# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba2b2975-e104-5b05-aaa0-6b32b527201c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.06.2021 720 20 324/167
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-324-167_2021-06-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 17. Juni 2021 (720 20 324 / 167) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Verwertung der Restarbeitsfähigkeit von einer versicherten Person, welche an einem Zu-

stand nach cerebrovaskulärem Ereignis bei Hemiparese der rechten Hand, mit Aphasie 

und Epilepsie leidet; bei der Ermittlung des Valideneinkommens gestützt auf die Tabel-

lenlöhne der LSE ist aufgrund des Spezialwissens und der Weiterbildungen der versi-

cherten Person das Kompetenzniveau 3 massgebend. 

 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Martin Dumas, Advokat, 
Rümelinsplatz 14, Postfach, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 

 

 
 
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A. Der 1972 geborene A.____ begann 1988 eine Lehre als Elektromechaniker, welche er 
jedoch aufgrund der Folgen eines Schlaganfalls im Mai 1990 abbrechen musste. Zwei Jahre spä-
ter konnte er eine 4-jährige Lehre als Maschinenzeichner EFZ aufnehmen und 1996 erfolgreich 
abzuschliessen. Nach Abschluss der Lehre arbeitete A.____ bei verschiedenen Arbeitgebern als 
Maschinenzeichner und Konstrukteur. Von 2007 bis 2010 besuchte er eine berufsbegleitende 
Weiterbildung an der Höheren Fachschule für Technik und erlangte dabei das Diplom "dipl. Tech-
niker HF, Elektronik/Automation". Während dieser Weiterbildung und von Januar 2011 bis März 
2011 arbeitete er als Automatiker. Von Juli 2012 bis Dezember 2013 war er als Werkzeugkon-
strukteur und von Mai 2014 bis November 2015 als CNC-Dreharbeiter tätig. Am 25. Oktober 2014 
meldete er sich unter Hinweis auf die Folgen des Hirnschlags im Jahr 1990 und die seit ca. 2000 
bestehenden Epilepsieanfälle bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug 
von Leistungen an. In der Folge fanden in den Jahren 2015 bis 2018 verschiedene berufliche 
Massnahmen statt, welche jedoch erfolglos blieben. Im Rahmen der Rentenprüfung gab die IV-
Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) ein Gutachten bei Dr. med. B.____, FMH Neurologie, in Auf-
trag. Gestützt auf sein Gutachten vom 19. September 2019 ermittelte sie einen Invaliditätsgrad 
von 50 %. Mit Verfügungen vom 2. Juli 2020 sprach die IV-Stelle A.____ eine halbe Invalidenrente 
mit Wirkung ab 1. Oktober 2015 zu.  
 
B. Gegen diese Verfügungen erhob A.____, vertreten durch Advokat Martin Dumas, am 7. 
September 2020 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht). Darin beantragte er, es seien die angefochtenen Verfügungen aufzuheben und es sei 
die IV-Stelle zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2015 eine ganze Invaliden-
rente, eventualiter eine Dreiviertelsrente auszurichten. Subeventualiter sei die Sache zur Durch-
führung weiterer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen; alles unter o/e-Kostenfolge. In 
der Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass eine Restarbeitsfähigkeit von 50 % auf 
dem freien Arbeitsmarkt nicht realisierbar sei, da das von Dr. B.____ formulierte Anforderungs-
profil der zumutbaren Verweistätigkeit einer Arbeit im geschützten Rahmen entspreche. Sollte 
dennoch von einer Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt ausgegangen werden, so hätten die 
Arbeitsversuche gezeigt, dass er im Umfang von höchstens 35 % einer beruflichen Tätigkeit nach-
gehen könne. Schliesslich beanstandete er die Höhe des von der IV-Stelle gestützt auf die vom 
Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstruk-
turerhebung (LSE) ermittelten Valideneinkommens von Fr. 76'355.--. Gemäss dem statistischen 
Lohnrechner "Salarium" sei dieses auf mindestens Fr. 92'580.-- festzusetzen. Zudem sei auf-
grund der zahlreichen gesundheitlichen Einschränkungen ein leidensbedingter Abzug vom Ta-
bellenlohn von 15 % anstelle von lediglich 5 % vorzunehmen.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 26. Oktober 2020 beantragte die IV-Stelle unter Verweis 
auf die Stellungnahme von pract. med. C.____, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 8. Ok-
tober 2020 die Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Am 8. Dezember 2020 liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter eine Stellung-
nahme einreichen. Darin hielt er an den in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren fest. In 
der Begründung machte er zudem geltend, dass beim Valildeneinkommen auf die Angaben der 

 

 
 
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D.____ AG vom 26. Mai 2014 abzustellen sei, wonach der Versicherte als Konstrukteur einen 
Lohn von Fr. 81'900.-- (Fr. 13 x Fr. 6'300.--) verdiene würde.  
 
E. Die IV-Stelle verzichtete mit Eingabe vom 4. Januar 2021 auf eine weitere Stellung-
nahme.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde vom 7. September 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40 % invalid ist.  
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind Art. 
7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich-
tigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 
überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung eines Rentenanspruchs bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die 
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2).  
 

 

 
 
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3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 156 E. 1 in 
fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beur-
teilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt aus-
geübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach 
ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch ver-
richtet werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditäts-
schätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversiche-
rung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Widersprechen sich medizinische Berichte, darf das Gericht den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die 
eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-
gerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 
E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
4.1 Die IV-Stelle stützte sich in den angefochtenen Verfügungen vom 2. Juli 2020 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustandes des Versicherten auf das Gutachten von Dr. B.____ vom 
12. April 2019 ab. Dr. B.____ diagnostizierte mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit einen 

 

 
 
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Zustand nach cerebrovaskulärem Ereignis 1990 bei Hemiparese rechts mit Beeinträchtigung der 
rechten Hand, mit Aphasie (= zentrale Sprachstörung), mit kognitiver Beeinträchtigung sowie mit 
symptomatischer Epilepsie seit 2000. Klinisch-neurologisch lasse sich im Bereich der Hirnnerven 
eine rechts leicht adynam wirkende Mimik bei ansonsten unauffälligem Hirnnervenbefund finden. 
Der Versicherte sei Linkshänder und habe die Tendenz, die rechte Hand in "Pfötchenstellung" zu 
bringen. Es bestehe eine distalbetonte Parese Grad 4 des rechten Armes. Die Feinmotorik sei 
rechts deutlich vermindert und die Diadochokinese (= Fähigkeit, rasch aufeinanderfolgende Be-
wegungen auszuführen) sei verlangsamt. Der Finger-Nase-Versuch sei leicht dysmetrisch und 
die Reflexe an den oberen Extremitäten lebhaft. Beim rechten Bein zeige sich eine geringe Spas-
tik. Der Gang weise rechts leicht verminderte Mitbewegungen des Armes auf und der Blindstrich-
gang sei leicht unsicher. Die verhaltensneurologische Untersuchung sei geprägt durch eine sozial 
auffällige Aphasie des Versicherten, welche die Kommunikation erschwere. Ausserdem seien die 
von ihm gewählten Begriffe und Umschreibungen ungewöhnlich. Aufgrund der Aphasie seien 
auch die einfache Aufmerksamkeit bei Sequenzabruf und die verbal-mnestischen Funktionen 
deutlich vermindert. Zudem weise der Versicherte eine Benennungsstörung auf. Nach dem 
Schreiben und Lesen eines einfachen Textes sei er nicht in der Lage, das Geschriebene bzw. 
das Gelesene mündlich wiederzugeben. Die Konzentrationsleistung sei über einen längeren Zeit-
raum qualitativ leicht vermindert, quantitativ jedoch durchschnittlich. Die Beeinträchtigungen 
seien mässiger bis mittelschwerer Ausprägung. Es sei davon auszugehen, dass er bis 2015 mit 
einem vollen Pensum nur deshalb habe arbeiten können, weil ihm die Arbeitgeber jeweils einen 
erheblichen Goodwill entgegengebracht hätten. Aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen könne er die Tätigkeit als Automatiker und Elektromonteur nicht mehr ausführen. Es sei 
ihm dagegen zumutbar, einer beruflichen Arbeit – wie z.B. dem Beruf eines Maschinenzeichners 
– ohne Eigen- oder Fremdgefährdung, ohne Arbeiten an gefährlichen Maschinen oder in expo-
nierten Lagen, ohne Schicht- oder Nachtarbeit und ohne Kundenkontakt für 5 Stunden täglich 
nachgehen. Durch die Verlangsamung und die verminderte Leistungsfähigkeit sei seine Leis-
tungsfähigkeit zu 10 % eingeschränkt. Auf dem freien Arbeitsmarkt sei er somit seit Anfang 2015 
insgesamt zu 50 % arbeitsfähig. Dabei benötige er aber aufgrund der Aphasie einen Arbeitgeber, 
der ihm Goodwill und Verständnis dafür entgegenbringe, dass er genug Zeit haben müsse, um 
neue Inhalte aufzunehmen.  
 
4.2 Aufgrund der Einwände des Versicherten im Vorbescheidverfahren holte die IV-Stelle 
bei Dr. B.____ eine Stellungnahme zur Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem 
ersten Arbeitsmarkt ein. Dieser führte am 16. März 2020 aus, dass seine Einschätzung, wonach 
dem Versicherten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar sei, auf den Vorakten, seinen Befunden 
und seiner Erfahrung mit ähnlich gelagerten Fällen beruhe. Ob das von ihm formulierte Zumut-
barkeitsprofil einer Tätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt entspreche, sei aus ärztlicher Sicht nicht 
von Belang; dies hätten die Berufsfachleute zu entscheiden.  
 
5.1 Das Gutachten von Dr. B.____ vom 12. April 2019 samt seiner Ergänzung vom 16. März 
2020 genügt sowohl formal wie inhaltlich vollumfänglich den bundesgerichtlichen Vorgaben an 
ein beweistaugliches Gutachten und liefert eine zuverlässige Grundlage zur Beurteilung des Ren-
tenanspruchs des Versicherten. Es beruht auf Erkenntnissen, welche Dr. B.____ aus der persön-
lichen Untersuchung und den Untersuchungsbefunden gewonnen hat. Zudem hat er sich mit den 

 

 
 
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übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen befasst und ist auf sämtliche vom 
Versicherten geklagten Beschwerden eingegangen. Die Herleitung der Diagnostik gestützt auf 
die erhobenen objektiven Befunde und die Begründung der entsprechenden Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit sind überzeugend und in jeder Hinsicht nachvollziehbar.  
 
5.2 Der Versicherte macht geltend, dass die Berichte über seine Arbeitsversuche gezeigt 
hätten, dass er nach spätestens 4 Stunden nicht mehr leistungsfähig sei. Aufgrund seiner ge-
sundheitlichen Beeinträchtigungen sei er selbst in diesen 4 Stunden eingeschränkt leistungsfähig. 
Es sei nicht nachvollziehbar, auf welcher Grundlage sich Dr. B.____ bei seiner Einschätzung 
stütze, wonach der Versicherte 5 Stunden pro Tag mit einer 10%igen Leistungseinschränkung 
arbeiten könne. Es sei vielmehr von einer maximalen Arbeitsfähigkeit von 35 % auszugehen. 
Diesem Einwand des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Gemäss Rechtsprechung 
besteht zwar zwischen der Ärzteschaft und der Berufsberatung eine enge, sich gegenseitig er-
gänzende Zusammenarbeit. Die abschliessende Beurteilung der sich aus einem Gesundheits-
schaden ergebenden, funktionellen Leistungsfähigkeit obliegt in der Hauptsache jedoch dem Arzt 
oder der Ärztin und nicht den Fachleuten der Berufsberatung/beruflichen Eingliederung. Das Ein-
holen einer klärenden medizinischen Stellungnahme ist lediglich – aber immerhin – dann ange-
zeigt, wenn die medizinische Einschätzung der Leistungsfähigkeit in offensichtlicher und erhebli-
cher Diskrepanz zu einer Leistung steht, wie sie während einer ausführlichen beruflichen Abklä-
rung bei einwandfreiem Arbeitsverhalten/-einsatz der versicherten Person effektiv realisiert wurde 
und gemäss Einschätzung der Berufsfachleute objektiv realisierbar ist. Eine solche unterschied-
liche Beurteilung vermag ernsthafte Zweifel an den ärztlichen Annahmen zu begründen (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts vom 6. Mai 2020, 8C_30/2020, E. 5.2.1 mit Hinweisen). Eine solche 
Konstellation liegt hier aber nicht vor. Zwischen der Einschätzung der Fachleute der beruflichen 
Eingliederung und jener von Dr. B.____ ist keine erhebliche Diskrepanz festzustellen, war es dem 
Versicherten doch möglich, in den verschiedenen Arbeitstrainings während der Zeit vom 1. Juni 
2016 bis 1. März 2018 zwischen 50 % und maximal 60 % zu arbeiten (vgl. Berichte des E.____ 
vom 9. März 2016, 7. Juni 2016, 9. Dezember 2016 und 27. Februar 2017). Die Berufsfachleute 
stellten fest, dass die Leistung des Versicherten nach 4 Stunden Arbeit abfalle. Der Versicherte 
könne somit ein Arbeitspensum im Umfang von 50 % leisten (vgl. Bericht des E.____ vom 9. März 
2016). Im zuletzt erstatteten Bericht vom 22. Dezember 2017 gingen die Berufsfachleute des 
E.____ von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus. Diese Einschätzung stimmt mit der Zumutbar-
keitsbeurteilung von Dr. B.____ überein. Zwar ist Dr. B.____ der Ansicht, dass es dem Versicher-
ten zumutbar sei, 5 Stunden pro Tag zu arbeiten. Er gesteht dem Versicherten jedoch auch eine 
10%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit zu, so dass er gesamthaft das zumutbare Pensum 
auf 50 % festlegte. Auch der behandelnde Neurologe, Dr. med. I.____, attestierte dem Versicher-
ten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. Bericht vom 26. März 2018). Im Ergebnis weichen somit 
die medizinischen Einschätzungen und diejenigen der Fachleute der beruflichen Eingliederung 
nicht voneinander ab. Da die vom Versicherten geltend gemachte maximale Arbeitsfähigkeit von 
35 % weder begründet noch nachvollziehbar ist und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für 
eine tiefere Arbeitsfähigkeit ergeben, ist dem Gutachten von Dr. B.____ volle Beweiskraft beizu-
messen.  
 

 

 
 
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5.3 Nach dem Gesagten ist demnach gestützt auf die gutachterlichen Feststellungen von 
Dr. B.____ vom 12. April 2019 und den Ausführungen in der ergänzenden Stellungnahme vom 
16. März 2020 davon auszugehen, dass dem Versicherten die Ausübung einer leidensadaptierten 
Verweistätigkeit nach Ablauf des Wartejahres (= 14. Oktober 2015) im Umfang von 50 % zumut-
bar ist. Der medizinische Sachverhalt ist umfassend beurteilt worden, so dass von weiteren me-
dizinischen Beurteilungen keine neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind 
(sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu BGE 132 V 393 E. 3.3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 90 
E. 4b und 159 E. 1d, 119 V 335 E. 3c in fine mit Hinweisen). Es besteht daher kein Anlass, 
gemäss dem Subeventualantrag des Versicherten weitere Abklärungen vorzunehmen.  
 
6.1 Der Versicherte ist der Ansicht, dass die Restarbeitsfähigkeit von 50 % auf dem ersten 
Arbeitsmarkt nicht verwertbar sei, da sich das von Dr. B.____ formulierte Belastbarkeitsprofil nur 
auf eine Tätigkeit im geschützten Rahmen beziehen könne. Gemäss der Beurteilung von 
Dr. B.____ sei der Versicherte auf einen Arbeitgeber angewiesen, der ihm aufgrund der Aphasie 
und der damit verbundenen kognitiven Beeinträchtigungen Goodwill und Verständnis entgegen-
bringe. Darüber hinaus müsse der Arbeitgeber ihm die notwendige Zeit zur Verfügung stellen, 
neue Inhalte aufzunehmen. Die Einschränkungen seien derart gross, dass er keinen Zugang zu 
einem Nischenarbeitsplatz habe, bei welchem er mit einem sozialen Entgegenkommen des Ar-
beitgebers rechnen könne.  
 
6.2 Für die Frage, ob und inwieweit eine bestimmte Restarbeitsfähigkeit mit dem gegebenen 
Leistungsprofil noch verwertbar ist, ist auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen (Art 7 
Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG). Dieser ist gekennzeichnet durch ein gewisses 
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer ver-
schiedenster Tätigkeiten auf (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276). Es geht also nicht darum, ob eine 
invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern 
einzig darum, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die 
verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts vom 8. März 2010, 8C_791/2009, E. 3.2, vom 3. Juni 2009, 8C_696/2008, 
E. 10.2, vom 6. Mai 2008, 8C_319/2007, E. 7.2 und vom 23. Oktober 2007, 9C_610/2007, E. 4.2). 
Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren 
verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegeben-
heiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Ver-
dienstaussichten sind jedoch keine übermässigen Anforderungen zu stellen (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 30. März 2012, 9C_910/2011, E. 3.1). Je restriktiver indessen das medizinische 
Anforderungsprofil umschrieben ist, desto eingehender ist in der Regel die Verwertbarkeit auf 
dem allgemeinen Arbeitsmarkt abzuklären und nachzuweisen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 23. Oktober 2006, U 42/06, E. 3.2.3 in fine).  
 
6.3 Gemäss der Beurteilung von Dr. B.____ vom 12. April 2019 ist es dem Versicherten 
aufgrund der Epilepsie möglich, Tätigkeiten im Umfang zu 50 % auszuüben, welche keine Arbei-
ten an gefährlichen Maschinen oder exponierten Lagen oder Schicht- bzw. Nacharbeit beinhalte-
ten. Aufgrund der Aphasie sei er auf einen Arbeitgeber angewiesen, der ihm genügend Zeit ge-
währe, um neue Inhalte aufzunehmen. Ausgehend von diesem Zumutbarkeitsprofil kann nicht 

 

 
 
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von einem fehlenden Zugang des Versicherten zum theoretisch ausgeglichenen ersten Arbeits-
markt gesprochen werden. Es werden von ihm oder von seinem Umfeld keine Vorkehren verlangt, 
welche die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des 
Einzelfalles nicht mehr zumutbar wären, zumal der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sogenannte 
Nischenarbeitsplätze umfasst (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 6. Mai 2020, 8C_30/2020, E. 
5.3 und vom 8. Mai 2013, 8C_728/2012, E. 4.3.3). Diese Stellen- und Arbeitsangebote zeichnen 
sich dadurch aus, dass behinderte Person mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des 
Arbeitgebers rechnen können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2007, 9C_95/2007, 
E. 4.3 mit Hinweisen). Die gesundheitlichen Limitierungen schränken die Chancen des Versicher-
ten auf eine Arbeitsstelle zwar ein, lassen sie aber nicht völlig unrealistisch erscheinen, dass das 
Finden einer entsprechenden Stelle von vornherein als ausgeschlossen erscheint. Weil dem Ver-
sicherten trotz ausgewiesener Einschränkungen weiterhin eine 50%ige bzw. 60%ige Präsenz am 
Arbeitsplatz zumutbar ist, kann letztlich auch nicht davon gesprochen werden, dass ihm allfällige 
Verweistätigkeiten deshalb nicht zur Verfügung stehen würden, weil er ein zu kleines Pensum zu 
absolvieren in der Lage wäre. Bei dieser Sachlage ist die Verwertbarkeit der dem Versicherten 
verbleibenden Arbeitsfähigkeit auf einem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu beja-
hen. 
 
7.1 Es bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu 
prüfen. Der Invaliditätsgrad ist bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen (Art. 16 ATSG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades 
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), 
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise 
zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der 
Invaliditätsgrad bestimmen.  
 
7.2 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person 
im massgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient 
hätte. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall 
weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens 
grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung 
und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 139 V 28 E. 3.3.2). Ist es 
nicht möglich, zur Bestimmung des Valideneinkommens vom zuletzt vor Invaliditätseintritt erziel-
ten Lohn auszugehen, so ist es angezeigt, das Valideneinkommen anhand von Durchschnitts-
werten – wie etwa gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE – zu ermitteln.  
 
7.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 
Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders 

 

 
 
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stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Ar-
beitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 
Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte 
Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden-
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind für die Bemes-
sung des Invalideneinkommen die LSE-Tabellenlöhne heranzuziehen (BGE 143 V 295 E. 2.2).  
 
8.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Berechnung des Valideneinkommens des Versicherten 
auf die Tabellenlöhne der LSE 2016, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor. Innerhalb 
dieser Tabelle zog sie die Lohnzahlen des Sektors 28 (Maschinenbau), Kompetenzniveau 2, 
Männer, heran. Dabei ermittelte sie auf der Basis von Fr. 6'132.-- und unter Berücksichtigung der 
bis 2017 erfolgten Nominallohnentwicklung von 0,5 % und der betriebsüblichen wöchentlichen 
Arbeitszeit für das Jahr 2017 von 41,3 Stunden ein jährliches Valideneinkommen von  
Fr. 76'355.--. Bei der Festsetzung des Invalideneinkommens ging die IV-Stelle von den Lohnzah-
len der Tabelle der LSE 2016, TA1_tirage_skill_level 1, Privater Sektor, Kompetenzniveau 1, 
Männer, aus. Nach erfolgter Anpassung des massgebenden Lohnes von Fr. 5'340.-- an die No-
minallohnentwicklung bis 2017 und Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit 
von 41,7 Stunden erhielt sie in Berücksichtigung eines zumutbaren Pensums von 50 % und Ge-
währung eines leidensbedingten Abzugs von 5 % ein massgebliches Invalideneinkommen von 
Fr. 31'859.--. Anhand der Gegenüberstellung von Validen- und zumutbaren Invalideneinkommen 
ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 58 %, weshalb sie dem Versicherten mit Verfügungen 
vom 2. Juli 2020 nach Ablauf des Wartejahres ab 1. Oktober 2015 eine halbe Invalidenrente 
zusprach.   
 
