# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ffb8a1e-5b8e-5ba9-a652-c3b9a3887f99
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-07-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.07.2010 UV 2009/21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-21_2010-07-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/21

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.04.2020

Entscheiddatum: 12.07.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 12.07.2010
Art. 6, 10 und 16 UVG: Natürliche Kausalität einer Zyste im linken Knie zu 
keinem von zwei Unfällen (überwiegend wahrscheinlich) nachgewiesen, bei 
denen in den unfallnahen Akten nur Verletzungen am rechten Bein bzw. Knie 
dokumentiert sind (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 12. Juli 2010, UV 2009/21). Abgeändert durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_720/2010.

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 12. Juli 2010

in Sachen

D.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt PD Dr. Dieter Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118, 

9410 Heiden,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   D.___, geboren 1974, war bei der A.___ als Industrielackierer/-maler tätig und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen 

Unfälle versichert (UV-act. I/1 und I/7). Am 18. Juni 2000 wurde er beim Inline-Skaten 

von einem Personenwagen angefahren. Dabei zog er sich Verletzungen des rechten 

Unterschenkels, des linken Daumens und linken Vorderarms sowie des Schädels zu 

(vgl. UV-act. 3; Diagnosen: Tibiaschaft-Trümmerfraktur rechts, distale intraartikuläre 

Radiusfraktur links, proximale Ulnaschaftfraktur links, extraartikuläre Basisfraktur des 

Metacarpale I rechts, Orbitaboden- und Seitenwandfraktur medial bei Status nach alter 

Fraktur des septum nasi). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen 

(Heilungskosten und Taggelder unter der Unfallnummer 9.42267.00.2; Akten mit I/ und 

Aktennummer bezeichnet).

A.b   Am 13. Januar 2004 kollidierte ein entgegenkommendes Motorfahrzeug, dessen 

Lenkerin angetrunken war, frontal mit dem vom Versicherten gelenkten 

Personenwagen (UV-act. II/1 und II/3). Am kantonalen Spital Rorschach, wo er 

ambulant behandelt wurde, wurden eine Schulterkontusion links, eine Kniekontusion 

rechts sowie eine Schürfwunde an der Stirn diagnostiziert. Für Frakturen fanden sich 

keine Hinweise (UV-act. II/8). Auch für die Folgen dieses Unfalls erbrachte die Suva die 

gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten und Taggelder unter der Unfallnummer 

9.40341.04.3; Akten mit II/ und Aktennummer bezeichnet).

A.c   Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparats, der den Versicherten seit Anfang 2002 behandelte (UV-act. I/62 

und I/67), hatte diesen am 12. Januar 2004, einen Tag vor dem zweiten Unfall, im 

Auftrag der Suva untersucht. Er stellte insgesamt einen sehr günstigen Verlauf nach 

dem (beim ersten Unfall) erlittenen Polytrauma, Beschwerdefreiheit des 

Bewegungsapparats und volle Leistungsfähigkeit fest (UV-act. I/106; volle 

Arbeitsfähigkeit seit 1. Dezember 2003 als Industrielackierer). Am 16. Januar 2004 

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konsultierte der Versicherte Dr. B.___ erneut. Ausser den Knieschmerzen rechts und 

den Schulterschmerzen links klagte er über eine Steifigkeit im Bereich der 

Halswirbelsäule (HWS), über Kopfschmerzen und ein Pfeifen in den Ohren. Der 

orthopädische Chirurg diagnostizierte neben der Kniekontusion rechts und der 

Schulterkontusion links eine Kontusion im Stirnbereich mit Distorsion der HWS (UV-act. 

II/9).

A.d   Am 7. Juni 2005 fand die kreisärztliche Abschlussuntersuchung bei Dr. med. 

C.___, Facharzt FMH für Chirurgie, speziell Allgemein- und Unfallchirurgie, statt (UV-

act. I/112 bzw. II/27). Bei dieser Gelegenheit beklagte der Versicherte gegenüber der 

Suva erstmals Beschwerden im linken Knie seit ein paar Monaten. Er gab an, sein 

Hausarzt, Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Innere Medizin und Hämatologie, führe 

diese Beschwerden auf eine eventuelle Überlastung des linken wegen der Schonung 

des rechten Beins zurück. In seiner Beurteilung kam der Kreisarzt zum Schluss, die 

geklagten Beschwerden am linken Knie seien unwahrscheinlich eine indirekte 

Unfallfolge (Bericht vom 7. Juni 2005, UV-act. I/112, S. 4).

A.e   Aufgrund der Magnetresonanztomographien des rechten und besonders des 

linken Knies vom 3. Juli 2007 (UV-act. I/146f.) sowie aufgrund des Berichts vom 

27. September 2007 der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital 

St. Gallen, worin die arthroskopische Inspektion des linken Tibiaplateaus und 

gegebenenfalls die operative Entfernung der dort festgestellten grossvolumigen, 

polylobulierten Geröllzyste empfohlen wurde (UV-act. I/144), nahm Kreisarzt-Stellver­

treter Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, am 19. Oktober 2007 zur 

Unfallkausalität Stellung (UV-act. I/148). Er kam zum Schluss, dass die Beschwerden 

am rechten Knie auf den Unfall vom 18. Juni 2000 zurückzuführen seien, während 

diejenigen am linken Knie weder sicher noch wahrscheinlich in einem 

Kausalzusammenhang zu den Unfällen vom 18. Juni 2000 und 13. Januar 2004 

stünden. Unfallnah habe der Versicherte nach beiden Ereignissen keine Beschwerden 

am linken Knie geschildert und würden die medizinischen Akten keine Hinweise auf 

entsprechende Schädigungen enthalten. Mit Schreiben vom 22. Oktober 2007 teilte die 

Suva dem Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt PD Dr. iur. Dieter Kehl, 

Heiden, sowie den beteiligten Ärzten mit, dass die Beschwerden am linken Knie weder 

sicher noch wahrscheinlich auf die erlittenen Unfälle zurückzuführen seien und die 

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Kosten für die vorgesehene Behandlung nicht zu Lasten der Unfallversicherung 

übernommen werden könnten (UV-act. I/149).

A.f    Im "Arztzeugnis UVG für Rückfall" vom 12. Juni 2008 (UV-act. II/52) führte 

Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Innere Medizin und Rheumatologie, unter Angaben 

des Patienten unter anderem aus: "Auf Grund der Anamnese muss angenommen 

werden, dass beim zweiten Unfall neben der Schulterkontusion links auch das linke 

Kniegelenk Schaden genommen hat. Bei im Vordergrund stehendem cervicocephalem 

Syndrom und dem durch den ersten Unfall traumatisierten rechten Kniegelenk und 

Unterschenkel wurde offensichtlich das linksseitige Knieproblem nicht wahrgenommen. 

Auf Grund der radiologischen Befunde sowie auch des Operationsbefundes gehe ich 

mit der orthopädischen Klinik des Kantonsspitals St. Gallen einher, dass es sich hier 

um ein posttraumatisches Problem des zweiten Unfalls vom 13. Januar 2004 handelt."

A.g   Am 25. Juni 2008 reichte der Rechtsvertreter des Versicherten der Suva 

Unterlagen über die diagnostische Arthroskopie des linken Knies und die 

Spongiosaplastik des lateralen Tibiaplateaus mit Re-Arthroskopie inklusive 

Histopathologie-Bericht sowie die Stellungnahme vom 13. Juni 2008 von Dr. G.___ ein 

(UV-act. II/52 bis II/56). Aus letzterer geht wiederum hervor, dass der Rheumatologe die 

linksseitigen Knieschmerzen als sehr wahrscheinlich unfallbedingt beurteilte und 

vermutete, dass die Knieverletzung neben der Nacken-Schulterschmerzen aufgrund 

der Schulterkontusion links und der HWS-Distorsion in den Hintergrund gerückt sei. 

Kreisarzt-Stellvertreter Dr. F.___ hielt am 4. Juli 2008 an seiner ablehnenden 

versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 19. Oktober 2007 fest und betonte 

nochmals, die Kausalität der linksseitigen Kniebeschwerden sei weder sicher noch 

wahrscheinlich (UV-act. I/148 bzw. II/46 und II/57). Mit Verfügung vom 9. Juli 2008 

lehnte die Suva darauf eine Leistungspflicht wegen der linksseitigen Kniebeschwerden 

ab (UV-act. I/58).

B.        

Gegen die Verfügung vom 9. Juli 2008 erhob die Krankenkasse des Versicherten, die 

Progrès Versicherungen AG, am 11. Juli 2008 vorsorglich Einsprache, zog diese am 

5. August 2008 aber wieder zurück (UV-act. II/59 und II/62). Die Einsprache des 

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Versicherten vom 22. August 2008 wurde mit Entscheid vom 20. Januar 2009 

abgewiesen.

C.        

