# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58633829-913d-591f-9729-93f326b86336
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 01.07.2021 EL 2019/62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_EL-2019-62_2021-07-01.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: EL 2019/62

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: EL - Ergänzungsleistungen

Publikationsdatum: 13.01.2022

Entscheiddatum: 01.07.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 01.07.2021
Art. 4 Abs. 1 lit. c ELG: Personen, die Anspruch auf eine Rente der 
Invalidenversicherung haben, haben Anspruch auf Ergänzungsleistungen, 
wenn sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 
Schweiz haben. Die starre Vorgabe der Wegleitung über die 
Ergänzungsleistungen betreffend die Beurteilung, ob der gewöhnliche 
Aufenthalt eines EL-Ansprechers oder EL-Bezügers in der Schweiz ist, 
überzeugt nicht. Nach der Praxis des Versicherungsgerichts des Kantons 
Gallen ist die Dauer eines Auslandaufenthaltes lediglich eines von mehreren 
Indizien, das für oder gegen einen gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz 
spricht. Zu prüfen sind auch alle anderen Indizien, wozu beispielsweise 
familiäre und verwandtschaftliche Beziehungen in der Schweiz und im 
Herkunftsland, die Wohnsituation in der Schweiz und im Herkunftsland oder 
eine Vereinsmitgliedschaft in der Schweiz und im Herkunftsland gehören. 
Vorliegend sind weitere Abklärungen notwendig, um beurteilen zu können, 
wo der EL-Bezüger seinen gewöhnlichen Aufenthalt gehabt hat. Teilweise 
Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache an die 
Beschwerdegegnerin (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
Gallen vom 1. Juli 2021, EL 2019/62).

Entscheid vom 1. Juli 2021

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger

Geschäftsnr.

EL 2019/62

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Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Gallen, EL-Durchführungsstelle, 

Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rückforderung von Ergänzungsleistungen zur IV und von

Krankheits- und Behinderungskosten

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich im Februar 2016 zum Bezug von Ergänzungsleistungen zu 

seiner IV-Rente an (Dossier 1 [act. G 5.1], act. 48). Mit Verfügung vom 19. Mai 2016 

sprach die EL-Durchführungsstelle dem Versicherten ab 1. März 2016 

Ergänzungsleistungen in der Höhe der sog. Minimalgarantie (Fr. 421.--, entspricht der 

Prämienpauschale für die obligatorische Krankenversicherung) zu (Dossier 1, act. 43).

A.a. 

Wegen der Erhöhung der Prämienpauschale Krankenversicherung setzte die EL-

Durchführungsstelle die Ergänzungsleistungen ab 1. Januar 2017 auf monatlich Fr. 

437.-- (Dossier 1, act. 39) und ab 1. Januar 2018 auf monatlich Fr. 451.-- fest (Dossier 

1, act. 35).

A.b. 

Am 11. November 2018 telefonierte eine EL-Sachbearbeiterin wegen eines 

Kostenvorschlags mit dem Zahnarzt des Versicherten (Dossier 1, act. 32). Der Zahnarzt 

teilte ihr mit, dass der Versicherte einen Termin im Mai 2018 abgesagt habe, weil er 

A.c. 

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mehrere Wochen nach B.___ gegangen sei. Den Termin im August 2018 habe er 

abgesagt, weil er dann in den Ferien sei. Die EL-Sachbearbeiterin notierte, dass die für 

Mai 2019 geplante periodische Überprüfung der Ergänzungsleistungen vorgezogen 

werde.

Die periodische Überprüfung wurde am 15. November 2018 eingeleitet (Dossier 1, 

act. 31). Am 10. Dezember 2018 reichte der Versicherte das ausgefüllte 

Revisionsformular samt Unterlagen ein (Dossier 1, act. 28).

A.d. 

Mit Verfügung vom 20. Dezember 2018 (Dossier 1, act. 25) erhöhte die EL-

Durchführungsstelle die monatliche Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2019 auf Fr. 

642.-- (inkl. Prämienpauschale Krankenversicherung). Die Prämienpauschale 

Krankenversicherung (neu Fr. 5'520.--), die Nichterwerbstätigenbeiträge (neu 

Fr. 507.--), der Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf (neu Fr. 19'450.--) und die IV-

Rente (neu Fr. 14'652.--) waren neu festgesetzt worden.

A.e. 

Am 10. Januar 2019 bat die EL-Durchführungsstelle den Versicherten darum, 

detaillierte Bankkontoauszüge vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2018 sowie das 

(ausgefüllte) Beiblatt Auslandaufenthalte einzureichen (Dossier 1, act. 21). Die 

angeforderten Unterlagen gingen am 4. Februar 2019 bei der EL-Durchführungsstelle 

ein (Dossier 1, act. 20). Der Versicherte hatte im Beiblatt 5 (Auslandaufenthalte) notiert, 

dass er seit 2011 bis 2018 mindestens drei Mal im Jahr Ferien im Ausland gemacht 

habe: Osterferien (ca. 30-50 Tage), Sommerferien (ca. 30-50 Tage) und 

Weihnachtsferien (ca. 30-50 Tage). Dabei habe er oft das Thermalbad besucht. In den 

letzten Jahren sei er ins Thermalbad C.___ in D.___, weil das Thermalwasser dort das 

Beste sei. Einen Thermalbadbesuch in der Schweiz könne er sich nicht leisten. Aus den 

Bankkontoauszügen war unter anderem ersichtlich, dass der Versicherte am 31. 

Oktober 2017 in E.___ (Stadt bei F.___) Geld abgehoben hatte (EL-act. 20-21). Die 

Debitkarte hatte er selten benutzt. Am 28. November 2017 hatte er mit der Karte bei 

den G.___ einen Einkauf getätigt (Dossier 1, act. 20-24).

A.f. 

Am 8. Februar 2019 forderte die EL-Durchführungsstelle den Versicherten auf, 

seine Auslandaufenthalte der Jahre 2014 bis 2018 genauer aufzulisten und mit 

A.g. 

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entsprechenden Unterlagen zu belegen (Flugtickets, Reisebestätigungen; Dossier 1, 

act. 19).

Am 22. Februar 2019 reichte der Versicherte weitere Unterlagen ein (Dossier 1,

act. 18). Er erklärte, dass er lediglich für die Jahre 2017 und 2018, nicht jedoch für das 

Jahr 2016 Bestätigungen vom Reisebüro erhalten habe. Den eingereichten 

Reisebestätigungen eines Carunternehmens waren die folgenden Reisen von und nach 

F.___ zu entnehmen:

A.h. 

10. April 2017: G.___ à F.___–

18. Mai 2017: F.___ à G.___ (Ankunft 19. Mai 2017)–

28. Mai 2017: G.___ à F.___–

4. Juli 2017: F.___ à G.___ (Ankunft 5. Juli 2017)–

25. Juli 2017: G.___ à F.___–

23. August 2017: F.___ à G.___ (Ankunft 24. August 2017)–

9. Oktober 2017: F.___ à G.___ (Ankunft 10. Oktober 2017)–

16. Oktober 2017: G.___ à F.___–

2. Dezember 2017: G.___ à F.___–

3. Februar 2018: F.___ à G.___ (Ankunft 4. Februar 2018)–

10. März 2018: G.___ à F.___–

10. Mai 2018: F.___ à G.___ (Ankunft 11. Mai 2018)–

29. Juni 2018: G.___ à F.___–

2. September 2018: F.___ à G.___ (Ankunft 3. September 2018)–

6. September 2018: G.___ à F.___–

6. Oktober 2018: F.___ à G.___ (Ankunft 7. Oktober 2018)–

15. Oktober 2018: G.___ à F.___–

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Die Unterlagen enthielten auch eine Buchungsbestätigung für eine Flugreise des 

Versicherten von I.___ nach J.___ am 20. Mai 2018 und von J.___ nach K.___ am 21. 

Juni 2018.

A.i. Am 6. April 2019 teilte die EL-Durchführungsstelle dem Versicherten mit, dass er 

sich zweimal im Monat, zwischen dem 5. und 10. sowie zwischen dem 20. und 25. des 

Monats, persönlich auf der AHV-Zweigstelle G.___ zu melden habe (Dossier 1, act. 17). 

Bei Nichteinhaltung dieser Anordnung würden die Ergänzungsleistungen im Sinne einer 

vorsorglichen Massnahme auf den Folgemonat eingestellt. Die Anordnung beginne am 

8. April 2019 und dauere längstens bis zum 31. März 2020.

A.j. Mit Verfügung vom 8. April 2019 verneinte die EL-Durchführungsstelle rückwirkend 

ab dem 1. Dezember 2017 bis 31. Dezember 2018 einen EL-Anspruch des Versicherten 

wegen Nichterfüllens der Wohnsitzvoraussetzungen (Dossier 1, act. 15). Da der 

Versicherte in diesem Zeitraum lediglich Anspruch auf die Prämienpauschale für die 

Krankenversicherung hatte (d.h. die sog. Minimalgarantie), welche jeweils direkt bei der 

Krankenversicherung zurückgefordert wird (Erw. 3), resultierte für den Zeitraum 1. 

Dezember 2017 bis 31. Dezember 2018 keine Rückforderung ordentlicher 

Ergänzungsleistungen. Ab dem 1. Januar 2019 hatte die EL-Durchführungsstelle neu 

Vermögenserträge von Fr. 12.-- angerechnet (bisher Fr. 0.--), was eine Reduktion der 

monatlichen EL auf Fr. 1.-- (bisher: Fr. 2.--, zzgl. Prämienpauschale 

Krankenversicherung) zur Folge hatte. Für den Zeitraum 1. Januar 2019 bis 30. April 

2019 betrug die Rückforderung daher insgesamt Fr. 4.--. Die EL-Durchführungsstelle 

hielt in der Verfügungsbegründung unter anderem fest, dass sich der Versicherte im 

Jahr 2018 mehr als 223 Tage und damit länger als 183 Tage im Ausland aufgehalten 

habe. Wenn sich Personen mehr als 92 Tage im Jahr im Ausland aufhielten, falle der 

Anspruch "pro weiteren 30 Tagen" für jeweils einen Monat weg. Im Jahr 2017 habe der 

Versicherte diese Frist im Oktober 2017 erreicht. Da er den ganzen Dezember 2017 im 

Ausland gewesen sei, sei die Ergänzungsleistung für diesen Monat zurückzufordern.

5. Dezember 2018: F.___ à G.___ (Ankunft 6. Dezember 2018)–

27. Dezember 2018: G.___ à F.___–

27. Januar 2019: F.___ à I.___ (Ankunft 28. Januar 2019)–

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A.k. Mit einer zweiten Verfügung vom 8. April 2019 forderte die EL-Durchführungsstelle 

die dem Versicherten vergüteten Krankheits- und Behinderungskosten vom Dezember 

2017 und des Jahres 2018 in der Höhe von insgesamt Fr. 484.45 zurück (Dossier 2 

[act. G 5.2], act. 9).

A.l. Am 1. Mai 2019 teilte der Versicherte der EL-Durchführungsstelle mit, dass er mit 

der Anordnung vom 6. April 2019 nicht einverstanden sei (Dossier 1, act. 12). Auch sei 

er nicht damit einverstanden, dass ihm die Ergänzungsleistungen für das ganze Jahr 

2018 gekürzt worden seien. Seine Eltern und der grösste Teil der Familie lebe in B.___. 

Seine Mutter komme fast jedes Jahr für sechs Monate wegen des Thermalbades nach 

D.___. Der Versicherte bat die EL-Durchführungsstelle darum, die Rechnung vom 8. 

April 2019 auf drei Raten aufzuteilen. Die EL-Durchführungsstelle antwortete am 3. Mai 

2019, dass für sie nicht verständlich sei, was er mit diesem Schreiben beabsichtige 

und bat um Rückmeldung (Dossier 1, act. 13).

A.m. Der Versicherte erklärte am 7. Mai 2019 (Dossier 1, act. 11), dass er weder mit 

dem Brief vom 6. April 2019 noch mit den Verfügungen vom 8. April 2019 

einverstanden sei. Sein Lebensmittelpunkt sei seit 1991 die Schweiz. Die 

Auslandaufenthalte seien sein Fehler gewesen. Er sei der Meinung gewesen, er könne 

jeweils zwei Monate im Ausland verbringen und zwei Monate in der Schweiz. Er habe 

der zuständigen EL-Sachbearbeiterin telefonisch mitgeteilt, dass er im Oktober 2018 

mit dem Zug in die Schweiz gekommen sei. Im Sommer 2018 sei er ca. 40 Tage und im 

Sommer 2017 ca. 20 Tage in der Schweiz gewesen. Auf seine Frage, ob er das 

Zugbillett (oder die Zugbillette) besorgen solle, habe die EL-Sachbearbeiterin ihm 

gesagt, dass dies nichts ändere. Trotzdem werde er versuchen, das Billett (oder die 

Billette) bei seinem nächsten Besuch in D.___ zu bekommen.

A.n. Am 2. Juli 2019 informierte der Versicherte die EL-Durchführungsstelle darüber, 

dass er dieses Jahr Selbstanzeigen beim Steueramt G.___ gemacht habe. Er besitze 

Immobilien in D.___ (Dossier 1, act. 8).

A.o. Mit Entscheid vom 25. Juli 2019 (Dossier 1, act. 6) hiess die EL-

Durchführungsstelle die Einsprache gegen die Verfügung vom 8. April 2019 betreffend 

Rückforderung von Ergänzungsleistungen und die Verfügung vom 8. April 2019 

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betreffend Krankheits- und Behinderungskosten teilweise gut; die Rückforderung der 

Prämienpauschale für den Monat Dezember 2017 entfalle; die Krankheits- und 

Behinderungskostenrückforderung reduziere sich um die im Dezember 2017 

angefallenen Krankheitskosten von Fr. 19.20. Im Übrigen werde die Einsprache 

abgewiesen. Zur Begründung hielt die EL-Durchführungsstelle fest, dass Bezüger einer 

IV-Rente Anspruch auf EL hätten, wenn sie ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen 

Aufenthalt in der Schweiz hätten. Gemäss der Wegleitung über die 

Ergänzungsleistungen (WEL) werde die EL eingestellt, wenn sich eine Person mehr als 

drei Monate (92 Tage) am Stück ohne triftigen Grund im Ausland aufhalte. Der EL-

Anspruch entfalle für das gesamte Kalenderjahr, wenn sich eine Person im selben 

Kalenderjahr insgesamt mehr als sechs Monate (183 Tage) im Ausland aufhalte. Bei 

mehreren Auslandaufenthalten im selben Kalenderjahr würden die Auslandaufenthalte 

addiert, wobei der Ein- und Ausreisetag nicht berücksichtigt werde. Der Versicherte sei 

im Jahr 2017 (ohne Juni und September) nie mehr als 3 Monate am Stück und 

insgesamt nicht mehr als 6 Monate im Ausland gewesen. Der Dezember 2017 sei daher 

zu Unrecht zurückgefordert worden. Im Jahr 2018 sei er 223 Tage im Ausland 

gewesen.

A.p. Am 5. August 2019 informierte das Steueramt G.___ die zuständige EL-

Sachbearbeiterin, dass die Abklärungen (betreffend die Immobilien in D.___) 

abgeschlossen seien (Dossier 1, act. 5). Der Wert der Liegenschaften betrage Fr. 

15'180.-- und der (jährliche) Ertrag Fr. 759.--.

A.q. Mit Verfügung vom 6. August 2019 passte die EL-Durchführungsstelle die 

Anspruchsberechnung ab 1. September 2019 an (Dossier 1, act. 4). Sie hielt fest, dass 

die Anpassung aufgrund der Immobilien des Versicherten in D.___ erfolgt sei. Sie habe 

die Werte vom Steueramt übernommen. Die Anpassung hätte grundsätzlich ab 

Anspruchsbeginn vorgenommen werden müssen. Da es jedoch nur zu einer minimen 

Rückforderung komme, sei die Anpassung erst ab September 2019 erfolgt. Auf eine 

rückwirkende Korrektur werde verzichtet. Der EL-Anspruch ab 1. September 2019 

belief sich weiterhin auf Fr. 640.-- (sog. Minimalgarantie). Bei den Ausgaben hatte die 

EL-Durchführungsstelle neu Liegenschaftsaufwände (Gebäudeunterhalt) von Fr. 152.-- 

angerechnet. Beim Vermögen hatte sie das Grundeigentum mit Fr. 15'180.-- 

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berücksichtigt. Aufgrund des Vermögensfreibetrags resultierte aber weiterhin kein 

anrechenbarer Vermögensverzehr. Der angerechnete Eigenmietwert betrug Fr. 759.--.

​B.

B.a. Gegen den Einspracheentscheid vom 25. Juli 2019 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 16. September 2019 Beschwerde erheben (act. G 

1). Seine Rechtsvertreterin beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheides und 

die Aufhebung der Rückforderung der Ergänzungsleistungen samt Krankheits- und 

Behinderungskosten für das Jahr 2018. Sie stellte ausserdem ein Gesuch um 

unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung. Zur Begründung machte sie 

geltend, der Beschwerdeführer habe sich im Jahr 2018 lediglich an 205 Tagen im 

Ausland aufgehalten. Davon sei er 31 Tage in B.___ gewesen, weil seine Eltern dort 

lebten. Dies sei ein legitimer Grund. Die restliche Zeit habe er − aus gesundheitlichen 

Gründen − in D.___ verbracht. Der Beschwerdeführer beziehe eine ganze IV-Rente; ihn 

belasteten unter anderem Schmerzen in der linken Hüfte, in der Wirbelsäule sowie auch 

psychische Beeinträchtigungen. Der Beschwerdeführer habe von ca. 2008 bis 2010 im 

Ausland gelebt. Seit seiner Rückkehr in die Schweiz habe er immer wieder das 

Thermalbad C.___ in D.___ besucht. Der Aufenthalt in warmen Thermalbädern sowie 

zusätzliche Therapien und Massagen würden dem Beschwerdeführer helfen, seine 

Beschwerden zu lindern. Da häufige Besuche in Schweizer Thermalbädern samt 

weiteren Angeboten für einen EL-Bezüger nicht tragbar seien, sei der 

Beschwerdeführer jeweils nach D.___ gereist, um das Thermalbad C.___ aufzusuchen. 

Im Jahr 2018 hätten sich die Beschwerden des Beschwerdeführers gehäuft, weshalb er 

sich zwei Mal rund zwei Monate in D.___ aufgehalten habe. Der Beschwerdeführer 

bewohne in der Schweiz eine Mietwohnung zum Preis von Fr. 1'100.-- pro Monat. 

Niemand würde eine solche Miete bezahlen, wenn er kein Interesse daran hätte, an 

diesem Ort dauerhaft zu verbleiben. Zudem lebten die beiden Kinder des 

Beschwerdeführers in der Schweiz. Der Wohnsitz des Beschwerdeführers habe sich im 

Jahr 2018 somit in der Schweiz befunden. Die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) habe sich bei der Beurteilung des gewöhnlichen Aufenthaltsorts 

des Beschwerdeführers auf die Wegleitung über die Ergänzungsleistungen gestützt. 

Die Verwaltungspraxis und ihre Verwaltungsweisungen seien für das Gericht jedoch 

nicht verbindlich. Die maximal zulässige Dauer eines Auslandaufenthalts könne nicht 

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schematisch bestimmt werden, denn sie sei abhängig vom triftigen oder zwingenden 

Grund für den Auslandaufenthalt. Es seien die Umstände des konkreten Falles 

massgebend. Der Beschwerdeführer sei im Jahr 2019 im Glauben, dass er mehrmals in 

Ausland reisen dürfe, aber die Grenze von drei Monaten nicht überschreiten dürfe, ins 

Ausland gereist. Er habe nicht gewusst, dass er nicht mehr als 183 Tage (pro Jahr) im 

Ausland verbringen dürfe.

B.b. Am 18. Oktober 2019 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers das 

ausgefüllte Formular "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" mit den dazugehörigen 

Unterlagen ein (act. G 4). Der Beschwerdeführer hatte unter anderem angegeben, dass 

er der Rechtsvertreterin am 13. August 2019 einen Kostenvorschuss geleistet habe.

B.c. Die Beschwerdegegnerin beantragte am 18. Oktober 2019 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 5). Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen im 

Einspracheentscheid.

B.d. Am 25. Oktober 2019 bewilligte das Gericht − unter Anrechnung des durch den 

Beschwerdeführer an seine Rechtsvertreterin geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 

500.-- − das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) für das Verfahren vor dem Versicherungsgericht (act. G 6).

B.e. Am 14. November 2019 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers eine 

Honorarnote in der Höhe von Fr. 4'270.30 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) ein 

(act. G 8).

B.f. Am 12. Mai 2002 teilte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers dem Gericht 

mit, dass sie die Anwaltskanzlei verlasse (act. G 10). Sie bat darum, sie in der 

vorliegenden Angelegenheit aus der unentgeltlichen Rechtsvertretung zu entlassen. 

Zudem bestätigte sie, dass die zukünftige Parteientschädigung bzw. amtliche 

Entschädigung der bisherigen Anwaltskanzlei zustehe. Auf Gesuch hin (act. G 10, 12) 

setzte das Gericht am 29. Oktober 2020 Rechtsanwalt M. B. Graf als unentgeltlichen 

Rechtsbeistand des Beschwerdeführers für das vorliegende Verfahren ein (act. G 13).

B.g. Am 16. November 2020 teilte der Beschwerdeführer dem Gericht mit (act. G 14), 

dass ihn ein Detektiv in seiner Wohnung besucht habe, welcher sich nicht als solcher 

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zu erkennen gegeben habe. Eine Observation im Schlafzimmer oder in der Küche sei 

nicht zulässig. Die verfahrensleitende Richterin antwortete am 17. November 2020 (act. 

G 16), dass nicht ersichtlich sei, inwiefern seine Schilderungen für die hängige 

Streitsache von Bedeutung seien. Sie empfahl dem Beschwerdeführer, die Sache mit 

seinem Rechtsvertreter zu besprechen.

B.h. Am 15. März 2021 räumte das Gericht dem Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers die Gelegenheit ein, die Beschwerde zurückzuziehen (act. G 17). Es 

hielt fest, dass das Gericht zum Schluss gelangen könnte, dass der EL-Anspruch 

zwingend ab dem 1. März 2016 (und nicht erst ab 1. Januar 2017) neu hätte überprüft 

werden müssen. Des Weiteren habe sich der Beschwerdeführer entgegen der 

Annahme der Beschwerdegegnerin nicht lediglich vom 9. bis 16. Oktober 2017 in D.___ 

aufgehalten. Aus den Reiseunterlagen ergebe sich, dass der Versicherte am 9. Oktober 

2017 von F.___ nach G.___ und bereits am 16. Oktober 2017 wieder von G.___ nach 

F.___ gereist sei. Am 31. Oktober 2017 habe er an einem Bankomaten in E.___ (Stadt 

bei F.___) Geld abgehoben. Wann er aus F.___ nach G.___ zurückgekehrt sei, ergebe 

sich nicht aus den Akten. Ausserdem befänden sich weder Reiseunterlagen noch 

Aussagen des Beschwerdeführers bezüglich seiner Auslandaufenthalte im ersten 

Quartal des Jahres 2017 bei den Akten. Schliesslich habe sich die EL-

Durchführungsstelle bei ihrer Beurteilung, ob der gewöhnliche Aufenthalt des 

Beschwerdeführers in der Schweiz gewesen sei, an die starre und nicht überzeugende 

Vorgabe der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen gehalten. Sollte das Gericht 

die Sache aus den angeführten Gründen an die Beschwerdegegnerin zurückweisen, 

könnte dies dazu führen, dass ein EL-Anspruch ab Anspruchsbeginn (d.h. ab 1. März 

2016) und nicht ab 1. Januar 2018 verneint werden müsste. Dadurch würden sich die 

Rückforderungen entsprechend erhöhen.

B.i. Am 15. April 2021 informierte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers das 

Gericht darüber, dass ihm der Beschwerdeführer das Mandat entzogen habe (act. G 

20). Die beiliegende Honorarnote wies einen Betrag von Fr. 4'010.40 aus (act. G 20.1). 

Der Rechtsvertreter merkte hierzu an, dass die Rechtsvertretung in dieser Sache nicht 

zuletzt aufgrund der Erkrankung und der Persönlichkeit des Beschwerdeführers 

ausserordentlich aufwändig gewesen sei.

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B.j. Der Beschwerdeführer antwortete am 16. April 2021 (act. G 21), dass er den 

"Vorschlag" des Gerichts nicht verstanden habe. Er habe keinen Grund, auf etwas zu 

verzichten. Alles, was seine (ehemalige) Rechtsvertreterin geschrieben habe, stimme. 

Sein Lebensmittelpunkt sei in der Schweiz gewesen und der Grund für seine 

Auslandaufenthalte seine Gesundheit. Um seine Auslandaufenthalte besser zu 

verstehen, habe er diesem Schreiben einen kurzen Brief beigelegt. Der 

Beschwerdeführer bat darum, ihm mitzuteilen, ob er selbst einen neuen Rechtsvertreter 

auswählen könne. In beigelegten Brief vom 16. April 2021 (act. G 21.2) hatte der 

Beschwerdeführer unter anderem seine Krankheitsgeschichte geschildert. Dem Brief 

lagen verschiedene Dokumente, unter anderem Rechnungen von Therapien und 

Arztberichten in (wohl) kroatischer Sprache, bei.

B.k. Am 20. April 2021 teilte das Gericht dem Beschwerdeführer mit, dass es ihm 

selbstverständlich frei stehe, einen anderen Rechtsanwalt resp. eine andere 

Rechtsanwältin mit seiner Vertretung im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu 

beauftragen (act. G 22).

Erwägungen

1.

Als Eintretensvoraussetzung zu prüfen ist, ob die 30-tägige Beschwerdefrist (Art. 60 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 

ATSG, SR 830.1) zur Anfechtung des Einspracheentscheides eingehalten worden ist. 

Der Einspracheentscheid vom 25. Juli 2019 ist dem Beschwerdeführer am 26. Juli 2019 

zugestellt worden (act. G. 1/II/2.). Gesetzliche oder behördliche Fristen, die nach Tagen 

oder Monaten bestimmt sind, stehen vom 15. Juli bis und mit dem 15. August still (Art. 

38 Abs. 4 lit. b ATSG). Der Einspracheentscheid ist also während der Gerichtsferien 

ergangen, weshalb die Frist erst am 16. August 2019 zu laufen begonnen hat. Der 30. 

Tag der Frist wäre also auf den Samstag, 14. September 2019, gefallen. Ist der letzte 

Tag der Frist ein Samstag, so endet sie am nächstfolgenden Werktag (Art. 38 Abs. 3 

Satz 1 ATSG). Der letzte Tag der Frist ist somit der Montag, 16. September 2019, 

gewesen. Die (ehemalige) Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat an diesem Tag 

und somit rechtzeitig Beschwerde erhoben. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

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2.  

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der Einspracheentscheid 

vom 25. Juli 2019. Diesem liegen zwei Verfügungen vom 8. April 2019 zugrunde, mit 

welchen die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen und auf 

die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten mangels gewöhnlichen 

Aufenthalts in der Schweiz rückwirkend ab 1. Dezember 2017 bis 31. Dezember 2018 

verneint und die zu viel bezahlten Ergänzungsleistungen und Krankheits- und 

Behinderungskosten zurückgefordert hatte. Mit dem angefochtenen 

Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin die Einsprache teilweise 

gutgeheissen und (lediglich noch) einen EL-Anspruch sowie den Anspruch auf die 

Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten für den Zeitraum 1. Januar 2018 

bis 31. Dezember 2018 verneint.

2.1. 

Gemäss Art. 4 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur 

Alters-, Hinterlassenen und Invalidenversicherung (ELG, SR 831.30) haben Personen, 

die Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben, Anspruch auf 

Ergänzungsleistungen, wenn sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 

ATSG) in der Schweiz haben. Der Wohnsitz einer Person bestimmt sich nach den 

Artikeln 23-26 des Zivilgesetzbuches (Art. 13 Abs. 1 ATSG). Ihren gewöhnlichen 

Aufenthalt hat eine Person an dem Ort, an dem sie während längerer Zeit lebt, selbst 

wenn diese Zeit zum Vornherein befristet ist (Art. 13 Abs. 2 ATSG).

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin hat sich bei ihrer Beurteilung, ob der gewöhnliche 

Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Schweiz gewesen ist, an die Wegleitung über 

die Ergänzungsleistungen (WEL, Stand 1. Januar 2019) gehalten: Gemäss Rz. 2330.01 

WEL wird die EL ab dem darauffolgenden Kalendermonat eingestellt, wenn sich eine 

Person mehr als drei Monate (92 Tage) am Stück im Ausland aufhält. Wenn sich eine 

Person im selben Kalenderjahr insgesamt mehr als sechs Monate (183 Tage) im 

Ausland aufhält, entfällt der EL-Anspruch für das gesamte Kalenderjahr (Rz. 2330.02 

WEL). Nach der Praxis des Versicherungsgerichts des Kantons Gallen ist die Dauer 

eines Auslandaufenthaltes jedoch lediglich eines von mehreren Indizien, das für oder 

gegen einen gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz spricht. Zu prüfen sind auch alle 

anderen Indizien, wozu beispielsweise familiäre und verwandtschaftliche Beziehungen 

in der Schweiz und im Herkunftsland, die Wohnsituation in der Schweiz und im 

Herkunftsland oder eine Vereinsmitgliedschaft in der Schweiz und im Herkunftsland 

gehören (siehe Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Gallen vom 8. 

Dezember 2020, EL 2019/30 E. 2.4).

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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Aus den Reiseunterlagen geht auch hervor, dass der Beschwerdeführer am 

10. Oktober 2017 von F.___ zurückgekehrt ist; wann er angereist war, geht aus den 

Unterlagen nicht hervor. Bereits am 16. Oktober 2017 ist er wieder nach F.___ 

gefahren; das Rückreisedatum ist unbekannt. Zumindest am 31. Oktober 2017 ist er 

noch in F.___ gewesen, denn an diesem Tag hat er an einem Bankomaten in F.___ Geld 

abgehoben. Dieser Aufenthalt hat also mindestens 15 Tage gedauert. Die 

Reiseunterlagen betreffen den Zeitraum April 2017 bis Januar 2019, d.h. einen 

Die Beschwerdegegnerin hat mit dem angefochtenen Einspracheentscheid einen 

EL-Anspruch rückwirkend ab 1. Januar 2018 mangels gewöhnlichen Aufenthalts in der 

Schweiz verneint. Ab 1. Januar 2019 hat sie wieder einen gewöhnlichen Aufenthalt in 

der Schweiz angenommen. Beim angefochtenen Einspracheentscheid kann es sich nur 

um eine Revision im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ATSG − und nicht um eine 

Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG − gehandelt haben, da der 

Beschwerdeführer bereits seit dem 1. März 2016 Ergänzungsleistungen bezieht. 

Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit feststeht, dass der Beschwerdeführer seinen gewöhnlichen 

Aufenthalt ab 1. Januar 2017, dem Zeitpunkt, ab dem die Beschwerdegegnerin den 

Sachverhalt überprüft hat, nicht mehr in der Schweiz, sondern in D.___ gehabt hat. 

Aufgrund der eingereichten Reisebestätigungen eines Carunternehmens stehen die 

folgenden Aufenthalte in D.___ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest (der Tag der 

Ein- und Ausreise geltend nicht als Auslandaufenthalt, vgl. Rz. 2330.01 WEL).

2.4. 

11. April 2017 bis 18. Mai 2017 (38 Tage)–

29. Mai 2017 bis 4. Juli 2017 (37 Tage)–

26. Juli 2017 bis 23. August 2017 (29 Tage)–

3. Dezember 2017 bis 3. Februar 2018 (63 Tage)–

11. März 2018 bis 10. Mai 2018 (61 Tage)–

30. Juni 2018 bis 2. September 2018 (65 Tage)–

7. September 2018 bis 6. Oktober 2018 (30 Tage)–

16. Oktober 2018 bis 5. Dezember 2018 (21 Tage)–

28. Dezember 2018 bis 27. Januar 2019 (31 Tage)–

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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Zeitraum von fast zwei Jahren. Bereits aus diesen unvollständigen Unterlagen zeigt 

sich ein deutliches Muster: Der Beschwerdeführer hält sich jeweils längere Zeit (3 

Wochen bis zu 2 Monate) in D.___ auf und kommt dann für wenige Tage bis Wochen (5 

Tage bis 7 Wochen) in die Schweiz zurück. Aus den im Recht liegenden Unterlagen 

ergibt sich also, dass sich der Beschwerdeführer von April 2017 bis Dezember 2017 an 

mehr als 148 Tagen (von insgesamt 275 Tagen) und im Jahr 2018 an 242 (von 365) 

Tagen und damit mehr als die Hälfte der Zeit in D.___ aufgehalten hat. Fest steht auch, 

dass der Beschwerdeführer Immobilien in D.___ besitzt (Dossier 1, act. 8). Um was für 

Immobilien es sich hierbei handelt, ob er sie selber bewohnt oder (teilweise) vermietet, 

geht aus den Akten nicht hervor. Über die familiären und verwandtschaftlichen 

Beziehungen in F.___ bzw. D.___ ist wenig bekannt. Der Beschwerdeführer hat einzig 

angegeben, dass sich seine offenbar in B.___ lebende Mutter jeweils fast sechs Monate 

im Jahr in D.___ aufhalte (Dossier 1, act. 12). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass 

die vorliegenden, unvollständigen Akten zwar starke Indizien dafür enthalten, dass der 

Beschwerdeführer seinen gewöhnlichen Aufenthalt in den letzten Jahren nicht in der 

Schweiz, sondern in D.___ gehabt haben könnte. Allerdings reichen die vorhandenen 

Unterlagen nicht aus, um den gewöhnlichen Aufenthaltsort des Beschwerdeführers ab 

1. Januar 2017 bestimmen zu können. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist 

sich somit als rechtswidrig.

2.5. Demzufolge sind weitere Abklärungen hinsichtlich des gewöhnlichen Aufenthalts 

des Beschwerdeführers ab 1. Januar 2017 (Wirkungszeitpunkt des Revisionsverfahrens 

nach Art. 17 Abs. 2 ATSG) notwendig. Die Beschwerdegegnerin wird insbesondere 

abklären müssen, ob noch weitere Reise- oder Aufenthaltsbestätigungen als diejenigen 

des Carunternehmens existieren (z.B. Zugbillette oder Hotelbuchungen, siehe z.B. 

Dossier 1, act. 11). Sie wird auch weitere Abklärungen betreffend die Immobilien in 

D.___ sowie die familiären und verwandtschaftlichen Beziehungen in der Schweiz und 

in D.___ vornehmen müssen. Weitere Informationen zum gewöhnlichen Aufenthalt des 

Beschwerdeführers in den vergangenen Jahren können Befragungen der Schweizer 

Nachbarn, des Schweizer Hausarztes und des Zahnarztes liefern. Darüber hinaus kann 

die Beschwerdegegnerin die Mutter des Beschwerdeführers insbesondere zu dessen 

Wohnsituation in D.___ befragen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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2.6. Der Beschwerdeführer hat argumentiert, dass er sich aus gesundheitlichen 

Gründen häufig in D.___ aufhalte. Die Aufenthalte im Thermalbad in C.___ linderten 

seine Beschwerden. In der Schweiz blieben ihm häufige Besuche in Thermalbädern aus 

finanziellen Gründen verwehrt. Zwar ist nachvollziehbar, dass sich 

Thermalbadaufenthalte positiv auf den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 

auswirken. Der Leistungskatalog der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 

umfasst deshalb auch einen Beitrag an die Kosten von ärztlich angeordneten 

Badekuren (Art. 25 Abs. 2 lit. c KVG, SR 832.10; siehe auch Art. 33 lit. f KVV, SR 

832.102). Zudem handelt es sich bei ärztlich angeordneten Bade- und Erholungskuren 

um vergütungsfähige Krankheits- und Behinderungskosten im Sinne des ELG (Art. 14 

Abs. 1 lit. c ELG). Das Argument des Beschwerdeführers, er könne sich 

Thermalbadbesuche in der Schweiz nicht leisten, ist somit nicht stichhaltig. Hinzu 

kommt, dass nichts gegen Aufenthalte im Thermalbad in C.___ spricht, solange es sich 

um zeitlich begrenzte Ferienaufenthalte handelt. Im Übrigen dürfte sich der 

Beschwerdeführer nach der allgemeinen Lebenserfahrung kaum während seiner 

wochen- und teilweise sogar monatelangen Aufenthalte in D.___ ständig im 

Thermalbad aufgehalten haben. Die Argumentation des Beschwerdeführers, die 

Aufenthalte in D.___ seien aus rein gesundheitlichen Gründen notwendig, überzeugt 

demnach nicht.

2.7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist, wo der Beschwerdeführer seinen 

gewöhnlichen Aufenthalt ab 1. Januar 2017 gehabt hat. Die Sache ist daher zur 

weiteren Abklärung und Fortführung des Revisionsverfahrens an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die weiterführenden Abklärungen könnten 

allenfalls sogar Hinweise dafür liefern, dass der Beschwerdeführer seinen 

gewöhnlichen Aufenthalt schon vor dem 1. Januar 2017 (respektive bereits ab Beginn 

seines Anspruchs auf Ergänzungsleistungen am 1. März 2016) nicht in der Schweiz, 

sondern in D.___ gehabt hat. Die Rückweisung der Sache könnte im Ergebnis zu einer 

Schlechterstellung des Beschwerdeführers führen, als er es mit dem angefochtenen 

Einspracheentscheid gewesen wäre. Eine reformatio in peius wäre zulässig, da sie dem 

Beschwerdeführer vorgängig angekündigt worden ist (act. G 17).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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2.8. Die Beschwerdegegnerin hat ab dem 1. Januar 2019 neu Vermögenserträge von 

Fr. 12.-- in der Anspruchsberechnung berücksichtigt. Dabei hat sie sich auf die 

Steuerveranlagung des Jahres 2017 gestützt (Dossier 1, act. 22). Bei den 

ausgewiesenen Fr. 12.-- hat es sich jedoch nicht um Vermögenserträge, sondern um 

Verwaltungskosten für Wertschriften gehandelt. Die Beschwerdegegnerin wird die 

Höhe allfälliger Vermögenserträge noch abklären müssen. Darüber hinaus wird die 

Beschwerdegegnerin Abklärungen betreffend die Immobilien in D.___ treffen müssen, 

insbesondere ob der Beschwerdeführer diese selbstbewohnt oder vermietet, und sie 

dann entsprechend in der Anspruchsberechnung berücksichtigen.

2.9. Demnach ist die Beschwerde wegen der Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG dahingehend gutzuheissen, dass 

der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache zur weiteren 

Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen ist.

​3.

3.1. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch 

anwendbaren Fassung).

3.2. Wird die angefochtene Verfügung bzw. der angefochtene Einspracheentscheid 

aufgehoben, so liegt in Bezug auf die Verfahrenskosten immer ein vollumfängliches 

Obsiegen vor, d.h. die Verwaltung bezahlt eine volle Parteientschädigung sowie die 

gesamten Gerichtskosten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 

vom 1. Juli 2010, IV 2010/256 E. 2). Der Beschwerdeführer hat somit einen Anspruch 

auf eine volle Parteientschädigung. Diese Parteientschädigung wird ohne Rücksicht auf 

den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat eine Honorarnote über den Betrag von Fr. 

4'010.40 eingereicht. Der veranschlagte Stundenansatz hat (mit Ausnahme des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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geforderten Honorars für die Leistungen vom 16. Oktober 2010, welches auf einem 

Stundenansatz von Fr. 250.-- basiert hat) Fr. 200.-- betragen und entspricht damit dem 

um einen Fünftel herabgesetzten Honorar bei unentgeltlicher Prozessführung (Art. 31 

Abs. 3 des AnwG [sGS 963.70]). Die Honorarnote hat sich somit nur auf den Fall 

bezogen, dass der Beschwerdeführer unterliegt, da sein Rechtsvertreter nur in diesem 

Fall vom Staat hätte entschädigt werden müssen. Für die Berechnung der von der 

Beschwerdegegnerin zu bezahlenden Parteientschädigung ist daher auf das mittlere 

Honorar für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte abzustellen, welches Fr. 250.-- je 

Stunde beträgt (Art. 24 Abs. 1 HonO). Bei einem Stundenansatz von Fr. 250.-- beträgt 

das Honorar Fr. 4'465.-- (17.86 x Fr. 250.--). Hinzu kommt ein pauschaler Betrag für 

Barauslagen von 4 %, d.h. Fr. 178.60 (Art. 28  Abs. 1 HonO). Zuzüglich der 

Mehrwertsteuer von 7.7 % (Fr. 343.80) ergibt sich ein Betrag von Fr. 4'987.40. Dem 

Rechtsvertreter ist einerseits durch den Hinweis auf eine mögliche reformatio in peius 

ein Zusatzaufwand entstanden. Andererseits ist glaubhaft, dass sich der 

Vertretungsaufwand insbesondere aufgrund der Persönlichkeit des Beschwerdeführers 

aufwändiger als üblich gestaltet hat (act. G 20). Da der vorliegende Fall weder in 

rechtlicher noch in tatsächlicher Hinsicht überdurchschnittlich komplex gewesen ist, 

erscheint das geforderte Honorar von fast Fr. 5'000.-- dennoch als übersetzt. Vielmehr 

erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- als angemessen. Die 

Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer entsprechend mit pauschal 

Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 

25. Juli 2019 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der 

Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 01.07.2021
	Art. 4 Abs. 1 lit. c ELG: Personen, die Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben, haben Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Die starre Vorgabe der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen betreffend die Beurteilung, ob der gewöhnliche Aufenthalt eines EL-Ansprechers oder EL-Bezügers in der Schweiz ist, überzeugt nicht. Nach der Praxis des Versicherungsgerichts des Kantons Gallen ist die Dauer eines Auslandaufenthaltes lediglich eines von mehreren Indizien, das für oder gegen einen gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz spricht. Zu prüfen sind auch alle anderen Indizien, wozu beispielsweise familiäre und verwandtschaftliche Beziehungen in der Schweiz und im Herkunftsland, die Wohnsituation in der Schweiz und im Herkunftsland oder eine Vereinsmitgliedschaft in der Schweiz und im Herkunftsland gehören. Vorliegend sind weitere Abklärungen notwendig, um beurteilen zu können, wo der EL-Bezüger seinen gewöhnlichen Aufenthalt gehabt hat. Teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Gallen vom 1. Juli 2021, EL 2019/62).

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