# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b113e4b1-9989-5194-a85d-2cef214b2fd0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 30.07.2020 725 20 128/187
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-128-187_2020-07-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 30. Juli 2020 (725 20 128 / 187) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Einstellung der Leistungen des Unfallversicherers bei Erreichen des Status quo ante  
 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Eduard Schoch, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 
8010 Zürich, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1959 geborene A.____ ist seit dem 1. Januar 1997 in einem Teilzeitpensum bei 
B.____ tätig und im Rahmen dieser Anstellung bei der Allianz Suisse Versicherungs-
Gesellschaft AG (nachfolgend: Allianz) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufs-
krankheiten versichert. Am 28. Januar 2019 liess A.____ der Allianz durch seine Arbeitgeberin 
einen Unfall melden. Gemäss den Angaben im Formular "Unfallmeldung UVG" ist der Versi-
cherte am 4. November 2018 beim schnellen Gehen auf einem Waldweg auf einer Baumwurzel 
ausgerutscht und hat sich den Fuss übertreten. Die erstbehandelnde Ärztin Dr. med. C.____, 

 

 
 
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Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte eine "Distorsion rechtes Sprunggelenk/rechter 
Fuss" (vgl. das Formular "Erstes Arztzeugnis - UVG" vom 18. Februar 2018). Nachdem sie 
nach Eingang der Unfallmeldung für die Heilungskosten aufgekommen war, erliess die Allianz 
am 17. Mai 2019 eine Verfügung, mit welcher sie die Versicherungsleistungen per 25. März 
2019 einstellte. Zur Begründung hielt sie unter Hinweis auf ihre medizinischen Abklärungen im 
Wesentlichen fest, dass ab 25. März 2019 die Unfallfolgen abgeklungen seien und sich der Ge-
sundheitszustand des Versicherten auch ohne den Unfall identisch zeigen würde. An dieser 
Leistungseinstellung per 25. März 2019 hielt die Allianz auf Einsprache des Versicherten hin mit 
Einspracheentscheid vom 21. Februar 2020 fest. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Edu-
ard Schoch, am 23. März 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einspracheentscheid 
aufzuheben und es sei die Allianz zu verpflichten, ihm aus dem Unfallereignis vom 4. November 
2018 weiterhin die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen. Eventualiter sei die Sa-
che an die Allianz zurückzuweisen, damit diese weitere medizinische Abklärungen veranlasse; 
unter o/e-Kostenfolge. Zudem stellte er die Verfahrensanträge, es seien die Akten "des Vorder-
verfahrens" beizuziehen, und es sei ein unabhängiges medizinisches Gerichtsgutachten einzu-
holen.  
 
C. In ihrer Beschwerdeantwort vom 4. Mai 2020 beantragte die Allianz, die Beschwerde 
sei abzuweisen; unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in D.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 23. März 2020 ist demnach 
einzutreten.  
 
2. Strittig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen für 
das Unfallereignis vom 4. November 2018 zu Recht per 25. März 2019 eingestellt hat. 

 

 
 
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2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss 
Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung 
der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Per-
son. Das Taggeld beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. 
Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG).  
 
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 
Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise 
bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschrei-
bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige 
Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. 
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung 
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begrün-
dung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 
Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, 
wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall be-
standen hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksals-
mässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später einge-
stellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kau-
salzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 
nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich 
hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - 
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang ge-

 

 
 
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geben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweis-
grundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für 
sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Juli 2015, 
8C_294/2015, E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
3.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arzt-
berichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-
folgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 
E. 3a mit Hinweis). 
 
3.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 

4.1 Laut den Angaben im Formular "Erstes Arztzeugnis - UVG" vom 18. Februar 2019 di-
agnostizierte Dr. C.____ beim Versicherten anlässlich der Erstbehandlung vom 5. November 
2018 eine "Distorsion rechtes Sprunggelenk/rechter Fuss". Als Befund gab die genannte Ärztin 
Druckdolenzen über dem Processus lateralis tali sowie im Bereich des Sinus tarsi an. Sie über-
wies den Patienten an PD Dr. med. E.____, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH. In seinem Sprechstundenbericht vom 11. Januar 2019 hielt dieser 
als Diagnose einen "Verdacht auf subtalare Arthrose Rückfuss rechts" fest. In der Anamnese 
führte er aus, beim Versicherten bestünden seit einem schweren Distorsionstrauma beim Jog-
gen im Jahr 2012 rezidivierende Beschwerden am rechten Rückfuss. Die Beschwerden hätten 
dann in den folgenden Jahren abgenommen. Seit der vor einem Jahr durchgeführten Dis-

 

 
 
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kushernien-Operation seien wieder zunehmend Schmerzen im Bereich des lateralen Fusses 
aufgetreten. Im November 2018 sei ein erneutes mittelschweres Supinationstrauma erfolgt; 
seither bestünden anhaltende Schmerzen. PD Dr. E.____ veranlasste ein Spect-CT, um die 
Aktivität der Arthrose zu eruieren. Wie dem weiteren Sprechstundenbericht von PD Dr. E.____ 
vom 24. Januar 2019 zu entnehmen ist, bestätigte sich in diesem Spect-CT, das am 21. Januar 
2019 im Spital F.____ durchgeführt worden war, eine subtalare Arthrose, dies in Kombination 
mit einem subfibulären Impingement. Zudem habe sich im Bereich des linken Rückfusses ein 
grosses Lipom im Kalkaneus gezeigt. In seiner Beurteilung hielt PD Dr. E.____ fest, seines Er-
achtens liege ein posttraumatischer Zustand vor mit wahrscheinlich einer Fraktur im Rahmen 
des schweren Distorsionstraumas von 2012. In der Folge sei es dann zu einer Traumatisierung 
durch das schwere erneute Distorsionstrauma im November 2018 gekommen. Am 26. März 
2019 nahm PD Dr. E.____ beim Versicherten operativ eine Subtalarthrodese rechts und ein 
Débridement der Peronealsehne rechts vor. Im Operationsbericht vom selben Tag verwies der 
genannte Facharzt im Abschnitt "Indikation" auf einen Status nach schwerem Distorsionstrauma 
mit vermutlicher Fraktur des Processus lateralis tali mit daran anschliessendem Ausbilden einer 
posttraumatischen subtalaren Arthrose. Nach Ausschöpfen der konservativen Therapieoptionen 
sei eine Arthrodese indiziert gewesen.  
 
4.2 In der Folge legte die Allianz die medizinischen Akten ihrem beratenden Arzt Dr. med. 
G.____, Chirurgie und Traumatologie FMH, vor und ersuchte diesen um Beurteilung der Frage, 
ob der operative Eingriff vom 26. März 2019 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mindestens 
teilweise in einem kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis vom 4. November 2018 stehe. 
Dr. G.____ wies in seiner Beurteilung vom 9. April 2019 vorab darauf hin, dass sich keine Do-
kumentation eines klinischen Befunds nach dem Ereignis vom 4. November 2018 finde (Häma-
tombildung, Röntgenbefund, Art der Behandlung etc.), die eine Beurteilung erlauben würde, ob 
eine neue relevante Verletzung erfolgt sei. Im Weiteren vertrat er den Standpunkt, dass die ak-
tuellen Beschwerden jedenfalls auf eine schon seit Jahren bestehende Arthrose im USG zu-
rückzuführen seien (MRI 2012 und 2013) mit konsekutiver Subtalararthrodese am 26. März 
2019. Dieser Eingriff könne, so sein Fazit, nicht als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal mit 
dem Ereignis vom 4. November 2018 begründet werden.  
 
4.3 Nachdem die Allianz dem Versicherten gestützt auf die vorstehende Beurteilung von 
Dr. G.____ eine Einstellung ihrer Leistungen per 25. März 2019 in Aussicht gestellt hatte, wand-
te sich PD Dr. E.____ mit Schreiben vom 3. Mai 2019 an die Beschwerdegegnerin. Darin führte 
er aus, dass seines Erachtens beim Versicherten eine posttraumatische Arthrose subtalar vor-
liege. Die Beschwerden, wie er sie am 24. Januar 2019 in seinem Sprechstundenbericht fest-
gehalten habe, hätten bis zum 25. März 2019 keine Änderungen erfahren. Aus diesem Grund 
nehme er nicht an, dass die Beschwerden bis dahin abgeklungen seien. Sowohl die Anamnese 
als auch die vorliegenden Vorbefunde und der intraoperative Befund würden für eine posttrau-
matische Genese sprechen.  
 
4.4 Die Allianz legte das Dossier samt der letztgenannten Eingabe von PD Dr. E.____ 
nochmals ihrem beratenden Arzt Dr. G.____ vor. Dieser hielt in seiner Stellungnahme vom 
14. Mai 2019 fest, aus den nachgereichten Unterlagen - dem Schreiben von PD Dr. E.____ und 

 

 
 
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dem Bericht über das Spect-CT vom 21. Januar 2019 - würden sich keine Hinweise für ereig-
niskausale Verletzungen, hingegen Zeichen der bereits seit langem bestehenden Arthrose in 
den Fusswurzelgelenken beidseits ergeben. Die Operation vom 26. März 2019 könne deshalb 
nicht als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal mit dem Ereignis vom 4. November 2018 
begründet werden.  
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des vorliegend strittigen me-
dizinischen Sachverhalts auf die Ergebnisse, zu denen ihr beratender Arzt Dr. G.____ in seinen 
Beurteilungen vom 9. April 2019 und 14. Mai 2019 gelangt ist. Sie ging demzufolge davon aus, 
dass die Unfallfolgen ab 25. März 2019 abgeklungen seien und sich der Gesundheitszustand 
des Versicherten ab dann auch ohne den Unfall identisch gezeigt hätte. Das Ereignis vom 
4. November 2018 habe wohl zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der Beschwerden 
geführt, die am 26. März 2019 durchgeführte Subtalararthrodese könne jedoch nicht auf das 
genannte Ereignis zurückgeführt werden. Dieses Ergebnis der vorinstanzlichen Beweiswürdi-
gung ist nicht zu beanstanden. Nach der Rechtsprechung kommt zwar dem Bericht eines bera-
tenden Arztes des Versicherungsträgers nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Ge-
richtsgutachten, ein solcher Bericht ist aber soweit zu berücksichtigen, als keine - auch nur ge-
ringe - Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfolgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 471 
E. 4.7). Vorliegend besteht kein Anlass, an der Richtigkeit der Feststellungen von Dr. G.____ zu 
zweifeln. Dieser setzt sich in seinen fachärztlichen Stellungnahmen mit den bei den Akten lie-
genden medizinischen Unterlagen auseinander und er nimmt eine schlüssige Beurteilung der 
strittigen Kausalitätsfrage vor. So erwähnt er insbesondere zu Recht, dass sich in den Akten 
keine Dokumentation eines klinischen Befunds nach dem Ereignis vom 4. November 2018 fin-
det (Hämatombildung, Röntgenbefund, Art der Behandlung etc.), die eine Beurteilung erlauben 
würde, ob eine neue relevante Verletzung erfolgt ist. Ebenso weist er zutreffend darauf hin, 
dass der Beschwerdeführer an einer schon seit Jahren bestehenden Arthrose im USG leidet 
(MRI 2012 und 2013).  
 
5.2 Für die Richtigkeit der vorinstanzlichen Beweiswürdigung sprechen weitere Gründe. So 
fällt auf, dass die Unfallmeldung des Versicherten am 28. Januar 2019 und somit erst knapp 
drei Monate nach dem Ereignis vom 4. November 2018 erfolgte. Zu beachten ist sodann, dass 
der Versicherte unmittelbar im Anschluss an den Vorfall nicht - auch nicht für eine kurze Zeit - 
arbeitsunfähig war. Dieser Umstand weckt doch Erstaunen, wenn es, wie PD Dr. E.____ im 
Sprechstundenbericht vom 24. Januar 2019 ausführt, anlässlich des Ereignisses vom 4. No-
vember 2018 tatsächlich zu einem "schweren erneuten Distorsionstrauma" gekommen sein soll. 
Hinter diese - vom operierenden Arzt zuletzt festgehaltene - Diagnose ist deshalb bereits aus 
diesem Grund ein Fragezeichen zu setzen. Dazu kommt, dass die Verletzung, die sich der Ver-
sicherte anlässlich des Ereignisses zugezogen hat, im Laufe der Berichterstattung, als zuneh-
mend schwerwiegender geschildert wird. Während Dr. C.___ im Formular "Erstes Arztzeugnis - 
UVG" beim Versicherten anlässlich der Erstbehandlung vom 5. November 2018 lediglich eine 
"Distorsion rechtes Sprunggelenk/rechter Fuss" diagnostizierte hatte, sprach PD Dr. E.____ in 
seinem ersten Bericht vom 11. Januar 2019 bereits von einem mittelschweren Supinations-
trauma. In seinem nachfolgenden Bericht vom 24. Januar 2019 schliesslich ist dann - wie oben 

 

 
 
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ausgeführt - mittlerweile von einem schweren Distorsionstrauma die Rede. Hält man sich die 
genannten Aspekte - und Ungereimtheiten - vor Augen, so deutet doch vieles darauf hin, dass 
der Versicherte anlässlich des Ereignisses vom 4. November 2018 jedenfalls kein schwerwie-
gendes, sondern wohl eher ein leichtes Distorsionstrauma erlitten hat. Dies wiederum spricht für 
die Richtigkeit der Einschätzung der Allianz, wonach die Unfallfolgen spätestens ab 25. März 
2019 abgeklungen waren. 
 
5.3 Was der Versicherte in seiner Beschwerde vorbringt, führt zu keiner anderen Beurtei-
lung der strittigen Kausalitätsfrage.  
 

5.3.1 Für den Beschwerdeführer ist der Beweiswert der beiden Berichte von Dr. G.____ 
schon deshalb eingeschränkt, weil diese lediglich anhand der Akten und nicht gestützt auf eine 
(umfassende) persönliche Untersuchung verfasst worden seien. Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung ist jedoch eine reine Aktenbeurteilung bzw. ein reines Aktengutachten nicht an 
sich als unzuverlässig zu beurteilen. Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zu-
kommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche 
Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht. Aktengutachten sind 
insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen 
Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der 
Kausalzusammenhang und das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In 
diesen Fällen kann sehr wohl in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen 
Meinungen erwogen und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung 
deutlich gemacht werden (Urteil G. des Bundesgerichts vom 27. März 2008, 8C_540/2007, 
E. 3.2 mit Hinweisen). Eine solche Konstellation liegt hier vor. Dr. G.____ hatte gestützt auf die 
vorhandenen medizinischen Akten hauptsächlich zu beurteilen, ob der operative Eingriff vom 
26. März 2019 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mindestens teilweise in einem kausalen 
Zusammenhang zum Unfallereignis vom 4. November 2018 steht. Bei dieser Fragestellung 
kann eine ausschliesslich gestützt auf die Akten erstellte Beurteilung durchaus Klärung bringen.  
 
5.3.2 Der Beschwerdeführer moniert sodann, dass die beiden Berichte von Dr. G.____ äus-
serst kurz und knapp gefasst seien. Dieser Einwand trifft zwar zu, der Versicherte kann daraus 
aber nichts zu seinen Gunsten ableiten. In diesem Zusammenhang gilt es zu berücksichtigen, 
dass überhaupt nur sehr wenige medizinische Berichte vorliegen, die sich mit den Folgen des 
Ereignisses vom 4. November 2018 befassen. So findet sich in den Akten - wie sich auch 
Dr. G.____ zu Recht gewundert hat (vgl. E. 5.1 hiervor) - beispielsweise keine Dokumentation 
eines klinischen Befunds nach dem Ereignis vom 4. November 2018 (Hämatombildung, Rönt-
genbefund, Art der Behandlung etc.). Sind aber nur einige wenige Aktenstücke zu würdigen, so 
darf die entsprechende Beurteilung - notgedrungen - auch kurz ausfallen. Entscheidend ist ein-
zig, dass Dr. G.____ alle vorhandenen Arztberichte berücksichtigt und gewürdigt hat. Für die 
Annahme, dass dies hier nicht der Fall gewesen wäre, liegen jedenfalls keinerlei Anhaltspunkte 
vor. 
 
5.3.3 Der Beschwerdeführer verweist schliesslich auf die Einschätzung des behandelnden 
Arztes PD Dr. E.___, die erheblich von der Kausalitätsbeurteilung von Dr. G.____ abweiche. 

 

 
 
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Laut der Stellungnahme von PD Dr. E.____ vom 3. Mai 2019 hätten die Beschwerden, die er 
am 24. Januar 2019 festgehalten habe, bis zum 25. März 2019 keine Änderungen erfahren. 
Mithin seien sie aus diesem Grund nicht abgeklungen und sowohl die Anamnese als auch die 
vorliegenden Befunde sowie der intraoperative Befund würden für eine posttraumatische Gene-
se sprechen. Diese Ausführungen des behandelnden Arztes vermögen das vorinstanzliche Be-
weisergebnis ebenfalls nicht in Frage zu stellen. Würdigt man nämlich den Operationsbericht 
von PD Dr. E.____ vom 26. März 2019, so fällt insbesondere auf, dass dieser überhaupt keine 
Hinweise auf den Unfall vom 4. November 2018 bzw. auf eine vorübergehende, auf dieses Er-
eignis zurückzuführende und im Operationszeitpunkt nach wie vor bestehende Verschlimme-
rung des Zustandes am rechten Fuss enthält. PD Dr. E.____ beschreibt in seiner Operationsin-
dikation vielmehr einen Status nach schwerem Distorsionstrauma mit vermutlicher Fraktur des 
Processus lateralis tali und ein im Anschluss daran erfolgtes Ausbilden einer posttraumatischen 
subtalaren Arthrose. Dieses schwere Distorsionstrauma mit vermutlicher Fraktur des Processus 
lateralis tali erfolgte nun aber nicht anlässlich des hier zur Diskussion stehenden Ereignisses 
vom 4. November 2018, sondern bei einem früheren Unfall, den der Versicherte im Jahr 2012 
beim Joggen erlitten hatte (vgl. den Hinweis im Sprechstundenbericht von PD Dr. E.____ vom 
11. Januar 2019). Wenn deshalb der behandelnde Facharzt in seiner Stellungnahme vom 
3. Mai 2019 von einer "posttraumatischen" Genese der operativ angegangenen Gesundheits-
schädigung spricht, dann nimmt er offensichtlich auf diesen früheren Unfall von 2012 und eben 
nicht auf das hier strittige Ereignis vom 4. November 2018 Bezug.  
 
5.4 Nach dem Gesagten ist deshalb davon auszugehen, dass das Ereignis vom 4. No-
vember 2018 lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes am ge-
sundheitlich bereits beeinträchtigten rechten Fuss des Versicherten führte. Wie die Beschwer-
degegnerin zutreffend geltend macht, spricht die medizinische Aktenlage jedoch klar dafür, 
dass diese vorübergehenden Beeinträchtigungen aus dem Ereignis vom 4. November 2018 
spätestens ab 25. März 2019 wieder abgeklungen waren und deshalb der status quo ante spä-
testens im genannten Zeitpunkt wieder erreicht war.  
 
5.5 Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung 
des massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, so besteht kein Anlass, dem in der Be-
schwerde vom 23. März 2020 gestellten Verfahrensantrag des Versicherten zu entsprechen, 
wonach ein unabhängiges medizinisches Gerichtsgutachten einzuholen sei. Der Anspruch auf 
rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und - als Korrelat - die 
Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässi-
gen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der 
Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sach-
verhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Be-
weismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach kon-
stanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 144 II 427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3.3). 
 
6. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin be-
rechtigt war, ihre Versicherungsleistungen für die Folgen des Ereignisses vom 4. November 

 

 
 
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2018 per 25. März 2019 einzustellen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 21. Februar 
2020 ist demnach nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Be-
schwerde führt. 
 
7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Dem Prozessausgang entsprechend ist dem Beschwerdeführer keine Parteientschä-
digung zu Lasten der Allianz zuzusprechen. Entgegen ihrem Antrag in der Beschwerdeantwort 
vom 4. Mai 2020 steht auch der Allianz - trotz Obsiegens - keine Parteientschädigung zu Lasten 
des Beschwerdeführers zu. Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf Ersatz der Parteikos-
ten ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. Damit wird klargestellt, dass dem 
Beschwerdegegner, d.h. dem Versicherungsträger, keinesfalls ein Parteientschädigungsan-
spruch zusteht (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 61 
N 218).  
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 

 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht