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**Case Identifier:** ecf6d178-c698-55f0-a74f-080fcb65bd78
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.06.2020 200 2019 293
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-293_2020-06-05.pdf

## Full Text

200 19 293 IV
LOU/REL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Juni 2020

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiberin Bischof

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. März 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2020, IV/19/293, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1986 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
wurde aufgrund der Folgen eines am 2. September 2000 erlittenen kranio-
zervikalen Beschleunigungstraumas (vgl. Akten der IV-Stelle Bern [IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 11) am 1. Juli 2003 durch 
ihre Mutter bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug ange-
meldet (AB 2). Die IVB führte medizinische Erhebungen durch und gewähr-
te Kostengutsprache für eine berufliche Abklärung (AB 18) und eine erst-
malige berufliche Eingliederung in Form eines ... (AB 33). Mit Verfügung 
vom 6. Februar 2009 wurden die beruflichen Massnahmen nach Erlangen 
der Maturität erfolgreich abgeschlossen (AB 52).

Nach je einem Erstgespräch im April 2011 (AB 53) und Mai 2012 (AB 54) 
prüfte die IVB einen Taggeldanspruch für den verspäteten Eintritt ins Er-
werbsleben bei verlängerter Studienzeit (AB 57) und führte medizinische 
Abklärungen bezüglich der neu geltend gemachten bipolaren Störung (vgl. 
AB 63) durch. Am 5. Februar 2015 beantragte sie – vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________ – die rückwirkende Ausrichtung des grossen IV-
Taggeldes ab dem 1. August 2011 (AB 93) und meldete sich am 1. Mai 
2015 unter Hinweis auf Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlafstörun-
gen und „verschiedene neurologische Symptome“ zum Leistungsbezug für 
Erwachsene bei der IV an (AB 105). Mit Verfügung vom 19. Juni 2015 wur-
de der Versicherten rückwirkend ab September 2011 bis September 2014 
ein kleines Taggeld für die Dauer des Studienganges „...“ als erstmalige 
berufliche Ausbildung zugesprochen (AB 109). Nach Abschluss des Bache-
lorstudiums in ... am 31. Oktober 2017 (AB 114 S. 3) beantragte die Versi-
cherte die Ausrichtung von Taggeldern für die Weiterführung des Studiums 
(Masterstudium [AB 114]). Nach Rücksprache mit ihrem Regionalen Ärztli-
chen Dienst (RAD [AB 116]) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 17. Juli 
2018 die Abweisung des Leistungsbegehrens mangels Vorliegens eines 
invalidisierenden Gesundheitsschadens in Aussicht (AB 117). Nachdem 
sich die die Versicherte damit nicht einverstanden erklärt hatte (AB 121), 
liess die IVB Letztere bidisziplinär (neurologisch/psychiatrisch) begutachten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2020, IV/19/293, Seite 3

(AB 130). Gestützt auf die Konsensbeurteilung im entsprechenden Gutach-
ten vom 14. Januar 2019 (AB 138.1) stellte die IVB erneut die Abweisung 
des Leistungsbegehrens mangels Vorliegens eines Gesundheitsschadens 
mit invalidisierender Wirkung in Aussicht (AB 140). Damit zeigte sich die 
Versicherte nicht einverstanden (AB 143). Die IVB verfügte am 11. März 
2019 dem Vorbescheid entsprechend und wies das Leistungsbegehren ab 
(AB 145).

B.

Hiergegen liess die Versicherte – weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________ – am 11. April 2019 Beschwerde erheben und beantragen, es 
sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihr für die Dauer 
des Masterstudiums in ..., längstens während vier Jahren, das kleine IV-
Taggeld auszurichten. Eventualiter seien die Akten zwecks Ermittlung des 
Invaliditätsgrades und Ausrichtung einer Rente an die Beschwerdegegnerin 
zurück zu weisen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 20. Mai 2019 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Am 16. Juli 2019 liess die Beschwerdeführerin einen zusätzlichen medizini-
schen Bericht ihrer Psychiaterin zu den Akten reichen.

Die Beschwerdegegnerin hielt mit Eingabe vom 16. August 2019 an ihrem 
Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 

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Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 11. März 2019 
(AB 145). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf Leistungen der IV. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

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2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.3 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 
418 E. 7.2 S. 429).

2.4 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht (BGE 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285 und E. 2.2 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6). 

2.5 Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine 
versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten 
Ebene anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von 
Indikatoren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer-
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt 
im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardin-
dikatoren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die Kategorien 

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„funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3 S. 298) und „Konsistenz“ einteilen las-
sen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). 

Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur 
zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestell-
ten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Stan-
dardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie-
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Fol-
gen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Person 
zu tragen (E. 6 S. 308).

2.6 Um den Leistungsanspruch prüfen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen: 

3.1.1 Der behandelnde Neurologe Dr. med. C.________, Facharzt für 
Neurologie FMH, diagnostizierte in seinem Bericht vom 17. August 2018 
(AB 120) chronische Kopfschmerzen vom Spannungstyp mit/bei Status 
nach HWS-Distorsionstrauma am 2. September 2000, Migräne, einen Sta-
tus nach multifokaler nekrotisierender Nephritis links im Jahr 2013 sowie 
eine Schwangerschaft (errechneter Geburtstermin am 21. August 2018). Es 
habe sich keine relevante Veränderung im Vergleich zur Situation von 2014 
und 2015 ergeben (S. 2). Die chronischen Kopfschmerzen vom Span-
nungstyp hätten durch eine regelmässige Osteopathie auf stabilem Niveau 

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gehalten werden können. Aus neurologischer Sicht liege wegen der häufi-
gen Kopfschmerzen eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit vor, deren 
Ausmass letztlich im Rahmen eines interdisziplinären Gutachtens zu beur-
teilen sei.

3.1.2 Im interdisziplinären Gutachten vom 14. Januar 2019 (AB 138.1) 
hielten die Fachärzte unter den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: 
F31.7), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) 
sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstischen Anteilen (ICD-
10: Z73.1) fest (S. 47 Ziff. 1.1). Relevante Diagnosen ohne Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit wurden keine gestellt. Aus neurologischer Sicht 
bestehe zudem eine mögliche Migräne mit und ohne Aura sowie Span-
nungskopfschmerzen.

Aus neurologischer Sicht nannte Dr. med. D.________, Facharzt für Neuro-
logie, in seinem Teilgutachten (S. 10 ff.) als mögliche Diagnosen mit Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Migräne mit und ohne Aura und 
intermittierende Spannungstyp-Kopfschmerzen (S. 18 Ziff. 5.1) und ohne 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein weit ausgedehntes, organisch 
nicht erklärbares Beschwerdebild (Ziff. 5.2). Er attestierte eine 100 %ige 
Arbeitsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit wie auch in ei-
ner angepassten Tätigkeit ohne Einschränkung der Leistungsfähigkeit 
(S. 23 Ziff. 7). Aus rein neurologischer Sicht lasse sich die Beeinträchtigung 
der Arbeitsfähigkeit im Hinblick auf die letzten fünf Jahre nicht mit Sicher-
heit abgrenzen und die geklagten ausschliesslich subjektiven Beschwerden 
mit Schmerzsymptomatik könnten nicht ohne Berücksichtigung der psych-
iatrischen Komorbidität und ohne Berücksichtigung der offensichtlichen 
Symptomausweitung sowie der Inkonsistenz im Rahmen der Untersuchung 
gewertet werden. Der Neurologe hielt fest, dass sich klinisch-neurologisch 
aktuell nur ein höchstens leicht ausgeprägtes rechtsbetontes Zervikalsyn-
drom mit Tonuserhöhung der Muskulatur paravertebral-zervikal zeige 
(S. 19). Zusätzlich fänden sich Befunde, welche organisch nicht zugeordnet 
werden könnten, wie zum Beispiel eine ausgeprägte Berührungsempfind-
lichkeit ausschliesslich am linken Arm und am linken Bein, wobei die Be-
schwerdeführerin im abgelenkten Zustand keine Beeinträchtigung beklage. 

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Aufgrund der ausgeprägten psychiatrischen Komorbidität sei eine alleinige 
Beurteilung der von der Beschwerdeführerin subjektiv beklagten Schmer-
zen ohne Zuzug zur psychiatrischen Stellungnahme nicht sinnvoll. Die ak-
tuelle Behandlung sei aus neurologischer Sicht ausgesprochen suboptimal: 
einerseits gebe die Beschwerdeführerin an, dass die Medikamente bei ihr 
nichts nützten, andererseits sei die Behandlung aufgrund des Stillens nicht 
möglich (S. 20 Ziff. 6.2.1 und S. 21 Ziff. 5). Wenn tatsächlich relevante und 
in hohem Masse beeinträchtigende Kopfschmerzen vorlägen, wäre davon 
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in hohem Masse dazu motiviert 
wäre, die Stillzeit zu reduzieren und eine medikamentöse antimigränöse 
Therapie anzufangen. Ein entsprechender Druck scheine nicht vorzuliegen. 

Die psychiatrische Gutachterin Dr. med. E.________, Fachärztin für Psych-
iatrie und Psychotherapie, nannte im psychiatrischen Teilgutachten (S. 24 
ff.) die Diagnosen einer bipolaren Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: 
F31.7), einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) 
sowie akzentuierter Persönlichkeitszüge mit narzisstischen Anteilen (ICD-
10: Z73.1 [S. 35 Ziff. 5.1]) und attestierte sowohl in der angestammten wie 
auch in einer angepassten Tätigkeit aus rein psychiatrischer Sicht eine Ein-
schränkung in der Leistungsfähigkeit von 30 % bezogen auf ein 100 %-
Pensum (S. 44 Ziff. 7.1.1-3 und S. 45 Ziff. 7.2). Mangels psychiatrischer 
Behandlung und fehlender ärztlicher Einschätzungen lasse sich der Verlauf 
der letzten vier Jahre nicht sicher rekonstruieren, es müsse aber davon 
ausgegangen werden, dass die genannte Einschätzung ab dem Abschluss 
der beruflichen Massnahme, also dem 1. Oktober 2014 gelte (S. 44 
Ziff. 7.1.4). Als angepasst seien Tätigkeit zu werten, in welchen sich die 
Beschwerdeführerin nicht an stark schwankende Arbeitsbedingungen, Leis-
tungsdruck, Überzeitanforderung und Stress anpassen müsse und 
Schichtarbeit aufgrund der affektiven Störung vermieden werden könne 
(S. 45 Ziff. 7.2.1). Die Psychiaterin führte aus, dass die bipolare affektive 
Störung (ICD-10: F31.7) derzeit remittiert sei und die Beschwerdeführerin 
in den vergangenen Jahren selbst durch die Belastung der Familiengrün-
dung und Versorgung von zwei kleinen Kindern weder manifest depressiv 
noch manisch dekompensiert habe (S. 37). Es könne nicht davon ausge-
gangen werden, dass es zu einer Heilung der bipolaren affektiven Störung 
gekommen sei, denn eine Remission bedeute nicht Heilung. Die Be-

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schwerdeführerin sei seit mindestens vier Jahren nicht mehr in psychiatri-
scher Behandlung und nehme auch keine Medikamente. Es gelinge ihr 
jedoch im Selbstmanagement soweit stabil zu bleiben, dass sie im Jahr 
2017 ihr Bachelor-Studium habe abschliessen können und ein Masterstu-
dium aufgenommen habe. Sie leide darüber hinaus an einer anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), die sich in einem andau-
ernden, schweren und quälenden Kopfschmerz manifestiere, der durch 
einen physiologischen Prozess beziehungsweise eine körperliche Störung 
nicht vollständig erklärt werden könne. Seit dem 14. Lebensjahr, als diese 
schweren Kopfschmerzen nach einem Unfall aufgetreten seien, sei die Be-
schwerdeführerin mehrfach und immer wieder ausführlich neurologisch 
untersucht worden, es habe jedoch bisher keine somatische Erkrankung 
festgestellt werden können, die den geklagten andauernden Kopfschmerz 
erklären würde. Darüber hinaus seien akzentuierte Persönlichkeitszüge mit 
narzisstischen Anteilen (ICD-10: Z73.1) festzustellen, die Diagnosekriterien 
einer Persönlichkeitsstörung seien jedoch nicht erfüllt. Es fände sich zur 
Zeit der Begutachtung keine Symptomatik einer depressiven Episode, es 
habe keine manische Episode festgestellt werden können und die Be-
schwerdeführerin befinde sich weder in psychiatrischer Behandlung noch 
werde sie medikamentös behandelt, weshalb von einer Remission der bi-
polaren affektiven Störung ausgegangen werden müsse (S. 35 Ziff. 4).

Anlässlich ihrer Konsensbesprechung (S. 46 ff.) unter Berücksichtigung 
sowohl der neurologischen wie auch der psychiatrischen Komponente ka-
men die beiden Gutachter zum Schluss, dass die in den Fachgebieten be-
gründeten Teilarbeitsunfähigkeiten nicht additiv verrechnet werden und die 
psychiatrische Beurteilung die massgebende sei (S. 47). Berücksichtige 
man die funktionellen Einschränkungen, den Verlauf, die Befunde in ihrer 
Ausprägung, die Beeinträchtigung der innerpsychischen Ressourcen bei 
guten sozialen Ressourcen und die Angaben der Beschwerdeführerin 
selbst, müsse aus psychiatrisch-gutachterlicher Sicht festgestellt werden, 
dass die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsfähig sei (S. 48 Ziff. 1.6). Es 
sei ihr zuzumuten, eine ihrer Beschwerden angepasste Tätigkeit zu verrich-
ten. Unter Annahme der verminderten innerpsychischen Ressourcen und 
der psychischen Fragilität könne sie sich aufgrund ihrer Gesundheitsschä-
digung nicht an stark schwankende Arbeitsbedingungen, Leistungsdruck, 

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Überzeitanforderung und Stress anpassen (Ziff. 1.7). In angepasster Tätig-
keit sei sie bezogen auf ein 100 % Pensum arbeitsfähig mit einer Leis-
tungseinschränkung von 30 %. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ent-
spreche zudem der Arbeitsfähigkeit in der Haushaltsführung und bei der 
Pflege und Betreuung der Kinder (S. 49 „Zusatzfragen“).

3.1.3 Im Bericht vom 11. Juli 2019 (Beschwerdebeilage [BB] 3) hielt 
med. pract. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 
fest, dass sich bei der Beschwerdeführerin ein seit Wochen zunehmendes 
Zustandsbild einer gemischten Episode bei bipolarer affektiver Störung 
(ICD-10: F31.6) gezeigt habe. Die Stimmungslage habe sowohl manische 
Symptome mit gehobener Stimmung, Rededrang, Überaktivität, Agitiertheit, 
Schlafstörungen, Reizbarkeit und Ideenreichtum wie auch gleichzeitig vor-
handene depressive Symptome wie Antriebslosigkeit, Dünnhäutigkeit, 
Hoffnungslosigkeit, gedrückte Stimmung und Suizidalität gezeigt. Die der-
zeitige Arbeitsunfähigkeit betrage 100 %.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

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Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 11. März 2019 (AB 145) auf das neurologisch-psychiatrische Gutach-
ten der Dres. med. E.________ und D.________ vom 14. Januar 2019 
(AB 138.1) gestützt, in welchem eine bipolare affektive Störung, gegenwär-
tig remittiert (ICD-10: F31.7), eine anhaltende somatoforme Schmerz-
störung (ICD-10: F45.4) sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10: 
Z73.1) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten 
wurden (S. 47). 

3.3.1 Diese Beurteilung ist für die streitigen Belange umfassend, beruht 
auf je einer einlässlichen klinischen Exploration in den hier massgeblichen 
Fachgebieten Neurologie und Psychiatrie und wurde in Kenntnis der Vorak-
ten sowie in Berücksichtigung der geklagten Beschwerden erstattet. Sie 
überzeugt inhaltlich, indem die darin enthaltenen Darlegungen der medizi-
nischen Zusammenhänge sowie der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchten und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet 
sind. Zudem haben sowohl der neurologische Gutachter, insbesondere 
aber auch die psychiatrische Gutachterin ihre Feststellungen unter Einbe-
zug der aktenkundigen Arztberichte diskutiert (AB 138.1 S. 18 Ziff. 4 und 
S. 40 Ziff. 3), sich mit früheren divergenten Einschätzungen auseinander-
gesetzt und allfällige abweichende Einschätzungen überzeugend begrün-
det. In den Akten finden sich denn keine medizinischen Berichte, welche 
die Beurteilung der Gutachter Dres. med. E.________ und D.________ in 
Zweifel zu ziehen vermöchten: Als einzige zeitnahe Einschätzung der neu-
rologischen Situation dient der Bericht des behandelnden Neurologen 
Dr. med. C.________ vom 17. August 2018 (AB 120). Darin finden sich 
jedoch keine konkreten Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführe-
rin. Dr. med. C.________ hielt einzig fest, dass das Ausmass der Ein-
schränkung in der Arbeitsfähigkeit aufgrund der Kopfschmerzen im Rah-
men einer interdisziplinären Begutachtung zu beurteilen sei. Zudem war die 
Beschwerdeführerin hinsichtlich ihrer psychischen Beschwerden in den 
letzten Jahren nie über längere Zeit in psychotherapeutischer und/oder 
pharmakotherapeutischer Behandlung (vgl. AB 138.1 S. 38 Ziff. 6.2.1). Ent-

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sprechend wurde im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig der Bericht 
von med. pract. F.________ (BB 3) eingereicht. Dieser Bericht datiert je-
doch vom 11. Juli 2019 und beschreibt ein akutes Zustandsbild einer ge-
mischten Episode bei bipolarer affektiver Störung, welches eine notfallmäs-
sige Erstkonsultation am 1. Juli 2019 nötig gemacht habe und infolge des-
sen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorliege. Offensichtlich beschlägt 
dies jedoch die Situation ab Mitte Juni bzw. Anfangs Juli 2019 und damit 
rund drei Monate nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
11. März 2019 (AB 145). Der Bericht von med. pract. F.________ vom 
11. Juli 2019 lässt deshalb keine Rückschlüsse auf den hier massgeben-
den Sachverhalt zu, weshalb er hier nicht zu berücksichtigen ist (BGE 121 
V 362 E. 1b S. 366).

3.3.2 Hinsichtlich der attestierten Arbeits- und Leistungsfähigkeit hielten 
die Gutachter anlässlich ihrer Konsensbeurteilung fest, dass die Beschwer-
deführerin sowohl in ihrer angestammten wie auch in einer ihren Be-
schwerden angepassten Tätigkeit bei einer Leistungseinschränkung von 
jeweils 30 % in einem 100 %-Pensum vollständig arbeitsfähig ist (S. 48 
Ziff. 1.6 und Ziff. 1.7).

3.3.3 Nach dem Dargelegten erfüllt das bidisziplinäre Gutachten der 
Dres. med. E.________ und D.________ vom 14. Januar 2019 (AB 138.1) 
die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2 
hiervor) und erbringt vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353), 
weshalb darauf abzustellen ist.

3.4. In somatischer Hinsicht wurden im neurologischen Teilgutachten 
(AB 138.1 S. 10 ff.) die beiden Diagnosen einer Migräne mit und ohne Aura 
und der intermittierenden Spannungstyp-Kopfschmerzen als „möglich“ mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten (S. 18 Ziff. 5.1). Ohne Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit sei ein weit ausgedehntes, organisch nicht 
erklärbares Beschwerdebild (Ziff. 5.2). In der Gesamtwürdigung wurde aus 
somatischer Sicht weder in Bezug auf die bisherige noch auf eine ange-
passte Tätigkeit eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit attestiert, da die 
ausschliesslich subjektiv beklagten Beschwerden mit Schmerzsymptomatik 
nicht ohne Berücksichtigung der psychiatrischen Komorbidität und ohne 
Berücksichtigung der offensichtlichen Symptomausweitung sowie der In-

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konsistenz im Rahmen der Untersuchung gewertet werden könnten (S. 23 
Ziff. 7.4).

3.5 Zu klären bleibt die Relevanz der von Dr. med. E.________ dia-
gnostizierten bipolaren affektiven Störung und der anhaltenden somatofor-
men Schmerzstörung und dabei insbesondere die Massgeblichkeit der at-
testierten 30%-igen Leistungseinschränkung in der Arbeitsfähigkeit (vgl. 
E. 2.2 ff. und E. 3.3.2 hiervor). 

3.5.1 Vorab ist festzuhalten, dass hier keine Ausschlussgründe im Sinne 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung vorliegen (vgl. E. 2.4 hiervor). Ins-
besondere finden sich in den Akten keinerlei Anhaltspunkt für eine Aggra-
vation oder eine Verdeutlichungstendenz (AB 138.1 S. 40 Ziff. 2). 

3.5.2 Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ (BGE 141 V 
281 E. 4.3 S. 298) ist zunächst der Komplex „Gesundheitsschädigung“ zu 
beurteilen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1 S. 298): 

Zum Indikator „Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Sympto-
me“ ist festzuhalten, dass die Psychiaterin Dr. med. E.________ die Be-
funde als ausgeprägt und diagnoserelevant bezeichnet (AB 138.1 S. 35 
Ziff. 5.3). Betreffend den Indikator „Behandlungs- und Eingliederungserfolg 
oder -resistenz“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) steht fest, dass die 
Beschwerdeführerin weder in psychiatrischer noch in psychotherapeuti-
scher Behandlung ist oder war (AB 138.1 S. 28 Ziff. 6) und weder ein The-
rapiewunsch noch eine Therapiemotivation besteht (S. 38 Ziff. 6.1.2). 
Gemäss eigenen Aussagen habe sie dafür keine Kapazitäten und sei auch 
nicht überzeugt, dass es ihr helfen könne. So nahm und nimmt sie denn 
keine Medikamente zu sich (S. 33 Ziff. 13). Als mögliche Behandlungsopti-
onen bestehen laut der psychiatrischen Gutachterin jedoch die Möglichkei-
ten einer Lichttherapie und einer integrierten psychiatrisch-psychothera-
peutischen Behandlung (S. 39 Ziff. 6.2.6). Von einer Behandlungsresistenz 
ist damit nicht auszugehen.

Wie die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 
11. März 2019 (AB 145) und auch in der Beschwerdeantwort vom 20. Mai 
2019 richtig dargelegt hat, bestehen zwar Komorbiditäten, jedoch sind für 
diese – angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin weder in 

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psychotherapeutischer noch in medikamentöser Behandlung ist – noch 
Therapieoptionen gegeben (vgl. AB 138.1 S. 49 Ziff. 1.9 bzw. E. 3.5 hier-
nach). Sodann fallen die als Z-Diagnose klassifizierten akzentuierten Per-
sönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1) nicht unter den Begriff der invalidenversi-
cherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigungen (Entscheid 
des BGer vom 12. November 2019, 9C_542/2019, E. 3.2). Insgesamt ist 
nicht von ressourcenhemmenden Komorbiditäten auszugehen (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.).

Hinsichtlich des Komplexes Persönlichkeit hat die psychiatrische Gutachte-
rin zwar festgehalten, dass die Beschwerdeführerin an akzentuierten Per-
sönlichkeitszügen mit narzisstischen Anteilen leide, welche als Komorbi-
dität der bipolaren affektiven Störung zu verstehen seien (AB 138.1 S. 38 
Ziff. 6.1.1). Auf der anderen Seite ist in Anbetracht des abgeschlossenen 
Bachelor-Studiums, der Veröffentlichung ihrer Abschlussarbeit und der Tat-
sache, dass die Beschwerdeführerin sich neben dem Studium noch um ihr 
kleines Kind kümmerte, davon auszugehen, dass ihre Persönlichkeit 
durchaus auch Ressourcen bereithält. Dieser Komplex weist damit auf ge-
wisse, jedoch nur in geringem Umfang vorhandene ressourcenhemmende 
Faktoren hin.

Der Komplex sozialer Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) zeigt, dass 
die Beschwerdeführerin viel Unterstützung im sozialen Umfeld und auch 
Verständnis für ihre psychische Erkrankung erhält (AB 138.1 S. 38 
Ziff. 6.1.3). Sie verfügt über stützende familiäre Bande mit einem verständ-
nisvollen Partner und hat guten Kontakt zu einer Handvoll langjähriger 
Freundinnen und Freunde und Eltern gleichaltriger Kinder in der Nachbar-
schaft sowie zu ihrer Mutter, welche regelmässig ihre Kinder betreut bzw. 
im Haushalt aushilft (S. 31 Ziff. 9 und S. 32 Ziff. 11). Daneben kann die 
Beschwerdeführerin auch auf Ressourcen wie Pilates, Yoga, Bewegung 
und das als „Hauptressource“ bezeichnete Reiten zurückgreifen (S. 40 
Ziff. 1). 

3.5.3 Bezüglich der Kategorie „Konsistenz“ führte die Gutachterin 
Dr. med. E.________ aus, dass die von der Beschwerdeführerin beklagten 
Beschwerden der Befunderhebung entsprächen und dass die Untersu-
chungsergebnisse valide und nachvollziehbar seien (S. 48 Ziff. 1.5). Es 

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finden sich in den Akten keine Hinweise darauf, dass sich die Einschrän-
kungen der Beschwerdeführerin im Erwerbsbereich bzw. im Aufgabenbe-
reich unterscheiden würden von denjenigen in den sonstigen Lebensberei-
chen. Entsprechend hielt der neurologische Gutachter fest, dass sich „eine 
erhebliche Beeinträchtigung des Aktivitätsniveaus in vergleichbaren Le-
bensbereichen“ (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.) nicht abgrenzen lasse 
(AB 138.1 S. 21 Ziff. 6.3.1). 

Der ebenfalls zur Kategorie Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304) 
gehörende Indikator „behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus-
gewiesener Leidensdruck“ ist ebenfalls nicht als erfüllt zu betrachten, 
nachdem die Beschwerdeführerin – wie vorstehend ausgeführt – zurzeit 
und bereits länger keine therapeutischen Optionen wahrnimmt, welche je-
doch gemäss der psychiatrischen Gutachterin zur Prophylaxe vor erneuter 
Dekompensation durchaus empfehlenswert wären (AB 138.1 S. 49 Ziff. 1.9; 
BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304). Auch aus neurologischer Sicht ist die Be-
handlung der Kopfschmerzen aufgrund des Stillens aktuell suboptimal 
(AB 138.1 S. 21 Ziff. 6.2.5). Gemäss dem neurologischen Gutachter ist 
davon auszugehen, dass – wenn tatsächlich relevante und in hohem Mas-
se beeinträchtigende Kopfschmerzen vorlägen – die Beschwerdeführerin in 
hohem Masse dazu motiviert wäre, die Stillzeit zu reduzieren und eine me-
dikamentöse antimigränöse Therapie anzufangen; ein entsprechender 
Druck scheint offensichtlich aber nicht vorzuliegen. 

3.6 Zusammenfassend lassen die zu berücksichtigenden Indikatoren 
nicht den Schluss auf invalidisierende Funktionseinbussen im rechtlichen 
Sinne zu. Die von den Gutachtern Dres. med. E.________ und 
D.________ attestierte 30%-ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit in 
der Arbeitsfähigkeit ist als rechtlich nicht massgebend zu beurteilen, ohne 
dass das Gutachten vom 14. Januar 2019 (AB 138.1) dadurch seinen Be-
weiswert verliert (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 26. November 
2018, 8C_480/2018, E. 5.2.2 mit Hinweis auf BGE 144 V 50 E. 4.3 S. 53 f.). 
Es besteht damit weder aus somatischer noch aus psychiatrischer Sicht ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden.

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4.

Nach dem Dargelegten ist davon auszugehen, dass kein invalidenversiche-
rungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden mit funktionellen Einschrän-
kungen vorliegt. Es besteht deshalb kein Anspruch auf Leistungen der IV. 
Die angefochtene Verfügung vom 11. März 2019 (AB 145) ist damit nicht 
zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1’000.– festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.–, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen. 

5.2 Vorliegend besteht weder für die Beschwerdeführerin noch für die 
Beschwerdegegnerin Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG und Art. 104 Abs. 3 
VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.