C.a   Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 23. Februar 2009 mit den Anträgen: 

"Der Einspracheentscheid sei samt Verfügung vom 9. Juli 2008 aufzuheben, und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für die 

Kniebeschwerden links die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen." Zur Begründung wird - gestützt auf die Stellungnahme vom 

13. Juni 2008 von Dr. G.___ - geltend gemacht, es sei nachgewiesen, dass die 

Kniebeschwerden links nicht krankhaft sondern (post-)traumatisch seien.

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 26. März beantragt die Suva, die Beschwerde vom 

23. Februar 2009 sei - soweit darauf einzutreten sei - abzuweisen und der 

Einspracheentscheid vom 20. Januar 2009 sei zu bestätigen. Zur Begründung wird auf 

den Einspracheentscheid verwiesen, da der Beschwerdeführer keine neuen Belege 

auflege und sich mit den Argumenten des vorinstanzlichen Entscheids in keiner Weise 

auseinandersetze. Weiter wird geltend gemacht, der Beschwerdeführer habe nicht 

nachgewiesen, dass die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden sei. Wäre sie 

verspätet, könnte nicht auf sie eingetreten werden.

C.c   Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers liess die Frist zur Einreichung einer 

allfälligen Replik unbenützt verstreichen, worauf mit Schreiben der Gerichtsleitung vom 

16. Juni 2009 der Schriftenwechsel abgeschlossen wurde (act. G 7).

D.       

D.a   Mit Eingabe vom 29. Juni 2009 wies der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

auf das Urteil des Bundesgerichts vom 3. September 2008 in Sachen Allianz gegen S. - 

8C_595/2007 E. 5 - hin (act. G 8). Sie wurde der Beschwerdegegnerin am 30. Juni 

2009 zur Kenntnis gebracht (act. G 9).

D.b   Am 31. Juli 2009 stellte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dem 

Versicherungsgericht Kopien der IV-Akten zu (act. G 10 und 10.1) und verwies auf die 

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Bemerkung im Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 27. September 2007, wonach 

sich als Ausdruck eines posttraumatischen Residualzustands ein leicht deformiertes 

laterales Tibiaplateau finde. Mit Schreiben vom 3. August 2009 wies der Präsident des 

Versicherungsgerichts den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers darauf hin, dass er 

keinen Anlass sehe, seiner Eingabe irgendwelche weiteren Folgen zu geben, nachdem 

sich der Bericht vom 27. September 2007 bereits in den Vorakten (UV-act. I/144) finde 

und bei der Erstellung des angefochtenen Einspracheentscheids bekannt gewesen sei 

(act. G 11).

D.c   Telefonisch beantragte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 8. Februar 

2010, die Beurteilung des Falles seines Mandanten zurückzustellen, da dieser 

demnächst am linken Knie operiert werde und er aufgrund der neuen Dokumente eine 

Eingabe an das Versicherungsgericht plane (Telefonnotiz act. G 12). - Am 30. April 

2010 reichte er verschiedene Unterlagen bezüglich Zystenrezidiv am linken Knie ein 

und schloss besonders aus der Bestätigung des Kantonsspitals St. Gallen vom 

22. April 2010, die Suva trage die Kosten der Behandlung am linken Knie, womit sie die 

Beschwerde anerkannt habe (act. G 13 mit Beilagen 13.1 bis 13.9). Diese Eingabe 

wurde der Beschwerdegegnerin am 4. Mai 2010 zur Kenntnis gebracht, worauf sie sich 

am 11. Mai 2010 vernehmen liess (act. G 14 und 15). Dabei wurde ausgeführt, die Suva 

habe keinerlei Aufwendungen des Kantonsspitals St. Gallen gedeckt, die die 

Behandlung des linken Knies beträfen. Die neu aufgelegten Arztberichte des 

Kantonsspitals St. Gallen seien für die gerichtliche Beurteilung der vorliegenden 

Angelegenheit irrelevant, da sie keinerlei Angaben zur streitigen Frage der 

Unfallkausalität des Knieschadens links beinhalten würden. Im Übrigen seien der 

richterlichen Beurteilung lediglich die tatsächlichen Verhältnisse zugrunde zu legen, wie 

sie bis zum Erlass des Einspracheentscheids bestanden hätten. Der Stellungnahme der 

Beschwerdegegnerin entgegnete der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 

19. Mai 2010 wie folgt (act. G 17): "Die Behauptung von Kollege J.___ ist aktenwidrig: 

Die Suva hat die Kosten der Behandlung des linken Knies übernommen; andere Kosten 

fielen gar nicht an."

E.         

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Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in den 

übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    In der Beschwerdeantwort vom 26. März 2009 macht die Beschwerdegegnerin 

geltend, der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers habe die Rechtzeitigkeit der 

Beschwerde nicht nachgewiesen. Sollte diese nicht erstellt sein, könne nicht auf die 

Beschwerde eingetreten werden. Dieser formelle Aspekt ist vorab zu prüfen.

1.2    Nachforschungen bei der Schweizerischen Post zum Einschreiben R 

1.___(= Aufgabe-Nummer des Einspracheentscheids) haben ergeben, dass diese 

Sendung am 20. Januar 2009 abgeschickt und am 21. Januar 2009 ins Postfach des 

Adressaten avisiert wurde. Die Zustellung bzw. Aushändigung am Postschalter erfolgte 

am 28. Januar 2009 (act. G 1.1.1 und 1.1.2). Die Beschwerde vom 23. Februar 2009 

(Sendung R 2.___ mit unleserlichem Poststempel) ging dem Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen - nach einer "nicht erfolgreichen Zustellung" am 24. Februar 2009 - 

am 25. Februar 2009 zu (vgl. act. G 1.7f.). Die 30-tägige Beschwerdefrist gemäss 

Art. 60 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 38 Abs. 1 ATSG und Art. 39 Abs. 1 ATSG 

wurde vorliegend eingehalten (vgl. auch U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, 

N 2ff. zu Art. 60 ATSG und N 6ff. zu Art. 38 ATSG). Die Eintretensvoraussetzung der 

rechtzeitigen Beschwerdeerhebung ist demnach erfüllt.

1.3    Auch die übrigen Eintretensvoraussetzungen der sachlichen und örtlichen 

Zuständigkeit des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen (vgl. Art. 57f. ATSG) 

sind erfüllt, weshalb auf die Beschwerde vom 23. Februar 2009 einzutreten ist.

2.         

2.1    Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht ihre 

Leistungspflicht für die Gesundheitsbeeinträchtigungen des Beschwerdeführers am 

linken Knie aufgrund der Unfälle vom 18. Juni 2000 und 13. Januar 2004 verneint hat.

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2.2    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend 

dargelegt, nach welchen Bestimmungen sich die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers richtet und dass ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden 

vorausgesetzt ist (Erwägungen 1a bis 1c). Ebenfalls zutreffend sind die Ausführungen 

zur Leistungspflicht der Unfallversicherung für Rückfälle und Spätfolgen (Erwägung 1d) 

sowie diejenigen zum Beweis (Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

[Erwägung 1d 2. Abschnitt], Beweiswert von Aktengutachten [Erwägung 2c] und 

antizipierte Beweiswürdigung [Erwägung 2d]). Darauf kann verwiesen werden.

2.3    Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin über den Beweiswert von ärztlichen 

Berichten (Erwägungen 2a und 2b des Einspracheentscheids) sind durch die jüngste 

Rechtsprechung des Bundesgerichts in BGE 135 V 465 zum Beweiswert von 

Stellungnahmen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte zu ergänzen. Danach ist es 

auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Europäischen 

Gerichtshofs für Menschenrechte zu Art. 6 Abs. 1 der Europäischen Konvention zum 

Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) grundsätzlich 

zulässig, dass ein Gericht auf die vom Versicherungsträger korrekt erhobenen Beweise 

abstellt und auf ein eigenes Beweisverfahren verzichtet. Die von versicherungsinternen 

Ärztinnen und Ärzten erstellten Stellungnahmen und Berichte sind keine Gutachten im 

Sinn von Art. 44 ATSG und es kommt ihnen nicht derselbe Stellenwert zu wie einem im 

Rahmen von Art. 44 ATSG in Auftrag gegebenen Gutachten. Aus Art. 6 Abs. 1 EMRK 

folgt jedoch nicht, dass die Berichte und Stellungnahmen versicherungsinterner 

Ärztinnen und Ärzte unbeachtlich wären. Bestehen aber auch nur geringe Zweifel an 

der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, sind mittels unabhängiger Begutachtung ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 in fine S. 470 mit Hinweis; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_21/2010 vom 27. Mai 2010 E. 3.3 und 8C_439/2009 vom 25. No­

vember 2009 E. 4.4 [zusammengefasst in Plädoyer 2/2010 S. 54ff.]).

3.         

