# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c55c033b-9bfa-5501-8961-39f37cfa0662
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.05.2008 D-3405/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3405-2008_2008-05-30.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3405/2008
law/bah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi, 
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______, geboren _______,
Türkei,
vertreten durch Edith Hofmann, Freiplatzaktion Zürich, 
Rechtshilfe Asyl und Migration, _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 16. Mai 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3405/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer in den Jahren 1984, 1986 und 1988 in der 
Schweiz Asylgesuche einreichte – wobei er zwischenzeitlich in die Tür-
kei  zurückkehrte  –  und  sich  anschliessend  als  Asylbewerber  in 
Deutschland und den Niederlanden aufhielt,

dass für die genaueren Umstände auf die Sachverhaltsdarstellung in 
der angefochtenen Verfügung (vgl. Pkt. 1. auf S. 2) und die Ausführun-
gen in der Beschwerde (vgl. S. 3 und 4) zu verweisen ist,

dass er am 22. Mai 2002 in der Schweiz ein viertes Asylgesuch stellte, 
welches das BFM am 5. Juni 2003 vollumfänglich ablehnte,

dass  die  vormals  zuständige  Schweizerische  Asylrekurskommission 
(ARK) eine gegen diese Verfügung gerichtete Beschwerde vom 4. Juli 
2003 mit Urteil vom 2. November 2005 abwies,

dass der Beschwerdeführer die Türkei, in die er im März 2006 zurück-
gekehrt sei, eigenen Aussagen zufolge am 18. oder 19. März 2008 er-
neut verliess und am 25. März 2008 in die Schweiz gelangte, wo er am 
31. März 2008 zum fünften Mal um Asyl nachsuchte,

dass  im  Empfangszentrum  A._______  am  8.  April  2008  die 
Erstbefragung  und  am  29.  April  2008  die  Befragung  zu  den 
Asylgründen stattfand,

dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend machte, er habe 
nach seiner Rückkehr in die Türkei im März 2006 einige Monate in Is-
tanbul und Antalya und anschliessend als Hirte bei einer in den Ber-
gen wohnhaften Familie gelebt,

dass die türkischen Behörden aus den Gründen, die er bereits in den 
abgeschlossenen Asylverfahren genannt habe, immer noch nach ihm 
fahndeten,

dass er  Ende 2006/Anfang 2007 an einer Protestkundgebung gegen 
die Tötung eines Guerillas teilgenommen habe,

dass im März oder  April  2007 sein Neffe B._______ zusammen mit 
anderen Personen getötet worden sei,

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dass er danach nicht sofort  in sein Geburtsdorf habe gehen können, 
weil die Behörden es abgeriegelt hätten,

dass er der Mutter des Getöteten erst einige Tage nach dessen Bestat-
tung habe sein Beileid ausdrücken können,

dass er in B._______ 40 Tage vor seiner Ausreise aus der Türkei an 
einer  gegen  den  Bau  einer  Zementfabrik  bzw.  Kehrichtdeponie 
gerichteten Demonstration teilgenommen habe,

dass im Anschluss an diese Demonstration eine Fotografie in einer lo-
kalen Zeitung veröffentlicht worden sei, auf welcher auch er abgebildet 
gewesen sei,

dass er im Besitz einer auf den Namen einer anderen Person ausge-
stellten,  aber  mit  seiner  Fotografie  versehenen Identitätskarte  gewe-
sen sei, mit der er sich bei Bedarf hätte ausweisen können,

dass er sein Heimatland aus diesen Gründen erneut verlassen habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 16. Mai 2008 – der Rechtsvertreterin 
eröffnet am 19. Mai 2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylge-
such nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und de-
ren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  die  vom  Beschwerdeführer  eingereichte  verfälschte 
Identitätskarte einzog,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe die geltend gemachte Fahndung bzw. Furcht vor 
Verfolgung  bereits  im vierten  Asylverfahren  nicht  glaubhaft  darlegen 
können,

dass  es  nicht  dem Verhalten  einer  verfolgten  Person  entspreche,  in 
das Land zurückzukehren, in dem sie gesucht werde,

dass  er  nicht  in  der  Lage  gewesen sei,  den Namen der  Zeitung zu 
nennen,  in  der  er  nach  der  Demonstration  in  B._______  abgebildet 
gewesen sei, 

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dass er sich zudem später korrigiert habe, indem er gesagt habe, die 
in der Zeitung abgebildete Person habe ihm sehr ähnlich gesehen,

dass er nicht in der Lage gewesen sei darzulegen, seit wann, wo und 
wann letztmals er gesucht worden sei,

dass  die  Abriegelung  seines  Heimatdorfes  nach  der  Tötung  seines 
Neffen asylrechtlich  nicht  relevant  sei,  weil  es  sich  um einen  Vorfall 
handle, der weder zeitlich noch sachlich in einem engen Kausalzusam-
menhang mit seiner Ausreise stehe,

dass die geltend gemachte allgemeine Lage in seinem Dorf (Razzien, 
Hausdurchsuchungen) nicht asylrelevant sei, weil die Niederlassungs-
freiheit in der Türkei ihm erlaube, sich diesen Problemen durch einen 
Wohnortswechsel zu entziehen,

dass  die  übrigen  Vorbringen  (Gerichtsverfahren,  Haft,  Probleme  mit 
dem  Polizeikommandanten,  Tod des  Bruders,  der  Mutter  und  eines 
weiteren Neffen, Gefährdung durch Fotos) bereits Gegenstand der vor-
angegangenen Asylverfahren gewesen seien, weshalb sie nicht erneut 
zu prüfen seien,

dass das am 21. Mai 2002 eingeleitete Asylverfahren seit dem 2. No-
vember 2005 rechtskräftig abgeschlossen sei und sich aus den Akten 
keine Hinweise ergäben, dass nach dem Abschluss dieses Verfahrens 
Ereignisse eingetreten seien, die geeignet seien, die Flüchtlingseigen-
schaft  zu  begründen,  oder  die  für  die  Gewährung  vorübergehenden 
Schutzes relevant seien,

dass demnach auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Mai 2008 gegen die-
sen  Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erheben 
und beantragen liess, der Entscheid vom 16. Mai 2008 sei aufzuheben 
und auf das Asylgesuch sei einzutreten, es sei ihm Asyl zu erteilen, es 
sei  festzustellen,  dass  jetzt  und  in  naher  Zukunft  eine  Wegweisung 
nicht zulässig und insbesondere nicht zumutbar sei, ihm sei im Falle 
einer erneuten Abweisung des Asylgesuchs die vorläufige Aufnahme 
zu gewähren und ihm sei die Bezahlung eines Kostenvorschusses so-
wie der Verfahrenskosten zu erlassen,

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dass der Eingabe mehrere Beweismittel beigelegt wurden (vgl. S. 10 
der Beschwerde),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

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dass – mit Ausnahme des Antrags, es sei dem Beschwerdeführer Asyl 
zu gewähren – auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6  AsylG 
i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 
oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Her-
kunftsstaat zurückgekehrt sind,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn es Hin-
weise auf zwischenzeitlich eingetretene Ereignisse gibt,  die geeignet 
sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewäh-
rung  vorübergehenden  Schutzes  relevant  sind  (Art. 32  Abs. 2  Bst. e 
AsylG),

dass die vom Beschwerdeführer in den vorangegangenen Asylverfah-
ren geltend gemachten Vorbringen im Urteil der ARK vom 2. November 
2005 umfassend und eingehend geprüft wurden,

dass  dieser  Prüfung  im  Wesentlichen  der  in  der  Beschwerde  vom 
24. Mai 2008 skizzierte Sachverhalt – wie er sich zum damaligen Zeit-
punkt darstellte – zugrunde gelegt wurde,

dass  der  in  den  vorangegangenen  Verfahren  beurteilte  Sachverhalt 
nicht Gegenstand einer erneuten Beurteilung im Rahmen des vorlie-
genden Verfahrens bilden kann (res iudicata;  FRITZ GYGI,  Bundesver-
waltungsrechtspflege,  2. Aufl.,  Bern  1983,  S. 322  f.;  ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 715),

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dass auf die in der Beschwerde spekulativ vertretene Auffassung, dem 
Beschwerdeführer  wäre in  den vorangegangenen Asylverfahren wohl 
die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt worden, falls er die Asylgesuche 
bzw. die Beschwerden nicht zurückgezogen hätte und nicht in die Hei-
mat zurückgekehrt wäre, im vorliegenden Verfahren nicht weiter einzu-
gehen ist,

dass im vierten Asylverfahren des Beschwerdeführers dessen Vorbrin-
gen, sein Vater sei aufgrund der Tatsache, dass er bei der Teilnahme 
an einer Kundgebung fotografiert worden sei, von den türkischen Be-
hörden mehrmals verhört worden, als unglaubhaft gewertet wurde,

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, sein Vater sei am 1. Juli 
2005 zwei  Monate,  nachdem er festgenommen und gefoltert  worden 
sei, verstorben, somit nicht zu überzeugen vermag,

dass  eine behördliche Suche nach dem Beschwerdeführer  im Jahre 
2005 aufgrund einer  in  Deutschland aufgenommenen Fotografie  aus 
dem  Jahre  1996  im  vorliegenden  Zusammenhang  ohnehin  unwahr-
scheinlich erscheint,

dass  nicht  ersichtlich  ist,  inwiefern  der  Beschwerdeführer  nach dem 
gewaltsamen Tod seines Neffen (gemäss den Protokollen) bzw. Cou-
sins (gemäss Beschwerdeschrift)  vom 14. April  2007 in  seinem Hei-
matland einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung ausgesetzt ge-
wesen ist, zumal er nicht geltend machte, gemeinsam mit diesem poli-
tische Aktivitäten ausgeübt zu haben oder wegen ihm gesucht worden 
zu sein,

dass angesichts der abweichenden und nicht überzeugenden Aussa-
gen des Beschwerdeführers nicht davon ausgegangen werden kann, 
er werde in seiner Heimat wegen der Teilnahme an Demonstrationen 
in B._______ gesucht,

dass  den  Akten  zudem  zu  entnehmen  ist,  die  türkischen  Behörden 
hätten den Bau der Zementfabrik bzw. Kehrichtdeponie aufgrund der 
Proteste der Bevölkerung sistiert, 

dass die Frage, ob der Beschwerdeführer in der Türkei einer Reflex-
verfolgung ausgesetzt  ist,  im Urteil  der ARK vom 2. November 2005 
geprüft und verneint wurde und sich seither keine Ereignisse zugetra-

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gen haben, die eine anderslautende Beurteilung dieser Frage aufdrän-
gen würden,

dass  an dieser  Auffassung auch die  Ausführungen über  den Spitzel 
C._______ nichts zu ändern vermögen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG 
zu Recht auf das fünfte Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-

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halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer 
im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Beschwerdeführer sich zwar in den letzten 30 Jahren mehr-
heitlich  in  westeuropäischen  Staaten  aufhielt,  indessen  mehrfach  in 
die Türkei zurückkehrte, ohne dort in eine seine Existenz bedrohende 
Lage zu geraten,

dass er gemäss Aktenlage in der Türkei nach wie vor über ein Bezie-
hungsnetz verfügt,

dass die von ihm geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden in 
der  Türkei  medikamentös  und  therapeutisch  behandelt  werden  kön-
nen, was bereits im Urteil der ARK vom 2. November 2005 festgehal-
ten wurde,

dass die diesbezüglichen Ausführungen des BFM in der angefochte-
nen Verfügung überzeugen,

dass auch die anerkanntermassen schwierigen Lebensumstände des 
Beschwerdeführers  (Verlust  von  Familienmitgliedern,  Abwanderung 
vieler Angehöriger, Scheitern seiner Ehe, Getrenntleben von seiner in 
Deutschland  lebenden  Kernfamilie,  gesundheitliche  Probleme)  eine 
Rückkehr in die Türkei nicht als unzumutbar erscheinen lassen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 

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der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach dem Gesagten das  Bundesamt den Vollzug der  Wegwei-
sung zu Recht angeordnet hat,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 
verzichten,  aufgrund des direkten Entscheids in  der Hauptsache ge-
genstandslos geworden ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 
1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben, Beilage: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  A._______  (per 
Telefax, zu den Akten Ref.-Nr. N _______)

- (kantonale Behörde)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Christoph Basler

Versand: 

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