# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b6533a6f-a660-552a-a798-f5308dd9893b
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-03
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 03.06.2021 VG.2021.00016 (VG.2021.1052)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2021-00016_2021-06-03.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 3. Juni 2021

  
	
   

  
	
   

  
	
  I. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2021.00016

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Gemeinde Glarus

    	
    Beschwerdegegner

    

  

  
	
   

  
	
  	
    2.

    	
    Departement Volkswirtschaft und Inneres 

    	
     

    
	
     

    	
    des Kantons Glarus

    	
     

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Pachtlandvergabe

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I.

  
	
  1

  
	
  1.1 Die Gemeinde Glarus ist Eigentümerin des […]
  Heuteils […]. Weil der bisherige Pächter verstorben war, schrieb die Gemeinde
  Glarus das Land im Amtsblatt vom […] zur Neuverpachtung aus.

  
	
   

  
	
  1.2 Nachdem sich am 1. Mai 2020 unter anderem A.______
  als Pächter für den Heuteil beworben hatte, vergab die Vergabegruppe der
  Gemeinde Glarus das Pachtland am 28. Mai 2020 an B.______. Die von
  A.______ am 20. Juni 2020 dagegen erhobene Beschwerde wies der Gemeinderat
  der Gemeinde Glarus am 9. Juli 2020 ab.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Gegen den Entscheid des
  Gemeinderats der Gemeinde Glarus vom 9. Juli 2020 erhob A.______ am 14.
  August 2020 Beschwerde beim Departement Volkswirtschaft und Inneres des
  Kantons Glarus (DVI). Nach Durchführung eines doppelten Schriftenwechsels
  wies das DVI die Beschwerde am 25. Januar 2021 ab.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 A.______ gelangte mit Beschwerde vom 24. Februar
  2021 ans Verwaltungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung des
  Entscheids des DVI vom 25. Januar 2021. Der Heuteil […] sei an ihn zu
  vergeben. In prozessualer Hinsicht beantragte er die Durchführung einer
  mündlichen Verhandlung.

  
	
   

  
	
  3.2 Die Gemeinde Glarus beantragte am 4. März 2021, auf
  die Beschwerde von A.______ sei nicht einzutreten. Eventualiter sei die
  Beschwerde abzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten
  von A.______. Überdies sei die ihr zuzusprechende Umtriebsentschädigung auf
  Fr. 3'965.- festzusetzen und der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu
  entziehen. Das DVI liess sich am 5. Mai 2021 vernehmen und beantragte
  die Abweisung der Beschwerde soweit darauf einzutreten sei. Darüber hinaus
  sei der Antrag auf eine mündliche Verhandlung abzuweisen; unter Kostenfolge
  zu Lasten von A.______.

  
	
   

  
	
  3.3 Mit Eingabe vom 13. Mai 2021 ersuchte A.______
  erneut um Durchführung einer mündlichen Verhandlung.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1.

  
	
  1.1 Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 50
  Abs. 1 des Bundesgesetzes über die landwirtschaftliche Pacht vom 4. Oktober
  1985 (LPG) i.V.m. Art. 17 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zu den
  Bundesgesetzen über die Landwirtschaft, über das bäuerliche Bodenrecht und
  über die landwirtschaftliche Pacht vom 4. Mai 2014 (EG LwG) zur Behandlung
  der vorliegenden Beschwerde zuständig.

  
	
   

  
	
  1.2

  
	
  1.2.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die
  Beschwerdegegnerin 1 habe die interne Richtlinie zur Vergabe von
  Pachtland unrichtig bzw. willkürlich angewendet. Sie sei zum falschen
  Schluss gelangt, dass er, der Beschwerdeführer, die Zuschlagskriterien nicht
  oder nicht ebenso gut wie der Zuschlagsempfänger erfülle. Indem sie an ihn
  kein und an andere Interessenten hingegen grosse Flächen an Pachtland
  vergeben habe, habe sie gegen das Gleichbehandlungsgebot verstossen. Zudem
  habe sie das diesbezügliche Kriterium zu Unrecht zu seinen Ungunsten
  gewürdigt. Sodann fühle er sich durch die Begründung der Vergabe, wonach er
  über eine schlechte Infrastruktur verfüge, gegenüber dem Zuschlagsempfänger
  diskriminiert. Ferner sei der Pachtlandgewinn des Zuschlagsempfängers
  unverhältnismässig hoch. Schliesslich seien seine Argumente zum Kriterium der
  Arrondierung nicht gewürdigt worden und es sei unberücksichtigt geblieben,
  dass bei einem Zuschlag an ihn alles an einem Stück wäre.

  
	
   

  
	
  1.2.2 Die Beschwerdegegnerin 1 ist der Ansicht, die
  Beschwerdeschrift genüge den gesetzlichen Anforderungen im Sinne von Art. 91
  Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom
  4. Mai 1986 (VRG) nicht. Der Beschwerdeführer
  setze sich nicht mit den Vorbringen der Vorinstanz auseinander, weshalb auf
  seine Beschwerde nicht einzutreten sei. Soweit das Verwaltungsgericht dennoch
  auf die Beschwerde eintrete, sei die Beschwerde abzuweisen, da die
  Nicht-Berücksichtigung des Beschwerdeführers bei der strittigen
  Pachtlandvergabe in einem korrekten Verfahren und unter rechtmässiger
  Ausübung des ihr zukommenden Ermessens erfolgt sei. Darüber hinaus könne von
  einer Diskriminierung keine Rede sein. Sodann besitze der Beschwerdeführer
  entgegen seinen Vorbringen kein Land, welches an das streitbetroffene
  Pachtland angrenze. Ferner habe er bislang keine Beweismittel beibringen
  können, dass er die Anforderungen an Direktzahlungen erfülle, obschon dies
  gemäss Art. 16 der Vergaberichtlinien ein zwingendes Zuschlagskriterium
  darstelle. Die Beschwerde sei deshalb bereits aus diesem Grund abzuweisen.

  
	
   

  
	
  1.2.3 Der Beschwerdegegner 2 stellt sich auf den
  Standpunkt, es sei zweifelhaft, ob die Beschwerdeschrift eine hinreichende
  Begründung enthalte. Der Beschwerdeführer sei sich der Mangelhaftigkeit
  seiner Eingabe bewusst, zumal er eine mündliche Verhandlung beantragt habe.
  Hierzu bestehe jedoch kein Anlass, da er seine Argumentation auch im Rahmen
  eines zweiten Schriftenwechsels ergänzen oder nachholen könne. Zudem wäre es
  ihm offen gestanden, einen Rechtsvertreter mit der Sache zu betrauen. In
  materieller Hinsicht sei die von der Beschwerdegegnerin 1 getroffene
  Wahl bei der streitbetroffenen Pachtlandvergabe mit Blick auf deren weites
  Ermessen sachlich vertretbar und nicht willkürlich. Sie habe als Eigentümerin
  des Pachtlandes eine Gesamtwürdigung der in der Vergaberichtlinie enthaltenen
  Zuschlagskriterien vornehmen dürfen, wobei vier der sechs Zuschlagskriterien
  gemäss Art. 17 der Vergaberichtlinien zu Gunsten des Zuschlagempfängers
  ausgefallen seien. Im Übrigen sei weder eine Diskriminierung erkennbar noch
  könne der Beschwerdeführer die von ihm vorgebrachten Argumente belegen. 

  
	
   

  
	
  1.3 

  
	
  1.3.1 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können gemäss
  Art. 107 Abs. 1 VRG Mängel des angefochtenen Entscheids oder des
  Verfahrens geltend gemacht werden: die unrichtige oder unvollständige
  Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (lit. a) und die
  unrichtige Rechtsanwendung einschliesslich eines Missbrauchs des Ermessens (lit.
  b). Die Unangemessenheit des Entscheids kann gemäss Art. 107 Abs. 2
  VRG nur ausnahmsweise geltend gemacht werden. Streitigkeiten im Bereich einer
  Pachtlandvergabe, welche das Verwaltungsgericht als zweite Beschwerdeinstanz
  beurteilt, fallen nicht unter die in Art. 107 Abs. 2 VRG aufgezählten
  Ausnahmefälle.

  
	
   

  
	
  Das
  Verwaltungsgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 9
  Abs. 1 VRG). Dieser Grundsatz wird im Beschwerdeverfahren jedoch durch
  die Begründungspflicht relativiert (Marco Donatsch, in Alain Griffel [Hrsg.],
  Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. A.,
  Zürich/Basel/Genf 2014, § 50
  N. 9). Die Begründung gilt als formelle Gültigkeitsvoraussetzung der
  Beschwerde (Art. 91 Abs. 1 lit. b VRG). Die Beschwerde
  führende Partei hat dabei darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid an
  einem Mangel leidet; sie hat sich mit anderen Worten mit den Ausführungen im
  angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen.

  
	
   

  
	
  1.3.2 Den Beschwerdegegnern kann darin gefolgt werden,
  dass sich der Beschwerdeführer nur rudimentär mit dem Entscheid des
  Beschwerdegegners 2 auseinandersetzt. Er beschränkt sich darauf, die
  bereits in den vorhergehenden Verfahren vorgebrachten Einwände zu
  wiederholen. Zu beachten gilt jedoch, dass es sich beim Beschwerdeführer um
  einen rechtsunkundigen Laien handelt, weshalb an die Begründungspflicht keine
  allzu hohen Anforderungen gestellt werden dürfen. Da sich aus der Begründung
  der Beschwerde immerhin erkennen lässt, weshalb sich der Beschwerdeführer
  gegenüber dem Zuschlagsempfänger benachteiligt sieht, rechtfertigt es sich
  daher, zu seinen Gunsten auf die Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  1.4 Da vorliegend
  der Entscheid in der Sache ergeht, muss über das von der
  Beschwerdegegnerin 1 gestellte Gesuch um Entzug der aufschiebenden
  Wirkung der Beschwerde nicht entschieden werden.

  
	
   

  
	
  2. 

  
	
  2.1 Der Beschwerdeführer beantragt eine mündliche
  Verhandlung. Er weist darauf hin, dass ihm, als juristischen Laien, eine
  persönliche Anhörung vor Gericht wesentlich einfacher falle, als wenn er
  seine Eingaben schriftlich einreichen müsse.

  
	
   

  
	
  2.2

  
	
  2.2.1 Das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird
  grundsätzlich schriftlich geführt. Nach Bedarf kann das Verwaltungsgericht
  aber zu einer mündlichen Verhandlung vorladen (Art. 96 Abs. 3 VRG). Ob eine
  mündliche Verhandlung durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen
  des Gerichts.

  
	
   

  
	
  2.2.2 Vorliegend ergibt sich der rechtserhebliche
  Sachverhalt aus den Akten. Der Beschwerdeführer hatte überdies die
  Gelegenheit, sich vor der Beschwerdegegnerin 1 mündlich zu äussern.
  Darüber hinaus fand bei der Vorinstanz ein doppelter Schriftenwechsel statt.
  Im Übrigen ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht
  dargelegt, inwiefern er anlässlich einer mündlichen Verhandlung etwas Entscheidwesentliches
  beitragen könnte.

  
	
   

  
	
  2.2.3 Sodann lässt sich auch aus der Europäischen
  Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK) kein Anspruch auf
  eine mündliche Verhandlung ableiten. Da es sich bei der vorliegenden
  Streitigkeit betreffend die Pachtlandvergabe durch ein Gemeinwesen weder um
  eine zivil- noch um eine strafrechtliche Angelegenheit handelt (vgl.
  BGer-Urteil 2C_889/2016 vom 12. Juni 2017 E. 1.1, 2C_314/2013 vom
  19. März 2014 E. 1.1.1), liegt kein Anwendungsfall von Art. 6
  Ziff. 1 EMRK vor. Insgesamt folgt daraus, dass von einer mündlichen
  Verhandlung abzusehen ist.

  
	
   

  
	
  3. 

