# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d4ae174e-8d74-501b-bf97-763d23d39a50
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-01-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 17.01.2006 U 2005 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2005-96_2006-01-17.pdf

## Full Text

U 05 96

3. Kammer 

URTEIL
vom 17. Januar 2006

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Familiennachzug

1. a) Der heute 32-jährige … (geb. 02.03.1974), Vater des vormals 10-jährigen 

Sohns … (geb. 21.11.1990) aus der Beziehung mit einer Landsfrau, stammt 

aus … (Westafrika). Im Februar 2000 heiratete er indes eine Schweizer 

Staatsbürgerin, worauf er zunächst jeweils eine Jahresaufenthaltsbewilligung 

und im Juni 2005 die Niederlassungsbewilligung für die Schweiz erhielt. 

Zusammen mit seiner Ehefrau und der Schwiegermutter wohnt er seit dieser 

Heirat in …, Graubünden, wobei er saisonal auf der Baubranche oder sonst 

als Hilfstanzlehrer in der Tanzschule seiner Schweizer Gattin in Chur 

arbeitete. Aus dieser Ehe ist bisher ein Mädchen (geb. 2000) 

hervorgegangen, wobei die Schweizerin von ihm ein zweites Kind erwartet 

(Geburtstermin: Ende Januar 2006).

 

b) Am 30. August 2004 hatte der damalige Jahresaufenthalter … bei der 

zuständigen Fremdenpolizei (Frepo) erstmals das Gesuch um 

Familiennachzug für seinen leiblichen, in der Zwischenzeit 14-jährigen Sohn 

… aus … gestellt, wobei er eine Abtrittserklärung über das Sorgerecht der 

leiblichen Mutter (Landsfrau) zu Beginn desselben Monats seinem 

Nachzugsgesuch beigelegt hatte.  

c) Mit Verfügung vom 28. Februar 2005 wurde das Nachzugsgesuch von der 

Frepo mit der Begründung abgewiesen, dass keine vorrangige Beziehung 

zwischen dem ehemals die Heimat freiwillig verlassenden Gesuchsteller und 

dem dort seit Geburt bei der leiblichen Mutter bzw. seit Schuleintritt (1997) bei 

seinen Grosseltern lebenden Sohn … auszumachen sei, die den 

Familiennachzug in die Schweiz des nun fast 15-jährigen Halbgeschwisters 

nach so langer Zeit noch zu begründen vermocht hätte. Der Wechsel des 

Sorgerechts im August 04 sei einzig zum Zweck des Nachzugs und der 

dadurch erwarteten Ausbildungs- und Berufsvorteile für den ausländischen 

Knaben erfolgt und habe nicht primär die Zusammenführung einer 

(unverschuldet) auseinander gerissenen Familie bezweckt.

d) Dagegen reichte der Gesuchsteller am 15. März 2005 Beschwerde beim 

kantonalen Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartement (JPSD) ein. Mit 

Entscheid vom 14. Oktober 2005 wies das JPSD – nach Zusatzabklärungen 

und mit ausführlicher Begründung – jene Beschwerde ab, womit die 

Verweigerung des Familiennachzugs im Resultat bestätigt wurde.

2. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer am 18. November 2005 frist- und 

formgerecht Rekurs beim Verwaltungsgericht und zwar mit denselben 

Anträgen, wie sie schon in seiner Eingabe vom August 04 bzw. in seiner 

Beschwerde vom März 05 enthalten waren. In der Begründung bemängelte 

er vorab die lange Behandlungsdauer durch die beiden Vorinstanzen von 

zusammen fast 15 Monaten (08/04-10/05), was einer Rechtsverzögerung 

gleichkomme und ihm bei der erwähnten Trennungszeit (2000-2005) vom 

eigenen Sohn nun sicherlich nicht zum Nachteil gereichen dürfe. Materiell 

gebe es zudem gute Gründe, weshalb das Nachzugsgesuch nicht bereits viel 

früher gestellt worden sei. So sei seine Schweizerische Ehefrau (geb. 1964) 

