# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7da9d181-aa06-571e-b62e-57fd67506d85
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-06-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.06.2009 UV 2008/94
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-94_2009-06-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/94

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 21.04.2020

Entscheiddatum: 29.06.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 29.06.2009
Art. 9 Abs. 1 und 2 UVG. Art. 14 UVV. Anhang 1 der UVV. Abklärung des 
Vorliegens einer Berufskrankheit bezüglich einer Gesundheitsschädigung an 
den Knien bei einem als Bodenleger tätig gewesenen Versicherten 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Juni 
2009, UV 2008/94).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 29. Juni 2009

in Sachen

L.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

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A.       

A.a   L.___ arbeitete seit 1994 bei der A.___ als Bodenleger und war dadurch bei der 

Suva unfallversichert. Im August 2006 liess er der Suva ein Knieleiden als Folge eines 

Unfalls vom Januar 2005 bzw. als mögliche Berufskrankheit melden (UV-act. 1). Dr. 

med. B.___ hatte in den Berichten vom 4. Februar und 3. April 2005 unter anderem 

festgehalten, er betreue den Versicherten seit 1988. In dieser Zeit habe er über 

Rückenschmerzen (HWS, LWS) und im weiteren Verlauf, stets in jährlichen Abständen 

oder länger, über Schulter/Nackenschmerzen und vor allem Knieschmerzen geklagt. 

Die Kniegenlenke seien bei seiner Beschäftigung ziemlich strapaziert worden. Ende 

2003 habe sich eine erhebliche Zunahme der Beschwerden (LWS, Depression, 

Knieschmerzen auf beiden Seiten, Schulterschmerzen) ergeben. Der Versicherte habe 

die Tätigkeit ab 25. Januar 2005 krankheitshalber aufgeben müssen (UV-act. 4; vgl. 

auch UV-act. 8). Im Bericht des Kantonsspitals St. Gallen, Neurochirurgie, vom 30. 

März 2005 wurden die Diagnosen eines lumboradikulären Schmerzsyndroms und einer 

Spinalkanalstenose L4/5 und L5/S1 gestellt (UV-act. 6).

A.b   Mit Schreiben vom 14. August 2006 teilte die Innova Versicherung der 

Arbeitgeberin des Versicherten mit, sie erbringe seit dem 25. Januar 2005 

Taggeldleistungen für den Versicherten. Für die Arbeitsunfähigkeit betreffend das 

Knieleiden sei der Unfallversicherer zuständig, da es sich um eine Berufskrankheit 

handle (UV-act. 20). Mit Verfügung vom 11. Dezember 2006 eröffnete die Suva dem 

Versicherten, es könnten keine Versicherungsleistungen für die Kniebeschwerden 

erbracht werden. Es liege weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung 

vor. Auch eine Berufskrankheit sei zu verneinen (UV-act. 25). Die gegen diese 

Verfügung von der Beratungsstelle für Ausländer für den Versicherten erhobene 

Einsprache (UV-act. 26) wies die Suva, nachdem weitere ärztliche Berichte 

eingegangen waren (UV-act. 35, 36), mit Einspracheentscheid vom 12. August 2008 ab. 

Zwischenzeitlich hatte sich der Versicherte während sechs Monaten in der 

psychiatrischen Klinik Wil aufgehalten (UV-act. 33, 37).

$

B.       

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B.a   Gegen den Einspracheentscheid der Suva erhob der Versicherte mit Eingabe vom 

11. September 2008 Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben und 

die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm Versicherungsleistungen zu erbringen. 

Sie sei zu verpflichten, den Anspruch auf Rente und Integritätsentschädigung zu prüfen 

und zu entscheiden. Zur Begründung führte er unter anderem aus, er habe am 19. Juli 

2002 einen Arbeitsunfall erlitten. Dabei habe er das rechte Knie, den rechten Ellbogen 

und den Rücken schwer verletzt. Er habe vom 19. Juli 2002 bis Januar 2005 mit 

täglichen Schmerzen gearbeitet. Nachher sei es nicht mehr gegangen. Beim Beruf als 

Plattenleger seien seine Schulter, Wirbel und Knie schwer belastet worden. Vielleicht 

sei auch eine Berufskrankheit für seine Beschwerden verantwortlich. Der 

Beschwerdeführer reichte dem Gericht drei medizinische Berichte ein und erklärte, er 

werde die behandelnden Ärzte bitten, dem Gericht weitere Berichte zuzustellen.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 17. November 2008 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. Zur 

Begründung verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen Entscheid. Auf die 

weiteren Ausführungen wird in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Der Beschwerdeführer machte in der Beschwerdeschrift erstmals einen 

Arbeitsunfall vom 19. Juli 2002 geltend, bei welchem er "das rechte Knie, den rechten 

Ellbogen und den Rücken schwer verletzt" habe (act. G 1 S. 2). Zum Unfallhergang 

oder zur Art der Verletzung machte er keine Ausführungen. Ein solches Ereignis wurde 

der Beschwerdegegnerin nach Lage der Akten nie gemeldet und bildete 

dementsprechend auch weder Thema des Einsprache- noch des vorangehenden 

Verwaltungsverfahrens. Zu den entsprechenden Einwänden der Beschwerdegegnerin 

in diesem Verfahren (act. G 5 S. 2) nahm der Beschwerdeführer keine Stellung. Jedoch 

reichte er mit der Beschwerde ein rheumatologisches Gutachten des Medizinischen 

Gutachtenzentrums St. Gallen (MGSG) vom 2. Juli 2008 ein, wo unter "Persönliche 

Anamnese" ein Sturz im Juli 2002 mit Knie- und Ellbogen- sowie Rückenkontusion 

festgehalten wurde. Der Beschwerdeführer erklärte den Ärzten des MGSG, er sei am 

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Tag nach dem behaupteten Unfall nach C.___ verreist und dort zum Arzt gegangen. Er 

sei dann in der Schweiz nicht mehr zum Hausarzt gegangen, und der Unfall sei nicht 

gemeldet worden. Seither habe er anhaltende Schmerzen an den Kontusionsorten (act. 

G 1.4 S. 1f). Der Beschwerdeführer gab den MGSG-Gutachtern sodann auch an, die 

Beschwerden hätten ca. im Jahr 2000/2001 begonnen und im Verlauf zugenommen, 

insbesondere seit dem Unfall im Jahr 2002 (act. G 1.4 S. 3). In der Beschwerdeschrift 

erklärte er im Gegensatz dazu, bis zum behaupteten Unfall 2002 habe er sich 

vollumfänglich gesund gefühlt und den schweren Beruf (Plattenleger) problemlos 

ausgeführt (act. G 1 S. 1). In den Berichten des langjährig behandelnden Arztes Dr. 

B.___ (UV-act. 4, 8, 10, 17) finden sich keinerlei Hinweise auf ein Unfallereignis, weder 

vom 19. Juli 2002 noch von einem anderem Datum. Der Beschwerdeführer arbeitete 

sodann vollzeitlich bis Januar 2005 bei der A.___. Bei diesem Sachverhalt kann ein 

Unfallereignis nicht überwiegend wahrscheinlich als erstellt gelten. Auf jeden Fall aber 

ist nicht anzunehmen, dass das Unfallereignis, soweit ein solches überhaupt vorlag, 

erhebliche gesundheitliche Wirkungen hatte, andernfalls es gegenüber Dr. B.___, bei 

welchem regelmässig Behandlungen stattgefunden hatten, überwiegend 

wahrscheinlich zur Sprache gekommen wäre.

Das erstmals in diesem Verfahren erwähnte Unfallereignis könnte aber auch aus 

formellen Gründen nicht Prüfungsgegenstand bilden, da es im angefochtenen 

Entscheid und in der diesem zugrunde liegenden Verfügung nicht thematisiert worden 

war. Zu prüfen ist damit vorliegend ausschliesslich das Vorliegen einer Berufskrankheit. 

Der angefochtene Einspracheentscheid und die ihm zugrundeliegende Verfügung 

bezogen sich dazu einzig auf die Kniebeschwerden; die weiteren Gesundheitsschäden 

blieben ausser Betracht. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid 

(Erw. 2) die rechtlichen Voraussetzungen für die Anerkennung einer Berufskrankheit 

zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.

1.2    Dr. B.___ berichtete am 25. Juni 2005 unter anderem über Knieschmerzen des 

Beschwerdeführers in den Jahren 1993, 1995 und 1997 sowie daraus resultierende 

Arbeitsunfähigkeiten und ärztliche Behandlungen (UV-act. 10). Der Beschwerdeführer 

hielt sich unter anderem wegen der Kniebeschwerden vom 27. Juni bis 22. Juli 2005 in 

der Rehaklinik Walenstadtberg auf, wo neben anderen Diagnosen eine Polyarthralgie 

bei initialer Arthrose der Ellbogen- und Kniegelenke diagnostiziert wurde (UV-act. 11). 

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Am 18. Mai 2006 führte Dr. med. D.___ eine Kniearthroskopie beidseits durch (UV-act. 

16). Zuvor hatte er im Bericht vom 4. April 2006 die Diagnosen eines lumboradikulären 

Syndroms und einer medialen Meniskusläsion rechts gestellt (UV-act. 35). Im Bericht 

vom 20. Juli 2006 hielt Dr. B.___ unter anderem fest, der Beschwerdeführer sei 

weiterhin voll arbeitsunfähig und stehe auch in psychiatrischer Behandlung. Die 

ehemalige berufliche Tätigkeit sei seines Erachtens voll "schuldig" für die Beschwerden 

des Patienten. Nach dem Arbeitsausfall (vom Januar 2005) hätten sich diverse 

Störungen (Rücken-, Schulter-, und Knieleiden, psychische Alternation) ergeben (UV-

act. 17, 18). Kreisarzt Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Chirurgie, kam in der ärztlichen 

Beurteilung vom 27. November 2006 zum Schluss, in Frage komme eine Einwirkung 

auf Knochen und Gelenke wegen der Diskussion der chondromalazischen 

Veränderungen. Hier würden jedoch Erkrankungen durch Vibrationen (nur radiologisch 

nachweisbare Einwirkung auf Knochen und Gelenke, Einwirkung auf den peripheren 

Kreislauf) resultieren. Solche lägen beim Patienten nicht vor. An beiden Knien zeige 

sich retropatellär ein unauffälliger Knorpelüberzug. Hier würde sich allenfalls eine 

Diskussion als Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG stellen, was beim Patienten 

aber gerade ausser Betracht falle. Die chondromalazischen Befunde im femorotibial 

medialen Kompartiment könnten bei knienden Tätigkeiten nicht in dem Sinn erklärt 

werden, da keine axiale Krafteinwirkung resultiere. Betreffend Meniskusschaden als 

Berufskrankheit sei das Verhältnis zwischen dem Auftreten in der 

Allgemeinbevölkerung und demjenigen im spezifischen Tätigkeitsbereich massgebend. 

Es müsste also beim Bodenleger ein relatives Risiko von mindestens 4 erreicht werden 

(Verursachungsanteil von 75%). Das Risiko, an einem Meniskusleiden zu erkranken, 

betrage bei Parkettlegern maximal 1.9; dies gestützt auf die medizinische Literatur. Das 

Auftreten von Meniskusveränderungen sei relativ häufig, insbesondere bei der 

Population von über 50 Jahren trete er mit einer Häufigkeit von 28 bis 40% auf. Der 

Patient sei zwar bei Auftreten der Beschwerden etwas jünger gewesen, aber der 

geforderte 75%ige Verursachungsanteil sei nicht erreicht, auch wenn andere Studien 

bei lange Zeit knienden und kauernden Berufstätigen einen Risikofaktor von 1.9% 

ergeben würden (UV-act. 24). Dr. med. F.___, Spezialarzt FMH für Chirurgie, 

Wirbelsäulenleiden, Schleudertrauma und orthopädische Traumatologie, führte in 

seinem Bericht vom 7. März 2008 diverse Krankheitsdiagnosen bezüglich Rücken, 

Ellbogen, Knie, Schulter und Psyche des Beschwerdeführers auf. Dem Patienten 

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müsse eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit attestiert werden (act. G 

1.2). Im psychiatrisch/rheumatologischen Gutachten des MGSG vom 6. Juli 2008 

wurden neben mehreren psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit die Diagnosen eines chronischen lumbospondylogenen 

Schmerzsyndroms, von Polyarthralgien und eines rezidivierenden zervikozephalen 

Schmerzsyndroms bestätigt. Die Gutachter bescheinigten eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischen Gründen seit Januar 2005 für die bisherige 

Tätigkeit als Bodenleger und eine 60%ige Arbeitsfähigkeit für eine dem 

Gesundheitsschaden angepasste Tätigkeit (act. G 1.5).

Die vom Beschwerdeführer in diesem Verfahren in Aussicht gestellten weiteren 

Arztberichte (vgl. act. G 1) gingen bis heute nicht ein.

2.        

2.1    Aufgrund der medizinischen Akten (UV-act. 24, 40) kann als erstellt angesehen 

werden, dass die beim Beschwerdeführer bestehende Kniepathologie 

(Meniskusschaden, Arthrose) keine Listenkrankheit im Sinn von Art. 9 Abs. 1 UVG und 

des entsprechenden Anhangs 1 zur UVV (Art. 14 UVV) darstellt. Abzuklären ist 

demgemäss, ob die gesundheitlichen Probleme an den Knien unter Art. 9 Abs. 2 UVG 

zu subsummieren sind. Gemäss BGE 117 V 354 Erw. 4c findet bei Art. 9 Abs. 2 UVG 

keine Beschränkung der gefährdenden Stoffe oder bestimmter Krankheiten statt. 

Grundsätzlich ist jede Einwirkung am Arbeitsplatz als Ursache für eine Berufskrankheit 

anerkannt, unter der Bedingung, dass der ursächliche Zusammenhang zwischen der 

beruflichen Tätigkeit und der Krankheit "stark überwiegend" ist, d.h. wenn der 

Verursachungsanteil der Berufsarbeit an einer Krankheit mindestens 75% beträgt, und 

dies mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist (BGE 114 V 109; 116 V 

142 Erw. 5a; 119 V 200 Erw. 2b). Nach der Rechtsprechung stellt die Anerkennung 

einer Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG primär eine Beweisfrage im Einzelfall dar. 

Wenn aber auf Grund medizinischer Forschungsergebnisse ein Erfahrungswert dafür 

besteht, dass eine berufsbedingte Genese eines bestimmten Leidens von seiner Natur 

her nicht nachgewiesen werden kann, schliesst dies den Beweis auf qualifizierte 

Ursächlichkeit im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVG im Einzelfallaus (BGE 126 V 183 Erw. 4c). 

Sofern mit anderen Worten der Nachweis eines qualifizierten (Anteil von mindestens 

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75%) Kausalzusammenhangs nach der medizinischen Empirie allgemein nicht geleistet 

werden kann (z.B. wegen der weiten Verbreitung einer Krankheit in der Bevölkerung, 

welche es ausschliesst, dass eine versicherte Person zumindest viermal häufiger von 

einem Leiden betroffen ist als die Bevölkerung im Durchschnitt), scheidet die 

Anerkennung im Einzelfall aus (vgl. RKUV 1999, S. 106 Erw. 3 am Schluss). Sind 

anderseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem gesetzlichen 

Erfordernis einer stark überwiegenden Verursachung des Leidens durch eine 

bestimmte berufliche Tätigkeit vereinbar, besteht Raum für nähere Abklärungen zwecks 

Nachweises des qualifizierten Kausalzusammenhanges im Einzelfall (vgl. BGE 126 V 

183 Erw. 4c mit Hinweisen).

2.2    Der Beschwerdeführer war von 1994 bis Januar 2005 bei der A.___ als 

Bodenleger tätig (vgl. UV-act. 1). Nach Lage der Akten bestanden bei ihm seit etwa 

Mitte der 90er-Jahre (?) Kniebeschwerden, welche auch ärztlich behandelt wurden. Seit 

2003 ergab sich soweit ersichtlich eine erhebliche Verschlechterung derselben (vgl. 

UV-act. 4, 8, 10, 22). Suva-Arzt Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

FMH, legte in seiner Beurteilung vom 7. November 2008 dar, es sei nicht bekannt, dass 

bei Bodenlegern, Bauarbeitern und Dachdeckern und ähnlichen Knie belastenden 

Berufsgattungen Meniskusschäden viermal häufiger auftreten würden als in einer 

gleichaltrigen Vergleichspopulation, die nicht Knie belastende Arbeiten ausübe. 

Medizinische Studien seien zum Schluss gekommen, dass die zur Verfügung 

stehenden Daten absolut ungenügend seien, um auf eine positive Assoziation zwischen 

knienden und kauernden Tätigkeiten sowie Meniskusläsionen schliessen zu können, 

geschweige denn auf eine Verursachung der Meniskusläsionen. Degenerative 

Meniskusschäden fänden sich beim Menschen ab mittlerem Lebensabschnitt; oft 

komme es ohne Trauma zu einem Riss der Meniskussubstanz. Aufgrund der Analyse 

der Literatur und der Biomechanik sei die vierfache Prävalenz von Meniskusschäden 

durch kniende Tätigkeiten nicht nachgewiesen und ebenso wenig die 

Wahrscheinlichkeit einer Meniskusschädigung durch eine kniende Haltung. Im Weiteren 

lasse sich aus medizinischen Studien unter grossen Vorbehalten allenfalls ableiten, 

dass Tätigkeiten im Knien oder vergleichbare Kniebelastungen den Verlauf der 

Gonarthrose zusammen mit anderen Faktoren ungünstig beeinflussen würden. Unter 

Umständen sei es auch so, dass die genannten Tätigkeiten nur zu einem 

Symptomatischwerden der Gonarthrose führen würden, diese klinisch also apparent 

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würden. Gemäss umfangreicher Literatur sei es evident, dass der Nachweis der 

Verursachung einer Gonarthrose durch eine kniende Tätigkeit nicht erbracht werden 

könne, womit die Gonarthrose - wie im Übrigen auch die anderen Arthrosen beim 

Menschen - nicht als Berufskrankheit gelten könnten (UV-act. 40). Mit Blick auf diese 

Darlegungen sowie diejenigen des Kreisarztes Dr. E.___ ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als erstellt zu erachten, dass sich ein Beweis im Sinn von Art. 9 

Abs. 2 UVG (75%iger beruflicher Verursachungsanteil) bezüglich Meniskusschäden und 

Gonarthrose nicht führen lässt (vgl. dazu auch Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 12. Februar 2004 i/S I. [U 342/02] Erw. 5.1). Bei diesem 

Sachverhalt können weitere einzelfallbezogene Sachverhaltsabklärungen (vgl. BGE 126 

V 183 Erw. 4c) unterbleiben. Eine Berufskrankheit kann nicht als nachgewiesen gelten.

3.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten 

ist (vgl. E. 1.1) unter Bestätigung des Einspracheentscheids vom 12. August 2008 

abzuweisen. Gerichtskosten sind nicht zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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