# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d77433d-ba61-5035-adf3-eba3fa14242d
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-22
**Language:** de
**Title:** Der Beschwerdeführer hat sich bei der Reparatur eines Grossformat-Industriedruckers den linken Ellbogen angeschlagen. Gemäss der überzeugenden Beurteilung des beratenden Arztes der Unfallversicherung war der status quo sine vel ante spätestens vier Wochen nach dem Unfallereignis erreicht.
**Docket/Reference:** UV.2022.00060
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2022.00060.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2022.00060
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichterin Fankhauser
Gerichtsschreiber Hübscher
Urteil
vom
2
2.
Dezember 2022
in Sach
en
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Tobias
Figi
Fankhauser Rechtsanwälte
Rennweg 10, 8022 Zürich
gegen
VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG
Avenue de Cour 41, 1007 Lausanne
Beschwerdegegnerin
Zustelladresse: VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG
Place de Milan, Case postale 120, 1001 Lausanne
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 19
67
, arbeitet
e
seit dem 1
6
.
Mä
r
z
20
20
als
Techniker für die
Y.___
AG
und
war
in dieser Eigenschaft bei der VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Vaudoise) gegen die Folgen von Unfällen versichert (
Urk. 1 S. 3,
Urk. 8/
20 S.
2
). Am
24
.
August
2021
musste der Versicherte im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit einen Gross
format-Industrie
drucker reparieren (
Urk.
1 S. 4,
Urk.
3/2.1-3,
Urk. 8/20 S.
2
).
Dazu
kroch
er mit dem ganzen Körper in die M
aschine hinein. Nach getaner Arbeit kroch er rück
wärts wieder hinaus,
drehte sich linksherum und
schlug
sich seinen linken Ell
bo
gen
an
einer Eisenkante an (Urk. 1 S. 4
, Urk. 8/20 S. 2
). Am 4. Oktober 2021 (Ein
gang der Bagatell-Unfallmeldung) liess er den Unfall der Vaudoise melden
.
Im Formular wurde das Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit ver
neint (Urk. 8/20 S. 2).
Hernach
wurde am 8. Oktober 2021 im
Institut Z.___
eine MRI-Untersuchung des
linken Ellbogens durchgeführt (Urk. 8
/13).
Alsdann
erhielt die V
audoise am 1
2
.
Oktober 2021 das
ärztliche Zeug
nis von
m
ed.
pract
.
A.___
,
Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin FMH
,
B.___
,
vom Vort
ag
, mit welche
m
dem Ver
sicherten
«
wegen Unfall
» eine
100%ige
Arbeitsun
fähig
keit vom 11. bis 15. Okto
ber 2021 attestiert wurde (Urk. 8/17).
In ihrem ärztlichen Zwischenbericht vom
26. Oktober 2021 führte die diplomierte Ärztin
C.___
,
B.___
,
sodann
die Diagnose
Epicondylitis
lateralis
,
E
xtensorenansatz
links
auf. Wegen Schmerzen und einer eingeschränk
ten Beweglichkeit attestierte sie dem Versicherten ab dem 28.
Okto
ber 2021 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (Urk.
8/12).
Alsdann überwies med.
pract
.
A.___
den Versicherten an
Dr.
med. univ.
D.___
, Facharzt FMH für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates
, welcher diesen am 1
7.
November 2021 untersuchte und eine post
traumatische Partial
läsion Finger/HG Strecker links diagnostizierte (
Urk.
8/8).
Die Vaudoise legte das Dossier ihrem beratenden Arzt,
Dr.
med.
E.___
, Facharzt Chirur
gie FMH, zur Beur
teilung vor.
Dieser hielt am 19. November 2021 fest, dass der
status
quo sine
vel
ante zwei bis vier Wochen nach dem Unfall
ereignis vom 24. August 2021 erreicht gewesen sei (Urk. 8/10
S. 2
).
In ihrer daraufhin ergangenen Verfügung vom
30. November 2021 führte die
Va
udoise aus,
dass
eine Unfallversiche
rung nur so lange leistungs
pflichtig
sei
, als zwischen der Gesundheitsschädigung und dem versicherten Ereignis ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang bestehe.
Gemäss der
Beurteilung ihres beratenden Arztes habe
ihre Leistungs
pflicht als obligatorische Unfallversicherungen am 21.
September 2021 geendet (Urk.
8/9
S.
4-5
).
Dagegen erhob der Versicherte am
17. Januar 2022
Einsprache (Urk.
8/5 S. 1-3
, unter Beilage der Stellungnahme von
Dr.
D.___
vom 1
2.
Januar 2022
,
Urk.
8/5 S. 7-8).
Die Vaudoise holte
die Beurteilung von
Dr.
E.___
vom
2.
Februar 2021 (
Urk.
8/3) ein.
Hernach wies s
ie die Einsprache mit
Einspracheentscheid
vom 23. Februar 2022 ab (Urk. 2).
2.
2.1
Dagegen erhob
X.___
mit Eingabe vom 25. März 2022 (Urk. 1) Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit folgendem Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2):
«
1.
Es sei der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom 23. Februar 2022 aufzuheben.
2.
Es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen nach UVG (ins
besondere Taggelder und Heilungskosten) auch nach dem 2
1.
September 2021
bis
zur
Erlangung des medizinischen Endzustandes weiterhin auszu
richten.
3.
Eventualiter: Es sei ein neutrales orthopädisches Gutachten im Sinne von
Art.
44 ATSG anzuordnen.
4.
Alles unter Kosten-
und Entschädigungsfolgen
zzgl. MwSt. zulasten der Beschwerdegegnerin
.»
2.2
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom
14
. April 2022 Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unt
er Beilage ihrer Akten, Urk. 8/
1-
20
), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
0.
April 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversiche
rung (UVG)
werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 auf
geführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder
Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leis
tungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Ren
tenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbe
ginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
1.2
1.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.1 f.).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1
.2.2
Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits
schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall
fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Ver
lauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später einge
stellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialver
sicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit nachge
wiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu
sam
menhang gegeben ist - nicht beim Versicherten, sondern beim Unfall
versi
cherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rück
fällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteile des Bun
desgerichts 8C_600/2021 vom 3. März 2022 E. 3.2 und 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2, je mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leis
tungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).
1
.3
1
.3.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2,
402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 3.4).
1
.3.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/
bb
mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_499/2020 vom 19. November 2020 E. 2.2.1).
1
.4
1
.4.1
Versicherungsträger und das Sozialversiche
rungs
gericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi
nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
0.
Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen).
1
.4.2
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versiche
rungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2
.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin aufgrund des Unfalles vom
2
4.
August 2021
über den
2
1.
September
2021 hinaus leistungspflichtig ist bezie
hungsweise, ob die nach diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden noch in einem natürlichen und adäquaten Zusammenhang zum Unfallereignis stehen.
2
.2
I
m angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 23. Februar 2022 führte die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen aus,
ihr beratender Arzt,
Dr.
E.___
,
habe nach Einsichtnahme in die gesamten Akten festgestellt,
dass sich im MRI vom 8.
Oktober
2021 keine Veränderungen, welche traumatisch bedingt seien und auf das Ereignis vom 24. August 2021 zurückgeführt werden könnten, hätten finden lassen. Es seien insbesondere Einrisse ausdrücklich ausgeschlossen worden. Zudem habe sich der Beschwerdeführer keine ausgeprägte Prellung zugezogen, da die erste ärztliche Behandlung erst einen Monat nach dem Unfall statt
ge
funden habe und der Beschwerde
füh
rerin bis dahin als Techniker voll arbeitsfähig gewe
sen sei. Der Status quo sine
vel
ante sei vorliegend spätestens vier Wochen nach dem Unfallereignis erreicht gewesen. Die
Epicondylitis
sei durch eine Überlastung entstanden und nicht traumatisch bedingt. Medizinische Argumente, welche geeignet wären, die Beur
teilung von
Dr.
E.___
zu entkräften oder zu widerlegen, seien nicht ersichtlich (
Urk.
2 S. 4).
2
.3
Dem hält der Beschwerdeführer im Wesentlichen entgegen,
da
s Unfalldossier der Beschwerdegegnerin sei nicht vollständig, würden darin doch nachweislich die Verordnung für Ergotherapie vom 1
1.
Oktober 2021 und die Verordnung für Physiotherapie vom 1
7.
November 2021 fehlen (
Urk.
1 S. 5 f.). Alsdann gehe aus dem Aktengutachten von
Dr.
E.___
vom 1
9.
November 2021 nicht hervor, welche Akten ihm zugestellt worden seien. Da jedoch bereits das Unfalldossier nicht
komplett
sei, müsse gefolgert werden, dass dem Vertrauensarzt nicht sämtliche fallrelevanten Akten zur Verfügung gestanden haben.
Des Weiteren sei der Ver
trauensarzt a
uf die von
Dr.
D.___
gestellte Diagnose «posttraumatische Par
t
ialläs
ion Finger / HG Strecker links»
mit keinem Wort eingegangen, wes
halb
davon ausgegangen werden müsse, dass Dr.
E.___
der Bericht von Dr.
D.___
vom 18. November 2021 nicht
vorgelegen habe
. Die Aktenbeur
teilung des Vertrauens
arztes sei deshalb wertlos. Gestützt auf die
se
Fehlein
schät
zung von Dr.
E.___
habe die Beschwerdegegnerin die Verfügung vom 30. No
vem
ber 2021 erlassen und behauptet, dass der Status quo ante
vel
sine spätestens per 2
1.
September 2021 erreicht gewesen sei (Urk. 1 S. 6). Dr.
D.___
habe am 1
2.
Januar 2022 festgehalten,
dass die aktuellen Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in natürlichem Zusammenhang zum Unfallereignis vom 2
4.
August 2021 stehen würden (Urk. 1 S. 6-7). Entgegen der Unterstellung des Vertrauensarztes habe aus Sicht von
Dr.
D.___
eine ausgeprägte Prellung vorgelegen, was im MRI im Sinne einer
Aufreibung
der gemeinsamen
Extenso
rensehnen
bildgebend doku
mentiert worden sei.
Dr.
D.___
habe weiter fest
gehalten,
dass es in der Regel
9 bis 12
Monate dauere, bis eine hartnäckige Epikondylitis abgeheilt sei. Dazu habe
Dr.
E.___
Stellung bezogen. Mit seiner
Behauptung, eine Läsion der Sehne der Finger und Handgelenksstre
cker sei aus den MRI-Bildern
nicht ersichtlich, disqualifiziere
er sich
jedoch gänzlich. F
ür eine solche Beurteilung
bedürfte es nämlich
nicht nur
der
am
8.
Oktober 2021
erstell
ten
MRI-
Bilder
des
linken
Ellbogens
, sondern auc
h Bilder der linken Hand
(Urk. 1 S. 7).
Es dürfte ferner auch nicht unberücksichtigt bleiben, dass e
r sich aufgrund der Un
fallfolgen noch heute in medizinischer Behandlung
befinde. Er habe somit
weiterhin Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S.
8
-9
).
Es komme h
inzu, dass die von
Dr.
D.___
festgestellte Partialläsion der Sehne der Finger und Handgelenksstrecker auch den Begriff der
u
nfallähnlichen Körper
schädigung im Sinne von
Art.
6
Abs.
2 UVG
erfülle
(Urk. 1 S. 11)
.
Hierbei
könne sich die Beschwerdegegnerin von ihrer Leistungspflicht nur dann befreien, wenn sie beweise, dass die Körperverletzung vorwiegend auf
Ab
nützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Urk. 1 S.
10).
Die Beschwerdegegnerin habe sich
bislang
lediglich zum linken Ellbogen geäussert.
E
inen verwertbaren Beweis, wonach die Körperschädigung an der linken Hand vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen sei
, habe sie bislang aber nicht angetreten.
S
ie
sei folglich
gemäss
Art.
6
Abs.
2
lit
. f. UVG leistungspflichtig (Urk.
1 S. 11).
Sollte das Gericht seiner Auffassung nicht folgen,
sei ein Gerichtsgutachten einzuholen, weil die Akten
beurteilungen von
Dr.
E.___
den Anforderungen der Recht
spre
chung des Bundes
gerichts nicht
genügen
würden (Urk.
1 S. 11-12).
3.
3.1
Weil der Beschwerdeführer seit dem Anschlagen des Ellbogens am 2
4.
August 2021 über anhaltende Schmerzen klagte und nach einer radiologischen Untersu
chung
der Verdacht auf eine Fissur im Radiusköpfchen bestand, wurde
im
Z.___
am 8. Oktober 2021 eine
MRI-Untersuchung des linken Ellbogens
durch
geführt. Gemäss der Beurteilung von
Dr.
med.
F.___
, Facharzt FMH Radiologie, fand sich kein Nachweis einer posttraumatischen Läsion des Radius und kein
e intraartikuläre Pathologie. Er hielt weiter fest, dass
sich eine leichtgradige
Aufreibung
und Hyperintensität im Ursprungsbereich der gemein
samen
Extensorensehne
im Sinne einer Epikondylitis
lateralis
, aber ohne Einriss, sowie ein kleiner Musculus
anconaeus
epitrochlearis
ohne Signalintensitäts
ano
malie des angrenzenden
Nervus
ulnaris
gezeigt habe
(Urk. 8/13).
3.2
In ihrem
ärztliche
n
Zeugnis
vom 11. Oktober 202
1
notierte
die Allgemeinmedi
zi
nerin
med.
pract
.
A.___
, dass der Beschwerdeführer «wegen Unfall»
in ihrer Behandlung sei. Sie a
ttestierte ihm vom 11. bis 15. Okto
ber 2021 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(Urk. 8/17).
Danach schrieb sie ihn am 1
8.
Oktober 2021 «wegen Krankheit» vom 1
6.
bis 2
7.
Oktober 2021 zu 100
%
und vom 2
8.
bis 2
9.
Oktober 2021 zu 50
%
arbeitsunfähig (Urk. 8/16). Dazu wurde in der Folge festgehalten, dass med.
pract
.
A.___
in ihrem Zeugnis
fälschlicherweise «Krank
heit», statt «Unfall» geschrieben habe (Urk. 8/1
1
S. 1). Med.
pract
.
A.___
unter
zeich
nete das geänderte Zeugnis (
Urk.
8/12 S. 2).
3.3
Die diplomierte Ärztin
C.___
stellte i
n ihrem ärztlichen Zwischenbericht vom 26. Oktober 2021 die Diagnose
Epicondylitis
lateralis
,
Extensorenansatz
links. Die Erstbehandlung habe am 2
8.
September 2021 stattgefunden. Zum bisherigen Ver
lauf und gegenwärtigen Zustand (subjektiv und objektiv) führte sie aus, dass pro
longierte Schmerzen bei der Bewegung
und eine taktile Hypästhesie
des
1.
bis 3.
Finger
(der linken Hand)
, aber
keine
motorischen Ausfälle bestünden. Als unfallfremden Faktor nannte sie eine Überbelastung. Sie
attestierte
dem
Beschwerdeführer
ab dem 28. Okto
ber 2021 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/12).
3.4
Im Sprechstundenbericht vom 1
7.
November 2021 stellte
Dr.
D.___
die Diag
nose posttraumatische Partialläsion Finger/Handgelenk Strecker links (
Urk.
8/8 S. 1). Bei seiner klinischen Untersuchung des Beschwerdeführers stellte er
Druck
dolenzen
im Bereich Epicondylus
humeri
radialis
fest.
Dr.
D.___
notierte weiter, dass keine
posterolaterale
n
Instabilitätszeichen bestünden. Alle Tests seien negativ gewesen. Es habe eine freie Beweglichkeit und kein Rotationsschmerz
bestanden. Bei Extension des Handgelenks gegen Widerstand habe der Beschwer
deführer massive Schmerzen angegeben (Urk. 8/8 S. 2).
3.5
Dr.
E.___
hielt i
n seiner Beurteilung vom 1
9.
November 2021 fest, dass die Diag
nosen Prellung linker Ellbogen und
Epicondylitis
humeri
radialis
links vorliegen würden. Die zweitgenannte Diagnose sei unfallfremd. Initial seien die Beschwer
den des Beschwerdeführers in einem Zusam
menhang zum Ereignis vom 24. Au
gust 2021 gestanden. Es sei aber nicht zu einer ausgeprägten Prellung gekommen, da der erste Arztbesuch erst mehr als vier Wochen nach dem U
nfall erfolgt sei und nach diesem Ereignis keine Arbeitsunfähigkeit bestand
en habe
. Zudem fänden sich im MRI keine Veränderungen, die traumatisch bedingt seien und auf den Unfall vom 24. August 2021 zurückzuführen seien. Deshalb sei ein solcher Kausalzu
sammenhang überwiegend wahrscheinlich nicht gegeben (Urk. 8/10 S. 1). Es habe keine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit bestanden.
Die
unfallbe
dingte Behand
lung
sei
zwei bis vier Wochen
nach dem 2
4.
August 2021 nötig gewesen
. Danach sei der
status
quo sine
vel
ante erreicht gewesen (Urk. 8/10
S. 2
).
3.
6
In seiner Stellungnahme zuhanden der früheren Rechtvertreterin des Beschwer
de
führers vom 12. Januar 2022 führte
Dr.
D.___
aus, dass dessen aktuelle
Beschwerden, zumindest zu dem Zeitpunkt, als er ihn behandelt habe, mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit
in einem natürlichen Zusammenhang zum
Unfall
ereignis vom 24. August 2021 stünden. Laut seinen Unterlagen sei der Beschwer
deführer bei der Hausärztin bereits direkt nach dem Unfallereignis vorstellig ge
worden. Dort sei dokumentiert, dass ein grosses Hämatom im Bereich der bekann
ten Stelle vorhanden gewesen sei. Deshalb gehe er davon aus, dass dies aktuell die einzige Ursache sei (
Urk.
8/5 S. 7). Auf die Frage, ob gestützt auf die getätig
ten Untersuchungen und das vorhandene Bildmaterial eine Prellung am Ellbogen erkennbar sei, antwortete er, dass dies
aus dem MRI im Sinne einer
Auf
reibung
der gemeinsamen
Extensorensehnen
ersichtlich sei. Auf die Frage, wie lange es in der Regel dauere, bis eine Prellung am Ellbogen abgeheilt sei, gab er zur Antwort, dass eine hartnäckige traumatische
Epicondylitis
auch bis zu 9 bis 12
Monate bis zur Abheilung benötigen könne (
Urk.
8/5 S. 8).
3.
7
Dr.
E.___
führte am
2.
Februar 202
2
aus
, dass sich eine Sehnenläsion, wie sie Dr.
D.___
im Bericht vom 1
8.
November 2021 beschreibe, im MRI nicht finden lasse. Im MRI seien Einrisse explizit ausgeschlossen worden. Andere post
traumatische Veränderungen würden nicht aufgeführt. Es seien jedoch Verände
rungen am Ansatzbereich der Finger/HG Strecker vorhanden, die
einer
Epicon
dy
litis
, mithin einer Entzündung entsprechen würden. Diese Entzündung sei nicht unfallbedingt, sondern entstehe durch Überlastung (Urk. 8/3).
3.
8
In seinem mit «Zeugnis/Bestätigung» betitelten Schreiben vom 14.
Januar 2022
hielt
Dr.
med.
G.___
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, fest, dass der Beschwerdeführer am 2
4.
August 2021 während der Arbeitstätigkeit ein Trauma erlitten habe, als er heftig mit seinem linken Ellbogen auf eine grosse Maschine geschlagen sei. Nach dem Trauma habe er seinen linken Ellbogen aufgrund der Schmerzen nicht mehr frei bewegen
können
.
Der Beschwerdeführer
sei am 1
5.
Oktober 2021 mit einer
Epicondylitis
und
Epitro
k
leitis
links in seine Behand
lung gekom
men. Der linke Ellbogen sei noch sehr schmerzhaft und die Beweg
lichkeit sehr eingeschränkt gewesen. Er habe ihn mit Elektrotherapie, Laser
thera
pie, Akupunktur und Infiltration behandelt. Aktuell habe sich der Schmerz um 60
%
verbessert. Die
Widerstand-Pronation-Supina
tion sei noch sehr schmerz
haft. Der Zusammenhang zwischen dem am 2
4.
August 2021 erlittenen Trauma und dem jetzigen Zustand finde sich in einem mittler
weile subakuten selbster
haltenden Entzündungszustand. Bei regelmässiger wöchentlicher Therapie bis Ende März 2022 werde es möglich sein, die Schmerzen deutlich zu reduzieren und die Beweglich
keit des Ellbogens einschliesslich Pro
na
tion-Supination zu verbessern (
Urk.
8/1).
4.
4.1
Nach dem Vorgenannten nahm
Dr.
E.___
am 19. November 2021 und am 2. Februar 2022
zu
r
Frage der Unfallkausalität
Stel
lung
(E. 3.6, E. 3.8)
, ohne
den Beschwerdeführer
selber untersucht zu haben. Dieser Umstand allein schadet dem Beweiswert seiner Beurteilung
en
aller
dings nicht
.
Nach der Recht
sprechung des Bundesgerichts sind auch reine Akten
gutachten b
eweiskräftig, sofern
ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich fest
stehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt
(Ur
teil des
Bundesgerichts 8C_390/2022
vom
7.
September 2022 E. 3 mit weiteren Hinwei
sen)
.
Der Beschwerdeführer bemängelt,
Dr.
E.___
hätten die
Verordnung für Ergotherapie vom 11. Oktober 2021 (Urk.
3/3) und die Verordnung für Physio
therapie vom 17. November 2021 (Urk. 3/4) nicht vorge
legen
(E.
2.
3).
Was den medizi
nischen Sachverhalt betrifft, enthalten die beiden Verordnungen
aber
nur Diag
nosen (Urk.
3/3-4), welche
Dr.
E.___
bereits dem Zwischenbericht
der diplo
mierte
n
Ärztin
C.___
vom 2
6.
Oktober 2021 (E. 3.3) und
dem Sprechstunden
bericht
von
Dr.
D.___
vom 1
7.
November 2021 (
E. 3.4
)
entnehmen konnte. Zwar ist es richtig, dass
Dr.
E.___
vom Sprechstundenbericht von
Dr.
D.___
vom 17. November 2021 (E. 3.4)
bei seiner ersten Akten
beur
teilung vom 1
9.
November 2021
noch keine Kenntnis haben
konnte, weil dieser Bericht
von der Beschwerdegegnerin
erst am 2
9.
November 2021
zu
d
en Akten genommen wurde (
Urk.
8/8). Bei seiner
Kritik,
Dr.
E.___
sei
nicht
auf die
von Dr.
D.___
gestellte Diag
nose «posttraumatische Par
t
ialläsion Finger / HG Strecker links»
eingegangen
(E. 2.3)
, verkennt der Beschwerdeführer aber,
dass
der
in
der
Diag
nosestellung verwendete Be
griff
«
posttraumatisch
» noch
keinen rechts
genüg
lichen Kausalzusammenhang
impliziert
(Urteil des Bundesgerichts
8C_24/2013
vom 1
8.
Juni 2013 E.
3.2).
Davon abgesehen äusserte sich
Dr.
D.___
b
ei genauer Betrachtung
s
weise
erstmals am
12. Januar 2022 zur strittigen
Unfall
kausalität, als er die Fragen der damaligen Rechtsvertreterin des Beschwerde
führers beantwortete (E. 3.6). Darauf nahm
Dr.
E.___
seinerseits in seiner Stellungnahme vom
2.
Februar 2022 Bezug (E. 3.7).
Vorliegend erweist sich so oder anders der MRI-Befund vom
8.
Oktober 2021 als ausschlaggebend (E. 4.2 nachstehend). Auf den Bericht zu dieser Untersuchung konnte
Dr.
E.___
bereits für seine erste Stellungnahme zurückgreifen (E. 3.6).
4.2
Anhand der Akten gelangte
Dr.
E.___
zum Schluss, der Beschwerdeführer habe beim Unfall vom 24.
August 2021 lediglich eine Prellung des linken Ellbogen
s
erlitten, welche spätestens zwei bis vier Wochen nach diesem
Ereignis folgenlos verheilte (E.
3.5). Aufgrund der Ellbogenprellung mag sich das von
Dr.
D.___
in seiner Stellungnahme vom 1
2.
Januar 2022 (E. 3.6) erwähnte - aber in den Akten nirgends dokumentierte - grosse Hämatom gebildet haben.
Dieser Befund
begründet aber keine
Zweifel an der
Beurteilung von
Dr.
E.___
,
wonach
die Un
fallfolgen spätestens vier Wochen nach dem 24.
August 2021 abgeheilt ge
wesen
seien
. Alsdann führte
Dr.
E.___
aus, dass sich bei der MRI-Untersuchung vom 8.
Oktober 2021 keine traumatisch bedingten Veränderungen ge
zeigt hätten (E.
3.6).
Dies
entspricht vollends
der Beurteilung
des Radiologen
Dr.
F.___
, welche
r
die MRI-Bilder befundet hat (E.
3.1).
Dr.
D.___
hielt fest, die Prellung sei auch aus dem MRI ersichtlich (E.
3.6).
Beim
von ihm
erwähnten Befund han
delte es sich laut Dr.
F.___
aber
um eine
leichtgradige
Aufreibung
und Hyperin
tensität im Ur
sprungsbereich der gemeinsamen
Extensorensehne
im Sinne ein
er Epikondylitis
lateralis
ohne Einriss
. Dies passt mit
einem
angeblichen
heftigen Anschlagen des Ellbogens an einer Eisen
kante
mit nachfolgender Bil
dung eines grossen Häma
toms
nicht zusammen
.
Zu überzeugen vermögen demgegenüber die Ausführungen von Dr.
E.___
, wonach
bei der MRI-Unter
suchung kein Riss gefun
den wurde. Hin
gegen seien
Veränderungen am Ansatzbereich der Finger/HG Stre
cker vorhanden, die einer
Epicondylitis
, mithin einer Entzündung entsprechen würden
(E. 3.7)
.
Eine Epikondylitis ist laut klinischem Wörterbuch ein
Schmerz
syndrom (entzünd
liche
Tendopathie
) der Muskelursprünge am
Epi
kon
dylus
durch funktionelle Überbeanspruchung vor allem in Sport und Beruf oder bei
chronischer Muskel
verkürzung (www.psychrembel.de, besucht am 1.
Dezember 202
2
).
Hierzu gilt es festzuhalten, dass im Bericht der diplomierten Ärztin
C.___
vom 26. Oktober 2021 eine Überlastung
erwähnt
wurde (E. 3.3). Jedenfalls spricht d
ie Tatsache, dass sich bei der bildgebenden Untersuchung vom 8.
Oktober 2021 keine
trauma
tischen Läsionen fanden, eindeutig für die Beurtei
lung von
Dr.
E.___
.
Sind Unfall
folgen nicht überwiegend wahrscheinlich, kann auch nicht mit Dr.
D.___
von einer «trauma
tische
n»
Epicondylitis
gesprochen werden
(E.
3.6). Schliesslich vermag der Beschwerde
führer aus dem Bericht von Dr.
G.___
vom 14. Januar 2022 (E. 3.8)
nichts zu seine
n
Gunsten abzu
leiten.
Die Annahme, die Ell
bogenbeschwerden und die Entzündung stünden deswegen in einem natür
lichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 24.
August 2021, weil sie nach diesem Ereignis aufgetreten sind
(E. 3.8), würde einen unzulässigen «Post-hoc-ergo-
propter
-hoc»-Schluss
bedeu
ten (Urteil des
Bundes
gericht 8C_181/2022
vom 6. September 2022
E. 3.2.1
mit weiteren Hinweisen).
Die Beurteilung
en
des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin
haben nach dem Gesagten
somit Beweiswert. Es ist nicht zu beanstanden, wenn sie gestützt darauf ihre Leistungspflicht ab dem 21.
September 2021 mangels eines natür
li
chen Kausalzusammenhangs zwischen den
vom Beschwerdeführer geltend ge
machten Beschwerden und dem Unfall vom 24. August 2021
verneint hat. Weitere Abklärungen sind nicht nötig.
4.3
Dem Vorbringen des Beschwerdeführers
, eine Leistungspflicht der Beschwerde
gegnerin bestehe deshalb, weil es sich bei seiner
Gesundheitsstörung
am Ellbogen
um eine
unfallähnliche Körperschädigung
im Sinne von
Art.
6
Abs.
2
lit
. f
UVG
(Sehnenriss) handle (E. 2.3), ist
schliesslich
ebenfalls kein Erfolg beschieden.
Durch
die beweiskräftige Beurteilung von
Dr.
E.___
wurde die Vermutung einer Leistungs
pflicht der Beschwerdegegnerin so oder anders
umgestossen (BGE 146 V 51 E. 9.2).
Weil sich der Beschwerdeführer gemäss seinen - insoweit - überein
stimmenden Vorbringen (
Urk.
1 S.
4, Urk. 8/20 S. 2
,
E.
3.6,
E.
3.8)
beim Heraus
kriechen aus der Maschine am 2
4.
August 2021
nur den linken Ellbogen, nicht aber
die linke Hand anschlug, brauchte sich die Beschwerdegegnerin zu seiner linken Hand nicht zu äussern.
Die diesbezüglichen Vorbringen
des Beschwerde
führers (E. 2.3) verfangen somit nicht.
5.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde
.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Tobias
Figi
-
VAUDOISE ALLGEMEINE, Versicherungs-Gesellschaft AG
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei
zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstHübscher