# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a08d6cd5-3f97-5cf9-bba1-2c629534deea
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.08.2010 C-3175/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3175-2008_2010-08-25.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3175/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  A u g u s t  2 0 1 0

Richter Alberto Meuli (Vorsitz), Richter Francesco 
Parrino, Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiber Jean-Marc Wichser.

X._______,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. Iur. Dominik Schorno, 
Merkatorium, St. Leonhardstrasse 32, 9001 St. Gallen,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV-Leistungen.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3175/2008

Sachverhalt:

A.

A.a Der  am  NN.  geborene,  verheiratete  österreichische 
Staatsangehörige X._______,  der  seit  März 1980 als  Fliesenleger  – 
und Grenzgänger - in der Schweiz gearbeitet und obligatorische Bei-
träge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-
sicherung (AHV/IV)  entrichtet  hatte,  meldete  sich am 10. April  2006 
bei  der  Sozialversicherungsanstalt  des  Kantons  St.  Gallen  (nachfol-
gend SVA SG) zum Bezug einer schweizerischen Invalidenrente an. Im 
Wesentlichen  machte  er  dabei  geltend,  dass  er  an  chronischen 
Schmerzen an der Wirbelsäule im Bereiche des Kreuzes und an Artho-
se in der linken Hüfte leide und seit dem 8. November 2005 arbeitsun-
fähig  sei (act. 2 und 13 SVA SG).

A.b In der Folge zog die SVA SG verschiedene Unterlagen wirtschaft-
lichen und medizinischen Inhalts zu den Akten, insbesondere:

- einen von der Arbeitgeberin, der Y._______ (SG) am  28. April 2006 
ausgefüllten  Fragebogen,  wonach  der  Versicherte  dort  seit  dem  3. 
November 1980 als Plattenleger und Magaziner tätig war, seit anfangs 
November  2008  jedoch  aus  gesundheitlichen  Gründen  nur  noch  zu 
50% bei der Arbeitgeberin arbeite (act. 18 SVA SG);

- zwei Krankenkarten der Allianz vom 23. November 2005 und vom 8.  
Februar  2006,  wonach  der  Versicherte  zwischen  dem  8.  November 
2005  bis  zum 3. März  2006 zu 100% krankgeschrieben  war  (act. 6 
SVA SG); 

-  einen  Mitte  Juli  2006  von  Dr.  med.  M._______  ausgefüllten  Arzt -
bericht  mit  Beiblatt,  woraus  hervorgeht,  dass  X._______  an  einem 
LWS-Syndrom bei massiver linkskonvexer Skoliose, einer Koxarthrose 
links und einem Ballen-Hohlfuss links leide, die bisherige Tätigkeit nur  
durch Reduktion der Arbeitsleistung auf 50% zumutbar sei,  aufgrund 
der schweren Rotationsskoliose sowie der Koxarthrose langfristig eine 
Invalidität  zu erwarten,  aber leichte Arbeiten in wechselnder  Körper-
haltung während 4 Stunden täglich zumutbar seien (act. 24 SVA SG);

- ein von der SVA SG in Auftrag gegebenes orthopädisches Gutachten 
von Dr. med. N._______ vom 5. Januar 2007, wonach im Wesentlichen 

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die  bereits  diagnostizierten  Leiden  einer  massiven  Spondylarthrose 
L4/5  und  Osteochondrose  sowie  einer  Gelenkssubluxation  und 
Pseudoventrolisthesis  mit  mediorechtsseitiger  Begleitdiskushernie, 
eines  Klumpfusses  links  mit  Inkongruenz  und  Arthrose  des  oberen 
Sprunggelenks,  einer   Subluxation  im  MP-Gelenk  IV  und  Chon-
dropathie Grad II im unteren Sprunggelenk, einer Osteochondrose der 
mittleren  Brustwirbelsäule  mit  rechtskonvexer  Skoliose  und  Lordose, 
massiven Lymphödeme beider  Unterschenkel  sowie einem Senkfuss 
rechts bestätigt wurden, und der Versicherte aufgrund dieser Diagno-
sen in seiner körperlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt und des-
halb seit Juli 2006 nur noch zu 50% arbeite; Dr. N._______ kam in sei-
nem Gutachten  zum  Schluss,  dass  körperlich  leichte  Tätigkeiten  in 
temperierten  Räumen,  die  abwechslungsweise  sitzend  und  stehend 
oder gehend durchgeführt werden, dem Versicherten bei voller Stun-
denpräsenz zu ca. 80% zugemutet werden könnten, solange er keine 
speziell  gebeugte Körperhaltungen einnehme, keine Lasten von über 
10 kg tragen und nicht auf unebenem Boden laufen müsse, wogegen 
die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bei voller Stunden-
präsenz noch ca. 35% betrage (act. 29 SVA SG);

-  eine  Stellungnahme  von  Dr.  med.  O._______  des  regionalen 
ärztlichen Dienstes  (RAD) Ostschweiz vom 14. März 2007,  wonach 
das in Auftrag gegebene orthopädische Gutachten von Dr. N._______, 
welches  in  Kenntnis  und  unter  Berücksichtigung  aller  Akten  sowie 
nach  persönlicher  Befragung  und  Untersuchung  des  Versicherten 
erstellt  worden  sei,  widerspruchsfrei  sei  und  deren  medizinischen 
Schlussfolgerungen  gut  nachvollziehbar  seien;  insbesondere  sei  die 
Einschätzung  nachvollziehbar,  dass  der  Versicherte  in  einer 
leidensangepassten  Tätigkeit  eine  Arbeitsfähigkeit  von  ca.  80% 
erreichen könne (act. 32 SVA SG);

