# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09ea0998-fc92-5f19-93c9-1168eb4c3fbd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-30
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 30.06.2017 SK 2016 355
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2016-355_2017-06-30.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 16 355+356

Hochschulstrasse 17
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 30. Juni 2017 

Besetzung Oberrichterin Hubschmid (Präsidentin i.V.), Obergerichtssuppleant 
Bettler, Oberrichter Vicari 
Gerichtsschreiberin Segessenmann

Verfahrensbeteiligte A.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

vertreten durch Staatsanwalt F.________, Staatsanwaltschaft des 
Kantons Bern, Region Bern-Mittelland, Amthaus, Hodlerstrasse 7, 
3011 Bern

und

C.________ AG

Straf- und Zivilklägerin 1

und

D.________ AG

Straf- und Zivilklägerin 2

und

E.________ AG

Zivilklägerin

2

Gegenstand gewerbsmässiger Betrug, Urkundenfälschung, Gehilfenschaft zur 
Veruntreuung sowie Widerrufsverfahren

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Kollegialgericht) vom 25. Mai 2016 (PEN 2014 935)

3

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Mit Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Kollegialgericht) vom 25. Mai 2016 
wurde A.________ (nachfolgend Beschuldigter) freigesprochen von der Anschuldi-
gung des versuchten gewerbsmässigen Betrugs, angeblich begangen am 
2. März 2012 (in 3 Fällen) und am 5. März 2012, sowie von der Anschuldigung der 
Urkundenfälschung, angeblich begangen durch Gebrauch zur Täuschung beim 
Kreditvertrag lautend auf G.________, durch Gebrauch zur Täuschung der Lohn-
abrechnungen der H.________ SA und durch Fälschung des Betreibungsregister-
auszugs lautend auf I.________ sowie durch Gebrauch zur Täuschung von zwei 
gefälschten Lohnabrechnungen der J.________ AG im April 2013; dies unter Auf-
erlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten (10 %) in der Höhe von 
CHF 3‘080.50 an den Kanton Bern. Hingegen wurde der Beschuldigte schuldig er-
klärt des gewerbsmässigen Betrugs und des Versuchs dazu, gemeinsam began-
gen mit anderen Personen im Zeitraum von Mitte August 2011 bis Ende März 2012 
in Bern in 42 Fällen, wobei die Verurteilung in 24 Fällen wegen versuchter Tatbe-
gehung erfolgte. Weiter wurde der Beschuldigte der Urkundenfälschung, mehrfach 
begangen von Mitte August 2011 bis Ende März 2012 in Bern durch Herstellen ge-
fälschter Urkunden in 7 Fällen, durch Anstiftung von K.________ zum Herstellen 
gefälschter Urkunden in 5 Fällen sowie durch Gebrauch zur Täuschung der ge-
fälschten Urkunden, für welche Schuldsprüche wegen Betrugs erfolgten und soweit 
keine Schuldsprüche für die Herstellung bzw. Anstiftung zur Herstellung ergingen. 
Weitere Schuldsprüche wegen Urkundenfälschung erfolgten wegen Herstellens ei-
nes gefälschten Betreibungsregisterauszugs am 23. November 2011 in Bern und 
wegen Herstellens eines gefälschten Formulars für ein geleastes Fahrzeug, ge-
meinsam begangen mit K.________ am 20. März sowie am 28. März 2012 in Bern. 
Schliesslich wurde der Beschuldigte auch der Veruntreuung, gemeinsam begangen 
mit K.________ am 20. März 2012 und am 28. März 2012 in Bern zum Nachteil der 
E.________ AG (heute E.________ AG, nachfolgend Privatklägerin 3) schuldig er-
klärt und hierfür zu einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten sowie zur Bezahlung der 
anteilsmässigen Verfahrenskosten von CHF 27‘724.40 verurteilt. Für Details wird 
auf das erstinstanzliche Urteil verwiesen (pag. 7786 ff.). Das Regionalgericht ver-
zichtete weiter auf den Widerruf des für eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen ge-
währten bedingten Vollzugs, verlängerte jedoch die Probezeit um ein halbes Jahr, 
unter Auferlegung der Verfahrenskosten von CHF 300.00 für das Widerrufsverfah-
ren an den Beschuldigten. Im Zivilpunkt wurde der Beschuldigte zur Bezahlung von 
CHF 455‘700.50 Schadenersatz an die Straf- und Zivilklägerin C.________ AG 
(nachfolgend Privatklägerin 1) verurteilt. Soweit weitergehend, wurde die Zivilklage 
auf den Zivilweg verwiesen. Die Zivilklage der Privatklägerin 3 wurde ebenfalls auf 
den Zivilweg verwiesen. Die Zivilklage der Straf- und Zivilklägerin 2 D.________ 
AG (nachfolgend Privatklägerin 2) wurde vollumfänglich gutgeheissen und der Be-
schuldigte wurde zur Bezahlung von CHF 83‘281.15 Schadenersatz verurteilt. Für 
die Behandlung sämtlicher Zivilklagen schied die Vorinstanz keine Kosten aus. 

4

Schliesslich traf die Vorinstanz die nötigen Verfügungen betreffend Löschung des 
erstellten DNA-Profils sowie der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen 
Daten und zog den beschlagnahmten Laptop HP zur Vernichtung ein. Die be-
schlagnahmten Dokumente wurden als Beweismittel in die amtlichen Akten inte-
griert, wo sie auch nach Eintritt der Rechtskraft verbleiben. 

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 3. Juni 2016 form- und fristgerecht die Berufung an (pag. 7832). In 
der ebenfalls form- und fristgerecht erfolgten Berufungserklärung vom 24. Okto-
ber 2016 erklärte der Beschuldigte mit Ausnahme der Freisprüche, des Entscheids 
im Widerrufsverfahren und der Schuldsprüche wegen Urkundenfälschung gemäss 
Ziff. II.2.1.1.5, II.2.1.1.7 und II.2.2 des vorinstanzlichen Dispositivs die vollumfängli-
che Anfechtung des Urteils vom 25. Mai 2016, dies unter den entsprechenden Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen. Weiter beantragte er eine Entschädigung für die zu 
Unrecht ausgestandene Untersuchungshaft von 170 Tagen im Umfang von 
CHF 200.00 pro Tag (pag. 8017 ff.). Mit Verfügung vom 26. Oktober 2016 gewährte 
die Verfahrensleitung des Obergerichts des Kantons Bern der Generalstaatsan-
waltschaft und den Privatklägerinnen Gelegenheit, Anschlussberufung zu erklären, 
begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen und zum gestellten 
Beweisantrag der Verteidigung Stellung zu nehmen (pag. 8071 f.). Am 2. Novem-
ber 2016 verzichtete die Generalstaatsanwaltschaft darauf, Anschlussberufung zu 
erklären und zum Beweisantrag Stellung zu nehmen (pag. 8033 f.). Die Privatklä-
gerinnen haben sich nicht vernehmen lassen. Mit Verfügung vom 25. Januar 2017 
hiess die Verfahrensleitung den Beweisantrag der Verteidigung gut und teilte den 
Parteien den Wechsel der Verfahrensleitung mit (pag. 8045 f.). Nachdem den Par-
teien die Vorladungen zugestellt wurden (pag. 8065 ff.) stellte die Privatklägerin 2 
schriftlich Anträge und gab sinngemäss ihren Verzicht auf die Teilnahme an der 
oberinstanzlichen Hauptverhandlung bekannt (pag. 8074). Am 6. Juni 2017 gab die 
Privatklägerin 1 ebenfalls ihren Verzicht auf die Teilnahme an der Berufungsver-
handlung bekannt und reichte dem Gericht eine Aufstellung der aktualisierten Zivil-
forderungen ein (pag. 8094 ff.).

3. Anträge der Parteien

Mit Schreiben vom 3. Februar 2017 stellte die Privatklägerin 2 folgende Anträge 
(pag. 8074):

1. Die Berufung von A.________ vom 24. Oktober 2016 sei abzuweisen, A.________ schuldig 
zu sprechen und zu einer angemessenen Strafe zu verurteilen.

2. A.________ sei zu verurteilen, der D.________ AG den Betrag von CHF 83‘281.15 zu be-
zahlen.

3. Die Verfahrenskosten seien A.________ aufzuerlegen. 

Die Privatklägerin 1 stellte mit Eingabe vom 6. Juni 2017 sinngemäss den Antrag, 
der Beschuldigte sei zur Bezahlung der geltend gemachten Forderungen zu verur-
teilen (pag. 8094). Die Privatklägerin 3 hat sich nicht vernehmen lassen. 

5

Rechtsanwalt B.________ stellte und begründete an der oberinstanzlichen Haupt-
verhandlung namens des Beschuldigten folgende Anträge (pag. 8157 f.). 
1. Es sei festzustellen, dass das Urteil vom 25. Mai 2016 des Regionalgerichts Bern-Mittelland 

in Rechtskraft erwachsen ist in Bezug auf:
1.1 die Schuldsprüche wegen Urkundenfälschung
a) durch Herstellen einer gefälschten Urkunde gemäss Ziff 11.2.1.1.5 (Lohnabrechnungen 

L.________ GmbH für M.________)
b) durch Herstellen einer gefälschten Urkunde gemäss und Ziff. 11.2.1.1.7 (Betreibungsregis-

terauszug für N.________);
c) durch Herstellen eines gefälschten Betreibungsregisterauszuges von O.________ (Ziff. 

11.2.2. des Urteils);
1.2 die Freisprüche wegen
a) versuchten gewerbsmässigen Betruges (Ziff. 1.1 des Urteils);
b) Urkundenfälschung (Ziff. 1.2 des Urteils);
1.3 die mit den Freisprüchen anteilsmässige Auferlegung der Verfahrenskosten an den Kanton 

Bern (Ziff 1.3. des Urteils)
1.4 den Entscheid im Widerrufsverfahren (Ziff. IV. des Urteils).2. A.________ sei freizusprechen 

von den Anschuldigungen

2. A.________ sei freizusprechen von den Anschuldigungen
2.1 des gewerbsmässigen Betruges und des Versuchs dazu (Ziff. 1.1 der Anklageschrift);
2.2 der Urkundenfälschung, mehrfach begangen Gebrauch zur Täuschung (Ziff. 1.2.1.1. der An-

klageschrift);
2.3 der Urkundenfälschung, mehrfach begangen durch Fälschen (Ziff 12 1 2 1 bis und mit 

1.2.1.2.5 und Ziff. 1.2.1.2.7 der Anklageschrift);
2.4 der Urkundenfälschung durch Anstiftung zum Fälschen (Ziff. 1.2.1.3. des Urteils);
2.5 der Urkundenfälschung durch Herstellen eines gefälschten Formulars 178 „Halterwechsel 

verboten" für das durch P.________ geleaste Fahrzeug BMW X5 (Ziff. 1.2.3. der Anklage-
schrift);

2.6 der Urkundenfälschung durch Herstellen eines gefälschten Formulars 178 „Halterwechsel 
verboten" für das durch Q.________ geleaste Fahrzeug Chevrolet Spark (Ziff. 1.2.4. der An-
klageschrift);

2.7 der Urkundenfälschung durch Gebrauch einer gefälschten Urkunde zur Täuschung zum 
Nachteil der R.________ AG (Ziff. 1.2.5. der Anklageschrift);

2.8 der Gehilfenschaft zur Veruntreuung (Ziff. 1.3. der Anklageschrift).

3. A.________ sei zu verurteilen:
3.1 zu einer 60 Tagessätze zu CHF 30.00 nicht übersteigenden Geldstrafe, unter Gewährung 

des bedingten Strafvollzuges bei einer Probezeit von 2 Jahren;
3.2 zu den auf die rechtskräftigen Schuldsprüche entfallenden Verfahrenskosten des erstinstanz-

lichen Verfahrens in gerichtlich zu bestimmender Höhe.

4. Sämtliche Zivilklagen seien unter Kosten- und Entschädigungsfolgen abzuweisen.

5. A.________ sei mit CHF 200.00 pro Tag für die Untersuchungshaft von 179 Tagen zu ent-
schädigen.

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6. Die amtliche Entschädigung und das volle Honorar der amtlichen Verteidigung von 
A.________ durch Rechtsanwalt B.________ im erstinstanzlichen Verfahren seien gemäss 
Kostennote zu bestimmen.

7. Dem zuständigen Bundesamt sei die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA Profils 
(PCN-Nr. .________) von A.________ zu erteilen (Art. 16 Abs. 1 lit. e DNA-ProfilG).

8. Der Laptop HP schwarz mit Akku sei A.________ zurückzugeben.

9. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst sei die Zustimmung zur Löschung der von 
A.________ erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf der ge-
setzlichen Frist zu erteilen (Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Be-
arbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).

10. Die Kosten der schriftlichen Urteilsbegründung und des Verfahrens vor Obergericht seien 
dem Kanton Bern aufzuerlegen.

11. Das Honorar des amtlichen Verteidigers sei im oberinstanzlichen Verfahren sei gemäss Kos-
tennote zu bestimmen.

Staatsanwalt F.________ stellte und begründete an der oberinstanzlichen Haupt-
verhandlung folgende Anträge (pag. 8159 ff.):

I.

Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 25.05.2016 insoweit in 
Rechtskraft erwachsen ist, als
1. A.________ freigesprochen wurde:
1.1 von der Anschuldigung des versuchten gewerbsmässigen Betruges gemäss Ziff. 1./1 des Ur-

teilsdispositivs
1.2 von der Anschuldigung der Urkundenfälschung gemäss Ziff. 1./2 des Urteilsdispositivs:
2. die anteilsmässigen erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 3'080.50 dem Kanton Bern 

auferlegt wurden (Ziff. 11./3 Urteilsdispositiv);
3. A.________ schuldig erklärt wurde wegen Urkundenfälschung, mehrfach begangen, gemäss 

Ziff. 11./2.1.1.5, Ziff. 11./2.1.1.7 und Ziff. 11./2.2 des Urteilsdispositivs; der A.________ mit 
Strafbefehl (0 .________) der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Oberland, vom 
22.03.2012 für eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 80.00, ausmachend CHF 
12'000.00 gewährte bedingte Vollzug nicht widerrufen wurde; die Probezeit um ein halbes 
Jahr verlängert wurde, und die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 300.00 für das 
Widerrufsverfahren A.________ auferlegt wurden (vgl. Ziff. IV. Urteilsdispositiv).

4. der A.________ mit Strafbefehl (0 .________) der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, 
Region Oberland, vom 22.03.2012 für eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 80.00, 
ausmachend CHF 12'000.00 gewährte bedingte Vollzug nicht widerrufen wurde; die Probe-
zeit um ein halbes Jahr verlängert wurde, und die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von 
CHF 300.00 für das Widerrufsverfahren A.________ auferlegt wurden (vgl. Ziff. IV. Urteils-
dispositiv).

