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**Case Identifier:** 46cf4fe1-35dc-518c-921c-c60f08d65ecc
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 09.09.2015 810 15 19 (810 2015 19)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-15-19_2015-09-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 9. September 2015 (810 15 19) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht  

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung  

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Claude  

Jeanneret, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiber Sandro Jaisli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Ozan Polatli, Advokat,  
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 
 

  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 37 vom 13. Januar 2015) 
 
 
 
A. Nachdem der türkische Staatsangehörige A.____, geboren 1988, am 24. November 
1989 zusammen mit seinen Eltern in die Schweiz einreiste, wurde er am 14. März 1994 vom 
damaligen Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) (heute: Staatssekretariat für Migration [SEM]) vor-
läufig aufgenommen. Seit dem 21. Januar 1999 ist A.____ im Besitze einer Aufenthaltsbewilli-
gung. Seit seinem 14. Lebensjahr ist A.____ wiederholt negativ in Erscheinung getreten und hat 
regelmässig zu Klagen Anlass gegeben. Dies führte bereits in seiner Schulzeit zu massiven 

 

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Problemen und mündete Ende Mai 2006 im definitiven Schulausschluss. Daneben trat A.____ 
bereits in seiner Jugend auch strafrechtlich wegen Sachbeschädigung, mehrfachen Raubes, 
Nötigung, Raufhandels, mehrfacher Tätlichkeiten und mehrfachen Diebstahls wiederholt negativ 
in Erscheinung. Auch nach Eintritt seiner Volljährigkeit delinquierte A.____ weiter, was zu zwei 
Verurteilungen führte. Mit Strafbefehl des Bezirksstatthalteramtes Arlesheim vom 7. Mai 2007 
wurde A.____ wegen Beschimpfung sowie Nichtbefolgens eines polizeilichen Befehls zu einer 
bedingten Geldstrafe von 20 Tagesansätzen bei einer Probezeit von 2 Jahren sowie zu einer 
Busse von Fr. 400.-- verurteilt. Mit Urteil vom 11. November 2011 verurteilte das Strafgericht 
Basel-Landschaft (Strafgericht) A.____ wegen mehrfachen Diebstahls, mehrfachem betrügeri-
schen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, mehrfacher Hehlerei, mehrfacher Sachbe-
schädigung, mehrfachem Hausfriedensbruch, Raufhandels, mehrfacher Widerhandlung gegen 
das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (BetmG) vom 3. Ok-
tober 1951, mehrfachem Konsum von Betäubungsmitteln sowie wegen Nichtanzeigen eines 
Fundes zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 16 Monaten bei einer Probezeit von 3 
Jahren sowie zu einer Busse von Fr. 500.--.  
 
B. Mit Schreiben vom 6. Februar 2012 wurde A.____ vom Amt für Migration des Kantons 
Basel-Landschaft (AfM) förmlich verwarnt und es wurde ihm ausdrücklich die Wegweisung aus 
der Schweiz angedroht, sollte er erneut straffällig werden oder zu weiteren Klagen Anlass ge-
ben. Nachdem A.____ gemäss Anzeige vom 19. August 2013 bei der Polizei Basel-Landschaft 
geständig war, in der Zeit von Februar 2013 bis zu seiner vorläufigen Festnahme Anfang April 
2013 zwischen 1.2 und 1.6 Kilogramm Marihuana verkauft zu haben, teilte ihm das AfM mit 
Schreiben vom 27. Februar 2014 mit, dass es erwäge, seine Aufenthaltsbewilligung nicht mehr 
zu verlängern und ihn aus der Schweiz wegzuweisen. Gleichzeitig gewährte das AfM A.____ 
das rechtliche Gehör, welches dieser vertreten durch Ozan Polatli, Advokat, mit Schreiben vom 
14. März 2014 wahrnahm. Mit Verfügung vom 9. Mai 2014 verfügte das AfM die Nichtverlänge-
rung der Aufenthaltsbewilligung von A.____ und ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz 
bis spätestens 30. Juni 2014 an. 
 
C. Gegen diese Verfügung erhob A.____, nach wie vor vertreten durch Ozan Polatli, mit 
Eingabe vom 22. Mai 2014 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
(Regierungsrat). Mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 37 vom 13. Januar 2015 wies der Re-
gierungsrat die Beschwerde vollumfänglich ab. Dieser Beschluss wurde im Wesentlichen damit 
begründet, dass A.____ weder gestützt auf Art. 8 Ziffer 1 der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 resp. Art. 13 der Bun-
desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 noch gestützt 
auf die nationale Ausländergesetzgebung einen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz abzu-
leiten vermöge. Durch sein Verhalten habe A.____ den Widerrufsgrund der längerfristigen Frei-
heitsstrafe von Art. 62 lit. b des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) 
vom 16. Dezember 2005 erfüllt. Aufgrund der zahlreichen strafrechtlichen Verurteilungen sei 
auch der subsidiäre Widerrufsgrund im Sinne von Art. 62 lit. c AuG gegeben. Zudem wies der 
Regierungsrat das Gesuch von A.____ um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung ab, 
da A.____ seine Bedürftigkeit nicht ausreichend glaubhaft habe darlegen können. 

 

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D. Gegen diesen Entscheid des Regierungsrats erhob A.____, weiterhin vertreten durch 
Ozan Polatli, am 26. Januar 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht) mit den Rechtsbegehren, es sei der RRB Nr. 37 vom 
13. Januar 2015 aufzuheben und es sei dem Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilligung zu 
verlängern. Eventualiter sei anstelle der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und der 
Wegweisung eine Verwarnung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 AuG auszusprechen. Subeventuali-
ter sei der RRB Nr. 37 vom 13. Januar 2015 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an 
die Vorinstanz zurückzuweisen. Ferner sei dem Beschwerdeführer für das vorinstanzliche Be-
schwerdeverfahren vor dem Regierungsrat die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsver-
beiständung zu gewähren. Alles unter o/e-Kostenfolge, wobei dem Beschwerdeführer für das 
Verfahren vor dem Kantonsgericht die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeistän-
dung zu gewähren seien. Zur Begründung führt der Beschwerdeführer aus, dass ihm eine 
Rückkehr in die Türkei nicht zumutbar sei, da er bereits im Alter von eineinhalb Jahren zusam-
men mit seiner Familie in die Schweiz gekommen sei und folglich faktisch sein ganzes bisheri-
ges Leben und insbesondere die lebensprägenden Jahre in der Schweiz verbracht habe. Er 
spreche sehr gut Schweizerdeutsch und sei sowohl beruflich als auch privat in die hiesige Ge-
sellschaft integriert, sodass er auch künftig nicht von der Sozialhilfe abhängig sein werde. Im 
Übrigen handle es sich bei ihm nicht um jemanden, der als gefährlich oder gewalttätig einzustu-
fen sei und im neuerlichen Strafverfahren betreffend Handel mit Marihuana treffe ihn nur ein 
geringes Verschulden. Unter diesen Umständen seien die Nichtverlängerung der Aufenthalts-
bewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung nicht verhältnismässig und wür-
den einen Härtefall darstellen.  
 
