# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37a7e87f-8f9e-5453-84a6-2fa8360808b3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.01.2024 725 2023 149 / 22 (725 23 149 / 22)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2023-149---22_2024-01-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. Januar 2024 (725 23 149 / 22) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Adäquanzprüfung nach der sogenannten Psycho-Praxis gemäss BGE 115 V 133 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Rechtsdienst, Postfach, 
8085 Zürich Versicherung, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1971 geborene A.____ arbeitete seit Februar 2016 als Bereichsleiter Finanzen bei 
der B.____ GmbH und war durch die Arbeitgeberin bei der CSS Versicherung AG obligatorisch 
gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 27. September 2018 erlitt 
A.____ einen Verkehrsunfall. Er wartete mit dem von ihm gelenkten Personenwagen in einer 
stehenden Kolonne, als der nachfolgende Lieferwagen auf das Heck seines Wagens auffuhr. 
Die medizinische Erstbehandlung fand eine Woche später am 4. Oktober 2018 bei Dr. med. 
C.____, Orthopädische Chirurgie FMH, statt. Dieser diagnostizierte beim Versicherten gemäss 

 

 
 
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Bericht vom 18. Oktober 2018 ein axiales Stauchungstrauma der rechten Schulter, einen Ver-
dacht auf ein Dezelerationstrauma der HWS sowie einen Verdacht auf ein postkommotionelles 
Syndrom. Nachdem die CSS Versicherung AG nach Eingang der Unfallmeldung für die Hei-
lungskosten aufgekommen war und Taggeldzahlungen entsprechend der ausgewiesenen Ar-
beitsunfähigkeit erbracht hatte, stellte sie ihre Leistungen mit Verfügung vom 17. März 2020 per 
31. März 2020 im Wesentlichen mit der Begründung ein, dass die anhaltenden Beschwerden 
organisch nicht nachweisbar seien und die für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammen-
hangs massgeblichen Kriterien nicht vorliegen würden. Gegen diese Verfügung erhob A.____ 
Einsprache bei der CSS Versicherung AG. Per Ende Mai 2020 übernahm die Zürich Versiche-
rungs-Gesellschaft AG von der CSS Versicherung AG den Geschäftsbereich der obligatori-
schen Unfallversicherung, wodurch die Zuständigkeit zur Weiterbehandlung und Beurteilung der 
Einsprache von A.____ auf die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG überging. In der Folge 
lehnte die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG die Einsprache mit Entscheid vom 20. April 
2023 ab.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Da-
niel Altermatt, am 24. Mai 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Entscheid aufzuhe-
ben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm aus dem Ereignis vom 
27. September 2018 die gesetzlichen Versicherungsleistungen über den 31. März 2020 hinaus 
zu erbringen; unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. Juli 2023 beantragte die Zürich Versicherungs-
Gesellschaft AG die Abweisung der Beschwerde; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 
Lasten des Beschwerdeführers.  
 
D. Mit Replik vom 13. Oktober 2023 hielt der Versicherte an den in der Beschwerde ge-
stellten Anträgen und wesentlichen bisherigen Ausführungen fest. Zudem legte er seiner Einga-
be einen Bericht seines Hausarztes Dr. med. D.____, Facharzt für Allgemeine und Innere Medi-
zin, vom 5. Juli 2023 bei. Die Beschwerdegegnerin wiederum hielt in ihrer Duplik vom 23. Okto-
ber 2023 am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in E.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-

 

 
 
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sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 24. Mai 2023 ist demnach ein-
zutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen für 
das Unfallereignis vom 27. September 2018 zu Recht per 31. März 2020 eingestellt hat. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss 
Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung 
der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Per-
son. Das Taggeld beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. 
Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Ist die ver-
sicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf 
eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet 
hat (Art. 18 Abs. 1 UVG in der hier anwendbaren, bis Ende 2023 gültig gewesenen Fassung). 
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden 
kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen 
sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 
Abs. 1 UVG). 
 
3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicher-
ten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integri-
tätseinbusse) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 
E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um-
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass 
ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 
dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis-
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. 
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 144 V 427 E. 3.2) 

 

 
 
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zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung ei-
nes Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.3.1 Für eine Bejahung der Leistungspflicht des Unfallversicherers muss zwischen dem 
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, sondern auch ein adä-
quater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 
eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als 
begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 
125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzu-
sammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen 
Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang be-
steht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Ge-
richt zu beurteilen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Dezember 2010, 8C_626/2010, E. 5; 
BGE 112 V 30 E. 1b).  
 
3.3.2 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als 
rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haf-
tung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der 
natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb). Anders verhält es 
sich bei natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. 
Hier ist bei der Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf des geltend 
gemachten Unfallereignisses auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kri-
terien einzubeziehen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese Adäquanz-
kriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (sogenannte Psycho-Praxis; BGE 
115 V 133), während nach der bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen der HWS 
sowie Schädel-Hirntraumen anwendbaren sogenannten Schleudertrauma-Praxis auf eine Diffe-
renzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird (zum Ganzen: 
BGE 134 V 109 E. 2.1 mit Hinweisen). Zu beachten ist allerdings, dass als Ausnahme von letzt-
genannter Regel die auf die objektiven, physischen Unfallfolgen beschränkte Adäquanzbeurtei-
lung auch bei Unfällen mit Schleudertrauma oder einer äquivalenten Verletzung Platz greift, 
wenn die zum hierfür typischen Beschwerdebild (vgl. dazu BGE 119 V 335 E. 1, 117 V 369 
E. 4b) gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zu einer vor-
handenen, ausgeprägten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten (BGE 
123 V 98 E. 2a mit Hinweisen).  
 
3.4 Im Entscheid 134 V 109 befasste sich das Bundesgericht einlässlich mit der Thematik, 
in welchem Zeitpunkt der Unfallversicherer die Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
vornehmen darf. Dabei machte es deutlich, dass nicht danach zu fragen ist, in welchem Zeit-
punkt die Adäquanzprüfung vorgenommen werden darf, sondern wann der Unfallversicherer 
einen Fall abzuschliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsent-
schädigung zu prüfen hat (BGE 134 V 109 E. 3.2). Dies hat, so das Bundesgericht weiter, ge-

 

 
 
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stützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG in dem Zeitpunkt zu geschehen, in welchem von der Fortsetzung 
der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicher-
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invali-
denversicherung abgeschlossen sind (BGE 134 V 109 E. 4). Da bei den psychischen Fehlent-
wicklungen nach Unfall bei der Adäquanzprüfung nach der sogenannten Psycho-Praxis (BGE 
115 V 133) einzig die physischen Komponenten zu berücksichtigen sind, ist der Fallabschluss 
demzufolge in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf die somati-
schen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheits-
zustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann (BGE 134 V 109 E. 6.1 mit Hin-
weisen). 
 
3.5 Zu erwähnen bleibt schliesslich, dass gemäss der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhangt nicht entscheidrelevant ist und 
somit offen bleiben kann, wenn es ohnehin an einem adäquaten Kausalzusammenhang zwi-
schen den noch geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis fehlt (BGE 135 V 465 E. 5.1 
mit Hinweisen). 
 
4.1 Laut der Beurteilung von Dr. med. F.____, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 31. Januar 2020 kam es beim Unfallereignis des 
Versicherten vom 17. September 2018 überwiegend wahrscheinlich zu keinen strukturellen Un-
fallfolgen. Sowohl im MRI der rechten Schulter vom 9. Oktober 2018 als auch im MRI des Neu-
rokraniums vom 26. November 2018 würden sich keine unfallbedingten strukturellen zusätzli-
chen Läsionen nachweisen lassen. Das MRI des rechten Schultergelenks habe lediglich eine 
leichte Tendinopathie der langen Bizepssehne (degenerativ) gezeigt. Nach einer axialen Stau-
chung des Schultergelenks, ohne zusätzliche strukturelle Läsion, sei erfahrungsgemäss nach 
sechs, spätestens zwölf Wochen der Vorzustand wieder erreicht. Was die neuropsychologische 
Symptomatik angehe, so seien die Beurteilung des Zentrums G.____ vom 2. Juni 2019 und die 
abschliessende neurologische Beurteilung des Spitals H.____ vom 18. Juni 2019 ausreichend, 
um eine versicherungsmedizinische Beurteilung vorzunehmen. Es sei darauf hinzuweisen, dass 
in der Beurteilung des Spitals H.____ eine ausgeprägte Diskrepanz in der Testung der neu-
ropsychologischen Leistung erwähnt werde. Bei fehlenden unfallbedingten strukturellen Läsio-
nen und in Anbetracht des Unfallereignisses mit einem geringen Delta-v-Wert von 10-15 km/h 
liessen sich die noch persistierenden Beschwerden somatisch nicht erklären. 
 
4.2 Aus dem geschilderten Bericht von Dr. F.____ geht hervor, dass beim Versicherten im 
Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. März 2020 keine somatischen Unfallfolgen mehr vor-
lagen. Somit durfte die Beschwerdegegnerin aber den Fall auf diesen Zeitpunkt hin abschlies-
sen und im Hinblick auf einen allfälligen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente die 
erforderliche Adäquanzbeurteilung der in diesem Zeitpunkt weiterhin bestehenden, organisch 
nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden vornehmen. 
 
4.3 Ob der für die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzte natürliche Kau-
salzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 27. September 2018 und den im Zeitpunkt 
der verfügten Leistungseinstellung vorhandenen - und seither anhaltenden - organisch nicht 

 

 
 
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objektiv ausgewiesenen Gesundheitsbeeinträchtigungen zu bejahen ist, liess die Beschwerde-
gegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid ausdrücklich offen. Dies ist nach dem oben 
Gesagten (vgl. E. 3.5 hiervor) nicht zu beanstanden; wie im Folgenden zu zeigen ist, fehlt es 
vorliegend nämlich an dem für die Bejahung einer Leistungspflicht - zusätzlich zur natürlichen 
Unfallkausalität - erforderlichen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen diesen im Zeit-
punkt des Fallabschlusses vorhandenen, organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden 
des Versicherten und dem am 27. September 2018 erlittenen Unfall.  
 
4.4 Die Beschwerdegegnerin wies im angefochtenen Einspracheentscheid sodann zu 
Recht darauf hin, dass beim Versicherten im Zeitpunkt der verfügten Leistungseinstellung per 
Ende März 2020 nicht mehr allfällige HWS- oder anderweitige somatische Beschwerden, son-
dern psychische und neuropsychologische Beschwerden im Vordergrund gestanden hätten. 
HWS-Beschwerden seien in diesem Zeitpunkt in den ärztlichen Untersuchungen nicht mehr als 
zu behandelndes Problem aufgeführt worden. Es seien denn auch keine entsprechenden ziel-
gerichteten Therapien mehr erfolgt. Demgegenüber hält Dr. D.____ in seinem im Laufe des 
Beschwerdeverfahrens eingereichten Bericht vom 5. Juli 2023 zwar fest, dass sein Patient nach 
wie vor an zahlreichen, auch somatischen, unfallbedingten Beschwerden leide, seine Ausfüh-
rungen enthalten aber weder eine Anamnese noch eine nachvollziehbare Diagnostik, so dass 
auf den Bericht nicht abgestellt werden kann. Im Übrigen kann die Frage, ob das für ein 
Schleudertrauma spezifische, sogenannte bunte Beschwerdebild unmittelbar nach dem Unfall-
ereignis überhaupt als rechtsgenüglich erstellt gelten kann, letztlich ebenfalls offen bleiben. Im-
merhin fällt auf, dass die ärztliche Erstkonsultation erst eine Woche nach dem Unfall erfolgte, so 
dass eine echtzeitliche Dokumentation der Symptomatik innert 48 bis 72 Stunden - wie dies bei 
der HWS-Distorsion grundsätzlich vorausgesetzt wird - nicht vorliegt. Wenn diese Symptomatik 
überhaupt im geschilderten Masse bestand, wurde sie nachweislich schon bald von einer psy-
chiatrischen Symptomatik überlagert und schliesslich gänzlich in den Hintergrund geschoben. 
Daraus folgt, dass die Adäquanzprüfung im vorliegenden Fall, wie auch die Beschwerdegegne-
rin im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend erwog, nach der sogenannten Psycho-
Praxis gemäss BGE 115 V 133 vorzunehmen ist. 
 
5. Der Beschwerdeführer wendet in formeller Hinsicht ein, die Beschwerdegegnerin habe 
im angefochtenen Einspracheentscheid gar keine Adäquanzprüfung vorgenommen. Sie be-
haupte lediglich, dass keines der erforderlichen Adäquanzkriterien erfüllt sei. Diese Rüge ist 
insoweit zutreffend, als die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid sich 
nicht mit den einzelnen, vom Bundegericht in seiner Rechtsprechung entwickelten Adäquanzkri-
terien (vgl. dazu die nachfolgende E. 6.1) befasste. Dem - anwaltlich vertretenen - Beschwerde-
führer war es aber nichtsdestotrotz möglich, den Entscheid sachgerecht anzufechten. Die dies-
bezüglich zu knapp ausgefallene Begründung des Einspracheentscheids zog somit keinen 
Rechtsnachteil des Beschwerdeführers nach sich. 
 
6.1 Für die Adäquanzbeurteilung psychischer Unfallfolgen ist von der vom damaligen Eid-
genössischen Versicherungsgericht (EVG; heute: Bundesgericht, III. und IV. öffentlich-
rechtliche Abteilungen) in BGE 115 V 133 entwickelten Rechtsprechung auszugehen. Danach 
setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfallereignis und 

 

 
 
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einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung im Einzelfall voraus, dass dem 
Unfallereignis für die Entstehung der psychisch bedingten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine 
massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere 
aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinwei-
sen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausge-
hend vom augenfälligen Geschehensablauf - folgende Einteilung der Unfälle in drei Gruppen 
zweckmässig erscheint: banale bzw. leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und 
schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6). Während bei leich-
ten bzw. banalen Unfällen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres 
verneint werden kann, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Ein-
bezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Un-
fall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen, ist der adäquate 
Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Folgen bei schweren Unfällen in der Regel zu be-
jahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfah-
rung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewir-
ken. Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Fol-
gen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalls allein schlüssig 
beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem 
Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folge davon erscheinen, in eine 
Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind nach der Rechtsprechung (BGE 
115 V 133 E. 6c/aa) zu nennen: 
 

• besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 
• die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfah-

rungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 
• ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 
• körperliche Dauerschmerzen; 
• ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
• schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
• Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. 
 

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall er-
forderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Das trifft einerseits dann zu, wenn es sich um 
einen Unfall handelt, der zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar 
als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittle-
ren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 
ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müs-
sen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Handelt es sich beispielsweise 
um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu-
zuordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallen-
der Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht wird. Diese Würdigung des Unfalls zusammen 
mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusam-

 

 
 
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menhangs. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach anderen Ursachen zu forschen, die möglich-
erweise, die psychische Fehlreaktion mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/bb).  
 
6.2 Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenfällige Geschehensab-
lauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften auf die versicherte Person (Urteil des Bundesge-
richts vom 15. Mai 2014, 8C_899/2013, E. 5.1 mit Hinweis). Vorliegend wartete der Beschwer-
deführer im Auto in einer Kolonne, als ein anderes Fahrzeug von hinten auffuhr. Laut biome-
chanischer Kurzbeurteilung vom 3. Juni 2019 lag die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsände-
rung des Fahrzeugs des Beschwerdeführers (sog. Delta-v) unterhalb oder innerhalb von 10-15 
km/h. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung werden einfache Auffahrkollisionen auf 
ein haltendes Fahrzeug regelmässig als mittelschwere Unfälle im Grenzbereich zu den leichten 
Unfällen eingestuft. Laut höchstrichterlicher Praxis rechtfertigt sich eine solche Zuordnung ins-
besondere bei einem Delta-v-Wert in der Grössenordnung, wie er hier ermittelt wurde (Urteil 
des Bundesgerichts vom 29. Juli 2010, 8C_310/2010, E. 7.1 mit Hinweisen). Damit ist im vorlie-
genden Fall von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu einem leichten Unfall auszu-
gehen.  
 
6.3 Nach der Praxis des Bundesgerichts kann bei einem mittelschweren Unfall im Grenz-
bereich zu den leichten Unfällen die Unfalladäquanz der gesundheitlichen Beschwerden nur 
bejaht werden, wenn mindestens vier der oben (vgl. E. 6.1 hiervor) genannten sieben Adä-
quanzkriterien erfüllt sind oder eines besonders ausgeprägt gegeben ist (Urteil des Bundesge-
richts vom 15. Mai 2014, 8C_899/2013, E. 5.1 und vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5). 
An dieser konstanten Rechtsprechung hat das Bundesgericht jüngst ausdrücklich festgehalten 
(Urteil vom 8. November 2022, 8C_394/2022, E. 5.2.2 mit zahlreichen Hinweisen).  
 
6.4.1 Der Beschwerdeführer erachtet das Kriterium der besonderen Eindrücklichkeit des 
Unfalls als erfüllt. Dieser Auffassung, die er allerdings nicht näher begründet, ist zu entgegnen, 
dass die besondere Eindrücklichkeit des Ereignisses objektiv und nicht aufgrund des subjekti-
ven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person zu beurteilen ist (BGE 140 V 356 
E. 5.6.1). Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Ein-
drücklichkeit eigen ist, die somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann 
(Urteil des Bundesgerichts vom 17. Februar 2022, 8C_812/2021, E. 9.2 mit Hinweisen). Zudem 
wird nur das Unfallgeschehen an sich und nicht die dabei erlittene Verletzung betrachtet. Der 
nachfolgende Heilungsprozess wird ebenfalls nicht einbezogen (Urteil des Bundesgerichts vom 
6. Juli 2021, 8C_66/2021, E. 8.2 mit Hinweis). Vorliegend handelte es sich um eine leichtere 
Auffahrkollision mit einem eher geringen Blechschaden, ohne Auslösung des Airbags und ohne 
sichtbare Verletzung des Versicherten. Zudem fuhr dieser im Anschluss an den Unfall selbst 
nach Hause. Es ist deshalb nicht ersichtlich, weshalb bei dieser Sachlage von einer besonderen 
Eindrücklichkeit auszugehen wäre. Das Kriterium ist zu verneinen. 
 
6.4.2 Als nächstes Kriterium ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer beim Unfall Verletzun-
gen erlitt, die aufgrund ihrer Schwere oder Art in besonderer Weise geeignet wären, psychische 
Fehlentwicklungen auszulösen. Anlässlich der eine Woche nach dem Unfallereignis erfolgten 
medizinischen Erstbehandlung diagnostizierte Dr. C.____ beim Versicherten gemäss Bericht 

 

 
 
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vom 18. Oktober 2018 ein axiales Stauchungstrauma der rechten Schulter, einen Verdacht auf 
ein Dezelerationstrauma der HWS sowie einen Verdacht auf ein postkommotionelles Syndrom. 
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung genügt die Diagnose einer HWS-Distorsion 
(oder einer anderen, adäquanzrechtlich gleich zu behandelnden Verletzung) für sich allein nicht 
zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung (BGE 
134 V 109 E. 10.2.2). Dies muss erst recht gelten, wenn wie hier lediglich Verdachtsdiagosen 
eines Dezelerationstraumas der HWS und eines postkommotionellen Syndroms im Raum ste-
hen. Für die Bejahung des Kriteriums bedarf es vielmehr einer besonderen Schwere der für das 
Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwer-
debild beeinflussen können. Diese können beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen 
besonderen Körperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen. Auch erhebli-
che Verletzungen, die sich die versicherte Person neben dem Schleudertrauma (oder einer an-
deren, adäquanzrechtlich gleich zu behandelnden Verletzung) beim Unfall zugezogen hat, kön-
nen bedeutsam sein (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall zog sich 
der Beschwerdeführer beim Unfall nebst einem allfälligen Dezelerationstrauma der HWS und 
einer allfälligen Commotio cerebri lediglich eine geringfügige somatische Verletzung in Form 
eines axialen Stauchungstraumas der rechten Schulter und somit aber keine erheblichen weite-
ren Verletzungen zu. Ebenso wenig liegt ein Schleudertrauma-Symptom in besonders schwerer 
Ausprägung vor. Das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung ist 
daher nicht erfüllt. 
 
6.5 Die fünf weiteren Adäquanzkriterien nach der sogenannten Psycho-Praxis (BGE 
115 V 133) werden - wie bereits oben ausgeführt (vgl. E 3.3.2 und 3.4 hiervor) - einzig unter 
Berücksichtigung der somatischen Aspekte des Gesundheitsschadens geprüft (Urteil des Bun-
desgerichts vom 6. Juli 2021, 8C_66/2021, E. 8.3).  
 

6.5.1 Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung setzt eine 
länger dauernde, kontinuierliche und zielgerichtete Behandlung somatisch begründbarer Be-
schwerden voraus, wobei dies nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen ist. Von 
Bedeutung sind auch Art und Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch 
eine Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten ist. Es muss - gesamthaft betrachtet - 
eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheits-
zustands gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer gegeben sein. Ma-
nualtherapeutische Massnahmen zur Erhaltung des Zustands, (haus-) ärztliche Verlaufskontrol-
len, medikamentöse Schmerzbekämpfung und Ergotherapie allein genügen diesen Anforderun-
gen nicht. Auch kommt einzig der Abklärung des Beschwerdebildes dienenden Vorkehren nicht 
die Qualität einer Heilmethodik in diesem Sinne zu (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Novem-
ber 2022, 8C_394/2022, E. 9.1 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall fanden physio-, ergo- und 
psychotherapeutische Behandlungen statt, es gab keine stationären Behandlungen, lediglich 
zahlreiche Abklärungen, die aber nicht in Bezug auf somatische Beschwerden, sondern in Be-
zug auf neuropsychologische Defizite durchgeführt wurden. In Bezug auf somatische Be-
schwerden gab es lediglich für eine begrenzte Zeit physiotherapeutische Behandlung, was aber 
für die Bejahung des Kriteriums der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung so-
matischer Beschwerden nicht genügt.  

 

 
 
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6.5.2 Bezüglich des Kriteriums der körperlichen Dauerschmerzen ist massgebend, ob über 
den gesamten Zeitraum andauernde Beschwerden vorlagen. Psychische Beschwerden sind in 
diesem Zusammenhang nicht miteinzubeziehen, auch wenn sie körperlich imponieren (Urteil 
des Bundesgerichts vom 8. November 2022, 8C_394/2022, E. 8.1 mit Hinweisen). Im vorlie-
genden Fall sind Kopf- und Schulterschmerzen in Anbetracht der erlittenen axialen Schulter-
stauchung und der Verdachtsdiagnose einer Commotio cerebri über einen gewissen Zeitraum 
nachvollziehbar. Dauerschmerzen über den gesamten Zeitraum sind aber organisch nicht ob-
jektivierbar, so dass auch dieses Kriterium nicht erfüllt ist. 
 
6.5.3 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, ist 
weder behauptet noch ersichtlich, so dass auch dieses Kriterium zu verneinen ist. 
 
6.5.4 Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden 
darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen ge-
schlossen werden. Es bedarf dazu besonderer Gründe, welche die Genesung beeinträchtigt 
oder verzögert haben (Urteil des Bundesgerichts vom 18. September 2018, 8C_123/2018, 
E. 5.2.2.2 mit Hinweisen). Vorliegend sind besondere Gründe, welche die Genesung bis zum 
Fallabschluss beeinträchtigt oder verzögert hätten, weder ersichtlich noch wurden solche gel-
tend gemacht. Im Weiteren gilt - was zusätzlich zu beachten ist - insbesondere beim Kriterium 
der körperlichen Dauerschmerzen, dass körperlich imponierende, organisch objektiv jedoch 
nicht hinreichend nachweisbare Beschwerden des Versicherten ausser Acht zu bleiben haben 
(Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juni 2020, 8C_191/2020, E. 4.2.2 mit Hinweisen). 
 
6.5.5 Schliesslich ist auch das letzte Kriterium der physisch bedingten erheblichen und dau-
erhaften Arbeitsunfähigkeit nicht erfüllt. Zu berücksichtigen sind nur die Zeiten, in welchen die 
versicherte Person aus somatischen Gründen arbeitsunfähig war. Im vorliegenden Fall ist eine 
physisch bedingte Arbeitsunfähigkeit in Anbetracht der erlittenen axialen Schulterstauchung und 
der Verdachtsdiagnose einer Commotio cerebri allenfalls über einen Zeitraum bis maximal zwölf 
Wochen nachvollziehbar, denn laut der Beurteilung von Dr. F.____ vom 31. Januar 2020 ist 
nach einer axialen Stauchung des Schultergelenks, ohne zusätzliche strukturelle Läsion, der 
Vorzustand erfahrungsgemäss nach sechs, spätestens zwölf Wochen wieder erreicht. Dasselbe 
gilt in Bezug auf eine möglicherweise erlittene Commotio cerebri. 
 
6.6 Aus dem Gesagten folgt, dass vorliegend keines der sieben Adäquanzkriterien als er-
füllt betrachtet werden kann.  
 
7. Als Ergebnis ist demnach festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin im angefochte-
nen Einspracheentscheid die adäquate Unfallkausalität der im Zeitpunkt des Fallabschlusses 
(31. März 2020) vorhandenen, organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden des Ver-
sicherten und somit eine entsprechende Leistungspflicht nach diesem Zeitpunkt zu Recht ver-
neint hat. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie ab-
gewiesen werden muss.  
 

 

 
 
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8. Gemäss § 20 Abs. 2 VPO ist das kantonsgerichtliche Beschwerdeverfahren in Sozial-
versicherungssachen vorbehältlich des hier nicht zu beachtenden Abs. 2bis für die Parteien kos-
tenlos. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Dem Prozess-
ausgang entsprechend ist dem Beschwerdeführer keine Parteientschädigung zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 

 
 
 
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