# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c92eb9f-8894-53ae-9963-dcfe6c1c328a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 18.12.2018 UH180364
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UH180364_2018-12-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UH180364-O/U/HEI 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident, Oberrichterin lic. iur. 

C. Gerwig, Oberrichter lic. iur. D. Oehninger und Gerichts- 

schreiber lic. iur. L. Künzli 

 

Beschluss vom 18. Dezember 2018 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin MLaw X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
Beschwerdegegnerin 

 

betreffend vorzeitige Verwertung (PW Aston Martin)   
 
Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft  
Winterthur/Unterland vom 25. September 2018, B-1/2015/10004637 
 
 

 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Staatsanwaltschaft Winterthur Unterland (vorliegend: Beschwerdegegnerin) 

führt seit März 2015 eine Strafuntersuchung gegen A._____ (vorliegend: Be-

schwerdeführer) wegen verschiedener Delikte zum Nachteil seiner ehemaligen 

Ehefrau B._____ (fortan: Geschädigte). In der Hauptsache geht es um die Er-

pressung und Veruntreuung von Schmuckstücken etc. im Wert von gesamthaft 

ca. Fr. 2.7 Mio. 

Am 14. Dezember 2015 beschlagnahmte die Beschwerdegegnerin das im Eigen-

tum des Beschwerdeführers stehende Fahrzeug Aston Martin Virage Coupé V12 

5.9-48 Touchtronic 2 (kurz: Aston Martin) in Anwendung von Art. 263 Abs. 1 lit.  

b-d StPO und Art. 71 Abs. 3 StGB (Ordner 1/Urk. 3/5). 

Die Beschwerdegegnerin rechnete mit einem rechtskräftigen Abschluss des 

Strafverfahrens innert üblicher Frist von zwei bis drei Jahren. Sie verzichtete da-

her einstweilen auf eine vorzeitige Verwertung des Fahrzeuges nach Art. 266 

Abs. 5 StPO (vgl. Urk. 5 S. 1/2). 

Der Beschwerdeführer blieb im Verlauf der Strafuntersuchung der anberaumten 

Schlusseinvernahme vom 28. November 2016 unentschuldigt fern (vgl. Ordner  

5/ Urk. 43/10). Er wurde – nachdem sein Aufenthaltsort nicht ermittelt werden und 

die amtliche Verteidigung ebenfalls keinen Kontakt zu ihm herstellen konnte – am 

21. März 2017 im Fahndungssystem RIPOL zur Verhaftung ausgeschrieben 

(Ordner 5/Urk. 45/1). Am 29. März 2017 sistierte die Beschwerdegegnerin das 

Strafverfahren und merkte vor, dass die Verjährung der Strafverfolgung am 

8. September 2030 eintrete (Ordner 5/Urk. 47). 

2. Der Beschwerdeführer entzog sich weiterhin der Strafuntersuchung; er konnte 

auch nicht verhaftet werden. Die Beschwerdegegnerin nahm daher eine Neubeur-

teilung der Sachlage vor und verfügte am 25. September 2018 die vorzeitige Ver-

wertung des Aston Martin (Urk. 5). 

- 3 - 

3.1 Die amtliche Verteidigung erhob (im wohlverstandenen Interesse des Be-

schwerdeführers [vgl. Urk. 2 S. 3 [Ziffer 4]) mit Eingabe vom 4. Oktober 2018 Be-

schwerde bei der hiesigen Kammer und beantragte im Hauptpunkt die (ersatzlo-

se) Aufhebung der Verwertungsverfügung (Urk. 2). Die Beschwerdegegnerin be-

antragt in ihrer Stellungnahme vom 17. Oktober 2018 die Abweisung der Be-

schwerde (Urk. 9). In ihrer Replik vom 5. November 2018 hält die amtliche Vertei-

digung des Beschwerdeführers an den gestellten Beschwerdeanträgen fest 

(Urk. 11). Seitens der Beschwerdegegnerin wurde mit Eingabe vom 20. Novem-

ber 2018 im Rahmen der Duplik ausdrücklich auf weitergehende Ausführungen 

verzichtet (Urk. 14). 

3.2 Der Fall erweist sich als spruchreif. Die angefochtene Verfügung unterliegt der 

Beschwerde (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO und § 49 GOG). Die weiteren Eintretens-

voraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass; auf die Beschwerde ist 

einzutreten. 

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung zum Ausdruck 

gebracht, mit der Durchführung von (vorzeitigen) Verwertungshandlungen bis zur 

(rechtskräftigen) Erledigung einer allfälligen Beschwerde zuwarten zu wollen (vgl. 

Urk. 5 S. 5 und 6). Die Kammer hatte daher (prozessleitend) von einer ausdrückli-

chen Gewährung der aufschiebenden Wirkung abgesehen, zumal auch seitens 

der amtlichen Verteidigung kein dahingehender Antrag gestellt worden war. 

II. 

1. Die Beschwerdegegnerin begründete die vorzeitige Verwertung in der ange-

fochtenen Verfügung zusammengefasst wie folgt (Urk. 5): Es gehe um eine Ab-

wägung der (zu erwartenden) Nettoerlöse bei einer vorzeitigen Verwertung bzw. 

bei einer Verwertung nach ordentlichem Verfahrensgang. Die Abwägung habe 

gezwungenermassen auf Schätzungen zu beruhen, die nach pflichtgemässem 

Ermessen vorzunehmen seien. Gemäss Bericht vom 18. April 2017 des Koordina-

tors Vermögenverwaltung/Verwertung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zü-

rich (kurz: Koordinator) seien vom fraglichen Fahrzeugtyp nur rund 1'000 Stück 

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produziert worden. Am 28. Oktober 2015 habe die C._____ AG den Wagen auf 

ca. Fr. 78'000.– geschätzt, wobei nach Vornahme der nötigen Reparaturarbeiten 

im Betrag von ca. Fr. 9'000.– mit einem Verkaufspreis von Fr. 105'000.– gerech-

net werden könne. Die aktuellen monatlichen Unterhaltskosten würden Fr. 257.– 

(Garage/Instandhaltung) bzw. jährlich Fr. 3'084.– betragen, und per Ende August 

2018 seien bereits Unterhaltskosten (und anderweitige Kosten) von Fr. 12'416.05 

angefallen. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor, d.h. seit der Ausschreibung 

im Frühjahr 2017, unbekannten Aufenthalts und entziehe sich seither der Strafun-

tersuchung. Bis zum Verjährungseintritt würden weitere Unterhaltskosten von 

Fr. 37'008.– (144 Monate à Fr. 257.–) hinzukommen. Gegenwärtig könne folglich 

mit einem Verwertungserlös von Fr. 65'583.95 gerechnet werden (Fr. 78'000.– 

abzüglich Fr. 12'416.05). Gehe man angesichts der ungewissen Wertentwicklung 

von einem gleichbleibenden Wert des Fahrzeugs aus, müssten bis zum Verjäh-

rungseintritt jedoch weitere Fr. 37'008.– abgezogen werden, was einen Verwer-

tungserlös von Fr. 28'575.95 ergäbe. Es sei folglich mit einer Reduktion des Net-

to-Verwertungserlöses von 56 % zu rechnen. Die Voraussetzungen für eine vor-

zeitige Verwertung (gegen den Willen des Beschwerdeführers) seien somit erfüllt. 

Sie sei auch verhältnismässig, da es dem Staat nicht zuzumuten sei, die Aufbe-

wahrungskosten bis allenfalls zum Verjährungseintritt zu tragen, wenn es der Be-

schwerdeführer in der Hand habe, die vorzeitige Verwertung durch Teilnahme am 

Strafverfahren zu verhindern. Ebenso wenig könne der Geschädigten zugemutet 

werden, eine Reduktion des möglichen Verwertungserlöses von Fr. 37'008.– bzw. 

um 56 % in Kauf zu nehmen. 

2. Dagegen wendet die amtliche Verteidigung in der Beschwerde das Folgende 

ein (Urk. 2): Die Beschwerdegegnerin habe das Kriterium der Kostspieligkeit nur 

oberflächlich geprüft. Sie unterstelle, dass der zu erwartende Verkaufserlös bloss 

gleichbleibend sein werde. Ausser Acht gelassen werde auch, dass mit relativ 

günstigen Reparaturarbeiten ein viel höherer Preis erzielt werden könne. Die Ver-

kehrswertschätzung der C._____ AG datiere vom 25. Oktober 2015, sei also be-

reits drei Jahre alt. Anhand einer neuen Schätzung könne die Preisentwicklung 

stichhaltiger nachvollzogen werden, was die Beschwerdegegnerin jedoch nicht 

angeordnet habe. Es sei auch nie abgeklärt worden, wie sich der Wert im Laufe 

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der Zeit entwickle. Die Schätzung äussere sich nur zum Ist-Zustand. Weiter treffe 

die Beschwerdegegnerin eine Pflicht zur sorgfältigen Verwaltung des beschlag-

nahmten Fahrzeuges. Sie hätte daher die relativ günstigen Reparaturarbeiten 

veranlassen müssen und gleichzeitig einen höheren Verkaufserlös erzielen kön-

nen. Es wäre unsorgfältig, die Gelegenheit von Mehreinnahmen ungenutzt ver-

streichen zu lassen. Der Wert des Fahrzeuges werde zunehmen, da es sich um 

ein auf 1'000 Stück limitiertes Modell handle. Jedenfalls könne nicht von einer üb-

lichen Abschreibung ausgegangen werden, was auch die C._____ AG geschrie-

ben habe. Dass der Beschwerdeführer am Strafverfahren nicht teilnehme, dürfe 

aufgrund des nemo-tenetur-Grundsatzes nicht gegen ihn verwendet werden. Ins-

gesamt habe die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt nicht sorgfältig abgeklärt. 

Da der jetzige Wert des Fahrzeuges nicht festgestellt worden sei und auch nicht 

feststehe, wie sich der Preis in den nächsten Jahren entwickle, könne auch das 

Kriterium der Kostspieligkeit nicht zuverlässig geprüft werden. 

3. In der Stellungnahme vom 17. Oktober 2017 rekapituliert die Beschwerdegeg-

nerin ihren Standpunkt und hält mit weitergehenden Argumenten an ihrer Auffas-

sung fest (Urk. 9), woraufhin die amtliche Verteidigung mit Eingabe vom 5. No-

vember 2018 replizierte (Urk. 11). 

4. Auf die Parteivorbringen ist nachfolgend – soweit es für die Entscheidfindung 

nötig ist und/oder mit Blick auf den Gehörsanspruch einer ausdrücklichen Ausei-

nandersetzung bedarf – näher einzugehen. 

5. Beim Entscheid über das Schicksal beschlagnahmter Gegenstände und Ver-

mögenswerte ist nach den Vorschriften im Sinne von Art. 267 StPO zu verfahren. 

Ausnahmsweise lässt das Gesetz jedoch eine Verwertung zu, bevor ein Ent-

scheid nach Art. 267 StPO ergangen ist: Beschlagnahmte Gegenstände, die einer 

schnellen Wertverminderung unterliegen oder einen kostspieligen Unterhalt erfor-

dern, sowie Wertpapiere oder andere Werte mit einem Börsen- oder Marktpreis 

können nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über 

Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) sofort verwertet werden. Der 

Erlös wird mit Beschlag belegt (Art. 266 Abs. 5 StPO), wobei über das Schicksal 

des Erlöses wiederum nach Art. 267 StPO zu entscheiden ist. 

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Kostspielig ist der Unterhalt, wenn die gesamten Unterhaltskosten für die voraus-

sichtliche Dauer der Beschlagnahme in einem Missverhältnis stehen zum Wert 

des beschlagnahmten Gegenstandes zuzüglich allfälliger Einkünfte (BOM-

MER/GOLDSCHMID, BSK StPO, 2. Auflage, Basel 2014, N 31 zu Art. 266 StPO). 

Vom Anwendungsbereich her betrifft Art. 266 Abs. 5 StPO nur die Beschlagnah-

me zur Einziehung von Gegenständen oder Vermögenswerten, seltener die Be-

schlagnahme zur Restitution, nicht jedoch die Beschlagnahme zur Kostende-

ckung oder allein zu Beweiszwecken (BOMMER/GOLDSCHMID, BSK StPO, a.a.O., 

N 30 zu Art. 266 StPO). 

Mit der hoheitlichen Gewalt über die Gegenstände und Vermögenswerte erwirbt 

die Strafverfolgungsbehörde auch eine Pflicht zu ihrer sorgfältigen Verwaltung. 

Die Regelung von Abs. 5 erscheint insofern als Ausdruck des Verhältnismässig-

keitsprinzips, den Schaden infolge der staatlichen Zwangsmassnahme möglichst 

gering zu halten. Sind die tatbeständlichen Voraussetzungen erfüllt, verdichtet 

sich das scheinbare behördliche Ermessen zu einer Pflicht, ein beschlagnahmtes 

Objekt vorzeitig zu verwerten (vgl. BOMMER/GOLDSCHMID, BSK StPO, a.a.O., N 32 

zu Art. 266 StPO). Grundsätzlich liegt die vorzeitige Verwertung daher einerseits 

im Interesse des Berechtigten, andererseits in demjenigen des Staates, der auf 

diese Weise eine sonst drohende Schadenersatzpflicht abwenden kann (BOM-

MER/GOLDSCHMID, BSK StPO, a.a.O., N 29 zu Art. 266 StPO, m.H. auf BGE 130 I 

360 E. 14.2 m.w.H.). 

Da es sich bei der vorzeitigen Verwertung beschlagnahmter Gegenstände um ei-

nen schweren Eingriff in die Eigentumsgarantie handelt, ist bei der Anwendung 

von Art. 266 Abs. 5 StPO Zurückhaltung geboten. Es ist insbesondere der Wille 

des Eigentümers zu berücksichtigen, der unter Umständen ein besonderes Affek-

tionsinteresse an einer Sache hat und bereit ist, die Unterhaltskosten zu über-

nehmen (HEIMGARTNER, Kommentar zur StPO, 2. Auflage, Zürich u.a. 2014, N 9 

zu Art. 266 StPO; vgl. BOMMER/GOLDSCHMID, BSK StPO, a.a.O., N 32 zu Art. 266 

StPO). 

http://links.weblaw.ch/BGE-130-I-360
http://links.weblaw.ch/BGE-130-I-360

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6.1 a) Die Beschwerdegegnerin hat bei der C._____ AG nach der polizeilichen Si-

cherstellung des Aston Martin einen Bericht über den Zustand und Wert des 

Fahrzeuges eingeholt. Der Bericht datiert vom 28. Oktober 2015 und umfasst       

– einschliesslich der Fotodokumentation – 32 Seiten (Ordner 1/Urk. 3/3). Bei der 

C._____ AG handelt es sich um ein privates Unternehmen, das sich unter Einsatz 

moderner Technologien und Kalkulationssysteme auf Dienstleistungen rund um 

die Erstellung von Zustandsberichten, Wertberechnungen etc. von Fahrzeugen 

spezialisiert hat (vgl. http://www.C._____.com/ueber-uns/portraet). Im Bericht 

wurde der Restwert des Aston Martin mit Fr. 78'123.– (Einkauf) und der erzielbare 

Wert (nach Instandstellung für über Fr. 9'000.–) mit Fr. 105'457 (Verkauf) ver-

merkt (Ordner 1/Urk. 3/3). 

Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Schätzung der C._____ AG, wie auch 

aus dem E-Mail vom 11. Dezember 2015 des zuständigen Sachbearbeiters her-

vorgeht (Ordner 1/Urk. 3/4). Letzterer konnte mit einem Experten der D._____ 

Rücksprache nehmen und in Erfahrung bringen, dass keine genaue Restwert-

prognose möglich sei, weil die Stückzahl der gebauten Fahrzeuge gering sei und 

folglich auch keine verlässlichen Referenzwerte (mangels ausreichend vorhande-

ner und regelmässig gehandelter Marktpreise) bestünden (a.a.O.).  

Der Koordinator klärte im April 2017 ab, ob zwischenzeitlich verlässlichere Refe-

renzwerte erhältlich gemacht werden könnten (Ordner 1/Urk. 3/10 bzw. 3/11). Er 

hielt hierzu fest, dass nach wie vor keine verlässlichen Vergleichswerte bestün-

den, und fügte an, laut C._____ AG dürfte sich der damalige Schätzungswert 

kaum verändert haben (a.a.O., 3/11). 

b) Ausgehend davon ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdegegnerin (in 

Zusammenarbeit mit dem Koordinator) den massgeblichen Sachverhaltsfragen 

rund um den beschlagnahmten Aston Martin nicht ausreichend nachgegangen 

sein sollte. Die Beschwerdegegnerin holte einen Bericht eines auf die Erstellung 

von Zustandsberichten, Wertberechnungen etc. von Fahrzeugen spezialisierten 

(privaten) Unternehmens ein. Da aufgrund fehlender Referenzwerte keine eigent-

liche Berechnung des Marktwertes möglich erschien, war die C._____ AG gehal-

ten, das Fahrzeug aufgrund eigener Erfahrungswerte etc. zu schätzen. Es besteht 

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kein Grund zur Annahme, dass der C._____ AG nicht die Fähigkeit oder Fach-

kompetenz zugebilligt werden kann, eine zuverlässige Verkehrswertschätzung 

abzugeben. Gegenteilige Anhaltspunkte werden auch in der Beschwerde nicht 

angeführt. Jedenfalls korrespondiert die Verkehrswertschätzung mit den unter 

www.autoscout24.ch publizierten Inseraten. Gegenwärtig stehen auf diesem On-

lineportal sechs Fahrzeuge des vorliegend interessierenden Typs (Aston Martin 

Virage Coupé V12 5.9-48 Touchtronic 2) zum Verkauf (Inseraten-Nr. …, …, …, 

…, … und …), wobei die Preise – je nach Km-Laufleistung, Ausstattung, Zustand 

etc. – zwischen Fr. 98'800.– und Fr. 139'900.– variieren. Anzumerken ist, dass die 

inserierten Verkaufspreise erfahrungsgemäss eher an der oberen Grenze liegen 

dürften (Preisvorstellung der Verkäuferschaft), und der vorliegend zur Diskussion 

stehende Aston Martin unbestreitbar erhebliche Gebrauchsspuren, kleinere 

Schäden etc. aufweist (vgl. Ordner 1/Urk. 3/3). 

Angesicht der im April 2017 getätigten Abklärungen ist auch nicht erkennbar, in-

wiefern aus einer aktuellen bzw. aktualisierten Verkehrswertschätzung stichhalti-

gere Angaben zum Wert und zur Preisentwicklung des Fahrzeugs hätten resultie-

ren sollen. Im Gegenteil ist es nicht zu beanstanden, wenn sich die Beschwerde-

gegnerin von dahingehenden Bemühungen keinen weiteren Informationsgewinn 

versprach und es bei den aktenkundigen Angaben bewenden liess. Es trifft wohl 

zu, dass sich der Wert "im Laufe der Zeit in irgendeine Richtung verändern" wird, 

wie die amtliche Verteidigung geltend macht (vgl. Urk. 2 S. 5 [Ziffer 10]). Der 

springende Punkt jedoch ist, dass hierzu keine verlässliche Prognose abgegeben 

werden kann. Der Koordinator hat zutreffend erklärt, bei einer Verwertung sei 

letztlich alles möglich, d.h. das Fahrzeug könnte teurer verkauft werden oder aber 

auch den geschätzten Wert gar nicht erreichen (Ordner 1/Urk. 3/11). Es darf zwar 

als allgemein bekannt vorausgesetzt werden, dass der Wert von seltenen Samm-

ler- und Liebhaberstücken in der Vergangenheit stets zugenommen hat. Von einer 

in diesem Sinne echten Rarität kann beim vorliegend interessierenden Aston Mar-

tin mit Baujahr 2012 trotz limitierter Stückzahl jedoch noch nicht ausgegangen 

werden, zumal die Fahrzeuge des nämlichen Typs bereits aktuell, d.h. nach rund 

5-6 Jahren, rund die Hälfte des ursprünglichen Kaufpreises eingebüsst haben 

(vgl. a.a.O., unter: www.autoscout24.ch). Auch wenn es sich unbestreitbar um ein 

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exklusives Auto handelt, trifft die Behauptung der amtlichen Verteidigung, der 

Wert des Fahrzeuges werde über die Jahre zunehmen, da es sich um ein auf 

1'000 Stück limitiertes Modell handle (Urk. 2 S. 6 [Ziffer 12]), in dieser absoluten 

und pauschalen Form jedenfalls nicht zu. Eher dürfte die Nachfrage für einen As-

ton Martin der vorliegenden Art mit (reinem) Verbrennungsmotor im Hochleis-

tungssegment (497 PS), mit hohen CO2-Emmissionswerten (349 g/km) und mit 

hohem Benzinverbrauch (durchschnittlich 15 l/100 km) (vgl. a.a.O., unter: 

www.autoscout24.ch) angesichts der umweltpolitischen Bestrebungen etc. sogar 

nachlassen und die (Wiederverkaufs-)Preise unter Druck geraten. 

Wie auch immer, eine zuverlässige Prognose kann jedenfalls nicht gestellt wer-

den. Wenn die Beschwerdegegnerin daher angesichts der vorhandenen Unwäg-

barkeiten für die kommenden Jahre (immerhin) von einem gleichbleibenden Wert 

ausgeht, liegt ihre Einschätzung durchaus im pflichtgemässen Ermessen. Umso 

mehr, als auch die C._____ AG im Juli 2018 von einem kaum veränderten Wert 

ausgegangen war (vgl. Ordner 1/Urk. 3/11). Ebenso ist es angesichts der Unwäg-

barkeiten verständlich, dass die Beschwerdegegnerin von der Instandstellung des 

Aston Martins für ca. Fr. 9'000.– abgesehen hat. Es ist völlig ungewiss, ob die 

(beträchtliche) Investition jemals wird über einen höheren Verkaufs- bzw. Netto-

Verwertungserlös realisiert werden können. Alles andere wäre Spekulation und 

hat nichts mit der Pflicht zur sorgfältigen Verwaltung zu tun. Letzterer ist die Be-

schwerdegegnerin ausreichend nachgekommen, indem sie einerseits das Fahr-

zeug fachgerecht lagert, um Standschäden möglichst zu vermeiden, und anderer-

seits nicht aus den Augen verloren hat, dass sich mit zunehmender Verfahrens-

dauer eine Situation eingestellt haben könnte, die eine vorzeitige Verwertung als 

geboten erscheinen lässt. 

Weiter durfte die Beschwerdegegnerin entgegen der Ansicht der amtlichen Ver-

teidigung erwägen, es sei dem Staat nicht zuzumuten, die laufenden Kosten al-

lenfalls bis zum Eintritt der Verjährung zu tragen, wenn es der Beschwerdeführer 

in der Hand hätte, die vorzeitige Verwertung durch Teilnahme am Strafverfahren 

zu verhindern (vgl. Urk. 2 S. 4 unten). Die Beschwerdegegnerin hat hier lediglich 

im Rahmen der Interessensabwägung zur Frage der Kostspieligkeit des Unter-

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halts gewichtet, dass der Beschwerdeführer durch seine Flucht die Dauer des 

Strafverfahrens hinauszögert und mit zunehmender Dauer die Interessen des 

Staates und der Geschädigten tangiert bzw. gefährdet (vgl. Urk. 5 S. 1/2 und 

Urk. 9 S. 3/4). Es versteht sich von selbst, dass sich die Verfahrensdauer einer 

Strafuntersuchung bei einer Teilnahme des Beschuldigten verkürzen würde und 

sich die Sachlage – wie noch zu Beginn der Untersuchung – mit Blick auf eine 

vorzeitige Verwertung anders präsentieren würde. Ein Mehreres lässt sich aus der 

fraglichen Erwägung daher nicht ableiten, namentlich keine Verletzung des 

Nemo-tenetur-Grundsatzes, wonach der Beschuldigte nicht gezwungen werden 

kann, sich selbst durch Aussagen oder sonstiges Verhalten zu belasten (vgl. ENG-

LER, BSK StPO, a.a.O., N 3 zu Art. 113 StPO). Abgesehen davon geht es auch 

nicht an, dass ein Beschuldigter einen Entscheid über eine vorzeitige Verwertung 

hinauszögern oder gar verhindern kann, indem er der Strafuntersuchung fern-

bleibt. Eine gezielte Nichtteilnahme des Beschuldigten am Strafverfahren darf 

dem Staat oder Geschädigten mit anderen Worten nicht zum Nachteil gereichen. 

Die monatlichen Unterhaltskosten sind unstrittig gegeben, ebenso die veran-

schlagte voraussichtliche Verfahrensdauer bis zum Eintritt der Verfolgungsverjäh-

rung. Der Beschwerdeführer entzieht sich seit längerer Zeit der Strafuntersu-

chung. Es ist ungewiss, ob er jemals verhaftet werden kann oder ob er sich am 

Verfahren beteiligen wird. Daraus resultieren mutmasslich anfallende Unterhalts-

kosten von mehr als Fr. 37'000.–. 

Selbst wenn der Aston Martin später einmal einen höheren Verkaufspreis von 

mehr als Fr. 100'000.– erzielen sollte, erschienen die Unterhaltskosten bis zum 

voraussichtlichen Abschluss des Strafverfahrens im Vergleich zum Wert des be-

schlagnahmten Fahrzeugs sehr hoch. Es bestünde ein Missverhältnis, das zur 

Bejahung der Voraussetzung der Kostspieligkeit im Sinne von Art. 266 

Abs. 5 StPO führt. Ferner wird in der Beschwerde nicht geltend gemacht, dass 

der Beschwerdeführer für die (gesamten) Unterhaltskosten aufkommen oder Si-

cherheiten leisten könnte, gegenteils wird von Mittellosigkeit ausgegangen 

(Urk. 2. S. 3 [Ziffer 4]). Ebenso wenig wird ein besonderes Affektionsinteresse an 

- 11 - 

der Sache geltend gemacht, wobei die erheblichen Gebrauchsspuren etc. eher in 

eine gegenteilige Richtung weisen. 

6.2 Insgesamt betrachtet ist es nicht zu beanstanden und hält vor Bundesrecht 

stand, wenn sich die Beschwerdegegnerin aufgrund der zwischenzeitlich eingetre-

tenen Situation dazu verpflichtet sieht, das Fahrzeug (gegen den mutmasslichen 

Willen) des Beschwerdeführers vorzeitig zu verwerten. Die Beschwerde ist abzu-

weisen. 

III. 

Bei diesem Ausgang hat der unterliegende Beschwerdeführer die Kosten des Be-

schwerdeverfahrens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). In Beachtung der Bemes-

sungskriterien von § 2 Abs. 1 lit. b-d GebV OG und gestützt auf § 17 Abs. 1 GebV 

OG ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 1'200.– festzusetzen.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung für diesen Verfahrensabschnitt sind, unter 

Vorbehalt der Rückzahlungspflicht nach Art. 135 Abs. 4 StPO, einstweilen auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. 

Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung für ihre im Beschwerdeverfahren 

getätigten Aufwendungen wird durch die das Strafverfahren abschliessende Be-

hörde festzusetzen sein (Art. 135 Abs. 2 StPO). 

 

Es wird beschlossen: 
 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'200.– festgesetzt. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Diejenigen der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Ge-

richtskasse genommen, unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht nach 

Art. 135 Abs. 4 StPO. Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung für ihre 

- 12 - 

im Beschwerdeverfahren getätigten Aufwendungen wird bei Abschluss des 

Strafverfahrens festzusetzen sein. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− die amtliche Verteidigung, zweifach, für sich und den Beschwerde-

führer, per Gerichtsurkunde 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad B-1/2015/10004637, 

gegen Empfangsbestätigung 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittelverfahren an: 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad B-1/2015/10004637, 

unter Rücksendung der eingereichten Akten, gegen Empfangsbestäti-

gung 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 
der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die wei-

teren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen 

Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes. 

 
Zürich, 18. Dezember 2018 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
Präsident: 

 
 

lic. iur. A. Flury 

Gerichtsschreiber: 
 
 

lic. iur. L. Künzli 
 

	Beschluss vom 18. Dezember 2018
	
	Erwägungen:
	I.
	II.

	III.
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'200.– festgesetzt.
	3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Diejenigen der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen, unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht nach Art. 135 Abs. 4 StPO. Die Entschädigung...
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 die amtliche Verteidigung, zweifach, für sich und den Beschwerde-führer, per Gerichtsurkunde
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad B-1/2015/10004637, gegen Empfangsbestätigung
	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelverfahren an:
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad B-1/2015/10004637, unter Rücksendung der eingereichten Akten, gegen Empfangsbestätigung

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art....