# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e60e7dc-4ccc-5955-abf4-f84542507a79
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.07.2009 D-4337/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4337-2009_2009-07-13.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4337/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni;
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
angeblich Benin, alias A._______, geboren Y._______, 
angeblich Benin,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 24. Juni 2009 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4337/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der eigenen Angaben zufolge aus B._______ (Benin) stammende 
Beschwerdeführer  vom  Volksstamm  der  C._______  seinen  Heimat-
staat im Alter von zwei Jahren verliess und in der Folge zusammen mit 
seinen  Eltern  nach  D._______  übersiedelte  und  dort  in  E._______, 
F._______, lebte, von dort im Mai 2008 auf dem Seeweg ausreiste und 
über J._______ am 29. August 2008 illegal in die Schweiz gelangte, 
wo er gleichentags im G._______ um Asyl nachsuchte,

dass die beim Beschwerdeführer am 2. September 2008 durchgeführte 
Knochenaltersanalyse ergab, dass er älter als 18 Jahre alt sei,

dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 15. September 2008 sowie 
der direkten Bundesanhörung vom 22. Juni 2009 zur Begründung sei-
nes Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, dass sein Vater aus 
Benin stamme, seine Mutter jedoch Staatsangehörige aus D._______ 
gewesen und bei seiner Geburt verstorben sei,

dass sein Vater mit Elektronikgeräten und Waffen gehandelt habe und 
im April beziehungsweise Mai 2008 entführt worden sei, weil er gegen-
über  seinen  Geschäftspartnern  eine  Schuld  nicht  habe  begleichen 
können,

dass er, als er seinen Vater um Hilfe habe schreien hören, hinter das 
Haus geflüchtet sei  und sich anschliessend zu einem Freund seines 
Vaters begeben habe, dem er den ganzen Vorfall geschildert habe,

dass sie die Entführung der Polizei nicht gemeldet hätten, da es darum 
gegangen sei, sein Leben zu retten, und nicht darum, die lokale Polizei 
zu informieren,

dass  er  sich  als  einziger  Nachkomme  seines  Vaters  ebenfalls  als 
höchst gefährdet angesehen und deshalb die Flucht ergriffen habe,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers in Anwen-
dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG,  SR 142.31)  mit  Verfügung  vom 24. Juni  2009  -  eröffnet  am 
29. Juni 2009 - nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz so-
wie den Vollzug anordnete, 

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dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die vom Be-
schwerdeführer behauptete, aber von den Asylbehörden (aufgrund des 
Aussehens des Beschwerdeführers, der vagen Aussagen zu weiteren 
Identitätselementen und des Resultats der medizinischen Knochenal-
tersanalyse)  ernsthaft  angezweifelte  Minderjährigkeit  sei  unbewiesen 
geblieben, weshalb er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen habe 
und das BFM daher weiterhin von seiner Volljährigkeit im Zeitpunkt der 
Einreichung des Asylgesuches ausgehe,

dass keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es dem Beschwerde-
führer verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass der Beschwerdeführer auf Vorhalt angegeben habe, keinerlei An-
strengungen  zum  Erhalt  von  Identitätsdokumenten  unternommen  zu 
haben, da er in D._______ keine Person kenne, die ihm hätte behilflich 
sein können,

dass diese Erklärung nicht zu überzeugen vermöge, da sich der Be-
schwerdeführer  an den Freund seines  Vaters  hätte  wenden  können, 
der ihm bereits  die Reise von D._______ in die Schweiz organisiert 
habe,

dass  bezeichnenderweise  die  Angaben  zum Reiseweg  substanzarm 
und realitätsfremd ausgefallen seien und der Beschwerdeführer über-
dies unlogische Angaben zu seinem Namen gemacht habe,

dass er zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG 
nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zusätzlichen Abklärun-
gen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegwei-
sungsvollzugshindernisses erforderlich seien,

dass es dem Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang zuzumuten 
gewesen wäre, die Verschleppung seines Vaters den Behörden bezie-
hungsweise den  staatlichen  Sicherheitskräften  zu  melden und  diese 
um Schutz zu ersuchen,

dass  der  Beschwerdeführer  überdies  in  seinem  Heimatstaat  Benin 
oder  in  D._______  innerhalb  der  Grenzen  jener  Staaten  eine 
Aufenthaltsalternative  besässe,  um  der  lokalen  Verfolgung  zu 
entgehen, weshalb die Vorbringen nicht asylrelevant seien,

dass der Wegweisungsvollzug in den Heimatstaat durchführbar sei,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Juli 2009 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und beantragte, es sei die Flüchtlingseigenschaft zu-
zuerkennen und Asyl zu gewähren, eventualiter sei ihm die vorläufige 
Aufnahme  infolge  Unzulässigkeit  beziehungsweise  Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs zu gewähren,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 8. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]), 

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass sich namentlich aus den Verfahrensakten keine Anhaltspunkte er-
geben,  welche zu Zweifeln an der Urteilsfähigkeit  des nach eigenen 
Angaben (...) alten Beschwerdeführers Anlass geben würden, weshalb 
er  unter  diesen  Umständen,  ungeachtet  der  Glaubhaftigkeit  seiner 
geltend gemachten Minderjährigkeit, als prozessfähig zu erachten ist,

dass somit auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art. 108  Abs.  2  AsylG;  Art.  6  AsylG  i.V.m.  Art.  52 
VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG), 

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  deshalb  bei  Begründetheit  der  Beschwerde  die  angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen ist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 
der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004  Nr.  34 
E. 2.1 S. 240 f.), 

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass somit auf den Antrag auf Gewährung von Asyl nicht einzutreten 
ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 

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Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Voll-
zugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass  der  Beschwerdeführer  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches keine Identitäts- oder Reisepapiere im Sinne 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG abgab, 

dass vorliegend auch keine entschuldbaren Gründe für das Nichtein-
reichen von Dokumenten zu bejahen sind, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung lediglich angab, keinerlei 
Identitätsdokumente besessen zu haben und, da er keine Eltern mehr 
habe, niemanden habe, der ihm bei der Beschaffung von Dokumenten 
behilflich sein könne (vgl. Protokoll Empfangszentrum, S. 3 f.; Protokoll 
direkte Anhörung, S. 3),

dass  der  Beschwerdeführer  im  Hinblick  auf  die  Beschaffbarkeit  von 
Identitätsdokumenten somit  in  kategorischer  Weise verneinte,  solche 
je beschaffen zu können,

dass sich der Beschwerdeführer jedoch - wie die Vorinstanz im ange-
fochtenen Entscheid zu Recht erkannte - an den Geschäftspartner sei-
nes  Vaters hätte  wenden und diesen  um Hilfe  bitten  können,  zumal 
ihm dieser die gesamte Ausreise organisiert habe (vgl. Protokoll direk-
te Anhörung, S. 4),

dass sodann auch die Schilderungen des Beschwerdeführers zu den 
Umständen seiner Ausreise aus dem Heimatstaat und der Weiterreise 
in die Schweiz als realitätsfremd und unsubstanziiert zu erachten sind,

dass er sodann nicht in der Lage war, den Ankunftshafen zu benennen 
und auch nicht wusste, unter welcher Flagge des Schiff gefahren sei, 
und überdies der Hinweis, er sei  während der Reise von H._______ 

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nach I._______ nicht kontrolliert  worden, als stereotyp und daher als 
unglaubhaft zu erachten ist (vgl. Protokoll direkte Anhörung, S. 4 f.),

dass  zudem  das  Vorbringen,  nach  Verlassen  des  Schiffes  das 
Asylzentrum in I._______ aufgesucht zu haben (vgl. Protokoll  direkte 
Anhörung,  S. 5  oben),  den  tatsächlichen  Begebenheiten  klar  wider-
spricht, zumal die Schweiz ein Binnenland darstellt,

dass in  diesem Zusammenhang festzuhalten  ist,  dass die Aussagen 
des Beschwerdeführers, er sei während der Reise und auch beim Ver-
lassen des Schiffes in besagtem unbekanntem Hafen keinerlei Kontrol-
len  unterworfen  gewesen,  den  Erkenntnissen  der  schweizerischen 
Asylbehörden über die Sicherheitsvorkehrungen und Einreisevorschrif-
ten in den europäischen Hafenstädten widersprechen, 

dass  mithin  mit  diesen  jeglicher  Substanz  entbehrenden  Vorbringen 
keine entschuldbaren Gründe im Sinne des Gesetzes für das Fehlen 
von Dokumenten vorgetragen wurden, welche insbesondere dann an-
zunehmen wären,  wenn spezifische Fluchtumstände  im Vordergrund 
stünden, die zum Verlust der Papiere geführt hätten oder die es nicht 
erlaubt hätten, solche mitzunehmen, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  seinem gesamten  Aussageverhalten 
den auch im Beschwerdeverfahren nicht widerlegten Eindruck vermit-
telt, er versuche, seine Identität und genaue Herkunft zu verschleiern, 
und keinesfalls - wie von der Vorinstanz zutreffend festgestellt - glaub-
haft darzulegen vermochte, er sei durch nicht selbst zu verantworten-
de  Umstände  an  der  unverzüglichen  Einreichung  von  Reise-  oder 
Identitätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert 
worden (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass der Beschwerdeführer ferner unbegründet liess, wie er respektive 
sein Fluchthelfer eine Reise von D._______ über J._______ und mit-
tels verschiedener Verkehrsmittel ohne Reisepapiere organisierte und 
durchführte, was die Unglaubhaftigkeit seiner Angaben über das Feh-
len der Identitätspapiere untermauert,

dass die insgesamt substanzlosen und realitätsfremden Angaben des 
Beschwerdeführers über den fehlenden Besitz von Identitätspapieren 
die  Haltlosigkeit  seiner  diesbezüglichen  Angaben  ebenso  bestätigen 
wie die unrealistischen und detailarmen Angaben über die Reise in die 
Schweiz,

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dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches Identitätsdokumente 
einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender  Begründung  verneint 
hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht  als  asylirrelevant  qualifizierte,  zumal  sich  dieser  offensichtlich 
nicht  veranlasst  sah,  den angeblichen Vorfall  betreffend seinen Vater 
den Behörden von D._______ zu melden und allenfalls um Schutz zu 
ersuchen, obwohl ihm dies problemlos möglich und zumutbar gewesen 
wäre und er überdies allfälligen lokalen Behelligungen durch geeignete 
Verlegung des Wohnsitzes innerhalb des Landes mit Leichtigkeit hätte 
entgehen können,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den vorins-
tanzlichen  Einwänden  nichts  Substanzielles  entgegenzuhalten  ver-
mag, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen auch diesbezüg-
lich auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid zu 
verweisen ist,

dass insbesondere der Einwand, wonach er in Gefahr geraten wäre, 
von den Entführern seines Vaters gefunden zu werden, wenn er den 
Vorfall den Behörden gemeldet hätte, als unbehelflich zu qualifizieren 
ist, zumal der Beschwerdeführer gerade die Sicherheitskräfte hätte er-
suchen können, zu seinem Schutz tätig zu werden,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
- und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt -  das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

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dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust  1999 über Verfahrensfragen [AsylV1,  SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen  des  AuG  über  die  vorläufige  Aufnahme  zu  regeln  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  nach  eigenen  Angaben  am  Y._______ 
geboren  wurde,  somit  nach  dem  massgebenden  schweizerischen 
Recht (vgl. EMARK 1994 Nr. 11 E. 4d S. 92) noch minderjährig wäre, 
und mithin grundsätzlich den Normen des Übereinkommens vom 20. 
November  1989 über  die  Rechte  des  Kindes (KRK,  SR  0.107)  un-
terliegen würde, welchen Bestimmungen im Hinblick auf die Frage der 
Zulässigkeit  und Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzuges -  wie dies 
der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe denn auch gel-
tend macht - besonders Rechnung zu tragen wäre,

dass  die  Vorinstanz  aber  zu  Recht  auf  diesbezügliche  Erwägungen 
und allenfalls  weitere  Abklärungen im Heimatstaat  des Beschwerde-
führers  verzichten konnte,  da sie  zutreffend davon ausgegangen ist, 
dass der Beschwerdeführer die von ihm behauptete  Minderjährigkeit 
nicht glaubhaft machen konnte,

dass gestützt auf die Praxis bei der Prüfung der Altersangaben einer 
minderjährigen Person zunächst von allenfalls eingereichten Identitäts-
dokumenten auszugehen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6 ff.), vorlie-

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gend der Beschwerdeführer jedoch - wie dargelegt - keine Identitäts-
dokumente eingereicht hat,

dass bei Fehlen rechtsgenüglicher Identitätsausweise sodann auch auf 
wissenschaftliche Methoden im Sinne von Art. 7 Abs. 1 AsylV 1, bei-
spielsweise die so genannte Knochenaltersanalyse abgestellt  werden 
kann,  sofern  sie  bestimmten  Kriterien  entspricht  (vgl.  EMARK  2001 
Nr. 23 E. 4),

dass  das  BFM  am  2.  September  2008  eine  Knochenaltersanalyse 
durchführen liess, gemäss welcher der Beschwerdeführer älter als 18 
Jahre sei, und ihm das Ergebnis der Analyse in der Folge zur Kenntnis 
gebracht wurde (vgl. Protokoll direkte Anhörung, S. 7),

dass die Vorinstanz ihre Ausführungen zum Alter des Beschwerdefüh-
rers indes nicht  einzig auf  die Ergebnisse der Knochenaltersanalyse 
abgestellt, sondern sich zudem mit seinen Vorbringen zur Frage seines 
Alters und den Gesamtumständen auseinandergesetzt hat, 

dass das  BFM in der  angefochtenen Verfügung insgesamt  mit  über-
zeugenden Argumenten dargelegt hat, weshalb den Angaben des Be-
schwerdeführers  über  sein  Alter  nicht  geglaubt  werden  könne,  und 
sich bei seiner Beurteilung zutreffend auf die offenkundig unsubstanzi-
ierten  und  realitätsfremden Angaben  -  insbesondere  sein  Alter,  den 
Reiseweg sowie seine Identitätspapiere betreffend - gestützt hat, 

dass die Angaben des Beschwerdeführers zu seinem angeblichen Ge-
burtsdatum in der Tat vage ausgefallen sind, 

dass er  zwar  ein genaues Geburtsdatum angab, aber  bei  der  Frage 
nach  dem  Alter  beim  Verlassen  der  Schule  ungereimte  Angaben 
machte (vgl. Protokoll Empfangszentrum, S. 2),

dass der Beschwerdeführer zudem hinsichtlich seiner Absichten, seine 
Identität zu belegen, auffallend vage und interesselos blieb,

dass gemäss gefestigter Praxis eine asylsuchende Person die objekti-
ve Beweislast für die behauptete Minderjährigkeit und die Folgen der 
Beweislosigkeit trägt (vgl. EMARK 2001 Nrn. 22 und 23), und es dem 
Beschwerdeführer vor dem Hintergrund der Erwägungen nicht gelun-
gen ist, seine Minderjährigkeit glaubhaft zu machen, 

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dass bei dieser Sachlage nicht weiter auf die in der Beschwerde erho-
benen Einwände gegen das Ergebnis der Knochenaltersanalyse ein-
zugehen ist,

dass  die  Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Vollzugs 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 AuG) grundsätzlich von Amtes we-
gen zu prüfen sind, diese Untersuchungspflicht jedoch nach Treu und 
Glauben  ihre  Grenzen  an  der  Mitwirkungspflicht  der  asylsuchenden 
Person  findet  (Art. 8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziie-
rungslast  trägt  (Art. 7 AsylG),  und es nicht  Sache der  Asylbehörden 
sein  kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  hypotheti-
schen Herkunftsländern zu forschen,

dass der Beschwerdeführer deshalb die Folgen seiner von ihm nicht 
rechtsgenüglich nachgewiesenen wahren Identität und Herkunft zu tra-
gen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es würden ei-
ner Wegweisung in den tatsächlichen Heimatstaat  keine Vollzugshin-
dernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 - 4 
AuG entgegen stehen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2. S. 4 f.),

dass  nach  dem  Gesagten  keine Wegweisungshindernisse  vorliegen 
und der vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass die Beschwerde aufgrund voranstehender Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Prozessführung nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist,

dass  die  Kosten  des  Verfahrens in  der  Höhe von Fr. 600.--  (Art.  16 
Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements vom 21. Februar 
2008 über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerle-
gen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass mit  vorliegendem Urteil  das Gesuch um Verzicht  auf  die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos wird.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N_______ 

(per Kurier; in Kopie)
- K._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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