# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3f349e4b-55cc-5607-bf3c-634f8fed9542
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.08.2010 D-2740/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2740-2010_2010-08-20.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2740/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  A u g u s t  2 0 1 0

Richter Robert Galliker (Vorsitz),
Richterin Gabriela Freihofer, Richter Pietro Angeli-Busi; 
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

A._______, geboren (...),
Russland,
vertreten durch Christoph von Blarer, (...)

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublin-Verfahren); 
Verfügung des BFM vom 13. April 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2740/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  13.  April  2010  –  eröffnet  am 
folgenden  Tag –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des  Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf  das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  vom  22.  Dezember  2009  nicht  eintrat,  die 
Wegweisung nach Polen verfügte, den Beschwerdeführer – unter An-
drohung  von  Zwangsmitteln  im  Unterlassungsfall  –  aufforderte,  die 
Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu ver-
lassen,  den  Kanton  B._______  verpflichtete,  die  Wegweisungsver-
fügung zu vollziehen, feststellte, eine allfällige Beschwerde gegen die 
vorliegende Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung,  und dem 
Beschwerdeführer  die  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenver-
zeichnis aushändigte,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 21.  April  2010  (Post-
stempel) gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde einreichte  und beantragte,  es  sei  die  Verfügung  des  BFM 
aufzuheben, es sei das BFM anzuweisen, aufgrund der humanitären 
Klausel gemäss Art. 15 der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates 
vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur 
Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines Asylantrags 
zuständig  ist,  den  ein  Staatsangehöriger  eines  Drittlandes  in  einem 
Mitgliedstaat gestellt  hat (Dublin-II-Verordnung bzw. Dublin-II-VO) auf 
das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  einzutreten  und  sein  Recht 
auf Selbsteintritt  gemäss Art. 3 Dublin II-Verordnung wahrzunehmen, 
eventualiter sei Polen über die tatsächliche familiäre und gesundheit-
liche  Situation  des  Beschwerdeführers  zu  informieren  und  die  Ge-
legenheit  zu  erteilen,  die  Schweiz  zu  ersuchen,  aufgrund  der 
humanitären Klausel auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers ein-
zutreten,

dass er zudem in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei der 
vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen,  im 
Sinne  einer  vorsorglichen  Massnahme  seien  die  Vollzugsbehörden 
anzuweisen,  von einer  Überstellung nach Polen abzusehen,  bis  das 
Bundesverwaltungsgericht über den Suspensiveffekt der eingereichten 
Beschwerde entschieden habe, es sei die unentgeltliche Rechtspflege 
im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021)  zu 

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gewähren  und  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  zu 
verzichten,

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 26. April 2010 
der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilte, auf die Erhebung 
eines Kostenvorschusses verzichtete, den Entscheid über das Gesuch 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 
Abs. 1  VwVG auf  einen  späteren  Zeitpunkt  verschob  und  dem BFM 
Gelegenheit zur Einreichung einer Vernehmlassung gab,

dass das BFM am 4. Mai 2010 eine Stellungnahme einreichte, die dem 
Beschwerdeführer am 7. Mai 2010 zur Kenntnis gebracht wurde,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG 
und Art. 52 VwVG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 

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Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  einzig  zu  prüfen  ist,  ob 
das BFM gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  zu  Recht  nicht  eingetreten  ist  und  infolge-
dessen die Wegweisung aus der Schweiz nach Polen zu Recht verfügt 
hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  dies-
bezüglich  grundsätzlich  volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich  diese 
Fragen  -  namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens  von Voll-
zugshindernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den 
zuständigen  Staat)  -  in  den  Dublin-Verfahren  bereits  vor  Erlass  des 
Nichteintretensentscheides stellen,

dass betreffend den Selbsteintritt  und die humanitäre Klausel  in An-
betracht  der  nachfolgenden  Ausführungen  keine  Verletzung  der  Be-
gründungspflicht und damit des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs 
feststellbar ist,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 
DAA  (Dublin-Assoziierungsabkommen,  SR  0.142.392.68)  i.V.m. 
Art. 29a Abs. 1 Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen (AsylV 1) die 
Prüfung  der  staatsvertraglichen  Zuständigkeit  zur  Behandlung  eines 
Asylgesuches nach den Kriterien der Dublin-II-VO zu erfolgen hat, 

dass  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  AsylG im Weiteren  voraussetzt,  dass  der 
staatsvertraglich zuständige Staat  einer Übernahme der  asylsuchen-
den Person zugestimmt hat (vgl. Art. 29a Abs. 2 AsylV 1),

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-II-VO die Mitgliedstaaten jeden Asyl-
antrag prüfen, den ein Drittstaatsangehöriger an der Grenze oder im 
Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates stellt, wobei der Antrag von einem 
einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels 
III Dublin-II-VO als zuständiger Staat bestimmt wird, 

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dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates 
eingeleitet wird, sobald ein Asylantrag erstmals in einem Mitgliedstaat 
gestellt wurde (Art. 4 Abs. 1 Dublin-II-VO), wobei die Kriterien in der in 
Kapitel III der Dublin-II-VO genannten Rangfolge (vgl. Art. 5-14 Dublin-
II-VO) anzuwenden sind sowie von der Situation zum Zeitpunkt, in dem 
der Asylbewerber erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat stellt,  
auszugehen ist (Art. 5 Abs. 1 und 2 Dublin-II-VO), 

dass  sich  entgegen  der  Behauptung  in  der  Beschwerde  den  Akten 
entnehmen  lässt,  dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  EURODAC-
Treffer  am  18.  Dezember  2009  in  C._______  (Polen)  um  Asyl 
nachsuchte, 

dass das BFM Polen gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-VO um 
Wiederaufnahme des Beschwerdeführers ersuchte,

dass die polnischen Behörden dem Übernahmeersuchen der Schweiz 
am 15. März 2010 zustimmten, 

dass  in  der  Beschwerde  nichts  Stichhaltiges  geltend  gemacht  wird, 
was in Bezug auf die Zuständigkeit Polens für die Durchführung des 
Asylverfahrens zu einer anderen Beurteilung führen könnte, 

dass Polen unter anderem Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) und des Übereinkommens vom 
10. Dezember  1984 gegen Folter  und andere grausame,  unmensch-
liche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist, 

dass  keine  konkreten  Anhaltspunkte  vorliegen,  wonach  sich  Polen 
nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen  Verpflichtungen 
hält,

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde geltend macht, er sei – 
für tschetschenische Verhältnisse – ein alter, gebrechlicher Mann mit 
grossen  gesundheitlichen  Problemen  und  daher  hier  auf  die 
Unterstützung seiner Familie (zwei [...] mit ihren Familien) angewiesen,

dass gemäss ärztlichem Bericht vom 27. Januar 2010 (vgl. A 10/3) von 
einer  guten Prognose für  das  Sehvermögen des Beschwerdeführers 
nach  der  (...)-Operation  auszugehen  ist  und  diese  Augenoperation 

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gemäss den Akten am 24. Juni 2010 stattfand, darüber hinaus nach 
allgemein  zugänglichen  Quellen  (...)  beziehungsweise  (...)  auch  in 
Polen  behandelbar  sind,  weshalb  die  Nachreichung  eines 
diesbezüglichen Arztberichtes nicht abzuwarten ist, zumal der Bericht 
zu keiner anderen Kenntnis führt (antizipierte Beweiswürdigung; BVGE 
2008/24 E. 7.2),

dass  aufgrund  der  Akten  sonst  keine  besonderen  Gründe  zur 
Ausübung des Selbsteintrittsrechts gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO 
ersichtlich  sind,  weshalb  entgegen den Beschwerdevorbringen somit 
nicht  davon auszugehen ist,  das  BFM hätte  Veranlassung zu einem 
Selbsteintritt  und  zu  einer  diesbezüglichen  Begründung  gehabt, 
weshalb verzichtet werden kann, darauf näher einzugehen,

dass  Art. 15  Dublin-II-VO  grundsätzlich  nur  dann  zur  Anwendung 
gelangt,  wenn  sich  ein  Asylbewerber  in  dem  für  die  Prüfung  des 
Asylgesuches nach Art. 6-14 Dublin-II-VO zuständigen Staat  aufhält, 
humanitäre  Erwägungen  –  wie  das  Zusammenführen  von  Familien-
mitgliedern  –  jedoch  dafür  sprechen,  das  Asylverfahren  in  einem 
weiteren Staat  durchzuführen (vgl.  CHRISTIAN FILZWIESER/ANDREA SPRUNG, 
Dublin  II-Verordnung,  Das  Europäische  Asylzuständigkeitssystem, 
3. Aufl., Wien-Graz 2010, Art. 15 K4 S. 120), 

dass sich der Beschwerdeführer indessen in der Schweiz und damit in 
einem  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens  nicht  zuständigen 
Staat  aufhält,  weshalb  entgegen der  in  der  Beschwerde vertretenen 
Auffassung die sogenannte humanitäre Klausel von Art. 15 Dublin-II-
VO vorliegend  nicht  zum Tragen kommt  und  demnach  für  das  BFM 
keine Veranlassung bestand,  sich damit  in der Entscheidbegründung 
auseinanderzusetzen, weshalb kein Anlass besteht, die angefochtene 
Verfügung aufzuheben,

dass  bei  dieser  Sachlage  schon  deshalb  von  einer  Aufklärung  der 
polnischen Behörden abgesehen werden kann, weil Art. 15 Dublin-II-
VO bei der vorliegenden Konstellation nicht zur Anwendung gelangt,

dass das BFM demzufolge zu Recht in Anwendung von Art.  34 Abs. 2 
Bst. d AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 

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kein  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang 
mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundes-
amt zu Recht angeordnet wurde,

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Über-
stellungsverfahren  in  den für  die  Prüfung des  Asylgesuches  zustän-
digen Staat handelt, systembedingt kein Raum bleibt für Ersatzmass-
nahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20),

dass eine entsprechende Prüfung soweit  notwendig vielmehr  bereits 
im Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss,

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Polen zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet 
hat,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass aufgrund der Akten von der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers 
auszugehen ist  und die Beschwerde retrospektiv betrachtet  nicht als 
aussichtlos  bezeichnet  werden  kann,  weshalb  das  Gesuch  um  Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs.1 
VwVG gutzuheissen  und auf  die  Erhebung  von Verfahrenskosten  zu 
verzichten ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
gutgeheissen.

3.
Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Verfügung des BFM vom 13. April 2010 im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie)

- das (...) des Kantons B._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: 

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