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**Case Identifier:** 6ab0b71a-1e04-5a79-b946-f8863a620db2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.07.2021 200 2020 927
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-927_2021-07-21.pdf

## Full Text

200 20 927 UV
LOU/SVE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Juli 2021

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2020 (E 27 66/20)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2021, UV/20/927, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1968 geborene A.________, … (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
war über seine Arbeitgeberin B.________ AG obligatorisch nach dem Bun-
desgesetz vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. 
Beschwerdegegnerin) versichert, als er gemäss Schadenmeldung am 
4. Mai 2020 beim … ausrutschte, sich mit dem Arm festhielt und dabei ei-
nen Zwick in der linken Schulter verspürte (Akten der Suva bzw. Be-
schwerdegegnerin, Antwortbeilage [AB] 1 f.). Die Suva erbrachte daraufhin 
die gesetzlichen Leistungen, tätigte medizinische Abklärungen (vgl. AB 8, 
14) und stellte die Leistungen mit formlosem Schreiben vom 27. Juli 2020 
(AB 23) ein. Nachdem die Ehefrau des Versicherten mit E-Mail vom 29. Juli 
2020 (AB 31) darum ersucht hatte, auf den formlosen Entscheid zurückzu-
kommen und die Leistungen noch nicht einzustellen, holte die Suva erneut 
eine Aktenbeurteilung beim Suva-Kreisarzt Dr. med. C.________, Facharzt 
für Chirurgie, ein (AB 32). Mit Verfügung vom 29. Juli 2020 (AB 33) schloss 
sie den Fall per 27. Juli 2020 ab und stellte die Versicherungsleistungen 
auf diesen Zeitpunkt hin ein. Die D.________ AG als zuständige Kranken-
pflegeversichererin des Versicherten ersuchte mit Schreiben vom 30. Juli 
2020 (AB 35) um Akteneinsicht und teilte am 12. August 2020 (AB 39) mit, 
auf eine Einsprache zu verzichten und die gesetzlichen Leistungen auszu-
richten. Der Versicherte erhob mit Schreiben vom 13. August 2020 (AB 43) 
Einsprache gegen die Verfügung vom 29. Juli 2020 (AB 33), welche mit 
Entscheid vom 14. Dezember 2020 (AB 58) abgewiesen wurde.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 18. Dezember 2020 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern und beantragte 
sinngemäss, in Aufhebung des Einspracheentscheides vom 14. Dezember 
2020 seien die gesetzlichen Leistungen auch über den 27. Juli 2020 hinaus 
zu erbringen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2021, UV/20/927, Seite 3

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2. Februar 
2021 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 14. Dezem-
ber 2020 (AB 58). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen 
der obligatorischen Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem Ereig-
nis vom 4. Mai 2020 und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin 
die Leistungen zu Recht per 27. Juli 2020 einstellte.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 

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worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

2.2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 146 V 51 E. 5.1. S. 55).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-

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sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 56).

2.3 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

3.

3.1 Aufgrund der Akten erstellt und unter den Parteien unbestritten ist, 
dass das Ereignis vom 4. Mai 2020 einen Unfall im Rechtssinne darstellt 
(vgl. E. 2.1 hiervor). Die Beschwerdegegnerin erbrachte denn auch ent-
sprechende Versicherungsleistungen. So kam sie auch für den arthrosko-
pischen Eingriff vom 19. Juni 2020 auf (vgl. Beschwerdeantwort S. 3 
Ziff. 6). Ferner ist aktenmässig ausgewiesen (vgl. AB 6, 13, 17) und wird 
vom Beschwerdeführer denn auch eingestanden (vgl. AB 11), dass eine 
vorbestehende chronische Beeinträchtigung der linken Schulter vorliegt mit 
unter anderem einer Ruptur der Supraspinatussehne bei beginnender bis 
mässiggradiger AC-Arthrose. Mit den beiden MRI vom Dezember 2019 
(AB 13) und Mai 2020 (AB 7) ist eine Verschlechterung der Befunde an der 
linken Schulter ausgewiesen, was von den Parteien ebenfalls nicht bestrit-
ten wird. Umstritten ist jedoch die Rechtmässigkeit der Einstellung der Ver-
sicherungsleistungen per 27. Juli 2020 (vgl. AB 33). 

3.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen:

3.2.1 Im Bericht über das MRI des linken Schultergelenks vom 
23. Dezember 2019 (AB 13) hielt Dr. med. E.________, Facharzt für 
Radiologie, ein nach posterolateral geneigt verlaufendes Acromion mit 
verdicktem Ligamentum coracoacromiale, eine Einengung des 
Subacromialraumes, begleitend eine rund 13.5 mm grosse transmurale 

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Partialruptur der Supraspinatussehne in ihrem posterioren Zügel mit 
entsprechend kontrastierter Bursitis der Bursa subacromialis sowie im 
Übrigen regelrechte Befundverhältnisse fest.

3.2.2 Dr. med. E.________ führte im Bericht über das MRI vom 11. Mai 
2020 (AB 7) unter anderem eine im Vergleich zur Voruntersuchung deutlich 
grössenprogrediente transmurale Partialruptur der Supraspinatussehne, 
aktuell ca. 2.5 cm gross, betont im zentralen und posterioren Zügel mit 
einem residuell erhaltenen Sehnenstrang im vorderen Zügel und 
retrahierten Sehnenanteilen auf. Eine relevante Muskelathrophie sei nicht 
nachweisbar.

3.2.3 Im Bericht über die Konsultation vom 14. Mai 2020 (AB 6) 
diagnostizierte Dr. med. F.________, Fachärztin für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine traumatische 
Vergrösserung einer chronischen Supraspinatusruptur mit 
Bizepstendinopathie nach Sturz und Schulterdistorsion am 4. Mai 2020.

3.2.4 Dr. med. F.________ führte im Bericht über die Operation vom 
19. Juni 2020 (AB 17) aus, es sei eine kleine Rotatorenmanschettenruptur 
im Supraspinatusbereich diagnostiziert worden, welche mit einer Infiltration 
erfolgreich behandelt worden sei. Nach einem Sturz mit forcierter Elevation 
und Aussenrotation des Armes sei es zu einer massiven Verschlechterung 
der Beschwerden und Krafteinschränkung gekommen. Das MRI zeige im 
Vergleich zum ersten MRI eine deutliche Vergrösserung der Ruptur, welche 
traumatisch bedingt sei.

3.2.5 In der Aktenbeurteilung vom 24. Juni 2020 (AB 14) führte der Suva-
Kreisarzt Dr. med. C.________ aus, es liege bereits im Dezember (gemeint 
wohl Dezember 2019) eine Dehiszens der Supraspinatussehne vor. Diese 
sei auf dem aktuellen MRI vom 11. Mai 2020 (vgl. AB 7) erheblich verstärkt. 
Gleichzeitig bestehe eine beginnende Atrophie der Muskulatur im Vergleich 
zur Aufnahme vom Dezember. Damit bestehe ein deutlicher Hinweis auf 
Verlust der muskulären Funktion seit längerem Zeitraum. Ausserdem sei 
die erhebliche Dehiszens und Retraktion der Sehne mit abgerundetem 
Ende ein Hinweis auf eine nicht frische Dehiszens. Das Ereignis habe zu 

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einer Zerrung im Sinne einer vorübergehenden Verschlimmerung mit zu 
erwartender Ausheilung von zwölf Wochen geführt.

3.2.6 Derselbe Arzt hielt in der Aktenbeurteilung vom 29. Juli 2020 
(AB 32) als unfallbedingte Diagnose eine Schulterzerrung sowie 
unfallunabhängig eine degenerative Rotatorenmanschettenveränderung mit 
zunehmender Dehiszenz der Supraspinatussehne, eine AC-
Gelenksarthrose, eine Tendinitis der Bizepssehne sowie ein subacromiales 
Impingement fest. Beim im Dezember 2019 durchgeführten MRI des linken 
Schultergelenkes hätten sich Veränderungen des AC-Gelenkes, eine 
subacromiale Enge mit Impingementsituation sowie eine Partialruptur der 
Supraspinatussehne mit Dehiszenz und Austritt des Kontrastmittels in den 
subacromialen Raum gezeigt. Bei der erneuten Diagnostik habe sich im 
Vergleich zur Aufnahme vom Dezember 2019 eine Zunahme der bereits 
vorbestehenden Ruptur mit grösser werdender Dehiszenz gezeigt. Die 
weiteren Befunde seien weitgehend unverändert. Beim Vergleich der 
beiden Aufnahmen erkenne man eine deutliche Zunahme der Atrophie der 
Supraspinatussehne. Während im Dezember 2019 noch eine weitgehend 
intakte Muskulatur zur Darstellung komme, zeige sich in der Aufnahme vom 
Mai 2020 bereits eine fettige Degeneration und ein Rückgang der 
Muskulatur. Das Tangentenzeichen nach Zanetti sei gerade eben noch 
nicht positiv im Vergleich zur Aufnahme vom Dezember 2019, das Volumen 
des Muskels habe jedoch deutlich abgenommen. Bei der Beurteilung der 
beiden kernspintomographischen Untersuchungen sei deutlich zu 
erkennen, dass die Funktionseinheit Muskel-Sehne seit längerer Zeit nicht 
mehr funktionsfähig sei. Es sei daher davon auszugehen, dass die 
Funktionsstörung bereits vor Dezember 2019 entstanden sei und sich im 
Rahmen der Zunahme der Degeneration fortentwickelt habe zu dem 
letztendlich operationsauslösenden Befund vom Mai 2020. Aufgrund der 
deutlich unterschiedlich ausgeprägten Supraspinatusmuskulatur innerhalb 
des Zeitraums von fünf Monaten könne davon ausgegangen werden, dass 
die Funktion zumindest seitdem gestört gewesen sei und nicht das Ereignis 
vom 4. Mai 2020 Auslöser dieser Veränderung gewesen sei. Die geltend 
gemachten Beschwerden an der linken Schulter im Rahmen einer Zerrung 
seien auf das Ereignis vom 4. Mai 2020 zurückzuführen. Der Unfall vom 
4. Mai 2020 habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht zu einer 

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zusätzlichen strukturellen Läsion geführt. Vielmehr sei der Schaden, der 
am 19. Juni 2020 operiert worden sei, bereits im Dezember 2019 zur 
Darstellung gekommen und habe seitdem zugenommen im Rahmen der 
Fortentwicklung der Degeneration. Das Unfallereignis vom 4. Mai 2020 mit 
Zerrung der Schulter habe den Charakter einer vorübergehenden 
Verschlimmerung mit zu erwartender Ausheilung innerhalb von zwölf 
Wochen.

3.2.7 Dr. med. F.________ hielt im Bericht über die Sprechstunde vom 
13. August 2020 (AB 42) bezugnehmend auf die Aktenbeurteilung von 
Dr. med. C.________ hinsichtlich der Kausalität fest, gemäss Literatur sei 
die beim 52-jährigen Beschwerdeführer sichtbare Vergrösserung der 
Ruptur innerhalb eines halben Jahres ohne Unfall sehr unwahrscheinlich. 
Nach konservativer Behandlung einer kleineren Ruptur vor dem Ereignis 
vom 4. Mai 2020 sei er beschwerdefrei und die Behandlung abgeschlossen 
gewesen. Erst nach dem Sturz sei es zu einer Exacerbation der 
Beschwerden gekommen. Auch dies spreche für die traumatisch bedingte 
Vergrösserung der Ruptur. Da sich durch die Vergrösserung der Ruptur die 
ganze Muskelsehneneinheit nach medial links verlagert habe, sei die 
Beurteilung der Atrophie auf gleicher Ebene nicht zulässig. Werde dies 
berücksichtigt, zeige sich, dass kaum eine Atrophie vorhanden sei. Dies sei 
auch intraoperativ feststellbar gewesen, indem die retrahierte 
Muskelsehneneinheit problemlos am Tuberculum majus habe readaptiert 
werden können. In diesem Sinne habe sie dem Beschwerdeführer 
empfohlen, gegen die Verfügung Einsprache zu erheben.

3.2.8 In der Aktenbeurteilung vom 8. September 2020 (AB 48) hielt 
Dr. med. C.________ fest, dass er in Bezug auf die bei der in der 
Beurteilung vom 29. Juli 2020 (AB 32) festgestellten beginnenden 
atrophischen Veränderung mit keinem Wort erwähnt habe, dass es sich um 
eine signifikante Atrophie handle. Ob nun die Verlagerung der Muskulatur 
alleine oder die doch eintretenden atrophischen Veränderungen zu 
erkennen seien, sei dahingestellt. Das Tangenten-Zeichen nach Zanetti sei 
definitiv nicht positiv, trotzdem scheine auf den Aufnahmen vom Mai 2020 
der Anteil der fettigen Veränderungen im Bereich der Muskulatur 
gegenüber der Aufnahme von Dezember 2019 etwas zugenommen zu 

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haben. Die Frage, ob eine bereits bestehende Ruptur innerhalb von fünf 
Monaten an Grösse zunehme, sei nur spekulativ zu beantworten. Bereits 
im Dezember habe eine Konturunterbrechung der Supraspinatussehne 
vorgelegen, die auf den Aufnahmen sehr gut zur Darstellung komme. Man 
erkenne auch auf diesen Aufnahmen eine zusätzliche beginnende 
Kontinuitätsunterbrechung zentral über dem Humeruskopf, die im weiteren 
Verlauf in den Aufnahmen vom Mai 2020 dehiszent geworden sei. Es 
ergebe sich daher aus dem Vergleich der beiden Aufnahmen weiterhin die 
Progredienz der vorbestehenden Veränderung. Auf den Aufnahmen von 
Mai 2020 seien Veränderungen im Bereich der Rotatorenmanschette zu 
erkennen, die alle bereits im Dezember 2019 ansatzweise zu erkennen 
gewesen seien und nun zugenommen hätten. Es sei daher eher 
wahrscheinlich, dass es sich um eine progrediente Veränderung und nicht 
um eine unfallbedingte Veränderung handle. Nach nochmaliger Durchsicht 
und telefonischer Besprechung mit dem Beschwerdeführer zeige sich, dass 
dieser eigentlich seit Dezember 2019 durchgehend Beschwerden gehabt 
habe. Lediglich nach der Kortisonspritze sei die Beschwerdesymptomatik 
vorübergehend rückläufig gewesen. Die Wirkung einer solchen 
Kortisoninfiltration auf die Schmerzsymptomatik sei durchaus 
nachvollziehbar, lasse aber nicht darauf schliessen, dass hierdurch eine 
komplette Regredienz dauerhaft eintrete. Es sei eher davon auszugehen, 
dass nach Abklingen der Wirkung der Injektion die Schmerzsymptomatik 
wieder zugenommen habe und das Ereignis vom 4. Mai 2020 hier eine 
Gelegenheitsursache darstelle und keine eigentliche 
Befundverschlechterung hervorgerufen habe. Es ergebe sich aus den 
Einwänden von Dr. med. F.________ kein Hinweis, nicht an den 
kontinuierlich zunehmend degenerativen Veränderungen der 
Rotatorenmanschetten, wie sie bereits im Dezember 2019 deutlich 
erkennbar gewesen seien, als Ursache der Beschwerdesymptomatik 
festzuhalten.

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

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widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Soll ein Versicherungs-
fall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so 
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ver-
sicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Per-
son aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-
berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versiche-
rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 
behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis 
auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) 
nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder 
ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungs-
träger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 
225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

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3.4

3.4.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich im angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2020 (AB 43) im Wesentlichen auf 
die Aktenbeurteilungen ihres Kreisarztes Dr. med. C.________ vom 
24. Juni (AB 14), 29. Juli (AB 32) und 8. September 2020 (AB 48). Dieser 
traf seine überzeugenden Schlussfolgerungen gestützt auf die medizini-
schen Vorakten, wobei er insbesondere die bildgebenden Untersuchungen 
vom Dezember 2019 (vgl. AB 13) und Mai 2020 (vgl. AB 7) berücksichtigte, 
sowie nach telefonischer Rücksprache mit dem Beschwerdeführer (AB 48). 
Eine persönliche klinische Untersuchung war hierzu nicht notwendig, kön-
nen doch auch reine Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern ein lücken-
loser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Be-
urteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, 
mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 
Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Überdies setzte er 
sich auch einlässlich mit der abweichenden Einschätzung von 
Dr. med. F.________ auseinander. Demnach erfüllen die Aktenbeurteilun-
gen von Dr. med. C.________ (AB 14, 32, 48) die höchstrichterlichen Be-
weisanforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor) und erbringen vollen Beweis, wes-
halb darauf abzustellen ist.

3.4.2 Der Beschwerdeführer bringt beschwerdeweise vor, im Einspra-
cheentscheid vom 14. Dezember 2020 (AB 58) sei nur von einer Zerrung 
die Rede, welche innerhalb von zwölf Wochen abgeheilt sei. Diese sei sei-
nes Erachtens aber nicht operiert worden. Eine Operation sei auch im Zeit-
punkt der ersten Beschwerden von Dezember 2019 bis Februar 2020 nie 
eine Option gewesen, da dazumal die Sehne nicht gerissen gewesen sei.

Zunächst leuchtet mit Blick auf den durch den Beschwerdeführer beschrie-
benen Unfallhergang, wonach er ausrutschte und sich mit dem Arm festge-
halten und dabei einen Zwick in der Schulter verspürt habe (vgl. AB 1), 
durchaus ein, dass Dr. med. C.________ die aus dem Unfall vom 4. Mai 
2020 resultierende Verletzung als Zerrung beurteilte (AB 14, 32, 48). Dies 
umso mehr, als bereits der Befund des MRI vom 23. Dezember 2019 eine 
im posterioren Zügel der Supraspinatussehne durchgehende 13.5 mm 
grosse Partialruptur zeigte (AB 13). Damit lag bereits in der vom Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2021, UV/20/927, Seite 13

schwerdeführer geltend gemachten ersten Beschwerdeperiode von De-
zember 2019 bis Februar 2020 – entgegen seiner Ansicht (vgl. Beschwer-
de) – ein Teilriss der Supraspinatussehne vor und nicht erst nach dem Un-
fall vom 4. Mai 2020. Sodann zeigte der Suva-Kreisarzt nachvollziehbar 
auf, dass die erhebliche Dehiszens und Retraktion der Sehne mit abgerun-
detem Ende ein Hinweis auf eine nicht frische Verletzung sei. Gestützt auf 
seine Beurteilung ist davon auszugehen, dass das Unfallereignis vielmehr 
zu einer Zerrung im Sinne einer vorübergehenden Verschlimmerung mit zu 
erwartender Ausheilung innerhalb von zwölf Wochen führte (AB 14). Was 
die muskulären Verhältnisse betrifft, lagen im Dezember 2019 tatsächlich 
im Wesentlichen unauffällige Verhältnisse vor (vgl. AB 13 S. 2, 32 S. 2). 
Den im MRI vom Mai 2020 (AB 7) festgestellten Rückgang der Muskulatur 
konnte Dr. med. C.________ jedoch nachvollziehbar erklären. So habe im 
MRI vom Mai 2020 eine beginnende, signifikante Atrophie der Muskulatur 
im Vergleich zur Aufnahme vom Dezember 2019 bestanden, womit ein 
deutlicher Hinweis auf Verlust der muskulären Funktion seit einem längeren 
Zeitraum bestehe (AB 13 S. 2, 32 S. 2, 48 S. 1). Dass die Funktionseinheit 
Muskel-Sehne seit längerer Zeit nicht mehr funktionsfähig sei, sei denn 
auch bereits im MRI vom Dezember 2019 und im Verlauf im Mai 2020 deut-
lich erkennbar gewesen. Es ist daher gestützt auf die Einschätzung von 
Dr. med. C.________ überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass die Funkti-
onsstörung bereits vor Dezember 2019 entstanden war und sich im Rah-
men der Zunahme der Degeneration fortentwickelte zum letztendlich opera-
tionsauslösenden Befund vom Mai 2020 (vgl. AB 32 S. 2 f.). Dass schliess-
lich die Infiltration in der linken Schulter – wie in der Beschwerde vorge-
bracht (vgl. auch AB 11) – zu einer Verbesserung führte, ist einleuchtend, 
jedoch haben solche Infiltrationen erfahrungsgemäss oft nur vorüberge-
henden lindernden Einfluss auf die in der Verletzung der Strukturen be-
gründeten Beschwerden. 

Was die Berichte von Dr. med. F.________ (AB 6, 17, 37, 42) angeht, ging 
auch sie – übereinstimmend mit Dr. med. C.________ – von einer chroni-
schen Supraspinatussehnenruptur aus. Soweit sie diesbezüglich eine 
traumatische Vergrösserung nach Sturz und Schulterdistorsion am 4. Mai 
2020 festhält (vgl. AB 6, 17, 42), lässt die bloss medizinische Verwendung 
des Begriffs „Trauma“ aus rechtlicher Sicht keine Rückschlüsse auf einen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2021, UV/20/927, Seite 14

allfälligen natürlich-kausalen Zusammenhang zu (Entscheid des BGer vom 
29. Mai 2020, 8C_241/2020, E. 6.1). Überdies erwecken die Berichte von 
Dr. med. F.________ (AB 6, 17, 37, 42) zunehmend den Anschein, die 
ursprünglich bestehende Ruptur zu verharmlosen und den Riss der Supra-
spinatussehne einzig auf den Unfall vom Mai 2020 zurückzuführen, was 
jedoch aktenwidrig ist (vgl. Befund des MRI vom 23. Dezember 2019 
[AB 13]). Ferner ging sie von der unzutreffenden Annahme aus, der Be-
schwerdeführer sei nach konservativer Behandlung der Partialruptur be-
schwerdefrei gewesen (AB 42). Tatsächlich litt der Beschwerdeführer 
gemäss eigenen Angaben jedoch seit Dezember 2019 durchgehend unter 
Beschwerden (AB 48 S. 2). Demnach überzeugt ihre Einschätzung einer 
traumatisch bedingten Vergrösserung der Ruptur nicht, beruht sie doch auf 
einer bis zum Unfall bestehenden Beschwerdefreiheit. Spätestens mit der 
Empfehlung, gegen die Verfügung Einsprache zu erheben (vgl. AB 42), 
ergriff sie für den Beschwerdeführer advokatorisch Partei und vollzog damit 
einen eigentlichen Rollenwechsel weg von der ärztlichen Tätigkeit (vgl. 
Entscheid des BGer vom 26. November 2019, 8C_588/2019, E. 4.3). Ins-
gesamt vermögen die Berichte von Dr. med. F.________ daher keine ge-
ringen Zweifel an den kreisärztlichen Aktenbeurteilungen zu wecken. Der 
vom Beschwerdeführer der Beschwerde beigelegte Bericht von Dr. med. 
F.________ (Akten des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 3) 
lag den Akten der Beschwerdegegnerin denn auch bereits zugrunde (vgl. 
AB 42). 

3.4.3 Damit ist gestützt auf die beweiskräftigen Aktenbeurteilungen von 
Dr. med. C.________ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt (vgl. 
zum Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit BGE 144 V 427 
E. 3.2 S. 429), dass das Unfallereignis vom 4. Mai 2020 zu einer vorüber-
gehenden Verschlechterung (Zerrung) von maximal zwölf Wochen führte, 
womit der Status quo ante im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (27. Juli 
2020) erreicht war und darüber hinaus ein natürlicher Kausalzusammen-
hang (vgl. E. 2.2.1 hiervor) zwischen den Beschwerden und dem Unfall zu 
verneinen ist. Überdies lag eine vorbestehende Schädigung in dem Aus-
mass vor, dass der schadenauslösende Unfall vom Mai 2020 nur als Gele-
genheits- oder Zufallsursache erscheint, welche ein gegenwärtiges Risiko, 
mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest wer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2021, UV/20/927, Seite 15

den lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung 
eigenständige Bedeutung anzunehmen (vgl. hierzu Entscheid des BGer 
vom 27. April 2021, 8C_287/2020, E. 3.1). Unter diesem Blickwinkel er-
weist sich die erbrachte Leistung – und dabei insbesondere auch die Über-
nahme der Kosten für den arthroskopischen Eingriff vom 19. Juni 2020 – 
als eher wohlwollend. Die per 27. Juli 2020 erfolgte Leistungseinstellung ist 
damit nicht zu beanstanden. 

3.5 Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 14. Dezember 2020 (AB 58) als rechtens und die dagegen er-
hobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. aArt. 61 lit. a ATSG in 
der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen und hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Art. 82a ATSG) sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2  Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG 
[Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva

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- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.