# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa81ba74-3b84-5528-b886-9df6696aceae
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-06-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.06.2025 725 24 154 (725 2024 154)
**Docket/Reference:** 725 24 154
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-24-154_2025-06-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 19. Juni 2025 (725 24 154) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Berufskrankheit / Rückweisung der Angelegenheit aufgrund unvollständiger Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Adrian Berger, Advokat, 
Rittergasse 19A, Postfach, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1971 geborene A.____ war seit März 2019 als Mitarbeiter bei der B.____ GmbH 
angestellt und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 
(Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 
19. November 2020 stellte sich A.____ unter Hinweis auf Dyspnoe und Husten während und 
nach dem Arbeiten in der pneumologischen Sprechstunde des Spitals C.____, Pneumologie, 

 

 
 
Seite 2    

vor. Dort erhob der behandelnde Oberarzt Dr. med. D.____ beim Versicherten die Diagnose 
eines occupational Asthma bronchiale (vgl. den Bericht vom 7. Dezember 2020). Dr. D.____ 
meldete dies der Suva, Abteilung Arbeitsmedizin, und ersuchte diese um eine arbeitsmedizini-
sche Abklärung. Die Suva nahm diese Mitteilung des behandelnden Arztes (auch) als Anmel-
dung von A.____ zum Bezug von Leistungen entgegen und holte in der Folge verschiedene 
medizinische und technische (Expositions-) Beurteilungen ein. Gestützt auf deren Ergebnisse 
verneinte die Suva mit Verfügung vom 16. Dezember 2022 einen unfallversicherungsrechtlichen 
Leistungsanspruch von A.____ für die gemeldeten Lungen- bzw. Atembeschwerden. Die Vor-
aussetzungen für die Anerkennung einer Berufskrankheit seien nicht erfüllt. Daran hielt die 
Suva auf Einsprache des Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 24. April 2024 fest.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Adrian 
Berger, am 27. Mai 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einspracheentscheid vollum-
fänglich aufzuheben und es seien ihm rückwirkend ab 1. Januar 2020 die gesetzlichen Leistun-
gen zu erbringen. Eventualiter sei der angefochtene Einspracheentscheid vollumfänglich aufzu-
heben, ein pneumologisches Gutachten in Auftrag zu geben und die Beschwerdegegnerin an-
zuweisen, nach dessen Vorliegen gestützt darauf neu zu verfügen. Subeventualiter sei der an-
gefochtene Einspracheentscheid vollumfänglich aufzuheben und die Sache zwecks Einholung 
des pneumologischen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und diese an-
zuweisen, nach dessen Vorliegen gestützt darauf neu zu verfügen; unter o/e-Kostenfolge. Zu-
dem stellte er den Verfahrensantrag, es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, von der 
B.____ GmbH die Dokumentationen der angeblich von ihr mit der Prüfung des asbesthaltigen 
Produkts Wollastonit beauftragten Labore mindestens seit Arbeitsantritt des Versicherten im 
März 2019 einzuverlangen und zu edieren.  
 
C. In ihrer Beschwerdeantwort vom 12. Juli 2024 beantragte die Suva die Abweisung der 
Beschwerde.  
 
D. In der Replik vom 18. September 2024 hielt der Beschwerdeführer grundsätzlich an 
den in der Beschwerde vom 27. Mai 2024 gestellten Rechtsbegehren fest, die Eventualanträge 
änderte bzw. ergänzte er jedoch wie folgt: Eventualiter sei (a) der angefochtene Einspracheent-
scheid vollumfänglich aufzuheben; (b) die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Verfahrens-
akten über das von ihr geführte Dossier im Zusammenhang mit einer Berufskrankheit und 
Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale betreffend Herrn E.____ sowie sämtliche weite-
ren allfälligen von ihr geführten Dossiers im Zusammenhang mit Berufskrankheiten und Atem-
wegserkrankungen wie Asthma bronchiale von ehemals oder aktuell für die B.____ GmbH ar-
beitstätigen Versicherten, soweit nötig und sinnvoll in anonymisierter Form, zu den Akten der 
vorliegenden Angelegenheit zu nehmen; (c) ein pneumologisches Gutachten in Auftrag zu ge-
ben und (d) die Beschwerdegegnerin anzuweisen, nach dessen Vorliegen gestützt darauf neu 
zu verfügen. Subeventualiter sei (a) der angefochtene Einspracheentscheid vollumfänglich auf-
zuheben; (b) die Sache zwecks Einholung des pneumologischen Gutachtens an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen; (c) die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Verfahrensakten 
über das von ihr geführte Dossier im Zusammenhang mit einer Berufskrankheit und Atemweg-

 

 
 
Seite 3    

serkrankungen wie Asthma bronchiale betreffend Herrn E.____ sowie sämtliche weiteren allfäl-
ligen von ihr geführten Dossiers im Zusammenhang mit Berufskrankheiten und Atemwegser-
krankungen wie Asthma bronchiale von ehemals oder aktuell für die B.____ GmbH arbeitstäti-
gen Versicherten, soweit nötig und sinnvoll in anonymisierter Form, zu den Akten der vorliegen-
den Angelegenheit zu nehmen und (d) die Beschwerdegegnerin anzuweisen, nach Vorliegen 
des Gutachtens gestützt darauf neu zu verfügen.  
 
E. In ihrer Duplik vom 18. Oktober 2024 teilte die Suva mit, dass sie vollumfänglich an 
den in der umfassend begründeten Beschwerdeantwort vom 12. Juli 2024 und im Einsprache-
entscheid vom 24. April 20294 enthaltenen Ausführungen festhalte.  
 
F. Mit Verfügung vom 21. November 2024 überwies die instruierende Präsidentin des 
Kantonsgerichts den Fall dem Dreiergericht zur Beurteilung. Gleichzeitig hielt sie fest, dass der 
Entscheid über die Verfahrensanträge des Beschwerdeführers dem Dreiergericht überlassen 
werde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in F.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 27. Mai 2024 ist demnach 
grundsätzlich einzutreten. Auf die weitere Frage, ob und inwieweit auch auf die vom Versicher-
ten in seiner Beschwerde und in seiner Replik erhobenen Verfahrensanträge einzutreten ist, 
wird weiter unten (vgl. E. 7 hiernach) zurückzukommen sein  
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren.  
 
2.2 Als Berufskrankheiten gelten gemäss Art. 9 Abs. 1 Satz 1 UVG Krankheiten, die bei 
der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder be-
stimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Ar-

 

 
 
Seite 4    

beiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen (Art. 9 Abs. 1 Satz 2 UVG). Gestützt auf diese 
Delegationsnorm und Art. 14 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 
20. Dezember 1982 hat er in Anhang 1 zur UVV eine Liste der schädigenden Stoffe und der 
arbeitsbedingten Erkrankungen erstellt. Zur Annahme einer Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 
Satz 1 UVG ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung stets vorausgesetzt, dass be-
weismässig dargetan wird, dass die versicherte Person an ihrer Arbeitsstätte der Einwirkung 
eines auf der Liste angeführten Stoffes ausgesetzt war und dass diese Einwirkung ausschliess-
lich oder überwiegend eine Krankheit verursacht bzw. verschlimmert hat (Urteil des Bundesge-
richts vom 6. November 2014, 8C_429/2013, E. 5.1 mit Hinweisen). Eine "vorwiegende" Verur-
sachung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten ist rechtspre-
chungsgemäss nur dann gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle anderen mitbeteiligten Ur-
sachen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % ausmachen. "Ausschliessliche" 
Verursachung hingegen meint praktisch 100 % des ursächlichen Anteils der schädigenden Stof-
fe oder bestimmten Arbeiten an der Berufskrankheit (BGE 119 V 200 E. 2a mit Hinweis; Urteil 
des Bundesgerichts vom 9. August 2006, U 71/05, E. 4.2). Das Erfordernis eines Kausalzu-
sammenhangs ist also erfüllt, wenn die Krankheit zu mehr als 50 % durch einen im Anhang 1 
zur UVV erwähnten schädigenden Stoff oder eine erwähnte Arbeit verursacht worden ist (BGE 
119 V 200 E. 2a; Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2007 UV Nr. 27 S. 91 E. 2). 
Das Bundesgericht hat diesbezüglich sodann festgehalten, dass ein vorwiegend beruflicher 
Ursprung der Erkrankung anzunehmen ist, wenn aufgrund epidemiologischer Fakten feststeht, 
dass für die betroffene Person die berufsbedingte Exposition gegenüber der schädlichen Sub-
stanz eine Verdoppelung des Risikos, krank zu werden, mit sich bringt (BGE 133 V 421 E. 5.1; 
Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2005, U 245/05, E. 3.2).  
 
2.3 Gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG gelten als Berufskrankheiten auch andere Krankheiten, von 
denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche 
Tätigkeit verursacht worden sind. Diese Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schlies-
sen, die dadurch entstehen können, dass die bundesrätliche Liste gemäss Anhang 1 zur UVV 
entweder einen schädlichen Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht 
aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde. Nach der Rechtsprechung ist die Vorausset-
zung des "stark überwiegenden" Zusammenhangs erfüllt, wenn die Berufskrankheit mindestens 
zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Dabei sind an die Annahme einer 
Berufskrankheit relativ strenge Anforderungen zu stellen. Grundsätzlich ist in jedem Einzelfall 
Beweis darüber zu führen, ob die geforderte stark überwiegende (mehr als 75 %-ige) bis aus-
schliessliche berufliche Verursachung vorliegt (BGE 126 V 183 E. 4b). Verlangt wird, dass der 
Versicherte für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist bzw. war. Die 
einmalige gesundheitliche Schädigung, die gleichzeitig mit der Berufsausübung eintritt, genügt 
nicht. Für die Beurteilung der Exposition (oder Arbeitsdauer) ist die gesamte ausgeübte Berufs-
tätigkeit zu berücksichtigen (BGE 126 V 183 E. 2b mit Hinweisen). 
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben der Versicherungsträger und das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 144 V 427 

 

 
 
Seite 5    

E. 3.2). Massnahmen zur Klärung des rechtserheblichen Sachverhalts müssen vorgenommen 
oder veranlasst werden, wenn dazu auf Grund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 
Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht. Rechtserheblich sind dabei alle 
Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu 
entscheiden ist (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juni 2021, 9C_146/2021, E. 3.4 mit Hin-
weis). Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 
Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren Entscheid, sofern das Ge-
setz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Be-
weisanforderungen nicht. Verwaltung und Gericht haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung 
zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen 
(BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit diversen Hinweisen). 
 
3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-
folgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 
E. 3a mit Hinweis). 
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versi-
cherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden wer-
den, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 am Ende, 
mit Hinweis). 

 

 
 
Seite 6    

 
4. Der Streitsache liegen folgende relevanten Unterlagen zu Grunde: 
 
4.1 Am 19. November 2020 stellte sich der Versicherte in der pneumologischen Sprech-
stunde des Spitals C.____, Pneumologie, vor. Im hierzu verfassten Bericht vom 7. Dezember 
2020 erhebt der behandelnde Oberarzt beim Versicherten die Diagnose eines occupational 
Asthma bronchiale. Unter Verweis auf die früheren Sprechstundenberichte hält er dazu fest, 
aufgrund des durchgeführten Methacholintests habe sich eine mittelschwere bronchiale Hyper-
reagibilität gezeigt, sodass ein Asthma bronchiale vorliege bzw. bestätigt werden könne. Wegen 
des zeitlichen Zusammenhangs der Symptome sei ein occupational Asthma bronchiale wahr-
scheinlich, insbesondere, da in der vorausgegangenen allergologischen Abklärung keine Hin-
weise auf das Vorliegen einer Allergie bzw. Atopie auf die gängigen Aeroallergene hätten nach-
gewiesen werden können. Er habe eine inhalative Therapie verordnet und den Patienten darauf 
aufmerksam gemacht, regelmässig bzw. während der Staub- und Chemikalienbelastung am 
Arbeitsort eine Atemschutzmaske "mindestens FFP2" zu tragen.  
 
4.2 Im Bericht vom 18. Dezember 2020 fasst Herr G.____, Aussendienstmitarbeiter der 
Suva, die gleichentags erfolgte Besprechung mit dem Versicherten zusammen. Dieser habe 
ihm geschildert, dass bei seiner Arbeitgeberin, der B.____ GmbH, vieles nicht richtig laufe. Der 
Arbeitsplatz sei in Bezug auf die Gesundheit eine Zumutung. Viele Angestellte seien krank, ge-
trauten sich aber nicht, etwas zu unternehmen. Nachdem er selber nun auch krank geworden 
sei, sei er gewillt, gegen die Zustände im Betrieb vorzugehen. Sein Vorstoss habe bereits dazu 
geführt, dass er per 27. November 2020 die fristlose Kündigung erhalten habe. Dagegen gehe 
er nun auf dem Rechtsweg vor.  
 
Die Staubbelastung am Arbeitsplatz sei sehr hoch. Einerseits sei dies in nachvollziehbarer Wei-
se durch die Produktion bedingt, andererseits sei sie in diesem Ausmass aber vor allem den 
fehlenden Schutzmassnahmen geschuldet. Es bestünden zwar eine Lüftung und auch eine Ab-
saugvorrichtung, jedoch seien beide veraltet und/oder kaputt. Zumindest hätten diese beiden 
Massnahmen offenbar keinen Effekt auf die Staubbelastung. Zudem würden die Arbeiter auch 
schlecht ausgerüstet. So hätten sie alle über Monate mit den falschen Masken gearbeitet 
(FFP2). Im Oktober 2019 seien sie dann durch den Produktionsleiter darüber informiert worden, 
dass sie grundsätzlich FFP3-Masken benötigen würden. Diese hätten sie jedoch erst ca. im 
Februar 2020 erhalten und in der Folge bis ca. Mai 2020 getragen. Wegen des coronabeding-
ten Maskenmangels sei ihnen allerdings lediglich eine Maske pro Tag abgegeben worden und 
sie hätten diese auch tragen müssen, wenn sie bereits kontaminiert gewesen sei. Im Mai 2020 
habe die Arbeitgeberin dann auf eine noch unbrauchbarere Maskenvariante gewechselt. Erst 
ab ca. Juli 2020 hätten sie wieder FFP3-Masken erhalten, wobei wiederum nur eine Maske pro 
Tag zur Verfügung gestanden habe. Laut der Geschäftsleitung sei es im Sommer 2020 zu einer 
Luftmessung im Betrieb gekommen, er wisse aber nicht durch welche Firma und mit welchen 
Resultaten. Gewisse Arbeitsgeräte sowie das Aceton seien bei den Kontrollen weggeräumt 
worden. 
 

 

 
 
Seite 7    

Seine Lungenbeschwerden seien erstmals ca. Dezember 2019/Januar 2020 in Erscheinung 
getreten. Er habe vermehrt das Gefühl gehabt, nicht mehr richtig Luft zu bekommen.  
 
Im Weiteren schildert der Versicherte dem Aussendienstmitarbeiter die betrieblichen Produkti-
onsabläufe. Es würden Granulate für die die Elektro- und Autoindustrie hergestellt. Für die Pro-
duktion des Granulats habe man ein bis zwei Mal pro Schicht die Anlage von Hand mit Pul-
vern/Stoffen (ca. 520-570 kg Material) befüllen müssen. Danach laufe das Pulver durch die Ma-
schine und produziere die verschiedenen Granulate. Die Maschine verursache extrem viel 
Staub. Auch das Befüllen der Maschine und das Abfüllen in die Säcke führe zu einer zusätzli-
chen grossen Staubbelastung. Eigentlich sei man während der ganzen Schicht einer sehr ho-
hen Staubbelastung ausgesetzt. Im Weiteren habe er angegeben, dass man auch immer wie-
der mit Aceton habe arbeiten müssen, und er habe gehört, dass sie anscheinend auch mit Stof-
fen gearbeitet hätten, die asbesthaltig seien. Ob das stimme, wisse er aber nicht mit Sicherheit, 
er würde dies aber gerne abklären lassen.  
 
4.3 Am 18. Januar 2021 besuchte Dr. med. H.____, Fachärztin für Arbeitsmedizin, Abtei-
lung Arbeitsmedizin der Suva, zusammen mit Herrn I.____, Abteilung Arbeitssicher-
heit/Gesundheitsschutz der Suva, den Produktionsbetrieb der B.____ GmbH. In ihrem Rapport 
vom genannten Tag hält Dr. H.____ folgende abschliessende Beurteilung fest: Nach Durchsicht 
der Sicherheitsblätter bestehe eine inhalative Exposition gegenüber Quarzstäuben (karzino-
gen), Russen (irritierend und kanzerogen), TetrachlorphthaIsäureanhydrid (sensibiIisierend) und 
Bisphenol-A-Epoxidharzen (hautsensibiIisierend). Die Entwicklung oder Verschlechterung eines 
Asthma bronchiale sei bei Exposition gegenüber diesen Substanzen möglich.  
 
4.4 Im Dokument "Technische ExpositionsbeurteiIung" vom 1. September 2021 listet Herr 
I.____, Abteilung Arbeitssicherheit/Gesundheitsschutz der Suva, die genauen Produktionsab-
läufe und die entsprechenden Expositionsbelastungen im Betrieb der B.____ GmbH auf. Der 
Bericht schliesst mit folgender Zusammenfassung: Aufgrund der ungenügend definierten per-
sönlichen Schutzausrüstung zum Hautschutz sei bei der Tätigkeit von einem regelmässigen 
Kontakt der Haut mit haut- und atemwegssensibilisierenden Stoffen wie TCPA und Bisphenol-
A-haltigen Epoxy-Harzen auszugehen. Aufgrund der restriktiven Verwendung von Atemschutz 
(Abgabe von lediglich einer Maske pro Schicht), des Nicht-Wechselns der Maske nach expositi-
onsrelevanten Tätigkeiten wie Absacken und des nicht-bestimmungsgemässen Tragens von 
FFP3-Masken (bei Dreitagebart und Bartbewuchs) sei von einer gelegentlichen inhalativen Ex-
position von atemwegssensibilisierenden Stoffen wie TCPA und auch Epoxy-Harzen auszuge-
hen. 
 
4.5 In der ärztlichen Beurteilung vom 15. November 2022 führt Dr. H.____ aus, am Ar-
beitsplatz des Versicherten bei der B.____ GmbH habe die Möglichkeit eines regelmässigen 
Kontakts der Haut mit haut- und atemwegssensibilisierenden Stoffen (TCPA, Bisphenol-A-
haltige Epoxidharze) bestanden und es sei zu einer gelegentlichen inhalativen Exposition von 
atemwegssensibilisierenden Stoffen (TCPA) und zu einer erheblichen Gesamtstaubbelastung 
bei gewissen Nebentätigkeiten während kurzer Dauer gekommen. Von der Dermatologie sei 
dokumentiert worden, dass keine Hautbeschwerden bestanden hätten. Beim Versicherten sei 

 

 
 
Seite 8    

hingegen im November 2020 ein Asthma bronchiale diagnostiziert worden, worauf der Versi-
cherte eine Peak-Flow-Messserie im Oktober 2020 am Arbeitsplatz und im Privaten durchge-
führt habe. lm Rahmen derselben habe keine signifikante Arbeitsabhängigkeit abgelesen wer-
den können. Somit müsse konstatiert werden, dass das Asthma bronchiale nicht ausschliesslich 
oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sei. 
Vielmehr sei davon auszugehen, dass es sich um eine ungünstige Beeinflussung des Asthma 
bronchiale handle. Auch die Verläufe der Lungenfunktionstestungen hätten keine deutliche Ar-
beitsabhängigkeit mit anhaltender Verbesserung nach Beendigung der Tätigkeit gezeigt. Sie 
empfehle deshalb, das Vorliegen einer Berufskrankheit abzulehnen.  
 
4.6 Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte die Suva bei ihrer Abteilung Arbeitsmedi-
zin nochmals eine ärztliche Beurteilung ein, die nunmehr von Dr. H.____ und Dr. med. J.____, 
Ärztin für Arbeitsmedizin und Fachärztin für Otho-Rhino-Laryngologie, verfasst wurde. In ihrem 
Bericht vom 19. Dezember 2023 nehmen die beiden Ärztinnen ausführlich zur Einsprache und 
zu den bisherigen medizinischen Unterlagen bzw. Testungen Stellung. Sie halten fest, dass 
Epoxidharze und Bisphenol-A-Epichlorhydrin (BAE), die am Arbeitsplatz vorhanden seien, als 
Listenstoffe gelten würden. Das Asthma bronchiale müsste ausschliesslich oder vorwiegend 
(bzw. zu mehr als 50 %) durch die Epoxidharze oder BAE verursacht worden sein. Epoxidharze 
würden jedoch nur sehr selten und bei einer chronischen Exposition Atemwegsbeschwerden 
verursachen. Gleichzeitig liege bei den Betroffenen quasi immer eine Hautsensibilisierung mit 
Kontaktekzem vor. Da der Versicherte absolut keine Hautbeschwerden aufgewiesen habe, 
könne nicht vom Vorliegen einer ausschliesslichen oder vorwiegenden Verursachung des 
Asthma bronchiale durch Epoxidharze oder BAE ausgegangen werden.  
 
Ein am Arbeitsplatz vorhandener Stoff, der nicht im Anhang 1 der UVV als Listenstoff aufgeführt 
sei, aber ein Asthma bronchiale verursachen könne, sei das TCPA. Gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG 
müsste das Asthma bronchiale in diesem Fall ausschliesslich oder stark überwiegend (bzw. zu 
mehr als 75 %) durch TCPA verursacht worden sein. Um die Arbeitsabhängigkeit objektiveren 
zu können, wäre die Durchführung einer spezifischen inhalativen Bronchoprovokation notwen-
dig, die aber in der Schweiz nicht (mehr) angeboten werde. Alternativ habe man sich auf die 
seriellen PeakFlow-Messungen am Arbeitsplatz und in der Häuslichkeit gestützt. Eine solche 
habe der Versicherte durchgeführt, jedoch mehrheitlich in der Häuslichkeit und weniger am Ar-
beitsplatz. Dennoch sei keine typische Konstellation mit Besserung in der Häuslichkeit und Ver-
schlechterung am Arbeitsplatz ablesbar. Zusätzlich hätten nun noch die Epikutantests und die 
Bestimmung spezifischer Antikörper Klarheit verschaffen sollen. Die Prüfung des irritativen Po-
tentials der Arbeitsplatzsubstanzen (TCPA und BAE) durch die Allergologen habe ein zu hohes 
irritatives Potential ergeben, weshalb die Epikutantests mit ähnlichen Standardsubstanzen 
durchgeführt worden seien, welche keine Typ-lV-Reaktion gezeigt hätten. Leider seien zur sero-
logischen Testung der spezifischen IgE-Antikörper für TCPA und BisphenoI-A-Epoxidharz keine 
Testsubstanzen zur Verfügung gestanden, weshalb diese Tests nicht hätten durchgeführt wer-
den können. Somit könne eine Arbeitsabhängigkeit des Asthma bronchiale nicht objektiviert 
werden mit der Folge, dass die Kriterien für die Anerkennung des Asthma bronchiale nach 
Art. 9 Abs. 2 UVG nicht erfüllt seien. Hinzufügend sei zu erwähnen, dass beim Versicherten 

 

 
 
Seite 9    

trotz Beendigung der Arbeitstätigkeit bei der B.____ GmbH im November 2020 die Lungenfunk-
tion abgenommen habe.  
 
5.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.1 hiervor), sind das sozialversicherungsrechtliche Ver-
waltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz be-
herrscht. Dieser schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig 
aus, da es Sache der verfügenden Verwaltungsstelle (oder des Sozialversicherungsgerichts) 
ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungspro-
zess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Be-
weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie-
benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn 
es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Be-
weiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2 mit Hinweis).  
 
5.2 Liegt die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers bei einer Berufskrank-
heit im Streit, so trägt im Regelfall der Leistungsansprecher die Folgen einer Beweislosigkeit 
über die konkrete Schadstoffbelastung im massgebenden Expositionszeitraum (materielle Be-
weislast). Allerdings greift eine Beweislastumkehr, wenn die Behörde die Beweislosigkeit zu 
verantworten hat. Dies kann zutreffen, wenn der Versicherungsträger seine Abklärungspflicht 
verletzt hat (ANDREAS TRAUB, in: Basler Kommentar, Unfallversicherungsgesetz, 2019, N 36 zu 
Art. 9 mit Hinweisen)  
 
5.3 Im Zusammenhang mit den Aspekten des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweis-
last ist im vorliegenden Fall überdies von Bedeutung, dass die B.___ GmbH das Arbeitsverhält-
nis mit dem Versicherten am 27. November 2020 fristlos kündigte, nachdem dieser den man-
gelhaften Gesundheitsschutz im Betrieb bemängelt hatte. Der später zwischen der Arbeitgebe-
rin und dem Versicherten im arbeitsvertragsrechtlichen Verfahren geschlossene Vergleich mit 
der vereinbarten, dem Versicherten auszurichtenden Entschädigung zeigt nun allerdings, dass 
dieser die fristlose Kündigung zu Recht und im Ergebnis erfolgreich anfocht. Dies ist hier zu 
erwähnen, weil aufgrund der fristlosen Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitge-
berin die eigentlich übliche und angezeigte Testung mit Messungen am Arbeitsplatz und in der 
Häuslichkeit ohne Verschulden des Versicherten nicht mehr möglich waren und man sich mit 
anderen Tests behelfen musste. 
 
6.1 Bei der Würdigung der geschilderten medizinischen Akten und technischen (Expositi-
ons-) Beurteilungen ist vorab die Tatsache von Relevanz, dass die Suva selber davon ausgeht, 
dass die konkrete Expositionsbelastung im Betrieb der B.___ GmbH derart ist, dass sie bei den 
betroffenen Mitarbeitenden grundsätzlich ein arbeitsplatzabhängiges Asthma bronchiale verur-
sachen kann. Von Relevanz ist ferner, dass beim Versicherten gemäss Bericht des Spitals 
C.___, Pneumologie, vom 7. Dezember 2020 nicht nur ein Asthma bronchiale, sondern eben 
ein "occupational", also ein durch den Arbeitsplatz verursachtes Asthma bronchiale diagnosti-
ziert wurde, was die Suva offenbar zu einlässlicheren Abklärungen veranlasste (vgl. die in 
E. 4.2 bis 4.6 hiervor wiedergegebenen Berichte). Im Rahmen der nachfolgenden Untersuchun-

 

 
 
Seite 10    

gen zeigte sich aber, dass die Suva verschiedene Testungen, die sie selber eigentlich als erfor-
derlich erachtete, aus unterschiedlichen Gründen nicht vornahm bzw. angeblich nicht vorneh-
men konnte (vgl. dazu etwa die Ausführungen der Dres. H.____ und J.____ in der "Ärztlichen 
Beurteilung" vom 19. Dezember 2023, E. 4.6 hiervor). Unter diesen Umständen erweist es sich 
aber als mehr als fraglich, ob die Suva ihrer Pflicht, von Amtes wegen für die richtige und insbe-
sondere die vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. E. 3.1 
hiervor), in ausreichendem Masse nachgekommen ist.  
 
6.2 Die von der Suva eingeholten medizinischen Beurteilungen vermögen aber auch inhalt-
lich nicht gänzlich zu überzeugen. So spricht der Bericht des Spitals C.____, Pneumologie, vom 
7. Dezember 2020 - entgegen der von den Dres. H.____ und I.____ in den Raum gestellten 
Annahme - dafür, dass der Beschwerdeführer bezüglich des Asthmas bronchiale keine gesund-
heitliche Vorbelastung hatte. Als aktenwidrig erweist sich sodann die Angabe der beiden Suva-
Ärztinnen in ihrer "Ärztlichen Beurteilung" vom 19. Dezember 2023 (S. 11), wonach der Versi-
cherte "absolut keine Hautbeschwerden aufwies". Es verhält sich vielmehr so, dass im Bericht 
von Dr. med. K.____, Pneumologie FMH, vom 12. November 2019 über die arbeitsmedizinische 
Vorsorgeuntersuchung ein leicht geröteter Thorax des Versicherten festgehalten wurde. Somit 
beruht aber die Folgerung der Dres. H.____ und J.____, wonach das Vorliegen einer Berufs-
krankheit insbesondere auch aufgrund mangelnder Hautbeschwerden des Versicherten abzu-
lehnen sei, auf einer unzutreffenden medizinischen Grundlage. Dieser Umstand ist durchaus 
geeignet, zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit ihrer medizini-
schen Beurteilung zu erwecken. Als zu pauschal erweist sich ferner die Einschätzung der bei-
den Suva-Ärztinnen, gegen die Qualifikation des Asthma bronchiale als Berufskrankheit spre-
che im Weiteren auch der Umstand, dass beim Versicherten aus den seriellen Peak Flow-
Messungen am Arbeitsplatz und in der Häuslichkeit keine typische Konstellation mit einer Bes-
serung in der Häuslichkeit und einer Verschlechterung am Arbeitsplatz ablesbar sei (S. 11 der 
Beurteilung). Der Beschwerdeführer weist diesbezüglich darauf hin, dass sich beim Asthma die 
Symptome unmittelbar nach einer Exposition oder erst mehrere Stunden später - unter Um-
ständen auch nachts - entwickeln könnten, sodass ein Zusammenhang mit der Tätigkeit am 
Arbeitsplatz nicht offenkundig sei. Er untermauert diesen Standpunkt mit entsprechenden Aus-
führungen im Factsheet "Atemwegssensibilisierende Stoffe (Inhalationsallergene)" der Europäi-
schen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (vgl. S. 7 des Doku-
ments). Dem Factsheet "Arbeitsplatz-assoziiertes Asthma: Abklärung, Diagnose und Manage-
ment (Version Dezember 2012)" der Suva selber ist überdies zu entnehmen, dass die Latenz-
zeit zwischen der erstmaligen Exposition und der Entwicklung von Symptomen sehr unter-
schiedlich sei und dass sich die Symptome eben auch schleichend entwickeln könnten (S. 3 
des Dokuments). Diese Hinweise des Beschwerdeführers auf die betreffenden Ausführungen in 
den genannten beiden Factsheets sind ebenfalls geeignet, zumindest geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der diesbezüglich abweichenden medizinischen Beurteilung 
der Dres. H.___ und J.____ zu erwecken. Schliesslich ergeben sich weitere solche Zweifel 
auch aus der Tatsache, dass die beiden Suva-Ärztinnen nur unzureichend auf verschiedene 
besondere Umstände am Arbeitsplatz des Versicherten eingehen, die sich durchaus auf das 
Ausmass der Expositionsbelastung ausgewirkt haben dürften. So würdigen sie beispielsweise 
nicht näher, dass der Suva-Mitarbeiter I.____ im Dokument "Technische Expositionsbeurtei-

 

 
 
Seite 11    

Iung" vom 1. September 2021 über ungenügend definierte persönliche Schutzausrüstungen 
zum Hautschutz und eine restriktive Verwendung von Atemschutz (Abgabe von lediglich einer 
Maske pro Schicht, Nicht-Wechseln der Maske nach expositionsrelevanten Tätigkeiten und 
nicht-bestimmungsgemässes Tragen von FFP3-Masken bei Dreitagebart und Bartbewuchs) am 
Arbeitsplatz des Versicherten berichtete (vgl. E. 4.4 hiervor).  
 
6.3 Die Suva stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid bei der Beurteilung des 
massgebenden medizinischen Sachverhalts ausschliesslich auf versicherungsinterne medizini-
sche und technische (Expositions-) Beurteilungen, wobei sie insbesondere den Einschätzungen 
ihrer Versicherungsmedizinerinnen Dres. H.____ und J.____ ausschlaggebenden Beweiswert 
beimass. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3 hiervor), sind an die Beweiswürdigung jedoch stren-
ge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gut-
achtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklä-
rungen vorzunehmen. Nach dem vorstehend Gesagten (vgl. E. 6.1 und 6.2 hiervor) liegen hier 
verschiedene solche - zumindest geringe - Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen medizinischen Beurteilung der Dres. H.____ und J.____ vor, weshalb im 
Ergebnis nicht darauf abgestellt werden kann.  
 
6.4 Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass heute eine abschliessende Beurtei-
lung der Angelegenheit gestützt auf die vorhandene Aktenlage nicht möglich ist. Insbesondere 
lässt sich die massgebende Frage, ob es sich beim Asthma bronchiale des Versicherten um 
eine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 oder Abs. 2 UVG handelt, nicht beantworten. 
Der angefochtene Einspracheentscheid ist deshalb aufzuheben und die Sache ist zur weiteren 
Abklärung an die Suva zurückzuweisen. Diese wird die aufgeworfene Frage durch ein versiche-
rungsexternes Gutachten abklären zu lassen haben. Gestützt auf die Ergebnisse der Aktener-
gänzung wird die Suva anschliessend über ihre Leistungspflicht neu zu befinden haben. Die 
vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
7. Zu ergänzen bleibt Folgendes:  
 
7.1 In seiner Beschwerde vom 27. Mai 2024 und in der Replik vom 18. September 2024 
stellte der Versicherte verschiedene Verfahrensanträge. Insbesondere ersuchte er darum, die 
Suva zu verpflichten, Berufskrankheiten-Dossiers anderer, aktuell oder ehemals bei der B.____ 
GmbH tätiger Versicherter zu edieren. In Anbetracht, dass die Sache ohnehin zur weiteren Ab-
klärung an die Suva zurückgewiesen wird, kann nun allerdings im Rahmen des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens davon abgesehen werden, näher auf diese Anträge einzugehen. Dabei 
kann letztlich offen bleiben, ob die Nichtbefassung mit diesen Anträgen in formeller Hinsicht als 
Nichteintreten auf diese oder als Abweisung derselben zu qualifizieren ist.  
 
7.2 Soweit der Beschwerdeführer zusätzlich abgeklärt haben möchte, ob im Rahmen sei-
ner Tätigkeit bei der B.____ GmbH auch eine Asbestexposition erfolgt war, kann darauf eben-
falls nicht eingegangen werden. Dasselbe gilt in Bezug auf den Verfahrensantrag, wonach die 
Suva anzuweisen sei, von der B.____ GmbH Dokumentationen der angeblich von ihr mit der 

 

 
 
Seite 12    

Prüfung des asbesthaltigen Produkts Wollastonit beauftragten Labore einzuverlangen und zu 
edieren. Die Suva weist zu Recht darauf hin, dass im Falle des Beschwerdeführers eine mögli-
che Asbestexposition als mögliche Ursache seines Asthma bronchiale bis anhin in keiner Weise 
thematisiert worden sei. Entsprechend bilde diese Frage nicht Gegenstand des vorliegenden 
(Beschwerde-) Verfahrens. Dieser Betrachtungsweise der Suva ist grundsätzlich beizupflichten. 
Immerhin bleibt aber festzuhalten, dass es der verwaltungsexternen Gutachterperson, die nach 
der heutigen Rückweisung der Sache im Auftrag der Suva ein fachärztliches Gutachten zu er-
stellen haben wird, frei steht, auf diesen Themenkomplex zurückkommen, wenn sie aufgrund 
ihrer Untersuchungen hinreichende Veranlassung für entsprechende Abklärungen sieht.  
 
8.1 Gemäss § 20 Abs. 2 VPO ist das kantonsgerichtliche Beschwerdeverfahren in Sozial-
versicherungssachen vorbehältlich des hier nicht zu beachtenden Abs. 2bis für die Parteien kos-
tenlos. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben.  
 
8.2 Beim Entscheid über die Verlegung der Parteikosten ist grundsätzlich auf den Pro-
zessausgang abzustellen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an 
die Verwaltung zur weiteren Abklärung und Entscheidung (mit noch offenem Ausgang) für die 
Frage der Auferlegung der Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen der Beschwerde 
führenden Person, unabhängig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob das Begehren im 
Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (BGE 137 V 210 E. 7.1 mit Hinweisen). Dieser Grund-
satz gilt ausdrücklich auch für das kantonale Beschwerdeverfahren (Urteil des Bundesgerichts 
vom 23. August 2023, 9C_379/2022, E. 4.2; BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2 mit Hinweisen). 
 
8.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der Suva zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
machte in seiner Honorarnote vom 5. Dezember 2024 für das vorliegende Verfahren einen 
Zeitaufwand von 20 Stunden und 55 Minuten geltend, was sich zwar als hoch, in Anbetracht der 
Komplexität der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen und des Umstands, dass ein 
doppelter Schriftenwechsel durchgeführt wurde, aber noch als angemessen erweist. Die Bemü-
hungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung gelan-
genden Ansatz von Fr. 250.-- pro Stunde zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind die aus-
gewiesenen Auslagen von Fr. 206.20. Dem Beschwerdeführer ist somit eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 5'875.65 (20 Stunden und 55 Minuten à Fr. 250.-- + Auslagen von 
Fr. 206.20 zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Suva zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-

 

 
 
Seite 13    

weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vor-
aussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt.  
 
9.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Regelung 
der (Kosten- und) Entschädigungsfolgen in einem Rückweisungsentscheid ebenfalls einen Zwi-
schenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG darstellt. Ein derartiger Zwischenentscheid verur-
sacht keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG), weil der Kos-
tenentscheid im Anschluss an den aufgrund des Rückweisungsentscheids neu ergehenden 
Endentscheid in der Sache angefochten werden kann (Art. 93 Abs. 3 BGG). Wird die von der 
unteren Instanz aufgrund des Rückweisungsentscheids erlassene neue Verfügung in der Sache 
nicht mehr angefochten, kann direkt im Anschluss an diese neue Verfügung die Kostenregelung 
im Rückweisungsentscheid innert der Beschwerdefrist von Art. 100 BGG beim Bundesgericht 
angefochten werden (BGE 142 V 551 E. 3.2 mit Hinweisen).  
 
  

 

 
 
Seite 14    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der Suva vom 24. April 2024 aufgehoben und 
die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Suva zurückgewiesen 
wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Suva hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 5‘875.65 (inkl. Auslagen und 8,1 % Mehrwertsteuer) zu 
bezahlen.