# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9963b417-a977-5d28-baee-a2ea1ab4e484
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.03.2025 720 24 87 (720 2024 87)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-24-87_2025-03-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. März 2025 (720 24 87) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Prüfung des medizinischen Sachverhalts nach Neuanmeldung 

 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Yves Waldmann, Ad-
vokat, St. Johanns-Vorstadt 23, Postfach 342, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
 
A.1 Der 1972 geborene A.____ arbeitete zuletzt vom 1. Dezember 2001 bis 31. August 2013 
bei der B.____ AG als Spezialhandwerker. Am 25. Oktober 2012 meldete er sich erstmals unter 
Hinweis auf seit August 2011 bestehende Nacken- und Rückenschmerzen sowie Magenprob-
leme bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Im Rahmen 

 

 
 
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der gesundheitlichen Abklärungen beauftragte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die 
Academy of Swiss Insurance Medicine (asim) mit einer polydisziplinären Begutachtung des Ver-
sicherten. Das Gutachten wurde am 5. Juni 2015 erstattet. Infolge einer durch den Versicherten 
geltend gemachten gesundheitlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes holte die IV-
Stelle am 26. Februar 2016 ein Verlaufsgutachten bei der asim ein. Gestützt auf deren Gutachten 
vom 1. November 2016 und einer ermittelten Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer leidensange-
passten Verweistätigkeit verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. August 2017 einen Ren-
tenanspruch des Versicherten. Die dagegen erhobene Beschwerde vom 26. September 2017 
wies das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 25. 
Januar 2018 ab. Dieses Urteil erwuchs in Rechtskraft. 
 
A.2. Mit Gesuch vom 9. November 2018 meldete sich A.____ erneut zum Leistungsbezug 
an. Zur Abklärung des medizinischen Sachverhalts beauftragte die IV-Stelle wiederum die asim 
mit einer polydisziplinären Begutachtung des Versicherten. Da das Expertenteam der asim in 
seinem Gutachten vom 12. Juni 2020 keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes 
im Vergleich zu den Gutachten vom 15. Juni 2015 und vom 1. November 2016 feststellen konnte, 
lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 4. September 2020 einen Rentenanspruch des Versicher-
ten ab.  
 
A.3 Ein weiteres Leistungsgesuch reichte der Versicherte zusammen mit Dr. med. C.____, 
FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation und FMH Rheumatologie, am 13. September 2022 
(Eingang bei IV-Stelle am 27. September 2022) bei der IV ein. Die IV-Stelle ordnete im Rahmen 
der Abklärung des medizinischen Sachverhalts bei der asim eine Begutachtung des Versicherten 
an. Nach Vorliegen des Gutachtens vom 8. September 2023 verneinte die IV-Stelle mit Verfügung 
vom 21. Februar 2024 einen Rentenanspruch des Versicherten.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Dr. Yves Wald-
mann, mit Eingabe vom 25. März 2024 Beschwerde ans Kantonsgericht. Der Rechtsvertreter 
beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei dem Versicherten ab 
1. März 2023 eine Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von mindestens 50 % auszurich-
ten. Eventualiter sei die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung und zur Neubeurteilung 
des Leistungsanspruchs an die IV-Stelle zurückzuweisen; alles unter o/e-Kostenfolge, wobei dem 
Versicherten die unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Verbeiständung zu bewilligen 
seien. In der Begründung beanstandete er im Wesentlichen die Beweistauglichkeit des psychiat-
rischen Teilgutachtens der asim vom 8. September 2023. Der Versicherte verfüge im ersten Ar-
beitsmarkt lediglich über eine verwertbare Restarbeitsfähigkeit von höchstens 50 %.  
 
C. Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 13. Mai 2024 die Abweisung der Be-
schwerde.  
 
D. Mit Verfügung vom 28. Mai 2024 bewilligte das instruierende Präsidium des Kantonsge-
richts dem Versicherten die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeistän-
dung.  
 

 

 
 
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E. Am 1. Juli 2024 liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter die Berichte von 
Dr. C.____ vom 24. Juni 2024 und von Dr. med. D.____, FMH Anästhesiologie, vom 8. Mai 2024 
einreichen.  
 
F. Die IV-Stelle hielt unter Verweis auf die Stellungnahme von Dr. med. E.____, Regionaler 
Ärztlicher Dienst (RAD), vom 15.Juli 2024 an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.  
 
G. Mit Verfügung vom 18. Juli 2024 wurde der Fall dem Gericht zur Beurteilung überwiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde des Versicherten vom 25. März 2024 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die angefochtene Verfügung erging nach 
dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entstehen, finden 
grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenver-
sicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fassung Anwen-
dung. Vorliegend steht ein Rentenanspruch ab 1. März 2023 in Frage. Demnach sind die Best-
immungen des IVG und diejenigen der IVV sowie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der ab 1. Januar 2022 gel-
tenden Fassung anwendbar.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 
2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

 

 
 
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ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutba-
rer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 
ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 
1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 
ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 
E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht 
ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine 
Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grund-
sätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entschei-
dend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der 
versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 
141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).  
 
2.4 Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen An-
teilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 % – 69 % entspricht 
der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten spezifische 
prozentuale Anteile (Abs. 4). 
 
2.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dabei handelt es sich um die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2). 
 
