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**Case Identifier:** fa2f2bc3-565c-59a7-b246-1a380c040100
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.04.2025 200 2024 638
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-638_2025-04-02.pdf

## Full Text

IV 200 2024 638 
FUE/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. April 2025

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. Juli 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

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Sachverhalt:

A.

A.a.

Der … geborene, vom 1. Oktober 2007 bis Ende September 2016 als ... 
der C.________ erwerbstätige und seit Oktober 2016 arbeits- bzw. stellen-
lose A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerdeführer) mel-
dete sich im November 2017 bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) unter Hinweis auf eine rheumatoide Polyarthritis 
zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin], [act. II] 28; 41 S. 2; 44 S. 2 f.). Nachdem die IVB 
den Sachverhalt in erwerblicher Hinsicht abgeklärt, Berichte der behan-
delnden Ärzte beigezogen und das Dossier dem Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD) vorgelegt hatte (act. II 49; 75), verneinte sie mit Verfügung 
vom 22. November 2018 (act. II 86) bei einem Invaliditätsgrad von 38 % 
einen Rentenanspruch. Mit weiterer Verfügung vom 20. März 2019 (act. II 
98 S. 1 ff.) verneinte die IVB einen Anspruch auf berufliche Massnahmen. 
Die gegen beide Verwaltungsakte vom Versicherten erhobenen Beschwer-
den (act. II 104) hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern nach Ver-
einigung der Verfahren mit Urteil IV 200 2019 14 und IV 200 2019 361 vom 
20. Mai 2020 (act. II 106) dahingehend gut, als es die Sache zwecks 
Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen (in Form einer polydiszi-
plinären Begutachtung) und anschliessend neuem Entscheid über den 
Leistungsanspruch an die IVB zurückwies. 

A.b.

In der Folge veranlasste die IVB bei der D.________ (nachfolgend 
MEDAS), ein polydisziplinäres (internistisches, rheumatologisches, psych-
iatrisches) Gutachten, beinhaltend eine Evaluation der funktionellen Leis-
tungsfähigkeit (Expertise vom 21. Mai 2021 [act. II 147.1 ff.]), und führte mit 
dem Versicherten ein Assessment durch (act. II 151). Anschliessend ge-
währte die IVB berufliche Massnahmen (act. II 164), welche per Ende Juni 

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2022 abgebrochen wurden (act. II 181), nachdem der Versicherte die ver-
einbarte Pensumgestaltung nicht eingehalten hatte (act. II 183 S. 3). Mit 
(unangefochten gebliebener) Verfügung vom 1. Dezember 2022 (act. II 
192) verneinte die IVB einen weiteren Anspruch auf berufliche Massnah-
men und stellte mit Vorbescheid vom 15. Dezember 2022 (act. II 193) bei 
einem Invaliditätsgrad von 37 % die Verneinung eines Rentenanspruchs in 
Aussicht. Dagegen liess der Versicherte Einwand erheben und eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes geltend machen (act. II 194 
S. 1 f.). In der Folge veranlasste die IVB bei Dr. med. E.________, Fach-
arzt für Allgemeine Innere Medizin sowie Rheumatologie, und Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein bidiszi-
plinäres Verlaufsgutachten (Expertise vom 19. November 2023 [act. II 
263.1 ff.]). Nach erneut durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 268 
ff.) – in dessen Rahmen die Gutachter Stellung zum Einwandschreiben des 
Versicherten nahmen (act. II 277) – sprach die IVB mit Verfügung vom 
26. Juli 2024 (act. II 279) ab 1. Juli 2022 eine Rente von 64 % bzw. ab 
1. Januar 2024 von 68 % einer ganzen Rente zu. 

B.

Dagegen lässt der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. 
B.________, mit Eingabe vom 16. September 2024 Beschwerde erheben. 
Er stellte das folgende Rechtsbegehren: 

Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei dem Beschwerdefüh-
rer eine ganze Rente der IV ab Mai 2018 zuzusprechen – unter Kostenfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2024 beantragte die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 11. November 2024 hielt der Beschwerdeführer an seinem 
beschwerdeweisen Antrag und seinen Standpunkten fest.

Mit prozessleitender Verfügung vom 5. Februar 2025 stellte der Instrukti-
onsrichter dem Beschwerdeführer eine reformatio in peius in Aussicht. 

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Mit Eingabe vom 7. März 2025 nahm der Beschwerdeführer hierzu Stellung 
und hielt am beschwerdeweisen Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. Juli 2024 (act. II 
279). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung des rechtli-
chen Gehörs, weil die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit 
Blick auf die den Gutachtern gestellten Rückfragen (act. II 276 f.) keine 
Gelegenheit gegeben habe, Ergänzungsfragen zu formulieren (Beschwer-
de S. 5 Ziff. 1). 

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 42 
ATSG). Insbesondere hat der Versicherungsträger, der einer Gutachterin 
oder einem Gutachter Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen zu stellen ge-
denkt, die versicherte Person vorgängig darüber zu informieren und ihr 
Gelegenheit zu geben, auch ihrerseits solche Fragen zu stellen (BGE 136 
V 113 E. 5.4 S. 116; SVR 2019 IV Nr. 93 S. 313, 9C_162/2019, 
9C_191/2019 E. 5.3.3.2). 

Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwiegende 
Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene 
Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äus-
sern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen 
kann (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2021 IV 
Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 193, 8C_25/2020 
E. 3.3.1).

2.3 Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden, wenn er im 
Umstand, dass die Beschwerdegegnerin das vollständige Einwandschrei-
ben seiner Rechtsvertreterin (act. Il 274) den Gutachtern zur Stellungnah-
me zugestellt hat (act II 276), eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
erblickt. 

Weder hat die Beschwerdegegnerin in ihrem Schreiben vom 29. Mai 2024 
(act. II 276) an die Gutachterstelle eigenständige Fragen formuliert, noch 
hat sie Festlegungen vorgenommen, welche die Gutachter in ihrer Beurtei-
lung eingeschränkt hätten. Daran ändert nichts, dass die Beschwerdegeg-
nerin die Gutachterstelle im Schreiben vom 29. Mai 2024 über die mit dem 
Vorbescheid inzwischen in Aussicht gestellte Leistungszusprache orientiert 
und den dem Einwandschreiben (zutreffend) entnommenen Kern der Vor-
behalte und Argumente des Beschwerdeführers als Grund für ihre Rückfra-

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ge dargelegt hat. Wenn die Beschwerdegegnerin in der Folge die Gut-
achterstelle abschliessend (in Frageform) ersucht, zu den Einwänden Stel-
lung zu nehmen und mitzuteilen, ob die Einwände eine veränderte Kon-
sensbeurteilung der medizinischen Zumutbarkeit (und gegebenenfalls in 
welchem Umfang) mit sich bringe, so stellt dies keine eigenständige Frage-
stellung des Versicherungsträgers dar. Es ist dies vielmehr die wertneutrale 
und ergebnisoffene Übermittlung der sachlogisch zentralen Fragestellung, 
wie sie sich aus einem solchen Einwand ergibt. Erhält also eine IV-Stelle im 
Vorbescheidverfahren ein Einwandschreiben (und allfällige weitere Unter-
lagen), welche sie in der Folge (ohne weitere Abklärungen bzw. eigenstän-
dige Würdigung) direkt der Gutachterstelle zur Stellungnahme zuleitet, so 
bedarf es keiner vorgängigen Rückfragen an den Versicherten bzw. die 
Versicherte. Ein solches Vorgehen stellt keine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs dar.

Abgesehen davon legte der Beschwerdeführer vor dem mit uneinge-
schränkter Kognition entscheidenden Verwaltungsgericht (vgl. E. 2.2 vorne) 
nicht einmal ansatzweise dar, dass und gegebenenfalls welche weiteren 
Ergänzungsfragen er (über sein Einwandschreiben hinaus und nach Ablauf 
der Einwandfrist) hätte stellen wollen. Unter diesen Umständen würde – 
selbst wenn eine Verletzung des rechtlichen Gehörs entgegen vorstehend 
Dargelegtem anzunehmen wäre – eine Rückweisung zu einem formalisti-
schen Leerlauf verkommen und damit zu unnötigen Verzögerungen führen 
(BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197; SVR 2021 IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 
E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 193, 8C_25/2020 E. 3.3.1).

3.

3.1 Am 1. Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der IV 
revidierte Bestimmungen im IVG sowie im ATSG samt entsprechendem 
Verordnungsrecht in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung 
vom 19. Juni 2020, AS 2021 705). Die dem angefochtenen Urteil zugrunde 
liegende Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022 (act. II 279). Entspre-
chend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (BGE 150 V 
89 E. 3.2.1 S. 95, 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213; 

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Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_435/2023 vom 27. Mai 2024 E. 4.2, 
zur Publikation vorgesehen) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 gel-
tenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Renten-
anspruch entstanden ist (nachfolgend aArt.). Steht ein erst nach dem 
1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf 
das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung. Diese Grundsätze 
gelangen auch dann zum Tragen, wenn zwar der Rentenanspruch bereits 
für die Zeit vor dem 1. Januar 2022 erhoben, aber abgewiesen wird, falls 
die rechtliche Beurteilung erst nach dem Inkrafttreten des neuen Rechts 
erfolgt (Urteil des BGer 8C_260/2024 vom 25. November 2024 E. 3.1).

3.2

3.2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

3.2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und 
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind 
(lit. c). 

3.2.2.1 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-

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ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

3.2.2.2 Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2022 gültigen 
Fassung) wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an 
einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % 
entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), 
bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente 
(Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % 
gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

3.2.3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
im Sinne einer Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung eine versi-
cherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer 
Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken ver-
mag, anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 
418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 3.6 S. 294 und E. 4.1 S. 296). Dies gilt für 
sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429). 

3.2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

3.3 Bis zur angefochtenen Verfügung vom 26. Juli 2024 (act. II 279) 
präsentierte sich die medizinische Aktenlage sowie der Verlauf der Arbeits-
unfähigkeit im Wesentlichen wie folgt:

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3.3.1 Prof. Dr. med. G.________, Facharzt für Physikalische Medizin 
und Rehabilitation sowie Rheumatologie, diagnostizierte im Bericht vom 
7. August 2017 (act. II 42 S. 10 ff.) eine seropositive rheumatoide Arthritis 
seit ca. fünf Jahren. Die Erkrankung sei trotz negativer Klinik und negativer 
Arthrosonographie bei einer eindeutigen entzündlichen Anamnese und dem 
jetzigen MRT-Nachweis einer Tenosynovitis im Karpaltunnel und im Be-
reich der Beugesehne des 3. Strahles der rechten Hand aktiv. Aufgrund der 
funktionellen Behinderung habe sich eine reaktive Depression entwickelt 
und im Gefolge derselben auch eine chronische Schmerzausweitung im 
Sinne einer Fibromyalgie (S. 10).

3.3.2 Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie 
Rheumatologie, führte im Bericht vom 5. Dezember 2017 (act. II 47 S. 8 f.) 
aus, diagnostisch und differentialdiagnostisch ergäben sich keine neuen 
Gesichtspunkte: Die rheumatoide Arthritis sei subjektiv immer noch aktiv 
mit Gelenkbeschwerden, objektiv fänden sich klinisch keine Synovitiden 
oder Tenosynovitiden. Zusätzlich bestehe neu eine Impingementsympto-
matik der rechten Schulter (S. 9). 

3.3.3 Der RAD-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Inne-
re Medizin, hielt im Bericht vom 22. Januar 2018 (act. II 49) fest, es beste-
he seit Jahren eine rheumatoide Arthritis mit Beteiligung multipler Gelenke, 
derzeit v.a. rechte Schulter und rechte Hand mit Schmerzen unter Belas-
tung und in Ruhe. Eine Basistherapie habe auf Dauer nicht geholfen. Durch 
die Schmerzausweitung sei es jetzt auch zu einem fibromyalgieähnlichen 
Zustand mit multiplen schmerzhaften Druckpunkten an der Muskulatur und 
den Sehnenansätzen gekommen. Die Arthritis scheine derzeit noch aktiv 
zu sein und man müsse abwarten, was die neue Kombinationstherapie 
bringe. Aufgrund der vorliegenden Befunde handle es sich noch um einen 
instabilen Zustand, der durch eine Umstellung der Basistherapie gebessert 
werden solle. Die angestammte Tätigkeit als ... in einer ... könne derzeit 
aufgrund der instabilen Situation nicht mehr ausgeführt werden (S. 5).

3.3.4 Dr. med. H.________ führte im Bericht vom 4. Mai 2018 (act. II 63 
S. 3-5) aus, es bestehe nach wie vor ein subjektiv unbefriedigender Verlauf 
bei bekannter rheumatoider Arthritis, dies trotz Basistherapie. In Diskre-
panz dazu stehe weiterhin die Tatsache, dass die klinische Untersuchung 

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keine Hinweise für Synovitiden und Tenosynovitiden zeige und auch die 
Laborparameter keine Entzündungszeichen zeigten (S. 3 f.).

3.3.5 Dr. med. J.________, Facharzt für Neurologie, hielt im Bericht vom 
24. Mai 2018 (act. II 70 S. 2 f.) als Hauptdiagnose subjektive Dysästhesien 
an den Füssen fest (S. 2). Die beschriebenen Sensationen könnten einer 
Polyneuropathie entsprechen, elektrophysiologisch könne aber eine solche 
nicht nachgewiesen werden. Er – Dr. med. J.________ – habe auch in der 
klinischen Untersuchung keine Hinweise für das Bestehen einer Small-
Fiber-Neuropathie oder einer radikulären Affektion gefunden. Diskutiert 
werden könnte ein Überlagerungsphänomen aufgrund der generalisierten 
Schmerzen, oder dann im Rahmen der auch bereits andiskutierten mögli-
chen somatoformen Schmerzstörung (S. 3).

3.3.6 Dr. med. I.________ (RAD) führte im Bericht vom 10. Oktober 
2018 (act. II 75) aus, derzeit sei aufgrund der objektiv vorliegenden Befun-
de von einer Remission der rheumatoiden Arthritis und somit von einem 
stabilen Zustand auszugehen. Die Tätigkeit als ... sei nicht mehr zumutbar; 
hingegen sei eine den Leiden angepasste Tätigkeit seit Dezember 2017 im 
Umfang von 100 % bei einer Leistungseinschränkung von 20 % zumutbar 
(S. 7).

3.3.7 Dr. med. H.________ hielt zu Handen der Rechtsvertreterin des 
Beschwerdeführers im Bericht vom 7. Januar 2019 (act. II 91 S. 29 f.) fest, 
mit Ausnahme der Schultern liege bei optimaler Therapie sowohl klinisch 
wie auch labormässig keine Aktivität vor. Im Bereich der Schultern handle 
es sich aus klinischer Sicht um eine Impingement-Symptomatik. Zusätzlich 
bestehe eine chronische Schmerzausweitung im Sinne einer Fibromyalgie 
(S. 29).

Mit weiterem Bericht vom 8. April 2019 (act. II 99 S. 15 f.) hielt Dr. med. 
H.________ fest, es lägen weiterhin keine Synovitiden oder Tenosyno-
vitiden vor (S. 16).

3.3.8 Dr. med. K.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie 
Rheumatologie, stellte im Bericht vom 8. Juni 2020 (act. II 113 S. 5 ff.) im 
Wesentlichen die folgenden Diagnosen: 

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- Rheumatoide Arthritis 
- Chronische Schmerzkrankheit (Fibromyalgie), am ehesten sekundär bei rheumato-

ider Arthritis; aktuell beschwerdeführend 
- Schulterschmerzen beidseits linksbetont (Impingement-Symptomatik/Bursitis suba-

cromialis; gebessert)
- Anamnestisch lumbo-vertebrales Schmerzsyndrom 
- Senk-Spreizfuss beidseits 
- Status nach latenter Tbc (Tuberkulose)

Anamnestisch, klinisch und laborchemisch ergäben sich keine Anhalts-
punkte für eine signifikante entzündliche Krankheitsaktivität von Seiten der 
rheumatoiden Arthritis unter der Therapie. Im Vordergrund ständen genera-
lisierte Schmerzen, betont an den Armen mit subjektiver Kraftlosigkeit, Er-
schöpfungsgefühl und muskelkaterartigen Beschwerden nach Belastung. 
Die Beschwerden würden durch die Behandlung mit Simponi und Metho-
trexat nicht beeinflusst. Insgesamt passten die geklagten Beschwerden zur 
chronischen Schmerzkrankheit im Sinne einer Fibromyalgie. Die Abgren-
zung gegenüber gleichzeitig vorhandenen möglichen entzündlichen Be-
schwerden sei jedoch nicht abschliessend möglich (S. 5 f.).

3.3.9 Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, hielt 
im Bericht vom 19. Juni 2020 (act. II 113 S. 1-4) fest, Tätigkeiten ohne kör-
perliche Belastung seien uneingeschränkt möglich (S. 4).

3.3.10 Im polydisziplinären Gutachten der MEDAS vom 21. Mai 2021 
(act. II 147.1 ff.) wurden interdisziplinär die folgenden Diagnosen gestellt 
(act. II 147.1 S. 14): 

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

1. Seropositive, ACPA-positive, bisher anerosive rheumatoide Arthritis (ICD-10 
M05.89)

2. Degenerative Veränderungen (Polyarthrose), DD sekundär bei Diagnose 1 
(ICD-10 M15.8)

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

1. Sekundäres Fibromyalgiesyndrom (ICD-10 M79.70)
2. Chronischer Nikotinabusus von kumulativ 20 Packyears (ICD-10 F17.1)
3. Aktenanamnestisch Status nach latenter Tuberkulose mit Status nach einjäh-

riger Isoniazid-Behandlung (ICD-10 Z22.7)
4. Dyslipidämie (ICD-10 E78.2)
5. Leichte depressive Episode (ICD-10 F32.00)
6. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

(ICD-10 F45.41)

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In der interdisziplinären Beurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, die 
im Rahmen des Gutachtens durchgeführten radiologischen Untersuchun-
gen zeigten verschiedene degenerative Manifestationen am Bewegungs-
apparat, welche bei klinisch unauffälliger Untersuchung jedoch eine 
untergeordnete Rolle zu spielen schienen. Zusammengefasst könne die 
Diagnose einer seropositiven rheumatoiden Arthritis bestätigt werden, die 
Erkrankung sei unter der aktuell laufenden Immunsuppressionstherapie gut 
eingestellt, aktive Gelenksentzündungen liessen sich sowohl klinisch als 
auch radiologisch nicht objektivieren. Die dargelegte Schmerzsymptomatik 
lasse sich durch diese Befunde jedoch nicht ausreichend erklären, so dass 
von einer Schmerzausweitung bzw. einer chronischen Schmerzerkrankung 
und/oder einem Fibromyalgiesyndrom ausgegangen werden müsse (S. 16). 
Aus psychiatrischer Sicht beständen Klagen über ausgeweitete Schmerzen 
im Bewegungsapparat, deren Ausmass mit der Überzeugung, gar nicht 
mehr arbeiten zu können, mit somatischen Befunden nicht hinreichend er-
klärt werden könne, weshalb eine psychische Überlagerung angenommen 
werden müsse. Diagnostisch handle es sich um eine chronische Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Faktoren. Dass dem Beschwer-
deführer deswegen allerdings keine berufliche Tätigkeit mehr zumutbar 
sein solle, könne schlecht nachvollzogen werden, namentlich, wenn das 
Aktivitätsniveau mit den ihm möglichen täglichen Aktivitäten betrachtet 
werde (S. 17).

Aus polydisziplinärer Sicht bestehe aufgrund der führenden rheumatologi-
schen Diagnosen eine vollständige und anhaltende Arbeitsunfähigkeit für 
die zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit als ... sowie für alle dauerhaft 
mittelschweren und schweren beruflichen Verweistätigkeiten. Für eine ad-
aptierte, leichte bis intermittierend mittelschwere berufliche Verweistätig-
keit, die gewissen qualitativen Richtlinien aus dem rheumatologischen 
Formenkreis entspreche, bestehe hingegen eine 80%ige Arbeitsfähigkeit 
(80%ige Leistungsfähigkeit bei uneingeschränkter zeitlicher Anwesenheit). 
Diese Einschätzung gelte ab dem Datum der Begutachtung (S. 20). 

3.3.11 Dr. med. H.________ hielt im Bericht vom 23. August 2021 (act. II 
158 S. 4 f.) fest, das ganze Beschwerdebild sei unverändert (S. 4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

-13-

3.3.12 Im Bericht des Spitals M.________ (nachfolgend Spital 
M.________) vom 30. November 2022 (act. II 194 S. 3-5) wurde festgehal-
ten, die berichtete Symptomatik sei nicht ausschliesslich klassisch entzünd-
licher Natur, sicherlich bestehe auch eine chronische Schmerzausweitung 
im Sinne einer Schmerzverarbeitungsstörung. Es zeigten sich jedoch eine 
erhöhte humorale Entzündungsaktivität sowie beidseits leichtgradige Er-
güsse in den Handgelenken (S. 3).

3.3.13 Der RAD-Arzt Dr. med. I.________ führte im Bericht vom 17. Fe-
bruar 2023 (act. II 207) unter Bezugnahme auf einen von der Rechtsvertre-
terin des Beschwerdeführers eingereichten MRI-Befundbericht vom 14. 
November 2022 (act. II 205 S. 1) aus, es zeigten sich bildgebend nur ge-
ringe und teilweise absolut altersentsprechende Veränderungen; als rheu-
matologisch wichtigstes Korrelat zeigten sich namentlich keine Erosionen 
(S. 2).

3.3.14 Im Bericht des Spitals M.________ vom 17. April 2023 (act. II 225 
S. 1-4) wurde festgehalten, es bestehe eine subjektiv weiterhin nicht kon-
trollierte rheumatoide Arthritis. Bildgebend sei sowohl arthrosonographisch 
als auch radiologisch keine Erosion nachweisbar. Es werde über eine gros-
se Einschränkung im Alltagsleben berichtet. Die persistierenden Schmer-
zen bei nicht klar objektivierbaren Beschwerden (keine tastbaren 
Synovialitiden) seien aktuell schwer zu deuten. Es bestehe sicherlich ein 
chronisches, somatisches (rheumatoide Arthritis) Schmerzsyndrom mit 
psychischen Anteilen (Depression [S. 2]; vgl. auch act. II 237 S. 2).

