# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ded50ec6-5dec-5d2d-b766-215533da2c22
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.06.2016 200 2015 725
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-725_2016-06-06.pdf

## Full Text

200 15 725 IV
ACT/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Juni 2016

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. Juli 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2016, IV/15/725, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Nachdem der 1965 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. 
Beschwerdeführer), angelernter ..., vom behandelnden Arzt im Januar 2012 
unter Hinweis auf einen deutlichen Beckenschiefstand bei Beinverkürzung 
rechts von ca. 6 cm und eine funktionelle Arthrodese des rechten Knies bei 
der Invalidenversicherung (IV) zur Früherfassung angemeldet worden war 
(Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin], 
Antwortbeilage [AB] 2), meldete er sich im Februar 2012 unter Hinweis auf 
entsprechende Beeinträchtigungen selber zum Leistungsbezug an (AB 6). 
Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen (AB 8 ff.) stellte die IVB 
mit Vorbescheid vom 20. Mai 2014 (AB 37) die Abweisung des Leistungs-
begehrens bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 13 % in Aussicht. Auf 
Einwand (AB 43) hin veranlasste die IVB eine orthopädische Begutachtung 
(Gutachten vom 31. März 2015; AB 64.1). Mit zweitem Vorbescheid vom 
4. Mai 2015 (AB 66) stellte die IVB bei einem ermittelten Invaliditätsgrad in 
gleicher Höhe wiederum die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aus-
sicht. Auf Einwand (AB 70) und Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD; AB 73 ff.) hin verfügte sie am 10. Juli 2015 wie im Vorbe-
scheid in Aussicht gestellt (AB 76).

B.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. 
B.________, am 17. August 2015 Beschwerde erheben und beantragen, 
unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihm eine Invalidenrente 
auszurichten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Er bezweifelte im 
Wesentlichen die Zweckmässigkeit einer Schuhsohlenerhöhung und einer 
Knieoperation (Arthrodese) und verlangte eine Abklärung durch einen 
Orthopädietechniker sowie eine erneute orthopädische und darüber hinaus 
zusätzlich neurologische und rheumatologische Begutachtung. Gleichzeitig 
beantragte der Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege unter 
Beiordnung von Rechtsanwältin Dr. B.________ als amtliche Anwältin.

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Mit Beschwerdeantwort vom 25. September 2015 beantragte die Be-
schwerdegegnerin unter Verweis auf Stellungnahmen des RAD vom 
17. und 18. September 2015 die Abweisung der Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 18. Februar 2016 nutzte der Beschwerdeführer die Mög-
lichkeit zur Stellungnahme zu den neu eingereichten Berichten des RAD.

Aufforderungsgemäss teilte der Beschwerdeführer am 29. Februar 2016 
mit, dass seine Rechtsschutzversicherung Kostengutsprache für das Be-
schwerdeverfahren erteilt habe.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten. 

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. Juli 2015 (AB 76). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-

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ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Was den Gesundheitszustand betrifft, ist den Akten im Wesentli-
chen das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Gemäss Bericht des Dr. med. C.________ vom 12. Juli 1982 
(AB 1.2/1 f.; vgl. auch AB 1.1/8 f.) sei der Beschwerdeführer 1969, als er 
noch in der ... gelebt habe, von einem Baum gestürzt und habe sich eine 
Oberschenkelfraktur rechts zugezogen, welche 1971 chirurgisch reponiert 
worden sei. 1980 sei eine Operation wegen Osteomyelitis erfolgt; das rech-
te Kniegelenk sei in Streckstellung praktisch vollständig versteift.

3.1.2 Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie FMH, diagnostizierte im Bericht vom 30. März 2009 
(AB 13/11 f.) im Wesentlichen (1.) ein Lumbovertebralsyndrom mit/bei 
Fehlstatik und Fehlbelastung infolge Beinverkürzung rechts und Ankylosie-
rung des rechten Kniegelenkes und (2.) eine Kniegelenksarthrose rechts 
bei Status nach chronischer Osteomyelitis des rechten Femur. Seit einigen 
Monaten bestünden Schmerzen lumbal median; früher habe der Be-
schwerdeführer keine Rückenbeschwerden beklagt. In früheren Jahren sei 
eine Schuherhöhung von 3 cm rechts bei Beinverkürzung rechts durchge-

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führt worden; diese habe wegen rezidivierendem Anstossen mit dem rech-
ten Schuh wieder entfernt werden müssen.

3.1.3 Prof. Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte im 
Sprechstundenbericht vom 1. April 2011 (AB 13/7 f.) ein lokales linksseiti-
ges Lumbalsyndrom mit intermittierender Schmerzausstrahlung in das linke 
Bein und eine Hypoplasie des rechten Beines mit Ankylose des Kniegelen-
kes und Verkürzung. Eindrücklich sei die Beckenfehlstellung bedingt durch 
die Hypoplasie des rechten Beines. Dagegen kontrastierten die Befunde im 
Kreuzbereich mit diesen relativ diskreten Veränderungen. Eine offensichtli-
che Erklärung nebst dieser Degeneration L3/L4 für die Schmerzproblematik 
und namentlich für die Schmerzausstrahlung in das linke Bein bestehe 
nicht. Es bestehe sicherlich kein chirurgischer Handlungsbedarf. Bezüglich 
des rechten Beines bestehe allein schon aufgrund des klinischen Aspektes 
eine massive Hypoplasie mit fehlender Muskulatur und einem steifen Knie-
gelenk. Hier seien keine therapeutischen Optionen von chirurgischer Seite 
zu diskutieren; allenfalls könne man einen Schuhausgleich zur Kompensa-
tion der Beinlängendifferenz diskutieren.

3.1.4 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte im Bericht 
vom 5. Mai 2011 (AB 13/9 f.) eine Lumbalgie linksbetont, einen deutlichen 
Beckenschiefstand bei Beinverlängerung rechts von ca. 6 cm, einen Status 
nach Sanierung eines Oberschenkelinfektes mit resultierender Beinlängen-
verkürzung, eine Septopalketteneinlage in mehreren Eingriffen und ausge-
prägten Muskelverlust im Oberschenkel rechts sowie eine funktionelle Ar-
throdese im Knie rechts. Die Des-Arthrodesierung des rechten Kniegelenks 
sei prinzipiell möglich, aber auch mit Problemen verbunden. Ein Ausgleich 
der Beinlänge sei nur durch die Implantation einer Spezial-Knieprothese 
möglich, was aber bei fehlendem Schmerz im rechten Kniegelenk erstens 
ethisch fraglich und zweitens auch technisch schwierig sei.

3.1.5 Anlässlich einer wirbelsäulenchirurgischen Sprechstunde in der or-
thopädischen Klinik H.________ vom 8. Juni 2011 (Bericht vom 10. Juni 
2011; AB 13/13 f.) beklagte der Beschwerdeführer vorwiegend lumbale 
Schmerzen auf der linken Seite. Bei der Untersuchung habe sich eine völlig 

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erhaltene Kraft auf der linken Seite gezeigt. Die Knie- und Hüftgelenksbe-
weglichkeit sei links ohne Befund; auf der rechten Seite bestehe eine Ein-
schränkung, wobei die Kraft des Fusses hier auch vollständig erhalten sei. 
Der Beschwerdeführer habe angegeben, dass er ständig auf dem linken 
Bein stehe und nur dieses belaste, da im rechten Bein die Kraft völlig fehle. 
Zu erwähnen sei auch, dass der Beschwerdeführer offensichtlich auch 
schon Spezialschuhe mit Schuherhöhung gehabt habe, die er nicht trage, 
da sie ihm zu schwer erschienen seien und er ausserdem dazu neige, mit 
dem rechten Schuh hängen zu bleiben. Auf den Röntgenbildern zeige sich 
ein hochgradiger Beckenschiefstand, der sich bei der Messung auf mindes-
tens 3 cm links höher als rechts bestätigen lasse, mit einer demzufolge 
lang gezogenen, typischen skoliotischen Deformation der Wirbelsäule nach 
rechts konvex mit nachfolgender Beeinträchtigung einerseits der Gelenke, 
insbesondere auf der Höhe L4/5, L5/S1 linksseitig, sowie vor allem auch 
eine Beeinträchtigung der muskulären Situation im Sinne einer Dysbalance. 
Das MRI zeige ausser leichtgradigen degenerativen Veränderungen keine 
signifikante Änderung. Es sei davon auszugehen, dass sich durch einen 
Schuhausgleich die Wirbelsäule aufrichte und demzufolge die Beschwer-
den vergehen würden.

3.1.6 Der Hausarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 22. März 2012 (AB 13/2 ff.; 
vgl. auch AB 2) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine akute Lumbal-
gie linksbetont mit/bei deutlichem Beckenschiefstand/Beinlängenverkür-
zung rechts von 6 cm, Status nach Sanierung eines Oberschenkelinfektes 
mit ausgeprägtem Muskelverlust im rechten Oberschenkel und funktioneller 
Arthrodese des rechten Knies.

3.1.7 Dem RAD-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, zufolge (Bericht vom 25. April 2012; AB 15) sei die bisherige 
Tätigkeit (Produktionsmitarbeiter an Drehbank) aufgrund der gesundheitli-
chen Problematik (vgl. E. 3.1.2 ff. hiervor) "vermutlich" auf Dauer nicht 
mehr zumutbar. Eine an die funktionellen Einschränkungen angepasste, 
körperlich leichte Tätigkeit im Wechsel von Stehen und Sitzen und bei er-
gonomisch angepasstem Arbeitsplatz sollte bei vollem Arbeitspensum und 
nicht wesentlich eingeschränkter Leistung möglich sein. Einsätze auf Lei-

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tern und Gerüsten sowie Arbeiten, die Stand- und Gangsicherheit verlan-
gen, seien nicht möglich.

3.1.8 Laut Bericht des behandelnden Orthopäden Dr. med. F.________ 
vom 28. November 2013 (AB 31/3) wäre zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit 
die operative Totalversteifung des rechten Kniegelenks die einzig sinnvolle 
Möglichkeit.

Die konsiliarische Abklärung auf der Orthopädie der Klinik J.________ in ... 
von Februar 2014 (Bericht vom 12. Februar 2014; AB 31/1 f.) ergab die 
Diagnose einer posttraumatischen Gonarthrose rechts bei Status nach Un-
fall mit Oberschenkelfraktur in der Kindheit. Der Beschwerdeführer fühle 
sich noch nicht zu einer operativen Arthrodese bereit; alternative Thera-
piemöglichkeiten seien das Anpassen eines Gipstutors und dann allenfalls 
eine Schienenversorgung.

3.1.9 Dr. med. K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte im orthopä-
disch-traumatologischen Gutachten vom 31. März 2015 (AB 64.1) 

- ein ankylosiertes Knie rechts mit/bei Status nach konservativer Be-
handlung einer Femurfraktur 1969, Status nach chirurgischer Revisi-
on 1971, Status nach Operation wegen chronischer Osteomyelitis 
1981, sekundärer Fehlstellung des Femurs in allen Ebenen, Verkür-
zung des Femurs um 4 cm, Osteopenie des Femurs und Funktions-
störung unter anderem wegen massiver Atrophie der Oberschenkel-
muskulatur,

- eine unspezifische Lumbalgie und
- Aggravierung und Rentenbegehrlichkeit (S. 16).

Der Beschwerdeführer schätze sich selbst im Rahmen seiner ausgeprägten 
Selbstlimitation als kaum mehr arbeitsfähig ein, was sich aus orthopädi-
scher Sicht insbesondere im Vergleich mit der klinischen Situation vor der 
eingetretenen Arbeitsunfähigkeit nicht durch Befunde am Bewegungsappa-
rat begründen lasse. Aufgrund der im Rahmen des Gutachtens erhobenen 
Befunde sei medizinisch nämlich hinreichend ausgewiesen, dass er seine 
bisherige Tätigkeit grundsätzlich im gleichen Rahmen (zeitlich und leis-
tungsmässig) zumutbar verwerten könne. Weder klinisch noch radiologisch 

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habe sich gegenüber dem Vorzustand etwas derart verschlechtert, dass 
davon Gegenteiliges ab- oder herzuleiten wäre, sodass die neu und zusätz-
lich geklagten Symptome nicht mit objektivierbaren Befunden am Bewe-
gungsapparat erklärbar seien. In körperlicher Hinsicht bestehe seit vielen 
Jahren eine Ankylosierung im rechten Knie mit Wackelbewegungen, wel-
che wahrscheinlich einen kleinen Teil der Schmerzen erklärbar machen 
können, mit/bei Verkürzung des Femurs (radiologisch gemessen 4 cm), 
was korrekterweise mit einem Schuhsohlenaufbau von 3 cm ausgeglichen 
werden "kann/soll[t]e". Empirisch dürfte dadurch nämlich das nun zusätz-
lich geklagte und als invalidisierend empfundene lumbovertebrale Syndrom 
hinreichend behandelt sein und verschwinden. Soweit das der Beschwer-
deführer nicht möchte, könne das medizinisch nicht gestützt werden 
(S. 17 f.).

3.1.10 Nach Ansicht der RAD-Ärztin Dr. med. L.________, Fachärztin für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
könne vollumfänglich auf das Gutachten (vgl. E. 3.1.9 hiervor) abgestellt 
werden. Eine vom Gutachter vorgeschlagene Schuherhöhung sei dem Be-
schwerdeführer ohne Frage im Rahmen der Schadenminderungspflicht 
zumutbar. Da ein derartiger Ausgleich aus Kork oder PU-Kunststoff ange-
fertigt werden könne, sei die Sorge wegen eines zu hohen Gewichts des 
Schuhs unberechtigt (Bericht vom 1. Juli 2015; AB 75/2 f.).

Mit Stellungnahme vom 17. September 2015 (in den Gerichtsakten) präzi-
sierte die RAD-Ärztin Dr. med. L.________, das im Jahr 2009 aufgetretene 
Lumbalsyndrom bei Femurverkürzung rechts um 4 cm sei durch den Schu-
hausgleich zu verbessern. Es werde offensichtlich, dass der Beschwerde-
führer die Schuherhöhung nicht tragen wolle. Zur Abklärung der Zusam-
menhänge zwischen Rückenschmerz und Knieverletzung seien nicht nur 
Fotografien, sondern auch Radiografien angefertigt und angefordert wor-
den, deren Befunde in die gutachterliche Urteilsfindung eingeflossen seien. 
Dass ein Schuhausgleich von 3 cm zu schwer wäre und deshalb dem Be-
schwerdeführer nicht zugemutet werden könne, werde von der Praxis wi-
derlegt. Selbstverständlich müsse zuerst eine stundenweise Gewöhnung 
an die veränderten statischen Verhältnisse erfolgen.

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3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3). 

3.3 Das Gutachten des Dr. med. K.________ vom 31. März 2015 (AB 
64.1; vgl. E. 3.1.9 hiervor) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung 
an Expertisen und erbringt vollen Beweis (vgl. E. 3.2 hiervor), insbesondere 
ist das Gutachten umfassend und berücksichtigt den ganzen Körper und 
damit auch den Rücken (AB 64.1/10 ff.; dies entgegen den Vorbringen in 
der Beschwerde, S. 18). Das Gutachten stimmt denn auch im Wesentlichen 
mit den Vorakten überein. Ein Schuhausgleich wurde schon früher seitens 
der orthopädischen Klinik H.________ gemäss Bericht vom 10. Juni 2011 

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(AB 13/13 f.; vgl. E. 3.1.5) empfohlen, dies gerade auch im Wissen, dass 
ein Spezialschuh dem Beschwerdeführer zu schwer sei und er damit hän-
genbleibe. Die Verwendung einer Schuherhöhung ist damit – entgegen der 
Auffassung in der Beschwerde, S. 15 f., 21 und 26, sowie der Stellung-
nahme vom 18. Februar 2016, S. 1 ff. – bereits seit längerer Zeit medizi-
nisch ohne weiteres zumutbar; es ist selbstverständlich, dass dies einer 
Angewöhnungszeit und jeweiliger Anpassungen bedarf. Eine Abklärung 
durch einen Orthopädietechniker ist – anders als in der Beschwerde, S. 17, 
21 und 27, sowie in der Stellungnahme vom 18. Februar 2016, S. 3, ange-
nommen – nicht zielführend, da die entsprechende Einschätzung durch 
einen Mediziner vorgenommen werden muss, handelt es sich doch um ein 
medizinisches Problem. Von der Indikation einer Arthrodese geht nach an-
fänglichen Zweifeln (AB 13/9 f.; vgl. E. 3.1.4 hiervor) nunmehr auch der 
behandelnde Orthopäde aus (so AB 31/3; vgl. E. 3.1.8 hiervor). Ganz all-
gemein werden von den involvierten Ärzten konsequent-stringent dieselben 
Behandlungen empfohlen, nämlich eine Arthrodese (Berichte vom 5. Mai 
2011 [AB 13/9 f.], 28. November 2013 [AB 31/3] und 31. März 2015 
[AB 64.1/20]) sowie eine Schuhsohlenerhöhung (Berichte vom 1. April 2011 
[AB 13/7 f.], 10. Juni 2011 [AB 13/13 f.], 31. März 2015 [AB 64.1/17], 1. Juli 
2015 [AB 75/2 f.] und 17. September 2015 [in den Gerichtsakten]); von ei-
ner Ratlosigkeit der Fachärzte (vgl. Beschwerde, S. 17) kann also keine 
Rede sein. Unterschiedlich beurteilt wird vorliegend einzig das Zumutbar-
keitsprofil, wobei der RAD-Arzt seinerzeit den Beschwerdeführer nicht sel-
ber untersucht hat und seine entsprechenden Einschätzungen denn auch 
entsprechend relativierte ("vermutlich"; AB 15/3; vgl. E. 3.1.7 hiervor); auf 
umfassenden Abklärungen beruht demgegenüber das gutachterliche Zu-
mutbarkeitsprofil (AB 64.1/17 lit B). In diesem Zusammenhang ist auch die 
Aussage, die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit sei nicht durch Befunde 
am Bewegungsapparat zu begründen, ohne weiteres einleuchtend (vgl. 
Beschwerde, S. 25). Sodann ist die geltend gemachte Verdrehung des 
Beins (Beschwerde, S. 16 f.) nicht erstellt (RAD-Bericht vom 17. September 
2015, S. 3; in den Gerichtsakten). Entgegen der Auffassung in der Be-
schwerde, S. 23, ist schliesslich nicht ersichtlich, inwiefern der Gutachter 
befangen sein sollte; wenn er den Eindruck hat, dass Hinweise auf Aggra-
vierung und Rentenbegehrlichkeit vorliegen (AB 64.1/17 lit. B), ist es seine 
Pflicht, dies in der Expertise zum Ausdruck zu bringen (vgl. BGE 141 V 281 

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E. 2.2.1 S. 287 betreffend somatoforme Schmerzstörung). In den Akten 
finden sich keine Anhaltspunkte, die gegen die Zuverlässigkeit der Ein-
schätzung des Experten sprächen. Vielmehr bestätigt der RAD im Bericht 
vom 17. September 2015 (in den Gerichtsakten) überzeugend die Ein-
schätzung des Experten. Weitere Abklärungen sind nicht nötig.

3.4 Soweit Herzprobleme geltend gemacht werden, ist darauf hinzuwei-
sen, dass der Beschwerdeführer nach der Re-Koronarangiographie vom 
13. Juli 2015 gleichentags beschwerdefrei in die ambulante Weiterbehand-
lung entlassen worden ist (Bericht der Klinik M.________ vom 13. Juli 
2015; Akten des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 29/1 f.). Die 
für den 17. August 2015 vorgesehene Operation (Beschwerde, S. 28) be-
trifft einen Sachverhalt nach Verfügungserlass und ist deshalb hier nicht zu 
beachten (BGE 121 V 362 E. 1b S. 366).

4.

Es kann offen bleiben, ob überhaupt ein invalidisierender Gesundheits-
schaden vorliegt, ist dem Beschwerdeführer die angestammte Arbeit doch 
vollumfänglich zumutbar (AB 64.1/18 ff.). Denn auch bei Durchführung ei-
nes Einkommensvergleichs resultiert ein rentenausschliessender Invali-
ditätsgrad:

4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2016, IV/15/725, Seite 13

schen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 30. Oktober 
2002, I 517/02, E. 1.2).

4.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 
133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruktur-
erhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass ge-
sundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeiter-
tätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.3 Frühest möglicher Rentenbeginn wäre – wenn auch das Wartejahr 
gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zu bejahen wäre, was offen bleiben kann – 
hier August 2012, da die Anmeldung von Februar 2012 datiert (AB 6) und 
die Sechsmonatsfrist des Art. 29 Abs. 1 IVG zu beachten ist.

4.4 Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne Ge-
sundheitsschaden weiterhin am angestammten Arbeitsplatz tätig wäre, so 
dass das Valideneinkommen gestützt auf den letzten Lohn zu bestimmen 
ist. Dieser betrug gemäss Angaben des ehemaligen Arbeitgebers im Jahr 
2012 Fr. 64'350.-- (AB 9/4 Ziff. 2.10).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2016, IV/15/725, Seite 14

Da der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet, ist das 
Invalideneinkommen aufgrund der Zahlen der LSE festzulegen; massge-
bend ist dabei praxisgemäss Tabelle TA1 (BVR 2016 S. 236 E. 4.2.2): Es 
ist somit auf LSE 2012, TA1, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten 
körperlicher oder handwerklicher Art), Männer, Total, im Betrag von 
Fr. 5'210.-- abzustellen. Unter zusätzlicher Berücksichtigung einer be-
triebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, Betriebsübliche Arbeits-
zeit {BUA}, Total, 2012) ergibt sich ein hypothetischer Jahreslohn von 
Fr. 65'177.10 (Fr. 5'210.-- x 12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 
Wochenarbeitsstunden). Der behinderungsbedingte Abzug von 10 % 
gemäss angefochtener Verfügung (AB 76/2) ist nicht zu beanstanden, was 
zu einem Invalideneinkommen von Fr. 58'659.40 führt.

Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultiert ein 
rentenausschliessender (vgl. E. 2.2 hiervor) Invaliditätsgrad von maximal 
9 % ([Fr. 64'350.-- ./. Fr. 58'659.40] / Fr. 64'350.--  x 100).

4.5 In der Folge besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Die an-
gefochtene Verfügung ist somit nicht zu beanstanden und die dagegen 
erhobene Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens 
hat der unterliegende Beschwerdeführer die Verfahrenskosten, gerichtlich 
bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen. 

5.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. Das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist zurückgezogen worden (Einga-
be vom 29. Februar 2016) und ist damit als erledigt abzuschreiben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juni 2016, IV/15/725, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
und Beiordnung von Rechtsanwältin Dr. B.________ als amtliche An-
wältin wird zufolge Rückzugs als erledigt vom Geschäftsverzeichnis 
abgeschrieben.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 29. Fe-

bruar 2016)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.