# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 613fe0d8-5a26-52b4-bda9-bf9e45617f9b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-05-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.05.2017 A-3757/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-3757-2016_2017-05-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid bestätigt durch BGer mit  

Urteil vom 10.11.2020 (2C_521/2017, 

2C_534/2017) 

 
 
 
 

  

  

 

 Abteilung I 

A-3757/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  M a i  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richter Jérôme Candrian, 

Richterin Christine Ackermann, 

Gerichtsschreiber Andreas Meier. 
 

 
 

Parteien 
 Dr. med. Arthur und Estella Hirzel-Callegari Stiftung, 

handelnd durch den Stiftungsrat, 

vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Baer und  

Dr. iur. Michael E. Dreher, Baer Dreher Partner, 

Bahnhofstrasse 29, Postfach, 8702 Zollikon, 

Beschwerdeführerin, 

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössisches Finanzdepartement EFD, 

Generalsekretariat, Rechtsdienst, Bundesgasse 3, 

3003 Bern, 

Vorinstanz. 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Staatshaftung (Schadenersatz). 

 

 

 

A-3757/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Im Jahr 1998 errichtete Estella Hirzel die "Dr. med. Arthur und Estella Hir-

zel-Callegari Stiftung" (nachfolgend: Hirzel-Stiftung) und setzte diese als 

ihre Alleinerbin ein. Präsident des Stiftungsrats wurde A._______. Vizeprä-

sident wurde B._______. Weiteres Mitglied des Stiftungsrats wurde 

C._______. Anfang 1999 überwarfen sich A._______ und B._______. In 

der Folge wurde B._______ als Stiftungsratsmitglied abgesetzt (vgl. für 

Einzelheiten Urteil des BVGer A-798/2014 vom 14. Oktober 2014 [nachfol-

gend: "Urteil A-798/2014"], Sachverhalt [SV] A und B). 

Im Januar 2000 verstarb Estella Hirzel. Am 10. Mai 2000 reichte B._______ 

beim Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) eine Stiftungsauf-

sichtsbeschwerde ein. Im Juni 2000 erhob er zudem Strafanzeige gegen 

A._______ und C._______ (vgl. Urteil A-798/2014, SV C und D). 

Das EDI verfügte am 10. August 2000 mit sofortiger Wirkung die Einstel-

lung von A._______ und der weiteren Stiftungsratsmitglieder in ihren Funk-

tionen. Da der Stiftungsrat damit nicht mehr statutenkonform bestellt war, 

ersuchte das EDI die zuständige Vormundschaftsbehörde, der Stiftung ei-

nen oder mehrere Beistände zu bestellen. Diese ernannte gleichentags 

Rechtsanwalt E._______ zum Beistand (vgl. Urteil A-798/2014, SV E). 

B.  

Der Beistand informierte das EDI in der Folge darüber, dass zwei Schwarz-

geldkonten von Estella Hirzel aufgetaucht seien. Es handle sich dabei um 

ein Konto bei der UBS, auf dem ca. 7 Mio. Franken lägen, und ein Konto 

bei der Credit Suisse (CS), auf dem ca. 16 Mio. Franken lägen. A._______ 

mache geltend, an einem Teil dieses Schwarzgeldvermögens berechtigt zu 

sein. Während er beim UBS-Konto neben Estella Hirzel als Kontoinhaber 

figuriere, habe er beim CS-Konto lediglich eine Unterschriftsberechtigung. 

A._______ und C._______ hätten nach dem Tod von Estella Hirzel bereits 

Bezüge von insgesamt Fr. 840'000.– vom UBS-Konto getätigt. Wie sich 

später ergab, hatte A._______ zudem bereits zu Lebzeiten von Estella Hir-

zel hohe Beträge von den beiden Schwarzgeldkonten abgehoben (vgl. Ur-

teil A-798/2014, SV F bis J). 

C.  

Mit E-Mail vom 11. Dezember 2001 stellte der Beistand dem EDI den Ent-

wurf einer Vereinbarung zwischen der Hirzel-Stiftung und A._______ be-

A-3757/2016 

Seite 3 

treffend die Schwarzgeldkonten zu. Er ersuchte darum, den Vereinba-

rungsentwurf zu prüfen und ihm so rasch wie möglich eine Rückmeldung 

zu geben. Die beim EDI mit der Angelegenheit befasste Person teilte dem 

Beistand mit E-Mail vom gleichen Tag mit, das EDI begrüsse eine einver-

nehmliche Lösung. Obschon das EDI Kenntnis von der Nachlassangele-

genheit erhalten habe, hätten selbstverständlich nicht sämtliche diesbe-

züglichen Unterlagen eingesehen werden können. Das EDI gehe indessen 

davon aus, dass mit der getroffenen Regelung den Interessen der Hirzel-

Stiftung optimal gedient sei. Entsprechend könne das EDI dem Abschluss 

einer diesbezüglichen Vereinbarung zustimmen, unter der zusätzlichen Vo-

raussetzung, dass in Bezug auf den Nachlass von Estella Hirzel keinerlei 

Strafuntersuchungen mehr hängig seien und sämtliche Pflichten gegen-

über Nachlass-, Steuer- und sonstigen Behörden eingehalten würden (vgl. 

Urteil A-798/2014, SV K). 

Am 21. Dezember 2001 schloss der Beistand mit A._______ die entspre-

chende Vereinbarung ab. Die Parteien hielten fest, sämtliche Vermögens-

werte auf dem CS-Konto gehörten zum Nachlass von Estella Hirzel. Als 

Alleinerbin sei die Hirzel-Stiftung deren Eigentümerin. Die Vermögens-

werte auf dem UBS-Konto stammten aus einer Schenkung von Estella Hir-

zel und stünden im Eigentum von A._______. Weiter vereinbarten die Par-

teien, allfällige Nachsteuern im Verhältnis der auf den Konten befindlichen 

Guthaben zu übernehmen und die bei ihnen jeweils anfallenden Erb-

schafts- bzw. Schenkungssteuern selber zu tragen (vgl. Urteil A-798/2014, 

SV L). 

D.  

Am 12. April 2002 befand das EDI über die Stiftungsaufsichtsbeschwerde 

von B._______ vom 10. Mai 2000. Das EDI hielt fest, die Absetzung von 

B._______ als Stiftungsratsmitglied sei nichtig. Es setzte sowohl ihn als 

auch A._______ und C._______ wieder als Stiftungsratsmitglieder ein. Im 

Übrigen ordnete es an, der Stiftungsrat habe sich durch weitere Personen 

zu ergänzen. Es wies darauf hin, bis dahin werde die Beistandschaft be-

lassen und der Stiftungsrat könne lediglich die in Bezug auf seine Ergän-

zung erforderlichen Massnahmen und Beschlüsse treffen. B._______ er-

hob gegen diesen Entscheid Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundes-

gericht. Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil 5A.7/2002 vom 20. August 

2002 gut und wies die Sache zwecks Abklärung der gegen A._______ und 

C._______ erhobenen Vorwürfe ans EDI zurück. Am 14. Februar 2003 ver-

fügte dieses, dass A._______ und C._______ bis zur Beendigung der auf-

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Seite 4 

sichtsrechtlichen Abklärungen in ihren Funktionen eingestellt bleiben wür-

den. B._______ wurde in seiner Funktion als Stiftungsrat nicht eingestellt 

(vgl. Urteil A-798/2014, SV M bis R). 

Am 5. April 2007 erliess das EDI seinen neuen Entscheid. Es setzte 

A._______ und C._______ wieder definitiv als Stiftungsratsmitglieder der 

Hirzel-Stiftung ein. Zusammen mit B._______ ergab sich damit wieder ein 

aus drei Personen bestehender Stiftungsrat. Das EDI ordnete daher die 

ersatzlose Aufhebung der Beistandschaft über die Hirzel-Stiftung an. Ge-

gen diesen Entscheid führte B._______ Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht. Mit Urteil B-3318/2007 vom 6. März 2008 hiess dieses die 

Beschwerde dahingehend gut, dass es A._______ und C._______ als Stif-

tungsratsmitglieder der Hirzel-Stiftung definitiv absetzte. Das Bundesge-

richt bestätigte diese definitive Absetzung mit Urteil 5A_274/2008 vom 

19. Januar 2009, nicht jedoch die ersatzlose Aufhebung der Beistand-

schaft. Vielmehr wandelte es Letztere bis zur Ergänzung des Stiftungsrats 

in eine Sachwalterschaft um. Diese wurde ebenfalls von E._______ wahr-

genommen (vgl. Urteil A-798/2014, SV V, W sowie Y bis BB). 

Am 24. Juli 2009 wurden neben B._______ vier zusätzliche Personen als 

Mitglieder des Stiftungsrats der Hirzel-Stiftung gewählt. Am 21. April 2010 

wurde E._______ als Sachwalter der Hirzel-Stiftung im Handelsregister ge-

löscht (vgl. Urteil A-798/2014, SV CC bis EE). 

E.  

Mit Eingabe vom 13. September 2010 machte die Hirzel-Stiftung, handelnd 

durch den neu zusammengesetzten Stiftungsrat, beim Eidgenössischen 

Finanzdepartement (EFD) Schadenersatzansprüche gegen den Bund gel-

tend. Sie beantragte eine Entschädigung von Fr. 14'467'251.– nebst Ver-

zugszins zu 5% ab Datum der Eingabe (Schadenersatzbegehren 1) sowie 

eine Entschädigung von Fr. 708'489.– nebst Verzugszins zu 5% ab 1. Ja-

nuar 2009 (Schadenersatzbegehren 2). 

Zum Schadenersatzbegehren 1 führte die Hirzel-Stiftung aus, das EDI als 

Aufsichtsbehörde habe es zugelassen, dass der Beistand am 21. Dezem-

ber 2001 zu Lasten der Stiftung eine Vereinbarung geschlossen habe, in 

der A._______ ohne jeden Rechtsgrund ein Drittel des auf den Schwarz-

geldkonten von Estella Hirzel liegenden Nachlassvermögens zugewendet 

worden sei. Das Stiftungsvermögen sei dadurch um rund 8 Mio. Franken 

geschmälert worden. Weiter sei dem Beistand und dem EDI bekannt ge-

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Seite 5 

wesen, dass A._______ vor und nach dem Tod von Estella Hirzel regel-

mässig sechsstellige Beträge von den Schwarzgeldkonten abgehoben 

habe. Dennoch habe es das EDI zugelassen, dass in der Vereinbarung 

vom 21. Dezember 2001 über die Bezüge von diesen Konten stillschwei-

gend hinweggegangen bzw. auf Rückforderungen gegenüber A._______ 

verzichtet worden sei. Der Stiftung sei dadurch ein weiterer Schaden von 

rund 7.4 Mio. Franken entstanden. Insgesamt ergebe sich nach Abzug der 

Nachsteuern, die bei der Stiftung zusätzlich angefallen wären, der als 

Schaden geltend gemachte Betrag von rund 14.5 Mio. Franken. 

Das Schadenersatzbegehren 2 stand mit einer Regressforderung der Hir-

zel-Stiftung gegen A._______ in Verbindung, die bestand, weil die Stiftung 

teilweise für die von A._______ zu leistende Schenkungssteuer in An-

spruch genommen worden war. Nach Ansicht der Stiftung hatten das EDI 

und der Beistand zu Unrecht auf die Durchsetzung der Regressforderung 

verzichtet (vgl. dazu Urteil A-798/2014, SV S bis U sowie X und FF). 

F.  

Mit Verfügung vom 14. Januar 2014 wies das EFD die Schadenersatzbe-

gehren ab. Es führte aus, allfällige Ansprüche der Hirzel-Stiftung seien bei 

Einreichung der Begehren schon verwirkt gewesen. Die Begehren seien 

bereits aus diesem Grund abzuweisen. Ohnehin aber könnten dem EDI als 

Aufsichtsbehörde keine widerrechtlichen Handlungen oder Unterlassun-

gen vorgeworfen werden. 

G.  

Am 14. Februar 2014 erhebt die Hirzel-Stiftung (nachfolgend: Beschwer-

deführerin) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfü-

gung vom 14. Januar 2014. Sie beantragt, die Verfügung sei aufzuheben 

und die Schadenersatzbegehren 1 und 2 seien gutzuheissen. 

Mit Urteil A-798/2014 vom 14. Oktober 2014 (nachfolgend weiterhin: "Urteil 

A-798/2014") weist das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde ab. Be-

treffend das Schadenersatzbegehren 1 hält es fest, dass die geltend ge-

machten Ansprüche zwar nicht verwirkt wären, das Begehren indessen un-

begründet sei. Was das Schadenersatzbegehren 2 betrifft, kommt es eben-

falls zum Schluss, dieses erweise sich als unbegründet. 

  

A-3757/2016 

Seite 6 

H.  

Gegen dieses Urteil erhebt die Beschwerdeführerin am 21. November 

2014 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundes-

gericht. Sie beantragt sinngemäss, das Urteil A-798/2014 sei aufzuheben, 

soweit es das Schadenersatzbegehren 1 betreffe, und dieses Schadener-

satzbegehren sei gutzuheissen. Zum Schadenersatzbegehren 2 führt die 

Beschwerdeführerin aus, dieses sei nicht mehr Gegenstand der Be-

schwerde, da die Regressforderung grösstenteils habe eingetrieben wer-

den können. 

Das Bundesgericht heisst die Beschwerde mit Urteil 2C_1059/2014 vom 

25. Mai 2016 (nachfolgend: "Urteil vom 25. Mai 2016" oder "Urteil des BGer 

vom 25. Mai 2016") gut, hebt das Urteil A-798/2014 auf und weist die Sa-

che zur Fortführung des Verfahrens im Sinne der Erwägungen ans Bun-

desverwaltungsgericht zurück. 

I.  

Das Bundesverwaltungsgericht nimmt das Verfahren unter der Nummer 

A-3757/2016 wieder auf. 

J.  

Am 29. August 2016 reicht die Beschwerdeführerin dem Bundesverwal-

tungsgericht eine Stellungnahme ein. Sie hält am Schadenersatzbegeh-

ren 1 fest. Ebenfalls am 29. August 2016 reicht auch das EFD (nachfol-

gend: Vorinstanz) eine Stellungnahme ein. Es stellt sich weiterhin auf den 

Standpunkt, das Schadenersatzbegehren 1 sei abzuweisen. 

Am 8. September 2016 bzw. am 30. September 2016 reichen die Be-

schwerdeführerin und die Vorinstanz je eine weitere Stellungnahme ein. 

Die Vorinstanz stellt in ihrer Stellungnahme den Antrag, es seien die Akten 

des hängigen Schadenersatzprozesses zwischen der Beschwerdeführerin 

und dem ehemaligen Beistand zu edieren. Die Beschwerdeführerin äussert 

sich am 24. Oktober 2016 zu diesem Antrag. 

K.  

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die sich bei den 

Akten befindlichen Schriftstücke wird, soweit relevant, in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

 

  

A-3757/2016 

Seite 7 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Mit dem Urteil vom 25. Mai 2016 hat das Bundesgericht das Urteil A-798/ 

2014 aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung ans Bundesverwal-

tungsgericht zurückgewiesen. Die Beschwerde, welche die Beschwerde-

führerin gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 14. Januar 2014 erhoben 

hat, ist damit wieder beim Bundesverwaltungsgericht hängig. Es ist aller-

dings allein noch über das Schadenersatzbegehren 1 zu befinden. Was 

das Schadenersatzbegehren 2 betrifft, ist das Urteil A-798/2014 nicht an-

gefochten worden. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Aus-

übung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (vgl. Art. 49 

VwVG). 

3.  

Im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht gilt der Untersuchungsgrund-

satz; das Gericht stellt den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes we-

gen fest (vgl. Art. 12 VwVG). Die Parteien tragen, anders als im Zivilpro-

zess, keine Beweisführungslast. Sie haben an der Feststellung des Sach-

verhalts unter Umständen aber mitzuwirken (vgl. Art. 13 VwVG). Der Un-

tersuchungsgrundsatz ändert zudem nichts an der Verteilung der materiel-

len Beweislast, d.h. an der Regelung der Folgen der Beweislosigkeit. Dies-

bezüglich gilt auch im öffentlichen Recht der allgemeine Rechtsgrundsatz, 

wonach jene Partei das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu be-

weisen hat, die aus ihr Rechte ableitet. Bleibt ein Sachverhalt unbewiesen, 

fällt der Entscheid somit zu Ungunsten jener Partei aus, die daraus Rechte 

ableiten wollte (vgl. zum Ganzen MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessie-

ren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Auflage 2013, Rz. 3.119 ff. und 

3.149 f., sowie HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 

7. Auflage 2016, Rz. 988 und 991). 

4.  

4.1 Für den Schaden, den ein Beamter in Ausübung seiner amtlichen Tä-

tigkeit Dritten widerrechtlich zufügt, haftet der Bund gemäss Art. 3 Abs. 1 

des Verantwortlichkeitsgesetzes (VG, SR 170.32) ohne Rücksicht auf das 

Verschulden des Beamten. Eine Schadenersatzpflicht wird entsprechend 

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Seite 8 

bejaht, wenn kumulativ folgende Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. Urteil 

des BVGer A-353/2014 vom 24. Juli 2014 E. 2.1; vgl. auch BVGE 2014/43 

E. 3.1 und BVGE 2010/4 E. 3). 

– (quantifizierter) Schaden; 

– Verhalten (Tun oder Unterlassen) eines Bundesbeamten in Ausübung 

seiner amtlichen Tätigkeit; 

– adäquater Kausalzusammenhang zwischen diesem Verhalten und 

dem Schaden sowie 

– Widerrechtlichkeit des Verhaltens. 

Das Begehren auf Schadenersatz ist dem EFD einzureichen (vgl. Art. 20 

Abs. 2 VG). Dieses entscheidet in der Regel auch über die streitigen An-

sprüche (vgl. Art. 10 Abs. 1 VG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 der Verordnung zum 

Verantwortlichkeitsgesetz vom 30. Dezember 1958 [SR 170.321]). 

Die Haftung des Bundes erlischt, wenn der Geschädigte das Begehren 

nicht innert eines Jahres seit Kenntnis des Schadens einreicht, auf alle 

Fälle nach zehn Jahren seit dem Tage der schädigenden Handlung des 

Beamten (Art. 20 Abs. 1 VG). 

4.2 Vorliegend ist daran zu erinnern, dass der Bund für das Verhalten der 

Personen haftet, die beim EDI mit der Aufsicht über die Beschwerdeführe-

rin betraut waren, nicht jedoch für das Verhalten des Beistands (vgl. Urteil 

des BGer vom 25. Mai 2016 E. 4.1 und Urteil A-798/2014 E. 5.2). Letzterer 

ersetzte den nicht mehr statutenkonform bestellten Stiftungsrat der Be-

schwerdeführerin. Er nimmt im Verhältnis zum Bund die gleiche Stellung 

ein wie jedes andere Stiftungsorgan im Sinn von Art. 55 ZGB (vgl. Urteil 

des BGer vom 25. Mai 2016 E. 4.2 und Urteil A-798/2014 E. 6.1). 

5.  

Das Bundesverwaltungsgericht kam im Urteil A-798/2014 zum Schluss, die 

mit dem Schadenersatzbegehren 1 geltend gemachten Ansprüche seien 

nicht verwirkt (vgl. Urteil A-798/2014 E. 6.3). Wie aus dem Urteil des Bun-

desgerichts vom 25. Mai 2016 hervorgeht, haben die Verfahrensbeteiligten 

dies im bundesgerichtlichen Verfahren nicht in Frage gestellt (vgl. Urteil 

vom 25. Mai 2016 E. 3). In ihrer Stellungnahme vom 29. August 2016 

kommt die Vorinstanz nunmehr aber auf die Frage der Verwirkung zurück. 

5.1 Die Vorinstanz führt aus, das Bundesverwaltungsgericht habe den 

Schadenersatzanspruch im Urteil A-798/2014 verneint. Daher habe sie im 

bundesgerichtlichen Verfahren weder Anlass noch die Möglichkeit gehabt, 

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Seite 9 

die Feststellungen zur Verwirkung anzufechten. Nachdem das Bundesge-

richt das Urteil A-798/2014 aufgehoben und die Sache ans Bundesverwal-

tungsgericht zurückgewiesen habe, könne dieses die Frage der Verwir-

kung nun aber vollumfänglich neu prüfen (vgl. Stellungnahme der Vorin-

stanz vom 29. August 2016 Rz. 6). Die Vorinstanz legt sodann dar, dass 

das Bundesverwaltungsgericht die Verwirkung ihrer Ansicht nach zu Un-

recht verneint hat. Sie zweifelt insbesondere dessen Tatsachenfeststellun-

gen an (vgl. Stellungnahme der Vorinstanz vom 29. August 2016 Rz. 7 ff.). 

5.2 Weist das Bundesgericht die Sache zur Neubeurteilung an die untere 

Instanz zurück, so ist diese bei ihrem neuen Entscheid an die rechtlichen 

Erwägungen im Rückweisungsentscheid gebunden. Das gilt sowohl für 

Punkte, in denen keine Rückweisung erfolgt, wie auch für diejenigen Erwä-

gungen, die den Rückweisungsauftrag umschreiben (vgl. ULRICH MEYER / 

JOHANNA DORMANN, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Auf-

lage 2011, Art. 107 Rz. 18; zur Weitergeltung der altrechtlichen Praxis im 

Allgemeinen: Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bun-

desrechtspflege, BBl 2001 4202, S. 4346, und BGE 135 III 334 E. 2.1). 

Aus Gründen der Prozessökonomie muss die untere Instanz nach einer 

Rückweisung zudem auch an ihre früheren tatsächlichen Feststellungen 

gebunden sein, sofern diese vor Bundesgericht nicht oder erfolglos ange-

fochten wurden (vgl. BGE 104 IV 276 E. 3d). Neue Tatsachen können da-

her nur hinsichtlich jener Punkte berücksichtigt werden, die Gegenstand 

der Rückweisung bilden (vgl. BGE 131 III 91 E. 5.2 [vor E. 5.2.1]). Die Zu-

lässigkeit neuer Vorbringen richtet sich dabei nach dem jeweils anwendba-

ren Prozessrecht (vgl. dazu BGE 116 II 220 E. 4a). Im Übrigen dürften neue 

Tatsachen und Beweismittel ausnahmsweise zu berücksichtigen sein, 

wenn sie die sachverhaltliche Grundlage des Rückweisungsurteils gera-

dezu erschüttern (in diesem Sinne: MEYER/DORMANN, a.a.O., Art. 107 

Rz. 18). 

5.3 Vorliegend wurden die Erwägungen des Bundesverwaltungsgerichts 

zur Verwirkung im bundesgerichtlichen Verfahren weder in rechtlicher noch 

in tatsächlicher Hinsicht beanstandet. Die Vorinstanz macht zu Unrecht gel-

tend, sie habe dazu gar nicht die Möglichkeit gehabt: Zwar war sie durch 

das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, mit dem ihr Entscheid im Er-

gebnis bestätigt wurde, nicht beschwert. Sie konnte daher nicht selber 

beim Bundesgericht Beschwerde führen. Gelangt in einem solchen Fall die 

Gegenpartei ans Bundesgericht, kann die andere Seite jedoch "alle Be-

schwerdegründe in ihrer Antwort auf die Beschwerde geltend machen", 

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Seite 10 

d.h. allfällige Fehler des angefochtenen Entscheids rügen, die ihr im Fall 

einer abweichenden Beurteilung der Sache durch das Bundesgericht nach-

teilig sein könnten (vgl. BGE 134 III 332 E. 2.3; vgl. in diesem Zusammen-

hang auch BGE 138 V 106 E. 2.2 und Urteil des BGer 1C_256/2014 vom 

17. März 2016 E. 1.2 betreffend die Anfechtung von Zwischenentschei-

den). 

5.4 Um eine erneute Prüfung der Frage der Verwirkung zu erreichen, hätte 

die Vorinstanz diesen Punkt demnach bereits im bundesgerichtlichen Ver-

fahren thematisieren müssen. Gründe, um ausnahmsweise dennoch von 

den getroffenen Tatsachenfeststellungen abzuweichen, sind nicht ersicht-

lich. Auf die Frage der Verwirkung ist daher nicht mehr zurückzukommen. 

Vielmehr ist das Schadenersatzbegehren 1, wie vom Bundesgericht ange-

ordnet, erneut in materieller Hinsicht zu prüfen. 

6.  

Die Beschwerdeführerin begründet das Schadenersatzbegehren 1 damit, 

das EDI habe es zugelassen, dass der Beistand am 21. Dezember 2001 

zu ihren Lasten eine Vereinbarung geschlossen habe, in der A._______ 

ohne jeden Rechtsgrund ein Drittel des auf den Schwarzgeldkonten von 

Estella Hirzel liegenden Nachlassvermögens zugewendet worden sei. Wei-

ter habe es das EDI zugelassen, dass in der Vereinbarung vom 21. De-

zember 2001 über die Bezüge von diesen Konten stillschweigend hinweg-

gegangen bzw. auf Rückforderungen gegenüber A._______ verzichtet 

worden sei (vgl. auch Sachverhalt E). 

6.1 Das Bundesverwaltungsgericht liess im Urteil A-798/2014 offen, ob 

sich das EDI widerrechtlich verhalten hat, indem es den Abschluss der Ver-

einbarung nicht untersagte. Es führte aus, dass das schuldhafte Verhalten 

des Beistands, das sich die Beschwerdeführerin gegenüber dem Bund zu-

rechnen lassen müsse, den Kausalzusammenhang zwischen einer allfälli-

gen Pflichtverletzung des EDI und dem Eintritt des Schadens unterbrechen 

würde. Die Beschwerdeführerin habe nur schon deshalb keinen Anspruch 

auf eine Entschädigung (vgl. Urteil A-798/2014 E. 6.4 und 6.5). 

6.2 Das Bundesgericht beanstandet dieses Vorgehen im Urteil vom 25. Mai 

2016: Zunächst habe das Bundesverwaltungsgericht zu ermitteln, ob eine 

Pflichtverletzung seitens des EDI vorliege. Sei dies der Fall, habe es zu-

sätzlich zu eruieren, ob eine Kausalität im engeren, rein natürlichen Sinn 

zwischen dieser Pflichtverletzung und dem Schaden bestehe. Erst danach 

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Seite 11 

könnten die allfälligen Pflichtverletzungen von Aufsicht und Stiftung mitei-

nander verglichen und geprüft werden, ob das Selbstverschulden der Be-

schwerdeführerin den Kausalzusammenhang tatsächlich unterbrochen 

habe (vgl. Urteil vom 25. Mai 2016 E. 6.4). 

6.3 Nachfolgend ist demnach näher zu prüfen, ob seitens des EDI ein wi-

derrechtliches Verhalten vorliegt (E. 7). Anschliessend ist erneut auf die 

Frage der Kausalität einzugehen (E. 8). 

7.  

An dieser Stelle ist somit zu untersuchen, ob dem EDI im Zusammenhang 

mit dem Abschluss der Vereinbarung vom 21. Dezember 2001 ein wider-

rechtliches Verhalten vorzuwerfen ist. 

7.1 Die Widerrechtlichkeit im Sinn von Art. 3 Abs. 1 VG unterscheidet sich 

grundsätzlich nicht von jener gemäss Art. 41 Abs. 1 OR. Sie setzt somit 

voraus, dass entweder ein absolutes Recht des Geschädigten beeinträch-

tigt wird (sog. Erfolgsunrecht) oder dass eine reine Vermögensschädigung 

durch Verstoss gegen eine einschlägige Schutznorm bewirkt wird (sog. 

Verhaltensunrecht). Das Vermögen als solches ist kein Rechtsgut, seine 

Schädigung für sich allein somit nicht widerrechtlich. Vermögensschädi-

gungen ohne Rechtsgutverletzung sind daher an und für sich nicht rechts-

widrig; sie sind es nur, wenn sie auf ein Verhalten zurückgehen, das von 

der Rechtsordnung als solches, d.h. unabhängig von seiner Wirkung auf 

das Vermögen, verpönt wird. Vorausgesetzt wird, dass die verletzten Ver-

haltensnormen zum Schutz vor diesen Schädigungen dienen (vgl. dazu 

BGE 132 II 305 E. 4.1, Urteil des BGer 2C_834/2009 vom 19. Oktober 

2010 E. 2.2 und Urteil des BVGer A-5172/2014 vom 8. Januar 2016 

E. 9.1.1). 

Nicht nur Handlungen, sondern auch behördliche Unterlassungen können 

die Staatshaftung auslösen. Bei Unterlassungen hängt die Widerrechtlich-

keit davon ab, ob eine besondere Rechtspflicht zum Handeln besteht, die 

sich aus einer Schutznorm ergibt (vgl. Urteil des BVGer A-2526/2011 vom 

7. August 2012 E. 7.1.1). Darunter fällt in diesem Fall eine Rechtsnorm, die 

eine "Garantenpflicht" des Staates gegenüber dem Geschädigten statuiert, 

indem sie Massnahmen zugunsten des Letzteren vorsieht (vgl. BGE 132 II 

305 E. 4.1). Eine Handlungspflicht ist mithin nur dann haftpflichtrechtlich 

von Bedeutung, wenn sie das Interesse des Geschädigten verfolgt (vgl. 

BGE 118 Ib 473 E. 2b; vgl. zum Ganzen auch Urteil des BGer 2C_834/2009 

A-3757/2016 

Seite 12 

vom 19. Oktober 2010 E. 2.2 und Urteil des BVGer A-5172/2014 vom 8. Ja-

nuar 2016 E. 9.1.1). 

Nach Art. 84 Abs. 2 ZGB hat das EDI als Aufsichtsbehörde dafür zu sorgen, 

dass das Stiftungsvermögen seinen Zwecken gemäss verwendet wird. Wie 

das Bundesverwaltungsgericht im Urteil A-798/2014 festgehalten hat, 

schützt die Tätigkeit der Aufsichtsbehörde dabei die Stiftungen selber und 

nicht (nur) deren Destinatäre. Es sei daher zu prüfen, ob die Beschwerde-

führerin aufgrund der von ihr geltend gemachten "mangelhaften" Aufsicht 

durch das EDI einen Schadenersatzanspruch gegenüber dem Bund habe 

(vgl. Urteil A-798/2014 E. 6.2). Das Bundesgericht hält im Urteil vom 

25. Mai 2016 ebenfalls fest, die Stiftungsaufsicht diene dem Schutz der 

Stiftungen selbst (vgl. Urteil vom 25. Mai 2016 E. 6.3.1). Die Bestimmung 

von Art. 84 Abs. 2 ZGB stellt mithin eine Schutznorm zugunsten der Be-

schwerdeführerin dar. Sollte das EDI Handlungen vorgenommen haben, 

zu denen es gemäss dieser Bestimmung nicht berechtigt gewesen ist 

(Tun), oder Handlungen unterlassen haben, zu denen es aufgrund dieser 

Bestimmung verpflichtet gewesen wäre (Unterlassen), wäre sein Verhalten 

somit als widerrechtlich zu qualifizieren. 

7.2 Es fällt indes auf, dass die Regelung von Art. 84 Abs. 2 ZGB äusserst 

allgemein gehalten ist und die Rechte und Pflichten der Aufsichtsbehörde 

nicht näher umschreibt. 

7.2.1 Wie das Bundesgericht im Urteil vom 25. Mai 2016 darlegt, handelt 

es sich bei der Stiftungsaufsicht um eine reine Rechtsaufsicht. Zu überwa-

chen sei einzig, ob sich die Stiftung und ihre Organe rechtmässig verhiel-

ten. Allgemein habe die Stiftungsaufsicht bei ihrer Tätigkeit die Autonomie 

der Stiftungsorgane zu respektieren. Ein Eingriff in den Autonomiebereich 

dürfe nicht schärfer sein, als es der Zweck der Massnahme gebiete. Ein 

Handeln anstelle der Stiftungsorgane gehe grundsätzlich nicht an. In Er-

messensfragen solle sich die Aufsichtsbehörde zurückhalten und sich nicht 

in den Ermessensspielraum der Stiftungsorgane einmischen. Sie habe erst 

und nur soweit einzugreifen, als die rechtmässige Zweckerfüllung einer 

Stiftung gefährdet sei. Im Einzelfall stehe ihr bei der Prüfung der Voraus-

setzungen für ein Tätigwerden ein gewisser Beurteilungsspielraum zu (vgl. 

Urteil vom 25. Mai 2016 E. 6.3.1). Sei die Notwendigkeit des Einschreitens 

der Aufsichtsbehörde zu bejahen, sei es eine Frage des Ermessens, wel-

che konkreten Massnahmen im Einzelfall angezeigt seien (vgl. Urteil vom 

25. Mai 2016 E. 6.3.2). 

A-3757/2016 

Seite 13 

7.2.2 Zu beachten ist somit, dass Art. 84 Abs. 2 ZGB dem EDI einen Beur-

teilungs- und Ermessensspielraum einräumt. In einem solchen Fall liegt ein 

widerrechtliches Verhalten nicht schon vor, wenn sich das Vorgehen der 

Behörde als unangemessen erweist. Voraussetzung dafür ist vielmehr, 

dass eine rechtsfehlerhafte Ausübung des Ermessens vorliegt, d.h. eine 

Über- oder Unterschreitung oder ein Missbrauch desselben (vgl. dazu BGE 

132 II 305 E. 4.1, BGE 118 Ib 473 E. 2b, BGE 116 Ib 193 E. 2b, Urteil des 

BVGer A-5172/2014 vom 8. Januar 2016 E. 9.1.2 sowie MARIANNE RYTER, 

Staatshaftungsrecht, in: Fachhandbuch Verwaltungsrecht, 2015, S. 1211-

1259, Rz. 29.96). 

Das Bundesgericht hält im Urteil vom 25. Mai 2016 denn auch fest, eine 

haftungsbegründende Widerrechtlichkeit liege im Bereich des Ermessens 

nur dann vor, wenn Ermessen innerhalb des gesetzlichen Rahmens über- 

oder unterschritten oder wenn innerhalb des Ermessensrahmens das Er-

messen missbraucht werde. Die Aufgaben der Aufsichtsbehörden liessen 

einen weiten Spielraum technischen Ermessens zu, so dass die Möglich-

keit der Geltendmachung von Verantwortlichkeitsansprüchen von Vornhe-

rein eingeschränkt sei (vgl. Urteil vom 25. Mai 2016 E. 6.3.2). 

7.2.3 Ist der geltend gemachte Schaden nicht Folge von realem Handeln, 

sondern Folge eines Rechtsakts (eines Urteils, einer Verfügung etc.), wird 

die Widerrechtlichkeit des Verhaltens des Richters oder Beamten darüber 

hinaus nur bejaht, wenn dieser eine wesentliche Amtspflichtverletzung 

beging, d.h. eine "unentschuldbare Fehlentscheidung" getroffen hat (vgl. 

BGE 119 Ib 208 E. 5a und 5b; eingehend zudem: Urteil des BVGer A-5172/ 

2014 vom 8. Januar 2016 E. 9.1.3 mit Hinweisen). Vorliegend geht es zwar 

um reales Handeln, womit keine wesentliche Amtspflichtverletzung voraus-

zusetzen ist. In einem Urteil vom 3. Juli 2003, das ebenfalls die "mangel-

hafte" Ausübung von Aufsichtspflichten betraf, hat das Bundesgericht indes 

auch bei realem Handeln eine gewisse Wesentlichkeit der Pflichtverletzung 

der Aufsichtsbehörde verlangt (vgl. Urteil des BGer 2C.4/2000 vom 3. Juli 

2003 E. 5.1.4). 

7.2.4 Ein widerrechtliches Verhalten liegt somit vor, wenn das EDI sein Er-

messen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, indem es dem Beistand den Ab-

schluss der Vereinbarung vom 21. Dezember 2001 nicht untersagte. Nicht 

vorauszusetzen ist hingegen eine wesentliche Amtspflichtverletzung im 

Sinn einer "unentschuldbaren Fehlentscheidung". Doch dürfte auch die 

Pflichtverletzung des EDI eine gewisse Wesentlichkeit aufweisen müssen. 

A-3757/2016 

Seite 14 

7.3 Die Beschwerdeführerin stellt sich in ihrer Beschwerde vom 14. Feb-

ruar 2014 auf den Standpunkt, aus Art. 84 Abs. 2 ZGB ergebe sich, dass 

wesentliche Vermögensverschiebungen vorgängig von der Stiftungsauf-

sichtsbehörde zu überprüfen und zu genehmigen seien. Eine solche Ge-

nehmigungspflicht bestehe insbesondere für Vergleiche aller Art, welche 

die Stiftung abzuschliessen beabsichtige. 

7.3.1 Das Bundesverwaltungsgericht hielt dem im Urteil A-798/2014 entge-

gen, gestützt auf Art. 84 Abs. 2 ZGB sei das EDI zum Einschreiten ver-

pflichtet, wenn es von einer unzulässigen Verwendung oder von einer un-

zulässigen anderweitigen Schmälerung eines Stiftungsvermögens Kennt-

nis erhalte. Jedoch spreche sich das ZGB nicht darüber aus, welche Mass-

nahmen das EDI zu ergreifen habe, um drohende Schäden überhaupt zu 

erkennen. In der Praxis werde davon ausgegangen, dass die Stiftungsor-

gane Vergleiche in Erbschaftssachen in eigener Verantwortung abschlies-

sen dürfen, solange dies ihnen vom EDI nicht untersagt worden sei. Das 

EDI habe in seiner E-Mail vom 11. Dezember 2001 denn auch weder eine 

Genehmigungspflicht anerkannt noch einen Genehmigungsentscheid ge-

troffen. Vielmehr habe es auf eine nähere Prüfung des vorgelegten Verein-

barungsentwurfs verzichtet und die Anfrage des Beistands bereits nach 

3 Stunden und 32 Minuten beantwortet. Dabei habe es ausdrücklich darauf 

hingewiesen, dass nicht alle Unterlagen eingesehen worden seien. Ent-

sprechend habe es sich darauf beschränkt, Voraussetzungen zu formulie-

ren, unter denen es einer Vereinbarung zustimme. Es habe gefordert, dass 

mit der getroffenen Regelung den Interessen der Beschwerdeführerin op-

timal gedient sei, dass in Bezug auf den Nachlass keine Strafuntersuchun-

gen mehr hängig seien und sämtliche Pflichten gegenüber Nachlass-, 

Steuer- und sonstigen Behörden eingehalten würden (vgl. Urteil A-798/ 

2014 E. 6.4.3). 

7.3.2 Das Bundesgericht führt im Urteil vom 25. Mai 2016 aus, die Ansicht 

der Beschwerdeführerin, wonach die Stiftungsaufsicht eine Genehmi-

gungspflicht für sämtliche Vergleiche treffe, die eine Stiftung abschliessen 

möchte, könne sich weder auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung 

noch auf die Lehre abstützen. Ein Genehmigungsvorbehalt bestehe von 

Gesetzes wegen nur dann, wenn die Gefahr einer Zweckentfremdung von 

Stiftungsvermögen offenkundig sei und bilde eine Ausnahme. Andernfalls 

müsste als Konsequenz jedes umfangreichere Rechtsgeschäft der Aufsicht 

zur Genehmigung vorgelegt werden, weil dadurch das Stiftungsvermögen 

potenziell geschmälert werden könne. Ein solches Vorgehen wäre jedoch 

mit der postulierten Autonomie der Stiftung nicht vereinbar. Zudem sei die 

A-3757/2016 

Seite 15 

Stiftungsaufsicht im bestehenden Umfang wohl kaum in der Lage, alle be-

deutsamen Rechtsgeschäfte sämtlicher Stiftungen vorgängig zu kontrollie-

ren (vgl. Urteil vom 25. Mai 2016 E. 6.3.3). 

Das Bundesgericht stellt indes Folgendes klar: Vorliegend habe das EDI 

den Entwurf der Vereinbarung dennoch entgegengenommen, diesen einer 

kurzen Prüfung unterzogen (Antwort innerhalb weniger Stunden) und da-

nach, obschon es dazu nicht gehalten gewesen sei, seine Zustimmung 

zum Abschluss der Vereinbarung gegeben. Darin könne eine Pflichtverlet-

zung erblickt werden, wenn das EDI hätte erkennen müssen, dass das un-

terbreitete Geschäft die rechtmässige Zweckerfüllung der Stiftung ge-

fährde bzw. die Gefahr einer Zweckentfremdung des Stiftungsvermögens 

offenkundig gewesen sei. Um das beurteilen zu können, müsse das Bun-

desverwaltungsgericht den Wissensstand des EDI ermitteln (vgl. Urteil 

vom 25. Mai 2016 E. 6.4). 

7.3.3 Es trifft somit nicht zu, dass das EDI Vergleiche, die eine Stiftung ab-

schliessen möchte, vorgängig zu prüfen und zu genehmigen hätte. Vorlie-

gend wurde ihm der Vereinbarungsentwurf aber dennoch vorgelegt. Ge-

mäss dem Bundesgericht war das EDI zu einer Intervention verpflichtet, 

sofern die Gefahr einer Zweckentfremdung des Stiftungsvermögens (d.h. 

einer ungerechtfertigten Übertragung von Vermögenswerten an 

A._______) angesichts seines damaligen Wissensstands offenkundig war. 

Nach Ansicht des Bundesgerichts hätte es das EDI in diesem Fall nicht 

beim Hinweis bewenden lassen dürfen, mit der getroffenen Regelung 

müsse den Interessen der Beschwerdeführerin optimal gedient sein, son-

dern es hätte den Abschluss der Vereinbarung untersagen müssen. 

7.4 Die Beschwerdeführerin hat ihrer Beschwerde ans Bundesgericht ein 

Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 19. September 2014 

(nachfolgend: Urteil OGer) beigelegt, das im Schadenersatzprozess zwi-

schen der Beschwerdeführerin und dem ehemaligen Beistand ergangen 

ist. Das Obergericht prüfte in diesem Urteil, ob der Beistand durch den Ab-

schluss der Vereinbarung vom 21. Dezember 2001 die Regeln einer sorg-

fältigen Verwaltung verletzt hat. An dieser Stelle ist näher auf dieses Urteil 

einzugehen. Ausgehend davon wird sodann das Verhalten des EDI im Ein-

zelnen zu beurteilen sein. 

7.4.1 Mit der Vereinbarung vom 21. Dezember 2001 wurde geklärt, inwie-

weit die Beschwerdeführerin einerseits und A._______ andererseits am 

A-3757/2016 

Seite 16 

aufgetauchten Schwarzgeldvermögen berechtigt waren. Dabei handelte es 

sich um folgende Vermögenswerte (vgl. Sachverhalt B): 

– ein UBS-Konto mit einem Guthaben von ca. 7 Mio. Franken, bei dem 

neben Estella Hirzel auch A._______ als Kontoinhaber figurierte; 

– ein CS-Konto mit einem Guthaben von ca. 16 Mio. Franken, bei dem 

Estella Hirzel als alleinige Kontoinhaberin figurierte. 

In der Vereinbarung (Vorakten, S. 502 ff.) hielten der Beistand und 

A._______ fest, sämtliche Vermögenswerte auf dem CS-Konto gehörten 

zum Nachlass von Estella Hirzel. Als Alleinerbin sei die Beschwerdeführe-

rin deren Eigentümerin. Die Vermögenswerte auf dem UBS-Konto stamm-

ten aus einer Schenkung von Estella Hirzel und stünden im Eigentum von 

A._______. Die Vereinbarung enthielt zudem eine Saldoklausel, wonach 

die Parteien mit dem Vollzug der Vereinbarung und nach Bezahlung aller 

Steuern durch den jeweils Verpflichteten per Saldo aller gegenseitigen An-

sprüche auseinandergesetzt seien. 

7.4.2 Das Obergericht prüfte zunächst die Rechtslage betreffend die von 

A._______ behauptete Schenkung (vgl. Urteil OGer, S. 17). Es zog dabei 

zusammengefasst Folgendes in Erwägung: 

A._______ behaupte, Estella Hirzel habe ihm das Schwarzgeld kurz vor 

ihrem Tod geschenkt. Es stelle sich die Frage, ob sich diese Schenkung 

rechtsgenügend erstellen lasse. Andernfalls sei die Beschwerdeführerin 

als Alleinerbin am Nachlass berechtigt (vgl. Urteil OGer, S. 18). Gemäss 

Art. 243 Abs. 1 OR bedürften Schenkungsversprechen zu ihrer Gültigkeit 

der schriftlichen Form. Es sei unbestritten, dass kein solches schriftliches 

Schenkungsversprechen existiere. Dies angeblich, weil es um geheim zu 

haltendes Schwarzgeld gegangen sei. Zwar erklärten C._______ und (die 

ebenfalls involvierte) D._______, Estella Hirzel habe ihnen die Schenkung 

bestätigt. Auch diese Erklärung vermöge indes nichts daran zu ändern, 

dass es an einem gültigen (d.h. schriftlichen) Schenkungsversprechen 

fehle. Zu prüfen sei deshalb, ob es sich um eine Schenkung von Hand zu 

Hand gehandelt haben könne (vgl. Urteil OGer, S. 19). Was das CS-Konto 

betreffe, habe dieses ausschliesslich auf Estella Hirzel gelautet, während 

A._______ in den Kontoeröffnungsunterlagen als "Bekannter, guter 

Freund" bezeichnet werde und über eine Vollmacht verfügt habe. Die Er-

teilung einer Bankvollmacht werde nicht als Schenkung betrachtet. Auch 

sei der Bevollmächtigte für eigennützige Bezüge rückerstattungspflichtig 

A-3757/2016 

Seite 17 

(vgl. Urteil OGer, S. 19 f.). Was das UBS-Konto betreffe, habe dieses auf 

Estella Hirzel und A._______ gemeinsam gelautet. Aus der Tatsache eines 

gemeinsamen Kontos sei die materielle Berechtigung nicht ersichtlich. Je-

denfalls sei die Eröffnung eines gemeinsamen Bankkontos nicht per se 

eine Schenkung (vgl. Urteil OGer, S. 20 bis 22). Vorliegend habe das UBS-

Konto unbestrittenermassen ausschliesslich Mittel von Estella Hirzel ent-

halten. A._______ behaupte die Schenkung nicht für den Zeitpunkt der Er-

öffnung des Kontos, sondern erst für einen Zeitpunkt kurz vor dem Tod von 

Estella Hirzel. Die Berechtigungen am Konto seien in diesem Zeitraum 

aber gleich geblieben. Da Estella Hirzel ihre Mitberechtigung demnach 

nicht preisgegeben habe, könne nicht von einer Schenkung von Hand zu 

Hand ausgegangen werden (vgl. Urteil OGer, S. 22 bis 30 [insb. S. 27 bis 

30]). 

Auch wenn man im Übrigen davon ausgehe, so das Obergericht weiter, 

dass eine Schenkung nicht schon aus rechtlichen Gründen ausscheide, 

sondern es tatsächlich auf den Beweis der Schenkung angekommen wäre, 

habe eine solche nicht zweifelsfrei festgestanden: Neben den offenkundig 

zweifelhaften Angaben von A._______ hätten hauptsächlich die Erklärun-

gen von C._______ und D._______ vorgelegen. C._______ und 

D._______ seien angesichts ihrer nahen persönlichen Beziehung zu 

A._______ indes weit entfernt von unbefangenen Zeugen gewesen (vgl. 

Urteil OGer, S. 30 bis 35). 

7.4.3 Das Obergericht wies sodann auf die Saldoklausel hin, die in der Ver-

einbarung vom 21. Dezember 2001 enthalten ist. Diese habe es verun-

möglicht, die Bezüge von A._______ ab den beiden Konten im Zeitraum 

vor der behaupteten Schenkung zurückzufordern (vgl. Urteil OGer, S. 36 

f.). Dazu äusserte sich das Obergericht zusammengefasst wie folgt: 

A._______ mache geltend, die Bezüge im Auftrag von Estella Hirzel getä-

tigt zu haben. Er könne die Auftragserteilung jedoch nicht belegen. Auch 

der Beistand nenne hauptsächlich Indizien, nämlich die unbestrittenermas-

sen enge persönliche Beziehung und das Vertrauensverhältnis zwischen 

Estella Hirzel und A._______. Von ausschlaggebender Bedeutung sei un-

ter diesen Umständen die Frage der Beweislast für die Erteilung der Auf-

träge: Habe sie bei der Beschwerdeführerin gelegen, sei der Abschluss der 

Vereinbarung in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden. Habe sie bei 

A._______ gelegen, bedeute der Abschluss des Vergleichs hingegen die 

Preisgabe von Vermögenswerten, die in einem allfälligen Prozess voraus-

sichtlich durchsetzbar gewesen wären. Da die Beschwerdeführerin die 

A-3757/2016 

Seite 18 

Nichterteilung der Aufträge naturgemäss nicht hätte beweisen können (ne-

gativa non sunt probanda) und sich auch keine Umstände finden liessen, 

welche das Fehlen der Aufträge indirekt bestätigen könnten, hätten die Fol-

gen der Beweislosigkeit mutmasslich A._______ getroffen. Dies habe für 

den Beistand gegen den Abschluss des Vergleichs samt Saldoklausel 

sprechen müssen (vgl. Urteil OGer, S. 37 bis 44). 

7.4.4 Das Obergericht kam zum Schluss, der Beistand habe sorgfaltswidrig 

gehandelt, indem er das UBS-Konto "kampflos" preisgegeben habe. Un-

sorgfältig sei es auch gewesen, mit der Saldoklausel die Bezüge von 

A._______ zu sanktionieren und damit die Rückforderung zu verunmögli-

chen. Es wies die Sache zur Abklärung der weiteren Haftungsvorausset-

zungen, insbesondere auch zur Beurteilung des Schadens, ans zuständige 

Bezirksgericht zurück (vgl. Urteil OGer, S. 53 bis 55). 

7.5 Wie diese Überlegungen des Obergerichts zeigen, brachte die Verein-

barung vom 21. Dezember 2001 die Gefahr einer ungerechtfertigten Über-

tragung von Vermögenswerten an A._______ mit sich. Zu beurteilen bleibt, 

ob diese Gefahr für das EDI angesichts seines damaligen Wissensstands 

offenkundig war. 

7.5.1 Was den Wissensstand des EDI betrifft, kann den Akten Folgendes 

entnommen werden: 

Der Beistand hatte das EDI anlässlich einer Besprechung vom 30. Novem-

ber 2000 darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Strafbehörden auf ein Num-

mernkonto bei der UBS gestossen seien. Es handle sich um Schwarzgeld 

von Estella Hirzel. Von diesem Konto hätten A._______ und C._______ im 

Zeitraum vom 28. Februar bis zum 14. Juli 2000, d.h. nach dem Tod von 

Estella Hirzel, mit Vollmacht Bezüge über Fr. 840'000.– getätigt. Die Ver-

wendung dieser Gelder bilde Gegenstand der Untersuchungen (vgl. Vorak-

ten, S. 697 f.). In einer E-Mail vom 14. Dezember 2000 hatte der Beistand 

dem EDI weiter mitgeteilt, zwischenzeitlich sei ein zweites Nummernkonto 

aufgetaucht (vgl. Vorakten, S. 1058). 

Im Rahmen eines Telefongesprächs vom 24. Januar 2001 hatte der Bei-

stand das EDI sodann davon in Kenntnis gesetzt, dass A._______ geltend 

mache, an einem Teil des Schwarzgeldvermögens berechtigt zu sein. Das 

UBS-Vermögen belaufe sich auf ca. 7 Mio. Franken, wobei A._______ ne-

ben Estella Hirzel als Kontoinhaber figuriere. Beim CS-Vermögen, das sich 

A-3757/2016 

Seite 19 

auf ca. 16 Mio. Franken belaufe, habe A._______ lediglich Unterschrifts-

berechtigung (vgl. Vorakten, S. 715 f.). Anlässlich eines weiteren Telefon-

gesprächs vom 17. Mai 2001 hatte der Beistand zudem ausgeführt, plötz-

lich seien Zeugen aufgetaucht, die gewisse Angaben von Estella Hirzel be-

stätigen sollten (vgl. Vorakten, S. 718). 

Das EDI hatte somit davon Kenntnis, dass A._______ beim CS-Konto le-

diglich über eine "Unterschriftsberechtigung" verfügte, während er beim 

UBS-Konto neben Estella Hirzel als Kontoinhaber figurierte. Auch war ihm 

die Grössenordnung der Kontoguthaben bekannt. Zudem wusste es oder 

konnte aus den Angaben des Beistands zumindest darauf schliessen, dass 

die angebliche Schenkung lediglich von Zeugen bestätigt wurde. Grund-

sätzlich hatte es auch davon Kenntnis, dass A._______ Bezüge ab den 

Konten vorgenommen hatte und sich die Frage nach der Verwendung der 

betreffenden Gelder stellte. 

7.5.2 Gemäss dem Obergericht stellten sich im Hinblick auf den Abschluss 

der Vereinbarung vom 21. Dezember 2001 "über weiteste Strecken äus-

serst komplexe Rechtsfragen" (vgl. Urteil OGer, S. 44). Es versteht sich 

von selbst, dass vom EDI nicht verlangt werden konnte, derart komplexe 

Rechtsfragen abzuklären. Dies oblag vielmehr dem Beistand (in diesem 

Sinne auch Urteil OGer, S. 44). Nach Beurteilung des Bundesverwaltungs-

gerichts hätte sich das EDI aber schon aufgrund eines einfachen Gedan-

kengangs darüber klar werden können, dass die Vereinbarung nicht wie 

beabsichtigt abgeschlossen werden durfte: 

Mit der Vereinbarung wurde der Beschwerdeführerin lediglich einer der um-

strittenen Vermögenswerte, nämlich das CS-Konto, zugewiesen. 

A._______ hatte indes ohnehin keine Argumente, dieses Konto für sich zu 

beanspruchen. Weder lag hinsichtlich der behaupteten Schenkung etwas 

Schriftliches vor noch war er Inhaber oder Mitinhaber des Kontos. Es ist 

daher nicht ersichtlich, aus welchen Überlegungen ihm ein Gericht dieses 

Konto hätte zusprechen sollen: Um eine vollzogene Schenkung handelt es 

sich von Vornherein nicht, lautete das Konto doch nach wie vor allein auf 

Estella Hirzel und lag ihrerseits auch keine schriftliche Abtretungserklärung 

nach Art. 165 Abs. 1 OR vor. Weiter hätte ein allfälliges Schenkungsver-

sprechen – sofern ein solches überhaupt über den Tod hinaus wirksam 

ist – schriftlich erfolgen müssen, um gültig zu sein (vgl. Art. 243 Abs. 1 OR). 

A-3757/2016 

Seite 20 

Mit dem CS-Konto wurde der Beschwerdeführerin demnach etwas über-

lassen, was A._______ ohnehin unter keinem Titel zustehen konnte. Hin-

gegen verzichtete die Beschwerdeführerin auf das UBS-Konto sowie (über 

die Saldo-Klausel) auf eine Rückforderung der durch A._______ von bei-

den Konten getätigten Barbezüge. Nach Ansicht des Bundesverwaltungs-

gerichts ist offensichtlich, dass die Verhandlungen an diesem Punkt erst 

hätten beginnen dürfen. So war A._______ nicht alleiniger Inhaber, son-

dern nur Mitinhaber des UBS-Kontos, wobei aber sämtliche darauf liegen-

den Vermögenswerte von Estella Hirzel stammten. Es bestand kein Grund, 

ihm dieses Konto ohne vertiefte rechtliche Abklärungen "kampflos" zu 

überlassen. 

7.5.3 Die Vorinstanz führt in ihrer Stellungnahme vom 29. August 2016 

(Rz. 22) somit zu Unrecht aus, es sei zu befürchten gewesen, dass im Pro-

zessfall auch das CS-Konto A._______ zugesprochen worden wäre. Ein 

entsprechendes Risiko ist nach dem Gesagten nicht ersichtlich. Gegen-

über der schliesslich abgeschlossenen Vereinbarung hätte die Beschwer-

deführerin in einem Prozess also nur gewinnen können. Mit einer Klage 

wäre einzig das Risiko verbunden gewesen, schliesslich die (aufgrund des 

Streitwerts hohen) Prozesskosten tragen zu müssen. Wie das Obergericht 

in seinem Urteil überzeugend darlegt, kann der absolute Betrag der Pro-

zesskosten indes nicht ausschlaggebend sein, sondern ist auch zu berück-

sichtigen, was im Prozess mit welcher Wahrscheinlichkeit gewonnen wer-

den kann (vgl. Urteil OGer, S. 35 f.). Für das EDI hätte es sich daher auf-

gedrängt, den Beistand zu weiteren Abklärungen aufzufordern. 

7.5.4 Festzuhalten ist somit, dass das EDI die Gefahr einer ungerechtfer-

tigten Übertragung von Vermögenswerten an A._______ aufgrund eines 

einfachen Gedankengangs hätte erkennen können. Die vom Bundesge-

richt geforderte "Offenkundigkeit" dieser Gefahr ist damit gegeben. 

7.6 Demnach wäre das EDI verpflichtet gewesen, dem Beistand den Ab-

schluss der Vereinbarung vom 21. Dezember 2001 zu untersagen. Indem 

es dies unterliess, hat es sich widerrechtlich verhalten. 

8.  

Es ist nun erneut auf die Frage der Kausalität einzugehen. 

8.1 Die Haftung des Bundes setzt voraus, dass das widerrechtliche Verhal-

ten des Bundesbeamten natürlich und adäquat kausal für den behaupteten 

A-3757/2016 

Seite 21 

Schaden war. Die natürliche Kausalität ist gegeben, wenn ein Handeln Ur-

sache im Sinne einer nicht wegzudenkenden Bedingung (conditio sine qua 

non) für den Eintritt des Schadens ist. Ein adäquater Kausalzusammen-

hang besteht, wenn die Ursache nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 

und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, einen Erfolg von der 

Art des eingetretenen herbeizuführen (vgl. Urteil des BGer 2C_834/2009 

vom 19. Oktober 2010 E. 2.3, BVGE 2014/43 E. 4.1 und Urteil des BVGer 

A-5172/2014 vom 8. Januar 2016 E. 10.1). 

Besteht das widerrechtliche Verhalten in einer Unterlassung, geht es um 

den hypothetischen Kausalverlauf. Zu prüfen ist, ob der Schaden bei 

pflichtgemässem Handeln nach den Erfahrungen des Lebens und dem ge-

wöhnlichen Lauf der Dinge mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht ein-

getreten wäre. Die wertenden Gesichtspunkte der Adäquanz fliessen in die 

Feststellung des hypothetischen Kausalverlaufs somit direkt mit ein (vgl. 

Urteil des BVGer A-5172/2014 vom 8. Januar 2016 E. 10.1; vgl. auch Urteil 

des BGer 2C_834/2009 vom 19. Oktober 2010 E. 2.3, BVGE 2014/43 

E. 4.2, RYTER, a.a.O, Rz. 29.125 ff., und NADINE MAYHALL, Aufsicht und 

Staatshaftung, 2008, S. 286 und 288 f.). 

Vorliegend hat es das EDI unterlassen, dem Beistand den Abschluss der 

Vereinbarung vom 21. Dezember 2001 zu untersagen. Hätte es dies getan, 

hätte der Beistand die Vereinbarung nicht abgeschlossen, womit der Scha-

den mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht eingetreten wäre (vgl. zur 

Höhe des Schadens unten E. 9). Die vom Bundesgericht im Urteil vom 

25. Mai 2016 (E. 6.4) erwähnte Kausalität "im engeren, rein natürlichen 

Sinn" ist damit gegeben. 

8.2 Zu untersuchen ist somit die Frage nach einer allfälligen Unterbrechung 

des Kausalzusammenhangs. 

8.2.1 Der adäquate Kausalzusammenhang fehlt oder ist unterbrochen, 

wenn eine Schadensursache gegenüber einer anderen völlig in den Hin-

tergrund tritt. Entscheidend ist dabei die Intensität der beiden Kausalzu-

sammenhänge; erscheint der eine bei wertender Betrachtung als derart in-

tensiv, dass er den anderen gleichsam verdrängt und als unbedeutend er-

scheinen lässt, wird eine sogenannte Unterbrechung des andern ange-

nommen (vgl. Urteil des BGer 2C_834/2009 vom 19. Oktober 2010 E. 2.3). 

Entsprechend kann auch ein überwiegendes Selbstverschulden des Ge-

A-3757/2016 

Seite 22 

schädigten oder ein entsprechendes Drittverschulden zu einer Unterbre-

chung des Kausalzusammenhangs führen (vgl. Urteil des BGer 2C.4/2000 

vom 3. Juli 2003 E. 5.2). 

8.2.2 Das Bundesverwaltungsgericht legte im Urteil A-798/2014 dar, die 

Beschwerdeführerin als juristische Person habe sich die Handlungen und 

das Wissen ihrer Organe zurechnen zu lassen (vgl. Urteil A-798/2014 

E. 6.1). Es kam zum Schluss, das schuldhafte Verhalten des Beistands, 

das sich die Beschwerdeführerin demnach zurechnen lassen müsse, führe 

zu einer Unterbrechung des Kausalzusammenhangs zwischen einer allfäl-

ligen Pflichtverletzung des EDI und dem Eintritt des Schadens (vgl. Urteil 

A-798/2014 E. 6.5). 

Das Bundesverwaltungsgericht stützte sich dabei auf das Urteil 2C.4/2000 

des Bundesgerichts vom 3. Juli 2003, in dem es um ein verspätetes auf-

sichtsrechtliches Einschreiten eines Kantons gegenüber einer Gemeinde 

ging. Das Bundesgericht hatte in jenem Urteil Folgendes festgehalten: 

Stünden sich kantonale Staatshaftung, die auf einer Amtspflichtverletzung 

beruhe, und von der Gemeinde selbst verschuldete Verursachung des be-

haupteten Schadens gegenüber, so sei entscheidend, ob das von der Ge-

meinde verschuldete Verhalten die Ursächlichkeit der allfälligen staatlichen 

Amtspflichtverletzung unterbreche. Für die Frage der haftungsrechtlichen 

Zurechenbarkeit komme es also selbst dann wesentlich auf die jeweilige 

Verantwortlichkeit an, wenn eine Kausal- und nicht eine Verschuldenshaf-

tung zu beurteilen sei. Eine Haftung des Kantons gegenüber einer Ge-

meinde wegen Missachtung seiner Aufsichtspflicht setze voraus, dass 

seine Verantwortlichkeit nicht von derjenigen der Gemeinde selber ver-

drängt werde. Das sei insbesondere nicht der Fall, wenn die Gemeindeor-

gane kein oder lediglich ein geringfügiges Verschulden treffe, dem eine 

grobe Amtspflichtverletzung der kantonalen Behörden gegenüber stehe. 

So sei es etwa möglich, dass die kantonalen Organe besondere Kennt-

nisse über die Risikobelastung eines Finanzgeschäfts der Gemeinde hät-

ten, über welche die kommunalen Behörden unverschuldeterweise nicht 

oder nicht in gleichem Umfange verfügten. Zu denken sei auch an Schädi-

gungen infolge von kriminellen Handlungen von Gemeindeangestellten 

(etwa an eine Veruntreuung durch den Gemeindekassier), die für die kan-

tonale Finanzkontrolle unter Umständen eher erkennbar seien als für die 

Gemeinde selbst. Wenn der Kanton in einer solchen Konstellation nicht 

eingreife, lasse sich dies nicht oder nur bedingt der Gemeinde vorwerfen 

und habe der Kanton eine Haftungsfolge zu gewärtigen. Bei umgekehrter 

A-3757/2016 

Seite 23 

Ausgangslage müsse sich die Gemeinde ihr riskantes Verhalten demge-

genüber selber entgegenhalten lassen (vgl. Urteil des BGer 2C.4/2000 

vom 3. Juli 2003 E. 8.5 [Ingress] und 8.5.1). 

Das Bundesverwaltungsgericht stellte sich auf den Standpunkt, im vorlie-

genden Fall bestehe eine vergleichbare Ausgangslage: Es habe primär 

dem Beistand oblegen, im Zusammenhang mit dem Nachlass von Estella 

Hirzel die Interessen der Beschwerdeführerin gegenüber A._______ zu 

vertreten. Zwar hätten Besprechungen mit dem EDI stattgefunden und 

habe sich der Beistand bei diesem bisweilen auch rückversichert. Dies än-

dere jedoch nichts daran, dass sich das EDI auf eine Aufsichtstätigkeit be-

schränkt habe. Der Beistand habe in der Nachlassangelegenheit denn 

auch selbständig gehandelt. Insbesondere seien die Verhandlungen, die in 

der Vereinbarung vom 21. Dezember 2001 gemündet hätten, allein von 

ihm geführt worden. Dem EDI sei lediglich der Vereinbarungsentwurf vor-

gelegt worden. Dieses habe gegenüber dem Beistand weder einen Infor-

mations- noch einen Know-how-Vorsprung gehabt. Vielmehr sei der Bei-

stand mit der Angelegenheit am besten vertraut gewesen. Auch habe es 

sich bei ihm um einen praktizierenden Rechtsanwalt gehandelt. Es könne 

daher nicht gesagt werden, dass das EDI besser als dieser in der Lage 

gewesen sei oder hätte sein müssen, eine erbrechtliche Angelegenheit zu 

beurteilen (vgl. Urteil A-798/2014 E. 6.5.3). 

8.2.3 Das Bundesgericht hält dem im Urteil vom 25. Mai 2016 entgegen, 

das reine Abstellen auf den Verschuldensvergleich führe nicht in allen Fäl-

len zu befriedigenden Ergebnissen, weil die Schwere der Verfehlungen des 

Geschädigten und diejenigen der Kontrollinstanz in einer gegenseitigen 

Abhängigkeit zueinander stünden. Eine Aufsichtsbehörde müsse gerade 

dann intervenieren, wenn die Organe der beaufsichtigten Person diese 

grob schuldhaft schädigten, vorausgesetzt, sie könne von diesen Vorgän-

gen Kenntnis haben und Massnahmen ergreifen. Würde das Selbstver-

schulden des Beaufsichtigten die Haftung der Aufsichtsbehörde grundsätz-

lich ausschliessen, ergäben sich für das beaufsichtigende Gemeinwesen 

ausgerechnet dann keine nachteiligen Konsequenzen, wenn es seine Auf-

gaben in schwerwiegender Weise gar nicht oder nur mangelhaft wahrge-

nommen habe (vgl. Urteil vom 25. Mai 2016 E. 7.1). Eine Stiftung müsse 

sich das fehlbare Verhalten ihrer Organe zwar als Selbstverschulden an-

rechnen lassen. Die Verwaltung der Stiftung trage die primäre Verantwor-

tung für die Einhaltung der gesetzlichen und statutarischen Bestimmungen. 

Da die Stiftungsaufsicht jedoch gerade dem Schutz des Stiftungszwecks 

A-3757/2016 

Seite 24 

und des Stiftungsvermögens vor einer Schädigung durch die Stiftungsor-

gane diene, könne deren Handeln nicht von Vornherein den Kausalzusam-

menhang zwischen dem Handeln der Aufsichtsbehörde und dem Scha-

denseintritt unterbrechen (vgl. Urteil vom 25. Mai 2016 E. 7.2). Zu beach-

ten sei weiter, dass der Gemeinde in jenem Fall, der dem Urteil 2C.4/2000 

des Bundesgerichts vom 3. Juli 2003 zugrunde gelegen habe, mehrere 

Kontrollorgane zur Verfügung gestanden hätten. Vorliegend habe die Be-

schwerdeführerin hingegen nur noch über ein handlungsfähiges Organ, 

nämlich den Beistand, verfügt. Der Umstand, dass dieser selbständig ge-

handelt, die Verhandlungen, die in der Vereinbarung vom 21. Dezember 

2001 mündeten, allein geführt habe und mit den Angelegenheiten der Be-

schwerdeführerin vertraut gewesen sei, vermöge nach dem Gesagten eine 

Haftung der Aufsichtsbehörde nicht von Vornherein auszuschliessen. Der 

Beistand habe die Aufsichtsbehörde offenbar gerade deswegen um Prü-

fung ersucht, weil er unsicher gewesen sei. Insgesamt könne der Kausal-

zusammenhang zwischen einer Pflichtverletzung des EDI und dem Scha-

den nicht bereits mit dem Hinweis auf das Verhalten des Beistands als un-

terbrochen bezeichnet werden (vgl. Urteil vom 25. Mai 2016 E. 7.3 und 

7.4). 

8.2.4 Das Bundesgericht verwirft somit den Standpunkt des Bundesverwal-

tungsgerichts, wonach das Verhalten des Beistands den Kausalzusam-

menhang unterbricht. Ein anderer Grund, eine solche Unterbrechung an-

zunehmen, ist nicht ersichtlich. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass 

der Kausalzusammenhang zwischen der Pflichtverletzung des EDI und 

dem Eintritt des Schadens vorliegend unterbrochen wurde. Der Vollstän-

digkeit halber ist aber darauf hinzuweisen, dass sich Stiftungen, was die 

Frage nach allfälligen internen Kontrollorganen betrifft, nicht per se von Ge-

meinden unterscheiden: 

Wie aus Art. 83 ZGB hervorgeht, ist der Stifter in der Ausgestaltung der 

Organisation seiner Stiftung grundsätzlich frei. So kann er nur ein einziges 

Organ einsetzen, das normalerweise "Stiftungsrat" genannt wird, oder die 

Errichtung der Organe dem Stiftungsreglement vorbehalten. Es steht ihm 

aber auch frei, verschiedene Organe mit unterschiedlichen Kompetenzen 

einzusetzen (vgl. dazu HANS MICHAEL RIEMER, Vereins- und Stiftungsrecht, 

2012, Art. 83 Rz. 4 ff., und ROMAN BAUMANN LORANT, Der Stiftungsrat, Das 

oberste Organ gewöhnlicher Stiftungen, 2009, S. 22 bis 28). Letzteres er-

laubt es ihm, ein zweistufiges Führungsmodell vorzusehen. So kann er 

etwa ein Aufsichtsorgan errichten, das die Tätigkeit des Stiftungsrats über-

wacht (vgl. BAUMANN LORANT, a.a.O., S. 24). In der Literatur wird denn 

A-3757/2016 

Seite 25 

auch darauf hingewiesen, dass Stiftungen aufgrund des Fehlens von Ei-

gentümern oder Mitgliedern ein internes Kontrolldefizit aufwiesen. Dies 

führe zu einem erhöhten Risiko missbräuchlicher Verwendung von Stif-

tungsmitteln, das durch die in ihrer Prüfungsbefugnis und ihrer Wirkung 

eingeschränkte staatliche Aufsicht nicht kompensiert werden könne. Ein 

noch höheres Risiko bestehe zudem darin, dass die Stiftungsmittel durch 

unprofessionelles Handeln der Stiftungsorgane gefährdet würden. Zur Be-

seitigung des Kontrolldefizits könnten nur wirksame interne Kontrollmecha-

nismen beitragen, wie die Einführung eines Prüfungsausschusses oder gar 

die Einführung eines dem Stiftungsrat übergeordneten Kontrollorgans (vgl. 

dazu BAUMANN LORANT, a.a.O., S. 67 bis 70). Zwar sollte die Organisati-

onsstruktur dem Einzelfall, d.h. der konkreten Stiftung, angemessen sein 

und gilt es eine unerwünschte Aufblähung des Verwaltungsapparats zu 

vermeiden (vgl. dazu BAUMANN LORANT, a.a.O., S. 70 bis 72). Zumindest 

aber sollte auf eine ausgewogene Zusammensetzung des Stiftungsrats ge-

achtet werden (vgl. dazu BAUMANN LORANT, a.a.O., S. 84 bis 88). 

Der Stifter hat es somit in der Hand, innerhalb der Stiftung Kontrollorgane 

vorzusehen. Verzichtet er darauf, kann die Stiftungsaufsicht das damit ver-

bundene Kontrolldefizit nicht kompensieren. Auch aus den Ausführungen 

des Bundesgerichts ergibt sich, dass dies nicht ihre Rolle sein kann (vgl. 

dazu oben E. 7.3.2). Ob der Stifter aus guten Gründen auf interne Kontroll-

organe verzichtet – weil dies z.B. zu einem übermässig grossen Verwal-

tungsapparat führen würde – oder ob er dies unbedacht tut – weil er der 

Problematik des Kontrolldefizits kein Augenmerk schenkt – spielt dabei 

keine Rolle: In beiden Fällen amtet die Stiftungsaufsicht nicht als Ersatz für 

die fehlenden internen Kontrollorgane. Es erscheint daher nicht ausge-

schlossen, die Überlegungen, die dem Urteil 2C.4/2000 des Bundesge-

richts vom 3. Juli 2003 zugrunde liegen, auch auf Fälle aus dem Bereich 

der Stiftungsaufsicht zu übertragen. Für den vorliegenden Fall, in dem der 

Beistand die Organfunktionen ausübte, hat dies das Bundesgericht aber 

ausgeschlossen. 

8.2.5 Festzuhalten ist somit, dass der Kausalzusammenhang zwischen 

dem widerrechtlichen Verhalten des EDI und dem Eintritt des Schadens 

nicht unterbrochen wurde. 

8.3 Zu beachten bleibt indes die Bestimmung von Art. 4 VG, wonach die 

Ersatzpflicht ermässigt oder gänzlich von ihr entbunden werden kann, 

wenn Umstände, für die der Geschädigte einstehen muss, auf die Entste-

hung oder Verschlimmerung des Schadens eingewirkt haben. 

A-3757/2016 

Seite 26 

8.3.1 Diese Regelung entspricht einem allgemeinen Grundsatz des Haft-

pflichtrechts, der auch in Art. 44 Abs. 1 OR verankert ist (vgl. dazu BGE 

122 V 185 E. 3). Ein Selbstverschulden, das den Kausalzusammenhang 

nicht unterbricht, kann damit immerhin zur Kürzung eines allfälligen Scha-

denersatzanspruchs führen (vgl. dazu Urteil des BGer 2C.4/2000 vom 

3. Juli 2003 E. 5.2 [in fine]; vgl. auch TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allge-

meines Verwaltungsrecht, 4. Auflage 2014, § 62 Rz. 17, und MAYHALL, 

a.a.O., S. 293 [unten]). Gemäss RYTER soll das Selbstverschulden bei der 

Staatshaftung als Kausalhaftung zwar nur beschränkt als Herabsetzungs-

grund berücksichtigt werden. Auch RYTER hält jedoch fest, dass bereits ein 

leichtes (d.h. nicht grobes) Selbstverschulden allenfalls zu einer Minderung 

des Schadenersatzes führen kann (vgl. RYTER, a.a.O., Rz. 29.79 und 

29.131 f.). 

Vorliegend ist eine Anwendung von Art. 4 VG angebracht: Wie aufgezeigt, 

oblag die Abklärung der Fragen, die sich in Zusammenhang mit dem Ab-

schluss der Vereinbarung vom 21. Dezember 2001 stellten, dem Beistand 

als Organ der Beschwerdeführerin (vgl. oben E. 7.5.2). Das EDI amtete 

zudem nicht als Ersatz für die fehlenden internen Kontrollorgane (vgl. 

E. 8.2.4). Zwar führen diese Umstände vorliegend nicht zu einer Unterbre-

chung des Kausalzusammenhangs. Es drängt sich jedoch auf, aufgrund 

des Selbstverschuldens der Beschwerdeführerin eine Herabsetzung der 

Entschädigung vorzunehmen. 

8.3.2 Es bleibt das Mass der Herabsetzung festzulegen. Dabei sind jene 

Grundsätze heranzuziehen, die auch im Anwendungsbereich von Art. 44 

Abs. 1 OR gelten. Das Mass der Herabsetzung ist demnach weitgehend 

nach gerichtlichem Ermessen festzulegen (vgl. dazu BGE 130 III 182 

E. 5.5.2 und MARTIN A. KESSLER, in: Basler Kommentar, Obligationen-

recht I, 6. Auflage 2015, Art. 44 Rz. 16). Grundsätzlich sind das Verschul-

den des Schädigers und das Selbstverschulden des Geschädigten mitei-

nander zu vergleichen. Unterliegt der Schädiger einer Kausalhaftung, ist 

dem allerdings zugunsten des Geschädigten Rechnung zu tragen. Folgt 

man dabei der (für den Geschädigten günstigen) "Kompensationsme-

thode", wiegt ein allfälliges Verschulden des Kausalhaftpflichtigen ein 

gleichwertiges Selbstverschulden des Geschädigten auf, d.h. es bleibt in 

diesem Fall bei einer vollen Entschädigung (vgl. dazu KESSLER, a.a.O., 

Art. 44 Rz. 9 und 10, und WALTER FELLMANN / ANDREA KOTTMANN, Schwei-

zerisches Haftpflichtrecht, Band I, 2012, Rz. 2465 ff. und 2468 ff.). 

A-3757/2016 

Seite 27 

Vorliegend ist einerseits zu beachten, dass der Bund gestützt auf Art. 3 

Abs. 1 VG einer Kausalhaftung unterliegt (vgl. dazu E. 4.1). Andererseits 

aber wiegt das Verschulden des Beistands weitaus höher als dasjenige des 

EDI: Wie dargelegt, wäre schon aufgrund eines einfachen Gedankengangs 

erkennbar gewesen, dass das CS-Konto A._______ unter keinem Titel zu-

stehen konnte und mit der Sicherung dieses Kontos für die Beschwerde-

führerin daher noch nichts erreicht war, was den Abschluss eines Ver-

gleichs gerechtfertigt hätte. Im Übrigen aber stellten sich über weiteste 

Strecken äusserst komplexe Rechtsfragen (vgl. E. 7.5.2 und 7.5.3). Hätte 

der Beistand diese Rechtsfragen pflichtgemäss abgeklärt oder abklären 

lassen, so hätte ihm in diesem Rahmen unweigerlich auffallen müssen, 

dass das CS-Konto A._______ nicht zustehen konnte. Wie aus dem Urteil 

des Obergerichts hervorgeht, will er stattdessen zum Schluss gekommen 

sein, dass ein Prozess die Gefahr eines Totalverlusts der nicht deklarierten 

Vermögenswerte mit sich gebracht hätte (vgl. Urteil OGer, S. 14). Was das 

EDI betrifft, so hätte dieses zwar ebenfalls erkennen müssen, dass das 

CS-Konto A._______ unter keinem Titel zustehen konnte. Anders als dem 

Beistand oblag es ihm aber nicht, die sich darüber hinaus stellenden, kom-

plexen Rechtsfragen abzuklären (vgl. E. 7.5.2). Es handelte also nicht im 

Rahmen vertiefter Abklärungen. Wenn es die Rechtslage hinsichtlich des 

CS-Kontos nicht richtig erkannte, stellt dies daher eine Fehleinschätzung 

dar, die viel eher entschuldbar ist als jene des Beistands. 

Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, eine Herabsetzung der Ent-

schädigung um die Hälfte vorzunehmen. Dies umso mehr, als auch Estella 

Hirzel als Stifterin eine Mitverantwortung für den entstandenen Schaden 

trägt: Nicht nur hat sie darauf verzichtet, die Beschwerdeführerin mit inter-

nen Kontrollorganen auszustatten (vgl. dazu E. 8.2.4). Vielmehr hat sie es 

auch unterlassen, hinsichtlich ihrer nicht versteuerten Vermögenswerte für 

klare Verhältnisse zu sorgen. Dies möglicherweise, weil sie diese nach wie 

vor nicht deklarieren wollte. Nach ihrem Tod kam es daher zu jener Strei-

tigkeit, die mit der Vereinbarung vom 21. Dezember 2001 hätte beigelegt 

werden sollen. 

8.3.3 Es ergibt sich somit, dass die Entschädigung gestützt auf Art. 4 VG 

um die Hälfte herabzusetzen ist. 

8.4 Zusammengefasst besteht ein (adäquater) Kausalzusammenhang zwi-

schen dem widerrechtlichen Verhalten des EDI und dem Schaden. Dieser 

A-3757/2016 

Seite 28 

wird durch das Selbstverschulden der Beschwerdeführerin nicht unterbro-

chen. Indes ist aufgrund dieses Selbstverschuldens eine Herabsetzung der 

Entschädigung um die Hälfte vorzunehmen. 

9.  

In einem weiteren Schritt stellt sich die Frage nach der Höhe des Scha-

dens. Diesbezüglich ist die Sache nicht spruchreif. Sie wird daher an die 

Vorinstanz zurückzuweisen sein. Soweit dies möglich ist, sind an dieser 

Stelle aber bereits Ausführungen zur Schadensberechnung zu machen. 

9.1 Die Beschwerdeführerin macht mit dem Schadenersatzbegehren 1 ei-

nen Schaden von Fr. 14'467'251.– geltend. Dieser Schaden setzt sich ge-

mäss ihren Ausführungen aus zwei Teilen zusammen: 

Der eine Teilschaden besteht aus der Vermögenszuwendung an 

A._______, die mit der Vereinbarung vom 21. Dezember 2001 erfolgt ist 

(vgl. Beschwerde vom 14. Februar 2014, S. 10 ff.). Mit dieser Vereinbarung 

wurde ihm insbesondere das UBS-Konto zugewiesen. Darauf wird nach-

folgend in E. 9.2 eingegangen. 

Der andere Teilschaden besteht aus den nicht zurückgeforderten Bezügen 

von A._______ ab den beiden Schwarzgeldkonten (vgl. Beschwerde vom 

14. Februar 2014, S. 9 f.). Dieser hatte nicht nur nach dem Tod von Estella 

Hirzel, sondern insbesondere auch zu deren Lebzeiten hohe Beträge vom 

CS-Konto und vom UBS-Konto abgehoben (vgl. Sachverhalt B). Die Be-

schwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, dass sämtliche Bezüge 

hätten zurückgefordert werden können. Darauf wird später in E. 9.3 einge-

gangen. 

9.2 Unter dem Titel "Vermögenszuwendung" geltend gemachter Teilscha-

den: 

9.2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, mit der Vereinbarung vom 

21. Dezember 2001 seien A._______ insgesamt Fr. 8'644'886.05 zuge-

wendet worden (vgl. Beschwerde vom 14. Februar 2014, S. 12). Sie beruft 

sich dabei auf eine vom Beistand und von A._______ unterzeichnete Ak-

tennotiz vom 2. Oktober 2003 (Vorakten, S. 516 ff.). In dieser Aktennotiz 

wird ein exakter Verteilschlüssel für die Tragung der Nachsteuern berech-

net. Im Rahmen dieser Berechnung werden A._______ folgende Vermö-

genswerte angerechnet: 

  

A-3757/2016 

Seite 29 

– Saldo UBS-Konto per Todestag von Estella Hirzel: Fr. 7'936'438.05 

– Saldo eines weiteren Kontos: Fr. 208'448.00 

– Zahlung an die Antonie Deusser-Stiftung: Fr. 500'000.00 

Total: Fr. 8'644'886.05 

 

9.2.2 Die Beschwerdeführerin scheint zu übersehen, dass es sich beim Be-

trag von gut Fr. 200'000.–, der in dieser Aufstellung erwähnt wird, um Bar-

gelder handelt, welche die Polizei anlässlich einer Hausdurchsuchung bei 

A._______ sichergestellt hatte. Diese waren auf das in der Aufstellung er-

wähnte weitere Konto einbezahlt worden. Mit der Vereinbarung vom 

21. Dezember 2001 einigten sich die Parteien darauf, den entsprechenden 

Betrag wieder an A._______ herauszugeben (vgl. dazu Urteil A-798/ 

2014 SV E, H und L). Dabei kann es sich indes nicht um einen eigenstän-

digen Schadensposten handeln: Sofern die Bargelder ursprünglich vom 

CS-Konto oder vom UBS-Konto stammten, sind sie bereits im anderen Teil-

schaden ("nicht zurückgeforderte Bezüge") enthalten. Inwiefern sie die 

Schadenssumme anderweitig erhöhen sollten, legt die Beschwerdeführe-

rin nicht dar. 

Ebenfalls kann die in der Aufstellung erwähnte Zahlung von Fr. 500'000.– 

an die "Antonie Deusser-Stiftung" (nachfolgend: Deusser-Stiftung) keinen 

eigenständigen Schadensposten darstellen: A._______ wurde mit der Ver-

einbarung vom 21. Dezember 2001 verpflichtet, diese Summe an die 

Deusser-Stiftung zu leisten (vgl. dazu Urteil A-798/2014 SV A und L). Es 

handelt sich also nicht um einen Vermögenswert, der ihm zugewendet wor-

den wäre, sondern um eine Zahlung, die er vorzunehmen hatte. Wenn 

schon wäre in dieser Zahlung eine auftragsgemässe Verwendung eines 

Teils der Bezüge zu sehen. Sie wäre in diesem Fall vom Teilschaden "nicht 

zurückgeforderte Bezüge" in Abzug zu bringen. Eine Hinzurechnung zur 

Schadenssumme scheidet hingegen schon rein logisch aus. 

Der vorliegende Teilschaden ist somit von Vornherein auf die auf dem UBS-

Konto liegenden Vermögenswerte beschränkt. Gemäss der erwähnten Auf-

stellung beliefen sich diese per Todestag von Estella Hirzel auf 

Fr. 7'936'438.05. 

9.2.3 Wie bereits ausgeführt, war A._______ nicht alleiniger Inhaber, son-

dern nur Mitinhaber des UBS-Kontos, wobei aber sämtliche darauf liegen-

den Vermögenswerte von Estella Hirzel stammten. Dieses Konto hätte ihm 

daher nicht ohne vertiefte rechtliche Abklärungen "kampflos" überlassen 

werden dürfen (vgl. E. 7.5.2). Nach Ansicht des Obergerichts kann allein in 

A-3757/2016 

Seite 30 

der Eröffnung eines gemeinsamen Bankkontos denn auch keine Schen-

kung erblickt werden (vgl. Urteil OGer, S. 22; vgl. auch NEDIM P. VOGT / 

ANNAÏG L. VOGT, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 6. Auflage 

2015, Art. 239 Rz. 22). Dies ist prima vista plausibel: In einem solchen Fall 

besteht zwar Gläubigersolidarität gegenüber der Bank (vgl. BGE 94 II 167 

E. 3), was an sich aber nichts über das Innenverhältnis zwischen den So-

lidargläubigern aussagt. A._______ behauptet die Schenkung denn auch 

erst für einen späteren Zeitpunkt. Das Obergericht ist der Ansicht, da Es-

tella Hirzel ihre Mitberechtigung am Konto in diesem Zeitraum nicht preis-

gegeben habe, könne nicht von einer Schenkung von Hand zu Hand aus-

gegangen werden (vgl. Urteil OGer, S. 22 bis 30). Auch dies ist prima vista 

plausibel: Wie sich aus Art. 242 Abs. 1 OR ergibt, setzt eine Handschen-

kung eine Übergabe der Sache (bzw. ein analoges Verfügungsgeschäft) 

voraus. 

Zwar machte der Beistand vor Bezirks- und Obergericht geltend, dass ein 

Besitzeskonstitut im Sinn von Art. 924 Abs. 1 ZGB vorgelegen haben 

könnte. Gestützt auf diese Bestimmung kann das Eigentum an einer Sache 

ohne Übergabe erworben werden, wenn der Veräusserer selbst auf Grund 

eines besonderen Rechtsverhältnisses (Nutzniessung, Miete etc.) im Be-

sitz der Sache verbleibt (vgl. dazu Urteil OGer, S. 22 bis 27). Doch scheitert 

diese Argumentation (die sich auch auf das CS-Konto bezieht) nur schon 

daran, dass bis zum Abschluss der Vereinbarung von einem besonderen 

Rechtsverhältnis, aufgrund dessen Estella Hirzel "Besitzerin" (Inhaberin) 

der Konten hätte verbleiben können, nie die Rede war (vgl. dazu auch Ur-

teil OGer, S. 29). Im Übrigen stellt sich die Frage, ob die sachenrechtliche 

Regelung von Art. 924 Abs 1 ZGB in Bezug auf Kontoguthaben, d.h. obli-

gatorische Forderungen gegenüber Banken, überhaupt anwendbar ist. So-

weit man die Analogie zum Sachenrecht herstellt, ist jedenfalls auch 

Art. 930 Abs. 1 ZGB zu beachten. Danach wird vom Besitzer einer beweg-

lichen Sache vermutet, dass er ihr Eigentümer sei. Wäre Estella Hirzel bei 

ihrem Ableben nicht mehr als "Eigentümerin" (Gläubigerin) an den Konto-

guthaben berechtigt gewesen, sondern zum Beispiel nur noch als Nutz-

niesserin, wäre A._______ dafür also beweisbelastet gewesen. Da nie eine 

entsprechende Mitteilung an die Banken erfolgt ist und A._______ nichts 

Schriftliches vorweisen konnte, ist nicht ersichtlich, wie er den entspre-

chenden Nachweis hätte führen sollen. 

9.2.4 Folgt man den Überlegungen des Obergerichts, standen die auf dem 

UBS-Konto liegenden Vermögenswerte somit der Beschwerdeführerin zu. 

Zwar ist die Vorinstanz bei der Schadensberechnung nicht ans Urteil des 

A-3757/2016 

Seite 31 

Obergerichts gebunden. Dies umso weniger, als das Obergericht in den 

zitierten Erwägungen lediglich das Vorgehen des Beistands beurteilt und 

sich nicht zur Höhe des Schadens äussert. Doch gebietet es der Grundsatz 

der Einheit der Rechtsordnung, widersprüchliche Entscheide zu vermeiden 

(vgl. dazu analog BGE 140 I 153 E. 2.2, BGE 139 II 460 E. 3.3, BVGE 

2013/33 E. 4.3 und BVGE 2011/32 E. 11.3 [S. 719 f.]). Sofern keine beson-

deren Gründe dagegen sprechen, wird die Vorinstanz daher auf die Beur-

teilung des Obergerichts abzustellen haben. Sollte sie die zivilrechtliche 

Ausgangslage anders einschätzen, hätte sie im Einzelnen darzulegen, in 

welchen Punkten sie von den Überlegungen des Obergerichts abweicht 

und aus welchen Gründen dies der Fall ist. Gegebenenfalls hätte sie zu-

dem zu beurteilen, ob überhaupt von einer Schenkungsabsicht von Estella 

Hirzel ausgegangen werden kann. Das Obergericht verweist in diesem Zu-

sammenhang auf die "offenkundig zweifelhaften Angaben" von A._______ 

sowie darauf, dass C._______ und D._______ "weit entfernt von unbefan-

genen Zeugen" gewesen seien (vgl. Urteil OGer, S. 30 bis 36). Auch damit 

hätte sich die Vorinstanz auseinanderzusetzen. 

9.2.5 Sofern die auf dem UBS-Konto liegenden Vermögenswerte der Be-

schwerdeführerin zustanden, stellt sich die Frage nach der genauen Höhe 

des entsprechenden Schadenspostens: Wie erwähnt, belief sich das Gut-

haben auf dem UBS-Konto gemäss der Aktennotiz vom 2. Oktober 2003 

per Todestag auf Fr. 7'936'438.05. Davon sind unbestrittenermassen die 

Nachsteuern in Abzug zu bringen, welche die Beschwerdeführerin auf die-

sem Betrag hätte entrichten müssen (vgl. Beschwerde vom 14. Februar 

2014, S. 13). Ebenfalls unbestritten ist, dass die nach dem Tod von Estella 

Hirzel vom UBS-Konto getätigten Bezüge in Abzug zu bringen sind, da 

diese nicht im vorliegenden Zusammenhang, sondern beim anderen Teil-

schaden ("nicht zurückgeforderte Bezüge") zu berücksichtigen sind (vgl. 

Beschwerde vom 14. Februar 2014, S. 12 f.). Zudem hat der Beistand an-

lässlich einer Informationssitzung vom 12. Februar 2010 ausgeführt, dass 

sich die Vermögenswerte, die A._______ gestützt auf die Vereinbarung 

vom 21. Dezember 2001 zugestanden hätten, bis zur Freigabe durch den 

Erbschaftsverwalter "wegen Börsenbaisse" auf rund 5.6 Mio. Franken re-

duziert hätten (vgl. die "inhaltliche Zusammenfassung" der Sitzung vom 

12. Februar 2010 [Vorakten, S. 510 ff.]). Wäre das UBS-Konto der Be-

schwerdeführerin überlassen worden, wären entsprechende Kursverluste 

wohl von dieser zu tragen gewesen. Es ist daher zu prüfen, ob die vom 

Beistand erwähnten Verluste tatsächlich eingetreten sind und aus diesem 

Grund ein weiterer Abzug vorzunehmen ist. 

A-3757/2016 

Seite 32 

9.3 Unter dem Titel "nicht zurückgeforderte Bezüge" geltend gemachter 

Teilschaden: 

9.3.1 Die Beschwerdeführerin beziffert die Summe aller Bezüge von 

A._______ ab den beiden Schwarzgeldkonten auf Fr. 7'398'120.– (vgl. Be-

schwerde vom 14. Februar 2014, S. 10). Mit der in der Vereinbarung vom 

21. Dezember 2001 enthaltenen Saldoklausel hat die Beschwerdeführerin 

darauf verzichtet, diese Bezüge zurückzufordern. Dies gilt nicht nur für jene 

im Zeitraum vor der behaupteten Schenkung (vgl. Urteil OGer S. 36 f.), 

sondern selbstverständlich auch für diejenigen im Zeitraum danach. 

9.3.2 Es stellt sich damit die Frage, ob die Beschwerdeführerin die Bezüge 

ohne die Saldoklausel hätte zurückfordern können. Von Vornherein ausge-

schlossen ist dies nur für jene Bezüge, die A._______ getätigt hat, nach-

dem ihm das betreffende Konto tatsächlich geschenkt worden ist. Wie auf-

gezeigt, liegt hinsichtlich des CS-Kontos indes keine Schenkung vor und 

scheint dies gestützt auf die Überlegungen des Obergerichts auch beim 

UBS-Konto nicht der Fall zu sein. Im Übrigen ist gemäss dem Obergericht 

danach zu fragen, ob A._______ die Bezüge tatsächlich im Auftrag von E-

stella Hirzel getätigt hat (vgl. Urteil OGer, S. 37). Was die Bezüge nach 

ihrem Tod betreffe, könne dies nicht zutreffen. Hinsichtlich der Bezüge zu 

ihren Lebzeiten sei von ausschlaggebender Bedeutung, wer die Beweislast 

für die Erteilung der Aufträge hätte tragen müssen. Da die Beschwerdefüh-

rerin die Nichterteilung der Aufträge naturgemäss nicht hätte beweisen 

können und sich auch keine Umstände finden liessen, welche das Fehlen 

der Aufträge indirekt bestätigen könnten, hätten die Folgen der Beweislo-

sigkeit A._______ getroffen (vgl. Urteil OGer, S. 37 bis 44). Das Oberge-

richt hält indes fest, eine Minderheit in Lehre und Rechtsprechung halte 

eine solche Beweislastumkehr für unzulässig, sodass es nicht völlig un-

denkbar sei, dass das angerufene Gericht die Beschwerdeführerin für be-

weispflichtig gehalten hätte. Das Bezirksgericht werde prüfen müssen, in-

wiefern dies die Schadenshöhe beeinflussen könne. Das Obergericht weist 

in diesem Zusammenhang auf Art. 42 Abs. 2 OR hin (vgl. Urteil OGer, 

S. 54). 

9.3.3 Auch diesbezüglich gilt es, widersprüchliche Entscheide zu vermei-

den. Sollte die Vorinstanz die rechtliche oder tatsächliche Ausgangslage 

anders beurteilen als das Obergericht, hätte sie dies daher ebenfalls im 

Einzelnen zu begründen (vgl. dazu E. 9.2.4). 

A-3757/2016 

Seite 33 

In diesem Zusammenhang ist auf Folgendes hinzuweisen: Die Vorinstanz 

führt in ihrer Stellungnahme vom 30. September 2016 (Rz. 4) aus, das auf-

grund der Anzeige von B._______ eingeleitete Strafverfahren gegen 

A._______ und C._______ sei im Juli 2001 eingestellt worden (vgl. dazu 

Urteil A-798/2014, SV D und I). Dabei habe die Staatsanwaltschaft darauf 

hingewiesen, der Beschwerdeführerin sei kein Schaden entstanden; viel-

mehr sei davon auszugehen, dass geschäftliche Auslagen privat bezahlt 

worden seien (vgl. Einstellungsverfügung vom 4. Juli 2001 [Vorakten, 

S. 719 ff.], S. 19 f.). Die Vorinstanz übersieht dabei, dass die Staatsanwalt-

schaft lediglich die von B._______ erhobenen Vorwürfe untersuchte (insb. 

ungetreue Geschäftsführung in Sachen Deusser-Stiftung, unter anderem 

durch unerlaubtes Selbstkontrahieren). Zwar waren ihr die Bezüge ab den 

Schwarzgeldkonten zumindest teilweise bekannt (vgl. oben E. 7.5.1). Sie 

dehnte die Untersuchung schliesslich aber nicht auf diesen Tatbestand aus 

(vgl. dazu Aktennotiz des EDI vom 30. November 2000 [Vorakten, S. 697 

f.]) und erwähnte ihn in ihrer Einstellungsverfügung daher auch nicht. Die 

Vorinstanz verweist somit zu Unrecht auf diese Einstellungsverfügung. 

Aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts könnte sich aber durchaus die 

Frage stellen, wie A._______ die Mittel verwendet hat, die er zu Lebzeiten 

von Estella Hirzel bezogen hat. Soweit die Verwendung dieser Mittel näm-

lich nachvollzogen werden kann und es plausibel ist, dass sie dem Willen 

von Estella Hirzel entsprach, wäre allenfalls auch bei einer Beweislastum-

kehr von einem auftragsgemässen Handeln von A._______ auszugehen 

gewesen. So hat dieser offenbar geltend gemacht, die Bezüge unter ande-

rem für das Schloss Zurzach verwendet zu haben (vgl. dazu Urteil OGer, 

S. 37 und 39). 

9.3.4 Wie dargelegt, hält gemäss dem Obergericht eine Minderheit in Lehre 

und Rechtsprechung die fragliche Beweislastumkehr ohnehin für unzuläs-

sig, was seiner Ansicht nach im Rahmen von Art. 42 Abs. 2 OR zu berück-

sichtigen ist. Diese Bestimmung kann auch im Staatshaftungsverfahren 

(analog) angewendet werden (vgl. dazu Urteil des BVGer A-1793/2006 

vom 13. Mai 2008 E. 5.1 und 5.2). Sollte die Vorinstanz der erwähnten 

"Minderheitsmeinung" ein höheres Gewicht beimessen, hätte sie auch dies 

im Einzelnen zu begründen. 

9.3.5 Vom Betrag, den die Beschwerdeführerin gegenüber A._______ vor 

Gericht erfolgreich hätte geltend machen können, sind sodann wiederum 

die Nachsteuern abzuziehen, die dadurch zusätzlich angefallen wären. 

Wie auch das Obergericht ausführt, stellt sich zudem die Frage, in welchem 

A-3757/2016 

Seite 34 

Umfang eine gerichtlich anerkannte Forderung überhaupt einbringlich ge-

wesen wäre (vgl. Urteil OGer, S. 54 f.). Es bestehen verschiedene Anhalts-

punkte dafür, dass A._______ überschuldet war. So hat er im Jahr 1994 

ein "Königsbett Ludwig II von Bayern", einen Personenwagen und einen 

Flügel aus seinem Privatbesitz an die Deusser-Stiftung verkauft (vgl. 

Vorakten, S. 721, 722, 754). Dies nach eigenen Angaben, um die Gegen-

stände einer Pfändung für persönliche Schulden zu entziehen (vgl. Vorak-

ten, S. 756). Unter diesen Umständen kann nicht ohne Weiteres davon 

ausgegangen werden, dass allfällige zu Unrecht bezogene Gelder bei 

A._______ noch vorhanden gewesen wären und die entsprechende Rück-

forderung in vollem Umfang hätte vollstreckt werden können. 

9.4 Ausgehend von diesen Überlegungen wird die Vorinstanz also die 

Höhe des Schadens zu ermitteln haben, welcher der Beschwerdeführerin 

aufgrund des Abschlusses der Vereinbarung vom 21. Dezember 2001 ent-

standen ist. Dabei steht es der Vorinstanz frei, im Sinne ihres Antrags vom 

30. September 2016 von der Beschwerdeführerin die Herausgabe von Ak-

ten aus dem hängigen Schadenersatzprozesses gegen den Beistand zu 

verlangen (vgl. dazu Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 50 des Bundesgesetzes über 

den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]). Zu beachten ist insbesondere, 

dass das Obergericht die Sache zur Beurteilung des Schadens ebenfalls 

ans Bezirksgericht zurückgewiesen hat. Es drängt sich auf, das entspre-

chende Urteil des Bezirksgerichts beizuziehen, sollte es bereits ergangen 

sein oder innert nützlicher Frist ergehen. Dies würde wiederum dazu bei-

tragen, widersprüchliche Entscheide zu vermeiden. 

10.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde der Beschwerdeführerin teilweise 

gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an 

die Vorinstanz zurückzuweisen. Diese wird die Höhe des Schadens zu er-

mitteln haben (vgl. dazu E. 9). Der Bund haftet gegenüber der Beschwer-

deführerin für die Hälfte des ermittelten Betrags (vgl. E. 8.3). Im Übrigen ist 

die Beschwerde abzuweisen. 

11.  

Es bleibt über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Beschwerdever-

fahrens zu befinden. 

11.1 Die unterliegende Partei hat in der Regel die Verfahrenskosten zu tra-

gen; unterliegt sie nur teilweise, so werden diese ermässigt (vgl. Art. 63 

A-3757/2016 

Seite 35 

Abs. 1 VwVG). Vorinstanzen werden unabhängig vom Verfahrensausgang 

keine Verfahrenskosten auferlegt (vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

11.1.1 Da es sich vorliegend um eine Streitigkeit mit Vermögensinteresse 

handelt und ein Streitwert von gut 15 Mio. Franken gegeben ist (Schaden-

ersatzbegehren 1 und 2), sind die Kosten für die Verfahren A-798/2014 und 

A-3757/2016 auf Fr. 30'000.– festzusetzen (vgl. dazu Art. 63 Abs. 4bis 

VwVG sowie Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

11.1.2 Es bleibt auf die Verlegung dieser Kosten einzugehen. Zu beachten 

ist dabei, dass eine Rückweisung an die Vorinstanz zu neuem Entscheid 

mit noch offenem Ausgang praxisgemäss als volles Obsiegen der Be-

schwerde führenden Partei gilt (vgl. statt vieler BGE 137 V 57 E. 2 und 

Urteil des BGer 2F_2/2015 vom 30. Januar 2015 E. 4). 

Vorliegend wird die Sache zwar zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zu-

rückgewiesen, doch ist der Verfahrensausgang nicht mehr gänzlich offen. 

Vielmehr steht bereits fest, dass der Bund gegenüber der Beschwerdefüh-

rerin nur für die Hälfte des mit dem Schadenersatzbegehren 1 geltend ge-

machten Schadens haftet. Die von der Beschwerdeführerin angeführte 

Schadenssumme (Fr. 14'467'251.–) wird sich aus den in E. 9.2.2 genann-

ten Gründen zudem um mindestens Fr. 700'000.– reduzieren. Weiter steht 

bereits fest, dass die Vorinstanz das Schadenersatzbegehren 2 

(Fr. 708'489.–) zu Recht abgewiesen hat. Unter diesen Umständen ist die 

Beschwerdeführerin nur zu 40% als obsiegend zu betrachten. 

11.1.3 Da die Beschwerdeführerin somit zu 60% unterliegt, sind ihr die Ver-

fahrenskosten von Fr. 30'000.– im Umfang von Fr. 18'000.– aufzuerlegen. 

Dieser Betrag ist dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 30'000.– zu 

entnehmen. Der Restbetrag von Fr. 12'000.– ist der Beschwerdeführerin 

zurückzuerstatten. 

11.2 Obsiegende Parteien haben Anspruch auf eine Parteientschädigung; 

obsiegt die Partei nur teilweise, ist die Parteientschädigung entsprechend 

zu kürzen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 und 2 VGKE). Da die 

Beschwerdeführerin keine Kostennote eingereicht hat, ist die Parteient-

schädigung aufgrund der Akten festzusetzen (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE). 

Dabei ist dem mutmasslich notwendigen Zeitaufwand der Vertreter und 

dem hohen Streitwert Rechnung zu tragen (vgl. dazu Art. 10 VGKE). Es 

A-3757/2016 

Seite 36 

rechtfertigt sich daher, die volle Parteientschädigung auf Fr. 20'000.– fest-

zusetzen (Honorar der Vertretung inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer). Da 

die Beschwerdeführerin lediglich zu 40% obsiegt, ist die Entschädigung je-

doch auf Fr. 8'000.– zu kürzen. Mangels Gegenpartei ist dieser Betrag dem 

Bund, in dessen Namen die Vorinstanz verfügt hat, zur Bezahlung aufzu-

erlegen (vgl. Art. 64 Abs. 2 VwVG). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde vom 14. Februar 2014 wird teilweise gutgeheissen. Die 

Verfügung vom 14. Januar 2014 wird aufgehoben und die Sache zur Neu-

beurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

2.  

Der Beschwerdeführerin werden für die Verfahren A-798/2014 und A-3757/ 

2016 Verfahrenskosten von Fr. 18'000.– auferlegt. Dieser Betrag wird dem 

geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 30'000.– entnommen. Der Restbetrag 

von Fr. 12'000.– wird nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 

zurückerstattet. Hierzu hat die Beschwerdeführerin dem Bundesverwal-

tungsgericht ihre Post- oder Bankverbindung anzugeben. 

3.  

Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils für die Verfahren A-798/2014 und 

A-3757/2016 eine Parteientschädigung von Fr. 8'000.– zu bezahlen. 

  

A-3757/2016 

Seite 37 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Maurizio Greppi Andreas Meier 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der Staatshaf-

tung können beim Bundesgericht angefochten werden, wenn der Streitwert 

mindestens Fr. 30'000.– beträgt oder wenn sich eine Rechtsfrage von 

grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 85 Abs. 1 Bst. a und Abs. 2 des Bun-

desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Steht die Be-

schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, kann sie innert 

30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheides beim Bundesgericht, 1000 

Lausanne 14, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). 

 

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