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**Case Identifier:** 0c5cda2f-30a7-50c1-b133-66e4b9e05b6e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.10.2015 720 2015 143 (720 15 143)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2015-143_2015-10-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 22. Oktober 2015 (720 15 143)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Anspruch auf eine Invalidenrente abgelehnt; Beweiswürdigung der ärztlichen Berichte, 

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann auf das polydisziplinäre Gutach-

ten, insbesondere auf das psychiatrische Teilgutachten, abgestellt werden. 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantonsrich-

ter Markus Mattle, Gerichtsschreiberin i.V. Olivia Reber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Carole Held Lüthi, Anwäl-
tin, Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A.1 Der 1973 geborene A.____ arbeitete zuletzt bis Ende Mai 2011 bei der B.____ als Pa-
ketchauffeur in einem 100% Pensum. Am 10. Juni 2011 (Eingang) meldete er sich erstmals 
unter Hinweis auf eine Herzproblematik und diesbezüglich erfolgten Operationen bei der Eidge-
nössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft 

 
 
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(IV-Stelle) führte in der Folge verschiedene medizinische und erwerbliche Abklärungen durch. 
Nach gescheiterten beruflichen Eingliederungsmassnahmen verfügte die IV-Stelle am 7. Januar 
2013 gestützt auf das Gutachten von Dr. med. C.____, FMH Kardiologie und Innere Medizin, 
und einen Invaliditätsgrad von 11% die Abweisung des Leistungsbegehrens. 
 
A.2 Am 29. Januar 2013 wurde die Verfügung vom 7. Januar 2013 im gegenseitigen Einver-
nehmen der Parteien aufgehoben, weil der Beschwerdeführer psychiatrisch nicht abgeklärt 
worden war. Nachdem berufliche Eingliederungsmassnahmen erneut gescheitert waren, klärte 
die IV-Stelle wiederum die medizinischen und erwerblichen Verhältnisse ab. Nach durchgeführ-
tem Vorbescheidverfahren verfügte die IV-Stelle am 4. März 2015 im Wesentlichen gestützt auf 
das polydisziplinäre Gutachten der D.____ vom 1. September 2014, dass dem Versicherten die 
Ausübung einer körperlich leichten Tätigkeit unter Wechselbelastung ohne wiederholtes Heben 
und Tragen von Lasten über 10 kg, ohne Einsatz der oberen Extremitäten oberhalb des Brust-
niveaus im Umfang von 80% zumutbar sei. Aufgrund eines Invaliditätsgrades von 30% habe er 
keinen Anspruch auf eine Rente. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin Carole Held, Rechtsdienst für 
Behinderte, Behindertenforum Basel, am 21. April 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, es sei die Verfügung vom 
4. März 2015 aufzuheben und ihm aufgrund seiner 50%igen Erwerbsunfähigkeit eine Rente 
auszurichten. Eventualiter sei aufgrund der sich widersprechenden fachärztlichen Einschätzun-
gen zur abschliessenden Klärung seiner Arbeitsfähigkeit ein psychiatrisches Obergutachten 
einzuholen. Alles unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensmässiger Hinsicht beantragte er die Be-
willigung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Verbeiständung mit 
Rechtsanwältin Held als unentgeltliche Rechtsvertreterin. Die Beschwerde begründete er im 
Wesentlichen damit, dass auf das Gutachten der D.____ vom 1. September 2014, insbesonde-
re auf das psychiatrische Teilgutachten von Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychothe-
rapie, nicht abgestellt werden könne, da es aufgrund der widersprechenden Berichte der be-
handelnden Ärzte zumindest in Zweifel zu ziehen sei.  
 
C. Mit Verfügung vom 8. Juni 2015 bewilligte das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer 
die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokatin Held 
als Rechtsvertreterin. 
 
D. Die IV-Stelle liess sich am 18. Mai 2015 zur Beschwerde vernehmen und beantragte 
deren Abweisung. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass auf das der ange-
fochtenen Verfügung zugrundeliegende Gutachten der D.____ vom 1. September 2014, die 
Stellungnahme der D.____ vom 26. Januar 2015 sowie die ergänzende RAD-Stellungnahme 
vom 4. Mai 2015 abgestellt werden könne. 
 
