# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4450b3e3-0e8c-5ab7-96ed-dbe9db950d9b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-06-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.06.2008 IV 2006/232
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-232_2008-06-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/232

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.06.2020

Entscheiddatum: 04.06.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 04.06.2008
Art. 4 Abs. 2, aArt. 29 Abs. 1 und aArt. 48 Abs. 2 IVG; Eintritt des Rentenfalls, 
verspätete Anmeldung? (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 4. Juni 2008, IV 2006/232)

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Lisbeth 

Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Entscheid vom 4. Juni 2008

in Sachen

Erbengemeinschaft des T.___ sel.,

bestehend aus

- A.___, und

- B.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Dr. med. C.___,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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 betreffend

Rentenbeginn

 Sachverhalt:

A.   

A.a  Der 1952 geborene T.___ meldete sich am 1. September 2004 bei der 

Invalidenversicherung an. Von 1995 bis 2000 sei er als Abwart bei F.___ tätig gewesen, 

seither sei er Hausmann, weil die Stellensuche erfolglos geblieben und er immer wieder 

krank sei. Er unterziehe sich einer Chemotherapie wegen eines metastasierenden 

neuroendokrinen Karzinoms.

A.b Mit Verfügung vom 19. Mai 2005 sprach die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle 

des Kantons St. Gallen dem Versicherten eine ganze Rente ab 1. Februar 2005 zu. Die 

Einsprache vom 3. Juni 2005 mit dem Antrag, der Beginn des Rentenanspruchs sei auf 

den 1. Dezember 2001 zu setzen, wies der Rechtsdienst der 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle am 14. Juli 2005 ab. Auf Beschwerde vom 

26. August 2005 hin hob das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen den 

Entscheid auf und wies die Sache zu ergänzenden Abklärungen zum Verlauf der 

Arbeitsfähigkeit des inzwischen am 13. Dezember 2005 verstorbenen Versicherten an 

die Beschwerdegegnerin zurück. Auch die Tatsachendarstellung der Rechtsvertreterin 

der Erbengemeinschaft, einer Ärztin, sei als grundsätzlich taugliches Beweismittel zu 

berücksichtigen.

A.c  Am 23. Juni 2006 nahm der RAD (Dr. med. D.___) eine Beurteilung der 

medizinischen Aktenlage vor. Erfahrungsgemäss bestehe nach einem Eingriff, wie er 

beim Versicherten (am 25. April 1999) vorgenommen worden sei, durch den 

Gewichtsverlust und die dadurch bedingte Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit 

während etwa eines Jahres eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Der Versicherte sei aber 

- zweifellos über das Zumutbare hinaus - bereits nach knapp drei Monaten wieder zu 

50 % und einen weiteren Monat später zu 100 % der Arbeit nachgegangen und habe 

dadurch die Rekonvaleszenz negativ beeinflusst. Bei dem im August 2000 

beschriebenen retrosternalen Druckgefühl und Aufstossen handle es sich nicht, wie die 

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Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin annehme, um erste Anzeichen der 

Metastasierung, sondern um eine Magenentleerungsstörung, die als solche nicht 

invalidisierend sei. Die im Jahr 2000 aufgetretenen Symptome seien nicht durch das 

Aufflackern des Tumorleidens zu erklären, denn sonst müsste das Leiden einen viel 

rasanteren Verlauf genommen haben. Hingegen seien mit den Rückenschmerzen vom 

Mai 2003 und der erneuten Gewichtsabnahme im August 2003 entsprechende 

Symptome aufgetreten. Ab September 2003 sei davon auszugehen, dass es zu einer 

knöchernen Metastasierung gekommen sei. Es ergebe sich also, dass während des 

ersten postoperativen Jahres bis etwa Mai 2000 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % 

gerechtfertigt gewesen wäre. Ab Mai 2003 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, ab 

September 2003 eine solche von definitiv 100 % vorgelegen. Die vom behandelnden 

Arzt vorgenommene Befristung der vollständigen Arbeitsunfähigkeit auf Mitte Oktober 

2003 lasse sich aus aktueller Sicht nicht mehr nachvollziehen.

A.d Mit Vorbescheid vom 12. Juli 2006 stellte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle 

der Rechtsvertreterin der Erbengemeinschaft in Aussicht, für die Zeit vom 1. Mai 2004 

bis 31. Dezember 2005 eine ganze Rente zu verfügen. Am 26. Oktober 2006 erliess sie 

die Verfügung.

