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**Case Identifier:** 3e94cb92-4b88-5001-ab70-fc9677d1c8d3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.07.2019 100 2018 305
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-305_2019-07-31.pdf

## Full Text

100.2018.305U
HER/KUN/ROS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. Juli 2019

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Keller, Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Kummler 

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung infolge Straffälligkeit 
(Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
14. August 2018; 2018.POM.201)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.07.2019, Nr. 100.2018.305U, 
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Sachverhalt:

A.

Der kosovarische Staatsangehörige A.________ (geb. ... 1984) reiste am 
6. November 2005 in die Schweiz ein und erhielt gestützt auf die am 
25. August 2005 mit einer hier niederlassungsberechtigten Landsfrau ge-
schlossene Ehe eine Aufenthaltsbewilligung; 2010 erhielt er die Nieder-
lassungsbewilligung. Aus der Ehe gingen die drei Kinder …, … und … 
hervor (geb. 2007, 2009 und 2014). Nachdem A.________ bereits früher 
strafrechtlich in Erscheinung getreten war, verurteilte ihn das Obergericht 
des Kantons Aargau am 31. März 2016 in zweiter Instanz wegen 
versuchter schwerer Körperverletzung, Wucher, Hehlerei, Beschimpfung 
und Widerhandlung gegen das Waffengesetz unter anderem zu einer 
Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren. Am 18. September 2017 wurde er 
nach mehrmonatiger Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft und an-
schliessendem vorzeitigen Strafantritt bedingt aus dem Strafvollzug ent-
lassen. Am 30. Januar 2018 widerrief das Amt für Migration und Personen-
stand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), die Nieder-
lassungsbewilligung von A.________ und wies ihn unter Ansetzung einer 
Ausreisefrist aus der Schweiz weg. 

B.

Hiergegen erhob A.________ am 8. März 2018 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies die Be-
schwerde am 14. August 2018 ab, soweit sie darauf eintrat, und setzte ihm 
eine Ausreisefrist bis zum 25. September 2018. 

C.

Gegen den Entscheid der POM hat A.________ am 13. September 2018 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt, der angefochtene 
Entscheid und die Verfügung des MIP seien aufzuheben und die Nieder-

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lassungsbewilligung sei zu verlängern; eventuell sei eine Verwarnung aus-
zusprechen. Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 8. Oktober 2018 
die Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie einzutreten sei. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die im Übrigen form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist unter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach 
einzutreten.

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt neben der Aufhebung des ange-
fochtenen Entscheids auch diejenige der Verfügung des MIP sowie die Ver-
längerung seiner Niederlassungsbewilligung (vorne Bst. C). Da seiner Be-
schwerde an die POM voller Devolutiveffekt zugekommen und deren Ent-
scheid an die Stelle der Verfügung getreten ist, ist Anfechtungsobjekt vor 
dem Verwaltungsgericht ausschliesslich der Entscheid der POM. Soweit 
die Aufhebung der ursprünglichen Verfügung beantragt wird, ist auf die Be-
schwerde deshalb nicht einzutreten (BVR 2010 S. 411 E. 1.4; Merkli/
Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 60 
N. 7). Weiter werden, wie bereits die POM richtig erläutert hat (E. 1b), nach 
Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Aus-
länderinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und 
Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20; vor dem 1.1.2019 Bundesgesetz über 
die Ausländerinnen und Ausländer, AuG) Niederlassungsbewilligungen un-
befristet erteilt (vgl. auch hinten E. 2.1), weshalb der Beschwerdeführer bei 

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Gutheissung der Beschwerde ohnehin im Besitz der Nieder-
lassungsbewilligung bleiben würde. Mangels eines schutzwürdigen Inter-
esses ist deshalb auch insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. 
etwa VGE 2017/309 vom 13.7.2018 E. 1.2, 2016/241 vom 16.5.2017 
E. 1.2). 

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwer-
deführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz. 

2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingun-
gen erteilt (Art. 34 Abs. 1 AIG). Sie kann widerrufen werden, wenn die Aus-
länderin oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu 
einer solchen von mehr als einem Jahr verurteilt worden ist, wobei mehrere 
unterjährige Strafen nicht kumuliert werden dürfen und es keine Rolle 
spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde 
(Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. b AIG; BGE 139 I 31 E. 2.1). 
Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft erwachsen ist 
(BVR 2015 S. 391 E. 3.1, 2013 S. 543 E. 3.1). Der Widerrufsgrund der 
längerfristigen Freiheitsstrafe ist auch bei Ausländerinnen und Ausländern 
mit Niederlassungsbewilligung anwendbar, die sich seit mehr als 15 Jahren 
ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz aufgehalten haben 
(Art. 63 Abs. 2 AuG in der Fassung vom 19. Juni 2015 [AS 2016 S. 1249, 
1263]; BGer 2C_826/2018 vom 30.1.2019 E. 7.1).

2.2 Der Beschwerdeführer wurde am 31. März 2016 rechtskräftig unter 
anderem zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt (vgl. 
hinten E. 3.2). Damit hat er den Widerrufsgrund der längerfristigen Frei-
heitsstrafe gesetzt, wobei offengelassen werden kann, ob angesichts der 
konkreten Deliktsumstände zusätzlich der Widerrufsgrund gemäss Art. 63 
Abs. 1 Bst. b AIG (schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche Sicher-
heit und Ordnung) erfüllt ist (so angefochtener Entscheid E. 2c). Der Be-

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schwerdeführer anerkennt, den Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 Bst. a 
i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. b AIG gesetzt zu haben (Beschwerde S. 4). Er 
rügt allerdings die Unverhältnismässigkeit der Entfernungsmassnahme. 
– Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung sind 
auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur zulässig, wenn sie aufgrund 
der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnis-
mässig erscheinen (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und 
Art. 96 AIG). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen Interessen an 
der Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und 
Ordnung gegen die privaten Interessen der betroffenen Person am weite-
ren Verbleib in der Schweiz abzuwägen, wobei die Gesamtheit der rechts-
wesentlichen Umstände im Einzelfall zu berücksichtigen ist (vgl. 
BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 139 I 31 E. 2.3.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1). Beein-
trächtigt die Entfernungsmassnahme die weitere Pflege familiärer Be-
ziehungen oder das Privatleben (Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschen-
rechtskonvention [EMRK; SR 0.101]; Art. 13 Abs. 1 BV), bilden Grundlage 
dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV 
(BGE 144 II 1 E. 6.1, 143 I 21 E. 5.1; BVR 2015 S. 391 E. 4.1). Hat die be-
troffene Person minderjährige Kinder, sind in diese Prüfung ausserdem die 
nach dem Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des 
Kindes (KRK; SR 0.107) und Art. 11 BV zu berücksichtigenden Interessen 
im Zusammenhang mit dem Kindeswohl einzubeziehen (BGE 143 I 21 
E. 5.5.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1).

3.

Hinsichtlich des öffentlichen Interesses am Widerruf der Niederlassungs-
bewilligung ergibt sich Folgendes:

3.1 Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen Interesses ist das 
Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen Frei-
heitsstrafe auf sich geladen hat. Die Schwere des Verschuldens bemisst 
sich regelmässig nach der Höhe der vom Strafgericht verhängten Strafe 
(BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87], 129 II 215 E. 3.1). Praxis-
gemäss sprechen Freiheitsstrafen ab 24 Monaten für ein schweres Ver-

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schulden, da diese Fälle bereits als so gravierend eingestuft werden, dass 
der vollständige Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage kommt und min-
destens ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch aus fremden-
polizeilicher Sicht bedeutet eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 
mehr als 24 Monaten in jedem Fall einen sehr schwerwiegenden Verstoss 
gegen die schweizerische Rechtsordnung (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.3 und 
3.4, 135 II 377 E. 4.4, zur vorliegend infolge langer Aufenthaltsdauer zwar 
nicht anwendbaren sog. «Reneja-Praxis»; in Bezug auf die Beurteilung des 
Verschuldens sind die Erwägungen dennoch massgeblich).

3.2 Am 31. März 2016 verurteilte das Obergericht des Kantons Aargau 
den Beschwerdeführer in zweiter Instanz wegen versuchter schwerer 
Körperverletzung (begangen am 3.2.2014), Wuchers (begangen von Au-
gust 2010 bis 2013), Hehlerei (begangen im Mai 2013), Beschimpfung (be-
gangen am 3.2.2014) und Widerhandlung gegen das Waffengesetz (be-
gangen im Februar 2014) zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren 
und zu einer bedingten Geldstrafe von 300 Tagessätzen à Fr. 30.-- (Probe-
zeit: 3 Jahre; Urteil Obergericht in Akten MIDI pag. 196 ff.; vgl. auch Urteil 
Bezirksgericht Zofingen vom 30.7.2015 [Akten MIDI pag. 280 ff.]). Der Be-
schwerdeführer selber geht von einem «unbestritten verwerflichen Fehlver-
halten» aus (vgl. Beschwerde S. 5 und auch 12). – Bereits das Strafmass 
spricht für ein sehr schweres Verschulden, übersteigt dieses doch die 
Grenze, ab welcher unabhängig vom jeweiligen Delikt von einem sehr 
schwerwiegenden Verstoss gegen die schweizerische Rechtsordnung aus-
zugehen ist, um fast das Doppelte. Ins Gewicht fällt vor allem die mit 
seinem Bruder in Mittäterschaft begangene versuchte schwere Körper-
verletzung. Die beiden haben das Opfer, welches am Vortag dem Be-
schwerdeführer die Rückzahlung eines Darlehens von 300 Franken ver-
weigert hatte, mit einem Messer bewaffnet in einer Bar aufgesucht, wo es 
anschliessend zur Auseinandersetzung kam und der Bruder schliesslich 
zwei Mal mit grosser Wucht von hinten auf das Opfer einstach (vgl. Urteil 
Obergericht S. 11 f. und 26). Nach den Feststellungen des Strafgerichts 
war das Motiv der Auseinandersetzung einerseits die Rückforderung der 
300 Franken; andererseits ging es dem Beschwerdeführer auch um Prinzi-
pien, Ehre und Macht, nachdem das Opfer seiner ersten Zahlungsauf-
forderung keine Folge geleistet hatte (vgl. Urteil Obergericht S. 17 und 27). 

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Anlass und zugefügte Verletzung – diese hätte innert kürzester Zeit ein 
lebensgefährliches Ausmass annehmen können (vgl. Urteil Obergericht 
S. 26) – stehen demnach in einem krassen Missverhältnis (vgl. auch ange-
fochtener Entscheid E. 4a/bb). Die Rüge, dass bei der ausländerrechtlichen 
Würdigung fälschlicherweise verschuldensmildernde Umstände nicht ein-
bezogen worden seien, ist unbegründet: Im ausländerrechtlichen Verfahren 
verbleibt regelmässig kein Raum, um die strafrechtliche Beurteilung in Be-
zug auf das Verschulden zu relativieren (vgl. BVR 2012 S. 193 E. 4.4.4 am 
Ende; seither etwa VGE 2018/401 vom 27.5.2019 E. 4.2; BGer 2C_526/
2015 vom 15.11.2015 E. 2.3 mit Hinweis). Nichts anderes gilt hier. Das 
Strafgericht hat, wie der Beschwerdeführer einräumt, bei der Strafzu-
messung berücksichtigt, dass er nicht selber zugestochen und im An-
schluss an die Auseinandersetzung eine weitere Eskalation verhindert hat 
(vgl. Beschwerde S. 5; Urteil Obergericht S. 26 f.). Der Beschwerdeführer 
hat den Messereinsatz seines Bruders aber zumindest in Kauf genommen 
und dessen Handlungen sind ihm als Mittäter anzurechnen (Urteil Ober-
gericht S. 18 und 26). Nach der strafgerichtlichen Würdigung war er abge-
sehen davon der Anführer und Initiator der Auseinandersetzung; als 
solcher habe er den Konflikt regelrecht gesucht und bei diesem durchaus 
eine zentrale Rolle innegehabt (vgl. Urteil Obergericht S. 16 f. und 26 f.). Es 
trifft daher nicht zu, dass der Beschwerdeführer vom Verhalten seines 
Bruders «völlig überrascht» wurde. Entgegen seiner Auffassung kann bei 
dieser Sachlage von einem insgesamt «höchstens mittelschweren» Ver-
schulden keine Rede sein. Mit der Vorinstanz ist in Anwendung der bei 
schweren Straftaten (darunter insbesondere Gewaltdelikte) strengen bun-
desgerichtlichen Praxis vielmehr von einem sehr schweren Verschulden 
des Beschwerdeführers auszugehen; entsprechend ist das Interesse an 
der strittigen Entfernungsmassnahme als bedeutend einzustufen 
(BGE 125 II 521 E. 4a/aa; BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3). In die Würdigung 
darf zudem entgegen dem Beschwerdeführer (Beschwerde S. 5) gemäss 
ständiger Rechtsprechung einfliessen, dass schwere Körperverletzung An-
lasstat für eine obligatorische strafrechtliche Landesverweisung ist (Art. 66a 
Abs. 1 Bst. b des Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0]). 
Auch wenn diese Bestimmung hier nicht direkt anwendbar ist, weil die Tat 
vor deren Inkrafttreten begangen wurde, unterstreicht sie die Schwere der 
Gesetzesverletzung und ist den darin enthaltenen verfassungsrechtlichen 

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Wertungen (Art. 121 Abs. 3 Bst. a BV) insoweit Rechnung zu tragen, als 
dies zu keinem Widerspruch zu übergeordnetem Recht führt (BGE 139 I 31 
E. 2.3.2; BGer 2C_204/2018 vom 9.9.2018 E. 5.2 mit Hinweis). 

