# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2693df2f-a590-5e42-8139-ce1f84705ab7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-03-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.03.2022 A-4911/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4911-2021_2022-03-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-4911/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  M ä r z  2 0 2 2  

Besetzung  Richter Keita Mutombo (Vorsitz), 

Richter Jürg Steiger, Richter Raphaël Gani,    

Gerichtsschreiber Kaspar Gerber. 
   

Parteien  A._______ ,…,  

Beschwerdeführer,  

 
  gegen 

  Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG),  

Dienstbereich Grundlagen, Sektion Recht,  

Taubenstrasse 16,  

3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
   
Gegenstand  Alkoholgesetzgebung; Konzession Lohnbrennerei. 

 

 

 

A-4911/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Am 22. April 2021 reichte A._______ (nachfolgend: Gesuchsteller) bei 

der Eidgenössischen Zollverwaltung (nachfolgend: EZV), Abteilung Alkohol 

und Tabak, mit den vorgesehenen offiziellen Formularen der EZV je ein 

Gesuch für eine Lohnbrennereikonzession sowie für den Erwerb eines 

Brennapparats ein. Er wolle nach seiner Frühpensionierung sein langjähri-

ges Hobby als Winzer und Kleinproduzent ausbauen und mit einer kleinen 

Lohnbrennerei Obst und Früchte verwerten, die von Bekannten aus der 

Umgebung angebaut würden. 

A.b Am 1. Juli 2021 lehnte die EZV, Direktionsbereich Grundlagen, Sektion 

Spirituosensteuer (nachfolgend: S SPIR), beide Gesuche ab. Aufgrund hin-

reichender Anzahl Lohnbrennereien in der Umgebung des Gesuchstellers 

bestehe kein wirtschaftliches Bedürfnis für eine Lohnbrennereikonzession. 

Bei veränderter Situation – wenn z.B. eine bestehende Lohnbrennerei die 

Brenntätigkeit aufgebe – könne das wirtschaftliche Bedürfnis erneut ge-

prüft werden. Zudem könne er innert 30 Tagen eine mit Einsprache an-

fechtbare Verfügung verlangen. 

A.c Mit E-Mail vom 20. Juli 2021 verlangte der Gesuchsteller von der S 

SPIR eine anfechtbare Verfügung. 

A.d Mit Verfügung vom 23. Juli 2021 hielt die S SPIR an der Ablehnung der 

Gesuche für eine Lohnbrennereikonzession sowie für den Erwerb eines 

Brennapparats fest. 

B.  

B.a Gegen die Verfügung vom 23. Juli 2021 reichte der Gesuchsteller am 

25. August 2021 schriftlich Einsprache bei der Oberzolldirektion (nachfol-

gend: OZD), Sektion Recht, Dienst Beschwerdewesen, ein. Zur Begrün-

dung führte er an, dass eine von ihm durchgeführte und der Einsprache 

beigelegte Umfrage bei Landwirten und Kleinproduzenten in und um sei-

nen Wohnort (…) (nachfolgend: Wohnort) belege, dass die Lohnbrennerei 

einem Bedürfnis entspreche. 

B.b Mit Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2021 wies die OZD, Direkti-

onsbereich Grundlagen, Sektion Recht, die Einsprache ab. Im Umkreis von 

20 km Radius um den Wohnort des Gesuchstellers gebe es bereits 18 

Brennereien. Zudem sei die in Frage stehende Brennmenge des reinen 

Alkohols gering. Bei dieser Sachlage bestehe kein wirtschaftliches Bedürf-

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nis des Landes für eine Lohnbrennereikonzession für den Beschwerdefüh-

rer. Es handle sich bei allem Verständnis für das Hobby des Beschwerde-

führers lediglich um Partikularinteressen. 

C.  

C.a Dagegen erhob der Gesuchsteller (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

am 7. November 2021 (eine als «Einsprache» bezeichnete) Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt die Erteilung einer Lohn-

brennerkonzession per August 2022 sowie die Erlaubnis für den Erwerb 

eines Brennapparats per Frühling 2022. Aufgrund eigener Recherchen 

seien nur 14 Brennereien im Umkreis von 20 km Radius um seinen Woh-

nort angesiedelt und davon lediglich 4 als reine Lohnbrennereien regis-

triert. Dadurch entspreche eine Lohnbrennerei in seinem Wohnort durch-

aus dem wirtschaftlichen Bedürfnis. Im Weiteren verwies er u.a. auf seine 

Qualifikation als Brenner nach absolviertem Modulkurs.  

C.b In ihrer Vernehmlassung vom 20. Dezember 2021 hält die OZD, Direk-

tionsbereich Grundlagen, Sektion Recht, die beschwerdeführerischen Vor-

bringen zur Anzahl der Lohnbrennereien im Umkreis von 20 km Radius um 

den Wohnort des Beschwerdeführers für unbelegt. Sie betrachtet die fach-

liche Qualifikation des Beschwerdeführers als Brenner als nicht relevant. 

Die EZV verneint weiterhin das wirtschaftliche Bedürfnis für eine Lohnbren-

nereikonzession für den Beschwerdeführer und schliesst auf Abweisung 

der Beschwerde. 

C.c Per 1. Januar 2022 wurde die EZV in Bundesamt für Zoll und Grenzsi-

cherheit (BAZG, nachfolgend auch: Vorinstanz) umbenannt. 

C.d Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit entscheidwe-

sentlich, in den Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach 

Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche liegt im vorliegenden Fall nicht vor, 

und das BAZG ist eine Behörde im Sinne von Art. 33 VGG (siehe auch die 

Liste der Verwaltungseinheiten der Bundesverwaltung im Anhang 1 

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Ziff. V./1.6 zur Regierungs- und Verwaltungsorganisationsverordnung vom 

25. November 1998 [RVOV, SR 172.010.1]). Die Zuständigkeit des Bun-

desverwaltungsgerichts zur Behandlung der Beschwerde ist somit gege-

ben. 

1.2 Das Verfahren richtet sich gemäss Art. 37 VGG nach den Bestimmun-

gen des VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

1.3 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor 

der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur 

Teilnahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung beson-

ders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-

bung oder Änderung hat (Bst. c). Der Beschwerdeführer erfüllt diese Vo-

raussetzungen und ist entsprechend beschwerdelegitimiert. 

1.4 Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 50 

Abs. 1 VwVG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist somit einzutreten. 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Der Beschwerdeführer kann neben der Verlet-

zung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder un-

vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 

Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG).  

2.2 Das Verfahren vor dem BAZG wie auch jenes vor dem Bundesverwal-

tungsgericht werden von der Untersuchungsmaxime beherrscht. Danach 

muss die entscheidende Behörde den rechtlich relevanten Sachverhalt von 

sich aus abklären und darüber ordnungsgemäss Beweis führen (Art. 1 

Abs. 2 Bst. a und cbis i.V.m. Art. 12 VwVG; vgl. Urteil des BVGer A-479/2021 

vom 8. September 2021 E. 1.4.1 m.w.H.). 

2.3 Die Parteien sind verpflichtet, an der Feststellung des Sachverhalts mit-

zuwirken in einem Verfahren, das sie durch ihr Begehren einleiten (Art. 13 

Abs. 1 Bst. a VwVG; siehe dazu auch E. 4.3).  

2.4 Die Beschwerdeinstanz nimmt jedoch nicht von sich aus zusätzliche 

Sachverhaltsabklärungen vor oder untersucht weitere Rechtsstandpunkte, 

für die sich aus den vorgebrachten Rügen oder den Akten nicht zumindest 

Anhaltspunkte ergeben (BVGE 2010/64 E. 1.4.1; ANDRÉ MOSER/MICHAEL 

BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-

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gericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 1.49 ff., 1.54 f., 3.119 ff.). Sodann gilt im Verfah-

ren vor dem Bundesverwaltungsgericht der Grundsatz der freien Beweis-

würdigung. Die Beweiswürdigung endet mit dem richterlichen Entscheid 

darüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu gelten hat oder 

nicht. Der Beweis ist geleistet, wenn das Gericht gestützt auf die freie Be-

weiswürdigung zur Überzeugung gelangt ist, dass sich der rechtserhebli-

che Sachumstand verwirklicht hat (BGE 130 II 482 E. 3.2; Urteil des BVGer 

A-2244/2020 vom 13. Januar 2022 E. 1.6 m.w.H.). 

