# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 265cc1a7-f9ee-5453-ab4f-95a22ed363a0
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-10
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 10.07.2017 605 2016 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2016-30_2017-07-10.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2016 30

Urteil vom 10. Juli 2017

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Susanne Genner 
Gerichtsschreiber: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Frau lic. iur. Claudia 
Pascale-Armanaschi, Inclusion Handicap

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz

Gegenstand Invalidenversicherung

Beschwerde vom 9. Februar 2016 gegen den Entscheid vom 6. Januar 
2016

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________ (geb. 1959) nahm 1979 ein Medizinstudium an der B.________ auf, welches er 
1983 nach zweimaligem Nichtbestehen des 2. Propädeutikums abbrach. Ein danach begonnenes 
Studium der Rechtswissenschaft brach er 1986 ebenfalls ab und arbeitete fortan temporär als 
Hilfsarbeiter im Baugewerbe, in der Industrie und im Dienstleistungsbereich. Ab 1990 war er bei 
den C.________ Betrieben (heute: D.________) im Bereich Paketversand angestellt. 1999 
verheiratete er sich; das Paar bekam zwei Töchter (geb. 2003 und 2005). Ab 2010 lebten die Gat-
ten getrennt, und 2013 wurde die Ehe geschieden. Nach einer 2008 erfolgreich abgeschlossenen 
Alkoholentzugstherapie in der Klinik E.________ (keine Primärakten vorhanden) trat der 
Versicherte wegen depressiver Entwicklung am 10. Januar 2010 freiwillig in die Privatklinik 
F.________ in G.________ ein, wo er bis am 20. April 2010 verblieb. Im April 2010 begab sich der 
Versicherte zu Dr. med. H.________, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in 
Behandlung. Es folgte ein zweiter Aufenthalt in der Privatklinik F.________ vom 10. Januar 2011 
bis am 25. März 2011. Vom 19. November 2012 bis am 5. Januar 2013 war der Versicherte ein 
drittes Mal in dieser Klinik hospitalisiert. Dr. med. I.________, leitender Arzt, und J.________, 
Assistenzärztin, diagnostizierten im Austrittsbericht vom 30. Januar 2013 (Vorakten S. 103) eine 
rezidivierende ängstlich-depressive Episode F33.2 und sekundäre Abhängigkeit von 
Benzodiazepinen F13.21 im Rahmen psychosozialer Überforderung Z63.0, Z56.3. Ab 14. Januar 
2013 wurde das Arbeitspensum des Versicherten bei D.________ auf 50% reduziert. Das 
Arbeitsverhältnis wurde per Ende 2014 beendet. 

B. Am 2. Juli 2013 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung an. Als ge-
sundheitliche Beeinträchtigung gab er „Psychische Störung (ev. bipolare Störung)“ an. Vom 
13. Februar 2014 bis am 14. Mai 2014 war der Versicherte wiederum in der Privatklinik 
F.________ hospitalisiert. Gestützt auf den Austrittsbericht von Dr. med. K.________, leitender 
Arzt, und L.________, lic. phil., Psychologin, vom 6. Juni 2014 (Vorakten S. 129) nannte 
M.________, med. prakt. Allgemeine Medizin FMH, in seinem Bericht zu Handen des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 26. Juni 2014 (Vorakten S. 136) folgende Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Schwere depressive Episode F32.2 mit sekundärem 
Alkoholabusus F10.24 und sekundärer und iatrogener Benzodiazepinabhängigkeit F13.24. Als 
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gab er Überforderung mit Scheidungssituation 
und Verlust des Arbeitsplatzes Z63.0, Z56.3 an. Die bisherige Tätigkeit als Mitarbeiter im 
Innendienst bei D.________ sei momentan nicht zumutbar; eine Wiedereingliederung sei zur Zeit 
noch kein Thema.

Vom 14. Mai 2014 bis am 11. Juli 2014 befand sich der Versicherte im stationären Behandlungs-
zentrum N.________ in E.________; danach besuchte er die O.________ (vgl. Bericht von Dr. 
P.________, stellvertretende Oberärztin, und Q.________, Fachpsychologin für Psychotherapie 
FSP, vom 22. Dezember 2014 [Vorakten S. 168]). Von dort wurde der Versicherte an Dr. 
R.________ vom Institut S.________ überwiesen, um mittels MRI eine Hirnschädigung als Folge 
des jahrelangen Alkoholabusus ausschliessen zu können. Gemäss Bericht von Dr. R.________ 
vom 13. Oktober 2014 (Vorakten S. 161) konnte das MRI nicht fertiggestellt werden, weil der 
Patient die Maschine vorzeitig verlassen habe.

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Das T.________ errichtete am 23. September 2014 eine Vertretungsbeistandschaft mit 
Einkommens- und Vermögensverwaltung über den Versicherten. Beim Beistand handelte es sich 
um einen Mitarbeiter des Sozialdienstes U.________.

Am 11. November 2014 gab die IV-Stelle eine psychiatrische Abklärung des Versicherten in Auf-
trag. Dr. med. V.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete das Gut-
achten am 15. Januar 2015 (Vorakten S. 207). Er nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit:

a) Abhängigkeitssyndrom von Benzodiazepin F13.25 (…) in Kombination mit Abhängig-
keitssyndrom von Alkohol F10.241 (…), mit/bei

- suchtbedingter anderer anhaltender kognitiver Störung F1x.74, DD beginnender 
organischer dementieller Entwicklung F02.8/F1x.73;

- chronifizierter depressiver Entwicklung, aktuell (unter suffizienter Psychopharmaka-
therapie) maximal leichtgradig, mit Verdacht auf Anteile eines residualaffektiven Zustands-
bildes F1x.72, DD organische affektive Störung F06.3x, aktuell F06.32;

- Verdacht auf leichte Persönlichkeitsalteration F1x.71;

b) Verdacht auf iatrogene, unerwünschte Neben- und Kreuzeffekte einer massiven Psycho-
pharmakatherapie (…).

Der Gutachter kam zum Schluss, dass seit ca. 2013 zumindest für intellektuell-kognitiv anspruchs-
volle und emotional belastende Tätigkeiten keine in der freien Wirtschaft verwertbare Arbeitsfähig-
keit mehr vorliege. Indessen dürfte sich medizinisch-theoretisch ein nicht unerheblicher Teil der 
durch Alkohol und Medikamente induzierten geistigen und psychischen Störungen bei voller Absti-
nenz und unter einer sinnvoll gestrafften Medikation als reversibel erweisen. 

Dr. med. W.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, würdigte das psychiat-
rische Gutachten von Dr. med. V.________ im Bericht zu Handen des RAD vom 16. Februar 2015 
(Vorakten S. 214) wie folgt: Der Gutachter äussere einen Verdacht auf einen invalidisierenden 
geistigen Gesundheitsschaden infolge von Sucht. Verdachtsdiagnosen dürften nicht unter die Dia-
gnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eingereiht werden bzw. seien vom RAD nicht als 
solche zu berücksichtigen. Der Gutachter könne zudem nicht einschätzen, inwieweit der Gesund-
heitsschaden bei zukünftiger Abstinenz reversibel sei. Der Versicherte habe sich daher im Rahmen 
der Schadenminderungspflicht einer kontrollierten Abstinenz und Reduktion der Medikation zu un-
terziehen. Nach 3 Monaten sei eine Untersuchung bei einem Neuropsychologen und nicht bei ei-
nem Psychiater durchzuführen, um die Frage nach cerebralen Schäden infolge von Alkohol- und 
eventuell Benzodiazepinmissbrauch zu beantworten. Erst dann könne der Fall abschliessend be-
urteilt werden. 

Am 2. März 2015 (Vorakten S. 217) richtete die IV-Stelle ein Schreiben mit dem Betreff „Auffor-
derung zur Schadenminderung“ an den Beistand des Versicherten, mit Kopie an den Versicherten 
sowie an die O.________, wo dieser sich aufhielt. Darin wurde der Versicherte aufgefordert, 
Kontakt mit seinen behandelnden Ärzten, insbesondere mit seinem Psychiater, aufzunehmen, um 
die Behandlung im Sinn einer Einstellung des Alkoholkonsums und Reduktion des Medikamen-
tenkonsums zu besprechen. Monatlich sei eine Kopie des „Blatts für psychiatrische Behandlung“ 
einzureichen zum Beweis, dass die Therapie befolgt werde. Alle 3 Monate habe sich der Versi-

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cherte einer Blutentnahme und Urinkontrolle zu unterziehen, welche die Alkoholabstinenz sowie 
die korrekte Einnahme der Medikamente bestätigen würden. Die Resultate seien jeweils alle 3 
Monate unaufgefordert einzureichen. Nach erfolgreicher Abstinenz werde sie – die IV-Stelle – ein 
neurologisches Gutachten in Auftrag geben. Dr. X.________, Oberarzt, und Q.________, 
Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, von der O.________ geben in ihrem Antwortschreiben 
vom 25. März 2015 (Vorakten S. 220) zu bedenken, es sei eher unrealistisch, bei diesem 
Patienten eine langanhaltende Alkoholabstinenz zu erwarten. Zudem habe der Patient durch den 
nachgewiesenen Schwund der Corpora Mamillaria als unmittelbaren dauerhaften Alkohol-
folgeschaden offensichtlich schon eine Wernicke-Enzephalopathie-Episode erlebt, welche nicht 
zwangsläufig diagnostisch erkannt worden sei. Ein solcher objektiver organischer Schaden sei 
ohnehin mit erheblichen kognitiven Einbussen verbunden. Vermutlich sei der rein organische Be-
fund des Patienten im Gutachten von Dr. med. V.________ nicht ausreichend gewürdigt worden. 
Deswegen hätten sie beschlossen, eine stationäre Alkoholentgiftung und Straffung der bisherigen 
Medikation zu veranlassen und anschliessend erneut eine kognitive Testung durchzuführen.

Am 7. April 2015 begab sich der Versicherte in das stationäre Behandlungszentrum N.________ in 
E.________ (vgl. Bericht der Dres. Y.________, Oberärztin, und Z.________, Assistenzarzt, vom 
15. September 2015 [Vorakten S. 243]). Seit dem 4. Mai 2015 befand er sich in AA.________, 
Klinik für Suchtbehandlungen, in AB.________. Ein Mitarbeiter dieser Klinik teilte der IV-Stelle am 
9. September 2015 (Vorakten S. 231) mit, weder der Versicherte selbst noch dessen Beistand 
seien im Besitz der Aufforderung zur Schadenminderung vom 2. März 2015. Es seien keine Blut-
untersuchungen durchgeführt worden; man habe lediglich Kenntnis vom „Blatt über psychiatrische 
Behandlung“. Die während des stationären Aufenthalts in AA.________ durchgeführten Atemtests 
seien allesamt negativ gewesen.

Die IV-Stelle beauftragte am 17. August 2015 (Vorakten S. 229) lic. phil. AC.________, Fachpsy-
chologe für Neuropsychologie FSP, mit der Abklärung gemäss der Empfehlung des RAD vom 
16. Februar 2015 (Vorakten S. 214). Gestützt auf das neuropsychologische Gutachten vom 
23. Oktober 2015 (Vorakten S. 257) kam Dr. med. W.________ im Bericht zu Handen des RAD 
vom 27. Oktober 2015 (Vorakten S. 259) zum Schluss, es lägen keine irreversiblen Hirnschäden 
vor. 

Mit Vorbescheid vom 9. November 2015 (Vorakten S. 262) teilte die IV-Stelle dem Versicherten 
mit, es bestehe kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Nachdem die Frist zur 
Erhebung eines Einwands ungenutzt abgelaufen war, wies sie das Leistungsbegehren am 6. Ja-
nuar 2016 ab. Zur Begründung führte sie an, die Arbeitsunfähigkeit sei einzig durch die massive 
Überdosierung von sedierenden Medikamenten bedingt, weshalb keine Invalidität im Sinn des Ge-
setzes vorliege.

C. Gegen die Verfügung vom 6. Januar 2016 erhob der Versicherte, vertreten durch Frau lic. 
iur. Claudia Pascale-Armanaschi, Inclusion Handicap, am 9. Februar 2016 Verwaltungsgerichts-
beschwerde beim Kantonsgericht mit dem Antrag, die angefochtene Verfügung aufzuheben und 
ihm eine Rente zuzusprechen; eventuell sei die Angelegenheit an die IV-Stelle zurückzuweisen, 
damit sie den Sachverhalt medizinisch erneut abkläre, sobald die Reduktion der Medikamente in 
zumutbarem Ausmass erfolgt sei. Zudem beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen Pro-
zessführung mit Frau lic. iur. Claudia Pascale-Armanaschi als Rechtsbeistand. Dieses Begehren 
hiess das Kantonsgericht am 8. März 2016 insoweit gut, als damit um Befreiung von den Verfah-
renskosten ersucht worden war. Den Antrag auf Bestellung von Frau lic. iur. Claudia Pascale-

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Armanaschi als unentgeltlichen Rechtsbeistand wies es ab mit der Begründung, dass gemäss Ge-
setz und Rechtsprechung nur patentierte und im Anwaltsregister eingetragene Rechtsanwältinnen 
und Rechtsanwälte vom Staat als unentgeltlicher Rechtsbeistand eingesetzt werden könnten. 

In der Sache trägt der Versicherte im Wesentlichen vor, ein invalidisierender Gesundheitsschaden 
und mithin der Grad der Arbeitsunfähigkeit könne nur beurteilt werden, wenn nicht nur der Alkohol-
konsum, sondern auch die Medikamenteneinnahme reduziert werde. Weil dies nicht geschehen 
sei, hätte lic. phil. AC.________ keine Leistungsfähigkeit in der früher ausgeübten Tätigkeit 
festlegen dürfen. Zusammenfassend habe er – der Versicherte – deshalb Anspruch auf eine 
Rente.

Die IV-Stelle hält mit Bemerkungen vom 22. Juni 2016 an ihrem Entscheid fest. Das Rentengesuch 
sei nicht wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht abgewiesen worden; der Versicherte sei 
dieser nachgekommen, indem er sich in stationäre Behandlung begeben habe. Dr. AC.________ 
sei bei gut eingehaltener Alkoholabstinenz, aber kaum erfolgter Reduktion der Medikation nach 7 
Monaten seit Aufforderung zur Schadenminderung in der Lage gewesen, das Zumutbarkeitsprofil 
des Versicherten zu beurteilen. Der RAD habe am 27. Oktober 2015 bestätigt, dass die 
Begutachtung von Dr. AC.________ ausreichend sei, um ein Zumutbarkeitsprofil zu erstellen. 
Somit bedürfe es keiner weiteren medizinischen Abklärung.

Der Versicherte, weiterhin vertreten durch Frau lic. iur. Claudia Pascale-Armanaschi, Inclusion 
Handicap, hält mit Gegenbemerkungen vom 1. September 2016 an seinem Standpunkt fest, die 
Frage, ob eine chronische Beeinträchtigung als Folge des langjährigen Alkohol- und Benzodiaze-
pinabusus vorliege, könne erst beantwortet werden, wenn auch die Medikamenteneinnahme re-
duziert bzw. sistiert werde. Deswegen müsse die Arbeitsfähigkeit medizinisch näher abgeklärt wer-
den.

Die IV-Stelle hat am 15. September 2016 auf Schlussbemerkungen verzichtet und im Übrigen an 
ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde festgehalten.

Die AD.________ hat am 14. November 2016 auf eine Stellungnahme verzichtet.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 6. Januar 2016 ist rechtzeitig im Sinn von Art. 60 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG; SR 830.1) eingereicht worden. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 
ist gehörig bevollmächtigt, und die Formerfordernisse gemäss Art. 61 lit. b ATSG sind erfüllt. Der 
Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung durch den Entscheid direkt be-
troffen und damit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 59 ATSG). Das Kantonsgericht ist zur 
Behandlung der Beschwerde zuständig (Art. 58 Abs. 1 ATSG, Art. 114 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
des Kantons Freiburg vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). 

Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

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2. a) Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit 
oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-
rung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlie-
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf 
eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

b) Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG in 
Verbindung mit Art. 16 ATSG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in 
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid ge-
worden wäre (sog. Valideneinkommen). 

c) Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spe-
zialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ein-
sicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, ist volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverläs-
sigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4). Das Sozialversicherungsgericht ist in der 
Beweiswürdigung frei (Art. 61 lit. c ATSG). Es hat alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine 
zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei ein-
ander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist also ent-
scheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) ab-
gegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 
sind (BGE 125 V 351 E. 3a).

d) Nach der Rechtsprechung führt Drogensucht (wozu Alkoholismus und Medikamenten-
missbrauch gehören) als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes. Dagegen wird sie 
im Rahmen der Invalidenversicherung relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt 
hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Ge-
sundheitsschaden eingetreten ist, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen 
Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 E. 3c S. 268). Aus letzte-
rem Leitsatz folgt nicht, dass die Auswirkungen einer Drogensucht, die ihrerseits auf einen Ge-

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sundheitsschaden zurückgeht, per se invaliditätsbegründend sind. Die zitierte Praxis setzt vielmehr 
den Grundsatz um, dass funktionelle Einschränkungen nur anspruchsbegründend sein können, 
wenn sie sich als Folgen selbstständiger Gesundheitsschädigungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und 
Art. 4 Abs. 1 IVG). Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwischen psychosozialen oder 
soziokulturellen Umständen und fachärztlich festgestellten psychischen Störungen von Krank-
heitswert (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299): Wo die Gutachter im Wesentlichen nur Befunde erheben, 
welche in der Drogensucht ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist 
kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn davon aus-
zugehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustandsbild bei einer (angenommenen) 
positiven Veränderung der suchtbedingten psychosozialen Problematik wesentlich bessern (und 
die damit verbundene Beeinträchtigung des Leistungsvermögens sich entsprechend verringern) 
würde. Es ist auch nicht entscheidend, ob die Drogensucht Folge eines körperlichen oder geistigen 
Gesundheitsschadens ist oder ob die Sucht ausserhalb eines Kausalzusammenhangs mit dem 
versicherten Gesundheitsschaden steht. In beiden Konstellationen sind reine Suchtfolgen IV-recht-
lich irrelevant, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Hingegen sind sie gleicher-
massen IV-rechtlich relevant, soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigenständi-
gen Gesundheitsschaden stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Drogensucht – einem Symp-
tom gleich – Teil eines Gesundheitsschadens bildet (BGE 99 V 28 E. 3b); dies unter der Voraus-
setzung, dass nicht allein die unmittelbaren Folgen des Rauschmittelkonsums, sondern wesentlich 
auch der psychiatrische Befund selbst zu Arbeitsunfähigkeit führt. Sodann können selbst reine 
Suchtfolgen invalidisierend sein, wenn daneben ein psychischer Gesundheitsschaden besteht, 
welcher die Betäubungsmittelabhängigkeit aufrecht erhält oder deren Folgen massgeblich ver-
stärkt. Umgekehrt können die Auswirkungen der Sucht (unabhängig von ihrer Genese) wie andere 
psychosoziale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie den Wir-
kungsgrad der Folgen eines Gesundheitsschadens beeinflussen (Urteile BGer 8C_582/2015 vom 
8. Oktober 2015 E. 2.2; 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.; 9C_856/2012 vom 19. August 
2013 E. 2 mit Hinweisen). Diese Rechtsprechung gilt ungeachtet der in BGE 141 V 281 geänder-
ten Praxis im Zusammenhang mit somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren psycho-
somatischen Leiden (Urteil BGer 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 4).

3. a) Der Beschwerdeführer macht geltend, die Begutachtung bei lic. phil. AC.________ sei 
nicht opportun gewesen, nachdem die gemäss Aufforderung zur Schadenminderung vom 2. März 
2015 verlangten Unterlagen (Blatt für psychiatrische Behandlung sowie Resultate der Blut- und 
Urinuntersuchungen) nicht eingesandt worden seien. Der behandelnde Psychiater, Dr. med. 
H.________, sei gar nie über die Aufforderung zur Schadenminderung informiert worden. Dr. med. 
W.________ habe eine neuropsychologische Untersuchung nur als sinnvoll erachtet, wenn er – 
der Beschwerdeführer – den Alkoholkonsum einstellen und die Medikamenteneinnahme 
reduzieren würde. Er habe davon ausgehen dürfen, dass die Ärztinnen und Ärzte ihn 
entsprechend den Vorgaben der IV-Stelle behandeln würden, zumal dies im Schreiben der 
O.________ vom 25. März 2015 in Aussicht gestellt worden sei. Schliesslich hätte die IV-Stelle ihn 
– den Beschwerdeführer – oder seinen Beistand auf die Konsequenzen der Nichtbefolgung der 
Schadenminderungspflicht aufmerksam machen müssen. 

Ob der Beschwerdeführer seinen Hauptantrag auf Zusprechung einer Rente implizit zurückgezo-
gen hat, indem er in seinen Gegenbemerkungen vom 1. September 2016 einzig dafür hielt, die 
Arbeitsfähigkeit sei medizinisch näher abzuklären (gemäss dem Eventualantrag in der Beschwer-
de), kann aufgrund der nachfolgenden Erwägungen offen bleiben. 

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b) Das Schreiben betreffend Schadenminderung vom 2. März 2015 (Vorakten S. 217) 
erging gestützt auf Art. 43 Abs. 2 ATSG. Nach dieser Bestimmung hat sich die versicherte Person 
ärztlichen und fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, soweit diese für die Beurteilung not-
wendig sind. Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers war die Zustellung dieser Verfü-
gung korrekt. Zwar trifft zu, dass Dr. med. H.________ nicht direkt informiert wurde; allenfalls hätte 
er mit einer Kopie bedient werden können. Adressat der Verfügung war indessen der 
Beschwerdeführer selbst. Dessen Beistand erhielt sie per Einschreiben an jene Adresse zugestellt, 
die er in seinem Schreiben an die Vorinstanz vom 2. Oktober 2014 (Vorakten S. 150) ausdrücklich 
als Korrespondenzadresse für den Beschwerdeführer angegeben hatte. Es ist somit davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Verfügung erhalten hat. Auch sein Psychiater war 
informiert, denn nach Angabe der Vorinstanz wurde das „Blatt psychiatrische Behandlung“ zweimal 
durch die O.________ und einmal durch Dr. med. H.________ ausgefüllt und eingesandt. Was die 
Eröffnung der Verfügung im engeren Sinn betrifft, kann man sich fragen, ob ein Hinweis 
angebracht gewesen wäre, wie die Vorinstanz im Fall der Nichtbeachtung der Aufforderungen 
verfahren würde (vgl. Art. 43 Abs. 3 und Art. 21 Abs. 4 ATSG). Die Frage kann aber offen bleiben, 
nachdem sich der Beschwerdeführer am 7. April 2015 in stationäre Behandlung begeben und sich 
der Begutachtung durch lic. phil. AC.________, welche am 24. Juli 2015 (Vorakten S. 226) 
ordnungsgemäss angekündigt worden war, nicht widersetzt hat. 

c) Dr. med. V.________ kam in seinem Gutachten vom 15. Januar 2015 (Vorakten S. 207) 
zum Schluss, es liege keine psychiatrische Krankheit vor. Er hielt fest, prognostisch würden ein-
fache, anspruchsarme, eher grobmotorische Hilfstätigkeiten entsprechend jener bei D.________ 
(oder alternativ z.B. in der Landwirtschaft) unter diesen Bedingungen mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit theoretisch wieder zumutbar, und zwar zu 50% oder mehr, eher vollzeitig mit 
möglicherweise um 20% verminderter Leistung. Zunächst gehe es um Herstellung von Abstinenz 
und sinnvoller Medikation. Vom Patienten könnten ein totaler Verzicht auf Benzodiazepine zu-
gunsten nicht suchterzeugender Medikamente sowie die Einnahme von Antabus verlangt werden, 
zumal er nur leichtgradig deprimiert sei. Zurzeit komme nur eine Beschäftigung in geschütztem 
Rahmen in Frage, maximal halbtags mit der Möglichkeit zur Steigerung. Der Suchtmittelkonsum 
dauere an, wobei Benzodiazepin im Vordergrund stehe, Alkohol weniger. Abstinenzbemühungen 
bezüglich der Benzopdiazepine seien bisher nur halbherzig durchgehalten worden und gescheitert; 
seitens des behandelnden Arztes werde das Medikament Temesta sogar immer grosszügiger 
abgegeben. 

Die zusätzliche Begutachtung bei lic. phil. AC.________ war veranlasst worden, weil aufgrund des 
Gutachtens von Dr. med. V.________ nicht zweifelsfrei gesagt werden konnte, ob allfällige 
cerebrale Schäden vorhanden seien und wenn ja, ob diese irreversibel seien. Während der 
stationären Behandlung vom 7. April 2015 bis zur neuropsychologischen Untersuchung am
21. Oktober 2015 konnte die Alkoholabstinenz gut eingehalten werden; indessen gelang es 
offenbar nicht, den Medikamentenkonsum nennenswert einzuschränken. Warum die Blut- und 
Urintests nicht durchgeführt wurden, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Die in der Klinik 
AA.________ durchgeführten Atemtests waren indessen alle negativ (Vorakten S. 231), so dass 
auf eine erfolgreiche Alkoholabstinenz geschlossen werden konnte. 

In der neuropsychologischen Untersuchung vom 21. Oktober 2015 zeigten sich insgesamt leichte 
bis mittelschwere kognitive Funktionsbeeinträchtigungen (Vorakten S. 249). Im Zusammenhang 
mit möglichen Alkoholfolgeschäden diskutierte lic. phil. AC.________ insbesondere die Frage, ob 
das im MRI-Befund von Dr. R.________ vom 13. Oktober 2014 (Vorakten S. 173) erwähnte 

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diskrete Hypersignal um den dritten Ventrikel, welches auf eine Atrophie der Mamillarkörper 
hingewiesen habe, tatsächlich auf eine Wernicke-Enzephalopathie schliessen lassen könnte. Der 
Gutachter verneinte dies mit der Begründung, das Befundmuster der aktuellen Untersuchung 
deute nicht auf eine Wernicke-Enzephalopathie hin. Typisch dafür wäre, dass Beeinträchtigungen 
des Gedächtnisses und der Exekutivfunktionen im Vordergrund stünden; dies sei aber nicht der 
Fall. Das eigentliche verbale Gedächtnis und das visuell-figurale Gedächtnis seien gut erhalten, 
ebenso die Handlungsplanung und die Umstellfähigkeit, was für eine Wernicke-Enzephalopathie 
atypisch sei. Zudem müssten dafür auch Gang- und Standunsicherheit im Zusammenhang mit 
einer zerebellären Ataxie sowie Augenbewegungsstörungen und Augenmuskellähmungen 
vorhanden sein; solche seien beim Exploranden nie beschrieben worden. Mit hoher 
Wahrscheinlichkeit sei schon in der Zeit der Behandlung im stationären Behandlungszentrum 
N.________ (vgl. Vorakten S. 167) keine Wernicke-Enzephalopathie vorhanden gewesen. Die 
kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen dürften in erster Linie eine Begleiterscheinung der schon 
damals massiv dämpfenden und sedierenden Medikation gewesen sein. Ob das im MRI vom
13. Oktober 2014 festgestellte minime Hypersignal um den dritten Ventrikel tatsächlich einer 
relevanten Atrophie der Mamillarkörper entsprochen habe, sollte seines Erachtens nochmals durch 
eine neuroradiologische Zweitmeinung evaluiert werden (Vorakten S. 249, 248). 

Sodann wies lic. phil. AC.________ (wie zuvor schon Dr. med. V.________) darauf hin, dass die 
kognitive Leistungsfähigkeit bei einem weitgehenden Verzicht auf sedierende Medikamente massiv 
verbessert werden könnte. Eine Abgrenzung der Wirkungen der aktuellen Medikation zu allfälligen 
chronischen kognitiven Beeinträchtigungen als Folge des langjährigen Alkohol- und Benzodia-
zepinabusus sei nur nach der Sistierung der Suchtmitteleinnahme möglich (Vorakten S. 248).

d) Dr. med. W.________ kam aufgrund der Ergebnisse des Gutachtens von lic. phil. 
AC.________ im Bericht zu Handen des RAD vom 27. Oktober 2015 (Vorakten S. 258) zum 
Schluss, es lägen keine irreversiblen Hirnschäden vor. Eine zusätzliche bildgebende 
Untersuchung, wie von lic. phil. AC.________ vorgeschlagen, würde keinen weiteren Aufschluss 
bringen, weil nicht die Bildgebung, sondern die funktionellen Einschränkungen massgeblich seien. 
Diese aber seien von lic. phil. AC.________ eindeutig dahingehend beschrieben worden, dass sie 
keiner Enzephalopathie entspringen würden. 

Mit dieser Einschätzung wird die Tatsache übergangen, dass der Gutachter lic. phil. AC.________ 
als Neuropsychologe nicht über eine ärztliche Ausbildung verfügt und dementsprechend keine für 
die Invalidenversicherung verbindlichen Diagnosen stellen kann (vgl. Urteile BGer 9C_275/2016 
vom 19. August 2016 E. 4.3.2; 8C_905/2014 vom 23. Juli 2015 E. 6.1). Dr. med. W.________, 
welcher die Begutachtung in dieser Form angeregt hatte, übernahm kritiklos die Aussage, wonach 
keine Wernicke-Enzephalopathie vorliege. Dies, obwohl der Oberarzt Dr. X.________ und die 
Fachpsychologin FSP Q.________ von der O.________ in ihrem Schreiben vom 25. März 2015 
(Vorakten S. 220) Bedenken geäussert hatten, was die diagnostische Würdigung des MRI vom
13. Oktober 2014 hinsichtlich der Mamillarkörper betraf. Zudem überging Dr. med. W.________ 
die Meinung des Gutachters, wonach eine relevante Atrophie der Mamillarkörper 
neuroradiologisch abzuklären sei, mit der Begründung, nicht die Bildgebung sei massgeblich, 
sondern die funktionellen Einschränkungen. Indem die Vorinstanz sich dieser Sichtweise 
anschloss, missachtete sie den Grundsatz, dass die Diagnose bzw. der Ausschluss befürchteter 
Befunde die Grundlage bildet für die invalidenversicherungsrechtliche Beurteilung gesundheitlicher 
Beeinträchtigungen. Die Ursache für die – immerhin mittelschweren – kognitiven 
Funktionseinschränkungen des Beschwerdeführers wurde nicht gefunden. Die Schlussfolgerung, 

Kantonsgericht KG

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wonach diese Einschränkungen durch die Medikamentensucht bedingt und folglich reversibel 
seien, beruht auf Vermutungen und kann sich nicht auf medizinische Diagnosen stützen. Dies 
namentlich auch deshalb, weil im Vorfeld der neuropsychologischen Gutachten eine namhafte 
Reduktion der Medikamentenkonsums eben gerade nicht erreicht worden war. Die Ergebnisse der 
Expertise von lic. phil. AC.________ vermögen die Zweifel, welche Dr. med. V.________ im 
Gutachten vom 15. Januar 2015 (Vorakten S. 207) durch den Verdacht einer suchtbedingten 
anhaltenden kognitiven Störung, differenzialdiagnostisch einer beginnenden organischen 
dementiellen Entwicklung, geäussert hatte, nicht zu beseitigen. Diese Elemente wurden durch die 
Expertise von lic. phil. AC.________ weder bestätigt noch entkräftet, was aufgrund von dessen 
Fachrichtung (Neuropsychologie) zu erwarten war. Schliesslich bleibt auch die Genese der Benzo-
diazepinabhängigkeit im Dunkeln: Es kann aufgrund der vorliegenden ärztlichen Unterlagen und 
mit Blick auf die langjährige Krankheitsgeschichte des nicht mehr jungen Beschwerdeführers nicht 
ausgeschlossen werden, dass dem Medikamentenmissbrauch eine psychische Erkrankung vor-
ausging bzw. zugrunde liegt. Um dies genau prüfen zu können, müsste es aber vorher zu einer 
Reduktion des Medikamentenkonsums kommen, wie es dies Dr. med. W.________ in seinem 
Bericht vom 16. Februar 2015 selber festgehalten hatte; dies ergibt sich ferner auch aus der 
Einschätzung von lic. phil AC.________, der festhielt, dass eine Abgrenzung der Wirkungen der 
aktuellen Medikation zu allfälligen chronischen kognitiven Beeinträchtigungen als Folge des 
langjährigen Alkohol- und Benzodiazepinabusus nur nach der Sistierung der Suchtmitteleinnahme 
möglich sei.

e) Nachdem die Schlussfolgerungen der Gutachter in wesentlichen Teilen nicht begründet 
und folglich nicht nachvollziehbar sind, hätte die Vorinstanz nicht auf die Einschätzung von Dr. 
med. W.________ abstellen dürfen, welche dieser am 27. Oktober 2015 zu Handen des RAD 
abgegeben hatte. Es bedarf eines bidisziplinären, psychiatrisch-neurologischen Gutachtens, um 
den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Hinblick auf dessen Beeinträchtigungen, 
namentlich die kognitiven Funktionseinschränkungen, zu beschreiben. Im Vorfeld dazu ist es 
angebracht, entsprechend den Angaben im vorerwähnten Bericht von Dr. med. W.________ vom 
16. Februar 2015, dass sich der Beschwerdeführer erneut einer kontrollierten Abstinenz und 
Reduktion der Medikation unterzieht.

Die Angelegenheit ist an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie diese Abklärung in die Wege 
leite und gestützt auf die Ergebnisse, gegebenenfalls (vgl. E. 2d) nach Durchführung eines Ein-
kommensvergleichs, erneut über einen allfälligen Rentenanspruch befinde.

4. a) Gemäss den vorstehenden Erwägungen erweist sich die Beschwerde als begründet und 
ist gutzuheissen, soweit damit die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung 
an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung beantragt wird (vgl. E. 3a am Ende). Die angefochtene 
Verfügung ist aufzuheben, und die Angelegenheit ist zur Einholung eines bidisziplinären, psychiat-
risch-neurologischen Gutachtens an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

b) Die unterliegende IV-Stelle hat die Gerichtskosten zu tragen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Die-
se werden auf CHF 800.- festgesetzt. 

Da der Beschwerdeführer obsiegt, hat er Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-
Stelle. Diese wird auf CHF 1'200.- festgesetzt, wobei dieser Betrag Honorar und Auslagen der 
Rechtsvertreterin sowie die Mehrwertsteuer umfasst.

Kantonsgericht KG

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die Verfügung vom 6. Januar 2016 wird aufge-
hoben.

Die Angelegenheit wird im Sinn der Erwägungen an die Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg, Givisiez, zurückgewiesen.

II. Es werden Gerichtskosten von CHF 800.- zu Lasten der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg, Givisiez, erhoben.

III. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Invalidenversicherungsstelle des Kantons 
Freiburg für das vorliegende Verfahren eine Parteientschädigung für Honorar und Auslagen 
der Rechtsvertreterin von CHF 1'200.- (inkl. Mehrwertsteuer) zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Ent-
scheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht 
ist kostenpflichtig.

Freiburg, 10. Juli 2017/sge

Präsident Gerichtsschreiber