# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef155aad-0aac-5cff-b937-92d589503227
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.06.2010 UV 2009/69
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-69_2010-06-28.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/69

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.04.2020

Entscheiddatum: 28.06.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 28.06.2010
Art. 6 UVG: Unfallkausalität von gesundheitlichen Beschwerden im 
Nachgang zu einem Autounfall. Rückweisung zur weiteren Abklärung 
betreffend Übernahme von Behandlungskosten (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Juni 2010, UV 
2009/69).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 28. Juni 2010

in Sachen

J.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   J.___ war bei der A.___ tätig als sie am 24. Juni 1994 bei einem Verkehrsunfall 

eine Acetabulumfraktur links, diverse Zahnfrakturen, eine Commotio cerebri sowie eine 

Rissquetschwunde im Augenlidbereich links erlitt (UV-act. 1). In der Folge war sie vom 

25. Juni bis 13. Juli 1994 im Kantonsspital St. Gallen hospitalisiert (UV-act. 6). Im 

Bericht des Kantonsspitals vom 25. Oktober 1994 wurden ein günstiges Ergebnis vier 

Monate nach Osteosynthese mit fast völliger Beschwerdefreiheit der Patientin und 

konsolidierter Fraktur bestätigt (UV-act. 15). Anlässlich der kreisärztlichen 

Untersuchungen vom 23. Dezember 1994 und 31. Januar 1995 wurden klinisch 

günstige gesundheitliche Verhältnisse am Hüftbereich festgestellt, wobei die 

Versicherte weiterhin über Beschwerden klagte. Ab 13. bzw. 20. Februar 1995 bestand 

eine volle Arbeitsfähigkeit bei beherrschbarer Beschwerdesituation (vgl. UV-act. 19, 23, 

24, 25, 33, 34, 35, 37). Am 4. September 1995 verfügte die Suva eine Kürzung der 

Geldleistungen um 10 % wegen grobfahrlässiger Verursachung des Unfalls vom 24. 

Juni 1994 durch die Versicherte (UV-act. 38). Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft.

A.b   Im Januar 1999 liess die Versicherte der Suva durch ihren Hausarzt Dr. med. 

B.___, Spezialarzt Innere Medizin FMH, melden, die leicht herausstehende Schraube 

(im Hüftbereich) störe sie beim Tragen der Sicherheitsgurten, weshalb diese zu 

entfernen sei (UV-act. 41). Im Bericht des Kantonsspitals vom 2. Februar 1999 wurde 

eine Indikation zur Metallentfernung verneint (UV-act. 43). Am 5. Dezember 1999 teilte 

Dr. B.___ den Behandlungsabschluss mit (UV-act. 47). Im Mai 2000 liess die 

Versicherte durch ihren Hausarzt neu aufgetretene Beschwerden am linken Knie als 

Folge der chronischen Fehlbelastung nach dem Unfall melden (UV-act. 52), für welche 

die Suva ihre Zuständigkeit in der Folge (mangels Unfallkausalität der gestellten 

Diagnose einer Insertionstendinose am linken Knie) verneinte (vgl. UV-act. 56 S. 2 und 

58).

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A.c   Im Januar 2001 suchte die Versicherte wegen Schmerzen im Bereich der linken 

Hüfte erneut ihren Hausarzt auf. Eine Arbeitsunfähigkeit ergab sich hieraus nicht (UV-

act. 63). Die Suva kam für die Behandlungskosten auf. In den folgenden Jahren 

(2002-2006) fanden in grösseren zeitlichen Abständen (zwei bis sechs Monate) ärztliche 

Konsultationen (ohne Arbeitsunfähigkeiten) wegen chronisch rezidivierender 

Schmerzen im linken Knie und in der linken Hüfte statt, wobei die Kniebehandlungen 

zulasten der Krankenkasse gingen (UV-act. 65-69, 73-75, 77).

A.d   Am 5. März 2008 meldete die C.___ (als aktuelle Arbeitgeberin der Versicherten), 

einen Rückfall bzw. Spätfolgen zum Unfall von 1994 mit Arbeitsaussetzung seit 5. 

Dezember 2007 (UV-act. 104). Nach Durchführung von medizinischen Abklärungen 

eröffnete die Suva dem Rechtsvertreter der Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. R. 

Hochreutener, St. Gallen, mit Verfügung vom 25. September 2008, dass einzig die 

Gefühlsstörung vom Beckenkamm aussenseitig am Oberschenkel links als Unfallfolge 

angesehen werden könne. Ausschliesslich hierfür würden Leistungen erbracht, wobei 

die TENS-Therapie nicht mehr indiziert sei. Die unfallkausale Störung begründe 

indessen keine Arbeitsunfähigkeit, so dass keine Taggeldleistungen ausgerichtet 

werden könnten. Für die übrigen Beschwerden bestehe kein wahrscheinlicher 

Unfallkausalzusammenhang (UV-act. 127). Die gegen diese Verfügung erhobene 

Einsprache (UV-act. 134, 141) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 19. Mai 

2009 ab.

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Hochreutener für die 

Versicherte mit Eingabe vom 22. Juni 2009 Beschwerde mit den Anträgen, der 

Entscheid sei aufzuheben, und es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlichen 

Leistungen, insbesondere Taggeldleistungen und Heilbehandlungskosten zu erbringen. 

Eventualiter sei die Angelegenheit zur Durchführung weiterer Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter unter 

anderem aus, der Suva-Arzt Dr. med. D.___ stütze die Verweigerung weiterer 

Leistungen auf die blosse Annahme, dass sich die Beschwerdeführerin an die 

gesundheitliche Störung gewöhnt habe. Sie benötige jedoch zur Schmerzlinderung 

weiterhin Medikamente und müsse regelmässig Therapien in der 

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Schmerzsprechstunde des Kantonsspitals St. Gallen (Dr. med. E.___) in Anspruch 

nehmen. Die Einschätzung des Suva-Arztes stehe nicht nur im Widerspruch zur 

Einschätzung des Hausarztes, sondern auch zur Beurteilung des Schmerzspezialisten 

Dr. med. E.___ (act. G 1.1/7), wonach bei zahlreichen Patienten eine Gewöhnung an 

den Schmerzzustand nicht möglich sei. Der medizinische Endzustand sei auch deshalb 

nicht erreicht, weil weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stünden und 

medizinisch offenbar auch indiziert seien. Von einer Gewöhnung an die Schmerzen 

könne nicht die Rede sein. Im Weiteren habe die Beschwerdegegnerin nicht abgeklärt, 

welcher Anteil der von Dr. med. F.___, Orthopädie FMH, attestierten Einschränkung der 

funktionellen Leistungsfähigkeit von 20 % unfallbedingt sei. Wie aus der Stellungnahme 

von Dr. E.___ vom 18. Juni 2009 hervorgehe, seien die Möglichkeiten zur Ermittlung der 

unfallbedingten Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit bisher noch nicht 

hinreichend ausgeschöpft worden. Im angefochtenen Entscheid werde sodann nicht 

dargelegt, aus welchen Gründen die Leistungspflicht in Bezug auf die Gefühlsstörung 

im Oberschenkel nicht mehr gelten solle. Dass die Gefühlsstörungen vom 

Beckenkamm aussenseitig am Oberschenkel links sowie die Hüftschmerzen als 

wahrscheinliche Unfallfolgen angesehen würden, sei aufgrund der Akten erstellt. Auf 

das Gutachten von Dr. F.___ und den Aktenbericht von Dr. D.___ könne nicht abgestellt 

werden. Dr. F.___ habe sich nicht mit der abweichenden Beurteilung des Hausarztes 

auseinandergesetzt. Ferner weise selbst Dr. F.___ darauf hin, dass allenfalls die 

Abklärung einer AC-Gelenksarthrose indiziert sei. Sodann befürworte Dr. med. G.___ 

(UV-act. 126) eine Vorstellung beim Neurochirurgen. Dennoch habe die 

Beschwerdegegnerin zu Unrecht keine weiteren Abklärungen veranlasst. 

Dementsprechend sei ein umfassendes spezialärztliches Gutachten und 

gegebenenfalls die zusätzliche Abklärung der funktionellen Leistungsfähigkeit in Form 

einer BEFAS-Berufserprobung durchzuführen.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 21. September 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen 

Einspracheentscheids. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen des 

Einspracheentscheids, welche sie zum integrierenden Bestandteil der 

Beschwerdeantwort erklärte. Im Weiteren führte sie unter anderem aus, die 

Beschwerdeführerin habe ihr Arbeitspensum aus familiären Gründen (Geburt der 

Kinder) und nicht wegen der Unfallfolgen reduziert. Sie mache den Unfall für sämtliche 

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körperliche Beschwerden verantwortlich. Offensichtlich sei sie insbesondere auf die 

Schraube in der Hüfte fixiert, obwohl keinerlei Indikation zur Metallentfernung bestehe. 

Die Beschwerdegegnerin habe die Heilkosten in Bezug auf die Hüftproblematik nie 

eingestellt. Den ärztlichen Stellungnahmen sei keine Unfallkausalität der nicht die Hüfte 

betreffenden Beschwerden zu entnehmen. Die Stellungnahmen des Hausarztes 

vermöchten keine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der Knie- und LWS-

Beschwerden zu belegen. Auf eine aus Gefälligkeit attestierte Arbeitsunfähigkeit sei 

nicht abzustellen. Rein von den Unfallfolgen her sei keine Arbeitsunfähigkeit begründet 

(UV-act. 125, 146).

B.c   Mit Replik vom 25. September 2009 und Duplik vom 19. Oktober 2009 bestätigten 

die Parteien ihre Anträge und Ausführungen.

Erwägungen:

1.        

Streitig ist, ob bzw. inwiefern die Beschwerdegegnerin für die am 5. März 2008 von der 

Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin gemeldeten Beschwerden mit 

Arbeitsaussetzung seit 5. Dezember 2007 (UV-act. 104 und 141 Beilage 1) 

aufzukommen hat. Gegenstand der durch den angefochtenen Entscheid bestätigten 

Verfügung vom 25. September 2008 war zum einen die ausdrückliche Anerkennung der 

Unfallkausalität der Gefühlsstörungen im Bereich des linken Beckens bzw. 

Oberschenkels (UV-act. 127; act. G 5). Diese steht somit in diesem Verfahren 

grundsätzlich, d.h. soweit sich nicht Abgrenzungsfragen zu anderen 

Gesundheitsschäden stellen, nicht zur Diskussion. Die Beschwerdegegnerin lehnte nun 

allerdings in diesem Zusammenhang die weitere Übernahme der Tens-Therapie ab 

(UV-act. 127 S. 2). Im angefochtenen Entscheid hielt sie überdies fest, eine allfällige 

Weiterabklärung (und eventuell auch Therapie) wegen des Nervus cutaneus femoris 

lateralis sei nicht notwendig (UV-act. 147 S. 5). Die Rechtmässigkeit dieser 

Leistungsablehnung ist im vorliegenden Verfahren streitig (act. G 7 S. 2) und zu prüfen. 

Sodann wurden die Ablehnung einer unfallkausalen Arbeitsunfähigkeit sowie die 

Verneinung der Unfallkausalität der übrigen Beschwerden (insbesondere lumbale 

Rückenschmerzen und unklare Beinbeschwerden; vgl. UV-act. 105, 116) verfügt und 

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mit Einspracheentscheid bestätigt. Dies bildet ebenfalls Gegenstand der 

nachstehenden Überprüfung. Beschwerden aufgrund einer schleudertraumaähnlichen 

Verletzung - die Beschwerdeführerin erlitt am 24. Juni 1994 unter anderem auch eine 

Commotio cerebri - werden weder geltend gemacht noch sind solche aus den Akten 

ersichtlich, so dass sich diesbezügliche Ausführungen erübrigen. Eine allfällige 

Unfallbedingtheit der aus den medizinischen Akten ersichtlichen psychischen Probleme 

(UV-act. 141 Beilage 2) bildete nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids und 

wird auch in diesem Verfahren nicht geltend gemacht; eine solche ist hier demgemäss 

ebenfalls nicht zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid 

(Erw. 1 und 2) die rechtlichen Voraussetzungen des Vorliegens einer adäquaten 

Unfallkausalität von gesundheitlichen Beschwerden und die Leistungspflicht bei 

Rückfällen und Spätfolgen zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.

2.        

2.1    Am 21. August 2003 teilte die H.___, St. Gallen, der Beschwerdegegnerin mit, die 

Beschwerdeführerin sei seit 1996 bei ihnen tätig. Bis Mai/Juni 2001 habe sie eigentlich 

immer zu 100 % gearbeitet. Dann sei sie schwanger geworden (Geburt des Kindes am 

5. Februar 2002). Während der ganzen Schwangerschaft habe sie in etwa 50 % 

gearbeitet (alles sei über Krankheit gelaufen). Nach Geburt und 

Schwangerschaftsurlaub von 10 Wochen habe sich die Beschwerdeführerin am 16. Mai 

2002 gemeldet und einen unbezahlten Urlaub bis 16. Juni 2002 gewünscht. Sie habe 

auch mitgeteilt, dass sie anschliessend aus familiären Gründen nur noch halbtags 

arbeiten wolle. Dies sei bewilligt worden. Ab 17. Juni 2002 habe sie dann nur noch zu 

50 % gearbeitet. Dies sei heute noch so. Eine unfallbedingte Arbeitsreduktion (wegen 

der linken Hüfte) habe nie zur Diskussion gestanden (UV-act. 72). Dr. B.___ hielt 

demgegenüber im Bericht vom 28. Dezember 2003 fest, seit Juni 2002 arbeite die 

Beschwerdeführerin infolge der unfallbedingten Schmerzen (in der linken Hüftregion) 

nur zu 50 % (UV-act. 73). Am 21. November 2004 bescheinigte der Arzt, dass die 

Dauer der Behandlung nicht absehbar sei (UV-act. 74). Am 26. Oktober 2006 bestätigte 

Dr. B.___, dass seit Sommer (2006) eine Ausdehnung der Schmerzen von der linken 

Hüfte in den LWS-Bereich stattgefunden habe. Er diagnostizierte chronische 

Schmerzen im Bereich der linken Hüfte und ein posttraumatisches chronisches 

lumbovertebrales Syndrom. Im Heilungsverlauf würden keine unfallfremden Faktoren 

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mitspielen (UV-act. 79). Gegenüber dem Suva-Aussendienstmitarbeiter gab die 

Beschwerdeführerin am 17. November 2006 an, die Schmerzen hätten von Anfang an 

auch teilweise in den linken Lendenbereich ausgestrahlt. Sie habe diese Schmerzen nie 

richtig von den Schmerzen in der linken Hüfte unterscheiden können. Bis Ende 

Dezember 2004 habe sie bei der H.___ gearbeitet. Die Arbeitszeitreduktion (auf 50 %) 

habe mit dem Unfall nichts zu tun gehabt, sondern sei wegen der Geburt ihrer beiden 

Kinder erfolgt. Anschliessend sei sie etwas mehr als ein Jahr arbeitslos gewesen. Seit 

dem 16. Januar 2006 sei sie mit einem 50 %-Pensum bei der C.___, St. Gallen, tätig. 

Es handle sich um eine wechselbelastende Tätigkeit. Wenn es viel Arbeit gebe, könne 

sie auch ganztags arbeiten. Die Reduktion (des Pensums) habe mit dem Unfall nichts 

zu tun (UV-act. 82). Eine kreisärztliche Untersuchung vom 22. Dezember 2006 ergab 

gemäss Bericht von Dr. med. I.___, FMH für Chirurgie, speziell Allgemein- und 

Unfallchirurgie, eine klinisch unveränderte Situation zur früher, wobei subjektiv eine 

leichte Verschlechterung aufgefallen und die Patientin zur einer Verlaufskontrolle im 

Kantonsspital angemeldet worden sei. Er (Dr. I.___) empfehle hier die Übernahme bei 

klinischem Verdacht auf Reizung im Iliosakralgelenkbereich links. Hingegen sei eine 

Pathologie rein im LWS-Anteil nicht als direkte oder indirekte Unfallfolge zu verstehen, 

ebenso wenig die Abklärungsbedürftigkeit am linken Fuss, wo er heute klinisch blande 

Befunde finde. Die ausstrahlenden Beschwerden ins Bein seien einerseits durch die 

Narbensituation der Weichteile im Oberschenkelbereich, ausgehend von der Narbe zu 

vermuten mit Ausstrahlung peripher. Die Kniefunktion sei gut. Allfällige rein durch eine 

Kniepathologie bedingte Beschwerden - für welche heute ebenfalls keine 

Anhaltspunkte bestehen würden - wären ebenfalls unfallfremd, jedoch nicht die von der 

Hüfte ausstrahlenden weichteil- und neuralbedingten Beschwerden. Die Entfernung 

des übrigen Osteosynthesematerials sei nicht indiziert unter Abwägen von Nutzen und 

Risiko (UV-act. 86).

2.2    In der Folge fanden weitere Untersuchungen im Kantonsspital St. Gallen statt, 

welche unter anderem ergaben, dass von einer Entfernung des Osteosynthesematerials 

abgesehen werde (UV-act. 88, 92). Im Nachgang zur Rückfallmeldung der 

Arbeitgeberin vom 5. März 2008 bescheinigte Dr. B.___ unklare Beinbeschwerden 

beidseits, eine Varikosis beidseits, chronische Schmerzen im Lumbalbereich und eine 

volle Arbeitsunfähigkeit seit 5. Dezember 2007 (UV-act. 105). Dem Suva-

Aussendienstmitarbeiter erklärte die Beschwerdeführerin am 21. Mai 2008, sie sei 

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zwischenzeitlich nie beschwerdefrei gewesen und die Behandlung sei auch nicht 

abgesetzt worden (UV-act. 109). Dr. med. K.___ diagnostizierte gestützt auf eine 

angiologische Abklärung im Bericht vom 1. April 2008 unklare Beinschwellungen 

beidseits, eine primäre Varikosis beidseits, ein Lipödem beidseits und chronische 

Schmerzen im Lumbalbereich mit Ausstrahlung ins linke Bein. Mit Sicherheit könne ein 

postthrombotisches Syndrom als Ursache der Beinbeschwerden ausgeschlossen 

werden. Auch die venöse Insuffizienz sei nicht verantwortlich für die Bein-Symptomatik 

(Beilage zu UV-act. 116). Der Orthopäde Dr. med. F.___ gelangte im Gutachten 

zuhanden der Invalidenversicherung vom 14. Juli 2008 zum Schluss, bei der 

Beschwerdeführerin liege eine Osteochondrose L4/L5 und L5/S1, eine beginnende 

Coxarthrose links, eine verheilte Acetabulumfraktur links nach Osteosynthese 1994 und 

eine Irritation des Nervus cutaneus femoris lateralis links vor. Nach einer Rehabilitation 

von einem halben Jahr sei die Beschwerdeführerin in der körperlich leichten Arbeit im 

Stickereibetrieb voll arbeitsfähig geworden. Objektiv sei das Behandlungsresultat 

immer als gut eingestuft worden. Subjektiv seien wiederholt Klagen im linken 

Hüftbereich dokumentiert. In geringem Ausmass dürften immer leichte Beschwerden 

bestanden haben, dies als Folge des ileoinguinalen Operationszuganges, der die 

Nervenversorgung der Haut am Oberschenkel gefährde. Man beobachte einen über 

Jahre stationären Verlauf nach dieser grossen Verletzung. Die Beschwerdeführerin sei 

offenbar immer arbeitsfähig mit einem Jahr Arbeitslosigkeit in dieser Zeit gewesen. Die 

übrigen Aussetzungen seien privat begründet gewesen in Form von unbezahltem 

Urlaub. Aus familiären Gründen habe sie dann ihren Einsatz auf 50 % reduziert. Am 4. 

Dezember 2007 habe sie ihrem Hausarzt mitgeteilt, dass sie voll arbeitsunfähig sei. Aus 

medizinischer Sicht könne dieser Verlauf nicht ganz nachvollzogen werden. Tatsache 

sei, dass heute gegenüber dem Jahr 2000 radiologisch zunehmende degenerative 

Veränderungen an der LWS nachgewiesen werden könnten. Anamnestisch werde von 

Seiten der linken Hüfte ein Beschwerdebild beschrieben, das zusammen mit den 

Befunden mit einer beginnenden arthrotischen Veränderung vereinbar sei. Es würden 

immer wieder neue Beschwerden geäussert, die von verschiedenen Untersuchern nicht 

hätten objektiviert werden können. Ausserdem würden alle Beschwerden (Zahn, Knie, 

Schulter, Rücken) von der Patientin auf den Unfall zurückgeführt. Sie habe seit dem 

Unfall darauf beharrt, dass das Osteosynthesematerial der Grund dafür sei. Die 

Entfernung der Schraube würde beim Verbleiben des restlichen Materials der Patientin 

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keine Befriedigung bringen. Aufgrund der Befunde sei allenfalls die Abklärung einer AC-

Gelenksarthrose links indiziert. Aufgrund der Diagnosen müsse bezüglich 

Arbeitsfähigkeit der zuletzt innegehabte Arbeitsplatz (mit Wechselpositionen und ohne 

Lastenheben) als angepasst angesehen werden. Bei einer solchen Arbeit sei höchstens 

eine zeitliche Einbusse von 20 % zu attestieren in Folge vermehrter Positionswechsel 

und Pausen. Der Beginn dieser Einschätzung könne am ehesten ab Dezember 2006 

(Untersuchung durch Suva-Kreisarzt) erfolgen. Therapeutische Massnahmen zur 

Verbesserung des wenig eingeschränkten und stationären Gesundheitszustandes 

stünden nicht zur Verfügung (UV-act. 123). In der Beurteilung vom 25. August 2008 

führte Dr. I.___ aus, es habe sich (auch mit Blick auf die Begutachtung von Dr. F.___) 

von objektiver Seite gesamthaft keine wesentliche Verschlimmerung eingestellt, die zu 

einer Veränderung gegenüber früher führe; dies auch, wenn links eine leichte 

Coxarthrose festzustellen sei. Somit ändere sich auch nichts an der Arbeitsfähigkeit. 

Hier sei höchstens zu postulieren, dass die durch Dr. F.___ formulierte Einschränkung 

aufgrund des gesamten Bewegungsapparates einschliesslich der Wirbelsäule, welche 

neu leichte degenerative Veränderungen im Sinn einer Osteochondrose zeige, nicht 

unfallbedingt sei. Auch die neuen Beschwerden und objektivierbaren Befunde an 

beiden Beinen im Sinn einer Varicosis seien unfallfremd. Es verbleibe als Unfallfolge - 

wie früher - die Irritation des Nervus cutaneus femoris lateralis, also die Gefühlsstörung 

vom Beckenkamm aussenseitig am Oberschenkel links. Dies begründe keine 

Arbeitsunfähigkeit. Eine Langzeitbehandlung mit TENS sei aus Unfallfolgen nicht 

indiziert (UV-act. 125).

2.3    Dr. med. G.___, Orthopädie am Rosenberg, hielt im Bericht vom 17. September 

2008 unter anderem fest, eine Metallentfernung sei unsinnig. Die Grösse des Eingriffs 

stehe in keinem Verhältnis zur erwarteten Besserung. Hier scheine ihm in erster Linie 

ein psychologisches Problem vorzuliegen. Er sei der Meinung, dass die Beschwerden 

durch die erhebliche Vernarbung im Bereich der Beckeninnen- und -aussenseite 

verursacht seien. Der Nervus cutaneus femoris liege wahrscheinlich direkt in der Narbe 

und sei für die ausstrahlenden und elektrisierenden Beschwerden am ventralen 

Oberschenkel verantwortlich. Man könne die Patientin einem Neurochirurgen 

vorstellen. Im Übrigen würde er sowohl die Schwellungszustände am Bein als auch die 

recht diffusen Beschwerden auf die Narbenbildung im Beckenbereich zurückführen. 

Allerdings seien diese nicht aktiv bekämpfbar. Eventuell sei eine Revision des Nervus 

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cutaneus femoris lateralis vorzunehmen. Sonst könne er ausser physikalischen 

Massnahmen keine Therapie empfehlen (UV-act. 126). Im Bericht des Kantonsspitals 

St. Gallen vom 16. September 2008 wurde ein chronisches lumbales Schmerzsyndrom 

mit Ausstrahlung ins linke Bein diagnostiziert. Die Patientin erziele mit dem TENS-Gerät 

eine Schmerzreduktion (UV-act. 129). Im Bericht des Kantonsspitals vom 6. Oktober 

2008 wurden ein chronisches Schmerzsyndrom bei ISG-Blockade links und eine 

Reizung des Nervus cutaneus femoralis lateralis links, ein Status nach Autounfall 1994, 

eine psychosoziale Belastungssituation (Verlust der Arbeitsstelle mit finanziellen 

Schwierigkeiten) sowie eine reaktive Depression vermerkt. Beiläufig erwähne die 

Beschwerdeführerin die Beschwerden eines diagnostizierten Karpaltunnelsyndroms. 

Diesbezüglich sei im Hinblick auf die Gesamtkonstellation (dargelegt in einem 

Zusatzblatt) eine Operationsindikation sehr kritisch zu stellen (UV-act. 141 Beilage 2). 

Dr. B.___ teilte am 11. Dezember 2008 mit, die Beschwerdeführerin sei wegen der 

Schmerzen im Becken links und Gefühlsstörungen seit einem Jahr zu 100 % 

arbeitsunfähig. Für ihn sei es schwer zu verstehen, warum bei diesen Beschwerden 

kein kausaler Zusammenhang angenommen werden könne. Da vor dem Unfall keinerlei 

Beschwerden bestanden hätten, teile er die Ansicht seiner Patientin, dass ein 

Zusammenhang zwischen den Schmerzen und dem Unfall 1994 bestehe (UV-act. 139). 

Zuhanden der IV hatte Dr. B.___ am 9. Dezember 2007 festgehalten, dass wegen Hüft- 

und Rückenschmerzen eine sitzende Tätigkeit nicht mehr denkbar sei. Die 

Beschwerdeführerin habe ihm am 4. Dezember 2007 mitgeteilt, dass sie bis auf 

weiteres ab dem 5. Dezember 2007 nicht mehr arbeitsfähig sei. Er (Dr. B.___) habe sie 

auf dieses Datum 100 % arbeitsunfähig geschrieben (UV-act. 141 Beilage 1). Suva-Arzt 

Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, führte in seiner Beurteilung 

vom 6. Mai 2009 unter anderem aus, die orthopädischen Untersuchungen durch Dr. 

F.___ und Dr. G.___ hätten ein sehr gutes Langzeitergebnis nach Osteosynthese einer 

Fraktur des vorderen Pfeilers der linken Hüfte ergeben. Eine sekundäre Arthrose habe 

sich nicht oder nicht in einem relevanten Ausmass entwickelt. Restbeschwerden 

würden sich auf zwangsläufig damit einhergehende narbige Veränderungen 

zurückführen lassen. Ein geringer Teil der Symptome könne auch auf einer narbig 

bedingten Irritation des Nervus cutaneus femoris lateralis eines Hautnerven beruhen. 

Diese Veränderungen hätten mit grosser Wahrscheinlichkeit im Verlauf der 

vergangenen Jahre nicht zugenommen. Darüber hinausgehende Beschwerden könnten 

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nicht mit dem (objektiv guten) Heilungsergebnis der Hüftgelenksverletzung erklärt 

werden. Wie die Untersuchungen von Dr. F.___ und Dr. G.___ gezeigt hätten, sei das 

Heilungsergebnis vereinbar mit alltäglichen Verrichtungen in Beruf und Freizeit. Eine 

allfällige Weiterabklärung und eventuell auch Therapie wegen des Nervus cutaneus 

femoris lateralis würde zu Lasten des Unfalles vom 24. Juni 1994 gehen. Eine solche 

Abklärung sei allerdings nicht notwendig. Vielmehr sei davon auszugehen, dass sich 

die Beschwerdeführerin nach 15 Jahren an eine solche harmlose Störung gewöhnt 

habe und sie dadurch schon seit langem im Alltag nicht relevant gestört sei (UV-act. 

146).

3.        

3.1    Hinsichtlich der Situation am linken Knie ist vorab festzuhalten, dass eine 

Abklärung der von der Beschwerdeführerin als Unfallfolge gemeldeten 

Kniebeschwerden keinen Röntgenbefund zeigte (UV-act. 56), weshalb die 

Beschwerdegegnerin eine diesbezügliche Leistungspflicht ablehnte (UV-act. 58). Dies 

wurde von der Beschwerdeführerin anerkannt (UV-act. 66). Hinsichtlich der von Dr. 

B.___ im Oktober 2006 - 12 Jahre nach dem Unfall - erstmals erwähnten und von ihm 

als unfallbedingt taxierten LWS-Beschwerden (UV-act. 79) kann schon in Anbetracht 

der langen Latenzzeit mit uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit jedenfalls keine 

überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität als belegt gelten (vgl. UV-act. 86). Ein 

allfälliger möglicher Zusammenhang genügt hierfür nicht. Dr. F.___ bestätigte denn 

auch gegenüber dem Jahr 2000 radiologisch zunehmende degenerative 

Veränderungen an der LWS (UV-act. 123 S. 8). Solche Degenerationen sind in aller 

Regel abnützungs- bzw. konstitutionsbedingt. Auch für die im März 2008 erstmals 

bescheinigte Varikosis beidseits (Krampfaderleiden; UV-act. 105) ist - bei unklarer 

Ätiologie - keine überwiegend wahrscheinliche Unfallursache ersichtlich (UV-act. 125 S. 

2; Beilage zu UV-act. 116).

Die von der Beschwerdeführerin immer wieder gewünschte Entfernung des 

Osteosynthesematerials, dessen Verbleib im Körper sie als Ursache sämtlicher 

Beschwerden sieht, wurde ärztlicherseits durchwegs als nicht indiziert, nicht 

empfehlenswert oder sogar unsinnig bezeichnet und ein dadurch in Aussicht stehendes 

Verbesserungspotential dementsprechend verneint (UV-act. 86, 88, 92, 123, 126). Es 

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besteht kein Anlass, diese Schlussfolgerungen in Frage zu stellen. Unbestritten und 

aktenmässig belegt ist grundsätzlich die Unfallkausalität der von der linken Hüfte 

ausstrahlenden weichteil- und neuralbedingten bzw. durch die Narbensituation im 

Oberschenkelbereich bedingten Beschwerden (UV-act. 86, 126, 146). In diesem 

Zusammenhang ist vorab festzuhalten, dass die Annahme eines Endzustandes im Sinn 

von Art. 19 Abs. 1 UVG (vgl. dazu RKUV 2005, 388; Rumo-Jungo, Bundesgesetz über 

die Unfallversicherung, 3. A., 145) - entgegen der offenbar vom Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin getroffenen Annahme (act. G 1 S. 9) - die Übernahme von 

Behandlungskosten für die Aufrechterhaltung des Gesundheitszustandes und 

Schmerzlinderung bzw. allfällige spätere Leistungsgesuche für unfallbedingte 

Behandlungen nicht ausschliesst (für die Situation nach Rentenprüfung vgl. Art. 21 

UVG). In diesem Sinn dürften auch die Stellungnahme von Dr. D.___ (UV-act. 146) und 

die Bestätigung in der Beschwerdeantwort zu verstehen sein, wonach die 

Beschwerdegegnerin nie die Heilkosten in Bezug auf die Hüftproblematik eingestellt 

habe (act. G 5 S. 3).

Während Dr. F.___ im Jahr 2008 diesbezüglich weitere therapeutische Massnahmen 

zur Zustandsverbesserung als nicht gegeben erachtete (UV-act. 123), empfahl Dr. 

G.___ im September 2008 eventuell eine Revision des Nervus cutaneus femoris 

lateralis sowie physikalische Massnahmen (UV-act. 126). Dr. med. E.___, Institut für 

Anästhesiologie am Kantonsspital St. Gallen, erachtete die Folgen einer von Dr. G.___ 

in Erwägung gezogenen Revision des Nervus cutaneus femoralis lateralis als nicht 

voraussehbar. Die Erfolgsrate könne durch eine Testnervenblockade erhöht werden. 

Mit einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes durch weitere 

Massnahmen sei nicht zu rechnen (act. G 1.1/7). Mit diesen Feststellungen erscheint 

nicht zureichend geklärt, ob die von Dr. G.___ in Betracht gezogenen Massnahmen zur 

Verbesserung oder zur Aufrechterhaltung des Gesundheitszustandes im Bereich der 

linken Hüfte durchzuführen sind oder nicht. Diese Frage wird die Beschwerdegegnerin 

durch weitere (neurochirurgische) Abklärungen noch zu beantworten haben. Im 

Weiteren anerkannte die Beschwerdegegnerin die von der Beschwerdeführerin 

durchgeführte TENS-Therapie vorerst. Kreisarzt Dr. med. L.___ hielt am 9. Januar 2008 

lediglich fest, es sei kein Bericht über den Erfolg dieser Behandlung vorhanden, 

weshalb sie vorerst nicht weiter übernommen werden könne (UV-act. 100). Wenn 

Kreisarzt Dr. I.___ am 25. August 2008 vermerkte, die Langzeitbehandlung mit TENS 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

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sei aus Unfallfolgen nicht indiziert, so fehlt es an einer Begründung für diese 

Feststellung. Die Frage, ob es sich dabei ausschliesslich um eine Behandlung für das 

(unfallfremde) lumbale Schmerzsyndrom handelt, lässt sich aufgrund der Akten (vgl. 

UV-act. 129) nicht abschliessend beantworten. Die am 25. September 2008 verfügte 

und im angefochtenen Entscheid bestätigte Ablehnung der Übernahme von 

Heilbehandlungskosten durch die Beschwerdegegnerin (trotz grundsätzlicher 

Anerkennung der Unfallkausalität) lässt sich vor diesem medizinischen Hintergrund 

nicht bestätigen.

3.2    Nach Lage der Akten übte die Beschwerdeführerin nach Abschluss der 

Rehabilitation im Nachgang zum Unfall vom 24. Juni 1994 von Februar 1995 (UV-act. 

25 S. 2) bis Mitte 2001 die körperlich leichte Tätigkeit im Stickereibetrieb im Rahmen 

eines Vollpensums aus. Aufgrund der Angaben der Arbeitgeberin (UV-act. 72) und der 

Beschwerdeführerin selbst (UV-act. 82; vgl. auch UV-act. 123 S. 7f) hatte die 

anschliessende Pensumreduktion (50 %) familiäre Gründe (Geburt der Kinder in den 

Jahren 2002 und 2003). Wenn Dr. B.___ von einer Unfallbedingtheit der 

Pensumreduktion ausging, so erscheint dies mit Blick auf die vorerwähnte Aktenlage 

nicht begründet (UV-act. 73). Im Bericht vom 11. Dezember 2005 vermerkte der Arzt 

denn auch, die Beschwerdeführerin sei zur Zeit arbeitslos und als Mutter von zwei 

Kleinkindern vor allem zu Hause tätig (UV-act. 75). Die volle Arbeitsunfähigkeit ab 5. 

Dezember 2007 begründete Dr. B.___ vorab mit unklaren Beinbeschwerden bzw. 

Beinschwellungen beidseits, einer Varikosis beidseits und chronischen Schmerzen im 

Lumbalbereich (UV-act. 105). Hierbei ging er ausdrücklich von der Einschätzung der 

Beschwerdeführerin selbst aus (vgl. UV-act. 141 Beilage 1) und wies darauf hin, dass 

vor dem Unfall keinerlei Beschwerden bestanden hätten (UV-act. 139). Allein gestützt 

auf diese Begründungen lässt sich offensichtlich keine überwiegend wahrscheinlich 

unfallkausale Arbeitsunfähigkeit ableiten. Auch Dr. F.___ erachtete denn den Verlauf mit 

voller Arbeitsunfähigkeit ab 5. Dezember 2007 aus medizinischer Sicht als nicht ganz 

nachvollziehbar (UV-act. 123 S. 8). Damit setzte er sich auch mit der Beurteilung des 

Hausarztes auseinander. Bei seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bezeichnete Dr. 

F.___ den zuletzt innegehabten Arbeitsplatz als adaptiert mit der Begründung, dass 

Wechselpositionen möglich gewesen seien und keine Lasten hätten gehoben werden 

müssen. Selbst wenn davon auszugehen wäre, dass der Arbeitsplatz bei der C.___ 

diese Anforderungen nicht vollumfänglich erfüllte, würde dies nichts an der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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grundsätzlichen Zumutbarkeit einer wechselbelastenden Tätigkeit ändern. Die von Dr. 

F.___ angeregte Abklärung einer allfälligen AC-Gelenksarthrose (UV-act. 123 S. 8) war 

entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (act. G 1 S. 12) durchgeführt 

worden. Sie hatte gemäss Bericht von Dr. G.___ keine sekundären Zeichen einer 

Arthrose bzw. eine stationär gebliebene Gelenksspaltveränderung ergeben (UV-act. 

126 S. 2). Wenn Dr. F.___ zuhanden der Invalidenversicherung - und damit unter 

Berücksichtigung sämtlicher (auch nicht unfallkausaler) Beschwerden - eine durch 

Pausen und Positionswechsel bedingte Einschränkung von höchstens 20 % 

postulierte, so erscheint es, auch angesichts der geschilderten Entwicklung der 

Arbeitsfähigkeit bzw. der erwerblichen Verhältnisse nach dem Unfall, nachvollziehbar 

und begründet, dass von Seiten der Suva-Ärzte Dres. I.___ und D.___ die 

Arbeitsfähigkeit allein aus Unfallgründen als nicht eingeschränkt taxiert wurde (UV-act. 

125, 146). Dabei ist insbesondere zu beachten, dass die Beschwerdeführerin trotz der 

seit dem Unfall bestehenden Irritation des Nervus cutaneus femoris lateralis jahrelang 

uneingeschränkt arbeitsfähig war und ihr Pensum wie dargelegt ohne ersichtlichen 

Zusammenhang mit den Unfallfolgen (aus familiären Gründen) reduzierte. Eine 

Verschlimmerung der erwähnten Gesundheitsschädigung für die Folgezeit wurde 

ärztlicherseits nicht bestätigt. Demgemäss ist kein Grund ersichtlich, aus welchem die 

Beschwerdeführerin nunmehr seit Ende 2007 wegen Unfallfolgen arbeitsunfähig sein 

sollte. Nachdem konkrete Anhaltspunkte für eine Fehlerhaftigkeit der Einschätzungen 

des Orthopäden Dr. F.___ und der Suva-Ärzte nicht ersichtlich sind, vermöchte eine 

nochmalige spezialärztliche (orthopädische) Abklärung (vgl. act. G 1 S. 12) 

überwiegend wahrscheinlich nicht zu weiteren oder "besseren" Erkenntnissen zu 

führen.

4.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise 

gutzuheissen, dass die Sache zur Durchführung von weiteren medizinischen 

Abklärungen betreffend Übernahme von Heilbehandlungskosten im Zusammenhang 

mit den unfallkausalen Hüftbeschwerden links an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen ist. Im Übrigen (d.h. in der Taggeldfrage) ist die Beschwerde 

abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Die 

Beschwerdeführerin hat bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, ausgehend von einem 

hälftigen Obsiegen und einer Pauschalentschädigung (bei vollem Obsiegen) von Fr. 

4'000.--, sie mit Fr. 2'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu 

entschädigen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird in dem Sinn teilweise gutgeheissen, dass die Sache zur 

Durchführung von weiteren medizinischen Abklärungen betreffend Übernahme von 

Heilbehandlungskosten im Zusammenhang mit den unfallkausalen Hüftbeschwerden 

links an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Im Übrigen wird die 

Beschwerde abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 2'000.-- zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.06.2010
	Art. 6 UVG: Unfallkausalität von gesundheitlichen Beschwerden im Nachgang zu einem Autounfall. Rückweisung zur weiteren Abklärung betreffend Übernahme von Behandlungskosten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Juni 2010, UV 2009/69).

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