2.5 Gelangt das Gericht gestützt auf die freie Beweiswürdigung nicht zum 

Ergebnis, dass sich ein rechtserheblicher Sachumstand verwirklicht hat, 

kommen die Beweislastregeln zur Anwendung. Gemäss der allgemeinen 

Beweislastregel hat, wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, diejenige 

Person das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, die 

aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 

10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]). Bei Beweislosigkeit ist folglich zu Un-

gunsten derjenigen Person zu entscheiden, welche die Beweislast trägt 

(vgl. BGE 144 II 332 E. 4.1.3 und 142 II 433 E. 3.4.2 m.w.H.; BVGE 2012/33 

E. 6.2.2; Urteil des BVGer A-429/2021 vom 26. Januar 2022 E. 2 m.w.H.). 

2.6  

2.6.1 Die von den Verwaltungsbehörden veröffentlichten Broschüren, 

Kreisschreiben und Merkblätter stellen lediglich Verwaltungsverordnungen 

dar, das heisst generelle Dienstanweisungen, die sich an nachgeordnete 

Behörden oder Personen wenden und worin die Verwaltungen ihre Sicht-

weise darlegen. Sie dienen der Sicherstellung einer einheitlichen, gleich-

mässigen und sachrichtigen Praxis des Gesetzesvollzugs (BVGE 2010/33 

E. 3.3.1; MARTIN KOCHER, in: Zweifel/Beusch/Glauser/Robinson [Hrsg.], 

Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die 

Mehrwertsteuer, 2015, Art. 65 N 31; MICHAEL BEUSCH, Was Kreisschreiben 

dürfen und was nicht, in: Der Schweizer Treuhänder 2005, S. 613 ff.). Als 

solche sind sie für die als eigentliche Adressaten figurierenden Verwal-

tungsbehörden verbindlich, wenn sie nicht klarerweise einen verfassungs- 

oder gesetzeswidrigen Inhalt aufweisen (Urteile des BVGer A-5601/2019 

vom 6. Mai 2020 E. 1.7.1, A-2204/2018 vom 16. Dezember 2019 E. 3.2, 

A-6253/2018 vom 10. Dezember 2019 E. 2.6.1; MICHAEL BEUSCH, in: Zwei-

fel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, Bundes-

gesetz über die direkte Bundessteuer [DBG], 3. Aufl. 2017, Art. 102 

N 15 ff.). 

2.6.2 Nicht verbindlich sind Verwaltungsverordnungen dagegen für die 

Justizbehörden, deren Aufgabe es ist, die Einhaltung von Verfassung und 

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Gesetz im Einzelfall zu überprüfen (vgl. BGE 145 II 2 E. 4.3; vgl. 

ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.173 f.). Die Gerichts-

behörden sollen Verwaltungsverordnungen bei ihrer Entscheidung aller-

dings mitberücksichtigen, sofern diese eine dem Einzelfall angepasste und 

gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmun-

gen darstellen. Dies gilt umso mehr, als es nicht Aufgabe der Gerichte ist, 

als Zweitinterpreten des der Verwaltungsverordnung zugrunde liegenden 

Erlasses eigene Zweckmässigkeitsüberlegungen an die Stelle des Voll-

zugskonzepts der zuständigen Behörde zu setzen (vgl. BGE 146 I 105 

E. 4.1, 146 II 359 E. 5.3, 141 V 139 E. 6.3.1; BVGE 2010/33 E. 3.3.1, 

2007/41 E. 3.3). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 105 BV ist die Gesetzgebung über Herstellung, Einfuhr, 

Reinigung und Verkauf gebrannter Wasser Sache des Bundes. Der haupt-

sächliche Zweck der Alkoholordnung liegt im Schutz der öffentlichen Ge-

sundheit (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer A-477/2018 vom 11. September 

2018 E. 2.1 m.w.H.; ebenso bereits in der Botschaft des Bundesrates zum 

Entwurf eines Bundesgesetzes über die gebrannten Wasser [Alkoholge-

setz] vom 1. Juni 1931 [nachfolgend: Botschaft zum AlkG 1931], BBl 1931 

I 697, 700 f.). 

3.2 Seinen gesundheitspolitischen Auftrag erfüllt der Bund insbesondere 

durch Reduktion der Nachfrage nach gebrannten Wassern mittels fiskali-

scher Belastung (vgl. Art. 131 Abs. 1 Bst. b BV). Gleichzeitig reguliert er 

über das Alkoholmonopol das Angebot (vgl. Urteil des BVGer A-477/2018 

vom 11. September 2018 E. 2.3 m.w.H.). 

4.  

4.1 Nach Art. 3 Abs. 1 des Alkoholgesetzes vom 21. Juni 1932 (AlkG, SR 

680) steht das Recht zur Herstellung und zur Reinigung gebrannter Wasser 

ausschliesslich dem Bund zu (sog. Alkoholmonopol). Die Ausübung dieses 

Rechts wird allerdings genossenschaftlichen und anderen privatwirtschaft-

lichen Unternehmungen durch Brennereikonzessionen übertragen (Art. 3 

Abs. 2 AlkG).  

4.2 Das System der Konzessionierung erlaubt zum einen eine Herabset-

zung der Zahl der aktiven Brennereien und zum anderen eine bessere 

Qualitätskontrolle ihrer Erzeugnisse. Diese Wirkungen wurden bereits an-

lässlich der Schaffung des Alkoholgesetzes als Hauptziele genannt (Bot-

schaft zum AlkG 1931, BBl 1931 I 697, 700; Urteil des BVGer A-477/2018 

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vom 11. September 2018 E. 2.3 m.w.H.). Sodann bedingt die Durchsetzung 

des Systems der Konzessionierung eine effiziente Missbrauchsbekämp-

fung. Um eine solche zu gewährleisten, stehen die konzessionspflichtigen 

Brennereien unter der Kontrolle des BAZG (Art. 7 Abs. 1 AlkG; vgl. Urteil 

des BVGer A-477/2018 vom 11. September 2018 E. 2.3). 

4.3 Die Brennereikonzessionen werden auf Gesuch hin durch das BAZG 

erteilt und erneuert. Sie sind gebührenfrei (Art. 6 Abs. 1 AlkG). Über die 

Erteilung und Erneuerung der Konzession wird eine Urkunde ausgestellt 

(Art. 6 Abs. 2 AlkG). Werden Konzessionsbedingungen nicht eingehalten 

oder fällt eine Voraussetzung der Konzessionserteilung weg, so kann das 

BAZG die Konzession nach Anhörung des Inhabers vor Ablauf der Konzes-

sionsdauer entziehen (Art. 6 Abs. 3 AlkG). 

4.4 Nach Art. 5 Abs. 1 AlkG sollen Brennereikonzessionen erteilt werden, 

soweit dies den wirtschaftlichen Bedürfnissen des Landes entspricht. Hin-

sichtlich der Bedürfnisfrage ist der Verwaltung naturgemäss ein weites Feld 

der Würdigung eingeräumt (BGE 100 Ib 176 E. 4 m.w.H.; Urteil des BVGer  

A-335/2015 vom 2. Oktober 2015 E. 3.2.1). Die Konzessionen sollen die 

rechtzeitige Verwertung der Abfälle und Rückstände des Obst-, Wein- und 

Zuckerrübenbaues und der Überschüsse des Obst- und Kartoffelbaues er-

möglichen, soweit diese Rohstoffe nicht anders zweckmässig verwendet 

werden können (Art. 5 Abs. 2 AlkG). 

4.5 Brennapparate und Brennanlagen dürfen nur mit Bewilligung des 

BAZG erworben, aufgestellt, an einen neuen Standort verbracht, ersetzt 

oder umgeändert werden (Art. 7 Abs. 3 AlkG). Dies gilt gleichermassen im 

Zusammenhang mit Einrichtungen, die zur Herstellung gebrannter Wasser 

dienen können und für die keine Konzession besteht, zumal solche Ein-

richtungen ebenfalls der Kontrolle des BAZG unterstehen (Art. 7 Abs. 4 

AlkG i.V.m. Art. 15 der Alkoholverordnung vom 15. September 2017 [AlkV, 

SR 680.11]; vgl. zum im Wesentlichen gleichlautenden altrechtlichen 

Art. 14 der Alkoholverordnung vom 12. Mai 1999 [AS 1999 1731] Urteil des 

BVGer A-335/2015 vom 2. Oktober 2015 E. 2.4 m.H.a. die Botschaft des 

Bundesrates vom 14. April 1949 zur Revision des AlkG, BBl 1949 I 673, 

703). 

5.  

5.1 Das geltende Alkoholgesetz unterscheidet zwischen «Gewerbebrenne-

reien» (Art. 4 ff. AlkG) – wozu im weiteren Sinne auch die «Lohnbrenne-

reien» (Art. 13 AlkG) gehören – und «Hausbrennereien» (Art. 14 ff. AlkG). 

Entsprechend werden gemäss Alkoholverordnung die Konzessionen für 

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das Herstellen oder Reinigen von gebrannten Wassern den Kategorien 

«Gewerbebrennerei», «Lohnbrennerei» und «landwirtschaftliche Brenne-

rei» (letzteres gemäss Art. 1 Bst. f AlkV Synonym für «Hausbrennerei») 

zugeordnet (Art. 3 Abs. 1 AlkV). In der jeweiligen Konzession werden ins-

besondere die erlaubten Brennereirohstoffe, die Grösse und die Leistung 

der Brennerei sowie allfällige Bedingungen und Auflagen festgelegt (Art. 3 

Abs. 2 AlkV). «Brennaufträge» werden in Art. 19 AlkG sowie Art. 7 AlkV 

geregelt (Urteil des BVGer A-477/2018 vom 11. September 2018 E. 2.4). 

5.2 Bei der «Lohnbrennerei» handelt es sich – wie erwähnt (E. 5.1) – um 

eine Form der Gewerbebrennerei. Konzessionen zum Betrieb einer Lohn-

brennerei werden gemäss Art. 13 Abs. 1 AlkG für fahrbare Brennereien, 

und nur soweit diese nicht ausreichen oder wo örtliche oder bereits beste-

hende sonstige Verhältnisse es rechtfertigen, auch für feststehende Bren-

nereien erteilt. Lohnbrennereien dürfen, soweit sie nicht eine weitere Kon-

zession gemäss Art. 4 AlkG besitzen, nicht auf eigene Rechnung, sondern 

nur kraft Brennauftrags brennen. Ausserdem dürfen sie für ihre Auftragge-

ber nur die in Art. 14 AlkG genannten Rohstoffe verarbeiten (Art. 13 Abs. 2 

AlkG). Das Brennerzeugnis ist dem Auftraggeber auszuhändigen (Art. 13 

Abs. 3 AlkG). Eine Lohnbrennerei liegt vor, wenn der Brennauftraggeber 

wirtschaftlich an den hergestellten Produkten berechtigt bleibt und damit 

über das Schicksal der hergestellten Produkte entscheiden kann. Massge-

blich ist damit die wirtschaftliche Sichtweise (Urteil des BVGer  

A-7558/2010 vom 24. Mai 2012 E. 4.3).  

6.  

Im vorliegenden Fall ist streitig und zu prüfen, ob der Beschwerdeführer 

Anspruch auf eine Konzession für eine Lohnbrennerei sowie auf den Er-

werb eines Brennapparats hat. Dabei ist der Hauptstreitpunkt das wirt-

schaftliche Bedürfnis für eine solche Lohnbrennereikonzession. 

7.  

7.1 Damit eine Lohnbrennerkonzession erteilt wird, muss eine entspre-

chende wirtschaftliche Notwendigkeit für eine Lohnbrennerei in der Region 

gegeben sein. Für die mögliche Erteilung einer Konzession werden die An-

zahl Kunden, die produzierte Menge an Spirituosen, deren Qualität, beson-

dere Kundenbedürfnisse und andere, in der Region bereits vorhandene 

Lohnbrennereien in Betracht gezogen (Merkblatt Brennereikonzessionen 

des BAZG vom April 2019 [auf der übergeordneten Website deklarierter 

Stand am 15. Dezember 2021], S. 4, <https://www.bazg.admin.ch/dam 

https://www.bazg.admin.ch/dam%20/bazg/de/dokumente/abgaben/AAT/Herstellung/Merkblatt%20Konzessionen.pdf.download.pdf/merkblatt%20konzessionen_d.pdf

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Seite 9 

/bazg/de/dokumente/abgaben/AAT/Herstellung/Merkblatt%20Konzessio-

nen.pdf.download.pdf/merkblatt%20konzessionen_d.pdf>, zuletzt abgeru-

fen am 8. Februar 2022). 

7.2 Mit diesem öffentlich zugänglichen Merkblatt hat die Vorinstanz das ge-

setzliche Erfordernis des wirtschaftlichen Bedürfnisses für eine Lohnbren-

nereikonzession konkretisiert und so ihre Praxis adressatengerecht publi-

ziert (vgl. Urteil des BVGer A-335/2015 vom 2. Oktober 2015 E. 4.2.4, wo-

rin das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss kam, dass das seinerzei-

tige Merkblatt der Eidgenössischen Alkoholverwaltung [welche ab 1. Ja-

nuar 2018 in die EZV überführt wurde] den richtig verstandenen Sinn der 

einschlägigen Rechtsnormen wiedergab und sich die Voraussetzung einer 

erwiesenen Mindestproduktion von 200 Litern reinen Alkohols für eine Kon-

zessionierung als Gewerbebrenner als korrekt erwies). 

7.3 Die im Merkblatt der Vorinstanz aufgeführten Kriterien (Anzahl Kunden, 

die produzierte Menge an Spirituosen, deren Qualität, besondere Kunden-

bedürfnisse und andere, in der Region bereits vorhandene Lohnbrenne-

reien) erscheinen sachgerecht. Es besteht für das Bundesverwaltungsge-

richt kein Anlass, von diesen Vorgaben abzuweichen (E. 2.6.2). 

8.  

In einem ersten Schritt ist auf das Kriterium der Anzahl bereits vorhandener 

Lohnbrennereien einzugehen. Dabei ist vorweg festzustellen, dass die Par-

teien von einer unterschiedlichen Anzahl Brennereien in der Umgebung 

des Wohnorts des Beschwerdeführers ausgehen. 

8.1  

8.1.1 Laut Beschwerdeführer seien aufgrund seiner Recherchen bei Ag-

roscope und dem Verband der Schweizer Brenner nicht 18 Brennereien, 

sondern lediglich 14 Brennereien im Umkreis von 20 km rund um seinen 

Wohnort angesiedelt. Von diesen 14 Brennereien seien 5 Hausbrenne-

reien, 5 Gewerbe- und Lohnbrennereien und lediglich 4 reine Lohnbrenne-

reien registriert. Diese Tatsache zeige sehr deutlich, dass eine Lohnbren-

nerei in seinem Wohnort durchaus seine Berechtigung habe und dem wirt-

schaftlichen Bedürfnis des Landes entspreche. 

8.1.2 Die Vorinstanz hält diese Aussagen für unbelegt und verweist auf das 

Kundendossier, das sie für jede der 18 Lohnbrennereien im Umkreis von 

20 Kilometer vom Wohnort des Beschwerdeführers führe. 

https://www.bazg.admin.ch/dam%20/bazg/de/dokumente/abgaben/AAT/Herstellung/Merkblatt%20Konzessionen.pdf.download.pdf/merkblatt%20konzessionen_d.pdf
https://www.bazg.admin.ch/dam%20/bazg/de/dokumente/abgaben/AAT/Herstellung/Merkblatt%20Konzessionen.pdf.download.pdf/merkblatt%20konzessionen_d.pdf

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Seite 10 

8.2 Der Beschwerdeführer vermag die Darstellung der Vorinstanz nicht 

rechtsgenüglich zu erschüttern. Die von der gesetzlich zur Vergabe von 

Brennkonzessionen bestimmten Vorinstanz (E. 4.3) eingereichte detail-

lierte Liste mit den Lohnbrennereien im Umkreis von 20 km Radius um den 

Wohnort des Beschwerdeführers sowie die zugehörige Landkarte zeich-

nen für das Bundesverwaltungsgericht ein hinreichend genaues Bild der 

Situation der Lohnbrennereien in der Umgebung des Beschwerdeführers. 

Angesichts dieser Aktenlage besteht keine Veranlassung, diese vor-

instanzlichen Dokumente in Zweifel zu ziehen. Dass in der Umgebung des 

Wohnorts des Beschwerdeführers ganz allgemein eine hinreichende An-

zahl Brenngelegenheiten besteht, lässt sich mit einfacher Internetrecher-

che plausibilisieren (vgl. hierzu E. 9.4 hernach). Somit ist davon auszuge-

hen, dass es im Umkreis von 20 km Radius um den Wohnort des Be-

schwerdeführers bereits 18 Lohnbrennereien gibt.  

9.  

Im Weiteren ist auf die rechtliche Bedeutung der bisher in der Region des 

Beschwerdeführers gebrannten Menge reinen Alkohols für das wirtschaft-

liche Bedürfnis einer Lohnbrennereikonzession für den Beschwerdeführer 

einzugehen. 

9.1 Gemäss Vorinstanz reichen die vom Beschwerdeführer künftig anvi-

sierten Kunden und die nach ihrer Statistik in den letzten drei Jahren vom 

Beschwerdeführer durch einen Lohnbrenner hergestellten Spirituosen von 

durchschnittlich 3.08 Litern reinen Alkohols nicht aus, um ein wirtschaftli-

ches Bedürfnis in der Region des Beschwerdeführers zu begründen (Ab-

lehnung des Gesuchs vom 1. Juli 2021; Sachverhalt Bst. A.b). 

9.2 Der Beschwerdeführer wird bei seinem Vorhaben, eine Lohnbrennerei 

zu betreiben, von 15 Landwirten und 12 Kleinproduzenten in und um sei-

nen Wohnort unterstützt. Sie bekräftigen je unterschriftlich das lokale wirt-

schaftliche Bedürfnis für eine Lohnbrennerei (Sachverhalt, Bst. B.a). Die 

Vorinstanz hat die Unterschriftenliste analysiert. Sie kam zum Schluss, 

dass von den 27 Unterzeichnern elf noch nie Spirituosen produziert hätten 

oder hätten produzieren lassen. Von den 16 beim BAZG registrierten Land-

wirten oder Kleinproduzenten hätten weitere elf in den letzten zwei Jahren 

keine Spirituosen produzieren lassen. Die verbleibenden fünf Unterzeich-

ner hätten in den letzten zwei Jahren insgesamt (nur) 62.72 Liter reinen 

Alkohols produziert oder produzieren lassen. Es bestehe angesichts der 

18 Lohnbrennereien in der Umgebung des Beschwerdeführers kein wirt-

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Seite 11 

schaftliches Bedürfnis für eine Lohnbrennereikonzession für den Be-

schwerdeführer (Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2021; Sachverhalt 

Bst. B.b). 

9.3  

9.3.1 Der Beschwerdeführer bestreitet keineswegs die laut Vorinstanz von 

ihm durch einen Lohnbrenner hergestellten Spirituosen von durchschnitt-

lich 3.08 Liter reinen Alkohols (E. 9.1) sowie die von seinen Unterstützern 

in den letzten zwei Jahren produzierten insgesamt 62.72 Liter reinen Alko-

hols (E. 9.2). Er hält jedoch dem Argument der Vorinstanz, wonach die 

Brennmenge von 62.72 Litern reinen Alkohols innerhalb der letzten zwei 

Jahre zu gering sei, entgegen, dass der Grund für diese geringe Brenn-

menge von 62.72 Litern einerseits auf das fehlende Wissen über die Ver-

wertung von reifem Obst, den (fehlenden) Bezug zu einem bekannten 

Brenner oder auf die langen Anfahrtswege bis zu einer geeigneten Bren-

nerei zurückzuführen sei. Andererseits hätten die Produzenten nur selten 

die Möglichkeit, ihr vergorenes Brenngut in eine Brennerei zu transportie-

ren, weil die nötigen Transportmittel fehlen würden. 

9.3.2 Die Vorinstanz erwidert, dass es selbstredend jedem Obstproduzen-

ten in der Schweiz geläufig sei, dass sein Obst auch für die Spirituosen-

produktion verwendet werden könne. Selbst Privatpersonen mit entspre-

chenden Obstbäumen stehe diese Möglichkeit zur Verwertung ihrer 

Früchte offen. Weiter sei die Suche nach einer geeigneten Brennerei heut-

zutage sicherlich keine ernsthafte Hürde für die Verwertung von ihrem 

Obst. Diesbezügliche Adressen seien problemlos im Internet auffindbar. 

Schliesslich sei es wenig überzeugend, dass es den Produzenten an den 

notwendigen Transportmöglichkeiten fehlen sollte. In der Regel werde das 

Obst in Fässern à 30 oder 60 Litern vergoren, die problemlos mit einem 

PKW zur Brennerei gebracht werden könnten. 

9.4 Dieser vorinstanzlichen Auffassung ist zuzustimmen. Es darf wie auch 

in anderen Lebensbereichen grundsätzlich erwartet werden, dass an einer 

speziellen Dienstleistung – hier an einer Lohnbrennerei – Interessierte die 

notwendigen Informationen grundsätzlich selbstverantwortlich und selbst-

ständig einholen, sei es durch blosses Erfragen im Umfeld und/oder durch 

Konsultation weiterer leicht zugänglicher Quellen. Tatsächlich können be-

reits mit einer oberflächlichen Internetrecherche (z.B. kombinierte Suchbe-

griffe «Lohnbrenner Obst Mindestmenge») sofort etliche Lohnbrenner in 

der Schweiz identifiziert werden. Auf diese Weise zeigt sich auch, dass 

verschiedene Anbieter eine Mindestmenge von lediglich ca. 30 Kilo Brenn-

gut verlangen. Es sind keine Gründe ersichtlich, warum dies nicht auch im 

A-4911/2021 

Seite 12 

Umkreis von 20 km Radius um den Wohnort des Beschwerdeführers gelten 

sollte. Es ist demnach ohne Weiteres davon auszugehen, dass in diesem 

hier interessierenden Einzugsgebiet in den meisten Fällen ein üblicher 

PKW für den Transport des Brennguts in die Lohnbrennerei genügt. Der 

hinreichende Zugang zu einer Brennerei ist somit gegeben. Daher entfallen 

die Argumente, wonach das «Nichtwissenkönnen» der Interessierten bzw. 

deren erschwerter Zugang zu Brenngelegenheiten (nur) zu einer (zu) ge-

ringen Menge an gebranntem reinem Alkohol geführt hat (E. 9.3.1). 

10.  

10.1 Unter den gegebenen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die 

Vorinstanz die vom Beschwerdeführer künftig anvisierten Kunden, die in 

den letzten drei Jahren vom Beschwerdeführer durch einen Lohnbrenner 

hergestellten Spirituosen von durchschnittlich 3.08 Litern reinen Alkohols 

(E. 9.1) sowie die von den Unterstützern des Beschwerdeführers in den 

letzten zwei Jahren produzierten insgesamt 62.72 Liter reinen Alkohols 

(E. 9.2) als ungenügend erachtet, um ein wirtschaftliches Bedürfnis für eine 

Lohnbrennereikonzession für den Beschwerdeführer zu begründen. Insbe-

sondere ein hinreichend grosses Kundenbedürfnis (E. 7.1) lässt sich nicht 

feststellen. Eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung der Vorinstanz bei 

der Beurteilung des wirtschaftlichen Bedürfnisses für eine Lohnbren-

nereikonzession für den Beschwerdeführer ist nicht ersichtlich (E. 4.4). 

10.2 Der Beschwerdeführer hätte nach geltendem Recht (unabhängig von 

der produzierten Menge an Alkohol) das wirtschaftliche Bedürfnis an seiner 

Produktion darzulegen, bevor ihm eine Konzession erteilt werden könnte 

(vgl. Urteil des BVGer A-335/2015 vom 2. Oktober 2015 E. 4.2.4 m.w.H.). 

Dieser Nachweis gelingt ihm vorliegend nicht (E. 2.5). 

10.3 Auch wenn der Beschwerdeführer keine entsprechenden Rügen vor-

bringt, ist festzustellen, dass sich die Vorinstanz jeweils mit den Argumen-

ten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und teils weitere Abklärun-

gen vorgenommen hat (E. 9.2). Sie ist ihrer Untersuchungspflicht jedenfalls 

nachgekommen (E. 2.2). 

10.4 Dem Beschwerdeführer ist es unbenommen, bei einer Änderung des 

wirtschaftlichen Bedürfnisses (wie etwa die Einstellung einer bestehenden 

Brennerei) ein neues Gesuch für eine Lohnbrennereikonzession und den 

Erwerb eines Brennapparats einzureichen. Sollte sich allerdings die Inkon-

gruenz der Beurteilung der Anzahl (Lohn-)Brennereien in der Umgebung 

des Beschwerdeführers tatsächlich erhärten, wäre die Vorinstanz gehalten, 

von Amts wegen die im Umkreis von 20 km Radius um den Wohnort des 

A-4911/2021 

Seite 13 

Beschwerdeführers erteilten Konzessionen zu überprüfen (E. 2.2) und bei 

erfüllten gesetzlichen Voraussetzungen allenfalls neue Konzessionen zu 

vergeben (E. 4.3). Dabei hätte sich die Vorinstanz bei Bedarf wohl mit dem 

in E. 8.1.1 erwähnten «Agroscope» (dem Bundesamt für Landwirtschaft 

[BLW] angegliederten Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftli-

che Forschung, <https://www.agroscope.admin.ch/agroscope/de/home/ 

ueber-uns/agroscope.html>, zuletzt abgerufen am 8. Februar 2022) zu ko-

ordinieren. 

11.  

Zusammenfassend besteht nach dem Dargelegten gegenwärtig kein wirt-

schaftliches Bedürfnis für eine Lohnbrennereikonzession für den Be-

schwerdeführer und demzufolge auch kein Anspruch auf den Erwerb eines 

Brennapparats. Somit erübrigen sich Weiterungen zur Qualifikation des 

Beschwerdeführers als Brenner (Sachverhalt Bst. C.a und C.b). Die Be-

schwerde ist abzuweisen. 

12.  

Ausgangsgemäss hat der unterliegende Beschwerdeführer die Verfahrens-

kosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 800.-- festzu-

setzen (vgl. Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss ist zur 

Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden.  

  

https://www.agroscope.admin.ch/agroscope/de/home/ueber-uns/agroscope.html
https://www.agroscope.admin.ch/agroscope/de/home/ueber-uns/agroscope.html

A-4911/2021 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Der von diesem einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe 

wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Keita Mutombo Kaspar Gerber 

 

  

A-4911/2021 

Seite 15 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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