# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e90ea8ec-8954-5722-9e67-f0ed8aa14fb1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.06.2024 B-2582/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2582-2024_2024-06-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-2582/2024 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Marc Steiner (Vorsitz), 

Richter Christian Winiger, Richterin Vera Marantelli,    

Gerichtsschreiberin Lydia Patrizia Buchser. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Zivildienst ZIVI,  

Regionalzentrum Rüti,  

Spitalstrasse 31, Postfach, 8630 Rüti ZH,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Gesuch um Dienstverschiebung. 

 

 

 

B-2582/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

X._______ (hiernach: Beschwerdeführer) wurde mit Verfügung des 

Regionalzentrums Rüti (hiernach: Vorinstanz) vom 2. November 2023 zum 

Zivildienst zugelassen (Akten der Vorinstanz [vi-act.] 6), nachdem er die 

Rekrutenschule absolviert hatte. Mittels Verfügung vom 17. November 

2023 wurde er zur Leistung von 179 Tagen Zivildienst verpflichtet 

(vi-act. 7).  

B.  

B.a Mit Schreiben vom 8. Dezember 2023 stellte die Vorinstanz dem Be-

schwerdeführer eine Übersicht über seine Zivildienstpflicht zu, darunter 

auch seine Einsatzpflicht für das Jahr 2024 in Form eines Ersteinsatzes 

von 54 Diensttagen (vi-act. 8). 

B.b Mit Schreiben vom 11. Dezember 2023 erinnerte die Vorinstanz den 

Beschwerdeführer an seine Einsatzpflicht im Jahr 2024 und forderte diesen 

auf, bis zum 31. Januar 2024 eine entsprechende Einsatzvereinbarung ein-

zureichen (vi-act. 9). Da der Beschwerdeführer dieser Aufforderung erneut 

nicht nachkam, mahnte ihn die Vorinstanz mit Schreiben vom 6. Feb-

ruar 2024 und forderte ihn auf, bis zum 15. März 2024 eine Einsatzverein-

barung nachzureichen, andernfalls werde ein gebührenpflichtiges Aufge-

bot von Amtes wegen verfügt (vi-act. 10). Mit E-Mail vom 28. Februar 2024 

erkundigte sich der Beschwerdeführer bezüglich der Suche nach einem 

Zivildiensteinsatz und der Einreichung eines Gesuchs um Dienstverschie-

bung. Die Vorinstanz informierte den Beschwerdeführer daraufhin am 

29. Februar 2024 per E-Mail über Einsatzbereiche und Einsatzbetriebe, bei 

denen er schnell und unkompliziert einen Einsatz von 54 Diensttagen hätte 

vereinbaren können. Zudem teilte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer 

mit, dass er aus gewichtigen Gründen ein Dienstverschiebungsgesuch ein-

reichen könne, dass jedoch im Moment keine solchen Gründe ersichtlich 

seien. Der Beschwerdeführer müsse im Falle eines Dienstverschiebungs-

gesuchs unter anderem genauer darlegen, wann er sich für das Studium 

angemeldet habe, ob bzw. warum er im gesamten Studium keinen Zivil-

dienst leisten könne, wann er den Arbeitsvertrag unterschrieben habe und 

wie seine persönliche Planung generell ausgesehen habe, als er sich im 

November 2023 dazu entschieden habe, zum Zivildienst zu wechseln 

(vi-act. 11). 

 

B-2582/2024 

Seite 3 

C.  

C.a Am 11. März 2024 reichte der Beschwerdeführer ein Dienstverschie-

bungsgesuch per E-Mail bei der Vorinstanz ein, wobei er das amtliche 

Formular "Berufliche oder private Gründe" verwendete (vi-act. 12). Dem 

Gesuch war ein Begleitschreiben sowie eine Praktikumsbestätigung des 

(Betriebsname; hiernach: Praktikumsbetrieb) vom März 2024 beigelegt (vi-

act. 13 und 14). Der Beschwerdeführer beantragte in seinem Gesuch die 

Verschiebung seiner Einsatzpflicht im Jahr 2024 auf den Zeitraum vom Juli 

2025 bis August 2025, wobei er als Grund für die gewünschte Dienstver-

schiebung das Feld "Drohender Verlust des Arbeitsplatzes" ankreuzte.  

C.b Mit Verfügung vom 4. April 2024 lehnte die Vorinstanz das Dienstver-

schiebungsgesuch des Beschwerdeführers mangels nachgewiesener 

Dienstverschiebungsgründe ab (vi-act. 15), insbesondere gehe aus den 

Unterlagen nicht hervor, dass der Beschwerdeführer seinen Arbeitsplatz 

verlieren würde und zudem liege seinerseits keine aussergewöhnliche 

Härte vor. 

C.c Mit E-Mail vom 5. April 2024 kontaktierte der Vater des Beschwerde-

führers die Vorinstanz und bat um ein Telefonat bezüglich der Ablehnung 

des Dienstverschiebungsgesuchs. Die Vorinstanz teilte dem Vater mit, 

dass sie grundsätzlich mit den Zivildienstleistenden selber in Kontakt stehe 

und wies ihn auf die Möglichkeit des Beschwerdeführers hin, eine 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einzureichen (vi-act. 16). 

D.  

Mit Eingabe vom 17. April 2024 erhob der Beschwerdeführer gegen die 

Verfügung der Vorinstanz vom 4. April 2024 Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht, wobei er zusätzlich zu den der Vorinstanz bereits einge-

reichten Unterlagen neu einen befristeten Arbeitsvertrag mit dem Prakti-

kumsbetrieb sowie E-Mailkorrespondenz zwischen seinem Vater und den 

Kommando Ausbildung der Schweizer Armee sowie E-Mailkorrespondenz 

mit zwei Einsatzbetrieben einreicht. Er beantragt die Aufhebung der ange-

fochtenen Verfügung vom 4. April 2024 und die Gutheissung seines 

Gesuchs um Dienstverschiebung auf das Jahr 2025 (Beschwerde, S. 1). 

Zur Begründung führt er insbesondere aus, es würde für seinen Prakti-

kumsbestrieb eine aussergewöhnliche Härte bedeuten, wenn er während 

der Hauptsaison einen Zivildiensteinsatz leisten müsste. Auch sei zu be-

rücksichtigen, dass er ein Ausbildungspraktikum mit Arbeitsmodulen leiste. 

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Seite 4 

Somit würde ein Unterbruch des Praktikums oder gar die Verschiebung 

seines Studienbeginns für ihn eine aussergewöhnliche Härte bedeuten. 

E.  

Mit E-Mail vom 19. April 2024 wandte sich der Beschwerdeführer an die 

Vorinstanz mit der Bitte um Hilfe bei der Einsatzsuche, worauf die Vor-

instanz erneut Einsatzbereiche und Einsatzbetriebe aufzählte, bei denen 

der Beschwerdeführer schnell und unkompliziert einen Einsatz von 

54 Tagen vereinbaren könnte (vi-act. 17). 

F.  

Mit Eingabe vom 14. Mai 2024 reicht die Vorinstanz ihre Vernehmlassung 

ein und beantragt die Abweisung der Beschwerde mit der Begründung, 

dass der Beschwerdeführer keine Dienstverschiebungsgründe nachweist. 

Insbesondere lege der Beschwerdeführer nicht substantiiert dar, dass vor-

liegend die Leistung eines Zivildiensteinsatzes zu einem Unterbruch einer 

schulischen oder beruflichen Ausbildung führen würde, welche mit unzu-

mutbaren Nachteilen verbunden wäre. Auch bestehe weder für den 

Beschwerdeführer noch für seinen Arbeitgeber eine aussergewöhnliche 

Härte im Sinne einer eigentlichen Notsituation. Ebenfalls lege der Be-

schwerdeführer nicht substantiiert dar, dass ihm im Falle der Erfüllung 

seiner Dienstpflicht im Jahr 2024 tatsächlich der Verlust seines Arbeits-

platzes drohen würde. 

G.  

Mit Eingabe vom 7. Juni 2024 (Posteingang: 10. Juni 2024) reicht der Be-

schwerdeführer innert erstreckter Frist eine Stellungnahme sowie 

entsprechende Beweismittel ein. Mit Hinweis auf die Tatsachen, dass er 

mittlerweile zum Studium an der (Fachschule im Dienstleistungsbereich) 

per September 2024 zugelassen sei und sein Praktikum bis Ende August 

2024 andaure, hält er sein Rechtsbegehren aufrecht. Er führt ausserdem 

aus, dass er auch nach Einreichen der Beschwerde weiterhin nach Mög-

lichkeiten gesucht habe, kurzfristig im Juli/August 2024 noch eine ZIVI-

Stelle zu finden, was sich als unmöglich erwiesen habe. Sowohl im März 

2024 wie auch nochmals anfangs Mai 2024 habe er sich hilfesuchend an 

die Vorinstanz gewendet. Diese habe ihn zum einen auf das laufende 

Beschwerdeverfahren verwiesen, und ihm andererseits empfohlen, sich 

telefonisch bei diversen Einsatzbetrieben nach Einsatzmöglichkeiten zu er-

kundigen. Leider sei auch diese Suche ohne Erfolg verblieben.  

 

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Seite 5 

H.  

H.a Auf instruktionsrichterliche Nachfrage vom 12. Juni 2024 hin, bestätigt 

die zukünftige Ausbildungsstätte des Beschwerdeführers, dass der Be-

schwerdeführer zum Bachelorstudium mit Studienbeginn September 2024 

zugelassen worden sei. Die Zulassung sei ohne Auflagen in Bezug auf 

noch zu absolvierende Praktika vor Zulassung erfolgt. Dies bedeute, dass 

die Zulassung des Beschwerdeführers nicht in Frage gestellt würde, sollte 

er zwischen Mitte Juni und Anfang September keine weiteren praktischen 

Erfahrungen mehr sammeln.  

H.b Mit Instruktionsverfügung vom 12. Juni 2024 wurde den Parteien die 

Aktennotiz dieses Telefonates sowie das Doppel der Stellungnahme des 

Beschwerdeführers vom 7. Juni 2024 zugestellt. Weiter wurde ihnen mit-

geteilt, dass ohne anders lautende und sofort zu stellende Anträge im vor-

liegenden Beschwerdeverfahren der Schriftenwechsel abgeschlossen sei.  

I.  

Auf die weiteren Vorbringen und Beweismittel der Parteien wird – soweit 

entscheidrelevant – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Die Verfügung der Vorinstanz vom 4. April 2024 kann nach Art. 63 

Abs. 1 des Zivildienstgesetzes vom 6. Oktober 1995 (ZDG; SR 824.0) im 

Rahmen der allgemeinen Bestimmungen über die Bundesverwaltungs-

rechtspflege mit Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht ange-

fochten werden (Art. 5 Abs. 1 Bst. a und Art. 44 ff. des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG; SR 172.021] i.V.m. 

Art. 31 ff. und Art. 37 ff. des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

2005 [VGG; SR 173.32]). 

1.2 Soweit das ZDG keine verfahrensrechtlichen Spezialnormen enthält, 

richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach den all-

gemeinen Bestimmungen über die Bundesrechtspflege, also nach dem 

Verwaltungsverfahrensgesetz (Art. 65 Abs. 4 ZDG). 

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Seite 6 

1.3 Als Adressat ist der Beschwerdeführer durch die angefochtene Ver-

fügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung oder Änderung. Er ist daher zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Die Verfügung wurde dem Beschwerdeführer am 4. April 

2024 elektronisch übermittelt. Damit hat der Beschwerdeführer mit 

Beschwerdeanhebung vom 17. April 2024 unter Berücksichtigung des Fris-

tenstillstands (Art. 22a Abs. 1 Bst. c VwVG) die dreissigtägige Eingabefrist 

(Art. 66 Bst. b ZDG) gewahrt. Ebenso sind die Anforderungen an Form und 

Inhalt der Beschwerdeschrift gewahrt (Art. 52 Abs. 1 VwVG). Schliesslich 

liegen die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen vor (Art. 44 ff. VwVG).  

1.4 Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten. 

2.  

2.1 Jeder Schweizer ist verpflichtet, Militärdienst zu leisten (Art. 59 Abs. 1 

Satz 1 BV). Militärdienstpflichtige, die den Militärdienst mit ihrem Gewissen 

nicht vereinbaren können, leisten gemäss Art. 1 ZDG auf Gesuch hin einen 

länger dauernden zivilen Ersatzdienst (Zivildienst), welcher grundsätzlich 

1,5-mal so lange wie die Gesamtdauer der noch nicht geleisteten Ausbil-

dungsdienste nach der Militärgesetzgebung dauert (vgl. Art. 8 Abs. 1 

Satz 1 ZDG). Die Zivildienstpflicht beginnt, sobald der Entscheid für die Zu-

lassung zum Zivildienst rechtskräftig geworden ist (Art. 10 ZDG). Der Zivil-

dienst wird in einem oder mehreren Einsätzen geleistet (Art. 20 

Satz 1 ZDG). Die zivildienstpflichtige Person plant und leistet ihre Einsätze 

so, dass sie die Gesamtheit der nach Art. 8 ZDG verfügten ordentlichen 

Zivildienstleistungen vor der Entlassung aus der Zivildienstpflicht erbracht 

hat (Art. 35 Abs. 1 der Zivildienstverordnung vom 11. September 1996 

[ZDV, SR 824.01]). Leistet die zivildienstpflichtige Person ihren Zivildienst 

in mehreren Einsätzen, so beträgt die Mindestdauer eines Einsatzes 

grundsätzlich 26 Tage (Art. 38 Abs. 1 ZDV), wobei die in Art. 38 Abs. 2 ZDV 

genannten Einsätze wie unter anderem Betreuungseinsätze in Lagern 

kürzer sein können. 

2.2 Die zivildienstpflichtige Person hat bei der Vorinstanz ein Dienstver-

schiebungsgesuch einzureichen, wenn eine gesetzliche Verpflichtung oder 

ein Aufgebot nicht befolgt werden kann. Die Gesuche müssen eine Begrün-

dung und die nötigen Beweismittel sowie die Angabe des Zeitraums, in 

welchem der fragliche Einsatz geleistet werden soll, enthalten 

(Art. 44 ZDV). Die Gründe, welche eine Dienstverschiebung rechtfertigen 

oder ausschliessen, hat der Verordnungsgeber in Art. 46 ZDV um-

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Seite 7 

schrieben. Absatz 3 der Bestimmung sieht vor, dass die Vorinstanz das 

Gesuch einer zivildienstpflichtigen Person um Dienstverschiebung dann 

gutheissen kann, wenn die zivildienstpflichtige Person: 

"a. während des Einsatzes oder der diesem folgenden drei Monate eine wich-

tige Prüfung ablegen muss;  

b.  eine schulische oder berufliche Ausbildung absolviert, deren Unterbre-

chung mit unzumutbaren Nachteilen verbunden ist;  

c.  andernfalls ihren Arbeitsplatz verlieren würde;  

cbis ...  

d.  vorübergehend aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, den 

vorgesehenen Einsatz zu absolvieren; die Vollzugsstelle kann eine vertrau-

ensärztliche Untersuchung anordnen;  

e.  glaubwürdig darlegt, dass die Ablehnung des Gesuchs für sie, ihre engsten 

Angehörigen oder ihren Arbeitgeber eine ausserordentliche Härte bedeu-

ten würde."  

Demgegenüber hat die Vorinstanz ein Gesuch einer zivildienstpflichtigen 

Person um Dienstverschiebung insbesondere dann abzulehnen, wenn 

keine Gründe im Sinne von Art. 46 Abs. 3 ZDV vorliegen (Art. 46 Abs. 4 

Bst. a ZDV). Beim Entscheid über ein derartiges Gesuch steht der Vor-

instanz ein Beurteilungs- und Ermessensspielraum zu, der vom Bundes-

verwaltungsgericht grundsätzlich zu respektieren ist (vgl. ULRICH HÄFELIN/

GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 

2020, Rz. 442 ff.). Die in Art. 46 Abs. 3 ZDV festgelegten Dienstverschie-

bungsgründe sind aber einer vollen richterlichen Kognition zugänglich. So 

stellen etwa die Kriterien des "unzumutbaren Nachteils" sowie der "ausser-

ordentlichen Härte" unbestimmte Rechtsbegriffe dar, deren Auslegung und 

Anwendung eine Rechtsfrage bildet, die grundsätzlich ohne Beschränkung 

zu überprüfen ist (Urteile des BVGer B-937/2023 vom 10. Mai 2023 E. 2.3; 

B-4464/2022 vom 12. Januar 2023 E. 2.3; B-3599/2022 vom 7. November 

2022 E. 2.3, je mit Hinweisen).  

 

 

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Seite 8 

3.  

3.1 In seiner Beschwerdeschrift macht der Beschwerdeführer sinngemäss 

den Dienstverschiebungsgrund gemäss Art. 46 Abs. 3 Bst. b ZDV (unzu-

mutbare Nachteile aufgrund der Unterbrechung einer schulischen oder be-

ruflichen Ausbildung) geltend. Er führt aus, er habe im Jahr 2024 keine Zeit, 

um seinen 54-tägigen Ersteinsatz zu leisten, da er bis zum 31. August 2024 

ein Ausbildungspraktikum absolviere, das ihn auf die (Fachschule) vorbe-

reite, wo er im Anschluss an das Praktikum ein Studium mit Anwesenheits-

pflicht beginne (Beschwerde, S. 2). 

3.2 Die Vorinstanz klärte bei der (Fachschule) ab, ob es sich beim derzei-

tigen Praktikum des Beschwerdeführers im (Praktikumsbetrieb) um ein ob-

ligatorisches Praktikum handelt, welches für die Zulassung zum geplanten 

Studium an der (Fachschule) vorausgesetzt wird. Sie erhielt seitens (Fach-

schule) die Auskunft, dass vor Beginn des Bachelorstudiums ein Jahr Be-

rufserfahrung in (Einsatzbereiche) nachgewiesen werden müsse. Das ein-

jährige Praktikum könne entweder als Vorbereitung an der (Fachschule) 

absolviert werden oder extern geleistet werden, wobei ein externes Prakti-

kum mindestens 12 Monate zu dauern habe, wovon jeweils drei Monate in 

den Bereichen (Bereich A), (Bereich B), (Bereich C) und (Bereich D) zu 

leisten seien. Bei der Anmeldung zum Studium an der (Fachschule) dürften 

beide Praktikumsvarianten nicht länger als zwei Jahre zurückliegen (Ver-

nehmlassung, S. 3 sowie S. 4, Ziff. 2.2; vi-act. 18).  

In Bezug auf das derzeitige Praktikum des Beschwerdeführers beim Prak-

tikumsbetrieb führt die Vorinstanz aus, die Praktikumsdauer vom 1. Januar 

2024 bis zum 31. August 2024 betrage nur acht Monate, was gemäss Aus-

kunft der (Fachschule) nicht ausreiche, um den Bachelorstudiengang im 

September 2024 ohne vorgängiges Vorbereitungsjahr zu beginnen. Auch 

gehe aus den eingereichten Unterlagen nicht hervor, dass das Praktikum 

in den von der (Fachschule) vorgegebenen vier Bereichen geleistet werde. 

Demnach sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer derzeit vor-

liegend kein obligatorisches Praktikum absolviere, das zur Zulassung an 

der (Fachschule) vorausgesetzt werde. Folglich würde ein allfälliger Zivil-

diensteinsatz während des freiwilligen Praktikums weder zur Unterbre-

chung der schulischen oder beruflichen Ausbildung des Beschwerdefüh-

rers, noch zu einem späteren Beginn des im September 2024 geplanten 

Studiums führen (Vernehmlassung, S. 4 f., Ziff. 2.2). Des Weiteren habe 

der Beschwerdeführer bisher keine Immatrikulationsbestätigung oder 

ein(e) (Zulassungsbescheinigung) der (Fachschule) eingereicht. Dadurch 

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sei nicht nachgewiesen, dass er im September 2024 tatsächlich ein Stu-

dium an der (Fachschule) beginnen werde. Sollte er sein Studium nicht im 

September 2024 beginnen, so hätte er nach seinem derzeitigen Praktikum 

genügend, Zeit, um seiner Zivildienstpflicht nachzukommen (Vernehmlas-

sung, S. 5, Ziff. 2.3). 

3.3 Vorweg ist in Bezug auf den Dienstverschiebungsgrund des unzumut-

baren Nachteils bei Unterbrechung einer Ausbildung i.S.v. Art. 46 Abs. 3 

Bst. b ZDV darauf hinzuweisen, dass eine zivildienstpflichtige Person ihre 

beruflichen bzw. schulischen Aufgaben mit der Dienstpflicht in Einklang zu 

bringen und die Erfüllung ihrer Zivildienstpflicht in die persönliche 

Lebens- und Karriereplanung einzubeziehen hat. Angesichts der frühzeitig 

absehbaren zivildienstbedingten Abwesenheiten, welche entsprechende 

Planungsmassnahmen ermöglichen, ist der Unterbruch einer Ausbildung 

nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich 

nachholbar und führt nicht zu einem unzumutbaren Nachteil (Urteile des 

BVGer B-937/2023 vom 10. Mai 2023 E. 4.1; B-4464/2022 vom 12. Januar 

2023 E. 4.3; B-3599/2022 vom 7. November 2022 E. 4.4.2).  

Auch ist daran zu erinnern, dass es sich bei der Zivildienstpflicht um eine 

gesetzliche Pflicht handelt und nicht um eine Beschäftigung, die nach ei-

genem Gutdünken ausgeführt werden kann (Urteil des BVGer 

B-5180/2021 vom 23. März 2022 E. 3.1). Gemäss Art. 39a Abs. 1 ZDV 

erbringt die zivildienstpflichtige Person jährliche Zivildienstleistungen von 

mindestens 26 Tagen Dauer, bis die Gesamtdauer nach Artikel 8 ZDG 

erreicht ist. Es besteht kein Zweifel, dass ein Ersteinsatz von 54 Tagen für 

den Beschwerdeführer eine gewisse Unannehmlichkeit und möglicher-

weise einen erheblichen Mehraufwand bedeutet. Das ist indes bei allen 

Dienstpflichtigen der Fall, die während ihrer Ausbildung Zivildienst leisten 

müssen. Insbesondere unterscheidet sich seine Situation nicht entschei-

dend von anderen dienstpflichtigen und sich noch in Ausbildung befind-

lichen Personen (Urteile des BVGer B-7551/2016 vom 19. Januar 2017 

S. 6 sowie B-1089/2014 vom 4. Juni 2014 S. 7). 

Vorliegend wird gestützt auf die Abklärungen der Vorinstanz und der schrift-

lichen Bestätigung der (Fachschule) per E-Mail vom 6. Mai 2024 

(vi-act. 18) festgestellt, dass ein mindestens einjähriges intern oder extern 

geleistetes Praktikum Zulassungsvoraussetzung zum Bachelorstudien-

gang an der (Fachschule) ist. Das derzeitige Praktikum des Beschwerde-

führers vom 1. Januar 2024 (resp. 1. Dezember 2023 unter Berücksichti-

gung des Vorpraktikums) bis zum 31. August 2024 beträgt hingegen nur 

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Seite 10 

acht, resp. neun Monate. Wie die Vorinstanz korrekt feststellt, ist das der-

zeitige Praktikum grundsätzlich zu kurz, um die von der (Fachschule) ge-

forderte mindestens einjährige Berufserfahrung nachzuweisen. Zusätzlich 

ist fraglich, ob selbst bei genügend langer Dauer, die fachlichen Anforde-

rungen der (Fachschule) in Bezug auf die Praktikumsbereiche erfüllt wäre. 

Vor diesem Hintergrund lag schon vor der Nachfrage durch das Gericht die 

Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich hierbei um ein freiwilliges Prak-

tikum handelt, welches der Beschwerdeführer ohne Auswirkungen auf 

seine schulische oder berufliche Ausbildung unterbrechen könnte. Insbe-

sondere würde ein allfälliger Zivildiensteinsatz nicht dazu führen, dass er 

im September 2024 nicht an der (Fachschule) mit seinem Vorbereitungs-

jahr zum Bachelorstudium beginnen könnte. Wohl steht inzwischen fest, 

dass der Beschwerdeführer zum Bachelorstudium an der (Fachschule) mit 

Studienbeginn am 9. September 2024 zugelassen worden ist (Stellung-

nahme vom 7. Juni 2024, S. 1 mit Verweis auf Beilagen 4 und 5; vgl. 

[Zulassungsbescheinigung] [Beilage 5 der Stellungnahme vom 7. Juni 

2024]). Indes bestätigt die (Fachschule), dass die Zulassung des Be-

schwerdeführers zum Bachelorstudium ohne Auflagen bezüglich allfälliger 

noch zu leistender Praktika vor Zulassung bzw. Studienbeginn erfolgt sei 

(vgl. Aktennotiz vom 12. Juni 2024). Ebenso bestätigt die (Fachschule), 

dass die Zulassung des Beschwerdeführers nicht in Frage gestellt würde, 

sollte er zwischen Mitte Juni und Anfang September keine weiteren prakti-

schen Erfahrungen mehr sammeln (vgl. Aktennotiz vom 12. Juni 2024). 

Damit steht fest, dass ein allfälliger Zivildiensteinsatz von 54 Tagen einem 

Studienbeginn per 9. September 2024 trotz Unterbruch bzw. frühzeitigem 

Beenden seines zurzeit andauernden Praktikums nichts im Wege steht.  

Der Vollständigkeit halber ist dem Gesagten beizufügen, dass die Gründe 

des Beschwerdeführers für seinen Wechsel zum Zivildienst bei der Prüfung 

allfälliger Dienstverschiebungsgründe nicht berücksichtigt werden dürfen.  

Nach dem Gesagten steht fest, dass die Leistung eines Zivildiensteinsat-

zes nicht zu einem Unterbruch einer schulischen oder beruflichen Aus-

bildung des Beschwerdeführers führen würde. Der Dienstverschiebungs-

grund gemäss Art. 46 Abs. 3 Bst. b ZDV ist folglich nicht erfüllt.  

4.  

4.1 Weiter argumentiert der Beschwerdeführer, da für den Praktikumsbe-

trieb von Mai bis August 2024 Hochsaison sei, könne der Betrieb während 

dieser Zeit nicht auf ihn verzichten. Falls er während diesem Zeitraum 

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Seite 11 

einen Zivildiensteinsatz leisten müsse und dadurch sein Studium verschie-

ben oder sein Praktikum unterbrechen müsse, würde dies für ihn wie auch 

den Praktikumsbetrieb eine aussergewöhnliche Härte i.S.v. Art. 46 Abs. 4 

[recte: Abs. 3] Bst. e ZDV darstellen (vi-act. 13; Beschwerde, S. 2). 

4.2 Die Vorinstanz macht geltend, dass gemäss bundesverwaltungs-

gerichtlicher Rechtsprechung eine ausserordentliche Härte nur anerkannt 

werde, wenn eine eigentliche Notsituation beim Zivildienstpflichtigen, 

seinen engsten Angehörigen oder seiner Arbeitgeberin vorliegen (Urteil 

des BVGer B-4419/2013 vom 7. Oktober 2013 E. 2.1). Die Vorinstanz be-

mängelt, der Beschwerdeführer hätte mittels einer geeigneten Einsatz-

planung ohne Weiteres dafür sorgen können und müssen, dass er seinen 

Ersteinsatz in einem für ihn und seinen Arbeitgeber möglichst günstigen 

Zeitpunkt hätte leisten können. Es wäre seine Pflicht gewesen, mit seinem 

Arbeitgeber frühzeitig die geeigneten Planungsmassnahmen seiner abseh-

baren Abwesenheit zu ergreifen. Dem Arbeitgeber obliege es seinerseits, 

sein Unternehmen personell derart aufzustellen und zu organisieren, dass 

auch eine längere Abwesenheit eines Mitarbeiters mehrheitlich abgefan-

gen werden könne (Urteil des BVGer B-3143/2016 vom 22. Dezember 

2016, S. 6). Dies gelte umso mehr, als es sich nicht um eine plötzliche Ab-

wesenheit handle (Urteil des BVGer B-1391/2016 vom 11. Mai 2016 

E. 3.3.5) und der Beschwerdeführer als befristeter Praktikant angestellt sei. 

Auch wenn die Abwesenheit des Beschwerdeführers seinen Arbeitgeber 

zweifellos vor gewisse Herausforderungen stellen dürfte, erscheine sie zu-

mutbar und es liege daher keine eigentliche Notsituation vor (Vernehm-

lassung, S. 5 f., Ziff. 3.2). 

4.3 Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass eine ausserordentliche Härte im 

Sinne von Art. 46 Abs. 3 Bst. e ZDV nach ständiger Rechtsprechung einzig 

bejaht wird, wenn beim Zivildienstpflichtigen, seinen engsten Angehörigen 

oder eben seinem Arbeitgeber eine echte Notsituation vorliegt (Urteil des 

BVGer B-3599/2022 vom 7. November 2022 E. 4.2.2). Nicht als eine 

solche kann die zusätzliche Belastung des Arbeitgebers durch die Ab-

wesenheit der zivildienstpflichtigen Person, insbesondere die Notwendig-

keit, seine interne Organisation durch Personalanpassungen vorüber-

gehend neu zu organisieren, qualifiziert werden, da eine solche Situation 

bereits bei Urlaub, Krankheit oder Militärdienst seiner Mitarbeiter eintritt 

(Urteile des BVGer B-3599/2022 vom 7. November 2022 E. 4.2.2 und 

B-5062/2020 vom 5. Januar 2021 E. 3.1). Es obliegt denn auch dem 

Arbeitgeber, sein Unternehmen so zu organisieren, dass selbst eine 

längere Abwesenheit eines Mitarbeiters mehrheitlich aufgefangen werden 

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Seite 12 

kann, wobei berücksichtigt werden kann, dass in einem kleineren Betrieb 

eine längere Abwesenheit eines Mitarbeiters regelmässig schwieriger auf-

zufangen ist, als in grösseren Betrieben (Urteile des BVGer B-2477/2021 

vom 12. Juli 2021 E. 4.3.1 und B-3405/2020 vom 26. August 2020 

E. 4.3.1). 

Die ausserordentliche Härte für den Arbeitgeber begründet der Beschwer-

deführer damit, dass im Praktikumsbestrieb von Mai bis August 2024 Hoch-

saison herrsche und es in dieser Zeit für den Praktikumsbetrieb unmöglich 

sei, auf ihn zu verzichten (vi-act. 13), da er in diesem Familienbetrieb eine 

wichtige Stütze geworden sei, die kurzfristig nicht zu ersetzen sei 

(Beschwerde, S. 2). Es ist nachvollziehbar, dass im Praktikumsbetrieb (…) 

die Mitarbeitenden während der Hochsaison stark eingespannt sind. Aller-

dings wusste der Beschwerdeführer bereits spätestens seit dem Schreiben 

der Vorinstanz vom 8. Dezember 2023 Bescheid über seine Einsatzpflicht 

im Jahr 2024 in Form eines 54-tägigen Ersteinsatzes (vi-act. 8). In diesem 

Sinne führt der Beschwerdeführer auch aus, dass er bereits im Dezember 

2023 für den für ihn günstigen Zeitraum vom März bis April 2024 nach Ein-

satzmöglichkeiten suchte, da in diesem Zeitraum in seinem Praktikumsbe-

trieb Betriebsferien und Tiefsaison seien. Konkret habe er sich beim (Ein-

satzbetrieb A) sowie beim (Einsatzbetrieb B) beworben, jedoch zunächst 

keine Antwort erhalten. Es habe sich offensichtlich als Fehler erwiesen, 

dass er dort nicht früher nachgehakt habe bzw. sich breiter beworben habe. 

Die Absagen habe er erst im Januar erhalten. Auch seine Anfrage (beim 

Einsatzbetrieb C) sei erfolglos gewesen, da dieser Einsatzbetrieb nur 

sechsmonatige Praktika anbiete (Beschwerde, S. 2; Stellungnahme vom 

7. Juni 2024, S. 2). Schliesslich verweist der Beschwerdeführer auf seine 

erfolglosen Bemühungen um einen Einsatzbetrieb seit Anhebung seiner 

Beschwerde (Stellungnahme vom 7. Juni 2024, S. 2). So habe er im März 

2024 und im Mai 2024 bei der Vorinstanz um entsprechende Hilfe ange-

fragt, und sich auf deren Anraten hin telefonisch bei diversen Einsatzbe-

trieben um Einsatzmöglichkeiten im Juli/August 2024 erkundigt (Stellung-

nahme vom 7. Juni 2024, S. 2), was ohne Erfolg blieb. Entweder seien für 

diese Einsätze zusätzliche Ausbildungen mitzubringen, welche ihm fehlten, 

oder es seien keine offenen Stellen für den massgebenden Zeitraum vor 

Studienbeginn offen (Stellungnahme vom 7. Juni 2024, S. 2). Die vielen 

Absage zeigten, so der Beschwerdeführer, dass die Einsatzbetriebe län-

gerfristig planen würden, so dass eine kurzfristige Einsatzmöglichkeit un-

möglich zu finden sei (Stellungnahme vom 7. Juni 2024, S. 2).  

B-2582/2024 

Seite 13 

Offensichtlich war sich der Beschwerdeführer bereits vor Beschwerde-

anhebung bewusst, dass er aufgrund beschränkter Verfügbarkeit frühzeitig 

eine Einsatzmöglichkeit suchen muss. Damit ist nicht nachvollziehbar, 

weshalb er lediglich drei Einsatzbetriebe vor Beschwerdeanhebung kon-

taktierte, trotz Dringlichkeit passiv zuwartete, sich erst mit E-Mail vom 

28. Februar 2024 hilfesuchend an die Vorinstanz wandte und deren kurz-

fristig mögliche Einsatzmöglichkeiten nicht prüfte (vi-act. 11). Inwiefern er 

seinen Praktikumsbetrieb über seine 54-tägige Einsatzpflicht und diesbe-

zügliche Suche nach Einsatzmöglichkeiten informierte, geht nicht aus den 

Akten hervor.  

Es wäre dem Beschwerdeführer oblegen, seinen Einsatz vorausschauend 

mit dem Arbeitgeber und einem Einsatzbetrieb zu planen. Der Praktikums-

betrieb seinerseits steht in der Pflicht, seinen Betrieb so zu organisieren, 

dass er die Absenz des Beschwerdeführers aufzufangen vermag. Auch 

wenn es sich beim Praktikumsbetrieb um ein Familienunternehmen han-

delt, muss die Abwesenheit eines als befristet angestellten Praktikanten in 

dieser Situation verkraftbar sein. Das mag in einer Zeit erhöhter Arbeitslast 

lästig sein, nimmt indessen nicht das Ausmass einer eigentlichen Notlage 

an. 

5.  

5.1 Schliesslich kreuzte der Beschwerdeführer in seinem Gesuch um 

Dienstverschiebung vom 11. März 2024 im amtlichen Formular als Grund 

für die gewünschte Dienstverschiebung das Feld "Drohender Verlust des 

Arbeitsplatzes" an (vi-act. 12). Damit macht er sinngemäss einen Verschie-

bungsgrund nach Art. 46 Abs. 3 Bst. c ZDV geltend. 

5.2 Die Vorinstanz führt aus, der Beschwerdeführer hatte aufgrund des 

Einführungstages, spätestens jedoch seit seiner Zulassung Kenntnis über 

seine Dienstpflicht im Jahr 2024. Soweit er zwischenzeitlich – im Wissen 

um diese Dienstpflicht – Dispositionen getroffen habe bzw. berufliche Ver-

pflichtungen eingegangen sei, die der Leistung seines Ersteinsatzes im 

Jahr 2024 entgegenstünden, könne er daraus nichts zu seinen Gunsten 

ableiten. Darüber hinaus könne aus dem Schreiben des Praktikumsbe-

triebs nicht abgeleitet werden, dass ihm tatsächlich der Verlust des Arbeits-

platzes drohe (Vernehmlassung, Ziff. 4.1).  

5.3 Es geht nicht aus den Akten hervor, ob sich der Beschwerdeführer be-

reits vor seinem Einführungstag für ein Ausbildungspraktikum vom 

B-2582/2024 

Seite 14 

1. Januar 2024 bis zum 31. August 2024 verpflichtet hatte. Dies kann vor-

liegend jedoch offenbleiben, da der Beschwerdeführer nicht nachweist, 

dass aufgrund der Pflicht zur Leistung seines Ersteinsatzes tatsächlich ein 

Verlust des Arbeitsplatzes droht. Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin 

(Vernehmlassung, Ziff. 4.1), dem Schreiben des Praktikumsbetriebs könne 

nicht entnommen werden, dass dem Beschwerdeführer der Verlust des 

Arbeitsplatzes drohe, sollte dieser während der Praktikumsdauer einen 

Zivildiensteinsatz leisten. Hinzu kommt, dass es sich bei der konkreten 

Stelle um ein zeitlich bis zum 31. August 2024 befristetes Anstellungsver-

hältnis handelt, wobei der Beschwerdeführer selbst ausführt, dass es sich 

nicht um eine Stelle handle, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen 

(Beschwerde, S. 2). Folglich wären die Folgen eines Verlustes des Prakti-

kumsplatzes für den Beschwerdeführer im vorliegenden Fall wohl eher 

gering. 

Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Dienstverschiebungsgrund 

des drohenden Verlusts des Arbeitsplatzes i.S.v. Art. 46 Abs. 3 Bst. c ZDV 

im vorliegenden Fall nicht gegeben ist. 

6.  

Nach dem Gesagten liegen vorliegend keine Dienstverschiebungsgründe 

vor. Damit ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen. 

7.  

Gemäss Art. 65 Abs. 1 ZDG ist das Verfahren vor dem Bundesverwaltungs-

gericht kostenlos, sofern es sich nicht um eine mutwillige Beschwerdefüh-

rung handelt. Dies ist vorliegend nicht der Fall und wird zurecht auch nicht 

geltend gemacht. Damit sind keine Verfahrenskosten zu erheben. Es 

werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet (Art. 65 Abs. 1 Satz 2 

ZDG). 

8.  

Gegen Entscheide auf dem Gebiet des Zivildienstes ist die Beschwerde an 

das Bundesgericht unzulässig (Art. 83 Bst. i des Bundesgerichtsgesetzes 

vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Das vorliegende Urteil ist end-

gültig. 

 

  

B-2582/2024 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und an die 

Zentralstelle des Bundesamtes für Zivildienst. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Marc Steiner Lydia Patrizia Buchser 

 

 

 

Versand: 17. Juni 2024