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**Case Identifier:** d6672d18-4926-507a-8480-2133b2bc731e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 19.08.2020 810 20 87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-87_2020-08-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 19. August 2020 (810 20 87)  

___________________________________________________________________ 

 

 

 

Steuern und Kausalabgaben 

 

 

Grundstückgewinnsteuer 

 

 
Besetzung Vorsitzender Stefan Schulthess, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Jgnaz Jermann, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin Yaël 
Heymann 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Roland 
Müller, Rechtsanwalt 
 
 

 gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Steuergericht), Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 
Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rechtsdienst, 
Rheinstrasse 33, Postfach, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Grundstückgewinnsteuer  

(Urteil des Steuer- und Enteignungsgerichts des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Steuergericht vom 7. Februar 2020) 

 
  

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A.  Im Jahr 2008 verkauften die Brüder A.____ und C.____ die Stockwerkeinheiten Parzelle 
Nr. S7352 mit Quote von 52/1000 und Parzelle Nr. S7353 mit Quote von 93/1000 der Liegen-
schaft Parzelle Nr. 2219 in D.____. 
 
B.  Mit Veranlagungsverfügung vom 18. Oktober 2012 setzte die Steuerverwaltung Basel-
Landschaft (Steuerverwaltung) den aus dem Verkauf der Stockwerkeinheit Parzelle Nr. S7353 
resultierenden steuerbaren Grundstückgewinn auf Fr. 309'999.-- fest und veranlagte A.____ 
anteilsmässig zu einer Grundstückgewinnsteuer von Fr. 38'749.--. Dabei berücksichtigte die 
Steuerverwaltung für die Ausscheidung der Anlagekosten die gesamte Wertquote von 145/1000 
bzw. hiervon 93/145. Für die Veräusserung der Stockwerkeinheit Parzelle Nr. S7352 wurde die 
Grundstückgewinnsteuer aufgeschoben.  
 
C.  Mit Eingabe vom 19. November 2012 erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt 
Dr. Roland Müller, gegen die Veranlagungsverfügung Einsprache und begehrte, es sei die an-
gefochtene Verfügung aufzuheben und die Grundstückgewinnsteuer auf einem maximalen 
steuerbaren Grundstückgewinn von Fr. 254'417.40 zu erheben, womit die Gewinnsteuer für den 
Einsprecher auf maximal Fr. 31'802.20 herabzusetzen sei. Zudem sei dem Einsprecher eine 
angemessene Frist zur Begründung der Einsprache zu gewähren. Mit nachgereichter Eingabe 
vom 31. Januar 2013 führte A.____ zur Begründung im Wesentlichen aus, dass die Berech-
nung der Wertquoten der einzelnen Stockwerkeinheiten klarerweise nicht fachgerecht erfolgt 
sei. Der als «Schulungsraum» bezeichneter Kellerraum weise eine Wertquote von 166/1000 
auf, welche deutlich zu hoch sei. Die Überprüfung der Wertquoten durch das Architekturbüro 
E.____ habe ergeben, dass dieser Raum mit maximal 106/1000 einzusetzen sei, woraus unter 
anderem für die beiden verkauften Einheiten neu eine Wertquote von mindestens 66/1000 bzw. 
106/1000, d.h. total mindestens 172/1000 resultiere. Unter Mitberücksichtigung der vier mitver-
kauften Autoeinstellplätze, welche mit 12/1000 zu bewerten seien, ergebe sich daraus eine ge-
samte Quote von 184/1000. Ausgehend von den Baukosten in der Höhe von Fr. 2'998'978.-- 
betrage somit der auf die gesamte Wertquote entfallene Anteil Fr. 551'812.--. Es werde eine 
Änderung der Wertquote angestrebt, wobei das Verfahren aufwändig sei und längere Zeit in 
Anspruch nehmen dürfte, weshalb in verfahrensrechtlicher Hinsicht im Hinblick auf die Wertquo-
tenberichtigung die Sistierung des Einspracheverfahrens bis vorerst 31. Dezember 2013 bean-
tragt werde. Entgegen der im früheren Verfahren vertretenen Ansicht der Steuerverwaltung 
könne aber in einem derart klaren Fall unbesehen der grundbuchlichen Situation aufgrund der 
Neuberechnung der Quoten eine Neuverteilung der Anlagekosten stattfinden.  
 
D.  Nachdem antragsgemäss diverse Fristerstreckungen gewährt wurden und die Steuer-
verwaltung mit Schreiben vom 4. Juli 2018 eine letzte nachperemptorische Frist bis spätestens 
10. September 2018 gesetzt hat, wies die Steuerverwaltung mit Entscheid vom 20. Dezember 
2018 die Einsprache ab. Sie erwog, dass weder die in Aussicht gestellte Neuberechnung der 
Wertquoten noch die entsprechenden Grundbuchauszüge eingereicht worden seien, weshalb 
sich die Einsprache als unbegründet erweise.  
 
E.  Gegen diesen Einspracheentscheid erhoben die Ehegatten A.____ und B.____, nun 
beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Müller, am 21. Januar 2019 Rekurs beim Steu-

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er- und Enteignungsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht), und be-
antragten, es sei der angefochtene Entscheid der Steuerverwaltung aufzuheben und die 
Grundstückgewinnsteuer auf einem maximalen steuerbaren Grundstückgewinn von 
Fr. 152'072.75 zu erheben und folglich die Gewinnsteuer für die Rekurrenten auf maximal 
Fr. 19'009.10 herabzusetzen, unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führten sie aus, dass sich 
die Verhandlungen zwischen den Stockwerkeigentümern sehr lange hingezogen hätten und 
schliesslich noch weitere Stockwerkeinheiten verkauft worden seien, weshalb die Verhandlun-
gen immer wieder neu hätten aufgenommen werden müssen. Es sei ihnen leider nicht gelun-
gen, innert der letzten angesetzten Frist eine Änderung der Wertquoten beurkunden zu lassen, 
weshalb die Einsprache abgewiesen worden sei. Im Übrigen habe eine nochmalige Überprü-
fung ergeben, dass die verkauften Stockwerkeinheiten noch höhere Quotenanteile aufweisen 
würden als bisher angenommen. Die Wertquote der Stockwerkeinheit Parzelle Nr. S7353 be-
trage gemäss Neuberechnung 130/1000, weshalb der darauf entfallene Anteil der Anlagekosten 
Fr. 551'812.--. betrage. Unter Mitberücksichtigung der Handänderungssteuern und der Ferti-
gungskosten seien insgesamt Fr. 570'120.25 an Anlagekosten anzurechnen, woraus ein redu-
zierter Gewinn von Fr. 152'072.75 resultiere. Als Beweismittel wurde eine als Entwurf ausgear-
beitete Urkunde betreffend die Änderung der Wertquoten eingereicht. 
 
F.  Mit Eingabe vom 3. September 2019 reichten die Rekurrenten beim Steuergericht die 
von allen Stockwerkeigentümern unterzeichnete öffentliche Urkunde bezüglich der Änderung 
der Wertquoten betreffend die Liegenschaft Parzelle Nr. 2219, Grundbuch D.____, sowie das 
entsprechend abgeänderte Stockwerkeigentumsreglement nach. Zudem beantragten sie mit 
Schreiben vom 14. Oktober 2019 die Verschiebung der am 1. November 2019 angesetzten 
Verhandlung bis zum erfolgten Grundbucheintrag der Wertquotenänderung. 
 
G. Anlässlich der Verhandlung des Steuergerichts vom 1. November 2019 wurde das Ver-
fahren mit Einverständnis der Parteien ausgestellt und den Rekurrenten Frist bis 31. Dezember 
2019 gesetzt, um den Grundbucheintrag der in der öffentlichen Urkunde geänderten und neu 
festgelegten Wertquoten mittels eines aktuellen Grundbuchauszugs nachzuweisen. 
 
H.  Nachdem die Rekurrenten keinen aktualisierten Grundbuchauszug eingereicht hatten, 
wies das Steuergericht mit Urteil vom 7. Februar 2020 den Rekurs von A.____ und B.____ ab 
und auferlegte ihnen ausgangsgemäss die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- auf.  
 
I.  Dagegen erhoben A.____ und B.____, immer noch vertreten durch Rechtsanwalt 
Dr. Roland Müller, mit Eingabe vom 16. März 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und beantragten die Aufhebung des an-
gefochtenen Rekursentscheids vom 7. Februar 2020, des Einspracheentscheids vom 
20. Dezember 2018 und der Veranlagungsverfügung der Steuerverwaltung und erneuerten ihre 
im vorinstanzlichen Rekursverfahren gestellten Begehren, unter o/e-Kostenfolge. Als ergänzen-
de Unterlagen reichten die Beschwerdeführer die Tagebucheintragungsbestätigung vom 24. 
Februar 2020, den Grundbuchauszug der Parzelle Nr. 2219 vom 12. März 2020 sowie den 
Grundbuchauszug der Parzelle Nr. S7353 vom 16. März 2020 ein. Die Beschwerdeführer führ-
ten im Wesentlichen aus, dass der Einspracheentscheid beim Steuergericht angefochten wor-

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den sei, da Aussicht auf eine Einigung zwischen den Grundeigentümern bezüglich der Wert-
quoten bestanden habe und ohnehin fraglich erscheine, ob bei einem derart offensichtlichen 
Fehler in der Wertquotenberechnung tatsächlich eine grundbuchliche Änderung als Nachweis 
erforderlich gewesen wäre. Im Rekursverfahren konnte schliesslich eine Einigung erzielt wer-
den, wobei die Grundbuchanmeldung erst habe erfolgen können, nachdem die verschiedenen 
Pfandentlassungserklärungen der Banken eingeholt worden seien. Nachdem zunächst die Ei-
gentümer der Liegenschaft für die Beschaffung der Zustimmungen zuständig gewesen seien, 
was üblich sei, habe das Notariat diese Aufgabe übernommen. Trotz intensiver Bemühungen 
sei es aber nicht möglich gewesen, innert der vom Steuergericht angesetzten Frist alle Zustim-
mungen erhältlich zu machen. Die Änderung der Wertquoten sei nun grundbuchlich vollzogen 
worden, weshalb die neuen Wertquoten der Steuerberechnung zugrunde gelegt werden könn-
ten. 
 
J.  Mit Eingabe vom 7. April 2020 liess sich die Steuerverwaltung vernehmen und beantrag-
te sinngemäss die teilweise Gutheissung der Beschwerde. Da die nötigen Beweismittel einge-
reicht worden seien bzw. die Wertquoten im Grundbuch angepasst und das Stockwerkeigen-
tumsreglement korrigiert worden seien, könnten die Anlagekosten anhand der nun neu beur-
kundeten und geltenden Wertquoten berechnet werden. Es sei aber auf die Ausrichtung einer 
Parteientschädigung zu verzichten, da das vorliegende Verfahren bei rechtzeitiger Einreichung 
der Beweismittel gänzlich hätte vermieden werden können. Dass sich das Verfahren so lange 
hingezogen habe, sei den Beschwerdeführern zuzurechnen, weshalb es nicht sachgerecht er-
scheine, die Kosten der unterliegenden Partei aufzuerlegen. 
 
K.  Mit Vernehmlassung vom 8. April 2020 verzichtete das Steuergericht auf einen Antrag 
betreffend die Grundstückgewinnsteuer. Hingegen beantragte es hinsichtlich der Kosten- und 
Entschädigungsfolgen, es seien die Verfahrenskosten für das Beschwerdeverfahren sowie das 
vorinstanzliche Rekursverfahren, ungeachtet des Verfahrensausgangs, von den Beschwerde-
führern zu tragen und es sei auf eine Parteientschädigung zu verzichten. Zur Begründung führte 
es im Wesentlichen aus, nach Erlass des Einspracheentscheids sei innert weniger als sechs 
Monaten eine Einigung über die Berichtigung der Wertquoten sowie die öffentliche Beurkun-
dung derselben möglich gewesen, während davor die Beschwerdeführer das Einspracheverfah-
ren während sechs Jahren pendent gehalten hätten. Ähnlich habe es sich bezüglich des 
Grundbucheintrags verhalten. Erst nachdem der angefochtene Entscheid vom 7. Februar 2020 
fristauslösend zugestellt worden sei, habe sich der Prozess erneut in bemerkenswerter Weise 
beschleunigt. Der prozessuale Stillstand während Monaten bzw. Jahren habe jeweils nur 
durchbrochen werden können, wenn die Pflichtigen mit einer Rechtsmittelfrist belastet worden 
seien. Vor diesem Hintergrund bestehe der Eindruck einer trölerischen Prozessführung. 
 
L.  Mit Eingabe vom 1. Juli 2020 replizierten die Beschwerdeführer und führten aus, die 
Vorinstanz hätte mit Gutheissung des Sistierungsantrags den Grundbucheintrag abwarten kön-
nen, was zur Gutheissung des Rekurses geführt hätte. Die Vorinstanz verkenne die Komplexität 
des einvernehmlichen Verfahrens betreffend die Änderung der Wertquoten sowie die Schwie-
rigkeiten, welche das Einholen von sieben Pfandentlassungserklärungen mit sich bringe. Der 
Vorwurf einer trölerischen Prozessführung sei vollkommen unangebracht. Angesichts all dessen 

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werde aber auf eine Parteientschädigung verzichtet, wobei die Übernahme der Verfahrenskos-
ten für das Beschwerdeverfahren sowie das vorinstanzliche Verfahren durch den Staat bean-
tragt werde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1.1 Nach § 131 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (StG) vom 
7. Februar 1974 können Entscheide des Steuergerichts mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, angefochten werden. 
 
1.2.1 Gemäss § 131 Abs. 2 lit. a StG ist die steuerpflichtige Person zur Beschwerde befugt. 
Steuersubjekt der Grundstückgewinnsteuer ist die natürliche oder juristische Person, die das 
Eigentum an einem Grundstück oder wesentliche Teile der Verfügungsgewalt darüber auf einen 
anderen Rechtsträger überträgt oder deren Grundstück mit einer privatrechtlichen Dienstbarkeit 
oder einer öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkung belastet wird. Bei der zivilrechtlichen 
Handänderung, d.h. bei der Eigentumsübertragung an einem Grundstück, ist der im Grundbuch 
eingetragene Eigentümer steuerpflichtig (THOMAS P. WENK, in: PETER B. NEFZGER/MADELEINE 
SIMONEK/THOMAS P. WENK [Hrsg], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-
Landschaft, Basel 2004, § 74 N 2). Gemäss Art. 3 Abs. 3 Satz 3 StHG und der Praxis der Steu-
erverwaltung des Kantons Basel-Landschaft kommt die Familienbesteuerung auf Grundstück-
gewinne nicht zur Anwendung. Für die Grundstückgewinnsteuer ist somit jeder Ehegatte selb-
ständig steuerpflichtig (vgl. WENK, a.a.O., § 74 N 3). 
 
1.2.2  A.____ war gemeinsam mit seinem Bruder C.____ Miteigentümer der veräusserten 
Stockwerkeinheit Parzelle Nr. S7353. Folglich ist er als steuerpflichtige Person zur Beschwerde 
legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen nach § 43 ff. des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sind, ist 
auf die Beschwerde einzutreten. Ob die Legitimation der Ehefrau des Beschwerdeführers eben-
falls erfüllt ist, kann angesichts des Umstands, dass im vorliegenden Fall eine gemeinsame Be-
schwerdeeingabe eingereicht wurde und die Legitimation des Beschwerdeführers gegeben ist, 
offen gelassen werden. 
  
2. Mit der Beschwerde in Steuersachen können gemäss § 45 Abs. 2 VPO alle Mängel des 
angefochtenen Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden. Dem Kan-
tonsgericht kommt im vorliegenden Fall somit volle Kognition zu.  
 
3.  Gemäss § 6 Abs. 3 VPO können die Parteien bei Beschwerden in Steuersachen auch 
neue Anträge, Behauptungen und Beweismittel vorbringen (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Ab-
teilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 10. August 2016 [810 16 9] E. 7.2). 
Das Kantonsgericht ist weiter nicht an die Begehren der Parteien gebunden, sondern es stehen 
ihm die gleichen Befugnisse zu wie den Einschätzungsbehörden (§ 18 Abs. 3 VPO). 
 

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4.1  Im vorliegenden Verfahren ist zu prüfen, ob die geänderte und neu festgelegte Wertquo-
te der Liegenschaft Parzelle Nr. S7353 bei der Berechnung der Grundstückgewinnsteuer zu 
berücksichtigen ist.  
 
4.2.1  Der Grundstückgewinnsteuer unterliegen gemäss § 71 StG die Gewinne aus der Ver-
äusserung von Grundstücken oder Anteilen an solchen. Der Grundstückgewinn ist nach § 75 
Abs. 1 StG der Betrag, um den der Veräusserungserlös die Gestehungskosten oder Anlagekos-
ten, d.h. den Erwerbspreis und die anrechenbaren Aufwendungen, übersteigt. Zu den abzugs-
fähigen Aufwendungen zählen gemäss § 78 Abs. 1 StG wertvermehrende Baukosten (lit. a); 
Grundeigentümerbeiträge (lit. b); sowie Kosten, die mit dem Erwerb und der Veräusserung des 
Grundstückes verbunden sind, mit Einschluss der üblichen Mäklerprovision (lit. c). Bei einer 
Teilveräusserung, wozu die Veräusserung von Stockwerkeigentum zählt, sind die Gestehungs-
kosten anteilsmässig abzuziehen (§ 78 Abs. 3 StG; Baselbieter Steuerbuch, Band 3, Grund-
stückgewinn- und Handänderungssteuer, 71 Nr. 1 Ziff. 1.3; vgl. FELIX RICHNER/WALTER FREI/
STEFAN KAUFMANN/ULRICH MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl., Zürich 
2013, N 7 zu § 224). Für die Ermittlung des Anlagewertes ist der Gesamterwerbspreis nach 
objektiven Grundsätzen auf das veräusserte bzw. zurückbehaltene Grundstück zu verlegen. 
Dabei ist der Verkehrswert des veräusserten und des zurückbehaltenen Grundstückteiles ge-
sondert zu schätzen und der Erwerbspreis nach dem so ermittelten Verhältnis aufzuteilen. Un-
ausscheidbare anrechenbare Aufwendungen sind ebenfalls anteilsmässig nach objektiven Kri-
terien aufzuteilen (RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N 5 f. zu § 224). Grundlage für die 
Verlegung der unausscheidbaren Aufwendungen ist das Wertverhältnis der als Stockwerkein-
heiten ausgestalteten Miteigentumsanteile im Zeitpunkt der Veräusserung, da diese den steu-
erbegründenden Tatbestand für die Erhebung der Grundstückgewinnsteuer bildet (vgl. Urteil 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 12. Mai 2010 [SB.2009.00113] E. 2.1; Markus 
Reich, Steuerrecht, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, N 3 ff. zu § 25). 
 
4.2.2  Bei der Veräusserung von Stockwerkeigentum kann nach bundesgerichtlicher Recht-
sprechung zur Ermittlung des Wertverhältnisses und folglich für die Zerlegung des Erwerbsprei-
ses und der unausscheidbaren Aufwendungen grundsätzlich von den Wertquoten gemäss Art. 
712e des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB) ausgegangen 
werden (Urteil des Bundesgerichts 2P.274/2002 vom 7. Mai 2003, E. 3.3 f.; vgl. auch RICHNER/
FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N 7 zu § 224). Die gemäss Art. 712e Abs. 1 ZGB im Begrün-
dungsakt anzugebende Wertquote ist die abstrakte Verhältniszahl, welche die Höhe der Beteili-
gung des entsprechenden Stockwerkeigentümers am gesamten Rechtsinhalt des Miteigentums, 
der sowohl Rechte als auch Pflichten umfasst, zahlenmässig fixiert. Die Bedeutung der Wert-
quote liegt v.a. darin, dass sie den Verteilungsschlüssel für die finanziellen Leistungen Dritter 
sowie für die Verteilung der gemeinschaftlichen Kosten und Lasten unter den Stockwerkeigen-
tümern bildet (vgl. CHRISTOPH THURNHERR, in: Andrea Büchler/Dominique Jakob (Hrsg.), Kurz-
kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 2. Aufl., Basel 2018, N 1 zu Art. 712e; RENÉ 
BÖSCH, in: Thomas Geiser/Stephan Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch II, 
6. Aufl., Basel 2019, N 2 zu Art. 712e). Hinsichtlich der Berechnung der Wertquoten enthält das 
Gesetz jedoch keine Regelung. Demzufolge ist die Fixierung des Wertverhältnisses der einzel-
nen Stockwerkeigentumsanteile und die Methode zur Ermittlung der Wertquoten in die alleinige 

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Kompetenz der Stockwerkeigentümer gelegt (vgl. BÖSCH, a.a.O., N 4 zu Art. 712e; THURNHERR, 
a.a.O., N 2 zu Art. 712e).  
 
4.2.3  Die rechtsgeschäftliche Änderung der ursprünglich im Begründungsakt bestimmten 
Wertquoten bedarf gemäss Abs. 2 des Art. 712e ZGB der Zustimmung aller unmittelbar Betei-
ligten und der Genehmigung der Versammlung der Stockwerkeigentümer. Der Kreis der "unmit-
telbar Beteiligten" setzt sich zusammen aus allen von einer Quotenkorrektur unmittelbar, recht-
lich oder tatsächlich betroffenen Stockwerkeigentümern sowie Inhabern beschränkter dinglicher 
Rechte, deren Rechtsposition verändert werden soll. Die Zustimmungsvereinbarung ist öffent-
lich zu beurkunden, da die Änderung der Wertquoten rechtsübertragender Natur und im Grund-
buch einzutragen ist (BÖSCH, a.a.O., N 5 zu Art. 712e; THURNHERR, a.a.O., N 7 zu Art. 712e).  
 
4.3  Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer und die übrigen beteiligten 
Grundeigentümer mit öffentlicher Urkunde vom 5. Juni 2019 bzw. 31. Juli 2019 bezüglich der 
Änderung der Wertquoten betreffend die Liegenschaft Parzelle Nr. 2219, Grundbuch D.____, 
übereingekommen sind, die Wertquoten der verschiedenen Stockwerkeinheiten zu berichtigen 
und die Wertquote der verkauften Liegenschaft Parzelle Nr. S7353 von 93/1000 auf 130/1000 
zu erhöhen. Mit Schreiben vom 3. September 2019 reichten die Beschwerdeführer alsdann die 
vorgenannte unterzeichnete öffentliche Urkunde zusammen mit dem entsprechend der Urkunde 
abgeänderten Stockwerkeigentumsreglement beim Steuergericht nach. Sie führten aus, dass 
durch die Unterschrift aller Eigentümer nun bestätigt werde, dass die ursprüngliche Berechnung 
der Wertquoten falsch gewesen sei, wobei die Anmeldung an das Grundbuchamt erst erfolgen 
könne, sobald alle Pfandentlassungen bzw. Zustimmungen der Grundpfandgläubiger vorliegen 
würden, was noch einige Zeit in Anspruch nehmen werde. An der Verhandlung vom 1. Novem-
ber 2019 hielt das Steuergericht fest, dass der Grundbucheintrag immer noch ausstehend sei, 
was dazu führe, dass die Grundstückgewinnsteuerveranlagung nicht antragsgemäss abgeän-
dert werden könne, wobei das Verfahren im Einverständnis der Parteien bis zum 31. Dezember 
2019 ausgestellt werde. Die Rekurrenten wurden darauf hingewiesen, dass ein Fristversäumnis 
die Abweisung des Rekurses zur Folge haben wird (vgl. Verfügung des Steuergerichts vom 
1. November 2019). Mit Entscheid vom 7. Februar 2020 wurde sodann festgehalten, dass innert 
der angesetzten Frist kein aktualisierter Grundbuchauszug eingegangen sei und der Rechtsver-
treter der Rekurrenten auf Anfrage hin bestätigt habe, dass noch keine Eintragung der verän-
derten Wertquoten in das Grundbuch erfolgt sei, weshalb sich der Rekurs nach wie vor als un-
begründet erweise und abzuweisen sei. 
 
4.4.1  Zunächst ist folgendes festzuhalten: Soweit die Beschwerdeführer geltend machen, die 
Vorinstanzen hätten zu Unrecht die in der öffentlichen Urkunde neu festgelegten Wertquoten 
nicht berücksichtigt und den Nachweis der grundbuchlichen Änderung der Wertquoten verlangt, 
obwohl es sich um einen offensichtlichen Fehler in der Wertquotenberechnung handle, kann 
ihnen nicht gefolgt werden. Zum einen gilt, dass der Nachweis für steueraufhebende oder steu-
ermindernde Tatsachen grundsätzlich der steuerpflichtigen Person obliegt. Diese hat steuer-
mindernde Tatsachen, zu denen unter anderem die Höhe des anrechenbaren Anteils der un-
ausscheidbaren Aufwendungen und des Erwerbspreises gehört, nicht nur zu behaupten, son-
dern auch zu belegen (vgl. MARTIN ZWEIFEL/SILVIA HUNZIKER, in: Martin Zweifel/Michael Beusch 

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[Hrsg], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung 
der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG), 3. Aufl., Basel 2017, N 25 zu Art. 46; 
BGE 140 II 248 E. 3.5). Zum anderen ist zu berücksichtigen, dass die Änderung der Wertquoten 
aufgrund ihrer rechtsübertragenden Natur nach Art. 656 Abs. 1 ZGB im Grundbuch einzutragen 
ist (BÖSCH, a.a.O., N 5 zu Art. 712e). Im Rahmen von Art. 656 Abs. 1 ZGB gilt das absolute 
Eintragungsprinzip, wonach der Grundbucheintrag eine unerlässliche Voraussetzung ist und 
konstitutive, das heisst rechtsbegründende oder rechtserlöschende Wirkung aufweist (vgl. 
LORENZ STREBEL, in: Thomas Geiser/Stephan Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetz-
buch II, 6. Aufl., Basel 2019, N 2 zu Art. 656). Ist ein dingliches Recht, für dessen Entstehung 
die Eintragung erforderlich ist, nicht im Grundbuch eingetragen, gilt es nach der sog. negativen 
Rechtskraft des Grundbuchs als nicht bestehend (JÜRG SCHMID, in: Thomas Geiser/Stephan 
Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch II, 6. Aufl., Basel 2019, N 2 zu Art. 971). 
Dem Grundbucheintrag kommt zudem öffentlicher Glaube bzw. positive Wirkung zu. Dies be-
deutet, dass sich der gutgläubige Dritte auf den tatsächlichen Bestand der im Grundbuch einge-
tragenen dinglichen Rechte verlassen darf. So gilt der im Grundbuch eingetragene Eigentümer 
gegenüber dem Dritten als über das Grundstück verfügungsberechtigt. Sind im Grundbuch 
mehrere Eigentümer eingetragen, erstreckt sich der öffentliche Glaube des Grundbuchs auf das 
im Grundbuch angegebene Rechtsverhältnis, bei Miteigentum oder Stockwerkeigentum auch 
auf die Wertquote und bei Gesamteigentum auf das als Grundlage der Gesamthandschaft an-
gegebene Rechtsverhältnis (SCHMID, a.a.O., N 13 ff. zu Art. 973).  
 
4.4.2  Demzufolge ist sowohl die Steuerverwaltung als auch das Steuergericht zu Recht von 
den im Grundbuch eingetragenen Wertquoten ausgegangen, da für die steuerliche Beurteilung 
nur massgebend sein kann, was aus dem Grundbuch ersichtlich ist. Die Beschwerdeführer 
wurden auch von der Vorinstanz darauf hingewiesen, dass die Berücksichtigung der neu festge-
legten Wertquoten und entsprechende Änderung der Grundstückgewinnsteuerveranlagung nur 
erfolgen könne, wenn der Nachweis erbracht werde, dass die mit öffentlicher Urkunde neu fest-
gelegten Wertquoten im Grundbuch eingetragen sind. Von diesem Eintragungserfordernis kann 
selbst dann nicht abgewichen werden, wenn die ursprüngliche Wertquotenberechnung offen-
sichtlich unrichtig erscheint. Da die Beschwerdeführer keine aktuellen Grundbuchauszüge ein-
gereicht haben, ist das Vorgehen der Vorinstanz nicht zu beanstanden. 
 
4.5.1  Die Beschwerdeführer bringen indessen im vorliegenden Beschwerdeverfahren die von 
der Vorinstanz angeforderten Grundbuchauszüge bei. Eingereicht wird die Tagebucheintra-
gungsbestätigung vom 24. Februar 2020, der Grundbuchauszug der Stammparzelle Nr. 2219 
vom 12. März 2020, sowie der Grundbuchauszug der verkauften Parzelle Nr. S7353 vom 
16. März 2020. Damit bringen sie betreffend die Wertquotenberichtigung neue Beweismittel vor, 
welche im Beschwerdeverfahren gemäss § 6 Abs. 3 VPO zulässig und zu berücksichtigen sind 
(vgl. Erwägung 3). 
 
4.5.2  Gemäss den aktuellen Grundbuchauszügen beträgt die Wertquote der verkauften 
Stockwerkeinheit 130/1000, womit die Beschwerdeführer den Nachweis erbringen, dass die mit 
öffentlicher Urkunde vom 5. Juni 2019 bzw. 31. Juli 2019 abgeänderte und neu festgelegte 
Wertquote im Grundbuch eingetragen wurde. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass 

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die von den Beschwerdeführern geltend gemachte Unrichtigkeit der ursprünglich im Grundbuch 
eingetragenen Wertquote von 93/1000 unbestritten ist, weshalb ohne Weiteres davon ausge-
gangen werden kann, dass die erhöhte Wertquote von 130/1000 mit den tatsächlichen Wert-
verhältnissen im Zeitpunkt der Veräusserung übereinstimmt. Da der grundbuchliche Vollzug der 
rechtsgeschäftlich abgeänderten Wertquote inzwischen auch nachgewiesen ist, ist antragsge-
mäss die neu im Grundbuch festgelegte Wertquote von 130/1000 bei der Berechnung der 
Grundstückgewinnsteuer zu berücksichtigen. Damit drängt sich eine Neuverteilung der Anlage-
kosten auf. Ausgehend von der unbestrittenen Höhe der Anlagekosten (exkl. Verkaufsunkosten) 
von Fr. 619'656.00, welche in der Veranlagung für die Wertquote von insgesamt 145/1000 be-
rechnet wurde, ergibt sich für die Stockwerkeinheit Nr. S5753 mit einer neuen Wertquote von 
130/1000 Fr. 555'553.65 anzurechnende Anlagekosten. Hinzu kommen die Handänderungs-
steuer in der Höhe von Fr. 14'075.00 und die Fertigungskosten in der Höhe von Fr. 491.60, 
womit sich die anzurechnenden Anlagekosten insgesamt auf Fr. 570'120.25 belaufen. Ausge-
hend von einem Verkaufserlös von Fr. 722'193.00 und Gestehungskosten von Fr. 570'120.25 
ergibt sich ein Grundstückgewinn von Fr. 152'072.75. Daraus resultiert eine Grundstückgewinn-
steuer von Fr. 38'018.20 bzw. aufgrund anteilsmässiger Veranlagung Fr. 19'009.10 für den Be-
schwerdeführer. Folglich ist die Beschwerde in diesem Punkt gutzuheissen und die Angelegen-
heit zur Neufestsetzung der Grundstückgewinnsteuer an die Steuerverwaltung zurückzuweisen. 
 
5.1  Aufgrund der Berücksichtigung der erhöhten Wertquote von 130/1000 und der dadurch 
bedingten Rückweisung an die Steuerverwaltung zur Neufestsetzung der Grundstückgewinn-
steuer drängt sich die Frage auf, ob der vorinstanzliche Kostenentscheid korrigiert werden 
muss.  
 
5.2.1  Im Rekursverfahren vor dem Steuergericht bestimmt sich die Kostenregelung nach 
§ 130 Abs. 1 StG i.V.m. § 20 Abs. 3 VPO. Danach werden die Verfahrenskosten und die Partei-
entschädigung üblicherweise der unterliegenden Partei auferlegt. Wird im Rechtsmittelverfahren 
das von der unterliegenden Partei erhobene Rechtsmittel – unter Verzicht auf eine Rückwei-
sung – ganz oder teilweise gutgeheissen, so sind die vorinstanzlichen Verfahrenskosten in der 
Regel entsprechend dem Ausgang des Verfahrens neu zu verlegen. Liegen der Gutheissung 
allerdings neu eingetretene Tatsachen zugrunde, ohne dass sich der vorinstanzliche Entscheid 
als im damaligen Zeitpunkt unzutreffend erweist, so ist die vorinstanzliche Kostenverteilung zu 
belassen (KASPAR PLÜSS, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegege-
setz des Kantons Zürich (VRG), 3. Auflage, Zürich 2014, § 13 N 66). 
 
5.2.2  Wie bereits festgehalten, ist das Steuergericht bei der Verteilung der Anlagekosten und 
der Berechnung der Grundstückgewinnsteuer zu Recht von den im Grundbuch eingetragenen 
Wertquoten ausgegangen, weshalb sich der Entscheid der Vorinstanz angesichts des Sachver-
halts im massgebenden Zeitpunkt als zutreffend erweist (vgl. Erwägung 4.4.2). Dass die Be-
schwerdeführer im vorliegenden Beschwerdeverfahren obsiegen, ist alleine darauf zurückzufüh-
ren, dass sie erst im vorliegenden Verfahren den Nachweis erbringen, dass die mit öffentlicher 
Urkunde abgeänderte und neu festgelegte Wertquote der verkauften Liegenschaft Parzelle Nr. 
S5753 im Grundbuch eingetragen wurde und sie sich mithin auf neu eingetretene Tatsachen 
stützen. Unter diesen Umständen rechtfertigt sich keine Neuverteilung der Kosten- und Ent-

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schädigungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens. Inwiefern eine Verlegung der vorinstanzli-
chen Verfahrenskosten und Parteikosten nach dem Verursacherprinzip gerechtfertigt wäre, 
kann in diesem Zusammenhang folglich offengelassen werden. 
 
6.1  Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der ganz oder teilweise unterliegenden Partei in 
angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Allerdings besteht bei der Auferlegung 
der Verfahrenskosten aufgrund der offenen Formulierung "in der Regel" ein gewisser Ermes-
sensspielraum. Liegen besondere Umstände vor, kann das Kantonsgericht durchaus einen an-
deren Kostenentscheid fällen. Dies kann dazu führen, dass die Kosten nach dem Verursacher-
prinzip verteilt werden (Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 1. Februar 1995 i.S. S.E.; 
MARTIN BERNET, Die Parteientschädigung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, Zü-
rich 1986, S. 132 f.).  
 
6.2  Die Beschwerdeführer haben die am 5. Juni 2019 bzw. 31. Juli 2019 unterzeichnete öf-
fentliche Urkunde mit Schreiben vom 3. September 2019 beim Steuergericht eingereicht. Da 
der entsprechende, in Aussicht gestellte Grundbucheintrag nicht innert der anlässlich der Ver-
handlung vom 1. November 2019 angesetzten, zweimonatigen Frist erfolgt ist, wurde der Re-
kurs mit Entscheid vom 7. Februar 2020 abgewiesen. Die Grundbuchanmeldung wurde 
schliesslich am 24. Februar 2020 vorgenommen, somit rund sieben Monate nach Unterzeich-
nung der öffentlichen Urkunde. Die Beschwerdeführer geben diesbezüglich zwar an, dass es 
ihnen trotz intensiver Bemühungen des Notariats und der Verwaltungsfirma nicht innert der vom 
Steuergericht angesetzten letzten Frist gelungen sei, alle Zustimmungen der Banken zur Quo-
tenänderung erhältlich zu machen, weshalb der Grundbucheintrag der in der öffentlichen Ur-
kunde abgeänderten und neu festgelegten Wertquoten nicht habe erfolgen können. Während 
ihnen insofern darin beizupflichten ist, als dass unter gewissen Umständen die Einholung der 
Zustimmungen von Drittparteien zeitaufwendig und beschwerlich sein kann, kann ihnen im Üb-
rigen nicht gefolgt werden. Es ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführer bloss pauschal vor-
bringen, sich um die erforderlichen Zustimmungen bemüht zu haben, ohne substantiiert darzu-
legen, welche Bemühungen dafür aufgebracht wurden. Dass sie sich bei der Einholung ange-
strengt hätten, wird in keiner Weise belegt. Auch wird nicht substantiiert dargelegt, weshalb es 
ihnen seit der Beurkundung bis zum Ablauf der zweimonatigen Nachfrist am 31. Dezember 
2019 bzw. innert der anschliessend stillschweigend gewährten Nachfrist von einem Monat, mit-
hin während insgesamt sechs Monaten, nicht möglich gewesen sein soll, die erforderlichen Zu-
stimmungen erhältlich zu machen und den Grundbucheintrag zu erwirken. Bei objektiver Be-
trachtung scheint eine Zeitspanne von sechs Monaten als durchaus realistisch und zumutbar. 
Im Übrigen ist festzuhalten, dass es den Beschwerdeführern alleine zuzurechnen ist, dass sich 
das Verfahren nun so lange hingezogen hat und der Rekurs schliesslich wegen nicht rechtzeitig 
eingereichter Beweismittel abgewiesen wurde. Folglich ist davon auszugehen, dass bei recht-
zeitiger Einreichung der Beweismittel die Abweisung des Rekurses hätte verhindert werden 
können, wodurch ein Weiterzug ans Kantonsgericht und die dadurch entstandenen Kosten 
vermieden worden wären. Gestützt darauf rechtfertigt es sich, nach dem Verursacherprinzip die 

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Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- den Beschwerdeführern aufzuerlegen und mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu verrechnen. 
 
6.3  Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug 
einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Ge-
genpartei zugesprochen werden. Von diesem Grundsatz kann das Gericht aufgrund des mittels 
Kann-Formulierung in § 21 Abs. 1 VPO eingeräumten Ermessensspielraums abweichen und die 
Parteikosten nach dem Verursacherprinzip verlegen (vgl. MARTIN BERNET, Die Parteientschädi-
gung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, Zürich 1986, S. 132 ff.). Dem Kanton 
wird nach § 21 Abs. 2 VPO keine Parteientschädigung zugesprochen. Die Beschwerdeführer 
haben in ihrer Replik vom 1. Juli 2020 auf eine Parteientschädigung verzichtet, was im Rahmen 
des gerichtlichen Ermessens berücksichtigt wird. Ungeachtet dessen wären die Parteikosten 
entsprechend der Verteilung der Verfahrenskosten zu verlegen. Demzufolge sind die Parteikos-
ten wettzuschlagen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Ziffer 1 des Entscheids 

des Steuer- und Enteignungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft, 
Abteilung Steuergericht, vom 7. Februar 2020 aufgehoben und die Ange-
legenheit wird zur Neufestsetzung der Grundstückgewinnsteuer 2008 im 
Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung des Kantons Basel-
Landschaft zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewie-
sen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Kantonsrichter 
 

Gerichtsschreiberin