# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6562339-2025-508c-bcf7-000cdf236ab0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.09.2008 B-6501/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-6501-2007_2008-09-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-6501/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Jean-
Luc Baechler, Richterin Eva Schneeberger, 
Gerichtsschreiber Kaspar Plüss.

1. C._______,
2. Z._______ AG in Liquidation,
beide vertreten durch Frau Rechtsanwältin 
Beate Christine Müller, D-88662 Überlingen,
per Adresse ...,
Beschwerdeführende,

gegen

Eidgenössische Bankenkommission (EBK), 
Schwanengasse 12, Postfach, 3001 Bern,
Vorinstanz.

unerlaubter Effektenhandel / Konkurseröffnung bzw. 
Liquidation / Werbeverbote.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-6501/2007

Sachverhalt:

A.a Die Vorinstanz wurde im Jahr 2006 durch das Untersuchungsrich-
teramt des Kantons Zug sowie durch mehrere Hinweise von Privatper-
sonen  darauf  aufmerksam gemacht,  dass  die  Elvestus  Marketing  & 
Vertrieb  AG (Elvestus; Risch)  sowie  die  Y._______ AG seit  längerer 
Zeit mit Aktien der NicStic AG (Nicstic; Zürich) handelten. Aufgrund der 
Aktenlage bestand der dringende Verdacht, dass die Elvestus und die 
Y._______ AG ohne Bewilligung als Emissionshäuser tätig waren, in-
dem sie  von verschiedenen  Unternehmen neu  geschaffene Effekten 
übernahmen und diese Aktien sodann aufgrund eines öffentlichen An-
gebots Dritten verkauften. Am 8. März 2007 setzte die Vorinstanz mit 
superprovisorischer Verfügung Rechtsanwältin  U1_______ als Unter-
suchungsbeauftragte ein, um die Geschäftstätigkeit und die finanzielle 
Lage der Elvestus und der Y._______ AG (sowie der damit verbunde-
nen Personen und Gesellschaften) abzuklären. Im Verlauf der Ermitt-
lungen wurden im Mai und Juni 2007 zwei weitere Untersuchungsbe-
auftragte  eingesetzt  (Rechtsanwalt  U2_______  sowie  Rechtsanwalt 
U3_______), und der Verdacht betreffend illegaler Effektenhändlertä-
tigkeit wurde ausgeweitet. In die Untersuchung einbezogen wurden die 
Nicstic sowie (u.a.) folgende weitere natürlichen und juristischen Per-
sonen: A.X._______, B.X._______, C._______ (der Beschwerdeführer 
1),  D._______,  E._______,  F._______,  G._______,  H._______, 
I._______, Herma AG (Herma; Sarnen), Hematec Holding AG (Hema-
tec; Hünenberg),  Bel  Air  Management  AG (Bel  Air;  Knonau),  Quiver 
United AG (Quiver; Risch),  Ü._______ AG sowie Z._______ AG (die 
Beschwerdeführerin 2). Als superprovisorische Massnahme wurde den 
Organen der betroffenen Aktiengesellschaften untersagt, ohne Zustim-
mung des jeweiligen Untersuchungsbeauftragten weitere Rechtshand-
lungen  für  die  Gesellschaft  zu  tätigen.  Ferner  wurden  die  Untersu-
chungsbeauftragten ermächtigt, für die betroffenen natürlichen Perso-
nen zu handeln.

Am 30. August 2007 erliess die Vorinstanz eine Verfügung, die den so-
eben  erwähnten  18  (natürlichen  und  juristischen)  Personen  eröffnet 
wurde. Darin stellte die Vorinstanz fest, dass 14 der 18 Verfügungsad-
ressaten ohne Bewilligung gewerbsmässig Effektenhändlertätigkeiten 
ausgeübt und damit gegen das Börsengesetz verstossen hätten. Per 
31. August 2007 (8 Uhr) ordnete die Vorinstanz die Konkurseröffnung 
über die 6 überschuldeten Gesellschaften sowie die Liquidation der 3 

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nicht überschuldeten Gesellschaften an (Publikation am 7. September 
2007 auf der Homepage der Vorinstanz und im Schweizerischen Han-
delsamtsblatt), setzte Konkursliquidatoren ein, verfügte die Einstellung 
der Geschäftstätigkeiten, verbot die Annahme von Kundengeldern und 
untersagte den 9 natürlichen Personen (unter Androhung strafrechtli-
cher Sanktionen) die Ausübung einer bewilligungspflichtigen Effekten-
händlertätigkeit  sowie die Werbung für  solche Tätigkeiten. Betreffend 
Liquidations- und Konkursmassnahmen ordnete die Vorinstanz die so-
fortige Vollstreckung der Verfügung an, wobei sie die Konkursliquidato-
ren anwies, die Verwertungshandlungen auf sichernde und werterhal-
tende Massnahmen im In- und Ausland zu beschränken.

Die  Vorinstanz  begründete  ihre  Verfügung  damit,  14  der  18  Verfü-
gungsadressaten hätten ein Emissionshaus betrieben, ohne  über eine 
Bewilligung  für  gewerbsmässige  Effektenhändlertätigkeiten  zu  verfü-
gen. Die betroffenen Gesellschaften und Personen seien gemäss stän-
diger Praxis als  Gruppe zu betrachten, da zwischen ihnen enge Ver-
bindungen  bestünden  aufgrund  von  gegenseitigen  Beteiligungen, 
Übereinstimmungen bei den Domizilen und koordinierten Handelstätig-
keiten. Es sei immer nach dem gleichen Grundmuster gehandelt wor-
den: Die involvierten Personen hätten jeweils nicht-börsenkotierte Akti-
en  von einer  nahestehenden  Gesellschaft  übernommen. Die  Bezah-
lung  sei  durch  Verrechnung  mit  bestehenden  Forderungen,  deren 
Werthaltigkeit zweifelhaft sei, erfolgt. Anschliessend seien die Aktien - 
wiederum  durch  Verrechnung  -  an  eine  nahestehende  Gesellschaft 
verkauft  worden,  letztlich  mit  dem  Ziel,  dass  eine  Gesellschaft  der 
Gruppe die Aktien aufgrund eines öffentlichen Angebots an Dritte ver-
kaufe. Der Verkaufserlös habe in der Regel ein Vielfaches des Nenn-
wertes der Aktien betragen; gemäss Untersuchungsbericht (C 01 365) 
betrug etwa der Preis einer Nicstic-Aktie bei der Ausgabe Fr. 0.10, im 
Primärhandel Fr. 4.- bis Fr. 15.- und beim Verkauf an Dritte bis zu Fr. 
25.-. Insgesamt seien 185 Mio. Aktien zum Verkauf bereitgestellt wor-
den und mindestens 540 Anleger hätten Aktien gekauft; nicht restlos 
geklärt worden sei die Frage, wie viele Aktien letztlich verkauft worden 
seien,  wie viel  Geld damit  umgesetzt  wurde und wie die Gelder an-
schliessend verwendet worden seien. Insgesamt rechtfertige sich die 
Liquidation der betroffenen Gesellschaften, wobei in Überschuldungs-
fällen der Konkurs zu eröffnen sei. Ferner sei  die Auferlegung eines 
Effektenhandels- und Werbeverbots betreffend die involvierten natürli-
chen  Personen  angebracht;  diese  Massnahme  diene  dem  Anleger-

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schutz und sei gerechtfertigt  aufgrund der Gefahr, dass die Betroffe-
nen ihre Tätigkeiten in anderer Form und im Namen anderer Gesell-
schaften weiterführen würden.

A.b Die beiden Beschwerdeführenden gehören zu den 18 Verfügungs-
adressaten.  Der  Beschwerdeführer  1  ist  Alleinaktionär  und  einziger 
Verwaltungsrat der Beschwerdeführerin 2. Gemäss Angaben der Vorin-
stanz hält der Beschwerdeführer 1 Aktien der Hematec und Nicstic, ist 
an  der  Bel  Air  beteiligt  und  eng  mit  der  Gruppe  Elvestus  (um 
B.X._______) verbunden. Die Beschwerdeführerin 2 ist eine seit dem 
1. April 2005 im Handelsregister des Kantons Zug eingetragene Akti-
engesellschaft.  Ihr  statutarischer  Zweck  lautet  (seit  dem  6.  Oktober 
2006) folgendermassen: (...). Gemäss der Vorinstanz ist die Beschwer-
deführerin 2 an der Nicstic und an der Bel Air beteiligt. Sie soll über-
dies als Zahlstelle fungiert haben im Rahmen des Verkaufes von Akti-
en der V._______ Corp. (USA; früher: ...), die mit der Bel Air verbun-
den sein soll. Die Beschwerdeführerin 2 ist nach Angaben der Vorins-
tanz illiquid.

Im Rahmen des im März 2007 eingeleiteten Untersuchungsverfahrens 
wurde die Vorinstanz auf die Beschwerdeführenden aufmerksam (vgl. 
oben, A.a). Aufgrund der Aktenlage bestand der dringende Verdacht, 
dass die Beschwerdeführenden aktiv beteiligt waren an der Emissions-
haustätigkeit,  die von der Gruppe ohne Bewilligung ausgeübt wurde. 
Mit superprovisorischer Verfügung vom 21. Juni 2007 setzte die Vorin-
stanz  Rechtsanwältin  U1_______  als  Untersuchungsbeauftragte  ein, 
um die Geschäftstätigkeit und die finanzielle Lage der Beschwerdefüh-
renden sowie der Bel Air abzuklären, und verfügte vorsorgliche Mass-
nahmen  (vgl.  oben,  A.a).  Zu  diesen  Anordnungen  nahmen  die  Be-
schwerdeführenden,  vertreten  durch  Rechtsanwältin  Beate  Christine 
Müller (Überlingen), mit Schreiben vom 3. August 2007 Stellung. Am 
19. August 2007 äusserten sie sich überdies zu den Berichten der Un-
tersuchungsbeauftragten. Die Beschwerdeführenden erklärten, keinen 
Effektenhandel  zu  betreiben. Der  Beschwerdeführer  1  bestritt  insbe-
sondere seine Beteiligung am Verkauf von Nicstic-Aktien an die Elves-
tus. Die Beschwerdeführerin 2 machte geltend, sie habe lediglich ein-
mal der Elvestus eine Rechnung über Fr. 60'000.- für von Dritten ver-
kaufte Aktien gestellt; dabei habe es sich um eine reine Inkasso-Tätig-
keit gehandelt. 

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A.c In der Verfügung vom 30. August 2007 (vgl. oben, A.a) stellte die 
Vorinstanz  fest,  die  Beschwerdeführenden  hätten  im  Rahmen  der 
Gruppe ohne Bewilligung gewerbsmässig eine Effektenhändlertätigkeit 
ausgeübt. Sie seien als Gruppenzugehörige einzustufen, denn die en-
gen Verbindungen zwischen ihnen und diversen Verfügungsadressaten 
seien offensichtlich. Die personelle, wirtschaftliche und räumliche Ver-
flechtung mit der Gruppe ergebe sich insbesondere aus gegenseitigen 
(direkten und indirekten)  Beteiligungen,  koordinierten  Aktiengeschäf-
ten sowie übereinstimmenden Domizilen. Das Vorgehen der Beschwer-
deführenden  entspreche  dem typischen  Muster  der  „Gruppe“:  Über-
nahme von nicht börsenkotierten Aktien, die von nahestehenden Ge-
sellschaften ausgegeben werden (etwa im Rahmen eines Aktientau-
sches), gekoppelt mit einer Barzuzahlung beim Verkauf an Dritte. Die 
ohne Bewilligung ausgeübte  Effektenhandelstätigkeit  der  Gruppe sei 
erst durch die Beschwerdeführenden ermöglicht worden. Das koordi-
nierte  Vorgehen  der  beteiligten  Gesellschaften  und  Personen  zeuge 
von der Verfolgung eines gemeinsamen Zweckes, nämlich des Aktien-
verkaufs an Dritte zur Erlangung eines Erlöses bzw. zur Finanzierung 
der Gruppenzugehörigen. Aufgrund des Verstosses gegen das Börsen-
gesetz rechtfertige sich die Anordnung von Massnahmen. Im Fall des 
Beschwerdeführers 1 sei aus Gründen des Anlegerschutzes ein Verbot 
der  Ausübung  einer  Effektenhändlertätigkeit  sowie  entsprechender 
Werbung auszusprechen, und über die Beschwerdeführerin 2 sei man-
gels Liquidität der Konkurs zu eröffnen. 

B.
Am 27. September 2007 erhoben die Beschwerdeführenden, weiterhin 
vertreten  durch  Rechtsanwältin  Beate  Christine  Müller  (Überlingen), 
beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung der 
Vorinstanz vom 30. August  2007. Sie beantragten,  die angefochtene 
Verfügung – soweit sie die Beschwerdeführenden betreffe – sei aufzu-
heben, und die Konkurseröffnung betreffend die Beschwerdeführerin 2 
sei  –  durch handelsregisterliche Wiedereinsetzung des Beschwerde-
führers 1 als einzelzeichnungsberechtigtes Organ der Beschwerdefüh-
rerin  2  –  rückgängig  zu  machen. Zur  Begründung  machten  die  Be-
schwerdeführenden geltend, sie hätten keinen bewilligungspflichtigen 
Effektenhandel betrieben und deshalb nicht gegen das Börsengesetz 
verstossen. Es liege keine enge Verflechtung zwischen den Beschwer-
deführenden und den übrigen Verfügungsadressaten vor, so dass die 
Vorinstanz zu Unrecht von einer Gruppenzugehörigkeit ausgegangen 

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sei. Mit der Qualifikation börsengesetzlicher Tatbestände und mit  der 
Anordnung der verfügten Massnahmen habe die Vorinstanz ihr Ermes-
sen überschritten. Ausserdem habe die Vorinstanz den rechtserhebli-
chen  Sachverhalt  –  gestützt  auf  die  teilweise  fehlerhaften  Untersu-
chungsberichte – in mehrfacher Hinsicht unrichtig festgestellt und Be-
weise einseitig gewürdigt. Schliesslich seien den Behörden im Verlauf 
der Untersuchung zahlreiche Verfahrensfehler unterlaufen.

C.
In der Vernehmlassung vom 30. Januar 2008 hielt die Vorinstanz an ih-
ren Ausführungen fest. Sie bestritt die von den Beschwerdeführenden 
erhobenen Vorwürfe unter Verweis auf diverse Aktenstücke. In der Re-
plik vom 4. März 2008 hielten auch die Beschwerdeführenden an ihren 
Ausführungen und Anträgen fest, wobei sie zahlreiche Ergänzungen in 
sachverhaltlicher  und  rechtlicher  Hinsicht  anbrachten.  In  der  Duplik 
vom 4. April  2008 bestritt  die Vorinstanz erneut die Vorwürfe der Be-
schwerdeführenden  (unrichtige  Sachverhaltsfeststellung,  Verfahrens-
fehler  und  Ermessensüberschreitung).  Am 26. August  2008  reichten 
die Beschwerdeführenden beim Bundesverwaltungsgericht unaufgefor-
dert eine „ergänzende Stellungnahme“ ein, in der sie sich zum Verhal-
ten eines Nicstic-Aktionärs (J._______) äusserten und auf die Korres-
pondenz zwischen der Vorinstanz und einer deutschen Finanzdienst-
leistungsgesellschaft (W._______ GmbH) hinwiesen; die Eingabe wur-
de der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht.

Auf die erwähnten und weiteren Vorbringen der Parteien wird - soweit 
sie sich für den Entscheid als rechtserheblich erweisen - in den nach-
folgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht  ist  zuständig  für  die  Beurteilung  von 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  der  Eidgenössischen  Bankenkom-
mission  (vgl.  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 

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2005 [VGG, SR 173.32] i.V.m. Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] so-
wie Art. 33 Bst. f VGG). Ein Ausschlussgrund gemäss Art. 32 VGG liegt 
nicht  vor.  Die  Beschwerdeführenden  sind  als  Adressaten  der  ange-
fochtenen Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges 
Interesse an  deren  Aufhebung  oder  Änderung,  soweit  sie  durch die 
vorinstanzlich angeordneten Massnahmen betroffen sind (Art. 37 VGG 
i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer 1 ist  als Verwal-
tungsrat der Beschwerdeführerin 2 auch nach Konkurseröffnung dazu 
befugt, in deren Namen Beschwerde zu führen (vgl. BGE 132 II 382, 
385; BGE 131 II 306, 311). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten. 

2.
Die  Beschwerdeführenden  wenden  sich  gegen  die  Feststellung  der 
Vorinstanz, sie hätten in bewilligungspflichtigem Umfang mit  Effekten 
gehandelt,  sowie gegen die angeordneten Massnahmen (Verbot,  ge-
werbsmässigen Effektenhandel zu betreiben oder für eine solche Tä-
tigkeit zu werben; Konkurseröffnung). Sie beanstanden den Ablauf des 
Untersuchungsverfahrens,  machen  Mängel  bezüglich  der  Sachver-
haltsfeststellung geltend und rügen eine fehlerhafte rechtliche Würdi-
gung durch die Vorinstanz. 

Im Folgenden ist zunächst die Rüge der Beschwerdeführenden zu prü-
fen,  im Laufe der  Untersuchung seien diverse Verfahrensregeln  ver-
letzt worden (E. 3). Sodann ist zu eruieren, ob die Beschwerdeführen-
den von der Vorinstanz zu Recht als Zugehörige einer als Emissions-
haus  tätigen  Gruppe  qualifiziert  wurden.  In  diesem  Zusammenhang 
werden zuerst die börsengesetzliche Regelung der Tätigkeit von Effek-
tenhändlern sowie der in der Rechtsprechung entwickelte Begriff  der 
„Gruppe“ beleuchtet (E. 4). Im Anschluss daran ist zu prüfen, ob der 
Vorinstanz Fehler unterlaufen sind bei der sachverhaltlichen Feststel-
lung  und rechtlichen  Würdigung des  Verhaltens  der  Beschwerdefüh-
renden im Rahmen der von der Vorinstanz angenommenen Gruppe (E. 
5 und 6). Schliesslich ist der Frage nachzugehen, ob das von der Vor-
instanz auferlegte Effektenhandels- und Werbeverbot sowie die ange-
ordnete  Konkurseröffnung verhältnismässige  Massnahmen darstellen 
(E. 7). 

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3.
In  formeller  Hinsicht  rügen  die  Beschwerdeführenden,  im  Laufe  der 
Untersuchung seien diverse Verfahrensregeln verletzt worden.

3.1 Die Beschwerdeführenden machen als  erstes geltend,  es sei  zu 
beanstanden, dass Rechtsanwältin U1_______ als Untersuchungsbe-
auftragte  für  zwei  konkurrierende  Unternehmen  (Nicstic  und 
V._______ Corp.) eingesetzt worden sei. Aufgrund der Untersuchung 
sei die Nicstic (über die Bel Air)  in den Besitz von Kenntnissen über 
die Geschäftstätigkeit der V._______ Corp. gelangt. Der Beschwerde-
führer 1 sei davon insofern betroffen, als er als Secretary und Treasu-
rer der V._______ Corp. tätig gewesen sei.

Die Vorinstanz wendet ein, die geltend gemachte Problematik sei auf-
grund der engen wirtschaftlichen Verflechtungen nicht ersichtlich. Von 
einem Konkurrenzverhältnis zwischen der Nicstic  und der V._______ 
Corp.  sei  schon  deshalb  nicht  auszugehen,  weil  das  von  den  Be-
schwerdeführenden  beherrschte  US-amerikanische  Unternehmen 
T._______ Inc. die Lizenzrechte für die rauchfreie Zigarette Nicstic hal-
te.

Aus den Akten ergibt sich, dass Rechtsanwältin U1_______ als Unter-
suchungsbeauftragte für folgende Personen und Gesellschaften einge-
setzt  wurde:  Elvestus  und  Y._______  AG (Verfügung  der  Vorinstanz 
vom 8. März 2007), Nicstic (Verfügung vom 16. Mai) sowie Bel Air und 
die Beschwerdeführenden (Verfügung vom 21. Juni 2007). Die Einset-
zung  der  Untersuchungsbeauftragten  erfolgte  unter  dem dringenden 
Verdacht, dass zwischen den genannten Personen und Gesellschaften 
enge wirtschaftliche Verflechtungen bestehen. Im Sinne einer effizien-
ten  Untersuchung  war  es  geradezu  geboten,  diese  von  einer  oder 
mehreren eng kooperierenden Untersuchungsbeauftragten zu führen. 
Selbst wenn – entgegen dem durch die rege geschäftliche Zusammen-
arbeit bewirkten äusseren Anschein – eine gewisse Konkurrenzsituati-
on bestanden haben sollte, erweist sich der erhobene Einwand daher 
als bereits im Ansatz unbehelflich. Anzumerken bleibt, dass – wie zu 
zeigen sein wird (vgl. unten, E. 5.2.4.2) - die V._______ Corp. nicht als 
Konkurrentin  der  Nicstic  bezeichnet  werden  kann,  da  sie  über  eine 
Verfügungsadressatin (die Bel Air) eng mit der Gruppe verbunden ist. 
Im Übrigen haben die Beschwerdeführenden ohnehin nicht weiter sub-
stantiiert, welche Geschäftsdaten in den Besitz der angeblichen Kon-
kurrenzgesellschaft gelangt sind und inwiefern sie dadurch  Nachteile 

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erlitten  haben.  Die  Beschwerdeführenden  vermögen  mit  ihrer  Rüge 
nicht durchzudringen.

3.2 Im Rahmen der Replik machen die Beschwerdeführenden ferner 
geltend, Art. 26 Abs. 1 VwVG sei verletzt worden, weil die Vorinstanz 
dem Beschwerdeführer  1  keine  Einsicht  in  die  verfahrensrelevanten 
Akten gewährt  habe,  obwohl  dieser  darum ersucht  habe. Die  Vorin-
stanz habe den Beschwerdeführenden zwar einen elektronischen Da-
tenträger  (CD-ROM)  geschickt,  der  Verfahrensakten  enthalten  habe. 
Doch gemäss Art. 26 Abs. 1bis VwVG sei die Akteneinsicht auf elektro-
nischem Weg nur zulässig, wenn die Partei oder ihr Vertreter einver-
standen  seien,  was  vorliegend  nicht  der  Fall  gewesen  sei.  Die  Be-
schwerdeführenden hätten insbesondere nie Einsicht in die J._______ 
betreffenden Akten erhalten. Verletzt worden seien ferner die Rechts-
gleichheit (Art. 8 BV) sowie das Willkürverbot (Art. 9 BV), da die Akten 
anderen  Verfügungsadressaten  im  September  2007  per  Post  zuge-
sandt worden seien.

Die Vorinstanz macht geltend, der Vorwurf der verweigerten Aktenein-
sicht sei unzutreffend. Die Vorinstanz habe den Beschwerdeführenden 
Kopien  der  Untersuchungsberichte  geschickt,  doch  die  Sendung  sei 
zunächst nicht zustellbar gewesen. Im Rahmen eines zweiten (erfolg-
reichen)  Zustellversuchs  seien  die  Untersuchungsberichte  auf  CD-
ROM beigelegt worden. Die Vorinstanz sei vom Einverständnis der Be-
schwerdeführenden  mit  dieser  Aktenübermittlung  ausgegangen,  da 
sich  diese  nicht  dagegen  gewehrt  hätten.  Ein  späteres  Gesuch  um 
Einsicht  in  die  Untersuchungsberichte  sei  deshalb  abgewiesen  wor-
den. Ferner hätten die Beschwerdeführenden Einsicht in die  Unterla-
gen der  Untersuchungsbeauftragten  verlangt;  diese gehörten jedoch 
gar  nicht  zu  den  Verfahrensakten.  Die  Beschwerdeführenden  seien 
insgesamt nicht  schlechter  als die anderen Verfahrensbeteiligten be-
handelt worden.

Die Beschwerdeführenden bemängeln in erster Linie, dass sie von der 
Vorinstanz  nicht  gefragt  wurden,  ob  sie  mit  einer  Akteneinsicht  auf 
elektronischem Weg einverstanden seien (Replik S. 5). Diese Art der 
Akteneinsicht bedarf gemäss Art. 26 Abs. 1bis VwVG in der Tat des Ein-
verständnisses  der  Partei. Im vorliegenden Fall  ist  allerdings  zu  be-
rücksichtigen, dass ein erster Zustellungsversuch fehlgeschlagen war, 
und dass die Zustellung angesichts des beträchtlichen Aktenumfangs 
mit einem relativ grossem Aufwand verbunden war. Ferner ist zu be-

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achten, dass die Beschwerdeführenden die Akteneinsicht erst im Rah-
men der Replik rügten; in der Beschwerdeschrift hatten sie die Zustel-
lungsweise  zwar  thematisiert,  jedoch  nicht  bemängelt  (Beschwerde-
schrift  S. 3). Unter  diesen Umständen muss nach Treu und Glauben 
davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführenden mit  der 
elektronischen Zustellung der Akten einverstanden waren und ihre Ein-
wände  dagegen  erst  zu  einem  viel  späteren  Zeitpunkt  vorbrachten. 
Was den Vorwurf betrifft, die Beschwerdeführenden hätten keine Ein-
sicht  in  diverse  Eingaben  von  J._______  erhalten,  ist  zu  beachten, 
dass die Vorinstanz in ihrem Entscheid nicht auf die betreffenden Ak-
ten abstellte. Die von den Beschwerdeführenden namentlich genann-
ten Aktenstücke (A 01 081; A 02 375; A 02 888; A 05 588; A 05 559; A 
05 569; A 05 595) betreffen diverse im Jahr 2007 verfasste Schreiben 
von J._______ und enthalten immer wieder ähnlich lautende Vorwürfe 
betreffend illegaler Geschäftstätigkeiten und Betrug. Im Wesentlichen 
geht es dabei um Ausführungen, die bereits in der Strafanzeige enthal-
ten sind, die J._______ am 26. Januar 2007 beim Untersuchungsrich-
teramt  Zug  eingereicht  hatte  (A  01  141);  die  Beschwerdeführenden 
räumen selber ein, Einsicht in die Strafanzeige von J._______ erhalten 
zu haben (Replik S. 4). Der Umfang und die Modalitäten der gewährten 
Akteneinsicht stellen somit keinen Verstoss gegen den Anspruch auf 
rechtliches Gehör dar.

3.3 Schliesslich  machen  die  Beschwerdeführenden  im  Rahmen  der 
Replik geltend, sie hätten zu Unrecht keine Gelegenheit erhalten, an 
der Zeugeneinvernahme von J._______ anwesend zu sein. Dies stehe 
im Widerspruch zu Art. 18 und 28 VwVG. Demnach hätten sie die Mög-
lichkeit erhalten müssen, J._______ Ergänzungsfragen zu stellen und 
sich anschliessend zur Einvernahme zu äussern. Aufgrund von Art. 14 
VwVG sei im Übrigen generell  zweifelhaft, ob die Vorinstanz zu Zeu-
genbefragungen ermächtigt sei.

Die Vorinstanz macht geltend, die Untersuchungsbeauftragte habe den 
Beschwerdeführer  1 zu Recht  nicht  zur Einvernahme von J._______ 
eingeladen. Bei J._______ handle es sich um den Erstatter einer An-
zeige; ein solcher  sei  aber  nicht  als  Zeuge,  sondern  als  Drittperson 
(ohne Ermahnung zur Wahrheitspflicht) zu befragen (vgl. Art. 12 Bst. c 
VwVG). Im Übrigen finde das VwVG auf Untersuchungsbeauftragte oh-
nehin keine Anwendung.

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Für  das  Bundesverwaltungsgericht  sind  keine  Hinweise  ersichtlich, 
dass J._______ im Rahmen des Untersuchungsverfahrens als  Zeuge 
(statt als Auskunftsperson) befragt worden ist. Die Kompetenz der Vor-
instanz und des Untersuchungsbeauftagten, Auskünfte von Dritten ein-
zuholen, wird auch von den Beschwerdeführenden nicht in Frage ge-
stellt. Einzuräumen ist,  dass Einvernahmen – unabhängig davon, ob 
jemand als Auskunftsperson oder als Zeuge befragt wird – nur dann 
verwertet  werden  dürfen,  wenn  der  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör 
gewährt wird; ansonsten darf nicht zum Nachteil der Partei darauf ab-
gestellt werden (BGE 130 II 169 E. 2.3.5; vgl. Art. 28 VwVG). Da sich 
die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung indessen nicht auf die 
im  Rahmen  der  Einvernahmen  getätigten  Aussagen  von  J._______ 
stützte (vgl. oben, E. 3.2), vermögen die Beschwerdeführenden auch 
mit dieser Rüge nicht durchzudringen.