E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels reichte der Beschwerdeführer, vertreten 
durch Advokatin Held, am 5. August 2015 seine Replik und die Beschwerdegegnerin am 
7. September 2015 ihre Duplik ein. Beide Parteien hielten an ihren gestellten Rechtsbegehren 
fest. 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Auf die form- und fristgerecht beim sachlich wie örtlich zuständigen Gericht erhobene 
Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sach-
verhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 4. März 2015 entwickelte. 
Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü-
fungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindes-
tens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn 
sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Als 
Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die Invalidität wird durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, der geistigen oder der psychischen Gesundheit verursacht, wobei sie im IV-
Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG; 
Art. 3 und 4 ATSG). 
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar. Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestim-
men. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnah-
men durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in 
der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif-
fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Ein-
kommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

 
 
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welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So darf und soll das Gericht in Bezug auf Berichte von 
behandelnden Ärzten der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientin-
nen und Patienten aussagen. Im Weiteren ist laut diesen Richtlinien den im Rahmen des Ver-
waltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche auf-
grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-
richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
5.1 Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind im Wesentlichen folgende medizini-
schen Akten zu berücksichtigen: 
 
5.2 Dr. med. F.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. G.____, Diplomier-
te Psychotherapeutin, diagnostizierten am 14. März 2013 eine Anpassungsstörung mit längerer 
depressiver Reaktion (ICD-10 F43.20) und v. a. eine Panikstörung (ICD-10 F41.0). In seiner 
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Chauffeur sei der Beschwerdeführer zu 50% arbeitsunfähig. 
Durch Weiterführung der ambulanten Psychotherapie, unterstützt mit Psychopharmaka, liessen 
sich eine psychische Stabilisierung und eine Abnahme der psychischen Symptome erzielen. 
 

 
 
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5.3 Die Beschwerdegegnerin beauftragte im Rahmen der medizinischen Abklärungen der 
D.____ mit der Begutachtung des Beschwerdeführers. Das polydisziplinäre Gutachten datiert 
vom 1. September 2014 und umfasst eine allgemeininternistische, eine psychiatrische, eine 
orthopädische sowie eine kardiologische Untersuchung. Da im vorliegenden Beschwerdever-
fahren lediglich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers umstritten ist, be-
schränkt sich die folgende Zusammenfassung auf das psychiatrische Teilgutachten und die 
Gesamtbeurteilung. Dr. E.____ diagnostizierte eine leichte depressive Episode mit posttrauma-
tischen Symptomen (ICD-10 F32.0) sowie eine Panikstörung (ICD-10 F41.0), wobei diese  
Diagnosen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Aus psychiatrischer Sicht bestehe 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Dem Beschwerdeführer könne es trotz der geklagten 
Beschwerden aus psychiatrischer Sicht zugemutet werden, in einer somatisch angepassten und 
seinen Fähigkeiten entsprechenden Tätigkeit ganztags und ohne Leistungseinschränkung zu 
arbeiten. Die vom behandelnden Psychiater Dr. F.____ gestellten Diagnosen könnten rückwir-
kend bestätigt werden, aber keine Arbeitsunfähigkeit begründen. Die eigenständige Diagnose 
einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) könne hier nicht gestellt werden. Die de-
pressive Symptomatik und die Angststörung stünden im Vordergrund. Es seien auch nicht hin-
reichende Befunde vorhanden für die Diagnose einer PTBS nach ICD-10 mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit. Trotz der posttraumatischen Symptome habe der Beschwerdeführer vor seiner 
Erkrankung und anhaltenden Arbeitsunfähigkeit mit voller Leistung gearbeitet. Bei einer PTBS 
nach ICD-10 komme es zur wiederholten Hervorrufung traumatischer Erinnerungen in sich auf-
drängenden Träumen oder Tagträumen und zwar so, als ob das traumatische Ereignis unmit-
telbar stattfinde, einem deutlichen Vermeidungsverhalten und Phasen von Erregtheit aber vor 
allem auch einem emotionalen Rückzug mit Abstumpfung der Umgebung gegenüber, was beim 
Beschwerdeführer nicht deutlich ausgeprägt sei. Dieser zeige insbesondere keinen emotionalen 
Rückzug. Er sei im Untersuchungsgespräch gut spürbar gewesen, habe viel geredet und sich 
gut verbalisieren können. Auf die von Dr. F.____ bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit als 
Chauffeur könne nicht abgestützt werden. 
 
In ihrer Gesamtbeurteilung kamen die Begutachter zum Schluss, dass aus polydisziplinärer 
Sicht beim Beschwerdeführer für die angestammte Tätigkeit als LKW-Chauffeur, ebenso wie für 
jede andere mittelschwer und schwer belastende berufliche Tätigkeit eine vollständige Arbeits-
unfähigkeit bestehe. In einer körperlich leichten, angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdefüh-
rer vollschichtig arbeitsfähig mit erhöhtem Pausenbedarf im Sinne einer Leistungseinbusse von 
20%. Die um 20% verminderte Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80% resultiert aus den kar-
diologischen und orthopädischen Diagnosen. Der Beschwerdeführer leidet unbestrittenermas-
sen an Herz- und Schulterbeschwerden. 
 
5.4 Dr. G.____ und Dr. F.____ nahmen am 18. Dezember 2014 Stellung zum Gutachten 
der D.____. Dabei diagnostizierten sie eine mittelgradige depressive Episode ohne somatisches 
Syndrom (ICD-10 F32.0) bei PTBS (ICD-10 F43.1), DD: andauernde Persönlichkeitsänderung 
nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0), eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) 
sowie eine iatrogene Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10 F13.24). Die Arbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers sei aufgrund dieser Diagnosen mittelgradig bis schwer eingeschränkt. Er sei 
aktuell bis auf weiteres mindestens zu 50% arbeitsunfähig. Zur Begründung, weshalb die ur-

 
 
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sprünglichen Diagnosen revidiert wurden, führten die Dres. G.____ und F.____ aus, dass im 
weiteren Verlauf der Behandlung, nach dem letzten Abbruch in diesem Sommer, die traumati-
schen Kriegserlebnisse des Beschwerdeführers aus dem Balkankrieg immer wieder in den Vor-
dergrund der Gespräche getreten seien. Er habe berichtet, dass er seit der letzten Herzoperati-
on starke Todesängste bekommen hätte. Durch den letzten lebensbedrohlichen Vorfall, der zur 
Herzoperation geführt habe, sei es zu einer Retraumatisierung gekommen, welche die Exazer-
bation der PTBS zur Folge gehabt habe. Die Angstzustände würden unter anderem durch 
kriegsbezogene Stimuli (wie z. B. Gewalt in den Nachrichten oder Filmszenen, Schulterschmer-
zen, Spital) ausgelöst. Des Weiteren führten die Dres. G.____ und F.____ aus, die Kriterien 
einer PTBS nach ICD würden zweifellos erfüllt. Differenzialdiagnostisch könne auch die Diag-
nose einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung diskutiert werden. Das 
Teilgutachten von Dr. D.____ kommentierten sie folgendermassen: Der Gutachter habe für die 
traumabezogenen Beschwerden den Begriff posttraumatische Symptome verwendet, trotzdem 
habe er keine Diagnose PTBS objektivieren können. Die posttraumatischen Symptome lediglich 
einer depressiven Störung zuzuordnen anstatt eine eigenständige Diagnose PTBS zu stellen, 
sei nicht nachvollziehbar. Der Gutachter bagatellisiere somit den Schweregrad der Störung und 
scheine die restlichen Symptome (Nervosität, sozialer Rückzug, vermindertes Interesse und 
Freudlosigkeit) nicht in Verbindung mit den genannten posttraumatischen Symptomen zu brin-
gen. Weiter könne die Diagnose einer leichten depressiven Episode aufgrund der mangelhaften 
Exploration und teilweise oberflächlich beschriebenen Befunde nicht nachvollzogen werden. 
 
5.5 Am 26. Januar 2015 nahm sodann Dr. E.____ Stellung zum Schreiben der Dres. 
G.____ und F.____ vom 18. Dezember 2014. Er führte aus, im psychiatrischen Teilgutachten 
sei bereits dargelegt worden, warum die Diagnose einer PTBS nicht als eigenständige Diagno-
se habe gestellt werden können. Menschen mit einer deutlichen PTBS könnten keine Ferienrei-
sen mehr unternehmen. Der Beschwerdeführer reise aber in die Heimat, obwohl er diese da-
mals verlassen habe, als er dort Kriegstraumatas erlebt habe. Zudem fehle auch das nach ICD-
10 für die Diagnose geforderte Vermeidungsverhalten, sei er doch recht aktiv, wie im Gutachten 
der D.____ dargelegt worden sei. Weiter fahre er auch selber Auto und sei alleine zur Untersu-
chung nach Basel gekommen. Schliesslich zeige er keinen emotionalen Rückzug mit Abstump-
fung der Umgebung gegenüber. Auch eine Agoraphobie könne nicht bestätigt werden. Zusätz-
lich bleibe unklar, wie Dr. F.____ auf die Diagnose einer iatrogenen Benzodiazepinabhängigkeit 
komme. Leider fehle im Schreiben von Dr. F.____ eine eingehende psychopathologische Be-
funderhebung nach AMDP. Die von ihm aufgeführte Diagnose einer mittelgradigen depressiven 
Episode sei deshalb nicht genau begründet. Zum Schluss wird festgehalten, dass auf die Beur-
teilung von Dr. F.____ aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht abgestützt werden könne. 
 
5.6 Am 20. April 2015 nahmen die behandelnden Dres. G.____ und F.____ Stellung zur 
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 4. März 2015. Sie führten zunächst die Diagnosekrite-
rien einer PTBS nach ICD-10 auf. Dazu hielten sie unter anderem fest, dass ein „emotionaler 
Rückzug mit Abstumpfung der Umgebung“ für die Diagnosestellung nicht unmittelbar relevant 
sei. Auch das soziale Verhalten (sich aktiv am Leben mit Mitmenschen zu beteiligen) könne nur 
indirekt als ein Vermeidungsverhalten interpretiert werden und somit indirekt für die Diagnose-
stellung relevant werden. Es überrasche, dass die Gutachter eine Reihe von typischem Ver-

 
 
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meidungsverhalten beim Beschwerdeführer nicht hätten erfassen können, welche, zusammen 
mit den restlichen erfüllten Kriterien der Diagnose einer PTBS zugrunde lägen; keine Nachrich-
ten zu schauen, weil die Gewaltszenen jeweils die Flashbacks hervorriefen; aufgrund der Erin-
nerungen an den Transport in das Konzentrationslager, in keine überfüllten Trams oder Busse 
einsteigen zu können. Des Weiteren führten die Behandler aus, der Beschwerdeführer habe nie 
eine Ferienreise an den Ort gemacht, welcher ihn an die schlimmsten Momente seines Lebens 
erinnern würde. In der Therapie habe er sogar berichtet, seit der letzten Herzoperation über-
haupt nicht mehr in seiner Heimat gewesen zu sein. Weiter nannten die Dres. G.____ und 
F.____ Beispiele für das Vorhandensein der Agoraphobie sowie eines Vermeidungsverhaltens. 
Insgesamt sei die Stellungnahme der Gutachter der D.____ nicht nachvollziehbar, deswegen 
hielten sie an ihren Diagnosen, sowie an ihrer daraus resultierenden Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit fest. 
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 4. März 2015 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers insge-
samt auf das Gutachten der D.____, die RAD Stellungnahme sowie auf die Ausführungen von 
Dr. E.____ vom 26. Januar 2015. Sie ging demnach davon aus, dass dem Beschwerdeführer 
aus gesamtmedizinischer Sicht die Ausübung einer körperlich leichten Tätigkeit unter Wechsel-
belastung ohne wiederholtes Heben oder Tragen von Lasten über 10kg, ohne Einsatz der obe-
ren Extremitäten oberhalb Brustniveaus im Umfang von 80% zumutbar sei. Wie oben ausge-
führt (vgl. E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 
zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken-
nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche 
Indizien liegen hier keine vor. Das polydisziplinäre Gutachten der D.____, insbesondere das im 
vorliegenden Fall umstrittene psychiatrische Teilgutachten von Dr. E.____, weist weder formale 
noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.2 hier-
vor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es be-
rücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es 
leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizi-
nischen Situation ein und es setzt sich mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Ein-
schätzungen auseinander. Zudem wird einlässlich auf die Beschwerden eingegangen und es 
wird insgesamt ein hinreichendes Bild über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 
vermittelt. Auch die fachärztlichen Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit sind ausreichend be-
gründet und nachvollziehbar. Es wird deutlich, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der ge-
stellten Diagnosen eine körperlich adaptierte Arbeit zu 80% zumutbar ist. Nicht nur das psychi-
atrische Teilgutachten von Dr. E.____, sondern auch seine ergänzende Stellungnahme vom 
26. Januar 2015 ist überzeugend. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass sich die IV-Stelle in 
Bezug auf die Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und dessen Ar-
beitsfähigkeit auf das polydisziplinäre Gutachten stützte. 
 

 
 
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6.2 Was der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 21. April 2015 vorbringt, ist 
nicht geeignet, die beweisrechtliche Verwertbarkeit des polydisziplinären Gutachtens der 
D.____ vom 1. September 2014 in Frage zu stellen.  
 
6.3.1 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, die behandelnden Dres. 
G.____ und F.____ äusserten sich in ihren Berichten vom 18. Dezember 2014 und 20. April 
2015 ausführlich zu den gutachterlichen Feststellungen und Einschätzungen und stellten diese 
nachvollziehbar begründet in Frage. Insbesondere die Diagnose der PTBS, welche von 
Dr. E.____ in seiner stichprobenartigen Einschätzung nicht gestellt worden sei, werde durch die 
behandelnden Dres. G.____ und F.____, deren Einschätzung auf einer Längsschnittbeurteilung 
beruhe, einleuchtend begründet. Dem kann nicht gefolgt werden. Aus nachstehenden Gründen 
kann mit dem Gutachter festgehalten werden, dass beim Beschwerdeführer keine PTBS vor-
liegt: Zunächst ist festzustellen, dass gemäss ICD-10 Definition der Beginn einer PTBS dem 
Trauma (Eingangskriterium) mit einer Latenz folgt, die wenige Wochen bis Monate dauern 
kann. Im vorliegenden Fall liegen die Kriegserlebnisse, welche der Versicherte als Trauma bzw. 
Eingangskriterium geltend macht, bereits über 20 Jahre zurück. Offensichtlich ist das Zeitkriteri-
um daher nicht erfüllt. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer diesbezüglich geltend 
macht, es sei nach seiner letzten Herzoperation im März 2011 zu einer „Retraumatisierung“ 
gekommen. Diese Begründung erscheint nicht überzeugend, insbesondere auch vor dem Hin-
tergrund, dass der Beschwerdeführer in seiner Anmeldung zum Leistungsbezug im Juni 2011 
(und somit drei Monate nach seiner letzten Herzoperation) nur auf sein Herzleiden hingewiesen 
hatte. Zudem ist er gemäss Aktenlage erst seit Oktober 2012 in psychologischer Behandlung 
und die Diagnose einer PTBS wurde erstmals im Bericht der Dres. G.____ und F.____ vom 
18. Dezember 2014 gestellt. Das zeitliche Kriterium wäre auch ab diesem Zeitpunkt (letzte Her-
zoperation als Eingangskriterium) nicht erfüllt. Fraglich ist des Weiteren, ob das Eingangskrite-
rium in genügendem Masse erfüllt ist. Verlangt wird gemäss ICD-10 Definition ein Ereignis oder 
eine Situation mit aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmass, die bei 
fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Anzumerken ist an dieser Stelle, dass 
diesbezüglich lediglich auf die Ausführungen des Beschwerdeführers abgestellt werden kann. 
Unbestritten ist, dass er im Krieg gewesen ist. Die dortigen Vorfälle führt er jedoch nicht sub-
stantiiert aus, insbesondere macht er kein besonders eindrückliches Erlebnis geltend. Zu Guns-
ten des Beschwerdeführers ist zwar festzuhalten, dass die Schusswunde in der Schultergegend 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus dem Krieg stammt. Dies stellt indes keine so 
schwerwiegende Verletzung dar und ist nicht per se geeignet, das Ereignis oder die Situation 
als aussergewöhnlich bedrohlich oder katastrophenartig zu bezeichnen. In Bezug auf das zwi-
schen den Parteien umstrittene Vermeidungsverhalten ist festzuhalten, dass beim Beschwerde-
führer ein solches durchaus vorliegt. Er macht glaubhaft geltend, wegen der Gewaltszenen kei-
ne Nachrichten zu schauen oder aufgrund der Erinnerung an den Transport ins Konzentrations-
lager in keine überfüllten Trams oder Busse einzusteigen. Der Beschwerdeführer bringt weiter 
vor, er sei seit seiner letzten Herzoperation im März 2011 überhaupt nicht mehr in seiner Hei-
mat gewesen. Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass im Gutachten der D.____ auf Seite 14 
festgehalten wurde, dass er im letzten Jahr letztmals in der Heimat gewesen sei mit dem Auto, 
wobei die Ehefrau gefahren sei. Da die psychiatrische Untersuchung im Sommer 2014 stattge-
funden hat, müsste die Reise im Jahr 2013 und damit ungefähr zwei Jahre nach seiner letzten 

 
 
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Herzoperation gewesen sein. Damit erscheint das Vermeidungsverhalten des Beschwerdefüh-
rers jedenfalls nicht stark ausgeprägt zu sein. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das 
Zeitkriterium eindeutig und das Eingangskriterium wohl auch nicht gegeben ist. Die beim Be-
schwerdeführer vorliegenden Symptome wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen wurden im 
Gutachten sodann nachvollziehbar der depressiven Symptomatik und das diskrete Vermei-
dungsverhalten der Panikstörung zugeordnet. Der Gutachter begründet unter diesen Umstän-
den schlüssig, weshalb die Diagnose einer PTBS nicht gestellt werden kann. Darauf kann ab-
gestellt werden.  
 
6.3.2 Auch die Ausführungen der behandelnden Dres. G.____ und F.____ vermögen keine 
Zweifel am Gutachten zu begründen. In diesem Zusammenhang ist zunächst auf die Erfah-
rungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrecht-
liche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. oben 
E. 4.3). Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch 
behandelnde Ärzte oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen, doch übersieht der Beschwerdeführer 
bei seiner Kritik, dass es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini-
schen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) nicht zulässt, ein Administrativ- oder 
Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, 
wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten blei-
ben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige - und 
nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Gesichtspunkte benennen, die bei 
der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteile des Bundesgerichts vom 
16. September 2013, 9C_425/2013, E. 4.1 und vom 14. Februar 2011, 8C_642/2102, E. 5.2). 
Solche Aspekte legt der Beschwerdeführer nicht substantiiert dar.  
 
Entgegen seiner Auffassung muss bezüglich der Diagnose der PTBS den Ausführungen des 
Gutachters gefolgt werden (vgl. E. 6.3.1 hiervor). Des Weiteren ist der Schweregrad der De-
pression umstritten. Während Dr. E.____ von einer leichten depressiven Episode mit posttrau-
matischen Symptomen (ICD-10 F32.0) ausging, diagnostizierten die Dres. G.____ und F.____ 
eine mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.0). Im psychiat-
rischen Teilgutachten wird der Schweregrad aber nachvollziehbar begründet. Demgegenüber 
äussert sich Dr. F.____ ungenau zum von ihm festgestellten Ausmass der Diagnose. Deswe-
gen kann auch diesbezüglich auf das formell und materiell mangelfreie Teilgutachten (vgl. 
E. 5.5 hiervor) abgestellt werden. Schliesslich ist anzumerken, dass Dr. E.____ auch in Bezug 
auf die restlichen von den behandelnden Dres. G.____ und F.____ gestellten Diagnosen (an-
dauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung, Agoraphobie sowie iatrogene Ben-
zodiazepinabhängigkeit) im psychiatrischen Teilgutachten sowie in seiner Stellungnahme 
schlüssig und einleuchtend ausführt, weshalb er diese nicht bestätigen könne.  
 
6.4 Nach dem Gesagten steht fest, dass das polydisziplinäre Gutachten der D.____ vom 
1. September 2014 eine zuverlässige Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Zeitpunkt 
des Verfügungserlasses erlaubt. Es ist demnach davon auszugehen, dass dem Beschwerde-
führer aufgrund der gestellten Diagnosen die Ausübung einer körperlich leichten, angepassten 

 
 
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Tätigkeit zu 80% zumutbar ist. Es besteht daher in antizipierter Beweiswürdigung kein Grund, 
weitere (fach-)ärztliche Abklärungen vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
11. März 2008, 9C_561/2007, E. 5.2.1; BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c 
in fine mit Hinweisen). Das darauf beruhende Ergebnis, infolgedessen der Beschwerdeführer 
keinen Anspruch auf eine IV-Rente hat, ist daher nicht zu beanstanden. Die gegen die Verfü-
gung vom 4. März 2015 erhobene Beschwerde erweist sich unter diesen Umständen als unbe-
gründet, weshalb sie abzuweisen ist. 
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende 
Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm aufzuerlegen sind. Dem Beschwerdeführer ist nun 
allerdings mit Verfügung vom 8. Juni 2015 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. 
Aus diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
7.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. Da dem Beschwerdeführer in der Verfügung vom 8. Juni 2015 die unentgeltliche Verbei-
ständung mit seiner Rechtsvertreterin bewilligt worden ist, ist diese für ihre Bemühungen aus 
der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen 
und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 
Fr. 200.-- pro Stunde. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat in ihrer Honorarnote 
vom 16. September 2015 für das vorliegende Verfahren einen Rechnungsbetrag von 
Fr. 4‘149.90 inklusive Spesen von Fr. 200.-- geltend gemacht. Dieser Aufwand erweist sich um-
fangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen. 
Der Rechtsvertreterin ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 4‘149.90 (inkl. Spesen von 
Fr. 200.--) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
7.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist.  
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 4‘149.90 (inkl. Auslagen) aus der Gerichtskasse ausgerichtet.