# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 520fd3b1-132e-5538-9506-adb07de9fae7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.07.2019 200 2019 148
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-148_2019-07-12.pdf

## Full Text

200 19 148 MV
ACT/ISD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Juli 2019

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva 
Abteilung Militärversicherung, Service Center, Postfach, 6009 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 16. Januar 2019 
(82.140.121/321 - 5 PR2)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, MV/2019/148, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1983 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
absolvierte vom 13. Juli bis 21. August 2009 einen Wiederholungskurs 
(WK; Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt [Suva; Militär-
versicherung bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] „Originalak-
ten“ [OA] 1 und 3). Im Januar 2010 meldete er sich bei der Militärversiche-
rung (MV) unter Hinweis auf Rückenbeschwerden und Schulterbeschwer-
den links zum Leistungsbezug an (AB OA 3 bzw. AB 40). Weiter machte er 
am 7. September 2011 seit dem WK 2009 bestehende Kniegelenks-
schmerzen geltend (AB OA 4). Die MV tätigte Abklärungen und lehnte ihre 
Haftung betreffend die Kniegelenksbeschwerden mit Verfügung vom 
11. Oktober 2012 ab (AB 53). Im Rahmen der dagegen erhobenen Ein-
sprache (AB 54 und 58) traf die MV weitere Abklärungen. Mit Verfügung 
vom 31. Januar 2018 (AB 117) sprach sie Leistungen aufgrund einer Ver-
schlimmerung einer Psoriasis und Psoriasisarthritis im Militärdienst 2009 
bis Ende Februar 2011 zu. In Abweisung der dagegen erhobenen Einspra-
che (AB 121) lehnte die MV mit Einspracheentscheid vom 16. Januar 2019 
(AB 127) die Haftung für die Psoriasis vulgaris ab; die „allfällige Haftung“ 
(AB 127 S. 10) für die Psoriasisarthritis betreffend die Schulter links und die 
Kniegelenke lehnte sie per Ende Februar 2011 ab.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch B.________, Rechtsan-
walt C.________, mit Eingabe vom 18. Februar 2019 Beschwerde und 
stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 16.01.2019 sei 
aufzuheben.

2. Es seien die gesetzlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Psori-
asis-Arthritis unbefristet zuzusprechen.

3. Es seien die Kosten (Fr. 1‘050.-) für das Privatgutachten von 
Dr. D.________ vom 14.12.2012 im Sinne von Art. 45 Abs. 1 ATSG von 
der Militärversicherung zu übernehmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, MV/2019/148, Seite 3

4. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtsverbeiständung 
durch den Unterzeichnenden zu gewähren.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen 
Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Eingabe vom 10. April 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin die 
Abweisung der Beschwerde. Mit Schreiben vom 12. Juni 2019 nahm der 
Beschwerdeführer dazu Stellung und reichte eine Kostennote ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 16. Januar 
2019 (AB 127). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der 
Militärversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 
1992 über die Militärversicherung (MVG; SR 833.1) haftet die Militärversi-
cherung nach den Bestimmungen dieses Gesetzes für alle Schädigungen 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit des Versicherten 
und für die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen solcher Schädigungen.

2.2 Die Militärversicherung erstreckt sich auf jede Gesundheitsschädi-
gung, die während des Dienstes in Erscheinung tritt und gemeldet oder 
sonst wie festgestellt wird (Art. 5 Abs. 1 MVG). Die Haftung ergibt sich ent-
sprechend dem Kontemporalitätsprinzip unmittelbar aufgrund eines zeitli-
chen Kriteriums, nämlich daraus, dass die Gesundheitsschädigung 
während des Dienstes in Erscheinung getreten (und gemeldet oder sonst 
wie festgestellt worden) ist. Die Militärversicherung haftet unabhängig da-
von, ob die Schädigung durch dienstliche Einwirkungen (d.h. durch den 
Dienstbetrieb) verursacht worden ist oder nicht (JÜRG MAESCHI, Kommentar 
zum Bundesgesetz über die Militärversicherung [MVG], 2000, Art. 5 N. 13). 
Die Kontemporalitätshaftung von Art. 5 Abs. 1 MVG beruht auf der gesetz-
lichen Vermutung eines Kausalzusammenhangs zwischen Einwirkungen 
während des Dienstes und der Gesundheitsschädigung. Nach der Recht-
sprechung des Bundesgerichts bezieht sich die gesetzliche Vermutung 
nicht nur auf den natürlichen, sondern auch auf den adäquaten Kausalzu-
sammenhang zwischen Einwirkungen während des Dienstes und der Ge-
sundheitsschädigung (MAESCHI, a.a.O., Art. 5 N. 14 f.).

