# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 123e8fc6-8629-5a2a-8daf-c649a0960e2a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.07.2018 725 16 388 / 183
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-16-388---183_2018-07-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 19. Juli 2018 (725 16 388 / 183) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rentenrevision aufgrund einer Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Ar-

beitsfähigkeit der Versicherten 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Christof Enderle, Kantonsrich-

ter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dominik Zehntner, 
Advokat, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 AXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 
357, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Dr. Kath-
rin Hässig, Rechtsanwältin, c/o Anwaltsbüro Lätsch + Hässig, 
Dorfstrasse 18, Postfach 138, 8630 Rüti ZH 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Die 1965 geborene A.___ war seit 1. November 1994 als Physiotherapeutin bei 
Dr. med. B.____ angestellt und durch den Arbeitgeber bei der Winterthur Versicherungs-Gesell-
schaft obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Im Jahr 
1995 erlitt A.____ zwei Verkehrsunfälle, bei denen sie sich Verletzungen zuzog, nämlich am 
5. April 1995 eine Streifkollision mit einem Sattelschlepper und am 22. Dezember 1995 einen 

 

 
 
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Auffahrunfall. Nach Eingang der jeweiligen Unfallmeldungen erbrachte die Winterthur Versiche-
rungs-Gesellschaft die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) für diese beiden 
Unfälle. 
 
Gestützt auf ein Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 18. April 2001 erliess die Win-
terthur Versicherungs-Gesellschaft am 4. Januar 2002 eine Verfügung, mit der sie die der Ver-
sicherten für die verbleibenden Beeinträchtigungen aus den beiden Unfallereignissen zu-
stehenden Leistungen festsetzte. Dabei sprach sie A.____ mit Wirkung ab 1. Dezember 2001 
eine auf einer Erwerbseinbusse von 75 % basierende Invalidenrente und eine auf einer Integri-
tätseinbusse von 55 % (35% für Hirnleistungsfunktionsstörungen und 20% für HWS-
Beschwerden) beruhende Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 53‘460.-- zu. Ausser-
dem sicherte die Winterthur Versicherungs-Gesellschaft der Versicherten die Übernahme künf-
tiger Kosten, insbesondere für eine Psychotherapie und weitere Therapien im rheumatologi-
schen Bereich, zu. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  
 
In den Jahren 2011 und 2012 wurde A.____ im Auftrag der C.____-Versicherungsgesellschaft 
AG, der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers des zweiten Unfalls, während dreier 
Phasen observiert. Die Observationsergebnisse wurden der AXA Versicherungen AG (als 
Rechtsnachfolgerin der Winterthur Versicherungs-Gesellschaft) zugestellt, worauf diese auf-
grund von verbleibenden Widersprüchen ein Gutachten bei der Gutachterstelle Solothurn für 
interdisziplinäre Begutachtungen (gutso) in Auftrag gab. Gestützt auf die Ergebnisse dieses am 
10. November 2014 erstatteten gutso-Gutachtens stellte die AXA Versicherungen AG mit Ver-
fügung vom 12. Januar 2016 ihre Rentenleistungen und Heilbehandlungskosten für A.____ per 
31. Januar 2016 ein. Daran hielt die AXA Versicherungen AG auf Einsprache der Versicherten 
hin mit Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2016 fest.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin Eli-
sabeth Tribaldos, schadenanwaelte.ch AG, am 25. November 2016 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei-
en die Verfügung vom 12. Januar 2016 und der Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2016 
aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen 
in unveränderter Höhe weiter auszurichten. Ausserdem sei die Beschwerdegegnerin anzuwei-
sen, das widerrechtlich erstellte Observationsmaterial aus den Akten zu entfernen. Eventualiter 
sei die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen zwecks nochmaliger Einho-
lung eines Gutachtens ohne Vorlage des Observationsmaterials. Diesfalls sei für die Dauer der 
Abklärungen die aufschiebende Wirkung der vorliegenden Beschwerde wieder herzustellen; 
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 7. Februar 2017 beantragte Rechtsanwältin Dr. Kathrin 
Hässig namens und im Auftrag der AXA Versicherungen AG, die Beschwerde sei vollumfäng-
lich abzuweisen.  
 

 

 
 
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D. Am 7. März 2017 reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht von Dr. med. D.____, 
Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH sowie Rheumatologie FMH, ein. Die Beschwer-
degegnerin nahm mit Eingabe vom 23. März 2017 hierzu Stellung.  
 
E. Anlässlich seiner Urteilsberatung vom 1. Juni 2017 gelangte das Kantonsgericht zum 
Ergebnis, dass eine abschliessende Beurteilung der Beschwerde der Versicherten nicht mög-
lich sei. Es erwog, dass die bei den Akten liegenden Observationsergebnisse im vorliegenden 
Beschwerdeverfahren nicht berücksichtigt werden dürften. Es beschloss deshalb, den Fall 
zwecks Einholung eines polydisziplinären Gerichtsgutachtens auszustellen. Gleichzeitig ordnete 
es an, dass im Hinblick auf die Erstellung des Gerichtsgutachtens die von der Beschwerdegeg-
nerin separat eingereichten zwei Observationsdossiers sowie diverse Aktenstücke, in denen 
Bezug auf die Observation und deren Ergebnisse genommen werde, aus den Aktendossiers 
der Beschwerdegegnerin, die der Begutachtungsstelle zur Verfügung zu stellen seien, entfernt 
würden. 
 
