# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4c28b3fe-ebad-54d1-977a-13d038fd0c47
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 11.11.2025 SBK 2025 85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SBK-2025-85_2025-11-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 11. November 2025
mitgeteilt am 11. November 2025

Referenz SBK 25 85

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Guetg, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

gegen

B._____
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Zustellung Zahlungsbefehl

Anfechtungsobj. Verfügung Betreibungs- und Konkursamt der Region Imboden 
vom 11. August 2025

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In Erwägung,

– dass die B._____ mit per eSchKG eingereichtem Betreibungsbegehren vom 8. 
August 2025 A._____ unter anderem wegen ausstehender KVG-Prämien 
betrieb (Betreibung Nr. C._____), 

– dass in der Folge der vom zuständigen Betreibungs- und Konkursamt der 
Region Imboden (fortan: Betreibungsamt Imboden) am 11. August 2025 
ausgestellte Zahlungsbefehl A._____ unbestrittenermassen am 19. August 
2025 am Postschalter der Post O.1._____ zugestellt wurde, nachdem ihr dieser 
zur Abholung im Briefkasten avisiert worden war,

– dass A._____ mit E-Mail vom 26. August 2025 beim Betreibungsamt Imboden 
gegen den Zahlungsbefehl Rechtsvorschlag erhob,

– dass A._____ (fortan: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 1. Oktober 2025 
(Poststempel) an das Obergericht des Kantons Graubünden die Feststellung 
der Nichtigkeit des Zahlungsbefehls beantragte, eventualiter erhebe sie gegen 
diesen Aufsichtsbeschwerde (act. A.1), 

– dass die Beschwerdeführerin moniert, der Zahlungsbefehl sei offen und für 
Dritte einsehbar bei der Poststelle O.1._____ aufgelegt worden, was gegen 
Art. 64 SchKG i.V.m. Art. 3 ZschV verstosse, 

– dass es sich dabei um einen schwerwiegenden und offenkundigen Verstoss 
gegen zwingende Zustellungsvorschriften handle, was infolge Unheilbarkeit zur 
Nichtigkeit des Zahlungsbefehls führe, 

– dass Verfügungen, die gegen Vorschriften verstossen, die im öffentlichen 
Interesse oder im Interesse von am Verfahren nicht beteiligten Personen 
erlassen worden sind, nichtig sind (Art. 22 Abs. 1 SchKG), 

– dass unabhängig davon, ob Beschwerde geführt worden ist, die 
Aufsichtsbehörden von Amtes wegen die Nichtigkeit einer solchen Verfügung 
feststellen (Art. 22 Abs. 2 SchKG),

– dass Nichtigkeit einer Verfügung meistens mit Beschwerde von einer 
betroffenen Partei geltend gemacht wird, deren Legitimation eindeutig zu 
bejahen ist, sodass die Beschwerdefrist gemäss Art. 17 Abs. 2 SchKG insofern 
nicht eingehalten werden muss, als Nichtigkeit eben jederzeit von Amts wegen 
festgestellt werden kann,

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– dass entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin weder die Zustellung 
des Zahlungsbefehls durch die Post (als Betreibungsgehilfin; vgl. BGE 119 III 8 
E. 2b) noch der Ort der Zustellung – nämlich am Postschalter der Post 
O.1._____ – zu beanstanden sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_268/2007 
vom 16. August 2007 E. 3),

– dass auch der eigentliche Zustellungsakt, nämlich die persönliche und offene 
Übergabe des Zahlungsbefehls, rechtskonform erfolgte (BGE 116 III 8 E. 1a), 
soll damit doch gerade sichergestellt werden, dass der Adressat von der 
Betreibungsurkunde Kenntnis erhält, das Verfahren seinen Fortgang nehmen 
kann und der Schuldner zudem umgehend Rechtsvorschlag erheben kann 
(BGE 120 III 117 E. 2b),

– dass auf das weitere unsubstantiierte und weitschweifige Vorbringen – 
insbesondere betreffend die angeblich unzutreffende Unterscheidung zwischen 
der Beschwerdeführerin als natürlicher und juristischer Person, Haftungsfragen 
sowie institutionelle Legitimationsfragen – nicht weiter einzugehen ist, 

– dass damit vorliegend keine Anhaltspunkte für eine Nichtigkeit des 
Zahlungsbefehls bestehen,

– dass, soweit die Beschwerdeführerin eventualiter eine Aufsichtsbeschwerde 
gemäss Art. 17 ff. SchKG gegen den ihr am 26. August 2025 zugestellten 
Zahlungsbefehl erhebt und damit dessen Anfechtbarkeit wegen 
Rechtsverletzung geltend machen will, darauf aufgrund der versäumten 
Beschwerdefrist (Art. 17 Abs. 2 SchKG) nicht eingetreten werden kann,

– dass der Vollständigkeit halber festzuhalten ist, dass auf das Vorbringen in der 
Eingabe der Beschwerdeführerin vom 11. Oktober 2025 (vgl. act. A.2) nicht 
weiter einzugehen ist, zumal im vorliegenden Verfahren der von ihr geltend 
gemachte Nichtigkeitsgrund geprüft wurde und entgegen ihrer Auffassung das 
Prozessthema durch die prozessleitende Verfügung vom 6. Oktober 2025 (act. 
D.1) nicht eingeschränkt wurde,

– dass sich die Aufsichtsbeschwerde als offensichtlich unbegründet erweist und 
dieser Entscheid in Anwendung von Art. 38 Abs. 3 GOG (BR 173.000) in 
einzelrichterlicher Kompetenz ergeht,

– dass das Beschwerdeverfahren kostenlos ist (Art. 61 Abs. 2 lit. a GebVSchKG) 
und keine Parteientschädigungen zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 
GebVSchKG),

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wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung] 

4. [Mitteilung an:]