# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a57c8964-9d89-560b-a27f-3a82da737376
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-21
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Abgaberechtliche Kammer 21.02.2023 A 2022 26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_002_A-2022-26_2023-02-21.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

ABGABERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 21. Februar 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________ GmbH
Rekurrentin
vertreten durch B.________ AG

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Zug, Bahnhofstrasse 26, Postfach, 6301 Zug
Rekursgegnerin 

betreffend

Kantons- und Gemeindesteuern / direkte Bundessteuer 2018 und 2019
(Nichteintreten auf Einsprache)

A 2022 26 / A 2022 27

2

Urteil A 2022 26 / A 2022 27

A. Die A.________ GmbH deklarierte in der Steuererklärung und der Jahresrechnung 
2018 einen Verlust von Fr. ______ (Rek-act. 3, 7). Mit Veranlagungsverfügungen vom 
22. September 2022 (Steuerperiode 2018) setzte die Steuerverwaltung des Kantons Zug 
den steuerbaren Reingewinn der A.________ GmbH auf Fr. 0.– fest. Sie rechnete der 
steuerpflichtigen Gesellschaft dabei unter Code 1100 "nicht akzeptierte Abschreibung auf 
überhöhtem Kaufpreis Goodwill (EUR _______)" Fr. ______ sowie unter Code 1140 
"Geldwerte Leistung: Überhöhter Kaufpreis Goodwill ROW (EUR _______)" Fr. _______ 
auf, wobei sie gleichzeitig einen Abzug unter Code 1300 "Negativreserve infolge 
überhöhtem Kaufpreis Goodwill (EUR _______)" von Fr. _______ zuliess (Rek-act. 1). Die 
A.________ GmbH erhob dagegen am 20. Oktober 2022 Einsprache (Rek-act. 28), worauf 
die Steuerverwaltung mit Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2022 mangels Beschwer 
nicht eintrat (Rek-act. 29).

In der Steuererklärung und der Jahresrechnung 2019 deklarierte die A.________ GmbH 
einen Verlust von Fr. _______ (StV-act. 6). Die Steuerverwaltung setzte den steuerbaren 
Reingewinn in der Folge auch bezüglich der Steuerperiode 2019 auf Fr. 0.– fest und nahm 
dabei unter Code 1100 "Abschreibung auf überhöhtem Kaufpreis Goodwill" eine 
Aufrechnung von Fr. _______ vor (Veranlagungsverfügungen vom 27. Oktober 2022; StV-
act. 7). Dagegen erhob die A.________ GmbH am 10. November 2022 Einsprache (StV-
act. 8), worauf die Steuerverwaltung mit Einspracheentscheid vom 17. November 2022 
ebenfalls mangels Beschwer nicht eintrat (Rek-act. 34). 

B.
B.a Mit Eingabe vom 16. November 2022 gelangte die A.________ GmbH (fortan 
Rekurrentin) ans Verwaltungsgericht und stellte betreffend die Steuerperiode 2018 
folgende Anträge: 

"1. Die Steuerverwaltung sei zu verpflichten, eine materielle Prüfung des steuerlichen Sachverhalts 

anhand der umfangreichen Einspracheargumentation inkl. Beilagen durchzuführen. Die 

Steuerverwaltung sei zu verpflichten, die von ihr veranlagten steuerbegründeten Aufrechnungen 

substanziiert darzulegen und auf die detaillierte Mitwirkung der Steuerpflichtigen einzugehen. 

Vorliegend macht die Steuerverwaltung bei der definitiven Veranlagung 2018 nicht substanziierte 

Behauptungen betreffend eine Transaktion unter Drittparteien geltend. Unabhängig von der 

Tatsache, dass der steuerbare Gewinn auch im Fall einer Aufrechnung Fr. 0.– beträgt, ist eine 

allfällige Aufrechnung für die Gesellschaft relevant, da (i) die Verlustvorträge im Falle eines 

potenziell anstehenden Exits um ca. Fr. _______ zu Lasten der Steuerpflichtigen reduziert werden 

3

Urteil A 2022 26 / A 2022 27

und (ii) die Annahme von geldwerten Leistungen Verrechnungssteuerfolgen zeitigen. Im 

vorliegenden Fall veranlagt die Steuerverwaltung Zug eine geldwerte Leistung von ca. Fr. _______ 

ohne auf die materiellen Einwendungen der Steuerpflichtigen einzugehen und erwirkt damit einen 

mittelbaren Schaden betreffend Ertragssteuern und einen unmittelbaren Schaden von mehreren 

Millionen Franken betreffend Verrechnungssteuer zu Lasten der Steuerpflichtigen. Eine materielle 

Prüfung ist geboten.

2. Die Jahresrechnung per ersten Abschluss endend zum 31. Dezember 2018 ist ohne Aufrechnung 

einer geldwerten Leistung steuerlich zu akzeptieren."

Als Begründung wurden dabei ausschliesslich materielle Argumente angeführt (Verfahren 
A 2022 26 act. 1).

B.b Mit Eingabe vom 21. November 2022 gelangte die Rekurrentin auch betreffend die 
Steuerperiode 2019 ans Verwaltungsgericht und stellte folgende Anträge:

"1. Die Steuerverwaltung sei zu verpflichten, eine materielle Prüfung des steuerlichen Sachverhalts 

anhand der umfangreichen Einspracheargumentation inkl. Beilagen durchzuführen. Die 

Steuerverwaltung sei zu verpflichten, die von ihr veranlagten steuerbegründeten Aufrechnungen 

substanziiert darzulegen und auf die detaillierte Mitwirkung der Steuerpflichtigen einzugehen. 

Vorliegend macht die Steuerverwaltung bei der definitiven Veranlagung 2019 nicht substanziierte 

Behauptungen betreffend eine Transaktion unter Drittparteien geltend. Unabhängig von der 

Tatsache, dass der steuerbare Gewinn auch im Fall einer Aufrechnung Fr. 0.– beträgt, ist eine 

allfällige Aufrechnung für die Gesellschaft relevant, da (i) die Verlustvorträge im Falle eines 

potenziell anstehenden Exits zu Lasten der Steuerpflichtigen reduziert werden und (ii) die Annahme 

von geldwerten Leistungen Verrechnungssteuerfolgen zeitigen. Eine materielle Prüfung ist geboten.

2. Die Jahresrechnung per Abschluss endend zum 31. Dezember 2019 ist ohne Aufrechnung einer 

geldwerten Leistung steuerlich zu akzeptieren."

Inhaltlich verwies sie auf ihre Eingabe vom 16. November 2022 (Verfahren A 2022 27 
act. 1).

C.
C.a Mit Verfügung vom 18. November 2022 erhob der Vorsitzende der 
abgaberechtlichen Kammer für das Verfahren A 2022 26 (Steuerperiode 2018) einen 
Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– bis zum 20. Dezember 2022. Innert der gleichen Frist 
wurde zudem die Verbesserung der Eingabe – namentlich eine gültige Vollmacht der 

4

Urteil A 2022 26 / A 2022 27

steuerpflichtigen Gesellschaft, die rechtsgenügliche Zeichnung des Rekurses oder ein 
Nachweis über die (internen) Vertretungsverhältnisse der Vertreterin sowie eine 
hinreichende Rekursbegründung, die sich mit dem Streitgegenstand "Nichteintreten 
mangels Beschwer" auseinandersetzt – verlangt, ansonsten auf den Rekurs nicht 
eingetreten werden könne (Verfahren A 2022 26 act. 2). 

C.b Mit Verfügung vom 22. November 2022 erhob der Vorsitzende auch für das 
Verfahren A 2022 27 (Steuerperiode 2019) einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– und 
ersuchte ebenfalls um Verbesserung der Eingabe bis zum 22. Dezember 2022 (Verfahren 
A 2022 27 act. 2). 

D. Die Kostenvorschüsse beider Verfahren wurden am 12. Dezember 2022 
fristgerecht bezahlt (Verfahren A 2022 26 act. 3; Verfahren A 2022 27 act. 3). 

E. Mit verbesserter Rekursschrift vom 15. Dezember 2022 (Datum Poststempel) liess 
die Rekurrentin (unter Nachreichung der geforderten Vollmacht sowie nunmehr 
rechtsgenüglicher Zeichnung des Rekurses) folgende Anträge stellen:

"1. Die Verweigerung des rechtlichen Gehörs durch Verweigerung der Steuerverwaltung Zug zur 

materiellen Prüfung des Sachverhaltes sei, da rechtsmissbräuchlich, zu beheben. Die 

Steuerverwaltung sei zu verpflichten, eine materielle Prüfung des steuerlichen Sachverhalts anhand 

der umfangreichen Einspracheargumentation inkl. Beilagen durchzuführen. Die Steuerverwaltung sei 

zu verpflichten, die von ihr veranlagten steuerbegründeten Aufrechnungen, welche auf puren 

Behauptungen basieren, substanziiert darzulegen und auf die detaillierte Mitwirkung der 

Steuerpflichtigen einzugehen.

2. Die Steuererklärungen für die Steuerperioden 2018 und 2019 seien ohne Aufrechnung einer 

geldwerten Leistung steuerlich zu akzeptieren.

3. Die Verfahren A 2022 26 betreffend Zuger Kantons- und Gemeindesteuer 2018 resp. direkte 

Bundessteuer 2018 und A 2022 27 betreffend Zuger Kantons- und Gemeindesteuer 2019 resp. 

direkte Bundessteuer 2019 seien zu vereinen.

4. Das Verfahren sei bis zum Abschluss der Buchprüfung durch die Eidgenössische Steuerverwaltung 

vom 18. und 19. Januar 2023 bei der Steuerpflichtigen zu unterbrechen (Ankündigung Buchprüfung 

ESTV)."

Neben nach wie vor mehrheitlich materiellen Ausführungen liess die Rekurrentin erklären, 
dass die Aufrechnung im vorliegenden Fall konkrete nachteilige Verrechnungssteuerfolgen 

5

Urteil A 2022 26 / A 2022 27

zeitigen würde, da die Annahme von geldwerten Leistungen unterstellt werde. Somit 
entfalte die Nullveranlagung – trotz fehlender Steuerschuld – einen unmittelbaren Schaden 
auf Stufe der Steuerpflichtigen und verlange eine Klärung, welche keinen Aufschub 
erdulde. Die Weigerung der Steuerverwaltung, die veranlagten Aufrechnungen 
substanziiert darzulegen und auf die detaillierte Mitwirkung der Steuerpflichtigen 
einzugehen, verletze den verfassungsmässig geschützten Anspruch auf rechtliches 
Gehör. Die Verweigerung einer materiellen Prüfung der vorgebrachten Dokumente bei 
gleichzeitiger purer Behauptung nicht belegter Tatsachen sei zudem rechtsmissbräuchlich 
(Verfahren A 2022 26 act. 4). 

F. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2022 vereinigte der Vorsitzende die 
Rekursverfahren A 2022 26 und A 2022 27 (fortan geführt unter der Verfahrensnummer A 
2022 26; Verfahren A 2022 26 act. 5).

G. Die Steuerverwaltung (fortan auch: Rekursgegnerin) schloss vernehmlassend auf 
Abweisung des Rekurses, soweit darauf einzutreten sei. Im Übrigen seien die 
Einspracheentscheide vom 25. Oktober 2022 (betreffend die Steuerperiode 2018) und 
vom 17. November 2022 (betreffend die Steuerperiode 2019) zu bestätigen (Verfahren A 
2022 26 act. 6). 

H. In der Folge gingen beim Gericht keine weiteren Eingaben ein. Die 
Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) liess sich während des Verfahrens nicht 
vernehmen. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 136 Abs. 1 des Steuergesetzes (StG; BGS 632.1) kann die 
steuerpflichtige Person gegen Einspracheentscheide der kantonalen Steuerverwaltung 
innert 30 Tagen schriftlich Rekurs beim Verwaltungsgericht erheben. Nach Art. 140 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) kann der 
Steuerpflichtige gegen Einspracheentscheide der Veranlagungsbehörde für die direkte 
Bundessteuer innert 30 Tagen nach Zustellung bei einer von der Steuerbehörde 

6

Urteil A 2022 26 / A 2022 27

unabhängigen Rekurskommission schriftlich Beschwerde erheben. Gemäss § 75 Abs. 1 
des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen 
(Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; BGS 162.1) ist das Verwaltungsgericht die 
kantonale Rekursbehörde im Sinne der Vorschriften über die direkte Bundessteuer. Die 
Beschwerden werden, unter Vorbehalt abweichender und ergänzender Vorschriften des 
Bundesrechts, wie kantonale Steuerstreitigkeiten behandelt (§ 75 Abs. 2 VRG). Sowohl 
der Rekurs als auch die Beschwerde müssen einen Antrag und eine Begründung 
enthalten, die notwendigen Beweisunterlagen sind beizulegen oder zu bezeichnen (§ 136 
Abs. 3 StG; Art. 140 Abs. 2 DBG).

Die vorliegenden Beschwerden (bezüglich der direkten Bundessteuer) bzw. die Rekurse 
(bezüglich der kantonalen Steuern) werden der einfacheren Lesbarkeit halber im 
Folgenden – mit Ausnahme des Rechtsspruchs im Dispositiv – als Rekurse bezeichnet, 
wobei der Begriff "Rekurs" beide Rechtsmittel (Beschwerde und Rekurs) umfasst. 

1.2 Vorliegend hat die Rekurrentin am 16. November 2022 gegen den 
Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2022 (Steuerperiode 2018) und am 21. November 
2022 gegen den Einspracheentscheid vom 17. November 2022 (Steuerperiode 2019) und 
damit in beiden Fällen rechtzeitig Rekurs erhoben. Die verbesserte Rekursschrift vom 
15. Dezember 2022 (bezieht sich auf beide Steuerperioden) erfüllt nun grundsätzlich die 
wenigen formellen Anforderungen, weshalb die Sache vom Gericht zu prüfen ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.3 Anfechtungsobjekt bilden die angefochtenen Einspracheentscheide, mit welchen 
die Rekursgegnerin auf die Einsprachen der Steuerpflichtigen mangels Beschwer nicht 
eingetreten ist. Die materielle Prüfung der Rechtmässigkeit der Veranlagungsverfügungen 
betreffend die Steuerperioden 2018 und 2019 ist demnach nicht Streitgegenstand und 
vom Verwaltungsgericht folglich nicht zu beurteilen (vgl. BGer 2C_454/2019 vom 21. Juni 
2019 E. 2; VGer ZG A 2021 14 vom 29. November 2021 E. 1.4; A 2021 2 vom 18. August 
2021 E. 1.1). Entsprechend ist auf Antrag 2 der verbesserten Rekursschrift vom 
15. Dezember 2022 nicht einzutreten.

2. Das Verwaltungsgericht kann Einspracheentscheide der kantonalen 
Steuerverwaltung in vollem Umfang überprüfen (§ 63 Abs. 3 VRG i.V.m. § 74 Abs. 2 VRG 
i.V.m. § 121 StG i.V.m. § 136 Abs. 2 StG; Art. 140 Abs. 3 DBG). Das Verwaltungsgericht 

7

Urteil A 2022 26 / A 2022 27

stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (§ 74 Abs. 2 VRG i.V.m. § 121 StG i.V.m. § 
137 Abs. 1 StG; Art. 142 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 130 Abs. 1 DBG). Es gilt der Grundsatz 
der Rechtsanwendung von Amtes wegen (§ 74 Abs. 2 VRG i.V.m. § 121 StG i.V.m. § 137 
Abs. 2 StG; Art. 143 Abs. 1 DBG). 

3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Steuerverwaltung zu Recht nicht auf die 
Einsprachen der Rekurrentin eingetreten ist. Dabei ist namentlich zu beurteilen, ob die 
Rekurrentin, bei einer Steuerschuld von Fr. 0.–, ein Rechtsschutzinteresse an der 
Erhebung eines Rechtsmittels hat. 

4.
4.1 Obwohl nicht explizit im DBG und StG erwähnt, setzt die Zulässigkeit eines 
Rechtsmittels generell das Vorliegen einer materiellen Beschwer der beschwerde- bzw. 
rekursführenden Partei voraus. Dies ist in § 62 Abs. 1 lit. b und c VRG als subsidiär 
anwendbarem Verfahrensgesetz (§ 121 Abs. 1 und § 105 Abs. 2 StG i.V.m. § 74 Abs. 2 
und § 75 Abs. 2 VRG) denn auch entsprechend festgehalten. Materiell beschwert ist 
derjenige, der durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids hat. Mit 
anderen Worten ist ein Rechtsschutzinteresse erforderlich. Gleiche Regelungen finden 
sich in Art. 89 Abs. 1 lit. b und c des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG; SR 
173.110), welche aufgrund der Beschwerdemöglichkeit ans Bundesgericht gemäss 
Art. 146 DBG und § 138 StG ebenfalls relevant sind. Das Rechtsschutzinteresse besteht 
im Umstand, dass mit dem Rekurs ein materieller oder ideeller Nachteil vermieden werden 
kann, den der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde (siehe generell zur 
materiellen Beschwer und zum Rechtsschutzinteresse: Kiener/Rütsche/Kuhn, Öffentliches 
Verfahrensrecht, 3. Aufl. 2021, Rz. 1430 ff. mit Hinweisen; sowie speziell im Steuerrecht: 
Hunziker/Bigler, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die 
direkte Bundessteuer [DBG], 4. Aufl. 2022, Art. 140 N 22 ff.).

4.2 Im Steuerrecht fehlt es an einem Rechtsschutzinteresse praxisgemäss, wenn das 
steuerbare Einkommen oder der steuerbare Reingewinn auf Fr. 0.– festgesetzt wird. 
Lautet eine Veranlagung auf null, kann daher mangels Beschwer auf das Rechtsmittel 
nicht eingetreten werden. Dies gilt auch dann, wenn das hinter der Veranlagung von Fr. 
0.–stehende negative Einkommen (Verlust) zu einer Verlustverrechnung führen kann. 
Über die Höhe dieses verrechenbaren Verlusts ist erst im Zeitpunkt der 
Verlustverrechnung zu entscheiden (BGE 140 I 114 E. 2.4.1; Richner et al., Kommentar 

8

Urteil A 2022 26 / A 2022 27

zum Zürcher Steuergesetz, 4. Aufl. 2021, § 140 N 16). Ebenso fehlt das 
Rechtsschutzinteresse, wenn die Beschwerde nicht erkennbar auf die Abänderung der im 
Einspracheentscheid festgesetzten Steuerfaktoren (steuerbares Einkommen bzw. 
steuerbarer Reingewinn), den Steuersatz oder die Steuerbeträge abzielt oder wenn das 
Begehren bereits im vorinstanzlichen Verfahren gestellt und gutgeheissen wurde bzw. 
dazu in Widerspruch steht (Hunziker/Bigler, a.a.O., Art. 140 N 23 mit Hinweisen; BGer 
2C_254/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 3.2; 2C_91/2012 vom 17. August 2012 E. 1.3.3 
und 2C_645/2011 vom 12. März 2012 E. 3.4).

4.3 Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts kommt einer Veranlagung bei 
periodischen Steuern nur für die betreffende Periode Rechtskraft zu; die tatsächlichen und 
rechtlichen Verhältnisse können daher in einem späteren Veranlagungszeitraum anders 
gewürdigt werden. Die Erwägungen, worauf die Festsetzung der Steuerfaktoren beruhen, 
haben dabei nur die Bedeutung von Motiven; diese nehmen an der materiellen Rechtskraft 
der Entscheidung für sich alleine grundsätzlich nicht teil. Rechtskräftig wird deshalb nur 
die Taxation als solche, nicht die rechtlichen Qualifikationen einzelner Posten, welche zu 
dieser geführt haben (BGE 140 I 114 E. 2.4.2; BGer 2C_1204/2013 vom 2. Oktober 2014 
E. 3.4.2 f.).

4.4 Ein steuerrechtliches Interesse wird auch dann verlangt, wenn der Steuerpflichtige 
die Verweigerung des rechtlichen Gehörs geltend macht. Diese Rechtsprechung setzt 
voraus, dass der angefochtene Entscheid von der zuständigen und korrekt besetzten 
Behörde erlassen sowie im richtigen Verfahren und in der richtigen Form ergangen ist 
(Richner et al., a.a.O., § 147 N 11 i.V.m.§ 140 N 17 mit Hinweisen).

5.
5.1 Dass es sich vorliegend in beiden streitgegenständlichen Steuerperioden um 
Nullveranlagungen handelt, ist unbestritten. Die Rekurrentin hat gegen die Steuerfaktoren 
denn auch keine Einwände erhoben. Damit besteht nach ständiger höchstrichterlicher 
Rechtsprechung kein schutzwürdiges Interesse an der Erhebung eines Rechtsmittels 
(vgl. vorstehende E. 4.2 f.). 

5.2 Was die Rekurrentin mit Blick auf die Verrechnungssteuer vorbringt, vermag das 
erforderliche Rechtsschutzinteresse nicht zu begründen. 

9

Urteil A 2022 26 / A 2022 27

Gegenstand der angefochtenen Einspracheentscheide bzw. der diesen 
zugrundeliegenden Veranlagungsverfügungen ist die geschuldete Gewinn- (direkte 
Bundessteuer und Kantonssteuer) sowie Kapitalsteuer (Kantonssteuer) der Rekurrentin für 
die Steuerperioden 2018 und 2019. Davon nicht betroffen sind hingegen Forderungen 
oder Rückerstattungsansprüche im Rahmen der Verrechnungssteuer. Sowohl das 
Verfahren der Verrechnungssteuererhebung als auch jenes der 
Verrechnungssteuerrückerstattung sind separat geregelt und sehen ein eigenständiges 
Veranlagungs- und Rechtsmittelverfahren vor (vgl. Art. 38 ff. des Bundesgesetzes über die 
Verrechnungssteuer [VStG; SR 642.21]; Art. 48 ff. VStG). Dass ein Entscheid des 
kantonalen Verrechnungssteueramts nach Art. 52 Abs. 2 VStG mit der 
Veranlagungsverfügung verbunden werden kann, begründet jedenfalls kein 
Rechtschutzinteresse mit Blick auf die Gewinnsteuer, auch wenn umstrittene Fragen im 
Bereich der Verrechnungssteuer bestünden (vgl. BGer 2C_526/2020 vom 20. Oktober 
2020 E. 3.5.2). Bei den erfolgten Aufrechnungen im Rahmen der beiden 
Nullveranlagungen zufolge geldwerter Leistungen handelt es sich überdies um 
gewinnsteuerliche Aufrechnungen, die die verrechnungssteuerliche Beurteilung der 
Aufrechnungen nicht vorwegnehmen. Es fehlt diesbezüglich an einer Bindungswirkung der 
gewinnsteuerlichen Veranlagung (BGer 2C_526/2020 vom 20. Oktober 2020 E. 3.5.3).

5.3 Soweit die Rekurrentin mit der Verweigerung des rechtlichen Gehörs sowie 
Rechtsmissbrauch argumentiert, ist sie mit Blick auf das vorstehend Ausgeführte 
(vgl. insb. E. 4.4 und 5.2) ebenfalls nicht zu hören. 

5.4 Nach dem Gesagten (vgl. insbesondere E. 5.2) besteht auch kein Grund zur 
Unterbrechung des vorliegenden Verfahrens bis zum Abschluss der Buchprüfung durch 
die ESTV (vgl. Antrag 4 der verbesserten Rekursschrift vom 15. Dezember 2022), auch 
diesbezüglich ist der Rekurs abzuweisen. 

6. Zusammenfassend hat die Rekurrentin kein Rechtsschutzinteresse an der 
materiellen Beurteilung der gewinnsteuerlichen Nullveranlagungen. Der Rekurs ist folglich 
sowohl betreffend die Steuerperiode 2018 als auch die Steuerperiode 2019 vollumfänglich 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Einspracheentscheide der 
Steuerverwaltung vom 25. Oktober 2022 und 17. November 2022 sind zu bestätigen. 

7.

10

Urteil A 2022 26 / A 2022 27

7.1 Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht werden der 
unterliegenden Partei auferlegt (§ 120 Abs. 1 StG; Art. 144 Abs. 1 DBG). Bei diesem 
Ausgang des Verfahrens unterliegt die Rekurrentin vollumfänglich. Die Höhe der 
Spruchgebühr beträgt Fr. 400.– bis Fr. 15'000.– (§ 1 Abs. 1 der Verordnung über die 
Kosten vor dem Verwaltungsgericht [KoV VG; BGS 162.12]). Die Kosten werden aufgrund 
des Zeit- und Arbeitsaufwandes, der Wichtigkeit und Schwierigkeit der Sache sowie des 
Streitwertes ermittelt (§ 1 Abs. 2 KoV VG; vgl. auch die Richtlinien für die Festlegung der 
Gerichtskosten gemäss § 22 VRG, wonach der Basiswert in Steuersachen Fr. 2'000.– 
beträgt). 

In Anbetracht dessen sowie unter Berücksichtigung der Tatsache, dass zwar aufgrund der 
Verfahrensvereinigung ein gewisser "Synergieeffekt" eingetreten ist, in beiden Verfahren 
aber bereits im Vornherein je ein (reduzierter) Kostenvorschuss unter dem Basiswert 
erhoben wurde, werden die Kosten auf gesamthaft Fr. 2'000.– festgesetzt und mit den 
geleisteten Kostenvorschüssen (Fr. 1'000.– je Verfahren) verrechnet. 

7.2 Eine Parteientschädigung ist der Rekurrentin bei diesem Verfahrensausgang nicht 
zuzusprechen (§ 120 Abs. 3 StG; Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]). Der 
Rekursgegnerin kann keine Parteientschädigung zugesprochen werden, da sie keine 
steuerpflichtige Person ist (§ 120 Abs. 3 StG) und zudem in ihrem amtlichen 
Wirkungskreis obsiegt (§ 28 Abs. 2a VRG).

11

Urteil A 2022 26 / A 2022 27

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Rekurse und die Beschwerden in den vereinigten Verfahren A 2022 26 / 
A 2022 27 werden abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Der Rekurrentin wird eine Spruchgebühr von Fr. 2'000.– auferlegt, die mit den 
geleisteten Kostenvorschüssen von total Fr. 2'000.– (Fr. 1'000.– je Verfahren) 
verrechnet wird. 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Eröffnung beim 
Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Vertreterin der Rekurrentin (im Doppel; mit ausführlicher 
Rechtsmittelbelehrung), an die Steuerverwaltung des Kantons Zug, an die 
Eidgenössische Steuerverwaltung, Bern sowie zum Vollzug von Ziff. 2 im 
Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug. 

Zug, 21. Februar 2023

Im Namen der
ABGABERECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am