3.3 Zu berücksichtigen ist sodann das Verhalten gegenüber der öffent-
lichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei Personen, die mehrfach 
oder sogar regelmässig delinquiert haben, besteht, wie die Vorinstanz rich-
tig ausgeführt hat, aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches sicher-
heitspolizeiliches Interesse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. Wieder-
holte oder gar notorische Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich 
die betreffende Person von Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und 
führt zum Schluss, dass sie nicht willens oder fähig ist, sich an die hiesige 
Rechtsordnung zu halten (vgl. BGE 139 I 145 E. 3.8; BVR 2013 S. 543 
E. 4.3 mit Hinweisen). 

3.3.1 Der Beschwerdeführer hat sich gemäss Strafurteil vom 31. März 
2016 in der Zeit von 2010 bis 2014 nebst der versuchten schweren Körper-
verletzung auch des Wuchers, der Hehlerei, der Beschimpfung und der 
Widerhandlung gegen das Waffengesetz schuldig gemacht (vgl. E. 3.2 hier-
vor). Wenn diese weiteren Delikte auch vergleichsweise weniger schwer 
wiegen (Beschwerde S. 6), liegt angesichts dieser verschiedenartigen, über 
einen Zeitraum von vier Jahren begangenen Straftaten eine Mehrfach-
delinquenz vor, welche auf Uneinsichtigkeit und Unbelehrbarkeit schliessen 
lässt. 

3.3.2 Der Beschwerdeführer war zudem bereits zuvor mehrfach unter 
anderem wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz (begangen im 
Herbst 2009 und Februar 2011) verurteilt worden. Daraus resultierten 
Bussen von Fr. 600.-- und Fr. 1'000.-- sowie eine Geldstrafe von 75 Tages-
sätzen à Fr. 80.--, deren Vollzug bei einer Probezeit von vier Jahren aufge-
schoben wurde (Strafurteile vom 21.10.2010 und 2.3.2011 in Akten MIDI 
pag. 57 f. und 340). Entgegen dem Beschwerdeführer hat die POM diese 
weiteren Straftaten zu Recht in die hier interessierende Beurteilung mitein-
bezogen (vgl. angefochtener Entscheid E. 4b/aa). Sie zeigen ihrerseits auf, 
dass es dem Beschwerdeführer über eine längere Zeit schwer gefallen ist, 
sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten. Ihm ist zudem mit der POM 
besonders anzulasten, dass er sich weder von den strafrechtlichen Ver-

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urteilungen noch der damit angesetzten Probezeit beeindrucken liess, son-
dern im Gegenteil seine Delinquenz noch erheblich gesteigert hat. Weil der 
Beschwerdeführer während laufender Probezeit weitere Straftaten be-
gangen hat, wurde denn auch der ursprünglich für die Geldstrafe gewährte 
Strafaufschub mit jüngstem Strafurteil widerrufen; angesichts der wieder-
holten Straftaten ging das Strafgericht von einer eigentlichen «Gleichgültig-
keit» des Beschwerdeführers aus (Urteil Obergericht S. 30). Wie die POM 
richtig gewürdigt hat, sind abgesehen davon gerade die mehrfachen 
Waffendelikte keineswegs zu bagatellisieren. Im Übrigen war der Be-
schwerdeführer bereits 2013 in eine tätliche Auseinandersetzung ver-
wickelt; das betreffende Strafverfahren wurde aber eingestellt, nachdem 
ihm nicht nachgewiesen werden konnte, dass die abgegebenen Schüsse 
von ihm stammten bzw. er überhaupt eine Schusswaffe auf sich trug (vgl. 
Akten MIDI pag. 106 f.). Aktenkundig ist schliesslich, dass der Beschwerde-
führer am 16. Februar 2011 auf Rechtshilfeersuchen der kosovarischen Be-
hörde hin wegen mutmasslichen versuchten Mordes und illegalen Waffen-
besitzes (angeblich begangen am 24.1.2011 bzw. von 24.1.2011 bis 
23.3.2011) verhaftet und anschliessend am 23. März 2011 in sein Heimat-
land ausgeliefert wurde (vgl. Akten MIDI pag. 62-80, 101, 173 ff.). Nach-
dem er dort bis am 7. Juli 2011 inhaftiert war, ist der betreffende Straf-
prozess – entgegen früheren Angaben des Beschwerdeführers – heute 
nach wie vor hängig (vgl. Akten MIDI pag. 98 ff., 158 und 161). Ähnlich wie 
bereits vor der POM beruft sich der Beschwerdeführer insoweit zwar pau-
schal auf die Unschuldsvermutung, die Haftentlassung ohne Auflagen so-
wie die Zeitdauer von vier Jahren seit der letzten ausländischen Information 
über den Stand des Verfahrens (vgl. Beschwerde S. 7). Er äussert sich 
aber mit keinem Wort näher zu den konkreten Vorwürfen und bestreitet 
diese insbesondere auch nicht. Mit der Vorinstanz (E. 4b/bb) bestehen da-
mit zumindest Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer weitere, schwere 
Straftaten begangen haben könnte. Wie es sich damit verhält, kann letztlich 
aber dahingestellt bleiben. Denn entgegen der Auffassung des Beschwer-
deführers durfte die POM bereits aufgrund der übrigen Straftaten ohne wei-
teres darauf schliessen, dass dessen Verhalten gegenüber der öffentlichen 
Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen das sicherheitspolizeiliche Inter-
esse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung erhöht (E. 4b/cc). 

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3.4 Weiter ist die Rückfallgefahr zu beurteilen:

3.4.1 Aus fremdenpolizeilicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso 
weniger hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische 
Person verübt hat. Bei schweren Straftaten, wozu insbesondere Gewalt-
delikte zählen, muss, angesichts der von diesen Delikten ausgehenden po-
tentiellen Gefahr für die Gesellschaft, ausländerrechtlich selbst ein relativ 
geringes Rückfallrisiko nicht hingenommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 
139 I 31 E. 2.3.2, 137 II 233 E. 5.2.2). Da Art. 5 Anhang I des Freizügig-
keitsabkommens (FZA; SR 0.142.112.681) hier nicht anwendbar ist, bildet 
zudem das Vorliegen einer gegenwärtigen Gefahr nicht Voraussetzung 
einer Wegweisungsmassnahme. Vielmehr dürfen auch generalpräventive 
Überlegungen mitberücksichtigt werden (vgl. BGE 136 II 5 E. 4.2 im Um-
kehrschluss; BGer 2C_393/2017 vom 5.4.2018 E. 3.3.3). Der konkreten 
Prognose über das Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie 
dem Resozialisierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der 
umfassenden fremdenpolizeilichen Interessenabwägung ebenfalls Rech-
nung zu tragen; die beiden Umstände geben aber nicht den Ausschlag 
(BGE 136 II 5 E. 4.2; zum Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1 mit Hin-
weisen). 

3.4.2 Der Beschwerdeführer hat 2009 bis 2014 immer wieder teils schwe-
re Straftaten begangen, darunter ein gravierendes Gewaltdelikt sowie 
mehrfache Verstösse gegen das Waffengesetz (vgl. vorne E. 3.2  und 3.3). 
Die wiederholte Delinquenz zeigt, dass er über längere Zeit nicht willens 
oder fähig war, die Rechtsordnung zu respektieren; auch hat er sich weder 
durch strafrechtliche Verurteilungen noch eine laufende Probezeit beein-
drucken lassen (vgl. vorne E. 3.3.2). Bei dieser Ausgangslage kann mit der 
Vorinstanz von einem «einmaligen Fehlverhalten» (Beschwerde S. 12) 
keine Rede sein, sondern es sind vielmehr erneute Straftaten nicht auszu-
schliessen (vgl. angefochtener Entscheid E. 4c und auch 4b/aa). Auch das 
Strafgericht stellte dem Beschwerdeführer hinsichtlich der zuletzt ausge-
fällten Freiheitsstrafe eine schlechte Legalprognose aus; für die gleichzeitig 
verhängte Geldstrafe gewährte es zwar einen Strafaufschub, setzte aber 
die Probezeit entsprechend länger an, um den diesbezüglichen Bedenken 
Rechnung zu tragen (vgl. Urteil Obergericht S. 27 ff.). Wohl trifft zu, dass 

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sich der Beschwerdeführer seit der Gewalttat im Jahr 2014 soweit akten-
kundig nichts mehr hat zuschulden kommen lassen (vgl. Beschwerde 
S. 6 f.). Wie die POM richtig festgestellt hat (E. 4c/dd), ist dieses Wohlver-
halten aber vor dem Hintergrund des bis 2016 dauernden Strafverfahrens, 
des Strafvollzugs, der erst Ende 2018 abgelaufenen Probezeit für die be-
dingte Entlassung (vgl. Akten MIDI pag. 347 ff.) sowie des vorliegenden 
ausländerrechtlichen Verfahrens zu relativieren. Klagloses Verhalten wird 
in solchen Zeiten allgemein erwartet und erlaubt kaum Rückschlüsse auf 
die Bewährung nach Ablauf dieser Zeitspannen (vgl. BGE 134 II 10 E. 4.3 
[Pra 97/2008 Nr. 87]; BGer 2C_417/2018 vom 19.11.2018 E. 6.3.2, 
2C_159/2017 vom 9.2.2018 E. 2.2.2.1, 2C_260/2016 vom 6.6.2016 E. 2.3; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.4.3). Es sind denn auch der positive Vollzugsverlauf 
und die frühestmöglich erfolgte bedingte Entlassung (vgl. Beschwerde 
S. 6 f.) nicht entscheidend zu seinen Gunsten zu berücksichtigen, auch 
wenn aus Sicht der Vollzugsbehörden die Legalprognose nun offenbar 
günstig ausgefallen ist. Im vorliegenden ausländerrechtlichen Verfahren ist, 
was der Beschwerdeführer verkennt, ein strengerer Beurteilungsmassstab 
anzulegen als in strafrechtlicher Hinsicht, wobei auch gerade einer guten 
Führung im Strafvollzug angesichts der dortigen engmaschigen Betreuung 
keine wesentliche Aussagekraft für das Verhalten in Freiheit zukommt (vgl. 
BGE 139 II 121 E. 5.5.2 [Pra 103/2014 Nr. 1], 139 I 31 E. 3.2; 
BGer 2C_417/2018 vom 19.11.2018 E. 6.3.2). Der Beschwerdeführer kann 
nach dem Gesagten auch nichts Wesentliches zu seinen Gunsten daraus 
ableiten, dass er im Strafvollzug seine Lehren gezogen haben und sich 
künftig rechtsgetreu verhalten will (Beschwerde S. 6). Im Übrigen geht er 
hinsichtlich des begangenen schweren Gewaltdelikts zwar selber von 
einem «unbestritten verwerflichen Fehlverhalten» aus (Beschwerde S. 5). 
Er schiebt die Hauptverantwortung für die Tat aber nach wie vor auf seinen 
Bruder und betrachtet sämtliche übrigen Delikte als vernachlässigbar (vgl. 
Beschwerde S. 5 f.; vorne E. 3.2 f.). Dies spricht nicht gerade für Reue und 
Einsicht.

3.4.3 Anders ist die Rückfallgefahr auch nicht mit Blick auf die aktuellen 
Lebensverhältnisse des Beschwerdeführers zu würdigen: Soweit akten-
kundig sind seine familiären Verhältnisse zwar intakt. Seine Verantwortung 
als Ehemann und Vater sowie der familiäre Halt konnten ihn aber nicht von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.07.2019, Nr. 100.2018.305U, 
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seiner wiederholten und erheblichen Straffälligkeit abhalten. Bei dieser 
Sachlage ist mit der Vorinstanz (E. 4c/ee) nicht ersichtlich, weshalb fami-
liäre Gründe (vgl. Beschwerde S. 6 und 9) massgeblich für das Ausbleiben 
weiterer Straftaten sprechen sollten. Ähnliches gilt unter dem Aspekt der 
Erwerbstätigkeit. Zwar hat der Beschwerdeführer nach der Entlassung aus 
dem Strafvollzug innert kurzer Zeit eine Teilzeitstelle als Hilfsmitarbeiter bei 
einer Bauunternehmung gefunden (vgl. hinten E. 4.3). Auch wenn dies 
grundsätzlich positiv zu würdigen ist, lässt sich daraus aber nicht auf ein 
künftiges Wohlverhalten schliessen. Der Beschwerdeführer war, wie er 
selber betont (vgl. Beschwerde S. 9), auch früher regelmässig erwerbstätig 
(vgl. hinten E. 4.3), hat aber dennoch jahrelang delinquiert. Dass die neue 
Arbeitsstelle nichts mit dem Gastgewerbe zu tun hat, zu welchem seine De-
linquenz in engem Zusammenhang gestanden haben soll (vgl. Beschwerde 
S. 7), ändert daran nichts. Abgesehen davon, dass keine frühere Arbeits-
stelle im Gastgewerbe aktenkundig ist, ist für das Verwaltungsgericht nicht 
erkennbar, inwiefern angesichts dieses jüngsten Stellenantritts die beim 
Beschwerdeführer offensichtlich vorhandene, für die bisherige Delinquenz 
zentrale Gewalt- und Konfliktbereitschaft nunmehr behoben sein sollte. Mit 
der POM (E. 4c/ff) ist damit eine gewisse, angesichts der Schwere der ver-
übten Delikte nicht hinzunehmende Rückfallgefahr nicht auszuschliessen. 
Ausserdem dürfen, wie erwähnt, auch generalpräventive Überlegungen be-
rücksichtigt werden. 

3.5 Die Vorinstanz ist damit zu Recht aufgrund des sehr schweren Ver-
schuldens, der mehrfachen Delinquenz über eine längere Zeitdauer sowie 
der nicht auszuschliessenden Rückfallgefahr von einem wesentlichen 
öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der 
damit verbundenen Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz 
ausgegangen (vgl. angefochtener Entscheid E. 4d). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.07.2019, Nr. 100.2018.305U, 
Seite 13

4.

Hinsichtlich der privaten Interessen, welche der Entfernungsmassnahme 
entgegenstehen können, sind die Dauer der Anwesenheit und die Integra-
tion in der Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer und dessen Familie 
drohenden Nachteile zu berücksichtigen. 

4.1 Je länger eine Ausländerin oder ein Ausländer in der Schweiz an-
wesend war, desto strengere Anforderungen sind grundsätzlich an die An-
ordnung eines Widerrufs der Niederlassungsbewilligung zu stellen. Zu be-
rücksichtigen ist unter anderem, in welchem Alter sie oder er in die Schweiz 
eingereist ist. Selbst bei einer ausländischen Person, die bereits hier ge-
boren wurde und ihr ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat 
(Ausländerin oder Ausländer der «zweiten Generation»), ist der Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung nicht ausgeschlossen. Erst recht gilt dies für 
ausländische Personen, die – wie der Beschwerdeführer – als Erwachsene 
in die Schweiz gelangt sind (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 139 I 31 E. 2.3.1, 
125 II 521 E. 2b). Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist auch 
nach längerem Aufenthalt in der Schweiz eher zulässig, wenn die aus-
ländische Person in der Schweiz nicht integriert ist (vgl. BGE 139 I 31 
E. 3.2 [betreffend einen Ausländer «zweiter Generation»]; 
BGer 2A.119/2001 vom 15.10.2001 E. 2b; BVR 2015 S. 487 [VGE 2014/
339 vom 23.3.2015, bestätigt durch BGer 2C_338/2015 und 2D_22/2015 
vom 12.5.2015] nicht publ. E. 4.1; zum Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 5.1). 

4.2 Der heute 34-jährige Beschwerdeführer hält sich seit November 
2005 und damit seit über 13 Jahren rechtmässig in der Schweiz auf (vgl. 
Akten MIDI pag.  36). Seine Aufenthaltsdauer fällt damit vergleichsweise 
lang aus, was die POM anerkannt hat (E. 5c). Er hat aber die prägenden 
Abschnitte seiner Kindheit und Jugend sowie den ersten Teil seines Er-
wachsenenlebens in der Heimat verbracht; dort wurde er sozialisiert. Die 
Vorinstanz hat die Aufenthaltsdauer sodann zu Recht mit Blick auf die 
Dauer des vorliegenden ausländerrechtlichen Verfahrens und die in Haft 
verbrachte Zeit von deutlich über zwei Jahren relativiert (Untersuchungs- 
und Sicherheitshaft sowie [vorzeitiger] Strafvollzug vom 3.2. bis 14.4.2014 
und vom 30.7.2015 bis 18.9.2017 [Akten MIDI pag. 187 ff., 194, 231, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.07.2019, Nr. 100.2018.305U, 
Seite 14

347 ff.]; Inhaftierung in Kosovo vom 23.3.-7.7.2011 [vorne E. 3.3.2]; vgl. zu 
weiteren Inhaftierungen Akten MIDI pag. 64 und 91).

4.3 Wie die POM richtig erkannt hat (angefochtener Entscheid E. 5c), 
vermochte der Beschwerdeführer sich nicht der Aufenthaltsdauer entspre-
chend in die hiesigen Verhältnisse zu integrieren: 

4.3.1 Zunächst hat der Beschwerdeführer seit seiner Einreise im 2005 
wiederholt delinquiert, was mit der Vorinstanz wesentlich gegen eine erfolg-
reiche Integration spricht; die Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung 
stellt einen zentralen Aspekt jeglicher Integration dar (Art. 4 Bst. a der hier 
noch anwendbaren Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integration 
von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; AS 2007 S. 5551]; heute 
Art. 58a Abs. 1 Bst. a AIG).

4.3.2 Der Beschwerdeführer war bis zu seiner Inhaftierung als Boden-
leger bzw. Hilfsarbeiter tätig (Beschwerde S. 9; vgl. auch etwa Akten MIDI 
pag. 35, 38 f., 41 f. und 51 f.); zudem bezieht er infolge eines Berufsunfalls 
seit 2009 eine SUVA-Rente von Fr. 24'102.-- pro Jahr (Invaliditätsgrad 
34 %; vgl. Akten MIDI pag. 223, 335, 345 und 358). Nach seiner Ent-
lassung aus dem Strafvollzug trat er am 1. November 2017 bei einer Bau-
unternehmung eine Hilfsarbeiterstelle mit einem Pensum von 50 % an (vgl. 
Beschwerdebeilage [BB] 3). Der Beschwerdeführer hat während seines 
Aufenthalts in der Schweiz keine Sozialhilfe bezogen (Akten MIDI pag. 334 
und 345); er ist aber im Betreibungsregister Emmental-Oberaargau mit ein-
zelnen Betreibungen registriert (vgl. Akten MIDI pag. 332 f. und 344). Wird 
zu seinen Gunsten angenommen, dass er bereits vor seiner Inhaftierung 
ununterbrochen erwerbstätig war (dies ist bloss teilweise belegt), lässt sich 
zwar von einer einigermassen gelungenen beruflich-wirtschaftlichen 
Integration sprechen. Eine im Verhältnis zur Aufenthaltsdauer besondere 
Integrationsleistung, welche massgeblich für einen weiteren Verbleib des 
Beschwerdeführers in der Schweiz sprechen würde, liegt darin mit der Vor-
instanz (vgl. E. 5c/bb) jedoch nicht.

4.3.3 In sozialer Hinsicht stellt der Beschwerdeführer die Feststellung der 
POM nicht substanziiert in Abrede, wonach er in der Schweiz über keine 
intensiven Bindungen zur einheimischen Bevölkerung verfügt, deren Ab-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.07.2019, Nr. 100.2018.305U, 
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bruch ihn besonders hart treffen würde (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 5c/cc). Er macht zwar weiterhin pauschal geltend, dass sich sein ge-
samter Freundeskreis in der Schweiz befinde. Er führt dies aber mit keinem 
Wort näher aus und verweist stattdessen im Wesentlichen auf seine fami-
liären Beziehungen (vgl. Beschwerde S. 9). Dies entspricht früheren Aus-
sagen, wonach er seine Freizeit hauptsächlich mit der Familie verbringt 
(vgl. Akten MIDI pag. 357). Von vertieften ausserfamiliären Kontakten kann 
vor diesem Hintergrund nicht ausgegangen werden, zumal es angesichts 
der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht an ihm selber wäre, solche konkret 
darzutun und sachdienlich zu belegen (vgl. Art. 20 Abs. 3 VRPG i.V.m. 
Art. 90 AIG und dazu etwa BGE 138 II 229 E. 3.2.3; BGer 2C_1033/2014 
vom 29.4.2015 E. 2.3; BVR 2015 S. 91 E. 5.5, 2010 S. 541 E. 4.2.3). 

4.3.4 Dass sich der Beschwerdeführer schliesslich offenbar auf Deutsch 
verständigen kann (vgl. Akten MIDI pag. 346), kann angesichts seiner An-
wesenheitsdauer erwartet werden. Er war aber, wie die Vorinstanz un-
widersprochen festhielt, noch im Jahr 2011 bei der polizeilichen Befragung 
auf einen Übersetzer angewiesen (vgl. Akten MIDI pag. 60 f.). Nach dem 
Gesagten hat sich der Beschwerdeführer gesamthaft betrachtet höchstens 
teilweise integrieren können (vgl. auch angefochtener Entscheid E. 5c/dd). 
Dies begründet kein bedeutendes privates Interesse am weiteren Verbleib 
in der Schweiz. 

4.4 Zu würdigen sind weiter die dem Beschwerdeführer und seinen An-
gehörigen durch die Entfernungsmassnahme drohenden Nachteile: 

4.4.1 Hinsichtlich der Rückkehr nach Kosovo ist von Bedeutung, dass der 
Beschwerdeführer in seinem Heimatland aufgewachsen und bis im Alter 
von 20 Jahren gelebt hat. Er ist ausserdem mit einer Landsfrau verheiratet 
und hat von der Schweiz aus regelmässig Ferien in Kosovo verbracht (an-
gefochtener Entscheid E. 5d). Mit der Vorinstanz ist unter diesen Um-
ständen davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit der Kultur und 
Sprache seiner Heimat nach wie vor eng verbunden ist. Der Beschwerde-
führer besitzt in Kosovo sodann Wohneigentum und hatte dort jedenfalls 
bis vor kurzem ein intaktes familiäres Beziehungsnetz (vgl. Akten MIDI 
pag. 190 und auch 122); nach seinen Angaben vor Verwaltungsgericht 
pflegt er zu den Angehörigen und Bekannten im Heimatland zumindest 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.07.2019, Nr. 100.2018.305U, 
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nach wie vor Kontakt, wenn auch angeblich sehr wenig (vgl. Beschwerde 
S. 10). Es bestehen mithin aktuelle Bezüge zu seiner Heimat. Wie die POM 
richtig festgehalten hat, kann der Beschwerdeführer abgesehen davon in 
Kosovo, wo er den grössten Teil seines Lebens verbracht hat, ohne weite-
res auch neue Kontakte knüpfen. Mit der Vorinstanz liegen schliesslich in 
beruflich-wirtschaftlicher Hinsicht keine unüberwindbaren Hindernisse für 
eine Wiedereingliederung im Heimatland vor. Der Beschwerdeführer be-
fürchtet zwar, in Kosovo käme ihm höchstwahrscheinlich keine Unter-
stützung hinsichtlich des erlittenen Arbeitsunfalls zu, weshalb er sich in der 
dortigen wirtschaftlichen Situation, gesundheitlich eingeschränkt, keine be-
rufliche Existenz aufbauen könnte. Wie die POM zutreffend festhält, beträgt 
der Invaliditätsgrad jedoch nur 34 % und erreicht damit keine IV-Relevanz 
(vgl. Akten MIDI pag. 335). Dem Beschwerdeführer war es bisher denn 
auch offenkundig trotz gewisser Unfallfolgen problemlos möglich, einer 
(Teilzeit-)Erwerbstätigkeit nachzugehen, womit seine gesamte fünfköpfige 
Familie zusammen mit der SUVA-Rente (Fr. 24'102.--/Jahr) finanziell auf 
eigenen Füssen stehen konnte; selbst nach seiner Entlassung aus dem 
Strafvollzug hat er auf dem Arbeitsmarkt rasch wieder Fuss fassen können 
(vgl. E. 4.3.2 hiervor). Gemäss der zutreffenden vorinstanzlichen Würdi-
gung bestehen damit insgesamt relativ gute Voraussetzungen für eine be-
rufliche Wiedereingliederung im Heimatland, zumal dem Beschwerdeführer 
auch die hier erlangten Deutschkenntnisse und Berufserfahrungen dabei 
helfen können, in der Heimat ein Auskommen zu finden. Der ansonsten ge-
sunde und erst 35-jährige Beschwerdeführer ist grundsätzlich in der Lage, 
auch in Kosovo einer (Teilzeit-)Erwerbstätigkeit nachzugehen, womit er zu-
mindest für seinen eigenen Lebensunterhalt sorgen könnte. Im Übrigen er-
scheint nicht ausgeschlossen, dass die SUVA-Rente nach einer Ausreise 
des Beschwerdeführers aus der Schweiz weiterhin ausgerichtet würde (be-
jahend: Thomas Ackermann, Export von Leistungen ins Ausland, in Ueli 
Kieser [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2014, 2014, S. 81 ff., 95; 
Broschüre «Sozialversicherungen: Aufenthalt in der Schweiz und Ausreise» 
des Staatssekretariats für Migration [SEM], Ausgabe 2018, S. 19 [einseh-
bar unter https://www.sem.admin.ch, Rubriken «Publikationen & Service/
Publikationen»]). Wohl trifft zu, dass die Lebensumstände und die wirt-
schaftliche Situation in Kosovo schwieriger sind als in der Schweiz. Darin 
liegen freilich keine spezifischen persönlichen Umstände, welche eine Aus-

https://www.sem.admin.ch

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.07.2019, Nr. 100.2018.305U, 
Seite 17

reise als unzumutbar erschienen liessen, da hiervon nicht allein der Be-
schwerdeführer, sondern die gesamte dort lebende Bevölkerung betroffen 
ist (vgl. BGE 139 II 393 E. 6; BGer 2C_515/2017 vom 22.11.2017 E. 3.2.2; 
BVR 2015 S. 487 nicht publ. E. 4.4.1 [VGE 2014/339 vom 23.3.2015, be-
stätigt durch BGer 2C_338/2015 und 2D_22/2015 vom 12.5.2015]). Auch 
wenn nicht von der Hand zu weisen ist, dass für ihn angesichts seiner in 
der Schweiz verlebten Zeit eine Eingliederung im Heimatland nicht ganz 
einfach sein dürfte, ist die POM damit zulässigerweise von intakten Rück-
kehr- und Integrationsmöglichkeiten ausgegangen.

4.4.2 In familiärer Hinsicht sind die Ehe sowie die Beziehung des Be-
schwerdeführers zu den drei Kindern …, … und … (geb. 2007, 2009 und 
2014) zu würdigen. Wie auch die POM anerkannt hat (vgl. E. 5e), dürfte es 
Frau und Kindern nicht ohne weiteres zumutbar sein, dem Beschwer-
deführer ins Heimatland zu folgen (vgl. Beschwerde S. 11 f.). Die Ehefrau 
stammt zwar selber ebenfalls aus Kosovo, ist aber bereits als Kind in die 
Schweiz eingereist; die drei Kinder sind hier geboren (vgl. Akten MIDI 
pag. 30; Beschwerde S. 9). Die Wegweisung des Beschwerdeführers wäre 
demnach, sollte die Familie ihm nicht nach Kosovo folgen, mit einer erheb-
lichen Beeinträchtigung der offenbar intakten Beziehungen verbunden (vgl. 
Beschwerde S. 10 f.). Was den Beschwerdeführer selber angeht, hat er 
sich diese familiäre Konsequenz seines Handels jedoch selbst zuzu-
schreiben, hat ihn doch auch seine Verantwortung als Ehemann und Vater 
nicht von seinem jahrelangen deliktischen Verhalten abhalten können. Sein 
eigenes Interesse, nicht von seiner Familie getrennt zu werden, vermag da-
her mit der POM von vornherein nicht entscheidend zu gewichten. Wie die 
Vorinstanz zu Recht anerkannt hat (E. 5f), hätte die Entfernungsmass-
nahme jedoch für die Ehefrau und insbesondere die Kinder weitreichende 
Folgen. Auch das Kindeswohl begründet grundsätzlich ein bedeutendes 
privates Interesse an einem weiteren Verbleib des Beschwerdeführers in 
der Schweiz (vgl. vorne E. 2.2). 

4.4.3 Die POM hat dieses Interesse aber zu Recht zunächst dahingehend 
relativiert, dass das Familienleben in einem gewissen Rahmen auch über 
die Grenzen hinweg weiterhin gepflegt werden kann (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 5f). Wohl trifft zu, dass der «virtuelle» Kontakt die physische 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.07.2019, Nr. 100.2018.305U, 
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Anwesenheit nicht ersetzt (vgl. Beschwerde S. 11); über die üblichen Kom-
munikationsmittel kann der Kontakt mit der Ehefrau und angesichts deren 
Alter von zwölf, zehn und fünf Jahren auch mit den Kindern aber durchaus 
gepflegt werden (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 5.4; weiter statt vieler 
VGE 2016/17 vom 27.7.2016 E. 4.4.4 [bestätigt durch BGer 2C_681/2016 
vom 5.1.2017]). Denkbar sind zudem persönliche Besuche, wenn solche 
aus finanziellen Gründen gegebenenfalls auch nicht einfach zu realisieren 
sind. Wohl liegt auf der Hand, dass für die gesamte Familie die persönliche 
Anwesenheit des Ehemanns und Vaters wünschenswert wäre. Die Familie 
musste aber bereits während der Inhaftierung des Beschwerdeführers im 
In- und Ausland von insgesamt knapp drei Jahren weitgehend, wenn nicht 
sogar ganz ohne diesen auskommen. Nach den Akten bestehen keine An-
haltspunkte, dass die Ehefrau in dieser Zeit nicht in der Lage gewesen 
wäre, den Familienalltag allein zu bewältigen. Mit der POM ist insofern 
keine wesentliche Beeinträchtigung der Erziehung und Betreuung der Kin-
der oder Gefährdung des Kindeswohls zu befürchten. Schliesslich trifft wohl 
zu, dass die Rückkehr des Beschwerdeführers ins Heimatland für die Fa-
milie voraussichtlich mit finanziellen Nachteilen verbunden wäre; selbst 
eine drohende Sozialhilfeabhängigkeit der Familie ist wohl nicht gänzlich 
auszuschliessen. Solchen rein finanziellen Aspekten kommt aber entgegen 
dem Einwand des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 11) angesichts 
seiner schweren Straffälligkeit im hier interessierenden Zusammenhang 
von vornherein nur untergeordnetes Gewicht zu (vgl. etwa VGE 2016/17 
vom 27.7.2016 E. 4.4.3 [bestätigt durch BGer 2C_681/2016 vom 
5.1.2017]). Der Ehefrau ist zudem angesichts des Alters der Kinder zumin-
dest eine Teilzeiterwerbstätigkeit zumutbar. Es besteht damit insofern auch 
kein öffentliches Interesse an seinem weiteren Verbleib in der Schweiz, 
sollte der Beschwerdeführer ein solches indirekt geltend machen. Abge-
sehen davon musste die Familie, wie die POM zu Recht erwägt (vgl. E. 5f), 
der haftbedingten Abwesenheit des Beschwerdeführers wegen auch be-
reits früher ohne dessen Einkommen auskommen. 

4.4.4 Wie die Vorinstanz festhielt (E. 5e) und unbestritten blieb, ist dar-
über hinaus davon auszugehen, dass die Ehefrau spätestens in Anbetracht 
der mehrfachen Inhaftierungen des Beschwerdeführers im In- und Ausland 
von der Straffälligkeit ihres Ehemanns wusste, welche nur vier Jahre nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31.07.2019, Nr. 100.2018.305U, 
Seite 19

dem Eheschluss ihren Lauf genommen hatte (vgl. vorne E. 3.2 f. und 
E. 4.2). Sie musste folglich schon seit mehreren Jahren damit rechnen, die 
Beziehung nicht auf Dauer in der Schweiz leben zu können. Die Kinder 
wurden teilweise sogar erst nach Beginn der erheblichen Straffälligkeit ge-
zeugt. Wie die POM richtig gewürdigt hat, fällt insoweit sowohl die lang-
jährige Ehe wie auch die Beziehung zu den Kindern nicht massgeblich ins 
Gewicht (vgl. zur Bedeutung des privaten Interesse bei einem Eheschluss 
im Wissen um die Straffälligkeit des ausländischen Ehegatten etwa 
BGE 139 I 145 E. 2.4 und 3.6, 120 Ib 6 E. 4c; EGMR 2.8.2001 i.S. Boultif 
gegen Schweiz, Ziff. 48 [54273/00]; zudem VGE 2013/118 vom 11.4.2014 
E. 5.3.3 [bestätigt durch BGer 2C_516/2014 vom 24.3.2015]; vgl. zur Kon-
stellation Familiengründung nach entsprechender Straffälligkeit statt vieler 
BGer 2C_847/2017 vom 25.5.2018 E. 3.3; VGE 2017/138 vom 31.7.2018 
E. 5.4.3 [bestätigt durch BGer 2C_787/2018 vom 11.3.2019]). Im Hinblick 
auf das Kindeswohl ist überdies zu berücksichtigen, dass die Kinder, sollte 
die Familie dem Beschwerdeführer nicht in die Heimat folgen, mit ihrer 
Mutter im vertrauten Umfeld verbleiben und in den hiesigen Lebens-
bedingungen aufwachsen können. Wie die POM zutreffend gewürdigt hat, 
kann schliesslich die mit der Entfernungsmassnahme bewirkte Trennung 
insofern nicht als «definitiv» bezeichnet werden, als die Verurteilung des 
Beschwerdeführers einen neuen Aufenthaltstitel für diesen nicht ein für alle 
Mal ausschliesst. Besteht ein Bewilligungsanspruch fort und wird anzu-
nehmen sein, dass sich der Beschwerdeführer in seiner Heimat bewährt 
hat und keine Gefahr für die hiesige Sicherheit und Ordnung mehr darstellt, 
kann in ein paar Jahren um Neuerteilung einer Bewilligung ersucht werden 
(vgl. jüngst etwa BGer 2C_787/2018 vom 1.3.2019 E. 3.5.1, 2C_393/2017 
vom 5.4.2018 E. 3.5; BVR 2015 S. 391 E. 4.2 ff. und 7.4). Die familiären 
Beziehungen begründen damit insgesamt ein nicht unbedeutendes privates 
Interesse an einem weiteren Verbleib des Beschwerdeführers in der 
Schweiz; diesem Interesse kann aber aus den erwähnten Gründen nur be-
schränktes Gewicht zukommen. 

4.5 Insgesamt sind die privaten Interessen am Verbleib des Beschwer-
deführers in der Schweiz mit Blick auf dessen lange Aufenthaltsdauer und 
die Beziehungen zur Ehefrau und den drei Kindern von einigem Gewicht. 
Demgegenüber kommt der Integration des Beschwerdeführers in der 

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Schweiz keine entscheidende Bedeutung zu und es stehen auch der Rück-
kehr und Wiedereingliederung in sein Heimatland keine bedeutenden Hin-
dernisse entgegen. 

5.

Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen er-
gibt Folgendes: 

5.1 Der bereits früher strafrechtlich in Erscheinung getretene Beschwer-
deführer hat sich im Jahr 2014 eines schweren Gewaltdelikts sowie der 
Widerhandlung gegen das Waffengesetz schuldig gemacht. Er wurde des-
wegen sowie wegen weiteren Straftaten zu einer Freiheitsstrafe von drei-
einhalb Jahren verurteilt, was ein sehr schweres Verschulden zum Aus-
druck bringt. Weder von strafrechtlichen Verurteilungen noch laufender 
Probezeit liess er sich beeindrucken. Angesichts seiner jahrelangen Delin-
quenz besteht ein erhöhtes sicherheitspolizeiliches Interesse an der stritti-
gen Entfernungsmassnahme; unter den gegebenen Umständen ist zudem 
eine Rückfallgefahr nicht auszuschliessen. Gemäss der ständigen strengen 
Praxis bei solch schweren Delikten und den generalpräventiven Über-
legungen, welche die Ausländerbehörden zulässigerweise in die Beur-
teilung einfliessen lassen dürfen, besteht damit ein wesentliches öffent-
liches Interesse an der strittigen Massnahme. 

5.2 Die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib 
in der Schweiz haben dagegen zurückzustehen. Er hält sich zwar lange in 
der Schweiz auf, konnte sich aber höchstens teilweise der Aufenthalts-
dauer entsprechend integrieren. Mit seinem Heimatland, wo er aufge-
wachsen und sozialisiert worden ist, verbindet ihn nach wie vor viel; er 
kann dort auch heute noch an eine persönliche und familiäre Verbunden-
heit anknüpfen. Die Rückkehr nach Kosovo ist ihm daher ohne weiteres zu-
mutbar, zumal auch keine unüberwindbaren Hindernisse für eine berufliche 
Wiedereingliederung bestehen. In familiärer Hinsicht sind mit der Ent-
fernungsmassnahme zwar nicht unerhebliche Einschränkungen verbunden, 
sollte die Familie nicht mit dem Mann bzw. Vater ausreisen. Diese sind auf-

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grund der gravierenden Straffälligkeit des Beschwerdeführers aber hinzu-
nehmen. Von Bedeutung ist hier insbesondere, dass die Familie angesichts 
der vollzugsbedingten Abwesenheit des Beschwerdeführers bereits früher 
während längerer Zeit ohne diesen auskommen musste. Den Kindern bleibt 
zudem die Beziehung zur Mutter erhalten und sie würden nicht aus den bis-
herigen Strukturen herausgerissen, sollten sie hier bleiben. Schliesslich 
können im Trennungsfall sämtliche in Frage stehenden Beziehungen in 
einem gewissen Rahmen weiterhin gepflegt werden; ein allfälliger neuer 
Aufenthaltstitel des Beschwerdeführers ist zudem bei fortbestehendem Be-
willigungsanspruch und entsprechender Bewährung im Heimatland auch 
nicht ein für alle Mal ausgeschlossen.

5.3 Die Entfernungsmassnahme erweist sich damit auch im Licht von 
Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV sowie der KRK als verhältnismässig. 
Unter diesen Umständen fällt die vom Beschwerdeführer im Eventualstand-
punkt (vorne Bst. C) beantragte Verwarnung unter (blosser) Androhung des 
Bewilligungswiderrufs nach Art. 96 Abs. 2 AIG ausser Betracht; eine solche 
würde den öffentlichen Interessen an der Wegweisung nicht gerecht. Der 
angefochtene Entscheid hält damit der Rechtskontrolle stand.

6. 

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen, 
soweit darauf einzutreten ist (vgl. vorne E. 1.2). Da die von der Vorinstanz 
festgesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue fest-
zulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer ver-
fahrenskostenpflichtig; Anspruch auf Parteikostenersatz hat er nicht 
(Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

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Seite 22

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Dem 
Beschwerdeführer wird eine neue Ausreisefrist gesetzt auf den 17. Sep-
tember 2019.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Staatssekretariat für Migration 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.