# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b796a6c-da29-5735-91e9-d27b70ef02d8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.02.2014 100 2013 275
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-275_2014-02-05.pdf

## Full Text

100.2013.275U
DAM/COZ/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 5. Februar 2014

Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Conrad

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin

gegen

Einwohnergemeinde B.________
Baubewilligungsbehörde
Beschwerdegegnerin

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend Baupolizei; Wiederherstellung der Beschwerdefrist (Entscheid der Bau-, 
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 3. Juli 2013; RA 
Nr. 110/2013/285)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.02.2014, Nr. 100.2013.275U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ ist Eigentümerin des Grundstücks B.________ Gbbl. Nr. 1________, das 
in der Landwirtschaftszone liegt. Zusammen mit ihrem Ehemann, C.________, liess sie 
auf ihrer Parzelle eine Pergola, Fensterschiebewände für das Gartenhaus, einen 
Holzschopf, zwei Gartenhäuschen, eine Materialkiste, eine Holzdiele, ein Jacuzzi, zwei 
Aussentreppen und einen Fussweg zum …see errichten. Nach Aufforderung der 
Einwohnergemeinde (EG) B.________ reichte das Ehepaar am 1. Dezember 2010 mit 
Ergänzung vom 5. August 2011 für diese Objekte ein nachträgliches Baugesuch ein. 
Am 31. August 2012 verstarb C.________. Mit Verfügung vom 30. November 2012 
erteilte die EG B.________ eine Teilbaubewilligung für die Holzdiele und die 
Verglasung des Gartenhauses; für die übrigen baulichen Massnahmen verweigerte sie 
die nachträgliche Baubewilligung und ordnete die Wiederherstellung des rechtmäs-
sigen Zustands an.

B.

Am 30. April 2013 reichte A.________ ein Gesuch um Wiederherstellung der 
Beschwerdefrist und eine Baubeschwerde gegen die Verfügung der Gemeinde vom 
30. November 2012 bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern 
(BVE) ein. Diese verneinte die Voraussetzungen für die Fristwiederherstellung und trat 
auf die Beschwerde nicht ein.

C.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 2. August 2013 Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht erhoben. Sie beantragt, der Entscheid der BVE sei aufzuheben. 
Die Frist zur Einreichung der Beschwerde gegen die Verfügung der EG B.________ 
vom 30. November 2012 sei wiederherzustellen und die Vorinstanz sei anzuweisen, 
auf die Baubeschwerde vom 30. April 2013 einzutreten; eventualiter sei die Sache zur 
Beurteilung der Wiederherstellung der Beschwerdefrist an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.02.2014, Nr. 100.2013.275U, Seite 3

Die EG B.________ verweist in der Beschwerdeantwort vom 15. August 2013 auf ihre 
Ausführungen in den vorinstanzlichen Verfahren, ohne einen Antrag zu stellen. Die 
BVE schliesst mit Vernehmlassung vom gleichen Tag auf Abweisung der Beschwerde, 
soweit darauf einzutreten sei.

Am 9. September 2013 hat A.________ ein weiteres Beweismittel eingereicht, das den 
übrigen Verfahrensbeteiligten zugestellt worden ist.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 49 
Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Das gilt auch dann, 
wenn die Vorinstanz wie hier einen negativen Prozessentscheid gefällt hat (vgl. 
BVR 2006 S. 481 E. 1.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen 
VRPG, 1997, Art. 74 N. 2). Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, ist durch den angefochtenen Nichteintretensentscheid besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch BVR 2006 S. 481 E. 1.2).

1.2 Die BVE bemängelt, die Beschwerdeführerin lege erst in ihrer Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde etwas konkreter dar, weshalb sie ihre Baubeschwerde 
erst im April 2013 habe einreichen können. Die ergänzte Begründung des Gesuchs um 
Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist sei verspätet und könne nicht mehr 
berücksichtigt werden. Die Vorinstanz verweist in diesem Zusammenhang auf Art. 33 
Abs. 3 VRPG, wonach Antrag und Begründung bei fristgebundenen Eingaben innert 
der Frist eingereicht sein müssen. Darauf stützt sie offenbar ihren Antrag auf 
(teilweises) Nichteintreten. – Dieser Einwand überzeugt nicht. Die BVE übersieht, dass 
für die Zulässigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur die Begründung der 
Beschwerde – und nicht des im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Gesuchs um 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.02.2014, Nr. 100.2013.275U, Seite 4

Fristwiederherstellung – massgebend ist. Das Rechtsmittel gegen den 
Nichteintretensentscheid der BVE erfüllt die Begründungsanforderungen ohne weiteres 
(Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 VRPG). Die Beschwerdeführerin greift auch nicht 
Themen auf, die ausserhalb des Streitgegenstands liegen (vgl. zum Begriff statt vieler 
BVR 2011 S. 391 E. 2.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 72 N. 6). Zudem ist 
es grundsätzlich zulässig, neue Tatsachen und Beweismittel in das verwal-
tungsgerichtliche Verfahren einzubringen (Art. 25 VRPG; vgl. hinten E. 4.1). Auf die 
form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichterin oder 
Einzelrichter Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen oder -entscheide 
(Art. 57 Abs. 2 Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). 

2.

2.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdefrist gegen die Verfügung der Gemeinde 
vom 30. November 2012 abgelaufen war, als sich die Beschwerdeführerin mit 
Baubeschwerde vom 30. April 2013 an die BVE wendete. Streitig ist hingegen, ob die 
BVE zu Recht die Voraussetzungen zur Wiederherstellung der Beschwerdefrist 
verneint hat. Die Beschwerdeführerin bringt wie schon vor der BVE vor, die 
Fristversäumnis sei auf gesundheitliche Probleme zurückzuführen.

2.2 Ist eine Partei oder ihre Vertreterin bzw. ihr Vertreter durch einen anderen 
Grund als die mangelhafte Eröffnung unverschuldeterweise abgehalten worden, 
fristgerecht zu handeln, so wird die Frist wiederhergestellt, sofern die Partei unter 
Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht 
und die versäumte Rechtshandlung nachholt (Art. 43 Abs. 2 VRPG). Diese in der 
vorliegenden Fassung seit dem 1. Januar 2009 in Kraft stehende Bestimmung 
entspricht Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110; für den Wortlaut von Art. 43 
Abs. 2 VRPG in der ursprünglichen Fassung vgl. GS 1989 S. 287, wonach «ent-
schuldbare Gründe» für die Wiederherstellung der Frist vorausgesetzt waren). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.02.2014, Nr. 100.2013.275U, Seite 5

Ungeachtet des neuen Wortlauts kann heute an die bisherige kantonale Praxis 
angeknüpft und die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 50 Abs. 1 BGG 
berücksichtigt werden (vgl. Herzog/Daum, Die Umsetzung der Rechtsweggarantie im 
bernischen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, in BVR 2009 S. 1 ff., 25). 

2.3 Hinderungsgründe im Sinn von Art. 43 Abs. 2 VRPG liegen vor, wenn die 
säumige Person aus hinreichenden, objektiven oder subjektiven Gründen davon 
abgehalten worden ist, fristgerecht zu handeln oder eine Vertretung zu bestellen und 
wenn ihr auch keine Nachlässigkeit vorzuwerfen ist. Es muss sich um Gründe von 
einigem Gewicht handeln. Arbeitsüberlastung oder Ferien rechtfertigen keine 
Wiedereinsetzung, wohl aber eine schwere Erkrankung oder der unerwartete Tod 
naher Angehöriger (BVR 2003 S. 553 E. 2.1; VGE 2012/299 vom 3.10.2013 [zur Publ. 
in der BVR bestimmt], E. 3.2.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 43 N. 9; 
Amstutz/Arnold, in Basler Kommentar, 2. Aufl. 2011, Art. 50 BGG N. 3 ff.). Eine 
Krankheit, worunter die körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung fällt, 
kann ein unverschuldetes Hindernis bilden, wenn sie jegliches auf die Fristwahrung 
gerichtete Handeln, mithin auch die Bestellung einer Vertreterin bzw. eines Vertreters, 
verunmöglicht (vgl. Amstutz/Arnold, a.a.O., Art. 50 BGG N. 16 mit Hinweisen auf die 
Rechtsprechung). Dass es sich so verhält, ist mit einschlägigen Arztzeugnissen zu 
belegen. Arztzeugnisse unterliegen der freien Beweiswürdigung (Nina J. Frei, in Berner 
Kommentar, 2012, Art. 148 ZPO N. 12; vgl. auch Markus Müller, Bernische 
Verwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 2011, S. 61). Bestätigt ein Arztzeugnis bloss einen 
Krankheitszustand oder äussert es sich über den Gesundheitszustand nur in 
allgemeiner Weise, vermag dies den Anforderungen von Art. 43 Abs. 2 VRPG nicht zu 
genügen. Vielmehr ist erforderlich, dass im Zeugnis dargelegt wird, weshalb und 
inwiefern die betroffene Person die fristwahrende Handlung aus gesundheitlichen 
Gründen nicht vornehmen und auch nicht jemand anderen damit betrauen konnte 
(BVR 2005 S. 281 E. 2.3; VGE 2012/2 vom 22.5.2012, E. 3.2). Ein Hindernis vermag 
die Untätigkeit nur solange zu rechtfertigen, als es andauert 
(Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 43 N. 13). Es gilt als weggefallen, sobald es 
für die verhinderte Person objektiv und subjektiv zumutbar wird, selber tätig zu werden 
oder die Interessenwahrung an eine Drittperson zu übertragen (BVR 2005 S. 281 
E. 2.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 43 N. 14).

2.4 Die BVE hat erwogen, dass es der Beschwerdeführerin nicht gelungen sei, 
mittels der eingereichten Arztzeugnisse zu beweisen, dass sie unverschuldet daran 

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gehindert war, im massgebenden Zeitraum vom Dezember 2012 (Beginn der 
Rechtsmittelfrist) bis zum behaupteten Wegfall des Hinderungsgrunds am 31. März 
2013 ein Rechtsmittel gegen die Verfügung der Gemeinde vom 30. November 2012 
einzureichen oder eine Drittperson damit zu beauftragen. Die Unmöglichkeit zu 
handeln müsse ununterbrochen bis zum Wegfall des Hinderungsgrunds vorliegen. 
Dabei könne offenbleiben, ob es der Beschwerdeführerin während der Beschwerdefrist 
unmöglich war, fristgerecht zu handeln, da sie den Beweis für die ganze Zeitspanne 
nicht habe erbringen können. Ihre Vorbringen, die fast wörtlich den Arztzeugnissen 
entsprechen würden, seien knapp und allgemein gehalten. Es seien keine Gründe und 
Anhaltspunkte dafür ersichtlich, wie sich ihre Krankheit aufgrund der Trauerreaktion auf 
den Tod ihres Ehemanns konkret ausgewirkt habe, inwiefern sie dadurch beeinträchtigt 
und an jeglichem fristgerechten Handeln gehindert war. Anhaltspunkte für die Verhin-
derung seien beispielsweise eine kognitive Störung, eine Trübung des Bewusstseins 
oder ein Realitätsverlust, worüber die Arztzeugnisse keine Auskunft geben würden. 
Nicht nachvollziehbar sei daher, weshalb es der Beschwerdeführerin noch drei Monate 
nach dem Ableben ihres Ehemanns unmöglich war zu handeln oder einen Anwalt zu 
beauftragen, zumal sie in anderer Angelegenheit durch Rechtsanwalt D.________ 
vertreten war. Weiter hat die BVE erwogen, dass zwei der vier in ihrem Verfahren 
eingereichten Arztzeugnisse für ein Strafverfahren erstellt worden seien und sich daher 
einzig zur Teilnahme an diesem Verfahren äusserten. Das Strafverfahren sei aber mit 
dem vorliegenden, lange andauernden baurechtlichen Verfahren nicht vergleichbar 
(angefochtener Entscheid, E. 1g-j).

2.5 Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, die Arztzeugnisse seien nicht auf 
das Strafverfahren beschränkt, sondern nähmen auf sämtliche juristischen Verfahren 
im massgebenden Zeitraum Bezug. Die BVE habe den Sachverhalt insoweit 
unvollständig und fehlerhaft festgestellt. Aus den Arztzeugnissen gehe hervor, dass der 
Hinderungsgrund medizinischer Natur war (schwere Trauerreaktion). Diese 
Beeinträchtigung habe vom 1. November 2012 bis 31. März 2013 gedauert und der 
Beschwerdeführerin verunmöglicht, sich mit dem Teilbauabschlag und der 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu befassen, einen Willen für oder 
gegen die Baubeschwerde zu fassen und einen Anwalt zu beauftragen. Die Störung 
sei nach dem Tod ihres Ehemanns aufgetreten, weshalb der Hinderungsgrund 
unverschuldet sei. Allein diese Umstände seien wesentlich. Es könne nicht darauf 
ankommen, dass die Ärzte in ihren Zeugnissen keine medizinischen Fachbegriffe 
verwendeten. Zudem sei nicht generell, sondern im konkreten Fall mit Bezug auf die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.02.2014, Nr. 100.2013.275U, Seite 7

Erhebung der Baubeschwerde zu beurteilen, ob die Beschwerdeführerin nicht im Stand 
war, Entscheidungen zu treffen. Im hier interessierenden Verfahren sei eine 
anwaltliche Vertretung nicht in Betracht gekommen. Rechtsanwalt D.________, zu 
dem eine freundschaftliche Beziehung bestehe, habe sie und ihren Ehemann einzig in 
zwei anderen Beschwerdeverfahren betreffend Uferschutz und Strafverfahren wegen 
Bauens ohne Baubewilligung vertreten. Die von Rechtsanwalt D.________ im Oktober 
2012 eingereichte Beschwerde in Sachen ... sei in Eigenregie erhoben worden. Für 
das Beschwerdeverfahren vor der BVE gegen den Teilbauabschlag und die 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands hätte sie ihn ebenso wie einen 
anderen Rechtsvertreter instruieren müssen, wozu sie nicht in der Lage gewesen sei. 
Die Beschwerdeführerin reicht vor dem Verwaltungsgericht zwei weitere Arztzeugnisse 
ein, die den Hinderungsgrund bestätigen sollen (Beschwerdebeilage 2, act. 1C; 
act. 7A). 

3.

3.1 Dr. med. E.________, der Hausarzt der Beschwerdeführerin, bestätigt zunächst 
im Zeugnis vom 5. April 2013, dass die Beschwerdeführerin aus medizinischen 
Gründen vom 1. November 2012 bis 31. März 2013 nicht in der Lage gewesen sei, am 
laufenden Gerichtsverfahren teilzunehmen, Entscheide betreffend die hängigen 
juristischen Verfahren zu treffen und sich mit den entsprechenden Dossiers zu 
befassen (Vorakten BVE, Beilage 3 zum Wiederherstellungsgesuch). Seine Aussagen 
werden durch das Arztzeugnis vom 18. April 2013 von Prof. Dr. med. F.________ und 
Prof. Dr. phil. G.________ bestätigt, die am ...spital tätig sind (Vorakten BVE, Beilage 5 
zum Wiederherstellungsgesuch). Zudem halten die Ärzte fest, dass die 
Beschwerdeführerin durch den Tod ihres Ehemanns besonders hart und traumatisch 
getroffen worden sei und eine sehr schwierige Zeit durchlebt habe. Am 29. April 2013 
präzisiert Dr. med. E.________, dass die Unmöglichkeit, sich mit juristischen 
Angelegenheiten zu befassen, auf die sehr schwere Trauerreaktion, in welche die 
Beschwerdeführerin nach dem Tod ihres Ehemanns am 31. August 2012 gefallen sei, 
zurückzuführen sei. Es sei ihr unmöglich gewesen, im Zeitraum vom 1. November 
2012 bis 31. März 2013 Entscheide betreffend die hängigen juristischen Verfahren zu 
treffen und sich insbesondere mit der Angelegenheit des Teilbauabschlags zu 
befassen. Sie habe auch keinen Willen für das Einreichen einer Beschwerde bilden 
oder einen Anwalt beauftragen können (Vorakten BVE, Beilage 4 zum 

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Wiederherstellungsgesuch). Mit ihrem Zeugnis vom 13. Juni 2013 bestätigen 
Prof. Dr. med. F.________ und Prof. Dr. phil. G.________ ein weiteres persönliches 
Ereignis im November 2012 im Zusammenhang mit dem Tod des Ehemanns, welches 
die Beschwerdeführerin emotional erschüttert habe. Daraufhin sei sie nicht in der Lage 
gewesen, sich mit juristischen Angelegenheiten zu befassen (Vorakten BVE, Beilage 
19 zum Wiederherstellungsgesuch, nach pag. 38).

3.2 Aus den vor der BVE eingereichten Arztzeugnissen vom 5., 18. und 29. April 
2013 lässt sich zwar schliessen, dass die Beschwerdeführerin durch den Tod ihres 
Ehemanns psychisch stark belastet war. Für die Frage der Wiederherstellung der 
Beschwerdefrist ist aber entscheidend, ob, weshalb und inwiefern die 
Beschwerdeführerin die fristwahrenden Handlungen im Zusammenhang mit der 
Anfechtung der Verfügung der Gemeinde vom 30. November 2012 aus 
gesundheitlichen Gründen nicht rechtzeitig vornehmen und auch nicht jemand anderen 
damit betrauen konnte (vorne E. 2.3). Darauf geben die Arztzeugnisse keine konkrete 
Antwort. Weder die blosse Bestätigung eines Krankheitszustands noch das Nennen 
der Ursache (Trauerreaktion) für diesen Zustand genügt, um einen Wiederher-
stellungsgrund zu belegen, denn daraus lässt sich noch nicht ableiten, inwiefern die 
Krankheit zur Unmöglichkeit geführt haben soll, sich in irgendeiner Weise mit 
juristischen Verfahren zu befassen oder eine Vertretung beauftragen zu können. Nicht 
erforderlich ist, dass die Arztzeugnisse medizinische Fachausdrücke verwenden. Doch 
kann die Diagnose beispielsweise einer kognitiven Störung, einer Trübung des 
Bewusstseins oder eines Realitätsverlusts eine Folge der Trauerreaktion und 
gleichzeitig ein nachvollziehbarer Grund für die Unmöglichkeit sein, fristgerecht zu han-
deln. Eine solche oder ähnliche Präzisierung ist den vor der BVE eingereichten 
Arztzeugnissen aber nicht zu entnehmen. Insbesondere ist aus den Zeugnissen nicht 
ersichtlich, inwiefern es der Beschwerdeführerin unmöglich war, eine Vertretung zu 
bestellen. Im Arztzeugnis vom 29. April 2013 wird pauschal erwähnt, die 
Beschwerdeführerin habe keinen Willen bilden können, einen Anwalt zu beauftragen. 
Weshalb dies seit dem Tod des Ehemanns am 31. August 2012 bis zum Wegfall des 
Hinderungsgrunds am 31. März 2013 – mithin während über einem halben Jahr – nicht 
möglich war, wird in den Arztzeugnissen nicht näher ausgeführt. Nichts anderes ergibt 
sich aus dem Arztzeugnis vom 13. Juni 2013. Es wird nicht konkret benannt, weshalb 
die emotionale Erschütterung vom November 2012 zur Unmöglichkeit geführt haben 
soll, sich mit juristischen Angelegenheiten zu befassen und insbesondere eine 

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Vertretung beauftragen zu können. Ebenso wenig lässt das Arztzeugnis darauf 
schliessen, wie sich der Hinderungsgrund zeitlich ausgewirkt hat.

3.3 Nach dem Gesagten hat die BVE den Wiederherstellungsgrund aufgrund der ihr 
vorliegenden Arztzeugnisse zu Recht verneint.

4.

4.1 Im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht hat die Beschwerdeführerin zwei 
weitere Arztzeugnisse eingereicht. Gemäss Art. 25 VRPG dürfen die Parteien solange 
neue Tatsachen und Beweismittel in das Verfahren einbringen, als weder verfügt noch 
entschieden noch mit prozessleitender Verfügung das Beweisverfahren förmlich 
geschlossen worden ist. Demnach sind die beiden Zeugnisse von 
Dr. med. E.________ vom 28. Juli 2013 (Hausarzt; Beschwerdebeilage 2, act. 1C) 
sowie von Prof. Dr. med. F.________, Dr. med. H.________ und Prof. Dr. phil. 
G.________ vom 19. August 2013 (Ärzte ...spital; act. 7A) als neue Beweismittel vor 
Verwaltungsgericht zu berücksichtigen. 

4.2 Dr. med. E.________ führt in seinem Zeugnis vom 28. Juli 2013 aus, die 
Beschwerdeführerin sei zusätzlich durch eine lange verborgene Krankheit bzw. einen 
medizinischen Befund ihres Ehemanns und jahrelange Stalking-Vorfälle psychisch 
stark belastet worden. Sie habe sich nach dem Tod ihres Ehemanns 
alleinverantwortlich um drei mehrjährige juristische Verfahren kümmern müssen. 
Aufgrund des psychischen Ausnahmezustands sei sie in eine pathologische 
Trauerreaktion mit langdauernder Apraxie (Blockade der exekutiven Funktionen) und 
transienter (vorübergehender), aber einige Monate andauernder kognitiver 
Einschränkung geraten, welche dem Krankheitsbild einer akuten posttraumatischen 
Stressstörung entsprechen. In diesem Zustand könne zwar der Alltag bewältigt 
werden; es sei aber unmöglich, neu auftretende und insbesondere kognitiv 
anspruchsvolle Probleme zu analysieren und zu lösen. Daher habe sie keine 
Entscheide betreffend die hängigen, komplexen juristischen Verfahren treffen und sich 
vom 1. November 2012 bis 31. März 2013 nicht an laufenden Gerichtsverfahren 
beteiligen können. Erst im Verlauf des Monats März 2013 sei eine langsame 
medizinische Besserung eingetreten. Die Beschwerdeführerin habe daher die 

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kognitiven Fähigkeiten zur Inangriffnahme der hier interessierenden Streitsache Anfang 
April 2013 wiedererlangt. 

Prof. Dr. med. F.________, Dr. med. H.________ und Prof. Dr. phil. G.________ 
halten sodann in ihrem Zeugnis vom 19. August 2013 fest, dass der Ehemann der 
Beschwerdeführerin unter klinisch dramatischen Umständen verstarb, die sie direkt 
miterlebte. Sie habe aufgrund ihrer erschwerten Trauerarbeit ärztlich weiterbetreut 
werden müssen. Die Beschwerdeführerin sei während der ersten beiden Monate nach 
dem Ableben ihres Ehemanns in der Lage gewesen, die mit dem Todesfall verbun-
denen administrativen Angelegenheiten anzugehen. Im November 2012 sei sie mit 
einem für sie belastenden Hinweis über ihren Ehemann konfrontiert worden, der auf 
unerwartete Weise neue Fragen zur gemeinsam gelebten Partnerschaft zur Folge 
hatte. Dies habe zu einer erneuten emotionalen Erschütterung und zunehmenden 
physischen und psychischen Erschöpfung beigetragen. In der Folge habe sich die 
Beschwerdeführerin nicht mehr in der Lage gefühlt, sich belastenden Anforderungen 
und Aufgaben zu stellen. Im April 2013 habe sie sich aktiv im Sinn einer 
Neuorientierung mit ihrer Lebenssituation auseinanderzusetzen begonnen. 

4.3 Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass die nunmehr insgesamt sechs 
Arztzeugnisse sowohl zueinander als auch in sich widersprüchlich sind. So bestätigt 
Dr. med. E.________ einerseits, die Beschwerdeführerin sei nach dem Tod ihres 
Ehemanns in eine schwere Trauerreaktion geraten und aufgrund des daraus 
resultierenden Krankheitsbilds – vor Verwaltungsgericht erstmals konkretisiert als eine 
posttraumatische Stressstörung mit langdauernder Blockade der exekutiven 
Funktionen und einige Monate andauernder kognitiver Einschränkung – nicht mehr in 
der Lage gewesen, Entscheide betreffend die hängigen juristischen Verfahren zu 
treffen (Arztzeugnisse vom 29.4. und 28.7.2013). Andererseits soll es ihr aber möglich 
gewesen sein, während der ersten beiden Monate nach dem Ableben ihres Ehemanns 
nicht nur die mit dem Todesfall verbundenen administrativen Angelegenheiten zu 
erledigen (Arztzeugnis vom 19.8.2013), sondern sich auch alleinverantwortlich um drei 
juristische Verfahren zu kümmern (Arztzeugnis vom 28.7.2013); dies obschon ihr im 
selben Arztzeugnis die Fähigkeit abgesprochen wird, neu auftretende, kognitiv an-
spruchsvolle Probleme zu lösen und ihr das entsprechende Arztzeugnis lediglich die 
Fähigkeit attestiert, den automatisierten Alltag oft nur unbewusst bewältigen zu 
können. Aufgrund dieser widersprüchlichen Angaben bleibt unklar, wie sich die 

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Trauerreaktion der Beschwerdeführerin auf die Möglichkeit zu firstgerechtem Handeln 
ausgewirkt hat.

4.4 Weiteres kommt hinzu: Mit ihrem Arztzeugnis vom 18. April 2013 bestätigen die 
Ärzte des ...spitals das Zeugnis des Hausarzts vom 5. April 2013 «ohne 
Einschränkungen»; damit übereinstimmend nennen sie als Grund, den die 
Beschwerdeführerin am fristgerechten Handeln gehindert haben soll, die 
Trauerreaktion auf den Tod des Ehemanns. Sowohl im Arztzeugnis vom 13. Juni 2013 
als auch in jenem vom 19. August 2013 halten sie hingegen fest, die 
Beschwerdeführerin sei aufgrund einer emotionalen Erschütterung nicht in der Lage 
gewesen, sich mit juristischen Angelegenheiten zu befassen bzw. sich belastenden 
Anforderungen und Aufgaben zu stellen. Diese emotionale Erschütterung sei im 
November 2012 – das genaue Datum wird nicht genannt – eingetreten, nachdem die 
Beschwerdeführerin von einem belastenden Hinweis betreffend den Gesund-
heitszustand ihres verstorbenen Ehemanns erfahren habe. Die Ärzte des ...spitals 
attestieren der Beschwerdeführerin somit, durch den Tod ihres Ehemanns psychisch 
schwer getroffen gewesen zu sein; entscheidend für die Unmöglichkeit zu handeln 
scheint aber letztlich die emotionale Erschütterung aufgrund des im November 2012 
erhaltenen Hinweises über ihren Ehemann gewesen zu sein. Der Eintritt des 
Hinderungsgrunds wird dementsprechend auf den 1. November 2012 datiert und nicht 
auf den Zeitpunkt Anfang September 2012 unmittelbar nach dem Tod des Ehemanns. 
Dr. med. E.________ erwähnt den zusätzlichen medizinischen Befund in seinem 
Arztzeugnis vom 28. Juli 2013 zwar ebenfalls. Im Unterschied zu den Ärzten des 
...spitals wird die psychische Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin aber in der 
Folge mit der Trauerreaktion auf den Tod des Ehemanns begründet; von der 
emotionalen Erschütterung im November 2012 ist nicht mehr die Rede. Im Zeugnis 
vom 29. April 2013 hatte der Hausarzt denn auch einzig die Trauerreaktion als Ursache 
aufgeführt. Auch die Beschwerdeführerin selbst hält vor Verwaltungsgericht am Hinde-
rungsgrund der Trauerreaktion fest und führt aus, dieser sei durch den neu entdeckten, 
zusätzlichen medizinischen Befund des Ehemanns lediglich verstärkt worden 
(Beschwerde, Rz. 31). Aufgrund der widersprüchlichen Angaben in den Arztzeugnissen 
bleibt aber offen, wie sich die beiden genannten Ursachen für die psychischen 
Probleme – die Trauerreaktion nach dem Ableben des Ehemannes am 31. August 
2012 und die zusätzliche emotionale Erschütterung im November 2012 – zueinander 
verhalten und wie sie die Fähigkeit der Beschwerdeführerin zu handeln beeinflusst 
haben, namentlich auch in zeitlicher Hinsicht. Unklar bleiben auch die Auswirkungen 

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der angeblich jahrelangen Stalking-Vorfälle, die erstmals und nur im Zeugnis des 
Hausarzts vom 28. Juli 2013 erwähnt werden; in den Zeugnissen der Ärzte des 
...spitals wird diese Ursache überhaupt nicht angesprochen.

4.5 Im Übrigen wird in keinem der im verwaltungsgerichtlichen Verfahren 
nachgereichten Arztzeugnisse näher ausgeführt, weshalb es der Beschwerdeführerin 
nicht zumindest möglich gewesen sein soll, eine Vertretung in der vorliegenden 
Angelegenheit zu bestellen. Dafür hätte sie nicht kognitiv anspruchsvolle Probleme 
analysieren und lösen müssen (vgl. Arztzeugnis vom 28.7.2013); vielmehr hätte es 
ausgereicht, den Rechtsvertreter mit den Unterlagen des Baubewilligungs- und 
Wiederherstellungsverfahrens zu bedienen und ihm allenfalls ein paar zusätzliche 
Auskünfte zu geben. Die juristische Problemlösung wäre dann Sache des Rechtsver-
treters gewesen. Die pauschale Feststellung, dass die Beschwerdeführerin keinen 
Anwalt beauftragen konnte (Arztzeugnisse vom 28.7.2013 und 29.4.2013), genügt 
jedenfalls nicht (vgl. vorne E. 3.2).

4.6 Zusammenfassend vermögen auch die vor Verwaltungsgericht eingereichten 
Arztzeugnisse den Hinderungsgrund im Sinn von Art. 43 Abs. 2 VRPG nicht schlüssig 
zu belegen.

5.

5.1 Die Beschwerdeführerin stellt vor Verwaltungsgericht weitere Beweisanträge. 
Erscheint die Sachlage hinreichend abgeklärt und versprechen zusätzliche 
Erhebungen keine wesentlichen neuen Erkenntnisse, so brauchen keine weiteren 
Untersuchungen angestellt zu werden, selbst wenn noch nicht alle Möglichkeiten der 
Beweisführung ausgeschöpft worden sind. Ergibt eine vorweggenommene 
Beweiswürdigung, dass ein Beweis nicht dazu geeignet ist, das Beweisergebnis zu 
verändern oder den zu treffenden Entscheid zu beeinflussen, so kann auch unter dem 
Aspekt des rechtlichen Gehörs von der Beweisabnahme abgesehen werden (BVR 
2012 S. 52 E. 3.3.3, 2011 S. 97 E. 4.2.1; BGE 136 I 229 E. 5.3, 134 I 140 E. 5.3; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 18 N. 8 ff.). 

5.2 Die Beschwerdeführerin stellt zunächst den Antrag, Dr. med. E.________, 
Prof. Dr. phil. G.________ und Prof. Dr. med. F.________ seien als Zeugen 
einzuvernehmen. Die Ärzte haben sich bereits mit ihren Arztzeugnissen, die sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.02.2014, Nr. 100.2013.275U, Seite 13

mehrmals ergänzten und präzisierten, zum Krankheitszustand der Beschwerdeführerin 
geäussert. Eine Zeugeneinvernahme ist nicht angezeigt, da nicht ersichtlich ist, 
inwiefern die Ärzte entscheidwesentliche Auskünfte erteilen könnten, die sie nicht 
schon schriftlich in den Zeugnissen haben anbringen können. Allfällige weitere 
Äusserungen zum Befund über den Krankheitszustand des Ehemanns sind insofern 
nicht relevant, da sie die Widersprüchlichkeit der Arztzeugnisse bezüglich der geltend 
gemachten Hinderungsgründe nicht zu beseitigen vermöchten. Daher erübrigt sich die 
Befragung der Ärzte unter Ausschluss der Parteien. Dasselbe gilt für den 
Beweisantrag, bei den genannten Ärzten seien auf dem schriftlichen Weg zusätzliche 
Auskünfte einzuholen.

5.3 Weiter beantragt die Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt D.________ sei als 
Zeuge einzuvernehmen. Rechtsanwalt D.________ war mit dem hier interessierenden 
Verfahren aber nicht betraut; seinen Aussagen kann deshalb von vornherein nur ein 
beschränkter Beweiswert zukommen. Weiter widerspricht der Einwand der 
Beschwerdeführerin, sie habe ihm im Verfahren ... keine Instruktionen erteilen können 
und er habe im Oktober 2012 in Eigenregie Beschwerde erhoben (Beschwerde, 
Rz. 24), der Beurteilung der Ärzte. Danach war es der Beschwerdeführerin im 
fraglichen Zeitpunkt sehr wohl möglich, die mit dem Todesfall verbundenen 
administrativen Angelegenheiten zu erledigen und sich auch um die weiteren 
juristischen Verfahren zu kümmern (vorne E. 4.3). Hinzu kommt, dass die 
Beschwerdefrist, die wiederhergestellt werden soll, erst mit der Zustellung der 
Verfügung der Gemeinde vom 30. November 2012 zu laufen begann. Für diesen 
Zeitraum sind die näheren Umstände der Mandatierung von Rechtsanwalt D.________ 
im Verfahren ... im Oktober 2012 nicht von Belang. Die Zeugeneinvernahme ist daher 
nicht geeignet, das Beweisergebnis zu verändern.

5.4 Schliesslich beantragt die Beschwerdeführerin, es sei ein ärztliches Gutachten 
anzuordnen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern mit einem Gutachten zum heutigen 
Zeitpunkt über den damaligen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin Beweis 
geführt werden könnte.

5.5 Insgesamt sind von den beantragten Beweismitteln keine neuen Erkenntnisse 
zu erwarten. Der Sachverhalt ist genügend abgeklärt. Die Beweisanträge werden 
daher abgewiesen. Bei dieser Ausgangslage durfte auch die BVE die gleich lautenden 
Beweisanträge ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs abweisen. Die Vorinstanz hat 
sich entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin auch nicht widersprüchlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.02.2014, Nr. 100.2013.275U, Seite 14

verhalten, indem sie die genannten Beweisanträge abgewiesen und gleichzeitig die 
Knappheit der Arztzeugnisse bemängelt hat. Wie erwähnt war es den Ärzten bereits 
damals möglich, in den Arztzeugnissen den Krankheitszustand und dessen 
Auswirkungen als Hinderungsgrund genügend konkret zu umschreiben. Dies war wie 
dargelegt nicht der Fall.

6.

6.1 Zusammenfassend ist nicht nachgewiesen, dass es der Beschwerdeführerin 
objektiv oder subjektiv unmöglich war, vor dem 30. April 2013 zu handeln bzw. eine 
Drittperson mit ihrer Interessenwahrung zu beauftragen. Die BVE hat Art. 43 Abs. 2 
VRPG demnach nicht verletzt, indem sie die Voraussetzungen für die 
Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist gegen die Verfügung der Gemeinde vom 
30. November 2012 verneint hat. Folgerichtig ist sie auf die Baubeschwerde wegen 
Verspätung nicht eingetreten.

6.2 Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.

7.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 bzw. 
Art. 104 Abs. 1 und 3 VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.02.2014, Nr. 100.2013.275U, Seite 15

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Beschwerdegegnerin
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.