# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cf28c6e3-07c4-5bb4-a1e1-e404169503a2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 14.11.2017 S 2017 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2017-16_2017-11-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 16

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Meisser
RichterIn Moser, Audétat 

Aktuar Gross

URTEIL

vom 14. November 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. A._____ war seit dem 1. Oktober 2008 bei der B._____ AG als Chauffeur 

angestellt und in dieser Eigenschaft kollektiv krankentaggeldversichert. 

Aufgrund einer Bewusstseinsstörung (Ohnmachtsanfall) während einer 

Fahrt musste A._____ am 12. März 2011 die Tätigkeit als Chauffeur auf-

geben, nachdem ihm das Strassenverkehrsamt des Kantons Graubünden 

den Führerausweis für die Kategorie C und D (Car, Bus, LKW, Taxi) dau-

erhaft und jenen für den Personenwagen bis Ende 2012 entzogen hatte. 

Das bisherige Arbeitsverhältnis wurde einvernehmlich per 31. Oktober 

2011 aufgelöst.

2. Im Rahmen der Leistung von Krankentaggeldern kam es zwischen A.____ 

und der Krankenversicherung zu Meinungsverschiedenheiten, die zuerst 

zu den beiden Verfahren U 12 46 betreffend Versicherungsleistungen 

VVG/vorsorgliche Beweisaufnahme und S 13 32 betreffend Versiche-

rungsleistungen nach VVG führte. In der Folge kam es überdies zum Ver-

fahren S 14 87 gegen die IV-Stelle des Kantons Graubünden betreffend 

Nichtgewährung einer Invalidenrente, das mit Urteil vom 14. April 2016 

zur Gutheissung der Beschwerde von A._____ vor Verwaltungsgericht 

führte. Die angefochtene Verfügung vom 20. Juni 2014 wurde aufgeho-

ben und die Angelegenheit an die IV-Stelle zu neuem Entscheid im Sinne 

der Erwägungen zurückgewiesen (vgl. Ziff. 1 des Urteilsdispositivs). Zur 

Begründung des Invaliditätsgrads wurde in VGU S 14 87 E.3e [S. 19] fest-

gehalten:

"Wird dieses Invalideneinkommen dem massgeblichen Valideneinkommen von 
Fr. 60'582.-- (s. E.3a) gegenübergestellt, so zeigt sich, dass der Beschwerdefüh-
rer eine Erwerbseinbusse von Fr. 24'048.-- (Fr. 60'582.-- minus Fr. 36'534.--) er-
leidet, was einem gerundeten Invaliditätsgrad (vgl. BGE 130 V 121 E.3) von 
40 % (39.69495 %) entspricht. Aufgrund des Gesagten kann demnach davon 
ausgegangen werden, dass der Invaliditätsgrad ab Juni 2014 bei 40 % liegt und 
somit allenfalls ein Anspruch auf eine Viertelsrente besteht, sofern die übrigen 
Voraussetzungen für einen Rentenanspruch erfüllt sind, was die Beschwerde-
gegnerin abzuklären haben wird. Die angefochtene Verfügung erweist sich damit 
als rechtswidrig, weshalb sie aufzuheben ist. Die Angelegenheit ist infolgedes-
sen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach den Vorgaben 
des Gerichts den Anspruch nochmals prüfe und dementsprechend eine neue 
Verfügung bezüglich allfälliger Rentenzusprechung erlasse."

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3. Gestützt auf das Gerichtsgutachten von Prof. Dr. med. C._____ vom 15. 

Januar 2015 und das erwähnte Gerichtsurteil S 14 87 vom 14. April 2016 

kam die IV-Stelle in ihrem Vorbescheid vom 27. April 2016 zu folgenden 

Ergebnissen:
"Mai 2013 offensichtlich kein rentenbegründender IV-Grad 
April 2014 Invalideneinkommen von CHF 38'682.93 und IV-Grad von 36 %
20. Juni 2014 Invalideneinkommen von CHF 36'533.88 und IV-Grad von 40 %
Januar 2015 Invalideneinkommen von CHF 30'086.72 und IV-Grad von 50 %"

Sie stellte die Gewährung einer Viertelsrente ab 1. Juni 2014 bis 31. März 

2015 und einer halben IV-Rente ab 1. April 2015 in Aussicht. Mit detaillier-

tem Einwand vom 2. Mai 2016 verlangte A._____ verschiedene Korrektu-

ren und die Zuteilung von früheren und höheren IV-Renten. 