II.
A.________ sei schuldig zu erklären:

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1. des gewerbsmässigen Betruges und des Versuchs dazu, gemeinsam begangen mit anderen 
Personen im Zeitraum von Mitte August 2011 bis Ende März 2012 in Bern und anderswo 
z.N. E.________ AG, C.________ AG und D.________ AG, in sämtlichen unter Ziff. 11./1. 
des Urteilsdispositivs genannten Fällen;

2. der Urkundenfälschung, mehrfach begangen
2.1 im Zeitraum von Mitte August 2011 bis Ende März 2012 in Bern und anderswo zum Nachteil 

von E.________ AG, C.________ AG und D.________ AG,
2.1.1 durch Herstellen gefälschter Urkunden in Fällen gemäss Ziff. 11./2.1.1.1. bis 2.1.1.4. sowie 

Ziff. 2.1.1.6. des Urteilsdispositivs;
2.1.2 durch Anstiftung von K.________ zum Herstellen gefälschter Urkunden in sämtlichen unter 

Ziff. 11./2.1.2. des Urteilsdispositivs genannten Fällen;
2.1.3 durch Gebrauch zur Täuschung gemäss Urteilsdispositiv Ziff. 11./2.1.3.;
2.2 gemeinsam mit K.________ am 20.03.2012 in Bern z.N. E.________ AG durch Herstellen 

eines gefälschten Formulars 178 für das durch P.________ geleaste Fahrzeug BMW X5, 
Stamm-Nr. .________ (gemäss Urteilsdispositiv Ziff. 11./2.3.);

2.3 gemeinsam mit K.________ am 28.03.2012 in Bern z.N. E.________ AG durch Herstellen 
eines gefälschten Formulars 178 für das durch Q.________ geleaste Fahrzeug Chevrolet 
Spark, Stamm-Nr. .________ (gemäss Urteilsdispositiv Ziff. 11./2.4.);

3. der Gehilfenschaft zur Veruntreuung, mehrfach und gemeinsam mit K.________ sowie ande-
ren Personen begangen

3.1 am 20.03.2012 in Bern und anderswo zum Nachteil von E.________ AG (gemäss Urteilsdis-
positiv Ziff. 11./3.1.);

3.2 am 28.03.2012 in Bern und anderswo zum Nachteil von E.________ AG (gemäss Urteilsdis-
positiv Ziff. 11./3.2; und er sei gestützt darauf sowie auf die bereits in Rechtskraft erwachse-
nen Schuldsprüche in Anwendung von

Art. 22 Abs. 1, 24, 25, 40, 47, 49 Abs. 1, 51, 138 Ziff. 1, 146 Abs. 1 und 2, 251 Ziff. 1
StGB;
Art. 426 Abs. 1, 428 Abs. 1 StPO

zu verurteilen:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersu-
chungshaft von 179 Tagen;

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erstinstanzlichen und der vollumfänglichen oberinstanzli-
chen Verfahrenskosten (inkl. eine Gebühr von CHF 1'000.00 00 für die Vertretung der Ankla-
ge vor oberer Instanz Art. 21 VKD).

III.
Im Weiteren sei zu verfügen:
1. Der beschlagnahmte Laptop HP schwarz mit Akkus sei zur Vernichtung einzuziehen (Art. 69 

StGB).
2. Die unter Ziff. des Urteilsdispositivs aufgeführten Dokumente seien als Beweismittel bei den 

Akten zu belassen.
3. Die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils (PCN-Nr. .________) sei nach Ab-

lauf der Frist durch das zuständige Bundesamt einzuholen (Art. 16 Abs. 4 DNA-ProfilG).

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4. Die Zustimmung zur Löschung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten 
sei nach Ablauf der Frist durch die auftraggebende Behörde einzuholen (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. 
19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).

5. Das Honorar der amtlichen Verteidiger sei gerichtlich zu bestimmen (Art. 135 StPO).

4. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

In seiner Berufungserklärung vom 24. Oktober 2016 beantragte der Beschuldigte, 
die vollständigen Verfahrensakten im Verfahren gegen S.________ und 
T.________ wegen Betrugs und Urkundenfälschung seien zu edieren (pag. 8021). 
Mit Verfügung vom 25. Januar 2017 hiess die Verfahrensleitung den Beweisantrag 
der Verteidigung gut (pag. 8045 f.). Von Amtes wegen wurden über den Beschul-
digten ein aktueller Leumundsbericht samt Erhebungsformular wirtschaftliche Ver-
hältnisse (pag. 8108 ff.) sowie ein aktueller Strafregisterauszug (pag. 8118 f.) ein-
geholt. Anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung wurde der Beschuldigte 
ebenfalls von Amtes wegen zu seinen aktuellen persönlichen Verhältnissen befragt 
(pag. 8125 f.).

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Mit Ausnahme der in Rechtskraft erwachsenen Freisprüchen, den Schuldsprüchen 
gemäss Ziff. II.2.1.1.5, II.2.1.1.7 und II.2.2 des vorinstanzlichen Dispositivs sowie 
des Entscheids im Widerrufsverfahren hat die Kammer sämtliche Schuldsprüche, 
die Sanktion, die Zivilklagen, die Einziehung des Laptops sowie die Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu überprüfen. Die Kammer verfügt dabei über volle Kogniti-
on (Art. 398 Abs. 2 der Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0]). 
Aufgrund der fehlenden (Anschluss-)berufung durch die Generalstaatsanwaltschaft 
sowie die Privatklägerinnen ist die Kammer an das Verschlechterungsverbot ge-
bunden (Art. 391 Abs. 2 StPO).

II. Einleitende Vorbemerkungen

6. Vorbemerkungen zum Sachverhalt

Das vorliegende Strafverfahren gründet auf umfangreichen und intensiven Ermitt-
lungen gegen in diversen Kantonen ansässige Personen, welchen verschiedene 
betrügerische Handlungen – mehrheitlich im Bereich der Vermittlungen von Klein-
krediten – vorgeworfen wird. Die Personen, welche im Fokus der Ermittlungen ver-
schiedener kantonaler Behörden standen, haben in arbeitsteiliger Zusammenarbeit 
diversen Personen, welche aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation nicht kredit-
würdig waren, Kleinkredite bei Banken vermittelt. Um die Kreditgewährung zu be-
wirken, haben die Täter jeweils Dokumente wie Lohnabrechnungen und Betrei-
bungsregisterauszüge etc. gefälscht und den Banken eingereicht bzw. einreichen 
lassen. Für diese Dienstleistung schuldeten die Kreditnehmer den Tätern jeweils 
eine Provision in unterschiedlicher Höhe. 

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, solche Kreditvermittlungen an nicht kredit-
würdige Personen im Raum Bern vorgenommen zu haben. Im Berufungsverfahren 
sind noch 42 Fälle zu überprüfen. Konkret soll der Beschuldigte – gegen Bezahlung 

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eines Erfolgshonorars von mindestens 10 % der Kreditsumme – den jeweiligen 
Kreditantrag zur Täuschung der Bank mit falschen Angaben versehen und die da-
mit korrespondierenden Fälschungen der von der Bank verlangten Dokumente be-
schafft haben, indem er diese entweder selbst fälschte oder fälschen liess. Mit die-
sem Vorgehen soll der Beschuldigte die Ausbezahlung der Kreditsumme an die 
Kreditnehmer erwirkt haben bzw. einen entsprechenden Versuch vorgenommen 
haben (pag. 7337). Bezüglich der dem Beschuldigten im Einzelnen vorgeworfenen 
Handlungen kann auf die Anklageschrift vom 9. Dezember 2014 verwiesen werden 
(pag. 7336 ff.). 

In einzelnen Fällen soll der Beschuldigte mit anderen Tätern bzw. Mittätern zu-
sammengearbeitet haben, welche jedoch – gleich wie die Kreditnehmer – in sepa-
raten Strafverfahren abgeurteilt wurden (so insbesondere S.________ und 
T.________). Das Strafverfahren gegen den Beschuldigten und einen weiteren Be-
teiligten K.________ wurde vorderhand zusammen geführt, anlässlich der ersten 
erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 27. bis 29. April 2015 jedoch getrennt 
(pag. 7573 ff.). Das Strafverfahren gegen K.________ wurde mit Urteil vom 
29. April 2015 rechtskräftig abgeschlossen. 

7. Vorbemerkungen zum Aufbau des vorliegenden Motivs

Der Aktenumfang des vorliegenden Strafverfahrens ist insbesondere aufgrund der 
zahlreichen zu beurteilenden Anklagepunkte erheblich. Da das Vorgehen des Be-
schuldigten jedoch stets einem ähnlichen Muster folgte, erfolgen zuerst allgemeine 
Ausführungen zum Sachverhalt und zur Beweiswürdigung. Auch eine allgemeine 
rechtliche Würdigung wird bereits vorab erfolgen. Um unnötige Wiederholungen zu 
vermeiden und den Umfang des vorliegenden Motivs zu begrenzen, wird bei der 
Prüfung der einzelnen strafrechtlichen Vorwürfe – soweit sich keine Besonderhei-
ten ergeben – auf diese allgemeinen Erwägungen verwiesen werden. Weiter wird 
im Rahmen der Beweiswürdigung grösstenteils auf die Ausführungen der Vorin-
stanz verwiesen, wobei die entsprechenden Abschnitte des erstinstanzlichen Mo-
tivs zur besseren Verständlichkeit des Sachverhalts als Zitat wiedergegeben wer-
den.

III. Formelles – Verletzung des Anklagegrundsatzes

Die Verteidigung rügte anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung eine 
Verletzung des Anklagegrundsatzes. Der Sachverhalt sei nicht erstellt worden, es 
sei deshalb gar nicht möglich, über die dem Beschuldigten gemachten Vorwürfe 
gemäss Anklage Beweis zu führen. Nicht nur im Dispositiv sondern auch in der 
schriftlichen Begründung seien keine weiteren Informationen zum angeblich straf-
baren Verhalten bzw. dem Tatbeitrag des Beschuldigten vorhanden. 

Das Bundesgericht hat zum Anklagegrundsatz Folgendes festgehalten (Urteil des 
Bundesgerichts BGer 6B_1319/2016 vom 22. Juni 2017, E. 2.1):

Die Anklage hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so prä-
zise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver Hinsicht genügend konkretisiert 
sind. Zugleich bezweckt das Anklageprinzip den Schutz der Verteidigungsrechte der beschuldigten 

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Person und garantiert den Anspruch auf rechtliches Gehör (Informationsfunktion; BGE 133 IV 235 E. 
6.2 f.; 126 I 19 E. 2a; je mit Hinweisen). Diese muss aus der Anklage ersehen können, was ihr konkret 
vorgeworfen wird, damit sie ihre Verteidigungsrechte angemessen ausüben kann. Sie darf nicht erst 
an der Gerichtsverhandlung mit neuen Anschuldigungen konfrontiert werden (vgl. Urteile 
6B_492/2015 vom 2. Dezember 2015 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 141 IV 437; 6B_1079/2015 vom 29. 
Februar 2016 E. 1.1; 6B_1073/2014 vom 7. Mai 2015 E. 1.2; je mit Hinweisen).

Die Anklageschrift ist indes nicht Selbstzweck, sondern dient der Umgrenzung des Prozessgegen-
standes und der Information der beschuldigten Person, damit diese die Möglichkeit hat, sich zu ver-
teidigen (BGE 141 IV 132 E. 3.4.1; 140 IV 188 E. 1.3 f.; je mit Hinweisen; Urteil 6B_462/2014 vom 27. 
August 2015 E. 2.3.1, nicht publ. in: BGE 141 IV 369). Ungenauigkeiten sind solange nicht von ent-
scheidender Bedeutung, als für die beschuldigte Person keine Zweifel darüber bestehen, welches 
Verhalten ihr angelastet wird (Urteile 6B_866/2016 vom 9. März 2017 E. 2.2; 6B_803/2014 vom 15. 
Januar 2015 E. 1.3; je mit Hinweisen). An die Anklageschrift dürfen keine überspitzt formalistische An-
forderungen gestellt werden (vgl. Urteil 6B_966/2009 vom 25. März 2010 E.3.3).

Mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung ist vorliegend eine Verletzung 
des Anklagegrundsatzes zu verneinen. Die Anklageschrift gibt den dem Beschul-
digten vorgeworfenen Sachverhalt präzise wieder. Sie beschreibt den Tatbeitrag 
ausführlich (vgl. pag. 7337) und äussert sich auch zu den einzelnen Fällen detail-
liert (Angabe des Kreditnehmers, Kreditsumme, Datum Kreditvertrag und Auszah-
lung, geschädigte Bank, gefälschte Unterlagen, Honorar und weitere Beteiligte (vgl. 
pag. 7338 ff.). Dass nicht in allen Fällen sämtliche Mittäter namentlich bekannt sind 
bzw. genannt werden, schadet dabei nicht und ist – insbesondere in Fällen der 
bandenmässigen Begehung von Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittel-
gesetz – in der Praxis häufig der Fall. Vorliegend ist es dem Beschuldigten anhand 
der Informationen in der Anklageschrift ohne weiteres möglich festzustellen, wel-
ches strafbare Verhalten ihm angelastet wird. Der Beschuldigte kann anhand die-
ser Angaben seine Verteidigungsrechte uneingeschränkt ausüben. Die Verteidi-
gung bemängelt im Wesentlichen denn auch nicht den Inhalt der Anklageschrift 
sondern die vorinstanzliche Begründung bzw. Sachverhaltsfeststellung. Darauf wird 
im Folgenden noch näher einzugehen sein. Die Kammer wird insbesondere den 
Tatbeitrag des Beschuldigten konkret definieren. Eine Verletzung des Anklage-
grundsatzes ist jedenfalls zu verneinen. 

IV. Sachverhalt und Beweiswürdigung im Allgemeinen

8. Polizeiliche Ermittlungen zum Sachverhalt

Im Rahmen der Ermittlungen konnten in sachverhaltsmässiger Hinsicht verschie-
dene Auffälligkeiten, welche für die Beweiswürdigung von Bedeutung sind, festge-
stellt werden:

Verschiedene Kreditanträge an die Privatklägerin 2 wurden über die gleiche IP-
Adresse übermittelt. Die Adresse konnte einem offenen WLAN an der U.________ 
Strasse in .________ Bern zugeordnet werden. Die an der betreffenden Adresse 
wohnhaften Personen konnten jedoch glaubhaft versichern, keinen Bezug zu den 
Kreditanträgen zu haben. Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen wurde schliesslich 

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festgestellt, dass auch N.________, eine Kreditnehmerin und Bekannte des Be-
schuldigten, welche regelmässigen telefonischen Kontakt mit ihm pflege und im 
gleichen Block wohnhaft war, Zugang zum Netzwerk hatte und dieses auch regel-
mässig nutzte (vgl. Ausführungen der Vorinstanz auf pag. 7850 f., S. 13 f. der Ent-
scheidbegründung). 

Weiter hat die Vorinstanz zutreffend dargelegt, dass die gefälschten Lohnabrech-
nungen regelmässig die gleichen angeblichen Arbeitgeber enthielten. Häufig tau-
chen die V.________ GmbH, W.________ (Firma) und die X.________ GmbH auf 
(vgl. Ausführungen der Vorinstanz auf pag. 7851 f., S. 14 f. der Entscheidbegrün-
dung). 

Schliesslich ist auch auf Ähnlichkeiten bei den gefälschten echtheitsbestätigten 
Kopien Niederlassungsbewilligung bzw. Schweizer Identitätskarten zu verweisen. 
In zahlreichen Fällen wurde der Poststempel Bern BR.________ 23.11.2011 ver-
wendet, oftmals auch derselbe Name des (angeblichen) Sachbearbeiters, 
Y.________ (vgl. Ausführungen der Vorinstanz pag. 7852, S. 15 der Entscheidbe-
gründung).

9. Grundlagen der Beweiswürdigung

Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundlagen der Beweiswürdigung und insbe-
sondere der Aussagenanalyse zutreffend wiedergegeben. Darauf wird vollumfäng-
lich verwiesen (pag. 7853 ff., S. 16-18 der Entscheidbegründung).

10. Würdigung der Aussagen des Beschuldigten

Bei den vorliegend zu prüfenden strafrechtlichen Vorwürfen sind – neben den oben 
dargelegten Indizien – insbesondere die subjektiven Beweismittel von entschei-
dender Bedeutung. In vielen Fällen liegen neben den Aussagen der jeweiligen Kre-
ditnehmer lediglich die Aussagen des Beschuldigten vor, wobei sich dieser oftmals 
darauf beschränkt, die Vorwürfe pauschal zu bestreiten. Im Folgenden wird daher 
darzulegen sein, wieso die Kammer die Aussagen des Beschuldigten grösstenteils 
als nicht glaubhaft erachtet und darauf nicht abstellt.

Zunächst einmal kann auf die folgenden zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz 
verwiesen werden (pag. 7855 ff., S. 18-20 der Entscheidbegründung):

Im Wesentlichen hat der Beschuldigte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe während der gesamten 
Strafuntersuchung bestritten. Bis zum Schluss behauptete er, selber keine Kreditanträge bei den 
Banken eingereicht, sondern nur vermittelt zu haben. Im Verlauf der Untersuchung nannte er auch die 
Namen der jeweiligen Kreditnehmer. Diese späteren Zugeständnisse stehen im Widerspruch zu sei-
nen ersten Aussagen, wonach er mit den Krediten überhaupt nichts zu tun gehabt habe. Ebenfalls 
waren seine Aussagen zu den Provisionen für die Kreditvermittlungen widersprüchlich. Manchmal 
sagte er, gar kein Geld gesehen zu haben, teilweise gab er jedoch auch zu, dass er etwas verdient 
habe. Einmal behauptete er, CHF 50.00 oder CHF 60.00 erhalten zu haben, hingegen sagte er ein 
anderes Mal, dass er teilweise auch CHF 100.00 erhalten habe. Solche Widersprüche sind – wie zu-
vor erwähnt – als eindeutige Lügensignale zu werten. Hinzu kommt, dass er auch keine Erklärung 
vorbringen konnte, weshalb er es denn getan habe, wenngleich er doch dabei angeblich nichts ver-
dient haben soll.

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Weiter lässt sich auch feststellen, dass er in Bezug auf die fraglichen Dokumentenfälschungen äus-
serst widersprüchlich ausgesagt hat. Zunächst gab er an, damit überhaupt nichts zu tun gehabt zu 
haben. Erst in der Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern gab er erstmals zu, 
einen Betreibungsregisterauszug „gepinselt“ zu haben. Gegenüber der Staatsanwaltschaft des Kan-
tons Bern sagte er aber später, dass er noch mehr („einige“) Auszüge „gepinselt“ habe, wobei er aber 
deren Anzahl nicht mehr genau beziffern konnte. Hinzu kommt, dass er auch eingestand, ein Lohn-
blatt gefälscht zu haben. Das Vorgehen bei den Fälschungen konnte der Beschuldigte dabei relativ 
detailliert schildern und jeweils angeben, welche Benutzerprogramme (z.B. Microsoft Word und Excel) 
er dazu verwendet hat. Da er sich mit diesen Aussagen selber belastet hat, erscheinen zumindest 
seine Aussagen, wonach er die fraglichen Dokumente selber gefälscht habe, glaubhaft. 

Schliesslich ist auffällig, dass A.________ – wie bereits erwähnt – die Vorwürfe wegen Betrugs (bzw. 
Versuchs dazu) sowie Urkundenfälschung weitgehend bestritten und sich auf den Standpunkt gestellt 
hat, dass ein Anderer dafür verantwortlich gewesen sei. Allerdings konnte oder wollte er nicht ange-
ben, wer es denn tatsächlich gemacht habe. Darüber hinaus konnte er auch keine Erklärungen liefern, 
weshalb gewisse Dokumente bzw. Fragmente auf seinem Laptop sichergestellt werden konnten. 
Ebenfalls hatte er keine Erklärung für die Sache mit dem USB-Stick, auf welchem sich Vorlagen und 
gefälschte Dokumente befunden haben sollen, offenbar in Umlauf gelangt ist und auf den später noch 
einzugehen sein wird.

Nach dem Gesagten kann somit festgehalten werden, dass pauschalen Aussagen des Beschuldigten, 
wonach er nichts mit den Kreditanträgen zu tun gehabt habe, nicht glaubhaft sind. Obwohl er im We-
sentlichen konstant bestritten hat, Kreditanträge selber eingereicht oder entsprechende Dokumente 
gefälscht zu haben, räumte er im Verlauf der Untersuchung stückweise Beteiligungen bei verschiede-
nen Kreditanträgen ein. Deshalb sind seine Aussagen vielmehr so zu werten, als dass er – vermutlich 
als er selber feststellte, dass er seine Beteiligung nicht mehr gänzlich abstreiten kann – jeweils nur 
soviel zugab, wie ihm nach seiner Ansicht nachgewiesen werden kann. Dies passt denn auch zum 
Umstand, dass er – gemäss seinen eigenen Aussagen – an zahlreichen Kreditanträgen zwar beteiligt 
war, hingegen nicht erklären konnte, wer die entsprechenden Dokumente für die von ihm vermittelten 
Kredite gefälscht hat.

Ergänzend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte anlässlich der Schlusseinver-
nahme verschiedene zuvor eingestandene Kreditvermittlungen wieder bestritt. Die-
ses späte (erneute) Bestreiten ist nicht glaubhaft. Es ist nicht einzusehen, wieso 
sich der Beschuldigte zu Unrecht selbst belasten sollte. Das erneute Bestreiten des 
Beschuldigten macht insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass er behauptet, 
zwar Kredite vermittelt, von illegalen Machenschaften jedoch keine Kenntnis ge-
habt zu haben, keinen Sinn. Wären diese Behauptungen zutreffend, würde kein 
Grund bestehen, die angeblich unverfänglichen Kreditvermittlungen anfangs zu be-
streiten, dann einzugestehen und schliesslich anlässlich der Schlusseinvernahme 
erneut zu bestreiten. 

Weiter ist das Aussageverhalten des Beschuldigten von taktischen Überlegungen 
geprägt. Der Beschuldigte will zwar durchaus in einzelnen Fällen Kredite vermittelt 
haben, jedoch habe er in keinem Fall Unterlagen weitergeleitet. Wieso im Rahmen 
der eingestandenen Kreditvermittlung gerade die physische Einreichung der Unter-
lagen durch ihn stets unterblieben sein soll, ist nicht einzusehen. Die entsprechen-
den Behauptungen sind nach Ansicht der Kammer nicht glaubhaft und als Schutz-
behauptung zu werten. Der Beschuldigte geht augenscheinlich davon aus, dass ei-

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ne Verurteilung den Nachweis erfordert, die Unterlagen persönlich eingereicht zu 
haben, weswegen er diese Handlungen denn auch vehement bestreitet. Weiter ge-
steht der Beschuldigte – wie bereits die Vorinstanz  zutreffend festgestellt hat – je-
weils lediglich so viel ein, wie ihm aufgrund des aktuellen Ermittlungsstands nach-
gewiesen werden kann. Exemplarisch dafür sind seine Aussagen zum USB-Stick, 
auf welchem sich gefälschte Dokumente befunden haben sollen. Am 7. Septem-
ber 2012 gab der Beschuldigte an, niemals einen solchen Stick besessen zu haben 
(pag. 5420). Nachdem ihm anlässlich der Einvernahme vom 25. Oktober 2012 
durch die Berner Behörden vorgehalten wurde, er habe gemäss seinen eigenen 
Aussagen bei der Kantonspolizei Luzern sehr wohl einen solchen Stick besessen, 
gestand der Beschuldigte schliesslich Entsprechendes ein (pag. 5494). Es kann 
festgehalten werden, dass der Beschuldigte während des gesamten Strafverfah-
rens nicht zu Eingeständnissen bereit war, welche nicht bereits aufgrund des aktu-
ellen Ermittlungsstands offensichtlich waren. Selbstverständlich handelt es sich da-
bei um eine zulässige Verteidigungsstrategie, der Beschuldigte ist nicht zur Mitwir-
kung und Selbstbelastung verpflichtet. Die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen – ins-
besondere seiner bestreitenden Aussagen – wird davon jedoch beeinträchtigt. 

Insgesamt erachtet die Kammer die Aussagen des Beschuldigten – soweit er die 
ihm gemachten Vorwürfe bestreitet – nicht als glaubhaft. Soweit der Beschuldigte 
Eingeständnisse macht, kann auf diese abgestellt werden, zumal diese aufgrund 
des aktuellen Ermittlungsstands bzw. aufgrund offenkundiger Belastungen durch 
weitere Personen erfolgten.

11. Würdigung der Aussagen von K.________

Gegen einen (mutmasslichen) Mittäter des Beschuldigten, K.________, wurde ein 
separates Strafverfahren geführt; das entsprechende erstinstanzliche Urteil ist in 
der Zwischenzeit in Rechtskraft erwachsen. 

Wesentliche Belastungen des Beschuldigten ergeben sich insbesondere aus den 
Aussagen von K.________. Im Folgenden sind daher auch seine Aussagen einer 
Analyse zu unterziehen.

Die Kammer erachtet die Aussagen von K.________ bezüglich der Rolle des Be-
schuldigten insbesondere deshalb als glaubhaft, weil er anfänglich den mit ihm be-
freundeten Beschuldigten schützte und geltend machte, ein unbekannter Mann ha-
be ihm den USB Stick mit den sich darauf befindlichen gefälschten Unterlagen 
übergeben. Dieser Mann hätte ihn gebeten, ihm einen Gefallen zu machen. 
K.________ gab an, für diesen Mann die Dokumente ausgedruckt zu haben, da 
dieser ihm ein verlockendes Angebot gemacht habe. Er gab in der Einvernahme 
vom 22. Mai 2012 zwar an, den Beschuldigten gut zu kennen, beim erwähnten 
Mann habe es sich jedoch nicht um den Beschuldigten gehandelt (pag. 5808 ff.). 
Auch in der Einvernahme vom 29. Juni 2012 beschuldigte K.________ noch einen 
unbekannten Z.________ als Kreditvermittler (pag. 5848 f.). Erst in der Einvernah-
me vom 29. Juni 2012 gestand K.________ ein, dass es sich bei Z.________ um 
eine Erfindung des Beschuldigten handle, und dieser der genannte Kreditvermittler 
gewesen sei, welcher ihm den Stick übergeben habe (pag. 5873 und 5876). Damit 
bestätigte K.________ die Angaben von AA.________ und AB.________ – weitere 

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Kreditnehmerinnen – wonach der Beschuldigte und nicht ein unbekannter 
Z.________ Kreditvermittler gewesen sei. K.________ sagte weiter aus, dass auch 
seine Kredite durch den Beschuldigten vermittelt worden seien (pag. 5873). Alles 
was auf seinem Laptop gefunden worden sei, habe er selbst gemacht. Er habe es 
als Gefallen für den Beschuldigten gemacht. Der Beschuldigte habe ihm grob er-
klärt, wie man die Dokumente fälsche (pag. 5880). 

Auch wenn die Aussagen von K.________ durchaus davon geprägt sind, dass er 
sein eigenes Verhalten verharmlost, sind die Belastungen des Beschuldigten den-
noch glaubhaft. Dies insbesondere auch mit Blick darauf, dass der Beschuldigte 
und K.________ befreundet waren, weswegen durchaus nachvollziehbar ist, dass 
K.________ den Beschuldigten anfänglich schützen wollte. Wieso er diesen dann 
später fälschlicherweise belasten sollte, ist nicht nachvollziehbar. Dies hat umso 
mehr zu gelten, als sämtliche Kreditnehmer generell nur äusserst zurückhaltend 
Aussagen machten und sich insbesondere davor scheuten, den Beschuldigten 
(oder weitere Personen) zu belasten. Zumindest in einigen Fällen wurden auch im-
plizite und explizite (teils schwere) Drohungen als Grund hierfür genannt (beispiel-
haft: AC.________ pag. 3246 f.; N.________ pag. 2021; AD.________ pag. 1036; 
AE.________ pag. 2677). Der Beschuldigte und die weiteren involvierten Personen 
bzw. die Kreditnehmer haben sich offensichtlich in einem Milieu bewegt, welches 
von Drohungen (gegen Leib und Leben) geprägt war. Gerade in einem solchen 
Umfeld erscheint es als unwahrscheinlich, dass falsche Belastungen erfolgen. 
Kommt hinzu, dass – wie noch aufzuzeigen sein wird – auch weitere Kreditnehmer 
anfänglich einen gewissen Z.________ der Kreditvermittlung bezichtigten, später 
jedoch eingestanden, dass es sich dabei um den Beschuldigten gehandelt habe 
(beispielhaft: AA.________ pag. 898 und 907; AF.________ pag. 1122 und 1130). 
Auch dies bekräftigt die belastenden Aussagen von K.________.

Dass K.________ seine belastenden Aussagen im Verlauf des Strafverfahrens 
nicht wiederholte, sondern vielmehr in den folgenden Einvernahmen die Aussage 
gänzlich verweigerte, bestätigt nach Ansicht der Kammer den Wahrheitsgehalt sei-
ner Aussagen. Hätte er den Beschuldigten zu Unrecht belastet, hätte er seine Aus-
sagen wohl zurückgenommen und eine Gegendarstellung verlauten lassen. Sein 
Schweigen – nota bene nachdem er aus der Untersuchungshaft entlassen und ent-
sprechend wieder in sein altes Umfeld zurückgekehrt war – zeugt jedoch eben ge-
rade von dem durchaus bedrohlichen Milieu, indem sich die Personen bewegt ha-
ben, und kann deshalb nach Ansicht der Kammer als implizite Bestätigung der Be-
lastungen gewertet werden. 

Unter Berücksichtigung dieser genannten Umstände erachtet die Kammer die be-
lastenden Aussagen von K.________ als glaubhaft und stellt im Folgenden darauf 
ab.

12. Würdigung der Aussagen von AG.________

Wie nachfolgend noch aufzuzeigen sein wird, machte auch AG.________, ein wei-
terer Bekannter des Beschuldigten, welchem ebenfalls deliktische Handlungen im 
Bereich der Vermögensdelikte (teils zusammen mit dem Beschuldigten begangen) 
vorgeworfen wurden, ausführliche und belastende Aussagen. Die Kammer stellt auf 

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diese Aussagen ab. Von der Verteidigung wurde die Glaubwürdigkeit von 
AG.________ anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung in Zweifel gezo-
gen. Dieser habe sich dem Strafverfahren entzogen und sei geflüchtet. Die Kam-
mer erachtet die Aussagen von AG.________ – unabhängig von seinem späteren 
Verhalten im Strafverfahren – als glaubhaft. Auch er belastete den Beschuldigten 
anfangs nicht und verweigerte die Aussage (pag. 3429, Einvernahme vom 31. Ju-
li 2012). Später wollte er jedoch ein umfangreiches Geständnis ablegen 
(pag. 3451). Er machte in freier Erzählung äusserst detaillierte, ausführliche und 
auch selbstbelastende Aussagen (vgl. beispielsweise pag. 3451 ff.). Im Gegensatz 
zum Beschuldigten informierte er die Behörden auch über Gegebenheiten, welchen 
diesen noch nicht (in diesem Umfang) bekannt waren. Seine Aussagen zeugen von 
einem guten Einblick in die ganzen Abläufe der deliktischen Tätigkeit und können 
daher nach Ansicht der Kammer auch nicht erfunden worden sein. So beschreibt er 
insbesondere auch die Auseinandersetzung bzw. den Konkurrenzkampf zwischen 
AH.________ und dem Beschuldigten detailliert und glaubhaft (pag. 3466). Er legt 
dar, dass der Beschuldigte als Kreditvermittler nach dem System von AH.________ 
tätig war. Seine Aussagen zum Vorgehen des Beschuldigten stimmen im Wesentli-
chen auch mit den belastenden Aussagen von K.________ überein (pag. 3468). 
AG.________s Aussagen belasten nicht nur andere Beteiligte, was angesichts sei-
ner eigenen Rolle nicht glaubhaft wäre. Vielmehr war er – nachdem er anfangs die 
Aussage verweigerte – auch bereit, eigene (erhebliche) deliktische Tätigkeiten ein-
zugestehen, was für die Glaubhaftigkeit seiner Angaben spricht. Motive für eine 
Falschbelastung des Beschuldigten sind gerade angesichts dieser Selbstbelastun-
gen nicht ersichtlich. 

Soweit sich AG.________ zur Rolle des Beschuldigten äussert, kann daher nach 
Ansicht der Kammer auf seine Aussagen vollumfänglich abgestellt werden. 

13. Beweiswürdigung bezüglich des Tatbeitrags des Beschuldigten

Der Beschuldigte wird durch diverse Kreditnehmer belastet, ihnen den besagten 
Kredit vermittelt zu haben. Schliesslich gesteht der Beschuldigte in einzelnen Fäl-
len die Kreditvermittlung auch selbst ein. In diesen Fällen erachtet die Kammer – 
wie nachfolgend noch aufzuzeigen sein wird – die Beteiligung des Beschuldigten 
im Sinne der Anklage als erwiesen (vorbehältlich der rechtlichen Würdigung). Was 
jedoch genau unter dieser Kreditvermittlung zu verstehen ist, wird durch die Vorin-
stanz nicht näher definiert und ist daher im Folgenden zu klären. Bezüglich dieser 
Frage kann – neben den Angaben der jeweiligen Kreditnehmer, auf welche an der 
gegebenen Stelle näher einzugehen sein wird – auf die Aussagen der folgenden 
Personen abgestellt werden:

Wie bereits dargelegt, stellt die Kammer auf die belastenden Angaben von 
K.________ ab (E. 11). K.________ hat das Vorgehen des Beschuldigten im Rah-
men der Kreditvermittlung in der Einvernahme vom 17. August 2012 dargelegt. Er 
gab an, der Beschuldigte habe Leute gesucht, die einen Kredit hätten brauchen 
können. Er habe dann ein paar Sachen organisiert, wobei er nicht genau wisse, 
was er gemacht habe. Er habe dann auch Unterlagen verlangt, welche er benötigt 
habe. Diese habe er dann zu jemandem gebracht, der das mache. Der Betrei-

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bungsregisterauszug sei sauber gemacht worden. Dann seien die Unterlagen 
zurückgekommen und der Antrag sei abgeschickt worden (pag. 5873). Sofern die 
Beweiswürdigung ergibt, dass der Beschuldigte die Fälschungen nicht selbst er-
stellt hatte, kann daher auf diese Angaben von K.________ zum Tatbeitrag des 
Beschuldigten abgestellt werden. 

Auch AI.________, ein Kollege des Beschuldigten und von AE.________ (einem 
weiteren Kreditnehmer und Kollegen des Beschuldigten, welcher teilweise eben-
falls unterstützend tätig war), beschrieb in seiner Einvernahme vom 6. März 2013 
das Vorgehen des Beschuldigten (zusammen mit AE.________). So gab er an, die 
beiden hätten Lohnausweise gefälscht oder Betreibungsregisterauszüge gesäu-
bert. Die gefälschten Unterlagen seien dann eingereicht worden. Teils hätten sie 
sich auch als Arbeitgeber ausgegeben. A.________ habe seine Telefonnummer 
oder diejenige eines Kollegen angegeben, und wenn die Bank dann angerufen ha-
be, habe die Person bestätigt, dass der Kreditantragsteller dort arbeite. Sie hätten 
dann meistens zwischen 10 und 15 % des Kredits verlangt (pag. 2128). Dies wisse 
er von seinem ehemaligen besten Kollegen, AE.________ (pag. 2129). Auch diese 
Aussagen sind glaubhaft, decken sie sich doch bezüglich der Vorgehensweise des 
Beschuldigten mit den Angaben von K.________ sowie denjenigen diverser weite-
rer Kreditnehmer. Insbesondere kann auch einigen Kreditanträgen die vom Be-
schuldigten benutzte Natelnummer – aufgeführt unter dem Feld Arbeitgeber – ent-
nommen werden. Die Aussagen von AI.________ werden damit auch durch objek-
tive Beweismittel bestätigt. Gründe für eine Falschbelastung sind nicht ersichtlich.

Schliesslich machte auch AG.________ Aussagen zum Vorgehen des Beschuldig-
ten (konkret bezüglich des Kredits von AJ.________). Er wisse nicht, ob der Be-
schuldigte die Fälschungen selbst erstellt oder jemanden beauftragt habe. Der Be-
schuldigte habe jedoch die Unterlagen besorgt und die Kredite beantragt. Es habe 
jedoch nicht funktioniert. Der Beschuldigte habe es dann erneut bei der 
D.________ AG versucht, wo es jedoch auch nicht funktioniert habe. Er gehe da-
von aus, dass wenn jemand ein Konto bei einer Bank habe, sei derjenige im Sys-
tem verzeichnet. Wenn dann versucht werde, mit einem gefälschten Geburtsdatum 
ein Kredit zu beantragen, gehe es wohl nicht mehr (pag. 3468). 

Der Beschuldigte stellt sich auf den Standpunkt, in keinem Fall Kreditanträge per-
sönlich eingereicht zu haben. Dies auch in denjenigen Fällen, in denen er gemäss 
eigenen Angaben als Kreditvermittler tätig war. Die Kammer erachtet diese Aussa-
gen des Beschuldigten als nicht glaubhaft, wie nachfolgend aufzuzeigen ist jedoch 
auch nicht als relevant. Dass der Beschuldigte den Banken die Kreditanträge zu-
kommen liess bzw. elektronisch übermittelte oder zumindest durch Mittäter über-
mitteln liess (soweit dies nicht wie in einigen wenigen Fällen durch die Kreditneh-
mer selbst gemacht wurde), ergibt sich aus den Aussagen der Kreditnehmer. Diese 
bestätigten im Wesentlichen, dass die ganze Sache durch den Beschuldigten ge-
macht worden sei, sie hätten nebst der Unterschrift keine weiteren Beiträge leisten 
müssen. Dies ist insbesondere auch deshalb glaubhaft, weil sich der Beschuldigte 
selbst als Kreditvermittler anpries und für seine (erfolgreichen) Vermittlungs-
bemühungen eine hohe Provision forderte. Gerade unter diesen Umständen ist da-
von auszugehen, dass der Beschuldigte die administrativen Tätigkeiten für seine 

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Kunden übernahm bzw. durch weitere Mittäter ausführen liess, was (unter ande-
rem) in den Augen der Kreditnehmer die geforderte Provision als berechtigt er-
scheinen lassen musste. Auch die telefonischen Verbindungen belegen in mehre-
ren Fällen dieses Beweisergebnis. Rund um das Datum der Einreichung des An-
trags bzw. am Tag selbst (und dann wiederum nach der Auszahlung des Kredits) 
fanden die intensivsten telefonischen Kontakte zwischen dem Beschuldigten und 
den Kreditnehmern statt. Dies weist stark darauf hin, dass der Beschuldigte die Un-
terlagen behändigte und weiterleitete. Auch AG.________ – dessen Aussagen die 
Kammer ebenfalls als glaubhafte erachtet (vgl. E. 12) – bestätigte im Übrigen, dass 
der Beschuldigte die Kredite selbst beantragt, also konkret die Anträge eingereicht 
habe (pag. 3468). Ob der Beschuldigte diese Handlung selbst vorgenommen hat, 
durch Mittäter vornehmen liess oder die Kreditnehmer den Antrag samt Beilagen 
der Bank zukommen liessen, ist letztlich jedoch – wie im Rahmen der rechtlichen 
Würdigung noch aufzuzeigen sein wird –irrelevant.

Dass der Beschuldigte – wie er anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung 
vorbrachte – zwar als Kreditvermittler tätig gewesen sei, jedoch keine Kenntnis da-
von gehabt haben will, dass die verwendeten Dokumente gefälscht waren, erachtet 
die Kammer als Schutzbehauptung. Der Beschuldigte hat selbst eingestanden, ei-
nige Dokumente gefälscht zu haben, womit er keineswegs als gewöhnlicher Kredit-
vermittler tätig war. Dass es sich dabei nur um Einzelfälle gehandelt haben soll, ist 
mit Blick auf die zahlreichen belastenden Aussagen und Indizien und insbesondere 
auch unter Berücksichtigung der konkreten Umstände der Einzelfälle nicht glaub-
haft. Kommt hinzu, dass der Beschuldigte nachweislich damit warb, Kredite trotz 
bestehender Betreibungen und ohne Einkommen vermitteln zu können. Aufgrund 
entsprechender Werbeanzeigen der grossen Kreditinstitute hat als allgemein be-
kannt zu gelten, dass die Kreditvergabe verboten ist, wenn sie zur Überschuldung 
führt (Art. 3 Abs. 1 Bst. n des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb 
(UWG; SR 241). Der entsprechende Zusatz wird denn auch auf jedem der weit 
verbreiteten Werbeplakate bzw. in den TV-Werbespots angebracht. Auch wenn – 
wie dies die Verteidigung monierte – in diversen Medien wie dem Blick und der 
Gratiszeitung 20minuten damit geworben wird, dass trotz bestehender Betreibun-
gen eine Kreditvermittlung möglich sei, kann der Beschuldigte daraus nichts zu 
seinen Gunsten ableiten. Eine Kreditvergabe in derart erheblicher Höhe an Perso-
nen, welche (unabhängig von Betreibungen) gar kein Einkommen erzielen, ist of-
fensichtlich ausgeschlossen. Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang auch, 
dass der Beschuldigte damit warb, dass auch Personen, welche von Sozialhilfeleis-
tungen leben und/oder über Betreibungen verfügen würden, bis zu CHF 100‘000.00 
erhalten könnten (vgl. Werbung auf pag. 3393). Ohne Einkommen können jedoch 
die geschuldeten Kreditraten schlichtweg nicht bezahlt werden. Dies war dem Be-
schuldigten – welcher sich als Kreditvermittler und als Experte in diesem Bereich 
sah – offensichtlich bewusst. Der Beschuldigte hat bewusst nach wirtschaftlich 
schwachen Personen gesucht, welche unter Angabe ihrer tatsächlichen wirtschaft-
lichen Verhältnisse keinen Kredit erhalten hätten. Ansonsten hätte für diese Perso-
nen keine Notwendigkeit bestanden, sich an den Beschuldigten zu wenden und für 
die Kreditvermittlung eine hohe Provision zu bezahlen (was die Kammer wie unten 
aufgezeigt wird als erwiesen erachtet). Sie hätten direkt an die Bank gelangen und 

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den Antrag eigenhändig einreichen können. Aus den Aussagen einiger Kreditneh-
mer ergibt sich, dass sie dies teilweise zuvor bereits versucht hatten, jedoch ge-
scheitert sind. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass die Forderung nach ei-
ner Provision ohnehin unzulässig ist und deshalb bereits für sich alleine betrachtet 
auf ein nicht rechtmässiges Vorgehen hindeutet (vgl. Art. 35 Abs. 1 des Bundesge-
setzes über den Konsumkredit [KKG; SR 221.214.1] wonach der Konsument für die 
Vermittlung eines Kredits keine Entschädigung schuldet). Der Beschuldigte ist vor-
liegend gegenüber den Banken nicht als Kreditvermittler aufgetreten und hat sich 
die Provision über das Kreditinstitut ausbezahlen lassen. Dies wäre jedoch im 
Rahmen einer legalen Kreditvermittlung üblich und daher zu erwarten gewesen. 
Auch das konkrete Vorgehen des Beschuldigten lässt eine legale Kreditvermittlung 
damit als ausgeschlossen erscheinen; er musste notwendigerweise bei sämtlichen 
Kreditanträgen mit gefälschten Dokumenten operieren. Bemerkenswert ist in die-
sem Zusammenhang auch, dass der Beschuldigte selbst eingestand, ab einem 
gewissen Zeitpunkt Kenntnis davon gehabt zu haben, dass die Kreditanträge mit 
falschen Angaben und mit gefälschten Urkunden versehen würden. So gab er in 
der Einvernahme vom 16. November 2012 an, er hätte nicht von Anfang an ge-
wusst, dass mit Fälschungen gearbeitet würde. Er wisse es seit kurz vor dem Zeit-
punkt, in dem er die Vorlage erhalten habe (pag. 1010).

Schliesslich ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte stets eine Provision ver-
langt hatte. Dies wird nicht nur durch unzählige Kreditnehmer glaubhaft bestätigt, 
sondern ergibt sich auch aus dem erwähnten Umstand, dass der Beschuldigte ge-
genüber den Banken nicht als Kreditvermittler aufgetreten ist und er somit keine 
Provision über diese erhältlich machen konnte. Es ist schlicht nicht glaubhaft und 
nachvollziehbar, wieso der Beschuldigte, welcher zum damaligen Zeitpunkt über 
kein Erwerbseinkommen verfügte, aus altruistischen Gründen unentgeltlich für die 
Kreditvermittler tätig geworden sein sollte. Dies hat umso mehr zu gelten, als er 
doch einen nicht unerheblichen Aufwand betrieb und – wie nachfolgend aufzuzei-
gen sein wird – zu diesem Zweck strafbare Handlungen beging. Es ist daher davon 
auszugehen, dass der Beschuldigte für seine Dienstleistungen stets eine Provision 
verlangt hatte, wobei bezüglich der Höhe grundsätzlich auf die glaubhaften Anga-
ben der Kreditnehmer – soweit solche erfolgten – abgestellt werden kann. Die Fra-
ge der Provision ist jedoch mit Blick darauf, dass gemäss Art. 146 StGB auch Dritt-
bereicherungsabsicht den subjektiven Tatbestand des Betrugs erfüllt, ohnehin nur 
von begrenzter Relevanz.

V. Rechtliche Würdigung im Allgemeinen

14. Vorbemerkung

Da bei der nachfolgenden Prüfung der einzelnen Anklagepunkte bereits eine recht-
liche Würdigung erfolgen wird, rechtfertig es sich, vorab auf die rechtlichen Grund-
lagen und die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Tatbestand des Betrugs – 
insbesondere zu der vorliegend relevanten Tatbestandsvoraussetzung der Arglist – 
einzugehen. 

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Da für die Prüfung der Tatbestandsvoraussetzung der Arglist relevant ist, ob der 
Beschuldigte gefälschte Urkunden verwendet bzw. Urkunden gefälscht hat, ist vor-
ab auf die Frage der Urkundenqualität der fraglichen Dokumente einzugehen. 

15. Allgemeine rechtliche Würdigung Urkundenfälschung

Wer in der Absicht, jemandem am Vermögen oder an anderen Rechten zu schädi-
gen oder sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen ei-
ne Urkunde fälscht oder eine Urkunde dieser Art zur Täuschung gebracht, macht 
sich der Urkundenfälschung schuldig (Art. 251 Ziffer 1 StGB). Urkunden sind 
Schriften, die bestimmt und geeignet sind eine Tatsache von rechtlicher Bedeutung 
zu beweisen (Art. 110 Abs. 4 StGB).

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, Betreibungsregisterauszüge, Lohnabrech-
nungen, echtheitsbestätigte Kopien Niederlassungsbewilligung oder Schweizer 
Identitätskarte, Arbeitgeberbestätigungen (über die Lohnauszahlung), eine Bestäti-
gung über den Erhalt von Unterhaltszahlungen, Kontoauszüge sowie Arbeitsverträ-
ge selbst gefälscht, zur Fälschung angestiftet bzw. solche gefälschten Urkunden 
verwendet zu haben. 

Betreibungsregisterauszüge sind amtliche Dokumente und bestimmt und geeignet 
zu beweisen, ob die fragliche Person über Betreibungen verfügt. Echtheitsbestätig-
te Kopien von Ausweisen sind geeignet zu beweisen, dass die vorgelegten Aus-
weispapiere echt sind. Die Urkundenqualität ist ohne weiteres gegeben. Das Bun-
desgericht hat weiter bestätigt, dass auch Lohnabrechnungen Urkunden im enge-
ren Sinne darstellen, da sie bestimmt und geeignet sind zu beweisen, dass der 
daraus ersichtliche Aussteller dem wirklichen Aussteller der Abrechnung entspricht 
(Urteil des Bundesgerichts BGer 6B_163/2016 vom 25. Mai 2016, E. 3.3.1 f.). Das 
Gleiche hat auch für die Arbeitgeberbestätigungen bzw. die Arbeitsverträge zu gel-
ten. Sie sind bestimmt und geeignet zu beweisen, dass der Aussteller dieser Do-
kumente der Arbeitgeber der darin genannten Person ist. Die Kammer erachtet 
auch die Urkundenqualität der Kontoauszüge und der Bestätigung über den Erhalt 
von Unterhaltszahlungen als gegeben. Die Kontoauszüge sind bestimmt und ge-
eignet, eine Bankbeziehung und die darin aufgeführten Transaktionen zu belegen. 
Die Bestätigung über den Erhalt von Unterhaltszahlungen stellt eine Quittung und 
damit eine Bestätigung über den Erhalt einer Geldschuld dar. Die Urkundenqualität 
ist damit bezüglich sämtlicher Dokumente zu bejahen, was im Übrigen durch die 
Verteidigung auch nicht in Zweifel gezogen wird.

Indem der Beschuldigte wissentlich und willentlich die oben genannten inhaltlich 
falschen Urkunden erstellte bzw. erstellen liess und zusammen mit dem Kreditan-
trag den Bankinstituten einreichte bzw. einreichen liess, um die Bank über die 
tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse zu täuschen und für den fraglichen Kre-
ditnehmer die Auszahlung eines Kredits zu erwirken, hat er sich der Urkundenfäl-
schung durch Fälschen bzw. durch Gebrauch zur Täuschung gefälschter Urkunden 
schuldig gemacht. Nach Ansicht der Kammer schadet hierbei nicht, dass der Be-
schuldigte die Unterlagen teils durch Mittäter oder die Kreditnehmer selbst einrei-
chen liess. Er hat sich das Verhalten der Mittäter und auch der Kreditnehmer - wel-

20

che in Bezug auf den (versuchten) Kreditbetrug in rechtlicher Hinsicht ebenfalls Mit-
täter sind – anrechnen zu lassen. 

16. Rechtliche Grundlagen Betrug

Vorab kann auf die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 
(pag. 7950 ff., S. 113-117 der Entscheidbegründung). Ergänzend ist auf die neuste 
bundesgerichtliche Rechtsprechung im Zusammenhang mit der Opfermitverantwor-
tung von Banken einzugehen. Das Bundesgericht hat sich hierzu wie folgt geäus-
sert (Urteil des Bundesgerichts BGer 6B_1342/2015 vom 28. Oktober 2016 E. 
4.3.1, Hervorhebung durch Verfasserin):

Arglist ist gegeben, wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude errichtet oder sich besonderer Ma-
chenschaften oder Kniffe bedient. Darüber hinaus wird Arglist auch bei einfachen falschen Angaben 
bejaht, wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar ist, 
und wenn der Täter das Opfer von der möglichen Überprüfung abhält oder nach den Umständen vor-
aussieht, dass dieses die Überprüfung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverhält-
nisses unterlassen werde (BGE 135 IV 76 E. 5.2 S. 81 f. mit Hinweisen).

Arglist scheidet aus, wenn der Getäuschte den Irrtum mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit hät-
te vermeiden können. Bei der Berücksichtigung der Opfermitverantwortung richtet sich das Mass der 
zu erwarteten Aufmerksamkeit nach einem individuellen Massstab. Entscheidend ist die Lage und 
Schutzbedürftigkeit des Betroffenen im Einzelfall. So sind namentlich besondere Fachkenntnis und 
Geschäftserfahrung des Opfers in Rechnung zu stellen, wie sie etwa im Rahmen von Kredit-
vergaben Banken beigemessen wird. Auch unter dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung er-
fordert der Tatbestand indes nicht, dass das Täuschungsopfer die grösstmögliche Sorgfalt walten 
lässt und alle erdenklichen Vorkehren trifft. Arglist ist lediglich zu verneinen, wenn die grundlegends-
ten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet wurden. Entsprechend entfällt der strafrechtliche Schutz 
nicht bei jeder Fahrlässigkeit des Getäuschten, sondern nur bei Leichtfertigkeit, welche das betrüge-
rische Verhalten des Täters in den Hintergrund treten lässt (BGE 135 IV 76 E. 5.2 S. 80 f. mit Hinwei-
sen).

Eine mit rechtswidrig erlangten oder gefälschten Urkunden oder Belegen verübte Täuschung ist 
grundsätzlich arglistig (BGE 133 IV 256 E. 4.4.3 mit Hinweisen). Anders kann es sich verhalten, 
wenn sich aus den vorgelegten Urkunden selbst ernsthafte Anhaltspunkte für deren Unechtheit 
ergeben (Urteile 6B_447/2012 vom 28. Februar 2013 E. 2.3; 6S.74/2006 vom 3. Juli 2006 E. 2.4.2 mit 
Hinweis).

Im oben zitierten Fall hat das Bundesgericht die Opfermitverantwortung der Bank 
trotz Einsatzes gefälschter Dokumente bejaht, da diese grundlegendste Vorsichts-
massnahmen bei der Kreditvergabe nicht beachtet und trotz offensichtlich falscher 
Unterlagen die weiteren Angaben nicht näher überprüft hatte. Ebenfalls beanstan-
dete das Bundesgericht, dass die Bank den Kreditvertrag abgeschlossen hatte, 
obwohl noch nicht alle für die Kreditvergabe erforderlichen Unterlagen vorlagen. 
Aufgrund der offensichtlichen Unstimmigkeiten hätte die Bank nicht blind auf die 
Richtigkeit der eingereichten Unterlagen vertrauen dürfen (E. 4.4).

Das Bundesgericht hat sich auch zur Frage geäussert, ob die Bank bei der Kredit-
vergabe verpflichtet gewesen wäre, die ihr eingereichten Lohnabrechnungen zu 
überprüfen und beim Arbeitgeber Auskünfte einzuholen. Es hat festgehalten, dass 

21

sich die Bank nicht leichtfertig verhalten habe, wenn sie davon ausgegangen sei, 
dass die eingereichten Lohnabrechnungen echt, also von den darin genannten Ar-
beitgebern ausgestellt worden seien, und gestützt hierauf annahm, dass sie auch 
inhaltlich wahr seien (vgl. Urteil des Bundesgericht BGer 6B_163/2016 vom 25. Mai 
2016, E. 3.4.2).

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung das Merkmal der Arglist erfüllt ist, wenn der Täter seine falschen Angaben 
mit gefälschten Urkunden stützt, da im geschäftlichen Verkehr auf die Echtheit von 
Urkunden vertraut werden darf. In solchen Fällen tritt der Gesichtspunkt der Op-
fermitverantwortung auch bei Banken oder Versicherungen, denen besondere 
Fachkenntnis und Geschäftserfahrung in Rechnung zu stellen sind, wegen der 
höheren Urkundenwirkung in den Hintergrund. […] Eine Ausnahme liegt einzig 
dann vor, wenn die weiteren Umstände des Einzelfalls so aussergewöhnlich 
sind, dass trotzdem Vorsicht geboten ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn 
sich aus den vorgelegten Urkunden selbst ernsthafte Anhaltspunkte für deren Un-
echtheit ergeben (vgl. HEIDI SÄGESSER, Opfermitverantwortung beim Betrug, ASR 
Band Nr. 799, Bern 2014, N 283 f. mit weiteren Hinweisen, Hervorhebung durch 
Verfasserin).

17. Rechtliche Würdigung (versuchter) Betrug 

Da die nachfolgend zu erläuternden Sachverhalte, für welche Schuldsprüche erfol-
gen, ähnlich gelagert sind, rechtfertigt es sich, um unnötige Wiederholungen zu 
vermeiden, bereits an dieser Stelle eine allgemeine rechtliche Würdigung vorzu-
nehmen. Soweit sich bei den einzelnen Anklagepunkten Abweichungen ergeben, 
wird auf diese an der gegebenen Stelle näher einzugehen sein. 

Der objektive Tatbestand des Betrugs ist grundsätzlich erfüllt. Indem der Beschul-
digte als Kreditvermittler auftrat und für seine Kunden sämtliche zur Kreditge-
währung erforderlichen Handlungen vornahm und organisierte; konkret den Kredit-
nehmern anbot, ihnen bei einer Bank (nach seiner Wahl) trotz vorhandener Betrei-
bungen und ohne Einkommen einen Kleinkredit zu vermitteln, sie bei der Erstellung 
des Antrags mit Anweisungen unterstützte bzw. diesen teilweise für sie unter An-
gabe falscher Tatsachen ausfüllte, und der Bank schliesslich den Kreditantrag mit 
den durch ihn oder durch weitere Mittäter gefälschten Dokumenten einreichte bzw. 
durch den Kreditnehmer oder einen Mittäter einreichen liess, hat er eine Täu-
schung über die wahren finanziellen Verhältnisse der Kreditnehmer hervorgerufen 
und die Bank damit zur Kreditgewährung bewegt. Der Schaden bestand darin, dass 
die Kreditnehmer aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse im Zeitpunkt der Kredit-
gewährung dermassen wenig Gewähr für eine vertragsgemässe Rückzahlung des 
Geldes boten, dass die Darlehensforderung erheblich gefährdet und infolgedessen 
in ihrem Wert wesentlich herabgesetzt war.

Die Kammer erachtet es in rechtlicher Hinsicht als irrelevant, ob der Beschuldigte 
die Anträge samt Beilagen persönlich einreichte oder (durch den Kreditnehmer 
oder weitere Mittäter) einreichen liess. Der Beschuldigte hat die Kreditnehmer in-
struiert bzw. ihnen die zur Ausfüllung des Antrags nötigen Angaben samt zugehöri-
gen Beilagen (gefälschte Dokumente) geliefert bzw. den Antrag selbst ausgefüllt. 

22

Er hat damit alle wesentlichen Tathandlungen selbst vorgenommen. Der Beschul-
digte hatte zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle über den gesamten Tatverlauf. So war 
er stets über den aktuellen Stand der Kreditgewährung unterrichtet, und wies die 
Kreditnehmer an, ihn zu informieren, sobald der Kredit ausbezahlt worden war. Der 
Beschuldigte liess sich denn auch die Provision persönlich ausbezahlen, was eben-
falls als wesentlicher Tatbeitrag zu werten ist und darauf hindeutet, dass dem Be-
schuldigten – sofern weitere Mittäter involviert waren – eine besondere Stellung bei 
der Kreditvermittlung zukam und er insbesondere weiteren Mittätern hierarchisch 
übergeordnet war. Ansonsten wäre er nicht mit der wichtigen Aufgabe der Einforde-
rung der Provision betraut gewesen. Der Beschuldigte hat mit seinen Handlungen 
die Kreditgewährung ermöglicht bzw. – soweit es bei einem Versuch geblieben ist – 
zu ermöglichen versucht. Wie es zur physischen Einreichung der Unterlagen kam, 
ist angesichts dessen unerheblich und für die Beurteilung der Tatbestandsmässig-
keit irrelevant. Aus den gleichen Gründen ist irrelevant, dass der Beschuldigte in 
unterschiedlicher Form tätig war und auch andere Handlungen durch weitere Per-
sonen vornehmen bzw. sich vertreten liess. Der Beschuldigte hat sich allfällige 
Handlungen der Mittäter, welche Beiträge zur Kreditvermittlung leisteten (Einrei-
chung des Antrags, Beibringen der gefälschten Unterlagen etc.) anrechnen zu las-
sen.

Die Täuschung ist grundsätzlich als arglistig zu beurteilen, da der Beschuldigte den 
Banken gefälschte Dokumente einreichte bzw. einreichen liess. Die Bank durfte 
sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auf die ihr vorliegenden Urkun-
den verlassen und musste nicht damit rechnen, dass die Kreditnehmer bzw. der 
Beschuldigte falsche Angaben machen würden. Dies hat soweit zu gelten, als sich 
aus den eingereichten Unterlagen bzw. den darin gemachten Angaben keine Unre-
gelmässigkeiten ergaben, welche die Bankinstitute dazu verpflichtet hätten, weitere 
Abklärungen zu treffen. Wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, erachtet die Kam-
mer den Tatbestand des Betrugs aufgrund der Opfermitverantwortung in einigen 
Fällen als nicht gegeben. Darauf wird an der gegebenen Stelle näher einzugehen 
sein.

Auch der subjektive Tatbestand ist erfüllt. Wie dargelegt, handelte der Beschuldigte 
wissentlich und willentlich. Er wollte die Kreditgewährung erwirken und hat hierzu 
wissentlich und willentlich falsche Angaben gemacht bzw. gefälschte Dokumente 
verwendet. Der Beschuldigte handelte überdies in der Absicht, die Kreditnehmer im 
Umfang der Kreditsumme zu bereichern (Drittbereicherungsabsicht). Weiter han-
delte er auch in der Absicht, sich selbst im Umfang eines bestimmten Prozentsat-
zes der Kreditsumme, welche er als Provision verlangte, zu bereichern. 

In einigen Fällen ist es nicht zur Auszahlung der Kreditsumme gekommen, da die 
Bank die falschen Angaben erkannte. Auch in diesen Fällen hat der Beschuldigte 
vorsätzlich und mit Bereicherungsabsicht gehandelt. Indem der Kreditantrag einge-
reicht wurde, hat er alles getan, was zum Eintritt des Erfolgs und damit zur Auszah-
lung der Kreditsumme nötig war. Die Schwelle zum Versuch ist daher überschrit-
ten. Es wird im Einzelfall zu beurteilen sein, ob das Vorgehen des Beschuldigten 
auch im Rahmen des Versuchs als arglistig zu beurteilen ist. 

Der Tatbestand des (versuchten) Betrugs ist grundsätzlich erfüllt. 

23

VI. Ziffer 1.1 und 2.1.1/2 Anklageschrift – AC.________ 

18. Vorwurf gemäss Anklage und Sachverhalt

Dem Beschuldigten wird Betrug und Urkundenfälschung zum Nachteil der 
E.________ AG vorgeworfen. So soll er für AC.________ dessen Kreditantrag zur 
Täuschung der Bank mit falschen Angaben versehen haben, die Lohnabrechnun-
gen V.________ GmbH Mai-Juli 2011 gefälscht sowie zusammen mit den weiteren 
gefälschten Dokumenten (Arbeitsvertrag, Arbeitgeberbestätigung) eingereicht ha-
ben, und so gegen eine Provision von CHF 4‘000.00 die Auszahlung eines Kredits 
von CHF 20‘000.00 an AC.________ erwirkt haben, der aufgrund seiner wirtschaft-
lichen Situation keine Gewähr für die Rückzahlung des Kredits bot. Für Einzelhei-
ten kann auf die Anklage verwiesen werden (pag. 7338 und 7351 f.).

Die Vorinstanz hat den Sachverhalt zutreffend wie folgt dargelegt (pag. 7857 f., 
S. 20 f. der Entscheidbegründung):

Wie in anderen Fällen ergab sich der Anfangsverdacht im Fall AC.________ aus einem Dokument, 
welches auf dem Netbook von A.________ festgestellt werden konnte (vgl. pag. 498: 
„F:\Arbeitsvertrag V.________ GmbH AC.________.doc“). 

[…]

Die rückwirkende Teilnehmeridentifikation des Mobiltelefons von A.________ zeigt für den Zeitraum 
vom 6. Februar 2012 bis am 1. März 2012 insgesamt 128 Verbindungen mit AC.________ (vgl. pag. 
495 ff.). Hierauf wird bei den Ausführungen zum zweiten Kreditvertrag von AC.________ noch ge-
nauer einzugehen sein (vgl. Ziff. VI./2. nachstehend). Nach Aussage von AC.________ sei es aber 
bei den Telefonaten ausschliesslich um die Kreditsache gegangen (pag. 481, Zeile 325 ff.).

In der polizeilichen Einvernahme vom 4. April 2013 gab AC.________ zusammengefasst an, den Ar-
beitsvertrag, die Arbeitsbestätigung sowie auch den Kreditantrag selber unterschrieben zu haben, 
wenngleich er um die Falschangaben gewusst habe. Hingegen hat er bestritten, die fraglichen Doku-
mente der Firma V.________ GmbH gefälscht zu haben. Nachdem er zuerst aus Angst keine Namen 
nennen wollte, bezeichnete AC.________ später den Beschuldigten als Kreditvermittler und Fälscher, 
welcher ihm auch gesagt habe, was er ausfüllen müsse (pag. 476, Zeile 55 ff.; pag. 477, Zeile 110 f.; 
pag. 478, Zeile 180 ff.; pag. 481, Zeile 305 ff.; pag. 482, Zeile 343 ff.). Als Provision habe der Be-
schuldigte CHF 4‘000.00 verlangt, was er ihm – nachdem er unter Druck gesetzt worden sei – auch 
bezahlt habe (pag. 475, Zeile 25 ff.; insbesondere auch Zeile 38 f.). Zudem erwähnte er, von 
A.________ eine „hochwertig aussehende Visitenkarte“ erhalten zu haben (pag. 482, Zeile 359 f.).

A.________ gab zu, dass er mit AC.________ Kontakt gehabt hat (pag. 492, Zeile 158). Allerdings 
bestritt er in allen Einvernahmen, die beiden Krediten von AC.________ (vgl. auch Ziff. IV./2. nach-
stehend) vermittelt und die eingereichten Dokumente gefälscht zu haben (pag. 489, Zeile 43; pag. 
490 f., Zeile 92 ff.; pag. 492, Zeile 187). Er konnte aber nicht erklären, weshalb auf seinem Netbook 
ein Dokument mit dem Pfad „F:\Arbeitsvertrag V.________ GmbH AC.________.doc“ gesichert wer-
den konnte (pag. 492, Zeile 191). 

19. Beweiswürdigung

In Würdigung der ihr vorliegenden Beweismittel hielt die Vorinstanz weiter fest 
(pag. 7859, S. 22 der Entscheidbegründung): 

24

Gestützt auf die vorstehend aufgeführten Beweismittel steht für das Gericht zweifelsfrei fest, dass 
A.________ als Kreditvermittler aufgetreten und AC.________ beim fraglichen Kreditantrag über CHF 
20‘000.00 massgeblich unterstützt hat. AC.________ hat den Beschuldigten eindeutig als Täter iden-
tifiziert. Die Aussagen von AC.________ sind ohne Weiteres glaubhaft, zumal sie in sich stimmig und 
äusserst detailliert sind. Dafür spricht insbesondere die spontane Erwähnung einer Visitenkarte von 
A.________. Da eine solche auch anlässlich der Hausdurchsuchung beim Beschuldigten aufgefunden 
wurde (vgl. dazu pag. 6770, ASS Nr. 9), geniesst dieses von AC.________ erwähnte Detail einen ho-
hen Beweiswert und unterstreicht seine Glaubwürdigkeit. 

Weiter hat sich AC.________ mit seinen Aussagen zum Teil selber belastet, zumal er zugab, den 
Kreditantrag im Wissen um die falschen Angaben unterzeichnet zu haben (pag. 476, Zeile 89). Dies 
ist ebenfalls ein Indiz für seine Glaubwürdigkeit. Schliesslich korrespondieren seine Aussagen, wo-
nach der Beschuldigte die Dokumente gefälscht habe, mit dem objektiven Umstand, dass auf dessen 
Netbook die Datei einer gefälschten Lohnabrechnung der V.________ GmbH gefunden werden konn-
te („F:\Arbeitsvertrag V.________ GmbH AC.________.doc“), wofür der Beschuldigte keine Erklärung 
liefern konnte bzw. er in diesem Punkt die Aussage verweigerte. 

Für das Gericht ist die einzig schlüssige Erklärung für die Speicherung auf seinem Netbook, dass der 
Beschuldigte dieses Dokument eigenhändig hergestellt hat. Da fiktive Lohnabrechnungen der Firma 
V.________ GmbH zudem bei weiteren Kreditanträgen von anderen Personen auftauchen (vgl. die 
Tabelle in Ziff. II./3. hiervor), ist ebenfalls davon auszugehen, dass die Speicherung auch nicht zuletzt 
dazu gedient hat, über eine Vorlage zu verfügen, die bei den anderen Anträgen entsprechend ange-
passt werden konnte.

Aufgrund der glaubhaften Aussagen von AC.________ und der Dichte an belastenden Indizien be-
stehen für das Gericht im Ergebnis keinerlei Zweifel an der Täterschaft von A.________. Ebenso steht 
ausser Frage, dass Beschuldigte für seine „Dienste“ eine Provision in Höhe von CHF 4‘000.00 erhal-
ten hat (vgl. pag. 475, Zeile 41 f.). Daran vermögen auch Aussagen des Beschuldigten nichts zu än-
dern, zumal es sich hierbei weitgehend um pauschale Bestreitungen handelt (vgl. zur Würdigung der 
Aussagen von A.________ auch Ziff. III./3. hiervor).

Die Kammer folgt der vorinstanzlichen Beweiswürdigung und hält fest, dass sie die 
Aussagen von AC.________ als vollumfänglich glaubhaft erachtet und darauf ab-
stellt. Eine Falschbelastung des Beschuldigten kann ausgeschlossen werden. 
AC.________ belastete den Beschuldigten anfangs nicht, offenbar aus Angst vor 
Repressalien (pag. 3246 f.). Er machte zudem auch selbstbelastende Aussagen 
und gab beispielsweise an, die gefälschten Unterlagen selbst eingereicht zu haben 
(pag. 3248), was ebenfalls für die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen spricht. 
AC.________ hielt jedoch auch klar fest, dass der Beschuldigte die Lohnabrech-
nungen eigenhändig gefälscht habe (pag. 3251). Die Aussagen von AC.________ 
werden durch den Umstand, dass auf dem Laptop des Beschuldigten eine Datei 
mit dem Namen Lohnabrechnung AC.________ gefunden werden konnte, 
bestätigt. 

An dieser Stelle ist anzumerken, dass AC.________ weiter angab, der Beschuldig-
te habe auch den Arbeitsvertrag sowie die Arbeitgeberbestätigung gefälscht 
(pag. 477 f.). Die Kammer erachtet diese Aussagen als glaubhaft, die eigenhändige 
Fälschung dieser Dokumente ist jedoch nicht selbstständig angeklagt. Angesichts 
dieser Aussagen von AC.________ kann jedoch ohne weiteres davon ausgegan-

25

gen werden, dass der Beschuldigte Kenntnis von der Falschheit sämtlicher einge-
reichter Dokumente hatte. 

Bezüglich des Tatbeitrags des Beschuldigten kann zunächst auf die allgemeinen 
Ausführungen verwiesen werden (vgl. E. IV.13 oben). Der Tatbeitrag des Beschul-
digten bestand darin, dass er AC.________ die Vermittlung eines Kredits anbot, 
diesen instruierte, die gefälschten Dokumente besorgte und durch den Kreditneh-
mer einreichen liess (pag. 475 und 477). Der Beschuldigte hat zudem nach der 
Auszahlung des Kredits die Provision in der Höhe von CHF 4‘000.00 von 
AC.________ eingefordert und abgeholt. 

20. Rechtliche Würdigung Betrug

Wie oben dargelegt, ist der objektive Tatbestand des Betrugs grundsätzlich erfüllt. 
Unter dem Gesichtspunkt der Tatbestandsvoraussetzung der Arglist ist jedoch zu 
prüfen, ob die Bank eine tatbestandsausschliessende Opfermitverantwortung trifft. 
Aus den vorliegenden Akten ergibt sich, dass die Straf- und Zivilklägerin 3 einen 
Kredit über CHF  20‘000.00 gewährt hat, ohne einen Betreibungsregisterauszug zu 
verlangen oder selbst einzuholen. Zwar statuiert das KKG keine Verpflichtung, vor 
der Kreditvergabe einen Betreibungsregisterauszug einzuholen (vgl. Art. 31 Abs. 1 
KKG). Aus Art. 22 KKG ergibt sich jedoch, dass die Kreditgeberin vor der Kredit-
gewährung die Kreditfähigkeit des Antragstellers zu überprüfen hat, da die Kredit-
vergabe nicht zu einer Überschuldung führen darf. Bestehen bereits zahlreiche of-
fene Betreibungen gegen den Antragsteller, dürfte eine Kreditvergabe offensichtlich 
zu einer Überschuldung führen und demnach unzulässig sein. Da die Kreditverga-
be – insbesondere eines Kredits in dieser Höhe – eine langfristige Zahlungsver-
pflichtung bedeutet, ist mit der Einholung eines Betreibungsregisterauszugs auch 
zu überprüfen, ob der Kreditnehmer gewillt bzw. fähig ist, Zahlungsverpflichtungen 
regelmässig nachzukommen. Insofern sollte dieses Vorgehen nach Ansicht der 
Kammer durch ein professionelles Kreditinstitut wie eine Bank stets gewählt wer-
den, zumal es nur einen minimalen administrativen Aufwand erfordert. Es ent-
spricht denn auch der gängigen Praxis der Banken bzw. Kreditinstitute, stets einen 
Betreibungsregisterauszug einzuholen oder vom Antragsteller einreichen zu las-
sen. Die Straf- und Zivilklägerin 3 hat dies jedoch vorliegend unterlassen.

Kommt hinzu, dass AC.________ im unterzeichneten Kreditantrag das Feld mit der 
Frage nach offenen Betreibungen nicht angekreuzt hat (pag. 459). AC.________ 
hat sich demnach in seinem Antrag nicht zur Frage geäussert, ob gegen ihn offene 
Betreibungen bestehen. Der Straf- und Zivilklägerin 3 lag damit nicht einmal eine 
(unbelegte) Aussage über das Bestehen von Betreibungen vor. Bereits dieses feh-
lende Kreuz im Kreditantrag hätte sie misstrauisch stimmen und zu weiteren Nach-
forschungen bewegen müssen. Indem sie dies unterlassen hat, hat sie ihre Sorg-
faltspflichten verletzt und sich nachlässig verhalten, womit von einer erheblichen 
Opfermitverantwortung auszugehen ist. Der Tatbestand des Betrugs ist daher we-
gen fehlender Arglist nicht erfüllt. Der Beschuldigte ist vom Vorwurf des Betrugs 
zum Nachteil der Straf- und Zivilklägerin 3 freizusprechen.

26

21. Rechtliche Würdigung Urkundenfälschung

Indem der Beschuldigte wissentlich und willentlich inhaltlich unwahre Lohnabrech-
nungen erstellt hat und zusammen mit dem ebenfalls gefälschten Arbeitsvertrag 
und der Arbeitgeberbestätigung V.________ GmbH mit dem Kreditantrag der Straf- 
und Zivilklägerin 3 einreichen liess, um für AC.________ die Auszahlung eines 
Kredits zu erwirken, hat er sich der Urkundenfälschung durch Fälschens der Lohn-
abrechnungen und durch Gebrauch zur Täuschung der übrigen Urkunden schuldig 
gemacht (vgl. auch E. V.15).

VII. Ziffer 1.2 und 2.1.1/2 Anklageschrift – AC.________

22. Vorwurf gemäss Anklage, Sachverhalt und Beweiswürdigung

Dem Beschuldigten wird Betrug und Urkundenfälschung zum Nachteil der 
E.________ AG vorgeworfen. So soll er für AC.________ dessen Kreditantrag zur 
Täuschung der Bank mit falschen Angaben versehen haben, die Lohnabrechnung 
V.________ GmbH Januar 2012 gefälscht sowie zusammen mit dem Kreditantrag 
eingereicht haben und so gegen eine Provision von CHF 3‘000.00 die Gewährung 
eines Kredits von CHF 30‘000.00 (Ablösung bestehender Kredit) an AC.________ 
erwirkt haben, der aufgrund seiner wirtschaftlichen Situation keine Gewähr für die 
Rückzahlung des Kredits bot. Für Einzelheiten kann auf die Anklage verwiesen 
werden (pag. 7338 und 7351 f.).

Vorliegend hat AC.________ einige Monate nach Abschluss des ersten Kreditver-
trags einen zweiten Kreditvertrag bei der Straf- und Zivilklägerin 3 über 
CHF 30‘000.00 abgeschlossen. Dabei handelt es sich jedoch um eine Ablösung 
des ersten Kredits, konkret wurde AC.________ eine Summe von CHF 10‘583.50 
ausbezahlt (pag. 469).

Die Vorinstanz gelangte bezüglich des zweiten Sachverhalts mit AC.________ als 
Kreditnehmer in Würdigung der ihr vorliegenden Beweismittel zu folgendem Ergeb-
nis (pag. 7860 f., S. 23 f. der Entscheidbegründung):

In diesem Fall gilt grundsätzlich dasselbe wie beim ersten Kredit von AC.________. Es kann dem-
nach auf die entsprechenden Ausführungen (vgl. Ziff. IV./1. hiervor) verwiesen werden.

Aus der rückwirkenden Telefonüberwachung des Mobiltelefons von A.________ geht ferner hervor, 
dass am 13./14. Februar 2012, d.h. unmittelbar vor dem Abschluss des Kreditvertrags am 15. Februar 
2012, ein reger Telefon- und SMS-Kontakt zwischen den Beiden geherrscht hat. Auch kann festge-
stellt werden, dass der Beschuldigte in der Zeit vom 28. Februar 2012 bis 1. März 2012 – also kurz 
nach der Barauszahlung des Kredits – zahlreiche SMS-Nachrichten an AC.________ versendet hat 
(vgl. pag. 495 ff.).

Bezüglich einer Provision, sagte AC.________, er habe dem Beschuldigten für diesem Kredit 
zunächst CHF 2‘000.00 gegeben. Anschliessend habe A.________ noch weitere CHF 1‘000.00 ver-
langt (pag. 479, Zeile 225 f.; pag. 480, Zeile 288 f.). Dies wurde vom Beschuldigten jedoch vollum-
fänglich bestritten (pag. 492, Zeile 198). 

Wie bereits erwähnt, sind die Aussagen von AC.________ insgesamt glaubhaft. Dies gilt auch für die-
jenigen zum zweiten Kredit. Deshalb erachtet es das Gericht als erstellt, dass A.________ auch bei 

27

diesem Kredit massgeblich beteiligt war und auch die gefälschten Unterlagen entweder selber herge-
stellt oder zumindest beschafft hat. Indizien dafür sind wiederum die Datei auf dem Netbook des Be-
schuldigten sowie der rege Telefonkontakt unmittelbar vor Abschluss des Kreditvertrags. Diese objek-
tive Tatsache unterstreicht die Aussage von AC.________, wonach er öfters bei A.________ nachge-
fragt habe, wenn die Bank etwas von ihm gewollt habe, was in den Tagen vor dem bevorstehenden 
Vertragsschluss, also eben am 13./14. Februar 2012, durchaus der Fall gewesen sein dürfte. 

In Präzisierung der vorinstanzlichen Beweiswürdigung, welcher sich die Kammer 
vollumfänglich anschliesst, ist anzumerken, dass aufgrund des Funds auf dem No-
tebook des Beschuldigten wiederum davon auszugehen ist, dass der Beschuldigte 
die Lohnabrechnung V.________ GmbH Januar 2012 eigenhändig gefälscht hat. 

23. Rechtliche Würdigung Betrug

Mit Verweis auf die obigen Ausführungen (E. VI.20) erachtet die Kammer den Tat-
bestand des Betrugs aufgrund überwiegender Opfermitverantwortung nicht als er-
füllt. Auch bei diesem Kreditantrag wurde der Straf- und Zivilklägerin 3 lediglich ei-
ne Lohnabrechnung eingereicht. Sie hat darauf verzichtet, einen Betreibungsregis-
terauszug einzuholen, obwohl AC.________ in seinem Kreditantrag wiederum nicht 
angegeben hat, ob offene Betreibungen gegen ihn bestehen (pag. 467). Zwar be-
stand bereits eine Geschäftsbeziehung mit dem Kreditnehmer, dieser gab jedoch 
an, die Kreditraten nicht immer ordnungsgemäss bezahlt zu haben (pag. 479). Die 
bestehende Geschäftsbeziehung vermag angesichts dieser Unregelmässigkeiten 
bei der Bezahlung der Kreditraten die obigen Ausführungen zur Opfermitverantwor-
tung nicht zu entkräften. Die Straf- und Zivilklägerin 3 hätte vor Gewährung des 
Kredits weitere Abklärungen treffen müssen. Der Beschuldigte ist demnach vom 
Vorwurf des Betrugs freizusprechen.

24. Rechtliche Würdigung Urkundenfälschung

Indem der Beschuldigte wissentlich und willentlich die inhaltlich unwahre Lohnab-
rechnung V.________ GmbH Januar 2012 erstellte und zusammen mit dem Kre-
ditantrag der Straf- und Zivilklägerin 3 einreichen liess, um für AC.________ die 
Auszahlung eines Kredits zu erwirken, hat er sich der Urkundenfälschung durch 
Fälschen einer Urkunde schuldig gemacht. 

VIII. Ziffer 1.3 und 2.1.1/2 Anklageschrift – AK.________

25. Vorwurf gemäss Anklage, Sachverhalt und Beweiswürdigung

Dem Beschuldigten wird Betrug und Urkundenfälschung zum Nachteil der 
E.________ AG vorgeworfen. So soll er für AK.________ dessen Kreditantrag zur 
Täuschung der Bank mit falschen Angaben versehen haben, die Lohnabrechnun-
gen W.________ (Firma) Juni-August 2011 gefälscht und mit dem Kreditantrag 
eingereicht, und so gegen eine Provision von CHF 4‘000.00 die Auszahlung eines 
Kredits von CHF 20‘000.00 an AK.________ erwirkt haben, der aufgrund seiner 
wirtschaftlichen Situation keine Gewähr für die Rückzahlung des Kredits bot. Für 
Einzelheiten kann auf die Anklage verwiesen werden (pag. 7338 f. und 7351 f.).

28

Die Vorinstanz hielt hierzu zutreffend Folgendes fest (pag. 7861 ff., S. 24-26 der 
Entscheidbegründung):

Auch hier ergab sich der Anfangsverdacht über drei Dokumente, welche auf dem Netbook von 
A.________ gefunden wurden (vgl. pag. 537: „F:\E.________ AG 2011 S & CH\W.________ (Firma) 
lohnabrechnung August 11 AK.________.docx […] F:\E.________ AG 2011 S & CH\W.________ 
(Firma) lohnabrechnung Juli 11 AK.________.docx […] F:\E.________ AG 2011 S & CH\W.________ 
(Firma) lohnabrechnung Juni 11 AK.________.docx“). 

Aus den edierten Vertragsunterlagen der E.________ AG geht hervor, dass ihr beim Kreditantrag von 
AK.________ tatsächlich Lohnabrechnungen der Firma W.________ (Firma) (Juni bis August 2011) 
eingereicht worden sind (pag. 506 ff.).

In der polizeilichen Einvernahme vom 11. April 2013 schilderte AK.________ sehr detailliert, wie es 
zum fraglichen Kredit bei der E.________ AG gekommen sei. Dabei hat er zunächst angegeben, dass 
der Kreditvermittler „A.________“ heisse (pag. 521 ff., Zeile 25 ff.). Auf Vorlage einer Fotodokumenta-
tion konnte er diesen A.________ zweifelsfrei als A.________ identifizieren (pag. 523, Zeile 127; vgl. 
auch pag 530 ff.). 

Im Gegensatz zu AC.________ bestritt AK.________, den Kreditantrag eigenhändig ausgefüllt zu ha-
ben (pag. 524, Zeile 173), bestätigte aber, dass die entsprechenden Angaben, namentlich der Arbeit-
geber, das Einkommen und die Miete, nicht stimmen würden. Weiter gab er an, dass ihm die Firma 
W.________ (Firma) nichts sagen würde, er aber vom Beschuldigten gesagt bekommen habe, dass 
er gegenüber der Bank angeben solle, dass er „bei der W.________ (Firma) angestellt gewesen sei 
und es über die DS.________ laufe“ (pag. 524, Zeile 165 ff.). Schliesslich gab AK.________ auch 
noch an, dass er selber keine Dokumente an die Bank abgegeben habe (pag. 524 f., Zeile 198 und 
214). 

Bezüglich der Provision sagte der Kreditnehmer, dass der Beschuldigte ihm gesagt habe, er müsse 
„einfach 20 Prozent (CHF 4‘000.00) Vermittlungsprovision an seine Firma bezahlen“ (pag. 522, Zeile 
80 f.; vgl. auch pag. 524, Zeile 156 f.). Zur Übergabe der Provision sei es anlässlich eines Treffens bei 
der Kleinen Schanze gekommen (pag. 522, Zeile 96 ff.).

Der Beschuldigte bestritt hingegen in sämtlichen Einvernahmen, etwas mit dem fraglichen Kreditan-
trag zu tun zu haben (pag. 531, Zeile 221 ff.; pag. 5777, Zeile 271). Auch konnte er nicht erklären, um 
was es bei den 14 Sprachanrufen mit einer Dauer zwischen rund elf bis knapp 20 Minuten – die an-
hand der rückwirkende Teilnehmeridentifikation seines Mobiltelefons festgestellt werden konnten (vgl. 
pag. 536) – gegangen sei (pag. 533, Zeile 309).

Auch beim Kreditantrag von AK.________ ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Ausgangspunkt der 
Beweisführung bilden wiederum die Dateien auf dem Netbook von A.________. Es gilt grundsätzlich 
das Gleiche wie beim Kreditantrag von AC.________. Weiter konnte auch AK.________ den Be-
schuldigten eindeutig als Kreditvermittler identifizieren und bestätigten, dass die gefälschten 
Lohnausweise von A.________ oder einer diesem nahestehenden Person („jemand aus der Firma“, 
pag. 525, Zeile 217) beigebracht worden seien. Aufgrund der glaubhaften Aussagen des Kreditneh-
mers, welche sich zudem mit den Ergebnissen der Telefonüberwachung decken, ist auch als erstellt 
anzusehen, dass dem Beschuldigten eine Provision im Betrag von CHF 4‘000.00 übergeben worden 
ist. 

Glaubhaft sind die Aussagen von AK.________ insbesondere deshalb, weil sie äusserst detailliert wa-
ren und er sich in Bezug auf den Sachverhalt an zahlreiche Einzelheiten erinnern konnte. So konnte 

29

er bei den einzelnen Treffen jeweils den Ort und die anwesenden Personen angeben. Er erwähnte 
auch (grundsätzlich unbedeutende) Einzelheiten, etwa die eigenen Facebook-Recherchen, die in ihrer 
Gesamtheit aber ein gewichtiges Indiz für den Wahrheitsgehalt seiner Schilderungen darstellen. Für 
die Glaubwürdigkeit von AK.________ spricht ebenfalls, dass auch er sich mit seinen Aussagen zum 
Teil selber belastet hat.

Angesichts der Beweislage bestehen damit für das Gericht keine Zweifel an der Täterschaft von 
A.________.

Die Kammer schliesst sich diesen Ausführungen vollumfänglich an. Wiederum sind 
keine Gründe dafür ersichtlich, wieso AK.________ den Beschuldigten zu Unrecht 
belasten sollte. Seine Aussagen werden zudem durch objektive Beweismittel belegt 
(Dokumente auf dem Notebook des Beschuldigten sowie zeitlich korrespondieren-
de Telefonanrufe). Bezüglich des Tatbeitrags des Beschuldigten kann deshalb voll-
umfänglich auf die Aussagen von AK.________ abgestellt sowie ergänzend auf die 
allgemeinen Ausführungen verwiesen werden (E. IV.13). Demnach hat 
AK.________ dem Beschuldigten einen Ausweis und einen Betreibungsregister-
auszug übergeben, woraufhin der Beschuldigten für ihn den Kreditantrag erstellt, 
die nötigen Unterlagen beigebracht und ihn bezüglich des Vorgehens instruiert hat 
(pag. 522 und 524 ff.). 

Bezüglich der Frage, ob der Beschuldigte die Lohnabrechnungen selbst fälschte, 
kann auf das vorhandene objektive Beweismittel abgestellt werden. Die entspre-
chende Datei bzw. der Dateipfad konnte auf dem Notebook des Beschuldigten si-
chergestellt werden, weswegen davon auszugehen ist, dass er die Fälschung 
selbst erstellt hat. 

26. Rechtliche Würdigung Betrug

Es kann vollumfänglich auf die obigen Ausführungen zur allgemeinen rechtlichen 
Würdigung verwiesen werden (E. V.17). Die Täuschung ist als arglistig zu qualifi-
zieren. Im Gegensatz zu den Kreditanträgen von AC.________ hat AK.________ 
auf dem Kreditantragsformular per Kreuz bestätigt, dass keine offenen Betreibun-
gen gegen ihn bestehen (pag. 511). Die Straf- und Zivilklägerin 3 hat hier auch ei-
nen Betreibungsregisterauszug eingeholt und die Angaben von AK.________ 
überprüft (pag. 514). Die Straf- und Zivilklägerin 3 durfte daher auf die Angaben 
zum Arbeitgeber und zum Erwerbseinkommen vertrauen, es trifft sie keine tatbe-
standsausschliessende Opfermitverantwortung. 

Auch der subjektive Tatbestand ist erfüllt, der Beschuldigte handelte wissentlich 
und willentlich und in der Absicht, den Kreditnehmer im Umfang der Kreditsumme 
und sich selbst im Umfang der Provision zu bereichern. 

27. Rechtliche Würdigung Urkundenfälschung

Indem der Beschuldigte wissentlich und willentlich die inhaltlich unwahren Lohnab-
rechnungen W.________ (Firma) Juni-August 2011 erstellte und zusammen mit 
dem Kreditantrag der Straf- und Zivilklägerin 3 einreichen liess, um für 
AK.________ die Auszahlung eines Kredits zu erwirken, hat er sich der Urkunden-
fälschung durch Fälschen einer Urkunde schuldig gemacht.

30

IX. Ziffer 1.4 und 2.1.1 Anklageschrift – AL.________

28. Vorwurf gemäss Anklage, Sachverhalt und Beweiswürdigung

Dem Beschuldigten wird Betrug und Urkundenfälschung zum Nachteil der 
E.________ AG vorgeworfen. So soll er für AL.________ dessen Kreditantrag zur 
Täuschung der Bank mit falschen Angaben versehen haben, die gefälschten Lohn-
abrechnungen AM.________ (Firma) Mai-Juli 2011, Arbeitgeberbestätigung 
AM.________ (Firma) 01.09.2011 sowie den Lohnausweis AM.________ (Firma) 
2010 zusammen mit dem Kreditantrag eingereicht und so gegen eine Provision von 
CHF 4‘000.00 die Auszahlung eines Kredits von CHF 20‘000.00 an AL.________ 
erwirkt haben, der aufgrund seiner wirtschaftlichen Situation keine Gewähr für die 
Rückzahlung des Kredits bot. Für Einzelheiten kann auf die Anklage verwiesen 
werden (pag. 7339 und 7351 f.).

Es kann bezüglich des Sachverhalts und der Beweiswürdigung auf die nachfolgen-
den Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 7864 f., S. 27 f. der Ent-
scheidbegründung): 

Im Fall AL.________ ergab sich der Anfangsverdacht aufgrund der parteiöffentlichen Aussagen von 
AK.________, wonach AC.________ AL.________ überzeugt hätte, ebenfalls einen Kredit über 
A.________ aufzunehmen (pag. 521, Zeile 45 ff.).

Aus den Akten geht hervor, dass der Bank hier die gleichen (gefälschten) Unterlagen wie in den bis-
her dargestellten Fällen vorgelegt wurden. Vermeintlicher Aussteller der Dokumente war in diesen Fall 
die Firma AM.________ (Firma) in Bern (vgl. pag. 548 ff.).

AL.________ wurde am 21. Mai 2013 durch die Kantonspolizei Bern parteiöffentlich befragt (vgl. pag. 
562 ff.). Dabei konnte er den Beschuldigten eindeutig als Kreditvermittler identifizieren (pag. 566, Zei-
le 114 ff.; pag. 573 ff.) Zum Sachverhalt gab er sinngemäss an, dass er mit AC.________, 
AE.________ und „A.________“ etwas trinken gegangen sei und ihm der Beschuldigte erzählt habe, 
dass „er ein Büro habe und Kredite vermittle [...]“ (pag. 564, Zeile 26 ff.). Später habe der Beschuldig-
te zudem gesagt, dass „er Firmen habe, welche er kenne, da wir ein spezieller Fall wären und nichts 
arbeiten, dass er Firmen nehmen musste, welche er kenne, welche uns fiktiv anstellen. [...] Er hatte 
bereits die Lohnabrechnungen mit der fiktiven Firma erstellen lassen“ (pag. 565, Zeile 50 ff.). Dafür 
habe er – nach Auszahlung des Kredits – CHF 4‘000.00 oder CHF 5‘000.00 („ich bin mir nicht mehr 
ganz sicher“) an A.________ übergeben. Dazu seien noch Zinsen in Höhe von CHF 7‘000.00 ge-
kommen, welche er ebenfalls abgeben musste (pag. 565, Zeile 69 ff.; pag. 569, Zeile 260 f.).

Ferner gab der Kreditnehmer zu, den Kreditantrag, die Arbeitgeberbestätigung und Lohnabrechnun-
gen selber bei der E.________ AG eingereicht zu haben, obwohl die Angaben zum Arbeitgeber und 
Einkommen falsch seien. Er äusserte diesbezüglich die Vermutung, dass die Lohnabrechnungen und 
die Arbeitgeberbestätigung vom Beschuldigten oder jemandem, „der sonst noch in diesem Büro gear-
beitet hatte“ gefälscht worden seien (pag. 566 f., Zeile 139 ff.; pag. 568, Zeile 230 ff.). Zumindest habe 
der Beschuldigte bei der Position „Firma“ unterschrieben: „Ich habe es gesehen. Ich weiss noch, dass 
AE.________ und A.________ gestürmt hatten, wer dies jetzt unterschreibt. Deshalb ist es mir noch 
präsent“ (pag. 568, Zeile 206 f.).

Auch in diesem Fall bestritt A.________, am fraglichen Kreditantrag beteiligt gewesen zu sein (pag. 
576 ff.).

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Bei der Beweiswürdigung sind im vorliegenden Fall in erster Linie die Aussagen des Kreditnehmers 
von Bedeutung, zumal diese dem Gericht glaubhaft erscheinen und ein klares Bild vom Geschehen 
und der Täterschaft zeichnen. So konnte AL.________ den Beschuldigten eindeutig als Täter identifi-
zieren. Zugleich konnte er auch bestätigten, dass dieser eigenhändig ein gefälschtes Dokument un-
terzeichnet hat. Insgesamt erweisen sich seine Aussagen als übereinstimmend mit denjenigen der 
bisher dargestellten Kreditnehmer. So erwähnte beispielsweise auch er die Visitenkarte von 
„AN.________ (Firma)“, ohne vom Polizisten dazu veranlasst worden zu sein (pag. 564, Zeile 42 f.). 
An der Glaubhaftigkeit der Aussagen von AL.________ bestehen somit keine Zweifel, wiederum nicht 
zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass er sich damit selber belastet hat.

Zusammen mit der Vorinstanz erachtet die Kammer die Aussagen von 
AL.________ als vollumfänglich glaubhaft, wiederum sind keine Gründe für eine 
Falschbelastung auszumachen. Ergänzend ist anzumerken, dass gemäss den 
glaubhaften Aussagen des Kreditnehmers die Unterlagen durch ihn selbst einge-
reicht, jedoch durch den Beschuldigten gefälscht wurden. Dem Beschuldigten wird 
gemäss Anklageschrift jedoch nur der Gebrauch der gefälschten Urkunden zur 
Täuschung vorgeworfen (pag. 7351 f.). Dennoch kann anhand dieser Aussagen 
ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte Kenntnis der 
Fälschungen hatte und diese wissentlich und willentlich zur Täuschung der Bank 
durch den Kreditnehmer einreichen liess. 

Bezüglich des konkreten Tatbeitrags des Beschuldigten kann wiederum vorab auf 
die obigen Ausführungen verwiesen werden (vgl. E. IV.13). Gemäss den Aussagen 
von AL.________ hat ihm der Beschuldigte den Kredit vermittelt; das heisst, er hat 
ihm die nötigen Unterlagen verschafft, ihm das Vorgehen zur Krediteinreichung er-
klärt und ihm damit das erforderliche Wissen sowie die erforderlichen Mittel zur Ein-
reichung des Kreditantrags verschafft. Konkret hat der Beschuldigte auch den Kre-
ditantrag zusammen mit AL.________ ausgefüllt und war für die Beschaffung der 
erforderlichen Fälschungen besorgt (pag. 567). 

29. Rechtliche Würdigung Betrug

Im Falle des Kreditantrags von AL.________ ist die Tatbestandsvoraussetzung der 
Arglist nicht gegeben. Der Kreditantrag enthält wiederum keine Angaben zu offe-
nen Betreibungen (pag. 555). Zudem hat die Straf- und Zivilklägerin 3 keinen Be-
treibungsregisterauszug über den Kreditantragsteller eingeholt. Es kann daher voll-
umfänglich auf die obigen Ausführungen zum gleich gelagerten Fall AC.________ 
verwiesen werden (E. VI.20). Der Beschuldigte ist demzufolge vom Vorwurf des 
Betrugs freizusprechen.

30. Rechtliche Würdigung Urkundenfälschung

Indem der Beschuldigte wissentlich und willentlich die inhaltlich falschen Lohnab-
rechnungen AM.________ (Firma) Mai-Juli 2011, die Arbeitgeberbestätigung und 
den Lohnausweis 2010 der AM.________ (Firma) mit dem Kreditantrag der Straf- 
und Zivilklägerin 3 einreichen liess, um für AL.________ die Auszahlung eines 
Kredits zu erwirken, hat er sich der Urkundenfälschung durch Gebrauch zur Täu-
schung von gefälschten Urkunden schuldig gemacht.

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X. Ziffer 1.5 und 2.1.1 Anklageschrift – AO.________

31. Vorwurf gemäss Anklageschrift, Sachverhalt und Beweiswürdigung

Dem Beschuldigten wird Betrug und Urkundenfälschung zum Nachteil der 
E.________ AG vorgeworfen. So soll er für AO.________ deren Kreditantrag zur 
Täuschung der Bank mit falschen Angaben versehen haben, die gefälschten Lohn-
abrechnungen W.________ (Firma) Juli-September 2011 sowie die Bestätigung 
über den Erhalt Unterhaltszahlungen Juli-September 2011 zusammen mit dem 
Kreditantrag eingereicht, und so gegen eine Provision von CHF 6‘000.00-8‘000.00 
die Auszahlung eines Kredits von CHF 25‘000.00 an AO.________ erwirkt haben, 
die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation keine Gewähr für die Rückzahlung des 
Kredits bot. Für Einzelheiten kann auf die Anklage verwiesen werden (pag. 7339 
und 7351 f.).

Die Vorinstanz hielt zu den vorhandenen Beweismitteln fest (pag. 7866 f., S. 29 f. 
der Entscheidbegründung):

Am Ursprung der Beweismittelkette steht ein Finanzierungsantrag der „AN.________ (Firma)“, wel-
cher am 12. Oktober 2011 der E.________ AG übermittelt wurde (pag. 591). Weiter finden sich eine 
Wohnsitzbescheinigung sowie ein Betreibungsregisterauszug bei den Akten (pag. 601 f.). Den Aus-
zug holte die E.________ AG am 20. Oktober 2011 offenbar direkt beim Betreibungsamt Bern-
Mittelland, Dienststelle Mitteland, ein. Schliesslich wurden der Bank weitere sieben Dokumente einge-
reicht, darunter die üblichen Lohnabrechnungen (vorliegend wiederum von der W.________ (Firma)), 
Bestätigungen über den Erhalt von Alimenten-Zahlungen über den Betrag von CHF 2‘040.00 für die 
Monate Juni, August und September 2011 sowie eine Teilvereinbarung des Gerichtskreises VIII Bern-
Laupen über die Unterhaltszahlungen vom 3. September 2008 (pag. 592 ff.). Sämtliche Dokumente 
korrespondierten mit den Angaben im Kreditantrag vom 26. Oktober 2011 (pag. 588). 

Auch im Fall AO.________ belegt die rückwirkende Teilnehmeridentifikation des Mobiltelefons von 
A.________ insgesamt acht Sprachanrufe sowie mehrere SMS-Nachrichten während dem 19. und 
31. Dezember 2011 (vgl. pag. 625). Während der Beschuldigte hierzu angab, den Inhalt der Ge-
spräche bzw. Nachrichten nicht mehr zu wissen (pag. 624, Zeile 512), sagte AO.________ aus, dass 
sie ihn deshalb kontaktiert habe, weil sie „noch andere Leute gekannt habe, welche ebenfalls einen 
Kredit wollten“ (pag. 608, Zeile 90 f.). 

AO.________ wurde zunächst im Verfahren gegen S.________ und T.________ einvernommen; die 
Verteidigung von A.________ wurde über diese Einvernahme nicht in Kenntnis gesetzt (pag. 605; vgl. 
zur Verwertbarkeit der Aussagen sogleich Ziff. IV./5.3. nachstehend). Die Kreditnehmerin gab dabei 
im Wesentlichen an, dass die Angaben auf den eingereichten Unterlagen grösstenteils falsch seien 
(pag. 610 f., Zeile 150 ff.; pag. 611, Zeile 216 ff.) und sie im Tatzeitpunkt (oder in der Zeit vorher) So-
zialhilfe bezogen und deshalb gedacht habe, nie einen Kredit erhalten zu können. Ihre Kollegin, 
N.________, habe ihr aber gesagt, dass dies trotzdem möglich sei und ihr A.________, über den 
schliesslich alles gelaufen sei, als Kreditvermittler empfohlen (pag. 607; Zeile 20 ff.; pag. 608, Zeile 
58). Anhand einer Fotodokumentation konnte sie den Beschuldigten sodann eindeutig als Kreditver-
mittler identifizieren, obwohl sie seinen Namen nicht gekannt hat (pag. 608, Zeile 76 ff.; pag. 614 ff.; 
pag. 609, Zeile 123). Als Provision habe sie ihm glaublich CHF 8‘000.00 bezahlen müssen (pag. 608, 
Zeile 69 f.). 

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Im Verfahren gegen A.________ bestätigte AO.________ anschliessend ihre ersten Aussagen (vgl. 
pag. 617 ff.). Verschiedentlich gab sie jedoch auch an, sich nicht mehr erinnern zu können, zumal es 
schon sehr lange her sei. Allerdings war sie sich nach wie vor sicher, dass ihr Kredit über A.________ 
gelaufen sei (pag. 621, Zeile 144).

Demgegenüber hat A.________ auch in diesem Fall jegliche Vorwürfe gegen ihn bis zuletzt b