# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3aa9eb99-fd27-599f-af62-a185d2e408e9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-09-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.09.2015 B-5592/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5592-2013_2015-09-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-5592/2013 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  S e p t e m b e r  2 0 1 5  

Besetzung 
 Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), 

Richter Michael Peterli,  

Richter Hans Urech,  

Gerichtsschreiberin Bianca Gloor. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,  

wohnhaft in Deutschland,   

vertreten durch Advokatin Elisabeth Maier,  

Hauptstrasse 104, 4102 Binningen,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenrente (Rentenanspruch),  

Verfügung der IVSTA vom 28. Juni 2013. 

 

 

 

B-5592/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am […] geborene, verheiratete, aus Deutschland stammende und in 

seiner Heimat wohnhafte X._______ (nachfolgend: Versicherter oder Be-

schwerdeführer) war während über 23 Jahren in der Schweiz erwerbstätig 

und entrichtete dementsprechend Beiträge an die schweizerische Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Nachdem der Versi-

cherte im Juni 2008 in seiner angestammten Tätigkeit als Lagermitarbeiter 

arbeitsunfähig geworden ist, stellte sein Arbeitgeber ihm einen Ersatz-Ar-

beitsplatz als Betriebsmitarbeiter zur Verfügung. Per Ende Juni 2010 wurde 

dem Versicherten seine Arbeitsstelle aufgrund seiner gesundheitlichen 

Probleme und langer Arbeitsabwesenheit gekündigt (vgl. IV act. 33).  

B.  

Am 13. Februar 2009 meldete sich der Versicherte mit Formular vom 

29. Dezember 2008 bei der IV-Stelle des Kantons Aargau (nachfolgend: IV-

Stelle AG) zum Leistungsbezug an und machte geltend, seit 17. Juni 2008 

an Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich zu leiden. Die IV-Stelle AG 

nahm in der Folge das Abklärungsverfahren auf. Am 17. August 2009 un-

terzog sich der Versicherte einer Operation, bei welcher eine dorsoventrale 

Repositionsspondolydese L5/S1 mit uni Liff-Cage von links durchgeführt 

wurde. Weiter wurde am 2. März 2010 eine ISG-Denervation beidseits und 

am 11. Juni 2010 eine Metallentfernung des Schraubenstabsystems durch-

geführt.  

C.  

Mit Mitteilung vom 1. Juni 2010 teilte die IV-Stelle AG dem Versicherten 

mit, dass aufgrund seines Gesundheitszustandes zur Zeit keine Eingliede-

rungsmassnahmen möglich seien und daher ein allfälliger Rentenanspruch 

geprüft werde (vgl. IV act. 30). Nach weiteren Abklärungen verfügte die IV-

Stelle AG am 17. Juni 2011 die Abweisung des Rentenbegehrens mangels 

rentenbegründeter Invalidität (vgl. IV act. 53). Die dagegen erhobene Be-

schwerde wurde mit Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 

Aargau vom 15. Februar 2012 teilweise gutgeheissen und zur weiteren Ab-

klärung, insbesondere zur Durchführung einer polydisziplinären Begutach-

tung, an die IV-Stelle AG zurückgewiesen (vgl. IV act. 59). 

  

B-5592/2013 

Seite 3 

D.  

In der Folge wurde das Zentrum für Medizinische Begutachtung (nachfol-

gend: ZMB) mit der Begutachtung des Versicherten beauftragt. Die ZMB-

Gutachter hielten in ihrem Gutachten vom 4. April 2013 fest, dass die bis-

herige, körperlich schwere Tätigkeit im Lager eines Holzhandelfachge-

schäfts dem Versicherten nicht mehr zumutbar sei. In einer adaptierten Tä-

tigkeit, die körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, rückenadap-

tierte Tätigkeiten umfasse, bestehe heute keine Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit. Der Versicherte wäre vollschichtig mit vollem Rendement in 

einer solchen adaptierten Tätigkeit einsetzbar.  

E.  

Nachdem der Arzt des Regionalärztlichen Dienstes der Vorinstanz (nach-

folgend: RAD) med. pract. A._______ in seiner Stellungnahme vom 16. Ap-

ril 2013 ausführte, das ZMB-Gutachten sei schlüssig und nachvollziehbar 

(vgl. IV act. 95), stellte die IV-Stelle AG dem Versicherten mit Vorbescheid 

vom 30. April 2013 die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht. 

Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 23. Mai 2013 Einwände 

(vgl. IV act. 101). 

F.  

Mit Verfügung vom 18. Juni 2013 wies die IV-Stelle AG das Gesuch des 

Versicherten um unentgeltliche Verbeiständung im Vorbescheidverfahren 

ab. 

Mit Verfügung vom 28. Juni 2013 bestätigte die IV-Stelle für Versicherte im 

Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) den Vorbescheid der IV-Stelle AG vom 

30. April 2013 und wies das Begehren um Ausrichtung einer Invalidenrente 

ab.  

G.  

Gegen diese Verfügungen der IV-Stelle AG vom 18. Juni 2013 und der Vo-

rinstanz vom 28. Juni 2013 erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch 

Rechtsanwältin lic. iur. Maier, mit Eingabe vom 19. August 2013 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt die Aufhebung der 

angefochtenen Verfügungen. Bezüglich der Verfügung betreffend Invali-

denrente vom 28. Juni 2013 beantragt er die Zusprechung einer Invaliden-

rente, eventualiter die Einholung eines Gerichtsgutachtens und subeven-

tualiter die Rückweisung an die Vorinstanz zur weiteren Abklärungen. Be-

züglich der Verfügung betreffend unentgeltliche Rechtspflege im Vorbe-

scheidverfahren beantragt er die Bewilligung derselben.  

B-5592/2013 

Seite 4 

H.  

Das Bundesverwaltungsgericht trat mit Urteil vom 3. Oktober 2013 auf die 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 18. Juni 2013 betreffend unentgelt-

liche Verbeiständung im Vorbescheidverfahren nicht ein und überwies die 

Sache zur weiteren Behandlung an das Versicherungsgericht des Kantons 

Aargau (vgl. Prozessnr. B-4634/2013).  

I.  

Mit Vernehmlassung vom 31. Oktober 2013 beantragt die Vorinstanz, die 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 28. Juni 2013 betreffend Invaliden-

rente abzuweisen. Sie verweist diesbezüglich auf die Stellungnahme der 

IV-Stelle AG vom 15. Oktober 2013.  

J.  

Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. Novem-

ber 2013 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche 

Rechtspflege im Beschwerdeverfahren gutgeheissen und lic. iur. Maier als 

unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt.  

K.  

Mit Replik vom 13. November 2013 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen fest.  

L.  

Mit Schreiben vom 18. Dezember 2013 reichte der Beschwerdeführer un-

aufgefordert zwei Arztberichte ein, welche in der Folge der Vorinstanz zur 

allfälligen Stellungnahme weitergeleitet wurden.  

M.  

Die Vorinstanz hielt in ihrer Stellungnahme vom 13. Januar 2014 an ihren 

Anträgen fest und verweist auf die Stellungnahme der IV-Stelle AG vom 13. 

Januar 2014.  

N.  

Zu den weiteren unaufgeforderten Eingaben des Beschwerdeführers vom 

27. März, 21. Mai und 4. November 2014 sowie vom 7. Januar 2015 nahm 

die Vorinstanz mit Schreiben vom 2. Mai und 11. Juni 2014 ergänzend Stel-

lung und verwies insbesondere auf die jeweiligen Stellungnahmen der IV-

Stelle AG.  

  

B-5592/2013 

Seite 5 

O.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird – sofern erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-

rung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-

ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt 

das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen der IV-

Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 

VGG liegt nicht vor.  

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst. dbis 

VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bun-

desgesetz vom 6. Oktober 2000 über den allgemeinen Teil des Sozialver-

sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG 

sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a - 

26bis und 28 - 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Ab-

weichung vom ATSG vorsieht. 

1.3 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verfü-

gung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 28. Juni 2013. Der Be-

schwerdeführer hat frist- und formgerecht Beschwerde erhoben (Art. 60 

ATSG). Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist er besonders be-

rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Auf-

hebung (Art. 59 ATSG). Damit ist auf das ergriffene Rechtsmittel einzutre-

ten.  

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

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Seite 6 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale Be-

hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG).  

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. THOMAS HÄBERLI, in: Praxiskom-

mentar VwVG, 2008, Art. 62 N. 40).  

2.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-

fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit ei-

nes bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 

Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt 

(BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E.2, je mit Hinweisen).  

3.  

Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur 

Anwendung gelangen.  

3.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und lebt in 

Deutschland, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene 

Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mit-

gliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681), 

insbesondere dessen Anhang II betreffend die Koordinierung der Systeme 

der sozialen Sicherheit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG). Gemäss Art. 1 Abs. 

1 in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs in der am 1. April 2012 in 

Kraft getretenen Fassung (vgl. den Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten 

Ausschusses vom 31. März 2012 zur Ersetzung des An-hangs II dieses 

Abkommens über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit 

[AS 2012 2345]) wenden die Vertragsparteien untereinander namentlich – 

unter Vorbehalt vorliegend nicht relevanter Anpassungen – die Verordnung 

(EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. 

April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 

0.831.109.268.1; geändert durch die Verordnung [EG] Nr. 988/2009 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 [ABl. L 

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Seite 7 

284 S. 43]) sowie die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der 

Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (SR 

0.831.109.268.11) an.  

Im Rahmen des FZA ist auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne der 

erwähnten Koordinierungsverordnungen zu betrachten (vgl. Art. 1 Abs. 2 

Anhang II des FZA). Fallen Personen in den persönlichen Anwendungsbe-

reich der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (vgl. Art. 2 Abs. 1 der Verordnung), 

haben sie nach Art. 4 der Verordnung auf Grund der Rechtsvor-schriften 

eines Mitgliedstaats die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsange-

hörigen dieses Staates. Entsprechendes galt nach Art. 3 Abs. 1 der Ver-

ordnung (EWG) Nr. 1408/71. Soweit das FZA beziehungsweise die auf die-

ser Grundlage anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine 

abweichenden Bestimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des 

Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer 

schweizerischen Invalidenrente damit grundsätzlich nach der innerstaatli-

chen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Demnach richten sich die 

Bestimmung der Invalidität, die Berechnung des Invaliditätsgrades und der 

Rentenhöhe auch nach dem Inkrafttreten des FZA nach schweizerischem 

Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4), insbesondere dem IVG, der Verordnung 

über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201), 

dem ATSG sowie der entsprechenden Verordnung vom 11.September 

2002 (ATSV, SR 830.11). 

3.2 Nach den allgemeinen intertemporalen Regeln sind in verfahrensrecht-

licher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeitpunkt 

der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).  

In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sach-

verhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälliger Leistungs-

anspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen 

und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata tem-

poris; BGE 130 V 445). Im vorliegenden Verfahren finden demnach grund-

sätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Er-

lass der angefochtenen Verfügung vom 28. Juni 2013 in Kraft standen; wei-

ter aber auch alle übrigen Vorschriften, die für die Beurteilung der streitigen 

Verfügung im vorliegend massgeblichen Zeitraum von Belang sind. Dies 

sind die auf den 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Bestimmungen der 5. 

IV-Revision (AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155) und ab 1. Januar 2012 die 

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Seite 8 

zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Bestimmungen des ersten Mass-

nahmenpakets der 6. IV-Revision (AS 2011 5659 bzw. AS 2011 5679). 

4.  

Nachfolgend sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-

setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 

Grundsätze darzulegen. 

4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt 

der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an 

die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet 

hat, d.h. während mindestens drei Jahren gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG. Diese 

Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein.  

Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als drei 

Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

geleistet, womit die beitragsmässigen Voraussetzungen für den Bezug 

einer ordentlichen Invalidenrente erfüllt sind (vgl. IV act. 4 S. 2).  

Zu prüfen bleibt damit, ob und gegebenenfalls ab wann und in welchem 

Umfang er invalid im Sinne des Gesetzes (geworden) ist.  

4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von min-

destens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Inva-

liditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertels-

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Seite 9 

rente. Die Ermittlung des Invaliditätsgrades erfolgt anhand eines Ver-

gleichs zwischen den möglichen Erwerbseinkommen ohne und mit Ge-

sundheitsschaden.  

Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von 

weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren 

Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende 

Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für 

die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Gemein-

schaft und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der Europäischen 

Gemeinschaft Wohnsitz haben (siehe BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1) – 

was vorliegend der Fall ist. 

4.4 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-

bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während ei-

nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 

% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst. b) und nach Ablauf die-

ses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c).  

Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ab-

lauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 

nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollen-

dung des 18. Altersjahres folgt. Ziel dieser Regelung ist, dass sich die ver-

sicherten Personen möglichst rasch bei der Invalidenversicherung anmel-

den, damit die Eingliederung noch möglichst grosse Erfolgschancen hat.  

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und 

im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4; BGE 115 V 133 E.2; 

AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc).  

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Seite 10 

4.6 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die medizi-

nischen Unterlagen frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, so-

wie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Ge-

richt, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, ob-

jektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unter-

lagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches ge-

statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizini-

schen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweis-

material zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine 

und nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. Urteil Bundes-

gericht [BGer] 8C_787/2013 vom 14. Februar 2014 E. 3.1).  

4.7 Für die Beurteilung des Rentenanspruchs sind Feststellungen auslän-

discher Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüg-

lich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden Be-

hörden in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI 

1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unterstehen auch 

aus dem Ausland stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigung 

des Gerichts (vgl. zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung BGE 125 V 

351 E. 3a).  

4.8  

4.8.1 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 

5.1, BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c).  

4.8.2 Auch die Stellungnahmen des RAD müssen den allgemeinen be-

weisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Die 

RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen 

und fachlichen Qualifikationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifi-

kation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine er-

hebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gut-ach-

tens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Ex-

perten verlassen können. Nimmt der RAD selber keine Untersuchung vor, 

hat er zunächst zu überprüfen, ob die medizinischen Akten ein vollständi-

ges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben (vgl. 

B-5592/2013 

Seite 11 

zu den Anforderungen an einen Aktenbericht Urteil BGer 8C_653/2009 

vom 28. Oktober 2009 E. 5.2, Urteil BGer I 1094/06 vom 14. November 

2007 E. 3.1.1) bzw. ob ein von ihm angefordertes Gutachten den Anforde-

rungen der Rechtsprechung entspricht und die im konkreten Fall erforder-

lichen Untersuchungen vorgenommen und dokumentiert wurden. 

5.  

Die angefochtene Verfügung vom 28. Juni 2013 mit der vorinstanzlichen 

Feststellung, wonach der Beschwerdeführer keinen rentenbegründenden 

Invaliditätsgrad aufweist, basiert hauptsächlich auf dem interdisziplinären 

ZMB-Gutachten vom 4. April 2013.  

5.1 Im Konsens der am Gutachten beteiligen Ärzte wurden dem Beschwer-

deführer folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt:  

– Status nach dorsoventraler Spondylodese LWK5/S1 bei Olisthesis am 

17.08.2009 und Status nach Metallentfernung 

– Status nach ISG-Denervierungen 01/2011 und 03/2010 

– Multisegmentale degenerative Discopathien im Bereiche der LWS und 

aktivierte Osteochondrose lumbosacral linksbetont (MRT LWS 

02/2012) 

– Ansatztendinose am medialen Beckenkamm beidseits 

– Mässiggradige muskuläre Dysbalance (Trapezius beidseits, Knief-

lexoren beidseits) 

 

Des Weiteren stellten die Ärzte folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit:  

– Nikotinabusus mit Verdacht auf COPD (Chronisch obstruktive Lun-

generkrankung) 

– Chronischer Äthylabusus, nach Angabe abstinent seit vier Wochen mit  

– aktuell normalen Transaminasen, normalem CDT 

– leichter alkoholischer Wesensänderung 

– leichter kognitiver Störung anamnestisch 

 

5.2 In internistischer Hinsicht führte Dr. med. B._______, Facharzt für All-

gemeine Innere Medizin, aus, der Beschwerdeführer finde sich in gutem 

Allgemein- und Ernährungszustand. Er wirke freundlich, kooperativ und 

gebe bereitwillig Auskunft. Es bestehe guter affektiver Kontakt und man 

gewinne nicht den Eindruck einer Aggravation. Das An- und Auskleiden so-

wie das Besteigen und Verlassen der Untersuchungsliege seien ohne 

B-5592/2013 

Seite 12 

Problem geschehen. Es habe ein deutlich erhöhter Blutdruck festgestellt 

werden können. Dieser sei kontroll- und allenfalls behandlungsbedürftig. 

Des Weiteren lasse der Lungenauskulationsbefund den Verdacht auf das 

Vorliegen einer COPD aufkommen. Es empfehle sich die Durchführung ei-

ner Lungenfunktionsprüfung zur Verifizierung einer allfälligen COPD bei Ni-

kotinabusus. Aus allgemeinmedizinischer und internistischer Sicht bestehe 

heute eine gut erhaltene Restarbeitsfähigkeit.  

5.3 Anlässlich der rheumatologischen Untersuchung führte der Beschwer-

deführer aus, er verspüre beim Gehen, Stehen und Sitzen jeweils nach 

einer gewissen Zeit verstärkt lokale Schmerzen. Wenn er die Körperposi-

tion wechseln könne, gehe es besser. Er verspüre einen Husten- und Nies-

schmerz. Im Liegen gehe es ihm gut, daher sei das Schlafen auch kein 

Problem. Der Beschwerdeführer teilte zudem mit, dass er Physiotherapien 

kaum mehr durchführe. Die für ihn schmerzlindernd gewesene Wasser-

gymnastik werde aus versicherungstechnischen Gründen kaum mehr ver-

ordnet. Medikamente nehme er keine mehr ein. Er habe sich unter zentra-

len Analgetika matt, schlapp und müde gefühlt und diese schliesslich nach 

Rücksprache mit dem Hausarzt abgesetzt. Der rheumatologische Teilgut-

achter Dr. med. C._______, Facharzt für Rheumatologie, führte aus, in der 

klinischen Untersuchung habe sich reproduzierbar als Schmerzursache 

eine Druckdolenz im Bereich der Spina iliaca posterior superior beidseits 

gefunden. Hier seien die Beschwerden deutlich stärker als im Bereich der 

Lendenwirbelsäule. Klinisch seien diese Beschwerden im Sinne einer An-

satztendinose als lokalisiertes Weichteilschmerzsyndrom zu interpretieren. 

Passend zu diesem Befund habe der Beschwerdeführer beim Lasègue 

Manöver, bei der Flexion der gestreckten Beine im Hüftgelenk, lokale 

Schmerzen angegeben, da es dabei lokal zu einem Zug komme. Auf der 

anderen Seite sei es dem Beschwerdeführer möglich gewesen, die Langsi-

tzposition ohne Schmerzangabe einzunehmen. Radiologisch bestünden 

multisegmentale Discopathien. Anamnestisch bestünden auch Husten-

schmerzen sowie ein deutlich bewegungs- und belastungsabhängiger 

Schmerz. Es sei davon auszugehen, dass zumindest ein Teil der Be-

schwerden auch im Sinne der discogenen Schmerzen interpretiert werden 

müsse. Deutlich im Vordergrund stünden aber die erwähnten ansatz-

tendinotischen Beschwerden am medialen Beckenkamm beidseits. Auf-

grund dieser Beurteilung bestehe bezüglich einer körperlichen Schwerar-

beit mit zum Teil ungünstigen Arbeitspositionen, wie sie der Beschwerde-

führer zuletzt ausgeübt habe, eine weiterhin höhergradige Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit. Dagegen bestehe aus rein rheumatologischer Sicht in 

einer überwiegend leichten, selten mittelschweren und rückenadaptierten 

B-5592/2013 

Seite 13 

Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Diese Beurteilung gelte 

ab Untersuchungsdatum. Aufgrund der Aktenlage könnten keine retrospek-

tiven Angaben gemacht werden. Eine Lokalinfiltration mit einem Depot-Ste-

roidpräparat, eine zusätzliche topische Therapie, allenfalls auch lokale Ult-

raschallbehandlungen könnten geeignet sein, die lokalen Beschwerden 

des Beschwerdeführers zu vermindern.  

5.4 Der psychiatrische Teilgutachter Dr. med. D._______, Facharzt für Psy-

chiatrie und Psychotherapie, führte aus, dass der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen über lumbale Schmerzen klage. Psychiatrische Vorberichte 

lägen nicht vor und psychiatrische Behandlungen hätten bisher nicht statt-

gefunden. Nach dem AMDP-System (System zur standardisierten Erfas-

sung und Dokumentation eines psychopathologischen Befundes, das in-

ternational Anwendung findet) würden sich heute klinisch kaum relevante 

kognitive Störungen finden. Es läge eine etwas hyperthyme Persönlichkeit 

mit pauschalisierendem Schildern, Bagatellisierung und Vorbeireden vor. 

Insgesamt seien die Befunde nach AMDP heute wenig ausgeprägt und ent-

sprächen einer beginnenden alkoholischen Wesensänderung. Daneben 

müsse aber darauf hingewiesen werden, dass der Beschwerdeführer of-

fensichtlich jahrelang bei seinen Eltern, nach dem Tode des Vaters alleine 

mit der Mutter, gelebt habe. Eine effektive Loslösung vom Elternhaus sei 

offensichtlich erst vor wenigen Jahren erfolgt. Der Beschwerdeführer habe 

ein zurückgezogenes soziales Leben in Deutschland gehabt, viel gearbei-

tet, um sich dann längere Auslandaufenthalte leisten zu können. Auch 

wenn die kognitiven Tests, welche anlässlich der klinischen Untersuchung 

durchgeführt worden seien, unauffällig gewesen seien, schliesse dies Leis-

tungsminderungen bei komplexeren Anforderungen nicht aus. Offensicht-

lich habe der Beschwerdeführer aber trotz persistierendem Alkoholabusus 

über Jahre diesbezüglich in seinem Berufsleben keine Einschränkungen 

erfahren müssen. Diagnostisch bestehe heute aus psychiatrischer Sicht 

keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. 

In einer dem intellektuellen Vermögen des Beschwerdeführers angepass-

ten Tätigkeit bestehe heute eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit. Aufgrund 

der Befürchtungen des Beschwerdeführers erscheine es sinnvoll, dem Be-

schwerdeführer bei der Wiederaufnahme einer geeigneten Tätigkeit eine 

kurze Einarbeitungszeit von vier bis acht Wochen zu gewähren. Ohne Aus-

wirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine leichte Wesensveränderung 

bei Status nach chronischem Alkoholabusus.  

https://de.wikipedia.org/wiki/System
https://de.wikipedia.org/wiki/Dokumentation
https://de.wikipedia.org/wiki/Psychopathologischer_Befund

B-5592/2013 

Seite 14 

5.5 Die Gutachter hielten schlussfolgernd fest, dass die Veränderungen am 

muskuloskelettären Apparat relevant für die Arbeitsfähigkeit seien. Diesbe-

züglich habe der Beschwerdeführer über – unter Belastung zunehmende – 

erhebliche lumbale Rückenschmerzen geklagt, welche heute gut mit den 

somatischen klinischen Befunden korrelieren würden. Im Vordergrund wür-

den aufgrund der klinischen Untersuchung die ansatztendinotischen Be-

schwerden am medialen Beckenkamm beidseits stehen. An dieser Lokali-

sation hätten reproduzierbar die für den Beschwerdeführer im Vordergrund 

stehenden Beschwerden ausgelöst werden können. Dagegen bestünden 

derzeit über den Sacroiliacalgelenken keine wesentlichen Dolenzen. In den 

klinischen Untersuchungen hätten aktuell auch im Bereich der Lendenwir-

belsäule keine starken Beschwerden provoziert werden können. Die ent-

sprechende negative Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit begründe sich 

durch die multisegmentalen Discopathien, die eine verminderte Belastbar-

keit der Lendenwirbelsäule begründen würden.  

Es bestehe beim Beschwerdeführer offensichtlich ein Status nach langjäh-

rigem Äthylabusus. Es sei bisher, auch unter Alkoholgebrauch, nie zu einer 

Verminderung der Arbeitsfähigkeit aus diesen Gründen gekommen. Aktuell 

sei der Beschwerdeführer nach seinen Angaben seit ca. vier Wochen abs-

tinent. Die bei ihnen durchgeführten Laborabklärungen hätten normale 

Transaminasen und ein normales CDT gezeigt. Auch sei eine Ultraschall-

untersuchung der Leber, zumindest 2009, unauffällig gewesen. Letztlich 

vermöge dies heute einen aktuellen zirrhotischen Umbau nicht vollständig 

auszuschliessen, dennoch würden die heute objektivierbaren Befunde 

keine Verminderung der Arbeitsfähigkeit begründen. Dasselbe gelte für 

den erheblichen Nikotinabusus mit Verdacht auf COPD. Dieses Leiden 

habe heute keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh-

rers.  

Die bisherige Tätigkeit im Lager eines Holzhandelfachgeschäfts, welche 

eine körperlich schwere Tätigkeit darstelle, sei dem Beschwerdeführer 

nicht mehr zumutbar. Aufgrund der verminderten Belastbarkeit der LWS sei 

die Arbeitsunfähigkeit als dauernd anzusehen.  

In einer adaptierten Tätigkeit, die körperlich leichte bis intermittierend mit-

telschwere, rückenadaptierte Tätigkeiten umfasse, bestehe heute keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Der Beschwerdeführer wäre voll-

schichtig mit vollem Rendement in einer solchen adaptierten Tätigkeit ein-

setzbar.  

B-5592/2013 

Seite 15 

6.  

6.1 Für die Beurteilung des streitigen Rentenanspruchs entscheidend sind 

die gesundheitlichen Beeinträchtigungen und deren Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit nach Ablauf der Wartezeit.  

6.2 Im vorliegenden Fall ist unstreitig, dass der Beschwerdeführer in seiner 

angestammten Tätigkeit als Lagermitarbeiter seit 17. Juni 2008 dauerhaft 

arbeitsunfähig ist, weshalb die einjährige Wartezeit am 17. Juni 2009 erfüllt 

ist. Strittig ist hingegen, ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer 

nach Ablauf der Wartezeit in einer leidensangepassten Tätigkeit arbeitsun-

fähig ist.  

6.3 Die Vorinstanz stützt sich sowohl für die aktuelle als auch für die retro-

spektive Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit 

in einer leidensangepassten Tätigkeit hauptsächlich auf das ZMB-Gutach-

ten vom 4. April 2013.  

6.4 Der Beschwerdeführer erachtet das ZMB-Gutachten vom 4. April 2013 

dagegen als mangelhaft und nicht schlüssig. Insbesondere rügt er die von 

den Gutachtern vorgenommene retrospektive Beurteilung des Gesund-

heitszustandes und der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätig-

keit.  

7.  

Nachfolgend ist zu prüfen, ob das ZMB-Gutachten vom 4. April 2013 den 

von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an ein beweiskräfti-

ges medizinisches Gutachten gerecht wird.  

7.1 Aus dem ZMB-Gutachten geht klar hervor, dass die Gutachter den Ge-

sundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers insbe-

sondere im Zeitpunkt der Untersuchung beurteilt haben. Wiederholt haben 

sie explizit auf den heutigen Beurteilungszeitpunkt hingewiesen. Die Beur-

teilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwer-

deführers durch die ZMB-Gutachter im Zeitpunkt der Untersuchung (28. 

Januar bis 1. Februar 2013) erscheint schlüssig und ist nicht zu beanstan-

den. So wurde der aktuelle Gesundheitszustand sorgfältig und umfassend 

in internistischer, psychiatrischer und orthopädischer Hinsicht untersucht. 

Die Gutachter berücksichtigten die geklagten Beschwerden und setzten 

sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. 

B-5592/2013 

Seite 16 

Die Darlegung der Zusammenhänge sowie der gesamtmedizinischen Be-

urteilung der aktuellen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind so-

dann im Ergebnis einleuchtend und nachvollziehbar.  

7.2 In Bezug auf eine retrospektive Beurteilung des Gesundheitszustandes 

des Beschwerdeführers und der Festsetzung der Arbeitsfähigkeit haben 

die Gutachter festgehalten, dass dem Beschwerdeführer eine leidensadap-

tierte Tätigkeit bereits zwei Monate nach der Operation vom 17. August 

2009 möglich gewesen sei. Diese retrospektive Beurteilung der Gutachter 

ist im Gegensatz zu der aktuellen Beurteilung weder schlüssig begründet 

noch nachvollziehbar. Sie widerspricht auch – wie in nachfolgender Erwä-

gung aufzuzeigen ist – den teilweisen sehr ausführlichen medizinischen 

und echtzeitlichen Einschätzungen der behandelnden Ärzte des Be-

schwerdeführers. 

8.  

8.1 Retrospektiv präsentierte sich die medizinische Aktenlage vor der 

ZMB-Begutachtung insbesondere hinsichtlich der Beurteilung der Arbeits-

fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit im Wesentlichen wie folgt:  

– Aus dem Protokoll des Erstgesprächs mit dem Beschwerdeführer be-

züglich Frühintervention vom 15. April 2009 geht hervor, dass er nach 

seiner Umplatzierung zum Betriebsmitarbeiter per 24. November 2008 

eine Arbeitsfähigkeit von 50 % aufgewiesen hat. Der Beschwerdeführer 

selbst erachtete sich hinsichtlich leichten bis teilweisen mittelschweren 

wechselbelastenden Tätigkeiten als vollschichtig arbeitsfähig (vgl. IV 

act. 9).  

– Aus dem Bericht der Klinik E._______ vom 15. April 2009 geht hervor, 

dass der Beschwerdeführer vom 12. bis 21. März 2009 in stationärer 

Behandlung gewesen sei. Die behandelnden Ärzte erachteten den Be-

schwerdeführer in adaptierten Tätigkeiten als arbeitsfähig (vgl. IV act. 

14 S. 7 ff.).  

– Im ärztlichen Attest vom 6. Juli 2009 führte Dr. med. F._______, Fach-

arzt für Orthopädie, aus, aus fachorthopädischer Sicht sollten keine 

schweren körperlichen Tätigkeiten mit Rotation im Lumbalbereich, häu-

figes Bücken wie auch schweres Heben und Tragen durchgeführt wer-

den. Geeignet seien leichtere körperliche Tätigkeiten mit Wechselbe-

lastung im Stehen, Gehen und Sitzen (vgl. IV act. 17).  

B-5592/2013 

Seite 17 

– Prof. Dr. med. G._______, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, 

von der Klinik H._______ kommt in seinem Bericht vom 11. August 

2009 zum Schluss, dass die glaubhaften Beschwerden für den Be-

schwerdeführer nur durch eine Fusion L5/S1 mit Reposition durch Pe-

dikelschrauben-Stabsystem und intervertebralen Cage von dorsal 

(UNILIF) zu beseitigen seien. Er empfehle daher eine Spondylodese 

(vgl. IV act. 73 S. 24 f.).  

– Aus dem Bericht der Klink H._______ vom 26. August 2009 geht her-

vor, dass die von Prof. Dr. med. G._______ empfohlene Operation am 

17. August 2009 durchgeführt wurde. Nach der Operation sei eine Mo-

bilisation unter Vollbelastung im angepassten Mieder für 12 Wochen 

empfohlen worden. Auf das Heben schwerer Lasten, sportliche Betäti-

gung als auch auf das tiefe Sitzen sollte in den nächsten Wochen ver-

zichtet werden. Der Beschwerdeführer habe im guten Allgemeinzu-

stand und mit weiterhin unauffälligen Wundverhältnissen am 10. post-

operativen Tag in die weitere ambulante Betreuung entlassen werden 

können (vgl. IV act. 73 S. 22). 

– Aus dem Bericht von Dr. med. I._______, Facharzt für Orthopädie, Phy-

sikalische und Rehabilitative Medizin, und Dr. med. J._______, Fach-

arzt für Orthopädie, vom 7. Dezember 2009 geht hervor, dass sich der 

Beschwerdeführer vom 10. November bis zum 1. Dezember 2009 in 

der Klinik K._______ in stationärer Behandlung befunden habe. Sie 

führten aus, dass weiterhin ein komplikationsloser postoperativer Be-

handlungsverlauf bestehe. Das bis zur Entlassung erzielte postopera-

tive Funktionsergebnis sei jedoch als noch nicht zufriedenstellend ein-

zustufen und bedürfe einer konsequenten ambulanten Weiterbehand-

lung. Unter Anwendung der Leitlinien zur sozialmedizinischen Leis-

tungsbeurteilung bei Bandscheiben- und bandscheibenassoziierten Er-

krankungen sei bei einsegmentaler Spondylodese an der LWS mit 

komplikationslosem Verlauf nach spätestens einem Jahr postoperativ 

ein vollschichtiges Leistungsvermögen für körperlich leichte bis mittel-

schwere Tätigkeiten zu erwarten. Voraussetzung sei allerdings im Rah-

men notwendiger Kompensationsmechanismen eine suffizient auftrai-

nierte Rumpfmuskulatur, gleichzeitig sollten die Tätigkeiten weiterhin 

weitestgehend wirbelsäulengerecht durchführbar sein, insbesondere 

seien längere Rumpfvorneigungshaltungen (mit und ohne Gewichtsbe-

lastung), zusätzliche Rotations-Fehlbelastungskomponenten und re-

gelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg zu meiden (vgl. 

IV act. 23 S. 2 ff).  

B-5592/2013 

Seite 18 

– Dr. med. L._______, Facharzt für Allgemeine Medizin, bescheinigte 

dem Beschwerdeführer vom 2. Juli 2009 bis 24. März 2010 eine Ar-

beitsunfähigkeit (vgl. IV act. 25 S. 3). 

– Dr. med. F._______ führte in seinem Bericht vom 19. Januar 2010 aus, 

der Beschwerdeführer beklage seit zwei Wochen nach Intensivierung 

des ambulanten Rehaprogramms zunehmende Beschwerden im Lum-

balbereich zeitweilig ausstrahlend bis dorsaler Oberschenkel und Knie-

kehle links (vgl. IV act. 34 S. 5).  

– Gemäss dem Bericht der Klinik H._______ vom 26. März 2010 habe 

am 25. März 2010 eine erneute Operation mit ISG-Denervation bds. 

stattgefunden. Zur Anamnese wurde ausgeführt, es bestehe eine typi-

sche ISG-Beschwerdesymptomatik postoperativ. Probeinfiltrationen 

hätten dem Beschwerdeführer kurzzeitige Besserung gebracht. Nun 

bestehe eine erneute Schmerzexazerbation (vgl. IV act. 34 S. 1 f.).  

– Aus dem Bericht der Klinik H._______ vom 3. August 2010 geht hervor, 

dass am 11. Juni 2010 eine Operation zur Metallentfernung des 

Schraubensystems stattgefunden habe. Während des stationären Auf-

enthaltes sei die Beschwerdesymptomatik deutlich zurückgegangen. 

Der Beschwerdeführer habe nahezu beschwerdefrei entlassen werden 

können. Nach Abschluss der Wundheilung (ca. 10 Tage nach der Ope-

ration) sollten keine Einschränkungen und keine Leistungsminderun-

gen mehr bestehen. Eine stufenweise Wiedereingliederung zum lang-

samen Eingewöhnen an körperliche Belastung werde empfohlen. Nach 

erfolgreicher Wiedereingliederung sollte die Arbeitsfähigkeit 100 % be-

tragen (vgl. IV act. 38).  

– Im Bericht der Klinik H._______ vom 15. November 2010 wurde aus-

geführt, dass weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit bestehe. Die letzte ärzt-

liche Kontrolle habe am 13. Oktober 2010 stattgefunden. Dem Be-

schwerdeführer seien keine körperlich belastenden Tätigkeiten mehr 

zumutbar. Angepasste Tätigkeiten seien im Rahmen einer Eingliede-

rung mit vier Stunden zu Beginn zu empfehlen (vgl. IV act. 41). 

– Im Bericht der Klinik H._______ vom 22. Februar 2011 wurde erwähnt, 

dass der Beschwerdeführer für eine erneute Denervierung der ISG-Ge-

lenke beidseits vom 2. Februar 2011 bis 4. Februar 2011 in stationärer 

Behandlung gewesen sei. Aufgrund der starken Arthrose der Iliosacra-

lfugen und der vorangegangenen Wirbelsäulenoperation könne in der 

B-5592/2013 

Seite 19 

zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lagermitarbeiter keine Arbeitsfähigkeit 

mehr zugesprochen werden. In einer angepassten Tätigkeit könne bei 

wechselnden Belastungen zwischen Stehen, Sitzen und Gehen wieder 

eine volle Erwerbsfähigkeit erreicht werden. Sie würden vier Wochen 

nach der durchgeführten Denervierung den Wiedereinstieg probeweise 

mit 4 Stunden empfehlen. Schweres Heben sollte vermieden werden, 

ebenso Tätigkeiten in bückender oder kniender Arbeitsposition (vgl. IV 

act. 44).  

– Im Abschlussbericht der Klinik M._______ vom 19. Oktober 2011 wurde 

ausgeführt, dass der Beschwerdeführer nach stationärem Aufenthalt 

vom 27. September bis 18. Oktober 2011 arbeitsfähig für leichte bis 

mittelschwere Tätigkeiten entlassen worden sei (vgl. IV act. 74 S. 11 

ff.).  

– Dr. med. L._______ berichtete am 31. Mai 2012, dass der Beschwer-

deführer in behinderungsangepassten Tätigkeiten seit 1. Januar 2010 

eine Arbeitsfähigkeit von 50 % aufweise (vgl. IV act. 74 S. 1 ff.). 

– Dr. med. F._______ hielt am 24. Mai 2012 fest, dass dem Beschwer-

deführer eine wechselbelastende Tätigkeit ohne schweres Heben und 

Tragen bzw. ohne Zwangshaltung und Bücken während vier bis sechs 

Stunden pro Tag zumutbar seien (vgl. IV act. 73 S. 2 ff.).  

– Im Schreiben des Beschwerdeführers vom 10. August 2013 an die IV-

Stelle AG teilt dieser mit, dass er sich die Aufnahme einer angepassten 

Tätigkeit nach einer Einarbeitungszeit von einigen Monaten zu 50 % 

bis 100 % vorstellen könnte. Er könnte sich eine Anstellung als Portier 

oder eine leichte Lagerarbeit oder ähnliches vorstellen. Am 13. August 

2013 habe er ein Vorstellungsgespräch (vgl. IV act. 117 S. 2).  

8.2 Aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts erscheint aufgrund der vo-

rangehend dargelegten medizinischen Berichte folgender Verlauf der Ar-

beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit als plausibel:  

Nach Ablauf der Wartezeit am 17. Juni 2009 hat für die Ausübung einer 

leidensangepassten Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit bestanden. Weder 

die echtzeitlichen Berichte der behandelnden Ärzte noch der Beschwerde-

führer selbst geht von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus (vgl. 

Bericht von Dr. med. F._______ vom 6. Juli 2009 und Protokoll Erstge-

spräch vom 15. April 2009; IV act. 9 und act. 14 S. 7 ff.). Eine anschlies-

B-5592/2013 

Seite 20 

sende Verschlechterung des Gesundheitszustands führte zu einer Rücken-

operation, welche am 17. August 2009 durchgeführt wurde. Es erscheint 

überwiegend wahrscheinlich, dass sich der Gesundheitszustand des Be-

schwerdeführers bereits vor dieser Operation verschlechtert hat. So ist zu 

Gunsten des Beschwerdeführers ab August 2010 von einer vollständigen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Nachvollziehbar erscheint, dass der Be-

schwerdeführer bis zur Beendigung der Rehabilitationsphase Ende No-

vember 2010 vollständig arbeitsunfähig gewesen ist. Widersprüchlich stellt 

sich jedoch der weitere Verlauf der Arbeitsfähigkeit dar. Der Hausarzt Dr. 

med. L._______ bescheinigte eine bis 24. März 2010 anhaltende Arbeits-

unfähigkeit (vgl. IV act. 25 S. 3). In seinem Bericht vom 31. März 2012, 

welche jedoch keine echtzeitliche Festlegung der Arbeitsfähigkeit enthält, 

führte er dagegen aus, ab ca. 1. Januar 2010 sei der Beschwerdeführer für 

adaptierte Tätigkeiten 50 % arbeitsfähig gewesen (vgl. IV act. 74 S. 1 ff.). 

Dr. med. F._______ beschrieb in seinem Bericht vom 19. Januar 2010 zu-

nehmende Beschwerden ab Januar 2010 (vgl. IV act. 34 S. 5). Die von Dr. 

med. F._______ festgehaltene Verschlechterung der Beschwerdesympto-

matik spricht zusammen mit der Tatsache, dass am 25. März 2010 erneut 

eine Operation hat durchgeführt werden müssen, nicht für eine langfristige 

Besserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers. Am 

11. Juni 2010 fand ein erneuter operativer Eingriff statt, bei welchem das 

Metall des Schraubenstabsystems entfernt wurde. Anschliessend wurde 

ein deutlicher Rückgang der Beschwerdesymptomatik und eine erhebliche 

Steigerung der Leistungsfähigkeit beschrieben. Aus Sicht des Bundesver-

waltungsgerichts erscheint es aufgrund der echtzeitlichen Beurteilungen 

der behandelnden Ärzte und dem Beschwerdeverlauf des Beschwerdefüh-

rers überwiegend wahrscheinlich, dass nach der Operation vom 17. August 

2009 bis Ende Juni 2010 (Abschluss der Wundheilung der Operation vom 

11. Juni 2010) durchgehend eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgele-

gen hat. Dies entspricht auch den Ausführungen von Dr. med. I._______ 

und Dr. med. J._______, wonach bei Bandscheiben- und bandscheibenas-

soziierten Erkrankungen bei einsegmentaler Spondylodese an der LWS mit 

komplikationslosem Verlauf nach spätestens einem Jahr postoperativ ein 

vollschichtiges Leistungsvermögen für körperlich leichte bis mittelschwere 

Tätigkeiten zu erwarten sei (vgl. IV act. 23 S. 2 ff.). Nachdem sich der Ge-

sundheitszustand des Beschwerdeführers nach der Operation vom 11. Juni 

2010 erheblich verbesserte, empfahlen die Ärzte der Klinik H._______ in 

ihren Berichten vom 3. August und 15. November 2010 eine stufenweise 

Eingliederung mit vier Stunden zu Beginn. Diese ab Juli 2010 festgesetzte 

Arbeitsfähigkeit von 50 % für adaptierte Tätigkeiten erscheint aufgrund des 

nachweislich verbesserten Gesundheitszustands überzeugend. Am 3. 

B-5592/2013 

Seite 21 

Februar 2011 fand eine erneute Denervierung statt, weshalb der Be-

schwerdeführer für den ganzen Monat Februar 2011 als arbeitsunfähig zu 

erachten ist. Ab März 2011 ist in Übereinstimmung mit den Ärzten der Klinik 

H._______ wieder von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätig-

keiten auszugehen. Ab dem Untersuchungszeitpunkt durch die ZMB-Ärzte 

(28. Januar bis 1. Februar 2013) ist eine weitere erhebliche Verbesserung 

des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh-

rers nachvollziehbar ausgewiesen, weshalb ab Februar 2013 von einer 

100 %igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten auszugehen ist.  

9.  

Zusammengefasst kann somit festgehalten werden, dass der Beschwer-

deführer nach Ablauf der Wartezeit am 17. Juni 2009 in einer angepassten 

Tätigkeit 100 % arbeitsfähig gewesen ist. Diese vollständige Arbeitsfähig-

keit dauerte bis Ende Juli 2009. Anschliessend war der Beschwerdeführer 

von August 2009 bis Ende Juni 2010 für jegliche Tätigkeiten arbeitsunfähig. 

Ab Juli 2010 bis Ende Januar 2011 lag eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit für 

angepasste Tätigkeiten vor. Im Februar 2011 war der Beschwerdeführer 

den ganzen Monat vollständig arbeitsunfähig. Ab März bis Ende Januar 

2013 lag wiederum eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten 

vor. Ab Februar 2013 verbesserte sich die Arbeitsfähigkeit dahingehend, 

dass ab diesem Zeitpunkt eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tä-

tigkeit vorgelegen hat.  

10.  

Der Beschwerdeführer hat im vorliegenden Beschwerdeverfahren ver-

schiedene Arztberichte eingereicht, welche erst nach Erlass der angefoch-

tenen Verfügung vom 28. Juni 2013 verfasst wurden. Diesbezüglich gilt 

festzuhalten, dass das Gericht bei der beschwerdeweisen Überprüfung in 

der Regel den Sachverhalt zu Grunde legt, wie er sich der Verwaltung bot. 

Arztberichte neueren Datums sind nur insoweit zu würdigen, als diese mit 

dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet 

sind, die Beurteilung im Verfügungszeitpunkt zu beeinflussen (BGE 116 V 

80 E. 6b, ZAK 1989 S. 111 E. 3b mit Hinweisen). Vorliegend erlauben die 

erst nach Verfügungserlass erstellten medizinischen Dokumente keine di-

rekten und unmittelbaren Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlus-

ses des Verwaltungsverfahrens am 28. Juni 2013 bestehende Situation 

und sind daher nicht geeignet, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfü-

gungserlasses entscheidend zu beeinflussen (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b in 

fine und BGE 116 V 80 E. 6b). Sollten die medizinischen Berichte neueren 

B-5592/2013 

Seite 22 

Datums Befunde resp. Hinweise auf mögliche weitere Diagnosen enthal-

ten, die zu einer invaliditätsrechtlich relevanten Einschränkung der Arbeits-

fähigkeit führen, wäre der Beschwerdeführer gehalten, diesbezüglich ein 

neues Gesuch bei der Vorinstanz zu stellen. 

11.  

11.1 Voraussetzung für das Entstehen eines Rentenanspruchs ist, dass 

der Beschwerdeführer eine Erwerbsunfähigkeit in anspruchserheblichen 

Umfang aufweist. Nachfolgend ist deshalb anhand eines Einkommensver-

gleichs der Invaliditätsgrad zu prüfen.  

11.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist dabei entscheidend, 

was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbe-

ginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt er-

zielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 135 V 

59 E. 3.1, 134 V 325 E. 4.1 mit Hinweisen).  

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon-

kret steht. Ist – wie hier – kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

nach Eintritt der Invalidität mehr gegeben, namentlich weil die versicherte 

Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder zumindest keine 

zumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach der Recht-

sprechung die gesamtschweizerischen Tabellenlöhne gemäss den vom 

BFS periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heran-

zuziehen (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1).  

Massgebend sind dabei die monatlichen Bruttolöhne (Zentralwerte) im je-

weiligen Wirtschaftssektor. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens 

anhand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesund-

heitsschadens lediglich noch leichte Arbeiten verrichten können, ist in der 

Regel vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn für Männer oder 

Frauen bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4 

des Arbeitsplatzes) auszugehen. Dabei sind in erster Linie die Lohnverhält-

nisse im privaten Sektor massgebend (SVR 2002 UV Nr. 15 E. 3c cc). Da 

den Tabellenlöhnen generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu 

Grunde liegt, ist eine Umrechnung auf eine betriebsübliche durchschnittli-

che Wochenarbeitszeit erforderlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb). 

B-5592/2013 

Seite 23 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 

die selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten behindert sind, im Vergleich 

zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-

schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-

nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 124 V 321 E. 3b 

bb; SVR 2007 IV Nr. 11 S. 41 E. 3.2; RKUV 2003 U 494 S. 390 E. 4.2.3). 

Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 

hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des kon-

kreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss 

sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemäs-

sem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt 

höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3, 126 V 75 E. 5b 

bb und cc; AHI 2002 S. 69 ff. E. 4b). 

11.3  

11.3.1 Die Vorinstanz hat sich bei der Ermittlung des Validenlohnes korrek-

terweise auf die Angaben des ehemaligen Arbeitgebers des Beschwerde-

führers abgestützt. Demnach hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2009 ein 

Einkommen von jährlich Fr. 66'300.– erzielt (vgl. IV act. 7 S. 3).  

11.3.2 Das Invalideneinkommen als Mitarbeiter für leichte und wechselbe-

lastende Verweistätigkeiten, welche dem Beschwerdeführer gemäss ärzt-

licher Einschätzung noch zumutbar sind, ist durch Ermittlung des Durch-

schnitts für verschiedene Tätigkeiten gemäss LSE-Tabellen 2008, Tabelle 

TA1, Niveau 4, Zentralwert Männer festzulegen. Es beträgt Fr. 4'806.– und 

ist gemäss der Entwicklung des Lohnindexes (1939 = 100, Entwicklung von 

2092 auf 2136) auf das Niveau des Jahres 2009 aufzuindexieren. Für das 

Jahr 2009 ist demzufolge von einem Einkommen von Fr. 4'907.10 bei ei-

nem Pensum von 40 Wochenstunden auszugehen. Aufgerechnet auf die 

durchschnittliche betriebliche Arbeitszeit aller Branchen im Jahr von 41,6 

Wochenstunden ergibt dies ein monatliches Einkommen von Fr. 5'103.40 

(Fr. 4'907.10 : 40 x 41,6). Unter Berücksichtigung der persönlichen Um-

stände des Beschwerdeführers hat ihm die Vorinstanz einen leidensbe-

dingten Abzug von 10 % gewährt. Dies erscheint angemessen und ist nicht 

zu beanstanden. Demzufolge ergibt sich nach dem leidensbedingten Ab-

zug von 10 % ein Invalideneinkommen von monatlich Fr. 4'593.05 resp. Fr. 

55'116.60 jährlich.  

B-5592/2013 

Seite 24 

11.3.3 Der Vergleich von Valideneinkommen und Invalideneinkommen am 

17. Juni 2009 (Ablauf Wartezeit) ergibt einen Invaliditätsgrad von gerundet 

16,87 % [(Fr. 66'300.– - Fr. 55'116.60) x 100 : Fr. 66'300.–]. Dieser Invali-

ditätsgrad berechtigt nach Ablauf des Wartejahres nicht zum Bezug einer 

Invalidenrente.  

11.4  

11.4.1 Ab August 2009 hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerde-

führers derart verschlechtert, dass er für jegliche Tätigkeiten arbeitsunfähig 

gewesen ist. Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 100 %.  

11.4.2 Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbs-

fähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung 

drei Monate gedauert hat. Der Beschwerdeführer hat demnach ab 1. No-

vember 2009 einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.  

11.5  

11.5.1 Ab Juli 2010 hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-

rers verbessert, so dass ihm ab diesem Zeitpunkt eine angepasste Verwei-

sungstätigkeit im Umfang von 50 % möglich gewesen ist.  

11.5.2 Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von 

Fr. 66'300.– und des Invalideneinkommens in der Höhe von Fr. 27'558.30 

(50 % von Fr. 55'116.60) resultiert ein Invaliditätsgrad von 58,43 % (für die 

Berechnung des Validen- und Invalideneinkommens siehe E. 11.3 hiervor).  

11.5.3 Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbs-

fähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, die an-

spruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung 

der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenom-

men werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie 

ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unter-

brechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern 

wird.  

Die ab Ende Juli 2010 eingetretene Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, 

welche eine anspruchsbeeinflussende Änderung zur Folge hat, ist daher 

erst ab 1. Oktober 2010 zu berücksichtigen – nachdem sie ohne wesentli-

che Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Die ab 1. November 2009 

B-5592/2013 

Seite 25 

ausgewiesene ganze Invalidenrente des Beschwerdeführers ist demnach 

per 1. Oktober 2010 auf eine halbe Invalidenrente zu reduzieren. 

11.6 Die Verschlechterung des Gesundheitszustands im Februar 2011, 

welche zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit für den Monat Februar 

2011 führte, ist in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zu berücksich-

tigen, da die Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit weniger als drei Mo-

nate gedauert hat.  

11.7  

11.7.1 Ab Februar 2013 hat sich der Gesundheitszustand des Beschwer-

deführers verbessert. Ab diesem Zeitpunkt ist er für angepasste Verwei-

sungstätigkeiten 100 % arbeitsfähig.  

11.7.2 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 66'300.– sowie einem Invali-

deneinkommen von Fr. 55'116.60 ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 16,87 

% (für die Berechnung des Validen- und Invalideneinkommens siehe E. 

11.3 hiervor). Dieser Invaliditätsgrad berechtigt nicht zum Bezug einer In-

validenrente. 

11.7.3 Die ab Februar 2013 eingetretene Verbesserung der Erwerbsfähig-

keit, welche eine anspruchsbeeinflussende Änderung zur Folge hat, ist in 

Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV erst ab 1. Mai 2013 zu berücksichtigen 

– nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert 

hat. Demzufolge ist die ab 1. Oktober 2010 ausgewiesene halbe Invaliden-

rente bis zum 30. April 2013 zu befristen. 

12.  

Gemäss diesen Erwägungen ist die Beschwerde insofern gutzuheissen, 

als die angefochtene Verfügung vom 28. Juni 2013 aufzuheben und fest-

zustellen ist, dass der Beschwerdeführer ab 1. November 2009 bis 

30. September 2010 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab 1. Ok-

tober 2010 bis 30. April 2013 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat. 

Weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen.  

13.  

13.1 Die Verfahrenskosten sind nach Massgabe von Obsiegen und Unter-

liegen zu verlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da jedoch der teilweise unterlie-

genden Vorinstanz keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 

2 VwVG) und dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 12. November 

B-5592/2013 

Seite 26 

2013 die unentgeltliche Prozessführung gewährt wurde, sind hier keine 

Verfahrenskosten zu erheben. 

13.2 Der teilweise obsiegende und anwaltlich vertretene Beschwerdefüh-

rer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine 

reduzierte Parteientschädigung zu Lasten der Verwaltung. Soweit der Be-

schwerdeführer unterliegt, hat der Rechtsvertreter, der mit Verfügung vom 

12. September 2013 als amtlich bestellter Anwalt eingesetzt wurde (Art. 65 

Abs. 2 VwVG), Anspruch auf ein amtliches Honorar zu Lasten der Gerichts-

kasse. Die Vorinstanz hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 

173.320.2). 

13.3 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers weist in ihrer Kosten-

note vom 15. August 2013 für die Periode vom 19. Juni 2013 bis 15. August 

2013 ein Anwaltshonorar von Fr. 2'145.70 und Auslagen von Fr. 46.50 zu-

züglich Mehrwertsteuer von Fr. 175.40 aus. Aus ihrer Kostennote vom 7. 

Januar 2015 für die Periode vom 23. August 2013 bis 7. Januar 2015 geht 

ein Anwaltshonorar von Fr. 666.30 und Auslagen von Fr. 278.10 zuzüglich 

Mehrwertsteuer von Fr. 75.55 hervor. Die Mehrwertsteuer ist vorliegend 

nicht zu entschädigen (vgl. Art. 1 Abs. 2 i.V.m. Art. 8 Abs. 1 und Art. 18 Abs. 

1 des Mehrwertsteuergesetzes vom 12. Juni 2009 [MWSTG, SR 641.20], 

siehe auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6173/2009 vom 29. 

August 2011 mit Hinweis), weshalb die Parteientschädigung demnach auf 

Fr. 3'312.– festzusetzen ist. Aufgrund der gestellten Anträge und des Ver-

fahrensausgangs obsiegt der Beschwerdeführer rund zur Hälfte, womit er 

Anspruch auf Parteientschädigung von Fr. 1'656.– hat. Die andere Hälfte, 

also Fr. 1'656.–, ist als amtliches Honorar aus der Gerichtskasse zu leisten.  

13.4 Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer 

der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn er zu hinreichenden Mitteln 

gelangt (Art. 65 Abs. 4 VwVG). 

  

B-5592/2013 

Seite 27 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 28. Juni 2013 aufgehoben und dem Beschwerdeführer von 

1. November 2009 bis 30. September 2010 eine ganze Invalidenrente und 

von 1. Oktober 2010 bis 30. April 2013 eine halbe Invalidenrente zugespro-

chen wird. 

Weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen. 

2.  

Die Akten gehen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils an 

die Vorinstanz zur Berechnung der Rentenbeträge zurück. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 1'656.– (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer) zugespro-

chen. 

5.  

Infolge Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung wird Rechtsanwäl-

tin lic. iur. Elisabeth Maier zu Lasten der Gerichtskasse eine Entschädigung 

von Fr. 1'656.– (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer) zugesprochen. 

  

B-5592/2013 

Seite 28 

6.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde;  

Beilage: Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Eva Schneeberger Bianca Gloor 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-

den hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 21. September 2015