# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1fd7874a-c637-556b-bda9-99af1af0fe47
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 13.07.2020 140 2019 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_140-2019-19_2020-07-13.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3011 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 140/2019/19

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 13. Juli 2020

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt D.________

und

E.________
Beschwerdegegnerin

sowie

Amt für Wasser und Abfall (AWA), Rechtsdienst, Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend die Verfügung des Amts für Wasser und Abfall vom 9. Oktober 2019 (Genehmigung 
einer Grundwasserschutzzone)

I. Sachverhalt

1. Der Regierungsrat des Kantons Bern genehmigte mit Beschluss Nr. 832 vom 11. März 
1981 den Schutzzonenplan für die Quellwasserfassung F.________ der Beschwerdegegnerin.1 
Aufgrund neuer Rechtsgrundlagen für Grundwasserschutzzonen leitete die Beschwerdegegnerin 
eine Überarbeitung der Schutzzonen in die Wege und liess von der A.________ AG einen 
entsprechenden Bericht "Schutzzonenüberprüfung" vom 6. Juli 2016 verfassen.2 Ende 2016 
wurde der entsprechend überarbeitete Schutzzonenplan öffentlich aufgelegt. Innert der 
entsprechenden Frist erhob der Beschwerdeführer Einsprache. Mit Verfügung vom 9. Oktober 
2019 genehmigte das Amt für Wasser und Abfall (AWA) die aktualisierte 
Grundwasserschutzzone für die Quellfassung F.________ gemäss Schutzzonenplan und 
zugehörigem Schutzzonenreglement und hob die altrechtliche Schutzzone vom 11. März 1981 
auf. Gleichzeitig wies das AWA die Einsprache des Beschwerdeführers ab.

1 Vorakten pag. 2
2 Vorakten pag. 25A

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2. Gegen die Genehmigungsverfügung vom 9. Oktober 2019 reichte der Beschwerdeführer 
am 5. November 2019 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons 
Bern (BVE; seit 1. Januar 2020: Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern, BVD) ein. Er 
beantragt, die Genehmigungsverfügung sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung mit 
redimensionierten Schutzzonen S2 und S3 an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter 
beantragt er, die Genehmigungsverfügung sei aufzuheben und durch die Beschwerdeinstanz ein 
neuer Beschluss mit redimensionierten Schutzzonen S2 und S3 zu erlassen.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet3, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Die Beschwerdegegnerin formuliert in ihrer 
Stellungnahme vom 3. Dezember 2019 keinen Antrag, äussert sich aber ablehnend zur 
Beschwerde. Auch das AWA in seiner Vernehmlassung vom 9. Dezember 2019 stellt keinen 
Antrag, äussert sich aber ebenfalls ablehnend zur Beschwerde. Nachdem das Rechtsamt dem 
Beschwerdeführer die Gelegenheit zur Replik gegeben und bei der Beschwerdegegnerin und 
beim AWA im Rahmen der Verfahrensinstruktion weitere Abklärungen vorgenommen hatte, 
erhielten die Verfahrensbeteiligten die Gelegenheit zur Einreichung von Schlussbemerkungen.

4. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintreten

a) Angefochten ist die Genehmigung einer Schutzzone gemäss Art. 20 und 22 WVG4. 
Gemäss Art. 22 Abs. 5 WVG kann gegen den Beschluss der zuständigen Stelle der BVD bei der 
BVD Beschwerde geführt werden. Die BVD ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen die 
Genehmigung einer Schutzzone zuständig.

b) Zur Beschwerde ist befugt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch 
die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung der Verfügung hat (Art. 65 Abs. 1 VRPG5). Die Legitimation des 
Beschwerdeführers wird nicht bestritten. Er hat am Verfahren der Vorinstanz als Einsprecher 
teilgenommen und ist als Grundeigentümer von der Schutzzone betroffen. Auf seine form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde wird eingetreten.

2. Mangelhafte Eröffnung

a) Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass die angefochtene Verfügung einzig ihm 
persönlich, nicht aber dem unterzeichnenden Parteianwalt zugestellt worden sei. Damit sei die 
Verfügung nicht korrekt eröffnet worden und es sei fraglich, ob eine Rechtsmittelfrist habe 
beginnen können.

3 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
4 Wasserversorgungsgesetz vom 11. November 1996 (WVG; BSG 752.32)
5 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)

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b) Aus mangelhafter Eröffnung darf niemandem ein Rechtsnachteil erwachsen (Art. 44 Abs. 6 
VRPG). Der Beschwerdeführer hat rechtzeitig Beschwerde gegen die angefochtene Verfügung 
erhoben. Ihm ist daher aus der möglicherweise mangelhaften Eröffnung kein Rechtsnachteil 
entstanden. Ein allfälliger Eröffnungsmangel braucht daher nicht weiter geprüft zu werden.

3. Begründung

a) Der Beschwerdeführer rügt, das AWA stütze sich in der angefochtenen Verfügung zwar 
auf die Gewässerschutzverordnung des Bundes ab, ohne aber konkrete Artikel zu nennen. 
Damit habe sie ihre gesetzlich verankerte Begründungspflicht nicht umfassend erfüllt.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen der 
Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich die Pflicht der 
Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss so 
abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten können. Es müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten 
lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch nicht auf jedes Argument 
der Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten 
auseinandergesetzt hat.6

c) Dieser Begründungspflicht ist das AWA in der angefochtenen Verfügung nachgekommen. 
Aus der Begründung ist erkennbar, welche Überlegungen zum Entscheid geführt haben. Dabei 
hat das AWA entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers mit Ziff. 123 Abs. 3 Bst. a und 
Ziff. 124 Abs. 2 GSchV7 (beide in Anhang 4) die zentralen Bestimmungen für die 
Dimensionierung der Schutzzonen S2 und S3 ausdrücklich erwähnt. Zudem hat sich das AWA 
auch mit den Rügen aus der Einsprache auseinandergesetzt. Ob es dabei jedes einzelne 
Argument berücksichtigt hat, ist unerheblich. Wie die Beschwerde belegt, war der 
Beschwerdeführer denn auch in der Lage, die Verfügung sachgerecht anzufechten. Die Rüge 
betreffend Begründungspflicht ist somit unbegründet.

4. Vergrösserung der Schutzzonen

a) Der Beschwerdeführer bestreitet, dass die neue Gewässerschutzverordnung des Bundes 
verlange, dass bestehende Grundwasserschutzzonen in jedem Fall vergrössert werden 
müssten. Die Quelle F.________ werde sei 1981 ausreichend durch altrechtliche Schutzzonen 
geschützt.

b) Der bisher gültige Schutzzonenplan für die Quellwasserfassung F.________ wurde vom 
Regierungsrat des Kantons Bern im März 1981 genehmigt. Das aktuell gültige 
Gewässerschutzgesetz des Bundes stammt vom 24. Januar 1991 und trat am 1. November 
1992 in Kraft. Die aktuell gültige Gewässerschutzverordnung des Bundes stammt vom 
28. Oktober 1998 und trat am 1. Januar 1999 in Kraft. Gemäss Art. 20 GSchG8 und Art. 29 
Abs. 2 GSchV scheiden die Kantone zum Schutz der im öffentlichen Interesse liegenden 
Grundwasserfassungen und Grundwasseranreicherungsanlagen die in Anhang 4 Ziffer 12 
GSchV umschriebenen Grundwasserschutzzonen aus. Daraus ist ersichtlich, dass die Kantone 

6 BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 52 N. 5
7 Gewässerschutzverordnung des Bundesrats vom 28. Oktober 1998 (GSchV; SR 814.201)
8 Bundesgesetz vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20)

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verpflichtet sind, bundesrechtskonforme Grundwasserschutzzonen auszuscheiden. Was 
bundesrechtskonform ist, ergibt sich aus den aktuell gültigen Bestimmungen.

c) Somit ist die Rüge des Beschwerdeführers, die alten Grundwasserschutzzonen aus dem 
Jahr 1981 müssten aufgrund der neuen Gewässerschutzverordnung des Bundes nicht 
vergrössert werden, grundsätzlich falsch. Grundwasserschutzzonen müssen den heutigen 
gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Soweit dies bei altrechtlichen Schutzzonen nicht der Fall 
ist, besteht eine Pflicht, diese den neuen Anforderungen anzupassen. Dies unabhängig davon, 
ob unter der Geltung der alten Schutzzonen Probleme bei der geschützten Grundwasserfassung 
auftraten oder nicht. Für Gebiete mit Kluft-Grundwasserleitern hält die "Wegleitung 
Grundwasserschutz" ausdrücklich fest, dass Grundwasserschutzzonen in aller Regel einer 
Überarbeitung bedürfen, um den Anforderungen der Gewässerschutzverordnung zu genügen.9 
Keine Anpassungspflicht würde lediglich dann bestehen, wenn die altrechtlichen Schutzzonen 
bereits den neuen Bestimmungen entsprechen würden. Dies wird (indirekt) in den folgenden 
Erwägungen zu prüfen sein.

5. Schutzzone S2

a) Der Beschwerdeführer rügt, die Grösse der Schutzzone S2 sei insbesondere im Süden der 
Zone unverhältnismässig. Keiner der Markierversuche habe belegen können, dass es überhaupt 
eine neue Schutzzone S2 brauche, geschweige denn eine derart grosse. Aufgrund der 
negativen Markierversuche sei insbesondere nachgewiesen, dass das Sickerwasser im Bereich 
des saisonalen Stalls die Quelle nicht beeinträchtige. Daher gebe es keinen Grund, den 
Perimeter der S2 so zu ziehen, dass sich das Sommerstallgebäude und seine 
Versickerungseinrichtung innerhalb der S2 befänden. Der Stall befinde sich südlich der 
Quellfassung, der Wasserzufluss komme aber hauptsächlich von Osten her. Der 
Schutzperimeter betrage in östlicher Richtung bereits 110 m, so dass auch bei der beantragten 
Redimensionierung der Zone S2 im Süden eine gesetzeskonforme Lösung möglich wäre. Die 
bisherige Nutzung des Landes in der neuen S2 als Viehweideland mit Sommerstall belege denn 
auch, dass diese Nutzung die Wasserqualität der Quelle nicht beeinträchtige, es hätten nie 
entsprechende Beeinträchtigungen festgestellt werden können. Soweit hinsichtlich der 
Markierversuche nun argumentiert werde, massgebend sei die Verweilzeit im gesättigten 
Bereich, stelle sich die Frage, warum die Markierversuche nicht in diesem, sondern im 
ungesättigten Bereich vorgenommen worden seien.

Einerseits sei die gesetzliche Mindestgrösse für die S2 unnötig überschritten worden. Die 
Umgrenzung der S2 sei alleine aufgrund der Parzellengrenzen (praktische Umgrenzung) 
vorgenommen worden. Die hydrogeologische Umgrenzung sei vermutlich deutlich kleiner. So sei 
aus der Wegleitung zu schliessen, dass die hydrogeologische Umgrenzung ellipsenförmig zu 
fassen sei. Dies hätte vorliegend insbesondere im Süden eine enger begrenzte S2 zur Folge, 
auch wenn dafür von den bestehenden Parzellengrenzen abgewichen werden müsse, zumal die 
Parzelle des Beschwerdeführers äusserst gross sei.

Andererseits sei nicht schlüssig nachgewiesen worden, weshalb eine Unterschreitung der 
gesetzlichen Richtgrösse für die S2 nicht zulässig wäre. So sei es nicht korrekt, dass der 
Abstand der Zone S2 zur Zone S1 in Zuströmrichtung gemessen 100 m betragen müsse. Unter 
gewissen Bedingungen könne dieser Abstand unterschritten werden. Ob solche Bedingungen 
hier gegeben seien, sei nicht geprüft worden, obschon die negativen Markierversuche und die 
schlechte Durchlässigkeit darauf hindeuteten.

9 Wegleitung Grundwasserschutz, BUWAL, Bern, 2004, S. 94

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b) Die Kantone scheiden zum Schutz der im öffentlichen Interesse liegenden 
Grundwasserfassungen die in Anhang 4 Ziffer 12 umschriebenen Grundwasserschutzzonen aus 
(Art. 29 Abs. 2 GSchV i.V.m. Art. 20 GSchG). Die Zone S2 soll verhindern, dass das 
Grundwasser durch Grabungen und unterirdische Arbeiten nahe von Grundwasserfassungen 
verunreinigt wird und der Zufluss zur Grundwasserfassung durch unterirdische Anlagen 
behindert wird (Anhang 4 Ziff. 123 Abs. 1 GSchV). Bei Lockergesteins- und schwach 
heterogenen Karst- und Kluft-Grundwasserleitern soll sie zudem verhindern, dass 
Krankheitserreger sowie Stoffe, die Wasser verunreinigen können, in solchen Mengen in die 
Grundwasserfassung gelangen, dass sie die Trinkwassernutzung gefährden (Anhang 4 Ziff. 123 
Abs. 2 GSchV). Sie wird um Grundwasserfassungen ausgeschieden und so dimensioniert, dass 
der Abstand von der Zone S1 bis zum äusseren Rand der Zone S2 in Zuströmrichtung 
mindestens 100 m beträgt; er kann kleiner sein, wenn durch hydrogeologische Untersuchungen 
nachgewiesen ist, dass die Grundwasserfassung durch wenig durchlässige und nicht verletzte 
Deckschichten gleichwertig geschützt ist; und bei Lockergesteins- und schwach heterogenen 
Karst- und Kluft-Grundwasserleitern die Fliessdauer des Grundwassers vom äusseren Rand der 
Zone S2 bis zur Grundwasserfassung mindestens zehn Tage beträgt (Anhang 4 Ziff. 123 Abs. 3 
GSchV).

c) Grundlage für die Bemessung der Grundwasserschutzzonen für die Quellfassung 
F.________ bildet der Bericht der A.________ AG vom 6. Juli 2016. Im Rahmen der Erarbeitung 
dieses Berichts wurden unter anderem 2013 zwei Baggerschlitze in einer Entfernung von rund 
50 m zur Quellfassung ausgeführt, je einer im Südosten und im Nordosten der Quellfassung. Am 
gleichen Tag wurde in diesen beiden Baggerschlitzen je ein Markierversuch durchgeführt. Im 
südöstlichen Schlitz versickerte das markierte Wasser innert Minuten. Im nordöstlichen Schlitz 
blieb das markierte Wasser während mehreren Tagen liegen. In der Folge wurde das Wasser in 
der Quellfassung beprobt. Alle Proben waren negativ, d.h. es konnte kein Markierstoff 
nachgewiesen werden. Eine weitere Beprobung 2014 bestätigte dieses Resultat, auch sie fiel 
negativ aus. Grund für das negative Resultat der Markierversuche ist gemäss Bericht der 
A.________ AG vom 6. Juli 2016 vermutungsweise die sowohl lateral als auch vertikal sehr 
grosse Heterogenität der anstehenden Lockergesteine. Gut durchlässige sandig-kiesige Partien 
könnten sehr kleinräumig mit schlecht durchlässigen Sanden und Silten abwechseln.

d) Gemäss Ausführungen des AWA in seiner Vernehmlassung vom 9. Dezember 2019 zu 
den hydrogeologischen Gegebenheiten besteht das hydrogeologische Einzugsgebiet der 
Quellfassung F.________ aus Gesteinen der Oberen Meeresmolasse (Kluft-Grundwasserleiter), 
die von Moränenmaterial (Lockergestein-Grundwasserleiter) überdeckt sind. Die Molasse setze 
sich aus Sandsteinen und Nagelfluh, sowie untergeordnet aus Mergelzwischenlagen zusammen. 
Die Sandsteine und zum Teil auch die Nagelfluh seien zerklüftet. Anhand der beiden 
Baggerschlitze könne abgeleitet werden, dass die überliegenden Moränenablagerungen sowohl 
lateral als auch vertikal sehr heterogen aufgebaut seien, d.h. grobkörnige kiesig-sandige 
Bereiche wechselten sich mit feinkörnigen Silten und Tonlagen ab. Niederschläge versickerten 
durch die Moränenablagerungen und die Molasse. Das Wasser fliesse vor allem durch die 
durchlässigen Bereiche der Moränenablagerungen und entlang von Klüften und schwach 
durchlässigen Bereichen der Molasse (Kluft-Grundwasserleiter). Das Wasser trete danach in 
den tieferliegenden Hanglagen in das überliegende Moränenmaterial aus, wo es mit einer 
Quellfassung gefasst werde. Solche Fliesssysteme seien komplex und klar von 
Grundwasservorkommen in Lockergestein zu unterscheiden. Für die Bemessungsmethodik 
schliesst das AWA aus diesen Gegebenheiten, dass die Quelle F.________ einer gering 
vulnerablen Grundwasserfassung gemäss der Praxishilfe "Ausscheidung von 

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Grundwasserschutzzonen bei Kluft-Grundwasserleitern"10 entspreche. Die Quellschüttung 
reagiere gemäss hydrogeologischem Bericht der A.________ AG vom 06. Juli 2016 sehr 
verzögert auf Niederschläge und die Wasserqualität sei gleichbleibend gut. Im Übrigen sei das 
Grundwasservorkommen der Quelle F.________ nicht mehrstöckig, sondern einstöckig.

e) Demzufolge richtet sich die Schutzzonenausscheidung der Quellfassung F.________ nach 
der Methodik der Praxishilfe "Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen bei Kluft-
Grundwasserleitern": Erhebung der Basisdaten inkl. Einstufung der Vulnerabilität der 
Grundwasserfassung (Kapitel 3.1) und Bemessung der Schutzzonen nach der Distanz-Methode 
bei gering vulnerablen Grundwasserfassungen (Kapitel 4.1). Auch aus der Ziffer 2.3.5 der 
"Wegleitung Grundwasserschutz" ergibt sich, dass die Schutzzonen bei gering vulnerablen 
Grundwasserfassungen in Kluft-Grundwasserleitern nach der Distanz-Methode auszuscheiden 
sind. Die Distanz-Methode bedeutet, dass der Abstand zwischen den äusseren Grenzen der 
Zonen S1 und S2 in Zuströmrichtung mindestens 100 Meter betragen muss.11

Hinsichtlich der Umgrenzungen der Schutzzonen lassen sich eine "hydro-geologische" und eine 
"praktische" Umgrenzung unterscheiden. Die hydrogeologische Umgrenzung basiert auf 
hydrogeologischen Kriterien und richtet sich nach den Anforderungen der 
Gewässerschutzverordnung. Die praktische Umgrenzung umhüllt die hydrogeologische 
Umgrenzung und berücksichtigt die örtlichen Gegebenheiten wie zum Beispiel 
Geländestrukturen, Grundstücksgrenzen, Bauten und Anlagen, Waldränder. Sie stellt im 
Schutzzonenplan die rechtskräftige Abgrenzung dar.12

f) Im vom AWA genehmigten Schutzzonenplan finden sich lediglich die praktischen 
Umgrenzungen der Schutzzonen. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren hat die 
Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 13. April 2020 einen Plan nachgereicht, auf dem neben 
den praktischen auch die hydrogeologischen Umgrenzungen der Schutzzonen S2 und S3 
eingetragen sind. Im nachgereichten Plan ist auch die Zuströmrichtung eingetragen. Aufgrund 
der Geländeform und dem Terrainverlauf fliesst das Wasser aus südöstlicher bis nordöstlicher 
Richtung zur Quellfassung. Dieser Zufluss entspricht dem postulierten Einzugsgebiet aus 
Anhang 1 des Berichts der A.________ AG vom 6. Juli 2016. Dieses Einzugsgebiet erstreckt 
sich zunächst von der Quellfassung Richtung Osten in einem Sektor von Südosten bis 
Nordosten und dreht später in Richtung Süden ab, wo es in einem "Zipfel" endet. 
Dementsprechend umfasst die hydrogeologische Umgrenzung der Zone S2 einen Sektor von 
Südosten bis Nordosten mit einem Abstand zwischen den äusseren Grenzen der Zonen S1 und 
S2 von rund 100 Metern, wie dies die Distanz-Methode vorsieht. Damit entspricht die 
hydrogeologische Abgrenzung den gesetzlichen Vorgaben inklusive den entsprechenden 
Vollzugshilfen.

Die praktische Umgrenzung der Zone S2 folgt grundsätzlich dieser hydrogeologischen 
Umgrenzung, wobei sie die örtlichen Gegebenheiten (Grundstücksgrenzen) berücksichtigt. 
Dabei verläuft die praktische Umgrenzung teilweise innerhalb und teilweise ausserhalb der 
hydrogeologischen Umgrenzung, wobei die Differenz zwischen den beiden Abgrenzungen nie 
mehr als rund 15 m beträgt. Ausgehend von der hydrogeologischen Umgrenzung ist die 
praktische Umgrenzung somit eigentlich sogar zu knapp bemessen, da die praktische 
Umgrenzung die hydrogeologische Umgrenzung umhüllen sollte. Daraus vermag der 
Beschwerdeführer, der eine Verkleinerung der Zone S2 verlangt, jedoch nichts zu seinen 
Gunsten abzuleiten.

10 Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen bei Kluft-Grundwasserleitern, BUWAL und BWG, Bern, 2003
11 Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen bei Kluft-Grundwasserleitern, BUWAL und BWG, Bern, 2003, Ziff. 4.1
12 Wegleitung Grundwasserschutz, BUWAL, Bern, 2004, S. 42

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Auch nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer aus der Wegleitung, in der 
die hydrogeologische Umgrenzung der Zone S2 ellipsenförmig dargestellt ist.13 Gemäss 
Beschwerdeführer hätte dies vorliegend insbesondere im Süden eine enger begrenzte Zone S2 
zur Folge. Diese Darstellung in der Wegleitung gilt jedoch in erster Linie für 
Grundwasservorkommen aus Lockergestein, die man in den Tälern findet. Die Schutzzonen für 
Quellfassungen wie die Fassung F.________ sehen aufgrund von abweichender Geländeform 
und unebenem Terrainverlauf anders aus. Darauf weisen sowohl das AWA in seiner 
Vernehmlassung vom 9. Dezember 2019 als auch die Beschwerdegegnerin in ihrer 
Stellungnahme vom 13. April 2020 hin.

g) Der Beschwerdeführer begründet seine Annahme, die Zone S2 sei insbesondere im 
Süden unverhältnismässig gross, insbesondere mit den negativen Markierversuchen. 
Hinsichtlich der Aussagekraft dieser Markierversuche gilt es Folgendes zu berücksichtigen. 
Während der positive Nachweis einer hydraulischen Verbindung einen hieb- und stichfesten 
Beweis darstellt, gilt der Umkehrschluss nicht in jedem Fall. Aus einem negativ verlaufenen 
Markierversuch kann also nicht zwingend geschlossen werden, dass keine hydraulische 
Verbindung zwischen den beiden untersuchten Stellen existiert.14 Gemäss Vernehmlassung des 
AWA handelt es sich bei der Grundwasserfassung F.________ um eine gering vulnerable 
Fassung, deren Wasser grundsätzlich aus einem Kluft-Grundwasserleiter stammt. Die negativen 
Ergebnisse der Markierversuche erstaunen daher nicht, sondern waren vielmehr zu erwarten. 
Markierversuche bringen bei solchen Fassungen nur sehr selten positive Ergebnisse.15 Dennoch 
waren die Markierversuche nicht umsonst. Im Fall einer gering vulnerablen Grundwasserfassung 
bestätigt ein negativer Markierversuch die geringe Vulnerabilität der Fassung.16 Dies hat 
Auswirkungen auf die Bemessung der Schutzzonen. Ungeachtet der Struktur und der 
Heterogenität des Grundwasserleiters reicht bei gering vulnerablen Fassungen eine 
Mindestausdehnung der Schutzzonen in der Regel aus, um den Schutz des Trinkwassers zu 
gewährleisten. In Bezug auf die Bemessung der Zone S2 bedeutet dies, dass keine Ausweitung 
der aufgrund der Distanz-Methode ermittelten Grösse erforderlich ist und der Abstand zwischen 
den äusseren Grenzen der Zonen S1 und S2 in Zuströmrichtung nicht mehr als 100 Meter 
betragen muss.

Zur Überprüfung der Vulnerabilität der Fassung müssen Markierversuche unter natürlichen 
Bedingungen durchgeführt werden, ohne die schützende Deckschicht zu beeinträchtigen.17 
Dementsprechend wurden die Markierversuche im vorliegenden Fall an der Oberfläche und 
damit im ungesättigten Bereich vorgenommen. Demgegenüber müssten Markierversuche zur 
Bestimmung der Verweilzeit im ungesättigten Bereich vorgenommen werden. Die 10-Tage-
Regel für die Dimensionierung der Zone S2 bezieht sich auf die Verweilzeit eines 
Wasserteilchens im gesättigten Untergrund. Die Dauer der Versickerung des 
Niederschlagswassers von der Geländeoberfläche bis zum Grundwasserspiegel soll nicht in die 
Berechnung miteinbezogen werden. Deshalb sind die Markierstoffe direkt in den gesättigten 
Untergrund einzugeben.18 Gemäss Vernehmlassung des AWA vom 9. Dezember 2019 wären 
Markierversuche im ungesättigten Bereich aufgrund der Hanglage und der entsprechend 
notwendigen Bohrtiefe durch die ungesättigten Zonen sehr kostspielig. Für gering vulnerable 
Fassungen sieht die Praxishilfe jedoch die Distanz-Methode vor und verlangt damit keine 

13 Wegleitung Grundwasserschutz, BUWAL, Bern, 2004, S. 44, Abbildung 19
14 Einsatz künstlicher Tracer in der Hydrologie, BWG, Bern, 2002, S. 4 und 32
15 Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen bei Kluft-Grundwasserleitern, BUWAL und BWG, Bern, 2003, S. 27
16 Vgl. Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen bei Kluft-Grundwasserleitern, BUWAL und BWG, Bern, 2003, 
S. 42
17 Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen bei Kluft-Grundwasserleitern, BUWAL und BWG, Bern, 2003, S. 80
18 Siehe Wegleitung Grundwasserschutz, BUWAL, Bern, 2004, S. 47

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detaillierten Untersuchungen. Somit sind auch keine Markierversuche im ungesättigten Bereich 
zur Bestimmung der Verweilzeit erforderlich.

h) Der Beschwerdeführer begründet seine Annahme, die Zone S2 sei unverhältnismässig 
gross, weiter damit, dass der Abstand von 100 m von der Zone S2 zur Zone S1 unter gewissen 
Bedingungen unterschritten werden könne. In gewissen Sonderfällen, bei Vorliegen spezieller 
hydrogeologischer Verhältnisse, kann der Abstand von der Zone S1 bis zum äusseren Rand der 
Zone S2 in Zuströmrichtung kleiner als 100 m sein, wenn durch hydrogeologische 
Untersuchungen nachgewiesen ist, dass eine durchgehende, gering durchlässige und nicht 
verletzte Deckschicht einen gleichwertigen Schutz gewährleistet (Anhang 4 Ziff. 123 Abs. 2 Bst. 
b GSchV). Bei einstöckigen Grundwasservorkommen kann die Minimaldistanz von 100 m 
reduziert werden, wenn mit Baggerschlitzen, Sondierbohrungen und/oder geophysikalischen 
Untersuchungen ein homogener Aufbau der Deckschicht nachgewiesen wird, ohne dass die 
Sondierungen die Schutzwirkung der Deckschicht beeinträchtigen. Die Deckschicht soll eine 
geringe Durchlässigkeit (k <1×10-7 m/s) und eine Mächtigkeit von mindestens 5 Metern 
aufweisen, und es dürfen keine besser durchlässigen Linsen auftreten. Die Durchlässigkeit der 
Deckschicht soll mittels Versuchen (z.B. Versickerungsversuche) bestimmt werden. Der 
Grenzabstand zwischen den Zonen S1 und S2 darf jedoch 50 m nicht unterschreiten.19

Diese Bedingungen sind gemäss Vernehmlassung des AWA vom 9. Dezember 2019 hier nicht 
erfüllt. Es sei allgemein bekannt, dass Moräneablagerungen sehr heterogen seien. Moränen 
bestünden aus Material verschiedener Korngrössen, von Ton über Sand bis zu grösseren 
Gesteinsblöcken. Das Material sei jedoch durchmischt und weise in der Regel keine Sortierung 
oder Schichtung nach der Grösse auf. Die beiden Baggerschlitze haben diese allgemeinen 
Kenntnisse über Moräneablagerungen vorliegend bestätigt. Die beiden Baggerschlitze weisen 
auf eine unterschiedliche Zusammensetzung der Deckschichten hin. Im einen Schlitz ist eine 
kiesige Schicht, im andern feinkörniges Moränematerial angetroffen worden. Entsprechend war 
auch die Durchlässigkeit sehr unterschiedlich, im einen Schlitz wurde eine relativ hohe 
Durchlässigkeit festgestellt, im andern eine sehr kleine Durchlässigkeit. Zusammenfassend lässt 
sich festhalten, dass die Deckschicht sehr heterogen ist und lokal auch höhere 
Durchlässigkeiten aufweist. Somit liegt kein homogener Aufbau der Deckschicht mit 
durchgehend geringer Durchlässigkeit vor, weshalb die Bedingungen für ein Unterschreiten des 
Abstands von 100 m von der Zone S2 zur Zone S1 nicht erfüllt sind.

i) Weiter verlangt der Beschwerdeführer, der Perimeter der Zone S2 sei so zu ziehen, dass 
sich das Sommerstallgebäude und seine Versickerungseinrichtung ausserhalb der Zone S2 
befänden. Im Bericht der A.________ AG vom 6. Juli 2016 (S. 12) ist dieser Sommerstall wie 
folgt beschrieben: "Südöstlich der Quellfassung am Rande der Schutzzone befindet sich eine 
kleine Hütte mit einer Viehtränke. Es handelt sich dabei um einen temporär benutzten kleinen 
Stall, dessen Schorgraben talseits ins Freie führt. Das Mist/Jauchegemisch plätschert in einen 
gelochten Betonring, der als Miststock dient. Wird dieser Stall weiterhin als Viehstall genutzt, so 
stellt diese Art von Jauche- bzw. Mistentsorgung ein relativ grosses Gefahrenpotential dar."20

Die vom Beschwerdeführer verlangte Rücksichtnahme auf den Sommerstall als bestehende 
Anlage ist bei der Bemessung der Grösse der Schutzzonen nicht vorgesehen. Vielmehr hat sich 
die Bemessung der Grösse der einzelnen Schutzzone grundsätzlich an den Anforderungen der 
Gewässerschutzverordnung zu orientieren. Dementsprechend sieht die "Wegleitung 
Grundwasserschutz" vor, dass wenn in einer geplanten Zone S2 bereits Anlagen bestehen, 
vorerst abzuklären ist, ob von diesen eine Gefährdung für das Grundwasser ausgeht. Sofern 

19 Wegleitung Grundwasserschutz, BUWAL, Bern, 2004, S. 47
20 Vorakten pag. 25A

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diese Gefährdung nach allgemeiner praktischer Erfahrung höchstens geringfügig ist oder mit 
einfachen Mitteln eliminiert werden kann und eine Entfernung der fraglichen Anlagen 
unzweckmässig, unverhältnismässig oder unmöglich wäre, kann deren weiterer Bestand im 
Schutzzonenreglement garantiert werden. Wenn eine wesentliche Gefährdung besteht, oder 
wenn mit einer wesentlichen Gefährdung der Grundwasserfassung durch bereits bestehende 
Anlagen gerechnet werden muss, so ist in erster Linie festzulegen, ob mittelfristig der 
Wassergewinnung oder der die Wasserversorgung gefährdenden Nutzung der Vorrang gegeben 
werden soll. In erster Priorität ist die Beseitigung der Gefährdung zu prüfen, vor allem bei 
Fassungen, die für die Wasserversorgung wichtig und unverzichtbar sind und bei denen 
tatsächlich Möglichkeiten bestehen, die Qualität mit Nutzungsbeschränkungen zu halten oder 
gar zu verbessern. Demgegenüber sollte auf die Nutzung einer Trinkwassergewinnungsanlage 
verzichtet werden, wenn bestehende zonenwidrige Anlagen nicht beseitigt werden können. 
Stattdessen ist in solchen Fällen die Aufgabe oder Verlegung der Grundwasserfassung zu 
prüfen.21 Eine Rücksichtnahme auf bestehende Anlagen ist bei der Ausscheidung von 
Schutzzonen somit zwar möglich, jedoch grundsätzlich nicht mit einer Verkleinerung der 
Schutzzonen.

Soweit es dem Beschwerdeführer um den Erhalt des Stallgebäudes geht, ist dieser durch die 
neue Zone S2 allerdings gar nicht in Frage gestellt. Gemäss Stellungnahme des AWA vom 
22. April 2020 verletzt der Sommerstall als Gebäude die Bestimmungen der 
Gewässerschutzgesetzgebung nicht und muss daher nicht entfernt werden.

Soweit es dem Beschwerdeführer um die Nutzung dieses Gebäudes als Sommerstall geht, 
wiederspricht diese Nutzung aufgrund der Versickerungseinrichtung gemäss der Stellungnahme 
des AWA vom 22. April 2020 unabhängig von der Neuausscheidung der Zone S2 der 
Gewässerschutzgesetzgebung. Eine Jauche- bzw. Mistentsorgung mithilfe eines gelochten 
Betonrings widerspricht Art. 6 GSchG. Auf eine ohnehin rechtswidrige Anlage muss bei der 
Ausscheidung einer Schutzzone S2 nicht Rücksicht genommen werden.

k) Die Grösse der vom AWA genehmigten Schutzzone S2 entspricht folglich den 
gesetzlichen Vorgaben und ist nicht unangemessen gross. Dass bei der Konkretisierung der 
gesetzlichen Vorgaben auf Vollzugshilfen (vorliegend insbesondere auf die "Wegleitung 
Grundwasserschutz") zurückgegriffen wird, ist entgegen der entsprechenden Rüge des 
Beschwerdeführers in seiner Stellungnahme vom 14. Mai 2020 (Eingangsdatum Rechtsamt 
BVD) nicht zu beanstanden. Zwar ist es richtig, dass einer Vollzugshilfe keine 
Rechtsverbindlichkeit zukommt. Entsprechend vermag sie auch keine Rechte oder Pflichten der 
Privaten zu begründen. Sie ist aber Ausdruck des Wissens und der Erfahrung bewährter 
Fachstellen. Dementsprechend sind Vollzugshilfen zu berücksichtigen, soweit sie im Einklang 
mit den gesetzlichen Vorgaben stehen und diese auf eine überzeugende und praktikable Art und 
Weise konkretisieren.22 Dass dem vorliegend nicht so wäre, ist nicht erkennbar und wird auch 
vom Beschwerdeführer nicht näher begründet.

l) Unbeachtlich ist schliesslich auch, dass gemäss Beschwerdeführer die bisherige Nutzung 
des Landes in der neuen Zone S2 als Viehweideland mit Sommerstall belege, dass diese 
Nutzung die Wasserqualität der Quelle nicht beeinträchtige. Der planerische 
Grundwasserschutz, wozu insbesondere die Ausscheidung von Schutzzonen gehört, dient der 
Prävention und greift nicht erst dann, wenn entsprechende Beeinträchtigungen festgestellt 
werden konnten. Die Rüge betreffend die Grösse der Schutzzone S2 ist somit unbegründet.

21 Wegleitung Grundwasserschutz, BUWAL, Bern, 2004, Ziff. 4.4.1 und 4.4.2
22 VGE 2017/278 vom 19. März 2019 E. 2.6 mit Hinweisen insbesondere auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung

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6. Schutzzone S3

a) Der Beschwerdeführer rügt, auch die Zone S3 sei zu gross. Die praktische Umgrenzung 
anhand der Parzellengrenzen sei zu gross und orientiere sich nicht an der zu erwartenden 
Ellipse der hydrologischen Umgrenzung. Auf die neue Schutzzone S3 sei daher zu verzichten, 
eventualiter sei sie im beantragten Sinn zu redimensionieren. Die Einschränkungen seien auch 
in der S3 gegenüber einem Gebiet ohne Schutzzone erheblich. Daher müsse die S3 auf das aus 
Sicht des Wasserschutzes absolut nötigen beschränkt werden. Die Formulierung "in der Regel" 
im Zusammenhang mit den Vorgaben zur Bemessung der S3 lasse ein erhebliches Ermessen 
offen. Daher sei auch hier ein Abstand der Zone S2 zur Zone S3 von weniger als 100 m möglich. 
Der Umstand, dass anlässlich der Einspracheverhandlung die neue Bauparzelle Nr. B.________ 
aus der Zone S3 ausgeklammert worden sei, zeige, dass bei der Festlegung der Schutzzonen 
ein Ermessen bestehe. Das Privateigentum dürfe nicht durch überdimensionierte Schutzzonen 
beschnitten werden, deren Notwendigkeit nicht nachgewiesen sei. Allenfalls seien auch im 
Gebiet der S3 noch Markierversuche durchzuführen, vermutlich gelange auch von dort kein 
Sickerwasser in die Quelle F.________.

b) Die Kantone scheiden zum Schutz der im öffentlichen Interesse liegenden 
Grundwasserfassungen die in Anhang 4 Ziffer 12 umschriebenen Grundwasserschutzzonen aus 
(Art. 29 Abs. 2 GSchV i.V.m. Art. 20 GSchG). Die Zone S3 soll gewährleisten, dass bei 
unmittelbar drohenden Gefahren (z. B. Unfällen mit Stoffen, die Wasser verunreinigen können) 
ausreichend Zeit und Raum für die erforderlichen Massnahmen zur Verfügung stehen. Der 
Abstand vom äusseren Rand der Zone S2 bis zum äusseren Rand der Zone S3 ist in der Regel 
mindestens so gross wie der Abstand von der Zone S1 bis zum äusseren Rand der Zone S2 
(Anhang 4 Ziff. 124 GSchV). Dabei ist auch bei der Zone S3 zwischen der hydrogeologischen 
und der praktischen Umgrenzung der Zone zu unterscheiden (siehe oben Erwägung 5.e).

c) Erkennbar ist die hydrogeologische Umgrenzung der Zone S3 auf dem Plan, welcher die 
Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren mit Eingabe vom 13. April 2020 eingereicht hat. 
Entsprechend der gesetzlichen Vorgabe verläuft die hydrogeologische Umgrenzung so, dass der 
Abstand vom äusseren Rand der Zone S2 bis zum äusseren Rand der Zone S3 ungefähr so 
gross ist wie der Abstand von der Zone S1 bis zum äusseren Rand der Zone S2. Hinsichtlich der 
gemäss Beschwerdeführer zu erwartenden Ellipse kann auf Erwägung 5.f verwiesen werden: 
Die Schutzzonen für Quellfassungen sehen aufgrund von abweichender Geländeform und 
unebenem Terrainverlauf anders aus als die elliptische Darstellung in der "Wegleitung 
Grundwasserschutz".

Entgegen der Vorgabe, wonach die praktische Umgrenzung die hydrogeologische Umgrenzung 
unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten umhüllt, ist die praktische Umgrenzung der 
Zone S3 vorliegend deutlich kleiner als die hydrogeologische Abgrenzung. Inwiefern diese 
verkleinerte Zone S3 den gesetzlichen Vorgaben entspricht, braucht hier nicht geprüft zu 
werden. Der Beschwerdeführer verlangt keine grössere, sondern eine kleinere Zone S3. Vom 
Spielraum, der die Formulierung "in der Regel" in Anhang 4 Ziff. 124 GSchV eröffnet, wurde mit 
dieser Verkleinerung jedenfalls bereits grosszügig Gebrauch gemacht. Weshalb die Zone S3 
noch weitergehend verkleinert werden müsste, vermag der Beschwerdeführer nicht 
überzeugend darzulegen – ein gänzlicher Verzicht auf die Zone S3 steht ohnehin nicht zur 
Diskussion. So kann er aus einem Entgegenkommen hinsichtlich der Entlassung der 
Bauparzelle Nr. B.________ aus der S3 nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dies wäre höchstens 
dann möglich, wenn zwei vergleichbare Sachverhalte zur Diskussion stünden. Dem ist hier nicht 
so, befindet sich doch nun ausschliesslich Land in der Landwirtschaftszone in der S3. Mit Land 
in der Bauzone lässt sich dies nicht vergleichen. Dass keine Markierversuche in der S3 

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durchgeführt werden müssen, lässt sich aus den entsprechenden Ausführungen zu den 
Markierversuchen in der S2 ableiten (siehe oben Erwägung 5.g). Aus einem negativen Ergebnis 
eines Markierversuchs liesse sich hinsichtlich einer weiteren Verkleinerung der Zone S3 nichts 
ableiten. Schliesslich müssen auch die Abklärungen der A.________ AG nicht aktualisiert 
werden, auch wenn sie mehr als sechs Jahre alt sind. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass 
sich die hydrogeologischen Gegebenheiten in den letzten Jahren geändert haben, weshalb 
keine Aktualisierung angezeigt ist. Auch der Beschwerdeführer vermag kein solchen Anzeichen 
zu benennen. Die Grösse der vom AWA genehmigten Schutzzone S3 ist folglich nicht zu 
beanstanden. Sie entspricht den gesetzlichen Vorgaben und ist nicht unangemessen gross. 
Auch diese Rüge ist unbegründet.
7. Kosten

a) Die Beschwerde wird abgewiesen und die angefochtene Genehmigungsverfügung 
bestätigt. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer als unterliegende 
Partei. Er hat daher die oberinstanzlichen Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). 
Diese werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr von Fr. 2'000.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. 
Art. 19 Abs. 1 GebV23).

b) Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 
Abs. 3 VRPG). Die obsiegende Beschwerdegegnerin war nicht anwaltlich vertreten, weshalb ihr 
keine Parteikosten im Sinne des Gesetzes entstanden sind (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Demzufolge 
werden keine Parteikosten gesprochen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Verfügung des AWA vom 9. Oktober 2019 wird 
bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt D.________, eingeschrieben
- E.________, eingeschrieben
- Amt für Wasser und Abfall (AWA), Rechtsdienst, per Mail
- Gemeindeverwaltung Linden, Dorfplatz 2, 3673 Linden, per Mail, zur Kenntnis

Bau- und Verkehrsdirektion

23 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

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Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in drei Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.