# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e4aab355-f38a-5e64-bb2b-e44ef5f325df
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.09.2018 IV 2016/35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-35_2018-09-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/35

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 24.09.2019

Entscheiddatum: 17.09.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 17.09.2018
Art. 28 IVG. Beweiskraft Gutachten bejaht. Rückwirkend befristete 
Rentenzusprache (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 15. Oktober 2018, IV 2016/35).

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber

Markus Lorenzi

Geschäftsnr.   I

IV 2016/35

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

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Rente (Abklärung)

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) erlitt am 13. Juli 2009 einen Arbeitsunfall, als er, 

nachdem eine Holzplatte gebrochen war, aus rund 2.7 Meter Höhe von einem Gerüst 

auf den Betonboden gestürzt war. Dabei zog er sich multiple Kontusionen (LWS, 

Übergang HWS/BWS; Schulter/Nacken rechts dorsal; Flanke/Thorax rechts in Höhe 

Nierenlager; Knie links; Ellbogen links) zu (IV-act. 5-1, 21-123 ff.).

A.b  Im April 2010 meldete sich der Versicherte aufgrund anhaltender Rücken- und 

Schulterschmerzen zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) an. Mit 

Verfügung vom 11. März 2011 verneinte die IV-Stelle bei 100%-iger Arbeitsfähigkeit in 

der angestammten Tätigkeit einen Rentenanspruch (IV-act. 32). Diese Verfügung blieb 

unangefochten.

A.c  Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) hatte ihre Leistungen 

mangels fortbestehender kausaler Unfallfolgen bereits per 30. Juni 2010 eingestellt 

(vgl. Fremdakten). Auch dieser Entscheid blieb letztlich unangefochten.

B. 

B.a  Im November 2012 meldete sich der Versicherte, nach einer Anmeldung zur 

Früherfassung im Oktober 2012 (IV-act. 37), erneut, unter Hinweis auf seit dem Unfall 

von Juli 2009 bestehende Rückenprobleme, zum Leistungsbezug bei der IV an (IV-act. 

45).

B.b  Vom 2. bis 15. Januar 2013 hielt sich der Versicherte in der Klinik für 

Rheumatologie und internistische Rehabilitation in Valens auf. Im Austrittsbericht vom 

5. Februar 2013 hielten die Ärzte 1. ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom 

rechtsbetont – Spondylolisthesis LWK5 auf SWK1 II° nach Meyerding – 

mehrsegmentale degenerative disco-ossäre Veränderungen der unteren LWS – max. 

hochgradige Spondylarthrose mit spinaler und rezessaler Stenose L4/5 und 2. einen 

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Harnwegsinfekt – antibiotische Therapie mit Ciprofloxacin 26. Dezember 2012 bis 3. 

Januar 2013 fest. Bis am 27. Januar 2013 werde eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 

attestiert. Die am 8. Januar 2013 durchgeführte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit habe 

eine Belastbarkeit entsprechend einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ergeben 

(IV-act. 54).

B.c  Am 29. Mai 2013 wurde der Versicherte am Rücken operiert (Dekompression und 

Spondylodese L3-S1; IV-act. 72-1). Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Neurochirurgie, 

diagnostizierte laut Bericht vom 17. Januar 2014 1. einen Status nach Bauunfall am 13. 

Juli 2009 mit Exazerbation eines bekannten lumbovertebralen Schmerzsyndroms bei 

bekannter Spondylolyse und Spondylolisthesis L5/S1 mit Nachweis einer medianen 

Diskushernie L4/L5 und L3/L4 und konsekutiver Spinalkanalstenose, 2. ein chronisches 

lumbospondylogenes Schmerzsyndrom seit 2006, 3. eine depressive Stimmungslage 

und 4. eine Bandscheiben-Degeneration mit Protrusionen C5/C6 und C6/C7. Der 

operative Eingriff und der postoperative Verlauf hätten sich komplikationslos gestaltet 

und es bestehe aus objektiver Sicht ein zufriedenstellender Verlauf. Die bisherige 

Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Frühestens ab 1. Februar 2014 bestehe für 

körperlich leichte, rückengerechte Tätigkeiten eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 

82-3 f.). Am 16. Juni 2014 wurden die Schrauben L3-S1 operativ entfernt und der 

Versicherte am 23. Juni 2014 in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen (IV-act. 

87). Gemäss Bericht von Dr. B.___ vom 19. August 2014 bestand in angestammter 

Tätigkeit bei 30% verminderter Leistungsfähigkeit eine Arbeitsfähigkeit von viereinhalb 

Stunden pro Tag, in adaptierten Tätigkeiten (leichtere bis mittlere Hilfsarbeiten) ab 1. 

Oktober 2014 bei ganztägigem Pensum eine solche von 50% (IV-act. 86).

B.d  Auf Empfehlung des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) vom 11. September 

2014 (IV-act. 89-3) veranlasste die IV-Stelle ein bidisziplinäres (orthopädisches und 

psychiatrisches) Gutachten bei Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädie, und Dr. med. 

D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie (IV-act. 90 ff.). Die 

Untersuchungen des Versicherten fanden am 17. Oktober 2014 statt (IV-act. 94). In 

ihrem Gutachten vom 22. November 2014 (IV-act. 96) diagnostizierten die Fachärzte 1. 

ein rechtsseitiges lumboradikuläres Reizsyndrom L5 (ICD-10: M51.1) bei bilateraler 

Spondylolyse L5 (ICD-10: M43.06) und Spondylolisthesis (ICD-10: M43.16) L5/S1 Grad 

I nach Meyerding sowie foraminalen Stenosen ab L3 (ICD-10: M48.06) und 

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Discushernien L3 bis S1 (ICD-10: G55.1) sowie Spondylarthrosen lumbal (ICD-10: 

M47.86) und 2. ein Cervicalsyndrom rechts (ICD-10: M54.82) bei Discusprotrusionen 

C5/C6 und C6/C7 (ICD-10: M51.3). Diesen Befunden massen sie Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit zu. Weiter diagnostizierten die Ärzte 1. eine Anpassungsstörung mit 

längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21), 2. eine Adipositas und 3. Knick-Senk-

Spreizfüsse beidseits, rechtsbetont. Diesen Befunden massen sie keinen Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit zu (IV-act. 96-40). Aus orthopädischer Sicht sei aktuell von einem 

instabilen Gesundheitszustand auszugehen. Es würden weitere Abklärungen 

durchgeführt. Unter Umständen sei eine operative Revision indiziert. Eine Beurteilung 

der leidensadaptierten Tätigkeit sei demzufolge verfrüht (IV-act. 96-42).

B.e  Am 25. November 2014 wurde in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) eine periradikuläre Infiltrationstherapie bei 

komplikationslosem Verlauf durchgeführt (IV-act. 99). Gemäss Bericht von Dr. med. 

E.___, Arzt mbF der Klinik für Neurochirurgie des KSSG, vom 28. Januar 2015 hat die 

Infiltration vorerst zu einer deutlichen Verbesserung geführt. In der Folge seien die 

Schmerzen aber wieder exazerbiert. Die Neuroforamen L5 beidseits seien immer noch 

deutlich verengt. Vermutlich müsse man bei einem operativen Eingriff eine erneute Re-

Spondylodese durchführen und das Segment L5/S1 dekomprimieren und erweitern. Da 

der Versicherte diesen Schritt aber noch nicht durchführen wolle, werde als Alternative 

die schmerzmedikamentöse und konservative Therapie vorgeschlagen (IV-act. 117).

B.f  Die IV-Stelle ersuchte mit Schreiben vom 24. Februar 2015 die Gutachter Dr. C.___ 

und Dr. D.___ um eine Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten in einer 

leidensangepassten Tätigkeit unter Zugrundelegung der seit dem bidisziplinären 

Gutachten eingeholten medizinischen Berichte und Stellungnahmen (IV-act. 120). Diese 

erging ohne nochmalige Untersuchung des Versicherten am 13. März 2015. Darin 

wurde ausgeführt, dass schmerztherapeutische Massnahmen weder die Belastbarkeit 

des Rückens noch die Arbeitsfähigkeit relevant verbessern könnten, so dass die 

Arbeitsfähigkeit mittlerweile eingeschätzt werden könne (IV-act. 122-3). Wegen der 

verminderten Belastbarkeit des Achsenskeletts sei in der angestammten Tätigkeit als 

Bauarbeiter keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben. Aus demselben Grund könne der 

Versicherte keine Lasten über fünf Kilogramm heben oder tragen und keine 

Zwangspositionen der Wirbelsäule, insbesondere im Sinne der Inklination und Rotation, 

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einnehmen. Längeres Sitzen, Stehen an Ort oder Gehen sei ebenso wie das 

Überwinden von Höhendifferenzen deutlich eingeschränkt. Aus psychiatrischer Sicht 

würden keine wesentlichen Beeinträchtigungen des Tätigkeits-, Belastungs- und 

Ressourcenprofils vorliegen. Störungen und Funktionsdefizite, welche einen Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit hätten, würden keine vorliegen. Aus orthopädischer und auch 

bidisziplinärer Sicht sei davon auszugehen, dass der Versicherte in einer gut 

leidensangepassten Tätigkeit während sieben Stunden am Tag arbeiten könne, 

entsprechend einem Arbeitspensum von etwa 80%. Dabei sei mit einer 

Leistungseinschränkung von 10% (langsameres Arbeiten, schnellere Ermüdbarkeit, 

vermehrte und betriebsunübliche Pausen) zu rechnen. Insgesamt betrage die 

Gesamtarbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit aus bidisziplinärer Sicht 

etwa 70% (IV-act. 122-4).

B.g  Am 16. Juni 2015 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine berufliche Abklärung 

vom 18. Mai bis 16. August 2015 im Verein F.___ zu (IV-act. 136). Gemäss 

Abschlussbericht vom 18. August 2015 schätzten die verantwortlichen Personen die 

Leistungsfähigkeit des Versicherten bei einer leichten Montagetätigkeit auf maximal 

10%. Eine verwertbare Steigerung der Leistungsfähigkeit hätte während der 

beruflichen Massnahme nicht beobachtet werden können. Einem längerfristigen 

Arbeitspensum von mehr als 50% stünde man sehr skeptisch gegenüber, dafür müsste 

der Versicherte sein Leiden weniger in den Fokus stellen. Eine Eingliederungsfähigkeit 

in den ersten Arbeitsmarkt sei momentan nicht gegeben (IV-act. 144). Am 30. 

September 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass keine beruflichen 

Massnahmen mehr angezeigt seien, da er sich nicht in der Lage fühle, an weiteren 

Massnahmen mitzuwirken (IV-act. 148).

B.h  Am 20. Oktober 2015 erliess die IV-Stelle einen Vorbescheid, welcher dem 

Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 30% die Ablehnung eines 

Rentenanspruches in Aussicht stellte (IV-act. 151). Trotz Einwandes des Versicherten 

vom 2. November 2015 (IV-act. 154) und der AXA-ARAG, Rechtsschutz AG, Zürich, 

vom 10. bzw. 23. November 2015 (IV-act. 155, 160) verfügte die IV-Stelle nach 

Rücksprache mit dem RAD (IV-act. 163) am 6. Januar 2016 im Sinne des 

Vorbescheides (IV-act. 47).

C.

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C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 4. Februar 

2016. Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) verweist insbesondere auf 

einen ärztlichen Bericht seines Hausarztes, Dr. med. G.___, vom gleichen Tag (act. G 

1). Dieser führt aus, dass die klinisch und bildgebend dokumentierten 

Beeinträchtigungen von Rückenmark und Nervenwurzeln sowie des schützenden 

knöchernen Gerüsts (Wirbelsäule) nicht wegdiskutiert werden könnten. Durch die 

beiden aktuellsten Berichte der Neurochirurgie St. Gallen von Dezember 2015 (act. G 

1.3) und Januar 2016 (act. G 1.4) seien sowohl die Schwere der körperlichen 

Beeinträchtigung objektiv dokumentiert wie auch die Prognosen mit und ohne weitere 

Eingriffe. Der Arbeitsversuch des Beschwerdeführers in einer geschützten Werkstatt, 

welcher von diesem motiviert wahrgenommen worden sei, fliesse nicht oder falsch in 

die Beurteilung der IV-Stelle (nach¬folgend: Beschwerdegegnerin) ein. In 

leidensadaptierter Tätigkeit sei der Beschwerdeführer bei 50% zeitlicher Anwesenheit 

maximal 50% belastbar, womit von einer maximalen Arbeitsfähigkeit von 20 bis 25% 

ausgegangen werden könne. Der Beschwerdeführer habe primär alles versucht, seine 

letzte Arbeitsstelle trotz grösster Schmerzen zu halten, wegen drohender zusätzlicher 

Schäden gegen den ärztlichen Rat. Er habe wiederum auf sehr dringlichen Rat des 

Arztes hin mehrere operative Eingriffe machen lassen, deren Erfolg – objektiv – nicht 

der gewünschte gewesen sei, weshalb die körperlichen Einschränkungen persistiert 

hätten. Trotz der weitreichenden Konsequenz für den Beschwerdeführer habe die 

Beschwerdegegnerin eine höchst fragwürdige Verfügung erlassen, ohne sich dabei auf 

eine fachlich angemessene arbeitsmedizinische Beurteilung oder ein entsprechendes 

Gutachten zu stützen. Aufgrund der fachärztlichen Dokumentation und der 

entsprechenden Prognose bezüglich therapeutischer Möglichkeiten müsse der 

Beschwerdeführer zum aktuellen Zeitpunkt zu 100% berentet werden und eine 

Neubeurteilung müsste nach allfälligen erfolgreichen neurochirurgischen Eingriffen 

erfolgen (act. G 1.1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 11. März 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Sie führt im Wesentlichen aus, dass der 

Beschwerdeführer von den Dres. C.___ und D.___ ausführlich körperlich und 

psychiatrisch untersucht worden sei. Das bidisziplinäre Gutachten sei ausführlich 

abgefasst und dessen Schlussfolgerungen zusammen mit der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung seien in jeder Hinsicht nachvollziehbar. Der 

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Beschwerdeführer erhebe gegen das Gutachten auch keine substantiierten Einwände. 

Die beiden genannten neurochirurgischen Berichte des KSSG würden keine neuen 

Gesichtspunkte und Arbeitsfähigkeitsschätzungen enthalten. Der Beschwerdeführer 

übersehe, dass die Befundlage bei seinem Rücken im bidisziplinären Gutachten in 

einer rückenadaptierten Tätigkeit ausreichend berücksichtigt worden sei. Die 

angefochtene Verfügung sei rechtmässig (act. G 4).

C.c Mit Verweis auf einen weiteren Bericht von Dr. G.___ vom 28. April 2016 hält der 

Beschwerdeführer mit undatierter Eingabe sinngemäss unverändert an der 

Beschwerde fest (act. G 6). Dr. G.___ führt aus, dass die von Dr. D.___ diagnostizierte 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion klar anzuzweifeln sei. Wenn eine 

psychische Komponente allenfalls mit der Zeit auftrete, dann höchstens eine reaktive. 

Vor seiner Arbeitsunfähigkeit habe der Beschwerdeführer jedenfalls 20 Jahre auf dem 

Bau in der Schweiz gearbeitet, gut angepasst und integriert. Dr. C.___ unterschlage, 

dass es sich beim Ganzen um einen Status nach Spondylolisthesis mit erheblicher 

Spinalkanalstenose auch nach operativem Eingriff inklusive Metallentfernung handle. 

Neurochirurgisch berge ein weiterer Eingriff grössere Risiken mit ungewissem Ausgang, 

weshalb vor einem solchen Entscheid die Betreuung in der Schmerzsprechstunde des 

KSSG vorgeschlagen worden sei. Die im November 2014 erwähnte instabile Situation 

bestehe nach wie vor, weshalb nicht nachzuvollziehen sei, dass Dr. C.___ im März 

2015 eine 80%-ige Arbeitsfähigkeit in einer rückenadaptierten Tätigkeit festlege. Die 

neueren Berichte der Neurochirurgie des KSSG stellten sehr wohl neue Aspekte dar, 

insbesondere würden sie die Schwere des Leidens, die Risiken von weiteren Eingriffen 

und die nach wie vor instabile gesundheitliche Situation bestätigen. Der 

Beschwerdeführer werde weiterhin mit einer Mehrfach-Kombination von Medikamenten 

behandelt, unter anderem auch mit potenten Morphinpflastern. Dies einzig, um die 

Lebensqualität halbwegs zu erhalten. Diese Medikation habe auch während des 

Arbeitseinsatzes im F.___ bestanden, wo eine deutlich eingeschränkte Arbeitsfähigkeit 

attestiert worden sei. Der Beschwerdeführer habe kein krankheitsrelevantes 

psychisches Problem, eine Anpassungsstörung sei jedenfalls nicht zu erkennen. Die 

Probleme seien effektiv körperlicher Natur, dies jedoch mit grosser Relevanz (act. G 

6.1).

C.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 8).

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C.e Nachdem aus dem vom Beschwerdeführer eingereichten Bericht der Klinik für 

Neurochirurgie des KSSG vom 27. Januar 2016 hervorging, dass am 20. Januar 2016, 

damit kurz nach Verfügungserlass vom 6. Januar 2016, eine weitere bildgebende 

Diagnostik der LWS durchgeführt worden war (act. G 1.4), wurde der Gutachter Dr. 

C.___ vom Versicherungsgericht mit Schreiben vom 29. August 2018 gebeten, eine 

Stellungnahme bezüglich allfälliger gesundheitlicher Veränderungen seit dem 

Gutachten bzw. dem letzten MRI vom 24. September 2014 einzureichen (act. G 13). Dr. 

C.___ antwortete mit Eingaben vom 9. bzw. 11. September 2018 (act. G 14 ff.). Er 

führte darin zusammenfassend aus, dass sich gegenüber den in seiner Stellungnahme 

vom 13. März 2015 festgehaltenen Schlussfolgerungen auch bezüglich 

Arbeitsfähigkeiten (angestammt / adaptiert) keine Änderungen ergeben hätten. Diese 

neuen Eingaben von Dr. C.___ wurden den Parteien zur Kenntnis gebracht (G 17).

C.f  Dr. G.___ reichte am 26. September und 3. Oktober 2018 zwei weitere 

Stellungnahmen ein (act. G 18 f.). Diese Eingaben wurden der Beschwerdegegnerin 

zugestellt (act. G 20).

Erwägungen

1. 

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist ein Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

2. 

2.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit 

oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

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Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

2.2  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte 

Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a).

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2.4  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben Gericht und Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. April 2011, 8C_73/2011, E. 4.1).

3. 

Um den Invaliditätsgrad ermitteln zu können, muss die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

feststehen. Die Beschwerdegegnerin stützt sich dabei in der angefochtenen Verfügung 

auf das bidisziplinäre (orthopädische / psychiatrische) Gutachten der Dres. C.___ und 

D.___ vom 22. November 2014 (IV-act. 96) und deren weitere Stellungnahme vom 13. 

März 2015 (IV-act. 122) sowie die Berichte des RAD vom 9. Dezember 2014 (IV-act. 97) 

und 20. März 2015 (IV-act. 124) sowie vom 21. Dezember 2015 (IV-act. 163). Letzterer 

erachtet das Gutachten als beweiskräftig und weitere Abklärungen für nicht nötig.

3.1  Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 

zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4). Es ist nicht zulässig, ein medizinisches 

Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass 

weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte später zu 

anderslautenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten 

abweichenden Auffassungen festhalten. Vorbehalten bleiben aber Fälle, in denen sich 

eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und 

nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die 

im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des 

Bundegerichts vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2).

3.2  Beim bidisziplinären Gutachten der Dres. C.___ (orthopädischer Experte) und D.___ 

(psychiatrische Expertin) vom 22. November 2014 (IV-act. 96) inkl. ergänzender 

Stellungnahme vom 13. März 2015 (IV-act. 122) handelt es sich um ein formgerecht 

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eingeholtes externes Administrativgutachten (IV-act. 90 ff.). Es berücksichtigt 

umfassend die geklagten Beschwerden, beruht auf allseitigen Untersuchungen und 

setzt sich mit der bisherigen medizinischen Aktenlage eingehend auseinander. Es ist in 

diesem Sinne vollständig, schlüssig und nachvollziehbar. Die Gutachter erläutern, 

weshalb es sich im Untersuchungszeitpunkt im Oktober 2014 bei geplanten Eingriffen 

um einen instabilen Gesundheitszustand gehandelt habe (IV-act. 96-27), was eine 

langfristige Prognose der Arbeitsfähigkeit bei zeitnah erfolgten Eingriffen nicht 

zugelassen hätte und weshalb im Zeitpunkt der ergänzenden Stellungnahme im März 

2015 schliesslich die adaptierte Arbeitsfähigkeit geschätzt werden konnte (keine 

Veränderung des Gesundheitszustands durch lediglich schmerztherapeutische 

Massnahmen; IV-act. 122-3). Entsprechend kommt dem Gutachten nur bei konkreten 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit nicht volle Beweiskraft zu (vgl. vorstehende E. 3.1).

4. 

Der Beschwerdeführer lässt durch seinen behandelnden Arzt Dr. G.___ mehrere 

Mängel am Gutachten, an den Einschätzungen sowie bezüglich Vollständigkeit der 

Abklärungen rügen (act. G 1.1, 6.1), worauf im Folgenden einzugehen ist.

4.1 

4.1.1  Dr. G.___ führt aus, dass die bildgebend dokumentierten Beeinträchtigungen von 

Rückenmark und Nervenwurzeln sowie des schützenden knöchernen Gerüsts 

(Wirbelsäule) nicht wegdiskutiert werden könnten (act. G 1.1). Dr. C.___ unterschlage, 

dass es sich um einen Status nach Spondylolisthesis mit erheblicher 

Spinalkanalstenose auch nach operativem Eingriff inkl. Metallentfernung handle (act. G 

6.1).

4.1.2  Dr. C.___ diagnostizierte in seinem Gutachten u.a. ein rechtsseitiges 

lumboradikuläres Reizsyndrom L5 bei bilateraler Spondylolyse L5 und 

Spondylolisthesis L5/S1 Grad I nach Meyerding sowie foraminalen Stenosen ab L3 (IV-

act. 96-24). Die zwei durchgeführten Operationen am Rücken (29. Mai 2013: 

Mikrochirurgische Dekompression L3-S1 mit dorsolateraler Spondylodese L3-S1, 

bilateraler Mikrodiskektomie und intercorporeller Cage-Einlage [PLIF] L5/S1; 16. Juni 

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2014: Schraubenentfernung von L3-S1 wegen Schraubenlockerung) werden sowohl 

beim Aktenauszug (IV-act. 96-12, 14) als auch bei den Diagnosen (IV-act. 96-24) 

aufgeführt. Auch die bildgebenden Unterlagen, insbesondere die MRIs der LWS vom 

24. September 2014 (IV-act. 96-23 f.) und 20. Januar 2016 (act. G 16), welche nach 

den zwei Operationen erstellt wurden, fanden in den Beurteilungen von Dr. C.___ 

Berücksichtigung. Entsprechend erweist sich der vorgenannte Einwand von Dr. G.___ 

als unbegründet. Insbesondere werden weder die bildgebend objektivierbaren 

Gesundheitsschäden (inkl. Stenosen) wegdiskutiert noch Befunde oder durchgeführte 

Operationen unterschlagen. Im Übrigen werden Schmerzen an sich von Dr. C.___ nicht 

in Frage gestellt, die Ursachen dafür sind denn auch objektiv ausgewiesen. Wenn er 

deren Auswirkungen bzw. das Ausmass der Unüberwindbarkeit nach umfassender 

Abklärung, gestützt auf die klinische Untersuchung, bei entsprechendem 

Belastungsprofil anders einschätzt als der behandelnde Arzt, ist dies nicht zu 

beanstanden. Es kommt hinzu, dass in Bezug auf Einschätzungen von Hausärzten das 

Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und soll, dass diese mitunter im 

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten 

ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Insgesamt sind keine konkreten 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit des orthopädischen Gutachtens vorhanden.

4.2 

4.2.1  Dr. G.___ führt in seinem Bericht vom 28. April 2016 aus, dass die durch Dr. 

D.___ diagnostizierte Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion klar 

anzuzweifeln sei. Wenn eine psychische Komponente allenfalls mit der Zeit auftrete, 

dann höchstens eine reaktive (act. G 6.1).

4.2.2  Bei der Anpassungsstörung handelt es sich um Zustände von subjektiver 

Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, die im Allgemeinen soziale Funktionen 

und Leistungen behindern und während des Anpassungsprozesses nach einer 

entscheidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen 

auftreten. Die individuelle Prädisposition oder Vulnerabilität spielt bei dem möglichen 

Auftreten und bei der Form der Anpassungsstörung eine bedeutsame Rolle; es ist aber 

dennoch davon auszugehen, dass das Krankheitsbild ohne die Belastung nicht 

entstanden wäre (vgl. https://www.dimdi.de/dynamic/de/klassifikationen/icd; 

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eingesehen am 11. Oktober 2018). Als Auslöser für die Anpassungsstörung nennt Dr. 

D.___ die protrahierte Schmerzsymptomatik nach durchgeführter neurochirurgischer 

Operation (IV-act. 96-34). Diese Einschätzung ist nachvollziehbar. Gestützt auf das 

Gesagte ist die diagnostizierte Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion 

immer eine „reaktive“, konkret eine Reaktion auf die Schmerzsymptomatik trotz 

operativen Eingriffen. Entsprechend bestehen keine Differenzen zwischen der 

Einschätzung von Dr. G.___ und derjenigen von Dr. D.___. Insbesondere macht Dr. 

D.___ nicht geltend, eine psychiatrische Diagnose / Beeinträchtigung unterhalte die 

Schmerzproblematik. Gegenteils führte sie aus, dass die Kriterien für eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung nicht erfüllt seien, da relevante körperliche Befunde – 

wie es Dr. G.___ geltend macht und im Übrigen auch von Dr. C.___ nicht in Frage 

gestellt wird – vorliegen würden, welche mit den geklagten Beschwerden im 

Wesentlichen übereinstimmen würden (IV-act. 96-34). Konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit des psychiatrischen Gutachtens sind damit nicht vorhanden.

4.3 

4.3.1  Dr. G.___ wendet ein, dass eine abschlägige Verfügung der Beschwerdegegnerin 

ohne entsprechende arbeitsmedizinische Beurteilung oder Begutachtung nicht zulässig 

sei. Der Arbeitsversuch in einer geschützten Werkstätte, welcher vom 

Beschwerdeführer motiviert wahrgenommen worden sei, fliesse nicht oder falsch in die 

Beurteilung ein (act. G 1.1; vgl. auch act. G 19).

4.3.2  Gemäss dem bidisziplinären Gutachten ist in Bezug auf die angestammte 

Tätigkeit des Beschwerdeführers als Bauarbeiter wegen der verminderten Belastbarkeit 

des Achsenskeletts keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben (IV-act. 96-41, 122-4). Den 

Funktionsdefiziten angepasste Tätigkeiten könne er aber ausüben. Nicht mehr möglich 

seien das Heben oder Tragen von Lasten über fünf Kilogramm und das Einnehmen von 

Zwangspositionen der Wirbelsäule, insbesondere im Sinne der Inklination und der 

Rotation. Längeres Sitzen, Stehen an Ort oder Gehen sei ebenso wie das Überwinden 

von Höhendifferenzen deutlich eingeschränkt (IV-act. 96-42, 122-4). Es sei davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einer gut leidensangepassten Tätigkeit 

während sieben Stunden am Tag arbeiten könne, entsprechend einem Arbeitspensum 

von etwa 80%. Nachdem mit langsamerem Arbeiten, schnellerer Ermüdbarkeit sowie 

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vermehrten und betriebsunüblichen Pausen zu rechnen sei, sei die Leistung um ca. 

10% eingeschränkt. Insgesamt betrage die Leistungsfähigkeit damit etwa 70% (IV-act. 

122-4).

4.3.3  Nach diesen Einschätzungen der Gutachter von November 2014 und März 2015 

wurde der Beschwerdeführer auf Veranlassung der Beschwerdegegnerin während rund 

drei Monaten (18. Mai bis 16. August 2015) im F.___ beruflich abgeklärt (vgl. 

vorstehende lit. B.g). Zur Abklärung stand die zeitliche und qualitative Arbeitsfähigkeit / 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten, wechselbelastenden 

Tätigkeit und dessen Eingliederungsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt (IV-act. 144-1). 

Der Beschwerdeführer wurde bei einfachen Arbeiten in der Kabelkonfektion bei einem 

50%-Pensum eingesetzt (IV-act. 144-1 f.). Die Verantwortlichen der Abklärungsstelle 

schätzten das gezeigte Leistungsvermögen des Beschwerdeführers bei einer leichten 

Montagetätigkeit auf maximal 10% ein. Eine verwertbare Steigerung habe während der 

Massnahme nicht beobachtet werden können. Einem längerfristigen Arbeitspensum 

von mehr 50% stünde man sehr skeptisch gegenüber. Dafür müsste der 

Beschwerdeführer seine Leiden weniger in den Fokus stellen. Eine 

Eingliederungsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt, an einem Arbeitsplatz mit einer leichten 

Montagearbeit, auch mit reduziertem Pensum, sei momentan nicht gegeben (IV-act. 

144-3).

4.3.4  Die Ergebnisse der beruflichen Abklärungen divergieren erheblich mit den 

Einschätzungen der Gutachter. Zu prüfen ist, ob sich diese Divergenz zwischen der 

medizinischen Zumutbarkeit gemäss Gutachten und der praktisch erprobten 

Leistungsfähigkeit erklären lässt oder ob die berufliche Abklärung ernsthafte Zweifel an 

den gutachterlichen Einschätzungen zu begründen vermag. Die Einschätzung der 

funktionellen Leistungsfähigkeit ist in erster Linie Sache des begutachtenden Arztes. 

Angesichts der rechtsprechungsgemäss engen, sich gegenseitig ergänzenden 

Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und den Fachleuten der Berufsberatung / 

beruflichen Eingliederung können die Ergebnisse einer konkreten leistungsorientierten 

beruflichen Abklärung – wie sie im F.___ durchgeführt wurde – aber durchaus 

bedeutsam sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007, E. 3.3).

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4.3.5  Gemäss Austrittsbericht der Kliniken Valens vom 5. Februar 2013, wo der 

Beschwerdeführer vom 2. bis 15. Januar 2013 hospitalisiert war, fiel dieser durch 

limitierendes und inkonsistentes Schmerzverhalten, erhebliche Symptomausweitung 

und ungenügende Leistungsbereitschaft auf (IV-act. 54). Aggravationstendenzen bzw. 

zumindest Verdeutlichungstendenzen bzw. eine erhebliche subjektive 

Krankheitsüberzeugung sind auch gemäss Gutachten – wenn auch in weniger klarer 

und gehäufter Form – unverkennbar. Bei der Prüfung der Hüftgelenksbeweglichkeit 

kommt es zu ausgeprägten Schmerzreaktionen und aktivem Gegenspannen. Während 

die Flexion in Rückenlage nur bis knapp 40 Grad möglich war, konnte der 

Beschwerdeführer auf dem Stuhl sitzen und dabei noch eine Hüftflexion von rund 90 

Grad erzielen (IV-act. 96-21 f., 96-26). Selbst im Abschlussbericht des F.___ wird 

festgehalten, dass der Beschwerdeführer sein Leiden stark in den Mittelpunkt stelle 

und sehr leidens- und schmerzorientiert wirke. Seine Motivation sei nur schwer 

einschätzbar gewesen. Antworten auf diesbezügliche Fragen hätten stets in Richtung 

Leidensgeschichte gewiesen (IV-act. 144-2). Diese von mehreren Ärzten und 

Fachpersonen unabhängig voneinander festgestellte Verhaltensweise des 

Beschwerdeführers bei den (medizinischen) Explorationen und auch anlässlich der 

beruflichen Abklärung im F.___ führt dazu, dass der Bericht dieser Abklärungsstelle, bei 

dessen Schlussfolgerungen im Übrigen kein Arbeitsmediziner oder sonstiger Arzt 

involviert war, keine zuverlässigen Angaben zur objektiv noch realisierbaren Leistung 

ermöglicht. Insbesondere vermögen die darauf basierenden Wertungen der 

verantwortlichen Personen keine ernsthaften Zweifel am Aussagegehalt des 

Gutachtens zu erwecken und indizieren nicht das Einholen zusätzlicher ärztlicher 

Auskünfte.

5. 

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass der medizinische Sachverhalt per 

Verfügungszeitpunkt rechtsgenüglich abgeklärt wurde, keine konkreten Indizien gegen 

die Zuverlässigkeit der Expertise vorliegen und damit auf die 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen der Gutachter abgestellt werden kann. Somit ist ab dem 

Zeitpunkt der Stellungnahme der Gutachter im März 2015 von einer 70%-igen 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten auszugehen (vgl. dazu vorstehende E. 4.3.2).

6. 

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6.1  Was die retrospektive Arbeitsfähigkeit anbelangt, führen die Gutachter aus, dass 

diesbezüglich auf die Echtzeit-Bescheinigungen der behandelnden Ärzte abgestellt 

werden könne. Diese seien auch im Nachhinein durchaus nachvollziehbar (IV-act. 

96-41).

6.2  Dem Beschwerdeführer wurde vom behandelnden Arzt Dr. G.___ ab 7. August 

2012 bis Mitte März 2013 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (IV-act. 62). Ende 

Mai 2013 kam es zur ersten Rückenoperation (IV-act. 72-1). Es ist davon auszugehen, 

dass auch bis dann keine Arbeitsfähigkeit bestand. Nach der genannten 

Rückenoperation bescheinigte der Operateur Dr. B.___ vorerst frühestens ab Februar 

2014 eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierter Tätigkeit (IV-act. 82-4), 

änderte indes seine Einschätzung mit Bericht vom 4. März 2014 bei indizierter weiterer 

Operation wegen Schraubenlockerung dahingehend, dass der Versicherte erst ab Juli 

2014 wieder zu 50% arbeitsfähig sei (IV-act. 84-2). Nach erfolgter zweiter Operation 

erst im Juni statt Mai 2014 (IV-act. 84-2) attestierte Dr. B.___ dem Beschwerdeführer 

ab 1. Oktober 2014 eine 50%-ige Leistungsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten bei 

ganztägigem Pensum (IV-act. 86-3). Das Wartejahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b 

IVG (vgl. vorstehende E. 2.1) begann damit ab 7. August 2012 zu laufen und endete bei 

durchgehender 100%-iger Arbeitsunfähigkeit im August 2013. Frühestmöglicher 

Rentenbeginn ist somit der 1. August 2013 (Art. 29 Abs. 3 IVG). Dem steht auch Art. 29 

Abs. 1 IVG nicht entgegen, nachdem ein Leistungsanspruch bereits im November 2012 

geltend gemacht wurde (IV-act. 45).

6.3  Gestützt auf die genannten Arbeitsunfähigkeiten hat der Beschwerdeführer 

Anspruch auf eine befristete Rente. Die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten betrug im relevanten Zeitraum gestützt auf die vorstehenden Erwägungen 5 

und 6.2 0% vom 1. August 2013 bis 30. September 2014, 50% vom 1. Oktober 2014 

bis 31. März 2015 und 70% ab 1. April 2015. Nachdem auf die rückwirkende 

Zusprache einer abgestuften und / oder befristeten Invalidenrente die für die 

Rentenrevision geltenden Normen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a der 

Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) analog anzuwenden sind 

(BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis, BGE 109 V 125 E. 4a), verzögert sich die 

Herabsetzung der Rente jeweils um drei Monate (vgl. dazu nachstehende E. 7.5).

7. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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Im nächsten Schritt ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers festzulegen.

7.1  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG). Frühestmöglicher Rentenbeginn ist – wie erwähnt – der 

1. August 2013. Massgebend für den Einkommensvergleich ist somit das Jahr 2013 

(BGE 129 V 222).

7.2  Das Valideneinkommen des Beschwerdeführers von jährlich Fr. 65‘260.-- im Jahr 

2012 ist durch die Angaben der früheren Arbeitgeberin ausgewiesen (IV-act. 52-3) und 

unbestritten. Angepasst an die Nominallohnentwicklung von +0.7% (https://www. 

bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/arbeiterwerb/loehne-erwerbseinkommen-

arbeitskosten/lohnentwicklung.html; eingesehen am 11. Oktober 2018) resultiert für das 

Jahr 2013 ein Valideneinkommen von Fr. 65‘716.80.-- (Fr. 65‘260.-- x 1.007). Das 

mögliche Invalideneinkommen ergibt sich aus dem Totalwert für den gesamten privaten 

Sektor gemäss LSE-Tabelle TA1_tirage_skill_level Kompetenzniveau 1 für Männer. Im 

Jahr 2012 betrug dieses bei 100%-iger Tätigkeit Fr. 65‘177.--, im Jahr 2013 Fr. 

65‘654.-- (vgl. Anhang 2 der Textausgabe Invalidenversicherung, Allgemeiner Teil des 

Sozialversicherungsrechts, Gesetze und Verordnungen, 2018, herausgegeben von der 

Informationsstelle AHV/IV, S. 222). Entsprechend resultiert bei 50%-iger 

Leistungsfähigkeit ein Einkommen von Fr. 32‘827.--, bei 70%-iger ein solches von Fr. 

45‘957.80. Davon ist im Folgenden als Basis zur Ermittlung des Invalideneinkommens 

auszugehen.

7.3  Zu prüfen bleibt die Gewährung eines allfälligen Tabellenlohnabzugs. Mit dem 

Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 soll der Tatsache Rechnung getragen 

werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der 

Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach 

Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 

einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 301 E. 5.2). Der Abzug ist unter Würdigung der 

Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Er 

darf 25% nicht übersteigen (BGE 126 V 80 E. 5b/bb und cc).

7.4  Vorliegend ist einzig von Belang, dass teilzeitbeschäftigte Männer im Vergleich zu 

Vollzeitangestellten erfahrungsgemäss überproportional tiefer entlöhnt werden (vgl. 

nebst vielen Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 9C_796/2013, E. 3.1.2). 

Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer bezüglich Hilfsarbeiten einen weiteren 

Lohnnachteil zu befürchten hätte, bestehen nicht. Unter diesen Umständen erscheint 

ein Tabellenlohnabzug von 10% angemessen. Entsprechend resultiert bei 50%-iger 

Leistungsfähigkeit ein Invalideneinkommen von Fr. 29‘544.30 (Fr. 32‘827.-- x 0.9), bei 

70%-iger ein solches von Fr. 41‘362.-- (Fr. 45‘957.80 x 0.9).

7.5  Zusammengefasst hat der Beschwerdeführer damit (vgl. vorstehende E. 6.3) vom 

1. August 2013 bis 31. Dezember 2014 bei 100%-iger Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf 

eine ganze Rente. Ab 1. Januar 2015 bis 30. Juni 2015 resultiert bei 50%-iger 

Restarbeitsfähigkeit ein Invaliditätsgrad von 55% ([Fr. 65‘716.80.-- - Fr. 29‘544.30] / Fr. 

65‘716.80.-- x 100) und ein Anspruch auf eine halbe Rente. Ab 1. Juli 2015 beträgt der 

Invaliditätsgrad 37% ([Fr. 65‘716.80.-- - Fr. 41‘362.--] / Fr. 65‘716.80.-- x 100; vgl. zu 

den Rundungsregeln BGE 130 V 121). Ab diesem Zeitpunkt besteht damit kein 

Rentenanspruch mehr (vgl. vorstehende E. 2.2).

8. 

8.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in dem Sinne teilweise gutzuheissen, dass 

die Verfügung vom 6. Januar 2016 aufgehoben und dem Beschwerdeführer für die 

Dauer vom 1. August 2013 bis 31. Dezember 2014 eine ganze und für die Dauer vom 1. 

Januar 2015 bis 30. Juni 2015 eine halbe Rente zugesprochen wird. Danach besteht 

kein Rentenanspruch mehr. Die Sache wird zur Festsetzung der Rentenhöhe sowie zur 

Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

8.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Ausgangsgemäss 

hat die Beschwerdegegnerin die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. 

Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer 

zurückzuerstatten.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 6. 

Januar 2016 aufgehoben und dem Beschwerdeführer für die Dauer vom 1. August 

2013 bis 31. Dezember 2014 eine ganze und für die Dauer vom 1. Januar 2015 bis 30. 

Juni 2015 eine halbe Rente zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Leistung wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.09.2018
	Art. 28 IVG. Beweiskraft Gutachten bejaht. Rückwirkend befristete Rentenzusprache (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Oktober 2018, IV 2016/35).

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