# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc41aeb9-0cde-577b-ac5f-0ed1e66a4565
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 24.02.2025 ZR1 2025 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-17_2025-02-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 24. Februar 2025

Referenz ZR1 25 17

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Brun und Bäder Federspiel
Jakupi, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. ärztliche Einweisung vom 6. Februar 2025

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Sachverhalt

A. A._____ wurde von Dr. med. B._____ mit Verfügung vom 6. Februar 2025 
für eine Dauer von sechs Wochen in der Klinik A._____ (nachfolgend: Klinik 
A._____) fürsorgerisch untergebracht. 

B. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob A._____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 10. Februar 2025, eingegangen am 12. 
Februar 2025, Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden.

C. Am 13. Februar 2025 ersuchte der Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen 
Kammer die Klinik A._____ um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszustand der 
Beschwerdeführerin, zur Art der Behandlung und insbesondere darüber, inwiefern 
die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung aus ärztlicher Sicht 
gegeben seien. Die Klinik A._____ reichte den angeforderten Bericht mitsamt den 
wesentlichen Klinikakten über die Beschwerdeführerin am 14. Februar 2025 beim 
Obergericht ein.

D. Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Februar 2025 beauftragte der 
Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen Kammer Dr. med. C._____, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit der Erstellung eines Gutachtens über den 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sowie über die Notwendigkeit der 
fürsorgerischen Unterbringung. Das Gutachten ging innert Frist am 20. Februar 
2025 beim Obergericht ein.

E. Am 24. Februar 2025 fand die Hauptverhandlung statt, zu welcher mit 
Verfügung vom 19. Februar 2025 vorgeladen worden war. Die Beschwerdeführerin 
nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde befragt. Nach 
durchgeführter Urteilsberatung wurde das vorzeitige Entscheiddispositiv der 
Beschwerdeführerin sowie der Klinik A._____ gleichentags zugestellt.

Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die fürsorgerische 
Unterbringung vom 6. Februar 2025 (vgl. act. 05; Art. 426 ff. ZGB). Das Obergericht 
ist hierfür einzige kantonale Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB 
i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB und Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]) und folglich 
zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die Beschwerde wurde 
von der Beschwerdeführerin am 10. Februar 2025 (act. 01) und damit innerhalb der 
in Art. 439 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen 10-tägigen Frist eingereicht. Die 
Beschwerde muss schriftlich, nicht aber begründet eingereicht werden (Art. 450 

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Abs. 3 ZGB und Art. 450e Abs. 1 ZGB). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach Art. 
450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuierten 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (DROESE, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte 
uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 und 3) und das an 
gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
(Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa die 
Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_532/2020 vom 22. Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
446 N. 1 f. sowie N. 40 ff.). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das 
Gericht Tat- und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 148 
III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; GEISER/ETZENSBERGER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 439 N. 48 ff.; 
GEISER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl. 2022, Art. 450e N. 19). Vorliegend erstattete Dr. med. C._____ ein 
Kurzgutachten über die Beschwerdeführerin. Dieses basiert auf einer persönlichen 
Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 18. Februar 2025 (siehe act. 09). Damit 
ist dem Erfordernis eines Sachverständigengutachtens Genüge getan.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche 
Beschwerdeinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was 
faktisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt 
(BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 2011, N. 848 f.). Das 
Gericht hat sich durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die 

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Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (GEISER, 
a.a.O., Art. 450e N. 22). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung 
am 24. Februar 2025 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3.1. Neben der gemäss Art. 428 Abs. 1 ZGB für die Anordnung der Unterbringung 
grundsätzlich zuständigen Erwachsenenschutzbehörde können die Kantone 
gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB Ärztinnen und Ärzte bezeichnen, welche eine 
fürsorgerische Unterbringung anordnen dürfen. Die Höchstdauer von sechs 
Wochen darf dabei nicht überschritten werden. Der einweisende Arzt hat die 
betroffene Person persönlich zu untersuchen, anzuhören und ihr anschliessend den 
Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben 
auszuhändigen (Art. 430 ZGB). Dies bedeutet, dass die Untersuchung dem 
Einweisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen hat (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 429/430 N. 20 ff.). Der einweisende Arzt muss sich gestützt auf eine 
klinische Untersuchung und soweit möglich nach einem Gespräch mit der 
betroffenen Person eine Meinung bilden (vgl. GUILLOD, in: Büchler et al. [Hrsg.], 
FamKomm Erwachsenenschutz, 2013, Art. 430 N. 4).

3.2. Zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung für eine Höchstdauer 
von sechs Wochen ist im Kanton Graubünden jeder Amtsarzt befugt (Art. 429 Abs. 
1 ZGB i.V.m. Art. 51 Abs. 1 lit. b EGzZGB). Dr. med. B._____ war als 
stellvertretender Amtsarzt der Region D._____ demnach zur Anordnung einer 
fürsorgerischen Unterbringung befugt. Die ärztliche Untersuchung fand am 6. 
Februar 2025 statt. Zudem enthält die Verfügung vom 6. Februar 2025 (act. 05) die 
gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. In formeller 
Hinsicht ist die fürsorgerische Unterbringung der Beschwerdeführerin folglich nicht 
zu beanstanden.

4.1. Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung in 
materieller Hinsicht. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer 
psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer 
verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und 
der Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die 
betroffene Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung 
nicht mehr erfüllt sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine 
Person der persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 – 439 N. 6). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der 
betroffenen Person und nicht der Umgebung (BGE 140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu 
auch Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 

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[Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 
7001 [zit.: Botschaft], S. 7062). Für die Anordnung einer fürsorgerischen 
Unterbringung allein wegen Fremdgefährdung bildet Art. 426 ZGB keine genügende 
gesetzliche Grundlage. Mit anderen Worten darf eine Fremdgefährdung für sich 
alleine nie ausschlaggebend für eine fürsorgerische Unterbringung sein (BGE 145 
III 441 E. 8.3 f. m.w.H.).

Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist eine der 
drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige 
Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine sich aus 
dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder Betreuung. 
Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder Betreuung 
nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise Zurückbehaltung 
in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine 
geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_288/2016 vom 11. Juli 
2016 E. 3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind 
nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag 
eine fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 
zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei 
Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur 
gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen 
Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die 
Unterbringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. 
GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 7).

4.2.1. Zu klären ist also zunächst, ob die Beschwerdeführerin an einem der in 
Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies eine 
Behandlung oder Betreuung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin 
entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD [International 
Classification of Disturbances]; vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 
N. 15 f.). 

4.2.2. Dr. med. B._____ hat die Beschwerdeführerin gemäss Verfügung vom 6. 
Februar 2025 aufgrund einer psychischen Störung, schweren Verwahrlosung und 
Selbstgefährdung fürsorgerisch untergebracht. In der Verfügung wird aufgeführt, 
dass bei der Beschwerdeführerin ein anhaltender sowie fortschreitender wahnhafter 

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Zustand mit Verwahrlosung vorliege (act. 05). Im Bericht der Klinik A._____ wird 
festgehalten, dass die Beschwerdeführerin ca. drei Jahre obdachlos auf der Insel 
E._____ in F._____ gelebt habe. Für sie sei es in Ordnung gewesen, dass sie ihre 
Angehörigen über ihren Aufenthaltsort nicht informiert habe. Die 
Beschwerdeführerin sei formgedanklich unkonkret, sie berichte von Mikrochips, 
welche in ihrem Kopf implantiert seien. Sie denke auch, sie sei in der Klinik, um eine 
neue Wohnung zu finden (act. 04). Den Angaben der behandelnden Ärztin im 
Gutachten zufolge bestehe bei der Beschwerdeführerin eine chronische wahnhafte 
Störung. Gemäss Gutachterin könne die langjährige chronifizierte wahnhafte 
Störung (F23.0) bestätigt werden, da die diesbezüglichen Voraussetzungen 
allesamt erfüllt seien. Differentialdiagnostisch bestehe noch eine schizoaffektive 
Störung (act. 09 S. 3). Bei einer wahnhaften Störung handelt es sich um eine 
psychische Erkrankung im medizinischen Sinne. Die Diagnose der Gutachterin ist 
für das Obergericht nachvollziehbar, zumal die Beschwerdeführerin in der 
Befragung auf eine Liegenschaft in G._____ zu sprechen kam, welche zwar auf den 
Namen ihrer Grossmutter laute, welche sie indessen geerbt habe und welche sie 
nach ihrem Klinikaustritt beziehen könne. Unabhängig vom Umstand, ob die 
Beschwerdeführerin Liegenschaften geerbt hat, sind insbesondere die im 
Zusammenhang mit einer wahnhaften Störung erfolgten Ausführungen der 
Gutachterin nachvollziehbar, wonach die Beschwerdeführerin in einer eigenen 
Wirklichkeit lebe. Daraus kann geschlossen werden, dass bei der 
Beschwerdeführerin ein Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB 
vorliegt.

4.3.1. Ein Schwächezustand vermag eine fürsorgerische Unterbringung nur zu 
rechtfertigen, wenn er eine Behandlung oder Betreuung in einer Einrichtung 
notwendig macht. Die Unterbringung in einer Einrichtung muss geeignet sein, den 
Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 N. 22 ff.). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen 
Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., 
S. 7062). Als mildere Massnahmen kommt den ambulanten Massnahmen und der 
Nachbetreuung nach kantonalem Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe 
entscheidende Bedeutung zu (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 24). Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt beziehungsweise nur solange aufrechterhalten werden 
darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen 
Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die 
Beurteilung des Behandlungs- beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, 

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mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen 
Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 
festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 
105 E. 2.4, 140 III 101 E. 6.2.2).

4.3.2. Im Bericht der Klinik A._____ wird ausgeführt, die Beschwerdeführerin sei 
misstrauisch und weigere sich die Schweigepflichtentbindung gegenüber ihrer 
Familie zu unterzeichnen, obwohl sie bei diesen wohne. Sie könne sich in ihrem 
aktuellen psychotischen Zustand nicht um sich selbst kümmern. Ein vorzeitiger 
Austritt ohne suffiziente Nachbehandlung bzw. Betreuung stelle für die 
Beschwerdeführerin eine Gefahr dar, welche rasch zu einer Gefährdung der 
Gesundheit führen würde (act. 04). Der Beschwerdeentscheid hat sich nach 
Vorgabe von Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB bei psychischen 
Störungen auf ein Sachverständigengutachten abzustützen. Die Gutachterin 
bestätigt in ihrem Gutachten die Notwendigkeit einer Behandlung. Die 
Beschwerdeführerin habe weder eine Krankheits- noch eine Behandlungseinsicht, 
zudem läge keine Kooperation durch die Beschwerdeführerin vor, weshalb eine 
ambulante Behandlung derzeit nicht möglich sei. Die aktuelle Behandlung auf der 
offenen Station sei sinnvoll und notwendig und zum jetzigen Zeitpunkt im Verhältnis 
zum psychischen Zustand die bestmögliche Unterbringungsform. Eine 
medikamentöse Behandlung mittels Antipsychotika könne helfen, den Wahn 
abzuschwächen und die Realitätswahrnehmung verbessern (act. 09 S. 4. ff.). Die 
Beurteilung der Klinik A._____ und der Gutachterin sind für das Obergericht 
nachvollziehbar, weshalb grundsätzlich von einer notwendigen Behandlung der 
festgestellten psychischen Störung, idealerweise im Rahmen eines stationären 
Aufenthalts, ausgegangen werden muss. Daran ändert auch der Umstand nichts, 
dass die Beschwerdeführerin festhielt, sie nehme derzeit keine Medikamente ein.

4.3.3. Erforderlich ist des Weiteren eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung 
von einem gewissen Ausmass. Die Gutachterin hielt fest, dass in Bezug auf eine 
konkrete Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der Beschwerdeführerin eine 
chronische wahnhafte Störung in Verbindung mit Obdachlosigkeit und mangelnder 
Krankheitseinsicht erhebliche Gesundheitsrisiken mit sich bringen könne wie 
Mangelernährung, Dehydration, Infektionen, Erfrierungen oder Hitzeschäden, 
mangelnde klinische Versorgung, chronische Erkrankungen, Diabetes, 
Bluthochdruck oder andere chronische Erkrankungen. Diese würden dann auch 
nicht behandelt. Wenn die Behandlung und Betreuung unterbleibe, könne es zu 
einer Gesundheitsgefährdung, zunehmender Isolation, Verwahrlosung und anderer 
Gefahren, ausgelöst durch den Wahn führen. Das Risiko, dass sich diese Gefahr 

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realisiere sei gemäss Gutachterin sehr hoch (act. 09 Antwort auf Fragen 3 und 4). 
Die Selbstgefährdung bei der Beschwerdeführerin äussere sich unter anderem 
durch die Obdachlosigkeit und Verwahrlosung, wie auch durch die 
Mangelernährung und den Flüssigkeitsmangel. Sie könne zudem durch ein 
wahngeleitetes Verhalten, wie bei der Suche nach der geerbten Wohnung, in 
gefährliche Situationen geraten. Gemäss Bericht der Klinik A._____ stelle ein 
vorzeitiger Austritt ohne suffiziente Nachbehandlung bzw. Betreuung für die 
Beschwerdeführerin eine Gefahr dar, welche rasch zu einer Gefährdung der 
Gesundheit führen würde (vgl. E. 4.3.2.) Somit gehen sowohl die Gutachterin als 
auch die Klinik A._____ von einer akuten Selbstgefährdung aus, würde die 
Beschwerdeführerin die Klinik verlassen.

4.3.4. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den Zustand der 
Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. Anlässlich 
der Hauptverhandlung vom 24. Februar 2025 konnte sich die Beschwerdeinstanz 
ein eigenes Bild der Beschwerdeführerin machen. 

Die Beschwerdeführerin wirkte anlässlich der Befragung ruhig. Den Ausführungen 
des Vorsitzenden konnte sie folgen und die Fragen beantworten, wobei sie aber 
oftmals abschweifte. Die Beschwerdeführerin erzählte, dass sie in K._____ geboren 
sei und vier Kinder habe. Sie sei im Jahr 2002 mit den Kindern in die Schweiz 
gekommen. Sie habe eine Ausbildung als Produktionstechnikerin begonnen. Später 
habe sie dann als Taxifahrerin gearbeitet und auch ein eigenes Taxiunternehmen 
geführt. Im Jahr 2013 seien die Kinder ausgezogen, weshalb sie dann nach K._____ 
sei, worauf sie nach dem Tod ihrer Mutter aber wieder zurückgekommen sei. 
Danach sei sie nach Bulgarien und schliesslich nach F._____, wo sie drei Jahre 
lang obdachlos gewesen sei, bis sie ihr Sohn geholt habe. Danach sei sie 
eingewiesen worden. Sie wolle nun zum Sozialdienst und in K._____ würde man 
als Studentin von Darlehen leben können, weshalb sie dorthin wolle. Sie habe in 
der Klinik einen Wochenplan erhalten, Medikamente nehme sie keine. Sie habe ein 
Haus in G._____ geerbt, welches ihrer Grossmutter gehört habe und worin ihre 
Cousine lebe. Sie habe aber kein Geld, um nach G._____ zu fahren. Sie wisse aber, 
wo das Haus sei. Sie würde auch eine kleinere Wohnung in H._____ mieten, da der 
Sozialdienst zahlen würde. Auf die Frage des Bedarfs an der Behandlung und der 
psychischen Erkrankung, führte die Beschwerdeführerin lediglich aus, dass sie in 
der Realität leben und in der Klinik normal essen würde. Auf die Frage der 
Selbstgefährdung führte die Beschwerdeführerin aus, sie habe in F._____ zwischen 
Parkplätzen am Hafen gelebt, wobei die Polizei Nahrung gebracht habe. Sie sei 
noch nie obdachlos gewesen. Sie wolle auch keinen Beistand. Sie wolle zuerst zum 

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Sohn zurück und dann nach G._____ und später zum Sozialdienst. Sie warte nun 
auf eine Bankkarte der I._____, wo sie Geld habe, und könne dann nach G._____ 
fahren. Sie führte aus, dass es wahrscheinlich nicht ideal sei, die Klinik zu verlassen. 
Sie wolle einen Ablauf und eine eigene Wohnung. 

Der Befragung der Beschwerdeführerin kann entnommen werden, dass die 
Ausführungen zur konkreten Selbstgefährdung im Gutachten wie auch im Bericht 
der Klinik A._____ nachvollziehbar sind. Die Beschwerdeführerin verfügt derzeit 
weder über eine geregelte Wohnsituation noch über finanzielle Mittel sowie über 
eine Unterstützung. Gemäss ihren Angaben könne sie nur noch bis Anfangs März 
bei ihrem Sohn verbleiben. Wie es nach dem Klinikaufenthalt weitergeht, ist denn 
auch nicht ersichtlich. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin widerspiegeln 
nach Auffassung des Obergerichts die erwähnten Kriterien des Wahns gemäss 
Gutachten. So ist sie weiterhin der Ansicht, dass sie ein Haus in G._____ geerbt 
habe und dort einziehen könne. Im Gespräch mit der Gutachterin vom 18. Februar 
2025 führte sie zudem aus, sie habe von ihrem Vater viel Geld geerbt, dass nun bei 
der I._____ liege. Eine realistische Sicht auf die vorliegende Situation ist nicht 
vorhanden. Für das Gericht ergeben sich somit konkrete Hinweise auf eine akute 
und konkrete Selbstgefährdung aufgrund der diagnostizierten psychischen Störung. 
Die Wahrscheinlichkeit des Eintretens erheblicher gesundheitlicher Schäden 
aufgrund der chronisch wahnhaften Störung in Verbindung mit der Obdachlosigkeit 
sind ohne Behandlung als hoch anzusehen. Dass die Beschwerdeführerin wieder 
obdachlos und den genannten Gefahren gemäss Gutachten, wie der fehlenden 
medizinischen Versorgung, Mangelernährung etc. ausgesetzt würde, ist nicht klar 
auszuschliessen. Das Ziel des Aufenthalts in der Klinik liegt gemäss der Gutachterin 
in einer diagnostischen Abklärung, in der Psychoedukation, in der medikamentösen 
Einstellung und in der Abklärung der Wohnsituation (act. 09 Antwort auf Frage 7). 

4.3.5. Aus der Befragung der Beschwerdeführerin wurde auch klar, dass es der 
Beschwerdeführerin an der Krankheits- und Behandlungseinsicht fehlt. Eine 
medikamentöse Therapie wird abgelehnt und es wird der Bezug der Liegenschaft 
in G._____ angestrebt.

4.3.6. Schliesslich ist die Schlussfolgerung der Gutachterin, wonach die derzeitige 
Unterbringung auf der offenen Station J._____ die bestmöglichste Unterbringung 
darstellt und eine ambulante Behandlung der diagnostizierten Störung derzeit 
mangels Kooperation und einer Behandlungs- und Krankheitsuneinsichtigkeit nicht 
möglich ist (act. 09 Antwort auf Frage 5), angesichts der Ausführungen der 
Beschwerdeführerin in ihrer Befragung nachvollziehbar. Dies gilt umso mehr, als die 
Beschwerdeführerin auch Massnahmen des Erwachsenenschutzes wie die 

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Errichtung einer Beistandschaft als Unterstützung für ihre Situation ablehnt. Die 
Beschwerdeführerin ist aktuell nicht in der Lage, ihre Angelegenheiten wie 
Gesundheitssorge, Wohn- und Einkommenssituation etc. zu regeln. Im Hinblick auf 
das weitere Vorgehen ist somit die Notwendigkeit von Massnahmen nach 
Erwachsenenschutzrecht zu prüfen.

4.3.7. Dass die Klinik A._____ für die Unterbringung der Beschwerdeführerin 
gemessen an ihrer aktuellen Behandlungs- und Betreuungsbedürftigkeit geeignet 
ist, hat die Gutachterin ebenfalls bestätigt (act. 09 Antwort auf Frage 7).

5. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Voraussetzungen für 
eine fürsorgerische Unterbringung vorliegend erfüllt sind. Die Beschwerde gegen 
die fürsorgerische Unterbringung ist daher abzuweisen. 

6. Da die Beschwerdeführerin vollumfänglich unterlegen ist, wären ihr die 
Kosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es ist jedoch zu vermuten, dass die Beschwerdeführerin nicht 
über die erforderlichen finanziellen Mittel zur Kostentragung verfügt, da sie drei 
Jahre obdachlos war, seit Dezember bei ihrem Sohn lebt und auch keine 
Unterstützungsleistungen erhält. Unter Berücksichtigung der finanziellen 
Verhältnisse der Beschwerdeführerin rechtfertigt es sich vorliegend, im Sinne von 
Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 
Daher verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 
3'291.00 (Gerichtsgebühr von CHF 1'500.00 und Gutachterkosten von CHF 
1'791.00) beim Kanton Graubünden. 

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 3'291.00 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 1'791.00 Gutachterkosten) gehen 
zu Lasten des Kantons Graubünden.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]