# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1dabdd5d-d3c9-5fa9-a677-7b1e0d92a44c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.10.2021 725 20 387/287
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-387-287_2021-10-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. Oktober 2021 (725 20 387 / 287) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts: keine Zweifel an der versicherungsinternen 

Zumutbarkeitsbeurteilung; der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfaller-

eignis und den psychischen Beschwerden wurde zu Recht verneint; Prüfung des Vali-

deneinkommens und des versicherten Verdiensts 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Sebastian Laubscher, 
Advokat, Advokaturbüro, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A.1 Der 1988 geborene A.____ war vom 1. Dezember 2015 bis 30. September 2019 bei der 
B.____ AG in X.____ als Maschinen- und Anlageführer angestellt. Am 16. Juni 2017 erlitt er einen 
Unfall mit seinem Motorrad, bei welchem er sich eine höhergradige AC-Gelenksluxation rechts, 
eine Rippenserienfraktur 3 - 6 rechts und ein Leberhämangiom rechts zuzog. Für diesen Unfall 

 

 
 
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erbrachte die zuständige Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) die gesetzlichen 
Leistungen. Mit Verfügung vom 7. April 2020 teilte sie dem Versicherten mit, dass sie ihm für die 
verbleibenden Beeinträchtigungen aus dem Unfall vom 16. Juni 2017 mit Wirkung ab 23. März 
2020 eine Rente von 13 % und eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Einbusse in der 
Integrität von 15 % ausrichten werde. Daran hielt sie auch auf Einsprache hin in ihrem Entscheid 
vom 4. September 2020 fest.  
 
A.2 Bereits am 13. Dezember 2017 hatte sich A.____ unter Hinweis auf andauernde Be-
schwerden aus dem Unfall vom 16. Juni 2017 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug angemeldet. Nachdem die zuständige IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-
Stelle) die erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse abgeklärt hatte, lehnte sie mit Verfü-
gung vom 9. September 2021 einen Leistungsanspruch ab. Dagegen erhob der Versicherte Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht), welches ein Verfahren unter der Nummer 720 21 324 eröffnete. 
 
B. Gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 4. September 2020 erhob A.____, ver-
treten durch Advokat Sebastian Laubscher, am 8. Oktober 2020 Beschwerde beim Kantonsge-
richt und beantragte, es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin aufzuheben und 
es sei die Sache zur Klärung des medizinischen Sachverhalts und der verbleibenden Erwerbsfä-
higkeit sowie zum Erlass eines medizinischen Fachgutachtens in den Disziplinen Orthopädie und 
Psychiatrie an die Suva zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung brachte er im 
Wesentlichen vor, dass der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 16. Juni 
2017 und den weiterhin bestehenden psychischen Beschwerden zu bejahen sei. Zudem wurde 
moniert, dass sich die Suva in ihrem Entscheid auf unzureichende medizinische Unterlagen 
stütze. Weiter machte er geltend, dass das Valideneinkommen zu korrigieren sei. Entgegen der 
Auffassung der Beschwerdegegnerin betrage dieses nicht Fr. 70'832.--, sondern Fr. 77'969.--. 
Ebenso sei der versicherte Verdienst zu korrigieren und der 13. Monatslohn in der Zeit vom 1. 
Januar bis 16. Juni 2017 hinzuzurechnen. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 27. November 2020 beantragte die Suva, es sei in teilwei-
ser Gutheissung der Beschwerde der versicherte Verdienst auf Fr. 76'507.-- festzusetzen; im 
Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen.  
 
D. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 29. Januar 2021, Duplik vom 
3. März 2021) hielten die Parteien an den gestellten Anträgen und den Ausführungen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-

 

 
 
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entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Der Beschwerdeführer wohnt im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist die Höhe des Rentenanspruchs des Versicherten. Massgebend 
ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des vorliegend angefochtenen Einspracheent-
scheids vom 4. September 2020 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss 
die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hin-
weis). 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdiensts. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. 
 
3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher 
Kausalzusammenhang bestehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit an-
dern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele (vgl. BGE 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). Ob zwischen 
einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht 
im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli-
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 

 

 
 
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eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (vgl. BGE 
119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 
 
3.3.1 Eine weitere Voraussetzung für die Leistungspflicht des Unfallversicherers bildet das 
Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis 
dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art 
des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein 
als begünstigt erscheint (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis). Ob bei Vorliegen eines natürli-
chen Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen ge-
sundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln 
vom Gericht zu beurteilen ist (vgl. BGE 112 V 30 E. 1b).  
 
3.3.2 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als recht-
liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 
Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 
Kausalität deckt (vgl. BGE 134 V 109 f. E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb). Anders verhält es sich bei 
natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden. 
Hier bedarf es einer besonderen Adäquanzprüfung. Dabei ist vom augenfälligen Geschehensab-
lauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Ge-
mäss der für psychische Fehlentwicklungen nach Unfall erarbeiteten sog. Psycho-Praxis (vgl. 
BGE 115 V 133) werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft, 
während nach der bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule 
(HWS) sowie Schädel-Hirntraumen anwendbaren sog. Schleudertrauma-Praxis auf eine Diffe-
renzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird (zum Ganzen: 
BGE 134 V 109 E. 2.1 mit Hinweisen). Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen wird 
erst dann gesprochen, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen 
bestätigt werden (für viele: Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 
mit zahlreichen Hinweisen). Diese Untersuchungsmethoden müssen wissenschaftlich anerkannt 
sein (vgl. BGE 134 V 231 ff. mit Hinweisen). Alleine die grundsätzliche Geeignetheit eines Ereig-
nisses, zu einer Verletzung zu führen, reicht nicht, um diese als organisch objektiv ausgewiesen 
zu betrachten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2011, 8C_310/2011, E. 4.5.1). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 156 E. 1 
in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt 
ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und 
nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch 

 

 
 
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verrichtet werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditäts-
schätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der So-
zialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 351 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
4.4.1 Stützt sich der angefochtene Entscheid ausschliesslich auf versicherungsinterne medi-
zinische Unterlagen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen 
Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
14. Mai 2019, 9C_143/2019, E. 4.1 mit Hinweisen).  
 
