# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 026c9b23-e2f3-58ea-ba43-1bf490bf14a8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 26.04.2016 U 2015 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2015-118_2016-04-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 15 118

1. Kammer 

Vorsitz Audétat
RichterIn Racioppi, Moser 

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 26. April 2016

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto T. Annen, 

Beschwerdeführerin
gegen 

B._____ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just, 

Beschwerdegegnerin 1
und

C._____, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Fadri Ramming, 

Beschwerdegegnerin 2

betreffend Submission

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1. Im Rahmen des Projekts Sanierung um- und Neubau des Kantonsspitals 

Graubünden schrieb die Stiftung E._____ im Amtsblatt des Kantons 

Graubünden unter anderem folgende Arbeiten aus:

− SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitzschutz

− SKP 225.22 Spezielle Dämmungen (Bodendämmung PUR und Trittschall)

− SKP 225.23 Spezielle Dämmungen (Schaumglasdämmungen)

− SKP 225.24 Spezielle Dämmungen (Wände und Decken XPS/EPS)

2. Innert Frist gingen für die Arbeiten "SKP 224 Bedachungen/Speng-

ler/Blitzschutz" von elf verschiedenen Anbietern insgesamt 15 Angebote 

ein. Die A._____ AG gab ihr Angebot als Arbeitsgemeinschaft mit der 

F._____ ein. Die A._____ AG füllte neben dem Leistungsverzeichnis auch 

die entsprechenden Formulare aus. Neben der Selbstdeklaration (Formu-

lar E1) machte sie unter anderem die verlangten Angaben zu Firma und 

Ressourcen für sich und die ARGE-Partnerin (Formular E2) und gab zwei 

Referenzobjekte an (Formular E3). Als für das Projekt vorgesehene 

Schlüsselpersonen gab sie G._____ (A._____ AG, Leitender Baufüh-

rer/Projektleiter) sowie H._____ (F._____ Stellvertreter leitender Baufüh-

rer/Projektleiter) an (Formular Z3). Nachdem zwei Anbieter mangels Eig-

nung und sämtliche Varianten infolge Unzulässigkeit derselben ausge-

schlossen wurden, verblieben neun Anbieter zur Bewertung. Mit Verfü-

gung vom 8. Dezember 2015 erteilte die B._____ AG der I._____ AG den 

Zuschlag. Das Angebot der A._____ AG erreichte den zweiten Rang. 

3. Bezüglich der Arbeiten "SKP 225.22 Spezielle Dämmungen (Bodendäm-

mungen PUR und Trittschall)" reichte die A._____ AG ohne ARGE-

Partnerin ein Angebot ein. Insgesamt gingen innert Frist fünf Angebote 

ein. Für die Arbeiten "SKP 225.24 Spezielle Dämmungen (Wände und 

Decken XPS/EPS)" reichte die A._____ AG ebenfalls als Einzelleistungs-

erbringerin ein Angebot ein; bei dieser Ausschreibung gingen innert Frist 

sieben Offerten ein. Bei beiden Offerten begnügte sich die A._____ AG im 

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Formularteil mit dem Ausfüllen der Selbstdeklaration (Formular E1) sowie 

dem Ankreuzen des Kästchens "Einzelleistungserbringer" und dem Hin-

weis "dito Offerte SKP 224 Bedachungen Spengler Blitzschutz" auf dem 

Formular E2. Die weiteren Formulare enthalten keine Eintragungen mit 

Ausnahme der Bestätigung der Einhaltung der Termine auf dem Formular 

Z5. Den Zuschlag erhielt in beiden Ausschreibungen die C._____, 

während in beiden Verfahren zwei Angebote, darunter dasjenige der 

A._____ AG, vom Verfahren ausgeschlossen wurden. Die Ausschlüsse 

der A._____ AG wurden in beiden Verfahren damit begründet, dass die 

Offerte unvollständig ausgefüllt sei. 

4. Unter anderem gegen die beiden Zuschlagsentscheide SKP 225.22 und 

SKP 225.24 erhob die A._____ AG (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 

21. Dezember 2015 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit folgenden Anträgen:

"1. Die Zuschlagsverfügungen der B._____ AG resp. der Stiftung E._____ vom 
8. Dezember 2015 betreffend Arbeitsgattung SKP 225.22 Spezielle Dämmun-
gen (Bodendämmungen PUR und Trittschall) sei vollumfänglich aufzuheben. 
Der Zuschlag sei der Beschwerdeführerin zu erteilen. Eventualiter sei die An-
gelegenheit an die Beschwerdeführerin (recte: Beschwerdegegnerin) 1 resp. 2 
als Vorinstanz und Auftraggeberin zurückzuweisen. 

2. Die Zuschlagsverfügungen der B._____ AG resp. der Stiftung E._____ vom 
8. Dezember 2015 betreffend Arbeitsgattung SKP 225.23 Spezielle Dämmun-
gen (Schaumglasdämmungen) sei vollumfänglich aufzuheben. Der Zuschlag 
sei der Beschwerdeführerin zu erteilen. Eventualiter sei die Angelegenheit an 
die Beschwerdeführerin (recte: Beschwerdegegnerin) 1 resp. 2 als Vorinstanz 
und Auftraggeberin zurückzuweisen. 

3. Die Zuschlagsverfügungen der B._____ AG resp. der Stiftung E._____ vom 
8. Dezember 2015 betreffend Arbeitsgattung SKP 225.24 Spezielle Dämmun-
gen (Wände und Decken XPS/EPS) sei vollumfänglich aufzuheben. Der Zu-
schlag sei der Beschwerdeführerin zu erteilen. Eventualiter sei die Angele-
genheit an die Beschwerdeführerin (recte: Beschwerdegegnerin) 1 resp. 2 als 
Vorinstanz und Auftraggeberin zurückzuweisen. 

4. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Der Beschwerde-
führerin (recte: Beschwerdegegnerin) 1 resp. 2 als Vorinstanz und Auftragge-
berin sei zu untersagen, bis zur rechtskräftigen Erledigung der Beschwerde 
mit den Unternehmern, die in den jeweiligen Arbeitsgattungen den Zuschlag 

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erhalten haben, einen Vertrag über die Arbeitsgattungen SKP 225.22 Speziel-
le Dämmungen (Bodendämmungen PUR und Trittschall), SKP 225.23 Spezi-
elle Dämmungen (Schaumglasdämmungen) und SKP 225.24 Spezielle Däm-
mungen (Wände und Decken XPS/EPS) für die Sanierung, Um- und Neubau 
des Kantonsspitals Graubünden abzuschliessen.

5. Sollte die Beschwerdegegnerin 1 resp. 2 als Vorinstanz und Auftraggeberin 
bereits einen Vertrag abgeschlossen haben, sei dieser vom Verwaltungsge-
richt aufzuheben. 
Eventualiter sei festzustellen − für den Fall, dass wider Erwarten der Vertrag 
zwischen der Beschwerdegegnerin 1 resp. 2 als Vorinstanz und Auftraggebe-
rin und den Unternehmern, die in den jeweiligen Arbeitsgattungen den Zu-
schlag erhalten haben, bereits abgeschlossen sein − dass die Vergabeent-
scheide rechtswidrig sind. 

6. Der Beschwerdeführerin seien die Stellungnahmen der Beschwerdegegnerin 
1 resp. 2 als Vorinstanz und Auftraggeberin und den Unternehmern, die in den 
jeweiligen Arbeitsgattungen den Zuschlag erhalten haben, mit Einschluss aller 
Vorakten sowie der zur Edition beantragten weiteren Unterlagen, zur Einsicht 
zuzustellen, mit gleichzeitiger Eröffnung eines zweiten Schriftenwechsels mit 
Gelegenheit zur Ergänzung der vorliegenden Beschwerde.

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegne-
rin 1 resp. 2."

Begründend führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, dass sie 

zu Unrecht von den beiden Vergabeverfahren ausgeschlossen worden 

sei. Die mit der Begründung "unvollständig ausgefüllte Offerte" verfügten 

Ausschlüsse seien übermässig und überspitzt formalistisch, zumal es für 

die Vergabestelle ein leichtes gewesen wäre, die notwendigen Angaben 

der Offerte der Arbeitsgattung „SKP 224 Bedachun-

gen/Spengler/Blitzschutz“ zu entnehmen, welche ihr vollständig vorgele-

gen habe. 

5. Die C._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin 2) beantragte in ihrer 

Vernehmlassung vom 29. Januar 2016 die Abweisung der Beschwerde. 

Sie hält die Ausschlüsse der Beschwerdeführerin von den Vergabeverfah-

ren für rechtens. Die beschwerdeführerischen Offerten seien nicht nur in 

mehreren Punkten unvollständig, sondern erfüllten auch eines der Eig-

nungskriterien nicht. Die Vergabestelle sei rechtsprechungsgemäss nicht 

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verpflichtet gewesen, die unvollständig bzw. nicht ausgefüllten Formulare 

zu vervollständigen sowie die nicht eingereichten Produkteblätter der 

Hersteller und Systemgarantien von Herstellern und/oder Lieferanten ein-

zuholen. 

6. Die B._____ AG (nachfolgend Beschwerdegegnerin 1) beantragte in ihrer 

Vernehmlassung vom 4. Februar 2016 ebenfalls die Abweisung der Be-

schwerde. Die Ausschlüsse der Beschwerdeführerin aus den Submissi-

onsverfahren seien in erster Linie darin begründet, dass das ausdrücklich 

als Eignungskriterium formulierte Formular E3 und das Formular Z1, wel-

ches sich auf Referenzobjekte beziehe, nicht ausgefüllt worden seien und 

so angebotsspezifische Angaben für die Beurteilung der Angebote nicht 

vorhanden seien. Auch bezüglich des Schlüsselpersonals lägen selbst 

unter Beizug der Eingabe zu SKP 224 nur unvollständige Angaben vor. 

Die fehlenden Angaben hätten von der Vergabebehörde nicht ergänzt 

werden können. Es liege ein objektiver Grund für die Ausschlüsse der un-

vollständigen Offerten vor. Die Ausschlüsse seien weder unverhältnis-

mässig noch überspitzt formalistisch. 

7. In einem zweiten Schriftenwechsel hielten die Parteien an ihren Anträgen 

fest und vertieften ihre Argumentation. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften wird, 

soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekte des vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Be-

schwerdeverfahrens bilden die Vergabeverfügungen vom 8. Dezember 

2015, mit denen die Beschwerdegegnerin 1 die öffentlich ausgeschriebe-

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nen Arbeiten "SKP 225.22 Spezielle Dämmungen (Bodendämmungen 

PUR und Trittschall)" und "SKP 225.24 Spezielle Dämmungen (Wände 

und Decken XPS/EPS)" an die Beschwerdegegnerin 2 und nicht an die 

preisgünstigere Beschwerdeführerin vergeben hat. Letztere wurde von 

den Vergabeverfahren ausgeschlossen mit der Begründung, dass die Of-

ferten unvollständig ausgefüllt seien. Dagegen hat die Beschwerdeführe-

rin am 21. Dezember 2015 beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden Beschwerde erhoben mit dem Hauptbegehren auf Aufhe-

bung der angefochtenen Vergabeverfügungen und Zuschlag der ausge-

schriebenen Arbeiten direkt an sie. Beschwerdethema bildet somit die 

Frage, ob die Beschwerdegegnerin 1 die Beschwerdeführerin mangels 

vollständig ausgefüllter Offerten zu Recht von den Vergabeverfahren 

ausgeschlossen hat. 

2. a) Auf das vorliegende Verfahren gelangen die interkantonale Vereinbarung 

über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB; BR 803.510), das kanto-

nale Submissionsgesetz (SubG; BR 803.300) sowie die kantonale Sub-

missionsverordnung (SubV; BR 803.310) zur Anwendung. Die Zuständig-

keit des Verwaltungsgerichtes zur Behandlung der Beschwerde ist unbe-

stritten; sie ergibt sich aus Art. 15 IVöB i.V.m. Art. 25 SubG. Als durch 

Beschwerde selbständig anfechtbare Verfügung gelten unter anderem der 

Zuschlag und der Ausschluss vom Verfahren (Art. 15 Abs. 1bis lit. d und e 

IVöB, Art. 25 Abs. 2 lit. c SubG). Nach Art. 26 Abs. 1 SubG sind Be-

schwerden schriftlich und begründet innert zehn Tagen seit Eröffnung der 

Verfügung einzureichen. Gemäss Art. 27 Abs. 1 SubG können mit der 

Beschwerde Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung oder 

Missbrauch des Ermessens, sowie unrichtige oder unvollständige Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (vgl. auch der 

inhaltlich identische Art. 51 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtspflege [VRG; BR 370.100]). Die Rüge der Unangemessenheit ist 

ausgeschlossen (Art. 27 Abs. 2 SubG). Zur Beschwerde ist gemäss 

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Art. 50 VRG legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt 

ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung 

hat oder wer durch besondere Vorschrift dazu ermächtigt ist. 

b) Die Legitimation der Beschwerdeführerin zur Beschwerdeerhebung ist im 

konkreten Fall zweifelsfrei erfüllt, da die Beschwerdeführerin aufgrund ih-

rer preislich günstigeren Angebote realistische Chancen auf die Zuschlä-

ge der ausgeschriebenen Arbeiten "SKP 225.22 Spezielle Dämmungen 

(Bodendämmungen PUR und Trittschall)" und "SKP 225.24 Spezielle 

Dämmungen (Wände und Decken XPS/EPS)" gehabt hätte, wenn sie von 

der Beschwerdegegnerin 1 nicht infolge unvollständig ausgefüllter Offer-

ten von den Vergabeverfahren ausgeschlossen worden wäre. Dies zumal 

das Zuschlagskriterium Preis in den beiden Ausschreibungen mit 70 % 

gewichtet ist. Eine nachteilige Betroffenheit durch die Ausschlüsse ist 

folglich zu bejahen (vgl. Art. 50 VRG). Hinzu kommt, dass die Vergabe-

verfügungen vom 8. Dezember 2015 mit schriftlicher Beschwerde vom 

21. Dezember 2015 rechtzeitig, mithin innert der zehntägigen Frist (vgl. 

Art. 26 SubG), beim sachlich, örtlich und auch funktional zuständigen 

Verwaltungsgericht angefochten wurden. Auf die frist- und formgerecht 

erhobene Beschwerde ist demnach − unter Vorbehalt der nachfolgenden 

Erwägung 2c sowie unter Berücksichtigung der nachfolgenden Erwägun-

gen 2d und 2e − einzutreten. 

c) Die Beschwerdeführerin beantragt im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

im Wesentlichen die Aufhebung der angefochtenen Zuschlagsverfügun-

gen vom 8. Dezember 2015 betreffend der Arbeitsgattungen SKP 225.22, 

SKP 225.23 und SKP 225.24 sowie die Erteilung der entsprechenden Zu-

schläge direkt an sie. Das streitberufene Gericht beurteilt die Rechtmäs-

sigkeit der erwähnten Zuschlagsverfügungen vom 8. Dezember 2015 

mangels Identität der Verfahrensparteien in zwei separaten Verfahren. 

Während im vorliegenden Beschwerdeverfahren U 15 118 die Rechtmäs-

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sigkeit der Zuschlagsverfügungen betreffend der Arbeitsgattungen SKP 

225.22 und SKP 225.24 beurteilt wird, entscheidet das Gericht über die 

Rechtmässigkeit der Zuschlagsverfügung betreffend der Arbeitsgattung 

SKP 225.23 im Verfahren U 15 119. Folglich kann im vorliegenden Be-

schwerdeverfahren auf die beschwerdeführerischen Anträge, soweit sie 

die Vergabe der Arbeitsgattung „SKP 225.23 Spezielle Dämmungen 

(Schaumglasdämmungen)“ betreffen, nicht eingetreten werden. 

d) Die Beschwerde vom 21. Dezember 2015 richtete sich ursprünglich so-

wohl gegen die Stiftung E._____ als auch gegen die B._____ AG. Die 

Beschwerdeführerin begründet dies damit, dass im Amtsblatt als Aus-

schreiberin die Stiftung E._____ aufgeführt gewesen sei, während die Zu-

schlagsverfügungen anschliessend jeweils mit B._____ AG unterzeichnet 

worden seien. Anhand dessen sei nicht klar, wer die Auftraggeberin und 

somit im vorliegenden Verfahren passivlegitimiert sei. In ihrer Vernehm-

lassung vom 4. Februar 2016 räumte die Beschwerdegegnerin 1 ein, dass 

bei der Ausschreibung irrtümlich die Stiftung E._____ aufgeführt gewesen 

sei. In sämtlichen Offertunterlagen, insbesondere dem Devis, sei aber 

ausdrücklich die B._____ AG als Auftraggeberin aufgeführt. Nach dem 

Gesagten ist somit die B._____ AG, nicht aber die Stiftung E._____, pas-

sivlegitimiert. 

e) Die Beschwerdeführerin ging in ihrer Beschwerde zunächst davon aus, 

dass sich die Ausschlüsse von den Vergabeverfahren aus dem Umstand 

ergeben hätten, dass sie in den Offerten "SKP 225.22 Spezielle Däm-

mungen (Bodendämmungen PUR und Trittschall)" und "SKP 225.24 Spe-

zielle Dämmungen (Wände und Decken XPS/EPS)" jeweils den Fragebo-

gen "B.3 Formular Selbstdeklaration" nur mit einem Verweis auf den iden-

tischen und ausgefüllten Fragebogen in der Offerte "SKP 224 Bedachun-

gen/Spengler/Blitzschutz" versehen habe (vgl. Beschwerdeschrift vom 

21. Dezember 2015 Ziff. 5). Als sich dann im Rahmen der Vernehmlas-

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sungen herausstellte, dass nicht dies der Ausschlussgrund war, sondern 

die nicht ausgefüllten Formulare E3, Z1 und Z3, passte die Beschwerde-

führerin ihre Argumentation im zweiten Schriftenwechsel an. Diese Argu-

mentationsanpassung ist nicht zu beanstanden. Denn die gegen einen 

Vergabeentscheid Beschwerde führende Partei darf die Beschwerdebe-

gründung im Rahmen des Schriftenwechsels in der Replik insoweit er-

gänzen, als die Vernehmlassungen oder deren Beilagen dazu Anlass ge-

ben, weil diese wesentliche neue Gesichtspunkte enthalten. Dies ist ins-

besondere der Fall, wenn die massgebliche Begründung des angefochte-

nen Vergabeentscheids erst in der Beschwerdeantwort umfassend darge-

legt wird (DONATSCH, in: GRIFFEL [Hrsg.], Kommentar VRG, 3. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2014, § 52 Rz. 33-35). Vorliegend kannte die Be-

schwerdeführerin den Grund für die Ausschlüsse im Zeitpunkt der Be-

schwerdeeinreichung nicht in genügendem Masse. Erst die klärenden 

Vernehmlassungen, insbesondere jene der Beschwerdegegnerin 1 vom 

4. Februar 2016, enthielten eine eingehende Begründung für die Aus-

schlüsse der Beschwerdeführerin von den Vergabeverfahren und boten 

dementsprechend Anlass, die Beschwerdebegründung zu ergänzen. 

3. Nach Art. 22 Abs. 1 lit. c SubG wird ein Angebot von der Berücksichtigung 

ausgeschlossen, wenn der Anbieter ein Angebot einreicht, das unvoll-

ständig ist oder den Anforderungen der Ausschreibung nicht entspricht. 

(vgl. dazu GALLI/MOSER/LANG/STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaf-

fungsrechts, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 444 und 465 f.). Nach gefestigter 

Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden wird 

dabei ein strenger Massstab an das Erfordernis der Übereinstimmung 

zwischen den Grundlagen der Ausschreibung und den tatsächlich darge-

botenen Offerten gelegt. Erwähnte Bestimmung will namentlich sicherstel-

len, dass nur vollständige und den Ausschreibungsunterlagen genügende 

Angebote berücksichtigt werden (so bereits: PVG 1999 Nr. 61 und 1997 

Nr. 60). Komplett ist ein Angebot dann, wenn es alle wesentlichen, für ei-

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ne unverfälschte Beurteilung notwendigen und geforderten Angaben 

enthält. Das Fehlen oder die Falschangabe auch nur einzelner Offertposi-

tionen bewirkt im Grundsatz die Ungültigkeit und folgerichtig den Aus-

schluss des Angebots von der freien Konkurrenz. Einerseits soll dadurch 

gewährleistet werden, dass keiner der Wettbewerbsteilnehmer irgendwie 

bevorzugt wird bzw. alle mit gleich langen Spiessen kämpfen, während 

anderseits für die Vergabeinstanz damit eine klare, übersichtliche, zu kei-

nen Diskussionen Anlass gebende Ausgangslage für die anschliessende 

Entscheidungsfindung geschaffen wird. Ausschliesslich durch die den 

Submissionsvorgaben genau entsprechenden Angebote wird der Verga-

beinstanz nämlich ein aussagekräftiger und umfassender Überblick über 

das effektive Preis-/Leistungsverhältnis, die Werkqualität, die Aus-

führungstermine, die Wirtschaftlichkeit, die Arbeitszeiten, die Entlöhnung 

usw. verschafft und können die eingegangenen Offerten auf einen Nenner 

gebracht und rasch miteinander verglichen werden. Nur das Vorliegen 

ausschreibungskonformer Angebote ermöglicht es mit anderen Worten 

der entscheidenden Behörde, die einzelnen Positionen untereinander zu 

vergleichen und sie einwandfrei innerhalb der Zuschlagskriterien gegen-

einander abzuwägen und so letztlich transparent für alle Beteiligten zu 

bewerten (vgl. statt vieler: Urteile des Verwaltungsgerichtes des Kantons 

Graubünden [VGU] U 15 24 vom 14. Juli 2015 E.3b, U 15 29 vom 26. Juni 

2015 E.3b, PVG 2005 Nr. 33). Diese strenge Ausschlusspraxis zur Ungül-

tigkeit von Angeboten wurde von der Rechtsprechung dahingehend präzi-

siert, dass – um sich nicht dem Vorwurf eines überspitzten Formalismus 

auszusetzen – seitens der Vergabebehörde in Bezug auf die Ungültig-

keitserklärung und den Ausschluss von Offerten namentlich dort eine ge-

wisse Zurückhaltung geboten sei, wo die fehlenden oder unvollständigen 

Angaben ohne grossen Aufwand durch die Vergabebehörde selbst er-

gänzt werden könnten oder die Bewertung der Wirtschaftlichkeit eines 

Angebots nicht im Entferntesten von diesen Angaben abhänge (vgl. PVG 

2014 Nr. 27; VGU U 13 10 vom 16. April 2013 E.3b, U 11 19 vom 28. Juni 

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2011 E.3b, U 10 85 vom 14. September 2010 E.1b m.w.H. auf die modifi-

zierte Rechtsprechung; sowie GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., 

Rz. 446). Auf diesen Grundlagen und Überlegungen ist der vorliegende 

Streitfall materiell zu prüfen und zu entscheiden.

4. a) Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, durch das Ausfül-

len des Angebots „SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitzschutz“ und den 

Verweisen hierauf in ihren Angeboten „SKP 225.22 Spezielle Dämmun-

gen (Bodendämmung PUR und Trittschall)“ und „SKP 225.24 Spezielle 

Dämmungen (Wände und Decken XPS/EPS)“ hinlänglich vollständige 

und den Anforderungen genügende Angebote abgeliefert zu haben, wes-

halb die Ausschlüsse rechtswidrig erfolgt seien. Die Vollständigkeit des 

Angebots für die Arbeiten „SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitzschutz“ 

sei unbestritten. Die Ausschlüsse ihrer Angebote seien überspitzt forma-

listisch. Schliesslich handle es sich bei den Arbeiten gemäss „SKP 225.22 

Spezielle Dämmungen (Bodendämmung PUR und Trittschall)“ und „SKP 

225.24 Spezielle Dämmungen (Wände und Decken XPS/EPS)“ um art-

verwandte Arbeitsgattungen zu den Arbeiten „SKP 224 Bedachun-

gen/Spengler/Blitzschutz“. Die Bedachungsarbeiten eines Gebäudes sei-

en wesentlich anspruchsvoller und qualifizierter als die Dämmungen im 

Innern des Gebäudes und umfassten gleichzeitig die Arbeitsprozesse 

Letzterer, wie aus dem Baukostenplan hervorgehe. Wer für die an-

spruchsvolleren Arbeiten Flachbedachungen etc. kompetent und ein-

wandfrei qualifiziert sei, sei ohne Weiteres auch in der Lage, die gleichen 

Arbeitsgattungen im Inneren eines Gebäudes auszuführen. Die ARGE für 

die Arbeiten „SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitzschutz“ sei so vorge-

sehen und auch deklariert gewesen, dass die F._____ bei der Ausführung 

dieser Arbeiten ausschliesslich für die Spenglerarbeiten zuständig gewe-

sen wäre; die weiteren Arbeitsgattungen wären durch die Beschwerdefüh-

rerin ausgeführt worden. Entsprechend sei im Angebot „SKP 224 Beda-

chungen/Spengler/Blitzschutz“ Art und Leistung der ARGE-Partnerin mit 

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"Spengler und Beihilfe" mit einem Anteil von 20 % angegeben worden. Im 

Übrigen kenne die Bauberaterin der Beschwerdegegnerin 1 die Be-

schwerdeführerin äusserst gut, da sie in jüngerer Zeit unter anderem bei 

drei grossen Projekten zusammengearbeitet hätten. Bei diesen Projekten 

habe die Beschwerdeführerin ebenfalls Flachdacharbeiten ausgeführt. 

Sodann habe die Beschwerdeführerin dem Angebot „SKP 224 Beda-

chungen/Spengler/Blitzschutz“ eine Personalliste beigelegt, aus welcher 

einerseits die gute Qualifikation und Schulung bzw. Weiterbildung des 

Personals der Beschwerdeführerin und anderseits auch eine problemlose 

Stellvertretung des Geschäftsinhabers hervorgehe. Zudem sei die Be-

schwerdeführerin seit über 15 Jahren ISO zertifiziert, was ein weiterer Be-

leg dafür sei, dass sie eine Arbeitsgattung wie die vorliegende (Dämmun-

gen) ohne Weiteres ausführen könne. Insgesamt wäre es der Beschwer-

degegnerin 1 ohne grossen Aufwand möglich gewesen, die für die Ar-

beitsgattungen „SKP 225.22 Spezielle Dämmungen (Bodendämmung 

PUR und Trittschall)“ und „SKP 225.24 Spezielle Dämmungen (Wände 

und Decken XPS/EPS)“ notwendigen Informationen aus der für vollstän-

dig befundenen Offerte „SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitzschutz“ zu 

erschliessen. Aufgrund der grossen Ähnlichkeit der Arbeiten und des 

Wissens der Bauberaterin der Beschwerdegegnerin 1 sei es auf der Hand 

gelegen bzw. stellte es behördennotorisches Wissen dar, dass die Be-

schwerdeführerin die geforderten Qualifikationen und Ressourcen ohne 

Weiteres erfülle. 

b) Demgegenüber weisen die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 auf den Um-

stand hin, dass sich die Arbeiten nach "SKP 224 Bedachungsarbeiten" 

und "SKP 225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen" stark unterschei-

den würden und nicht beliebig austauschbar wären. Dämmarbeiten nach 

SKP 225.22 und SKP 225.24 in einem Spital seien sehr komplex und an-

forderungsreich. Was die unter „SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitz-

schutz“ von der Beschwerdeführerin angegebenen Referenzen betreffe 

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könnten diese auf die Arbeiten gemäss „SKP 225.22 Spezielle Dämmun-

gen (Bodendämmung PUR und Trittschall)“ und „SKP 225.24 Spezielle 

Dämmungen (Wände und Decken XPS/EPS)“ nicht übertragen werden, 

da solche Arbeiten dort von der Beschwerdeführerin gar nicht ausgeführt 

worden seien. Der Verweis auf die Offerte „SKP 224 Bedachungen/ 

Spengler/Blitzschutz“ sei zudem nur auf dem Formular E2 angebracht 

worden, nicht jedoch auf allen anderen Formularen, sodass die Be-

schwerdegegnerin 1 bei den Formularen ohne Verweis schlicht keinen 

Anlass gehabt habe, nach zusätzlichen Informationen in der Offerte „SKP 

224 Bedachungen/Spengler/Blitzschutz“ zu suchen. Die fehlenden Anga-

ben in den Offerten „SKP 225.22 Spezielle Dämmungen (Bodendämmung 

PUR und Trittschall)“ und „SKP 225.24 Spezielle Dämmungen (Wände 

und Decken XPS/EPS)“ habe einzig die Beschwerdeführerin zu vertreten. 

Somit habe die Beschwerdegegnerin 1 die Beschwerdeführerin zu Recht 

aus den Vergabeverfahren ausgeschlossen. 

5. a) In PVG 2014 Nr. 27 hat das streitberufene Gericht ausgeführt, dass 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Vergabebehörde − unter 

Vorbehalt des Verbots des überspitzten Formalismus − nicht verpflichtet 

sei, von Amtes wegen mangelhaft oder unvollständig eingereichte Unter-

lagen oder Angaben zu vervollständigen. Wie gesehen verlangt dieses 

Verbot von der Vergabebehörde bei der Frage eines Ausschlusses na-

mentlich dort eine gewisse Zurückhaltung, wo die fehlenden Angaben oh-

ne grossen Aufwand durch die Vergabebehörde selbst ergänzt werden 

könnten oder die Bewertung der Wirtschaftlichkeit eines Angebots nicht 

im Entferntesten von diesen Angaben abhängt (vgl. vorstehend E.3). Da-

bei ist das Kriterium "ohne grossen Aufwand" restriktiv zu verstehen; dies 

bedeutet, dass die Ergänzung für die Vergabebehörde ohne Weiteres 

präsent sein müsste (Verifizierung bereits bekannter Fakten) oder sozu-

sagen auf der Hand läge (behördennotorisches Wissen). Bei dieser Ein-

ordnung und Handhabung des freiwilligen Komplettierungsgrads kommt 

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der Vergabebehörde naturgemäss ein nicht unbedeutender Ermessens-

spielraum zu.

b) Die soeben dargestellte Rechtsprechung findet auch auf den vorliegen-

den Fall Anwendung. Dabei gilt es zunächst festzuhalten, dass die Be-

schwerdeführerin bezüglich der Arbeitsgattung „SKP 224 Bedachun-

gen/Spengler/Blitzschutz“ zusammen mit ihrer ARGE-Partnerin F._____ 

unbestrittenermassen ein vollständiges Dossier mit sämtlichen Angaben 

eingereicht hat. Dieses wurde von der Beschwerdegegnerin 1 denn auch 

als korrekt beurteilt und im entsprechenden Vergabeverfahren gewertet, 

auch wenn die Beschwerdeführerin schliesslich den Zuschlag nicht erhal-

ten hat (vgl. die entsprechende Verfügung der Beschwerdegegnerin 1 

vom 8. Dezember 2015 betreffend Vergabe der Arbeitsgattung SKP 224 

[Beilage der Beschwerdeführerin [Bf-act.] 5]). Demgegenüber reichte die 

Beschwerdeführerin in ihren Offerten zu den Arbeitsgattungen „SKP 

225.22 Spezielle Dämmungen (Bodendämmung PUR und Trittschall)“ 

und „SKP 225.24 Spezielle Dämmungen (Wände und Decken XPS/EPS)“ 

nur das Formular E1 (Selbstdeklaration/Bestätigung des Anbieters) 

vollständig ausgefüllt ein. Das Formular E2 (Firmen- und Ressourcenan-

gaben) reichte sie mit dem Hinweis "dito Offerte SKP 224 Bedachungen 

Spengler Blitzschutz" sowie dem Vermerk "Einzelleistungserbringer" ein. 

Die Formulare E3 (Organisatorische und fachliche Leistungsfähigkeit), Z1 

(Referenzobjekte) und Z3 (Schlüsselpersonen) reichte die Beschwerde-

führerin nicht ausgefüllt ein. Auf dem Formular Z5 (Termine) bestätigte die 

Beschwerdeführerin schliesslich noch die Einhaltung der Termine. Nach-

folgend sind somit die Fragen zu beurteilen, ob die fehlenden Angaben in 

den Offerten der Arbeitsgattungen „SKP 225.22 Spezielle Dämmungen 

(Bodendämmung PUR und Trittschall)“ und „SKP 225.24 Spezielle Däm-

mungen (Wände und Decken XPS/EPS)“ aus der Offerte „SKP 224 Be-

dachungen/Spengler/Blitzschutz“ bezogen werden können und − wenn ja 

− ob die Beschwerdegegnerin 1 dies zu Recht unterlassen hat. 

- 15 -

c) Wie gesehen stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass 

es sich bei den Arbeiten gemäss „SKP 225.22 Spezielle Dämmungen 

(Bodendämmung PUR und Trittschall)“ und „SKP 225.24 Spezielle Däm-

mungen (Wände und Decken XPS/EPS)“ um artverwandte Arbeitsgattun-

gen zu den Arbeiten „SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitzschutz“ hand-

le. Diese Sichtweise der Beschwerdeführerin scheitert indes bereits am 

Umstand, dass sich die beiden Arbeitsgattungen "SKP 224 Bedachungs-

arbeiten" und "SKP 225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen" inhaltlich 

deutlich unterscheiden. Nicht umsonst hat die Baubranche deshalb die 

Arbeitsgattungen SKP 224 und SKP 225 im Baukostenplan, Ausgabe 

2001 (vgl. Bf-act. 11), in zwei verschiedene Kategorien unterteilt. Entge-

gen den beschwerdeführerischen Ausführungen trifft es sodann auch 

nicht zu, dass die Bedachungsarbeiten nach SKP 224 auch die Arbeits-

gattung SKP 225 umfassen. Vielmehr unterscheidet der Baukostenplan − 

wie gesehen − explizit zwischen den Arbeitsgattungen SKP 224 und SKP 

225. Überdies ist unter SKP 224 von speziellen Dichtungen und Däm-

mungen im Sinne von SKP 225 keine Rede. Nicht gefolgt werden kann 

der Beschwerdeführerin schliesslich auch bezüglich des Arguments, wo-

nach die Arbeiten nach SKP 224 wesentlich anspruchsvoller seien als 

diejenigen nach SKP 225. Es mag zwar zutreffen, dass die Konstruktion 

eines Flachdachs insgesamt komplex und anforderungsreich ist. Gerade 

aber die Dämmarbeit, also beispielsweise das Verlegen einer Wärmeiso-

lation auf einem Flachdach, erscheint indes als nicht allzu schwierig; je-

denfalls nicht schwieriger als spezielle Dämmungen im Innern eines Ge-

bäudes, und schon gar nicht, wenn es sich beim betreffenden Objekt − 

wie vorliegend − um ein Spital mit Patientenzimmern, Operationssälen 

und Intensivstationen handelt.

Ist diese Austauschbarkeit der Arbeitsgattungen "SKP 224 Bedachungs-

arbeiten" und "SKP 225 Spezielle Dichtungen und Dämmungen" nicht ge-

- 16 -

geben, so stimmen auch die Referenzobjekte nicht überein. Entgegen 

den beschwerdeführerischen Ausführungen wurde im Formular E3 (Or-

ganisatorische und fachliche Leistungsfähigkeit), wo der Anbieter mindes-

tens zwei in den letzten fünf Jahren ausgeführte Referenzobjekte nennten 

musste, nicht auf die Offerte „SKP 224 Bedachungen/Spengler/ Blitz-

schutz“ verwiesen. Selbst wenn zugunsten der Beschwerdeführerin davon 

ausgegangen würde, der Verweis im Formular E2 (Firmen und Ressour-

cenangaben) auf die Offerte „SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitz-

schutz“ gelte auch bezüglich der Referenzobjekte, könnte die Beschwer-

deführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn bei den in der Offerte 

„SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitzschutz“ genannten Referenzobjek-

ten hat die Beschwerdeführerin, wie sie replicando selber einräumte, 

bloss Flachdacharbeiten und damit Arbeiten nach SKP 224, nicht aber 

Arbeiten der Arbeitsgattung SKP 225, ausgeführt. Folglich konnte aber 

die Beschwerdegegnerin 1 mangels Austauschbarkeit der Arbeitsgattun-

gen "SKP 224 Bedachungsarbeiten" und "SKP 225 Spezielle Dichtungen 

und Dämmungen" die vom Anbieter im Formular E3 (Organisatorische 

und fachliche Leistungsfähigkeit) zu nennenden Referenzobjekte nicht 

aus der beschwerdeführerischen Offerte „SKP 224 Bedachun-

gen/Spengler/Blitzschutz“ entnehmen. Denn die von der Beschwerdefüh-

rerin in der Offerte „SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitzschutz“ genann-

ten Referenzobjekte bezogen sich einzig auf die Arbeitsgattung "SKP 224 

Bedachungsarbeiten". Bezüglich der Arbeitsgattung "SKP 225 Spezielle 

Dichtungen und Dämmungen" sind in der beschwerdeführerischen Offerte 

„SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitzschutz“ keine Referenzobjekte ge-

nannt. Dementsprechend war die Beschwerdegegnerin 1 aber nicht in der 

Lage − geschweige denn ohne grossen Aufwand − die entsprechenden 

Angaben, wie im Formular E3 als Eignungskriterium verlangt, aus der Of-

ferte „SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitzschutz“ zu entnehmen und 

damit die unvollständigen Offerten der Beschwerdeführerin zu ergänzen. 

Die beschwerdeführerischen Offerten bezüglich der Arbeitsgattungen 

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„SKP 225.22 Spezielle Dämmungen (Bodendämmung PUR und Tritt-

schall)“ und „SKP 225.24 Spezielle Dämmungen (Wände und Decken 

XPS/EPS)“ erweisen sich demnach als unvollständig und wurden von der 

Beschwerdegegnerin 1 zu Recht von den Vergabeverfahren ausge-

schlossen. Die Frage nach dem überspitzten Formalismus stellt sich da-

mit gar nicht, da es der Vergabebehörde − wie gesehen − nicht möglich 

war, die fehlenden Angaben zu komplettieren. 

d) Obschon die Beschwerde bereits aufgrund des vorstehend Gesagten ab-

zuweisen ist, sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass auch im 

Formular Z3 (Schlüsselpersonen) der Hinweis auf die Offerte der Be-

schwerdeführerin „SKP 224 Bedachungen/Spengler/Blitzschutz“ fehlt. 

Auch diesbezüglich könnte die Beschwerdeführerin indes, selbst wenn zu 

ihren Gunsten davon ausgegangen würde, dass der Verweis im Formular 

E2 (Firmen und Ressourcenangaben) auf die Offerte „SKP 224 Beda-

chungen/Spengler/Blitzschutz“ auch bezüglich Schlüsselpersonen gilt, 

nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn in der Offerte „SKP 224 Beda-

chungen/Spengler/Blitzschutz“ wurden als leitender Bauführer/Projekt-

leiter G._____ von der A._____ AG und als Stellvertreter leichtender 

Bauführer/Projektleiter H._____ angegeben. H._____ ist Inhaber der 

F._____ und ARGE-Mitglied beim Angebot „SKP 224 Bedachun-

gen/Spengler/Blitzschutz“. Bei den Ausschreibungen der Arbeitsgattun-

gen „SKP 225.22 Spezielle Dämmungen (Bodendämmung PUR und Tritt-

schall)“ und „SKP 225.24 Spezielle Dämmungen (Wände und Decken 

XPS/EPS)“ haben er bzw. die F._____ aber nicht teilgenommen. Vielmehr 

wurden diese Offerten von der Beschwerdeführerin als Einzelleistungser-

bringerin und damit ohne ARGE-Partnerin eingereicht. Folglich fehlt für 

die Offerten „SKP 225.22 Spezielle Dämmungen (Bodendämmung PUR 

und Trittschall)“ und „SKP 225.24 Spezielle Dämmungen (Wände und 

Decken XPS/EPS)“ ein Stellvertreter. Denn es ist − wie die Beschwerde-

gegnerin 1 in ihrer Vernehmlassung vom 4. Februar 2016 zu Recht aus-

- 18 -

führt − nicht davon auszugehen, dass der in der Offerte „SKP 224 Beda-

chungen/Spengler/Blitzschutz“ als Schlüsselperson genannte H._____ in 

Arbeitsgattungen tätig sein wird, in welchen keine Arbeitsgemeinschaft 

mit der F._____ vorliegt. Daran vermag der Hinweis auf eine Personenlis-

te der Beschwerdeführerin in den Unterlagen der Offerte „SKP 224 Beda-

chungen/Spengler/Blitzschutz“ nichts zu ändern. Denn es geht im Formu-

lar Z3 (Schlüsselpersonen) nicht darum, festzustellen, ob die Anbieterin 

grundsätzlich über eine qualifizierte Person verfügt oder nicht, sondern 

darum, welche konkrete Person als Schlüsselperson angeboten wird, so-

dass diese Person aufgrund ihrer individuellen Merkmale bewertet wer-

den kann. Wie schon bezüglich Referenzobjekte erweisen sich die be-

schwerdeführerischen Offerten „SKP 225.22 Spezielle Dämmungen (Bo-

dendämmung PUR und Trittschall)“ und „SKP 225.24 Spezielle Dämmun-

gen (Wände und Decken XPS/EPS)“ somit auch unter dem Gesichtspunkt 

der Schlüsselpersonen als unvollständig und nicht ergänzungsfähig. Die 

Ausschlüsse der beschwerdeführerischen Offerten aus den Vergabever-

fahren erweisen sich auch vor diesem Hintergrund als rechtens. Da es 

der Beschwerdegegnerin 1 auch bezüglich Schlüsselpersonen nicht mög-

lich war, die fehlenden Angaben anhand der Offerte „SKP 224 Bedachun-

gen/Spengler/Blitzschutz“ zu komplettieren, spielt die Frage des über-

spitzten Formalismus auch hier keine Rolle.

6. Nach dem vorstehend Gesagten erübrigt sich grundsätzlich die Ausein-

andersetzung mit weiteren Argumenten der Beschwerdeführerin. Den-

noch sei noch kurz auf die beschwerdeführerische Aussage einzugehen, 

wonach die Bauberaterin der Beschwerdegegnerin 1 die Beschwerdefüh-

rerin aufgrund gemeinsam realisierter Projekte äusserst gut kenne und 

somit wisse, dass sie diese Aufträge ohne Weiteres ausführen könne. 

Das streitberufene Gericht hat sich im Urteil U 13 26 vom 11. Juni 2013 

mit der Anrechenbarkeit von Erfahrungen befasst. Aus diesem Urteil geht 

hervor, dass sich die Anrechenbarkeit von Erfahrungen vernünftigerweise 

- 19 -

nur auf eigene Erfahrungen der Vergabebehörde, nicht aber auf Erfah-

rungen der von der Vergabebehörde beigezogenen Projektbegleiter 

und/oder -ausführer, beziehen könne (vgl. VGU U 13 26 vom 11. Juni 

2013 E.3b). Würde man nämlich (auch) auf Erfahrungen der von der Ver-

gabebehörde beigezogener Projektbegleiter und/oder -ausführer abstel-

len, ergäbe sich eine mit dem Vergabeverfahren nicht mehr zu vereinba-

rende Zufälligkeit vorbestehender Kontakte. Dementsprechend käme es 

im vorliegenden Fall auf das Wissen und die Erfahrungen der von der Be-

schwerdegegnerin 1 beigezogenen Bauberaterin ohnehin nicht an, da de-

ren Wissen bzw. deren Erfahrungen der Beschwerdegegnerin 1 nach 

dem soeben Gesagten ohnehin nicht anzurechnen wäre. 

7. a) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Beschwerdeführerin für 

die Arbeiten „SKP 225.22 Spezielle Dämmungen (Bodendämmung PUR 

und Trittschall)“ und „SKP 225.24 Spezielle Dämmungen (Wände und 

Decken XPS/EPS)“ unvollständige Offerten abgegeben hat. Die Verweise 

auf die beschwerdeführerische Offerte „SKP 224 Bedachungen/Speng-

ler/Blitzschutz“ könnten − selbst bei Beachtung derselben − keine Abhilfe 

schaffen, da die fehlenden Angaben in der erwähnten Offerte nicht vor-

handen sind und die Beschwerdegegnerin 1 die unvollständigen Offerten 

somit gar nicht hätte ergänzen können. Die Fragestellung des überspitz-

ten Formalismus stellt sich vorliegend somit nicht. Die Beschwerdeführe-

rin hat es sich selber zuzuschreiben, wenn sie sich nicht die Mühe nimmt, 

angebotsspezifisch zwei Referenzprojekte und zwei Schlüsselpersonen 

zu benennen. Das Risiko dieser Unterlassungen trägt die Beschwerdefüh-

rerin. Das Einreichen derart unvollständiger Offerten stellt − unter Vorbe-

halt des Verbots des überspitzten Formalismus, welcher vorliegend aber, 

wie gesehen, keine Rolle spielt − ein objektiver Grund dar, die entspre-

chenden Offerten in Anwendung von Art. 22 Abs. 1 lit. c und d SubG von 

den Vergabeverfahren auszuschliessen. Die angefochtenen Vergabever-

fügungen vom 8. Dezember 2015 erweisen sich nach dem vorstehend 

- 20 -

Gesagten als rechtens, was zu deren Bestätigung und zur Abweisung der 

dagegen erhobenen Beschwerde vom 21. Dezember 2015 führt, soweit 

darauf einzutreten ist (vgl. vorstehend. E.2c). 

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

Angesichts der Auftragssumme der drei in den beiden Verfahren 

U 15 118 und U 15 119 behandelten Aufträge "SKP 225.22 Spezielle 

Dämmungen (Bodendämmungen PUR und Trittschall)", "SKP 225.23 

Spezielle Dämmungen (Schaumglasdämmungen)" und "SKP 225.24 

Spezielle Dämmungen (Wände und Decken XPS/EPS)" von gesamthaft 

rund Fr. 830'000.-- (netto) sowie der mittelgradigen Komplexität der zu 

beurteilenden Streitsache erscheint eine Staatsgebühr von gesamthaft 

Fr. 5'000.--, davon zwei Drittel im Verfahren U 15 118 und ein Drittel im 

Verfahren U 15 119, als angemessen. Aussergerichtlich hat die Be-

schwerdeführerin die anwaltlich vertretene und obsiegende Beschwerde-

gegnerin 2 gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG zu entschädigen, wobei dazu auf 

die Honorarnote des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin 2 vom 

31. März 2016 abgestellt werden kann. Der darin ausgewiesene Arbeits- 

und Zeitaufwand (total 18.875 Arbeitsstunden à Fr. 250.-- [= Fr. 4'718.75] 

zuzüglich 3 % Barauslagen [= Fr. 141.60]) ist gerechtfertigt und bedarf 

keiner Korrekturen. Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin 

2 somit aussergerichtlich mit gesamthaft Fr. 4'860.35 zu entschädigen. 

Der Beschwerdegegnerin 1 steht demgegenüber gemäss Art. 78 Abs. 2 

VRG keine aussergerichtliche Entschädigung zu, da sie lediglich in ihrem 

amtlichen Wirkungskreis obsiegte.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

- 21 -

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'333.35

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 466.00

zusammen Fr. 3'799.35

gehen zulasten der A._____ AG und sind innert 30 Tagen seit Zustellung 

dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, 

Chur, zu bezahlen.

3. Aussergerichtlich hat die A._____ AG die C._____ mit gesamthaft 

Fr. 4'860.35 zu entschädigen.

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