E. Mit Schreiben vom 11. März 2015 reichte der Beschwerdeführer ergänzende Belege 
zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein, welches das Kantonsgericht mit Verfügung 
vom 27. März 2015 mangels Vollständigkeit der nachgereichten Unterlagen abwies. Zudem 
setzte es dem Beschwerdeführer eine unerstreckbare Frist zur Leistung des Kostenvorschus-
ses.  

 
F. Am 30. März 2015 reichte der Beschwerdeführer die ergänzende Beschwerdebegrün-
dung ein und beantragte gleichzeitig wiedererwägungsweise die Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege und Verbeiständung, eventualiter die Gewährung der Zahlung des Kosten-
vorschusses in Höhe von Fr. 1'800.-- in drei Raten à Fr. 600.-- pro Monat. Zudem reichte er 
eine Kopie des Strafbefehls vom 23. März 2015 der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-
Landschaft (Staatsanwaltschaft) ein, mit welchem die Staatsanwaltschaft den Beschwerdefüh-
rer der mehrfachen Widerhandlung gegen das BetmG sowie des mehrfachen Konsums von 
Betäubungsmitteln schuldig erklärt und ihn zur Leistung von gemeinnütziger Arbeit im Umfang 
von 72 mal 4 Stunden (total 288 Stunden) verurteilt habe. Zudem habe die Staatsanwaltschaft 
auf den Widerruf der mit Urteil vom 11. November 2011 des Strafgerichts bedingt ausgespro-
chenen Strafe verzichtet. Der Beschwerdeführer führt weiter aus, dass die Staatsanwaltschaft, 
welche ihn besser kenne als das AfM resp. der Regierungsrat, zur Einschätzung komme, dass 
er aufrichtige Reue zeige und ernsthaft dabei sei, sein Leben neu und innerhalb der Legalität zu 
organisieren. Deshalb könne ihm auch keine ungünstige Prognose gestellt werden. Unter Be-
rücksichtigung dieser milden Strafe und der Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft keine un-

 

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günstige Prognose gestellt habe, könne der Beschwerdeführer, der seit mehr als 25 Jahren in 
der Schweiz lebe, nicht in ein für ihn fremdes Land weggewiesen werden. Er gehe somit davon 
aus, dass das AfM und der Regierungsrat aufgrund des Strafbefehls vom 23. März 2015 auf 
ihre Entscheide zurückkommen wollten. Andernfalls sei die Beschwerde gutzuheissen und die 
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu verlängern, eventualiter verbunden mit einer 
Verwarnung, subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen. 
 
G. Mit Verfügung vom 8. April 2015 trat das Kantonsgericht auf das Gesuch des Be-
schwerdeführers vom 30. März 2015 um Wiedererwägung der Verfügung vom 27. März 2015 
betreffend unentgeltliche Rechtspflege nicht ein und bewilligte dem Beschwerdeführer die Ra-
tenzahlung des Kostenvorschusses.  
 
H. In seiner Vernehmlassung vom 7. Mai 2015 beantragte der Regierungsrat, die Be-
schwerde sei unter o/e-Kostenfolge abzuweisen. In Ergänzung zum RRB Nr. 37 vom 13. Januar 
2015, an welchem der Regierungsrat vollumfänglich festhält, verweist er erneut auf die bundes-
gerichtliche Rechtsprechung, wonach eine längerfristige Freiheitsstrafe im Sinne von Art. 62 lit. 
b AuG dann vorliege, wenn der Ausländer zu einer (bedingten oder unbedingten) Freiheitsstrafe 
von mehr als einem Jahr verurteilt worden sei, weshalb die vom Beschwerdeführer erwähnte 
"Zweijahresregel" vorliegendenfalls nicht gelte. In Bezug auf den Strafbefehl vom 23. März 2015 
hält der Regierungsrat fest, dass er diesen ebenfalls dem AfM zur Prüfung zugestellt habe und 
dass sowohl er als auch das AfM der Auffassung seien, dass der erwähnte Strafbefehl keinen 
Anlass für eine Abweichung vom bereits gefassten RRB Nr. 37 vom 13. Januar 2015 begründe. 
Zudem könne die strafrechtliche Einschätzung der Legalprognose, soweit sie in diesem Zu-
sammenhang überhaupt zu berücksichtigen sei, nur wenig Einfluss auf die ausländerrechtliche 
Prognose haben. Im Übrigen seien die ausländerrechtlichen Behörden nicht gehalten, dem Re-
sozialisierungsgedanken des Strafrechts Rechnung zu tragen. 
 
I. Mit Verfügung vom 27. Mai 2015 wurde die Beschwerde der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen.  

 
J. Mit Schreiben vom 25. Juni 2015 reichte Ozan Polatli seine Honorarnote ein. 
 
K. Auf die weiteren Vorbringen und Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit 
erforderlich, in den Urteilserwägungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Der Be-
schwerdeführer ist als Adressat vom angefochtenen Beschluss berührt und hat ein schutzwür-
diges Interesse an dessen Aufhebung. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt 

 

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sind und sowohl die örtliche als auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben 
sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten werden.  
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO).  
 
3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Nichtverlängerung der Aufent-
haltsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz zu Recht 
erfolgten. 
 