  
	
  3.1 

  
	
  3.1.1 Das Gemeinwesen ist bei der Pachtlandvergabe an die
  Grundrechte gebunden. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Grundstücke dem
  Verwaltungsvermögen zuzuordnen sind (BGer-Urteil 2C_314/2013 vom 19. März
  2014 E. 5.4). Beim Entscheid hat sie insbesondere das
  Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 der
  Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999
  [BV]), das Willkürverbot (Art. 9
  BV) sowie die Prinzipien der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) zu
  berücksichtigen. Generell gilt, dass dem Gleichbehandlungsgebot im Bereich
  der Pachtlandvergabe - ähnlich wie bei der Zonenzuordnung im
  Raumplanungsrecht - nur eine abgeschwächte Wirkung zukommen kann. So
  liegt es gerade im Wesen dieser Landvergabe, dass nicht alle Interessenten
  berücksichtigt werden können. Selbst wenn sich mehrere Interessenten in
  gleicher oder ähnlicher Lage befinden, muss eine Auswahl getroffen werden.
  Verfassungsrechtlich muss es daher genügen, dass die Auswahl sachlich
  vertretbar, d.h. nicht willkürlich ist, soweit nicht besondere Garantien
  bestehen (insbesondere das sich aus der Wirtschaftsfreiheit ergebende Prinzip
  der Gleichbehandlung der Gewerbsgenossen). Das Gebot der Rechtsgleichheit
  fällt insoweit praktisch mit dem Willkürverbot zusammen (vgl. dazu Urteil des
  Obergerichts des Kantons Schaffhausen OGE 60/2007/32 vom 9. November
  2007 E. 4bb, mit Hinweisen).

  
	
   

  
	
  3.1.2 Das
  Gebot der rechtsgleichen Behandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) ist verletzt,
  wenn hinsichtlich einer entscheidwesentlichen Tatsache rechtliche
  Unterscheidungen getroffen werden, für die ein vernünftiger Grund in den zu
  regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn Unterscheidungen
  unterlassen werden, die sich aufgrund der Verhältnisse aufdrängen. Die
  Rechtsgleichheit ist verletzt, wenn Gleiches nicht nach Massgabe seiner
  Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach Massgabe seiner Ungleichheit
  ungleich behandelt wird. Den zuständigen Behörden bleibt im Rahmen dieser Grundsätze
  und des Willkürverbots ein weiter Spielraum der Gestaltung, in welchen das
  Gericht nicht ohne Not eingreift (BGer-Urteil 2C_314/2013 vom 19. März
  2014 E. 5.5).

  
	
   

  
	
  3.2 Die Beschwerdegegnerin 1 stützte sich bei der
  Vergabe des streitbetroffenen Pachtlands auf die von der Vergabegruppe
  Landwirtschaft am 9. Februar 2016 erlassenen und vom Gemeinderat am
  25. Februar 2016 genehmigten internen Richtlinien zur Vergabe von
  landwirtschaftlich genutztem Pachtland und Liegenschaften der Gemeinde Glarus
  (nachfolgend: Vergaberichtlinien). Gemäss Art. 15 Vergaberichtlinien
  wird die Vergabe von Pachtland und Liegenschaften mittels Vergabekriterien
  bestimmt. Dabei muss ein Bewerber für eine Vergabeberechtigung die zwingenden
  Kriterien gemäss Art. 16 Vergaberichtlinien erfüllen (Art. 15 Abs. 1
  Vergaberichtlinien). Ist dies der Fall, ist er zu berücksichtigen, wobei die
  Vergabe des landwirtschaftlichen Pachtlands aufgrund mehrerer Zusatzkriterien
  erfolgt (vgl. Art. 15 Abs. 2 Vergaberichtlinien). Als zwingende
  Kriterien werden in Art. 16 Vergaberichtlinien der Wohn- sowie Steuersitz des
  Bewerbers in der Gemeinde Glarus (lit. a), die erfüllten Anforderungen
  der Direktzahlungsberechtigung durch den Bewerber (lit. b) und die
  fristgerechte Einreichung der Bewerbung (lit. c) genannt. Ferner werden
  in Art. 17 Vergaberichtlinien die Zusatzkriterien genannt. Die Rangfolge
  der Zusatzkriterien gestaltet sich gemäss folgender Auflistung:
  Pachtlandverlust zu Gunsten der Interessen der Gemeinde Glarus, die
  Gesamtfläche des bereits gepachteten Gemeindelands, die Arrondierung, die
  Lage des Betriebszentrums, die Zukunft sowie das Alter des Landwirts und
  schliesslich das Total der bewirtschafteten Fläche.

