# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cac61660-fad5-5f47-bea9-aeff661b4ec5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 11.12.2018 B 2017/205
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2017-205_2018-12-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2017/205

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 22.11.2019

Entscheiddatum: 11.12.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 11.12.2018
Beschlagnahme von Tieren und beschränktes Tierhalteverbot; Art. 23 und 
Art. 24 Abs. 1 TSchG, Art. 70, 71, 72 und 73 TSchV, Art. 5 Abs. 2 bzw. Art. 36 
BV. Hundehalteverbot nach wiederholten Verstössen gegen die 
Tierschutzgesetzgebung sowie Beschlagnahme von zwei vernachlässigten 
Hunden. Die Beschwerdeführerin 2, der die Hundehaltung zuzuschreiben ist, 
hat es auch nach zahlreichen behördlichen Interventionen versäumt, auf 
eigene Initiative dauerhaft dafür zu sorgen, dass diese den geltenden 
Tierschutzbestimmungen entspricht. Sie ist damit unfähig zur Hundehaltung. 
Dass die Missstände im vorliegenden Verfahren erneut verharmlost und 
abgestritten bzw. als ein zwischenmenschliches Problem abgetan wurden, 
verdeutlicht dieses Ergebnis. Es ist davon auszugehen, dass eine 
Fortsetzung der Hundehaltung zu weiteren ähnlichen Missständen führen 
wird. Ein Hundehalteverbot erweist sich vor diesem Hintergrund als einzige 
geeignete und damit als erforderliche Massnahme. Ebenfalls gesetz- und 
verhältnismässig ist die Beschlagnahme bzw. definitive Einziehung ihrer 
beiden Hunde (Verwaltungsgericht, B 2017/205). Die gegen dieses Urteil 
erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 6. Juni 2019 
abgewiesen (Verfahren 2C_122/2019).

Entscheid vom 11. Dezember 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Reiter, Verwaltungsrichter Zogg; 

Gerichtsschreiber Wehrle

Verfahrensbeteiligte

A.__ und B.__,

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Beschwerdeführerin 1/ Beschwerdeführer 2,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Heer, Degersheimerstrasse 6, Postfach 

354, 9230 Flawil,

gegen

Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Gegenstand

Hundehaltung; Beschlagnahme, Tierhalteverbot

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Am 11. November 2015 kontrollierte das Amt für Verbraucherschutz und 

Veterinärwesen (AVSV) die Hundehaltung von A.__ und B.__ auf deren Liegenschaft in 

X.__. In einem Zwinger wurden zwei weibliche Belgische Schäferhündinnen 

angetroffen: E.__ (geb. 2012, Chip-Nr. 0000__) und F.__ (geb. 2008, Chip-Nr. 0001__). 

E.__ war von A.__ gezüchtet und an C.__, Z.__, verkauft worden. Am 26. April 2015 

kaufte A.__ die Hündin für CHF 1'500 wieder zurück. In der Tierhalterdatenbank war im 

Zeitpunkt der Kontrolle allerdings nach wie vor C.__ als Halterin erfasst. Die Hündin 

F.__ entstammt ebenfalls der Zucht von A.__ und war als Welpe an D.__ verkauft 

worden. Gegen Ende 2010 gab dieser die Hündin der Züchterin zurück. Laut Auszug 

aus der Tierhalterdatenbank "AMICUS" war D.__ vom 5. Dezember 2008 bis 

6. Dezember 2015 Halter der Hündin.

Anlässlich der Kontrolle wurde festgestellt, dass die Hündin F.__ ein verbotenes 

Zughalsband ohne Stopp trug. Der Hundezwinger war zwar überdacht, es fehlten aber 

die gesetzlich vorgeschriebenen Hundehütten zum Schutz vor Wind und Kälte bzw. als 

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Rückzugsmöglichkeit. Zwar war im Garten eine derartige Hütte vorhanden, der Zugang 

zum Garten den Hunden jedoch versperrt. Weiter fehlte es im Zwinger an geeignetem 

Liegematerial; es war lediglich ein Holzpodest vorhanden, das mit einer Metall- und 

einer Eternitplatte abgedeckt war. Schliesslich stellte sich heraus, dass für beide 

Hunde die Meldung an die politische Gemeinde X.__ zur Erhebung der jährlichen 

Hundetaxe unterblieben war. Das AVSV beschlagnahmte die beiden Hündinnen 

anlässlich der Kontrolle vorsorglich und brachte sie in einer Tierpension unter.

Am 28. Dezember 2015 zog das AVSV die Hündinnen E.__ und F.__ definitiv ein. Gegen 

diese Verfügung rekurrierte A.__ an das Gesundheitsdepartement. Am 18. Januar 2016 

widerrief das AVSV die angefochtene Verfügung; das Rekursverfahren wurde in der 

Folge abgeschrieben. Nach Zustellung eines neuen Verfügungsentwurfs verfügte das 

AVSV am 8. April 2016 im Wesentlichen erneut den Einzug der beiden Hündinnen, 

verbot A.__ und B.__ das Halten von Tieren bzw. deren selbständige Betreuung für 

Dritte und den Einsatz von "Strohmännern" (d.h. eine Unterbringung von Tieren unter 

einem anderen Namen oder auf andere Personen aus der Verwandtschaft). Für den 

Widerhandlungsfall drohte das AVSV die unverzügliche Beschlagnahme der Tiere 

sowie die Ungehorsamsstrafe nach Art. 28 Abs. 3 des Tierschutzgesetzes (SR 455, 

TSchG) an.

B. Gegen diese Verfügung erhoben A.__ und B.__ am 21. April 2016 Rekurs beim 

Gesundheitsdepartement. Sie beantragten, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und die Hunde seien ihnen herauszugeben.

C. Mit Entscheid vom 27. März 2017 verurteilte der Einzelrichter des Kreisgerichts Wil 

A. __ wegen mehrfacher vorsätzlicher Übertretung des Tierseuchengesetzes 

(Missachtung der Meldepflicht als Hundehalterin) und mehrfacher vorsätzlicher 

Übertretung des Tierschutzgesetzes (Missachtung von Tierhaltevorschriften) sowie 

vorsätzlicher Übertretung des kantonalen Hundegesetzes (Verletzung der Meldepflicht) 

zu einer Busse von CHF 1'000 (act. 11.1/23). Dieses Strafurteil ist noch nicht 

rechtskräftig (vgl. act. 13).

D. Mit Entscheid vom 26. September 2017 hiess das Gesundheitsdepartement den 

Rekurs von A.__ und B.__ teilweise gut. Das generelle unbefristete Tierhalteverbot für 

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beide Rekurrenten reduzierte es auf ein unbefristetes Hundehalteverbot für A.__. In den 

Erwägungen wurde jedoch festgehalten, dass die Platzierung von Hunden unter dem 

Namen von B.__ auf derselben Liegenschaft als Umgehung des für seine Ehefrau 

angeordneten Verbots gelte und von diesem ebenso erfasst sei.

E. Mit Eingabe vom 11. Oktober 2017 erhob Rechtsanwalt Markus Heer, Flawil, für A.__ 

und B.__ (Beschwerdeführerin 1 / Beschwerdeführer 2) gegen den Entscheid des 

Gesundheitsdepartements vom 26. September 2017 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht (act. 1). Die Beschwerdeführer beantragen, der angefochtene 

Entscheid sei aufzuheben und "der Rekurs vor Erstinstanz durch Aufhebung der 

Verfügung des AVSV vom 8. April 2016 gutzuheissen". Ausserdem sei das ASVS 

anzuweisen, der Beschwerdeführerin 1 die Hündinnen E.__ und F.__ unversehrt, 

unverzüglich und kostenlos zurückzugeben und die hierfür erforderlichen Mutationen in 

der ANIS-Datenbank (ab 4. Januar 2016 recte: AMICUS-Datenbank) nachzutragen. 

Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vor- bzw. Erstinstanz 

zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Die Vorsteherin des Gesundheitsdepartements (Vorinstanz) liess sich am 12. Dezember 

2017 zur Beschwerde vernehmen; sie beantragte deren Abweisung unter Kostenfolge 

(act. 10).

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten, den angefochtenen Entscheid und die 

Akten wird – soweit wesentlich und erforderlich – in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführer 

sind zur Beschwerdeerhebung befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). 

Ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder Aufhebung des angefochtenen 

Entscheids hat namentlich auch der Beschwerdeführer 2, nachdem sich – trotz 

formeller Aufhebung des Tierhalteverbotes durch die Vorinstanz – daraus faktisch auch 

für ihn ein Verbot ergibt, Hunde zu halten oder zu betreuen. Die Beschwerde wurde mit 

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Eingabe vom 11. Oktober 2017 rechtzeitig erhoben und erfüllt in formeller und 

inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 

Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.

Die Beschwerdeführer beantragen unter anderem, der (vorinstanzliche) Rekurs sei 

durch Aufhebung der Verfügung des AVSV vom 8. April 2016 gutzuheissen. Das 

Rekursverfahren wurde jedoch durch den angefochtenen Entscheid formell 

abgeschlossen, und der Entscheid der Rekursinstanz ist an die Stelle der ihm 

zugrundeliegenden Verfügung getreten ("Devolutiveffekt", BGE 134 II 142 E. 1.4; BGer 

1C_166/2013 vom 27. Juni 2013 E. 1.1 und 2C_204/2015 vom 21. Juli 2015 E. 1.2). 

Soweit die Gutheissung des Rekurses bzw. die Aufhebung der Verfügung AVSV 

beantragt wird, kann auf die Beschwerde folglich nicht eingetreten werden. Immerhin 

gilt auch die erstinstanzliche Verfügung inhaltlich als mitangefochten. Wird der 

Rekursentscheid – wie beantragt – aufgehoben, fällt auch die Verfügung des AVSV 

dahin.

2. Soweit die Beschwerdeführer beantragen, die beschlagnahmten Hündinnen seien 

der Beschwerdeführerin 1 sofort herauszugeben bzw. ihr für die Dauer des Verfahrens 

ein gerichtlich zu bestimmendes Besuchsrecht einzuräumen, handelt es sich um ein 

Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen. Dies sind Anordnungen, die 

grundsätzlich für die Dauer des Verfahrens gelten und dazu bestimmt sind, einen 

tatsächlichen oder rechtlichen Zustand einstweilen unverändert zu erhalten oder 

bedrohte rechtliche Interessen einstweilen sicherzustellen (vgl. Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 1107 mit 

Hinweisen). Mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache ist dieses Gesuch 

überholt und gegenstandslos, weshalb sich weitere Ausführungen erübrigen.

3. Zwischen den Verfahrensbeteiligten ist umstritten, ob die Hündinnen F.__ und E.__ 

zu Recht beschlagnahmt und eingezogen wurden bzw. ob das gegen die 

Beschwerdeführerin 1 ausgesprochene unbefristete Hundehalteverbot rechtmässig ist. 

Nach Auffassung der Beschwerdeführer ist der angefochtene Entscheid formell und 

materiell rechtsfehlerhaft.

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4. Zunächst ist auf die von den Beschwerdeführern gerügten Verfahrensfehler 

einzugehen. Sie beanstanden, die Vorinstanz habe ihr Recht auf Akteneinsicht verletzt, 

den Anspruch auf eine mündliche Rekursverhandlung verwehrt und ebenso zu Unrecht 

Beweisanträge (Augenschein, Befragungen, Expertisen) abgelehnt. Sämtliche Rügen 

betreffen den Anspruch auf rechtliches Gehör, wie er sich für das Verfahren vor 

Verwaltungsgericht aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (SR 101, BV; als Minimalgarantie) und Art. 64 in Verbindung mit Art. 

12, 15 und 16 VRP ergibt. Ob die Hunde zu Recht vorsorglich beschlagnahmt worden 

sind, ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer (vgl. act. 1 Ziff. 11 ff.) keine 

Frage des Verfahrensrechts, sondern der materiellen Rechtsanwendung.

4.1. Die Beschwerdeführer rügen, dass auf dem Aktenstück 11.2/3/1 mit der 

Bezeichnung "Eingang Klage / Verstoss Tierschutz" vom 4. November 2015 der Name 

der anzeigenden Person nicht ersichtlich ist ("will anonym bleiben"). Die Kontrolle vom 

11. November 2015 steht offensichtlich im Zusammenhang mit einer telefonisch beim 

AVSV deponierten Anzeige. Die Beschwerdeführer vermuten C.__ als Hinweisgeberin 

und machen geltend, der Name der anzeigenden Person sei für die Beweiswürdigung 

entscheidend, weil die vormalige Eigentümerin der Hündin E.__ mit allen Mitteln die 

Rückabwicklung des (Rück-)Kaufvertrages betreibe.

Nach Art. 16 Abs. 1 VRP haben die Beteiligten Anspruch auf Einsicht in die Akten, 

soweit nicht wichtige öffentliche oder schutzwürdige private Interessen 

entgegenstehen. Das Recht auf Akteneinsicht ist Teilgehalt des Anspruchs auf 

rechtliches Gehör und ergibt sich auch aus Art. 29 Abs. 2 BV. Die Vorinstanz hielt fest, 

das AVSV habe den Inhalt sämtlicher Aktenstücke, auch der anonymisierten, 

offengelegt und das Recht auf Akteneinsicht im Wesentlichen gewährt. Weil sich aber 

die Verfügung des AVSV nicht in erster Linie auf die anonymisierten Aktenstücke stütze 

und der Sachverhalt anderweitig festgestellt worden sei, könne die Frage, ob die 

Identität zu Recht geheim gehalten worden sei, offenbleiben.

Dieser grundsätzlich zutreffenden Argumentation ist hinzuzufügen, dass in der Regel 

ein schutzwürdiges Interesse daran besteht, die Identität von Anzeigeerstattern oder 

Informanten geheimzuhalten, um diese vor ungerechtfertigten Massnahmen und 

Nachstellungen zu schützen (A. Griffel, in: Ders. [Hrsg.], Kommentar zum 

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Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 9 N 9 mit 

Hinweisen; in diesem Zusammenhang vgl. auch BGer 2C_1005/2016 vom 14. März 

2018 E. 2.4). Der Antrag, es sei den Beschwerdeführern das gesamte Aktenmaterial in 

nicht anonymisierter Form offenzulegen, ist auch unter diesem Aspekt abzuweisen.

4.2. Die Beschwerdeführer beantragen sinngemäss, es sei eine mündliche 

Beschwerdeverhandlung durchzuführen und mit einem Augenschein vor Ort zu 

verbinden. Zudem rügen sie, die Vorinstanz habe willkürlich auf einen Lokaltermin 

verzichtet.

4.2.1. Zum Anspruch auf rechtliches Gehör gehört das Recht der Betroffenen, sich vor 

Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zur Sache zu äussern 

sowie das Recht auf Abnahme der rechtzeitig und formrichtig angebotenen 

rechtserheblichen Beweismittel (BGE 127 I 54 E. 2b). Indessen räumt Art. 29 Abs. 2 BV 

keinen Anspruch auf eine mündliche Anhörung ein (BGE 130 II 425 E. 2.1). Auch steht 

diese Verfassungsgarantie einer vorweggenommenen Beweiswürdigung nicht 

entgegen. Das Gericht kann vielmehr auf die Abnahme von Beweisen verzichten, wenn 

es aufgrund bereits vorhandener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne 

Willkür annehmen kann, seine Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen 

nicht geändert (sog. "antizipierte Beweiswürdigung", BGE 134 I 140 E. 5.3; 130 II 425 

E. 2.1; BGer 2C_276/2011 vom 10. Oktober 2011 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 137 II 393).

4.2.2. Eine mündliche und öffentliche Verhandlung ist nach dem kantonalen 

Verfahrensrecht nur durchzuführen, wenn eine solche zur Wahrung der Parteirechte 

notwendig ist und zweckmässig erscheint (vgl. Art. 55 Abs. 1 VRP). Zwar betrifft 

namentlich die streitige Einziehung der beiden Hündinnen (auch) eine zivilrechtliche 

Angelegenheit im Sinn von Art. 6 der Europäischen Konvention zum Schutze der 

Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK) und ist damit grundsätzlich 

mündlich und öffentlich zu verhandeln (Ziff. 1). Von einer mündlichen Verhandlung kann 

jedoch auch unter konventionsrechtlichen Gesichtspunkten abgesehen werden, wenn 

die sich stellenden Rechtsfragen nicht besonders schwierig und nicht allgemeiner 

Natur sind (vgl. Meyer-Laedewig/Harrendorf/König, in: Meyer-Laedewig/Nettesheim/

von Raumer [Hrsg.], Handkommentar EMRK, 4. Aufl. 2017, Art. 6 N 172 mit Hinweisen). 

Die für den Entscheid wesentlichen Umstände zur Klärung der umstrittenen und 

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einfachen Frage(n) konnten von den Beschwerdeführern umfassend schriftlich 

vorgebracht werden. Inwiefern der Umfang der Verfahrensakten – im Wesentlichen 

zwei Aktenordner – dies verunmöglicht haben soll, wie die Beschwerdeführer monieren, 

ist nicht ersichtlich. Sie verkennen, dass die Behörden zur umfassenden Aktenführung 

verpflichtet sind und es nicht angehen würde, für den konkreten Fall eine wie auch 

immer geartete Auswahl zu treffen und damit das Akteneinsichtsrecht der Parteien zu 

beschränken.

4.2.3. Ob ein Augenschein angeordnet wird, steht im pflichtgemässen Ermessen der 

anordnenden Behörde. Eine dahingehende Pflicht besteht nur, wenn die tatsächlichen 

Verhältnisse auf andere Weise nicht abgeklärt werden können (vgl. BGer 1C_281/2015 

vom 28.Juni 2016 E. 2 mit Hinweis auf 1C_76/2012 vom 6. Juli 2012 E. 2.3 mit 

Hinweis). Die Beschwerdeführer hatten sowohl vor der verfügenden Behörde als auch 

vor den Rechtsmittelinstanzen Gelegenheit, ausführlich alle ihnen wesentlich 

erscheinenden Sachverhaltselemente schriftlich darzutun und Beweismittel 

einzureichen. Zu den hinreichend dokumentierten Ergebnissen der Tierhaltekontrolle 

vom 11. November 2015 konnten sie sich umfassend vernehmen lassen. Es wäre ihnen 

insbesondere unbenommen gewesen, zur Untermauerung ihrer Standpunkte 

zusätzliche Fotografien einzureichen. Inwiefern die Vorinstanz einen Rechtsfehler 

begangen haben oder gar in Willkür verfallen sein soll, indem sie auf einen 

Augenschein verzichtete, ist nicht ersichtlich. Von einem Augenschein sind heute erst 

recht keine neuen Erkenntnisse mehr darüber zu erwarten, unter welchen Bedingungen 

die Hunde der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Kontrolle tatsächlich gehalten 

worden sind. Es besteht keine Gewähr, dass die protokollierten Zustände erhalten 

geblieben sind. Auf eine Beweiserhebung durch das Gericht vor Ort ist zu verzichten 

und es ist stattdessen auf die Akten abzustellen.

4.3. Im vorinstanzlichen Verfahren beantragten den Beschwerdeführer die Befragung 

des Tierarztes Dr. G.__, von H.W.__ und K.W.__ sowie von J.__. Die Vorinstanz 

versprach sich hiervon keinen Erkenntnisgewinn und verzichtete auf Einvernahmen. Die 

heutigen Beschwerdeführer hätten ihre Sicht der Dinge bereits einlässlich dargelegt. 

Der Tierarzt könne lediglich Aussagen über den Zustand der Tiere bei seinen 

Behandlungen, nicht aber im Zeitpunkt der Kontrolle machen. Dieser Zustand sei durch 

Videos und Fotos hinreichend dokumentiert. Das Ehepaar W.__ habe sich schriftlich für 

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die Rekurrenten verwendet. Sie hätten vier Hunde von diesen gekauft (zuletzt im Jahr 

2005) und hätten mit diesen nur gute Erfahrungen gemacht. Was J.__ vorbringen 

könnte, um die vielen aktenkundigen Anstände seit 1988 zu entkräften, sei nicht 

ersichtlich. Indem die Beschwerdeführer diese Ausführungen lediglich pauschal als 

unzutreffend und willkürlich bezeichnen, vermögen sie eine Verletzung des rechtlichen 

Gehörs nicht aufzuzeigen. Angesichts der nachvollziehbaren Überlegungen der 

Vorinstanz ist in der Tat nicht ersichtlich, inwiefern eine Befragung dieser Personen 

neue entscheidende Erkenntnisse hätte liefern können. Die Vorinstanz durfte in 

zulässiger antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichten.

Aus gleichen Gründen konnte und kann darauf verzichtet werden, ein Gutachten zur 

Hundehaltung auf dem Hof der Beschwerdeführer und in Bezug auf die korrekte 

Fellpflege einzuholen. Die Beschwerdeführer haben ihre Auffassung hierzu ausreichend 

darlegen können. Es reicht aus, hierauf und auf die Akten abzustellen.

5.

5.1. Zweck des Tierschutzgesetzes ist der Schutz der Würde und des Wohlergehens 

der Tiere (Art. 1 TSchG). Wer mit Tieren umgeht, hat ihren Bedürfnissen in 

bestmöglicher Weise Rechnung zu tragen und, soweit es der Verwendungszweck 

zulässt, für ihr Wohlergehen zu sorgen (Art. 4 Abs. 1 TSchG). Niemand darf 

ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in Angst 

versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten. Das Misshandeln, 

Vernachlässigen oder unnötige Überanstrengen von Tieren ist verboten (Art. 4 Abs. 2 

TSchG). Wer Tiere hält oder betreut, muss sie angemessen nähren, pflegen, ihnen die 

für ihr Wohlergehen notwendige Beschäftigung und Bewegungsfreiheit sowie soweit 

nötig Unterkunft gewähren (Art. 6 Abs. 1 TSchG). In den Artikeln 68 ff. der 

Tierschutzverordnung (SR 455.1, TSchV) werden diese Vorgaben für die Haltung von 

Haushunden präzisiert. Diese müssen täglich ausreichend Kontakt mit Menschen und, 

soweit möglich, mit anderen Hunden haben (Art. 70 Abs. 1 TSchV). Sie müssen täglich 

im Freien und entsprechend ihrem Bedürfnis ausgeführt werden. Soweit möglich sollen 

sie sich dabei auch unangeleint bewegen können. Können sie nicht ausgeführt werden, 

so müssen sie täglich Auslauf haben. Der Aufenthalt im Zwinger oder an der Laufkette 

gilt nicht als Auslauf (Art. 71 Abs. 1 und 2 TSchV). Unter dem Titel "Unterkunft, Boden" 

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bestimmt Art. 72 TSchV, dass Hunden geeignetes Liegematerial zur Verfügung stehen 

muss (Art. 72 Abs. 2 TSchV). Bei Boxen- und Zwingerhaltung definiert die Verordnung 

Mindestmasse für die Gehege (Art. 72 Abs. 4 TSchV in Verbindung mit Anhang 1 

Tabelle 10). Insbesondere muss bei dieser Haltungsform für jeden Hund eine erhöhte 

Liegefläche und eine Rückzugsmöglichkeit vorhanden sein. Auf die 

Rückzugsmöglichkeit kann in begründeten Fällen, namentlich bei kranken oder alten 

Tieren, verzichtet werden (Art. 72 Abs. 4 TschV). Nebeneinanderliegende Zwinger 

oder Boxen müssen mit geeigneten Sichtblenden versehen sein (Art. 72 Abs. 5 TSchV). 

Als verbotene Massnahmen zur Verhaltenskorrektur von Hunden nennt Art. 73 Abs. 2 

Ingress Iit. b TSchG insbesondere die Verwendung von Zughalsbändern ohne Stopp.

5.2. Gemäss Art. 23 Abs. 1 TSchG kann die zuständige Behörde das Halten oder die 

Zucht von Tieren, den Handel oder die berufsmässige Beschäftigung mit Tieren auf 

bestimmte oder unbestimmte Zeit den Personen verbieten, die wegen wiederholter 

oder schwerer Zuwiderhandlung gegen Vorschriften dieses Gesetzes und seiner 

Ausführungserlasse oder gegen Verfügungen bestraft worden sind (lit. a) oder die aus 

anderen Gründen unfähig sind, Tiere zu halten oder zu züchten (lit. b). Wird festgestellt, 

dass Tiere vernachlässigt oder unter völlig ungeeigneten Bedingungen gehalten 

werden, so schreitet die zuständige Behörde unverzüglich ein. Sie kann die Tiere 

vorsorglich beschlagnahmen und auf Kosten der Halterin oder des Halters an einem 

geeigneten Ort unterbringen; wenn nötig lässt sie die Tiere verkaufen oder töten (Art. 

24 Abs. 1 TSchG).

5.3. Bei der Anordnung dieser Massnahmen steht der Vollzugsbehörde Ermessen zu, 

welches sie pflichtgemäss auszuüben hat. Sie hat sich an den allgemeinen 

Rechtsgrundsätzen und den verwaltungsrechtlichen Grundprinzipien, namentlich dem 

Rechtsgleichheitsgebot, dem Gebot von Treu und Glauben und dem Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit zu orientieren (vgl. z.B. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 740 mit 

Hinweisen; M. Donatsch, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum 

Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 50 N 26 mit 

Hinweisen). Verhältnismässiges staatliches Handeln, das allgemein Ausdruck in Art. 5 

Abs. 2 BV findet und für die Einschränkung von Grundrechten nach Art. 36 Abs. 3 BV 

zu beachten ist, setzt voraus, dass die Verwaltungsmassnahmen zur Verwirklichung 

eines im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und erforderlich sind. Im 

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Übrigen muss der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den 

Belastungen stehen, die dem Betroffenen auferlegt werden. Unverhältnismässig ist eine 

Massnahme, wenn das Ziel mit einem weniger schweren Grundrechtseingriff erreicht 

werden kann (BGE 137 I 31 E. 7.5.2; 136 I 87 E. 3.2; 130 II 425 E. 5.2; 126 I 112 E. 5.b).

6. Die streitigen verwaltungsrechtlichen Zwangsmassnahmen stützte die Vorinstanz in 

tatsächlicher Hinsicht auf Augenscheine und Fotodokumentationen des AVSV aus dem 

aktuellen und aus vorgängigen verwaltungstierschutzrechtlichen Verfahren sowie auf 

strafrechtliche Erkenntnisse.

6.1. Behördliche Interventionen gegen die Hundehaltung der Beschwerdeführer sind 

seit dem Jahr 1988 dokumentiert. Damals wurden sie vom Gemeinderat X.__ 

angehalten, innert Frist die notwendigen baulichen Vorkehrungen für eine einwandfreie 

und gesetzeskonforme Tierhaltung zu treffen, ansonsten ihnen diese bis auf weiteres 

verboten werde (act. 11.3/A1/12). Weil diese Verfügung nicht bzw. unvollständig 

umgesetzt wurde, erliess der Gemeinderat am 19. Dezember 1989 ein Tierhalteverbot 

gegen die Beschwerdeführer (act. 11.3/A1/14). Nachdem in der Zwischenzeit die 

Haltung verbessert worden war, sah der Gemeinderat vom Tierhalteverbot am 

23. Januar 1990 wieder ab (act. 11.3/A1/20). Am 22. September 1999 wurde 

festgestellt, dass Hunde in zu klein bemessenen Zwingern und bei ungenügenden 

Lichtverhältnissen gehalten wurden, und in einer Verfügung vom 18. Oktober 1999 

wurde die Beseitigung der tierschutzwidrigen Zustände bis 1. Dezember 1999 

gefordert. In der Verfügung wies der Kantonstierarzt darauf hin, dass die 

Beschwerdeführer auf die fachgerechte und soziale Entwicklung der gezüchteten 

Jungtiere zu wenig achten würden und mit einem Verbot der gewerbsmässigen 

Hundezucht rechnen müssten, wenn diesbezüglich keine Verbesserungen eintreten 

sollte (act. 11.3/A1/35). In einer Verfügung vom 9. Dezember 1999 stellte das damalige 

Veterinäramt fest, dass die eine Hunde-Unterkunft nun vollständig umgebaut worden 

sei und die Haltung den tierschutzrechtlichen Vorgaben nunmehr entspreche. 

Gleichzeitig beschränkte es die Zahl der gleichzeitig gehaltenen Welpen auf deren 

zwölf und verbot die Hundehaltung in den nicht umgebauten Zwingern im hinteren 

Stallteil (act. 11.3/A1/42). Eine Kontrolle im Januar 2001 führte zu keinen 

Beanstandungen (act. 11.3/A1/46). Eine weitere Kontrolle im Dezember 2001 konnte 

den tadellosen Eindruck nicht bestätigen. Es wurden 17 Welpen angetroffen; insgesamt 

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hielten die Beschwerdeführer 28 Hunde, denen es seit mindestens einer Woche 

gänzlich an Auslauf gefehlt hatte. Das Veterinäramt bemängelte sodann die fehlende 

Sozialisation der gezüchteten Welpen. Es belegte den Beschwerdeführer 2 mit einem 

Zuchtverbot und verfügte, ab dem 1. April 2002 dürften auf dem Areal "V.__" nur noch 

kastrierte weibliche Tiere gehalten werden (act. 11.3/A1/55). Nachdem der 

Beschwerdeführer 2 gegen diese Verfügung Rekurs erhoben hatte, wurde sie am 4. 

Dezember 2002 vom Veterinäramt widerrufen und der Rekurs abgeschrieben (act. 11.3/

A1/78 f.). Grund für den Widerruf waren Unklarheiten, wer für die Hundezucht 

tatsächlich verantwortlich war. Nach Angaben des Beschwerdeführers 2 seien dies die 

Beschwerdeführerin 1, die gemeinsamen Kinder und der Schwiegersohn. Nach einer 

weiteren Kontrolle im Jahr 2007 wandte sich das Veterinäramt am 21. August 2007 mit 

dem Entwurf einer Verfügung an verschiedene Mitglieder der Familie der 

Beschwerdeführer, darunter die Beschwerdeführerin 1 selbst (vgl. act. 11.3/A2/6 ff.). 

Darin wurden für die Hundehaltung verschiedene Auflagen in Aussicht gestellt; unter 

anderem dürften nur noch jene Hunde für die Zucht verwendet werden, bei denen nach 

einem Wesenstest kein erhöhtes Aggressionspotenzial bescheinigt werde. Am 

2. Oktober 2007 verfügte das Veterinäramt den genannten Adressaten definitiv, den 

Hunden sei dreimal täglich während gesamthaft mindestens zwei Stunden Auslauf zu 

gewähren und damit die Möglichkeit zu geben, sich ausserhalb des Geheges zu 

versäubern. Während der Hälfte der Zeit im Freien sei den Hunden ausserhalb der 

Liegenschaft Kontakt mit Menschen und anderen Hunden zu ermöglichen. Hierfür 

verlangte das Veterinäramt ein Konzept, woraus ersichtlich sei, wer mit welchem Hund 

zu welcher Zeit spazieren gehe. Zudem ordnete das Veterinäramt an, die gehaltenen 

Hunde einem Wesenstest zu unterziehen und solche mit erhöhtem 

Aggressionspotenzial nicht mehr für die Zucht zu verwenden (vgl. act. 11.3/A2/17). 

Diese Verfügungen sind rechtskräftig. In den Erwägungen wurde der überdachte 

Hundezwinger in der gleichen Art beanstandet wie anlässlich der Kontrolle vom 

11. November 2015. Ferner wurde festgestellt, dass der angeblich als Auslauf dienende 

Garten keine Benützungsspuren aufweise. Bei einer Nachkontrolle vom 7. Dezember 

2007 wurde festgestellt, dass in der beschwerdeführerischen Liegenschaft – trotz 

gegenteiliger Beteuerungen – weiterhin Hunde gezüchtet wurden. Das Veterinäramt 

verfügte am 14. Dezember 2007 erneut Auflagen (vgl. act. 11.3/A2/23). Am 12. Februar 

2009 verurteilte das Kantonale Untersuchungsamt die Beschwerdeführerin 1 zu einer 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/21

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Busse von CHF 100, weil sie der Verfügung vom 2. Oktober 2007 keine Folge geleistet 

hatte (bis 5. November 2007 keine Wesensprüfungen für die von ihr gehaltenen und 

betreuten Hunde, kein Auslaufkonzept). Soweit ersichtlich war eine Wesensprüfung nur 

hinsichtlich eines Hundes der Tochter der Beschwerdeführer durchgeführt worden 

(28. April 2008) mit dem Ergebnis, dass dieser Hund in unbekannten Situationen oder 

bei Bedrängung gefährlich sei (act. 11.3/A2/34). Bei einer Kontrolle am 18. November 

2009 wurde im Aussenzwinger die einzeln darin gehaltene Hündin "L.__" angetroffen, 

der es an einer erhöhten Liegefläche und einer Rückzugsmöglichkeit fehlte (vgl. bereits 

das Ergebnis der Kontrollen im Jahr 2007). Kothaufen und Urinlachen deuteten auf 

ungenügenden Auslauf hin (act. 11.3/A2/37). Der aus einem Wurf von "L.__" 

stammende Rüde "M.__" wurde von seinem Käufer an die Beschwerdeführer 

zurückgegeben mit der Begründung, er sei ungenügend sozialisiert (ängstlich). Bei der 

nachmaligen Käuferin zeigten sich ähnliche Probleme. Die strafrechtliche Untersuchung 

dieser Begebenheiten führte zu Einstellungs- bzw. Nichtanhandnahmeverfügungen des 

Kantonalen Untersuchungsamtes (act. 11.3/A2/40). Es könne nicht erstellt werden, 

dass "L.__" mehrheitlich im Zwinger gehalten worden sei. Hinsichtlich "M.__" verbleibe 

unklar, ob die Beschwerdeführerin 1 oder der nachmalige Eigentümer für die 

mangelhafte Sozialisierung verantwortlich sei.

6.2. Zuletzt wurde die Tierhaltung der Beschwerdeführer am 11. November 2015 

kontrolliert; deren Ergebnisse wurden bereits eingangs dargestellt und mündeten unter 

anderem im streitigen Verfahren.

6.2.1. Die Vorinstanz hat erwogen, auf den am 11. November 2015 aufgenommenen 

Fotos und Videos sei klar ersichtlich, dass im Zwinger weder eine Hundehütte noch 

geeignetes Liegematerial vorhanden gewesen sei. Es sei lediglich ein Holzpodest als 

Rückzugsort vorhanden gewesen sowie ein Holzboden, auf dem eine Metall- und eine 

Eternitplatte gelegen seien. Die fehlende Fellpflege sei ebenfalls foto- und videomässig 

dokumentiert und habe sich zumindest bei einem Hund bestätigt; dessen Fell habe in 

grosser Menge büschelweise weggezupft werden können. Die Verwendung eines 

Zughalsbandes ohne Stopp sei ebenfalls mit Bildern belegt. Die zivilrechtlichen 

Eigentumsverhältnisse an den Hunden seien ungeklärt, und gegenüber den Einträgen 

in der ANIS- (bzw. AMICUS-)Datenbank seien Zweifel angebracht. Klar sei jedoch, dass 

die Beschwerdeführerin 1 als Halterin gelten müsse und damit für das Wohlergehen der 

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beiden Hündinnen verantwortlich sei. Im Ergebnis seien bei der Kontrolle – wie auch 

schon in den Jahren zuvor – diverse und teilweise gravierende Mängel festgestellt 

worden. Der Beschwerdeführerin 1 seien die Anforderungen an eine 

tierschutzkonforme Hundehaltung bekannt gewesen. Bereits im Jahr 2007 seien 

entsprechende Massnahmen verfügt worden. Diese habe sie nicht umsetzen wollen 

oder können.

6.2.2. Die Beschwerdeführer bringen vor, die Vorinstanz habe den Sachverhalt 

unrichtig bzw. unvollständig erhoben. Sie bestreiten namentlich die Ergebnisse der 

Kontrolle vom 11. November 2015. Die Bilder des AVSV seien offensichtlich 

unvollständig und zeigten weder den Ausgang vom Hundezwinger in den Garten noch 

die dahinter angegliederte Hundehütte. Die Vorwürfe, es habe den Hunden an 

Liegematerial und Rückzugsmöglichkeiten sowie Auslauf gefehlt, würden bestritten. 

Der Hundezwinger sei auf zwei Seiten geschlossen, sodass die Hunde geschützte 

Bereiche aufsuchen könnten. Im Gehege befinde sich eine hölzerne erhöhte 

Liegefläche, auf der alle Hunde Platz hätten. Damit könne die (nicht normierte) 

Mindestfläche für Liegeplatz und Rückzugsmöglichkeit als erfüllt betrachtet werden. 

Zudem würden die Tiere nachts ins Haus genommen, was an einer im Haus 

aufgestellten Wasserschale ersichtlich sei. Die Hundehaltung sei deshalb nicht nach 

den Massstäben "im Freien" oder "Boxen – oder Zwingerhaltung" zu messen. Ebenso 

verfehlt sei die Darstellung, wonach es den Hündinnen an Fellpflege gemangelt habe. 

Diese hätten sich im Fellwechsel befunden, und es sei daher normal, dass sich immer 

wieder Fellbüschel lösten. Striegeln in dieser Zeit könne zu kahlen Flächen führen und 

entspreche nicht korrekter Fellpflege.

6.2.3. Nach den Aufnahmen des AVSV handelt es sich bei der Wiese, auf der sich nach 

Angaben der Beschwerdeführer eine Hundehütte befindet, um einen umzäunten 

Ziergarten, auf dem sich u.a. Kinderspielgeräte befinden und der den Hunden ganz 

offensichtlich nicht permanent als Auslauf zur Verfügung steht (vgl. act. 11.2/A4/14 

Datei Nr. 0003__). Auf den Fotoaufnahmen 0004__ und 0005__ (ebd.) ist zwar an der 

Rückwand des Zwingers eine Türe ersichtlich, von der anzunehmen ist, dass sie in 

diesen Garten führt. Diese ist aber mit einem von innen zu öffnenden Riegel versehen. 

Aus der Filmaufnahme 0002__ wird klar, dass der Beschwerdeführer 2 den Zwinger 

nicht zu öffnen vermochte; er kannte die Kombination des Zahlenschlosses nicht. 

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Ebenfalls ergibt sich daraus, dass die Türe vom Zwinger zum Garten im Zeitpunkt der 

Kontrolle verriegelt war, weil die Hunde ansonsten mühelos über den Garten dem 

Kontrollpersonal hätten zugeführt werden können.

Die Innenausstattung des Zwingers ist insbesondere auf dem Bild 0007__ ersichtlich. 

Auf einer Holzunterlage steht ein Podest. Auf einer anderen Holzunterlage befinden 

sich zwei Platten verschiedenen Materials. Es besteht kein Anlass, an den 

Feststellungen des AVSV zu zweifeln, wonach es sich je um eine Metall- und eine 

Faserzementplatte handelt. Von der von den Beschwerdeführern behaupteten 

Teppichunterlage ist nichts zu sehen.

Dass die Hunde die Nacht im Haus verbringen würden, hat die Vorinstanz in 

nachvollziehbarer Weise als Schutzbehauptung eingestuft. Die Wohnung war, bevor 

sich die Hunde anlässlich der Kontrolle darin aufhielten, sauber. Anschliessend war sie 

durch Hundehaarbüschel sehr stark verunreinigt. In der Filmsequenz 0008__ wirken die 

Hündinnen aufgeregt und scheinen den Wohnraum entdecken zu wollen. Angesichts 

dieses Verhaltens ist selbst für Laien erkennbar, dass die Wohnung nicht zu ihrer 

gewohnten Umgebung gehört. Der auf der Videoaufnahme ersichtliche ordentliche 

Zustand der Wohnung spricht – gemessen am ebenfalls ersichtlichen nervösen 

Verhalten der Hunde – jedenfalls dagegen, dass die Hundehaltung (zeitweise) im Haus 

erfolgte. Bezeichnenderweise führt der Beschwerdeführer 2 im Video aus, die Hunde 

hätten keine (fixen) Schlafplätze im Haus und könnten sich mit Ausnahme des 

Schlafzimmers überall aufhalten. Auch dies ist für eine Hundehaltung äusserst 

ungewöhnlich. Der Umstand, dass im Haus (auch) ein Hundenapf vorhanden war, 

beweist noch nicht, dass die Tiere die Nächte jeweils nicht im Zwinger verbracht 

hätten. Es ist damit entgegen den Beschwerdeführern von einer eigentlichen 

Zwingerhaltung auszugehen. Aus dem Film 0009__ schliesslich wird ersichtlich, dass 

sich zumindest bei einer Hündin büschelweise Haare entfernen lassen. Ebenfalls 

fotografisch dokumentiert (und unbestritten) ist die Verwendung eines 

Würgehalsbandes ohne Stopp.

6.2.4. Als Ergebnis der von der Vorinstanz korrekt vorgenommenen Beweiswürdigung 

steht fest, dass im Zwinger weder eine Hundehütte oder andere 

Rückzugsmöglichkeiten noch geeignetes Liegematerial vorhanden war, ein verbotenes 

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Zughalsband verwendet wurde und die korrekte Fellpflege zumindest fraglich ist. Die 

Hundehaltung genügte im Zeitpunkt der Kontrolle den Anforderungen gemäss Art. 72 

Abs. 2 und Abs. 4  sowie Art. 73 Abs. 2 lit. b TSchV nicht.

7. Zu entscheiden ist, ob bei diesem Sachverhalt die vorsorgliche Beschlagnahme der 

Tiere, deren definitive Einziehung und das gegenüber der Beschwerdeführerin 1 

verhängte Hundehalteverbot rechtmässig, d.h. gesetz- und verhältnismässig war bzw. 

ist.

7.1. Nach dem Wortlaut von Art. 24 Abs. 1 TSchG setzt die vorsorgliche 

Beschlagnahme voraus, dass das Tier entweder "vernachlässigt" oder "unter völlig 

ungeeigneten Bedingungen gehalten" worden ist. Vernachlässigung bedeutet 

mangelhafte Haltung, die mit einer gewissen Intensität der Tierwohlbeeinträchtigung 

einhergeht (Goetschel/Ferrari, GAL Tierleitfaden 1.1 für Schweizer Vollzugsbehörden, 

Zürich 2018, S. 23). Sind Tiere stark vernachlässigt oder völlig unrichtig gehalten, so 

sind ihnen Leiden, Schmerzen oder Schäden zugefügt worden oder ihr Wohlbefinden 

ist erheblich beeinträchtigt (vgl. A. F. Goetschel, Kommentar zum Eidgenössischen 

Tierschutzgesetz, 1986, S. 180). Art. 24 TSchG bildet somit die notwendige 

Verwaltungsmassnahme (vgl. Sachüberschrift zum vierten Kapitel), um die 

tierschutzrechtlichen Grundsätze (Sorge für das Wohlbefinden, Verbot der Zufügung 

von Schmerzen, Leiden oder Schäden) durchzusetzen (BGer 2C_166/2006 vom 

30. November 2009 E. 2.2.1). Die Behörden schreiten unverzüglich ein, wenn feststeht, 

dass Tiere vernachlässigt oder unter völlig ungeeigneten Bedingungen gehalten 

werden. Dabei darf sie nicht erst dann tätig werden, wenn Missstände gesichert 

feststehen, sondern bereits dann, wenn genügend Verdachtsmomente bestehen (vgl. 

Goetschel/Ferrari, a.a.O., S. 23 mit Hinweisen). Wie weit behördliches Einschreiten 

verhältnismässig ist, hängt davon ab, ob die Tierhalterin im Stande ist, den 

rechtmässigen Zustand selbst wiederherzustellen.

7.1.1. Das AVSV hat in der Verfügung vom 8. April 2016 erwogen, mindestens ein Hund 

habe aufgrund des ungepflegten Fells einen stark vernachlässigten Eindruck 

hinterlassen. Die Krallen beider Hunde seien übermässig lang gewesen, was auf 

ungenügenden bis fehlenden Auslauf hindeute. Das unerlaubte Halsband sei sodann 

viel zu eng gewesen. Des Weiteren hätten im Zwinger wesentliche minimale 

bis

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Einrichtungen gefehlt. Die Haltungsbedingungen für die Hunde seien eindeutig 

ungeeignet gewesen und diese seien vernachlässigt worden. Der Umstand, dass die 

Hunde auf keinen der Beschwerdeführer registriert gewesen seien und der 

Beschwerdeführer 2 ohne fremde Hilfe den Zwinger nicht habe öffnen können, 

rechtfertigte die vorsorgliche Beschlagnahme der Tiere.

7.1.2. Die Vorinstanz bezeichnete die festgestellten Verstösse gegen die 

Tierschutzbestimmungen als "diverse und teilweise gravierende Mängel" in der 

Hundehaltung. Diese seien in der Vergangenheit wiederholt in ähnlicher Weise 

beanstandet worden. Insbesondere im Jahr 2007 seien die von den 

Beschwerdeführern zu verantwortenden Haltungsbedingungen u.a. aufgrund 

unstrukturierter Zwinger als ungeeignet bemängelt worden. Der Beschwerdeführerin 

seien die Anforderungen an eine tierschutzkonforme Hundehaltung bekannt gewesen. 

Diese habe sie nicht umsetzen wollen oder können. Die vorsorgliche Beschlagnahme 

sei unter diesen Umständen gerechtfertigt gewesen, wenn auch nicht gestützt auf die 

unklaren zivilrechtlichen Eigentumsverhältnisse (vgl. E. 5 des angefochtenen 

Entscheids).

7.1.3. An diesem Ergebnis vermögen die Einwände der Beschwerdeführer nichts zu 

ändern. Zum einen wurde die Hundehaltung länger nicht kontrolliert, weil auf die 

Beschwerdeführer – obwohl Halter – in der einschlägigen Tierdatenbank keine Tiere 

registriert waren. Dass die letzte Rüge von Missständen einige Jahre zurücklag, spricht 

damit nicht per se gegen diese verwaltungsrechtliche Zwangsmassnahme. Dies gilt 

umso mehr, als in der (rechtskräftigen) Verfügung vom 2. Oktober 2007 bereits ähnliche 

Missstände angesprochen wurden. Angesichts dessen kann offenbleiben, ob die 

Hunde unter qualifiziert ("völlig") ungeeigneten Bedingungen gehalten wurden. 

Aufgrund der über Jahre dokumentierten gleichartigen Beanstandungen und der 

grossteils vergeblichen Mahnungen ist die Tatbestandsvariante der "Vernachlässigung" 

jedenfalls erfüllt. Die Beschwerdeführer haben sich nicht einsichtig gezeigt und waren 

nicht in der Lage, die Mängel nachhaltig zu beheben. Die vorläufige Beschlagnahme 

der Hündinnen erweist sich demnach als rechtmässig.

7.2. Eine definitive Beschlagnahmung kommt in Betracht, wenn die Behörde nach 

sorgfältiger Prüfung zum Schluss kommt, dass der Tierhalter auch in Zukunft nicht in 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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der Lage sein wird, angemessen für das Tier zu sorgen (Goetschel/Ferrari, a.a.O., S. 26 

mit Hinweisen). Im konkreten Fall scheint es den Beschwerdeführern an der 

grundsätzlichen Einsicht zu fehlen, dass ihre Tiere in Übereinstimmung mit der 

Tierschutzgesetzgebung zu halten sind. Sie haben insbesondere nicht dargetan, sie 

hätten die gesetzmässigen Haltebedingungen selbst wiederhergestellt. Sie 

beschränkten sich vielmehr darauf, die Vorwürfe abzustreiten. Dies lässt – gerade auch 

mit Blick auf die leidvolle Vorgeschichte mit wiederholten Verstössen – für die künftige 

Tierhaltung nichts Gutes erahnen.

7.3.

7.3.1. Mit Blick auf das der Beschwerdeführerin 2 auferlegte Tierhalteverbot hielt die 

Vorinstanz in E. 7.3.2 des angefochtenen Entscheids fest, diese habe sich nicht als 

fähig erwiesen, Hunde tierschutzkonform zu halten. Seit 2009 sei sie wiederholt wegen 

Übertretungen des Tierschutzgesetzes zu Bussen verurteilt worden. Derzeit sei ein 

weiteres Strafverfahren hängig. Die Hundehaltung habe – teilweise zusammen mit dem 

Beschwerdeführer 1 – seit dem Jahr 1989 immer wieder zu Beschwerden Anlass 

gegeben. Damit sei die Unfähigkeit der Beschwerdeführerin 2, sich an die 

grundsätzlichen Verhaltensgebote und –verbote des Tierschutzgesetzes zu halten, 

erstellt. Die Vorinstanz bestätigte damit die Ausführungen des AVSV, wonach die 

Hundehaltung und –zucht durch die Beschwerdeführer in keiner Weise mehr dem 

heutigen Stand, der Erfahrung, den Erkenntnissen der Physiologie und der 

Verhaltenskunde entspreche. Selbst die minimalen Anforderungen – beispielsweise die 

Erlangung eines Sachkundenachweises, die Fellpflege, die minimalen Anforderungen 

an eine Zwingerhaltung, ein geeignetes Halsband, die korrekte Registrierung in der 

Hundedatenbank oder auch nur schon tägliche Spaziergänge – würden seit Jahren 

nicht mehr oder nur unzureichend erfüllt. Seit dem Jahr 1990 habe sich an diesen 

Verhältnissen nichts geändert. Allein das Eigentum der Tiere sei übertragen worden. 

Auflagen seien umgangen worden, indem die Hunde kurzerhand wieder den 

Eigentümer gewechselt hätten oder getötet worden seien (act. 11.2/A4/8).

7.3.2. Für die Beschwerdeführerin 2 wird geltend gemacht, selbst wenn die 

bestrittenen Vorwürfe der Vorinstanz – fehlende Fellpflege der Hündin F.__, die 

Verwendung eines Zughalsbandes ohne Stopp sowie zu lange Krallen bzw. das Fehlen 

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von Liegematerial und Rückzugsmöglichkeiten im Zwinger – zutreffen würden, könnten 

diese das einschneidende Hundehalteverbot nicht rechtfertigen. Daran ändere auch 

der vorinstanzliche Hinweis auf längst verjährte, frühere Ereignisse nichts. Aus dem 

laufenden Strafverfahren könne übrigens nichts zu Ungunsten der Beschwerdeführerin 

2 abgeleitet werden.

7.3.3. Beim Tierhalteverbot handelt es sich um eine restitutorische Massnahme, welche 

auf den Schutz und die Wiederherstellung der tierschutzrechtlich korrekten 

Haltebedingungen ausgerichtet ist (vgl. VerwGE B 2013/161 vom 8. Juli 2014 E. 2.1, 

www.gerichte.sg.ch, mit Hinweisen auf BGer 2C_378/2012 vom 1. November 2012 

E. 3.1 und R. Jedelhauser, Das Tier unter dem Schutz des Rechts, Diss. Basel 2011, S. 

202 ff.). Im angefochtenen Entscheid wird das Hundehalteverbot mit den wiederholten 

Zuwiderhandlungen gegen die Tierschutzgesetzgebung seitens der 

Beschwerdeführerin 2 begründet (Art. 23 Abs. 1 lit. a TSchG). Ein Halteverbot kommt 

namentlich auch dann in Betracht, wenn aus mangelnder charakterlicher Eignung oder 

wegen Unzuverlässigkeit der Tierhalterin die Gefahr besteht, dass die gehaltenen Tiere 

erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden erfahren. Auch schon die blosse Gefahr 

derartiger Vorkommnisse kann bei zahlreichen oder schweren tierschutzrechtlichen 

Verstössen ausreichend sein, um eine Halteverbot auszusprechen. Dies gilt 

insbesondere dann, wenn die zuständige Behörde in der Vergangenheit spezifische 

Massnahmen angeordnet hat, diese jedoch gleichwohl zu keiner nachhaltigen 

Verbesserung der Tierhaltung geführt haben (vgl. Goetschel/Ferrari, a.a.O., S. 33 mit 

Hinweisen). Unfähigkeit, Tiere zu halten oder zu züchten (vgl. Art. 23 Abs. 1 lit. b 

TSchG) liegt dann vor, wenn die betreffende Person nicht in der Lage ist, die 

grundsätzlichen Verhaltensgebote und Verbote des Tierschutzgesetzes zu befolgen 

(vgl. z.B. BGer 2C_958/2014 vom 31. März 2015 E. 2.1). Mit Art. 23 TSchG besteht eine 

formell-gesetzliche Grundlage für Eingriffe in die verfassungsrechtlich in Art. 26 Abs. 1 

BV geschützte Eigentumsgarantie bzw. in das Grundrecht der freien 

Persönlichkeitsentfaltung gemäss Art. 10 Abs. 2 BV (vgl. Art. 36 BV). Das öffentliche 

Interesse an einer artgerechten Tierhaltung – und damit auch an Grundrechtseingriffen 

zu deren Durchsetzung – ergibt sich als Staatsaufgabe bereits aus der Verfassung (Art. 

80 Abs. 2 lit. a BV) sowie aus dem Zweckartikel des Tierschutzgesetzes, wonach 

Würde und Wohlergehen der Tiere zu schützen sind (Art. 1 TSchG). Ein im öffentlichen 

Interesse liegender Eingriff in ein Freiheitsrecht darf aber nicht weitergehen, als es das 

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öffentliche Interesse verlangt; nur dann ist er auch verhältnismässig. Ein staatlicher 

Hoheitsakt muss für das Erreichen des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels 

geeignet, notwendig und dem Betroffenen zumutbar sein. Um notwendig zu sein, darf 

ein Eingriff in sachlicher, räumlicher und zeitlicher Hinsicht nicht über das, was 

unerlässlich ist, hinausgehen. Zumutbar ist ein Eingriff, wenn die staatliche Massnahme 

in einem vernünftigen Verhältnis zum öffentlichen Interesse steht. Dies entscheidet sich 

anhand einer Abwägung der konkret in Frage stehenden öffentlichen Interessen mit 

jenen des Grundrechtsträgers.

7.3.4. Mildere Massnahmen als ein Tierhalteverbot setzen voraus, dass der Tierhalter 

solche akzeptiert und nachvollziehbar umsetzt. Ist ein Tierhalter nicht 

kooperationswillig oder -fähig, fallen mildere Massnahmen von Vornherein ausser 

Betracht (vgl. Goetschel/Ferrari, a.a.O., S. 53 mit Hinweisen). Dies gilt sowohl für die 

Einhaltung von Auflagen, was in den Augen der Beschwerdeführerin 2 bereits 

ausreichend wäre, als auch für die im Gesetz nicht vorgesehene, aber im Sinne der 

Verhältnismässigkeit mögliche blosse Androhung eines Tierhalteverbots (vgl. dazu 

BGer 2C_737/2010 vom 18. Juni 2011 E. 4.2 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin 

2, der die Hundehaltung nunmehr nach eigenen Angaben zuzuschreiben ist, hat es 

auch nach zahlreichen behördlichen Interventionen im Zusammenhang mit der 

Hundehaltung auf ihrer Liegenschaft versäumt, auf eigene Initiative dauerhaft dafür zu 

sorgen, dass diese den geltenden Tierschutzbestimmungen entspricht. Sie ist damit 

unfähig zur Hundehaltung. Dass die Missstände im vorliegenden Verfahren erneut 

verharmlost und abgestritten bzw. als ein zwischenmenschliches Problem abgetan 

wurden, verdeutlicht dieses Ergebnis. Es ist davon auszugehen, dass eine Fortsetzung 

der Hundehaltung zu weiteren ähnlichen Missständen führen wird. Ein 

Hundehalteverbot erweist sich vor diesem Hintergrund als einzige geeignete und damit 

als erforderliche Massnahme. Diese ist konkret auch zumutbar. Das Eingriffsinteresse 

an der Vermeidung weiterer leidvoller Verstösse gegen die Tierschutzgesetzgebung 

überwiegt das private Interesse an weiterer Hundehaltung der Beschwerdeführerin 2, 

zumal es dieser diesbezüglich an ernsthaftem Interesse und Einsicht zu mangeln 

scheint.

8. (…).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

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1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist.

2. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'000 bezahlen die 

Beschwerdeführer. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird verrechnet.

3. Es werden keine ausseramtlichen Entschädigungen zugesprochen.

 

Der Abteilungspräsident                               Der Gerichtsschreiber

Eugster                                                         Wehrle

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 11.12.2018
	Beschlagnahme von Tieren und beschränktes Tierhalteverbot; Art. 23 und Art. 24 Abs. 1 TSchG, Art. 70, 71, 72 und 73 TSchV, Art. 5 Abs. 2 bzw. Art. 36 BV. Hundehalteverbot nach wiederholten Verstössen gegen die Tierschutzgesetzgebung sowie Beschlagnahme von zwei vernachlässigten Hunden. Die Beschwerdeführerin 2, der die Hundehaltung zuzuschreiben ist, hat es auch nach zahlreichen behördlichen Interventionen versäumt, auf eigene Initiative dauerhaft dafür zu sorgen, dass diese den geltenden Tierschutzbestimmungen entspricht. Sie ist damit unfähig zur Hundehaltung. Dass die Missstände im vorliegenden Verfahren erneut verharmlost und abgestritten bzw. als ein zwischenmenschliches Problem abgetan wurden, verdeutlicht dieses Ergebnis. Es ist davon auszugehen, dass eine Fortsetzung der Hundehaltung zu weiteren ähnlichen Missständen führen wird. Ein Hundehalteverbot erweist sich vor diesem Hintergrund als einzige geeignete und damit als erforderliche Massnahme. Ebenfalls gesetz- und verhältnismässig ist die Beschlagnahme bzw. definitive Einziehung ihrer beiden Hunde (Verwaltungsgericht, B 2017/205). Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 6. Juni 2019 abgewiesen (Verfahren 2C_122/2019).

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