4.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz berechtigt, wenn sie eine 
Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf  
(Art. 10 und 11 AuG, vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit 
dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne 
Erwerbstätigkeit. Die ausländische Person hat somit grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf 
die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche Verpflich-
tungen sehen einen solchen vor (BGE 133 I 189 E. 2.3; PETER UEBERSAX, in: Peter Uebersax/ 
Beat Rudin/Thomas Hugi Yar/Thomas Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009,  
N 7.84 ff.). 
 
4.2 Im vorliegenden Fall ist zunächst festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und der 
Türkei keine staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer mit sei-
nem Aufenthaltsstatus einen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz einräumt. Auch die inner-
staatliche Ausländerrechtsgesetzgebung gewährt dem Beschwerdeführer kein Anrecht auf Auf-
enthalt. 
 
4.3 Der Beschwerdeführer macht dagegen einen Anwesenheitsanspruch aus dem Grund-
recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gem. Art. 8 Ziff. 1 EMRK resp. Art. 13 Abs. 1 
BV geltend. Der Beschwerdegegner verneinte im angefochtenen Beschluss einen entsprechen-
den grundrechtlichen Anspruch, da aus den Beziehungen zwischen Eltern und ihren volljähri-
gen Kindern nur ausnahmsweise ein Bewilligungsanspruch abgeleitet werden könne, wenn ein 
besonderes Abhängigkeitsverhältnis bestehe. Vorliegend sei aber nicht ersichtlich, inwiefern ein 
solches bestehen solle. Damit sei der Schutzbereich dieses Grundrechts nicht eröffnet. 
 
4.4.1 Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie dem inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 BV 
geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens können ausländische Staatsan-
gehörige in besonderen Fällen einen Anspruch auf Aufenthalt oder Verbleib in einem anderen 
Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnahme zur Trennung von Familienmitglie-
dern führt (ANDREAS ZÜND/ THOMAS HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schwei-
zerischen Ausländerrecht, EuGRZ 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Wie der Beschwerde-

 

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gegner grundsätzlich zutreffend festhält, ist der Anspruch auf Familienleben auf die Kernfamilie 
beschränkt, welche bei erwachsenen Personen deren Ehepartner und die eigenen Kinder um-
fasst (BGE 135 I 143 E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1). Indessen gehen der Europäische Ge-
richtshof für Menschenrechte (EGMR) und das Bundesgericht in ihrer Rechtsprechung in Fällen 
von aufenthaltsbeendenden Massnahmen erwachsener Ausländer der zweiten Generation von 
einem kombinierten Schutzbereich von Privat- und Familienleben aus (BGE 130 II 281 E. 3.2.2; 
BGE 129 II 193 E. 5.4; Urteil des Bundesgerichtes 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 2.3; 
Urteil des Bundesgerichts 2C_480/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 4.4.1; Urteil des EGMR 
M.P.E.V. et al. gegen die Schweiz [3910/2013] vom 8. Juli 2014 § 32; Urteil des EGMR Maslov 
gegen Österreich [1638/03] vom 23. Juni 2008 § 63). Dabei wird nicht verlangt, dass notwendi-
gerweise die Bedingungen für einen allein aus dem Schutz des Privatlebens abgeleiteten Bewil-
ligungsanspruch (überdurchschnittliche, besondere Integration) vorliegen müssten (vgl. BGE 
130 II 281 E. 3.2.2; Urteil des Bundesgerichts 2C_451/2009 E. 2.2).  
 
4.4.2 Nach der Rechtsprechung fallen die sozialen Bindungen eines Ausländers im Aufent-
haltsstaat und zur Gemeinschaft, in der er lebt – insbesondere wenn er im Aufenthaltsstaat ge-
boren wurde –, in den Schutzbereich des Privatlebens. Unabhängig vom Bestehen eines Fami-
lienlebens wird deshalb bei im Aufenthaltsstaat geborenen und aufgewachsenen (erwachse-
nen) Ausländerinnen und Ausländern der zweiten Generation insbesondere dann ein Anspruch 
aus der kombinierten Garantie des Privat- und Familienlebens angenommen, wenn eine auf-
enthaltsbeendende Massnahme die Trennung von den hier lebenden Eltern und Geschwistern 
bedeutet (vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichts 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 2.3; Urteil 
2C_1193/2013 vom 27. Mai 2014 E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 2C_551/2013 vom 24. Feb-
ruar 2014 E. 2.4; Urteil des EGMR Emre gegen die Schweiz [42034/04] vom 23. Juni 2008  
§ 60; Urteil des EGMR Üner gegen die Niederlande [46410/99] vom 18. Oktober 2006 § 59; 
MARTIN BERTSCHI/THOMAS GÄCHTER, Der Anwesenheitsanspruch aufgrund der Garantie des 
Privat- und Familienlebens, ZBl 2003, S. 231). Auch eine allfällige Delinquenz einer ausländi-
schen Person lässt – bei ansonsten gegebenen Voraussetzungen – den grundrechtlichen 
Schutz ihrer sozialen Bindungen nicht dahinfallen. Dem deliktischen Verhalten und den übrigen 
Umständen ist vielmehr im Rahmen der vorzunehmenden Interessenabwägung (Art. 96 AuG, 
Art. 8 Ziff. 2 EMRK) angemessen Rechnung zu tragen. 
 
4.4.3 Da der im Alter von etwas mehr als einem Jahr in die Schweiz eingereiste und heute 
27 jährige Beschwerdeführer unabhängig von seinem jeweiligen Aufenthaltsstatus faktisch zeit-
lebens in der Schweiz lebte, befinden sich auch seine sozialen Bindung in der Schweiz. Ent-
sprechend dem Gesagten kommt vorliegend – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – der kom-
binierte Schutzbereich von Privat- und Familienleben gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 
Abs. 1 BV zur Anwendung (vgl. auch Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 4. März 2015 [810 14 305], E. 3.6). 
 
5.1 Selbst wenn sich der Betroffene grundsätzlich auf einen Anspruch auf Verlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung berufen kann, besteht der Anspruch nach Art. 33 Abs. 3 AuG nur, 
wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen. Auch der grundrechtliche Anspruch 
nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK gilt nicht absolut. Gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK darf in das durch Ziff. 1 

 

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geschützte Rechtsgut eingegriffen werden, soweit der Eingriff gesetzlich vorgesehen ist und 
eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, 
die öffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der 
Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und 
Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist (BGE 135 I 143 E. 2.1).  
 
5.2 Nach Art. 62 lit. b AuG kann die Aufenthaltsbewilligung widerrufen resp. nichtverlängert 
werden, wenn der Betroffene zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen 
ihn eine strafrechtliche Massnahme im Sinne von Art. 64 oder 61 des Schweizerischen Strafge-
setzbuches (StGB) vom 21. Dezember 1937 angeordnet wurde. Vorausgesetzt ist ein rechts-
kräftiges Urteil (SILVIA HUNZIKER, in: Martina Caroni/Thomas Gächter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], 
Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, Art. 62 N 24). Der 
Gesetzgeber hat darauf verzichtet, den unbestimmten Rechtsbegriff "längere Freiheitsstrafe" zu 
definieren. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt eine "längerfristige Freiheitsstra-
fe" nach Artikel 62 lit. b AuG dann vor, wenn die Ausländerin oder der Ausländer zu einer be-
dingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt wurde (BGE 135 II 
377 E. 4.2).  
 
5.3.1 Eine Aufenthaltsbewilligung kann zudem nach Art. 62 lit. c AuG widerrufen resp. nicht-
verlängert werden, wenn der Betroffene erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicher-
heit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die 
innere oder die äussere Sicherheit gefährdet. Die öffentliche Sicherheit und Ordnung bildet da-
bei den Oberbegriff der polizeilichen Schutzgüter: Die öffentliche Ordnung umfasst die Gesamt-
heit der umschriebenen Ordnungsvorstellungen, deren Befolgung nach der herrschenden sozia-
len und ethischen Anschauung als unerlässliche Voraussetzung eines geordneten menschli-
chen Zusammenlebens anzusehen ist. Die öffentliche Sicherheit bedeutet die Unverletzlichkeit 
der objektiven Rechtsordnung, der Rechtsgüter der Einzelnen (Leben, Gesundheit, Freiheit, 
Eigentum etc.) sowie der Einrichtungen des Staates. Gemäss Art. 80 der Verordnung über Zu-
lassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 liegt ein Verstoss ge-
gen die öffentliche Sicherheit und Ordnung unter anderem vor bei einer Missachtung von ge-
setzlichen Vorschriften und behördlichen Verfügungen (Abs. 1 lit. a) sowie bei mutwilliger Nicht-
erfüllung der öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen (Abs. 1 lit. b; SILVIA 
HUNZIKER, a.a.O., Art. 62 N 36 f. mit Hinweisen). Die Aufzählung gemäss Art. 80 Abs. 1 VZAE 
ist nicht abschliessend. Selbst wenn einzelne Verstösse für sich allein noch keinen Widerruf 
rechtfertigen, kann deren wiederholte Begehung jedoch darauf hinweisen, dass die betreffende 
Person nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich an die geltende Ordnung zu halten (SILVIA 
HUNZIKER, a.a.O., Art. 62 N 33). Ob ein Ausländer willens und in der Lage ist, sich in die hier 
geltende Ordnung einzufügen, ist anhand einer Gesamtbetrachtung seines Verhaltens zu beur-
teilen (BGE 137 II 297 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 2C_846/2014 vom 16. Dezember 2014 
E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 2C_160/2013 vom 15. November 2013 E. 2.1.1; HUNZIKER, 
a.a.O., Art. 63 N 19; MARC SPESCHA, in: Marc Spescha/Hanspeter Thür/Andreas Zünd/Peter 
Bolzli [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, Zürich 2012, Art. 63 AuG N 10).  
 

 

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5.3.2 Während der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung nach Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG 
einen "in schwerwiegender Weise" erfolgten Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ord-
nung verlangt, setzt Art. 62 lit. c AuG lediglich einen "erheblichen oder wiederholten" Verstoss 
voraus. Damit setzt Art. 62 lit. c AuG vergleichsweise weniger hohe Anforderungen an einen 
Bewilligungswiderruf als Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG (BGE 137 II 297 E. 3.2). Zudem setzt Art. 62 
lit. c AuG – im Unterschied zu Art. 62 lit. b AuG – nicht zwingend eine strafrechtliche Verurtei-
lung voraus. Somit kann ein strafbares Verhalten im Rahmen von Art. 62 lit. c AuG unabhängig 
von einer Verurteilung durch ein Gericht zum Widerruf einer Bewilligung führen, sofern es un-
bestritten ist oder aufgrund der Akten keine Zweifel bestehen, dass es der betroffenen Person 
zur Last zu legen ist. 
 