3.1    Beim Unfall vom 18. Juni 2000 wurden Verletzungen - neben solchen am linken 

Vorderarm und Daumen sowie des Schädels - nur am rechten Bein gesetzt 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&subcollection_mI35=on&insertion_date=&top_subcollection_aza=any&query_words=BGE+135+V+465&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-465%3Ade&number_of_ranks=0#page465

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(Tibiaschaft-Trümmerfraktur rechts, vgl. Austrittsbericht Kantonsspital St. Gallen vom 

10. Juli 2000 [UV-act. I/3]). Dr. B.___ stellte bei der Untersuchung vom 12. Januar 2004, 

dreieinhalb Jahre nach dem ersten Unfall Beschwerdefreiheit des Beschwerdeführers 

seitens seines gesamten Bewegungsapparats fest und schloss gleichzeitig alle 

ärztlichen Behandlungen ab (vgl. UV-act. I/106). Im Zusammenhang mit dem Unfall 

vom 18. Juni 2000 sind in den unfallnahen Akten bzw. innerhalb der ersten dreieinhalb 

Jahre keinerlei Verletzungen oder Beschwerden am linken Bein dokumentiert (vgl. UV-

act. I/6f., I/33, I/47f. und I/83).

3.2    Beim zweiten Unfall am 13. Januar 2004 zog sich der Beschwerdeführer - neben 

einer Schürfwunde an der Stirn und einer Kontusion der linken Schulter - eine 

Kontusion des rechten Knies zu (vgl. UV-act. II/8f. und II/2; Kontusion = Prellung und 

Quetschung durch direkte stumpfe Gewalteinwirkung, vgl. Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch, 261. Aufl. 2007, S. 1025). Dr. B.___ beschrieb aufgrund der Konsultation 

vom 16. Januar 2004 in der Bestätigung vom 23. Februar 2004 (UV-act. II/9) - neben 

den Bewegungseinschränkungen der linken Schulter und der Kontusionsmarke im 

Stirnbereich - ein "nicht geschwollenes, ergussfreies rechtes Kniegelenk mit 

Kontusionsmarken anterolateral. Das Kniegelenk war frei beweglich. Im Bereich der 

Kontusionsmarken bestand eine deutliche Druckdolenz." Die Anfrage der Suva vom 

19. Mai 2004 an den Beschwerdeführer nach der weiteren ärztlichen Behandlung 

beantwortete er am 25. Juni 2004 dahingehend, dass die ärztliche Behandlung 

abgeschlossen sei, er aber jederzeit den Hausarzt aufsuchen könne, falls Spätfolgen 

auftreten würden (UV-act. II/19). Auch in den ereignisnahen Akten zum zweiten Unfall 

finden sich somit keinerlei Hinweise auf eine Verletzung des linken Knies am 13. Januar 

2004.

3.3    Anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 7. Juni 2005 durch 

Dr. C.___, 17 Monate nach dem zweiten und rund fünf Jahre nach dem ersten Unfall, 

klagte der Beschwerdeführer der Suva gegenüber erstmals über Beschwerden am 

linken Knie (UV-act. I/112 bzw. II/27). Der Kreisarzt erhob am linken Knie (im Liegen) 

eine gute Patellaverschieblichkeit. Weiter führte er aus: "Im Bereich des Hoffa medial 

und lateral vergröberte Weichteile und Weichteilknacken, etwas schmerzhaft. Das 

Knacken ist auch reproduzierbar bei passiver Extension und Flexion des linken Knies, 

aber indolent. Keine Meniscuszeichen. Bänder stabil. Etwas verlängerte vordere 

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Schublade mit Anschlag. Keine tanzende Patella. Kein retropatelläres Krepitieren. 

Patellafacette lateralseitig etwas dolent." Als mögliche Ursache der linksseitigen 

Kniebeschwerden gab der Beschwerdeführer dem Kreisarzt die Meinung seines 

Hausarztes wieder, wonach diese eventuell auf eine Überlastung zurückzuführen seien, 

weil er das rechte Bein geschont habe (UV-act. I/112 S. 2). Dr. C.___ beurteilte die 

Beschwerden im linken Knie als unklar. Es finde sich eine gewisse Weichteilirritation 

peripatellär. Eine indirekte Unfallfolge sei unwahrscheinlich. Mit Schreiben vom 21. Juni 

2005 zum Unfall vom 13. Januar 2004 teilte die Suva daraufhin dem Beschwerdeführer 

mit, dass eine weitere Behandlung nicht mehr nötig sei, der Fall abgeschlossen werden 

könne und die Versicherungsleistungen enden würden (UV-act. II/28).

3.4     

3.4.1           Gemäss Bericht vom 18. Oktober 2005 (UV-act. I/114 an den 

Rechtsvertreter) konsultierte der Beschwerdeführer Dr. G.___ erstmals am 27. August 

2005. Die vorher lediglich als Möglichkeit diskutierte Überlastung des linken Knies zur 

Entlastung des rechten Beins stellte der Rheumatologe dabei ohne Begründung als 

Tatsache hin. Nachdem weitere Abklärungen im Vordergrund gestanden hatten 

(Neurologie, Neuropsychologie und Radiologie, vgl. UV-act. I/123f., II/34 bis II/43), 

rückten die Beschwerden am linken Knie erst rund zwei Jahre später mit der 

Untersuchung vom 26. September 2007 an der Klinik für Orthopädische Chirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Die Ärztinnen und 

Ärzte an dieser Klinik nannten im Bericht vom 27. September 2007 (UV-act. I/144) als 

erste Diagnose: "Therapieresistente Knieschmerzen beidseits bei Status nach 

Polytrauma vom 18.06.2000 und Re-Unfall vom 13.01.2004 mit/bei:

- Tibiaschafttrümmerfraktur rechts, im Verlauf Pseudoarthrose

- Tibiamarknagelung (aufgebohrt)

- Dynamisierung des Marknagels am 29.08.2000

- Spongiosaplastik nach Entfernung eines nekrotischen Fragmentes und Entfernung 

von Bindegewebe am 26.01.2001

- Dynamisierung des Marknagels 20.02.2002

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- Marknagelentfernung 15.05.2002"

Irgendwelche Hinweise auf konkrete Verletzungen am linken Knie oder eine Erklärung, 

wie die im Magnetresonanztomogramm (MRI) vom 3. Juli 2007 dokumentierte 

Geröllzyste (UV-act. I/147) entstanden sein könnte, enthält dieser Bericht nicht. Auch 

unter der Diagnose "Status nach Verkehrsunfall (Frontalkollision) 13.01.2004" findet 

sich an den unteren Extremitäten nur die bisher berichtete Kniekontusion rechts. 

Lediglich unter der Verlaufsschilderung erwähnen die Ärzte "intermittierend linksseitige 

belastungsabhängige Kniegelenksschmerzen" als eine Folge des Unfalls vom 

13. Januar 2004.

3.4.2           Im Bericht vom 13. Juni 2008 an den Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers (UV-act. II/55) beurteilte Dr. G.___ die linksseitigen 

Kniegelenkschmerzen als sehr wahrscheinlich unfallbedingt. Eine eigentliche 

Begründung für diese Einschätzung gab er nicht an. Er schloss nach Rücksprache mit 

dem Rechtsvertreter und mangels anderer Erklärungen auf die Unfallkausalität. Im 

Einzelnen führte der Rheumatologe aus: "[…] Aus dem Histologiebefund geht hervor, 

dass es sich hier nicht um ein Tumorgewebe oder eine Knochenentzündung gehandelt 

hat. Insofern beurteile ich die linksseitigen Kniegelenkschmerzen als sehr 

wahrscheinlich unfallbedingt. Es muss angenommen werden, dass mit dem Unfall vom 

13.1.04 mit Schulterkontusion links sowie auch Distorsion der Halswirbelsäule die 

Nacken-Schulterschmerzen im Vordergrund standen und die Knieverletzung in den 

Hintergrund rückte. […]". Wie aus den Akten hervorgeht (vgl. vorstehende Erwägungen 

3.1 und 3.2), finden sich unfallnah jedoch keinerlei Hinweise auf irgendeine Verletzung 

am linken Bein bei einem der beiden Unfälle. Vielmehr bestätigten sowohl der 

Beschwerdeführer als auch die behandelnden Ärzte ausdrücklich oder stillschweigend 

keine Verletzungen am linken Bein bzw. Beschwerdefreiheit (vgl. UV-act. I/33, I/47, I/83 

und II/3 [Angaben des Beschwerdeführers] sowie UV-act. I/106 und II/8f. [ärztliche 

Berichte]).

3.4.3           Die Angaben von Dr. G.___ und teilweise auch der Ärztinnen und Ärzte an 

der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen stehen bezüglich 

Beschwerden am linken Knie im Widerspruch zu den unfallnahen Akten. Sie geben 

Monate bzw. Jahre nach den beiden Unfällen den Zeitpunkt von deren erstmaligem 

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Auftreten aufgrund der subjektiven Schilderungen des Beschwerdeführers und nicht 

gestützt auf die (unfallnahen) Vorakten wieder. Damit vermögen sie die fehlenden 

Berichte über Verletzungen des linken Knies nach beiden Unfällen (inklusive 

Bestätigung der Beschwerdefreiheit "an den übrigen Gelenken" durch Dr. med. H.___, 

Assistenzarzt am Kantonalen Spital Rorschach im Kurzaustrittsbericht vom 14. Januar 

2004 [UV-act. II/8]) weder zu ersetzen noch überwiegend wahrscheinlich 

nachzuweisen, dass eine Verletzung des linken Knies beim Unfall vom 13. Januar 2004 

gesetzt wurde, aber gegenüber den Nacken- und Schulterschmerzen in den 

Hintergrund rückte und deshalb unfallnah nicht berichtet wurde (vgl. Annahme von 

Dr. G.___ in den Berichten vom 12. und 13. Juni 2008 [UV-act. II/52 und II/55]), noch 

gar, dass die Ursache der Geröllzyste am linken Knie bei einem der beiden Unfälle 

gesetzt worden ist.

3.4.4           Aus der Bezeichnung "post-traumatisch", die Dr. G.___ und die Ärztinnen 

und Ärzte an der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen für 

die linksseitigen Kniebeschwerden verwenden, kann nichts zur Kausalität abgeleitet 

werden. Sie bedeutet lediglich, dass die Beschwerden nach einem Unfall aufgetreten 

sind. - Nach ständiger Rechtsprechung ist auch das Argument, die linksseitigen 

Kniebeschwerden seien auf einen der Unfälle zurückzuführen, weil der 

Beschwerdeführer davor nicht an solchen gelitten habe, beweisrechtlich für sich allein 

nicht ergiebig ("post hoc ergo propter hoc" vgl. SVR 2009 UV Nr. 13 E. 7.2.4 S. 54 mit 

Hinweisen).

3.4.5           Zusammenfassend lässt sich weder aus den Berichten und 

Stellungnahmen von Dr. G.___ noch aus denjenigen der Ärztinnen und Ärzte an der 

Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen auf die Unfallkausalität 

der linksseitigen Kniebeschwerden schliessen, noch deren Ursache in irgendeiner Form 

ermitteln.

3.5 Für seine Stellungnahmen vom 19. Oktober 2007 und 4. Juli 2008 (UV-act. [I/148 

bzw.] II/46 und II/57) standen Kreisarzt-Stellvertreter Dr. F.___ jeweils sämtliche 

vorhandenen Akten der Beschwerdegegnerin zur Verfügung. Er beurteilte die 

Unfallkausalität der Beschwerden und ausgewiesenen bzw. operativ sanierten 

Schädigungen am linken Knie des Beschwerdeführers am 19. Oktober 2007 

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ausdrücklich gestützt auf die Vorakten, darunter "die echtzeitlichen umfangreichen 

medizinischen und administrativen Dokumente" als "weder sicher noch 

wahrscheinlich" und hielt am 4. Juli 2008 - mit speziellem Bezug auf den Bericht von 

Dr. G.___ vom 13. Juni 2008 (UV-act. II/55) - ausdrücklich an den Feststellungen in der 

ersten ablehnenden versicherungs-medizinischen Stellungnahme fest. Die 

Bewertungen von Dr. F.___, besonders diejenige vom 19. Oktober 2007, erscheinen als 

schlüssig, sind nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei und es 

bestehen keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit. Nach der Rechtsprechung kommt 

ihnen daher Beweiswert zu (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/ee S. 353f.). Die Berichte und 

Stellungnahmen von Dr. G.___ und der Ärztinnen und Ärzte an der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen, die die Vorakten nur teilweise 

berücksichtigen bzw. in mancher Hinsicht im Widerspruch zu diesen stehen (vgl. 

Erwägung 3.4), vermögen keine Zweifel an den Feststellungen von Dr. F.___ bezüglich 

fehlender Unfallkausalität für die linksseitigen Kniebeschwerden hervorzurufen, 

weshalb auch im Licht der neusten Rechtsprechung auf seine Beurteilung abzustellen 

ist (vgl. BGE 135 V 465).

3.6 Aus den IV-Akten, die der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 31. Juli 2009 

einreichte (act. G 10 und 10.1), ergeben sich keine Erkenntnisse für die Unfallkausalität 

der Beschwerden am linken Knie: Die Suva-Akten enthalten die Berichte der 

behandelnden Ärztinnen und Ärzte bereits, soweit sie nicht ausdrücklich im Auftrag der 

IV erstellt worden sind. Letztere vermögen die Unfallkausalität der linksseitigen 

Kniebeschwerden nicht herzustellen, auch wenn Dr. G.___ darin - im bereits erläuterten 

Widerspruch zu den unfallnahen Akten (vgl. Erwägung 3.4) - von beidseitigen 

Kniekontusionen beim Unfall vom 13. Januar 2004 schreibt und die Schmerzen am 

linken Knie wiederholt darstellt, als ob sie schon unmittelbar nach dem zweiten Unfall 

aufgetreten wären (vgl. Bericht Dr. G.___ mit Beiblatt vom 5. Dezember 2008 an die IV-

Stelle). I.___, Arzt im Regionalen Ärztlichen Dienst der IV (RAD), hielt aufgrund der 

telefonischen Besprechung am 20. Oktober 2008 mit Dr. G.___ zudem fest, es sei 

unklar, ob die Beschwerden (am linken Knie) als Unfallfolge anzusehen seien. Da die IV 

als finale Versicherung ausgestaltet ist, und nicht wie die Unfallversicherung kausal, 

musste sie auch keine (detaillierte) Kausalitätsabklärung vornehmen.

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3.7 Rückschlüsse zur ursprünglichen Unfallkausalität der linksseitigen 

Kniebeschwerden ergeben sich auch nicht aus den Akten bezüglich Zystenrezidivs, die 

der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dem Versicherungsgericht mit Schreiben 

vom 30. April 2010 einreichte (act. G 13). In den ärztlichen Berichten werden die Unfälle 

vom 18. Juni 2000 und 13. Januar 2004 im Zusammenhang mit dem Zystenrezidiv 

denn auch gar nicht erwähnt (act. G 13.4 bis 13.9). - Auch aus der Bestätigung des 

Kantonsspitals St. Gallen vom 22. April 2010, wonach die Suva St. Gallen bisher die 

Leistungen übernommen habe (act. G 13.1), lässt sich zugunsten des 

Beschwerdeführers nichts ableiten. Vielmehr bestreitet die Suva ihre Leistungspflicht 

für die Behandlungen des linken Knies weiterhin. Sie stellt auch in Abrede, irgendeine 

Zahlung ans Kantonsspital St. Gallen für die Behandlung des linken Knies geleistet zu 

haben (act. G 15). Bis zum Erlass des Einspracheentscheids am 20. Januar 2009 waren 

jedenfalls keinerlei Zahlungen betreffend das linke Knie des Beschwerdeführers erfolgt 

und werden auch keine solchen geltend gemacht. Selbst wenn im Zusammenhang mit 

der Behandlung des Zystenrezidivs (die gemäss act. G 13.6 ab 30. September 2009 

dokumentiert ist) eine Zahlung der Beschwerdegegnerin erfolgt wäre, vermöchte eine 

solche nicht rückwirkend die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die 

Behandlung des linken Knies auszulösen. Auch weitere diesbezügliche Abklärungen 

(besonders die Einholung von Auskünften des Kantonsspitals St. Gallen) erübrigen 

sich, da von ihnen kein weiterer Aufschluss zur strittigen Frage des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu erwarten ist (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 131 

I 153 E. 3 S. 157 und Urteil des Bundesgerichts 8C_956/2009 vom 9. März 2010 E. 4.2, 

je mit Hinweisen).

3.8 Die Entstehung der linksseitigen Kniebeschwerden anlässlich eines der beiden 

Unfälle oder als deren direkte oder indirekte Folge lässt sich somit nicht mit der 

erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisen (vgl. dazu Th. Locher, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, S. 451f.). Diesbezüglich 

lässt sich auch aus dem vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in der Eingabe 

vom 29. Juni 2009 (act. G 8) angeführten Urteil des Bundesgerichts 8C_595/2007 vom 

3. September 2008 nichts herleiten: Letzteres hatte eine erwiesene Unfallkausalität als 

Ausgangssituation und es war nicht klar, auf welchen von zwei Unfällen die Unfallfolgen 

zurückzuführen waren. Im Fall des Beschwerdeführers fehlt es demgegenüber am 

Nachweis der Unfallkausalität, worauf sich die Frage der Zuordnung (und damit der 

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Belastung der Policen von verschiedenen Arbeitgebern bzw. des allfälligen Rückgriffs 

auf verschiedene Unfallverursacher und deren Haftpflichtversicherungen) gar nicht 

stellt. In Würdigung der gesamten Aktenlage muss der natürliche 

Kausalzusammenhang der Beschwerden am linken Knie zu den Unfällen vom 18. Juni 

2000 und 13. Januar 2004 verneint werden. Die Beschwerdegegnerin hat demnach zu 

Recht ihre Leistungspflicht für die Behandlung des linken Knies verneint.

4.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind gemäss Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Art. 6, 10 und 16 UVG: Natürliche Kausalität einer Zyste im linken Knie zu keinem 

von zwei Unfällen (überwiegend wahrscheinlich) nachgewiesen, bei denen in den 

unfallnahen Akten nur Verletzungen am rechten Bein bzw. Knie dokumentiert 

sind(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Juli 2010, 

UV 2009/21).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 12. Juli 2010

in Sachen

D.___,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt PD Dr. Dieter Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118, 

9410 Heiden,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   D.___, geboren 1974, war bei der A.___ als Industrielackierer/-maler tätig und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen 

Unfälle versichert (UV-act. I/1 und I/7). Am 18. Juni 2000 wurde er beim Inline-Skaten 

von einem Personenwagen angefahren. Dabei zog er sich Verletzungen des rechten 

Unterschenkels, des linken Daumens und linken Vorderarms sowie des Schädels zu 

(vgl. UV-act. 3; Diagnosen: Tibiaschaft-Trümmerfraktur rechts, distale intraartikuläre 

Radiusfraktur links, proximale Ulnaschaftfraktur links, extraartikuläre Basisfraktur des 

Metacarpale I rechts, Orbitaboden- und Seitenwandfraktur medial bei Status nach alter 

Fraktur des septum nasi). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen 

(Heilungskosten und Taggelder unter der Unfallnummer 9.42267.00.2; Akten mit I/ und 

Aktennummer bezeichnet).

A.b   Am 13. Januar 2004 kollidierte ein entgegenkommendes Motorfahrzeug, dessen 

Lenkerin angetrunken war, frontal mit dem vom Versicherten gelenkten 

Personenwagen (UV-act. II/1 und II/3). Am kantonalen Spital Rorschach, wo er 

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ambulant behandelt wurde, wurden eine Schulterkontusion links, eine Kniekontusion 

rechts sowie eine Schürfwunde an der Stirn diagnostiziert. Für Frakturen fanden sich 

keine Hinweise (UV-act. II/8). Auch für die Folgen dieses Unfalls erbrachte die Suva die 

gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten und Taggelder unter der Unfallnummer 

9.40341.04.3; Akten mit II/ und Aktennummer bezeichnet).

A.c   Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparats, der den Versicherten seit Anfang 2002 behandelte (UV-act. I/62 

und I/67), hatte diesen am 12. Januar 2004, einen Tag vor dem zweiten Unfall, im 

Auftrag der Suva untersucht. Er stellte insgesamt einen sehr günstigen Verlauf nach 

dem (beim ersten Unfall) erlittenen Polytrauma, Beschwerdefreiheit des 

Bewegungsapparats und volle Leistungsfähigkeit fest (UV-act. I/106; volle 

Arbeitsfähigkeit seit 1. Dezember 2003 als Industrielackierer). Am 16. Januar 2004 

konsultierte der Versicherte Dr. B.___ erneut. Ausser den Knieschmerzen rechts und 

den Schulterschmerzen links klagte er über eine Steifigkeit im Bereich der 

Halswirbelsäule (HWS), über Kopfschmerzen und ein Pfeifen in den Ohren. Der 

orthopädische Chirurg diagnostizierte neben der Kniekontusion rechts und der 

Schulterkontusion links eine Kontusion im Stirnbereich mit Distorsion der HWS (UV-act. 

II/9).

A.d   Am 7. Juni 2005 fand die kreisärztliche Abschlussuntersuchung bei Dr. med. 

C.___, Facharzt FMH für Chirurgie, speziell Allgemein- und Unfallchirurgie, statt (UV-

act. I/112 bzw. II/27). Bei dieser Gelegenheit beklagte der Versicherte gegenüber der 

Suva erstmals Beschwerden im linken Knie seit ein paar Monaten. Er gab an, sein 

Hausarzt, Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Innere Medizin und Hämatologie, führe 

diese Beschwerden auf eine eventuelle Überlastung des linken wegen der Schonung 

des rechten Beins zurück. In seiner Beurteilung kam der Kreisarzt zum Schluss, die 

geklagten Beschwerden am linken Knie seien unwahrscheinlich eine indirekte 

Unfallfolge (Bericht vom 7. Juni 2005, UV-act. I/112, S. 4).

A.e   Aufgrund der Magnetresonanztomographien des rechten und besonders des 

linken Knies vom 3. Juli 2007 (UV-act. I/146f.) sowie aufgrund des Berichts vom 

27. September 2007 der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital 

St. Gallen, worin die arthroskopische Inspektion des linken Tibiaplateaus und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/30

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gegebenenfalls die operative Entfernung der dort festgestellten grossvolumigen, 

polylobulierten Geröllzyste empfohlen wurde (UV-act. I/144), nahm Kreisarzt-Stellver­

treter Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, am 19. Oktober 2007 zur 

Unfallkausalität Stellung (UV-act. I/148). Er kam zum Schluss, dass die Beschwerden 

am rechten Knie auf den Unfall vom 18. Juni 2000 zurückzuführen seien, während 

diejenigen am linken Knie weder sicher noch wahrscheinlich in einem 

Kausalzusammenhang zu den Unfällen vom 18. Juni 2000 und 13. Januar 2004 

stünden. Unfallnah habe der Versicherte nach beiden Ereignissen keine Beschwerden 

am linken Knie geschildert und würden die medizinischen Akten keine Hinweise auf 

entsprechende Schädigungen enthalten. Mit Schreiben vom 22. Oktober 2007 teilte die 

Suva dem Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt PD Dr. iur. Dieter Kehl, 

Heiden, sowie den beteiligten Ärzten mit, dass die Beschwerden am linken Knie weder 

sicher noch wahrscheinlich auf die erlittenen Unfälle zurückzuführen seien und die 

Kosten für die vorgesehene Behandlung nicht zu Lasten der Unfallversicherung 

übernommen werden könnten (UV-act. I/149).

A.f    Im "Arztzeugnis UVG für Rückfall" vom 12. Juni 2008 (UV-act. II/52) führte 

Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Innere Medizin und Rheumatologie, unter Angaben 

des Patienten unter anderem aus: "Auf Grund der Anamnese muss angenommen 

werden, dass beim zweiten Unfall neben der Schulterkontusion links auch das linke 

Kniegelenk Schaden genommen hat. Bei im Vordergrund stehendem cervicocephalem 

Syndrom und dem durch den ersten Unfall traumatisierten rechten Kniegelenk und 

Unterschenkel wurde offensichtlich das linksseitige Knieproblem nicht wahrgenommen. 

Auf Grund der radiologischen Befunde sowie auch des Operationsbefundes gehe ich 

mit der orthopädischen Klinik des Kantonsspitals St. Gallen einher, dass es sich hier 

um ein posttraumatisches Problem des zweiten Unfalls vom 13. Januar 2004 handelt."

A.g   Am 25. Juni 2008 reichte der Rechtsvertreter des Versicherten der Suva 

Unterlagen über die diagnostische Arthroskopie des linken Knies und die 

Spongiosaplastik des lateralen Tibiaplateaus mit Re-Arthroskopie inklusive 

Histopathologie-Bericht sowie die Stellungnahme vom 13. Juni 2008 von Dr. G.___ ein 

(UV-act. II/52 bis II/56). Aus letzterer geht wiederum hervor, dass der Rheumatologe die 

linksseitigen Knieschmerzen als sehr wahrscheinlich unfallbedingt beurteilte und 

vermutete, dass die Knieverletzung neben der Nacken-Schulterschmerzen aufgrund 

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der Schulterkontusion links und der HWS-Distorsion in den Hintergrund gerückt sei. 

Kreisarzt-Stellvertreter Dr. F.___ hielt am 4. Juli 2008 an seiner ablehnenden 

versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 19. Oktober 2007 fest und betonte 

nochmals, die Kausalität der linksseitigen Kniebeschwerden sei weder sicher noch 

wahrscheinlich (UV-act. I/148 bzw. II/46 und II/57). Mit Verfügung vom 9. Juli 2008 

lehnte die Suva darauf eine Leistungspflicht wegen der linksseitigen Kniebeschwerden 

ab (UV-act. I/58).

B.        

Gegen die Verfügung vom 9. Juli 2008 erhob die Krankenkasse des Versicherten, die 

Progrès Versicherungen AG, am 11. Juli 2008 vorsorglich Einsprache, zog diese am 

5. August 2008 aber wieder zurück (UV-act. II/59 und II/62). Die Einsprache des 

Versicherten vom 22. August 2008 wurde mit Entscheid vom 20. Januar 2009 

abgewiesen.

C.        

C.a   Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 23. Februar 2009 mit den Anträgen: 

"Der Einspracheentscheid sei samt Verfügung vom 9. Juli 2008 aufzuheben, und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für die 

Kniebeschwerden links die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen." Zur Begründung wird - gestützt auf die Stellungnahme vom 

13. Juni 2008 von Dr. G.___ - geltend gemacht, es sei nachgewiesen, dass die 

Kniebeschwerden links nicht krankhaft sondern (post-)traumatisch seien.

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 26. März beantragt die Suva, die Beschwerde vom 

23. Februar 2009 sei - soweit darauf einzutreten sei - abzuweisen und der 

Einspracheentscheid vom 20. Januar 2009 sei zu bestätigen. Zur Begründung wird auf 

den Einspracheentscheid verwiesen, da der Beschwerdeführer keine neuen Belege 

auflege und sich mit den Argumenten des vorinstanzlichen Entscheids in keiner Weise 

auseinandersetze. Weiter wird geltend gemacht, der Beschwerdeführer habe nicht 

nachgewiesen, dass die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden sei. Wäre sie 

verspätet, könnte nicht auf sie eingetreten werden.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/30

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C.c   Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers liess die Frist zur Einreichung einer 

allfälligen Replik unbenützt verstreichen, worauf mit Schreiben der Gerichtsleitung vom 

16. Juni 2009 der Schriftenwechsel abgeschlossen wurde (act. G 7).

D.       

D.a   Mit Eingabe vom 29. Juni 2009 wies der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

auf das Urteil des Bundesgerichts vom 3. September 2008 in Sachen Allianz gegen S. - 

8C_595/2007 E. 5 - hin (act. G 8). Sie wurde der Beschwerdegegnerin am 30. Juni 

2009 zur Kenntnis gebracht (act. G 9).

D.b   Am 31. Juli 2009 stellte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dem 

Versicherungsgericht Kopien der IV-Akten zu (act. G 10 und 10.1) und verwies auf die 

Bemerkung im Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 27. September 2007, wonach 

sich als Ausdruck eines posttraumatischen Residualzustands ein leicht deformiertes 

laterales Tibiaplateau finde. Mit Schreiben vom 3. August 2009 wies der Präsident des 

Versicherungsgerichts den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers darauf hin, dass er 

keinen Anlass sehe, seiner Eingabe irgendwelche weiteren Folgen zu geben, nachdem 

sich der Bericht vom 27. September 2007 bereits in den Vorakten (UV-act. I/144) finde 

und bei der Erstellung des angefochtenen Einspracheentscheids bekannt gewesen sei 

(act. G 11).

D.c   Telefonisch beantragte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 8. Februar 

2010, die Beurteilung des Falles seines Mandanten zurückzustellen, da dieser 

demnächst am linken Knie operiert werde und er aufgrund der neuen Dokumente eine 

Eingabe an das Versicherungsgericht plane (Telefonnotiz act. G 12). - Am 30. April 

2010 reichte er verschiedene Unterlagen bezüglich Zystenrezidiv am linken Knie ein 

und schloss besonders aus der Bestätigung des Kantonsspitals St. Gallen vom 

22. April 2010, die Suva trage die Kosten der Behandlung am linken Knie, womit sie die 

Beschwerde anerkannt habe (act. G 13 mit Beilagen 13.1 bis 13.9). Diese Eingabe 

wurde der Beschwerdegegnerin am 4. Mai 2010 zur Kenntnis gebracht, worauf sie sich 

am 11. Mai 2010 vernehmen liess (act. G 14 und 15). Dabei wurde ausgeführt, die Suva 

habe keinerlei Aufwendungen des Kantonsspitals St. Gallen gedeckt, die die 

Behandlung des linken Knies beträfen. Die neu aufgelegten Arztberichte des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/30

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Kantonsspitals St. Gallen seien für die gerichtliche Beurteilung der vorliegenden 

Angelegenheit irrelevant, da sie keinerlei Angaben zur streitigen Frage der 

Unfallkausalität des Knieschadens links beinhalten würden. Im Übrigen seien der 

richterlichen Beurteilung lediglich die tatsächlichen Verhältnisse zugrunde zu legen, wie 

sie bis zum Erlass des Einspracheentscheids bestanden hätten. Der Stellungnahme der 

Beschwerdegegnerin entgegnete der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 

19. Mai 2010 wie folgt (act. G 17): "Die Behauptung von Kollege J.___ ist aktenwidrig: 

Die Suva hat die Kosten der Behandlung des linken Knies übernommen; andere Kosten 

fielen gar nicht an."

E.         

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in den 

übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    In der Beschwerdeantwort vom 26. März 2009 macht die Beschwerdegegnerin 

geltend, der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers habe die Rechtzeitigkeit der 

Beschwerde nicht nachgewiesen. Sollte diese nicht erstellt sein, könne nicht auf die 

Beschwerde eingetreten werden. Dieser formelle Aspekt ist vorab zu prüfen.

1.2    Nachforschungen bei der Schweizerischen Post zum Einschreiben R 

1.___(= Aufgabe-Nummer des Einspracheentscheids) haben ergeben, dass diese 

Sendung am 20. Januar 2009 abgeschickt und am 21. Januar 2009 ins Postfach des 

Adressaten avisiert wurde. Die Zustellung bzw. Aushändigung am Postschalter erfolgte 

am 28. Januar 2009 (act. G 1.1.1 und 1.1.2). Die Beschwerde vom 23. Februar 2009 

(Sendung R 2.___ mit unleserlichem Poststempel) ging dem Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen - nach einer "nicht erfolgreichen Zustellung" am 24. Februar 2009 - 

am 25. Februar 2009 zu (vgl. act. G 1.7f.). Die 30-tägige Beschwerdefrist gemäss 

Art. 60 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 38 Abs. 1 ATSG und Art. 39 Abs. 1 ATSG 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/30

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wurde vorliegend eingehalten (vgl. auch U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, 

N 2ff. zu Art. 60 ATSG und N 6ff. zu Art. 38 ATSG). Die Eintretensvoraussetzung der 

rechtzeitigen Beschwerdeerhebung ist demnach erfüllt.

1.3    Auch die übrigen Eintretensvoraussetzungen der sachlichen und örtlichen 

Zuständigkeit des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen (vgl. Art. 57f. ATSG) 

sind erfüllt, weshalb auf die Beschwerde vom 23. Februar 2009 einzutreten ist.

2.         

2.1    Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht ihre 

Leistungspflicht für die Gesundheitsbeeinträchtigungen des Beschwerdeführers am 

linken Knie aufgrund der Unfälle vom 18. Juni 2000 und 13. Januar 2004 verneint hat.

2.2    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend 

dargelegt, nach welchen Bestimmungen sich die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers richtet und dass ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden 

vorausgesetzt ist (Erwägungen 1a bis 1c). Ebenfalls zutreffend sind die Ausführungen 

zur Leistungspflicht der Unfallversicherung für Rückfälle und Spätfolgen (Erwägung 1d) 

sowie diejenigen zum Beweis (Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

[Erwägung 1d 2. Abschnitt], Beweiswert von Aktengutachten [Erwägung 2c] und 

antizipierte Beweiswürdigung [Erwägung 2d]). Darauf kann verwiesen werden.

2.3    Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin über den Beweiswert von ärztlichen 

Berichten (Erwägungen 2a und 2b des Einspracheentscheids) sind durch die jüngste 

Rechtsprechung des Bundesgerichts in BGE 135 V 465 zum Beweiswert von 

Stellungnahmen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte zu ergänzen. Danach ist es 

auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Europäischen 

Gerichtshofs für Menschenrechte zu Art. 6 Abs. 1 der Europäischen Konvention zum 

Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) grundsätzlich 

zulässig, dass ein Gericht auf die vom Versicherungsträger korrekt erhobenen Beweise 

abstellt und auf ein eigenes Beweisverfahren verzichtet. Die von versicherungsinternen 

Ärztinnen und Ärzten erstellten Stellungnahmen und Berichte sind keine Gutachten im 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/30

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Sinn von Art. 44 ATSG und es kommt ihnen nicht derselbe Stellenwert zu wie einem im 

Rahmen von Art. 44 ATSG in Auftrag gegebenen Gutachten. Aus Art. 6 Abs. 1 EMRK 

folgt jedoch nicht, dass die Berichte und Stellungnahmen versicherungsinterner 

Ärztinnen und Ärzte unbeachtlich wären. Bestehen aber auch nur geringe Zweifel an 

der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, sind mittels unabhängiger Begutachtung ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 in fine S. 470 mit Hinweis; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_21/2010 vom 27. Mai 2010 E. 3.3 und 8C_439/2009 vom 25. No­

vember 2009 E. 4.4 [zusammengefasst in Plädoyer 2/2010 S. 54ff.]).

3.         

3.1    Beim Unfall vom 18. Juni 2000 wurden Verletzungen - neben solchen am linken 

Vorderarm und Daumen sowie des Schädels - nur am rechten Bein gesetzt 

(Tibiaschaft-Trümmerfraktur rechts, vgl. Austrittsbericht Kantonsspital St. Gallen vom 

10. Juli 2000 [UV-act. I/3]). Dr. B.___ stellte bei der Untersuchung vom 12. Januar 2004, 

dreieinhalb Jahre nach dem ersten Unfall Beschwerdefreiheit des Beschwerdeführers 

seitens seines gesamten Bewegungsapparats fest und schloss gleichzeitig alle 

ärztlichen Behandlungen ab (vgl. UV-act. I/106). Im Zusammenhang mit dem Unfall 

vom 18. Juni 2000 sind in den unfallnahen Akten bzw. innerhalb der ersten dreieinhalb 

Jahre keinerlei Verletzungen oder Beschwerden am linken Bein dokumentiert (vgl. UV-

act. I/6f., I/33, I/47f. und I/83).

3.2    Beim zweiten Unfall am 13. Januar 2004 zog sich der Beschwerdeführer - neben 

einer Schürfwunde an der Stirn und einer Kontusion der linken Schulter - eine 

Kontusion des rechten Knies zu (vgl. UV-act. II/8f. und II/2; Kontusion = Prellung und 

Quetschung durch direkte stumpfe Gewalteinwirkung, vgl. Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch, 261. Aufl. 2007, S. 1025). Dr. B.___ beschrieb aufgrund der Konsultation 

vom 16. Januar 2004 in der Bestätigung vom 23. Februar 2004 (UV-act. II/9) - neben 

den Bewegungseinschränkungen der linken Schulter und der Kontusionsmarke im 

Stirnbereich - ein "nicht geschwollenes, ergussfreies rechtes Kniegelenk mit 

Kontusionsmarken anterolateral. Das Kniegelenk war frei beweglich. Im Bereich der 

Kontusionsmarken bestand eine deutliche Druckdolenz." Die Anfrage der Suva vom 

19. Mai 2004 an den Beschwerdeführer nach der weiteren ärztlichen Behandlung 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&subcollection_mI35=on&insertion_date=&top_subcollection_aza=any&query_words=BGE+135+V+465&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-465%3Ade&number_of_ranks=0#page465

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beantwortete er am 25. Juni 2004 dahingehend, dass die ärztliche Behandlung 

abgeschlossen sei, er aber jederzeit den Hausarzt aufsuchen könne, falls Spätfolgen 

auftreten würden (UV-act. II/19). Auch in den ereignisnahen Akten zum zweiten Unfall 

finden sich somit keinerlei Hinweise auf eine Verletzung des linken Knies am 13. Januar 

2004.

3.3    Anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 7. Juni 2005 durch 

Dr. C.___, 17 Monate nach dem zweiten und rund fünf Jahre nach dem ersten Unfall, 

klagte der Beschwerdeführer der Suva gegenüber erstmals über Beschwerden am 

linken Knie (UV-act. I/112 bzw. II/27). Der Kreisarzt erhob am linken Knie (im Liegen) 

eine gute Patellaverschieblichkeit. Weiter führte er aus: "Im Bereich des Hoffa medial 

und lateral vergröberte Weichteile und Weichteilknacken, etwas schmerzhaft. Das 

Knacken ist auch reproduzierbar bei passiver Extension und Flexion des linken Knies, 

aber indolent. Keine Meniscuszeichen. Bänder stabil. Etwas verlängerte vordere 

Schublade mit Anschlag. Keine tanzende Patella. Kein retropatelläres Krepitieren. 

Patellafacette lateralseitig etwas dolent." Als mögliche Ursache der linksseitigen 

Kniebeschwerden gab der Beschwerdeführer dem Kreisarzt die Meinung seines 

Hausarztes wieder, wonach diese eventuell auf eine Überlastung zurückzuführen seien, 

weil er das rechte Bein geschont habe (UV-act. I/112 S. 2). Dr. C.___ beurteilte die 

Beschwerden im linken Knie als unklar. Es finde sich eine gewisse Weichteilirritation 

peripatellär. Eine indirekte Unfallfolge sei unwahrscheinlich. Mit Schreiben vom 21. Juni 

2005 zum Unfall vom 13. Januar 2004 teilte die Suva daraufhin dem Beschwerdeführer 

mit, dass eine weitere Behandlung nicht mehr nötig sei, der Fall abgeschlossen werden 

könne und die Versicherungsleistungen enden würden (UV-act. II/28).

3.4     

3.4.1           Gemäss Bericht vom 18. Oktober 2005 (UV-act. I/114 an den 

Rechtsvertreter) konsultierte der Beschwerdeführer Dr. G.___ erstmals am 27. August 

2005. Die vorher lediglich als Möglichkeit diskutierte Überlastung des linken Knies zur 

Entlastung des rechten Beins stellte der Rheumatologe dabei ohne Begründung als 

Tatsache hin. Nachdem weitere Abklärungen im Vordergrund gestanden hatten 

(Neurologie, Neuropsychologie und Radiologie, vgl. UV-act. I/123f., II/34 bis II/43), 

rückten die Beschwerden am linken Knie erst rund zwei Jahre später mit der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/30

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Untersuchung vom 26. September 2007 an der Klinik für Orthopädische Chirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Die Ärztinnen und 

Ärzte an dieser Klinik nannten im Bericht vom 27. September 2007 (UV-act. I/144) als 

erste Diagnose: "Therapieresistente Knieschmerzen beidseits bei Status nach 

Polytrauma vom 18.06.2000 und Re-Unfall vom 13.01.2004 mit/bei:

- Tibiaschafttrümmerfraktur rechts, im Verlauf Pseudoarthrose

- Tibiamarknagelung (aufgebohrt)

- Dynamisierung des Marknagels am 29.08.2000

- Spongiosaplastik nach Entfernung eines nekrotischen Fragmentes und Entfernung 

von Bindegewebe am 26.01.2001

- Dynamisierung des Marknagels 20.02.2002

- Marknagelentfernung 15.05.2002"

Irgendwelche Hinweise auf konkrete Verletzungen am linken Knie oder eine Erklärung, 

wie die im Magnetresonanztomogramm (MRI) vom 3. Juli 2007 dokumentierte 

Geröllzyste (UV-act. I/147) entstanden sein könnte, enthält dieser Bericht nicht. Auch 

unter der Diagnose "Status nach Verkehrsunfall (Frontalkollision) 13.01.2004" findet 

sich an den unteren Extremitäten nur die bisher berichtete Kniekontusion rechts. 

Lediglich unter der Verlaufsschilderung erwähnen die Ärzte "intermittierend linksseitige 

belastungsabhängige Kniegelenksschmerzen" als eine Folge des Unfalls vom 

13. Januar 2004.

3.4.2           Im Bericht vom 13. Juni 2008 an den Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers (UV-act. II/55) beurteilte Dr. G.___ die linksseitigen 

Kniegelenkschmerzen als sehr wahrscheinlich unfallbedingt. Eine eigentliche 

Begründung für diese Einschätzung gab er nicht an. Er schloss nach Rücksprache mit 

dem Rechtsvertreter und mangels anderer Erklärungen auf die Unfallkausalität. Im 

Einzelnen führte der Rheumatologe aus: "[…] Aus dem Histologiebefund geht hervor, 

dass es sich hier nicht um ein Tumorgewebe oder eine Knochenentzündung gehandelt 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/30

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hat. Insofern beurteile ich die linksseitigen Kniegelenkschmerzen als sehr 

wahrscheinlich unfallbedingt. Es muss angenommen werden, dass mit dem Unfall vom 

13.1.04 mit Schulterkontusion links sowie auch Distorsion der Halswirbelsäule die 

Nacken-Schulterschmerzen im Vordergrund standen und die Knieverletzung in den 

Hintergrund rückte. […]". Wie aus den Akten hervorgeht (vgl. vorstehende Erwägungen 

3.1 und 3.2), finden sich unfallnah jedoch keinerlei Hinweise auf irgendeine Verletzung 

am linken Bein bei einem der beiden Unfälle. Vielmehr bestätigten sowohl der 

Beschwerdeführer als auch die behandelnden Ärzte ausdrücklich oder stillschweigend 

keine Verletzungen am linken Bein bzw. Beschwerdefreiheit (vgl. UV-act. I/33, I/47, I/83 

und II/3 [Angaben des Beschwerdeführers] sowie UV-act. I/106 und II/8f. [ärztliche 

Berichte]).

3.4.3           Die Angaben von Dr. G.___ und teilweise auch der Ärztinnen und Ärzte an 

der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen stehen bezüglich 

Beschwerden am linken Knie im Widerspruch zu den unfallnahen Akten. Sie geben 

Monate bzw. Jahre nach den beiden Unfällen den Zeitpunkt von deren erstmaligem 

Auftreten aufgrund der subjektiven Schilderungen des Beschwerdeführers und nicht 

gestützt auf die (unfallnahen) Vorakten wieder. Damit vermögen sie die fehlenden 

Berichte über Verletzungen des linken Knies nach beiden Unfällen (inklusive 

Bestätigung der Beschwerdefreiheit "an den übrigen Gelenken" durch Dr. med. H.___, 

Assistenzarzt am Kantonalen Spital Rorschach im Kurzaustrittsbericht vom 14. Januar 

2004 [UV-act. II/8]) weder zu ersetzen noch überwiegend wahrscheinlich 

nachzuweisen, dass eine Verletzung des linken Knies beim Unfall vom 13. Januar 2004 

gesetzt wurde, aber gegenüber den Nacken- und Schulterschmerzen in den 

Hintergrund rückte und deshalb unfallnah nicht berichtet wurde (vgl. Annahme von 

Dr. G.___ in den Berichten vom 12. und 13. Juni 2008 [UV-act. II/52 und II/55]), noch 

gar, dass die Ursache der Geröllzyste am linken Knie bei einem der beiden Unfälle 

gesetzt worden ist.

3.4.4           Aus der Bezeichnung "post-traumatisch", die Dr. G.___ und die Ärztinnen 

und Ärzte an der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen für 

die linksseitigen Kniebeschwerden verwenden, kann nichts zur Kausalität abgeleitet 

werden. Sie bedeutet lediglich, dass die Beschwerden nach einem Unfall aufgetreten 

sind. - Nach ständiger Rechtsprechung ist auch das Argument, die linksseitigen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/30

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Kniebeschwerden seien auf einen der Unfälle zurückzuführen, weil der 

Beschwerdeführer davor nicht an solchen gelitten habe, beweisrechtlich für sich allein 

nicht ergiebig ("post hoc ergo propter hoc" vgl. SVR 2009 UV Nr. 13 E. 7.2.4 S. 54 mit 

Hinweisen).

3.4.5           Zusammenfassend lässt sich weder aus den Berichten und 

Stellungnahmen von Dr. G.___ noch aus denjenigen der Ärztinnen und Ärzte an der 

Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen auf die Unfallkausalität 

der linksseitigen Kniebeschwerden schliessen, noch deren Ursache in irgendeiner Form 

ermitteln.

3.5 Für seine Stellungnahmen vom 19. Oktober 2007 und 4. Juli 2008 (UV-act. [I/148 

bzw.] II/46 und II/57) standen Kreisarzt-Stellvertreter Dr. F.___ jeweils sämtliche 

vorhandenen Akten der Beschwerdegegnerin zur Verfügung. Er beurteilte die 

Unfallkausalität der Beschwerden und ausgewiesenen bzw. operativ sanierten 

Schädigungen am linken Knie des Beschwerdeführers am 19. Oktober 2007 

ausdrücklich gestützt auf die Vorakten, darunter "die echtzeitlichen umfangreichen 

medizinischen und administrativen Dokumente" als "weder sicher noch 

wahrscheinlich" und hielt am 4. Juli 2008 - mit speziellem Bezug auf den Bericht von 

Dr. G.___ vom 13. Juni 2008 (UV-act. II/55) - ausdrücklich an den Feststellungen in der 

ersten ablehnenden versicherungs-medizinischen Stellungnahme fest. Die 

Bewertungen von Dr. F.___, besonders diejenige vom 19. Oktober 2007, erscheinen als 

schlüssig, sind nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei und es 

bestehen keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit. Nach der Rechtsprechung kommt 

ihnen daher Beweiswert zu (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/ee S. 353f.). Die Berichte und 

Stellungnahmen von Dr. G.___ und der Ärztinnen und Ärzte an der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen, die die Vorakten nur teilweise 

berücksichtigen bzw. in mancher Hinsicht im Widerspruch zu diesen stehen (vgl. 

Erwägung 3.4), vermögen keine Zweifel an den Feststellungen von Dr. F.___ bezüglich 

fehlender Unfallkausalität für die linksseitigen Kniebeschwerden hervorzurufen, 

weshalb auch im Licht der neusten Rechtsprechung auf seine Beurteilung abzustellen 

ist (vgl. BGE 135 V 465).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 28/30

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3.6 Aus den IV-Akten, die der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 31. Juli 2009 

einreichte (act. G 10 und 10.1), ergeben sich keine Erkenntnisse für die Unfallkausalität 

der Beschwerden am linken Knie: Die Suva-Akten enthalten die Berichte der 

behandelnden Ärztinnen und Ärzte bereits, soweit sie nicht ausdrücklich im Auftrag der 

IV erstellt worden sind. Letztere vermögen die Unfallkausalität der linksseitigen 

Kniebeschwerden nicht herzustellen, auch wenn Dr. G.___ darin - im bereits erläuterten 

Widerspruch zu den unfallnahen Akten (vgl. Erwägung 3.4) - von beidseitigen 

Kniekontusionen beim Unfall vom 13. Januar 2004 schreibt und die Schmerzen am 

linken Knie wiederholt darstellt, als ob sie schon unmittelbar nach dem zweiten Unfall 

aufgetreten wären (vgl. Bericht Dr. G.___ mit Beiblatt vom 5. Dezember 2008 an die IV-

Stelle). I.___, Arzt im Regionalen Ärztlichen Dienst der IV (RAD), hielt aufgrund der 

telefonischen Besprechung am 20. Oktober 2008 mit Dr. G.___ zudem fest, es sei 

unklar, ob die Beschwerden (am linken Knie) als Unfallfolge anzusehen seien. Da die IV 

als finale Versicherung ausgestaltet ist, und nicht wie die Unfallversicherung kausal, 

musste sie auch keine (detaillierte) Kausalitätsabklärung vornehmen.

3.7 Rückschlüsse zur ursprünglichen Unfallkausalität der linksseitigen 

Kniebeschwerden ergeben sich auch nicht aus den Akten bezüglich Zystenrezidivs, die 

der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dem Versicherungsgericht mit Schreiben 

vom 30. April 2010 einreichte (act. G 13). In den ärztlichen Berichten werden die Unfälle 

vom 18. Juni 2000 und 13. Januar 2004 im Zusammenhang mit dem Zystenrezidiv 

denn auch gar nicht erwähnt (act. G 13.4 bis 13.9). - Auch aus der Bestätigung des 

Kantonsspitals St. Gallen vom 22. April 2010, wonach die Suva St. Gallen bisher die 

Leistungen übernommen habe (act. G 13.1), lässt sich zugunsten des 

Beschwerdeführers nichts ableiten. Vielmehr bestreitet die Suva ihre Leistungspflicht 

für die Behandlungen des linken Knies weiterhin. Sie stellt auch in Abrede, irgendeine 

Zahlung ans Kantonsspital St. Gallen für die Behandlung des linken Knies geleistet zu 

haben (act. G 15). Bis zum Erlass des Einspracheentscheids am 20. Januar 2009 waren 

jedenfalls keinerlei Zahlungen betreffend das linke Knie des Beschwerdeführers erfolgt 

und werden auch keine solchen geltend gemacht. Selbst wenn im Zusammenhang mit 

der Behandlung des Zystenrezidivs (die gemäss act. G 13.6 ab 30. September 2009 

dokumentiert ist) eine Zahlung der Beschwerdegegnerin erfolgt wäre, vermöchte eine 

solche nicht rückwirkend die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die 

Behandlung des linken Knies auszulösen. Auch weitere diesbezügliche Abklärungen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 29/30

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(besonders die Einholung von Auskünften des Kantonsspitals St. Gallen) erübrigen 

sich, da von ihnen kein weiterer Aufschluss zur strittigen Frage des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu erwarten ist (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 131 

I 153 E. 3 S. 157 und Urteil des Bundesgerichts 8C_956/2009 vom 9. März 2010 E. 4.2, 

je mit Hinweisen).

3.8 Die Entstehung der linksseitigen Kniebeschwerden anlässlich eines der beiden 

Unfälle oder als deren direkte oder indirekte Folge lässt sich somit nicht mit der 

erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisen (vgl. dazu Th. Locher, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, S. 451f.). Diesbezüglich 

lässt sich auch aus dem vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in der Eingabe 

vom 29. Juni 2009 (act. G 8) angeführten Urteil des Bundesgerichts 8C_595/2007 vom 

3. September 2008 nichts herleiten: Letzteres hatte eine erwiesene Unfallkausalität als 

Ausgangssituation und es war nicht klar, auf welchen von zwei Unfällen die Unfallfolgen 

zurückzuführen waren. Im Fall des Beschwerdeführers fehlt es demgegenüber am 

Nachweis der Unfallkausalität, worauf sich die Frage der Zuordnung (und damit der 

Belastung der Policen von verschiedenen Arbeitgebern bzw. des allfälligen Rückgriffs 

auf verschiedene Unfallverursacher und deren Haftpflichtversicherungen) gar nicht 

stellt. In Würdigung der gesamten Aktenlage muss der natürliche 

Kausalzusammenhang der Beschwerden am linken Knie zu den Unfällen vom 18. Juni 

2000 und 13. Januar 2004 verneint werden. Die Beschwerdegegnerin hat demnach zu 

Recht ihre Leistungspflicht für die Behandlung des linken Knies verneint.

4.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind gemäss Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 30/30

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2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.07.2010
	Art. 6, 10 und 16 UVG: Natürliche Kausalität einer Zyste im linken Knie zu keinem von zwei Unfällen (überwiegend wahrscheinlich) nachgewiesen, bei denen in den unfallnahen Akten nur Verletzungen am rechten Bein bzw. Knie dokumentiert sind (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Juli 2010, UV 2009/21). Abgeändert durch Urteil des Bundesgerichts 8C_720/2010.

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