# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb7cbb73-5db3-537e-b589-c89d5f289f8b
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-07
**Language:** de
**Title:** Glarus Obergericht 07.10.2020 OG.2020.00044 (OGS.2021.99)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_OG_001_OG-2020-00044_2020-10-07.html

## Full Text

Kanton Glarus

  
	
   

  
	
  Obergericht

  
	
   

  
	
  Die
  Vizepräsidentin

  
	
   

  
	
   

  
	
  Verfügung
  vom 7. Oktober 2020

  
	
   

  
	
   

  
	
  Verfahren
  OG.2020.00044

  
	
   

  
	
   

  
	
  A.______

  
	
  Beschwerdeführer

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Staats-
  und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus

  
	
  Beschwerdegegnerin

  
	
   

  
	
  vertreten
  durch die Staatsanwältin

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Anordnung
  einer Blut- und Urinprobe

  
	
   

  
	
  Erwägungen

  
	
  1. Am Sonntag, 16. August 2020, kurz vor 09.30 Uhr, fuhr A.______ im
  Gebiet […] (Gemeinde Glarus Süd) auf einem Feldweg im steilen Wiesenge­lände
  mit einem Traktor rückwärts zu einem Stall hoch. Dabei kam er von der Stras­se
  ab, worauf der Traktor den Hang hinunterrutschte und sich mehrmals
  überschlug, bis er rund 100 Meter weiter unten zum Stillstand kam.
  A.______ wurde dabei leicht verletzt (siehe act. 5/1 sowie die Unfallbilder
  bei act. 5/5). Unverzüglich ordne­te die Staatsanwaltschaft beim
  verunfallten Lenker eine Blut- und Urinprobe an (siehe act. 5/1
  S. 4), wobei sie diese Anordnung nachträglich mit Verfügung vom
  24. Au­gust 2020 bestätigte (act. 0).

  
	
   

  
	
  2. Mit Schreiben vom
  31. August 2020 erhob A.______ beim Obergericht Be­schwerde (act. 1).
  Darin macht er im Wesentlichen geltend, zur Abnahme einer Blut- und Urinprobe
  habe keine Veranlassung bestanden, weshalb er sich dagegen "ins­besondere
  im Falle der Aufforderung zur Kostenüber­nahme der Blut- und Urinprobe sowie
  etwaiger Folgekosten" beschwere. Der unter­zeichnete Gerichts­schreiber
  hat in der Folge dem Beschwerdeführer am 2. Oktober 2020 per E-Mail
  mitgeteilt, dass bei einer summarischen Betrachtung die erfolgte Abnahme
  einer Blut- und Urinpro­be aufgrund der Gesamtumstände als gerecht­fertigt
  erschei­ne und die Beschwerde daher wohl kostenfällig abzuweisen sein wür­de;
  bezüglich allfälliger Folgekosten im Zusammenhang mit der Abnahme und Ana­lyse
  der Blut- und Urinprobe liege noch kein Entscheid vor und sei der Beschwerde­führer
  in dieser Hinsicht noch gar nicht beschwert, wobei er, sollten dereinst die
  betreffenden Kosten auf ihn überwälzt wer­den, dannzumal dagegen
  vorgehen könne (act. 7 S. 2).

  
	
   

  
	
  3. Hierauf zog der
  Beschwerdeführer mit E-Mail vom 2. Oktober 2020 seine Be­schwerde zurück
  (act. 7 S. 1). Demgemäss ist das Verfahren durch Präsidialent­scheid
  (Art. 31 Abs. 2 GOG) als erledigt abzuschreiben, wobei für das
  vorliegende Verfahren keine Kosten erhoben werden. 

  
	
   

  
	
  4. Mit dem vorliegenden
  Entscheid wird das Strafverfahren gegen den Beschuldig­ten nicht
  abgeschlossen; es handelt sich daher um einen Zwischenentscheid im Sinne von
  Art. 93 BGG (Urteil BGer 1B_227/2015 vom 18. Januar 2016 E. 2.1).

  
	
  ____________________

  
	
   

  
	
  Entscheid

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Die Beschwerde vom 31. August
    2020 wird als durch Rückzug erledigt ab­geschrieben.

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Für das Beschwerdeverfahren
    werden keine Kosten erhoben.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Schriftliche Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]