# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b7b54d7-8698-5792-8a8b-e49bde1b1e8b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.05.2024 F-2946/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2946-2024_2024-05-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2946/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  M a i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichter Sebastian Kempe, 

Gerichtsschreiberin Aisha Luisoni. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch Idris Hajo, c/o DAMAS ZENTRUM, 

Beschwerdeführer, 

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Vorinstanz. 

  
 

 
 

Gegenstand 
 Kantonswechsel; Verfügung des SEM vom 23. April 2024. 

 

 

 

F-2946/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Vorinstanz das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 12. No-

vember 2019 mit Verfügung vom 6. Januar 2020 abgewiesen, die vorläu-

fige Aufnahme angeordnet und ihn dem Kanton B._______ zugewiesen 

hat, 

dass der Beschwerdeführer bei der Vorinstanz am 16. Februar 2024 ein 

Kantonswechselgesuch stellte und den Wechsel vom Kanton B._______ 

in den Kanton C._______ aufgrund dortiger Erwerbstätigkeit beantragte, 

dass die Vorinstanz am 23. Februar 2024 die betroffenen Kantone um Mit-

teilung bat, ob sie einem Kantonswechsel zustimmten oder diesen ablehn-

ten und eine Antwort des Kantons C._______ ausblieb, 

dass die Vorinstanz das Gesuch des Beschwerdeführers um Kantons-

wechsel am 23. April 2024 abgewiesen hat, 

dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 12. Mai 2024 Be-

schwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 23. April 2024 einlegte 

und beantragt, die Verfügung vom 23. April 2024 sei aufzuheben, die Be-

schwerde sei gutzuheissen und der Kantonswechsel sei zu bewilligen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses beantragt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht über Verfügungen des SEM, die ein 

Gesuch um Bewilligung eines Kantonswechsels von vorläufig aufgenom-

menen Personen zum Gegenstand haben, endgültig entscheidet (Art. 112 

Abs. 1 AIG [SR 142.20] i.V.m. Art. 31 ff. VGG; Art. 83 Bst. c Ziff. 6 BGG), 

dass der Entscheid über den Kantonswechsel von vorläufig Aufgenomme-

nen nur mit der Begründung angefochten werden kann, er verletze den 

Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 85 Abs. 4 AIG), 

dass der Beschwerdeführer keine Verletzung dieses Grundsatzes geltend 

macht, sondern lediglich seine Erwerbstätigkeit sowie seinen Freundes-

kreis in C._______ anführt und unter Berufung auf den Grundsatz der 

Rechtsgleichheit geltend macht, einige seiner Freunde hätten «durch Ar-

beit den Kanton wechseln» können, 

F-2946/2024 

Seite 3 

dass es damit an einem zulässigen Beschwerdegrund fehlt (Art. 85 Abs. 4 

AIG), weshalb auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde im einzelrich-

terlichen Verfahren nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

dass der guten Ordnung halber in Bezug auf die geltend gemachte Verlet-

zung des Rechtsgleichheitsgebots anzufügen ist, dass eine Verletzung von 

Art. 8 BV oder Art. 14 EMRK von vornherein ausser Betracht fällt, da es 

vorliegend – anders als in den fünf vom Beschwerdeführer aufgeführten 

Verfahren – an der gemäss Art. 21 VVWAL (SR 142.281) i.V.m. Art. 22 

Abs. 2 AsylV 1 (SR 142.311) erforderlichen Zustimmung beider Kantone 

zum beantragten Kantonswechsel fehlt, 

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhält-

nismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass dies vorliegend in Anbetracht der gesamten Umstände der Fall ist, 

weshalb keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind, 

dass damit das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gegenstandslos 

geworden ist. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-2946/2024 

Seite 4 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird als gegenstandslos 

abgeschrieben. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Sebastian Kempe Aisha Luisoni 

 

 

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