# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4fd860c-770c-5376-aa53-3c71268e6c31
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 17.07.2019 ZK1 2019 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2019-60_2019-07-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Entscheid vom 17. Juli 2019

(Mit Urteil 5A_733/2019 vom 28. Oktober 2019 ist das Bundesgericht auf die ge-
gen diesen Entscheid erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Referenz ZK1 19 60

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Brunner, Vorsitzender
Michael Dürst und Pritzi
Mehli, Aktuarin ad hoc

Parteien X._____, 
Beschwerdeführerin

Gegenstand Schlussbericht, Verfahrenskosten

Anfechtungsobj. Entscheid Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden 
vom 04.03.2019, mitgeteilt am 05.03.2019 

Mitteilung 18. Juli 2019

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I. Sachverhalt

A. Mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Nord-
bünden vom 18. Januar 2017, mitgeteilt am 23. Januar 2017, wurde für X._____ 
eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung gemäss Art. 394/395 
ZGB für Wohnen, Medizin und Gesundheit, Arbeit und Bildung, öffentliche Verwal-
tung sowie Versicherungen errichtet. Ihr wurde ausserdem der Zugriff auf das bei 
der Berufsbeistandschaft Imboden zu errichtende "Betriebskonto" entzogen (Art. 
395 Abs. 3 ZGB). A._____ von der Berufsbeistandschaft Imboden wurde zur Bei-
ständin von X._____ ernannt. Die aufschiebende Wirkung einer Beschwerde wur-
de entzogen (Art. 450c ZGB).

B. Gegen diesen Entscheid erhob X._____ mit Eingabe vom 3. Februar 2017 
Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden und begehrte insbesondere 
eine Anpassung der Kompetenzen und Hilfeleistungen der Beiständin, sodass sich 
diese auf eine Begleitbeistandschaft für die Wohnungssuche, für die Stellensuche 
sowie für den Aufbau eines sozialen Umfelds beschränken würden.

C. Die KESB Nordbünden zog daraufhin ihren Entscheid in Wiedererwägung. 
Im Entscheid vom 21. Februar 2017, mitgeteilt am 6. März 2017, hielt die KESB 
Nordbünden fest, dass eine Begleitbeistandschaft nicht ausreichend sei, hob je-
doch die Beistandschaft für die Einkommens- und Vermögensverwaltung sowie 
den Entzug des Zugriffs auf das "Betriebskonto" mit den damit einhergehenden 
Kompetenzen der Beiständin ersatzlos auf. In ihrer Beschwerdeantwort vom 
6. März 2017 beantragte die KESB Nordbünden daher unter Hinweis auf den 
obengenannten Wiedererwägungsentscheid die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. 

D. Mit Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 17 15 vom 11. Juli 
2017, mitgeteilt am 13. Juli 2017, wurde die Beschwerde abgewiesen, soweit sie 
nicht zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben wurde.

E. Hiergegen erhob X._____ mit Eingabe vom 17. August 2017 Beschwerde 
beim Bundesgericht. Mit Urteil 5A_614/2017 vom 12. April 2018 hiess das Bun-
desgericht die Beschwerde teilweise gut, soweit es darauf eintrat. Den angefoch-
tenen Entscheid hob es im Umfang der Gutheissung auf und es wies die Sache 
zum erneuten Entscheid im Sinne der Erwägungen an das Kantonsgericht zurück. 
Zusammengefasst erwog das Bundesgericht, die Vertretungsbeistandschaft er-
weise sich lediglich für die Bereiche Gesundheit und Arbeit als verhältnismässig, 

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im Übrigen rechtfertige sich auf eigenen Wunsch einzig eine Begleitbeistand-
schaft.

F. Aufgrund dessen wurde mit Entscheid des Kantonsgerichts von Graubün-
den ZK1 18 50 vom 18. Juni 2018, mitgeteilt am 19. Juni 2018, die Beschwerde 
teilweise gutgeheissen, der Entscheid der KESB Nordbünden vom 18. Januar 
2017 in entsprechendem Umfang aufgehoben und die KESB Nordbünden wurde 
im Sinne der Erwägungen angewiesen, für die Bereiche Gesundheit und Arbeits-
suche eine Vertretungsbeistandschaft und für die Bereiche Wohnen, Bildung, öf-
fentliche Verwaltung und Versicherungen eine Begleitbeistandschaft zu errichten.

G. Auf die gegen diesen Entscheid von X._____ am 20. Juli 2018 erhobene 
Beschwerde und das Revisionsgesuch trat das Bundesgericht mit Urteil 
5A_612/2018 vom 27. August 2018 nicht ein. 

H. Vor dem Hintergrund der genannten Entscheide und den Rückmeldungen 
der Beiständin zeigte die KESB Nordbünden in der Folge mit Schreiben vom 
27. November 2018 an, dass eine ersatzlose Aufhebung der Beistandschaft ge-
prüft werde. X._____ begrüsste in der Stellungnahme vom 27. November 2018 die 
ersatzlose Aufhebung der Beistandschaft. Die Beiständin beantragte mit Schluss-
bericht vom 21. Januar 2019 die Aufhebung der Massnahme, da X._____ ihre 
administrativen Belange und ihre Alltagsorganisation ohne Unterstützung wahr-
nehme. Es sei nicht bekannt, ob X._____ medizinische Unterstützung in die Wege 
geleitet habe.

I. Mit Entscheid vom 4. März 2019, mitgeteilt am 5. März 2019, hob die KESB 
Nordbünden die für X._____ bestehende Beistandschaft rückwirkend per 18. Ja-
nuar 2019 ersatzlos auf. Der Antrag von X._____ auf Parteientschädigung wurde 
abgewiesen. Der Rechenschaftsbericht für die Zeit vom 18. Januar 2017 bis 18. 
Januar 2019 wurde als Schlussbericht genehmigt und der Beiständin wurde Ent-
lastung erteilt. Zulasten von X._____ wurde der Berufsbeistandschaft Imboden 
eine Entschädigung von CHF 2'166.65 zugesprochen. Weiter wurden die Verfah-
renskosten auf CHF 500.00 festgesetzt und X._____ auferlegt. 

J. Gegen diesen Entscheid erhob X._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 
mit Eingabe vom 5. April 2019 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubün-
den und beanstandete insbesondere die Auferlegung der Verfahrenskosten von 
CHF 500.00, die Genehmigung des Schlussberichts, die Entlastung der Beiständin 
sowie die Mitteilung des Dispositiv-Auszugs an die KESB Zürich. 

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K. Die KESB Nordbünden beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 7. Mai 
2019 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten wer-
den könne. 

L. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid, in den 
Rechtsschriften sowie auf die weiteren im Recht liegenden Beweismittel wird, so-
weit erforderlich und rechtserheblich, in den nachfolgenden Erwägungen einge-
gangen.

II. Erwägungen

1.1. Gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde kann gestützt auf 
Art. 450 Abs. 1 ZGB beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. 
Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetz-
buch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die einzige 
kantonale Beschwerdeinstanz. Innerhalb des Kantonsgerichts ist die I. Zivilkam-
mer zuständig (vgl. Art. 6 der Verordnung über die Organisation des Kantonsge-
richts [KGV; BR 173.000]). Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 
Ziff. 1 ZGB die am Verfahren beteiligten Personen und damit in erster Linie die 
von der Anordnung der KESB direkt betroffene Person (vgl. Lorenz Droese/Daniel 
Steck, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, 
6. Aufl., Basel 2018, N 29 zu Art. 450 ZGB; Christoph Häfeli, Grundriss zum Kin-
des- und Erwachsenenschutz, 2. Aufl., Bern 2016, N 34.08). X._____ ist unmittel-
bar Betroffene des Entscheids und somit offensichtlich zu dessen Anfechtung legi-
timiert.

1.2. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Mitteilung des Entscheids der 
KESB schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen 
(vgl. Art. 450b Abs. 1 i.V.m. Art. 450 Abs. 3 ZGB), wobei in formeller Hinsicht kei-
ne hohen Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 S. 7001 ff., S. 7085 [zit. Botschaft]); Lorenz 
Droese/Daniel Steck, a.a.O., N 42 zu Art. 450 ZGB). Am 5. April 2019 reichte die 
Beschwerdeführerin gegen den ihr am 5. März 2019 mitgeteilten und frühestens 
am 6. März 2019 zugestellten Entscheid der KESB Nordbünden frist- und formge-
recht Beschwerde ein.

1.3. Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung, sofern die Erwachsenen-
schutzbehörde oder die gerichtliche Beschwerdeinstanz nichts anderes verfügt 
(Art. 450c ZGB). Vorliegend hat das Rechtsmittel aufschiebende Wirkung, da die 

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aufschiebende Wirkung des Rechtsmittels weder durch die KESB Nordbünden 
entzogen wurde noch für die Beschwerdeinstanz ein Grund besteht, diese zu ent-
ziehen. 

1.4. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die 
Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche Urteil 
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann 
(vgl. Botschaft, S. 7085; Hermann Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, 
Zürich 2010, N 1 zu Art. 450a ZGB). Dennoch gilt das Rügeprinzip gemäss Art. 
450a Abs. 1 ZGB, welches die gemäss Art. 446 ZGB geltende Untersuchungs- 
und Offizialmaxime insoweit einschränkt, als eine Überprüfung des erstinstanzli-
chen Entscheids eine förmliche Beschwerde voraussetzt und die Beschwerdein-
stanz sich folglich primär auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzen-
triert (vgl. Lorenz Droese/Daniel Steck, a.a.O., N 4 f. zu Art. 450a ZGB; Daniel 
Steck, in: Büchler et al. [Hrsg.], FamKommentar Erwachsenenschutz, Bern 2013, 
N 7 zu Art. 446 ZGB).

2. Die Beschwerdeführerin rügt im Zusammenhang mit dem Schlussbericht 
der Beiständin eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör. Vor dem 
Erlass und der Genehmigung des Rechenschaftsberichts bzw. Schlussberichts 
der Berufsbeiständin sei sie von dieser und der KESB nicht zur Stellungnahme 
und Mitwirkung eingeladen worden. Mit Schreiben vom 20. März 2019 sei die Be-
schwerdeführerin von der Beiständin zur Akteneinsicht eingeladen worden. Am 
25. März 2019 sei ihr von der Beiständin die Einsicht ihrer auf dem Computer ver-
fassten Gesprächsnotizen und weiteren Unterlagen verwehrt worden. 

2.1. Die Rügen betreffen insbesondere das Verhalten der Beiständin im Zu-
sammenhang mit der Akteneinsicht der Beschwerdeführerin. Gegen Handlungen 
und Unterlassungen des Beistandes oder der Beiständin kann die betroffene Per-
son die Erwachsenenschutzbehörde anrufen (Art. 419 ZGB). Die Beschwerdefüh-
rerin hätte somit die von ihr beanstandete ungenügende Gewährung der Akten-
einsicht durch die Beiständin mit Beschwerde an die KESB rügen müssen. Dies 
tat die Beschwerdeführerin indes nicht. Sie kann die Verhaltensweisen der Bei-
ständin nicht unter Umgehung der KESB direkt bei der gerichtlichen Beschwer-
deinstanz vorbringen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die KESB 
wird von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet. Im Gegenteil wird von der 
Beschwerdeführerin bestätigt, dass ihr am 26. März 2019 Einsicht ins Aktendossi-
er gewährt worden ist. Ebenso konnte sie sich vor dem Entscheid zur geplanten 

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Aufhebung der Massnahme äussern, was sie am 13. Dezember 2019 denn auch 
getan hat.

2.2. Selbst wenn auf die Rüge der Beschwerdeführerin gegenüber der Beistän-
din in diesem Verfahren eingegangen werden könnte, wäre die Beschwerdeführe-
rin darauf hinzuweisen, dass kein Anspruch besteht, in alle Dokumente der 
Behörde Einsicht zu nehmen. Akten, die von der Behörde selbst verfasst worden 
sind und die ausschliesslich der internen Meinungsbildung dienen, sind vom Ein-
sichtsrecht ausgenommen. Dazu gehören gerichts- oder verwaltungsinterne Me-
mos, Notizen und Referate (Thomas Sutter-Somm/Marco Chevalier, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 19 zu Art. 53 unter Hinweis auf 
BGE 125 II 473 E. 4a). 

2.3. In diesem Zusammenhang rügt die Beschwerdeführerin auch, sie sei ent-
gegen der Vorschrift von Art. 411 Abs. 2 ZGB bei der Erstellung des Berichts der 
Beiständin nicht beigezogen worden und habe von ihr auch keine Kopie des Be-
richts erhalten. Diesen habe sie am 4. März 2019 von der KESB zusammen mit 
dem Entscheid erhalten. 

Auch diese Rügen betreffen das Verhalten der Beiständin, welches die Beschwer-
deführerin zunächst mit Beschwerde an die KESB gemäss Art. 419 ZGB hätte be-
anstanden müssen. Das Kantonsgericht von Graubünden kann deshalb darauf 
nicht eintreten. 

2.4. Immerhin ist in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass die betroffene 
Person gemäss Art. 411 ZGB nur "soweit tunlich" bei der Erstellung des Berichts 
der Beiständin beizuziehen ist. Der Entscheid über den Beizug bleibt im pflicht-
gemässen Ermessen der Beiständin (Kurt Affolter, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, 6. Aufl., Basel 2018, N 9 zu Art. 411 
ZGB). Da die Beiständin in ihrem Schlussbericht dem Willen der Beschwerdefüh-
rerin, die Massnahme aufzuheben, mit ihrem Antrag an die KESB entsprach, war 
es nachvollziehbar, dass auf einen Beizug der betroffenen Person verzichtet wur-
de. Eine Kopie des Berichts ist gemäss der genannten Gesetzesbestimmung nur 
"auf Verlangen" herauszugeben. Die Beschwerdeführerin behauptet nicht, dass 
der Schlussbericht bei ihrer Akteneinsichtnahme bei der Berufsbeistandschaft Im-
boden am 25. März 2019 nicht vorgelegen und die Beiständin ihr Ersuchen um 
eine Kopie zurückgewiesen habe. Im Übrigen hat die Beschwerdeführerin den 
Schlussbericht nach eigener Aussage mit dem Entscheid der KESB erhalten. Sie 
unterlässt es aber, im Beschwerdeverfahren inhaltliche Rügen vorzutragen und 

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beschränkt sich auf die blosse Beanstandung der Verletzung des rechtlichen 
Gehörs. Sie hat damit von vornherein verhindert, dass eine Heilung der behaupte-
ten Gehörsverletzung im Beschwerdeverfahren erfolgen könnte (vgl. Thomas Sut-
ter-Somm/Marco Chevalier, a.a.O., N 28 zu Art. 53 ZPO). 

3. Sodann vertritt die Beschwerdeführerin die Auffassung, es hätten ihr für den 
angefochtenen Entscheid keine Verfahrenskosten auferlegt werden dürfen. Zur 
Begründung wurde insbesondere vorgebracht, sie habe in ihren Beschwerden die 
Aufhebung der Beistandschaft gefordert, weshalb sie als Gewinnerin hervorgehe. 
Gemäss Art. 28 lit. a der Verordnung zum Kindes- und Erwachsenenschutz 
(KESV; BR 215.010) dürften beim Absehen von der Anordnung einer Massnahme 
keine Kosten erhoben werden. 

3.1. Diese Ausführungen verkennen die Tatsache, dass die KESB mit Entscheid 
vom 18. Juni 2017 eine Vertretungsbeistandschaft für verschiedene Bereiche an-
ordnete, welche mit Wiedererwägungsentscheid vom 21. Februar 2017 bezüglich 
der Vermögensverwaltung revidiert wurde. Das Kantonsgericht von Graubünden 
hat diese neu geprüfte Vertretungsbeistandschaft mit Entscheid ZK1 17 15 vom 
11. Juli 2017 bestätigt. Das Bundesgericht ordnete im Urteil 5A_614/2017 vom 
12. April 2018 an, dass eine Vertretungsbeistandschaft nur für die Bereiche Ge-
sundheit und Arbeit gerechtfertigt sei, während für die übrigen Bereiche eine Be-
gleitbeistandschaft genüge. In diesem Sinne wurde die KESB mit Entscheid 
ZK1 18 50 des Kantonsgerichts von Graubünden vom 18. Januar 2018 angewie-
sen, die Beistandschaft neu zu regeln. Erfolglos gelangte die Beschwerdeführerin 
wiederum an das Bundesgericht, welches mit Urteil 5A_612/2018 vom 27. August 
2018 auf die neue Beschwerde und das Revisionsgesuch nicht eintrat. Über die 
ganze Zeit der Beschwerdeverfahren war die Beiständin trotzdem tätig, da dem 
Entscheid der KESB vom 18. Januar 2017 die aufschiebende Wirkung entzogen 
wurde. Die Beschwerdeführerin war somit seit diesem Datum unter Beistandschaft 
und nur die Ausgestaltung derselben wurde in der Folge verändert. Es kann des-
halb keine Rede davon sein, dass im Sinne von Art. 28 lit. a KESV auf die Anord-
nung einer Massnahme verzichtet worden sei. Vielmehr bestand diese zwei Jahre 
lang und die KESB hat sie mit Entscheid vom 4. März 2019 rückwirkend auf den 
18. Januar 2019 aufgehoben. Gemäss Art. 63 EGzZGB werden für das Verfahren 
vor der KESB Kosten erhoben. Die erhobene Gebühr von CHF 500.00 liegt an der 
unteren Grenze des Kostenrahmens gemäss Art. 25 Abs. 2 lit. a KESV. Auf 
Art. 63 Abs. 3 EGzZGB, welcher bei Vorliegen besonderer Umstände den Verzicht 
auf die Kostenerhebung erlaubt, beruft sich die Beschwerdeführerin nur mit der 
Begründung, die angeordneten Massnahmen seien nicht zweckmässig gewesen 

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und sie habe sich die nötige Unterstützung selber organisiert. Dass die grundsätz-
liche Anordnung der Beistandschaft gerechtfertigt gewesen ist, ergibt sich aus den 
verschiedenen Gerichtsentscheiden. Ob sich die Beschwerdeführerin selber Un-
terstützung organisiert hat, würde allenfalls im Zusammenhang mit der Entschädi-
gung der Beiständin eine Rolle spielen, welche indessen nicht angefochten wurde. 
Das Verfahren vor der KESB betreffend Aufhebung der Massnahmen wurde des-
halb nicht obsolet. Es ist daher nicht einzusehen, weshalb die KESB für das Ver-
fahren keine Kosten erheben sollte. Dass die Beschwerdeführerin – welche die 
einschlägigen Bestimmungen von Art. 63 Abs. 3 EGzZGB und Art. 28 KESV kennt 
– finanziell nicht in der Lage wäre, diese Verfahrenskosten zu begleichen, wird 
nicht geltend gemacht. Der Antrag ist somit abzuweisen. 

4. Schliesslich begehrt die Beschwerdeführerin, es sei darauf zu verzichten, 
der KESB Zürich einen Dispositivauszug zuzustellen. Die KESB Zürich habe das 
ungültige Übernahmegesuch bereits abgelehnt und den Fall diesbezüglich abge-
schlossen. Diese benötige daher den Dispositivauszug nicht. Der Einwand ist un-
begründet. Gemäss Art. 62 Abs. 1 EGzZGB teilt die KESB Entscheide den Behör-
den mit, die zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben Kenntnis von der Anord-
nung und Aufhebung einer Beistandschaft haben müssen. Klarzustellen ist 
zunächst, dass lediglich vorgesehen ist, der KESB Zürich nach Eintritt der Voll-
streckbarkeit die Ziff. 1.a des Dispositivs mitzuteilen, also lediglich den Umstand, 
dass die bestehende Beistandschaft rückwirkend per 18. Januar 2019 ersatzlos 
aufgehoben wurde. Wie die Beschwerdeführerin durch diese für sie positive Mittei-
lung an die KESB Zürich beschwert sein könnte, ist schlichtweg nicht einzusehen, 
zumal die KESB an ihrem jetzigen Wohnort durch ein früheres Übernahmegesuch 
der KESB Nordbünden von der Massnahme bereits Kenntnis erhalten hat. An sich 
wäre deshalb auf diese Rüge gar nicht einzutreten. Sie ist denn aber auch ver-
fehlt, gerade weil die KESB Nordbünden mit der KESB Zürich betreffend die 
Übernahme der Beistandschaft bereits Kontakt aufgenommen hat. Die KESB 
Zürich teilte diesbezüglich am 26. Juli 2017 mit, sie werde die nötigen Abklärun-
gen in die Wege leiten und ersuchte am 10. August 2017 um Zustellung der Akten 
zur Einsichtnahme. Am 9. Januar 2018 wurde seitens der KESB Zürich sodann 
mitgeteilt, dass die angeordnete Beistandschaft nicht übernommen werden könne, 
da diese noch nicht in Rechtskraft erwachsen sei. Das Übernahmegesuch sei al-
lenfalls erneut zu stellen, wenn der Errichtungsentscheid rechtskräftig geworden 
sei. Formell war die Übernahmeanfrage der KESB Nordbünden für die KESB 
Zürich mit diesem Schreiben wohl abgeschlossen. Es bestand aber immerhin in-
haltlich insofern ein Schwebezustand, als bei Eintritt der Rechtskraft jederzeit das 
Übernahmegesuch erneut hätte gestellt werden können. Mit der Mitteilung, dass 

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die Massnahme aufgehoben wurde, wird definitiv Klarheit geschaffen, dass in die-
ser Angelegenheit kein Übernahmegesuch mehr erfolgt. Dies ist ohne weiteres 
sinnvoll, lag im Ermessen der KESB Nordbünden und ist von Art. 62 Abs. 1 EGz-
ZGB gedeckt. Damit hat es sein Bewenden. 

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdever-
fahrens, welche auf CHF 1'500.00 festgesetzt werden (vgl. Art. 10 der Verordnung 
über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]), der unterliegen-
den Beschwerdeführerin aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 2 EGzZGB i.V.m. Art. 106 
Abs. 1 ZPO). Die Voraussetzungen für einen Verzicht auf die Erhebung von Ver-
fahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 3 EGzZGB sind nicht erfüllt, da die Beschwer-
deführerin über realisierbares Vermögen verfügt. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 1'500.00 gehen 
zu Lasten von X._____. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: