# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5c01da4-5470-5a05-a0f9-0beda052f4cc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.06.2023 200 2023 171
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-171_2023-06-20.pdf

## Full Text

200 23 171 EL
MAK/ISD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 20. Juni 2023

Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 15. Februar 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2023 , EL/23/171, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1946 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 10. Juni 2022 zum Bezug von Ergänzungsleistungen (EL) 
neben seiner Altersrente an (Akten der Ausgleichskasse des Kantons Bern 
[AKB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1). Dabei gab er 
unter anderem an, dass sein Vermögen per 31. Dezember des Vorjahres 
Fr. 20'713.-- betragen habe (AB 1/4 Ziff. 10.1; vgl. auch AB 5/3) und er am 
26. September 2019 Vermögenswerte in der Höhe von Fr. 100'000.-- an 
Dritte übertragen habe (AB 1/5 Ziff. 10.8). Mit Verfügung vom 7. Oktober 
2022 (AB 16) verneinte die AKB einen EL-Anspruch mit der Begründung, 
unter Berücksichtigung eines Sparvermögens von Fr. 20'713.-- und eines 
Verzichtsvermögens von Fr. 147'712.-- liege das Vermögen des Beschwer-
deführers per 31. Dezember 2021 über der zulässigen Vermögensschwelle 
von Fr. 100'000.-- (vgl. auch AB 16/4). Die dagegen erhobene Einsprache 
(AB 17) wies die AKB mit Einspracheentscheid vom 15. Februar 2023 ab 
(AB 18).

B.

Mit Schreiben vom 13. März 2023 (Posteingang) wandte sich der Versi-
cherte erneut an die AKB und beantragte sinngemäss die Aufhebung des 
angefochtenen Einspracheentscheids sowie die Zusprache von EL. Das 
Schreiben samt Beilagen wurde von der AKB am 13. März 2023 an das 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern weitergeleitet.

Mit Beschwerdeantwort vom 31. Mai 2023 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2023, EL/23/171, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 15. Februar 
2023 (AB 18). Gemäss bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Rechts-
begehren nach Treu und Glauben auszulegen, insbesondere im Lichte der 
dazu gegebenen Begründung (BGE 147 V 360 E. 4.2.1 S. 373). Der Be-
schwerdeführer stellt in der Beschwerde zwar rein formal keine Anträge, 
jedoch geht aus seinen Ausführungen und insbesondere der vorangegan-
genen Einsprache vom 27. Oktober 2022 (AB 17/1) unzweifelhaft hervor, 
dass er sich einzig gegen die Anrechnung eines Verzichtsvermögens wen-
det. Streitig und zu prüfen ist folglich der Anspruch auf EL und in diesem 
Zusammenhang einzig die Anrechnung eines Verzichtsvermögens. Die 
richterliche Beurteilung hat sich daher praxisgemäss auf diesen Punkt zu 
beschränken, wogegen kein Anlass besteht, die übrigen, unbestrittenen 
Berechnungspositionen in die Prüfung mit einzubeziehen (BGE 131 V 329 
E. 4 S. 330).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2023 , EL/23/171, Seite 4

1.3 Umstritten ist die Anrechnung eines Verzichtsvermögens von 
Fr. 147'712.--, welches sich gemäss der Zusammenstellung der Beschwer-
degegnerin im Wesentlichen aus einem unbelegten Vermögensrückgang 
von Fr. 57'712.-- und einer Zahlung von Fr. 100'000.-- an die Lebenspart-
nerin des Beschwerdeführers, B.________, abzüglich der Amortisation pro 
2022 von Fr. 10’000.-- zusammensetzt (vgl. AB 16/4). Bei alleinstehenden 
Bezügern einer Altersrente wird nach Abzug eines Freibetrags lediglich ein 
Zehntel des Reinvermögens als Einnahmen angerechnet (vgl. Art. 11 
Abs. 1 lit. c ELG). Gemäss der provisorischen EL-Berechnung beträgt das 
anrechenbare Vermögen, einschliesslich des unbestrittenen Spargutha-
bens und abzüglich des Freibetrags sowie der Amortisation, Fr. 13'842.-- 
(vgl. AB 16/5). Wenn hypothetisch sogar sämtliches Vermögen unberück-
sichtigt bliebe und bei den Einnahmen einzig die Altersrente angerechnet 
würde, betrüge der EL-Anspruch pro 2022 Fr. 10'264.-- (Fr. 32'056.-- ./. 
Fr. 21'792.--). Weil der angefochtene Einspracheentscheid in zeitlicher Hin-
sicht nur für ein Kalenderjahr Rechtsbeständigkeit entfaltet (vgl. BGE 141 V 
255 E. 1.3 S. 258, 128 V 39 E. 3b S. 41; SVR 2019 EL Nr. 9 S. 20 E. 2.3), 
liegt der Streitwert dem Voranstehenden zufolge so oder anders unter 
Fr. 20'000.--. Die Beurteilung der Beschwerde fällt damit in die einzelrich-
terliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 ELG haben Personen mit Wohnsitz und ge-
wöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz Anspruch auf Ergän-
zungsleistungen, wenn sie eine Rente der Alters- und Hinterlassenenversi-
cherung (AHV) oder Invalidenversicherung (IV) beziehen oder nach lit. b 
oder d der genannten Bestimmung Anspruch auf eine solche Rente hätten. 
Die Ergänzungsleistungen bestehen aus der jährlichen Ergänzungsleistung 
sowie der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 
Abs. 1 ELG). Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um 

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den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen überstei-
gen, mindestens jedoch dem höheren der folgenden Beträge (Art. 9 Abs. 1 
ELG):

a) der höchsten Prämienverbilligung, die der Kanton für Personen 
festgelegt hat, die weder Ergänzungsleistungen noch Sozialhilfe 
beziehen;

b) 60 % des Pauschalbetrages für die obligatorische Krankenpflege-
versicherung nach Art. 10 Abs. 3 lit. d ELG.

2.2 Nach Art. 9a Abs. 1 lit. a ELG haben alleinstehende Personen nur 
dann Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie über ein Reinvermö-
gen unterhalb der Vermögensschwelle von Fr. 100'000.-- verfügen. Ferner 
gehört nach Art. 9a Abs. 3 ELG Vermögen, auf welches nach Art. 11a 
Abs. 2 - 4 ELG verzichtet wurde, auch zum Reinvermögen nach Art. 9a 
Abs. 1 ELG.

2.2.1 Gemäss Art. 11a Abs. 2 ELG werden die übrigen Einnahmen, Ver-
mögenswerte und gesetzlichen oder vertraglichen Rechte, auf die eine 
Person ohne Rechtspflicht und ohne gleichwertige Gegenleistung verzich-
tet hat, als Einnahmen angerechnet, als wäre nie darauf verzichtet worden. 
Die Tatbestandselemente "ohne rechtliche Verpflichtung" resp. "ohne 
adäquate Gegenleistung" sind nicht kumulativ, sondern alternativ (BGE 134 
I 65 E. 3.2 S. 70 = Pra 2008 S. 562, 131 V 329; SVR 2020 EL Nr. 4 S. 13 
E. 3.2.2). In zeitlicher Hinsicht ist zu beachten, dass für die Berücksichti-
gung eines Vermögensverzichts in der EL-Berechnung grundsätzlich uner-
heblich ist, wie weit die Verzichtshandlung zurückliegt (BGE 146 V 306 
E. 2.3.1 S 308).

2.2.2 Eine Verzichtshandlung liegt u.a. vor, wenn die versicherte Person 
einen Rechtsanspruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, 
davon aber faktisch nicht Gebrauch macht bzw. ihre Rechte nicht durch-
setzt (BGE 140 V 267 E. 2.2 S. 270; SVR 2018 EL Nr. 10 S. 26 E. 3.1). 

2.2.3 Ein Vermögensverzicht gemäss Art. 11a Abs. 2 ELG liegt vor, wenn 
eine Person Vermögenswerte veräussert, ohne dazu rechtlich verpflichtet 
zu sein, und die Gegenleistung weniger als 90 % des Wertes der Leistung 
entspricht (Art. 17b lit. a ELV). Die Höhe des Verzichts bei Veräusserung 

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entspricht der Differenz zwischen dem Wert der Leistung und dem Wert der 
Gegenleistung (Art. 17c ELV).

2.3 Im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht hat die leistungsansprechende 
Person bei einer ausserordentlichen Abnahme des Vermögens diejenigen 
Tatsachen zu behaupten und soweit möglich auch zu belegen, die einen 
Vermögensverzicht ausschliessen. Ist ein einmal bestehendes Vermögen 
nicht mehr vorhanden, trägt sie die Beweislast dafür, dass es in Erfüllung 
einer rechtlichen Pflicht oder gegen eine adäquate Gegenleistung hingege-
ben worden ist. Dabei genügt weder die blosse Möglichkeit eines bestimm-
ten Sachverhalts noch Glaubhaftmachen, sondern es gilt der Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Bei Beweislosigkeit, d.h. wenn es 
dem Leistungsansprecher nicht gelingt, einen (überdurchschnittlichen) 
Vermögensrückgang zu belegen oder die Gründe dafür rechtsgenügend 
darzutun, wird ein Vermögensverzicht angenommen und ein hypotheti-
sches Vermögen sowie darauf entfallender Ertrag angerechnet (BGE 146 V 
306 E. 2.3.2 S. 308).

3.

3.1 Aufgrund der Akten erstellt und insoweit zwischen den Parteien un-
bestritten ist folgender Sachverhalt: Der Beschwerdeführer übertrug mit 
Kaufvertrag vom 26. September 2019 (AB 9) eine Liegenschaft (Wohn-
haus/Scheune mit Umschwung, …, …; …-Grundbuchblatt Nr. … [vgl. 
AB 9/1 Ziff. I]) an seinen Sohn. Dies zu einem Kaufpreis von Fr. 675'000.-- 
(AB 9/5 Ziff. II/2), wovon – nach Tilgung von Hypothekarschulden – der 
Restbetrag von Fr. 205'291.70 per 30. Oktober 2019 auf ein vom Be-
schwerdeführer bezeichnetes Bankkonto gutgeschrieben wurde (AB 9/3 
Ziff. II/3). Unter Berücksichtigung dieser Gutschrift wies das gemeinsame 
Bankkonto des Beschwerdeführers und B.________ (IBAN: CH …) per 
31. Dezember 2019 einen Kontosaldo von Fr. 222'927.80 auf (AB 11/2). Mit 
Banküberweisung vom 26. Mai 2020 (AB 11/4) wurde der Betrag von 
Fr. 100'000.-- vom gemeinsamen Privatkonto des Beschwerdeführers und 
B.________ auf das Privatkonto von B.________ (IBAN: CH …) überwie-
sen. 

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Das steuerbare Wertschriftenvermögen des Beschwerdeführers entwickelte 
sich zwischen 2017 und 2021 wie folgt: Fr. 28'574.-- (2017; AB 5/26), 
Fr. 33'463.-- (2018; AB 5/47), Fr. 227'915.-- (2019; AB 5/57), Fr. 108'419.-- 
(2020; AB 5/71) und Fr. 20'713.-- (2021; AB 5/7; vgl. zum Ganzen AB 2/3).

Mit Schreiben vom 26. Juli 2022 (AB 11/1) bestätigte der Beschwerdefüh-
rer, dass eine Überweisung von Fr. 100'000.-- auf das Privatkonto von 
B.________ erfolgt sei. Die weitere Vermögensverminderung resultiere aus 
Investitionen in "…", welche ihm hohe Renditen versprochen gehabt habe. 
Dies sei allerdings ein Betrug gewesen und er habe damit fast sein ganzes 
Vermögen verloren.

Mit einem weiteren Schreiben vom 5. September 2022 (Posteingang; 
AB 15/1) hielt der Beschwerdeführer fest, B.________ sei seit 1992 seine 
Lebenspartnerin. Seit 1996 hätten sie im nunmehr verkauften Elternhaus 
gewohnt und von Anfang an den ganzen Unterhalt im und am Haus über-
nommen. Nach der Übernahme der Liegenschaft hätten sie auch die anfal-
lenden Kosten vom gemeinsamen Konto beglichen (Unterhalt, Ausbau, 
Büro, OG Wohnung, Umgebungs- und Gartenarbeiten etc. [vgl. auch 
AB 15/2 f.]). Daher sei immer klar gewesen, dass B.________ einen Teil 
zurückbekomme. 

3.2 Die per Valuta 26. Mai 2020 erfolgte Zahlung von Fr. 100'000.-- an 
B.________ erfolgte weder gestützt auf einen vorgängig abgeschlossenen 
Vertrag noch aufgrund einer anderweitigen, nachgewiesenen Verpflichtung 
des Beschwerdeführers. Namentlich lag für die Zahlung – wie von der Be-
schwerdegegnerin zutreffend eingewendet (Beschwerdeantwort S. 3 
Ziff. 2.3) – weder ein Darlehensvertrag noch eine Rückzahlungsvereinba-
rung vor. Die Überweisung erfolgte demnach ohne jegliche rechtliche Ver-
pflichtung des Beschwerdeführers sowie ohne adäquate Gegenleistung. 
Anderweitiges ist nicht erstellt (vgl. zur Beweislastverteilung vorne E. 2.3). 
Im Gegenteil hat der Beschwerdeführer in den Steuererklärungen vor 2019 
– anders als betreffend weitere Gläubiger (vgl. dazu AB 5/12 Ziff. 4.3 
[2017]; 5/33 Ziff. 4.3 [2018]; siehe zudem AB 5/52 Ziff. 4.3 [2019], 5/63 
Ziff. 4.3 [2020], 5/4 Ziff. 4.3 [2021]) – keine Schulden oder offene Verbind-
lichkeiten gegenüber B.________ aufgeführt. Seine Zahlung stellt demnach 
(am ehesten) eine Schenkung (Art. 239 Abs. 1 des Schweizerischen Obli-

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gationenrechts [OR; SR 220]) oder ein damit vergleichbares Rechtsge-
schäft dar. Derartige Rechtsgeschäfte bilden nach der Rechtsprechung im 
Bereich der Ergänzungsleistungen regelmässig einen Vermögensverzicht 
i.S.v. Art. 11a Abs. 2 ELG (vgl. vorne E. 2.2.2 f.; BGE V 329 E. 4.4 S. 336 
in Bezug auf eine gemischte Schenkung; URS MÜLLER, Rechtsprechung 
des Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl. 2015, Rz. 621 [zu aArt. 11 ELG] mit 
weiteren Hinweisen). 

Daran vermag nichts zu ändern, dass B.________ den Beschwerdeführer 
gemäss dessen Angaben während etlicher Jahre finanziell und persönlich 
unterstützt hat (vgl. Beschwerde S. 1; AB 15/1). Denn darin liegt zwar das – 
durchaus nachvollziehbare – Motiv im Sinne von Dankbarkeit und Verbun-
denheit für die später vom Beschwerdeführer vorgenommene Vermögens-
zuwendung, begründet aber für sich noch keine Rechtspflicht. Auch be-
stand weder rechtlich (Abgeltung der früher empfangenen Unterstützungs-
leistungen), noch ökonomisch (Notwendigkeit der Rückerstattung bzw. Ab-
geltung von Unterstützungsleistungen oder Gewinnbeteiligung) eine 
adäquate Gegenleistung, da nicht ersichtlich ist, dass B.________ beim 
Erbringen der geltend gemachten Leistungen (juristisch) eine Gegenleis-
tung beansprucht oder (ökonomisch) eine solche vorausgesetzt hätte (vgl. 
RALPH JÖHL/PATRICIA USINGER-EGGER, in: ULRICH MEYER [Hrsg.], Schwei-
zerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XVI, Soziale Sicherheit, 
3. Aufl. 2016, S. 1885 Fn 896 mit Hinweis auf BGE 131 V 329). Sodann 
handelt es sich auch nicht um die Erfüllung einer sittlichen Pflicht (Art. 239 
Abs. 3 OR). Denn die Voraussetzungen zur Annahme einer solchen Pflicht 
sind streng: Es reicht nicht aus, dass ein bestimmtes Verhalten gesell-
schaftlich erwartet wird, sondern das Unterlassen dieses Verhaltens muss 
als unanständig qualifiziert werden (BGE 131 V 329 E. 4.2 S. 333). Dies ist 
hier aufgrund der gegebenen Umstände nicht der Fall. Ohnehin würde eine 
bloss moralische oder allenfalls eine sittliche Pflicht für die Verneinung ei-
nes Vermögensverzichts nicht ausreichen (vgl. WOLFGANG ERNST/THOMAS 
GÄCHTER, Schranken der Freiheit, Die Behandlung von Schenkungen im 
Privatrecht und im Ergänzungsleistungsrecht, in SZS 2011 S. 152).

Dass der Beschwerdeführer B.________ für die ihm langjährig entgegen-
gebrachte (finanzielle) Unterstützung entschädigen wollte, ist zwar mit Blick 

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auf die persönliche Situation des Beschwerdeführers ohne Weiteres ver-
ständlich. Indes haben diese Beweggründe respektive Umstände ange-
sichts der hier massgebenden rein EL-rechtlichen Betrachtungsweise un-
berücksichtigt zu bleiben.

3.3 Zusammenfassend ist die Zahlung von Fr. 100'000.-- an 
B.________ (AB 11/4) als Vermögensverzicht i.S.v. Art. 11a Abs. 2 ELG zu 
qualifizieren und entsprechend beim Reinvermögen anzurechnen. Unter 
diesen Umständen ist nicht weiter darauf einzugehen, ob und gegebenen-
falls inwieweit auch der vom Beschwerdeführer insbesondere 2021 erlittene 
substanzielle Vermögensverlust aus (spekulativen) Investitionen (vgl. dazu 
AB 11/7-13), welche sich im Nachhinein als betrügerisch herausgestellt 
hätten (vgl. dazu AB 5/30, 11/1, 17/1), als Vermögensverzicht anzurechnen 
wäre. Denn bereits unter Berücksichtigung des erstellten Wertschriftenver-
mögens per 31. Dezember 2021 von Fr. 20'713.-- (AB 5/7) und des Ver-
zichtsvermögens von Fr. 100'000.-- sowie der Amortisation von 
Fr. 10'000.-- pro 2022 (Art. 17e Abs. 1 ELV; vgl. dazu AB 16/4) resultiert ein 
massgebendes Reinvermögen von mehr als Fr. 100'000.--. Damit ist die für 
den Leistungsanspruch bestehende Vermögensschwelle (Art. 9a Abs. 1 
lit. a ELG; vgl. vorne E. 2.2) überschritten, weshalb kein Anspruch auf Er-
gänzungsleistungen besteht.

4.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
15. Februar 2023 (AB 18) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene 
Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

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5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
ELG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.