# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c400e186-75be-51b1-a202-8fd6a0b302c0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.04.2016 UV 2014/9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-9_2016-04-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/9

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 15.04.2016

Entscheiddatum: 15.04.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 15.04.2016
Art. 18 und 24 UVG. Art. 16 ATSG. Invaliditätsbemessung, Bestimmung des 
Invalideneinkommens unter Verwendung von DAP-Profilen. Nichteintreten 
auf den Antrag auf Erhöhung der Integritätsentschädigung, da gegen die 
abweisende Verfügung diesbezüglich keine Einsprache erhoben wurde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. April 
2016, UV 2014/9).Entscheid vom 15. April 2016

Besetzung

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Della Batliner

Geschäftsnr.

UV 2014/9

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Georg Kramer, Waisenhausstrasse 17, 9001 St. 

Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.      

A.a      A.___ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) war als Saisonnier 

arbeitstätig und hatte am 3. Mai 1990 einen bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) versicherten Unfall erlitten, als er bei 

der Durchführung von Dacharbeiten beim Übergang vom Dach zur Leiter auf den 

Boden gestürzt war (Suva-act. 6-1/17). Bei den Diagnosen einer Skaphoidfraktur links 

(Kahnbeinfraktur [Handwurzelknochen]) und einer Sitzbeinkontusion links war am 

16. Mai 1990 eine offene Reposition und Osteosynthese des Skaphoid links (Herbert-

Schraube) vorgenommen worden. Bis 5. August 1990 hatte eine volle 

Arbeitsunfähigkeit bestanden (Suva-act. 6-6f./17). Danach war der Versicherte bis 

17. August 1990 zu 50% und ab 20. August 1990 voll arbeitsfähig gewesen (Suva-

act. 6-10/17).

A.b     Nachdem es am 7. Juli 1991 erneut zu Schmerzen in der linken Hand gekommen 

war (Suva-act. 39-79/82), war am 19. Juli 1991 eine Spaltung des Ligamentum carpi 

transversum links vorgenommen und ein Narbenneurom links operativ entfernt worden 

(Suva-act. 39-61/82). Die Suva hatte die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen 

erbracht (Suva-act. 39-75/82). Ab 1. April 1992 hatte eine 75%-ige Arbeitsfähigkeit 

bestanden (vgl. Suva-act. 39-46/82). Das Taggeld der Unfallversicherung war 

eingestellt worden (Suva-act. 39-35/82). Da nochmalige medizinische Untersuchungen 

auf Begehren des Versicherten zu keinem anderen Ergebnis geführt hatten, hatte die 

Suva keine Notwendigkeit zur Wiederaufnahme der ärztlichen Behandlung gesehen 

und den Schadenfall als nach wie vor abgeschlossen betrachtet (Suva-act. 39-18f./82, 

39-22/82, 39-29ff./82, 39-24/82).

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A.c      Der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. B.___, FMH Allgemeine Medizin, hatte 

mit Bericht vom 2. Mai 1995 von anhaltenden Schmerzen des Versicherten am linken 

Handgelenk berichtet und um eine kreisärztliche Beurteilung gebeten (Suva-

act. 39-11/82), welche am 16. Mai 1995 erfolgt war und nicht zu einer 

Behandlungsempfehlung bzw. Wiederaufnahme des Falles geführt hatte (Suva-

act. 39-8ff./82).

A.d     Mit Bericht vom 19. Oktober 1995 hatten die Ärzte der Klinik für Orthopädische 

Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) eine periskaphoidale Arthrose links 

diagnostiziert (Suva-act. 39-1f./82). Gestützt auf die Schätzung der Integritätseinbusse 

von Kreisarzt Dr. med. Z.___ vom 17. Januar 1996 war dem Versicherten von der Suva 

mit Verfügung vom 25. Januar 1996 eine Integritätsentschädigung von Fr. 4‘080.-- bei 

einer Einbusse von 5% zugesprochen und ein Anspruch auf Rentenleistungen verneint 

worden (Suva-act. 40-75ff./86, 40-79/86). Mit Einspracheentscheid vom 31. Juli 1996 

(Suva-act. 40-41ff./86) war die dagegen erhobene Einsprache abgewiesen worden.

B.       

B.a      Am 2. September 2011 meldete der Versicherte telefonisch, er leide seit zwei 

Jahren wieder verstärkt unter Handgelenkbeschwerden (Suva-act. 1). Eine 

Computertomografie des linken Handgelenks vom 7. September 2011 (Suva-act. 4) 

zeigte eine konsolidierte Scaphoidfraktur mit Schraube in situ, eine Früharthrose mit 

Impaktation zwischen Os scaphoideum und Os trapezoideum, weniger ausgeprägte 

Degeneration radioscaphoidal und Ganglionzysten im Os capitatum. Es wurde keine 

frische Fraktur festgestellt. Am 8. September 2011 machte die Arbeitgeberin des 

Versicherten, die C.___ AG, eine Schadenmeldung UVG und gab als Rückfall-Datum 

den 5. September 2011 an (Suva-act. 7). Das ursprünglich vom 1. März bis 31. August 

2011 befristete Arbeitsverhältnis wurde am 22. August 2011 bis 31. Dezember 2011 

verlängert (Suva-act. 35). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Taggelder 

und Heilungskosten; Suva-act. 48, 81).

B.b     Die Ärzte der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des 

KSSG diagnostizierten im Bericht vom 28. September 2011 (Suva-act. 29) an der linken 

Hand einen Verdacht auf Rezidiv Karpaltunnelsyndrom bei Status nach offener 

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Karpaldachspaltung 1993 (Spital Uster) und eine beginnende capitolunäre 

Gelenksarthrose mit Zysten im Os capitatum ohne Frakturnachweis und einem Status 

nach palmarer Herbertschraubenosteosynthese 1990 (KSSG). Bei der rechten Hand 

bestehe ebenfalls ein Verdacht auf ein Karpaltunnelsyndrom, ventrolateral zwei 

Handgelenksganglionen und eine beginnende Radiocarpalarthrose. Im Arztbericht vom 

13. Oktober 2011 der interdisziplinären medizinischen Dienste, Muskelzentrum / ALS 

clinic, KSSG (Suva-act.  60), wurden Dysästhesien an der ulnaren Seite des rechten 

Unterarms und der rechten Hand unklarer Genese, sowie eine asymptomatische 

leichte, rein sensible, demyelinisierende Schädigung des rechten Nervus medianus 

diagnostiziert.

B.c      Mit Schreiben vom 17. Oktober 2011 (Suva-act. 32) teilte die Suva dem 

Versicherten mit, dass die Abklärung und die Behandlung der rechten Hand nicht zu 

ihren Lasten gehe, sie jedoch die unfallbedingten Kosten der Behandlung der linken 

Hand übernehme.

B.d     Eine weitere Untersuchung in der Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie des KSSG am 28. November 2011 (Suva-act. 69) ergab 

die Diagnosen von leichten degenerativen Veränderungen im Carpus links, 

Dysästhesien an der ulnaren Seite des rechten Unterarms und der rechten Hand 

unklarer Genese, eine asymptomatische leichte, rein sensible, demyelinisierende 

Schädigung des rechten Nervus medianus und einen Verdacht auf Status nach 

Spaltung Retinaculum flexorum der linken Hand. Eine SPECT-CT des linken 

Handgelenks vom 5. Dezember 2011 (Suva-act. 72) zeigte einen minimal gesteigerten 

Knochenstoffwechsel im Bereich des linken Handgelenks/Handwurzel. Es fand sich 

kein Hinweis auf lokale arthrotisch bedingte Stoffwechselsteigerungen. Mangels 

richtungsweisendem Befund im SPECT-CT wurde am 16. Dezember 2011 eine 

diagnostische Infiltration des linken Radiokarpalgelenks durchgeführt (Suva-act. 76). 

Die Lokalinfiltration führte nicht zur erhofften Beschwerdebesserung. Nach 

ausführlicher klinischer Untersuchung am 12. Januar 2012 (Suva-act. 84) durch 

Prof. Dr. med. D.___, Arzt Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie, KSSG, und Zusammenschau der sämtlichen erhobenen 

Befunde liess sich im linken Handgelenk, abgesehen von geringgradigen degenerativen 

Veränderungen, keine richtungsweisende Pathologie finden, welche die die gesamte 

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Hand und das Handgelenk umfassenden Schmerzen erklären konnte. Dem 

Versicherten wurde eine generelle Umorientierung im Sinne einer Umschulung in einen 

Beruf ohne mittlere bis schwere Handgelenksbelastung empfohlen, und die 

medizinische Behandlung wurde abgeschlossen. Daraufhin stellte die Suva mit 

Schreiben vom 20. Januar 2012 die Taggeldleistungen auf den 25. Januar 2012 ein 

(Suva-act. 85). Mit Schreiben vom 6. März 2012 (Suva-act. 95) teilte die Suva dem 

Versicherten mit, ab dem 5. März 2012 sei ihm eine volle leidensadaptierte Tätigkeit 

wieder zumutbar. Aufgrund der Beurteilung des KSSG sei davon auszugehen, dass 

sein Gesundheitszustand bezüglich der linken Hand durch eine weitere Behandlung 

nicht mehr wesentlich verbessert werden könne, weshalb die Behandlung per 12. März 

2012 abgeschlossen werde. Im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung vom 

30. März 2012 (Suva-act. 112) verneinte Dr. med. E.___, Facharzt für Chirurgie FMH, 

insbesondere die Frage, ob von einer weiteren Behandlung eine namhafte Besserung 

des unfallbedingten Zustands erwartet werden könne. Weitere therapeutische 

Vorschläge ergäben sich nicht. Der Kreisarzt beschrieb mehrere qualitative 

Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bezogen auf die linke Hand. Am 17. Juli 2012 

berichtete Prof. D.___, die Veränderungen der linken Hand seien nicht unfallbedingt 

und degenerativer Natur (Suva-act. 125). Dr. med. F.___, Facharzt FMH für 

Neurochirurgie, berichtete am 4. Dezember 2012 (Suva-act. 150-34/42), der 

Versicherte sei aus neurochirurgischer Sicht voll arbeitsunfähig.

B.e      Im Auftrag der IV-Stelle des Kantons St. Gallen erstattete die ABI, Ärztliches 

Begutachtungsinstitut GmbH, Basel, am 16. April 2013 ein polydisziplinäres Gutachten 

über den Versicherten (Suva-act. 150). Als handchirurgische Diagnose der linken Hand 

wurde eine posttraumatische radial betonte Handgelenksarthrose links erwähnt. Die 

geklagten Beschwerden im Bereich des linken Handgelenks erschienen aggraviert 

dargestellt, wobei die degenerativen Veränderungen mässiggradig ausgeprägt seien. 

Für das linke Handgelenk sei der Versicherte für nicht monotone leicht- bis 

mittelgradige Arbeiten mit entsprechenden Arbeitspausen arbeitsfähig. Die von der 

Suva durchgeführte Einschätzung vom 13. März 2012, dass am linken Handgelenk 

keine Unfallfolgen bestünden, konnte der handchirurgische Gutachter nicht teilen. 

Sowohl bei seiner klinischen Untersuchung als auch im radiologischen Verlauf und 

insbesondere durch die CT-Aufnahmen von 2011 seien degenerative Folgen, die 

eindeutig auf die Scaphoid-Fraktur von 1990 bezogen werden könnten, objektiviert. 

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Hinsichtlich der Handgelenksbeschwerden links könnte dem Versicherten aus 

handchirurgischer Sicht als Lösung seiner Beschwerden eine sogenannte Vierecken-

Arthrodese angeboten werden. Der Eingriff werde jedoch sehr zurückhaltend 

empfohlen. Das Erreichen einer Schmerzfreiheit durch die zweite Alternative – eine 

Denervation des Handgelenks – müsse offen gelassen werden. Suva-Kreisarzt 

Dr. E.___ verwies am 7. Juni 2013 (Suva-act. 152) nach Vorlage des ABI-Gutachtens 

weiterhin auf seine Beurteilung vom 30. März 2012. Die Unfallfolgen hätten sich seither 

nicht verschlechtert. Er änderte seine Beurteilung der unfallbedingten Zumutbarkeit 

nicht.

B.f       Mit Verfügung vom 8. August 2013 (Suva-act. 168) sprach die Suva dem 

Versicherten ab 1. Februar 2012 bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 12% eine 

monatliche Rente in Höhe von Fr. 163.90 zu.

B.g     Dagegen liess der Versicherte am 16. September 2013 durch Rechtsanwältin lic. 

iur. Bettina Surber, St. Gallen, Einsprache (Suva-act. 173) erheben und am 

2. Dezember 2013 (Suva-act. 179) ergänzend begründen. Im mit der ergänzenden 

Begründung eingereichten Austrittsbericht der Kliniken Valens vom 31. Oktober 2013 

(Suva-act. 180) über den stationären Aufenthalt vom 24. September bis 12. Oktober 

2013 waren bewegungsabhängige Schmerzen im linken Handgelenk als 

Nebendiagnose erwähnt worden. Das linke Handgelenk sei um einen Drittel 

eingeschränkt gewesen mit subjektiv fehlender Kraft. Leichtere Tätigkeiten seien 

medizinisch-theoretisch möglich.

B.h     Dr. B.___ berichtete der Suva am 3. Dezember 2013 (Suva-act. 186), aufgrund 

der Einschränkung der Funktionsfähigkeit im Bereich der linken Hand mit 

Ruheschmerzen und verstärkten Belastungsschmerzen bestehe seines Erachtens eine 

Einschränkung zu 50% seit 18. Juni 2012.

B.i       Mit Einspracheentscheid vom 22. Januar 2014 (Suva-act. 190) wies die Suva die 

Einsprache des Versicherten ab.

C.       

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C.a      Mit Beschwerde vom 21. Februar 2014 (act. G1) liess der Versicherte, vertreten 

durch Rechtsanwalt Dr. iur. Georg Kramer, St. Gallen, beantragen, der 

Einspracheentscheid vom 22. Januar 2014 sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

aufzuheben und ihm sei ab 1. Januar 1996 eine Rente nach Massgabe des 

unfallbedingten Erwerbsausfalls, ab 1. Februar 2012 eine volle UVG-Rente 

auszurichten; die Integritätsentschädigung sei auf 25% zu erhöhen; die Streitsache sei 

zur ziffernmässigen Festlegung der Rentenansprüche und der Integritätsentschädigung 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventualiter sei ein neues 

polydisziplinäres Gutachten zur unfallbedingten Erwerbsunfähigkeit und zum 

Integritätsschaden einzuholen. Subeventualiter sei die Beschwerdegegnerin 

anzuweisen, die medizinischen Abklärungen unter Wahrung der Mitwirkungsrechte des 

Beschwerdeführers durchzuführen. Zudem sei ihm für das Beschwerdeverfahren die 

unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren. Zur Begründung 

liess er im Wesentlichen anführen, das Gutachten der ABI GmbH sei nicht verwertbar 

und beruhe nicht auf den vollständigen Krankenakten. Die im Jahr 1996 erkannte 

Integritätsentschädigung von 5% sei deutlich zu tief. Beim Einkommensvergleich seien 

die zur Ermittlung des Invalideneinkommens beigezogenen DAP-Arbeitsplätze nicht 

repräsentativ. Zur Bestimmung des Valideneinkommens sei der IK-Auszug vom 

Versicherungsgericht von Amtes wegen einzuholen. Da er jahrelang über seine 

medizinische Belastbarkeit hinaus gearbeitet habe, sei der Rentenbeginn vorbehältlich 

einer allfälligen Verjährung auf Januar 1996 festzusetzen.

C.b     Mit Schreiben vom 20. März 2014 (act. G5) teilte das Versicherungsgericht dem 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung könne zum aktuellen Zeitpunkt mangels nachgewiesener 

Bedürftigkeit nicht gutgeheissen werden. Es stehe ihm frei, zu gegebener Zeit einen 

Beschluss des Sozialamtes einzureichen. Dann würde umgehend über die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung befunden. Ansonsten werde das Gesuch mit dem 

Entscheid in der Sache abschliessend behandelt.

C.c      Mit Beschwerdeantwort vom 27. März 2014 (act. G6) schloss die 

Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, die Berentung ab 1. Januar 1996 sei 

bereits mit Verfügung vom 25. Januar 1996 bzw. Einspracheentscheid vom 31. Juli 

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1996 rechtskräftig abgelehnt worden und bilde nicht Streitgegenstand des 

Einspracheverfahrens 2013/14. Ohnehin sei ein Rentenanspruch ab 1. Januar 1996 

längst verwirkt und der Beschwerdeführer sei nach eigenen Angaben mit wenigen 

Unterbrüchen durchwegs voll erwerbstätig gewesen, weshalb keine unfallbedingte 

Invalidisierung und damit auch kein Rentenanspruch bestehe. Zudem seien in diesem 

Zeitraum keine medizinischen Behandlungen aktenkundig. Gegen die formlosen 

Leistungsablehnungen vom 17. Oktober 2011 und 25. Juni 2012 bezüglich der rechten 

Hand und indirekte Unfallfolgen wie z.B. Fehl- oder Überbelastungen habe der 

Beschwerdeführer nicht innert Jahresfrist interveniert, weshalb deren Inhalte in 

Rechtskraft erwachsen seien. Die gegen das ABI-Gutachten erhobenen Einwände des 

Beschwerdeführers seien allesamt haltlos. Gegen die bei der Bestimmung des 

Invalidenlohnes gewählten fünf leidensadaptierten DAP-Arbeitsplätze habe der 

Beschwerdeführer im Einspracheverfahren keine konkreten Einwände erhoben. Die in 

der Beschwerde geäusserten Vorbehalte seien zu spät erfolgt und daher unbeachtlich.

C.d     Am 6. Juni 2014 stellte die Beschwerdegegnerin dem Versicherungsgericht 

einen Vorbescheid vom 5. Juni 2014 betreffend eine Rückfallmeldung vom 1. Mai 2014 

zu (act. G10). Darin wurde dem Beschwerdeführer insbesondere mitgeteilt, man werde 

ergänzende Abklärungen tätigen.

C.e      Mit Replik vom 29. August 2014 (act. G14) hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers an seinem bisherigen Standpunkt fest und reichte weitere Belege 

für das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung (act. G14.1) und mehrere 

Arztberichte (act. G14.2-G. 14.7) ein.

C.f       Mit Duplik vom 30. September 2014 (act. G16) hielt die Beschwerdegegnerin an 

ihrem bisherigen Rechtsstandpunkt fest.

C.g     Mit Eingabe vom 30. Oktober 2014 (act. G18) reichte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers eine Fotografie des Unfallorts (act. G18.1) nach (vgl. auch act. G 

19).

C.h     Am 19. Oktober 2015 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen 

Arztbericht vom 6. Oktober 2015 von Dr. med. G.___, Facharzt für Chirurgie und 

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Handchirurgie FMH, leitender Arzt Handchirurgie, Klinik für Hand- und Plastische 

Chirurgie, Kantonsspital Frauenfeld, (act. G20; vgl. auch act. G21) und am 

10. November 2015 (act. G22) weitere Arztberichte ein (ambulanter Bericht von 

Dr. G.___ vom 3. November 2015 [act. G22.1], Untersuchungsberichte von Dr. med. 

H.___, Neurologie FMH, Psychiatrie und Psychotherapie, Schlafmedizin SGSSC, vom 

20. Oktober 2015 [act. G22.2] und vom 14. Oktober 2015 [act. G22.3]), welche der 

Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt wurden (act. G23).

C.i       Mit Schreiben vom 5. Januar 2016 reichte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers weitere Arztberichte (Versicherungsbericht vom 16. Oktober 2015 

von Dr. G.___ [act. G24.1], Bericht vom 16. Dezember 2015 von Dr. B.___ [act. G24.2], 

Untersuchungsbericht vom 18. Dezember 2015 von Dr. F.___ [act. G24.3], ambulanter 

Bericht vom 23. Dezember 2015 von Dr. med. I.___, Notfallpraxis, Kantonsspital 

Frauenfeld [act. G24.4]), ein (act. G24). Auf Anfrage der Verfahrensleitung reichte die 

Suva am 8. Januar 2016 fünf DAP-Erfassungsblätter für das Jahr 2012 zu den Akten. 

Ferner zog die Verfahrensleitung Berichte aus dem ebenfalls gerichtshängigen IV-

Verfahren IV 2015/30 bei (ein Gutachten von Dr. med. J.___, Handchirurgie FMH, vom 

20. Januar 1999, drei Berichte der Klinik für Neurologie des KSSG vom 3. Juli 2012 und 

ein Bericht der Klinik für Hand-, Plastische und Wiederherstellungschriurgie des KSSG 

vom 2. Oktober 2012). Die Beschwerdegegnerin liess sich dazu am 29. Januar 2016, 

der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 15. Februar 2016 vernehmen 

(act. G28f.). Gleichentags reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers weitere 

Unterlagen zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung 

ein.  

Erwägungen

1.        

Der Beschwerdeführer hat sich nach Lage der Akten nicht gegen die Einstellung der 

Taggeldleistungen auf den 25. Januar 2012 (Suva-act. 85) und den Abschluss der 

Heilbehandlung per 12. März 2012 (Suva-act. 95) gewehrt. Der Zeitpunkt des 

Fallabschlusses wurde ferner auch nicht in der Einsprache gegen die Verfügung vom 

8. August 2013 bemängelt (vgl. Suva-act. 173, 179). Taggeld und Heilbehandlung, die 

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mit dem Rentenbeginn dahinfallen (Art. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG), zählen folglich nicht 

zum Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens.

2.        

Da der Versicherte ab 1. Februar 2012 eine volle Rente der Beschwerdegegnerin 

verlangt und gegen den Zeitpunkt des Fallabschlusses nichts einwendet, ist 

anzunehmen, dass er selbst spätestens ab diesem Zeitpunkt durch die Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung seines Gesundheitszustands mehr 

erwartet hatte (vgl. Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

[UVG; SR 832.20]). Dies steht im Einklang mit den medizinischen Akten. Der Kreisarzt 

Dr. E.___ konnte im Rahmen seiner Untersuchung vom 30. März 2012 keine 

therapeutischen Vorschläge machen (Suva-act. 112 S. 7 f.). Der für die ABI GmbH 

begutachtende Handchirurg erwähnte zwar die Möglichkeit einer Vierecken-

Arthrodese, hielt jedoch fest, er würde diese Operation „bei diesem Exlporanden sehr 

zurückhaltend empfehlen“. Ebenfalls liess er offen, ob eine Denervation des 

Handgelenks eine Besserung der Schmerzsituation bringen würde (Suva-

act. 150-28/42). In der Gesamtbeurteilung kamen die ABI-Gutachter zum Schluss, eine 

allfällige operative Behandlung lasse kaum eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 

erwarten. Beim Exploranden mit deutlicher Schmerzausweitung sollte mit einem 

operativen Vorgehen äusserst zurückhaltend vorgegangen werden (Suva-

act. 150-31/42). Dr. E.___ erwähnte betreffend die Vierecken-Arthrodese am 21. Juni 

2013 lediglich, die Indikation dafür sei sehr relativ. Er verneinte die Frage, ob damit eine 

namhafte Besserung erwartet werden könne (Suva-act. 154). Bereits Prof. D.___ hatte 

am 17. Juli 2012 festgehalten, dass betreffend die linke Hand therapeutische 

Massnahmen nicht zu empfehlen seien. Auf handchirurgischem Gebiet könne keine 

operative Massnahme angeboten werden, die das Beschwerdebild lindere (Suva-

act. 125). Insgesamt ist vor dem Hintergrund dieser medizinischen Akten nicht zu 

beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Fallabschluss und damit die 

Rentenprüfung per 1. Februar 2012 vorgenommen hat.

3.        

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Soweit der Versicherte eine Rentenzusprache ab 1. Januar 1996 beantragen lässt, 

kann auf seine Beschwerde vom 21. Februar 2014 nicht eingetreten werden. Den 

Rentenanspruch des Versicherten ab 1. Januar 1996 hat die Beschwerdegegnerin 

bereits mit Einspracheentscheid vom 31. Juli 1996 (Suva-act. 40-41ff./86) rechtskräftig 

verneint. Eine Wiedererwägung wurde bei ihr aktenkundigerweise nicht anbegehrt; ob 

sie darauf hätte eintreten wollen, wäre ihr zudem ohnehin freigestanden (vgl. Art. 53 

Abs. 2 ATSG). Weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich folglich.

4.        

4.1      Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht eine 

Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 12% zugesprochen hat oder ob sie ihm 

eine höhere Rente schuldet. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer aufgrund der 

Handgelenksarthrose links, die sich nach der operativen Behandlung der 

Skaphoidfraktur sowie der CTS-Spaltung und Neuromentfernung gebildet hat, unter 

bleibenden Beeinträchtigungen am linken Handgelenk leidet. Der Beschwerdeführer 

lässt vorbringen, chronische Schmerzen und Sensibilitätsstörungen am rechten 

Unterarm bzw. an der rechten Hand sowie Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen als 

auch Sensibilitätsstörungen am rechten Bein seien ebenfalls unfallkausal (vgl. 

Beschwerdeschrift act. G1 S. 3). Zu prüfen ist daher, ob nebst den von der 

Beschwerdegegnerin als unfallkausal anerkannten Beschwerden an der linken Hand 

weitere Gesundheitsbeeinträchtigungen natürlich und adäquat kausal auf das 

Unfallereignis vom 3. Mai 1990 zurückzuführen sind.

4.2      Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (m.w.H. Alexandra Rumo-Jungo/André 

Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53ff.). 

Während es Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen 

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Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 

58; BGE 125 V 456; 123 III 110; 112 V 30). Im Bereich klar ausgewiesener organischer 

Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen Veränderungen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 134 V 

109 E. 2.1 mit Hinweis; 117 V 359, E. 5d/bb, unten, mit Hinweisen auf Lehre und 

Rechtsprechung).

4.3   Der Beschwerdeführer klagte nach der Rückfallmeldung im September 2011 

zusätzlich über Beschwerden im rechten Handgelenk bzw. solche wurden im 

Arztbericht vom 28. September 2011 des KSSG (Suva-act. 29) erstmals festgehalten. 

Über Schmerzen und Dysästhesien am rechten Unterarm wurde am 13. Oktober 2011 

erstmals berichtet (Suva-act. 60). Mit Schreiben vom 17. Oktober 2011 (Suva-act. 32) 

und sinngemäss auch vom 6. März 2012 (Suva-act. 95) lehnte die Beschwerdegegnerin 

eine Übernahme der damit verbundenen Kosten ab. Im März 2012 (Suva-act. 96, 112) 

gab der Beschwerdeführer erstmals Beschwerden in den Zehen rechts an und teilte 

der Beschwerdegegnerin mit, es sei noch eine Untersuchung wegen des Fusses im 

KSSG geplant. Der im Arztbericht vom 20. Juni 2012 (Suva-act. 123) aufgeführten 

Anamnese von Dr. B.___ ist zu entnehmen, dass am 11. April 1995 retrospektiv eine 

Migräne diagnostiziert worden war, im August 1995 Abklärungen aufgrund einer 

fraglichen Fissur im oberen Sprunggelenk durchgeführt und am 30. Januar 1998 eine 

akute PHS (Periarthritis humeroscapularis) rechts festgestellt worden waren und dass 

der Beschwerdeführer Dr. B.___ gegenüber am 10. März 2012 erstmals diffuse 

Beschwerden an der rechten Hand und am rechten Fuss beklagt hatte. Als „jetziges 

Leiden“ beschrieb Dr. B.___, der Beschwerdeführer habe den Eindruck, dass er 

aufgrund seiner Handverletzung links auch die rechte Hand überbelastet habe, und er 

sehe auch die Rückenschmerzen teilweise als Folge der fehlenden 

Belastungsmöglichkeit der linken Hand seit Jahren. Gemäss Arztbericht vom 

4. Dezember 2012 von Dr. F.___ (Suva-act. 150-34ff./42) wurden im September 2012 

Infiltrationen zur Behandlung von bewegungs- und belastungsabhängigen, ins rechte 

Gesäss ausstrahlenden Lumbalgien vorgenommen. Etwa zwei Wochen vor seiner 

Berichterstattung habe der Beschwerdeführer über zunehmende Zervikalgien mit 

Ausstrahlung in den linken Arm bis zum Ellenbogen links sowie Gefühlsstörungen in 

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der rechten Hand geklagt. MRI-Bilder der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 19. Juli 2012 

zeigten eine linkskonvexe Skoliose und eine mässige Spinalkanalstenose L4/5 und L5/

S1 ohne Wurzelkompression. MRI-Aufnahmen der Halswirbelsäule (HWS) vom 

20. Oktober 2011 zeigten eine Streckhaltung der HWS sowie eine mittelschwere 

Spinalkanalstenose auf Höhe C3/4, C4/5 und C5/6 und Diskusprotrusionen C5/6 und 

C6/7. Im Arztbericht vom 3. Dezember 2013 (Suva-act. 186) beschreibt Dr. B.___ die 

Cervicobrachialgie und die chronischen Lumbalgien als mittlerweile für die 

Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers hauptentscheidend. Diesbezüglich bestehe 

eine Behandlung bei Dr. F.___ und eine von diesem bescheinigte volle 

Arbeitsunfähigkeit seit August 2012 (vgl. dazu auch Suva-act. 181). Seines Erachtens 

sei aufgrund der Einschränkung der Funktionsfähigkeit im Bereich der linken Hand mit 

Ruheschmerzen und verstärkten Belastungsschmerzen eine 50%-ige 

Arbeitsunfähigkeit seit 18. Juni 2012 vorhanden.

4.4   Neben der Skaphoidfraktur am linken Handgelenk erlitt der Beschwerdeführer 

beim Unfall vom 3. Mai 1990 als direkte Unfallfolge auch eine Sitzbeinkontusion links. 

Diese Kontusion heilte folgenlos ab und fällt als unmittelbare oder auch nur mittelbare 

Ursache der vom Beschwerdeführer seit der Rückfallmeldung vom September 2011 

zusätzlich geklagten Beschwerden ausser Betracht, da diese andere Körperteile und 

vorwiegend die rechte Seite betreffen. Der Beschwerdeführer macht denn auch 

geltend, die neu aufgetretenen rechtsseitig betonten Beschwerden seien Folge der 

fehlenden Belastungsmöglichkeit der linken Hand. Eine Fehl- oder Überbelastung ist 

zwar nicht ausgeschlossen, ist bei Rechtsdominanz des Beschwerdeführers aber nicht 

überwiegend wahrscheinlich erstellt, dies auch angesichts der bei der orthopädischen 

Untersuchung durch den ABI-Gutachter festgestellten, praktisch fehlenden 

Umfangdifferenz der oberen Extremitäten, welche gegen eine erhebliche Schonung der 

linken Seite spricht. Eine solche Fehl- bzw. eine Überbelastung der rechten Seite 

konnte schon Dr. J.___ im Jahr 1999 nicht feststellen (vgl. act. G26.1 S. 3f.; vgl. auch 

den Bericht der Klinik für Neurologie des KSSG vom 3. Juli 2012, in dem ein allseits 

normaler Muskeltonus ohne Atrophien bescheinigt wurde, act. G26.2). In keinem der 

medizinischen Berichte wird ein möglicher Zusammenhang zwischen den 

Beschwerden der linken Hand und einer allfälligen Überbelastung der rechten Hand 

und den Rücken-/Nackenschmerzen in Erwägung gezogen, obwohl der 

Beschwerdeführer diesen Verdacht geäussert hat (so etwa gegenüber Dr. B.___, Suva-

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act. 123). Auch aufgrund der langen Latenzzeit zwischen dem Unfallereignis vom 3. Mai 

1990 und den zwar in den Jahren 1995 und 1998 teilweise von Dr. B.___ 

dokumentierten, grundsätzlich aber ab September 2011 geklagten Beschwerden 

erscheint eine natürliche Kausalität zum Unfall unwahrscheinlich und andere Ursachen 

– insbesondere degenerative Entwicklungen – treten in den Vordergrund. Ein 

Zusammenhang zwischen der Handgelenksfraktur im Jahr 1990 und einer ab 1995 

sporadisch erwähnten Kopfschmerz- bzw. Migräneproblematik ist kaum denkbar, 

jedenfalls aber in keiner Weise durch medizinische Berichte belegt.

4.5   Zusammenfassend ist aufgrund der Aktenlage einzig die 

Gesundheitsbeeinträchtigung an der linken Hand als Unfallfolge ausgewiesen. Alle 

anderen Beschwerden können nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das 

Unfallereignis vom 3. Mai 1990 zurückgeführt werden. Mangels medizinischer 

Anhaltspunkte für einen Zusammenhang mit dem Unfall erübrigen sich beim intensiv 

ärztlich betreuten bzw. auch begutachteten Beschwerdeführer im Rahmen der 

antizipierenden Beweiswürdigung weitere diesbezügliche Abklärungen.

5.        

5.1   Unter Berücksichtigung der unfallkausalen Einschränkungen an der linken Hand 

ist die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu beurteilen. Die Beschwerdegegnerin 

stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf die Beurteilung des ABI-

Teilgutachters Dr. med. K.___, FMH Handchirurgie.

5.2      Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

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Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit 

Hinweis auf BGE 125 V 351, E. 3a). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die 

rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer 

Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen – insbesondere 

ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens – abschliessen (RKUV 1997 Nr. U 281 

S. 281 E. 1a).

5.3   Der Beschwerdeführer lässt zunächst vorbringen, die ABI-Gutachter hätten sich 

zu wenig mit den medizinischen Vorakten auseinandergesetzt. Zudem sei ein Teil der 

von den ABI-Gutachtern verwendeten Vorakten nicht in den UV-Akten vorhanden. 

Genannt werden Berichte der Klinik für Neurologie des KSSG vom 3. Juli 2012 und das 

Gutachten des Handchirurgen Dr. J.___ vom 20. Januar 1999. Diese Akten befinden 

sich tatsächlich nicht in den von der Beschwerdegegnerin eingereichten Akten. Sie 

wurden unter anderem im vorliegenden Verfahren vom Gericht beigezogen und den 

Parteien nachträglich Gelegenheit zur Wahrnehmung des rechtlichen Gehörs 

eingeräumt (act. G26; BGE 137 I 195 E. 2.6). Der Rechtsanwalt reichte am 15. Februar 

2016 eine Stellungnahme ein, wobei er sich nicht mehr zu diesen Aktenstücken 

äusserte (act. G30). Ob die Beschwerdegegnerin durch diese Unvollständigkeit das 

rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt hat, wie dieser – mit dem Hinweis, die 

Gehörsverletzung müsse für sich allein gesehen bereits zur Aufhebung des 

Einspracheentscheids führen, ansonsten jedoch ohne nähere Substantiierung – 

behauptet, ist fraglich. Tangiert wäre wohl die Aktenführungspflicht als Teilgehalt des 

rechtlichen Gehörs. Ob diese Pflicht so weit geht, dass die Beschwerdegegnerin auch 

(für sie materiell allenfalls relevante) Fremdakten zu ihren eigenen Akten nehmen muss, 

braucht nicht näher geprüft zu werden. Denn die Rüge der Gehörsverletzung hätte 

ohne Weiteres bereits im Einspracheverfahren vorgebracht werden können, was nicht 

geschehen ist. Im vorliegenden Verfahren ist sie verspätet, weshalb darauf nicht näher 

einzugehen ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 17. September 2014, 

2C_143/2014, E. 3 [mit Hinweis auf BGE 138 I 97 E. 4.1.5 und insbesondere BGE 132 II 

485 E. 3.4] und vom 31. August 2007, U 145/06, E. 6.2).

5.4   Soweit der Beschwerdeführer Kritik an den orthopädischen und neurologischen 

ABI-Teilgutachten übt und Mängel in der Konsensbeurteilung behauptet, ist nicht 

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weiter darauf einzugehen, da im vorliegenden Verfahren gemäss den vorstehenden 

Ausführungen lediglich die unfallkausalen Beschwerden an der linken Hand von Belang 

sind. Die Beschwerdegegnerin stellte im angefochtenen Einspracheentscheid zu Recht 

einzig auf das handchirurgische Teilgutachten von Dr. K.___ ab, zumal nur dieses die 

Auswirkungen der unfallkausalen Restfolgen behandelt. Der Beschwerdeführer 

bemängelt daran unter anderem, dass der Bericht der Handchirurgie des KSSG vom 

2. Oktober 2012 von Dr. K.___ offenbar nicht berücksichtigt worden sei (S. 8 Ziff. 17 

der Beschwerde). Dieser im Gerichtsverfahren aus den IV-Akten beigezogene Bericht 

(act. G24.5) war im Rahmen der handchirurgischen Begutachtung des Versicherten 

offenkundig ohne Relevanz. Das gilt auch für die vorliegend interessierenden 

Fragestellungen, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Im Übrigen ist nicht 

ersichtlich, inwieweit Dr. K.___ den Beschwerden an der linken Hand des 

Beschwerdeführers unzureichend Rechnung getragen haben sollte, nachdem dieser 

bei der handchirurgischen Anamnese (Suva-act. 150-24f.) den Charakter seiner 

Schmerzen an den Händen/Handgelenken und insbesondere damit verbundene 

Einschränkungen vorbringen konnte. Die von Dr. K.___ gestellte unfallkausale Diagnose 

einer posttraumatischen radial betonten Handgelenksarthrose links, die noch nicht 

wesentlich bzw. mässiggradig ausgeprägt ist, deckt sich mit der übrigen medizinischen 

Aktenlage (Suva-act. 84, 112; ferner act. G24.1). Aus Sicht des handchirurgischen ABI-

Gutachters ist der Beschwerdeführer für das linke Handgelenk für nicht monotone 

leicht- bis mittelgradige Arbeiten mit entsprechenden Arbeitspausen arbeitsfähig. Eine 

quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wird einzig vom Hausarzt des 

Beschwerdeführers, Dr. B.___, im Bericht vom 3. Dezember 2013 (Suva-act. 186) in 

Betracht gezogen. Diese Beurteilung läuft allerdings konträr zu jener der in dieser 

Sache konsultierten Hand-Chirurgen, welche in einer leidensadaptierten Anstellung 

keine relevanten Einschränkungen feststellen konnten (Suva-act. 112, 125, 150-24ff./

42, act. G24.1). Dr. E.___ blieb am 7. Juni 2013 (Suva-act. 152) nach Einsicht in das 

ABI-Gutachten bei seiner Zumutbarkeitsbeurteilung vom 30. März 2012, wonach – wie 

im Bericht vom 12. Januar 2012 von Prof. D.___ ausgeführt – mittlere bis schwere 

Belastungen des linken Handgelenks zu vermeiden, jegliche leichten körperlichen 

Tätigkeiten ohne repetitives Heben und Tragen von Lasten, ohne Arbeiten an 

vibrierenden Maschinen und ohne dauernde Umwendbewegungen jedoch möglich 

seien. Diese Beurteilung enthält ein detaillierteres Zumutbarkeitsprofil als diejenige des 

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handchirurgischen ABI-Gutachters. Die Zumutbarkeitskriterien von Dr. K.___ 

berücksichtigen die Einschätzung von Prof. D.___ im Bericht vom 12. Januar 2012 

(Suva-act. 84) nicht und setzen sich insgesamt zu wenig mit den früheren 

Einschätzungen der Kreisärzte auseinander (vgl. auch Ziff. 6.5 des ABI-Gutachtens, 

Suva-act. 150-31/42). Ferner quantifiziert Dr. K.___ die von ihm als notwendig 

erachteten „entsprechenden Arbeitspausen“ (S. 27 des ABI-Gutachtens) nicht. 

Dr. E.___ hat den Beschwerdeführer persönlich untersucht und sich wiederholt mit der 

Aktenlage auseinandergesetzt (Suva-act. 112). Folglich erscheint es gerechtfertigt, auf 

die von Prof. D.___ erwähnten und von Dr. E.___ konkretisierten Einschränkungen 

Rücksicht zu nehmen und auf das Zumutbarkeitsprofil von Dr. E.___ abzustellen, 

wonach dem Beschwerdeführer jegliche leichte körperliche Tätigkeiten ohne repetitives 

Heben und Tragen von Lasten, ohne Arbeiten an vibrierenden Maschinen und ohne 

dauernde Umwendbewegungen vollumfänglich offenstehen. Mit diesem Profil geht der 

Kreisarzt im Übrigen weniger weit als noch Dr. J.___ in seinem Gutachten vom 

20. Januar 1999 (act. G26.1 S. 6).

5.5   Die mit Replik vom 29. August 2014 (act. G14) eingereichten Berichte der 

Chirurgischen Klinik des Spitals Thurgau datieren aus einer Zeit nach Erlass des 

Einspracheentscheids, weshalb sie für die vorliegende Beurteilung von Vornherein nur 

beschränkte Aussagekraft haben können. Während Dr. med. L.___, Oberärztin 

Handchirurgie, im Bericht vom 16. Juni 2014 (act. G14.12) ohne Angabe eines 

Vergleichszeitpunkts und ohne nähere Begründung die Panarthrose am linken 

Handgelenk als progredient bezeichnet, nimmt Dr. G.___ im Bericht vom 30. Juli 2014 

(act. G14.11) Bezug auf die Voruntersuchung vom 7. September 2011 und bezeichnet 

den Verlauf lediglich als „eher“ progredient. Zentral ist jedoch, dass beide Ärzte 

weiterhin leichte, nicht repetitive Arbeiten als zumutbar bezeichnen, so dass es bei der 

Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. E.___ bleibt (act. G14.2f.). Die von Dr. G.___ am 

5. Oktober 2015 veranlassten Untersuchungen (act. G20) und deren Ergebnisse 

(act. G22) lassen keine Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers bis zum Erlass des Einspracheentscheids am 22. Januar 2014 

mehr zu. Eine allfällige seither eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustands 

ist als neue Rückfallmeldung an die Beschwerdegegnerin zu richten.

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5.6   Der psychiatrische ABI-Teilgutachter hatte im Januar 2013 keine Diagnosen mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erhoben und dem von ihm geäusserten Verdacht auf 

eine dysfunktionale Schmerzverarbeitung mit algogener Verstimmung explizit keinen 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zugebilligt (Suva-act. 150-13/42). Seine Ausführungen 

sind nachvollziehbar und aus den Akten ergeben sich keine konkreten Anhaltspunkte, 

die gegen seine Arbeitsfähigkeitsschätzung bzw. Zumutbarkeitsbeurteilung sprechen 

würden. Bis über die Begutachtung hinaus klagte der Beschwerdeführer nicht über 

psychische Beeinträchtigungen und nahm keine entsprechende Therapie in Anspruch. 

Im Januar 2014 nahm er schliesslich bei med. pract. L.___, Fachärztin für Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH, Oberärztin / Leiterin Ambulatorium, Psychiatrische Klinik 

N.___, eine Behandlung auf. Diese erwähnte in den Berichten vom 6. März 2014 

(act. G14.7) und 20. August 2014 (act. G14.5) zwar eine chronische Schmerzstörung 

mit somatischen und psychischen Faktoren. Dass dadurch die Arbeitsfähigkeit 

eigenständig beeinträchtigt sein sollte, geht aus den Berichten von Dr. L.___ allerdings 

nicht hervor und ist mit Blick auf die Ausführungen des psychiatrischen ABI-

Teilgutachters ebenfalls nicht anzunehmen. Ferner fehlen Hinweise auf eine 

Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers nach 

der ABI-Begutachtung und vor Erlass des Einspracheentscheids. Vor diesem 

Hintergrund erübrigt es sich, auf die Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs 

zwischen einer allfällig relevanten psychischen Beeinträchtigung und dem Unfall von 

1990 bzw. genauer den unfallkausalen Handgelenksbeschwerden einzugehen.

6.        

6.1   Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine 

Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid ist. Invalidität ist 

die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

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6.2   Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird 

gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt. Dabei wird das 

Einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn 

sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

6.3     

6.3.1  Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (BGE 135 V 

322 E. 4.1). In der Praxis bildet das vor dem Eintritt der zur Invalidität führenden 

Arbeitsunfähigkeit erzielte, tatsächlich bezogene Einkommen häufig Anhalts- und 

Ausgangspunkt, da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit 

im

Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre. Bei der Bestimmung dieses zuletzt 

erzielten Einkommens sind sämtliche Erwerbseinkommen (auch etwa Nebeneinkünfte 

oder regelmässig geleistete Überstunden), für welche eine AHV-Beitragspflicht besteht, 

zu berücksichtigen (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, 

N 22 ff. zu Art. 16).

6.3.2  Die Beschwerdegegnerin ermittelte ein Valideneinkommen von Fr. 62‘919.--. 

Dabei ging sie von den Tabellenlöhnen der Lohnstrukturerhebung 2010 in Höhe von 

monatlich Fr. 4‘901.-- bzw. jährlich Fr. 58‘812.-- (TA 1, Total, Anforderungsniveau 4, 

Männer) aus und passte diesen Wert an die wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden 

und die Nominallohnentwicklung (Jahr 2011: +1%, Jahr 2012: +0.8%) an (vgl. Suva-

act. 167-3/4). Mit diesem Vorgehen trug sie der Tatsache Rechnung, dass der 

Beschwerdeführer in den Jahren vor dem Rentenbeginn kein repräsentatives 

Einkommen mehr erzielt hat, das als Basis für das Valideneinkommen dienen könnte. 

Die mehrjährige Anstellung bei der O.___ verlor er im Jahr 2008 nicht aufgrund von 

Unfallfolgen (vgl. etwa Suva-act. 150-10/42; 167-3/4). Der dort erzielte Lohn kann also 

nicht unbesehen als Valideneinkommen verwendet werden. Anschliessend war er 

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längere Zeit arbeitslos und schliesslich temporär beschäftigt (vgl. den Abdruck aus 

dem IK-Auszug in Suva-act. 167-3/4). Vor diesem Hintergrund ist an sich nicht zu 

beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf die Tabellenlöhne der LSE abgestellt 

hat. Allerdings ist zu beachten, dass heute (im Gegensatz zum Zeitpunkt des Erlasses 

des Einspracheentscheids) die Tabellenlöhne der LSE des Jahres 2012 vorliegen, 

sodass diese Werte massgebend sind und keine Hochrechnung der Zahlen des Jahres 

2010 mittels Nominallohnentwicklung mehr erfolgen kann. Folglich ist auf die vom 

Bundesamt für Statistik effektiv erhobenen Zahlen für das Jahr 2012 abzustellen. 

Gemäss LSE 2012 verdienten Männer im Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten 

körperlicher oder handwerklicher Art), dem der Beschwerdeführer unstrittig zuzuordnen 

ist, bei 41.7 Wochenstunden Fr. 65‘177.--. Dieses Einkommen ist als 

Valideneinkommen beizuziehen.

6.4     

6.4.1  Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung 

primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Person konkret steht. Ist kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 

namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 

oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, 

so können nach der Rechtsprechung entweder die LSE-Tabellenlöhne oder die 

sogenannten DAP-Zahlen (DAP = Dokumentation von Arbeitsplätzen seitens der Suva) 

herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 mit Hinweisen).

6.4.2  Gemäss dem Grundsatzentscheid BGE 129 V 472 hat sich die Ermittlung des 

Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. 

Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen 

Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- 

und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten 

Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des 

Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der 

Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze 

sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses 

eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich 

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ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die 

Suva die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile 

mit den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person 

Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der versicherten Person 

bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im 

Einzelfall sind grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben, damit sich die Suva im 

Einspracheentscheid damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im 

Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf 

den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die Suva hat diesfalls im 

Einspracheentscheid die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im 

Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität 

der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den 

Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen 

Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 129 V 472 E. 4.7.2).

6.4.3  Die Beschwerdegegnerin legte das Invalideneinkommen anhand von DAP-Zahlen 

auf Fr. 55‘667.-- fest. Der im Einspracheverfahren rechtskundig vertretene 

Beschwerdeführer liess zum von der Beschwerdegegnerin ausgeübten 

Auswahlermessen und zur Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall keine 

Einwendungen erheben, so dass lediglich zu prüfen ist, ob die beigezogenen DAP-

Profile auch mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil von Dr. E.___ Anwendung finden 

können. Als zumutbar erachtete Dr. E.___ jegliche leichten körperlichen Tätigkeiten 

ohne repetitives Heben und Tragen von Lasten, ohne Arbeiten an vibrierenden 

Maschinen und ohne dauernde Umwendbewegungen. Mittlere bis schwere 

Belastungen des linken Handgelenks seien zu vermeiden. Dieses Zumutbarkeitsprofil 

lässt eine Kleinmontage oder Hantieren mit Tastatur (leicht und feinmotorisch) im 

Zeitraum zwischen fünfeinhalb und acht Stunden täglich – wie im DAP-Profil Nr. 2861 – 

zu, zumal der Beschwerdeführer rechtsdominant ist und unfallkausale 

Restbeschwerden einzig in Bezug auf die linke Hand bestehen. Auch oft- oder sehr 

oftmaliges Heben und Tragen von sehr leichten Gewichten (bis 5kg; aufgrund der 

konkreten Arbeitsplatzbeschreibungen ist jedoch von max. 1kg auszugehen) wie in den 

DAP-Profilen Nr. 5556, Nr. 8685 und Nr. 9289 erforderlich, erscheint mit dem 

Zumutbarkeitsprofil ohne weiteres vereinbar. Auf die DAP-Löhne kann somit abgestellt 

werden. Die Beschwerdegegnerin hat offenbar versehentlich, jedenfalls aber ohne 

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Begründung bei den verwendeten DAP-Nummern die Zahlen des Jahres 2013 und 

nicht jene des vorliegend massgebenden Jahres 2012 verwendet. Gestützt auf die 

entsprechenden Zahlen für das Jahr 2012 ergibt sich ein Invalideneinkommen von 

Fr. 55‘347.-- (vgl. act. G25).

6.5      Bei der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert ein 

Erwerbsunfähigkeitsgrad von 15%. Damit erweist sich die von der 

Beschwerdegegnerin gewährte Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 

12% als geringfügig zu tief, was zu korrigieren ist.

7.        

7.1      Der Beschwerdeführer lässt eine Integritätsentschädigung von 25% beantragen. 

Die Beschwerdegegnerin hat in der Verfügung vom 8. August 2013 eine Erhöhung der 

im Jahr 1996 zugesprochenen Integritätsentschädigung von 5% abgelehnt. Dagegen 

hat sich der Beschwerdeführer in der Einsprache nicht gewehrt. Vielmehr hat er bzw. 

seine damalige Rechtsvertreterin sich einleitend nur auf die zugesprochene Rente 

bezogen (Suva-act. 173-1/4) und die Integritätsentschädigung auch in der ergänzenden 

Einsprachebegründung nicht thematisiert (Suva-act. 179). Damit ist die Verweigerung 

einer (die 1996 anerkannten 5% übersteigenden) Integritätsentschädigung rechtskräftig 

geworden. Dass die Beschwerdegegnerin sich in der Begründung des 

Einspracheentscheids nochmals zur Integritätsentschädigung äusserte (Ziff. 5), vermag 

nichts daran zu ändern, dass diese Leistung mangels Anfechtung nicht Gegenstand 

des Einspracheverfahrens hat werden können. Die Verfügung vom 8. August 2013 ist 

diesbezüglich in Rechtskraft erwachsen, sodass auf den in der Beschwerde gestellten 

Antrag um Erhöhung der Integritätsentschädigung auf 25% nicht einzutreten ist.

7.2      Selbst wenn vorliegend eine verbindliche Überprüfung erfolgen könnte, wäre mit 

Blick auf Art. 36 Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

festzuhalten, dass die Voraussetzungen der nicht voraussehbaren Verschlimmerung 

des Integritätsschadens und die grosse Tragweite derselben wohl nicht erfüllt wären. 

Denn das Fortschreiten der Arthrose am linken Handgelenk erachtete bereits Kreisarzt 

Dr. Z.___ im Rahmen der Beurteilung vom 17. Januar 1996, die der zugesprochenen 

Integritätsentschädigung von 5% zugrunde lag, als möglich (Suva-act. 40-79/86). 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/25

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Weder Prof. D.___ (insb. Suva-act. 84) noch Dr. E.___ (Suva-act. 112, 154) oder 

Dr. K.___ berichteten in Bezug auf die Arthrose von einer 1996 nicht voraussehbaren 

Verschlimmerung.

8.        

8.1      Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung 

des Einspracheentscheids teilweise gutzuheissen und dem Beschwerdeführer ab 

1. Februar 2012 bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 15% eine Invalidenrente von 

Fr. 204.85 (versicherter Jahresverdienst Fr. 20‘487.--/ 12 x 0.8 x 0.15) zuzusprechen. 

Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

8.2      Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

8.3      Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG; Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten [HonO; sGS 963.75]). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 

963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Bei vollem Obsiegen wäre dem 

Beschwerdeführer wie in vergleichbaren Fällen üblich eine Parteientschädigung von 

pauschal Fr. 4‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Er 

hatte eine volle UVG-Rente beantragt und ist mit seiner Begründung in wesentlichen 

Teilen nicht durchgedrungen. Bei der Bemessung der Parteientschädigung zu 

berücksichtigen ist zudem das Nichteintreten bezüglich Erhöhung der 

Integritätsentschädigung. Aufgrund dieser Umstände erscheint es als angemessen, die 

pauschale Parteientschädigung auf Fr. 1'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) festzusetzen.

8.4      Der Beschwerdeführer hat ein Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

gestellt. Mit Blick auf die belegten Einkommens- und Vermögensverhältnisse (act. G4, 

G 14.1 und act. G30; act. G9.1 in IV 2015/30) kann die Bedürftigkeit als ausgewiesen 

erachtet werden. Ferner ist die Beschwerdeerhebung nicht als aussichtslos zu 

betrachten, dies auch nicht betreffend die beantragte Integritätsentschädigung, hat die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

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Beschwerdegegnerin die diesbezügliche Beschwerdeführung doch durch ihre 

Behandlung dieses Themas im Einspracheentscheid begünstigt. Der Beschwerdeführer 

hat seinem Rechtsvertreter für dieses Verfahren einen Kostenvorschuss von 

Fr. 2‘000.-- geleistet (vgl. Ziff. III/5 der Replik, act. G14). Dieser ist ihm nicht 

zurückzuerstatten, sondern an die Verfahrenskosten anzurechnen (vgl. Ziff. 5.2 der vom 

st. gallischen Kantonsgericht erlassenen "Richtlinien zur unentgeltlichen Rechtspflege 

im Zivilprozess und für die Privatklägerschaft im Strafprozess" vom Mai 2011, die vom 

Versicherungsgericht praxisgemäss analog angewendet werden). Von der bei vollem 

Obsiegen angemessenen Parteientschädigung von Fr. 4‘000.-- ist neben der 

zuzusprechenden Parteientschädigung von Fr. 1‘000.-- folglich auch der 

Kostenvorschuss von Fr. 2‘000.-- in Abzug zu bringen. Vom verbleibenden Anteil von 

Fr. 1‘000.-- ist dem Beschwerdeführer im Rahmen der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung der Betrag von Fr. 800.-- zuzusprechen (vgl. Art. 31 Abs. 3 

HonO/SG; sGS 963.70). Wenn seine wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, kann er 

indessen zur Nachzahlung der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet 

werden (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 

Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.     

In Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids wird die Beschwerde teilweise 

gutgeheissen und dem Beschwerdeführer ab 1. Februar 2012 eine Invalidenrente von 

Fr. 204.85 zugesprochen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf 

eingetreten wird.

2.     

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

3.     

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 1‘000.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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4.     

Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt und 

Rechtsanwalt Dr. iur. Georg Kramer wird zu seinem Rechtsvertreter ernannt. Der Staat 

entschädigt diesen zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 800.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.04.2016
	Art. 18 und 24 UVG. Art. 16 ATSG. Invaliditätsbemessung, Bestimmung des Invalideneinkommens unter Verwendung von DAP-Profilen. Nichteintreten auf den Antrag auf Erhöhung der Integritätsentschädigung, da gegen die abweisende Verfügung diesbezüglich keine Einsprache erhoben wurde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. April 2016, UV 2014/9).Entscheid vom 15. April 2016

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