4.4.2 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärztinnen oder Ärzten darf und soll das Gericht 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrecht-
liche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aus-
sagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des 

 

 
 
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therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestell-
ten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 
2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärztinnen und 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich 
eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärztinnen und Ärzte wich-
tige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die 
im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, 
E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Unter-
suchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch 
zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.1 Für die Beurteilung der umstrittenen Fragen liegen zahlreiche medizinische Akten vor, 
die vom Gericht in ihrer Gesamtheit gewürdigt wurden. Für den Entscheid erweisen sich insbe-
sondere die nachfolgenden Unterlagen als massgebend: 
 
6.2 Im Austrittsbericht des Spitals C.____, vom 19. Juni 2017 wurden eine Rippenserien-
fraktur 3 - 6 rechts bei Motorradunfall am 16. Juni 2017, eine AC-Gelenksluxation Rockwood 4 - 
5 rechts und ein Leberhämangiom (10 cm Durchmesser) diagnostiziert. Der Versicherte sei mit 
dem Töff unterwegs gewesen und mit ca. 52 km/h in ein stehendes Auto gefahren. Eine Bewusst-
losigkeit habe nicht bestanden. In der durchgeführten Traumaspirale habe sich eine Rippenseri-
enfraktur rechtsseitig ohne Lungenkontusion oder Pneumothorax gezeigt. Eine intrakranielle/ab-
dominelle Blutung habe ebenfalls ausgeschlossen werden können und laborchemisch hätten 
keine Auffälligkeiten vorgelegen. Nebenbefundlich habe eine AC-Gelenksluxation Rockwood 4 - 
5 rechtsseitig erhoben werden können.  
 
6.3 Am 27. Juni 2017 wurden beim Beschwerdeführer im Spital D.____ eine offene AC- und 
CC-Bandnaht, eine Transfixation mittels CC-Schraube und eine laterale Clavicularesektion 
durchgeführt. Nachdem der Versicherte am 5. Juli 2017 Schmerzen im Bereich der rechten Schul-
ter verspürt hatte, wurde er am 7. Juli 2017 erneut operiert. Dabei wurde eine Wundrevision, eine 
Entfernung der CC-Schraube, eine erneute Naht der AC-Bänder und eine Raffung der CC-Bänder 
sowie eine erneute temporäre coraco-ciaviculare Transfixation mittels 4.5er CCS-Schraube 
durchgeführt. Am 21. August 2017 erfolgte ein weiterer operativer Eingriff, bei welchen die CCS-
Schraube entfernt wurde. 

 

 
 
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6.4 Gemäss Angaben im Sprechstundenbericht des Spitals C.____ vom 22. November 2017 
habe der Beschwerdeführer weiterhin über Schmerzen bei der Belastung des rechten Arms ge-
klagt, wobei der Schmerzpunkt einerseits über dem AC-Gelenk, andererseits anterior über der 
Schulter angegeben werde. Der Beurteilung ist sodann zu entnehmen, dass ein leichter Clavi-
cula-Hochstand bestehe. Zudem wurde der Verdacht auf eine Bizepssehnenpathologie genannt, 
welcher aber nach einer Untersuchung vom 6. Dezember 2017 habe ausgeschlossen werden 
können (vgl. Bericht vom 9. Dezember 2017). 
 
6.5 Am 3. Januar 2018 fand bei PD Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie, eine 
Untersuchung statt. PD Dr. E.____ diagnostizierte eine persistierende Horizontalinstabilität des 
AC-Gelenks der rechten Schulter mit/bei Status nach CC-Schraubenentfernung, Status nach 
Wundrevision, erneuter Naht der AC-und CC-Bänder sowie erneuter temporärer coraco-clavicu-
lärer Transfixation mit 4.5-Kortikalisschrauben am 7. Juli 2017, Status nach offener AC-und CC-
Bandrekonstruktion mit CC-Schrauben Transfixation temporär, lateraler Clavicularesektion am 
27. Juni 2017 bei AC-Gelenksluxation Typ Rockwood IV nach Motorradunfall vom 16. Juni 2017, 
einer Rippenserienfraktur 3 - 6 rechts, und anamnestisch eine posttraumatische Belastungsstö-
rung (PTBS) bei psychiatrischer Behandlung mit Cymbalta, Tritico und Benzodiazepin. Aufgrund 
seiner Untersuchung kam PD Dr. E.____ zum Schluss, dass nicht die vertikale, sondern vielmehr 
die horizontale Instabilität das Problem sei, welche aber sehr schwer zu behandeln sei, weshalb 
eine zurückhaltenden OP-Indikationsstellung erfolge.  
 
6.6 Auf Nachfrage der Suva teilte der behandelnde Psychiater Dr. med. F.____, FMH Psy-
chiatrie und Psychotherapie, am 12. Januar 2018 mit, dass sich der Versicherte seit anfangs 
September 2017 bei ihm in Behandlung befinde. Er leide an ständiger innerer Unruhe, Ängsten 
von immer wieder auftretenden Bildern vom Motorradunfall, Schlaflosigkeit, Albträumen (er erwa-
che in der Nacht verschwitzt und könne seinen Schlaf nicht mehr finden), sei tagsüber nur müde 
und kraftlos. Das klinische Bild sei vereinbar mit den Symptomen einer PTBS. 
 
6.7 Nachdem die horizontale Instabilität persistierte, wurde der Versicherte am 15. Mai 2018 
durch PD Dr. E.____ operiert. Dieser nahm eine diagnostische Schulterarthroskopie, eine parti-
elle Synovektomie, eine Semi-Tendinosus-Autograftentnahme, eine Adhäsiolyse, eine Abtragung 
von Verkalkungen, eine Double-Dog-Bone-Botton CC-Rekonstruktion, eine Autograftaugmenta-
tion des CC- und des AC-Gelenks, eine Rekonstruktion der trapezo-deltoidalen Faszie und eine 
mini-open subpectorale Bicepstenodese an der rechten Schulter vor.  
 
6.8 Im Rahmen einer Verlaufskontrolle im November 2018 berichtete PD Dr. E.____, dass 
der Beschwerdeführer belastungsfrei sehr zufrieden sei (vgl. act. 270). Bei Belastung – auch mit 
geringen Gewichten – habe er aber starke Schmerzen. Zudem bestehe ein Schnappen im Be-
reich des AC-Gelenks. Weiter stellte PD Dr. E.____ eine Plattendislokation des lateralen Dogbo-
nes im Bereich des Coracoids fest. 
 

 

 
 
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6.9 Auf entsprechende Nachfrage der Suva zum Jobprofil des Versicherten teilte 
PD Dr. E.____ am 21. Januar 2019 mit, dass ihm das Heben von Gewichten von 1 kg bis hori-
zontal zumutbar, eine Arbeit über der Horizontalen [90° Flexion oder Abduktion] hingegen nicht 
mehr möglich sei. Weiter könne er Arbeiten bei angelegtem Arm wie z.B. Büroarbeit ohne Auf-
stützen des Ellenbogens verrichten. Das Treppenhinaufgehen und das -hinababgehen sei prob-
lemlos, hingegen werde das Steigen auf Leitern aufgrund der Kraftlosigkeit im Bereich des rech-
ten Arms nicht empfohlen. Der Versicherte könne Gewichte über 5 kg nicht dauerhaft ziehen und 
schieben (max. 1 kg einmalig alle 3 Stunden). Das Gehen auf unebenem Grund sei ihm hingegen 
uneingeschränkt möglich.  
 
6.10 Am 11. Juni 2019 fand eine weitere Operation statt. PD Dr. E.____ nahm eine diagnos-
tische Schulterarthroskopie, eine partielle Synovektomie, eine OSME des infero-lateraler Dog 
Bone-Bottons, eine SAD, eine Sehnenreapproximation des Semi-T-Autografts der rechten Schul-
ter vor. 
 
6.11 In ihrem Bericht vom 4. September 2019 hielt die Kreisärztin Dr. med. G.____, 
FMH Allgemeinchirurgie und Traumatologie, in Bezug auf die rechte dominante Schulter fest, 
dass reizlose Narbenverhältnisse und Schmerzen im Bereich des AC-Gelenks vorlägen. Eine 
eigentliche Instabilität könne aktuell nicht reproduziert werden. Die Abduktion sei bei 100°aktiv 
und die Anteversion bei knapp 90° endgradig schmerzhaft. Der Nackengriff sei knapp mit Aus-
weichbewegung möglich und der Schürzengriff bis L3. Gestützt auf diese Befunde diagnostizierte 
sie persistierende Belastungsschmerzen der rechten Schulter. In ihrer Beurteilung führte sie aus, 
dass nach nun erfolgter 6. Operation vor knapp 3 Monaten beim Versicherten Belastungsschmer-
zen und eine Bewegungseinschränkung persistieren würden. In Ruhe sei er beschwerdearm. 
Nach wie vor sei ein Heben von mehr als 1 kg körperfern nicht möglich resp. führe zur Zunahme 
der Schmerzen. Die horizontale Instabilität, die zu den zwei letzten Eingriffen geführt habe, könne 
aktuell klinisch nicht reproduziert werden. Insgesamt sei die Situation befriedigend. Im Rahmen 
der Zumutbarkeitsbeurteilung hielt die Kreisärztin fest, dass die angestammte Tätigkeit als Ma-
schinen- und Anlageführer dem Versicherten nicht mehr zumutbar sei. Er könne aber eine ganz-
tägige leichte Tätigkeit ausüben, bei welcher er nicht über der Horizontalen mit dem rechten Arm 
arbeiten müsse. Zudem sollte die Gewichtsbelastung körperfern maximal 1 kg betragen; Vibrati-
onsbelastungen wie Hämmern oder Schlagen oder stossende Belastungen seien zu vermeiden. 
Die kombinierte Physiotherapie/MTT sei noch für mindestens 3 Monate weiterzuführen. Sollte 
sich im Rahmen der geplanten Verlaufskontrolle medizinisch nichts Neues ergeben, sei von ei-
nem medizinisch stabilen Zustand auszugehen.  
 
6.12 Am 1. Oktober 2019 berichtete PD Dr. E.____, dass der Endzustand an der rechten 
Schulter erreicht sei, weshalb er den Fall abschliesse. Es würden aber weiterhin deutliche ortho-
pädische Restbeschwerden im Sinne einer noch leicht persistierenden horizontalen Instabilität 
und chronische Schmerzen unterhalb der Clavicula bestehen.  
 
6.13 Der Versicherte befand sich vom 21. Dezember 2019 bis 20. März 2020 im Rahmen von 
beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung im Spital H._____ in Y._____ 

 

 
 
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im Einsatz. Im Abschlussbericht vom 17. März 2020 wurde ausgeführt, dass er an den Präsenz-
tagen in der Montage jeweils vier Stunden anwesend gewesen sei und das Pensum bis anhin 
nicht habe steigern können. Die produktive Arbeitszeit habe aufgrund der Zusatzpausen bei rund 
39 % gelegen. Seine Leistung habe gemäss Leistungsmessung zwischen 13 % und 21 % betra-
gen. Diese Leistung entspreche den Mindestanforderungen der industriellen Montage als ge-
schützte Werkstätte. Für den ersten Arbeitsmarkt sei diese Leistung nicht ausreichend. Zudem 
sei die Einsetzbarkeit des Versicherten bei leichten abteilungsüblichen Tätigkeiten sehr einge-
schränkt, weshalb er aktuell nicht vermittelbar sei.  
 
6.14 Dr. G.____ führte am 19. März 2020 unter Berücksichtigung der Angaben im Bericht des 
Spitals H.____ aus, dass seit ihrer letztmaligen Beurteilung im September 2019 aus rein somati-
scher Sicht nicht von neuen Erkenntnissen auszugehen sei. Der medizinische Endzustand mit 
Restbeschwerden im Sinne einer noch leicht persistierenden horizontalen Instabilität und chroni-
schen Schmerzen unterhalb der Clavicula sei gemäss PD Dr. E.____ erreicht. Zudem sei bei 
angepassten Tätigkeiten keine Leistungseinschränkung (z. B. infolge Zusatzpausen) aufgrund 
der objektivierbaren Unfallrestfolgen begründbar, denn die Zusatzpausen seien aufgrund von 
Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten usw. erfolgt. Diese Beschwerden seien nicht auf soma-
tischer Ebene zu suchen, sondern würden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch die be-
kannte mittelschwere bis schwere Depression verursacht.  
 
6.15 Das Kantonsgericht zog im Rahmen der Instruktion die IV-Akten bei. Darin befinden sich 
unter anderen die bidisziplinären Gutachten des H._____ vom 24. April 2020 sowie von Dr. med. 
J.____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, und Dr. med. K.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 18. November 2020. Im H.____-Gutachten der Fachrichtungen Allgemein-
medizin und Orthopädie wurde als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein Status nach 
CC-Rekonstruktion mit Semitendinosus-Autograftaugementation des CC- und des AC-Gelenks 
genannt. Unter Berücksichtigung dieser Diagnose und der erhobenen Befunde kamen die Gut-
achter zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer die angestammte schwere Tätigkeit als Ma-
schinenführer nicht mehr zumutbar sei. Eine angepasste leichte bis mittelschwere Arbeit auf 
Tischhöhe bis zur Horizontalen sei ihm aber vollschichtig ohne Leistungseinschränkung möglich. 
Dr. J.____ nannte in seinem rheumatologischen Teilgutachten als Diagnose mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit ein chronisches Schmerzsyndrom der rechten Schulter mit verminderter Belast-
barkeit. Auch er kam aufgrund seiner Begutachtung zum Schluss, dass der Versicherte in der 
angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig sei. Hingegen erachtete Dr. J.____ eine leichte 
Tätigkeit, welche zusammengefasst als schulterschonend zu bezeichnen sei, zu 100 % als zu-
mutbar. Dr. K.____ hielt aus psychiatrischer Sicht fest, dass beim Versicherten akzentuierte Per-
sönlichkeitszüge, eine teilremittierte PTBS, eine leichte depressive Episode sowie eine Panikstö-
rung vorliegen würden. Es beständen daher qualitative Funktionseinbussen in der Höhe von 20 
%.  
 
6.16 Zum rheumatologischen Teilgutachten von Dr. J.____ führte PD Dr. E.____ in seiner 
Stellungnahme vom 16. April 2021 aus, dass er mit dem Gutachter übereinstimme, soweit dieser 
keine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit attestiere. Auch bezüglich der Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gehe er mit Dr. J.____ in den meisten Punkten 

 

 
 
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einig. Er bemängle aber, dass dessen Ausführungen zu wenig differenziert seien. Es würden 
nämlich Aussagen fehlen, ob rein sitzende oder rein stehende Tätigkeiten möglich seien, ob Bü-
cken erlaubt sei, und ob Knien oder Kauern möglich sei. Auch werde keine Differenzierung durch-
geführt zum Tragen von Gegenständen körpernah oder körperfern. Zudem würden die Belast-
barkeit, die Anpassungs- und die Leistungsfähigkeit nicht gewichtet. Weiter beanstandete PD Dr. 
E.____, dass Dr. J.____ nicht Orthopäde sei.  
 
7.1 Die Suva stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 4. September 2020 
bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in erster 
Linie auf die Ergebnisse von Dr. G.____ vom 3. September 2019 und 19. März 2020. Sie ging 
demzufolge davon aus, dass in Bezug auf die beim Unfall vom 16. Juni 2017 erlittenen Verlet-
zungen der Endzustand erreicht sei und der Beschwerdeführer aufgrund der weiterhin bestehen-
den organischen Unfallfolgen in einer leichten adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. 
Dieses Ergebnis der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Wie oben aus-
geführt (vgl. E. 4.5.1 hiervor), kommt nach der Rechtsprechung den Berichten beratender Ärzte 
bzw. Ärztinnen des Versicherungsträgers zwar nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem 
Gerichtsgutachten. Ein solcher Bericht ist aber soweit zu berücksichtigen, als keine – auch nur 
geringe – Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfolgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 465 
E. 4.7). Vorliegend besteht kein Anlass, an der Richtigkeit der Feststellungen von Dr. G.____ zu 
zweifeln. Es ist vielmehr festzuhalten, dass sie sich einlässlich und umfassend mit den bei den 
Akten liegenden medizinischen Unterlagen auseinandergesetzt und die Unfallkausalität schlüssig 
verneint hat. Die Kreisärztin führte unter Berücksichtigung der ausführlichen bildgebenden Abklä-
rungen und insbesondere den bis dahin ergangenen fachärztlichen orthopädischen Berichten 
einleuchtend und nachvollziehbar aus, dass beim Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Fallab-
schlusses aus rein somatischer Sicht Restbeschwerden im Sinne von Schmerzen an der Clavi-
cula in Ruhe und bei Belastung wie auch eine Bewegungseinschränkung der Schulter bis zur 
Horizontalen bestehen würden. Ihre Einschätzung der medizinischen Situation erscheint wider-
spruchsfrei und schlüssig und lässt sich auch auf die von den Fachärzten erhobenen Befunde 
stützen. Ebenso einleuchtend und nachvollziehbar ist die vorgenommene Zumutbarkeitsbeurtei-
lung der Kreisärztin. Demnach sind dem Beschwerdeführer leichte Arbeiten möglich, bei denen 
er den Arm nicht über die Horizontale heben und keine Arbeiten körperfern (zum Beispiel repetitiv 
mit ausgestrecktem rechtem Arm) oder mit Vibrationsbelastungen verrichten muss.  
 
7.2.1 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist nicht geeignet, die Einschätzungen 
von Dr. G.____ in Zweifel zu ziehen. So führt er aus, dass die Kreisärztin nicht über die nötige 
fachliche Qualifikation verfüge, um eine derart komplexe Schulterproblematik beurteilen zu kön-
nen. Dabei ist zu beachten, dass die Kreisärztin den Facharzttitel der Fachrichtungen Allgemein-
chirurgie und Traumatologie aufweist und daher durchaus in der Lage ist, auch anspruchsvollere 
medizinische Schulterverletzung einleuchtend zu erörtern. Weiter ist aber zu beachten, dass sie 
sich dabei insbesondere auf die Angaben des behandelnden Schulterspezialisten PD Dr. E.____ 
stützte, welcher unbestritten über die erforderliche Fachkompetenz verfügt. Dieser nannte bereits 
in seinem Bericht vom 21. Januar 2019 ein Zumutbarkeitsprofil, das jenem der Kreisärztin ent-
spricht. Weiter ist zu beachten, dass die kreisärztlich attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer 

 

 
 
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adaptierten Tätigkeit auch im H.____-Gutachten und im Gutachten von Dr. J.____ festgehalten 
wurde. Daran ändert auch die Kritik von PD Dr. E.____ am Gutachten von Dr. J.____ nichts. Er 
hielt diesbezüglich in seiner Stellungnahme vom 16. April 2021 fest, dass er mit Dr. J.____ Ein-
schätzung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit grundsätzlich einverstanden sei. Hin-
gegen monierte er, dass Dr. J._____ keine konkreten Angaben zur Ausgestaltung einer solchen 
Verweistätigkeit gemacht habe. Damit wird aber deutlich, dass auch PD Dr. E.____ die Einschät-
zung von Dr. J.____, wonach der Beschwerdeführer in einer schulteradaptierten Tätigkeit zu 
100% arbeitsfähig sei, nicht beanstandete. Demnach steht fest, dass gemäss den übereinstim-
menden ärztlichen Beurteilungen dem Beschwerdeführer eine leichte adaptierte Tätigkeit zu 100 
% zumutbar ist.  
 
7.2.2 Dem Beschwerdeführer kann auch nicht in Bezug auf seinen Einwand gefolgt werden, 
wonach die Kreisärztin bei ihrer Beurteilung die somatisch bedingten Schmerzen und die damit 
einhergehende Schlafproblematik ausser Acht gelassen habe. Dazu ist mit der Beschwerdegeg-
nerin auf den Bericht des Spitals L.____ vom 4. Mai 2020 hinzuweisen, wonach der Versicherte 
etwa 8 Stunden schlafe (vgl. act. 478). Er werde dabei – entgegen den Vorbringen des Versicher-
ten – nicht jede Nacht durch bis zu 2 Schmerzspitzen gestört. Wenn die Beschwerdegegnerin 
unter diesen Umständen davon ausging, dass betreffend die Schulterbeschwerden keine Schlaf-
problematik vorliege, welche – wie vom Beschwerdeführer behauptet – zu Müdigkeit, Antriebslo-
sigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten führe, so ist dies nicht zu beanstanden. Daran ändern 
auch die Ausführungen von PD Dr. E.____ in seinem Bericht vom 24. April 2020 nichts, wonach 
der Beschwerdeführer ihm glaubhaft mitgeteilt habe, dass der Schlaf durch die Schmerzen ge-
stört sei. Die Müdigkeit, die Erschöpfung und die Antriebslosigkeit seien daher nicht einer chroni-
schen Depression zuzuschreiben. Dabei stützt sich PD Dr. E.____ aber in erster Linie auf die 
subjektiven Äusserungen seines Patienten, welche aber nicht mit den objektiven Erkenntnissen 
im vorgenannten Bericht des Spitals L.____ übereinstimmen (vgl. auch oben E. 4.5.2). Der Be-
schwerdeführer kann daher aus dieser Argumentation nichts zu seinen Gunsten ableiten.  
 
7.2.3 Soweit der Beschwerdeführer schliesslich moniert, die Kreisärztin habe sich nicht mit 
den Ergebnissen der Eingliederungsmassnahmen auseinandergesetzt und sich tatsachenwidrig 
mit der Behauptung begnügt, dass die im Abschlussbericht vom 17. März 2020 erwähnten Zu-
satzpausen aufgrund von Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten erfolgt seien, kann ihm 
ebenfalls nicht gefolgt werden. So kam die Kreisärztin am 19. März 2020 explizit unter Berück-
sichtigung der Ergebnisse der invalidenversicherungsrechtlichen Eingliederungsmassnahmen 
einleuchtend zum Schluss, dass an der von ihr im Bericht vom 4. September 2019 vorgenomme-
nen Zumutbarkeitsbeurteilung festzuhalten sei. Diese Auffassung ist nicht zu beanstanden, steht 
doch fest, dass seit der letztmaligen Beurteilung im September 2019 aus medizinischer Sicht 
keine Veränderungen eingetreten sind. Dem Bericht Spitals H.____ vom 17. März 2020 (vgl. act. 
441) ist sodann zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer die Tagesstruktur habe einhalten 
können, aber abhängig von der Arbeit zusätzliche Pausen benötigt habe. Er habe diese genutzt, 
um seine Schulter und den Arm zu mobilisieren. Dabei ist zu beachten, dass die Kreisärztin bei 
ihrem Zumutbarkeitsprofil die weiterhin bestehenden Schulterbeschwerden berücksichtigte. Es 
erstaunt daher nicht, dass der Beschwerdeführer während der Arbeit seine Schulter mobilisieren 
muss. Die Formulierung im Bericht lässt aber nicht den Schluss zu, dass der Beschwerdeführer 

 

 
 
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wegen allfälliger Schulterbeschwerden zusätzliche Pausen benötigt hätte. Diese Auffassung wird 
insofern im Abschlussbericht bestätigt, als festgehalten wird, dass die zusätzlichen Pausen im 
Wesentlichen aufgrund der starken Müdigkeit und der eingeschränkten Konzentrationsfähigkeit 
nötig waren. Da diese Beschwerden – wie vorstehend in Erwägung 7.2.2 ausgeführt – nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die Schulterbeschwerden zurückzuführen sind, ist nicht zu 
beanstanden, dass die Kreisärztin an ihrer ursprünglichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in 
einer adaptierten Tätigkeit festhielt. Daran ändert die Einschätzung im Abschlussbericht des Spi-
tals H._____ vom 17. März 2020 nichts, wonach der Beschwerdeführer weitestgehend arbeits-
unfähig sei. Dem Beschwerdeführer ist zwar insofern beizupflichten, als einer konkret leistungs-
orientierten beruflichen Abklärung nicht jegliche Aussagekraft für die Beurteilung der Restarbeits-
fähigkeit abzusprechen ist. Allerdings obliegt die abschliessende Beurteilung der sich aus einem 
Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit (z.B. nur sitzende oder ste-
hende Arbeiten, nur beschränktes Heben/Tragen von Lasten etc.) in der Hauptsache dem Arzt 
oder der Ärztin, nicht den Fachleuten der Berufsberatung/beruflichen Eingliederung (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007, E. 3.3.2). Die Einschätzung im Abklärungs-
bericht ist daher auch nicht geeignet, die Beweiskraft des kreisärztlichen Berichts von Dr. G.____ 
in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit und die von der Beschwerdegegnerin daraus gezogenen 
Schlüsse betreffend deren Verwertbarkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG; 
vgl. BGE 134 V 64 E. 4.2.1) ernsthaft in Frage zu stellen. 
 
7.3 Als Zwischenergebnis ist festzustellen, dass die kreisärztliche Beurteilung nicht zu be-
anstanden ist und die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf abstellen durfte. Demnach steht fest, 
dass der Beschwerdeführer aufgrund der Restbeschwerden in der rechten Schulter zu 100 % 
arbeitsfähig einer angepassten Tätigkeit ist.  
 
8.1 Aufgrund der Ausführungen von Dr. F.____ (vgl. oben E. 6.6) stehen psychische Prob-
leme zur Diskussion. Deshalb ist in einem nächsten Schritt zu prüfen, ob diese kausal zum Un-
fallereignis vom 16. Juni 2017 sind. Dabei wäre in der Prüfungsabfolge zunächst die natürliche 
Kausalität zu untersuchen. Die Frage, ob diese Beschwerden natürlich kausal durch das Unfall-
ereignis verursacht worden sind, hat die Beschwerdegegnerin nicht weiter geklärt, sondern offen-
gelassen, da sie davon ausging, dass eine Leistungspflicht mangels adäquaten Kausalzusam-
menhangs ohnehin entfalle. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Nach der Rechtspre-
chung kann die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang bei psychischen Beschwer-
den in jenen Fällen offengelassen werden, in welchen der für die Bejahung einer Leistungspflicht 
erforderliche adäquate Kausalzusammenhang ohnehin verneint werden muss, was – wie nach-
folgend aufgezeigt wird – vorliegend der Fall ist (vgl. SVR 1995 U 23 S. 68 E. 3c; ebenso: Urteil 
des Bundesgerichts vom 2. Juli 2010, 8C_182/2010, E. 3.2).  
 
8.2.1 Im vorliegenden Fall hat die Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) 
nachweisbaren Unfallfolgeschäden unbestritten nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kri-
terien zu erfolgen (sog. Psycho-Praxis; vgl. zu den Anforderungen an die Objektivierbarkeit von 
organischen Leiden: nicht publizierte E. 2 des Urteils BGE 135 V 465, in: SVR 2010 UV Nr. 6 
S. 25 [8C_216/2009]). Demnach ist für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwi-
schen dem Unfall und den psychischen Gesundheitsschädigungen im Einzelfall zu verlangen, 

 

 
 
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dass dem Unfall für die Entstehung der Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zu-
kommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen 
Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 
mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorgenommen wird: ba-
nale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der 
dazwischenliegende mittlere Bereich (vgl. BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 
120 V 352 E. 5b/aa; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2). 
 
8.2.2 Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und 
Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig 
beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem 
Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon er-
scheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen: 
 
- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre  
 erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;  
- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;  
- körperliche Dauerschmerzen;  
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (vgl. BGE 134 V 109 E. 6.1, 

115 V 133 E. 6c/aa). 
 
8.2.3 Weiter ist zu berücksichtigen, dass für die Bejahung der Adäquanz nicht in jedem Fall der 
Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung erforderlich ist (vgl. RKUV 1999 
Nr. U 346 S. 428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). 
Handelt es sich – wie vorliegend – um einen Unfall im mittleren Bereich, müsste von den in die 
Beurteilung einzubeziehenden Kriterien mithin entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter 
Form erfüllt sein oder es hätten mindestens deren drei in gehäufter Form vorzuliegen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2012, 8C_684/2012, E.4.2 mit Hinweisen). 
 
8.2.4 Bei der Prüfung der Adäquanzkriterien nach der Psycho-Praxis sind zudem die Folgen 
der organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden nicht in die Beurteilung miteinzubeziehen 
(vgl. ANDRÉ NABOLD, in: Kommentar zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Bundesge-
setz über die Unfallversicherung [UVG; Hürzeler/Kieser, Hrsg.], 2018, N. 70 zu Art. 6 UVG; Urteil 
des Bundesgerichts vom 15. Mai 2014, 8C_899/2013, E. 5.1 mit Hinweisen). 
 
9.1 Die Prüfung der Adäquanz ist bei Anwendung der Psycho-Praxis in jenem Zeitpunkt vor-
zunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann 
(vgl. BGE 134 V 106 E. 6.1). Dieser Zeitpunkt wurde im vorliegenden Fall auf den 23. März 2020 
festgesetzt, was auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird.  

 

 
 
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9.2 Den Ausgangspunkt der Adäquanzbeurteilung bildet das (objektiv erfassbare) Unfaller-
eignis. Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenfällige Geschehensablauf 
mit den sich dabei entwickelnden Kräften (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. Mai 2012, 
8C_498/2011, E. 6.2.1). Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin das Unfallereignis als 
mittelschwer an der Grenze zu den leichten Fällen qualifiziert, was vom Beschwerdeführer be-
stritten wird. Er stellt sich auf den Standpunkt, dass es sich um einen mittelschweren Unfall im 
engeren Sinne handle. Dieser Auffassung kann unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts gefolgt werden. Demnach sind Kollisionen zwischen Motorrädern und Personen-
wagen in der Regel als mittlere Ereignisse im engeren Sinne zu qualifizieren (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 10. März 2020, 8C_627/2019, E. 5.3.3 mit Hinweisen auf Kasuistik bezüglich 
Unfällen zwischen Autos und Motorrädern). Unter diesen Umständen müssen für die Bejahung 
der Adäquanz mindestens drei der massgeblichen Kriterien oder eines in besonders ausgepräg-
ter Form erfüllt sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2017, 8C_833/2016, E. 6.1 mit 
Hinweis). Dabei ist zu beachten, dass bei der Prüfung der Adäquanzkriterien nach der Psycho-
Praxis die Folgen der organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden nicht in die Beurteilung mit-
einzubeziehen sind (vgl. NABOLD, a.a.O, N. 70 zu Art. 6 UVG; Urteil des Bundesgerichts vom 15. 
Mai 2014, 8C_899/2013, E. 5.1 mit Hinweisen).  
 
9.3.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrück-
lichkeit des Unfalls ist objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. des Angst-
gefühls der versicherten Person zu beurteilen (vgl. RUMO-JUNGO ALEXANDRA, HOLZER ANDRÉ 
PIERRE, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, 4. Aufl., Zürich 2012, S. 69). Dabei ist 
zu berücksichtigen, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit 
eigen ist, was aber noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2). Den vorliegenden Akten ist in 
Bezug auf den Unfall vom 16. Juni 2017 zu entnehmen, dass der vortrittsberechtigte Beschwer-
deführer mit dem Motorrad auf dem Weg zur Arbeit war, als er seitlich frontal mit einem Auto 
kollidierte (vgl. act. 26). Er stürzte dabei zu Boden und verletzte sich an der rechten Schulter. 
Dieser Sachverhalt weist weder besonders dramatische Begleitumstände auf noch ist er beson-
ders eindrücklich im Sinne der Rechtsprechung, weshalb dieses Kriterium – entgegen der Auf-
fassung des Beschwerdeführers – nicht erfüllt ist. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdefüh-
rer mit einer Fahrgeschwindigkeit von 52 km/h mit dem Auto zusammenstiess, denn auch dieser 
Umstand erweist sich bei objektiver Betrachtungsweise nicht als derart eindrücklich oder drama-
tisch, dass dieses Kriterium zu bejahen wäre. Das subjektive Empfinden des Beschwerdeführers 
findet keinen Eingang in die Prüfung dieses Kriteriums (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. 
August 2018, 8C_52572017, E. 8.5).  
 
9.3.2 Die beim Unfall erlittenen Verletzungen (AC-Gelenksluxation, Rippenserienfraktur und Le-
berhämangiom) waren zwar erheblich, aber gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung den-
noch nicht derart schwer oder von besonderer Art, dass sie geeignet wären, eine psychische 
Fehlentwicklung auszulösen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2013, 8C_277/2013, 
E. 4.2.2), weshalb auch dieses Kriterium nicht erfüllt ist. Unbestritten nicht gegeben ist auch das 
Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen.  

 

 
 
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9.3.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers liegt auch keine Fehlbehandlung vor. 
PD Dr. E.____ weist in seinem Bericht vom 24. April 2020 darauf hin, dass das AC-Gelenk im 
Rahmen der Erstoperationen stark reseziert worden sei. Dass es sich dabei um ärztliche Fehlbe-
handlungen gehandelt habe, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätten, ist den vor-
liegenden Unterlagen aber nicht zu entnehmen. Auch dieses Kriterium ist daher nicht erfüllt.  
 
9.3.4 In Bezug auf die ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung weist der Be-
schwerdeführer darauf hin, dass PD Dr. E.____ erst im Oktober 2019 einen Endzustand bestätigt 
habe, weshalb dieses Kriterium erfüllt sei. Dabei verkennt der Beschwerdeführer, dass dieses 
Kriterium nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen ist. Von Bedeutung sind viel-
mehr auch Art und Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung 
des Gesundheitszustands zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, 
mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete 
ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer gegeben sein (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 10. Mai 2019, 8C_632/20218, E. 10.1). Manualtherapeutische Massnahmen zur Er-
haltung des Zustands, (haus-)ärztliche Verlaufskontrollen sowie medikamentöse Schmerzbe-
kämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht. Auch kommt einzig der Abklärung des 
Beschwerdebilds dienenden Vorkehren nicht die Qualität einer Heilmethodik in diesem Sinne zu 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar 2010, 8C_964/2009, E. 5.2.1 mit Hinweisen). 
Nach Lage der Akten wurden der Beschwerdeführer im Nachgang zum Unfall vom 16. Juni 2017 
drei Mal kurz nacheinander operiert. Sodann fanden im Sommer 2018 und im Juni 2019 weitere 
operative Eingriffe statt, welche zu einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustands 
führten. Unter diesen Umständen kann aber entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers 
nicht von einer überdurchschnittlich langen Heilbehandlung ausgegangen werden. Das Vorliegen 
dieses Kriteriums ist demnach zu verneinen.   
 
9.3.5 Der Beschwerdeführer stellt sich sodann auf den Standpunkt, dass das Kriterium des 
Grads und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit gegeben sei. Das Bundesgericht 
hält dazu fest, dass eine somatisch begründete volle Arbeitsunfähigkeit während fast drei Jahren 
dieses Kriterium zu erfüllen vermag (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juni 2009, 
8C_116/2009, E. 4.6), wobei dabei nicht allein auf das Leistungsvermögen im angestammten 
Beruf abzustellen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2018, 8C_803/2017, E. 3.7 mit 
Hinweisen). Gemäss den vorliegenden Akten (vgl. Gutachten von Dr. J.____, Seite 54) war der 
Beschwerdeführer spätestens ab dem 24. März 2020 in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % 
arbeitsfähig. Er erfüllt somit die vorgenannte 3-jährige Zeitspanne nicht, weshalb auch dieses 
Kriterium nicht erfüllt ist.  
 
9.3.6 Zu prüfen bleibt das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher Kompli-
kationen. Dabei ist zu beachten, dass aus der ärztlichen Behandlung und den erheblichen Be-
schwerden nicht auf einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Komplikationen ge-
schlossen werden darf. Es bedarf hierzu besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt 
haben. Die Einnahme vieler Medikamente und die Durchführung verschiedener Therapien genü-
gen ebenfalls nicht zur Bejahung dieses Kriteriums. Gleiches gilt für den Umstand, dass trotz 

 

 
 
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regelmässiger Therapien weder eine Beschwerdefreiheit noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit 
in der angestammten Tätigkeit erreicht werden konnten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
16. Mai 2008, 8C_252/2007, E. 7.6). Im vorliegenden Fall ist nicht von der Hand zu weisen, dass 
der Beschwerdeführer nach dem Unfall mehrfach an der Schulter operiert werden musste und 
sich der Heilungsverlauf nicht einfach gestaltete. Selbst wenn dieses Kriterium bejaht würde, ist 
es aber keineswegs derart ausgeprägt erfüllt, dass es für sich alleine betrachtet zur Bejahung der 
Adäquanz führen könnte.  
 
9.4 Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass entgegen der Auffassung des Beschwer-
deführers höchsten eines (aber nicht besonders ausgeprägt) der von der Rechtsprechung für die 
Bejahung der Adäquanz verlangten Kriterien bejaht werden kann. Damit steht der psychische 
Gesundheitsschaden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in adäquatem Kausalzusam-
menhang mit dem Unfallereignis vom 16. Juni 2017.  
 
10. Bei dieser Sachlage drängen sich weitere medizinische Abklärungen in Form eines ex-
ternen versicherungsmedizinischen Gutachtens, wie sie der Beschwerdeführer verlangt, nicht 
auf, weshalb von deren Anordnung abgesehen werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör um-
fasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur 
Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen 
nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. 
Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhan-
denen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser dem-
nach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Dies ist 
dem Gesagten zufolge hier aber der Fall. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist 
nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3, 
122 V 157 E. 1d).  
 
11. In einem nächsten Schritt sind die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Be-
einträchtigungen zu untersuchen. Strittig ist dabei die Bemessung des Invaliditätsgrads. Uneinig-
keit besteht in Bezug auf die Ermittlung des Valideneinkommens. Unbestritten ist hingegen die 
Berechnung des Invalideneinkommens in Höhe von Fr. 61'601.--. Diesbezüglich kann auf die kor-
rekten Ausführungen der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 20. September 
2020 verwiesen werden.  
 
12.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 18 Abs. 2 UVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (lnvalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 

 

 
 
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der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 
 
12.2 Bei der Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne Invalidität er-
zielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im Zeitpunkt des Rentenbeginns 
(hier: 23. März 2020) nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung 
und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer 
Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden 
wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 f. 
E. 4.1, 129 V 224 E. 4.3.1 je mit weiteren Hinweisen). Ist ein konkreter Lohn nicht eruierbar oder 
hätte die versicherte Person ihre bisherige Stelle auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 
verloren, so können die Zahlen der Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamts für Statistik 
(BFS) herangezogen werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2016, 
8C_728/2016, E. 3.1 und vom 9. Juni 2015, 9C_212/2015, E. 5.4).  
 
12.3 Es steht fest, dass die Ermittlung des Valideneinkommens gestützt auf den zuletzt bei 
der B.____ AG erzielten Lohn zu erfolgen hat. Dieser setzte sich aus einem jährlichen Fixlohn 
von Fr. 63'740.30 und einer ebenfalls jährlichen Erfolgsprämie von Fr. 1'193.-- zusammen. Die 
Höhe dieser Lohnbestandteile ist unbestritten. Strittig und nachfolgend zu prüfen sind aber die 
Zulagen. Dabei ging die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Angaben der B.____ AG davon 
aus, dass diese Zulagen Fr. 5'900.-- betragen würden, woraus ein Valideneinkommen von 
Fr. 70'832.-- resultiere. Der Beschwerdeführer bezeichnete dieses Vorgehen als fehlerhaft und 
machte geltend, dass er in der Zeit von 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 Zulagen von Fr. 9'690.15 
erzielt habe, welche – angepasst an die Teuerung – im Jahr 2020 Fr. 9'787.55 betragen würden. 
Daraus resultiere gesamthaft ein Valideneinkommen von Fr. 74'720.85 (Fixlohn von Fr. 63'740.30 
[12 x Fr. 4'903.10] + Erfolgsprämie von Fr. 1'193.-- und Zulagen von Fr. 9'787.55). 
 
12.4.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens für den Einkommensvergleich nach 
Art. 16 ATSG ist nur relevant, was zum massgebenden Lohn gemäss Bundesgesetzes über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 zu zählen ist (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 28. September 2010, 8C_430/2010, E. 5.1 mit Hinweisen). Als mass-
gebender Lohn gilt nach Art. 5 Abs. 2 AHVG jedes Entgelt für in unselbstständiger Stellung auf 
bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Der massgebende Lohn umfasst auch Teue-
rungs- und andere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, Ferien- und Fei-
ertagsentschädigungen und ähnliche Bezüge, ferner Trinkgelder, soweit diese einen wesentli-
chen Bestandteil des Arbeitsentgelts darstellen. Weiter gehören Überstundenentschädigungen 
zum Valideneinkommen, wenn und soweit die versicherte Person effektiv weiterhin mit solchen 
Einkünften hätte rechnen können (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Juli 2015, 9C_243/2015, E. 
2 mit Hinweisen).  
 
