# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6aca14a5-dd4b-5e0c-a753-43626d6afe84
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 06.10.2020 S 2019 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2019-60_2020-10-06.pdf

## Full Text

Mitgeteilt am

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 60
ang

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis
Richter Meisser, Pedretti 
Aktuar Gross

URTEIL

vom 6. Oktober 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Andrea Schmid Kistler,

Beschwerdeführerin
gegen 

B._____ AG,
Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

- 2 -

1. A._____, geboren 1955, wohnt in Y._____ und ist bei der B._____ AG 

obligatorisch unfallversichert über ihren Arbeitgeber. Am 24. Juli 2017 

verletzte sie sich am rechten Knie an ihrem Arbeitsort im Ladenlokal in 

X._____ beim Hineinfahren eines Rollgestells in den Kühlraum. Beim 

Schwellenunterschied zwischen zwei Räumen ging A._____ in die Knie, 

um das mit Gemüse vollbeladene Gestell etwas anzuheben. Hierbei 

verspürte sie einen plötzlich einschiessenden Knieschmerz, knickte seitlich 

weg und verdrehte das Knie (vgl. Schadenmeldung UVG).

2. Mit Verfügung vom 10. August 2018 lehnte die B._____ AG eine 

Leistungspflicht mangels Kausalität ab, wogegen A._____ am 16. August 

2018 Einsprache erhob.

3. Mit Einspracheentscheid vom 26. März 2019 verneinte die B._____ AG den 

Eintritt und das Vorliegen eines Unfalls. Eine Listenverletzung bejahte sie, 

wobei der Gesundheitsschaden jedoch vorwiegend auf Abnützung 

zurückzuführen sei und sie somit keine Leistungspflicht treffe. 

4. Mit Beschwerde vom 13. Mai 2019 (aufforderungsgemäss nachgebessert 

am 26. Mai 2019) beantragte A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) 

sinngemäss [ausformuliert mit Replik vom 30. August 2019] was folgt:

1. Der Einspracheentscheid vom 26. März 2019 sei aufzuheben und
a. die gesetzlichen Leistungen ab wann rechtens zu erbringen.
b. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen mittels 

versicherungsmedizinischer Gutachten vorzunehmen und erst danach die 
Entscheidung zu fällen.
2. Anderslautende Begehren der Beschwerdegegnerin seien abzuweisen.
3. Unter Entschädigungsfolge zulasten der Unfallversicherung.

Zur Begründung kann auf die Replik (nach Mandatierung von 

Rechtsanwältin Schmid Kistler) verwiesen werden.

- 3 -

5. Mit Beschwerdeantwort vom 17. Juni 2019 beantragte die B._____ AG 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (Ziff. 

1); eventualiter sei darauf nicht einzutreten (Ziff. 2). 

Zur Begründung ihrer Rechtsbegehren verwies die Beschwerdegegnerin 

bezüglich des Sachverhalts auf die Darstellung im Einspracheentscheid. 

Es seien dort sämtliche Korrespondenzakten (K1-K37) und sämtliche 

medizinischen Akten (M1-M22) eingereicht worden. Da die Beschwerde 

keine Begründung enthalte, seien keine neuen Aspekte seit Erlass des 

angefochtenen Entscheids vorhanden, so dass vollumfänglich auf den 

Einspracheentscheid vom 26. März 2019 verwiesen werde.

6. In ihrer Replik vom 30. August 2019 führte die Beschwerdeführerin aus, 

dass sie am Unfalltag die Hausärztin Dr. C._____, Y._____, aufgesucht 

habe. Die MRT-Untersuchung am 25. Juli 2017 im Spital Samedan habe 

einen komplexen Meniskusriss ohne Meniskusdislokation ergeben. Am 27. 

Juli 2017 sei sie in der Klinik Gut bei Dr. E._____, Orthopädie, Chirurgie 

und Unfallchirurgie, untersucht worden, welcher eine sofortige Operation 

indiziert habe. Die Operation sei am 28. Juli 2017 erfolgt und dabei 

festgestellt worden: Distorsionsereignis; alte Arthroskopienarben rechts 

sowie etwas Reizerguss; im Retropatellarraum Chondropathie Grad I, im 

medialen Kompartiment Chondropathie Grad II; Kreuzbänder kräftig; 

lateraler Meniskus intakt, etwas faserig ausgezogen; normaler 

Knorpelüberzug des Kompartiments. Bei den wöchentlichen 

Verlaufskontrollen sei eine Zunahme von Schmerzen und Schwellungen 

nach Belastung bemerkt worden. Das MRT am 12. September 2017 habe 

eine erneute Rissbildung am rechten Kniegelenk bestätigt. Es sei zum 

Arztwechsel wegen mangelnden Vertrauens hin zu Dr. F._____ 

gekommen. Laut seinem Bericht vom 27. September 2017 seien 

schmerzhafte Einklemmungen und messerstichartige Schmerzepisoden im 

Bereich des medialen Gelenkspaltes erkennbar. Am 5. Oktober 2017 sei 

- 4 -

eine Re-Arthroskopie rechts mit partieller Restmeniskusentfernung und 

Gelenktoilette erfolgt. Das weitere MRT am 16. Februar 2018 habe Dr. 

G._____, Radiologie Klinik Gut, durchgeführt und diagnostiziert: 

Postoperative Volumenminderung des Innenmeniskus mit neu auftretender 

schmaler Rissbildung am Hinterhorn; vorbestehende mediale 

Knorpeldegeneration; neu aufgetretene Knochenmarkreaktion; stationärer 

übriger Befund mit Grad III Chondropathia patellae; moderater 

Gelenkerguss; grössenregrediente Baker-Zyste. Ein zusätzliches MRT am 

19. April 2018 durch Dr. H._____, Klinik Gut, habe im Vergleich mit der 

Untersuchung vom 16. Februar 2018 eine etwas zunehmende 

Verbreiterung und Signalstörung proximal im medialen Kollateralligament 

gezeigt. Unverändert seien die Unterflächenläsion dorsal im medialen 

Restmeniskus, die Verschmälerung des medialen Gelenkspalts wie auch 

die diskrete ventrale Knochenreaktion im medialen Tibiaplateau 

einschliesslich Knochenödem lateral. Am 22. Mai 2018 sei die 

Beschwerdeführerin an Dr. I._____, Universitätsklinik Balgrist Zürich, zur 

Zweitmeinung zugewiesen worden. Seit dem Unfallereignis seien zwei 

arthroskopische Teilmeniskektomien erfolgt. Die arthrotische Veränderung 

im rechten Knie sei unter Schonung fortschreitend mit erneuter Rissbildung 

laut MRT. Die Hausärztin Dr. C._____ habe bestätigt, dass die 

Beschwerdeführerin vor dem Unfall keinerlei Beschwerden in den Knien 

gehabt habe und keine orthopädische Behandlung erfolgt sei. Im MRT-

Bericht vom 25. Juli 2017 und im Operationsbericht vom 28. Juli 2017 seien 

verhältnismässig geringe arthrotische Gelenkveränderungen beschrieben 

worden. Die Beschwerdegegnerin habe mit Verfügung vom 10. August 

2018 die natürliche Unfallkausalität verneint, habe aber bis dahin 

Unfalltaggelder an den Arbeitgeber geleistet. Die Arbeitsunfähigkeit sei auf 

100 % vom 24. Juli 2017 bis 3. Dezember 2017, auf 50 % vom 4. Dezember 

2017 bis 31. Januar 2018 und auf 25 % vom 1. Februar 2018 bis 31. Juli 

2018 beziffert worden. Seit dem 1. August 2018 arbeite die 

- 5 -

Beschwerdeführerin wieder zu 100 %, wobei sie nach wie vor Schmerzen 

im Knie habe, wenn sie Treppen hinuntersteige. In der Stellungnahme der 

medizinischen Beraterin Dr. J._____, SIM-zertifizierte Gutachterin, vom 20. 

August 2019 sei festgehalten worden: Sofortige OP nach Unfall; 

Unfallmechanismus nach 3 Monaten durch Beschwerdegegnerin erhoben; 

unterschiedliche Beschreibungen des Unfallmechanismus gäben dem 

beratenden Arzt Anlass, dass Unfallgeschehen anzuzweifeln ohne 

biomechanische Abklärung; die festgestellte Listenverletzung 

(Meniskusruptur) sei nicht überwiegend wahrscheinlich auf Abnützung 

zurückzuführen. Der MRT-Bericht vom 25. Juli 2017 und der OP-Bericht 

vom 28. Juli 2017 würden verhältnismässig geringe arthrotische 

Gelenkveränderungen beschreiben – der zunehmende Arthrosefortschritt 

sei erst danach sichtbar geworden (so MRT vom 16. Februar 2018 und 19. 

April 2018); die zeitverzögerte Abklärung und Dokumentation hätten den 

Nachweis der Unfallkausalität erschwert; eine fortgeschrittene 

degenerative Gelenkschädigung sei zum Unfallzeitpunkt aus der Aktenlage 

nicht nachweisbar gewesen. Der Versicherungsmediziner Dr. K._____, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates FMH, habe am 23. Juli 2018 und 8. Februar 2019 

festgehalten: Möglicherweise bestehe ein natürlicher 

Kausalzusammenhang der erhobenen Befunde mit dem Unfall vom 24. Juli 

2017. Der Unfallhergang sei ohne vernünftige Zweifel nicht geeignet zur 

Auslösung einer Meniskusläsion bzw. untypisch dafür; die Zeichen einer 

degenerativen Entwicklung mit Baker-Zyste und Ausdünnung des 

Gelenkknorpels seien nachweisbar bzw. eine degenerative Entwicklung im 

Sinne eines Vorschadens schliesse die Kausalität aus. Das Fehlen von 

Begleitverletzungen, insbesondere eines bone bruise, spreche gegen die 

Kausalität. Der Krankenversicherungsarzt Dr. L._____ (beratender Arzt 

Krankenkasse M._____) habe sich am 29. August 2018 wie folgt geäussert: 

Komplexes Geschehen am 24. Juli 2017; zwei Phasen-Geschehen, wobei 

- 6 -

die erste Phase (Aufrichten, Knie strecken, einschiessender Schmerz im 

rechten Knie) eine Listenverletzung und die zweite Phase (seitliches 

Wegknicken und Verdrehen rechtes Knie) einen Unfall darstellten, wobei 

nicht genau ermittelbar sei, in welcher Phase die Meniskusverletzung 

geschehen sei. Vorliegend seien sowohl die Voraussetzungen für einen 

(Berufs-) Unfall wie auch für eine Listenverletzung erfüllt (Art. 6 Abs. 1 UVG 

und Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG). Es liege eine ungenügende Abklärung im 

Sinne von Art. 43 ATSG durch die Beschwerdegegnerin bei alleinigem 

Abstellen auf den Schadensinspektorenbericht vom 30. Oktober 2017 

bezüglich Unfallhergang vor. Die Beschwerdegegnerin habe medizinisch 

allein auf Dr. K._____ abgestellt und sich weder mit den Befunden des 

Krankenversicherungsarztes Dr. L._____ noch mit den Stellungnahmen 

der behandelnden Ärzte, die in wesentlichen Punkten Dr. K._____ 

widersprächen, auseinandergesetzt. Die Prozentangabe von Dr. K._____ 

für das Beweismass bezüglich Kausalität veranlasse den Mediziner 

fälschlicherweise dazu, eine überwiegende Wahrscheinlichkeit nur dann 

anzunehmen, wenn die Aussagesicherheit mehr als 50 % betrage. Das 

Gutachten von Dr. K._____ sei deshalb in Frage zu stellen. Es bestünden 

keine aktenmässigen Anhaltspunkte, dass die Schädigung vor dem 

Wegknicken mit Verdrehung vorgelegen sein sollte. Es gebe eine 

überzeugende Stellungnahme der medizinischen Beraterin Dr. J._____, 

wonach von einem Unfallereignis auszugehen sei. Sofern dem nicht gefolgt 

würde, müsste sich die Beschwerdegegnerin den Vorwurf mangelhafter 

Aufklärung gefallen lassen, die durch ein Gutachten nachzuholen wäre.

Es bestehe auch eine Leistungspflicht bei einer Listenverletzung. Die 

Beschwerdegegnerin anerkenne das Vorliegen einer Listenverletzung, 

lehne aber ihre Leistungspflicht ab, weil die Verletzung vorwiegend auf eine 

degenerative Entwicklung zurückzuführen sei, wobei sie sich allein auf die 

Befunde von Dr. K._____ abstütze. Die Beschwerdeführerin widerspreche 

zusammen mit Dr. J._____, dass sich der Ereignishergang nicht eigne, eine 

- 7 -

Meniskusläsion auszulösen. Zudem läge altersbedingt nur eine geringe 

Degeneration vor, weshalb die Listenverletzung nicht vorwiegend auf 

Abnützung zurückzuführen sei. Im mittleren und höheren Alter werde die 

Meniskuserkrankung durch Trauma, durch wiederholte 

Mikrotraumatisierung oder durch Altersvorgänge verursacht. Im Alter von 

62 Jahren sei die Degeneration von Knorpel- und Meniskusgewebe der 

Normalfall. Bei der Beschwerdeführerin sei nachgewiesen, dass es bisher 

nicht zu funktionellen Störungen geführt habe, da sie über einen starken 

Bandapparat der Kreuz- und Seitenbänder verfüge, wie arthroskopisch und 

im MRT nachgewiesen sei. Anamnestisch seien keine Beschwerden oder 

Behandlungen im rechten Knie beschrieben. Im MRT vom 25. Juli 2017 sei 

nur eine beginnende Retropatellararthrose beschrieben. Aufgrund dieser 

Daten sei eine vorwiegend durch Krankheit oder Abnutzung 

hervorgerufene Körperschädigung nicht nachzuweisen. Die fehlende 

Begleitverletzung des bone bruise (Knochenmarködem) sei gemäss Dr. 

J._____ abhängig von der Dauer und Stärke der Gewalteinwirkung und 

vom Unfallmechanismus. Das bone bruise gemäss MRT vom 16. Februar 

2018 bestehe ohne erneuten Unfall der Beschwerdeführerin, was auf 

Meniskektomie und Achsenfehlstellung (= Stress auf Kniegelenk) 

zurückzuführen sei. Die Kosten für die Rechtsvertretung wie auch für die 

Stellungnahme der medizinischen Beraterin Dr. J._____ seien zu ersetzen 

("Waffengleichheit").

7. Mit Duplik vom 16. September 2019 hielt die Beschwerdegegnerin 

unverändert an ihren bisherigen Rechtsbegehren fest.  Zur Begründung 

brachte sie vor, es liege kein Unfall gemäss Art. 4 ATSG vor. Es fehle am 

ungewöhnlichen äusseren Faktor. Es gebe keinen Nachweis, dass die 

Verletzung beim Ereignis des Anhebens des Rollgestells in gebückter 

Haltung entstanden und dadurch verursacht worden sei. Auch das 

Wegknicken erfülle den Unfallbegriff nicht; es fehle am äusseren Faktor. 

- 8 -

Zum Unfallbegriff werde auf den Einspracheentscheid verwiesen. Der 

Unfallmechanismus sei in der Unfallmeldung beschrieben und vom 

Schadensinspektor erfragt worden, womit die Beschwerdegegnerin ihre 

Abklärungspflicht nicht verletzt habe. Der Unfallbegriff sei ein rechtlicher 

Begriff, weshalb die ärztliche Stellungnahme dafür irrelevant sei. Es liege 

eine Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vor, diese sei jedoch 

überwiegend wahrscheinlich auf Abnützung zurückzuführen. Die 

degenerativen Veränderungen hätten sich bereits im MRT vom 25. Juli 

2017 und ebenfalls im OP-Bericht vom 28. Juli 2017 gezeigt. Diese 

Veränderungen seien vorbestehend. Es sei nicht unüblich, dass im Alter 

der Beschwerdeführerin degenerative Veränderungen vorlägen, die keine 

Beschwerden verursacht hätten. Der Beweiswert der Stellungnahme der 

medizinischen Beraterin Dr. J._____ sei geringer als das 

versicherungsmedizinische Gutachten. Dr. J._____ sei Ärztin für Chirurgie, 

Gefässchirurgie und Phlebologie (= Venenerkrankungen), weshalb ihre 

Qualifikation für die Stellungnahme bezüglich Knie angezweifelt werde. 

Ihre Beurteilung könne die versicherungsmedizinische Stellungnahme 

nicht rechtsgenüglich in Zweifel ziehen. Ob ein Unfallereignis vorliege, sei 

nicht eine medizinische Frage und es sei diesbezüglich nicht auf die 

Stellungnahme von Dr. J._____ abzustellen. Die Beschwerdegegnerin sei 

ihrer Abklärungspflicht nachgekommen, da alle relevanten 

Abklärungsberichte eingeholt und der Sachverhalt bei persönlicher 

Besprechung erfragt worden sei; die 'post hoc ergo propter hoc'-

Argumentation sei nicht statthaft. Dem bestehenden Vorzustand und 

Einschiessen des Schmerzes bei alltäglicher Körperbewegung 

entsprechend, sei der Unfallbegriff zu verneinen und die Listenverletzung 

vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen. Es werde deshalb am 

Einspracheentscheid festgehalten. 

- 9 -

8. Die Beschwerdeführerin reichte am 3. September 2019 wie angekündigt 

die Honorarvereinbarung und den Arztbericht der Hausärztin Dr. C._____ 

vom 30. August 2019 ein. Am 25. September 2019 folgten die 

Honorarnoten der Rechtsvertreterin sowie von Dr. J._____. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie auf die 

Verfahrensakten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Laut Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde beim 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die 

versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. 

