# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99206007-2df4-5acb-ba47-4b8555b4c1d1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.06.2010 UV 2009/71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-71_2010-06-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/71

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.04.2020

Entscheiddatum: 28.06.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 28.06.2010
Art. 18 UVG, Art. 16 ATSG: Berechnung des Invaliditätsgrads eines jungen 
Versicherten. Konkrete Anhaltspunkte für eine Weiterbildung zum Polier sind 
vorliegend nicht gegeben. Sowohl beim Invaliden- als auch beim 
Valideneinkommen ist grundsätzlich auf Tabellenlöhne und nicht auf einen 
im Jahr 2008 nur teilweise erzielten Lohn bzw. die Mindestlöhne eines GAVs 
abzustellen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 28. Juni 2010, UV 2009/71).

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und Versicherungsrichter 

Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 28. Juni 2010

in Sachen

E.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt PD Dr. Hardy Landolt, Schweizerhofstrasse 14, 

Postfach 568, 8750 Glarus,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17, 

3074 Muri b. Bern,

betreffend

Invalidenrente

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1981 geborene E.___ trat per August 1997 bei der A.___ eine Berufslehre als 

Zimmermann an und war dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen 

versichert (Suva-act. 1, 89). Am 29. Oktober 1998 begab sich der Versicherte zur 

Änderung einer Beschriftung unter eine mit einem Hallenkran vom Boden aufgerichtete 

und ca. 800 kg schwere Holzkonstruktion. Als plötzlich das Tragmittel riss, stürzte das 

Element zu Boden und begrub den Versicherten unter sich (Suva-act. 8, act. G 1.1/14). 

Er erlitt einen Abriss der Harnröhre, eine Beckenfraktur, einen Hämatopneumothorax, 

Frakturen der Rippen 1 und 2 links sowie des rechten Schlüsselbeins (Suva-act. 10, 

13). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte Heilbehandlung und 

Taggelder.

A.b   Ab dem 6. September 1999 war der Versicherte wieder zu 100% arbeitsfähig 

(Suva-act. 28). Infolge der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeiten und Absenzen am 

Arbeitsplatz war er jedoch gezwungen, sein Lehrvertragsverhältnis um ein halbes Jahr 

zu verlängern (Suva-act. 27, 67). Im Winter 2001 schloss er seine Lehre als 

Zimmermann erfolgreich ab (Suva-act. 68).

A.c   Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen finanzierte dem Versicherten vom 20. August 

2002 bis 8. Juli 2005 eine Umschulung zum Technischen Kaufmann mit 

Handelsmittelschuldiplom (Suva-act. 40, 50). Nach erfolgreichem Abschluss im 

Sommer 2005 war er im Sinn der IV auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt ohne 

Einschränkung arbeitsfähig (Suva-act. 62, 63). Per 1. August 2005 trat er bei der B.___ 

eine Stelle als Verkäufer an (Suva-act. 91c ff.), welche er Ende 2005 wieder verliess 

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(Suva-act. 97). Ab dem 6. März 2006 arbeitete er bei der C.___ als Teamleiter und 

Sportartikel-Verkäufer (Suva-act. 96a, 104).

A.d   Am 30. und 31. Januar 2007 wurden in der D.___ Tests zur Evaluation der 

funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durchgeführt. Mit Bericht vom 14. Februar 2007 

beurteilten die Experten die berufliche Tätigkeit des Versicherten als Verkäufer ohne 

Einschränkungen ganztags als zumutbar. Für andere berufliche Tätigkeiten (gemäss 

DOT-Kategorien) wurde die Zumutbarkeit für mittelschwere bis schwere Arbeit 

ganztags und ohne zusätzliche Einschränkungen festgehalten (Suva-act. 125).

A.e   Auf Grund einer bulbären Harnröhrenstriktur unterzog sich der Versicherte am 

3. August 2007 im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) einer Urethrotomia interna (Suva-

act. 144). Nach zweimonatiger Arbeitslosigkeit (Suva-act. 141) trat er am 1. September 

2007 eine Stelle bei der F.___ an (Suva-act. 148). Infolge neuerlich massiven 

Harnstrahlverlusts wurde am 4. April 2008 im KSSG eine Holmium-Laser-Urethrotomie 

durchgeführt (Suva-act. 157). Am 4. Juni 2008 untersuchte Kreisarzt Dr. med. G.___ 

den Versicherten. In seinem Bericht hielt er fest, dass nun von einem Endzustand 

ausgegangen werden könne. Einschränkend seien v.a. noch die Miktions- und 

Erektionsproblematik, wobei entsprechende Therapien weiterhin zu Lasten der Suva 

gehen müssten. Die Tätigkeit als Verkäufer könne der Versicherte nach eigenen 

Angaben aber uneingeschränkt ausführen, ansonsten sei das Zumutbarkeitsprofil der 

EFL vom vergangenen Jahr anwendbar (Suva-act. 162). Dr. G.___ schätzte den 

Integritätsschaden auf 32% (Suva-act. 163). Gestützt auf diese Beurteilung verfügte die 

Suva am 6. Juni 2008 eine Integritätsentschädigung auf Grund einer 

Integritätseinbusse von 32% (Suva-act. 168). Mit Schreiben vom 9. Juni 2008 stellte 

die Suva dem Rechtsvertreter des Versicherten Dr. iur. Hardy Landolt, Glarus, diese 

Verfügung zu und teilte ihm mit, dass infolge einer fehlenden Erwerbseinbusse des 

Versicherten Rentenleistungen der Suva entfallen würden (Suva-act. 169).

B.       

B.a   Gegen diese Ablehnung von Rentenleistungen erklärte sich der Beschwerdeführer 

mit Schreiben vom 25. Juni 2008 nicht einverstanden (act. G 170).

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B.b   Die Suva nahm das Schreiben als Einsprache entgegen und wies sie mit 

Einspracheentscheid vom 27. Mai 2009 ab (Suva-act. 179).

C.       

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vom Rechtsvertreter für den 

Versicherten erhobene Beschwerde vom 25. Juni 2009 mit dem Antrag, den 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 27. Mai 2009 aufzuheben und die 

Angelegenheit im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter 

sei der Einspracheentscheid aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine 

Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 35% mit Wirkung ab 1. August 

2005 zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung macht 

er im Wesentlichen geltend, dass beim Valideneinkommen nicht auf den Lohn eines 

Zimmermanns, sondern auf denjenigen eines Poliers und beim Invalideneinkommen 

nicht auf Fr. 66'800.-- abgestellt werden dürfe, da er auf Grund seiner reduzierten 

Arbeitsfähigkeit nicht in der Lage sei, auf Dauer vollumfänglich erwerbstätig zu sein. 

Nachdem er sein Arbeitspensum bei der F.___ nicht habe reduzieren können, sei er 

infolge fehlender Möglichkeiten in den elterlichen Betrieb eingetreten, wo er als 

stellvertretender Geschäftsführer tätig sei. Daher sei für das Invalideneinkommen 

zumindest auf das Mittel der letzten Löhne abzustellen. Sollte dennoch auf den Lohn 

bei der F.___ abgestellt werden, so sei immerhin von einer um 20% eingeschränkten 

Erwerbsfähigkeit auszugehen und das Invalideneinkommen um diesen Prozentsatz zu 

reduzieren. Ausserdem sei in Anbetracht der langen Berufskarriere des 

Beschwerdeführers ein leidensbedingter Abzug von mindestens 20% gerechtfertigt.

C.b   In der Beschwerdeantwort vom 14. September 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde.

C.c   Mit Replik vom 28. Oktober und Duplik vom 11. November 2009 hielten die 

Parteien an ihren Anträgen fest (act. G 9, 11).

C.d   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird, soweit 

entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

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1.        

Gemäss Art. 49 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver­

sicherungsrechts (SR 830.1; ATSG) hat der Versicherungsträger über Leistungen, 

Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene 

Person nicht einverstanden ist, schriftlich Verfügungen zu erlassen. Das Schreiben der 

Beschwerdegegnerin vom 9. Juni 2008 (Suva-act. 169) behandelt die Frage eines 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers, weshalb hier von periodischen und damit 

auch erheblichen Leistungen auszugehen ist (vgl. ebenso Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 2. Aufl. Zürich 2009, Art. 49 Rz. 15). Demzufolge hätte die 

Rentenablehnung in Verfügungsform ergehen müssen. Sie hätte sowohl mit der 

Überschrift "Verfügung" als auch mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen werden 

müssen. Nachdem dem Schreiben vom 9. Juni 2008 in materieller Hinsicht aber 

Verfügungscharakter zukommt und gegen eine fehlerhafte materielle Verfügung 

Einsprache zu führen ist (Kieser, a.a.O., Art. 49 Rz. 13), hat die Beschwerdegegnerin 

das Schreiben vom 25. Juni 2008, das innerhalb der dreissigtägigen Anfechtungsfrist 

gemäss Art. 52 Abs. 1 ATSG eingereicht wurde, zu Recht als Einsprache qualifiziert. 

Folglich ist nun nach Durchführung des Einspracheverfahrens auf die Beschwerde vom 

25. Juni 2009 einzutreten.

2.        

2.1    Die Beschwerdegegnerin wies den Anspruch auf eine Invalidenrente der 

Unfallversicherung im angefochtenen Einspracheentscheid vom 27. Mai 2009 

vollumfänglich ab. Vorliegende Streitigkeit dreht sich im Wesentlichen um die Fragen 

nach dem massgebenden Validen- und Invalideneinkommen. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers macht konkret geltend, dass dem Einkommensvergleich nicht ein 

Valideneinkommen für die Tätigkeit eines gelernten Zimmermanns, sondern ein 

hypothetisches Valideneinkommen als Baupolier zu Grunde zu legen sei. Eventualiter, 

sofern nicht von einer Tätigkeit als Baupolier ausgegangen werde, sei immerhin zu 

berücksichtigen, dass sich der Beschwerdeführer nicht mit dem erlernten Beruf als 

Zimmermann begnügt, sondern in beruflicher Hinsicht qualifiziert und verändert hätte. 

Zudem sei beim Invalideneinkommen nicht auf den letzten, bei der F.___ erzielten Lohn 

abzustellen. Vielmehr sei von einem Mittel der bisher erzielten Löhne auszugehen.

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2.2    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a und 121 V 210 E. 6c, je mit 

Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen 

mithin die Parteien in der Regel die Beweislast nur insofern, als im Fall der 

Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b mit 

Hinweisen).

3.        

3.1    Nach Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) besteht Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn der Versicherte infolge 

eines Unfalls zu mindestens 10% invalid ist. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die 

Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

3.2    Massgebend für die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen 

sind die hypothetischen Erwerbseinkommen im Zeitpunkt des Beginns eines allfälligen 

Rentenanspruchs. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des 

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Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG). Der 

Beschwerdeführer hat die ihm von der IV finanzierte Umschulung zum Technischen 

Kaufmann im Sommer 2005 erfolgreich abgeschlossen (Suva-act. 62). Nach der 

Durchführung einer Urethrotomia interna im August 2007 und einer Holmium-Laser-

Urethrotomie im April 2008 stellte der Kreisarzt im Juni 2008 den Endzustand fest 

(Suva-act. 162). Damit war von weiteren ärztlichen Behandlungen keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands mehr zu erwarten. Die Beschwerdegegnerin 

stellte folglich für die Rentenprüfung zu Recht auf die Einkommensgrössen im Jahr 

2008 ab.

4.        

4.1    Der Wortlaut von Art. 16 ATSG bringt klar zum Ausdruck, dass es sich beim Vali­

deneinkommen um eine hypothetische Grösse handelt. Es ist nicht nach dem zur Zeit 

des Unfalls aktuellen Verdienst zu fragen; vielmehr ist entscheidend, was die 

versicherte Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns ohne versicherte gesundheitliche 

Beeinträchtigung bei sonst gleichen Verhältnissen wahrscheinlich verdienen würde. Bei 

der Ermittlung des Valideneinkommens stellt sich zunächst die Frage, welche Tätigkeit 

die versicherte Person ohne Unfall ausüben würde. Ist die massgebende Tätigkeit für 

das Valideneinkommen bestimmt, bleibt die Frage nach dessen Grösse. Die 

Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Bei der Beurteilung, 

was die versicherte Person ohne versicherte Gesundheitsschädigung beruflich-

erwerblich erreicht hätte, ist von der empirischen Erfahrung auszugehen, dass die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre, insbesondere 

wenn sie der Ausbildung der versicherten Person entspricht und/oder diese die 

Tätigkeit über längere Zeit hin ausgeübt hat, so dass sich die Orientierungsdaten der 

beruflichen Entwicklung im Alltag verfestigt haben. Ausnahmen, d.h. abweichende bzw. 

zu erwartende berufliche Entwicklungen, müssen mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Um eine berufliche Weiterentwicklung mit zu 

berücksichtigen, welche die versicherte Person normalerweise vollzogen hätte, müssen 

praxisgemäss konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie einen beruflichen 

Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert hätte, wenn 

sie nicht invalid geworden wäre. Sodann genügen blosse Absichtserklärungen der 

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versicherten Person nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, 

bereits im Zeitpunkt des Unfalls durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme 

eines Studiums, Ablegung von Prüfungen usw. kundgetan worden sein. Bei der 

Prüfung der mutmasslichen beruflichen Entwicklung können unter Umständen aus 

einer besonderen beruflichen Qualifizierung im Invaliditätsfall Rückschlüsse auf die 

hypothetische Entwicklung gezogen werden, zu der es ohne Eintritt des 

(unfallbedingten) Gesundheitsschadens gekommen wäre. Nach der Rechtsprechung ist 

eine solche Annahme unter anderem dann zulässig, wenn die angestammte Tätigkeit 

auch nach dem Unfall weitergeführt werden kann. Indessen darf aus einer erfolgreichen 

Invalidenkarriere in einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres abgeleitet 

werden, die versicherte Person hätte ohne Invalidität eine vergleichbare Position auch 

im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (Urteil des Bundesgerichts vom 12. 

November 2009 i/S B. [8C_550/2009] E. 4.1 mit Hinweisen).

4.2    Indizien für eine berufliche Weiterentwicklung müssen grundsätzlich auch bei 

jungen Versicherten in Form von konkreten Anhaltspunkten bereits bei Eintritt des 

Gesundheitsschadens vorhanden sein. Ein strikter Beweis für eine nach dem Unfall 

absolvierte Weiterbildung ist nicht zu verlangen, hingegen gewisse konkrete 

Anhaltspunkte zum Unfallzeitpunkt, damit von einem späteren Abschluss der 

Ausbildung und einem entsprechenden Einkommen ausgegangen werden kann. In Art. 

28 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) findet sich die 

Regelung für eine ähnliche, in der Regel ebenfalls junge Personengruppe: "Konnte der 

Versicherte wegen einer Invalidität, welche die Folge eines versicherten Unfalles ist, 

eine nachweislich geplante und seinen Fähigkeiten entsprechende berufliche 

Ausbildung nicht aufnehmen oder eine begonnene Ausbildung nicht abschliessen, so 

ist für die Bestimmung des Invaliditätsgrades dasjenige Erwerbseinkommen 

massgebend, das er ohne die Invalidität in jenem Beruf erzielen könnte." Diese 

Bestimmung ist zwar vorliegend nicht anwendbar, da der Versicherte die berufliche 

Ausbildung zum Zimmermann trotz Unfallereignis abschliessen konnte und die 

Weiterbildung zum Polier vom Wortlaut der Norm nicht erfasst wird. Dieser bezieht sich 

lediglich auf die berufliche Grundausbildung, nicht jedoch auf die entsprechende 

Weiterbildung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 12. November 2009, a.a.O., E. 4.2 

mit Hinweisen). Nach Art. 28 Abs. 1 UVV muss eine berufliche Ausbildung allerdings 

ebenfalls "nachweislich geplant" sein, um Spekulationen zu vermeiden (Peter Omlin, 

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Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, Freiburg 1995, S. 174 f.). Eine 

vom Grundsatz abweichende Beurteilung, wonach konkrete Anhaltspunkte für eine 

berufliche Weiterentwicklung verlangt werden, ergibt sich daher für junge Versicherte 

nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 12. November 2009, a.a.O., E. 4.2).

4.3    Der Beschwerdeführer verunfallte in seinem zweiten Lehrjahr zum Zimmermann. 

Ein Jahr nach dem verzögerten Abschluss der Berufslehre konnte er auf Kosten der 

Invalidenversicherung eine Ausbildung zum Technischen Kaufmann mit 

Handelsmittelschuldiplom absolvieren (vgl. Suva-act. 40, 50, 62). Er stellt sich auf den 

Standpunkt, dass er nach Abschluss der Lehre ohne den Unfall die Weiterbildung zum 

Zimmermannpolier und danach zum Bauplaner oder Architekten gemacht hätte. Zum 

Beweis reicht er ein Schreiben eines Berufskollegen ein. Dieser gab an, mit dem 

Beschwerdeführer während dessen Lehrzeit eingehende Gespräche über verschiedene 

Einzelheiten zur Erreichung seiner Berufsziele geführt und ihm die eigenen Erfahrungen 

als Zimmermann weitergegeben zu haben (vgl. Suva-act. 172). Während eines 

Gesprächs mit der Beschwerdegegnerin am 10. März 1999 äusserte sich der 

Beschwerdeführer dahingehend, dass er nicht auf dem Beruf des Zimmermanns 

bleiben, sondern eher in Richtung Bauplanung gehen wolle. Diesbezüglich wolle er 

aber zuerst eine Lehre als Praktiker machen, bevor er ins Theoretische wechsle (Suva-

act. 15). Im Juli 2006 erklärte der Beschwerdeführer gegenüber der 

Beschwerdegegnerin, er habe die Faszination für den Beruf des Bauplaners beim 

Umbau seines Elternhauses vor Beginn seiner Lehre entdeckt, dafür jedoch zuerst eine 

praktische Lehre benötigt (Suva-act. 105). Demgegenüber konnte der ehemalige 

Lehrmeister und Arbeitgeber in einem Gespräch mit der Beschwerdegegnerin vom 

November 2005 in Bezug auf die Berufspläne des Beschwerdeführers vor dem Unfall 

keine Angaben machen. Er sei, nachdem der ursprüngliche Plan, die 

Berufsmittelschule zu besuchen, offenbar wieder verworfen wurde, vielmehr davon 

ausgegangen, dass der Beschwerdeführer, welcher aktiv Strassenrennen gefahren sei, 

zurück ins Geschäft seines Vaters gehen wollte, um dieses irgendwann einmal zu 

übernehmen (Suva-act. 92). Diesen Aussagen sowie den übrigen Akten lassen sich 

keine genügend konkreten Anhaltspunkte und Rückschlüsse dafür entnehmen, dass 

der Beschwerdeführer tatsächlich entweder den Beruf eines Poliers, Bauplaners oder 

sogar Architekten erlernt hätte, wenn es nicht zum Unfall gekommen wäre. Allein aus 

den mehrheitlich durchschnittlichen bis guten Schulnoten des Beschwerdeführers oder 

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seinem Verhalten nach der Ausbildung zum Technischen Kaufmann lässt sich ebenfalls 

nicht genügend konkret auf einen besonderen Ehrgeiz zu diesbezüglichen 

Weiterbildungen schliessen (vgl. Suva-act. 27, 68, 74).

4.4    Für das Valideneinkommen ist folglich darauf abzustellen, was der 

Beschwerdeführer als Zimmermann im Jahr 2008 verdient hätte. Dazu ist auf 

Durchschnittslöhne abzustellen, d.h. die Tabellenlöhne nach der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamts für Statistik in der Holzbranche, und 

nicht wie gemäss Beschwerdegegnerin auf die nach Erfahrung abgestuften 

Mindestlöhne gemäss Gesamtarbeitsvertrag des Verbands Schweizer Holzbau-

Unternehmungen.

5.        

5.1    Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 

Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die 

ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das 

Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, 

gilt grundsätzlich der von ihr tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist das 

Invalideneinkommen, wie bereits erwähnt, eine hypothetische Grösse, zu deren 

Festlegung nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden können (BGE 

126 V 75; Kieser, a.a.O., Art. 16 Rz. 13 f.). Vorliegend war und ist der Beschwerdeführer 

nach der von der IV finanzierten Ausbildung zum Technischen Kaufmann wieder zu 

einem 100%Pensum erwerbstätig. In der Tätigkeit als Verkäufer konnte er sowohl 

gemäss Aussagen des ehemaligen Arbeitgebers der C.___, als auch nach eigenen 

Angaben während den ELF-Abklärungen im Januar 2007 und der kreisärztlichen 

Untersuchung im Juni 2008 die volle Arbeitsleistung ohne Einbussen erbringen (Suva-

act. 104, 125 S. 6, 162 S. 4). Nachdem der Beschwerdeführer seine Stelle bei der F.___ 

im Jahr 2008 wieder aufgegeben hat und in den väterlichen Betrieb eingestiegen ist, 

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von welchem keine Lohnzahlen vorliegen, ist für das Invalideneinkommen nicht auf den 

Lohn abzustellen, den der Beschwerdeführer bei der F.___ erzielte, sondern auf die 

Tabellenlöhne nach LSE.

5.2    Der Beschwerdeführer macht geltend, ihm stehe ein Abzug vom 

Invalideneinkommen von mindestens 20% zu. Nach der Rechtsprechung ist beim 

Einkommensvergleich unter Verwendung statistischer Tabellenlöhne zu 

berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten 

Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und 

entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb 

in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen (BGE 124 V 

323 E. 3b/bb mit Hinweisen). Sodann ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass 

weitere persönliche und berufliche Merkmale einer Person wie Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (vgl. BGE 124 V 

323 E. 3b/aa, 126 V 75 E. 5a mit Hinweisen). Nachdem der Beschwerdeführer trotz 

Unfall seine Zimmermannslehre sowie danach eine durch die IV finanzierte Ausbildung 

abschliessen konnte und auch keine Lohneinbussen auf Grund seines Alters, einer 

langen Betriebszugehörigkeit, der Nationalität oder eines verminderten 

Beschäftigungsgrads zu erwarten hat, rechtfertigt sich ein Abzug vom 

Invalideneinkommen offensichtlich nicht.

5.3    Ohne jegliche Grundlage bleibt schliesslich auch das Argument des 

Beschwerdeführers, wenn er geltend macht, er sei in seiner Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkt. Weder weist einer der zahlreich vorliegenden ärztlichen Berichte noch 

eine Mitteilung des letzten oder eines früheren Arbeitgebers auf eine solche 

Einschränkung hin noch lassen sich den Akten diesbezüglich andere Anhaltspunkte 

entnehmen. Es kann an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass der 

Beschwerdeführer selber jeweils während den medizinischen und arbeitstechnischen 

Abklärungen angegeben hatte, dass er wieder voll einsatzfähig sei (vgl. u.a. Suva-act. 

125, 162).

6.        

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Beim Einkommensvergleich ist für das Valideneinkommen somit vom Tabellenlohn für 

Männer im Sektor 2 Produktion "Be- und Verarbeitung von Holz" mit Berufs- und 

Fachkenntnissen (Anforderungsniveau 3) gemäss LSE 2008 von Fr. 5'429.-- 

auszugehen, wodurch sich ein Jahreslohn von Fr. 65'148.-- (Fr. 5'429.-- x 12) ergibt. 

Mit Umrechnung auf die durchschnittliche Arbeitszeit von 42.2 Stunden/Woche 

resultiert für das Jahr 2008 ein Valideneinkommen von Fr. 68'731.15. Das 

Invalideneinkommen geht von einem Monatslohn gemäss LSE 2008 von Fr. 5'177.-- 

(Sektor 3 Dienstleistungen "Handel, Reparatur Automobile", Anforderungsniveau 3) 

aus, wodurch sich ein Jahreslohn von Fr. 62'124.-- (Fr. 5'177.-- x 12) bzw. 

umgerechnet auf die durchschnittliche Arbeitszeit von 42.4 Stunden/Woche ein 

Invalideneinkommen von Fr. 65'851.45 ergibt. Aus der Gegenüberstellung der beiden 

Einkommen resultiert ein Invaliditätsgrad von 4% und damit einer, der weit unter der 

10%-Grenze liegt.

7.        

7.1    Im Übrigen wäre aber auch beim Abstellen auf die konkreten Löhne gemäss 

Gesamtarbeitsvertrag Holzbau 2007 sowie das bei der F.___ erzielte Einkommen keine 

Rente der Unfallversicherung geschuldet.

7.2    Nachdem der Beweis für eine Weiterbildung zum Baupolier, Bauplaner oder 

Architekten nicht erbracht werden konnte (vgl. Erwägung 4.3), wäre für die Festlegung 

des Valideneinkommens nach dem Gesamtarbeitsvertrag des Verbands Schweizer 

Holzbau-Unternehmungen auf den Beruf des Zimmermanns abzustellen.

7.3    Nach Abschluss der für die Besserung des Gesundheitszustands notwendigen 

Heilbehandlungen erzielte der Beschwerdeführer bei der F.___ ab 1. März 2008 einen 

jährlichen Lohn in Höhe von mindestens Fr. 66'800 (Grundlohn von Fr. 64'800.-- + 

Basisgratifikation Fr. 2'000.-- [Suva-act. 148]). Dass er bei seinen früheren 

Arbeitsstellen teilweise auch tiefere Einkommen generierte (bei der H.___ 2005 Fr. 

50'400.--, vgl. Suva-act. 91d, 97; bei der C.___ waren 2006 anfänglich Fr. 60'000.-- 

abgemacht, vgl. Suva-act. 96a, 96c, ausbezahlt wurde indessen lediglich Fr. 4'032.25 

pro Monat, später, so im April 2007 aber dann Fr. 4'970.--, vgl. Suva-act. 132) ist nicht 

weiter beachtlich. Schliesslich entspricht es einer natürlichen Entwicklung, dass v.a. bei 

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jungen Erwerbstätigen jedes zusätzliche Arbeits- und Erfahrungsjahr mit einer besseren 

Entlöhnung und jede neue Stelle meist ebenfalls mit besseren Konditionen 

einhergehen. Immerhin verdiente der Beschwerdeführer bei der C.___ im Jahr 2007 

offenbar einen Bruttolohn von Fr. 68'091.50 (falls er einen 13. Monatslohn bekam, gar 

Fr. 73'765.90) und somit einen höheren Lohn als denjenigen, den die 

Beschwerdegegnerin für das Jahr 2008 beigezogen hat. Beim Invalideneinkommen 

wäre somit auf einen Betrag von Fr. 66'800.-- abzustellen.

7.4    Auch bei der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 62'322.-- 

(gemäss dem Gesamtarbeitsvertrag Holzbau 2007, Lohntabelle 2 der Mindestlöhne im 

Leistungslohnmodell im Jahr 2008, Funktion Zimmermann mit 7 Erfahrungsjahren) mit 

dem Invalideneinkommen von Fr. 66'800.-- erweist sich das höhere 

Invalideneinkommen als rentenausschliessend. Daran würde sich selbst dann nichts 

ändern, wenn - wie die Beschwerdegegnerin - beim Valideneinkommen auf die Löhne 

des Jahres 2009 abgestellt würde. Sodann wäre ein Abzug vom Tabellenlohn allein 

schon deshalb nicht zulässig, weil beim Abstellen auf konkret erzielte Löhne (im 

Gegensatz zu Tabellenlöhnen) ein solcher überhaupt nicht zur Anwendung kommt (vgl. 

Erwägung 5.2).

8.        

Dem Begehren, es sei ein ergänzendes medizinisches Gutachten einzuholen, ist nicht 

stattzugeben. Da nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die 

Beurteilung des vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann 

darauf verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157, 

124 V 90 E. 4b S.94; Praxis 88/1999 Nr. 117 S. 636 ff.; SVR UV 1996 Nr. 62 E. 3 

S. 212 f.). Im Weiteren ist weder auf Grund der vorliegenden Aktenlage noch zufolge 

von durch den anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer vorgebrachten anderweitigen 

Hinweisen ersichtlich, inwiefern ein Beizug der IV-Akten relevant wäre. Dem 

Beschwerdeführer stehen auch in der neu eingeschlagenen Invalidenkarriere 

Aufstiegsmöglichkeiten offen. Geht man in diesem Sinn von einer erfolgreichen, mit der 

Validenkarriere grundsätzlich gleichwertigen Invalidenkarriere aus, so kann auf den 

Beizug der IV-Akten verzichtet werden.

9.        

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Insofern als der Beschwerdeführer einen Anspruch auf Ersatz von Lohn- bzw. 

Erwerbsausfall infolge der Verlängerung der Lehrlingsausbildung, während der von der 

IV finanzierten Ausbildung zum Technischen Kaufmann sowie im Anschluss daran 

geltend macht, kann nicht darauf eingetreten werden, da dies nicht Thema des 

angefochtenen Einspracheentscheids bildet. Die dannzumal ausgerichteten Taggelder 

aus Unfallversicherung wurden vom Beschwerdeführer nicht angefochten, weshalb ihre 

Höhe längst in Rechtskraft erwachsen ist.

10.     

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.06.2010
	Art. 18 UVG, Art. 16 ATSG: Berechnung des Invaliditätsgrads eines jungen Versicherten. Konkrete Anhaltspunkte für eine Weiterbildung zum Polier sind vorliegend nicht gegeben. Sowohl beim Invaliden- als auch beim Valideneinkommen ist grundsätzlich auf Tabellenlöhne und nicht auf einen im Jahr 2008 nur teilweise erzielten Lohn bzw. die Mindestlöhne eines GAVs abzustellen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Juni 2010, UV 2009/71).

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