  
	
   

  
	
  4. 

  
	
  4.1 Der Beschwerdeführer hat es bislang unterlassen,
  seine Anspruchsberechtigung auf Direktzahlungen nachzuweisen. Dies, obschon
  er nach den allgemeinen Regeln gemäss Art. 8 des Schweizerischen
  Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB)
  hierfür die Beweislast trägt. Gestützt auf Art. 16 lit. b Vergaberichtlinien,
  deren Gültigkeit und deren Anwendbarkeit der Beschwerdeführer zu Recht nicht
  anzweifelt, ist er bereits aus diesem Grund bei der Vergabe des
  streitbetroffenen Heuteils nicht zu berücksichtigen. 

  
	
   

  
	
  4.2 Selbst wenn der Beschwerdeführer aber die zwingenden
  Erfordernisse gemäss Art. 16 Vergaberichtlinien erfüllen würde, wäre der
  Vergabeentscheid der Beschwerdegegnerin 1 dennoch weder als willkürlich
  noch als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren. So würdigte die
  Beschwerdegegnerin 1 im Sinne einer Gesamtwürdigung alle für sie
  relevanten und in den Vergaberichtlinien enthaltenen Kriterien und gelangte
  zum nachvollziehbaren Schluss, dass sich B.______ als Pächter des
  streitbetroffenen Heuteils besser eigne als der Beschwerdeführer.
  Diesbezüglich fiel denn auch einzig das Zusatzkriterium "Gesamtfläche
  des bereits gepachteten Gemeindelands" zu Gunsten des Beschwerdeführers
  aus, während B.______ bei den insgesamt vier Zusatzkriterien
  "Pachtlandverlust zu Gunsten der Interessen der Gemeinde Glarus",
  "Arrondierung", "Lage des Betriebszentrums" und
  "Zukunft sowie das Alter des Landwirts" obsiegt hat. Diese
  Beurteilung der Beschwerdegegnerin 1 überzeugt. So würdigte sie zunächst
  richtigerweise, dass B.______ aufgrund der Erstellung des […] im […] einen
  Pachtlandverlust zu Gunsten der Gemeinde erlitt, während der Beschwerdeführer
  keinen solchen hinnehmen musste. Sodann wies sie zu Recht darauf hin, dass
  B.______ die an die streitbetroffene Parzelle angrenzenden Grundstücke
  bewirtschaftet und folglich das Kriterium der Arrondierung bestmöglich
  erfüllt. Soweit der Beschwerdeführer diesbezüglich geltend macht, das
  Kriterium der Arrondierung hätte zu seinen Gunsten ausfallen müssen, vermag
  er den mit C.______ als Bewirtschafter der Parz.-Nr. 01 in Aussicht
  gestellten Landabtausch demgegenüber nicht nachzuweisen. Ferner ergibt sich
  mit Blick auf die Lage des streitbetroffenen Heuteils, dass die Entfernung
  zum Betriebszentrum von B.______ an der X-strasse kürzer ist als diejenige zu
  den beiden Betriebszentren des Beschwerdeführers. Schliesslich ist nicht zu
  beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 1 auf das gegenüber B.______
  höhere Alter des Beschwerdeführers hinwies und daraus, dass B.______ einen
  Sohn habe, welcher sich in einer landwirtschaftlichen Ausbildung befinde, auf
  eine wahrscheinliche Sicherung von dessen Nachfolge schloss. Gestützt auf
  diese Erkenntnisse überzeugt es zumindest, dass das Zusatzkriterium
  "Zukunft sowie Alter des Landwirts" zu Gunsten von B.______
  ausfiel. Im Übrigen ist die Beschwerdegegnerin 1 auch nicht in Willkür
  verfallen, als sie die Tatsache, dass der Beschwerdeführer in seiner
  Tätigkeit als Landwirt in der Vergangenheit mehrfach negativ aufgefallen war,
  in ihre Gesamtwürdigung miteinfliessen liess (vgl. Art. 19
  Vergaberichtlinien).

  
	
   

  
	
  4.3 Insgesamt erscheint der Vergabeentscheid der
  Beschwerdegegnerin 1 sachlich vertretbar und nicht willkürlich. Die
  Beschwerdegegnerin 1 gelangte in Anwendung von Art. 16 f.
  Vergaberichtlinien zum nachvollziehbaren Schluss, B.______ erweise sich als
  Pächter geeigneter als der Beschwerdeführer. Daran ändert nichts, dass
  Letzterer bislang noch kein Pachtland vonseiten der Beschwerdegegnerin 1
  erhalten und dementsprechend beim Zusatzkriterium "Gesamtfläche bereits
  gepachtetes Gemeindeland" obsiegt hat. So schneidet B.______ nämlich
  einerseits bei mehreren anderen Kriterien besser ab. Anderseits lässt sich
  daraus, dass eine Person bei einer Vergabe bislang nicht berücksichtigt
  wurde, kein Anspruch auf die Zusprache von Pachtland ableiten, zumal es
  gerade im Wesen einer Pachtvergabe liegt, dass nicht alle Interessenten
  mitberücksichtigt werden können. Die Vergabe der Beschwerdegegnerin 1
  erweist sich damit im Rahmen des ihr zustehenden weiten Ermessens, in welches
  das Gericht nicht ohne Not eingreift, als rechtmässig.

  
	
   

  
	
  Dies führt zur Abweisung
  der Beschwerde. 

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  1.

  
	
  Nach Art. 134 Abs. 1 lit.
  c VRG hat die Partei, welche im Beschwerde-, Klage- oder Revisionsverfahren
  unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen. Demgemäss sind die Gerichtskosten
  von pauschal Fr. 1'000.- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem
  von ihm geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Soweit die
  Beschwerdegegnerin 1 eine Parteientschädigung beantragt, ist sie darauf
  hinzuweisen, dass die Beantwortung von Rechtsmitteln zum angestammten Aufgabenbereich
  eines Gemeinwesens gehört, weshalb Behörden in der Regel keine Entschädigung
  ausgerichtet wird, ausgenommen im Klageverfahren oder wenn besondere Umstände
  dies rechtfertigen (Art. 138 Abs. 4 VRG). Solche Umstände sind vorliegend
  indessen nicht ersichtlich. So waren für die Beschwerdegegnerin 1 im
  vorliegenden Verfahren weder ausserordentliche Bemühungen notwendig noch war
  sie aufgrund der Komplexität des Falles auf den Beizug eines Rechtsbeistandes
  angewiesen. Sodann liegen die vom Beschwerdeführer gestellten Rechtsbegehren
  zwar an der Grenze zur Aussichtslosigkeit. Seine Begründungselemente erweisen
  sich jedoch nicht als derart haltlos, als dass von einer leichtsinnigen oder
  mutwilligen Prozessführung auszugehen wäre. Da das Verwaltungsgericht in
  Grenzfällen zwischen bloss aussichtsloser Beschwerde und leichtsinniger
  bzw. mutwilliger Prozessführung praxisgemäss keine Parteientschädigung
  zuspricht (vgl. VGer-Urteil VG.2017.00050 vom 7. September 2017
  E. III/3), ist der Beschwerdegegnerin 1 keine solche zuzusprechen.
  Aus dem gleichen Grund steht ihr kein Ersatz der Umtriebe, welche mit der
  behelfsmässigen Bewirtschaftung des streitbetroffenen Heuteils während des
  laufenden Verfahrens entstanden sind, zu, zumal diese nicht unter den
  notwendigen Prozessaufwand im Sinne von Art. 138 Abs. 1 VRG fallen,
  sondern vielmehr nicht entschädigungspflichtige Folgekosten darstellen
  (Kaspar Plüss, in Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum
  Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. A., Zürich/Basel/Genf
  2014, § 17 N. 78).

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird abgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten von Fr. 1'000.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und
    mit dem von ihm in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

    
	
    3.

    	
    Es
    wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]