# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1b3ac84b-dc45-5217-9c01-1b9cb2c1eed9
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-08-17
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 17.08.2022 BB.2022.81
**Docket/Reference:** BB.2022.81
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2022-81_2022-08-17

## Full Text

Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO);;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO);;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO);;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO)

Beschluss vom 17. August 2022 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Daniel Kipfer Fasciati und Giorgio Bomio-Giovanascini,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

A.,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 

Abs. 2 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2022.81 

  

 

 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- A. am 6. Juni 2022 bei der Bundesanwaltschaft eine Strafanzeige gegen die 

im Urteil des Bundesgerichts 4F_11/2021 vom 11. Juni 2021 mitwirkenden 

Richter und den mitwirkenden Gerichtsschreiber wegen «vorsätzlicher, 

schwerer Amtspflichtverletzung» erstattete (Verfahrensakten BA, Lasche 1); 

 

- das Bundesgericht im genannten Urteil auf ein Revisionsgesuch von A. vom 

23./24. Mai 2021 nicht eingetreten ist; 

 

- die Bundesanwaltschaft mit Datum vom 22. Juni 2022 die Nichtanhand-

nahme der Sache verfügt hat (Verfahrensakten BA, Lasche 2); 

 

- dagegen A. mit Beschwerde vom 28. Juni 2022 an die Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts gelangt ist und beantragt, es sei die Nichtanhand-

nahmeverfügung aufzuheben und die Bundesanwaltschaft anzuweisen, eine 

Strafuntersuchung zu eröffnen (act. 1); 

 

- A. dem Gericht mit Datum vom 20. bzw. 21. Juli 2022 einen Nachtrag zur 

Beschwerde zukommen liess (act. 4 und 5); 

 

- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wird (Art. 390 

Abs. 2 StPO e contrario). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer-

den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG); 

 

- die Bundesanwaltschaft mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 

22. Juni 2022 mangels hinreichenden Tatverdachts keine Strafuntersuchung 

eröffnete;  

 

- gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO für die Eröffnung einer Untersuchung ein 

hinreichender Tatverdacht verlangt wird, welcher sich aus den Informationen 

und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus eigenen Feststel-

lungen der Staatsanwaltschaft ergeben kann; 

 

 

 

- den Eingaben des Beschwerdeführers offensichtlich kein konkreter Sachver-

halt entnommen werden kann, der einen hinreichenden Tatverdacht begrün-

den könnte;  

 

- insbesondere ein für den Beschwerdeführer ungünstiger richterlicher Ent-

scheid nicht per se einen Amtsmissbrauch darstellt; vorliegend denn auch 

keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die betreffenden Bundesrichter 

und der Gerichtsschreiber ihre Amtsgewalt missbraucht hätten; im Nichtein-

tretensentscheid, der wegen mangelnder rechtsgenügender Begründung 

des Revisionsgesuchs gestützt auf Art. 42 BGG erging, jedenfalls kein Miss-

brauch der Amtsgewalt durch den betreffenden Spruchkörper erblickt wer-

den kann; 

 

- die Beschwerdegegnerin daher zu Recht keine Strafuntersuchung eröffnet 

hat; 

 

- sich die Beschwerde damit als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb 

sie abzuweisen ist; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Kosten zu 

tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG und Art. 5 

und 8 Abs. 1 BStKR).  

 

 

 

 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 17. August 2022 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Bundesanwaltschaft 

- Bundesrichterin B. 

- Bundesrichterin C. 

- Bundesrichterin D. 

- Bundesgerichtsschreiber E. 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.