# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31373a95-8276-56e0-b809-6de0419b91dc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.03.2024 200 2023 845
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-845_2024-03-21.pdf

## Full Text

200 23 845 IV
KOJ/BOC/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. März 2024

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Oktober 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich erstmals im August 2014 unter Hinweis auf 
eine chronische Depression, bestehend seit zirka 2010, bei der Invaliden-
versicherung bzw. der Sozialversicherungsanstalt des Kantons 
C.________ (nachfolgend: SVA C.________) zum Leistungsbezug an (Ak-
ten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 
18.78 i.V.m. act. II 18.72). Nach Abklärung des Leistungsanspruchs und 
Gewährung verschiedener beruflicher Massnahmen (act. II 18.50, 18.41, 
18.36, 18.19, 18.12) verneinte die SVA C.________ mit Verfügung vom 26. 
Februar 2016 (act. II 18.4) den Anspruch auf Leistungen der Invalidenver-
sicherung, da der Versicherte wieder vollständig arbeitsfähig sei. Diese 
Verfügung blieb unangefochten. 

Ende Januar 2016 verlegte der Versicherte seinen Wohnsitz nach … und 
kehrte im Verlaufe des Jahres 2019 in die Schweiz zurück (act. II 18.3/2). 
Nach einer im Februar 2020 erfolgten Früherfassung meldete sich der Ver-
sicherte im März 2020 erneut bei der Invalidenversicherung bzw. der IVB 
zum Leistungsbezug an und verwies auf mehrere Bandscheibenvorfälle 
und eine Spinalkanalstenose (act. II 1 - 5). Die IVB holte die Akten der SVA 
C.________ ein (act. II 15, 18.1 - 18.86) und klärte den Leistungsanspruch 
ab. Nach Gewährung von Beratung und Unterstützung beim Erhalt des 
derzeitigen Arbeitsplatzes (act. II 39) sowie der Einholung einer Stellung-
nahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. II 63) erfolgte am 5. 
Juli 2021 (act. II 71) der Abschluss der beruflichen Eingliederung, da der 
Versicherte per 1. August 2021 eine neue Arbeitsstelle (bei der 
D.________ AG in … als … [act. II 68/3 f.]) gefunden habe und voll arbeits-
fähig sei. Mit Verfügung vom 7. Oktober 2021 (act. II 83) verneinte die IVB 
bei einem Invaliditätsgrad von 2 % den Anspruch auf eine Rente. Diese 
Verfügung blieb unangefochten. Am 8. November 2021 (act. II 84) über-
wies die IVB die Akten zuständigkeitshalber an die Sozialversicherungsan-
stalt des Kantons E.________ (nachfolgend: SVA E.________)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 3

B.

Im Februar 2023 meldete sich der Versicherte ein weiteres Mal bei der In-
validenversicherung bzw. der IVB zum Leistungsbezug an und verwies auf 
Schmerzen und fehlende Kraft im rechten Oberarm, Schmerzen im Len-
denbereich und Gesäss, ausstrahlenden Schmerz im rechten Bein vom 
Oberschenkel bis ins Schienbein sowie gelegentlich Nacken- und Kopf-
schmerzen (drei Operationen an der Wirbelsäule; act. II 88). Auf Anfrage 
der IVB betreffend Aktenabtretung teilte die SVA E.________ am 13. Fe-
bruar 2023 (act. II 87.1, 87.3) mit, sie verfüge über keine neuen Dokumen-
te, da keine weiteren Anträge gestellt worden seien. Mit Schreiben vom 
17. Februar 2023 (act. II 92) forderte die IVB den Versicherten auf glaub-
haft zu machen, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten 
Verfügung vom 7. Oktober 2021 (act. II 83) in einer für den Anspruch er-
heblichen Weise geändert hätten. In der Folge reichte der Versicherte mit 
Eingabe vom 3. März 2023 (act. II 95) diverse medizinische Berichte ein. 
Am 8. März 2023 (act. II 98) teilte die IVB mit, da noch weitere medizini-
sche Abklärungen anstünden, seien zurzeit keine Eingliederungsmass-
nahmen möglich. Weiter nahm die IVB erwerbliche sowie medizinische 
Abklärungen vor (act. II 100; Akten der IVB [act. IIa] 101 f., 108) und holte 
die Akten der Krankentaggeldversicherung, der F.________ AG, ein (act. 
IIa 107.1 - 107.6, 112.1 - 112.3). Nach Einholung einer Stellungnahme des 
RAD (act. IIa 114) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 25. Juli 2023 (act. 
IIa 116) bei einem Invaliditätsgrad von 0 % die Verneinung des Rentenan-
spruchs in Aussicht. Nachdem der Versicherte, vertreten durch Rechtsan-
walt B.________, dagegen Einwände erhoben und die IVB eine weitere 
Stellungnahme des RAD eingeholt hatte (act. IIa 120, 123), verfügte sie am 
27. Oktober 2023 (act. IIa 124) wie vorbescheidweise angekündigt.

C.

Dagegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 29. November 2023 Beschwerde. Er beantragt, unter Auf-
hebung der angefochtenen Verfügung seien ihm die gesetzlichen Leistun-
gen auszurichten, insbesondere eine Rente. Eventualiter sei unter 

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Aufhebung der angefochtenen Verfügung das Verfahren an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen zu weiteren Abklärungen (vollständige Unter-
suchung der Beschwerden in den entsprechenden Fachdisziplinen bzw. 
Gutachten), alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Mit Beschwerdeantwort vom 15. Januar 2024 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 18. Januar 2024 zwei me-
dizinische Berichte ein (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 13 f.). Ein 
Doppel dieser Eingabe samt Beilagen wurde der Beschwerdegegnerin mit 
prozessleitender Verfügung vom 19. Januar 2024 zugestellt mit der Mög-
lichkeit zur Stellungnahme. 

Mit (unaufgeforderter) Eingabe vom 29. Januar 2024 macht der Beschwer-
deführer Ausführungen zur Beschwerdeantwort und hält an den beschwer-
deweise gestellten Rechtsbegehren fest. 

Die Beschwerdegegnerin hält mit Stellungnahme vom 6. Februar 2024 un-
ter Hinweis auf eine Stellungnahme des RAD vom 29. Januar 2024 an den 
in der Beschwerdeantwort gestellten Anträgen fest. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 7. Februar 2024 stellte der Instrukti-
onsrichter die Eingabe des Beschwerdeführers vom 29. Januar 2024 und 
die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 6. Februar 2024 samt der 
Stellungnahme des RAD vom 29. Januar 2024 je der Gegenpartei zu und 
gab dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Einreichung einer abschlies-
senden Stellungnahme.

Der Beschwerdeführer verweist mit Eingabe vom 12. Februar 2024 auf 
seine bisherigen Ausführungen und reicht aufforderungsgemäss eine aktu-
alisierte Kostennote ein. Ein Doppel dieser Eingabe wurde der Beschwer-
degegnerin mit prozessleitender Verfügung vom 14. Februar 2024 zur 
Kenntnisnahme zugestellt.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – vorbehält-
lich der Ausführungen in E. 1.2 hiernach – auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 27. Oktober 2023 (act. IIa 124). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Invalidenrente. Der Beschwerdeführer beantragt, es seien ihm die "gesetz-
lichen Leistungen auszurichten, insbesondere eine Rente". Soweit er damit 
neben einer Rente weitere Leistungen der Invalidenversicherung geltend 
macht, wurde darüber nicht verfügt, womit es diesbezüglich an einem An-
fechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt, 
so dass insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (BGE 131 V 164 
E. 2.1 S. 164; SVR 2021 AHV Nr. 21 S. 69 E. 5.2).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 
162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die angefochtene Verfü-
gung datiert vom 27. Oktober 2023 (act. IIa 124) und der frühestmögliche 
Zeitpunkt der potentiellen Entstehung des Rentenanspruchs liegt nach dem 
1. Januar 2022 (vgl. E. 5.5 hiernach), so dass die Bestimmungen des IVG 
und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenver-
sicherung (IVV; SR 831.201) in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung 
massgebend sind (Rz. 9100 des Kreisschreibens des Bundesamtes für 
Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenver-
sicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 148 
V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeits-
bereich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende 
Erwerbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem aus-
geglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-

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keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG).

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem 
Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 
des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Der Rentenanspruch ent-
steht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG 
beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG).

2.4 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invali-
ditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der 
Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des Invaliditätsgrades massge-
benden Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. Für 
die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das 

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die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.5

2.5.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 IVV).

2.5.2 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Invalidenrente von Amtes 
wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft erhöht, herabgesetzt oder auf-
gehoben, wenn der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Ren-
tenbezügers sich um mindestens fünf Prozentpunkte ändert (lit. a) oder auf 
100 % erhöht (lit. b). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Ände-
rung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditäts-
grad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist 
deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszu-
standes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Aus-
wirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen 
Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes 
erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeits-
fähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinde-
rung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 
103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

Eine weitere Diagnosestellung bedeutet nur dann eine revisionsrechtlich 
relevante Gesundheitsverschlechterung oder eine weggefallene Diagnose 
eine verbesserte gesundheitliche Situation, wenn diese veränderten Um-
stände den Rentenanspruch berühren (BGE 141 V 9 E. 5.2 S. 12; SVR 
2020 IV Nr. 25 S. 84 E. 3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 9

2.5.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 
200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

2.5.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3). 

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom Februar 
2023 (act. II 88) eingetreten und hat den Leistungsanspruch materiell ge-
prüft. Praxisgemäss ist die Eintretensfrage durch das Gericht daher nicht 
zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist durch einen Ver-
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der leistungsverneinenden Verfügung 
vom 7. Oktober 2021 (act. II 83) mit demjenigen im Zeitpunkt der angefoch-
tenen Verfügung vom 27. Oktober 2023 (act. IIa 124) zu prüfen, ob eine 
wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, 

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die geeignet ist, den Invaliditätsgrad in anspruchsbegründender Weise zu 
beeinflussen (vgl. E. 2.5.2 und 2.5.4 hiervor). Gegebenenfalls ist anschlies-
send der Leistungsanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allsei-
tig zu prüfen (vgl. E. 2.5.3 hiervor). 

3.2 Die Verfügung vom 7. Oktober 2021 (act. II 83) basierte in medizini-
scher Hinsicht hauptsächlich auf der Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. 
med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates, vom 5. Mai 2021 (act. II 63). Darin wurden 
die folgenden orthopädischen Diagnosen aufgeführt: 

Lumbale Spinalkanalstenosen bei Osteochondrose L2/L3 relativ, L3/L4 rezessal 
rechts, L4/L5 höhergradig mit Diskushernie, L5/S1 rezessal beidseits mit:
 Claudicatio spinalis, teilweise lumboradikuläre Symptome und chronisch inter-

mittierendes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei/mit:
 St.n. zweizeitiger Wirbelsäulenrekonstruktion und indirekter Dekompression 

02 - 03/2020 mit:
 St.n. ALIF L5/S1, 28. Februar 2020
 St.n. XLIF L2/L3, L3/L4 und L4/L5 und perkutaner Pedikelschrauben-Stab 

Stabilisierung links, 20. März 2020, beide Operationen Spital H.________

Beim Beschwerdeführer sei aufgrund von mehrsegmentalen, degenerati-
ven Veränderungen an der LWS eine operative Therapie durchgeführt wor-
den, welche eine Besserung von zirka 60 - 70 % gebracht habe. Der 
dokumentierte Verlauf der Behandlung entspreche dem zu erwartenden. 
Der Zustand sei als stabil zu bezeichnen. Es lägen keine neurologischen 
Ausfälle bedingt durch die Wirbelsäulenveränderungen vor. Weder die 
psychiatrischen noch die kardiologischen Diagnosen schienen einen Lei-
densdruck zu erzeugen, da der Beschwerdeführer deswegen nicht mehr in 
Behandlung sei. Es bestehe eine dauerhafte Minderbelastbarkeit der Len-
denwirbelsäule. In der bisherigen Tätigkeit als … bestehe keine Einschrän-
kung, sofern das Heben von Gegenständen über 10 - 15 kg unterlassen 
werde. Dies würde dem nachfolgend formulierten Zumutbarkeitsprofil in 
einer angepassten Tätigkeit entsprechen. Zumutbar seien körperlich leichte 
bis ausnahmsweise mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten ganztags 
über 8.5 Stunden ohne zusätzliche Leistungsminderung. Zu vermeiden 
seien Zwangshaltungen des Oberkörpers (z.B. längeres Verharren in vor-
nüber geneigter Haltung, ob stehend oder sitzend), Arbeiten mit repetitiven 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 11

Rotationsbewegungen des Oberkörpers, Rotation des Oberkörpers im Sit-
zen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das Heben von Lasten körperfern, 
repetitives Heben von Lasten über Brusthöhe, Überkopfarbeiten, das Be-
steigen von Leitern, repetitives Kauern, Bücken oder Tätigkeiten in nach 
vorn geneigter Haltung, repetitive, stereotype Bewegungsabläufe im Be-
reich der LWS sowie unerwartete asymmetrische Lasteinwirkungen. In 
Ausnahmefällen und in nicht repetitiver Weise könnten Gewichte von 10 -
15 kg gehoben und getragen werden.

3.3 Die vorliegend angefochtene Verfügung vom 27. Oktober 2023 (act. 
IIa 124) basiert in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf den folgen-
den Unterlagen: 

3.3.1 Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, führte im Bericht vom 16. De-
zember 2022 (act. IIa 108/14 f.) die folgenden Diagnosen auf:

St.n. ACDF C5/6 und C6/7, 14. September 2022, fecit Dr. med. I.________ (Spital 
H.________)
Indikation: Chronisch intermittierendes cervicospondylogenes und cervicoradi-
kuläres Schmerzsyndrom bei/mit:
 Segmentdegeneration C5/6 und C6/C7 mit foraminalen Engstellen beidseits
 ausgeprägt degenerative Veränderungen der HWS multisegmental, speziell 

C3/4
St.n. zweizeitiger mehrsegmentaler Wirbelsäulenrekonstruktion und indirekter De-
kompression 02 - 03/2020 mit:
 ALIF L5/S1, 28. Februar 2020
 XLIF L2/L3, L3/L4 und L4/L5 und perkutaner Pedikelschrauben-Stab Stabilisie-

rung beidseits, 20. März 2020
beide Operationen Spital H.________, fecit Dr. med. I.________ bei/mit:
 Indikation: hochgradige multisegmentale Veränderungen
 St.n. Infiltrationstherapie: zuletzt 27. November 2020

Der Beschwerdeführer habe orthopädischerseits schwerste degenerative 
Veränderungen im Bereich der LWS und der HWS. Bei invalidisierenden 
Schmerzen und hochgradiger neurogener Claudicatio sei Anfang 2020 die 
LWS rekonstruiert worden. Dann sei die Jobreintegration erfolgt. Bei zu-
nehmenden Beschwerden ausgehend von den Segmenten C5/C6 und 
C6/C7 sei 09/2022 komplikationsfrei die HWS operativ versorgt worden, 
noch nicht behandelt sei das stark verschlissene Segment C3/C4. Aktuell 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 12

bestünden noch Beschwerden einerseits ausgehend vom Segment C3/C4, 
andererseits gegebenenfalls von einer Lockerung der Schrauben S1 beid-
seits. In Anbetracht der hohen Motivation und des guten Ergebnisses der 
HWS-Operation könne die Arbeitsfähigkeit schrittweise gesteigert werden. 
Bis zum 18. Dezember 2022 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit be-
standen, ab 19. Dezember 2022 erfolge eine Steigerung um 20 % auf eine 
Arbeitsunfähigkeit von 80 %. Vom 1. bis 29. Januar 2023 bestehe eine Ar-
beitsunfähigkeit von 50 %.

3.3.2 Dr. med. I.________ hielt im Bericht vom 21. Februar 2023 (act. II 
95/10 f.) die folgenden aktuellen Diagnosen fest: 

1. Medialer Knieschmerz rechts (V.a. beginnende mediale Gonarthrose, DD: 
mediale Mensikusläsion)

2. Belastungsabhängiger Schulterschmerz rechts (V.a. Entzündung LBS)

Aktuell liege eine beginnende Problematik am rechten Kniegelenk und am 
rechten Schultergelenk vor. Hier könne die Physiotherapie sicher konserva-
tiv unterstützen. Bei Schmerzpersistenz oder Progredienz empfehle er eine 
Vorstellung in der Sprechstunde von Dr. med. J.________ (im Medizinial-
beruferegister ohne Facharzttitel verzeichnet [vgl. 
www.medregom.admin.ch]) zur Beurteilung der Situation und eventuell eine 
weitere Überweisung in eine Schulter- oder Kniesprechstunde. Er attestier-
te die folgende Arbeitsunfähigkeit: vom 19. bis 31. Dezember 2022 zu 80 % 
und vom 1. bis 29. Januar 2023 zu 50 %.

3.3.3 Im Bericht vom 22. März 2023 (act. IIa 108/8 f.) führte Dr. med. 
I.________ die gleichen Diagnosen wie im Bericht vom 16. Dezember 2022 
(act. IIa 108/14 f.) auf. Insgesamt berichte der Beschwerdeführer über eine 
wesentliche Besserung der Symptome im Bereich der Halswirbelsäule re-
spektive des Nackens und der Arme. Die Operation im Sinne einer biseg-
mentalen ACDF liege jetzt sechs Monate zurück. Es bestünden aber noch 
Abstrahlungen, speziell in die rechte Hand bei diffizilen Tätigkeiten wie 
Gemüse putzen, Äpfel schälen oder anderes. Insgesamt sei er mit dem 
erreichten OP-Ergebnis aber zufrieden. Der Beschwerdeführer arbeite in 
einem Pensum von 50 % als … in einem … in …. Die Leistungsfähigkeit 
mit einem Rhythmus von zwei Nächten arbeiten und fünf Tagen frei sei 
erreicht. Die Ausgangslage sei hoch komplex gewesen und man habe hier 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 13

mit insgesamt drei Wirbelsäulenoperationen, zweimalig an der Lendenwir-
belsäule und einmalig an der Halswirbelsäule, das Optimum von Aufwand 
und Wirkung erzielen können. Dennoch bestehe eine langstreckig vorope-
rierte Lendenwirbelsäule, eine Schraubenlockerung S1 rechts, eine vorope-
rierte Halswirbelsäule auf zwei Segmenten und weitere degenerative 
Veränderungen an einem zusätzlichen Segment kranial (C3/C4) und ver-
mutlich auch eine Schulterpathologie rechts. Vom 13. März bis zum 16. 
April 2023 bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit.

3.3.4 Dr. med. J.________ berichtete am 27. März 2023 (act. IIa 102) von 
einem verschlechterten Gesundheitszustand und es seien neu die folgen-
den Diagnosen hinzugekommen: 

 14. September 2022: anteriore cervicale Dekompression
 08/2021: Verschlechterung Asthma bronchiale
 Schlafapnoesyndrom
 Schraubenlockerung S1 beidseits

Es bestünden dauerhafte rezidivierende Schmerzen im LWS-Bereich und 
in der HWS mit Ausstrahlung in den rechten Arm sowie ein Verdacht auf 
eine Frozen Shoulder rechts. Der Beschwerdeführer berichte von einer 
Verschlechterung der Gesamtsituation mit multiplen Schmerzen, neu auch 
Knieschmerzen rechts und Schulterschmerzen rechts. Es bestünden chro-
nifizierte Schmerzen, der Beschwerdeführer sei faktisch nicht schmerzfrei, 
schweres Heben und unphysiologische Bewegungen verstärkten die Sym-
ptomatik, zudem sei die Konzentration aufgrund der Schmerzen einge-
schränkt. Die jetzige Erwerbstätigkeit als … sei so nicht dauerhaft 
zumutbar. Zumutbar sei eine leichte Bürotätigkeit vier bis fünf Stunden täg-
lich mit wechselnden Positionen (Sitzen, Stehen, Laufen), die Tätigkeit soll-
te keine monotonen, sich wiederholenden körperlich anstrengenden 
Arbeiten (Heben o.ä.) beinhalten. 

3.3.5 Der RAD-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte in der Stel-
lungnahme vom 13. Juli 2023 (act. IIa 114) die folgenden Diagnosen auf: 

 Degenerative HWS-Veränderungen mit Status nach OP am 14. September 
2022: ACDF C5/6 und C6/7

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 14

 Degenerative LWS-Veränderungen mit Status nach zwei Operationen 2020: 
ALIF L5/S1 und XLIF L2/L3

 Beginnende mediale Gonarthrose
 Belastungsabhängiger Schulterschmerz rechts

Bleibend minderbelastbar seien die Wirbelsäule und die Extremitäten des 
Beschwerdeführers. Asthma und Schlafapnoe seien gut behandelbar und 
die Therapie sei auch zumutbar, sodass hieraus keine Beeinträchtigungen 
von versicherungsmedizinischer Relevanz resultierten. Gastroenterologisch 
und kardiologisch seien keine Beeinträchtigungen von versicherungsmedi-
zinischer Relevanz festgestellt worden. Es lägen seit der Verfügung vom 
7. Oktober 2021 neue Diagnosen/Befunde vor, welche die Arbeitsfähigkeit 
in einem höheren Mass beeinträchtigten als bisher. Durch die Halswir-
belsäulenoperation am 14. September 2022 sei es zur Verschlechterung 
gekommen. Ab dem 13. September 2022 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 
100 % für jegliche Tätigkeit bis zum 31. Dezember 2022 bestanden. Seither 
seien dem Beschwerdeführer angepasste Tätigkeiten im Rahmen eines 
qualitativ etwas veränderten Zumutbarkeitsprofils wieder uneingeschränkt 
möglich. Zumutbar seien körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere 
Tätigkeiten in wechselbelastender oder überwiegend sitzender Position mit 
einer Gewichtsbelastung von maximal 10 - 15 kg ganztags über 8.5 Stun-
den ohne weitere Leistungsminderung. Zu vermeiden seien Zwangshaltun-
gen der Halswirbelsäule und des Oberkörpers (z.B. längeres Verharren in 
vornüber geneigter Haltung, ob stehend oder sitzend), stereotype Kopfbe-
wegungen, Arbeiten mit sich wiederholenden Rotationsbewegungen des 
Oberkörpers, Rotation des Oberkörpers im Sitzen/Stehen unter Gewichts-
belastung, das Heben von Lasten körperfern, repetitives Heben von Lasten 
über Brusthöhe, Überkopfarbeiten, überwiegendes Stehen und Gehen, 
Arbeiten in gebückter Haltung, Hocken und Knien, Gehen auf unebenem 
Gelände, längeres Abwärtsgehen, Springen, Steigen auf Leitern und 
Gerüste, häufiges Treppensteigen sowie Kälte-, Nässe- und Zugluftexposi-
tion.

3.3.6 Dr. med. J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, listete im Bericht vom 11. Sep-
tember 2023 (act. I 11) die folgende Haupt- und Nebendiagnose auf: 

 St.n. medialer Teilmeniskektomie Kniegelenk rechts vom 31. August 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 15

 Fussschmerzen links Planta pedis unklarer Ätiologie

Von Seiten des Kniegelenkes zeige sich ein fristgerechter Heilungsverlauf. 
Hier seien im Falle eines unkomplizierten weiteren Verlaufes keine Nach-
kontrollen angedacht. Von Seiten des Fusses finde sich kernspintomogra-
phisch kein klares Korrelat für die plantar lokalisierten Beschwerden.