4.
In materieller Hinsicht machen die Beschwerdeführenden geltend, sie 
seien von der Vorinstanz zu Unrecht als Zugehörige einer Gruppe von 
Aktiengesellschaften  und  Privatpersonen  eingestuft  worden,  die  ein 
Emissionshaus  betrieben  habe. Es  ist  daher  zunächst  kurz  auf  den 
Zweck und das Schutzdispositiv  des Gesetzes sowie auf  die rechtli-
chen Kriterien einzugehen, die für die Annahme eines Emissionshau-
ses bzw. einer Gruppentätigkeit vorausgesetzt werden.

4.1 Das Börsengesetz vom 24. März 1995 (BEHG, SR 954.1)  unter-
stellt den gewerbsmässigen Effektenhandel einer Aufsicht, um die An-
leger zu schützen und die Vertrauensbasis zu schaffen, die für das rei-
bungslose Funktionieren der Finanzmärkte unerlässlich ist (Botschaft 
BEHG, BBl  1993 S. 1372;  PHILIPPE A. HUBER,  Basler  Kommentar  zum 
Börsen- und Effektenhandelsgesetz, Art. 2 lit. d N 1). Gemäss Art. 10 
Abs. 1 BEHG bedarf die Effektenhändlertätigkeit einer Bewilligung der 
Aufsichtsbehörde. Als Effektenhändler gelten nach dem Gesetz natürli-
che  und  juristische  Personen  und  Personengesellschaften,  die  ge-
werbsmässig  für  eigene  Rechnung  zum  kurzfristigen  Wiederverkauf 
oder  für  Rechnung  Dritter  Effekten  auf  dem  Sekundärmarkt  kaufen 
und verkaufen,  auf  dem Primärmarkt  öffentlich  anbieten  oder  selbst 
Derivate  schaffen  und  öffentlich  anbieten  (Art.  2  Bst.  d  BEHG;  vgl. 
dazu BGE 126 II 71 E. 5a). Die Verordnung unterteilt die Effektenhänd-
ler in verschiedene Kategorien, u.a. in Eigenhändler und in Emissions-
häuser. Als  Eigenhändler  gelten  Effektenhändler,  die  gewerbsmässig 
für  eigene  Rechnung  kurzfristig  mit  Effekten  handeln  (Art.  3  Abs. 1 

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Börsenverordnung vom 2. Dezember 1996 [BEHV, SR 954.11]). Emis-
sionshäuser  sind  Effektenhändler,  die  gewerbsmässig  Effekten,  die 
von Drittpersonen ausgegeben worden sind, fest oder in Kommission 
übernehmen und öffentlich auf dem Primärmarkt anbieten (Art. 3 Abs. 
2 BEHV). Eigenhändler und Emissionshäuser gelten nur als Effekten-
händler,  wenn  sie  hauptsächlich im  Finanzbereich  tätig  sind  (Art.  2 
Abs. 1 BEHV).

4.2 Im vorliegenden Fall ging die Vorinstanz  davon aus, dass 14 der 
18 Adressaten der angefochtenen Verfügung als  Gruppe der Tätigkeit 
eines Emissionshauses nachgegangen sind.

4.2.1 Das Bundesgericht hat bisher wiederholt im Zusammenhang mit 
der  unerlaubten  Entgegennahme  von  Publikumseinlagen  nach  dem 
Bankengesetz vom 8. November 1934 (BankG, SR 952.0) das Vorge-
hen  mehrerer  Akteure  als  Zusammenwirken  in  einer  Gruppe  bejaht 
und  den  gegen  alle  Gruppenmitglieder  aufgrund  einer  einheitlichen 
Beurteilung  erhobenen  Vorwurf  geschützt  (vgl.  unten,  E. 4.2.2).  Was 
den unerlaubten Effektenhandel nach dem  Börsengesetz betrifft,  war 
diese Frage soweit ersichtlich vom Bundesgericht bis anhin noch nie 
zu beurteilen, und sie wurde bisher auch von der Lehre nicht behan-
delt. Sowohl die Vorinstanz als auch die Beschwerdeführenden stützen 
sich bei ihrer Argumentation auf die im Zusammenhang mit dem Ban-
kengesetz ergangene Rechtsprechung. Auch das Bundesverwaltungs-
gericht erachtet diese Analogie als sachgerecht: Es ist kein Grund er-
sichtlich, eine Gruppe, die gewerbsmässig Publikumsgelder entgegen-
nimmt,  aufsichtsrechtlich  anders  zu  behandeln  als  eine  Gruppe,  die 
gewerbsmässig Effektenhandel betreibt. Die Rechtsprechung, die zur 
Thematik des Gruppenbegriffes im Rahmen des Bankengesetzes er-
gangen ist,  muss demnach auch im vorliegenden Fall  beachtet  wer-
den.

4.2.2 Das  Bundesgericht  kam  in  einem  Entscheid  vom 21.  Februar 
2000 zum Schluss, dass mehrere Gesellschaften, die Publikumsgelder 
entgegennahmen und gegen aussen einheitlich auftraten, als Einheit 
zu betrachten seien (unerlaubtes Anlagesystem). Deshalb sei nicht zu 
beanstanden, dass bei sämtlichen Gruppenzugehörigen - auch bei je-
nen Gesellschaften, bei denen weniger als 20 Geldgeber engagiert ge-
wesen seien – von einer gewerbsmässigen Tätigkeit ausgegangen und 
die  Liquidation  angeordnet  worden  sei  (BGer.  2A.442/1999  vom 
21.2.2000, 2e und E. 3b/dd). - In einem Urteil vom 6. März 2007 ging 

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das Bundesgericht von einer Gruppe von zwei Gesellschaften aus, die 
aufsichtsrechtlich einheitlich zu behandeln seien. Es erwog, die beiden 
Gesellschaften, hinter denen die gleichen Personen stünden, seien im 
Zusammenhang mit Werbung und Akquisition als Einheit aufgetreten. 
Demnach seien beide Gesellschaften wegen unerlaubter gewerbsmäs-
siger  Entgegennahme  von  Publikumsgeldern  zu  liquidieren,  selbst 
wenn eine der Gesellschaften selber nicht geschäftlich aktiv geworden 
sein sollte (BGer. 2A.332/2006 vom 6.3.2007, E. 5.2.4).

Das Bundesverwaltungsgericht hat sich – in Anlehnung an die Recht-
sprechung des Bundesgerichts  – folgendermassen zum Gruppenbe-
griff geäussert: Von einer Gruppe, die aufsichtsrechtlich als Einheit zu 
betrachten ist, sei dann auszugehen, wenn zwischen den betreffenden 
Personen und / oder Gesellschaften enge wirtschaftliche (bzw. finanzi-
elle  /  geschäftliche),  organisatorische  und personelle  Verflechtungen 
bestünden. Die Verflechtungen müssten derart intensiv sein, dass nur 
eine  gesamthafte  Betrachtungsweise  den  faktischen  Gegebenheiten 
gerecht werde und Gesetzesumgehungen verhindern könne. Als Grup-
pe  seien  insbesondere  jene  Personen  und  Gesellschaften  aufzufas-
sen, die gemeinsam vorgingen und gegen aussen hin als Einheit auf-
träten. Werde die Gruppenzugehörigkeit einer Gesellschaft bejaht, so 
sei das Gesetz auf sie auch dann anzuwenden, wenn sie weniger als 
20 (im Extremfall auch gar keine) Publikumseinlagen entgegengenom-
men habe und damit – für sich allein – das Kriterium der Gewerbsmäs-
sigkeit  nicht  erfülle  (BVGer.  B-2474/2007  vom  4.12.2007,  E.  3.2; 
B-1645/2007 vom 17.1.2008, E. 5.2, beide mit Verweis auf die Verfü-
gung der EBK vom 24.11.2005, in: EBK-Bulletin 48/2006, Ziff. 20).

Die  EBK  kam  in  einer  Verfügung  vom  24.  November  2005  zum 
Schluss, dass die zu einer Gruppe gehörenden Gesellschaften perso-
nell  und  wirtschaftlich  eng  verflochten  seien  und  deshalb  aus  auf-
sichtsrechtlicher  Sicht  eine  Einheit  darstellten  (EBK-Bulletin  48/2006 
S. 312 ff., Ziff. 22). Zur Begründung führte sie an, dass die einzelnen 
Gesellschaften  der  Gruppe  mit  ihren  koordinierten  Aktionen  aus-
schliesslich auf die Beschaffung von Anlegergeldern für die gesamte 
Gruppe abgezielt  hätten. Die Entgegennahme von Publikumsgeldern 
sei  durch  ein  gemeinsames  Vorgehen  von  zwei  Gesellschaften  der 
Gruppe  erfolgt.  Sämtliche  Aktivitäten  der  Gesellschaften  seien  vom 
selben Ort aus und durch die gleichen Personen und Kontaktpersonen 
ausgeübt worden (a.a.O., Ziff. 21).

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5.
Im vorliegenden Fall wenden sich die Beschwerdeführenden nicht da-
gegen, dass die Vorinstanz vom Vorliegen einer als Emissionshaus tä-
tigen Gruppe ausging. Hingegen machen sie geltend, selber nicht zu 
dieser Gruppe gehört und in diesem Zusammenhang den Tatbestand 
des unerlaubten Effektenhandels nicht  erfüllt  zu haben. Was die be-
strittene Gruppenzugehörigkeit  betrifft,  führen sie aus,  es bestünden 
keine engen örtlichen, personellen und wirtschaftlichen Verbindungen 
zwischen  ihnen  und  den  übrigen  Verfügungsadressaten.   Die  Vorin-
stanz,  die  zu  einem  gegenteiligen  Ergebnis  gelangt  sei,  habe  den 
Sachverhalt in mehrfacher Hinsicht unrichtig und unvollständig festge-
stellt und damit Art. 12 VwVG sowie Art. 49 Bst. b VwVG verletzt. Dem-
entsprechend sei auch die rechtliche Würdigung der Vorinstanz nicht 
korrekt ausgefallen.

5.1 Die Vorinstanz begründete die Zugehörigkeit der Beschwerdefüh-
renden zur Emissionshausgruppe wie folgt: Zwischen ihnen und diver-
sen  Verfügungsadressaten  bestünden  enge  Verbindungen.  Der  Be-
schwerdeführer  1  sei  einziger  Verwaltungsrat  und  Alleinaktionär  der 
Beschwerdeführerin 2. Er halte zudem bedeutende Anteile der Hema-
tec und der Nicstic. Die Beschwerdeführenden hätten Aktien der He-
matec und der  T._______ Inc. an die Elvestus bzw. an B.X._______ 
verkauft.  Der  Beschwerdeführer  1  habe  Nicstic-Aktien  übernommen 
und als Unterhändler an die Elvestus verkauft, die diese Aktien – ge-
gen Entschädigung an den Beschwerdeführer 1 – an Dritte weiterver-
äussert  habe.  Die  Beschwerdeführenden  kontrollierten  ferner  die 
T._______  Inc.  und  damit  auch  die  V._______  Corp.,  die  von  der 
T._______  Inc.  aufgrund  eines  Produktions-  und  Vertriebslizenzver-
trags mit  der Nicstic gegründet worden sei. Die T._______ Inc. halte 
Nicstic-Aktien sowie die Lizenzrechte für die rauchfreie Zigarette Nic-
stic.  In  seiner  Funktion  als  CEO  der  T._______  Inc.  habe  der  Be-
schwerdeführer 1 für die S._______ Corp. einen „Letter of Intent“ mit 
der Elvestus abgeschlossen. Darin sei die Absicht bekundet worden, 
die früher zwischen der T._______ Inc. und der Nicstic bestehenden 
engen Beziehungen zu reaktivieren; angestrebt worden seien eine Fu-
sion von S._______ Corp. und T._______ Inc. sowie eine Übernahme 
der Nicstic durch die S._______ Corp. Der Beschwerdeführer 1 habe 
der Bel Air (über die T._______ Inc.) Aktien der V._______ Corp. über-
tragen, die diese aufgrund eines öffentlichen Angebots an Anleger ver-
äussert  habe. Die Beschwerdeführerin 2 habe als Zahlstelle fungiert 

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und ihre Kontonummer gegen aussen angegeben. Dabei  seien auch 
Nicstic-Aktien  (mit  Zuzahlung  von  20%)  als  Zahlung  angenommen 
worden. Auf  diese  Weise  hätten  die  Beschwerdeführenden  bis  zu  3 
Mio. Aktien der V._______ Corp. zum Kaufpreis von 1.5 $ pro Aktie an-
geboten. Das Vorgehen der Beschwerdeführenden entspreche dem ty-
pischen Muster  der  „Gruppe“: Übernahme von nicht  börsenkotierten 
Aktien,  die  von  nahestehenden  Gesellschaften  ausgegeben  werden 
(hier im Rahmen eines Aktientausches), gekoppelt mit einer Barzuzah-
lung beim Verkauf an Dritte. Die Effektenhandelstätigkeit  der Gruppe 
sei unter anderem durch die Beschwerdeführenden ermöglicht worden. 
Das koordinierte Vorgehen der beteiligten Gesellschaften und Perso-
nen zeuge von der Verfolgung eines gemeinsamen Zweckes, nämlich 
des Aktienverkaufs an Dritte zur Erlangung eines Erlöses. Neben den 
engen wirtschaftlichen Verflechtungen sei auch von engen räumlichen 
und  personellen  Verbindungen  mit  Gruppengesellschaften  auszuge-
hen,  insbesondere  wegen  diversen  Übereinstimmungen  von  Domizi-
len. - Aufgrund dieser Umstände seien die Verfügungsadressaten ge-
mäss ständiger Praxis als Gruppe zu betrachten. Sie hätten gewerbs-
mässig gehandelt mit dem Ziel, die Gesellschaften und nahestehende 
Personen dadurch regelmässig zu finanzieren. 

5.2 Die  Beschwerdeführenden  machen  geltend,  sie  seien  mit  den 
Gruppengesellschaften weder über Aktienbeteiligungen noch über ver-
tragliche Pflichten eng verbunden.

5.2.1 Die Vorinstanz macht  geltend,  die Beschwerdeführenden seien 
an diversen Gruppengesellschaften direkt oder indirekt beteiligt gewe-
sen. Der Beschwerdeführer 1 sei einziger Verwaltungsrat und Alleinak-
tionär der Beschwerdeführerin 2. Weiter halte der Beschwerdeführer 1 
bedeutende Beteiligungen an der Hematec und an der Nicstic. Die Be-
schwerdeführerin 2 habe einst 2.5 Mio. Nicstic-Aktien besessen; heute 
seien es noch 400'000 Aktien. Ferner sei erstellt, dass der Beschwer-
deführer 1 die Beschwerdeführerin 2 sowie die T._______ Inc. kontrol-
liere. Der  Beschwerdeführer  1  halte  rund 15 Prozent  der  T._______ 
Inc. und sei deren CEO, und die Beschwerdeführerin 2 sei vermutlich 
Grossaktionärin dieser Gesellschaft. Die T._______ Inc. kontrolliere die 
V._______ Corp. sowie die Bel Air. Letztere sei das „Swiss Office“ der 
V._______ Corp.,  was sich aus Aussagen des Beschwerdeführers 1, 
aus  Zeichnungsverträgen  der  V._______  Corp.  sowie  aufgrund  der 
Website  der  Bel  Air  ergebe.  Die  V._______  Corp.  sei  von  der 
T._______  Inc.  aufgrund  eines  Produktions-  und  Vertriebslizenzver-

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trags mit der Nicstic gegründet worden. Die T._______ Inc. halte Nic-
stic-Aktien sowie die Lizenzrechte für die rauchfreie Zigarette Nicstic. 
Ferner  bestünden  enge  vertragliche  Verbindung  zwischen  den  Be-
schwerdeführenden und  Elvestus: Der  Beschwerdeführer  1 (bzw. die 
T._______ Inc.) sei mit der Elvestus (bzw. mit B.X._______) früher eng 
verflochten  gewesen.  Im  September  2006  seien  die  geschäftlichen 
Kontakte vorübergehend unterbrochen worden, doch bereits im Febru-
ar 2007 habe man die engen Beziehungen reaktivieren wollen. Dies 
gehe aus einer gemeinsamen Absichtserklärung („Binding Letter of In-
tent“) hervor, die am 6. Februar 2007 zwischen der Elvestus und der 
S._______  Corp. vereinbart  worden  sei.  In  dieser  Erklärung  komme 
zum Ausdruck, dass die S._______ Corp., für die der Beschwerdefüh-
rer 1 mit-unterschrieben habe, die Beherrschung über die Nicstic an-
gestrebt  habe,  und  dass  eine  Fusion  der  T._______  Inc.  mit  der 
S._______ Corp. beabsichtigt  gewesen sei. Die Pläne betreffend Zu-
sammenarbeit zwischen Elvestus und T._______ Inc. seien zwar letzt-
lich  nicht  umgesetzt  worden;  allein  die  Existenz  dieser  Pläne  stelle 
aber ein Indiz für die engen Verflechtungen dar.

5.2.2 Die Beschwerdeführenden machen geltend, keine bedeutenden 
Beteiligungen an Gesellschaften der Gruppe zu halten. Der Beschwer-
deführer 1 habe den von den Gesellschaften betriebenen Aktienhandel 
nicht mitbeherrscht, was drei Zeugen (darunter B.X._______) belegen 
könnten. Er habe lediglich Hematec- und Nicstic-Aktien im Umfang von 
maximal  3.5  bzw. 5.5  Prozent  gehalten  (im Fall  der  Hematec-Aktien 
sogar  nur  bis  zum Januar  2005; Replik  S. 12). Die  Vorinstanz  habe 
sich  bei  ihren  Feststellungen  auf  blosse  Verdachtsäusserungen  von 
J._______ gestützt; dieser habe die Untersuchungsbeauftragte sowie 
die Vorinstanz offenbar massiv beeinflusst. So handle es sich etwa bei 
der  vorinstanzlichen  Feststellung,  9  Mio.  Hematec-Aktien  stünden 
mehrheitlich im Besitz der Familie A.X._______ / B.X._______ und je-
ner  des  Beschwerdeführers  1,  um  eine  blosse  Mutmassung  von 
J._______. Die Beschwerdeführerin 2 sei entgegen den Behauptungen 
von  J._______  nicht  an  der  Nicstic  beteiligt;  sie  habe  bloss  einmal 
400'000 Nicstic-Aktien treuhänderisch für den Beschwerdeführer 1 ge-
halten. Ferner bestünden keine Beziehungen zwischen den Beschwer-
deführenden und der Bel Air; sie seien einzig mit der V._______ Corp. 
verbunden. Zwischen der Bel Air und der V._______ Corp. existierten - 
trotz der Namensähnlichkeit und früheren Fusionsplänen - weder wirt-
schaftliche noch personelle Verflechtungen (Replik S. 9). Entgegen der 

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Ansicht  der  Vorinstanz  bestünden  schliesslich  keine  geschäftlichen 
Kontakte  zwischen  der  Elvestus  (bzw.  B.X._______)  und  der 
S._______ Corp. (bzw. dem Beschwerdeführer 1). Zwar sei zwischen 
der Elvestus und der S._______ Corp. am 6. Februar 2007 – auf mas-
siven Druck von B.X._______ hin – effektiv eine Absichtserklärung ab-
geschlossen worden, wobei der Beschwerdeführer 1 für die zweitge-
nannte Partei mitunterschrieben habe. Doch am 2. Mai 2007 sei dieser 
„Letter of Intent“ durch L._______ gekündigt und die geplante Zusam-
menarbeit abgesagt worden. Demnach könne der Letter of Intent nicht 
als Beleg für eine geschäftliche Nähe des Beschwerdeführers 1 zur El-
vestus bzw. zu B.X._______ herangezogen werden.

5.2.3 In der Vernehmlassung hält die Vorinstanz an ihren Ausführun-
gen fest und macht geltend, der Sachverhalt sei vollständig und ohne 
Widersprüche festgestellt worden. Der Vorwurf der Beschwerdeführen-
den,  der  Untersuchungsbericht  sei  durch  J._______  massiv  beein-
flusst  worden,  stimme nicht.  Die  Vermutungen  von  J._______  seien 
zwar  im Untersuchungsbericht  erwähnt  worden,  doch  die  Vorinstanz 
sei diesen Angaben nicht durchwegs und unhinterfragt gefolgt. Entge-
gen den Aussagen von J._______ habe die Vorinstanz nicht etwa an-
genommen, der Beschwerdeführer 1 sei Mehrheitsaktionär der Hema-
tec gewesen; sie sei lediglich von einer bedeutenden Beteiligung aus-
gegangen. Dass die Bel Air mit der V._______ Corp. in keiner Verbin-
dung stehe, sei eine blosse Schutzbehauptung der Beschwerdeführen-
den: M._______, Verwaltungsrat der V._______ Corp., habe für die Bel 
Air Stellung genommen, und die V._______ Corp. habe in einem Sch-
reiben vom 18. Juli 2007 erklärt,  dass sie alle Verbindlichkeiten ihrer 
Tochter Bel Air übernehmen werde.

5.2.4 Das  Bundesverwaltungsgericht  erachtet  die  Rügen  der  Be-
schwerdeführenden als unbegründet, wie sich aus folgenden Ausfüh-
rungen ergibt.

5.2.4.1 Der Beschwerdeführer 1 bestreitet  zunächst,  dass enge Ver-
bindungen bestehen zwischen ihm und der  Elvestus  oder  der  –  mit 
Letzterer eng verbundenen - Nicstic. Er stellt allerdings nicht in Abre-
de, dass er als CEO und Aktionär der T._______ Inc. bis zum Septem-
ber 2006 geschäftliche Kontakte mit der Elvestus bzw. Nicstic pflegte; 
er räumt selber ein, dass die T._______ Inc. früher eng mit der Nicstic 
verflochten gewesen sei (C 01 033) und bis zum September 2006 3 
Mio. Nicstic-Aktien gehalten habe (A 04 695). Dass die wirtschaftlichen 

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Verbindungen später wieder aktiviert werden sollten, geht – entgegen 
der  Ansicht  der  Beschwerdeführenden  –  aus  dem  „Letter  of  Intent“ 
vom 6. Februar 2007 hervor: In dieser Absichtserklärung kommt zum 
Ausdruck, dass die S._______ Corp. und die Elvestus, die damals zu-
sammen fast 30 Prozent der Nicstic-Aktien hielten, beabsichtigten, die 
Mehrheit der Nicstic-Aktien zu übernehmen, und dass eine Fusion der 
T._______ Inc. mit der S._______ Corp. angestrebt wurde (C 01 279 
ff.; vgl. auch C 01 383). Die Übernahme der Aktienmehrheit sollte ge-
mäss  der  Untersuchungsbeauftragten  im  Rahmen  von  Kauf-  und 
Tauschgeschäften  mit  Nicstic-Aktien  erfolgen  (C  01  361  f.).   Ange-
sichts dieser Umstände ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegan-
gen,  dass  der  Beschwerdeführer  1,  der  den  Letter  of  Intent  für  die 
S._______  Corp.  unterschrieben  hatte,  mit  der  Elvestus  enge  ge-
schäftliche Verbindungen unterhielt. Dass die am 6. Februar 2007 ver-
einbarte Absichtserklärung knapp 3 Monate später  wieder gekündigt 
wurde,  kann  nicht  als  Nachweis  fehlender  enger  Verflechtungen  ge-
deutet werden, zumal in der Zwischenzeit (am 8. März 2007) das vor-
instanzliche  Untersuchungsverfahren  eröffnet  worden  war.  Unbehel-
flich ist  ferner das – im Übrigen nicht näher begründete – Argument 
der  Beschwerdeführenden,  der  Vertrag  sei  auf  massiven  Druck  von 
B.X._______ hin unterzeichnet worden; es ist aufgrund der gesamten 
Umstände nicht anzunehmen und wird von den Beschwerdeführenden 
auch nicht geltend gemacht, dass die Absichtserklärung nicht dem Wil-
len der Parteien entsprach. Somit vermögen die Beschwerdeführenden 
mit ihrer Rüge nicht durchzudringen.

5.2.4.2 Die Beschwerdeführenden bestreiten ferner die vorinstanzliche 
Feststellung, dass sie - über die T._______ Inc. und V._______ Corp. - 
eng mit der Bel Air verbunden gewesen seien. Was die Beteiligungen 
an  der  T._______  Inc.  betrifft,  hatten  die  Beschwerdeführenden  im 
Rahmen von Stellungnahmen angegeben, sie hielten 15% (Beschwer-
deführer 1) bzw. 12% (Beschwerdeführerin 2) der T._______ Inc.-Akti-
en (A 04 695; A 05 352). Anlässlich der Befragung vom 25. Juni 2007 
durch die Untersuchungsbeauftragte hatte der Beschwerdeführer 1 zu 
Protokoll gegeben, die Beschwerdeführerin 2 sei die grösste Aktionä-
rin  der  V._______  Corp.  und  damit  auch  Grossaktionärin  der 
T._______ Inc. (D 01 024 f.). Im Rahmen einer „Richtigstellung“ vom 7. 
Juli  2007 (A 04 696 ff.) machten die Beschwerdeführenden dagegen 
geltend,  die  Beschwerdeführerin  2  halte  lediglich  rund  4  Mio. 
T._______ Inc.-Aktien, wovon ihr effektiv nur 1.5 Mio. Aktien gehörten. 

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Dass die Vorinstanz dennoch von einer bedeutenden Beteiligung der 
Beschwerdeführerin 2 an der T._______ Inc. ausging, ist nach Auffas-
sung des Bundesverwaltungsgerichts nicht zu beanstanden: Es recht-
fertigt sich, auf die anlässlich der ersten Befragung erfolgten Aussagen 
ein  besonderes  Gewicht  zu  legen,  zumal  keine  Hinweise  ersichtlich 
sind, wonach der im Protokoll verwendete Begriff „Grossaktionärin“ auf 
einem Versehen beruht.  Ein Indiz für bedeutende Beteiligungen stellt 
ferner die Eingabe der W._______ GmbH vom 29. Feburar 2008 dar, 
wonach  die  Beschwerdeführerin  2  (deren Aktien  teilweise  durch  die 
W._______ GmbH veräussert wurden) früher eine Tochtergesellschaft 
der  T._______  Inc.  war  (vgl.  Beilage  zur  Replik). Abgesehen  davon 
lässt sich nicht sagen, der Besitz von 4 Mio. bzw. 1.5 Mio. Aktien sei 
unbedeutend. Die Vorinstanz ging damit zu Recht davon aus, dass die 
Beschwerdeführenden bedeutende Anteile an der T._______ Inc. hiel-
ten.  Aus  diversen  Aktenstücken  ergibt  sich  sodann,  dass  die 
T._______ Inc. die Muttergesellschaft der V._______ Corp. ist und die-
se kontrolliert (vgl. C 01 403); dies wird auch von den Beschwerdefüh-
renden nicht in Abrede gestellt  (vgl. z.B. D 01 246). Hingegen bean-
standen sie die Einschätzungen der Vorinstanz bezüglich dem Verhält-
nis zwischen der V._______ Corp. und der Bel Air. Aus den Akten er-
gibt  sich,  dass  die  Bel  Air  in  den  Zeichnungsverträgen  und  auf  der 
Website der V._______ Corp. als deren „Swiss Office“ bezeichnet wur-
de (C 01 270 ff.;  C 01 157),  dass  die beiden Gesellschaften in  der 
Schweiz die gleiche Adresse haben (...), und dass M._______ am 18. 
Juli 2007 als „Chairman“ der V._______ Corp. für die Bel Air Stellung 
nahm,  wobei  er  die  Bel  Air  mehrfach  als  Tochtergesellschaft  der 
V._______  Corp.  bezeichnete  (z.B.  A  04  703)  und  erklärte,  die 
V._______ Corp. werde alle Verbindlichkeiten der Bel Air übernehmen 
(A 04 706). Ausserdem hat der Beschwerdeführer 1 anlässlich der ers-
ten Befragung durch die Untersuchungsbeauftragte mehrmals zu Pro-
tokoll gegeben, die Bel Air sei eine Tochtergesellschaft der V._______ 
Corp. (C 01 039, 036, 035 und 015). Zwar erfolgte im Rahmen eines 
„Berichtigungsschreibens“ der Beschwerdeführenden vom 7. Juli 2007 
eine Relativierung dieser Aussage (A 04 683 f.), und später betonten 
die  Beschwerdeführenden  wiederholt,  die  V._______  Corp. sei  nicht 
die Muttergesellschaft der Bel Air (vgl. z.B. die Stellungnahme vom 19. 
August  2007  zum  Untersuchungsbericht,  S. 37).  Das  Bundesverwal-
tungsgericht würdigt das Beweisergebnis so, dass die mehrfach proto-
kollierte  Aussage des Beschwerdeführers  1  nicht  auf  einem blossen 
Versehen der Vorinstanz bzw. auf  Missverständnissen des Befragten 

Seite 19

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beruhte.  Demnach  hat  die  Vorinstanz  zu  Recht  angenommen,  dass 
zwischen der Bel Air und der V._______ Corp. enge Verbindungen be-
standen.

Insgesamt ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz davon ausge-
gangen ist, dass zwischen den Beschwerdeführenden und der Bel Air 
– über die T._______ Inc. bzw. die V._______ Corp. - enge wirtschaftli-
che Verflechtungen bestanden. 

5.2.4.3 Umstritten  sind ferner  die  Beteiligungen der  Beschwerdefüh-
renden an der Nicstic und an deren Muttergesellschaft, der Hematec. 
Vorab  ist  festzuhalten,  dass  entgegen  den  Behauptungen  der  Be-
schwerdeführenden  weder  die  Untersuchungsbeauftragte  noch  die 
Vorinstanz  jemals  konstatiert  hat,  die  Beschwerdeführenden  seien 
Mehrheitsaktionäre der  Hematec oder der Nicstic. Die Rüge der Be-
schwerdeführenden, die Vorinstanz habe sich bei der Beurteilung der 
Beteiligungsverhältnisse  auf  entsprechende  Vermutungen  von 
J._______ gestützt, die im Untersuchungsbericht erwähnt wurden (vgl. 
C 01 393), erweist sich demnach als unbegründet. Die Beschwerde-
führenden machen sodann geltend, sie seien - entgegen den Ausfüh-
rungen der Vorinstanz - keine bedeutenden Aktionäre der Nicstic und 
der Hematec. Der Beschwerdeführer 1 halte heute nur rund 1 Mio. Nic-
stic-Aktien  und keine Hematec-Aktien; die  Beschwerdeführerin  2  sei 
gegenwärtig an keiner der beiden Gesellschaften beteiligt. Anlässlich 
der Befragung durch die Untersuchungsbeauftragte vom 25. Juni 2007 
hatte der Beschwerdeführer 1 angegeben, er halte ca. 1.5 Mio. (oder 
4.4%) Nicstic-Aktien (D 01 026), was übereinstimmt mit der Aussage 
von N._______ (einem Verwaltungsratsmitglied der Nicstic) (A 02 584) 
sowie den Angaben im „Letter of Intent“ (C 01 274). Was die früheren 
Beteiligungsverhältnisse betrifft, machen die Beschwerdeführenden in 
der Replik (S. 12) geltend, sie hätten maximal 5.5% der Nicstic- und 
3.5% der Hematec-Aktien gehalten (Replik S. 12). Nach eigenen Anga-
ben hat der Beschwerdeführer 1 einmal 2.7 Mio. Hematec-Aktien ge-
gen 2 Mio. Nicstic-Aktien eingetauscht (A 04 688 f.; vgl. C 01 012 und 
C 01 019). Die Beschwerdeführerin 2 war vormals im Besitz von 2.5 
Mio. Nicstic-Aktien,  wie aus ihrem Fax vom 17. Januar 2007 hervor-
geht,  den  u.a. der  Beschwerdeführer  1  unterschrieben  hat. Gemäss 
dem gleichen Fax hält  die Beschwerdeführerin 2 heute – treuhände-
risch – noch 400'000 Nicstic-Aktien (C 01 248 f.). Die T._______ Inc., 
an  der  die  Beschwerdeführenden  massgeblich  beteiligt  waren  (vgl. 
oben, E. 5.2.4.2), hielt nach Angaben des Beschwerdeführers 1 einst 3 

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Mio. Nicstic-Aktien, veräusserte diese aber zwischen Juni und Oktober 
2006 (A 04 695). Ferner hielt die T._______ Inc. gemäss ihrer Website 
die Lizenzrechte für die rauchfreie Zigarette Nicstic (C 01 123).

Aufgrund der dargelegten Aktenlage können die früheren und heutigen 
Beteiligungsverhältnisse der Beschwerdeführenden an der Nicstic und 
der Hematec zwar nicht mehr bis in alle Einzelheiten eruiert werden. 
Fest steht jedoch, dass zeitweise überaus bedeutende Anteile gehal-
ten wurden, die auch nach diversen Veräusserungsgeschäften immer 
noch  namhaft  waren. Der  Umstand,  dass  die  Beschwerdeführenden 
Teile ihrer  Aktienbestände veräusserten,  ist  allenfalls im Zusammen-
hang mit dem Vorwurf betreffend Handelstätigkeiten gesondert zu wür-
digen (vgl. unten, E. 5.3), spricht aber vor dem Hintergrund der regel-
mässigen  Aktienverkaufsgeschäfte  zwischen  den  Gruppenzugehöri-
gen nicht gegen die Annahme rechtlich relevanter Beteiligungen bzw. 
wirtschaftlicher  Beziehungen.  Nach  Auffassung  des  Bundesverwal-
tungsgerichts kann nicht beanstandet werden, dass die Vorinstanz von 
bedeutenden Beteiligungen ausgegangen ist. Neben den von den Be-
schwerdeführenden eingeräumten Anteilen von maximal 5.5% (Nicstic) 
bzw.  3.5%  (Hematec)  kommen  indirekte  Beteiligungen  über  die 
T._______ Inc. hinzu. Unter diesen Umständen ist jedenfalls nicht von 
bloss  „vernachlässigbar  geringen“  Beteiligungen  an  Gruppengesell-
schaften auszugehen. Nach aller Erfahrung ist anzunehmen, dass die 
Beschwerdeführenden Belege zu ihrer Entlastung vorgebracht hätten, 
wenn  sie  ihre  Aktienanteile  später  auf  eine  nicht  unter  die  Bewilli-
gungspflicht fallende Weise zumindest teilweise wieder reduziert  hät-
ten.  Es wäre ihnen ein Leichtes oder zumindest  zumutbar gewesen, 
entsprechende  Beweismittel  (etwa  Aktienverkaufsbelege)  einzubrin-
gen. Umgekehrt konnte die Vorinstanz den genauen Aktienanteil ohne 
Mitwirkung  der  Beschwerdeführenden  nicht  oder  nicht  mit  vernünfti-
gem  Aufwand  erheben.  Insofern  wären  die  Beschwerdeführenden 
nach Art. 13 VwVG und Art. 36a BEHG i.V.m. Art. 23quater Abs. 3 BankG 
zur  Mitwirkung verpflichtet  gewesen (zur  bundesgerichtlichen Recht-
sprechung betreffend Art. 13 VwVG vgl. Urteil BGer. 1C_43/2007 vom 
9.4.2008,  E. 4.1 sowie BGE 130 II  482 E. 3.2; ferner BVGer.,  Urteil 
B-2474/2007 vom 4.12.2007, E. 3.5). Nachdem die Beschwerdeführen-
den keine entlastenden Belege betreffend ihren Beteiligungen beizu-
bringen  vermochten,  ist  nicht  zu  beanstanden,  dass  die  Vorinstanz 
aufgrund der gesamten Umstände von bedeutenden Beteiligungen der 
Beschwerdeführenden an der Nicstic und Hematec ausgegangen ist.

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5.2.5 Zusammenfassend  ging  die  Vorinstanz  zu  Recht  davon  aus, 
dass die Beschwerdeführenden aufgrund von Beteiligungen und ver-
traglichen Bindungen eng mit der Bel Air, der Nicstic und der Hematec 
verflochten waren.

5.3 Die  Beschwerdeführenden  machen  geltend,  sie  hätten  keinen 
Handel mit Aktien  von Gesellschaften der Gruppe betrieben. Sie hät-
ten einzig Aktien der T._______ Inc. und der V._______ Corp. veräus-
sert,  wobei  der  Verkauf  über  einen  dazu  berechtigten  Dritten 
(W._______ GmbH) erfolgt sei.

5.3.1 Die Vorinstanz macht geltend, der vorliegende Streitgegenstand 
betreffe nicht den von den Beschwerdeführenden über die W._______ 
GmbH getätigten Aktienhandel. Vielmehr gehe es um Aktiengeschäfte 
der  Beschwerdeführenden  mit  Gesellschaften  der  Gruppe.  Der  Be-
schwerdeführer 1 habe der Bel Air (über die T._______ Inc.) Aktien der 
V._______ Corp. übergeben, die diese aufgrund eines öffentlichen An-
gebots an Anleger  veräussert  habe. Die Beschwerdeführerin  2 habe 
als Zahlstelle fungiert  und ihre Kontonummer gegen aussen angege-
ben. Die Beschwerdeführerin 2 habe auch Nicstic-Aktien (mit  Zuzah-
lung von 20%) als Zahlung angenommen. Auf diese Weise hätten die 
Beschwerdeführenden bis zu 3 Mio. Aktien der V._______ Corp. zum 
Preis von 1.5 $ pro Aktie zum Verkauf angeboten. Frühere Angestellte 
der  Bel  Air  und der  Beschwerdeführerin  2 hätten in  diesem Zusam-
menhang ausgesagt, der Beschwerdeführer 1 habe sie damals beauf-
tragt,  die  Zeichnungsverträge  herauszugeben.  Ferner  habe  der  Be-
schwerdeführer  1  im  Jahr  2005  von  der  Elvestus  zusammen  mit 
B.X._______  und  K._______  15.1  Mio.  Nicstic-Aktien  übernommen 
(„MBO-Vertrag“). 8.1 Mio. dieser Aktien habe der Beschwerdeführer 1 
anschliessend als Unterhändler wieder an die Elvestus zurückübertra-
gen, die die Aktien sodann an Dritte weiterveräussert habe. Vom Erlös 
der  durch  die  Elvestus  verkauften  Nicstic-Aktien  seien  rund  Fr. 
130'000.-  an  den  Beschwerdeführer  1  gegangen. Ausserdem hätten 
die Beschwerdeführenden auch mit weiteren Aktien gehandelt; insbe-
sondere habe der Beschwerdeführer 1 rund 2.5 Mio. Hematec-Aktien 
an  B.X._______  verkauft,  und die  Beschwerdeführerin  2  habe 
T._______ Inc.-Aktien  an die  Elvestus bzw. an B.X._______ veräus-
sert. 

5.3.2 Die  Beschwerdeführenden  machen  geltend,  sie  hätten  nur  für 
sich (Beschwerdeführer 1) bzw. nur für die T._______ Inc. und für die 

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V._______  Corp.  (Beschwerdeführerin  2)  gehandelt.  Die  Vorinstanz 
gehe  zu  Unrecht  davon aus,  dass  die  Beschwerdeführenden  Aktien 
der V._______ Corp. über die Bel Air aufgrund eines öffentlichen An-
gebots an Anleger verkauft  hätten. Vielmehr seien diese Aktien über 
die W._______ GmbH - ein deutsches, von der deutschen Finanzauf-
sicht lizenziertes Finanzdienstleistungsinstitut – via Kapitalemissions-
vertrag angeboten worden, und ausserdem sei das Angebot nicht öf-
fentlich erfolgt, sondern habe sich ausschliesslich an bereits bestehen-
de Kunden gerichtet. Zwar habe effektiv ein Zeichnungsvertrag bestan-
den, wonach Aktien der V._______ Corp. mit Nicstic-Aktien hätten be-
zahlt  werden  können  (unter  Angabe  einer  Bankverbindung  der  Be-
schwerdeführerin  2). Doch bei  der Angabe des Bankkontos habe es 
sich  um ein  Versehen gehandelt,  und das  Angebot  sei  unverzüglich 
wieder zurückgenommen worden, noch bevor ein einziger Kunde von 
diesem Angebot Gebrauch gemacht habe. Was ferner den bei den Ak-
ten liegenden „MBO-Vertrag“ betreffe, sei dieser Treuhandvertrag zwar 
von  B.X._______  und  von  K._______  unterschrieben  worden,  nicht 
aber vom Beschwerdeführer 1. Im Übrigen sei die Vorinstanz zu Un-
recht der Behauptung von J._______ gefolgt, er habe dem Beschwer-
deführer 1 Nicstic-Aktien abgekauft (vgl. den Untersuchungsbericht, C 
01 419). Es verhalte sich vielmehr so, dass J._______ der W._______ 
GmbH einen Zeichnungsschein ausgestellt habe, mit dem er 550'000 
Nicstic-Aktien  (für  3.3  Mio.  Fr.)  über  den  Sekundärmarkt  erworben 
habe. Die W._______ GmbH habe die Nicstic-Aktien treuhänderisch in 
Empfang genommen und sich - gegen eine prozentuale Beteiligung - 
um die  reibungslose  Abwicklung  des  Verkaufsgeschäfts  gekümmert. 
Wegen der mangelnden Liquidität von J._______ sei es jedoch zu Pro-
blemen gekommen. J._______ habe dem Beschwerdeführer 1 deshalb 
vorgeschlagen,  mit  Aktien  einer  anderen  Aktiengesellschaft  (Hotel 
Ö._______ AG) zu bezahlen. Im Rahmen der Replik machen die Be-
schwerdeführenden ausserdem geltend, sie hätten nie einen Erlös aus 
dem Verkauf von Nicstic-Aktien erhalten. Die Feststellung der Vorins-
tanz, dass der Beschwerdeführer 1 für den Verkauf von Nicstic-Aktien 
Fr. 130'000.- bekommen habe, sei unrichtig. Es habe sich vielmehr um 
den Erlös aus dem Verkauf von T._______ Inc.-Aktien gehandelt.

5.3.3 In  der  Vernehmlassung  bzw. Duplik  macht  die  Vorinstanz  gel-
tend, die Behauptung, dass die Beschwerdeführerin 2 fälschlicherwei-
se als  Zahlstelle angegeben worden sei,  stehe im Widerspruch zum 
Vertriebsvertrag, den die Beschwerdeführerin 2 im Jahr 2006 mit der 

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W._______ GmbH geschlossen hatte. Eine unbelegte Schutzbehaup-
tung stelle ferner der Vorwurf dar, der Beschwerdeführer 1 habe eine 
Zahlung über Fr. 130'000.- für den Verkauf von T._______ Inc.-Aktien 
(und nicht für den Verkauf von Nicstic-Aktien) erhalten. Die Beschwer-
deführenden hätten diese Rüge erstmals in der Replik vorgetragen. In 
einer früheren Stellungnahme habe der Beschwerdeführer 1 einzig auf 
seine - im Verhältnis zu den anderen Verfügungsadressaten - geringe 
Entschädigung hingewiesen. Der Beschwerdeführer 1 habe zwar den 
„MBO-Vertrag“  nicht  unterzeichnet;  doch  in  einem  Mail  an 
B.X._______ (D 01 006) habe er sich im April 2005 selber  als Teil des 
„MBO-Teams“ bezeichnet.

5.3.4 Das  Bundesverwaltungsgericht  erachtet  die  Rügen  der  Be-
schwerdeführenden als unbegründet, wie sich aus den nachfolgenden 
Erwägungen ergibt.

5.3.4.1 Umstritten  ist  zunächst  die  Feststellung  der  Vorinstanz,  der 
Beschwerdeführer 1 habe über die Bel Air Aktien der V._______ Corp. 
verkauft, wobei zur Bezahlung – die teilweise an die Beschwerdeführe-
rin 2 erfolgt sei – auch Nicstic-Aktien (mit Aufpreis) angenommen wor-
den  seien.  Die  Beschwerdeführenden  machen  geltend,  der  Verkauf 
von  Aktien  der  V._______  Corp.  sei  ausschliesslich  über  die 
W._______ GmbH erfolgt.  Sie  verweisen  in  diesem Zusammenhang 
auf einen „Vertriebsvertrag für Kapitalmarktemissionen und Sekundär-
marktaktien“, der am 15. August 2006 zwischen der W._______ GmbH 
und der Beschwerdeführerin 2 abgeschlossen wurde (A 06 134). Als 
Beilage zur Replik haben die Beschwerdeführenden ferner zwei Sch-
reiben der W._______ GmbH (vom 18. Juli 2007 und vom 29. Februar 
2008)  eingereicht,  in  denen  diese  versichert,  dass  sämtliche Aktien 
über sie (die W._______ GmbH) vertrieben worden seien. Diesen Aus-
führungen  steht  allerdings  entgegen,  dass  sich  bei  den  Akten  ein 
„Zeichnungsvertrag für Sekundärmarktaktien der V._______ Corp.“ (C 
01 270 ff.; A 03 664 ff.) befindet, der durch die Bel Air vermittelt wurde. 
Weder der Zeichnungsvertrag noch der Brief vom 8. Juni 2007, der an 
den Zeichnungsinteressenten O._______ gerichtet ist (C 01 271; A 03 
656), enthalten einen Hinweis auf die W._______ GmbH. Vielmehr er-
gibt sich aus sämtlichen Adressangaben, dass der Verkauf der Aktien 
von der V._______ Corp. bzw. von deren „Swiss Office“ (Bel Air) aus-
ging (C 01 271 f.). Die  W._______ GmbH versichert zwar im erwähn-
ten Schreiben vom 29. Februar 2008,  O._______ sei wie alle Zeich-
nungsinteressenten ausschliesslich durch sie (die  W._______ GmbH) 

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umworben  worden.  Doch  nach  aller  Wahrscheinlichkeit  wäre  die 
W._______ GmbH zumindest im Beilagebrief zum Zeichnungsvertrag 
erwähnt worden,  wenn der Vertrieb effektiv über sie erfolgt  wäre. Im 
Übrigen ist nicht anzunehmen, dass es sich beim in den Akten liegen-
den Zeichnungsvertrag um einen Einzelfall handelt. Die Frage, ob die 
Aktien öffentlich angeboten wurden oder ob das Angebot lediglich ge-
genüber bisherigen Kunden galt, kann offen bleiben: Massgebend ist, 
dass die Aktien jeweils früher oder später von einem oder einer Grup-
penzugehörigen  auf  dem  Primärmarkt  öffentlich  angeboten  wurden 
(vgl. unten, E. 6.1.3). Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Vor-
instanz davon ausging, dass die Aktien der V._______ Corp. nicht nur 
durch die  W._______ GmbH, sondern auch durch die Bel Air vertrie-
ben wurden. 

Was die Rüge der Beschwerdeführenden betreffend Zahlungsmodali-
täten betrifft,  geht aus dem erwähnten Zeichnungsvertrag Folgendes 
hervor: Auf S. 2 des Vertrages wird die Beschwerdeführerin 2 als Zahl-
stelle  angegeben,  und  es  wird  erwähnt,  dass  zur  Zahlung  der 
V._______  Corp.-Aktien  Nicstic-Aktien  angenommen werden  –  unter 
Zuzahlung von 20% auf den ursprünglich für die Nicstic-Aktien inves-
tierten Betrag. So hatte etwa O._______ für den Kauf von 3'750 Aktien 
der  V._______  Corp.  3'000  Nicstic-Aktien  einzubringen  und  USD 
5'625.- zu bezahlen (C 01 268). Im Beilagebrief an O._______ führte 
die Bel Air aus: „Als Anlage übersenden wir Ihnen, wie besprochen, ei-
nen Zeichnungsschein über 3'750 Stück Aktien der V._______ Corp., 
mit Inzahlungnahme Ihrer NicStic-Aktien“ (C 01 271). Aufgrund dieser 
Aktenstücke wäre es wenig lebensnah, mit den Beschwerdeführenden 
davon auszugehen, dass die Kontoangabe auf einem Versehen beruh-
te und dass keine Zahlungen auf das Konto der Beschwerdeführerin 2 
erfolgt sind. Zwar hat die W._______ GmbH den Beschwerdeführen-
den mit einem Schreiben vom 26. Juni 2007 mitgeteilt,  in den Zeich-
nungsverträgen sei versehentlich das Konto der Beschwerdeführerin 2 
angegeben worden, und inzwischen sei sämtlichen Zeichnungsinteres-
senten  eine  korrigierte  Fassung  des  Vertrages  zugesendet  worden 
(vgl. Beilagen zur Replik). Dieses Schreiben kann jedoch nicht als Be-
leg dafür  gelten,  dass nicht  weiterhin Verträge in der ursprünglichen 
Fassung abgeschlossen wurden, zumal die Beschwerdeführenden kei-
ne korrigierte Vertragsversion eingereicht  haben. Ausserdem wurden 
die Verträge wie gesagt nicht nur über die W._______ GmbH, sondern 
auch über die Bel Air abgeschlossen. Demnach ging die Vorinstanz zu 

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Recht davon aus, dass Nicstic-Aktien (unter Zuzahlung von 20%) zur 
Zahlung von Aktien  der  V._______ Corp. angenommen wurden,  und 
dass die Beschwerdeführerin 2 als Zahlungsstelle fungierte. 

5.3.4.2 Die  Beschwerdeführenden  bestreiten  sodann,  dass  der  Be-
schwerdeführer 1 am sogenannten „MBO-Vertrag“ teilgenommen und 
in diesem Zusammenhang einen Erlös aus dem Verkauf von Nicstic-
Aktien erhalten hat. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdefüh-
renden kann in diesem Zusammenhang nicht massgebend sein, dass 
der  Beschwerdeführer  1  den  Treuhandvertrag  vom  9.  Januar  2005 
nicht unterschrieben hat: Die Beschwerdeführenden haben selber ein-
geräumt, dass der im MBO-Vertrag vereinbarte Aktientausch vollzogen 
worden ist bzw. dass der Beschwerdeführer 1 Hematec-Aktien gegen 
Nicstic-Aktien eingetauscht hat (A 04 688 f.; vgl. oben, E. 5.2.4.3). Was 
die umstrittenen Zahlungen aus dem Erlös von verkauften Nicstic-Ak-
tien betrifft, geht aus der im Untersuchungsbericht enthaltenen Zusam-
menstellung von Kontozahlungen hervor, dass der Beschwerdeführer 1 
von der Elvestus in den Jahren 2004-2006 Fr. 129'781.20 bekommen 
hat (A 02 325). Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass dieser 
Betrag für den Verkauf von Nicstic-Aktien bezahlt wurde, zumal offen-
bar auch die Beschwerdeführenden im Rahmen ihrer  Stellungnahme 
zum Untersuchungsbericht von diesem Zahlungszweck ausgegangen 
waren (A 05 353). Dass die Beschwerdeführenden anlässlich der Re-
plik von ihrer ursprünglichen Meinung abgewichen sind und nun  gel-
tend  machen,  die  Elvestus-Zahlungen  seien  für  den  Verkauf  von 
T._______ Inc.-Aktien erfolgt, ist  demnach als blosse Schutzbehaup-
tung zu erachten. 

5.3.4.3 Zu würdigen ist  schliesslich der  Vorwurf  der  Beschwerdefüh-
renden, die Vorinstanz sei in diversen weiteren Fällen zu Unrecht da-
von  ausgegangen,  dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Aktien  von 
Gruppengesellschaften  gehandelt  hätten.  Die  Beschwerdeführenden 
bestreiten insbesondere den Verkauf von Nicstic-Aktien an J._______. 
Im  Rahmen  der  Erstbefragung  durch  die  Vorinstanz  hatte  der  Be-
schwerdeführer  1  zu  Protokoll  gegeben,  er  habe  drei  oder  vier  Mal 
Nicstic-Aktien  veräussert  (C  01  026);  J._______  habe  er  im  Januar 
2006 400'000 Nicstic-Aktien à 6 Fr. verkauft und dafür Aktien des Ho-
tels Ö._______ erhalten (C 01 014). Anlässlich der „Berichtigungsein-
gabe“ vom 7. Juli 2007 machte der Beschwerdeführer 1 hingegen gel-
tend, er habe zu keiner Zeit mit nicht börsenkotierten Aktien gehandelt 
(A 04 688 f.). Im Rahmen der  Beschwerde (S. 11)  machen die  Be-

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schwerdeführenden geltend, der Aktienhandel sei über die W._______ 
GmbH abgewickelt  worden; in diesem Zusammenhang habe der Be-
schwerdeführer  1  J._______  angeboten,  400'000  Nicstic-Aktien  mit 
Aktien einer anderen Gesellschaft zu bezahlen. 

Aufgrund der  widersprüchlichen Aussagen ist  nicht  zu  beanstanden, 
dass die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdefüh-
rer  1 J._______ Aktien verkauft  hat. Wäre der  Aktienverkauf  effektiv 
über die W._______ GmbH abgewickelt worden, so wäre es den Be-
schwerdeführenden  ein  Leichtes  gewesen,  dies  -  etwa  mittels  Zah-
lungsbelegen - nachzuweisen.

5.3.5 Zusammenfassend  ging  die  Vorinstanz  zu  Recht  davon  aus, 
dass die Beschwerdeführenden in nicht  unbedeutendem Umfang mit 
Aktien der V._______ Corp.,  der Nicstic und der Hematec gehandelt 
haben.

5.4 Die  Beschwerdeführenden  machen  geltend,  aus  der  zufälligen 
Übereinstimmung der Domizile einzelner Verfügungsadressaten könne 
nicht abgeleitet werden, dass sie zur Gruppe gehörten, die ein Emis-
sionshaus betreibe. 

Die Vorinstanz macht geltend, es bestünden mehrere Übereinstimmun-
gen  von Domizilen. Die  Privatadresse  des  Beschwerdeführers  1  sei 
identisch mit  einer der Adressen der Beschwerdeführerin 2. Der Sitz 
der V._______ Corp. und der T._______ Inc. liege an der gleichen Ad-
resse in den USA (C 01 420). Eine Adresse der Beschwerdeführerin 2 
liege  am  Domizil  der  Bel  Air,  die  früher  die  Privatadresse  des  Be-
schwerdeführers 1 gewesen sei (C 01 405). Die Beschwerdeführerin 2 
sei früher an der heutigen Adresse der Hematec domiziliert gewesen 
(A 03 790). 

Die Beschwerdeführenden machen geltend, einzelne Geschäfte seien 
zwar an übereinstimmenden Orten ausgeführt worden; davon seien je-
doch keineswegs sämtliche Verfügungsadressaten betroffen. Am Do-
mizil der Beschwerdeführerin 2 seien in der Tat weitere Gesellschaften 
domiziliert,  die  von der Verfügung betroffen seien. Doch diese seien 
den Beschwerdeführenden bisher nicht einmal namentlich bekannt ge-
wesen. Der Beschwerdeführer 1 habe seine Aktivitäten effektiv teilwei-
se an Orten ausgeübt, die mit der Adresse einzelner Gruppengesell-

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schaften übereinstimmten; daraus dürfe aber nicht auf seine Gruppen-
zugehörigkeit geschlossen werden.

Nach  den  Feststellungen  der  Vorinstanz  bestanden  oder  bestehen 
enge örtliche Verbindungen zwischen den Beschwerdeführenden und 
der Bel Air sowie der Hematec. Wie vorstehend ausgeführt, existierten 
zwischen den Beschwerdeführenden und diesen beiden Gesellschaf-
ten enge geschäftliche Verbindungen (vgl. oben, E. 5.2 und 5.3). Dass 
die Vorinstanz den Umstand würdigte, dass diese Geschäftsbeziehun-
gen auch in  erheblicher  räumlicher Nähe ihren Ausdruck fanden,  ist 
nicht zu beanstanden. 

6.
Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist festzuhalten, dass die Vorins-
tanz den Sachverhalt  insofern zutreffend festgestellt  hat,  als sie  von 
bedeutenden  Beteiligungen  der  Beschwerdeführenden  an  diversen 
Unternehmen  der  Gruppe  sowie  von namhaften  Aktientransaktionen 
zwischen den Beschwerdeführenden und mehreren Verfügungsadres-
saten ausging und auch eine örtliche Nähe zwischen den Beschwer-
deführenden und einzelnen Akteuren der  Gruppe als erwiesen erach-
tete. Vor diesem tatbeständlichen Hintergrund ist  die  materiellrechtli-
che Rüge der Beschwerdeführenden  zu würdigen, die Vorinstanz sei 
wegen einer fehlenden hinreichenden  Verbundenheit zwischen ihnen 
(den Beschwerdeführenden) und den anderen Verfügungsadressaten 
zu Unrecht von einer Gruppenzugehörigkeit ausgegangen.

6.1 Die  Beschwerdeführenden  machen  geltend,  sie  hätten  aufgrund 
ihrer Aktivitäten und ihren Beziehungen zu anderen Verfügungsadres-
saten nicht als Gruppenzugehörige qualifiziert werden dürfen. 

6.1.1 Die Vorinstanz  macht  geltend,  das  Vorgehen der  Beschwerde-
führenden entspreche dem typischen Muster der „Gruppe“: Übernah-
me von nicht börsenkotierten Aktien, die von nahestehenden Gesell-
schaften ausgegeben werden (hier im Rahmen eines Aktientausches), 
gekoppelt mit einer Barzuzahlung beim Verkauf an Dritte. Die ohne Be-
willigung ausgeübte Effektenhandelstätigkeit der Gruppe sei erst durch 
die  Beschwerdeführenden  ermöglicht  worden.  Sie  hätten  Nicstic-Ak-
tien an die Elvestus verkauft und für den Weiterverkauf Erlöse erhal-
ten, und sie hätten über die T._______ Inc. bzw. über die Bel Air den 
Verkauf von Aktien der V._______ Corp. an Dritte veranlasst. Das koor-
dinierte Vorgehen der beteiligten Gesellschaften und Personen zeuge 

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von der Verfolgung eines gemeinsamen Zweckes, nämlich dem Erlan-
gen von Erlösen aufgrund von gewerbsmässigen Aktienverkäufen an 
Dritte im Rahmen von öffentlichen Angeboten auf  dem Primärmarkt. 
Neben den engen wirtschaftlichen Verflechtungen sei auch von engen 
räumlichen und personellen Verbindungen auszugehen. Deshalb seien 
die Verfügungsadressaten gemäss ständiger Praxis als Gruppe zu be-
trachten. Sie hätten gewerbsmässig gehandelt  mit  dem Ziel,  die Ge-
sellschaften und nahestehende Personen dadurch regelmässig zu fi-
nanzieren. Indem die Beschwerdeführenden im Rahmen der Gruppe 
ohne Bewilligung der Tätigkeit eines Emissionshauses nachgegangen 
seien, hätten sie gegen das Börsengesetz verstossen.

6.1.2 Die Beschwerdeführenden machen geltend, sie hätten nie bör-
senkotierte  Aktien von Gesellschaften der Gruppe übernommen und 
mit Forderungen von zweifelhaftem Wert verrechnet. Zwischen den Be-
schwerdeführenden und anderen Verfügungsadressaten hätten keine 
koordinierten Aktionen zur Beschaffung von Anlagegeldern stattgefun-
den.  Die  Beschwerdeführenden  hätten  gegen  aussen  hin  nicht  den 
Eindruck einer wirtschaftlichen Einheit bzw. einer personellen Verflech-
tung mit  den anderen Verfügungsadressaten erweckt. Der Beschwer-
deführer  1 habe nie öffentlich  für  den Erwerb von Aktien  geworben, 
habe keine entsprechende Werbung publiziert und keine eigenen Ak-
tien  an  Dritte  veräussert.  Die  Beschwerdeführenden  seien  mit  den 
Gruppenzugehörigen nicht gemeinsam öffentlich in Erscheinung getre-
ten. Zu berücksichtigen sei ferner, dass die Beschwerdeführerin 2 in 
ganz anderen Geschäftsbereichen tätig gewesen sei (...) als die übri-
gen Gruppengesellschaften. Schliesslich  sei  zu  beachten,  dass  sich 
die Beschwerdeführenden von mehreren anderen Verfügungsadressa-
ten  abgegrenzt  hätten.  Der  Beschwerdeführer  1  habe  am  14.  April 
2006 gegen diverse Verfügungsadressaten (u.a. Elvestus und Nicstic) 
Strafanzeige wegen ungetreuer Geschäftsführung bzw. Kapitalanlage-
betrug eingereicht,  weil  die Nicstic trotz Abweisung des Patentes für 
ihr Refill-System weiterhin Kunden abgeworben hatte. Später habe der 
Beschwerdeführer 1 die Strafanzeige zwar durch eine Desinteresseer-
klärung zurückgezogen; diese Erklärung sei jedoch rein wirtschaftlich 
motiviert  gewesen:  Sie  sei  Voraussetzung  gewesen  für  die  Rückab-
wicklung vorgängig geschlossener Lizenzverträge.

6.1.3 Wie vorne dargelegt,  gelten mehrere Effektenhändler  dann als 
Gruppe, wenn zwischen ihnen enge wirtschaftliche Beziehungen be-
stehen und sie nach aussen hin nach einem gemeinsamen Plan als 

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Einheit wirksam werden; dabei ist nicht erforderlich, dass alle Mitglie-
der in gleicher Weise nach aussen hin erkennbar aktiv sind (vgl. vorne, 
E.  4.2.2).  Im  vorliegenden  Fall  ergibt  sich  aus  den  überzeugenden 
Ausführungen der Vorinstanz und den umfangreichen Akten, dass die 
in das Verfahren involvierten Personen als Emissionshaus i.S.v. Art. 3 
Abs. 2 BEHV tätig waren: Sie übernahmen jeweils nicht börsenkotierte 
Aktien  von  einer  nahestehenden  Gesellschaft,  wobei  die  Bezahlung 
durch Verrechnung mit bestehenden Forderungen von fraglicher Wert-
haltigkeit erfolgte. Anschliessend wurden diese Aktien wiederum durch 
Verrechnung  an  nahestehende  Gesellschaften  veräussert  mit  dem 
Ziel,  dass eine Gesellschaft  der Gruppe die Aktien über ein öffentli-
ches Angebot an Dritte verkaufe. So bot insbesondere die Elvestus auf 
dem Primärmarkt  gewerbsmässig und öffentlich (im Internet) Nicstic-
Aktien an, die sie zuvor von Gruppenzugehörigen übernommen hatte. 
Mit den beteiligten Akteuren (insbesondere mit Bel Air, Nicstic, Elves-
tus, Hematec und B.X._______) waren die Beschwerdeführenden wie 
erwähnt durch bedeutende Beteiligungen, namhafte Transaktionen und 
teilweise auch räumliche Nähe eng verflochten, so dass sie als zur als 
Emissionshaus tätigen Gruppe zugehörig bezeichnet werden müssen.

Die  von  den  Beschwerdeführenden  hiergegen  vorgebrachten  Argu-
mente  vermögen nicht  zu  überzeugen: Nach dem Gesagten ist  auf-
grund der Erhebungen der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Ak-
tivitäten der Beschwerdeführenden Teil  eines koordinierten Gruppen-
verhaltens bildeten. Es mag zwar andere Verfügungsadressaten gege-
ben haben, deren Beitrag zum Erfolg der Gruppentätigkeit grösser war 
als jener der Beschwerdeführenden. Ausschlaggebend ist jedoch, dass 
die Beschwerdeführenden über teilweise bedeutende Beteiligungen an 
Gesellschaften der Gruppe verfügten und dass die Aktivitäten der Be-
schwerdeführenden  ebenfalls  erforderlich  waren,  um  den  Aktienver-
kauf an aussenstehende Anleger über die Elvestus abzuwickeln. Der 
Verkauf eigener Aktienanteile stellt zwar – für sich alleine genommen - 
keine bewilligungspflichtige Effektenhändlertätigkeit dar. Im vorliegen-
den Fall erfolgten die zahlreichen Verkaufsgeschäfte der Gruppenzu-
gehörigen untereinander jedoch offensichtlich in der Absicht, Drittanle-
gern im Rahmen von öffentlichen Angeboten auf dem Primärmarkt Ef-
fekten  von  zweifelhafter  Werthaltigkeit  und  zu  möglicherweise  über-
höhten Preisen zu veräussern. Auch die Beschwerdeführenden muss-
ten den Hintergrund der von ihnen getätigten Transaktionen kennen; 
nur so lassen sich die diversen Verschiebungen von Aktienanteilen auf 

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wirtschaftlich  sinnvolle  Art  erklären.  Die  Beschwerdeführenden  nah-
men demnach im System der Gruppe eine Rolle ein, die das Erreichen 
der angestrebten Ziele in nicht unbedeutendem Ausmass begünstigte. 
Unter  diesen  Umständen  kann nicht  relevant  sein,  dass  die  Gruppe 
gegen aussen hin nicht als einheitliche Organisation auftrat. Ebenso-
wenig  kann  massgebend  sein,  dass  der  Beschwerdeführer  1  eine 
(später  zurückgezogene)  Strafanzeige gegen einzelne Gruppenzuge-
hörige  einreichte;  es  ist  jedenfalls  nicht  ungewöhnlich,  wenn  es  zu 
Streitigkeiten  kommt  zwischen mehreren  Personen und  Gesellschaf-
ten, die gemeinsam einer nicht bewilligten Tätigkeit nachgehen. Auch 
im vorliegenden Fall  sind im Laufe des Untersuchungsverfahrens of-
fenbar zahlreiche Anzeigen eingegangen, in denen sich die involvier-
ten Personen gegenseitig beschuldigt haben (vgl. Vernehmlassung der 
Vorinstanz, S. 4). Schliesslich kann es für die Zugehörigkeit zur Grup-
pe auch nicht auf den Zweck der betroffenen Gesellschaften ankom-
men; die Beschwerdeführerin 2 kann deshalb nichts zu ihren Gunsten 
daraus ableiten, dass sie in anderen Geschäftsbereichen tätig war als 
andere Gruppenzugehörige. Zusammenfassend ist nicht zu beanstan-
den, dass die Vorinstanz die Gruppenzugehörigkeit  der Beschwerde-
führenden bejaht hat.

6.2 Die Beschwerdeführenden rügen sodann, sie hätten den Effekten-
handel  nicht  gewerbsmässig betrieben,  weshalb  das  Börsengesetz 
nicht auf sie anwendbar sei. 

6.2.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, sie hätten im Rah-
men des über die W._______ GmbH abgewickelten Effektenhandels-
geschäfts weniger als 20 Kunden gehabt, so dass nicht von einer ge-
werbsmässigen Tätigkeit ausgegangen werden könne. Der Geschäfts-
führer der W._______ GmbH habe am 27. Juni 2007 bestätigt,  dass 
seine  Gesellschaft  für  die  Beschwerdeführerin  2  nur  gegenüber  19 
Kunden (davon 5 Schweizer Kunden) Aktien verkauft habe, und zwar 
solche der  T._______ Inc. (14  Kunden)  und der  V._______ Corp. (5 
Kunden). Mangels gewerbsmässiger Aktivitäten unterstünden die Be-
schwerdeführenden keiner Bewilligungspflicht; sie  seien nicht  als  Ef-
fektenhändler i.S.v. Art. 2 Bst. d BEHG (bzw. als Emissionshaus i.S.v. 
Art. 3 Abs. 2 BEHV) zu qualifizieren.

6.2.2 Die Vorinstanz wendet ein, es sei nicht massgebend, an wie vie-
le Kunden die Beschwerdeführenden Aktien verkauft  hätten bzw. wie 

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hoch  der  Aktivitätsgrad  der  Beschwerdeführenden  gewesen  sei.  Als 
Gruppenzugehörige unterstünden sie ohnehin dem Börsengesetz.

6.2.3 Nach Art. 52 Abs. 3 der Handelsregisterverordnung vom 7. Juni 
1937  (HRegV, SR 221.411)  gilt  als  Gewerbe  eine  selbständige,  auf 
dauernden  Erwerb  gerichtete  wirtschaftliche  Tätigkeit.  Gemäss  dem 
am 1. Juli 1998 in Kraft getretenen Rundschreiben der EBK zur Erläu-
terung  zum  Begriff  „Effektenhändler“  (EBK-RS  98/2)  bedeutet  Ge-
werbsmässigkeit, dass das Effektengeschäft eine selbständige und un-
abhängige  wirtschaftliche  Tätigkeit  darstellt,  die  darauf  ausgerichtet 
ist, regelmässige Erträge zu erzielen (Rz. 12). Die Anzahl Kunden ist 
zur  Beurteilung  von  Emissionshäusern  grundsätzlich  nicht  relevant: 
Werden Effekten auf dem Primärmarkt öffentlich angeboten (was bei 
Emissionshäusern  definitionsgemäss  der  Fall  ist,  vgl.  Art.  3  Abs.  2 
BEHV), so kann ein Emissionshaus auch dann vorliegen, wenn die Ef-
fekten bei weniger als 20 Kunden platziert  werden (vgl. Art. 4 BEHV 
sowie EBK-RS 98/2, Rz. 27 f.; siehe auch MATTHIAS KUSTER, Zum Begriff 
der Öffentlichkeit  und Gewerbsmässigkeit  im Kapitalmarktrecht,  SZW 
1997 S. 10 ff., S. 12 und 14). Nicht gewerbsmässig handeln dagegen 
natürliche und juristische Personen, die lediglich ihr eigenes Vermögen 
verwalten (Rz. 19). Aus Gründen des Funktionsschutzes kann sich in-
dessen  die  Unterstellung  von Eigenhändlern  rechtfertigen,  wenn  sie 
Effektengeschäfte in grossem Umfang (mehr als 5 Mio. Fr. Bruttoum-
satz pro Jahr) abwickeln (Rz. 23; vgl. PHILIPPE A. HUBER, a.a.O., Rz. 39). 

6.2.4 Im  vorliegenden  Fall  muss  als  erwiesen  gelten,  dass  die  Be-
schwerdeführenden  einer  gewerbsmässigen  Effektenhandelstätigkeit 
nachgingen  und  deshalb  dem  Börsengesetz  unterstanden.  Die  Be-
schwerdeführenden  handelten  wie  erwähnt  nicht  nur  über  die 
W._______ GmbH, sondern auch direkt bzw. selber mit Aktien von Ge-
sellschaften der Gruppe (vgl. oben, E. 5.3.4.1). Angesichts der nam-
haften Beteiligungen und der Mitwirkung innerhalb der Gruppe ist bei 
gesamtheitlicher Betrachtung eine Gewerbsmässigkeit zu bejahen.  

Selbst  wenn  man  zugunsten  der  Beschwerdeführenden  annehmen 
wollte, dass ihre Effektenhandelstätigkeit nicht als gewerbsmässig ein-
zustufen wäre oder dass die Aktien bloss bei 19 Kunden platziert wur-
den, vermöchte ihnen dies vorliegend nicht zu helfen. Gemäss der vor-
stehend wiedergegebenen Rechtsprechung (vgl. oben, E. 4.2.2) unter-
stehen Gruppenzugehörige auch dann der aufsichtsrechtlichen Bewilli-
gungspflicht, wenn sie nicht gewerbsmässig tätig sind oder wenn sie 

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im Einzelfall weniger als 20 Kunden haben. Dies muss - analog zum 
Bankenrecht – auch im Zusammenhang mit Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 
Bst. d BEHG gelten. Da die Beschwerdeführenden somit ohnehin der 
börsengesetzlichen  Bewilligungspflicht  unterstehen,  erübrigen  sich 
Weiterungen zur Thematik der Gewerbsmässigkeit  bzw. zur Zahl  der 
Kunden.

Somit ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, dass die Effek-
tenhandelstätigkeit  der Beschwerdeführenden dem Börsengesetz un-
tersteht. 

6.3 Im Rahmen der Replik sowie der Stellungnahme vom 26. August 
2008 machen die Beschwerdeführenden geltend, aufgrund von Zusi-
cherungen  der  Vorinstanz  sowie  aus  Gründen  der  Rechtsgleichheit 
hätten  sie  davon  ausgehen  dürfen,  dass  der  über  die  W._______ 
GmbH  und  über  die  Beschwerdeführerin  2  getätigte  Effektenhandel 
ohne Bewilligung zulässig gewesen sei.

6.3.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Beschwerdefüh-
rerin 2 habe im August 2006 einen Vertriebsvertrag mit der W._______ 
GmbH abgeschlossen,  die in  Deutschland über eine Zulassung zum 
Effektenhandel  verfüge und die  für  die Beschwerdeführerin  2 Aktien 
der T._______ Inc. sowie der V._______ Corp. auf dem Sekundärmarkt 
veräussert  habe  (vgl.  oben,  E.  5.3.2).  Die  Vorinstanz  habe  der 
W._______ GmbH am 13. Dezember 2006, am 9. Januar 2008 und am 
13. Februar  2008  bestätigt,  dass  für  die  Tätigkeiten  der  W._______ 
GmbH  in  der  Schweiz  keine  Effektenhandelsbewilligung  erforderlich 
sei. Die Geschäfte seien von Deutschland aus und durch ein zugelas-
senes deutsches Finanzdienstleistungsinstitut abgeschlossen worden, 
und die Kunden seien mehrheitlich  Deutsche gewesen. Ferner  habe 
die Vorinstanz im Jahr 2006 auf Anfrage bestätigt, dass die Hematec 
keine Bewilligung zur Effektenhandelstätigkeit  benötige,  da sie keine 
Kundeneinlagen angenommen habe. Da sich die Beschwerdeführerin 
2 in der gleichen Lage befunden habe wie die Hematec, habe sie da-
von ausgehen dürfen, ihre Tätigkeiten ebenfalls ohne Bewilligung aus-
üben  zu  dürfen.  Auch  gegenüber  dem  Beschwerdeführer  1  sei  die 
Rechtsgleichheit verletzt worden: Die Vorinstanz habe K._______ nicht 
als Gruppenzugehörigen eingestuft,  obwohl dieser Grossaktionär der 
Hematec gewesen sei.

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6.3.2 Die  Vorinstanz  wendet  anlässlich  der  Duplik  ein,  der  Vorwurf, 
dass  die  Vorinstanz  die  Unterstellungspflicht  der  Hematec  und  der 
W._______ GmbH explizit  verneint habe, gehe fehl. Der Sachverhalt, 
der in  der anonymen (offenbar die Hematec betreffenden) Unterstel-
lungsanfrage geschildert worden sei, entspreche nicht jenem, der der 
angefochtenen Verfügung zugrunde liege. Eine weitere Anfrage habe 
einzig die Aktienvermittlung der W._______ GmbH betroffen; es sei da-
rin nicht um die Tätigkeiten der Beschwerdeführerin 2 gegangen.

6.3.3 Das  Bundesverwaltungsgericht  erachtet  die  Rügen  der  Be-
schwerdeführenden  als  unbegründet.  Zum  einen  wickelten  die  Be-
schwerdeführenden den Effektenhandel nicht nur über die W._______ 
GmbH ab, sondern waren auch selber tätig (vgl. oben, E. 5.3.4.1). Zum 
anderen durften die Beschwerdeführenden nicht  aufgrund einer ano-
nymen  Unterstellungsanfrage  darauf  vertrauen,  dass  die  über  die 
W._______  GmbH  abgewickelten  Aktiengeschäfte  zulässig  seien. 
Schliesslich können die Beschwerdeführenden auch aus einer allfälli-
gen günstigeren Behandlung der Hematec oder von K._______ nichts 
zu ihren Gunsten ableiten.

6.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Recht 
davon  ausging,  dass  die  Beschwerdeführenden  zu  einer  als  Emis-
sionshaus  tätigen  Gruppe  gehörten.  Die  Beschwerdeführenden  ver-
letzten Art. 10 Abs. 1 BEHG, indem sie ihre Effektenhandelstätigkeit 
ohne die erforderliche Bewilligung ausübten. 

7.
Nachdem feststeht, dass die Beschwerdeführenden ohne die erforder-
liche Bewilligung einer Effektenhandelstätigkeit nachgingen, ist im Fol-
genden zu prüfen, ob die von der Vorinstanz angeordneten Massnah-
men angemessen waren.

7.1 Die Vorinstanz hatte im Fall  des Beschwerdeführers 1 ein Effek-
tenhandels- und Werbeverbot angeordnet. Sie begründete dies mit der 
Gefahr, dass der Beschwerdeführer 1 seine Tätigkeit in anderer Form 
und  möglicherweise  im  Namen  anderer  Gesellschaften  weiterführen 
werde. Aus Gründen des Anlegerschutzes sei es verhältnismässig, ein 
Verbot  der  Ausübung einer  Effektenhändlertätigkeit  und der  entspre-
chenden Werbung auszusprechen (unter  Androhung von Sanktionen 
im Zuwiderhandlungsfall). Ferner hatte die Vorinstanz verfügt, über die 
Beschwerdeführerin 2 sei mangels Liquidität der Konkurs zu eröffnen. 

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Die  nachträgliche  Erteilung  einer  Effektenhändlerbewilligung  komme 
nicht  in  Frage: Ein  Sanierungsverfahren  sei  ausgeschlossen,  da  die 
Beschwerdeführerin 2 weder über das vorgeschriebene Mindestkapital 
(Art. 22 BEHV) noch über eine adäquate Organisation (Art. 19 BEHV) 
verfüge  und  keine  Gewähr  für  eine  einwandfreie  Geschäftstätigkeit 
biete. Die Konkurseröffnung bezwecke die Gleichbehandlung der Gläu-
biger  sowie  die  Verhinderung  einer  Reduktion  des  Schuldnervermö-
gens.

7.2 Die  Beschwerdeführenden  beantragen,  die  angeordneten  Mass-
nahmen seien aufzuheben. Die  Konkurseröffnung betreffend die  Be-
schwerdeführerin 2 sei – durch handelsregisterliche Wiedereinsetzung 
des Beschwerdeführers 1 als einzelzeichnungsberechtigtes Organ der 
Beschwerdeführerin  2  –  wieder  rückgängig  zu  machen. Zur  Begrün-
dung führen sie an, die von der Vorinstanz angeordneten Massnahmen 
seien unangemessen; sie verstiessen gegen das Gebot von Treu und 
Glauben, gegen das Willkürverbot sowie gegen die Rechtsgleichheit. 
Die Beschwerdeführenden hätten nicht gegen das Gesetz verstossen, 
und sie hätten den Gläubiger- und Anlegerschutz nicht gefährdet. Das 
Bundesverwaltungsgericht habe ferner zu überprüfen, ob die von der 
Vorinstanz  angedrohte  Internet-Publikation  des  Werbeverbotes  nach 
internationalem Recht  zulässig  sei. Dabei  müsse berücksichtigt  wer-
den, dass der Beschwerdeführer 1 bereits an einem deutschen Lan-
desgericht  um  einstweiligen  Rechtsschutz  nachgesucht  habe,  und 
dass die Homepage der Vorinstanz nicht nur in der Schweiz, sondern 
weltweit abrufbar sei. Im Übrigen sei dem Beschwerdeführer 1 bereits 
ein massiver materieller  und immaterieller  Schaden entstanden,  weil 
der (...)  CEO der Nicstic  (P._______) auf  der Homepage der Nicstic 
Auszüge aus der angefochtenen Verfügung veröffentlicht habe, wobei 
einzig der Namen des Beschwerdeführers 1 nicht anonymisiert worden 
sei. Diese Publikation (insbesondere betreffend Werbeverbot) sei  un-
zulässig gewesen, denn die angefochtene Verfügung sei noch nicht in 
Rechtskraft erwachsen, und der Beschwerdeführer 1 habe nicht gegen 
die vorinstanzlich angeordneten Massnahmen verstossen. 

7.3 In der Vernehmlassung ergänzte die Vorinstanz, das Werbeverbot 
diene lediglich als Warnung, die beanstandeten Tätigkeiten künftig zu 
unterlassen. Im Sinne des Anlegerschutzes sei nicht zu beanstanden, 
dass das Werbeverbot nach Rechtskraft des Urteils im Zuwiderhand-
lungsfall auf der Website der Vorinstanz publiziert würde und dadurch 

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auch im Ausland bekannt werde, dass schweizerisches Aufsichtsrecht 
verletzt worden sei.

7.4 Nach Art. 35 Abs. 1 BEHG trifft die Aufsichtsbehörde die zum Voll-
zug des Börsengesetzes notwendigen Verfügungen. Im Fall von Miss-
ständen stehen der Aufsichtsbehörde diverse Massnahmen zur Verfü-
gung,  um den ordnungsgemässen Zustand wieder  herzustellen (Art. 
35 Abs. 3 und Art. 36 BEHG). Bei der Wahl des geeigneten Mittels hat 
die Vorinstanz im Rahmen der allgemeinen Verfassungs- und Verwal-
tungsgrundsätze  in  erster  Linie  den  Hauptzwecken  der  finanzmarkt-
rechtlichen Gesetzgebung – dem Schutz der Gläubiger und Anleger ei-
nerseits sowie der Lauterkeit und Stabilität des Finanzsystems ande-
rerseits – Rechnung zu tragen (vgl. BGE 132 II 382 E. 4; BGE 131 II 
306 E. 3.1). Nach Art. 36a BEHG kommen die Bestimmungen über die 
Bankinsolvenz (Art. 23quater sowie Art. 25-39 des Bankengesetzes vom 
8. November 1934 [BankG, SR 952.0]) auch  auf  Effektenhändler zur 
Anwendung. Demnach müssen bei begründeter Besorgnis einer Über-
schuldung  oder  ernsthafter  Liquiditätsprobleme eines  Unternehmens 
die nötigen Insolvenzmassnahmen und -verfahren angeordnet werden 
(Art. 36a BEHG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 BankG). Sind die Bewilligungsvor-
aussetzungen nicht  (mehr)  gegeben und besteht  keine Aussicht  auf 
eine  Sanierung,  so  ist  eine  Konkurseröffnung  zu  verfügen  (Art.  36a 
BEHG i.V.m. Art. 33 Abs. 1 BankG). Gemäss der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung ist auch ein Unternehmen, das unbewilligt einer Ban-
kentätigkeit  nachgeht  und  sich  als  überschuldet  oder  dauernd  zah-
lungsunfähig  erweist,  in  analoger  Anwendung  der  Art.  33  ff.  BankG 
bankenkonkursrechtlich zu liquidieren (vgl. BGE 132 II 382 E. 7.2; BGE 
131 II 306 E. 4.1.3). Das Gleiche muss aufgrund von Art. 36a BEHG 
auch für (nicht sanierungsfähige) Unternehmen gelten, die unerlaub-
terweise einer Effektenhandelstätigkeit nachgehen.

7.5 Im vorliegenden Fall  sind die angeordneten Massnahmen entge-
gen  der  Auffassung  der  Beschwerdeführenden  geeignet  und  zweck-
proportional,  die  unerlaubten Tätigkeiten als  Effektenhändler,  die  sie 
bis  zum Einschreiten  der  Vorinstanz  ausübten,  inskünftig  zu  verhin-
dern. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Drohung der Vorinstanz, das 
angeordnete Werbeverbot im Fall der Zuwiderhandlung im Internet zu 
publizieren,  gegen  internationales  Recht  verstossen  sollte.  Was  die 
Rüge betrifft, der Beschwerdeführer 1 sei aufgrund der Internet-Publi-
kation der angefochtenen Verfügung durch die Nicstic geschädigt wor-
den, kann es nicht die Aufgabe des Bundesverwaltungsgerichts sein, 

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eine allfällige Ersatzpflicht der Nicstic zu prüfen; es kann nicht davon 
ausgegangen werden und wird  von den Beschwerdeführenden auch 
gar nicht geltend gemacht, dass die Vorinstanz eine Verantwortung für 
die durch die Nicstic vorgenommene Publikation trägt. Als angemes-
sen  erscheint  schliesslich  auch  die  angeordnete  Konkurseröffnung 
über die Beschwerdeführerin 2. Die Beschwerdeführer haben die Fest-
stellung des Untersuchungsbeauftragten nicht bestritten, dass die Be-
schwerdeführerin 2 überschuldet bzw. dauerhaft zahlungsunfähig sei. 
Bei  der  Beschwerdeführerin  2  handelt  es  sich  somit  um eine  über-
schuldete, im Rahmen der Gruppe unerlaubterweise als Effektenhänd-
lerin  tätige  Gesellschaft.  Unter  diesen  Umständen  ist  im  Lichte  der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. oben, E. 7.4) nicht zu bean-
standen, dass die Vorinstanz über die Beschwerdeführerin 2 die Kon-
kurseröffnung verfügt hat. Insgesamt ist nicht ersichtlich, inwiefern das 
Vorgehen der Vorinstanz unverhältnismässig sein sollte. Was die Be-
schwerdeführenden  in  dieser  Hinsicht  vorbringen,  vermag  nicht  zu 
überzeugen, und ihre Beschwerde ist  auch insofern als unbegründet 
abzuweisen.  

8. 
Nach  dem  Gesagten  erweist  sich  die  Beschwerde  als  unbegründet 
und ist  abzuweisen. Bei  diesem Ausgang des Verfahrens haben die 
Beschwerdeführenden die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 
VwVG), und es steht ihnen keine Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 
1 VwVG sowie Art. 7  Abs. 1  des Reglements vom 21. Februar 2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]). Die Verfahrenskosten sind angesichts der 
Schwierigkeit der Streitsache und der in Frage stehenden Vermögens-
interessen  auf  je  Fr.  4'000.- festzusetzen.  Sie  werden  mit  den  am 
7. Dezember 2007 geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet. 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die Verfahrenskosten  von je  Fr. 4'000.-  werden den Beschwerdefüh-
renden auferlegt. Sie werden mit  den geleisteten Kostenvorschüssen 
von je Fr. 4'000.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- die Konkursliquidatorin (Einschreiben)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Frank Seethaler Kaspar Plüss

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, 1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die Beschwerdeführenden in Händen haben, beizule-
gen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 9. September 2008

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