# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e31be535-c45e-5279-a850-19486bc61eb2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 25.09.2025 SV2 2024 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-20_2025-09-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 25. September 2025
mitgeteilt am Datum 1. Oktober 2025

Referenz SV2 24 20

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Bäder Federspiel und Pedretti
Kuster, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer

gegen

B._____ AG
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Bürkle

Gegenstand Versicherungsleistungen nach UVG

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Sachverhalt

A. A._____, Jahrgang _____, ging nach Beendigung seines letzten 
Arbeitsverhältnisses per Ende August 2019 auf Reisen. Er war bei der B._____ AG 
(nachfolgend: B._____) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 
18. November 2019 […] Opfer eines Raubüberfalls wurde. Gemäss 
Schadenmeldung vom 20. November 2019 erlitt er dabei vier Stichwunden an 
Nacken, Schulter und Hinterkopf, Schürfungen an beiden Armen, an beiden Augen 
und im Gesicht, Verletzungen am 4. Finger der linken Hand sowie einen 
Zahnschaden. Die B._____ erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen 
(Heilbehandlung und Taggeld). 

B. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz konsultierte A._____ verschiedene 
Ärzte, darunter Dr. med. C._____, Facharzt für Neurologie, welcher ihn aufgrund 
einer weiterhin hohen Schmerzintensität und unzureichenden Wirkung der 
bisherigen therapeutischen Massnahmen (Medikamente, Physiotherapie, MTT) mit 
Schreiben vom 17. März 2020 in die Schmerzsprechstunde des Spitals D._____ 
überwies. Dr. med. E._____, Fachärztin für Anästhesiologie sowie Leiterin 
Schmerztherapie, welche in ihrem Bericht vom 26. März 2020 eine 
Occipitalneuralgie rechts und Traumafolgen im Bereich des Schädels/Nackens 
diagnostizierte, veranlasste daraufhin insbesondere eine Konsultation bei Dr. med. 
F._____, Fachärztin für Anästhesiologie sowie Praktische Ärztin, zur Evaluation 
einer neuraltherapeutischen Behandlung. Letztere gelangte in ihrem Bericht vom 
2. April 2020 zum Schluss, dass eine neuraltherapeutische Behandlung indiziert sei, 
wobei zunächst lokale Infiltrationen im Bereich des hinteren Kopfes, des Nackens 
und des Schultergürtels vorgesehen seien. 

C. Im November 2020 startete A._____ einen therapeutischen Arbeitseinsatz 
beim Rechtsdienst der G._____. Nach dessen Beendigung per 30. April 2021 
konnte A._____ noch bis zum 31. Dezember 2021 in einem befristeten 
Arbeitsverhältnis beim Rechtsdienst der G._____ zu einem Pensum von 45 % 
weiterarbeiten. In der Zwischenzeit fanden weitere medizinische Konsultationen 
und Abklärungen statt, darunter eine neurologische Standortbestimmung bei 
Dr. med. H._____, Fachärztin für Neurologie, vom 19. April 2021, sowie eine 
Untersuchung im Zentrum für Schmerzmedizin I._____ vom 2. September 2021. Im 
Verlaufsbericht vom 6. Dezember 2021 hielt Dr. med. E._____ schliesslich fest, 
zusammengefasst sehe sie für A._____ weiterhin eine positive Prognose. Die 
Veränderungen der letzten zwölf Monate seien nicht mehr so frappant wie jene der 
ersten zwölf Monate, jedoch sei in der gesamten Zusammenschau die Situation 
deutlich besser; die Schmerzsituation sei grundsätzlich besser als noch vor einem 

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Jahr, bei deutlich gesteigerter Belastung. Auch sei die Narbenrückbildung durch die 
intensive Massage und Physiotherapie gut; die Nervenstörung am Hinterkopf sei 
zwar noch vorhanden, irritiere A._____ jedoch nicht mehr wie initial. Zu 
berücksichtigen sei jedoch, dass auch weiterhin keine schlagartige prozentuale 
Arbeitssteigerung zu erreichen sein werde, nachdem A._____ nun über knapp ein 
Jahr im geschützten Rahmen eine Arbeitsstelle von ca. 45 % ausgeübt habe, mit 
allen Freiheiten und Pausenmöglichkeiten. Sie gehe somit auch momentan von 
einer 40%igen Arbeitsfähigkeit aus, mit der Prognose, dass A._____ diese 
hoffentlich in den nächsten 12 - 24 Monaten deutlich steigern könne auf 80 - 100 %. 
Der wichtigste Therapiepfeiler sei sicherlich auch in Zukunft der regelmässige 
Fitnessbesuch, der mittels punktueller Physiotherapie ergänzt werden solle, um 
eine muskulär stabilisierte und detonisierte Situation zu erzielen. Die Medikamente 
habe er abgesetzt bis auf die Assan Patches, welche er regelmässig appliziere, da 
vor allem diese tiefe Wärme für ihn sehr entspannend sei. 

D. Mit Schreiben vom 29. März 2022 gab die B._____ bei der MZR 
Medizinisches Zentrum Römerhof GmbH die Erstellung eines polydisziplinären 
Gutachtens (nachfolgend: MZR-Gutachten) in Auftrag, welches am 6. Oktober 2022 
erstattet wurde (Fachdisziplinen: Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, 
Neuropsychologie und Psychiatrie). Darin gelangten die Gutachterin und die 
Gutachter zum Schluss, es bestünden keine Diagnosen mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wiesen sie 
was folgt aus: 

1. Minimale neuropsychologische Störung mit/bei 

- minimalen Einbussen bei der formallexikalischen Wortflüssigkeit

2. Neuropathie des Nervus occipitalis major rechts nach okzipitaler Stichverletzung

3. Status nach Commotio cerebri bei Überfall am 18. November 2019

4. Chronische rechtsbetonte Schulter- und Nackenschmerzen

5. Durchschlafstörungen

6. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren F45.41

In der versicherungsmedizinischen Beurteilung hielten die Gutachterin und die 
Gutachter fest, A._____ sei aus interdisziplinärer Sicht in seiner angestammten 
Tätigkeit als Jurist wie auch in einer dem Leiden optimal angepassten körperlichen 
Tätigkeit, die regelmässige Positionswechsel inkl. Aufstehen und Herumgehen 
ermögliche und kein Helmtragen erfordere, seit der aktuellen Begutachtung zu 
100 % arbeitsfähig. Das Bestehen einer dauernden erheblichen Schädigung der 
körperlichen Integrität als Folge des Unfalles vom 18. November 2019 (sog. 
Integritätsschaden) wurde verneint.

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E. Gestützt auf das polydisziplinäre MZR-Gutachten vom 6. Oktober 2022 und 
den versicherungsmedizinischen Bericht von Dr. med. J._____, Facharzt für 
Neurologie, vom 19. Mai 2023, worin dieser zum Schluss gelangte, dass das 
Gutachten leichte formelle Mängel aufweise, welche aber nur untergeordnete 
Punkte und nicht die Kernaussagen berührten, und dass die sich allenfalls 
stellenden Unsicherheiten problemlos aus dem Studium der übrigen Abschnitte des 
Gutachtens geklärt werden könnten, verfügte die B._____ am 1. Juni 2023 was 
folgt:   

1. Die Taggeldleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung werden per 31. Oktober 2022 
eingestellt.

2. Nach dem 31. Oktober 2022 besteht kein Anspruch mehr auf Pflegeleistungen und 
Kostenvergütungen.

3. Es besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente.

4. Auf die Rückforderung der über den 31. Oktober 2022 hinaus erbrachten Leistungen wird 
verzichtet.

5. Es besteht kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. 

Begründend hielt die B._____ im Wesentlichen fest, laut MZR-Gutachten vom 
6. Oktober 2022 und der medizinischen Stellungnahme von Dr. med. J._____ vom 
19. Mai 2023 sei A._____ in seiner angestammten Tätigkeit vollständig arbeitsfähig, 
weshalb die Taggelder per 31. Oktober 2022 eingestellt würden. Da von weiteren 
Behandlungen keine namhafte Besserung mehr zu erwarten sei, bestehe auch kein 
Anspruch mehr auf Heilungskosten aus der obligatorischen Unfallversicherung. 
Zudem bestehe auch kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung, nachdem 
unfallbedingt kein erheblicher Schaden objektiviert nachgewiesen worden sei.

F. Hiergegen erhob A._____ am 22. Juni 2023 Einsprache, womit er die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Zusprache einer UVG-Rente ab dem 
1. November 2022 bei einer Arbeitsfähigkeit von 40 - 45 % in der angestammten 
Tätigkeit als Jurist, die weitere Vergütung der Kosten für ein Fitnessabo sowie die 
Zusprache einer noch zu bestimmenden Integritätsentschädigung beantragte. 
Seiner Einsprache legte er unter anderem einen Bericht von Dr. med. K._____, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie Rheumatologie, vom 12. Dezember 
2022 bei, welcher ihn am 30. November 2022 rheumatologisch untersucht hatte. In 
seiner Begründung rügte er unter anderem den Umstand, dass die B._____ den 
schriftlichen Inhalt des MZR-Gutachtens nicht mit den Tonaufnahmen abgeglichen 
habe, obschon er bereits am 16. November 2022 und 19. Dezember 2022 
verschiedene Diskrepanzen geltend gemacht habe. Auch Dr. med. J._____ habe 
keinen entsprechenden Abgleich vorgenommen, was sorgfaltswidrig sei. Der 
Nervus occipitalis major sei nachweislich geschädigt und beeinträchtige 
nachweislich seine computerbasierte juristische Arbeitsfähigkeit. Zudem sei erstellt, 

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dass die unfallbedingten und somatisch bedingten chronischen Nacken- und 
Schulterbeschwerden objektiv durch korrelierende, fachärztlich schlüssig 
feststellbare Befunde hinreichend erklärbar und nachgewiesen seien und seine 
computerbasierte juristische Arbeitsfähigkeit ebenfalls beeinträchtigten. Weiter 
führte er unter anderem aus, er habe in analoger Anwendung der Suva-Tabellen 
Nr. 7 und/oder Nr. 17 bei Okzipitalisneuralgien Anspruch auf eine noch zu 
bestimmende Integritätsentschädigung betreffend die Neuropathie des Nervus 
occipitalis major rechts und zusätzlich in Anwendung der Suva-Tabelle Nr. 17 
betreffend die vorliegenden Wirbelsäulenaffektionen. Hinsichtlich des Tinnitus sei 
er damit einverstanden, diese Position mit einer Integritätsentschädigung von 5 % 
gemäss Suva-Tabelle Nr. 13 zu bewerten. 

G. Mit Einspracheentscheid vom 31. Januar 2024 wies die B._____ die 
Einsprache ab. In ihrer Begründung setzte sie sich unter anderem mit den von 
A._____ geltend gemachten Diskrepanzen zwischen dem schriftlichen Inhalt des 
MZR-Gutachtens und den Tonaufnahmen auseinander und wies daraufhin, dass 
Dr. med. J._____ nicht damit beauftragt worden sei, das MZR-Gutachten mit den 
Tonaufnahmen abzugleichen. Zum Nervus occipitalis major äusserte sie sich 
dahingehend, dass eine strukturelle Schädigung des Nervs bildgebend nicht habe 
nachgewiesen und ein somatisches Korrelat somit nicht habe objektiviert werden 
können. Aus diesem Grund habe der neurologische MZR-Gutachter, welcher von 
einer stattgehabten initialen Nervenschädigung ausgegangen sei, die daraus 
resultierende Neuropathie des Nervus occipitalis denn auch im Sinne einer 
indirekten Diagnose aufgrund der subjektiv beschriebenen Symptomatik (Allodynie, 
Dysästhesie) diagnostiziert (Hervorhebung durch das Gericht). Seine 
Schlussfolgerung, wonach die durch die Neuropathie des Nervus occipitalis major 
rechts erklärten Beschwerden keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
begründeten, sei nachvollziehbar, weil eine computerbasierte, juristische Tätigkeit 
mittels ergonomischer Anpassungen so ausgestaltet werden könne, dass die 
Möglichkeit zur wechselseitigen Belastung, wie sie vom neurologischen 
Teilgutachter gefordert werde, vollschichtig möglich sei. Zu den beklagten Nacken- 
und Schulterschmerzen hielt die B._____ sodann fest, diese seien keiner 
organischen Ursache im Bereich der Schultern und des Nackens geschuldet (kein 
Muskelhartspann sowie allseits weiche Muskulatur und nicht druckdolent) und 
könnten aus neurologischer Sicht auch nicht der Nervus occipitalis major-
Neuropathie zugeordnet werden. Abgesehen von der Auseinandersetzung mit dem 
neurologischen Teilgutachten äusserte sich die B._____ auch zur an den übrigen 
Teilgutachten geäusserten Kritik, bevor sie im Ergebnis zum Schluss gelangte, es 
sei nicht zu beanstanden, dass sie ihren Entscheid auf dem Boden des MZR-

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Gutachtens gefällt und den von A._____ beantragten Rentenanspruch angesichts 
der gutachterlich attestierten vollen Arbeitsfähigkeit abgewiesen habe. Lediglich der 
Vollständigkeit halber wies sie zudem darauf hin, dass in Anwendung der sog. 
Psycho-Praxis ohnehin kein adäquater Kausalzusammenhang zwischen der am 
31. Oktober 2022 beklagten Beschwerdesymptomatik, welche sich nicht durch eine 
somatisch begründbare strukturelle Schädigung belegen lasse, und dem Ereignis 
vom 18. November 2019 vorliege. Sodann stelle sich auch die Frage der 
Integritätsentschädigung nicht, da keine Schädigung des Nervus occipitalis major 
nachgewiesen worden sei und somit keine Einschränkung der körperlichen 
Integrität vorliege; auch ein Tinnitus sei nie objektiv nachgewiesen worden.  

H. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 4. März 
2024 Beschwerde beim damaligen Verwaltungsgericht und heutigen Obergericht 
des Kantons Graubünden und stellte folgende Anträge: 

1. Der Einspracheentscheid vom 31. Januar 2024 sei aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer sei rückwirkend per 2. September 2021 (Eintritt des Endzustandes) bzw. 
per 1. November 2022 eine UVG-Rente bei einer Arbeitsfähigkeit von maximal 60 % in seiner 
angestammten Tätigkeit als Jurist zuzusprechen. 

3. Dem Beschwerdeführer sei eine noch zu bestimmende Integritätsentschädigung zuzusprechen.

4. Eventualiter sei die Sache zur Berechnung der UVG-Rente und einer allfälligen 
Integritätsentschädigung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

5. Subeventualiter sei ein Gerichtsgutachten inklusive Evaluation der funktionellen 
Leistungsfähigkeit anzuordnen.

6. Unter Entschädigungs- und Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. 

Begründend hielt er im Wesentlichen fest, dem MZR-Gutachten sei kein Beweiswert 
zuzusprechen, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne. Zudem verletze die 
B._____ Bundesrecht, wenn sie im Rahmen der Adäquanzprüfung die Psycho-
Praxis für anwendbar erkläre. Im vorliegenden Fall finde zweifelsfrei die HWS-
Praxis Anwendung und die Adäquanz des Kausalzusammenhangs könne ohne 
Weiteres bejaht werden. Darüber hinaus sei ihm aufgrund der vorliegenden 
dauerhaften erheblichen Schädigung seiner körperlichen Integrität infolge der 
Neuropathie des Nervus occipitalis major sowie der somatisch bedingten 
unfallkausalen chronischen Nacken- und Schulterbeschwerden sowie des Tinnitus 
eine noch zu bestimmende Integritätsentschädigung zuzusprechen. 

I. In ihrer Vernehmlassung vom 15. Mai 2024 beantragte die B._____ 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die vollumfängliche Abweisung der 
Beschwerde. In ihrer Begründung äusserte sie sich zu den Ausführungen des 
Beschwerdeführers in dessen Beschwerde und gelangte zum Schluss, der 
Einspracheentscheid vom 31. Januar 2024 erweise sich als rechtens. 

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J. Am 25. Mai 2024 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen bisherigen 
Anträgen fest und ergänzte und vertiefte seine bisherige Argumentation. Dabei übte 
er insbesondere Kritik an der von der Beschwerdegegnerin bei Dr. med. J._____ 
eingeholten versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 29. April 2024 bzw. 
dessen Stellungnahme zum rheumatologischen Erstkonsultationsbericht von 
Dr. med. K._____ vom 12. Dezember 2022.

K. Auch die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Duplik vom 13. Juni 2024 an 
ihrem bisherigen Rechtsbegehren fest und ergänzte und vertiefte ihre bisherige 
Argumentation.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, auf den angefochtenen 
Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den 
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid der 
Beschwerdegegnerin vom 31. Januar 2024. Gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 ATSG (SR 830.1) kann gegen einen 
Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung Beschwerde an das 
Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in welchem die 
versicherte Person im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der 
Beschwerdeführer wohnt im Kanton Graubünden, womit die örtliche Zuständigkeit 
des Obergerichts des Kantons Graubünden, auf welches die am 1. Januar 2025 
beim früheren Verwaltungsgericht hängigen Verfahren übertragen wurden (Art. 122 
Abs. 5 GOG [BR 173.000]), gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich 
aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als formeller und 
materieller Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der 
Beschwerdeführer davon überdies berührt und er weist ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Überprüfung auf (vgl. Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- 
und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 60 und 61 
ATSG).

2. Vorliegend ist unbestritten, dass das Ereignis vom 18. November 2019 
(Raubüberfall) als Unfall i.S.v. Art. 6 UVG i.V.m. Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist. 
Ebenfalls unbestritten ist die Einstellung der Taggeldleistungen, Pflegeleistungen 
und Kostenvergütungen per 31. Oktober 2022. Streitig und nachfolgend zu prüfen 
ist jedoch, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf 

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eine Invalidenrente gemäss UVG sowie eine Integritätsentschädigung zu Recht 
verneint hat. 

3. Die Beschwerdegegnerin begründet die Verneinung des Rentenanspruchs 
im Wesentlichen damit, dass der Beschwerdeführer gemäss MZR-Gutachten vom 
6. Oktober 2022 und der medizinischen Stellungnahme von Dr. med. J._____ vom 
19. Mai 2023 in seiner angestammten Tätigkeit vollständig arbeitsfähig sei.

3.1. Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine 
Invalidenrente, wenn er infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 
ATSG) ist. Als rentenbegründende Invalidität im Sinne von Art. 18 Abs. 1 UVG gilt 
bei erwerbstätigen Versicherten die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus 
objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Mit der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs gemäss Art. 16 ATSG wird für die 
Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; vgl. 
BGE 148 V 195 E. 2.2).

3.2.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch 
andere Fachpersonen zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben. Dies bedeutet in erster Linie, mit den Mitteln 
fachgerechter ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung der subjektiven 
Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. 
Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 
die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 

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Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit 
Stellung, das heisst sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so 
substanziell wie möglich begründet, bzw. sie nimmt dazu Stellung, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist. Insoweit sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 
zugemutet werden können (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.1 f., 140 V 193 E. 3.1 f., 132 
V 93 E. 4; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_590/2023 vom 15. Oktober 2024 
E. 4.3, 8C_569/2021 vom 2. Februar 2022 E. 3.2.2, 8C_225/2021 vom 10. Juni 
2021 E. 3.2, 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.4, 9C_47/2021 vom 18. März 
2021 E. 5.2.3).

3.2.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2, 125 
V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 
begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteile des 
Bundesgerichts 8C_53/2022 vom 5. Juli 2022 E. 2.3, 8C_380/2021 vom 
21. Dezember 2021 E. 3.2, 8C_173/2021 vom 25. Oktober 2021 E. 4.1, 
8C_101/2021 vom 25. Juni 2021 E. 5.1, 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, 
8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.4). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung 
der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens (nach Art. 44 ATSG) eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

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sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der 
Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung jedoch 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 
E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/bb; siehe auch Urteile des Bundesgerichts 8C_274/2024 
vom 14. November 2024 E. 4.2, 9C_290/2022 vom 11. Januar 2023 E. 3, 
8C_166/2022 vom 13. Oktober 2022 E. 4.1.1, 8C_213/2022 vom 4. August 2022 
E. 2.3, 8C_84/2022 vom 19. Mai 2022 E. 2.2, 8C_33/2021 vom 31. August 2021 
E. 2.2.2). 

3.3. Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf 
das MZR-Gutachten vom 6. Oktober 2022 (sowie die medizinische Stellungnahme 
von Dr. med. J._____ vom 19. Mai 2023) abgestellt hat oder ob konkrete Indizien 
gegen dessen Zuverlässigkeit sprechen bzw. ob das Administrativgutachten sowie 
die versicherungsmedizinische Stellungnahme vom Mai 2023 von der übrigen 
medizinischen Aktenlage in Zweifel gezogen werden. Dabei gilt es vorab, auf die 
medizinische Verlaufsgeschichte des Beschwerdeführers einzugehen (vgl. dazu 
nachstehende Erwägungen 4.1 ff.). 

4.1. Gemäss Schadenmeldung vom 20. November 2019 erlitt der 
Beschwerdeführer beim Raubüberfall am 18. November 2019 vier Stichwunden an 
Nacken, Schulter und Hinterkopf, Schürfungen an beiden Armen, an beiden Augen 
und im Gesicht, Verletzungen am 4. Finger der linken Hand sowie einen 
Zahnschaden (act. A1).

4.2. Am 10. Dezember 2019 liess sich der Beschwerdeführer bei Dr. med. 
C._____ untersuchen. Letzterer gelangte in seinem Bericht vom 6. Februar 2020 
zum Schluss, der Beschwerdeführer habe am 18. November 2019 ein Schädel-
Hirn-Trauma mit Commotio cerebri und eine rechts occipitale Rissquetschwunde 
(recte wohl: Stichwunde) erlitten. Seither leide er unter Kopfschmerzen, welche die 
Kriterien eines posttraumatischen Spannungskopfwehs erfüllten. Ferner bestehe 
durch die Weichteilverletzung occipital eine beeinträchtigende Dysästhesie bis 
Hyperpathie. Für das weitere Procedere schlug er primär den Einsatz von Sirdalud 
2 - 4 mg vor dem Schlafen vor, wodurch einerseits das Spannungskopfweh und 
andererseits die Schlafstörung günstig beeinflusst werden sollten (act. M38; vgl. 
auch act. M30).

4.3. Am 29. Januar 2020 wurde der Beschwerdeführer sodann bei Dr. med. 
L._____, Fachärztin für Oto-Rhino-Laryngologie, untersucht, welche einen Tinnitus 
und Ohrdruck beidseits am ehesten cervikogen bei Status nach Überfall am 

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18. November 2019 mit Messerstichverletzungen diagnostizierte. In ihrer 
Beurteilung hielt sie fest, beim Beschwerdeführer zeigten sich eine deutliche 
Verspannung der cervikalen Muskulatur und eine Schonhaltung. Die Untersuchung 
der Ohren sei hingegen unauffällig. Therapeutisch stehe die Entspannung der 
cervikalen Muskulatur im Vordergrund. Sie habe dem Beschwerdeführer auch 
erklärt, dass alleine ein solches Ereignis mit dieser Belastungssituation ein 
Ohrgeräusch auslösen könne. Er werde nun weiter zur Physiotherapie gehen 
(act. M22).

4.4. Aufgrund der weiterhin hohen Schmerzintensität und unzureichender 
Wirkung der bisherigen therapeutischen Massnahmen (Medikamente, 
Physiotherapie, MTT) meldete Dr. med. C._____ den Beschwerdeführer mit 
Schreiben vom 17. März 2020 in der Schmerzsprechstunde des Spitals D._____ an 
(act. M30). 

4.5. Dr. med. E._____ diagnostizierte in ihrem Bericht vom 26. März 2020 eine 
Occipitalneuralgie rechts und Traumafolgen im Bereich des Schädels/Nackens. Der 
Beschwerdeführer berichte vor allem über die lokale Druckdolenz im Bereich der 
Narbe respektive etwas cranial davon, die persistierende Gefühlsstörung im Bereich 
der Occipitalisinnervation und die immer noch (vorhandene) Steifigkeit respektive 
Dysbalance in der Schulter-/Nackenmuskulatur. Für das weitere Prozedere empfahl 
sie eine medikamentöse Behandlung mit Pregabalin und Relaxane sowie die 
Weiterführung von Physiotherapie und MTT. Ausserdem veranlasste sie eine 
Konsultation bei Dr. med. F._____ zur Evaluation einer neuraltherapeutischen 
Behandlung sowie eine psychotherapeutische Behandlung bei Dr. phil. M._____, 
Fachpsychologin Psychotherapie FSP. Für den April 2020 bestätigte sie sodann 
weiterhin die Arbeitsunfähigkeit von 100 % (act. M25).

4.6. Vom 31. März 2020 bis am 28. Juli 2020 befand sich der Beschwerdeführer 
in psychologisch-psychotherapeutischer Behandlung bei Dr. phil. M._____ 
(Trauma- sowie Schmerztherapie). Der Beschwerdeführer habe Schlafstörungen 
(mehrmaliges kurzes Erwachen) und Konzentrationsschwierigkeiten sowie einen 
stechenden Schmerz, wenn er längere Zeit am Computer arbeite und generell wenn 
er längere Zeit in einer fixen Haltung sitze, beklagt. Anlässlich des Kontrolltermins 
am 23. November 2020 gab der Beschwerdeführer gemäss Bericht von Dr. phil. 
M._____ vom 31. Januar 2022 an, es gehe ihm psychisch besser, er leide jedoch 
noch unter Schmerzen (act. M48).

4.7. In ihrem Bericht vom 2. April 2020 führte Dr. med. F._____ aus, der 
Beschwerdeführer leide seit dem Unfall im November 2019 unter persistierenden 

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Schmerzen und Spannungsgefühl am Hinterkopf rechts, ausstrahlend bis zur Stirn 
und temporal. Zusätzlich bestehe ein Schweregefühl des Kopfes mit 
Spannungsempfinden. Der Nachtschlaf sei schmerzbedingt gestört. Die occipitalen 
Schmerzen und Missempfindungen stünden im Vordergrund, zusätzlich leide der 
Beschwerdeführer unter Nackenschmerzen, rechts mehr als links, ziehend zum 
Schultergürtel beidseits. In der manualmedizinischen Untersuchung befundete sie 
insbesondere muskuläre Dysbalancen des Schultergürtels mit Protraktion der 
Schultern sowie Triggerpunkte (M. splenius capitis rechts, M. trapezius descendens 
beidseits am Schulterdach, M. temporalis rechts). Sodann gelangte sie zum 
Schluss, dass beim Beschwerdebild des Beschwerdeführers eine 
neuraltherapeutische Behandlung indiziert sei, wobei zunächst lokale Infiltrationen 
im Bereich des hinteren Kopfes, des Nackens und des Schultergürtels vorgesehen 
seien. Wichtig sei vor allem die Infiltration der Narben der Kopfschwarte, da die 
beklagten Irritationen von daher ausgingen (act. M27 f.). 

4.8. Zwecks Ausschluss weiterer Pathologien wurde am 25. Mai 2020 ein MRI 
der Halswirbelsäule erstellt. Dr. med. N._____, Facharzt für Radiologie, befundete 
dabei eine grossflächige Narbe okzipital rechts in den Weichteilen, kutan, subkutan 
bis in den Ansatz der Nackenmuskulatur, sonst keine Läsion im mutmasslichen 
Verlauf des Nervus occipitalis major und minor. Insbesondere auch keine foraminale 
Enge oder Kompression C1, 2, 3 beidseits (act. M33).

4.9. Am 28. Juli 2020 berichtete Dr. med. E._____, dass sich die Situation durch 
eine intensive Physiotherapie, begleitetes MTT und eine Adaptation der Medikation 
resp. eine neu begonnene Neuraltherapie deutlich verbessert habe, nachdem die 
Situation im März 2020 noch recht verzweifelt ausgesehen habe und der 
Beschwerdeführer in sehr vielen Alltagsaktivitäten massiv eingeschränkt gewesen 
sei, einen äusserst schlechten Nachtschlaf und eine minimale Belastbarkeit gehabt 
habe. Er sei sicherlich noch nicht auf seinem vorangehenden Leistungsniveau, die 
Perspektiven seien im Moment jedoch sehr positiv. Er schaffe es deutlich besser, 
mit Stress und Belastung umzugehen, habe sich hinsichtlich der muskulären 
Fehlhaltung und Verspannung als Schutzreaktion lösen können und habe schon 
fast wieder seine ursprüngliche Beweglichkeit zurück. Es sei daher beschlossen 
worden, auch den Juli noch einmal für intensive Therapie zu nutzen und erst im 
letzten Quartal des Jahres mit einer Arbeitssuche resp. langsamen Steigerung der 
Arbeitsfähigkeit zu beginnen (act. M34).

4.10. Auch Dr. med. F._____ hielt in ihrem Bericht vom 16. September 2020 fest, 
der Beschwerdeführer habe deutlich von der Neuraltherapie mit lokoregionalen 
Procaininfiltrationen (im Bereich der occipitalen Narbe, der Thoraxnarben sowie der 

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Triggerpunkte der suboccipitalen Muskulatur und der Nacken- und 
Schultergürtelmuskulatur) in Kombination mit Manualtherapie (im Bereich des 
Kopfes, des Nackens und des zervicothorakalen Übergangs) profitiert. Die 
Schmerzen im Hinterkopf seien zwar noch vorhanden, jedoch könne der 
Beschwerdeführer damit deutlich besser umgehen (act. M36). Am 23. Februar 2021 
berichtete sie sodann, dass die Neuraltherapie-Injektionen in Kombination mit 
Manualtherapie in der Zwischenzeit mit grösseren Abständen hätten weitergeführt 
werden können, da es dem Beschwerdeführer zunehmend besser gehe. Ein 
Arbeitsversuch seit November 2020 (vgl. dazu nachstehende Erwägung 4.11) mit 
zunehmendem Pensum habe vorübergehend die Schmerzen im Bereich des 
Schulter-Nackenbereichs und rechts parietal und okzipital verstärkt. Die 
regelmässige Neuraltherapie in Kombination mit Manualtherapie lindere die 
Schmerzen jedoch immer zuverlässig. Die Muskulatur im Nacken und 
Schulterbereich sei schön weich und ohne jegliche Verhärtungen. Es bestehe 
jedoch ein Druckschmerz suboccipital rechts am Muskelursprung des Trapezius 
descendens sowie immer noch eine empfindliche Narbe am Hinterkopf. Druck auf 
diesen Bereich löse eine unangenehme Sensation im Bereich des rechten 
parietalen Schädels aus. Die Beweglichkeit der Halswirbelsäule sei in allen Ebenen 
frei und altersentsprechend, teilweise endgradig schmerzhaft im Bereich der 
rechten distalen HWS/cervicothoracaler Übergang. Rechts parietal bestehe eine 
deutliche Hyperalgesie entlang der Versorgung des Nervus occipitalis major. Das 
bisherige Kombinationsprogramm mit MTT, Physiotherapie und Teilzeit-
Wiedereingliederung (zurzeit drei Tage pro Woche à 6 - 7 Stunden) sollte unbedingt 
in Kombination mit Neuraltherapie/Manualtherapie fortgesetzt werden (act. M37). 

4.11. Im November 2020 startete der Beschwerdeführer einen therapeutischen 
Arbeitseinsatz beim Rechtsdienst der G._____ zu einem Pensum von 40 %, verteilt 
auf drei Tage pro Woche (Montag [7 Stunden], Dienstag [7 Stunden] und 
Donnerstag [4 Stunden]; Arbeitsort: O._____). Gemäss Zwischenbericht vom 
November 2020 nahm die Verspannung im Hals- und Nackenbereich mit 
zunehmender Arbeitszeit tagsüber zu. Insbesondere am Monatsanfang mit dem 
langen Einführungstag habe der Beschwerdeführer am Abend deutliche Schmerzen 
verspürt. Die Situation habe sich mit der Angewöhnung an den Rhythmus etwas 
verbessert, die Verspannungen seien aber nach wie vor am Ende eines 
Arbeitstages vorhanden. Trotz tagsüber zunehmender Verspannung habe der 
Beschwerdeführer nach eigener Aussage bisher keinen merklichen Abfall der 
Konzentrationsfähigkeit bei sich feststellen können (act. A81; vgl. auch die 
Vereinbarung betreffend den therapeutischen Arbeitseinsatz [act. A84]).

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Im Dezember 2020 wurde das Arbeitspensum zunächst auf 50 % (Montag, Dienstag 
und Donnerstag [je 7 Stunden]; Arbeitsort: O._____) und in der dritten 
Dezemberwoche auf 60 % erhöht (Mittwoch [halber Tag]; Homeoffice). Gemäss 
Zwischenbericht vom Dezember 2020 wirkte sich der zusätzliche Präsenzhalbtag 
nicht negativ auf die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aus. Bei sporadisch 
längerer Arbeitszeit (> 7 Stunden) habe der Beschwerdeführer bei sich selbst aber 
anschliessend einen Abfall der Konzentrationsfähigkeit festgestellt, dies vor allem 
bedingt durch zunehmende Verspannungen der Nacken-/Kopfmuskulatur und 
Kopfschmerzen. Je länger ein Tag dauere, desto stärker nehme die 
verspannungsbedingte Erschöpfung beim Beschwerdeführer zu und desto länger 
brauche er für die Regeneration. Zu beachten gelte es diesbezüglich auch, dass der 
Beschwerdeführer bei den drei Präsenztagen in O._____ pro Weg jeweils rund 
1 Stunde und 45 Minuten Pendelstrecke habe; pro Tag also mehr als 3 Stunden. 
Die hohe Pendelzeit trage zur physischen Belastung und Verspannung im Kopf-
Nacken-Bereich merklich bei. Bei einer deutlich kürzeren Pendelzeit könnte die 
Arbeitszeit, bei insgesamt gleicher physischer Belastung, um 10 - 20 % höher 
ausfallen. Sodann lässt sich dem Zwischenbericht vom Dezember 2020 
entnehmen, dass der halbe Tag Homeoffice in der dritten Dezemberwoche für den 
Beschwerdeführer anstrengender war als die gleiche Arbeitszeit im Büro. Dies 
deshalb, weil er zu Hause nicht über die ideale Infrastruktur verfüge (kein Stehpult; 
act. A92).

Im Januar 2021 arbeitete der Beschwerdeführer nach wie vor zu einem Pensum 
von 60 % (Montag, Dienstag und Donnerstag [je 7 bis 7.5 Stunden; Arbeitsort: 
O._____] sowie Mittwoch [4 Stunden; Homeoffice]). Gemäss dem Zwischenbericht 
vom Januar 2021 hatte der Beschwerdeführer in der Woche vor den Festtagsferien 
(21.-23. Dezember 2020) an drei aufeinanderfolgenden Tagen vor Ort in O._____ 
gearbeitet. Dieser komprimierte Arbeitseinsatz ohne Pause in der Mitte der Woche 
habe deutlich stärkere Auswirkungen bezüglich Verspannung und Kopfschmerzen 
gezeigt. Anfang Januar habe der Beschwerdeführer sodann am Mittwoch vier 
Stunden Homeoffice ausprobiert. Die Arbeit am Laptop ohne Bildschirm auf 
Augenhöhe habe die Belastung bezüglich Nacken-/Kopfhaltung spürbar erhöht. 
Mitte Januar habe festgestellt werden müssen, dass dies sowie die fehlende 
Regenerationszeit nicht ideal seien. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor auf eine 
Erholungsphase Mitte der Woche angewiesen. Darüber hinaus lässt sich dem 
Zwischenbericht entnehmen, dass der Beschwerdeführer bei 7 bis 7.5 Stunden 
Präsenzzeit eine gute Leistung erzielt habe. Eine Erhöhung auf 8 Stunden sei aber 
(noch) nicht angezeigt. Ein Versuch habe gezeigt, dass die zusätzlichen 

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Verspannungen und die negativen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit bei 
einer zusätzlichen halben Stunde deutlich erkennbar seien (act. A98).

Im Zwischenbericht von Februar bis Mitte März 2021 wurde festgehalten, dass der 
Beschwerdeführer aufgrund der noch ausstehenden Homeoffice-Infrastruktur und 
der nach wie vor geltenden, coronabedingten Vorgaben für reduzierte 
Präsenzarbeit wohl bis Ende März nur die drei Arbeitstage in O._____ absolvieren 
werde (act. A113).

4.12. Auf Veranlassung der Beschwerdegegnerin erfolgte am 19. April 2021 eine 
neurologische Standortbestimmung bei Dr. med. H._____. Letztere hielt in ihrem 
Bericht vom 27. April 2021 fest, es bestehe, wie bereits in Vorberichten 
diagnostiziert, ein chronisches posttraumatisches Schmerzsyndrom cervikocephal 
rechts mit klinisch deutlichen myofaszialen Komponenten und Reizkomponenten 
bei Neuropathie des Nervus occipitalis rechts. Unter ausgebauter konservativer 
Therapie und Betreuung in der Schmerztherapie des Spitals D._____ sei es zu einer 
stetigen, aber noch inkompletten Rückbildung gekommen. Die konservative 
Therapie sollte fortgeführt werden. Medikamentöse Optionen würden momentan 
nicht gewünscht, anbieten könnte man hinsichtlich der neuropathischen 
Beschwerdekomponenten eine Medikation mit Pregabalin oder Gabapentin, 
daneben unter Berücksichtigung der Schlafstörung auch eine schlafanstossende 
Medikation mit z.B. Amitriptylin oder eine schmerzmodulierende Therapie mit 
Duloxetin am Morgen. Auch die patientenseitig angefragte Akupunktur dürfe 
versucht werden, offenbar sei auf einen entsprechenden Versuch bei bereits sehr 
ausgedehnten Therapien bisher verzichtet worden. Die langsame berufliche 
Reintegration mit langsamem beschwerdeadaptiertem Ausbau der Belastbarkeit 
sollte unverändert fortgeführt werden (act. M42).

4.13. Mit E-Mail vom 21. April 2021 teilte der Beschwerdeführer der 
Beschwerdegegnerin mit, ein erster Versuch, den letzten Freitag (nebst Montag, 
Dienstag und Donnerstag) mit ca. 4 bis 4.5 Stunden Arbeitszeit zu ergänzen, habe 
zu einer erneuten starken Schmerzverschlechterung geführt. Sinnvollerweise sollte 
der Arbeitsversuch nach einer zweiwöchigen Regenerationspause ab Mitte Mai 
2021 bis zunächst Ende Juni 2021 weitergeführt werden. Ohne eine weitere 
Verlängerung sei eine Einschätzung, inwiefern ein zusätzliches Pensum am Freitag 
realisierbar sein könnte, nicht möglich. Das höhenverstellbare Stehpult sollte 
voraussichtlich in der Kalenderwoche 22 2021 geliefert werden können 
(act. A123 f.).

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4.14. Im Verlaufsbericht vom 30. April 2021 hielt Dr. med. E._____ fest, der 
Beschwerdeführer berichte von einer missglückten Steigerung der Arbeitsfähigkeit 
von drei Tagen auf vier Tage infolge einer massiven Schmerzzunahme am 
Arbeitstag selber sowie einer ungenügenden Schmerzreduktion über die 
nachfolgenden Freitage. Dr. med. E._____ gelangte denn auch zum Schluss, dass 
eine Erhöhung der aktuellen Arbeitsstunden von dreimal 6.5 Stunden (= ca. 45 %) 
auf vier Tage im Moment nicht realistisch sei. Da der Beschwerdeführer jedoch 
Homeoffice tauglich gemacht sei (vgl. dazu auch die Mitteilung der IV-Stelle des 
Kantons Graubünden vom 11. Juni 2021 betreffend Anpassung des Arbeitsplatzes 
[act. A151]), müsste sicherlich eine gesamte Steigerung mit einer Erhöhung des 
Homeofficeprozentsatzes einhergehen. Wahrscheinlich wäre eine initiale Reduktion 
der Arbeitsstunden der drei bisherigen Tage zu Gunsten einer Ergänzung um einen 
vierten Tag anzustreben, damit sich der Beschwerdeführer über die nächsten zwei 
bis drei Monate an eine Arbeitswoche mit vier Tagen adaptieren könne. Zu 
berücksichtigen sei ebenfalls, dass der Beschwerdeführer natürlich den weiten 
Arbeitsweg bis nach O._____ auf sich nehmen müsse, was ebenfalls eine 
Belastung darstelle. 

Abgesehen davon hielt Dr. med. E._____ fest, sie sei mit dem Verlauf grundsätzlich 
zufrieden. Dass die Fortschritte mit zunehmendem zeitlichen Abstand zum Ereignis 
proportional kleiner würden, sei normal, es sei jedoch sicherlich noch kein 
Endresultat erreicht. Nervenverletzungen bräuchten sehr viel Zeit zu heilen, eine 
Heilungszeit über mehrere Jahre sei nicht unüblich. Ebenfalls sei nicht 
auszuschliessen, dass Restsymptome bestehen blieben und der Beschwerdeführer 
auch weiterhin eingeschränkt sein werde. Da sich die Problematik am Hinterkopf 
befinde, was den Beschwerdeführer auch nachts während des Schlafens 
beeinträchtige, und die gesamte Nackenmuskulatur vor allem rechts mitbetroffen 
sei, seien die Auswirkungen sicherlich auch noch über die nächsten Jahre zu 
erwarten. Um die Schädigung des Nervus occipitalis noch etwas besser zu 
quantifizieren (mittels einer quantitativ sensorischen Testung des rechten 
Hinterkopfes sowie eines Nervenultraschalls), überwies sie den Beschwerdeführer 
sodann an das Zentrum für Schmerzmedizin I._____ (act. M41).

4.15. Gemäss Aktenlage wurde der therapeutische Arbeitsversuch in der Folge 
seitens der Beschwerdegegnerin nicht weiter verlängert, sondern per 30. April 2021 
beendet. In der Folge wurde der Beschwerdeführer bei der G._____ zu einem 
Pensum von 45 % (dreimal 6.5 Stunden) angestellt, wobei das befristete 
Arbeitsverhältnis letztlich bis zum 31. Dezember 2021 verlängert wurde (vgl. 

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act. A134, A138, A153, A156, A162 f., A208; vgl. auch act. A125, A128, A131, 
A158).

4.16. Im Bericht des Zentrums für Schmerzmedizin I._____ vom 2. September 
2021 wurden folgende aktuellen Diagnosen ausgewiesen: 

 M54.2: Parietooccipitaler Schmerz rechts, am ehesten nozizeptiver Genese, nicht sicher der 
Neuropathie des N. occipitalis zuordenbar (ICHD-3: 14.1), DD: muskulär

 M79.61: Chronischer nozizeptiver Schmerz (DD: muskuloskelettal) im Bereich Nacken und Schulter 
rechts, z.T. auch links

 G52.8: Neuropathie des N. occipitalis major rechts

 Z87.8: Status nach Überfall 18.11.2019 in P._____ [...]

In der zusammenfassenden Beurteilung hielt Dr. med. Q._____, Facharzt für 
Neurologie, fest, klinisch-neurologisch lasse sich die Dysästhesie exakt dem 
Versorgungsgebiet des Nervus occipitalis major und minor zuweisen, so dass die 
Diagnose einer Neuropathie des Nervus occipitalis major und minor zu stellen sei, 
welche anhand der genannten Hinterkopfverletzungen zu werten sei. Weiter hielt er 
fest, anästhesiologisch habe sich in der klinischen Evaluation ein erhöhter 
Muskeltonus beidseitig gezeigt, mit Betonung der rechten Seite. Dies könnte 
durchaus zu einer neuralen Reizung der Nerven führen und somit die Schmerzen 
über das Versorgungsgebiet hinaus erklären. Der Beschwerdeführer scheine 
diesbezüglich auch ein Überforderer zu sein, der zum Teil über seine Grenzen 
hinaus trainiere. Ebenso stehe der Verdacht im Raume, dass ein 
Durchhalteverhalten vorhanden sei. Eine facettogene Beteiligung sei ebenfalls nicht 
auszuschliessen, könnte jedoch auch durch die muskuläre Anspannung bedingt 
sein. Aus neurologischer Sicht sei die Ursache des assoziierten dauerhaften 
Nackenschmerzes rechts sowie Schulterschmerzes beidseits mit 
Schmerzverstärkung bei körperlicher Belastung, Zwangshaltung wie Arbeiten am 
Computer nicht eindeutig zuordenbar. Bei Druckschmerzhaftigkeit von 
Weichteilstrukturen und im Schulter-/Nackenbereich beidseits, beim Nachweis von 
Verspannungen des M. trapezius beidseits sowie Sternocleidomastoideus rechts 
sei von einem nozizeptiven muskuloskelettalen Schmerz auszugehen. Auch die 
Ursache des aktuell geschilderten Schmerzsyndroms mit Schmerzen in einem 
handtellergrossen Areal am Hinterkopf rechts sei aus neurologischer Sicht nicht 
eindeutig zuordenbar. Bei Fehlen von typischen einschiessenden plötzlichen 
Schmerzattacken, auch Fehlen einer Druckempfindlichkeit des N. occipitalis major 
und minor rechts, liege keine N. occipitalis Neuralgie rechts vor. Bei dumpfem und 
verspanntem Schmerzcharakter sei dieser parietooccipitale Schmerz als nozizeptiv, 
möglicherweise auch als unspezifisch bzw. muskuloskelettal im Rahmen des 
assoziierten Schulter-/Nackenschmerzes zu werten (act. M45).

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4.17. Im Verlaufsbericht vom 6. Dezember 2021 hielt Dr. med. E._____ fest, 
zusammengefasst sehe sie für den Beschwerdeführer weiterhin eine positive 
Prognose. Die Veränderungen der letzten zwölf Monate seien nicht mehr so 
frappant wie jene der ersten zwölf Monate, jedoch sei in der gesamten 
Zusammenschau die Situation deutlich besser; die Schmerzsituation sei 
grundsätzlich besser als noch vor einem Jahr, bei deutlich gesteigerter Belastung. 
Auch sei die Narbenrückbildung durch die intensive Massage und Physiotherapie 
gut; die Nervenstörung am Hinterkopf sei zwar noch vorhanden, irritiere den 
Beschwerdeführer jedoch nicht mehr wie initial. Zu berücksichtigen sei jedoch, dass 
auch weiterhin keine schlagartige prozentuale Arbeitssteigerung zu erreichen sein 
werde, nachdem der Beschwerdeführer nun über knapp ein Jahr im geschützten 
Rahmen eine Arbeitsstelle von ca. 45 % ausgeübt habe, mit allen Freiheiten und 
Pausenmöglichkeiten. Dies werde sicherlich in der realen Arbeitswelt nicht so 
toleriert sein und er werde mehr Druck verkraften können müssen. Sie gehe somit 
auch momentan von einer 40%igen Arbeitsfähigkeit aus mit der Prognose, dass der 
Beschwerdeführer diese hoffentlich in den nächsten 12 - 24 Monaten deutlich 
steigern könne auf 80 - 100 %. Der wichtigste Therapiepfeiler sei sicherlich auch in 
Zukunft der regelmässige Fitnessbesuch, der mittels punktueller Physiotherapie 
ergänzt werden solle, um eine muskulär stabilisierte und detonisierte Situation zu 
erzielen. Die Medikamente habe er abgesetzt bis auf die Assan Patches, welche er 
regelmässig appliziere, da vor allem diese tiefe Wärme für ihn sehr entspannend 
sei (act. M47). 

4.18. Mit Schreiben vom 29. März 2022 gab die Beschwerdegegnerin bei der MZR 
Medizinisches Zentrum Römerhof GmbH die Erstellung eines polydisziplinären 
Gutachtens (nachfolgend: MZR-Gutachten) in Auftrag, welches am 6. Oktober 2022 
erstattet wurde (Fachdisziplinen: Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, 
Neuropsychologie und Psychiatrie). Darin gelangten die Gutachterin und die 
Gutachter zum Schluss, es bestünden keine Diagnosen mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wiesen sie 
was folgt aus (vgl. act. M53): 

1. Minimale neuropsychologische Störung mit/bei 

- minimalen Einbussen bei der formallexikalischen Wortflüssigkeit

2. Neuropathie des Nervus occipitalis major rechts nach okzipitaler Stichverletzung

3. Status nach Commotio cerebri bei Überfall am 18. November 2019

4. Chronische rechtsbetonte Schulter- und Nackenschmerzen

5. Durchschlafstörungen

6. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren F45.41

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4.19. Am 30. November 2022 liess sich der Beschwerdeführer bei Dr. med. 
K._____ rheumatologisch untersuchen. Letzterer diagnostizierte in seinem Bericht 
vom 12. Dezember 2022 ein chronisches zervikospondylogenes und 
zervikozephales Syndrom rechts betont und eine Neuropathie des Nervus 
occipitalis major rechts. Als relevante klinische Befunde wies er unter anderem eine 
HWS-Beweglichkeit mit ein Drittel eingeschränkter Rotation nach links sowie einen 
erhöhten Muskeltonus im Bereich der Schulter-/Nackenmuskulatur aus. In seiner 
Beurteilung hielt er sodann fest, klinisch zeige sich aktuell als Hauptbefund ein 
erhöhter Muskeltonus im Bereich der Schulter-/Nackenschmerzen rechts betont mit 
verschiedenen palpablen Triggerpunkten. Dass dies jeweils zu einer deutlichen 
Beschwerdezunahme unter Belastung führe, sei aus medizinischer Sicht gut 
nachvollziehbar. Somit sei auch nachvollziehbar, dass die Arbeitsfähigkeit bisher 
nicht über 40 % habe gesteigert werden können. In einem Gutachten sei dem 
Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden (act. A261, 
Beilage 1 [= act. B.1]).

5. Mit Blick auf die allgemeinen Beweisanforderungen (vgl. vorstehende 
Erwägung 3.2.2) ist festzustellen, dass das MZR-Gutachten vom 6. Oktober 2022 
in Kenntnis der Vorakten (vgl. act. M53 S. 2 ff., S. 59, S. 67, S. 72 f. und S. 74) 
sowie der vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und dem 
Krankheitsverlauf ergangen ist (vgl. act. M53 S. 51 ff., S. 59 ff., S. 67 f., S. 72 f. und 
S. 75 ff.). Es basiert auf eigenen klinischen und laborchemischen Untersuchungen 
(vgl. act. M53 S. 54 ff., S. 61 ff., S. 68 ff. und S. 82 ff.). Auch nahmen die Gutachter 
zu den streitigen Belangen Stellung (vgl. act. M53 S. 58, S. 64 ff., S. 71 ff. und 
S. 89 ff.). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das Gutachten sei 
lückenhaft, da die Seiten vier bis sieben des Untersuchungsberichts von I._____ 
vom 2. September 2021 sowie die Berichte des Arbeitsversuchs im Aktenauszug 
fehlten und sich das Gutachten nicht mit den relevanten Diagnosen und Befunden 
in den Berichten von Dr. med. H._____ und Dr. med. Q._____ auseinandersetze, 
kann ihm unter Hinweis auf die Ausführungen der Beschwerdegegnerin in ihrer 
Vernehmlassung (Rz. 111 ff.) nicht gefolgt werden (Beschwerde Rz. 93 ff.). 

Wie bereits erwähnt, gelangten die MZR-Gutachterin und -Gutachter in ihrer 
Konsensbeurteilung zum Schluss, es bestünden keine Diagnosen mit Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wiesen sie 
was folgt aus (vgl. act. M53 S. 92): 

1. Minimale neuropsychologische Störung mit/bei 

 minimalen Einbussen bei der formallexikalischen Wortflüssigkeit

2. Neuropathie des Nervus occipitalis major rechts nach okzipitaler Stichverletzung

3. Status nach Commotio cerebri bei Überfall am 18. November 2019

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4. Chronische rechtsbetonte Schulter- und Nackenschmerzen

5. Durchschlafstörungen

6. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren F45.41

Zur Gesamtarbeitsfähigkeit führten sie aus, zusammenfassend und unter 
Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde sei der Beschwerdeführer aus 
internistischer, neurologischer, neuropsychologischer und psychiatrischer Sicht in 
seiner angestammten Tätigkeit als Jurist zu 100 % arbeitsfähig (vgl. act. M53 
S. 107). Als optimal leidensangepasst erachteten sie dabei eine Tätigkeit, welche 
regelmässige Positionswechsel inkl. Aufstehen und Herumgehen ermöglicht und 
kein Helmtragen erfordert (vgl. act. M53 S. 108). 

Hinsichtlich der neurologischen Diagnosen hielten sie fest, die Neuropathie im 
Versorgungsbereich des Nervus occipitalis major sei indirekt, aber aufgrund der 
Verletzung im Verlaufsgebiet des Nervs und der neuropathischen 
Missempfindungen als höchstwahrscheinlich anzunehmen. Insbesondere die 
Allodynie in einem handtellergrossen parieto-okzipitalen Bereich passe gut zu einer 
neuropathischen Ursache nach Stichverletzung mit Schädigung, aber nicht 
Durchtrennung des Nervus occipitalis major. Die daraus entstehenden dumpfen, 
anhaltend vorhandenen drückenden Schmerzen seien plausibel und hätten auf 
keine der zahlreichen versuchten medikamentösen Therapieversuche 
zufriedenstellend angesprochen. Eine Schmerzzunahme bei konstanter Haltung 
und mentaler Anstrengung sei durchaus plausibel. Es bestehe aber eine Diskrepanz 
zu der beklagten Unmöglichkeit zu arbeiten wegen der Schmerzen einerseits und 
andererseits der Möglichkeit, die Schmerzen beim Fitness und Snowboarden 
auszublenden. Auch die direkte Beobachtung während der Begutachtung über 
90 Minuten habe keine Hinweise auf eine schmerzbedingte Beeinträchtigung von 
Anamnese und Neurostatus ergeben. Der Beschwerdeführer sei weder 
schmerzgeplagt noch sonst beeinträchtigt gewesen und habe lediglich regelmässig 
die Position im Sitzen verändert; nach einer halben Stunde sei er spontan 
aufgestanden, um sich zu bewegen, habe sich wieder hingesetzt, die 
Anamneseerhebung sei aber nahtlos, flüssig und unbeeinträchtigt gewesen, so 
dass eine andere mentale Aktivität unter ähnlichen Bedingungen (sitzend mit 
häufigem Positionswechsel und der Möglichkeit, zwischendurch aufzustehen) 
durchaus möglich erscheine ohne relevante Beeinträchtigung. Die Schmerzen im 
Schulter- und Nackenbereich könnten neurologisch nicht erklärt werden und seien 
nicht auf einen Muskelhartspann zurückzuführen bei weicher und entspannter und 
nicht druckdolenter Nacken- und Schultermuskulatur in der heutigen Untersuchung. 
Eine Spastik, wie vom Beschwerdeführer angesprochen, liege sicher nicht vor. 
Hinsichtlich der Durchschlafstörung hielten sie weiter fest, dass eine durch die 

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neuropathischen Schmerzen am Kopf rechts bedingte Durchschlafstörung möglich 
sei, bei subjektiv aber erholsamem Schlaf keine arbeitsrelevante Beeinträchtigung 
dadurch abzuleiten sei (vgl. act. M53 S. 105). 

Im Zusammenhang mit der psychiatrischen Diagnose hielten die MZR-Gutachterin 
und -Gutachter sodann fest, dass eine Fokussierung auf die Schmerzen bei 
gleichzeitiger reduzierter Selbstwahrnehmung (gewisse Vermeidungstendenz), 
aber keine klinisch schwerwiegende psychiatrische Störung vorliege. Dadurch, dass 
die chronische Schmerzsymptomatik des Beschwerdeführers somatisch nicht 
ausreichend erklärbar sei, bestehe eine chronische Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren F45.41 (vgl. act. M53 S. 106). 

Betreffend die neuropsychologische Diagnose führten die MZR-Gutachterin und 
-Gutachter sodann aus, das allgemeine Arbeitstempo des Beschwerdeführers sei 
normal schnell gewesen. Seine Handlungs- und Impulskontrolle sei während der 
sehr strukturierten Untersuchungssituation unauffällig gewesen. Sein Vermögen 
zum logischen Denken und Schlussfolgern sei […] im Durchschnitt. Sein verbales 
Gedächtnis, sein visuelles Gedächtnis und sein Arbeitsgedächtnis seien 
durchschnittlich gut. Seine Aufmerksamkeitsfunktionen seien bei der Aufgabe zur 
gerichteten Aufmerksamkeit teils überdurchschnittlich, teils durchschnittlich gut 
gewesen. Bei der geteilten Aufmerksamkeit seien sie teils minimal unter, teils im 
Durchschnitt gelegen. Dieses Ergebnis habe keinen eigenen Krankheitswert. Bei 
der selektiven Aufmerksamkeit hätten seine Ergebnisse im Durchschnitt gelegen. 
Seine exekutiven Funktionen seien gut gewesen. Er habe im verbalen und im 
visuellen Bereich das Wesentliche erfassen können. Die visuell-perzeptive 
Wahrnehmung und Rekonstruktion einer komplexen Figur sei strukturiert; seine 
kognitive Flexibilität, seine Abstraktionsfähigkeit, seine Wortflüssigkeit sowie seine 
Planungs- und Problemlösungsfähigkeit seien durchschnittlich gut gewesen. Seine 
Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit sei überdurchschnittlich, seine 
Wortflüssigkeit teilweise minimal unterdurchschnittlich. Beim Beschwerdeführer 
liege keine neuropsychologische Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
vor, ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine minimale Störung, die 
teilweise seine Wortflüssigkeit betreffe (vgl. act. M53 S. 106 m.H.a. FREI et al., 
2016).

5.1. Der Beschwerdeführer gelangt in seiner Beschwerde zum Schluss, das 
MZR-Gutachten sei insgesamt weder zuverlässig noch erfülle es die Kriterien 
gemäss BGE 134 V 231 E. 5.1. Es könne somit nicht darauf abgestellt werden. Auf 
die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Kritikpunkte wird nachfolgend im 
Einzelnen eingegangen. 

22 / 44

5.1.1. Im Zusammenhang mit dem internistischen Teilgutachten macht der 
Beschwerdeführer geltend, die Feststellung von Dr. med. R._____, Facharzt für 
Innere Medizin, wonach anlässlich der Untersuchung am 9. Juni 2022 keine 
Druckpunkte, Verspannungen und kein erhöhter Muskeltonus vorgelegen hätten 
(vgl. Gutachten act. M53 S. 56 sowie Beschwerde Rz. 115 und 118), sei 
tatsachenwidrig. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts ist indessen nicht 
ersichtlich, inwiefern dies der Fall sein sollte. Der blosse Umstand, dass sich der 
objektive Befund im Zeitpunkt der Begutachtung im Juni 2022 nicht mit den 
subjektiven Angaben des Beschwerdeführers (vgl. Gutachten act. M53 S. 51 f.) 
sowie den Befunden in früheren Arztberichten aus den Jahren 2019, 2020 und 2021 
(vgl. Beschwerde Rz. 116 f.; vgl. auch die Berichte von Dr. med. H._____ vom 
27. April 2021 [act. M42 S. 2] und Dr. med. Q._____ vom 2. September 2021 
[act. M45 S. 1 und S. 7]) oder einem späteren Arztbericht des Rheumatologen Dr. 
med. K._____ vom 12. Dezember 2022 deckt (vgl. Beschwerde Rz. 123 f.), vermag 
jedenfalls keine Zweifel an dessen Richtigkeit zu wecken. 

Demgegenüber kann dem Beschwerdeführer insofern gefolgt werden, als er die 
Feststellung von Dr. med. R._____, wonach er (der Beschwerdeführer) während 
der Anamneseerhebung entspannt ohne ersichtlichen Leidensdruck oder 
schmerzbedingte Positionswechsel während 250 Minuten auf dem 
Sprechzimmerstuhl gesessen habe, kritisiert (vgl. Gutachten M53 S. 56). Zwar trifft 
es zu, dass der internistische Gutachter an der fraglichen Stelle seine eigene 
Wahrnehmung beschreibt, wenn er festhält, dass der Beschwerdeführer entspannt 
ohne ersichtlichen Leidensdruck oder schmerzbedingte Positionswechsel auf dem 
Sprechzimmerstuhl gesessen habe, was grundsätzlich nicht zu beanstanden ist 
(vgl. Vernehmlassung Rz. 120). Die Feststellung, wonach der Beschwerdeführer 
ohne schmerzbedingte Positionswechsel während 250 Minuten auf dem 
Sprechzimmerstuhl gesessen habe, lässt jedoch – entgegen der Auffassung der 
Beschwerdegegnerin – darauf schliessen, dass die Anamneseerhebung ohne 
Unterbrüche stattgefunden hat, was indessen nicht der Fall war (vgl. 
Vernehmlassung Rz. 120). So ist unbestritten, dass es insgesamt drei Unterbrüche 
gab: Übergabe der Unfallbilder nach 27 Minuten (vgl. Gutachten M53 S. 48), WC-
Pause nach 105 Minuten sowie Blutentnahme nach 135 Minuten (vgl. Beschwerde 
Rz. 112 f.). Zwar ändert diese unpräzise Feststellung im internistischen 
Teilgutachten nichts daran, dass die Beurteilung von Dr. med. R._____, wonach 
beim Beschwerdeführer keine internistische Diagnose mit oder ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit vorliege, nachvollziehbar und schlüssig ist. Dennoch ist der 
Umstand, dass der Beschwerdeführer nicht ununterbrochen, sondern lediglich 
insgesamt während rund vier Stunden ohne ersichtlichen Leidensdruck auf dem 

23 / 44

Sprechzimmerstuhl sass, angesichts der Feststellungen im neurologischen 
Teilgutachten und in der Konsensbeurteilung betreffend das Verhalten des 
Beschwerdeführers anlässlich der Begutachtung durchaus relevant (vgl. 
vorstehende Erwägung 5 sowie nachstehende Erwägung 5.1.2).

5.1.2. Auch hinsichtlich des neurologischen Teilgutachtens macht der 
Beschwerdeführer geltend, der Gutachter Dr. med. S._____, Facharzt für 
Neurologie, stelle verschiedene falsche Tatsachenbehauptungen auf. Selbst wenn 
der neurologische Teilgutachter fälschlicherweise festgestellt hätte, dass der 
Beschwerdeführer angegeben habe, ein Arbeitsversuch sei an den persistierenden 
Schmerzen gescheitert und er habe wegen der Schmerzen von Januar 2022 bis zur 
Begutachtung im Juni 2022 nicht gearbeitet (vgl. Beschwerde Rz. 127 und 129; 
Gutachten M53 S. 61), vermöchte dies das Gutachten nicht in Zweifel zu ziehen, 
zumal in der versicherungsmedizinischen Konsensbeurteilung, welche von 
sämtlichen Teilgutachtern mitunterzeichnet wurde, die Feststellungen betreffend 
Arbeitsversuch unbestrittenermassen richtig dargelegt wurden. Demnach konnte 
der Beschwerdeführer ab dem 1. November 2020 einen Arbeitsversuch bei der 
G._____ machen und war dort ab Mitte Mai 2021 bis Ende Dezember 2021 befristet 
angestellt. Seit Beendigung der befristeten Arbeitsstelle von 45 % bei der G._____ 
habe er trotz regelmässiger Arbeitssuche noch keine 40%ige Arbeitsstelle auf dem 
primären Arbeitsmarkt gefunden (vgl. Gutachten act. M53 S. 104 sowie 
Beschwerde Rz. 128; Vernehmlassung Rz. 125). Nicht ersichtlich ist sodann, 
inwiefern die Feststellung von Dr. med. S._____, wonach der Beschwerdeführer 
keine Angaben machen könne, wie eine Arbeitstätigkeit nachhaltig optimiert werden 
könnte, um trotz Schmerzen möglich zu sein, falsch sein sollte (vgl. Gutachten 
act. M53 S. 61 sowie Beschwerde Rz. 132; Vernehmlassung Rz. 127). Dass der 
neurologische Teilgutachter auf S. 60 des Gutachtens festgehalten haben soll, die 
Schmerzen würden nur bei Büroarbeit in sitzender Position zunehmen, trifft zudem 
nicht zu (vgl. Beschwerde Rz. 132 und 135 [Hervorhebung durch das Gericht]; 
Vernehmlassung Rz. 128). Abgesehen davon legt der Beschwerdeführer nicht 
substanziiert dar, inwiefern die Feststellung des neurologischen Teilgutachters, 
wonach der Schlaf trotz Durchschlafstörungen erholsam sei (vgl. Gutachten M53 
S. 60), unzutreffend sein sollte (vgl. Beschwerde Rz. 130 f., Vernehmlassung 
Rz. 126).

In seiner neurologischen Beurteilung gelangte Dr. med. S._____ zum Schluss, als 
Diagnose könne eine Neuropathie im Versorgungsbereich des Nervus occipitalis 
major rechts nach okzipitaler Stichverletzung festgestellt werden. Diese Diagnose 
sei indirekt, aber aufgrund der Verletzung im Verlaufsgebiet des Nervs und der 

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neuropathischen Missempfindungen als höchstwahrscheinlich anzunehmen. 
Insbesondere die Allodynie in einem handtellergrossen parieto-okzipitalen Bereich 
passe gut zu einer neuropathischen Ursache nach Stichverletzung mit Schädigung, 
aber nicht Durchtrennung des Nervus occipitalis major. Die daraus entstehenden 
dumpfen, anhaltend vorhandenen drückenden Schmerzen seien plausibel und 
hätten auf keine der zahlreichen versuchten medikamentösen Therapieversuche 
zufriedenstellend angesprochen. Eine Schmerzzunahme bei konstanter Haltung 
und mentaler Anstrengung sei durchaus plausibel (vgl. Gutachten act. M53 S. 64). 
Es bestehe aber eine Diskrepanz zwischen der vom Beschwerdeführer beklagten 
Unmöglichkeit zu arbeiten wegen der Schmerzen einerseits und andererseits der 
Möglichkeit, die Schmerzen beim Fitness und Snowboarden auszublenden (vgl. 
Gutachten act. M53 S. 64). Auch die direkte Beobachtung während der 
Begutachtung über 90 Minuten habe keine Hinweise auf eine schmerzbedingte 
Beeinträchtigung von Anamnese und Neurostatus ergeben. Der Beschwerdeführer 
sei weder schmerzgeplagt noch sonst beeinträchtigt gewesen und habe lediglich 
regelmässig die Position im Sitzen verändert; nach einer halben Stunde sei er 
spontan aufgestanden, um sich zu bewegen, habe sich wieder hingesetzt, die 
Anamneseerhebung sei aber nahtlos, flüssig und unbeeinträchtigt gewesen, so 
dass eine andere mentale Aktivität unter ähnlichen Bedingungen (sitzend mit 
häufigem Positionswechsel und der Möglichkeit, zwischendurch aufzustehen) 
durchaus möglich erscheine ohne relevante Beeinträchtigung (vgl. Gutachten M53 
S. 65). 

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe nie gesagt, er könne die 
Schmerzen beim Fitness und Snowboarden ausblenden (vgl. Beschwerde Rz. 143), 
verfängt sein Einwand nicht. So ist es unbestritten, dass er anlässlich der 
Begutachtung angab, die Schmerzen beim Fitness etwas zu vergessen (vgl. 
Beschwerde Rz. 141 sowie Vernehmlassung Rz. 130 m.H.a. Tonbandaufnahme 
neurologische Begutachtung ab 21:15 min.; Hervorhebung durch das Gericht), und 
dass es möglich sei, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ein paar Stunden 
Snowboarden zu gehen (vgl. Beschwerde Rz. 142 sowie Vernehmlassung Rz. 130 
m.H.a Tonbandaufnahme neurologische Begutachtung ab 46:33 min.). Wenn der 
Gutachter daraus schloss, der Beschwerdeführer könne die Schmerzen beim 
Fitness und Snowboarden ausblenden, erscheint dies durchaus nachvollziehbar. 
Nicht nachvollziehbar ist indessen die gutachterliche Feststellung, es bestehe eine 
Diskrepanz zwischen der vom Beschwerdeführer beklagten Unmöglichkeit zu 
arbeiten wegen der Schmerzen einerseits und andererseits der Möglichkeit, die 
Schmerzen beim Fitness und Snowboarden auszublenden (vgl. Gutachten act. M53 
S. 64). So ist nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer eine Unmöglichkeit zu 

25 / 44

arbeiten wegen der Schmerzen beklagt hätte (vgl. Beschwerde Rz. 140). Vielmehr 
gab er gegenüber dem neurologischen Teilgutachter an, er suche eine 40%ige 
Tätigkeit, von der er hoffe, sie trotz der Schmerzen bewältigen zu können (vgl. 
Gutachten act. M53 S. 61). Zudem sagte er zwar, Fitness und Snowboarden sei 
möglich. Gleichzeitig hielt er jedoch fest, dass sich die Schmerzen nach etwa einer 
Stunde körperlicher Aktivität verstärkten (vgl. Gutachten act. M53 S. 60). Auch nach 
Wanderungen komme es im Verlaufe des Abends zu einer Schmerzexazerbation 
(vgl. Gutachten act. M53 S. 60). Bei Büroarbeit komme es in sitzender Position 
bereits nach zwei Stunden zu einer Schmerzzunahme mit anschliessend 
stundenlang und häufig über die ganze Nacht und den Folgetag persistierenden 
Schmerzen (vgl. Gutachten act. M53 S. 60 f.). Eine fortgesetzte Tätigkeit könne 
nicht forciert werden, da die Schmerzen zu stark würden. Auch bei Tätigkeiten im 
Haushalt und beim Kochen komme es nach 1 - 2 Stunden zur Zunahme der 
Schmerzen, die erst nach längerer Entspannung wieder auf das Basisniveau 
zurückgingen (vgl. Gutachten act. M53 S. 61). Nach Auffassung des streitberufenen 
Gerichts besteht somit keine Diskrepanz zwischen der vom Beschwerdeführer 
beklagten "Unmöglichkeit" zu arbeiten (Arbeitsfähigkeit von 40 %) und der 
Möglichkeit, die Schmerzen beim Fitness und Snowboarden für eine gewisse Zeit 
auszublenden (Schmerzzunahme nach etwa einer Stunde). Auch der Umstand, 
dass die direkte Beobachtung während der Begutachtung keine Hinweise auf eine 
schmerzbedingte Beeinträchtigung von Anamnese und Neurostatus ergeben habe 
und der Beschwerdeführer weder schmerzgeplagt noch sonst beeinträchtigt 
gewesen sei, ändert hieran nichts, zumal die Begutachtung lediglich 90 Minuten 
dauerte, der Beschwerdeführer regelmässig die Position im Sitzen veränderte und 
nach einer halben Stunde spontan aufstand, um sich zu bewegen (vgl. Gutachten 
act. M53 S. 65). Die Schlussfolgerung von Dr. med. S._____, wonach der 
Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit (mentale Aktivität, sitzend mit 
häufigem Positionswechsel und der Möglichkeit, zwischendurch aufzustehen) ohne 
relevante Beeinträchtigung ausüben könne, da er einerseits angegeben habe, er 
könne die Schmerzen beim Fitness und Snowboarden ausblenden und er 
andererseits während der 90-minütigen Begutachtung weder schmerzgeplagt noch 
sonst beeinträchtigt gewesen sei (vgl. Beschwerde Rz. 138 und 146), vermag somit 
nicht zu überzeugen. Lediglich der Vollständigkeit halber gilt es zudem darauf 
hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer auch während des Gesprächs beim 
psychiatrischen Teilgutachter zeitweise seinen Nacken dehnte und nach 1 Stunde 
20 Minuten mit einer Pause einverstanden war (vgl. Gutachten act. M53 S. 76, S. 77 
und S. 82). 

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Neben der Neuropathie des Nervus occipitalis major rechts nach okzipitaler 
Stichverletzung führte Dr. med. S._____ als weitere Diagnose ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit chronische rechtsbetonte Schulter- und Nackenschmerzen an 
(vgl. Gutachten act. M53 S. 64). Diesbezüglich hielt er in seiner Beurteilung fest, die 
Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich könnten neurologisch nicht erklärt 
werden und seien nicht auf einen Muskelhartspann zurückzuführen bei weicher und 
entspannter und nicht druckdolenter Nacken- und Schultermuskulatur in der 
heutigen Untersuchung (vgl. Gutachten act. M53 S. 65). Es bestehe eine 
Diskrepanz zwischen der Schilderung der Nacken- und Schulterschmerzen wegen 
Muskelhartspanns und der palpatorisch gänzlich indolenten, weichen Muskulatur 
bei uneingeschränkter und schmerzfreier Beweglichkeit in der Untersuchung (vgl. 
Gutachten act. M53 S. 65). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die 
Behauptung, dass kein Muskelhartspann bzw. kein erhöhter Muskeltonus und auch 
keine Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich erkennbar seien, sei 
tatsachenwidrig, verfängt sein Einwand nicht (vgl. Beschwerde Rz. 152 ff.). Denn 
wie bereits in vorstehender Erwägung 5.1.1 dargelegt, vermag der blosse Umstand, 
dass sich der objektive Befund im Zeitpunkt der Begutachtung im Juni 2022 (kein 
Muskelhartspann am Nacken und an den Schultern, Muskulatur allseits weich und 
nicht druckdolent [vgl. Gutachten act. M53 S. 63]) nicht mit den subjektiven 
Angaben des Beschwerdeführers sowie den Befunden in früheren Arztberichten 
aus den Jahren 2019, 2020 und 2021 (vgl. Beschwerde Rz. 116 f.; vgl. auch die 
Berichte von Dr. med. H._____ vom 27. April 2021 [act. M42 S. 2] und Dr. med. 
Q._____ vom 2. September 2021 [act. M45 S. 1 und S. 7], welcher unter anderem 
einen chronischen nozizeptiven Schmerz [DD: muskuloskelettal] im Bereich Nacken 
und Schulter rechts, z.T. auch links, diagnostizierte) oder einem späteren 
Arztbericht des Rheumatologen Dr. med. K._____ vom 12. Dezember 2022 deckt 
(vgl. Beschwerde Rz. 123 f.), keine Zweifel an dessen Richtigkeit zu wecken (vgl. 
Vernehmlassung Rz. 135).

Dies ändert indessen nichts daran, dass die Beurteilung von Dr. med. S._____, 
wonach die Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich neurologisch nicht erklärt 
werden könnten und nicht auf einen Muskelhartspann zurückzuführen seien bei 
weicher und entspannter und nicht druckdolenter Nacken- und Schultermuskulatur 
in der heutigen Untersuchung, nicht zu überzeugen vermag und zwar aus 
folgendem Grund: Dem neurologischen Teilgutachten lässt sich entnehmen, dass 
der Beschwerdeführer die Nacken- und Schulterschmerzen als belastungs- und 
bewegungsabhängig beschrieb (vgl. Gutachten act. M53 S. 60 Ziff. 4). Der blosse 
Umstand, dass die Muskulatur im Zeitpunkt der Untersuchung am Vormittag des 
23. Juni 2022 (vgl. act. A235) (noch) nicht verspannt war, vermag somit noch keine 

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Diskrepanz zwischen der Schilderung der Nacken- und Schulterschmerzen wegen 
Muskelhartspanns und der palpatorisch gänzlich indolenten, weichen Muskulatur zu 
begründen. So lässt sich auch den Zwischenberichten zum therapeutischen 
Arbeitseinsatz des Beschwerdeführers entnehmen, dass die Verspannung im Hals- 
und Nackenbereich "mit zunehmender Arbeitszeit" tagsüber zunahm, die 
Verspannungen trotz Angewöhnung an den Rhythmus "am Ende eines 
Arbeitstages" vorhanden waren und die zusätzlichen Verspannungen und die 
negativen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit "bei einer zusätzlichen ½ h" 
deutlich erkennbar waren (vgl. dazu vorstehende Erwägung 4.11).

5.1.3. Im Zusammenhang mit dem neuropsychologischen Teilgutachten rügt der 
Beschwerdeführer verschiedene Diskrepanzen zwischen den Feststellungen von 
Dr. sc. hum. T._____, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, und dem 
Gesprächsinhalt: Nebst der permanenten Verspannung der Muskeln habe er auch 
einen erhöhten Muskeltonus erwähnt (vgl. Gutachten act. M53 S. 67). Zudem habe 
er gesagt, dass der Arbeitsversuch von der Versicherung bezahlt worden sei und 
nicht wie im Gutachten angegeben von der Kasse (vgl. Gutachten act. M53 S. 67). 
Sodann habe er festgehalten, dass er im Winter ein bisschen Snowboard fahre; 
man sei in Bewegung und mache etwas, man verspanne sich nicht so, die 
Schmerzen seien anders, als wenn man den ganzen Tag in den Computer schaue, 
was die Gutachterin auch habe nachvollziehen können. Letztere erwähnte jedoch 
einzig, dass er im Winter ab und zu snowboarden gehe (vgl. Gutachten act. M53 
S. 68; Beschwerde Rz. 174). Dem gilt es mit der Beschwerdegegnerin 
entgegenzuhalten, dass eine Begutachtung nicht wörtlich protokolliert werden 
muss. Vielmehr genügt es, wenn im Gutachten der wesentliche Gesprächsinhalt 
wiedergegeben wird, was auf die vorerwähnten Feststellungen von Dr. sc. hum. 
T._____ zutrifft (vgl. Vernehmlassung Rz. 140). 

Anders verhält es sich indessen mit den vom Beschwerdeführer beklagten 
fehlenden Ausführungen von Dr. sc. hum. T._____ hinsichtlich der Durchführung 
der neuropsychologischen Tests (Untersuchung; vgl. Gutachten act. M53 S. 68 ff.). 
Zum Arbeits- und Interaktionsverhalten des Beschwerdeführers vermerkte die 
Gutachterin im Wesentlichen was folgt (vgl. Gutachten act. M53 S. 68):"[...] Affektiv 
wirkte er schwingungsfähig bei einer manchmal etwas gedrückten Grundstimmung. 
Ein Leidensdruck war nicht direkt spürbar. Er zeigte ein unauffälliges 
Instruktionsverständnis, seine Mitarbeit war motiviert." Nicht erwähnt wurde jedoch 
der vom Beschwerdeführer geltend gemachte, für den vorliegenden Fall relevante 
und von der Beschwerdegegnerin nicht substanziiert bestrittene Umstand, wonach 
die neuropsychologische Untersuchung ca. 85 Minuten gedauert habe, wobei 

28 / 44

aufgrund der starken Schmerzzunahme anlässlich der Testungen am Computer 
noch eine Pause von ca. 15 Minuten habe gemacht werden müssen (vgl. 
Beschwerde Rz. 175 f.). Zwar vermögen diese fehlenden Ausführungen die 
schlüssige und nachvollziehbare Beurteilung von Dr. sc. hum. T._____, wonach 
beim Beschwerdeführer lediglich eine minimale neuropsychologische Störung ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege, die teilweise seine Wortflüssigkeit 
betreffe, nicht in Zweifel zu ziehen. Sie sind allerdings angesichts der Feststellungen 
im neurologischen Teilgutachten und in der Konsensbeurteilung betreffend das 
Verhalten des Beschwerdeführers anlässlich der Begutachtung durchaus relevant 
(vgl. vorstehende Erwägungen 5 und 5.1.2).

5.1.4. Der psychiatrische Teilgutachter gelangte in seinem Gutachten zum Schluss, 
es bestehe keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, 
jedoch eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Faktoren F45.41 ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. Gutachten act. M53 
S. 89). Diesbezüglich hielt er in seiner Beurteilung fest, im aktuellen 
psychopathologischen Querschnitt könne beim Beschwerdeführer keine klinisch 
schwerwiegende psychiatrische Störung wie Schizophrenie, bipolare Störung, 
schwere Depression oder eine schwere Persönlichkeitsstörung diagnostiziert 
werden (vgl. Gutachten act. M53 S. 89). Dadurch, dass die chronische 
Schmerzsymptomatik des Beschwerdeführers (insbesondere chronische Schulter- 
und Nackenschmerzen; Anmerkung des Gerichts) somatisch nicht ausreichend 
erklärbar sei, müsse aus psychiatrischer Sicht jedoch eine somatoforme Störung 
diskutiert werden (vgl. Gutachten act. M53 S. 89). Dabei sei von einer chronischen 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) auszugehen, 
welche gemäss ICD-10 wie folgt definiert werde (vgl. Gutachten act. M53 S. 90): 
"Im Vordergrund des klinischen Bildes stehen seit mindestens 6 Monaten 
bestehende Schmerzen in einer oder mehreren anatomischen Regionen, die ihren 
Ausgangspunkt in einem physiologischen Prozess oder einer körperlichen Störung 
haben. Psychischen Faktoren wird eine wichtige Rolle für Schweregrad, 
Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen beigemessen, jedoch nicht die 
ursächliche Rolle für deren Beginn. Die Unsicherheit des Versicherten, wie es für 
ihn weitergeht, der suboptimale Umgang mit den Schmerzen gehören zu seinen 
psychischen Hauptfaktoren. Der Schmerz verursacht in klinisch bedeutsamer 
Weise Leiden und Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen und anderen 
wichtigen Funktionsbereichen." Dem hält der Beschwerdeführer entgegen, der 
psychiatrische Teilgutachter habe mit seinen Ausführungen einen 
tatsachenwidrigen Sachverhalt fingiert, damit er die chronischen Schulter- und 
Nackenschmerzen (vgl. dazu vorstehende Erwägung 5.1.2) durch eine chronische 

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Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren begründen könne 
(Beschwerde Rz. 189). Nachdem das streitberufene Gericht in vorstehender 
Erwägung 5.1.2 festgestellt hat, dass die Beurteilung des neurologischen 
Teilgutachters Dr. med. S._____, wonach die Schmerzen im Schulter- und 
Nackenbereich neurologisch nicht erklärt werden könnten und nicht auf einen 
Muskelhartspann zurückzuführen seien, nicht zu überzeugen vermag, erübrigt sich 
eine Auseinandersetzung mit der vom psychiatrischen Teilgutachter gestellten 
Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Faktoren, welche an die Beurteilung des neurologischen Teilgutachters anknüpft.

5.2. Nach dem Gesagten (vgl. vorstehende Erwägungen 5.1.1 ff.) sprechen somit 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit des MZR-Gutachtens vom 6. Oktober 
2022, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. Dies entspricht denn auch der 
Einschätzung der Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes, RAD-Ärztin U._____, 
vom 22. November 2022, welche hinsichtlich des MZR-Gutachtens vom 6. Oktober 
2022 zum Schluss gelangte, die medizinischen Zusammenhänge und die 
Beurteilung der medizinischen Situation seien nur teilweise einleuchtend und die 
Schlussfolgerungen seien ungenügend begründet, sodass sie nicht ganz 
nachvollziehbar seien (vgl. act. A256 S. 11 f.). Die versicherungsmedizinische 
Beurteilung des beratenden Arztes Dr. med. J._____ vom 19. Mai 2023, wonach 
sich zusammenfassend zwar einige Kritikpunkte am Gutachten formulieren liessen, 
es sich dabei aber lediglich um leichte Mängel bei untergeordneten Punkten handle, 
vermag hieran nichts zu ändern, zumal sich Dr. med. J._____ nicht mit den in den 
vorstehenden Erwägungen dargelegten, wesentlichen Kritikpunkten 
auseinandersetzte (vgl. act. M54 S. 4 ff.). 

Abgesehen davon gilt es festzuhalten, dass sich die MZR-Gutachterin und -
Gutachter nicht mit den Ergebnissen des therapeutischen Arbeitseinsatzes des 
Beschwerdeführers beim Rechtsdienst der G._____, wo der Beschwerdeführer ein 
Pensum von 45 % erreichte, auseinandersetzten (vgl. vorstehende 
Erwägungen 4.11 ff.). Stattdessen äusserten sie sich einzig zur von der 
behandelnden Ärztin Dr. med. E._____ gestützt darauf postulierten Arbeitsfähigkeit 
von 40 % und hielten fest, diese sei nicht nachvollziehbar und stehe im Widerspruch 
zur Beurteilung des beratenden Arztes Dr. med. J._____ vom 12. Mai 2021 und der 
im neurologischen Teilgutachten ausgewiesenen 100%igen Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit als Jurist (vgl. Gutachten act. M53 S. 107). Inwiefern die 
von Dr. med. E._____ postulierte Arbeitsfähigkeit von 40 % nicht nachvollziehbar 
sein sollte, leuchtet angesichts der Ausführungen in ihrem Bericht vom 6. Dezember 
2021 nicht ein (vgl. dazu vorstehende Erwägung 4.17). Hieran ändern auch die 

30 / 44

Ausführungen von Dr. med. J._____ in seinem versicherungsmedizinischen Bericht 
vom 19. Mai 2023 (vgl. act. M54 S. 4 unter "Drittens") nichts. Sodann kann auch der 
Beurteilung von Dr. med. J._____ in seinem versicherungsmedizinischen Bericht 
vom 12. Mai 2021, wonach der Verlauf der dem Beschwerdeführer attestierten 
Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar sei (vgl. act. M43 S. 9 zweiter Absatz), 
angesichts der Entwicklung des therapeutischen Arbeitseinsatzes (vgl. dazu 
vorstehende Erwägungen 4.11 ff.) nicht gefolgt werden. Der Vollständigkeit halber 
gilt es zudem darauf hinzuweisen, dass es nicht als schlüssig erscheint, wenn Dr. 
med. J._____ in seiner Beurteilung vom 12. Mai 2021 festhält, die 
Nackenbeschwerden könnten bei fehlender struktureller Schädigung fast 1.5 Jahre 
nach dem Ereignis nicht als überwiegend wahrscheinlich unfallbedingt angesehen 
werden (vgl. act. M43 S. 8), er gleichzeitig jedoch bemerkt, dass die unfallbedingten 
neuropathischen Schmerzen die Nackenverspannungen negativ beeinflussen 
könnten (vgl. act. M43 S. 7 erster Absatz und S. 8 erster Absatz). Hinsichtlich der 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gilt es schliesslich darauf hinzuweisen, dass 
selbst Dr. med. J._____ in seiner Beurteilung vom 12. Mai 2021 zum Schluss 
gelangte, es bestehe aufgrund der Sensibilitätsstörung, Missempfindungen und 
neuropathischen Schmerzen eine Arbeitsunfähigkeit in unbestimmter Höhe und die 
Arbeitsunfähigkeit betrage global, unter Berücksichtigung auch von 
Einschränkungen, die nicht überwiegend unfallkausal seien, höchstens 40 % (vgl. 
act. M43 S. 9). Auch insofern vermag das MZR-Gutachten im Ergebnis somit nicht 
zu überzeugen, wenngleich es mit Bezug auf das Resultat des therapeutischen 
Arbeitseinsatzes zu bedenken gilt, dass der Beschwerdeführer einen weiten 
Arbeitsweg bis nach O._____ auf sich nehmen musste (vgl. vorstehende 
Erwägungen 4.11 und 4.14 sowie act. M41) und eine geeignete Homeoffice-
Infrastruktur im Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsversuchs per 30. April 2021 
noch ausstand (vgl. vorstehende Erwägung 4.11 sowie act. A113, A124 und A151). 
Im Übrigen lässt sich – abgesehen vom vorerwähnten Bericht vom 12. Mai 2021 – 
auch den beiden übrigen versicherungsmedizinischen Berichten von Dr. med. 
J._____ vom 19. Mai 2023 und 29. April 2024 keine hinreichende 
Auseinandersetzung mit den Ergebnissen des therapeutischen Arbeitseinsatzes 
entnehmen (vgl. act. M54 S. 5 und M57).

Ob das MZR-Gutachten – wie dies der Beschwerdeführer geltend macht (vgl. 
Beschwerde Rz. 216 ff.) – durch den mit der Einsprache eingereichten 
rheumatologischen Erstkonsultationsbericht von Dr. med. K._____ vom 
12. Dezember 2022 (Untersuchung vom 30. November 2022; vgl. act. A261, 
Beilage 1 [= act. B.1]) erschüttert würde, kann vorliegend offenbleiben, zumal das 
Gutachten bereits aus den vorerwähnten Gründen nicht zu überzeugen vermag. Im 

31 / 44

Rahmen einer neuen medizinischen Begutachtung (vgl. dazu nachstehende 
Erwägung 10) drängt sich eine Auseinandersetzung mit diesem Bericht sowie den 
Ausführungen von Dr. med. J._____ in seinem versicherungsmedizinischen Bericht 
vom 29. April 2024 (vgl. act. M57) indessen auf (vgl. auch Vernehmlassung Rz. 213, 
Replik S. 1 f. und Duplik Rz. 8 f. betreffend die natürliche Kausalität).  

6. Die Beschwerdegegnerin begründet die Verneinung des Rentenanspruchs 
indessen nicht nur damit, dass der Beschwerdeführer gemäss MZR-Gutachten vom 
6. Oktober 2022 und der medizinischen Stellungnahme von Dr. med. J._____ vom 
19. Mai 2023 in seiner angestammten Tätigkeit vollständig arbeitsfähig sei (vgl. 
vorstehende Erwägungen 3 ff.), sondern auch damit, dass zwischen der am 
31. Oktober 2022 beklagten Beschwerdesymptomatik und dem Ereignis vom 
18. November 2019 kein adäquater Kausalzusammenhang bestehe. Darauf gilt es 
nachfolgend einzugehen.

7. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt unter anderem voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. 
nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Als adäquate Ursache 
eines Erfolgs hat ein Ereignis dann zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf 
der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen 
Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also 
durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 148 V 356 E. 3, 129 V 
177 E. 3.2). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 
natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im 
Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da 
sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt. Anders 
verhält es sich bei natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv 
ausgewiesenen Beschwerden. Hier bedarf es einer besonderen 
Adäquanzbeurteilung. Dabei ist vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, 
wobei zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen 
andererseits und schliesslich dem dazwischenliegenden mittleren Bereich zu 
unterscheiden ist. Zudem sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien 
einzubeziehen. Hat die versicherte Person beim Unfall eine Verletzung erlitten, 
welche die Anwendung der Schleudertrauma-Rechtsprechung rechtfertigt, so sind 
die durch BGE 134 V 109 E. 10 präzisierten Kriterien massgebend. Ist diese 
Rechtsprechung nicht anwendbar, so sind grundsätzlich die Adäquanzkriterien, die 

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für psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt wurden (BGE 115 
V 133 E. 6c/aa; sog. Psycho-Praxis), anzuwenden (BGE 138 V 248 E. 4; Urteile des 
Bundesgerichts 8C_640/2022 vom 9. August 2023 E. 3.4, 8C_123/2018 vom 
18. September 2018 E. 3.2).

7.1.1. Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von 
der Person des Untersuchenden und den Angaben der versicherten Person 
unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst 
dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit 
apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die hierbei 
angewandten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (HOFER, in: 
Frésard-Fellay/Leuzinger/Pärli [Hrsg.], Basler Kommentar zum UVG, 2019, Art. 6 
N. 81 m.H.a. BGE 138 V 248 E. 5.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
8C_664/2024 vom 7. Mai 2025 E. 2.3). 

7.1.2. Vorliegend fehlt mangels apparativ/bildgebend bestätigter Befunde der 
Nachweis für eine unfallbedingte organische Schädigung, welche die am 
31. Oktober 2022 bestehende Symptomatik erklären könnte. So wurde im Schädel-
CT vom 28. November 2019 keine strukturelle Hirnverletzung festgestellt ("Es 
werden keine intra- oder extraaxialen Ansammlungen und keine Anzeichen einer 
expansiven Läsion oder von sonstigen Veränderungen an den bewerteten 
Schädelstrukturen identifiziert [act. M51 S. 4]."). Auch das MRI der HWS vom 
25. Mai 2020 zeigte gemäss Dr. med. N._____ ein regelrechtes Alignement der 
HWS, keine spinale Enge, keine Myelopathie, keine Knochen- oder Weichteilödeme 
und insbesondere auch keine Ödeme an den Kopfhalsgelenken. Die Dünnschicht-
Aufnahmen über der Schädelbasis und den okzipitalen Weichteilen hätten kein 
Weichteilödem gezeigt. Es sei eine grossflächige Narbe okzipital rechts in den 
Weichteilen, kutan, subkutan bis in den Ansatz der Nackenmuskulatur zur 
Darstellung gelangt, jedoch keine Läsion im mutmasslichen Verlauf des Nervus 
occipitalis major und minor, insbesondere auch keine foraminale Enge oder 
Kompression C1,2,3 bds. (vgl. act. M33). Im Rahmen einer sonographischen 
Exploration konnte sodann keine Pathologie des Nervus occipitalis major 
nachgewiesen werden (vgl. act. M45), weshalb auch die im MZR-Gutachten 
diagnostizierte Neuropathie des Nervus occipitalis major rechts (vgl. dazu 
vorstehende Erwägung 5) keine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge im 
Sinne der Rechtsprechung darstellt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_647/2018 
vom 16. Januar 2019 E. 4.3.2; vgl. zum Ganzen auch act. A280 S. 16 f. sowie M54 
S. 3 dritter Absatz). Vorliegend bedarf es somit einer besonderen 
Adäquanzbeurteilung.

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7.2.1. Die Abgrenzung der Anwendbarkeit der Schleudertrauma-Rechtsprechung 
und der Psycho-Praxis ist nicht völlig klar; das Bundesgericht erledigt regelmässig 
Fälle mit dem Hinweis darauf, dass eine Adäquanz selbst bei der Anwendung der 
für die versicherte Person günstigsten Praxis zu verneinen sei (NABOLD, in: 
Hürzeler/Kieser [Hrsg.], Kommentar zum UVG, 2018, Art. 6 N. 65). Nach geltender 
Rechtsprechung ist für die Anwendung der Kriterien nach BGE 134 V 109 
vorausgesetzt, dass ein Schleudertrauma der HWS oder eine äquivalente 
Verletzung diagnostiziert wurde. Ein Schädel-Hirn-Trauma gilt dabei als äquivalente 
Verletzung, wenn das Trauma mindestens den Schweregrad einer Contusio cerebri 
erreicht. Weiter ist erforderlich, dass sich die versicherte Person innerhalb von 
72 Stunden nach dem Unfall über "Schleudertrauma-typische" Beschwerden (wie 
Kopf- und Nackenbeschwerden, Schwindel, Schlafstörungen, Gedächtnisprobleme, 
rasche Erschöpfbarkeit, eingeschränkte Belastbarkeit; Urteil des Bundesgerichts 
8C_273/2020 vom 18. Juni 2020 E. 3.3) beklagt, ohne dass aber bereits das 
gesamte, vielschichtige Beschwerdebild vorliegen muss (NABOLD, a.a.O., Art. 6 
N. 79 m.w.H.). 

7.2.2. Vorliegend trifft es zwar zu, dass beim Beschwerdeführer lediglich ein 
Schädel-Hirn-Trauma mit Commotio cerebri (und nicht mit Contusio cerebri) 
diagnostiziert wurde (vgl. Bericht von Dr. med. C._____ betreffend Untersuchung 
vom 10. Dezember 2019 [act. M38] sowie Bericht von Dr. med. V._____, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin, vom 30. Januar 2020 [act. M23 S. 2]; vgl. auch den 
versicherungsmedizinischen Bericht von Dr. med. J._____ vom 12. Mai 2021 
[act. M43 S. 4 f.]). Den Akten lässt sich allerdings entnehmen, dass der 
Beschwerdeführer beim Raubüberfall am 18. November 2019, bei welchem er von 
hinten angegriffen und gegen eine Wand gedrückt wurde (vgl. dazu nachstehende 
Erwägung 8.1.2), neben einem Schädel-Hirn-Trauma auch Stichwunden an 
Nacken, Schulter und Hinterkopf erlitt (vgl. Schadenmeldung vom 20. November 
2019 [act. A1]). Zudem ergibt sich aus den Akten, dass er "seit dem Überfall" unter 
Kopfschmerzen (posttraumatisches Spannungskopfweh bzw. reflektorische 
Nackenverspannung) und einer (hauptsächlich schmerzbedingten) Schlafstörung 
leidet und durch die Weichteilverletzung occipital eine beeinträchtigende 
Dysästhesie bis Hyperpathie besteht (vgl. Bericht von Dr. med. C._____ betreffend 
Untersuchung vom 10. Dezember 2019 [act. M38], Bericht von Dr. med. L._____ 
vom 29. Januar 2020 [act. M22] sowie Überweisungsschreiben von Dr. med. 
C._____ vom 17. März 2020 [act. M30]; vgl. auch Bericht der Klinik in P._____ vom 
28. November 2019 [act. M51 S. 1 und S. 3 f.] sowie Aktennotiz von Dr. med. 
V._____ vom 13. Dezember 2019 [act. M23 S. 3]; Hervorhebung durch das 
Gericht). Insgesamt ist es vorliegend somit durchaus gerechtfertigt, die 

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Schleudertrauma-Rechtsprechung (und nicht die Psycho-Praxis) anzuwenden. Für 
die Anwendung der Schleudertrauma-Rechtsprechung (und gegen die Anwendung 
der Psycho-Praxis) spricht denn auch der Umstand, dass eine unfallbedingte 
organische Schädigung, welche die am 31. Oktober 2022 bestehende Symptomatik 
erklären könnte, zwar nicht nachgewiesen (vgl. dazu vorstehende Erwägung 7.1.2), 
aber auch nicht ausgeschlossen werden konnte. So wurde im Bericht des Zentrums 
für Schmerzmedizin I._____ vom 2. September 2021 festgehalten, dass im Rahmen 
der sonographischen Exploration die Darstellung des Nervus occipitalis minor nicht 
sicher gelungen sei (vgl. act. M45 S. 2 i.V.m. S. 4). Zudem sei es aus technischen 
Gründen auch nicht gelungen, im Bereich der behaarten Kopfhaut zur besseren 
Quantifizierung der Schädigung des Nervus occipitalis eine quantitativ sensorische 
Testung durchzuführen. Auch eine alternative Untersuchung sei in der behaarten 
Kopfhaut nicht möglich gewesen, weshalb die Verifizierung des Schädigungsortes 
bzw. auch die Verifizierung einer Neuropathie des Nervus occipitalis major und 
minor rechts offenbleiben müsse (vgl. act. M45 S. 2 i.V.m. S. 4; vgl. auch den 
versicherungsmedizinischen Bericht von Dr. med. J._____ vom 12. Mai 2021 
[act. M43 S. 5 ff.]). 

8.1.1. Die spezielle Adäquanzprüfung nach BGE 134 V 109 (Schleudertrauma-
Rechtsprechung) erfolgt analog zu jener nach BGE 115 V 133 (Psycho-Praxis): Hier 
wie da ist der Unfall zunächst nach seiner Schwere zu qualifizieren, wobei bei 
beiden Praxen dieselben Grundsätze gelten (NABOLD, a.a.O., Art. 6 N. 81). Im 
Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise ist zu untersuchen, ob der Unfall 
eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren 
Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der Nähe zu den leichten 
oder schweren Unfällen erfolgt. Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere 
ist der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften 
(BGE 140 V 356 E. 5.1 m.w.H.). Nicht zu berücksichtigen sind die Folgen des 
Unfalls oder Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet 
werden können; derartigen Faktoren ist gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien 
Rechnung zu tragen (vgl. dazu nachstehende Erwägungen 8.2.2 ff.; Urteile des 
Bundesgerichts 8C_384/2023 vom 4. April 2024 E. 3.2.1 m.H.a. BGE 148 V 301 
E. 4.3.1, 8C_812/2021 vom 17. Februar 2022 E. 8.1, 8C_534/2017 vom 
5. Dezember 2017 E. 4.2, 8C_41/2016 vom 23. Juni 2016 E. 4.1; NABOLD, in: 
Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, 2024, 
Art. 6 S. 64 f. [nachfolgend: NABOLD, Rechtsprechung]).

8.1.2. Zum Hergang des Unfalls vom 18. November 2019 lässt sich den Akten was 
folgt entnehmen:

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 Gemäss dem Spitalbericht aus P._____ vom 18. November 2019 wurde der 
Beschwerdeführer in alkoholisiertem Zustand mit multiplen Verletzungen am 
rechten Hinterkopf sowie Verletzungen im linken Halsbereich und am 
Rücken, sekundär verursacht durch eine Stichwaffe, von einem 
Krankenwagen ins Spital eingeliefert. Der Beschwerdeführer habe erklärt, 
dass er ohne Grund angegriffen worden sei, um ihn auszurauben (vgl. 
act. M51 S. 21). 

 In der Schadenmeldung vom 20. November 2019 hielt der Beschwerdeführer 
hinsichtlich des Unfallhergangs was folgt fest (act. A1): "Raubüberfall mit 
Messer durch 2 Personen. Anschliessend Behandlung im Spital."

 Dr. med. C._____, welcher den Beschwerdeführer am 10. Dezember 2019 
untersucht hatte, vermerkte in seinem Bericht vom 6. Februar 2020 
hinsichtlich des Unfallhergangs was folgt (act. M38; vgl. auch act. M30): "Am 
18.11.2019 wurde der Patient in P._____ von hinten durch zwei Männer 
attackiert. Dabei wurde er gegen die Wand gedrückt, es folgt eine 
amnestische Lücke. Die erste Erinnerung nach dem Erwachen war während 
der Fahrt in der Ambulanz, wo alles voller Blut war. Es folgte eine zweite 
amnestische Lücke, ab dem Folgetag durchgehende Erinnerung. [...]."

 Gemäss Aktennotiz vom 13. Dezember 2019 berichtete der 
Beschwerdeführer gegenüber seinem Hausarzt Dr. med. V._____ was folgt 
(act. M23 S. 3): "Am 18.11.2019 sei er überfallen worden und er habe diverse 
Verletzungen. Es sei in P._____ passiert. Er erinnert sich nicht mehr, was 
geschehen ist. [...]."

 Dem Bericht von Dr. med. L._____ vom 29. Januar 2020 lässt sich 
hinsichtlich des Unfallhergangs einzig entnehmen, dass der 
Beschwerdeführer berichte, am 18. November 2019 in P._____ überfallen 
worden zu sein, wobei ihm mehrere Messerstichverletzungen zugefügt 
worden seien (vgl. act. M22). 

 In ihrem Bericht vom 26. März 2020 diagnostizierte Dr. med. E._____ unter 
anderem eine "Occipitalneuralgie rechts und Traumafolgen im Bereich des 
Schädels/Nackens mit/bei: Stn. Überfall 18.11.2019 in P._____ (von hinten 
mit Messer attackiert, bewusstlos geschlagen von 2 Männern, blutüberströmt 
in der Ambulanz aufgewacht) [...] (act. M25 S. 1)." 

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 Anlässlich der Begutachtung durch das MZR schilderte der 
Beschwerdeführer den Unfallhergang sodann wie folgt (act. M53 S. 52; vgl. 
auch act. M53 S. 59, S. 77 und S. 102 f.):"Am 18.11.2019 wurde er von zwei 
Typen überfallen. [...] Der Versicherte sagt, er habe vom Überfall an und für 
sich nichts bemerkt, weil er von hinten angegriffen worden sei. Er sei am 
morgen früh zu Fuss auf dem Heimweg in sein Hotel in W._____ gewesen. 
Er spazierte zurück vom Strand. An das letzte, woran er sich erinnert ist, dass 
er in der Ambulanz blutüberströmt aufwachte. [...] Vom Unfallhergang habe 
er erst erfahren, als die Polizei ihm ein Video über das Ereignis zeigte. Es 
war zu sehen, wie die Täter ihn von hinten gegen eine Glasvitrine stiessen 
und ihn von hinten mit Messern angreifen. Er habe sich nicht gewehrt und 
sein altes Handy und das Geld, das er in den Hosentaschen hatte, war weg. 
[...]."

8.1.3. Während die Beschwerdegegnerin der Auffassung ist, das Ereignis vom 
18. November 2019 könne in Anlehnung an die geltende Rechtsprechung als Unfall 
im mittleren Bereich qualifiziert werden (vgl. act. A280 S. 19 m.H.a. RKUV 1996 
Nr. U 256 S. 215), macht der Beschwerdeführer unter Hinweis auf Fälle, die vom 
Bundesgericht als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Unfällen 
qualifiziert worden sind, geltend, es handle sich um ein schweres Ereignis und die 
Adäquanz könne somit bejaht werden (vgl. Beschwerde Rz. 43). Nachfolgend gilt 
es daher zunächst die Unfallschwere zu bestimmen und hernach, sollte es sich um 
ein mittelschweres Unfallereignis handeln, die Adäquanzkriterien zu prüfen.

8.2.1. Als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen qualifizierte 
das Bundesgericht etwa eine tätliche Auseinandersetzung, in deren Verlauf der 
versicherten Person ein grosses Fleischmesser (23 cm lange und 4.2 cm breite 
Klinge) in Tötungsabsicht oder mindestens unter Inkaufnahme einer Tötung in die 
Magenregion gestochen wurde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_519/2008 vom 
28. Januar 2009 E. 5.2.2) sowie einen nächtlichen Einbruch, bei welchem der 
Versicherte die Einbrecher (zwei vermummte Unbekannte) durch Betätigen der 
Wohnungstürfalle vergeblich in die Flucht zu schlagen versuchte, er in seiner 
Wohnung überfallen und ihm mit einem unbekannten, harten, länglichen 
Gegenstand (gemäss Arztzeugnis: Eisenstangen) auf den Kopf und die 
schützenden Arme/Hände geschlagen wurde, bevor sein Bruder helfend 
einschreiten und die Täter in die Flucht schlagen konnte; dabei zog er sich eine 
6 cm lange klaffende Rissquetschwunde frontal am Haaransatz und eine kleinere 
Rissquetschwunde rechts davon, drei Rissquetschwunden mit stark gequetschten 
Wundrändern von gesamthaft ca. 8 cm am Hinterkopf und Prellungen am linken 

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Arm sowie am laterobasalen Rippenthorax zu (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
U 382/06 vom 6. Mai 2008 E. 4.2 f.). Angesichts dieser bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung rechtfertigt es sich vorliegend nicht, das Ereignis vom 
18. November 2019 als schweren Unfall zu qualifizieren. Der vom 
Beschwerdeführer hervorgehobene Umstand, dass der Beschwerdeführer beim 
Ereignis vom 18. November 2019 unvermittelt von hinten angegriffen wurde und – 
anders als die Versicherten in den vorerwähnten Fällen – nicht aktiv in das Ereignis 
involviert war, lässt das Unfallgeschehen jedenfalls nicht als vergleichsweise 
schwerer erscheinen. Ob es sich beim Ereignis vom 18. November 2019 sodann 
um einen mittelschweren Unfall im eigentlichen Sinn oder um einen mittelschweren 
Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unfällen handelt, kann vorliegend 
offenbleiben. Denn selbst wenn das Ereignis lediglich als mittelschwer im 
eigentlichen Sinn qualifiziert würde, könnte der adäquate Kausalzusammenhang 
zwischen der am 31. Oktober 2022 beklagten Beschwerdesymptomatik und dem 
Ereignis vom 18. November 2019 – wie nachfolgend dargelegt wird – nicht 
ausgeschlossen werden.

8.2.2.  Bei schweren Unfällen ist die Adäquanz ohne Weiteres zu bejahen (vgl. 
NABOLD, Rechtsprechung, a.a.O., Art. 6 S. 66). Demgegenüber lässt sich die Frage 
der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des 
Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare 
Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als 
direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 
einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.1). Als wichtigste Kriterien der 
Schleudertrauma-Praxis sind zu nennen (BGE 134 V 109 E. 10.3): 

 besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;

 die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;

 fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;

 erhebliche Beschwerden;

 ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;

 schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;

 erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

Bei einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen 
genügt das einfache Erfüllen eines dieser Kriterien, damit die Adäquanz bejaht 
werden kann, während bei einem mittelschweren Unfall im engeren Sinn drei dieser 
Kriterien (oder eines der Kriterien ausgeprägt) erfüllt sein müssen (vgl. NABOLD, 
Rechtsprechung, a.a.O., Art. 6 S. 71 und S. 68 m.w.H.). Dies gilt es nachfolgend zu 
prüfen.

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8.3.1. Betreffend das Kriterium