2.2.1 Die Militärversicherung haftet nicht, wenn sie den Beweis erbringt, 
dass die Gesundheitsschädigung sicher vordienstlich ist oder sicher nicht 
während des Dienstes verursacht werden konnte (Art. 5 Abs. 2 lit. a MVG) 
und dass diese Gesundheitsschädigung sicher während des Dienstes we-
der verschlimmert noch in ihrem Ablauf beschleunigt worden ist (Art. 5 
Abs. 2 lit. b MVG). Wird der nach Abs. 2 lit. a geforderte Beweis erbracht, 

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dagegen nicht derjenige nach Abs. 2 lit. b, so haftet die Militärversicherung 
für die Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung. Der nach Abs. 2 lit. b 
geforderte Beweis gilt auch für die Bemessung des versicherten Schadens 
(Art. 5 Abs. 3 MVG).

2.2.2 Vordienstlich im Sinne von Art. 5 Abs. 2 lit. a MVG ist eine Gesund-
heitsschädigung, wenn sie bereits vor Beginn des Dienstes bestanden hat. 
Es muss sich um einen Unfall (bzw. Unfallfolgen) oder eine Krankheit han-
deln; eine blosse Krankheitsdisposition stellt noch keine Gesundheitsschä-
digung dar. Die Gesundheitsschädigung muss in irgendeiner Form (Sym-
ptome oder Beschwerden) in Erscheinung getreten oder ärztlich festgestellt 
worden sein. Einer Behandlungsbedürftigkeit oder Arbeits- bzw. Erwerbs-
unfähigkeit bedarf es nicht (MAESCHI, a.a.O., Art. 5 N. 25).

2.2.3 Die Vordienstlichkeit setzt voraus, dass die Gesundheitsschädigung 
in der Zeit vor dem Dienst entstanden ist. Massgebend ist der Krankheits-
beginn, d.h. der Zeitpunkt, in welchem sämtliche Ursachen gegeben sind 
und der pathologische Prozess seinen Anfang genommen hat. Nicht erfor-
derlich ist, dass die Krankheit vom Versicherten wahrgenommen wird (sub-
jektive Symptome). Es genügt, wenn aufgrund der vom Arzt festgestellten 
Krankheitszeichen (objektive Symptome) auf einen mit der gemeldeten 
Gesundheitsschädigung im Zusammenhang stehenden pathologischen 
Prozess aus der Zeit vor dem Dienst geschlossen werden muss. Hat sich 
die Krankheit vor dem Dienst in einem asymptomatischen (symptomlosen) 
Stadium befunden, so kann sich die Vordienstlichkeit aufgrund medizini-
scher Feststellungen über den Krankheitsbeginn ergeben. Aus der medizi-
nischen Erfahrung gewonnene Erkenntnisse können auch dann ausschlag-
gebend sein, wenn es an konkreten Angaben über den Gesundheitszu-
stand in der Zeit vor dem Dienst fehlt (MAESCHI, a.a.O., Art. 5 N. 26).

2.2.4 Nach der Rechtsprechung genügt eine empirische, d.h. medizi-
nisch-praktische Sicherheit. Danach gilt der Sicherheitsbeweis als geleistet, 
wenn feststeht, dass nach der medizinischen Erfahrung eine Einwirkung 
ursächlicher Faktoren während des Dienstes praktisch ausgeschlossen ist. 
Der Sicherheitsbeweis ist unter Berücksichtigung der Besonderheiten des 
Einzelfalls zu erbringen. Er gilt indessen nur als erbracht, wenn die vom 
Arzt bestätigte empirische Sicherheit der medizinischen Erfahrung ent-

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spricht. Andererseits ist der Sicherheitsbeweis nicht schon dann geschei-
tert, wenn im Einzelfall unterschiedliche ärztliche Auffassungen zur Frage 
der Vordienstlichkeit einer Gesundheitsschädigung bestehen (MAESCHI, 
a.a.O., Art. 5 N. 22). 

2.3 Wird die Gesundheitsschädigung erst nach Schluss des Dienstes 
durch einen Arzt festgestellt und bei der Militärversicherung angemeldet 
oder werden Spätfolgen oder Rückfälle geltend gemacht, so haftet die Mi-
litärversicherung nur, wenn die Gesundheitsschädigung mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit während des Dienstes verursacht oder verschlimmert 
worden ist oder wenn es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um 
Spätfolgen oder Rückfälle einer versicherten Gesundheitsschädigung han-
delt (Art. 6 MVG).

2.3.1 Die Haftung für nachdienstlich festgestellte und gemeldete Gesund-
heitsschädigungen richtet sich grundsätzlich nach dem Kausalitätsprinzip. 
Die Militärversicherung haftet, wenn die Gesundheitsschädigung mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit durch Einwirkungen während des Dienstes 
verursacht oder verschlimmert worden ist. Zwischen der Gesundheitsschä-
digung und den Einwirkungen während des Dienstes muss ein natürlicher 
Kausalzusammenhang bestehen. Ein solcher ist schon dann gegeben, 
wenn die Einwirkungen während des Dienstes eine wesentliche Teilursa-
che für die Entstehung oder Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung 
darstellen. Der Kausalzusammenhang muss darüber hinaus adäquat sein 
(MAESCHI, a.a.O., Art. 6 N. 8).

2.3.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 

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S. 181; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 21. September 2018, 
8C_781/2017, E. 5.1; MAESCHI, a.a.O., Art. 5 - 7 [Vorbemerkungen] N. 27).

Die Anforderungen an den Nachweis des natürlichen Kausalzusammen-
hangs in Medizin und Recht müssen nicht immer gänzlich deckungsgleich 
sein. Deshalb kann es vorkommen, dass der natürliche Kausalzusammen-
hang aufgrund (unfall-)medizinischer Erfahrung rechtlich bejaht wird, ob-
wohl im Einzelfall ein strikter Beweis im medizinisch-wissenschaftlichen 
Sinn nicht zu erbringen ist (BGE 117 V 369 E. 3e S. 379).

2.4 Um den Leistungsanspruch beurteilen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Den medizinischen Akten ist im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen:

3.1.1 Aus den Berichten des Spitals E.________, geht hervor, der Be-
schwerdeführer habe sich am 5. Oktober 2009 wegen seit ein bis zwei Mo-
naten intermittierend auftretenden Kniegelenksbeschwerden, links mehr als 
rechts, gemeldet. Diagnostiziert werde eine retropatelläre Chondropathie 
sowie eine Psoriasis vulgaris mit anamnestischer Erstmanifestation im Jahr 
2000 (Bericht vom 7. Oktober 2009, AB 32 S. 1). Im Bericht vom 10. No-
vember 2009 (AB 9 S. 1) wurde gestützt auf ein MRI des rechten Kniege-
lenks (vgl. AB 10) eine Enthesitis festgestellt; die diagnostizierte Chondro-
pathiae retropatellaris wurde um die Differentialdiagnose Enthesitis im 
Rahmen der „PsA“ erweitert (ebenso der Bericht vom 11. Dezember 2009, 

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AB 14). Im Bericht vom 15. Januar 2010 (AB 15) wurde die Enthesitis Knie 
rechts i.S.e. PsA diagnostiziert (ICD-10: M07.3) und eine Behandlung mit 
Methotrexat begonnen (vgl. zum Behandlungsverlauf den Bericht vom 
1. März 2010 AB 16); die Behandlung wurde in der Folge wegen Nebenwir-
kungen abgebrochen (Bericht vom 26. Mai 2010; AB 18).

3.1.2 In der versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 25. Juli 
2012 (AB 37 S. 9) hielt der MV-Kreisarzt Dr. med. F.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, fest, der Beschwerde-
führer leide an einer Psoriasis, die sowohl in Bezug auf die Rekrutenschule 
(RS) 2004 als auch in Bezug auf den WK 2009 als medizinisch sicher vor-
dienstlich bezeichnet werden dürfe. Auch aufgrund pathogenetischer An-
gaben in der Literatur könne bei der Psoriasis von einer dienstfremden Er-
krankung ausgegangen werden. Ein Zusammenhang der im Rahmen die-
ser Erkrankung aufgetretenen und nachdienstlich diagnostizierten Psori-
asisarthritis bzw. Psoriasisenthesitis mit dienstlichen Einwirkungen sei nicht 
erkennbar und damit nicht überwiegend wahrscheinlich. Es seien zwar in 
der RS Knieschmerzen aufgetreten, die als femoropatelläres Schmerzsyn-
drom bezeichnet worden seien. Hinweise auf eine entzündliche Komponen-
te (Schwellung, Kniegelenkserguss) seien nicht festgestellt worden. Im WK 
2009 seien keine Kniebeschwerden gemeldet worden. In diesem Zeitpunkt 
seien Rückenschmerzen aufgetreten; der Truppenarzt habe aber vermerkt, 
dass diese über das Wochenende und ohne vorausgegangenes Trau-
ma/Hebetrauma aufgetreten seien. Hinweise auf eine während des WK 
durchgemachte Infektion fehlten. Bei der Konsultation beim Hausarzt zwei 
Wochen nach Dienstschluss seien zwar eine Lumbalgie und Schulter-
schmerzen links bei Überbeanspruchung gemeldet, aber keine Knie-
schmerzen erwähnt worden. Erst einen Monat später seien wiederholt auf-
tretende Knieschmerzen seit ein bis zwei Monaten mit gelegentlich ein-
schiessenden Schmerzen beschrieben worden. Es habe kein Gelenkser-
guss und radiologisch keine Hinweise auf eine Psoriasisarthropathie be-
standen. Erst einen weiteren Monat später seien mittels MRI eine begin-
nende entzündliche Beteiligung des rechten Knies und der distalen Quadri-
zepssehne nachgewiesen worden. Es handle sich also medizinisch gese-
hen um einen Spontanverlauf der Psoriasis mit spontaner Ausweitung der 

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Erkrankung auf die Sehnen und Gelenke; eine durch dienstliche Einwirkung 
verursachte Verschlimmerung sei praktisch sicher ausgeschlossen. 

3.1.3 Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
für Rheumatologie, führte im Privataktengutachten vom 14. Dezember 
2012 (AB 59 S. 4 f.) aus, der einzige erhärtete pathologische Befund am 
Kniegelenk sei eine entzündliche Beteiligung mit Ergussbildung und Enthe-
sitis im Rahmen einer Psoriasis; alle anderen Binnenstrukturen seien un-
auffällig. Die früheren Beurteilungen als retropatelläres Schmerzsyndrom 
könnten somit nicht begründet werden. Die Tatsache berücksichtigend, 
dass als einziger pathologischer Befund im MRI von November 2009 eine 
entzündliche Veränderung erfasst worden sei, erlaube den Hinweis, dass 
die Ursache für die Kniegelenksbeschwerden möglicherweise auch schon 
im Jahr 2004 eine entzündliche Aktivität gewesen sei. Wenn es zutreffe, 
dass sich der Beschwerdeführer während des Dienstes im Sommer 2009 
wegen Kniegelenksbeschwerden immer wieder habe ausruhen müssen, sei 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die dama-
ligen Kniegelenksbeschwerden entzündungsbedingt gewesen seien. Die 
vom versicherungsinternen Mediziner ohne Kenntnis des Grundes für die 
Beschwerden während der Dienstzeit angenommene spontane Entzün-
dungsaktivität im Verlauf sei nicht schlüssig. Die Beurteilung eines retropa-
tellären Schmerzsyndroms sei bei normalem Knorpelbefund nicht erhärtet. 
Die Verschlimmerung des Gesundheitsschadens sei durch das Einwirken 
während des Dienstes bedingt. Sofern die Beschwerden im Jahr 2004 
durch eine mechanische Belastung ohne Entzündung bedingt gewesen 
seien, seien die Kniegelenksbeschwerden mit beschriebener Wahrschein-
lichkeit während des Dienstes verursacht worden. 

3.1.4 Die MV-Ärztin Dr. med. G.________, Fachärztin für Allgemeine In-
nere Medizin, hielt in der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 
9. Dezember 2013 (AB 70) fest, die Psoriasis sei sicher vordienstlicher Na-
tur, eine „Nicht-Verschlimmerung“ in den Diensten 2004 und 2008 könne 
nicht mit medizinischer-praktischer Sicherheit belegt werden. Die Ver-
schlimmerung sei nicht behoben, folge man dem externen Gutachter. Die 
Kniebeschwerden seien untrennbarer Teil der Psoriasis-Erkrankung (ent-
zündliche Systemerkrankung); die Diskussion, ob und wann diese Kniebe-

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schwerden während eines Dienstes in Erscheinung getreten seien, erübri-
ge sich (S. 8). Die unterschiedliche fachärztlich-rheumatologische Beurtei-
lung desselben medizinischen Sachverhaltes erkläre sich darin, dass der 
versicherungsinterne Experte die Beschwerden erst dann als entzündliche 
Mitbeteiligung der Gelenke bei Psoriasis anerkannt habe, als die Diagnose 
strukturell nachweisbar gewesen sei, also ab dem MRI des linken Knies 
vom 4. November 2009. Der externe Experte beziehe jedoch die längere 
diagnostische Wegstrecke mit in die Beurteilung ein, was zu einem ande-
ren Resultat führen müsse (S. 6 f.). Angesichts der 2008 und 2009 beim 
Truppenarzt gemeldeten Hauteffloreszenzen und der bekannten medizini-
schen Tatsache, dass bei einer Psoriasis nach einer mechanischen, che-
mischen oder thermischen Reizung auf bislang unversehrte Haut neue 
Herde entstünden, erstaune die vom versicherungsinternen Experten pos-
tulierte Nicht-Verschlimmerung (S. 7 f.).

3.1.5 Aus der Aktennotiz von MV-Kreisarzt Dr. med. H.________, Fach-
arzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 19. März 2015 (AB 84) geht her-
vor, bei der Psoriasis und der Psoriasis-Arthritis handle es sich in Überein-
stimmung mit Dr. med. G.________ um zwei Erscheinungsformen der glei-
chen Erkrankung. Gemäss den echtzeitlichen Dokumenten sei für die WK 
2008 und 2009 in Bezug auf die Haut eine Verschlimmerung der vorbeste-
henden Psoriasis aufgetreten. Eine echtzeitliche Dokumentation von Knie-
beschwerden liege nicht vor; jedoch für Beschwerden im Bereich der 
Schultern und des Rückens. Eine allfällige nachdienstliche Verschlimme-
rung der Psoriasis-Arthropathie Knie rechts während des WK 2009 scheine 
nicht überwiegend wahrscheinlich und ebenso sei die im WK 2009 festge-
stellte Verschlimmerung bezüglich der Haut mit psoriatischen Läsionen an 
den Unterschenkeln bereits zum Ende des WK 2009 behoben gewesen. 
Gefolgt sei der eigengesetzliche Verlauf der bereits vorbestehenden Ge-
sundheitsschädigung. 

3.1.6 Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
für Rheumatologie, stellte im Arztbericht vom 1. Juli 2015 (AB 89) folgende 
Diagnosen (S. 1):

Psoriasis vulgaris mit Psoriasis-Arthritis und entzündlichen Enthesiopathien
- Psoriasis-Hautbefall seit ca. 10 Jahren
- Gelenkbefall seit ca. 2009

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- St. n. Methotrexat-Therapie Januar bis März 2010, gestoppt wegen Ey-
thema exsudativum multiforme

- Aktuelle Behandlung mit TNF-Alpha-Hemmer Enbrel, mit relativ guter Kon-
trolle

Es werde über einen insgesamt relativ stabilen Zustand über ein Jahr be-
richtet. Gegenüber früher sei die Leistungsfähigkeit aufgrund der Gelenksi-
tuation eingeschränkt: Sportarten wie ..., ... und ... seien nicht mehr mög-
lich. Im Befund sei eine leichte artikuläre Aktivität der Psoriasisarthropathie 
möglich, mit auch zwischendurch leichtem Nagelbefall und ohne Gelenker-
güsse. Das Ansprechen auf Enbrel sei wahrscheinlich günstig. 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen 
Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 
Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicherten Per-
son aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-
berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versiche-
rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 

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behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis 
auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) 
nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder 
ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungs-
träger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 
465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

3.4

3.4.1 Die versicherungsmedizinische Beurteilung von Kreisarzt 
F.________ vom 23. Juli 2012 (AB 37) vermag insoweit zu überzeugen, als 
die Psoriasis vulgaris nicht Folge des Militärdienstes ist (AB 37 S. 8 und 9 
oben). Sie manifestierte sich bereits vor der Rekrutenschule (vgl. AB 129 
S. 17 und AB 37 S. 2) respektive gemäss den anamnestischen Angaben 
des Beschwerdeführers gegenüber den behandelnden Ärzten des Spitals 
E.________, seit dem Jahr 2000 (vgl. Berichte vom 7. Oktober 2009, AB 32 
S. 1; 10. November 2009, AB 9 S. 1; 11. Dezember 2009, AB 14 S. 1; 
1. März 2010, AB 16 S. 1) und konnte somit nicht durch den Militärdienst 
ausgelöst worden sein. Dies deckt sich denn auch mit der Auffassung des 
vom Beschwerdeführer beauftragten Dr. med. D.________, der in seiner 
Beurteilung vom 14. Dezember 2012 (AB 59 S. 5) von einer Verschlimme-
rung des Gesundheitsschadens durch das Einwirken während des Militär-
dienstes ausging. Dies setzt sachlogisch einen krankhaften Vorzustand 
voraus. Der Beschwerdeführer hat – auch angesichts der diesbezüglich 
übereinstimmenden medizinischen Beurteilungen – seine früheren echtzeit-
lichen anamnestischen Angaben gegenüber den behandelnden Ärzten des 
Spitals E.________ gegen sich gelten zu lassen. Ein späterer Ausbruch der 
Psoriasis ist daher – entgegen der in der Beschwerde (S. 6 f.) vertretenen 
Ansicht – nicht erstellt.

3.4.2 Nicht klar ist demgegenüber die Situation hinsichtlich der geltend 
gemachten Knieschmerzen. Dr. med. D.________ führte in seiner Beurtei-
lung vom 14. Dezember 2012 (AB 59) aus, dass sich im MRI ein regelrech-
ter Befund des Gelenkknorpels sowie erst später eine arthritische Verände-
rung ergeben hätten (AB 59 S. 3). Es fehle daher ein radiologisches Korre-
lat, das eine Bewegungs- und Belastungssymptomatik ohne entzündliche 

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Veränderungen erklären könnte; die während des Dienstes aufgetretenen 
Knieschmerzen seien „durch eine nicht diagnostizierte aber möglicherweise 
vorhandene entzündliche Aktivität“ zu erklären (AB 59 S. 3). Zwar spricht 
Dr. med. D.________ lediglich von einer möglicherweise vorhandenen ent-
zündlichen Aktivität, was für eine Leistungspflicht der Militärversicherung 
nicht genügt (vgl. E. 2.3.1 hiervor), im Grundsatz ist die getroffene Annah-
me jedoch nachvollziehbar und überzeugend. Dies wird dadurch bestätigt, 
dass Dr. med. D.________ – allein gestützt auf die subjektiven retrospekti-
ven Schmerzangaben – an einer anderen Stelle seiner Beurteilung fest-
hielt, wenn es zutreffe, dass sich der Beschwerdeführer während des 
Dienstes im Sommer 2009 aufgrund von Knieschmerzen immer wieder 
habe ausruhen müssen, sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass die damaligen Kniegelenksbeschwerden durch eine 
Entzündung bedingt gewesen seien (AB 59 S. 4) – widersprüchlich ist je-
doch, dass der Privatgutachter hier von überwiegender Wahrscheinlichkeit 
spricht, während er vorher allein die Möglichkeit eines Zusammenhanges in 
Betracht gezogen hatte. Demgegenüber erachtete der MV-Kreisarzt Dr. 
med. F.________ die Kniegelenksschmerzen als femoropatelläres 
Schmerzsyndrom und wies darauf hin, dass im WK 2009 keine Knie-
schmerzen gemeldet worden seien; entsprechend sei von einem nach-
dienstlichen Spontanverlauf mit Ausweitung der Erkrankung auf Sehnen 
und Gelenke auszugehen (AB 37 S. 9). Dies erscheint ebenfalls nicht über-
zeugend, da sich die Psoriasis nicht in einzelne Aspekte aufteilen lässt (vgl. 
Bericht von MV-Ärztin Dr. med. G.________ vom 9. Dezember 2013: 
AB 70 S. 6 und 8). Insoweit lassen die sich widersprechenden fachärztli-
chen Einschätzungen aktuell keine abschliessende Beurteilung der Kausa-
litätsfrage zu; d.h., es kann zurzeit weder auf die Einschätzung von 
Dr. med. D.________ noch auf diejenige von MV-Kreisarzt Dr. med. 
F.________ abgestellt werden. 

Diese Problematik wird auch durch den Bericht der MV-Ärztin Dr. med. 
G.________ vom 9. Dezember 2013 (AB 70) nicht geklärt. Einerseits ging 
sie davon aus, dass für den WK 2009 keine Kniebeschwerden aktenkundig 
gewesen sind (AB 70 S. 7), während ein Zeuge (später) ausführte, dass 
der Beschwerdeführer wiederholt über Knieschmerzen geklagt habe (AB 72 
S. 2). Andererseits hielt sie fest, die Psoriasis sei sicher vordienstlicher Na-

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tur; eine Nicht-Verschlimmerung in den Diensten 2004 und 2008 könne 
nicht mit medizinisch-praktischer Sicherheit belegt werden (AB 70 S. 8) – 
im Sinne eines Umkehrschlusses bejaht sie also eine Verschlimmerung der 
Psoriasis, ohne sich weitergehend damit auseinanderzusetzen. Schliesslich 
hielt sie in der Schlussfolgerung fest, dass gemäss Dr. med. D.________ 
die Verschlimmerung nicht behoben sei, jedoch nahm sie hierzu keine Stel-
lung. Gerade in diesem Zusammenhang wäre jedoch eine vertiefte Ausein-
andersetzung mit dem Krankheits- bzw. Beschwerdeverlauf sowie der Fra-
ge der Kausalität unerlässlich gewesen, um die Frage der Leistungspflicht 
der Militärversicherung beantworten zu können; abzuklären ist ebenfalls, ob 
allenfalls eine Schubkrankheit vorliegt.

3.4.3 Nach dem Dargelegten ist der Sachverhalt nicht liquid und die bis-
herigen Abklärungen erweisen sich im Lichte des Untersuchungsgrundsat-
zes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) als ungenügend. Dies gilt umso mehr, als die 
Psoriasis nicht in einzelne Aspekte aufgeteilt werden kann (vgl. E. 3.4.2 
hiervor; vgl. auch AB 70 S. 6 und 8) und damit eine allfällige Verschlimme-
rung während der Dienste 2008 und 2009 nicht geklärt ist, insbesondere ob 
es sich gegebenenfalls um zeitweilige oder richtungsgebende Veränderun-
gen handelte. Denn Stress und körperliche Belastung können eine Psori-
asis verschlimmern; geschieht dies während eines versicherten Dienstes 
und sind die weiteren Voraussetzungen erfüllt, besteht grundsätzlich eine 
Leistungspflicht der Militärversicherung. Diese Frage ist daher vom Spon-
tanverlauf klar abzugrenzen (vgl. Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 
10. April 2019 S. 4 f. Ziff. 6 ff.). Damit ist – wie in der Beschwerde (S. 9 
Ziff. 10) zu Recht vorgebracht – ebenso unklar, warum eine Verschlimme-
rung im Februar 2011 geendet haben soll. Die Beschwerdegegnerin wird 
daher ein externes Gutachten über die Frage zu veranlassen haben, ob 
durch den Militärdienst allenfalls eine (zeitweilige oder richtunggebende) 
Verschlimmerung der vorbestehenden Psoriasis verursacht worden ist.

3.4.4 Auch wenn die vorliegende Rückweisung zur weiteren Abklärung zu 
einer allfälligen Schlechterstellung des Beschwerdeführers führen kann 
(vgl. E. 3.4.2 am Ende und 3.4.3 hiervor), ist hier eine vorgängige Ge-
währung des rechtlichen Gehörs (BGE 137 V 314) nicht erforderlich, zumal 
die Leistungen bis Ende Februar 2011 zugesprochen wurden (AB 117 S. 2 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, MV/2019/148, Seite 15

unten). Sollte sich ergeben, dass gar keine oder eine zeitlich kürzere Leis-
tungspflicht besteht, wäre eine allfällige Rückforderung infolge Verwirkung 
(vgl. BGE 133 V 579 E. 4.1 S. 582) ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 ATSG).

4.

4.1 Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 16. Januar 2019 (AB 127) in Gutheissung der Beschwerde aufzuhe-
ben und die Sache zur weiteren Abklärung und Einholung eines Gutach-
tens (vgl. E. 3.4.3) und anschliessend erneuten Verfügung zurückzuweisen.

4.2 Das Beschwerdeverfahren betreffend Leistungen der Militärversi-
cherung ist grundsätzlich kostenlos (Art. 1 Abs. 1 MVG i.V.m. Art. 61 lit. a 
ATSG). Indes gilt das Verursacherprinzip, d.h. unnötige Kosten hat zu tra-
gen, wer sie verursacht hat. Das Verhalten muss dabei im Anwendungsbe-
reich von Art. 61 lit. a ATSG – anders als bei einer Auferlegung gestützt auf 
Art. 108 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
(ZPO; SR 272) – ein vorwerfbares Verhalten zum Inhalt haben (Entscheid 
des BGer vom 5. Februar 2019, 9C_330/2018, E. 6). Das von der Be-
schwerdegegnerin mit Eingabe vom 10. April 2019 eingereichte Aktendos-
sier weist eine ungeordnete und willkürliche Aktenführung auf. Dies betrifft 
nicht nur einzelne, sondern eine Vielzahl von Aktenstücken und mit Blick 
auf das ebenfalls nicht numerisch fortlaufend geordnete Aktenverzeichnis 
handelt es sich hierbei sicher nicht um ein blosses Versehen, sondern ein 
der Beschwerdegegnerin vorzuwerfendes Verhalten. Für den dadurch dem 
Verwaltungsgericht entstandenen Mehraufwand sind – entsprechend dem 
Verursacherprinzip – der Beschwerdegegnerin Kosten in richterlich festge-
legter Höhe von Fr. 250.-- aufzuerlegen. Die Verwaltung wird die Akten (vor 
Einholung des Gutachtens) korrekt einzuordnen haben.

4.3 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Ein Anspruch besteht rechtsprechungsgemäss auch bei einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, MV/2019/148, Seite 16

Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61).

4.3.1 Der Versicherungsträger übernimmt die Kosten der Abklärung, so-
weit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen ange-
ordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für 
die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil 
nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (Art. 45 Abs. 1 ATSG). Un-
erlässlich sind Abklärungen, wenn die entsprechende Massnahme im 
Rahmen der Untersuchungspflicht ebenfalls anzuordnen gewesen wäre, 
was jedoch nicht erfolgt ist. Der Umstand, dass eine für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässliche Abklärungsmassnahme vor der Anmeldung zum 
Leistungsbezug durchgeführt wurde, ändert im Grundsatz nichts daran, 
dass der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu tragen hat (SVR 
2014 IV Nr. 11 S. 45 E. 5.1 und 5.4). Nach der Rechtsprechung können die 
Kosten eines Privatgutachtens, auf das sich der Entscheid der Rechtsmitte-
linstanz stützt, im Rahmen der Parteientschädigung zurückerstattet werden 
(RKUV 2004 U 503 S. 187 E. 5.1). 

Das rheumatologische Privatgutachten vom 14. Dezember 2012 (AB 59) 
begründet nach dem Dargelegten zumindest geringe Zweifel an den 
kreisärztlichen Einschätzungen und lässt den medizinischen Sachverhalt 
als unvollständig abgeklärt respektive widersprüchlich erscheinen (vgl. 
E. 3.4.2 f. hiervor). Zudem führte es letztendlich zur Zusprache von befris-
teten MV-Leistungen (vgl. Verfügung vom 31. Januar 2018 [AB 117] bzw. 
demgegenüber Verfügung vom 11. Oktober 2012 [AB 53]). Unter diesen 
Umständen kommt dem Gutachten von Dr. med. D.________ vom 14. De-
zember 2012 (AB 59) für die Beurteilung der Kausalitätsfrage respektive 
des Leistungsanspruchs erhebliche Bedeutung zu. Die Kosten des Privat-
gutachtens in der Höhe von Fr. 1‘050.-- (Beschwerdebeilage [BB] 5) sind 
dem Beschwerdeführer deshalb zurückzuerstatten. 

4.3.2 Entsprechend der angemessenen Honorarnote von Rechtsanwalt 
C.________ vom 12. Juni 2019 (in den Gerichtsakten) sind die von der 
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzenden Parteikosten 
für anwaltliche Vertretung auf Fr. 1‘920.70 (inkl. Auslagen und MWSt.) fest-
zusetzen. Zuzüglich der Kosten des Privatgutachtens von Fr. 1‘050.-- ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juli 2019, MV/2019/148, Seite 17

dem Beschwerdeführer von der Beschwerdegegnerin eine Parteientschä-
digung von insgesamt Fr. 2‘970.70 zu bezahlen.

4.3.3 Bei diesem Verfahrensausgang ist der Beschwerdeführer auf die 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht angewiesen und das 
entsprechende Gesuch vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Su-
va vom 16. Januar 2019 aufgehoben und die Sache an die Verwaltung 
zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne 
der Erwägungen über den Anspruch auf Leistungen der Militärversi-
cherung neu verfüge.

2. Der Beschwerdegegnerin werden Kosten von Fr. 250.-- für durch sie 
verursachten unnötigen Verfahrensaufwand auferlegt; weitere Verfah-
renskosten werden nicht erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. Fr. 2‘970.70 (inkl. Auslagen, MWSt. und 
Kosten des Privatgutachtens), zu ersetzen.

4. Das Verfahren betreffend das Gesuch um Beiordnung von Rechtsan-
walt C.________ als amtlicher Anwalt wird abgeschrieben.

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5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva, Abteilung Militärversicherung, Service Center (samt Eingabe 

des Beschwerdeführers vom 12. Juni 2019)
- Bundesamt für Gesundheit, Aufsicht Militärversicherung, 3003 Bern 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.