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**Case Identifier:** f3611d1d-cdeb-52b5-8083-d5d8085ffc77
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-08
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 08.04.2024 VBE.2023.426
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-426_2024-04-08.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

VBE.2023.426 / KB / sc 
Art. 48 

 

 

Urteil vom 8. April 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Peterhans, Präsidentin  

Oberrichterin Gössi  

Oberrichterin Jacober 

Gerichtsschreiberin Biehler          

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____ 

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern   

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 1. September 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1978 geborene Beschwerdeführer war als Bohrarbeiter angestellt und 

in dieser Eigenschaft bei der Beschwerdegegnerin obligatorisch gegen Un-

fallfolgen versichert. Am 23. März 2018 wurde der Beschwerdeführer bei 

einem Berufsunfall mit der Bohrmaschine im Gesicht verletzt (Nasenbein-

fraktur, Mittelgesichtsfrakturen). Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre 

Leistungspflicht für diesen Unfall und richtete hierfür vorübergehende Leis-

tungen aus. Einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Integritäts-

entschädigung lehnte die Beschwerdegegnerin nach medizinischen Abklä-

rungen mit Verfügung vom 19. Januar 2022 ab. Auf die dagegen erhobene 

Einsprache trat die Beschwerdegegnerin mit unangefochten in Rechtskraft 

erwachsenem Einspracheentscheid vom 28. Juni 2022 nicht ein. 

 

1.2. 

Am 5. August 2022 ersuchte der Beschwerdeführer erneut um Zusprache 

einer Integritätsentschädigung. Nach weiteren medizinischen Abklärungen 

lehnte die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Beschwerdeführers 

auf eine Integritätsentschädigung mit Verfügung vom 3. Januar 2023 aber-

mals ab. Mit Einspracheentscheid vom 1. September 2023 wurde die da-

gegen erhobene Einsprache abgewiesen. 

 

2. 

2.1. 

Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. September 

2023 fristgerecht Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung 

des Einspracheentscheids vom 1. September 2023 und die Zusprache ei-

ner Integritätsentschädigung. 

 

2.2. 

Mit Eingabe vom 30. Oktober 2023 reichte der Beschwerdeführer zusätzli-

che Unterlagen ein. 

 

2.3. 

Mit Vernehmlassung vom 29. November 2023 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

 

  

 - 3 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung mit Einspracheent-

scheid vom 1. September 2023 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 196) zu 

Recht verneint hat.  

 

2. 

Die in Rechtskraft erwachsene Verweigerung weiterer Leistungen durch 

den obligatorischen Unfallversicherer schliesst die spätere Entstehung ei-

nes Anspruchs, der sich aus demselben Ereignis herleitet, nicht unter allen 

Umständen aus. Vielmehr steht ein solcher Entscheid unter dem Vorbehalt 

späterer Anpassung an geänderte unfallkausale Verhältnisse. Dieser in der 

Invalidenversicherung durch das Institut der Neuanmeldung (Art. 87 Abs. 3 

und 4 IVV in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 ATSG) geregelte Grundsatz gilt 

auch im Unfallversicherungsrecht, indem es der versicherten Person jeder-

zeit freisteht, einen Rückfall oder Spätfolgen eines rechtskräftig beurteilten 

Unfallereignisses geltend zu machen (vgl. Art. 11 UVV) und erneut Leistun-

gen der Unfallversicherung zu beanspruchen (BGE 144 V 245 E. 6.1 

S. 254).  

 

3. 

3.1. 

Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte, der durch den Unfall eine 

dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychi-

schen Integrität erleidet, Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-

schädigung. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleis-

tung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des ver-

sicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG). Die 

Schwere des Integritätsschadens beurteilt sich nach dem medizinischen 

Befund. Bei gleichem medizinischem Befund ist der Integritätsschaden für 

alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_478/2022 vom 30. Mai 2023 E. 6.1 mit Hinweisen).  

 

3.2. 

Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Ent-

schädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. 

Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der Integritäts-

entschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in 

einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala häufig vor-

kommende und typische Schäden prozentual gewichtet (BGE 124 V 29 

E. 1b S. 32 mit Hinweisen). Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integ-

ritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen 

Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 

 - 4 - 

 

 

Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritäts-

schäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet 

(Ziff. 1 Abs. 2). In diesem Zusammenhang hat die Suva in Weiterentwick-

lung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabella-

rischer Form erarbeitet (BGE 124 V 29 E. 1c S. 32). Diese Tabellen stellen 

keine Rechtssätze dar, sondern sind blosse Verwaltungsweisungen an die 

Organe der Suva und deshalb für das Gericht nicht verbindlich (RUMO-

JUNGO/HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversiche-

rungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, 

S. 167 mit Hinweis RKUV 1989 Nr. U 71 S. 222 f. E. 3b und BGE 124 V 

209 E. 4a/cc S. 211). Soweit sie aber lediglich Richtwerte enthalten, mit 

denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, 

sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (RUMO-JUNGO/HOLZER, 

a.a.O., S. 167 mit Hinweis auf unter anderem auf BGE 124 V 209 E. 4a/cc 

S. 211, 124 V 29 E. 1c S. 32 und 113 V 218 E. 2b S. 219). Ist ein Integri-

tätsschaden weder in der Skala in Anhang 3 UVV noch in den Tabellen der 

Suva enthalten, ist gemäss Ziff. 1 Abs. 2 des Anhangs 3 zur UVV eine 

Schätzung im Vergleich mit anderen Schäden vorzunehmen (RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 167 mit Hinweis auf BGE 113 V 218 E. 3 S. 219). 

Integritätsschäden, die gemäss der hiervor erwähnten Skala 5 % nicht er-

reichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3 des An-

hangs 3 zur UVV; BGE 116 V 156 E. 3b S. 157). 

 

3.3. 

Nach Anhang 3 zur UVV entspricht eine sehr schwere Entstellung im Ge-

sicht einer Integritätsentschädigung von 50 %. Nach der Suva-Tabelle 18 

("Integritätsschaden bei Schädigung der Haut") reicht der Integritätsscha-

den bei Hautnarben nach tieferen Verbrennungen je nach Schweregrad 

und Ausdehnung von 5 % bis 50 % (schwere Entstellung im Gesicht). Da-

bei werden Narben an Gesicht und Händen deutlich höher bemessen als 

Narben an bedeckten Körperpartien (lit. b). 

 

4. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheent-

scheid in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Aktenbeurteilun-

gen ihres Versicherungsmediziners Dr. med. B._____, Facharzt für Arbeits-

medizin und Oto-Rhino-Laryngologie. Dieser hielt in seiner Aktenbeurtei-

lung vom 11. Oktober 2022 insbesondere fest, dass keine grossen, entstel-

lenden Hautnarben vorlägen (VB 163). In seiner Aktenbeurteilung vom 

28. Dezember 2022 führte er sodann aus, dass gemäss dem zusätzlich 

eingeholten Bericht von Prof. Dr. med. C._____, Facharzt für Oto-Rhino-

Laryngologie, vom 1. Dezember 2022 (VB 170) eine leichte Deviation der 

Nasenachse nach rechts und endonasal eine leichte Septumdeviation nach 

links in Area 3 sowie eine leichte inferiore Muschelhyperplasie vorlägen. 

Die leichte Deviation der Nasenachse nach rechts könne er nach Durch-

sicht der neu vorliegenden Gesichtsfotos (vgl. VB 175–179) bestätigen. 

 - 5 - 

 

 

Gemäss dem präoperativen Bericht des Universitätsspitals D._____ vom 

13. September 2018 (vgl. VB 24) habe das Nasenbein damals gerade ge-

standen mit einer Rechtsdeviation des unteren Teils des Nasenrückens. In 

seiner Beurteilung kam Dr. med. B._____ zum Schluss, dass die Voraus-

setzungen für eine Integritätsentschädigung nach erfolgreicher Septorhino-

plastik nicht erfüllt seien. Das postoperative Resultat sei "recht schön" mit 

einer diskreten Deviation nach rechts. Die vom Beschwerdeführer behaup-

tete Schiefnase sei derart gering, dass die Indikation zu einer erneuten ope-

rativen Korrektur nicht gegeben sei. Die vom Beschwerdeführer erwähnte 

Nasenatmungsbehinderung werde durch eine Nasenmuschelhyperplasie 

verursacht, was jedoch keine Folge des Unfalls sei (VB 181 S. 1 f.; vgl. 

auch VB 122; 163). 

 

5. 

5.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 

231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

5.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder ei-

nem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 

gegebenen Gutachten zu (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.; 125 V 351 E. 3a 

S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c S. 160 ff.). Zwar lässt das Anstellungsverhältnis 

der versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine 

nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen 

(BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/ee S. 353 ff.). Soll ein Ver-

sicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschie-

den werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105; 142 

V 58 E. 5.1 S. 65; 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). 

 

5.3. 

Beweistauglich kann auch eine reine Aktenbeurteilung sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen. Dies ist ins-

besondere der Fall, wenn genügend Unterlagen aufgrund anderer persön-

licher Untersuchungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über 

 - 6 - 

 

 

Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische 

Sachverständige muss sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterla-

gen ein lückenloses Bild machen können (Urteile des Bundesgerichts 

8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 22. Dezember 

2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

6. 

6.1. 

Die Aktenbeurteilungen von Dr. med. B._____ vom 11. Oktober 2022 und 

28. Dezember 2022 erfolgten in Kenntnis der Akten, welche auf verschie-

denen persönlichen Untersuchungen beruhen und ein vollständiges Bild 

betreffend den relevanten medizinischen Sachverhalt ergeben (VB 163; 

181 S. 1) sowie unter Einbezug der vorliegenden Fotodokumentation 

(VB 175–179) und unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer ge-

klagten Beschwerden (VB 163; 181 S. 1). Zunächst bestehen an der Fest-

stellung in der Aktenbeurteilung vom 11. Oktober 2022, dass keine gros-

sen, entstellenden Hautnarben vorlägen, keine Zweifel. Der Bericht von 

Prof. Dr. med. C._____ und Assistenzarzt Dr. med. E._____ vom 1. De-

zember 2022 weist lediglich auf einen postoperativ veränderten Hautstatus 

mit Narbenbildung am linken Nasenflügel hin (vgl. VB 170 S. 1). Ausser-

dem war bereits im Jahr 2019 eine Narbenkorrektur am linken Nasenflügel 

erfolgt (vgl. VB 62). Des Weiteren gelangte Dr. med. B._____ in seiner Ak-

tenbeurteilung vom 28. Dezember 2022 gestützt auf den Bericht von Prof. 

Dr. med. C._____ und Assistenzarzt Dr. med. E._____ vom 1. Dezember 

2022 (VB 170) samt Fotodokumentation (VB 175–179) zur überzeugend 

begründeten Schlussfolgerung, dass aufgrund der leichten Deviation der 

Nasenachse nach rechts und einer leichten Deviation des Nasenseptums 

nach links keine erhebliche Schädigung der Nase vorliege, welche einen 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung begründen würde; divergie-

rende ärztliche Beurteilungen finden sich in den medizinischen Akten nicht. 

Auch die Einschätzung von Dr. med. B._____, wonach die Nasenatmungs-

behinderung keine Unfallfolge darstelle, ist nachvollziehbar. Diesbezüglich 

ist auch darauf hinzuweisen, dass eine gesundheitliche Schädigung nicht 

schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem auf-

getreten ist. Eine derartige "post hoc, ergo propter hoc"-Argumentation ist 

beweisrechtlich nicht zulässig (BGE 142 V 325 E. 2.3.2.2 S. 330 und 

119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.).  

 

6.2. 

Zusammenfassend kann auf die nachvollziehbaren und schlüssigen Akten-

beurteilungen des Versicherungsmediziners Dr. med. B._____ vom 11. Ok-

tober 2022 und 28. Dezember 2022 abgestellt werden. Gestützt darauf und 

unter Berücksichtigung der Skalenwerte gemäss Anhang 3 zur UVV und 

der Suva-Tabelle 18 ist beim Beschwerdeführer aufgrund der Geringfügig-

keit der Deviation der Nasenachse und des Nasenseptums sowie der Haut-

narbe am linken Nasenflügel keine Entstellung im Gesicht festzustellen, 

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welche einem Integritätsschaden von mindestens 5 % entspricht (vgl. E. 3). 

Ausserdem sind die vom Beschwerdeführer in seiner Beschwerde behaup-

teten Schmerzen an der Nase nicht durch objektive Befunde erklärbar. Auf-

grund des medizinischen Befunds lässt sich somit keine erhebliche Schä-

digung der körperlichen Integrität – und damit keine seit der als Referenz-

zeitpunkt heranzuziehenden Verfügung vom 19. Januar 2022 neuanmel-

dungsrechtlich relevante Veränderung des Gesundheitszustands im Sinne 

eines Rückfalls oder einer Spätfolge (vgl. BGE 144 V 245 E. 6.2 S. 254) – 

feststellen (vgl. E. 2). Der medizinische Sachverhalt erweist sich vor diesem 

Hintergrund als vollständig abgeklärt, weshalb auf weitere Abklärungen in 

antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten ist, da von diesen keine weite-

ren Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368 mit 

Hinweisen). Folglich hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Be-

schwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung zu Recht verneint. 

 

7. 

7.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

7.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

7.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als 

Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch 

auf Parteientschädigung zu.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

  

 - 8 - 

 

 

 

 

   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 8. April 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

 

Peterhans  Biehler