# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6dcab14-0cbe-5b4c-baf9-c4641c83ad27
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-24
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 24.03.2021 S 2020 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-60_2021-03-24.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 24. März 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

AXA Versicherungen AG, Generaldirektion, General-Guisan-Strasse 40,
Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2020 60

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Urteil S 2020 60

A. Die Versicherte, A.________, Jahrgang 1961, war bei der C.________ als 
Hausangestellte tätig und in dieser Eigenschaft bei der AXA Versicherungen AG 
(nachfolgend AXA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 
versichert, als sie am 5. Oktober 2018 nach der Physiotherapiebehandlung von der Liege 
fiel und sich eine mehrfragmentäre, intraartikuläre Radiusfraktur rechts zuzog (AXA-
act. M3). Die AXA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen. Nach weiteren 
Abklärungen, unter anderem bei ihrem beratenden Arzt Dr. D.________ (AXA-act. M20), 
reduzierte die AXA die Taggeldleistungen mit Verfügung vom 20. September 2019 ab dem 
2. September 2019 auf 20 % und stellte diese sowie die Heilungskosten schliesslich per 
2. Oktober 2019 ganz ein (AXA-act. A37). Die dagegen erhobene Einsprache (AXA-
act. A39 und A42) wies die AXA mit Einspracheentscheid vom 3. April 2020 vollumfänglich 
ab (AXA-act. A46). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 18. Mai 2020 liess A.________ die 
Aufhebung des Einspracheentscheids vom 3. April 2020 sowie die Rückweisung der 
Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zwecks Einholung eines 
rheumatologischen/neurologischen Gutachtens inkl. EFL-Testung und anschliessendem 
Neuentscheid über ihre gesetzlichen Ansprüche beantragen; alles unter 
Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung liess die 
Beschwerdeführerin im Wesentlichen ausführen, die versicherungsinterne Beurteilung von 
Dr. D.________, auf die sich die Beschwerdegegnerin stütze, erweise sich als 
widersprüchlich und nicht schlüssig. Seine Beurteilung sei auch nicht umfassend. Des 
Weiteren stütze er sich bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf eine unvollständige 
Befundung und Würdigung der vorhandenen Symptome. Die Beschwerdegegnerin bleibe 
daher für die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
beweislos. Die funktionelle Leistungsfähigkeit sei usanzgemäss mittels eines EFL zu 
evaluieren. 

C. Mit Vernehmlassung vom 13. August 2020 beantragte die AXA die Abweisung der 
Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen Einspracheentscheid 
vom 3. April 2020 und verzichtete im Übrigen auf eine einlässliche Vernehmlassung. 

D. Mit Schreiben vom 18. August 2020 stellte das Gericht der Beschwerdeführerin 
die Vernehmlassung zur Kenntnisnahme zu. 

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Urteil S 2020 60

E. Mit Schreiben vom 19. August 2020 forderte das Verwaltungsgericht die 
Beschwerdegegnerin auf, dem Gericht die festgestellten fehlenden Aktenstücke einzu-
reichen; diese gingen am 24. August 2020 beim Gericht ein. Auf Ersuchen der 
Beschwerdeführerin wurden ihr diese in der Folge zugestellt. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 3. April 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1).

1.2 Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No-
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 5. Okto-
ber 2018 ereignet, weshalb – entsprechend den allgemeinen übergangsrechtlichen 
Regeln – die am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Normen auf den vorliegenden Fall 
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

1.3 Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Art. 83 ATSG sieht vor, 
dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim 
erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu 
beurteilende Beschwerde wurde am 18. Mai 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall 
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

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Urteil S 2020 60

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das 
Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der 
Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Die Beschwerdeführerin 
hat Wohnsitz in E.________, ZG. Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in 
Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die 
Beschwerdegegnerin erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 
3. April 2020. Die Beschwerdeschrift wurde am 18. Mai 2020 der Post übergeben und ging 
tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 
30-tägige Beschwerdefrist wurde somit unter Berücksichtigung der Verordnung über den 
Stillstand der Fristen in Zivil- und Verwaltungsverfahren zur Aufrechterhaltung der Justiz 
im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) vom 20. März 2020 (SR 173.110.4) 
– Fristenstillstand vom 21. März bis und mit dem 19. April 2020 – gewahrt. Die 
Beschwerdeschrift entspricht sodann den formellen Anforderungen an eine Beschwerde 
und die Beschwerdeführerin ist als von der Verfügung des Unfallversicherers direkt 
Betroffene zur Beschwerde legitimiert. Somit ist die Beschwerde vom Gericht zu prüfen. 
Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt 
grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines Nichtberufsunfalles oder einer 
Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte 
schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

3.2 Weiter setzt der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2). 

3.3 Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen. Ist die versicherte Person infolge des Unfalls 
voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 

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Urteil S 2020 60

UVG). Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt 
mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit 
dem Tod der versicherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG).

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Urteil S 2020 60

3.4 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die 
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 
ATSG). Der Gesetzgeber ging davon aus, dass eine lange Dauer anzunehmen ist, wenn 
diese mehr als sechs Monate dauert (Ueli Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, 
Art. 6 N 98).

Die bundesgerichtliche Rechtsprechung leitet die Pflicht der versicherten Person zur 
beruflichen Neueingliederung aus dem Gebot der Schadenminderungspflicht ab. Der 
Versicherte soll alles ihm Zumutbare unternehmen, um die erwerblichen Folgen seines 
Gesundheitsschadens bestmöglich zu mindern, denn die Sozialversicherung soll nicht 
Schäden ausgleichen müssen, welche der Versicherte durch zumutbare geeignete 
Vorkehren selbst beheben oder vermindern kann. Die durch die Pflicht zur 
Schadenminderung gebotene Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in einem anderen als 
dem angestammten Tätigkeitsbereich bildet aber die Ausnahme vom Grundsatz, wonach 
für die Bemessung der Arbeitsunfähigkeit auf die tatsächliche Einschränkung im zuletzt 
ausgeübten Beruf abzustellen ist. Sie setzt eine voraussichtlich dauernde 
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in der bisher ausgeübten Berufstätigkeit einerseits 
und einen stabilen Gesundheitszustand anderseits voraus; ein labiles gesundheitliches 
Geschehen von zeitlich beschränkter Dauer genügt nicht. Sind die sachlichen 
Voraussetzungen für ein Abstellen auf die Restarbeitsfähigkeit in einer 
leidensangepassten Tätigkeit gegeben und hat dies eine Herabsetzung oder Einstellung 
der Taggeldleistungen zur Folge, ist dem Versicherten sodann regelmässig eine 
Anpassungszeit zu gewähren, um sich auf die neue berufliche Situation einzustellen, 
namentlich eine geeignete Arbeit zu suchen. In der Praxis werden Anpassungsfristen von 
drei bis fünf Monaten als angemessen betrachtet (vgl. EVG U 108/05 vom 28. August 
2006 E. 2.3; U 301/02 vom 1. Oktober 2003 E. 1.3 sowie BGer 8C_889/2014 vom 23. Feb-
ruar 2015 E. 3.2).

Die Frage, ob und gegebenenfalls welche berufliche Neueingliederung von einem 
Versicherten im Rahmen seiner Pflicht zur Schadenminderung verlangt werden kann, 
beantwortet sich nach dem Grundsatz der Zumutbarkeit, der als Teilgehalt im 
verfassungsmässigen Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) enthalten ist. 
Vom Versicherten kann daher nur eine berufliche Umstellung verlangt werden, die ihm 

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unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des 
Einzelfalles zumutbar ist (EVG U 301/02 vom 1. Oktober 2003 vom E. 1.4).

3.5 Es ist Aufgabe des Unfallmediziners, sämtliche Auswirkungen eines Unfalles auf 
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, bezüglich welcher 
konkreten Tätigkeiten und in welchem Umfang der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die 
ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Unfallkausalität sowie der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten im Hinblick 
auf seine persönlichen Verhältnisse noch zugemutet werden können. Im Streitfall 
entscheidet der Richter (BGE 115 V 133 E. 2).

3.6 In der Würdigung der einzelnen Beweismittel ist der Richter frei resp. nicht an 
besondere Beweisregeln gebunden. Zu beachten ist dabei jedoch, dass der 
Sozialversicherungsrichter bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen darf, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die Rechtsprechung hat es mit 
dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar erachtet, in Bezug auf 
bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 
Beweiswürdigung aufzustellen. So ist namentlich den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf 
Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. 
Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug auf Berichte von Hausärzten – wie auch 
von behandelnden Fachärzten (BGer 8C_143/2019 vom 21. August 2019 E. 4.4.1) – der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

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aussagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Berichte der behandelnden 
Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von Expertise und Therapie grundsätzlich mit 
Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt, den 
behandelnden Spezialarzt und namentlich für den therapeutischen Psychiater mit seinem 
besonderen Vertrauensverhältnis zum Patienten, welches die geklagten Beschwerden als 
Faktum hinzunehmen hat (BGer 9C_420/2008 vom 23. September 2008 E. 3 mit 
zahlreichen Hinweisen). Immerhin verpflichtet aber jede substantiiert vorgetragene 
Einwendung den Richter, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die 
Beweiswürdigung folgend zu prüfen, ob sie in rechtserheblichen Fragen die Auffassungen 
und Schlussfolgerungen eines vom Gericht oder von der Verwaltung förmlich bestellten 
Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen ist (siehe zum Ganzen 
BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen Hinweisen). Schliesslich kommt auch den Berichten 
und Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 
erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 
Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt 
in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer 
Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als 
begründet erscheinen lassen. Bestehen indessen auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so 
sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGer 8C_677/2010 vom 16. Dezember 2010 
E. 4.5). 

4. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Beschwerdeführerin am 
5. Oktober 2018 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat. Die Beschwerdegegnerin hat 
denn zunächst auch entsprechende Versicherungsleistungen erbracht. Strittig und im 
Folgenden zu prüfen ist demgegenüber, ob die Beschwerdeführerin auch nach der von der 
Beschwerdegegnerin per 2. Oktober 2019 verfügten Leistungseinstellung weiterhin 
Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Den Akten ist im 
Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

4.1 Mit Unfallmeldung UVG vom 29. Oktober 2018 teilte die Arbeitgeberin der AXA 
mit, dass die Versicherte am 5. Oktober 2018 während der Physiotherapie in der 
Annahme, das Therapiebett sei runtergelassen, vom Bett gestiegen und dabei auf die 
rechte Hand gefallen sei (AXA-act. A1). Die Versicherte erlitt dabei eine mehrfragmentäre, 

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intraartikuläre Radiusfraktur rechts, welche noch am selben Tag im Kantonsspital 
F.________ operativ versorgt wurde (AXA-act. M5). 

4.2 Bei zunächst zeitgerechtem postoperativem Verlauf und angeordneter 
Ergotherapie, um die Sensibilität und den Bewegungsumfang zu verbessern (AXA-
act. M6), berichtete die Versicherte im Rahmen der Sprechstunde vom 28. Dezember 
2018 über einen verzögerten Verlauf mit vermehrter Schwellung im Bereich des 
Handgelenkes rechts, persistierende Schmerzen und eine vermehrt schweissige Hand. 
Radiologisch zeigten sich gute Stellungsverhältnisse. Klinisch wurden hingegen mehrere 
Anhaltspunkte für ein CRPS erhoben, weshalb die Ärzte des Kantonsspitals F.________ 
den Verdacht auf ein CRPS stellten und eine entsprechende Behandlung in die Wege 
leiteten (AXA-act. M8). 

4.3 Im weiteren Verlauf wurde ein CRPS, welches in der Ausprägung jedoch bereits 
deutlich regredient sei, bei sehr guten Stellungsverhältnissen mit fortschreitender 
Durchbauung der Fraktur, diagnostiziert (AXA-act. M14). 

4.4. Bei durchbauter Fraktur erfolgte am 12. Juni 2019 schliesslich die 
Osteosynthesematerialentfernung (AXA-act. M16). Die Materialentfernung brachte jedoch 
nicht die gewünschte Besserung, berichtete die Versicherte doch auch danach im Rahmen 
der Sprechstunde vom 18. Juli 2019 weiterhin über deutliche Schmerzen im Bereich des 
Handgelenks. Anamnestisch wurden sodann eine vermehrte Schweissbildung sowie 
Behaarung im Bereich des rechten Handgelenks festgehalten. Die Ärzte stellten eine leicht 
livide Verfärbung im Vergleich zur Gegenseite, eine Hyperhidrose, anamnestisch 
vermehrte Behaarung im Bereich des Handgelenks, eine Schwellung und 
Kribbelparästhesien im Bereich des Daumens sowie Dig. IV und V fest. In 
Zusammenschau der Befunde gingen die Ärzte von einem CRPS aus, weshalb sie die 
Grundbehandlung des CRPS mit Vitamin C, NSAR und Spiegeltherapie erneut einleiteten 
und die Versicherte an die Kollegen der Schmerztherapie überwiesen. Der Versicherten 
wurde weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in ihrer angestammten Tätigkeit als 
Raumpflegerin attestiert (AXA-act. M17). 

4.5 Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes veranlasste die AXA in der 
Folge eine chirurgisch-/traumatologische Untersuchung durch den beratenden Arzt 
Dr. med. D.________, Facharzt FMH Chirurgie. Doktor D.________ kam in seiner 
Beurteilung vom 2. September 2019 zum Schluss, dass kein Anhalt für ein florides CRPS 

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bestehe. Dies begründete er damit, dass sich an der rechten Hand kein 
Temperatursprung, keine Schwellung, keine Rötung, keine Glanzhaut, keine Veränderung 
des Haar- und Nagelwachstums sowie keine Hyperhidrosis zeigten. Weiter stellte 
Dr. D.________ im rechten Handgelenk eine Einschränkung bei Dorsalflexion und 
palmarer Flexion fest. Was die Arbeitsfähigkeit anbelangt, ging Dr. D.________ davon 
aus, dass ab dem Untersuchungstag vom 2. September 2019 wieder eine 100%ige 
Arbeitsfähigkeit als Reinigungsfrau vorliege; eventuell könne der Versicherten 
vorübergehend für vier Wochen noch ein erhöhter Pausenbedarf von 20 % zugestanden 
werden. Das Belastungsprofil beschrieb Dr. D.________ wie folgt: Zumutbar seien leichte 
bis mittelschwere Arbeiten, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten und ohne 
Tätigkeiten an stossenden, schlagenden und vibrierenden Maschinen für die rechte Hand. 
Weiter führte er aus, ein medizinischer Endzustand sei erreicht, von einer namhaften 
Verbesserung an der rechten Hand könne nicht mehr gesprochen werden, da eine volle 
Arbeitsfähigkeit vorliege. Schliesslich nahm Dr. D.________ auch noch zum Anspruch auf 
eine Integritätsentschädigung Stellung und merkte an, es liege keine unfallbedingte 
Einschränkung einer Körperfunktion vor, welche die entschädigungspflichtige 
Erheblichkeitsgrenze gemäss Art. 24 UVG erreichen würde. Betreffend die Vorakten führte 
Dr. D.________ aus, die Aktenlage sei vollständig und die Befundung nachvollziehbar. 
Nicht nachvollziehbar sei jedoch die bestätigte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 
100 % unter der Begründung eines CRPS. Die Kriterien hierzu seien zumindest bei der 
heutigen Untersuchung nicht erfüllt. Lediglich subjektiv angegebene Schmerzen 
begründeten diese Diagnose nicht. Abschliessend wies Dr. D.________ darauf hin, dass 
die Prognose gut sei und weitere Behandlungen, insbesondere Ergotherapie, nicht mehr 
notwendig seien. Von einer Miacalcic-Nasenspray-Therapie dürfe ebenfalls keine weitere 
Verbesserung nach jetzt ca. einem Jahr mehr erwartet werden. Die Versicherte sei zur 
intensiven Eigenbeübung aufgefordert worden, ob hierfür allerdings die notwendige 
Compliance bestehe, sei zumindest fraglich (AXA-act. M20). 

4.6 Im Rahmen des Einspracheverfahrens reichte die damalige Rechtsvertreterin der 
Versicherten einen Bericht von Dr. med. G.________, Facharzt für Anästhesiologie, 
Interventionelle Schmerztherapie SSIPM, vom 21. August 2019 zu den Akten. Darin wird 
anamnestisch eine intermittierende Schwellung des Handgelenks, eine livide Verfärbung 
inkl. der Finger, eine Veränderung der Nageltrophik (schnelleres Wachstum der Nägel an 
der betroffenen Hand), ein intermittierendes Warmwerden, eine deutliche Einschränkung 
der Beweglichkeit im Handgelenk sowie eine leicht ausgeprägte Hyperästhesie 
festgehalten. Im Rahmen der Untersuchung stellte Dr. G.________ eine leichte 

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Schwellung über dem Handgelenk, eine eingeschränkte Flexion/Extension auf 40 
respektive 30° und intermittierend Kribbelparästhesien in Dig 1 sowie 4 und 5 fest. Die 
Hauttemperatur war symmetrisch und eine Störung der Nageltrophik nicht sichtbar. 
Beurteilend kam Dr. G.________ zur Einschätzung, bei der Versicherten bestehe in 
Zusammenschau der anamnestischen und klinischen Befunde ein CRPS Typ 1 nach 
Budapester-Kriterien von Harden und Brühl. Der Symptombeginn des CRPS Typ 1 lasse 
sich nicht klar benennen, möglicherweise sei dies erst im Nachgang zur Metallentfernung 
vom Juni 2019 aufgetreten, obwohl retrospektiv auch bereits nach der Fraktur offenbar 
gewisse Anzeichen bestanden hätten. Er habe der Versicherten empfohlen, auch zum 
jetzigen Zeitpunkt die bereits eingeleiteten Massnahmen fortzusetzen und zusätzlich eine 
CRPS-spezifische Therapie einzuleiten (AXA-act. A42 B3). 

4.7 Mit E-Mail vom 4. Dezember 2019 beantwortete Dr. G.________ die von der 
damaligen Rechtsvertreterin gestellten Fragen. Bei der Versicherten bestünden die 
folgenden Diagnosen: CRPS Typ 1 mit/bei Status nach mehrfragmentärer intraartikulärer 
Radiusfraktur (5. Oktober 2018); Status nach offener Reposition, Unterfütterung mit 
Tutoplast und Plattenosteosynthese am 5. Oktober 2018; Status nach Metallentfernung 
am 12. Juni 2019 sowie arterielle Hypertonie. Doktor G.________ hielt überdies fest, dass 
eine Arbeitsfähigkeit aufgrund der persistierenden Schmerzen im Rahmen eines CRPS für 
die Tätigkeit der Reinigung weiterhin nicht gegeben sei. Denkbar sei allenfalls eine leichte 
Tätigkeit ohne Einsatz der rechten/dominanten Hand. Gut ein Jahr nach Beginn der CRPS 
typischen Symptome könne nicht von einem Endzustand ausgegangen werden, welcher 
durch Therapie nicht weiter verbessert werden könne. Die Therapie (Pharmakologisch, 
Ergotherapie) müsse fortgesetzt werden, da weiterhin mit einer Verbesserung gerechnet 
werden könne. Auch die gemäss Dr. D.________ fehlenden klinischen Kriterien würden 
für eine Verbesserung der CRPS-spezifischen Symptome sprechen, weshalb von einer 
partiellen Remission ausgegangen werden könne. Limitierend für die Arbeitsfähigkeit 
seien aber die persistierenden Schmerzen. Diesbezüglich verwies Dr. G.________ auf 
seinen Bericht vom 21. August 2019. Da noch kein Endzustand vorliege, könne die Frage 
nach einem Integritätsschaden noch nicht abschliessend geklärt werden. Abschliessend 
empfahl Dr. G.________ den Beizug eines Spezialisten aus einem anderen Fachgebiet 
als Chirurgie und schlug hierfür den Rheumatologen PD Dr. H.________ vor (AXA-
act. A42 B1). 

5. Wie sich aus den Akten ergibt, stützte sich die Beschwerdegegnerin bei der 
Leistungseinstellung vollumfänglich auf die Beurteilung ihres Vertrauensarztes 

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Dr. D.________ ab, wonach bei der Beschwerdeführerin ab dem 2. September 2019 
wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit als Reinigungsfrau vorliege und der Endzustand 
erreicht sei. Die Beschwerdeführerin bestreitet dies und stellt sich auf den Standpunkt, die 
Beurteilung von Dr. D.________ sei widersprüchlich und nicht schlüssig. Seine 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stütze sich auf eine unvollständige Befundung und 
Würdigung der vorhandenen Symptome. 

5.1 Grundsätzlich ist es zulässig, im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich gestützt 
auf intern eingeholte medizinische Unterlagen zu entscheiden. In solchen Fällen sind 
jedoch strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung in diesem Sinne zu stellen, dass 
bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGer 9C_341/2007 vom 
16. November 2007 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 157 E. 1d). 

5.2 In Würdigung der unter Erwägung 4 zitierten medizinischen Unterlagen ergibt sich, 
dass Dr. G.________ ein CRPS Typ 1 diagnostizierte und eine Arbeitsfähigkeit aufgrund 
der persistierenden Schmerzen im Rahmen eines CRPS für die Tätigkeit der Reinigung 
nicht als gegeben ansah, während der beratende Arzt der Unfallversicherung 
Dr. D.________ ein CRPS verneinte und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit als Reinigungsfrau 
annahm. Neben der unterschiedlichen Beurteilung hinsichtlich Diagnose und 
Arbeitsfähigkeit weichen die genannten Berichte auch in Bezug auf das allfällige Erreichen 
des Endzustandes diametral voneinander ab. Es liegen somit zwei komplett voneinander 
abweichende Einschätzungen vor und dies obwohl die beiden Beurteilungen fast zum 
gleichen Zeitpunkt bzw. in einer Zeitspanne von lediglich zwölf Tagen abgegeben wurden. 

Der Beschwerdegegnerin ist zwar Recht zu geben, dass Berichte von behandelnden 
Ärzten mit Vorsicht zu würdigen sind, da sie aufgrund ihrer auftragsrechtlichen 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen wohl eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. 
E. 3.6 vorstehend). Nichtdestotrotz können auch Berichte behandelnder Ärzte geeignet 
sein, die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen in 
Zweifel zu ziehen und damit Anlass zu ergänzenden Abklärungen geben, zumal hierfür 
bereits geringe Zweifel genügen. Daraus folgt, dass auch die von der versicherten Person 
aufgelegten Berichte bei der Beweiswürdigung mitzuberücksichtigen und daraufhin zu 
prüfen sind, ob sie auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
Feststellungen versicherungsinterner Ärzte wecken. Wird die Schlüssigkeit der 
Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren 

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Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, sind ergänzende Abklärungen im 
Sinne eines Gerichtsgutachtens oder eines verwaltungsexternen Gutachtens notwendig 
(vgl. dazu BGE 135 V 465 E. 4.6). 

Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend darauf hingewiesen hat, wurde bei der 
Beschwerdeführerin im Dezember 2018 der Verdacht auf ein CRPS gestellt (vgl. AXA-
act. M8), während im Februar 2019 bereits von einer deutlichen Regredienz der 
Ausprägung des CRPS die Rede war (vgl. AXA-act. M14). Soweit sich die 
Beschwerdegegnerin jedoch auf den Standpunkt stellt, die darauf folgenden Angaben zum 
Bestehen eines CRPS würden lediglich auf die subjektiven Beschreibungen der 
Beschwerdeführerin abstellen, kann ihr nicht gefolgt werden. Die Beschwerdegegnerin 
übersieht, dass anlässlich der Untersuchung vom 18. Juli 2019 neben den 
anamnestischen (deutliche Schmerzen, vermehrte Schweissbildung sowie Behaarung [vor 
der Sprechstunde entfernt], keine Verbesserung durch Physiotherapie, gleiche Schmerzen 
wie vor Metallentfernung) auch klinische Befunde eines CRPS erhoben wurden (livide 
Verfärbung, Hyperhidrosis, Schwellung, eingeschränkte Flexion/Extension). Zudem 
bestanden Kribbelparästhesien im Bereich des Daumens sowie Dig. IV und V (vgl. AXA-
act. M17). Es trifft daher nicht zu, dass die Diagnose eines CRPS im Juli 2019 lediglich 
gestützt auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin gestellt wurde. Vielmehr 
erfolgte die Diagnosestellung in Zusammenschau der anamnestischen und klinischen 
Befunde. Das Gleiche hat auch für die Beurteilung von Dr. G.________ vom 21. August 
2019 zu gelten. Doktor G.________ legte unter Hinweis auf die anamnestischen und 
klinischen Befunde nachvollziehbar und schlüssig dar, weshalb Ende August 2019 von 
einem CRPS Typ 1 auszugehen war (vgl. AXA-act. A42 B3). Demgegenüber konnte 
Dr. D.________ anlässlich der Untersuchung vom 2. September 2019 – mithin lediglich 
zwölf Tage später – keinen Anhalt für ein florides CRPS erkennen. Dies begründete er 
damit, dass kein Temperatursprung, keine Schwellung, keine Rötung, keine Glanzhaut, 
keine Veränderung des Haar- und Nagelwachstums und keine Hyperhidrosis feststellbar 
waren (vgl. AXA-act. M20 S. 4). Auffallend an der versicherungsinternen Beurteilung ist, 
dass Dr. D.________ der anderslautende Bericht von Dr. G.________ vom 21. August 
2019 nicht vorlag. Obwohl im Sprechstundenbericht des Kantonsspitals F.________ vom 
18. Juli 2019 darauf hingewiesen wurde, dass die Beschwerdeführerin zur Beurteilung in 
der Schmerztherapie aufgeboten werde (vgl. AXA-act. M17), hat die Beschwerdegegnerin 
ohne erkennbaren Grund darauf verzichtet, den entsprechenden Bericht anzufordern und 
stattdessen die versicherungsinterne Beurteilung bei ihrem beratenden Arzt in Auftrag 
gegeben. Die Beurteilung von Dr. D.________ erfolgte somit nicht in Kenntnis aller 

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relevanten Akten, war er doch gerade nicht im Bilde der lediglich wenige Tage zuvor bei 
Dr. G.________ durchgeführten Untersuchung und damit der von ihm diametral 
abweichenden Beurteilung des behandelnden Arztes.

Sodann ist mit der Beschwerdeführerin festzustellen, dass Dr. D.________ zwar eine 
eingeschränkte Beweglichkeit des rechten Handgelenks befundete (dorsale-/palmare 
Flexion 40-0-0 [vgl. AXA-act. M20 S. 4 f.]), diese Bewegungseinschränkung jedoch nicht 
weiter würdigte. Doktor D.________ stellte lediglich fest, dass die Beschwerdeführerin 
beim Hervorholen von Untersuchungsberichten aus ihrer Handtasche die rechte Hand 
benützt habe und sich dabei keinerlei Einschränkung erkennen liess (vgl. AXA-act. M20 
S. 5). Gestützt darauf ging der versicherungsinterne Arzt ab dem Untersuchungstag vom 
2. September 2019 wieder von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit als Reinigungsfrau aus. 
Wie die Beschwerdeführerin zutreffend darauf hingewiesen hat, überzeugt dies jedoch 
insofern nicht, als die Reinigungstätigkeit, die unzweifelhaft mit einer Belastung für das 
Handgelenk verbunden ist, mit dem Herausholen von Akten aus einer Tasche nicht 
verglichen werden kann. Die von Dr. D.________ angenommene 100%ige Arbeitsfähigkeit 
als Reinigungskraft bei gleichzeitig festgestellter Bewegungseinschränkung des rechten 
Handgelenks ist somit nicht nachvollziehbar, zumal mit den Ausführungen von 
Dr. G.________ eine davon abweichende Beurteilung vorliegt, die auch wenn sie vom 
behandelnden Arzt der Beschwerdeführerin stammt, zumindest geeignet ist, an den nicht 
vollumfänglich überzeugenden Feststellungen des versicherungsinternen Arztes gewisse 
Zweifel hervorzurufen. Doktor G.________ zeigte jedenfalls nachvollziehbar auf, weshalb 
die Tätigkeit in der Reinigung weiterhin nicht möglich ist (vgl. AXA-act. A42 B1). 

5.3  Nachdem die Beurteilung des versicherungsinternen Arztes nicht in Kenntnis 
sämtlicher relevanter Akten erfolgte und seine Einschätzung der 100%igen 
Arbeitsfähigkeit in der Reinigung unter Berücksichtigung der schlüssigen und 
nachvollziehbaren Beurteilung des behandelnden Arztes nicht vollumfänglich überzeugt, 
verbietet sich die Leistungseinstellung lediglich gestützt darauf, bestehen damit doch 
zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen von 
Dr. D.________. Der Sachverhalt bedarf daher ergänzender Abklärungen, zu welchem 
Zweck die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Nach Rückweisung der 
Sache zu weiteren Abklärungen wird die Beschwerdegegnerin eine externe fachärztliche 
Begutachtung durchzuführen haben, mit welcher zu klären sein wird, ob die 
Beschwerdeführerin an einem CRPS leidet und inwieweit sich die festgestellten 
Gesundheitsbeeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit als Reinigungskraft auswirken 

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bzw. ob die Beschwerdeführerin allenfalls Anspruch auf eine Integritätsentschädigung hat. 
Nach Beantwortung der noch offenen Fragen wird die Beschwerdegegnerin über den 
Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu zu befinden haben. 

6. Zusammenfassend erweist sich der medizinische Sachverhalt aufgrund der 
aktenkundigen Arztberichte als ungenügend abgeklärt, weshalb der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 3. April 2020 aufzuheben und die Sache zur ergänzenden 
Sachverhaltsabklärung im Sinne der Erwägungen und zum anschliessenden 
Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Insoweit erweist sich die 
Beschwerde als begründet, weshalb sie gutzuheissen ist.

7. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos (Art. 61 
lit. a ATSG). Ausgangsgemäss ist der Beschwerdeführerin eine vom Gericht nach 
Ermessen festgesetzte Parteientschädigung von Fr. 1'800.– (inklusive Barauslagen und 
MWST) zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einspracheentscheid 
vom 3. April 2020 aufgehoben und die Sache zu weiteren Abklärungen im Sinne 
der Erwägungen und zum anschliessenden Neuentscheid an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Der Beschwerdeführerin wird zulasten der Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung im Betrage von Fr. 1'800.– (inklusive Auslagen und MWST) 
zugesprochen

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die 
Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 24. März 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am