# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0004db5-7492-5b0c-909b-bafa115b7da3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.09.2015 725 2015 194 / 237 (725 15 194 / 237)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2015-194---237_2015-09-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 17. September 2015 (725 15 194 / 237) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rückweisung an den Versicherer wegen ungenügender Abklärung des medizinischen 

Sachverhalts 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Litigation Hauptbranchen, 
Postfach, 8085 Zürich, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Die 1953 geborene A.____ war am 23. Oktober 1989 über einen Teppich gestolpert 
und gestürzt. Dabei hatte sie sich eine Pilon-Fraktur rechts zugezogen, welche operativ behan-
delt werden musste. A.____ war damals bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG obliga-
torisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Die Zürich Versiche-
rungs-Gesellschaft AG hatte denn auch die gesetzlichen Leistungen für die Folgen dieses Er-
eignisses bis zum Fallabschluss im Juli 1993 erbracht.  
 

 

 
 
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Nachdem A.____ der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG bereits in den Jahren 1999/2000 
und 2010 Rückfälle zum Unfallereignis vom 23. Oktober 1989 gemeldet hatte, teilte sie dieser 
am 18. August 2014 mit, dass sie sich wieder in ärztliche Behandlung habe begeben müssen 
und dass ein operativer Eingriff bevorstehe. Die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG nahm 
diese Mitteilung der Versicherten als erneute Rückfallmeldung zum Unfallereignis vom 23. Ok-
tober 1989 entgegen. In der Folge wurde A.____ in der Klinik B.____ am 7. Oktober 2014 mit 
einer Knie-Totalprothese am rechten Knie und am 10.  Februar 2015 mit einer solchen am lin-
ken Knie versorgt.  
 
Mit Verfügung vom 20. März 2015 lehnte die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG eine Leis-
tungspflicht für den gemeldeten Rückfall ab. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen gel-
tend, laut ihren medizinischen Abklärungen seien die aktuellen Kniebeschwerden der Versicher-
ten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 23. Oktober 1989 
zurückzuführen. Daran hielt die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG auf Einsprache der Ver-
sicherten hin mit Einspracheentscheid vom 4. Mai 2015 fest.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 29. Mai 2015 Beschwerde beim 
Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie 
sinngemäss, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und es sei die Be-
schwerdegegnerin zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen für den gemeldeten Rückfall 
zu erbringen. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 15. Juni 2015 beantragte die Zürich Versicherungs-
Gesellschaft AG die Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Muttenz, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 29. Mai 2015 ist demnach einzutreten.  
 

 

 
 
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2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent-
sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG).  
 
2.2 Laut Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 
1982 werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle 
und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar (Art. 22 UVG; BGE 
127 V 457 E. 4b, 118 V 297 E. 2d). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederauffla-
ckern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicher-
weise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein 
scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderun-
gen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spät-
folgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an (Kranken- und Unfall-
versicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; 
BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen).  
 
3. Zwischen den Parteien strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die von der Versi-
cherten im August 2014 als Rückfall gemeldeten Kniebeschwerden, welche eine erneute ärztli-
che Behandlung erforderlich machten, auf das Unfallereignis vom 23. Oktober 1989 zurückge-
führt werden können. 
 
3.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt - unter anderem - vo-
raus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitli-
cher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedin-
gungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das 
Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 
gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem 
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen-
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder 
im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozi-
alversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 

 

 
 
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3.2 Da ein Rückfall begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis anschliesst (vgl. E. 2.2 
hiervor), kann er eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den 
erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 
Gesundheitsschädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (RKUV 1994 Nr. U 206 
S. 327 E. 2; BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). Dabei gilt es klarzustellen, dass der Unfall-
versicherer in Bezug auf den geltend gemachten Rückfall nicht auf der Anerkennung des natür-
lichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall behaftet werden kann, weil die unfallkausalen 
Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Es obliegt vielmehr der versicherten Person, das 
Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und 
dem Unfall mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und 
dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind 
an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 
1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c in fine). Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versi-
cherten Person aus (Urteil G. des Bundesgerichts vom 7. Juli 2010, 8C_113/2010, E. 2.3; 
RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b).  
 
4.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie insbesondere der Feststellung natürli-
cher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde re-
gelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 
stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese 
medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. 
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 
Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 
bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten ver-
sicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-

 

 
 
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achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 
E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil A. des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, 
E. 5.3).  
 
5.1 Dr. med. C.____, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappara-
tes FMH, welcher am 7. Oktober 2014 und am 10. Februar 2015 in der Klinik B.____ die Im-
plantation der Knie-Totalprothesen an beiden Knien der Versicherten vornahm, hatte in seinem 
Bericht vom 6. Juni 2014 über die gleichentags erfolgte Erst-Konsultation unter dem Titel 
“Anamnese“ festgehalten, die Versicherte habe seit längerer Zeit Beschwerden in beiden Knien, 
rechts stärker als links; dies bedingt durch einen Unfall Ende der 1980-er-Jahre. Damals sei es 
zu einer komplexen Unterschenkelfraktur gekommen, welche eine Fehlstellung mitbedingt ha-
be. Seither hätten die Beschwerden im Kniegelenk im Sinne einer posttraumatischen Gonarth-
rose aufgrund der Fehlbelastung zugenommen. Links bestünden mittlerweile auch Probleme, 
da die Patientin rechts ausweiche und vermehrt links belaste und damit natürlich auch eine Ab-
nützungstendenz vorhanden sei, welche sich in den letzten zehn Jahren progredient entwickelt 
habe. Mittlerweile habe die Patientin auch links eine lateral betonte Gonarthrose. Diese Anam-
nese wiederholte Dr. C.____ gleichlautend in einem weiteren Bericht vom 7. November 2014. 
 
5.2 Im Februar 2015 ersuchte die Beschwerdegegnerin ihren beratenden Arzt Dr. med. 
D.____, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, um eine 
versicherungsmedizinische Beurteilung, worauf dieser am 25. Februar 2015 eine kurze schriftli-
che Kausalitätsbeurteilung erstattete. Darin wies er vorab darauf hin, dass leider keine Ganz-
beinaufnahmen oder Aufnahmen aus der Zeit des Unfalls vorliegen würden, um eine allfällige 
Fehlstellung als Folge der am 23. Oktober 1989 erlittenen Fraktur zu beurteilen. Die vorliegen-
den Röntgenbilder vom 6. Juni 2104 würden aber auf beiden Seiten eine schwere Gonarthrose 
zeigen, wobei die linke Seite eher noch stärker betroffen sei. Wenn eine allfällige Fehlstellung 
die Ursache der Gonarthrose wäre, so wäre schwerpunktmässig nur die rechte Seite betroffen. 
Somit sei aufgrund der ihm vorliegenden Akten die Implantation einer Knietotalprothese rechts 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge des Ereignisses vom 23. Oktober 1989. 
 
5.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
4. Mai 2015 bei der Beurteilung der Unfallkausalität der Kniebeschwerden der Versicherten 
vollumfänglich auf die erwähnte Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. D.____ vom 25. Feb-
ruar 2015. Sie ging demzufolge davon aus, dass die betreffenden Beschwerden nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 23. Oktober 1989 zurückzuführen seien. So-
mit fehle es an dem für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers erforderlichen natürlichen 
Kausalzusammenhang zwischen dem schädigenden Ereignis und den als Rückfall gemeldeten 
Kniebeschwerden.  
 
5.4 Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin kann der Kausalitätsbeurteilung 
von Dr. D.____ vom 25. Februar 2015 vorliegend aus verschiedenen Gründen kein ausschlag-

 

 
 
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gebender Beweiswert beigemessen werden. Die Aussagekraft des Berichts wird als erstes be-
reits dadurch erheblich geschmälert, als aus diesem nicht klar hervorgeht, welche medizini-
schen Unterlagen die Beschwerdegegnerin ihrem beratenden Arzt zur Beurteilung vorgelegt 
hat. In seiner Stellungnahme erwähnt und würdigt Dr. D.____ einzig die am 6. Juni 2014 ange-
fertigten Röntgenbilder der beiden Knie. Dies legt den Schluss nahe, dass er keine Kenntnis 
von den verschiedenen aktuellen Berichten des behandelnden Arztes Dr. C.____ hatte. Jeden-
falls geht Dr. D.____ nicht auf dessen vorstehend (vgl. E. 5.1 hiervor) wiedergegebene Ausfüh-
rungen ein, die eine Unfallkausalität der heutigen Beschwerden an beiden Knien zumindest als 
möglich erscheinen lassen. Ebenso wenig thematisiert Dr. D.____ bei der Versicherten bereits 
früher aufgetretene gesundheitliche Probleme wie etwa die anhaltenden Beschwerden im Be-
reich des oberen und des unteren Sprunggelenks und die damit zusammenhängenden Fehlbe-
lastungen, die damals als unfallkausal beurteilt wurden (vgl. Bericht von Dr. med. E.____, Chi-
rurgie FMH, vom 15. Dezember 2000) und die ärztliche Behandlungen sowie eine Versorgung 
mit Schuheinlagen nach sich gezogen hatten. In dieser gänzlich fehlenden Auseinandersetzung 
mit den früheren medizinischen Unterlagen und insbesondere mit der abweichenden Auffas-
sung des aktuell behandelnden Arztes Dr. C.____ liegt der hauptsächliche Mangel der Kausali-
tätsbeurteilung von Dr. D.____. Diese muss unter den geschilderten Umständen klarerweise als 
unvollständig bezeichnet werden. Darüber hinaus gilt es aber auch zu beachten, dass es sich 
bei Dr. D.____ um den beratenden Arzt der Beschwerdegegnerin handelt. Seine Feststellungen 
sind deshalb im Rahmen der Beweiswürdigung wie versicherungsinterne ärztliche Beurteilun-
gen zu behandeln. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), ist es grundsätzlich zwar zulässig, 
dass ein Sozialversicherer einen Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens 
entscheidet, bestehen aber auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil A. des Bundesgerichts vom 
26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). Vorliegend bestehen - wie aufgezeigt - in verschiedener 
Hinsicht Zweifel an der Schlüssigkeit der Einschätzung von Dr. D.____, weshalb auch unter 
diesem Aspekt auf dessen Beurteilung nicht abgestellt werden kann.  
 
5.5 Aus dem Gesagten folgt als Ergebnis, dass die Abklärungsergebnisse aus dem Ver-
waltungsverfahren nicht ausreichend beweiskräftig sind, der relevante medizinische Sachver-
halt bedarf vielmehr weiterer Abklärung. Aus diesem Grund ist der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 4. Mai 2015 aufzuheben und die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. Diese hat die Frage der Unfallkausalität der von der Beschwerdeführerin als 
Rückfall gemeldeten Kniebeschwerden nochmals fachärztlich abklären zu lassen. Dabei ist es 
angezeigt, die erforderlichen Abklärungen durch einen unabhängigen, versicherungsexternen 
Facharzt vornehmen zu lassen. Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin gestützt auf die 
Ergebnisse der Aktenergänzung über den Leistungsanspruch der Versicherten neu zu befinden 
haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
6.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 

 

 
 
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6.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtenen Einspracheent-
scheid auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an den Versicherer zurück, so gilt in prozessualer Hin-
sicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende Partei (BGE 137 V 61 f. 
E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). Demnach ist die Beschwerdeführerin 
vorliegend zwar obsiegende Partei, da sie jedoch ihre Angelegenheit selber vor Gericht vertre-
ten hat, entfällt ein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten im Sinne der genannten Bestimmung. 
Die ausserordentlichen Kosten des Verfahrens können demnach wettgeschlagen werden. 
 
7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
7.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG 
vom 4. Mai 2015 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren 
Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen 
Verfügung an die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG zurückgewie-
sen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

 
 
 
 
 
 
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