# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 81705d37-fa53-5156-bd4d-03d9e636c8f3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-05-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 30.05.2005 SKA 2005 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SKA-2005-13_2005-05-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 30. Mai 2005 Schriftlich mitgeteilt am: 
SKA 05 13

Entscheid
Kantonsgerichtsausschuss

als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Rehli und Sutter-Ambühl 
Aktuar Conrad

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In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

der X Y .  L T D  i n  L i q u i d a t i o n ,  Schuldnerin und Beschwerdeführerin, vertreten 
durch deren einzelzeichnungsberechtigte Verwaltungsratspräsidentin A., Za., und 
der A., Za., Gläubigerin und Beschwerdeführerin, wiedervertreten und vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Henri Zegg, Vazerolgasse 2, 7002 Chur,

gegen

die Verfügung des Konkursamtes Zb. vom 02. Mai 2005, mitgeteilt am 05./06. Mai 
2005, in Sachen K o n k u r s m a s s e  X Y .  L T D , Beschwerdegegnerin, 

betreffend Konkursinventar (Vormerkung Drittansprüche, Schätzung, Mitwir-
kung/Unterzeichnung durch den Schuldner),

hat sich ergeben:

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A. Nach dem Widerruf einer vorgängig gewährten Nachlassstundung 
wurde am 1. Juli 2004 über die XY. LTD (im Folgenden XY.; Zweck: Herstellung und 
Vertrieb von Lehrmitteln in Bau-, Konstruktions- und Spielform, insbesondere von 
Spielbaukästen, Spielplatzgeräten und Spielmöbelsystemen, Messebau-Systemen, 
Stahlhochbau-Systemen) der Konkurs eröffnet. Da dem Vernehmen nach auf dem 
Werksgelände der Schuldnerin bereits der Verlad und Abtransport von Produktions-
mitteln im Gange war, begab sich der Konkursbeamte unverzüglich dorthin. Mitar-
beiter der XY. waren angewiesen worden, auf allen Spritzgusswerkzeugen ein Pa-
pier mit dem Vermerk "Eigentum der PL. SA" anzubringen. Vom Konkursbeamten 
wurde noch auf dem Gelände die Rückführung aller zum Abtransport bereit gestell-
ten Spritzgusswerkzeuge verfügt und durchgesetzt. Mit Hilfe eines Mitarbeiters der 
XY. wurde eine Überprüfung dieser Werkzeuge auf ihre Vollständigkeit hin vorge-
nommen. Ausserdem wurden als Sicherungsmassnahmen die Auswechslung von 
Türschlössern und Versiegelungen veranlasst.

B. Am 20. Juli 2004 fand in den Geschäftsräumlichkeiten der Gemein-
schuldnerin die Einvernahme der Schuldnerin in der Person von A., Za./Liechten-
stein, Verwaltungsratspräsidentin und einzige Geschäftsführerin der XY. mit Zeich-
nungsbefugnis, statt. Unter der Rubrik "Aktiven, ausgeliehene oder gemietete Sa-
chen" gab sie unter anderem an: "Spritzwerkzeuge PL.". Gemäss unbestrittener 
Sachdarstellung des Konkursamtes handelt es sich bei der PL. SA, Luxembourg, 
um eine Firma deren wirtschaftliche Eigentümerin A. ist. 

In der Folge wurde das Konkursinventar, teilweise unter Mithilfe von Mitar-
beitern der XY., teilweise aufgrund von Geschäftsunterlagen der Gemeinschuldne-
rin, des früheren Nachlass-Sachwalters und solchen, welche von den Strafuntersu-
chungsbehörden beschlagnahmt worden waren, erstellt und mit der Verwaltungs-
ratspräsidenten A. besprochen. Zur Abgabe eines Kommentars zum Konkursinven-
tar und seiner Unterzeichnung durch A. kam es indessen nicht, da sich diese zu 
verschiedenen Terminvorschlägen des Konkursamtes unpässlich stellte. Daraufhin 
publizierte das Konkursamt am 5./6. Mai 2005 die Auflage von Kollokationsplan, 
Lastenverzeichnis und Konkursinventar vom 06. Mai 2005 - 26. Mai 2005 im kanto-
nalen Amtsblatt und Schweizerischen Handelsamtsblatt, mit einer Anfechtungsfrist 
für das Konkursinventar vom 6. Mai 2005 bis 17. Mai 2005.

C. Gegen das Konkursinventar erhoben sowohl die XY. als auch A. per-
sönlich mit Eingabe vom 17. Mai 2005 Beschwerde an den Kantonsgerichtsaus-
schuss als Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen mit den Be-

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gehren, es sei das angefochtene Inventar, unter gesetzlicher Kosten- und Entschä-
digungsfolge, aufzuheben und die Aufnahme eines neuen Inventars unter Beach-
tung der gesetzlichen Vorschriften anzuordnen. 

In seiner Vernehmlassung vom 23. Mai 2005 schliesst das Konkursamt Zb. 
auf Abweisung der Beschwerde.

Soweit sachdienlich, ist auf die Begründungen der Beschwerdeanträge und 
die Akten in den Erwägungen einzugehen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Im Konkurs wird das gesamte Vermögen des Gemeinschuldners liqui-
diert. Damit eine solche Generalexekution stattfinden kann, muss vorgängig sein 
sämtliches Vermögen zuverlässig festgestellt werden. Gemäss Art. 221 SchKG 
schreitet daher das Konkursamt sofort nach Empfang des Konkurserkenntnisses 
zur Aufnahme des Inventars über das zur Konkursmasse gehörende Vermögen und 
trifft die zur Sicherung desselben erforderlichen Massnahmen. Das Konkursinventar 
ist das Verzeichnis des Konkurssubstrats, der Aktiven des Schuldners. Je umfang-
reicher die Aktiven sind, desto höher fällt die Konkursdividende der Gläubiger aus 
und desto weniger Verlustscheine werden gegen den Schuldner ausgestellt. Diesen 
rechtlich schützenswerten Interessen entsprechend, sind der Schuldner und jeder 
Gläubiger berechtigt, gegen die Weigerung der Konkursverwaltung, einen Vermö-
genswert in das Konkursinventar aufzunehmen, Beschwerde zu führen (vgl. BGE 
114 III 22 E. 5b, 64 III 36, Fritzsche/Walder, Schuldbetreibung und Konkurs nach 
schweizerischem Recht, Bd. I, 3. Aufl., Zürich 1984, § 8 Rz 16). Die Gemeinschuld-
nerin XY. LTD in Liquidation und A.  -letztere in ihrer Eigenschaft als kollozierte 
Gläubigerin (Kollokationsplan, act. 03.1.10, S. 27)-  sind beschwerdelegitimiert. Auf 
ihre im Übrigen frist- und formgerecht eingelegte Beschwerde ist einzutreten.

2. Angesichts eines Teils der vorgetragenen Rügen unter Bezugnahme 
bestimmter Inventarnummern einerseits und des Inhalts des ergänzten und ab dem 
6. Mai 2005 beim Konkursamt Zb. aufgelegten Konkursinventars andererseits, ist 
unschwer feststellbar, dass die Beschwerdeführerinnen das öffentlich aufgelegte In-
ventar, welches ausschliessliches Anfechtungsobjekt bilden kann, nicht zur Kennt-
nis genommen haben. Formell und/oder materiell offensichtlich haltlos sind nament-
lich die mit Beschwerde erhobenen Einwände:

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• es sei die Inventarisierung der Geschäftsräumlichkeiten im 2. Oberge-
schoss der Geschäftsliegenschaft unterblieben, denn dies ist vom Kon-
kursamt auf Hinweis der Schuldnerin nachgeholt worden (act. 03, S. 2; 
aufgelegtes Konkursinventar, act. 03.1.12, S. 4 f.);

• es sei ein im Eigentum eines Dritten stehender Personenwagen BMW 
nicht inventarisiert worden, denn dessen Inventarisierung ist unter der 
Inventar-Nr. 40 erfolgt (act. 03.1.12, S. 5);

• es würden die von der PL. SA, Luxembourg, als ihr Drittgut angespro-
chenen Spritzgusswerkzeuge die Inventar-Nr. 53 betreffen, denn diese 
sind unter der Inventar-Nr. 61 inventarisiert worden (act. 03.1.12, S. 7);

• es sei die Schätzung der Inventar-Nr. 61 (Spritzgusswerkzeuge) mit einer 
Spannweite von Fr. 0.— bis Fr. 6 Mio. vollkommen unklar, denn im auf-
gelegten Inventar ist die konkursamtliche Schätzung mit Fr. 3 Mio. ange-
geben, verbunden mit der Bemerkung "Versicherungswert Fr. 6 Mio., nur 
bei Weiterführung des Betriebes, andernfalls wertlos";

• es fehle die Liste mit den Standorten der Spritzgusswerkzeuge, auf wel-
che im Konkursinventar verweisen werde, denn diese Liste liegt dem pu-
blizierten Konkursinventar bei (act. 03.1.15);

• es habe das Konkursamt eine von der Beschwerdeführerin A. bereits am 
8. September 2004 eingegebene Liste mit in ihrem Privateigentum ste-
henden Gegenständen vollständig ignoriert, denn sowohl die Inventari-
sierung dieser Gegenstände als auch die Vormerkung des Drittan-
spruchs von A. sind erfolgt (act. 03.1.12, S. 3-5, 11). Im Übrigen ist die 
Beschwerde in diesem Punkt unsubstantiiert, nachdem die Beschwerde-
führerinnen nicht im Einzelnen angeben, welche der gemeldeten Ge-
genstände im Inventar fehlen sollen.

3.a. Die Beschwerdeführerinnen machen weiter geltend, die Strafandro-
hung gemäss Art. 222 SchKG mache nur dann Sinn, wenn dem Schuldner über-
haupt die Gelegenheit zur Mitwirkung bei der Aufnahme des Konkursinventars 
gegeben werde, mit anderen Worten, es habe die Mitwirkungspflicht des Schuldners 
sein Mitwirkungsrecht zum Gegenstück. Die Mitwirkung von A. sei jedoch nicht er-
wünscht gewesen. Ausser einem Einvernahmeprotokoll und einem allgemeinen Ge-

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spräch hätten keine Kontakte zwischen ihr und dem Konkursamt stattgefunden, was 
indessen nicht an ihrer Bereitschaft gelegen habe, sondern daran, dass sie nicht 
über die anstehenden Schritte informiert worden sei. Der entsprechende Hinweis im 
Inventar, es sei unter Mitwirkung von A. erstellt worden, sei unzutreffend. Dies gelte 
sodann auch für den Ehemann der Beschwerdeführerin A., D., der ebenso wenig in 
das Geschehen mit einbezogen worden sei. Bei den vom Konkursamt wirklich bei-
gezogenen Personen - B. (Produktionsleiter) und Kurt C.- handle es sich nicht um 
Organe der Gesellschaft, sondern um einfache Angestellte, die ihre Auskünfte ohne 
das Wissen der Geschäftsführung erteilt hätten. Sie seien demnach gemäss Art. 30 
KOV nicht zur Abgabe von Erklärungen für die Gemeinschuldnerin autorisiert. Hinzu 
komme, dass diese Angestellten mit der Beschwerdeführerin bekanntlich in einem 
Rechtsstreit stünden, weshalb sie schon aus Gründen des Interessenkonflikts nicht 
bei der Zusammenstellung des Inventars hätten mitwirken dürfen.

b. Die Vorhaltungen sind zunächst in tatsächlicher Hinsicht insoweit un-
zutreffend, als die Schuldnerin einvernommen wurde, ihr Gelegenheit geboten 
wurde, Angaben über das Gesellschaftsvermögen zu machen und sie durch Überg-
abe einer Inventarliste davon Gebrauch machte. Schliesslich hat eine weitere Sit-
zung mit ihr zwecks Bereinigung des Konkursinventars stattgefunden. Ebenso ist 
aktenmässig belegt, dass der Verwaltungsratspräsidentin anschliessend die Mög-
lichkeit eröffnet wurde, zum Konkursinventar Stellung zu nehmen. Der pauschale 
Vorwurf, das Konkursamt habe Mitwirkungsrechte der Gemeinschuldnerin verletzt, 
ist zurückzuweisen.

c. Mit ihrer Rüge, die nicht autorisierten Mitarbeiter B. und C. hätten vom 
Konkursamt nicht befragt werden dürfen, vermengen die Beschwerdeführerinnen 
zwei verschiedene Aspekte des Vorgehens bei der Erstellung des Konkursinven-
tars. Zum einen ist von der Gemeinschuldnerin, und hier sind zweifellos die von 
Gesetzes wegen oder nach der Organisation der Gesellschaft zur Geschäftsführung 
berufenen Organe gemeint (vgl. Art. 30 Abs. 1 KOV), nach Erstellung des Konkur-
sinventar eine Erklärung zum Inventar einzuholen und zu protokollieren (Art. 228 
SchKG, Art. 29 f. KOV; vgl. dazu nachstehende Erwägung Ziff. 6). Bis es soweit ist, 
kann das Konkursamt indessen jede erdenkliche Erkenntnisquelle nutzen, die zur 
Erstellung und Verifizierung des Konkursinventars taugt. Insbesondere bietet der 
von den Beschwerdeführerinnen angerufene Art. 30 Abs. 1 KOV keinerlei Hand-
habe, das Konkursamt auf Auskünfte der Organe und eine Zusammenarbeit mit die-
sen zu beschränken. Das Konkursamt kann Behördenauskünfte einholen, Ge-
schäftsunterlagen heranziehen (Bilanzen, Erfolgsrechnungen, Auftragsbücher, 

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Buchhaltungsbelege etc.), Schätzer beiziehen (Art. 29 Abs. 2 KOV), aber eben auch 
Drittpersonen befragen, worunter auch die nicht mit der Geschäftsführung betrauten 
Arbeitnehmer der Gemeinschuldnerin fallen. Dies drängt sich namentlich in Fällen 
auf, in denen der Wille der Gesellschaftsorgane zur Zusammenarbeit mit den Kon-
kursbehörden zu wünschen übrig lässt und/oder begründeter Anlass zur Annahme 
besteht, deren Fachkompetenz oder aktuelles Wissen über die geschäftlichen Vor-
gänge und Art, Umfang oder Standort der vorhandenen Ressourcen sei unzurei-
chend. Letzteres ist sicher auch eine Frage der Grösse und Art des Unternehmens. 
Unter Umständen wissen die nicht geschäftsführenden Produktionsleiter und Vor-
arbeiter besser und aus erster Hand Bescheid über die vorhandenen Produktions-
mittel sowie Halb- und Fertigprodukte und deren Standorte. Dem Konkursamt ist 
mitnichten verwehrt, sich dieses wertvolle Wissen für die Erstellung des Konkursin-
ventars zu erschliessen. Der Sinn von Art. 91/222 SchKG besteht geradezu darin, 
auf diesem Weg zu verlässlichen Angaben über die Aktivmasse zu gelangen. 

d. Im Übrigen erscheinen die Einwände betreffend Befragung der Ange-
stellten B. und C. widersprüchlich, wenn handkehrum gerügt wird, der Ehemann 
oder Lebenspartner von A. sei ebenfalls nicht in das Geschehen miteinbezogen 
worden. Dieser ist nicht Organ der Gesellschaft, und es gibt keine Vorschrift, wo-
nach das Konkursamt Ehegatten von Gesellschaftsorganen zwecks Aufnahme des 
Konkursinventars zu befragen hat. Er war also  -wie die Angestellten B. und C.- nur 
zu befragen, wenn sein Wissen über die geschäftlichen Vorgänge der Inventarauf-
nahme förderlich war. Dies war anscheinend der Fall, und es fand eine Interpellation 
in gewissem Rahmen statt.

4.a. Die mehrheitlich unsubstantiiert gebliebenen Rügen, es seien "ganz 
allgemein sämtliche Wertangaben fiktiv, ungenau und basierten auf groben unwis-
senschaftlichen Schätzungen", sind zurückzuweisen. Gemäss Art. 227 SchKG ist 
im Inventar der Schätzungswert eines jeden Vermögensstücks zu verzeichnen. Aus 
dem Inventar sollte grundsätzlich die Vermögenslage des Schuldners so klar wie 
möglich ersichtlich sein. Bei der Schätzung der Vermögensbestandteile ist aller-
dings zu beachten, dass es sich um eine Zwangsvollstreckung handelt, weshalb die 
Vermögenswerte mit ihrem mutmasslichen Verwertungserlös aufzunehmen sind. 
Es ist nicht der Erstehungs-, Bilanz oder Versicherungswert, sondern der mutmass-
liche Verwertungserlös, also der Liquidationswert, massgeblich. Dieser ist natur-
gemäss mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Dem Konkursamt kommt bei der 
Schätzung der Inventarwerte denn auch ein weiter Ermessensspielraum zu. 

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b. Als Beispiele für die Einsetzung "irgendeines fiktiven Werts" nennen 
die Beschwerdeführerinnen die Inventar-Nr. 21 [recte 23] "5 PC's zum Teil mit Dru-
cker und Brenner" (geschätzt Fr. 5'000.—). Da dies leicht verwertbare Aktiven seien, 
hätte angegeben werden müssen, wie viele Drucker und Brenner vorhanden sind. 
Dasselbe gelte für die inventarisierten drei Personenwagen. Anstatt den genauen, 
leicht zu ermittelnden Eurotaxwert der Autos anzugeben, sei eine x-beliebige Zahl 
eingesetzt worden.

c. Angesichts der Dimensionen von gesamthaft inventarisierten Aktiven 
(Fr. 8.7 Mio.) und kollozierten Forderungen (Fr. 11 Mio.) erscheint es praktisch be-
langlos, wie viele von 5 inventarisierten Personal-Computern mit einem CD-Brenner 
und/oder einem Einzelplatzdrucker ausgestattet sind. Mit einem Schätzungswert 
von Fr. 1'000.— je Arbeitsplatz hat die Vorinstanz ihr Ermessen jedenfalls nicht 
überschritten. Analoges gilt für den Wert der inventarisierten drei Personenwagen 
(Nissan Micra 1.0, Jg. 12.1994, geschätzt Fr. 3'000.—; Renault Espace 2.2, Jg. 
08.1993, geschätzt Fr. 4'000.—; Renault Master T33 2 SD, Jg. 04.1998, geschätzt 
Fr. 7'000.—). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerinnen sind wissen-
schaftliche Untersuchungen nicht zu betreiben. Von der Einsetzung eines x-beliebi-
gen Werts durch die Vorinstanz kann nicht die Rede sein. Die vom Konkursamt 
eingesetzten Schätzungswerte entsprechen durchaus dem Durchschnittsangebot 
auf Occasionsmärkten im Internet (vgl. z.B. www.comparis.ch, www.autoscout.ch, 
www.car4you.ch, www.auto24.ch). Bei 2 Personenwagen handelt es sich ferner um 
über 10-jährige Fahrzeuge. In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, dass 
im Pfändungsverfahren in einem solchen Falle praxisgemäss eine Verwertung oft-
mals unterbleibt, weil es sich nicht lohnt. Falls die Verwertbarkeit überhaupt gege-
ben ist, lässt dies zumindest Rückschlüsse auf einen sehr tiefen Liquidationswert 
im Zwangsverwertungsverfahren ziehen.

5.a. Die Beschwerdeführerinnen rügen sodann, dass bei der Inventarposi-
tion Nr. 53 [recte: 61] der Hinweis fehle, wonach an den inventarisierten Spritzguss-
werkzeugen Ansprüche Dritter, nämlich der Firma PL. SA, geltend gemacht würden. 
Der entsprechende Aussonderungsprozess befinde sich in der Phase der Vermitt-
lung vor dem Kreisamt Maienfeld.

b. Gemäss Aktennotiz vom 13. April 2005 hat das Konkursamt Zb. die 
Schuldnerin darauf hingewiesen, dass es nicht angehe, Aktiven in der Bilanz der 
Konkursiten Unternehmung aufzuführen und gleichzeitig einen Drittanspruch gel-
tend zu machen. Wenn A. respektive die PL. SA den Drittanspruch nicht zurück-

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ziehe, sei Strafanzeige wegen Bilanzfälschung einzureichen. Im Beschwerdever-
fahren liess das Konkursamt vernehmen, es habe die Spritzgusswerkzeuge nicht 
als Eigentum der PL. SA akzeptiert, weil diese in der Bilanz der XY. vom 31.12.2003 
als Aktiven aufgeführt seien und die Rechnungen der Hersteller allesamt auf die IY. 
AG, respektive die XY. Ltd. lauteten. Im Weiteren seien bei der konkursitin keine 
Belege auffindbar gewesen, aus welchen entsprechende Zahlungen der PL. SA zu 
Gunsten der IY. AG respektive zu Gunsten der XY. Ltd. für die Übernahme der 
Werkzeuge hervorgingen. 

c. Unter den für das Konkursverfahren massgeblichen Gesichtspunkten 
lässt sich die Rechtsauffassung des Konkursamtes nicht halten. Gemäss Art. 225 
SchKG sind Sachen, welche als Eigentum dritter Personen bezeichnet oder von 
dritten Personen als ihr Eigentum beansprucht werden, unter Vormerkung dieses 
Umstandes gleichwohl im Inventar aufzuzeichnen. Nach ausdrücklicher gesetzli-
cher Vorgabe ist dabei unerheblich, ob der Drittansprecher selbst den Anspruch 
angemeldet hat oder die Sache vom Gemeinschuldner oder einer anderen Person 
als Dritteigentum bezeichnet wird (Art. 45 KOV). Dass A. wirtschaftliche Eigentüme-
rin der Drittansprecherin PL. SA sein soll, tut ebenfalls nichts zur Sache.

Das Erstellen des Inventars ist eine rein interne Massnahme der Konkursver-
waltung, die keine Wirkung gegenüber ausserhalb des Betreibungsverfahrens ste-
henden Dritten entfaltet (BGE 112 III 1, 90 III 19 E. 1). Da es sich beim Streit über 
den Bestand/Umfang eines Aussonderungsanspruchs um eine Frage des materiel-
len Rechts handelt, entscheiden darüber nicht die Vollstreckungsbehörden sondern 
der Sachrichter. Es ist dem Konkursamt unbenommen, gestellte Aussonderungsan-
sprüche Dritter namens der Masse anzuerkennen oder zurückzuweisen. Dies ist 
jedoch nicht ein Entscheid über Rechtsbestand, sondern vielmehr bloss die (vorläu-
fige) Einnahme einer Rechtsposition der Konkursmasse gegenüber dem Drittan-
spruch. Bei der vorangehenden Erstellung des Konkursinventars hat das Konkur-
samt bloss konkursrechtliche Fragen zu überprüfen. Die Beurteilung streitiger ma-
teriellrechtlicher Fragen fällt dabei nicht in seine Kompetenz. Namentlich hat es we-
der selbst nach materiellrechtlichen Gesichtspunkten abschliessend abzuklären, ob 
eine Forderung des Schuldners dem Grundsatz nach und in welchem Ausmass be-
gründet und durchsetzbar ist, noch ob die angemeldeten Aussonderungsansprüche 
objektiv rechtens sind. Daran ändert der Umstand nichts, dass vorliegend mit der 
Aufführung besagter Spritzgusswerkzeuge in der Bilanz der Konkursitin einerseits 
und mit der Bezeichnung dieser Waren als Eigentum der PL. SA andererseits ein 
Widerspruch in der Eigentumsfrage entsteht. Das Konkursamt ist nicht berufen, die-

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sen Widerspruch zu lösen, indem es die Vormerkung des Drittanspruchs im Kon-
kursinventar verweigert. Es hat lediglich zu prüfen, ob ein Drittanspruch hinreichend 
klar erhoben worden ist; wenn ja, liegt die unausweichliche Konsequenz in der Vor-
merkung gemäss Art. 225 SchKG. Vorliegend wurden die umstrittenen Spritzguss-
werkzeuge gemäss Sachverhaltsdarstellung des Konkursamtes bereits am Tag der 
Konkurseröffnung von der Gemeinschuldnerin als Eigentum der PL. SA bezeichnet. 
Das hat auch das Konkursamt erkannt. Insoweit ist die Beschwerde gutzuheissen. 
Das Konkursamt Zb. wird angewiesen, bei der Inventar-Nr. 61 den Dritteigentums-
anspruch der PL. SA, in der entsprechenden Kolonne vorzumerken. Falls das für 
die Konkursmasse handelnde Amt den Drittanspruch bestreitet, wird an gleicher 
Stelle üblicherweise und in Anwendung von Art. 242 Abs. 2 SchKG auf eine ent-
sprechende separate Verfügung des Konkursamtes hingewiesen. Aus dem Konkur-
sinventar und den eingereichten Akten ist zwar nicht ersichtlich, ob das Konkursamt 
eine derartige Verfügung im Sinne von Art. 242 Abs. 2 SchKG/36 KOV (Ansetzung 
einer Klagefrist) getroffen hat. Dies muss indessen angenommen werden, ange-
sichts der unwidersprochenen Sachdarstellung des Konkursamtes und der Tatsa-
che, dass die PL. SA beim Kreispräsidenten Maienfeld am oder vor dem 9. Mai 2005 
denn auch eine entsprechende Klage gegen die Konkursmasse zur Vermittlung an-
gemeldet hat. Insoweit erübrigt sich folglich eine Ergänzung des Konkursinventars.

6.a. Teilweise berechtigt ist schliesslich die Rüge, es seien die formellen 
Vorschriften beim Abschluss des Konkursinventars verletzt worden. Irrig ist hinge-
gen die Meinung der Beschwerdeführerinnen, es habe die Gemeinschuldnerin das 
Konkursinventar quasi als richtig anzuerkennen, bevor es aufgelegt werden dürfe.

b. Gemäss Art. 228 SchKG ist das Konkursinventar dem Schuldner vor-
zulegen, mit der Aufforderung, sich über dessen Vollständigkeit und Richtigkeit zu 
erklären, wobei diese Erklärung in das Inventar aufzunehmen und von ihm zu un-
terzeichnen ist. Art. 29 Abs. 3 und 4 KOV konkretisieren, dass der Schuldner dabei 
auf die Straffolgen einer unvollständigen Vermögensangabe ausdrücklich aufmerk-
sam zu machen ist und seine Erklärungen mit Bezug auf jede Abteilung des Inven-
tars zu protokollieren und von ihm zu unterzeichnen sind. Ist der Gemeinschuldner 
gestorben oder flüchtig, so hat das Konkursamt seine erwachsenen Hausgenossen 
zur Abgabe dieser Erklärungen anzuhalten (Art. 30 Abs. 1 KOV). Können die Er-
klärungen nicht erhältlich gemacht werden, so ist der Grund ihres Fehlens vorzu-
merken (Art. 30 Abs. 2 KOV). Gemäss Aktenlage (act. 03.1.7-9) und Vernehmlas-
sung scheint die Vorinstanz davon ausgegangen zu sein, dass die im Fürstentum 
Liechtenstein wohnhafte A. als einziges zeichnungsberechtigtes Organ einerseits 

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nicht bereit war, innert nützlicher Frist zwecks Erklärung zum Inventar und zu seiner 
Unterzeichnung zu erscheinen und andererseits die Zeit drängte. Es kann dahinge-
stellt bleiben, welches hier die genau zutreffenden Sachverhalte sind und ob die 
Gründe für ein Vorgehen des Amtes nach Art. 30 Abs. 2 KOV gegeben waren. Na-
mentlich kann offen bleiben, ob zureichende Gründe für die Terminverschiebungen 
durch A. gegeben waren. Wenn die Vorinstanz entschied, ihre Erklärung und Un-
terschrift seien nicht erhältlich, hätte sie diese Umstand und die Gründe jedenfalls 
im Konkursinventar protokollieren müssen. Das ist unterblieben (act. 03.1.12, S. 
13). Nachdem der vorliegende Entscheid aus anderen Gründen eine Abänderung 
des angefochtenen Konkursinventars zur Folge hat (Vormerkung des Drittan-
spruchs der PL. SA), ist zum Inventar die erneute Erklärung der Schuldnerin einzu-
holen; ausserdem ist es den Betroffenen erneut mitzuteilen beziehungsweise öf-
fentlich aufzulegen. Dabei ist hinsichtlich der Einholung der Schuldnererklärung 
nicht ohne Umschweife nach Art. 30 KOV zu verfahren, sondern vorab gemäss Art. 
228 SchKG/Art. 29 KOV, denn es kann nicht gesagt werden, es sei von vorneherein 
absehbar, dass die verantwortlichen Organe der Gemeinschuldnerin ihren entspre-
chenden Mitwirkungspflichten nicht nachkommen werden. 

7. Die Beschwerdeführerinnen beantragen einen Entscheid "unter ge-
setzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge". Das Gesetz bestimmt, dass es keine 
solchen Folgen gibt (Art. 20a Abs. 1 Satz 1 SchKG, Art. 61 Abs. 2 lit. a und Art. 62 
Abs. 2 GebV SchKG in Verbindung mit Art. 26 der kantonalen Vollziehungsverord-
nung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, GVV zum SchKG).

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das angefochtene Konkursin-
ventar teilweise aufgehoben und zur Ergänzung und Neuauflage im Sinne 
der Erwägungen an das Konkursamt Zb. zurückgewiesen.

2. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert zehn Tagen seit seiner schriftlichen Mit-
teilung beim Schweizerischen Bundesgericht Beschwerde geführt werden, 
sofern Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht werden will. Die Be-
schwerde ist schriftlich im Doppel beim Kantonsgerichtsausschuss einzurei-
chen.

5. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden
als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs  

Der Präsident: Der Aktuar: