# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5eb7d129-a0e2-511d-baf0-e06ff63ff252
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 10.02.2014 SB130409
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130409_2014-02-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB130409-O/U/eh 
 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. S. Volken, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und 

Ersatzoberrichter lic. iur. J. Meier sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. S. Hürlimann Winterhalter 

 

Urteil vom 10. Februar 2014 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X2._____  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis,  
vertreten durch Leitende Staatsanwältin lic. iur. C. Wiederkehr, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungsklägerin 

 

betreffend 

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 17. Mai 2013 
(DG120012) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 26. März 2012 

(Urk. 62) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 86 S. 21 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der Widerhandlung gegen das Betäubungs-

mittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3, 4 und 5 aBetmG in Verbin-

dung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a und c aBetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  

363 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 16 Monaten aufge-

schoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate, 

abzüglich 363 Tage, die durch Untersuchungshaft und vorzeitigen Strafvoll-

zug erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht mehr  

vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 11'000.– zu  

bezahlen. 

5. Die von der Kantonspolizei Zürich sichergestellten Betäubungsmittel und 

Betäubungsmittelutensilien werden eingezogen und der Lagerbehörde  

(Kantonspolizei Zürich, SA4-BM1, Lagernummer …) zur Vernichtung über-

lassen. 

6. Die von der Kantonspolizei Zürich sichergestellte Barschaft von Fr. 21'800.–, 

Fr. 1'040.–, Euro 1'695.–, USD 226.–, Fr. 2'300.– und Fr. 740.– (Lagerort 

Kasse Bezirksgericht, Sachkaution …) wird definitiv beschlagnahmt und zur 

Vollstreckung des Urteils verwendet, primär zur Deckung der Ersatz-

forderung gemäss Dispositiv-Ziffer 4 dieses Urteils und hernach zur  

-   3   - 

Deckung der Verfahrenskosten gemäss Dispositiv-Ziffer 10. Ein allfälliger 

Restbetrag wird dem Beschuldigten herausgegeben. 

7. Das von der Kantonspolizei Zürich sichergestellte Natel Sony Ericson wird 

eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen (Kasse  

Bezirksgericht, Sachkaution …). 

8. Die von der Kantonspolizei Zürich sichergestellten Gegenstände, nämlich  

1 Orange-PIN-Code, div. Natelunterlagen/Abos, Klebebandrollen, 1 Reise-

pass Libanon, 1 SIM-Karte, 1 IPhone, 3 Natel Nokia, 1 Laptop HP und  

1 Laptop Acer inkl. Kabel (Lagerort Kasse Bezirksgericht, Sachkaution …) 

werden dem Beschuldigten nach Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlan-

gen innerhalb von 3 Monaten herausgegeben und hernach vernichtet. 

9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 4'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'500.–   Gebühr Strafuntersuchung (§ 4 GebStrV) 

Fr. 1'599.–   Auslagen Vorverfahren 

Fr. 11'988.40   amtliche Verteidigung (aus Geschäfts-Nr. DG100026) 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten 

auferlegt. 

11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung, inklusive derjenigen in Verfahren 

Geschäfts-Nr. DG100026, werden auf die Gerichtskasse genommen; vor 

behalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. Über die 

Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung im vorliegenden Verfahren  

sowie für die Verfahren Geschäfts-Nr. DG110032 und DG120003 wird mit 

separatem Beschluss entschieden. 

12. (Mitteilung) 

13. (Rechtsmittel)" 

-   4   - 

Berufungsanträge: 
(Prot. II. S. 4 f.) 

a) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 89 S. 2) 

1. Es sei der Beschuldigte A._____ im Sinn der Anklage schuldig zu sprechen.  

2. Es sei der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten sowie einer 

angemessenen Geldstrafe zu bestrafen. 

3. Es seien die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe unter Ansetzung einer  

Probezeit von zwei Jahren bedingt aufzuschieben. 

4. Evtl.: Es sei der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten zu 

bestrafen. 

5. Es sei die Freiheitsstrafe unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren 

bedingt aufzuschieben. 

6. Es sei dem Beschuldigten die erstandene Haft anzurechnen. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 105 S. 1) 

1. Der Beschuldigte sei im Sinne des vorinstanzlichen Urteils vom 17. Mai 

2013 Ziff. 1 des Dispositives schuldig zu sprechen. 

2. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten zu bestrafen. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei im Umfange von 12 Monaten zu voll-

ziehen und die restlichen 20 Monate bei einer Probezeit von 2 Jahren aufzu-

schieben. 

 

-   5   - 

Erwägungen: 

I.Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zur Vermeidung 

von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Ent-

scheid verwiesen werden (Urk. 86 S. 4 ff.). 

1.2. Am 17. Mai 2013 wurde der Beschuldigte durch das Bezirksgericht  

Dietikon der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne  

von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3, 4 und 5 aBetmG in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a 

und c aBetmG schuldig gesprochen. Der Beschuldigte wurde mit 28 Monaten 

Freiheitsstrafe bestraft, deren Vollzug im Umfang von 16 Monaten unter  

Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben wurde. Weiter wurde der 

Beschuldigte verpflichtet, dem Staat Ersatz für den erzielten Vermögensvorteil in 

Höhe von Fr. 11'000.-- zu bezahlen. Sodann wurde die sichergestellte Barschaft 

zur Deckung der Ersatzforderung bzw. Verfahrenskosten herangezogen, weitere 

Gegenstände wurden eingezogen. Die Kosten der Untersuchung und des gericht-

lichen Verfahrens wurden dem Beschuldigten auferlegt, die Kosten der amtlichen 

Verteidigung wurden auf die Kasse genommen, unter Vorbehalt der Rück-

forderung (Urk. 86 S. 21 ff.). 

1.3. Gegen das Urteil meldete der amtliche Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. 

X1._____ innert Frist Berufung an (Urk. 77); dasselbe tat der erbetene Verteidiger 

Rechtsanwalt Dr. iur. X2._____ (Urk. 78). Ebenso fristgerecht gingen die Beru-

fungserklärungen ein (Urk. 87 und 89). Sodann wurde in Anwendung von Art. 400 

Abs. 2 und 3 StPO und Art. 401 StPO der Staatsanwaltschaft Frist angesetzt, An-

schlussberufung zu erklären oder begründet ein Nichteintreten auf die Berufung 

zu beantragen (Urk. 92). Die Staatsanwaltschaft erklärte fristgerecht Anschluss-

berufung (Urk. 94). 

-   6   - 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Die amtliche und die erbetene Verteidigung beschränken ihre jeweilige  

Berufung auf die Sanktion und deren Vollzug (Urk. 87 und 89). Die Anschluss-

berufung der Staatsanwaltschaft ist ebenfalls beschränkt auf die Sanktion und 

den Vollzug (Urk. 94).  

2.2. Nicht angefochten sind daher der Schuldspruch gemäss Dispositiv Ziffer 1, 

die Ersatzforderung gemäss Dispositiv Ziffer 4, die Anordnungen gemäss Disposi-

tiv Ziffern 5-8 sowie die Kosten- und Entschädigungsfolgen gemäss Dispositiv  

Ziffern 9 und 11. In diesem Umfang ist das vorinstanzliche Urteil in Rechtskraft 

erwachsen, was vorab festzustellen ist. Im Folgenden ist auf diese Punkte daher 

auch nicht mehr einzugehen. 

II. Sanktion und Vollzug 

1. Ausgangslage 

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten wegen des Erwerbs bzw. Verkaufs von 

1'269.7 Gramm Heroingemisch mit einem Reinheitsgrad von ca. 18 % (ent-

sprechend rund 228.55 Gramm reinem Heroin) und von 15.8 Gramm Kokainge-

misch mit einem Reinheitsgrad von ca. 30 % (entsprechend 4.74 reinem Kokain) 

verurteilt. Sie qualifizierte das Verhalten des Beschuldigten als Widerhandlung 

gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3, 4 und 5 

aBetmG in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a und c aBetmG. Von diesem bereits 

in Rechtskraft erwachsenen Schuldspruch der Vorinstanz ist hernach für die 

Strafzumessung auszugehen.  

2. Parteistandpunkte 

2.1. Die amtliche Verteidigung beantragte im Berufungsverfahren, der Beschul-

digte sei mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten sowie einer angemessenen 

Geldstrafe zu bestrafen, eventualiter mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten. Die 

Strafen seinen unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren bedingt auf-

zuschieben. Sie führte im Wesentlichen aus, dass die Strafe unverhältnismässig 

-   7   - 

hoch sei, wenn man die Strafhöhe mit derjenigen des aufgehobenen Urteils ver-

gleiche, in welchem man von der doppelten Drogenmenge ausgegangen sei 

(Urk. 89 S.2). Weiter führte sie im Rahmen der Berufungsverhandlung aus, es 

müsse die Frage gestellt werden, ob eine Strafe auszufällen sei, die zwingend  

eine Wegweisung aus der Schweiz nach sich ziehen würde. Grundsätzlich seien 

die Erwägungen der Vorinstanz zu den ausländerrechtlichen Konsequenzen nicht 

zu beanstanden. Bei der Strafzumessung sei aber auch die Wirkung der Strafe 

auf das Leben des Täters zu berücksichtigen. Es liege auf der Hand, dass ein 

Ausländer, der die Schweiz, seine Ehefrau und vor allem sein Kind verlassen 

müsse, anders von einem Strafurteil betroffen sei als ein Schweizer, für welchen 

das Urteil nicht mit solchen Konsequenzen verbunden sei. Dem Beschuldigten 

könne sodann eine gute Prognose gestellt werden. Weiter habe der Beschuldigte 

die Probezeit der ursprünglich ausgefällten Strafe bereits bestanden. Er hätte 

auch bereits eine doppelt so lange Probezeit bestanden. Eine Strafe, die un-

weigerlich die Wegweisung des Beschuldigten aus der Schweiz zur Folge hätte, 

liesse sich in Anbetracht der günstigen Prognose nicht rechtfertigen. Die Weg-

weisung des Beschuldigten würde eine Familie trennen. Sodann sei dem Urteil 

vom 24. August 2010 eine doppelt so grosse Drogenmenge zu Grunde gelegen 

und ein doppelt so hoher Gewinn. Nun müsse die Strafe entsprechend reduziert 

werden. Seit der Begehung der Tat sei ausserdem bereits eine recht lange Zeit 

verstrichen. Der Beschuldigte habe sich seither wohlverhalten, habe auch Reue 

und Einsicht gezeigt. Der Beschuldigte sei für sein Verhalten bereits zur Rechen-

schaft gezogen worden und habe auch eine angemessene unbedingte Freiheits-

strafe verbüsst (Urk. 104 S. 2 ff.).  

2.2. Die Staatsanwaltschaft stellte im Berufungsverfahren den Antrag, der  

Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten zu bestrafen, wovon  

20 Monate mit einer Probezeit von 2 Jahren aufzuschieben seien. Der Beschul-

digte habe während circa 18 Monaten fast täglich mit Drogen gehandelt. Es könne 

nicht mehr von einem "Kleindealer" die Rede sein. Vom Reingewinn von 

Fr. 11'000.-- habe der Beschuldigte sein Leben finanzieren können. Die Grenze 

zu einem schweren Fall habe der Beschuldigte klar überschritten, so dass er eine 

deutlich über der Minimalstrafe von 12 Monaten liegende Strafe erhalten müsse. 

-   8   - 

Weiter sei das Qualifikationsmerkmal der Gewerbsmässigkeit erfüllt. Das objekti-

ve und das subjektive Verschulden würden schwer wiegen. Der Beschuldigte ver-

suche alle Rechtsmittel auszuschöpfen, da er bis zum Vorliegen eines rechts-

kräftigen Urteils offenbar in der Schweiz bleiben könne. Der Beschuldigte wolle 

mit allen Mitteln verhindern, dass er aus der Schweiz weggewiesen werde. Nur 

weil ihm eine höhere Strafe in ausländerrechtlicher Hinsicht zum Nachteil  

gereichen könnte, solle die Strafe milder ausfallen. Die Strafe habe aber bei  

gleichen Delikten gleich zu lauten, unabhängig von der Nationalität des Beschul-

digten (Urk. 105 S. 2 ff.).  

3. Strafzumessung 

3.1. Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundlagen der Strafzumessung  

richtig dargelegt und den Strafrahmen korrekt abgesteckt (vgl. Urk. 86 S. 8 ff.). Es 

ist demnach von einem Strafrahmen von einem Jahr bis 20 Jahre Freiheitsstrafe 

auszugehen, womit eine Geldstrafe von 1 bis 360 Tagessätzen verbunden  

werden kann, wobei ein Tagessatz maximal Fr. 3'000.-- betragen kann.  

3.2. Tatkomponente 

3.2.1. Die Ausführungen der Vorinstanz zum objektiven Verschulden sind grund-

sätzlichen zutreffend (Urk. 86 S. 9 ff.). Besonders hervorzuheben ist, dass der 

Beschuldigte eine Drogenmenge umsetzte, die deutlich über der Grenze zum 

schweren Fall liegt. Ausserdem handelte er mehrheitlich mit der stark gesund-

heitsgefährdenden Substanz Heroin, was verschuldensmässig deutlich ins  

Gewicht fällt. Nicht zu vernachlässigen ist sodann der mit dem Handel erzielte 

Gewinn von immerhin über Fr. 10'000.--. Weiter ist mit der Vorinstanz zu berück-

sichtigen, dass der Beschuldigte über eine längere Zeit hinweg delinquierte. Er 

lieferte mehrmals wöchentlich kleine Portionen Heroin an seine Kundschaft aus. 

Er gab seine deliktische Tätigkeit sodann nicht aus eigenem Antrieb auf, sondern 

er wurde dabei verhaftet. Weiter betrieb der Beschuldigte ebenfalls Handel mit 

Kokain, wenn auch in deutlich geringerem Umfang. Klar beizupflichten ist der  

Vorinstanz, wenn sie ausführt, dass es nicht verschuldensmindernd sein könne, 

dass 14.7 Gramm Heroingemisch und 5.8 Gramm Kokaingemisch nicht in den 

-   9   - 

Handel gelangt seien. Dies gerade auch deshalb, da der Beschuldigte nicht etwa 

von sich aus vom Drogenhandel zurücktrat, sondern die Polizei eingriff und er 

deshalb die aufgefundenen Drogen nicht mehr verkaufen konnte. Zugute gehalten 

werden kann dem Beschuldigten schliesslich, dass dieser die Drogen nicht wahl-

los dutzenden von Abnehmern anbot, sondern gemäss erstelltem Sachverhalt 

immer wieder die gleichen, wenigen Abnehmer belieferte. Auch konnte nicht fest-

gestellt werden, dass der Beschuldigte im Drogenhandel eine wichtige Rolle  

spielen würde oder Teil einer Organisation sei. Dies muss sich ebenfalls  

verschuldensmindernd auswirken. Wenn die Vorinstanz das objektive Tat-

verschulden als "erheblich" bewertete (vgl. Urk. 86 S. 11), so ist dies aufgrund 

des weiten Strafrahmens der anzuwendenden Strafbestimmung indessen zu rela-

tivieren und es ist vielmehr von einem noch leichten Verschulden auszugehen. 

3.2.2. Wenn die Vorinstanz bei der Beurteilung der subjektiven Tatschwere keine 

verschuldensmindernden Faktoren aufzählt, so ist diesen Erwägungen ohne  

weiteres beizupflichten (Urk. 86 S. 12). Zu ergänzen ist einzig, dass der Beschul-

digte in seiner Schuldfähigkeit in keiner Art eingeschränkt war. Subjektiv ist mit 

der Vorinstanz einzig der Beweggrund des Beschuldigten zu erwähnen, mithin 

sein rein finanzielles Interesse, sich am Drogenhandel zu beteiligen. Eine echte 

Notlage des Beschuldigten lag nicht vor. Das subjektive Verschulden kann das 

objektive jedenfalls nicht relativieren, womit es bei einem noch leichten Ver-

schulden des Beschuldigten bleibt.  

3.2.3. Die hypothetische Einsatzstrafe nach der Beurteilung der Tatkomponente  

– welche festzusetzen die Vorinstanz unterlassen hat (Urteile des Bundesgerichts 

6B_865/2009 vom 25. März 2010 E.1.6.; vgl. 6B_460/2010 vom 4. Februar 2011 

E.3.3.4. n.p. in BGE 137 IV 57; 6B_2/2011 vom 29. April 2011 E.4.2.3.) – und was 

hier nachzuholen ist – ist auf rund 36 Monate anzusetzen. 

3.2.4. Eine solche Einsatzstrafe lässt sich auch vertreten vor dem Hintergrund des 

schematischen, praxisgestützten Vergleichsrahmens von Fingerhuth/Tschurr 

(Fingerhuth/Tschurr, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, Zürich 2007, N 30 

zu Art. 47 StGB), welchen heranzuziehen im Sinne einer Kontrolle und im  

Interesse von Rechtsgleichheit und -sicherheit statthaft ist: So ist nach den  

-   10   - 

genannten Autoren bei einer Menge von rund 220 Gramm reinem Heroin von  

einer Einsatzstrafe im Bereich von rund 32 Monaten auszugehen, wobei vorlie-

gend ein Zuschlag für den Handel mit Kokain gerechtfertigt ist, sowie für die  

Anzahl der vom Beschuldigten getätigten Geschäfte (Fingerhuth/Tschurr, a.a.O., 

N. 30-32 zu Art. 47 StGB). Relativierend wirkt sich dann das Geständnis aus. 

3.2.5. Der vom Verteidiger bemühte Vergleich der im vorinstanzlichen Urteil aus-

gesprochenen Strafe mit der Strafe, welche mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon 

vom 24. August 2010 ausgesprochen wurde, ist untauglich, da das zum Vergleich 

herangezogene Urteil einerseits aufgehoben wurde und sich daher nicht zum 

Vergleich eignet und da andererseits an dieser Stelle klar festzuhalten ist, dass 

die Halbierung der Drogenmenge nicht eine Reduktion der Strafe im gleichen  

Umfang zur Folge haben kann. Die Drogenmenge stellt bei der Beurteilung der 

Tatschwere wie schon mehrfach erwähnt, nur einen Anhaltspunkt dar. Es sind die 

gesamten Umstände der Tat zu würdigen, wie dies die Vorinstanz getan hat.  

3.3. Täterkomponente 

3.3.1. Die Vorinstanz hat die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten richtig 

zusammen gefasst (Urk. 86 S. 13). Darauf kann zur Vermeidung von Wieder-

holungen verwiesen werden. Aktualisierend führte der Beschuldigte anlässlich der 

Berufungsverhandlung aus, er bezahle Unterhalt in der Höhe von Fr. 600.-- bis  

Fr. 800.-- pro Monat für seine Tochter. Er lebe von seiner Ehefrau und seiner 

Tochter getrennt, sehe sie aber so oft als möglich. Das Verfahren betreffend Auf-

enthaltsbewilligung beim Migrationsamt sei immer noch sistiert (Urk. 103 S. 2 f.). 

Aus den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten ergibt sich nichts, was für 

die Strafzumessung relevant wäre.  

3.3.2. Bei der im Strafregister aufgeführten Vorstrafe handelt es sich – wie die  

Vorinstanz richtig erkannt hat – um das aufgehobene Urteil des Bezirksgerichts 

Dietikon vom 24. August 2010 (vgl. Urk. 91; Urk. 86 S. 15). Der Beschuldigte 

weist korrekterweise keine Vorstrafe auf. Dies ist jedoch neutral zu würdigen 

(BGE 136 IV 1).  

-   11   - 

3.3.3. Strafmindernd fällt das Geständnis des Beschuldigten ins Gewicht. Auch 

die Vorinstanz hat dem Beschuldigten unter diesem Titel eine Strafminderung  

zugestanden (Urk. 86 S. 15), da sie es aber unterlassen hat, nach der Tatkompo-

nente eine Einsatzstrafe festzusetzen, ist nicht auszumachen, in welchem  

Umfang die Strafminderung für das Geständnis ausgefallen ist. Festzuhalten gilt 

es hier jedenfalls, dass der Beschuldigte nicht gleich von Beginn an geständig 

war, sondern erst in einer relativ späten Phase der Untersuchung (nämlich in der 

staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 12. April 2010; vgl. Urk. 4/5). Zu  

diesem Zeitpunkt gab es aber bereits Aussagen von verschiedenen Belastungs-

zeugen, die den Beschuldigten schlüssig, übereinstimmend und unabhängig von 

einander belasteten (vgl. Urk. 5/1-3 vom 20. Januar 2010 resp. 16. März 2010). 

Es kann daher gesagt werden, dass das Geständnis des Beschuldigten die  

Untersuchung nicht mehr wesentlich vereinfachte, da der Beschuldigte bereits 

durch die Aussagen der Belastungszeugen überführt war. Daher kann dem  

Beschuldigten unter dem Titel Geständnis nur eine geringe Strafminderung zuge-

standen werden. Besondere Einsicht oder Reue hat der Beschuldigte im übrigen 

nicht gezeigt. Er hat sich betreffend die Folgen des Strafverfahrens primär selbst 

bemitleidet (Prot. I S. 5 f.; Urk. 103 S. 4 f.). Die Strafe ist auf 32 Monate zu  

senken. 

3.3.4. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass im vorliegenden Fall entgegen der 

Verteidigung die ausländerrechtlichen Folgen einer Freiheitsstrafe keinen  

zwingenden Strafzumessungsgrund darstellen und insbesondere nicht zu einer 

erhöhten Strafempfindlichkeit und damit zu einer Strafminderung führen (Urk. 86 

S. 14 f. mit Hinweis auf Urteile des Bundesgerichts 6B_829/2010 vom 28. Februar 

2011 E. 5.4. und 6B_892/2010 vom 22. Dezember 2010 E. 3.3; vgl. auch Urteil 

des Bundesgerichts 6B.51/2013 vom 12. März 2013). Diesen Erwägungen ist 

nichts beizufügen. 

3.3.5. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten sodann aufgrund der langen Ver-

fahrensdauer, die der Beschuldigte nicht zu vertreten habe, eine Strafminderung 

zugestanden (Urk. 86 S. 15), ohne dass sie nähere Ausführungen dazu machte. 

Darauf näher einzugehen, erscheint aber nach einem Blick in die Verfahrensakten 

-   12   - 

unumgänglich. Art. 5 Abs. 1 StPO besagt, dass die Strafbehörden die Strafverfah-

ren unverzüglich an die Hand nehmen und ohne unbegründete Verzögerung zum 

Abschluss bringen. Der Beschuldigte wurde im vorliegenden Verfahren am 

20. Januar 2010 verhaftet (Urk. 1). Bis zum Abschluss des erstinstanzlichen  

Verfahrens mit Zustellung des begründeten Urteils und Beschlusses vom 

24. August 2010 Ende Oktober 2010 ist keine Verzögerung des Verfahrens  

ersichtlich. Es folgte sodann das Berufungsverfahren, welches mit Beschluss vom 

14. April 2011 abgeschlossen wurde (Urk. 42). Nach Durchführung weiterer  

Einvernahmen und Untersuchungshandlung wurde am 11. Januar 2012 erneut 

Anklage beim Bezirksgericht Dietikon erhoben (Urk. 56). Es wurde sodann am 

2. Februar 2012 wiederum die Rückweisung des Verfahrens an die Staatsanwalt-

schaft beschlossen (Urk. 59), worauf nach einer weiteren Einvernahme des  

Beschuldigten (Urk. 61) schliesslich am 26. März 2012 die heute zur beurteilende 

Anklage erhoben wurde. Diese Anklage ging beim Bezirksgericht Dietikon  

gemäss Eingangsstempel am 28. März 2012 ein (Urk. 62). Bis hierher kann zwar 

von einer langen Verfahrensdauer gesprochen werden, die aber keinesfalls eine 

Verletzung des Beschleunigungsverbotes darstellt, wurden die notwendigen 

Amtshandlungen von den zuständigen Stellen doch jeweils innert angemessener 

Zeitdauer durchgeführt. Auffallend ist indessen die Zeitspanne zwischen Eingang 

der Anklageschrift beim Bezirksgericht Dietikon am 28. März 2012 (Urk. 62) und 

dem Eingangsdatum des nächsten Aktenstücks, nämlich dem 14. Februar 2013 

(Urk. 64). Dafür, dass in diesen knapp 11 Monaten keine einzige Amtshandlung 

vorgenommen wurde, ergibt sich aus den Akten keine Erklärung. Entgegen der 

Auffassung der Anklagebehörde (Urk. 94) hat diese ungebührliche Verzögerung 

des Verfahrens weder die Verteidigung noch der Beschuldigte zu vertreten.  

Angesichts dieser nicht nachvollziehbaren Verzögerung des Verfahrens durch das 

Bezirksgericht Dietikon, was als Verletzung des Beschleunigungsgebotes im  

Sinne von Art. 5 StPO bezeichnet werden und zu einer Reduktion der Strafe  

führen muss, ist die Strafe schliesslich auf 28 Monate Freiheitsstrafe festzu-

setzen. Diese Reduktion der Strafe um vier Monate erscheint angesichts der  

bundesgerichtlichen Rechtsprechung angemessen. In seinem Urteil vom 24. März 

2009 hatte das Bundesgericht beispielsweise einen Fall zu beurteilen, in welchem 

es mit Unterbrüchen zu einer mehr als zweijährigen Verfahrensverzögerung kam. 

-   13   - 

In jenem Fall erachtete das Bundesgericht eine Strafreduktion von 20 % als  

vertretbar (Urteil des Bundesgerichts 6B_1017/2008). Im Lichte dieser Recht-

sprechung erscheint vorliegend eine Reduktion um vier Monate als ohne Weiteres 

vertretbar. Insgesamt ist das angefochtene Strafmass als angemessen zu  

bestätigen. Eine Erhöhung gemäss Antrag der Anklagebehörde drängt sich nicht 

auf. Der Antrag der Verteidigung hingegen ist völlig unrealistisch. Der Anrechnung 

der erstandenen Haft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs steht nichts entgegen.  

3.4. Strafart 

Bei einer Strafhöhe von 28 Monaten kommt grundsätzlich nur eine Freiheitsstrafe 

in Frage. Die von der Verteidigung beantragte Verbindung der Freiheitsstrafe mit 

einer Geldstrafe erscheint vorliegend dem Verschulden des Beschuldigten nicht 

angemessen. Auch die finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten sprechen 

nicht dafür, die Freiheitstrafe mit einer Geldstrafe zu verbinden und dafür die Frei-

heitsstrafe zu reduzieren. Eine Geldstrafe als Verbindungsstrafe kommt praktisch 

ausschliesslich bei der Schnittstelle Übertretungsstrafrecht/Vergehen zur Anwen-

dung. Vorliegend ist ein Verbrechen zu beurteilen. Die Frage der Schnittstellen-

problematik stellt sich nicht und es besteht keine Veranlassung, eine Ver-

bindungsstrafe im Sinne von Art. 42 Abs. 4 StGB anzuordnen.  

4. Vollzug 

4.1. Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, kommt bei einer Strafhöhe von 

28 Monaten Freiheitsstrafe nur der teilbedingte Vollzug im Sinne von Art. 43 

Abs. 1 StGB in Frage. Sie legte sodann die Voraussetzungen zur Gewährung des 

teilbedingten Vollzugs richtig dar. Darauf kann verwiesen werden (Urk. 86 

S. 16 f.).  

4.2. In subjektiver Hinsicht ist für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges 

das Fehlen einer ungünstigen Prognose bezüglich weiterer künftiger Verbrechen 

oder Vergehen vorausgesetzt. Die günstige Prognose wird vermutet, doch  

kann diese Vermutung widerlegt werden (BGE 134 IV 5, 134 IV 117). Bei der 

Prognosestellung, das heisst bei der Einschätzung des Rückfallrisikos, ist ein  

Gesamtbild der Täterpersönlichkeit unerlässlich. Zu beachten sind die Tat-

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umstände, das Vorleben, der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige 

Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung  

zulassen (Hug in Donatsch/Flachsmann/Hug/Weder, StGB Kommentar, N 7 zu 

Art. 42 StGB). Grundsätzlich sind Einsicht und Reue Voraussetzungen für eine 

gute Prognose (Trechsel/Pieth in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Straf-

gesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Auflage, Zürich/St. Gallen 2013, N 12 zu Art. 42 

StGB). 

4.3. Der Beschuldigte lebt derzeit von seiner Familie getrennt. Gemäss eigenen 

Angaben arbeite er immer noch im Autohandel und verdiene dabei fast nichts. Er 

sei selbständig tätig und habe keine sonstigen Einkünfte (Prot. I S. 7). Er habe 

sich im Drogenhandel betätigt, da er Schwierigkeiten mit Geld gehabt habe 

(Prot. I S. 6). Gestützt auf diese Angaben des Beschuldigten ergeben sich  

zunächst erhebliche Bedenken, dass der Beschuldigte sich bewähren werde. Er 

scheint nach wie vor in prekären finanziellen Verhältnissen zu leben, ausserdem 

führt er auch kein intaktes Familienleben. Weiter ist immer noch das Verfahren 

betreffend Aufenthaltsbewilligung pendent. Sodann ist entgegen den vorinstanzli-

chen Erwägungen (Urk. 86 S. 16) beim Beschuldigten weder Reue noch Einsicht 

zu erkennen. Allein die Tatsache, dass der Beschuldigte geständig ist, vermag 

noch keine Reue oder Einsicht zu begründen. Aus seinen Ausführungen (Prot. I 

S. 5 ff.) kann jedenfalls nicht herausgelesen werden, dass er sein Verhalten  

bereuen würde oder das Unrecht seines Handelns eingesehen hätte. Zugute  

gehalten werden kann dem Beschuldigten hingegen, dass er sich seit seiner  

Verhaftung – mithin seit über vier Jahren – nichts mehr hat zu Schulden kommen 

lassen. Es kann wohl daraus geschlossen werden, dass die im Rahmen des vor-

liegenden Verfahrens erstandene Haft den Beschuldigten nachhaltig beeindruckt 

hat und sich positiv auf sein künftiges Wohlverhalten auswirken wird. Ausserdem 

ist er auch vor der hier zu beurteilenden Delinquenz noch nie strafrechtlich in  

Erscheinung getreten. 

4.4. Insgesamt kann dem Beschuldigten daher noch eine positive Prognose 

gestellt werden, die allerdings auch von gewissen Bedenken geprägt ist (instabile 

persönliche Verhältnisse, ungewisse Zukunft). Daher und auch in Nachachtung 

-   15   - 

des nicht zu bagatellisierenden Verschuldens des Beschuldigten erscheint es mit 

der Vorinstanz angemessen, 12 Monate der auszusprechenden Freiheitsstrafe zu 

vollziehen. Im Umfang von 16 Monaten ist der Vollzug der Freiheitstrafe aufzu-

schieben. 

4.5. Bei der Festsetzung der Dauer der Probezeit gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB 

sind, wie bereits die Vorinstanz ausführte (Urk. 86 S. 17), keine Gründe ersicht-

lich, die eine über das Minimum hinausgehende Probezeit erfordern würden. 

Beim Beschuldigten handelt es sich um einen Ersttäter, dem grundsätzlich eine 

gute Prognose gestellt werden muss. Die Ausführungen des Verteidigers, wonach 

der Beschuldigte die Probezeit bereits bestanden hätte, wenn das Urteil vom  

24. August 2010 rechtskräftig geworden wäre, und da daher auf Festsetzung  

einer Probezeit zu verzichten oder festzustellen sei, dass die Probezeit schon  

bestanden sei, verfangen nicht (Urk. 89 S. 6). Bei der Aufhebung eines Urteils mit 

Rückweisung ist für den Beginn der Probezeit das Datum des neuen erstinstanzli-

chen Urteils massgebend, unter Vorbehalt einer weiteren Berufung. Bei Bestäti-

gung oder Reformation des erstinstanzlichen Urteils im Rahmen der Berufung  

beginnt die Probezeit mit der Eröffnung des Berufungsurteils (BSK StGB-

Schneider/Garré, 3. Auflage, Basel 2013, Art. 44 N 12). Es besteht folglich keine 

Grundlage dafür, den Beginn der Probezeit im Datum des aufgehobenen erst-

instanzlichen Urteils zu sehen. 

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Die Staatsanwaltschaft unterliegt im Berufungsverfahren mit ihrem Antrag auf  

Erhöhung der Strafe. Der Beschuldigte anderseits unterliegt mit seinem Antrag 

auf Herabsetzung der Strafe und betreffend Vollzug. Damit rechtfertigt es sich, die 

Kosten des Berufungsverfahrens zu zwei Dritteln dem Beschuldigten aufzu-

erlegen und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 428 Abs. 1 

StPO).  

 

-   16   - 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen gesamthaft auf die  

Gerichtskasse zu nehmen, wobei der Beschuldigte zwei Drittel davon zu be-

gleichen hat, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse ermöglichen (Art. 135 

Abs. 4 StPO). 

Für die erbetene Verteidigung ist dem Beschuldigten keine Entschädigung zuzu-

sprechen, da nicht ersichtlich ist, weshalb beim vorliegenden Fall neben der  

bestehenden amtlichen Verteidigung eine erbetene Verteidigung beigezogen 

wurde, zumal die Verhältnisse aufgrund der beschränkten Berufung als einfach 

bezeichnet werden können.  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 

17. Mai 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte ist schuldig der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3, 4 und 5 aBetmG in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 

lit. a und c aBetmG. 

2.-3. […] 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht mehr vorhandenen, 

widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 11'000.– zu bezahlen. 

5. Die von der Kantonspolizei Zürich sichergestellten Betäubungsmittel und 

Betäubungsmittelutensilien werden eingezogen und der Lagerbehörde (Kantonspoli-

zei Zürich, SA4-BM1, Lagernummer …) zur Vernichtung überlassen. 

6. Die von der Kantonspolizei Zürich sichergestellte Barschaft von Fr. 21'800.–, 

Fr. 1'040.–, Euro 1'695.–, USD 226.–, Fr. 2'300.– und Fr. 740.– (Lagerort Kasse  

Bezirksgericht, Sachkaution …) wird definitiv beschlagnahmt und zur Vollstreckung 

des Urteils verwendet, primär zur Deckung der Ersatzforderung gemäss Dispositiv-

Ziffer 4 dieses Urteils und hernach zur Deckung der Verfahrenskosten  

gemäss Dispositiv-Ziffer 10. Ein allfälliger Restbetrag wird dem Beschuldigten 

herausgegeben. 

-   17   - 

7. Das von der Kantonspolizei Zürich sichergestellte Natel Sony Ericson wird einge-

zogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen (Kasse Bezirksgericht, 

Sachkaution …). 

8. Die von der Kantonspolizei Zürich sichergestellten Gegenstände, nämlich 1 Orange-

PIN-Code, div. Natelunterlagen/Abos, Klebebandrollen, 1 Reisepass Libanon,  

1 SIM-Karte, 1 IPhone, 3 Natel Nokia, 1 Laptop HP und 1 Laptop Acer inkl. Kabel 

(Lagerort Kasse Bezirksgericht, Sachkaution …) werden dem Beschuldigten nach 

Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen innerhalb von 3 Monaten herausgege-

ben und hernach vernichtet. 

9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 4'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'500.–   Gebühr Strafuntersuchung (§ 4 GebStrV) 

Fr. 1'599.–   Auslagen Vorverfahren 

Fr. 11'988.40   amtliche Verteidigung (aus Geschäfts-Nr. DG100026) 
 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen der-

jenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung, inklusive derjenigen in Verfahren Geschäfts-

Nr. DG100026, werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt  

eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. Über die Höhe der Kosten der  

amtlichen Verteidigung im vorliegenden Verfahren sowie für die Verfahren Geschäfts-

Nr. DG110032 und DG120003 wird mit separatem Beschluss entschieden." 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  

363 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen 

Strafvollzug erstanden sind. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 16 Monaten aufge-

schoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate 

-   18   - 

abzüglich 363 Tage, die durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie 

vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'264.20   amtliche Verteidigung (inkl. MwSt.) 

   

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden dem Beschuldigten zu zwei Dritteln auferlegt 

und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amt-

lichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. 

Die Rückzahlungspflicht für zwei Drittel der Kosten bleibt gemäss  
Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten(übergeben) 

− die erbetene Verteidigung (übergeben) 
− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die erbetene Verteidigung 
− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis  
− die Bundesanwaltschaft, 3003 Bern 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  

-   19   - 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A, mit dem Hinweis, 
dass das vorliegende Urteil das eingetragene Urteil des Bezirksgerichts 
Dietikon vom 24. August 2010 ersetzt 

− die KOST Zürich mittels Formular „Löschung des DNA-Profils und  
Vernichtung des ED-Materials“ zwecks Löschung des DNA-Profils 

− die Bezirksgerichtskasse Dietikon unter Hinweis auf Ziffern 6 bis 8  
des vorinstanzlichen Dispositivs 

− die Kantonspolizei Zürich unter Hinweis auf Ziffer 5 des vorin-
stanzlichen Dispositivs (SA4-BM1, Lagernummer …) 

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

 

-   20   - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
Zürich, 10. Februar 2014 

 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. S. Volken 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Hürlimann Winterhalter 
 

 

  

 

	Urteil vom 10. Februar 2014
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 86 S. 21 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3, 4 und 5 aBetmG in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a und c aBetmG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  363 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 16 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate, abzüglich 363 Tage, die durch Untersuchungshaft und vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind) wird die Frei...
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht mehr  vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 11'000.– zu  bezahlen.
	5. Die von der Kantonspolizei Zürich sichergestellten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien werden eingezogen und der Lagerbehörde  (Kantonspolizei Zürich, SA4-BM1, Lagernummer …) zur Vernichtung überlassen.
	6. Die von der Kantonspolizei Zürich sichergestellte Barschaft von Fr. 21'800.–, Fr. 1'040.–, Euro 1'695.–, USD 226.–, Fr. 2'300.– und Fr. 740.– (Lagerort Kasse Bezirksgericht, Sachkaution …) wird definitiv beschlagnahmt und zur Vollstreckung des Urte...
	7. Das von der Kantonspolizei Zürich sichergestellte Natel Sony Ericson wird eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen (Kasse  Bezirksgericht, Sachkaution …).
	8. Die von der Kantonspolizei Zürich sichergestellten Gegenstände, nämlich  1 Orange-PIN-Code, div. Natelunterlagen/Abos, Klebebandrollen, 1 Reisepass Libanon, 1 SIM-Karte, 1 IPhone, 3 Natel Nokia, 1 Laptop HP und  1 Laptop Acer inkl. Kabel (Lagerort ...
	9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung, inklusive derjenigen in Verfahren Geschäfts-Nr. DG100026, werden auf die Gerichtskasse genommen; vor behalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Vert...
	12. (Mitteilung)
	13. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge: (Prot. II. S. 4 f.)
	1. Es sei der Beschuldigte A._____ im Sinn der Anklage schuldig zu sprechen.
	2. Es sei der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten sowie einer angemessenen Geldstrafe zu bestrafen.
	3. Es seien die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe unter Ansetzung einer  Probezeit von zwei Jahren bedingt aufzuschieben.
	4. Evtl.: Es sei der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten zu bestrafen.
	5. Es sei die Freiheitsstrafe unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren bedingt aufzuschieben.
	6. Es sei dem Beschuldigten die erstandene Haft anzurechnen.
	Erwägungen:
	I. Prozessuales

	1. Verfahrensgang
	1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 86 S. 4 ff.).
	1.2. Am 17. Mai 2013 wurde der Beschuldigte durch das Bezirksgericht  Dietikon der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne  von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3, 4 und 5 aBetmG in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a und c aBetmG schuldig gespr...
	1.3. Gegen das Urteil meldete der amtliche Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ innert Frist Berufung an (Urk. 77); dasselbe tat der erbetene Verteidiger Rechtsanwalt Dr. iur. X2._____ (Urk. 78). Ebenso fristgerecht gingen die Berufungserklärun...

	2. Umfang der Berufung
	2.1. Die amtliche und die erbetene Verteidigung beschränken ihre jeweilige  Berufung auf die Sanktion und deren Vollzug (Urk. 87 und 89). Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft ist ebenfalls beschränkt auf die Sanktion und den Vollzug (Urk. 94).
	2.2. Nicht angefochten sind daher der Schuldspruch gemäss Dispositiv Ziffer 1, die Ersatzforderung gemäss Dispositiv Ziffer 4, die Anordnungen gemäss Dispositiv Ziffern 5-8 sowie die Kosten- und Entschädigungsfolgen gemäss Dispositiv  Ziffern 9 und 11...
	II.  Sanktion und Vollzug

	1. Ausgangslage
	Die Vorinstanz hat den Beschuldigten wegen des Erwerbs bzw. Verkaufs von 1'269.7 Gramm Heroingemisch mit einem Reinheitsgrad von ca. 18 % (entsprechend rund 228.55 Gramm reinem Heroin) und von 15.8 Gramm Kokaingemisch mit einem Reinheitsgrad von ca. ...

	2. Parteistandpunkte
	2.1. Die amtliche Verteidigung beantragte im Berufungsverfahren, der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten sowie einer angemessenen Geldstrafe zu bestrafen, eventualiter mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten. Die Strafen seinen ...
	2.2. Die Staatsanwaltschaft stellte im Berufungsverfahren den Antrag, der  Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten zu bestrafen, wovon  20 Monate mit einer Probezeit von 2 Jahren aufzuschieben seien. Der Beschuldigte habe während cir...

	3. Strafzumessung
	3.1. Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundlagen der Strafzumessung  richtig dargelegt und den Strafrahmen korrekt abgesteckt (vgl. Urk. 86 S. 8 ff.). Es ist demnach von einem Strafrahmen von einem Jahr bis 20 Jahre Freiheitsstrafe auszugehen, wom...
	3.2. Tatkomponente
	3.2.1. Die Ausführungen der Vorinstanz zum objektiven Verschulden sind grundsätzlichen zutreffend (Urk. 86 S. 9 ff.). Besonders hervorzuheben ist, dass der Beschuldigte eine Drogenmenge umsetzte, die deutlich über der Grenze zum schweren Fall liegt. A...
	3.2.2. Wenn die Vorinstanz bei der Beurteilung der subjektiven Tatschwere keine verschuldensmindernden Faktoren aufzählt, so ist diesen Erwägungen ohne  weiteres beizupflichten (Urk. 86 S. 12). Zu ergänzen ist einzig, dass der Beschuldigte in seiner S...
	3.2.3. Die hypothetische Einsatzstrafe nach der Beurteilung der Tatkomponente  – welche festzusetzen die Vorinstanz unterlassen hat (Urteile des Bundesgerichts 6B_865/2009 vom 25. März 2010 E.1.6.; vgl. 6B_460/2010 vom 4. Februar 2011 E.3.3.4. n.p. in...
	3.2.4. Eine solche Einsatzstrafe lässt sich auch vertreten vor dem Hintergrund des schematischen, praxisgestützten Vergleichsrahmens von Fingerhuth/Tschurr (Fingerhuth/Tschurr, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, Zürich 2007, N 30 zu Art. 47 StGB), ...
	3.2.5. Der vom Verteidiger bemühte Vergleich der im vorinstanzlichen Urteil ausgesprochenen Strafe mit der Strafe, welche mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 24. August 2010 ausgesprochen wurde, ist untauglich, da das zum Vergleich herangezoge...
	3.3. Täterkomponente
	3.3.1. Die Vorinstanz hat die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten richtig zusammen gefasst (Urk. 86 S. 13). Darauf kann zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen werden. Aktualisierend führte der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhand...
	3.3.2. Bei der im Strafregister aufgeführten Vorstrafe handelt es sich – wie die  Vorinstanz richtig erkannt hat – um das aufgehobene Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 24. August 2010 (vgl. Urk. 91; Urk. 86 S. 15). Der Beschuldigte weist korrekt...
	3.3.3. Strafmindernd fällt das Geständnis des Beschuldigten ins Gewicht. Auch die Vorinstanz hat dem Beschuldigten unter diesem Titel eine Strafminderung  zugestanden (Urk. 86 S. 15), da sie es aber unterlassen hat, nach der Tatkomponente eine Einsatz...
	3.3.4. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass im vorliegenden Fall entgegen der Verteidigung die ausländerrechtlichen Folgen einer Freiheitsstrafe keinen  zwingenden Strafzumessungsgrund darstellen und insbesondere nicht zu einer erhöhten Strafempf...
	3.3.5. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten sodann aufgrund der langen Verfahrensdauer, die der Beschuldigte nicht zu vertreten habe, eine Strafminderung zugestanden (Urk. 86 S. 15), ohne dass sie nähere Ausführungen dazu machte. Darauf näher einzuge...
	3.4. Strafart
	Bei einer Strafhöhe von 28 Monaten kommt grundsätzlich nur eine Freiheitsstrafe in Frage. Die von der Verteidigung beantragte Verbindung der Freiheitsstrafe mit einer Geldstrafe erscheint vorliegend dem Verschulden des Beschuldigten nicht angemessen. ...

	4. Vollzug
	4.1. Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, kommt bei einer Strafhöhe von 28 Monaten Freiheitsstrafe nur der teilbedingte Vollzug im Sinne von Art. 43 Abs. 1 StGB in Frage. Sie legte sodann die Voraussetzungen zur Gewährung des teilbedingten Vollzugs...
	4.2. In subjektiver Hinsicht ist für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges das Fehlen einer ungünstigen Prognose bezüglich weiterer künftiger Verbrechen oder Vergehen vorausgesetzt. Die günstige Prognose wird vermutet, doch  kann diese Vermutung ...
	4.3. Der Beschuldigte lebt derzeit von seiner Familie getrennt. Gemäss eigenen Angaben arbeite er immer noch im Autohandel und verdiene dabei fast nichts. Er sei selbständig tätig und habe keine sonstigen Einkünfte (Prot. I S. 7). Er habe sich im Drog...
	4.4. Insgesamt kann dem Beschuldigten daher noch eine positive Prognose gestellt werden, die allerdings auch von gewissen Bedenken geprägt ist (instabile persönliche Verhältnisse, ungewisse Zukunft). Daher und auch in Nachachtung des nicht zu bagatell...
	4.5. Bei der Festsetzung der Dauer der Probezeit gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB sind, wie bereits die Vorinstanz ausführte (Urk. 86 S. 17), keine Gründe ersichtlich, die eine über das Minimum hinausgehende Probezeit erfordern würden. Beim Beschuldigten ha...
	III.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 17. Mai 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte ist schuldig der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3, 4 und 5 aBetmG in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a und c aBetmG.
	2.-3. […]
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 11'000.– zu bezahlen.
	5. Die von der Kantonspolizei Zürich sichergestellten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien werden eingezogen und der Lagerbehörde (Kantonspolizei Zürich, SA4-BM1, Lagernummer …) zur Vernichtung überlassen.
	6. Die von der Kantonspolizei Zürich sichergestellte Barschaft von Fr. 21'800.–, Fr. 1'040.–, Euro 1'695.–, USD 226.–, Fr. 2'300.– und Fr. 740.– (Lagerort Kasse  Bezirksgericht, Sachkaution …) wird definitiv beschlagnahmt und zur Vollstreckung des Ur...
	7. Das von der Kantonspolizei Zürich sichergestellte Natel Sony Ericson wird eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen (Kasse Bezirksgericht, Sachkaution …).
	8. Die von der Kantonspolizei Zürich sichergestellten Gegenstände, nämlich 1 Orange-PIN-Code, div. Natelunterlagen/Abos, Klebebandrollen, 1 Reisepass Libanon,  1 SIM-Karte, 1 IPhone, 3 Natel Nokia, 1 Laptop HP und 1 Laptop Acer inkl. Kabel (Lagerort K...
	9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung, inklusive derjenigen in Verfahren Geschäfts-Nr. DG100026, werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt  eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. Über die Höhe der Kosten der  amtlichen Ver...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  363 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 16 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate abzüglich 363 Tage, die durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden s...
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung werden dem Beschuldigten zu zwei Dritteln auferlegt und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen ...
	5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten(übergeben)
	 die erbetene Verteidigung (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (übergeben)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die erbetene Verteidigung
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis
	 die Bundesanwaltschaft, 3003 Bern
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A, mit dem Hinweis, dass das vorliegende Urteil das eingetragene Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 24. August 2010 ersetzt
	 die KOST Zürich mittels Formular „Löschung des DNA-Profils und  Vernichtung des ED-Materials“ zwecks Löschung des DNA-Profils
	 die Bezirksgerichtskasse Dietikon unter Hinweis auf Ziffern 6 bis 8  des vorinstanzlichen Dispositivs
	 die Kantonspolizei Zürich unter Hinweis auf Ziffer 5 des vorinstanzlichen Dispositivs (SA4-BM1, Lagernummer …)

	6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.