4. Mit Verfügung vom 14. Dezember 2016 bestätigte die IV-Stelle, nach Er-

gänzung der medizinischen Unterlagen, ihren Vorbescheid und gewährte 

eine Viertelsrente vom 1. Juni 2014 bis 31. März 2015 auf der Basis eines 

IV-Grads von 40 % und eine halbe Rente ab 1. April 2015 (IV-Grad 50 %).

5. Dagegen erhob A._____ (hiernach Beschwerdeführer genannt) am 24. 
Januar 2017 Einsprache (recte: Beschwerde) ans Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden mit dem Antrag um Korrektur des Falldatums auf 

den 13. März 2011. Laut erster IV-Anmeldung des Arztes habe seine Ar-

beitslosigkeit seit der Aufgabe der Tätigkeit als Chauffeur bestanden, und 

zwar zu 100 % seit dem 12. März 2011. Unter Berücksichtigung des Be-

richts der Klinik Valens vom 18. Oktober 2012 (mit EVAL-Abklärung vom 

14. Mai 2012 bis 23. November 2012) sei das ermittelte Valideneinkom-

men (Lohnsumme) korrekterweise von Fr. 60'000.-- auf Fr. 72'000.-- zu 

erhöhen. Dies ergebe eine Vollberentung ab der ersten IV-Anmeldung im 

April 2011 bis und mit heute von ca. 68 Monaten in der Höhe von rund  

Fr. 1'320.-- pro Monat, was total ca. Fr. 89'760.-- ergäbe. Der Beschwer-

deführer wohne nunmehr seit Februar 2015 in einem Zimmer in X._____ 

zu einem Wucherpreis von Fr. 750.-- pro Monat und er könne seine Fami-

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lie bereits seit fast vier Jahren nicht mehr besuchen. Das Verwaltungsge-

richt habe in seinem Urteil S 14 87 neue Abklärungen und Erhebungen 

angeordnet, welche aber durch die IV-Stelle nicht vorgenommen worden 

seien. Diese habe vielmehr lediglich die früheren Dokumente und ärztli-

chen Berichte verwendet, was nicht angehe. Bezüglich der massgeben-

den Lohnsumme habe das Verwaltungsgericht im Fall S 14 87 (IV-

Bereich) das Valideneinkommen mit Fr. 60'000.-- angenommen, im frühe-

ren Fall S 13 32 (Krankentaggeldbereich) jedoch noch eine Lohnsumme 

von Fr. 72'000.-- berücksichtigt. Zudem habe sich auch sein Gesund-

heitszustand verschlechtert. Der beigelegte pneumologische Befund des 

Kantonsspitals Graubünden vom 13. Januar 2017 belege eine Atem-

invalidität von über >51 %. Im letzten und in diesem Jahr habe er eine 

Lungenreduktion in der Uni-Klinik Zürich, eine Bauchspeicheldrüsenent-

zündung, Diabeteseinstellungen auf 4 Mal Insulin-Injektionen pro Tag, 

Wasseransammlung im Körper mit notfallmässiger Einlieferung ins Spital 

und viraler Infektion auf der Quarantäne erlitten. Diese Gesundheitsver-

schlechterungen seien von der Vorinstanz unberücksichtigt geblieben. 

6. In ihrer Vernehmlassung beantragte die IV-Stelle (Beschwerdegegnerin) 

die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung brachte sie vor, dass 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens die bestätigte Rentenzuspre-

chung sei, wobei der Sachverhalt bis zum Verfügungserlass am 14. De-

zember 2016 massgebend sei. Entgegen der Behauptung des Beschwer-

deführers habe sie sehr wohl neue Arztberichte berücksichtigt. Die von 

der Hochgebirgsklinik Davos am 10. und 20. August 2015, nach der Lun-

genoperation am 13. Juli 2015 durchgeführten Bodyplethysmographien 

hätten im Vergleich zur früheren Begutachtung vom 9. Januar 2015 

(FEV1-Wert von 28 % vom Sollwert) höhere FEV-1-Werte von 35 % und    

41 % ergeben. Insofern habe sich somit der Gesundheitszustand des Be-

schwerdeführers nicht verändert. Aus den Arztberichten des Kantonsspi-

tals Graubünden vom 17. Oktober 2016, 30. November 2016 und 13. Ja-

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nuar 2017 ergebe sich, dass der Beschwerdeführer weiterhin rauche (20 

Zigaretten pro Tag). Durch das Aufgeben des Rauchens könnte er sein 

Wohlbefinden verbessern und seiner Schadenminderungspflicht nach-

kommen. 

7. In seiner Replik führte der Beschwerdeführer aus, dass im Bericht von Dr. 

med. D._____, Oberarzt der Pneumologie im Kantonsspital Graubünden, 

bestätigt werde, dass bereits seine Ateminvalidität mehr als 51 % betrage. 

Dazu kämen noch seine Diabetes und die zusätzlichen gesundheitlichen 

Probleme. Der Bericht der Hochgebirgsklinik Davos sei irrelevant, da dort 

in den 21 Tagen Reha-Aufenthalt keine Lungenfunktionstests durchge-

führt worden seien. Es sei sicher eine neue Untersuchung nötig, da sich 

sein Gesundheitszustand ständig verschlechtere, was auch dem Krank-

heitsverlauf von COPD entspreche. Nach dem letzten 7-tägigen Aufent-

halt im Kantonsspital habe er das Rauchen vollständig aufgegeben (am 2. 

Januar 2017 aufgehört), was bisher jedoch nie ein Thema gewesen sei. 

Ob dies etwas nütze, sei bei den Fachleuten umstritten, da er sich auf der 

letzten Stufe von COPD Gold IV Stufe D befinde. Gesamtschweizerisch 

akzeptierten die Invalidenanstalten für COPD Gold III schon eine Arbeits-

unfähigkeit von 100 %. Auch der Gerichtsgutachter Prof. Dr. C._____ ge-

he bereits von COPD Gold IV Stufe D aus. Für die Arbeitslosenkasse sei 

er schon seit dem Jahre 2011 nicht mehr vermittelbar.

8. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik, da 

in der Replik keine neuen rechtserheblichen Vorbringen angeführt würden. 

9. In der Folge liess der Beschwerdeführer dem Gericht noch vier weitere 

Schreiben zukommen, worin er sein Erstaunen über den Verzicht einer 

Duplik durch die Beschwerdegegnerin kundtat, den Entzug des Führer-

scheins aus gesundheitlichen Gründen mitteilte, alle Argumente nochmals 

wiederholte - mit Hinweis auf die Unterstützung durch das Sozialamt 

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X._____ mit Fr. 950.-- pro Monat, wovon er Fr. 700.-- seiner Frau und 

seiner Tochter nach Kenia schicken würde. Die Beschwerdegegnerin ha-

be die viel zu tiefen Rentenzahlungen in Auftrag gegeben, was in keiner 

Weise akzeptiert werden könne. 

10. Diese Zusatzschreiben des Beschwerdeführers sind der Beschwerdegeg-

nerin zur Kenntnisnahme zugestellt worden, die darauf nicht reagierte.

Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit 

erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung (IVG; SR 831.29) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt 

vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfü-

gung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 14. Dezember 2016 

stellt somit ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche Zustän-

digkeit ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Als Adressat der strittigen Verfügung ist der Beschwerde-

führer berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-

bung oder Änderung auf (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

b) Beschwerdethema bildet vorliegend die Frage, ob die angefochtene Ver-

fügung bezüglich der Höhe der jeweils ermittelten Invaliditätsgrade (40 % 

für die Zeit von 1. Juni 2014 bis 31. März 2015 mit Anspruch auf Viertels-

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rente, sowie 50 % ab 1. April 2015 bis dato mit Anspruch auf halbe Rente) 

rechtens ist, oder ob ein höherer IV-Grad gerechtfertigt gewesen wäre, da 

einerseits auf ein zu tiefes Jahreseinkommen als Gesunder (Validenein-

kommen) abgestellt und andererseits die Verschlechterung des Gesund-

heitszustands des Beschwerdeführers zu wenig berücksichtigt wurde. 

2. a) Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden verursachte, 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit 

(Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), die die Folge von Geburtsgebre-

chen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Der rentenbe-

gründende Invaliditätsgrad ist in diesem Fall aufgrund eines Einkommens-

vergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Dazu 

wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-

fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein-

kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). 

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 

die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus 

der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. all-

gemeine Methode des Einkommensvergleiches; BGE 130 V 343 E.3.4.2, 

128 V 29 E.1). Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn ei-

ne versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Ein-

gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

kann, während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich zu mindestens 40 % im bisherigen Beruf oder Aufgaben-

bereich eingeschränkt gewesen ist und nach Ablauf dieses Jahres zu 

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mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG). Sind diese Vorausset-

zungen erfüllt, so steht der versicherten Person nach Ablauf von sechs 

Monaten nach Geltendmachung des Anspruchs, frühestens im Monat der 

Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 Abs. 1 IVG), bei einem Invali-

ditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertelsrente, bei einem Invaliditäts-

grad von mindestens 50 % eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditäts-

grad von 70 % eine ganze Rente zu (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

b) Strittig und zu klären ist vorliegend das Valideneinkommen. Während sich 

der Beschwerdeführer auf ein solches von Fr. 72'000.-- (mit Verweis auf 

VGU S 13 32) beruft, ist die Beschwerdegegnerin hier von einem tieferen 

Jahreseinkommen als Gesunder von Fr. 60'582.-- ausgegangen (vgl. be-

schwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 160-36/47). Das streitberufene Ge-

richt hält dazu fest, dass der Beschwerdeführer bereits im früheren Urteil 

S 14 87 die anfängliche Berücksichtigung eines höheren Jahreseinkom-

mens als Gesunder von Fr. 72'000.-- verlangte, die Beschwerdegegnerin 

allerdings bereits damals klar auf ein Valideneinkommen von Fr. 60'582.-- 

schloss (Bg-act. 182-2/4), was vom Gericht als zutreffend erachtet und 

somit geschützt wurde (vgl. VGU S 14 87 E.3a S. 16/17). Wörtlich und 

unmissverständlich wurde dort bereits rechtsverbindlich erkannt:

"Im Gegensatz zu den Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach laut Lohnausweis 
ein Einkommen von Fr. 72'000.-- nachgewiesen sei, können die Angaben der Beschwer-
degegnerin aufgrund der Akten leicht verifiziert werden. Wie sowohl dem IK-Auszug der 
Sozialversicherungsanstalt (IV-act. 14/5) als auch den Gehaltsauzügen der ehemaligen 
Arbeitgeberin (IV-act. 18/6 für das Jahr 2009 und IV-act. 18/7 für das Jahr 2010) ent-
nommen werden kann, erzielte der Beschwerdeführer als gesunder Chauffeur im Jahr 
2009 ein Bruttoeinkommen von Fr. 60'758.-- und im Folgejahr 2010 noch ein Bruttoein-
kommen von Fr. 58'339.--, womit es am ermittelten Jahreseinkommen ohne Gesund-
heitsschaden von Fr. 60'582.-- nichts auszusetzen gibt." 

Diese Ausführungen haben selbstverständlich nach wie vor volle Geltung, 

da der Beschwerdeführer seine angestammte Erwerbstätigkeit als Chauf-

feur nachweislich aus gesundheitlichen Gründen im Frühling 2011 aufge-

ben musste und danach nie wieder zu 100 % arbeits- und erwerbsfähig 

war. Diese Erkenntnis steht auch nicht mit dem Hinweis des Beschwerde-

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führers auf das Urteil S 13 32 E.3b (Krankentaggeld) in Widerspruch, 

wurde dort ohne Begründung oder vertiefte Prüfung doch nur auf "über-

einstimmende Parteiangaben" abgestellt und daraus eine Arbeitsunfähig-

keit von 19 % ermittelt, was noch nicht zur Ausrichtung von Taggeldern 

(erst ab 25 % geschuldet) reichte. Dem damals verwendeten Zahlenmate-

rial kann im aktuellen Verfahren betreffend nachvollziehbare und korrekte 

Ermittlung des IV-Grads daher keine Bedeutung zukommen. Nachdem 

der Beschwerdeführer diesbezüglich immer noch bloss die gleichen Ar-

gumente wie damals vorbringt, kann darauf vorliegend nicht mehr zurück-

gekommen werden, weshalb er mit dieser Rüge ins Leere stösst.

c) Aus medizinischer Sicht gilt es vorab klarzustellen, dass grundsätzlich nur 

die Akten (Gutachten, Abklärungsberichte, Unterlagen) bis zum Zeitpunkt 

des Verfügungserlasses am 14. Dezember 2016 massgebend und fallre-

levant sein können, andernfalls der gesetzliche Instanzenzug übersprun-

gen und die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin nach Be-

legen beurteilt würde, die dieser zum Zeitpunkt des Erlasses noch über-

haupt nicht bekannt waren und ihr daher für eine seriöse und umfassende 

Entscheidungsfindung eben auch noch nicht zur Verfügung standen. Laut 

Sachverhalt in VGU S 14 87 Ziff. 11-13 sind bereits damals folgende me-

dizinischen Aspekte, Gutachten und/oder Berichte berücksichtigt worden:

"11. Im Austrittsbericht vom 30. Juli 2015 des Universitätsspitals Zürich, Klinik für Thorax-
chirurgie (mit Aufenthalt vom 09.07.-30.07.2015), wurden dem Beschwerdeführer die 
Diagnosen gestellt: 1. COPD GOLD IV, Risikoklasse D; 2. Instabile AP-Beschwerden 
unklarer Ätiologie; 3. Diabetes mellitus Typ 2 (ED 2010); 4. Verdacht auf Lichen sclero-
sus zirkulär am inneren Präputialblatt; 5. Adipositas, BMI 30.7 kg/m2; 6. Allergien (Bläh-
magen). Es wurde zu Diagnose 1. die Fortsetzung der inhalativen Therapie verordnet.

12. Im Ergänzungsschreiben vom 8. September 2015 präzisierte Prof. Dr. med. C._____ 
auf Rückfrage noch, dass die körperliche Leistungsfähigkeit von der theoretischen Ar-
beitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit zu unterscheiden sei. Bei der Festle-
gung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit sei von einer ungefähren Verdop-
pelung des FEV1-Wertes ausgegangen worden (im Mai 2013: Nach RAD-Untersuchung 
ca. 96 % arbeitsfähig, da Sollwert 48 % [x 2]; im April 2014: Nach Dr. med. E._____ 72 
% arbeitsfähig, da Sollwert 36% [x 2]; im Juni 2014: Nach Prof. Dr. med. C._____ 68 % 
arbeitsfähig, da Sollwert geschätzt 34 % [x 2]; im Januar 2015: Auch nach Prof. Dr. med. 
C._____ noch 56 % arbeitsfähig, da Sollwert bei FEV1-Wert lediglich noch bei 28 % [x2]).

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13. Da die Beschwerdegegnerin die Bemessungsmethode von Prof. Dr. med. C._____ in 
Frage stellte, ergänzte der besagte Gutachter seine früheren Angaben und Schlussfolge-
rungen mit Schreiben vom 5. November 2015 noch wie folgt: Für die Bestimmung der 
medizinisch-theoretischen Ateminvalidität sei es üblich, die Messung nach der Methode 
„Scherrer“ anzuwenden (Ateminvalidität = Differenz zwischen Sollwert 100 % und 
tatsächlichem FEV1-Wert). Bei zusätzlicher Gasaustauschstörung oder bei Absinken 
des paO2 (Partialdruck für Sauerstoffaufnahme) unter Belastung werde der FEV1-Wert 
weiter abgerundet. Im Juni 2014 habe der FEV1-Wert beim Beschwerdeführer noch 36 
% des Sollwerts betragen, was einer Einschränkung ("Ateminvalidität") um 64 % (36 % x 
2 – 8 % [Gasaustauschstörung]) entsprochen habe. Für ihn bestehe kein Zweifel, dass 
der Beschwerdeführer im Juni 2014 in adaptierter Tätigkeit höchstens noch teilarbeits-
fähig gewesen sei."  

Diesen Feststellungen kommt nach wie vor volle Geltungskraft zu. 

d) Insoweit der Beschwerdeführer in der Beschwerde vom 27. Januar 2017 

ausdrücklich auf die Diagnose COPD GOLD IV Risikoklasse D (Bg-act. 

125-7/12; Bg-act. 174-10/21), auf die im Uni-Spital Zürich erfolgte Lun-

genreduktion (Bg-act. 173-2/6) sowie auf den Reha-Aufenthalt in der 

Hochgebirgsklinik Davos (Bg-act. 181-1/7 ff.) hinweist, gilt es festzuhal-

ten, dass diese Erkenntnisse und Dokumente schon im Urteil S 14 87 

vom 14. April 2016 detailliert aufgelistet (E.2c S.11-13) und danach ent-

sprechend umfassend gewürdigt (E.2d S.13-16) und somit bereits 

berücksichtigt wurden, so dass sie nun nicht zu einem höheren Invaliden-

einkommen führen können. Neu dazugekommen sind jedoch ein Aufent-

halt des Beschwerdeführers vom 13.-16. Juni 2016 im Kantonsspital 

Graubünden (mit Austrittsbericht vom 17. Juni 2016 [ELAR-act. 174-

18/21]) infolge einer akuten Pankreatitis unklarer Genese. Nach entspre-

chender Therapie konnte er dort bei insgesamt gutem Verlauf am 16. Juni 

2016 in die häusliche Umgebung entlassen werden. Irgendeine dauerhaf-

te Verschlechterung seines Gesundheitszustands mit Auswirkungen auf 

die Arbeitsfähigkeit ergibt sich daraus nicht. Ähnlich verhält es sich mit 

dem durch den Beschwerdeführer zu den Akten gelegten Abklärungsbe-

richt von Dr. med. D._____ des Kantonsspitals Graubünden vom 30. No-

vember 2016, worin nach den vorgenommenen Untersuchungen eine 

Ateminvalidität von über [grösser >] 51 % angegeben wird (beschwerde-

führerische Akten [Bf-act.] 2). Es wurde keine zwingende Indikation für ei-

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ne Heimsauerstofftherapie bestätigt, dem Patienten allerdings angeraten, 

den Tabakrauchkonsum vollständig zu sistieren. In der unter E.2c Ziff. 13 

hiervor erwähnten Ergänzung des Gerichtsgutachters Prof. Dr. med. 

C._____ vom 5. November 2015 (Bg-act. 149-2/3) wurde bereits explizit 

eine Ateminvalidität um 64 % berücksichtigt, sodass sich auch daraus 

eben keine relevante Gesundheitsverschlechterung ergeben kann. Weiter 

ist der Beschwerdeführer laut des von ihm beigelegten provisorischen 

Austrittsberichts vom 13. Januar 2017 (Spitalaufenthalt vom 6.-13. Januar 

2017) im Kantonsspital Graubünden notfallmässig bei infektexazerbierter 

chronisch obstruktiver Lungenerkrankung hospitalisiert worden (Bf-act. 1). 

Ob sich daraus eine massgebende Verschlechterung des Gesundheitszu-

stands des Beschwerdeführers ergeben hat, kann hier dahin gestellt blei-

ben, da zeitlich nur die gesundheitlichen Entwicklungen bis zur angefoch-

tenen Verfügung vom 14. Dezember 2016 zu berücksichtigen sind. Eine 

rentenrelevante Gesundheitsverschlechterung ist somit nicht nachgewie-

sen und der Verzicht der Beschwerdegegnerin auf die beantragten Ren-

tenerhöhungen der Beschwerdeführerin deshalb nicht zu beanstanden.

3. a) Die strittige Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 14. Dezember 2016 

ist demzufolge rechtens und vertretbar, was zu ihrer Bestätigung und zur 

Abweisung der Beschwerde vom 24. Januar 2017 führt. 

b) Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung 

von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Ver-

weigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver-

fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- 

bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs des Beschwerdever-

fahrens rechtfertigt es sich hier, dem unterliegenden Beschwerdeführer 

die Gerichtskosten von Fr. 700.-- zu überbinden (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG). 

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Eine aussergerichtliche (Partei-) Entschädigung steht der obsiegenden 

Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten von Fr. 700.--  gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]