# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a26c1a9-22db-5e20-b387-a4ba62b3109e
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-07-03
**Language:** de
**Title:** Wettbewerbskommission 03.07.2023 Deponie Höli
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_WEKO/CH_WBK_001_Deponie-H-li_2023-07-03.pdf

## Full Text

Wettbewerbskommission WEKO 
Commission de la concurrence COMCO 
Commissione della concorrenza COMCO 
Competition Commission COMCO 

 

 
 

 

 

Verfügung der Wettbewerbs-
kommission 
 

vom 3. Juli 2023 
  
in Sachen Untersuchung 32-0276 gemäss Art. 27 KG 

betreffend 

Deponie Höli 
wegen missbräuchlicher Verhaltensweise marktbeherrschender 
Unternehmen gemäss Art. 7 KG 

  
gegen Deponie Höli Liestal AG, Industriestrasse 7, 4410 Liestal, 

vertreten durch Prof. Philippp Zurkinden und Bernhard Lauterburg, 
Prager Dreifuss AG, Schweizerhof Passage 7, 3001 Bern 

  
Besetzung Laura Melusine Baudenbacher (Präsidentin, Vorsitz), 

Danièle Wüthrich-Meyer (Vizepräsidentin), Armin Schmutzler 
(Vizepräsident), 
Nicolas Diebold, Clémence Grisel Rapin, Rudolf Minsch, Martin 
Rufer. 

  
 

 

  

 
 

 

 

 2 
 

Inhaltsverzeichnis 
A Verfahren 5 

A.1 Gegenstand der Untersuchung 5 
A.2 Verfahrenspartei: Deponie Höli Liestal AG 5 
A.3 Verfahrensgeschichte 6 
A.3.1 Untersuchungseröffnung gegen die Deponie Höli Liestal AG 6 
A.3.2 Selbstanzeige und weitere wesentliche Ermittlungshandlungen 6 
A.3.3 Gewährung der Akteneinsicht 7 
A.3.4 Antrag des Sekretariats an die WEKO (Art. 30 Abs. 1 KG) 7 
A.3.5 Beweisanträge der Deponie Höli Liestal AG 7 
A.3.6 Stellungnahme der Deponie Höli Liestal AG (Art. 30 Abs. 2 KG) 8 
A.3.7 Anhörung der Deponie Höli Liestal AG und Entscheid der WEKO 8 

B Sachverhalt 9 

B.1 Marktverhältnisse 9 
B.1.1 Übersicht 9 
B.1.2 Deponiewesen 9 
B.1.2.1 Beweisthema 9 
B.1.2.2 Deponietypen 9 
B.1.2.3 Für den Deponiebetrieb erforderliche Arbeiten 11 
B.1.2.4 Entsorgungsgenehmigung 13 
B.1.2.5 Transport 15 
B.1.2.6 Grundsatz der Verwertungspflicht nach dem Stand der Technik 16 
B.1.2.7 Wiederverwertung als Alternative zur Deponierung 17 
B.1.2.8 Anteil der wiederverwertbaren Abfälle Typ B 20 
B.1.2.9 Beweisergebnis 25 
B.1.3 Nachfrage 26 
B.1.3.1 Beweisthema 26 
B.1.3.2 Wer deponiert in der Deponie Höli? 26 
B.1.3.3 Wie wählen die Kundinnen der Deponie Höli eine Deponie aus? 31 
B.1.3.4 Beweisergebnis 31 
B.1.4 Angebot 32 
B.1.4.1 Beweisthema 32 
B.1.4.2 Standorte der Deponien Typ B 32 
B.1.4.3 Deponie Höli 33 
B.1.4.4 Beweisergebnis 35 
B.1.5 Marktergebnisse 35 
B.1.5.1 Beweisthema 35 
B.1.5.2 Einzugsgebiet der Deponie Höli 36 
B.1.5.3 Marktanteile der Deponie Höli 41 
B.1.5.4 Preislicher Spielraum der Deponie Höli 52 
B.1.5.5 Beweisergebnis 64 
B.2 Vorzugskonditionen für Aktionärinnen 65 
B.2.1 Beweisthema 65 

 
 

 

 

 3 
 

B.2.2 Grundsatz der Vorzugskonditionen für Aktionärinnen 65 
B.2.2.1 Beweisthema 65 
B.2.2.2 Beweismittel 65 
B.2.2.3 Beweiswürdigung und Beweisergebnis 65 
B.2.3 Ausmass und Dauer der Vorzugskonditionen für Aktionärinnen 65 
B.2.3.1 Beweisthema 65 
B.2.3.2 Beweismittel 66 
B.2.3.3 Beweiswürdigung 66 
B.2.3.4 Beweisergebnis 69 
B.2.4 Auswirkungen der Vorzugskonditionen für Aktionärinnen 70 
B.2.4.1 Beweisthema 70 
B.2.4.2 Beweismittel 70 
B.2.4.3 Beweiswürdigung 72 
B.2.4.4 Beweisergebnis 77 
B.3 Annahmerestriktionen gegenüber Nichtaktionären im Herbst 2020 78 
B.3.1 Beweisthema 78 
B.3.2 Beweismittel 78 
B.3.3 Beweiswürdigung 81 
B.3.3.1 Schliessung der Deponie Höli für Nichtaktionäre im Herbst 2020 81 
B.3.3.2 Kontingentierung der Annahmemenge von Nichtaktionären ab Januar 2021 83 
B.3.3.3 Beendigung der Annahmerestriktionen am 25. Januar 2021 84 
B.3.3.4 Auswirkungen der Annahmerestriktionen gegenüber Nichtaktionären 85 
B.3.4 Beweisergebnis 86 

C Rechtliche Würdigung 87 

C.1 Geltungsbereich 87 
C.2 Zuständigkeit der Gesamtkommission der WEKO 87 
C.3 Vorbehaltene Vorschriften 87 
C.4 Relevanter Markt 88 
C.4.1 Einleitung 88 
C.4.2 Marktgegenseite 88 
C.4.3 Sachlich relevanter Markt 88 
C.4.4 Räumlich relevanter Markt 91 
C.4.4.1 Nichtwiederverwertbare Abfälle Typ B 91 
C.4.4.2 Wiederverwertbare Abfälle des Typs B 93 
C.4.4.3 Abfälle Typ A 94 
C.4.5 Zeitliche Dimension 94 
C.4.6 Fazit 94 
C.5 Marktbeherrschende Stellung der Deponie Höli 94 
C.5.1 Einleitung 94 
C.5.2 Aktuelle Konkurrenz 95 
C.5.2.1 Nichtwiederverwertbare Abfälle Typ B 95 
C.5.2.2 Wiederverwertbare Abfälle Typ B 97 
C.5.2.3 Abfälle Typ A 98 
C.5.2.4 Zwischenergebnis 98 

 
 

 

 

 4 
 

C.5.3 Potenzielle Konkurrenz 98 
C.5.4 Stellung der Marktgegenseite 99 
C.5.5 Zwischenergebnis 99 
C.6 Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung der Deponie Höli Liestal AG 100 
C.6.1 Einleitung 100 
C.6.2 Diskriminierung von Handelspartnern 101 
C.6.2.1 Einleitung 101 
C.6.2.2 Ungleichbehandlung 102 
C.6.2.3 Handelspartner 103 
C.6.2.4 Wettbewerbsbehinderung 103 
C.6.2.5 Keine sachlichen Gründe 107 
C.6.3 Zwischenergebnis 109 
C.7 Beweisanträge der Deponie Höli Liestal AG 109 

D Massnahmen 111 

D.1 Einleitung 111 
D.2 Anordnung von Massnahmen 111 
D.3 Sanktionierung 111 
D.3.1 Vorbemerkungen 111 
D.3.2 Voraussetzungen 112 
D.3.2.1 Tatbestand von Art. 49a Abs. 1 KG 112 
D.3.2.2 Vorwerfbarkeit 112 
D.3.2.3 Sanktionierbarkeit in zeitlicher Hinsicht 113 
D.3.3 Zurechenbarkeit des Wettbewerbsverstosses 113 
D.3.4 Bemessung 114 
D.3.4.1 Einleitung 114 
D.3.4.2 Basisbetrag 114 
D.3.4.3 Dauer des Verstosses 116 
D.3.4.4 Erschwerende und mildernde Umstände (Art. 5 und 6 SVKG) 116 
D.3.4.5 Maximalsanktion 117 
D.3.4.6 Vollständiger Erlass der Sanktion (Art. 8–14 SVKG) 117 
D.3.4.7 Reduktion der Sanktion (Art. 12–14 SVKG) 118 
D.3.4.8 Verhältnismässigkeitsprüfung 119 
D.3.4.9 Ergebnis 119 

E Kosten 120 

E.1 Gebührenpflicht 120 
E.2 Höhe der Verfahrenskosten 120 

F Ergebnis 121 

G Dispositiv 122 

H Appendix 123 

 

 
 

 

 

 5 
 

A Verfahren 

A.1 Gegenstand der Untersuchung 
1. Gegenstand der Untersuchung 32-0276: Deponie Höli bilden die folgenden beiden Ver-
haltensweisen der Deponie Höli Liestal AG: 

− Die Gewährung von Vorzugskonditionen an die Aktionärinnen der Deponie Höli Liestal 
AG (Sachverhalt: Rz 227 ff.; Rechtliche Würdigung: Rz 377 ff.). 

− Annahmerestriktionen gegenüber Nichtaktionären der Deponie Höli Liestal AG im Herbst 
2020 (Sachverhalt: Rz 273 ff.; Rechtliche Würdigung: Rz 377 ff.). 

A.2 Verfahrenspartei: Deponie Höli Liestal AG 
2. Die Deponie Höli Liestal AG wurde am 13. Mai 2008 gegründet und in das Handelsre-
gister eingetragen. Zweck der Gesellschaft ist Planung, Bau und Betrieb der Deponie Höli,1 
welche sich in der Gemeinde Liestal im Kanton Basel-Landschaft befindet. Hauptaktionärin mit 
52,5 % des Aktienkapitals2 ist die Bürgergemeinde Liestal (nachfolgend: Bürgergemeinde). 
Das Land, auf welchem die Deponie Höli errichtet wurde, gehört der Bürgergemeinde. Diese 
hatte die Planung und Realisierung der Deponie zunächst selber vorangetrieben. Im Sommer 
2007 entschied sich die Bürgergemeinde, die folgenden 3 Unternehmen mit Sitz in Liestal mit 
einem Anteil von […] am Aktienkapital einzubinden:3 

− [Aktionärin X] 

− [Aktionärin Y] 

− [Aktionärin Z] 

3. Die mit [der Aktionärin Y] und [der Aktionärin Z] konzernmässig verbundenen Gesell-
schaften sind im Baugewerbe mit Schwerpunkt Tief- und Strassenbau tätig. Die [Aktionärin Z]-
Gruppe wurde im Jahr 2015 umstrukturiert und anschliessend von [einer grosse vertikal inte-
grierten Bauunternehmung]übernommen.4 Letztere ist im Hoch- und Tiefbau einschliesslich 
Strassenbau tätig.5 [Die Aktionärin X] ist Dienstleisterin des Baugewerbes, insbesondere in 
den Bereichen Transport, Aushub und Wiederverwertung.6  

4. Die Bürgergemeinde als Hauptaktionärin stellt 4 von 7 Verwaltungsräten sowie den Ver-
waltungsratspräsidenten der Deponie Höli Liestal AG. Jede der 3 Mitaktionärinnen hat je einen 
Verwaltungsratssitz.7 

5. Die Deponie Höli nahm ihren Betrieb am 25. Mai 2010 auf. Die Betriebsführung wurde 
an das Amt für Industrielle Betriebe des Kantons Basel-Landschaft (nachfolgend: AIB) über-
tragen. Dieses betreibt in unmittelbarer Nähe die Deponieanlage Elbisgraben. Dort werden 
andere Abfallarten als in der Deponie Höli entsorgt. Trotzdem gibt es gewisse Synergien, wie 

 
1  <bl.chregister.ch/cr-portal/auszug/auszug.xhtml?uid=CHE-114.298.711> (25.7.2022). 
2  Präambel des Aktionärsbindungsvertrags (Act. IV.8, Beilage 5). Ursprünglich war vorgesehen, dass 

die Bürgergemeinde [ca. 51 %] des Aktienkapitals halten sollte (Act. IV.8, Rz 7 sowie Act. IV.8, Bei-
lage 2). 

3  Act. IV.8, Rz 7. 
4  Act. IV.5, Zeilen 82–86; Act. III.4, Zeilen 141–143; […] (15.9.2022). 
5  Act. IV.5, Zeilen 88–90. 
6  Act. IV.8, Beilage 2. 
7  Act. IV.8, Rz 8 und Beilage 5. 

 
 

 

 

 6 
 

zum Beispiel in Bezug auf die Zufahrt oder die Wägung und Kontrolle der angelieferten Ab-
fälle.8 Administrative Aufgaben wie zum Beispiel das Rechnungswesen hat die Deponie Höli 
Liestal AG an die Tretor AG mit Sitz in Liestal ausgelagert.9 

6. Im Mai 2021 wurde das vom Kanton Basel-Landschaft bewilligte Deponievolumen er-
reicht. Deshalb nahm die Deponie Höli ab dem 13. Mai 2021 keine Abfälle mehr entgegen.10 
Die Deponie Höli Liestal AG reichte beim Kanton Basel-Landschaft ein Gesuch zur Aufsto-
ckung des Deponievolumens um 1,2 Millionen Tonnen ein.11 Dieses Gesuch wurde bewilligt. 
Seit dem 14. März 2022 ist die Deponie Höli wieder geöffnet.12 

A.3 Verfahrensgeschichte 

A.3.1 Untersuchungseröffnung gegen die Deponie Höli Liestal AG 

7. Die Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft (nachfolgend: BUD) 
reichte beim Sekretariat der Wettbewerbskommission (nachfolgend: Sekretariat) am 22. De-
zember 2020 eine Anzeige mit dem folgenden Inhalt ein: Die Deponie Höli Liestal AG betreibe 
auf dem Gebiet der Gemeinde Liestal die Deponie Höli des Typs B (vgl. Rz 23 ff. zu den 
Deponietypen). Die Deponie dominiere mit gut 70 % der jährlich deponierten Menge den Markt 
für Abfälle des Typs B im Kanton Basel-Landschaft. Die Aktionärinnen der Deponie Höli Liestal 
AG seien neben der Bürgergemeinde Liestal die [Aktionärin X], die [Aktionärin Y] und die [Ak-
tionärin Z]. Im Herbst 2020 habe die Deponie Höli Liestal AG angesichts der bevorstehenden 
Erschöpfung des verfügbaren Deponievolumens einen Annahmestopp für Dritte angeordnet. 
Zudem werde preislich schon seit langem zwischen Aktionärinnen und Nichtaktionären unter-
schieden. 

8. Im März 2021 führte das Sekretariat Telefongespräche mit Vertretern des Kantons Ba-
sel-Landschaft und forderte zusätzliche Informationen an, welche der Kanton im März sowie 
im April 2021 einreichte.13 

9. Gestützt auf die vom Kanton Basel-Landschaft eingereichten Beweismittel eröffnete das 
Sekretariat am 7. Juni 2021 im Einvernehmen mit einem Mitglied des Präsidiums die Untersu-
chung 32-0276: Deponie Höli gegen die Deponie Höli Liestal AG und gab diese mittels amtli-
cher Publikation gemäss Art. 28 KG am 21. Juni 2021 im Schweizerischen Handelsamtsblatt 
bekannt.14 Dritte hatten daraufhin 30 Tage, um ihre Beteiligung am Verfahren anzumelden. 
Entsprechende Meldungen blieben aus. 

A.3.2 Selbstanzeige und weitere wesentliche Ermittlungshandlungen 

10. Vom 8.–11. Juni 2021 führte das Sekretariat 3 Parteieinvernahmen mit Vertretern der 
Deponie Höli Liestal AG durch.15 Am 14. Juni 2021 reichte die Deponie Höli Liestal AG einen 
Marker für eine Selbstanzeige ein.16 Anschliessend fanden am 15. und 16. Juni 2021 2 münd-
liche Ergänzungen der Selbstanzeige statt.17 Die schriftliche Selbstanzeige einschliesslich re-
levanter Beweismittel ging am 30. Juni 2021 ein.18 Das Sekretariat teilte der Deponie Höli 

 
8  Act. IV.8, Rz 10 und Beilage 6. 
9  Act. IV.8, Rz 11. 
10  Act. IV.8, Rz 27. 
11  Act. II.A.5; Act. III.3, Zeilen 285–293. 
12  <www.deponie-hoeli.ch> (6.1.2023). 
13  E-Mails vom 5.3.2021 (Act. II.A.1), vom 8.3.2021 (Act. II.A.2) und vom 15.4.2021 (Act. II.A.4.). 
14  SHAB vom 21. Juni 2021, Meldungsnummer: BB05-0000000077; Eröffnungsschreiben an die De-

ponie Höli Liestal AG (Act. I.1). 
15  Act. III.1; Act. III.2; Act. III.3. 
16  Act. IV.3. 
17  Act. IV.5; Act. IV.6. 
18  Act. IV.8. 

 
 

 

 

 7 
 

Liestal AG im Einvernehmen mit einem Mitglied des Präsidiums mit Schreiben vom 5. Juli 2021 
mit, dass die vorliegende Selbstanzeige zu einer Sanktionsreduktion von maximal 50 % führen 
könne.19 

11. Zusätzlich holte das Sekretariat weitere Informationen ein mittels Auskunftsbegehren an 
die Deponie Höli Liestal AG sowie an Dritte. Durch Amtshilfegesuche an Behörden der Kan-
tone Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn sowie an das Bundesamt für Umwelt (nach-
folgend: BAFU) erhob das Sekretariat weitere relevante Angaben, insbesondere zur Herkunft 
der in den Deponien der Region Basel20 entsorgten Abfälle.21 Ausserdem führte das Sekreta-
riat 2 Zeugeneinvernahmen durch.22 

A.3.3 Gewährung der Akteneinsicht 

12. Am 21. Juli 2021,23 10. Dezember 2021,24 20. April 202225 und am 15. Februar 202326 
gewährte das Sekretariat der Deponie Höli Liestal AG in elektronischer Form Akteneinsicht. 

A.3.4 Antrag des Sekretariats an die WEKO (Art. 30 Abs. 1 KG) 

13. Mit Schreiben vom 14. Februar 2023 stellte das Sekretariat der Deponie Höli Liestal AG 
seinen Antrag an die WEKO zur Stellungnahme nach Art. 30 Abs. 2 KG zu.27 Darin beantragte 
es, die Deponie Höli Liestal AG wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung ge-
mäss Art. 7 Abs. 2 Bst. b i.V.m. Art. 7 Abs. 1 KG (Vorzugskonditionen für Aktionärinnen und 
Annahmerestriktionen gegenüber Nichtaktionären) mit einer Sanktion nach Art. 49a Abs. 1 KG 
von [1–1,5 Millionen] Franken zu belasten. Zudem beantragte es, der Deponie Höli Liestal AG 
die Verfahrenskosten aufzuerlegen. 

A.3.5 Beweisanträge der Deponie Höli Liestal AG 

14. Mit Schreiben vom 15. März 2023 beantragte die Deponie Höli Liestal AG die Durchfüh-
rung zusätzlicher Einvernahmen.28 Das Sekretariat informierte die Deponie Höli Liestal AG mit 
Schreiben vom 21. März 2023 über seine Absicht, der Wettbewerbskommission (nachfolgend: 
WEKO) die Ablehnung der genannten Beweisanträge zu beantragen. Gleichzeitig stellte das 
Sekretariat der Deponie Höli Liestal AG den entsprechenden Antragsentwurf zu.29 Die Depo-
nie Höli Liestal AG teilte daraufhin mit, dass sie an ihren Beweisanträgen festhalte.30 Zur Be-
urteilung der Beweisanträge vgl. Rz 425 ff. 

  

 
19  Act. IV.11. 
20  Unter der «Region Basel» oder dem «Wirtschaftsraum Basel» wird nachfolgend das Gebiet der Kan-

tone Basel-Landschaft und Basel-Stadt sowie das Fricktal (Kanton Aargau) und die solothurnischen 
Bezirke Thierstein und Dorneck verstanden (Vgl. Act. IV.8, Fn 6). 

21  Vgl. Rz 136 ff. 
22  Act. III.4; Act. III.5. 
23  Act. I.23. 
24  Act. I.45. 
25  Act. I.50. 
26  Act. V.4. 
27  Act. V.2. 
28  Act. V.23. 
29  Act. V.24. 
30  Act. V.25, Rz 19 ff. 

 
 

 

 

 8 
 

A.3.6 Stellungnahme der Deponie Höli Liestal AG (Art. 30 Abs. 2 KG) 

15. Mit Eingabe vom 1. Mai 2023 liess sich die Deponie Höli Liestal AG zum Antrag des 
Sekretariats vom 14. Februar 2023 vernehmen.31 Darin stellte sie folgende Rechtsbegehren:  

1. Es sei die Untersuchung 32-0276 einzustellen. 

2. Eventualiter sei gestützt auf Artikel 49a Abs. 3 Bst. b KG keine Sanktion auszufällen. 

3. Sub-Eventualiter sei der Basisbetrag der Sanktion auf höchstens 3% festzusetzen. 

4.  Sub-Sub-Eventualiter sei das Ausmass der beherrschenden Stellung der Deponie 
Höli unter Berücksichtigung aller Umstände abzuklären und die behaupteten Wettbe-
werbsverfälschungen konkret herauszuarbeiten und nachzuweisen. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Schweizerischen Eidge-
nossenschaft (inkl. MwSt). 

A.3.7 Anhörung der Deponie Höli Liestal AG und Entscheid der WEKO 

16. Die WEKO hörte die Deponie Höli Liestal AG zu deren Begehren am 19. Juni 2023 
mündlich an.32 Die Deponie Höli Liestal AG bestätigte anlässlich der Anhörung ihre in der 
schriftlichen Stellungnahme formulierten Rechtsbegehren.33 

17. Nach Beratung fällte die WEKO am 3. Juli 2023 den vorliegenden Entscheid. 

  

 
31  Act. V.25. 
32  Act. VI.4 (Protokoll der Anhörung). 
33  Act. VI.5 und Act. VI.6 (Plädoyer der Deponie Höli Liestal AG). 

 
 

 

 

 9 
 

B Sachverhalt 

B.1 Marktverhältnisse 

B.1.1 Übersicht 

18. In diesem Kapitel wird zunächst das Deponiewesen im Allgemeinen untersucht. Zu die-
sem Zweck wird dargelegt, welche Arten von Deponien es in der Schweiz gibt (Rz 23 ff.). 
Anschliessend werden die bei Errichtung, Betrieb und Nachsorge einer Deponie des Typs B 
anfallenden Arbeiten beschrieben (Rz 28 ff.). Schliesslich werden die für die Entsorgung der 
vorliegend relevanten Abfälle erforderlichen Entsorgungsgenehmigungen (Rz 42) sowie der 
Transport (Rz 50 ff.) und die Möglichkeiten der Wiederverwertung (Rz 58 ff.) untersucht. 

19. In einem zweiten Abschnitt geht es um die Nachfrageseite. Konkret wird zunächst dar-
gelegt, wer Abfälle in der Deponie Höli entsorgt (Rz 103 ff.) und nach welchen Kriterien die 
Nachfrageseite eine geeignete Deponie auswählt (Rz 119 f.). 

20. Anschliessend wird die Angebotsseite untersucht. Zu diesem Zweck werden die Stand-
orte der Deponien des Typs B in der Nordwestschweiz aufgezeigt (Rz 123). Ferner werden 
relevante Eigenschaften der Deponie Höli sowie deren Entstehungsgeschichte dargelegt (Rz 
124 ff.). 

21. Schliesslich werden die Marktergebnisse dargestellt, die sich aus dem Zusammenspiel 
von Angebot und Nachfrage ergeben. Zunächst wird aufgezeigt, aus welchem Gebiet Abfälle 
in die Deponie Höli gebracht werden (Rz 134 ff.). Des Weiteren wird untersucht, welcher Anteil 
der im Kerneinzugsgebiet der Deponie Höli anfallenden Abfälle in der Deponie Höli entsorgt 
wird (Rz 152 ff.). Schliesslich wird analysiert, wie gross der preisliche Spielraum der Deponie 
Höli Liestal AG im Markt ausfällt (Rz 189 ff.). 

B.1.2 Deponiewesen 

B.1.2.1 Beweisthema 

22. Zunächst wird untersucht, welche Deponietypen es in der Schweiz gibt und welche die-
ser Deponietypen für die Entsorgung der in der Deponie Höli entsorgten Abfallarten in Frage 
kommen (Rz 23 ff.). Anschliessend werden die für den Deponiebetrieb erforderlichen Arbeiten 
beschrieben. Dabei wird insbesondere geprüft, welche Hürden der Neueröffnung oder Erwei-
terung einer Deponie des Typs B in der Region Basel entgegenstehen (Rz 28 ff.). Als Nächstes 
wird dargelegt, welche Genehmigungen die Nachfragerinnen und Nachfrager von Deponievo-
lumen einholen müssen, damit sie ihre Abfälle in einer Deponie des Typs B der Region Basel 
entsorgen dürfen (Rz 42 ff.). Anschliessend wird untersucht, wie Abfälle des Typs B von der 
Baustelle zur Deponie gebracht werden und wie hoch die entsprechenden Kosten im Verhält-
nis zu den Deponiegebühren ausfallen (Rz 50 ff.). Schliesslich wird geprüft, unter welchen 
Voraussetzungen die Wiederverwertung eine Alternative zur Deponierung von Abfällen des 
Typs B ist und wie bedeutend diese Alternative im Zeitraum 2010–2021 in der Region Basel 
war (Rz 58 ff.). 

B.1.2.2 Deponietypen 

23. In der Schweiz gibt es 5 Deponietypen, welche mit den Buchstaben A bis E bezeichnet 
werden. Diese stehen in aufsteigender Folge für zunehmendes Gefährdungspotenzial der dort 

 
 

 

 

 10 
 

abgelagerten Abfälle. Die Abfallverordnung34 regelt auf Bundesebene, welche Abfälle in wel-
chem Deponietyp abzulagern sind.35 

24. Bei der Deponie Höli handelt es sich um eine Deponie des Typs B. Im vorliegenden Fall 
sind daher insbesondere Deponien dieses Typs B relevant. Gemäss Anhang 5 der Abfallver-
ordnung können in Deponien des Typs B schwach verschmutztes Boden- und Aushubmaterial, 
bestimmte Arten von Ausbauasphalt und Betonabbruch, Glas- und Keramikabfälle sowie wei-
tere mineralische Abfälle abgelagert werden, sofern sie die in der Abfallverordnung angege-
benen Grenzwerte nicht überschreiten. Zusätzlich können in Deponien des Typs B Abfälle 
abgelagert werden, die für Deponien des Typs A zugelassen sind. Dabei handelt es sich im 
Wesentlichen um unverschmutztes Aushub- und Ausbruchmaterial.36 

25. Die Deponiegebühren steigen in der Regel mit dem Gefährdungspotenzial der abgela-
gerten Abfälle, insbesondere weil der Aufwand der erforderlichen baulichen Schutzmassnah-
men mit dem Gefährdungspotenzial zunimmt. So kostet zum Beispiel die Ablagerung einer 
Tonne Abfall in einer Deponie des Typs A weniger als die Ablagerung in einer Deponie des 
Typs B. Diese Preisunterschiede werden durch die unterschiedlich hohen sogenannten VASA-
Abgaben noch vergrössert: Gemäss der Verordnung über die Abgabe zur Sanierung von Alt-
lasten (VASA)37 erhob der Bund bis zum 31. Dezember 2015 auf die Ablagerung in Deponien 
des Typs B eine Abgabe von 3 Franken pro Tonne.38 Diese Abgabe wurde auf den 1. Januar 
2016 auf 5 Franken pro Tonne erhöht. 39 Der Abgabesatz bei Deponien der Typen C, D und E 
ist mit 15–17 Franken pro Tonne im Zeitraum 2010–2021 wesentlich höher.40 Bei Deponien 
des Typs A fiel im Zeitraum 2010–2021 keine VASA-Abgabe an.41 

26. Insbesondere aufgrund der höheren Gebühren werden in Deponien des Typs B nur re-
lativ geringe Mengen an Abfällen abgelagert, welche in einer Deponie des Typs A deponiert 
werden dürfen (vgl. Rz 131). Gleichermassen werden Abfälle, die in Deponien des Typs B 
entsorgt werden dürfen, in der Regel nicht in Deponien der Typen C, D oder E entsorgt.42 Da 
Deponien der Typen A, C, D oder E aus den genannten Gründen keine gleichwertigen Alter-
nativen zu Deponien des Typs B sind, beschränken sich die nachfolgenden Ausführungen 
weitgehend auf Deponien des Typs B und die dort entsorgten Abfälle. 

27. Der überwiegende Anteil der in Deponien des Typs B entsorgten Abfälle darf nicht in 
Deponien des Typs A entsorgt werden (vgl. Rz 129 ff.). Diese Abfälle werden nachfolgend als 
«Abfälle Typ B» bezeichnet. Ein kleiner Teil der in Deponien des Typs B entsorgten Abfälle 
hätte hingegen auch in einer Deponie des Typs A entsorgt werden können. Diese Abfälle wer-
den nachfolgend als «Abfälle Typ A» bezeichnet. 

 
34  Verordnung vom 4.12.2015 über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (Abfallverord-

nung, VVEA; SR 814.600). 
35  Art. 35 VVEA. 
36  Anhang 5 Ziffer 1 VVEA. 
37  Verordnung vom 26.9.2008 über die Abgabe zur Sanierung von Altlasten (VASA, SR 814.681). 
38  Art. 3 Abs. 1 VASA (Stand am 1.1.2009 und am 1.1.2012).  
39  Art. 3 Abs. 1 VASA (Stand am 1.1.2016).  
40  Art. 3 Abs. 1 VASA (Stand am 1.1.2009, am 1.1.2012 und am 1.1.2016). 
41  Art. 3 Abs. 1 VASA (Stand am 1.1.2009, am 1.1.2012 und am 1.1.2016). 
42  Vgl. die Aussage von [N1], wonach ihm kein Fall von Abfällen bekannt sei, die in einer Deponie des 

Typs B hätten entsorgt werden dürfen und die trotzdem in einer Deponie des Typs C, D oder E 
entsorgt worden wären (Act. III.2, Zeile 395). 

 
 

 

 

 11 
 

B.1.2.3 Für den Deponiebetrieb erforderliche Arbeiten 

B.1.2.3.1 Einleitung 

28. Wer eine Deponie des Typs B eröffnen will, benötigt verschiedene Bewilligungen und 
muss das für die Deponie vorgesehene Areal vorbereiten. Diese vor der Eröffnung einer De-
ponie des Typs B erforderlichen Arbeiten werden in Rz 29 ff. beschrieben. Anschliessend wird 
dargelegt, welche Arbeiten während des Betriebs einer Deponie anfallen (Rz 36 f.). Ist eine 
Deponie des Typs B vollständig gefüllt, müssen Arbeiten im Zusammenhang mit dem Ab-
schluss, der Nachsorge und der allfälligen Sanierung der Deponie ausgeführt werden. Diese 
werden in Rz 38 f. beschrieben. 

