# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 935c26e0-4d58-564e-abfd-ff7b772b35ab
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.01.2012 B-19/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-19-2012_2012-01-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

  

 
 Abteilung II 

 

Postfach 

CH-3000 Bern 14 

Telefon +41 (0)58 705 25 60 

Fax +41 (0)58 705 29 80 

www.bundesverwaltungsgericht.ch 

 

Geschäfts-Nr. B-19/2012 

wep//egp 

 

11. Januar 2012 

 

  
In der Beschwerdesache 

   Parteien 
 

X._______,    

vertreten durch Rechtsanwälte Dr. iur. Andreas Rüd 

und/oder Dr. iur. Dimitri Santoro 

Rüd Winkler Partner AG, Gartenstrasse 11, 8002 Zürich, 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA, Einsteinstrasse 2, 3003 

Bern,    

Vorinstanz,  

 

Gegenstand 

 
vorsorgliche Massnahmen, 

 

 

B-19/2012 

Seite 2 

wird festgestellt und in Erwägung gezogen, 

dass die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA (Vorinstanz) mit 

Verfügung vom 6. Januar 2012 festgestellt hat, dass die A._______ AG 

aufsichtsrechtliche Pflichten schwer verletzt hat (Ziff. 1 des Dispositivs), 

dass die Vorinstanz zudem vorsorgliche Massnahmen, unter anderem 

betreffend die noch amtierenden Verwaltungsräte der A._______ AG ver-

fügte (Ziff. 3-7 des Dispositivs), die sie als sofort vollstreckbar erklärte 

(Ziff. 8 des Dispositivs), 

dass die Vorinstanz weiter Massnahmen in Bezug auf zwischenzeitlich 

zurückgetretene Verwaltungsräte der A._______ AG verfügte (Ziff. 9-11 

des Dispositivs), 

dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer darüber informierte, dass sie 

eine Medienmitteilung mit dem Inhalt der vorgenannten Verfügung am 

11. Januar 2012, 11.00 Uhr, herausgeben werde, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Januar 2012 und Vorab-

fax vom 11. Januar 2012, 07.25 Uhr, unter anderem beantragt, der Vorin-

stanz sei unter Androhung von Strafe nach Art. 292 StGB im Unterlas-

sungsfall zu verbieten, die für den 11. Januar 2012, 11.00 Uhr, geplante 

Medienmitteilung zu veröffentlichen, 

dass der Beschwerdeführer beantragt, dieses Verbot sei superproviso-

risch, d.h. ohne Anhörung der Beschwerdegegnerin und unverzüglich zu 

erlassen und allfälligen dagegen erhobenen Einsprachen sei keinerlei 

suspensive Wirkung einzuräumen, 

dass der Beschwerdeführer zudem beantragt, das Verbot sei der Vorin-

stanz spätestens bis am 11. Januar 2012, um 10.00 Uhr, mitzuteilen, 

dass das Bundesverwaltungsgericht seine Zuständigkeit von Amtes we-

gen prüft und dass, wenn es sich als unzuständig erachtet, die Sache oh-

ne Verzug der zuständigen Behörde überweist (vgl. Art. 7 und Art. 8 

Abs. 1 Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 

1968, VwVG; SR 172.021), 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, 

B-19/2012 

Seite 3 

dass die Pressemitteilung keine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG und 

auch keine "Komplementärmassnahme" darstellt, wie der Beschwerde-

führer vorbringt, sondern vielmehr ein Realakt der Vorinstanz, der nicht 

auf Rechtswirkungen abzielt, 

dass, wer ein schutzwürdiges Interesse hat, von der Behörde, die für 

Handlungen zuständig ist, welche sich auf öffentliches Recht des Bundes 

stützen und Rechte oder Pflichten berühren, verlangen kann, dass sie wi-

derrechtliche Handlungen unterlässt, einstellt oder widerruft (Art. 25a 

Abs. 1 lit. a VwVG), 

dass die Behörde durch Verfügung entscheidet (Art. 25a Abs. 2 VwVG), 

dass die Beschwerde daher vorliegend, soweit die Medienmitteilung 

betreffend, zuständigkeitshalber der Vorinstanz zu überweisen ist, 

dass erst mit der entsprechenden Verfügung der Vorinstanz ein Anfech-

tungsobjekt vorliegt und die Beschwerde an das Bundesverwaltungsge-

richt offen steht (Art. 54 Abs. 1 des Finanzmarktaufsichtsgesetzes vom 

22. Juni 2007 [FINMAG, SR 956.1] i.V.m. Art. 31 sowie Art. 33 Bst. e 

VGG), 

dass über die weiteren Anträge des Beschwerdeführers in seiner Be-

schwerde vom 10. Januar 2012 auf Grund der Dringlichkeit in einer sepa-

raten Verfügung entschieden wird. 

 

 

 

 

 

 

 

 

B-19/2012 

Seite 4 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde des Beschwerdeführers vom 10. Januar 2012 wird, so-

weit die Medienmitteilung betreffend, zuständigkeitshalber zum Entscheid 

nach Art. 25a Abs. 2 VwVG an die FINMA überwiesen. 

2.  

Diese Verfügung geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben; vorab per Fax)   

– die Vorinstanz (Einschreiben; vorab per Fax; Beilage: Beschwerde 

vom 10. Januar 2012) 

 

Der Instruktionsrichter:  

  

Philippe Weissenberger  

 

[Versand an Vorinstanz: per Fax am 11. Januar 2012, 09.39 Uhr; per Post 

am 11. Januar 2012]