# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d7be129-2d40-5b77-863f-f1a70544278e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.08.2025 200 2024 621
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-621_2025-08-21.pdf

## Full Text

UV 200 2024 621 
SCI/FRJ/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. August 2025

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Frésard

A.________
vertreten durch B.________ AG
Beschwerdeführer

gegen

Suva  
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 18. Juli 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2025, UV 200 2024 621

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Sachverhalt:

A.

Der 1979 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
bezog Taggelder der Arbeitslosenversicherung und war dadurch bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegeg-
nerin) obligatorisch unfallversichert, als er am 21. Mai 2019 als Lenker ei-
nes Personenwagens auf der Autobahn ... auf ein auf dem rechten Fahr-
streifen stillstehendes Fahrzeug auffuhr (Akten der Suva [act. II] 1, 7 f., 23 
S. 4 f.). Hierbei zog er sich eine distale Radiusfraktur des rechten Handge-
lenkes, die noch im ... operativ versorgt wurde, eine Parästhesie der Digitus 
I-III der rechten Hand sowie multiple Prellungen in den Bereichen Schulter, 
Hals, Rücken, Thorax und Becken zu (act. II 4 S. 5, 32 S. 2, 69 S. 1, 99 
S. 1). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzli-
chen Versicherungsleistungen (vgl. act. II 7 f., 82). 

Mit Schreiben vom 7. April 2021 (act. II 220) hielt die Suva fest, die aktuell 
geltend gemachten Beschwerden an der Brust- und Lendenwirbelsäule 
stünden nicht mehr im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 21. Mai 
2019, weshalb sie keine weiteren Versicherungsleistungen im Zusammen-
hang mit den Rückenbeschwerden erbringen werde. 

Nachdem der Versicherte im ... wegen "Gefährdung des öffentlichen Ver-
kehrs" (zu schliesslich zwei Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe) 
verurteilt worden war (act. II 481 S. 1 ff., vgl. auch act. II 482-485), kürzte 
die Suva mit Verfügung vom 29. März 2022 (act. II 306) ihre Geldleistungen 
um 30 %. Daran hielt sie auf Einsprache hin (act. II 311, 318) mit Entscheid 
vom 25. Juli 2022 (act. II 344) fest. Dieser Entscheid blieb unangefochten. 

Am 22. August 2022 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass die Heil-
kosten- und Taggeldleistungen grundsätzlich per 30. September 2022 ein-
gestellt würden (act. II 354). Mit Verfügung vom 12. Oktober 2022 (act. II 
385) sprach sie ihm zudem ab dem 1. Oktober 2022 eine (gekürzte) Invali-
denrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 13 % sowie eine 
(gekürzte) Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse 
von 10 % zu. Nach erhobener Einsprache (act. II 391, 407) kam die Suva 

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auf ihre ursprüngliche Verfügung zurück und sprach dem Versicherten mit 
Verfügung vom 12. Juni 2023 (act. II 441) per 1. Oktober 2022 eine 
(gekürzte) Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 17 % 
und eine (gekürzte) Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integrität-
seinbusse von 10 % zu. Die hiergegen erhobene Einsprache (act. II 442, 
449) wies die Suva mit Entscheid vom 18. Juli 2024 ab (act. II 458). 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch die B.________ 
AG, C.________, mit Eingabe vom 16. September 2024 Beschwerde. Er 
beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Ausrich-
tung der gesetzlichen Leistungen, eventualiter die Rückweisung der Ange-
legenheit an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer Abklärungen. 

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 11. Okto-
ber 2024 auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 29. Oktober 2024 wurden die Akten 
des Beschwerdeführers bei der IV-Stelle Bern ediert. Diese gingen am 
30. Oktober 2024 in elektronischer Form beim Gericht ein. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 31. Oktober 2024 wurde der Be-
schwerdeführer aufgefordert, das letzte bisher gegen ihn ergangene Urteil 
im ... betreffend den Autounfall und das vollständige Befragungsprotokoll 
der Staatsanwaltschaft der ... vom 13. Juni 2019 sowie allfällige weitere, 
bisher nicht aktenkundige Befragungsprotokolle einzureichen. Mit Eingaben 
vom 19. November sowie 9. und 17. Dezember 2024 reichte der Be-
schwerdeführer entsprechende Unterlagen ein. Diese wurden mit prozess-
leitendenden Verfügungen vom 12. und 17. Dezember 2024 der Be-
schwerdegegnerin zugestellt. Die Beschwerdegegnerin wurde zudem auf-
gefordert, die aktualisierten Akten des Beschwerdeführers samt Überset-
zung der vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismittel einzureichen 
und den Parteien wurde Gelegenheit gegeben, sich abschliessend zu äus-
sern. Die Beschwerdegegnerin reichte am 23. Januar 2025 die nachgeführ-
ten Akten ein. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 18. Juli 
2024 (act. II 458). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen 
der Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 21. Mai 
2019 und dabei insbesondere die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die 
vorübergehenden Leistungen zu Recht per 30. September 2022 eingestellt 
und dem Beschwerdeführer per 1. Oktober 2022 eine Invalidenrente ge-
stützt auf einen Invaliditätsgrad von 17 % und eine Integritätsentschädi-
gung auf Basis einer Integritätseinbusse von 10 % zugesprochen hat (vgl. 
Beschwerde S. 3 f. Ziff. C. 1). Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfah-
rens ist die Frage der Kürzung dieser Leistungen um 30 %. Hierüber hat 
die Beschwerdegegnerin mit Entscheid vom 25. Juli 2022 (act. II 344) be-
reits rechtskräftig entschieden. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs. Er macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe im 
angefochtenen Einspracheentscheid nicht begründet, weshalb sie das Er-
eignis vom 21. Mai 2019 als mittelschweren Unfall qualifiziere (Beschwerde 
S. 4 Ziff. 4).

2.2 Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Par-
teien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 ATSG). Die Begründungspflicht 
soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten 
lässt, und den Betroffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls 
sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl die betroffene 
Person als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Ent-
scheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz 
die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten 
lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen 
nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung 
und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann 
sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschrän-
ken (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a S. 181, in BGE 151 III 
143 nicht publizierte Erwägung 8.2 des Urteils des Bundesgerichts [BGer] 
9C_717/2023 vom 7. August 2024, in BGE 150 V 273 nicht publizierte Er-
wägung 4.1 des Urteils des BGer 9C_385/2023 vom 8. Mai 2024; SVR 
2022 IV Nr. 37 S. 121, Urteil des BGer 8C_572/2021 vom 19. Januar 2022 
E. 5.1).

2.3 Unter Verweis auf die einschlägige bundesgerichtliche Rechtspre-
chung hielt die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid fest, dass zur 
Einteilung der Unfallschwere das objektiv erfassbare Unfallereignis und 
nicht das Unfallerlebnis der betroffenen Person massgebend sei (vgl. act. II 
458 S. 3 f. Ziff. 2.a). Weiter führte sie im angefochtenen Einspracheent-

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scheid aus, das Ereignis vom 21. Mai 2019 stelle nach der Rechtsprechung 
einen mittelschweren Unfall im engeren Sinn dar. Danach legte sie unter 
Bezugnahme auf die einzelnen Adäquanzkriterien dar, weshalb der 
adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 21. Mai 2019 
und den geklagten psychischen Beschwerden zu verneinen sei (act. II 458 
S. 5 Ziff. 2. b und c). Damit liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
vor. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer selbst eine Beurteilung 
seines Leistungsanspruchs direkt durch das Gericht verlangt (Beschwerde 
S. 6 Ziff. 9 in fine). Ob die Einstufung des Unfalls zutreffend war, ist eine im 
vorliegenden Verfahren materiell zu beurteilende Frage (vgl. E. 3.5 und 
E. 5 hiernach). 

3.

3.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]) sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden vor-
aus (BGE 148 V 356 E. 3 S. 358).

3.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163; 
SVR 2023 UV Nr. 39 S. 139, 8C_305/2022 E. 3.1).

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3.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 148 V 356 E. 3 S. 358, 129 V 177 E. 3.2 S. 181).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

3.4 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Gesundheitsschäden deckt 
sich die natürliche weitgehend mit der adäquaten Unfallkausalität. Hier 
spielt mithin die unter Adäquanzgesichtspunkten entscheidende Frage, ob 
das Unfallereignis nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet 
ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt 
dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint, 
für die Begründung der Leistungspflicht praktisch keine Rolle (BGE 149 V 
218 E. 5.2 S. 220).

3.5 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften – eine Katalogisierung der Unfälle in leichte (banale), im 
mittleren Bereich liegende und schwere Unfälle vorzunehmen ist. Die erlit-
tenen Verletzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich 

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beim Unfall entwickelt haben, gestatten. Abhängig von der Unfallschwere 
sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung einzubeziehen. Diese 
werden unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 V 356 
E. 5.1 S. 359, 129 V 177 E. 4.1 S. 183; SVR 2018 UV Nr. 21 S. 74, 
8C_96/2017 E. 4.2, 2011 UV Nr. 10 S. 35, 8C_584/2010 E. 4.2.2).

Bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes 
oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z.B. einem ge-
wöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammen-
hang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel 
(vgl. jedoch BGE 140 V 356 E. 5.3 S. 360) ohne weiteres verneint werden, 
weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug 
unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass 
ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsscha-
den zu verursachen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6a 
S. 139).

Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 
zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel 
zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende 
psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 129 V 177 E. 4.1 
S. 183, 115 V 133 E. 6b S. 140).

Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausal-
zusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig be-
antworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammen-
hang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu 
nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140): 

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalles; 

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- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verletzun-
gen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Feh-
lentwicklungen auszulösen; 

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 
- körperliche Dauerschmerzen; 
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert; 
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. 

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9, 8C_147/2017 E. 5.1). Diese Würdigung des Un-
falles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Ver-
neinung der Adäquanz (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367, 115 V 133 E. 6c bb 
S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 S. 174 E. 4b).

3.6 Steht aufgrund einer speziellen Adäquanzprüfung fest, dass ein 
allfällig bestehender natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat und 
damit nicht rechtsgenüglich wäre, braucht die Frage, ob der natürliche 
Kausalzusammenhang tatsächlich besteht, nicht geprüft zu werden (BGE 

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148 V 301 E. 4.5.1 S. 309, 147 V 207 E. 6.1 S. 211, 135 V 465 E. 5.1 
S. 472).

3.7 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 
149 V 224 E. 6.3.1 S. 235, 143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 
S. 201). 

3.8 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

4.

4.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist zu Recht unbestritten, dass 
das Ereignis vom 21. Mai 2019 einen Unfall im Rechtssinne (Art. 4 ATSG) 
darstellt und in der Folge unfallkausale (somatische) Beschwerden am 
rechten Handgelenk auftraten; die Beschwerdegegnerin hat denn auch 
entsprechende Versicherungsleistungen erbracht (vgl. act. II 7 f., 82). Um-
stritten ist hingegen, ob die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht per 
30. September 2022 abgeschlossen und dem Beschwerdeführer per 1. Ok-
tober 2022 eine Invalidenrente auf Basis eines Invaliditätsgrades von 17 % 
und eine Integritätsentschädigung auf Basis einer Integritätseinbusse von 
10 % zugesprochen hat. 

4.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten das Folgende ent-
nehmen:

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4.2.1 Der Beschwerdeführer wurde am 21. Mai 2019 in die Notaufnahme 
des D.________ eingeliefert und anschliessend in der orthopädischen Kli-
nik behandelt (act. II 13 S. 4, act. II 32 f.). Es wurde eine distale Radiusfrak-
tur des rechten Handgelenkes sowie Prellungen im Bereich Schulter, Hals, 
Lendenwirbelsäule, Thorax und Becken diagnostiziert (act. II 32 f.). Die 
Radiusfraktur wurde operativ mittels Plattenosteosynthese versorgt (act. II 
32 S. 2), am 30. Mai 2019 erfolgte eine Operation zwecks Entfernung des 
Osteosynthesematerials und erneuter Osteosynthese (act. II 13 S. 4). In 
psychischer Hinsicht wurde die Diagnose einer akuten Belastungsreaktion 
(ICD-10: F43.0) gestellt. Es erfolgte eine psychopharmakologische Be-
handlung (act. II 13 S. 4 f.). 

Am 27. Mai 2019 wurde eine neurologische Parästhesie in den Segmenten 
C5/C6 rechts festgestellt, woraufhin ein MRI der Halswirbelsäule und des 
Lumbosakralbereichs durchgeführt wurde. Dieses zeigte eine zervikale 
Verstauchung und Zerrung S13.4 und S16.1 sowie eine lumbale Verstau-
chung und Zerrung S39.012A (act. II 13 S. 2, 32 S. 3). 

Ein MRT der rechten Schulter vom 1. Juni 2019 zeigte keine pathologi-
schen Veränderungen (act. II 13 S. 2). Im Bericht vom 3. September 2019 
wurde sodann ein komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) sowie 
ein subacromiales Impingement Syndrom rechts diagnostiziert (act. II 22 
S. 2). Im Bericht vom 16. Oktober 2019 wurde die Diagnose einer Band-
scheibenprotrusion L/V-S/I, Lumboischialgie (Diskarthrose L/III-L/IV) ge-
stellt (act. II 31 S. 2). 

4.2.2 Im Bericht vom 5. März 2020 (act. II 69) betreffend die gleichentags 
erfolgte erstmalige Konsultation in der Schweiz hielt der Hausarzt Dr. med. 
E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, fest, der Beschwer-
deführer habe sich anlässlich des Unfalls eine Fraktur im Bereich des rech-
ten Handgelenkes zugezogen, die osteosynthetisch versorgt worden sei. 
Hinzu gekommen seien multiple Prellungen im Bereich der Schulter rechts, 
des Rückens, des Thorax und weiteren Lokalisationen. Der Beschwerde-
führer habe bisher aus verschiedenen Gründen nicht in die Schweiz 
zurückkehren können. Durch den Unfall sei der Beschwerdeführer in eine 
schwierige physische, psychische und finanzielle Situation geraten. Körper-
lich bestünden weiterhin Beschwerden im Bereich der rechten Hand mit 

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deutlichem Beugedefizit und intermittierenden Gefühlsstörungen. Auch 
klage er über Schmerzen im Bereich des Rückens und der unteren Extre-
mitäten. Psychisch sei er durch das Unfallereignis und die Folgen traumati-
siert und wegen der Blockierung durch die örtlichen Behörden stark belas-
tet; initial eingesetzte Psychopharmaka seien wegen Nebenwirkungen wie-
der abgesetzt worden. 

4.2.3 Am 26. Juni 2020 erfolgte die Erstkonsultation in dem Spital 
F.________. Im Bericht vom 3. Juli 2020 (act. II 99) wurde ein St. n. dorsa-
ler Plattenosteosynthese distale Radiusfraktur, eine Bewegungseinschrän-
kung der Palmarflexion des Handgelenkes rechts sowie der Verdacht auf 
eine Ulnaris-/Medianusläsion, DD Plexusläsion diagnostiziert (S. 1). Es 
würden weitere Abklärungen zur Feststellung einer allfälligen Nervenläsion 
empfohlen (S. 3). 

4.2.4 Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
führte in seinem Bericht vom 22. August 2020 (act. II 112) aus, infolge der 
multiplen massiven Belastungen und der faktischen Aussichtslosigkeit sei 
der Beschwerdeführer in eine komplexe posttraumatische Belastungs-
störung (ICD-10: F43.11) geraten. Der Beschwerdeführer leide unter Alb-
träumen, sei emotional stumpf, abwesend, klagend und passiv. Er sei fast 
mutistisch, abweisend, kaum schwingungsfähig und es bestehe eine laten-
te Suizidalität. Ausserdem klage er über Schmerzen an der rechten Hand, 
sei verängstigt und habe Erinnerungen an den Unfallhergang. Eine psych-
iatrische Behandlung und eine medikamentöse Therapie seien dringend 
indiziert. 

4.2.5 Im Bericht des Spitals F.________ vom 10. September 2020 (act. II 
121) wurden die Diagnosen einer Schmerzstörung mit führend psychischer 
Komponente sowie somatischen Anteilen im Zusammenhang mit dem Ver-
kehrsunfall vom 21. Mai 2019, eine Bewegungseinschränkung der Palmar-
flexion des Handgelenkes rechts, der Verdacht auf eine Ulnaris-/
Medianusläsion, DD Plexusläsion, und eine Nephrolithiasis links gestellt 
(S. 1). Der Beschwerdeführer leide seit dem Verkehrsunfall an Schmerzen 
am ganzen Körper; diese seien vordergründig am rechten Handgelenk so-
wie an der rechten Schulter. Ebenfalls bestünden wechselnde Schmerzen 
an der Wirbelsäule sowie im Knie- und Fussbereich, welche vom Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2025, UV 200 2024 621

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schwerdeführer aber nicht weiter beschrieben werden könnten. Die soma-
tisch erhobenen Befunde könnten das Ausmass der Schmerzen und die 
Einschränkungen nicht erklären. Es bestehe kein Anhalt für eine system-
entzündliche Ursache der Schmerzen (S. 2). 

4.2.6 Im Verlaufsbericht vom 14. September 2020 (act. II 138) führten die 
Ärzte der F.________ gestützt auf eine am 3. September 2020 durchge-
führte elektrophysiologische Untersuchung (vgl. act. II 165) aus, dass keine 
Pathologie des N. ulnaris oder des N. medianus bestehe, womit die Bewe-
gungseinschränkung bzw. das Reiben der Strecksehnen über der Osteo-
syntheseplatte bleibe. Es werde deren Entfernung empfohlen (act. II 138 
S. 1).

4.2.7 Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
des Spitals F.________ (Abteilung F.________), diagnostizierte in seinem 
Bericht vom 5. November 2020 (act. II 143) eine chronische Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Anteilen bei zentraler Schmerz-
sensitivierung sowie eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung. 
Im Rahmen des Anamnesegesprächs habe sich ein schwerstens traumati-
sierter, gebrochener Mann gezeigt, der sich nur eingeschränkt auf das Ge-
spräch habe konzentrieren können. Bei diesem schwer kranken Patienten 
empfehle sich unbedingt eine rasche multimodale Schmerzbehandlung 
(S. 1 f.). 

Der Beschwerdeführer wurde anschliessend vom 11. Januar bis zum 
1. Februar 2021 in der F.________, Abteilung F.________, stationär be-
handelt. Im Austrittsbericht vom 12. Februar 2021 (act. II 212) wurden eine 
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, 
eine schwere depressive Episode, eine posttraumatische Belastungs-
störung (seit dem Verkehrsunfall vom 21. Mai 2019 im ... und anschlies-
sendem Hausarrest) und ein Vitamin-D-Mangel diagnostiziert (S. 1 f.).

4.2.8 Im Verlaufsbericht vom 13. Februar 2020 (richtig: 2021; act. II 195) 
führte Dr. med. G.________ aus, der Gesundheitszustand des Beschwer-
deführers habe sich verschlechtert (S. 1 Ziff. 1). Unter Diagnosen nannte er 
ohne nähere Bezeichnung verschiedene Codes der ICD-10 (ICD-10: F32.2 
[schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome], ICD-10: 

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F45.0 [Somatisierungsstörung], ICD-10: F43.1 [posttraumatische Belas-
tungsstörung], ICD-10: Z59 [Kontaktanlässe mit Bezug auf das Wohnum-
feld oder die wirtschaftliche Lage] und ICD-10: Z63 [andere Kontaktanlässe 
mit Bezug auf den engeren Familienkreis; S. 1 Ziff. 3]). Der Beschwerde-
führer erscheine fast mutistisch, sei sehr zurückgezogen und sein Denken 
und Fühlen seien auf die negativen Folgen des Unfalls bezogen (S. 1 
Ziff. 4). Er sei massiv verunsichert, mache allerdings kaum Angaben (S. 1 f. 
Ziff. 5 und 6). Medikamente wolle er nicht (S. 2 Ziff. 8). 

4.2.9 Der Kreisarzt der Suva Dr. med. I.________, Facharzt für Chirurgie, 
diagnostizierte in seiner Beurteilung vom 7. April 2021 (act. II 215) eine 
distale Radiusfraktur rechts, eine Rückenprellung sowie eine Erkrankung 
im psychosomatischen Formenkreis. Im Anschluss an den Unfall sei im 
Rahmen der stationären Behandlung eine Abklärung des Rückens erfolgt, 
bei der keine Frakturen festgestellt worden seien. Anlässlich einer bereits 
vor dem Unfall durchgeführten Röntgenaufnahme der Lendenwirbelsäule 
seien degenerative Veränderungen festgestellt worden. Im weiteren Verlauf 
seien bei den nachfolgenden Untersuchungen keine Unfallfolgen darge-
stellt worden; Folgen einer abgelaufenen Fraktur seien definitiv verneint 
worden. Der Unfall habe damit (einzig) zu einer Fraktur des distalen Radius 
am rechten Handgelenk sowie zu Prellungen und Kontusionen ohne Nach-
weis von unfallbedingten strukturellen Läsionen im Bereich des Achsenske-
letts geführt (S. 3). Die beschriebene Beschwerdesymptomatik im Bereich 
des Rückens stehe damit nicht im Zusammenhang mit dem Unfall (S. 4). 

4.2.10 Im Bericht der F.________ vom 11. November 2021 (act. II 270) 
wurden persistierende Handgelenksschmerzen rechts bei Radiokarpalar-
throse, der Verdacht auf ein Thoracic Outlet Syndrom rechts, unklare 
Schulterschmerzen rechts sowie der Verdacht auf eine C8-Radikulopathie 
diagnostiziert (S. 1). Es bestehe ein sehr komplexes Beschwerdebild im 
Rahmen einer chronischen Schmerzstörung, welchem am ehesten ver-
schiedene Pathologien zugrunde lägen. Nach Infiltration des Radiokarpal-
gelenkes habe sich eine Besserung der Handgelenksschmerzen gezeigt, 
sodass deren Ursache am ehesten im Rahmen der CT-graphisch festge-
stellten Radiokarpalarthrose und nicht durch allfällig störendes Osteosyn-
thesematerial gesehen werde (S. 4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2025, UV 200 2024 621

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4.2.11 Im Bericht der F.________ vom 17. Februar 2022 (act. II 296) wur-
den nach Durchführung eines Arthro-MRT der rechten Schulter diesbezüg-
lich chronifizierte diffuse Nacken- und Schulterschmerzen bei klinisch über-
lagerter sekundärer Tendinopathie der langen Bicepssehne, symptomati-
scher ACG-Arthrose und Protraktionshaltung rechts, DD zervikogen, zeit-
weise C8-Radikulopathie mit Adduktionsschwäche Dig V rechts, sowie seit 
sieben Wochen zunehmende diffuse periscapuläre Schmerzen Schulter 
links mit zeitweiser Ausstrahlung in den Ring- und Kleinfinger, DD subklini-
sches dynamisches Thoracic Outlet Syndrom, diagnostiziert (S. 2). Es wer-
de eine Infiltration durchgeführt (S. 3). 

4.2.12 Dr. med. I.________ (nun Versicherungsmedizin Suva) stellte in 
seinem Bericht vom 10. August 2022 nach einer Untersuchung des Be-
schwerdeführers vom 9. August 2022 (act. II 347) die unfallbedingte Dia-
gnose einer verbleibenden Belastungs- und Bewegungsstörung des rech-
ten Handgelenkes mit Ausbildung einer radiokarpalen Arthrose bei Status 
nach Verplattung einer Radiusfraktur mit dorsaler Plattenanlage. Nicht un-
fallkausal seien eine S-förmige Skoliose der Lendenwirbelsäule, eine be-
ginnende AC-Gelenksarthrose im rechten Schultergelenk, multiple Lipome 
sowie unklare Inguinal- und Hüftbeschwerden links (S. 9). Im Rahmen des 
Unfalls hätten sicherlich multiple Prellungen und Kontusionen stattgefun-
den, unfallbedingte strukturelle Läsionen hätten jedoch nicht nachgewiesen 
werden können. Damit seien einzig die Beschwerden im Bereich des rech-
ten Handgelenkes definitiv auf den Unfall zurückzuführen (S. 10). Im weite-
ren Verlauf habe der Beschwerdeführer eine erhebliche psychische Sym-
ptomatik entwickelt, die auch weiterhin fortbestehend sei (S. 9). Eine leichte 
körperliche Arbeit (beidarmig, mit einer maximalen Hebelast der rechten 
Hand von 3 kg, ohne Schlag- und Vibrationsbelastungen mit Auswirkung 
auf die rechte obere Extremität und ohne forcierte Bewegung mit Drehung, 
Extension oder Flexion der rechten Hand) sei dem Beschwerdeführer zu 
100 % ohne zusätzliche Leistungsminderung zumutbar (S. 10 f. Ziff. 4). 

4.2.13 In seinem Bericht zuhanden der Rechtsvertretung des Beschwerde-
führers vom 19. November 2022 (act. II 408) diagnostizierte Dr. med. 
G.________ eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) und 
eine depressive Episode (ICD-10: F32.1 [S. 1 f. Ziff. 2]). Der Beschwerde-

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führer leide an Verzweiflung, Flashbacks, Vermeidungshaltung und Rück-
zugstendenzen. Die chronische Schmerzstörung mit somatischen und psy-
chischen Faktoren habe sich mit Hilfe der Therapie zurückgebildet (S. 1 
Ziff. 1). Die posttraumatische Belastungsstörung und die depressive Episo-
de stünden mit dem Unfall in engster Verbindung und wären ohne diesen 
nicht entstanden; hingegen müsse die chronische Schmerzstörung – zu-
mindest teilweise – als ohne Unfallereignis entstanden angesehen werden 
(S. 1 f. Ziff. 2). Der Unfall sei dramatisch und extrem eindrücklich gewesen 
und habe den Beschwerdeführer unvermittelt getroffen; es sei zu Todesfäl-
len gekommen. Anschliessend sei es zu einer ungerechten Behandlung 
des Falls durch die ... Gerichtsbehörden (Korruption) gekommen. Die psy-
chischen Beschwerden seien immer noch erheblich (S. 5 Ziff. 11). 

4.2.14 Im Bericht der F.________ vom 10. Juli 2023 (edierte Akten der IV-
Stelle Bern [act. III] 99 S. 4 ff.) wurde die Diagnose chronische posttrauma-
tische, multilokuläre muskuloskelettale Schmerzen nach Verkehrsunfall 
mit/bei chronischer Lumbalgie bei leichtgradiger linkskonvexer LWS-
Skoliose mit beginnender Segmentdegeneration L3/L4, chronischer Zervi-
kalgie, chronischen Schulterschmerzen rechts, chronischen Handgelenks-
schmerzen rechts, chronischem Leistenschmerz links, Chronic Widespread 
Pain Syndrom, chronischer Schmerzstörung mit somatischen und psychi-
schen Faktoren und posttraumatischer Belastungsstörung nach Verkehrs-
unfall gestellt (S. 4). Im Verlauf habe sich eine deutliche Schmerzauswei-
tung sowie eine Persistenz der depressiven und posttraumatischen Störun-
gen gezeigt. Die soziale Situation mit Unsicherheiten bezüglich Versiche-
rungsleistungen und zunehmender Überlastung – vor allem der Ehefrau – 
sei weiterhin sehr belastend (S. 5). 

4.2.15 Dr. med. J.________, Facharzt für Handchirurgie der F.________, 
führte in seinem Bericht vom 9. August 2023 (act. II 450) auf Fragen der 
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aus, als Basis der Handgelenks-
schmerzen werde am ehesten die posttraumatische Radiokarpalarthrose 
gesehen. Hinsichtlich der Schmerzen sei zu verzeichnen, dass eine deutli-
che Schmerzausweitung und eine Persistenz der depressiven und post-
traumatischen Störungen vorlägen. Auch die soziale Situation mit Unsi-
cherheiten bezüglich Versicherungsleistungen und zunehmender Überlas-

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tung im häuslichen Umfeld sei für den Patienten sehr belastend. Hinsicht-
lich des Heilungsverlaufs könne somit keine positive Prognose gestellt 
werden (S. 1 Ziff. 1). Der Beschwerdeführer sei in seiner angestammten 
Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig; in einer den Unfallfolgen ideal ange-
passten Tätigkeit sei er hingegen wenige Stunden pro Tag, ohne Belastung 
der betroffenen oberen Extremitäten, arbeitsfähig (S. 2 Ziff. 3). Die Inte-
gritätseinbusse werde gemäss den Suva Tabellen ebenfalls auf 10 % ge-
schätzt; allenfalls liesse sich argumentieren, dass die Arthrose einer funkti-
onellen radiokarpalen Arthrodese gleichzusetzen sei, weil funktionell eine 
sehr hohe Einschränkung vorliege; dies entspreche einer Integritätseinbus-
se von 15 % gemäss Suva Tabelle (S. 2 Ziff. 2). Aufgrund der erwähnten 
Schmerzausweitung würden die Beschwerden über das Mass des objekti-
vierbaren Schadens am Handgelenk hinausgehen. Sollte eine Arthrodese 
des Handgelenkes erfolgen, so läge der Integritätsschaden bei 15 % (S. 2 
f. Ziff. 3). 

4.3

4.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 
S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). 

4.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass des vorliegend 
angefochtenen Einspracheentscheids vom 18. Juli 2024 (act. II 458) auf die 
Aktenbeurteilung des Dr. med. I.________, Versicherungsmedizin Suva 
(vormals Kreisarzt), vom 7. April 2021 (act. II 215) sowie auf seinen Bericht 
vom 10. August 2022 über die ärztliche Untersuchung vom 9. August 2022 
(act. II 347). Diese erfüllen die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisan-
forderungen (vgl. E. 4.3 hiervor) und überzeugen, weshalb darauf abzustel-
len ist. Dass im Rahmen der Aktenbeurteilung vom 7. April 2021 betreffend 
die beklagten Beschwerden an der Brust- und Lendenwirbelsäule keine 
Exploration des Beschwerdeführers durchgeführt wurde, schadet nicht, 
zumal es sich um eine Kausalitätsbeurteilung bei feststehendem Sachver-
halt resp. lückenlosen Befund handelt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 
9C_651/2019 E. 4.3) und Dr. med. I.________ seine Aktenbeurteilung nach 
einer Untersuchung vom 9. August 2022 mit einlässlicher Begründung er-
gänzte. 

4.4.1 In somatischer Hinsicht ist unbestritten und erstellt, dass es anläss-
lich des Unfalles vom 21. Mai 2019 zu einer distalen Radiusfraktur am 
rechten Handgelenk mit einer verbleibenden Belastungs- und Bewegungs-
störung gekommen ist (act. II 347 S. 9). 

Dass die beklagten Rückenbeschwerden (vorwiegend im Bereich der Len-
den- und Halswirbelsäule; vgl. act. III 99 S. 4) auf den Unfall zurückzu-
führen sind, schloss Dr. med. I.________ nachvollziehbar und überzeu-
gend aus, da im Rahmen der im Anschluss an den Unfall durchgeführten 
MRI-Untersuchungen der Zervikal- und Lumbalregion einzig Verstauchun-
gen und Zerrungen, nicht jedoch strukturelle Läsionen festgestellt wurden 
(act. II 13 S. 2, 32 S. 3). Auch das im Juli 2020 durchgeführte CT des Ab-

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domens (act. II 193) und eine im Januar 2022 durchgeführte bildgebende 
Untersuchung der Halswirbelsäule (act. II 327) zeigten einzig degenerative 
Veränderungen der Hals- resp. der Lendenwirbelsäule, wobei solche im 
Bereich der Lendenwirbelsäule bereits im April 2019 und damit vor dem 
Unfall bildgebend festgestellt worden waren (act. II 213). Im Rahmen einer 
im Juli 2020 durchgeführten Röntgenuntersuchung konnten alsdann auch 
Frakturen der Brustwirbelsäule ausgeschlossen werden (act. II 123). Zwar 
wurde im Februar 2022 bei einem MRI der rechten Schulter eine Partialrup-
tur der kranialen Subskapularissehne festgestellt (act. II 324). Die Ärzte im 
D.________ hatten im Schulterbereich unmittelbar nach dem Unfall jedoch 
lediglich Prellungen feststellen können (act. II 32 S. 2, 4 S. 5) und das von 
ihnen am 1. Juni 2019 durchgeführte MRI der Schulter hatte keinerlei pa-
thologische Veränderungen gezeigt (act. II 13 S. 2). Folglich kam Dr. med. 
I.________ auch bezüglich der Schulterbeschwerden zu Recht zum 
Schluss, dass diese nicht auf den Unfall zurückzuführen sind. Was 
schliesslich die beklagten Leistenschmerzen betrifft, die aktenkundig links 
angegeben wurden (act. III 99 S. 4), wurden auch hier seitens der ... Ärzte 
echtzeitlich keine strukturellen Läsionen erhoben (act. II 32 S. 2, 4 S. 5). 
Die behandelnden Urologen konnten im Rahmen einer zweitägigen Hospi-
talisation im September/Oktober 2020 – bis auf eine Nephrolithiasis links – 
keine weiteren Befunde erheben (act. II 189). Nach einer Ultraschallunter-
suchung der beiden Leisten im Januar 2021 wurde sodann ein Leisten-
bruch ausgeschlossen (act. II 192) und bildgebende Untersuchungen des 
Beckens und der linken Hüfte vom November 2021 hatten lediglich dege-
nerative Veränderungen und einen erhöhten Alphawinkel gezeigt (act. II 
274, 299). 

Vor diesem Hintergrund kam Dr. med. I.________ zum nachvollziehbaren 
und überzeugenden Schluss, dass einzig die Handgelenksbeschwerden 
auf den Unfall zurückzuführen sind; die weiteren beklagten (somatischen) 
Beschwerden hingegen nicht in einem Kausalzusammenhang zum Unfall 
stehen. Soweit im Bericht der F.________ vom 10. Juli 2023 die Diagnose 
chronische "posttraumatische" muskuloskelettale Schmerzen nach Ver-
kehrsunfall vermerkt wurde (act. III 99 S. 4), ändert dies nichts. Aus diesem 
Bericht geht keine (ausdrückliche) Beurteilung der Unfallkausalität hervor 
und vermag die medizinische Verwendung des Begriffs „Trauma“ aus 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2025, UV 200 2024 621

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rechtlicher Sicht keine Rückschlüsse auf einen allfälligen natürlich-kausalen 
Zusammenhang zu begründen (Entscheid des BGer 8C_241/2020 vom 
29. Mai 2020 E. 6.1). Nachvollziehbar hat Dr. med. I.________ bezogen 
auf die Unfallfolgen in einer leichten körperlichen Tätigkeit mit einge-
schränkter Belastung der rechten Hand resp. der rechten oberen Extremität 
eine vollständige Arbeitsfähigkeit ohne zusätzliche Leistungsminderung 
attestiert (act. II 347 S. 10 f. Ziff. 4). Was die Beurteilung des Dr. med. 
J.________ zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers betrifft (act. II 450 
S. 2 Ziff. 3), enthält sein Bericht keine Begründung, weshalb der Be-
schwerdeführer rein aufgrund der Beschwerden an der Hand nur noch 
niedrigprozentig arbeitsfähig sein soll, weshalb auch dieser Bericht keine 
Zweifel an der Beurteilung des Dr. med. I.________ weckt. 

4.4.2 Dr. med. I.________ legte gestützt auf seine ärztliche Untersu-
chung vom 9. August 2022 in schlüssiger Weise dar, dass der Endzustand 
im Zusammenhang mit den unfallkausalen Beschwerden am rechten 
Handgelenk (vgl. E. 4.4.1 hiervor) per Untersuchungszeitpunkt – d.h. per 
August 2022 – erreicht ist (act. II 347 S. 10) und von weiteren medizini-
schen Behandlungen keine namhafte Besserung des unfallbedingten Ge-
sundheitszustandes mehr erwartet werden kann. Diese Einschätzung über-
zeugt und steht im Einklang mit den Akten: So hielt der behandelnde 
Handchirurg Dr. med. J.________ in seinem Bericht vom 9. August 2023 
ausdrücklich fest, dass die einzige Massnahme, die im Rahmen der drei-
jährigen Behandlungsdauer kurzfristig eine Schmerzreduktion erzielt habe, 
die Infiltration (des Handgelenkes) gewesen sei und auch bei operativer 
Adressierung der Arthrose von keiner relevanten Verbesserung der Beein-
trächtigung mehr ausgegangen werden könne (act. II 450 S. 1 f Ziff. 1 f.). 
Zu diesem Schluss waren im Übrigen die behandelnden Ärzte nach um-
fangreichen Abklärungen bereits im Dezember 2021 gekommen (act. II 282 
S. 3). Ferner stand auch die von der IV-Stelle im Mai 2023 veranlasste In-
tegrationsmassnahme in Form eines Aufbautrainings (vgl. act. III 79) dem 
Fallabschluss nicht entgegen (vgl. dazu Urteile des BGer 8C_350/2018 
vom 20. August 2018 E. 7). Damit ist der per Ende September 2022 erfolg-
te Fallabschluss (act. II 354) nicht zu beanstanden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2025, UV 200 2024 621

-21-

5.

Was die geltend gemachten psychischen Beschwerden betrifft, kann vor-
liegend offenbleiben, ob diese in einem natürlichen Kausalzusammenhang 
zum Unfall stehen, da diese – anders als vom Beschwerdeführer vertreten 
(vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. 10) – nicht adäquat kausale Folge des Unfalls 
vom 21. Mai 2019 sind (vgl. 3.5 hiervor und E. 5 hiernach).  

Diese Adäquanzbeurteilung hat zu jenem Zeitpunkt zu erfolgen, in welchem 
von einer Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden kann 
(vgl. BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116). Die Prüfung der Adäquanz eines allfäl-
ligen psychischen Gesundheitsschadens hat nach der Praxis gemäss BGE 
115 V 133 (sog. "Psycho-Praxis", vgl. E. 3.5 hiervor) zu erfolgen, was sei-
tens des Beschwerdeführers zu Recht unbestritten blieb (Beschwerde S. 4 
ff. Ziff. 2 ff.)

5.1 Zum Unfallhergang ergibt sich aus den Akten das Folgende: Der 
Beschwerdeführer war gemäss seinen Angaben mit einer Geschwindigkeit 
von 80 bis 90 km/h auf der rechten Fahrspur der Autobahn auf gerader 
Strasse, bei Tageslicht und trockenen Verhältnissen unterwegs, als er un-
gebremst frontal in das Heck eines auf der gleichen Fahrspur stillstehenden 
Fahrzeugs prallte. Dieses Fahrzeug wurde in der Folge auf die linke Fahr-
spur gegen die Mittelleitplanke geschoben. Das Fahrzeug des Beschwer-
deführers drehte sich nach dem Aufprall und prallte gegen ein weiteres 
Fahrzeug, welches sich auf dem Pannenstreifen befand, und erfasste zwei 
bei diesem arbeitende Personen, wobei eine Person noch am selben Tag 
verstarb (act. II 23, 84, 482 S. 3). 

5.2 Die Beschwerdegegnerin qualifizierte das Ereignis als einen mittel-
schweren Unfall im engeren Sinn (act. II 458 S. 5 Ziff. b). Dies ist mit Blick 
auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu ähnlich gelagerten Fällen – 
entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung (Beschwerde S. 4 
Ziff. 4) – nicht zu beanstanden. Die Schwere des Unfalls bemisst sich nach 
dem augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden 
Kräften, nicht jedoch nach den Folgen oder Begleitumständen, die nicht 
direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können (vgl. Urteil des 

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-22-

BGer 8C_39/2021 vom 6. Juli 2021 E. 6.1). Der Beschwerdeführer prallte 
bei Tageslicht mit einer Geschwindigkeit von 80 bis 90 km/h auf gerader 
Strecke bei trockener Fahrbahn frontal in das Heck eines mit laufender 
Warnblinkanlage vor einer Baustelle abgestellten Fahrzeugs (act. II 23, 84, 
482 S. 3). Das Bundesgericht qualifizierte einen Unfall, bei dem ein Fahr-
zeug mit einer Geschwindigkeit von ca. 90 km/h frontal in einen Personen-
wagen prallte, ebenso als mittelschwer (Urteil des BGer 8C_786/2009 vom 
4. Januar 2010 E. 4.6.3). Gleichermassen als mittelschwer qualifizierte es 
einen Unfall, bei dem beide Fahrzeuge mit je rund 80 km/h (8C_551/2024 
vom 2. Juli 2025 E. 4.2) resp. mit 80 km/h und 100 km/h (wobei ersteres 
noch ein Ausweich- und Abbremsmanöver einleitete; vgl. Urteil des BGer 
8C_1021/2009 vom 3. November 2010 E. 8.3) frontal kollidierten (zur Kasu-
istik im Detail vgl. Urteil des BGer 8C_996/2010 vom 14. März 2011 E. 7.2, 
bestätigt etwa in Urteile des BGer 8C_476/2021 vom 2. März 2022 E. 6.1, 
8C_551/2024 E. 4.2). Demnach müssen von den hiervor dargestellten 
Adäquanzkriterien (vgl. E. 3.5 hiervor) mindestens drei in der einfachen 
Form oder aber eines in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit 
der adäquate Kausalzusammenhang bejaht werden kann (vgl. E. 3.5 hier-
vor).

5.3 Die Prüfung der einzelnen adäquanzrelevanten Kriterien (vgl. E. 3.5 
hiervor) ergibt folgendes Bild:

5.3.1 Obschon dem Unfallereignis vom 21. Mai 2019 wie sämtlichen mit-
telschweren Unfällen im mittleren Bereich eine gewisse Eindrücklichkeit 
eigen ist (BGE 148 V 301 E. 4.4.3 S. 308), liegen vorliegend keine Um-
stände vor, die zur Bejahung einer besonderen Dramatik oder Eindrück-
lichkeit der Begleitumstände führen könnten. Im vorliegenden Fall hatte der 
Beschwerdeführer am 13. Juni 2019 und damit zeitnah zum Unfall angege-
ben, sich nicht an die Unfallumstände erinnern zu können resp. den Unfall 
nicht mitbekommen zu haben, da er ohnmächtig geworden sei und erst 
nach dem Aufprall wieder das Bewusstsein erlangt habe (act. II 482 S. 3). 
Dass ein Unfallbeteiligter verstorben sei, habe er erst später erfahren 
(act. II 482 S. 5). Auch wenn dem Unfall und den gesamten Umständen 
eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abzusprechen ist, liegen besonders 
dramatische Begleitumstände oder Umstände, die für eine besondere Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2025, UV 200 2024 621

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drücklichkeit des Unfalls i.S. der höchstrichterlichen Rechtsprechung spre-
chen, nicht vor (vgl. die Rechtsprechungsübersicht im Urteil des BGer 
8C_398/2012 vom 6. November 2012 E. 6.1.1, bestätigt in Urteil des BGer 
8C_551/2024 vom2. Juli 2025 E. 4.2.3). Namentlich stellt die Tatsache, 
dass der Beschwerdeführer in der Folge nach dem Recht des Landes, in 
dem der Unfall stattgefunden hat, als Unfallverursacher während einer ge-
wissen Zeit unter Hausarrest gestellt und später zu einer längeren Frei-
heitsstrafe verurteilt wurde, keinen solchen besonders dramatischen Be-
gleitumstand dar. 

5.3.2 Der Beschwerdeführer zog sich anlässlich des Unfallereignisses 
eine distale Radiusfraktur an der rechten Hand, Prellungen im Bereich der 
Schulter, des Halses, der Lendenwirbelsäule, des Thorax und des Be-
ckens, Hautverletzungen am Unterarm und im Bauchbereich sowie eine 
Parästhesie der Digitus I-III der rechten Hand zu (act. II 32 S. 2, 4 S. 5). 
Diese Verletzungen sind nicht von einer derartigen Schwere bzw. besonde-
ren Art, dass sie erfahrungsgemäss geeignet wären, psychische Fehlent-
wicklungen auszulösen. Vielmehr ist mit Blick auf die Tatsache, dass sol-
che Unfallverletzungen keine Seltenheit sind und in aller Regel ohne psy-
chische Fehlentwicklungen behandelt werden können, das Gegenteil der 
Fall. 

5.3.3 Hinsichtlich des Kriteriums der ungewöhnlich langen Dauer der 
ärztlichen Behandlung ist in Bezug auf die unfallkausale Handverletzung 
erstellt, dass das Handgelenk unmittelbar im Anschluss an den Unfall ope-
rativ versorgt wurde (act. II 32 S. 2) und am 30. Mai 2019 eine Revisions-
operation erfolgte (act. II 13 S. 4). Der Heilungsprozess verlief grundsätz-
lich problemlos (act. II 99). Die erlittenen Prellungen heilten in dem zu er-
wartenden Zeitraum rasch ab (act. II 69). Nach einem dreiwöchigen Spital-
aufenthalt wurde der Beschwerdeführer ambulant durch Spitalärzte und 
einen Hausarzt nachbetreut (act. II 99 S. 1). In der Schweiz wurden zwar 
weitere Abklärungen zwecks Ausschluss einer allfälligen anderweitigen 
Verletzung vorgenommen; so wurde insbesondere eine Nervenläsion aus-
geschlossen (act. II 99 S. 3, 138 S. 1, 270 S. 4, 291 S. 3). Von einer Revi-
sionsoperation des Handgelenkes rieten die behandelnden Ärzte jedoch ab 
(act. II 282 S. 3, 450 S. 1 Ziff. 1); es erfolgten (Schmerz-)Therapien in Form 

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von Infiltrationen (vgl. bspw. act. II 270 S. 4), Ergotherapie und TENS-
Therapie (act. II 283 S. 3). Die eigentliche Behandlung war damit bereits 
bei der ersten Vorstellung in der Schweiz abgeschlossen gewesen. Insge-
samt betrachtet kann damit nicht von einer ungewöhnlich langen Dauer der 
ärztlichen Behandlung im Sinne der Rechtsprechung ausgegangen wer-
den, zumal Massnahmen in Form von Physio- und Ergotherapie sowie ärzt-
liche Verlaufskontrollen diesen Anforderungen rechtsprechungsgemäss 
nicht genügen (vgl. Urteil des BGer 8C_596/2022 vom 11. Januar 2023 
E. 4.5.4). 

5.3.4 Was das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen betrifft, ist 
erstellt und zu Recht unbestritten, dass der Beschwerdeführer seit dem 
Unfall an Schmerzen im rechten Handgelenk leidet (vgl. act. II 121 S. 2, 
237 S. 2, 259 S. 3, 265 S. 2, 270 S. 2, 291, act. III 157 S. 3), wobei die Be-
schwerden als fluktuierend (act. II 265 S. 2), belastungsabhängig (act. II 
400 S. 2) und wetterabhängig (act. II 259 S. 3, 265 S. 2, 270 S. 2, 283 S. 2 
f., 453 S. 3) beschrieben wurden. Diese Schmerzen konnten jeweils – vor-
übergehend – durch Infiltrationen verringert werden (act. II 270 S. 2, 282 
S. 3, 400 S. 3). Insgesamt ist von körperlichen Dauerbeschwerden auszu-
gehen, wobei der Umfang und die unterschiedliche Intensität dazu führen, 
dass das Kriterium nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt, sondern 
in der einfachen Form gegeben ist (vgl. Entscheid des EVG U 186/05 vom 
26. September 2005 E. 3.5).

5.3.5 In Bezug auf das Kriterium einer allfälligen ärztlichen Fehlbehand-
lung geht der Aktennotiz der Beschwerdegegnerin vom 12. März 2020 be-
treffend die Fallbesprechung mit dem Kreisarzt Dr. med. K.________, 
Facharzt für Chirurgie, hervor, dass dieser die Versorgung des Handgelen-
kes im ... als nicht zufriedenstellend beurteilte und (bei noch fehlender 
fachärztlicher Beurteilung in der Schweiz) eine Beurteilung des postopera-
tiven Vorgehens durch einen Facharzt in der Schweiz verlangte (act. II 74). 
Aus den umfangreichen weiteren Akten ergibt sich daraufhin jedoch kein 
Hinweis für eine Fehlhandlung, weder unmittelbar nach dem Unfall noch in 
der späteren ärztlichen Betreuung. 

5.3.6 Hinweise auf einen schwierigen Heilungsverlauf oder auf erhebliche 
Komplikationen sind nicht aktenkundig. 

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5.3.7 Was den Grad und die Dauer der physisch bedingten Arbeitsun-
fähigkeit anbelangt, folgt aus den Akten, dass im Anschluss an den Unfall 
bis Oktober 2019 eine (vollständige) Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde 
(vgl. act. II 13 S. 2, 22 S. 2). Die Ärzte der F.________ hielten in ihrem Be-
richt vom 14. September 2020 hinsichtlich einer allfälligen operativen Ent-
fernung der Osteosyntheseplatte alsdann fest, der Beschwerdeführer kön-
ne sich zum jetzigen Punkt nicht zu einem solchen Eingriff entschliessen, 
da die Hand recht gut im Rahmen seiner Arbeit als ... einsetzbar sei (act. II 
138 S. 1). Im Bericht vom 4. Juni 2021 bescheinigten sie ihm eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit (act. II 237 S. 3), wobei diese attestierte Arbeitsunfähig-
keit offenkundig auch unter Berücksichtigung der nicht unfallkausalen Be-
schwerden erfolgte (vgl. act. II 237 S. 2 unter "Verlauf", vgl. E. 4.4.1 hier-
vor). In einem weiteren Bericht vom 11. November 2021 vermerkten sie 
sodann eine vollständige Arbeitsunfähigkeit aufgrund des "komplexen 
Schmerzsyndroms" (act. II 270 S. 5). Gemäss dem kreisärztlich definierten, 
überzeugenden (vgl. E. 4.4.1 hiervor) Zumutbarkeitsprofil besteht aus un-
fallversicherungsrechtlicher Sicht (spätestens ab August 2022) eine 
vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit (act. II 
347 S. 10 f. Ziff. 4). Rein bezogen auf die unfallkausalen (Handgelenks-
)Beschwerden ist nach dem Dargelegten folglich keine lang andauernde 
physisch bedingte Arbeitsunfähigkeit erstellt. 

5.4 Dem Voranstehenden zufolge ist einzig eines der erwähnten 
Adäquanzkriterien, jedoch nicht in ausgeprägter Weise, erfüllt (vgl. E. 5.3.4 
hiervor). Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 
21. Mai 2019 und den weiterhin geklagten psychischen resp. organisch 
nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist dementsprechend zu ver-
neinen (vgl. E. 3.5 hiervor). Im Folgenden sind damit, ausgehend vom (so-
matischen) Zumutbarkeitsprofil, wonach im Rahmen einer angepassten 
Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit ohne Leistungsminderung be-
steht (vgl. E. 4.4.1 hiervor), die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen.

6.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2025, UV 200 2024 621

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6.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern 
sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat 
(aArt. 18 Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fas-
sung). Der Bundesrat regelt die Bemessung des Invaliditätsgrades in Son-
derfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen (Art. 18 Abs. 2 
UVG).

6.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

6.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

6.4 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und 
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-
gungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 
295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Unter Berücksichtigung des korrekt erfolg-
ten Fallabschlusses per 30. September 2022 (act. II 354; vgl. E. 4.4.2 hier-
vor) liegt der frühestmögliche Beginn des Rentenanspruchs am 1. Oktober 
2022 (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkom-
mensvergleich vorzunehmen.

6.5.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2025, UV 200 2024 621

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6.5.1 Für die Bemessung des Valideneinkommens ist in der Unfallversi-
cherung nach jenem hypothetischen Verdienst zu fragen, welchen die ver-
sicherte Person ohne die unfallbedingte Schädigung wahrscheinlich erzie-
len würde. Dieser kann sich zwar mit dem mutmasslichen Verdienst als 
gesunde Person decken, aber nur dann, wenn keine weiteren, nicht unfall-
bedingten, leistungsschmälernden Beeinträchtigungen vorhanden sind 
(SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115, 8C_759/2017 E. 2.1).

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli-
che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau 
beziffern, ist auf statistische Werte wie die vom Bundesamt für Statistik 
(BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf 
sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberück-
sichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten 
persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 
E. 5.3 S. 110; SVR 2022 IV Nr. 22 S. 70, 8C_276/2021 E. 4.2).

6.5.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen werden. Da-
bei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim 
anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der 
Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei übli-
cherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt 
wird. Bei der Verwendung der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss 
Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszuge-
hen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2025, UV 200 2024 621

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nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 
174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 
8C_211/2018 E. 3.3).

6.5.3 Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Berechnung des 
Invaliditätsgrades (act. II 458 S. 8 f. Ziff. 4) wird nicht bestritten und ist denn 
auch grundsätzlich nicht zu beanstanden: 

Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer nach der Grund-
schule eine vierjährige Ausbildung (zum "..." resp. offenbar als .../...) im ... 
absolvierte und anschliessend als ... und ... im ... tätig war (act. III 1 S. 5, 7 
S. 2, act. II 136). Nach seiner Einreise in die Schweiz war er in den Jahren 
2010 bis 2017 bei der L.________ und von 2017 bis 2018 bei der 
M.________ tätig (act. III 3 S. 2). Ab November 2018 bezog er Arbeitslo-
senentschädigung (act. III 15 S. 2) und war auch im Zeitpunkt des Unfalls 
am 21. Mai 2019 als arbeitslos gemeldet (act. II 1). Da sich das ohne ge-
sundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen somit nicht hinrei-
chend genau beziffern lässt, ermittelte die Beschwerdegegnerin das Vali-
deneinkommen zu Recht gestützt auf die statistischen Werte im Tätigkeits-
bereich des Beschwerdeführers (vgl. E. 6.5.1 hiervor). Einzig hinsichtlich 
der wöchentlichen Arbeitszeit ist eine Korrektur in der Berechnung geboten, 
betrug diese im Jahr 2022 doch 41.2 und nicht 41.3 Stunden (vgl. LSE, 
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, 2022, Ziff. 41-43 
[Baugewerbe], abrufbar unter <www.bfs.admin.ch>). Damit resultiert ein 
Valideneinkommen von Fr. 71'997.-- (Fr. 5'825.-- [LSE 2022, Monatlicher 
Bruttolohn {Zentralwert} nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und 
Geschlecht, TA1_tirage_skill_level, Ziff. 41-43 {Baugewerbe}, Kompetenz-
niveau 1, Männer] x 12 / 40 x 41.2 [LSE, Betriebsübliche Arbeitszeit nach 

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Wirtschaftsabteilungen, Ziff. 41-43 {Baugewerbe}, 2022; vgl. hierzu BGE 
126 V 75 E. 3b bb S. 76]). 

Da der Beschwerdeführer die Restarbeitsfähigkeit nicht umsetzt, ist das 
Invalideneinkommen ebenfalls anhand statistischer Werte zu ermitteln (vgl. 
E. 6.5.2 hiervor), wobei die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung 
des kreisärztlich formulierten Zumutbarkeitsprofils (act. II 347 S. 10 f. 
Ziff. 4) zu Recht auf den Totalwert im Kompetenzniveau 1 der LSE 2022 
abstellte. Der von ihr getätigte leidensbedingte Abzug von 10 % ist ebenso 
nicht zu beanstanden. Damit resultiert ein Invalideneinkommen von 
Fr. 59'729.-- (Fr. 5'305.-- [LSE 2022, Monatlicher Bruttolohn {Zentralwert} 
nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, 
TA1_tirage_skill_level, Totalwert, Kompetenzniveau 1, Männer] x 12 / 40 x 
41.7 [LSE, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total-
wert, 2022] – 10 %). 

Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultiert – 
auch unter Berücksichtigung der korrigierten Wochenarbeitszeit beim Vali-
deneinkommen – ein Invaliditätsgrad von gerundet 17 % ([Fr. 71'997.-- - 
Fr. 59'729.--] / Fr. 71'997.-- x 100; zur Rundung vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 
und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 196, 8C_575/2018 E. 7.1). Bezüg-
lich des Rentenanspruchs ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
18. Juli 2024 (act. II 458) somit nicht zu beanstanden. 

7.

7.1 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2025, UV 200 2024 621

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Die Integritätsentschädigung soll den immateriellen Schaden (Schmerzen, 
Leid sowie Beeinträchtigung des Lebensgenusses) ausgleichen, der über 
die Phase der medizinischen Behandlung hinaus andauert und von dem 
anzunehmen ist, dass er ein Leben lang bestehen bleibt (BGE 133 V 224 
E. 5.1 S. 230). Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Be-
messung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Ver-
ordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung 
(SR 832.202) Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass 
ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während 
des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheb-
lich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig 
von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. 
Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die 
Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmäs-
sig erkannten, nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und typi-
sche Schäden prozentual gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Für spe-
zielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird die Entschädigung 
nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 des 
Anhangs 3; BGE 116 V 156 E. 3a S. 157). 

7.2 In seiner Beurteilung des Integritätsschadens vom 10. August 2022 
(act. II 348) gab Dr. med. I.________ zum Befund an, es bestehe (unfall-
kausal) eine Bewegungs- und Belastungsstörung sowie eine mässige Ra-
diokarpalarthrose des rechten Handgelenkes (Ziff. 1). Der Beschwerdefüh-
rer habe anlässlich des Unfalls eine distale Radiusfraktur erlitten, die ope-
rativ versorgt worden sei, wobei sich jedoch relativ rasch eine radiokarpale 
Arthrose entwickelt habe. Der weitere Verlauf sei nicht sicher einschätzbar, 
jedoch sei die Entwicklung einer mässigen radiokarpalen Arthrose bereits 
zum aktuellen Zeitpunkt festzuhalten (Ziff. 3). Gemäss Tabelle 5 nach UVG 
(Integritätsschäden bei Arthrosen) habe der Beschwerdeführer Anspruch 
auf eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 10 % (Ziff. 2).  

Diese Beurteilung überzeugt; geht doch auch der behandelnde Handchir-
urg Dr. med. J.________ gestützt auf diese Tabelle von einer Integrität-
seinbusse von 10 % aus (act. II 450 S. 2 Ziff. 2). Soweit der Beschwerde-
führer eine Integritätseinbusse von 15 % geltend macht, da die erlittene 

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Arthrose einer radiocarpalen Arthrodese (Gelenksversteifung) gleichzuset-
zen sei (Beschwerde S. 8 Ziff. 13), kann ihm nicht gefolgt werden. Aus den 
medizinischen Akten und insbesondere dem massgeblichen Zumubar-
keitsprofil ergeben sich keine Anhaltspunkte für eine (bereits heute) derar-
tige Ausprägung der Einschränkung. Die von Dr. med. J.________ in die-
sem Sinn angeführte "Alternativargumentation" ist damit nicht geeignet, 
Zweifel an der Beurteilung des Dr. med. I.________ zu wecken, zumal 
auch Dr. med. J.________ selbst vorranging von einer 10%igen Integrität-
seinbusse ausging (act. II 450 S. 2 Ziff. 2). Anhaltspunkte für eine zum ak-
tuellen Zeitpunkt voraussehbare Verschlimmerung des Integritätsschadens 
sind sodann nicht ersichtlich (vgl. so ausdrücklich Dr. med. J.________ in 
act. II 450 S. 2 f. Ziff. 3). Der angefochtene Einspracheentscheid vom 
18. Juli 2024 (act. II 458) ist damit auch hinsichtlich der zugesprochenen 
Integritätsentschädigung nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist 
sowohl hinsichtlich des Rentenanspruchs wie auch der Integritätsentschä-
digung abzuweisen. 

8.

8.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

8.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2025, UV 200 2024 621

-32-

- B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.