im Jahre 2001 schwer an „Malaria“ erkrankt und habe sich bis Ende 2003 

mittels „Chemotherapie“ behandeln lassen müssen. Aus demselben Grund 

sei auch das Obhuts- und Sorgerecht der leiblichen Mutter (Landsfrau in 

Benin) erst im Aug. 04 auf ihn übertragen worden, da ein früherer 

Betreuungswechsel wegen der reduzierten Gesundheit seiner 

schweizerischen Gattin nicht in Frage gekommen wäre. Tatsächlich sei die 

elterliche Pflege- und Erziehungsgewalt aber bereits beim Schuleintritt des 

Knaben (1997) auf ihn bzw. seine Eltern (Grosseltern väterlicherseits des 

Kindes) übergegangen, da ausschliesslich sie und nicht etwa die leibliche 

Mutter für das Wohl des damals 7-jährigen Buben gesorgt hätten. Überdies 

gelte es klarzustellen, dass das Nachzugsgesuch nicht erst kurz vor Erreichen 

des 18. Geburtstags des besagten Sohns, sondern bereits im Alter von 14 

Jahren gestellt worden sei, womit eben auch eine Integration im Gastland 

Schweiz noch mit Erfolg möglich gewesen wäre. Ein weiterer Verbleib bei den 

Grosseltern wäre umgekehrt indes ausser Betracht gefallen, da ihnen beiden 

aufgrund ihres fortgeschritten Alters die Erziehung und Pflege des mittlerweile 

pubertären Knaben gewiss auch nicht mehr länger zumutbar gewesen wäre. 

Die Grossmutter habe insgesamt 11 Kinder grossgezogen und somit nun 

endlich Ruhe verdient. Der Grossvater sei zudem gesundheitlich (vgl. 

Arztattest vom 12.11.2005) nachweislich nicht mehr imstande, etwelche 

Betreuungsaufgaben zu erfüllen. Entgegen der Behauptung der Vorinstanz 

habe fast ununterbrochen eine enge Beziehung zwischen ihm und seinem 

Sohn bestanden, da sie regelmässig 2-3 Mal pro Woche miteinander 

telefoniert hätten und er auch die Ferien jährlich jeweils gemeinsam mit dem 

Sohn in Westafrika verbracht habe. Die kritisierte Behörde habe deshalb klar 

rechtswidrig, willkürlich und unverhältnismässig gehandelt, als sie ihm den 

Familiennachzug für seinen Sohn verweigert habe.

3. In seiner Vernehmlassung hielt das JPSD dem entgegen, dass von einer 

Rechtsverzögerung nicht die Rede sein könne, da die bemängelte 

Verfahrenszeit von 15 Monaten (6 Mte. bei Frepo und 9 Mte. bei JPSD) nicht 

zuletzt auf die erforderlichen Zusatzabklärungen wegen der knappen und teils 

unvollständigen Angaben im ersten Nachzugsgesuch zurückgeführt werden 

müssten. Angesichts der Begleitumstände (kurzfristig Auszug aus ehelicher 

Wohnung in Haldenstein im Sept. 04) sei die benötigte Behandlungs- und 

Überprüfungsdauer daher nicht zu beanstanden. Materiell wurde nochmals 

bekräftigt, dass keine vorrangige Beziehung zwischen dem Gesuchsteller und 

seinem Sohn, der bereits seit 1997 bei den Grosseltern gelebt habe, 

erkennbar sei. Gerade jenem Kriterium käme beim Nachzug durch einen 

einzelnen Elternteil aber zentrale Bedeutung zu, da die Integration im 

Gastland bei Existenz einer neuen Familie (CH-Ehefrau mit Kindern) 

massgeblich von den bisher gelebten Beziehungen abhänge. Die Erkrankung 

der Gattin, die Zumutbarkeit für die Grosseltern oder die bloss sporadisch 

gepflegten Kontakte (Telefon/Ferien) änderten daran nichts.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Sinn und Zweck des Familiennachzugs gemäss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 des 

Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; 

SR 142.20) ist es, das familiäre Zusammenleben zu ermöglichen. Sind die 

Eltern voneinander getrennt oder geschieden und hält sich der eine Elternteil 

in der Schweiz, der andere aber im Ausland auf, kann es zum vornherein nicht 

um eine Zusammenführung der Gesamt- bzw. Kernfamilie gehen. In solchen 

Fällen entspricht es dem Gesetzeszweck nicht, einen bedingungslosen 

Anspruch auf Nachzug der Kinder anzunehmen (BGE 129 II 249 E. 2.1). Der 

spätere Nachzug eines Kindes setzt diesfalls voraus, dass eine vorrangige 

Bindung des Kindes zum in der Schweiz lebenden Elternteil nachgewiesen ist 

und besonders stichhaltige familiäre Gründe, z.B. eine Änderung der 

Betreuungsmöglichkeiten, dieses Vorgehen rechtfertigen (BGE 129 II 11 E. 

3.1.3 und 3.3.1). Die Verweigerung einer Bewilligung lässt sich jedenfalls 

dann nicht beanstanden, falls die Familientrennung von den Betroffenen 

ursprünglich selbst freiwillig und ohne äussere Sachzwänge herbeigeführt 

worden ist, für die Änderung der bisherigen Verhältnisse keine 

überwiegenden familiären Interessen bestehen bzw. sich ein Wechsel nicht 

als zwingend erweist und die Fortführung der bisheriger Familienbeziehungen 

nicht behördlich verhindert wird.

b) Stichhaltige Gründe, die einen Wechsel der Erziehungs- und 

Betreuungsverhältnisse gebieten, dürfen aber nicht leichthin bejaht werden. 

Es gelten hohe Beweisanforderungen; an den Nachweis der fehlenden oder 

weggefallenen Betreuungsmöglichkeit im Heimatland sind – zumal es aus 

integrationspolitischer Sicht nicht erwünscht ist, dass Jugendliche erst kurz 

vor Erreichen des 18. Altersjahrs bzw. kurz vor Eintritt ins Erwerbsleben in die 

Schweiz geholt werden – umso höhere Anforderungen zu stellen, je älter das 

Kind ist bzw. je grösser die ihm in der Schweiz drohenden 

Integrationsschwierigkeiten sind (BGE 129 II 11 E. 3.3.2; 

Bundesgerichtsurteile vom 15.12.2004 [2A.703/04] E. 3.1 und vom 

18.10.2005 [2A.604/05] E. 2; überdies: ZGRG 2/1995 S. 32 f.).

c) Aufgrund der soeben erwähnten Rechtsprechung und Grundsätze ist das 

Gericht zur Überzeugung gelangt, dass die Verweigerung der 

Nachzugsbewilligung im Einzelfall zu Recht erfolgte und vertretbar ist. 

Ausgangspunkt für die Überlegungen der Vorinstanz durften die Zeitabläufe 

der Ereignisse sowie die konkreten Umstände sein, wonach der leibliche 

Vater des bald 16-jährigen Knaben aus Westafrika bereits im Jahre 2000 eine 

Schweizerin geheiratet hatte und deshalb offensichtlich freiwillig und ohne 

äussere Sachzwänge sowohl seine Heimat, die frühere Lebensgefährtin, die 

Eltern (Grosseltern) als auch besonders den damals erst 10-jährigen Sohn 

aus der Beziehung mit seiner früheren Gefährtin verliess. In jenem sehr 

wichtigen Lebensabschnitt (2000-2004) für die persönliche und kulturelle 

Entwicklung des Knaben befand sich derselbe somit im Geburts- und 

Heimatland Benin (Westafrika), wo er ab Schuleintritt (1997) – zusammen mit 

seinem Vater - bei den Grosseltern väterlicherseits lebte und auch von ihnen 

erzogen wurde. Eine vorrangige Beziehung zu den Grosseltern ist damit aber 

bereits hinreichend erstellt, da sie sich spätestens ab 2000 in den folgenden 

vier Jahren (bis 2004) ganz alleine und ausschliesslich um die Erziehung und 

Pflege ihres Enkels gekümmert hatten. Der Grund dafür war, dass der neue 

„Ehemann“ der leiblichen Mutter aus Benin nichts vom Sohn aus der 

vormaligen Beziehung mit dem Gesuchsteller wissen wollte bzw. ihn bei sich 

zuhause ablehnte, weshalb die Grosseltern – die unbestritten schon 11 

eigene Kinder grossgezogen haben – diese Aufgabe erfüllten und sich somit 

stellvertretend dieser Verantwortung stellten.

d) Aktenkundig stellte der bereits seit 2000 neu vermählte Gesuchsteller und 

zweifache Vater der seither neu in der Schweiz gegründeten Familie das 

Gesuch um Nachzug für den Sohn aus seiner Heimat erstmals Ende Aug. 04, 

wobei eine Abtrittserklärung über das Sorgerecht der leiblichen Mutter 

beigelegt worden war. Damals war der Knabe jedoch bereits 14 Jahre alt, 

ohne vorher jemals die Schweiz gesehen bzw. sein Halbgeschwister (Jrg. 

2000) oder seine künftige Stiefmutter näher kennen gelernt zu haben. In 

Anbetracht jener Vorgaben kann nun aber wirklich nicht ernsthaft behauptet 

werden, es hätten im konkreten Fall triftige Gründe für einen kompletten 

Betreuungswechsel und Umzug in ein bisher fremdes Land (Schweiz) in 

diesem fortgeschrittenen Alter angeführt werden können. Vielmehr fehlt es 

offensichtlich gerade an solchen zwingenden Gründen, die die Bewilligung 

des Nachzugsgesuchs (zum Kindswohl) als geboten und vernünftig hätten 

erscheinen lassen. Abgesehen davon, dass ein inzwischen fast 16-jähriger 

Jüngling in der Regel nicht mehr auf die gleich intensive und umfassende 

Betreuung und Pflege wie ein 10-jähriger Knabe angewiesen ist, fällt dazu 

weiter ins Gewicht, dass der normale Ablösungsprozess gegenüber dem 

Elternhaus heute für gewöhnlich nach Beendigung der obligatorischen 

Schulzeit bzw. bei Übertritt ins Erwerbsleben (Beginn Berufslehre) einsetzt, 

womit die Integrations- und Zukunftschancen eines erst so spät in ein 

unbekanntes Gastland mit nachweislich völlig anderen Kultur- und 

Ausbildungsgepflogenheiten reisenden Jünglings als gering bzw. äusserst 

ungünstig bezeichnet werden müssen. Ein Verbleib im Geburtsland wurde 

deshalb von der Vorinstanz zu Recht befürwortet. Daran ändern selbst die 

Einwände des Gesuchstellers nichts, wonach ein Gesuch zu einem früheren 

Zeitpunkt am schlechten Gesundheitszustand seiner Schweizer Gattin (ab 

2001 „Malaria“ krank mit Chemotherapie bis 2003) gescheitert sei und sich 

der Allgemeinzustand des Grossvaters (78-jährig) laut Arztattest vom 

12.11.2005 derart verschlechtert habe, dass eine Betreuung durch die 

betagten Grosseltern ab sofort nicht mehr möglich sei. Dem ist 

entgegenzuhalten, dass die Schwiegermutter der Schweizer Ehefrau von 

Beginn weg im selben Haus wie der Gesuchsteller wohnte und deshalb eine 

gewisse Entlastung durch eine angemessene Drittbetreuung schon seit 2000 

möglich gewesen wäre. Ein solch früher Nachzug wäre bestimmt auch gut für 

das spätere Verhältnis und Zusammenleben unter den Halbgeschwistern 

gewesen. Was das ärztliche „Unzumutbarkeitsattest“ aus Benin betrifft, so 

schliesst dieser Bericht einen Verbleib des Jünglings in seiner gewohnten 

Umgebung und seinem bisherigen Freundeskreis ebenfalls nicht aus, da die 

Grossmutter offenbar noch rüstig bzw. nicht gebrechlich ist, womit ihr Enkel 

für die kurze „Überbrückungszeit“ bis zur endgültigen Ablösung von zuhause 

auch von ihr allein betreut werden kann; dies gilt umso mehr, als sie bereits 

11 Kinder grossgezogen hat und demnach eine reiche Zahl an weiteren 

Blutsverwandten (Tanten/Onkeln) für allfällige Hilfestellungen zur Verfügung 

stehen. Selbst mit dem Argument der bisher rege und konsequent gepflegten 

Auslandkontakte mit dem Sohn dringt der Gesuchsteller nicht durch, da 

wöchentliche Telefonanrufe oder lediglich zeitlich limitierte Ferienaufenthalte 

in der vor über fünf Jahren verlassenen Heimat (Benin) noch keine derart enge 

und vorrangige Beziehung zu begründen vermögen, um einen subjektiv 

favorisierten Betreuungswechsel wirklich bereits objektiv als im Interesse des 

fremdländischen Jünglings einzustufen. Ferner steht es dem Gesuchsteller 

frei, den Sohn auch fortan zu unterstützen und mit ihm Kontakt zu halten, 

zumal nicht die geringsten Indizien bestehen, dass die Behörden im 

Heimatland künftige Besuche oder Ferienaufenthalte des ursprünglich 

ebenfalls dort aufgewachsenen Gesuchstellers stören, verhindern oder sogar 

verunmöglichen würden.

2. Zum formellen Einwand der Rechtsverzögerung (Verfahrensdauer 15 Mt.) sei 

der Vollständigkeit halber einzig noch klargestellt, dass der Nachweis einer 

intakten und tragfähigen Familiengemeinschaft zunächst nicht ohne genauere 

Prüfung bejaht werden konnte, wurde den Schweizer Behörden im Sept. 04 – 

nur einen Monat nach dem Nachzugsgesuch - der Auszug des Antragstellers 

aus der ehelichen Wohnung in Haldenstein vermeldet. Aus diesem Grund war 

die Vorinstanz auch berechtigt, weitere Auskünfte über den Gesuchsteller und 

die den Sohn zu erwartenden Begleitumstände vor Ort in Erfahrung zu 

bringen. Entsprechend hatte noch eine Vervollständigung der bisherigen 

Gesuchsunterlagen zu erfolgen. Danach erging die Verfügung der Frepo 

indes binnen fünf Monaten, was angesichts der erforderlichen Recherchen im 

fernen Heimatland des Gesuchstellers (Benin/Westafrika) nicht 

unverhältnismässig lange erscheint. Das anschliessende 

Beschwerdeverfahren beim JPSD (ab März 05) machte seinerseits weitere 

Abklärungen und Verifikationen nötig, was nachvollziehbar einige Zeit 

beanspruchte. Die dabei verstrichene Zeitspanne (bis Okt. 05) ist daher 

ebenfalls erklärbar und verständlich, zumal die Vorinstanz lediglich aufgrund 

gesicherter Fakten und zuverlässiger Erkenntnisse einen derart 

folgenschweren Entscheid für die Direktbeteiligten treffen konnte.

3. a) Zusammengefasst ergibt sich, dass der angefochtene Entscheid weder 

formell noch materiell zu beanstanden ist. Er erweist sich als rechtmässig und 

willkürfrei, was im Resultat zur Abweisung des Rekurses führt.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 

75 des Verwaltungsgerichtsgesetzes (VGG; BR 370.100) dem Rekurrenten 

aufzuerlegen. Eine aussergerichtliche Entschädigung an die Vorinstanz 

entfällt hingegen praxisgemäss.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Der Rekurs wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 1'500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 180.--

zusammen Fr. 1'680.--

gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.