# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83f9bebe-c552-59a9-9eca-7a565129769a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.08.2025 200 2024 331
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-331_2025-08-15.pdf

## Full Text

IV 200 2024 331 
WIS/SHE/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. August 2025

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. März 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

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Sachverhalt:

A.

Die 1965 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im September 2007 unter Verweis auf eine Hör-
störung bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin) 
zum Hilfsmittelbezug an (Akten der IVB [act. II] 2). Nach getätigten Ab-
klärungen gewährte die IVB eine Pauschale für eine beidseitige Hörgeräte-
versorgung (vgl. Mitteilung vom 4. November 2008 [act. II 7]). In der Folge 
wurde dieser Anspruch mehrmals bestätigt bzw. die Pauschalen angepasst 
(vgl. Verfügung vom 26. April 2010 [act. II 8] sowie Mitteilungen vom 
27. September 2012 [act. II 17], 18. Januar 2018 [act. II 52] und 
27. Mai 2024 [act. II 159]). 

B.

Im März 2015 (act. II 28) meldete sich die Versicherte unter Verweis auf ei-
ne Polytoxikomanie in therapeutischer Behandlung und Substitution, Lun-
gen- resp. Atembeschwerden, eine Müdigkeit aufgrund von Schlafstörun-
gen und eine Hepatitis C bei der IVB zum Leistungsbezug an. Nach durch-
geführten erwerblichen und medizinischen Abklärungen verneinte die IVB 
mit Verfügung vom 2. Juni 2015 (act. II 42) mit der Begründung, die Ar-
beitsunfähigkeit sei vor allem durch das Abhängigkeitsverhalten begründet, 
weshalb keine Invalidität im Sinne des Gesetzes vorliege, einen Anspruch 
auf Leistungen der Invalidenversicherung. Die Verfügung blieb unangefoch-
ten. 

C.

Im Juni 2021 (act. II 60) meldete sich die Versicherte unter Verweis auf ein 
Asthma und eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) erneut 
bei der IVB zum Leistungsbezug an. Die IVB tätigte in der Folge abermals 
medizinische und berufliche Abklärungen. Am 15. Juli 2021 (act. II 68) teilte 

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sie der Versicherten mit, zurzeit könnten keine Eingliederungsmassnahmen 
mit Aussicht auf Erfolg durchgeführt werden, stellte jedoch die Prüfung ei-
nes Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussicht. Nach Einholen von Ak-
tenbeurteilungen beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vom 12. April 
2023 (act. II 108), 17. April 2023 (act. II 110) und 21. September 2023 
(act. II 132) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 26. September 2023 
(act. II 134) in Aussicht, bei einem Invaliditätsgrad von 30 % einen An-
spruch auf eine Invalidenrente zu verneinen, wogegen die Versicherte Ein-
wand erhob (act. II 138, 142, 144). Nach Einholen einer weiteren Aktenbe-
urteilung beim RAD vom 14. März 2024 (act. II 147) verneinte die IVB mit 
Verfügung vom 21. März 2024 (act. II 148) dem Vorbescheid entsprechend 
bei einem Invaliditätsgrad von 30 % einen Rentenanspruch. Zudem berech-
nete sie den Invaliditätsgrad (aufgrund geänderter gesetzlicher Bestimmun-
gen) per 1. Januar 2024 neu und verneinte den Rentenanspruch bei einem 
Invaliditätsgrad von 37 % auch über den 1. Januar 2024 hinaus. 

D.

Mit Eingabe vom 1. Mai 2024 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, dagegen Beschwerde mit folgenden Rechtsbe-
gehren: 

1. Die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. März 
2024 sei aufzuheben und die Angelegenheit zur Einholung eines poly-
disziplinären Gutachtens und neuer Verfügung an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen.

2. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin 
aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei ab Januar 2024 eine Ren-
te von 43 % einer ganzen Rente auszurichten.

3. Der Beschwerdeführerin sei für das vorliegende Beschwerdeverfahren 
die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es sei ihr der unter-
zeichnende Rechtsanwalt als Rechtsbeistand beizuordnen.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –

Mit Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2024 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da unter Berücksichtigung des 
Fristenstillstandes auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG i.V.m. 
Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 21. März 2024 
(act. II 148). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführe-
rin auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere des 
ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vor-
behältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich 
diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 
(BGE 147 V 156 E. 7.2.1 S. 159, 146 V 364 E. 7.1 S. 371). Zwar datiert die 
angefochtene Verfügung vom 21. März 2024 (act. II 148), womit sie nach 
dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Indessen 
liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen Entstehung eines Ren-
tenanspruchs vor dem 1. Januar 2022. Dieser liegt mit Blick auf die Neuan-
meldung vom 16. Juni 2021 (act. II 60) und den Umstand, dass ein Renten-
anspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens sechs Monate nach Gel-
tendmachung des Leistungsanspruchs entstehen kann, am 1. Dezember 
2021 (Art. 29 Abs. 3 IVG). Damit sind die Bestimmungen des IVG und die-
jenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversiche-
rung (IVV; SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung 
(fortan: aArt.) massgebend, auch über den 31. Dezember 2021 hinaus, 
zumal ein seit der Rechtsänderung eingetretener Revisionsgrund bis zum 
Erlass der hier angefochtenen Verfügung nicht ersichtlich ist (Rz. 9100 ff. 
des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] 
über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeu-
tung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 
E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). Soweit 
die Änderung von Art. 26bis IVV Abs. 3 per 1. Januar 2024 betreffend vgl. 
E. 4.8 hiernach. 

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-

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unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob 
ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität 
zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen 
Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). 
Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 
S. 429).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-gliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

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2.5

2.5.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 IVV). 

2.5.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) In-
validität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall ob-
liegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

2.5.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Be-
messung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1). 

2.5.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 

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– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.5.5 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Be-
rücksichtigung des gesamten für die Leis-tungsberechtigung ausschlagge-
benden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.

3.1 Da die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung vom Juni 2021 
(act. II 60) eingetreten ist und über den Rentenanspruch materiell entschie-
den hat, ist die Eintretensfrage nicht zu überprüfen (BGE 109 V 108 E. 2b 
S. 114). 

3.2 Vorliegend ist durch einen Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt 
der Verfügung vom 2. Juni 2015 (act. II 42), mit welcher der Anspruch der 
Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung mit der Be-
gründung, die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin sei vor allem 
durch das Abhängigkeitsverhalten begründet, welches keine Invalidität in 
Sinne des Gesetzes darstelle, verneint wurde, und der hier angefochtenen 
Verfügung vom 21. März 2024 (act. II 148), mit welcher bei Invaliditätsgra-
den von 30 % resp. 37 % ein Anspruch auf eine Invalidenrente verneint 
wurde, zu prüfen, ob in den tatsächlichen Verhältnissen eine wesentliche 
Änderung eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad in an-
spruchsbegründender Weise zu beeinflussen (vgl. E. 2.4.3 hiervor). 

Mit der ab Mai 2019 durchgeführten psychiatrischen und psychotherapeuti-
schen Behandlung mit Psychopharmaka (vgl. Bericht von Dr. med. 
C.________, Praktischer Arzt sowie Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, vom 2. Juni 2021 [act. II 62/9], der zudem einen sich verschlech-
terten Gesundheitszustand postulierte) sowie der in der Folge fachärztlich 

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diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leicht-
gradig (ICD-10 F11.22; vgl. Bericht von Dr. med. D.________, Fachärztin 
für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 9. Juni 2023 [act. II 121]), welche 
schliesslich auch von RAD-Psychiaterin Dr. med. E.________, Fachärztin 
für Psychiatrie und Psychotherapie, bestätigt und welcher eine Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen wurde (vgl. Aktenbeurteilung vom 
21. September 2023 [act. II 132]), ist eine erhebliche Änderung des medizi-
nischen Sachverhalts seit der Verfügung vom 2. Juni 2015 (act. II 42) er-
stellt. Damit ist ein Revisionsgrund ausgewiesen, so dass eine freie Prü-
fung des Leistungsanspruchs zu erfolgen hat (vgl. E. 2.5.5 hiervor).

3.3 Seit der leistungsverweigernden Verfügung vom 2. Juni 2015 
(act. II 42) ist den Akten aus medizinischer Sicht im Wesentlichen das Fol-
gende zu entnehmen:

3.3.1 PD Dr. med. F.________ postulierte im Verlaufsbericht vom 26. 
Januar 2023 (act. II 103) einen stationären Gesundheitszustand (S. 2 Ziff. 
1). Bezüglich Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verwies er 
auf die "Diagnoseliste" und führte aus, er betreue die Beschwerdeführerin 
wegen der Schlafstörung und könne nicht "weitere Sachen sinnvoll" beur-
teilen (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin schlafe gut. Diesbezüglich bestehe 
keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit (Ziff. 5). Seinerseits sei keine 
Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (S. 3 Ziff. 11). Etwelche bestehende 
Einschränkungen sowie die Zumutbarkeit einer Arbeitstätigkeit seien von 
ihm nicht beurteilbar (S. 4 Ziff. 12 ff.). 

3.3.2 Dr. med. E.________ führte in der RAD-Aktenbeurteilung vom 12. 
April 2023 (act. II 108) aus, für die Beschwerdeführerin werde im einzigen 
aktenkundigen fachärztlichen Bericht des Dr. med. C.________ vom 2. Juni 
2021 ein Abhängigkeitssyndrom unter Substitution (ICD-10 F19.22), eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes und eine seit Mai 2019 fort-
laufende 100%ige Arbeitsunfähigkeit genannt. Im Juni 2021 habe die Be-
schwerdeführerin unter medikamentöser Substitutionsbehandlung mit Sub-
utex® sowie einem Antidepressivum gestanden. Der Psychiater Dr. med. 
C.________ sei im Dezember 2021 verstorben. Der Krankheitsverlauf im 
psychiatrischen Fachgebiet sei unklar. 

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3.3.3 Dr. med. G.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
führte in der RAD-Aktenbeurteilung vom 17. April 2023 (act. II 110) aus, es 
lägen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine COPD Grad II mit zu-
sätzlicher Asthma-Komponente, ein fortgeschrittener Leberparen-
chymschaden, aktenanamnestisch eine Polytoxikomanie, welche jedoch 
nicht durch fachärztliche Befunddokumentationen belegt worden sei, eine 
Polyallergie, ein Schlafapnoe-Syndrom unter optimaler Therapie sowie ak-
tenanamnestisch ein schlafbezogenes Restless-Legssyndroms, welches 
ebenso wenig aktenanamnestisch durch fachärztlicher Befundberichte be-
legt worden sei, vor. Eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit beste-
he nicht. Formal schreite die COPD bis hin zur zusätzlichen und konsekuti-
ven Rechtsherzinsuffizienz fort. Daher sei ein konsequenter Rauchstopp 
essentiell, welcher laut Aktenlage von der Beschwerdeführerin auch einge-
halten werde. Offensichtlich bestehe eine gute Medikamentencompliance. 
Die zeitlich letzte Prüfung der Lungenfunktion datiere vom März 2018 und 
beschreibe eine mässiggradige Einschränkung der FEV1 (forciertes exspi-
ratorisches Volumen). Aus somatischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit als 
... vollschichtig und durchgehend zumutbar, wenn das Zumutbarkeitsprofil, 
welches aus rein somatischer Sicht erstellt worden sei, konsequent umge-
setzt werde. Zumutbar seien körperlich leichte Tätigkeiten ganztags über 
achteinhalb Stunden ohne zusätzliche Leistungsminderungen. Zu vermei-
den seien anhaltende Zwangshaltungen, überwiegendes Stehen oder län-
geres Gehen, häufiges Treppensteigen sowie Tätigkeiten in Kälte/Nässe, 
unter starken Temperaturschwankungen, mit gestörtem Tag-/Nacht-
Rhythmus, mit atmosphärischem Über-/Unterdruck und (bei bestehender 
Antikoagulation) mit überdurchschnittlicher Verletzungsgefahr. Wegen des 
zusätzlich bestehenden Asthmas bronchiale sei zudem die Exposition von 
Dämpfen, Staub, Rauch und Gasen zu vermeiden. Auf die Meidung einer 
Allergenexposition sei zu achten. Diese Beurteilung gelte ab dem 18. Sep-
tember 2017. 

3.3.4 Die Beschwerdeführerin ist seit dem 3. November 2011 bei 
H.________ (vormals I.________) in psychiatrischer Behandlung. Laut 
Bericht vom 9. Juni 2023 (act. II 121) fänden regelmässige monatliche Me-
dikamentenabgaben sowie bei Bedarf ärztliche und/oder sozialtherapeuti-
sche Gespräche statt (S. 2 Ziff. 1.1 f.). Dr. med. D.________ stellte im be-

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sagten Bericht mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen 
(S. 4 Ziff. 2.5):

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradig (ICD-10 
F33.0)

- 50%iger Hörverlust auf beiden Seiten, COPD (müsse durch einen Fach-
arzt beurteilt werden)

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden psychische und Ver-
haltensstörungen durch Opioide, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig in ei-
nem ärztlich überwachten Ersatzdrogenprogramm (ICD-10 F11.22; 
Ziff. 2.6). Von H.________ sei nie eine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden 
(S. 2 Ziff. 1.3). In Anbetracht ihrs Alters, der zugrunde liegenden psychi-
schen Störungen und der langjährigen Abwesenheit vom ersten Arbeits-
markt sei eine erfolgreiche Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt 
zu einem Pensum, das ihren Lebensunterhalt sichern würde, unrealistisch. 
Die Beschwerdeführerin funktioniere im Alltag gut mit ihren Tätigkeiten 
(Führen des eigenen Haushaltes, ein bis zwei Mal die Woche Hüten des 
Enkelkindes und die selbstgewählten Präsenzen im Rahmen der ...; S. 4 
Ziff. 2.7). Als Funktionseinschränkungen nannte Dr. med. D.________ eine 
schnelle Überforderung, eine schwere Erschöpfbarkeit, weiter gerate sie 
schnell unter Druck, wenn zu viele Menschen um sie herum seien und re-
agiere dann mit Rückzug und Abwehr, was in der Vergangenheit häufig zu 
Konflikten am Arbeitsplatz geführt habe (S. 5 Ziff. 3.4). Die Beschwerdefüh-
rerin könne die Tätigkeiten (Hüten des Enkelkindes [ein bis zwei Mal pro 
Woche, vier bis fünf Stunden] und ... [bis zwei Mal pro Woche jedoch nicht 
wöchentlich]) im aktuellen Ausmass durchführen (S. 7 Ziff. 4.2). Eine Wie-
dereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt hielt Dr. med. D.________ aus 
fachärztlicher Sicht für ausgeschlossen (Ziff. 4.3). 

3.3.5 Dr. med. E.________ führte in der Aktenbeurteilung vom 21. Sep-
tember 2023 (act. II 132) aus, die Beschwerdeführerin leide aktenkundig an 
einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33), welche zuletzt 
(Juni 2023) lediglich leichtgradig ausgeprägt gewesen sei. Es lägen keine 
fachärztlich erhobenen Befunde vor, welche eine schwere depressive Epi-
sode in der Vergangenheit begründen könnten. Dass bisher keine stationä-
re Behandlung aus psychiatrischen Gründen erforderlich gewesen sei, 
spreche ebenfalls für einen leichten Krankheitsverlauf. Es bestünden zu-

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sätzlich psychische und Verhaltensstörungen durch Opiode, ein Abhängig-
keitssyndrom, gegenwärtig in einem ärztlich überwachten Ersatzdrogen-
programm (ICD-10 F11.22), welches gemäss der behandelnden Psychiate-
rin keinen Einfluss auf das funktionelle Leistungsvermögen habe. Medizi-
nisch-theoretisch sei bei einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-
10 F33) auch zukünftig mit Krankheitsphasen zu rechnen, bei denen je 
nach Schwere das funktionelle Leistungsvermögen eingeschränkt oder 
ganz aufgehoben sein könne. Auch in symptomfreien Zeiten sei medizi-
nisch-theoretisch aufgrund einer dauerhaft reduzierten psychischen Belast-
barkeit von einer qualitativen Leistungsminderung von 20 % auszugehen. 
Daneben liege ein Opiodabhängigkeitssyndrom vor, welches mit einem 
Substitutionsmedikament erfolgreich behandelt werde. Darunter bestehe 
bezüglich Opiaten eine Abstinenz. Mittels Laboruntersuchung im RAD am 
10. Juli 2023 hätte nachgewiesen werden können, dass die Beschwerde-
führerin auch nicht mehr im schädlichen Mass Alkohol konsumiere. Die 
langjährige Substitutionsmedikation verbunden mit den medizinisch-
theoretischen Nebenwirkungen dieser Medikation wie Schläfrigkeit und 
vermehrte Stimmungsschwankungen vermöchten eine zusätzliche qualita-
tive Leistungsminderung von 10 % zu begründen, so dass gesamthaft von 
einer qualitativen Leistungsminderung von 30 % ausgegangen werden 
könne. Für Menschen mit einer rezidivierenden depressiven Störung seien 
Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an die psychische Belastbarkeit, 
unter Zeitdruck und mit Nacht- und Wechselschicht ungeeignet. Unter 
Berücksichtigung dieser Einschränkungen seien der Beschwerdeführerin 
sämtliche Tätigkeiten zumutbar, die ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten ent-
sprechen würden, dies mit einem Pensum von 100 % bei einer qualitativen 
Leistungsminderung von 30 %. Die rezidivierende Depression und die 
Opiodabhängigkeit könnten sich medizinisch-theoretisch gegenseitig un-
günstig beeinflussen. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit habe bereits im 
Zeitpunkt des Leistungsgesuch vom 16. Juni 2021 bestanden. 

3.3.6 PD Dr. med. F.________ führte in der Stellungnahme vom 21. De-
zember 2023 (act. II 144/3) zuhanden des RAD folgende Diagnosen auf:

- Polytoxikomanie
- Mischform aus COPD GOLD II (Subgruppe C, ca 40 Paket-Jahre) und 

Asthma bronchiale

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

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- Eosinophiler Pleuraerguss rechts 09/2016 ev. auf Quetiapine, wahr-
scheinlich komplett regredient

- Komplexe Schlafstörung
- Schwerhörigkeit 
- Arthrose Kniegelenk beidseits, Ellbogen beidseits, Handgelenke beid-

seits progredient seit 2018
- ADHS möglich, in Abklärung

Aktuell seien aus schlafmedizinischer Sicht keine Veränderungen zur letz-
ten Kontrolle vorhanden. Man habe eine absolut stabile und komplett zu-
verlässige Umsetzung der Beatmungstherapie. Aus seiner Sicht als Schlaf-
mediziner und Pneumologe und als Internist mit viel Arbeit mit Patienten 
mit komplexen somatischen und psychischen Problemen sei die Arbeits-
fähigkeit im vorliegenden Fall ganz klar hochgradig eingeschränkt. Er kön-
ne sich eine Arbeitsfähigkeit von 20 % oder 30 % vorstellen, indessen kei-
ne wirklich höhere, da er denke, dass eine solche kaum langfristig stabil 
und somit befriedigend leistbar wäre und somit wenig realistisch erscheine. 
Er sehe das Arbeitspensum bei 20-30 %. Stehen sei möglich, die Gehstre-
cke sollte sinnvoll mässig sein aufgrund der arthrotischen Beschwerden 
(zum Beispiel seien Briefe vertragen oder sonstige mehr als bspw. 5'000 
Schritte bedeutende Arbeiten kaum möglich). Das Arbeitstempo dürfte 
normal sein. Gewichte heben erscheine ihm sinnvoll bis vielleicht 10 kg. 
Eine wirkliche Schwerarbeit erscheine nicht möglich. Insbesondere könne 
er sich vorstellen, dass die Beschwerdeführerin verschiedene Sachen wie 
eine Arbeit im Restaurant im Service nicht leisten könne, da sie die Schnel-
ligkeit der Anforderungen dort in der Netzwerk-Zusammenarbeit überforde-
re. Er könne sich vorstellen, dass eine gewöhnliche Pflegearbeit wegen des 
schweren Hebens auch nicht gut gehe. Auf der anderen Seite könne er 
sich vorstellen, zum Beispiel Pflegehilfearbeiten auf Abteilungen zu bieten, 
wo die körperliche Arbeit nicht sehr anstrengend sei, zum Beispiel in ge-
wissen Bereichen der Psychiatrie, z.B. in einer Spitalapotheke, allenfalls 
auch im Bereich der Essensverteilung von Pflegeheimen etc. Er sehe die 
Beschwerdeführerin als enorm emotional kompetente Person, der er diese 
Arbeiten zutraue. Er könne sich auch vorstellen, dass sie ein kulturelles 
Projekt z.B. eine ... über ... in ... mache. 

3.3.7 Dr. med. G.________ führte in der RAD-Aktenbeurteilung vom 
14. März 2024 (act. II 147) aus, im Vorbescheidverfahren seien keine medi-
zinischen Dokumente eingereicht worden, welche eine Veränderung der Si-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

- 14 -

tuation im Vergleich zur letzten RAD-Stellungnahme vom 22. September 
2023 belegen würden. 

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mit-
hin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hin-
tergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stel-
lungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 
9C_651/2019 E. 4.3).

3.4.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

- 15 -

Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung 
eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswür-
digung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zwei-
fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärzt-
lichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Ins-
besondere sind die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der 
behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüs-
sigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch 
einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel ge-
zogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche 
Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel aus-
zuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten an-
zuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen ha-
ben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung ver-
anlasst (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 
5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 
8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 
150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

3.5 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der hier angefochtenen Ver-
fügung vom 21. März 2024 (act. II 148) im Wesentlichen auf die Aktenbeur-
teilungen der RAD-Ärzte Dres. med. E.________ und G.________ vom 12. 
April 2023 (act. II 108), 17. April 2023 (act. II 110), 21. September 2023 
(act. II 132) und 14. März 2024 (act. II 147). Die RAD-Aktenbeurteilungen 
erfüllen die beweisrechtlichen Anforderungen und überzeugen. Den RAD-
Ärztinnen lagen die einschlägigen medizinischen Akten vor und sie legten 
gestützt darauf in Übereinstimmung mit der Diagnostik der behandelnden 
Ärzte und überzeugend begründet dar, dass der Beschwerdeführerin aus 
somatischer Sicht körperlich leichte Tätigkeiten ganztags über achteinhalb 
Stunden und unter konsequenter Berücksichtigung des erstellten Zumut-
barkeitsprofils ohne weitere Einschränkungen zumutbar sind. Aus psychia-
trischer Sicht wurde für sämtliche Tätigkeiten, die den Fähigkeiten und Fer-
tigkeiten der Beschwerdeführerin entsprechen, bei einem zumutbaren Voll-
zeitpensum eine qualitative Leistungsminderung von 30 % postuliert. Diese 
Schlussfolgerungen überzeugen. Der Umstand, dass die Dres. med. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

- 16 -

E.________ und G.________ keine eigenen Untersuchungen vorgenom-
men haben, schadet dem Beweiswert ihrer Stellungnahmen nicht. Ihnen 
lagen ein lückenloser und zeitnah erhobener medizinischer Sachverhalt 
sowie unbestrittene Befunde vor, womit eine zusätzliche Untersuchung 
durch den RAD nicht erforderlich war (vgl. E. 3.4.2 hiervor). Die Aktenbeur-
teilungen der Dres. med. E.________ und G.________ sind überzeugend 
und schlüssig und es ist in der Folge darauf abzustellen. Die übrigen medi-
zinischen Berichte wie auch die Vorbringen der Beschwerdeführerin ver-
mögen – wie nachfolgend dargelegt – keine, auch nur geringen Zweifel an 
diesen Aktenbeurteilungen zu wecken.

Soweit die Beschwerdeführerin die fachliche Qualifikation der RAD-Ärztin 
Dr. med. G.________ bemängelt, bzw. vorbringt, dass sie keinen Facharzt-
titel für Pneumologie besitze, bestünden zumindest geringe Zweifel am 
Beweiswert ihrer Aktenbeurteilungen (Beschwerde S. 6 Ziff. 20), misslingt 
ihr dies. Ihr kann auch nicht gefolgt werden, wenn sie vorbringt, es lägen 
widersprechende Einschätzungen zu den behandelnden Fachärzten vor 
(Beschwerde S. 7 Ziff. 22). Dr. med. G.________ verfügt über einen Fach-
arzttitel in Allgemeiner Innerer Medizin (vgl. <www.medregrom.admin.ch>). 
Da die Pneumologie ein Teil der Inneren Medizin ist (vgl. etwa <htt-
ps://flexikon.doccheck.com/de/Pneumologie>), ist Dr. med. G.________ 
sehr wohl befähigt, auch im pneumologischen Fachgebiet abschliessende 
Beurteilungen abzugeben, zumal der behandelnde Pneumologe PD Dr. 
med. F.________ im Verlaufsbericht vom 26. Januar 2023 (act. II 103) ei-
nen stationären Gesundheitszustand postulierte (S. 2 Ziff. 1) und explizit 
angab, er behandle die Beschwerdeführerin nur für die Schlafstörung (Ziff. 
3), welche keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit zur Folge habe (Ziff. 
5). PD Dr. med. F.________ gab denn auch an, seinerseits sei keine Ar-
beitsunfähigkeit attestiert worden (S. 3 Ziff. 11) und etwelche Einschrän-
kungen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit wie auch generell die Frage zur 
Arbeitsfähigkeit seien durch ihn nicht beurteilbar (S. 4 Ziff.12 ff.). PD Dr. 
med. F.________ hatte bereits im Bericht vom 13. August 2021 aus pneu-
mologischer Sicht eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leidensange-
passten Tätigkeit postuliert (act. II 78/11). Damit fehlt es aktenkundig an 
abweichenden Einschätzungen zu den behandelnden Fachärzten hinsicht-
lich objektiv ausgewiesener Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, weshalb 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

- 17 -

der fehlende Facharzttitel in Pneumologie keine auch nur geringen Zweifel 
an den Aktenbeurteilungen der Dr. med. G.________ zu begründen ver-
mag (Urteil des BGer 8C_210/2024 vom 2. Dezember 2024 E. 4.3). Daran 
vermag auch der später von PD Dr. med. F.________ am 21. Dezember 
2023 (act. II 144) verfasste Bericht nichts zu ändern. Darin gab dieser an, 
aktuell seien aus schlafmedizinischer Sicht keine Veränderungen vorhan-
den; es liege eine "absolut" stabile und "komplett" zuverlässige Umsetzung 
der Beatmungstherapie vor. Die alsdann von ihm postulierte Arbeitsfähig-
keit von 20-30 % bzw. Arbeitsunfähigkeit von 70-80 % begründete er mit 
Problemen ausserhalb der pneumologischen Thematik und teilweise sogar 
ausserhalb der Inneren Medizin, konkret der Psychiatrie. PD Dr. med. 
F.________ verfügt jedoch gemäss dem Medizinalberuferegister 
(<www.medregom.admin.ch/home>) über keinen Facharzttitel für Psychia-
trie und Psychotherapie, weshalb er nicht geeignet ist, zu dieser Disziplin 
stichhaltige Aussagen zu machen (vgl. statt vieler Urteil des BGer 
8C_83/2010 vom 22. März 2010 E. 3.2.3). Daher überzeugt auch das Vor-
bringen der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 15), wonach 
gestützt auf den Bericht von PD Dr. med. F.________ die Kombination so-
matischer und psychischer Beschwerden eine höhere Einschränkung erge-
be, nicht. Schliesslich deckt sich das von PD Dr. med. F.________ formu-
lierte Zumutbarkeitsprofil im Wesentlichen mit demjenigen der RAD-Ärztin 
Dr. med. G.________ vom 17. April 2024 (act. II 110/14 Ziff. 5).

Soweit die Beschwerdeführerin die geänderte höchstrichterliche Recht-
sprechung zu den Suchterkrankungen, wonach Abhängigkeitssyndrome 
ebenfalls invalidenversicherungsrechtliche Relevanz haben können, vor-
bringt (vgl. Beschwerde S. 5 f. Ziff. 18), vermag sie daraus nichts zu ihren 
Gunsten abzuleiten, insbesondere vermag dieser Umstand nicht die Not-
wendigkeit einer polydisziplinären Begutachtung zu begründen. Denn Dr. 
med. D.________ misst als behandelnde Fachärztin aus psychiatrischer 
Sicht lediglich der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig 
leichtgradig (ICD-10 F33.0), Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei (act. II 
121/4 Ziff. 2.5); die Suchtdiagnose (Psychische und Verhaltensstörungen 
durch Opiode, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig in einem ärztlich über-
wachten Ersatzdrogenprogramm [ICD-10 F11.22]) führt sie explizit unter 
den Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (act. II 121/4 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

- 18 -

Ziff. 2.6) und auch bei den Funktionseinschränkungen führt sie lediglich 
solche auf, welche im Zusammenhang mit der depressiven Störung stehen 
(act. II 121/5 Ziff. 3.4; vgl. diesbezüglich auch RAD-Aktenbeurteilung von 
Dr. med. E.________ vom 21. September 2023 [act. II 132/9 Ziff. 6]). Dass 
bei der Beschwerdeführerin ein "vielschichtiger, unklarer, auf der Kombina-
tion von somatischen und psychischen Einschränkungen basierender Ge-
sundheitszustand" vorliegen soll (vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. 19), ändert 
daran nichts. Sowohl aus somatischer wie auch aus psychiatrischer Sicht 
wurden die diesbezüglichen Einschränkungen umfassend berücksichtigt 
und flossen allesamt ins Zumutbarkeitsprofil ein. Soweit schliesslich Dr. 
med. D.________ die berufliche Eingliederung als unrealistisch ansieht 
(act. II 121/4 Ziff. 2.7; vgl. auch Beschwerde S. 4 f. Ziff. 13), ist ihr nicht zu 
folgen. Bei den von ihr hierfür angefügten Kriterien wie Alter und langjähri-
ge Abwesenheit von Arbeitsmarkt handelt es sich um invaliditätsfremde 
Aspekte, die nicht bei der Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
sondern vielmehr bei der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit (vgl. E. 4.7 
hiernach) zu berücksichtigen sind. 

Damit erweist sich der beschwerdeweise Vorwurf der unvollständigen und 
unrichtigen Abklärung des medizinischen Sachverhalts (Beschwerde S. 3 f. 
Ziff. 8) insgesamt als unbegründet. Auf weitere medizinische Abklärungen, 
namentlich das Einholen eines polydisziplinären Gutachtens (vgl. Be-
schwerde S. 3 Ziff. 8), ist in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 
E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; in BGE 151 III 
28 nicht publ. E. 5.2 des Urteils 9C_298/2024 vom 14. August 2024; SVR 
2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4) zu verzichten.

3.6 Aufgrund des Dargelegten ist erstellt, dass der Beschwerdeführerin 
sämtliche leidensangepassten Tätigkeiten in einem Vollzeitpensum bei ei-
ner qualitativen Leistungsminderung von 30 % zumutbar sind. Ob diese 
einzig aus psychiatrischer Sicht attestierte Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit der rechtlichen Prüfung anhand des strukturierten normativen Prü-
fungsrasters (vgl. E. 2.2 hiervor) standhielte und ihr überhaupt invaliden-
versicherungsrechtliche Relevanz zukäme, kann offen bleiben, da aus ei-
ner Indikatorenprüfung keine höhere Arbeitsunfähigkeit resultieren kann als 
die medizinisch attestierte (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

- 19 -

9C_507/2020 vom 29. Oktober 2020 E. 3.2.1) und ein Rentenanspruch 
auch unter Berücksichtigung einer Leistungseinschränkung von 30% zu 
verneinen ist (vgl. E. 4.8 hiernach).

