# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be76d4f6-ac70-58a2-9a86-f47b9aa3028a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.09.2010 E-6469/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6469-2010_2010-09-17.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6469/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi; 
Gerichtsschreiber Jonas Tschan.

A._____, geboren (...),
mehrere alias-Namen, Eritrea,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin-Verfahren);
Verfügung des BFM vom 9. September 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6469/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin am 18. November 2009 in der Schweiz 
ein  erstes  Mal  um Asyl  nachsuchte,  auf  welches das  BFM mit  Ent -
scheid vom 30. März 2010 nicht eintrat, sie nach Italien wegwies und 
am 24. Juni 2010 begleitet dorthin zurückgeführt wurde,

dass sie am 5. Juli 2010 in der Schweiz ein zweites Mal um Asyl nach-
suchte,

dass das Bundesamt der Beschwerdeführerin am 15. Juli 2010 anläss-
lich  der  summarischen  Befragung  im  B._____  das  rechtliche  Gehör 
bezüglich der Zuständigkeit Italiens für das vorliegende Asylverfahren 
und zu einer allfälligen Wegweisung dorthin gewährte,

dass  die  Beschwerdeführerin  einzig  ausführte,  sie  wolle  nicht  mehr 
nach Italien zurück, 

dass das BFM mit Verfügung vom 9. September 2010 – eröffnet glei-
chentags – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d  des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein-
trat und die Beschwerdeführerin nach Italien wegwies,

dass das Bundesamt sie aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag 
nach Ablauf  der Beschwerdefrist  zu verlassen,  und den zuständigen 
Kanton Basel-Stadt  mit  dem Vollzug der  Wegweisungsverfügung  be-
auftragte,

dass die Vorinstanz festhielt,  eine allfällige Beschwerde gegen diese 
Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung, und die Aushändigung 
der  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis  an  die  Be-
schwerdeführerin anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seiner  Verfügung  anführte,  die  Be-
schwerdeführerin sei in Italien daktyloskopiert worden (in welchem Zu-
sammenhang von Interesse ist,  dass  ein  Eurodac-Fingerabdruckver-
gleich an irreparablen Hautdefekten scheiterte [vgl. Protokoll der sum-
marischen Befragung S. 7, Ziff. 16], Anm. BVGer),

dass Italien für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei, dies 
gestützt  auf  das  Dublin-Assoziierungsabkommen  (DAA, 

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SR 0.142.392.68) und  das  Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004 
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Republik Island 
und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, Anwendung und 
Entwicklung des Schengen-Besitzstands und über die Kriterien und Ver-
fahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines 
in der Schweiz, in Island oder in Norwegen gestellten Asylantrags, 

dass das Bundesamt an Italien ein Ersuchen um Übernahme der Be-
schwerdeführerin im  Sinne  von  Art.  16  Abs.  1  Bst.  e  Dublin-II-Ver-
ordnung  (Verordnung  [EG]  Nr. 343/2003 des  Rates  vom 18. Februar 
2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des 
Mitgliedstaates,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsan-
gehörigen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist) 
gestellt habe,

dass Italien  innert  Frist  nicht  geantwortet  habe,  weshalb  die  Zustän-
digkeit für die Behandlung des Asylgesuchs gestützt auf Art. 20 Abs. 1 
Bst. c Dublin-II-Verordnung auf diesen Staat übergegangen sei,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder Verlängerung – bis spätestens am 5. Februar 2010 zu erfolgen 
habe,

dass im Zusammenhang mit dem von der Beschwerdeführerin geltend 
gemachten schlechten psychischen Zustand darauf  hinzuweisen sei, 
dass alle Dublin-Staaten nicht nur die medizinische Behandlung aller 
Krankheitsbilder, sondern auch den Zugang zu medizinischen Leistun-
gen sicherstellen würden,

dass sie in Italien medizinische Hilfe in Anspruch nehmen könne, falls 
ihr Gesundheitszustand dies nötig mache, und der gesamte Sachver-
halt an der Zuständigkeit Italiens nichts ändere, 

dass auf das Asylgesuch somit nicht einzutreten sei,

dass die Wegweisung aus der Schweiz die Regelfolge des Nichteintre-
tens auf ein Asylgesuch sei (Art. 44 Abs. 1 AsylG),

dass die Beschwerdeführerin in einen Drittstaat reisen könne, in dem 
sie Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG finde,  
und  das  Non-Refoulement-Gebot  bezüglich  des  Heimat-  oder  Her-
kunftsstaates nicht zu prüfen sei, 

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dass ferner  keine Hinweise auf  eine Verletzung von Art. 3  der  Kon-
vention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK,  SR 0.101)  im Falle  einer  Rückkehr  der  Be-
schwerdeführerin nach Italien bestehen würden,

dass weder die in Italien herrschende Situation noch andere Gründe 
gegen die Zumutbarkeit der Wegweisung dorthin sprechen würden,

dass der Vollzug der Wegweisung nach Italien technisch möglich und 
praktisch  durchführbar  sei  und  –  sollte  es  erforderlich  sein  –  beim 
Vollzug  spezielle  Massnahmen geprüft  würden,  wie  dies  bereits  an-
lässlich der ersten Rückführung nach Italien gemacht worden sei, 

dass  die  Beschwerdeführerin  gegen  die  Verfügung  des  BFM  vom 
9. September 2010 Beschwerde erhob,

dass sie in materieller Hinsicht die Aufhebung dieses Entscheides und 
die Anweisung an die Vorinstanz beantragt, ihr Recht zum Selbstein-
tritt  auszuüben und sich für  das vorliegende Verfahren zuständig zu 
erachten,

dass sie  in  prozessualer  Hinsicht  beantragt,  der  Beschwerde sei  im 
Sinne einer vorsorglichen Massnahme die aufschiebende Wirkung zu 
erteilen und die Vollzugsbehörden seien anzuweisen, von einer Über-
stellung  nach  Italien  abzusehen,  bis  das  Bundesverwaltungsgericht 
über den Suspensiveffekt entscheiden habe, weiter sei ihr die unent -
geltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundes-
gesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968 
(VwVG, SR 172.0219) zu gewähren und auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses sei zu verzichten,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht  mit  per  Telefax übermittelter  Ver-
fügung vom 13. September 2010 den Vollzug der Wegweisung per sofort 
aussetzte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. September 2010 beim Gericht 
eingingen,

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und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung hat  und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG),  und es sich vorliegend, wie nach-
folgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerde-
entscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen materiel-
len Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sa-
che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich grundsätzlich volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich diese Fragen 
–  namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens von Vollzugshin-
dernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den  zuständigen 
Staat)  –  in  den  Dublin-Verfahren  bereits  vor  Erlass  des  Nichteintre-
tensentscheides stellen,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  das  BFM am 22. Juli  2010  an  Italien  ein  Ersuchen  um Über-
nahme der  Beschwerdeführerin  gestellt  und  dieser  Staat  innert  der 
festgelegten  Frist  nicht  geantwortet  hat,  weshalb  das  Bundesamt  in 
seiner Verfügung zu Recht feststellte, gestützt auf die Dublin-II-Verord-
nung sei die Zuständigkeit auf Italien übergegangen,

dass Italien unter anderem Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30),  der 
EMRK und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Fol-
ter  oder  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Be-
handlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist,

dass keine Hinweise dafür bestehen, wonach Italien sich nicht an die 
massgebenden völkerrechtlichen Bestimmungen, insbesondere an das 
Rückschiebungsverbot  oder  die  einschlägigen  Normen  der  EMRK, 
halten würde, wie das in der Beschwerde geltend gemacht wird (vgl. 
Beschwerde S. 4 unten), 

dass sich die Beschwerde im Wesentlichen darin erschöpft, generelle 
und formelhafte Ausführungen zum Dublin-Verfahren zu machen, die 
Zustände  in  Italien  zu  kritisieren  und  das  dort  angeblich  Erlebte  zu 
schildern,  ohne im Vergleich zu den Aussagen anlässlich  der  Befra-
gung  im  B._____  Neues  und  –  vor  allem  –  Entscheidrelevantes 
vorzubrin-gen, 

dass  indessen  das  italienische  Fürsorgesystem  für  Asylsuchende 
zwar in der Kritik steht, aber in den Aufenthalts- und Verfahrensbedin-
gungen für Personen, welche sich im Rahmen eines Asylverfahrens in 
Italien  aufhalten,  insgesamt  kein  Vollzugshindernis  zu  erkennen  ist 

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(vgl.   bspw. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E-6195/2009 vom 
30. Oktober 2009 und E-1826/2010 vom 29. März 2010),

dass Dublin-Rückkehrende und verletzliche Personen bezüglich Unter-
bringung von den italienischen Behörden bevorzugt behandelt werden 
und sich – neben den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche private 
Hilfsorganisationen der  Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlin-
gen annehmen,

dass gemäss Informationen, die dem Bundesverwaltungsgericht  vom 
UNHCR vor kurzem zu dieser Problematik zugegangen sind, die Über-
stellung von Personen, die als besonders "vulnerable" gelten, norma-
lerweise nach Rom oder Milano organisiert wird, wo ihnen Unterkunft 
und Unterstützung organisiert werden, vorausgesetzt die zuständigen 
Stellen werden im Voraus über die besonderen Schutzbedürfnisse in-
formiert,  was vorliegend der  Fall  war, und dass das BFM in  seinem 
Entscheid  ein  analoges  Vorgehen  ausdrücklich  erneut  in  Aussicht 
stellt,

dass für das Bundesverwaltungsgericht somit keine Gründe ersichtlich 
sind, die das BFM zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz 
(Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-Verordnung) hätten veranlassen sollen,

dass das Bundesamt demzufolge zu Recht in Anwendung von Art. 34 
Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht 
eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wobei 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach der Zu- 
lässigkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs regelmässig be-
reits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichteintretens-
entscheides und deshalb vorliegend nicht zu prüfen ist,

dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt 
von  Art. 83  Abs. 1  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]) stellt, 
sondern  vor  der  Prüfung  des  Nichteintretens  im  Rahmen  der  Aus-
übung des Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Dublin-II-Verordnung) oder ge-
gebenenfalls – wenn sich Familienmitglieder in verschiedenen Dublin-
Mitgliedstaaten  befinden  und  zusammengeführt  werden  sollen  –  bei 

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der  Ausübung  der  sogenannten  Humanitären  Klausel  (Art. 15  Dub- 
lin-II-Verordnung),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die Beschwerdeführerin nicht darzutun vermag, inwiefern die an-
gefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen 
Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen 
ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

dass mit dem Entscheid in der Hauptsache ohne vorgängige Instrukti -
on  die  Anträge  auf  Erteilung  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Be-
schwerde, Anweisung des Gerichts an die Vorinstanz, von einer Über-
stellung  nach  Italien  abzusehen,  bis  das  Gericht  entschieden  habe, 
und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses hinfällig ge-
worden sind,

dass  sich  die  gestellten  Rechtsbegehren  aufgrund  vorstehender  Er-
wägungen  als  aussichtslos  erweisen,  weshalb  der  Antrag  auf  Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) ab-
zuweisen ist  und die Kosten von Fr.  600.− (Art. 1-3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  der  Beschwerde-
führerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.− werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil  geht  an die Beschwerdeführerin,  das BFM und die zu-
ständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Jonas Tschan

Versand:

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