# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9113c221-1ef6-58ae-b96c-71fc622a43d0
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 15.08.2019 ZK1 2019 127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2019-127_2019-08-15.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Entscheid vom 15. August 2019

Referenz ZK1 19 127

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Brunner, Vorsitzender
Michael Dürst und Pritzi
Mehli, Aktuarin ad hoc

Parteien X._____,
Beschwerdeführerin

Gegenstand Fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. Ärztliche Einweisung Arzt/Ärztin (FU) vom 29.07.2019, mitgeteilt 
gleichentags

Mitteilung 21. August 2019

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I. Sachverhalt

A. Für X._____, geboren am _____ 1962, wurde mit Entscheid der Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde (nachfolgend: KESB) Prättigau/Davos vom 5. 
November 2018, mitgeteilt am 6. November 2018, eine Vertretungsbeistandschaft 
nach Erwachsenenschutzrecht (Art. 390 und Art. 394 ZGB) errichtet. Als Beistand 
wurde A._____ von der Berufsbeistandschaft Prättigau/Davos ernannt. 

B. Ebenfalls mit Entscheid vom 5. November 2018, mitgeteilt am 6. November 
2016, ordnete die KESB Prättigau/Davos eine stationäre Begutachtung von 
X._____ durch Dr. med. B._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
an. Dieser kam in seinem Gutachten vom 13. November 2018 zum Schluss, dass 
bei X._____ eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) bestehe und die Be-
handlung zunächst ambulant erfolgen sollte. Die Explorandin sei nicht krankheits-
einsichtig, es bestehe aber eine geringe Einsicht in die Notwendigkeit der Behand-
lung. Weiter bestehe keine ernsthafte, also Handlungsbedarf begründende Selbst- 
oder Fremdgefährdung, ein Unterbleiben der notwendigen Behandlung würde 
aber zu zunehmender Verwahrlosung führen.

C. Am 23. Juli 2019 ging bei der KESB Prättigau/Davos eine Gefährdungs-
meldung von Dr. med. C._____, D._____, Klinik E._____ ein, in welcher ausge-
führt wurde, dass sich X._____ seit dem 15. März 2019 in ihrer psychiatrischen 
tagesklinischen Behandlung befinde und zuvor vier stationäre Behandlungen zwi-
schen November 2018 und März 2019 erfolgt seien. Der psychische Gesundheits-
zustand der Patientin habe sich in den letzten Wochen zunehmend verschlechtert, 
die Patientin zeige sich aktuell agitiert, wahnhaft psychotisch und lasse sich nicht 
führen. Zudem sei ihr die Wohnung auf Ende September 2019 gekündigt worden. 
Die Patientin nehme weder ambulante noch medikamentöse Therapie in An-
spruch. Aus psychiatrischer Sicht sei eine stationäre Behandlung dringend indi-
ziert. 

D. Die KESB Prättigau/Davos informierte den behandelnden Psychiater 
Dr. med. B._____ über die Gefährdungsmeldung. Dieser kam bei seiner Untersu-
chung von X._____ am 24. Juli 2019 zum Schluss, dass kein Grund für eine für-
sorgerische Unterbringung gegeben sei. 

E. Am 29. Juli 2019 brachte die Polizei X._____ im Auftrag der KESB Prätti-
gau/Davos in agitiertem und sehr erregten Zustand notfallmässig in das Spital 
O.1_____. Mit Verfügung vom 29. Juli 2019 ordnete Dr. med. E._____, Leitende 
Ärztin Innere Medizin, Spital O.1_____, eine fürsorgerische Unterbringung für 

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X._____ für sechs Wochen an und überwies X._____ in die Psychiatrische Klinik 
F._____ in O.2_____. Die Anordnung erfolgte gestützt auf Art. 429 ZGB infolge 
eines psychotischen Schubs mit agitiertem psychischen Ausnahmezustand. Eine 
Überweisung in die Klinik E._____ oder G._____ der D._____ verweigerte sie un-
ter Suizidandrohung. 

F. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 31. Juli 2019 wurde Dr. med. 
H._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, durch die KESB Prätti-
gau/Davos gestützt auf Art. 446 Abs. 2 ZGB mit der Erstellung eines Kurzgutach-
tens über X._____ betraut. Der Gutachter wurde ersucht darzulegen, ob bei 
X._____ zumindest der Verdacht einer psychischen Störung, geistigen Behinde-
rung oder schweren Verwahrlosung vorliege und mit welcher konkreten Gefahr 
(Selbst- oder Drittgefährdung) zu rechnen sei, wenn die notwendige Behandlung 
und/oder Betreuung unterbleibe. Im Gutachten seien weiter die Fragen zu beant-
worten, ob eine ambulante Behandlung des gutachterlich festgestellten 
Schwächezustandes möglich sei oder ob eine stationäre Behandlung als notwen-
dig erachtet werde und welche Behandlung und/oder Betreuung hinsichtlich des 
Schwächezustandes aktuell als indiziert angesehen werde. Zudem sei darzulegen, 
ob aktuell eine Behandlung ohne Zustimmung nach Art. 434 ZGB angezeigt sei 
und ob X._____ bezüglich der Notwendigkeit der indizierten Behandlung und/oder 
Betreuung einsichtig und zur Kooperation fähig sei. Abschliessend sei zu beurtei-
len, ob das Setting in der Psychiatrischen Klinik in O.2_____ aktuell geeignet sei 
und falls nicht, welche anderen Rahmenbedingungen aus welchen Gründen als 
geeigneter erachtet werden. 

G. In seinem Gutachten, datiert vom 2. August 2019, attestierte Dr. med. 
H._____, dass bei X._____ ein akuter psychotischer Schub bei anamnestisch pa-
ranoider Schizophrenie (ICD-10 F20.0) vorliege, was einer (akuten) psychischen 
Störung entspreche. Im Zusammenhang damit sei es auch zu einer Verschlechte-
rung des Allgemeinzustands und zur Verwahrlosung gekommen. Eine Selbstge-
fährdung im Sinne von Selbstverletzung oder Aggression gegen sich selber sei 
nicht auszuschliessen, wenn die notwendige Behandlung unterbleibe, zumal die 
Explorandin mehrfach Suizidabsichten geäussert habe, die von ihr nicht kontrol-
liert werden könnten. Zudem hätten ihre psychotischen Wahrnehmungen schon zu 
Abwehrreaktionen geführt, die von Dritten als bedrohlich empfunden worden sei-
en. Da die Explorandin aktuell eine neuroleptische Behandlung von 100 mg Que-
tiapin akzeptiere, solle eine Behandlung ohne Zustimmung nach Art. 434 ZGB 
wenn irgend möglich vermieden werden. Der Gutachter erachtet ein (ausserkan-
tonales) stationäres Setting als indiziert. 

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H. Die KESB Prättigau/Davos hörte X._____ am 2. August 2019 betreffend die 
Verfügung zur fürsorgerischen Unterbringung an. 

I. Gegen die von Dr. med. E._____, Spital O.1_____, angeordnete fürsorgeri-
sche Unterbringung erhob X._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Einga-
be vom 2. August 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden. Be-
gründend führte sie aus, dass sie weder selbst- noch fremdgefährdend sei und für 
sich selber sorgen könne. 

J. Mit Schreiben vom 8. August 2019 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden die Psychiatrische Klinik F._____ 
unter Fristansetzung bis zum 12. August 2019 um einen kurzen Bericht zum Ge-
sundheitszustand der Beschwerdeführerin, zur Art der Behandlung und insbeson-
dere zur Frage, inwiefern die Voraussetzungen für eine weitere fürsorgerische Un-
terbringung aus ärztlicher Sicht gegeben seien. 

K. Im Bericht der I._____, Klinik F._____, vom 9. August 2019 wird unter an-
derem ausgeführt, dass bei der Beschwerdeführerin seit mindestens drei Jahren 
eine (aktuell chronifizierte) paranoide Schizophrenie bestehe. Sie sei schon mehr-
fach in dieser und in anderen Psychiatrien hospitalisiert gewesen. Bei den frühe-
ren Aufenthalten in dieser Klinik habe sie eine adäquate antipsychotische Medika-
tion jeweils strikt abgelehnt. Beim aktuellen Aufenthalt habe sie sich auf eine tief-
dosierte (noch nicht adäquate) Medikation bislang einlassen können. Die Sym-
ptomatik sei bisher unverändert anhaltend. Die Beschwerdeführerin zeige wieder-
holt eine Symptomatik mit Beeinflussungserlebnissen, bizarrem Wahn (Internet- 
und Handystrahlung), Gedankensperre und Misstrauen bei durchwegs fehlender 
Krankheitseinsicht. In den Voraufenthalten wie auch beim jetzigen Aufenthalt sei 
jeweils eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung zu verneinen (gewesen) und 
deshalb habe bei fehlenden Rückhaltegründen dem Entlassungswunsch der Pati-
entin bislang jeweils entsprochen werden müssen. Aus ihrer Sicht benötige die 
Patientin aktuell im Anschluss an eine adäquate antipsychotische Behandlung ei-
ne professionelle Unterstützung bei der Organisation der sozialen Situation. Es sei 
anzumerken, dass die Patientin ausdrücklich eine Verlegung in eine Klinik in die 
Nordwestschweiz wünsche und dass sie erkläre, eine solche Behandlung und Un-
terstützung könne nur auf freiwilliger Basis erfolgreich stattfinden. 

L. Am 15. August 2019 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher die Beschwerde-
führerin persönlich teilnahm. Bezüglich der richterlichen Befragung wird auf das 
separat angefertigte Protokoll vom 15. August 2019 (nachfolgend: Protokoll 

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Hauptverhandlung) verwiesen. Nach durchgeführter Urteilsberatung wurde der 
Beschwerdeführerin sowie der ärztlichen Leitung der Klinik F._____, I._____, noch 
gleichentags das vorzeitige Entscheiddispositiv zugestellt. 

M. Auf die Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich der richterlichen Be-
fragung sowie die weiteren Ausführungen in der Beschwerde, im Gutachten und in 
den beigezogenen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwä-
gungen eingegangen. 

II. Erwägungen

1.1. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist eine fürsorgerische Unterbrin-
gung gemäss Art. 426 ff. ZGB. Das Kantonsgericht von Graubünden ist hierfür 
einzige kantonale Beschwerdeinstanz (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 4 ZGB i.V.m. 
Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch [EGzZGB; 
BR 210.100]) und dementsprechend zur Beurteilung der vorliegenden Beschwer-
de zuständig. 

1.2. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine ärztlich angeordnete fürsorge-
rische Unterbringung nach Art. 429 Abs. 1 ZGB. Dagegen kann die betroffene  
oder eine ihr nahestehende Person innert zehn Tagen schriftlich beim zuständigen 
Gericht Beschwerde erheben (Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Eine Begründung ist 
nicht notwendig (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB). Vorliegend 
richtet sich die Beschwerde gegen die am 29. Juli 2019 verfügte fürsorgerische 
Unterbringung. Die Beschwerdefrist wurde mit der Eingabe vom 2. August 2019 
somit gewahrt. Daher ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
einzutreten.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Zu beachten sind sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsät-
ze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor 
der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das Gesetz in den 
Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält (vgl. Lorenz Droe-
se/Daniel Steck, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetz-
buch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in 
Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime 
und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von 
Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze 
bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde und erstreckt sich – wenn auch teilweise in abgeschwächter Form – nach 

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dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor der gericht-
lichen Beschwerdeinstanz (vgl. Luca Maranta/Christoph Auer/Michèle Marti, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 
2018, N 1 f. zu Art. 446 ZGB m.w.H.). Aus Art. 450a ZGB wie auch aus Art. 5 Ziff. 
4 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; 
SR 0.101) ergibt sich schliesslich, dass das Gericht Tat- und Rechtsfragen wie 
auch die Angemessenheit frei überprüft und ihm von Bundesrechts wegen volle 
Kognition zukommt.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden und in dem Sinne aktuell sein, dass es 
sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussern muss 
(BGE 143 III 189 E. 3.2 f.; Thomas Geiser/Mario Etzensberger in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommenta, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 2018, 
N 48 ff. zu Art. 439 ZGB; Thomas Geiser, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 19 zu Art. 450e ZGB). Mit 
dem Kurzgutachten vom 2. August 2019 von Dr. med. H._____, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, welcher die Beschwerdeführerin am 31. Juli 2019 
persönlich untersucht hat, wurde dieser Vorschrift Genüge getan.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 
Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 15. August 2019 
wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3. Neben der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde können gemäss 
Art. 429 Abs. 1 ZGB auch die von den Kantonen bezeichneten Ärztinnen und Ärz-
te eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat der einweisende Arzt die betroffene 
Person persönlich zu untersuchen, anzuhören (vgl. Art. 430 Abs. 1 ZGB) und ihr 
anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen 
Angaben auszuhändigen (vgl. Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Dies bedeutet, dass die 
Untersuchung dem Einweisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen hat 
(vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 20 ff. zu Art. 429/430 ZGB). 
Der einweisende Arzt muss sich gestützt auf eine klinische Untersuchung und so-

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weit möglich nach einem Gespräch mit der betroffenen Person eine Meinung bil-
den (vgl. Olivier Guillod, in: Büchler et al. [Hrsg.], Erwachsenenschutz, FamKom-
mentar, Bern 2013, N 4 zu Art. 430 ZGB). Dr. med. E._____ ist Fachärztin für All-
gemeine Innere Medizin und Praktische Ärztin. Als Leitende Ärztin Innere Medizin 
im Spital O.1_____ war sie gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. c EGzZGB als behandelnde 
Ärztin der überweisenden Einrichtung zur Anordnung einer fürsorgerischen Unter-
bringung legitimiert. Zudem enthält die Verfügung vom 29. Juli 2019 die gemäss 
Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. Allerdings fehlt die unter-
schriftliche Bestätigung der Beschwerdeführerin, ein Exemplar der Verfügung er-
halten zu haben. Dieser Umstand ist jedoch letztlich unbeachtlich, da die Be-
schwerdeführerin offensichtlich ungeachtet dessen in der Lage war, das gerichtli-
che Verfahren zur Überprüfung ihrer Unterbringung in der Klinik F._____ einzulei-
ten. 

4.1. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person wird ent-
lassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der persön-
lichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, 
a.a.O., N 6 vor Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem 
Schutz der betroffenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu Botschaft zur 
Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Perso-
nenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7062 [zitiert: 
Botschaft]). Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme 
ist einer der drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische 
Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist so-
dann eine sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behand-
lung beziehungsweise Betreuung. Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einwei-
sung beziehungsweise Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden 
kann. Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 5A_228/2016 vom 11. Juli 2016, E. 3.1). Die genannten Vor-
aussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang 
verständlich. Der Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbrin-
gung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit 
einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die frei-

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heitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck 
der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann 
(Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck 
auch tauglich ist (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 
ZGB). 

4.2. Zunächst ist zu prüfen, ob bei der Beschwerdeführerin einer der im Gesetz 
genannten Schwächezustände vorliegt, welcher die persönliche Fürsorge notwen-
dig macht. Die psychische Störung umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der 
Psychiatrie, d.h. Psychosen und Psychopathien, seien sie körperlich begründbar 
oder nicht (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des 
Rechts, der sich aber auf die medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist 
aus der modernen Medizin entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO 
(ICD; International Classification of Disturbances [vgl. Thomas Geiser/Mario Et-
zensberger, a.a.O., N 15 f. zu Art. 426 ZGB]).

Dr. med. H._____ kam in seinem Kurzgutachten aufgrund der Vorakten und seiner 
eigenen Beobachtungen zum Schluss, dass bei der Beschwerdeführerin eine aku-
te psychotische Störung bei vordiagnostizierter paranoider Schizophrenie (ICD-10 
F20) vorliege, womit es sich um eine Geisteskrankheit im juristischen Sinne han-
delt. Im Zusammenhang damit sei es auch zu einer Verschlechterung des Allge-
meinzustandes und zur Verwahrlosung gekommen. Damit ist bei der Beschwerde-
führerin ein gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB für die fürsorgerische Unterbringung er-
forderlicher Schwächezustand grundsätzlich gegeben.

4.3. Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung bzw. Betreuung. Dr. med. H._____ hält in seinem Kurzgutachten vom 
2. August 2019 zusammenfassend fest, dass bei der Beschwerdeführerin eine 
stationäre Behandlung notwendig sei. Die Klinik F._____ führte in ihrer Stellung-
nahme vom 9. August aus, dass ohne angemessene antipsychotische Behand-
lung in ausreichender Dosierung ein Auftreten folgender Auswirkungen drohen 
würde: langfristiger Gesundheitsschaden mit chronifizierter psychischer Erkran-
kung, Verminderung des Denkvermögens und Unvermögen soziale Kontakte zu 
haben und sich um die eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Auch Dr. med. 
C._____, Chefärztin ADPF/ATK Region Nord der D._____, erachtet gemäss ihrer 
Gefährdungsmeldung vom 23. Juli 2019 an die KESB Prättigau/Davos eine statio-
näre Behandlung als dringend indiziert. Angesichts des Gutachtens, der Stellung-
nahme der Klinik F._____ und der Gefährdungsmeldung der D._____, Klinik 
E._____, scheint die Behandlungsbedürftigkeit der Beschwerdeführerin ausgewie-

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sen und kann daher als gegeben erachtet werden. Dennoch stellt sich vorliegend 
die Frage, ob die fürsorgerische Unterbringung angesichts des schweren Eingriffs 
in die persönliche Freiheit des Betroffenen im konkreten Fall noch als verhältnis-
mässig beurteilt werden kann. 

4.4 Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt bzw. nur solange aufrechterhalten werden darf, als mit 
einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass zu 
rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die Beurteilung 
des Behandlungs- bzw. Betreuungsbedarfs wesentlich sei, mit welcher konkreten 
Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Drit-
ten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krank-
heit bzw. die Betreuung unterbleibe (vgl. BGE 140 III 101 E. 6.2.2 sowie BGE 140 
III 105 E. 2.4 mit Verweisen auf die Bundesgerichtsurteile 5A_312/2007 vom 
10. Juli 2007, E. 2.3 und 5A_288/2011 vom 19. Mai 2011,E. 5.3). Gemäss Art. 426 
Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die Voraussetzungen für eine Un-
terbringung nicht mehr erfüllt sind. Mit dieser Umschreibung beabsichtigte der Ge-
setzgeber eine im Vergleich zum bisherigen Recht restriktivere Regelung der Ent-
lassungsvoraussetzungen, welche der sog. Drehtürpsychiatrie entgegen wirken 
sollte (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 7063). Bei richtiger Auslegung galt indessen be-
reits unter altem Recht, dass eine Entlassung zu unterbleiben hatte, solange die 
Voraussetzungen für eine Einweisung gegeben waren. Insofern hat sich die 
Rechtslage nicht verändert. Der Entscheid über die Entlassung ist stets anhand 
des Zustandes des Betroffenen im aktuellen Zeitpunkt zu bestimmen (vgl. Thomas 
Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 44 zu Art. 426 ZGB). Dabei ist eine Interes-
senabwägung im Hinblick auf den Zweck der fürsorgerischen Unterbringung, näm-
lich die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverantwortung im Ent-
lassungszeitpunkt, vorzunehmen. Aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit 
ergibt sich des Weiteren, dass die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders 
erfolgen können darf als mit der Einweisung in eine Einrichtung. Mit anderen Wor-
ten muss die Unterbringung in einer Einrichtung geeignet sein, den Zweck der be-
absichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger einschneidende 
Massnahme genügen würde (vgl. dazu Thomas Geiser/Mario Etzensberger, 
a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB und Olivier Guillod, a.a.O., N 64 f. zu Art. 426 
ZGB). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen Erwachsenen-
schutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (a.a.O., S. 7062). Als leichtere 
Massnahme kommt den ambulanten Massnahmen und der Nachbetreuung sowie 
der freiwilligen Sozialhilfe entscheidende Bedeutung zu (Thomas Geiser/Mario 
Etzensberger, a.a.O., N 24 zu Art. 426 ZGB).

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4.4.1. Dr. med. H._____ stellte in seinem Gutachten vom 2. August 2010 fest, 
dass bei der Beschwerdeführerin ein akutes psychotisches Zustandsbild mit Be-
einträchtigungs- und Beeinflussungsideen sowie starkem Misstrauen vorliege und 
diagnostizierte eine paranoide Schizophrenie. Ihr Zustand habe sich in den letzten 
fünf Jahren zunehmend verschlechtert, sodass mehrere Klinikeinweisungen (auch 
fürsorgerische Unterbringung) sowie eine umfassende Beistandschaft notwendig 
geworden seien. Die Beschwerdeführerin sei zwar grundsätzlich einsichtig, dass 
sie Hilfe benötige und sei zur Kooperation bereit. Die Kooperation sei aber durch 
ein ausgesprochen grosses Misstrauen gepaart mit wahnhaften Beeinträchti-
gungs- und Beeinflussungsideen und einer grossen Skepsis gegenüber der medi-
kamentösen Behandlung erschwert. In Überforderungs- und Angstsituationen 
könne die Beschwerdeführerin auch unkontrolliert und aggressiv reagieren, wobei 
sie selbst unsicher sei, ob sie die selbst- und fremdaggressiven Gefühle dauerhaft 
kontrollieren könne. Weiter gebe es auch Hinweise auf Ich-Störungen (Fremdbe-
einflussungserleben). Diese Konstellation könne unter Druck zu unkontrollierten 
selbst- und fremdaggressiven Handlungen führen, weshalb es vorderhand einer 
geschützten Situation für die Beschwerdeführerin bedürfe. Die psychotische 
Wahrnehmung, dass andere Personen der Beschwerdeführerin gegenüber provo-
zieren, habe bereits zu Abwehrreaktionen geführt, die von anderen als bedrohlich 
empfunden worden seien. Der Gutachter erachtete eine Selbstgefährdung im Sin-
ne von Selbstverletzung oder Aggression gegen sich selber als möglich, wenn die 
notwendige Betreuung und Behandlung unterbleibe. Zudem habe die Beschwer-
deführerin mehrfach Suizidabsichten geäussert, deren Durchführung von ihr nicht 
kontrolliert werden könne. In der Gefährdungsmeldung der D._____ vom 23. Juli 
2019 ist von bedrohendem Verhalten gegenüber anderen Patienten sowie Beis-
sen, Schlagen und Haare ausreissen gegenüber sich selber die Rede. Weiter wird 
ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin nach eigener Aussage zu diesem Zeit-
punkt im Wald geschlafen habe. Eine adäquate Führbarkeit durch den Beistand 
sei nicht möglich. 

4.4.2. Die Beschwerdeinstanz konnte sich anlässlich der Verhandlung vom 
15. August 2019 ein Bild von der Beschwerdeführerin machen. Die Beschwerde-
führerin war trotz Klinikaufenthalt seit dem 29. Juli 2019 – soweit die Beschwer-
deinstanz das beurteilen kann – in einer relativ schlechten Verfassung und zeigte 
im Laufe der Verhandlung zunehmende Verwirrtheit. Die Beschwerdeführerin war 
zwar in Bezug auf ihre grundsätzliche Hilfsbedürftigkeit einsichtig, eine wirkliche 
Krankheitseinsicht in Bezug auf die paranoide Schizophrenie und vor allem eine 

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Behandlungseinsicht wurde jedoch nicht ersichtlich. Die Gegebenheiten, die zu 
ihrer Einweisung geführt haben, verkennt sie teilweise. Die Beschwerdeführerin 
äusserte auch anlässlich der Hauptverhandlung Kritik und Misstrauen gegenüber 
sämtlichen behandelnden Kliniken, den Ärzten, ihrem Beistand und der KESB und 
zeigte sich gegenüber medikamentöser Therapie negativ eingestellt. Sie hat zu-
dem nach eigener Aussage infolge ihrer Erkrankung weder Kontakt zu ihren Töch-
tern, noch ein soziales Umfeld, was sie stark zu belasten scheint. Grosse Angst 
äusserte sie vor einer erneuten Obdachlosigkeit. Angesprochen auf das Vorgehen 
nach einer allfälligen Entlassung aus der Klinik zeigte sich bei der Beschwerdefüh-
rerin eine gewisse Hilflosigkeit und starke Angewiesenheit auf ihren Beistand. Wie 
sich aus den Verfahrensakten der KESB Prättigau/Davos ergibt, war ihr in der 
Praxis eine Zusammenarbeit mit dem Beistand in der Vergangenheit jedoch nicht 
möglich. Die Beschwerdeführerin erweckte anlässlich der Hauptverhandlung den 
Eindruck, dass sie ohne entsprechende therapeutische Behandlung aktuell nicht in 
der Lage wäre, sich zu pflegen und deshalb zu verwahrlosen drohen würde.

Angesichts ihrer Schilderungen und unter Einbezug der Verfahrensakten erscheint 
eine Entlassung aus der Klinik zum aktuellen Zeitpunkt als verfrüht, da die Gefahr 
eines vollständigen Therapieabbruchs besteht, was vermutlich zu erneuter Selbst-
aggression, Verwahrlosung und Vereinsamung führen würde. 

4.4.3. Vor dem Hintergrund des Gutachtens von Dr. med. H._____ und der Ver-
fahrensakten der KESB Prättigau/Davos besteht nach Auffassung des Gerichts 
zumindest in der aktuellen Situation eine hinreichend konkrete, unmittelbare und 
erhebliche Selbstgefährdung, wenn eine stationäre Massnahme unterbliebe. Die 
Beschwerdeführerin erscheint derzeit besonders schutzbedürftig. Im Ergebnis er-
weist sich die Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung damit als verhältnis-
mässig. Eine weniger einschneidende Massnahme wäre nach Ansicht des Ge-
richts vorliegend nicht ausreichend, um die Beschwerdeführerin sachgerecht be-
handeln zu können. Die Klinik F._____ in O.2_____ stellt darüber hinaus objektiv 
gesehen eine geeignete Einrichtung dar, insbesondere auch um eine konkrete 
Selbstgefährdung (und eine Verwahrlosung) zu vermeiden, womit die fürsorgeri-
sche Unterbringung auch unter diesem Aspekt den Grundsatz der Verhältnismäs-
sigkeit wahrt. 

Angesichts des durch die Beschwerdeführerin konstant geäusserten Wunsches in 
eine andere, ihr unbekannte, Klinik verlegt zu werden, ist es aus Sicht des Ge-
richts unter der Berücksichtigung der Aussagen in der Stellungnahme der Klinik 
F._____ vom 9. August 2019 und dem Kurzgutachten von Dr. med. H._____ drin-
gend notwendig, dass die KESB Prättigau/Davos diesbezügliche Abklärungen 

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vornimmt und sobald möglich einen Übertritt in eine entsprechende (ausserkanto-
nale) Klinik organisiert und dass (sobald verantwortbar) ein Übertritt in die offene 
Abteilung in Betracht gezogen wird. 

5. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB nach wie vor erfüllt sind. Das 
Gutachten wie auch die mündliche Hauptverhandlung haben aufgezeigt, dass die 
Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychischen Störung zum jetzigen Zeitpunkt 
und in ihrer momentanen Verfassung nicht in der Lage ist, ihren Alltag selbständig 
zu bewältigen. Vielmehr ist sie auf eine kontinuierliche (medikamentöse) Behand-
lung und ärztliche Betreuung angewiesen, welche momentan nur in einem statio-
nären Rahmen sichergestellt werden kann. Die angefochtene Anordnung der für-
sorglichen Unterbringung ist damit rechtmässig erfolgt. Folglich ist die dagegen 
erhobene Beschwerde abzuweisen. 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 2 EGzZGB i.V.m. Art. 106 
Abs. 1 ZPO). Angesichts der finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführerin, 
welche lediglich über eine IV-Rente verfügt, rechtfertigt es sich vorliegend im Sin-
ne von Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu ver-
zichten. Damit verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens von 
CHF 1'500.00 (Gerichtsgebühr) beim Kanton Graubünden. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten 
des Kantons Graubünden. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: