# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9378f5a3-e234-53ca-b5e4-e08fb5952f0a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB240082-O1
**Docket/Reference:** SB240082-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB240082-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240082-O/U/bs

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, lic. iur. S. Volken und lic. 

iur. C. Maira sowie die Gerichtsschreiberin MLaw A. Jacomet 

Urteil vom 17. Februar 2025

in Sachen

A._____, 

Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Winterthur 

vom 23. November 2023 (DG230040)

- 2 -

Anklage:

Die  Anklageschrift  der  Staatsanwaltschaft  Winterthur/Unterland  vom  15. August 

2023 (Urk. 22) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 45 S. 42 ff.)

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig





der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne 

von Art. 19 Abs. 1 lit. b, c und d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a 

BetmG sowie

der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Abs. 1 

BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG.

2.

Der Beschuldigte wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 151 Tage 

durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von CHF 500.–.

3.

4.

Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so 

tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.

5.

Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a lit. o StGB für 10 Jahre des Landes 

verwiesen.

6.

Die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird 

angeordnet.

7.

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 15. August 

2023 beschlagnahmte Barschaft von CHF 1'170.– wird eingezogen und – soweit 

ausreichend – zur Deckung der Busse bzw. der Verfahrenskosten verwendet.

- 3 -

8.

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 15. August 

2023 beschlagnahmten Gegenstände und Betäubungsmittel werden eingezogen 

und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:

a)

b)

c)

d)

e)

f)

g)

h)

i)

j)

k)

Div. Minigrips neuwertig (Asservat-Nr. A017'138'895)

1x Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A017'138'931)

1x 10 Minigrip mit Cannabisharz (Asservat-Nr. A017'138'975)

Div. Minigrip neuwertig (Asservat-Nr. A017'138'986)

1x Frischhaltebeutel mit Marihuana (Asservat-Nr. A017'139'003)

1x Sack geöffnet mit Marihuanarückständen (Asservat-Nr. A017'139'025)

1x Minigrip mit Kokain (Asservat-Nr. A017'139'036)

1x Sack mit drei Minigrips gefüllt mit Kokain (Asservat-Nr. A017'139'069)

1x Ecstasy Tablette (Asservat-Nr. A017'139'070)

1x Stein MDMA (Asservat-Nr. A017'139'081)

1 Mobiltelefon Samsung (Asservat-Nr. A017'139'149)

9.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

3'600.00 ; die weiteren Kosten betragen:

2'400.00   Gebühr für das Vorverfahren

2'626.50   Auslagen (Gutachten)

13'444.40   Entschädigung amtliche Verteidigung (inkl. MwSt.)

22'070.90   Total

10. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 9 werden dem Beschuldigten auferlegt. Die 

Kosten der amtlichen Verteidigung werden indessen einstweilen auf die Gerichts-

kasse genommen. Vorbehalten bleibt die Verpflichtung der beschuldigten Person, 

dem Kanton die Kosten der amtlichen Verteidigung zurückzuzahlen, sobald es ihre 

wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

11.

(Mitteilungen)

12.

(Rechtsmittel)"

- 4 -

Berufungsanträge:
(Prot. II S. 3)

a)

Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 58 S. 1; Urk. 48 S. 2 f.)

1.

2.

Schuldspruch im Sinne der Anklage.

Bestrafung mit 15 Monaten Freiheitsstrafe unter Anrechnung der bereits 

erstandenen Haft sowie einer Busse von Fr. 200.–.

3.

Teilaufschub der Freiheitsstrafe unter Ansetzung einer Probezeit von 

3 Jahren.

4.

5.

6.

Festsetzung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen für die Busse.

Verzicht auf die Anordnung einer Landesverweisung.

Teilweise Übernahme der Kosten auf die Staatskasse.

b)

Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 51)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

- 5 -

Erwägungen:

I. Prozessuales

1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

23. November 2023 wurde der Beschuldigte A._____ anklagegemäss des Verbre-

chens  gegen  das  Betäubungsmittelgesetz  schuldig  gesprochen,  mit  einer  unbe-

dingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten sowie einer Busse bestraft und für 10 Jahre 

des  Landes  verwiesen  (Urk. 45  S.  42  f.).  Gegen  diesen  Entscheid  liess  der  Be-

schuldigte durch seinen amtlichen Verteidiger mit Eingabe vom 28. November 2023 

innert gesetzlicher Frist Berufung anmelden (Art. 399 Abs. 1 StPO; Urk. 39). Die 

Berufungserklärung der Verteidigung ging ebenfalls innert gesetzlicher Frist bei der 

Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 48). Die Anklagebehörde hat mit 

Eingabe vom 7. März 2024 innert Frist mitgeteilt, dass auf Anschlussberufung ver-

zichtet  wird  (Urk.  51;  Art.  400  Abs.  2  f.  und  Art.  401  StPO).  Beweisergänzungs-

anträge wurden im Berufungsverfahren nicht gestellt (Art. 389 Abs. 3 StPO; Urk. 48 

und 51). Die Verteidigung hat die Berufung in ihrer Berufungserklärung ausdrück-

lich teilweise beschränkt (Urk. 48; Art. 399 Abs. 4 StPO). Die Anklagebehörde be-

antragt die Bestätigung des angefochtenen Entscheides (Urk. 51). 

2.

Demnach  sind  im  Berufungsverfahren  nicht  angefochten  (vgl.  auch  Prot. II 

S. 4)

- der vorinstanzliche Schuldspruch (Urteilsdispositiv-Ziff. 1) 

- die vorinstanzliche Regelung betreffend die beschlagnahmte Barschaft und Ge-

genstände (Urteilsdispositiv-Ziff. 7 und 8) sowie 

- die vorinstanzliche Kostenfestsetzung (Urteilsdispositiv-Ziff. 9).

Vom  Eintritt  der  Rechtskraft  dieser  Anordnungen  ist  vorab  Vormerk  zu  nehmen 

(Art. 404 StPO).

- 6 -

II. Schuldpunkt

1.1. Dem  Beschuldigten  werden  in  der  Anklageschrift  der  Anklagebehörde  vom 

15. August 2023 (Urk. 22) Besitz, Bezug zum Verkauf, Überlassen und Verkauf von 

Kokaingemisch (respektive reinem Kokain) an diverse Personen vorgeworfen, im 

Detail wie folgt:

a)

Verkauf  an  B._____  von  insgesamt  46  Gramm  in  sieben  Einzelhandlungen 

(Vorgang 1-7)

b)

c)

d)

e)

f)

Überlassen von 5 Gramm an C._____

Verkauf von 5 Gramm an D._____

Verkauf von 2 Gramm an einen Unbekannten nach Vermittlung durch E._____

Bezug zum Weiterverkauf von 100 Gramm von "F._____"

Besitz zum Weiterverkauf von 1,45 und 20,8 Gramm reinen Kokains.

1.2. Die Vorinstanz hat als rechtsgenügend erstellt erachtet die Sachverhalte ge-

mäss a) Vorgang 2 (1 Gramm), a) Vorgang 3, a) Vorgang 5, a) Vorgang 7, b), d), 

e) und f).

1.3. Als  nicht  erstellt  erachtete  die  Vorinstanz  die  Sachverhalte  gemäss  a)  Vor-

gang 1, a) Vorgang 4, a) Vorgang 6 und c). Dies blieb seitens der Anklagebehörde 

unangefochten (Urk. 51).

1.4. Anlässlich der Berufungsverhandlung erklärte die Verteidigung, dass sie zur 

Begründung ihrer Anträge keine neuen Details präsentieren könne, weshalb sie auf 

ihr Plädoyer vor Vorinstanz verweise (Urk. 58 S. 1). Beschuldigter und Verteidigung 

bestreiten damit – auch – im Berufungsverfahren die Vorwürfe gemäss d) und e) 

[über die akzeptierte Menge von 50 Gramm hinaus] (Urk. 48 S. 2; Urk. 58 S. 2). Die 

durch  die  Vorinstanz  als  erstellt  beurteilten  Punkte  a)  Vorgänge  2,  3,  5  und  7 

(betreffend insgesamt 21 Gramm Kokaingemisch) kritisiert die Verteidigung nicht 

einzeln und substantiiert, sondern akzeptiert diesbezüglich (maximal) – lediglich – 

17 Gramm  (Urk.  48  S.  2;  Urk. 58  S. 2)  mit  der  pauschalen  Begründung,  auf  die 

Aussagen des Käufers B._____ sei nicht abzustellen, weder belastend, noch "zu 

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Gunsten des Beschuldigten" (!), vielmehr sei auf die "viel verlässlichere Angabe" 

des Beschuldigten abzustellen, wonach er B._____ insgesamt maximal 17 Gramm 

verkauft habe (Urk. 34 S. 4). 

1.5. Die Vorinstanz hat sich – im Gegensatz zur pauschalen Bestreitung der Ver-

teidigung  –  mit  den  sieben  Anklagepunkten  betreffend  Verkaufshandlungen  des 

Beschuldigten an B._____ einzeln kritisch auseinandergesetzt und drei Punkte zu-

gunsten des Beschuldigten als nicht erstellt erachtet (Urk. 45 S. 10-15). 

1.6.  Vor der Prüfung der vier – sinngemäss – bestrittenen Anklagepunkte betref-

fend  den  Kokain-Bezüger  B._____  ist  festzuhalten,  dass  das  Zugeständnis  von 

Verteidigung und Beschuldigtem (17 Gramm) überhaupt nur unwesentlich vom vor-

instanzlich  festgestellten  Quantitativ  (21  Gramm)  abweicht.  Somit  trifft  die 

pauschale Behauptung der Verteidigung, auf die Aussagen B._____s sei gänzlich 

nicht abzustellen, offensichtlich nicht zu, wenn die Verteidigung und B._____ über-

einstimmend diverse Drogenverkäufe des Beschuldigten an B._____ schildern. Die 

Aussagen des Beschuldigten sind sodann entgegen der Verteidigung offensichtlich 

nicht  "verlässlich",  wenn  der  Beschuldigte  –  wiederum  entgegen  seiner  eigenen 

Verteidigung  (Urk.  34  S.  4)  –  einen  Verkauf  an  B._____  pauschal  bestreitet  und 

lediglich "verschenkt" haben will (Prot. I S. 8 f.; Urk. 57 S. 10).

Zum  Sachverhalt  gemäss  a)  Vorgang  2  ist  der  Beschuldigte  geständig  (Urk   45 

S. 11  mit  Verweis).  Weiteres  dazu  erübrigt  sich  demnach.  Immerhin  widerlegt  er 

seine Behauptung, B._____ nur Kokain verschenkt zu haben, wenn er zu diesem 

Punkt zugibt, für das abgegebene Kokain Cannabis entgegen genommen, also ein 

Tauschgeschäft gemacht zu haben (Prot. I S. 8).

Zum Sachverhalt gemäss a) Vorgang 3 stellt die Vorinstanz nicht einfach nur auf 

die Aussagen B._____s ab, sondern interpretiert vielmehr den vorliegenden Chat-

verlauf  nachvollziehbar  und  überzeugend  dahingehend,  dass  der  Beschuldigte 

dem B._____ im fraglichen Vorgang 5 Gramm Kokaingemisch verkauft hat (Urk. 45 

S. 12  mit  Verweisen).  Wenn  der  Abnehmer  B._____  den  Beschuldigten  als  mut-

masslichen Lieferanten in der Korrespondenz vom 7. Februar 2023 fragt, ob es das 

gleiche Zeug sei wie am Vortag, lässt dies keinen Zweifel offen, dass er am Vortag 

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tatsächlich gemäss der in der Korrespondenz vom 6. Februar 2023 besprochenen 

Weise Drogen übernommen hat (Urk. 10/3 S. 9 f.). 

Gleiches gilt dann für die Sachverhalte a) Vorgang 5 und 7: Der jeweilige Chatver-

lauf zwischen B._____ und dem Beschuldigten lässt auch hier keine Zweifel offen, 

dass es zu je einem Verkauf von 5 und 10 Gramm Kokaingemisch gekommen ist 

(Urk. 45 S. 13-15). Der Abnehmer B._____ hat dem Beschuldigten jeweils sein Ein-

treffen nur wenige Minuten vorher angekündigt und nachher erfolgte kein Mailver-

kehr  mehr  zwischen  den  Beteiligten.  Es  ist  somit  zwanglos  davon  auszugehen, 

dass  die  Treffen  mit  den  inkriminierten  Übernahmen  auch  stattgefunden  haben 

(Urk. 10/3). 

Entgegen der Verteidigung ist somit erstellt, dass der Beschuldigte dem B._____ 

insgesamt 21 Gramm Kokaingemisch verkauft hat. 

1.7. Zum  Sachverhalt  d)  ist  unstrittig,  dass  der  Beschuldigte  einer  unbekannten 

Person zwei Gramm einer Substanz verkauft hat. Die Vorinstanz hat überzeugend 

hergeleitet, dass es sich dabei um Kokain und nicht wie vom Beschuldigten (und 

der  Verteidigung,  Urk.  34  S.  5;  Urk. 58  S. 2)  behauptet,  um  Cannabis  (sog.  Kali 

Weed)  gehandelt  hat  (Urk.  45  S.  16  f.).  Im  Chatverlauf  wurde  Kali  Weed  nicht 

codiert und der tatsächlich in concreto verwendete Code einer Schneeflocke deutet 

eindeutig auf Kokain hin (Urk. 10/7 S. 3). 

1.8. Zum Sachverhalt e) schliesslich ist der Beschuldigte – wenn auch inkonstant – 

(teil-)geständig, von einer unbekannten Person "F._____" Kokain übernommen zu 

haben.  Bestritten  wird  jedenfalls  die  inkriminierte  Menge  von  100 Gramm; 

anerkannt werden lediglich 50 Gramm (Urk. 34 S. 3 mit Verweisen; Prot. I S. 12 f.; 

Urk. 58  S. 2).  Auch  die  Verteidigung  kommt  nicht  umhin  festzustellen,  dass  der 

Beschuldigte  in  der  Untersuchung  zwischen  Anerkennen  und  Bestreiten  hin  und 

her schwankte (vgl. Urk. 45 S. 17 f. mit Verweisen). An der Hauptverhandlung hat 

der  Beschuldigte  erst  rundweg  bestritten,  um  auf  Vorhalt  eines  früheren 

Geständnisses anstelle einer freien Schilderung zu verlangen, er müsse erst seine 

früheren  Einvernahmen  lesen,  was  dann  prompt  zu  einer  angepassten  Version 

führte  (Prot.  I  S. 12  f.).  Auch  anlässlich  der  Berufungsverhandlung  blieb  der 

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Beschuldigte dabei, dass es nur 50 Gramm gewesen seien (Urk. 57 S. 10 f.). Die 

Vorinstanz hat aus den vorhandenen Protokollen der zum zwischen dem Beschul-

digten  und  F._____  geführten  Chatverlauf  schlüssig  hergeleitet,  dass  beidseits 

– und  somit  übereinstimmend –  von  100  Gramm  die  Rede  gewesen  sei  (Urk. 45 

S. 18 f. mit Verweisen). 

Die  Argumentation  der  Verteidigung,  der  Beschuldigte  hätte  sich  mit  einem  Ge-

ständnis  zum  Bezug  von  100  Gramm  "mehrere  Befragungen  ersparen  können", 

weshalb sein konstantes Geständnis über 50 Gramm glaubhaft sei (Urk. 34 S. 4), 

verfängt  nicht:  Vielmehr  hat  der  Beschuldigte  ein  offensichtliches  Interesse  und 

Motiv, seinen tatsächlichen Tatbeitrag nach Kräften zu minimieren, was er – wie zu 

den bisher behandelten Punkten gesehen – auch erstelltermassen getan hat. Die 

Behauptung des Beschuldigten, er habe (nur) 50 Gramm bezogen und damit "alles 

gemacht" (Prot. I S. 13), kann offensichtlich nicht zutreffen: Die Verkäufe und die 

Beschlagnahme  machen  bereits  ziemlich  genau  diese  50  Gramm  aus.  Der  Be-

schuldigte  behauptet  aber  konstant,  seit  der  Übernahme  durch  F._____  bis  zu 

seiner  Verhaftung  drei  Monate  später  selber  regelmässig  Kokain  konsumiert  zu 

haben (Prot. I S. 9 und S. 13 ff.).  

Der Anklagesachverhalt zu Punkt e) ist somit auch zum Quantitativ rechtsgenügend 

erstellt. 

1.9. Die Vorinstanz hat – korrekt – errechnet, dass der Beschuldigte somit insge-

samt rund 100 Gramm Kokaingemisch (von hohem Reinheitsgehalt) übernommen 

und dann knapp 50 Gramm reinen Kokains verkauft, abgegeben, vermittelt und zu 

diesen Zwecken besessen hat. 

2.

Die gestützt auf dieses – wie erwogen: als korrekt zu übernehmende – Be-

weisergebnis erfolgte rechtliche Würdigung (Urk. 45 S. 21 f.) ist zutreffend und wird 

denn auch durch die Verteidigung im Berufungsverfahren ausdrücklich anerkannt 

(Urk. 48; Urk. 58 S. 2).  

- 10 -

III. Sanktion

1.1. Die  Vorinstanz  hat  den  Beschuldigten  für  das  Betäubungsmittelverbrechen 

dem Antrag der Anklagebehörde folgend (Urk. 33 S. 13) mit einer Freiheitsstrafe 

von 30 Monaten bestraft (Urk. 45 S. 42). Die Verteidigung beantragt im Berufungs- 

wie bereits im Hauptverfahren eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten (Urk. 34 S. 1; 

Urk. 48 S. 2; Urk. 58 S. 3). Dabei geht sie – lediglich – von rund der Hälfte der dem 

Beschuldigten nachgewiesenen Betäubungsmittelmenge aus, weshalb ihre Argu-

mentation zum Strafmass bereits vor diesem Hintergrund nicht überzeugen kann.  

1.2. Die Vorinstanz hat ausgehend vom korrekten Strafrahmen und zutreffenden 

theoretischen Ausführungen zur Strafzumessung (Urk. 45 S. 22-24) zur Tatkompo-

nente  und  dort  zur  objektiven  Tatschwere  zusammengefasst  erwogen,  der  Be-

schuldigte habe mit Kokain und somit einer der sowohl hinsichtlich der gesundheit-

lichen Risiken als auch des Abhängigkeitspotentials gefährlichsten Droge gehan-

delt. Er sei nicht in eine Hierarchie eingebunden, sondern selbst in verschiedenen 

Tätigkeitsfeldern aktiv gewesen. Er habe in einem eher kürzeren Zeitraum von rund 

zwei Monaten 26 Gramm reines Kokain verkauft und weitere gut 22 Gramm für den 

Verkauf bereitgehalten, womit der Grenzwert eines schweren Falls um klar mehr 

als das Doppelte überschritten worden sei. Das aufgefundene Kokaingemisch sei 

zudem  von  einem  überdurchschnittlich  hohen  Reinheitsgehalt  gewesen  (Urk. 45 

S. 25). 

Diese Erwägungen sind zutreffend und zu übernehmen. Gänzlich unerwähnt lässt 

die Vorinstanz den Bezug von 100 Gramm Kokaingemisch. Wohl ist davon auszu-

gehen, dass das verkaufte wie das letztlich beschlagnahmte Kokain von insgesamt 

knapp 50 Gramm aus diesem Bezug stammte und der Beschuldigte davon auch 

eine unbestimmte Menge für den Eigenkonsum verbrauchte. Nichtsdestotrotz er-

füllte  er  mit  dem  Bezug  von  100  Gramm  Kokain  einen  eigenständigen  Straftat-

bestand und der Beschuldigte wie die Verteidigung geben an, der Eigenkonsum sei 

mit  anderen  Konsumenten  betrieben  und  dabei  sei  diesen  Kokain  abgegeben 

worden, was ebenfalls eine Straftat darstellte (Prot. I S. 13 und 15; Urk. 34 S. 6).

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1.3. Zur  subjektiven  Tatschwere  hat  die  Vorinstanz  erwogen,  der  Beschuldigte 

habe  direktvorsätzlich  und  namentlich  aus  finanziellen  und  damit  egoistischen 

Gründen gehandelt. Dabei sei ihm die Gefährlichkeit von Kokain bestens bekannt 

gewesen. Leicht relativierend wirke sich aus, dass der Beschuldigte sich mit dem 

Handel mitunter seinen eigenen Drogenkonsum finanzierte. Allerdings habe er im 

Tatzeitraum beträchtliche Einnahmen über TikTok generiert und sei daher nicht auf 

den finanziellen Vorteil aus dem Betäubungsmittelhandel angewiesen gewesen. Er 

habe es auch unterlassen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und damit ein lega-

les Einkommen zu generieren (Urk. 45 S. 25). Auch diese Erwägungen sind zutref-

fend und zu übernehmen. Wenn die Vorinstanz – innerhalb des weiten Rahmens 

des Möglichen – immer noch ein leichtes Verschulden angenommen und nach der 

Beurteilung der Tatkomponente eine hypothetische Einsatzstrafe von 26 Monaten 

festgesetzt hat, ist dies keinesfalls überrissen. 

1.4. Zur  Täterkomponente  hat  die  Vorinstanz  den  Werdegang  und  die  persön-

lichen  Verhältnisse  des  Beschuldigten  angeführt  (Urk.  45  S. 26  f.).  An  der  Beru-

fungsverhandlung wurde aktualisiert, dass der Beschuldigte eine Einzelfirma grün-

den will, welche im Bereich Kosmetik und Coiffeure tätig sein wird. Ferner verdient 

er gemäss eigenen Angaben mit seinen Auftritten auf TikTok zwischen Fr. 1'000.– 

bis  Fr. 5'000.–  pro  Monat.  Beträgt  der  Verdienst  weniger  als  Fr. 1'000.–,  wird  er 

zusätzlich durch die Asylorganisation Zürich  unterstützt. Der Beschuldigte wurde 

gemäss  seinen  Angaben  als  Schiit  geboren  und  wuchs  als  Christ  mit  der 

katholischen Religion auf. Er leidet nach wie vor an epileptischen Anfällen, weshalb 

er regelmässig Medikamente einnimmt. Kokain nehme er keines, jedoch rauche er 

ab und zu Cannabis (Urk. 57 S. 1-3). Die persönlichen Verhältnisse des Beschul-

digten wirken sich mit der Vorinstanz strafzumessungsneutral aus. Daran vermag 

auch die Flucht aus Afghanistan im jugendlichen Alter (vgl. Urk. 58 S. 3) nichts zu 

ändern. Die Vorinstanz hat – zum Zeitpunkt ihrer Urteilsfällung nachvollziehbar – 

das  Nachtatverhalten  aufgrund  des  Teilgeständnisses  mit  einer  leichten  Straf-

minderung  honoriert;  ein  umfassendes  Geständnis,  welches  Einsicht  und  Reue 

belegen  würde,  liegt  jedoch  nicht  vor.  Der  Beschuldigte  hat  zahlreiche,  teilweise 

gravierende und einschlägige Vorstrafen (Urk. 45 S. 27 f.; Urk. 55): 

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Urteil des Kantonsgerichts Schaffhausen vom 2. April 2009: Verurteilung 

wegen harter Pornografie, Raub und Gewaltdarstellung und Bestrafung 

mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 22 Monaten

Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 5. Juli 2012: Verurtei-

lung wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Über-

tretung des Betäubungsmittelgesetzes, Vergehen gegen das Waffenge-

setz und versuchter vorsätzlicher Tötung und Bestrafung mit einer Frei-

heitsstrafe  von  7  Jahren  sowie  einer  Busse  von  Fr. 500.–;  Anordnung 

einer ambulanten Massnahme; Widerruf der bedingten Entlassung der 

Strafe des Kantonsgerichts Schaffhausen

Strafbefehl  der  Staatsanwaltschaft  Winterthur  /  Unterland  vom  14. Ja-

nuar  2016:  Verurteilung  wegen  Vergehens  gegen  das  Ausländer-  und 

Integrationsgesetz und Bestrafung mit 30 Tagessätzen zu Fr. 30.–

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 29. Juni 2016: 

Verurteilung wegen Vergehens gegen das Ausländer- und Integrations-

gesetz und Bestrafung mit 90 Tagessätzen zu Fr. 30.–

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 19. Sep-

tember  2016:  Verurteilung  wegen  Vergehens  gegen  das  Strassenver-

kehrsgesetz und Bestrafung mit 20 Tagessätzen zu Fr. 30.–

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus vom 18. Novem-

ber 2016: Verurteilung wegen Übertretung des Betäubungsmittelgeset-

zes, Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz und Vergehen ge-

gen das Ausländer- und Integrationsgesetz und Bestrafung mit 50 Tagen 

Freiheitsstrafe und einer Busse von Fr. 100.–

Strafbefehl  der  Staatsanwaltschaft  Winterthur  /  Unterland  vom  25. Ja-

nuar 2017: Verurteilung wegen Vergehens gegen das Strassenverkehrs-

gesetz und Bestrafung mit 60 Tagessätzen zu Fr. 30.–

Strafbefehl  der  Staatsanwaltschaft  Basel-Stadt  vom  8.  Oktober  2017: 

Verurteilung wegen Fälschung von Ausweisen und Vergehen gegen das 

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Ausländer- und Integrationsgesetz sowie Bestrafung mit einer Freiheits-

strafe von 120 Tagen

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 10. Okto-

ber 2017: Verurteilung wegen Vergehens gegen das Ausländer- und In-

tegrationsgesetz und Bestrafung mit 60 Tagessätzen zu Fr. 30.–

Strafbefehl  der  Staatsanwaltschaft  Limmattal  /  Albis  vom  10.  Januar 

2018:  Verurteilung  wegen  Vergehens  gegen  das  Ausländer-  und  Inte-

grationsgesetz und Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von 3 Monaten

Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 13. Februar 2020: Ver-

urteilung wegen Vergehens gegen das Ausländer- und Integrationsge-

setz, Vergehen gegen das Waffengesetz, qualifizierten Widerhandlung 

gegen  das  Betäubungsmittelgesetz  und  Übertretung  des  Betäubungs-

mittelgesetzes und Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von 44 Monaten 

als Gesamtstrafe sowie Landesverweisung für 8 Jahre

Der  Beschuldigte  erklärte  anlässlich  der  Berufungsverhandlung,  weit  mehr  als 

15 Jahre  im  Gefängnis  verbracht  zu  haben  (Urk. 57  S. 4).  Auch  nach  teilweise 

empfindlichen Strafen delinquierte er immer wieder aufs Neue. Dies hat sich stark 

straferhöhend  auszuwirken,  was  auch  die  Verteidigung  nicht  bestreitet  (Urk. 34 

S. 6;  Urk. 58  S. 3).  Wenn  die  Vorinstanz  die  Einsatzstrafe  in  Berücksichtigung 

dieser Vorstrafen lediglich um 6 Monate erhöht hat, ist dies noch ausgesprochen 

milde.  

1.5. Die  vorinstanzliche  Erhöhung  der  nach  der  Beurteilung  der  Tatkomponente 

bemessenen Einsatzstrafe um 4 Monate als Folge der Täterkomponente auf das 

letztlich ausgesprochene Strafmass von 30 Monaten erweist sich somit retrospektiv 

als keinesfalls zu hoch. 

Eine Erhöhung der angefochtenen Sanktion ist schon aus prozessualen Gründen 

ausgeschlossen  (Art.  391  Abs.  2  StPO).  Bei  dieser  Strafzumessung  ist  die  Tat-

sache,  dass  ein  neues  pendentes  Strafverfahren  gegen  den  Beschuldigten 

existiert,  bei  dem  er  zumindest  den  Umgang  mit  Kokain  eingestanden  hat  (vgl. 

nachstehend),  keineswegs  zu  milde,  auch  wenn  dieses  Verfahren  aufgrund  der 

- 14 -

geltenden Unschuldsvermutung für die Bemessung der vorliegenden Strafe keinen 

Einfluss hat. 

Der  Antrag  der  Verteidigung  zum  Strafmass  hingegen  fällt  diskussionslos  zu  tief 

aus, liegt dieser doch fast an der unteren Grenze des Strafrahmens, obwohl der 

Beschuldigte den massgeblichen Grenzwert mit der von ihm bezogenen und um-

gesetzten  Kokainmenge  um  ein  Mehrfaches  überschritten  hat,  zudem  massivst 

– auch einschlägig – vorbelastet ist. 

2.

3.

Der Anrechnung der erstandenen Haft steht nichts entgegen (Art. 51 StGB). 

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten für die Übertretung des Betäubungs-

mittelgesetzes mit einer Busse von Fr. 500.– bestraft (Urk. 45 S. 42). Die Verteidi-

gung beantragt im Berufungs- wie bereits im Hauptverfahren eine Busse von ledig-

lich Fr. 200.– (Urk. 48 S. 2; Urk. 58 S. 3), ohne jedoch genau darzulegen, weshalb 

die vorinstanzlich festgelegte Bussenhöhe zu hoch sei. Der Beschuldigte besass 

bei  seiner  Verhaftung  diverse  verschiedene  Betäubungsmittel,  das  Cannabis  in 

erheblicher Menge (Urk. 11/17). Die angefochtene Bussenhöhe von Fr. 500.– ist 

demnach dem Verschulden und auch den finanziellen Verhältnissen des Beschul-

digten angemessen und zu bestätigen (Art. 106 Abs. 3 StGB).  

4.

–  Bereits  –  die  Vorinstanz  hat  dem  Beschuldigten  mit  zutreffender  Begrün-

dung  den  teilbedingten  Strafvollzug  verweigert  (Urk.  45  S.  30  ff.;  Art.  43  StGB). 

Aufgrund  der  den  heute  zu  beurteilenden  Taten  vorangegangenen  langjährigen 

Delinquenz mit äusserst zahlreichen Verurteilungen und vollzogenen Strafen, die 

den Beschuldigten jedoch nicht von der Begehung immer neuer Straftaten abhalten 

konnten,  war  ihm  bereits  durch  die  Vorinstanz  eine  denkbar  schlechte  Legal-

prognose zu stellen.

Aus dem aktuellen Strafregisterauszug hat sich ergeben, dass seit dem 3. Februar 

2024 ein neues Strafverfahren gegen den Beschuldigten geführt wird (Urk. 55). Die 

Kammer hat in der Folge die entsprechenden Untersuchungsakten von der zustän-

digen Staatsanwaltschaft auszugsweise beigezogen (Urk. 56). Diese wurden der 

Verteidigung  zur  Kenntnis  gebracht  (vgl.  Urk. 57  S. 15).  Aus  den  beigezogenen 

- 15 -

Akten ergibt sich einerseits der Tatvorwurf der schweren Körperverletzung sowie 

erneut Betäubungsmitteldelikte: Bei den Eltern des Beschuldigten und somit im ihm 

zuzurechnenden  Umfeld  wurde  Kokain  im  dreistelligen  Grammbereich  sicherge-

stellt. Der Beschuldigte macht zwar geltend, seine Ex-Partnerin sei hauptsächlich 

für  den  Erwerb,  Besitz  sowie  teilweisen  Verkauf  dieses  Kokains  verantwortlich 

gewesen. Er hat jedoch in mehreren Einvernahmen des neuen Verfahrens zuge-

geben, – behaupteterweise unter dem Einfluss respektive auf Veranlassung seiner 

Ex-Partnerin  –  am  Besitz  und  teilweisen  Verkauf  von  Kokain  aktiv  mitgewirkt  zu 

haben (Urk. 56; Haft-EV vom 3. Februar 2024, F/A 6; EV vom 12. Februar 2024 

F/A 17 f., F/A 43; EV vom 4. April 2024 F/A 10 ff.). An der Berufungsverhandlung 

damit konfrontiert, erklärte der Beschuldigte, er sei in jenem Verfahren unschuldig. 

Seine Ex-Freundin habe ihn manipuliert und es sei ein Komplott gewesen, um ihn 

ins  Gefängnis  zu  bringen.  Allerdings  bestätigte  der  Beschuldigte,  140  Gramm 

Kokain bei seinen Eltern deponiert zu haben (Urk. 57 S. 6 und S. 18). Auf die Frage, 

ob er einer Person namens G._____ Kokain für Fr. 100.– verkauft habe, antwortete 

der  Beschuldigte,  es  habe  sich  nicht  um  Kokain,  sondern  um  Gras  gehandelt 

(Urk. 57 S. 7). Angesprochen auf den offenkundigen Widerspruch zu seiner Aus-

sage in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 12. Februar 2024, wonach 

G._____  ihm  für  das  Kokain  Fr. 100.–  habe  zahlen  müssen  (Urk. 56;  EV  vom 

12. Februar 2024 F/A 18), erklärte der Beschuldigte, er habe die Einvernahme nicht 

gelesen und er habe nie so etwas behauptet (Urk. 57 S. 17). Immerhin hat er aber 

das Protokoll auf jeder Seite infidiert und am Schluss unterzeichnet (Urk. 56; EV 

vom 12. Februar 2024). 

Nach dem Gesagten hat der Beschuldigte die ihm zu stellende schlechte Legalpro-

gnose welche sich bereits aus seinen zahlreichen Vorstrafen ergibt, mit seiner neu-

erlichen Betäubungsmitteldelinquenz nur kurz nach der vorinstanzlichen Verurtei-

lung  einmal  mehr  eindrücklich  unter  Beweis  gestellt.  Die  aktuell  zu  beurteilende 

Deliktsserie  begann  der  Beschuldigte  sodann  eigentlich  umgehend  nach  seiner 

letzten  Entlassung  aus  dem  Gefängnis.  Wie  die  Verteidigung  vor  diesem  Hinter-

grund beim Beschuldigten sogar (wie für die Gewährung des teilbedingten Vollzugs 

in concreto notwendig; Art. 42 Abs. 2 StGB; Urk. 47) besonders günstige Umstände 

zu erkennen glaubt, ist nicht nachvollziehbar, was ihr bewusst zu sein scheint, wenn 

- 16 -

sie "einiges an Goodwill" fordert (Urk. 34 S. 7 ff.; Urk. 58 S. 3). Hinzu kommt, dass 

der Beschuldigte offensichtlich eine langjährige Problematik mit dem Konsum von 

Betäubungsmitteln und damit einhergehender Delinquenz aufweist (Urk. 47). Die 

Verteidigung und der Beschuldigte sprechen sogar von Sucht (Prot. I S. 16; Urk. 34 

S. 7; Urk. 58 S. 3). Der Beschuldigte gab zwar an, dass er kein Kokain mehr kon-

sumiere, jedoch ab und zu Cannabis rauche (Urk. 57 S. 3). Es kann jedenfalls noch 

nicht davon gesprochen werden, dass die Sucht heute bereits erfolgreich behandelt 

sei. Auch dieser Umstand lässt beim Beschuldigten auf eine hohe Rückfallgefahr 

in  einschlägiges  strafbares  Verhalten  schliessen.  Die  Freiheitsstrafe  ist  zu  voll-

ziehen. 

5.

Die Busse ist zu bezahlen. Für den Fall des schuldhaften Nichtbezahlens ist 

in  Bestätigung  der  diesbezüglichen,  angefochtenen  vorinstanzlichen  Anordnung 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen festzusetzen (Art. 106 Abs. 2 StGB).

6.1. Die  Vorinstanz  hat  gegen  den  Beschuldigten  eine  Landesverweisung  von 

10 Jahren ausgefällt (Urk. 45 S. 43). Die Verteidigung beantragt im Berufungs- wie 

bereits  im  Hauptverfahren,  es  sei  auf  eine  Landesverweisung  zu  verzichten 

(Urk. 48 S. 3; Urk. 58 S. 4 f.). 

6.2. Gegen den Beschuldigten wurde bereits mit rechtskräftigem Urteil dieses Ge-

richts vom 13. Februar 2020 eine Landesverweisung von 8 Jahren ausgesprochen 

(Urk.  47  S. 10).  Die  Verteidigung  beantragt  eventualiter,  dass  eine  heute  auszu-

fällende  Landesverweisung  die  frühere  Landesverweisung  mitumfasse  (Urk. 34 

S. 10;  Urk. 58  S. 5),  welchem  Antrag  die  Vorinstanz  –  für  die  Berufungsinstanz 

prozessual verbindlich – gefolgt ist (Urk. 45 S. 38 f.).

6.3. Die Vorinstanz hat vorab die gesetzliche Grundlage sowie Theorie und Praxis 

zur  Frage  der  Anordnung  und  Bemessung  einer  Landesverweisung  angeführt 

(Urk. 45 S. 32 ff.). In der Folge hat sie für den Beschuldigten das Vorliegen eines 

schweren persönlichen Härtefalls bejaht (Urk. 45 S. 35; Art. 66a Abs. 2 StGB), was 

bereits aus prozessualen Gründen zu übernehmen ist (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

- 17 -

6.4. Bei Straftaten gegen das BetmG hat sich das Bundesgericht hinsichtlich der 

Ausweisung  zwecks  Verhinderung  neuer  Straftaten  zur  Gewährleistung  der 

öffentlichen  Sicherheit  stets  besonders  streng  gezeigt  ("sempre  mostrato 

particolarmente rigoroso"); diese Strenge bekräftigte der Gesetzgeber mit Art. 66a 

Abs. 1 lit. o StGB. Im Urteil 6B_25/2023 vom 20. September 2023  E.3.3.5. hat das 

Bundesgericht erwogen, was folgt: 

"Drogenhandel" (zu diesem Begriff BGE 145 IV 404 E. 1.5.2) führt von Verfassungs 

wegen  in  der  Regel  zur  Landesverweisung  (Art.  121  Abs. 3 lit.  a  BV;  Urteil 

6B_139/2022 vom 24. November 2022 E. 5.2 mit Hinweisen). Auch nach der Praxis 

des  EGMR,  in  welcher  der  Drogenhandel  als  Ausbreitung  dieser  Geissel  der 

Menschheit  ("propagation  de  ce  fléau",  Nachweise  in  den Urteilen 6B_242/2019 

vom  18.  März  2019  E.  1.3;  6B_50/2020 vom 3.  März 2020 E.  1.4.2)  bzw.  als 

"ravages de la drogue dans la population" (Urteil Diala und andere gegen Schweiz 

vom 10. Dezember 2019, Nr. 35201/18, § 36) verstanden wird, überwiegt bei der 

Betäubungsmitteldelinquenz regelmässig das öffentliche Interesse an der Beendi-

gung des Aufenthalts, falls keine besonderen persönlichen oder familiären Bindun-

gen  im  Aufenthaltsstaat  bestehen  (Urteile 6B_300/2020 vom  21. August  2020 

E. 3.4.1; 6B_1299/2019 vom 28. Januar 2020 E. 3.4.8; 6B_378/2018 vom 22. Mai 

2019 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 145 IV 364).

6.5. Die Vorinstanz hat zur Frage der Interessenabwägung korrekt und überzeu-

gend erwogen, dass ein grosses privates am Verbleib in der Schweiz bereits die 

Tatsachen implizierten, dass der Beschuldigte zu einem wesentlichen Teil in der 

Schweiz aufgewachsen sei sowie seine familiären Bindungen hier in der Schweiz 

seien. Die familiären Kontakte seien zwar bei der Interessenabwägung zu berück-

sichtigen,  jedoch  stünden  Art. 8  EMRK  oder  Art.  13  BV  einer  Landesverweisung 

nicht entgegen. Zu den öffentlichen Interessen sei festzuhalten, dass die vom Be-

schuldigten  begangenen  Drogendelikte  mit  der  gefährlichen  Droge  Kokain  als 

schwere  strafbare  Handlungen  einzustufen  seien.  Es  liege  ein  geradezu  klassi-

scher Anwendungsfall von Art. 66a StGB vor: Ratio legis der Einführung dieser Ge-

setzesbestimmung sei unstreitig gewesen, gefährliche ausländische Täter aus dem 

Land zu entfernen und so die Bevölkerung zu schützen. Wer Drogendelikte wie die 

- 18 -

vorliegenden  wiederholt  begehe,  sei  ein  gefährlicher  Täter  und  verdiene  keinen 

Schutz seiner persönlichen Interessen an einem Verbleib in der Schweiz. Das Tat-

verschulden des Beschuldigten sei als leicht zu qualifizieren, wobei er aber (erneut) 

zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe zu verurteilen sei und demnach eine Gefahr 

für die öffentliche Ordnung darstelle. Ein weiterer gewichtiger Aspekt hinsichtlich 

der  öffentlichen  Interessen  sei  der  Umstand,  dass  sich  der  Beschuldigte  trotz 

seines langjährigen Aufenthalts und den ihm gewährten Ausbildungschancen in der 

Schweiz nicht nachhaltig habe integrieren können. Weder habe er die Schule noch 

eine Berufslehre abgeschlossen. Er sei seit seiner Jugend regelmässig straffällig 

geworden und zwar teilweise wegen gravierender Delikte (u.a. wegen versuchter 

Tötung).  Auch  der  Vollzug  einer  langjährigen  Strafe  habe  ihn  offensichtlich  nicht 

beeindruckt. Seit dem Jahr 2009 befinde er sich überwiegend im Strafvollzug. Er 

sei,  wie  im  Übrigen  auch  die  zahlreichen  Strafen  wegen  Missachtung  einer  Ein- 

oder  Ausgrenzung  in  den  letzten  Jahren  zeigen  würden,  überhaupt  nicht  gewillt, 

sich an die Rechtsordnung zu halten. Zuletzt sei er am 18. Oktober 2022 aus dem 

Strafvollzug entlassen worden und sei fast umgehend wieder straffällig geworden. 

Eine deliktsfreie Zukunft in der Schweiz sei damit in keiner Weise gewährleistet. 

Die  öffentlichen  Interessen  an  der  Wegweisung  des  Beschuldigten  würden  trotz 

Vorliegens eines persönlichen Härtefalls seine privaten Interessen an einem Ver-

bleib in der Schweiz deutlich überwiegen (Urk. 45 S. 35 f.). Diese Beurteilung ist 

heute nach wie vor, auch mit Blick auf das neue Strafverfahren gegen den Beschul-

digten, zutreffend und zu übernehmen. 

6.6. Zur Frage des Vollzugs der Landesverweisung führte die Vorinstanz aus, es 

könne noch nicht davon gesprochen werden, dass die Verhältnisse in Afghanistan 

stabil und die rechtliche Durchführbarkeit der Landesverweisung definitiv bestimm-

bar seien, weshalb das SEM den Vollzug von Landesverweisungen auch nur einst-

weilen seit dem 11. August 2021 ausgesetzt habe. Deshalb sei es an den Vollzugs-

behörden,  dereinst  zu  entscheiden,  ob  die  Landesverweisung  vollzogen  werden 

könne  oder  nicht  (Urk. 45  S. 38).  Der  Webseite  des  SEM  lässt  sich  entnehmen, 

dass bei schwer straffälligen Personen (mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe und/ 

oder Landesverweis) Vorbereitungen für den Vollzug der Wegweisung fortgesetzt 

worden  seien  und  sich  die  Rahmenbedingungen  in  den  vergangenen  Monaten 

- 19 -

laufend  verbessert hätten.  Seit  Ende  September  2024 seien Rückführungen von 

straffälligen  Personen  nach  Afghanistan  nach  einer  Einzelfallprüfung  wieder 

möglich  (https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/asyl/afghanistan.html;  zuletzt 

besucht am 4. März 2025). Auch die Verteidigung anerkannte anlässlich der Beru-

fungsverhandlung, dass die Schweiz in der Zwischenzeit in Ausnahmefällen wieder 

Ausschaffungen  nach  Afghanistan  ausführe  (Urk. 58  S. 4  f.).  Der  Beschuldigte 

weist – wie mehrfach erwähnt – 11 teilweise einschlägige Vorstrafen auf und befand 

sich nach eigenen Angaben insgesamt weit mehr als 15 Jahre im Gefängnis. Auch 

heute wird er zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten bestraft. Sodann 

läuft  –  wie  gesehen  –  ein  weiteres  Strafverfahren  gegen  den  Beschuldigten,  in 

welchem ihm wiederum der Umgang mit Kokain vorgeworfen wird und der Beschul-

digte  zumindest  anerkannte,  140  Gramm  Kokain  bei  seinen  Eltern  deponiert  zu 

haben. Schliesslich wurde der Beschuldigte bereits im Jahr 2020 zu einer Landes-

verweisung von 8 Jahren verurteilt. Nach dem Gesagten ist nicht von einem Voll-

zugshindernis in Bezug auf die Landesverweisung auszugehen. 

6.7. Hinsichtlich der Dauer der Landesverweisung führte die Vorinstanz aus, dass 

gegen den Beschuldigten eine Freiheitsstrafe im unteren, aber nicht im untersten 

Drittel des Strafrahmens ausgesprochen werde. Zu beachten gelte es dabei, dass 

der Beschuldigte innert kürzester Zeit nach seiner Haftentlassung und trotz diverser 

früheren  Verurteilungen  erneut  dem  Betäubungsmittelhandel  nachgegangen  sei. 

Vor  diesem  Hintergrund  sei  die  Landesverweisung  auf  10  Jahre  festzusetzen 

(Urk. 45 S. 39). Diese Erwägungen erweisen sich ohne Weiteres als zutreffend und 

sind zu übernehmen. Die mit Urteil des Obergerichts vom 13. Februar 2020 ausge-

sprochene  Landesverweisung  von  acht  Jahren  geht  in  der  vorliegend  auszu-

sprechenden Landesverweisung auf. 

7.

Als  konsequente  Folge  der  auszusprechenden  Landesverweisung  hat  die 

Vorinstanz mit zutreffender Begründung deren Ausschreibung im SIS angeordnet 

(Urk. 45 S. 39 f.). Die Verteidigung kritisiert die Ausschreibung im Berufungsverfah-

ren – zurecht – nicht separat und substantiiert, sondern einzig im Zusammenhang 

mit ihrem Antrag auf Verzicht auf eine Landesverweisung (Urk 48 S. 3), welchem 

- 20 -

wie erwogen nicht gefolgt wird. Die Ausschreibung der Landesverweisung im SIS 

ist ohne Weiteres zu bestätigen.  

IV. Kosten

1.

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten insgesamt des Verbrechens gegen das 

Betäubungsmittelgesetz  schuldig  gesprochen  und  ihm  daher  in  konsequenter 

Folge von Art. 426 StPO die Kosten der Untersuchung und des Hauptverfahrens 

auferlegt und die Kosten der amtlichen Verteidigung einstweilen auf die Gerichts-

kasse genommen (Urk. 45 S. 44). Entgegen der – sinngemässen – Forderung der 

Verteidigung rechtfertigt der Umstand, dass einzelne Anklagesachverhalte zuguns-

ten des Beschuldigten als nicht erstellt erachtet wurden, was aber nicht zu formellen 

Freisprüchen  führte,  noch  keine  andere  Kostenverteilung  (Urk.  34  S.  11).  Die 

Verteidigung selber beantragt heute wie im Hauptverfahren eine anklagegemässe 

Verurteilung (Urk. 58 S. 1). Die erstinstanzliche Kostenauflage ist demnach zu be-

stätigen.  

2.

Die Gerichtsgebühr des Berufungsverfahrens ist praxisgemäss auf Fr. 3'600.– 

festzusetzen. 

3.

Im  Berufungsverfahren  unterliegt  der  einzig  appellierende  Beschuldigte  mit 

seinen Anträgen vollumfänglich. Daher sind ihm auch die Kosten des Berufungs-

verfahrens – exklusive Kosten der amtlichen Verteidigung – aufzuerlegen (Art. 428 

StPO).  Die  Kosten  der  amtlichen  Verteidigung  sind  einstweilen  auf  die  Gerichts-

kasse  zu  nehmen  unter  Vorbehalt  einer  Rückforderung  gemäss  Art.  135  Abs.  4 

StPO. 

4.

Die Verteidigung beantragt für das Berufungsverfahren eine Entschädigung 

in der Höhe von Fr. 2'845.55 (inkl.  Spesen und MWST; exkl. Berufungsverhand-

lung) (Urk. 59). Der Aufwand ist ausgewiesen und angemessen. Zusammen mit der 

Berufungsverhandlung rechtfertigt sich eine Entschädigung in der Höhe von total 

Fr. 3'600.–. 

- 21 -

Es wird beschlossen:

1.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 

23. November 2023 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig

der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im 

Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, c und d BetmG in Verbindung mit Art. 19 

Abs. 2 lit. a BetmG sowie

der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a 

Abs. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG.





2.-6. (…)

7.

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 15. Au-

gust 2023 beschlagnahmte Barschaft von CHF 1'170.– wird eingezogen und 

– soweit ausreichend – zur Deckung der Busse bzw. der Verfahrenskosten 

verwendet.

8.

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 15. Au-

gust 2023 beschlagnahmten Gegenstände und Betäubungsmittel werden ein-

gezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:

l)

m)

n)

o)

p)

q)

r)

s)

t)

Div. Minigrips neuwertig (Asservat-Nr. A017'138'895)

1x Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A017'138'931)

1x 10 Minigrip mit Cannabisharz (Asservat-Nr. A017'138'975)

Div. Minigrip neuwertig (Asservat-Nr. A017'138'986)

1x Frischhaltebeutel mit Marihuana (Asservat-Nr. A017'139'003)

1x Sack geöffnet mit Marihuanarückständen (Asservat-Nr. 
A017'139'025)

1x Minigrip mit Kokain (Asservat-Nr. A017'139'036)

1x Sack mit drei Minigrips gefüllt mit Kokain (Asservat-Nr. 
A017'139'069)

1x Ecstasy Tablette (Asservat-Nr. A017'139'070)

- 22 -

u)

1x Stein MDMA (Asservat-Nr. A017'139'081)

k)      1 Mobiltelefon Samsung (Asservat-Nr. A017'139'149)

9.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

3'600.00 ; die weiteren Kosten betragen:

2'400.00   Gebühr für das Vorverfahren

2'626.50   Auslagen (Gutachten)

13'444.40   Entschädigung amtliche Verteidigung (inkl. MwSt.)

22'070.90   Total

10.

(…)

11.

(Mitteilungen)

12.

(Rechtsmittel)"

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe, wo-

von 151 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von 

Fr.  500.–.

Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.

Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von fünf Tagen.

2.

3.

4.

Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66aStGB für zehn Jahre des 

Landes verwiesen.

5.

Es wird die Ausschreibung der Landesverweisung (Einreise- und Aufent-

haltsverweigerung) im Schengener Informationssystem angeordnet.

6.

Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 10) wird bestätigt.

- 23 -

7.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

3'600.– ; die weiteren Kosten betragen:

3'600.–   amtliche Verteidigung (inkl. MWST)

8.

Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amt-

lichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

men. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten.

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an









die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben)

die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (versandt)

das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt)

das Bundesamt für Polizei, fedpol, 3003 Bern (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an







die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  

das Bundesamt für Polizei, fedpol, 3003 Bern

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an











die Vorinstanz

den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste

das Migrationsamt des Kantons Zürich 

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mittels Formular "Löschung des 
DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials".

- 24 -

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 17. Februar 2025

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. B. Gut

MLaw A. Jacomet