# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa3bb2a8-2f31-5e8b-bbf2-78b18e267fec
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LB250024-O2
**Docket/Reference:** LB250024-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LB250024-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LB250024-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw C. Funck

Urteil vom 2. Juli 2025

in Sachen

A._____, 

Kläger und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____

gegen

1.

2.

Stadt Zürich, 

Verein B._____,

Beklagte und Berufungsbeklagte

1 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y1._____, 

2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y2._____

betreffend Forderung / Haftpflichtprozess mit Personenschäden

Berufung gegen ein Urteil der 1. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich vom 

6. März 2025; Proz. CG220087

- 2 -

Rechtsbegehren:
(act. 2 S. 2 f.; act. 64 S. 2)

"1. Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, dem Kläger 

eine Genugtuung im Betrag von Fr. 100'776.–, zuzüglich Zinsen 
zu 5% p.a. seit dem 7. Juli 2018 zu bezahlen.

 2. Eventualiter sei die Beklagte 1 zu verpflichten, dem Kläger eine 

Genugtuung im Betrag von Fr. 100'776.–, zuzüglich Zinsen zu 5% 
p.a. seit dem 7. Juli 2018 zu bezahlen.

 3. Subeventualiter sei der Beklagte 2 zu verpflichten, dem Kläger 

eine Genugtuung im Betrag von Fr. 100'776.–, zuzüglich Zinsen 
zu 5% p.a. seit dem 7. Juli 2018 zu bezahlen.

 4. Es sei Vormerk davon zu nehmen, dass es sich bei der vorliegen-

den Klage um eine Teilklage handelt und sich der Kläger vorbe-
hält, von den Beklagten zu einem späteren Zeitpunkt noch Scha-
denersatz zu fordern.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. 
zu Lasten der Beklagten (solidarisch), eventualiter zu Lasten der 
Beklagten 1, subeventualiter zu Lasten des Beklagten 2."

Urteil des Bezirksgerichtes:

Die Klage wird abgewiesen.

Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'000.– festgesetzt. 

Die Gerichtskosten werden der klagenden Partei auferlegt und mit dem von 

ihr geleisteten Vorschuss verrechnet. 

1.

2.

3.

4.

Die klagende Partei wird verpflichtet, der beklagten Partei 1 eine Parteient-

schädigung von Fr. 10'246.70 zu bezahlen.

5.

Die klagende Partei wird verpflichtet, der beklagten Partei 2 eine Parteient-

schädigung von Fr. 8'628.80 zu bezahlen.

6.

7.

(Mitteilung)

(Rechtsmittel)

- 3 -

Berufungsanträge:

des Klägers und Berufungsklägers (act. 2 S. 2):

"1. Es sei der Entscheid des Bezirksgerichts Zürich vom 6. März 

2025 im Verfahren CG220087-L aufzuheben.

2.  Es sei die grundsätzliche Haftung der Berufungsbeklagten 1 und 

des Berufungsbeklagten 2 zu bejahen.

3.  Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge, sowie unter neuer 
Festsetzung der Kostenfolgen im Verfahren vor der Vorinstanz, 
zuzüglich MWST zulasten der Berufungsbeklagten 1 und des Be-
rufungsbeklagten 2."

Erwägungen:

I.

1.

Der Kläger und Berufungskläger (fortan: Kläger) stürzte am 7. Juli 2018 um 

ca. 13:14 Uhr am Rand des C._____ [Platz] in Zürich mit seinem Velo, als er eine 

Kabelschwelle überfuhr. Er zog sich schwere Kopfverletzungen zu, welche zu ei-

ner vollen Berentung durch die Unfallversicherung führten. Der Kläger macht ge-

genüber der Beklagten und Berufungsbeklagten 1 (fortan: Beklagte 1) als Werkei-

gentümerin sowie gegenüber dem Beklagten und Berufungsbeklagten 2 (fortan: 

Beklagter 2), der anlässlich der Fussballweltmeisterschaft 2018 auf dem C._____ 

ein sogenanntes Public Viewing betrieben hatte und die Kabelschwelle durch ei-

nen privaten Installateur hatte anbringen lassen, einen Anspruch auf Genugtuung 

geltend. Er erhob am 15. Dezember 2023 Klage beim Bezirksgericht Zürich 

(fortan: Vorinstanz). 

2.

Der Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens ist im angefochtenen Urteil der 

Vorinstanz vom 6. März 2025 dargestellt (act. 5 S. 3 ff.). Hierauf kann verwiesen 

werden. Festzuhalten ist, dass das Verfahren auf die Frage der grundsätzlichen 

Haftung der Beklagten beschränkt wurde (act. 5 S. 4 f.; act. 6/62). Das Dispositiv 

des vorinstanzlichen Urteils ist vorne wiedergegeben.

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3.

Am 6. Mai 2025 erhob der Kläger Berufung (act. 2). Die vorinstanzlichen Ak-

ten wurden von Amtes wegen beigezogen (act. 6/1-97). Mit Verfügung vom 

21. Mai 2025 wurde dem Kläger Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses an-

gesetzt (act. 7). Der Vorschuss wurde innert Frist geleistet (act. 9). Weiterungen 

sind nicht erforderlich (vgl. Art. 312 Abs. 1 HS 2 ZPO).

II.

1.

Beim angefochtenen Urteil handelt sich um einen berufungsfähigen Ent-

scheid (Art. 308 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 ZPO). Die Berufung wurde form- und frist-

gerecht erhoben (Art. 311 Abs. 1 ZPO; vgl. act. 6/94), der Kostenvorschuss wurde 

rechtzeitig geleistet (act. 9) und der Kläger ist beschwert. Dem Eintreten auf die 

Berufung steht damit nichts entgegen.

2. Mit Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-

fungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfra-

gen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung. Abgesehen von of-

fensichtlichen Mängeln hat sich das Berufungsgericht allerdings grundsätzlich auf 

die Beurteilung der in der Berufung und Berufungsantwort gegen das erstinstanz-

liche Urteil erhobenen Beanstandungen zu beschränken. Die Parteien haben mit-

tels klarer Verweisungen auf die Ausführungen vor der Vorinstanz zu zeigen, wo 

sie die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden 

erhoben haben. Sie haben die von ihnen kritisierten Erwägungen des angefochte-

nen Entscheids wie auch die Aktenstücke, auf die sie ihre Kritik stützen, genau zu 

bezeichnen (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 4A_580/2015 vom 11. April 2016 

E. 2.2). In rechtlicher Hinsicht ist das Berufungsgericht bei dieser Prüfung jedoch 

weder an die Erwägungen der ersten Instanz noch an die mit den Rügen vorge-

tragenen Argumente der Parteien gebunden, sondern es wendet das Recht von 

Amtes wegen an (Art. 57 ZPO). Das Berufungsgericht kann die Rügen der Partei-

en auch mit abweichenden Erwägungen gutheissen oder abweisen 

(BGer 2C_124/2013 vom 25. November 2013 E. 2.2.2). Neue Tatsachen und Be-

weismittel können im Berufungsverfahren nur noch unter den restriktiven Voraus-

setzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO vorgebracht werden. In diesem Rahmen ist 

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auf die Parteivorbringen einzugehen, soweit dies für die Entscheidfindung erfor-

derlich ist (BGE 141 III 28 E. 3.2.4 m.w.H.). 

III.

1.

Der Kläger stellte sich im vorinstanzlichen Verfahren zusammengefasst auf 

den Standpunkt, die Kabelschwelle, über die er mit dem Velo gestürzt war, habe 

eine von den Beklagten geschaffene Gefahr dargestellt, die er nicht gesehen ha-

be und mit der er auch nicht habe rechnen müssen. Die Beklagten hielten dafür, 

dass es sich beim Unfallort um einen Platz- und Gehbereich des C._____ handle. 

Die Kabelschwelle begründe keinen (Werk-)Mangel. Der Unfall sei auf die nicht 

bestimmungsgemässe Nutzung der Örtlichkeit und die ungenügende Aufmerk-

samkeit des Klägers zurückzuführen (vgl. act. 5 S. 6 f.; act. 2 Rz. 7). 

2.

2.1 Die Vorinstanz fasste vorab die Parteistandpunkte zusammen (act. 5 S. 6 f.), 

tat die Voraussetzungen der Werkeigentümerhaftung nach Art. 58 OR sowie der 

allgemeinen ausservertraglichen Haftung nach Art. 41 ff. OR dar (act. 5 S. 7 ff.) 

und machte Ausführungen zur Widmung einer Sache zum Gemeingebrauch 

(act. 5 S. 8) und zu den Anforderungen, die an Strassen (inklusive Plätze und We-

ge im Gemeingebrauch) gestellt werden (act. 5 S. 8). Zur Haftung der Beklagten 1 

als Eigentümerin der Parzelle 1, Blatt 2 (C._____) erwog sie im Wesentlichen Fol-

gendes:

Der Unfallort habe neben demjenigen Bereich an der Ostseite des C._____ gele-

gen, welcher mit Sand und Grünfläche bedeckt sei; gemäss Katasterplan 

(act. 34/2) sei er als Platz/Gehweg ausgewiesen und habe keinen Strassenna-

men. Er erscheine somit als keine dem öffentlichen Fahrzeug- oder Fahrradver-

kehr gewidmete Strasse, sondern als ein Platz(rand) bzw. Gehweg. Daran ändere 

auch der Umstand nichts, dass der Zubringerdienst mit Motorfahrzeugen gestattet 

sei und der entsprechende Platzabschnitt in der städtischen Datenbank für Fahr-

radfahrer als zugänglich bezeichnet werde (act. 5 S. 9 f.). Auf der Strecke zum 

Unfallort sei der Kläger mit seinem Rennrad gemäss eigenen Angaben von der 

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D._____-Brücke her kommend dem Gebäude E._____ entlang gefahren, an 

Sperrpfosten vorbei über die F._____-strasse und schliesslich dem Rand des 

C._____ entlang, der mit einem Betonbelag versehen sei (act. 5 S. 10 m.H.a. 

act. 6/34/2 und act. 6/4/7). Bei der Unfallstelle sei linkerhand ein Bauschuttcontai-

ner platziert gewesen, welcher zu einer Verengung des Weges geführt habe. 

Rechterhand hätten die temporären Bauten für das Public Viewing begonnen. Ne-

ben der Widmung als Platz/Gehweg und der fehlenden Signalisation habe damit 

die Lage vor Ort – mit einem gut sichtbaren Bauschuttcontainer und den Bauten 

für das Public Viewing – verdeutlicht, dass besondere Aufmerksamkeit erforder-

lich gewesen sei (act. 5 S. 11). 

Die am Unfallort angebrachte Kabelschwelle sei von schwarz-gelb-schwarzer Far-

be gewesen. Aufgrund des gelben Deckels sei sie bei ordnungsgemässer Sorgfalt 

für den Langsamverkehr (Fussgänger und Fahrradfahrer) rechtzeitig erkennbar 

gewesen. Gelb diene vornehmlich als Signalfarbe für eine Gefahr. Der befahrene 

Weg sei schnurgerade und sehr übersichtlich. Es lägen keine Umstände vor, aus 

denen sich hätte schliessen lassen, dass die Schwelle nicht von Weitem sichtbar 

gewesen wäre. Ganz sicher zu sehen gewesen sei sie aus einer Distanz, die für 

eine Bremsung – nötigenfalls bis zum Stillstand – erforderlich gewesen wäre 

(act. 5 S. 12 m.H.a. Art. 32 Abs. 1 SVG; vgl. act. 6/4/7). Nicht notwendig gewesen 

sei bei diesen Verhältnissen eine Signalisation (act. 5 S. 12 f.). Aus dem Um-

stand, dass gewisse Hindernisse oder andere Kabelschwellen aus Vorsichtsgrün-

den trotzdem signalisiert würden (wie der Kläger mit Beispielen dartue), könne im 

Übrigen nicht der Schluss gezogen werden, dass diese auch signalisiert werden 

müssten. Die Kabelschwelle sei keine absolut atypische Gefahr, wie dies der Klä-

ger geltend mache. Sie beinhalte keine versteckte Gefahr. Auch kleinere Uneben-

heiten von Strassen und Trottoirs mit Niveauunterschieden von zwei bis drei Zen-

timetern würden nach der Rechtsprechung nicht als mangelhafter Unterhalt gel-

ten, ebenso wenig bedeute etwa eine örtliche Vertiefung des Strassenbelags um 

vier bis fünf Zentimeter auf einer Zufahrtstrasse in einem Bergdorf noch keinen 

Mangel (act. 5 S. 13 m.H.). Weiter gelte es zu beachten, dass es sich bei Schlag-

löchern, Rinnen und Schachtdeckeln um plötzliche Absenkungen bzw. Erhebun-

gen handle, währenddessen bei einer Kabelschwelle wie der vorliegenden wegen 

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deren Neigung gerade kein plötzlicher Niveauunterschied entstehe. Gemäss Klä-

ger habe die Höhe der Schwelle, die zu seinem Sturz geführt habe, neun Zenti-

meter betragen. Gemäss Beklagtem 2 sei die Schwelle 4.8 Zentimeter hoch ge-

wesen. Nach dem vom Beklagten 2 eingereichten Beleg sei zumindest eine 

Schwelle von 4.8 Zentimeter verrechnet worden. Die effektive Höhe spiele jedoch 

vorliegend keine Rolle, denn die Schwelle als Hindernis sei von Weitem sichtbar 

gewesen. Die Schwelle stelle damit für den Langsamverkehr bei freier Sicht und 

durchschnittlicher Sorgfalt (d.h. Gefasstsein auf deren Überfahren und Anpassen 

der Geschwindigkeit) keine objektive Gefahr dar. Daran ändere auch die vom Klä-

ger geltend gemachte Steigung der Kabelschwelle von 33 % nichts. Die vom Klä-

ger geforderten flacheren (und wohl schwarzen) Kabelbrücken für Fussgänger- 

und Rollstuhlfahrer dienten dazu, ein Stolpern der Fussgänger zu verhindern, 

wenn diese aufgrund von dichten Menschenmengen an Konzerten oder anderen 

Grossanlässen den Boden nicht mehr (genügend) sehen könnten. Es könne da-

mit keine Rolle spielen, wenn der Kläger behaupte, dass eine Fussgängerin über 

dieselbe Kabelschwelle gestolpert sei. Vielmehr sei aufgrund der guten Sichtbar-

keit der Schwelle davon auszugehen, dass die Fussgängerin nicht die notwendige 

Vorsicht habe walten lassen. Eine abstrakte Stolper- oder Sturzgefahr vermöge 

noch keinen Werkmangel zu begründen. Angesichts dessen, dass die Installatio-

nen für das Public Viewing augenfällig gewesen seien, sei es für dessen begrenz-

te Zeitdauer nicht notwendig gewesen, die Kabel oberhalb des Platzes/Gehwegs 

durchzuführen (act. 5 S. 13 f.). Wenn der Kläger sich darauf berufe, der Hersteller 

selbst schreibe zu den Einsatzbereichen der unfallverursachenden Kabelschwel-

le, diese eigne sich für Karnevalsveranstaltungen, Messen, Ausstellungen, Ein-

kaufszentren und Lagerhallen sowie Bühnen, Studios und Sendeanstalten, nicht 

für den Strassenverkehr, sei festzuhalten, dass nach dem Erwähnten beim Unfall-

ort nicht von einer Strasse im herkömmlichen Sinn auszugehen sei. Vorliegend 

habe die Schwelle bei bestimmungsgemässer Benutzung des Platzes/Weges und 

der notwendigen Aufmerksamkeit eine gefahrlose Überquerung ermöglicht. Die 

Geschwindigkeit sei stets den Umständen anzupassen, namentlich den Beson-

derheiten von Fahrzeug und Ladung, sowie den Strassen-, Verkehrs- und Sicht-

verhältnissen (act. 5 S. 14 f. m.H.a. Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV). 

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Ein Werkmangel liege nicht vor und eine Haftung der Beklagten 1 sei zu vernei-

nen. 

Nur zur Vollständigkeit sei noch auf das Vorbringen des Klägers einzugehen, wo-

nach relevant sei, dass es den Beklagten mit minimalem zeitlichem und finanziel-

lem Aufwand möglich gewesen wäre, die (potentielle) Gefahr mittels eines Kabel-

überbaus vollumfänglich zu entschärfen. Im Vergleich zu anderen Werken dürften 

bezüglich Anlage und Unterhalt von Strassen keine allzu strengen Anforderungen 

gestellt werden. Es könne vom Gemeinwesen als Strasseneigentümer nicht er-

wartet werden, jede Strasse so auszugestalten, dass sie den grösstmöglichen 

Grad an Verkehrssicherheit biete. Was für Strassen zutreffe, gelte sinngemäss 

auch für Plätze und die verschiedenen Arten von Wegen (act. 5 S. 16 m.H.). Vor-

liegend habe die Beklagte 1 die Bewilligung für das Public Viewing mit der Aufla-

ge erteilt, dass elektrische Installationen bzw. Anschlüsse so zu verlegen sind, 

dass sie keine Gefahr für Menschen oder Sachen darstellten (z.B. Stolperfallen, 

Beschädigungen an Bäumen; act. 5 S. 16 m.H.a. act. 6/4/19 Ziff. 8.1; act. 6/4/24; 

act. 6/34/8). Dieser Auflage sei der Beklagte 2 mit der Verlegung der Kabel-

schwelle auf dem Platz/Gehweg durch eine Elektrofirma mit allgemeiner Installati-

onsbewilligung nachgekommen. Massgebend sei aufgrund der Zweckbestimmung 

des Platzes/Gehweges und angesichts der Vielzahl von (temporären) Veranstal-

tungen auf städtischem Boden nicht die technische Perfektion. Aus dem gleichen 

Grund brauche nicht auf die vom Kläger geltend gemachte Neigung des Platzes/

Weges, welche von der Beklagten 1 bestritten werde, eingegangen zu werden 

(act. 5 S. 16).

2.2 Zum Beklagten 2 erwog die Vorinstanz, die Feststellung, dass der Unfallbe-

reich des C._____ gemäss Art. 58 Abs. 1 OR keinen Werkmangel aufgewiesen 

habe, führe auch zur Verneinung seiner Haftung nach Art. 41 Abs. 1 OR. Die An-

forderungen an die Beschaffenheit des Werkes müssten dieselben sein, ob nun 

die Deliktshaftung (Art. 41 Abs. 1 OR) oder die Werkeigentümerhaftung (Art. 58 

Abs. 1 OR) zur Anwendung gelange. 

3.

Der Kläger macht mit Berufung eine Verletzung des Rechts auf Beweis so-

wie des Rechts "auf Prüfung und Begründung der Vorbringen der Parteien" gel-

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tend. Weiter habe die Vorinstanz Beweise fehlerhaft bzw. unvollständig gewürdigt 

und das Recht verletzt (act. 2 Rz. 10 m.H.a. Art. 8 ZGB, Art. 152 Abs. 1 ZPO, 

Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 310 ZPO i.V.m. Art. 58 OR und Art. 41 OR). 

1.

IV.

1.1 Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen der Werkeigentümerhaftung ge-

mäss Art. 58 Abs. 1 OR sowie der allgemeinen ausservertraglichen Haftung nach 

Art. 41 ff. OR wiedergegeben (act. 5 S. 7 ff.). Darauf kann verwiesen werden. Her-

vorzuheben bleibt Folgendes:

Nach Art. 58 Abs. 1 OR haftet der Werkeigentümer für den Schaden, der durch 

fehlerhafte Anlage oder Herstellung oder durch mangelhaften Unterhalt des 

Werks verursacht wird. Ob ein Werk fehlerhaft angelegt oder mangelhaft unterhal-

ten ist, hängt vom Zweck ab, den es zu erfüllen hat. Ein Werkmangel liegt vor, 

wenn das Werk beim bestimmungsgemässen Gebrauch keine genügende Sicher-

heit bietet. Eine Schranke der Sicherungspflicht bildet die Selbstverantwortung. 

Vorzubeugen hat der Werkeigentümer nicht jeder erdenklichen Gefahr. Er darf Ri-

siken ausser Acht lassen, welche von den Benützern des Werks mit einem Min-

destmass an Vorsicht vermieden werden können (BGE 130 III 736 E. 1.3 m.H.). 

Ob ein Werk mangelhaft ist, beurteilt sich nach objektiven Gesichtspunkten. Die 

Mangelhaftigkeit ist aber konkret, unter Berücksichtigung der am Ort des Gesche-

hens relevanten Umstände zu beurteilen (BSK OR I-Kessler, Art. 58 N 14). 

Strassen müssen wie alle anderen Werke so angelegt und unterhalten sein, dass 

sie den Benützern hinreichende Sicherheit bieten. Im Vergleich zu anderen Wer-

ken dürfen bezüglich Anlage und Unterhalt von Strassen aber nicht allzu strenge 

Anforderungen gestellt werden. Es kann vom Strasseneigentümer, bei dem es 

sich meistens um das Gemeinwesen handelt, nicht erwartet werden, jede Strasse 

so auszugestalten, dass sie den grösstmöglichen Grad an Verkehrssicherheit bie-

tet. Es genügt, dass die Strasse bei Anwendung gewöhnlicher Sorgfalt ohne Ge-

fahr benützt werden kann. In erster Linie ist es deshalb Sache des einzelnen Ver-

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kehrsteilnehmers, die Strasse mit Vorsicht zu benützen und sein Verhalten den 

Strassenverhältnissen anzupassen (BGE 130 III 736 E. 1.4). Zu den Strassen ge-

hören neben solchen für den motorisierten Verkehr auch etwa Plätze und Wege, 

insbesondere Rad-, Fuss-, Reit- und Wanderwege (vgl. § 1 StrG/ZH). Die Frage 

der Zumutbarkeit von Sicherheitsvorkehren ist je nach Art der Strasse unter-

schiedlich zu beurteilen (BGE 130 III 736 E. 1.4). 

1.2 Der Geschädigte, der einen ausservertraglichen Schadenersatz- oder Ge-

nugtuungsanspruch geltend macht, hat die Haftungsvoraussetzungen darzutun, 

d.h. zu behaupten und zu beweisen. Bei der Werkeigentümerhaftung gilt dies na-

mentlich für das Vorliegen eines Werkmangels. 

Korrelat der Behauptungs- und Beweisobliegenheit bildet der aus dem Anspruch 

auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) fliessende Beweisabnahmeanspruch. 

Jede Partei hat das Recht, dass das Gericht die von ihr form- und fristgerecht an-

gebotenen tauglichen Beweismittel abnimmt (Art. 152 Abs. 1 ZPO). Die Pflicht 

des Gerichts, Beweise abzunehmen, ist allerdings nicht absolut. Vorausgesetzt 

ist, dass die zu beweisende Tatsache rechtserheblich sowie hinreichend substan-

ziiert behauptet ist. Kommt das Gericht sodann zum Schluss, ein form- und frist-

gerecht beantragter und an sich tauglicher Beweis vermöge seine auf Grund der 

bereits abgenommenen Beweise gewonnene Überzeugung von der Wahrheit 

oder Unwahrheit einer behaupteten Tatsache nicht zu erschüttern, muss es ihn 

nicht abnehmen (BGer 5A_763/2018 vom 1. Juli 2019 E. 2.1.1.1 f. m.H.). 

1.3 Ebenfalls aus dem Gehörsanspruch folgt die grundsätzliche Pflicht der Ge-

richte, ihren Entscheid zu begründen. Die Begründung muss so abgefasst sein, 

dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. 

Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen 

sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt. Nicht er-

forderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten ein-

lässlich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt 

(BGE 133 III 439 E. 3.3. m.H.).

2.

- 11 -

2.1 Der Kläger rügt zunächst "in einem ersten Schritt" (act. 2 Rz. 14), er habe 

sich an diversen Stellen in der Klage und Replik zur Unfallörtlichkeit und zur Ge-

fährlichkeit der Kabelschwelle geäussert und zu diesen Behauptungen Beweismit-

tel (Augenschein, Gutachten, Parteibefragung und Beweisaussage) offeriert. Die 

Vorinstanz habe seine Vorbringen jedoch nicht beachtet und die angebotenen Be-

weise nicht abgenommen (act. 2 Rz. 15 ff.). Auf die Erwägungen der Vorinstanz 

zur Unfallörtlichkeit und zur Kabelschwelle (vgl. vorne E. III.2.1) geht der Kläger in 

diesem Rahmen allerdings nicht konkret ein und er zeigt nicht auf, inwiefern die 

gerügten Mängel für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sind. Seine Aus-

führungen zur mangelhaften Auseinandersetzung mit seinen Behauptungen und 

zu den fälschlicherweise unterlassenen Beweisabnahmen sind nur insofern be-

achtlich, als er sich anschliessend mit den vorinstanzlichen Erwägungen ausein-

andersetzt (vgl. act. 2 Rz. 34 ff.). 

2.2

2.2.1 Der Kläger bringt vor, die Vorinstanz habe seine Ausführungen zur Unfallört-

lichkeit und dazu, wie sich diese für ihn präsentiert habe, nicht berücksichtigt. Er 

habe darauf hingewiesen, dass der Bereich, auf dem er mit dem Velo gefahren 

sei, vom Platz, auf dem das Public Viewing stattgefunden habe, klar abgegrenzt 

gewesen sei (act. 2 Rz. 38 ff.). In der Replik habe er Folgendes ausgeführt (act. 2 

Rz. 38 f.; s.a. act. 2 Rz. 17):

«Die Bilder vom Unfalltag zeigen aber klar, dass die Strasse, auf welcher sich der 

Unfall ereignete, vom C._____ klar abgegrenzt war. Zwischen dem Platz und der 

Strasse waren bzw. sind kleine Zäune, Bäume sowie Sträucher. Ferner hatte es auf 

dem C._____ diverse Sitzgelegenheiten und war auch der Boden des C._____ 

ganz anders beschaffen (teilweise Gras und Kieselsteine) als der Belag der 

Strasse. Es bestand mithin eine klar sichtbare Abgrenzung zwischen Platz und 

Strasse.»

«Zu ergänzen ist, dass sich die Tribüne ausschliesslich auf dem C._____ (C._____ 

gemäss dem Verständnis des Klägers, also ohne die Strasse, auf welcher der Un-

fall passiert ist) befand und auch diese eine klare Trennung zwischen dem C._____ 

und der Strasse suggerierte. So war es denn auch nicht möglich, von der Strasse 

auf die Tribüne zu gelangen, weshalb auch die zahlreichen Besucher nicht über 

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diese Strasse auf den C._____ bzw. zum Public Viewing kamen. Dies zeigen die 

Bilder gemäss KB 7 (klare Abgrenzung auch zwischen der Rückseite der Tribüne 

und der Strasse).»

Diese Ausführungen und die ins Recht gelegten Bilder habe die Vorinstanz nicht 

gewürdigt und die weiteren offerierten Beweismittel (Augenschein, Parteibefra-

gung des Klägers) nicht abgenommen. Damit habe sie die Beweise unvollständig 

gewürdigt bzw. den Sachverhalt unvollständig festgestellt und das Recht auf Prü-

fung der klägerischen Vorbringen sowie auf Begründung verletzt (act. 2 Rz. 41). 

Im Lichte "der in Klage und Replik dargelegten Umstände und diesbezüglich ins-

besondere aufgrund der hindernisfreien Einfahrt auf die asphaltierte Strasse, der 

nicht vorhandenen Signalisation in seiner Fahrtrichtung und der klaren Abgren-

zung zum Platz" habe er (der Kläger) nicht davon ausgehen müssen, dass er ei-

nen Platz(rand) befahren habe, der überwiegend als Gehweg gedient habe. Ent-

sprechend habe er auch nicht mit atypischen Gefahren bzw. Hindernissen wie ei-

ner gefährlichen Schwelle auf seiner Strecke rechnen müssen (act. 2 Rz. 42).

2.2.2 Die Vorinstanz hat zum Unfallort erwogen, es handle sich gemäss Kataster-

plan um einen Platz(rand) bzw. Gehweg. Er sei mit einem Betonbelag versehen 

und liege neben demjenigen Bereich an der Ostseite des C._____, welcher mit 

Sand und Grünfläche bedeckt sei. Die Vorinstanz gab die vom Kläger gewählte 

Strecke wieder und beschrieb den linkerhand platzierten Bauschuttcontainer, wel-

cher zu einer Verengung des Weges geführt habe, und die rechterhand begonne-

nen temporären Bauten für das Public Viewing (vorne E. III.2.1). Die Vorinstanz 

hat damit entgegen den Behauptungen des Klägers die im Recht liegenden Fotos, 

insbesondere die Fotodokumentation der Stadtpolizei Zürich (act. 6/4/7), gewür-

digt und ihrerseits die Abgrenzung zwischen dem mit Sand und Grünfläche be-

deckten Bereich des Platzes sowie dem betonierten Platzrand beschrieben. Eines 

zusätzlichen Augenscheins oder einer Befragung des Klägers bedurfte es für 

diese Feststellungen nicht, zumal aus den aufschlussreichen Fotos die damaligen 

örtlichen Begebenheiten gut ersichtlich sind. Nicht zu erkennen sind eine Verlet-

zung des Rechts auf Beweis, eine unvollständige Feststellung des massgeblichen 

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Sachverhalts oder eine ungenügende Begründung. Es ist klar, von welchen Über-

legungen die Vorinstanz sich hat leiten lassen. 

Im Kern stört sich der Kläger daran, dass die Vorinstanz seinen Standpunkt, wo-

nach er aufgrund der Umstände mit keinen Hindernissen wie einer Schwelle habe 

rechnen müssen, nicht übernommen hat. Allerdings ist nicht zu beanstanden, 

dass die Vorinstanz die vom Kläger gewählte Strecke, die Widmung der Örtlich-

keit als Platz/Gehweg, die fehlende Signalisation und vor allem die konkrete Lage 

vor Ort am Rande des C._____ mit dem auffallenden grünen, den Durchgang ver-

engenden Bauschuttcontainer sowie den Bauten für das Public Viewing berück-

sichtigt und geschlossen hat, diese Umstände würden besondere Aufmerksamkeit 

nahe legen. Der vom Kläger in den Vordergrund gerückten Abgrenzung zwischen 

dem eigentlichen Platz und dem Platzrand kommt kein entscheidendes Gewicht 

zu. Sie vermag nichts daran zu ändern, dass von einem durchschnittlich vorsichti-

gen Fahrradfahrer aufgrund der Gegebenheiten eine erhöhte Aufmerksamkeit zu 

erwarten war. Soweit der Kläger von einer "atypischen Gefahr" und einer "gefähr-

lichen Schwelle" spricht, ist darauf an späterer Stelle einzugehen. 

2.3

2.3.1 Der Kläger rügt weiter, die Vorinstanz sei auch im Rahmen der Erwägungen 

zur Erkennbarkeit der Schwelle auf seine Ausführungen zur Unfallörtlichkeit nicht 

eingegangen. Er habe unwidersprochen ausgeführt, dass es sich um eine "kleine 

Kabelschwelle" gehandelt habe und dass die Häuser und Bäume zum Unfallzeit-

punkt Schatten generiert hätten, "welche teilweise auch auf der Fahrbahn [gewe-

sen seien] und zusammen mit den sonnigen Abschnitten zu einem für die Augen 

mühsamen Licht-Schatten-Spiel" geführt hätten (act. 2 Rz. 47 m.H.a. act. 6/2 

Rz. 64). Er habe weiter darauf hingewiesen, dass seine Aufmerksamkeit insbe-

sondere darauf gerichtet gewesen sein dürfte, dass er zwischen der Tonne und 

der Tribüne für das Public Viewing habe durchfahren müssen. Aus diesen Grün-

den sei er (der Kläger) zum Schluss gekommen, dass "die kleine Schwelle" nicht 

sichtbar oder für einen Velofahrer trotz farblicher Gestaltung zumindest nicht als 

Gefahr erkennbar gewesen sei. Die Vorinstanz sei hierauf nicht eingegangen und 

habe dazu auch keine weiteren Beweismittel abgenommen (act. 2 Rz. 47 m.H.a. 

- 14 -

act. 6/2 Rz. 65 f.). Ohne zumindest einen Augenschein vor Ort bei sonnigem Wet-

ter und nach dem Verlegen einer Kabelschwelle mit den hier interessierenden Fa-

rben vorgenommen zu haben, habe die Vorinstanz nicht annehmen dürfen, die 

Schwelle wäre für einen Radfahrer zu einem Zeitpunkt, als er noch hätte bremsen 

können, gut sichtbar und als Gefahr erkennbar gewesen. Indem sie dies trotzdem 

getan habe, habe sie den Sachverhalt falsch bzw. unvollständig festgestellt (act. 2 

Rz. 49).

2.3.2 Die Vorinstanz hat ausgeführt, der befahrene Weg sei schnurgerade und 

sehr übersichtlich und die schwarz-gelb-schwarze Kabelschwelle sei aufgrund ih-

res Deckels in der Signalfarbe gelb bei ordnungsgemässer Sorgfalt für Fussgän-

ger und Fahrradfahrer rechtzeitig erkennbar gewesen. Es lägen keine Umstände 

vor, aus denen sich schliessen liesse, dass die Schwelle nicht von Weitem bzw. in 

Bremsdistanz sichtbar gewesen wäre (vorne E. III.2.1). Die Vorinstanz hat sich 

hierfür auf die bei den Akten liegenden Fotos gestützt (act. 6/4/7), und auch der 

Kläger macht zu Recht nicht geltend, diese Fotos liessen den vorinstanzlichen 

Schluss nicht zu. Der Kläger will aber im konkreten Unfallzeitpunkt mit unvorteil-

haften Lichtverhältnissen konfrontiert gewesen sein und seine Aufmerksamkeit 

wegen der Tonne und der Tribüne für das Public Viewing nicht auf den Boden ge-

richtet haben. Wenn dem so gewesen sein sollte, würde dies dem Kläger nicht 

helfen. Jeder Verkehrsteilnehmer macht die Erfahrung, dass die Sicht je nach 

Sonnenstand und Lichteinfall unterschiedlich gut ist und beispielsweise die Wahr-

nehmung von Signalen, Fussgängern oder Hindernissen eingeschränkt sein kann. 

Es obliegt diesfalls dem Verkehrsteilnehmer, seine Geschwindigkeit den Sichtver-

hältnissen anzupassen. Dies hat die Vorinstanz unter Hinweis auf Art. 32 Abs. 1 

SVG richtig festgehalten. Fehlende Vorsicht (und nicht die Frage eines Werkman-

gels) steht auch im Vordergrund, wenn der Kläger angesichts des Bauschuttcon-

tainers und der Tribüne für das Public Viewing nicht auf den Boden geachtet ha-

ben will, aber gleichzeitig auch das Tempo nicht reduzierte. Indem der Kläger 

trotz der Lage vor Ort, die Anlass zu besonderer Aufmerksamkeit gab (vorne 

E. IV.2.2.2), und trotz der von ihm geschilderten schwierigen Sichtverhältnisse 

seine Geschwindigkeit nicht reduzierte, hat er nicht das Mindestmass an Vorsicht 

walten lassen, welches von einem vernünftigen, durchschnittlichen Verkehrsteil-

- 15 -

nehmer erwartet werden kann. Eines Augenscheins oder einer persönlichen Be-

fragung des Klägers bedurfte es nicht. Daran vermag auch die vage und unsub-

stanziierte Behauptung des Klägers, die Kabelschwelle sei "klein" gewesen, 

nichts zu ändern. 

2.4

2.4.1 Der Kläger wirft der Vorinstanz vor, auch mit ihren Ausführungen zur Ge-

fährlichkeit der Schwelle den Sachverhalt falsch bzw. unvollständig dargestellt zu 

haben (act. 2 Rz. 51 ff.). Ohne Abnahme von Beweisen über die Steilheit der Ka-

belschwelle und indem die Vorinstanz einfach davon ausgehe, dass kein plötzli-

cher Niveaunterschied vorliege, sei nicht ersichtlich, wie sie zum Schluss komme, 

dass die Schwelle für Radfahrer nicht gefährlich sei. Nicht nachvollziehbar sei in 

diesem Zusammenhang auch, wenn die Vorinstanz ohne Weiteres davon ausge-

he, dass die (vom Kläger geltend gemachte) Steigung der Kabelschwelle um 33% 

nichts daran ändere (act. 2 Rz. 52). Nicht oder ungenügend sei die Vorinstanz fer-

ner auch etwa auf seine Behauptungen zu den Sicherheitshinweisen von Anbie-

tern von Kabelschwellen, zur geschaffenen künstlichen Gefahr oder zur Gefahr 

der Schwelle im Falle des unterlassenen Abbremsens auf ein Minimum eingegan-

gen (vgl. act. 2 Rz. 53 ff.). Die Vorinstanz habe den Sachverhalt erneut falsch und 

unvollständig festgestellt sowie sein Recht auf Prüfung seiner Ausführungen und 

seiner Begründung verletzt. Ferner habe sie den Gehalt von Art. 58 OR verkannt 

und somit Recht verletzt, indem sie die Schaffung einer künstlichen Gefahr durch 

eine mindestens 4.8 Zentimeter hohe Schwelle mitten in der Stadt Zürich nicht als 

Mangel erachtet habe (act. 2 Rz. 60). 

2.4.2 Die Vorinstanz hat ausgeführt, bei der Kabelschwelle handle es sich entge-

gen dem Kläger um keine absolut atypische Gefahr und um keine versteckte Ge-

fahr (vorne E. III.2.1). Der Kläger gibt diese Erwägung zwar zusammengefasst 

wieder (act. 2 Rz. 50), geht auf sie aber nicht ein und stellt sie nicht konkret in 

Frage. Tatsächlich begegnet man zum einen solchen Kabelschwellen oder ähnli-

chen Hindernissen auch als Fahrradfahrer immer wieder und hat die Vorinstanz 

zum andern die hinreichende Erkennbarkeit vorliegend begründet und zu Recht 

bejaht (vorne E. III.2.1, IV.2.3.2). 

- 16 -

2.4.3 Weiter hat die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass – anders als etwa bei 

örtlichen Vertiefungen des Strassenbelags von vier bis fünf Zentimetern (die auf 

der Zufahrtsstrasse eines Bergdorfs nach Rechtsprechung und Lehre keinen 

Mangel darstellten), Schlaglöchern, Rinnen oder Schachtdeckeln, bei denen es zu 

plötzlichen Absenkungen bzw. Erhebungen komme – bei einer Kabelschwelle we-

gen deren Neigung kein plötzlicher Niveauunterschied entstehe (vorne E. III.2.1). 

Dem ist zuzustimmen und entgegen der Ansicht des Klägers (vgl. act. 2 Rz. 60) 

bedarf es für diese Feststellung keines Gutachtens. Ein Niveauunterschied bringt 

als solcher die Gefahr mit sich, dass Personen stolpern oder stürzen. Indes ist 

eine Kabelschwelle aufgrund ihrer Neigung deutlich weniger gefährlich als eine 

Stufe bzw. eine "plötzliche" Erhebung im rechten Winkel. Auch insoweit hat die 

Vorinstanz im Übrigen wiederum zu Recht auf die hinreichende Sichtbarkeit der 

Kabelschwelle sowie die vom Velofahrer zu erwartende Anpassung der Ge-

schwindigkeit hingewiesen und folgerichtig festgehalten, dass es auf die genaue 

Höhe und Neigung der Schwelle nicht ankomme. 

2.4.4 Nicht weiter einzugehen ist auf die vage Bemerkung des Klägers, wonach 

im Lichte der vom Hersteller der Kabelschwelle ins Auge gefassten Einsatzorte si-

cher auch kein Weg erfasst würde, der von Radfahrern frequentiert werde (act. 2 

Rz. 53). Die Vorinstanz hat einleuchtend dargetan, dass es sich vorliegend um ei-

nen Platz(rand) bzw. Gehweg handelt und nicht etwa um einen Veloweg. Nichts 

zu ändern vermag auch, wenn der Kläger allgemein auf Sicherheitshinweise an-

derer Anbieter sowie deutsche Richtlinien zur verkehrsrechtlichen Sicherung von 

Arbeitsstellen an Strassen verweist (vgl. act. 2 Rz. 53). Massgebend sind die kon-

kreten Umstände vor Ort, namentlich die Sichtbarkeit der Kabelschwelle und der 

Grad der Aufmerksamkeit, der von einem Velofahrer an dieser Stelle erwartet 

werden kann (dazu vorne E. IV.2.3.2).

2.4.5 Auch soweit der Kläger sodann ausführt, bei der Kabelschwelle habe es 

sich um eine künstliche Gefahr gehandelt, mit der auch Verkehrsteilnehmer, wel-

che die Örtlichkeit gekannt hätten, nicht gerechnet hätten (vgl. act. 2 Rz. 55), 

blendet er aus, dass die Gegebenheiten vor Ort Anlass zu besonderer Aufmerk-

samkeit gaben und die Kabelschwelle bei Anwendung der gebotenen Vorsicht er-

- 17 -

kennbar war sowie abgebremst werden konnte und musste. Der sinngemässe 

Einwand, der Kläger habe auf die üblichen und bekannten Bedingungen vertrauen 

dürfen (vgl. act. 2 Rz 55), überzeugt nicht. An der Sache vorbei geht vor diesem 

Hintergrund auch, wenn der Kläger ein unfallanalytisches Gutachten zur Frage 

fordert, ob "die Schwelle zur Gefahr wird, wenn die Geschwindigkeit nicht auf eine 

Minimum abgebremst wird" (act. 2 Rz. 56). 

2.5

2.5.1 Schliesslich kritisiert der Kläger die Erwägungen der Vorinstanz zur Frage, 

ob die Beklagten gehalten gewesen wären, einen Kabelüberbau zu installieren 

(act. 2 Rz. 61 ff.).

2.5.2 Die Vorinstanz führte aus, angesichts dessen, dass die Installationen für das 

Public Viewing augenfällig gewesen seien, sei es für dessen begrenzte Zeitdauer 

nicht notwendig gewesen, die Kabel oberhalb des Platzes/Gehwegs durchzufüh-

ren (act. 5 S. 13 f.). Strassen – und sinngemäss auch Plätze und verschiedene 

Arten von Wegen – müssten nicht so ausgestaltet werden, dass sie den grösst-

möglichen Grad an Verkehrssicherheit bieten würden (vorne E. III.2.1). 

2.5.3 Der Kläger hält dem im Wesentlichen nur seine abweichende Meinung ent-

gegen und verweist in allgemeiner Weise auf das höhere Verkehrsaufkommen, 

mit dem für den Zeitraum des Public Viewings zu rechnen gewesen sei, sowie die 

Möglichkeit, "eine weniger steil verlaufende und besser sichtbare Schwelle zu in-

stallieren" oder einen Kabelüberbau zu errichten bzw. eine Signalisationstafel an-

zubringen (act. 2 Rz. 63 ff.). Dem Kläger ist zwar insoweit zuzustimmen, als die 

Anforderungen an Sicherheitsvorkehrungen durchaus auch von der Intensität des 

Publikumsverkehrs abhängen. Allerdings war an der vorliegenden Örtlichkeit auf-

grund des Public Viewings in erster Linie mit Personen zu rechnen, die sich zum 

Platz hin oder vom Platz weg bewegen bzw. sich auf dem Platz aufhalten. Nicht 

zu erkennen ist demgegenüber, dass am fraglichen Platzrand mit zusätzlichen 

Fahrradfahrern hätte gerechnet werden müssen. Auch im Übrigen vermag der 

Kläger die Erwägungen der Vorinstanz, wonach angesichts der konkreten Um-

stände kein Werkmangel vorliege und die Kabelschwelle insbesondere auch mit 

- 18 -

Blick auf die begrenzte Zeitdauer, während der sie installiert war, den Anforderun-

gen genüge, nicht zu erschüttern. 

2.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Kabelschwelle unter Berück-

sichtigung der Unfallörtlichkeit, der Sichtbarkeit und der Aufmerksamkeit, die von 

einem Velofahrer angesichts der Gegebenheiten erwartet werden kann, nicht als 

Werkmangel zu werten ist und die Vorinstanz die Klage gegen die Beklagte 1 zu 

Recht abgewiesen hat. 

3.

Nicht in Frage gestellt wird vom Kläger schliesslich die vorinstanzliche Erwä-

gung, dass die Feststellungen zum (fehlenden) Werkmangel auch für die Haftung 

des Beklagten 2 nach Art. 41 Abs. 1 OR gelten (vgl. act. 2 Rz. 69). Auch eine Haf-

tung des Beklagten 2 ist damit zu verneinen. 

4.

Die Berufung ist abzuweisen und das Urteil der Vorinstanz ist zu bestätigen. 

V.

Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Berufungsverfahrens dem 

Kläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Ausgehend vom Streitwert von 

Fr. 100'776.– (vgl. act. 6/2 S. 27) und unter Berücksichtigung des Umstands, dass 

das Verfahren auf die Frage der grundsätzlichen Haftung der Beklagten be-

schränkt worden war, ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 6'000.– festzusetzen (§ 12 

Abs. 1 und 2 i.V.m. § 4 Abs. 1 und 2 GebV OG; s.a. act. 7). Eine Parteientschädi-

gung ist nicht zuzusprechen, dem Kläger nicht, weil er unterliegt, den Beklagten 

nicht, weil ihnen keine zu entschädigenden Aufwände entstanden sind.

Es wird erkannt:

1.

Die Berufung wird abgewiesen. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 

6. März 2025 wird bestätigt.

2.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'000.– festgesetzt, dem 

Berufungskläger auferlegt und mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet. 

3.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

- 19 -

4.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagten 1 und 2 

unter Beilage eines Doppels von act. 2, sowie an das Bezirksgericht Zürich, 

je gegen Empfangsschein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

5.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 100'776.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Vorsitzende:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. E. Lichti Aschwanden

MLaw C. Funck

versandt am: