# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1faef651-c825-5c57-882b-61b7c4a25afd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.07.2014 200 2014 408
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-408_2014-07-04.pdf

## Full Text

200 14 408 IV
KOJ/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. Juli 2014

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch B.________ 
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. März 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin) meldete sich unter Hinweis auf Infektionskrankheiten, starke Müdigkeit, 
eine Unterfunktion der Schilddrüse, Depressionen sowie ein Sicca-
Syndrom, am 28. Januar 2008 bei der IV-Stelle Bern (fortan IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 1). Diese ermittelte einen Invaliditätsgrad von 20 % und verneinte mit 
Verfügung vom 22. Mai 2009 (AB 35) einen Rentenanspruch. Eine hierge-
gen erhobene Beschwerde (AB 39) wies das Verwaltungsgericht mit unan-
gefochten gebliebenem Urteil IV/09/630 vom 1. März 2010 (AB 50) ab.

B.

Am 27. August 2012 meldete sich die Versicherte erneut bei der IVB zum 
Leistungsbezug an (AB 55), worauf ihr diese am 12. Oktober 2012 formlos 
mitteilte, dass derzeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien und 
der Anspruch auf eine Invalidenrente geprüft werde (AB 63). In der Folge 
nahm die IVB weitere erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und 
stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 12. September 2013 (AB 77), 
bei einem Invaliditätsgrad von 27 %, die Abweisung des Leistungsbegeh-
rens hinsichtlich der Invalidenrente in Aussicht.

Hiermit zeigte sich die Versicherte mit Einwand vom 11. Oktober 2013 
(AB 80) nicht einverstanden, worauf die IVB nach Rückfrage beim Regiona-
len Ärztlichen Dienst (RAD; AB 93) an ihrem Vorbescheid festhielt und mit 
Verfügung vom 11. März 2014 (AB 94) einen Rentenanspruch verneinte. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 3

C.

Mit Eingabe vom 28. April 2014 erhob die Versicherte, vertreten durch die 
B.________, Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben und ihr sei eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventuali-
ter sei die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen 
und sinngemäss geltend, ihr Gesundheitszustand habe sich seit der Ab-
weisung des ersten Leistungsgesuchs erheblich verschlechtert. Der RAD 
habe eine Veränderung des psychischen Gesundheitszustandes aner-
kannt, im Widerspruch dazu jedoch eine unveränderte medizinische Situa-
tion festgehalten, weshalb auf diese Beurteilung nicht abgestellt werden 
könne. Die Beschwerdegegnerin habe in Verletzung des Untersuchungs-
grundsatzes seit 2010 keine psychiatrischen Arztberichte eingefordert, dies 
habe sie nachzuholen und zusätzlich eine psychiatrische oder gar eine 
polydisziplinäre Begutachtung zu veranlassen. Gemäss Einschätzung des 
behandelnden Arztes sei ihre Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit derart einge-
schränkt, dass ein zu einer ganzen Invalidenrente berechtigender Invali-
ditätsgrad resultiere.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 2. Juni 2014 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 4

gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 11. März 2014 (AB 94). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 
Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 5

kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom 
medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äus-
seren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des 
Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff selber 
klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisierenden) 
Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit 
unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch 
soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder 
verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fach-
gerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Cha-
rakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale 
Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale 
und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und 
das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine 
fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden 
sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur 
wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart 
verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – 
unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen 
verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken 
(SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem Sinn werden Wechselwirkun-
gen zwischen sich körperlich und psychisch manifestierenden Störungen 
und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn auch bedeutend weniger 
stark als nach dem in der Medizin verbreiteten bio-psycho-sozialen Krank-
heitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 6

und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Dies gilt auch für Revisionsgesuche 
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351) sowie 
analog, wenn die versicherte Person nach vorausgegangener rechtskräfti-
ger Ablehnung erneut eine Eingliederungsmassnahme beantragt (BGE 113 
V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Diese Eintretensvoraussetzung 
soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden 
und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts 
darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 
S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 
neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 7

lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die 
Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht zum 
Schluss gelangte, die Beschwerdeführerin habe keinen Anspruch auf eine 
Invalidenrente. Zu prüfen gilt es somit zunächst, ob im Vergleich zur Sach-
lage, wie sie der Leistungsablehnung im Jahr 2009 (AB 35) zugrunde lag, 
im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 11. März 2014 
(AB 94) in den tatsächlichen Verhältnissen eine erhebliche Änderung ein-
getreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan-
spruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.4 hievor). Gegebenenfalls ist anschlies-
send der Rentenanspruch allseitig frei zu beurteilen. 

3.2 Vor Erlass der rechtskräftigen Verfügung vom 22. Mai 2009 (AB 35) 
holte die Beschwerdegegnerin Berichte der behandelnden Ärzte ein und 
liess die Beschwerdeführerin durch den RAD abklären, auf dessen Beurtei-
lung sie ihre Leistungsablehnung stützte. In medizinischer Hinsicht ergab 
sich im Wesentlichen die folgende Ausgangslage:

3.2.1 Der Hausarzt Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, führte im Bericht vom 11. Juli 2008 (AB 18) als Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen seit 2006 bestehenden chro-
nischen Erschöpfungszustand sowie ein ab 2004 aufgetretenes chroni-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 8

sches zerviko-vertebrales, zerviko-occipitales und zerviko-spondylogenes 
Syndrom links auf. Er erachtete die bisherige sowie jede andere Tätigkeit 
während vier Stunden täglich mit Arbeitspausen für zumutbar, wobei das 
Arbeitstempo verlangsamt sei. Das Heben und Tragen von Gewichten sei 
auf fünf Kilogramm, die Stehdauer auf eine halbe Stunde und die Sitzdauer 
auf zwei Stunden limitiert. Aufgrund der Müdigkeit und Vergesslichkeit sei 
die Beschwerdeführerin nicht in der Lage, länger als eine halbe Stunde am 
Stück zu arbeiten.

3.2.2 Die RAD-Ärztin Dr. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, untersuchte die Beschwerdeführerin am 11. Novem-
ber 2008. In ihrem Bericht vom 17. November 2008 (AB 22) diagnostizierte 
sie ein leichtes Übergewicht, einen Status nach Hüftdysplasie mit einer 
vermindert beweglichen Hüfte links, einen Status nach zwei Hüftoperatio-
nen rechts, sowie einen Status nach einer Magenoperation als Kind. Sie 
gelangte zusammengefasst zum Schluss, dass somatisch – mit Ausnahme 
der verminderten Beweglichkeit der linken Hüfte (Abduktion) – keine we-
sentlichen Einschränkungen bestünden und trotz der vielen geltend ge-
machten Beschwerden keine Arbeitsunfähigkeit bestehe. Die geklagten 
Beschwerden wie Schmerzen und Müdigkeit sowie die vielen weiteren Be-
schwerden könnten zumindest somatisch nicht erklärt werden. Allerdings 
würden psychosoziale Probleme erwähnt und die Aussagen der Beschwer-
deführerin seien nicht restlos verwertbar.

3.2.3 Der RAD-Arzt Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, explorierte die Beschwerdeführerin am 26. Februar 
2009. Im Bericht vom 12. März 2009 (AB 27) erwähnte er in diagnostischer 
Hinsicht Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewälti-
gung (ICD-10: Z73.2), Probleme bei der Erziehung (ICD-10: Z62.8), einen 
Verdacht auf eine rezidivierende Depression (ICD-10: F33.1), gegenwärtig 
unter Behandlung leichtgradig, sowie differenzialdiagnostisch eine länger 
dauernde depressive Reaktion (ICD-10: F43.21). Er erklärte, aus psychia-
trischer Sicht bestehe zeitlich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die 
Leistungsfähigkeit sei aufgrund der depressiven Reaktionsweise leicht – 
um höchstens 20 % – vermindert. Die Beschwerdeführerin leide unter Er-
schöpfung und Müdigkeit, dies aber nicht aufgrund einer eigentlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 9

psychiatrischen Erkrankung, sondern aufgrund der Lebensumstände. Dia-
gnostisch bestehe kein Widerspruch zu anderen Beurteilungen.

3.2.4 In Kenntnis der Einschätzung von Dr. med. E.________ vermerkte 
Dr. med. D.________ im Bericht vom 12. März 2009 (AB 26) im Sinne einer 
interdisziplinären Schlussfolgerung als Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine depressive Reaktion (differenzialdiagnostisch: De-
pression), gegenwärtig leichtgradig, auf Basis von Problemen mit Schwie-
rigkeiten bei der Lebensbewältigung. Sie attestierte eine vollständige Ar-
beitsfähigkeit für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit bei einer aus psy-
chischen Gründen um 20 % eingeschränkten Leistungsfähigkeit wegen 
eines leicht verminderten Arbeitstempos (AB 26). Invaliditätsfremde Fakto-
ren im weiteren Sinne seien auch die Lebensumstände. Diese machten 
allerdings der Beschwerdeführerin so zu schaffen, dass sie sich auf die 
psychische Gesundheit auswirkten. Objektiv sei die Beeinträchtigung je-
doch von geringem Ausmass.

3.3 Bezüglich der medizinischen Situation im Zeitraum zwischen der 
rechtskräftigen Verfügung vom 22. Mai 2009 (AB 35) bis zur vorliegend 
angefochtenen Verfügung vom 11. März 2014 (AB 94) lässt sich den Akten 
hauptsächlich das Nachstehende entnehmen:

3.3.1 Vom 11. Mai bis 10. Juli 2010 wurde die Beschwerdeführerin in der 
Klinik F.________ stationär behandelt und im Austrittsbericht vom 19. Juli 
2010 (AB 62/7-11) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), diagnostiziert. Die Nachbehandlung 
übernahmen ab 15. Juli 2010 Dr. med. G.________, Fachärztin für Psych-
iatrie und Psychotherapie FMH, und lic. phil. H.________, Psychotherapeu-
tin FSP. Im undatierten (am 9. Oktober 2012 bei der Beschwerdegegnerin 
eingelangten) Bericht (AB 62/1-4) vermerkten diese in diagnostischer Hin-
sicht eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) mit/bei psy-
chosozialer Mehrfachbelastung, ausgeprägter Müdigkeit und Erschöpfung 
sowie einen Verdacht auf eine Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0), 
bestehend seit mindestens 2006. Sie bescheinigten für die zuletzt aus-
geübte berufliche Tätigkeit eine seit Behandlungsbeginn und bis auf weite-
res bestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit. Aufgrund der psychischen 
Probleme sei die Beschwerdeführerin sehr stark eingeschränkt. Sie sei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 10

sehr rasch erschöpft und könne kaum konzentriert längere Arbeit verrich-
ten. Wegen der starken Stimmungsschwankungen seien tagelang keine 
aktiven Tätigkeiten möglich, der Antrieb sei stark eingeschränkt. Im eige-
nen Haushalt sei eine kontinuierliche Beschäftigung mit genügend Ruhe-
zeiten und einer angepasster Aufgabe höchstens während zwei Stunden 
möglich.

3.3.2 Der Neuanmeldung vom 27. August 2012 (AB 55) legte die Be-
schwerdeführerin einen Bericht des Spitals I.________ vom 24. August 
2011 (AB 60) über eine Hospitalisation vom 15. bis 19. August 2011 bei. 
Darin wurden hauptsächlich die folgenden Diagnosen aufgeführt:

1. Chronischer Erschöpfungszustand
2. Aktuell leichtgradige depressive Episode bei psychosozialer Be-

lastungssituation
3. Chronische Gastritis
4. Chronisches Schmerzsyndrom
5. Substitutierte Hypothyreose bei Morbus Hashimoto
6. Sicca-Syndrom, Erstdiagnose zirka im Jahr 2006
7. Atopische Diathese mit Asthma bronchiale und Polyallergie

Es wurde erklärt, im Vordergrund stehe eine seit mehreren Jahren persis-
tierende chronische Erschöpfung sowie ein chronisches muskulo-
skelettales Schmerzsyndrom mit häufig wechselnden Beschwerden. Zu-
dem bestünden rezidivierende depressive Episoden bei deutlicher psycho-
sozialer Belastungssituation. Es bestehe – wie gemäss Beurteilung im Jahr 
2006 – kein Hinweis auf das Vorliegen einer rheumatologischen Erkran-
kung und das Sicca-Syndrom stehe aktuell nicht im Vordergrund, bezüglich 
letzterem bestehe anamnestisch unter Medikation eine gute Symptomkon-
trolle. Die substituierte Hypothyreose sei ausreichend eingestellt und be-
züglich des Erschöpfungszustandes fänden sich aktuell ein normwertiger 
Hämoglobinwert sowie ein unauffälliger Substratspiegel. Ein Schlafapnoe-
Syndrom habe bereits im Jahr 2007 ausgeschlossen werden können. Sei-
tens der Psychosomatik würden ein intensives Coaching sowie Motivati-
onsanstösse (vor allem ein Wiedereinstieg in den Beruf) empfohlen. Das 
chronische Schmerzsyndrom sei während der Hospitalisation gut kontrol-
lierbar gewesen, bei diversen positiven Triggerpunkten sei eine Fibromyal-
gie möglich. Ein nach dem Spitaleintritt entwickeltes gastroenterologisches 
Problem mit Nausea und Vomitus habe sich im Verlauf deutlich gebessert. 
Auf eine nephrologische Abklärung sei verzichtet worden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 11

3.3.3 Dr. med. J.________, Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie FMH 
sowie Allergologie und klinische Immunologie FMH, behandelte die Be-
schwerdeführerin zwischen 12. Januar 2004 und 22. Februar 2011 wegen 
rhinosinusitischer Beschwerden. Im Konsiliarbericht vom 4. April 2011 an 
den Hausarzt (AB 71/3) führte er die folgenden Diagnosen auf:

1. Refluxkrankheit
2. Atopische Diathese
3. Anamnestisch generalisierte Exantheme, Dyspnoe und Vomitus 

auf Bactrim und Penicilin in der Kindheit sowie generalisierte Ex-
antheme auf Acethylsalicylsäure im Jahr 2003 sowie auf Mefen-
aminsäure im Februar 2004 sowie Sinupret im Januar 2004

4. Autoimmunopathien
5. Status nach dentogener chronischer Polysinusitis rechts
6. (Status nach) Mikrohämaturie (Differenzialdiagnose: lmmunglo-

bulin A Nephropathie)
7. Parietalzell-Antikörper positiv (im Jahr 2007)
8. Psychosoziale Belastungssituation
9. Eigenanamnestisch Herzvizium

Am 10. Dezember 2012 gab er unter Verweis auf den Konsiliarbericht vom 
4. April 2011 (AB 71/3) an, dass die ersten drei Diagnosen sowie der Sta-
tus nach dentogener chronischer Polysinusitis rechts seines Erachtens 
kaum je zu einer längeren Arbeitsunfähigkeit führten und er bezüglich der 
übrigen Diagnosen als nicht mehr involvierter und nicht spezialisierter 
Facharzt keine entsprechende Aussage machen könne (AB 71/2). 

3.3.4 Vom 23. Juni bis 14. Juli 2011 unterzog sich die Beschwerdeführe-
rin einer antiinflammatorischen Radiotherapie der linksseitigen Hüftregion, 
zudem erfolgte am 7. November 2011 eine MRI-Untersuchung der Len-
denwirbelsäule. Dr. med. K.________, Facharzt für Radio-Onkologie und 
Strahlentherapie FMH, diagnostizierte im Bericht vom 6. Dezember 2011 
(AB 74/18 f.) ein chronisches Schmerzsyndrom sowie eine Bursitis trochan-
terica links mit anamnestischem Symptombeginn ab zirka 2007. Er schlug 
eine fachärztliche Evaluation der Bildgebung sowie eine orthopädische 
bzw. neurochirurgische Untersuchung vor. 

3.3.5 Dr. med. C.________ vermerkte im Bericht vom 11. Dezember 2012 
(AB 74) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit das Folgen-
de:

- Chronischer Erschöpfungszustand, bestehend seit 2006
- Differenzialdiagnose: Chronic-Fatigue-Syndrom, bestehend seit 

2006

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 12

- Polygraphie 2007: keine Schlafapnoe
- Chronisches Schmerzsyndrom, bestehend seit 2006
- Differenzialdiagnose: Fibromyalgie
- Radiatio im Juni 2011 bei chronischer Bursitis trochanterica und 

Entesiopathie der Hüfte links
- Moderate Fehlhaltung im Bereich der Wirbelsäule
- Muskuläre Dysbalance
- Segmentale Dysfunktion
- Ausgeprägte Dekonditionierung und funktionelle Bewegungsein-

busse
- Chronisches thorakolumbales Schmerzsyndrom links, bestehend 

seit 2004 respektive 2011
- Rezidivierende depressive Episoden
- Hospitalisation in der Klinik F.________ vom 11. Mai bis 10. Juli 

2010

Er wies darauf hin, dass die Beschwerdeführerin seit 2008 nicht mehr ge-
arbeitet habe und vertrat die Ansicht, dass ihr die bisherige Tätigkeit aus 
medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar sei. Ab November 2011 bestehe 
für eine wechselbelastende Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von zwei Stun-
den bei gleichzeitiger Leistungseinbusse von 50 %. Das Heben und Tragen 
von Gewichten bis zwei Kilogramm sei ihr während einer Stunde pro Tag 
zumutbar, das Treppensteigen während einer halben Stunde pro Tag bei 
einer um 50 % reduzierten Leistungsfähigkeit. Das Konzentrations- und 
Auffassungsvermögen, die Anpassungsfähigkeit sowie die Belastbarkeit 
seien wegen der Depression eingeschränkt.

3.3.6 Dr. med. E.________ gelangte anhand der Akten am 10. Juli 2013 
zum Schluss, dass sich – bei ansonsten unveränderten, teilweise noch 
schwierigeren psychosozialen Belastungen – als einzige Veränderung seit 
2010 die Depression von leicht- auf mittelgradig erhöht habe, wobei die 
Gesamtsituation jedoch unverändert geblieben sei (AB 76). 

3.3.7 Der behandelnde med. pract. L.________ attestierte am 4. Oktober 
2013 vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2013 infolge Krankheit eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit (AB 80/5). Er veranlasste verschiedene 
konsiliarische Abklärungen: So liess er die Beschwerdeführerin am 21. Au-
gust 2013 durch PD Dr. med. M.________, Facharzt für Gastroenterologie 
und Allgemeine Innere Medizin FMH, gastroskopisch untersuchen, wobei 
sich unauffällige Befunde zeigten (AB 88/16). Ein am 21. August 2013 aus 
dem Zwölffingerdarm bzw. Magen entnommenes Biopsat ergab histopatho-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 13

logisch ebenfalls keinen wesentlichen Befund (AB 88/17). Med. pract. 
L.________ überwies seine Patientin wegen Schwindel, Kopfschmerzen, 
Sehstörungen und einer hartnäckigen Augenentzündung mit Brennen und 
Jucken an Dr. med. N.________, Facharzt für Ophthalmologie FMH. Dieser 
stellte am 14. September 2013 einen Visus von 0.9 mit Korrektur der My-
opie sowie einen normalen intraokularen Druck fest. Er erkannte eine chro-
nische Konjunktivitis bei leichtem Sicca-Syndrom und unauffällige Fundus-
verhältnisse. Er empfahl eine lokale Therapie mit Augentropfen und erach-
tete zusätzliche ophthalmologische Massnahmen für nicht indiziert 
(AB 88/15). Weiter überwies med. pract. L.________ die Beschwerdeführe-
rin zur pneumologischen Abklärung an das Spital P.________, wo Dr. med. 
O.________, Facharzt für Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin 
FMH, im Sprechstundenbericht vom 10. Oktober 2013 (AB 88/13 f.) als 
Hauptdiagnosen ein allergisches Asthma bronchiale sowie eine chronische 
Gastritis diagnostizierte. Eine veranlasste konventionelle Röntgenaufnah-
me vom 6. November 2013 ergab im Vergleich zum Zustand im Juni 2009 
keine Befundänderung, insbesondere keinen Nachweis einer Coxarthrose 
beidseits. Es wurde eine geringe Dysplasie der Acetabula sowie eine Ar-
throse der Iliosakralfugen festgestellt (AB 88/11). Da lediglich eine leichte 
Trochanterreizung befundet wurde, sich jedoch weder bildgebend noch 
klinisch keine eindeutige Hüftpathologie fand, wurde im Bericht vom 3. De-
zember 2013 (AB 88/7 f.) eine (weitere) lumbale Infiltration empfohlen, 
während bei Dr. med. Q.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, keine weiteren Konsul-
tationen vorgesehen wurden.

3.3.8 Im Zusammenhang mit einem Gesuch um Abgabe eines Elektrobet-
tes berichtete Dr. med. R.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medi-
zin FMH, am 27. Januar 2014 über einen stationären Gesundheitszustand. 
Er bescheinigte ab 1. Juli 2013 (Behandlungsbeginn) bis auf weiteres eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit und hielt eine ergänzende gutachterliche 
Abklärung für erforderlich (AB 88/1 f.).

3.3.9 Eine von Dr. med. C.________ veranlasste bildgebende Untersu-
chung der Lendenwirbelsäule in der Klinik S.________ vom 10. Februar 
2014 zeigte gemäss Befundbericht vom 11. Februar 2014 (AB 92) eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 14

weiterhin bestehende Instabilität des Segmentes LWK 4/5 mit einer Pseu-
doluxation und wahrscheinlich teilweise echten Luxation der Bandscheibe 
LWK 4/5 mit Impression des Duralsackes. Dr. med. T.________, Facharzt 
für Radiologie FMH, gab an, der Befund scheine etwas progredient im Ver-
gleich zu den Voraufnahmen zu sein, eine mögliche Irritation der Nerven-
wurzel LWK 5 vor allem rechts sei nicht ganz auszuschliessen. Begleitet 
würden die Veränderungen durch Spondylarthrosen der kleinen Wirbelge-
lenke, ausgeprägt auf dieser Segmenthöhe mit insgesamt einer leichten 
Einengung des Spinalkanals sowie der Neuroforamina beidseits. Es beste-
he eine leichte Chondrose, eine Protrusion sowie eine kleine subligamentä-
re mediane Hernierung der Bandscheibe LWK 5/SWK 1, im Verlauf sei 
dieser Befund etwa stationär im Vergleich zu den Voraufnahmen, eine di-
rekte Wurzelkompression sei nicht auszumachen. Die weiter kranial liegen-
den Segmente zeigten eine normale Morphologie, die Iliosakralglenke 
beidseits würden normal abgebildet. 

3.3.10 Am 5. März 2014 nahm Dr. med. E.________ zu neuen medizini-
schen Berichten Stellung und vertrat die Auffassung, dass nach wie vor 
keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen sei. Es 
lägen keine neuen Diagnose oder Befunde vor, welche die Arbeitsfähigkeit 
in einem höheren Masse beeinträchtigten als bisher (AB 93). 

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 15

Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 
E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versi-
cherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 
eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 
Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc 
S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 
44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 
S. 469).

3.5 Die angefochtene Verfügung vom 11. März 2014 (AB 94) basierte 
auf der Beurteilung von Dr. med. E.________, welcher sich im Bericht vom 
10. Juli 2013 (AB 76) zu der seit 2010 seines Erachtens einzig eingetrete-
nen Veränderung des Schweregrades der Depression äusserte, während 
er am 5. März 2014 auch zu den somatischen Beschwerden Stellung nahm 
und eine wesentliche Verschlechterung als nicht ausgewiesen erachtete 
(AB 93).

3.5.1 Wenngleich die fachliche Qualifikation von Dr. med. E.________ auf 
die hier primär interessierenden (vgl. E. 3.5.1 in fine sowie E. 3.5.2 hier-
nach) psychischen Beschwerden ausgerichtet ist, erscheint seine Beurtei-
lung des somatischen Beschwerdeverlaufs (AB 93) mit Blick auf die medi-
zinische Aktenlage nachvollziehbar und einleuchtend. Die vorliegenden 
Berichte der behandelnden Ärzte vermögen keine Zweifel an dessen Aus-
führungen zu begründen. So zeigten sich die Symptomatologie mit der im 
Vordergrund stehenden chronischen Erschöpfung sowie das Schmerzsyn-
drom ebenso wie die diagnostischen Zuordnungen der verschiedenen Be-
schwerdebilder im Wesentlichen unverändert. Ohnehin genügen bloss no-
minelle Differenzen diagnostischer Art als erforderliche Beweisgrundlage 
nicht, um eine tatsächlich eingetretene von der nur angenommenen Verän-
derung verlässlich abzugrenzen (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 16

vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 6.1.2). Zwar attestierten die behan-
delnden Dres. med. R.________ und C.________ sowie med. pract. 
L.________ eine Arbeitsunfähigkeit (vgl. AB 74, 80/5, 88/1 f.). Ihren Berich-
ten fehlt jedoch eine schlüssige Begründung der Arbeitsunfähigkeit sowie 
eine Auseinandersetzung mit dem revisionsrechtlichen Beweisthema – der 
erheblichen Änderung des medizinischen Sachverhalts –, womit ihnen für 
die hier massgebenden Belange der Beweiswert abgeht (vgl. BGer 
8C_441/2012, E. 6.1.2). So verwies Dr. med. R.________ hinsichtlich der 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf den Verlaufsbericht 
von Dr. med. C.________ sowie die seitherigen Berichte (vgl. AB 88/1 
lit. A). Die Diagnoseliste von Dr. med. C.________ im Bericht vom 11. De-
zember 2012 (vgl. AB 74/2 Ziff. 1.1) ist im Vergleich zu jener vom 11. Juli 
2008 (AB 18/1 lit. A) indes praktisch identisch. Entgegen der Ansicht der 
Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 4) kann damit nicht auf die 
von Dr. med. C.________ attestierte Restarbeitsfähigkeit von zwei Stunden 
täglich bei einer Leistungseinschränkung von 50 % (vgl. AB 74/7) abgestellt 
werden. Auch aus den von med. pract. L.________ veranlassten zahlrei-
chen konsiliarischen Abklärungen lässt sich keine Begründung für eine 
somatische Arbeitsunfähigkeit ableiten. Gastroenterologisch ergaben sich 
unauffällige Befunde (vgl. AB 88/16 f.), zudem wurde die seit Jahren be-
kannte Refluxproblematik von Dr. med. J.________ und seitens des Spitals 
I.________ den Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. 
AB 71/2 f.) bzw. den Nebendiagnosen (vgl. AB 60/1 Ziff. 8) zugeordnet. 
Auch aus ophthalmologischer und pneumologischer Fachrichtung wurde 
keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Dr. med. N.________ verordnete Au-
gentropfen und sah keine Indikation für weitere Massnahmen (vgl. 
AB 88/15); das von Dr. med. O.________ diagnostizierte allergische Asth-
ma bronchiale (AB 88/13 Ziff. 1) kann medikamentös behandelt werden. 
Hinweise für eine rheumatologische Erkrankung fanden die Ärzte im Spital 
I.________ weder 2006 noch im Jahr 2011 (vgl. AB 60/2) und aus orthopä-
discher Sicht konnte in der Bildgebung im Jahr 2013 im Vergleich zum Zu-
stand Jahr 2009 keine Befundänderung und insbesondere kein Nachweis 
für eine Coxarthrose festgestellt werden (vgl. AB 88/11). Zwar beschrieb 
Dr. med. K.________ zusätzliche lumbale Schmerzen (AB 74/18 f.). Dies-
bezüglich wurde aber bereits im Jahr 2004 eine Diskushernie im Bereich 
der Lendenwirbelsäule diagnostiziert (vgl. AB 7/37, 18/44) und insbesonde-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 17

re ein chronisches thorako-lumbo-spondylogenes Syndrom links bei leich-
ter Fehlhaltung, diskreter muskulärer Dysbalance und Dekonditionierung 
festgestellt (vgl. AB 7/4, 18/24). Vor diesem Hintergrund ist der Umstand, 
dass Dr. med. T.________ bezüglich der Instabilität bzw. Bandscheiben-
problematik im Bereich der LWK 4/5 von einem etwas progredienten Be-
fund im Vergleich zu den Voraufnahmen ausging und eine mögliche Ner-
venwurzelirritation nicht ganz ausschloss (AB 92), keine revisionsrechtlich 
ausschlaggebende Bedeutung beizumessen. Weder postulierte er sym-
ptomatisch oder funktionell eine wesentliche Änderung noch attestierte er 
oder Dr. med. K.________ eine Arbeitsunfähigkeit bzw. Leistungsein-
schränkung. Zudem erachtete Dr. med. T.________ die übrigen Befunde 
im Verlauf als stationär.

Nach dem vorstehend Dargestellten ist in somatischer Hinsicht vorab auf-
grund der medizinischen Aktenlage, aber auch der entsprechenden über-
zeugenden Einschätzung von Dr. med. E.________ (AB 93) im revisions-
rechtlichen Kontext von einem im Wesentlichen unveränderten Gesund-
heitszustand auszugehen. Die Beschwerdeführerin selber macht denn 
auch nichts anderes geltend, sondern beruft sich einzig auf eine Ver-
schlechterung ihres psychischen Gesundheitszustands. Bei dieser Aus-
gangslage bestand seitens der Beschwerdegegnerin keine Veranlassung 
für zusätzliche rheumatologische oder internistische Abklärungen (vgl. Be-
schwerde S. 4 Ziff. 3 in fine). 

3.5.2 Was die psychischen Beschwerden anbelangt, ging Dr. med. 
E.________ in seiner Stellungnahme vom 10. Juli 2013 (AB 76) gestützt 
auf die ihm bekannte Anamnese sowie seine Voruntersuchung davon aus, 
dass sich im Vergleich zum Referenzzeitpunkt einzig der Schweregrad der 
Depression von «leicht» hin zu «mittel» verändert habe. Diese Einschät-
zung deckt sich mit der Beurteilung im Austrittsbericht der Klinik 
F.________ vom 19. Juli 2010 (AB 62/7-11) und korreliert mit den Feststel-
lungen von Dr. med. G.________ und lic. phil. H.________ (vgl. AB 62/1-
4). 

Aufgrund des undatierten (am 9. Oktober 2012 bei der Beschwerdegegne-
rin eingelangten) Berichts von Dr. med. G.________ und lic. phil. 
H.________ (AB 62/1-4) ist die Rüge der Beschwerdeführerin, wonach die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 18

Beschwerdegegnerin im Zeitraum von 2010 bis zum Jahr 2014 keine 
psychiatrischen Arztberichte eingeholt habe, (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. 3), 
unbegründet. Der Bericht ist aussagekräftig und eine seitherige Ver-
schlechterung des psychischen Gesundheitszustandes wird weder geltend 
gemacht noch wäre sie aktenkundig. Damit erweist sich der rechtserhebli-
che medizinische Sachverhalt insgesamt als hinreichend abgeklärt, womit 
sich weitere Beweismassnahmen erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung; 
BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). Des Weiteren verfängt die Kritik der Be-
schwerdeführerin, dass Dr. med. E.________ im Widerspruch zur aner-
kannten Diagnoseänderung keine Verschlechterung der Situation festge-
stellt habe (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 2), nicht. Denn allein aus der graduel-
len Änderung der depressiven Episode lässt sich versicherungsmedizinisch 
nicht auf eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
schliessen. Eine leichte depressive Episode allein ist rechtsprechungs-
gemäss grundsätzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität 
(Art. 4 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 8 ATSG) zu begründen, zumal bei einem der-
artigen Gesundheitsschaden in der Regel davon auszugehen ist, dass die 
versicherte Person die daraus resultierenden Einschränkungen der Er-
werbsfähigkeit bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leis-
tungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte (vgl. Entscheide des BGer 
vom 25. Januar 2010, 9C_260/2009, E. 2.3; vom 4. April 2007, I 251/06, 
E. 3.3.1). Zudem liegt selbst bei einer depressiven Episode mittleren Gra-
des definitionsgemäss ein vorübergehendes Leiden vor (vgl. DIL-
LING/MAMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer 
Störungen: ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch diagnostische Leitlinien, 8. Aufl., 
2011, 169 ff. und S. 177), womit es prinzipiell an der zur Begründung eines 
invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschadens nötigen 
Dauerhaftigkeit mangelt (vgl. Entscheid des BGer vom 26. Januar 2007, 
I 510/06, E. 6.3). Anders verhielte es sich freilich bei einer chronifizierten 
mittelgradigen Depression mit wiederholten schweren Episoden (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 27. Mai 2014, 8C_242/2014, E. 5.3), welche hier 
jedoch nicht vorliegt. 

Hinzu kommt, dass aktenmässig nach wie vor beträchtliche psychosoziale 
Belastungen ausgewiesen sind. Die Beschwerdeführerin ist zwar mittler-
weile seit September 2012 von ihrem straffälligen Ehegatten geschieden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 19

(vgl. AB 55/1 Ziff. 1.7, 62/2 Ziff. 1.4, 62/8), abgesehen von ihrer Schwester 
hat sie zu ihrer Familie, mit der es zum Bruch und einer gerichtlichen Aus-
einandersetzung kam, aber offenbar einen schlechten Kontakt. Zudem ist 
auch die Beziehung zur Tochter, die ebenfalls vorbestraft ist und sie mit 
dem Tod bedroht hatte, vorbelastet (vgl. AB 22/4, 62/7). Auch aufgrund 
dieser psychosozialen Belastungsfaktoren erscheint fraglich, ob dem de-
pressiven Geschehens überhaupt ein invalidisierender Charakter beizu-
messen ist (vgl. E. 2.1 hievor). So bestehen gemäss Ansicht der Be-
schwerdegegnerin deutliche Anhaltspunkte dafür, dass sich die invaliditäts-
fremden Elemente nicht klar vom medizinischen Leiden selbst trennen las-
sen. Sie vertritt unter Hinweis auf die Rechtsprechung, wonach leichte bis 
höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis als 
therapierbar gelten (vgl. Entscheid des BGer vom 14. August 2013, 
9C_917/2012, E. 3.2), die Ansicht, dass der diagnostizierten psychischen 
Beeinträchtigung die invalidisierende Wirkung abzusprechen sei (vgl. Be-
schwerdeantwort S. 3). Nach eigenen Angaben der Beschwerdeführerin 
(vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. 3) konsultiert sie zweimal monatlich die Psycho-
therapeutin lic. phil. H.________. Diese niedrige Therapiefrequenz dürfte 
eher gegen eine konsequent befolgte Depressionstherapie, deren Schei-
tern das Leiden als resistent ausweist (vgl. Entscheid des BGer vom 
3. April 2014, 8C_774/2013, E. 4.2), sprechen. Dies zumal selbst im Rah-
men der stationären Behandlung in der Klinik F.________ im Jahr 2010 
trotz der höhergradigen depressiven Episode auf eine spezifische Medika-
tion gänzlich verzichtet wurde (vgl. AB 62/4) und die Beschwerdeführerin 
noch im Jahr 2012 mit einer als blosse Initialdosis vorgesehenen Medikati-
on von 100mg Trittico täglich (vgl. <www.kompendium.ch>) auskam (vgl. 
AB 62/2 Ziff. 1.5). Wie es sich damit verhält, kann aber letztlich offen blei-
ben, da sich auch bei der Annahme eines invalidisierenden Charakters der 
mittelgradigen depressiven Episode im Ergebnis nichts änderte: Wie darge-
legt, ist trotz der graduell leicht qualifizierteren Depression von einem im 
Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustand auszugehen, womit 
die fachärztliche Beurteilung von Dr. med. E.________, wonach die Be-
schwerdeführerin nach wie vor leichte und mittelschwere Arbeiten ausüben 
kann und dabei eine Leistungseinschränkung von 20 % besteht (AB 76 
i.V.m. 26 f.), nicht zu beanstanden ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 20

3.6 In erwerblicher Hinsicht berechnete die Beschwerdegegnerin in der 
angefochtenen Verfügung vom 11. März 2014 (AB 94) anhand der allge-
meinen Methode des Einkommensvergleichs (vgl. BGE 128 V 29 E. 1 
S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136) einen rentenausschliessenden Invaliditäts-
grad von 27 %. Dieser Einkommensvergleich wird von der Beschwerdefüh-
rerin nicht gerügt und ist auch vom angerufenen Gericht nicht zu beanstan-
den. Die Beschwerde vom 28. April 2014 erweist sich demnach als unbe-
gründet und ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt. Sie werden dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2014, IV/14/408, Seite 21

4. Zu eröffnen (R):
- B.________, Abteilung Soziales z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.