# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 016629cc-7a8a-5b6f-bf64-15102b682058
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-02-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.02.2007 A-2018/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2018-2006_2007-02-19.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-2018/2006
{T 0/2}

Urteil vom 19. Februar 2007 

Mitwirkung: Richter Jürg Kölliker (Vorsitz); Richter Christoph Bandli; 
Richter Daniel Riedo; Gerichtsschreiber Simon Müller.

A._______,
und Mitbeteiligte,
Beschwerdeführende, vertreten durch A._______

gegen

X._______,
Beschwerdegegnerin 1, 
Y._______,
beide vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Claudia Steiger, Limmatquai 72, 
Postfach, 8022 Zürich,

Bundesamt für Energie (BFE), 3003 Bern,
Vorinstanz

betreffend
Antennenanlage auf Mast Nr. 28 der 132 kV-Leitung Worb-Grosshöch-
stetten; Verfügung des BFE vom 20. Februar 2006.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Das Bundesverwaltungsgericht hat nach Einsicht in:
die  Plangenehmigungsverfügung  des  Bundesamtes  für  Energie  (BFE)  vom 
20. Februar 2006, mit welcher es das Plangenehmigungsgesuch der X._______ 
vom 9. Januar  2004 für  den Einbau einer  Antennenanlage der Y._______ auf 
dem Hochspannungsmast Nr. 28 der 132 kV-Leitung Worb - Grosshöchstetten 
in  der  Gemeinde  Worb  (Standort  Richigen)  im  Kanton  Bern  mit  Auflagen 
genehmigt hat,

die Beschwerde von A._______ und Mitbeteiligten vom 15. März 2006, in wel-
cher diese die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Verweigerung 
der Plangenehmigung verlangen,

die Vernehmlassung des BFE vom 20.  Juni  2006 und die Beschwerdeantwort 
der  Beschwerdegegnerinnen vom 22.  Juni  2006,  in welchen diese die Abwei-
sung der Beschwerde beantragen,

den Zwischenentscheid der REKO/INUM vom 3. August 2006, mit dem sie das 
vorliegende Beschwerdeverfahren bis zum Vorliegen des Urteils des Bundesge-
richts im dort hängigen Verfahren 1A.12/2006 sistiert hat,

das Urteil des Bundesgerichts vom 5. Januar 2007 (1A.12/2006) betreffend Er-
richtung einer Antennenanlage auf einem Hochspannungsmast ausserhalb der 
Bauzone,

in Erwägung gezogen, dass:
vorliegend ein Plangenehmigungsentscheid des BFE gestützt auf Art. 16 ff. des 
Bundesgesetzes  betreffend  die  elektrischen Schwach-  und Starkstromanlagen 
vom 24. Juni 1902 (Elektrizitätsgesetz, EleG, SR 734.0) angefochten ist,

das Bundesverwaltungsgericht zur Behandlung von Beschwerden gegen Verfü-
gungen  des  BFE  und  zur  Übernahme  des  vorliegenden  Verfahrens  von  der 
REKO/INUM  zuständig  ist  (Art. 23  EleG  i.V.m.  Art. 53  Abs. 2  des  Bundesge-
setzes  über  das  Bundesverwaltungsgericht  vom  17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32]),

die  Beschwerdelegitimation  (Art. 48  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  sowie  die  übrigen 
Sachurteilsvoraussetzungen (Art. 52 und 63 Abs. 4 VwVG) erfüllt sind, so dass 
auf die Beschwerde einzutreten ist,

die REKO/INUM mit Zwischenentscheid vom 3. August 2006 eine Sistierung des 
Verfahrens bis zum Vorliegen des Urteils des Bundesgerichts im dort hängigen 
Verfahren 1A.12/2006 angeordnet hat,

das Bundesgericht das Urteil  im Verfahren 1A.12/2006 am 5. Januar 2007 ge-
fällt hat und damit der Sistierungsgrund für das vorliegende Beschwerdeverfah-
ren dahingefallen und das Verfahren wieder aufzunehmen ist,

das Bundesgericht im Urteil vom 5. Januar 2007 in Änderung seiner bisherigen 
Rechtsprechung festgestellt hat, die Errichtung einer Mobilfunkanlage auf einem 
Hochspannungsleitungsmast  sei  nicht  mehr  (nur)  als  Änderung  einer  elek-
trischen Anlage, sondern als Erstellung einer Fernmeldeanlage auf einer elek-
trischen Anlage zu betrachten,

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im genannten Urteil der Bau und die Änderung von Mobilfunkantennen auf Mas-
ten von elektrischen Leitungen oder auf anderen Starkstromanlagen in oder au-
sserhalb der Bauzone neu dem kantonalen (Baubewilligungs-)Recht unterstellt 
wird (vgl. BGE 1A.12/2006 vom 5. Januar 2007, E. 6.3),

gestützt  auf  die  soeben  dargelegte  Änderung  der  bundesgerichtlichen  Recht-
sprechung die vorliegend angefochtene, am 20. Februar 2006 vom BFE erteilte 
Plangenehmigung von einer unzuständigen Behörde erteilt worden ist,

sich die Frage, ob der Plangenehmigungsentscheid nichtig ist, nicht stellt, weil 
er nicht von einer offensichtlich unzuständigen, sondern von einer gestützt auf 
die  alte  Praxis  seinerzeit  zuständigen  Behörde  erlassen  worden  ist  (vgl. zur 
Nichtigkeit und Evidenztheorie: ULRICH HÄFELIN / GEORG MÜLLER / FELIX UHLMANN, All-
gemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, Rz. 956 ff. mit Hinweisen),

die  Verwaltungsbeschwerde  der  Beschwerdeführenden  demzufolge  gutzuheis-
sen und die angefochtene Verfügung des BFE vom 20. Februar 2006 aufzuhe-
ben ist (vgl. auch BGE 1A.12/2006 vom 5. Januar 2007),

des weiteren festzustellen ist, dass das BFE zur Beurteilung des eingereichten 
Plangenehmigungsgesuches  der  Beschwerdegegnerin  1  vom  9.  Januar  2004 
nicht zuständig ist, es aber der Beschwerdegegnerin 2 freigestellt ist, bei der zu-
ständigen  kantonalen  Behörde  ein  neues  Baugesuch  für  die  Antennenanlage 
einzureichen,

die Beschwerdegegnerinnen gestützt auf den Ausgang des Verfahrens als un-
terliegende  Parteien  die  Verfahrenskosten  zu  tragen  hätten  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG),

es  jedoch  vorliegend  nicht  gerechtfertigt  wäre,  den  Beschwerdegegnerinnen 
Verfahrenskosten aufzuerlegen, da ihr Unterliegen in einer Änderung der bun-
desgerichtlichen  Rechtsprechung  gründet  und  nicht  in  einem  Entscheid  des 
Bundesverwaltungsgerichts in der Sache,

demnach auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten (Art. 63 Abs. 1 
VwVG i.V.m. Art. 6 Abs. 1 Bst. b des Reglements über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht  vom 11. Dezember 2006 [VGKE, 
SR 173.320.2]) und den Beschwerdeführenden der von ihnen geleistete Kosten-
vorschuss von Fr. 1'500.- zurückzuerstatten ist,

den  obsiegenden  Beschwerdeführenden  keine  Parteientschädigung  zuzuspre-
chen ist, da sie nicht anwaltlich vertreten sind und ihnen auch sonst keine unver-
hältnismässig  hohen  Kosten  entstanden  sind  (Art. 64  Abs. 1  VwVG  i.V.m. 
Art. 7 ff. VGKE).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung des 

Bundesamtes für Energie (BFE) vom 20. Februar 2006 wird aufgehoben.

2. Es wird festgestellt, dass

a)  das  BFE nicht  zuständig  ist,  über  das  Plangenehmigungsgesuch  der 
X._______ vom 9. Januar 2004 für den Einbau einer Mobilfunkantenne auf 
dem  Hochspannungsleitungsmast  Nr. 28  der  132 kV-Leitung  Worb  - 
Grosshöchstetten zu befinden,

b) es Y._______ freigestellt  ist,  bei der zuständigen kantonalen Behörde 
ein neues Baugesuch für die Antennenanlage einzureichen.

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. Den Beschwerdeführenden wird der von ihnen geleistete Kostenvorschuss 
von Fr. 1'500.- zurückerstattet. Hierzu haben sie dem Bundesverwaltungs-
gericht ihre Kontonummer anzugeben.

5. Es werden keine Parteientschädigungen gesprochen.

6. Je eine Kopie der Eingaben der Beschwerdeführenden vom 6. Dezember 
2006 und vom 4. Januar 2007 gehen zur Kenntnis an die Beschwerdegeg-
nerinnen und die Vorinstanz.

7. Dieses Urteil wird eröffnet: 

- den Beschwerdeführenden (mit Gerichtsurkunde)

- den Beschwerdegegnerinnen (mit Gerichtsurkunde, mit Beilagen)

- dem GS UVEK (mit Gerichtsurkunde)

- der Vorinstanz (Ref-Nr. L-127-210, eingeschrieben, mit Beilagen)

8. Dieses Urteil geht zur Kenntnis an: 

- das BAFU

- das ARE

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Jürg Kölliker Simon Müller

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht in Lausan-
ne Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Rechts-
schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Sie muss spätestens am letz-
ten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweize-
rischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 
übergeben werden (vgl. Art. 42, 48, 54 und 100 des Bundesgesetzes über das Bundes-
gericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110]).

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