3.3.7 In der Stellungnahme vom 17. Oktober 2023 (act. IIa 123) hielt der 
RAD-Arzt Dr. med. K.________ fest, entgegen der Meinung des Rechts-
anwaltes (vgl. act. IIa 120) seien in der RAD-Stellungnahme vom 13. Juli 
2023 (act. IIa 114) nicht lediglich die Halswirbelsäulenproblematik, sondern 
alle Leiden des Beschwerdeführers berücksichtigt worden. So heisse es 
auf Seite 6 der Stellungnahme "bleibend minderbelastbar sind die Wir-
belsäule und die Extremitäten des Versicherten ...". Damit seien das Schul-
ter- und das Kniegelenksleiden eingeschlossen. Auch schwerste 
degenerative Wirbelveränderungen seien bereits bekannt gewesen und 
berücksichtigt worden. Durch die Operation sei eine Besserung angestrebt 
und erreicht worden. Am Zumutbarkeitsprofil ändere die erreichte Besse-
rung gleichwohl nichts. Die Minderbelastbarkeit der Wirbelsäule habe zuvor 
bestanden und bestehe nach der Rekonvaleszenz von der Operation wei-
ter. Die Minderbelastbarkeit von Schulter und Knie, somit von Armen und 
Beinen, finde sich auch im Zumutbarkeitsprofil vom 13. Juli 2023 wieder. 
Durch die HWS-Operation sei es zu einer nur vorübergehenden Ver-
schlechterung mit Arbeitsunfähigkeit für angepasste Tätigkeiten bis Ende 
2022 gekommen. Diese vorübergehende Verschlechterung durch die Ope-
ration werde in der Stellungnahme genau ausgeführt. Dass gemäss Ein-
schätzung des Behandlers der Beschwerdeführer in seiner bisherigen 
Tätigkeit mit einem Pensum von 50 % die Grenze seiner Leistungsfähigkeit 
erreicht habe, bedeute nicht, dass angepasste Tätigkeiten nicht vollum-
fänglich zumutbar seien. Analgetika würden, wie aus dem Schreiben des 
Anwaltes hervorgehe, kaum benötigt. Paracetamol sei zudem ein schwa-
ches Analgetikum. Es könne weiterhin auf das Zumutbarkeitsprofil gemäss 
RAD-Beurteilung vom 13. Juli 2023 (act. IIa 114) abgestellt werden.

3.3.8 Im Bericht vom 2. November 2023 (act. I 12) gab Dr. med. 
L.________ die folgenden Diagnosen an: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 16

 St.n. medialer Teilmeniskektomie Kniegelenk rechts vom 31. August 2023
 Fokal hochgradiges Knochenmarködem respektive subchondrale Perfusions-

störung des anterolateralen Tibiaplateaus ungeklärter Ätiologie

Die Vorstellung erfolge aufgrund von Beschwerden im lateralen Gelenk-
saspekt seit einigen Wochen ohne stattgehabtes Trauma, ohne sonstige 
Besonderheiten im postoperativen Verlauf. Von Seiten des medialen Kom-
partimentes berichte der Beschwerdeführer über einen unkomplizierten 
postoperativen Heilungsverlauf zwei Monate nach dem obengenannten 
Eingriff. Es zeige sich ein eindrückliches Knochenmarködem im Bereich 
des anterolateralen Tibiaplateaus, welches mit der Beschwerdelokalisation 
korreliere. Eine klare Ursache hierfür könne zum heutigen Tage anamnes-
tisch nicht eruiert werden.

3.3.9 Im Bericht des M.________ vom 29. November 2023 (act. I 14; un-
vollständiger Bericht in den Akten) wurden die folgenden Diagnosen ange-
geben: 

Ansatztendinopathie Achilles(sehne) links seit Anfang 2023, Zunahme Juli 2023
 leichte Besserung auf Physiotherapie
 St.n. Gonalgie rechts (Behandlung Bern)
 St.n. lateraler Calcaneusfraktur, ORIF links 2012

Die Ansatzbeschwerden im Bereich der Achillessehne links seien Anfang 
des Jahres 2023 ohne erinnerliches Trauma aufgetreten mit einer Verstär-
kung der Beschwerden im Sommer 2023. Es sei eine rheumatologische 
Beurteilung erfolgt. Auch habe der Beschwerdeführer eine Physiotherapie, 
mit geringem Erfolg, absolviert.

3.3.10 Dr. med. I.________ führte im Bericht vom 11. Dezember 2023 (act. 
I 13) die folgenden aktuellen Diagnosen auf: 

 V.a. erneut exazerbierte ISG-Blockierung rechts
 Persistierende radikuläre Symptome und cervicospondylogenes Schmerzsyn-

drom bei operativ nicht sanierten Segmenten C3/C4 und C4/C5

Aktuell stehe erneut ein Schmerz abstrahlend vom dorsalen Becken in die 
Leiste rechts im Vordergrund. Die klinische Untersuchung sei nicht hinwei-
send für eine Problematik ausgehend vom Hüftgelenk. Vermutlich handle 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 17

es sich um eine erneute ISG-Problematik. Zusätzlich seien die starken Ab-
strahlungen in beide Arme noch vorliegend. Hier sei mit hoher Wahrschein-
lichkeit das Segment C3/C4 ursächlich verantwortlich. Aus orthopädischer 
Sicht bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 14. Januar 2024.

3.3.11 Der RAD-Arzt Dr. med. K.________ hielt in der Stellungnahme vom 
29. Januar 2024 (im Gerichtsdossier) fest, insgesamt sei durch die neu im 
Rahmen des Berichtes des M.________ vom 29. November 2023 (act. I 
14) und des Berichtes von Dr. med. I.________ vom 11. Dezember 2023 
(act. I 13) bekannt gewordenen Befunde nicht von einer dauerhaft zusätz-
lich leistungsmindernden Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
auszugehen. Eine allfällige Operation an der HWS würde nochmals zu ei-
ner mehrwöchigen Arbeitsunfähigkeit von 100 % für jegliche Tätigkeit 
führen. Eine solche Operation hätte natürlich zum Ziel, eine Besserung für 
den Beschwerdeführer zu erreichen. Gelänge dies, was nach vorsichtiger 
Abwägung der OP-Indikation anzunehmen wäre, verbliebe versicherungs-
medizinisch theoretisch die Minderbelastbarkeit der Wirbelsäule dennoch 
bestehen. Am Ergebnis der RAD-Stellungnahmen vom 13. Juli und 17. Ok-
tober 2023 könne festgehalten werden. 

