# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 97082d85-2635-50e6-bdcb-c8b1fc9917b2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 23.05.2024 720 23 169 (720 2023 169)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-169_2024-05-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 23. Mai 2024 (720 23 169) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung der ärztlichen Berichte 

 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimer-strasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Der 1973 geborene A.____ arbeitete bis Mitte 2016 bei seinem Bruder als Pizzabäcker 
in einem Döner-Imbiss. Am 16. Juni 2017 meldete er sich wegen starken Kopfschmerzen, Stress, 
Angstzuständen, Magenschmerzen, Epilepsie nach operativer Entfernung eines Meningeoms am 
23. Juni 2016 und einer Problematik am rechten Handgelenk bei der Eidgenössischen Invaliden-
versicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerbli-
chen Verhältnisse sprach die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) A.____ nach Durchführung 

 
 
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des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 11. Mai 2023 eine befristete ganze Invalidenrente 
vom 1. Dezember 2017 bis 31. Dezember 2020 zu. Danach bestehe aufgrund einer Arbeitsfähig-
keit von 80 % in einer angepassten Verweistätigkeit ab 9. September 2020 und eines Invaliditäts-
grades von 20 % kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente. Die IV-Stelle stützte sich dabei auf 
das polydisziplinäre Gutachten der medexperts ag vom 3. November 2020. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, mit Eingabe vom 
12. Juni 2023 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er bean-
tragte, dass ihm in teilweiser Aufhebung der Verfügung vom 11. Mai 2023 ab 1. Dezember 2017 
eine unbefristete ganze Invalidenrente zuzusprechen sei. Eventualiter sei die IV-Stelle zu ver-
pflichten, ihm berufliche Massnahmen zu gewähren. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen 
vor, dass sich sein Gesundheitszustand nicht gebessert habe. Infolge des schweren Migränelei-
dens und der damit verbundenen psychischen Beschwerden sei er nach wie vor 100 % arbeits-
unfähig. Das polydisziplinäre Gutachten der medexperts ag vom 3. November 2020 sei in Bezug 
auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht beweistauglich. Namentlich legten die Gutachter 
nicht dar, wie er trotz mehrmals pro Woche auftretenden Migräneattacken ein Arbeitspensum von 
80 % leisten könne. Überhaupt könnten die Folgen des Migräneleidens nicht bereits nach einma-
liger Untersuchung beurteilt werden. Hierzu sei der Verlauf über mehrere Wochen massgebend. 
Ferner seien auch die psychischen Beschwerden als Folge des Migräneleidens im Gutachten 
nicht korrekt gewürdigt worden. Sollten die Abklärungen der IV-Stelle jedoch als rechtens ange-
sehen werden, wäre sie immerhin zu verpflichten, ihm berufliche Massnahmen zu gewähren. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 30. August 2023 beantragte die IV-Stelle mit Verweis auf die 
Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 28. Juni 2023 die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
D. Mit Replik vom 14. Dezember 2023 hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegeh-
ren fest und betonte, dass vor allem das neurologische Teilgutachten widersprüchlich sei, indem 
die schwerwiegende Migräne-Symptomatik zwar anerkannt, desgleichen aber von einer Arbeits-
fähigkeit von 80 % ausgegangen werde. Schliesslich sei festzustellen, dass der neurologische 
Gutachter keine fremdanamnestischen Angaben eingeholt habe, was aber bei Migräneleiden ge-
mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zwingend sei. 
 
E. Die IV-Stelle verzichtete auf eine Duplik. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 

 
 
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Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde des 
Versicherten vom 12. Juni 2023 ist demnach einzutreten. 
 
2. Im versicherungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsver-
hältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen der zuständige Sozialversicherer vorgängig 
verbindlich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfü-
gung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an ei-
nem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit 
keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1, 125 V 414 E. 1a und b, je mit Hinweisen). 
Vorliegend sprach die IV-Stelle dem Beschwerdeführer in der Verfügung vom 11. Mai 2023 eine 
befristete ganze Invalidenrente vom 1. Dezember 2017 bis 31. Dezember 2020 zu. Nicht Gegen-
stand der Rentenverfügung bildete die Frage, ob der Versicherte Anspruch auf berufliche Mass-
nahmen hat. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, es seien ihm wenigsten solche Mass-
nahmen zu gewähren, fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und folglich an einer Sachur-
teilsvoraussetzung, weshalb im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nicht auf die-
sen Antrag eingetreten werden kann. Das Gericht prüft somit einzig den Anspruch auf eine Inva-
lidenrente. 
 
3. Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung der Invali-
denversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2022 An-
wendung. Erfolgt die Verfügung über die erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022, 
welche aber einen Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2022 betrifft, sind die Bestimmungen des 
IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 massgebend (Kreis-
schreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 
2022, Rz. 9101; Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des li-nearen 
Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 1009). Die Bestimmungen werden 
im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
4.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 

 
 
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Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
4.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines 
anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 
V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische 
Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In 
jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von 
der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass 
bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurtei-
lende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 
143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. 
Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkran-
kungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Diese Abklä-
rungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärzt-
lichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeits-
unfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1). 
 
4.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
4.5 Eine rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduk-
tion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits 
deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (Art. 17 Abs. 
1 ATSG) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des 
analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 17. 
Dezember 2008, 8C_534/2008, E. 2.3 mit Hinweisen). Ob eine für den Rentenanspruch erhebli-
che Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung 
erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit-
punkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung 
beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 130 V 343 E. 3.5). 
 

 
 
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5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Sämtliche Beweismittel, somit auch medizinische Berichte und Sachverständigengut-
achten, unterliegen der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Im Sinne einer Richtlinie ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, 
welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelan-
gen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 125 V 351 E. 3b/bb). Demgegenüber kommt 
den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen zwar nach der Rechtspre-
chung Beweiswert zu, praxisgemäss haben sie aber nicht dieselbe Beweiskraft wie ein gerichtli-
ches oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen 
Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4, 122 V 
157 E. 1d). 
 
6.1 In der Verfügung vom 11. Mai 2023 sprach die IV-Stelle dem Beschwerdeführer eine 
befristete ganze Invalidenrente vom 1. Dezember 2017 bis 31. Dezember 2020 zu. Sie ging da-
von aus, dass er ab dem 23. Juni 2016 100 % arbeitsunfähig war, gestützt auf das polydisziplinäre 
Gutachten der medexperts ag vom 3. November 2020 seit dem 9. September 2020 aber wieder 
in der Lage sei, 80 % in einer angepassten Verweistätigkeit zu arbeiten. Strittig und zu prüfen ist, 
ob dem Gutachten der medexperts ag vom 3. November 2020 Beweiskraft zukommt und die IV-
Stelle zu Recht gestützt darauf eine Gesundheitsverbesserung ab September 2020 annahm und 
die Invalidenrente per 31. Dezember 2020 einstellte. 
 
6.2 Im polydisziplinären Gutachten der medexperts ag vom 3. November 2020 mit allge-
meinmedizinischer, rheumatologischer, neurologischer, psychiatrischer und neuropsychologi-
scher Beteiligung werden aus gesamtmedizinischer Sicht mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fol-
gende Diagnosen gestellt: Ein cervikocephales Schmerzsyndrom links mit vegetativen Begleitbe-
schwerden (Fatique-Symptomatik und kurzdauernde Schwindel); eine Periathropathie der rech-
ten Schulter nach AC-Luxation und Supraspinatussehnenruptur bei Velosturz im März 2020; eine 

 
 
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rezidivierende depressive Störung gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0); eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.4); eine strukturelle 
Epilepsie mit Jackson-Anfällen ohne Anfallsfreiheit unter Lamotrigine sowie ein chronischer, anal-
getikainduzierter Kopfschmerz und chronische Migräne ohne Aura. Ohne Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit seien die chronischen Schmerzen seit 2010, eine Laktoseintoleranz, eine chronische 
Ostipation bei unauffälliger Gastroskopie, eine Allergie auf Ceftriaxon, ein Status nach Radio-
jodtherapie bei Morbus Basedow, Übergewicht mit einem BMI von 29.1 sowie ein Status nach 
Polyneuritis der Nervi olfactorius und facialis. In der bis 2016 ausgeübten Tätigkeit in der Pizzeria 
sei von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % auszugehen. In einer optimal angepassten Tätigkeit be-
stehe eine Arbeitsfähigkeit von 80 %. Grundsätzlich seien sämtliche ungelernten Arbeiten zumut-
bar, welche der Versicherte bisher ausgeübt habe. Aufgrund der Schmerzsymptomatik sollten die 
Arbeitszeiten flexibel sein mit der Möglichkeit, Pausen einzuschalten. In Frage kämen dabei kör-
perlich leichte Arbeiten bis zum Teil auch mittelschwere Tätigkeiten ohne regelmässige Bean-
spruchung des rechten Armes über der Horizontalen. Die Teilarbeitsunfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit ergebe sich aus der rheumatologischen Diagnose einer Periathropathie der 
rechten Schulter mit AC-Luxation und der Schwierigkeit, den rechten Arm über die Schulterhöhe 
zu heben sowie aus der verminderten Kraft in dieser Armseite. In einer optimal angepassten Ver-
weistätigkeit sei dagegen eine Arbeitsfähigkeit von 80 % gegeben. Die Leistungseinschränkung 
von 20 % resultiere aus den neurologischen und psychiatrischen Diagnosen. Eine Potenzierung 
der Leiden liege nicht vor. 
 
6.3 Im psychiatrischen Teilgutachten wird näher ausgeführt, dass aktuell eine rezidivierende 
depressive Störung nach ICD-10 bestätigt werden könne. In Bezug auf den Schweregrad sei 
jedoch sowohl klinisch als auch in Berücksichtigung der auffallenden Symptomvalidierung mit 
Hinweisen auf eine Antwortverzerrung lediglich von einer leichten depressiven Symptomatik aus-
zugehen. So sei der Beschwerdeführer namentlich bei der Beschwerdeschilderung vage geblie-
ben. Herauszuhören gewesen sei, dass es ihm tageweise psychisch schlecht gehe und die Stim-
mungslage abhängig von den Schmerzen stundenweise, selten tageweise herabgesetzt sei. Fer-
ner sei von einem verminderten Antrieb und einem Interessenverlust auszugehen. Weiter habe 
der Versicherte von Schlaf- und Konzentrationsstörungen berichtet. Damit seien insgesamt zwei 
Haupt- und zwei Nebensymptome gemäss ICD-10 F33 erfüllt, was einer leichten depressiven 
Störung gemäss F33.0 entspreche. Die von den behandelnden Fachpersonen diagnostizierte 
mittelgradige depressive Störung könne aktuell ebenso wenig bestätigt werden wie die diagnos-
tizierte somatoforme Schmerzstörung, zumal die vom Versicherten angegebenen körperlichen 
Beschwerden teilweise objektiviert seien. Die attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit seit 2016 
sei ebenfalls nicht nachvollziehbar. Hingegen seien die Kriterien für eine chronische Schmerzstö-
rung mit somatischen und psychischen Faktoren gemäss ICD-10 F45.41 erfüllt. Beim chroni-
schen Schmerzsyndrom sei ein vielschichtiges Zusammenspiel von organischen, seelischen und 
sozialen Faktoren gegeben, welche sich wechselseitig verstärkten und das Schmerzerleben auf-
recht hielten. Aus psychiatrischer Sicht sei aufgrund der leichten depressiven Störung und der 
chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren von einer leichten Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % sowohl in der angestammten als auch in einer adap-
tierten Tätigkeit auszugehen. Eine weitergehende und zu berücksichtigende Einschränkung der 

 
 
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Arbeitsfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht habe nicht ermittelt werden können. Neben Dis-
krepanzen und Auffälligkeiten in den Testergebnissen seien auch Auffälligkeiten in der Symptom-
validierung festgestellt worden. Eine abschliessende Beurteilung des kognitiven Leistungsvermö-
gens des Versicherten sei mit den widersprüchlichen Daten nicht möglich gewesen. 
 
6.4.1 Im Zentrum stehen – neben den psychischen Beschwerden – vor allem die Kopfschmer-
zen. Diesbezüglich gibt es zahlreiche medizinische Berichte in den Akten, weshalb im neurologi-
schen Teilgutachten auch ausführlich auf die Vorgeschichte eingegangen und vorliegend wieder-
gegeben wird. Gemäss Bericht des B.____ vom 18. Mai 2016 liess sich der Beschwerdeführer 
am 9. Mai 2016 wegen episodischer Kopfschmerzen untersuchen. Die Magnetresonanztomogra-
phie (MRT) des Neurokraniums vom 11. Mai 2016 zeigte ein Meningeom; eine neurochirurgische 
Vorstellung wurde empfohlen. Die beschriebenen Kopfschmerzen sprächen für eine episodische 
Migräne ohne Aura, welche aber bei einer Attackenfrequenz von derzeit einmal im Monat keiner 
prophylaktischen Therapie bedürfe. Ein Zusammenhang zwischen den Kopfschmerzen und dem 
Meningeom wurde verneint. Am 23. Juni 2016 folgte die operative Entfernung des Meningeoms 
und am 29. Juni 2016 wurde der Beschwerdeführer in sehr gutem Allgemeinzustand nach Hause 
entlassen (Bericht der C.____ vom 29. Juni 2016). Nur kurze Zeit später traten progrediente Kopf-
schmerzen frontal auf. Eine Computertomographie (CT) des Schädels am 31. Juli 2016 ergab, 
dass sich postoperativ ein epiduraler Abszess mit Propionibacterium gebildet hatte. Eine opera-
tive Wundrevision wurde am 31. Juli 2016 nötig mit nachfolgender Antibiotikatherapie (Bericht 
vom 15. August 2016 sowie Austrittsbericht vom 15. August 2016). Bei aus infektiologischer Sicht 
positivem Verlauf konnte die Kalotta via Palacosplastik links parietal am 18. November 2016 wie-
der eingesetzt werden (Bericht des B.____ vom 25. November 2016). In der Folge kam es zu 
persistierenden Kopfschmerzen, welche als Exazerbation der vorbestehenden Migräne interpre-
tiert wurden. Eine schmerzdistanzierte Medikation mit Amitriptylin wurde empfohlen. Bei unauf-
fälliger MRT des Neurokraniums konnte eine erneute Abszessbildung als Ursache ausgeschlos-
sen werden (Berichte des B.____ vom 31. August 2016 und vom 2. September 2016). 
 
Dr. med. D.____, FMH Neurologie, bei welchem der Versicherte seit August 2016 in Behandlung 
steht, führte die Kopfschmerzen in erster Linie auf einen Analgetikaübergebrauch zurück und 
erachtete sie als chronisch (Berichte vom 17. August 2016 und vom 17. Februar 2017). Eine 
EEG-Untersuchung vom 6. Februar 2017 ergab keinen sicheren Nachweis von epilepsie-typi-
schen Potentialen und die MRT-Bilder vom 10. Februar 2017 waren unauffällig. 
 
Vom 19. April 2017 bis 24. April 2017 hielt sich der Versicherte stationär im Kantonsspital E.____ 
zum Medikamentenentzug auf und anschliessend bis zum 14. Mai 2017 in der Reha Klinik F.____ 
(Bericht des Kantonsspitals E.____ vom 24. April 2017 sowie Bericht der Reha Klinik F.____ vom 
15. Mai 2017). Die Kopfschmerzen persistierten und der Versicherte litt zusehends an einer de-
pressiven Episode. Es kam zu einer stationären Behandlung in der Klinik G.____ vom 30. No-
vember 2017 bis 3. Januar 2018. Diagnostiziert wurden eine chronische Schmerzstörung mit so-
matischen und psychischen Faktoren, eine mittelgradige depressive Episode sowie Migräne nach 
operiertem Meningeom und sekundärer Wundheilungskomplikationen (Bericht vom 2. Januar 
2018). Die Weiterbehandlung fand in der Klinik H.____ statt, wo allgemein-konservative Mass-
nahmen (Schlafhygiene, Schlafförderung, Tagesstruktur) vorgeschlagen wurden (Berichte vom 

 
 
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2.  Februar 2018, vom 28. Februar 2018 und vom 15. März 2018). Es folgten zahlreiche kopf-
schmerzbedingte, notfallmässige und elektiv-ambulante Konsultationen beim behandelnden 
Neurologen, Dr. D.____, und in der Klinik H.____ sowie Hospitalisationen im B.____. 
 
6.4.2 In Würdigung der langen Krankengeschichte und gestützt auf seine eigenen Untersu-
chungen schloss sich der Gutachter im neurologischen Teilgutachten im Wesentlichen den Er-
kenntnissen der Fachpersonen des B.____ sowie der Klinik G.____ an. Insofern bestätigte der 
Gutachter die Diagnosen einer episodischen Migräne ohne Aura sowie eines chronischen Misch-
Kopfschmerzes (Spannungskopfschmerz, Migräne, Medikamentenübergebrauchskopfschmerz). 
Gesamthaft sei präoperativ von einer episodischen Migräne ohne Aura auszugehen. Im Verlauf 
sei es zu einer Chronifizierung gekommen, denkbar infolge der Schmerzverarbeitungsstörung. Er 
stellte weiter fest, dass die bisherigen therapeutischen Massnahmen den vorliegenden ungünsti-
gen Krankheitsverlauf nur wenig positiv hätten beeinflussen können. Insbesondere der Schmerz-
mittelentzug im Kantonsspital E.____ und die Schmerzrehabilitation in der Reha Klinik F.____ 
hätten sich im langfristigen Verlauf als unwirksam erwiesen wie auch die diversen pharmakologi-
schen Ansätze. Positiv auf den Krankheitsverlauf wirke sich aber die Stabilisierung der psychi-
schen Verfassung aus. Auch schienen allgemein-konservative Massnahmen (aerober Ausdauer-
sport, Entspannungsübungen) noch ausbaufähig. Ferner seien die potentiellen medikamentösen 
Prophylaxe-Therapien noch nicht ausgeschöpft. Bezüglich der strukturellen Epilepsie sei eine 
antikonvulsive Behandlung indiziert und auch bereits etabliert. Die Einschränkung in der Lebens-
qualität sei durch die rein sensiblen Anfälle gering. Infolge des chronifizierten Kopfschmerzsyn-
droms sei der Versicherte hingegen in seiner alltäglichen und insbesondere beruflichen Funkti-
onsfähigkeit eingeschränkt. Insgesamt sei eine Leistungseinschränkung von 20 % anzunehmen, 
welche infolge der Schmerzproblematik kurzzeitig auch höher ausfallen könne. Arbeiten an un-
gesicherten Plätzen, auf Gerüsten oder Leitern seien zu vermeiden. Eine optimal angepasste 
Verweistätigkeit sollte wegen der Schmerzsymptomatik flexible Arbeitszeiten mit Möglichkeiten 
für Pausen bieten. 
 
6.5 In rheumatologischer Hinsicht kam der Gutachter zum Schluss, dass das chronische 
Schmerzsyndrom in der linken Körperhälfte und der oberen rechten Nackenregion überwiegend 
als myofascial beziehungsweise unspezifisch zu bezeichnen sei. Eine hohe Selbstlimitierung 
zeige sich in der sehr tiefen Score-Punktezahl im Pact-Test (Selbsteinschätzung der körperlichen 
Fähigkeiten) und einer fehlenden Griffkraft in der rechten Hand, die nicht plausibel sei. Rheuma-
tologisch bedeutsam seien die schmerzhaften degenerativen Veränderungen mit Bewegungsein-
schränkung im Bereich des Schultergürtels (Periarthritis humeroscapularis [PHS]) rechts. Regel-
mässige Tätigkeiten mit dem rechten Arm über Schulterhöhe und solche, die höhere Kraftanfor-
derungen voraussetzten, seien ungünstig. Die bis 2016 ausgeübte Tätigkeit als Pizzabäcker sei 
um 30 % eingeschränkt. Für eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne regelmässige 
Beanspruchung des rechten Arms über der Horizontalen bestehe aus rheumatologischer Sicht 
hingegen keine Einschränkung. 
 
7.1 Dem von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den An-
forderungen der Rechtsprechung (BGE 134 V 231 E. 5.1) entsprechenden Gutachten externer 
Spezialärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 

 
 
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nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4). 
Zweck interdisziplinärer Gutachten ist es, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
zu erfassen und die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in 
ein Gesamtergebnis zu fassen (BGE 137 V 210 E. 1.2.4). Dasselbe gilt mit Blick auf die mitunter 
schwierige Abgrenzung der im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG versicherten Zustände von invalidi-
tätsfremden Faktoren. Der abschliessenden, gesamthaften Beurteilung von Gesundheitszustand 
und Arbeitsfähigkeit kommt dann grosses Gewicht zu, wenn sie auf der Grundlage einer Kon-
sensdiskussion der an der Begutachtung mitwirkenden Fachärzte erfolgt (BGE 143 V 124 E. 
2.2.4; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juli 2019, 8C_128/2019, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
7.2 Bei der Würdigung des Gutachtens darf das Gericht seine eigene Meinung ohne über-
zeugende Begründung nicht über diejenige der sachverständigen Person stellen, wobei aber zu 
prüfen ist, ob das Gutachten für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist und auf 
den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, ob es die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob 
die Schlussfolgerungen in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Behörde sie 
prüfen und nachvollziehen kann und ob die sachverständige Person nicht auszuräumende Unsi-
cherheiten und Unklarheiten, welche ihr die Beantwortung der Fragen erschweren oder verun-
möglichen, deutlich macht (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Bern/Genf 2020, 
Art. 44 Rz. 78 mit Hinweisen). 
 
7.3 Das Gutachten der medexperts ag erfüllt diese vorgebebenen Massstäbe, weshalb ihm 
volle Beweiskraft zukommt und von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes seit Septem-
ber 2020 auszugehen ist. 
 
8.1 Der Auffassung des Beschwerdeführers, dass von einem gleichbleibenden Gesund-
heitszustand auszugehen sei, kann nicht gefolgt werden. Aus psychiatrischer Sicht attestierten 
die behandelnde Psychologin, I.____, und Dr. med. J.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie 
und FMH Allgemeine Innere Medizin, in ihrem Bericht vom 27. November 2019 eine seit 2016 
bestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit. Rund neun Monate später, am 9. September 2020 
fand die psychiatrische Begutachtung statt. Zu diesem Zeitpunkt war die depressive Symptomatik 
remittiert und nur noch eine leichte depressive Episode feststellbar. In psychiatrischer Hinsicht 
liegt somit eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes vor. In diesem Zusam-
menhang ist darauf hinzuweisen, dass der Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen Fach-
person einerseits und der Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Exper-
ten andererseits unterschiedlich sind; deshalb kann das Gutachten nicht stets infrage gestellt 
werden, wenn die behandelnden Arztpersonen zu anderslautenden Einschätzungen gelangen; 
vorbehalten bleiben Fälle, in denen wichtige Aspekte benannt werden, die bei der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (KIESER, a.a.O., Art. 44 Rz. 80). Ferner ist bei der 
Beweiswürdigung zu beachten, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her 
nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch 
immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische In-

 
 
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terpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorge-
gangen ist (Urteile des Bundesgerichts vom 29. Dezember 2017, 8C_629/2017, E. 4.3, vom 7. 
August 2018, 8C_200/2018, E. 6.3 und vom 5. April 2019, 9C_668/2018, E. 3.5; KIESER, a.a.O., 
Art. 44 Rz. 76). Die Beurteilung des psychiatrischen Gutachters ist nachvollziehbar und plausibel. 
Namentlich hat er sich mit den anderslautenden Berichten der behandelnden Fachpersonen aus-
einandergesetzt und seine abweichende Meinung begründet und dargelegt, weshalb die seit 
2016 attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit aktuell nicht bestätigt werden könne. Damit muss 
es sein Bewenden haben. 
 
Von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes darf aber auch aus neurologischer Sicht 
ausgegangen werden. Nach der Hirnoperation im Juni 2016 und den anschliessenden postope-
rativen Komplikationen hat sich im weiteren Verlauf die Schmerzproblematik entwickelt. Dr. 
D.____ attestierte in seinem Bericht vom 23. August 2019 eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Der 
neurologische Gutachter erachtete eine höhere Arbeitsfähigkeit ab September 2020 als gegeben, 
wobei er aber auch festhielt, dass es sich bei der Leistungseinschränkung von 20 % um einen 
Durchschnitt handle. Bei Verstärkung der Kopfschmerzsymptomatik könne die Einschränkung 
kurzzeitig auch höher ausfallen. Diese Beurteilung ist mit Blick darauf, dass selbst Dr. D.____ 
kurz nach Erstattung des Gutachtens von einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit bis 70 % aus-
ging (was sehr nahe an der gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeit liegt), nicht zu beanstanden 
(Bericht vom 19. März 2021).  
 
8.2 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass im Gutachten der medexperts ag vom 
3. November 2020 nicht aufgezeigt werde, wie er bei wöchentlich mehrfach auftretenden Migrä-
neattacken ein Pensum von 80 % bewältigen könne. 
 
Die Angaben des Versicherten in Bezug auf die Frequenz der Kopfschmerzen variieren im Gut-
achten, je nachdem, ob es sich um die chronischen Kopfschmerzen oder um Migräne handelt. 
So wird im psychiatrischen Teilgutachten auf Seite 38 festgehalten, dass der Beschwerdeführer 
mindestens einmal monatlich an schweren Kopfschmerzzuständen (Migräne) leide, während im 
neurologischen Teilgutachten auf Seite 26 vermerkt wird, dass die drückenden (chronischen) 
Kopfschmerzen an zwei bis drei Tagen pro Woche aufträten und über einige Stunden anhielten, 
wobei eine leichte Linderung durch Schmerzmittel erreicht werden könne. Die vom Gutachter 
attestierte Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20 % ist in Berücksichtigung, dass es sich 
bei den mehrmals in der Woche vorkommenden und zum Teil behandelbaren Kopfschmerzen 
nicht um Migräneakttacken handelt, welche zwar immer wieder, aber in einem weit grösseren 
zeitlichen Abstand auftreten, durchaus plausibel. 
 
8.3 Der Beschwerdeführer rügt ferner, dass bei der vorliegenden Diagnose einer Migräne 
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zwingend eine Fremdanamnese hätte eingeholt 
werden müssen. 
 
Aus dem vom Beschwerdeführer angeführten BGE 140 V 290 geht hervor, dass das Einholen 
fremdanamnestischer Angaben in den Fällen angezeigt sei, in denen die subjektiven Angaben 
der versicherten Person zur Migräne nicht nachvollziehbar seien. Im vorliegenden Fall wird im 

 
 
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Gutachten der medexperts ag auf die Angaben des Beschwerdeführers abgestellt und gestützt 
darauf eine Leistungseinschränkung von 20 % eingeräumt. Die Einholung fremdanamnestischer 
Angaben würde somit im vorliegenden Verfahren keine weiteren Erkenntnisse bringen. 
 
8.4 Schliesslich wendet der Beschwerdeführer ein, dass das psychische Leiden, das eine 
Folge des Migräneleidens sei, im psychiatrischen Teilgutachten nicht korrekt gewürdigt worden 
sei. Er verweist auf den Bericht der behandelnden Psychologin und des behandelnden Psychia-
ters vom 25. März 2021, welche ein depressives Syndrom und Angst gemischt (ICD-10 F41.2) 
und eine somatoforme Schmerzstörung mit psychischen und körperlichen Anteilen (ICD-10 
F45.4) diagnostizierten und dem Versicherten eine volle Arbeitsunfähigkeit attestierten. Dieser 
Bericht, der lediglich die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers auflistet und weder die 
Diagnose begründet noch sich mit den gutachterlichen Einschätzungen auseinandersetzt, ist 
nicht geeignet, die gutachterliche Beurteilung in Zweifel zu ziehen. Dies umso weniger, als eine 
Verschlechterung seit der Begutachtung nicht geltend gemacht wird. 
 
9. In Würdigung der medizinischen Aktenlage ist somit festzustellen, dass dem polydiszip-
linären Gutachten der medexperts ag vom 3. November 2020 volle Beweiskraft zukommt und ab 
September 2020 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweistätigkeit besteht. 
Nach dem Einkommensvergleich, der nicht bestritten wird, beträgt der Invaliditätsgrad ab Sep-
tember 2020 20 %, weshalb die IV-Stelle zu Recht die Invalidenrente in Anwendung von Art. 88a 
Abs. 1 IVV per 31. Dezember 2020 befristet hat. Demgemäss ist die Beschwerde abzuweisen.  
 
10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten 
über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 
VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 
Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb ihm die 
Verfahrenskoste aufzuerlegen sind. Dem Prozessausgang entsprechend wird keine Parteient-
schädigung zugesprochen (Art. 61 lit. g ATSG).  
 
 
 
 

  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Soweit darauf eingetreten werden kann, wird die Beschwerde abgewie-
sen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.