B.  

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Dr. med. C.___, MHA, für die betroffene 

Erbengemeinschaft am 30. Oktober 2006 (Poststempel: 3. November 2006) erhobene 

Beschwerde. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin beantragt sinngemäss, der 

Eintritt einer Arbeitsunfähigkeit sei auf Dezember 2000 zu setzen, und zwar mit einem 

Grad von mindestens 50 %. Ab dem 1. Mai 2003 habe die Arbeitsunfähigkeit 100 % 

ausgemacht. Die angefochtene Verfügung berücksichtige nicht, dass der äusserst 

arbeitswillige Versicherte seine Arbeit im Dezember 2000 wegen Leistungsinsuffizienz 

aufgegeben habe und in der Folge nicht mehr fähig gewesen sei, eine Arbeit 

aufzunehmen. Er habe denn auch keine Arbeitslosenentschädigung bezogen. Eine 

Anmeldung bei der Invalidenversicherung habe nicht stattgefunden, denn der 

Versicherte habe den anspruchsbegründenden Sachverhalt nicht kennen können, da 

auch sein Arzt ihn nicht realisiert habe. Die starken Schmerzen in der Hüfte, über 

welche der Versicherte im Sommer 2003 geklagt habe, seien mit Sicherheit bereits 

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Ausdruck der später festgestellten Knochenmetastasen gewesen. Das müsse Beweis 

genug dafür sein, dass der Versicherte auch in der Zeit vor 2003 nicht mehr voll 

arbeitsfähig gewesen sei, habe ihm doch ein wichtiger Teil der Verdauungsorgane 

gefehlt.

C.  

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Da für die Zeit der vom RAD-Arzt bescheinigten 

Arbeitsunfähigkeit in den Jahren 1999 und 2000 keine IV-Anmeldung vorliege, müsse 

nicht geprüft werden, ob die einjährige Wartezeit bereits im Jahr 2000 erfüllt worden 

sei. Zwischen September 2000 und Mai 2003 habe sich der Versicherte offensichtlich 

besser gefühlt, denn für diese gut zweieinhalb Jahre lägen keine medizinischen 

Unterlagen vor. Erst ab Mai 2003 habe der Versicherte seinen Hausarzt wieder 

regelmässig aufgesucht. Die (erneute) Arbeitsunfähigkeit sei daher zu Recht erst ab Mai 

2003 berücksichtigt worden. Der Rentenbeginn falle auf Mai 2004.

D.  

Ein weiterer Schriftenwechsel hat nicht stattgefunden. Auf die ergänzende 

Unterbreitung der Krankengeschichte von Dr. med. E.___ mit Aufschrieben auch aus 

der Zeit zwischen dem 22. September 2000 und dem 21. Mai 2003 am 1. April 2008 hin 

hält der RAD (Dr. D.___) am 15. April 2008 an den Schlussfolgerungen vom 23. Juni 

2006 fest. Die Parteien haben sich dazu nicht vernehmen lassen.

Erwägungen:

1.   

1.1  Da vorliegend ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Dezember 2005 

entwickelt hat, sind die am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen nicht 

anwendbar.

1.2  Strittig ist der Rentenbeginn. Nach Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidität als 

eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige 

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Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat. Invalidität ist die voraussichtlich 

bleibende oder länger dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 

ATSG). Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 

wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.3  Der Eintritt des Rentenfalls wird durch Art. 29 Abs. 1 IVG geregelt. Der 

Rentenanspruch entsteht frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte 

mindestens zu 40 % bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist (lit. a) oder 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 

40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (lit. b). Von einem Fall nach lit. a ist 

vorliegend nicht auszugehen. Der Versicherte hat demnach das Wartejahr zu bestehen.

1.4  Die einjährige Wartezeit gilt als eröffnet, sobald eine Arbeitsunfähigkeit von 

mindestens 20 % vorliegt (AHI 1998 S. 124 E. 3c). Ein wesentlicher Unterbruch der 

Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte an mindestens dreissig 

aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29  IVV).

1.5  Meldet sich ein Versicherter mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs 

an, so werden die Leistungen nach Art. 48 Abs. 2 IVG in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 

ATSG lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet. 

Weitere Nachzahlungen werden erbracht, wenn der Versicherte den 

anspruchsbegründenden Sachverhalt nicht kennen konnte und die Anmeldung innert 

zwölf Monaten nach Kenntnisnahme vornimmt. Der Zeitpunkt, in welchem die 

Anmeldung zum Leistungsbezug eingereicht wird, ist daher nur für den Beginn der 

Rentenauszahlung massgebend, nicht aber für den Rentenanspruch als solchen. Auch 

vor der Anmeldung liegende Zeiten von Arbeitsunfähigkeit (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) sind 

deshalb zu berücksichtigen (ZAK 1966 S. 58; Ulrich Meyer, a.a.O., S. 238; BGE 

117 V 26 E. 3b; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S C. vom 

2. März 2000 [I 307/99]).

2.   

ter

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2.1  Der RAD hat vorliegend am 23. Juni 2006 eine Beurteilung der medizinischen 

Akten im Hinblick auf den Verlauf der Arbeitsunfähigkeit des Versicherten 

vorgenommen und nach ergänzender Kenntnisnahme der vollständigen 

Krankengeschichte von Dr. E.___ an den Schlussfolgerungen festgehalten. Auf das 

plausibel begründete Ergebnis kann abgestellt werden. Dass keine zusätzliche 

Befragung der ärztlichen Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin erfolgte, lässt sich 

angesichts ihrer in den Akten enthaltenen detaillierten Schilderungen nicht 

beanstanden. Von weiteren Abklärungen sind keine zusätzlichen Erkenntnisse mehr zu 

erwarten.

2.2  Unter diesen Umständen ist anzunehmen, dass der Versicherte ab April 1999, als 

wegen des neuroendokrinen Karzinoms des Pankreas mit Infiltration des Magens 

schockierende obere Gastrointestinalblutungen (Massenblutungen) aufgetreten waren, 

zu 100 % arbeitsunfähig war. Er blieb es nach Angaben des RAD ununterbrochen bis 

Mai 2000. Demnach war im April 2000 das Wartejahr mit einer durchschnittlichen 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % abgelaufen. Da zumindest noch im Mai 2000 eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit anhielt, muss auch eine Erwerbsunfähigkeit von 100 % 

vorgelegen haben. Der Rentenanspruch entstand somit am 1. April 2000 (auch bei nur 

kurzer Erwerbsunfähigkeit, vgl. ZAK 1963 S. 141).

2.3  Weil anschliessend die Arbeitsfähigkeit im Mai 2000 wieder hergestellt worden 

war, wäre der Rentenanspruch ab 1. August 2000 wieder einzustellen gewesen (vgl. 

Art. 88a Abs. 1 IVV).

2.4  Nach der Einschätzung des RAD ist ab Mai 2003 wieder von einer 

Arbeitsunfähigkeit des Versicherten von 50 % auszugehen. Diese Arbeitsunfähigkeit 

wurde durch das Tumorrezidiv, also durch das selbe Leiden verursacht, und ist noch 

vor Ablauf von drei Jahren wieder aufgelebt. Gemäss Art. 29  IVV werden bei der 

Berechnung der Wartezeit nach Art. 29 Abs. 1 IVG früher zurückgelegte Zeiten 

angerechnet, wenn eine Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben 

wurde, aber in den drei darauf folgenden Jahren die auf dasselbe Leiden 

zurückzuführende Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass erreicht. 

Ab 1. Mai 2003 lebte, da angenommen werden kann, der Arbeitsunfähigkeit von 50 % 

bis

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entspreche eine Erwerbsunfähigkeit von 50 % (oder wenig mehr, jedenfalls von unter 

66.6 %) - ohne weitere Wartezeit - ein Anspruch auf eine halbe Rente wieder auf.

2.5  Ab September 2003 lag nach Angaben des RAD in der Folge andauernd eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % vor. Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine 

anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu 

berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert 

hat. Demnach war der Rentenanspruch ab 1. Dezember 2003 auf eine ganze Rente 

anzuheben.

2.6  Der Versicherte meldete sich am 1. September 2004 bei der Invalidenversicherung 

an. Nach Art. 48 Abs. 2 Satz 1 IVG ergibt sich ein Anspruch auf Nachzahlung der Rente 

ab 1. September 2003. Seine Rechtsvertreterin macht indessen geltend, die 

Anmeldung sei nicht früher erfolgt, weil der Versicherte den anspruchsbegründenden 

Sachverhalt nicht habe kennen können. Denn auch sein Arzt habe diesen nicht erkannt. 

In der Beschwerde vom 26./29. August 2005 war geschildert worden, bereits ab der 

zweiten Hälfte des Jahres 2000 habe der Versicherte über epigastrische und 

abdominale Probleme geklagt. Ohne Arbeitsbelastung sei es ihm zwar besser 

gegangen, wegen der Beschwerden habe er es aber nicht geschafft, eine Arbeitsstelle 

zu finden. In diesem Verfahren legt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin dar, 

der Versicherte habe keine Arbeitslosenentschädigung bezogen, was ebenfalls zeige, 

dass er sich nicht fähig gefühlt habe, einer Arbeit nachzugehen. In der Beschwerde 

vom 26./29. August 2005 hatte sich die Rechtsvertreterin auf den Standpunkt gestellt, 

die Übernahme von Eigenverantwortung (Aktivierung der Selbstheilungskräfte und 

Arbeitspause) dürfe dem Versicherten nicht zum Verhängnis werden und die 

Konsequenzen der späten Diagnosestellung dürfe er nicht selber zu tragen haben. Er 

habe nicht wissen können, dass seine abdominalen Beschwerden, seine 

Gewichtsabnahme, die erhöhten Blutzuckerwerte und die Hydronephrose Folgen der 

Erkrankung von 1999 gewesen seien. Erst 2003 (angesichts der massivsten 

linksseitigen Hüftschmerzen) habe er an etwas Ernsteres gedacht.

2.7  Aufgrund dieser Schilderung ist anzunehmen, dass der Versicherte frühestens im 

September 2003 (Beklagen der Hüftschmerzen) mit dem Wiederaufleben seines 

Leidens rechnete und vorher keine Kenntnis davon haben konnte. Mit der Anmeldung 

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vom 1. September 2004 hat er von diesem Zeitpunkt an weniger als ein Jahr 

zugewartet. Das bedeutet, dass ihm der Rentenanspruch in Anwendung von Art. 48 

Abs. 2 Satz 2 IVG bereits ab 1. Mai 2003 zuzubilligen war.

2.8  Eine weitergehende Nachzahlung (des Rentenanspruchs vom 1. April 2000 bis 

31. Juli 2000) kann allerdings nicht erfolgen, ist doch davon auszugehen, dass sich der 

Versicherte seiner gesundheitsbedingten Leistungseinschränkung beim ersten 

Ausbruch der Erkrankung (1999) bewusst war. Er konnte somit damals den 

anspruchsbegründenden Sachverhalt, nämlich die relevante Arbeitsunfähigkeit, kennen 

und hätte seinen Anspruch damals rechtzeitig anmelden können. Er hat im Übrigen 

nach Angaben seiner Rechtsvertreterin das Arbeitsverhältnis Ende 2000 gekündigt, 

weil er sich nicht mehr in der Lage gefühlt habe, seine Leistung zu zeigen. Aus dem 

selben Grund habe er keine Arbeitslosenentschädigung bezogen.

3.   

3.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung teilweise zu schützen. Für den Versicherten ist ab 1. Mai 

2003 eine halbe Rente und ab 1. Dezember 2003 bis 31. Dezember 2005 eine ganze 

Rente auszurichten.

3.2  Nach Art. 69 Abs. 1  IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen. Es rechtfertigt sich vorliegend 

bei dem Verhältnis von Obsiegen und Unterliegen (vgl. hierzu Art. 95 Abs. 1 VRP/SG), 

den Parteien die Gerichtskosten je zur Hälfte aufzuerlegen. Der Anteil der 

Beschwerdeführerin an den Gerichtskosten von Fr. 300.-- ist durch ihren geleisteten 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- getilgt und der Restbetrag von Fr. 300.-- ist ihr 

zurückzuerstatten.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

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entschieden:

1.  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

26. Oktober 2006 aufgehoben.

2.  Für den Versicherten ist ab 1. Mai 2003 eine halbe Rente und ab 1. Dezember 2003 

bis 31. Dezember 2005 eine ganze Rente auszurichten.

3.  Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- wird je zur Hälfte der Beschwerdegegnerin und 

der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.  Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird mit 

ihrem Anteil der Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- verrechnet; der Restbetrag von 

Fr. 300.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

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		2025-07-19T15:38:50+0200
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