# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ddbda7f9-4f1c-5ebd-888a-7dbeca84a05e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.11.2011 D-6235/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6235-2011_2011-11-23.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­6235/2011

U r t e i l   v om   2 3 .   No v embe r   2 0 1 1  

Besetzung Einzelrichter Robert Galliker,
mit Zustimmung von Richter Daniel Willisegger;  
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

Parteien A._______, geboren (…),
Staat unbekannt, alias A._______, geboren (…), Uganda, 
alias A._______, geboren (…), Uganda, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 9. November 2011 / N (…).

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Seite 2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am  20.  Mai  2011  in  der  Schweiz  um  Asyl 
nachsuchte, 

dass  er  bei  der  Erstbefragung  vom  7.  Juni  2011  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum  (EVZ)  B._______  sowie  der  in  C._______ 
durchgeführten direkten Bundesanhörung vom 9. November 2011 geltend 
machte,  er  sei  ugandischer  Staatsangehöriger,  in  D._______  geboren 
und  im  Alter  von  zwei  Jahren  mit  seiner  Familie  in  die  ugandische 
Hauptstadt Kampala gezogen, 

dass  im  Jahre  1993  in  D._______  der  Hüter  des  dortigen  Schreins 
abgetreten sei und sein Vater für diese Aufgabe auserkoren worden sei, 
was dieser jedoch abgelehnt habe, da er christlichen Glaubens gewesen 
sei, 

dass  daraufhin  sein  Vater  aus  Angst  vor  Sanktionen  aufgrund  dieser 
Ablehnung  zusammen  mit  ihm  und  seinem  Bruder  nach  E._______ 
(Nigeria) gezogen sei, wo er (der Beschwerdeführer) später als Motorrad­
Taxifahrer gearbeitet habe, 

dass er – zusammen mit anderen Motorrad­Taxifahrern – im Vorfeld der 
nigerianischen  Wahlen  im  Jahre  2011  vom  Wahlhelfer  des 
Gouverneurskandidaten  F._______  aufgefordert  worden  sei,  gegen 
Entgelt Wahlurnen zu stehlen, 

dass  dies  jedoch  aufgeflogen  sei, weshalb  er  im Februar  2011  von  der 
Polizei in E._______ verhaftet, inhaftiert und vernommen worden sei, 

dass  er  und  die  anderen  verhafteten  Motorrad­Taxifahrer  nach  einigen 
Tagen  gegen  Kaution,  die  der Gouverneurskandidat  F._______  bezahlt 
habe, wieder freigekommen seien, 

dass  er  in  der  Folge  wegen  seiner  ugandischen  Nationalität  von  der 
nigerianischen Polizei aufgefordert worden sei, Nigeria zu verlassen, 

dass er, sein Vater und sein Bruder Nigeria am 14. März 2011 verlassen 
hätten,  zumal  sie  seitens  von  Nigerianern  auch  diskriminiert  worden 
seien,  und  via  Tschad  und  den  Sudan  zurück  nach  D._______  gereist 
seien, wo sie am 20. März 2011 eingetroffen seien, 

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dass kurze Zeit nach ihrer Rückkehr von den Halbbrüdern seines Vaters 
eine  "Familiensitzung"  einberufen  worden  sei,  an  der  auch  sein  Vater 
habe teilnehmen müssen, 

dass  sein  Vater  an  dieser  Zusammenkunft  erneut  zum  Hüten  des 
Schreins aufgefordert worden sei, was er wiederum abgelehnt habe, 

dass  sein  Vater  in  der  folgenden  Nacht  verstorben  sei,  da  man  ihn 
wahrscheinlich vergiftet habe,

dass  er  und  sein  Bruder  nach  der  Beerdigung  des  Vaters  den  Schrein 
verbrannt hätten, da dieser Schuld am Tod des Vaters sei, 

dass  während  des  Brandes  Dorfbewohner  herbeigerannt  seien  und  sie 
geschlagen hätten, 

dass er ein Messer gegen einen der Angreifer geworfen habe, wodurch 
dieser  am  Oberkörper  verletzt  worden  sei,  worauf  er  und  sein  Bruder 
geflohen seien, 

dass er sich anschliessend bei einem Freund in Kampala versteckt habe, 
der in Erfahrung habe bringen können, dass die Familien der Halbbrüder 
seines verstorbenen Vaters nach ihm suchen würden, um sich zu rächen, 

dass die Halbbrüder seines verstorbenen Vaters zudem eine Anzeige bei 
der  Polizei  gegen  ihn  erstattet  hätten,  weshalb  er  auch  von  der  Polizei 
gesucht werde, 

dass  er  deswegen  am  7.  April  2011 Uganda  verlassen  habe  und  nach 
Libyen gereist sei, von wo er via Italien in die Schweiz gelangt sei, 

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle bei 
den Akten verwiesen wird, 

dass der Beschwerdeführer bei der Einreichung des Asylgesuchs im EVZ 
Vallorbe schriftlich aufgefordert wurde, innert 48 Stunden ein Reise­ oder 
Identitätspapier einzureichen, 

dass das BFM mit "Entscheidprotokoll" vom 9. November 2011 – eröffnet 
am gleichen Tag –  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 
des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das 
Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung 
sowie den Vollzug verfügte,

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dass die Vorinstanz zur Begründung dieses Entscheides im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  keine  Reise­  oder 
Identitätspapiere abgegeben, 

dass seine Erklärung, wonach er nie im Besitz einer Identitätskarte, eines 
Reisepasses  oder Aufenthaltsbewilligung gewesen  sei,  nur  sehr  schwer 
nachvollziehbar sei, zumal er angebe, er habe sich seit seinem neunten 
Lebensjahr ausserhalb seines von ihm geltend gemachten Heimatlandes 
Uganda aufgehalten – namentlich in Nigeria – und dort auch gearbeitet, 

dass  er  anlässlich  der  Erstbefragung  und  der  Bundesanhörung  zudem 
völlig  unterschiedliche  Angaben  zu  einem  allfälligen  Besitz  einer 
Geburtsurkunde gemacht habe, 

dass  er  überdies  angegeben  habe,  dass  er  seit  der  Erstbefragung  vor 
mehr als fünf Monaten der Aufforderung, sich um die Organisation seiner 
Ausweispapieren  zu  bemühen,  bis  heute  nicht  nachgekommen  sei,  da 
ihm diese Aufforderung zur Papierbeschaffung gemäss seinen Aussagen 
"leider nicht mehr im Gedächtnis geblieben" sei, 

dass  die  vom  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragungen  geltend 
gemachte ugandische Staatsangehörigkeit zudem zweifelhaft sei, da er in 
der  Erstbefragung  zu  verschiedenen  Bereichen  bezüglich  Uganda  nur 
sehr  rudimentär  habe  Auskunft  geben  können,  er  zudem  keine  der 
lokalen  Sprachen,  die  in  Uganda  benutzt  würden,  spreche,  er  überdies 
keine  genauen  Angaben  über  die  von  ihm  vorgebachte  im  März  2011 
geltend gemachte Reise von Nigeria nach Uganda habe machen können, 
und  er  ausserdem  keine  rechtsgenüglichen  oder  auch  sonstigen 
Ausweispapiere,  die  klar  für  eine  ugandische  Nationalität  sprechen 
würden, eingereicht habe,

dass der Beschwerdeführer auch in der Bundesanhörung das BFM nicht 
klar  davon  habe  überzeugen  können,  dass  er  ugandischer 
Staatsangehöriger sei, weswegen die von ihm geltend gemachte Herkunft 
beziehungsweise ugandische Staatsbürgerschaft angezweifelt werde und 
er vom BFM als "unbekannt" registriert werde, 

dass  deshalb  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglichen würden, Reise­ oder Identitätspapiere 
einzureichen, 

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dass unabhängig von der Nationalität des Beschwerdeführers die von ihm 
vorgebrachten  Probleme  in  Nigeria  sowie  in  Uganda  gemäss 
schweizerischem  Asylgesetz  nicht  asylrelevant  seien,  da 
Beschimpfungen und diskriminierendes Verhalten seiner Familie  seitens 
von  Nigerianern  zweifelsohne  unschön  und  ungerecht  sei,  jedoch  nicht 
asylbeachtlich  im  Sinne,  dass  eine  solche  ungerechte  Behandlung  ein 
Leben in Nigeria verunmöglichen oder unzumutbar machen würde, 

dass es nicht asylbeachtlich sei, dass die Polizei den Beschwerdeführer 
wegen  eines  von  ihm  geplanten  Delikts  –  namentlich  des  geplanten 
Raubes von Wahlurnen – verhaftet und verhört habe, da die Polizei bei 
kriminellen  Delikten  oder  geplanten  kriminellen  Delikten  berechtigt  sei, 
Täter  oder  potentielle  Täter  festzuhalten  und  zumindest  diesbezügliche 
Untersuchungsmassnahmen einzuleiten, 

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  gegen  Kaution  wieder  freigelassen 
worden sei, 

dass  auch  die  vom  Beschwerdeführer  bezüglich  Uganda  vorgebrachte 
Verfolgung  durch  Familienmitglieder  der  Halbgeschwister  seines  Vaters 
und  durch  die  Polizei,  falls  diese  Vorbringen  aufgrund  einiger 
Ungereimtheiten und Widersprüche überhaupt geglaubt werden könnten, 
ebenso  gemäss  schweizerischem  Asylgesetz  nicht  asylrelevant  seien, 
zumal  die  ugandische  Polizei  ebenfalls  legitimiert  wäre,  den 
Beschwerdeführer  aufgrund  einer  Anzeige  wegen  Verdachts  auf 
Sachbeschädigung und auf Körperverletzung durch seinen vorgebrachten 
Messerwurf  zumindest  zwecks  diesbezüglicher 
Untersuchungsmassnahmen zu suchen und festzuhalten, 

dass  der  Beschwerdeführer  sich  betreffend  der  von  ihm  geltend 
gemachten  Angst,  dass  die  Familienmitglieder  der  Halbgeschwister 
seines Vaters ihn verfolgen würden, an die Polizei wenden und diese um 
Hilfe bitten könne, 

dass es ihm zudem auch freistehe, sich innerhalb von Uganda irgendwo 
anders  niederzulassen,  beispielsweise  in  der  Grossstadt  Kampala,  um 
diesen  von  ihm  geltend  gemachten  Problemen  mit  den 
Familienangehörigen seines Vaters aus dem Weg zu gehen, 

dass  somit  –  unabhängig  von der Nationalität  des Beschwerdeführers – 
weder  die  von  ihm  vorgebrachten  Probleme  in Nigeria  noch  in Uganda 

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gemäss  Art.  3  AsylG  asylrelevant  seien,  weshalb  er  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, 

dass  aufgrund  der  Aktenlage  keine  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass  für  die  weitere  Begründung  auf  die  vorinstanzliche  Verfügung  zu 
verweisen ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Beschwerde  vom  14.  November  2011 
(Poststempel:  15.  November  2011)  an  das  Bundesverwaltungsgericht 
gelangte und dabei sinngemäss beantragte, die Verfügung der Vorinstanz 
sei aufzuheben, 

dass in Bezug auf die Beschwerdebegründung auf die Beschwerdeschrift 
zu verweisen ist, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  18.  November  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme nicht vorliegt,

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 
6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

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beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass es sich um eine sogenannte Laienbeschwerde handelt, an die keine 
hohen formellen Anforderungen zu stellen sind, weshalb zu Gunsten des 
Beschwerdeführers  auf  die  insoweit  form­  und  fristgerecht  eingereichte 
Beschwerde  einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art.  105  AsylG 
i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32  ­  35  und  Art.  35a  Abs.  2  AsylG),  die 
Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die 
Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch 
nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer 
selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im Falle  des Nichteintretens  auf  ein Asylgesuch gemäss 
Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  und  Abs.  3  AsylG  über  das  Nichtbestehen  der 
Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit 
dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  BVGE 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerdeverfahren 
ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  prüfte,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art.  111  Bst.  e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den 
Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise­ oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn 
Asylsuchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus 
entschuldbaren Gründen nicht  in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), 
wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die 
Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder 
sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  c 
AsylG),

dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Frist von 48 Stunden 
nach Einreichung seines Asylgesuchs beziehungsweise der schriftlichen 
Aufforderung  vom  20. Mai  2011,  rechtsgenügliche  Identitäts­  respektive 
Reisepapiere  einzureichen,  keine  Papiere  eingereicht  hat,  womit  die 
Grundvoraussetzung  für  einen  Nichteintretensentscheid  in  Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist,

dass  das BFM  in  der  angefochtenen Verfügung ausführlich  und  –  nach 
Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts – 
überzeugend dargelegt hat, dass für das Nichteinreichen von Reise­ oder 
Identitätspapieren  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen,  weshalb 
zwecks  Vermeidung  von  Wiederholungen  vollumfänglich  auf  die 
diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird,

dass  die  Vorbringen  in  der  Rechtsmittelschrift  nicht  geeignet  sind,  an 
dieser Einschätzung etwas zu ändern, 

dass  mithin  zu  prüfen  bleibt,  ob  das  BFM  aufgrund  der  Anhörung  zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 

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Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass nach Prüfung der Akten durch das Gericht – in Übereinstimmung mit 
der  Vorinstanz  –  festzustellen  ist,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht, weil seine Vorbringen – 
soweit  sie  überhaupt  glaubhaft  sind  –  nicht  asylrelevant  sind,  zumal  es 
sich  bei  der  geltend  gemachten  Verfolgung  in  Uganda  durch  die 
Familienmitglieder  der  Halbbrüder  des  verstorbenen  Vaters  um  eine 
private Verfolgung handelt, 

dass  seit  der  von  der Rechtsprechung  anerkannten  Schutztheorie  zwar 
auch die private Verfolgung  im schutzunfähigen Staat  flüchtlingsrelevant 
sein kann (vgl. dazu EMARK 2006 Nr. 18), die Schutztheorie jedoch auch 
besagt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft  von  Asylsuchenden,  welche  im 
Herkunftsland  –  unter  asylrechtlich  im Übrigen  relevanten Umständen – 
von  nichtstaatlicher  Verfolgung  bedroht  sind,  zu  verneinen  ist,  wenn  in 
diesem Staat Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung erhältlich ist,

dass  gemäss  Erkenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts  die 
Behörden in Uganda willens und in der Lage sind, dem Beschwerdeführer 
Schutz  gegen  die  vorgebrachte  Verfolgung  zu  gewähren  und  diese 
nötigenfalls zu sanktionieren, 

dass daraus folgt, dass es für den Beschwerdeführer in Uganda möglich 
wäre,  vor  der  geltend  gemachten  drohenden  Verfolgung  durch  die 
Familienmitglieder  der  Halbbrüder  des  verstorbenen  Vaters  bei  den 
ugandischen Behörden Schutz zu suchen, 

dass  das  BFM  auch  bezüglich  der  übrigen  Verfolgungsvorbringen  des 
Beschwerdeführers  zutreffend  die  Asylrelevanz  verneint  hat,  weshalb 
zwecks  Vermeidung  von  Wiederholungen  vollumfänglich  auf  die 
diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, 

dass  die  Beschwerdevorbringen  nicht  geeignet  sind,  zu  einer  von  der 
Vorinstanz  abweichenden  Betrachtungsweise  zu  führen,  zumal  der 
Beschwerdeführer  den  vorinstanzlichen  Erwägungen  nichts 
Substanzielles  entgegenhält,  und  im  Wesentlichen  lediglich  am 
Wahrheitsgehalt  der  im  vorinstanzlichen  Verfahren  geltend  gemachten 
Vorbringen festhält beziehungsweise es bei der blossen Wiedergabe des 
bereits  festgestellten  Sachverhalts  bewenden  lässt,  was  aber  an  der 

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offensichtlichen  fehlenden  Asylrelevanz  der  behaupteten 
Verfolgungsvorbringen nichts zu ändern vermag,

dass gestützt auf die Aktenlage und die vorstehenden Erwägungen das 
Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  nach  Art.  3  und  7  AsylG  und 
das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen  im Sinne von Art. 32 
Abs. 3 Bst. c AsylG (vgl. BVGE 2009/50 E. 5­8) offenkundig erscheinen 
und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte  für die Annahme ergeben, 
das  BFM  habe  eine  mehr  als  bloss  summarische  materielle  Prüfung 
vorgenommen oder zusätzliche Abklärungen getroffen,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der 
Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 
auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb die verfügte Wegweisung im 
Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom 
Bundesamt  zu  Recht  angeordnet  wurde  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9, 
EMARK 2001 Nr. 21),

dass nach Prüfung der Akten durch das Gericht – in Übereinstimmung mit 
der Vorinstanz  –  festzustellen  ist,  dass  es  dem Beschwerdeführer  nicht 
gelungen  ist,  seine  Herkunft,  insbesondere  seine  ugandische 
Staatsangehörigkeit, glaubhaft zu machen, 

dass  grundsätzlich  von  Amtes  wegen  zu  prüfen  ist,  ob  der  Vollzug  der 
Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 
Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember 
2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR  142.20),  diese 
Untersuchungspflicht  jedoch nach Treu und Glauben ihre Grenze an der 
Mitwirkungspflicht des Asylsuchenden findet (Art. 8 AsylG), welcher auch 
die Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es deshalb nicht Sache 
der  Asylbehörden  sein  kann,  nach  allfälligen Wegweisungshindernissen 
in hypothetischen Herkunftsländern zu forschen,

dass  aufgrund  der  Aktenlage  die  Identität  und  Nationalität  des 
Beschwerdeführers nicht feststeht,

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dass  der  Beschwerdeführer  deshalb  die  Folgen  seiner  mangelhaften 
Mitwirkung respektive Verheimlichung der wahren Identität zu tragen hat, 
indem  vermutungsweise  davon  auszugehen  ist,  es  würden  einer 
Wegweisung  in  den  tatsächlichen  Heimatstaat  keine  landes­  oder 
völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG 
i.V.m. Art. 83 Abs. 2 ­ 4 AuG entgegenstehen (vgl. auch EMARK 2005 Nr. 
1 E. 3.2.2, S. 5 f.),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1 ­ 4 AuG),

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.­­ (Art. 
1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 
5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

Versand: