# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d382165-7667-5499-8f47-3a684c60df42
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-01-31
**Language:** de
**Title:** Bei Bagatellunfallereignis ohne ausgewiesene Verletzungen erweist sich die Einstellung der Leistungen vier Monate nach dem Ereignis als korrekt. Abweisung.
**Docket/Reference:** UV.2019.00216
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2019.00216.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2019.00216
II. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser
Sozialversicherungsrichterin Sager
Gerichtsschreiberin Schucan
Urteil
vom
31. Januar 2025
in Sac
hen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch
Rechtsanwalt Sebastian Lorentz
schadenanwälte
AG
Alderstrasse
40
,
Postfach,
80
34
Zürich
gegen
AXA Versicherungen AG
Generaldirektion
General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwältin Marianne I. Sieger
SILK
Rechtsanwälte
Kuttelgasse 8, Postfach 2610, 8022 Zürich
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 19
89
,
war seit dem
2
4.
Oktober
201
6
bei der
Y.___
angestellt und damit bei der
Axa Versicherungen AG (nachfolgend: Axa)
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert
.
Mit
Schadenmeldung
vom
4.
September
20
17 meldete die
Y.___
der
Axa
, dass
die Versicherte
bei mittlerweile gekündigtem Arbeitsverhältnis
am
3.
September 2017
verunfallt sei (Urk. 10/
A1
Ziff.
3-6,
Ziff.
9
,
Urk.
10/A3
Ziff.
3-
4 und
Ziff.
6
).
Auf Nachfrage der Axa bei der Arbeitgeberin
äusserte
diese, dass der Versicherten am 1
0.
Juli 2017 per 3
1.
August 2017 mit sofortiger Freistellung gekündigt worden sei, die Versicherte kurz vor Austritt für die Zeit vom 2
9.
August bis
1.
September
2017 ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis wegen Krank
heit eingereicht habe und
sie -
die Arbeitgeberin
-
bei Unfall und Krankheit während vollen zwei Jahren in der Lohnfortzahlungspflicht stehe
. Das Arbeits
verhältnis sei somit noch intakt
(
Urk.
10/A29).
Gestützt
auf die Stellungnahme des beratenden Arztes
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt für Chirurgie
und Spezialarzt für Allgemein- und Unfallchi
rurgie,
vom
3.
August 2018 (
Urk.
10/M3
8
)
stellte die Axa
mit
Verfügung vom 2
8.
August 2018 (
Urk.
10/A31
)
die Leistungen rückwirkend per 1
5.
Oktober 2017 ein. Dagegen erhob
en
die Versicherte am
1
9.
September
und
am
2
6.
Oktober 2018
(Urk.
10/A39,
Urk.
10/A44
)
und der
Kranken
taggeld
versicher
er
Group Mutuel am 2
7.
Februar
und am 1
8.
April 2019 (
Urk.
10/A50,
Urk.
10/A66
)
Einsprache.
Am
1.
April 2019 trat die
Axa
auf die Einsprache der Versicherten mangels Recht
zeitigkeit nicht ein (
Urk.
10/A59
)
, zog diesen Entscheid jedoch nach Erbringen des Zustellungsnachweises durch die Versicherte wieder zurück (
Urk.
10/A61,
Urk.
10/A63-64).
Mit
Einspracheentscheid
vom 1
3.
August 2019
hiess
die Axa die Einsprachen dahingehend gut, als dass
sie die
Leistungen nun per
2.
Januar 2018
einstellte
(
Urk.
10/
A76
=
Urk.
2
).
2.
Die Versicherte erhob am 1
1.
September 2019
,
vertreten durch
Rechtsanwältin Nadja Hirzel,
Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
3.
August 2019 (
Urk.
2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen über den Zeitpunkt vom
2.
Januar 2018 hinaus zuzusprechen
. Even
tuell sei ein
gerichtliches Gutachten anzuordnen
(
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerde
antwort vom
3.
Januar 2020 beantragte die Axa die Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
9 S. 2)
. Am 1
3.
Februar 2020 reichte die Beschwerdeführerin ihre Replik
(
Urk.
12) ein
,
und die Beschwerdegegnerin erstattete am 2
5.
Mai 2020 ihre Duplik (
Urk.
18). Mit Gerichtsverfügung vom 2
9.
Mai 2020 wurde der Prozess bis zur
rechtskräftigen Erledigung des Strafverfahrens im Zusammenhang mit dem Straf
befehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 2
9.
April 2019
im
Prozess Nr.: VV.2018.390/TH mit Strafurteil sistiert (
Urk.
20).
Nachdem die Beschwerdeführe
rin am
5.
Juni 2020
, nun vertreten durch Rechtsanwalt Sebastian
Lorentz,
gegen die Sistierung des Verfahrens Einwände erhoben hatte (
Urk.
22)
, wurde
m
it Gerichtsverfügung vom 1
2.
Juni 2020 (
Urk.
23) die angeordnete
Verfahrenss
is
tierung aufgehoben und das Verfahren fortgesetzt. Innert Frist teilte die Beschwerdeführerin dem Gericht am 2
5.
Juni 2020 mit, dass sie mit einer Sistie
rung des vorliegenden Verfahrens
dennoch
einverstanden sei (
Urk.
25). Mit Gerichtsverfügung vom 1
4.
August 2020 (
Urk.
26) wurde das Verfahren erneut bis zur rechtskräftigen Erledigung der genannten Streitsache sistiert.
Am 1
0.
Juli 2024 (
Urk.
39) reichte die Beschwerdeführerin dem Gericht das
rechtskräftige Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden, I. Strafkammer, vom
1.
März 2023 (
Urk.
40) ein. Mit Gerichtsverfügung vom 1
8.
Juli 2024 (
Urk.
41) wurde die Sistierung des Verfahrens aufgehoben. Die Beschwerdegegnerin nahm
zum Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden, I. Strafkammer, vom
1.
März 2023 (
Urk.
40)
am
5.
September 2024 Stellung (
Urk.
44), und die Beschwerdefüh
rer
in
äusserte sich mit Eingabe vom 1
5.
November 2024 (
Urk.
47).
Mit Gerichts
verfügung vom 1
9.
November 2024 (
Urk.
49) wurde
n
den Parteien die Eingaben der jeweils anderen Partei zur Kenntnis zugestellt.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam
menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat
. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.
3
Wird durch den Unfall ein krank
hafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsscha
den nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundes
gerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeu
tung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tat
frage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis)
.
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchs
frei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun
gen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrem
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) die Einstellung der Leistungen per
2.
Januar 2018 damit, dass
die von der Beschwer
deführerin geltend gemachten Beschwerden nicht auf das Ereignis vom
3.
September 2017 zurückzuführen seien, zumal sich bildgebend keine morpho
logisch fassbaren Korrelate einer relevanten ossären Verletzung oder Kontusions
folge
n
an Weichteilen ergeben h
ätten
. Selbst der Vertrauensarzt der Kranken
tag
geld
versicherung habe keine richtungsweisende Verschlimmerung durch das Ereignis vom
3.
September 2017 feststellen können und habe befunden, dass die Terminierung der L
eistungen zu Recht erfolgt sei, wenn auch seiner Meinung
nach etwas zu früh, weshalb die Einsprache
der
Krankenversicherung gutge
he
is
sen und
jene der Beschwerdeführerin in dem Sinne teilweise gutgeheissen werde, als dass die Leistungen per
2.
Januar 2018 anstatt per 1
5.
Oktober 2017 einge
stellt würden (S. 16
Ziff.
2.3.3).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
dass sie am
3.
September 2017 als Fussgängerin von einem Fahrzeug (PKW) auf der rechten Seite seitlich-frontal angefahren worden sei.
Der Unfallhergang sei gemäss Strafbefehl gegen den Unfallverursacher vom 2
9.
April 2019 erstellt
. Namentlich sei bei ihr unter anderem eine ve
ntrale
Sakrumfraktur
rechts ärzt
lich diagnostiziert
worden
(S. 4
Rz
.
8, S. 11
Rz
.
35
, S. 13
Rz
.
46
).
Auf die Einschätzung von
Dr.
Z.___
vom
3.
August 2018 könne nicht abgestellt werden.
V
on Seiten der behandelnden Ärzte
sei
bestätigt worden,
dass auf dem
MRI klar eine ventrale
Sakrumfraktur
rechts ersichtlich sei und
eine
weitere
Unfallkausalität der Verlet
zungen
klar bejaht
worden
(
S. 11
Rz
.
36
, S. 12
Rz
.
39-42
).
Der Sachverhalt sei nur ungenügend abgeklärt worden. Die Beschwerdegegnerin hätte
zur Klärung des Sachverhaltes
einen Radiologen um eine Einschätzung
ersuchen müssen (S. 11 f.
Rz
.
37-38)
.
Die jetzigen Beschwerden seien immer noch auf den Unfall vom
3.
September 2017 zurückzuführen, weshalb der Zustand, wie er vor dem Unfall bestanden habe, noch nicht
erreicht sei
.
Das Knie sei zwar v
orbelastet gewesen, jedoch sei si
e
vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen (S. 13 f.
Rz
.
48). Der Beschwerdegeg
nerin sei es nicht gelungen, den Wegfall der Kausalität zu beweisen (S. 14
Rz
.
49).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort (
Urk.
9) machte die Beschwerdegegnerin geltend, dass der Status quo vier Monate nach dem Ereignis erreicht gewesen sei
, weshalb die Leistungen nur bis
2.
Januar 2018 übernommen worden seien
(S. 3
Rz
.
7). Von den polizeilich einvernommenen Personen habe eine Auskunftsperson angegeben, dass die Beschwerdeführerin angefahren worden sei, jedoch habe niemand bestätig
t
, dass sie über die Motorhaube geflogen sei (S. 4
Rz
.
10).
Es werde bestritten, dass
der Strafbefehl vom 2
9.
April 2019
einen geeigneten Beweis für die Darlegung der erlittenen Verletzungen darstelle (S. 4 f.
Rz
.
11).
Das Bildmaterial sei im Rahmen der Aktenbeurteilung
durch den beratenden Arzt
Dr.
med.
A.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
Dr.
med.
B.___
, Facharzt für Radiologie,
vorgelegt worden, welche
r
eine Fraktur am
Iliosakralgelenk (
ISG
)
mit Bestimmtheit verneint habe.
Demnach
habe
es
sich bei der nicht dislozierten anterioren
Sakrumfraktur
rechts im Sinne einer LC1-Fraktur klar um eine Fehldiagnose
gehandelt
.
Der
Status quo
sine
sei
spätestens am
2.
Januar 2018 erreicht gewesen (S.
8 f.
Rz
.
20). Den Akten könne klar und unmissverständlich entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin am
3.
September 2017 eine
n Bagatellunfall erlitten habe
(S. 10
Rz
.
22).
Auf die Ausführungen der behandelnden Ärzte könne nicht abgestellt werden (S. 12 f
.
Rz
.
26-29, S. 15
Rz
.
35).
Die Einschätzung von
Dr.
Z.___
und dem
Vertrauensarzt der
Kranken
taggeld
versicherung
, wonach ein Status quo nach wenigen Wochen erreicht gewesen sei,
gehe überdies
einher
mit der versicherungsmedizinischen Fachliteratur, wonach Kontusionen nach wenigen Wochen abheilten (S. 15
Rz
.
34).
2.4
In ihrer Replik (
Urk.
12)
wiederholte
die Beschwerdeführerin,
dass gestützt auf den Strafbefehl vom 2
9.
April 2019 unbestritten sei, dass sie auf der rechten Seite seitlich-frontal angefahren worden sei und dabei eine nicht di
slozierte anterola
terale
Sakrum
fraktur
rechts sowie eine Kontusion am rechten Knie mit chroni
schen Kniegelenksschmerzen erlitten habe (S. 3
Rz
.
8). Die behandelnden Ärzte hätten klar eine Unfallkausalität der Verletzungen bestätigt
.
Auch die
Becken-
Sakrum
-Fraktur werde durch diese bestätigt
. Die Berichte der behandelnden Ärzte
würden
sehr wohl begründete Zweifel an der Beurteilung
durch
Dr.
Z.___
erwecken
. Ihnen komme voller Beweiswert zu
(S. 4
Rz
.
12
,
Rz
.
16
, S.
5 f.
Rz
.
20-22, S. 6
Rz
.
27
).
Die nach Erlass des
Einspracheentscheides
von der Beschwerde
gegnerin eingeholte Stellungnahme von
Dr.
A.___
sei lediglich als Parteibehaup
tung zu qualifizieren
,
und der Sachverhalt sei zum Zeitpunkt des
Einspracheent
scheides
nicht liquide gewesen (S. 4
Rz
.
17).
Dass der Radiologe
Dr.
B.___
die Fragen der Beschwerdegegnerin zusammen mit
Dr.
A.___
beurteilt habe
,
sei dem Beweismittel M46 nicht zu entnehmen, weshalb der Sachverhalt noch immer unklar sei (S. 5
Rz
.
18
, S. 7
Rz
.
30
).
Auf die Beurteilung
durch
Dr.
A.___
vom 1
9.
November 2019 sei nicht abzustellen, da diese nach Erlass des
Einspracheent
scheides
vom 1
3.
August 2019 eingeholt worden sei (S. 7
Rz
.
30).
2.5
In ihrer Duplik (
Urk.
18)
hielt die Beschwerdegegnerin daran fest
, dass vier Monate nach dem Ereignis vom
3.
September 2017 der Status quo erreicht gewe
sen sei, weshalb die Leistungen nur bis am
2.
Januar 2018 zu übernehmen seien (S. 2
Rz
.
3
, S. 4
Rz
.
9
). Ihr sei der Beweis gelungen, dass es sic
h bei der
Sakrum
fraktur
um eine Fehldiagnose gehandelt habe (S. 2 f.
Rz
.
4). Auch sei der Straf
befehl vom 2
9.
April 2019 nicht geeignet,
das Vorliegen einer
Sakrumfraktur
zu belegen (S. 3
Rz
.
5).
Die Beckenbehandlung habe bei nahezu vollständiger Beschwerdefreiheit im November 2017 abgeschlossen werden können
,
und die Behandlung der persistierenden Kniebeschwerden sei auf eine vorbestehende degenerative Schädigung zurückzuführen. Die danach erfolgten Behandlungen
seien im Zusammenhang mit einer Diskrepanz zwischen subjektiven und objek
tiven Befunden zu sehen (S.
4
Rz
.
7-8).
Der versicherungsinternen Aktenbeurtei
lung
durch den
beratenden Arzt
Dr.
A.___
vom 1
9.
November 2019 komme in Anwendung des Grundsatzes der freien Beweiswürdigung voller Beweiswert zu (S. 5 f.
Rz
.
14). Mit der Beurteilung der
Radiologiedokumente
vom 1
4.
November 2019 durch den Radiologen
Dr.
B.___
sei der Sachverhalt entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin eindeutig und klar abgeklärt (S. 6
Rz
.
16).
2.
6
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die über den
2.
Januar 2018 hinaus von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwerden aus dem Ereignis vom
3.
September 2017 leistungspflichtig ist.
3.
3.1
Gemäss Schadenmeldung UVG
vom
4.
September 2017
(
Urk.
10/A1
,
Urk.
10/A3
) sei die Beschwerdeführerin am
3.
September 2017 um 4.00 Uhr morgens von einem PKW angefahren worden und habe nun Schmerzen am rechten Knie, der rechten Hand, dem Rücken und dem Nacken (
Ziff.
4 und
Ziff.
6). Sie habe am rechten Knie und an der Mittelhand
sowie am Rücken
Quetschungen erlitten (
Ziff.
9).
3.2
Die erstbehandelnden Ärzte des Spitals
C.___
nannten in ihrem Bericht vom
4.
September 2017 (
Urk.
10/M2) als Diagnosen einen Status nach Anprall-Trauma am
3.
September 2017 und eine Kontusion des rechten Kniegelenkes, des rechten Handgelenkes und der
Lendenwirbelsäule (
LWS
;
S. 1 Mitte). Als
Vorerkrankungen
gemäss Patientenangaben
nannten die Ärzte
einen
Status nach
Bursektomie
des rechten Knies,
einen Rheumatismus
sowi
e eine chronische Nierenbeckene
ntzün
d
ung und eine Beckenniere rechts.
Die Ärzte führten aus, gemäss Angaben der Beschwerdeführerin sei diese am Vortag von einem Auto
mit Schrittgeschwin
digkeit
angefahren worden. Dabei sei der Anprall am rechten Knie erfolgt
und sie sei über die Motorhaube
geflogen und habe sich mit der rechten Hand abgestützt. Ein Kopfanprall sei nicht erfolgt
(S. 1 Mitte)
.
Zu
m Lokalstatus des rechten Knies führten die Ärzte aus
, dass sich
eine normale Gelenksbeweglichkeit ohne Rötun
gen und ohne Schwellung oder Frakturzeichen
zeige.
Es zeige sich ein Druck
schmerz über dem medialen Gelenkspalt
(S. 1 unten f.)
. Auch der Lokalstatus der
rechten
Hand sei normal mit normaler Gelenksbeweglichkeit, ohne Rötungen und Schwellungen
,
und es fänden sich keine Frakturzeichen. Beim Lokalstatus
der
LWS/O
s
sacrum
zeige sich ein Druckschmerz lokal paravertebral im Sakralbe
reich, und es seien keine Rötungen oder Schwellungen sichtbar.