B.1.2.3.2 Vorarbeiten und Bewilligungen 

29. Bevor eine Deponie des Typs B in Betrieb genommen werden kann, sind umfangreiche 
Planungs- und Vorbereitungsarbeiten erforderlich. Gemäss Angaben der Deponie Höli Liestal 
AG dauerte die Planungs- und Realisierungsphase bei der Deponie Höli rund 15 Jahre.43 Ein 
wichtiger Grund für diese lange Dauer besteht darin, dass verschiedene Bewilligungen erfor-
derlich sind. [N2] geht davon aus, dass es rund 8–10 Jahren dauert, bis alle für eine neue 
Deponie erforderlichen Bewilligungen vorliegen. Die genaue Dauer sei von den Behörden so-
wie von allfälligen Einsprachen abhängig.44 [N2] ist […] Mitglied des Verwaltungsrates der De-
ponie Höli Liestal AG. Ausserdem ist er Geschäftsführer der Aktionärin […].45 

30. Insbesondere sind eine Baubewilligung46 sowie eine Betriebsbewilligung47 erforderlich. 
Deponien dürfen nur in speziell zu diesem Zweck vorgesehenen Deponiezonen errichtet wer-
den.48 Deshalb erfordert die Errichtung einer neuen Deponie in der Regel eine entsprechende 
Festsetzung im kantonalen Richtplan. Gemeinden und Bevölkerung können bei der Ausarbei-
tung der kantonalen Richtpläne mitwirken.49 Unter anderem deshalb ist es nicht selbstver-
ständlich, dass alle erforderlichen Bewilligungen erteilt werden.50 Ausserdem wird die Baube-
willigung jedenfalls im Kanton Basel-Landschaft nur erteilt, wenn in der Region ein Bedürfnis 
für die Anlage besteht.51 

31. Vor diesem Hintergrund ist die folgende Einschätzung von [N3], Verwaltungsrat der De-
ponie Höli Liestal AG, zu verstehen, der die Schwierigkeiten, welche der Erstellung einer 
neuen Deponie entgegenstehen, als sehr hoch einschätzt: 

[Der Kanton habe keine Chance, eine neue Deponie zu planen. Die Dörfer seien so eng, 
dass man durch die Dörfer fahren oder neue Strassen bauen müsste. Es gebe keinen 
zweiten Deponiestandort mit eigener Autobahnausfahrt, bei welchem man durch keine 
Dörfer fahren müsse. Ohne die Deponie Höli habe der Kanton ein Problem.]52 

 
43  Act. IV.8, Rz 4; Act. IV.6, Zeilen 51–52. 
44  Act. IV.5, Zeile 260. 
45  Act. IV.5, Zeilen 78–86. 
46  § 120 Abs. 1 des Raumplanungs- und Baugesetzes Basel-Landschaft vom 8.1.1998 (RBG BL). Ge-

mäss Art. 38 Abs. 1 VVEA benötigen Deponien eine Errichtungsbewilligung der kantonalen Behörde. 
47  § 27 Abs. 2. des Umweltschutzgesetzes Basel-Landschaft vom 27.02.1991 (USG BL). Gemäss Art. 

38 Abs. 2 VVEA benötigen Deponien eine Betriebsbewilligung der kantonalen Behörde. 
48  § 28 Abs. 1 RBG BL. 
49  Art. 4 des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22.6.1979 (Raumplanungsgesetz, RPG, SR 

700); § 6 und 7 RBG BL. 
50  Vgl. die Aussage von [N2], wonach zahlreiche Deponien aufgrund der Ablehnung der Gemeinden 

oder aufgrund kantonaler Abstimmungen gescheitert seien (Act. IV.5, Zeilen 261–262), sowie die 
Aussage von [N1], wonach Volksabstimmungen zur Bewilligung neuer Deponien im Moment schwer 
zu gewinnen seien (Act. III.2, Zeilen 405–407). 

51  § 27 Abs. 1 USG BL. 
52  Act. IV.6, Zeilen 102–105. 

 
 

 

 

 12 
 

32. Tatsächlich verfügt die Deponie Höli über einen aussergewöhnlich geeigneten Standort. 
Sie ist direkt an die nahegelegene Autobahn angeschlossen und bei der Anfahrt werden keine 
Anwohner durch Lärm oder Staub beeinträchtigt.53 Gemäss der Einschätzung von [N3] ist der 
Standort der Deponie Höli sogar geradezu ideal.54 Dadurch war es für die Deponie Höli Liestal 
AG einfacher, die erforderlichen Bewilligungen zu erhalten, während potenzielle Konkurrentin-
nen deswegen bei einem allfälligen Markteintritt auf grosse Hindernisse stossen würden.55 
Gemäss der Aussage von [N3] kamen von mehreren geplanten Deponien ausser der Deponie 
Höli keine weiteren zustande.56 

33. Selbst die Erweiterung einer bereits existierenden Deponie ist nicht ohne weiteres mög-
lich. Gemäss der Aussage von [N2] ist die Deponie Höli Liestal AG seit rund 8–9 Jahren damit 
beschäftigt, die Erweiterung der Deponie Höli zu planen.57 Auch für die Erweiterung ist eine 
Baubewilligung erforderlich.58  

34. Zusätzlich zu den Kosten und der langen Dauer der Bewilligungsverfahren und der dafür 
erforderlichen Abklärungen und Planungsarbeiten sind in der Regel Vorbereitungsarbeiten nö-
tig. So wurden zum Beispiel am Standort der Deponie Höli vorgängig eine Kanalisation sowie 
ein Damm errichtet und ein Bach ausgebaut. Insgesamt kosteten die Vorbereitungsarbeiten 
gemäss der Aussage von [N4] etwa [1–5] Millionen Franken.59 [N4] ist seit […] Verwaltungsrat 
der Deponie Höli Liestal AG. Bis […] war er Geschäftsführer [einer Aktionärin der Deponie Höli 
Liestal AG].60 Gemäss einer im Jahresbericht 2009 enthaltenen Aufstellung der Kosten (exkl. 
Betrieb) der Deponie Höli Liestal AG kostete der Bau der Infrastruktur (Zufahrt, Kanalisation, 
Damm) sogar [1–5] Millionen Franken.61 Bei einem bewilligten Deponievolumen von 3 Millio-
nen Kubikmetern62 bzw. 6 Millionen Tonnen entsprechen allein diese Kosten etwas mehr als 
[15–85] Rappen pro Tonne Abfall. 

35. Aus diesen Gründen sind die Hürden, die der Neueröffnung oder Erweiterung einer De-
ponie des Typs B entgegenstehen, als sehr hoch einzuschätzen. 

B.1.2.3.3 Betrieb 

36. Liegen alle erforderlichen Bewilligungen vor und sind die Vorbereitungsarbeiten abge-
schlossen, kann die Deponie in Betrieb genommen werden. Die Deponie Höli Liestal AG hat 
dem AIB die Betriebsführung übertragen (vgl. Rz 5). Dem Vertrag zwischen dem AIB und der 
Deponie Höli Liestal AG kann entnommen werden, welche Aufgaben die Betriebsführung be-
inhaltet. Es handelt sich im Wesentlichen um die folgenden Leistungen:63 

− Eingangskontrolle: Damit wird sichergestellt, dass die angelieferten Abfälle korrekt de-
klariert werden. Ausserdem werden die Abfälle gewogen. Es wird ein Lieferschein er-
stellt und die entsprechenden Daten werden elektronisch erfasst. 

− Einbau der Abfälle in den Deponiekörper. 

 
53  Act. III.1, Zeilen 314–315; Act. III.3, Zeilen 111–119; Act. III.5, Zeile 151; Act. IV.8, Beilage 8, S.2. 
54  [N3 sagte aus, dass es keinen idealeren Standort gebe und auch in Zukunft nicht mehr geben werde] 

(Act. IV.6, Zeile 56). 
55  Deponien, die im Zeitraum 2010–2021 Abfälle des Typs B entgegengenommen haben, sind aktuelle 

und nicht potenzielle Konkurrentinnen (vgl. Rz 371).  
56  Act. IV.6, Zeilen 111–112. 
57  Act. IV.5, Zeilen 265–269. 
58  Act. III.3, Zeilen 285–293. 
59  Act. III.3, Zeilen 122–124. 
60  Act. III.3, Zeilen 57–70. 
61  Act. IV.15.1.1, S. 4. 
62  Act. II.A.4.4. 
63  Act. IV.8, Beilage 6, Anhang 1, Ziffern II und III. 

 
 

 

 

 13 
 

− Unterhalt und Erhaltung der Infrastruktur: Darunter ist zum Beispiel das Spülen und die 
Kontrolle von Entwässerungseinrichtungen zu verstehen. 

− Kontrolle: Dazu gehören Abwasseranalysen oder Stichproben der angelieferten Abfälle. 

37. Die Deponie Höli Liestal AG vereinbarte vor Inbetriebnahme der Deponie mit dem AIB, 
dieses für die Betriebsführung mit Fr. [1–5] pro angelieferte Tonne zu entschädigen.64 Zusätz-
lich entschädigte die Deponie Höli Liestal AG den Kanton Basel-Landschaft für die Benützung 
der Zufahrtsstrasse zur Deponie mit einem Grundbetrag von [100 000–200 000] Franken zu-
züglich [40–80] Rappen pro Tonne angeliefertem Material. Diese Entschädigungen wurden 
jeweils der Teuerung angepasst.65 

B.1.2.3.4 Abschluss, Nachsorge und Sanierung 

38. Gemäss Art. 32b des Umweltschutzgesetzes66 müssen Deponiebetreiber die Kostende-
ckung für Abschluss, Nachsorge und Sanierung durch Rückstellungen, Versicherungen oder 
in anderer Form sicherstellen. Im Kanton Basel-Landschaft entscheidet gemäss § 23 der kan-
tonalen Verordnung über den Umweltschutz67 die BUD, wie hoch die voraussichtlichen Kosten 
für die erforderlichen Abschluss- und Rekultivierungsarbeiten sowie für die Überwachung der 
Nachsorgephase ausfallen. Diese Kosten hat die BUD bei der Deponie Höli auf insgesamt 
rund [500 000–1 250 000] Franken geschätzt.68  

39. Zusätzlich müssen Deponien des Typs B im Kanton Basel-Landschaft Sicherheitsleis-
tungen i.S.v. § 24 USV-BL zur Finanzierung unvorhergesehener möglicher Störfälle wie zum 
Beispiel der Beeinträchtigung des Grundwassers erbringen. Die BUD legte die Höhe dieser 
Sicherheitsleistungen bei der Deponie Höli Liestal AG auf [1–2] Millionen Franken fest.69 

40. Die Deponie Höli Liestal AG selber schätzte den Aufwand für Renaturierung, Aufforstung 
und Abschluss in ihrem Jahresbericht 2009 auf [1–5] Millionen Franken.70 Dieser Betrag ist 
etwas höher als die von der BUD festgelegten Beträge für Abschluss, Rekultivierung, Nach-
sorge und Sicherheitsleistungen.  

41. Die voraussichtlichen Kosten für Abschluss, Nachsorge und Sanierung sowie allfällige 
Störfälle liegen bei der Deponie Höli entsprechend bei rund [1–5] Millionen Franken.71 Bei 
einem Deponievolumen von 3 Millionen Kubikmetern72 bzw. 6 Millionen Tonnen entspricht das 
rund [15–85] Rappen pro Tonne Abfall. 

B.1.2.4 Entsorgungsgenehmigung 

B.1.2.4.1 Abfallarten gemäss VeVA 

42. Die Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA)73 regelt gemäss Art. 1 Abs. 2 den 
Inlandverkehr mit Sonderabfällen und anderen kontrollpflichtigen Abfällen sowie den grenz-
überschreitenden Verkehr mit allen Abfällen. In Art. 2 Abs. 2 VeVA werden Sonderabfälle, 

 
64  Gewisse der in Rz 36 aufgelisteten Leistungen sind durch diesen Betrag nicht vollumfänglich gedeckt 

(vgl. Act. IV.8, Beilage 6, Anhang 1, Ziffer III). 
65  Act. IV.8, Beilage 6, Ziffer 7. 
66  Bundesgesetz über den Umweltschutz vom 7.10.1983 (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01). 
67  Verordnung über den Umweltschutz vom 24.12.1991 (USV-BL; 780.11). 
68  Im entsprechenden Entscheid der BUD vom 3.11.2009 (Act. II.A.4.2) sind die voraussichtlichen Kos-

ten in Ziffer 2.3 separat für die verschiedenen erforderlichen Arbeiten angegeben.  
69  Act. II.A.4.2, Ziffern 2.6 und 2.7. 
70  Act. IV.15.1.1, S. 4. 
71  Je nach den spezifischen Gegebenheiten fallen diese voraussichtlichen Kosten bei anderen Depo-

nien unterschiedlich aus (vgl. Act. II.A.4.4). 
72  Act. II.A.4.4. 
73  Verordnung über den Verkehr mit Abfällen vom 22.6.2005 (VeVA; SR 814.610). 

 
 

 

 

 14 
 

andere kontrollpflichtige Abfälle mit Begleitscheinpflicht und andere kontrollpflichtige Abfälle 
ohne Begleitscheinpflicht unterschieden. Die Einteilung der verschiedenen Abfallarten ist in 
einer Verordnung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kom-
munikation (nachfolgend: UVEK) geregelt.74 Darin werden sechsstellige sogenannte «VeVA-
Codes» für verschiedene Abfallarten definiert. Für jede Abfallart ist ausserdem die Kategorie 
gemäss Art. 2 Abs. 2 VeVA eingetragen (Sonderabfall, anderer kontrollpflichtiger Abfall mit 
Begleitscheinpflicht, anderer kontrollpflichtiger Abfall ohne Begleitscheinpflicht). 

43. Bei den in der Deponie Höli entsorgten Abfällen handelt es sich teilweise um Abfälle, die 
weder als Sonderabfälle noch als andere kontrollpflichtige Abfälle gelten (z.B. schwach ver-
schmutztes Aushub- und Ausbruchmaterial, VeVA-Code 17 05 94; vgl. Tabelle 3 unten). Bei 
einem grossen Teil der in der Deponie Höli entsorgten Abfälle handelt es sich hingegen um 
andere kontrollpflichtige Abfälle ohne Begleitschein i.S.v. Art. 2 Abs. 2 VeVA (z.B. wenig ver-
schmutztes Aushub- und Ausbruchmaterial, VeVA-Code 17 05 97). In Bezug auf diese kon-
trollpflichtigen Abfälle regelt die VeVA den Inlandverkehr und sieht insbesondere vor, dass die 
Entsorgungsunternehmen den Behörden bestimmte Informationen zu den angenommenen 
kontrollpflichtigen Abfällen zukommen lassen müssen (Art. 12 Abs. 2 VeVA). 

B.1.2.4.2 EGI 

44. Verschiedene Kantone haben zum Vollzug der VeVA eine internetbasierte EDV-Lösung 
eingeführt, die sogenannte Entsorgungsgenehmigung via Internet (nachfolgend: EGI).75 Die-
sem System sind unter anderem die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Solothurn und 
Bern angeschlossen. Der Kanton Aargau ist hingegen nicht angeschlossen.76 

45. Wer Abfälle in einer dem EGI-System angeschlossenen Kanton gelegenen Deponie des 
Typs B deponieren will, benötigt dazu eine Genehmigung. Ein entsprechendes Gesuch kann 
kostenlos über das EGI-System gestellt werden.77 Der Gesuchsteller muss angeben, welche 
Abfälle in welcher Anlage entsorgt werden sollen. Insbesondere müssen Herkunftsort des Ab-
falls (identifiziert durch die Gemeindenummer78), Abfallart (identifiziert durch den VeVA-Code, 
vgl. Rz 42), Abfallmenge sowie der Zeitraum der Anlieferung angegeben werden.79 

46. Voraussetzung für die Genehmigung des Gesuchs ist die Zustimmung des Herkunfts-
kantons des Abfalls, der Abfallentsorgungsanlage und des Standortkantons der Abfallentsor-
gungsanlage.80 

B.1.2.4.3 Exporte 

47. Gemäss Art. 15 Abs. 1 VeVA ist für die Ausfuhr von Abfällen grundsätzlich eine Bewilli-
gung des BAFU erforderlich. Die Bewilligungspflicht entfällt gemäss Art. 15 Abs. 2 VeVA, falls 
(i) die Abfälle zur Verwertung ausgeführt werden, (ii) sich die Abfälle auf der grünen Abfallliste 
des OECD Ratsbeschlusses befinden und (iii) es sich nicht um Abfälle nach Art. 14 Abs. 3 
VeVA handelt. 

48. Beim überwiegenden Anteil der in der Deponie Höli entsorgten Abfälle handelt es sich 
um kontrollpflichtige Abfälle oder um Abfälle, die nicht auf der grünen Abfallliste des OECD 
Ratsbeschlusses aufgeführt sind (vgl. Tabelle 3 unten). Diese Abfälle dürfen folglich nur mit 

 
74  Verordnung des UVEK über Listen zum Verkehr mit Abfällen vom 18.10.2005 (SR 814.610.1). 
75  Act. IV.8, Rz 68 und Beilage 33. 
76  Act. IV.8, Beilage 33; Act. II.A.18.2, Antwort auf Frage 2. 
77  Act. II.A.18.2, Antwort auf Frage 2. 
78  Das Bundesamt für Statistik ordnet jeder Gemeinde der Schweiz eine Nummer zu. Der Herkunftsort 

der Abfälle wird im EGI-System anhand dieser Nummer identifiziert (Act. II.A.18.2, Antwort auf Frage 
1). 

79  Act.IV.8, Beilage 33, S. 17. 
80  Act.II.A.18.2, Antwort auf Frage 2 sowie Act.IV.8, Beilage 33. 

 
 

 

 

 15 
 

einer Bewilligung des BAFU exportiert werden. Gemäss Art. 17 VeVA bewilligt das BAFU die 
Ausfuhr von Abfällen nur, wenn diese nicht zum Zweck der Ablagerung auf einer Deponie 
ausgeführt werden. Deshalb darf der überwiegende Anteil der in Deponien des Typs B entsor-
gen Abfälle nicht in ausländischen Deponien entsorgt werden.81 

49. Eine Ausnahme bilden Abfälle, die in Deponien des Typs A entsorgt werden dürfen. 
Diese Abfälle dürfen in ausländischen Deponien entsorgt werden.82 Dabei handelt es sich aber 
nur um einen geringen Anteil der insgesamt in Deponien des Typs B entsorgten Mengen (vgl. 
Rz 131). 

B.1.2.5 Transport 

50. Bauabfälle können grundsätzlich mit Kippern oder mit Mulden transportiert werden. Kip-
per sind Lastwagen, deren Wagenkasten gekippt werden kann. Kipper werden in der Regel 
innerhalb eines kurzen Zeitraums auf der Baustelle mit den dort angefallenen Abfällen beladen 
und bringen diese anschliessend direkt zur Deponie. Im Gegensatz dazu können Mulden auf 
der Baustelle abgestellt werden. Dadurch ist es möglich, die Mulde über einen längeren Zeit-
raum mit Abfällen zu füllen und sie erst dann abzuholen, wenn sie voll ist.83 

51. Der Transport mit Kippern ist in der Regel kostengünstiger. Deshalb werden diese Fahr-
zeuge eingesetzt, wenn ausreichend grosse Abfallmengen anfallen und wenn es die Platzver-
hältnisse auf der Baustelle zulassen. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, kommen in der 
Regel stattdessen Mulden zum Einsatz.84 Ein Teil der Entsorgungsunternehmen ist auf den 
Transport mit Mulden spezialisiert, andere verwenden primär Kipper, wiederum andere bieten 
beide Transportarten an.85 

52. Nachfolgend wird die Grössenordnung der Transportkosten relativ zu den Deponiege-
bühren eingeschätzt. Zu diesem Zweck werden die im Vergleich zur Entsorgung mit Mulden 
tiefer ausfallenden Transportkosten bei der Entsorgung mit Kipperfahrzeugen herangezogen. 

53. Kipperfahrzeuge sind unterschiedlich gross. Insbesondere weil unabhängig von der 
Grösse des Fahrzeugs ein Fahrer benötigt wird, sinken die Kosten pro Transportkapazität 
grundsätzlich mit der Grösse des Fahrzeugs. Die grössten regelmässig eingesetzten Kipper-
lastwagen sind 5-Achser. Die Listenpreise 2021 pro Stunde eines solchen Fahrzeugs betragen 
in der Region Basel rund 160 Franken.86 Diese Fahrzeuge werden durchschnittlich mit rund 
25 Tonnen Abfällen beladen.87 Folglich kostet eine Fahrminute pro Tonne rund 11 Rappen. 
Falls auf der Rückfahrt keine anderen Güter transportiert werden können, müssen zusätzlich 
die Kosten für die Rückfahrt berücksichtigt werden. Entsprechend betragen die Kosten für die 
in Fahrminuten gemessene Entfernung zwischen Baustelle und Deponie in diesem Fall rund 
21 Rappen pro Tonne.88 

54. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Abfälle zusätzlich auf- und wieder ab-
geladen werden müssen. Diese dafür anfallenden Kosten sind unabhängig von der Entfernung 
zwischen Baustelle und Deponie. Ausserdem fallen die Transportkosten pro Tonne wesentlich 

 
81  Vgl. Act. II.A.1.11, S. 6 f. 
82  Act. II.A.1.11, S. 6; vgl. auch Act. III.3, Zeilen 199–201. 
83  Act. III.5, Zeilen 91–105. 
84  Act. III.5, Zeilen 91–117. 
85  Act. III.5, Zeilen 88–90 sowie 119–122. 
86  Vgl. z.B. den Listenpreis der habö AG von 160 Franken pro Stunde (<haboe.ch/wp-content/uplo-

ads/haboe_preisliste_2021.pdf>, 25.7.2022) oder der Meyer-Spinnler AG von 165 Franken pro 
Stunde (<meyer-spinnler.ch/site/assets/files/1073/preisliste_kms_2021.pdf>, 25.7.2022). 

87  Act. III.4, Zeile 294. 
88  Zur Berechnung der Transportkosten beim Transport mit Kipperfahrzeugen vgl. Act. III.4, Zeilen 282–

295 sowie Beilage 4. 

 
 

 

 

 16 
 

höher aus, wenn geringe Abfallmengen entsorgt werden müssen. In diesem Fall können keine 
grossen Kipperfahrzeuge eingesetzt werden. 

55.  Die in Fahrminuten gemessene Entfernung zwischen der Deponie Höli und den Bau-
stellen, aus welchen die in der Deponie Höli entsorgten Abfälle stammen, ist unten in Abbil-
dung 3 dargestellt. Daraus geht hervor, dass viele Abfälle aus der Stadt Basel stammen, die 
etwa 34 Fahrminuten von der Deponie Höli entfernt ist. Der Transport von Bauabfällen über 
diese Distanz kostet zum Beispiel rund Fr. 7.25 pro Tonne (34 Fahrminuten multipliziert mit 21 
Rappen pro Fahrminute), zuzüglich der Kosten für Auf- und Abladen. Im Vergleich dazu waren 
die von Nichtaktionären bezahlten Listenpreise der Deponie Höli Liestal AG im Jahr 2021 mit 
45 Franken pro Tonne (inkl. VASA-Gebühr) deutlich höher.89 

56. Damit konsistent sind die von [N5] eingereichten Offerten. [N5] ist der Geschäftsführer 
der [F1], welche in den Bereichen Logistik, Transportwesen, Entsorgung, […] tätig ist.90 Er 
reichte Beispiele von Offerten ein, bei welchen die [F1] sowohl den Transport als auch die 
Entsorgung von Abfällen des Typs B anbot.91 Es handelt sich insgesamt um 19 Beispiele. Bei 
jedem sind die offerierten Transportkosten und die Deponiegebühren separat angegeben. Ge-
mäss der Aussage von [N5] wurden die Beispiele so ausgewählt, dass es sich um relativ neue 
Offerten handle.92 Bei jedem der 19 Beispiele machen die Deponiegebühren mehr als 75 % 
der Gesamtkosten bestehend aus Transportkosten und Deponiegebühren aus. 

57. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Transportkosten pro Tonne unterschiedlich 
hoch ausfallen je nach Entfernung zwischen Baustelle und Deponie, je nach der zu entsorgen-
den Menge und je nachdem, ob auf der Rückfahrt andere Güter transportiert werden können. 
Deshalb ist der Anteil der Deponiegebühren an der Summe von Transportkosten und Depo-
niegebühren je nach Projekt unterschiedlich hoch. Trotzdem steht fest, dass die Deponiege-
bühren im Vergleich zu den Transportkosten eine relevante Grössenordnung annehmen.93 

B.1.2.6 Grundsatz der Verwertungspflicht nach dem Stand der Technik 

58. Seit Inkrafttreten der VVEA94 am 1. Januar 2016 gilt der Grundsatz der Verwertungs-
pflicht nach dem Stand der Technik (Art. 12 VVEA).95 Demnach müssen Abfälle verwertet 
werden, wenn die Verwertung die Umwelt weniger belastet als eine andere Entsorgung und 
die Herstellung neuer Produkte oder die Beschaffung anderer Brennstoffe. Gemäss Art. 16 
Abs. 1 VVEA muss ein Entsorgungskonzept bei Bauarbeiten erstellt werden, bei welchen vo-
raussichtlich mehr als 200 Kubikmeter Bauabfälle anfallen oder bei welchen besonders ge-
fährliche Arten von Bauabfällen anfallen. Darin ist anzugeben, welche Arten von Bauabfällen 
voraussichtlich anfallen und wie diese entsorgt werden sollen. Gemäss dem Modul «Bauab-
fälle» der Vollzugshilfe des BAFU zur VVEA sind bestimmte Arten von Bauabfällen «grund-
sätzlich» der Verwertung zuzuführen. Selbst bei diesen Abfällen handelt es sich aber gemäss 
BAFU bei der Verwertungspflicht lediglich um einen Grundsatz, von dem bei Vorliegen guter 
Gründe abgewichen werden kann: «Wenn entgegen der Verwertungspflicht eine direkte Abla-
gerung von Abfällen vorgesehen ist, ist dies im Entsorgungskonzept zu begründen. Dabei sind 
die technischen, wirtschaftlichen, umwelt- und gesundheitsrelevanten Aspekte gegeneinander 

 
89  Act. IV.8, Rz 33. 
90  Act. III.4. Zeilen 82–83. 
91  Act. III.4, Beilagen 3 und 4. 
92  Act. III.4, Zeile 281. 
93  Gemäss [N1] sind die Transportkosten «deutlich wichtiger» als die Deponiegebühren (Act. III.2, Zeile 

369). Auf manche Projekte dürfte diese Einschätzung zutreffen, jedenfalls wenn bezüglich der De-
poniegebühren statt dem Listenpreis der Aktionärspreis zur Anwendung kommt. 

94  Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen vom 4.12.2015 (Abfallverord-
nung, VVEA; SR 814.600). 

95  Der in Art. 12 VVEA festgehaltene Grundsatz wird in den nachfolgenden Artikeln der VVEA für be-
stimmte Abfallarten konkretisiert. 

 
 

 

 

 17 
 

abzuwägen.»96 Demnach können die für die Beurteilung der Baubewilligungsgesuche zustän-
digen kantonalen Behörden bei der Beurteilung, ob Bauabfälle deponiert werden dürfen, auch 
wirtschaftliche Kriterien berücksichtigen. 

59. Wenn die Wiederverwertung zu im Vergleich zur Deponierung ähnlichen Kosten möglich 
ist, ist davon auszugehen, dass die kantonalen Behörden in der Regel eine solche verlangen, 
weil bei den meisten Bauabfällen die umweltrelevanten Aspekte eher für eine Wiederverwer-
tung sprechen.97 Werden hingegen Abfälle deponiert, bei welchen eine Wiederverwertung 
technisch möglich wäre, ist in der Regel davon auszugehen, dass eine solche aus wirtschaft-
lichen Gründen keine gangbare Alternative zur Deponierung war. Andernfalls hätten die kan-
tonalen Behörden die Entsorgung kaum bewilligt. 

60. Insbesondere weil der Grundsatz der Verwertungspflicht nach dem Stand der Technik 
erst seit Inkrafttreten der VVEA am 1. Januar 2016 gilt, muss trotzdem genauer untersucht 
werden, ob und in welchem Ausmass die Wiederverwertung eine Alternative zur Deponierung 
war. Zu diesem Zweck wird im folgenden Abschnitt untersucht, unter welchen Umständen die 
Wiederverwertung aus Sicht der Unternehmen, die Bauabfälle entsorgen müssen, grundsätz-
lich eine Alternative zur Entsorgung in einer Deponie des Typs B darstellt (Rz 61 ff.). Anschlies-
send wird geprüft, welche Bedeutung die Wiederverwertung als Alternative zur Deponierung 
vorliegend konkret hatte, namentlich welcher Anteil der deponierten Abfälle zu ähnlichen Kos-
ten hätte wiederverwertet werden können (Rz 75 ff.). Die entsprechenden Ergebnisse sind 
insbesondere für die sachliche Marktabgrenzung und damit auch für die Beurteilung der Markt-
stellung der Deponie Höli Liestal AG relevant (Rz 321 ff.). 

B.1.2.7 Wiederverwertung als Alternative zur Deponierung 

B.1.2.7.1 Einleitung 

61. Damit in Deponien des Typs B entsorgte Abfälle wiederverwertet werden können, muss 
eine Wiederverwertung technisch möglich sein. Je nach Abfallart gibt es diesbezüglich heute 
verschiedene Alternativen, die aber teilweise spezielle Anlagen voraussetzen und hohe Kos-
ten verursachen. So handelt es sich zum Beispiel bei einem grossen Teil der in der Deponie 
Höli entsorgten Abfälle um verschmutztes Aushubmaterial (vgl. Tabelle 3 unten). Zur Aufbe-
reitung dieser Abfälle sind Aushubwaschanlagen erforderlich. Im Kanton Basel-Landschaft 
war Stand 2021 erst eine solche Anlage in Betrieb.98 

62. Trotzdem scheitert die Wiederverwertung oft nicht an den fehlenden technischen Mög-
lichkeiten, sondern daran, dass die entsprechenden Kosten im Vergleich zur Deponierung hö-
her ausfallen. Dabei sind die Kosten des Unternehmens massgebend, welches darüber ent-
scheidet, ob die Abfälle deponiert oder wiederverwertet werden. Muss zum Beispiel ein 
Bauunternehmen Mischabbruch entsorgen, wird diese die Kosten der Deponierung mit den 
Annahmepreisen für Mischabbruch der Aufbereitungsanlagen vergleichen. Dabei wird sie 

 
96  Modul «Bauabfälle» der Vollzugshilfe des BAFU zur VVEA, S. 13. Verfügbar unter <www.bafu.ad-

min.ch/bafu/de/home/themen/abfall/publikationen-studien/publikationen/modul-bauabfaelle.html> 
(12.8.2022). 

97  Vgl. den Bericht der Carbotech AG im Auftrag des BAFU «Ökologische Beurteilung der Verwertung 
von Bauabfällen» vom August 2021, erhältlich auf der Internetseite des BAFU <www.bafu.ad-
min.ch/bafu/de/home/themen/abfall/publikationen-studien/studien.html> (13.10.2022). Im Bericht 
wird der Umweltnutzen der Wiederverwertung im Vergleich zur Deponierung bei den meisten Bau-
abfällen als positiv eingeschätzt. Allerdings kann der Umweltnutzen in Einzelfällen auch negativ aus-
fallen, zum Beispiel wenn die Transportdistanzen bei der Wiederverwertung wesentlich höher aus-
fallen als bei der Deponierung. 

98  Act. II.A.4.1, Antwort auf Frage 5.2. 

 
 

 

 

 18 
 

auch allfällige Unterschiede in Bezug auf die Transportkosten berücksichtigen. Das Bauunter-
nehmen wird den Mischabbruch nur dann der Wiederverwertung zuführen, wenn die entspre-
chenden Kosten mit denjenigen der Deponierung vergleichbar sind.99 

63. Die Aufbereitungsanlagen ihrerseits müssen bei der Festlegung der Annahmepreise für 
Bauabfälle einerseits die Kosten für Beschaffung und Betrieb ihrer Anlagen berücksichtigen. 
Zusätzlich spielt aber auch der Marktpreis der von ihnen hergestellten Produkte (nachfolgend: 
RC-Produkte) eine Rolle. Wenn zum Beispiel eine Aufbereitungsanlage für das von ihr herge-
stellte Mischabbruchgranulat auf dem Markt einen hohen Preis erzielt, wird sie bereit sein, 
Mischabbruch zu relativ tiefen Preisen entgegenzunehmen. Kann sie hingegen das Mischab-
bruchgranulat gar nicht oder nur zu tiefen Preisen verkaufen, ist die Anlage möglicherweise 
nicht bereit, diesen Bauabfall entgegenzunehmen oder sie wird jedenfalls für die Entgegen-
nahme hohe Preise verlangen. Der Grund dafür ist folgender: Besteht überhaupt keine Nach-
frage nach einem bestimmten RC-Produkt, müssten die hergestellten RC-Produkte im Extrem-
fall letztlich in einer Deponie entsorgt werden. Um dieses Risiko abdecken zu können, muss 
die Aufbereitungsanlage in diesem Fall einen Annahmepreis verlangen, der deutlich über den 
eigentlichen Kosten des Wiederverwertungsprozesses liegt. Folglich hat neben den Kosten 
des eigentlichen Wiederverwertungsprozesses insbesondere auch die Nachfrage nach RC-
Produkten einen Einfluss darauf, ob die Wiederverwertung eine gleichwertige Alternative zur 
Deponierung darstellt.100 

64. Nachfolgend werden aus diesem Grund zunächst die Kosten der Aufbereitung von Bau-
abfällen eingeschätzt (Rz 65 ff). Anschliessend wird die Nachfrage nach RC-Produkten unter-
sucht (Rz 69 ff.). Auf dieser Grundlage kann beurteilt werden, unter welchen Umständen die 
Wiederverwertung aus Sicht der für die Entsorgung der Abfälle verantwortlichen Unternehmen 
eine gangbare Alternative zur Deponierung gewesen wäre. 

B.1.2.7.2 Kosten der Aufbereitung von Bauabfällen 

65. Die bei der Aufbereitung von Abfällen entstehenden Kosten sind je nach Abfallart unter-
schiedlich hoch. Insbesondere der verwertbare Anteil, die Art und Menge der enthaltenen 
Schadstoffe sowie das erforderliche Aufbereitungsverfahren beeinflussen die Höhe dieser 
Kosten.101 

66. Gemäss Schätzungen des Kantons Basel-Landschaft liegen die Kosten einer «einfa-
chen Aufbereitung» bei «mineralischen Rückbaustoffen» bei rund 15–20 Franken pro Tonne. 
Zu den mineralischen Rückbaustoffen gehören insbesondere Mischabbruch (VeVA-Code 
17 01 07) und Mineralien (VeVA-Code 19 12 09) (vgl. Tabelle 3 unten für deren Anteil an den 
in der Deponie Höli bewilligten Mengen). 

67. Im Vergleich dazu fallen die entsprechenden Kosten bei belastetem Aushubmaterial we-
sentlich höher aus. Gemäss Schätzungen des Kantons Basel-Landschaft liegen diese selbst 
bei schwach belastetem Aushubmaterial mit geringem Feinanteil bei rund 15–50 Franken pro 
Tonne. Mit zunehmender Schadstoffbelastung und zunehmendem Feinanteil können diese 
Kosten auf über 100 Franken pro Tonne ansteigen.102 

68. Bei manchen Abfallarten sind also die Kosten der Aufbereitung derart hoch, dass sich 
selbst bei grosser Nachfrage nach den aufbereiteten RC-Produkten eine Wiederverwertung 

 
99  Falls die Baubewilligung die Wiederverwertung vorschreibt, muss diese unabhängig von den ent-

sprechenden Kosten vorgenommen werden. 
100  Vgl. dazu die Vorbringen der Deponie Höli Liestal AG, wonach für RC-Produkte oft keine Abnehme-

rinnen oder Abnehmer zu finden seien. Grund dafür sei unter anderem, dass aus Primärmaterial 
hergestellte für die gleichen Verwendungszwecke einsetzbare Produkte günstiger seien als RC-
Produkte (Rz 64 f. der Selbstanzeige, Act.IV.8 sowie Zeilen 156–172 von Act.III.2). 

101  Act.II.A.4.1, Antwort auf Frage 5.3. 
102  Act.II.A.4.1, Antwort auf Frage 5.3. 

 
 

 

 

 19 
 

im Vergleich zur Deponierung kaum lohnt. Bei solchen Abfällen stellt deshalb die Wiederver-
wertung keine gleichwertige Alternative zur Deponierung dar. 

B.1.2.7.3 Nachfrage nach RC-Produkten 

69. Ähnlich wie bei den Kosten der Aufbereitung fallen auch die Nachfrage nach RC-
Produkten und damit auch die entsprechenden Marktpreise je nach Produkt unterschiedlich 
hoch aus. So variiert zum Beispiel der Listenpreis der Vigier-Gruppe für die Region Basel und 
das Laufental des Jahres 2019 für eine Tonne recyclierter Gesteinskörnungen je nach Art zwi-
schen 4 Franken (Mischabbruchgemisch) und Fr. 20.30 (RC-Kiessand).103 

70. Jedenfalls sind die Preise der RC-Produkte nicht ausreichend hoch, dass sich die Wie-
derverwertung in jedem Fall lohnen würde. Wenn der eigentliche Wiederverwertungsprozess 
zum Beispiel 50 Franken kostet und das hergestellte Produkt nur für 5 Franken verkauft wer-
den kann, müsste die Aufbereitungsanlage einen Annahmepreis von mindestens 45 Franken 
pro Tonne verlangen, um keine Verluste zu erleiden. Weil die Gebühren der Deponie Höli 
Liestal AG im Zeitraum 2010–2021 selbst für Nichtaktionäre nie 45 Franken pro Tonne über-
schritten, wäre deshalb die Wiederverwertung im Beispiel keine gleichwertige Alternative. 

71. Ungeachtet des Preises wäre es je nach Abfallart insbesondere am Anfang des Zeit-
raums 2010–2021 kaum möglich gewesen, grosse zusätzliche Mengen an RC-Produkten zu 
verkaufen.104 Deshalb wäre es auch nicht möglich gewesen, beliebig grosse Mengen an Bau-
abfällen über Wiederverwertungsanlagen zu entsorgen. 

72. Insbesondere bei Abfallarten, wie zum Beispiel verschmutztem Aushub, bei welchen die 
Aufbereitung teuer und die Absatzmöglichkeiten beschränkt sind, war die Wiederverwertung 
aus diesen Gründen jedenfalls für einen grossen Teil der deponieren Abfälle keine äquivalente 
Alternative. 

B.1.2.7.4 Transportkosten 

73. Zusätzlich zu den Kosten der Aufbereitung und der Nachfrage nach RC-Produkten ist zu 
berücksichtigen, dass sich die bei der Deponierung eines bestimmten Abfalls entstehenden 
Transportkosten von den bei der Wiederverwertung des gleichen Abfalls anfallenden Trans-
portkosten unterscheiden können. Auch diesbezüglich sind aber keine generellen Aussagen 
möglich. Wird ein Abfall deponiert, sind die Transportkosten im Wesentlichen von der Fahrzeit 
zwischen der Baustelle und der Deponie sowie von allfälligen Möglichkeiten abhängig, auf 
dem Rückweg andere Güter zu transportieren. Wird ein Abfall wiederverwertet, geschieht dies 
entweder direkt auf der Baustelle oder mit einem Umweg über eine Aufbereitungsanlage.105 
Anschliessend müssen die hergestellten RC-Produkte auf die Baustelle gebracht werden, auf 
welcher sie eingesetzt werden sollen. Deshalb können die Transportkosten bei einer Deponie-

 
103  <www.vigier-beton-nordwest.ch/sites/default/files/2020-11/P43037_Vi-

gier_PL_Basel_GZD%20%282%29.pdf> (17.5.2022). Dabei ist zu beachten, dass die tatsächlich 
erzielten Preise insbesondere bei grösseren Bezugsmengen in der Regel unter den Listenpreisen 
liegen. In der erwähnten Preisliste ist zwar ein Listenpreis für die Annahme von Mischabbruch ent-
halten. Dieser bezieht sich aber nur auf nichtwiederverwertbaren Mischabbruch. Hingegen enthält 
die Preisliste keinen Eintrag für wiederverwertbaren Mischabbruch, was auf ein geringes Interesse 
an der Annahme solcher Abfälle hindeutet. 

104  Vgl. z.B. die Studie «Mischabbruchverwertung in der Schweiz» der Energie- und Ressourcen-Ma-
nagement GmbH im Auftrag des BAFU, Februar 2020, erhältlich auf der Internetseite des BAFU 
<www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/abfall/publikationen-studien/studien.html> 
(13.10.2022). Gemäss der Studie beklagte die Branche selbst im Jahr 2020 Schwierigkeiten, «die 
aufbereiteten Mischabbruchgranulate in den Baustoffmarkt zurückzuführen» (S. 7). 

105  Vgl. Act.II.A.4.1, Antwort auf Frage 5.1. 

 
 

 

 

 20 
 

rung im Vergleich zu den bei der Wiederverwertung anfallenden Transportkosten insbeson-
dere je nach Abfallart sowie je nach Lage der relevanten Baustellen, Aufbereitungsanlagen 
und Deponien unterschiedlich hoch ausfallen. 

B.1.2.7.5 Zwischenergebnis 

74. Die technischen Möglichkeiten, die Kosten der Aufbereitung, die Nachfrage nach RC-
Produkten sowie die Transportkosten unterscheiden sich je nach Abfallart und Standort der 
Baustellen, Aufbereitungsanlagen und Deponien stark. Daher können die Kosten der Wieder-
verwertung für die in der Deponie Höli im Zeitraum 2010–2021 entsorgten Abfälle nicht genau 
bestimmt werden. Deshalb ist es auch nicht möglich, den genauen Anteil der Abfälle zu be-
stimmen, bei welchem eine Wiederverwertung zu vergleichbaren Kosten möglich gewesen 
wäre. Im nachfolgenden Kapitel wird die Grössenordnung dieses Anteils anhand der vorlie-
genden Beweismittel eingeschätzt. Dabei ist nur der Anteil der wiederverwertbaren Abfälle des 
Typs B von Interesse, nicht aber der Anteil wiederverwertbarer Abfälle des Typs A.106 

B.1.2.8 Anteil der wiederverwertbaren Abfälle Typ B 

B.1.2.8.1 Einleitung 

75. Vorliegend steht fest, dass im Zeitraum 2010–2021 in den Deponien des Typs B im 
Raum Basel jedenfalls teilweise Abfälle entsorgt wurden, die aus rein technischer Sicht hätten 
wiederverwertet werden können (z.B. Mischabbruch). Wären die Nettokosten der Wiederver-
wertung im Vergleich zu den Kosten der Deponierung tiefer oder ähnlich hoch ausgefallen, 
wären diese Abfälle kaum deponiert worden. Dies gilt insbesondere für den Zeitraum nach 
2016, da die VVEA ab diesem Zeitpunkt eine grundsätzliche Verwertungspflicht vorsieht (vgl. 
Rz 58 ff.). Deshalb ist davon auszugehen, dass jedenfalls bei einem grossen Teil dieser Ab-
fälle die Kosten der Wiederverwertung diejenigen der Deponierung überstiegen hätten oder 
keine ausreichende Nachfrage nach RC-Produkten bestand. Aus diesen Gründen war die Wie-
derverwertung selbst bei aus rein technischer Sicht wiederverwertbaren Abfällen regelmässig 
keine wirtschaftlich gleichwertige Alternative zur Deponierung. Diese Abfälle werden nachfol-
gend als «nichtwiederverwertbare Abfälle Typ B» bezeichnet. 

76. Bei einem kleineren Anteil der in den Deponien des Typs B der Region Basel entsorgten 
Abfälle ist es hingegen möglich, dass die Wiederverwertung im Vergleich zur Deponierung zu 
ähnlichen Kosten möglich gewesen wäre. Diese Abfälle werden nachfolgend als «wiederver-
wertbare Abfälle Typ B» bezeichnet. Wie erwähnt, kann deren Anteil an den insgesamt depo-
nierten Abfällen des Typs B nicht genau quantifiziert werden (Rz 61 ff.). Nachfolgend wird des-
halb die Grössenordnung dieses Anteils geschätzt. Dazu stützt sich die Behörde auf einen im 
Auftrag des Kantons Basel-Landschaft erstellten Bericht (Rz 77 ff.), auf Angaben der Deponie 
Höli Liestal AG (Rz 84 ff.), auf Angaben des Kantons Basel-Landschaft (Rz 93 f.) sowie auf 
Zeugenaussagen (Rz 95 ff.). 

B.1.2.8.2 Bericht Züst 

77. Der Kanton Basel-Landschaft hat sich im Rahmen der Erarbeitung einer Recycling-Stra-
tegie unter anderem mit der Frage beschäftigt, welche der in den Deponien des Typs B der 
Region entsorgten Abfälle wiederverwertet werden könnten. Den Auftrag zur Erarbeitung der 
genannten Recycling-Strategie erteilte der Kanton Basel-Landschaft der Züst Engineering AG. 
Zur Begleitung der entsprechenden Arbeiten wurde eine Projektgruppe eingesetzt, welcher 
verschiedene Vertreter der betroffenen Wirtschaftsbereiche einschliesslich dreier Verwal-
tungsräte der Deponie Höli Liestal AG angehörten. Die Deponie Höli Liestal AG reichte einen 

 
106  Bei den Abfällen des Typs A erübrigt sich eine nähere Untersuchung der Wiederverwertung, weil die 

Deponie Höli Liestal AG in Bezug auf diese Abfälle nur eine sehr schwache Marktstellung einnimmt 
(vgl. Rz 152 f.). 

 
 

 

 

 21 
 

Entwurf eines auf März 2019 datierten Berichts sowie eine kürzere auf den 18. Juni 2019 da-
tierte Version des Berichts zur erwähnten Recyclingstrategie ein.107 Das Sekretariat hat bei 
der Züst Engineering AG die neueste Version des erwähnten Berichts angefordert108 und zu 
den Akten genommen.109 Diese ist auf den 13. August 2019 datiert. In Bezug auf den vorlie-
gend relevanten Sachverhalt weisen die 3 vorliegenden Versionen des erwähnten Berichts 
keine wesentlichen Unterschiede auf. Deshalb wird nachfolgend jeweils lediglich auf die neu-
este Version des Berichts verwiesen (Bericht Züst). 

78. Der Bericht Züst enthält eine Schätzung in Bezug auf die in Deponien des Typs B im 
Kanton Basel-Landschaft deponierten Abfallmengen, die stattdessen innerhalb von 2–8 Jah-
ren wiederverwertet werden könnten. Stand dieser Schätzung ist das Jahr 2017. Es handle 
sich dabei um jährlich rund 230 000 Tonnen. Innerhalb von 10–12 Jahren ab 2017 sei sogar 
eine Reduktion um bis zu 300 000 Tonnen möglich. Diese Reduktion entspreche rund 30 % 
des Deponievolumens Stand 2017.110 

79. Gemäss Bericht Züst wäre die innerhalb von 2–8 Jahren erreichbare Reduktion um 
230 000 Tonnen folgendermassen realisierbar:111 

− Zusätzlich könnten rund 80 000 Tonnen Mischabbruch zu «MB-Granulat» verarbeitet 
werden. Die dazu erforderlichen Anlagen seien bereits 2017 vorhanden.112 

− 50 000 Tonnen an unverschmutztem in Deponien des Typs B entsorgtem Material könn-
ten anderweitig entsorgt werden. 

− 100 000 Tonnen wenig oder schwach verschmutzter Aushub könnten gewaschen wer-
den. Die dazu erforderlichen Anlagen zur Bodenwäsche gebe es 2017 in der Region 
Basel noch nicht, es seien aber Anlagen in Planung. 

80. Stand 2021 gibt es in der Region Basel eine Bodenwaschanlage und weitere sind in 
Planung.113 Trotzdem spielte die Bodenwäsche im Zeitraum 2010–2021 keine wesentliche 
Rolle als Ausweichmöglichkeit zur Deponierung in den Deponien des Typs B, da erst ganz am 
Schluss dieses Zeitraums eine solche Anlage zur Verfügung stand. 

81. Demnach konnte von dem im Zeitraum 2010–2021 in den Deponien des Typs B des 
Kantons Basel-Landschaft entsorgten Material, welches nicht in Deponien des Typs A entsorgt 
werden kann (Abfälle des Typs B), im Wesentlichen nur Mischabbruch wiederverwertet wer-
den. Gemäss Bericht Züst läge also das gesamte realisierbare Potenzial bei den Abfällen des 
Typs B bei 80 000 Tonnen Mischabbruch. Im Bezugsjahr des Berichts Züst (2017) wurden in 
den 4 Deponien des Typs B im Kanton Basel-Landschaft mehr als 800 000 Tonnen Abfälle 
entsorgt.114 Da der Bericht Züst eine Prognose für die 2–8 auf 2017 folgenden Jahre abgibt, 
läge demnach der allenfalls wiederverwertbare Anteil in den 2–8 auf das Jahr 2017 folgenden 
Jahren bei unter 10 %. 

 
107  Beilage 31 der Selbstanzeige (Act.IV.8). 
108  Act.II.B.1. 
109  Act.II.B.2. 
110  Act.II.B.2, S. 2 des Berichts vom 13.8.2019. Im Bericht ist jeweils von der «Region Basel» die Rede. 

Weil es im massgebenden Zeitraum weder im Kanton Basel-Stadt noch im Aargauischen Fricktal, 
noch in den Solothurnischen Bezirken Thierstein oder Dorneck eine Deponie des Typs B gab (vgl. 
Rz 123), handelt es sich bei den in der Region Basel gelegenen Deponien des Typs B um die faktisch 
im Kanton Basel-Landschaft gelegenen Deponien des Typs B. 

111  Act.II.B.2, S. 2 ff. des Berichts vom 13.8.2019. 
112  Zum Vergleich: Allein in der Deponie Höli wurden gemäss EGI-Daten im Jahr 2017 mehr als 

[100 000–200 000] Tonnen an Mischabbruch zur Deponierung freigegeben (Act. II.A.10). 
113  Act.II.A.4.1, S.4. 
114  Act.II.A.4.5. 

 
 

 

 

 22 
 

82. Ausserdem bedingt die Ausschöpfung dieses Potenzials gemäss Bericht Züst eine Ver-
besserung der Rahmenbedingungen im Vergleich zum Bezugsjahr 2017.115 Folglich konnte 
das im Bericht Züst genannte Potenzial der Wiederverwertung im Umfang von rund 10 % im 
Zeitraum 2010–2017 jedenfalls nicht vollständig ausgeschöpft werden, weil die im Bericht Züst 
genannten Verbesserungen der Rahmenbedingungen jedenfalls in diesem Zeitraum noch 
nicht realisiert waren. 

83. In Bezug auf den vorliegend relevanten Zeitraum von 2010–2021 ist gemäss Bericht 
Züst deshalb davon auszugehen, dass maximal rund 10 % der in den Deponien des Typs B 
des Kantons Basel-Landschaft entsorgten Abfälle des Typs B zu vergleichbaren Kosten hätten 
wiederverwertet werden können. 

B.1.2.8.3 Angaben der Deponie Höli Liestal AG 

84. Die Deponie Höli Liestal AG teilte dem zuständigen Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft mit Schreiben vom 20. August 2019 Folgendes mit: [Seit geraumer Zeit vertrete 
das Amt für Umwelt und Energie des Kantons Basel-Landschaft (nachfolgend: AUE) die Auf-
fassung, dass das von den Deponien zur Verfügung gestellte Deponievolumen oder Deponie-
preise ursächlich dafür seien, dass das Recycling nicht in Gang komme. Diese These stelle 
schlicht und einfach Unsinn dar. Die meisten Bauunternehmer (auch die Aktionärinnen der 
Deponie Höli Liestal AG) würden das Recycling vorantreiben. Was technisch und wirtschaftlich 
wiederverwertbar sei, werde wiederverwertet. Das Problem sei nicht, dass zu wenig wieder-
verwertbares Material vorhanden wäre, sondern dass der Markt das bei den Unternehmen auf 
der Halde liegende Material nicht abnehme].116 

85. Die Deponie Höli Liestal AG bringt damit zum Ausdruck, dass Stand 2019 die bei ihr 
entsorgten Abfälle nicht zu vergleichbaren Kosten wiederverwertet werden könnten. Grund 
dafür sei, dass die Nachfrage nach RC-Produkten nicht ausreichend gross sei. Gemäss dieser 
Einschätzung ist der Anteil der wiederverwertbaren Abfälle des Typs B folglich vernachlässig-
bar klein. 

86. Die Deponie Höli Liestal AG reichte das erwähnte Schreiben im Rahmen ihrer Selbstan-
zeige ein. Darin äussert sie sich auch an anderer Stelle in einem ähnlichen Sinne: [In den 
Einvernahmen sei darauf hingewiesen worden, dass Recycling zwar erwünscht und von den 
Aktionärinnen der Deponie Höli Liestal AG auch vorangetrieben würde, aber für Recyclingma-
terialien oftmals keine Abnehmer zu finden seien. Die Studie von züst engineering zeige auf, 
dass die tieferen Aktionärspreise in der Ist-Situation keinen Einfluss auf den Einsatz von 
Mischabbruchgranulat in der Region hätten bzw. höhere Deponiepreise einen höheren Einsatz 
von Mischabbruchgranulat nicht forcieren könnten].117 

87. Demnach scheitert die Wiederverwertung oftmals nicht an den technischen Möglichkei-
ten oder den Kosten der Aufbereitung der Bauabfälle, sondern an der fehlenden Nachfrage 
nach RC-Produkten.118 Diese würde sich jedenfalls bei Mischabbruch selbst dann nicht we-
sentlich verändern, wenn die Deponierung im Vergleich zur Wiederverwertung aufgrund hö-
herer Deponiepreise weniger attraktiv wäre. Deshalb ist der Anteil der wiederverwertbaren Ab-
fälle des Typs B auch gemäss dieser Aussage gering. 

88. Damit konsistent sind die Aussagen von [N1], Geschäftsführer [einer Aktionärin] und seit 
[…] Verwaltungsrat der Deponie Höli Liestal AG. Danach sei es zwar technisch möglich, mehr 
Recyclingmaterial zu verwenden, als heute der Fall ist. Heute gebe es aber keinen Anreiz 

 
115  Act.II.B.2, S. 5 ff. des Berichts vom 13.8.2019. 
116  Act. IV.8, Beilage 12, S. 6. 
117  Act. IV.8, Rz 64. 
118  Vgl. Act. III.3, Zeilen 189–196. 

 
 

 

 

 23 
 

dazu, weil nicht recyceltes Material günstiger sei als recyceltes Material.119 Auch [N3] äusserte 
sich in diesem Sinne.120 Gemäss diesen Aussagen ist es also Stand 2021 nicht möglich, die 
deponierten Abfälle des Typs B zu vergleichbaren Kosten wiederzuverwerten und die herge-
stellten RC-Produkte zu verkaufen. 

89. Ebenfalls damit konsistent sind verschiedene Aussagen von Vertretern der Deponie Höli 
Liestal AG, wonach die deponierten Mengen nicht wesentlich auf eine Erhöhung der Deponie-
preise reagieren würden (vgl. Rz 194 ff.). Steigt der Deponiepreis, wird die Wiederverwertung 
im Vergleich zur Deponierung attraktiver. Hat eine solche Veränderung keinen Einfluss auf die 
deponierte Menge, ist das ein Indiz dafür, dass der Anteil der wiederverwertbaren Abfälle des 
Typs B gering ist. 

90. In ihrer Stellungnahme zum Antrag des Sekretariats behauptet die Deponie Höli Liestal 
AG hingegen, der Anteil der im Zeitraum 2010–2021 in Deponien des Typs B entsorgten Ab-
fälle, der zu vergleichbaren Kosten hätte wiederverwertet werden können, übersteige 30 %.121 
Die Deponie Höli Liestal AG stützt sich dabei im Wesentlichen auf die in Tabelle 3 (Rz 130) 
vorgenommene Auflistung der verschiedenen in der Deponie Höli entsorgten Abfallarten. Ab-
fallarten, die grundsätzlich wiederwertet werden können, haben einen Anteil von mehr als 
30 % an den insgesamt in der Deponie Höli entsorgten Mengen. Trotzdem kann aus dieser 
Tatsache aus den folgenden Gründen nicht geschlossen werden, dass mehr als 30 % der in 
der Deponie Höli entsorgten Abfälle zu vergleichbaren Kosten hätten wiederverwertet werden 
können: 

− Abfälle mit identischem Abfalltyp gemäss dem in Tabelle 3 verwendeten «VeVA-Code» 
(vgl. Rz 42) sind in Bezug auf die für die Wiederverwertung relevanten Eigenschaften 
(z.B. Feinstaubanteil) teilweise stark unterschiedlich (vgl. Rz 65 ff.). Abfälle, bei welchen 
die Kosten der Aufbereitung besonders hoch ausfallen (z.B. wegen eines hohen 
Feinstaubanteils), werden mit besonders grosser Wahrscheinlichkeit deponiert. Deshalb 
ist davon auszugehen, dass die Kosten der Aufbereitung bei den deponierten Abfällen 
im Vergleich zu den wiederverwerteten Abfällen mit gleichem VeVA-Code höher ausfal-
len. 

− Wie bereits dargelegt (Rz 61 ff.), sind nicht nur die Kosten der Aufbereitung dafür mas-
sgebend, ob Abfälle zu vergleichbaren Kosten wiederverwertet werden können. Zusätz-
lich ist eine ausreichend grosse Nachfrage nach den hergestellten RC-Produkten erfor-
derlich. Diese Voraussetzung ist im Zeitraum 2010–2021 nicht vollumfänglich erfüllt. 

91. Aus diesen Gründen lässt sich der Anteil der zu vergleichbaren Kosten wiederwertbaren 
Abfällen nicht pauschal aus den in Tabelle 3 aufgeführten, nach VeVA-Code eingeteilten Ab-
fallmengen ableiten. Vielmehr ist eine spezifische Schätzung bezüglich der deponierten Ab-
fälle erforderlich, welche auch die Absatzmöglichkeiten der RC-Produkte berücksichtigt. Der 
Anteil der zu vergleichbaren Kosten wiederverwertbaren Abfälle kann nicht anhand der von 
der Deponie Höli Liestal AG verwendeten Methode berechnet werden. 

92. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die erwähnten Aussagen der Deponie Höli 
Liestal AG darauf hinweisen, dass der Anteil der wiederverwertbaren Abfälle des Typs B selbst 
im Jahr 2021 gering war. Die im Rahmen der Stellungnahme zum Antrag des Sekretariats von 
der Deponie Höli Liestal AG vorgenommene Behauptung, wonach dieser Anteil höher als 30 % 
ausfallen soll, ist nicht belastbar und wird deshalb nachfolgend nicht weiter berücksichtigt.  

 
119  Act. III.2, Zeilen 156–172. 
120  Act. IV.6, Zeile 65 sowie Zeilen 83–85. 
121  Act. V.25, Rz 36. 

 
 

 

 

 24 
 

B.1.2.8.4 Angaben des Kantons Basel-Landschaft 

93. Die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt setzten im Jahr 2018 eine «Taskforce 
Baustoffkreislauf Regio Basel» ein, bestehend aus Vertretern der beiden Kantone, die sich 
fachlich durch externe Experten sowie interessierte Verbände begleiten lassen.122 Gemäss 
Angaben des Kantons Basel-Landschaft geht diese Taskforce davon aus, dass kurz- bis mit-
telfristig und mit verhältnismässigem Aufwand rund 30 % des Stand 2021 in Deponien des 
Typs B abgelagerten Abfälle verwertbar wären.123 Dabei handelt es sich um eine Prognose für 
die Zukunft. Im Zeitraum 2010–2021 lag der mit verhältnismässigem Aufwand verwertbare 
Anteil der in den Deponien des Typs B entsorgten Abfälle insbesondere aus den folgenden 
Gründen tiefer: 

− Der Deponiepreis war tiefer (vgl. Rz 231 ff.). Deshalb war die Wiederverwertung im Ver-
gleich zur Deponierung weniger attraktiv. 

− Der in der VeVA vorgesehene Grundsatz der Verwertungspflicht nach dem Stand der 
Technik gilt erst seit Inkrafttreten der VeVA am 1. Januar 2016 (vgl. Rz 58). 

94. Ausserdem wäre zusätzlich zu einem verhältnismässigen Aufwand der Wiederverwer-
tung wie erwähnt eine ausreichend grosse Nachfrage für die hergestellten RC-Produkte erfor-
derlich. Ist diese Bedingung nicht erfüllt, stellt die Wiederverwertung keine gleichwertige Alter-
native zur Deponierung dar. Deshalb ist davon auszugehen, dass der Anteil der in der Deponie 
Höli im Zeitraum 2010–2021 entsorgten Abfälle, für welche eine Wiederverwertung aus wirt-
schaftlicher Sicht eine gangbare Alternative zur Deponierung gewesen wäre, bei unter 30 % 
liegt.  

B.1.2.8.5 Zeugenaussagen [N6] und [N5] 

95. [N5] sagte aus, dass heute zwischen 20 und 40 % der in Deponien des Typs B depo-
nierten Abfälle zu vergleichbaren Kosten wiederverwertet werden könnten.124 Zwar habe es 
eine Verschiebung in Richtung mehr Recycling gegeben. Der Anteil der deponierten Mengen, 
welcher zu vergleichbaren Kosten wiederverwertet werden könne, habe sich aber in den letz-
ten 10 Jahren nicht wesentlich verändert.125 Als Alternative zur Deponierung in der Deponie 
Höli erwähnte [N5] die Deponierung in der Deponie Bruggtal, nicht aber die vermehrte Wie-
derverwertung.126 

96. Demnach hätten sich die technischen Möglichkeiten der Wiederverwertung sowie die 
Kosten der Aufbereitung im Zeitraum 2010–2021 kaum verändert. Das trifft insofern zu, als die 
zur Wiederverwertung verwendeten Technologien mutmasslich schon seit längerer Zeit be-
kannt sind. Trotzdem haben sich die tatsächlich zur Verfügung stehenden Möglichkeiten we-
sentlich verändert. In der Region Basel gibt es erst seit wenigen Jahren eine Anlage zur Bo-
denwäsche (vgl. Rz 80). Diese Möglichkeit stand während des Grossteils des Zeitraums 2010–
2021 nicht zur Verfügung. 

97. Ausserdem haben sich die Deponiepreise (Rz 231 ff.), die Rechtslage (Rz 58 ff.) sowie 
der öffentliche Druck auf Auftraggeber wie zum Beispiel den Kanton Basel-Landschaft so ver-
ändert, dass die Wiederverwertung im Vergleich zur Deponierung attraktiver wurde. Da aus-
serdem eine ausreichende Nachfrage erforderlich ist, damit die Wiederverwertung eine Alter-
native zur Deponierung ist, ergibt sich aus der Aussage von [N5] analog zu den Aussagen des 

 
122  <www.bskrb.ch/grundlagen/zusammenarbeit/> (21.10.2022). 
123  Act.II.A.4.1, Antwort auf Frage 5.2. 
124  Act.III.4, Zeilen 315–316. 
125  Act.III.4, Zeilen 323–328. 
126  Act.III.4, Zeilen 253–254. 

 
 

 

 

 25 
 

Kantons Basel-Landschaft, dass bei weniger als 20–40 % der in der Deponie Höli 2010–2021 
deponierten Abfälle die Wiederverwertung eine Alternative zur Deponierung war. 

98. [N6] ist Verwaltungsratspräsident der [F2]. Die [F2] ist in den Bereichen Transport, Mul-
denservice, Entsorgung und Aufbereitung von Abfällen tätig […].127 [N6] sagte aus, heute 
könne man rund 20–30 % der in Deponien des Typs B entsorgten Abfälle zu vergleichbaren 
Kosten wiederverwerten.128 Der Anteil der tatsächlich wiederverwerteten Abfälle sei in den 
letzten 10 Jahren gestiegen. Das sei unter anderem auf die höheren Deponiepreise zurückzu-
führen. Auch die gesetzlichen Vorgaben hätten einen Einfluss auf den wiederverwerteten An-
teil.129 Als Alternative zur Deponierung in der Deponie Höli erwähnte [N6] die Deponierung in 
den Deponien Bruggtal und Strickrain, nicht aber die Wiederverwertung der entsprechenden 
Abfälle.130 

99. Aus den Aussagen von [N6] folgt, dass die Wiederverwertung bei weniger als 20–30 % 
der in der Deponie Höli 2010–2021 deponierten Abfälle eine Alternative zur Deponierung war. 

B.1.2.8.6 Zwischenergebnis 

100. Heute könnten maximal rund 20–40 % der in Deponien des Typs B entsorgten Abfälle 
zu vergleichbaren Kosten wiederverwertet werden. Es ist aber unklar, ob es für die entspre-
chenden RC-Produkte eine ausreichende Nachfrage geben würde. Dabei ist auch zu berück-
sichtigen, dass die Verkaufspreise für RC-Produkte grundsätzlich sinken würden, wenn mehr 
solche Produkte auf den Markt gebracht würden. Dadurch würde die Wiederverwertung im 
Vergleich zur Deponierung weniger attraktiv. Deshalb liegt auch heute der Anteil der Abfälle, 
für welche die Wiederverwertung eine gleichwertige Alternative zur Deponierung wäre, unter 
den erwähnten maximal rund 20–40 %. Da dieser Anteil ausserdem seit 2010 angestiegen ist, 
liegt der Anteil der in den Deponien des Typs B des Kantons Basel-Landschaft im Zeitraum 
2010–2021 deponierten Abfälle, für welche die Wiederverwertung eine Alternative zur Depo-
nierung gewesen wäre, bei maximal 30 %. 

B.1.2.9 Beweisergebnis 

101. In Bezug auf das Deponiewesen ist Folgendes erwiesen: 

− Deponien der Typen C, D und E sind keine gleichwertigen Alternativen zu Deponien des 
Typs B in Bezug auf die Entsorgung von Abfällen des Typs B (Rz 23 ff.). 

− Abfälle des Typs A werden in der Regel nicht in Deponien des Typs B entsorgt (Rz 23 ff.)  

− Die Planungs- und Realisierungsphase einer neuen Typ B Deponie dauert in der Region 
Basel rund 8–15 Jahre (Rz 29 ff.) 

− Die Erweiterung einer bestehenden Deponie dauert in der Regel mehrere Jahre (Rz 33). 

− Die vor der Inbetriebnahme einer Deponie des Typs B erforderlichen Vorbereitungsar-
beiten können mehrere Millionen Franken kosten (Rz 34). 

− Es ist in der Region Basel schwierig, alle erforderlichen Bewilligungen für die Neueröff-
nung einer Deponie des Typs B zu erhalten (Rz 29 ff.). 

− Der Standort der Deponie Höli ist besonders geeignet (Rz 31 f.). 

− Nichtwiederverwertbare Abfälle des Typs B können nicht exportiert werden (Rz 47 ff.). 

 
127  Act. III.5, Zeilen 73–75. 
128  Act.III.5, Zeile 244. 
129  Act.III.5, Zeilen 247–252. 
130  Act.III.5, Zeile 204. 

 
 

 

 

 26 
 

− Die Deponiegebühren haben in der Regel einen wesentlichen Anteil an den Gesamtkos-
ten der Entsorgung von Abfällen des Typs B (Summe von Deponiegebühren und Trans-
portkosten) (Rz 50 ff.). 

− Spätestens seit 2016 müssen Abfälle des Typs B grundsätzlich wiederverwertet werden, 
wenn die Wiederverwertung zu im Vergleich zur Deponierung ähnlichen Kosten möglich 
ist (Rz 58 ff.). 

− Der Anteil der in den Deponien des Typs B des Kantons Basel-Landschaft im Zeitraum 
2010–2021 deponierten Abfälle, für welche die Wiederverwertung eine Alternative zur 
Deponierung gewesen wäre, liegt bei maximal 30 % (Rz 75 ff.). 

B.1.3 Nachfrage 

B.1.3.1 Beweisthema 

102. In diesem Kapitel wird zunächst untersucht, welche Unternehmen grundsätzlich Abfälle 
in der Deponie Höli entsorgten (Rz 103). Neben den Aktionärinnen der Deponie Höli Liestal 
AG konnten auch Nichtaktionäre einerseits direkt über die Deponie Höli Liestal AG zum Lis-
tenpreis deponieren. Andererseits deponierten jedenfalls manche Nichtaktionäre über eine der 
Aktionärinnen der Deponie Höli Liestal AG zu einem unter dem Listenpreis gelegenen Preis. 
Um die Bedeutung und Funktionsweise dieser Zugangswege einschätzen zu können, wird zu-
nächst geklärt, welcher Anteil der in der Deponie Höli entsorgten Abfälle auf Rechnung der 
Aktionärinnen der Deponie Höli Liestal AG angeliefert wurde (Rz 104). Anschliessend wird 
geprüft, welche Unternehmen die restlichen Mengen deponierten, für welche sie jeweils den 
Listenpreis bezahlen mussten (Rz 105 ff.). Schliesslich wird untersucht, zu welchen Konditio-
nen Nichtaktionäre über eine der Aktionärinnen in der Deponie Höli entsorgen konnten (Rz 
110 ff.). In einem zweiten Abschnitt wird geprüft, nach welchen Kriterien die Unternehmen eine 
Deponie zur Entsorgung ihrer Abfälle auswählen (Rz 119 f.). 

B.1.3.2 Wer deponiert in der Deponie Höli? 

103. Bei den in der Deponie Höli entsorgten Abfällen handelt es sich im Wesentlichen um 
Bauabfälle und Bodenaushub.131 Solche Abfälle fallen im Wesentlichen bei Bau- sowie Unter-
nehmen an, die im Bereich Aushub tätig sind. Entsprechend fragen diese Unternehmen die 
Entsorgung solcher Abfälle nach. Teilweise übernehmen die Bauunternehmen oder Aus-
hubunternehmen die Entsorgung selber. In diesen Fällen treten sie direkt als Nachfragerinnen 
von Deponieraum auf (so zum Beispiel die Aktionärinnen [Y] und [Z]). Teilweise nehmen die 
Bauunternehmen aber auch das Angebot eines Entsorgungsunternehmens in Anspruch, wel-
ches die Abfälle auf der Baustelle abholt und je nach Abfallart anschliessend zur Deponie 
bringt oder der Wiederverwertung zuführt. Die Aktionärin [X] ist zum Beispiel ein solches Ent-
sorgungsunternehmen.132 Auch unter den Nichtaktionären, welche direkt Abfälle in die Depo-
nie Höli bringen, befinden sich Bauunternehmen sowie Unternehmen, die in den Bereichen 
Transport, Aushub und Wiederverwertung tätig sind.133 

104. Die Deponie Höli Liestal AG reichte eine Übersicht ein zu den durch ihre Aktionärinnen 
und Nichtaktionäre in der Deponie Höli im Zeitraum 2010–2019 entsorgten Mengen.134 Aus-
serdem liegen Angaben des Kantons Basel-Landschaft vor über die im Jahr 2020135 und im 

 
131  Die Verordnung des UVEK über Listen zum Verkehr mit Abfällen vom 18.10.2005 (SR 814.610.1) 

definiert 20 Kapitel, nach welchen die verschiedenen Abfälle unterteilt werden. Der überwiegende 
Anteil der in der Deponie Höli entsorgten Abfälle fällt unter Kapitel 17 «Bauabfälle und Bodenaus-
hub» (vgl. Tabelle 3 unten). 

132  Vgl. Act. III.3, Zeilen 242–249. 
133  Act. II.A.1.8; Act. III.1, Zeilen 261–262. 
134  Act. IV.8, Beilage 30. 
135  Act. II.A.1.8. 

 
 

 

 

 27 
 

Zeitraum Januar–Mai 2021136 in der Deponie Höli entsorgten Mengen aufgeschlüsselt nach 
den Unternehmen, über welche die Rechnungsstellung erfolgte. Diese Angaben sind in Ta-
belle 1 zusammengefasst. Daraus geht hervor, dass bei fast [80–100 %] der in der Deponie 
Höli entsorgten Abfälle die Rechnungsstellung über die Aktionärinnen erfolgte. Dabei wurden 
mit Abstand die grössten Abfallmengen über die Aktionärin [X] abgerechnet. Weil [die Aktio-
närin X] erhebliche Mengen in der Deponie Höli entsorgt hat und weil die Deponie Höli die mit 
Abstand grösste Deponie des Typs B der Region ist (vgl. Rz 151 ff.), ist anzunehmen, dass 
[die Aktionärin X] im nachgelagerten Markt für die Entsorgung von Bauabfällen über eine 
starke Stellung verfügt.137 

Tabelle 1: Verteilung der in der Deponie Höli entsorgten Mengen auf Aktionärinnen und 
Nichtaktionäre nach Rechnungsadresse, 2010–2021. 

Rechnungsstellung an Menge (t) % 
[Aktionärin X] […] [> 50] % 
[Aktionärin Y] […] […] % 
[Aktionärin Z] […] […] % 
Nichtaktionäre 729 319 11,4 % 

Quelle: Act. IV.8, Beilage 30 (2010–2019); Act. II.A.1.8 (2020); Act. II.A.5 (2021). 

105. Die Identität der Nichtaktionäre, welche zum Listenpreis Abfälle in der Deponie Höli ent-
sorgten, ergibt sich aus den erwähnten vom Kanton Basel-Landschaft für das Jahr 2020 und 
für den Zeitraum Januar–Mai 2021 eingereichten Listen.138 Demnach befinden sich unter den 
Nichtaktionären, die zum Listenpreis Abfälle in der Deponie Höli entsorgt haben, jedenfalls 
teilweise Unternehmen aus den Bereichen Baugewerbe, Aushub, Entsorgung und Trans-
port.139 

106. Ein Beispiel ist die [F3]. Dabei handelt es sich um ein vertikal integriertes Unternehmen, 
zu welchem unter anderem die [F1] gehört (vgl. Rz 56). Zur [F3] gehören auch Tiefbauunter-
nehmen wie zum Beispiel die [F4].140 Gemäss der erwähnten Zusammenstellung entsorgte die 
[F3] im Jahr 2020 rund [500–1500] Tonnen Abfälle zum Listenpreis in der Deponie Höli.141 Von 
Januar–Mai 2021 waren es rund [50–150] Tonnen.142 Gemäss den Angaben ihres Geschäfts-
führers hat allein die [F1] in den Jahren 2017 und 2018 jeweils mehr als [2000–8000] Tonnen 
Abfälle in der Deponie Höli zum Listenpreis entsorgt.143 Aus den EGI-Daten geht hervor, dass 

 
136  Act. II.A.5. 
137  Die Entsorgung in weiter entfernten Deponien des Typs B ist mit zusätzlichen Transportkosten ver-

bunden (Rz 50 ff.). 
138 Act. II.A.1.8 (2020); Act. II.A.5 (2021). Ausserdem ist in den ebenfalls vom Kanton Basel-Landschaft 

eingereichten EGI-Daten (Act. II.A.10; vgl. Rz 44 ff.) bei jedem Entsorgungsgesuch im Zeitraum 
2011–2021 jeweils der Name des gesuchstellenden Unternehmens eingetragen. Aus den Entsor-
gungsgesuchen (EGI-Daten) geht allerdings nicht hervor, wie gross die tatsächlich deponierten Men-
gen ausfielen. 

139  Vgl. die Aussage von [N7], wonach es sich bei den Kundinnen der Deponie Höli Liestal AG um 
«Bauunternehmen, Transportunternehmen und Kleinunternehmer wie bspw. ein Maurer oder ähnli-
ches» handelt (Act. III.1, Zeilen 261–262). 

140  <bl.chregister.ch/cr-portal/auszug/auszug.xhtml?uid=CHE-100.455.766> (3.8.2023); Act. V.25, 
Rz 33; Act. IV.22, Rz 22. 

141  Act. II.A.1.8. 
142  Act. II.A.5. 
143  Act. III.4, Beilage 1.  

 
 

 

 

 28 
 

die [F3] im Zeitraum 2010–2021 in eigenem Namen Entsorgungsgesuche gestellt hat, die ge-
nehmigt wurden.144 Damit ist erstellt, dass die [F3] im Zeitraum 2010–2021 Abfälle in der De-
ponie Höli zum Listenpreis entsorgt hat.145 

107. Gemäss der Einschätzung der Bürgergemeinde Liestal in einer Aktennotiz aus dem Jahr 
2008 waren die [F1] und die Aktionärin [X] wie auch die [F4] und die Aktionärin [Y] damals 
[direkte Konkurrentinnen].146 Nach der Aussage ihres Geschäftsführers ist die [F1] auch heute 
noch eine Konkurrentin der Aktionärin [X].147 Damit ist erstellt, dass jedenfalls ein Teil der Un-
ternehmen, die zum Listenpreis in der Deponie Höli Abfälle entsorgten, direkte Konkurrentin-
nen der Aktionärinnen der Deponie Höli Liestal AG waren.148 

108. Auch die [F2] hat im Zeitraum 2010–2021 Abfälle zum Listenpreis in der Deponie Höli 
entsorgt. Gemäss den vom Kanton Basel-Landschaft eingereichten Listen handelte es sich im 
Jahr 2020 um rund [500–1500] Tonnen und im Zeitraum Januar–Mai 2021 um rund [100–500] 
Tonnen.149 Diese Zahlen sind mit der Zeugenaussage von [N6] konsistent. Demnach habe die 
[F2] geringe Mengen zum Listenpreis in der Deponie Höli entsorgt.150 Das bestätigen auch die 
Angaben der Deponie Höli Liestal AG, wonach die [F2] im Zeitraum 2015–2020 jährlich zwi-
schen rund 1000 und 5000 Tonnen zum Listenpreis in der Deponie Höli entsorgte (vgl. «Di-
rektverrechnung» in Tabelle 2).151 

 
144 Act. II.A.10. In der Spalte «Adresse Rechnungsempfänger» ist bei manchen genehmigten Entsor-

gungsgesuchen […]  eingetragen. 
145  Die Deponie Höli Liestal AG behauptet, die [F1] habe nur zu Vorzugskonditionen, nicht aber zu Lis-

tenpreisen in der Deponie Höli deponiert (Act. IV.22, Rz 34). Diese Behauptung steht im Widerspruch 
zur Zeugenaussage von [N5] und zur Tatsache, dass die EGI-Daten genehmigte Gesuche der [F1] 
in eigenem Namen enthalten. Sie steht aber nicht im Widerspruch zum Beweisergebnis, wonach die 
[F3] zum Listenpreis deponiert hat. 

146  Act. IV.8, Beilage 2, Ziffer 3. 
147  Act. III.4, Zeile 95. 
148  Die Aussage von [N4], wonach die Unternehmen, die zum Listenpreis in der Deponie Höli Abfälle 

entsorgt hätten, ausser dem Kanton «alles Kleinunternehmer, viele Gärtner oder Maurer, die schnell 
etwas ablagern müssen» seien (Act. III.3, Zeilen 251–252), trifft nicht zu.  

149  Act. II.A.1.8 (2020); Act. II.A.5 (2021). 
150  Act. III.5, Zeile 173 sowie Zeile 193. 
151  Act. IV.22, Rz 49 und Beilage 9. Die Deponie Höli Liestal AG behauptet in ihrer Stellungnahme zum 

Antrag des Sekretariats mit Verweis auf Tabelle 2, die [F2] habe «in der Periode von 2015 bis 2020 
durchschnittlich nur 3–6 % der in der Deponie Höli deponierten Menge direkt verrechnet» (Act. V.25, 
Rz 41). Das ist nicht präzis. Wie aus Tabelle 2 hervorgeht, deponierte die [F2] im Zeitraum 2015–
2020 insgesamt […] Tonnen Abfälle in der Deponie Höli. Davon wurden […] Tonnen direkt der [F2] 
verrechnet. Das entspricht einem Anteil von [> 6] %. Je nach Jahr fiel dieser Anteil unterschiedlich 
hoch aus. Im Jahr 2020 erreichte er mit […] % den tiefsten Wert, im Jahr 2018 mit […] % den höchs-
ten. Berechnet man den Durchschnitt dieser jährlichen Anteile ergibt sich ein Wert von [> 6] %. Der 
Anteil der jährlich im Zeitraum 2015–2020 direkt verrechneten Menge liegt also zwischen […] %. Der 
durchschnittliche Anteil pro Jahr beträgt [> 6] %. 

 
 

 

 

 29 
 

Tabelle 2: Angaben der Deponie Höli Liestal AG zu den von der [F2] in der Deponie Höli ent-
sorgten Abfallmengen (t), 2015–2020. 
 

2015 2016 2017 2018 2019 2020 
Direktverrechnung […] […] […] […] […] […] 
Verrechnung über 
Aktionär 

[…] […] […] […] […] […] 

Total […] […] […] […] […] […] 
Quelle: Act. IV.22, Rz 49 und Beilage 9. 

109. Spätestens seit die Aktionärin [X] im Jahr 2018 in das Muldengeschäft einstieg, ist die 
[F2] eine Konkurrentin [der Aktionärin X].152 Damit ist auch in Bezug auf die [F2] erstellt, dass 
sie als eine Konkurrentin der Aktionärin [X] Abfälle zum Listenpreis in der Deponie Höli ent-
sorgt hat. 

110. Zusätzlich zu den zum Listenpreis in der Deponie Höli abgelagerten Mengen entsorgte 
ein Teil der Nichtaktionäre Abfälle über eine Aktionärin in der Deponie Höli. Anlässlich der 
Sitzung vom 15. November 2012 stellte der Verwaltungsrat der Deponie Höli Liestal AG fest, 
dass Lastwagen der [F3] auf Rechnung der [Aktionärin Z] und Lastwagen der Firma [F5] auf 
Rechnung der [Aktionärin X] Deponiematerial abgeladen hätten. Aus diesem Anlass beschloss 
der Verwaltungsrat, dass [ein Zwischenhandel zu unterbleiben habe. Vorbehalten seien Liefe-
rungen von Partnerunternehmen im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften].153 Dieser Be-
schluss ist kaum umsetzbar, da unklar bleibt, was unter einer [Arbeitsgemeinschaft] zu verste-
hen ist und wie die Deponie Höli Liestal AG prüfen könnte, ob die Anlieferung durch Dritte 
tatsächlich im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft erfolgt. Ausserdem besteht das Geschäft 
der Aktionärin [X] gerade darin, Abfälle Dritter zu entsorgen.154 Deshalb ist die Abgrenzung 
zum vom Verwaltungsrat erwähnten [Zwischenhandel] schwierig. 

111. Jedenfalls haben Nichtaktionäre auch nach dem erwähnten Verwaltungsratsbeschluss 
Abfälle über die Aktionärinnen der Deponie Höli Liestal AG entsorgt. Konkret liegen der WEKO 
Angaben vor zu den von der [F3] und der [F2] über eine Aktionärin der Deponie Höli Liestal 
AG deponierten Mengen und den entsprechenden Preisen. Nachfolgend werden zunächst die 
von der [F3] (Rz 112 ff.) und anschliessend die von der [F2] (Rz 115 f.) auf diesem Weg ent-
sorgten Abfälle untersucht. 

112. Gemäss der Zeugenaussage des Geschäftsführers der [F1] hat diese in den Jahren 
2011–2016 insgesamt [> 25 000] Tonnen Abfälle über [die Aktionärin Z] in der Deponie Höli 
entsorgt.155 Die [F1] habe von [der Aktionärin Z] wahrscheinlich etwa [< 5] Franken Rabatt auf 
den Listenpreis der Deponie Höli Liestal AG erhalten.156 [Die Aktionärin Z] habe der [F1] im 
Jahr 2015 mitgeteilt, dass sie via [die Aktionärin Z] nicht mehr zu unter dem Listenpreis liegen-
den Beträgen in der Deponie Höli deponieren könne.157 In den Jahren 2016–2018 habe die 
[F1] deshalb rund [> 10 000] Tonnen an Abfällen zum Listenpreis in der Deponie Höli Abfälle 

 
152  Die Deponie Höli Liestal AG bringt vor, [N6] habe ausgesagt, [die Aktionärin X] sei nur [ein Stück 

weit eine Konkurrentin] der [F2] (Act. IV.22, Rz 48). Gleichzeitig räumt die Deponie Höli Liestal AG 
ein, dass sowohl [die Aktionärin X] als auch die [F2] im Muldengeschäft tätig seien (Act. IV.22, Rz 
48). Ausserdem stellte [N6] später unmissverständlich klar, dass die [F2] jedenfalls seit 2018 eine 
Konkurrentin [der Aktionärin X] ist: «Seit 2018 ist die [F2] in einem Konkurrenzverhältnis zu der [Ak-
tionärin X]» (Act. III.5, Zeile 295). Damit ist erstellt, dass die [F2] spätestens seit dem Einstieg [der 
Aktionärin X] in das Muldengeschäft im Jahr 2018 eine Konkurrentin [der Aktionärin X] ist. 

153  Act. IV.15.3.14, Traktandum 6. 
154  Act. III.2, Zeilen 244–249; Act. IV.22, Fussnote 19. 
155  Act. III.4, Zeilen 114–117 sowie Zeilen 149–159. Die genauen Mengen sind in Beilage 1 angegeben. 
156  Act. III.4, Zeilen 127–128. 
157  Act. III.4, Zeilen 130–131. 

 
 

 

 

 30 
 

entsorgt.158 In den Jahren 2019–2020 habe die [F1] rund [> 25 000] Tonnen über [die Aktio-
närin Y] in der Deponie Höli entsorgt.159 Der Preis sei zuletzt bei [30–35] Franken pro Tonne 
gelegen.160 

113. Die [F1] hat also im Zeitraum 2010–2021 Abfälle über 2 verschiedene Aktionärinnen in 
der Deponie Höli entsorgt: 

− Im Zeitraum 2011–2016 entsorgte die [F1] über [die Aktionärin Z] zu einem etwa [< 5] 
Franken unter dem Listenpreis gelegenen Preis. Im Vergleich dazu erhielten die Aktio-
närinnen von der Deponie Höli Liestal AG im gleichen Zeitraum wesentlich grössere 
Vergünstigungen in der Höhe von 9–15 Franken pro Tonne Abfall (vgl. Tabelle 14 unten 
für eine Übersicht über Listenpreise und Vergünstigungen für die Aktionärinnen der De-
ponie Höli Liestal AG). 

− In den Jahren 2019–2020 entsorgte die [F1] über [die Aktionärin Y] und erhielt im Jahr 
2020 einen Rabatt von [5–10] Franken pro Tonne.161 In diesem Jahr erhielten die Aktio-
närinnen der Deponie Höli Liestal AG Vergünstigungen in der Höhe von Fr. 14.60 pro 
Tonne (vgl. Tabelle 14 unten).162 Folglich gab [die Aktionärin Y] rund die Hälfte der Ver-
günstigungen für Aktionärinnen an die [F1] weiter. 

114. Im Jahr […] machten die von der [F1] über [die Aktionärin Y] in der Deponie Höli ent-
sorgten Abfallmengen mehr als die Hälfte der insgesamt auf Rechnung [der Aktionärin Y] dort 
entsorgten Mengen aus.163 [Die Aktionärin Y] selber entsorgte im Jahr […] also geringere Men-
gen als die [F1] in der Deponie Höli. Trotzdem konnte die [F1] im Jahr […] selbst unter Berück-
sichtigung des [Zwischenhandels] über eine Aktionärin ihre Abfälle nur zu wesentlich höheren 
Preisen als die Aktionärinnen in der Deponie Höli entsorgen, obwohl mindestens eine dieser 
Aktionärinnen geringere Mengen als die [F1] in der Deponie Höli entsorgte. Ausserdem ist zu 
berücksichtigen, dass sich die [F1] nicht darauf verlassen konnte, zu unter dem Listenpreis 
gelegenen Preisen deponieren zu können. Vielmehr war diese Möglichkeit abhängig von der 
Zustimmung einer Aktionärin der Deponie Höli Liestal AG.  

115. Auch die [F2] entsorgte zusätzlich zu den zum Listenpreis in der Deponie Höli abgela-
gerten Mengen (Vgl. Rz 108) weitere Abfälle über die Aktionärinnen der Deponie Höli Liestal 
AG. Auch sie wickelte diesen [Zwischenhandel] über 2 verschiedene Aktionärinnen der Depo-
nie Höli Liestal AG ab. Gemäss der Zeugenaussage von [N6] entsorgte die [F2] über [die Ak-
tionärin X], bevor diese im Jahr 2018 in das Muldengeschäft einstieg.164 Nachher erfolgte die 
Deponierung auf Rechnung der Aktionärin [Z].165 

116. Gemäss Angaben der Deponie Höli Liestal AG entsorgte die [F2] im Zeitraum 2015–
2020 jeweils rund [20 000–40 000] Tonnen pro Jahr. Die genauen Angaben der Deponie Höli 
Liestal AG sind in Tabelle 2 oben unter der Position «Verrechnung über Aktionär» aufgelistet. 
Die Angaben der Deponie Höli Liestal AG sind mit der Zeugenaussage von [N6] konsistent. 

 
158 Act. III.4, Beilage 1. 
159  Act. III.4, Zeilen 145 (Zusammenarbeit mit [der Aktionärin Y]), Beilage 1 (Mengen). 
160  Act. III.4, Zeile 126. Die Aussage bezieht sich auf das Jahr 2020, in welchem der Listenpreis inkl. 

VASA-Gebühr 40 Franken pro Tonne betrug. 
161 Im Jahr 2020 betrug der Listenpreis einschliesslich der VASA-Gebühr 40 Franken pro Tonne (vgl. 

Tabelle 14 unten). Die [F1] bezahlte [30–35] Franken pro Tonne (vgl. Act. III.4, Zeile 126). 
162  Die Vergünstigungen für Aktionärinnen im Jahr 2020 setzen sich zusammen aus einem Rabatt in 

der Höhe von 11 Franken pro Tonne und den Rückvergütungen in der Höhe von Fr. 3.60 pro Tonne 
(vgl. Tabelle 14 unten).  

163  Act. III.4, Beilage 1 (Abfallmengen der [F1]); Act. II.A.1.8 (Menge [Aktionärin Y] insgesamt). 
164  Act. III.5, Zeilen 164–171. 
165  Act. III.5, Zeilen 193–194. 

 
 

 

 

 31 
 

Dieser sagte aus, dass die [F2] im Zeitraum 2018–2021 schätzungsweise rund [20 000–
35 000] Tonnen Abfälle pro Jahr über die Aktionärin [Z] in der Deponie Höli entsorgt habe.166  

117. Die [F2] erhielt im Jahr 2021 von [der Aktionärin Z] einen Rabatt von [2–8] Franken pro 
Tonne auf den Listenpreis, also […] Rabatt, den die [F3] von der Aktionärin [Y] im Jahr 2020 
erhielt.167 Die Höhe dieses Rabatts war auch in den Vorjahren ähnlich gross.168 

118. Wie die [F3] hat also auch die [F2] grössere Mengen auf Rechnung von Aktionärinnen 
der Deponie Höli Liestal AG entsorgt. Wie bei der [F3] waren die Preise bei der Entsorgung 
auf Rechnung einer Aktionärin wesentlich höher als die von den Aktionärinnen selber bezahl-
ten Preise. 

B.1.3.3 Wie wählen die Kundinnen der Deponie Höli eine Deponie aus? 

119. Gemäss ihren eigenen Angaben ist die Deponie Höli die [einzige für sämtliche Nachfra-
ger bis 2019 ohne Mengenbeschränkung zugängliche Deponie]. Im Gegensatz zur Deponie 
Höli seien für die Deponie Strickrain Kontingente erforderlich, die nach nicht näher bekannten 
Kriterien vergeben würden. Insbesondere stehe auch der Zugang zur Deponie Bruggtal nicht 
allen Unternehmen gleichermassen offen. Diese gehöre der Gysin AG, welche selber dort Ab-
fälle entsorge.169 Aus diesem Grund müssen Nachfragerinnen von Deponieraum zunächst 
prüfen, welche Deponien ihnen überhaupt offenstehen.170 

120. Unter den Deponien, die bereit sind, Abfälle entgegenzunehmen, wählen die Nachfra-
gerinnen die kostengünstigste aus. Ausschlaggebend ist die Summe von Transportkosten und 
Deponiegebühren. Die relative Bedeutung der Transportkosten ist dabei im Wesentlichen von 
der Fahrzeit zwischen Baustelle und Deponie abhängig (vgl. Rz 50 ff.).171 

B.1.3.4 Beweisergebnis 

121. In Bezug auf die Nachfrage ist Folgendes erstellt: 

− Im Zeitraum 2010–2021 erfolgte die Rechnungsstellung bei rund 10 % der in der Depo-
nie Höli entsorgten Abfälle über einen Nichtaktionär. Bei den restlichen rund 90 % der 
Abfälle erfolgte die Rechnungsstellung über eine Aktionärin der Deponie Höli Liestal AG 
(Rz 104). 

− Unter den Nichtaktionären, die zum Listenpreis Abfälle in der Deponie Höli entsorgten, 
befanden sich direkte Konkurrenten der Aktionäre der Deponie Höli Liestal AG, insbe-
sondere die [F3] und die [F2] (Rz 105 ff.). 

− Die [F3] und die [F2] entsorgten zusätzlich zu den von ihnen zum Listenpreis in der 
Deponie Höli entsorgten Abfällen grosse Mengen über die Aktionärinnen der Deponie 
Höli Liestal AG. Sie bezahlten den entsprechenden Aktionärinnen wesentlich mehr, als 
die Aktionärinnen ihrerseits der Deponie Höli Liestal AG bezahlten (Rz 110 ff.). 

 
166  Act. III.5, Zeilen 193–194. 
167  Act. III.5, Zeilen 135–140. 
168  Act. III.5, Zeilen 146–149 sowie 155. 
169  Act. IV.8, Rz 29 sowie Rz 52; Act. III.2, Zeilen 220–229; Act. III.1, Zeilen 265–280 sowie 308–310. 

Vgl. auch Act. IV.6, Zeilen 66–67. Ein mögliches Motiv für die Einschränkung des Zugangs zu Dritt-
deponien ergibt sich aus dem Protokoll der Verwaltungsratssitzung der Deponie Höli Liestal AG vom 
15.11.2012. Demnach machte der Verwaltungsrat [N4] seine Kollegen darauf aufmerksam, [dass bei 
der Deponie in Bennwil die offiziellen Preise durch die Firma Gysin AG als Betreiberin künstlich hoch 
gehalten würden, um das Deponievolumen für eigene Bedürfnisse zu sichern] (Act. IV.15.3.14, Trak-
tandum 4). Die Deponie Bruggtal befindet sich in Bennwil (Act. II.B.8). 

170  Act. III.5, Zeilen 221–222. 
171  Act. III.5, Zeilen 222–223; Act. III.1, Zeilen 288–291; Act. III.2, Zeilen 361–369.  

 
 

 

 

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− Weil verschiedene Nichtaktionäre auf Rechnung einer Aktionärin in der Deponie Höli 
entsorgten, ist der Anteil der Abfälle, der von Baustellen von Nichtaktionären stammt, 
wesentlich höher als der Anteil, der auf Rechnung