F. Mit Eingabe vom 11. September 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin, dass das 
Kantonsgericht auf seinen Beschluss vom 1. Juni 2017 zurückkomme, keinerlei Akten entferne, 
folglich auf eine unnötige, neue Begutachtung verzichte und gestützt auf die unveränderte, voll-
ständige Aktenlage, aufgrund welcher der Fall spruchreif sei, antragsgemäss entscheide. Zur 
Begründung verwies sie im Wesentlichen auf ein in der Zwischenzeit ergangenes Grundsatzur-
teil des Bundesgerichts vom 14. Juli 2017 zur Frage der Zulässigkeit und Verwertbarkeit einer 
im Invalidenversicherungsverfahren angeordneten Observation (Urteil 9C_806/2016, mittlerwei-
le publiziert als BGE 143 I 377 ff.). In ihrer Stellungnahme vom 7. Dezember 2017 beantragte 
die Beschwerdeführerin, es sei unter Abweisung des Gesuchs der Beschwerdegegnerin am 
Beschluss vom 1. Juni 2017 festzuhalten. In der Folge überwies die instruierende Präsidentin 
das Gesuch der Beschwerdegegnerin vom 11. September 2017 dem Dreiergereicht zur Beurtei-
lung.  
 
G. Anlässlich seiner Beratung vom 26. April 2018 gelangte das Kantonsgericht zum Er-
gebnis, dass im vorliegenden Fall die Verwertung der Observationsergebnisse zulässig und die 
Beschwerde der Versicherten somit gestützt auf eine unzensierte Aktenlage zu beurteilen sei. 
Es beschloss deshalb dem Antrag der Beschwerdegegnerin entsprechend, auf den Beschluss 
vom 1. Juni 2017 zurückzukommen und diesen (ersatzlos) aufzuheben. Der Fall sei demnach 
erneut dem Kantonsgericht zur materiellen Beurteilung zu überweisen, wobei dieses in Berück-
sichtigung der Observationsergebnisse und der danach ergangenen weiteren Beweise und Ak-
tenstücke, in denen Bezug auf die Observation und deren Ergebnisse genommen wird, über die 
Beschwerde zu entscheiden haben werde. Was die Begründung dieser Auffassung betrifft, 
kann an dieser Stelle vollumfänglich auf die Erwägungen des Beschlusses vom 26. April 2018 
verwiesen werden.  
 
H. Mit Schreiben vom 27. April 2018 setzte Rechtsanwalt Leo Sigg das Kantonsgericht 
darüber in Kenntnis, dass er innerhalb der schadenanwaelte.ch AG die Fallführung in der vor-
liegenden Angelegenheit übernommen habe. Mit einer weiteren Eingabe vom 3. Juli 2018 teilte 
der genannte Rechtsanwalt mit, dass er die Interessen der Beschwerdeführerin nicht mehr ver-

 

 
 
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trete. Am 4. Juli 2018 schliesslich zeigte Advokat Dominik Zehntner an, dass ihn die Versicherte 
neu mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt habe.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in E.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 25. November 2016 ist dem-
nach einzutreten.  
 
1.2 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehört auch die Be-
stimmung von Art. 18 Abs. 1 UVG, welche den Anspruch auf eine Invalidenrente regelt. Laut 
Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 25. September 2015 werden 
jedoch Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten 
Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge-
brochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, 
weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug 
genommen wird.  
 
2. Zwischen den Parteien strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegeg-
nerin die Invalidenrente, welche sie der Versicherten am 4. Januar 2002 für die verbleibenden 
Beeinträchtigungen aus den Unfallereignissen vom 5. April 1995 und 22. Dezember 1995 zuge-
sprochen hat, zu Recht per 31. Januar 2016 aufgehoben hat. 
 
2.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat 
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 
ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit. Diese wiederum entspricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geis-
tigen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-
benden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).  

 

 
 
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2.2 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 
141 V 15 E. 3.2). 
 
3.1 Im Zusammenhang mit der Beurteilung eines unfallversicherungsrechtlichen Rentenan-
spruchs ist jeweils als erstes zu prüfen, in welchem Ausmass die versicherte Person unfallbe-
dingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legaldefinition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die 
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten 
(Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Auf-
gabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 
 
3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).  
 
3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 

 

 
 
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und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
4.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Rente - vorbehältlich der hier nicht weiter zu 
beachtenden Sondernorm des Art. 22 UVG - von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zu-
kunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer 
Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich ändert. Bei den prozentgenauen Ren-
ten, wie sie die Unfallversicherung nach UVG vorsieht, wird Erheblichkeit einer Änderung ange-
nommen, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 % ändert (BGE 133 V 545 E. 6.2 mit Hinweisen).  
 
4.2 Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den In-
validitätsgrad und damit auf den Umfang des Anspruchs auswirkt (BGE 134 V 131 E. 3). Ein 
Revisionsgrund in diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der ver-
sicherten Person, wozu namentlich der Gesundheitszustand gehört. Dabei kommt es weniger 
auf die Diagnose, sondern darauf an, welche Auswirkungen eine Gesundheitsbeeinträchtigung 
auf die Arbeitsfähigkeit hat. Aus einer anderen Diagnose oder einer unterschiedlichen Einschät-
zung der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den Invali-
ditätsgrad erhebliche Tatsachenänderung geschlossen werden. Umgekehrt ist - bei an sich 
gleich gebliebenem Gesundheitszustand - eine Angewöhnung oder Anpassung an die Behinde-
rung, welche zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung 
(Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 8C_170/2017, E. 5.1 mit zahlreichen Hinwei-
sen). Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswir-
kungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 
130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). 
 
4.3 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf ei-
ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von 
revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfol-
gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv 
nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens 
(vgl. dazu BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3) zurückzuführen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Au-
gust 2011, 9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.4 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und 
des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen 
abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet 
wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem 

 

 
 
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Ausmass substantiell verändert haben. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung 
eingetretene tatsächliche Änderung ist genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachver-
ständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im 
Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des 
Schweregrades der Störungen geführt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 
8C_170/2017, E. 5.2 mit Hinweis).  
 
4.5 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des 
Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-
ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht 
(BGE 133 V 108 E. 5.4). Vorliegend sprach die Winterthur Versicherungs-Gesellschaft der Ver-
sicherten mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 4. Januar 2002 eine 
auf einer Erwerbseinbusse von 75 % basierende Invalidenrente zu. Im Rahmen eines 2012 von 
Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens nahm die Beschwerdegegnerin (als 
Rechtsnachfolgerin der Winterthur Versicherungs-Gesellschaft) eine einlässliche materielle Prü-
fung des Rentenanspruchs mit vertieften medizinischen Abklärungen vor. Gestützt auf deren 
Ergebnisse stellte sie mit Verfügung vom 12. Januar 2016, welche sie in der Folge mit Ein-
spracheentscheid vom 25. Oktober 2016 bestätigte, die Rentenleistungen für die Versicherte 
per 31. Januar 2016 ein. Nach dem Gesagten beurteilt sich somit die Frage, ob eine Änderung 
in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Aufhebung der bis 
anhin ausgerichteten Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt 
der rentenzusprechenden Verfügung vom 4. Januar 2002 bestanden hat, mit demjenigen im 
Zeitpunkt des vorliegend angefochtenen Einspracheentscheids vom 25. Oktober 2016. 
 
5. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob sich die unfallbedingten Gesundheitsbeeinträchti-
gungen und - damit einhergehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit der Versicherten tatsächlich, 
wie von der Beschwerdegegnerin geltend gemacht, seit Januar 2002 in einer anspruchserhebli-
chen Weise verbessert haben.  
 
5.1 In der Verfügung vom 4. Januar 2002, mit welcher sie der Versicherten ab 1. Dezem-
ber 2001 eine auf einer Erwerbseinbusse von 75 % basierende Invalidenrente zusprach, stützte 
sich die Winterthur Versicherungs-Gesellschaft bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes 
und der Arbeitsfähigkeit auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 
18. April 2001. Dieses beruhte auf fachärztlichen Untersuchungen der Versicherten in den Be-
reichen Rheumatologie, Neurologie und Psychiatrie. Im rheumatologischen Konsilium wurde ein 
generalisiertes Schmerzsyndrom bei (1) Status nach mittelschwerem geschlossenem Schädel-
hirntrauma mit Laterobasisfraktur links am 05.04.1995, (2) HWS-Distorsionstrauma am 
22.12.1995, (3) Verdacht auf eine Instabilität C4/5, (4) Fibromyalgiesyndrom und (5) möglicher 
somatoformer Schmerzstörung diagnostiziert. Die Arbeitsfähigkeit als Physiotherapeutin sei 
massiv eingeschränkt. Das lumbale Problem sei erklärbar mit einer leichten Fehlform, einer 
ungünstigen Statik und es bestehe ein Verdacht auf eine Instabilität. Es müsse angenommen 
werden, dass 1995 eine starke Kontusion der LWS stattgefunden habe. Klinisch seien die Di-

 

 
 
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agnosekriterien einer Fibromyalgie erfüllt. Die Gutachterin erwähnte zudem, dass die Exploran-
din an ausgeprägten Schmerzen gelitten habe und in einer schlechten psychischen Verfassung 
gewesen sei, weshalb gewisse Untersuchungen nicht zumutbar gewesen seien. Die objektiven 
Befunde seien überwiegend wahrscheinlich auf die Unfallereignisse zurückzuführen. Der Status 
quo ante sei nicht erreicht und werde voraussichtlich nicht erreicht. Als Physiotherapeutin sei 
die Explorandin noch zu 25 % arbeitsfähig, eine andere sinnvolle Tätigkeit sei nicht ersichtlich. 
Im Bericht des untersuchenden Neurologen wurden Kopfschmerzen vom Spannungstyp und ein 
multifaktoriell bedingter Schwindel (Schwindelrestbeschwerden) beschrieben. Die Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit habe aus rheumatologischer, psychiatrischer und neuropsychologischer 
Sicht zu erfolgen. Im psychiatrischen Untergutachten schliesslich wurden als Diagnosen (1) ein 
Status nach Schädel-Hirntrauma am 05.04.1995, (2) ein Status nach HWS-Distorsionstrauma 
am 22.12.1995, (3) leichte neuropsychologische Defizite gemäss Testuntersuchungen 1997, (4) 
eine affektiv recht unreife, vermindert leistungsfähige Persönlichkeit (ICD-10 F60.8) und (5) eine 
schwere Paarproblematik mit Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit beider Ehepaare (ICD-10 
Z63.0) erhoben. Die Arbeitsunfähigkeit betrage aufgrund der neuropsychologischen Defizite 
rund 30 %. Insgesamt belaufe sie sich auf 50 bis 60 %, wobei 30 % davon nicht unfallkausal, 
sondern durch die Persönlichkeitsstruktur der Explorandin bedingt seien. In seiner interdiszipli-
nären Gesamtbeurteilung gelangte das MEDAS-Gutachterteam sodann zum Ergebnis, dass der 
Versicherten die Ausübung der angestammten Tätigkeit als Physiotherapeutin noch im Umfang 
von 25 % zumutbar sei, wobei sich die Unfallfolgen limitierend auswirken würden. Eine sinnvolle 
alternative Verweistätigkeit, in welcher eine höhere Arbeitsfähigkeit erzielt werden könnte, sehe 
man nicht. Im psychiatrischen Sektor würden Vorzustände mitwirken. Der Status quo ante sei 
noch in keinem Fall erreicht. 
 
5.2.1 Im Rahmen des im Jahr 2012 eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens gab die Be-
schwerdegegnerin bei der gutso ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag. Das am 10. No-
vember 2014 erstattete umfangreiche Gutachten beinhaltet neurologische, psychiatrische, 
rheumatologische und neuropsychologische Untersuchungen, es enthält eine ausführliche Ak-
tenzusammenfassung und vertiefte Anamneseerhebungen aller involvierten Ärzte.  
 
5.2.2 Anlässlich der Erhebung der aktuellen Beschwerden berichtete die Explorandin gegen-
über dem neurologischen Facharzt über brennende Schmerzen im Bereich der linken Gesäss-
hälfte mit Ausstrahlung ins linke Bein, über Schmerzen im ISG und der BWS, über ständige 
Nackenschmerzen und über täglich auftretende Kopfschmerzen sowie über einen häufigen Tin-
nitus. Die psychiatrischen Erhebungen befassen sich ebenfalls zu einem grossen Teil mit den 
somatisch geklagten Beschwerden, wobei die Versicherte dem Gutachter eine Liste mit den 
bestehenden somatischen Beschwerden abgab. Die Explorandin berichtete aber auch über 
weiterhin bestehende neuropsychologische Probleme. Sie habe jedoch über die Jahre gelernt, 
die Beschwerden besser in den Griff zu bekommen. Im Weiteren äusserte sich die Versicherte 
zum Umstand, dass sie observiert worden sei. Dies habe sie verletzt, die gefilmten Passagen 
seien nicht repräsentativ. Schliesslich thematisierte sie auch die finanziellen Folgen der Obser-
vation, wie auch die Folgen der Unfälle für den Ehemann. Gegenüber dem rheumatologischen 
Facharzt erwähnte die Explorandin ebenfalls die von ihr erstellte Liste mit den vorhandenen 
Beschwerden und den entsprechenden Therapien. Am intensivsten und häufigsten seien 

 

 
 
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schmerzhafte Verspannungen im Nacken bei rascher Rotation und Kopfreklination mit Aus-
strahlung in den linken Arm. Verstärkt würden die Beschwerden bei längeren stereotypen Hal-
tungen. In der Lendenwirbelsäule bestünden wechselnde Schmerzen und eine Steifigkeit bei 
langem Stehen und Heben von Lasten. Das rechte Handgelenk schmerze sie bei ihrer Arbeit. 
Anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung klagte sie schliesslich über Konzentrati-
onsschwierigkeiten, Vergesslichkeit und eine schnelle kognitive Überforderung. 
 
5.2.3 Gestützt auf ihre fachärztlichen Untersuchungen erhoben die gutso-Gutachter zusam-
menfassend folgende Diagnosen: (1) einen Status nach geschlossenem Schädel-Hirn-Trauma 
am 05.04.1995 mit Latero-Basis-Fraktur links, Hämatotympanon links, Rissquetschwunde am 
Hinterkopf, passagerer Fazialisparese links, Commotio cerebri, Verdacht auf einen einmaligen 
komplex-partiellen Anfall einer als Spätepilepsie diagnostizierten Anfallsstörung (12.04.1995), 
posttraumatischen kognitiven Defiziten und posttraumatischer vasomotorischer Cephalea 
(Spannungskopfschmerzen) sowie (2) einen Status nach HWS-Distorsion bei Heckauffahrunfall 
am 22.12.1995 mit Symptomen eines Zervikalsyndroms. Aktuell bestünden folgende Diagno-
sen: (1) keine Hinweise auf eine strukturelle Schädigung des Hirnparenchyms; leichte degene-
rative Veränderungen (Osteochondrosen, Uncarthrosen, Diskusprotrusion) der Segmente C4/5 
und C5/6 mit Einengung der Neuroforamina C5/6 beidseits, jedoch ohne Neurokompression 
und ohne ossäre Zeichen einer traumatischen Schädigung an der Halswirbelsäule (MRI-Unter-
suchungen vom 01.07.2014); (2) keine neurologischen Defizite; (3) Kopfschmerzen vom Span-
nungstyp und Migräne ohne Aura; (4) ein diskretes zervikales Syndrom (leichter paravertebraler 
Hartspann, leichte Irritation C5/6 links, altersentsprechende Beweglichkeit der HWS); (5) ein 
lumbovertebrales Syndrom (mässige Bewegungseinschränkung in alle Richtungen); (6) eine 
Anpassungsstörung vorwiegend mit Angst im Zusammenhang mit mannigfaltigen Belastungen; 
(7) eine unspezifische neuropsychologische Störung mit insgesamt leichten Einbussen im Bereich 
der Aufmerksamkeitsfunktionen. 
 
5.2.4 In ihrer ausführlichen Beurteilung, in welcher sie sich eingehend, mit den Untersu-
chungsergebnissen, der Beschwerdesymptomatik und der Aktenlage auseinandersetzten, äus-
serten sich die gutso-Gutachter im Wesentlichen wie folgt: Aus neurologischer Sicht sei festzu-
halten, dass es in der ersten posttraumatischen Phase anhand der zur Verfügung stehenden 
Akten wahrscheinlich zu einem traumatisch bedingten, benignen paroxysmalen Lagerungs-
schwindel gekommen sei, der im Verlauf aber wieder vollständig regredient gewesen sei. Die 
ebenfalls traumatisch bedingte periphere Fazialisparese sei im Verlauf ebenfalls regredient ge-
wesen, auch epileptisch sei nur ein Anfall zu verzeichnen gewesen. Aktuell hätten sich Schmer-
zen im Schulter/Nackenbereich und in der linken Gesässhälfte sowie eine Vergesslichkeit und 
Konzentrationsstörungen gezeigt. Objektivierbare Ausfälle seien keine zu verzeichnen gewe-
sen, insbesondere hätten keine Neurokompression der LWS oder der HWS und keine klini-
schen Anzeichen für Hirnläsionen erhoben werden können. Die intermittierend auftretenden 
Kopfschmerzen würden einer Migränesymptomatik mit visueller Aura entsprechen und mit dem 
Unfallereignis korrelieren, ein Kausalzusammenhang scheine möglich. Aus neurologischer Sicht 
sei die Arbeitsfähigkeit - bis auf gewisse Einschränkungen bei Auftreten der Migräne - nicht be-
einträchtigt. Aus rheumatologischer Sicht erweise sich die verminderte Beweglichkeit des Kopf-
es als altersentsprechend. An der HWS bestünden ein diskreter paravertebraler Hartspann und 

 

 
 
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somit ein höchstens diskretes Zervikalsyndrom, welches ätiologisch auf die degenerativen Ver-
änderungen im Segment C5/6 zurückzuführen und im Wesentlichen unspezifisch sei. An der 
HWS könne keine wesentliche Zunahme der degenerativen Veränderungen angenommen wer-
den, wie dies nach einer besonders schweren Verletzung der HWS hätte erwartet werden müs-
sen. Die Beweglichkeit der lumbalen Wirbelsäule sei hinsichtlich Flexion und Extension einge-
schränkt, jedoch ohne Hartspann der paravertebralen Muskulatur. Dies spreche gegen ein rele-
vantes lumbovertebrales Syndrom. Hier würden die subjektiven Einschränkungen - die Befunde 
an der lumbalen Wirbelsäule seien erheblich von der Kooperation abhängig - nicht mit dem Ob-
servationsmaterial korrelieren, mit welchem belegt werde, dass die Explorandin Bewegungsab-
läufe (im Besonderen mit der gesamten Wirbelsäule) vollbringen könne, die sowohl anamnes-
tisch als auch im aktuellen Befund als eingeschränkt zu beurteilen seien. Aus psychiatrischer 
Sicht sei hervorzuheben, dass sich die Explorandin als eine resignierte, gekränkte, enttäuschte, 
nicht verstandene und zugleich hinsichtlich der persönlichen Konsequenzen (Existenz etc.) er-
heblich verunsicherte Frau präsentiere. In der Exploration hätten viele Aspekte nicht im Detail 
erörtert werden können. Dies betreffe in erster Linie die aktenkundigen Angaben, die auf inner-
familiäre und auch auf partnerschaftliche Probleme hinweisen würden. Die Versicherte habe 
anlässlich der Untersuchungen keine relevanten psychischen Beschwerden angegeben. Es sei 
jedoch der Eindruck entstanden, dass die Explorandin dissimuliere, wofür mannigfaltige Fakto-
ren verantwortlich sein könnten. Es sei jedenfalls kaum anzunehmen, dass die Belastungen, 
denen die Versicherte zurzeit ausgesetzt werde, ohne jegliche psychische Beschwerden verar-
beitet würden. Eine Anpassungsstörung dürfe in diesem Zusammenhang angenommen wer-
den, wobei Symptome einer Angst von der Versicherten signalisiert würden. Diese Anpas-
sungsstörung mit Angst stehe aber im Zusammenhang mit der aktuellen Belastungssituation 
und nicht mit den im Jahr 1995 erlittenen Unfällen. Im Weiteren erwähnt der psychiatrische 
Gutachter, dass er das die Observation betreffende Videomaterial erst nach der Exploration 
gesichtet habe. Aus neuropsychologischer Sicht wird schliesslich festgehalten, dass sich an-
lässlich der aktuellen Untersuchung unterdurchschnittliche Testergebnisse in einzelnen Berei-
chen der Aufmerksamkeitsfunktionen gezeigt hätten, namentlich leichte Einschränkungen im 
Bereich der Aufmerksamkeitsaktivierung und der geteilten Aufmerksamkeit. Bei der Dauerauf-
merksamkeit seien die Einschränkungen deutlich gewesen. In der - ausführlich vorgenomme-
nen - Testung der Gedächtnisleistungen und der Exekutivfunktionen habe die Explorandin 
überwiegend durchschnittliche bis teilweise überdurchschnittliche Testresultate erzielt. Ätiolo-
gisch liessen sich die kognitiven Einschränkungen aus neuropsychologischer Sicht nicht aus-
schliesslich auf die erlittene traumatische Hirnverletzung zurückführen. Ebenfalls zu berücksich-
tigen seien die bereits vorbestehenden Auffälligkeiten in der Affektivität und Persönlichkeits-
struktur sowie die chronische Schmerzproblematik. Zudem habe die klinische Beobachtung 
während der Durchführung der Aufmerksamkeitstests auf eine suboptimale Leistungsbereit-
schaft bei den Aufmerksamkeitstests hingewiesen. Aufgrund der Ergebnisse der neuropsycho-
logischen Untersuchung sollte die Explorandin die beruflichen Leistungen unvermindert erbrin-
gen können. Die leichten Auffälligkeiten im Bereich der Aufmerksamkeitsfunktionen dürften kei-
nen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben. 
 
5.2.5 Abschliessend nahmen die gutso-Gutachter zur Frage, ob sich der Gesundheitszu-
stand seit der im Jahr 2001 erfolgten Berentung verändert habe, und zur aktuellen Arbeitsfähig-

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

keit der Versicherten Stellung. Aus neurologischer Sicht sei festzuhalten, dass sich die aktuel-
len Befunde verglichen mit denjenigen, die im Zeitpunkt der Berentung erhoben worden seien, 
nicht verändert hätten. Im Besonderen hätten sich die degenerativen Veränderungen an der 
Halswirbelsäule nicht über das zu erwartende Ausmass einer altersbedingten Progression ver-
ändert. Die erhobenen Diagnosen hätten, bis allenfalls auf die Migräne, keinen Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit. Die Migräne könne zu einer vorübergehenden, kurzfristigen Beeinträchtigung 
der Leistungsfähigkeit, jedoch nicht zu einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit führen. Zudem 
könne sie nicht überwiegend wahrscheinlich auf einen der beiden im Jahr 1995 erlittenen Unfäl-
le zurückgeführt werden. Der rheumatologische Gutachter wies darauf hin, dass sich gewisse 
rheumatologische Befunde respektive Diagnosen im MEDAS-Gutachten vom April 2001 auf-
grund der aktuell erhobenen Befunde nicht mehr aufrechterhalten liessen. Die Kriterien für die 
Diagnose einer Fibromyalgie seien auch nicht ansatzweise erfüllt. Es sei also punkto Fibromy-
algie zu einer Verbesserung, ja sogar zu einem Verschwinden der Symptomatik gekommen. 
Was die damals vermutete Instabilität des HWS-Segmentes C4/5 betreffe, so habe sich diese 
nicht erhärten lassen. Im Bereich der LWS seien in einem MRI von 1995 nur minime degenera-
tive Veränderungen und keine traumatischen Schädigungen dokumentiert worden. Subjektiv 
habe sich die Schmerzsituation lumbal seit dem Gutachten vom April 2001 nicht verändert. Auf-
grund der subjektiven Angaben der Explorandin sei es offensichtlich nicht zu einer Anpassung 
und Angewöhnung an die Beschwerden gekommen. Gestützt auf das Observationsmaterial sei 
aber eine Anpassung und Angewöhnung zumindest nicht gänzlich von der Hand zu weisen. 
Aufgrund der aktuell objektivierbaren Befunde, die nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
auf die Unfälle von 1995 zurückgeführt werden könnten, bestehe keine Einschränkung der Leis-
tungsfähigkeit der Versicherten in ihren Tätigkeiten als Physiotherapeutin und Hausfrau. Aus 
psychiatrischer Sicht wurde sodann festgehalten, dass die früher gemäss Aktenlage gestellten 
psychiatrischen Diagnosen nicht mehr nachgewiesen werden könnten. Somit habe sich der 
psychische Gesundheitszustand im Sinne einer Besserung verändert. Die aktuell erhobene Di-
agnose einer Anpassungsstörung vorwiegend mit Angst habe keine Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit. Die neuropsychologische Expertin beantwortete die Frage, ob seit der Berentung 
eine Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten sei, nicht ausdrücklich. Hingegen hielt 
sie explizit fest, dass die Arbeitsfähigkeit der Explorandin weder in der angestammten Tätigkeit 
als Physiotherapeutin noch in einer anderen Tätigkeit beeinträchtigt sei.  
 
5.3.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid bei der 
Beurteilung des aktuellen medizinischen Sachverhalts und beim - damit einhergehenden - Ent-
scheid über die Frage, ob seit der ursprünglichen Rentenzusprache eine wesentliche Verbesse-
rung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin eingetreten ist, weitestgehend auf das 
polydisziplinäre gutso-Gutachten vom 10. November 2014. Dabei gelangte sie zum Ergebnis, 
dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten im Vergleich zur Situation im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenzusprache vom 4. Januar 2002 insbesondere aus rheumatologischer und 
aus neuropsychologischer Sicht wesentlich verbessert habe mit der Folge, dass aktuell keine 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen mehr bestünden, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswir-
ken würden. Die Beschwerdegegnerin erwog dabei im Wesentlichen, die ursprüngliche - auf 
einer Arbeitsunfähigkeit von 75 % basierende - Rentenzusprache sei damals in erster Linie auf-
grund der im MEDAS-Gutachten vom 18. April 2001 rheumatologisch diagnostizierten Fibromy-

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

algie sowie aufgrund der aus neuropsychologischer Sicht festgestellten Leistungseinschrän-
kungen erfolgt. Im gutso-Gutachten zeige der rheumatologische Gutachter nunmehr schlüssig 
auf, dass im Zeitpunkt der aktuellen Begutachtung insbesondere das Fibromyalgie-Syndrom mit 
eindeutigen klinischen Befunden und entsprechender Symptomatik nicht mehr festzustellen 
gewesen sei. Sodann seien im gutso-Gutachten aus neuropsychologischer Sicht insgesamt nur 
noch leichte Auffälligkeiten im Bereich der Aufmerksamkeitsfunktionen objektiviert worden. Die-
se hätten jedoch keinen Einfluss mehr auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten und sie stünden 
insbesondere in keinem Verhältnis zu den Hirnfunktionsstörungen, für welche der Versicherten 
im Jahr 2002 eine Integritätsentschädigung von 35 % ausgerichtet worden sei. 
 
5.3.2 Diese Ergebnisse der vorinstanzlichen Beweiswürdigung sind ebenso wenig zu bean-
standen wie die - vorstehend zusammengefassten - Argumente, welche die Beschwerdegegne-
rin zu deren Begründung anführt. Insbesondere hat sich die Beschwerdegegnerin bei der Beur-
teilung des medizinischen Sachverhalts zu Recht auf die Resultate des polydisziplinären gutso-
Gutachtens vom 10. November 2014 gestützt. Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 3.4 hiervor), 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztin-
nen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Er-
gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indizien sind hier 
nicht ersichtlich. Das gutso-Gutachten vom 10. November 2014 weist weder formale noch in-
haltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 3.3 hiervor) - für 
die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt 
die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es leuchtet in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen 
Situation ein, es setzt sich mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen aus-
einander und es ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Als Ergebnis ist demnach mit der 
Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass mit dem gutso-Gutachten vom 10. November 2014 
erstellt ist, dass seit der ursprünglichen Rentenzusprache eine wesentliche Verbesserung des 
Gesundheitszustandes und - damit einhergehend - der Arbeitsfähigkeit der Versicherten einge-
treten ist. 
 
5.4 Was die Beschwerdeführerin vorbringt, führt zu keiner anderen Beurteilung der Ange-
legenheit.  
 
5.4.1 Soweit die Versicherte geltend macht, die von den gutso-Gutachtern erhobenen Be-
funde seien nach wie vor dieselben, welche die MEDAS-Gutachter im Jahr 2001 beschrieben 
hätten, kann ihr nicht gefolgt werden. Nach dem vorstehend Gesagten ist dies gerade nicht der 
Fall. Im Wesentlichen unverändert geblieben sind einzig die von der Versicherten über die Jah-
re subjektiv geklagten Beschwerden, auf die aber nicht abgestellt werden kann. Massgeblich 
sind einzig die seitens der Fachärzte objektiv erhobenen Befunde und diese haben sich, wie 
oben aufgezeigt (vgl. E. 5.3 hiervor), seit der ursprünglichen Rentenzusprache vom 4. Januar 
2002 insbesondere aus rheumatologischer, aber auch aus neuropsychologischer Sicht erheb-
lich verbessert.  

 

 
 
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5.4.2 Die Beschwerdeführerin moniert im Weiteren, die gutso-Gutachter würden ihre Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit „letztendlich“ auf das ihnen von der Beschwerdegegnerin zur Verfü-
gung gestellte Observationsmaterial stützen. Diesem Einwand kann jedoch nicht gefolgt wer-
den. Wie oben festgehalten, beruht das ausführliche gutso-Gutachten auf dem Studium der 
vorhandenen medizinischen Akten, sorgfältigen Abklärungen sowie allseitigen und umfangrei-
chen persönlichen Untersuchungen der Explorandin samt schlüssig begründeten Befunderhe-
bungen. Demgegenüber werden die Observationsergebnisse im Gutachten bei der Beurteilung 
des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Explorandin kaum miteinbezogen. Ein-
zig der Rheumatologe, der objektiv generell nur leichte Beeinträchtigungen feststellen konnte, 
erwähnt in seiner Beurteilung, dass die von der Versicherten geklagten Einschränkungen im 
Bereich der lumbalen Wirbelsäule nicht mit dem Observationsmaterial korrelieren würden. Ins-
gesamt kann deshalb davon ausgegangen werden, dass die gutso-Gutachter überwiegend 
wahrscheinlich auch ohne Kenntnis des Observationsmaterials zur gleichen Einschätzung ge-
langt wären. Den Observationsergebnissen kommt deshalb vorliegend keine relevante Bedeu-
tung bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts zu. 
 
5.4.3 Nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Beschwerdeführerin sodann mit dem am 
7. März 2017 eingereichten Bericht des Rheumatologen Dr. E.____. Dessen Beurteilung erfolg-
te gestützt auf lediglich wenige medizinische Akten, insbesondere lag ihm das umfangreiche 
gutso-Gutachten nicht vor. Bereits dadurch wird der Beweiswert seiner Einschätzungen in er-
heblichem Masse geschmälert. Dazu kommt, dass Dr. E.____ in seinem Bericht in etlichen 
Punkten zu denselben Ergebnissen wie die gutso-Gutachter gelangt. So bestätigt er etwa, dass 
sich neurologische Defizite im Sinne einer Radiculopathie zum Untersuchungszeitpunkt nicht 
hätten erheben lassen. Im Weiteren ist auch er der Auffassung, dass die 2014 bildgebend fest-
gehaltenen Veränderungen im HWS-Bereich banalen degenerativen Veränderungen entspre-
chen würden, die zudem ohne Hinweise auf eine traumatische Ursache seien. Ebenfalls nicht 
bestätigt werden könne aktuell die Diagnose einer Fibromyalgie. Die hierfür typische diffuse 
generalisierte Schmerzsymptomatik mit den klassischen Tenderpoints liege nicht vor. Schliess-
lich weist Dr. E.____ noch darauf hin, dass sich die von der Versicherten zusätzlich geklagten 
kognitiven Defizite im Rahmen einer rheumatologischen Sprechstunde nicht weiter konkretisie-
ren liessen. Hierfür müsste eine erneute neuropsychologische Beurteilung erfolgen. Hält man 
sich diese Ausführungen von Dr. E.____ vor Augen, so zeigt sich, dass dessen Bericht - entge-
gen der Auffassung der Beschwerdeführerin - zweifellos nicht geeignet ist, die Schlüssigkeit des 
gutso-Gutachtens vom 10. November 2014 in Frage zu stellen.  
 
5.4.4 Die übrigen Rügen der Versicherten in ihrer Beschwerde beziehen sich im Wesentli-
chen auf die in ihren Augen unzulässige Observation. Wie eingangs geschildert, hat sich das 
Kantonsgericht bereits anlässlich seiner Beratung vom 26. April 2018 mit diesen Vorbringen 
auseinandergesetzt. Dabei ist es im Lichte der aktuellsten bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
zur Frage der Zulässigkeit und Verwertbarkeit einer im Invalidenversicherungsverfahren bzw. im 
Bereich der (sozialen) Unfallversicherung angeordneten Observation (vgl. dazu insbesondere 
BGE 143 I 377 ff. und das Urteil vom 21. August 2017, 8C_602/2016, E. 5.2.2.1) zum Ergebnis 
gelangt, dass im vorliegenden Fall die Verwertung der Observationsergebnisse entgegen der 

 

 
 
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Ansicht der Beschwerdeführerin zulässig ist. Was die Begründung dieser Auffassung betrifft, 
kann an dieser Stelle von einer Wiederholung der damaligen Ausführungen abgesehen und 
stattdessen vollumfänglich auf die Erwägungen des ausführlichen Beschlusses vom 26. April 
2018 verwiesen werden.  
 
5.5 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin im angefoch-
tenen Einspracheentscheid zutreffend davon ausgegangen ist, dass sich der Gesundheitszu-
stand der Versicherten im Vergleich zur Situation im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzu-
sprache vom 4. Januar 2002 wesentlich verbessert hat. Somit hat die Beschwerdegegnerin das 
Vorliegen der Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 ATSG zu Recht bejaht. 
 
6.1 Gestützt auf dieses Zwischenergebnis ist in einem nächsten Schritt zu prüfen, wie sich 
die geschilderte Entwicklung auf den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin auswirkt. Zur 
Beantwortung dieser Frage sind die Anspruchsberechtigung und allenfalls der Umfang des An-
spruchs pro futuro zu prüfen. Es gilt mit anderen Worten, auf der Grundlage eines richtig und 
vollständig festgestellten Sachverhalts den Invaliditätsgrad bei Erlass des streitigen Revisions-
entscheids zu ermitteln (Urteile A. des Bundesgerichts vom 3. April 2017, 9C_766/2016, E. 1.2, 
und A. vom 29. Juni 2015, 9C_173/2015, E. 2.2, je mit Hinweisen). 
 

6.2 Laut den massgebenden medizinischen Akten lagen bei der Versicherten im massge-
benden Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 25. Oktober 2016 keine gesundheitlichen Be-
einträchtigungen mehr vor, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Die Beschwerdeführerin 
war mit anderen Worten in der angestammten Tätigkeit als Physiotherapeutin (wieder) uneinge-
schränkt arbeitsfähig. Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die schlüssige Beurteilung im 
gutso-Gutachten vom 10. November 2014 bzw. auf die vorstehenden Ausführungen hierzu (vgl. 
E. 5.3 und 5.4 hiervor) verwiesen werden. Unter diesen Umständen hat die Beschwerdegegne-
rin in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Recht von der Vor-
nahme eines konkreten Einkommensvergleichs zur Ermittlung des Invaliditätsgrades abgese-
hen (Urteil H. des Bundesgerichts vom 14. Januar 2014, 8C_786/2013, E. 4.1 mit Hinweisen) 
und zutreffend erkannt, dass bei der Versicherten keine Invalidität mehr vorlag und der An-
spruch auf eine Invalidenrente ohne Weiteres entfiel. 
 
7. Aus dem Gesagten folgt als Ergebnis, dass die Beschwerdegegnerin ihre Rentenleis-
tungen (und die Heilbehandlungskosten im Rahmen von Art. 21 UVG) für die Versicherte mit 
Verfügung vom 12. Januar 2016 bzw. mit dem die Verfügung bestätigenden Einspracheent-
scheid vom 25. Oktober 2016 zu Recht per 31. Januar 2016 eingestellt hat. Die hiergegen er-
hobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.  
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen; die obsiegende Beschwerdegeg-
nerin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf eine Partei-
entschädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

Gegen diesen Entscheid wurde von der Beschwerdeführerin am 25. Oktober 2018 Beschwerde 
beim Bundesgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_736/2018) erhoben. 
 
 
 
 
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