# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9176a928-09f4-5ddb-bca5-b64cd5dd0666
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 10.08.2020 LC200015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LC200015_2020-08-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LC200015-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. M. Kriech, Vorsitzender,  

Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider und Oberrichter  

lic. iur. M. Spahn sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Beschluss vom 10. August 2020 

 
in Sachen 

 
A._____,  
Kläger und Berufungskläger 

 
gegen 

 
B._____,  
Beklagte und Berufungsbeklagte 

 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

betreffend Abänderung Scheidungsurteil 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am 
Bezirksgericht Horgen vom 24. März 2020 (FP170018-F) 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 24. März 2020 schloss das Bezirksgericht Horgen 

(Vorinstanz) ihr Verfahren betreffend Abänderung des Scheidungsurteils des glei-

chen Gerichts vom 16. Mai 2014 ab (Urk. 198). 

b) Gegen dieses Urteil erhob der Kläger am 15. Mai 2020 (Datum Post-

aufgabe) fristgerecht (vgl. Urk. 184/1) Berufung (Urk. 197).  

Auch die Beklagte erhob eine eigene Berufung, welche bei der Kammer un-

ter der Geschäfts-Nr. LC200016-O angelegt wurde und noch hängig ist. 

c) Mit Verfügung vom 8. Juni 2020 wurde dem Kläger eine Frist zur Leis-

tung eines Gerichtskostenvorschusses von Fr. 8'000.-- angesetzt (Urk. 205). Da 

der Vorschuss innert Frist nicht einging, wurde dem Kläger mit Verfügung vom 

25. Juni 2020 eine Nachfrist von 5 Tagen zur Leistung des Gerichtskostenvor-

schusses angesetzt (Urk. 206). Diese Verfügung wurde dem Kläger am 30. Juni 

2020 zugestellt (ES bei Urk. 206), womit die Nachfrist am Montag, 6. Juli 2020 ab-

lief. Auf eine gegen die Nachfrist-Verfügung vom Kläger erhobene Beschwerde 

trat das Bundesgericht mit Urteil vom 10. Juli 2020 nicht ein (Urk. 207). 

d) Da der Vorschuss für die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens 

auch innert Nachfrist nicht geleistet wurde, ist androhungsgemäss (vgl. Urk. 205 

und 206, je Dispositiv-Ziffer 1) auf die Berufung nicht einzutreten. 

2. a) Das Berufungsverfahren beschlägt eine nicht vermögensrechtli-

che Angelegenheit (Obhut etc.). Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in An-

wendung von § 6 Abs. 1, § 10 Abs. 1 und § 12 der Gerichtsgebührenverordnung 

auf Fr. 500.-- festzusetzen. 

b) Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem Kläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Berufungsverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, dem Kläger zufolge seines Unterliegens, der Beklagten mangels rele-

vanter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

- 3 - 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung des Klägers wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Kläger auferlegt. 

4. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage der 

Doppel von Urk. 197 und 199/1, sowie an die Vorinstanz, je gegen Emp-

fangsschein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen in das Berufungsverfahren LC200016-O. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine nicht ver-
mögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 10. August 2020 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

versandt am: 
am 

	Beschluss vom 10. August 2020
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung des Klägers wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Kläger auferlegt.
	4. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage der Doppel von Urk. 197 und 199/1, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...