5.4 Aus den Verfahrensakten wird ersichtlich, dass der Beschwerdeführer seit seinem  
14. Lebensjahr wiederholt zu Klagen Anlass gegeben hat. Mit seiner Verurteilung durch das 
Strafgericht vom 21. November 2011 zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 
16 Monaten hat der Beschwerdeführer den Widerrufsgrund gemäss Art. 62 lit. b AuG erfüllt  
(vgl. E. 5.2 hiervor). Wie aus der durch das AfM für den Zeitraum von 24. November 1989 bis  
27. Februar 2014 erstellten detaillierten Auflistung der relevanten Vorkommnisse vom 
2. September 2014 hervorgeht, ist der Beschwerdeführer auch vor und nach dem Urteil des 
Strafgerichts vom 21. November 2011 und trotz förmlicher Verwarnung durch das AfM negativ 
in Erscheinung getreten. Insbesondere hervorzuheben sind: Die Verfügung der Vormund-
schaftsbehörde Birsfelden vom 26. Februar 2004 mit welcher der Beschwerdeführer wegen 
mehrfachen Raubes, Nötigung, Raufhandels, mehrfachen Tätlichkeiten, Diebstahls und Sach-
beschädigung zu 160 Stunden Arbeitsleistungen sowie zur Teilnahme an einem Coolnesstrai-
ning verpflichtet wurde; der definitive Schulausschluss im Mai 2006; der Strafbefehl des Be-
zirksstatthalteramtes Arlesheim vom 7. Mai 2007, mit welchem der Beschwerdeführer wegen 
Beschimpfung sowie Nichtbefolgens eines polizeilichen Befehls zu einer bedingten Geldstrafe 
von 20 Tagessätzen verurteilt wurde; die Verfügungen des Regionalen Arbeitsvermittlungszent-
rums Pratteln (RAV) vom 12. August 2011, 16. Dezember 2011 und 2. Februar 2012 mit denen 
gegenüber dem Beschwerdeführer wegen fehlender Arbeitsbemühungen resp. Nichtbefolgens 
von Weisungen die Einstellung in der Anspruchsberechtigung für mehrere Tage verfügt wurde; 
sowie die Anzeige vom 19. August 2013 bei der Polizei Basel-Landschaft gemäss welcher der 
Beschwerdeführer geständig war, in der Zeit von Februar 2013 bis zu seiner vorläufigen Fest-
nahme Anfang April 2013 zwischen 1.2 und 1.6 Kilogramm Marihuana verkauft zu haben. Ge-
mäss Verfügung des AfM vom 9. Mai 2014 sei der Beschwerdeführer zudem beim Betreibungs-
amt Basel-Landschaft mit zwei Betreibungen in der Höhe von Fr. 12'608.58 sowie drei offenen 
Verlustscheinen in Höhe von Fr. 10'946.82 registriert (Stand 27. Februar 2014). Indem der Be-
schwerdeführer über einen längeren Zeitraum und trotz ausländerrechtlicher Verwarnung wie-
derholt und zum Teil in schwerwiegender Weise gegen die hiesige Rechtsordnung und damit 
gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz verstossen hat, ist – neben Art. 62 
lit. b AuG – auch der Widerrufsgrund gemäss Art. 62 lit. c AuG erfüllt.  
 
6.1 In einem weiteren Schritt gilt es zu prüfen, ob die Nichtverlängerung der Aufenthalts-
bewilligung und die damit verbundene Wegweisung (vgl. Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG) gestützt auf 
eine umfassende Güterabwägung verhältnismässig erscheinen (Art. 96 AuG). Nach dem 

 

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Grundsatz der Verhältnismässigkeit muss eine Verwaltungsmassnahme zur Verwirklichung des 
im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig sein. Ausserdem muss der 
angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die dem Priva-
ten auferlegt werden (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwal-
tungsrecht, 6. Aufl., Zürich 2010, Rz. 581 ff.). Die EMRK verlangt insofern eine Abwägung der 
sich gegenüberstehenden privaten Interessen am weiteren Aufenthalt und der öffentlichen Inte-
ressen an dessen Beendigung, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der 
Eingriff als notwendig erweist (analoge Voraussetzungen ergeben sich aus Art. 36 BV im Hin-
blick auf einen Eingriff in Art. 13 BV, vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1). Was die einzelnen Kriterien bei 
der Beurteilung der Zulässigkeit aufenthaltsbeendender Massnahmen nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK 
betrifft, stützt sich der EGMR grundsätzlich auf die gleichen Aspekte wie die bundesgerichtliche 
Praxis, und zwar: Die Art und Schwere der vom Betroffenen begangenen Straftaten, wobei be-
sonders ins Gewicht fällt, ob er diese als Jugendlicher oder als Erwachsener begangen und es 
sich dabei um Gewaltdelikte gehandelt hat oder nicht, die Dauer des Aufenthalts im Land, die 
seit der Tatbegehung verstrichene Zeit und das seitherige Verhalten des Betroffenen. Zu be-
achten sind sodann die sozialen, kulturellen, familiären und wirtschaftlichen Bindungen zum 
Aufenthaltsstaat (Grad der Integration) und zum Herkunftsland, der gesundheitliche Zustand 
sowie die mit der aufenthaltsbeendenden Massnahme verbundene Dauer der Fernhaltung 
(BGE 139 I 145 E. 2.4; BGE 139 I 31 E. 2.3.3; BGE 135 II 377 E. 4.3 ff.; Urteil des Bundesge-
richts 2C_846/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 2.3; Urteil des EGMR Gablishvili gegen Russ-
land [39428/12] vom 26. Juni 2014 § 47; Urteil des EGMR Kissiwa Koffi gegen die Schweiz 
[38005/07] vom 15. November 2012 § 63; Urteil des EGMR Emre gegen die Schweiz 
[42034/04] vom 23. Juni 2008 § 65 ff.). Keines dieser Elemente ist für sich allein ausschlagge-
bend; geboten ist in jedem Fall eine Gesamtwertung (Urteil des Bundesgerichts 2C_659/2015 
vom 20. August 2015 E. 4.1).  
 
6.2 Es steht ausser Frage, dass eine Wegweisung für die Erreichung der fremdenpolizeili-
chen Ziele eine geeignete Massnahme ist. Ausländer, deren Aufenthaltszweck weggefallen ist, 
haben die Schweiz unter bestimmten Umständen zu verlassen. Dieses fremdenpolizeiliche Ziel 
kann auch nicht durch eine weniger einschneidende Massnahme erreicht werden. Die Nichtver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung erweisen sich – nachdem der Be-
schwerdeführer die ihm über eine längere Zeit gebotenen zahlreichen Möglichkeiten und Chan-
cen zur Besserung seines Verhaltens nicht genutzt hatte (insb. Verwarnungen, Errichtung einer 
Beistandschaft, ambulante therapeutische Massnahmen, diverse schulische und disziplinari-
sche Massnahmen sowie gerichtliche Verurteilungen) – auch als erforderlich. Dies gilt umso 
mehr, als aus den Akten hervorgeht, dass dem Beschwerdeführer schon im Zeitpunkt des 
Strafurteils vom 11. November 2011 bewusst sein musste, dass sein bis dahin geahndetes 
strafrechtliches Verhalten bereits ausländerrechtliche Konsequenzen haben könnte. Dies wurde 
ihm am 6. Februar 2012 durch das AfM in einer förmlichen ausländerrechtlichen Verwarnung 
nochmals ausdrücklich und unter Androhung der entsprechenden Konsequenzen mitgeteilt. 
Unter Berücksichtigung dieser Umstände erweist sich eine weitere Verwarnung nach Art. 96 
Abs. 2 AuG nicht als zweckmässig. Schliesslich ist zu prüfen, ob der angestrebte Zweck in ei-
nem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen steht, die dem Beschwerdeführer mit der 
Wegweisung auferlegt werden.  

 

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6.3 Als zulässiges öffentliches Interesse fällt dabei grundsätzlich das Durchsetzen der 
Einwanderungspolitik in Betracht. Die Schweiz verfolgt gegenüber Ausländern ausserhalb des 
EU- und EFTA-Raums in Fragen der Aufenthaltsberechtigung eine restriktive Politik. Eine sol-
che rechtfertigt sich im Hinblick auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen schweizerischer 
und ausländischer Wohnbevölkerung, auf die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die 
Eingliederung der in der Schweiz bereits ansässigen Ausländer und die Verbesserung der Ar-
beitsmarktstruktur sowie auf eine möglichst ausgeglichene Beschäftigung (BGE 135 I 153  
E. 2.2.1; BGE 135 I 143 E. 2.2). Bei Ausländern, welche sich wie der Beschwerdeführer nicht 
auf das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft ei-
nerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die 
Freizügigkeit (FZA) berufen können, darf im Rahmen der Interessenabwägung abgesehen von 
der aktuellen Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, welche von der betroffenen 
Einzelperson ausgeht, namentlich auch generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnung getra-
gen werden (BGE 136 II 5 E. 4.2; BGE 130 II 176 E. 4.2 ff.; Urteil des Bundesgerichts 
2C_940/2014 vom 30. Mai 2015 E. 5.3). Insbesondere das sicherheitspolitische Interesse am 
Garantieren und Aufrechterhalten der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bildet ein wichtiges 
öffentliches Interesse, weshalb das Bundesgericht bereits vor Inkrafttreten von Art. 121 Abs. 3-6 
BV eine strenge ausländerrechtliche Praxis verfolgte, wenn hohe Rechtsgüter wie Leib und Le-
ben oder die körperliche Integrität betroffen waren (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 und zur vom Bundes-
gericht verneinten Frage der unmittelbaren Anwendbarkeit von Art. 121 Abs. 3 lit. a BV E. 4; 
Urteil des Bundesgerichts 2C_940/2014 vom 30. Mai 2015 E. 5.3). Ein wesentliches öffentliches 
Interesse daran, die Anwesenheit eines Ausländers zu beenden, besteht auch dann, wenn sich 
der Betroffenen von straf- und ausländerrechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken lässt und 
damit zeigt, dass er auch künftig weder gewillt noch fähig erscheint, sich an die hiesige Rechts-
ordnung zu halten (Urteil des Bundesgerichts 2C_659/2015 vom 20. August 2015 E. 4.3). 
 
6.4.1 Was das Verschulden des Beschwerdeführers bei den ihm vorgeworfenen Taten be-
trifft, ist festzuhalten, dass es sich insbesondere bei Tatbeständen wie Tätlichkeiten, Raub, 
Raufhandel, Nötigung, Verstössen gegen das BetmG und Diebstahl einerseits um schwere 
Straftaten handelt, mit denen hochwertige Rechtsgüter wie Leib und Leben, Gesundheit, kör-
perliche und psychische Integrität und Eigentum verletzt und gefährdet wurden. Andererseits 
stellen die wiederholte Straffälligkeit und die übrigen Verstösse gegen die öffentliche Ordnung 
und Sicherheit in ihrer Gesamtheit einen erheblichen Verstoss gegen die hiesige Rechtsord-
nung dar und führen aufgrund ihrer fortgesetzten Begehung über einen längeren Zeitraum hin-
weg zudem zu einer sehr schlechten Legalprognose des Beschwerdeführers. Durch die wie-
derholte Straffälligkeit – sogar während der strafrechtlichen Probezeiten und trotz Verwarnung 
durch das AfM sowie trotz der mehrmaligen Beteuerung des Beschwerdeführers, ein deliktfreies 
Leben führen zu wollen –, das respekt- und anstandslose Verhalten gegenüber Beamten und 
Behörden (vgl. u.a. Strafbefehl des Bezirksstatthalteramtes Arlesheim vom 7. Mai 2007) sowie 
die regelmässigen Einträge im Polizeijournal manifestiert der Beschwerdeführer eine erhebliche 
Gleichgültigkeit und fortdauernde Uneinsichtigkeit gegenüber der hiesigen Rechtsordnung und 
den allgemeinen Verhaltensweisen. Zudem widerspiegeln diese Vorkommnisse die Unbelehr-
barkeit des Beschwerdeführers, sich den hier geltenden Gepflogenheiten anzupassen. Daraus 

 

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resultiert ein latentes Rückfallrisiko, welches ausländerrechtlich nicht hingenommen werden 
muss.  
 
6.4.2 Im Rahmen der ausländerrechtlichen Interessenabwägung beurteilt sich das Verschul-
den in erster Linie nach der Höhe der vom Strafrichter verhängten Strafe (BGE 129 II 215  
E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 2C_295/2009 vom 25. September 2009 E. 5.3). Da das Straf-
gericht dem Beschwerdeführer mit Urteil vom 11. November 2011 eine günstige Prognose aus-
stellte, wurde die Freiheitsstrafe von 16 Monaten bedingt ausgesprochen. Auch das Strafmass 
der neusten Verurteilung gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft vom 23. März 2015 ist 
(trotz Begehung während strafrechtlicher Probezeit) verhältnismässig mild ausgefallen, was 
primär darauf zurückzuführen ist, dass der Beschwerdeführer bereits nach rund einem Monat 
Betäubungsmittelhandel aufflog und verhaftet wurde. Im ausländerrechtlichen Verfahren kann 
dem Umstand, dass der Beschwerdeführer wohl eine bedeutend höhere Menge an Betäu-
bungsmitteln handelte oder gehandelt hätte, Rechnung getragen werden, ohne damit die Un-
schuldsvermutung zu verletzen. Die gemäss Strafbefehl vom 23. März 2015 tief ausgefallene 
Strafe reflektiert die Gefährlichkeit des Beschwerdeführers für die Gesellschaft im vorliegenden 
Fall nur unzureichend. Der Beschwerdeführer verkaufte von Anfang Februar 2013 bis 3. April 
2013 insgesamt mindestens 300 bis 400 Portionen hochwertiges Marihuana und erwirtschaftete 
so für seinen "Chef" mindestens Fr. 15'000.-- bis Fr. 20'000.--. Die Staatsanwaltschaft hält wei-
ter fest, dass unter diesen Umständen nicht mehr von einem Bagatellfall ausgegangen werden 
könne und das Verschulden des Beschwerdeführers nicht leicht wiege. Es gilt zudem zu be-
rücksichtigen, dass der Beschwerdeführer durch die wiederholten Verstösse gegen das BetmG 
die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen gefährdet hatte. Weder straf- noch ausländer-
rechtliche Massnahmen haben den Beschwerdeführer nachhaltig beeindruckt, weshalb die Ge-
fahr weiterer Straffälligkeit gross ist. In diesem Sinn ist das öffentliche Interesse an seiner 
Wegweisung aus der Schweiz sehr gross (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; BGE 122 II 433 E. 2c).  
 
