# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 81c6a42c-a77a-54b7-94c4-32c4a6112783
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.11.2009 E-7045/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7045-2009_2009-11-20.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7045/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;
Gerichtsschreiber Jan Feichtinger.

A._______, geboren (...),
Côte d' Ivoire, mit zwei Aliasidentitäten,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. November 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7045/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer – ein Staatsangehöriger der Côte d' Ivoire 
mit  letztem  heimatlichem  Wohnsitz  in  Abidjan  –  erstmals  am 
18. März 1994,  in  Begleitung  seiner  damaligen  Ehefrau,  in  der 
Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass er zur Begründung seines damaligen Asylgesuchs im Wesentli-
chen geltend machte, dass er in der Heimat einen politisch motivierten 
Zeitungsartikel  verfasst  habe,  weshalb  er  inhaftiert  worden  und  ein 
Gerichtsverfahren gegen ihn eröffnet worden sei,

dass das vormalige Bundesamt für Flüchtlinge (BFF; heute BFM) mit 
Verfügung vom 18. Mai 1994 feststellte, der Beschwerdeführer erfülle 
die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  sein  Asylgesuch  ablehnte  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,  

dass  die  damalige  Schweizerische  Asylrekurskommission  (ARK)  die 
dagegen  erhobene  Beschwerde  mit  Urteil  vom  4. November 1994 
abwies, 

dass der Beschwerdeführer im Dezember 1995 in seinen Heimatstaat 
zurückkehrte  und  am  24. Dezember 1995  mit  einem Besuchervisum 
zwecks Eheschliessung erneut in die Schweiz einreiste, 

dass  die  geplante  Heirat  in  der  Folge  nicht  zustande  kam  und  der 
Beschwerdeführer  am  28. Dezember 1995  an  der  Ausreise  nach 
Italien gehindert  wurde,  wobei  er  gefälschte Identitätsdokumente bei 
sich trug,  

dass er am (...) 1998 die Schweizer Bürgerin B._______ heiratete, er 
in  der  Folge  eine  Aufenthaltsbewilligung  B  und  am  (...)  2003  eine 
Niederlassungsbewilligung C erhielt,

dass die Ehe am (...) 2004 geschieden wurde und der Beschwerdefüh-
rer  am  (...) 2004  die  ebenfalls  aus  Côte  d'  Ivoire stammende 
C._______  heiratete,  die  aufgrund  ihrer  vormaligen  Ehe  mit  einem 
Schweizer Bürger das Aufenthaltsrecht erhalten hatte und mit  der er 
ein gemeinsames Kind – D._______, geboren am (...) 2004 – erwarte-
te,

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dass  das  Migrationsamt  des  Kantons  Zürich  am  (...) 2006  die 
Niederlassungsbewilligung  des  Beschwerdeführers  mit  der  Begrün-
dung, er habe diese missbräuchlich, unter Vortäuschung falscher res-
pektive Verschweigen wesentlicher Tatsachen erschlichen, widerrief,

dass das nachfolgende Rekurs-  respektive Beschwerdeverfahren mit 
letztinstanzlichem  abschlägigen  Urteil  des  Bundesgerichts  vom 
18. Juni 2009 abgeschlossen wurde,

dass die hierauf ergangene Wegweisungsverfügung des Migrationsam-
tes des Kantons Zürich vom 17. Juli 2008, welche auch für die Ehefrau 
sowie das gemeinsame Kind galt, vom BFM hinsichtlich der Ausreise-
frist bis zum 31. August 2008 bestätigt  und auf die gesamte Schweiz 
ausgedehnt wurde,

dass  die  Ehe des Beschwerdeführers  am (...) 2009  geschieden und 
das Sorgerecht für das gemeinsame Kind der Kindsmutter übertragen 
wurde,

dass der Beschwerdeführer am 13. Mai 2009 durch die Kantonspolizei 
Zürich verhaftet sowie in Vorbereitungshaft gesetzt wurde, und er an-
lässlich der am folgenden Tag durchgeführten polizeilichen Einvernah-
me  zu  Protokoll  gab,  in  der  Schweiz  ein  neuerliches  Asylgesuch 
stellen zu wollen,

dass am 5. Juni 2009 (...), wo sich der Beschwerdeführer in Ausschaf-
fungshaft befindet, die Anhörung zu den Asylgründen durch das BFM 
stattfand,

dass er  dabei  zur  Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen 
geltend machte, nach Abschluss seines ersten Asylverfahrens sei  er 
für eine Woche nach Abidjan zurückgekehrt,  um ein Visum für seine 
Heirat in der Schweiz zu besorgen, seit Dezember 1995 habe er sich 
ununterbrochen in der Schweiz aufgehalten,

dass  er  nicht  nach  E._______  zurückkehren  könne,  nachdem  er 
bereits  16 Jahre in  der  Schweiz gelebt  habe und auch seine in  der 
Schweiz lebenden Kinder ihren Vater bräuchten,

dass  in  seiner  Herkunftsregion  E._______  Rebellen  (...)  seien,  und 
sein Bruder F._______ bei einem Heimatbesuch im letzten Jahr gese-
hen habe, wie Rebellen aus dem Haus der Familie gekommen seien, 

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dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom 3. November 2009  –  eröffnet  am 
6. November 2009 – in Anwendung von Art. 33 des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass es zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwerde-
führer  bezwecke mit  der  Einreichung  seines  Asylgesuchs offensicht-
lich, den drohenden Vollzug seiner Wegweisung zu vermeiden, zumal 
er  es  erst  im  Rahmen  der  behördlichen  Einvernahme  vom 
14. Mai 2009, mithin in engstem zeitlichen Zusammenhang mit der am 
Vortag erfogten Verhaftung und dem drohenden Wegweisungsvollzug 
eingereicht habe, 

dass  es ihm möglich und zumutbar gewesen wäre, bereits zu einem 
früheren  Zeitpunkt  um  Asyl  nachzusuchen,  zumal  ihm  die  auf  den 
31. August 2008 angesetzte Ausreisefrist längst bekannt gewesen sei, 

dass  zudem  seinen  Angaben  anlässlich  der  Anhörung  vom 
5. Juni 2009 keine Hinweise auf Verfolgung zu entnehmen seien,

dass deshalb auf  das Asylgesuch in  Anwendung von Art. 33 Abs. 1 
AsylG nicht einzutreten sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  aus  dem Recht  auf  Einheit  der  Familie 
gemäss Art. 8 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  keinen  An-
spruch auf Anwesenheit in der Schweiz ableiten könne, da keine enge 
Beziehung  zu  seinen  Kindern  bestehe  und  für  seine  letzte  Ehefrau 
sowie das gemeinsame Kind ebenfalls eine rechtskräftige Wegweisung 
nach Abidjan vorliege, womit das geltend gemachte Recht auf Famili-
enleben  dem öffentlichen  Interesse  der  Schweiz  an  seiner  Wegwei-
sung unterzuordnen sei,

dass schliesslich darauf hinzuweisen sei, dass die kantonale Wegwei-
sungsverfügung vom Bundesgericht bestätigt worden sei,

dass ferner keine Anhaltspunkte für eine dem Beschwerdeführer dro-
hende,  gegen  Art.  3  EMRK  verstossende  Strafe  oder  Behandlung 
vorlägen  und  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch 
individuelle  Gründe  gegen  eine  Rückkehr  des  Beschwerdeführers 
nach Côte d' Ivoire sprächen,

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dass sich der Vollzug der Wegweisung nach Abidjan als zumutbar er-
weise, da er dort vor seiner Ausreise mehrere Jahre gelebt habe, wie 
er entgegen seiner jüngsten Angaben anlässlich seines ersten Asylge-
suchs explizit zu Protokoll gegeben habe,

dass sich mithin ein Vollzug der Wegweisung als zulässig,  zumutbar 
und möglich erweise, 

dass der Beschwerdeführer mit an das Bundesverwaltungsgericht ge-
richteter Eingabe vom 10. November 2009 (Poststempel) Beschwerde 
erhob und sinngemäss beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzu-
heben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen; eventualiter sei der Vollzug der Wegweisung infolge Unzuläs-
sigkeit  und  Unzumutbarkeit  zugunsten  einer  vorläufigen  Aufnahme 
auszusetzen, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf das Asylgesuch einer Person, die sich illegal in der Schweiz 
aufhält,  nicht eingetreten wird, wenn sie offensichtlich bezweckt,  den 
drohenden Vollzug einer Wegweisung oder Ausweisung zu vermeiden 
(Art. 33 Abs. 1 AsylG),

dass  mithin  jene  Asylgesuche  erfasst  werden,  die  von  einer  in  der 
Schweiz  nicht  aufenthaltsberechtigten  Person  einzig  zum Zweck der 
Verzögerung einer allfällig drohenden Weg- oder Ausweisung gestellt 
werden,

dass ein solcher Zweck zu vermuten ist, wenn das Gesuch in engem 
zeitlichem Zusammenhang mit einer Verhaftung, einem Strafverfahren, 
dem Vollzug  einer  Strafe  oder  dem Erlass  einer  Wegweisungsverfü-
gung eingereicht wird (Art. 33 Abs. 2 AsylG),

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dass diese Missbrauchsvermutung umgestossen werden kann,  wenn 
eine frühere Einreichung des Gesuches nicht  möglich oder nicht  zu-
mutbar war oder sich Hinweise auf eine Verfolgung ergeben (Art. 33 
Abs. 3 AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung dargelegt hat, weshalb 
die  Voraussetzungen  für  einen  Nichteintretensentscheid  gemäss 
Art. 33 AsylG gegeben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen 
und der Vollzug anzuordnen ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  das  vorliegende  Asylgesuch  erst  am 
14. Mai 2009, dem Folgetag seiner Verhaftung, gestellt hat, 

dass somit – wie von der Vorinstanz zutreffend festgestellt – ein enger 
zeitlicher  Zusammenhang  zwischen  der  Verhaftung,  der  drohenden 
Rückführung in das Heimatland und der Asylgesuchseinreichung be-
steht, 

dass die Vermutung, der Beschwerdeführer versuche den drohenden 
Wegweisungsvollzug zu verzögern oder zu vereiteln auch durch den 
Umstand erhärtet wird, dass er nunmehr behauptet, niemals eine Iden-
titätskarte besessen zu haben (B16 S. 9), obschon er eine solche im 
Verlauf seines ersten Asylverfahrens zu den Akten gegeben hat,  

dass es dem Beschwerdeführer  offensichtlich  möglich  und zumutbar 
gewesen wäre, sein Asylgesuch früher zu stellen, zumal er sich bereits 
seit  dem 24. Dezember 1995 wieder in der Schweiz aufhielt  und ihm 
überdies mit Schreiben des Migrationsamtes der Kantons Zürich vom 
17. Juli 2008  mitgeteilt  wurde,  dass  er  die  Schweiz  per  31. Au-
gust 2008 zu verlassen habe (vgl. Art. 33 Abs. 3 Bst. a),

dass sodann aus den Aussagen des Beschwerdeführers - wie die Vor-
instanz zutreffend festgestellt hat - auch bei Anwendung eines tiefen, 
gegenüber der Glaubhaftmachung nochmals reduzierten Beweismass-
stabes (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 4 S. 107 f.) vorliegend keine Hin-
weise auf Verfolgung ersichtlich sind, 

dass bei  der  Prüfung von Hinweisen auf  Verfolgung gemäss Art. 33 
Abs. 3 Bst. b AsylG nach Praxis derselbe weite Verfolgungsbegriff wie 
in Art. 18, Art. 23 Abs. 3 und Art. 34 Abs. 2 AsylG zur Anwendung ge-
langt  (vgl.  EMARK 2004  Nr. 35  E. 4.3.  S. 247),  welcher  nicht  bloss 
ernsthafte  Nachteile  nach Art.  3  AsylG,  sondern  auch die von Men-

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schenhand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von 
Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4  des Bundesgesetzes 
vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer 
(AuG, SR 142.20) umfasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 3c.aa S. 35 f., 
EMARK 2004 Nr. 35 ebenda),

dass der Beschwerdeführer vorliegend – im Gegensatz zu seinen Vor-
bringen im ersten Asylverfahren – keine gezielt  gegen ihn gerichtete 
Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG geltend macht, sondern lediglich 
auf  die  Aktivitäten  (...)  Rebellen  in  E._______,  mithin  auf  die 
allgemeine Lage in seiner Herkunftsregion, verweist,  

dass das BFM in  Berücksichtigung der  oben umschriebenen Praxis, 
welche  sich  auch  heute  noch  als  zutreffend  erweist,  zu  Recht  zum 
Schluss gekommen ist, es lägen keine Hinweise auf Verfolgung vor, da 
sich sich die Vorbringen des Beschwerdeführers lediglich auf die allge-
meine  Situation  in  E._______,  mithin  einem  Landesteil  der 
Côte d' Ivoire,  in  welchen  er  gerade  nicht  weggewiesen  werden  soll 
(vgl. hierzu die nachstehenden Ausführungen), beziehen, 

dass keine Veranlassung besteht,  auf  die wenig sachdienlichen Aus-
führungen in der Rechtsmitteleingabe, in welchen der Beschwerdefüh-
rer etwa die Bedingungen erläutert,  unter welchen er zu einer Rück-
kehr bereit  wäre,  einzugehen, weil  sie  am zutreffenden Schluss des 
BFM,  es  lägen  keine  Hinweise auf  Verfolgung  im Sinne  von Art.  33 
Abs. 2 Bst. b AsylG vor, nichts zu ändern vermögen, 

dass zur Vermeidung von Wiederholungen ausserdem auf die zutref-
fenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass das BFM damit  zu Recht  in Anwendung von Art. 33 AsylG auf 
das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen des AuG über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 
44 Abs. 2 AsylG),

dass die Anordnung der Wegweisung die gesetzliche Regelfolge des 
Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ist  (Art.  44  Abs. 1  AsylG),  wenn 

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sich der Asylsuchende nicht im Besitz einer fremdenpolizeilichen Auf-
enthaltsbewilligung befindet, 

dass der Beschwerdeführer über keine derartige Bewilligung verfügt, 
und auch keinen Anspruch auf eine solche geltend machen kann, wes-
halb die von der Vorinstanz ausgesprochene Wegweisung im Einklang 
mit  den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (vgl. 
EMARK 2001 Nr. 21), 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass   das  in  Art. 5  Abs. 1  AsylG verankerte  Prinzip  des  flüchtlings-
rechtlichen Non-Refoulements keine Anwendung findet und keine An-
haltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von 
Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die ihm im Heimatstaat droht,  zumal – 
wie vorstehend aufgezeigt – keine Hinweise auf Verfolgung vorliegen,

dass der Beschwerdeführer auch aus Art. 8 EMRK keinen Anspruch 
auf Verbleib in der Schweiz abzuleiten vermag, wobei zur Begründung 
auf die zutreffenden Erwägungen des BFM verwiesen werden kann,

dass sich der Vollzug der Wegweisung für Ausländer als unzumutbar 
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situa-
tionen wie Krieg, Bürgerkrieg,  allgemeiner Gewalt  und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass in Bezug auf die gegenwärtige  allgemeine Menschenrechtslage 
in Côte d'Ivoire auf die vom Bundesverwaltungsgericht vorgenommene 
Lageeinschätzung im Urteil vom 28. Januar 2008 (D-4477/2006 E. 8.2 
und 8.3) verwiesen werden kann, 

dass das Bundesverwaltungsgericht  in diesem Urteil  feststellte,  dass 
im Rahmen des Abkommens von Ougadougou vom März 2007, wel-
ches  – im Unterschied zu früheren Übereinkommen – die wichtigsten 
politischen Akteure in der Regierung vereint, die politische Lage deut-
lich stabilisiert werden konnte und sich die allgemeine Sicherheits- und 
Menschenrechtslage  positiv  entwickelt  hat,  weshalb  in  Côte  d'Ivoire 
keine Kriegs- oder Bürgerkriegssituation und auch keine Situation all-
gemeiner Gewalt herrsche, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die Rückkehr von jungen, gesun-
den Männern nach Abidjan im zitierten Urteil als grundsätzlich zumut-
bar erachtete, wenn sie bereits vor ihrer  Ausreise dort  gelebt  haben 
oder dort über ein familiäres Beziehungsnetz verfügen, 

dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben im vorliegenden 
Asylverfahren  bis  zu  seiner  Ausreise  1994  im  Dorf  G._______ 
(Unterpräfektur  H._______,  Departement  E._______)  gelebt  haben 
will  (B16  S.  3),  wohingegen  er  im  Rahmen  seines  ersten 
Asylverfahrens ausdrücklich dargelegt hatte, er habe sich ab 1990 und 
bis  zu  seiner  Ausreise  in  I._______,  einem  Stadtteil  von  Abidjan, 
aufgehalten (A5 S. 5),

dass  angesichts  der  lückenlosen  Darstellung  seiner  Tätigkeiten  in 
I._______  anlässlich  des  ersten  Asylverfahrens  die  Annahme  des 
BFM, der Beschwerdeführer habe die letzten Jahre vor seiner Ausreise 
in Abidjan gelebt und die eigene Biografie im Hinblick auf den drohen-
den Wegweisungsvollzug angepasst, nicht von der Hand zu weisen ist, 

dass  zur  Begründung  im Weiteren  auf  die  zutreffenden  vorinstanzli-
chen Erwägungen verwiesen werden kann,

dass  die  Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Vollzugs 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 AuG) grundsätzlich von Amtes we-
gen zu prüfen sind, diese Untersuchungspflicht jedoch nach Treu und 
Glauben ihre Grenzen an der  Mitwirkungspflicht  der  beschwerdefüh-
renden Person findet (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Substan-
ziierungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es nicht Sache der Asylbehörden 

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sein  kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  hypotheti-
schen Herkunftsländern respektive -regionen zu forschen,

dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung  sowie  der  widersprüchlichen  Bezeichnung  seines  letzten 
Wohnorts  zu tragen hat,  indem vermutungsweise  davon auszugehen 
ist,  er  habe  die  letzten  Jahre  vor  seiner  Ausreise  in  Abidjan  zuge-
bracht,

dass der vom BFM verfügte Wegweisungsvollzug demnach zu bestäti-
gen ist,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelungen ist darzutun, in-
wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder un-
angemessen ist  (Art. 106 AsylG),  weshalb die Beschwerde abzuwei-
sen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und (...). 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Jan Feichtinger

Versand:

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