- einen Bericht der Berufsberaterin P.______ vom 4. Juli 2007, wonach 
der Antragsteller seine Restarbeitsfähigkeit am besten beim bisherigen 
Arbeitgeber  verwerten  könne,  da für  eine Umschulung in  eine neue 
Tätigkeit  seine  kognitiven  Fähigkeiten  begrenzt  seien  und  die 
körperlichen sowie intellektuellen Voraussetzungen dafür fehlen wür-
den, zumal auch das gegenwärtige berufliche Umfeld ihn stark trage 
und der Arbeitgeber bereit  sei, ihn bei 50% Lohn im Rahmen seiner 
körperlichen Möglichkeiten weiter zu beschäftigen, sodass mit einem 
zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 28'512.-- (50% des Validen-

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einkommens  von Fr. 57'024.--)  die  Zusprechung  einer  halben  Invali -
denrente angezeigt sei (act. 38 SVA SG);

-  zwei  ärztliche  Gutachten  von  Dr.  med.  R._______  und  Dr.  med. 
S._______  zu  Handen  der  Pensionsversicherungsanstalt  Vorarlberg, 
worin bereits bekannte Diagnosen im Wesentlichen bestätigt  wurden 
und zudem festgehalten wurde, dass dem Versicherten nur mehr leich-
te Tätigkeiten, einhergehend mit leichten bis fallweise mittelschweren 
Hebe-  und  Trageleistungen  in  wechselnder  Körperhaltung,  zumutbar 
seien (act. 48, 49 SVA SG).

A.c Gestützt auf diese Unterlagen teilte die SVA SG dem Versicherten 
mittels zwei je vom 3. August 2007 datierten Vorbescheiden mit, dass 
er zum einen keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen habe, da er 
angemessen in seiner  bisherigen Arbeitgeberfirma eingegliedert  sei, 
und zum andern keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe ange-
sichts dessen, dass es ihm bei einer leidensadaptierten Tätigkeit zu-
mutbar  sei,  eine  80%-ige Leistung  zu  erbringen,  mit  welcher  er  ein 
rentenausschliessendes  Einkommen  erzielen  würde.  Das  zumutbare 
Erwerbseinkommen betrage  nämlich  ohne  Behinderung  Fr. 57'708.-- 
und mit Behinderung Fr. 42'500.--, was einer Erwerbseinbusse von Fr. 
15'208.--  respektive einem Invaliditätsgrad von 26% entspreche (act. 
51 und 53 SVA SG).

A.d Mit  Eingabe  vom  7.  September  2007  liess  X._______  durch 
seinen  Rechtsvertreter  zu  den  beiden  Vorbescheiden  dahingehend 
Stellung nehmen, dass er bei der bisherigen Arbeitgeberfirma lediglich 
zu 50% arbeiten könne, womit er nicht in der Lage sei, ein rentenaus -
schliessendes Einkommen zu erzielen. Dazu sei der Einkommensver-
gleich nicht nachvollziehbar. Einerseits basiere das angegebene Brut-
toeinkommen auf den Monatslohn, den er bei seiner Arbeitgeberin im 
Jahre 2005 erzielt habe und angesichts der zwischenzeitlichen Teue-
rung angepasst  werden müsse. Andererseits  stelle  das Invalidenein-
kommen auf die Lohnstrukturerhebung 2004 statt auf die Datensamm-
lung DAP (Dokumentation von Arbeitsplätzen) ab, welche Hinweise auf 
konkrete  Arbeitsplätze  gebe,  die  dem  Versicherten  zumutbar  seien. 
Deshalb  seien die  beiden  Vorbescheide zu überprüfen (act.  59  SVA 
SG).

Seine Stellungnahme vom 7. September 2007 ergänzte der Versicher-
te mit  einer weiteren Eingabe vom 26. Oktober 2007, mit  welcher er 
eine ärztliche  Bestätigung von Dr. M._______ vom 29. August 2007 

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ins  Recht  legte,  wonach  er  schwerwiegende  Beschwerden  aus 
orthopädischer  Sicht  aufweise,  welche  die  Zusprechung  einer 
Invalidenrente  rechtfertigen  würden  (act.  62,  63  SVA SG). Derselbe 
Orthopäde  wies  in  einer  weiteren  ärztlichen  Bestätigung  vom  2. 
November 2007 auf  eine Verschlechterung der  Schmerzsymptomatik 
hin, so dass X._______ nur noch halbschichtig leichte Tätigkeiten in 
wechselnder Körperhaltung durchführen könne (act. 65 SVA SG).

A.e  Am 29. November  2007 nahm der  RAD-Arzt  Dr. O._______ zu 
den  zwischenzeitlich  eingegangenen  -  und  auch  von  der 
Pensionsversicherungsanstalt Landesstelle Vorarlberg im Hinblick auf 
die Zusprechung einer österreichischen Rente eingeholten - ärztlichen 
Gutachten  Stellung  und  wies  insbesondere  auf  doch  recht 
ausgeprägte Lymphödeme hin, welche Beschwerden es rechtfertigen 
würden,  das  Ausmass  der  Arbeitsfähigkeit  in  einer  angepassten 
Tätigkeit  um  10%  zu  senken,  also  mit  70%  zu  bemessen.  Eine 
weitergehende  Herabsetzung  müsse  jedoch  mittels  orthopädisch-
angiologischem Gutachten geprüft werden (act. 67 SVA SG).

A.f Mit Vorbescheid vom 30. Januar 2008 – der die vormaligen Vorbe-
scheide  vom 3. August  2007  ersetzte  -  teilte  die  SVA SG dem An-
tragsteller  mit,  dass  ihm  mit  vorgesehenem  Entscheid  ab  dem  1. 
November 2006 eine Viertelsrente zugesprochen werde, dies aufgrund 
des Befunds, dass er seit dem 8. November 2005 nicht mehr als Bo-
denleger tätig sein, hingegen eine leichtere, leidensangepasste Tätig-
keit zu 70% ausüben könne. Aufgrund eines durchgeführten Einkom-
mensvergleichs zwischen einem zumutbaren Erwerbseinkommen ohne 
Behinderung von Fr. 57'708.-- und einem solchen mit Behinderung von 
Fr. 34'336.--  mit  einem höchstmöglichen  Leidensabzug  von 15% für 
leichtere Tätigkeit  mit  vermehrten Pausen habe sich ein  Invaliditäts -
grad von 40% ergeben (act. 74 SVA SG). 

Dem Versicherten wurde mit  demselben Vorbescheid mitgeteilt,  dass 
das Leistungsbegehren um die Zusprechung von beruflichen Einglie-
derungsmassnahmen abgewiesen werde (vgl. act. 75 SVA SG),  was 
mit – inzwischen rechtskräftiger - Verfügung vom 12. Februar 2008 be-
stätigt wurde (act. 79 SVA SG).

B.
Mit Verfügung vom 14. April 2008 sprach sodann die für Grenzgänger 
zuständige IV-Stelle für Versicherte im Ausland X.______ mit Wirkung 
ab dem 1. November 2006 eine ordentliche Viertelsrente  ausgehend 

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von  einem  Invaliditätsgrad  von  40%  zu.  Gemäss  dem  bereits  im 
Vorbescheid  vom 30. Januar  2008  dargestellten  Abklärungsergebnis 
sei  der  Anspruchsteller  nämlich  seit  November  2005  (Beginn  der 
einjährigen  Wartezeit)  in  seiner  Arbeitsfähigkeit  erheblich  einge-
schränkt. So könne er seit diesem Zeitpunkt nicht mehr als Bodenleger 
tätig sein. Hingegen sei es ihm zumutbar, in einer leidensangepassten 
Tätigkeit eine 70%-ige Leistung zu erbringen; unter Berücksichtigung 
eines  Leidensabzuges  erleide  er  eine  Erwerbseinbusse  von  Fr. 
23'372.-- (Differenz zwischen dem Erwerbseinkommen ohne Behinde-
rung von Fr. 57'708.-- und mit Behinderung von Fr. 34'336.--), was den 
besagten Invaliditätsgrad von 40% ergebe (act. 81 und 83 SVA SG).

C.

C.a Gegen  die  Verfügung  der  IV-Stelle  vom  14.  April  2008  liess 
X._______ (nachfolgend der Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 14. 
Mai 2008  beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und 
die Aufhebung der angefochtenen Verfügung insoweit beantragen, als 
dem Beschwerdeführer anstelle einer Viertelsrente eine halbe Rente 
zu  gewähren  sei.  Eventualiter  sei  die  Streitsache  zur  neuen 
medizinischen  Abklärung  und  anschliessenden  neuen  Verfügung  an 
die Vorinstanz zurückzuweisen (act. 1).

Dabei  machte  er  im  Wesentlichen  geltend,  dass  der  Orthopäde  Dr. 
M._______, bei welchem der Beschwerdeführer seit mehreren Jahren 
in Behandlung sei, in seinem Bericht vom 2. November 2007 festhalte, 
dass  die  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  auf  unter  50% 
gefallen  sei.  Sodann  habe  der  RAD  in  seinem  Bericht  vom  29. 
November 2007 festgehalten,  dass die Auffassung des von der SVA 
SG zugezogenen Gutachters Dr. N._______, wonach die diagnostizier-
ten  massiven  Lymphödeme  keinen  Einfluss  auf  die  Arbeitsfähigkeit 
hätten, den medizinischen Abklärungen widerspreche, welche die Pen-
sionsversicherungsanstalt  Landesstelle  Vorarlberg  Ende 2006 durch-
führen liess. Aufgrund dieser medizinischen Unterlagen hätten die be-
schriebenen Ödeme nämlich  im  Gegenteil  einen  hohen Einfluss  auf 
die  Arbeitsfähigkeit.  Der  RAD-Arzt  Dr.  O._______  schätzte  die  Ar-
beitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit deshalb um 10% tiefer ein 
als Dr. N._______, und zwar alleine aufgrund der Akten ohne eigene 
Untersuchung. Eine weitergehende Herabsetzung sei vorbehalten wor-
den.  Eine  orthopädisch-angiologische  Untersuchung  sei  bis  anhin 
nicht durchgeführt worden, womit die angefochtene Verfügung auf un-

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vollständigen  medizinischen  Abklärungen  beruhe.  Zudem  sei  diese 
Verfügung  widersprüchlich,  da  der  Beschwerdeführer  am  bisherigen 
Arbeitsplatz bestmöglichst integriert  sei und die Arbeitgeberin diesen 
Arbeitsplatz angepasst habe, welcher denn auch für den Einkommens-
vergleich als Grundlage dienen müsse. Die Leistungsfähigkeit betrage 
dort bloss 50%. Es gehe nicht an, dem Beschwerdeführer eine höhere 
Arbeitsfähigkeit zu unterstellen, diesem aber die entsprechenden be-
ruflichen Massnahmen zu verweigern. Im Übrigen sei die Datensamm-
lung DAP heranzuziehen.

C.b Mit  ergänzender  Eingabe  vom  27.  Juni  2008  reichte  der  Be-
schwerdeführer  ein  weiteres,  am  13.  Juni  2008  von  Dr.  M._______ 
erstelltes orthopädisches Gutachten ein,  wonach im Vordergrund die 
schweren degenerativen Veränderungen im Segment L5/S1 stünden, 
welche  zur  Folge  hätten,  dass  dem  Beschwerdeführer  sitzende 
Tätigkeiten  nur  vorübergehend  zugemutet  werden  könnten.  Auch 
länger  dauernde  stehende  und  gehende  Tätigkeiten  seien  nicht 
möglich.  Aufgrund  dieser  Einschränkungen  seien 
Verweisungstätigkeiten  eigentlich  nicht  zumutbar.  Dass  der 
Beschwerdeführer  überhaupt  arbeite,  sei  seiner  hohen  Arbeitsmoral 
zuzuschreiben (act. 8).

D.
Mit  Vernehmlassung vom 18. August 2008 beantragte die Vorinstanz 
gestützt auf die Stellungnahme der SVA SG vom 15. August 2008 nicht 
nur die Abweisung der Beschwerde, sondern gar – im Sinne einer re-
formatio in peius – dass festzustellen sei, dass der Beschwerdeführer 
keinen Anspruch auf  eine Invalidenrente habe. Die SVA, die sich im 
Wesentlichen auf den ärztlichen Bericht vom 7. August 2008 (vgl. act.  
94 SVA SG) stützt (wonach die von Dr. med. N._______ gemachten 
Schlussfolgerungen  plausibel  sind),  geht  davon  aus,  dass  es  keine 
Hinweise gebe, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerde-
führers  seit  dem Gutachten  von  Dr. med.  N._______  verschlechtert 
habe. Der Beschwerdeführer leide seit 1982 an Lymphödeme an den 
Unterschenkeln und arbeitete trotzdem bis November 2005 in vollem 
Ausmass als Plattenleger. Die Reduktion des Arbeitspensums auf 50% 
sei  anschliessend vor allem wegen der  Schmerzen im lumbalen Be-
reich erfolgt. Deshalb würden sich keine angiologischen Untersuchun-
gen aufdrängen. Das Gutachten von Dr. med. M._______ vom 27. Juni 
2008  enthalte  keine  objektiv  feststellbaren  Gesichtspunkte,  die  im 

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Rahmen von früheren Begutachtungen unerkannt geblieben oder ge-
eignet seien, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (act. 10).

E.
Mit Replik vom 6. Oktober 2008 (vgl. act. 14) liess der Beschwerdefüh-
rer an seinen Anträgen und an der Beschwerdebegründung festhalten.

Dazu  brachte  er  im  Wesentlichen  noch  vor,  dass  das  Gutachten 
N._______  unvollständig  und  veraltet  sei.  Ein  angiologisches 
Gutachten  sei  nach  wie  vor  notwendig.  Des  Weiteren  arbeite  der 
Beschwerdeführer  nicht  50%,  sondern  ein  volles  Pensum,  aber 
erbringe dabei  eine halbe Arbeitsleistung,  und zwar in  einem neuen 
Arbeitsbereich.  Durch  die  konkrete  berufliche  Integration  komme  er 
seiner Schadenminderungspflicht vollumfänglich nach.

Zudem machte der Beschwerdeführer geltend, dass die von der Vorin-
stanz beantragte reformatio in peius unbegründet sei. Der RAD habe 
dargelegt,  weshalb zusätzlich zum Gutachten von Dr. N._______ die 
Arbeitsfähigkeit  um  10%  reduziert  werden  müsste.  Die  Vorinstanz 
habe sich mindestens auf ihre Verfügung behaften zu lassen.

Im Übrigen liege der ermittelte Validenlohn von Fr. 57'708.-- deutlich, 
nämlich um 17% unter dem branchenüblichen Verdienst  von männli -
chen  Fachkräften  mit  langjähriger  Berufserfahrung  im  Baugewerbe. 
Gemäss  der  Lohnstrukturerhebung  2006,  Privater  Sektor,  Anforde-
rungsniveau 3, Zeile 45, betrage der Median-Lohn Fr. 5'422.--, mithin 
Fr. 69'130.-- im Jahr bei branchenüblichen 42,5 Std. in der Woche. Da-
mit müsse auch der Tabellenlohn als Basis für den Invalidenlohn um 
17%  reduziert  und  mit  0.7  Arbeitsfähigkeit  und  0.75  Leidensabzug 
multipliziert  werden,  was  Fr. 26'289.--  ergebe. Die  Erwerbseinbusse 
von Fr. 31'419.-- (Fr. 57'708.-- minus Fr. 26'289.--) ergebe einen Invali-
ditätsgrad von 54%. Damit habe der Beschwerdeführer selbst dann ei-
nen Anspruch auf eine halbe IV-Rente, wenn die bisherige Tätigkeit als 
im Sinne der Schadenminderungspflicht ungenügend beurteilt würde.

F.
Mit Eingabe vom 28. Oktober 2008 erklärte die Vorinstanz, auf die Ein-
reichung einer Duplik zu verzichten (act. 16).

G.
Den mit Zwischenverfügung vom 23. Mai 2008 vom zuständigen Inst -

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ruktionsrichter geforderten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- 
hat der Beschwerdeführer fristgemäss überwiesen (act. 2, 4).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021). Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören jene der IV-Stelle 
für Versicherte im Ausland, die zu den Vorinstanzen des Bundesver-
waltungsgerichts gehört (Art. 33 lit. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. 
b  des  Bundesgesetzes  über  die  Invalidenversicherung  vom 19. Juni 
1959 [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, 
ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG).

1.2 Das VwVG findet keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, 
soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSG, SR 830.1)  anwendbar  ist 
(Art. 3 Bst. dbis VwVG).

1.3 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens  ist der Ein-
spracheentscheid  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  vom 
14. April 2008. Der Beschwerdeführer hat hiergegen frist- und formge-
recht (Art. 60 ATSG) Beschwerde erhoben. Durch die Verfügung ist er  
besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Än-
derung oder  Aufhebung (Art. 59  ATSG). Damit  ist  auf  das  ergriffene 
Rechtsmittel,  nachdem auch der geforderte  Kostenvorschuss fristge-
recht geleistet wurde, einzutreten.

2.
Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die Verletzung von Bundesrecht 
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermes-
sens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

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lichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kan-
tonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG).

3.
Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der 
Europäischen Gemeinschaft (EU), so dass vorliegend das am 1. Juni 
2002 in Kraft  getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft  mit  ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizü-
gigkeit (FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II, der 
die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt, anwend-
bar ist (vgl. Art. 80a IVG, in Kraft seit dem 1. Juni 2002). Nach Art. 3 
Abs. 1  der  Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des  Rates  vom 14. Juni 
1971 (SR 0.831.109.268.1) haben die Personen, die im Gebiet eines 
Mitgliedstaates  wohnen,  für  die  diese  Verordnung  gilt,  die  gleichen 
Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitglied-
staates wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst,  soweit  be-
sondere Bestimmungen dieser  Verordnung nichts anderes vorsehen. 
Demnach richtet sich vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf  Leistungen der Invalidenversicherung nach dem schweizerischen 
Recht,  insbesondere dem IVG sowie der Verordnung über die Invali -
denversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201), des ATSG 
sowie  der  entsprechenden  Verordnung  vom  11.  September  2002 
(ATSV, SR 830.11).

4.

4.1 Zu prüfen ist  vorliegend, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf 
eine  schweizerische  Invalidenrente  hat.  Weil  in  zeitlicher  Hinsicht 
grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  massgebend  sind,  die  bei  der 
Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben, 
und  weil  nach  ständiger  Praxis  der  Sozialversicherungsgerichte  bei 
der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt 
des  Erlasses  des  angefochtenen  Verwaltungsaktes  (hier:  14.  April 
2008) eingetretenen Sachverhalt  abgestellt  wird (BGE 132 V 2 E. 1, 
129 V 4 E. 1.2 mit Hinweisen), sind im vorliegenden Fall die auf den 1.  
Januar 2004 in Kraft  getretenen Bestimmungen der 4. IV-Revision in 
der Fassung vom 21. März 2003 (AS 2003 3837) sowie, für die Zeit ab 
dem 1. Januar 2008, diejenigen der 5. IV-Revision in der Fassung vom 
6. Oktober  2006 (AS 2007 5129)  anwendbar. Ebenso finden  die  ab 

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dem 1. Januar 2003 geltenden Bestimmungen des ATSG und jene der 
ATSV Anwendung.

4.2 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung 
mit  Art.  1  Abs. 1  IVG zu  berücksichtigenden  ATSG-Normen  zur  Ar-
beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) 
und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schweize-
rische Bundesgericht (vormals Eidgenössisches Versicherungsgericht 
[EVG]) erkannt,  dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen 
Legaldefinitionen  in  aller  Regel  um eine  formellgesetzliche  Fassung 
der  höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Be-
griffen vor In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit 
keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung 
übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 
3.1, 3.2 und 3.3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG führt nicht zu 
einer Modifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditätsbemessung 
bei erwerbstätigen Versicherten, welche weiterhin nach der allgemei-
nen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist (zu Art. 28 
Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2002 in Kraft  gestandenen 
Fassung vgl. BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b).

5.

5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Nach  Art.  4  IVG  kann  die  Invalidität  Folge  von  Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie 
die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erfor-
derliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2).

5.2 Anspruch auf  eine ganze Invalidenrente  besteht  gemäss Art. 28 
Abs. 1 IVG bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70%, derjenige 
auf  eine  Dreiviertelsrente  bei  einem  solchen  von  mindestens  60%, 
derjenige auf eine halbe Rente ab einem Grad der Invalidität von 50% 
und derjenige auf eine Viertelsrente ab einem solchen von 40%. Ge-
mäss Abs. 1ter dieser Norm werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50% entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in der Schweiz haben. Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt ab dem 
1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsangehörige der Europäi-
schen Gemeinschaft, welche Anspruch auf Viertelsrenten haben, wenn 

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sie  in  einem Mitgliedstaat  der  Europäischen Gemeinschaft  Wohnsitz 
haben.

5.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise 
zu erfolgen,  dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif -
fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt 
werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 
bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen nicht ge-
nau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall 
bekannten Umstände zu schätzen und die  so  gewonnenen Annähe-
rungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b; ZAK 
1990 S. 518 E. 2). Erwerbsunfähigkeit ist, vereinfacht ausgedrückt, die 
durch einen Gesundheitsschaden verursachte Unfähigkeit,  durch zu-
mutbare Arbeit Geld zu verdienen (ALFRED MAURER, Bundessozialversi-
cherungsrecht, Basel 1993, S. 140).

5.4 Der Begriff  der Invalidität  ist  demnach nicht  nach dem Ausmass 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung definiert, sondern nach der dar-
aus folgenden Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 
V 275 E. 4a, 102 V 166) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu 
betätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur 
im angestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern – wenn 
erforderlich –  auch  in  zumutbaren  anderen  beruflichen  Tätigkeiten 
(Verweistätigkeiten) zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätz-
lich nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen 
zu ermitteln. Das heisst,  dass  es  bei  der  Bemessung  der  Invalidität 
einzig und allein auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktio-
nellen  Behinderung  ankommt,  welche  nicht  unbedingt  mit  dem vom 
Arzt  festgelegten Grad  der  funktionellen  Einschränkung übereinstim-
men müssen (BGE 110 V 275; ZAK 1985 S. 459). Trotzdem ist die Ver-
waltung und im Beschwerdefall auch das Gericht auf Unterlagen ange-
wiesen,  die der  Arzt  und gegebenenfalls  auch andere Fachleute zur 
Verfügung gestellt haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheits-

Seite 12

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zustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig 
ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage 
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicher-
ten noch zugemutet werden können (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 
E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftlichen 
und rechtlichen Beurteilungen,  insbesondere im Zusammenhang mit 
der Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, obliegt dagegen der Verwaltung 
und im Beschwerdefall dem Gericht.

5.5 Hinsichtlich der Entstehung des Anspruchs auf eine Invalidenrente 
schreibt Art. 29 Abs. 1 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung) vor, dass der Rentenanspruch nach Art. 28 IVG 
frühestens in dem Zeitpunkt  entsteht,  in dem die versicherte Person 
mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig bzw. bleibend invalid (vgl. 
THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts,  Bern  2003, 
§52 N13) geworden ist  (Bst. a: Dauerinvalidität)  oder während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch zu mindestens 40%  arbeitsun-
fähig gewesen war (Bst. b: langdauernde Krankheit).

Für  die  Annahme bleibender  Invalidität  im  Sinne  von  Art. 29  Abs. 1 
Bst. a  IVG und  Art. 29  IVV  ist  nach  ständiger  Rechtsprechung  des 
EVG die überwiegende Wahrscheinlichkeit erforderlich, dass ein weit-
gehend stabilisierter,  im Wesentlichen irreversibler  Gesundheitsscha-
den vorliegt, welcher die Erwerbsfähigkeit der versicherten Person vor-
aussichtlich  dauernd  in  rentenbegründendem  Ausmass  beeinträchti -
gen wird. Als relativ stabilisiert kann ein ausgesprochen labil gewese-
nes  Leiden  nur  dann  betrachtet  werden,  wenn  sich  sein  Charakter 
deutlich in der Weise geändert hat, dass vorausgesehen werden kann, 
in  absehbarer Zeit  werde keine praktisch erhebliche Wandlung mehr 
erfolgen (BGE 119 V 102 E. 4a mit Hinweisen). Diese Rechtsprechung 
führt  dazu, dass die Annahme bleibender Invalidität  im Rahmen von 
Art. 29 IVG Seltenheitswert hat; in Betracht fällt sie etwa bei Amputa -
tionen (ULRICH MEYER-BLASER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
IVG, Zürich 1997, S. 232 f., mit  weiteren Hinweisen). Fehlen die ge-
nannten  restriktiven  Kriterien,  so  ist  die  Frage,  wann  ein  allfälliger 
Rentenanspruch entsteht und mithin der Versicherungsfall eintritt, stets 
nach Massgabe von Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG zu prüfen. Mit der in die-
ser  Bestimmung  vorgesehenen  Wartezeit  von  einem Jahr  wird  eine 
Abgrenzung  zwischen  den  Aufgaben  der  Invalidenversicherung  und 
denjenigen  der  sozialen  Kranken-  und  Unfallversicherung  bezweckt; 

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letztere haben während der Wartezeit in erster Linie für den Erwerbs-
ausfall bei Krankheit oder Unfall aufzukommen (BGE 111 V 23 E. 3a).  
Nach Art. 29ter IVV liegt ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfä-
higkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG vor, wenn die versicherte 
Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig 
war.

5.6 Zu bemerken bleibt, dass aufgrund des im gesamten Sozialversi -
cherungsrecht  geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht 
ein invalider Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit im 
angestammten oder einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu su-
chen  und  anzunehmen,  soweit  sie  möglich  und  zumutbar  erscheint 
(BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandeln-
den  Arzt  bzw.  am  Vertrauensarzt  einer  IV-Stelle  aus  medizinischer 
Sicht zu bestimmen, in welchem Ausmass ein Versicherter seine ver-
bliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätigkeit  und  zumutbarem 
Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt einsetzen kann. Diese 
Arbeitsmöglichkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen. 

5.7 Gemäss Art. 48 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig ge-
wesenen  Fassung)  werden  IV-Leistungen  lediglich  für  die  zwölf  der 
Anmeldung  vorangehenden  Monate  ausgerichtet.  Zusammenfassend 
ist  somit im Folgenden vom Bundesverwaltungsgericht  zu prüfen,  ob 
für den Beschwerdeführer zwischen dem 10. April 2005 (ein Jahr vor 
Antragstellung)  und  dem  14.  April  2008  (Datum  der  angefochtenen 
Verfügung) ein Anspruch auf eine Invalidenrente bestand oder ein sol -
cher in diesem Zeitraum entstanden ist, und wenn ja, in welchem Aus-
mass.

6.

6.1 Den Akten ist  im vorliegenden Fall  zu entnehmen, dass der Be-
schwerdeführer bis anfangs November 2005 als Plattenleger und Ma-
gaziner einen vollen Lohn bezogen hatte. Damit kann ihm bis zu die-
sem Zeitpunkt keine rentenrelevante Arbeitsunfähigkeit attestiert wer-
den,  zumal aus der Lohnliste des Arbeitgebers mit  Ausnahme eines 
unfallbedingten Arbeitsunterbruchs von 17 Tagen im Juli  2003 keine 
Unterbrüche  aus  gesundheitlichen  Gründen  bis  zum  7.  November 
2005 entnommen werden können (act. 18 SVA SG). Vor diesem Zeit-
punkt hat demnach keine erhebliche Arbeitsunfähigkeit vorgelegen.

Seite 14

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6.2 Ab  dem  8.  November  2005  ist  der  Beschwerdeführer  krankge-
schrieben worden. Aktenkundige Leiden mit  Einfluss  auf  dessen Ar-
beitsfähigkeit sind insbesondere ein LWS-Syndrom bei massiver links-
konvexer Skoliose resp. Spondylarthrose L4/5, eine Koxarthrose links, 
eine Gelenksubluxation und Pseudoventrolisthesis mit mediorechtssei-
tiger Begleitdiskushernie, sodann ein Klumpfuss links mit Inkongruenz 
und Arthrose des oberen Sprunggelenks, massive Lymphödeme bei-
der Unterschenkel sowie einem Senkfuss rechts (vgl. act. 24 und 29 
SVA SG). Dabei handelt es sich um labile pathologische Geschehen, 
das heisst  um Leiden,  die sich verbessern  oder verschlimmern kön-
nen,   so  dass ein  allfälliger  Rentenanspruch erst  nach der  gesetzli -
chen Wartezeit von einem Jahr entstehen kann, während welchem der 
Beschwerdeführer ohne wesentlichen Unterbruch zu mindestens 40% 
(vgl. E. 5.5) arbeitsunfähig sein musste (Art. 29 Abs. 1 Bst. b in der bis  
zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung). Damit kann vor-
liegend frühestens im November  2006 ein Versicherungsfall  entstan-
den sein.

6.3 Hinsichtlich des Einflusses der erwähnten Leiden auf die Arbeits-
fähigkeit  des  Beschwerdeführers  ist  auf  die  medizinischen  Angaben 
abzustellen. Die  beigezogenen  Ärzte  sind  sich  zwar  einig,  dass  die 
Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  in  der  angestammten 
Tätigkeit, die als nicht leichte Tätigkeit zu qualifizieren ist, höchstens 
50%  betrage  (act.  24,  29,  32,  49,  92  SVA SG).  Die  medizinischen 
Beurteilungen divergieren jedoch hinsichtlich  dessen Arbeitsfähigkeit 
in einer leidensangepassten, leichten Verweisungstätigkeit.

Währenddem nämlich auf der einen Seite der Beschwerdeführer sich 
hauptsächlich auf  die Angaben des österreichischen Orthopäden Dr. 
med. M._______ abstützt,  wonach er  nur  noch  halbschichtig  leichte 
Tätigkeiten in wechselnder Körperhaltung ausüben könne (vgl. act. 24, 
62, 65 SVA SG), und weiter darauf hinweist, dass er bei der bisherigen 
Arbeitgeberfirma  bei  50%  Lohn  entsprechend  seinen  körperlichen 
Möglichkeiten vollschichtig,  das heisst  während 8.5 Stunden pro Tag 
beschäftigt sei (vgl. act. 14), stellt auf der anderen Seite die Vorinstanz 
auf  das  orthopädische  Gutachten  von  Dr.  med.  N._______  vom  5. 
Januar 2007 ab (vgl. act. 29 SVA SG), welcher davon ausgeht, dass 
dem Beschwerdeführer bei einer leidensadaptierten Tätigkeit zumutbar 
sei,  eine  80%-ige  Leistung  zu  erbringen.  Allerdings  hat  sich  die 
Vorinstanz  nicht  konstant  (nur)  darauf  gestützt,  sondern  zeigte 
während des Verfahrens eine wechselhafte Haltung: zunächst teilte sie 

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dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid vom 3. August 2007 mit, dass 
aufgrund der zumutbaren 80%-igen Leistung in einer leichten Verwei-
sungstätigkeit ein Invaliditätsgrad von 26% berechnet worden sei, wel-
cher keinen Anspruch auf eine Invalidenrente begründe; sodann ist der 
RAD-Arzt Dr. med. O._______ zum Schluss gelangt, dass die ausge-
prägten Lymphödeme das Ausmass der Arbeitsfähigkeit in einer ange-
passten Tätigkeit um 10% auf 70% senken würden, worauf die Vorin-
stanz die angefochtene Verfügung vom 14. April 2008 erliess, mit wel -
cher  sie  dem Beschwerdeführer  eine  Viertelsrente  zusprach (mit  ei-
nem Invaliditätsgrad von 40%); anschliessend kam sie im Rahmen der 
Vernehmlassung darauf zurück und beantragte, im Sinne einer refor-
matio  in  peius,  dass  festzustellen  sei,  dass  der  Beschwerdeführer 
doch keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe, da sich sein Ge-
sundheitszustand seit  dem Gutachten von Dr. med. N._______ nicht 
verschlechtert  habe, zumal  er  seit  1982 an Lymphödemen leide und 
trotzdem bis 2005 voll gearbeitet habe.

7.

7.1 Für die Beurteilung, ob in casu beim Beschwerdeführer eine Ar-
beitsunfähigkeit vorliegt, welche zu einem rentenberechtigenden Inva-
liditätsgrad führt, ist der Richter, wie bereits ausgeführt wurde, auf die  
ärztlichen Gutachten und Berichte angewiesen. Bezüglich des Beweis-
wertes  eines  Arztberichtes  ist  entscheidend,  ob  der  Bericht  für  die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be-
ruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der  Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-
schen Situation einleuchtet, und ob die Schlussfolgerungen der Exper-
ten  begründet  sind.  Ausschlaggebend  für  den  Beweiswert  ist  somit 
grundsätzlich weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 
Bericht oder als Gutachten. Bei einander widersprechenden medizini-
schen Berichten darf  das Gericht den Prozess nicht  erledigen, ohne 
das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt  (vgl. dazu Urteil  des EVG I 268/2005 E. 1.2 vom 26. Januar 
2006, BGE 125 V 352 E. 3a). Die Rechtsprechung erachtet es mit dem 
Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung  als  vereinbar,  Richtlinien  für 
die Beweiswürdigung in Bezug auf  bestimmte Formen medizinischer 
Berichte und Gutachten aufzustellen (BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 

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S. 114 E. 3b). Berichte der behandelnden Ärzte etwa sind aufgrund de-
ren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt 
zu  würdigen (BGE 125  V 353 E. 3b/cc). Dies  gilt  für  den  allgemein 
praktizierenden Hausarzt wie auch den behandelnden Spezialarzt (Ur-
teil des EVG I 655/05 E. 5.4 vom 20. März 2006).

7.2 Erforderlich ist im Sozialversicherungsrecht grundsätzlich der Be-
weisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit.  Dieser  Grad  über-
steigt einerseits die Annahme einer blossen Möglichkeit bzw. einer Hy-
pothese und liegt andererseits unter demjenigen der strikten Annahme 
der  zu  beweisenden  Tatsache.  Die  Wahrscheinlichkeit  ist  insoweit 
überwiegend, als der begründeten Überzeugung keine konkreten Ein-
wände entgegenstehen (UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  Zürich  2003, 
Art. 43  Rz. 23;  THOMAS LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungs-
rechts, Bern 2003, § 68, Rz. 43 ff).

7.3 Im vorliegenden Fall liegen ärztliche Berichte vor, welche im We-
sentlichen in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers in  einer leidensangepassten Verweisungstätigkeit  wie aufgezeigt 
entscheidend divergieren. Selbst die Vorinstanz war nicht konstant in 
der Festlegung dieser reduzierten Arbeitsfähigkeit. So ging sie, wie be-
reits  gesagt,  zunächst  von  einer  80%-igen  Arbeitsfähigkeit  des  Be-
schwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit mit einem Invaliditäts-
grad  von  26%  aus,  gewährte  ihm  dann  aber  trotzdem  eine 
Viertelsrente  (Invaliditätsgrad  40%)  und  kam  schliesslich  mit  ihrer 
Vernehmlassung  auf  ihre  ursprüngliche  Beurteilung  zurück  (vgl.  E. 
6.3). Angesichts dieser unklaren, zum Teil widersprüchlichen Sachlage 
- nicht nur hinsichtlich der Frage des rentenrelevanten Einflusses der 
ausgeprägten Lymphödeme auf die Arbeitsfähigkeit, wenngleich diese 
für  die  Vorinstanz  im Vordergrund  steht  -  lässt  sich  für  das  Gericht 
keine überwiegende Wahrscheinlichkeit im Sinne der Rechtsprechung 
für die eine oder andere These herleiten.

8.

8.1 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung hat das Gericht, das 
den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, die Wahl, die Sa-
che zur weiteren Beweiserhebung an die Verwaltung zurückzuweisen 
oder selber die nötigen Instruktionen vorzunehmen (ZAK 1987 S. 264 
E. 2a). Bei festgestellter Abklärungsbedürftigkeit verletzt die Rückwei -
sung  der  Sache  an  die  Verwaltung  als  solche  weder  den  Untersu-
chungsgrundsatz noch das Gebot eines einfachen und raschen Verfah-

Seite 17

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rens. Anders verhielte es sich nur dann, wenn die Rückweisung an die 
Verwaltung  einer  Verweigerung  des  gerichtlichen  Rechtsschutzes 
gleichkäme (beispielsweise  dann,  wenn  aufgrund  besonderer  Gege-
benheiten nur ein Gerichtsgutachten bzw. andere gerichtliche Beweis-
massnahmen geeignet wären, zur Abklärung des Sachverhalts beizu-
tragen), oder wenn die Rückweisung nach den konkreten Umständen 
als unverhältnismässig bezeichnet werden müsste (BGE 122 V 163 E. 
1d). Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die der Rückweisung der 
Sache  zur  weiteren  Abklärung  des  Gesundheitszustandes  des 
Beschwerdeführers  an  die  IV-Stelle  entgegenstehen  würden.  Unter 
diesen Umständen ist auf die Rüge des Beschwerdeführers, der von 
der Vorinstanz vorgenommene Erwerbsvergleich sei nicht rechtmässig, 
vorliegend nicht einzugehen.

8.2 Die Beschwerde ist somit insofern teilweise gutzuheissen, als die 
angefochtene Verfügung vom 14. April  2008 aufzuheben und die Sa-
che zur weiteren Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts an die 
IV-Stelle zurückzuweisen ist. Die IV-Stelle wird angewiesen, ein umfas-
sendes, multidisziplinäres (insbesondere orthopädisches und angiolo-
gisches) Gutachten einzuholen, welches - ausgehend von den bereits 
in der Schweiz und in Österreich im Jahre 2007 durchgeführten – ein 
abschliessendes Gesundheitsbild des Beschwerdeführers für den Zeit-
raum zwischen November 2005 und - vor allem - bis April 2008 zeigt;  
dabei wird auch die Frage zu prüfen sein, ob in diesem Zeitraum   eine 
Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes  eingetreten  ist.  Ansch-
liessend ist eine neue Verfügung zu erlassen.

9.

9.1 Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art.  63  VwVG) und 
der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.-- 
wird ihm zurückerstattet.

9.2 Dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer wird zu Lasten der 
Vorinstanz  eine  Parteientschädigung  von  Fr.  2'000.--  zugesprochen 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägung 8.2 teilweise gutgeheis -
sen und die Sache zur Feststellung des Sachverhalts und zum Erlass 

Seite 18

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einer neuen Verfügung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zu-
rückgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und der vom  Beschwer-
deführer einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 400.-- wird ihm zurück-
erstattet.

3.
Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 2'000.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Alberto Meuli Jean-Marc Wichser

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern, Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 

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Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat,  
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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