6.4.3 Seit der letzten bekannten Tatbegehung sind bereits mehr als zwei Jahre vergangen, 
was aber – unter Berücksichtigung der soeben ausgeführten Umstände – nichts an der schlech-
ten Legalprognose ändert. Der Beschwerdeführer beruft sich insbesondere auf die gute Prog-
nose, die ihm die Staatsanwaltschaft attestiert habe. Zwar führt die Staatsanwaltschaft im Straf-
befehl vom 23. März 2015 aus, dass sich der Beschwerdeführer bemühe, sein Leben in legale 
Bahnen zu lenken und spricht diesbezüglich von positiven Entwicklungen. Gleichzeitig hält sie 
aber auch fest, dass es heute deutlich zu früh sei, um von "besonders günstigen Umständen" 
sprechen zu können. Hinzu kommt, dass für Legalprognosen in fremdenpolizeilicher Hinsicht 
mit Blick auf das im Vordergrund stehende Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit 
ein strengerer Beurteilungsmassstab zum Tragen kommt als im strafrechtlichen Sanktionen-
recht (Urteil des Bundesgerichts 2C_1026/2011 vom 23. Juli 2012 E. 4.2). Damit sind für die 
fremdenpolizeilichen Behörden die strafrechtlichen Erwägungen der Staatsanwaltschaft oder 
des Strafgerichts nicht bindend. Da sich der Beschwerdeführer nicht auf das FZA berufen kann, 
sind auch generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnung zu tragen (vgl. E. 6.3 hiervor). Dabei 
ist dem Umstand, dass Art. 121 Abs. 3 lit. a in Verbindung mit Abs. 4 BV den Gesetzgeber be-
auftragt, Grundlagen zu schaffen, um unter anderem Personen, die wegen "Drogenhandels" 
rechtskräftig verurteilt wurden, das Aufenthaltsrecht unabhängig von ihrem ausländerrechtlichen 

 

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Status zu entziehen, zum heutigen Zeitpunkt jedenfalls bereits insofern Rechnung zu tragen, als 
der Verfassungsgeber damit – im Sinn eines Wertungsentscheids – zum Ausdruck brachte, das 
öffentliche Interesse an einer Wegweisung von Personen, die mit Drogen handelten, sei regel-
mässig hoch (vgl. auch BGE 139 I 31 E. 2.3.2). Damit muss selbst ein geringes Restrisiko wei-
terer Straffälligkeit nicht in Kauf genommen werden. Unabhängig davon ist zu berücksichtigen, 
dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung selbst bei einem Ausländer, der bereits hier 
geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (Ausländer der 
zweiten Generation), fremdenpolizeiliche Massnahmen möglich sind; bei schweren bzw. wie-
derholten Straftaten, insbesondere bei Gewalt- und Betäubungsmitteldelikten, besteht hieran 
ein wesentliches öffentliches Interesse (BGE 139 I 31 E. 2.3.1; Urteil des Bundesgerichts 
2C_659/2015 vom 20. August 2015 E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts 2C_771/2011 vom 
29. März 2012 E. 2.3). 
 
6.5.1 Der heute 27-jährige und im Jahr 1989 in die Schweiz eingereiste Beschwerdeführer 
hält sich seit dem Jahr 1994 ordnungsgemäss in der Schweiz auf. Faktisch verbrachte er damit 
seine gesamte Kindheit und auch die lebensprägenden Jahre hier in der Schweiz, welche 
dadurch heute sein Heimatland darstellt, dessen Sprache er sehr gut beherrscht und in wel-
chem er auch seine sozialen Bindungen aufgebaut hat. Es steht unbestrittenermassen fest, 
dass sich der Beschwerdeführer, dessen Eltern und Geschwister ebenfalls in der Schweiz le-
ben, auf eine lange Aufenthaltsdauer berufen kann, die zu einem gewichtigen privaten Interesse 
des Beschwerdeführers an einem weiteren Verbleib in der Schweiz führt. Darüber hinaus ist der 
Beschwerdeführer aber trotz seiner langen Aufenthaltsdauer weder sozial, kulturell noch beruf-
lich in die hiesige Gesellschaft integriert, noch verfügt er über ein besonderes Beziehungsnetz, 
das auf eine erfolgreiche Integration schliessen lassen würde. Trotz zahlreicher Versuche ist es 
nicht gelungen, den Beschwerdeführer gesellschaftlich zu integrieren. Hinsichtlich der berufli-
chen Integration ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aufgrund seines definitiven Schul-
ausschlusses im Jahr 2006 über keine abgeschlossene Ausbildung verfügt. Dagegen arbeitete 
er in verschiedenen Temporär- und Teilzeitstellen, ohne je über eine längere Zeit einer regel-
mässigen Erwerbstätigkeit nachgegangen zu sein. Gemäss RRB Nr. 37 vom 13. Januar 2015 
sei der Beschwerdeführer seit März 2013 arbeitslos. Unabhängig von den tatsächlichen Anstel-
lungsverhältnissen wird aus den Akten ersichtlich, dass das RAV bereits früher mehrmals Ein-
stellungen in der Anspruchsberechtigung wegen fehlenden Arbeitsbemühungen resp. Nichtbe-
folgens der Weisungen hat verfügen müssen (vgl. Verfügungen des RAV vom 12. August 2011, 
16. Dezember 2011 und 2. Februar 2012). Durch diese Verfügungen wird der fehlende ernst-
hafte Willen des Beschwerdeführers, sich nachhaltig in den hiesigen Arbeitsmarkt zu integrie-
ren, bestätigt.  
 
6.5.2 Hinsichtlich der aktuellen Arbeitssituation des Beschwerdeführers ist festzuhalten, dass 
dieser – gemäss dem am 11. März 2015 eingereichten Lohnausweis – im Jahr 2014 ein Netto-
einkommen von Fr. 799.-- erzielte. Der nach wie vor bei seinen Eltern wohnhafte und von die-
sen unterstützte Beschwerdeführer ist zwar nicht von der Sozialhilfe abhängig, wäre aber auf-
grund seiner Einkommenssituation ohne zusätzliche Unterstützung nicht in der Lage, für seine 
Lebenshaltungskosten selbständig aufzukommen. Daran ändert auch der vom Beschwerdefüh-
rer ebenfalls am 15. März 2015 eingereichte Arbeitsvertrag vom 15. Januar 2015 nichts, ge-

 

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mäss welchem der Beschwerdeführer während 7.5 Stunden pro Woche als Reinigungsmitarbei-
ter tätig ist. Bei einem Bruttostundenlohn von Fr. 18.50 erzielt der Beschwerdeführer damit ein 
monatliches (Brutto)Einkommen von Fr. 555.--. Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer in 
keiner Art und Weise in den hiesigen Arbeitsmarkt integriert ist und es aufgrund der Aktenlage 
sowie der angespannten und unsicheren Arbeitsmarktlage mehr als fraglich erscheint, ob eine 
Anstellung im ersten Arbeitsmarkt jemals möglich sein wird, zumal die Arbeitskraft des Be-
schwerdeführers nicht als unentbehrlich im Sinne von Art. 18 ff. AuG qualifiziert werden kann. 
Der Beschwerdeführer hat somit in der Schweiz keine berufliche Perspektive.  
 
6.6 Unter Berücksichtigung der drohenden Nachteile für den Beschwerdeführer ist unbe-
stritten, dass ein Neuanfang in der Türkei mit gewissen Schwierigkeiten verbunden sein wird. 
Vorweg ist dagegen festzuhalten, dass der Beschwerdeführer der kurdischen Sprache sehr 
wohl mächtig ist. So gibt der Kursleiter im Kursleitungsbericht an die RAV-Personalabteilung 
vom 23. Dezember 2011 als Muttersprache des Beschwerdeführers Kurdisch an. Auch in der 
Anmeldung zur Arbeitsvermittlung vom 22. Juni 2011 ist unter Muttersprache Kurdisch angege-
ben. Schliesslich sind auch im Lebenslauf des Beschwerdeführers zuhanden des RAV Kurdisch 
als Muttersprache sowie mündliche Türkischkenntnisse angegeben. Unter Berücksichtigung 
dieser Tatsachen sind die vorinstanzlichen Erwägungen zu den Sprachkenntnissen des Be-
schwerdeführers nicht zu beanstanden. Selbst wenn der Beschwerdeführer sein Heimatland 
lediglich von Ferienaufenthalten her kennen sollte, kommt jedenfalls relativierend hinzu, dass er 
eine in der Türkei wohnhafte Grossmutter hat, auf deren Unterstützung er bei seinem berufli-
chen und gesellschaftlichen Neuanfang wird zählen können. Ferner ist zu berücksichtigen, dass 
der Beschwerdeführer ledig, jung und kinderlos ist. Er befindet sich zudem bei bester Gesund-
heit. Diese Eigenschaften bieten ihm beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Neustart in 
seinem Heimatland. Im Hinblick auf seine fehlgeschlagene Integration in der Schweiz zwingt ihn 
die Wegweisung zudem nicht dazu, eine stabile Lebenssituation in der Schweiz oder eine hier 
aufgebaute Existenz aufzugeben. Vielmehr steckt der Beschwerdeführer hier auch finanziell in 
einer schwierigen Situation, indem er beim Betreibungsamt Basel-Landschaft mit zwei Betrei-
bungen in der Höhe von Fr. 12'608.58 sowie drei offenen Verlustscheinen in Höhe von  
Fr. 10'946.82 registriert ist (Stand 27. Februar 2014). Weitere gewichtige private Interessen, 
welche den genannten ausländerrechtlichen Massnahmen entgegenstehen, sind vorliegend 
nicht ersichtlich. 
 
7. In einer Gesamtbetrachtung und Gesamtwertung sämtlicher sich gegenüberstehenden 
Interessen überwiegen die ordnungs- und sicherheitspolizeilichen Interessen an der Wegwei-
sung die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. Folglich ist 
ebenfalls nicht zu beanstanden, dass das AfM dem Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilli-
gung auch ermessenweise nicht verlängert hat. Zudem liegen auch die Voraussetzungen für 
einen Härtefall nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG (schwerwiegende persönliche Notlage, schwere 
Nachteile bei einer Wegweisung, ein angemessenes Legalverhalten etc.) nicht vor. Der Wider-
ruf der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung erweisen sich nach dem Gesagten als ver-
hältnismässig. Die Beschwerde ist somit als unbegründet abzuweisen. 
 

 

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8.1 Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Das Gesuch des Beschwerdeführers um 
unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung wurde mit Verfügung vom 27. März 2015 
abgelehnt.  
 
8.2 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). An-
gesichts des Ausgangs des Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 1'800.-- zu verrechnen. Der zu viel bezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- 
wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.  
 
8.3 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gestützt auf § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten 
der Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zuge-
sprochen (§ 21 Abs. 2 VPO), weshalb die Parteikosten wettzuschlagen sind. 
  

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Der Beschwerdeführer hat die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach 

Rechtskraft des Urteils zu verlassen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'800.-- verrechnet. Der zuviel gezahlte Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 400.-- wird dem Beschwerdeführer zurücker-
stattet.  

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 

 
 

 

 
Gegen diesen Entscheid wurde am 2. Dezember 2015 Beschwerde beim Bundesgericht (Ver-
fahrensnummer 2C_1086/2015) erhoben.