3.1 Die Neuanmeldung wird – wie auch das Gesuch um Leistungsrevision – nur materiell 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse 
seit der letzten rechtskräftigen Entscheidung in einem für den Rentenanspruch erheblichen Mass 
verändert haben (Art. 87 Abs. 3 IVV; BGE 130 V 71 E. 2.2). Gelingt ihr dies nicht, so wird auf das 
Gesuch nicht eingetreten. Ist die anspruchserhebliche Änderung glaubhaft gemacht, ist die Ver-
waltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher und 
rechtlicher Hinsicht umfassend zu prüfen (SVR 2014 IV Nr. 33 E. 2); sie hat demnach in analoger 
Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 ATSG vorzugehen. Stellt sie fest, dass der 

 

 
 
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Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren 
hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, 
und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht 
auch dem Gericht (SVR 2008 IV Nr. 35 E. 2.1; BGE 117 V 198 E. 3a). 
 
3.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsab-
klärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten 
für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht 
(BGE 133 V 108 E. 5.4, 130 V 71 E. 3.2.3). 
 
3.3 Vorliegend verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. August 2017 einen Rentenan-
spruch des Versicherten. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht mit 
rechtskräftigem Urteil vom 25. Januar 2018 ab. Auf die Neuanmeldung vom 9. November 2018 
trat die IV-Stelle ein und prüfte den medizinischen und erwerblichen Sachverhalt. In der Verfü-
gung vom 4. September 2020 kam sie zum Schluss, dass der Versicherte keinen Rentenanspruch 
habe. Diese Verfügung blieb unangefochten. Nach Eingang des Leistungsgesuchs des Versi-
cherten vom 13. September 2022 prüfte sie erneut die gesundheitlichen und erwerblichen Ver-
hältnisse und verneinte gestützt auf ihre Abklärungsergebnisse mit der vorliegend angefochtenen 
Verfügung vom 21. Februar 2024 einen Anspruch auf eine Invalidenrente. Demgemäss beurteilt 
sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine 
Invalidenrente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der Verfügung 
der IV-Stelle vom 4. September 2020 bestand, mit demjenigen im Zeitpunkt des Erlasses der 
vorliegend angefochtenen Verfügung vom 21. Februar 2024. 
 
4.1 Für die Beurteilung der strittigen Frage, ob sich der Gesundheitszustand bzw. das Aus-
mass der (Rest-) Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit der Zusprechung der befristeten Invali-
denrente in einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat, ist die rechtsanwen-
dende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten 
zur Verfügung zu stellen sind. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wich-
tige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemu-
tet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 

 

 
 
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nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Das Gutachterteam der asim begutachtete den Versicherten erstmals im Jahr 2015. Im 
polydisziplinären Gutachten vom 5. Juni 2015 mit den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, 
Psychiatrie, Rheumatologie und Gastroenterologie wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit ein chronifiziertes myotendinotisches panvertebrales Schmerzsyndrom und ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit ein leichtes depressives Syndrom, ein Verdacht auf eine NSAR-induzierte 
Gastroenteropathie, funktionelle abdominelle Beschwerden, eine chronische Gastritis und eine 
Laktoseintoleranz diagnostiziert. Die radiologisch erkennbaren leichten degenerativen Verände-
rungen der Halswirbelsäule (HWS) und der Befund der Lendenwirbelsäule (LWS) in verschiede-
nen kernspintomographischen Abklärungen ohne Hinweise auf Wurzelaffektionen könnten zu-
sammen mit der Klinik allenfalls eine qualitative Einschränkung begründen. Allerdings gehe das 
Schmerzerleben deutlich über das organisch begründete Ausmass hinaus. In psychiatrischer Hin-
sicht imponiere ein leichtes depressives Syndrom, welches die Kriterien einer Major Depression 
gemäss ICD-10 F32 - F33 (noch) nicht erfülle. Die aus somatischer Sicht vermutete Schmerzver-
arbeitungsstörung lasse sich psychiatrisch nicht verifizieren. Aus psychiatrischer und gastroente-
rologischer Sicht sei der Versicherte in seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. In rheumato-
logischer Hinsicht bestehe bei der Ausübung der bisherigen körperlich schwer belastenden Tä-
tigkeit als Spezialhandwerker eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Die Ausführung von körperlich 
leichten bis mittelschweren Verweistätigkeiten ohne repetitives Heben, Tragen und Stossen von 
Lasten über 12 kg sei ihm aber zumutbar.  
 
5.2 Im Verlaufsgutachten der asim vom 1. November 2016 stellte das Gutachterteam die 
gleichen Diagnosen wie im Vorgutachten. Weiter führte es aus, dass weder die von der behan-
delnden Ärzteschaft gestellte Verdachtsdiagnose einer entzündlichen Erkrankung aus dem rheu-
matologischen Formenkreis noch die Diagnose eines Morbus Crohn als Ursache für die diffuse 

 

 
 
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Schmerzsymptomatik gesichert bestätigt werden könnten. Aus gastroenterologischer und rheu-
matologischer Sicht beständen zwar sehr diskrete Hinweise für eine entzündliche Krankheit, wel-
che jedoch von einem solchen geringen Schweregrad seien, dass diese für die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit keine Relevanz hätten. Psychiatrisch sei immer 
noch von einer leichten depressiven Symptomatik auszugehen, welche jedoch weiterhin die Kri-
terien einer Major Depression nicht erfülle. Es lasse sich keine somatoforme Störung diagnosti-
zieren, auch wenn in somatischer Hinsicht eine überwertige Symptomwahrnehmung vorliege. So 
schienen vor allem eine sehr stark ausgeprägte Verunsicherung des Versicherten, eine gewisse 
Hilflosigkeit und eine sehr passive Haltung mit Abdelegieren der gesamten Verantwortung an die 
Ärzte das Geschehen zu prägen. Dies stehe indes eher mit den Persönlichkeitsaspekten und der 
aktuellen sozial-beruflichen Situation im Zusammenhang als mit einer Krankheitsentität. Jeden-
falls könne in psychiatrischer Hinsicht keine zusätzliche Leistungseinschränkung begründet wer-
den. Im Vergleich zum Vorgutachten ergäben sich insgesamt keine relevanten neuen Gesichts-
punkte in Bezug auf das zumutbare Arbeitsspektrum bzw. auf die medizinisch nicht begründbare 
Selbstlimitierung. Die Zumutbarkeitsbeurteilung gemäss Vorgutachten gelte deshalb weiterhin 
(vgl. auch Schreiben der asim vom 13. Dezember 2016).  
 
5.3.1 In der Konsensbeurteilung des polydisziplinären Gutachtens vom 12. Juni 2020 führte 
das Expertenteam der asim als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nebst dem 
bekannten, chronifizierten myotendinotischen panvertebralen Schmerzsyndrom neu eine Supra-
spinatussehne-Totaltruptur rechtsseitig auf. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien die un-
differenzierte Somatisierungsstörung, die somatoforme autonome Funktionsstörung des Verdau-
ungstrakts, der Verdacht auf ein beginnendes Karpaltunnel-Syndrom links, die Epicondylitis hu-
meri radialis des linken Ellbogens, die toxische Gastroenteropathie unter NSAR-Therapie (Diffe-
rentialdiagnose: leichte Form eines Morbus Crohn), die chronische C-Gastritis, die Laktoseinto-
leranz, der Vitamin D-Mangel, das Asthma bronchiale, der Status nach einem Systemic Inflamm-
atory Response Syndrome (SIRS) am 26. November 2015 und die Hernienplastik rechts am 24. 
Oktober 2007. Aus internistischer und gastroenterologischer Sicht lasse sich keine spezifische 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Im Vordergrund stehe vielmehr eine toxische 
Gastroenteropathie unter NSAR-Therapie. Differentialdiagnostisch könne allenfalls eine leichte 
Form des Morbus Crohn postuliert werden, was jedoch nicht gesichert sei und die Arbeitsfähigkeit 
des Versicherten nicht beeinflusse. Die deutlich funktionell überlagerte Symptomatik könne am 
ehesten einer somatoformen autonomen Funktionsstörung des Verdauungstrakts bzw. im Rah-
men der psychiatrischen Diagnose einer undifferenzierten Somatisierungsstörung zugeordnet 
werden. Aus rheumatologischer Sicht sei der Versicherte nach wie vor nicht in der Lage, seiner 
angestammten Tätigkeit als Spezialhandwerker nachzugehen. Aufgrund der degenerativen Ver-
änderungen der Wirbelsäule, insbesondere der HWS, und der ausgeprägten muskulären Dekon-
ditionierung sei das axiale Skelett des Versicherten weiterhin beeinträchtigt. Es sei ihm deswegen 
seit Juni 2015 nicht mehr zumutbar, eine körperlich schwere Verweistätigkeit mit Heben, Tragen 
und Stossen von Lasten über 15 kg auszuüben. Infolge des Schulterleidens beständen persistie-
rende Schmerzen im Bereich der rechten Schulter, welche seit April 2019 zu Einschränkungen 
der Leistungsfähigkeit für körperliche Arbeiten mit Heben von Lasten über 10 kg sowie für repe-
titive Überkopfarbeiten führten. Hingegen seien Tätigkeiten unter der Horizontalen vollumfänglich 

 

 
 
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möglich. Unter Einhaltung des aus rheumatologischer Sicht formulierten Zumutbarkeitsprofils be-
stehe in einer Verweistätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.  
 
5.3.2 Der psychiatrische Gutachter, Dr. med. F.____, hielt in seinem psychiatrischen Fachgut-
achten im Befund fest, dass der Versicherte in seinen Gedanken stark auf die Beschwerden und 
die damit verbundenen Zukunftssorgen eingeengt sei. Er neige zu ängstlicher Selbstbeobachtung 
und starker Vermeidung von körperlichen Aktivitäten. Zudem wirke er leicht ratlos und leicht af-
fektarm. Er sei leicht ängstlich, mittelgradig klagsam, habe leichte Insuffizienz-, aber keine 
Schuldgefühle, mittelgradige Durchschlafstörungen und die Libido sowie der Appetit seien leicht 
vermindert. Es bestehe höchstens eine leichte Deprimiertheit und eine mittelgradige Hoffnungs-
losigkeit. Ein sozialer Rückzug und eine Suizidalität seien nicht zu erkennen. Die psychopatholo-
gischen Befunde und die Funktionsbeurteilung seien praktisch identisch mit denjenigen der Vor-
untersuchung. Anders als im Vorgutachten sei jedoch nicht von einer subsyndromalen Depres-
sion, sondern von einer undifferenzierten Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1) auszugehen. 
Zwar seien depressive Symptome vorhanden, das Störungsbild sei jedoch vor allem geprägt 
durch die Überzeugung des Versicherten, an verschiedenen Erkrankungen zu leiden und deshalb 
arbeitsunfähig zu sein. Da dieser Aspekt im Vordergrund stehe, sei die Diagnose einer undiffe-
renzierten Somatisierungsstörung treffender als die im Vorgutachten gestellte Diagnose einer 
subsyndromalen Depression. Die bestehenden leicht ausgeprägten depressiven Symptome wür-
den deshalb unter die Diagnose einer undifferenzierten Somatisierungsstörung subsumiert. Da 
insgesamt keine wesentliche Funktionseinschränkung vorläge, sei davon auszugehen, dass die 
Arbeitsfähigkeit nicht relevant beeinträchtigt sei.    
 
5.4 Am 4. September 2022 berichtete Dr. C.____, dass der Versicherte unter einer enormen 
sozialen Belastungssituation leide. Aus diesem Grund habe er sich in den letzten 2 Jahren nicht 
mehr psychiatrisch behandeln lassen.  
 
5.5 Anfang 2023 beging der Versicherte eine suizidale Handlung, worauf ein stationärer Auf-
enthalt in der Klinik G.____ vom 6. bis 21. Februar 2023 folgte. Dem Bericht der Klinik G.____ 
vom 6. März 2023 ist zu entnehmen, dass der Versicherte seit 6 Jahren immer wieder Suizidge-
danken habe, welche durch einen wiederkehrenden Ehepaarkonflikt ausgelöst würden. Bis zum 
Vorabend der Klinikaufnahme sei es aber noch nie zu einer suizidalen Handlung gekommen. Am 
Vortag des Eintritts in die Klinik G.____ habe seine Ehefrau ihren Trennungswunsch geäussert, 
was dazu geführt habe, dass sich der Versicherte ein Messer an den Hals gesetzt habe. Seine 
Ehefrau habe ihn von der Vollendung eines Suizids abhalten können. Bei Klinikeintritt sei die 
Stimmung des Versicherten verzweifelt sowie ratlos gewesen und die affektive Schwingungsfä-
higkeit sei vermindert gewesen. Zudem habe sich eine verminderte Konzentration gezeigt. Der 
inhaltliche Gedankengang und der Antrieb seien demgegenüber unauffällig gewesen und es hät-
ten keine phobischen, bizarren oder generalisierten Ängste, keine Zwangsgedanken oder Hand-
lungsabsichten, kein halluzinatorisches Erleben oder Ich-Störungen bestanden. Diagnostisch 
ging die behandelnde Ärzteschaft der Klinik G.____ von einer Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) 
und einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.41) aus. Die Anpassungsstörung erfordere keine psychiatrische Medikation. Sie hätten dem 
Versicherten lediglich die Medikamente gegeben, welche bisher zur Behandlung seiner 

 

 
 
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somatischen Beeinträchtigungen verschrieben worden seien. Dazu seien psychotherapeutische 
Einzelgespräche geführt worden. Der Versicherte habe bei Austritt über eine Verbesserung der 
Symptomatik berichtet und sich klar und glaubhaft von Suizidgedanken distanzieren können. Er 
sei in einem gebesserten Zustand aus der Klinik entlassen worden.  
 
5.6.1 Im Mai/Juni 2023 wurde der Versicherte das vierte Mal in der asim und zwar internistisch, 
psychiatrisch, rheumatologisch und gastroenterelogisch begutachtet. Das Expertenteam der 
asim diagnostizierte in seinem Gutachten vom 8. September 2023 mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit ein chronifiziertes myotendinotisches panvertebrales Schmerzsyndrom, eine Sup-
raspinatussehne mit ausgedehnter Partialruptur rechts und ein Asthma bronchiale. Ohne Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit seien die undifferenzierte Somatisierungsstörung, die toxische Gastro-
enteropathie unter NSAR-Therapie (Differentialdiagnose: milder Verlauf eines Morbus Crohn 
oder milder Verlauf eines Morbus Behçet), die chronische C-Gastritis, die somatoforme autonome 
Funktionsstörung des Verdauungstrakts, der Vitamin D-Mangel, die symptomatischen Senk- und 
Spreizfüsse, die Laktoseintoleranz, der Nikotinabusus, der Status nach Her-nienplastik rechts am 
24. Oktober 2007 bei direkter Inguinalhernie rechts, der Status nach Nasenoperation am 25. Juli 
2007, die Exzision eines Atheroms (= gutartige Zyste) retroaurikulär links am 4. Juni 2014, der 
Status nach SIRS am 26. November 2015, die Prostatahyperplasie, das kleine Nierenkelchkon-
krement rechts und der Status nach Augenoperation am 27. März 2023. Aus gastroenterlogischer 
Sicht sei nach wie vor vom Vorliegen einer toxischen Gastroenteropathie unter NSAR-Therapie 
auszugehen. Ein milder Verlauf eines Morbus Crohn oder eines Morbus Behçet sei nicht völlig 
ausgeschlossen. Für die Diagnose des Morbus Crohn fehlten jedoch die klassischen objektiven 
Befunde wie z.B. strukturelle Darmveränderungen oder auffällige Laborbefunde. Auch hinsicht-
lich des Morbus Behçet mangle es an den typischen Mund- und Hautläsionen sowie an Sympto-
men einer Vaskulitis. Die dokumentierten oberflächlichen Schleimhautläsionen im Magen-Darm-
trakt seien am ehesten mit einer NSAR-induzierten Gastroenteropathie vereinbar. Im Vergleich 
zum Vorgutachten sei der Gesundheitszustand des Versicherten unverändert. Auch in rheuma-
tologischer Hinsicht bestehe ein unverändertes Beschwerdebild mit weitgehend identischen ob-
jektiven Befunden. In internistischer Hinsicht wurde ein partiell kompensiertes Asthma bronchiale 
festgestellt, welches die Ausübung einer körperlich schweren Arbeit verunmögliche.  
 
5.6.2 Der begutachtende Psychiater, Dr. med. H.____, führte in seinem Fachgutachten aus, 
dass der Antrieb des Versicherten ausreichend energisch, entschlussfähig und spontan sei. Das 
Ausdrucksverhalten erscheine streckenweise etwas nüchtern, mimisch nur gering moduliert, aber 
grundsätzlich adäquat und angepasst. Der Versicherte sei ausdauernd, beharrlich, beherrscht 
und durchsetzungsfähig. Im Rapport halte er den Blickkontakt, manchmal berichte er aber eindi-
mensional und dem eigenen Krankheitsbild folgend. Statur und Körperhaltung seien teils ver-
krampft, teils gebeugt. Spontane schmerzbedingte Haltungswechsel seien nicht zu erkennen. Es 
werde auch keine typische Schonhaltung eingenommen. Im formalen Denken sei er zeitweise 
auf seine Defizite und Limiten eingeschränkt. Er berichte auch in redundanter Weise über die 
Eheproblematik und die Versorgung der Kinder. Es gebe keine Hinweise auf inhaltliche Denkstö-
rungen im Sinne von wahnhaftem Erleben oder überwertigen Ideen oder Einschränkungen der 
mnestischen Funktion. Sinnestäuschungen, Ich-Störungen oder Beeinträchtigungen der Vitalge-
fühle lägen nicht vor. Es seien diffuse Ängste betreffend die körperliche und die psychische 

 

 
 
Seite 10    

Integrität, die berufliche Zukunft, den Aufenthaltsstatus und die Gesundheitssituation der Kinder 
des Versicherten vorhanden. Diese Ängste hätten jedoch keinen überwertigen oder irrationalen 
Charakter. Die Stimmung und der Affekt erschienen überwiegend dysthym und vereinzelt dys-
phor. Zugleich sei der Versicherte aber schwingungsfähig, wenn auch in der Amplitude etwas 
reduziert. Zeitweise wirke er pessimistisch, skeptisch, niedergeschlagen und traurig. Vereinzelt 
sei ein passiver Lebensüberdruss zu erkennen. Insgesamt zeige sich ein eher statisches Bild mit 
punktuellen depressiven Auslenkungen auf externe Stressoren. Aufgrund der Trennung von sei-
ner Ehefrau sei es zu einer suizidalen Krise und Schwierigkeiten bezüglich der Wohnsituation 
gekommen. Während der Hospitalisation in der Klinik G.___ vom 6. bis 21. Februar 2023 habe 
sich die Suizidalität "entaktualisiert" und die Wohnsituation dahingehend verändert, dass er nach 
Klinikaustritt mit Hilfe des Sozialamtes in eine eigene 3-Zimmer-Wohnung habe ziehen können. 
Mittlerweise sei die von der Ärzteschaft der Klinik G.____ diagnostizierte Anpassungsstörung 
weitgehend remittiert. Dafür spreche auch die Tatsache, dass die behandelnde Ärzteschaft keine 
Psychopharmakotherapie eingesetzt habe, was mangels höhergradigen depressiven Befundes 
nachvollziehbar sei. Eine anhaltende affektive Störung im Sinne einer rezidivierenden depressi-
ven Störung oder einer chronisch depressiven Verstimmung höherer Ausprägung könne nicht 
attestiert werden. Er stelle deshalb die  
Diagnose einer Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion (ICD-10 F43.2), welche die Arbeits-
fähigkeit für die Zeit während des stationären Aufenthalts in der Klinik G.____ beeinflusst habe. 
Vor und nach der Hospitalisation könne keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit gestellt werden.  
 
5.6.3 Zur Arbeitsfähigkeit führte das Gutachterteam der asim in der Konsensbesprechung aus, 
dass sich aus rheumatologischer Sicht das im Vorgutachten von 2020 formulierte Zumutbarkeits-
profil dahingehend verändert habe, dass aufgrund des Asthmas bronchiale neu für Arbeitsplätze 
mit Exposition zu Asthma-Triggern wie Staub, extreme Kälte oder Hitze, Pollen, Tierhaare und 
ähnliches keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe. Weitere Einschränkungen der Leistungsfähigkeit 
liessen sich nicht feststellen. Die ebenfalls neu diagnostizierten Senk- und Spreizfüsse seien mit-
tels Korrektur mit Fusseinlagen nach Mass verbesserungsfähig und somit nicht leistungsmin-
dernd. Damit sei nach wie vor davon auszugehen, dass der Versicherte in seinem angestammten 
Beruf als Spezialhandwerker seit August 2011 nicht mehr arbeitsfähig sei. In einer leidensange-
passten Tätigkeit bestehe bis auf den stationären Aufenthalt in der Klinik G.____ vom 6. bis 21. 
Februar 2023 eine vollständige Arbeitsfähigkeit.  
 
6.1 Die IV-Stelle stellte in der angefochtenen Verfügung vom 21. Februar 2024 auf das po-
lydisziplinäre Gutachten der asim vom 8. September 2023 ab. Sie ging demzufolge von einer im 
Wesentlichen unveränderten gesundheitlichen Situation des Versicherten seit der Beurteilung der 
asim-Gutachter vom 12. Juni 2020 aus. Demzufolge ist sie der Ansicht, dass der Versicherte in 
internistischer, rheumatologischer, gastroenterelogischer und psychiatrischer Hinsicht unter Be-
rücksichtigung des vom Rheumatologen und Internisten definierten Zumutbarkeitsprofis nicht in 
seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sei, wobei für die Zeit vom 6. bis 21. Februar 2023 infolge 
des stationären Aufenthalts in der Klinik G.____ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen 
habe.  
 

 

 
 
Seite 11    

6.2.1 Unbestritten ist, dass die somatische Gesundheitssituation seit der Begutachtung im 
asim im Juni 2020 im Wesentlichen gleichgeblieben ist. Die seit dieser Begutachtung ergangenen 
somatischen Beurteilungen (vgl. Berichte von Dr. C.____ vom 14. Dezember 2021, 4. und 
13. September 2022, 19. Dezember 2022 und 10. März 2023, von Dr. med. I.____, FMH Innere 
Medizin spez. Lungenkrankheiten, vom 6. Mai 2022 und 1. Dezember 2022, von Prof. Dr. med. 
J.____, FMH Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin, Klinik K.____, vom 28. Juni 2022 
samt Koloskopie- und Gastroskopieberichte vom 17. Februar 2022, von Dr. med. L.____, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 7. September 2022, 
des Spitals M.____ vom 6. Februar 2023, der Klinik N.____ vom 29. März 2023, der Urologie am 
Spital O.____ vom 22. Mai 2023 sowie über die MRT der LWS, des Iliosakralgelenks [ISG] und 
des Beckens vom 5. September 2022) liefern keine substantiierten Hinweise für eine wesentliche 
Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustandes. Da das Gericht nach Würdigung der 
internistischen, gastroenterologischen und rheumatologischen Teilgutachten vom 8. September 
2023 zur Auffassung, gelangt, dass diese die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein 
rechtsgenügliches Gutachten erfüllen (vgl. vorstehende Erwägung 4.2), besteht kein Anlass zu 
einer abweichenden Beurteilung. Zwar leidet der Versicherte neu an einem Asthma bronchiale. 
Da sich die mit dieser Erkrankung verbundene Beeinträchtigung gemäss den nachvollziehbaren 
Ausführungen des begutachtenden Internisten in qualitativer, aber nicht in quantitativer Hinsicht 
auswirkt, ist weiterhin davon auszugehen, dass es dem Versicherten aus somatischer Sicht zu-
mutbar ist, unter Beachtung des rheumatologischen und internistischen Zumutbarkeitsprofils ei-
ner Verweistätigkeit zu 100 % nachzugehen.  
 
6.2.2 Der im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht von Dr. D.____ vom 8. Mai 2024 ver-
mag an diesem Ergebnis auch nichts zu ändern. Zwar ist diesem Bericht zu entnehmen, dass bei 
der Hüftrotation im Vergleich zur letzten Konsultation eine deutliche Einschränkung bestehe. Die 
MRT von April 2024 zeigte jedoch keine höhergradigen degenerativen Veränderungen des Hüft-
gelenks. Zudem liegen neu kongenitale Stenosen im Bereich der Wirbelsäule und eine begin-
nende Dupytren'sche Kontraktur mit Verdickung des subkutanen Gewebes über den Beugeseh-
nen III und IV der rechten Hand vor. Es fehlen jedoch hierfür weitere Ausführungen, weshalb aus 
diesen Befunden keine aussagekräftigen Schlussfolgerungen gezogen werden können. Dazu 
kommt, dass nur der Sachverhalt massgebend ist, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen 
Verfügung vom 21. Februar 2024 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss 
die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis), es 
sei denn, sie erlauben Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsver-
fahrens gegebene Situation (BGE 121 V 362 E. 1; Urteile des Bundesgerichts vom 20. April 2017, 
8C_71/2017, E. 8.3 und 30. August 2012, 9C_949/2011, E. 3.2.2). Der Bericht von Dr. D.____ ist 
nach Verfügungserlass verfasst worden und enthält keine Aussagen zum Gesundheitszustand 
des Versicherten vor dem Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 21. Februar 2024.  
 
6.3.1 Unter den Parteien ist strittig, ob die Vorinstanz in Bezug auf den psychischen Gesund-
heitszustand zu Recht von einer im Wesentlichen unveränderten Situation seit dem psychiatri-
schen Fachgutachten der asim von Juni 2020 ausgehen durfte. Das Kantonsgericht kommt zum 
Schluss, dass auf das psychiatrischer Fachgutachten von Dr. H.____ vom 8. September 2023 
abgestellt werden kann. Es ist sorgfältig erstellt worden, beruht auf einer umfassenden 

 

 
 
Seite 12    

persönlichen Exploration des Versicherten, berücksichtigt dessen ganze Krankheitsgeschichte 
und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. Dr. H.____ erhob in allen Bereichen eine 
Anamnese (Familie, Kindheit, Schule, Beruf, Gesundheit) und begründete einleuchtend, weshalb 
er keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit feststellen.  
 
6.3.2 Im Einzelnen setzte sich Dr. H.____ ausführlich mit der abweichenden Diagnostik der 
Ärzteschaft der Klinik G.____ vom 6. März 2023 auseinander. Er stimmte mit ihr überein, dass 
während des zweiwöchigen stationären Aufenthalts im Februar 2023 die diagnostischen Kriterien 
für eine Anpassungsstörung erfüllt waren. Zur Begründung brachte er vor, dass der Versicherte 
Anfang 2023 in eine suizidale Krise geraten sei, als seine Ehefrau die Trennung von ihm ge-
wünscht habe und dadurch für ihn gleichzeitig eine unklare Wohnsituation entstanden sei. Die 
gutachterliche Einschätzung, wonach die damals diagnostizierte Anpassungsstörung nach Klinik-
austritt remittiert gewesen sei, kann – entgegen der Ansicht des Versicherten – gut nachvollzogen 
werden. Diese Einschätzung stimmt mit den Ausführungen der Ärzteschaft der Klinik G.____ 
überein, geht doch aus deren Bericht vom 6. März 2023 deutlich hervor, dass sich der Versicherte 
zum Zeitpunkt des Klinikaustritts glaubhaft von Suizidabsichten distanziert habe, womit von einer 
deutlichen Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes auszugehen ist. Ausserdem 
ist davon auszugehen, dass die Ärzteschaft der Klinik G.____ dem Versicherten bei einer anhal-
tenden, erheblichen Anpassungsstörung bei Klinikaustritt eine psychiatrische Medikation ver-
schrieben hätte, was jedoch nicht geschehen ist. Dass es sich nicht um eine über den Zeitpunkt 
des Kliniksaustritts länger anhaltende Anpassungsstörung handeln kann, zeigen auch die Aus-
sagen des Versicherten gegenüber Dr. H.____ vier Monate später bei der Begutachtung in der 
asim. Zu diesem Zeitpunkt verneinte der Versicherte gegenüber Dr. H.____ ausdrücklich das 
Vorliegen von konkreten Suizidgedanken und -absichten (vgl. psychiatrisches Teilgutachten, S. 
4). Zudem berichtete er von einer verbesserten Wohnsituation, indem er nun in einer vom Sozi-
alamt organisierten 3-Zimmer-Wohnung leben könne. Schliesslich ist auch darauf hinzuweisen, 
dass der Versicherte seit längerem keine Psychopharmaka mehr einnimmt. Zwar ist es möglich, 
dass er zurzeit – wie geltend gemacht wird – mangels Therapieplatz in keiner ambulanten psy-
chiatrischen Behandlung steht und deswegen nicht mit Psychopharmaka versorgt wird. Ob er bei 
freiem Therapieplatz tatsächlich eine psychotherapeutische Behandlung aufnehmen würde, ist 
jedoch fraglich. So zeigt er keine ernsthafte Bereitschaft mehr für eine solche medizinische Mas-
snahme, gibt er doch klar zu erkennen, dass er an der Effektivität von psychiatrischen Behand-
lungen zweifle und der Ansicht sei, dass er von der im Rahmen der früheren psychotherapeuti-
schen Behandlungen verordneten Medikation nicht profitiert habe (vgl. Schreiben von Dr. C.____ 
vom 4. September 2022 und psychiatrisches Teilgutachten von Dr. H.____, S. 5 f.). Es erscheint 
bei dieser Sachlage als plausibel, dass die Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion wäh-
rend des stationären Aufenthalts in der Klinik G.____ remittiert ist und der Versicherte seit Austritt 
aus der Klinik in einer Verweistätigkeit voll arbeitsfähig ist.  
 
6.3.3 Im Zusammenhang mit dem vom Versicherten geltend gemachten diagnostischen Wi-
derspruch, wonach die Ärzteschaft der Klinik G.____ nebst der Anpassungsstörung eine chroni-
sche Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) und 
Dr. H.____ eine undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10 F43.2) diagnostiziert habe, 
stellte Dr. H.____ zu Recht fest, dass für die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit 

 

 
 
Seite 13    

somatischen und psychischen Faktoren eine differenzierte Herleitung fehle. Der Gutachter ver-
mutete, dass die behandelnden Ärzte vor allem auf die umfassende Symptomschilderung des 
Versicherten abgestellt hätten. Er räumte ein, dass eine syndromale Überlappung zwischen der 
chronischen Schmerzstörung und der undifferenzierten Somatisierungsstörung bestehe. Zur Un-
terscheidung der beiden Diagnosen erklärte Dr. H.____, dass eine Somatisierungsstörung in der 
ICD-10-Klassifikation einen Subtyp der somatoformen Schmerzstörung darstelle. Die undifferen-
zierte Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1) sei im Vergleich zur Somatisierungsstörung (ICD-
10 F45.0) weniger schwer ausgeprägt. Charakteristisch für die Somatisierungsstörung im Allge-
meinen sei die wiederholte Schilderung körperlicher Symptome in Verbindung mit der hartnäcki-
gen Forderung nach medizinischen Untersuchungen trotz wiederholter negativer Ergebnisse und 
der Versicherung der Arztpersonen, dass die Symptomatik nicht ausreichend nachvollziehbar sei. 
Der Unterschied zur chronischen Schmerzstörung mit psychischen und physischen Faktoren 
liege vornehmlich darin, dass bei der Somatisierungsstörung unterschiedliche, häufig wechselnde 
Symptome am ganzen Körper geschildert würden. Aufgrund dieser gutachterlichen Ausführun-
gen ist davon auszugehen, dass bei der chronischen Schmerzstörung Schmerzen grundsätzlich 
an den gleichen anatomischen Regionen des Körpers auftreten. Diese Schlussfolgerung stimmt 
sinngemäss mit der Definition des ICD-Codes (F45.41) für chronische Schmerzstörungen mit so-
matischen und psychischen Faktoren überein, lassen sich doch die Schmerzen bei dieser Stö-
rung – im Gegensatz zur Somatisierungsstörung – durch eine körperliche Störung oder einen 
physiologischen Prozess erklären. Dadurch lässt sich erklären, weshalb die Schmerzen bei der 
chronischen Schmerzstörung grundsätzlich an der gleichen bzw. den gleichen Körperstellen auf-
treten. Im Fall des Versicherten stellte Dr. H.____ zwar fest, dass dieser auch über Schmerzen 
im Verdauungstrakt klage, die teils objektivierbar seien. Da aber die vielfältig geäusserte Symp-
tomatik deutlich über diese Schmerzen hinausgehe, sei eher von einer undifferenzierten Somati-
sierungsstörung als von einer chronischen Schmerzstörung auszugehen. Die gutachterliche Be-
urteilung, wonach eine undifferenzierte Somatisierungsstörung zu diagnostizieren sei, ist plausi-
bel. Sie stimmt auch mit dem psychiatrischen Vorgutachten von Dr. F.____ überein. Ebenso kann 
gut nachvollzogen werden, dass diese Störung die Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich beeinflusst. 
So ist der Anamnese zu entnehmen, dass der Tagesablauf des Versicherten recht aktiv ist. Er 
betreut seine drei schulpflichtigen Kinder in der Wohnung seiner vollzeitlich erwerbstätigen Ehe-
frau, bereitet die Mahlzeiten zu, geht einkaufen, spaziert mit den Kindern im Park, begleitet seinen 
ältesten Sohn zum Fussballtraining und manchmal an Wochenenden zu den Fussballspielen. 
Insgesamt ist demzufolge davon auszugehen, dass abgesehen von der Anpassungsstörung mit 
depressiver Reaktion (ICD-10 F43.2) und der damit verbundenen 100%igen Arbeitsunfähigkeit 
für die Zeit vom 6. bis 21. Februar 2023 keine psychiatrischen Diagnosen mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit bestehen. 
 
6.4 An diesem Ergebnis ändert auch der im Rahmen des Beschwerdeverfahrens einge-
reichte Arztbericht von Dr. C.____ vom 24. Juni 2024 nichts, wonach beim Versicherten aufgrund 
psychischer Symptome eine stark eingeschränkte Arbeitsfähigkeit vorliege. Dr. C.____ bemän-
gelte, dass der Versicherte im Februar 2023 aufgrund seiner schweren chronischen Beschwer-
den und der schwierigen sozialen Belastungssituation viel zu früh von der Klinik G.____ nach 
Hause entlassen worden sei. Bei der letzten Kontrolle am 10. Juni 2024 habe der Versicherte 
gedrückt und traurig gewirkt. Zudem sei er vermehrt reizbar und es beständen ein 

 

 
 
Seite 14    

Interessenverlust, ein verminderter Anrieb, eine gesteigerte Ermüdbarkeit und eine Freudlosig-
keit. Wegen chronischer Schmerzen leide der Versicherte an Schlaf- und Konzentrationsstörun-
gen sowie an chronischen funktionellen Magen-Darm-Beschwerden. Da die Konsultation vom 
10. Juni 2024 erst nach Verfügungserlass stattgefunden hat, ist fraglich, ob auf die Ausführungen 
aufgrund der zeitlichen Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis näher einzugehen ist (vgl. 
Erwägung 6.2.2). Selbst wenn dieser Bericht vorliegend zu berücksichtigen wäre, ist der Bericht 
nicht geeignet, die Beweiskraft des psychiatrischen Gutachtens der asim vom 8. September 2023 
zu schmälern. Einerseits liegt das Fachgebiet von Dr. C.____ nicht in der Psychiatrie und ande-
rerseits begründete er nicht, inwiefern seine Befunde sich auf die Arbeitsfähigkeit des Versicher-
ten auswirken. Dazu kommt, dass seine erhobenen Befunde im Wesentlichen denjenigen von Dr. 
H.____ entsprechen. 
 
7. Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse des 
Versicherten seit der Verfügung der IV-Stelle vom 4. September 2020 nicht rentenrelevant ver-
schlechtert haben. Die IV-Stelle hat deshalb zu Recht mit Verfügung vom 21. Februar 2024 einen 
Rentenanspruch des Versicherten verneint. Demgemäss ist die Beschwerde abzuweisen.  
 
8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-

willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Versicherte unterliegende Partei, weshalb die 
Verfahrenskosten ihm aufzuerlegen sind. Ihm ist nun allerdings mit Verfügung vom 28. Mai 2024 
die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund werden die Verfahrens-
kosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
8.2 Gemäss Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person 
Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Dem Prozessausgang entsprechend ist dem Versicher-
ten keine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. In der Verfügung vom 
28. Mai 2024 ist ihm jedoch die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter, Ad-
vokat Dr. Yves Waldmann, bewilligt worden, weshalb dieser für seine Bemühungen aus der Ge-
richtskasse zu entschädigen ist. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht in seiner Ho-
norarnote vom 31. Juli 2024 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 8,3 Stunden 
geltend, was sich als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten 
Auslagen in der Höhe von Fr. 113.30. Dem Rechtsvertreter ist demnach ein Honorar in der Höhe 
von Fr. 1'916.95 (8,3 Stunden à Fr. 200.-- [vgl. § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen 
und Anwälte vom 17. November 2003] und Auslagen von Fr. 113.30 inkl. 8,1 % Mehrwertsteuer) 
aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
8.3 Der Versicherte wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation 
der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, der die 

 

 
 
Seite 15    

unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in 
der Lage ist. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. 
 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 
 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1'916.95 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer von 8,1 %) aus der 
Gerichtskasse ausgerichtet.