3.3.15 Im bidisziplinären rheumatologisch-psychiatrischen Gutachten der 
Dres. med. E.________ und F.________ vom 19. November 2023 (act. II 
263.1 ff.) wurden interdisziplinär die folgenden Diagnosen gestellt (act. II 
263.3 S. 4): 

Seropositive rheumatoide Arthritis, bisher nicht erosiv (ICD-10 M05) 

- Sekundäre nicht-organische chronische Schmerzerkrankung, Fatigue 

Chronische Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.41) 

Rezidivierende depressive Störung, mittelgradige depressive Episode (ICD-10 
F33.1)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

-14-

Die Verminderung der Arbeitsfähigkeit ergebe sich aus der interdiszi-
plinären Bewertung der funktionellen Beeinträchtigungen im Rahmen der 
chronischen Schmerzerkrankung und den zusätzlich mechanischen Funkti-
onsstörungen im Rahmen der rheumatoiden Arthritis. Die Arbeitsfähigkeit in 
der angestammten Tätigkeit als ... betrage 0 %. In einer Tätigkeit entspre-
chend dem im rheumatologischen Gutachten aufgeführten Belastungsprofil 
(act. II 263.1 S. 28 f.) bestehe interdisziplinär eine Arbeitsfähigkeit von 50 
%, dies unter Berücksichtigung sowohl der psychiatrischen Befunde wie 
auch der damit korrelierenden Beobachtungen in der beruflichen Abklärung 
der Abklärungsstelle N.________. Im zeitlichen Verlauf werde diese Limi-
tierung seit mindestens Beginn der Abklärung der Abklärungsstelle 
N.________ im Mai 2022 festgelegt, entsprechend einer Zunahme des 
Schweregrades der chronischen Schmerzerkrankung gegenüber dem Vor-
gutachten vom Mai 2021 (act. II 263.3 S. 5).

In ihrer Stellungnahme vom 14. Juni 2024 (act. II 277) bestätigten die Gut-
achter eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Dies entspreche auch den Resulta-
ten der Eingliederungsmassnahme, wo eine Präsenzzeit von 50 % mit 
guter Arbeitsqualität in geeigneten Tätigkeiten erreicht worden sei (S. 2). 
Aus gutachterlicher Sicht erscheine es rückblickend Ermessenssache, ob 
die Arbeitsfähigkeit von 50 % nun ab August 2021 oder Mai 2022 festgelegt 
werde (S. 3).

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

-15-

chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). 

3.5

3.5.1 Das bidisziplinäre rheumatologisch-psychiatrische Gutachten der 
Dres. med. E.________ und F.________ vom 19. November 2023 (act. II 
263.1 ff.) samt ergänzender Stellungnahme vom 14. Juni 2024 (act. II 277) 
erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung an Expertisen und erbringt 
Beweis (vgl. E. 3.4.2 vorne). Das Gutachten ist in Bezug auf die befund-
mässige und diagnostische Einschätzung – welche weitgehend mit derjeni-
gen der behandelnden Ärzte übereinstimmt (vgl. E. 3.3 vorne) – 
überzeugend und die psychiatrische Teilexpertise orientiert sich bei der 
Frage der funktionellen Auswirkungen der festgestellten (psychischen) Be-
einträchtigungen an den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 
(vgl. E. 3.2.3 vorne). Danach liegt beim Beschwerdeführer in rheumatologi-
scher Hinsicht eine seropositive, bisher nicht erosive rheumatoide Arthritis 
(ICD-10 M05) und in psychischer Hinsicht eine chronische Schmerzstörung 
mit körperlichen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) sowie eine 
rezidivierende depressive Störung, mittelgradige depressive Episode (ICD-
10 F33.1) vor (act. II 263.3 S. 4), welche die Arbeitsfähigkeit in der ange-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

-16-

stammten Tätigkeit als ... zu 100% und in einer den Leiden angepassten 
Tätigkeit zu 50 % beeinträchtigen (S. 5). 

3.5.2 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, dringt nicht durch: 
So trifft es zwar zu, dass die Stellungnahme vom 14. Juni 2024 (act. II 277) 
nur vom psychiatrischen Gutachter Dr. med. F.________ unterzeichnet 
wurde (Beschwerde S. 5 Ziff. 1). Das schadet vorliegend jedoch nicht, wur-
de darin doch im Wesentlichen lediglich nochmals bestätigt, was bereits im 
Gutachten (act. II 261.1 ff.) festgehalten worden war, nämlich, dass aus 
rein orthopädischer Sicht ein höheres Pensum als ein 50%-Pensum zu-
mutbar wäre (act. II 263.1 S. 28 f.; 277 S. 2), jedoch unter Berücksichtigung 
der Einschränkung der Leistungsfähigkeit sowie der psychiatrischen Be-
funde eine Arbeitsfähigkeit von insgesamt 50 % resultiere (act. II 263.3 S. 
5; 277 S. 2). Weiter wurde in der Stellungnahme schlüssig und in Überein-
stimmung mit dem Gutachten nochmals festgehalten, dass entgegen der 
offenbaren Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 5 Ziff. 1) 
die somatischen und psychischen Einschränkungen nicht additiv, sondern 
integrativ im Rahmen der Schmerzsituation zu bewerten seien, so dass die 
Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20 % im Rahmen der 50%igen 
Arbeitsfähigkeit zu sehen ist (act. II 277 S. 2). Dabei haben die Gutachter 
bei ihrer Beurteilung nicht unwesentlich (zu Gunsten des Beschwerdefüh-
rers) auch die (der fehlenden subjektiven Anstrengungsbereitschaft ge-
schuldete) schwache Leistung anlässlich der Abklärung bei der 
Abklärungsstelle N.________ (act. II 183) mit einbezogen (act. II 263.1 S. 
29 ff.; 263.2 S. 20, 23 f.; 263.3 S. 5 f.). Diese Einschätzung liegt jedoch 
gerade noch innerhalb des gutachterlichen Ermessens, weshalb sich Wei-
terungen hierzu erübrigen. 

Was sodann die kritisierte Einschätzung betreffend Relevanz der im Bericht 
von Dr. med. K.________ vom 8. Juni 2020 (act. II 113 S. 5 ff.) erwähnten 
Schulterschmerzen beidseits anbelangt (Stellungnahme des Beschwerde-
führers vom 11. November 2024 S. 1 f.), so wies Dr. med. F.________ zu-
treffend darauf hin, dass im nämlichen Bericht lediglich eine leichte 
Impingement-Symptomatik bei im Übrigen unauffälligem Status (S. 6) fest-
gestellt worden sei; zudem wurde der Gesundheitszustand insoweit als 
"gebessert" beschrieben (S. 5). Im Übrigen bestehen in den medizinischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

-17-

Akten keine Anhaltspunkte für eine spezifisch von Seiten der Schultern 
ausgehende, rheumaunabhängige und potentiell invalidisierende funktio-
nelle Beeinträchtigung (vgl. E. 3.3 vorne; act. II 263.1 S. 20, 24), so dass 
die insoweit fehlende Fachkompetenz des Dr. med. F.________ für die 
Beurteilung der Schulterproblematik ohne Belang ist. Demnach beinhalten 
weder die Vorbringen des Beschwerdeführers noch die übrigen medizini-
schen Berichte konkrete Indizien gegen den Beweiswert des Gutachtens 
der Dres. med. E.________ und F.________ (vgl. E. 3.4.2 vorne). 

3.6 Zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit ergibt sich sodann Folgendes: 

3.6.1 Zunächst besteht – mit Blick auf die Akten zu Recht – Einigkeit 
dahingehend, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als 
... während des gesamten Beurteilungszeitraums gesundheitsbedingt nicht 
mehr zumutbar war bzw. ist (act. II 75 S. 7; 147.1 S. 19; 263.3 S. 5).

3.6.2 Was die Frage nach Grad und Verlauf der Arbeitsfähigkeit in einer 
den Leiden angepassten Tätigkeit anbelangt, ergibt sich was folgt:

3.6.2.1 Gemäss dem bidisziplinären Gutachten der Dres. med. 
E.________ und F.________ besteht insoweit seit Mai 2022 eine Arbeits-
unfähigkeit  von 50 % (act. II 263.3 S. 5). Zwar wurde in der Stellungnahme 
vom 14. Juni 2024 festgehalten, es sei "Ermessenssache", ob als mögli-
cher Beginn der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % der August 
2021 oder der Mai 2022 zugrunde zu legen sei (act. II 277 S. 2 f.). Dem ist 
entgegenzuhalten, dass im August 2021 im Rahmen einer Laborkontrolle 
zwar tatsächlich höhere Entzündungswerte festgestellt wurden (act. II 158 
S. 6), Dr. med. H.________ im Bericht vom 23. August 2021 (act. II 158 S. 
4 f.) jedoch festhielt, das Bild sei "eigentlich unverändert" (S. 4). Namentlich 
ergaben sich (auch damals) bildgebend keinerlei Hinweise für Erosionen, 
Synovitiden oder Tenosynovitiden (S. 5). Entsprechend ist als Beginn der 
Arbeitsfähigkeit von 50 % der Mai 2022 zugrunde zu legen, nachdem für 
die (invalidenversicherungsrechtlich allein relevante) Frage des funktionel-
len Leistungsvermögens nicht allein auf einen Entzündungswert abgestellt 
werden kann, sondern das (klinische) Gesamtbild massgebend ist. 

3.6.2.2 Im Übrigen haben sich die Dres. med. E.________ und 
F.________ zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit für die Zeit vor Mai 2022 nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

-18-

geäussert. Insoweit folgt aus den Akten zunächst, dass der RAD-Arzt Dr. 
med. I.________ im Bericht vom 10. Oktober 2018 (act. II 75) hinsichtlich 
einer den Leiden angepassten Tätigkeit ab Dezember 2017 ein Pensum 
von 100 % bei einer Leistungseinschränkung von 20 % als zumutbar erach-
tete (S. 7). Seine Begründung, wonach ab diesem Zeitpunkt keine Syno-
vitiden oder Tenosynovitiden mehr vorgelegen hätten, deckt sich mit dem 
Bericht von Dr. med. H.________ vom 5. Dezember 2017 (act. II 47 S. 9). 
In der Folge wurde der medizinische Sachverhalt mit VGE IV 200 2019 14 
63 E. 4.3 jedoch als weiter abklärungsbedürftig beurteilt (act. II 106 S. 16), 
woraufhin die Beschwerdegegnerin bei der MEDAS ein polydisziplinäres 
Gutachten einholte. Entgegen der allein pauschalen Kritik in der Beschwer-
de (S. 6 Ziff. 3, S. 7 Ziff. 6) erfüllt auch dieses Gutachten die rechtspre-
chungsgemässen Vorgaben an den Beweiswert medizinischer Berichte 
(vgl. E. 3.4.2 vorne). In dieser Expertise wurde die RAD-ärztliche Einschät-
zung bestätigt, wonach in einer den Leiden adaptierten Tätigkeit aus poly-
disziplinärer – mithin internistischer, rheumatologischer und psychiatrischer 
– Sicht bezogen auf ein 100%-Pensum eine 80%ige Arbeitsfähigkeit be-
steht (act. II 147.1 S. 20), was gemäss Gutachtern ab der Begutachtung – 
abzustellen ist auf den Zeitpunkt der Konsensdiskussion vom 20. Mai 2021 
– (S. 24) galt (S. 20). Zwar kritisierte Dr. med. F.________ diese Einschät-
zung, dies aber in eher oberflächlicher Art und Weise und notabene ohne 
selbst eine konkrete Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzugeben (act. II 
263.2 S. 18). Überdies fand seine Kritik keinen Eingang in die unter Einbe-
zug von Dr. med. E.________ erfolgte interdisziplinäre Beurteilung (act. II 
263.3). Mit Blick auf die konkrete Fragestellung betreffend Veränderung der 
Situation im Vergleich zum MEDAS-Gutachten vom 21. Mai 2021 (act. II 
263.1 S. 30) ergibt sich denn auch, dass interdisziplinär von einer nach der 
letzten Begutachtung eingetretenen Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes ausgegangen und auch das familiäre und soziale Funktionsniveau 
ausdrücklich als "deutlich eingeschränkter" beurteilt wurde als im Zeitpunkt 
der MEDAS-Begutachtung (act. II 263.3 S. 4). Damit übereinstimmend 
wurde der (gemäss Gutachten [vgl. E. 3.6.2.1 vorne]) ab Mai 2022 postu-
lierte Beginn der 50%igen Arbeitsunfähigkeit mit einer gemäss den Exper-
ten anlässlich der beruflichen Abklärung in der Abklärungsstelle 
N.________ (act. II 183) zu Tage getretenen Zunahme des Schweregrades 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

-19-

der chronischen Schmerzerkrankung gegenüber dem Vorgutachten vom 
Mai 2021 begründet (act. II 263.3 S. 5). 

Schliesslich gilt – wie gezeigt – die im MEDAS-Gutachten bescheinigte 
80%ige Arbeitsfähigkeit zwar erst ab Mai 2021. Jedoch war der Krankheits-
verlauf zwischen dem Bericht des RAD-Arztes Dr. med. I.________ vom 
10. Oktober 2018 (act. II 75) bzw. der von ihm ab Dezember 2017 postu-
lierten Arbeitsfähigkeit von 80 % und dem Gutachten der MEDAS vom 
21. Mai 2021 weitgehend stabil (vgl. E. 3.3.7-3.3.9 vorne). Insbesondere 
ergeben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für zwischenzeitlich ein-
getretene wesentliche und dauerhafte Verschlechterungen (Art. 88a der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [SR; 
831.201]; vgl. E. 3.3 vorne) des Gesundheitszustandes (vgl. auch act. II 
263.1 S. 23), so dass bis und mit April 2022 bezüglich einer den Leiden 
angepassten Tätigkeit überwiegend wahrscheinlich und durchgehend von 
einer 80%igen Arbeitsfähigkeit im Sinne der Einschätzungen im MEDAS-
Gutachten auszugehen ist. 

3.6.3 Zusammenfassend beträgt die medizinisch-theoretische Arbeits-
fähigkeit in einer den Leiden angepassten Tätigkeit bis April 2022 80 % und 
ab Mai 2022 50 %. Auf dieser medizinisch-theoretischen Grundlage ist 
nachfolgend der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

4.

Mit Blick auf die im November 2017 erfolgte Anmeldung zum Leistungsbe-
zug (act. II 28) ist der frühestmögliche Rentenbeginn bei seit September 
2016 bescheinigter Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit (act. II 
263.3 S. 5) grundsätzlich auf den 1. Mai 2018 festzulegen (Art. 28 Abs. 1 
lit. b und 29 Abs. 1 IVG). Die Beschwerdegegnerin hat den Rentenbeginn 
mit der angefochtenen Verfügung aufgrund der per 30. Juni 2022 abgebro-
chenen Eingliederungsmassnahmen (act. II 183 S. 2) respektive des bis zu 
diesem Zeitpunkt ausgerichteten Taggeldes (act. II 167; Art. 29 Abs. 2 IVG) 
auf den 1. Juli 2022 festgelegt (act. II 279). Der Beschwerdeführer macht 
insoweit geltend, sein Gesundheitszustand sei während eineinhalb Jahren 
nach der Anmeldung als instabil bezeichnet worden, womit keine Eingliede-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

-20-

rungsfähigkeit bestanden habe bzw. der Rentenanspruch bereits damals 
entstanden sei (Beschwerde S. 5 f. Ziff. 2). Wie es sich damit verhält kann 
offen bleiben. Denn selbst wenn die Eingliederungsfähigkeit mit Blick auf 
die damals mit VGE IV 200 2019 14 63 E. 4.3 (act. II 106 S. 16) erkannte 
Abklärungsbedürftigkeit des medizinischen Sachverhalts verneint, die Mög-
lichkeit der Entstehung eines Rentenanspruchs dem Grundsatz nach bejaht 
und der frühestmögliche Rentenbeginn folglich auf den Mai 2018 festgelegt 
wird, wirkt sich dies – wie nachfolgend zu zeigen ist – nicht zu Gunsten des 
Beschwerdeführers aus. 

5.

Der Invaliditätsgrad ist mit Blick auf den Verlauf der Arbeitsunfähigkeit (vgl. 
E. 3.6.3 vorne) bzw. angesichts der per Januar 2024 geltenden Neufas-
sung des Art. 26bis Abs. 3 IVV jeweils per Mai 2018, Mai 2022 und für die 
Zeit ab Januar 2024 zu ermitteln. Die entsprechenden Rechtsgrundlagen 
für die Bestimmung des Invalidiätsgrades haben mit Inkrafttreten der WEIV 
geändert (vgl. E. 3.1 vorne).

5.1 Für den Zeitraum bis 31. Dezember 2021 gilt was folgt: 

5.1.1 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) wird bei einer erwerbstäti-
gen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre.

5.1.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

-21-

so konkret wie möglich zu er folgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12, 8C_134/2021 E. 3.2). Lässt 
sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Be-
einträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, 
ist auf statistische Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) her-
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf 
jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichti-
gung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten per-
sönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 
5.3 S. 110; SVR 2022 IV Nr. 22 S. 70, 8C_276/2021 E. 4.2). 

5.1.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen werden. Da-
bei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim 
anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der 
Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei übli-
cherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt 
wird (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

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schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen 
ist (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV 
Nr. 46 S. 147, 8C_211/2018 E. 3.3).

5.1.4 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und 
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-
gungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 
295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). 

5.2 Für die Zeit ab 1. Januar 2022 präsentiert sich die Rechtslage wie 
folgt: 

5.2.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie er zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

5.2.2 Das Valideneinkommen bestimmt sich anhand des zuletzt vor Ein-
tritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens. Unterlag das 
in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität erzielte Erwerbseinkommen 
starken Schwankungen, so wird auf ein angemessenes Durchschnittsein-
kommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann das tatsächlich erzielte Er-
werbseinkommen nicht oder nicht hinreichend genau bestimmt werden, so 
wird das Einkommen ohne Invalidität nach statistischen Werten nach 
Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher Ausbildung und entspre-
chenden beruflichen Verhältnissen festgelegt (Art. 26 Abs. 4 IVV).

5.2.3 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

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Erwerbseinkommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statis-
tischen Werten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt (Art. 26bis Abs. 2 
Satz 1 IVV). Sodann galt hinsichtlich des leidensbedingten Abzugs nach 
Art. 26bis Abs. 3 IVV bis 31. Dezember 2023 Folgendes: Kann die versicher-
te Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leis-
tungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis von 50 % oder weniger tätig sein, so 
werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen. 
Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung von Art. 26 
Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis IVV ärztlich 
festgelegten qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an 
weitergehender Korrektur besteht, ist, was die zu berücksichtigenden Fak-
toren und deren Gewichtung beim leidensbedingten Abzug angeht, ergän-
zend auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze zurückzugreifen (BGE 
150 V 410 E. 10.6 S. 439).

Seit 1. Januar 2024 lautet Art. 26bis Abs. 3 IVV sodann wie folgt: Vom statis-
tisch bestimmten Wert nach Art. 26bis Abs. 2 IVV werden 10 % abgezogen. 
Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer 
funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder 
weniger tätig sein, so werden 20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht 
zulässig.

5.2.4 Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkom-
men statistische Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der 
LSE des BFS massgebend. Andere statistische Werte können beigezogen 
werden, sofern das Einkommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. 
Es sind altersunabhängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwen-
den (Art. 25 Abs. 3 IVV). Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die 
betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nomi-
nallohnentwicklung anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV). In der Regel sind die 
Werte der Tabelle TA1_tirage_skill_Level (Monatlicher Bruttolohn nach 
Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor) 
massgebend. In begründeten Fällen kann nach wie vor auch auf andere 
Tabellen der LSE abgestellt werden (vgl. Ausführungsbestimmungen zur 
Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 
[Weiterentwicklung der IV], Erläuternder Bericht des BSV [nach 

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Vernehmlassung; nachfolgend Vernehmlassung BSV], S. 47; Rz. 3207 
KSIR).

5.3

5.3.1 Die Beschwerdegegnerin hat für die Ermittlung des 
Valideneinkommens (vgl. E. 5.1.2 und E. 5.2.2 vorne) auf den bei der 
O.________ zuletzt erzielten Verdienst angeknüpft, welchen der Be-
schwerdeführer in seiner Tätigkeit als ... erzielte (act. II 279 S. 5). Damit 
ging sie (implizit) davon aus, dass der Beschwerdeführer diese Tätigkeit 
krankheitsbedingt aufgeben musste bzw. er im hypothetischen Gesund-
heitsfall weiterhin in derselben Anstellung tätig wäre. 

Richtig ist, dass aufgrund der Akten keine Anhaltspunkte dafür bestehen, 
wonach der Beschwerdeführer als Gesunder überwiegend wahrscheinlich 
eine andere berufliche Tätigkeit als jene eines ... ausüben würde, war diese 
Arbeit für ihn doch positiv besetzt (act. II 263.2 S. 17). Jedoch kann der 
Beschwerdegegnerin insoweit nicht gefolgt werden, als sie davon ausging, 
dass er als Gesunder auch weiterhin an derselben Arbeitsstelle tätig wäre, 
die Kündigung mithin aus gesundheitlichen Gründen erfolgte. Zwar machte 
der Beschwerdeführer im Rahmen der Begutachtungen dergleichen wie-
derholt geltend (vgl. act. II 147.3 S. 6; 263.1 S. 19), doch zeigen die Akten 
ein wesentlich anderes Bild: In der – gemäss Angaben in der Stellungnah-
me vom 7. März 2025 (S. 2) unangefochten gebliebenen – Verfügung der 
O.________ vom 15. Juni 2016 (act. II 45.1) wurden die Gründe für die per 
Ende September 2016 erfolgte Kündigung detailliert dargelegt. Danach 
habe es seit 2011 "bis heute" immer wieder Beanstandungen durch den 
Vorgesetzten sowie weitere ... und Mitarbeitende der O.________ gege-
ben. Die Beanstandungen hätten unter anderem die Personalführung und 
Kontrolle des ...personals, die Anwesenheitszeiten, die Sauberkeit der $..., 
die Zusammenarbeit mit den ..., das Einhalten von Terminen oder auch die 
mangelhafte Kommunikation betroffen. Die ungenügenden Deutschkennt-
nisse hätten immer wieder zu Missverständnissen mit der Kundschaft (Vor-
gesetzte, ..., ...personal, Arbeitskollegen und externen Personen, zum 
Beispiel ...) geführt (S. 1). Im Rahmen dieser Verfügung wurde dem Be-
schwerdeführer das rechtliche Gehör gewährt, wovon er Gebrauch machte 
und dabei – wie aus der Verfügung hervorgeht – keinerlei Angaben dahin-

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gehend machte, dass gesundheitlich bedingte Faktoren zu den beanstan-
deten Minderleistungen geführt hätten (S. 2). Der Beschwerdeführer macht 
nicht geltend, dass diese Angaben sowie die übrigen Feststellungen in der 
Verfügung unvollständig wären. Sodann trifft es zwar zu, dass er gemäss 
Auszug aus dem individuellen Konto (act. II 267 S. 1) zuletzt im Jahr 2015 
mehr Lohn erhielt; jedoch spricht dies entgegen seinen Vorbringen in der 
Stellungnahme vom 7. März 2025 nicht gegen eine mangelhafte Leistung 
im weiteren Verlauf. Auch kann offen bleiben, wie es sich mit den angeblich 
fehlenden Deutschkenntnissen des Beschwerdeführers verhielt, da dies nur 
einen Kritikpunkt unter vielen darstellte. Auch kann der Beschwerdeführer 
aus den ins Recht gelegten Arbeitszeugnissen (act. I 12 f.) nichts zu seinen 
Gunsten ableiten, beschlagen diese doch einen Zeitraum von 2006 bis 
2008 und geben damit keinen Aufschluss über die im weiteren Verlauf er-
brachte Arbeitsleistung.

Sodann finden sich in den medizinischen Akten unterschiedlichste Anga-
ben hinsichtlich des Beginns der rheumatoiden Symptomatik (2015 bzw. 
2016 [act. II 42 S. 2], 2012 [act. II 42 S. 11], 2010 [act. II 47 S. 17], 2008 
[act. II 147.5 S. 5], 1998 [act. II 263.2 S. 12). Dessen ungeachtet ergeben 
sich auch aus den Arztberichten keine echtzeitlichen Anhaltspunkte dafür, 
dass die nachmalig zur Invalidität führenden gesundheitlichen Einschrän-
kungen das funktionelle Leistungsvermögen bereits während der Anstel-
lung bei der O.________ dergestalt beeinträchtigt hätten, dass sie als 
ursächlich für die zur Kündigung führenden Beanstandungen in Betracht zu 
ziehen wären: So war die seit August 2013 dokumentierte krankheitsbe-
dingte Abwesenheit (act. II 16 S. 1; 18.3 S. 4; 45.3 S. 3 f.) auf eine Disko-
pathie im Bereich der Lendenwirbelkörper 4 und 5 zurückzuführen (act. II 
18.3 S. 1 ff.), welche im März 2014 operiert wurde (act. II 91 S. 19). Im Üb-
rigen wurde von einem guten Allgemeinzustand berichtet (act. II 91 S. 17) 
und die damaligen ärztlichen Feststellungen enthalten keine Anhaltspunkte 
für eine rheumatoide Problematik oder entsprechende Beschwerden (vgl. 
auch act. II 91 S. 21). Auch anderweitig liegen keine medizinischen Berich-
te im Recht und solche wurden auch nicht vorgelegt, welche zum Schluss 
führten, dass die Kündigung respektive die darin erfolgten Beanstandungen 
eine Folge rheumatoider Beschwerden bzw. der später zur Invalidität 
führenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen gewesen wären. 

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5.3.2 Erfolgte der damalige Stellenverlust demnach überwiegend wahr-
scheinlich nicht krankheits- bzw. invaliditätsbedingt, ist der Validenlohn 
anhand von Durchschnittswerten zu bestimmen (Urteil des BGer 
8C_84/2024 vom 12. Februar 2025 E. 5.1). Wie in E. 5.3.1 hiervor erwo-
gen, wäre der Beschwerdeführer als Gesunder überwiegend wahrschein-
lich weiterhin als ... tätig. Mit Blick auf Ziff. 81 der NOGA 2008 (bzw. 2025), 
Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweige ("Gebäudebetreuung; Gar-
ten- und Landschaftsbau"; <www.kubb-tool.bfs.admin.ch>), welche na-
mentlich auch ... einschliesst (vgl. NOGA Ziff. ...), sowie in Anbetracht der 
Tatsache, dass der Beschwerdeführer im öffentlichen Sektor tätig war und 
es auch als Gesunder weiterhin sein könnte, ist für den gesamten Beurtei-
lungszeitraum auf die Tabelle T1_tirage_skill_level, Männer, Position 
77,79-82 "Sonst. wirtschaftliche Dienstl. (ohne 78 [welcher die Vermittlung 
und Überlassung von Arbeitskräften betrifft])", abzustellen (vgl. E. 5.1.2 und 
E. 5.2.2 vorne; Urteil des BGer 8C_284/2023 vom 28. Februar 2024 E. 
7.3.2). Der Beschwerdeführer verfügt über eine zweijährige Ausbildung 
zum ... im Sinne eines Eidgenössischen Berufsattests (EBA [act. II 29 S. 
2]), so dass das Kompetenzniveau 2 zugrunde zu legen ist. 

Im Einzelnen ergibt sich somit Folgendes: 

5.3.2.1 Pro Mai 2018 beziffert sich das Valideneinkommen (vgl. E. 5.1.2 
vorne) unter Zugrundelegung der LSE 2018 (BGE 150 V 67 E. 4.2 S. 70) 
sowie angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit (BGE 126 V 75 E. 3b bb 
S. 76; Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Position 77 
+ 79-82) auf Fr. 66'692.90 (Fr. 5'268.-- x 12 / 40 x 42.2) 

5.3.2.2 Ab Mai 2022 ist für das Valideneinkommen (vgl. E. 5.2.2 vorne) 
auf die LSE 2022 abzustellen (BGE 150 V 67 E. 4.2 S. 70). Dieses beläuft 
sich auf Fr. 67'422.60 (Fr. 5'351.-- x 12 / 40 x 42).

5.3.2.3 Schliesslich sind auch für das pro 2024 zu bestimmende Validen-
einkommen die LSE 2022 sowie die Zahlen für das Jahr 2023 zugrunde zu 
legen, weil die definitiven Zahlen zur Wochenarbeitszeit und Nominalloh-
nentwicklung für das Jahr 2024 noch nicht bekannt sind und die Quartals-
schätzung der Nominallohnentwicklung 2024 (vgl. Urteil des BGer 
8C_659/2022, 8C_707/2022 vom 2. Mai 2023 E. 7.2) nach der hier ange-

http://www.kubb-tool.bfs.admin.ch

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fochtenen Verfügung veröffentlicht wurde. Demnach beziffert sich das Vali-
deneinkommen per 2024 auf Fr. 68'774.60 (Fr. 5'351.-- / 40 x 42.1 / 102.1 x 
103.9 [T1.1.20, Nominallohnindex, Männer, 2021-2023, Position N]). 

5.4

5.4.1 Indem der Beschwerdeführer keiner (ihm zumutbaren) Erwerbs-
tätigkeit mehr nachgeht, ist hinsichtlich des Invalideneinkommens für den 
gesamten Beurteilungszeitraum ebenfalls auf Tabellenlöhne gemäss LSE 
abzustellen. Praxisgemäss sowie mit Blick auf die jeweils massgeblichen 
Zumutbarkeitsprofile (act. II 75 S. 7; 147.1 S. 19 f.; 263.3 S. 5 i.V.m 263.1 
S. 29) sowie die erwerbsbiographisch ausgewiesenen Fertigkeiten (act. II 
24 S. 2 f.) ist dabei der Wert Total, Männer, Kompetenzniveau 1 gemäss 
Tabelle TA1_tirage_skill_level, zugrunde zu legen (vgl. E. 5.1.3 und 
E. 5.2.3 vorne). Sodann steht das Alter des im Zeitpunkt des bidisziplinären 
Gutachtens vom 19. November 2023 (act. II 263.1 ff.) 58-jährigen Be-
schwerdeführers der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht entgegen 
(Beschwerde S. 6 Ziff. 3). Zum einen bestehen keine Anhaltspunkte dafür, 
dass dem Beschwerdeführer eine Umstellung krankheitsbedingt nicht mög-
lich wäre; zum andern erfordern die hier in Frage kommenden einfachen 
Tätigkeiten keinen erheblichen Umstellungs- oder Einarbeitungsaufwand. 
Es kann mithin nicht gesagt werden, dass die vorliegend zumutbare Tätig-
keit (act. II 263.1 S. 28 f.) in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass 
sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter 
nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitge-
bers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von 
vorneherein als ausgeschlossen erschiene (BGE 148 V 174 E. 9.1 S. 188; 
SVR 2024 IV Nr. 18 S. 59, 8C_346/2023 E. 2.3).

5.4.2 Was den leidensbedingten Abzug anbelangt, so ist Folgendes 
festzuhalten: 

Für die Zeit ab Mai 2018 (vgl. E. 5.1.3 vorne) besteht kein Raum für einen 
leidensbedingten Abzug, wurde dem Beschwerdeführer im MEDAS-
Gutachten vom 21. Mai 2021 in einer den Leiden angepassten Tätigkeit 
doch bereits eine um 20 % eingeschränkte Leistungsfähigkeit aufgrund 
eines vermehrten Pausenbedarfs bei gleichzeitig zeitlich uneingeschränkter 

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Anwesenheit (act. II 147.1 S. 20) bei im Übrigen wenig restriktiv formulier-
tem Zumutbarkeitsprofil (S. 19 f.) bescheinigt. 

Für die Zeit ab Mai 2022 (vgl. E. 5.2.3 vorne) gilt grundsätzlich Art. 26 
Abs. 3bis IVV in der bis 31. Dezember 2023 in Kraft gestandenen Fassung 
(vgl. E. 5.2.3 vorne), wonach bei einer funktionellen Leistungsfähigkeit von 
50 % oder weniger ein Abzug von 10 % wegen Teilzeitarbeit zu erfolgen 
hat. Im Übrigen ist (mit Blick auf BGE 150 V 410 E. 10.6 S. 439; vgl. 
E. 5.2.3 vorne) auf das von den Dres. med. E.________ und F.________ 
erstellte Zumutbarkeitsprofil abzustellen. Danach sollte eine optimal ange-
passte Tätigkeit wechselbelastend mit vorwiegendem Sitzen und vor allem 
hinsichtlich Belastung der Hände und Füsse körperlich leicht sein. Leichte 
feinmotorische Arbeiten sind aufgrund der objektiven klinischen Befunde 
möglich, repetitive und mittelschwere oder schwere grobmotorische Arbei-
ten dagegen nicht zumutbar. Längeres Stehen oder Gehen sind zu vermei-
den. Häufiges Tragen von Lasten sollte ebenfalls vermieden werden, 
gelegentliches Heben oder Tragen auf maximal 7.5 kg bis 10 kg begrenzt 
sein (act. II 263. 3 S. 5; 263.1 S. 28 f.). Diese Faktoren führen nicht zu ei-
nem lohnrelevanten Nachteil. Vielmehr steht dem Beschwerdeführer ein 
genügend breites Spektrum an möglichen Hilfsarbeitertätigkeiten auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt zur Verfügung (vgl. Urteil des BGer 
9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.3.2, dem ein vergleichbarer Sach-
verhalt zugrunde lag). Damit ist der leidensbedingte Abzug ab Mai 2022 auf 
10 % festzusetzen.

Für die Zeit ab Januar 2024 ist sodann auf Art. 26bis Abs. 3 IVV in der ab 
1. Januar 2024 gültigen Fassung (vgl. E. 5.2.3 vorne) abzustellen und der 
leidensbedingte Abzug folglich auf 20 % festzulegen.

5.4.3 Demnach beziffert sich das Invalideneinkommen per Mai 2018 auf 
Fr. 54'213.35 (Fr. 5'417.-- x 12 / 40 x 41.7 x 0.8), per Mai 2022 auf 
Fr. 29'864.50 (Fr. 5’305.-- x 12 / 40 x 41.7 x 0.5 x 0.9) und per Januar 2024 
auf Fr. 26’996.15 (Fr. 5’305.-- x 12 / 40 x 41.7 / 100.3 x 102 [T1.1.20, No-
minallohnindex, Männer, 2021-2023, TOTAL] x 0.5 x 0.8).

5.5 Daraus resultieren die folgenden Invaliditätsgrade: 

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Ab Mai 2018 beträgt der Invaliditätsgrad 18.71% bzw. gerundet (zur Run-
dung BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 196, 
8C_575/2018 E. 7.1) 19 % ([Fr. 66'692.90 - Fr. 54'213.35] / Fr. 66'692.90 x 
100). Folglich besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. E. 3.2.2.1 
vorne).

Ab Mai 2022 beträgt der Invaliditätsgrad 55.7 % bzw. gerundet 56 % 
([Fr. 67'422.60 - Fr. 29'864.50] / Fr. 67'422.60 x 100), womit Anspruch auf 
56 % einer ganzen Invalidenrente besteht (vgl. E. 3.2.2.2 vorne). Weil dem 
Beschwerdeführer aufgrund laufender Eingliederungsmassnahmen (Art. 28 
Abs. 1bis IVG) bis 30. Juni 2022 Taggelder ausgerichtet wurden (act. II 167; 
Art. 29 Abs. 2 IVG), ist Anspruchsbeginn der 1. Juli 2022. 

Ab Januar 2024 beläuft sich der Invaliditätsgrad auf 60.7 % bzw. gerundet 
61 % ([Fr. 68'774.60 - Fr. 26’996.15] / Fr. 68'774.60 x 100), womit An-
spruch auf 61 % einer ganzen Invalidenrente besteht (vgl. E. 3.2.2.2 vor-
ne).

5.6 Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen und die ange-
fochtene Verfügung vom 26. Juli 2024 (act. II 279) dahingehend abzuän-
dern, als dem Beschwerdeführer ab Juli 2022 lediglich 56 % bzw. ab 
Januar 2024 61 % einer ganzen Invalidenrente zustehen. Auf die mögliche 
Schlechterstellung wurde der Beschwerdeführer mit prozessleitender Ver-
fügung vom 5. Februar 2025 aufmerksam gemacht.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens der unterliegende Beschwerdeführer zu tragen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2 April 2025, IV 200 2024 638

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(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese sind dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe zu entnehmen.

6.2 Nach Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) 
hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 
Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. dazu auch BGE 128 V 
124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfügung vom 26. Juli 2024 der IV-Stelle Bern wird dahingehend 
abgeändert, als dem Beschwerdeführer ab Juli 2022 56 % und ab Ja-
nuar 2024 61 % einer ganzen Invalidenrente zustehen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerde-führers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.