# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8b7e324-1fc1-5002-b079-043e1b9024eb
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-03
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 03.11.2011 BG.2011.39
**Docket/Reference:** BG.2011.39
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2011-39_2011-11-03

## Full Text

Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 3. November 2011 
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Tito Ponti, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Patrick Robert-Nicoud,  
Gerichtsschreiberin Sarah Wirz  

   
 
Parteien 

  
A. AG, 
 

Beschwerdeführerin 
 

 Gegen 
   

1. KANTON BASEL-STADT, 
 
2. KANTON SCHWYZ, 
 

Gesuchsgegner 
 

Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BG.2011.39 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

Die I. Beschwerdekammer hält fest, dass: 
 

- die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mit Gerichtsstandsverfügung vom 
22. September 2011 das Strafverfahren gegen B. wegen Veruntreuung 
zum Nachteil der A. AG von der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz 
übernommen hat (act. 1.1); 

 
- die A. AG, vertreten durch ihren Verwaltungsratspräsident C., hierzu am 

28. September 2011 eine Stellungnahme bei der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts einreichte, worin sie geltend machte, das Verfah-
ren gegen B. sei vom Kanton Schwyz zu führen (act. 1); 

 
- die I. Beschwerdekammer die A. AG mit Schreiben vom 3. Oktober 2011 

aufforderte, bis am 13. Oktober 2011 einen Kostenvorschuss in Höhe von 
Fr. 1'500.-- zu leisten (act. 2); 

 
- die A. AG am 6. Oktober 2011 mitteilte, sie sei nicht gewillt, weitere Kosten 

für das Verfahren zu übernehmen (act. 3), worauf die I. Beschwerdekam-
mer des Bundesstrafgericht am 11. Oktober 2011 eine Nachfrist zur Bezah-
lung des verlangten Kostenvorschusses bis am 24. Oktober 2011 ansetzte, 
andernfalls auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werde und sie erneut 
darauf aufmerksam machte, dass die Nichtbezahlung des Kostenvorschus-
ses nicht als Rückzug der Beschwerde gilt (act. 4); 

 
- innerhalb dieser Nachfrist kein entsprechender Zahlungseingang verzeich-

net werden konnte (act. 4). 
 
 
 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- sich die Kostenpflicht im Beschwerdeverfahren vor der I. Beschwerdekam-
mer nach Art. 73 StBOG bestimmt; 

 
- Art. 73 StBOG auf das Reglement des Bundesstrafgerichts vom 31. Au-

gust 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundes-
strafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) verweist; 

 
- Art. 73 StBOG und dem BStKR jedoch keine Regelung über Erhebung, Si-

cherstellung und Verteilung von Gerichtskosten entnommen werden kann, 
weshalb diesbezüglich ergänzend die Regeln des BGG anzuwenden sind, 
was der bisherigen gesetzlichen Regelung entspricht (vgl. zu dieser Prob-

- 3 - 

 

 

lematik die Entscheide des Bundesstrafgerichts BP.2011.1 vom 7. Feb-
ruar 2011; BV.2010.78 vom 28. Januar 2011, E. 3); 

 
- der Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin des Beschwerdeverfah-

rens eine angemessene Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses setzt 
und er oder sie der Partei eine Nachfrist ansetzt, wenn Erstere unbenutzt 
abläuft (Art. 62 Abs. 3 Satz 1 und 2 BGG analog); 

 
- die I. Beschwerdekammer auf die Beschwerde nicht eintritt, wenn der Kos-

tenvorschuss auch innerhalb dieser Nachfrist nicht geleistet wird (Art. 62 
Abs. 3 Satz 3 BGG analog); 

 
- die Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall auch die ihr zur Leistung des 

Kostenvorschusses anberaumte Nachfrist unbenutzt verstreichen liess, 
weshalb auf ihre Beschwerde androhungsgemäss nicht einzutreten ist; 

 
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin als unterlie-

gende Partei die Kosten für das Beschwerdeverfahren zu tragen hat 
(Art. 66 Abs. 1 BGG analog); 

 
- die Gerichtsgebühr auf das Minimum von Fr. 200.-- festgesetzt wird (Art. 5 

und 8 Abs. 1 BStKR). 
 

 
 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die I. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird der Beschwerdeführerin zur Bezah-

lung auferlegt. 
 
 

Bellinzona, 3. November 2011 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. AG, 
- Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, 
- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, 
 
 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.