# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1295f955-622a-5648-9338-1c094ff06f0e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 24.09.2021 LE210005
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE210005_2021-09-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LE210005-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichterin  

 Dr. L. Hunziker Schnider und Oberrichter lic. iur. M. Spahn  

 sowie Gerichtsschreiber Dr. Chr. Arnold 

Beschluss und Urteil vom 24. September 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,  

 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____,  

 

 

betreffend Eheschutz 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Bülach vom 29. Oktober 2020 (EE200078-C) 

- 2 - 

 

Rechtsbegehren: 

der Gesuchstellerin (Urk. 8 S. 2, Urk. 20 S. 2 f. und Prot. I, S. 10, sinngemäss): 

1. Es sei festzustellen, dass die Gesuchsteller seit 1. Februar 2020 
getrennt leben. 

2. Es seien die Kinder C._____, geboren am tt. mm. 2012, D._____, 
geboren am tt. mm. 2014, und E._____, geboren am tt. mm. 2016 
unter die Obhut der Gesuchstellerin zu stellen. 

3. Es sei zwischen dem Gesuchsgegner und den Kindern folgendes 
Besuchsrecht festzulegen: jedes zweite Wochenende von Frei-
tagabend 18:30 Uhr bis Sonntagabend 19:00 Uhr, jeweils der 
zweite Freitag bei Doppelfeiertagen sowie mindestens vier Wo-
chen Ferien pro Jahr, welche drei Monate im Voraus angekündigt 
werden müssen. 

4. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab 
1. Februar 2020 an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung 
der Kinder C._____, D._____ und E._____ auf den Ersten eines 
jeden Monats zum Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge, zuzüglich 
allfälliger vertraglicher oder gesetzlicher Familienzulagen, wie 
folgt zu bezahlen: 

− Für C._____ ab 1. Februar 2020 monatlich gerundet: 

− Barunterhalt:    Fr. 1'800.– 
− Abzüglich Kinderzulagen:  -Fr.   200.– 
− Betreuungsunterhalt:   Fr.    500.– 
− Gesamtunterhalt (gerundet): Fr. 2'100.– 

− Für D._____ ab 1. Februar 2020 monatlich gerundet: 

− Barunterhalt gerundet:  Fr. 1'800.– 
− Abzüglich Kinderzulagen:  -Fr.   200.– 
− Betreuungsunterhalt:   Fr.    500.– 
− Gesamtunterhalt (gerundet): Fr. 2'100.– 

− Für E._____ ab 1. Februar 2020 monatlich gerundet: 

− Barunterhalt gerundet:  Fr. 2'100.– 
− Abzüglich Kinderzulagen:  -Fr.   200.– 
− Betreuungsunterhalt:   Fr.    500.– 
− Gesamtunterhalt (gerundet): Fr. 2'400.– 

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5. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab 
1. Februar 2020 für die Dauer des Getrenntlebens Ehegattenun-
terhaltsbeiträge von monatlich Fr. 1'600.– zu bezahlen. Die Un-
terhaltsbeiträge sind im Voraus, jeweils auf den Ersten eines Mo-
nats zu bezahlen. 

 Es seien im Ehegattenunterhalt die separaten Vergütungen wie 
Awards, Lohnbestandteile, zusätzliche Zahlungen des Arbeitge-
bers je hälftig zwischen den Parteien aufzuteilen. 

6. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, Auskunft über seine 
Einkommens- und Vermögensverhältnisse zu erteilen. 

7. Es sei der Mietvertrag für die ehemals eheliche Wohnung an der 
F._____-strasse ... in G._____ auf die Gesuchstellerin alleine zu 
überschreiben. 

8. Es sei die Zustimmung des Gesuchsgegners um Aufschub der 
Einschulung des ehelichen Sohnes E._____, geboren am tt. mm. 
2016 in den Kindergarten um 1 Jahr durch einen entsprechenden 
Gerichtsentscheid zu ersetzen. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzlicher 
Mehrwertsteuer zu Lasten des Gesuchsgegners. 

 
 

des Gesuchsgegners (Urk. 23 S. 1 ff.): 

1. Es sei den Parteien das Getrenntleben zu bewilligen, und es sei 
festzustellen, dass die Parteien seit dem 01.02.2020 getrennt le-
ben.  

2. a) Die drei Söhne C._____, geboren am tt. mm. 2012, 
D._____, geboren am tt. mm. 2014, und E._____, geboren 
am tt. mm. 2016, seien unter die Obhut der Gesuchstellerin 
zu stellen.  

 b) Sollte die Gesuchstellerin erneut in eine psychiatrische Klinik 
eintreten oder aus anderen Gründen nicht in der Lage sein, 
die Obhut über die Kinder auszuüben, sei die Obhut über die 
Kinder dem Gesuchsgegner zu übertragen. 

3. a) Der Gesuchsgegner sei berechtigt zu erklären, die Kinder 
jedes zweite Wochenende (beginnend am 6.–8. November 
2020) vom Freitagabend, 18:30 Uhr, unverpflegt, bis Sonn-
tagabend, 19:00 Uhr, verpflegt, zu sich auf Besuch zu neh-
men, ferner an Feiertagen, falls diese an ein Besuchswo-
chenende des Gesuchsgegners angrenzen, sowie am jewei-
ligen Brückentag, falls der Feiertag auf einen Donnerstag 
vor oder Dienstag nach dem Besuchswochenende fällt.  

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 b) Der Gesuchsgegner sei an den Wochenenden der Gesuch-
stellerin berechtigt, aber nicht verpflichtet zu erklären, die 
Kinder an Sportanlässe zu begleiten. Die Gesuchstellerin sei 
zu verpflichten, dem Gesuchsgegner alle Informationen über 
die Hobbies der Kinder per E-Mail weiterzuleiten.  

 c) An den Weihnachtstagen sei der Gesuchsgegner alternie-
rend berechtigt zu erklären, die Kinder folgendermassen zu 
sich auf Besuch zu nehmen, wobei diese Regelung der Wo-
chenendregelung vorgeht: 

  - Jahre mit ungerader Jahreszahl: vom 23. Dezember, 
18:30 Uhr, bis 25. Dezember, 13:00 Uhr.  

  - Jahre mit gerader Jahreszahl: vom 25. Dezember, 
13:00 Uhr, bis 27. Dezember, 14:00 Uhr 

 d) Der Gesuchsgegner sei berechtigt zu erklären, die Kinder 
jährlich jeweils während der zweiten Woche der Frühlingsfe-
rien, während der zweiten Woche der Sommerferien und 
während der ersten Woche der Herbstferien auf eigene Kos-
ten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Die Ferien 
beginnen jeweils am Samstag, 09:00 Uhr, und enden am 
Sonntag, 19:00 Uhr.  

 e) Die Eltern des Gesuchsgegners, nämlich H._____ und 
I._____, seien berechtigt zu erklären, die Kinder jährlich 
während einer bis zwei Schulferienwochen auf eigene Kos-
ten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen, Zeitpunkt 
nach Absprache mit den Parteien.  

 f) Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsgegner 
ihre eigenen Ferienpläne drei Monate im Voraus anzuzei-
gen, sofern sie sein Besuchsrecht tangieren. Das bereits 
angekündigte Ferienrecht des Gesuchstellers [recte: Ge-
suchsgegners] und sein Besuchsrecht an Weihnachten ha-
ben aber Priorität.  

  Wenn die Ferien der Gesuchstellerin an einem Besuchswo-
chenende des Gesuchsgegners beginnen, sei dieser be-
rechtigt zu erklären, die Kinder am vorangehenden Freitag, 
ab 18:30 Uhr, bis zur Abreise der Kinder in die Ferien mit 
der Gesuchstellerin, zu sich auf Besuch zu nehmen.  

  Wenn die Ferien der Gesuchstellerin an einem Besuchswo-
chenende des Gesuchsgegners enden, sei dieser berechtigt 
zu erklären, die Kinder ab Ferienende bei der Gesuchstelle-
rin (spätestens aber am Sonntag um 10:00 Uhr), bis zum 
Sonntagabend, 19:00 Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen. 

 g) Der Gesuchsgegner sei berechtigt zu erklären, mit den Kin-
dern jeden Sonntag, an welchem er kein volles Wochenend-
besuchsrecht ausgeübt hat, um 19 Uhr zu telefonieren. Falls 

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dies aus zwingenden Gründen nicht möglich ist, sei er be-
rechtigt zu erklären, das Telefonat am Vortag vorzuholen 
oder an einem der Folgetage nachzuholen, je um 19 Uhr.  

 h) Der Gesuchsgegner sei berechtigt zu erklären, an Anlässen 
von Schule und Kindergarten teilzunehmen. Die Gesuchstel-
lerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsgegner alle Informati-
onen von Schule und Kindergarten, die physisch übergeben 
werden, per E-Mail weiterzuleiten.  

 i) Es sei vorzumerken, dass weiter gehende Kontakte zwi-
schen dem Gesuchsgegner und den Kindern in gegenseiti-
ger Absprache möglich und erwünscht sind.  

4. Die Kinder C._____ und D._____ seien zu den vorstehenden 
Rechtsbegehren gemäss Ziff. 2 und 3 anzuhören.  

5. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, den Gesuchsgegner über 
medizinische Belange der Kinder zu informieren und Massnah-
men mit ihm abgesehen von Notfällen abzusprechen.  

6. Es seien die Rechte und Pflichten aus dem Mietvertrag über das 
vormals eheliche Haus an der F._____-strasse ... in G._____ al-
lein auf die Gesuchstellerin zu übertragen.  

7. Es seien der Hausrat und das Mobiliar im vormals ehelichen Haus 
sowie der Seat Alhambra der Gesuchstellerin für die Dauer des 
Getrenntlebens zur Benützung zuzuweisen, beim Seat unter 
Übernahme sämtlicher mit diesem Auto verbundenen Kosten 
durch die Gesuchstellerin.  

8. a) Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin 
für die Zeit ab 01.11.2020 für den Barbedarf der drei Söhne 
monatlich im Voraus folgende Unterhaltsbeiträge zu zahlen, 
je zuzüglich allfälliger Familienzulagen:  
- CHF 1‘300 für C._____ 
- CHF 1‘300 für D._____  
- CHF 1‘300 für E._____ 

 b) Es sei festzustellen, dass der Unterhalt für die Zeit bis zum 
31.10.2020 gezahlt ist.  

9. a) Der Gesuchsgegner [sei] zu verpflichten, der Gesuchstelle-
rin monatlich im Voraus folgende Unterhaltsbeiträge zu zah-
len. 

  Phase 1, d.h. ab 01.11.2020 bis zum 28.02.2021: CHF 1‘500 
  Phase 2, d.h. ab 01.03.2021: CHF 0 
  Eventualiter, d.h. falls E._____ erst im August 2021 in den 

Kindergarten eintritt, sei die Phase 1 bis zum 31.08.2021 zu 
verlängern. 

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 b) Es sei festzustellen, dass der Unterhalt für die Zeit bis zum 
31.10.2020 gezahlt ist. 

10. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7,7% Mwst zu 
Lasten der Gesuchstellerin. 

Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren  
am Bezirksgericht Bülach vom 29. Oktober 2020: 

(Urk. 35 S. 19 ff. = Urk. 42 S. 19 ff.) 

1. Die Obhut für die Kinder  

− C._____, geb. tt. mm. 2012 
− D._____. geb. tt. mm. 2014 
− E._____, geb. tt. mm. 2016,  

wird der Gesuchstellerin übertragen.  

2. Die Teilvereinbarung der Parteien vom 22. Oktober 2020 über die Neben-

folgen des Getrenntlebens wird vorgemerkt und in Bezug auf die Kinderbe-

lange genehmigt. Sie lautet wie folgt: 

1. Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes 

Die Parteien stellen fest, bereits seit 1. Februar 2020 getrennt zu leben und vereinbaren die 

Fortführung des Getrenntlebens auf unbestimmte Zeit.  

2. Elterliche Sorge, Obhut und Besuchsrecht 

2.1. Elterliche Sorge 

Die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes ändert nichts an der gemeinsamen elterli-

chen Sorge für die Kinder 

− C._____, geboren am tt. mm. 2012 

− D._____, geboren am tt. mm. 2014 

− E._____, geboren am tt. mm. 2016 

Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Er-

ziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen. Den Parteien ist bekannt, dass ein 

Aufenthaltswechsel der Kinder der Zustimmung beider Eltern bedarf, wenn der neue Auf-

enthaltsort im Ausland liegt, oder der Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkun-

gen auf die Ausübung der elterlichen Sorge und die persönlichen Kontakte zwischen einem 

Elternteil und den Kindern hat. 

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2.2. Obhut 

Die Parteien beantragen, es sei die Obhut für die Kinder der Ehefrau zuzuteilen.  

2.3. Besuchsrecht 

Der Ehemann soll berechtigt sein, die Kinder jedes zweite Wochenende jeweils ab Freitag-

abend, 18:30 Uhr bis Sonntagabend, 19:00 Uhr, auf eigene Kosten mit sich oder zu sich auf 

Besuch zu nehmen und sie ausserdem für vier Wochen jährlich während der Schulferien auf 

eigene Kosten mit sich oder zu sich in die Ferien zu nehmen. 

Die Parteien einigen sich auf folgende Feiertagsregelung bezüglich Weihnachten und Neu-

jahr:  

− 21. -27. Dezember 2020 bei der Ehefrau 

− 31. Dezember bis 3. Januar 2021 beim Ehemann 

− 24. Dezember 2021 bis 26. Dezember 2021 beim Ehemann 

− 26. Dezember 2021 bis 2. Januar 2022 bei der Ehefrau 

In den nachfolgenden geraden Jahren sollen die Kinder über die Weihnachten bei der Ehe-

frau und das Jahresende beim Vater verbringen. In ungeraden Jahren sollen die Kinder die 

Weihnachten beim Ehemann und das Jahresende bei der Mutter verbringen. 

Das Ferienbesuchsrecht ist mindestens drei Monate im Voraus anzukündigen. 

In geraden Jahren entscheidet der Ehemann in Konfliktfällen, in ungeraden Jahren ent-

scheidet die Ehefrau. 

Ein weitergehendes Besuchsrecht nach gegenseitiger Absprache bleibt vorbehalten. 

3. Kinderunterhalt 

Die Parteien überlassen die Regelung des Unterhaltes dem Gericht. 

4. Ehegattenunterhalt 

Die Parteien überlassen die Regelung des Unterhaltes dem Gericht. 

5. Wohnung, Mobiliar und Hausrat 

Die an der F._____-strasse ... in G._____ gelegene eheliche Wohnung wird der Ehefrau zur 

alleinigen Benützung zugewiesen.  

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Der Ehemann hat die eheliche Wohnung bereits verlassen und erklärt sich bereit, bei der 

Übertragung des Mietvertrages an die Ehefrau mitzuwirken. 

Über die Aufteilung von Mobiliar und Hausrat einigen sich die Parteien ausserhalb dieser 

Vereinbarung. 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf 

eine Parteientschädigung. 

Die Mehrkosten für einen begründeten Entscheid trägt diejenige Partei, die eine Begrün-

dung verlangt. 

3. Der Gesuchgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin während der Dauer 

des Getrenntlebens, jedoch längstens bis zum Eintritt der Volljährigkeit, für 

die Kinder die folgenden monatliche Unterhaltsbeiträge zuzüglich allfälliger, 

von ihm bezogener vertraglicher oder gesetzlicher Kinder-, Familien- oder 

Ausbildungszulagen zu bezahlen: 

− C._____:  Fr. 1'710.– (davon Fr. 435.– Betreuungsunterhalt) 
− D._____:  Fr. 1'680.– (davon Fr. 435.– Betreuungsunterhalt) 
− E._____:  Fr. 1'850.– (davon Fr. 435.– Betreuungsunterhalt) 

 
− ab 1. September 2021 reduzieren sich die Unterhaltsbeiträge wie folgt: 

 
− C._____:  Fr. 1'480.– (davon Fr. 0.– Betreuungsunterhalt) 
− D._____:  Fr. 1'450.– (davon Fr. 0.– Betreuungsunterhalt) 
− E._____:  Fr. 1'630.– (davon Fr. 0.– Betreuungsunterhalt) 

Diese Unterhaltsbeiträge sind jeweils auf den Ersten eines Monats im Vo-

raus an die Gesuchstellerin zu entrichten, beginnend ab 1. Februar 2020.  

Bereits geleistete Unterhaltsbeiträge können verrechnet werden. 

4. Der Gesuchgegner wird zudem verpflichtet, die Hälfte der ausserordentli-

chen Kosten für die Kinder (mehr als Fr. 500.– pro Ausgabeposition; z.B. 

Zahnarztkosten, Schullager etc.) zu übernehmen. 

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5. Der Gesuchgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin während der Dauer 

des Getrenntlebens monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 1'600.– für sie 

persönlich zu bezahlen, zahlbar jeweils am Ersten jedes Monats im Voraus, 

beginnend ab 1. Februar 2020. 

Bereits geleistete Unterhaltsbeiträge können verrechnet werden. 

6. Der Gesuchgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin die Hälfte eines all-

fällig von seiner Arbeitgeberin an ihn zusätzlich zum Lohn ausbezahlten Bo-

nus oder einer sonstigen Sonderzahlung innert 30 Tagen mitsamt den dazu-

gehörigen Belegen weiterzuleiten. 

7. Bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge wurde von den folgenden finan-

ziellen Verhältnissen der Parteien ausgegangen: 

Einkommen: 

– Gesuchstellerin (GSin):  Fr. 2'756.–* (20 % Pensum) 
    Fr. 6'890.–* (50 % Pensum ab August 2021) 

– Gesuchgegner (GG):  Fr. 14'193.–* (100 % Pensum) 

– Kinder: jew. Fr. 200.– (Kinderzulagen) 

*  Nettoeinkommen pro Monat (inkl. 13. Monatslohn, ohne Bonus / Familienzulagen) 

Bedarfsberechnung: 

 GG: GSin: C._____: D._____: E._____: 
Grundbetrag: Fr. 1'200.– Fr. 1'350.– Fr. 400.– Fr. 400.– Fr. 400.– 

Wohnkosten inkl. NK Fr. 2'950.– Fr. 1'700.– Fr. 500.– Fr. 500.– Fr. 500.– 

Krankenkasse Fr. 221.– Fr. 378.– Fr. 118.– Fr. 94.– Fr. 53.– 

zusätzliche  
Gesundheitskosten 

Fr. 148.–     

Kommunikation   
Mediennutzung: 

Fr. 120.– Fr. 120.– Fr. 10.– Fr. 10.– Fr. 10.– 

Versicherungen: Fr. 30.– Fr. 30.–    

Fremdbetreuung: 
(ab August 2021) 

  Fr. 146.– Fr. 146.– Fr. 360.– 
(Fr. 146.–) 

Mobilität: Fr. 126.– Fr. 85.–    

zusätzliche  
Berufskosten: 

 Fr. 77.–    

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ext. Verpflegung: 
(ab August 2021) 

Fr. 210.– Fr. 50.– Fr. 
(Fr. 105.–) 

   

Steuern: Fr. 600.– Fr. 600.–    

Säule 3a:  Fr. 550.–    

8. Im Übrigen werden die Anträge der Parteien abgewiesen. 

9. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'600.– festgesetzt. Allfällige weitere Aus-

lagen bleiben vorbehalten. 

10. Die Kosten des unbegründeten Urteils im Umfang von Fr. 2'400.– werden 

den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Die Mehrkosten für das begründete 

Urteil im Umfang von Fr. 1'200.– werden dem Gesuchsgegner auferlegt. 

11. Vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf Parteientschädigung wird 

Vormerk genommen. 

12. [Mitteilung] 

13. [Rechtsmittel] 

Berufungsanträge: 

des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 41 S. 2 f.): 
 

"1. In Ergänzung von Ziff. 3 des angefochtenen Urteils sei der Beru-
fungskläger berechtigt zu erklären, von den Kinderunterhaltsbei-
trägen CHF 100 pro Kind und Monat im Folgemonat abzuziehen, 
nach welchem ihm die Berufungsbeklagte für seine Ausübung 
des Besuchsrechts nicht die bei ihr vorhandenen Ausrüstungen 
des betreffenden Kindes, welche man üblicherweise nicht mehr-
fach anschafft, mitgegeben hat, wie beispielsweise Schuhe, Klei-
der und Sport- und Freizeitausrüstungen. 

 2. Ziff. 4 des angefochtenen Urteils sei durch folgende Formulierung 
zu ersetzen: Der Gesuchsgegner wird zudem verpflichtet, die 
Hälfte der ausserordentlichen Kosten für die Kinder (mehr als 
Fr. 500.- pro Ausgabenposition; z.B. Zahnarztkosten, Schullager 
etc.) nach vorgängiger Absprache zu übernehmen, soweit nicht 
Dritte dafür aufkommen. 

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 3. a) In Abänderung von Ziff. 5 des angefochtenen Urteils sei der 
Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten für 
den persönlichen Bedarf monatlich im Voraus folgende Un-
terhaltsbeiträge abzüglich bereits geleisteter Unterhaltsbei-
träge zu zahlen. 

   Phase 1, d.h. ab 01.02.2020 bis zum 31.08.2021: CHF 1'500 
   Phase 2, d.h. ab 01.09.2021: CHF 0 
 4. Ziff. 6 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben. 
 5. Ziff. 7 des angefochtenen Urteils sei durch folgende Formulierung 

zu ersetzen: 
  Nettoeinkommen der Gesuchstellerin: CHF 2'782 netto (Pha-

se 1, exkl. Familienzula-
gen, Pensum 20%) 

       CHF 6'955 netto (Pha-
se 2, exkl. Familienzula-
gen, Pensum 50%) 

  Nettoeinkommen Gesuchsteller: CHF 19'689 netto (exkl. 
Familienzulagen), davon 
CHF 5'981 Bonus 

  Nettoeinkommen Kinder: CHF 200 Kinderzulage 
pro Kind 

  Bedarf B._____ Phase 1: CHF 4'300 + 
  Bedarf B._____ Phase 2: CHF 4'450 
  Bedarf A._____:  CHF 5'000 zuzüglich 

CHF 2'000 Steuern 
  C._____ Phase 1:   CHF 1'275 Barbedarf + 

CHF 200 Kinderzulage = 
CHF 1'475 zuzüglich 
ausserordentlicher Kos-
ten zuzüglich CHF 435 
Betreuungsunterhalt 

  C._____ Phase 2:   CHF 1'480 Barbedarf + 
CHF 200 Kinderzulage = 
CHF 1'680 zuzüglich 
ausserordentlicher Kos-
ten 

  D._____ Phase 1:   CHF 1'245 Barbedarf + 
CHF 200 Kinderzulage = 
CHF 1'445 zuzüglich 
ausserordentlicher Kos-
ten zuzüglich CHF 435 
Betreuungsunterhalt 

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  D._____ Phase 2:   CHF 1'450 Barbedarf + 
CHF 200 Kinderzulage = 
CHF 1'650 zuzüglich 
ausserordentlicher Kos-
ten 

  E._____ Phase 1:  CHF 1'415 Barbedarf + 
CHF 200 Kinderzulage = 
CHF 1'615 zuzüglich 
ausserordentlicher Kos-
ten zuzüglich CHF 435 
Betreuungsunterhalt 

  E._____ Phase 2:  CHF 1'630 Barbedarf + 
CHF 200 Kinderzulage = 
CHF 1'830 zuzüglich 
ausserordentlicher Kos-
ten 

 6. Dieser Berufung sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen, even-
tualiter unter Hinterlegung der streitigen Unterhaltsdifferenz bei 
der kantonalen Depositenanstalt (ZKB), wobei über die Verwen-
dung der hinterlegten Gelder im Berufungsurteil zu entscheiden 
sei. 

 7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7,7% Mwst 
für das Berufungsverfahren zu Lasten der Berufungsbeklagten." 

 
 
der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 57 S. 2): 
 

"Es sei die Berufung des Berufungsklägers vollumfänglich abzuweisen 
und das Urteil des BG Bülach vom 29. Oktober 2020 zu bestätigen. 

 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7% Mehr-
wertsteuer zu Lasten des Berufungsklägers." 

Erwägungen: 

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1. Die Parteien haben am tt. April 2011 geheiratet. Der Ehe entsprangen 

drei Söhne: C._____, geboren am tt. mm. 2012, D._____, geboren am tt. mm. 

2014, und E._____, geboren am tt. mm. 2016 (Urk. 20 Rz. 2; Urk. 23 S. 4). 

2. Mit Eingabe vom 8. Juli 2020 machte die Gesuchstellerin und Beru-

fungsbeklagte (nachfolgend: Gesuchstellerin) das vorliegende Eheschutzverfah-

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ren bei der Vorinstanz anhängig (Urk. 1). Hinsichtlich der Prozessgeschichte kann 

auf den vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (Urk. 42 S. 6). Am 

29. Oktober 2020 erliess die Vorinstanz das eingangs wiedergegebene Urteil zu-

nächst in unbegründeter (Urk. 26) und dann – auf Begehren des Gesuchsgegners 

und Berufungsklägers (nachfolgend: Gesuchsgegner; Urk. 31) – in begründeter 

Form (Urk. 35 = Urk. 42). 

3.1. Gegen dieses Urteil erhob der Gesuchsgegner am 18. Januar 2021 

fristgerecht (siehe Urk. 36) Berufung und stellte die eingangs wiedergegebenen 

Anträge (Urk. 41). Mit Verfügung vom 19. Januar 2021 wies die Kammerpräsiden-

tin das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab und setzte dem Ge-

suchsgegner eine Frist an, um einen Kostenvorschuss von Fr. 3'000.– zu leisten 

(Urk. 45). Dieser ging rechtzeitig hierorts ein (Urk. 45; Urk. 48). Am 22. Januar 

2021 reichte der Gesuchsgegner eine Noveneingabe ein (Urk. 46; Urk. 47/39). 

3.2. Mit Schreiben vom 26. Januar 2021 leitete die Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde J._____ eine Meldung des Gesuchsgegners an die Kammer 

weiter (Urk. 49). Am 3. Februar 2021 wurde der Kindesschutzbehörde mitgeteilt, 

dass sich die Kammer für funktionell nicht zuständig erachte (Urk. 53). 

3.3. Mit Verfügung vom 15. Februar 2021 setzte die Kammerpräsidentin der 

Gesuchstellerin Frist an, um die Berufung zu beantworten (Urk. 54). Am 

16. Februar 2021 reichte der Gesuchsgegner eine weitere Noveneingabe ein 

(Urk. 55; Urk. 56/40). Die Berufungsantwort datiert vom 8. März 2021 (Urk. 57). 

Sie wurde, wie auch die Noveneingabe, mit Verfügung vom 8. April 2021 der je-

weiligen Gegenpartei zur Kenntnis gebracht (Urk. 64). Die Replik des Gesuchs-

gegners datiert vom 27. April 2021 (Urk. 65) und die Duplik der Gesuchstellerin 

vom 4. Juni 2021 (Urk. 69). Mit Schreiben vom 30. Juni 2021 verzichtete der Ge-

suchsgegner auf eine weitere Stellungnahme (Urk. 71); das Schreiben wurde der 

Gesuchstellerin am 5. Juli 2021 zugestellt (Urk. 72). Weitere Eingaben der Partei-

en erfolgten nicht. 

- 14 - 

4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1–40). Das Ver-

fahren erweist sich als spruchreif, was den Parteien mit Verfügung vom 

8. September 2021 bereits mitgeteilt wurde (Urk. 73). 

II. Prozessuale Vorbemerkungen 

1. Die Berufung hemmt die Rechtskraft nur im Umfang der Anträge 

(Art. 315 Abs. 1 ZPO). Nicht angefochten sind die Dispositiv-Ziffern 1 (Obhut), 2 

(Vormerkung bzw. Genehmigung der Teilvereinbarung vom 22. Oktober 2020) 

und 8 (Abweisung der übrigen Anträge der Parteien) des vorinstanzlichen Urteils 

(siehe Urk. 41 S. 2 f.). Diese Ziffern sind somit in Rechtskraft erwachsen, was 

vorzumerken ist. 

2. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als 

auch die unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition be-

züglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensaus-

übung (Angemessenheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). 

3. In der Berufungsschrift ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern 

der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu be-

trachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer 

von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass der Beru-

fungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich ar-

gumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser Verwei-

sungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärun-

gen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen 

sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verwei-

sung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht (sie-

he BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013, E. 3.2; 

BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den 

gesetzlichen Begründungsanforderungen entsprechenden Weise beanstandet 

wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden; diese hat 

sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurtei-

- 15 - 

lung der Beanstandungen zu beschränken, die in der schriftlichen Begründung 

formgerecht gegen den erstinstanzlichen Entscheid erhoben werden (siehe BGer 

4A_290/2014 vom 1. September 2014, E. 3.1 und 5; BGer 4A_258/2015 vom 

21. Oktober 2015, E. 2.4.3; BGE 142 III 413 E. 2.2.4; BGer 5A_111/2016 vom 

6. September 2016, E. 5.3). Diese Grundsätze gelten auch im Bereich der unbe-

schränkten Untersuchungsmaxime (BGer 5A_800/2019 vom 9. Februar 2021, 

E. 5.1). 

4. Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie 

vorliegend zu beurteilen sind – statuiert Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den Untersu-

chungs- und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den Sach-

verhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge ent-

scheidet. In Verfahren, welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unter-

stehen, können die Parteien zudem im Berufungsverfahren neue Tatsachen und 

Beweismittel unbeschränkt vorbringen; Art. 317 Abs. 1 ZPO kommt nicht zum 

Tragen (BGE 144 III 349 E. 4.2.1; BGer 5A_800/2019 vom 9. Februar 2021, 

E. 2.2). Vorliegend ficht der Gesuchsgegner die Höhe der Kinderunterhaltsbeiträ-

ge zwar nicht an (siehe Urk. 41 S. 2; Urk. 42 S. 21 f.); er kritisiert indessen unter 

anderem die (Nicht-)Berücksichtigung einer Sparquote (siehe Urk. 41 S. 5), die 

Regelung hinsichtlich seines Bonus' (siehe Urk. 41 S. 15 f.) und die Steuern 

(Urk. 41 S. 21). Dies beeinflusst auch den Kinderunterhalt, weshalb darauf zu-

rückgekommen werden kann; Art. 282 Abs. 2 ZPO ist als Ausfluss der Offizialma-

xime auch im Eheschutzverfahren anwendbar (BGer 5A_524/2017 vom 

9. Oktober 2017, E. 3.1). 

III. Materielle Beurteilung 

1. Berechnungsmethode 

1.1. Die Vorinstanz erwog, dass sich vorliegend die zweistufige Methode 

als adäquat erweise. Die frühere Vermögensbildung werde durch die trennungs-

bedingten Mehrkosten und den sich Jahr für Jahr erhöhenden Barbedarf der drei 

Kinder neutralisiert (Urk. 42 S. 9). 

- 16 - 

1.2. Der Gesuchsgegner macht geltend, er habe in seinem Plädoyer volle 

sieben Seiten für die Berechnung des ehelichen Lebensstandards im Jahr vor der 

Trennung bzw. für die Sparquote aufgewendet. Die Vorinstanz habe gerade ein-

mal eine gute halbe Seite zum genannten Hauptthema geschrieben und lapidar 

mit dem gewünschten Ergebnis begonnen. Sie habe sich nicht zur Höhe der 

Sparquote geäussert. Damit habe sie sich mit den Argumenten des Gesuchsgeg-

ners nicht erkennbar auseinandergesetzt und den Anspruch auf rechtliches Gehör 

gemäss Art. 29 Abs. 2 BV verletzt (Urk. 41 S. 4 f.). Es sei willkürlich, wenn die Vo-

rinstanz die Sparquote durch die trennungsbedingten Mehrkosten und den sich 

Jahr für Jahr erhöhenden Barbedarf der Kinder neutralisiert sehe, gleichzeitig 

aber anerkenne, dass die Kinderbetreuungskosten in der Phase 2 abnehmen 

würden (Urk. 41 S. 5). Die Vorinstanz habe die bundesgerichtliche Rechtspre-

chung nicht berücksichtigt. Danach sei zwingend einstufig zu rechnen, wenn nach 

den trennungsbedingten Mehrkosten eine Sparquote verbleibe (Urk. 41 S. 7). 

Letztere verbleibe bei demjenigen, der sie erwirtschafte, vorliegend also beim Ge-

suchsgegner (Urk. 41 S. 6). 

1.3. Die Gesuchstellerin sieht wie die Vorinstanz eine eventuell früher er-

folgte Vermögensbildung durch die trennungsbedingten Mehrkosten und die sich 

erhöhenden Barbedarfe der Kinder neutralisiert (Urk. 57 Rz. 6). Auch während der 

Trennungszeit sei eine während der Ehe erfolgte Vermögensbildung zu teilen, 

weil die Parteien weiterhin unter dem Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung 

lebten (Urk. 57 Rz. 7). Vorliegend hätten die Parteien jedoch keine Ersparnisse 

bilden können (Urk. 57 Rz. 8). Die willkürliche Feststellung des Sachverhalts wer-

de bestritten (Urk. 57 Rz. 11). Das Bundesgericht habe sodann am 11. November 

2020 die zweistufige Methode für verbindlich erklärt (Urk. 57 Rz. 12). 

1.4. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 53 Abs. 1 

ZPO) verlangt, dass die zuständige Behörde die Vorbringen des Betroffenen tat-

sächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung angemes-

sen berücksichtigt (BGE 135 III 670 E. 3.3.1; BGE 136 I 184 E. 2.2.1; BGer 

9C_190/2015 vom 27. Juli 2015, E. 2; BGer 2C_347/2019 vom 16. September 

2019, E. 3.1). Dies gilt für alle form- und fristgerechten Äusserungen, Eingaben 

- 17 - 

und Anträge, die zur Klärung der konkreten Streitfrage geeignet und erforderlich 

erscheinen (BGE 136 I 184 E. 2.2.1; BGer 9C_190/2015 vom 27. Juli 2015, E. 2). 

Die Behörde darf sich in ihrem Entscheid indessen auf die wesentlichen Ge-

sichtspunkte und Leitlinien beschränken und braucht sich nicht mit jedem sach-

verhaltlichen oder rechtlichen Einwand auseinanderzusetzen (BGE 135 III 670 

E. 3.3.1). 

1.5. Der Gesuchsgegner legte die [damals geltenden] Grundsätze der Be-

rechnungsmethoden in seinem Plädoyer vom 22. Oktober 2020 ausführlich dar 

und begründete in der Folge detailliert, wie sich die Sparquote vorliegend errech-

ne. Sodann äusserte er sich zu den trennungsbedingten Mehrkosten und kam 

zum Schluss, dass einstufig zu rechnen sei (Urk. 23 S. 11–17). Die Vorinstanz 

zeigte weder auf, wie hoch die Sparquote ihrer Meinung nach ist, noch äusserte 

sie sich zur Höhe der trennungsbedingten Mehrkosten noch zum sich angeblich 

erhöhenden Barbedarf der Kinder (Urk. 42 S. 9). Damit setzte sie sich mit den Ar-

gumenten des Gesuchsgegners nicht auseinander und verletzte ihre Begrün-

dungspflicht. Gleichwohl ist die Sache nicht zurückzuweisen, weil die zweistufige 

Berechnung vor dem Hintergrund der nachstehenden Erwägung korrekt ist: 

1.6. Wie die Gesuchstellerin zutreffend vorbringt, hat das Bundesgericht 

zwischenzeitlich entschieden, dass der Kinderunterhalt nach der zweistufigen Me-

thode zu berechnen sei (BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020, E. 6.6 und 

7, zur Publikation vorgesehen; BGer 5A_800/2019 vom 9. Februar 2021, E. 4.3, 

zur Publikation vorgesehen). Dies gilt auch für den ehelichen Unterhalt (BGer 

5A_800/2019 vom 9. Februar 2021, E. 4.3, zur Publikation vorgesehen). Hinter-

grund ist der Wille des Bundesgerichts, die Methodik zur Bestimmung des fami-

lienrechtlichen Unterhalts zu vereinheitlichen (BGE 144 III 481 E. 4.1; BGer 

5A_800/2019 vom 9. Februar 2021, E. 4.3, zur Publikation vorgesehen). Damit 

hat die Vorinstanz im Ergebnis korrekt nach der zweistufigen Methode gerechnet. 

Gleichwohl ist auf die Argumente des Gesuchsgegners, wonach eine Sparquote 

bestehe, näher einzugehen: Eine solche ist nämlich vom Überschuss abzuziehen 

(BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020, E. 7.3, zur Publikation vorgesehen; 

BGer 5A_507/2020 vom 2. März 2021, E. 7.4.5) und verbleibt bei derjenigen Par-

- 18 - 

tei, die sie erwirtschaftet (Christine Arndt, Die Sparquote, Basis für die nacheheli-

che Unterhaltsberechnung, in: Roland Fankhauser / Ruth E. Reusser / Ivo 

Schwander [Hrsg.], Brennpunkt Familienrecht, Festschrift für Thomas Geiser zum 

65. Geburtstag, 2017, S. 43 ff., S. 44; siehe BGer 5A_90/2016 vom 16. August 

2016, E. 4.5). Als Referenzperiode für die Berechnung der Sparquote dienen 

grundsätzlich die letzten zwölf Monate vor der Trennung (Christine Arndt / Paul 

Langner, Neuere Entwicklungen im Recht des nachehelichen Unterhalts in guten 

finanziellen Verhältnissen, in: Andrea Büchler / Ingeborg Schwenzer [Hrsg.], Ach-

te Schweizer Familienrecht§Tage, 28./29. Januar 2016 in Zürich, 2016, S. 177 ff., 

S. 184 f.; Arndt, a.a.O., S. 51; siehe demgegenüber BGer 5A_1037/2019 vom 

22. April 2020, E. 3 und 3.3, wonach es nicht willkürlich ist, den zuletzt gemein-

sam gelebten Standard aufgrund eines Stellenwechsels an dem in den letzten 

sechs Monaten vor der Aufhebung des gemeinsamen Haushalts erwirtschafteten 

Einkommen zu messen). Die Parteien leben seit dem 1. Februar 2020 getrennt 

(Urk. 25 S. 2); massgebend ist daher der Zeitraum zwischen dem 1. Februar 2019 

und dem 31. Januar 2020. 

2. Sparquote: Einkauf in die Pensionskasse 

2.1. Die Vorinstanz erwog, dass allfällige Vorsorgevermögen im Fall einer 

Scheidung ohnehin hälftig geteilt werden müssten (Urk. 42 S. 9). 

2.2. Der Gesuchsgegner macht geltend, er habe sich im Jahr 2019 mit 

Fr. 40'000.– in seine Pensionskasse eingekauft, was Vermögensbildung sei. Auch 

2018 habe er sich eingekauft, allerdings nur mit Fr. 20'000.–, weil die Parteien 

noch den Seat Alhambra für Fr. 30'000.– gekauft hätten (Urk. 41 S. 7). Die Vo-

rinstanz verkenne, dass Vorsorgevermögen gemäss Art. 122 ZGB per Stichtag 

der Einleitung des Scheidungsverfahrens zu teilen seien. Wenn die Einkäufe des 

Gesuchsgegners nicht zu seiner Sparquote gerechnet würden und er daher höhe-

re Unterhaltsbeiträge zahlen müsse, stehe ihm weniger Geld zur Verfügung, um 

sich während des Scheidungsverfahrens erneut in seine Pensionskasse einzu-

kaufen (Urk. 41 S. 8). 

- 19 - 

2.3. Die Gesuchstellerin erwidert, dass die Parteien jährlich gemeinsam in 

die Altersvorsorge der 2. Säule des Gesuchsgegners einbezahlt hätten. Dies sei 

Teil der Lebenshaltungskosten (Art. 125 ZGB) und nicht Vermögensbildung 

(Urk. 57 Rz. 18). Zwischen 2013 und 2019 hätten die Parteien durchschnittlich 

Fr. 28'483.– einbezahlt, teilweise auch aus dem Vermögen. So habe sich dieses 

2015 / 2016 mindestens um den Einzahlungsbetrag vermindert (Urk. 57 Rz. 19 f.). 

Das Argument, dass der Gesuchsgegner nach Einleitung der Scheidung keine 

Einkäufe mehr tätigen könne, zeige eine Ungleichbehandlung auf. Ab Schei-

dungseinleitung bis zur Festsetzung des nachehelichen Unterhalts würde die Ge-

suchstellerin ohne angemessenen Überschussanteil eine Lücke in der Altersvor-

sorge aufweisen, welche nur durch ein Gesuch um vorsorgliche Massnahmen 

ausgeglichen werden könnte (Urk. 57 Rz. 26). 

2.4. Die Einzahlung in die 2. Säule ist als Sparquote zu qualifizieren (Arndt, 

a.a.O., S. 52), dies zumindest soweit, als sich dadurch das Aktivvermögen insge-

samt erhöht. 

2.5. Der Gesuchsgegner kaufte sich in der massgebenden Periode 

(E. III.1.6.), nämlich am 16. Oktober 2019, mit insgesamt Fr. 40'000.– in die 

2. Säule ein (Urk. 18/11). Das steuerbare Vermögen erhöhte sich von 

Fr. 185'700.– (Ende 2018) auf Fr. 195'988.– (Ende 2019; Urk. 59/8–9). Damit er-

scheint der Einwand der Gesuchstellerin, wonach die Einzahlung auf eine Vermö-

gensumverteilung zurückzuführen sei, zumindest für die massgebende Periode 

nicht glaubhaft. Dies gilt im Übrigen auch dann, wenn man wie die Gesuchstelle-

rin auf einen längeren Zeitraum abstellt: So wurden nach Darstellung der Ge-

suchstellerin zwischen 2013 und 2019 insgesamt Fr. 199'383.– in die 2. Säule 

einbezahlt (Urk. 57 Rz. 19). Im Jahr 2013 versteuerten die Parteien ein Vermögen 

von Fr. 185'877.–, 2019 ein solches von Fr. 195'988.– (Urk. 57 Rz. 21), wobei die 

2. Säule darin nicht enthalten ist. Unbehelflich ist sodann der Einwand mit Ver-

weis auf Art. 125 ZGB, dass die Einzahlungen Teil der Lebenshaltungskosten 

seien: Diese Vorschrift bezieht sich nämlich auf den nachehelichen Unterhalt und 

ändert nichts daran, dass das Geld der 2. Säule gerade nicht für den laufenden 

Verbrauch bestimmt ist. Die Argumentation der Gesuchstellerin läuft auf die Zu-

- 20 - 

sprechung eines Vorsorgeunterhalts hinaus: Dabei verkennt sie, dass der sich 

aus Art. 163 ZGB ergebende und im Rahmen von Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 

ZGB (oder Art. 276 Abs. 1 ZPO) klageweise durchsetzbare Unterhaltsanspruch 

ausschliesslich den Verbrauchsunterhalt umfasst; man kann im Gegensatz zu 

Art. 125 ZGB keinen Vorsorgeunterhalt geltend machen (BGE 145 III 169 E. 3.6 

mit weiteren Hinweisen). 

2.6. Im Ergebnis ist von einer Sparquote von Fr. 40'000.– aufgrund der Ein-

zahlung in die 2. Säule des Gesuchsgegners auszugehen. 

3. Sparquote: Einzahlungen in die 3. Säule 

3.1. Die Vorinstanz erwog, dass eine allfällig während der Ehe erfolgende 

Vermögensbildung hälftig zu teilen sei (Urk. 42 S. 9). 

3.2. Der Gesuchsgegner wendet ein, die Parteien hätten 2018 und 2019 

den steuerlich abziehbaren Maximalbetrag in ihre Säule 3a einbezahlt. Die Spar-

quote 2019 betrage demnach Fr. 13'652.– im Jahr 2019 (Urk. 41 S. 8). 

3.3. Die Gesuchstellerin entgegnet, dass hinsichtlich der 3. Säule dasselbe 

gelte wie bei der 2. Säule. Bei der Berechnung des erweiterten familienrechtlichen 

Existenzminimums seien auch die privaten Vorsorgeaufwendungen zu berück-

sichtigen. Durch die bisherigen Einzahlungen in der Säule 3a sei keine Sparquote 

von Fr. 13'652.– ausgewiesen (Urk. 57 Rz. 27 f.). 

3.4. Einzahlungen in die 3. Säule gehören grundsätzlich zur Sparquote 

(E. III.14.4.; siehe Arndt, a.a.O., S. 52). Bei gehobeneren Verhältnissen können 

indessen allenfalls private Vorsorgeaufwendungen von Selbständigerwerbenden 

im Bedarf berücksichtigt werden (BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020, 

E. 7.2; Nicolas von Werdt / Martin Kocher, Steuern und familienrechtlicher Bedarf, 

ZBJV 2014, S. 869 ff., S. 879). Der entsprechende (und von der Gesuchstellerin 

geltend gemachte) höchstgerichtliche Entscheid vom 11. November 2020 betraf 

den nachehelichen Unterhalt. Für die ehelichen Alimente ist Art. 163 ZGB ein-

schlägig, der nur den Verbrauchsunterhalt umfasst (BGE 140 III 337 E. 4.2.1; 

BGE 145 III 169 E. 3.6). Selbst wenn man auf den Entscheid vom 11. November 

- 21 - 

2020 abstellen würde, könnte die Gesuchstellerin daraus nichts zu ihren Gunsten 

ableiten, weil keine der Parteien 2019 selbständig erwerbstätig war (Urk. 59/9 

S. 2). Damit bleibt es dabei: Eine Erhöhung der Aktiven ist als Sparquote zu quali-

fizieren. Die Parteien zahlten 2019 insgesamt Fr. 13'652.– in die 3. Säule ein 

(Urk. 3/1 S. 3 = Urk. 59/9 S. 3), ohne dass sich das steuerbare Vermögen 

dadurch vermindert hätte (E. III.2.5.). Zwar ist nicht belegt, dass die Einzahlung 

zwischen dem 1. Februar 2019 und dem 31. Januar 2020 erfolgte: Da die Partei-

en seit 2013 jedes Jahr je über Fr. 6'700.– in die 3. Säule einzahlten (Urk. 59/3–9) 

und man dies gewöhnlicherweise immer ungefähr zum selben Zeitpunkt im Jahr 

macht, erscheint es glaubhaft. 

3.5. Im Ergebnis sind die Fr. 13'652.– der Sparquote zuzurechnen. 

4. Sparquote: Mehreinkommen des Gesuchsgegners 

4.1. Der Gesuchsgegner macht geltend, sein Bruttosalär sei per April 2020 

von Fr. 175'000.– pro Jahr auf Fr. 190'000.– und der zu erwartende Bonus von 

Fr. 90'000.– auf Fr. 100'000.– gestiegen. Diese Erhöhung von netto ungefähr 

Fr. 20'000.– müsse beim Gesuchsgegner verbleiben. Wenn die Vorinstanz den 

höher gewordenen Bonus je hälftig auf die Parteien aufteile, partizipiere die Ge-

suchstellerin zu Unrecht sogar an diesem Mehreinkommen (Urk. 41 S. 9). 

4.2. Die Gesuchstellerin erwidert, dass das Salär des Gesuchsgegners in 

den vergangenen Jahren jährlich gestiegen sei. Dennoch hätten die Eheleute kei-

ne Ersparnisse angelegt, sondern einfach den Lebensstandard erhöht. Zudem 

hätten auch die Kinder immer mehr gekostet. Die Vorinstanz sei vom belegten 

Jahressalär 2019 ausgegangen und habe dieses mit netto Fr. 14'193.– festgehal-

ten. Eine Erhöhung für das Jahr 2020 wie auch für das Jahr 2021 verbleibe damit 

allein dem Gesuchsgegner (Urk. 57 Rz. 30). Da das höhere Jahresgehalt 2020 für 

die Berechnung des Familienunterhalts nicht berücksichtigt worden sei, sei es 

schlicht falsch, dieses zusätzlich beim Gesuchsgegner verbleibende Einkommen 

als Sparquote vom Überschuss abzuziehen (Urk. 57 Rz. 32). 

- 22 - 

4.3. Die Vorinstanz ging gestützt auf die Gehaltsabrechnungen von Ap-

ril 2020 bis September 2020 (Urk. 18/14) von einem monatlichen Nettoeinkom-

men (exklusive Bonus) von Fr. 14'193.– aus, auch wenn sie fälschlicherweise den 

"belegten Jahresnettolohn 2019" erwähnte (Urk. 42 S. 11). Grundsätzlich ist auf 

das Einkommen abzustellen, über welches die Ehegatten während des Zusam-

menlebens verfügten. Steigt es in der Folge und wird es nicht zur Deckung des 

gebührenden Unterhalts unter Berücksichtigung der trennungsbedingten Mehr-

kosten verbraucht, hat es beim erwirtschaftenden Ehegatten zu verbleiben (Arndt, 

a.a.O., S. 43 Fn. 1 und S. 56). Dies geschieht indessen nicht über die Sparquote, 

sondern im Rahmen der Überschussverteilung (E. III.17.; siehe BGer 

5A_891/2018 vom 2. Februar 2021, E. 4.4, zur Publikation vorgesehen). 

4.4. Vor diesem Hintergrund ist das Mehreinkommen nicht der Sparquote 

zuzuweisen. 

5. Sparquote: Mehreinkommen der Gesuchstellerin 

5.1. Der Gesuchsgegner bringt vor, dass auch eine Einkommenssteigerung 

der unterhaltsberechtigten Person bei der Sparquote zu berücksichtigen sei. 

Wenn man nämlich in der Phase 2 (Phase des Mehreinkommens) zweistufig 

rechnen würde und die Sparquote nicht abzöge, würde der zu teilende Über-

schuss noch höher als in der Phase 1. Dies hätte zum Ergebnis, dass die Ge-

suchstellerin ihren Lebensstandard aus der Zeit vor der Trennung noch mehr 

überschreiten würde (Urk. 41 S. 9). 

5.2. Die Gesuchstellerin entgegnet, dass es korrekt sei, dass sie ihr Ar-

beitspensum in der Phase 2 auf 50 % werde steigern müssen. Dies werde bei den 

Unterhaltsbeiträgen in der zweistufigen anwendbaren Methode berücksichtigt und 

"beim Überschuss aufgeteilt" (Urk. 57 Rz. 33). 

5.3. Entgegen der Ansicht des Gesuchsgegners geht aus der von ihm zitier-

ten Stelle (Arndt, a.a.O., S. 57) nicht hervor, dass ein Mehreinkommen der unter-

haltsberechtigten Person automatisch der Sparquote zuzurechnen wäre. Dieses 

Mehreinkommen lag während der Zeit des Zusammenlebens nicht vor und wurde 

- 23 - 

entsprechend nicht gespart. Es wird jedoch bei der Überschussverteilung zu be-

rücksichtigen sein (E. III.4.3. und III.19.6.). Insbesondere sind keine ehelichen Un-

terhaltsbeiträge geschuldet, wenn der "unterhaltsberechtigte" Ehegatte ein Ein-

kommen erzielt, mit welchem er mindestens den Bedarf decken kann, der seinem 

ehelichen Standard entspricht (siehe BGer 5A_891/2018 vom 2. Februar 2021, 

E. 4.4). Dies folgt aus dem Grundsatz, wonach die Eigenversorgung vorgeht 

(BGer 5A_42/2020 vom 30. März 2021, E. 5.5). 

6. Sparquote: Fremdbetreuungskosten 

6.1. Der Gesuchsgegner macht geltend, die Fremdbetreuungskosten hätten 

sich 2019 auf Fr. 20'526.– belaufen. Für den Fall, dass das Obergericht einstufig 

rechne, gestehe der Gesuchsgegner der Gesuchstellerin einen zweiten Fremdbe-

treuungstag pro Woche zu, damit sie ihren Standard aus der Zeit vor der Tren-

nung aufrechterhalten könne (sie habe einen Tag pro Woche ohne Kinder und 

ohne Erwerbsarbeit gehabt). Dies bedeute Fremdbetreuungskosten von 

Fr. 1'012.– pro Monat (bzw. Fr. 12'144.– pro Jahr) in der Phase 1. In der Phase 2 

werde die Gesuchstellerin ausreichend Zeit ohne Kinder und Erwerbsarbeit ha-

ben, weshalb dann mit den Zahlen der Vorinstanz zu rechnen sei, also mit 

Fr. 438.– pro Monat (bzw. Fr. 5'256.– pro Jahr). Dies bedeute eine Einsparung 

gegenüber 2019 von Fr. 8'382.– in der Phase 1 und von Fr. 15'270.– in der Pha-

se 2 (Urk. 41 S. 10). 

6.2. Die Gesuchstellerin bestreitet Einsparungen unter dem Aspekt der 

Fremdbetreuungskosten (Urk. 57 Rz. 39). Die Vorinstanz habe die Betreuungs-

kosten für alle Kinder in der Phase 2 fälschlicherweise nicht erhöht, obwohl die 

Gesuchstellerin dann 2.5 Tage abdecken müsse und nicht einen Tag wie bis an-

hin. Im ersten Kindergartenjahr werde E._____ nur am Morgen Unterricht haben, 

sodass zweimal pro Woche eine Halbtagesbetreuung notwendig sei. Zudem fielen 

Kosten für den Mittagstisch (ein Tag pro Woche) an, da es bei einem 50 %-

Pensum nicht realistisch sei, dass die Gesuchstellerin bereits zum Mittagessen zu 

Hause sei. Bei den beiden älteren Kindern werde davon ausgegangen, dass sie 

an einem der Arbeitstage der Gesuchstellerin auch am Nachmittag Schule hätten 

und dann nur eine verkürzte Betreuung bräuchten. Dadurch entstünden monatli-

- 24 - 

che Fremdbetreuungskosten von mindestens Fr. 481.– für E._____ sowie je 

Fr. 416.– für C._____ und D._____ (Urk. 57 Rz. 37 f.). Auf diesen Punkt wird spä-

ter einzugehen sein (E. III.13.). 

6.3. Wie eingangs erwähnt, ist grundsätzlich die Sparquote während der 

Referenzperiode massgebend. Fallen bisherige Auslagen aber weg, besteht kein 

Anspruch auf Beibehaltung der entsprechenden Bedarfsposition. Es stellt sich 

diesfalls die Frage, ob die Ehegatten diese Mittel anderweitig ausgegeben oder 

gespart hätten (Arndt, a.a.O., S. 53). Gemäss dem Bundesgericht besteht eine 

natürliche Vermutung für Ersteres (BGer 5A_24/2016 vom 23. August 2016, 

E. 3.5.2; kritisch Arndt, a.a.O., S. 53). 

6.4. Die Vorinstanz rechnete mit zwei Phasen: Phase 1 beginnt am 1. Feb-

ruar 2020 und dauert bis zum 31. August 2021 (Einschulung von E._____; Urk. 42 

S. 10 f. und 21 f.). Die Parteien anerkennen die Phasenbildung (Urk. 41 S. 21; 

Urk. 57 Rz. 76). Für die Phase 1 ging die Vorinstanz von Fremdbetreuungskosten 

von monatlich Fr. 146.– (C._____) + Fr. 146.– (D._____) + Fr. 360.– (E._____) = 

Fr. 652.– aus (Urk. 42 S. 13). Die Gesuchstellerin arbeitet einen Tag pro Woche, 

nämlich donnerstags (Prot. I, S. 19 und 23 f.). An diesem Tag gehen die beiden 

grösseren Kinder in die Schule, die Hortbetreuung und den Mittagstisch; der 

jüngste Sohn geht zu einer Tagesmutter (Prot. I, S. 19). Am Abend des Arbeitsta-

ges geht die Gesuchstellerin in den Chor, weshalb eine Abendnanny im Einsatz 

ist (Prot. I, S. 19). Zusätzlich wird der jüngste Sohn einmal pro Woche von der 

Tagesmutter betreut, damit die Gesuchstellerin ihre Dinge unter einen Hut bringen 

kann (Prot. I, S. 20). Unter Berücksichtigung dieses zweiten Fremdbetreuungsta-

ges, der zusätzlich Fr. 360.– kostet, fallen monatliche Kosten von Fr. 1'012.– (2 x 

Fr. 146.– + 2 x Fr. 360.–) an (Urk. 41 S. 10; Urk. 57 Rz. 36). 2019 betrugen die 

Fremdbetreuungskosten Fr. 20'526.– (Urk. 59/9 S. 3) oder monatlich Fr. 1'710.50; 

es ist deshalb anzunehmen, dass ein zusätzlicher "freier" Tag der Gesuchstellerin 

zum ehelichen Standard gehörte. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, 

dass in der Phase 1 eine Ersparnis von Fr. 1'710.50 - Fr. 1'012.– = Fr. 698.50 pro 

Monat oder Fr. 8'382.– pro Jahr besteht. Fraglich ist, ob die Parteien diese Er-

sparnis ausgegeben oder zur Seite gelegt hätten. Letzteres würde sich entweder 

- 25 - 

im steuerbaren Vermögen oder höheren Einkäufen in die 2. oder 3. Säule nieder-

schlagen. Die folgende Tabelle gibt Hinweise auf das Ausgabeverhalten der Par-

teien, wobei die Sparquote anhand der Steuererklärungen bestimmt wird, ohne 

auf Details einzugehen (Urk. 59/3–8): 

Jahr 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 

Steuerbares 

Vermögen 

Fr. 

185'877 

Fr. 

192'597 

Fr. 

147'085 

Fr. 

143'416 

Fr. 

151'566 

Fr. 

185'700 

Fr. 

195'988 

Differenz zum Vorjahr ? 
+ Fr. 

6720 

- Fr. 

45'512 

- Fr. 

3'669 

+ Fr. 

8'150 

+ Fr. 

34'134 

+ Fr. 

10'288 

Einkauf  

2. Säule 
Fr. 4'383 Fr. 0 

Fr. 

20'000 

Fr. 

40'000 

Fr. 

75'000 

Fr. 

20'000 

Fr. 

40'000 

Einkauf  

3. Säule 

Fr. 

13'478 

Fr. 

13'478 

Fr. 

13'536 

Fr. 

13'536 

Fr. 

13'536 

Fr. 

13'536 

Fr. 

13'652 

Total Sparquote ? 
Fr. 

20'198 

- Fr. 

11'976 

Fr. 

49'867 

Fr. 

96'686 

Fr. 

67'670 

Fr. 

63'940 

Fremdbetreuungskosten Fr. 3'618 Fr. 4'242 
Fr. 

10'634 

Fr. 

11'684 

Fr. 

25'665 

Fr. 

21'898 

Fr. 

20'526 

Die Tabelle zeigt keine signifikant höhere Sparquote in Jahren mit tiefen 

Fremdbetreuungskosten, im Gegenteil: Von 2014 bis 2016 gaben die Parteien für 

Fremdbetreuung viel weniger aus als ab 2017. Gleichzeitig hatten sie auch eine 

viel tiefere Sparquote (2015 war diese sogar negativ) als in den Jahren ab 2017. 

Von 2017 bis 2019 nahmen sowohl die Sparquote als auch die Fremdbetreu-

ungskosten ab. 

6.5. Vor diesem Hintergrund ist anzunehmen, dass die Parteien die Erspar-

nis aus tieferen Fremdbetreuungskosten anderweitig ausgegeben hätten. Dies gilt 

auch für die Phase 2. 

7. Sparquote: Klinikaufenthalt und weitere Gesundheitskosten 

7.1. Der Gesuchsgegner bringt vor, die Parteien hätten für den Klinikau-

fenthalt der Gesuchstellerin im Oktober / November 2019 Fr. 8'600.– selber be-

zahlen müssen. Mit einem weiteren Klinikaufenthalt sei nicht zu rechnen. Die rest-

lichen Gesundheitskosten von unbestrittenermassen Fr. 1'500.–, welche nicht von 

- 26 - 

der Krankenkasse gedeckt worden seien, seien primär Kosten der Psychiaterin 

(Einzeltherapie und Eheberatung) gewesen. Beides falle nach der Trennung nicht 

mehr an (Urk. 41 S. 10 f.). 

7.2. Die Gesuchstellerin erwidert, dass die Gesundheitskosten weiterhin bei 

ihr anfallen würden. Die Trennungssituation, die Uneinigkeiten der Eltern über die 

Einschulung von E._____ und die gesamte Belastungssituation mit der unerwarte-

ten Erhöhung der Erwerbstätigkeit in der Trennungszeit würden die Gesuchstelle-

rin sehr beanspruchen. Sie konsultiere regelmässig ihre Psychiaterin und mache 

eine Therapie. Auch unvorhergesehene Kosten im Rahmen eines Klinikaufenthal-

tes könnten jederzeit wieder anfallen. Die Kosten der Franchise und des Selbst-

behaltes seien nur im Bedarf des Gesuchsgegners berücksichtigt worden (Urk. 57 

Rz. 40 f.). 

7.3. Auslagen oder Anschaffungen, die einmalig sind bzw. keine Regel-

mässigkeit aufweisen, zählen zur Sparquote. Davon zu unterscheiden sind Rück-

stellungen, die im Hinblick auf Auslagen oder Anschaffungen erfolgen, welche ei-

ner Regelmässigkeit unterliegen (beispielsweise eine teure Reise alle fünf Jahre; 

Arndt, a.a.O., S. 52). 

7.4. Die Parteien brachten einzig in der Steuererklärung von 2019 Krank-

heits- und Unfallkosten in Abzug (siehe Urk. 59/3–9), was darauf hindeutet, dass 

solche zuvor nicht in übermässig hohem Umfang anfielen (siehe auch § 32 lit. a 

StG, Art. 33 Abs. 1 lit. h DBG). Bei den Gesundheitskosten 2019 handelte es sich 

um Fr. 6'867.– Selbstbehalt und Fr. 8'600.– Kosten für Aufenthalt in Spitälern und 

Heilstätten usw. (Urk. 3/1 S. 12). Die Gesuchstellerin musste 2020 lediglich für 

Gesundheitskosten von Fr. 1'636.30 aufkommen (Urk. 59/1). Die Trennungssitua-

tion wie auch die Einschulung von E._____ werden bald geklärt sein. Es ist daher 

nicht glaubhaft, dass ein weiterer Klinikaufenthalt bevorsteht. Vor diesem Hinter-

grund ist davon auszugehen, dass die Fr. 8'600.– für den Klinikaufenthalt einmalig 

waren. Sie sind daher der Sparquote zuzurechnen. Von diesen Fr. 8'600.– wären 

Kosten von Fr. 1'700.– (zwei halbe Ehegattengrundbeträge von Fr. 850.– für die 

Monate Oktober und November 2019) auch angefallen, wenn die Gesuchstellerin 

zu Hause gewesen wäre; der entsprechende Betrag ist daher abzuziehen. Was 

- 27 - 

die übrigen Fr. 1'500.– angeht, hat der Gesuchsgegner sie in der Gesuchsantwort 

behauptet (Urk. 23 S. 15 f.). Die Gesuchstellerin bestritt, dass die Gesundheits-

kosten zur Sparquote gehörten (Prot. I, S. 34). Aus dem Beleg, worauf der Ge-

suchsgegner verweist (Urk. 41 S. 11), ist nicht ersichtlich, dass Fr. 1'500.– für 

einmalige Therapiekosten veranschlagt worden wären (Urk. 18/6). Die Vorinstanz 

rechnete dem Gesuchsgegner gestützt auf diesen Beleg zusätzliche Gesund-

heitskosten von Fr. 148.– pro Monat an (Urk. 42 S. 12), was unangefochten blieb 

(siehe Urk. 41 S. 19 ff.). Vor diesem Hintergrund ist nicht davon auszugehen, 

dass es sich um einmalige Auslagen handelte. 

7.5. Zusammenfassend sind für den Klinikaufenthalt der Gesuchstellerin 

Fr. 6'900.– der Sparquote zuzurechnen. 

8. Sparquote: Kinderzulagen 

8.1. Der Gesuchsgegner bringt vor, er habe bis zur Trennung die Kinderzu-

lagen von Fr. 200.– pro Monat und Kind jeweils dem betreffenden Kind auf das 

Sparkonto überwiesen. Daraus sei eine Sparquote von Fr. 7'200.– pro Jahr resul-

tiert (Urk. 41 S. 11). 

8.2. Die Gesuchstellerin wendet ein, dass sich das bewegliche Vermögen 

der Eheleute kaum verändert habe; auf keinen Fall habe es um Fr. 7'200.– pro 

Jahr zugenommen (Urk. 57 Rz. 43). 

8.3. Werden Gelder auf Kinderkonten einbezahlt und nicht verbraucht, so 

handelt es sich dabei um eine Sparquote (siehe KGer LU 3B 16 57 vom 

27.03.2017, in: LGVE 2017 II Nr. 2 = CAN 2017 Nr. 42, E. 5.2.6; Arndt, a.a.O., 

S. 53 f.). 

8.4. Aus der vorstehenden Tabelle (E. III.6.4.) ergibt sich, dass das Vermö-

gen im Jahr 2019 entgegen dem Vorbringen der Gesuchstellerin sehr wohl zuge-

nommen hat. Es ist belegt, dass der Gesuchsgegner von Januar 2019 bis De-

zember 2019 monatlich Fr. 600.– an die drei Kinder überwies (Urk. 24/18). Ge-

stützt darauf erscheint glaubhaft, dass er dies auch im Januar 2020 gemacht hat. 

- 28 - 

8.5. Die Fr. 7'200.– sind somit der Sparquote zuzurechnen. 

9. Sparquote: Steuern 

9.1. Der Gesuchsgegner macht geltend, die Parteien hätten im Jahr 2019 

Fr. 20'000.– akonto an das Gemeindesteueramt überwiesen. Die definitive Steu-

errechnung habe sich jedoch nur auf Fr. 12'700.– belaufen. Die Differenz von 

Fr. 7'300.– gehöre zur Sparquote (Urk. 41 S. 11). 

9.2. Die Gesuchstellerin wendet ein, dass die Rückforderung hinsichtlich 

der Staats- und Gemeindesteuer zutreffen möge. Dem Guthaben seien aber die 

noch nicht bezahlten Bundessteuern von Fr. 2'200.– entgegenzustellen. Damit 

reduziere sich das Guthaben auf etwa Fr. 5'000.–, was im Zusammenhang mit 

dem leicht gesunkenen beweglichen Vermögen per Ende 2019 und den noch 

nicht bezahlten weiteren Rechnungen für das Jahr 2019 aber auch den ausste-

henden Steuern für das Jahr 2018 von Fr. 3'498.15 aufzurechnen sei (Urk. 57 

Rz. 44). 

9.3. Es ist unbestritten und glaubhaft, dass die Parteien für die Staats- und 

Gemeindesteuern 2019 Fr. 20'000.– an das Gemeindesteueramt überwiesen 

(Urk. 24/19) und sich die Steuern effektiv auf Fr. 12'700.– beliefen (Urk. 59/9; 

Urk. 24/20). Für die direkte Bundessteuer 2019 wurden provisorisch Fr. 3'299.– 

veranschlagt, wobei abzüglich der geleisteten Zahlung von Fr. 3'842.– (sowie 

Fr. 753.– gemäss Art. 36 Abs. 2bis DBG) ein Saldo zugunsten der Parteien von 

Fr. 1'296.– resultierte (Urk. 18/7; satzbestimmendes Einkommen: Fr. 121'600.–). 

Die Parteien deklarierten 2019 für die Bundessteuer ein steuerbares Einkommen 

von Fr. 121'682.– (Urk. 3/1 S. 3 = Urk. 59/9 S. 3). Es erscheint demnach nicht 

glaubhaft, dass für 2019 noch Bundessteuern von Fr. 2'200.– ausstehend sind. 

Die "noch nicht bezahlten weiteren Rechnungen für das Jahr 2019" werden nicht 

substantiiert vorgetragen (Urk. 57 Rz. 44). Belegt ist hingegen, dass die Parteien 

bis zum 15. Januar 2020 für die Staats- und Gemeindesteuern 2018 Fr. 3'498.15 

bezahlen mussten (Urk. 59/11). 

- 29 - 

9.4. Zusammenfassend erscheint eine Sparquote aus Steuerguthaben von 

Fr. 20'000.00 - Fr. 12'700.00 - Fr. 3'498.15 = (gerundet) Fr. 3'800.– glaubhaft. 

10. Zwischenergebnis 

Insgesamt erscheint eine Sparquote von Fr. 40'000.– (Einzahlung in die 

2. Säule; E. III.2.6.) + Fr. 13'652.– (Einzahlungen in die 3. Säule; E. III.3.5.) + 

Fr. 6'900.– (Klinikaufenthalt; E. III.7.5.) + Fr. 7'200.– (Kinderzulagen; E. III.8.5.) + 

Fr. 3'800.– (Steuerguthaben; E. III.9.4.) = Fr. 71'552.– glaubhaft. Dies entspricht 

(gerundet) Fr. 6'000.– pro Monat. 

11. Lohn der Gesuchstellerin 

11.1. Die Vorinstanz erwog, dass der Gesuchstellerin in der Phase 1 für ihr 

20 %-Pensum ein Einkommen von Fr. 2'756.– anzurechnen sei (Urk. 42 S. 9 f.). 

In der Phase 2 erhöhe sich ihr Einkommen auf Fr. 6'890.– für ein 50 %-Pensum 

(Urk. 42 S. 10). 

11.2. Der Gesuchsgegner rügt, dass die Vorinstanz in aktenwidriger Weise 

für ein 20 %-Pensum Fr. 2'756.– angenommen habe. Diese Zahl stütze sich auf 

den Lohnausweis 2019. Der Vergleich der Lohnabrechnungen für Januar 2019 

und Januar 2020 weise eine Lohnerhöhung von netto Fr. 24.– aus, was bei 

13 Monatslöhnen Fr. 312.– entspreche. Folglich sei ab Januar 2020 mit einem 

Jahreslohn von Fr. 33'388.– netto zu rechnen (bei einem Pensum von 20 %). Dies 

entspreche Fr. 83'470.– bei einem 50 %-Pensum (Urk. 41 S. 9 f.). 

11.3. Die Gesuchstellerin erwidert, dass die Vorinstanz ihr Nettoeinkommen 

zutreffend berechnet habe. Sie habe keine Lohnerhöhung von monatlich Fr. 24.– 

erhalten. Ihr Arbeitgeber habe einzig die Erhöhung der AHV/IV-Abzüge von 

10.25 % im Jahr 2019 auf 10.55 % im Jahr 2020 ausgeglichen (Urk. 57 Rz. 34). 

11.4. Aus der Lohnabrechnung für den Januar 2020 ergibt sich, dass die 

Gesuchstellerin bei einem AHV-Abzug von 5.275 % Fr. 2'544.60 ausbezahlt er-

hielt (Urk. 3/6). Ein Jahr zuvor betrug der Nettolohn trotz tieferem AHV-Abzug von 

5.125 % Fr. 2'520.– (Urk. 3/5). Es ist demzufolge glaubhaft, dass die Gesuchstel-

- 30 - 

lerin ab 2020 Fr. 2'544.60 verdiente. Der Jahresnettolohn 2019 betrug 

Fr. 33'076.– (Urk. 3/3). Dividiert man ihn mit 13, resultiert ein Monatslohn von 

Fr. 2'544.–. Mit Blick auf die Lohnabrechnung für den Januar 2019 mit dem Lohn 

von Fr. 2'520.– ist davon auszugehen, dass die Gesuchstellerin (entgegen ihrer 

Aussage [Prot. I, S. 21]) einen 13. Monatslohn erhält. Berücksichtigt man diesen 

in den Fr. 2'544.60 gemäss Lohnabrechnung für den Januar 2020 (Urk. 3/6), re-

sultieren die von der Vorinstanz angenommenen Fr. 2'756.– (Fr. 2'544.60 x 13 / 

12; die geringfügige Differenz von Fr. 0.65 ist vernachlässigbar). 

11.5. Damit bleibt es bei den von der Vorinstanz errechneten Fr. 2'756.– für 

die erste und den Fr. 6'890.– für die zweite Phase. 

12. Lohn des Gesuchsgegners 

12.1. Die Vorinstanz erwog, dass der Gesuchsgegner mit seinem 100 %-

Pensum ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 14'193.– erwirtschafte. Hinzu 

komme ein stets grösser werdender Bonus (Urk. 42 S. 11). Letzterer sei unter den 

Parteien hälftig zu teilen (Urk. 42 S. 22). 

12.2. Der Gesuchsgegner rügt, dass die Fr. 14'193.– die Kinderzulagen von 

Fr. 600.– enthielten. Auszugehen sei von netto Fr. 13'593.– (Urk. 41 S. 19). Er 

macht sodann geltend, dass es nicht angehe, dass der Bonus hälftig auf die Par-

teien verteilt werde; das Mehreinkommen gehöre nämlich zur Sparquote (Urk. 41 

S. 9 und 14). Mit Noveneingabe vom 16. Februar 2021 teilte der Gesuchsgegner 

mit, dass sich sein Jahressalär ab 1. April 2021 inklusive Bonus auf Fr. 338'000.– 

belaufen werde. Davon seien mindestens 12 % Sozialversicherungsbeiträge ab-

zuziehen (Urk. 55). 

12.3. Die Gesuchstellerin wendet ein, dass eine weitere Erhöhung des Jah-

resgehalts die Unterhaltsbeiträge an sie und die Kinder nicht verändere. Einzig 

wenn der variable Lohnanteil steigen würde, könnte die Gesuchstellerin partizipie-

ren. Dieser werde jedoch möglicherweise aufgrund der Corona-Pandemie ausfal-

len (Urk. 57 Rz. 55). Im Übrigen anerkennt sie, dass in den Fr. 14'193.– die Kin-

derzulagen enthalten seien. Die Vorinstanz habe indessen die Spesenpauschale 

- 31 - 

von Fr. 1'200.– zur Hälfte als Einkommensbestandteil hinzugerechnet (Urk. 57 

Rz. 69). 

12.4. Die Fr. 14'193.– enthalten tatsächlich die Kinderzulagen von Fr. 600.– 

(Urk. 18/14). Zutreffend ist, dass der Gesuchsgegner eine Spesenpauschale von 

Fr. 1'200.– erhält (Urk. 18/14). Die Vorinstanz äusserte sich nicht zu dieser Pau-

schale. Sie erwog vielmehr, dass der Gesuchsgegner sich zwar in der betriebsei-

genen Kantine verpflegen könne; dafür müsse er viele Mittagessen geschäftlicher 

Natur selber bezahlen. Es seien ihm daher Fr. 210.– pro Monat für auswärtige 

Verpflegungskosten anzurechnen (Urk. 42 S. 15). Dies blieb unangefochten (sie-

he Urk. 41 S. 19–21). Wenn der Gesuchsgegner in seiner Replik vorbringt, er be-

zahle die Geschäftsessen mit der Pauschale (Urk. 65 S. 6), ist dies unbehelflich, 

weil die Ausgaben bereits in der auswärtigen Verpflegung enthalten sind. Im Übri-

gen wären Mehrauslagen für auswärtige Verpflegung zu behaupten und glaubhaft 

zu machen (siehe BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020, E. 7.2, mit Ver-

weis auf die Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenz-

minimums vom 1. Juli 2009 [BlSchK 2009, S. 192 ff.]; dasselbe galt nach den 

Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 

16. September 2009 gemäss Kreisschreiben der Verwaltungskommission des 

Obergerichts des Kantons Zürich). Mehrkosten für auswärtige Verpflegung von 

monatlich Fr. 1'410.– (Fr. 1'200.– + Fr. 210.–) hat der Gesuchsgegner vor Vo-

rinstanz nicht behauptet (Urk. 23 S. 20 f.). Er machte geltend, dass die Fr. 1'200.– 

Repräsentationsspesen seien. Ins Gewicht falle insbesondere, dass der Ge-

suchsgegner jeweils das ganze Team zum auswärtigen Essen einlade und einmal 

pro Monat mit dem Team (bestehend aus 34 Personen) etwas trinken gehe 

(Prot. I, S. 17). Belege dazu wurden keine eingereicht. Es kann vor diesem Hin-

tergrund offenbleiben, ob solche Auslagen überhaupt als Berufsauslagen berück-

sichtigt werden können. Somit sind die Kinderzulagen von Fr. 600.– von den 

Fr. 14'193.– zu subtrahieren, die Pauschalspesen von Fr. 1'200.– hingegen als 

Lohnbestandteil zu addieren. Das monatliche Nettoeinkommen bis zum 30. März 

2021 beträgt somit Fr. 14'793.– (exklusive Bonus). Es ist belegt, dass der Ge-

suchsgegner ab 1. April 2021 einen Grundlohn von Fr. 230'000.– brutto haben 

wird; weitere Fr. 108'000.– erhält er als Bonus für das Jahr 2020 (Urk. 56/40). Zu-

- 32 - 

dem sind die Spesenpauschalen von jährlich Fr. 14'400.– zu addieren (siehe 

Urk. 18/12). Im April 2020 beliefen sich die Sozialabzüge bei einem monatlichen 

Bruttolohn von Fr. 15'833.33 auf Fr. 2'239.76, was 14.15 % entspricht; in den Mo-

naten Mai 2020 bis September 2020 waren die Zahlen gleich oder ähnlich 

(Urk. 18/14). Im Januar 2021 betrugen die Sozialabzüge Fr. 1'838.62 bei einem 

Bruttoeinkommen von Fr. 15'833.33 (Urk. 47/39), was 11.61 % entspricht. Wenn 

der Gesuchsgegner Sozialabzüge von 12 % geltend macht (Urk. 55), erscheint 

dies somit glaubhaft. 

12.5. Zusammenfassend ist ab dem 1. April 2021 von einem monatlichen 

Nettoeinkommen des Gesuchsgegners (exklusive Bonus) von Fr. 230'000.– / 12 x 

88/100 + Fr. 1'200.– = (gerundet) Fr. 18'070.– auszugehen. Für die Zeit davor be-

trägt der Grundlohn (exklusive Bonus) Fr. 14'793.–. Um keine zusätzliche Phase 

bilden zu müssen, rechtfertigt es sich, für die Phase 1 (1. Februar 2020 bis 

31. August 2021; E. III.6.4.) auf das durchschnittliche Einkommen abzustellen. 

Dieses beträgt (14 x Fr. 14'793.– + 5 x Fr. 18'070.–) / 19 = Fr. 15'655.– (exklusive 

Bonus). 

12.6. Auch ein Bonus ist als Einkommen bei der Unterhaltsberechnung zu 

berücksichtigen (siehe BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020, E. 7.1). 

Massgebend ist der Durchschnitt mehrerer Jahre, wenn er unregelmässig ist (O-

Ger ZH LC150030 vom 17.11.2016, E. II.4.6.5 [S. 25]). Besteht er in gesperrten 

Mitarbeiteraktien, können diese erst nach Ablauf der Sperrfrist als Einkommen 

angerechnet werden (OGer ZH LE170039 vom 14.03.2018, E. II.C.2.2.1 [S. 27]). 

12.7. Zusätzlich zum vorerwähnten Einkommen erhielt der Gesuchsgegner 

in den letzten Jahren brutto folgende Boni (Urk. 24/16; Urk. 56/40): 

 2019 2020 2021 

Award in bar Fr. 74'250.– Fr. 82'500.– Fr. 89'100.– 

K1._____ Fr. 12'600.– Fr. 14'000.– Fr. 5'670.– 

K2._____ - - Fr. 9'450.– 

- 33 - 

K3._____ Fr. 3'150.– Fr. 3'500.– Fr. 3'780.– 

Total Fr. 90'000.– Fr. 100'000.– Fr. 108'000.– 

Es rechtfertigt sich vorliegend, für die Boni keine separate Regelung zu tref-

fen, da selbst der Gesuchsgegner implizit davon ausgeht, dass sie auch in Zu-

kunft anfallen werden (Urk. 41 S. 14; Urk. 55). Zu beachten ist, dass der 

K3._____ jeweils für drei Jahre gesperrt ist (siehe Urk. 18/13 S. 4). Dies ist vorlie-

gend jedoch vernachlässigbar, da dieser Award nur geringfügig steigt und sich je-

des Jahr Anwartschaften früherer Jahre realisieren. Beim K1._____ und dem 

K2._____ handelt es sich um Anwartschaften auf Mitarbeiterbeteiligungen, die 

sich jeweils nach Ablauf eines Jahres zu einem Drittel in L._____-Aktien umwan-

deln lassen (siehe Urk. 18/13 S. 5). Auch diese Awards steigen in der Summe nur 

geringfügig, und jedes Jahr realisieren sich Anwartschaften früherer Jahre. Daher 

sind die Sperren vernachlässigbar. Der Gesuchsgegner machte nicht geltend, 

dass sein Einkommen sinken werde (siehe Urk. 55 S. 1). Sein Vorbringen, im 

Corona-Jahr 2020 möglicherweise keinen Bonus zu erhalten (Prot. I, S. 27), hat 

sich nicht bestätigt. Da die Boni in der Vergangenheit jedes Jahr gestiegen sind, 

ist davon auszugehen, dass auch in Zukunft Boni mindestens in der Höhe von 

2021 anfallen werden. Aus dem Lohnausweis 2019 ergibt sich, dass nur auf den 

Bar-Bonus von Fr. 74'250.– Sozialbeiträge entfallen (die "halbj. Vergütung 

M._____" von Fr. 49.– ist vernachlässigbar; Urk. 18/13 S. 1 und Urk. 24/16). Unter 

Berücksichtigung der Sozialabzüge von 12 % (E. III.12.4.) beträgt der Bar-Bonus 

von 2020 netto Fr. 72'600.– und jener von 2021 Fr. 78'408.–. Das Bonuseinkom-

men von 2020 beläuft sich somit auf Fr. 72'600.– + Fr. 14'000.– + Fr. 3'500.– = 

Fr. 90'100.– (oder Fr. 7'508.– pro Monat), jenes von 2021 auf Fr. 78'408.– + 

Fr. 5'670.– + Fr. 9'450.– + Fr. 3'780.– = Fr. 97'308.– (oder Fr. 8'109.– pro Monat). 

Das durchschnittliche Bonus-Einkommen für die Phase 1 (1. Februar 2020 bis 

31. August 2021) beträgt (11 x Fr. 7'508.– + 8 x Fr. 8'109.–) / 19 = (gerundet) 

Fr. 7'760.–. 

12.8. Zusammenfassend ist für die Phase 1 von einem monatlichen Ein-

kommen von Fr. 15'655.– + Fr. 7'760.– = (gerundet) Fr. 23'400.– und für die Pha-

- 34 - 

se 2 von einem solchen von Fr. 18'070.– + Fr. 8'109.– = (gerundet) Fr. 26'200.– 

auszugehen. Da der Bonus bereits bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt 

wird, ist Dispositiv-Ziffer 6 des vorinstanzlichen Urteils in Gutheissung des Beru-

fungsantrags 4 ersatzlos aufzuheben. 

13. Fremdbetreuungskosten 

13.1. Die Vorinstanz ging für die Phase 2 (ab 1. September 2021) davon 

aus, dass sich die Fremdbetreuungskosten aufgrund der Einschulung von 

E._____ auf Fr. 146.– pro Kind reduzieren (Urk. 42 S. 13). 

13.2. Die Gesuchstellerin bringt vor, die Vorinstanz habe fälschlicherweise 

die Betreuungskosten für alle Kinder in der Phase 2 nicht erhöht, obwohl die Ge-

suchstellerin dann 2.5 Tage abdecken müsse und nicht einen Tag wie bis anhin 

(Urk. 57 Rz. 37). Im ersten Kindergartenjahr werde E._____ nur am Morgen Un-

terricht haben, so dass zweimal pro Woche eine Halbtagesbetreuung notwendig 

sei sowie einmal pro Woche der Mittagstisch; bei einem 50 %-Pensum sei es 

nämlich nicht realistisch, dass die Gesuchstellerin bereits zum Mittagessen zu 

Hause sei. Dadurch entstünden für E._____ monatliche Fremdbetreuungskosten 

von Fr. 481.– und für C._____ und D._____ je Fr. 416.– (Urk. 57 Rz. 38). 

13.3. Der Gesuchsgegner macht geltend, dass die Tagesmutter in der Pha-

se 2 nicht mehr in E._____s Betreuung involviert sein werde, weshalb dann mit 

den Zahlen der Vorinstanz, also Fr. 438.– für alle drei Kinder, zu rechnen sei 

(Urk. 41 S. 10; siehe Urk. 65 S. 5). 

13.4. Das vom Bundesgericht entwickelte Schulstufenmodell geht von der 

Überlegung aus, dass mit der Einschulung des Kindes der obhutsberechtigte El-

ternteil während der betreffenden Zeit von der persönlichen Betreuung entbunden 

wird. Damit wird die Drittbetreuung überflüssig, wenn der obhutsberechtigte El-

ternteil einer Erwerbstätigkeit nachgeht. Die Drittbetreuung wird nämlich im ent-

sprechenden Umfang von der Schule übernommen, so dass keine solche Kosten 

mehr anfallen (BGer 5A_435/2019 vom 19. Dezember 2019, E. 4.3.2). Vorliegend 

rechtfertigt es sich indessen, von dieser Rechtsprechung abzuweichen, da bereits 

- 35 - 

während des Zusammenlebens ein zusätzlicher freier Tag der Gesuchstellerin 

zum ehelichen Standard gehörte (E. III.6.4.). Die finanziellen Verhältnisse erlau-

ben es zudem, Fremdbetreuungskosten anzurechnen. 

13.5. Die Aufstellung der Gesuchstellerin für Phase 2 (Urk. 59/10) erscheint 

grundsätzlich plausibel. Entgegen ihrer Darstellung (Urk. 57 Rz. 38) kann aber 

nicht von vornherein angenommen werden, dass die beiden älteren Kinder nur an 

einem ihrer beiden vollen Arbeitstage am Nachmittag Schule haben und eine ver-

kürzte Betreuung brauchen. Damit erscheint angemessen, in der Phase 2 für die 

beiden älteren Kinder C._____ und D._____ die Kosten für den "Mittagstisch" 

(Fr. 351.– pro Kind und Semester) sowie für zwei Mittagessen mit kurzer Nachmit-

tagsbetreuung (2 x Fr. 876.– pro Kind und Semester) anzurechnen. Damit ist für 

C._____ und D._____ von monatlichen Kosten von je Fr. 351.– ([Fr. 351.– + 2 x 

Fr. 876.–] / 6) auszugehen. Beim jüngsten Sohn (E._____) erscheint es ange-

bracht, die von der Gesuchstellerin geltend gemachten Kosten von Fr. 351.– für 

den Mittagstisch und 2 x Fr. 1'266.– für die Halbtagesbetreuungen zu berücksich-

tigen. Dies entspricht monatlich (Fr. 351.– + 2 x Fr. 1'266.–) / 6 = Fr. 481.–. 

13.6. Im Ergebnis sind die Fremdbetreuungskosten in der Phase 2 für 

C._____ und D._____ auf je Fr. 351.– und jene von E._____ auf Fr. 481.– anzu-

heben. 

14. Beiträge der Gesuchstellerin an die 3. Säule 

14.1. Die Vorinstanz rechnete im Bedarf der Gesuchstellerin Fr. 550.– für 

Einzahlungen in die Säule 3a ein (Urk. 42 S. 16). 

14.2. Der Gesuchsgegner rügt, dass Beiträge an die 3. Säule nichts in einer 

Bedarfsberechnung verloren hätten, weil dies eine Sparquote bedeute. Es sei zu-

dem willkürlich, wenn die Vorinstanz nicht wenigstens auch beim Gesuchsgegner 

berücksichtigt habe, dass er immer den Maximalbetrag der vom steuerbaren Ein-

kommen absetzbaren Einzahlungen in seine Säule 3a getätigt habe. Dies ergebe 

sich aus den Behauptungen im Zusammenhang mit der Sparquote und den Steu-

ererklärungen (Urk. 41 S. 20). 

- 36 - 

14.3.  Die Gesuchstellerin entgegnet, dass die private Altersvorsorge bei gu-

ten finanziellen Verhältnissen in das familienrechtliche Existenzminimum aufge-

nommen werden könne (Urk. 57 Rz. 70; siehe Urk. 69 Rz. 5). 

14.4. Beiträge an die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a) sind im Rahmen 

des familienrechtlichen Existenzminimums nur zu berücksichtigen, wenn sie an 

die Stelle der obligatorischen beruflichen Vorsorge (2. Säule) treten, wie das re-

gelmässig bei Selbständigerwerbenden der Fall ist (OGer ZH LE190014 vom 

24.04.2019, E. D.2.2 [S. 17]; siehe BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020, 

E. 7.2). Damit werden letztere den übrigen Arbeitnehmenden gleichgestellt, bei 

denen die Einzahlungen in die 2. Säule schon im Nettolohn berücksichtigt sind. 

Soll die Säule 3a die berufliche Vorsorge demgegenüber nicht ersetzen, so sind 

die entsprechenden Einzahlungen – sofern behauptet und belegt – zur Sparquote 

zu zählen (siehe E. III.3.4.). 

14.5. Aus dem Lohnausweis 2019 (Urk. 3/3) und den eingereichten Lohnab-

rechnungen (Urk. 3/5–6) ist ersichtlich, dass Beiträge an die 2. Säule vom Lohn 

der Gesuchstellerin abgezogen wurden. Demzufolge kommt den Einzahlungen in 

die Säule 3a kein Ersatzcharakter zu; es handelt sich vorliegend vielmehr um eine 

Sparquote. 

14.6. Die Berufung erweist sich in diesem Punkt als begründet. Die Fr. 550.– 

sind aus dem Bedarf der Gesuchstellerin zu entfernen. 

15. Ersatzabgabe der Gesuchstellerin für den Notfalldienst 

15.1. Die Vorinstanz erwog, dass der Gesuchstellerin für den Notfalldienst 

eine Ersatzabgabe in Höhe von monatlich Fr. 77.– als zusätzliche Berufskosten 

anzurechnen sei (Urk. 42 S. 14 f.). 

15.2. Der Gesuchsgegner rügt, dass die entsprechende Bezifferung nicht im 

Plädoyer selber, sondern nur in einer Beilage erfolgt sei. Es sei nicht Sache des 

Gerichts (und auch nicht des Gesuchsgegners), die relevanten Zahlen aus den 

Beilagen herauszusuchen. Zudem betrage die genannte Jahresabgabe nur 

Fr. 157.–, welcher Betrag anerkannt werde (Urk. 41 S. 20). 

- 37 - 

15.3. Die Gesuchstellerin erwidert, sie habe im vorinstanzlichen Plädoyer auf 

die Notwendigkeit von Mitgliedschaften bei der Ärztegesellschaft des Kantons Zü-

rich hingewiesen. Zudem habe sie anlässlich ihrer persönlichen Befragung ihre 

Auslagen im Zusammenhang mit der Berufsausübung als Ärztin substantiiert dar-

gelegt (Urk. 57 Rz. 71). Die Ersatzabgaben hätten im Jahr 2019 total Fr. 1'000.– 

betragen, wobei ihr Fr. 842.– direkt vom Einkommen abgezogen worden seien; 

Fr. 157.80 habe sie bar einbezahlen müssen (Urk. 57 Rz. 72). 

15.4. Der Bedarf des betreuenden Elternteils ist für den Betreuungsunterhalt 

relevant (BGE 144 III 377 E. 7.1.4). Für diesen gilt die uneingeschränkte Untersu-

chungsmaxime, wobei die daraus gewonnenen Erkenntnisse nicht nur für den 

Kinder-, sondern auch für den (nach-)ehelichen Unterhalt verwendet werden dür-

fen (BGer 5A_800/2019 vom 9. Februar 2021, E. 2.2). Es ist daher nicht zu bean-

standen, wenn die Vorinstanz offenbar eine Aufstellung der Gesuchstellerin 

(Urk. 22/3) berücksichtigt hat. Zudem hat die Gesuchstellerin (bzw. ihre Rechts-

vertreterin) in ihrem Plädoyer ausdrücklich darauf verwiesen (Urk. 20 Rz. 27) und 

der Gesuchsgegner hat sich dazu geäussert (Prot. I, S. 17 f.). 

15.5. Die Gesuchstellerin ist Ärztin in der N._____ (Urk. 3/1 S. 1; Urk. 3/2 

S. 1). Es gehört zu den ärztlichen Berufspflichten, nach Massgabe des kantonalen 

Rechts in Notfalldiensten mitzuwirken (Art. 40 lit. g MedBG). Eine Ausnahme von 

dieser Pflicht im Sinne von § 17 Abs. 2 GesG ist nicht ersichtlich. Wer aus objekti-

ven Gründen keinen Notfalldienst leisten kann oder für die Notfalldienstorganisa-

tion nicht benötigt wird, muss eine zweckgebundene Ersatzabgabe leisten (§ 17d 

Abs. 1 GesG). Wenn die Gesuchstellerin geltend macht, sie könne keinen Notfall-

dienst von der [Frauen-]Praxis aus leisten (Prot. I, S. 23), erscheint dies glaubhaft. 

Die Höhe der Ersatzabgabe beläuft sich maximal auf Fr. 5'000.– pro Jahr bzw. – 

bei einem AHV-pflichtigen Jahreseinkommen von weniger als Fr. 200'000.– – auf 

2.5 % des Einkommens (§ 17e Abs. 1 und 2 GesG; siehe auch Ziff. 4 des Regle-

ments der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich für die Organisation des ambu-

lanten ärztlichen Notfalldienstes im Kanton Zürich [abrufbar unter https://aerzte-

zh.ch/pdf/notfall/1_NFD-Reglement.pdf, besucht am 13. September 2021]). Der 

AHV-pflichtige Lohn 2020 beträgt 13 x Fr. 2'898.18 = Fr. 37'676.– (siehe 

- 38 - 

E. III.11.4. und Urk. 3/6). 2.5 % davon entsprechen jährlich Fr. 942.– oder monat-

lich Fr. 78.50. Wie sich der Betrag in der vom Gesuchsgegner eingereichten 

Rechnung (Urk. 44/29) über Fr. 157.80 zusammensetzt, ist nicht nachvollziehbar, 

weshalb dieser Beleg nicht zu berücksichtigen ist. 

15.6. Es ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden, wenn die Vorin-

stanz Fr. 77.– berücksichtigt hat. 

16. Steuern 

16.1. Die Vorinstanz erwog, aufgrund der angerechneten Einkommens- und 

Vermögensverhältnisse sei von einer Steuerlast in der Höhe von Fr. 600.– pro 

Person auszugehen. Die Steuern gehörten zwar zum Bedarf, nicht jedoch zu den 

für den Betreuungsunterhalt relevanten Lebenshaltungskosten (Urk. 42 S. 16). 

16.2. Der Gesuchsgegner moniert, die Vorinstanz habe seine Steuern nur 

angenommen, statt sie annäherungsweise zu berechnen. Die angenommenen 

Fr. 600.– seien viel zu tief. Das steuerbare Einkommen betrage in der Phase 2 

rund Fr. 97'442.– für die Berechnung der Staats- und Gemeindesteuer und (we-

gen der tieferen Abzüge für Versicherungen) Fr. 700.– mehr für die Bundessteuer. 

Gemäss Steuerrechner des Kantons Zürich resultierten Fr. 11'407.– Staats- und 

Gemeindesteuern und Fr. 2'748.– Bundessteuer, insgesamt also Fr. 1'179.– pro 

Monat (Urk. 41 S. 21). 

16.3. Die Gesuchstellerin entgegnet, sie habe der Vorinstanz eine konkrete 

Steuerberechnung vorgelegt und dabei den variablen Lohnbestandteil, der ge-

mäss Aussagen der Gegenpartei unsicher sei, nicht einbezogen. Durch die hälfti-

ge Teilung des Bonus' würden die Parteien in der Lage sein, die höheren Steuern 

davon vorab zu begleichen (Urk. 57 Rz. 73). 

16.4. Das Bundesgericht verlangt Feststellungen zur mutmasslichen Steuer-

last (BGer 5A_581/2020 vom 1. April 2021, E. 4.1.3; siehe BGer 5A_816/2019 

vom 25. Juni 2021, E. 4.2.3.3). Geht es um Kinderunterhalt, sind die rechtserheb-

lichen Umstände hinsichtlich der Steuern von Amtes wegen zu berücksichtigen, 

- 39 - 

auch wenn die Parteien nicht ausdrücklich darauf Bezug nehmen (BGer 

5A_446/2019 vom 5. März 2020, E. 4.3.2). 

16.5. Die Vorinstanz genügt den Begründungsanforderungen nicht, wenn sie 

sich nicht zu den Steuerfaktoren äussert. Mit dem Hinweis auf die "angerechneten 

Einkommens- und Vermögensverhältnisse" (Urk. 42 S. 16) lässt sie ausser Acht, 

dass das tatsächlich erzielte nicht dem steuerbaren Einkommen entspricht. Sie irrt 

sodann, wenn sie annimmt, dass die Steuern nicht zu den für den Betreuungsun-

terhalt relevanten Lebenshaltungskosten gehören (Urk. 42 S. 16): So bestimmt 

sich der Betreuungsunterhalt nach der Lebenshaltungskostenmethode (BGE 144 

III 377 E. 7.1.2.2). Dabei ist für die Lebenshaltungskosten des betreuenden El-

ternteils grundsätzlich auf das familienrechtliche Existenzminimum abzustellen 

(BGE 144 III 377 E. 7.1.4). Zu diesem gehören auch die Steuern (BGer 

5A_311/2019 vom 11. November 2020, E. 7.2; ähnlich bereits BGE 140 III 337 

E. 4.2.3). Diese werden nachfolgend zu berechnen sein (E. III.18. f.). 

17. Ehelicher Standard und Überschussverteilung 

17.1. Die Vorinstanz nahm die Unterhaltsberechnung zunächst vor, ohne 

den Bonus des Gesuchsgegners zu berücksichtigen (siehe Urk. 42 S. 11 und 

Urk. 18/14). In der Folge erwog sie, dass der Überschuss zu je 35 % auf die bei-

den Parteien und zu je 10 % auf die drei Söhne zu verteilen sei. Weil die Gesuch-

stellerin jedoch nur Fr. 1'600.– geltend gemacht habe und das Gericht aufgrund 

der Dispositionsmaxime nicht darüber hinausgehen dürfe, beschränke sich der 

eheliche Unterhalt auf diesen Betrag (Urk. 42 S. 17 f.). Allfällige Bonuszahlungen 

an den Gesuchsgegner seien "im Sinne einer Überschussverteilung" hälftig unter 

den Parteien aufzuteilen (Urk. 42 S. 18). 

17.2. Der Gesuchsgegner rügt, dass bei der Berechnungsweise der Vorin-

stanz das Risiko bestehe, dass der Unterhaltsbeitrag der berechtigten Partei ei-

nen höheren Lebensstandard als vor der Trennung (oder eben eine Vermögens-

bildung) ermögliche. Die Vorinstanz habe den ehelichen Standard zu Unrecht 

nicht ermittelt. Dies gelte für den nachehelichen Unterhalt und für den Kinderun-

terhalt, welcher auch unter der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts aus 

- 40 - 

pädagogischen Gründen auf relativ tiefem Niveau nach oben limitiert werde. Die 

Kinder im Alter von 4, 6 und 8 Jahren könnten gar nicht mehr Geld ausgeben als 

die beantragten Unterhaltsbeiträge. Deshalb habe die Vorinstanz die Kinder auch 

nicht am Bonus des Gesuchsgegners teilhaben lassen (Urk. 41 S. 15). Zum Le-

bensstandard führt der Gesuchsgegner aus, dass die Parteien mehrmals jährlich 

Ferien im Wallis verbracht hätten, dies jedoch jeweils bei den Grosseltern der 

Kinder. Sie hätten somit weder für Kost noch für Logis irgendwelche Kosten ge-

habt. Meistens seien sie in einem kleinen und äusserst günstigen Skigebiet Ski 

gefahren; die Gesuchstellerin habe dort aber kaum teilgenommen. Gemeinsame 

Ferien hätten die Parteien in den Jahren vor der Trennung kaum gemacht; im 

Jahr 2019 sei man beispielsweise nur fünf Nächte im günstigen süddeutschen 

Raum gewesen, wobei die Gesuchstellerin sogar nur die letzten beiden Nächte 

dort gewesen sei. Überhaupt habe die Gesuchstellerin ihre Wochenenden und 

Sommerferien am liebsten in ihrem Garten verbracht. Sie habe zwar mit hochwer-

tigen Produkten gekocht, jedoch wo immer möglich aus dem eigenen Garten. Nä-

hen und Garten habe zu den (wohl eher günstigen) Hobbies der Gesuchstellerin 

gehört (Urk. 41 S. 16 f.). Demgegenüber habe der Gesuchsgegner im Jahr 2019 

mit einem Privatflugzeug ausgedehnte Flugreisen in 21 Länder unternommen; nur 

schon die in der Schweiz entstandenen Kosten hätten sich auf Fr. 11'052.– belau-

fen (Urk. 41 S. 14). Bei der Überschussverteilung sei die Privatfliegerei des Ge-

suchsgegners als Hobby vorab zu berücksichtigen (Urk. 41 S. 21). Die Parteien 

hätten sich nach der Trennung ohne Anwälte überlegt, wieviel ihr Leben vor der 

Trennung gekostet habe. Sie hätten Fr. 9'000.– pro Monat inklusive Steuern für 

alle fünf Familienmitglieder errechnet. Nach der Trennung spare die Gesuchstelle-

rin monatlich Fr. 350.– beim Grundbetrag und Fr. 971.– bei den Steuern, somit 

insgesamt Fr. 1'321.–. Ziehe man diesen Betrag von den Fr. 9'000.– ab, resultiere 

ein gebührender Bedarf für die Gesuchstellerin und die Kinder von Fr. 7'679.–. 

Dieser werde mit den angebotenen Unterhaltsbeiträgen (Fr. 1'710.– für C._____, 

Fr. 1'680.– für D._____, Fr. 1'850.– für E._____, Fr. 600.– Kinderzulagen, 

Fr. 1'500.– für die Gesuchstellerin) und dem Einkommen der Gesuchstellerin von 

Fr. 2'782.– schon in der Phase 1 um Fr. 2'443.– überschritten (Urk. 41 S. 18). 

- 41 - 

17.3. Die Gesuchstellerin erwidert, dass es zutreffe, dass die Eheleute vor 

der Trennung laienhaft Fr. 9'000.– errechnet hätten. Dabei sei jedoch keine der 

Parteien von einer Berechnung des gebührenden Bedarfs ausgegangen (Urk. 57 

Rz. 53). Es werde bestritten, dass dieser Betrag das familienrechtliche Existenz-

minimum einer fünfköpfigen Familie sei (Urk. 57 Rz. 65). Tatsache sei, dass die 

Familie das Einkommen der Parteien vor der Trennung verbraucht habe für Le-

bensunterhalt, die Hobbys, die Kinder und "alles was gemeinsam anfällt und man 

sich leisten kann" (Urk. 57 Rz. 54). Die von der Gegenseite behaupteten Steu-

erersparnisse würden bestritten (Urk. 57 Rz. 65). 

17.4. Die Berechnung der Fr. 9'000.– erfolgte vorprozessual und nicht im 

Hinblick auf das vorliegende Verfahren. Die Gesuchstellerin muss sich daher nicht 

darauf behaften lassen. Unbehelflich ist sodann der Einwand des Gesuchsgeg-

ners, wonach der Kinderunterhalt auch unter der neueren Rechtsprechung des 

Bundesgerichts aus pädagogischen Gründen auf relativ tiefem Niveau nach oben 

limitiert werde (Urk. 41 S. 15): So werden Kinderalimente nur bei "weit überdurch-

schnittlich guten finanziellen Verhältnissen" limitiert, wobei sich das Bundesgericht 

soweit ersichtlich (noch) nicht zum Niveau geäussert hat (BGer 5A_311/2019 vom 

11. November 2020, E. 7.3; BGer 5A_44/2020 vom 8. Juni 2021, E. 5.2.1); die fi-

nanziellen Verhältnisse sind vorliegend insbesondere mit Blick auf den Lohn des 

Gesuchsgegners (E. III.12.8.) zwar überdurchschnittlich, aber nicht weit über-

durchschnittlich. 

17.5. Beide Ehegatten haben gleichermassen Anspruch auf Fortführung der 

bisherigen Lebenshaltung. Dabei liegt es am Unterhalt fordernden Ehegatten, 

darzulegen, welche Ausgaben dazu zur Weiterführung notwendig sind (BGer 

5A_681/2018 vom 1. Mai 2019, E. 5.1). Die derart ermittelten Unterhaltsbeiträge 

bilden die Obergrenze des Unterhaltsanspruchs (BGE 140 III 337 E. 4.2.1; BGer 

5A_891/2018 vom 2. Februar 2021, E. 4.4). Der Kinderunterhaltsbeitrag soll den 

Bedürfnissen des Kindes sowie der Lebensstellung und der Leistungsfähigkeit der 

Eltern entsprechen (BGE 140 III 337 E. 4.2.1). Dabei enthält das Gesetz keine 

Regel in dem Sinne, dass der Unterhaltsanspruch des minderjährigen Kindes sei-

ne Obergrenze im Lebensstandard fände, den seine verheirateten Eltern im Zeit-

- 42 - 

punkt ihrer Trennung zuletzt lebten (BGer 5A_491/2020 vom 19. Mai 2021, E. 4.4; 

siehe BGer 5A_891/2018 vom 2. Februar 2021, E. 4.4; BGer 5A_44/2020 vom 

8. Juni 2021, E. 5.2.1). Eine nachgewiesene Sparquote beeinflusst die Höhe des 

in der Ehe zuletzt bis zur Aufhebung des gemeinsamen Haushalts gelebten Stan-

dards (BGer 5A_365/2019 vom 14. Dezember 2020, E. 5.2.2.3). Dieser entspricht 

dem familienrechtlichen Existenzminimum bei Getrenntleben zuzüglich des be-

tragsmässig unveränderten Anteils am früheren gemeinsamen Überschuss; daher 

ist zunächst der Überschuss während des Zusammenlebens zu ermitteln, der 

rechnerisch nach den üblichen Teilungsgrundsätzen zu verteilen ist (BGer 

5A_891/2018 vom 2. Februar 2021, E. 4.4). Dies bedeutet, dass zunächst die 

Sparquote abzuziehen ist (BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020, E. 7.3). 

Sodann kann ein besonders teures Hobby berücksichtigt werden (BGer 

5A_311/2019 vom 11. November 2020, E. 7.2). 

17.6. Die Parteien lebten vor der Trennung zusammen mit den Kindern in ei-

nem Doppeleinfamilienhaus mit 5.5 Zimmern in G._____; sie zahlten einen Miet-

zins von Fr. 3'200.– (Urk. 3/7) und leisteten sich eine Putzfrau (Urk. 20 Rz. 26; 

Urk. 41 S. 16). Die Gesuchstellerin ist Frauenärztin (Urk. 20 Rz. 11; Urk. 23 S. 10) 

und Mitglied im Familienclub G._____, dem Naturschutzverein G._____ und der 

O._____ [einem Chor] (Urk. 22/3; Prot. I, S. 18). Sie kocht biologisch und mit 

hochwertigen Produkten (Prot. I, S. 35; Urk. 41 S. 17). Es ist unbestritten, dass 

die Kinder ihren Hobbies (Unihockey, Kampfsportarten, Kindersingen) nachgehen 

können sollen (Urk. 20 Rz. 28; Prot. I, S. 18). Der Gesuchsgegner ist promovierter 

Mathematiker und arbeitet bei der K'._____ (Urk. 20 Rz. 10; Urk. 23 S. 20). Sein 

Hobby ist die Privatfliegerei, was auch Reisen mit dem Privatflugzeug umfasst 

(Urk. 23 S. 18; siehe Prot. I, S. 35). Alle vier Grosseltern der Kinder wohnen im 

Oberwallis (Prot. I, S. 26). Dort verbrachten die Parteien oft die Ferien (Prot. I, 

S. 34; Urk. 41 S. 16). Bereits berücksichtigt sind Fremdbetreuungskosten für die 

Kinder, die zumindest teilweise über das Übliche hinausgehen (E. III.6.4. und 

III.13.5.). Die Parteien pflegten folglich (mit Ausnahme des Hobbys des Gesuchs-

gegners [siehe Urk. 44/26]) keinen luxuriösen Lebensstil, leisteten sich aber im-

merhin eine Putzfrau. Aufgrund des überdurchschnittlich teuren Hobbys der Pri-

vatfliegerei ist dem Gesuchsgegner ein etwas höherer Anteil am Überschuss ein-

- 43 - 

zuräumen. Zusammenfassend erscheint es angemessen, den nach Abzug der 

Sparquote verbleibenden Überschuss in der Zeit des Zusammenlebens zu 30 % 

auf die Gesuchstellerin, zu je 10 % auf die Kinder und zu 40 % auf den Gesuchs-

gegner zu verteilen. Der so ermittelte Überschussanteil der Gesuchstellerin wird 

für die Zeit des Getrenntlebens betragsmässig limitiert bleiben, während die Kin-

der auch in jenem Zeitraum zu je 10 % am verbleibenden Überschuss werden 

partizipieren können (siehe E. III.17.5.). 

17.7.  Die Parteien leben seit dem 1. Februar 2020 getrennt (Urk. 42 S. 19; 

siehe Urk. 41 S. 2 f.). Es rechtfertigt sich daher, auf die Verhältnisse im Jahr 2019 

abzustellen, um den ehelichen Standard zu bestimmen. Die Gesuchstellerin hatte 

2019 ein Einkommen von Fr. 33'076.– (Urk. 3/3), was monatlich Fr. 2'756.– ent-

spricht. Das Jahreseinkommen des Gesuchsgegners belief sich auf Fr. 223'479.– 

(Urk. 3/1 S. 2; Urk. 18/13), wobei die Kinderzulagen von Fr. 7'200.– zu subtrahie-

ren und die Spesen von Fr. 14'400.– zu addieren sind (E. III.12.4.). Somit resul-

tiert ein monatliches Einkommen von Fr. 19'223.–. Unter Berücksichtigung der 

Kinderzulagen von Fr. 600.– betrug das monatliche Familieneinkommen 

Fr. 22'579.–. Hinsichtlich des Bedarfs kann mit folgenden Anpassungen auf die 

Zahlen der Vorinstanz abgestellt werden (Urk. 42 S. 16 f.): Die Grundbeträge der 

Parteien betrugen während des Zusammenlebens je Fr. 850.– (BlSchK 2009, 

S. 193). Die Wohnkosten beliefen sich auf Fr. 3'200.– (Urk. 3/7); sie sind zu je ei-

nem Drittel (bzw. Fr. 1'067.–) auf die Parteien und zu je einem Neuntel (bzw. 

Fr. 356.–) auf die Kinder zu verteilen. Hinsichtlich der Kommunikationskosten ist 

festzuhalten, dass beim Zusammenleben einige Auslagen (Internet und Serafe) 

nur einmal anfallen, weshalb bei den Parteien je Fr. 80.– einzusetzen sind. Aus 

demselben Grund sind die Versicherungskosten auf Fr. 20.– pro Partei herabzu-

setzen. Die Fremdbetreuungskosten betrugen sodann insgesamt Fr. 20'526.– 

(Urk. 3/1 S. 3), was durchschnittlich Fr. 570.– pro Kind und Monat entspricht (eine 

genaue Aufteilung kann unterbleiben, da es vorliegend um den Gesamtbedarf 

geht). Die Staats- und Gemeindesteuern 2019 beliefen sich auf Fr. 12'717.–, die 

direkte Bundessteuer auf Fr. 3'299.– (Urk. 3/1; Urk. 18/7; Urk. 24/20; siehe 

E. III.9.3.). Dies entspricht Fr. 1'334.– pro Monat, weshalb bei jeder Partei 

- 44 - 

Fr. 667.– einzusetzen sind. Zusammenfassend gestalteten sich die Bedarfe wäh-

rend des Zusammenlebens wie folgt: 

Position Gesuchstellerin C._____ D._____ E._____ Gesuchsgegner 

Grundbetrag Fr. 850.00 Fr. 400.00 Fr. 400.00 Fr. 400.00 Fr. 850.00 

Wohnkosten Fr. 1'067.00 Fr. 356.00 Fr. 356.00 Fr. 356.00 Fr. 1'067.00 

Krankenkasse Fr. 378.00 Fr. 118.00 Fr. 94.00 Fr. 53.00 Fr. 221.00 

Zus. Gesundheits-

kosten 
Fr. - Fr. - Fr. - Fr. - Fr. 148.00 

Kommunikation Fr. 80.00 Fr. 10.00 Fr. 10.00 Fr. 10.00 Fr. 80.00 

Versicherungen Fr. 20.00       Fr. 20.00 

Fremdbetreuung   Fr. 570.00 Fr. 570.00 Fr. 570.00   

Mobilität Fr. 85.00       Fr. 126.00 

Ersatzabgabe Fr. 77.00         

Auswärtige Ver-

pflegung 
Fr. 50.00       Fr. 210.00 

Säule 3a Fr. 0.00       Fr. 0.00 

Steuern Fr. 667.00 Fr. 0.00 Fr. 0.00 Fr. 0.00 Fr. 667.00 

Total Fr. 3'274.00 Fr. 1'454.00 Fr. 1'430.00 Fr. 1'389.00 Fr. 3'389.00 

17.8.  Dem Gesamteinkommen von Fr. 22'579.– stand ein Gesamtbedarf 

von Fr. 10'936.– gegenüber. Es resultierte ein Überschuss von Fr. 11'643.–. Da-

von ist die Sparquote von Fr. 6'000.– (E. III.10.) abzuziehen. Vom verbleibenden 

Überschuss von Fr. 5'643.– entfallen 30 % oder (gerundet) Fr. 1'700.– auf die 

Gesuchstellerin. Der Bedarf, der ihrem ehelichen Standard entspricht, ist somit ihr 

familienrechtliches Existenzminimum (nach der Trennung) zuzüglich Fr. 1'700.–. 

- 45 - 

18. Unterhaltsberechnung inklusive Steuern für die Phase 1 

18.1. In der Phase 1 vom 1. Februar 2020 bis zum 31. August 2021 

(E. III.6.4.) beträgt das Einkommen der Gesuchstellerin monatlich Fr. 2'756.– 

(E. III.11.5.), jenes der Kinder je Fr. 200.– (Kinderzulage gemäss § 4 Abs. 1 EG 

FamZG; siehe Urk. 42 S. 11) und jenes des Gesuchsgegners (inklusive Bonus) 

Fr. 23'400.– (E. III.12.8.). 

18.2. Die Gesuchstellerin unterliegt dem Verheiratetentarif (§ 35 Abs. 2 StG; 

Art. 36 Abs. 2bis DBG). Sie ist reformiert (evangelisch; Urk. 3/1 S. 1). Ihr Einkom-

men beträgt Fr. 33'072.–. Hinzu kommen die Unterhaltsbeträge von geschätzt 

Fr. 100'000.– (§ 23 lit. f StG; Art. 23 lit. f DBG). Abzuziehen sind Berufsauslagen 

von Fr. 3'922.– (inklusive Pauschale für Weiterbildungskosten; siehe Urk. 3/1 

S. 9), Versicherungsprämien von Fr. 6'500.– (Staatsteuer) bzw. Fr. 3'800.– (Bun-

dessteuer; siehe Urk. 3/1 S. 10), Fremdbetreuungskosten von Fr. 7'824.– (12 x 

[Fr. 146.– + Fr. 146.– + Fr. 360.–]; siehe Urk. 3/1 S. 3) sowie Sozialabzüge von 

Fr. 27'000.– (§ 34 Abs. 1 lit. a StG) bzw. Fr. 19'500.– (Art. 35 Abs. 1 lit. a DBG) für 

drei Kinder im Haushalt. Das steuerbare Einkommen für die Staats- und Gemein-

desteuer beträgt Fr. 87'826.–, jenes für die Bundessteuer Fr. 98'026.–. Das steu-

erbare Vermögen ist vernachlässigbar, ebenso das Verrechnungssteuerguthaben 

(siehe Urk. 3/1 S. 14 und § 47 Abs. 2 StG). Gibt man die Daten so für das 

Jahr 2020 im Steuerrechner des Kantons Zürich ein (Gemeinde: G._____), resul-

tiert eine Staats- und Gemeindesteuer von Fr. 7'967.55 und eine direkte Bundes-

steuer von Fr. 1'115.–. Dies entspricht (gerundet) Fr. 760.– pro Monat. 

18.3. Ein Anteil dieser Steuern von Fr. 760.– ist dem Barbedarf eines jeden 

Kindes zuzuweisen (BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020, E. 7.2). Dazu 

sind die dem Kind zuzurechnenden, aber vom Empfängerelternteil zu versteuern-

den Einkünfte (namentlich Barunterhaltsbeitrag, Familienzulagen, Sozialversiche-

rungsrenten und ähnliche für den Unterhalt des Kindes bestimmte Leistungen, Er-

träge aus Kindesvermögen; nicht aber das Erwerbseinkommen des Kindes [sie-

he Art. 3 Abs. 3 StHG] oder der formell dem Kind zustehende [Art. 285 Abs. 2 

ZGB], materiell aber für den betreuenden Elternteil bestimmte Betreuungsunter-

haltsbeitrag) in das Verhältnis zu den vom Empfängerelternteil insgesamt zu ver-

- 46 - 

steuernden Einkünften zu setzen; der daraus ermittelte Anteil an der gesamten 

Steuerschuld des Empfängerelternteils ist im erweiterten Bedarf des Kindes zu 

berücksichtigen (BGer 5A_816/2019 vom 25. Juni 2021, E. 4.2.3.5). Der Barun-

terhalt beträgt pro Kind geschätzt Fr. 1'700.–. Das Einkommen der Gesuchstelle-

rin beläuft sich auf Fr. 2'756.–, die gesamten Unterhaltsbeiträge auf Fr. 8'333.– 

(Fr. 100'000.– / 12; siehe E. III.18.2.). Es resultiert ein prozentualer Anteil von 

Fr. 1'700.– / (Fr. 2'756.– + Fr. 8'333.–) = 0.153 oder 15 %. Der Steueranteil pro 

Kind beträgt somit Fr. 114.– (15 % von Fr. 760.–). Die Differenz von Fr. 418.– 

verbleibt bei der Gesuchstellerin. 

18.4. Der Gesuchsgegner unterliegt dem Grundtarif (§ 35 Abs. 1 StG; Art. 36 

Abs. 1 DBG). Er ist reformiert (evangelisch; Urk. 3/1 S. 1). Sein Einkommen be-

trägt Fr. 280'800.–. Auch die Kinderzulagen von jährlich Fr. 7'200.– sind zu ver-

steuern, nicht aber die Pauschalspesen von Fr. 14'400.– pro Jahr (siehe 

Urk. 18/13 S. 1). Ausgangspunkt bildet daher ein Einkommen von Fr. 273'600.–. 

Abzuziehen sind die Berufsauslagen von rund Fr. 10'000.– (siehe Urk. 3/1 S. 8), 

Versicherungsprämien von Fr. 2'600.– (Staatssteuer) bzw. Fr. 1'700.– (Bundes-

steuer; siehe Urk. 3/1 S. 10), Fr. 6'826.– (Beitrag an die Säule 3a; E. III.3.5.), 

Fr. 40'000.– (Einkauf in die 2. Säule; E. III.2.6.) sowie die Unterhaltsbeiträge von 

geschätzt Fr. 100'000.– (§ 31 Abs. 1 lit. c StG; Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG). Das 

steuerbare Einkommen für die Staats- und Gemeindesteuer beträgt somit 

Fr. 114'174.–, jenes für die direkte Bundessteuer Fr. 115'074.–. Das steuerbare 

Vermögen und das Verrechnungssteuerguthaben sind vernachlässigbar (siehe 

Urk. 3/1 S. 14 und § 47 Abs. 1 StG). Gibt man die Daten so für das Jahr 2020 im 

Steuerrechner des Kantons Zürich ein (Gemeinde: P._____), resultiert eine 

Staats- und Gemeindesteuer von Fr. 14'253.– und eine direkte Bundessteuer von 

Fr. 4'114.80. Dies entspricht (gerundet) Fr. 1'530.– pro Monat. 

18.5. Die Bedarfszahlen präsentieren sich unter Berücksichtigung der unan-

gefochten gebliebenen Positionen wie folgt (siehe Urk. 42 S. 16 f.): 

Position Gesuchstellerin C._____ D._____ E._____ 
Gesuchsgeg-

ner 

- 47 - 

Grundbetrag Fr. 1'350.00 Fr. 400.00 Fr. 400.00 Fr. 400.00 Fr. 1'200.00 

Wohnkosten Fr. 1'700.00 Fr. 500.00 Fr. 500.00 Fr. 500.00 Fr. 2'950.00 

Krankenkasse Fr. 378.00 Fr. 118.00 Fr. 94.00 Fr. 53.00 Fr. 221.00 

Zus. Gesundheits-

kosten 
Fr. - Fr. - Fr. - Fr. - Fr. 148.00 

Kommunikation Fr. 120.00 Fr. 10.00 Fr. 10.00 Fr. 10.00 Fr. 120.00 

Versicherungen Fr. 30.00       Fr. 30.00 

Fremdbetreuung   Fr. 146.00 Fr. 146.00 Fr. 360.00   

Mobilität Fr. 85.00       Fr. 126.00 

Ersatzabgabe Fr. 77.00         

Auswärtige Ver-

pflegung 
Fr. 50.00       Fr. 210.00 

Säule 3a Fr. 0.00       Fr. 0.00 

Steuern Fr. 418.00 Fr. 114.00 Fr. 114.00 Fr. 114.00 Fr. 1'530.00 

Total Fr. 4'208.00 Fr. 1'288.00 Fr. 1'264.00 Fr. 1'437.00 Fr. 6'535.00 

18.6. Dem Gesamteinkommen von Fr. 26'756.– (siehe E. III.18.1.) steht ein 

Gesamtbedarf von Fr. 14'732.– gegenüber. Somit resultiert ein Überschuss von 

Fr. 12'024.–. Davon ist die Sparquote von Fr. 6'000.– (E. III.10.) zu subtrahieren. 

Die Differenz von Fr. 6'024.– ist zu 30 % (bzw. Fr. 1'807.20) auf die Gesuchstelle-

rin, zu je 10 % (bzw. Fr. 602.40) auf die drei Kinder und zu 40 % (bzw. 

Fr. 2'409.60) auf den Gesuchsgegner zu verteilen (E. III.17.6.). Es resultiert ein 

Barunterhalt für C._____ von Fr. 1'288.– (Bedarf) - Fr. 200.– (Kinderzulage) + 

Fr. 602.40 (Überschussanteil) = (gerundet) Fr. 1'690.–, ein solcher für D._____ 

von Fr. 1'264.– - Fr. 200.– + Fr. 602.40 = (gerundet) Fr. 1'665.– und ein solcher 

für E._____ von Fr. 1'437.– - Fr. 200.– + Fr. 602.20 = (gerundet) Fr. 1'840.–. Die 

Gesuchstellerin kann ihren Bedarf von Fr. 4'208.– mit ihrem Einkommen von 

Fr. 2'756.– nicht decken, weshalb ein Betreuungsunterhalt in der Höhe der Diffe-

renz von (gerundet) Fr. 1'450.– geschuldet ist (siehe BGer 5A_816/2019 vom 25. 

- 48 - 

Juni 2021, E. 4.2.3.3); dieser ist praxisgemäss dem jüngsten Kind zuzurechnen 

(OGer ZH LE170005 vom 28.08.2017, E. III.B.7.2.1.c [S. 50]; OGer ZH LE190027 

vom 18.12.2019, E. C.3. [S. 20]). Der vorstehend errechnete Überschussanteil für 

die Gesuchstellerin von Fr. 1'807.20 würde den ehelichen Standard übersteigen; 

daher ist der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin einen ehelichen 

Unterhalt in der Höhe von Fr. 1'700.– zu bezahlen (E. III.17.8.). Die Unterhaltsbei-

träge werden sofort fällig (Art. 75 OR). 

19. Unterhaltsberechnung inklusive Steuern für die Phase 2 

19.1. In der Phase 2 ab dem 1. September 2021 (E. III.6.4.) beträgt das Ein-

kommen der Gesuchstellerin monatlich Fr. 6'890.– (E. III.11.5.), jenes der Kinder 

je Fr. 200.– (Kinderzulage gemäss § 4 Abs. 1 EG FamZG; siehe Urk. 42 S. 11) 

und jenes des Gesuchsgegners (inklusive Bonus) Fr. 26'200.– (E. III.12.8.). 

19.2. Die Gesuchstellerin unterliegt dem Verheiratetentarif und ist reformiert 

(evangelisch: E. III.18.2.). Ihr Einkommen beträgt Fr. 82'680.–. Hinzu kommen die 

Unterhaltsbeträge von geschätzt Fr. 78'000.– (§ 23 lit. f StG; Art. 23 lit. f DBG). 

Abzuziehen sind Berufsauslagen von rund Fr. 5'000.– (inklusive Fr. 500.– Pau-

schale für Weiterbildungskosten und Fr. 1'600.– für auswärtige Verpflegung; siehe 

Urk. 3/1 S. 9), Versicherungsprämien von Fr. 6'500.– (Staatsteuer) bzw. 

Fr. 3'800.– (Bundessteuer; siehe Urk. 3/1 S. 10), Fremdbetreuungskosten von 

Fr. 14'196.– (12 x 2 x Fr. 351.– + 12 x Fr. 481.–; siehe Urk. 3/1 S. 3 und 

E. III.13.6.) sowie Sozialabzüge von Fr. 27'000.– (§ 34 Abs. 1 lit. a StG) bzw. 

Fr. 19'500.– (Art. 35 Abs. 1 lit. a DBG) für drei Kinder im Haushalt. Das steuerbare 

Einkommen für die Staats- und Gemeindesteuer beträgt Fr. 107'984.–, jenes für 

die Bundessteuer Fr. 118'184.–. Das steuerbare Vermögen ist vernachlässigbar, 

ebenso das Verrechnungssteuerguthaben (E. III.18.2.). Gibt man die Daten so für 

das Jahr 2021 im Steuerrechner des Kantons Zürich ein (Gemeinde: G._____), 

resultiert eine Staats- und Gemeindesteuer von Fr. 11'111.15 und eine direkte 

Bundessteuer von Fr. 2'301.–. Dies entspricht (gerundet) Fr. 1'120.– pro Monat. 

19.3. Wiederum sind die Anteile zu berechnen, die auf die Kinder entfallen 

(siehe E. III.18.3.). Der Barunterhalt beträgt pro Kind geschätzt Fr. 2'200.–. Das 

- 49 - 

Einkommen der Gesuchstellerin beläuft sich auf Fr. 6'890.–, die gesamten Unter-

haltsbeiträge auf Fr. 6'500.– (Fr. 78'000.– / 12; siehe E. III.19.2.). Es resultiert ein 

prozentualer Anteil von Fr. 2'200.– / (Fr. 6'890.– + Fr. 6'500.–) = 0.164 oder 16 %. 

Der Steueranteil pro Kind beträgt somit Fr. 180.– (16 % von Fr. 1'120.–). Die Dif-

ferenz von Fr. 580.– verbleibt bei der Gesuchstellerin. 

19.4. Der Gesuchsgegner unterliegt dem Grundtarif und ist reformiert (evan-

gelisch; E. III.18.4.). Sein Einkommen beträgt Fr. 314'400.–. Wiederum sind die 

Kinderzulag