# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c62af05f-9e3a-58eb-80ac-68ff0d3c1216
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.03.2015 200 2014 223
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-223_2015-03-18.pdf

## Full Text

200 14 223 IV
SCP/SHE/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. März 2015

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch B.________ 
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 20. Februar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. März 2015, IV/14/223, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1978 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im Juli 2009 mit Hinweis auf Rückenschmer-
zen mit Ausstrahlung bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB oder Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug in Form von Massnahmen für die 
berufliche Eingliederung an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 2). Diese 
führte daraufhin berufliche und medizinische Abklärungen durch. Mit Verfü-
gung vom 16. April 2012 (AB 56) bzw. 17. Juli 2012 (AB 59) verneinte sie 
sowohl den Anspruch auf berufliche Massnahmen als auch denjenigen auf 
eine Rente. Die beiden Verfügungen blieben unangefochten.

B.

Mit Schreiben vom 12. Juli 2013 (AB 60) machte der Versicherte bei der 
IVB erneut Leistungen geltend. Diese tätigte abermals berufliche und medi-
zinische Abklärungen. Insbesondere gestützt auf den Bericht von Dr. med. 
C.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Tro-
pen- und Reisemedizin sowie Allgemeine Innere Medizin FMH, vom Regio-
nalen Ärztlichen Dienst (RAD) vom 29. November 2013 (AB 69) stellte die 
IVB mit Vorbescheid vom 9. Dezember 2013 (AB 70) die Ablehnung des 
Rentenbegehrens in Aussicht, wogegen der Versicherte am 20. Dezember 
2013 (AB 71) bzw. die von ihm beigezogene Rechtsschutzversicherung am 
3. Januar 2014 (AB 73) und 21. Januar 2014 (AB 77) Einwände erheben 
liess. Nach Einholung eines weiteren Berichts bei Dr. med. C.________ 
vom 3. Februar 2014 (AB 79) verfügte die IVB am 20. Februar 2014 (AB 
80) wie im Vorbescheid angekündigt. 

C.

Mit Eingabe vom 5. März 2014 liess der Versicherte hiergegen Beschwerde 
erheben mit folgenden Rechtsbegehren:

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„1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 20.02.2014 sei aufzuheben und es sei 
Herrn A.________ mindestens eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu-
zusprechen.

2. eventualiter: das Verfahren sei zur Durchführung der erforderlichen Abklärun-
gen und zum neuen Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.“

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Eingabe vom 2. April 2014 auf Ab-
weisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. 
Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 20. Februar 2014 
(AB 80). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Rentenleistungen.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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2.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). Dies gilt auch für Revisionsgesuche 
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351). Diese 
Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer 
wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine Verän-
derung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss 
(BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 
3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechts-
kräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue 
Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festge-
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 
3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

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3.

3.1 Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin inso-
weit auf die Neuanmeldung vom 12. Juli 2013 (AB 60) eingetreten ist, als 
sie durch Einholung eines Verlaufsberichts beim behandelnden Hausarzt 
(AB 62) und eines Untersuchungsberichts beim Zentrum G.________ (AB 
67) von Amtes wegen geprüft hat, ob seit der Verfügung vom 17. Juli 2012 
(AB 59) hinsichtlich des Gesundheitszustandes eine wesentliche Verände-
rung eingetreten ist. Folglich ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht zu 
prüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). 

3.2 Der rentenablehnenden Verfügung vom 17. Juli 2012 (AB 59) lagen 
im Wesentlichen folgende medizinischen Berichte zu Grunde:

3.2.1 Am 19. und 20. Juli 2010 erfolgte im Zentrum H.________ eine Eva-
luation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL; AB 35/3). Als Diagnosen 
wurden neben einem chronischen, therapieresistenten lumbalen Schmerz-
syndrom mit ischialgiformer Ausstrahlung links ein femoropatelläres 
Schmerzsyndrom links mit Quadrizeps-Insuffizienz angegeben. Der Be-
schwerdeführer habe Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich beidseits, 
paravertebral beidseits bis in die LWS mit Ausstrahlungen bis zu beiden 
Hüften, im linken Knie sowie in beiden Füssen angegeben. Gemäss seinen 
Angaben könne er im Prinzip „alles machen“, aber nach einer gewissen 
Zeit würden die Schmerzen in den angegebenen Bereichen auftreten. Die 
„richtig“ limitierenden Schmerzen würden „erst nach der Durchführung“ 
auftreten (S. 4). Die Fachpersonen empfahlen aus medizinischer Sicht, das 
MTT weiterzuführen und dies mindestens über weitere drei Monate, um mit 
dem Muskelaufbau fortzufahren. Als arbeitsrelevante Probleme seien die 
Schmerzen im Rücken bei allen belastenden Tätigkeiten und danach in der 
Ruhepause zu bezeichnen (S. 5). Dem Beschwerdeführer sei eine mittel-
schwere Arbeit bis 20 kg in Wechseltätigkeit, nach Durchführung der medi-
zinischen Massnahmen, ganztags zumutbar. Zusätzliche Pausen von ins-
gesamt ca. einer halben Stunde könnten dabei eingesetzt werden (S. 6). 

3.2.2 Dr. med. C.________ diagnostizierte im RAD-Bericht vom 10. Au-
gust 2010 (AB 36) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein lumbospon-
dylogenes Syndrom, möglicherweise bei Facettenproblematik (L4/5 links). 

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Rückenschmerzen bestünden seit 1998, seit 2008 starke. Obwohl die dia-
gnostische und therapeutische Situation medizinisch unbefriedigend sei, 
müsse aufgrund der ärztlichen Berichte angenommen werden, dass in der 
angestammten Tätigkeit eine andauernde Beeinträchtigung der Erwerbs-
fähigkeit von mindestens 20% seit mehr als einem Jahr zuzubilligen sei. Es 
könne allerdings auch möglich sein, dass innerhalb des erlernten Berufs als 
... eine körperlich weniger belastende Tätigkeit ausgeübt werden könnte. 
Das Zumutbarkeitsprofil sollte von einer höchstens mittelschweren Tätigkeit 
ausgehen, wenn möglich mit Wechselbelastung (S. 4).

3.2.3 Im Bericht vom 12. Mai 2011 (AB 47/5) hielt PD Dr. med. 
D.________, Facharzt für Chirurgie FMH, fest, der Beschwerdeführer wirke 
gesund, kräftig und gebe als Schmerzproblematik gelegentliche, aber heftig 
einschiessende Schmerzen lumbal links an, gelegentlich ausstrahlend ins 
linke Bein. Gemäss den letzten bildgebenden Abklärungen erscheine es 
glaubhaft, dass es je nach Bewegungsexkursion zur Neurokompression 
oder zumindest Irritation auf Höhe L4/5 komme. Die chronischen, zum Teil 
chronifizierten Ischialumbalgien links bei Diskopathie L4/5 links seien die 
Ursache der Arbeitsunfähigkeit. Die Schmerzen bei körperlicher Beanspru-
chung würden dazu führen, dass der Beschwerdeführer unfähig sei, Lasten 
zu tragen oder zu heben und, dass es ihm unmöglich sei, lange in gleicher 
Position zu verharren. Eine Wiederaufnahme der Arbeit im früheren Aus-
mass sei sicher nicht möglich, auch nicht nach einer eventuellen operativen 
Behandlung. Betreffend einer angepassten Tätigkeit müsse der Beschwer-
deführer vermeiden, Lasten zu tragen und zu heben sowie längere Zeit in 
gleicher Position zu verharren (S. 2).

Im Bericht vom 15. September 2011 (AB 47/3) führte PD Dr. med. 
D.________ aus, eine Wiederaufnahme der Arbeit sei sicher möglich, nicht 
aber im Rahmen der früheren Tätigkeit, sondern möglicherweise in ... oder 
ähnlichen Betrieben mit vorwiegend beratender Tätigkeit oder Kontrollfunk-
tionen. Bei einer derartigen Tätigkeit wäre eine Arbeitsfähigkeit von 100% 
auf Beginn September 2011 zu attestieren (Ziff. 3a).

3.2.4 Im Sprechstundenbericht der Wirbelsäulenchirurgie des Spitals 
I.________ vom 8. Juli 2011 (AB 47/1) wurde eine chronische Lumbago, 
progredient seit 1998, diagnostiziert. Der Beschwerdeführer leide seit vie-

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len Jahren unter Rückenproblemen, 2008 seien diese rasch progredient 
gewesen, mit Ausstrahlung ins linke Knie und in den linken Fuss. Diese 
peripheren Beschwerden seien seit einem halben Jahr wieder verschwun-
den. Mehrere gezielte CT-gesteuerte Infiltrationen sowie auch eine Kortiso-
ninfiltration hätten keine wesentlichen Besserungen der Beschwerden ge-
bracht. Fentanyl habe ebenfalls keine Besserung gebracht. Seit einer The-
rapie mit Tramadol 300 mg täglich seien die Beschwerden nun massiv re-
gredient (S. 1). Eine klare strukturelle Ursache für die chronischen lumba-
len Schmerzen sei nicht sicher feststellbar, auch wenn MR-tomographisch 
kleine Veränderungen zu sehen seien. Verschiedene gezielte Infiltrationen 
hätten aber niemals eine Verbesserung der Beschwerden gebracht, so 
dass von einer operativen Intervention entschieden abgeraten werde (S. 2).

3.2.5 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
diagnostizierte im Bericht vom 6. Mai 2012 (AB 57/1) mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit ein chronisches, therapieresistentes lumbales 
Schmerzsyndrom mit ischialgiformer Ausstrahlung links, seit 2005; ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte er die Diagnose einer psychoso-
zialen Belastungssituation mit Status nach depressiver Episode (S. 2 Ziff. 
1.1). Aktuell bestünden lumbale Rückenbeschwerden. Der Beschwerdefüh-
rer sei nie schmerzfrei, brauche wegen der Schmerzen lange zum Ein-
schlafen und beim Aufwachen bestünden wieder Rückenschmerzen. Bei 
kleinen Arbeiten wie Staubsaugen komme es zu Schmerzverstärkung. Die 
Arbeit in einem anstrengenden Beruf wie ... sei sicher nicht denkbar, jedoch 
wären körperlich wenig belastende Tätigkeiten, bei denen eine wechselbe-
lastende Aktivität möglich wäre (S. 3 Ziff. 1.4), in langsamer Steigerung, 
beginnend mit zwei bis drei Stunden, möglich (S. 4 Ziff. 1.7).

3.3 Der nunmehr angefochtenen Verfügung vom 20. Februar 2014 (AB 
80) liegen insbesondere folgende Berichte zu Grunde:

3.3.1 Dr. med. E.________ gab im Juli 2013 (AB 62) an, er habe den Be-
schwerdeführer seit dem letzten Bericht (vgl. E. 3.2.5 hiervor) nicht mehr 
gesehen.

3.3.2 Med. prakt. F.________, Facharzt für Anästhesiologie, stellte in sei-
nem Bericht vom 23. Oktober 2013 (AB 67) mit Auswirkung auf die Arbeits-

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fähigkeit folgende Diagnosen: ein nozizeptiv-neuropatisches lumboverte-
brales Schmerzsyndrom mit funktioneller lumbaler und muskulärer Instabi-
lität, eine beginnende Diskushernierung L4/5 linksseitig, eine Wurzelrei-
zung L4 und L5 linksseitig, ein femoropatellares Schmerzsyndrom links mit 
Quadricepsinsuffizienz sowie eine psychosoziale Belastungssituation. Oh-
ne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte er u.a. die Diagnose einer 
Dysthymie (S. 1 Ziff. 1.1). Als Hauptproblem gebe der Beschwerdeführer 
Schmerzen im unteren Rücken (low back) an, welche in die linke untere 
Extremität abstrahlen würden. Die Schmerzen im Bereich der unteren Len-
denwirbelsäule gebe er auf der Schmerzskala von 0-10 mit bis zu 8 an. 
Dieser Schmerz sei konstant-intermittierend, mal eher ziehend, mal drü-
ckend, teilweise aber auch brennend oder stechend. Die abstrahlenden 
Schmerzen ins linke Bein beschreibe er eher als brennend und stechend, 
teilweise einschiessend (S. 3). In der letzten Zeit sei es allerdings auch 
immer wieder zu Abstrahlungen nach kranial bis in die HWS gekommen. 
Seine Hauptschmerzen würden beim Sitzen oder Stehen sowie bei Belas-
tung sofort zunehmen, jedoch könne er grundsätzlich jeder Tätigkeit nach-
gehen, würde es allerdings danach „büssen müssen.“ Wenn die Schmer-
zen einmal aufträten, würden sie über einige Tage anhalten (S. 4). Der Be-
schwerdeführer habe bisher von keiner einzigen Massnahme wirklich profi-
tiert, d.h. es sei zu keiner positiven Änderung in Bezug auf Tagesstruktur, 
Lebensqualität oder Schmerzsymptomatik gekommen. Invasive Massnah-
men würden sich in Bezug auf seine bisherigen Reaktionen absolut verbie-
ten (S. 5 f.). Psychische Einschränkungen bestünden in einem gewissen 
Vermeidungsverhalten und damit verbunden mit der Angst vor Belastun-
gen, auch aufgrund der gemachten Erfahrungen bei den immer wieder auf-
tretenden Schmerzexazerbationen. Körperlich sollten Arbeiten in Näs-
se/Kälte und Zugluft, Überkopfarbeiten, Arbeiten mit Torsionsbewegung der 
gesamten Wirbelsäule, häufiges Bücken, Arbeiten in Vorhalte, Heben und 
Tragen über 10 kg auf Dauer sowie das Besteigen von Leitern und Gerüs-
ten (Unfallgefahr) absolut vermieden werden (S. 6 Ziff. 1.7). Die Teilnahme 
an einem stationären multimodalen Programm in Verbindung mit einer Um-
schulung sollte dem Beschwerdeführer einen Wiedereinstieg in die Er-
werbstätigkeit ermöglichen (S. 7 Ziff. 1.8). 

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3.3.3 Dr. med. C.________ kam in seinem RAD-Bericht vom 29. Novem-
ber 2013 (AB 69) zum Schluss, dass berufliche Massnahmen medizinisch 
indiziert seien, aber vom Beschwerdeführer abgelehnt würden. Eine objek-
tive und anhaltende Veränderung des Gesundheitszustandes gegenüber 
der Verfügung vom 17. Juli 2012 (AB 59) sei nicht ausgewiesen. Eine an-
gepasste Tätigkeit sei ihm vollzeitig und mit normaler Leistung zumutbar 
(S. 2).

Wie dem Bericht von Dr. med. C.________ vom 3. Februar 2014 (AB 79) 
zu entnehmen ist, sei der Beschwerdeführer bereits 2010 vom RAD beur-
teilt worden. Dies sei aufgrund zahlreicher Arztberichte erfolgt. Auch die 
Krankentaggeldversicherung habe eine Beurteilung veranlasst, die eben-
falls berücksichtigt worden sei. Ein Jahr nach der rentenablehnenden Ver-
fügung habe sich der Beschwerdeführer erneut für IV-Leistungen angemel-
det. Er sei seit Januar 2013 in Behandlung des Zentrums J.________. 
Med. prakt. F.________ sei bei den früheren Behandlungen nicht beteiligt 
gewesen. Den Ausführungen in seinem Bericht sei aber zu entnehmen, 
dass seit der Verfügung vom 12. [recte: 17.] Juli 2012 keine objektive und 
andauernde Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten sei. Der 
Sachverhalt sei derselbe, lediglich seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
sei anders. Dr. med. C.________ kam zum Schluss, dass nach wie vor die 
mit Verfügung vom 12. [recte: 17.] Juli 2012 formulierte Zumutbarkeit einer 
angepassten Tätigkeit gelte, da der Sachverhalt derselbe sei (S. 2).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

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Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrer Verfügung vom 20. Februar 
2014 (AB 80) im Wesentlichen auf die beiden RAD-Berichte von Dr. med. 
C.________ vom 29. November 2013 (AB 69) und vom 3. Februar 2014 
(AB 79) ab. Diese erfüllen die Voraussetzungen der Rechtsprechung an 
medizinische Berichte (vgl. E. 3.4 hiervor) und überzeugen. Der RAD-Arzt 
hat sich in seinen Beurteilungen sorgfältig mit den in den medizinischen 
Akten hinreichend dokumentierten gesundheitlichen Einschränkungen des 
Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Die Ausführungen in der Beurtei-
lung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezo-
genen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar be-
gründet. Dass er keine eigene Untersuchung durchgeführt hat, schadet 
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 4) nicht, 
da der medizinische Sachverhalt durch die verschiedenen Arztberichte hin-
reichend dokumentiert ist und es allein um die medizinische Würdigung 
dieses Sachverhalts geht. Damit sind im vorliegenden Fall die Vorausset-
zungen für rechtsgenügliche Aktenberichte (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 14. November 2007, I 1094/06, E. 3.1.1 in fine) erfüllt und es 
bestehen nicht die geringsten Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüs-
sigkeit. Weiter schmälert der Umstand, dass Dr. med. C.________ „nicht 
die notwendige fachärztliche Qualifikation besitzt“ (Beschwerde S. 5), den 
Beweiswert seiner Beurteilungen nicht entscheidend, zumal die Akten ein 
einheitliches Bild ergeben. Somit ist erstellt, dass den Berichten nicht nur 
eingeschränkter, sondern voller Beweiswert zukommt und die angefochte-
ne Verfügung weder in unrichtiger noch unvollständiger Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts zustande gekommen ist (vgl. Beschwerde 
S. 3). In der Folge ist auf die besagten beiden RAD-Berichte abzustellen.

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Die Schlussfolgerungen von Dr. med. C.________ stehen denn auch im 
Einklang mit den übrigen medizinischen Akten. Selbst gemäss dem Bericht 
von med. prakt. F.________ vom 23. Oktober 2013 (AB 67) hat sich der 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der rentenablehnenden 
Verfügung vom 17. Juli 2012 (AB 59) zweifellos nicht verschlechtert. Dieser 
nimmt denn auch bei seit der rentenablehnenden Verfügung vom 17. Juli 
2012 (AB 59) in somatischer Hinsicht gleich gebliebenem Gesundheitszu-
stand (der Beschwerdeführer klagt nach wie vor über die gleichen Be-
schwerden, die bisherigen Massnahmen erbrachten keine Besserung und 
invasive Massnahmen verbieten sich weiterhin [vgl. dazu bereits AB 47 S. 
2]) bloss eine andere Beurteilung der Leistungsfähigkeit vor. Soweit med. 
prakt. F.________ ein gewisses Schon- und Vermeidverhalten sowie eine 
Dysthymie feststellte, vermag dies die Leistungsfähigkeit nicht zu beein-
trächtigen. Da eine Dysthymie aus psychiatrischer Sicht keine Beeinträchti-
gung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken vermag, ist sie auch aus versiche-
rungsrechtlicher Sicht nicht relevant (SVR 2011 IV Nr. 17 S. 45 E. 2.2.2). 
Med. prakt. F.________ hat diese Diagnose denn auch korrekt unter den 
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt. Daher be-
stand für die Beschwerdegegnerin - entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 5) - keine Verpflichtung bzw. kein 
Anlass zu weitergehenden medizinischen Abklärungen.

4.

Aus dem Dargelegten ergibt sich, dass seit der rentenabweisenden Verfü-
gung vom 17. Juli 2012 (AB 59) keine Veränderung im Gesundheitszustand 
eingetreten ist. Die erneute Abweisung des Rentenbegehrens (AB 80) er-
weist sich damit im Ergebnis als korrekt, weshalb die Beschwerde als of-
fensichtlich unbegründet abzuweisen ist.

Zu ergänzen ist einzig, dass mit der angefochtenen Verfügung - die Bereit-
schaft des Beschwerdeführers hierzu vorausgesetzt - der Anspruch auf 
berufliche Eingliederungsmassnahmen bestätigt wurde. Damit wird es wei-
terhin an ihm selbst liegen, ob er in seiner Verweigerungshaltung (vgl. AB 
60 S. 2) verharren oder die für eine erfolgreiche berufliche Wiedereingliede-

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rung erforderlichen Willensanstrengungen aufbringen will. In Anbetracht 
des vom Zentrum G.________ dokumentierten Psychostatus (vgl. hierzu 
AB 67) wird die Fähigkeit zur Aufbringung Letzterer denn auch in unwider-
legbarer Weise vermutet und die Verweigerung der von ihm erwünschten 
„sofortigen“ Zusprache einer „Teilrente“ (vgl. AB 60 S. 2) wird so lange auf-
recht zu erhalten sein, als von ihm solche Anstrengungen erwartet werden 
können (vgl. dazu ULRICH MEYER, Bundesgesetz über die Invalidenversi-
cherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 22). 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 
108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe entnommen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. März 2015, IV/14/223, Seite 14

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.