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin hat den Invaliditätsgrad ausgehend von 
der Annahme einer vollzeitigen Arbeitstätigkeit im Gesundheitsfall anhand 
der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (100 % Erwerb) be-
rechnet. Diese Annahme erscheint aufgrund der Lebens- und Erwerbsbio-
graphie mehr als fraglich. Nach Abbruch der Ausbildung im Sommer 1983 
(act. II 2/4 Ziff. 6.2) erzielte die Beschwerdeführerin lediglich in den Jahren 
1985 (Fr. 23'032.--) und 1986 (Fr. 16'348.--) Einkommen über Fr. 15'000.-- 
bzw. Fr. 20'000.-- (vgl. Auszug aus dem Individuellen Konto [IK; act. II 73]). 
Danach war sie bis zur Geburt ihres Kindes im August 1990 gar nicht er-
werbstätig bzw. erzielte jährliche Einkommen von unter Fr. 10'000.--. In den 
folgenden Jahren (1991 bis 1994) erwirtschaftete sie trotz ihrer Aufgabe als 
Mutter/Hausfrau jährliche Einkommen zwischen Fr. 15'000.-- und 
Fr. 20'000.--. Anschliessend betrug das Erwerbseinkommen lediglich in den 
Jahren vor der Scheidung im Jahr 2006 (2002 [hochgerechnet auf ein Jahr] 
bis 2005) um die Fr. 10'000.--. In den sonstigen Jahren war die Beschwer-
deführerin nicht erwerbstätig bzw. erzielte jährliche Einkommen um die 
Fr. 5'000.-- oder tiefer. Die Frage braucht jedoch nicht abschliessend be-
antwortet zu werden. Selbst, wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin der 
Invaliditätsgrad anhand der allgemeinen Methode des Einkommensver-
gleichs ermittelt wird (vgl. E. 4.2 ff. hiernach), ändert dies am Ergebnis 
nichts. 

4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs-
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar-
beitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom-
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

- 20 -

4.3 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti-
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepass-
ten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat so 
konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12, 8C_134/2021 E. 3.2). Lässt sich 
aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beein-
trächtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist 
auf statistische Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausge-
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf jedoch im 
Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für 
die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und 
beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 
2022 IV Nr. 22 S. 70, 8C_276/2021 E. 4.2).

4.4

4.4.1 Soweit die Zeit bis am 31. Dezember 2021 betreffend ergibt die 
Rechtslage das Folgende: 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon-
kret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die 
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder je-
denfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, 
so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den BFS her-
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen LSE herangezogen werden. Dabei 
wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim an-
hand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der Ta-
bellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicher-
weise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt 
wird. Bei der Verwendung der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss 
Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszuge-
hen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu 
berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

- 21 -

bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leis-
tungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig 
benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen 
Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom 
Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 
472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöh-
ne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen 
Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, 
Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-
grad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist 
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Ab-
zug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 174 
E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2024 
UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 
8C_211/2018 E. 3.3).

Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielba-
re Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu er-
mitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient dazu, den Leis-
tungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversi-
cherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet 
durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach 
Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Er um-
fasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsan-
gebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von 
Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Dabei ist nicht von realitätsfrem-
den Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt 
werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjekti-
ven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung 
von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtspre-
chungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (BGE 148 V 
174 E. 9.1 S. 188, 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV Nr. 21 S. 65, 
8C_458/2018 E. 4.2). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Ein-
zelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbs-

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fähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen 
zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 
320 E. 3b).

4.4.2 Soweit die Rechtslage ab dem 1. Januar 2024 betreffend, ergibt die 
Rechtslage das Folgende:

Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Erwerbsein-
kommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) 
angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähig-
keit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet 
(Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbseinkommen vor, 
so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Werten gemäss 
Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach Art. 26 Abs. 6 
IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechtsunabhängige 
Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Vom statistisch bestimmten 
Wert nach Abs. 2 werden 10 % abgezogen. Kann die versicherte Person 
aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit 
nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden 
20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht zulässig (Art. 26bis Abs. 3 
IVV).

4.5 Wie unter E. 2.1 hiervor dargelegt ist der frühestmögliche Rentenbe-
ginn der 1. Dezember 2021. Ob das Wartejahr (vgl. 2.3 hiervor) zu diesem 
Zeitpunkt erfüllt gewesen war bzw. bis zum Erlass der hier angefochtenen 
Verfügung vom 21. März 2024 (act. II 148) erfüllt wurde, kann mit Blick auf 
das nachfolgende Ergebnis offen bleiben. Denn selbst, wenn zu Gunsten 
der Beschwerdeführerin davon ausgegangen wird, dass das Wartejahr im 
Dezember 2021 erfüllt gewesen war, resultiert kein rentenbegründender In-
validitätsgrad. Der Einkommensvergleich ist auf das Jahr 2021 hin vorzu-
nehmen. 

4.6 Die Beschwerdeführerin hat keine abgeschlossene Berufsausbil-
dung. Sie begann eine Lehre als ..., brach diese jedoch ab (vgl. act. II 2/4 
Ziff. 8.2). Bei der Erstanmeldung zum Hilfsmittelbezug im Jahr 2007 gab sie 
als Hauptbeschäftigung Mutter/Hausfrau an (act. II 2/5 Ziff. 6.3.1). Als Ne-
benbeschäftigung nannte sie ohne zeitliche Angabe kurze Einsätze im ..., 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

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drei Jahre als ... sowie seit Mai 2007 zu ca. 10-15 % als … (act. II 2/5 Ziff. 
6.5). Anlässlich der Leistungsanmeldung am 2. März 2015 gab die Be-
schwerdeführerin an, seit dem 3. Januar 2011 in einem variablen Pensum 
(10-20 %) als ... zu arbeiten (act. II 28/4 Ziff. 5.4). Weiter zeigte sie in je-
nem Verfahren an, dass sie viele Jahre Mutter und Hausfrau gewesen sei, 
von 1991 bis 1994 dreieinhalb Jahre beim "J.________" als ..., 2004 bis 
2005 im K.________ im ..., 2005 bis 2008 für dreieinhalb Jahre als ... bei 
einer ..., 2008 bis 2010 bei L.________ im M.________ gearbeitet zu ha-
ben und seit 2010 im N.________ (geschützter Arbeitsplatz) tätig zu sein 
(act. 34/1 ff, 37/2). Anlässlich des Neuanmeldungsverfahrens 2021 zeigte 
die Beschwerdeführerin an, seit dem 1. Oktober 2017 in einem Pensum 
von 15-20 % als ... zu arbeiten (act. II 60/2 Ziff. 5.4). Aufgrund dieser Aus-
führungen sowie jener in E. 4.1 hiervor ist das Einkommen ohne Invalidität 
nicht hinreichend genau bestimmbar, weshalb es mittels statistischer Werte 
zu ermitteln ist (vgl. E. 4.3 hiervor).

Der Medianlohn der Frauen betrug gemäss der Tabelle 
TA1_tirage_skill_level der LSE 2020, Totalwert, Kompetenzniveau 1, mo-
natlich Fr. 4'276.--. Aufgerechnet auf ein Jahr, angepasst an die betriebsüb-
liche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. Totalwert der Tabelle 
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, in Stunden pro 
Woche) und die Nominallohnentwicklung pro 2021 (Totalwert der Tabelle 
T1.2.20, Nominallohnindex, Frauen 2021-2024, 2020 [100], 2021 [100.6]) 
resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 53'813.70 (Fr. 4'276.-- x 12 Mona-
te / 40 Stunden x 41.7 Stunden / 100 x 100.6). 

4.7 Weil die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsfähigkeit in Bezug auf eine 
ihr zumutbare Erwerbstätigkeit im Umfang von 70 % nicht bestmöglich ver-
wertet, ist das Invalideneinkommen anhand statistischer Werte zu bestim-
men (vgl. E. 4.4. hiervor). Dabei ist – wie bereits beim Valideneinkommen 
(vgl. E. 4.6 hiervor) – auf den Totalwert der Tabelle TA1_tirage_skill_level 
der LSE 2020, Frauen, Kompetenzniveau 1, abzustellen. 

Soweit die Beschwerdeführerin die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 
in Frage stellt, indem sie vorbringt, über keine abgeschlossene Berufsaus-
bildung zu verfügen, bald das 59 Altersjahr zu vollenden, selbst in einer 
ideal angepassten Tätigkeit lediglich noch in einem Umfang von 70 % ar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

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beitsfähig zu sein, und es faktisch unmöglich sei, aufgrund der erheblichen 
Anforderungen an den Arbeitsplatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
eine Stelle zu finden, (vgl. Beschwerde S. 8 Ziff. 26), ist ihr nicht zu folgen. 
Gestützt auf das von den Dres. med. G.________ (act. II 110/14 Ziff. 5) 
und E.________ (act. II 132/7) formulierte Zumutbarkeitsprofil sind der Be-
schwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht jegliche Tätigkeiten ohne er-
höhte Anforderungen an die psychische Belastbarkeit, ohne Zeitdruck und 
ohne Nach- und Wechselwirkung vollzeitig bei bestehender Leistungsein-
schränkung um 30 % zumutbar. Aus somatischer Sicht sind ihr körperlich 
leichte Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen, überwiegendes Stehen oder 
längeres Gehen, ohne häufiges Treppensteigen sowie ohne Kälte/Nässe, 
ohne starke Temperaturschwankungen, ohne Tag-/Nachtrhythmus, ohne 
Über-/Unterdruck und ohne überdurchschnittliche Verletzungsgefahr sowie 
unter Vermeidung von Dämpfen, Staub, Rauch, Gasen und Allergenexposi-
tion in einem Vollzeitpensum und ohne Leistungseinschränkung zumutbar. 
Diese gutachterlich attestierte hohe Restarbeitsfähigkeit ist auf dem hier 
massgebenden, hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar. 
Weiter hat die Beschwerdeführerin trotz fehlender beruflicher Ausbildung 
im Arbeitsmarkt Fuss gefasst und war bei verschiedenen Arbeitgebern – 
wenn auch grösstenteils nur tiefprozentig – tätig. Eine massgebliche Aus-
wirkung der fehlenden Ausbildung ist damit nicht ersichtlich. Dies gilt insbe-
sondere für die vorliegend in Frage kommenden Hilfsarbeiten (Kompetenz-
niveau 1). Denn rechtsprechungsgemäss steht die Häufung der für die 
Verwertung einer verbleibenden Arbeitsfähigkeit ungünstigen Faktoren wie 
die fehlende Ausbildung und Berufserfahrung einer Anrechnung eines hy-
pothetischen Einkommens nicht entgegen (Entscheid des BGer 
9C_717/2010 vom 26. Januar 2011 E. 5.1). Damit bestehen hier auf dem 
hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt, der überdies auch sogenann-
te Nischenarbeitsplätze mitumfasst (E. 4.4.1 hiervor), worauf die Be-
schwerdeführerin allerdings nicht angewiesen ist, ausreichende Beschäfti-
gungsmöglichkeiten. Dies gilt selbst dann, wenn es für die Beschwerdefüh-
rerin schwierig oder gar unmöglich sein mag, auf dem tatsächlichen Ar-
beitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden (Entscheid des BGer 
9C_39/2022 vom 24. März 2022 E. 4.2 mit Hinweisen). Sodann lässt auch 
das Alter der Beschwerdeführerin nicht auf Unverwertbarkeit der Restar-
beitsfähigkeit schliessen. Sie war zum Zeitpunkt der Erstellung des Zumut-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

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barkeitsprofils bzw. mit letzten RAD-Stellungnahme vom 14. März 2024, 
auf den es hinsichtlich der Frage der Verwertbarkeit der (Rest-
)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter grundsätzlich ankommt (BGE 146 
V 16 E. 7.1 S. 25, 138 V 457 E. 3.2 S. 460 und E. 3.3 S. 462; SVR 2020 IV 
Nr. 5 S. 19, 8C_759/2018 E. 7.1 und Nr. 44 S. 155, 9C_644/2019 E. 4.2), 
58 Jahre und vier Monate alt. Damit verblieb ihr noch eine Aktivitätsdauer 
von sechsdreiviertel Jahren, was einer Verwertbarkeit der Restarbeitsfähig-
keit nicht entgegensteht, denn die Rechtsprechung stellt für die altersbe-
dingte Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit relativ hohe Hürden auf 
und bejahte in vergleichbaren Fällen – selbst bei deutlich kürzerer Akti-
vitätsdauer – wiederholt die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit (vgl. 
etwa Urteile des BGer 8C_302/2024 vom 20. Dezember 2024 E. 11.3.1, 
8C_535/2021 vom 25. November 2021 E. 5.4.1). Bei einer Gesamtbetrach-
tung der konkreten Umstände sowie unter Berücksichtigung der weitrei-
chenden Schadenminderungspflicht der Beschwerdeführerin ist mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit in 
einer leidensangepassten Tätigkeit damit zu bejahen.

Damit sind sowohl Validen- als auch Invalideneinkommen ausgehend vom 
gleichen Tabellenlohn zu berechnen, sodass sich deren genaue Ermittlung 
erübrigt und der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit ent-
spricht, unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn 
(in BGE 148 V 321 nicht publizierte E. 6.2 des Entscheides des BGer 
8C_104/2021 vom 27. Juni 2022).

Die Beschwerdegegnerin gewährte keinen Abzug vom Tabellenlohn, was 
nicht korrekt ist. Die RAD-Psychiaterin Dr. med. E.________ legte in ihrer 
Aktenbeurteilung vom 21. September 2023 (act. II 132) überzeugend dar, 
dass der Beschwerdeführerin eine leidensangepasste Tätigkeit vollzeitig, 
jedoch bei qualitativ verminderter Leistungsfähigkeit um 20 % zumutbar ist. 
Denn auch in symptomfreien Zeiten ist medizinisch-theoretisch aufgrund 
einer dauerhaften reduzierten psychischen Belastbarkeit von einer qualita-
tiven Leistungsminderung auszugehen. Zudem vermögen, wie Dr. med. 
E.________ darlegte, die langjährige Substitutionsmedikation verbunden 
mit den medizinisch-theoretischen Nebenwirkungen der Subutex-
Medikation wie Schläfrigkeit und vermehrte Stimmungsschwankungen eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

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zusätzliche Leistungsminderung um 10 % zu begründen. Gesamthaft ging 
die Beschwerdegegnerin in Berücksichtigung der Einschränkungen von 
einer Leistungsminderung von 30 % bei einem Vollzeitpensum aus. Nicht 
berücksichtigt hat sie jedoch die Feststellungen von Dr. med. E.________, 
dass medizinisch-theoretisch bei einer rezidivierenden depressiven Störung 
(ICD-10 F33) auch zukünftig mit Krankheitsphasen zu rechnen ist, bei de-
nen je nach Schwere das funktionelle Leistungsvermögen eingeschränkt 
oder ganz aufgehoben sein kann. Dabei handelt es sich naturgemäss um 
unregelmässig auftretende und dadurch schwer kalkulierbare Absenzen, 
welche bei der Arbeitsfähigkeit von insgesamt 70 % nicht berücksichtigt 
wurden und einen zusätzlichen Abzug vom Tabellenlohn – von im konkre-
ten Fall 10 % – zu begründen vermögen (vgl. statt vieler Urteil des BGer 
8C_179/2018 vom 22. Mai 2018 E. 4.2). Da beide Vergleichseinkommen 
auf statistischen Grössen beruhen, wären invaliditätsfremde Gründe (Alter, 
Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) bei 
beiden Einkommen zu berücksichtigen und wirkten sich auf den Invali-
ditätsgrad nicht aus, weshalb diesbezüglich kein zusätzlicher Abzug vom 
Tabellenlohn zu gewähren ist (Entscheid des BGer 8C_608/2022 vom 16. 
Mai 2023 E. 5.2.2). Damit beläuft sich das Invalideneinkommen im vorlie-
genden Fall auf Fr. 33'902.65 (Fr. 53'813.70 x 0.7 x 0.9).

4.8 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 53'813.70 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 33'902.65 resultiert eine invaliditätsbedingte Ein-
busse von Fr. 19'911.05 und damit ein rentenausschliessender Invaliditäts-
grad per 1. Dezember 2021 von 37 % (Fr. 19'911.05 / Fr. 53'813.70 x 100).

Betreffend die Zeit ab dem 1. Januar 2024 kann offen bleiben, ob ange-
sichts des zuvor nicht entstandenen Rentenanspruchs ein erneuter Ein-
kommensvergleich durchzuführen wäre (vgl. IV-Rundschreiben Nr. 432 des 
BSV vom 9. November 2023 bzw. Rz. 9101 f. KSIR), zumal auch bei zu-
sätzlicher Berücksichtigung des 10%igen Pauschalabzuges (Art. 26bis 
Abs. 3 IVV in der per 1. Januar 2024 in Kraft getretenen Fassung) ein ren-
tenausschliessender Invaliditätsgrad von 37 % (100 % ./. 70 % x 0.9) resul-
tieren würde. Für den anlässlich des Einkommensvergleichs per 1. Dezem-
ber 2021 gewährten zusätzlichen leidensbedingten Abzugs wegen den 
möglichen zukünftig unregelmässig auftretenden und dadurch schwer kal-

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kulierbaren Absenzen bleibt bei der seit 1. Januar 2024 gültigen Rechtsla-
ge (vgl. E. 4.4.2 hiervor) kein Raum. Damit besteht über den 1. Januar 
2024 hinaus kein Rentenanspruch.

5.

Aufgrund des Dargelegten ist die angefochten Verfügung vom 21. März 
2024 (act. II 148) im Ergebnis nicht zu beanstanden und die dagegen erho-
bene Beschwerde abzuweisen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt. Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
(vgl. E. 6.3 hiernach).

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

6.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

6.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraus-
setzungen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beige-
ordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

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rechtfertigen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 
2011 IV Nr. 22 S. 61, 9C_432/2010 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 21, 8C_22/2010 
E. 6.1).

6.3.2 Da die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin mit Blick auf die doku-
mentierten finanziellen Verhältnisse (Akten der Beschwerdeführerin 
[act. I] 3) ausgewiesen ist, das Verfahren nicht zum vornherein als aus-
sichtslos erschien und die anwaltliche Verbeiständung geboten ist, sind die 
Voraussetzungen für die Erteilung des Rechts auf unentgeltliche Rechts-
pflege erfüllt. Das entsprechende Gesuch der Beschwerdeführerin ist somit 
gutzuheissen und es ist ihr Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt 
beizuordnen.

6.4 Festzusetzen bleibt das amtliche Honorar von Rechtsanwalt 
B.________. Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. 
März 2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten 
Anwältinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich 
nach dem gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar 
gemäss der Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der 
Festsetzung des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streit-
sache und die Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen 
und Mehrwertsteuer (MWST) werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die 
Aufwendungen für die Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechts-
pflege sind nach den gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 
42 Abs. 4 KAG i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die 
Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 
168.711) beträgt der Stundenansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 4. Juni 2024 macht Rechtsanwalt B.________ ein Ho-
norar von Fr. 3'220.-- (11.5 Stunden à Fr. 280.--) zuzüglich Auslagen von 
Fr. 96.60 und MWST von Fr. 268.65 geltend, was nicht zu beanstanden ist. 
Demnach wird der tarifmässige Parteikostenersatz auf Fr. 3'585.25 festge-
setzt. Davon ist Rechtsanwalt B.________ ein amtliches Honorar von 
Fr. 2'300.-- (11.5 Stunden à Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 96.60 
und MWST von Fr. 194.10.--, total eine Entschädigung von Fr. 2'590.70 
auszurichten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht der Beschwerde-
führerin gegenüber dem Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

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von Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessord-
nung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3'585.25 (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2'590.70 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Aug. 2025, IV 200 2024 331

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5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.