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**Case Identifier:** 0131d7f3-3433-561d-9047-b7d96ad86384
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-10-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 21.10.2009 ST.2008.344
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_ST-2008-344_2009-10-21.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION II 
 DES KANTONS ZÜRICH 
 
 

 
2 ST.2008.344 
 
 
 

Entscheid 
 
 

21. Oktober 2009 
 
 
 
 

Mitwirkend: 

Präsident R. Oesch, Mitglied R. Schircks Denzler, Ersatzmitglied H. Knüsli und  
Sekretär M. Ochsner 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,   
 
 Rekurrent,  
vertreten durch B,  
 

 
 

gegen 
 
 
 
Staa t  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt, 
Division Nord, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich 
 
 
 
 
 

betreffend 

Einschätzung 2006 und Verrechnungssteuer 2007 
 

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2 ST.2008.344 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. A (nachfolgend der Pflichtige) ist mit C, geborene D, verheiratet und wohnt 

seit Jahren mit ihr zusammen in einem eigenen Haus in E . Dort unterliegen die Ehe-

leute A-D seit langem der unbeschränkten Steuerpflicht. In F besitzt der Pflichtige ein 

Zweifamilienhaus, das er jedenfalls in den Jahren 2005 und 2006 teilweise selber be-

nutzt und teilweise (an G) vermietet hat. Er war in diesen Jahren Präsident und Dele-

gierter des Verwaltungsrats der H in I und der K in L; seine Ehefrau war Verwaltungsrä-

tin dieser Gesellschaften. Sodann waren die Ehegatten Mehrheitsaktionäre beider 

Gesellschaften. Zudem war der Pflichtige Verwaltungsratspräsident der M und der N, 

beide in L; seine Ehefrau amtete auch in diesen Gesellschaften als Verwaltungsrätin. 

Schliesslich war der Pflichtige (Executive bzw. Non-executive) President of the Board 

der O bzw. P. Der Pflichtige war in F als Wochenaufenthalter gemeldet und hier bis 

und mit Steuerperiode 2005 steuerlich entsprechend behandelt worden. Das heisst, 

dass auch in der Steuerperiode 2005 einzig die hiesige Liegenschaft und der Ertrag 

daraus im Kanton Zürich besteuert wurden. Als steuerpflichtig wurden dabei beide 

Ehegatten betrachtet. 

 

 Am 29. Mai 2007 ging beim Gemeindesteueramt F die Steuererklärung 2006 

samt einer Kopie der entsprechenden … Steuererklärung ein. Gestützt auf eine telefo-

nische Besprechung zwischen dem Steuersekretär der Gemeinde F und dem Pflichti-

gen vom 10. Mai 2004 liess das kantonale Steueramt diesen wissen, es werde für die 

Steuerperiode 2006 die unbeschränkte Steuerhoheit über ihn beanspruchen. Zu die-

sem Zweck unterbreitete es am 25. Juli 2007 einen entsprechenden Einschätzungs-

vorschlag. Nachdem der Pflichtige mitgeteilt hatte, er sei damit nicht einverstanden, 

schätzte das kantonale Steueramt ihn für 2006 wie folgt ein: 

 

     steuerbar  satzbestimmend  

          Fr.    Fr. 

Einkommen   248'500.-    305'700.- 

Vermögen    950'000.-   1'728'000.-. 

Den Verrechnungssteueranspruch 2007 für Fälligkeiten 2006 setzte es gleichzeitig auf 

Fr. 19'697.45 fest. 

 

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 Begründet wurde dies damit, dass der Pflichtige unselbstständig erwerbstätig 

und leitender Angestellter sei. Daher befinde sich das Hauptsteuerdomizil am Arbeits-

ort; am Aufenthaltsort (sc. wohl Wohnsitz) der Familie unterhalte er einzig einen "se-

kundären Steuerwohnsitz". Bei solcher Lage der Dinge stehe dem Kanton Zürich na-

mentlich das Besteuerungsrecht für den Lohn des Pflichtigen und den hälftigen 

Bestand an Wertschriften und Guthaben sowie den entsprechenden Ertrag zu. 

 

 

 B. Hiergegen erhob der Pflichtige am 20. Dezember 2007 Einsprache. Darin 

verlangte er vorab einen Steuerhoheitsentscheid, worin verbindlich über seine hiesige 

Steuerpflicht bzw. deren Umfang zu befinden sei. Sodann liege ein klarer Verstoss 

gegen das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung vor, da bereits der Kanton R 

sein Erwerbseinkommen bis und mit 2006 rechtskräftig besteuert habe. 

 

 Mit Entscheid vom 26. September 2008 wies das kantonale Steueramt die 

Einsprache ab. Dabei führte es zunächst aus, unter den gegebenen Umständen sei 

kein Raum für einen Vorentscheid über den Umfang der Steuerpflicht des Pflichtigen 

im Kanton Zürich. In der Sache selbst sei massgeblich, dass dieser in der M in L Ge-

schäftsführer und Verwaltungsratspräsident sei. Ebenso sei er Verwaltungsratspräsi-

dent der N, einer Tochtergesellschaft der M, welche ein bedeutendes Unternehmen mit 

zahlreichen Mitarbeitern sei. Mithin sei der Pflichtige hier in leitender Stellung erwerbs-

tätig; das begründe im Kanton Zürich eine unbeschränkte Steuerpflicht. 

 

 

 C. 1. Mit Rekurs vom 27. Oktober 2008 verlangte der Pflichtige, es sei festzu-

stellen, dass der notwendige Vorbescheid (Steuerdomizilentscheid) über Art und Aus-

mass der Steuerpflicht im Steuerjahr 2006 nicht ergangen sei und dass der Pflichtige in 

dieser Steuerperiode der unbeschränkten Steuerpflicht im Kanton Zürich nicht unter-

stehe. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

 

 Mit Rekursantwort vom 7./12. Januar 2009 schloss das kantonale Steueramt 

auf Abweisung des Rechtsmittels. 

 

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2 ST.2008.344 

 2. Mit Verfügung vom 27. Januar 2009 hat die Steuerrekurskommission II das 

Verfahren vorläufig sistiert. Am 5. Oktober 2009 hat das Gericht die Sistierung aufge-

hoben. 

 

 

 

Die Rekurskommission zieht in Erwägung: 

 

 

 1. Unbestritten ist, dass der Pflichtige in der streitbetroffenen Steuerperiode 

2006 (Allein-)Eigentümer einer Liegenschaft in F war und darum auf jeden Fall gemäss 

Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der 

Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) und § 4 Abs. 1 lit. b des 

Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) im Kanton Zürich steuerpflichtig war. Streitig ist 

einzig, ob er hier gestützt darauf (bloss) der beschränkten oder aber 

– aufgrund anderer Umstände – der unbeschränkten Steuerhoheit (Art. 3 Abs. 1 StHG 

bzw. § 3 Abs. 1 StG) unterlag. Während das kantonale Steueramt dafür hält, die hiesi-

ge unbeschränkte Steuerpflicht sei gegeben, widersetzt sich der Pflichtige dieser Beur-

teilung unter Verweis auf seinen steuerlichen Wohnsitz im Kanton R, wo er für 2006 

bereits entsprechend rechtskräftig eingeschätzt sei. Fest steht sodann, dass sich der 

Wohnsitz seiner Ehefrau, mit welcher er in ungetrennter Ehe lebt, nach wie vor in E  

befand.  

 

 

  2. a) Bestreitet ein Steuerpflichtiger die Steuerhoheit eines Kantons, so muss 

laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung zunächst in einem grundsätzlichen Entscheid 

über die Frage der Steuerpflicht (Steuerhoheit) befunden werden, bevor das Einschät-

zungsverfahren durchgeführt wird (BGr, 10. Juni 2008, 2C_249/2008, www.bger.ch). 

Dieser Anspruch besteht gemäss Bundesgericht direkt auf Grund des verfas-

sungsmässigen Verbots der interkantonalen Doppelbesteuerung (Art. 127 Abs. 3 BV) 

und ist unabhängig davon, ob das kantonale Recht ein solches Verfahren kennt oder 

nicht (Locher/Locher, Die Praxis der Bundessteuern, III. Teil: Das interkantonale 

Doppelbesteuerungsrecht, § 1, III A, 1 Nrn. 7, 10, 23 - 25). Es ist unzulässig und ver-

stösst gegen Art. 127 Abs. 3 BV, direkt zu einer Einschätzung zu schreiten, obschon 

der Steuerpflichtige die Steuerhoheit bestritten hat. Diese Regelung ist für alle Kantone 

bindend, mithin auch für Zürich. 

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  Indes besteht ein solcher Anspruch des Rechtsuchenden laut Praxis des Ver-

waltungsgerichts nur dann, wenn umstritten ist, ob im Kanton Zürich überhaupt ein 

steuerlicher Anknüpfungspunkt besteht. Anders verhält es sich dann, wenn fest steht, 

dass der Steuerpflichtige im Kanton Zürich beschränkt steuerpflichtig ist, so zum Bei-

spiel dank hiesigen Liegenschaftenbesitzes (auf Grund sog. wirtschaftlicher Zugehörig-

keit; nach § 4 Abs. 1 lit. b StG). Wendet sich der Steuerpflichtige dagegen, dass er hier 

(neu) unbeschränkt steuerpflichtig sein soll (auf Grund sog. persönlicher Zugehörig-

keit), ist nicht die Frage nach der subjektiven Steuerpflicht bzw. nach dem Steuerdomi-

zil im Kanton, sondern bloss der Umfang der Steuerpflicht bzw. der am (hiesigen) 

Steuerdomizil steuerbaren Teile von Einkommen und Vermögen streitig. Hierüber ist 

nun nicht im Rahmen eines (wie gesehen, bundesrechtlich vorgeschriebenen) Vorent-

scheids, sondern im gewöhnlichen Veranlagungsverfahren zu entscheiden (RB 1997 

Nr. 41 = StE 1997 B 11.3 Nr. 10; VGr, 21. Mai 2003, SB.2002.00111). Diese Vor-

gehensweise lässt sich schon darum rechtfertigen, weil der Steuerpflichtige unter  

solchen Umständen ohnehin gehalten ist, in Zürich eine vollständig ausgefüllte, alle 

massgeblichen Zahlen umfassende Steuererklärung vorzulegen. Diesen Vorgaben 

haben sich die Steuerrekurskommissionen zu unterziehen (StRK I, 24. September 

2003, 1 ST.2003.322, auch zum Folgenden). Trifft das Steueramt unter solchen Um-

ständen einen Vorentscheid, so heben die Steuerrekurskommissionen diesen auf Re-

kurs hin auf und weisen die Sache zur Einschätzung an die Steuerbehörden zurück. 

Diesen Entscheid muss erstinstanzlich zwingend die Verwaltung treffen; es wäre dem 

Gericht verwehrt, insofern unmittelbar aktiv zu werden. Dass diese Rechtsauffassung 

bundesrechtswidrig sei, hat das Bundesgericht noch nie festgestellt. 

 

 b) Wie erwähnt, war der Pflichtige 2006 als Eigentümer einer Liegenschaft in 

F hier klarerweise jedenfalls beschränkt steuerpflichtig. War die unbeschränkte Steuer-

pflicht streitig, so war das kantonale Steueramt nicht nur befugt, sondern nach der zi-

tierten verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung gehalten, direkt zur Einschätzung zu 

schreiten. Mithin ist sie vorliegend korrekt vorgegangen, indem sie den Pflichtigen am 

29. November 2007 für die Steuerperiode 2006 eingeschätzt hat, ohne zuvor einen 

Hoheitsentscheid (Vorentscheid) zu fällen. Hätte das Amt anders gehandelt und damit 

dem Ansinnen des Pflichtigen entsprochen, müsste es sich den Vorwurf gefallen las-

sen, es habe die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts missachtet und sein Vor-

gehen sei gesetzwidrig. 

 

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 Diese Rechtslage verkennt der Pflichtige. Indem er vernachlässigt, dass sich 

die Verhältnisse wegen der unbestrittenermassen bereits – wenn auch nur beschränkt 

auf das Grundeigentum und den Ertrag daraus – vorhandenen Steuerpflicht anders 

darstellen als im Normalfall, beruft er sich zu Unrecht auf die Rechtsprechung des 

Bundesgerichts, wonach bei interkantonalen Steuerstreitigkeiten von Bundesrechts 

wegen ein unbedingter Anspruch auf einen Vorentscheid besteht. Sein Vorwurf, die 

steueramtliche Verfahrensweise sei bundesrechtswidrig, zielt ins Leere. Zwar trifft sei-

ne Erkenntnis zu, das Steueramt habe keinen Vorentscheid gefällt; doch hat die dafür 

notwendige gesetzliche Grundlage gefehlt. Ist mithin erstellt, dass das kantonale  

Steueramt in casu verfahrensmässig korrekt vorgegangen ist, kann dem Hauptantrag 

des Pflichtigen, es sei festzustellen, dass es am unerlässlichen "Vorbescheid (Steuer-

domizilentscheid)" mangle, nicht gefolgt werden. Ein dahin gehendes Feststellungsin-

teresse, es fehle an einem Vorentscheid, ist nicht erkennbar.  

 

 

 3. a) Nach Art. 3 StHG und § 3 Abs. 1 StG ist eine natürliche Person aufgrund 

persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz 

im Kanton hat (je Abs. 1). Einen solchen Wohnsitz hat sie namentlich dann, wenn sie 

sich hier mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält (je Abs. 2). Nach der massgeb-

lichen bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 127 Abs. 3 BV ist der steuerrechtli-

che Wohnsitz (Hauptsteuerdomizil) einer unselbstständig erwerbenden Person im in-

terkantonalen Verhältnis derjenige Ort, wo die betreffende Person sich mit der Absicht 

dauernden Verbleibens aufhält bzw. wo sich der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen 

befindet (Locher/Locher, § 3, I B, Nr. 20). Dieser Mittelpunkt bestimmt sich nach der 

Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände, aus welchen sich diese Interessen 

erkennen lassen; unmassgeblich sind die bloss erklärten Wünsche des Steuerpflichti-

gen. Ebenso wenig kommt es auf die rein gefühlsmässige Bevorzugung eines Orts an. 

Dem polizeilichen Domizil, wo die Schriften hinterlegt sind oder die politischen Rechte 

ausgeübt werden, kommt keine entscheidende Bedeutung zu. Denn dabei handelt es 

sich um äussere Merkmale, die nur ein Indiz für den steuerrechtlichen Wohnsitz bilden 

können (BGE 132 I 36 E. 4.1).  

 

 Hält sich eine Person abwechslungsweise an zwei verschiedenen Orten auf, 

so namentlich dann, wenn der Arbeitsort und ihr sonstiger Aufenthaltsort auseinander 

fallen, bestimmt sich der steuerrechtliche Wohnsitz danach, zu welchem Ort sie die 

stärkere Beziehung unterhält. Bei unselbstständig erwerbenden Steuerpflichtigen ist 

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dies gewöhnlich der Ort, wo sie für längere oder unbestimmte Zeit Aufenthalt nehmen, 

um von dort aus der täglichen Arbeit nachzugehen. Diesfalls ist der Zweck des Lebens-

unterhalts dauernder Natur. Auch hier ist die Würdigung der gesamten Umstände 

massgeblich (BGE 132 I 36 f., auch zum Folgenden). Bei in ungetrennter Ehe leben-

den Personen mit Beziehungen zu mehreren Orten gelten die persönlichen und familiä-

ren Kontakte zum Ort, wo sich ihre Familie, d.h. der Ehegatte und die Kinder aufhalten, 

als stärker als diejenigen zum Arbeitsort bzw. jenem andern Ort, von wo aus sie ihrer 

Arbeit regelmässig nachgehen. Doch gilt das nur dann, wenn sie täglich oder wenigs-

tens an den Wochenenden an den Familienort zurückkehren und auch dann nur, falls 

sie in nicht leitender Stellung (unselbstständig) erwerbend sind. Demnach unterstehen 

verheiratete Pendler oder Wochenaufenthalter grundsätzlich ausschliesslich der (un-

beschränkten) Steuerhoheit des Kantons, in welchem sich ihre Familie aufhält. Anders 

beurteilen sich demgegenüber die Verhältnisse dort, wo der Steuerpflichtige als un-

selbstständig Erwerbstätiger in leitender Funktion arbeitet. Verbringt eine solche Per-

son die Wochenenden und ihre Freizeit bei der Familie, begründet der Arbeitsort das 

Hauptsteuerdomizil und am Familienort befindet sich ein "sekundärer Steuerwohnsitz". 

Das Bundesgericht hat an dieser Aufteilung trotz Kritik, wonach diese Konstruktion 

unter dem Regime des StHG nicht mehr gesetzmässig und daher nicht mehr zulässig 

sei (Höhn/Mäusli, Interkantonales Steuerrecht, 4. A., 1999, S. 103 ff. und 137 f.), fest-

gehalten (BGr, 11. September 2007, 2C_112/2007, www.bger.ch = StE 2008 A 24.24.3 

Nr. 3, auch zum Folgenden). Kehrt der Steuerpflichtige hingegen täglich zur Familie 

zurück, gilt der Aufenthaltsort der Familie laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

ungeachtet der beruflichen Stellung als Steuerwohnsitz.  

 

 Die Anforderungen, welche die Rechtsprechung an eine "leitende Stellung" 

stellt, sind hoch (BGr, 7. Januar 2004, 2P.2/2003, www.bger.ch = ASA 73, 420 = 

StE 2004 A 24.24.3 Nr. 2). Erforderlich sind kumulativ (a) eine besondere Verantwor-

tung (b) in einer bedeutenden Unternehmung (c) mit zahlreichem Personal (BGE 125 I 

468; BGr, 29. Juli 2002, 2P.335/2001, www.bger.ch). Die berufliche Beanspruchung 

erweist sich als derart stark, dass die familiären und sozialen Beziehungen in den Hin-

tergrund treten (BGr, 7. Januar 2004, 2P.2/2003, auch zum Folgenden). Dies trifft z.B. 

beim Direktor einer Maschinenfabrik, beim Stellvertreter des Chefingenieurs einer  

Kohlenmine, beim Geschäftsführer eines Bergwerks, welchem zeitweise 400 Arbeiter 

unterstehen, bei einem technischen Direktor mit 130 - 140 Untergebenen sowie dem 

Präsidenten der Generaldirektion der SBB zu. Hingegen genügt dazu eine Chefposition 

in einer öffentlichen Anstalt, welche einen Umsatz von Fr. 15 Mio. generiert und mehr 

http://www.bger.ch/
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als 100 Mitarbeiter zählt, nicht, zumal die Mitarbeitenden mehrheitlich bloss teilzeitlich 

beschäftigt sind, viele sogar zu weniger als 50% eines Vollzeitpensums. Ein Personen-

bestand von 70 Personen ist zu gering, um als Unternehmung "mit zahlreichem Perso-

nal" zu gelten, wie das Bundesgericht im erwähnten Urteil unmissverständlich fest-

gehalten hat. Anders zu entscheiden ist dann, wenn der Betrieb "fortgeschritten" 

automatisiert ist (Locher/Locher, § 3, I B, 1 b Nr. 14). Eine anspruchs- und verantwor-

tungsvolle Stellung reicht für sich allein eben noch nicht aus. Sodann ist der Haupt-

aktionär, Präsident und Delegierte des Verwaltungsrats eines mittelgrossen Familien-

unternehmens, das rund 30 Personen beschäftigt und in welchem zwei Söhne als 

kaufmännischer und Betriebsdirektor mitarbeiten, nicht im Sinn der Rechtsprechung in 

"leitender Stellung" in einem bedeutenden Unternehmen mit zahlreichem Personal tätig 

(Locher/Locher, § 3, I B, 1 b Nr. 16). Schliesslich hat das höchste Schweizer Gericht 

am … festgehalten, der Direktor der … erfülle "unbestrittenermassen" die Kriterien ei-

nes Angestellten in "leitender Stellung" (sc. in einer bedeutenden Unternehmung mit 

zahlreichem Personal). Aktenkundig ist, dass die … einen Jahresumsatz von Fr. 60 - 

70 Mio. erwirtschaften und 150 Mitarbeitende beschäftigen. 

 

 b) Nach § 132 Abs. 1 StG haben die Steuerbehörden zusammen mit dem 

Steuerpflichtigen die für die vollständige und gerechte Besteuerung massgeblichen 

tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse festzustellen. Dabei haben diese Behörden 

die steuerbegründenden oder -erhöhenden Tatsachen nachzuweisen, der Steuerpflich-

tige hingegen jene Umstände, welche die Steuerschuld mindern oder aufheben 

(RB 1987 Nr. 35). Damit obliegt es jenen, den Wohnsitz als steuerbegründende Tatsa-

che darzutun. Dem Steuerpflichtigen kann freilich auch im interkantonalen Verhältnis 

der Gegenbeweis für die von ihm behauptete subjektive Steuerpflicht an einem neuen 

Ort auferlegt werden, falls die von der Behörde angenommene bisherige subjektive 

Steuerpflicht als sehr wahrscheinlich anzunehmen ist (vgl. ASA 39, 288). Diese Regel 

greift auch dann, wenn nicht der Ort des Hauptsteuerdomizils umstritten ist, sondern 

ein Nebensteuerdomizil, d.h. ein Spezial- oder ein sekundäres Steuerdomizil. Dabei ist 

gleichgültig, ob ein solches Domizil neu begründet oder aber ein bisheriges aufgeho-

ben wird (Pra 2000 Nr. 7 E. 3c; BGr, 4. März 2009, 2C_667/2008, www.bger.ch).  

 

 4. a) Der Pflichtige wohnt seit Jahren mit seiner Ehefrau in E im eigenen 

Haus. Der familiäre Mittelpunkt beider liegt auch nach Meinung des Zürcher Steuer-

amts dort. Das hat dazu geführt, dass sie seit langem an jenem Ort unbeschränkt 

steuerpflichtig waren; einzig der Kanton R hatte einen entsprechenden Steueranspruch 

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geltend gemacht. Dies hat sich indes in der hier streitigen Steuerperiode 2006 hinsicht-

lich der Person des Pflichtigen geändert, indem nun der Kanton Zürich ihn grundsätz-

lich unbeschränkt der eigenen Steuerhoheit unterwerfen will. Das kantonale Steueramt 

hält dafür, angesichts der besonderen Umstände bilde beim Pflichtigen – im Gegensatz 

zur Gattin – nicht mehr der Familienort das Hauptsteuerdomizil, sondern F als Ort, von 

wo aus er, der Pflichtige, während der Woche seiner anspruchsvollen Arbeit in geho-

bener Stellung nachgehe. 

 

 b) War das steuerliche Hauptdomizil des Pflichtigen bis anhin anerkannter-

massen in E, obliegt der Nachweis nach dem Gesagten den … Steuerbehörden, wenn 

sie dieses ab 2006 neu für den Kanton Zürich beanspruchen (vorn E. 3b). Sie machen 

nicht geltend, bezüglich seines persönlichen, familiären oder beruflichen Umfelds habe 

sich damals im Vergleich zu früher irgendetwas wesentlich geändert. Vielmehr führt 

das kantonale Steueramt aus, der Pflichtige sei Wochenaufenthalter in seinem Haus in 

F. Von dort aus suche er seinen Arbeitsort in L auf, wo er seiner Erwerbstätigkeit als 

Mitglied der Geschäftsleitung und Verwaltungsratspräsident der M nachgehe. Zudem 

sei er Verwaltungsratspräsident der N, ebenfalls in L, bei welcher Gesellschaft auch 

seine Ehefrau im Verwaltungsrat aktiv sei. Der Pflichtige und seine Gattin hätten ein 

"Nettoeinkommen" von Fr. 244'563.- bzw. von Fr. 22'951.- bezogen. Gestützt auf Be-

richte in einer Zeitubg ergebe sich, dass es sich bei der M um ein "bedeutendes" Un-

ternehmen handle. Erst im Einspracheentscheid hat das Steueramt nachgeschoben, 

die M erweise sich aufgrund dieses Berichts sowie des Organigramms als Unterneh-

men mit zahlreichem Personal. Weitere Argumente für den Standpunkt des Steueramts 

fehlen. 

 

 c) All diese Ausführungen genügen nicht annähernd, um den – wie gesehen 

notwendigen (oben E. 3b) – Beweis für ein Hauptsteuerdomizil in F zu leisten. Im 

Grund beschränkt sich die Begründung in der blossen Behauptung, der Pflichtige sei in 

leitender Stellung in der M als einem bedeutenden Unternehmen mit namhaften Per-

sonal tätig. Die Beweisführung mangelt bereits daran, dass eine Subsumtion der kon-

kreten Verhältnisse unter die notwendigen Kriterien "bedeutende Unternehmung" und 

"namhaftes (zahlreiches) Personal" im Sinn der Rechtsprechung nicht erfolgte. Dies 

war auch gar nicht möglich, hat es die Verwaltung doch versäumt, die konkreten Daten 

aufzuarbeiten. Darum fehlten die Grundlagen für die gebotene Abhandlung. Ist dies 

nicht einmal ansatzweise geschehen, so muss der Beweis von vornherein scheitern. 

Hinzu kommt, dass der Verweis auf in den Akten liegende Zeitungsartikel an sich 

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schon problematisch ist, falls nicht die wesentlichen Erkenntnisse daraus in der Ent-

scheidbegründung aufgezeigt werden. Ob insofern der gesetzlich gebotenen Begrün-

dungspflicht (§ 126 Abs. 1 StG) hinreichend Genüge getan ist, mag offenbleiben. Da 

dem Pflichtigen – wie noch aufzuzeigen ist – Recht zu geben ist, braucht auch nicht 

geprüft werden, ob das Steueramt eine Gehörsverletzung (Art. 29 BV) beging, indem 

es ohne vorherige Anhörung auf den Artikel in einer Zeitung abstellte. Die entspre-

chende Bezugnahme hilft zudem schon darum nicht, weil sie keine relevanten Informa-

tionen enthalten. Es wird dort ausgeführt, der … verarbeite im Jahr rund …. Für die 

Spitzenbelastung in der Woche … stockten die Mitarbeitenden, worunter "viele Haus-

frauen und Studenten", ihr Arbeitspensum auf. Im Weiteren wird erwähnt, dass die … 

dieser Firma zu 70% aus … in P und T stammten. Weder über den Umsatz, die Grösse 

des Unternehmens noch die Anzahl der Mitarbeitenden lässt sich etwas Konkretes 

entnehmen. Also ist diese Grundlage als untauglich zu qualifizieren. 

 

 d) Der Pflichtige tut überzeugend dar, dass die Voraussetzungen für die An-

nahme eines Hauptsteuerdomizils qua "leitende Stellung" angesichts der konkreten 

Situation ohnehin nicht erfüllt sind. Richtig sei, dass er durchschnittlich drei Mal in der 

Woche in seinem Haus in F nächtige. Er arbeite in der Regel von Dienstag bis Don-

nerstag in L. Er sei Verwaltungsratspräsident der M, der N, der K, alle in L, sowie der 

H, I, welche zu 80% an der O und zu 50% an S in P beteiligt sei. Dort amte er als Exe-

cutive bzw. Non-executive President of the Board. In den … Gesellschaften sei er nicht 

mehr operativ tätig, sondern beschränke sich auf Projektstudien. Die operative Tätig-

keit spiele sich hauptsächlich in der M ab und sei (2006) von U und V bewerkstelligt 

worden. Einen wesentlichen Teil seiner Berufsarbeit erledige er in E , wo er über die 

dafür notwendige Infrastruktur verfüge. Sodann halte er sich jährlich mehrmals bei den 

genannten … Gesellschaften auf, welche …; dort sei er, wie zu schliessen ist, operativ 

tätig und stimme deren Tätigkeiten namentlich mit den Bedürfnissen der … Gesell-

schaften ab. Unter solchen Umständen eine "derart intensive Beziehung zum Ge-

schäftsort" zu konstruieren, dass dieser (richtigerweise der Wochenaufenthaltsort, von 

welchem er seiner angeblich "leitenden Funktion" nachgehe) zum Hauptsteuerdomizil 

werde, gehe nicht an. All diese Ausführungen klingen glaubhaft. 

 

 Ob unter solchen Umständen im Licht der geltenden Rechtsprechung auf ein 

bedeutendes Unternehmen zu schliessen ist, muss offenbleiben. Denn es fehlen die 

notwendigen Angaben dazu. Das Steueramt hat es unterlassen, entsprechende Abklä-

rungen zu treffen. Die M scheint die Kerngesellschaft und damit der wesentlichste Teil 

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des mehrere Gesellschaften umfassenden, anscheinend mit Ausnahme der K in der I 

… gebündelten Konstrukts zu sein. Einschlägige Zahlen aus der Buchhaltung und aus 

der Bilanz sind nicht bekannt, obgleich solche dem Steueramt hinsichtlich der M, da in 

L domiziliert, ohne Schwierigkeiten direkt zugänglich gewesen wären. Auch hätte es 

die notwendigen Informationen auf dem Weg über den Pflichtigen einholen können. 

Namentlich fehlen Angaben über Umsatz und Lohnsumme. Ob der Pflichtige in einem 

"bedeutenden Unternehmen" tätig war, lässt sich somit nicht entscheiden. Ebenso we-

nig ist die Zahl der Mitarbeitenden bekannt. Zwar spricht die öffentlich zugängliche 

Wirtschaftsinformation für Herbst 2005 von 20 Mitarbeitenden. Träfe diese Zahl zu, so 

stünde von vornherein fest, dass das Kriterium der namhaften Anzahl Mitarbeitender 

nicht erfüllt wäre. Diese Darstellung deckte sich in etwa mit dem Organigramm der M 

per … 2006, wonach dort inklusive der drei in der Geschäftsleitung tätigen Herren A, U 

und V 19 Personen beschäftigt waren. Allerdings ist anzunehmen, dass in dieser Zahl 

nicht sämtliche Mitarbeitenden aufgeführt sind. Wie viele besetzte Vollzeitstellen allen-

falls noch hinzuzählen wären, ist mangels steueramtlicher Untersuchung unbekannt. 

An der Beurteilung der Lage vermag der Umstand, dass der Pflichtige auch noch der N 

mit fünf und der K mit zehn Angestellten (laut der nämlichen Quelle) vorstand, nichts zu 

ändern. Zur Zeit sollen laut Angaben des Pflichtigen in der "ganzen" Holding mitsamt 

den Tochtergesellschaften und wohl auch inklusive der K schweizweit 82 Vollzeitstellen 

besetzt sein. Dieser Hinweis bezieht sich auf die Verhältnisse im Oktober 2008 und hat 

daher keine Bedeutung für die Beurteilung der Situation im streitbetroffenen Steuerjahr 

2006; entsprechende Rückschlüsse verbieten sich mangels gesicherter Anhaltspunkte. 

Im Licht der bundesgerichtlicher Rechtsprechung würde selbst diese Zahl, wäre sie für 

2006 ausgewiesen, nicht genügen, um als hinreichend ("zahlreiches Personal") zu gel-

ten (vgl. vorn E. 3a). Daher mag dahingestellt bleiben, ob die – teilweise ohnehin un-

terschiedliche – Stellung des Pflichtigen in den verschiedenen Einzelgesellschaften in 

diesem Zusammenhang als Einheit zu betrachten ist. Diesbezüglich fehlten Präjudi-

zien, musste bis anhin einzig entschieden werden, ob die Stellung in ein und derselben 

Gesellschaft als "leitend" zu würdigen sei. Bei alledem vermag allein der Umstand, 

dass der Pflichtige den Verwaltungsrat von M, N und K präsidiert, welche Gesellschaf-

ten in L angesiedelt sind, nichts zu ändern, auch dann nicht, wenn die Funktion als 

Geschäftsleiter der M und Delegierter der K mit berücksichtigt wird. Anzumerken ist, 

dass die berufliche Tätigkeit der Ehefrau und deren Stellung in den erwähnten Gesell-

schaften bei alledem von vornherein keine Rolle spielen kann. 

 

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 Schliesslich sei erwähnt, dass die einschlägige bundesgerichtliche Rechtspre-

chung, soweit erkennbar, naturgemäss ohnehin nur dann einzugreifen vermag, wenn 

der Steuerpflichtige während der ganzen Arbeitswoche getrennt vom Familienort am 

Wochenaufenthaltsort weilt, um in leitender Stellung seiner beruflichen Tätigkeit nach-

zugehen (StE 2008 A 24.24.3 Nr. 3). Auch diese Bedingung ist hier nicht erfüllt, hat 

sich der Pflichtige doch – wie er sagt, nicht zuletzt auch aus gesundheitlichen Grün-

den – jeweils nur während drei Tagen pro Woche in F/L aufgehalten, die restliche Zeit 

jedoch am Familienort, es sei denn, er sei auf Geschäftsreisen oder sonstwie ortsab-

wesend gewesen. 

 

 f) Nach alledem muss es dabei sein Bewenden haben, dass dem kantonalen 

Steueramt der ihm obliegende Nachweis, der Pflichtige sei 2006 als leitender Ange-

stellter in einem bedeutenden Unternehmen mit zahlreichem Personal tätig gewesen, 

misslungen ist. Demnach kann der Kanton Zürich pro 2006 die unbeschränkte Steuer-

hoheit über den Pflichtigen nicht beanspruchen. 

 

 

 5. Zwar bildet vordergründig betrachtet bloss die Frage des Hauptsteuerdomi-

zils Streitgegenstand. Richtig gesehen ist indes die Einschätzung vom Rekurs eben-

falls betroffen (vgl. vorn E. 2a). Dabei sind die einzelnen Bestandteile der Einschätzung 

nicht bestritten; streitig ist allein die Ausscheidung. Deshalb kann von einer Rückwei-

sung zwecks Neuerstellung der Ausscheidung 2006 abgesehen werden. 

 

 Befinden sich die Hauptsteuerdomizile der Eheleute A-D in  

E , jedenfalls ausserhalb des Kantons Zürich, ist die Ausscheidung für die  

Steuerperiode 2006 wie folgt abzuändern: 

 

      Zürich   Total 

         Fr.       Fr. 

Vermögen 

Mobile Aktiven       2'049'332 

Liegenschaften    448'200     657'138 

Gewichtete Vermögenswerte   448'200  2'706'470 

      (16,56%)    (100%) 

./. Passivenanteil    174'102  1'051'341 

      274'098  1'655'129 

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2 ST.2008.344 

Korrektur Repartitionswerte     49'800       73'015 

steuerbares Vermögen (abgerundet) 323'000  1'728'000 

 

Einkommen 

Liegenschaftsertrag        0   ./.  10'144 

steuerbares Einkommen       0       305'700. 

 

 

 6. Nicht direkt angefochten ist die Verfügung betreffend den Anspruch auf die 

Rückerstattung von Verrechnungssteuern auf Fälligkeiten 2006. Immerhin ist dies im-

plizit geschehen. Macht der Pflichtige letztlich erfolgreich geltend, sein Hauptsteuer-

domizil befinde sich nicht in F, sondern ausserhalb des Kantons Zürich –konkret in E  –

 , so muss er diesen Anspruch zwingend dort geltend machen (vgl. Art. 22 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Verrechnungssteuer vom 13. Oktober 1965 [VStG] und 

Art. 51 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung zum Verrechnungssteuergesetz vom 

19. Dezember 1966; Bernhard Zwahlen, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuer-

recht, Band II/2, 2004, Art. 22 N 11 VStG); nur dort kann er eine solche Rückerstattung 

erwirken. In Zürich wird 2006 nur der – allerdings negative – Liegenschaftsertrag be-

steuert; ausgeschlossen ist hier die steuerliche Erfassung von verrechnungs-

steuerbelasteten Vermögenserträgen. Der Pflichtige hat in Zürich nie einen Antrag auf 

Rückerstattung von Verrechnungssteuern gestellt. Hat er mithin keinen entsprechen-

den Anspruch geltend gemacht, ist nicht anzunehmen, er beharre auf dem ihm im Ein-

spracheentscheid zugesprochenen Betrag; vielmehr ist davon auszugehen, er verzich-

te konsequenterweise hier darauf. Würde anders entschieden und die 

Verrechnungssteuerangelegenheit im vorliegenden Verfahren ausser Acht gelassen 

mit der Begründung, die hiesige Verrechnungssteuerfestsetzung sei nicht angefochten 

und daher in Rechtskraft erwachsen, hätte dies unausweichlich eine Rückleistungsver-

fügung der Zürcher Behörden im Sinn von Art. 58 VStG zur Folge. Solche administrati-

ven Leerläufe sind tunlichst zu vermeiden. 

 

 

 7. Am Rand sei auf eine Merkwürdigkeit, ja Ungereimtheit hingewiesen: 

 

 Mit der rechtskräftigen Einschätzung 2005 hat der Kanton Zürich einzig die 

Liegenschaft F und den Ertrag daraus besteuert. Dabei hat das kantonale Steueramt 

beide Ehegatten ins Recht gefasst, obgleich das Haus in F im Alleineigentum des 

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2 ST.2008.344 

Pflichtigen stand und daher einzig er einen wirtschaftlichen Anknüpfungspunkt im Kan-

ton Zürich besass (§ 4 Abs. 1 lit. b StG). In der angefochtenen Einschätzung 2006 (und 

dem diesen bestätigenden Einspracheentscheid) hingegen erscheint bloss noch der 

Pflichtige als Steuersubjekt, und dies obgleich der Kanton Zürich nun über ihn, der in 

rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe lebt, die unbeschränkte Steuerhoheit bean-

sprucht. Dabei wäre es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung allenfalls unter 

solchen Umständen geboten, am Hauptsteuerdomizil des einen Gatten ebenso den 

andern zu erfassen, auch wenn dieser über ein davon abweichendes eigenes 

Hauptsteuerdomizil (Wohnsitz) verfügt, und dies einzig gestützt auf die eheliche Ge-

meinschaft mit gemeinsamer Mittelverwendung (Locher/Locher, § 3, I B, 3 Nr. 18). Ist 

aber ausschliesslich ein wirtschaftlicher Anknüpfungspunkt des einen Gatten im Kan-

ton gegeben, so ist nicht einzusehen, weshalb hier beide steuerpflichtig sein sollen; in 

diesem Sinn wird in der nun im Rechtsmittelverfahren getroffenen Einschätzung aus-

schliesslich der Rekurrent aufgeführt. Das kantonale Steueramt ist bei dieser Gelegen-

heit einzuladen, die Rechtslage zu klären und die massgeblichen Grundsätze für die 

Verwaltung verbindlich festzuhalten 

 

 

 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten vom unterliegenden 

Staat zu tragen (§ 151 Abs. 1 StG). Sodann steht dem obsiegenden Pflichtigen ge-

stützt auf § 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 

24. Mai 1959/ 8. Juni 1997 eine (angemessene) Parteientschädigung zu. 

 

Demgemäss erkennt die Rekurskommission: 

 

 

1. Der Rekurs hinsichtlich der Staats- und Gemeindesteuer wird gutgeheissen. Es wird 

festgestellt, dass der Rekurrent in der Steuerperiode 2006 nur gemäss § 4 Abs. 1 

lit. b StG beschränkt der Steuerhoheit des Kantons Zürich untersteht.  

Der Rekurrent wird wie folgt eingeschätzt (Tarif nach § 35 Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 

StG): 

 

Steuerperiode    Einkommen  Vermögen 

             Fr.          Fr. 

 2006  steuerbar          0.-      323'000.- 

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2 ST.2008.344 

   satzbestimmend    305'700  1'728'000.-. 

 

Der Rekurs hinsichtlich der Verrechnungssteuer wird gutgeheissen. Der Rücker-

stattungsanspruch 2007 für die Verrechnungssteuer, Fälligkeitsjahr 2006, wird auf 

Fr. 0.- festgesetzt. 

 

[…]