Vorliegend hat die Beschwerdeführerin Wohnsitz in Y._____, weshalb die 

örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die nach Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Der Einspracheentscheid vom 26. März 2019, mit 

welchem die Beschwerdegegnerin die Einsprache der heutigen 

Beschwerdeführerin vom 16. August 2018 abwies und damit ihre 

Verfügung vom 10. August 2018 betreffend Verweigerung von 

Versicherungsleistungen für das Ereignis vom 24. Juli 2017 infolge Fehlens 

- 10 -

der Voraussetzungen für einen Unfall oder eine leistungspflichtige 

Listenverletzung bestätigte, stellt somit ein taugliches Anfechtungsobjekt 

dar. Als formelle und materielle Adressatin des Einspracheentscheids ist 

die Beschwerdeführerin berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an 

dessen Aufhebung oder Änderung auf (Art. 59 ATSG); ihre 

Beschwerdelegitimation ist deshalb zu bejahen. 

1.2. Unter Berücksichtigung der Anfechtungsfrist, welche ab Zustellung des 

Einspracheentscheids am 27. März 2019 unter Einbezug der Gerichtsferien 

(Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG) und des Wochenendes 11./12. Mai 2019 (Art. 

38 Abs. 3 ATSG) am 13. Mai 2019 ablief, wurde die Beschwerdeschrift am 

13. Mai 2019 rechtzeitig der Post aufgegeben. Die Beschwerde wurde 

zunächst an die Beschwerdegegnerin geschickt, welche den Eingang bei 

ihr am 14. Mai 2019 bestätigte (Gerichtsakten A.1, D.1). Sie leitete die 

Beschwerde am 20. Mai 2019 an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden weiter, welches den Posteingang am 21. Mai 2019 bestätigte. 

Der Beschwerde lag der Einspracheentscheid vom 26. März 2019 bei. Der 

rudimentären Laienbeschwerde vom 13. Mai 2019 war zumindest 

sinngemäss zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin den 

Einspracheentscheid aufgehoben und die gesetzlichen Leistungen 

ausgerichtet haben möchte. Innert Frist reichte die Beschwerdeführerin mit 

Eingabe vom 26. Mai 2019 aufforderungsgemäss Unterlagen ein und 

mandatierte am 27. Mai 2019 Rechtsanwältin Schmid Kistler, welche ihre 

Vollmacht samt Eingabe vom 31. Mai 2019 bei Gericht (mit Track- & Trace-

Nachweis) einreichte. Anstelle einer Frist zur Verbesserung der 

Laienbeschwerde gemäss Art. 61 lit. b ATSG wurde ein zweiter 

Schriftenwechsel durchgeführt, womit die nun anwaltlich vertretene 

Beschwerdeführerin ihren Standpunkt darlegen konnte. Auf die 

Beschwerde ist einzutreten.

- 11 -

1.3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Leistungspflicht 

für das Ereignis vom 24. Juli 2017 zu Recht verneint hat. Die Parteien sind 

sich sowohl darin uneins, ob dieses Ereignis als Unfall im Sinne von Art. 6 

Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 4 ATSG einzustufen sei, als auch darin, ob 

Leistungen aufgrund einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von 

Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG (Listenverletzung/Meniskusriss) geschuldet seien. 

Die Beschwerdegegnerin bejaht zwar eine Listenverletzung, ist jedoch der 

Auffassung, dass diese vorwiegend abnützungs-/altersdingt sei, weshalb 

sie keine Leistungspflicht treffe.

2.1.1. Gemäss Art. 61 ATSG wird das sozialversicherungsrechtliche Verfahren 

vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat den 

rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und 

ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien 

abzuklären und festzustellen (BGE 117 V 261 E.3b). Aus der 

Untersuchungsmaxime folgt auch das Prinzip der freien Beweiswürdigung, 

wonach das Gericht an keine förmlichen Beweisregeln gebunden ist (Art. 

61 lit. c ATSG). Das gesamte Beweismaterial ist unvoreingenommen und 

sorgfältig nach dessen Stichhaltigkeit zu prüfen. Die Verwaltung als 

verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 

Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 

überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 

Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet (BGE 144 V 427 

E.3.2, 138 V 218 E.6). Gemäss Rechtsprechung hat die versicherte Person 

die Umstände des als Unfall gemeldeten Ereignisses glaubhaft zu machen. 

- 12 -

Zur Glaubhaftmachung müssen jedoch über das konkrete Geschehen 

genaue und möglichst detaillierte Angaben namhaft gemacht werden, 

aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die 

Tatumstände ein klares Bild zu machen und diese in objektiver Weise 

abzuschätzen. Unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben 

zum Geschehensablauf können die Verneinung der Leistungspflicht der 

Unfallversicherung zur Folge haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

9C_338/2018 vom 17. Dezember 2018 E.4.2; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts U 209/04 vom 25. November 2004 E.1.2). 

2.1.2. Das Bundesgericht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind (BGE 143 V 124 E.2.2.2). Auch hier gilt der Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten. Vielmehr gilt es, das gesamte 

Beweismaterial zu würdigen und bei sich widersprechenden medizinischen 

Berichten die Gründe anzugeben, warum auf die eine oder andere 

medizinische These abzustellen ist (BGE 125 V 351 E. 3a). In diesem 

Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass in Bezug auf Schmerzen mit 

den sich dabei naturgemäss ergebenden Beweisschwierigkeiten die 

subjektiven Schmerzangaben der versicherten Person für die Begründung 

einer (teilweisen) Arbeitsunfähigkeit alleine nicht genügen; vielmehr muss 

im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt 

werden, dass die Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich 

schlüssig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sind. Dabei müssen 

die Schmerzangaben zuverlässiger medizinischer Feststellung und 

Überprüfung zugänglich sein (BGE 143 V 124 E.2.2.2, 130 V 396 E.5.3.2). 

Einem ärztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

- 13 -

geklagten Beschwerden berücksichtigt, und in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 

134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E.3a). Zur Frage der Berichte und Gutachten 

versicherungsinterner Fachpersonen gilt der Grundsatz, dass ein 

Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht 

schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 

135 V 465 E.4.4, 125 V 351 E.3b/ee). Es bedarf vielmehr besonderer 

Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 

objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall aber 

ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 

an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 

nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4). Auch 

sind reine Aktenbeurteilungen nicht an sich beweisuntauglich. Es kann 

praxisgemäss auf Aktenberichte abgestellt werden, wenn ein lückenloser 

Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung 

eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 8C_840/2019 vom 14. Februar 2020 E.4.2.1).

2.1.3. Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person über den 

Unfallhergang ist auf die Beweismaxime hinzuweisen, wonach die 

sogenannten "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener 

und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder 

unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 

oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre 

Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz 

nach dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen 

- 14 -

nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 143 V 

168 E.5.2.2, 121 V 45 E.2a). Der Grundsatz, wonach die ersten Aussagen 

nach einem schädigenden Ereignis in der Regel unbefangener und 

zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, stellt eine im Rahmen der 

freien Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entscheidungshilfe dar. Sie 

kann nur zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Abklärungen 

keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_723/2019 vom 10. März 2020 E.5.1, 8C_325/2017 vom 

26. Oktober 2017 E.4.2.1). 

2.2.1. Gemäss Art. 4 ATSG ist ein Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 

2.2.2. Der äussere Faktor ist das zentrale Begriffscharakteristikum eines jeden 

Unfallereignisses; er ist das Gegenstück zur – den Krankheitsbegriff 

konstituierenden – inneren Ursache (BGE 134 V 72 E.4.1.1). Der äussere 

Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, 

beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven 

Umstände in Betracht fallen. Definitionsgemäss bezieht sich das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren 

Faktors, sondern nur auf diesen selbst (BGE 134 V 72 E.4.1). Ohne Belang 

für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist, dass der äussere Faktor allenfalls 

schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. 

Ausschlaggebend ist, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an 

Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt (BGE 134 V 72 

E.4.3.1). Bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere beschränken 

(wie etwa bei Muskel- und Gelenkschmerzen, einer Lumbago oder 

- 15 -

Hernien), unterliegt der Nachweis der Ungewöhnlichkeit des äusseren 

Faktors besonders strengen Anforderungen. Die unmittelbare Ursache der 

Schädigung muss in diesen Fällen unter besonders sinnfälligen 

Umständen gesetzt werden. Regelmässig bedarf es – neben den üblichen, 

dem täglichen Leben zuzuschreibenden, auf den Körper einwirkenden 

Kräften – eines schadensspezifischen Zusatzgeschehens, damit ein Unfall 

angenommen werden kann. Nach Lehre und Rechtsprechung kann das für 

den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen äusseren 

Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei 

Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der 

äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt 

begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung 

gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat (BGE 130 V 117 E.2.1). Dies 

trifft beispielsweise dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, 

ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein 

Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder 

auszuführen versucht (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_783/2013 vom 

10. April 2014 E.4.2, 8C_749/2008 vom 15. Januar 2009 E.3.2 und 

8C_781/2007 vom 20. März 2008 E.2.2). Der äussere Faktor ist 

ungewöhnlich, wenn er – nach einem objektiven Massstab – nicht mehr im 

Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und 

üblich ist (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 8C_671/2019 vom 11. März 

2020 E.2.3, 8C_545/2019 vom 14. November 2018 E.9.1, 8C_813/2017 

vom 6. Juni 2018 E.3.1, 8C_681/2015 vom 10. Dezember 2015 E.2; BGE 

134 V 72 E.4.1).

2.2.3. Laut Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei 

bestimmten Körperschädigungen (z.B. Meniskusrissen im Sinne von Art. 6 

Abs. 2 lit. c UVG), sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder 

Erkrankung zurückzuführen sind. Gemäss geänderter Rechtsprechung von 

- 16 -

BGE 146 V 51 E.8.6 (der Entscheid datiert vom 24. September 2019 und 

erging damit nach dem angefochtenen Einspracheentscheid; siehe auch 

Urteil des Bundesgerichts 8C_267/2019 vom 30. Oktober 2019 E.6) ergibt 

sich, dass für die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG zwar kein äusserer 

Faktor und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine 

allgemein gesteigerte Gefahrenlage mehr vorausgesetzt ist. Insoweit führt 

grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG 

genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle 

sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom 

Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der 

in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises 

weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu 

übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- 

und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung. Insoweit ist die 

Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis auch 

nach der UVG-Revision relevant. Der Unfallversicherer steht bei Vorliegen 

einer Listenverletzung grundsätzlich in der Pflicht, Leistungen zu erbringen, 

solange er nicht den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch 

Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im 

Rahmen seiner Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der 

Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau 

abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu 

beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der 

in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem 

Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der 

Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für 

oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus 

medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis 

gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche 

Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

- 17 -

Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung 

vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf 

Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. 

3.1. Zum Ereignis vom 24. Juli 2017 und zum weiteren Verlauf ist den Akten 

folgendes zu entnehmen:

3.1.1. Der MRT-Untersuchung am 25. Juli 2017 im Spital Samedan durch 

Radiologe Dr. N._____ ist folgende Beurteilung zu entnehmen (Akten der 

Beschwerdegegnerin [Bg-act.] M1): "Komplexer Meniskusriss mit 

schrägem Einriss in die Unterfläche und horizontaler Komponente durch 

Hinterhorn und Pars intermedia des Innenmeniskus. Keine 

Meniskusdislokation. Deutlicher begleitender Gelenkerguss mit grosser 

Baker-Zyste. Übrige Kniebinnenstrukturen intakt. Lediglich beginnende 

Knorpelausdünnung femoropatellar und femoralseitig im medialen 

Kompartment." Anamnestisch Knieschmerzen seit Vortag, Erguss, 

Druckdolenz medial, Zuweisung durch Hausärztin Dr. C._____ am Vortag 

an Radiologie bei Verdacht auf mediale Meniskusläsion. 

3.1.2. Am 27. Juli 2017 wurde der Beschwerdeführerin in der Klinik Gut bei Dr. 

E._____, Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie folgende Diagnose 

gestellt (Bg-act. M2): Innenmeniskusläsion Knie rechts. Befund: PDMS 

intakt. Vordere und hintere Schublade negativ. Lachman negativ. 

Kollateralbänder intakt. Leichte Schwellung. Innenmeniskustest positiv. 

Aussenmeniskustest blande. Indikation zur sofortigen Operation. 

3.1.3. Im OP-Bericht vom 28. Juli 2017 wird von Dr. E._____ erstmals erwähnt 

(Bg-act. M3): Distorsionsereignis, alte Arthroskopienarben, etwas 

Reizerguss. Im Retropatellarraum leichte Chondropathie Grad I, etwas 

Synovitis. Im medialen Kompartiment Chondropathie Grad II femoral- 

- 18 -

sowie tibialseitig. Hier zeigt sich der komplexe Riss des Hinterhornes des 

medialen Meniskus mit Lappenbildung der Unterfläche. Vorderes wie 

hinteres Kreuzband kräftig und intakt. Lateraler Meniskus intakt, etwas 

fasrig ausgezogen. Knorpelüberzug femoral wie tibial intakt und von 

normaler Elastizität.

3.1.4. Bei den wöchentlichen Verlaufskontrollen wurde festgehalten: Zunahme 

von Schmerzen und Schwellungen nach Belastung (Bg-act. M4-M7). 

3.1.5. Am 21. August 2017 entsteht der Verdacht auf eine begleitende 

Partialruptur des medialen Kollateralbandes (Bg-act. M7); dies ohne 

erneutes Unfallereignis. Dieser Verdacht bestätigt sich mit MRT am 12. 

September 2017, wonach eine erneute Rissbildung am rechten medialen 

Meniskus vorliegt (Bg-act. M8). Es folgt ein Arztwechsel wegen 

mangelnden Vertrauens hin zu Dr. F._____, Klinik Gut. Laut seinem Bericht 

vom 27. September 2017 sind schmerzhafte Einklemmungen und 

messerstichartige Schmerzepisoden im Bereich des medialen 

Gelenkspaltes erkennbar. Dies führt zu einer Re-Arthroskopie am 5. 

Oktober 2017 rechts mit partieller Restmeniskusentfernung und 

Gelenkstoilette (Bg-act. M8 und M9).

3.1.6. Es folgten unauffällige Verlaufsberichte bei Fortbestehen des Ergusses 

vom 20. Oktober 2017 bis 13. Februar 2018 (Bg-act. M10-M15).

3.1.7. Am 30. Oktober 2017 erstellte der Schadensinspektor seinen Bericht nach 

einer Besprechung mit der Beschwerdeführerin am 26. Oktober 2017 mit 

Beschreibung des Unfallhergangs (Bg-act. K8).

3.1.8. Im MRT am 16. Februar 2018 durch Radiologe Dr. G._____, Klinik Gut 

wurde festgestellt (Bg-act. M16): "Postoperative Volumenminderung des 

Innenmeniskus mit neu auftretender schmaler Rissbildung am Hinterhorn. 

- 19 -

Vorbestehende mediale Knorpeldegeneration mit neu aufgetretener 

subkortikaler Stressreaktion im medialen Tibiaplateau. Neu aufgetretene 

Knochenmarkreaktion auch in der Eminentia intercondylaris lateralseitig, 

DD im Rahmen eines Impingements. Stationärer übriger Befund mit Grad 

III Chondropathia patellae. Moderater Gelenkerguss. Grössenregrediente 

Baker-Zyste." 

3.1.9. Ebenfalls am 16. Februar 2018 beschreibt Dr. F._____ eine gewisse 

Ödematisierung des Tibiaplateaus medialseits, nicht jedoch eine 

eigentliche Nekrose; Fortbestehen der Ergussbildung (Bg-act. M17).

3.1.10. Im MRT am 19. April 2018 durch Radiologe Dr. H._____, Klinik Gut, wurde 

festgehalten (Bg-act. M18 und M19): Im Vergleich mit der Untersuchung 

vom 16. Februar 2018 etwas zunehmende Verbreiterung und 

Signalstörung proximal im medialen Kollateralligament. Die 

Unterflächenläsion dorsal im medialen Restmeniskus ist unverändert. Die 

Verschmälerung des medialen Gelenkspalts ist unverändert wie auch die 

diskrete ventrale Knochenreaktion im medialen Tibiaplateau. 

Unverändertes Knochenödem lateral in der Eminentia intercondylaris. Als 

Ursache wahrscheinlich eine leichte Lateralisierung des Femurs und 

zugleich vermehrte Zerrung im proximalen medialen Kollateralligament 

(belastungsabhängig).

3.1.11. Am 22. Mai 2018 erfolgte die Zuweisung an den Kniechirurgen Dr. I._____, 

Universitätsklinik Balgrist Zürich, zwecks Zweitmeinung (Bg-act. M20). Er 

diagnostizierte eine mediale Gonarthrose. Röntgen Knie-Status mit 

Orthoradiogramm bestätigt 5° Varus(-Fehlstellung der Knieachse) sowie 

mediale Gelenkspaltverschmälerung. Aus dem MRT vom 19. April 2018 

seien retropatelläre Knorpelveränderungen und eine mediale Gonarthrose 

ersichtlich.

- 20 -

3.1.12. Die Hausärztin Dr. C._____ bestätigte am 30. August 2019, dass die 

Beschwerdeführerin vor dem Unfall keine Beschwerden in den Knien hatte 

(Akten der Beschwerdeführerin [Bf-act.] 10). Sie kann nicht erklären, was 

es mit der alten Arthroskopienarbe am rechten Knie, die im OP-Bericht vom 

28. Juli 2017 erwähnt wird (Bg-act. M3), auf sich hat. 

3.1.13. Der die Beschwerdegegnerin beratende Dr. K._____, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, ist in dieser Funktion bezüglich Beweiswert seiner Stellungnahme 

einem Versicherungsmediziner gleichzusetzen (vgl. dazu Urteile des 

Bundesgerichts 8C_608/2015 vom 17. Dezember 2015 E.3.3.3, 

8C_557/2015 vom 7. Oktober 2015 E.5.2). Am 23. Juli 2018 erstattete Dr. 

K._____ eine erste Aktenbeurteilung aufgrund der Fallakten bis zum 30. 

Mai 2018 (Bg-act. M21). Am 8. Februar 2019 erstattete er eine zweite 

Aktenbeurteilung aufgrund derselben Fallakten (Bg-act. M22). Er 

bezeichnete den natürlichen Kausalzusammenhang des Vorfalls vom 24. 

Juli 2017 mit den Befunden/Diagnosen als "möglich". In Bg-act. M21 

bezeichnete er den Unfallhergang vom 24. Juli 2017 als ohne vernünftige 

Zweifel nicht geeignet, eine Meniskusläsion auszulösen. Im MRI vom 25. 

Juli 2017 fehle ein bone bruise als Hinweis auf eine frische Verletzung. 

Zeichen einer degenerativen Entwicklung seien mit einer Baker-Zyste und 

Ausdünnung des Gelenkknorpels nachweisbar. In Bg-act. M22 erklärt Dr. 

K._____, dass es sich beim Aufrichten (Strecken) des Kniegelenks aus 

kniender Haltung – und dabei soll der "einschiessende Schmerz" verspürt 

worden, d.h. der Meniskusschaden eingetreten sein – um eine alltägliche 

Verrichtung handle. Das anschliessende Wegknicken des rechten Beines 

und die Distorsion des Kniegelenks seien als Reaktion auf den plötzlich 

einschiessenden Schmerz zu deuten. Die wissenschaftliche Literatur sehe 

darüber hinaus in der Distorsion eines gebeugten Kniegelenks ohne 

- 21 -

Fixierung des Fusses keinen geeigneten Mechanismus für die Entstehung 

einer traumatischen Meniskusläsion. Die im MRT vom 25. Juli 2017 

dokumentierten Veränderungen bei komplexer Meniskusläsion mit Schräg- 

und Horizontalriss sprächen für eine degenerative Entwicklung im Sinne 

eines Vorschadens; der Hinterhornschaden sei ebenfalls "eher" 

degenerativ bedingt; ebenso wie das Vorliegen einer grossen Baker-Zyste 

bzw. das Fehlen eines "bone bruise", was eine traumatische Verursachung 

ausschliesse. Auch die Tatsache, dass innert zwei Monaten nach der 

ersten Arthroskopie eine erneute degenerative Innenmeniskusläsion 

(Rissbildung) nachgewiesen und operativ revidiert worden sei, spreche 

gegen einen kausalen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 24. Juli 2017. 

Das Ereignis vom 24. Juli 2017 sei eine Gelegenheitsursache hinsichtlich 

der medialen Meniskusläsion gewesen. 

3.1.14. Die Beschwerdeführerin ihrerseits legte eine Stellungnahme der 

medizinischen Beraterin Dr. J._____ vom 20. August 2019 (Bf-act. 6) ins 

Recht. Sie beschreibt den Unfallhergang anamnestisch anders 

("Hochheben einer Kiste"/"fiel zu Boden" [Bf-act. 6/2], offenbar gestützt auf 

einen nachträglich am 7. Juni 2019 von der Beschwerdeführerin erstellten, 

sich jedoch nicht in den Akten befindlichen Beschrieb des Unfallhergangs). 

Dies befremdet, ist jedoch letztlich nicht entscheidrelevant, da abzustellen 

ist auf die "Aussage der ersten Stunde" wie die Beschwerdeführerin den 

Unfallhergang gegenüber dem Schadensinspektor für seinen Bericht vom 

30. Oktober 2017 (Bg-act. K8) beschrieb und der Unfallhergang nicht 

umstritten ist. In tatsächlicher Hinsicht weist Dr. J._____ insbesondere 

darauf hin, dass die vorhandenen altersentsprechenden Degenerationen 

nachgewiesenermassen bisher aufgrund des starken Bandapparats der 

Kreuz- und Seitenbänder nicht zu funktionellen Störungen geführt hätten. 

Es würden keine Beschwerden oder Behandlungen am rechten Knie 

beschrieben, sondern nur eine beginnende Retropatellararthrose (MRT 

- 22 -

vom 25. Juli 2017), so dass keine vorwiegend durch Krankheit oder 

Abnützung hervorgerufene Körperschädigung nachgewiesen sei. 

3.2.1. In Würdigung der Sachlage ist der Unfallbegriff gemäss Art. 4 ATSG im 

konkreten Fall nicht erfüllt, da kein äusserer Faktor, d.h. keine 

Programmwidrigkeit (kein Stolpern, Ausgleiten, Anstossen, reflexartiges 

Abwehren zur Verhinderung des Ausgleitens) vorliegt. Zudem ist auch kein 

ungewöhnlicher äusserer Faktor gegeben, da das Verschieben von 

Rollgestellen – mitsamt dem Überwinden von Schwellen zwischen den 

Räumen – für die Beschwerdeführerin in ihrer beruflichen Tätigkeit 

alltäglich und üblich war (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_671/2019 vom 

11. März 2020 E.2.3 und E.4.3). 

3.2.2. Bei der Prüfung der Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG 

(Meniskusriss) ist zunächst festzuhalten, dass diese selbst die 

Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid bejaht (Bf-act. 4 Ziff. 5 

S. 5), wobei sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt stellt, die 

Listenverletzung sei vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen (Bf-act. 4 

Ziff. 7 S. 6). Gestützt auf obige, neue Rechtsprechung besteht beim 

Vorliegen einer Listenverletzung grundsätzlich die Vermutung einer 

Leistungspflicht der Unfallversicherung, welcher sie sich mit dem 

Gegenbeweis entledigen kann, dass die Körperschädigung vorwiegend auf 

Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (Art. 6 Abs. 2 UVG). 

"Vorwiegend" bedeutet, gestützt auf beweiskräftige ärztliche 

Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung im 

gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 % auf Abnützung oder 

Erkrankung zurückzuführen ist. Die vorgenannten Arztberichte erwähnen 

im Juli 2017 moderate degenerative Schäden, maximal im Grad einer 

Chondropathie Grad I bzw. II. Die Beschwerdegegnerin stützt sich allein 

- 23 -

auf ihren Versicherungsmediziner Dr. K._____. Er schreibt bezüglich MRT 

vom 25. Juli 2017 bei der komplexen Meniskusläsion mit Schräg- und 

Horizontalriss sowie Baker-Zyste und Ausdünnung des Gelenkknorpels 

von einer "degenerativen Entwicklung im Sinne eines Vorschadens", ohne 

den Schweregrad näher zu begründen. Der Hinterhornschaden sei 

ebenfalls "eher" degenerativ bedingt, was keine überwiegende 

Wahrscheinlichkeit bedeutet. Seinem Bericht kommt nach Ansicht des 

Gerichts insbesondere hinsichtlich der Frage des Ausmasses und 

Schweregrads der degenerativen Abnützung kein Beweiswert zu. Es lagen 

dem Bericht von Dr. K._____ keine persönlichen Untersuchungen der 

Beschwerdeführerin zugrunde und er geht auch nicht auf die geklagten 

Beschwerden ein. Entgegen seinen Ausführungen, wonach sich erst im 

Bericht der Klinik Gut vom 3. August 2017 ein Hinweis auf ein Unfallereignis 

(Distorsion) findet, lässt sich bereits im OP-Bericht vom 28. Juli 2017 (Bg-

act. M3) der Vermerk "St.n. Distorsionsereignis vom 24.7.2017" 

entnehmen. Seine Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und 

Situation leuchtet deshalb nicht ein und er begründet seine 

Schlussfolgerungen nicht schlüssig. So bestehen zumindest geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen von Dr. 

K._____. Zumal beschwerdeführerischerseits die medizinische Beraterin 

Dr. J._____ zu Recht darauf hinweist, dass die vorhandenen degenerativen 

Veränderungen erst eine beginnende Retropattelararthrose (MRI vom 25. 

Juli 2017: "Femoropatellarer Knorpel leicht global ausgedünnt"; 

"Knorpelverhältnisse im medialen Kompartment noch gut. Allenfalls 

beginnende femoralseitig Ausdünnung"; "Im lateralen Kompartment 

Knorperverhältnisse gut" [Bg-act. M1]) darstellen. Die 

Beschwerdegegnerin beweist mit den Stellungnahmen von Dr. K._____ 
nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit, dass die Listenverletzung vorwiegend auf Abnützung 

oder Erkrankung zurückzuführen ist, so dass ihre Leistungspflicht bis zum 

- 24 -

Vorliegen eines neuen Entscheids nach ergänzenden Abklärungen zu 

bejahen ist.

4.1. Zusammengefasst ergibt sich, dass die Beschwerde gutzuheissen ist, der 

angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben ist und die Angelegenheit 

an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer, objektiver 

fachärztlicher Abklärungen zumindest in den Bereichen Orthopädie und 

Radiologie sowie zu neuem Entscheid zurückzuweisen ist.

4.2. Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren in unfallversicherungsrechtlichen Streitigkeiten 

gemäss Art. 61 lit. a ATSG, ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung, kostenlos ist. 

4.3. Die Rückweisung zur weiteren Abklärung und zu neuem Entscheid gilt als 

vollständiges Obsiegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_192/2017 vom 

25. August 2017 E.8.1). Die anwaltlich vertretene, obsiegende 

Beschwerdeführerin hat somit Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

Diese wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf 

den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). 

Ausgangspunkt bildet hier die Honorarnote der Anwältin der 

Beschwerdeführerin vom 25. September 2019 in der Höhe von Fr. 6'516.55 

(bestehend aus: Arbeitsaufwand 20.98 Std. à Fr. 280.-- [Fr. 5'874.40] plus 

Spesen 3 % [Fr. 176.25] sowie 7.7 % MWST auf Fr. 6'050.65 [Fr. 465.90]). 

Weiter machte sie Kosten für die medizinische Beraterin (Dr. J._____) von 

Fr. 2'500.-- [vgl. Bf-act. 8] zzgl. Fahrspesen Fr. 123.80 [Fr. 2'623.80] 

geltend. In der Honorarnote war daher ein Gesamtbetrag von Fr. 9'140.35 

(Fr. 6'516.55 + Fr. 2'623.80) aufgeführt. Diese Kostenrechnung muss 

indessen reduziert werden, da der übliche Stundenansatz nach Art. 3 Abs. 

1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der 

- 25 -

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung [HV; BR 

310.250]) im Durchschnitt Fr. 240.-- beträgt und praxisgemäss bei 

Vorliegen einer Honorarvereinbarung gemäss Art. 4 HV maximal ein 

Stundenansatz von Fr. 270.-- angenommen wird. Eine 

Honorarvereinbarung liegt vor (Bf-act. 9). Der geltend gemachte 

Arbeitsaufwand von knapp 21 Stunden, welcher nicht näher erklärt oder 

aufgelistet wurde, erscheint dem Gericht als zu hoch. Das Gericht setzt 

deshalb ermessensweise die Honorarentschädigung auf pauschal Fr. 

5'000.-- (inkl. Barauslagen und MWST) fest. 

4.4. Was die Kostennote für die Entschädigung der medizinischen Beraterin Dr. 

J._____ in der Höhe von pauschal Fr. 2'500.-- zzgl. unbelegter Fr. 123.80 

für Fahrspesen anbelangt (Bf-act. 8), rechtfertigt sich im konkreten 

Einzelfall die Zusprechung einer reduzierten Vergütung von Fr. 500.-- zu 

Lasten der Beschwerdegegnerin, da die Ausführungen von Dr. J._____ zur 

Gutheissung der Beschwerde beigetragen haben.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der Einspracheentscheid vom 26. 

März 2019 wird aufgehoben und die Angelegenheit an die B._____ AG zur 

Vornahme weiterer, objektiver fachärztlicher Abklärungen zumindest in den 

Bereichen Orthopädie und Radiologie sowie zu neuem Entscheid 

zurückgewiesen. 

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Aussergerichtlich hat die B._____ AG A._____ pauschal mit Fr. 5'000.-- 

(inkl. Barauslagen und MWST) zu entschädigen.

- 26 -

4. Von den Kosten der medizinischen Beraterin (Dr. J._____) hat die B._____ 

AG einen Anteil von Fr. 500.-- zu übernehmen.  

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilungen]