… Als ich am Boden lag", 

sie wisse es nicht mehr. Damit konfrontiert, dass sie bei der Polizei erklärt hatte, 

der Beschuldigte C._____ habe sie mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen, er-

klärte sie, er habe sie zuerst ins Gesicht getreten und dann geschlagen. Ausser-

dem erklärte sie auf Nachfrage, die Beschuldigte habe sie nicht geschlagen 

(Urk. 36 S. 3 f.). Mithin fällt auf, dass sie im Gegensatz zur polizeilichen Einver-

nahme im Rahmen der Befragung durch die Anklagebehörde nicht mehr wusste, 

ob und wie sie von den Beschuldigten geschlagen wurde. Den exakten Hergang 

der Auseinandersetzung und namentlich die Art und Weise, wie die Beschuldigten 

auf sie eingewirkt haben sollen, schilderte sie nicht in freier Rede, sondern jeweils 

erst auf Nachfragen (Urk. 3/6 S. 3 ff.). Auch schildert die Privatklägerin die Um-

stände des Arztbesuches widersprüchlich, indem sie erklärte, sie sei aufgrund der 

Verletzungen am nächsten Tag zum Arzt gegangen, von welchem sie Schmerz-

tabletten erhalten habe. Damit konfrontiert, dass sie gemäss dem Arztbericht je-

doch erst am 15. März 2016, mithin vier Tage nach dem Vorfall, den Arzt konsul-

tiert hätte, erklärte sie, sie habe sich geschämt. Sie habe immer Schmerztabletten 

zu Hause und diese genommen. Sie habe am 15. März 2016 immer noch Ohren-

bluten und Schmerzen gehabt, weshalb sie letztlich den Arzt aufgesucht habe 

(Urk. 3/6 S. 4 f.). Bedenkt man weiter, dass die Privatklägerin zum Zeitpunkt des 

Vorfalls einen Atemalkoholwert von 1.95 ‰ aufwies, so sind insgesamt in Bezug 

auf die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen gewisse Zweifel angebracht.  

-  9  - 

5.4. Demgegenüber machten sowohl die Beschuldigte als auch der Mitbeschul-

digte C._____ – auch nach Auffassung der Vorinstanz – grundsätzlich glaubhafte 

und überzeugende Angaben zum Vorfall (vgl. Urk. 43 S. 8). In Bezug auf die Aus-

sagen der Beschuldigten während der Untersuchung und vor Vorinstanz kann 

wiederum auf die Zusammenfassung im angefochtenen Urteil verwiesen werden 

(Urk. 43 S. 5). Auch anlässlich der Berufungsverhandlung bestätigte die Beschul-

digte die Richtigkeit ihrer bisherigen Aussagen und erklärte, die Privatklägerin ha-

be sich aus der Anzeige erhofft, Geld zu erhalten. Sie habe auch angeboten, die 

Anzeige gegen Geld fallen zu lassen. Die Privatklägerin habe zwei Gesichter und 

könne durchdrehen, weshalb sie glaube, dass die Privatklägerin sich die Ver-

letzungen selber zugefügt habe (Urk. 51 S. 5 ff.). Mithin sind die Aussagen der 

Beschuldigten konstant und weisen auch keine nennenswerten Widersprüche auf. 

Überdies stimmen sie auch mit den Aussagen des Mitbeschuldigten C._____ 

überein. 

5.5. Die Vorinstanz gelangte aufgrund der medizinischen Unterlagen sowie den 

am Tag nach der Auseinandersetzung aufgenommenen Fotografien zur Überzeu-

gung, dass der Anklagesachverhalt erstellt sei (Urk. 43 S. 8 f.). Wie vorstehend 

bereits dargelegt, ist das ärztliche Zeugnis allerdings als blosse Privatauskunft zu 