Die Ärzte führten in ihrer Beurteilung aus, dass die aktuellen Beschwerden am ehesten im Rahmen eines stattgehabten Anpralltraumas gesehen würden. Konventionell-radiologisch seien keine knöchernen Läsionen zu sehen gewesen. Der Patientin sei eine Ruhigstellung der rechten Hand in der Handgelenksschiene und im Bereich des rechten Kniegelenkes ein Salbenverband sowie die Analgesie nach Massgabe der Beschwerden empfohlen worden
. Vom
4.
bis
7.
September 2017 sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden
(S. 2
oben
).
3.3
Dr.
med.
D.___
, Facharzt für Radiologie,
Radiologie E.___
,
führte in seinem Bericht vom
6.
September 2017 (
Urk.
10/M1) nach durchgeführtem
MRI der LWS inklusive ISG
und MRI
des rechten Knies aus,
dass an der LWS kein Nachweis durchgemachter ossärer Läsionen habe festgestellt werden können. Es fänden sich
leichte
subchondrale
Knochenmarksödeme am ISG
beidseits, welche gut vereinbar seien mit einer durchgemachten Kontusion oder einer knöchernen Überlastung der ISG, differenzialdiagnostisch sei eine eigentlich
e
ISG-Arthritis wenig wahrscheinlich. Das MRI der LWS sei im Übrigen unauffällig, insbesondere ohne Diskushernien und Nervenwurzelkompressionen. Das MRI des rechten Knies zeige Hinweise
auf
eine leichte
Chondropathia
patellae Grad I. Ansonsten sei das MRI des rechten Knies normal und ohne ossäre Läsionen oder Meniskusläsionen.
3.4
Dr.
med.
F.___
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Oberarzt
meV
,
und
G.___
, Assistenzärztin, Klinik für Traumatologie,
Universitätsspital
H.___
, stellten in ihrem Bericht vom
2
6.
September 2017
(
Urk.
10/M19)
nach
Konsultation der Beschwe
rde
führerin am 2
0.
September 2017
folgende Diagnosen (S. 1):
-
Beckenringverletzung Typ LC1 nach Young
&
Burgess vom
3.
September 2017
-
nicht dislozierte anterolaterale
Sakrumfraktur
rechts
-
Kontusion Knie rechts bei chronischen Kniegelenksschmerzen vom
3.
September 2017
-
arthroskopische Resektion
Plica
mediopatellaris
Dezember
2011 mit intraoperat
iver Diagnose Chondropathie Grad
1/2 medial und lateral sowie Hoffa Hypertrophie bei
Patellaspitzensyndrom
und Arthropathie, Erstmanifestation
(EM)
etwa im Jahr 2008
(
dezente
Patellalateralisation
und schnappendes Knie, Erstdiagnose
[ED]
im Dez
ember 2011)
-
Patellakontusion
am 2
6.
Februar 2012 im Rahmen eines PKW-Auffahrunfalles (Dashboard
injury
)
-
Chondropathie patellae Grad 1 (MRI
6.
September 2017)
Die Ärzte führten a
us, dass
sich die
Beschwerdeführerin gut zwei Wochen nach Unfallereignis mit lumbosakralen
S
chmerzen sowie Schmerzen im Bereich des rechten Kniegelenkes vorgestellt habe
. Sie habe berichtet, am
3.
September 2017
nach der Arbeit von einem anfahrenden Auto angefahren worden zu sein.
Seitdem bestünden Schmerzen im lumbosakralen Übergang sowie am rechten Kniegelenk.
Das rechte Kniegelenk sei chronisch schmerzgeplagt, und eine arthroskopische Sanierung vo
r
einigen Jahren in Deutschland habe keine Be
sse
rung gebracht
(S. 1 unten).
Die Ärzte führten aus, dass das MRI der LWS/Becken vom
6.
September 2017 (
vgl. vorstehend E. 3.3
) eine nicht dislozierte anteriore
Sakrumfraktur
rechts im Sinne e
ine
r LC1-Fraktur zeige.
Die Becken
-
Übersicht
ap
, Becken
Inlet
und Outlet vom 2
0.
September 2017
zeige keinen Hinweis auf eine frische Fraktur und eine normale Stellung der Hüftgelenke und der ISG
. Bei noch deutlich ausgeprägter Schmerzsymptomatik werde zunächst eine konserv
ative Therapie mit hochdosier
ten
Analgetika empfohlen.
Begleitend sollte eine physiotherapeutische Beübung zur
Detonisierung
erfolgen
(S. 2 Mitte)
.
Vom 2
0.
September bis
4.
Oktober 2017 bestehe eine Arbei
tsunfähigkeit von 100
%
(S. 2
unten
).
3.
5
Dr.
med.
I.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie des Bewegungsapparates
,
stellte in seinem Bericht vom
9.
November 2017 (
Urk.
10/M8)
folgende Diagnosen (S. 1):
-
Kniekontusion rechts nach Anpralltrauma im Rahmen eines Verkehr
s
un
falles am
3.
September 2017
-
MRI Knie rechts,
6.
September 2017:
Retropatellärer
Knorpel mit leich
ten
Signalinhomogenitäten
ohne Defekte, ansonsten norm
ales MRI des rechten Kniegelenkes
-
aktuell am
9.
November 2017:
Bursitis
präpatellaris
, Bursitis
anserina
rechtes
Kniegelenk
-
Beckenringverletzung Typ LC
1
vom
3.
September 2017 mit
undislozierter
Sakrumfraktur
rech
t
s
-
chronische Kniegelenksbeschwerden rechts
-
Status nach Kniegelenksarthroskopie rechts Dezember 2011 mit Resek
tion
Plica
mediopatellaris
bei Chondropathie Grad I/II im medialen und lateralen Kompartiment bei
Patellalateralisation
und schnappendem Kniegelenk rechts (Deutschland)
Dr.
I.___
führte aus, dass ihm die Beschwerdeführerin wegen persistierende
r
Knieschmerzen
rechts,
welche seit dem Unfall vom
3.
September 2017 akzentuiert seien
, zugewiesen worden sei. Sie habe ihm ihre
umfangreichen Vorbefunde der Behandlung in Deutschland mitgebracht
, wo im Jahr 2011 eine Kniegelenksarth
roskopie rechts stattgefunden habe mit seither bestehenden intermittierend auftretenden Kniebeschwerden rechts mit Schmerzen unter Belastung bei länge
rem Laufen und bei sportlicher Betätigung.
Seit dem Unfall vom
3.
September
2017 bestünden ventrale Knieschmerzen präpatellar beziehungsweise
medialsei
tig
über dem
Pes
anserinus (S. 1).
Dr.
I.___
führte aus, dass das MRI des rechten Knies vom
6.
September 2017 Hinweise für eine Chondropathie an der Patella Grad I gezeigt habe. Ansonsten sei das MRI normal gewesen ohne ossäre Läsionen und ohne Meniskusläsionen. Die aktuell
g
eklagten
präpatellären
Knieschmerzen seien mit einer Bursitis
prä-/
infrapatellaris
vereinbar. Hier bestünden eine Schwellung sowie erhebliche
Druckdolenzen
. Zusätzlich fänden sich klinische Hinweise auf eine Bursitis
anserina
. Klinische Hinweise für eine Kniebinn
enläsion bestünden heute nicht
(S. 2 Mitte).
3.
6
Med.
pract
.
R.
J.___
, Assistenzärztin, Klinik für Traumatologie,
H.___
, stellte in ihrem Bericht vom
2
1.
November 2017 (
Urk.
10/M11) folgende Diagnosen (S. 2
Ziff.
4):
-
verheilende Beckenringverletzung Typ LC1 nach Young
&
Burgess vom
3.
September 2017
-
Patellaspitzensyndrom
rechts nach Kontusion des rechten Knies
vom
3.
September 2017
, bei chronischen Kniegelenksschmerzen
Med.
pract
.
J.___
führte aus,
dass die ärztliche Behandlung der Patientin am 2
0.
September 2017 begonnen habe, als sie sich gut zwei Wochen nach dem Unfallereignis vorgestellt habe (S. 1
Ziff.
1). Sie sei am
3.
September 2017 nach der Arbeit von einem anfahrenden Auto angefahren worden. Seither bestünden Schmerzen am lumbosakralen Übergang und am rechten Kniegelenk. Das rechte Kniegelenk sei chronisch schmerzgeplagt. Eine arthroskopische Sanierung sei vor einigen Jahren in Deutschland durchgeführt worden, habe jedoch keine Besse
rung gebracht (S.
1
Ziff.
2).
Die
Beschwerdeführerin
sei
noch bis zum 2
4.
November 2017 zu
50
%
arbeitsunfähig. Ab dem 2
5.
November 2017
bestehe eine Arbeitsfähigkeit von
100
%
(S. 2
Ziff.
5-7
).
Med.
pract
.
J.___
hielt fest, dass sie
aufgrund des klinischen und radiologischen Befundes
mit
dem Heilungs
verlauf bezüglich der Beckenringverletzung zufrieden
seien
. Bei nahezu vollstän
diger Beschwerdefreiheit dürfe die Patientin das Becken voll belasten. Bezüglich der persistierenden Knieschmerzen zeige sich zwar eine Besserung der Sympto
matik, jedoch noch keine vollständige Beschwerdefreiheit (S. 2
Ziff.
9).
Hierfür
werde ein
Patellaspitzensyndrom
als ursächlich angesehen, weshalb Orthesen verordnet worden seien (S. 2
Ziff.
8).
Hinsichtlich des Beckens sei die Behandlung abgeschlossen
(S. 2
Ziff.
10).
3.
7
Dr.
I.___
nannte
in seinem Bericht vom
5.
Januar 2018
(
Urk.
10/M14)
ergän
zend zu den in seinem Vorbericht vom
9.
November 2017 (vorstehend E. 3.
5
) gestellten
Diagnosen eine persistierende Bursitis
präpatellaris
rechts
(
Urk.
10/M14 S. 1
Ziff.
5,
Urk.
10/M13 S. 1 oben).
Dr.
I.___
führte aus, dass die Beschwerdeführerin
über seit dem Unfallereignis vom
3.
September
2017 bestehende ventrale Knieschmerzen
präpatellär
bezie
hu
ngsweise
medialseitig
über dem
P
es
a
ns
erinus klage
(S. 1
Ziff.
2).
Es sei unklar, inwiefern vorbestehende Faktoren das
g
eklagte Beschwerdebild seit dem Unfall beeinflusst h
ätten
. Anamnestisch sei die Patientin vor dem Unfall weitestgehend beschwerdefrei gewesen. Di
e aktuell
g
eklagten Beschwerden seien nach dem Anpralltrauma im Rahmen des Verkehrsunfalles am
3.
September 2017 aufgetre
ten (S. 1
Ziff.
4).
Am 1
8.
Dezember 2017 sei ein Zeugnis für eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
seit dem
1.
November 2017 bis zum 1
0.
Februar 2018 ausgestellt worden.
Die Arbeitsunfähigkeit gründe auf der Wirbelsäulenproblematik in Kombination
mit den Kniebe
schwerden
(S. 1
Ziff.
6). Er rechne damit, dass die Arbeitsfähigkeit im Februar 2018 schrittweise weiterhin gesteigert werden k
önne
. Endgültig entschie
den werde dies durch die Kollegen der Klinik für Traumatologie am
H.___
(S. 1
Ziff.
7).
3.
8
Dr.
F.___
und med.
pract
.
K.___
, Assistenzarzt,
Klinik für Traumatologie,
H.___
,
stellten in ihrem Bericht vom
2
8.
Februar
2018
(
Urk.
10/M28)
folgende Diagnosen (S. 1 f.):
-
verheilte Beckenringverletzung Typ LC1 nach Young & Burgess vom
3.
September 2017 mit ISG-Arthropathie beidseits und Lumbalgie
-
nicht dislozierte anterolaterale
Sakrumfraktur
rechts, konservative Therapie (erfolgreiche BV-kontrollierte Infiltration ISG rechts und Medial
Branches
L4/5, L5/S1 beidseits am
5.
Dezember 2017/erfolglose ISG-Infiltration links am 2
9.
Januar 2018)
-
Patellaspitzensyndrom
und
Ansatztendinose
der
Hamstrings
rechts
-
Kontusion des rechten Knies bei chronischen Kniegelenksschmerzen
am
3.
September 2017, aktuell chronische Bursitis
präpatellaris
, therapieresistent
-
arthroskopische Resektion
Plica
mediopatellaris
Dezember 2011 mit intraoperativer Diagnose einer Chondropathie Grad 1/2 medial und lateral sowie Hoffa-Hypertrophie bei
Patellaspitzensyndrom
und Arthropathie,
EM
etwa 2008 (
dezente
Patellalateralisation
und schnappendes Knie, E
D
Dezember 2011
)
-
Patellakontusion
am 2
6.
Februar 2012 im Rahmen eines PKW-Auffahrunfalles (Dashboard
injury
)
-
Chondropathie patellae Grad 1 (MRI
6.
September 2017), im kurzfristigen Verlauf erfolglose Kniegelenksinfiltration am
1.
Februar 2018 (
Dr.
I.___
)
Die Ärzte führten
nach Konsultation der Beschwerdeführerin am 2
8.
Februar 2018 (S. 1)
aus, dass sich weiterhin
ein
subjektiv protrahierter Verlauf nach oben genannter Beckenringverletzung mit klar als negativ zu beu
rteilender Infiltration des ISG
zeige.
Die PET/MR Diagnostik
(vgl.
Urk.
10/M23)
könne eine aktivierte ISG-Arthritis oder eine noch persistierende Beckenringfraktur ausschliessen. Es bestehe somit kein nachweisbar pathologischer Befund bei verheilter Fraktur im Bereich des Beckenrings
, womit die Behandlung in ihrer Klinik abgeschlossen werden könne. Da eine
Diskrepanz zwischen subjektiven und objektiven Befun
den bestehe, sei
zu einer vertrauensärztlichen Beurteilung
zu raten. Die berufliche Tätigkeit könne in ihren
Augen sofort wieder zu 100
%
fortgeführt werden
. Es bestünden aus unfallchirurgischer Sicht keine Einschränkungen
,
und das Becken sei trainingsstabil. Vom 2
8.
Februar bis
1.
März 2018 habe die Arbeitsunfähigkeit 75
%
und ab dem
2.
März 2018 0
%
betragen
(S. 2 unten)
.
3
.
9
Dr.
I.___
stellte in seinem Bericht vom
5.
März
2018 (
Urk.
10/M26)
folgende Diagnosen (S. 1):
-
Status
nach Kniekontusion
rechts nach Anpralltrauma im Rahmen eines Verkehrsunfalles am
3.
September 2017
-
MRI Knie rechts vom
6.
September 2017:
Retropatellärer
Knorpel mit leichten
Signali
nhomogenitäten
ohne Defekte, ans
onsten normales MRI des rechten Kniegelenkes
-
MRI Knie rechts vom 3
0.
Januar 2018: Leichte
Insertionstendinopathie
der Patellarsehne an der Tuberositas
tibiae
mit begleitender Bursitis
infrapatellaris
,
retropatelläre
Chondropa
t
hie Grad I
-
Status nach Kniegelenksinfiltration intraartikulär rechts am
1.
Februar 2018 mit gutem Ansprechen
-
Beckenringverletzung Typ LC1 vom
3.
September 2017 mit
undislozierter
Sakrumfraktur
rechts
-
chronische Kniegelenksbeschwerden rechts
-
Status nach Kniegelenksarthroskopie rechts im Dezember 2011 mit Resektion der
Plica
mediopatellaris
bei Chondropathie Grad I/II im medialen und lateralen Kompartiment bei
Patellalateralisation
und schnappendem Kniegelenk rechts (
Deutschland)
Dr.
I.___
führte aus, dass die Patientin von der Infiltration des rechten Knie
gelenkes
recht gut profitiert habe. Es bestünden noch Restbeschwerden im Ber
eich
des
Hamstrings
, welche mit Physiotherapie angegangen werden sollte
n
. Bei Beschwerdepersistenz im Bereich des hinteren Beckenringes wäre im klinischen Verlauf gegebenenfalls eine erneute
Vorstellung in der Wirbelsäulensprechstunde am
H.___
erforderlich. Bei fehlendem pathomorphologischem Ko
rrelat der
g
eklag
ten Beschwerden wäre gegebenenfalls auch eine Untersuchung am
Schmerzam
bulatorium des
H.___
zu diskutieren
. Seit dem
1.
November 2017 habe die Arbeits
unfähigkeit 50
%
und seit dem 1
1.
Februar 2018 0
%
betragen (S.
2)
.
3.
1
0
Dr.
med.
L.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
stellte in seinem Bericht vom
2.
Mai 2018 (
Urk.
10/M34
)
folgende Diagnosen (S. 2):
-
lumbosakrales Schmerzsyndrom nach Trauma
-
minimale Bandscheibenprotrusion L4/5
-
chronische Bursitis
patellaris
des rechten Kniegelenkes
-
Status nach
undislozierter
Sakrumfraktur
(2017)
-
Status nach Kniearthroskopie rechts im Jahr 2011 in Deutschland bei
Plicasyndrom
-
Status nach
Patellaspitzensyndrom
rechts im Jahr 2008
-
Status nach Patella-Kontusion rechts im Jahr 2012 nach PKW-Unfall
Dr.
L.___
führte aus,
dass sich die Beschwerdeführerin am
6.
September 2017 bei ihm vorgestellt habe, nachdem sie am
3.
September 2017 von einem anfahrenden Auto angefahren worden sei
(S. 1).
Dr.
L.___
führte aus, dass die Patientin
als Unfallfolgen bestehende
linksbetonte Beschwerden bei Rotation der LWS und Ruheschmerzen mit Ausstrahlung über den rechten Oberschenkel
nenne
. Eine CT-gesteuerte ISG-Infiltration am 2
9.
Januar 2018 und im Februar 2018 habe keine Besserung der Beschwerden erbracht. Die Patientin klage weiterhin
über
Belastungs-Beschwerden im rechten Kniegelenk. Eine geringe Schmerzbesserung sei durch eine Kortison-Infiltration erfolgt (S. 2 oben).
Die
Patientin
sei
seit dem Unfall vom
3.
September 2017 zu 100
%
arbeitsunfähig. Dies aufgrund von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen
.
Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit wechselndem Sitzen, Gehen, Stehe
n
und Heben und Tragen bis 15 kg sei in ein bis zwei Monaten im Umfang von 100
%
möglich (S. 2 unten).
3.1
1
Dr.
med.
M.___
,
Facharzt für Anästhesiologie,
Oberarzt,
Institut für Anästhesiologie,
H.___
,
stellte in seinem Bericht vom 1
7.
Mai 2018 (
Urk.
10/
M33
)
nach gleichentags erfolgter Erstkonsultation
der Beschwerdeführerin
folgende
, teils gekürzt wiedergegebene
Diagnosen (S. 1):
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
im Rahmen einer
Fazettengelenks
-,
Differenzialdiagnose (
DD
)
ISG-Arthropathie bei Diagnose 2
-
Status nach Infiltration ISG beidseits und aktenanamnestisch Medial
Branches
L4/5, L5/S1 beidseits
-
verheilte Beckenringverletzung Typ LC1 nach Young & Burgess vom
3.
September 2017 mit ISG-Arthropathie beidseits und Lumbalgie
-
Patellaspitzensyndrom
und
Ansatztendinose
der
Hamstrings
rechts
Dr.
M.___
führte aus, dass bei der Beschwerdeführerin seit September 2017 chronische Schmerzen lumbal und
an
der linken Hüfte nach Beckenringfraktur bestünden.
Klinisch zeige sich ein
lumbospondylogenes
Syndrom, am ehesten ausgehend von den
Fazettengelenken
(allenfalls auch des ISG, wobei hier wiederholte Infiltrationen negativ gewesen seien), was im Rahmen der veränder
ten Statik nach Beckenfraktur oder posttraumatischer
Fazettengelenksreizung
/-
arthrose erklärt werden könnte
(S. 1
unten
)
.
Dr.
M.___
führte aus, es sei in erster Linie eine erneute
Fazettengelenksdiagnostik
mittels Medial Branch Blockaden LWK4/5 und LWK5/SWK1 links im Hinblick auf eine therapeutische
Denervation
geplant (S. 2)
.
3.1
2
Dr.
Z.___
führte in seiner vertrauensärztlichen Stellungnahme
vom
3.
August 2018 (
Urk.
10/M38)
zur Frage, welche strukturellen Veränderungen durch den Unfall vom
3.
September 2017 entstanden seien
,
aus, dass
sich
anamnestisch, klinisch, radiologisch und bildgebend
keine morphologisch fassbaren Korrelate einer rel
evanten ossären Verletzung
oder Kontusionsfolge
n
an Weichteilen
fänden
.
Zum geschilderte
n
Ereignisablauf, wonach die
Beschwerdeführerin am
3.
September 2017 einen Anprall an d
as rechte Kniegelenk durch einen
Perso
nenwagen erfahren habe und anschliessend angeblich über die Motorhaube des Fahrzeuges geflogen sei und sich dabei mit der rechten Hand
abgestützt habe (
vgl.
S. 2 Mitte), sei festzuhalten, dass es
in
k
einster
Weise nachvollziehbar
sei
, dass ein Stossstangenanprall der vorgenannten Intensität an der Kniegelenksre
gion als erster Kontakt mit der Stossstange des Fahrzeuges dort keinerlei fassbare Spuren hinter
lasse
und dann beim Kontakt (Neigen über die Motorhaube) dort zu einer ventralen Becken-
Sakrum
-Fraktur rechts geführt haben
könne
. Dieser geforderte Ablauf
sei
erstens nicht plausibel und zudem
sei
die gestellte
Diagnose einer LC1
-Beckenfraktur in der Klassifikation nach Young
&
Burgess nach
seiner
Sichtung der MRI- und Röntgenbilder nicht
nachvollziehbar. Zudem schwinde
die Plausibilität einer Beckenfraktur der jungen Patientin nach einer Latenz
von 24 Stunden und Selbstzuweisung im Notfallspital
C.___
(S. 3
Ziff.
1)
.
Von den
erhobenen Befunden
stünden
keine mit überwiegender Wahrscheinlich
keit in einem natürlichen Kausalzusammenhang zu dem Ereignis (S. 3
Ziff.
2). Die Anamnese des rechten Kniegelenkes der Versicherten
sei ausschliesslich und mehrfach durch unfallfremde Vorbefunde gekennzeichnet, welche sich vor dem Ereignis vom
3.
September 2017 h
ätten
dokumentieren lassen.
Dr.
Z.___
hielt fest, dass
,
wenn man von einem nicht nachvollziehbaren Kontusionsereignis des Knie
gelenkes und der Beckenregion ohne zeitnah diagnostiziertes morphologisch fassbares Korrelat ausginge, von einer subjektiv beziehungsweise anamnestisch
dargestellten Kontusionsfolge ohne fassbare Befunde und einem Status quo ante von vier bis sechs Wochen auszugehen
sei
(S. 3 f.
Ziff.
3). Da kein unfallkausal fassbares Korrelat vorliege, sei nicht mit unfallbedingten Spätfolgen zu rechnen
(S. 4
Ziff.
4)
.
3.1
3
Dr.
M.___
führte in seiner Stellungnahme vom
1
6.
Oktober 2018 (
Urk.
10/M43)
aus, dass er die Beschwerdeführerin seit dem 1
7.
Mai 2018 wegen chronischer Rückenschmerzen, welche seit dem Unfallereignis vom
3.
September 2017 bestünden, behandle.
Es sei inzwischen gelungen, den Ursprung der Schmerzen auf die
Fazettengelenke
LWK3/4 und LWK 4/5 links einzugrenzen und diese mit der Radiofrequenz-
Denervation
vom
5.
September
2018
therapeutisch bis heute erfolgreich zu behandeln.
Ein isolierter
Fazettengelenks
-Schmerz, wie er bei der Beschwerdeführerin vorliege, finde sich bei jungen Patienten ohne weitere radiologisch nachgewiesene degenerative Veränderungen der LWS selten bis kaum. Die plausibelste Erklärung für die Beschwerden sei seiner Meinung
nach die veränderte Belastung
/Statik der unteren LWS infolge
Sakrumverletzung
, welche zur chronischen Reizung und Überlastung dieser Gelenke geführt habe.
Insofern
erachte er einen kausalen Zusammenhang der Schmerzen zur Verletzung als gegeben
.
Dr.
M.___
führte aus, dass die versicherungsmedizinische Beurteilung jedoch die Kausalität zum Unfall insgesamt in Zweifel ziehe, wozu er leider keine abschliessende Beurteilung abgeben könne,
da ihm weder der Unfallhergang noch die darauffolgenden Abklärungen näher als vom Hörensagen bekannt seien. Die Tatsache, dass am Fahrzeug keine Spuren hinterlassen worden seien, schliesse jedoch eine Verletzung der Patientin nicht aus.
Dr.
Z.___
erkenne keine Fraktur auf den MRI- und Röntgenbildern. Unbestritten bestehe aber eine
hyperintense
Läsion des
Sakrums
rechts in der
coronaren
STIR-Sequenz vom
6.
September 2017, wozu ein Facharzt für Radiologie befragt werden sollte.
3.1
4
In seiner
Stellungnahme
vom 2
8.
Oktober 2018
(
Urk.
10/M44)
führte
Dr.
L.___
aus,
dass beim
ersten MRI der LWS vom
6.
September 2017 ein ganz deutlicher Befund vorgelegen
habe
. In allen Berichten von Fachärzten sowie Spitälern sei die Diagnose einer Beckenringverletzung Typ LC1 nach Young & Burgess bestä
tigt worden. Die Unfallkausalität bestehe demnach ganz deutlich nach der ersten Untersuchung vom MRI der LWS und der ISG vom
6.
September 201
7.
Auch w
iesen
die regelmässigen Besuche bei ihm ganz klar ein Korrelat zwischen den genannten
Befunden und den Schmerzen am l
umbosakralen Bereich
rechts aus
.
3.
1
5
Vertrauensarzt
Dr.
A.___
erstattete am
1
9.
November 2019
seine Stellungnahme
(
Urk.
10/M46)
, wobei zur Beurteilung des bildgebenden Materials
Dr.
B.___
hinzugezogen wurde (S. 6 unten). Zum bildgebenden Mat
erial hielt
Dr.
B.___
fest,
dass
dieses
ein minimal ausgedehntes Ödem rechts im kaudalen vorderen ISG
zeige
.
D
as als dorsal gelegen bezeichnete Ödem
iliosacral
betreffe
die linke Seite
. Rechts sei die
Cor
t
icalis
intakt.
Dr.
B.___
hielt fest, dass es sich mit Bestimmt
heit nicht um eine Fraktur handle. Im Zusammenhang mit einem Trauma könnte man allenfalls von einer leichten ossären Reaktion sprechen. Es gebe auch keine Veränderungen in den umgebenden Weichteilen, die auf eine Traumatisierung hinweisen würden. In diesem Sinne fehlten auch die weiteren Schädigungszeichen am Beckenskelett ventral. Die Veränderungen am ISG könn
ten allenfalls typisch sein für eine
Spondarthropathie
, die mit einem Unfall gar nichts zu tun habe
(
S. 6 unten,
S. 10
Ziff.
1)
.
Bei der von
Dr.
F.___
gestellten Diagnose einer nicht dislozierten anterioren
Sakrumfraktur
recht
s
im Sinne einer LC1-Fraktur handle es sich klar um eine Fehldiagnose. Der von
Dr.
M.___
verwendete Begriff ei
ner
hyperintensen
Läsion des
Sak
rums
sei
nicht Ausdruck einer
Sak
rumfraktur
, sondern einer minimen, klinisch fraglich relevanten Verän
derung (S. 10
Ziff.
2). Aufgrund des bildgebenden Materials sei
nicht von einer frischen
Sakrum
fraktur
rechts vom
3.
September 2017 auszugehen (S. 10
Ziff.
3).
Dr.
A.___
führte aus, dass die Radiofrequenz-
Denervation
vom
5.
September 2018, mit
welcher
die Schmerzen im Bereich der
Fazettengelenke
LWK3/4 und LWK4/5 behandelt worden seien, keinen Eingriff darstell
e
,
welcher
aufgrund der
e
rlittenen Unfallverletzungen notwendig geworden sei respektive in kausalem Zusammen
hang stehe. Die geklagten Schmerzen im lumbosakralen Bereich stünden heut
e
nicht mehr in einem kausalen Zusammenhang mit den am
3.
September 2017 erlittenen Verletzungen. Der Status quo sine sei nach wenigen Wochen, spätes
tens am
2.
Januar 2018
,
erreicht gewesen (S. 11
Ziff.
4-
5). Hinsichtlich der Knie
beschwerden sei die Vorschädigung gut dokumentiert, und die Schmerzen zeigten den Charakter von Chronifizierung und dürften erheblich mit myofaszialen Veränderungen zusammenhängen. Es seien klinisch und bildgebend keine frischen Schädigungszeichen registriert worden. Die geklagten Kniebeschwerden rechts stünden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom
3.
September 2017 (S. 11
Ziff.
6).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stellte ihre Leistungen gestützt auf die Einschätzung ihres Vertrauensarztes
Dr.
Z.___
vom
3.
August 2018
(vorstehend E. 3.
1
2
)
ein
,
wonach bei bildgebend fehlendem morphologisch fassbaren Korrelat einer
relevanten ossären Verletzung oder Kontusionsfolgen an Weichteilen
von durch
den Bagatellunfall
vom
3.
September 2017 erlittenen Kontusionsfolge
n
ohne
fassbare Befunde auszugehen sei, welche nach vier bis sechs Wochen als abgeheilt zu betrachten sei
en
.
Nach
der gegen die Verfügung vom
2
8.
August 2018 (
Urk.
10/A31)
von Seiten der Krankentaggeldversicherung erhobenen
Einsprache
(
Urk.
10/A66)
folgte die Beschwerdegegnerin dieser im angefochtenen
Einspracheentscheid
dahingehend, als
unter Berücksichtigung
des
Vorzustandes bei der Beschwerdeführerin von einem Abheilen der Kontusionsfolgen nach vier Monaten ausgegangen wurde (vorstehend E. 2.1).
Diese Ansicht bestätigte die Beschwerdegegnerin erneut in ihrer Beschwerdeantwort und Duplik nach ergän
zend eingeholter Beurteilung durch
Dr.
A.___
und insbesondere der bildgebenden Unterlagen durch
Dr.
B.___
(vorstehend E. 3.15; vorstehend E. 2.3 und E. 2.5).
Dagegen machte die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die behandelnden
Ärzte
geltend
,
durch den Unfall vom
3.
September 2017
en
t
sprechende Verlet
zungen, insbesondere eine
Sakrumfraktur
,
erlitten zu haben und dass auf die Beurteilung
durch
Dr.
Z.___
,
Dr.
A.___
und
Dr.
B.___
nicht abgestellt werden könne. Überdies seien sowohl der Sachverhalt als auch die durch das Unfallereignis erlittenen Verletzungen durch den Strafbefehl der Staatsanwalt
schaft Graubünden vom 2
9.
April 2019 (
Urk.
13/3) erstellt (vorstehend E. 2.2 und E. 2.4)
.
Letztlich brachte die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom 1
5.
November 2024 vor, dass es das Kantonsgericht von Graubünden, I. Straf
kammer, in seinem Urteil vom
1.
März 2023 als erstellt betrachtet habe, dass sie anlässlich des Unfallereignisses eine nicht dislozierte anterolaterale
Sakrumfrak
tur
sowie eine Kontusion am rechten Knie davongetragen habe (
Urk.
47 S. 2
Rz
.
3).
4.
2
Nach ständiger Praxis ist das Sozialversicherungsgericht weder hinsichtlich der Angabe der verletzten Vorschriften noch hinsichtlich der Beurteilung des Verschuldens an die Feststel
lung und Würdigung des Strafgerichts gebunden. Es weicht aber von den
tatbe
ständlichen
Feststellungen des Strafgerichts nur ab, wenn der im Strafverfahren ermittelte Tatbestand und dessen rechtliche Subsumtion nicht zu überzeugen vermögen oder auf Grundsätzen beruhen, die zwar im Strafrecht gelten, im Sozialversicherungsrecht jedoch unerheblich sind (BGE 143 V 393 E. 7.2, 125 V 237 E. 6a, je
m.w.H
.).
Der Beschwerdegegnerin ist beizupflichten (
vorstehend E. 2.3
und E. 2.5
,
Urk.
44 S. 2
Ziff.
2, S. 3
Ziff.
4, S. 4
Ziff.
5), dass entgegen
der Ansicht der Beschwerde
führerin
(
vorstehend E. 2.2,
Urk.
47
S. 2
Rz
.
3
)
,
weder aus
den Ausführungen im Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden, I. Strafkammer, vom
1.
März 2023
(
Urk.
40 S. 13
f.
Ziff.
4.3.1 unten)
noch
aus dem Strafbefehl
der
Staatsanwalt
schaft Graubünden vom 2
9.
April 2019 (
Urk.
13/3)
auf das tatsächliche Bestehen der Verletzungen geschlossen werden kann, zumal sich das Gericht
und auch die Staatsanwaltschaft
lediglich auf eine unvollständige medizinische Aktenlage stützte
n
, ohne dass Bezug auf das Verfahren mit der Unfallversicherung respek
tive die dort gewonnenen Erkenntnisse genommen worden ist (
vgl.
Urk.
40 S. 8
Ziff.
3.2).
Dass es im Rahmen der
strafrechtlichen Untersuchungen
zu weiteren, eingehenderen medizinischen Untersuchungen gekommen wäre, ist nicht ersicht
lich.
Zudem wurde der Beschuldigte vom Vorwurf der mehrfachen fahrlässigen Körperverletzung gemäss Anklagesachverhalt freigesprochen und die Zivilklage der Versicherten mangels eines hinsichtlich Schadenersatz- und Genugtuungsan
sprüchen erstellten Sachverhalts auf den
Zivilweg
verwiesen (
Urk.
40 S. 30
Ziff.
3 und 5).
Damit besteht kein im Strafverfahren
hinreichend
ermittelter Tatbestand, auf den im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren abgestellt werden könnte oder müsste.
4.
3
Was den Unfallhergang
vom
3.
September 2017 anbelangt, befand
Dr.
Z.___
in seiner Stellungnahme vom
3.
August 2018 (vorstehend E. 3.1
2
) den von der Beschwerdeführerin
a
nlässlich der Erstkonsultation im Spi
tal
C.___
am
4.
September 2017
geschilderten Ablauf, wonach der
Anprall
des Autos
am rech
ten Knie erfolgt und sie über die Motorhaube geflogen
sei und sich danach mit
der rechten Ha
nd abgestützt
habe
(vorstehend E. 3.2
, vgl.
Urk.
10/M5
Ziff.
2
)
,
für nicht plausibel
.
An dieser Version
des Unfallherganges
hielt die Beschwerdeführerin
in ihrer Beschwerde
denn
auch nicht fest und verwies nebst
den
Ausführunge
n im Straf
befehl vom 2
9.
April 2019
, wonach der Unfallfahrer nach einem Knall
im hinte
ren Teil des Wagens seinen Kopf nach hinten gedreht
habe
und dabei von der Bremse gerutscht
und der
Wagen mit dem Automatikgetriebe nach vorne gerollt
sei
, wodurch unter anderem
sie,
die Beschwerdeführerin
,
auf der rechten Seite seitlich frontal angefahren
worden sei (
Urk.
13/3 S. 2 f.)
,
auf ihre Ausführungen anlässlich einer nicht bei den Akten liegend
en Konfro
n
t
ations-Einvernahme
bei der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 1
2.
Dezember 201
8.
Dort habe
sie angegeben, von einem anfahrenden Fahrzeug von rechts seitlich touchiert worden zu sein. Sie habe sich noch auf den Beinen halten können und sich auf dem Auto abgestützt. Danach sei das Fahrzeug erneut angefahren und sie sei seitlich neben das Auto gefallen (
Urk.
1
Rz
.
31).
Letztlich blieben die Aussagen der Beschwerdeführerin zum Unfallhergang, wie auch im beigezogenen Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden, I. Strafkam
mer, vom
1.
März 2023 (
Urk.
40) festgehalten wurde, uneinheitlich
, zumal die
Beschwerdeführerin als Privatklägerin in der Berufungsverhandlung nochmals eine andere Version des Unfallherganges schilderte
(vgl.
Urk.
40
S. 12
f.
Ziff.
4.2.5
,
S. 14
Ziff.
4.3.2,
S. 18
Ziff.
4.3.8)
.
Vor dem Hintergrund der
Hergangsschilderung
der Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde
(vorstehend E. 2.2)
und mit Blick auf die Ausführungen im Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden, I. Strafkammer, vom
1.
März 2023 (
Urk.
40
S. 18
Ziff.
4.3.8
)
ist
zusammenfassend mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
davon
auszugehen, dass
die Beschwerdeführer
in
von einem anrollenden Fahrzeug am rechten Bein f
rontal seitlich touchiert wurde und
in der Folge beim erneuten Anfahren des Fahrzeuges auf die Seite gefallen ist
, da sie sich am Fahrzeug abgestützt hatte
. Es hat
sich
damit
, wie
Dr.
Z.___
ausführte (vorstehend E. 3.12)
,
um einen im Bereich der Bagatellunfälle einzustufenden Unfallhergang gehandelt.
4.
4
Dr.
Z.___
verneinte in seiner Stellungnahme vom
3.
August 2018 (vorstehend E. 3.1
2
) das Vorliegen eines zeitnah diagnostizierten unfallkausalen Korrelates. Er konnte
namentlich
die von
Dr.
F.___
in seinem Bericht vom 2
6.
September 2017 diagnostizierte Beckenfraktur LC1 nach Young & Burgess
(vorstehend E. 3.4)
nicht bestätigen
,
und die Beschwerden am rechten Knie mass er den unfall
fremden Vorbefunden zu.
Dieser Ansicht ist aus den nachfolgend dargelegten Gründen beizupflichten.
So werden die
Ausführungen von
Vertrauensarzt
Dr.
Z.___
vorliegend insbe
sondere durch den Bericht der
erstbehandelnden Ärzte des Spitals
C.___
vom
4.
September 2017
(vorstehend E. 3.2)
bestätigt
, indem die
Ärzte
keinerlei Kontusionsmarken
weder am
rechten
Knie noch am Becken oder am
rechten
Handgelenk feststellen
konnten
, welche jedoch bei einem relevanten Anprall
trauma
durch einen Personenwagen am menschlichen Körper
ohne weiteres zu erwarten gewesen wären
.
Auch die bildgebenden Abklärungen vom rechten Hand- und Kniegelenk sowie der LWS und die am
4.
September 2017 durchge
führte Ultraschalluntersuchung des Abdomens ergaben keine unfallbedingten Verletzungen (
Urk.
10/M3-M4
).
Das Fehlen von
äusserlich sichtbaren
Kontusi
onszeichen bestätigten die Ärzte des Spital
s
C.___
auch in ihrem Arztzeugnis vom 2
0.
September 2017 (
Urk.
10/M5
Ziff.
4
).
Was die umstrittene
von
Dr.
F.___
anhand des MRI vom
6.
September 2017
in seinem Bericht vom 2
6.
September 2017 (vorstehend E.
3.
4
)
di
agnostizierte Beckenringverletzung Typ LC1 nach Young & Burgess im Sinne einer nicht dislo
zierten anterolateralen
Sakrumfraktur
rechts
anbelangt,
fällt ins Gewicht,
dass
der Radiologe
Dr.
D.___
in seine
r Beurteilung des
am
6.
September 2017 durch
geführten MRI
der LWS inklusive ISG
kein
e Frakturen
an der LWS oder den ISG
feststellen konnte
(vorstehend E. 3.3)
.
Der
nachträglich
im Rahmen der Aktenbe
urteilung durch Vertrauensarzt
Dr.
A.___
(vorstehend E.
3.
15)
konsultierte Radio
loge
Dr.
B.___
ging hinsichtlich der von
Dr.
F.___
gestellten Diagnose
nach Vorlage des
Bild
materials
klar
von einer
Fehldiagnose
aus
. Weiter wies
Dr.
B.___
hinsichtlich des Befundes im MRI vom
6.
September 2017 darauf hin, dass es sich bei der von
Dr.
M.___
in seinem Bericht vom 1
6.
Oktober 2018 (vorstehend E. 3.
1
3
)
genann
ten
hyperintensen
Läsion des
Sak
rums
um eine klinisch fraglich relevante Veränderung handle
und die Veränderungen am ISG allenfalls typisch sein könnten für eine
Spondarthropathie
, die mit einem Unfall gar nichts zu tun habe.
Die von den Radiologen
Dr.
D.___
und
Dr.
B.___
getroffene Feststellung,
wonach
keine Fraktur des
Sakrums
bildgebend hat
dargestellt werden
können,
vermögen die Aussagen
des Hausarztes
Dr.
L.___
(vorstehend E. 3.10 und E. 3.14)
und
des Anästhesisten
Dr.
M.___
(vorstehend E. 3.11 und E. 3.13)
, auf welche sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde zur Best
ätigung einer erlittenen
Sakrum
fraktur
stützt
(
Urk.
1 S. 9 f.
Rz
.
29-30, S. 12
Rz
.
41-42, S. 13 f.
Rz
.
48
)
, nicht in Zweifel zu ziehen.
Entgegen
den Ausführungen des
Allgemeinmediziners
Dr.
L.___
vom 2
8.
Oktober 2018 (vorstehend E. 3.
1
4
),
ist auf
dem MRI vom
6.
September 2017 die von
Dr.
F.___
diagnostizierte Beckenringverletzung
Typ LC1 nach Young & Burgess
gerade
nicht klar ausgewiesen und eine Unfallkausalität lässt sich auch nicht mit
der
Regelmässigkeit
der
durch die Beschwerdeführerin
in Anspruch genommenen Behandlungen begründen.
Soweit
Dr.
L.___
im Bericht vom
2.
Mai 2018 (vorstehend E. 3.1
0
)
der Beschwerdeführerin
seit dem geltend gemachten Unfall vom
3.
September 2017 nicht hinterfragend und in undifferenzierter Weise eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
für sämtliche Tätigkeiten
attestiert,
wobei gemäss dem Bericht der
Klinik für
Traumatologie,
H.___
, vom 2
4.
Januar 2018 ohnehin fraglich ist, ob sie nicht
bereits
wieder eine Tätigkeit als Reiseveranstal
terin aufgenommen hat
(
Urk.
10/M24/14-15 S. 2 Mitte)
,
stützt dies
die Erfah
rungstatsache, wonach behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc)
.
Der
Anästhesist
Dr.
M.___
wies in seiner Stellungnahme vom 1
6.
Oktober 2018 (vorstehend E. 3
.1
3
) darauf hin, dass die Frage,
welche Verletzungen auf den MRI
respektive Röntgenbilder vom
6.
September 2017 zu sehen s
eien
, durch Fachärzte für
Radiologie zu beantworten
sei
,
und er mangels hinreichender Informationen
keine abschliessende Beurteilung zur Kausalität abgeben wolle.
Vorliegend konnten aber gerade die
zur Beurteilung eines MRI fachlich
kompe
tenten
Radiologen
Dr.
D.___
in seinem Bericht vom
6.
September 2017 (vorste
hend E. 3.3)
und
der im Bericht vom
Dr.
A.___
vom 1
9.
November 2019 (vorste
hend E. 3.15) konsultierte
Dr.
B.___
eine solche Fraktur nicht bestätigen.
Auch
bei
N.___
, Fachärztin für Orthopädie,
O.___
, Frank
furt am Main, welche in ihrem Schreiben vom 2
6.
August 2020 (
Urk.
48), einge
reicht von der Beschwerdeführerin am 1
5.
November 2024, ausführte, dass im initialen MRT eine sichtbare Fraktur zu sehen sei, handelt es sich nicht um eine Fachärztin für Radiologie.
Letztlich geht auch aus der vom Kranken
taggeld
versicherer am 1
8.
April 2019 erhobenen Einsprache hervor, dass der
dort
konsultierte Vertrauensarzt mit der Beschwerdegegnerin
darin
übereinstimm
te
, dass durch den Unfall keine organisch nachweisbaren Unfallfolgen gesetzt worden seien, die Beschwerdefüh
rerin jedoch infolge des Unfalls eine Kontusion am rechten Knie und am Becken
ring erlitten habe (
Urk.
10/A66 S. 2
).
Demnach erweist sich die Feststellung von
Dr.
Z.___
(vorstehend E. 3.12)
, wonach auf dem MRI vom
6.
September 2017 keine Frakturzeichen er
s
ichtlich gewesen seien
, als korrekt.
Unabhängig
vom tatsächlichen Bestehen einer solchen Fraktur
berichtete
med.
pract
.
J.___
, Klinik für Traumatologie,
H.___
,
bereits in ihrem Bericht vom 2
1.
November 2017
(vorstehend E. 3.
6
)
hinsichtlich der Beckenringverletzung
von einer
nahezu vollständigen Beschwerdefreiheit und schloss die Behandlung
vorerst ab
.
In ihrem Folgebericht vom
7.
Februar 2018 sprachen die Ärzte der Klinik für Traumatologie
,
H.___
,
bei erneuter
Beschwerdeexazerbation
von einem Missverhältnis zwischen objektiven und subjektiven Befunden
(
Urk.
10/M24/20-21 S. 2 Mitte)
, weshalb weitere bildgebende Abklärungen der LWS und der ISG veranlasst wurden
(
Urk.
10/M23)
, welche
, wie aus dem Bericht
der Ärzte der Klinik für Traumatologie,
H.___
,
vom
2
8.
Februar
2018 (vorstehend E. 3.
8
) hervor
geht,
ohne ein die Beschwerd
en erklärendes Korrelat blieben.
Ausgeschlossen wurde insbesondere eine persistierende Beckenringfraktur.
Sodann wurde bei festgestellter Diskrepanz zwischen subjektiven und objektiven Befunden zur vertrauensärztlichen Untersuchung geraten.
Eine vollständige Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
wurde
n
von den Ärzten bestätigt
.
4.
5
Auch was
die von der Beschwerdeführerin geltend
gemachten Kniebeschwerden a
n
belang
t
,
konnte
n
,
wie bereits ausgeführt, von den
am
4.
September 2017
erstbehandelnden Ärzte
n
des Spital
s
C.___
keine Kontusionsmarken
und
namentlich keine Rötungen oder Schwellungen
am rechten Knie
ausfindig gemacht werden. Klinisch zeigte das Knie überdies eine normale Gelenkbeweg
lichkeit
(vorstehend E. 3
.2
)
.
Die veranlassten Röntgenaufnahmen des rechten Knies waren ohne
Hinweis auf traumatische Verletzungen (
Urk.
10/M4), ebenso das
am
6.
und 2
1.
September 2017 durchgeführte MRI
.
Zu letzterem führte
n
die Ärzte der Klinik für Traumatologie,
H.___
, wie bereits
Dr.
D.___
festgestellt hatte,
in ihrem Bericht vom
8.
November 2017
aus, dass sich kein Hinweis auf ossäre Läsionen oder Anzeichen für Weichteilverletzungen fänden
(vorstehend E. 3.3,
Urk.
10/
M10 S. 2
Mitte
).
Auch das
MRI des rechten Knies vom 3
0.
Januar 2018 blieb ohne Hinweis auf unfallbedingte Verletzungen (
Urk.
10/M16 S. 2
,
Urk.
10/M22
).
Dass die Beschwerdeführerin, wie sie
in ihrer Beschwerde (vorstehend E. 2.2) und auch
gegenüber
Dr.
I.___
geltend machte (vorstehend E. 3.
7
)
, hinsichtlich des rechten Knies vor dem Unfallereignis beschwerdefrei gewesen sein soll
, erweist sich aufgrund der nachfolgenden Ausführungen als wenig überzeugend.
Bereits im Bericht der erstbehandelnden Ärzte des Spital
s
C.___
wurde auf
einen
Vorbefund am rechten Knie hingewiesen (vorstehend E. 3.2).
Die
Ärzte der Klinik für Traumato
logie,
H.___
,
hielten
in ihrem Bericht vom 2
6.
September 2017
sodann
fest
, dass
das rechte Knie chronisch schmerzgeplagt
sei
, wobei eine arthroskopi
sche Sanierung vor einigen Jahren in Deutschland keine Verbesserung der Beschwerden gebracht habe (
vorstehend E. 3.4
).
Einen umfangreichen Vorzustand bestätigte auch der die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Kniebeschwerden behandelnde
Dr.
I.___
in seinen
Bericht
en
vom
9.
November 2017
sowie vom
5.
Januar
und
5.
März
2018
(vorstehend E. 3.
5
,
E. 3.
7
und E. 3.
9
)
.
Dass die Beschwerdeführerin abgesehen von der am
3.
September 2017 erfolgten Kontu
sion
(vorstehend E. 3.2)
weitere unfallbedingte Verletzungen am Knie erlitten haben soll, lässt sich
den Berichten von
Dr.
I.___
ebenfalls
nicht entnehmen.
4.
6
Vor
dem Hintergrund des
als Bagatell-Unfall zu qualifizierenden Unfallhergan
ges, de
r
fehlenden
klinischen und bildgebend festgehalten
en
Unfallfolgen
hinsichtlich der
weiterhin
g
eklagten
Beschwerden
an Knie und Becken kann
ohne weiteres auf die
Beurteilungen
durch Dr.
Z.___
vom
3.
August 2018 (vorste
hend E. 3.1
2
)
und
Dr.
A.___
/
Dr.
B.___
vom
1
9.
November 2019 (vorstehend E. 3.15)
abgestellt werden, wonach
von einer durch das Unfallereignis erlittenen einfachen
Kontusion
des rechten Knies, des Beckens und
des Handgelenkes auszugehen ist, welche
gemäss
allgemeiner Erfahrungsregel innerhalb weniger Monate
als
folgenlos ab
geheilt zu betrachten ist.
Da
in Anbetracht der erfolgten umfassenden bildgebenden Abklärungen
, dem initialen Fehlen von
Kontusionszeichen nach dem geltend gemachten Unfaller
eignis
sowie de
r
sich immer wieder ändernden Angaben der Beschwerdeführerin zum Unfallhergang
davon auszugehen ist, dass ergänzende
Beweismassnahmen
im Sinne eines von der Beschwerdeführerin beantragten gerichtlichen Gutachtens (
Urk.
1 S.
3
Rz
.
7)
an diesem Ergebnis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nichts änderten
,
besteht für weitere Abklärungen keine Notwendigkeit (antizi
pierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
4.
7
Aufgrund des Gesagten ist
die Leistungseinstellung
durch die Beschwerdegegne
rin
per
2.
Januar 2018, mithin rund vier
Monate
nach dem Unfallereignis
vom
3.
September 2017, nicht zu beanstanden. Der angefochtene
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5
.
Das Verfahren ist kostenlos.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Sebastian Lorentz
-
Rechtsanwältin Marianne I. Sieger
, unter Beilage einer Kopie von
Urk.
48
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der
beschwerdeführenden
Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
Grieder-MartensSchucan