3.4 Mit Blick auf die seit der leistungsablehnenden Verfügung vom 
7. Oktober 2021 (act. II 83) hinzugetretene HWS-Problematik – der Be-
schwerdeführer unterzog sich am 14. September 2022 einer Operation an 
der Halswirbelsäule (act. II 95/16 f.) – ist ein Revisionsgrund (vgl. E. 2.5.2 
hiervor) gegeben (vgl. act. IIa 114/7), womit eine freie Prüfung des Leis-
tungsanspruchs zu erfolgen hat (vgl. E. 2.5.3 hiervor).

3.5

3.5.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 18

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.5.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.5.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 8 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den 
Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxis-
gemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten 
Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird 
die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachperso-
nen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in 
Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftrags-
rechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zwei-
fel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein 
Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger 
zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 19

Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 
S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 155 E. 2.3). 

3.5.4 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte 
und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 
134 E. 4.3).

3.6 Die Berichte des RAD-Arztes Dr. med. K.________ vom 13. Juli 
2023 (act. IIa 114) und 17. Oktober 2023 (act. IIa 123) wie auch dessen 
Stellungnahme vom 29. Januar 2024 (im Gerichtsdossier) überzeugen und 
haben vollen Beweiswert, zumal sie in Kenntnis der Aktenlage erfolgten 
und schlüssig begründet sind. Ebenso trägt das von Dr. med. K.________ 
formulierte Zumutbarkeitsprofil (act. IIa 114/7) den Gesundheitsschäden 
des Beschwerdeführers offenkundig Rechnung, indem nur noch körperlich 
leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten in Frage kommen und 
namentlich die Halswirbelsäule, aber auch generell die Wirbelsäule belas-
tende Tätigkeiten zu vermeiden sind. Die Berichte der behandelnden Ärzte 
wecken daran keine auch nur geringen Zweifel im Sinne der Rechtspre-
chung (vgl. E. 3.5.3 hiervor):

So attestierte Dr. med. I.________ dem Beschwerdeführer vorerst eine 
40%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1. Dezember 2020 bis 25. April 2021 (act. 
IIa 112.2/13 - 17) und dann eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 13. Sep-
tember bis 18. Dezember 2022, eine solche von 80 % vom 19. bis 31. De-
zember 2022 und eine solche von 50 % vom 1. Januar bis 16. April 2023 
(act. IIa 107.3/1 - 5) – für die Zeit vom 17. bis 30. April 2023 bescheinigte 
Dr. med. J.________ eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (act. IIa 112.2/11) – 
bzw. vom 1. Mai bis 2. Juli 2023 (act. IIa 112.2/1) und zuletzt bis 14. Januar 
2024 (act. I 13). Diese Angaben bezogen sich stets auf die offensichtlich 
nicht leidensadaptierte Tätigkeit als … in einem …, wobei sich der Arzt mit-
unter auch auf die Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers bezog (vgl. 
act. IIa 108/9 oben). Damit werden die Ausführungen des RAD-Arztes Dr. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 20

med. I.________, welche sich auf eine angepasste Tätigkeit beziehen, 
nicht in Frage gestellt.

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht (Beschwerde S. 3 ff. III./Ziff. 2 
ff.), die Schulter-, Knie- und Fussbeschwerden seien im Zumutbarkeitsprofil 
unzureichend berücksichtigt bzw. diese seien gar noch nicht richtig abge-
klärt worden, ist festzuhalten, dass Dr. med. I.________ im Bericht vom 21. 
Februar 2023 (act. II 95/10 f.) zwar Knie- und Schulterschmerzen erwähnt, 
jedoch keine erwerblichen Auswirkungen beschreibt und denn auch keine 
Arbeitsunfähigkeit attestiert. Gleiches gilt für die Berichte des Dr. med. 
L.________ vom 11. September und 2. November 2023 (act. I 11 f.); die 
durchgeführte Teilmeniskektomie hatte offensichtlich keine längerdauern-
den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. In jedem Fall hat der RAD-Arzt 
Dr. med. K.________ im Bericht vom 13. Juli 2023 (act. IIa 114) festgehal-
ten, dass die Wirbelsäule und die Extremitäten des Beschwerdeführers 
bleibend minderbelastbar seien, was gemäss der RAD-Stellungnahme vom 
17. Oktober 2023 (act. IIa 123) das Schulter- und das Kniegelenksleiden 
einschliesst. Sodann hat der RAD-Arzt Dr. med. K.________ in der Stel-
lungnahme vom 29. Januar 2024 (im Gerichtsdossier) überzeugend und 
schlüssig festgehalten, dass durch die neu im Rahmen des Berichtes des 
M.________ vom 29. November 2023 (act. I 14) und des Berichtes von Dr. 
med. I.________ vom 11. Dezember 2023 (act. I 13) bekannt gewordenen 
Befunde nicht von einer dauerhaft zusätzlich leistungsmindernden Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes auszugehen sei, womit den 
Fussbeschwerden ebenfalls hinreichend Rechnung getragen wurde. 

Weiter legt auch die Hausärztin Dr. med. J.________ (act. IIa 102/4) nicht 
dar, weshalb dem Beschwerdeführer entgegen der Einschätzung des RAD 
eine angepasste Tätigkeit nur während vier bis fünf Stunden pro Tag und 
nicht ganztags zumutbar sein sollte. In Bezug auf Atteste von Hausärzten 
darf und soll das Gericht zudem der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, 
dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens-
stellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 
125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3), so dass 
der Beweiswert der Einschätzung von Dr. med. J.________ zu relativieren 
ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 21

Damit liegt kein mit dem vom Beschwerdeführer erwähnten Entscheid des 
Bundesgerichts (BGer) vom 8. November 2023, 8C_387/2023, vergleichba-
rer Fall vor (vgl. Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 29. Januar 
2014 [im Gerichtsdossier]), da vorliegend die Einschätzungen der behan-
delnden Ärzte keine auch nur geringen Zweifel an der Beurteilung des 
RAD-Arztes Dr. med. K.________ zu begründen vermögen. Daran ändert 
nichts, dass der RAD-Arzt den Beschwerdeführer nicht persönlich unter-
sucht hat. Der Sachverhalt erweist sich somit als rechtsgenüglich abgeklärt 
und es kann auf weitere Beweismassnahmen, insbesondere auf die bean-
tragte Begutachtung in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 
6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 
50 S. 163 E. 4) verzichtet werden.

4.

4.1 Der Beschwerdeführer bringt vor (Beschwerde S. 6 f. III./Ziff. 7), 
aufgrund seines fortgeschrittenen Alters (Jahrgang 1962) sei die Restar-
beitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr verwertbar, 
was zur Zusprache einer Rente führen müsse.

4.2

4.2.1 Erwerbslosigkeit aus invaliditätsfremden Gründen vermag keinen 
Rentenanspruch zu begründen. Die Invalidenversicherung hat grundsätz-
lich nicht dafür einzustehen, dass Versicherte infolge ihres Alters, wegen 
mangelnder Ausbildung oder Verständigungsschwierigkeiten keine ent-
sprechende Arbeit finden; die hieraus sich ergebende "Arbeitsunfähigkeit" 
ist nicht invaliditätsbedingt (BGE 107 V 17 E. 2c S. 21; AHI 1999 S. 238 
E. 1).

4.2.2 Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfrem-
der Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zu-
sammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu 
führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbs-
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht 
mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 22

die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Le-
bensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer 
allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Ein-
zelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund-
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und 
Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch 
Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbil-
dung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus 
dem angestammten Bereich sein. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwert-
baren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, 
die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (BGE 145 V 2 
E. 5.3.1 S. 16, 138 V 457 E. 3.1 S. 460; SVR 2022 IV Nr. 32 S. 108 E. 5.3.2 
und 5.3.3).

4.2.3 Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher 
Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem 
auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Mass-
geblicher Stichtag für die Beantwortung der Frage nach der Verwertbarkeit 
der (Rest-)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter ist der Zeitpunkt, in wel-
chem die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil)Erwerbstätigkeit feststeht. 
Dies ist der Fall, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine 
zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 146 V 16 E. 7.1 
S. 25, 138 V 457 E. 3.2 S. 460 und E. 3.3 S. 462; SVR 2020 IV Nr. 5 S. 20 
E. 7.1 und Nr. 44 S. 156 E. 4.2).

4.3 Vorliegend stand mit den RAD-Stellungnahmen vom 13. Juli bzw. 
17. Oktober 2023 (act. IIa 114, 123) fest, dass dem Beschwerdeführer kör-
perlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten in wechselbelas-
tender oder überwiegend sitzender Position mit einer Gewichtsbelastung 
von maximal 10 - 15 kg ganztags über 8.5 Stunden ohne weitere Leis-
tungsminderung unter Vermeidung gewisser Körperhaltungen und Bewe-
gungsabläufe zumutbar sind (act. IIa 114/7). Die RAD-Stellungnahme vom 
29. Januar 2024 (im Gerichtsdossier) äusserte sich zum Bericht des 
M.________ vom 29. November 2023 (act. I 14) und zu demjenigen von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 23

Dr. med. I.________ vom 11. Dezember 2023 (act. I 13) – beide verfasst 
nach dem für das Gericht massgebenden Beurteilungszeitpunkt des Erlas-
ses der angefochtenen Verfügung am 27. Oktober 2023 (act. IIa 124; BGE 
144 V 210 E. 4.3.1 S. 213, 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 
140; SVR 2022 UV Nr. 46 S. 185 E. 6.3.1) und deshalb nur insoweit rele-
vant, als diese Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des 
Verwaltungsverfahrens bestehende Situation erlauben (SVR 2008 IV Nr. 8 
S. 25 E. 3.4) – und führte zu keiner Änderung des Zumutbarkeitsprofils. 

Am vorliegend somit relevanten Stichtag, dem 17. Oktober 2023, hatte der 
am XX.XX.1962 geborene Beschwerdeführer (act. II 5/1 Ziff. 1.1) bis zum 
Erreichen des ordentlichen Referenzalters von 65 Jahren noch eine er-
werbliche Aktivitätsdauer von rund vier Jahren vor sich. 

Mit dem erwähnten Belastungsprofil bei zeitlich nicht eingeschränkter Ar-
beitsfähigkeit sind die dem Beschwerdeführer weiterhin zumutbaren Tätig-
keiten nicht bloss noch in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der 
hypothetische Arbeitsmarkt praktisch nicht kennen würde oder nur unter 
nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitge-
bers möglich wären (BGE 148 V 174 E. 9.1 S. 188; SVR 2023 IV Nr. 41 
S. 141 E. 5.1). Dies gilt insbesondere für dem Beschwerdeführer ohne Wei-
teres zumutbare (einfache) Kontroll-, Überwachungs- und Prüftätigkeiten, 
welche meist keine lange Einarbeitungszeit voraussetzen (Entscheid des 
BGer vom 25. November 2021, 8C_535/2021, E. 5.4.1). Zudem werden 
Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt alter-
sunabhängig nachgefragt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1 S. 26). Weiter verfügt der 
Beschwerdeführer über eine Ausbildung als … und als …, zudem hat er die 
… absolviert. Zusätzlich verfügt der Beschwerdeführer über Erfahrung in 
verschiedenen Berufsfeldern mit zahlreichen Stellenwechseln (…/…, 
Selbstständigkeit mit einem …/…, Tätigkeit in der …, … als … [act. II 
18.76/4 ff.]). Diese Ausbildungen und Berufserfahrungen stellen in einer 
angepassten Tätigkeit eine wertvolle und nutzbare Ressource dar (vgl. 
Entscheid des BGer vom 18. Dezember 2019, 9C_693/2019, E. 4.1.2). 
Zudem verweist die Beschwerdegegnerin zu Recht auf den Entscheid des 
Bundesgerichts vom 19. August 2015, 8C_330/2015, E. 3.2 (Beschwerde-
antwort S. 4 C./Ziff. 11), wo im Fall eines 61 Jahre alten Versicherten, der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 24

leichte Tätigkeiten nur vorwiegend sitzend, aber vollzeitlich verrichten konn-
te und in seiner Feinmotorik trotz Schulterbeschwerden nicht eingeschränkt 
war, die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bejaht wurde. 

4.4 Mit Blick auf die vorstehenden Ausführungen und die relativ hohen 
Hürden betreffend die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer 
Menschen (vgl. Entscheid des BGer vom 6. September 2023, 
8C_505/2022, E. 6.2) ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 
seine Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten 
kann.

5.

Nachfolgend ist die Invaliditätsbemessung vorzunehmen. 

5.1 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 
S. 64 E. 4.4.2).

5.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV).

5.3 Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen 
statistische Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 25

Andere statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Ein-
kommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunab-
hängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 
IVV). Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung 
anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV). 

Bezüglich der Anpassung an die Lohnentwicklung ist nach Geschlechtern 
zu differenzieren, d.h. es ist auf den Lohnindex für Frauen oder Männer 
abzustellen (BGE 129 V 408; SVR 2019 IV Nr. 88 S. 297 E. 4.1).

5.4

5.4.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität 
erzielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann 
das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend 
genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach 
statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher 
Ausbildung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt (Art. 
26 Abs. 4 IVV). Nicht massgebend ist, was sie bestenfalls verdienen könnte 
(BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53; SVR 2021 IV Nr. 29 
S. 91 E. 2.2).

5.4.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen 
Werten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 26

nach Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV ge-
schlechtsunabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann 
die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktio-
nellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger 
tätig sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitar-
beit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung [vgl. Rz. 9201 KSIR; IV-
Rundschreiben Nr. 432 des BSV vom 9. November 2023]).

5.5 Nach dem Erlass der leistungsablehnenden Verfügung vom 7. Ok-
tober 2021 (act. II 83) war bzw. ist der Beschwerdeführer seit dem 13. Sep-
tember 2022 in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (act. IIa 107.3/1 - 5, 
112.2/1 und 11 f.) und die Neuanmeldung erfolgte im Februar 2023 (act. II 
88). In Anwendung von Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. E. 2.3 
hiervor) fällt der frühestmögliche Rentenbeginn auf September 2023. Auf 
diesen Zeitpunkt hin ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen. Da die 
statistischen Zahlen für das Jahr 2023 noch nicht verfügbar sind, hat die 
Berechnung anhand der Zahlen für das Jahr 2022 zu erfolgen. 

5.6

5.6.1 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen im Betrag von 
Fr. 57'670.-- für das Jahr 2022 gestützt auf statistische Werte ermittelt mit 
der Begründung, die Anstellung bei der D.________ AG sei bis zum 
31. Oktober 2022 befristet gewesen (act. IIa 124/1). Die Fragen, ob dieses 
Anstellungsverhältnis tatsächlich als befristet zu qualifizieren ist und falls 
nein, aus welchem Grund (gesundheitsbedingt oder nicht gesundheitsbe-
dingt) der Beschwerdeführer die Anstellung per 30. Juni 2022 gekündigt hat 
(vgl. act. II 68/3; act. IIa 101/1 Ziff. 2.1, 107.1/2, 112.1/11, 15 und 21), kön-
nen offen bleiben. Denn selbst wenn zu Gunsten des Beschwerdeführers 
auf das im Vergleich zum LSE-Wert höhere, effektiv bei dieser Arbeitgebe-
rin im Jahr 2022 erzielte Einkommen im Betrag von Fr. 62'400.-- (13 x 
Fr. 4'800.-- [act. IIa 101/5 Ziff. 5.1 und 5.2, 112.1/18]) abgestellt wird, resul-
tiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. E. 5.6.2 hiernach).

5.6.2 Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen zu Recht 
gestützt auf statistische Daten festgelegt, da der Beschwerdeführer mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 27

seiner Tätigkeit bei der N.________ AG … in einem Pensum von 50 % 
(act. IIa 115; Beschwerde S. 6 III./Ziff. 6) die verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihm zumutbare Erwerbstätigkeit nicht 
bestmöglich verwertet (vgl. E. 5.4.2 hiervor). Auszugehen ist von der LSE 
2020, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) 
nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sek-
tor, Total, Männer, Kompetenzniveau 1, im Betrag von Fr. 5'261.-- monat-
lich bzw. Fr. 63'132.-- jährlich. Die Indexierung auf das Jahr 2022 ergibt 
einen Betrag von Fr. 63'376.75 (Tabelle T1.1.15, Nominallohnindex, Män-
ner, 2016 - 2022, Total, Index Jahr 2020: 103.2 Punkte; Index Jahr 2022: 
103.6 Punkte). Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit 
im Abschnitt Total im Jahr 2022 von 41.7 Stunden resultiert ein Invaliden-
einkommen von Fr. 66'070.25 (Fr. 63'376.75 : 40 h x 41.7 h). Da der Be-
schwerdeführer in einem Vollzeitpensum arbeitsfähig ist (act. IIa 114/7), ist 
kein Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen (vgl. E. 5.4.2 hiervor). Der 
gemäss Art. 26bis Abs. 3 erster Satz IVV (in der ab 1. Januar 2024 gültigen 
Fassung [AS 2023 635]) vorgesehene Pauschalabzug von 10 % ist vorlie-
gend nicht anwendbar (vgl. E. 5.4.2 hiervor). Da das Invalideneinkommen 
höher ist als das Valideneinkommen, resultiert ein Invaliditätsgrad von 0 %, 
was keinen Anspruch auf eine Invalidenrente begründet (vgl. E. 2.3 hier-
vor).

5.7 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit dar-
auf einzutreten ist (vgl. E. 1.2 hiervor). 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2024, IV/23/845, Seite 28

lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.