# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d922e19d-d77d-559d-aaea-be0ea9fd5f63
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.10.2010 C-1934/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1934-2010_2010-10-25.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1934/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richter Beat Weber, 
Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth.

A._______, Deutschland,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1934/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  IVSTA  (nachfolgend: 
IVSTA)  mit  Verfügung  vom  3. März  2010  die  A._______ bisher 
gewährte ganze Invalidenrente ab dem 1. Mai 2010 durch eine Drei-
viertelsrente ersetzt hat, 

dass  A._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  gegen  diese 
Verfügung mit Eingabe vom 23. März 2010 Beschwerde beim Bundes-
verwaltungsgericht  erhoben,  die  Aufhebung  der  Verfügung  und  die 
Weitergewährung  der  ganzen  Invalidenrente  beantragt  sowie  eine 
ärztliche Bescheinigung von Dr. med. B._______ vom 10. März 2010 
zu den Akten gereicht hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit  Art. 69 Abs. 1 lit. b  des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  zur  Beurteilung  von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art.  33 VGG 
zuständig ist,

dass die  IV-Stelle  eine Vorinstanz gemäss Art. 33  lit. d  VGG ist  und 
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, 

dass  die  Beschwerdeführerin  im  Sinne  von  Art.  59  des  Bundes-
gesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
(Art. 60  ATSG  und  Art. 52  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  und  der 
Kostenvorschuss  fristgerecht  geleistet  wurde,  sodass  auf  die  Be-
schwerde einzutreten ist,

dass Dr. med. C._______ des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 
Rhone in seiner Stellungnahme vom 24. September 2010 zu Handen 
der  IVSTA aufgrund  der  vorliegenden  medizinischen  Unter lagen  die 
Durchführung  eines  psychiatrischen  Gutachtens  empfohlen  hat 
(act. 100),

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dass die IVSTA mit Vernehmlassung vom 13. Oktober 2010 beantragt 
hat, die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzu-
heben und die Sache im Sinne der RAD-ärztlichen Stellungnahme an 
die Verwaltung zurückzuweisen,

dass sich in Übereinstimmung mit der RAD-ärztlichen Stellungnahme 
sowie der Vernehmlassung der IVSTA die Durchführung einer psychia-
trischen Begutachtung als notwendig erweist,

dass damit  feststeht,  dass  die  angefochtene Verfügung vom 3. März 
2010 auf einem mangelhaft ermittelten Sachverhalt beruht,

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt, 

dass die Beschwerde demnach in dem Sinne gutzuheissen ist, als die 
Sache  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist 
(Art. 61  Abs. 1  VwVG),  verbunden  mit  der  Anweisung,  die  psychia-
trische Begutachtung durchführen zu lassen und anschliessend in der 
Sache neu zu verfügen,

dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der beschwerde-
führenden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6),

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben  sind  (Art. 63  Abs. 1  und  2  VwVG),  so  dass  der  geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 400.- der Beschwerdeführerin auf ein von ihr 
anzugebendes Konto zurückzuerstatten ist,

dass der obsiegenden Beschwerdeführerin, welche sich nicht anwalt-
lich vertreten liess und der auch sonst keine notwendigen und verhält -
nismässig  hohen  Kosten  entstanden  sind,  für  das  Beschwerdever-
fahren vor dem Bundesverwaltungsgericht somit keine Parteientschä-
digung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 
Abs. 1 und 4  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  in  dem  Sinne  gutgeheissen,  dass  die  ange-
fochtene Verfügung vom 3. März 2010 aufgehoben und die Sache mit 
der  Weisung  an  die  Vorinstanz  zurückgewiesen  wird,  die  psychia-
trische Begutachtung durchführen zu lassen und neu in der Sache zu 
verfügen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin 
wird  der  bereits  geleistete  Verfahrenskostenvorschuss  von  Fr. 400.- 
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (Einschreiben  mit  Rückschein;  Beilagen: 
Doppel  der  Vernehmlassung vom 13. Oktober  2010 inkl. Stellung-
nahme von Dr. med. C._______ vom 24.09.2010 in Kopie [act. 100]; 
Formular Zahladresse)

- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Lucie Schafroth

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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