# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67862645-e735-5b0d-a6f2-393607fb47bb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2009 E-5867/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5867-2006_2009-07-01.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5867/2006/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  J u l i  2 0 0 9

Richter Kurt Gysi (Vorsitz), 
Richter Bendicht Tellenbach, 
Richterin Regula Schenker Senn, 
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

X._______, geboren (...),
Sri Lanka,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 
24. Oktober 2006 / N (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5867/2006

Sachverhalt:

A.
Mit an die Schweizerische Vertretung in Colombo gerichtetem Schrei-
ben vom 4. Oktober 2005 ersuchte der Beschwerdeführer um Schutz 
vor der ihm drohenden Verfolgung.

B.
Mit Schreiben vom 17. Oktober 2005 forderte die Schweizerische Bot-
schaft den Beschwerdeführer dazu auf, seine Asylvorbringen detaillier-
ter auszuführen und Beweismittel einzureichen.

C.
Mit  Eingaben  vom  8.,  24.  und  27  November  2005,  21.  März  2006, 
2. und  8.  Mai  2006,  6. Juni  2006,  13.  und  17. Juli  2006,  2.  August 
2006,  12.  September  2006  und  20.  Oktober  2006  ergänzte  der 
Beschwerdeführer seine Vorbringen und reichte folgende Beweismittel 
zu deren Stützung ein: 

- ein Auszug aus dem Protokoll  des Polizeipostens A._______ vom 
5. November, erstellt  am 26. November 2005, inkl. Übersetzung in 
Kopie 

- ein  Unterstützungsschreiben  des  Vorsitzenden  der  "Associated 
Newspapers of Ceylon Limited" vom 16. November 2005, in Kopie 

- Identitätskarte, Geburtsschein und Presseausweis, in Kopie 
- mehrere  Urkunden  betreffend seine journalistische Ausbildung,  in 

Kopie 
- diverse Zeitungsausschnitte im Original und in Kopie, teilweise mit 

Übersetzung 
- Rationierungskarten von "Tsunami Relief", in Kopie 
- Dokumente betreffend den dem Beschwerdeführer und seiner Fami-

lie  durch  den  Tsunami  entstandenen  Schaden  und  die  erhaltene 
Entschädigung 

- ein  im Internet  publiziertes,  gegen  Journalisten  gerichtetes  Droh-
schreiben der LTTE vom 3. Mai 2006, inklusive Übersetzung 

- Bestätigungsschreiben der "Human Rights Commission of Sri Lan-
ka" vom 28. Juli 2006 in Kopie, inklusive Übersetzung, und der Sri 
Lanka Monitoring Mission (SLMM) vom 9. Oktober 2006.

Zudem  gingen  bei  der  Schweizer  Vertretung  in  Colombo  Unterstüt-
zungsschreiben  des  Generalsekretärs  der  Organisation  "Reporters 

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sans  frontières"  vom 12.  Januar  2006  sowie  eines  deutschen  Jour-
nalisten, B._______, vom 1. Juni 2006 ein.

D.
Am  17.  Januar  2006  fand  eine  Befragung  des  Beschwerdeführers 
durch die Schweizer Vertretung in Colombo statt.

E.
Den Gesuchseingaben des Beschwerdeführers sowie den eingereich-
ten Beweismitteln lassen sich folgende Angaben zum Sachverhalt ent-
nehmen: 

Der Beschwerdeführer tamilischer Ethnie sei seit über zwanzig Jahren 
als Journalist tätig. Derzeit arbeite er als (...) für die staatliche Tages-
zeitung "C._______" sowie als (...) und (...) für mehrere Fernsehsen-
der. Seit dem Jahre 2002 werde er von Angehörigen der Karuna Fak-
tion der LTTE telefonisch beschuldigt, die Wanni Faktion zu unterstüt-
zen und mit dem Tode bedroht. Zudem hätten sich mehrmals Leute der 
Karuna Faktion bei seiner Frau, welche mit den gemeinsamen Kindern 
in A._______ lebe, nach ihm erkundigt. Seine Ehefrau habe deswegen 
Anzeige bei der örtlichen Polizei erstattet. Er habe verschiedene Orga-
nisationen  sowie  seinen  Arbeitgeber  über  die  Drohungen  informiert. 
Zudem habe er aufgrunddessen seine Auftritte in den von ihm gestal-
teten Fernsehsendungen reduziert, worauf er aber von Seiten der Ver-
antwortlichen des Fernsehsenders unter Druck geraten sei. Er fürchte 
um sein  Leben,  da in  Sri  Lanka in  letzter  Zeit  zahlreiche tamilische 
Journalisten  wegen  ihrer  regierungsfreundlichen  Berichterstattung 
umgebracht worden seien. Im Übrigen habe das Criminal Investigation 
Department  (CID)  im  Mai  und  Juni  2005  bei  seinem  Arbeitgeber 
Erkundigungen über allfällige Verbindungen von ihm zur LTTE einge-
zogen, vermutlich wegen eines von ihm verfassten kritischen Zeitungs-
artikels.

F.
Mit Verfügung vom 24. Oktober 2006 - eröffnet am 28. November 2006 
-  lehnte  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  ab  und 
bewilligte seine Einreise in die Schweiz nicht. Die Vorinstanz begrün-
dete  ihre  Verfügung  damit,  dass  die  vom  Beschwerdeführer  vorge-
brachten Probleme keine asylrelevante Verfolgung darstellen würden. 
Die  von  ihm  vorgebrachten  staatlichen  Untersuchungen  gegen  ihn 
würden aufgrund ihrer  Art  und Intensität  keine ernsthaften Nachteile 

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im Sinne von Art. 3 AsylG darstellen. Betreffend die Bedrohung durch 
tamilische Gruppen, sei davon auszugehen, dass der Beschwerdefüh-
rer die Behörden seines Heimatstaates um Schutz ersuchen könne. Er 
habe es bisher unterlassen, bei der Polizei in Colombo Anzeige wegen 
der  Drohungen gegen ihn  zu  erstatten,  obwohl  ihm dies  zuzumuten 
wäre.  Die  Behörden  seien  zudem  grundsätzlich  als  schutzwillig  zu 
bezeichnen,  zumal  der  Beschwerdeführer  bei  einer  halbstaatlichen 
Presseagentur arbeite und es keine Hinweise dafür gebe, dass er sich 
gegenüber den srilankischen Behörden als Kritiker exponiert hätte.

G.
Mit an die Vorinstanz sowie die Schweizerische Vertretung in Colombo 
gerichteten,  gleichlautenden Eingaben  vom 7. Dezember  2006  -  bei 
der  Schweizer  Vertretung  am  8.  Dezember  2006  eingegangen,  der 
schweizerischen Post am 12. Dezember 2006 übergeben - erhob der 
Beschwerdeführer  Beschwerde  gegen  die  vorinstanzliche  Verfügung 
und ersuchte sinngemäss um Gewährung des Asyls für sich und seine 
Familie. Zur Begründung führte er aus, dass seine Frau am 5. Novem-
ber 2005 bei der Polizei Anzeige erstattet habe. Er selber habe dies 
nicht  getan,  da  er  befürchtet  habe,  dass  dadurch  den  Drohungen 
gegen  ihn  ungewollte  Publizität  zuteil  würde,  was  ihn  noch  mehr 
gefährden könnte. Er habe jedoch die Human Rights Commission in 
Sri Lanka informiert, welche wiederum den Inspector General der Poli-
zei über die Vorfälle in Kenntnis gesetzt habe. Daraufhin sei er aufge-
fordert  worden,  seine Probleme den Polizeibehörden des Postens in 
D._______  darzulegen.  Er  habe  eine  entsprechende  Stellungnahme 
abgegeben,  welche  zu  Protokoll  genommen  worden  sei.  Es  sei  zu 
beachten, dass die Behörden nicht wirklich in der Lage seien, hinrei-
chenden Schutz zu bieten. Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der 
Beschwerdeführer  nebst  Kopien  bereits  zuvor  eingereichter  Bestäti-
gungsschreiben ein Unterstützungsschreiben mehrerer Medienorgani-
sationen und -gewerkschaften von 25. Oktober 2006, ein undatiertes 
Bittschreiben  an  den  srilankischen  Präsidenten  in  Kopie  sowie  ein 
undatiertes Schreiben an das IKRK in Colombo, in Kopie, ein. 

H.
In ihrer Vernehmlassung vom 18. Januar 2007 hielt die Vorinstanz an 
ihrer Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. 
Zur Begründung hielt das Bundesamt daran fest, der Beschwerdefüh-
rer  habe sich bisher nicht  hinreichend um Schutz durch die srilanki-
schen Behörden bemüht. Dass er die Organisationen HCR und SLMM 

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kontaktiert  habe, könne nicht als ausreichend bezeichnet werden, da 
diese keinen konkreten Schutz anbieten könnten. Das Argument des 
Beschwerdeführers,  er  habe sich aus Furcht  vor Publizität  nicht  aus 
eigener  Veranlassung  an  die  Behörden  gewandt,  vermöge  nicht  zu 
überzeugen, nachdem er verschiedenste Stellen und Organisationen 
informiert habe. Im Weiteren habe er nicht belegt, dass er gegenüber 
der Polizei in D._______ ein Statement abgegeben habe. Der einge-
reichte  Polizeirapport  vom  5.  November  2005  beziehe  sich  auf  ein 
Ereignis in seiner Heimatregion A._______ und betreffe seine Ehefrau. 
Eine Gefährdung des Beschwerdeführers in dieser Region werde nicht 
bestritten;  jedoch  bestehe  eine  innerstaatliche  Fluchtalternative  in 
Colombo.  

I.
Mit  Zwischenverfügung  vom  3.  Mai  2007  –  dem  Beschwerdeführer 
eröffnet am 29. Mai 2007 – räumte das Gericht dem Beschwerdeführer 
das Recht zur Replik ein.

J.
Mit Eingabe vom 11. Juni 2007 nahm der Beschwerdeführer Stellung 
zur Vernehmlassung der Vorinstanz und hielt an seinen Beschwerde-
vorbringen  fest.  Insbesondere  wies  er  darauf  hin,  dass  die  Polizei, 
nachdem  er  beim  Polizeiposten  D._______  Anzeige  erstattet  habe, 
nichts unternommen habe, um die Urheber der gegen ihn gemachten 
Drohungen zu ermitteln. Er habe nicht um Polizeischutz ersucht, weil 
dies unpraktisch gewesen wäre und zu weiterer Verwirrung hätte füh-
ren können. So befürchte er, dass ihn die LTTE der Kooperation mit 
der Polizei verdächtigen würde. Entgegen der Auffassung des Bundes-
amts  sei  seine  Sicherheit  in  Colombo  nicht  gewährleistet,  denn  die 
Situation sei dort genauso schlecht wie in den anderen Landesteilen. 
Aus diesem Grund sowie weil die srilankische Regierung Tamilen aus 
dem Norden und Osten des Landes die Wohnsitznahme in Colombo 
nicht mehr erlaube, habe er seine Familie bisher nicht nach Colombo 
geholt. Als Nachrichtenredaktor der Zeitung „C._______“ trage er die 
Verantwortung für die Berichterstattung in dieser Publikation. Es kom-
me immer wieder vor, das die Formulierung gewisser Meldungen einer 
der am Konflikt in Sri Lanka beteiligten Gruppen missfalle und er der 
Loyalität mit den jeweiligen Gegnern verdächtigt werde, Zudem reichte 
der Beschwerdeführer nebst Kopien bereits im erstinstanzlichen Ver-
fahren  eingereichter  Dokumente  folgende  Beweismittel  ein: Auszüge 
aus Protokollen des Polizeipostens D._______ vom 6. Oktober  2005 

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und  2.  Juni  2007,  diverse  Zeitungsartikel  in  Kopie,  Bestätigung  der 
Human  Rights  Commission  of  Sri  Lanka  des  Eingangs  einer 
Beschwerde, vom 22. Juni 2006. 

K.
Mit  Eingaben  vom  8.  März  2008  und  24.  Juli  2008  ergänzte  der 
Beschwerdeführer  seine  Vorbringen,  indem  er  unter  anderem  vor-
brachte, dass auch für staatliche Medien arbeitende Medienschaffende 
bedroht  würden.  Namentlich  hätten  unbekannte  Personen  auf  einen 
Redaktor der Zeitung „D._______“ eingestochen und sich auch nach 
ihm, dem Beschwerdeführer, erkundigt.  

L.
Im Rahmen einer zweiten Vernehmlassung vom 17. Februar 2009 hielt 
die  Vorinstanz  auch  unter  Berücksichtigung  der  zwischenzeitlichen 
Vorbringen des Beschwerdeführers an ihrer Einschätzung der Flücht-
lingseigenschaft fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021).  Das  Bundesamt  für  Migration  (BFM)  gehört  zu  den 
Behörden nach  Art. 33 VGG und ist  daher eine Vorinstanz des Bun-
desverwaltungsgerichts. Eine  das  Sachgebiet  betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsge-
richt  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden 
Beschwerde  und  entscheidet  in  diesem  Bereich  endgültig  (Art. 105 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]).

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die Beurtei-
lung der bei der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) hängi-
gen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwend-
bar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).

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1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich-
tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art.  106  Abs.  1 
AsylG).

2.
2.1 Die Beschwerde ist nicht in einer Amtssprache des Bundes abge-
fasst. Auf die Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeverbesserung kann 
indessen verzichtet werden, da der in Englisch verfassten Beschwer-
deeingabe genügend klare, sinngemässe Rechtsbegehren und deren 
Begründung zu entnehmen sind und ohne Weiteres darüber befunden 
werden kann.

2.2 Die Beschwerde ist im Übrigen form- und fristgerecht eingereicht. 
Der Beschwerdeführer  ist durch die angefochtene Verfügung berührt 
und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise  Änderung.  Der  Beschwerdeführer  ist  daher  zur  Einrei-
chung der Beschwerde legitimiert  (Art. 108 Abs. 1 und Art. 6  AsylG 
i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutre-
ten.

3.
3.1 Das BFM kann  ein  im Ausland gestelltes  Asylgesuch  ablehnen, 
wenn die asylsuchenden Personen keine Verfolgung glaubhaft machen 
können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet wer-
den kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 20 
Abs. 2 AsylG bewilligt das BFM Asylsuchenden die Einreise zur Abklä-
rung des Sachverhaltes, wenn ihnen nicht zugemutet werden kann, im 
Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land 
auszureisen.

3.2 Bei  diesem  Entscheid  sind  die  Voraussetzungen  zur  Erteilung 
einer Einreisebewilligung grundsätzlich restriktiv zu handhaben, wobei 
den  Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum zukommt.  Neben  der 
erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich 
die Beziehungsnähe zur  Schweiz,  die Möglichkeit  der  Schutzgewäh-
rung  durch  einen  anderen  Staat,  die  Beziehungsnähe  zu  anderen 
Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit zur an-
derweitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Eingliederungs- 
und Assimilationsmöglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen (vgl. Entschei-
dungen  und  Mitteilungen  der  Asylrekurskommission  [EMARK]  1997 
Nr. 15, insbesondere S. 131 ff., welcher angesichts bloss redaktionel-

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ler  Änderungen  bei  der  letzten  Totalrevision  des  Asylgesetzes  nach 
wie vor Gültigkeit hat). Ausschlaggebend für die Erteilung der Einrei-
sebewilligung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der betroffenen Perso-
nen (vgl. EMARK 1997 Nr. 15 E. 2c S. 130), mithin die Prüfung der Fra-
gen, ob eine Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht 
wird und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die Dauer der Sachver-
haltsabklärung zugemutet werden kann.

4.  
4.1 Die Vorinstanz  hat  die  angefochtene Verfügung im Wesentlichen 
damit begründet, dass die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Furcht 
vor Übergriffen durch die LTTE sowie die von ihm geschilderte Mass-
nahmen der  Behörden asylrechtlich  nicht  relevant  seien. Namentlich 
sei es ihm zuzumuten, die srilankischen Behörden um Schutz gegen 
etwaige Verfolgung zu ersuchen.

4.2 Unbestritten  ist,  dass  angesichts  der  detaillierten  Ausführungen 
des Beschwerdeführers sowie der eingereichten Beweismittel die von 
ihm geschilderten Drohungen seitens der LTTE und der Karuna Fakti-
on  wegen  seiner  journalistischen  Tätigkeit  für  eine  regierungsnahe 
Zeitung sowie einen staatlichen Fernsehsender als glaubhaft zu erach-
ten sind. Im Weiteren gelangt das Gericht zum Schluss, dass die vom 
Beschwerdeführer  bisher  erlittenen  Drohungen  und  Schikanen  man-
gels hinreichender Intensität keine asylrelevante Verfolgung darstellen. 
Darüber hinaus ist  jedoch auch zu prüfen,  ob der Beschwerdeführer 
begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung hat. Eine solche liegt vor, 
falls konkreter Anlass zur Annahme besteht,  Letztere werde sich mit 
beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  in  absehbarer  Zukunft  verwirklichen. 
Dabei genügt es nicht, dass diese Furcht lediglich mit Vorkommnissen 
oder Umständen, die sich früher oder später möglicherweise ereignen 
könnten,  begründet  wird.  Ob  in  einem  bestimmten  Fall  eine  solche 
Wahrscheinlichkeit  besteht,  ist  aufgrund einer objektivierten Betrach-
tungsweise zu beurteilen. Es müssen damit hinreichende Anhaltspunk-
te für eine konkrete Bedrohung vorhanden sein,  die bei jedem Men-
schen in vergleichbarer Lage Furcht vor Verfolgung und damit den Ent-
schluss zur Flucht hervorrufen würden (vgl. EMARK 2005 Nr. 21 E. 7.1 
S. 193, mit weiteren Hinweisen).

4.3 Zwar  gehört  der  Beschwerdeführer  als  Medienschaffender  und 
insbesondere als bei staatlichen Medien tätiger Journalist tamilischer 
Ethnie, zu einem besonders exponierten Personenkreis. Nach Erkennt-

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nissen des Gerichts sind Medienleute verstärkt zum Ziel von Übergrif-
fen sowohl der Regierungskräfte als auch der LTTE und der Karuna 
Faktion geworden.

4.4 Vorliegend  ist  jedoch  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer 
nach eigener Darstellung zwar über einen längeren Zeitraum wieder-
holt bedroht wurde, sich die Drohungen aber nicht intensiviert  haben 
und  es  zu  keinen  schwerwiegenderen  Verfolgungsmassnahmen 
gekommen  ist.  Es  liegen  keine  konkreten  Anhaltspunkte  dafür  vor, 
dass der Beschwerdeführer in absehbarer Zukunft mit einer Zunahme 
der Repressalien und mit  Übergriffen in  asylrelevantem Ausmass zu 
rechnen hätte. Im Übrigen lassen die Umstände, dass der Beschwer-
deführer  auf  Polizeischutz  verzichtet  und  erst  auf  Veranlassung  des 
„Inspector General of Police“ ein Anzeige eingereicht hat, sowie dass 
er  nach  einem dreiwöchigen  Kursbesuch  in  Indien  vom (...)  bis  (...) 
wieder nach Sri Lanka zurückkehrte, darauf schliessen, dass er selber 
seine Gefährdung als nicht allzu gross einschätzt. Die Auswirkungen 
der jüngsten Ereignisse in Sri  Lanka auf die allgemeine Sicherheits-
lage lassen sich im heutigen Zeitpunkt noch nicht zuverlässig abschät-
zen.  Immerhin  kann  aber  festgestellt  werden,  dass  keine  Anhalts-
punkte dafür bestehen, dass diese Entwicklung der allgemeinen Lage 
zu einer  erheblichen Verschlechterung der  Gefährdungssituation  des 
Beschwerdeführers führen könnte. Bei dieser Sachlage kann die Frage 
der  Gewährleistung  adäquaten  Schutzes  durch  die  srilankischen 
Behörden offengelassen werden.

4.5 Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer 
keine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft machen konnte. 
Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf die wei-
teren Ausführungen sowie die eingereichten Beweismittel einzugehen, 
da  sie  am festgestellten  Ergebnis  nichts  zu  ändern  vermögen. Das 
BFM hat demnach dem Beschwerdeführer zu Recht die Einreise in die 
Schweiz nicht bewilligt und das Asylgesuch abgelehnt. 

5.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist daher abzuweisen. 

6.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich 

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dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus ver-
waltungsökonomischen  Gründen  sowie  in  Anwendung  von  Art. 63 
Abs. 1  in  fine  VwVG  und  Art.  2  und  6  Bst. b  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) ist vorliegend jedoch auf 
die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer  (durch  Vermittlung  der 
Schweizerischen Botschaft in Colombo), die Schweizerische Botschaft 
in Colombo und das BFM. 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

Versand: 

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