8.2 Der Versicherte beanstandet zu Recht nicht, dass die IV-Stelle den Validenlohn gestützt 
auf die Tabellenlöhne der LSE ermittelt hat. Denn aus den Akten geht hervor, dass er die zuletzt 
als Gesunder ausgeübte, befristete Stelle bei der E.____ AG aus invaliditätsfremden Gründen 
verloren hat, weshalb nicht davon auszugehen ist, das er als gesunde Person noch an der bis-
herigen Arbeitsstelle tätig wäre. Der Versicherte ist jedoch der Ansicht, dass das von der IV-Stelle 
ermittelte Valideneinkommen von Fr. 76'355.--, zu tief bemessen worden sei. Dieser Ansicht – 
wenn auch aus anderen Gründen als sie der Versicherte geltend macht – ist zu folgen. Abgese-
hen davon, dass nicht erklärbar ist, weshalb die IV-Stelle bei einem Rentenbeginn per 1. Oktober 
2015 auf die LSE 2016 und nicht auf die LSE 2014 abgestellt hat, erweist sich das Validenein-
kommen basierend auf dem tabellarischen Referenzlohn des Kompetenzniveaus 2 unter Berück-
sichtigung der beruflichen Aus- und Weiterbildungen sowie des Spezialwissens des Versicherten 
als nicht gerechtfertigt. Das Kompetenzniveau 2 der Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2014 
erfasst praktische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administration/Bedie-
nen von Maschinen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst. Gemäss den Ak-
ten verfügt der Versicherte über eine abgeschlossene Lehre als Maschinenzeichner und ein Dip-
lom eines Technikers HF Elektronik/Automation. In der Zeit von 2003 bis 2005 hat er sich im 
Bereich der Informatik weiter ausgebildet (Programmieren C/C++, Programmieren 2 C/C++ und 
Programmieren 3/Java sowie PC/LAN-Supporter SIZ). Aus dem Lebenslauf und den Arbeitszeug-
nissen ist sodann zu entnehmen, dass er besondere Kenntnisse mit diversen CAD/CAM-

 

 
 
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Programmen hat. In Bezug auf seine beruflichen Tätigkeiten geht aus den Akten hervor, dass er 
nach Abschluss der Lehre als Maschinenzeichner im Jahr 1996 in diesem Beruf bis Ende 1999 
bei der Kuster Ingenieurbüro AG, von 2001 bis 2006 als Maschinen- und Werkzeugkonstruk-
teur/CAD-Konstrukteur bei der E.____ AG und der J.____ GmbH, von 2007 bis 2009 als Auto-
matiker bei der E.____ AG, im Jahr 2011 als Automatiker bei der K.____ AG und als Elektromon-
teur bei der L.____ AG und von 2012 bis 2013 wieder als Werkzeugkonstrukteur bei der E.____ 
AG gearbeitet hat. Von Mai 2015 bis November 2015 war er als CNC-Dreharbeiter bei der M.____ 
AG tätig, wobei diese Tätigkeit gemäss den Ausführungen der beruflichen Eingliederungsleute 
nicht seinem Ausbildungsstand entsprach (vgl. Abschlussbericht der Eingliederungsmassnah-
men vom 3. Februar 2015). Der Versicherte besitzt somit eine Berufsausbildung als Maschinen-
zeichner, ein Diplom als Techniker HF Elektronik/Automation, mehrjährige Berufserfahrung als 
Maschinenzeichner, Maschinen- und Werkzeugkonstrukteur sowie Automatiker. Dabei konnte er 
sich im Laufe seiner beruflichen Arbeit ein grosses Wissen im IT-Bereich beim Entwerfen und 
Herstellen von Maschinen, Prüfadapter, Elektroden etc. mittels CAD/CAM-basierter Software an-
eignen. Zudem erledigte er die komplexen Aufgaben eines CAD-Systembetreuers. Die Arbeitge-
ber bescheinigten dem Versicherten fundiertes Fachwissen und sehr gute Leistungen von hoher 
Qualität. Auch die Berufsfachleute des E.____ stellten während der beruflichen Abklärung fest, 
dass sein Spezialgebiet bei der Konstruktion von CAD-Zeichnungen liege und er darin sehr gute 
und qualitativ hervorragende Leistungen erbringe (vgl. Bericht vom 9. März 2016). Er erledigte 
dabei auch schwierige Arbeiten wie z.B. anspruchsvolle Konstruktionen von verschiedenen Werk-
zeugen, Maschinen und Kabelkonfektionierungen (vgl. Arbeitszeugnisse der F.____ AG vom 31. 
Juli 2005 und 31. Dezember 2013, der G.____ AG vom 31. Dezember 2009 sowie der H.____ 
vom 1. November 2001). Damit erfüllt der Versicherte die Voraussetzungen des Kompetenzni-
veaus 3, welches komplexe praktische Tätigkeiten mit grossem Wissen in einem Spezialgebiet 
umfasst. Zudem verfügt der Versicherte über Weiterbildungen, welche gemäss Rechtsprechung 
für das Kompetenzniveau 3 vorausgesetzt sind und sich dadurch vom Kompetenzniveau 2 unter-
scheiden (vgl. ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 
Zürich/Basel/Genf 2014, N 58 zu Art. 28a). Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Versi-
cherte als gesunde Person eine berufliche Arbeit ausüben würde, welche den Anforderungen des 
Kompetenzniveaus 3 entspricht.  
 
8.3 Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Versicherte gemäss Auszug aus dem 
Individuellen Konto (IK-Auszug) nie mehr als Fr. 78'000.-- jährlich und somit für einen diplomierten 
Techniker HF unterdurchschnittlich verdient hatte. Denn für die Bestimmung des Kompetenzni-
veaus ist nicht der für eine früher ausgeübte berufliche Tätigkeit entrichtete Lohn ausschlagge-
bend, sondern die daraus gewonnenen Kenntnisse und Fähigkeiten (vgl. Urteil des Kantonsge-
richts, Abteilung Sozialversicherungsrecht [KGSV], vom 22. Oktober 2020, 725 20 239, E. 5.4.4).  
 
8.4 Laut Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2014 belief sich der Tabellenlohn von im 
Maschinenbau tätigen Männern im Kompetenzniveau 3 auf Fr. 7'334.--. Dabei ist zu beachten, 
dass dieser Lohn an die bis 2015 erfolgte Nominallohnentwicklung von 0,7 % (BFS: Nominallohn-
index, Männer, 2011-2020, T.1.1.10, Ziffer 10 - 33) anzupassen ist und auf die für das Jahr 2015 

 

 
 
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geltende durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,2 Stunden (BFS: Betriebsübliche Arbeits-
zeit nach Wirtschaftsabteilungen 2004 – 2020) umzurechnen ist. Daraus resultiert als massge-
bendes Einkommen ein Monatslohn von Fr. 7'606.90 bzw. ein Jahresgehalt von Fr. 91'282.80.  
 
8.5 Das von der IV-Stelle berechnete Invalideneinkommen ist dahingehend zu korrigieren, 
als in Anbetracht des Beginns des Rentenanspruchs per 1. Oktober 2015 nicht die Lohnzahlen 
der Tabellenlohn der LSE 2016, Total, Kompetenzniveau 1, sondern diejenigen der LSE 2014 als 
Bemessungsgrundlage heranzuziehen sind. Gemäss TA1_tirage_skill_level der LSE 2014, Total, 
beträgt der monatliche Durchschnittslohn eines Mannes im Kompetenzniveau 1 Fr. 5'312.--. Nach 
Anpassung dieses Betrages an die bis 2015 erfolgte Nominallohnentwicklung von 0,3 % (BFS: 
Nominallohnindex, Männer, 2011-2020, T.1.1.10, Total) und Umrechnung an die betriebsübliche 
Arbeitszeit im Jahr 2015 von 41,7 Wochenstunden (BFS: Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt-
schaftsabteilungen 2004 – 2020) ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 66'652.48. Unter Be-
rücksichtigung eines zumutbaren Pensums von 50 % resultiert daraus ein Betrag von 
Fr. 33'326.24.  
 
8.6.1 Wird das Invalideneinkommen wie im vorliegenden Fall auf der Grundlage von statisti-
schen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. 
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Perso-
nen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des 
Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der 
Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. 
Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu 
einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand 
Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person 
wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäf-
tigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht 
automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass 
die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte 
(Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Ein-
kommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in 
Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im 
Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu 
begrenzen (BGE 134 V 322. E. 5.2; vgl. zum Ganzen auch BGE 126 V 75 E. 5b/bb und cc).  
 
8.6.2 Vorliegend gewährte die IV-Stelle in den angefochtenen Verfügungen vom 2. Juli 2020 
einen leidensbedingten Abzug von 5 % vom Tabellenlohn; was auf der Basis von Fr. 33'326.24 
ein massgebendes Invalideneinkommen von Fr. 31'659.93 (Fr. 33'326.24 x 95 %) ergibt. Setzt 
man im Einkommensvergleich die oben ermittelten Validen- und Invalideneinkommen von 
Fr. 91'282.80 bzw. von Fr. 31'659.93 einander gegenüber, so resultiert daraus eine Erwerbsein-
busse von Fr. 59'622.87, was einen massgebenden Invaliditätsgrad von 65'32 % bzw. gerundet 
von 65 % ergibt (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121). Damit hat der Versicherte Anspruch 
auf eine Dreiviertelsrente. 
 

 

 
 
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8.6.3 Dieses Ergebnis ändert sich nicht rentenrelevant, wenn gemäss der Ansicht des Versi-
cherten von einem 15%igen Abzug vom Tabellenlohn und somit von einem massgebenden Inva-
lideneinkommen von Fr. 28'327.30 (Fr. 33'326.24 x 85 %) ausgegangen wird. Denn eine solche 
Berechnung hätte zwar einen leicht höheren Invaliditätsgrad (69 % anstelle von 65 %) zur Folge, 
würde aber nicht zu einem höheren Rentenanspruch führen. Somit kann von Weiterungen zu 
dieser Frage abgesehen werden.  
 
8.7 Ebenfalls zu keinem anderen Resultat führt das vom Versicherten gestützt auf das Be-
rechnungstool "Salarium" des BFS ermittelte Valideneinkommen von Fr. 92'580.--. Denn wird ein 
Valideneinkommen von Fr. 92'580.-- einem Invalideneinkommen von Fr. 31'659.93 (unter Be-
rücksichtigung eines Tabellenabzugs von 5 %) bzw. Fr. 28'327.30 (unter Berücksichtigung eines 
Tabellenabzugs von 15 %) gegenübergestellt, so resultiert daraus ein Invaliditätsgrad von gerun-
det 66 % bzw. 69 %. Somit würde aber auch die für den Beschwerdeführer vorteilhafteste Be-
rechnungsvariante nicht zu einem für einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente mindestens 
erforderlichen Invaliditätsgrad von 70 % führen.   
 
8.8 Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass der Versicherte Anspruch auf eine 
Dreiviertelsrente ab 1. Oktober 2015 hat. Die Beschwerde ist demgemäss gutzuheissen.  
 
9.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Gemäss Art. 69 
Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei-
gerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten 
werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-
- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Ver-
fahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des 
bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Gemäss § 20 Abs. 3 VPO sind 
der IV-Stelle als unterliegende Partei die ordentlichen Kosten von Fr. 800.-- aufzuerlegen. 
 
9.2  Beim Entscheid über die Verlegung der Parteikosten ist grundsätzlich auf den Prozess-
ausgang abzustellen. Da der Versicherte vorliegend obsiegt hat, ist ihm eine Parteientschädigung 
zuzusprechen. Sein Rechtsvertreter hat in seiner Kostennote vom 25. Januar 2021 für das vor-
liegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 18,09 Stunden ausgewiesen. Darin ent-
halten ist jedoch ein nachprozessualer Aufwand von 1,5 Stunden. Gemäss geltender Praxis des 
Kantonsgerichts ist ein solcher Aufwand von maximal 1 Stunde entschädigungsberechtigt, wes-
halb der geltende gemachte Stundenaufwand um eine halbe Stunde zu kürzen ist (vgl. Urteil des 
KGSV vom 31. Januar 2013, 720 11 192). Die entschädigungsberechtigten Bemühungen im Um-
fang von 17,59 Stunden sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle 
zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstan-
den sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen in der Höhe von Fr. 55.25. 
Dem Versicherten ist demnach für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 4'796.60 (17,59 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 55.25 zu-
züglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen.  
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 2. Juli 2020 aufgehoben 
und festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 
Dreiviertelsrente ab dem 1. Oktober 2015 hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 4'795.60 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) 
auszurichten.  

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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