12.4.2 Den vorliegenden Unterlagen ist zu entnehmen, dass dem Beschwerdeführer im Zeit-
raum von Juli 2016 bis Juni 2017 Zulagen in Höhe von Fr. 9'923.30 (Schichtzulagen und Dienst-
altersgeschenk; vgl. act. 99) ausgerichtet wurden. Die Schichtzulagen als solche betrugen für den 

 

 
 
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genannten Zeitraum Fr. 9'690.15 (vgl. Lohnjournal 2016/2017, act. 445). Im Rahmen der Sach-
verhaltsabklärung teilte die ehemalige Arbeitgeberin der Beschwerdegegnerin mit, dass die Zu-
lagen im Jahr 2019 Fr. 5'900.-- betragen hätten (vgl. act. 440). Die Differenz lasse sich auf die 
unterschiedliche Auftragslage zurückführen. So sei im Jahr 2016 in 4 Schichten gearbeitet wor-
den, im Jahr 2019 nur noch im 2-Schichtbetrieb. Da sich die Höhe der Zulagen für das Jahr 2020 
nicht genau eruieren lassen würde, seien diese aufgrund eines Mittelwerts der in den Vorjahren 
ausgerichteten Zulagen zu berechnen (vgl. act. 440 S. 2).  
 
12.4.3 Der vorgenannten Auffassung, wonach von einem Durchschnittswert bei den Zulagen 
auszugehen sei, ist zu folgen. Dabei ist einerseits zu beachten, dass die Beschwerdegegnerin 
dieses Vorgehen auch bei der Erfolgsbeteiligung wählte (vgl. act. 457, S. 2), indem sie diese auf 
den Durchschnitt der zuletzt bezogenen Beträge stützte. Weiter drängt sich dieses Vorgehen 
auch auf, weil dadurch überwiegend wahrscheinlich die Höhe des Valideneinkommens im Zeit-
punkt des Rentenbeginns (hier: 23. März 2020) wohl genau erhoben werden kann (vgl. auch 
RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 126 f.). Aus diesem Grund kann weder der Auffassung des Be-
schwerdeführers, wonach die Zulage des Jahres 2016/17 vollständig angerechnet werden 
müsse, noch jener der Beschwerdegegnerin gefolgt werden, welche lediglich den tieferen Betrag 
von F. 5'900.-- bei der Berechnung des ohne Unfall im Zeitpunkt des Rentenbeginns tatsächlich 
erzielten Einkommens miteinberechnen möchte. Vielmehr erscheint die Berücksichtigung eines 
Durchschnittwerts von Fr. 7'795.-- (Fr. 9'690.-- + Fr. 5900.-- ÷ 2) bzw. Fr. 7'912.-- (inkl. Hinzu-
rechnung der Teuerung von je 0.5 %/p.a.) als angemessen und mit dem im Sozialversicherungs-
recht geltenden Beweiswert der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als vereinbar. 
 
12.4.4 Zusammenfassend steht damit fest, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Ren-
tenbeginns (März 2020) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Valideneinkommen von 
Fr. 72'846.80 (Fr. 63'740.30 [Fixlohn] + Fr. 1'193.-- [Erfolgsprämie] + Fr. 7'912.50 [Zulagen]) er-
zielt hätte. Eine Gegenüberstellung dieses Betrags und des unbestrittenen Invalideneinkommens 
in Höhe von Fr. Fr. 61'601.-- ergibt eine Differenz von Fr. 11'245.80 bzw. einen Invaliditätsgrad 
von gerundet 15 % und damit einen um 2 % höheren Rentenanspruch. 
 
13.1 Schliesslich ist die Höhe des versicherten Verdiensts zu prüfen. 
 
13.2 Taggelder und Renten werden gemäss Art. 15 Abs. 1 UVG nach dem versicherten Ver-
dienst bemessen. Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der Renten der innerhalb 
eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn. Dabei ist der bei der tatsächlich ausgeübten Tätig-
keit erzielte Verdienst massgebend (Art. 15 Abs. 2 UVG; vgl. auch RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., 
S. 107).   
 
13.3 Im vorliegenden Verfahren ging die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 7. April 
2020 von einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 75'771.-- aus. Dabei stützte sie sich auf die 
Angaben der B.____ AG vom 26. März 2020, wonach der Beschwerdeführer im Jahr vor seinem 
Unfall vom 16. Juni 2017 diesen Lohn erzielt habe (vgl. act. 445). Der Beschwerdeführer brachte 
dagegen in seiner Beschwerde vom 8. Oktober 2020 vor, dass bei dieser Berechnung der 13. Mo-
natslohn für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis 16. (recte: 15). Juni 2017 nicht beachtet worden sei, 

 

 
 
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weshalb der Betrag von Fr. 2'198.95 hinzuzurechnen sei. Die Beschwerdegegnerin anerkannte 
in ihrer Vernehmlassung vom 27. November 2020 diesen Fehler und hielt fest, dass der 13. Mo-
natslohn anteilsmässig zu berücksichtigen sei. Weiter wies sie aber darauf hin, dass der von ihr 
in der Verfügung angenommene versicherte Verdienst von Fr. 75'771.-- insofern fehlerhaft sei, 
als sie die Erfolgsprämien für die Jahre 2016 und 2017 vollständig und nicht nur anteilsmässig 
berücksichtigt habe. Bei einer anteilsmässigen Anrechnung der Erfolgsprämien resultiere ein ver-
sicherter Jahresverdienst von Fr. 76'507.-- (vgl. Ausführungen in der Vernehmlassung vom 27. 
November 2020, Seite 6). Diese Ausführungen sind einleuchtend und werden auch vom Be-
schwerdeführer nicht bestritten, weshalb vorliegend von einem Jahresverdienst von Fr. 76'507.-- 
auszugehen ist.  
 
14. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Einspracheentscheid vom 4. September 2020 
dahingehend aufzuheben ist, als der Beschwerdeführer ab 23. März 2020 Anspruch auf eine 
Invalidenrente von 15 % hat und der für die Höhe des Rentenanspruchs massgebliche Jahres-
verdienst Fr. 76'507.-- beträgt. In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Im 
Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.  
 
15.1 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende Dezember 2020 in Kraft gewesenen und 
vorliegend anwendbaren Fassung ist das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten zu erheben sind.  
 
15.2 In Anbetracht des Prozessausgangs ist dem Beschwerdeführer eine reduzierte Partei-
entschädigung zu Lasten der Suva zuzusprechen (vgl. § 21 Abs. 1 VPO, wonach der ganz oder 
teilweise obsiegenden Partei eine angemessene Parteientschädigung zugesprochen werden 
kann). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat im kantonalen Verfahren keine Honorar-
note eingereicht. Das Gericht setzt die Parteientschädigung folglich androhungsgemäss nach Er-
messen fest (vgl. § 18 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. Novem-
ber 2003). In Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie des geringen 
Obsiegens erachtet das Gericht eine Parteientschädigung in Höhe von pauschal Fr. 1'077.-- (inkl. 
Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Suva als angemessen. 

 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid vom 24. September 2020 aufgehoben und die Suva 
verpflichtet, dem Beschwerdeführer auf der Basis eines versicherten 
Verdienstes von Fr. 76'507.-- eine 15%ige Invalidenrente auszurichten. 
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Suva wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine reduzierte Par-
teientschädigung von Fr. 1'077.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwert-
steuer) auszurichten.  

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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