qualifizieren und nicht zum Nachteil der Beschuldigten verwertbar. Überdies be-

ruht das Zeugnis hauptsächlich auf den Aussagen der Privatklägerin, zumal diese 

den Arzt erst vier Tage nach dem Vorfall kontaktierte und ihm dabei unter ande-

rem schilderte, ein Nachbar sei ihr auf den Kopf gestanden (Urk. 4/1). Dem-

gegenüber sind auf den am Tag nach der Auseinandersetzung aufgenommenen 

Fotografien an der rechten Schläfe sowie über dem Auge rote Spuren und um das 

Auge eine bläuliche Verfärbung erkennbar. Ausserdem hatte die Privatklägerin 

blaue Flecken am rechten Bein (Urk. 4/1). Der Zeuge E._____, welcher am be-

sagten Abend zusammen mit seiner Kollegin zur fraglichen Auseinandersetzung 

ausgerückt war, erklärte, er habe vor Ort keine Verletzungen feststellen können, 

ansonsten hätten sie die Fotos bereits am Abend gemacht (Prot. I S. 11). Er habe 

an jenem Abend keine Verletzungen bei der Privatklägerin feststellen können, le-

diglich eine kleine Rötung auf der rechten Seite, jedoch sicherlich nicht in dem 

Ausmass, wie es auf den Fotos vom nächsten Tag ersichtlich sei. Gemäss ihrer 

-  10  - 

Einschätzung hätten sie die Rötung nicht als Verletzung erkannt, weil es sich 

auch um eine Rötung vom Kratzen oder Abstützen des Armes hätte handeln kön-

nen (Prot. I S. 14 f.). Ausserdem führte der Zeuge aus, die Privatklägerin habe 

sich sehr unkooperativ verhalten, immer wieder geschrien und sich über die Poli-

zei beschwert. Aufgrund ihres Alkoholgehalts habe sie sich auch nicht allzu adä-

quat ausdrücken können (Prot. I S. 11). Seiner persönlichen Einschätzung nach 

seien die Aggressionen an jenem Abend nicht von den Beschuldigten, sondern 

von der Privatklägerin ausgegangen, was auch so rapportiert worden sei (Prot. I 

S. 15).  

5.6. Nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" darf sich der Strafrichter nicht von 

der Existenz eines für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhalts überzeugt er-

klären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt 

so verwirklicht hat. Eine Verletzung dieses Grundsatzes liegt vor, wenn der Straf-

richter an der Schuld des Beschuldigten hätte zweifeln müssen, wobei bloss ab-

strakte und theoretische Zweifel nicht massgebend sind, weil solche immer mög-

lich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um 

erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich 

nach der objektiven Sachlage aufdrängen (statt vieler: BGE 120 Ia 31 E. 2.c). 

5.7. Aufgrund der glaubhaften Aussagen des Zeugen E._____ bestehen erheb-

liche Zweifel, ob sich die Auseinandersetzung zwischen der Beschuldigten sowie 

dem Mitbeschuldigten C._____ und der Privatklägerin tatsächlich so abgespielt 

hatte, wie es in der Anklageschrift geschildert wird. Die Aussagen der Privatkläge-

rin sind teilweise widersprüchlich und sie war an jenem Abend derart betrunken, 

dass die Polizei sie aufforderte, am nächsten Tag auf dem Polizeiposten zu er-

scheinen, um Anzeige zu erstatten (Urk. 1 S. 3). Falls der Mitbeschuldigte 

C._____ tatsächlich derart auf die Privatklägerin eingewirkt hätte, wie sie dies ge-

schildert hatte – immerhin wirft sie ihm Faustschläge mit beiden Händen ins Ge-

sicht sowie Fusstritte ins Gesicht, als sie am Boden lag, vor – hätte der Zeuge 

E._____ an jenem Abend wohl mehr als bloss eine kleine Rötung bei der Privat-

klägerin feststellen müssen, selbst wenn Hämatome einige Zeit brauchen, bis sie 

sichtbar werden. Schliesslich ist auf der vom Mitbeschuldigten C._____ ins Recht 

-  11  - 

gereichten Videoaufnahme ersichtlich, wie die Privatklägerin im Treppenhaus 

herumschreit und in Rage mit ihren Fäusten mit voller Wucht auf eine Türe ein-

schlägt (SB170367 Urk. 34/1-2), weshalb nicht gänzlich auszuschliessen ist, dass 

die Privatklägerin sich im Zustand der Aufgebrachtheit selber verletzt haben könn-

te. Somit verbleiben Zweifel, ob die bei der Privatklägerin festgestellten Verlet-

zungen wirklich aus der Auseinandersetzung mit dem Mitbeschuldigten C._____ 

sowie der Beschuldigten resultieren und folglich auch daran, wie diese Auseinan-

dersetzung genau abgelaufen ist. Mithin ist zweifelhaft, ob die Beschuldigte die 

Privatklägerin an den Haaren gerissen hat sowie ihr auf den Oberschenkel getre-

ten ist, weshalb die Beschuldigte nach dem Grundsatz in dubio pro reo vom Vor-

wurf der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB freizusprechen ist. 

III. Zivilansprüche 

6.1. Die Privatklägerin machte mit dem Formular "Geltendmachung von Rechten 

als Privatklägerschaft" eine Schadenersatzforderung im Umfang von Fr. 5'000.– 

sowie eine Genugtuung von Fr. 3'000.– geltend (Urk. 5/1).  

6.2. Die Vorinstanz verwies die Privatklägerin mit ihren gänzlich unbegründeten 

Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren auf den Zivilweg (Urk. 43 S. 13). 

6.3. Nachdem vorliegend ein vollumfänglicher Freispruch ergeht, verbleibt kein 

Raum für die Zusprechung von Schadenersatz und/oder Genugtuung. Demnach 

ist auf das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatklägerin nicht 

einzutreten. 

IV. Kosten 

7.1. Die erstinstanzliche Kostenfestsetzung gemäss Dispositiv Ziffer 5 ist zu be-

stätigen. 

7.2. Für das Berufungsverfahren ist keine Gerichtsgebühr zu erheben. 

-  12  - 

7.3. Die Kosten für die Untersuchung sowie diejenigen beider gerichtlicher Ver-

fahren sind ausgangsgemäss vorbehaltlos auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte A._____ wird vollumfänglich freigesprochen. 

2. Auf das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatklägerin wird 

nicht eingetreten. 

3. Die erstinstanzliche Kostenfestsetzung (Ziff. 5) wird bestätigt.  

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz.  

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens und des erstinstanzlichen Verfahrens 

sowie die Kosten des Strafbefehls, einschliesslich der Kosten der Unter-

suchung und Überweisung, werden auf die Gerichtskasse genommen. 

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Beschuldigte (übergeben) 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  
− die Privatklägerin B._____ 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Beschuldigte  
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  
− die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 
− die Privatklägerin B._____ 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss 

Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA mittels Kopie von Urk. 9/1 
− die Stadtpolizei Zürich mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG). 

-  13  - 

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 15. Januar 2018 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Leuthold 
 

 
 

 

	Urteil vom 15. Januar 2018
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz (Urk. 43 S. 13 f.)
	"Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte ist schuldig der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB.
	2. Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 300.–.
	3. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine  Ersatzfreiheitsstrafe von drei Tagen.
	4. Das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatklägerin B._____ wird auf den Zivilweg verwiesen.
	5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	6. Die Gerichtskosten gemäss vorstehender Ziffer sowie die Kosten des Strafbefehls (Unt. Nr. 2016/10018399) vom 27. Oktober 2016 inklusive die nachträglichen Untersuchungs- und Überweisungskosten der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat im Betrage von ins...
	7. (Mitteilungen)
	8. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge:
	1. Die Beschuldigte sei vom Vorwurf der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 StGB freizusprechen.
	2. Unter Kostenfolgen zulasten der Gerichtskasse.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales

	1. Verfahrensgang
	1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermeidung von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 43 S. 3 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO).
	1.2. Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 17. Juli 2017 wurde die Beschuldigte A._____ im Sinne des eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositivs schuldig gesprochen und bestraft. Gegen dieses Urteil, welches der Bes...
	1.3. Mit Präsidialverfügung vom 9. Oktober 2017 wurde der Privatklägerin sowie der Anklagebehörde Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erheben, oder begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 44). Daraufhin teilte die Anklag...
	1.4. Am 15. Januar 2018 fand die Berufungsverhandlung im vorliegenden Verfahren sowie gleichzeitig diejenige im (Parallel-)Verfahren gegen C._____ (SB170367) statt. Zu den Berufungsverhandlungen sind die Beschuldigte sowie der Mitbeschuldigte C._____ ...

	2. Umfang der Berufung
	2.1. In ihrer Berufungserklärung vom 2. September 2017 beantragte die Beschuldigte sinngemäss einen vollumfänglichen Freispruch unter entsprechender Regelung der Nebenfolgen (Urk. 42 A). Die Anklagebehörde beantragte demgegenüber die Bestätigung des ...
	2.2. Dementsprechend steht das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 17. Juli 2017 umfassend zur Disposition.
	II.  Sachverhalt

	3. Anklagevorwurf
	3.1. Die Anklagebehörde wirft der Beschuldigten im Strafbefehl vom 27. Oktober 2017 zusammengefasst vor, sie habe am 11. März 2016, ca. 21.10 Uhr, an der …strasse … in … Zürich, ihre Nachbarin B._____ nach einer verbalen Auseinandersetzung an den Haar...
	3.2. Die Beschuldigte bestritt den Anklagevorwurf sowohl während der Untersuchung und im vorinstanzlichen Verfahren als auch im Berufungsverfahren  vehement (Urk. 3/2, Urk. 3/5 sowie Prot. I. S. 18 ff. und Urk. 42 A, Urk. 51 S. 5 ff.).

	4. Beweismittel
	4.1. Der Anklagevorwurf basiert einerseits auf den belastenden Aussagen der Privatklägerin B._____ (Urk. 3/1 und Urk. 3/6) sowie auf dem ärztlichen Zeugnis des Hausarztes der Privatklägerin, Dr. med. D._____, vom 16. März 2016 (Urk. 4/1), und anderers...
	4.2. In Bezug auf den sich bei den Akten befindenden medizinischen Bericht des Hausarztes der Privatklägerin, Dr. med. D._____, vom 16. März 2016 (Urk. 4/1) ist Folgendes festzuhalten: Mutmasslich wurde der Bericht von der Stadtpolizei Zürich eingefor...
	Damit stellt sich die Frage, ob die mangelhafte Beweiserhebung mit Hilfe einer Beweisergänzung im Sinne von Art. 389 Abs. 2 StPO geheilt werden könnte. Diese Frage ist indes aus den nachfolgenden Gründen zu verneinen, denn auch inhaltlich bestehen – e...

	5. Beweiswürdigung
	5.1. Die Beschuldigte und der Mitbeschuldigte C._____ bestreiten nicht, dass es an jenem Abend zu einer verbalen Auseinandersetzung mit der Privatklägerin gekommen ist. Hingegen bestreiten sie vehement, diese dabei tätlich angegriffen und sie dabei ve...
	5.2. Die Vorinstanz hat die Grundlagen der Beweiswürdigung zutreffend wiedergegeben, worauf zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen vorab zu verweisen ist (Urk. 43 S. 4 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO).
	5.3. Die Vorinstanz hat die Aussagen der Privatklägerin korrekt zusammengefasst und wiedergegeben, weshalb darauf verwiesen werden kann (Urk. 43 S. 5 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). Mit der Vorinstanz fällt auf, dass die Privatklägerin den eigentlichen Vor...
	5.4. Demgegenüber machten sowohl die Beschuldigte als auch der Mitbeschuldigte C._____ – auch nach Auffassung der Vorinstanz – grundsätzlich glaubhafte und überzeugende Angaben zum Vorfall (vgl. Urk. 43 S. 8). In Bezug auf die Aussagen der Beschuldigt...
	5.5. Die Vorinstanz gelangte aufgrund der medizinischen Unterlagen sowie den am Tag nach der Auseinandersetzung aufgenommenen Fotografien zur Überzeugung, dass der Anklagesachverhalt erstellt sei (Urk. 43 S. 8 f.). Wie vorstehend bereits dargelegt, is...
	5.6. Nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" darf sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirkl...
	5.7. Aufgrund der glaubhaften Aussagen des Zeugen E._____ bestehen erhebliche Zweifel, ob sich die Auseinandersetzung zwischen der Beschuldigten sowie dem Mitbeschuldigten C._____ und der Privatklägerin tatsächlich so abgespielt hatte, wie es in der A...
	III.  Zivilansprüche
	IV.  Kosten

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte A._____ wird vollumfänglich freigesprochen.
	2. Auf das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatklägerin wird nicht eingetreten.
	3. Die erstinstanzliche Kostenfestsetzung (Ziff. 5) wird bestätigt.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz.
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens und des erstinstanzlichen Verfahrens sowie die Kosten des Strafbefehls, einschliesslich der Kosten der Untersuchung und Überweisung, werden auf die Gerichtskasse genommen.
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Beschuldigte (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Privatklägerin B._____
	 die Beschuldigte
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich
	 die Privatklägerin B._____
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA mittels Kopie von Urk. 9/1
	 die Stadtpolizei Zürich mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG).

	7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.