# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76e2d5df-dcfc-53ac-93f3-387c1eda74eb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.05.2010 E-3573/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3573-2010_2010-05-26.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3573/2010/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

X._______, angeblich geboren (...),
Guinea,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 12. Mai 2010 / N _______ .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3573/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat  Guinea  am 22.  März  2010  auf  dem Luftweg  verliess  und  am 
24. März 2010 in der Schweiz um Asyl ersuchte,

dass er am 12. April 2010 im (...) summarisch befragt und am 28. April  
2010 vom BFM zu seinen Asylgründen angehört wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen vorbrachte,  er  habe  am 28. September  2009 an einer 
Veranstaltung  der  Opposition  in  einem Stadion  in  A._______  teilge-
nommen, 

dass  Angehörige  des  Militärs  und  verschiedener  Sicherheitskräfte 
gegen die Teilnehmer eingeschritten seien,  wobei  viele Leute umge-
bracht und zahlreiche Frauen vergewaltigt worden seien,

dass  er  beim  Versuch,  aus  dem  Stadion  zu  fliehen,  verhaftet  und 
anschliessend  im  Camp  B._______  festgehalten  worden  sei,  wo  er 
wiederholt befragt worden sei,

dass er im Dezember 2009 wieder freigelassen worden sei, sich in der 
Folge aber bei einem Freund in A._______ versteckt habe, weil er be-
fürchtet habe, als Zeuge der Geschehnisse vom 28. September 2009 
vom Militär bedroht zu werden,

dass  seine  Mutter  und  Schwester  von  Angehörigen  des  Militärs 
bedroht  worden  seien  und  deshalb  in  ein  Dorf  im  Landesinneren 
umgezogen seien,

dass  sein  Onkel  aus  diesen  Gründen  seine  Ausreise  in  die  Wege 
geleitet habe,

dass er in Begleitung eines Schleppers mit einem auf eine ihm unbe-
kannte  Identität  lautenden Reisepapier  per  Flugzeug in  die  Schweiz 
gelangt sei,

dass er im Übrigen in der Heimat lediglich eine Geburtsurkunde und 
einen Schülerausweis gehabt habe, jedoch nicht in der Lage sei, diese 
Dokumente zu beschaffen, weil er keinen Kontakt zu seinen Angehö-
rigen im Heimatstaat aufnehmen könne, 

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dass das BFM mit Verfügung vom 12. Mai 2010 – gleichentags eröffnet 
–  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwer-
deführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie 
den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Aussa-
gen des Beschwerdeführers zum Verbleib seiner Identitätsdokumente 
seien unplausibel, zumal man in Guinea stets einen Identitätsausweis 
auf sich zu tragen habe, und das Vorbringen, er habe keine Möglich-
keit mit jemandem im Heimatstaat Kontakt aufzunehmen, als stereotyp 
zu bezeichnen sei,

dass als unglaubhaft zu erachten sei, dass der Beschwerdeführer kei-
nerlei  substanziierte  Angaben  zu  den  Umständen  seiner  Ausreise 
machen könne und namentlich seine Aussage, das verwendete Reise-
papier habe stets sein Begleiter  auf sich getragen und vorgewiesen, 
realitätsfremd sei,

dass aus diesen Umständen zu schliessen sei, der Beschwerdeführer 
beabsichtige, die wahren Umstände seines Reisewegs sowie das ver-
wendete Reisepapier zu verheimlichen, 

dass zudem seine Identität nicht feststehe,

dass  angesichts  des  pflichtwidrigen  Unterlassens  der  Abgabe  von 
Ausweisdokumenten sowie aufgrund der unzutreffenden Angaben des 
Beschwerdeführers zum Reiseweg und seinen widersprüchlichen und 
unplausiblen Aussagen zu seinem Alter die behauptete Minderjährig-
keit als unglaubhaft erscheine,

dass im Weiteren die Ausführungen des Beschwerdeführers zum Vor-
gehen  der  Sicherheitskräfte  beim  Übergriff  auf  die  Kundgebung  am 
28. September 2009  sowie  zu  der  anschliessenden  Haftzeit  den 
gesicherten Erkenntnissen des Bundesamts über die entsprechenden 
Ereignisse widersprechen würden und seine diesbezüglichen Ausfüh-
rungen unrealistisch, undetailliert und oberflächlich ausgefallen seien,

dass  dem  Beschwerdeführer  die  angebliche  Inhaftierung  nicht  ge-
glaubt werden könne und damit auch den weiteren darauf basierenden 
Vorbringen jegliche Grundalge entzogen sei,

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dass  der  Beschwerdeführer  somit  die  Anforderungen  an  die  Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und Art. 7 AsylG nicht erfülle und zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien, 

dass keine Anhaltspunkte für eine dem Beschwerdeführer drohende, 
gegen Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verstossende 
Strafe oder Behandlung vorliegen und weder die allgemeine Lage im 
Heimatstaat  noch  individuelle  Gründe  gegen  eine  Rückkehr  des 
Beschwerdeführers nach Guinea sprechen würden,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. Mai 2010 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
sinngemäss beantragte, es sei auf sein Asylgesuch einzutreten,

dass die vorinstanzlichen Akten am 19. Mai 2010 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerde frist-  und  formgerecht  eingereicht  ist,  der  Be-
schwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen  hat, 
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutz-
würdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung 
hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 108 
Abs. 2  AsylG  sowie  Art.  105  AsylG  i.V.m. Art.  37  VGG und  Art.  48 
Abs. 1 und 52 VwVG), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 

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Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs ma-
teriell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich vol-
le Kognition zukommt,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 

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Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder 
wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG 
die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) 
oder  wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätz-
licher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder 
eines Vollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass  es  sich  gemäss  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
BVGE 2007/7  beim Begriff  "Reise-  und  Identitätspapiere"  um Doku-
mente handelt, die "sowohl die einwandfreie Feststellung der Identität 
als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rückschaffung  ermöglichen" 
sollen (vgl. E. 6), 

dass vorliegend keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht  wur-
den  und  das  BFM in  der  angefochtenen  Verfügung  in  rechtsgenüg-
licher Weise dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, 

dass die Vorbringen in der Beschwerdeeingabe, in welcher namentlich 
auf den fehlenden Kontakt zu seinen Angehörigen verwiesen wird, kei-
ne andere Einschätzung zu rechtfertigen vermögen, 

dass  aufgrund  der  unplausiblen  und  undetaillierten  Schilderung  des 
Reiseweges  und  der  Reiseumstände  davon  auszugehen  ist,  der 
Beschwerdeführer  enthalte  die  für  seine  Reise  verwendeten  Reise- 
und Identitätspapiere den schweizerischen Asylbehörden in Verletzung 
seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) 
vor, 

dass somit  die Identität  des Beschwerdeführers bis heute nicht  fest-
steht  und  dadurch  auch  seine  persönliche  Glaubwürdigkeit  in  Frage 
gestellt ist, 

dass im Weiteren aufgrund der  überzeugenden Ausführungen in der 
angefochtenen Verfügung  und  der  Akten  in  Beachtung  der  im Urteil 
BVGE 2007/8 festgelegten Richtlinien (vgl. E. 5.6) der Schluss zu zie-
hen ist,  es bestehe weder  Anlass zur  Vornahme zusätzlicher  Abklä-

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rungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegwei-
sungshindernisses  noch  zur  direkten  Feststellung  der  Flüchtlings-
eigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), 

dass die Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
zur Unglaubhaftigkeit der Vorbringen vollumfänglich zu schützen sind, 

dass  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  in  der  Rechtsmittel-
eingabe,  in  welcher  er  erklärt,  seine Freilassung aus der  Haft  habe 
vermutlich einen Zusammenhang mit einem Attentatsversuch auf den 
Präsidenten gehabt und auf die gegenwärtig schwierige Allgemeinsitu-
ation  in  seinem  Heimatstaat  verweist,  ohne  aber  in  überzeugender 
Weise auf die Erwägungen des BFM im Einzelnen einzugehen, nicht 
geeignet sind, zu einer anderen Einschätzung zu führen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 
der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl.  WALTER STÖCKLI,  Asyl,  in:  UEBERSAX/RUDIN/HUGI YAR/GEISER, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148, 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht -
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder 
Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Guinea noch individuelle Gründe 
des  jungen,  alleinstehenden  und  gemäss  Aktenlage  gesunden  Be-
schwerdeführers  auf  eine konkrete  Gefährdung im Falle  einer  Rück-
kehr schliessen lassen,  weshalb der Vollzug der  Wegweisung vorlie-
gend zumutbar ist,

dass  der  Beschwerdeführer  seinen  Altersangaben  zufolge  am  (...) 
volljährig geworden ist und sich damit Ausführungen zum Kindeswohl 
im  Sinne  des  Übereinkommens  vom  20.  November  1989  über  die 
Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) erübrigen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 

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der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde. 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

Versand: 

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