# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09a0bcd5-2c09-550f-8dc8-79e62185d73d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-01-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 23.01.2006 ZF 2005 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2005-41_2006-01-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 23. Januar 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 05 41

(Die gegen diese Entscheidung erhobene Berufung wurde vom Bundesgericht mit 
Urteil vom 28. August 2006 (4C.170/2006) abgewiesen.)

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Rehli, Vital, Tomaschett-Murer und Riesen-Bienz
Aktuar ad hoc Walder

——————

In der zivilrechtlichen Berufung

der A. AG, Klägerin und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. J. 
David Meisser, Bahnhofstrasse 8, Klosters, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 10. März 2005, mitgeteilt am 
24. Mai 2005, in Sachen der Berufungsklägerin gegen die  B., C., , D., E. AG, F., 
und G., Beklagte und Berufungsbeklagte, alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Rudolf Mayr von Baldegg, Töpferstrasse 5, Luzern,

betreffend unlauterer Wettbewerb,

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hat sich ergeben:

A. 1. Das Schweizer Fernsehen DRS strahlte in seiner Sendung „Kas-
sensturz“ vom 15. Januar 2002 einen Bericht über einen vom Konsumentenmagazin 
„Saldo“ in Auftrag gegebenen Warentest aus, bei welchem zwölf Handcremes auf 
problematische Inhaltsstoffe untersucht worden waren. Der Moderator wies darauf 
hin, die Untersuchung habe ergeben, dass die gängigen Handcremes auch uner-
wünschte Substanzen enthielten. So zum Beispiel Moschusverbindungen, welche 
sich in der Nahrungskette und im Fettgewebe des Menschen anreicherten. Ferner 
seien das Konservierungsmittel Formaldehyd oder halogenorganische Substanzen 
gefunden worden, die im Verdacht stünden, allergisch und krebserregend wirken zu 
können. Nur vier der getesteten Handcremes seien frei von unerwünschten Inhalts-
stoffen. Drei Cremes, nämlich jene von Yves Rocher sowie Neutrogena und Tal 
würden deutlich mehr als die vom Gesetz erlaubten Nitro-Moschusverbindungen 
enthalten und hätten daher die Note mangelhaft erhalten. Die Zuschauer wurden 
darauf hingewiesen, dass in der Saldo-Ausgabe vom folgenden Tag ausführlich 
über diesen Produktetest berichtet werde.

2. Tatsächlich enthielt die Zeitschrift „Saldo“ vom 16. Januar 2002 einen Ar-
tikel, der auf der Frontseite mit der Schlagzeile „Handcremes im Test: Zwei Drittel 
enthalten unnötige Schadstoffe“ angekündigt wurde. Unter einem Bild, das zwei sich 
mit einer Handcreme pflegende Hände zeigt, findet sich die Aussage: „Trockene 
Haut: Gerade im Winter sind rauhe, rissige Hände ein Problem. Dagegen hilft regel-
mässiges Eincremen. saldo  hat zwölf Handcremes im Labor auf problematische 
Stoffe untersuchen lassen. Das erschreckende Resultat: Nur Atrix, Coop Naturaline 
und Biokosma überzeugten.“ Im Innern der Zeitschrift wurde unter dem gross her-
vorgehobenen Titel „Hilfe gegen rauhe Hände – Schadstoffe inbegriffen“ auf drei 
Seiten über den Test berichtet. In einem Zwischentitel wurde hervorgeho-
ben:“Grenzwerte um das Fünffache überschritten“. Im Text befasst sich die Autorin 
des Artikels unter anderem mit der Problematik der Moschusverbindungen, welche 
künstlichen Duftstoffe das Kantonslabor Zürich bereits 1993 in der Muttermilch 
nachgewiesen habe. I., die Expertin beim Bundesamt für Gesundheit, habe festge-
stellt, dass diese Stoffe äusserst stabil seien und sich in der Umwelt und somit in 
unserer Nahrungskette anreicherten; sie seien bereits in Fischen gefunden worden. 
Die Autorin fährt dann fort, nach der Schweizer Verordnung über kosmetische Mittel 
gelte für Nitro-Moschusverbindungen ein Grenzwert, der für Hautpflege-Emulsionen 
50 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) betrage. Polyzyklische Moschusverbindun-
gen seien dagegen nicht beschränkt. Vier der geprüften Handcremes würden den 

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Grenzwert für Nitro-Moschusverbindungen um  das Zwei- bis Fünffache überschrei-
ten; die Produkte von Tal enthielten ganze 280 mg/kg. Der Schweizer Importeur der 
Tal Hautcreme (H., der Verwaltungsratspräsident der A. AG) habe erklärt, er habe 
den israelischen Produzenten schon vor vier Jahren gewarnt, dass in der Schweiz 
eine strengere Regelung gelte als in der EU, allerdings habe er es versäumt, dies 
zu überwachen. Neben den Moschusverbindungen befasste sich der Artikel auch 
mit Formaldehyd und mit Formaldehyd abspaltenden Substanzen. Es wurde aus-
geführt, dieses Konservierungsmittel werde gerne in Kosmetika eingesetzt, stehe 
jedoch im Verdacht, Krebs zu erregen. In Mundpflegemitteln sei dieser Stoff in der 
Schweiz verboten, hingegen dürften  kosmetische Produkte bis zu 0,2 Prozent 
Formaldehyd enthalten. In drei der getesteten Handcremes sei dieses Produkt ge-
funden worden, am meisten in der M-Budget-Handcreme mit 120 mg/kg. In der 
Tube von Tal und Kamill steckten ebenfalls einige Substanzen, die Formaldehyd 
abspalteten, doch lägen die Werte aller drei Produkte unterhalb der Maximalgrenze. 
Eine Krebs fördernde Wirkung sei von diesen Konzentrationen nach Auskunft des 
Dermatologen J. vom Universitätsspital Zürich nicht zu erwarten, doch könne Form-
aldehyd in kleinen Mengen sensibilisierend auf die Haut wirken und zu allergischen 
Reaktionen führen. Schliesslich suchten die Tester in den zwölf Handcremes auch 
nach  Diethylphthalat. Sie stellten fest, dass die Cremes von Kamill und Tal am 
meisten dieser Substanz enthielten, die dazu diene, den im Produkt enthaltenen 
Alkohol ungeniessbar zu machen. Ein Grenzwert bestehe für Diethylphthalat, das 
im Körper das menschliche Hormonsystem durcheinander bringen könne, nicht 
mehr; er sei in der Schweiz im Zuge der Angleichung an die europäischen Bestim-
mungen abgeschafft worden.

Unter dem oben zusammengefassten Text des Saldo-Artikels wurden die Er-
gebnisse des Testes in einer ‚Rangliste’ in Tabellenform und mit Abbildungen der 
verschiedenen Verpackungen unter dem Titel „Handcremes: Die besten Produkte 
sind auch günstig“ zusammengefasst. Drei Produkte, in denen keine der als proble-
matisch bezeichneten Inhaltsstoffe gefunden wurden, erhielten die Note „gut“; die 
Liste wird angeführt von der Handcreme Atrix, welche zum Preis von Fr. 4.65 pro 
100 ml verkauft wird. Zwei weitere Produkte wurden als genügend und drei als man-
gelhaft bezeichnet. Am Schluss befinden sich vier Cremes mit der Note „schlecht“, 
davon lag an letzter Stelle die Hautcreme Tal, bei welcher als Testergebnis 90 
mg/kg Formaldehyd, 280 mg/kg Nitro-Moschusverbindungen sowie 97 mg/kg Die-
thylphthalat gefunden worden waren und deren Verkaufspreis mit Fr. 16.-- für 100 
ml angegeben wurde. Mit Bezug auf die Nitro-Moschusverbindungen wurde bei al-

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len vier als schlecht qualifizierten Produkten in einer Fussnote angegeben, der ge-
setzliche Grenzwert sei überschritten.  

B.1. Am 11. Januar 2003 meldete die A. AG, die Importeurin der Handcreme 
Tal, beim Vermittleramt des Kreises Küblis eine Klage gegen die B., den Redaktor 
und den Moderator der Sendung „Kassensturz“ sowie gegen die E. AG als 
Herausgeberin der Zeitschrift „Saldo“, deren publizistischen Leiter und die Autorin 
des Artikels über die Handcremes an. Nachdem die Sühneverhandlung vom 13. 
März 2003 erfolglos verlaufen und das Protokoll vorerst noch offen gelassen 
worden war, verlangte die Klägerin am 12. Dezember 2003 die Ausstellung des 
Leitscheins. Sie prosequierte darauf die Klage mit Prozesseingabe vom 23. 
Dezember 2003 an das Bezirksgericht Prättigau/Davos. Ihr Rechtsbegehren 
lautete:

„1.  Der Beklagten 1 sei unter Androhung der Bestrafung gegenüber ihren 
Organen wegen Ungehorsams gemäss Art. 292 StGB für den Fall 
der Zuwiderhandlung (Haft oder Busse) zu verbieten, den Bericht 
„Handcremes im Test" der Sendung „Kassensturz" des Schweizer 
Fernsehens DRS vom 15. Januar 2002 und den Hinweis auf die 
Zeitschrift „Saldo" Nr. 1 / 02 weiterhin im Internet - insbesondere auf 
den Internetseiten der Internetdomains sfdrs.ch und kassensturz.ch 
- zu publizieren.

2.  Der Beklagten 4 sei unter Androhung der Bestrafung gegenüber ihren 
Organen wegen Ungehorsams gemäss Art. 292 StGB für den Fall der 
Zuwiderhandlung (Haft oder Busse) zu verbieten, den Bericht „Hilfe 
gegen rauhe Hände - Schadstoffe inbegriffen" vom 16. Januar 2002 der 
Zeitschrift „Saldo" Nr. 1 / 02 weiterhin im Internet - insbesondere auf 
den Internetseiten der Internetdomains saldo.ch und konsuminfo.ch - 
zu publizieren.

3.   Es sei festzustellen, dass die Beklagten 1-6 im Bericht „Handcremes 
im Test" in der Sendung „Kassensturz" des Schweizer Fernsehens 
DRS vom 15. Januar 2002 und im Bericht „Hilfe gegen rauhe Hände - 
Schadstoffe inbegriffen" der Zeitschrift „Saldo" Nr. 1 / 02 vom 16. 
Januar 2002 betreffend die TAL-Hautcreme unlauter und 
wettbewerbswidrig Bericht erstatteten, insbesondere

a.   die Beklagten 1-6, indem sie eine Rangliste der Handcremes erstellten 
und veröffentlichten, ohne deren Wirkung zu berücksichtigen,

b.   die Beklagten 4-6, indem sie die Testresultate in der Rangliste für einen 
Inhaltsstoff in mg/kg, im Text den Grenzwert aber in Prozent 
wiedergaben, so dass für den Konsumenten nicht ersichtlich war, ob 
der Grenzwert eingehalten war,

http://sfdrs.ch
http://kassensturz.ch
http://saldo.ch

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c.   die Beklagten 4-6, indem sie die TAL-Hautcreme als die schlechteste 
Handcreme qualifizierten mit dem Kommentar "Einmal mehr zeigt 
sich, dass die teuersten Produkte oft nicht die besten sind" bzw. 
"Handcremes: Die besten Produkte sind auch günstig".

4.   Die Beklagten 1-6 seien unter Androhung der Bestrafung gegenüber 
ihnen bzw. ihren Organen wegen Ungehorsams gemäss Art. 292 StGB 
für den Fall der Zuwiderhandlung (Haft oder Busse) zu verpflichten, das 
Urteilsdispositiv innert 30 Tagen nach Rechtskraft auf ihre Kosten in 
zwei schweizerischen Tageszeitungen und zwei TV-Zeitschriften nach 
Wahl der Klägerin auf mindestens einer halben Seite zu veröffentlichen.

5.   Die Beklagte 1 sei unter Androhung der Bestrafung gegenüber ihren 
Organen wegen Ungehorsams gemäss Art. 292 StGB für den Fall 
der Zuwiderhandlung (Haft oder Busse) zu verpflichten, das 
Urteilsdispositiv innert 30 Tagen nach Rechtskraft auf ihre Kosten 
in der Sendung „Kassensturz" des Schweizer Fernsehens DRS - 
oder einer vergleichbaren Sendung, falls die Sendung „Kassensturz" 
nicht mehr existiert - vorlesen zu lassen und das Urteilsdispositiv auf 
allen ihren oder von ihr kontrollierten Internetseiten - insbesondere 
auf Internetseiten der Internetdomains sfdrs.ch und kassensturz.ch - 
innert 30 Tagen ab Rechtskraft während 30 Tagen auf der 
Einstiegsseite auf einer Viertelseite wiederzugeben.

6.   Die Beklagte 4 sei unter Androhung der Bestrafung gegenüber ihren 
Organen wegen Ungehorsams gemäss Art. 292 StGB für den Fall der 
Zuwiderhandlung (Haft oder Busse) zu verpflichten, das Urteilsdispositiv 
innert 60 Tagen nach Rechtskraft auf ihre Kosten auf mindestens einer 
halben Seite in der Zeitschrift „Saldo" zu veröffentlichen und das 
Urteilsdispositiv auf allen ihren oder von ihr kontrollierten Internetseiten 
- insbesondere auf den Internetseiten der Internetdomains saldo.ch und 
konsuminfo.ch - innert 30 Tagen ab Rechtskraft während 30 Tagen auf 
der Einstiegsseite auf einer Viertelseite wiederzugeben.

7. Die Beklagten 1-6 seien unter solidarischer Haftung zu verpflichten, 
der Klägerin CHF 500'000.00 mit Zins zu 5 Prozent seit 10. Januar 
2003 zu bezahlen.

8. Unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Beklagten 1-6.

       Anmerkung zu Ziff. 7. Es wurde der Schaden, der seit der 
Berichterstattung bis zum 10. Januar 2003 entstanden ist, 
eingeklagt. Das Nachklagerecht bleibt daher vorbehalten.“

http://sfdrs.ch
http://kassensturz.ch
http://saldo.ch
http://konsuminfo.ch

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Zur Begründung bezog sich die Klägerin auf die oben dargelegten Publikati-
onen. Sie warf den Beklagten vor, ihre Berichterstattung sei irreführend, da der Test 
die Wirkung der verschiedenen Cremes nicht berücksichtige. Dies sei aber dem 
Konsumenten nicht bewusst; es werde suggeriert, dass Tal auch diesbezüglich die 
schlechteste Handcreme sei. Die Auswahl der getesteten Zusatzstoffe sei willkürlich 
erfolgt und es sei verschwiegen worden, dass die Tal-Handcreme in der EU, in den 
USA und in Japan zugelassen sei; zudem seien von den zur Zeit etwa 50 auf dem 
Markt existierenden Cremes zahlreiche bekannte Marken dem Test nicht unterzo-
gen worden. Die Grossauflage der Zeitschrift „Saldo“ habe am fraglichen Tag etwa 
1,5 Millionen Leser erreicht, die Berichterstattung gesamthaft zusammen mit der 
Sendung „Kassensturz“ also den grössten Teil der Konsumenten der Deutsch-
schweiz. Die Klägerin habe denn auch eine Reihe empörter Zuschriften erhalten, 
die bewiesen, wie die Berichterstattung verstanden worden sei. Durch den irre-
führenden Bericht sei der Klägerin ein grosser Schaden entstanden. Sie habe einen 
Umsatzrückgang von rund 1,5 Millionen Franken hinnehmen müssen, was ange-
sichts einer üblichen Marge von 30 Prozent den geltend gemachten Schaden von 
500'000 Franken mehr als ausweise.

2. Die Beklagten liessen in ihrer Prozessantwort vom 20. Februar 2004 be-
antragten, auf die Klage sei nicht einzutreten, eventuell seien die klägerischen 
Rechtsbegehren unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin 
vollumfänglich abzuweisen. Nebst einigen formellen Einwendungen bestritt der 
Rechtsvertreter der Beklagten vorerst, dass die Berichterstattung praktisch alle 
Haushaltungen in der deutschsprachigen Schweiz erreicht habe. Er hielt sodann 
fest, dass in der Zeitschrift „Saldo“ lediglich problematische Substanzen untersucht 
worden seien, welche für die Gesundheit und die Umwelt schädlich sein könnten 
und ging in der Folge auf die verschiedenen im Test erwähnten Inhaltsstoffe ein. Er 
stellte sich sodann auf den Standpunkt, es sei im Text klar deklariert worden, dass 
die Cremes nur auf bestimmte Stoffe und nicht auf die Wirkung untersucht worden 
seien. Kriterium für die Auswahl der Cremes habe die Verkehrshäufigkeit gebildet, 
und auch die Schadstoffe seien nicht zufällig ausgewählt worden; massgebend 
seien die bekannten problematischen Stoffe gewesen, die zum Teil noch immer ein-
gesetzt würden, obwohl es auch ohne gehe. Angesichts des behaupteten Verbrei-
tungsgrades der Berichterstattung seien die Konsumentenreaktionen nachgerade 
marginal. Allerdings verschweige die Klägerin, dass die Verfasser der Briefe sich 
vor allem über die hohen Nitro-Moschusanteile beschwert hätten, bei denen das 
Produkt der Klägerin den gesetzlichen Grenzwert um mehr als das Fünffache über-
schritten habe. Von einem von der Klägerin erlittenen Schaden könne keine Rede 

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sein, habe die Klägerin doch im Gegenteil während Jahren mit einem nicht geset-
zeskonformen Produkt Gewinne erzielt.

3. In der Replik und Duplik hielten die Parteien an den gestellten Rechtsbe-
gehren fest.

C. Mit Urteil vom 10. März 2005 wies das Bezirksgericht Prättigau/Davos 
die Klage ab. Die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 23'480.--  wurden der Klägerin 
auferlegt und diese zudem verpflichtet, die Beklagten zusammen aussergerichtlich 
mit Fr. 45'933.05 zu entschädigen. 

D. Gegen dieses Urteil liess die Klägerin am 10. Juni 2005 die Berufung 
an das Kantonsgericht von Graubünden erklären. Sie wiederholte die vor erster In-
stanz gestellten Rechtsbegehren und beantragte weiter, eventualiter sei das vor-
instanzliche Urteil aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung sowie zur Beur-
teilung der nicht beurteilten Sachverhalte (Fernsehsendung) an die erste Instanz 
zurückzuweisen. Es sei zudem eine Expertise zur Berechnung des Schadens der 
Klägerin aufgrund des Umsatzrückganges der TAL-Hautcreme im Jahr 2002 und 
zur Entwicklung des schweizerischen Marktes für Handpflegeprodukte  (Handcre-
men) in den Jahren 1999 bis 2002 einzuholen. 

Das Bezirksamt Prättigau/Davos übermittelte die Akten am 13. Juni 2005 an 
das Kantonsgericht von Graubünden. Dieses ordnete durch Verfügung vom 24. Juni 
2005 das schriftliche Verfahren gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO an und forderte die 
Berufungsklägerin auf, die Berufung schriftlich zu begründen. Innert erstreckter Frist 
reichte die Berufungsklägerin darauf am 19. September 2005 ihre schriftliche Beru-
fungsbegründung ein, wobei sie ihr Berufungsbegehren bestätigte. Nachdem auch 
den Berufungsbeklagten eine Fristerstreckung gewährt worden war,  reichten diese 
am 31. Oktober 2005 ihre schriftliche Berufungsantwort ein, in welcher sie die voll-
umfängliche Abweisung der Berufung unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 
Lasten der Beklagten und Berufungsklägerin sowie die Befragung der schon vor 
erster Instanz nominierten Zeugen I. und Dr. J. beantragten. – Auf die Ausführungen 
in den Rechtsschriften zur Begründung der gestellten Anträge wird, soweit erforder-
lich, in den Erwägungen eingegangen.

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Die Zivilkammer zieht in Erwägung:

I. 1. Die Berufungsbeklagten beantragten in ihrer Berufungsantwort, es 
seien die Zeugen I. und Dr. J. einzuvernehmen. Sie hatten diese Zeugen in der 
Prozessantwort aufgerufen und den Antrag auf ihre Befragung anlässlich der erst-
instanzlichen Hauptverhandlung  bestätigt. Das Bezirksgericht wies das Begehren 
mit der Begründung ab, mit der Beweisverfügung habe der Bezirksgerichtspräsident 
abschliessend über die zu erhebenden Beweise entschieden. Sollte das Verfahren 
indessen eine Fortsetzung vor dem Kantonsgericht finden, stehe es den Beklagten 
frei, auf den vor erster Instanz erfolglos gestellten Beweisantrag zurückzukommen. 
Dies ist an sich zutreffend, hingegen haben es die Beklagten versäumt, in diesem 
Punkt entweder selbständig die Berufung zu erklären oder den Beweisergänzungs-
antrag im Rahmen einer Anschlussberufung zu erneuern. Nach der  gefestigten Pra-
xis des Kantonsgerichts ist die Erhebung vor erster Instanz fristgemäss angemel-
deter, aber nicht abgenommener Beweismittel unter Verwirkungsfolge in der Beru-
fungserklärung zu verlangen. Dies gilt auch dann, wenn abgelehnte Beweisanträge 
mangels Anfechtung der Beweisverfügung zu keinem Beiurteil geführt haben. Auch 
in solchen Fällen muss bereits aus der Berufungserklärung hervorgehen, inwieweit 
noch die Abnahme neuer Beweismittel verlangt wird (PKG 1991 Nr. 12). Auf das 
erst in der schriftlichen Berufungsantwort vom 31. Oktober 2005 enthaltene Begeh-
ren um Einvernahme zweier Zeugen kann daher nicht eingetreten werden.

2. Der Rechtsvertreter der Beklagten hat sich in seiner Duplik vom 28. Mai 
2004 unter Ziffer 11 zu dem von der Klägerin geltend gemachten Schaden geäus-
sert; er hat diesen als nicht substantiiert und in keiner Weise bewiesen bezeichnet 
und auch den Kausalzusammenhang bestritten. Er fügte seinen Ausführungen dann 
die Bemerkungen an, zusammenfassend sei festzuhalten, dass die Haftungsvor-
aussetzungen, insbesondere der Schaden bewiesen worden sei. Nachdem die da-
malige Rechtsvertreterin der Klägerin in ihrem Plädoyer anlässlich der erstinstanz-
lichen Hauptverhandlung vom 10. März 2005 aus diesem Satz ableiten wollte, die 
Beklagten hätten den Schaden anerkannt, verwahrten sich diese in einem Schrei-
ben vom 11. März 2005 gegen diese Betrachtungsweise und machten geltend, es 
handle sich bei der fraglichen Formulierung um einen offensichtlichen Schreibfehler. 
Dieses am Tage nach der Hauptverhandlung eingelegte Schreiben wurde vom Be-
zirksgericht aus dem Recht gewiesen, mit der Berufungsantwort indessen erneut 
eingelegt. Da das Verhalten des Bezirksgerichts nicht zu beanstanden ist, bleibt das 
fragliche Schriftstück an sich unbeachtlich. Dies ist allerdings belanglos, ist das Kan-
tonsgericht – falls die Frage überhaupt aktuell werden sollte - doch durchaus in der 

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Lage, der von der Klägerin als Zugeständnis gewerteten Formulierung in der Duplik 
der Beklagten den ihr im gesamten Zusammenhang gebührenden Stellenwert ein-
zuräumen.

3. In der Berufungsantwort wird bestritten, dass die Passivlegitimation aller 
sechs Beklagten für sämtliche Handlungen gegeben ist. Die Berufungsbeklagten 
werfen dem Bezirksgericht vor, es habe seinen gegenteiligen Entscheid im Wesent-
lichen mit dem sogenannten „Mikrowellen-Entscheid“ des Bundesgerichtes (BGE 
120 II 76) begründet, verkenne dabei aber, dass es weniger um die Frage der Teil-
nahme am Wettbewerb gehe, als viel mehr um die adäquate Mitwirkung der einzel-
nen Beklagten am jeweiligen Vorwurf; entscheidendes Kriterium sei der rein objektiv 
allozierbare Beitrag zur Störung. Es ist richtig, dass zwischen den Parteien an sich 
nicht streitig ist, ob auch nicht miteinander im Wettbewerb stehende Personen den 
Vorschriften über den unlauteren Wettbewerb unterworfen sind. Diese Frage ist 
denn auch durch die im erstinstanzlichen Urteil ausgiebig zitierte Lehre und Recht-
sprechung einhellig in befürwortendem Sinne geklärt (so zum Beispiel im „Nähma-
schinen-Urteil“ BGE 117 IV 193 ff.). In diesem Entscheid wird – was gerade mit 
Bezug auf den zu beurteilenden Fall bedeutsam ist - ausdrücklich festgehalten, dass 
auch Konsumentenorganisationen durch die Veröffentlichung von Warentests oder 
aber Presseerzeugnisse, Radio und Fernsehen durch ihre Berichterstattung den 
Wettbewerb unlauter beeinflussen und deswegen zur Rechenschaft gezogen wer-
den könnten. Dies wird auch in der Berufungsantwort nicht in Abrede gestellt, hin-
gegen wird geltend gemacht, dass die B., C. und D. nur für allfällige Äusserungen 
in der Sendung Kassensturz samt dem dazugehörigen Internet-Auftritt des Schwei-
zer Fernsehens DRS ins Recht gefasst werden könnten, sofern daselbst Rechts-
verletzungen begangen worden sein sollten und dass dies für die Beklagten E. AG, 
F. und G. unter den gleichen Voraussetzungen nur für Äusserungen in der Zeit-
schrift „Saldo“ vom 16. Januar 2002 geschehen könne. Dazu ist zu sagen, dass der 
Kreis der Personen und Institutionen, die in einem konkreten Fall unter dem Ge-
sichtspunkt des UWG für unlauteres Verhalten zur Rechenschaft gezogen werden 
können, sehr weit gezogen ist und auch Beteiligte umfasst, die als unlauter zu qua-
lifizierende Äusserungen bloss weitergeben oder die Grundlagen für solche liefern. 
In diesem Sinne ist die Argumentation in der Berufungsantwort, dass gewisse Be-
klagte keine redaktionelle Verantwortung für die Sendung „Kassensturz“ getragen 
beziehungsweise lediglich die Recherchen anderer Beteiligter visuell umgesetzt 
hätten, nicht stichhaltig, und sie ist daher nicht geeignet, die Passivlegitimation ge-
wisser Beklagter in Frage zu stellen. Es ist demnach im Ergebnis richtig, wenn die 

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Vorinstanz alle von der Klägerin ins Recht gefassten natürlichen und juristischen 
Personen als passivlegitimiert bezeichnet hat.

4. Die Berufungsklägerin vertritt unter Hinweis auf Art. 13a UWG die Auffas-
sung, auf Grund der in dieser Norm statuierten Beweislastumkehr hätten die Be-
klagten für die von ihnen verbreiteten oder weiter verbreiteten herabsetzenden Äus-
serungen den Beweis erbringen müssen. Da sie dies nicht getan hätten, sei davon 
auszugehen, dass die publizierten Tatsachenbehauptungen namentlich betreffend 
Schädlichkeit, Krebsgefahr, Störung des Hormonsystems, Allergien und Sensibili-
sierung falsch seien. Die Beklagten halten dieser Argumentation gestützt auf Pe-
drazzini/Pedrazzini (Unlauterer Wettbewerb UWG, 2. Auflage, Bern 2002, Rz. 
20.06) zu Recht entgegen, dass die fragliche Bestimmung nach ihrem klaren Wort-
laut ausschliesslich auf Werbende Anwendung findet. Da im vorliegenden Fall un-
bestrittenermassen keinerlei Werbung gemacht wird, kann sich die Klägerin ganz 
offensichtlich nicht auf diese Bestimmung berufen.

II. Das Bezirksgericht hat sich im angefochtenen Urteil ausführlich und 
mit zahlreichen Hinweisen auf die einschlägige Literatur und Rechtsprechung mit 
der Problematik von Produktetest unter dem Gesichtspunkt des unlauteren Wettbe-
werbs auseinandergesetzt. Auf diese allgemeinen und erschöpfenden Ausführun-
gen zum vorliegend zur Diskussion stehenden Thema, denen das Kantonsgericht 
beipflichten kann und denen es nichts Wesentliches beizufügen hat, kann im Sinne 
von Art. 229 Abs. 3 ZPO verwiesen werden. Es ist im Folgenden daher sofort auf 
die von der Berufungsklägerin im Einzelnen zur Stützung ihres Klagebegehrens vor-
gebrachten Ausführungen einzugehen.

1.a) Die Klägerin legt in der Begründung ihres an die Beklagten gerichteten 
Vorwurfs, durch ihre Berichterstattung über Handcremes unsachgerecht, verzerrt 
und unlauter informiert zu haben, grosses Gewicht auf die Feststellung, sie hätten 
in der Fernsehsendung „Kassensturz“ und in der Zeitschrift „Saldo“ einen Testbe-
richt publiziert, in welchem die TAL-Creme ohne Prüfung ihrer Wirkung allein auf 
Grund ihres Gehalts an angeblichen Schadstoffen als schlechtestes Produkt quali-
fiziert worden sei. Sie stellt sich auf den Standpunkt, durch das Weglassen des Test-
kriteriums der Wirkung sei der Test nicht vollständig und somit auch nicht mehr ob-
jektiv, was unlauter im Sinne von Art. 3 lit. e UWG sei. Die Klägerin stützt diese 
Aussage auf Gersbach (Der Produktetest im schweizerischen Recht, Zürcher Stu-
dien zum Privatrecht Nr. 183, 2003, S. 74). Dieses Zitat ist zwar richtig, aber nicht 
vollständig, vertritt der Autor doch im Anschluss an diesen Satz die Auffassung, der 

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Test von Produkten nur auf ein bestimmtes Kriterium hin und unter Weglassung 
anderer, ebenfalls konsumentenrelevanter Eigenschaften sei zulässig, wenn diese 
Testanlage in der Testpublikation klar kommuniziert werde, und er führt in einer 
Fussnote (389) im Sinne eines Beispiels aus, wenn ein preisgünstiges und über-
durchschnittlich leistungsfähiges Waschmittel als „ungenügend“ taxiert werde, ohne 
dass in einer für den Adressaten erkennbaren Weise auf die enge Kriterienauswahl 
hingewiesen werde, so liege Unvollständigkeit des Testes vor, was dessen Objek-
tivität und damit dessen Lauterkeit verletze. Auch das Bundesgericht steht auf dem 
Standpunkt, ein Vergleich sei nicht schon deshalb unlauter, weil er nicht alle denk-
baren Vergleichskriterien einbeziehe. Beschränke sich der Vergleich auf einzelne 
Kriterien, so habe diese Beschränkung aber aus der Publikation hinreichend deut-
lich hervorzugehen (BGE 125 III 289). Diese Auffassung bestätigte das Bundesge-
richt in einem späteren Entscheid, wobei es mit Bezug auf die Frage, ob eine ver-
gleichende Werbung – und dies gilt auch für einen vergleichenden Warentest, wie 
er im zu beurteilenden Fall vorliegt – ungenau oder irreführend ist, festhielt, dass 
sich der Richter bei der Beurteilung dieser Frage in die Situation des Adressaten zu 
versetzen habe (BGE 129 III 434).

Das Kantonsgericht vermag in den zur Diskussion stehenden Publikationen 
keine Irreführung der Zuschauer und Leser über den Gegenstand der durchgeführ-
ten Warentests zu erblicken. Sowohl im „Kassensturz“ wie auch im Konsumenten-
magazin „Saldo“ wird dem Adressaten nicht vorgespiegelt, es seien die dargestell-
ten Handcremes einer alle Aspekte umfassenden Untersuchung unterzogen wor-
den. Die Fernsehsendung wurde zwar kurz mit dem Hinweis auf das vor allem bei 
kalter und trockener Witterung bestehende Problem rauer Hände eingeleitet, doch 
wurde unmittelbar danach klar zum Ausdruck gebracht, dass das Thema des Tests 
allein die in den untersuchten Produkten enthaltenen unerwünschten Inhaltsstoffe 
sei. Dies ergibt sich schon aus den einleitenden Sätzen, tritt dann aber besonders 
dort deutlich in Erscheinung, wo die Noten für die einzelnen Produkte verteilt wer-
den. Indem bei jedem Produkt stets ein Zusammenhang zwischen den in ihm ge-
fundenen unerwünschten Inhaltsstoffen und der Rangierung hergestellt wurde, 
brachte man unmissverständlich zum Ausdruck, dass die Wertung allein nach die-
sem Kriterium erfolgte. Dem Erfordernis, dass die Beschränkung auf ein einzelnes 
Beurteilungskriterium aus der Publikation hinreichend deutlich hervorzugehen hat, 
wurde aber auch in der Zeitschrift „Saldo“ durchaus nachgelebt. Schon die Schlag-
zeile auf der Titelseite („Handcremes im Test: Zwei Drittel enthalten unnötige 
Schadstoffe“) gibt klar zu erkennen und der unter dem Titelbild stehende Text 
bestätigt es, dass es nicht um eine umfassende Untersuchung über alle für die Wahl 

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einer Handcreme massgeblichen Kriterien ging, sondern dass der Test nur auf pro-
blematische Inhaltsstoffe aufmerksam machen wollte. Dass die in den Handcremes 
enthaltenen Schadstoffe im Visier standen, bringt auch der Titel im Innern der Zeit-
schrift mit der nötigen Klarheit zum Ausdruck, wird doch bereits in diesem das 
Thema des Test in grossen Lettern angekündigt, und in den den Artikel einleitenden 
Zeilen wird das Resultat der Untersuchung unmissverständlich zusammengefasst. 
Auch eine bloss oberflächliche Lektüre des Artikels selbst lässt sodann keine Zwei-
fel darüber offen, dass sich der Test auf eine Darstellung der in den verschiedenen 
Cremes enthaltenen unerwünschten Inhaltsstoffe beschränken würde und dass 
folglich auch die Bewertung in der farbigen Tabelle einzig nach diesen Kriterien er-
folgte. Angesichts dieser Darstellungsweise vermag das Kantonsgericht in der Be-
schränkung der Vergleichskriterien keine Irreführung des Publikums zu sehen; die 
Vergleichsgrundlagen wurden schon dem Adressaten, der nur einen kurzen Blick 
auf den Bericht warf, mit aller nötigen Deutlichkeit zur Kenntnis gebracht, und für 
den Leser, der sich mit dem ganzen Artikel auseinandersetzte, konnten erst recht 
keine Zweifel darüber entstehen, auf Grund welcher Kriterien die zusammenfas-
sende Rangliste erstellt worden war. Angesichts dieser klaren Sachlage ist das Kan-
tonsgericht der Auffassung, dass die Tatsache, dass der Testbericht auf die Unter-
suchung der Wirkung der verschiedenen Handcremes verzichtete und sich auf das 
einzige Thema der unerwünschten Inhaltsstoffe beschränkte, keine das Publikum 
irreführende Unvollständigkeit darstellt, welche als unlauter im Sinne des UWG zu 
betrachten wäre.

b) Die Berufungsklägerin stellt zutreffend fest, dass für die Rangordnung in 
der Bewertung der getesteten Handcremes letztlich die Bestandteile der den Cre-
mes zugegebenen Duftstoffe - und unter diesen vor allem der Gehalt an Nitro-Mo-
schusverbindungen - ausschlaggebend waren. Dies war denn auch die logische 
Konsequenz der Testanlage, welche klar auf die Untersuchung der in verschiede-
nen Produkten enthaltenen problematischen Stoffe ausgerichtet war. Wenn in der 
Fernsehsendung von unerwünschten und auch einmal von schädlichen Inhaltsstof-
fen die Rede war und im Konsumentenmagazin von Schadstoffen beziehungsweise 
von problematischen und auch von schädlichen Inhaltsstoffen gesprochen wurde, 
so kann diese Wortwahl nicht als unwahr oder unnötig verletzend bezeichnet wer-
den. Abgesehen davon, dass nach der zutreffenden Bemerkung der Berufungsbe-
klagten die Klägerin in ihrer Stellungnahme vom 21. Dezember 2001 im Zusammen-
hang mit den in Kosmetika enthaltenen Duftstoffen ebenfalls von Schadstoffen 
spricht, lassen sich die verwendeten Ausdrücke auch sachlich durchaus rechtferti-
gen. Die Tatsache, dass immerhin für zwei der unter die Lupe genommenen Inhalts-

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stoffe überhaupt Grenzwerte bestehen, deutet auf die Schädlichkeit dieser Zusatz-
stoffe hin; ob sie es im konkreten Fall sind, ist eine Frage der Konzentration, ändert 
aber nichts daran, dass man es grundsätzlich mit Schadstoffen zu tun hat und man 
folglich durchaus von solchen sprechen durfte, ohne Gefahr zu laufen, sich unlau-
tere Berichterstattung vorwerfen lassen zu müssen. Dazu bestand im Falle der TAL-
Handcreme umso weniger Anlass, als gerade dieses Produkt bezüglich eines In-
haltstoffes durch einen wesentlich über der Toleranzgrenze liegenden Anteil eines 
solchen Stoffes hervorstach. Im Falle eines solchen Bestandteils von einem schäd-
lichen Inhaltsstoff zu sprechen, ist sicher nicht abwegig, wäre doch nicht einzuse-
hen, weshalb behördlicherseits ein Grenzwert festgesetzt werden sollte, wenn von 
einer bestimmten Substanz nicht eine gewisse Gefahr ausgehen würde. Wenn die 
Beklagten bei ihrer Berichterstattung über in einem Produkt enthaltene uner-
wünschte Nebenstoffe jenes an den Schluss ihrer Rangliste stellten, welches be-
züglich des am problematischsten erachteten Inhaltsstoffes mit einer mehr als fünf-
mal über dem Grenzwert liegenden Konzentration an der Spitze stand, so vermag 
das Kantonsgericht darin nichts Unlauteres zu erblicken.

c) In der Berufungsbegründung wird behauptet, die Publikationen der Beklag-
ten hätten den Ruf der Klägerin demoliert und deren wirtschaftliche Existenz unter-
graben. Empörte Kunden hätten sich beschwert oder sogar TAL-Creme zur Entsor-
gung als Sondermüll zurückgesandt. Wenn man davon ausgehe, dass höchstens 
1,5 Millionen Personen die Publikationen zur Kenntnis genommen hätten, so seien 
dies 20 % der Bevölkerung; die Klägerin habe aber rund 50 % ihrer Kunden verloren. 
Die Überschreitung eines neuen Grenzwertes löse in der Regel keine derartigen 
Massenreaktionen aus. So sei im Kanton Tessin der Grenzwert für Ozon gemäss 
Luftreinhalteverordnung im Jahre 2000 um mehr als das Sechshundertfache über-
schritten worden, ohne dass grössere Bevölkerungsteile den Kanton verlassen hät-
ten. – Diese Argumentation schiesst in verschiedener Hinsicht am Ziel vorbei, hat 
sie doch mit der Frage, ob die Berichterstattung der Beklagten gegen das UWG 
verstossen hat, nichts zu tun. Soweit ein Verstoss gegen diese Gesetzgebung nicht 
vorliegt und damit die vorgebrachten Beanstandungen weder unlauter noch wider-
rechtlich, so hat es sich die Klägerin selbst zuzuschreiben, wenn ihre Kunden aus 
der wahrheitsgemässen Beurteilung ihrer Creme durch eine neutrale Instanz die 
Konsequenzen gezogen haben und auf Produkte ausgewichen sind, welche ohne 
problematische Inhaltsstoffen auskommen. Reichlich abwegig ist der von der Beru-
fungsklägerin angestellte Vergleich mit der Überschreitung der Ozonwerte, macht 
es doch einen gewissen Unterschied, ob jemand wegen unerwünschter Inhalts-
stoffe in einer Handcreme auf ein anderes Produkt ausweichen oder ob er sich we-

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gen zu hoher Ozonwerte entschliessen will, seinen Wohnort zu wechseln! Sollte 
sich erwiesenermassen eine grosse Anzahl von Kunden auf Grund der Berichter-
stattung der Beklagten von der TAL-Creme abgewandt haben, so könnte dies dann 
von Bedeutung sein, wenn dieses Produkt mit falschen, unvollständigen oder irre-
führenden Angaben in widerrechtlicher Weise schlecht gemacht worden wäre. Für 
die Beurteilung der Frage, ob dies der Fall war, spielt der behauptete Umsatzrück-
gang jedoch keine Rolle. Diesbezüglich ist allein massgebend, ob die in den bean-
standeten Publikationen enthaltenen Angaben über die unerwünschten Inhaltsstoffe 
der Wahrheit entsprechen oder ob sie sich als unlauter im Sinne des UWG erwei-
sen; dies ist im Folgenden zu untersuchen.

2.a) Die Berufungsklägerin befasst sich zuerst mit den Moschus-Verbindun-
gen, welche nach ihrer Darstellung von alters her zu den klassischen Duftstoffen 
gehören und wegen ihrer hohen Qualität ebenso beliebt wie verbreitet, aber teuer 
und deshalb in billigen Produkten selten anzutreffen seien. Diese Feststellung trifft 
nach der Zusammenstellung in der Zeitschrift „Saldo“ nicht ganz zu, sind doch nach 
dem Test polyzyklische Moschusverbindungen immerhin in zwei billigen Produkten 
(Migros M-Budget, Kamill Hand- und Nagelcreme) und in einer Creme mit mittlerem 
Preis (Ives Rocher Arnica) enthalten, und in zwei Produkten in diesem Preisseg-
ment, nämlich im letztgenannten und in der Dikla-Handcreme, wurden auch Nitro-
Moschusverbindungen in erheblichem Masse gefunden. Es ist denn vor allem diese 
Substanz, welche das Testergebnis entscheidend beeinflusste, während die poly-
zyklischen Moschusverbindungen, für welche kein Grenzwert besteht, nur am 
Rande erwähnt wurden. 

Die Verwendung von Nitro-Moschusverbindungen wurde in der Schweiz erst-
mals 1995 geregelt. Es gilt heute für Hautpflegeprodukte unbestrittenermassen ein 
Grenzwert von 50 mg/kg. Wenn das Bundesamt für Gesundheit in seinem Informa-
tionsschreiben vom 30. November 2000 ausführt, bei bestimmungsgemässer Ver-
wendung von nitromoschushaltigen Kosmetika sei nach heutigem Wissenstand aus 
toxikologischer Sicht für den Menschen keine Gesundheitsgefährdung zu befürch-
ten, so darf dies sicher so interpretiert werden,  dass bis zum erwähnten Grenzwert 
nicht mit gesundheitlichen Risiken gerechnet werden muss. Das Bundesamt wies 
aber darauf hin, dass sich Nitromoschusverbindungen im menschlichen Fettgewebe 
anlagerten und dass eine Exkretion in der Muttermilch stattfinde, was besonders 
unerwünscht sei; die Belastung der Menschen mit derart persistenten Substanzen 
sollte deshalb möglichst gering gehalten werden. Dass die Nitromoschusverbindun-
gen nicht unbedenklich sind, ergibt sich auch aus den Jahresberichten 2001 und 

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2002 des kantonalen Labors Zürich, wo festgestellt wird, dass gewisse Nitromo-
schusverbindungen wegen ihres neurotoxischen, kanzerogenen Potentials mittler-
weile in Kosmetika überhaupt verboten seien, während für die Moschusderivate Mo-
schusketon (um dieses geht es im Falle der TAL-Handcreme) und Moschusxylol 
maximale Gebrauchskonzentrationen festgelegt worden seien. Dass dem so ist, war 
dem Verwaltungsratspräsidenten der Klägerin nach seinen Ausführungen in der 
Stellungnahme vom 21. Dezember 2001 bekannt, führte er doch dazu aus, er habe 
vor etwa vier Jahren das Lieferwerk über diese Tatsache informiert, es aber ver-
säumt, die Sache in der Folge zu überwachen. Wenn die TAL-Handcreme anläss-
lich des Jahre später durchgeführten Testes noch immer einen massiv über dem 
Grenzwert liegenden Anteil an Nitro-Moschusverbindungen enthielt, so hat sich die 
Beklagte dieses Resultat angesichts ihres eigenen sorglosen Verhaltens selbst zu-
zuschreiben.  Etwas verwirrend ist es sodann, wenn H. in seinem Schreiben darauf 
hinweist, dass in der EU für Parfums höhere Werte erlaubt seien als in der Schweiz, 
nämlich 2 % Musk-Ketone, denn erstens geht es im zur Diskussion stehenden Wa-
rentest nicht um Parfum, für welches auch in der Schweiz nach dem Informations-
schreiben des Bundesamtes für Gesundheit vom 30. November 2000 ein wesentli-
cher höherer Grenzwert von 10'000 mg/kg (also 1 %) gilt, sondern um ein Hautpfle-
gemittel in Emulsionsform, bei dem eben ein Grenzwert von 50 mg/kg besteht, und 
zweitens ist es müssig, mit EU-Werten zu argumentieren, sind doch einzig und allein 
die in unserem Lande geltenden Vorschriften massgebend. Es fiele denn auch nie-
mandem ein, sich einer Busse wegen Fahrens mit übersetzter Geschwindigkeit mit 
dem Argument zu widersetzen, im benachbarten Ausland bestünden weniger 
strenge Geschwindigkeitsbeschränkungen. Dies scheint denn auch Verwaltungs-
ratspräsident H. anzuerkennen, wenn er ausführt, wenn in der Schweiz für Hand-
creme nur 50 mg erlaubt seien, so habe er dies zu akzeptieren. Nun handelte es 
sich mit Bezug auf das Moschusketon, welches für die Bewertung der verschiede-
nen Cremes von ausschlaggebender Bedeutung war, nicht um eine geringfügige 
Überschreitung des geltenden Grenzwerts von 50 mg/kg, das Produkt der Klägerin 
enthielt vielmehr mit 280 mg/kg eine Konzentration, welche das tolerierte Mass um 
das 5,6-fache übertraf. Wenn in den Publikationen der Beklagten angesichts einer 
solch massiven Überschreitung eines seit Jahren (und nicht etwa eines erst kürzlich 
festgelegten) gültigen Grenzwerts von einem erschreckenden Resultat und von 
Schadstoff gesprochen wird, so ist dies zumindest mit Bezug auf die Nitro-Moschus-
verbindungen durchaus angebracht, und es ist sicher nicht ungerechtfertigt, wenn 
unter solchen Umständen nicht mehr von einem bloss unerwünschten Inhaltsstoff 
die Rede ist. Dass sich aus der Präsentation im „Kassensturz“ eine Schlechterstel-
lung des Produkts der Klägerin gegenüber der Herbaderm-Creme ergab, ist ver-

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ständlich, enthält doch die letztgenannte Handcreme keine Nitro-Moschusverbin-
dungen, welche die Rangliste am stärksten beeinflussten, während die TAL-Creme 
mit einer um ein Mehrfaches der tolerierten Konzentration dieses problematischen 
Duftstoffes obenaus schwang; es kann daher in der unterschiedlichen Platzierung 
der beiden Produkte keine Irreführung des Zuschauers gesehen werden. Es kann 
auch nicht gesagt werden, dass dem Publikum wesentliche angeblich gegen die 
Schädlichkeit der Nitro-Moschusverbindungen sprechende Umstände verschwie-
gen worden wären. Wenn behauptet wird, nach dem erwähnten Bericht des Bun-
desamtes für Gesundheit seien gar keine schädlichen Auswirkungen bekannt, ja es 
liege nicht einmal eine Gesundheitsgefährdung vor, so erscheint dies angesichts 
der Ausführungen im fraglichen Informationsschreiben, wonach solche Stoffe nur 
langsam aus dem Körper ausgeschieden würden, eine besonders unerwünschte 
Exkretion in die Muttermilch stattfinde und die Belastung der Menschen mit derart 
persistenten Substanzen möglichst gering gehalten werden müsse, als stark ver-
harmlosend und insofern auch als irreführend, als unterschlagen wird, dass eine 
gesundheitsgefährdende Wirkung nur bei bestimmungsgemässer Verwendung ver-
neint wird; von einer solchen kann aber bei einer Überschreitung des Grenzwertes 
um das 5,6-fache wohl kaum gesprochen werden. Unerheblich ist auch, dass der 
heute geltende Grenzwert erst 1995 eingeführt wurde, war man doch früher bezüg-
lich der Gefährdung durch bestimmte Substanzen ganz allgemein weniger sensibi-
lisiert und es ist daher abwegig, wenn man einen nach heutiger Gesetzgebung 
rechtswidrigen Zustand damit zu verharmlosen versucht, dass man auf die Rechts-
lage zu früheren Zeiten verweist. Wenn sodann geltend gemacht wird, es sei ver-
schwiegen worden, dass für verwandte Produkte wie Parfums ein wesentlich höhe-
rer Grenzwert gelte, so hinkt dieser Vergleich, handelt es sich doch bei der Haut-
creme um eine Substanz, welche vom Körper aufgenommen werden soll (wodurch 
eben auch unerwünschte Inhaltsstoffe in den Körper gelangen), während ein Par-
fum nach aussen wirkt und relativ rasch verdampft, ohne vom Körper aufgenommen 
zu werden. Unerheblich ist schliesslich der Hinweis, dass im Ausland andere Grenz-
werte gälten, sind doch für die Hersteller, welche ihre Produkte in der Schweiz ab-
setzen wollen, allein die hier geltenden Grenzwerte von Bedeutung, und es ist für 
den schweizerischen Konsumenten interessant zu wissen, ob die in unserem Lande 
geltenden Vorschriften eingehalten werden. Gesamthaft gesehen kann daher fest-
gestellt werden, dass die Berichterstattungen der Beklagten mit Bezug auf Mo-
schus-Verbindungen weder irreführend noch täuschend oder unnötig herabsetzend 
waren. Es wurde erwähnt, dass der Anteil an polyzyklischen Moschusverbindungen 
in Kosmetika nicht begrenzt ist, was dazu führte, dass die grössere Mengen dieser 
Substanz enthaltenden Produkte im Mittelfeld der Rangliste anzutreffen sind. Auf 

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der anderen Seite wurden die von Nitro-Moschusverbindungen ausgehenden Risi-
ken dem derzeitigen Wissenstand entsprechend dargestellt und als Folge des von 
der Beigabe einer fünfeinhalb Mal über dem Grenzwert liegenden Menge dieser 
Substanz ausgehenden Gefährdungspotentials fanden sich die Produkte Neutro-
gena und TAL konsequenterweise am Schluss der Rangliste. Mit Bezug auf den 
Vorwurf der „krebserregenden Wirkung“ von Moschus-Verbindungen kann festge-
stellt werden, dass sich eine entsprechende Bemerkung nur im Text der Zeitschrift 
„Saldo“ findet, jedoch nicht in Verbindung mit dem Produkt der Klägerin, sondern 
ausdrücklich nur im Zusammenhang mit der Dikla-Handcreme, welche 140 mg/kg 
der Moschusverbindung Moschus-Xylol (und nicht Moschus-Keton wie TAL) enthält. 
In der Berufungsbegründung wird dem entgegengehalten, auch der flüchtige Leser 
sei relevant, weshalb auch hervorgehobene Textstellen vollständig und richtig sein 
müssten. Dieses Argument ist nicht stichhaltig, weil weder in einer Überschrift noch 
in einer anderen hervorgehobenen Textstelle ein Hinweis auf krebserregende Wir-
kung zu finden ist, welcher im Text zu relativieren gewesen wäre. Wer den Bericht 
also nur oberflächlich anschaut, wird auf die angeblich krebserregende Wirkung ge-
wisser Inhaltsstoffe gar nicht aufmerksam werden. Nur wer den ganzen Bericht auf-
merksam liest, wird auf die entsprechende Aussage stossen, dabei aber auch fest-
stellen können, dass sich diese bei der Behandlung der Moschusverbindungen ge-
machte Bemerkung allein auf das Dikla-Produkt bezieht. Angesichts all dieser Um-
stände vermag das Kantonsgericht in den Ausführungen der Beklagten zu den Mo-
schusverbindungen kein gegen das Lauterkeitsgebot verstossendes Verhalten zu 
erblicken.

b) Weitere im „Kassensturz“ und in der Zeitschrift „Saldo“ unter die Lupe ge-
nommene Inhaltsstoffe sind reines Formaldehyd und Formaldehyd abspaltende 
Substanzen. Es wurde festgehalten, dieses Konservierungsmittel werde in Kosme-
tika gerne eingesetzt, doch stehe es im Verdacht, Krebs zu erregen und Allergien 
hervorzurufen. Während dieser Stoff in Mundpflegemitteln in der Schweiz verboten 
sei, dürften in kosmetischen Produkten bis zu 0,2 Prozent Formaldehyd enthalten 
sein. Es wurde sodann erwähnt, dass von den untersuchten Produkten die M-Bud-
get Handcreme der Migros mit 120 mg/kg den Spitzenplatz einnehme und dass 
auch in der Tube von TAL und Kamill einige Formaldehyd abspaltende Substanzen 
gefunden worden seien, dass aber alle drei Produkte unter der Maximalgrenze lä-
gen und nach der Aussage des Dermatologen J. vom Universitätsspital Zürich eine 
krebsfördernde Wirkung von diesen Konzentrationen nicht zu erwarten seien; aller-
dings könne Formaldehyd auch in kleinen Mengen sensibilisierend auf die Haut wir-
ken und zu allergischen Reaktionen führen.

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Die Klägerin wirft den Beklagten im Wesentlichen vor, sie hätten auf den blos-
sen Verdacht hin, Formaldehyd könnte in gewissen Mengen Krebs erregen, diesen 
Stoff zum Schadstoff gestempelt und ihm damit eine Schädlichkeit unterschoben, 
die nicht bewiesen sei. Mit dem Hinweis auf die von J. erwähnte mögliche Sensibi-
lisierung der Haut und auf die möglichen allergischen Reaktionen bleibe sodann der 
Vorwurf der Schädlichkeit im Raum stehen. Dazu ist festzustellen, dass in keiner 
der beiden Publikationen im Zusammenhang mit Formaldehyd von Schadstoffen die 
Rede ist, und es wird diese Substanz im „Kassensturz“ überhaupt nicht mit der TAL-
Creme in Verbindung gebracht. Im Saldo-Artikel ist dies zwar der Fall, aber in einer 
Art und Weise, welche auf einen eher unbedeutenden Anteil an diesem Inhaltsstoff 
schliessen lässt, und es wird unmittelbar danach die Feststellung gemacht, dass die 
Konzentration innerhalb der Toleranz liege und nicht krebsfördernd wirke. Es ist 
nicht einzusehen, was an dieser Aussage zu beanstanden wäre, klärt sie den Kon-
sumenten doch in eindeutiger Weise darüber auf, dass er in dieser Beziehung durch 
die Verwendung unter anderem der TAL-Creme keine Risiken eingeht. Aber auch 
in der gleich daran anschliessenden Bemerkung, wonach auch kleine Mengen von 
Formaldehyd auf die Haut sensibilisierend wirken und allergische Reaktionen aus-
lösen könnten, ist nichts Irreführendes zu erblicken, ist doch heute wohl jedermann 
bekannt, dass die verschiedensten Produkte bei gewissen Menschen zu solchen 
und ähnlichen Reaktionen führen können und dass in dieser Beziehung letztlich 
wohl jeder seine eigenen Erfahrungen machen muss. Es kann daher sicher nicht 
gesagt werden, dass die sehr allgemein gehaltene und nicht spezifisch auf das Pro-
dukt der Klägerin Bezug nehmende Bemerkung unsachlich oder geradezu unnötig 
herabsetzend und damit geeignet gewesen wäre, einen potentiellen Käufer in die 
Irre zu führen und aus diesem Grunde vom Erwerb der TAL-Creme abzuhalten. 
Auch mit Bezug auf die Ausführungen zum Formaldehyd ist daher kein Verstoss 
gegen die Gesetzgebung über den unlauteren Wettbewerb ersichtlich.

c) Schliesslich ist in den Publikationen der Beklagten auch von Diethylphtha-
lat die Rede, einer Substanz, die dazu dient, in einem Produkt enthaltenen Alkohol 
ungeniessbar zu machen und die offenbar auch als Weichmacher Verwendung fin-
det. Die Berufungsklägerin hält zu diesem Stoff fest, in der Kassensturz-Sendung 
sei ohne weitere Erläuterung erwähnt worden, Diethylphthalat könne das menschli-
che Hormonsystem stören. Der Saldo-Artikel wiederhole diesen Verdacht, erwähne 
dann aber immerhin, dass es für diesen Inhaltsstoff in der Schweiz in Angleichung 
an die europäischen Bestimmungen keinen Grenzwert mehr gebe. Wie sich schon 
im Zusammenhang mit dem Grenzwert bei den Nitro-Moschusverbindungen gezeigt 
habe, schreibe das Bundesamt für Gesundheit die für die Schweiz gültigen Grenz-

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werte nicht blind nach den europäischen Vorgaben vor, sondern lege die in der 
Schweiz gültigen Grenzwerte mit grösster Vorsicht und auch schon auf blossen Ver-
dacht hin fest. Die Aufhebung eines Grenzwertes bedeute somit nichts anderes, als 
dass der von den Beklagten hochgejubelte Krebsverdacht und weitere erschre-
ckende Resultate unbewiesen und im vorliegenden Zusammenhang unbedenklich 
seien.

Zu diesen Vorwürfen ist vorerst zu bemerken, dass in der Sendung „Kassen-
sturz“ das Wort Diethylphthalat ein einziges Mal erwähnt wird, und zwar allein im 
Hinweis, diese Substanz könne das menschliche Hormonsystem stören und sei in 
der Nivea-Creme gefunden worden. Ein Bezug zwischen diesem Inhaltsstoff und 
der TAL-Creme wird im „Kassensturz“ nicht gemacht. Dass unter anderen auch das 
Produkt der Klägerin Diethylphthalat enthält, wird hingegen im Saldo-Artikel er-
wähnt, wo auch zu lesen ist, dass diese Substanz das menschliche Hormonsystem 
durcheinander bringen könne. Es folgt der erwähnte Hinweis, wonach in der 
Schweiz ein Grenzwert für diesen Inhaltsstoff nicht mehr bestehe, wobei angefügt 
wird, I. vom Bundesamt für Gesundheit habe erklärt, der Grenzwert sei im Zuge der 
Angleichung an die europäischen Bestimmungen abgeschafft worden. Wenn die 
Berufungsklägerin in diesem Zusammenhang von „hochgejubeltem Krebsverdacht“ 
und „erschreckenden Resultaten“ spricht, ist dazu festzustellen, dass diese Ausdrü-
cke in Verbindung mit Diethylphthalat weder im „Kassensturz“ noch im Saldo-Artikel 
verwendet wurden, so dass die diesbezügliche Argumentation in der Berufungsbe-
gründung nicht ganz verständlich ist. Interessant an den an dieser Stelle gemachten 
Ausführungen der Berufungsklägerin ist indessen, dass sie feststellt, das Bundes-
amt für Gesundheit habe die in der Schweiz gültigen Grenzwerte mit grösster Vor-
sicht festzulegen. Was nun mit Bezug auf die Aufhebung des Grenzwertes bezüg-
lich des Diethylphthalats gilt, muss auch für die Grenzwerte anderer Substanzen 
seine Gültigkeit haben. Die Tatsache, dass der Grenzwert für Nitro-Moschus-ver-
bindungen bei der von der Klägerin vertriebenen TAL-Handcreme um das 5,6-fache 
übertroffen wurde, gewinnt angesichts der eigenen Ausführungen der Berufungs-
klägerin damit eine besondere Bedeutung und rechtfertigt es mit Bezug auf diese 
Substanz durchaus, von Schadstoffen und erschreckenden Resultaten zu spre-
chen! Im Zusammenhang mit dem eher beiläufig erwähnten Diethylphthalat wurden 
diese Ausdrücke nicht verwendet, hingegen findet sich der Hinweis, diese Substanz 
könne das menschliche Hormonsystem durcheinander bringen. Die Beklagten ver-
weisen zur Bestätigung dieses Verdachts auf ein Glossar in einem „Öko-Test“-Rat-
geber Kosmetik, wo darauf hingewiesen werde, dass diese Stoffe möglicherweise 
wie Hormone wirkten. In den beklagtischen  Beilagen findet sich nun allerdings nur 

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die Seite 122 dieses Ratgebers; unter dem Stichwort Diethylphthalat wird dabei auf 
Phthalate verwiesen, doch endet das eingelegte Glossar mit dem Buchstaben O, so 
dass nicht auf das Stichwort Phthalate gegriffen werden kann. Die Beklagten führen 
denn unter den Beweisen auch nicht die wohl das Wort „Phthalate“ enthaltende 
Seite 123 des Ratgebers, sondern die Saldo-Ausgabe Nr. 15 vom 26. September 
2001 an, wo auf Seite 17 ebenfalls zu lesen ist, dass Diethylphthalat das menschli-
che Hormonsystem durcheinander bringen könne. Da den Beklagten wohl nicht un-
terschoben werden kann, sie hätten die fragliche Formulierung aus der Luft gegrif-
fen, darf davon ausgegangen werden, dass sie diese dem Glossar auf der leider 
nicht bei den Akten befindlichen Seite des „Öko-Test“-Ratgebers entnommen haben 
dürften, bei dem es sich allerdings auch nicht um eine wissenschaftliche Publikation 
handelt. Die Klägerin wandte sich in den Rechtsschriften nicht ausdrücklich gegen 
den Hinweis, dass Diethylphthalat das Hormonsystem beeinflussen könne, sondern 
begegnete dieser Bemerkung mit der Feststellung, die frühere Vermutung, der Stoff 
könne das Immunsystem stören, habe nicht nachgewiesen werden können; es 
handle sich also um einen irrelevanten Stoff, für den wegen seiner Ungefährlichkeit 
kein Grenzwert mehr bestehe. Ein Einfluss von Diethylphthalat auf das Immunsys-
tem wurde von den Beklagten nie behauptet, hingegen wurde die Auffassung, es 
sei auch dieser Inhaltstoff nicht ganz unbedenklich, auf eine US-Studie gestützt, in 
welcher auf einen Zusammenhang zwischen diesem Stoff und DNA-Fehlern im 
männlichen Samen hingewiesen wird. Gesamthaft betrachtet kann festgestellt wer-
den, dass die Aktenlage bezüglich Diethylphthalat recht dürftig ist. Gewisse von die-
sem Inhaltstoff ausgehende Einwirkungen auf den menschlichen Organismus kön-
nen möglicherweise nicht ausgeschlossen werden, doch sind sie nach dem gegen-
wärtigen Wissenstand offenbar so unbedeutend, dass ein früher bestehender 
Grenzwert aufgehoben werden konnte. Man kann sich daher fragen, ob dieser Stoff 
in der Berichterstattung überhaupt der Erwähnung wert war. Es geschah dies indes-
sen in einer Weise, welche beim Publikum kaum Anlass zu Besorgnis geben konnte. 
Es wurde klar darauf hingewiesen, dass ein Grenzwert nicht mehr besteht, was für 
den durchschnittlichen Leser nichts anderes heissen konnte, als dass es sich um 
einen Stoff handelt, der vom Bundesamt für Gesundheit als harmlos eingestuft 
wurde. Das Kantonsgericht vermag daher in der eher beiläufigen Erwähnung dieses 
Inhaltsstoffes in den Publikationen der Beklagten keine täuschende oder irre-
führende und auch keine das Produkt der Klägerin unnötig herabsetzende Feststel-
lung zu sehen, weshalb auch diesbezüglich ein Verstoss gegen das Lauterkeitsge-
bot zu verneinen ist.

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3. Zusammenfassend ist damit festzustellen, dass bei der Publikation des 
Testberichts über Handcremes im „Kassensturz“ und im Konsumentenmagazin 
„Saldo“ die im Rahmen von Vergleichstests einzuhaltenden Grundsätze beachtet 
wurden.  Es wurde eine repräsentative Anzahl von Produkten untersucht, welche zu 
den meistverkauften und leicht erhältlichen Handcremes zählen, die Test-Kriterien 
wurden klar dargestellt und die Bewertung der einzelnen Produkte erfolgte in objek-
tiver Weise aufgrund der Menge des in ihnen enthaltenen problematischsten In-
haltsstoffes. Die Berichterstattung hält auch nach Auffassung des Kantonsgerichts 
einer Beurteilung unter dem Gesichtspunkt des unlauteren Wettbewerbs stand, so 
dass die Klage der A. AG zu Recht abgewiesen wurde. Das angefochtene Urteil ist 
damit zu bestätigen.

III. Ist die Berufung abzuweisen, gehen die Kosten des Kantonsgerichts 
zu Lasten der Berufungsklägerin, welche die Berufungsbeklagten aussergerichtlich 
angemessen zu entschädigen hat.

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Demnach erkennt die Zivilkammer:

1. Die  Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr 
von Fr. 8'000.--, einem Streitwertzuschlag von Fr. 2’500.-- und einer Schreib-
gebühr von Fr. 330.--, total somit Fr. 2'830.--, gehen zu Lasten der Beru-
fungsklägerin.

3. Die Berufungsklägerin hat die Berufungsbeklagten aussergerichtlich mit ins-
gesamt 6’000 Franken zu entschädigen.

4. Mitteilung an:

________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Präsident: Der Aktuar ad hoc: