# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2cc940c3-f5ed-502d-a579-7703bb006b94
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-01
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 01.11.2021 SB210265
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210265_2021-11-01.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB210265-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, lic. iur. C. Maira und  

Ersatzoberrichter lic. iur. T. Engler sowie der Gerichtsschreiber  

M.A. HSG M. Wolf-Heidegger 

 

Urteil vom 1. November 2021 

 

A._____,  
Beschuldigte und Berufungsklägerin 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,  
vertreten durch Leitende Staatsanwältin lic. iur. C. Wiederkehr,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Veruntreuung etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, I. Abteilung,  
vom 11. August 2020 (DG190027) 
 
 
 
  

-   2   - 

Anklage: 

Die (berichtigte) Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 

30. Juni 2020 (Urk. 61) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 93 S. 62 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte ist schuldig 

− der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB; 

− der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB betreffend Dossier-
Nr. 1, B._____ GmbH und C._____ GmbH; 

− der mehrfachen Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB; 

− der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 StGB; 

− der vorsätzlichen ordnungswidrigen Führung der Geschäftsbücher im Sinne von 
Art. 325 StGB. 

2. Von den folgenden Anklagevorwürfen wird die Beschuldigte freigesprochen: 

− Misswirtschaft bei der D._____ GmbH (Dossier-Nr. 1); 

− Misswirtschaft bei der E._____ GmbH (Dossier-Nr. 1). 

3. Das Verfahren wird hinsichtlich des Anklagevorwurfs der Unterlassung der Buchführung bei 

der E._____ GmbH (Dossier-Nr. 1) eingestellt. 

4. Die Beschuldigte wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe sowie mit einer Busse von 

Fr. 1'000.–.  

5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 24 Monaten aufgeschoben und die 

Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate, wovon 1 Tag durch Haft erstanden 

ist), wird die Freiheitsstrafe vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen. 

6. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatz-

freiheitsstrafe von 10 Tagen.  

7. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 27. September 

2019 beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse lagernden Gegenstände werden 

eingezogen und durch die Bezirksgerichtskasse zur Deckung der Sanktions- und Verfah-

renskosten verwertet: 

-   3   - 

− Damenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust (A010'820'914); 

− Zertifikat vom 3. April 2013 zu Damenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust 
(A010'820'925); 

− Rechnung zu Damenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust (A010'820'947); 

− Herrenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust Quickset (A010'821'019); 

− Zertifikat vom 6. Mai 2016 zu Herrenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust 
Quickset (A010'821'020); 

− Quittung zu Herrenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust Quickset 
(A010'821'393). 

8. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides wird die mit Verfügung der Staatsanwalt-

schaft Limmattal / Albis vom 5. September 2017 angeordnete Kontosperre auf dem von der 

Postfinance AG, … [Adresse], geführten Konto, IBAN CH1, lautend auf C._____ GmbH, 

aufgehoben. 

9. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides wird die mit Verfügung der Staatsanwalt-

schaft Limmattal / Albis vom 20. September 2017 angeordnete Kontosperre auf dem von 

der Raiffeisenbank … [Filiale], … [Adresse], geführten Konto, IBAN CH2, lautend auf 

D._____ GmbH in Liquidation, aufgehoben.  

10. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 6 Schadenersatz in der Höhe von 

Fr. 290'000.– zuzüglich Zins zu 5 % seit 7. April 2016 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die 

Forderung auf den Zivilweg verwiesen. 

11. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Beschuldigte die Zivilforderungen der Privat-

kläger 1, 2, 3, 4, 5 und 7 dem Grundsatz nach anerkennt. Im Übrigen werden die Zivilklagen 

der Privatkläger 1, 2, 3, 4, 5 und 7 auf den Zivilweg verwiesen.  

12. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als amtlicher 

Verteidiger mit Fr. 12'110.55 (inkl. Fr. 875.15 MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 8'800.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'500.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 12'110.55   amtliche Verteidigung 
 
 
 
 

 

-   4   - 

14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausser diejenigen der amt-

lichen Verteidigung, werden der Beschuldigten im Umfang von 90 % auferlegt und im Übri-

gen auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf 

die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO in der Höhe von 90 % der Verteidigungskosten. 

15. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 6 für das gesamte Verfahren eine 

Prozessentschädigung von Fr. 13'784.80 zu bezahlen. Im Mehrumfang (Mehrwertsteuer-

zuschlag) wird das Entschädigungsbegehren der Privatklägerin 6 abgewiesen. 

16. (Mitteilung) 

17. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 4) 

a) Der Verteidigung der Beschuldigten: 

(Urk. 119 S. 1 f.) 

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 11. August 2020 sei be-

treffend die Ziffern 4, 5, 6, 7, 10 und 15 aufzuheben. 

2. Die Beschuldigte sei mit einer bedingten Freiheitsstrafe von max. 

20 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren zu 

bestrafen. 

3. Die mit Verfügung vom 27. September 2019 beschlagnahmte Rolex-

Uhr mit dem blauen Zifferblatt sei der Berufungsklägerin 

herauszugeben. 

4. Allfällige Schadenersatzansprüche seien dem Grundsatze nach gut-

zuheissen, jedoch betreffend die Höhe auf den Zivilweg zu verweisen. 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates 

-   5   - 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 100) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1.  Einleitung, Verfahrensgang und Umfang der Berufung 

1.1.  Mit dem eingangs im Dispositiv zitierten Urteil vom 11. August 2020 wurde 

die Beschuldigte A._____ vom Bezirksgericht Horgen wegen Veruntreuung, mehr-

facher Misswirtschaft, mehrfacher Unterlassung der Buchführung, Urkundenfäl-

schung und der vorsätzlichen ordnungswidrigen Führung der Geschäftsbücher 

schuldig gesprochen und mit 30 Monaten Freiheitsstrafe sowie einer Busse von 

Fr. 1'000.– bestraft. Die Freiheitsstrafe wurde im Umfang des gesetzlichen 

Maximums von 24 Monaten aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 

2 Jahren. Die Schuldsprüche stehen im Zusammenhang mit der Tätigkeit der 

Beschuldigten als Gesellschafterin und Geschäftsführerin verschiedener Firmen 

im Gastronomie-Bereich. 

Der Schuldspruch hinsichtlich Veruntreuung (Dossier Nr. 1) steht im Zusammen-

hang mit einem Mietverhältnis zwischen der Mieterin B._____ GmbH (vormals 

F._____ GmbH, deren Gesellschafterin und Geschäftsführerin die Beschuldigte 

damals war) und der Privatklägerin 6 (G._____ AG H._____ [Ortschaft]) als 

Vermieterin vom 20. Dezember 2013; der Beschuldigten wird zur Last gelegt, 

Gelder veruntreut zu haben, die sie von der Privatklägerin 6 aufgrund einer 

Zusatzvereinbarung zum Mietvertrag erhalten hatte zwecks Einbaus einer Küche 

im Mietobjekt auf Kosten der Privatklägerin 6.  

Die Schuldsprüche hinsichtlich Misswirtschaft betreffen die Tätigkeit der Be-

schuldigten als Geschäftsführerin bzw. Gesellschafterin mit Einzelunterschrift der 

B._____ GmbH (Dossier Nr. 1) und der C._____ GmbH (Dossier Nr. 3) im 

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Zeitraum 2013 bis 2016 bzw. 2015 bis 2019; über beide Gesellschaften wurde in 

der Folge der Konkurs eröffnet und schliesslich mangels Aktiven eingestellt.  

Die Schuldsprüche hinsichtlich Unterlassung der Buchführung (Dossier Nr. 1) 

betreffen die Tätigkeit der Beschuldigten als Gesellschafterin und Geschäfts-

führerin der B._____ GmbH und der D._____ GmbH im Zeitraum 2013 bis 2016 

bzw. 2017; auch über die zuletzt genannte Gesellschaft wurde im Anschluss der 

Konkurs eröffnet und schliesslich mangels Aktiven eingestellt.  

Der Schuldspruch hinsichtlich Urkundenfälschung (Dossier Nr. 3) betrifft die von 

der Beschuldigten anlässlich des Verkaufs der B._____ GmbH am 21. März 2016 

unterzeichneten Statuten mit einer wahrheitswidrigen Erklärung über eine Sach-

einlage.  

Der Schuldspruch hinsichtlich ordnungswidriger Führung der Geschäftsbücher 

(vorsätzlich; Dossier Nr. 3) betrifft die Tätigkeit der Beschuldigten als einzige 

Gesellschafterin und Geschäftsführerin der I._____ GmbH im Zeitraum April 2014 

bis September 2019.  

Von den Vorwürfen der Misswirtschaft bei der D._____ GmbH und der E._____ 

GmbH (Dossier Nr. 1, Zeitraum 2017 bzw. 2011; auch über diese beiden 

Gesellschaften wurde in der Folge der Konkurs eröffnet und schliesslich mangels 

Aktiven eingestellt) wurde die Beschuldigte von der Vorinstanz freigesprochen. 

Hinsichtlich des Anklagevorwurfs der Unterlassung der Buchführung bei der 

E._____ GmbH (Dossier Nr. 1, Zeitraum 2011) wurde das Verfahren aufgrund 

Eintritts der Verfolgungsverjährung eingestellt (vgl. zum Ganzen die an das 

vorinstanzliche Urteil angeheftete Anklageschrift vom 30. September 2019 
[hinsichtlich einer falschen Datumsangabe berichtigt am 30. Juni 2020, vgl. 

Urk. 53 und Urk. 61 S. 8] sowie Urk. 93 S. 12 ff.).  

1.2.  Anlässlich der mündlichen Eröffnung des Urteils am 1. September 2020 mel-

dete die Verteidigung der Beschuldigten fristgerecht Berufung an (Prot. I S. 45). 

Nach Zustellung des begründeten Urteils am 26. April 2021 (Urk. 92/2) liess die 

Beschuldigte am 28. April 2021 innert Frist ihre Berufungserklärung einreichen, 

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mit welcher das vorinstanzliche Urteil hinsichtlich des Strafpunktes sowie des Ent-

scheids über die Einziehung, über die Zivilforderung und über die Entschädi-

gungsfolge angefochten wurde (Urk. 94). Mit Präsidialverfügung vom 

18. Mai 2021 wurde die Berufungserklärung der Beschuldigten der 

Staatsanwaltschaft und den Privatklägern zugestellt und Frist zur Erklärung der 

Anschlussberufung angesetzt (Urk. 98).  

1.3.  Die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis und der Privatkläger 3 (J._____) 

beantragten die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 100, Urk. 102). 

Anschlussberufungen wurden nicht erhoben.  

1.4.  Mit Vorladung vom 19. Juli 2021 wurden die Parteien auf heute zur 

Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 104), zu welcher die Beschuldigte und ihr 

amtlicher Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, erschienen (Prot. II S. 4).  

1.5.  Die Staatsanwaltschaft und die Privatkläger haben das vorinstanzliche Urteil 

nicht angefochten. Die Beschuldigte beschränkt ihre Berufung auf die Ziffern 

4 (Strafpunkt), 5 (Vollzug), 6 (Ersatzfreiheitsstrafe betr. Busse), 7 (Einziehung be-

schlagnahmter Gegenstände), 10 (Entscheid über die Zivilklage) und 

15 (Prozessentschädigung der Privatklägerin 6) des vorinstanzlichen Dispositivs 

(Urk. 94 S. 2). Damit ist vorab mittels Beschluss festzustellen, dass die 

vorinstanzlichen Urteilsdispositiv-Ziffern 1 (Schuldspruch), 2 (Freispruch 

betreffend Misswirtschaft bei der D._____ GmbH und der E._____ GmbH), 

3 (Einstellung des Verfahrens hinsichtlich Unterlassung der Buchführung bei der 

E._____ GmbH), 8 bis 9 (Aufhebung der Kontosperren über je ein Konto der 

C._____ GmbH und der D._____ GmbH in Liquidation), 11 (Vormerknahme der 

grundsätzlichen Anerkennung der Zivilforderungen der Privatkläger 1-5 und 7, im 

Übrigen Verweisung auf den Zivilweg) sowie 12 bis 14 (Kostendispositiv und 

Entschädigung des amtlichen Verteidigers) im Sinne von Art. 404 Abs. 1 StPO 

bereits in Rechtskraft erwachsen sind.  

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2.  Vorbemerkungen 

Die Berufungsinstanz ist in ihrem Entscheid nicht an die Begründung der Parteien 

und an ihre Anträge gebunden, letzteres allerdings unter dem Vorbehalt der 

Beurteilung von Zivilklagen (Art. 391 Abs. 1 StPO). Es gilt das Verschlech-

terungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO.  

An dieser Stelle ist ergänzend darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende 

Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und 

jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss. Das Berufungsgericht 

kann sich auf die für seinen Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (BGE 

141 IV 249 E. 1.3.1; Urteil des Bundesgerichts 1B_242/2020 vom 2. September 

2020 E. 2.2.). 

II. Sanktion 

1.  Strafzumessung 

1.1.  Nach dem eingangs Gesagten ficht die Beschuldigte die ihr gegenüber vor 

der Vorinstanz ergangenen Schuldsprüche nicht an. Im Allgemeinen erübrigen 

sich damit Ausführungen zur Erstellung des Sachverhalts und zu dessen rechtli-

cher Würdigung. Es ist somit als Nächstes bereits auf die Strafzumessung einzu-

gehen. Wo sich zu einzelnen Aspekten der Strafzumessung insbesondere zur 

Schwere der der Beschuldigten zur Last gelegten Delikte Fragen der Sachver-

haltserstellung und der rechtlichen Würdigung stellen, wird darauf nachfolgend 

eingegangen.  

1.2.  Die Vorinstanz hat die allgemeinen theoretischen Grundlagen der 

Strafzumessung bereits korrekt zusammengefasst (vgl. Urk. 93 S. 43 ff.). Das 

Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt 

dabei das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 

Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden wird 

nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, 

nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters 

sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren 

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Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden 

(Art. 47 Abs. 2 StGB). Für die Zumessung der Strafe ist zwischen der Tat- und der 

Täterkomponente zu unterscheiden. Bei der Tatkomponente ist als 

Ausgangspunkt die objektive Schwere des Delikts festzulegen und zu bewerten. 

Dabei ist anhand des Ausmasses des Erfolgs sowie auf Grund der Art und Weise 

des Vorgehens zu beurteilen, wie stark das strafrechtlich geschützte Rechtsgut 

beeinträchtigt worden ist. Ebenfalls von Bedeutung ist die kriminelle Energie, die 

der Täter an den Tag legt. Hinsichtlich des subjektiven Verschuldens sind 

insbesondere das Motiv, die Beweggründe, die Willensrichtung sowie das Mass 

an Entscheidungsfreiheit des Täters zu beurteilen. Die Täterkomponente umfasst 

die persönlichen Verhältnisse, das Vorleben, insbesondere frühere Strafen oder 

Wohlverhalten, und das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren, 

insbesondere gezeigte Reue und Einsicht, oder ein abgelegtes Geständnis 

(BSK StGB I-WIPRÄCHTIGER/KELLER, 4. Aufl. 2019, Art. 47 N 90 ff.; Urteil des 

Obergerichts Zürich SB200453 vom 12. Mai 2021 E. III./1.3). 

1.3.  Die Beschuldigte hat sich durch ihr Verhalten der Veruntreuung, der mehr-

fachen Misswirtschaft, der mehrfachen Unterlassung der Buchführung, der Urkun-

denfälschung und der ordnungswidrigen Führung der Geschäftsbücher schuldig 

gemacht. Alle Delikte (mit Ausnahme der zuletzt genannten Übertretung) sehen 

als Sanktion jeweils Freiheitstrafe oder Geldstrafe vor.  

Die Vorinstanz wies korrekt auf die Grundlagen der Strafzumessung bei mehreren 

Delikten (Konkurrenz) nach Art. 49 Abs. 1 StGB hin (Urk. 93 S. 43 ff.). Darauf 

kann verwiesen werden. Zu betonen ist nochmals, dass das Asperationsprinzip 

von Art. 49 Abs. 1 StGB der konkreten Methode unterliegt und es nicht genügt, 

wenn die anzuwendenden Strafbestimmungen abstrakt gleichartige Strafen 

androhen; Geld- und Freiheitsstrafe sind keine gleichartigen Strafen im Sinne von 

Art. 49 Abs. 1 StGB. Die Strafart ist somit nach der Bestimmung der Einsatzstrafe 

für das schwerste Delikt für die weiteren Delikte eigenständig zu bestimmen (vgl. 

Urk. 93 S. 43 f. mit Hinweisen). Bei der Wahl der Sanktionsart sind nebst dem 

Verhältnismässigkeitsprinzip die Zweckmässigkeit der Sanktion, ihre 

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Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie die präventive 

Effizienz zu berücksichtigen (BGE 134 IV 97 E. 4.2; BGE 138 IV 120 E. 5.2).  

1.4.  Einsatzstrafe für Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 StGB) 

1.4.1. Die Vorinstanz ging zutreffend von Veruntreuung als schwerwiegendstem 

Delikt aus und fällte für dieses eine Einsatzstrafe aus, mit dem Hinweis, dass der 

Strafrahmen nach Art. 49 Abs. 1 StGB auf 7,5 Jahre zu erhöhen sei, sofern für 

mehr als ein Delikt eine Freiheitsstrafe ausgesprochen werde (Urk. 93 S. 45). Auf 

die Bemessung der Einsatzstrafe ist nachfolgend einzugehen.  

1.4.2. Mit der Vorinstanz (Urk. 93 S. 45) ist von einem Deliktbetrag in der Höhe  

von Fr. 290'000.– auszugehen. Gestützt auf die Nebenvereinbarung vom 

20. Dezember 2013 zum eingangs erwähnten Mietverhältnis (Urk. D1/2/7) hatte 

die Privatklägerin 6 als Vermieterin sich klar verpflichtet, die ihr von der Mieterin 

vorgelegten Rechnungen für den Einbau einer Küche im Mietobjekt bis zu einem 

Betrag von insgesamt Fr. 300'000.– (inkl. MWST) zu bezahlen. Die Neben-

vereinbarung statuierte dabei nach den zutreffenden Feststellungen der 

Vorinstanz im Einzelnen, dass die entsprechenden Installationen vorgängig von 

der Privatklägerin 6 genehmigt werden müssten (Urk. 93 S. 21). Unter Verweis 

auf den Anklagesachverhalt (Urk. 61 S. 3) ist festzuhalten, dass die Beschuldigte 

in ihrer Funktion als Geschäftsführerin der B._____ GmbH von der 

Privatklägerin 6 sodann den Betrag von Fr. 300'000.– erhielt. Der Betrag wurde in 

zwei Tranchen ausbezahlt. Am 17. März 2014 (zur diesbezüglichen Korrektur der 

Anklageschrift vgl. Prot. I S. 7) überwies die Privatklägerin 6 Fr. 222'231.60 auf 

Vorlage einer Offerte der K._____ AG …, L._____ [Ortschaft], vom 13. Februar 

2014, und einer "Rechnung" der B._____ GmbH vom 13. Februar 2014 über 

diesen Betrag (Urk. D1/2/8-9). Der Betrag wurde der Beschuldigten somit – 

entgegen der Auffassung der Verteidigung (Urk. 119 S. 5) – klar mit dem Zweck 

anvertraut, die entsprechende Küche bei der K._____ AG zu bestellen bzw. zu 

bezahlen. Eine zweite Zahlung von Fr. 77'768.40 überwies die Privatklägerin am 

22. Januar 2016 für die Vornahme von Elektroinstallationen durch die M._____ 

GmbH; die Beschuldigte erwirkte dies durch Vorlage einer "Zahlungsbestätigung" 

der M._____ GmbH vom 8. Januar 2016, gemäss welcher die Beschuldigte bzw. 

-   11   - 

die B._____ GmbH von einer Offertsumme von Fr. 148'866.95 bereits 

Fr. 99'244.65 bezahlt hätte und ein Restbetrag von Fr. 49'622.30 (alles inkl. 

MwSt.) offen sei (Urk. D1/2/19-21). Zum ersten Betrag ist mit der Vorinstanz 

festzuhalten, dass die Beschuldigte den ganzen für die K._____-Küche 

bestimmten Betrag veruntreute, in dem sie die Mittel für andere Zwecke 

verwendete, ohne eine K._____ Küche zu bestellen. Dass die Beschuldigte zu 

einem nicht näher bekannten Zeitpunkt eine Anzahlung für die Lieferung einer 

Küche an eine italienische Unternehmung leistete, ändert daran – entgegen der 

Verteidigung (Urk. 119 S. 6) – nichts (vgl. Urk. 93 S. 21; nebenbei ist festzuhalten, 

dass die Beschuldigte entgegen ihren von der Vorinstanz wiedergegebenen 

widersprüchlichen Angaben gemäss den Erkundigungen der Privatklägerin 6 

offenbar nur eine Anzahlung von Euro 15'000.– für diese Küche leistete, die 

insgesamt Euro 52'000.– gekostet hätte [Urk. D1/1 S. 10, 12, 15; Urk. D1/2/28]; 

die Angabe der Beschuldigten, letzterer Betrag habe nur einer Anzahlung 

entsprochen [Prot. I S. 25 f.], ist unbelegt). Zum zweiten Betrag ist ebenfalls mit 

der Vorinstanz festzuhalten, dass die Beschuldigte selber einräumte, die M._____ 

GmbH habe nur für einen Betrag von Fr. 10'000.– Arbeiten geleistet, aber sie 

habe die erwähnte "Zahlungsbestätigung" von der M._____ GmbH erstellen 

lassen, um damit die zweite Tranche der Mittel der Privatklägerin 6 zu erhalten 

(Urk. 93 S. 22; Urk. D1/17 S. 3 f.; vgl. auch bereits Urk. D1/15 S. 9). 

Im Übrigen ist auch nicht darauf abzustellen, dass die Beschuldigte angab, sie 

habe (nur) etwas mehr als die Hälfte des erhaltenen Betrags von Fr. 300'000.– für 

eigene Zwecke verwendet (Urk. D1/17 S. 5); entscheidend ist, dass die 

Beschuldigte den ganzen Betrag abgesehen vom erwähnten Vorbehalt von 

Fr. 10'000.– nicht absprachegemäss verwendete und sie auch nicht konkret 

anzugeben vermag, wofür die Mittel effektiv ausgegeben wurden. Es ist somit von 

einem Deliktsbetrag von Fr. 290'000.– auszugehen.  

1.4.3. Der Vorinstanz ist hinsichtlich der kriminellen Energie, welche die 

Beschuldigte mit dem Ausnutzen des ihr von der Privatklägerin 6 entgegen 

gebrachten Vertrauens an den Tag legte, ohne weiteres zuzustimmen. Richtig ist 

auch, dass die geringe wirtschaftliche Erfahrung der Beschuldigten ihr 

-   12   - 

Verschulden nicht relativiert, da die ihr zur Last gelegten Handlungen keine 

besonderen Kenntnisse verlangten. Auch ist davon auszugehen, dass die 

Beschuldigte sehr wohl wusste was sie tat (vgl. Urk. 93 S. 46).  

Es sind allerdings mit Blick auf die Einschätzung insb. der subjektiven Tatschwere 

weitere Tatumstände zu berücksichtigen, welche die kriminelle Energie des 

Vorgehens der Beschuldigten relativieren. Einerseits erscheint es nach den 

Schilderungen der Beschuldigten (vgl. etwa Urk. D1/17 S. 5, Urk. D1/15 S. 1 ff.) 

glaubhaft, dass sie – als sie die Veruntreuung beging – die Vorstellung hatte, die 

entsprechenden Arbeiten/Elektroinstallationen für die Erstellung der Küche 

würden später noch ausgeführt (und mit irgendwelchen Mitteln bezahlt) und sie 

würde eine Küche einbauen lassen, wenn auch nicht die mit der Privatklägerin 6 

abgesprochene K._____-Küche. Die Beschuldigte plante in diesem Sinn nicht von 

langer Hand, die gesamten Mittel der Privatklägerin 6 für eigene Zwecke zu 

verwenden und die Privatklägerin 6 entsprechend zu schädigen. Vielmehr ist zu 

ihren Gunsten anzunehmen, dass sie sich aus dem anvertrauten Geld bediente, 

um ihr zu dem Zeitpunkt dringlicher erscheinende (private oder geschäftliche) 

Ausgaben zu bestreiten, ohne Überblick über die Finanzen und in der naiven und 

unrealistischen Vorstellung, die mit der Privatklägerin 6 besprochenen Arbeiten 

könnte sie später aus irgendwelchen anderen Mitteln finanzieren. Zudem 

begrüsste sie die Idee, in Italien günstiger an eine Küche zu kommen (nach ihrer 

unbelegten Angabe hätte es sich um dieselbe Küche gehandelt, vgl. Prot. I S. 25) 

und damit einen Vorteil für sich herauszuholen. Andererseits ist zu 

berücksichtigen, dass die Beschuldigte glaubhaft angab, die Geschäftsführung 

der Gesellschaften nicht aus eigenen Antrieb übernommen zu haben. Sie habe 

dies lediglich für ihren Ehemann getan, welcher die Gastronomiebetriebe 

eigentlich zu führen gedacht habe, der aufgrund seiner persönlichen Umstände 

jedoch die Geschäftsführung nicht selber habe übernehmen können (Urk. 118 

S. 4 f. und S. 8 ff.). An der Veruntreuung der erwähnten Summe ändert all das 

freilich nichts; die kriminelle Energie der Beschuldigten ist aber vor diesem 

Hintergrund zu relativieren.  

-   13   - 

1.4.4. Das Verschulden der Beschuldigten hinsichtlich Veruntreuung wiegt un-

geachtet des zur kriminellen Energie Gesagten erheblich. Als Einsatzstrafe für 

Veruntreuung ist aufgrund der geschilderten Umstände indes eine mildere 

Bestrafung von 20 Monaten Freiheitsstrafe festzusetzen.  

1.5.  Asperation aufgrund mehrfacher Misswirtschaft (Art. 165 Ziff. 1 StGB) 

Was die mehrfache Misswirtschaft angeht, verweist die Vorinstanz richtig auf die 

Deliktsbeträge von Fr. 16'016.80 (betreffend die B._____ GmbH) und 

Fr. 37'528.34 (betreffend die C._____ GmbH; vgl. Urk. 93 S. 46 bzw. S. 24 sowie 

S. 27). Es trifft sowohl zu, dass die beiden Gesellschaften erhebliche Zeit über 

das Besorgnisdatum hinaus fortgeführt wurden, als auch, dass das subjektive 

Verschulden und die kriminelle Energie eher gering ausfielen. Die Beschuldigte 

war offenkundig mit der wirtschaftlichen Selbständigkeit im Gastronomiebereich 

überfordert, was sie in der Folge auch einsah (vgl. nachfolgend E. II.1.10 sowie 

Urk. D1/17 S. 7, D1/18 S. 23; Prot. I S. 12-14; Urk. 118 S. 8 f.). Allerdings trifft es 

ebenfalls zu, dass die Beschuldigte die Delikte hätte vermeiden können, wenn sie 

sich auch nur minimal um die Vorschriften zur Unternehmungsführung bemüht 

hätte. Dass die Vorinstanz das Verschulden insoweit als nicht leicht einschätzte 

und dass sie im Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe 

(Art. 165 Ziff. 1 StGB) eine Asperation von 8 Monaten Freiheitsstrafe als an-

gemessen erachtete (vgl. Urk. 93 S. 46) ist – entgegen den (unsubstantiierten) 

Vorbringen der Verteidigung im Berufungsverfahren (Urk. 119 S. 7) – nicht zu 

beanstanden. 

1.6.  Asperation für mehrfache Unterlassung der Buchführung (Art. 166 StGB) 

1.6.1. Was die mehrfache Unterlassung der Buchführung angeht, ist mit der 

Vorinstanz (Urk. 93 S. 46 f.) festzuhalten, dass es sich bei beiden betroffenen 

Gesellschaften (B._____ GmbH, D._____ GmbH) um kleinere Unternehmungen 

handelte, aber dass auch in solchen Fällen die Wichtigkeit einer Buchhaltung 

nicht zu unterschätzen ist. Der Deliktszeitraum von ca. 3 Jahren im Fall der 

erstgenannten Gesellschaft ist beträchtlich. Dass die Vorinstanz das Verschulden 

als nicht mehr leicht einstufte, ist nicht zu beanstanden.  

-   14   - 

1.6.2. Angesichts der von der Vorinstanz vorgenommenen Asperation um 

4 Monate Freiheitsstrafe ist die Frage einer Geldstrafe indes zu prüfen. Die 

Vorinstanz ging davon aus, eine Geldstrafe wäre aufgrund der finanziellen 

Verhältnisse der Beschuldigten nicht zu beziehen, und erkannte daher auf eine 

Freiheitsstrafe (Urk. 93 S. 45, 47).  

Auch wenn der Vollzug einer Geldstrafe bei einer völlig mittellosen (oder wie hier 

hochgradig überschuldeten) Täterin ab einer gewissen Anzahl Tagessätzen 

unrealistisch ist, ist zu vermeiden, mittellose Täter ab einer gewissen Anzahl von 

Tagessätzen von der milderen Strafart der Geldstrafe a priori auszuschliessen 

(vgl. dazu OFK StGB/JStG-HEIMGARTNER, 20. Aufl. 2018, Art. 41 StGB N 2c). So 

sind die wirtschaftlichen Verhältnisse eines Täters, dessen voraussichtliche 

Zahlungsunfähigkeit oder fehlender Zahlungswille keine Kriterien für die Wahl der 

Strafart (Urteil des Bundesgerichts 6B_1027/2019 vom 11. Mai 2020 E. 1.2.3., mit 

Hinweis auf BGE 134 IV 97 E. 5.2.3.). Im vorliegenden Fall ist jedoch 

hervorzuheben, dass die Beschuldigte sämtliche Taten durch den gleichen 

Handlungskomplex über einen längeren Zeitraum beging. Sämtliche Delikte 

waren somit vom gleichen Tatvorsatz umfasst, weshalb im Resultat nicht zu 

beanstanden ist, dass die Vorinstanz auch für Delikte, bei denen eine Geldstrafe 

in Frage kommen würde, auf eine Freiheitsstrafe erkannte. Die von der Vorinstanz 

angenommene Asperation der Freiheitsstrafe um 4 Monate (für die zweifache 

Begehung) erscheint dem Verschulden und den geschilderten Tatumständen 

angemessen.  

1.7. Asperation für Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 StGB) 

1.7.1. Die Vorinstanz erwog zutreffend, dass die Urkundenfälschung zwecks 

Vortäuschens einer Sacheinlage bei der Veräusserung der Unternehmung für 

eine erhebliche kriminelle Energie spricht, wobei aber nicht davon auszugehen 

sei, dass die Beschuldigte alleine die entsprechende Idee hatte (Urk. 93 S. 47). 

Es lässt sich letztlich nicht widerlegen, dass die Beschuldigte (wie sie angab) den 

falschen Leuten vertraute und von dritter Seite auf die entsprechende Idee 

gebracht wurde (vgl. Urk. D1/18 S. 11; Urk. 118 S. 8 f.). Richtig ist aber auch, 

dass die formelle Situation einer Beurkundung bei einer Notarin der Beschuldigten 

-   15   - 

das Gewicht ihrer falschen Angabe hätte aufzeigen müssen. Dass in die 

Ausarbeitung der entsprechenden Unterlagen allenfalls auch die Notarin und 

Treuhänder involviert waren, wie die Verteidigung insinuiert (Urk. 119 S. 8), 

ändert nichts daran, dass die Beschuldigte sich entsprechend hätte informieren 

müssen. Der Deliktsbetrag bzw. die vorgetäuschte Sacheinlage von Fr. 20'000.– 

(vgl. Urk. D2/4/34) war nicht gering. Dass die Vorinstanz das Verschulden als 

nicht mehr leicht einstufte (Urk. 93 S. 47), ist aufgrund des Gesagten nicht zu 

beanstanden.  

1.7.2. Es ist auch betreffend Urkundenfälschung aus den bereits geschilderten 

Gründen (vgl. E. II.1.6.2.) nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf eine 

Freiheitsstrafe erkannte . Die von der Vorinstanz angenommene Asperation der 

Freiheitsstrafe um 4 Monate ist dem Verschulden und den geschilderten Tat-

umständen angemessen.  

1.8. Ordnungswidrige Führung der Geschäftsbücher (Art. 325 StGB) 

1.8.1. Die Beschuldigte ficht den Schuldspruch betreffend ordnungswidrige 

Führung der Geschäftsbücher nicht an. Sie wendet sich aber gegen die 

Auferlegung einer Busse (Urk. 94 S. 2). Zur Begründung brachte die Verteidigung 

anlässlich der Berufungsverhandlung vom 1. November 2021 kürzest vor, dass 

diese zu hoch sei und auf diese gänzlich zu verzichten sei (Urk. 119 S. 8).  

1.8.2. Die Beschuldigte verletzte die Buchführungspflicht als einzige Gesell-

schafterin und Geschäftsführerin der I._____ GmbH wie eingangs erwähnt 

(Ziff. I.1.1.) von April 2014 bis September 2019 und damit während ca. 

5.5 Jahren. Das ist mit der Vorinstanz (Urk. 93 S. 47 f.) als beträchtlicher Zeitraum 

einzuschätzen. In subjektiver Hinsicht ging die Vorinstanz von Eventualvorsatz 

aus. Dem ist ebenfalls zuzustimmen. Das Verschulden ist mit der Vorinstanz als 

leicht einzustufen und im Rahmen gemäss Art. 106 Abs. 1 StGB (Höchstbetrag 

der Busse von Fr. 10'000.–) ist eine Busse von Fr. 1'000.– dem Verschulden 

angemessen.  

-   16   - 

1.9. Gesamtstrafe 

Nach dem Gesagten ergibt sich eine Gesamtstrafe von 36 Monaten Freiheitsstra-

fe und einer Busse von Fr. 1'000.–.  

1.10. Täterkomponente  

Die Vorinstanz hat den Lebenslauf der Beschuldigten kurz zusammengefasst, 

worauf vorab verwiesen werden kann (Urk. 93 S. 48). Die Beschuldigte verfügt 

über eine abgeschlossene Lehre als Zahnarztgehilfin (Prot. I S. 8), ist seit 

Juni 2019 wieder in unbefristeter Anstellung als Dentalassistentin tätig und erzielt 

dabei ein monatliches Bruttoeinkommen von rund Fr. 4'000.– zuzüglich Bonus 

(Urk. 120; Urk. 118 S. 6). Der Weg in die Selbstständigkeit sei ihr grösster Fehler 

gewesen und sie wolle in Zukunft nicht mehr selbständig erwerbstätig sein (vgl. 

Urk. 93 S. 48, Urk. 118 S. 7 und S. 10; Prot. II S. 6). Sie arbeite gerne als 

Dentalassistentin und plane zudem eine Weiterbildung zu absolvieren, um bei 

ihrer derzeitigen Arbeitsstelle zukünftig auch weitere Aufgaben übernehmen zu 

können. Nach ihren eigenen Angaben wolle sie nicht mehr aus der Zahnmedizin 

weggehen (Urk. 118 S. 7). Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die nicht 

vorbestrafte Beschuldigte im Verfahren früh teilweise geständig war (vgl. etwa 

Urk. D1/15 S. 1 ff.) und dass sie dabei ist, die verursachten Schäden abzuzahlen.  

Ferner anerkennt sie die Zivilforderungen im Grundsatz, und sie hat verschie-

dentlich zum Ausdruck gebracht, dass sie die Angelegenheit sehr bereue (Prot. I 

S. 12, 44; Urk. 118 S. 8 f.; Urk. 119 S. 9; Prot. II S. 6). Allerdings trifft auch zu, 

dass sie ihre Schuld teilweise mit Rechtfertigungsversuchen von sich zu weisen 

versucht (vgl. Urk. 93 S. 48). Für die Beschuldigte spricht, dass sie ihre 

Überforderung mit einer selbständiger Erwerbstätigkeit und den damit 

einhergehenden gesetzlichen Pflichten eingesehen hat. Nicht ganz ausser Acht 

zu lassen ist ferner, dass die Beschuldigte aus der Zeit ihrer gescheiterten 

selbständigen Erwerbstätigkeit und im Zusammenhang mit den ihr zur Last 

gelegten Delikten erhebliche Schulden davongetragen hat, die sie wie erwähnt 

abzuzahlen versucht. Anlässlich der Berufungsverhandlung schätze sie ihre 

-   17   - 

derzeitigen Schulden auf Fr. 200'000.– bis Fr. 300'000.–, gab jedoch freimütig an, 

den Überblick über ihre Schulden verloren zu haben (Urk. 118 S. 8). 

1.11. Beschleunigungsgebot 

1.11.1. Laut dem in Art. 5 StPO geregelten Beschleunigungsgebot hat die be-

schuldigte Person Anspruch darauf, dass die erhobenen Deliktsvorwürfe ohne 

Verzug geklärt und allenfalls zur gerichtlichen Beurteilung gebracht werden. Die 

Behörden sind verpflichtet, das Strafverfahren zügig voranzutreiben, um die 

beschuldigte Person nicht unnötig über die gegen sie erhobenen Vorwürfe im 

Ungewissen zu lassen. Das gilt für das ganze Verfahren. Welche 

Verfahrensdauer angemessen ist, hängt von den konkreten Umständen ab, die in 

ihrer Gesamtheit zu würdigen sind. Kriterien hierfür bilden etwa die Schwere des 

Tatvorwurfs, die Komplexität des Sachverhaltes, die dadurch gebotenen 

Untersuchungshandlungen, das Verhalten der beschuldigten Person und 

dasjenige der Behörden sowie die Zumutbarkeit für die beschuldigte Person (BGE 

130 I 269 E. 3.1 mit Hinweisen). Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots 

kann dabei sowohl in einer überlangen Gesamtverfahrensdauer als auch (bei 

einer per sie nicht übermässig langen Verfahrensdauer) in einzelnen Phasen nicht 

zu rechtfertigender Untätigkeit liegen. Eine in einem Verfahrensabschnitt 

eingetretene Verzögerung kann nach der Rechtsprechung aber unter Umständen 

dadurch ausgeglichen werden, dass die entsprechende Behörde andere 

Verfahrenshandlungen rasch vornimmt. Mehrmonatige Phasen unerklärlicher 

behördlicher Untätigkeit können das Beschleunigungsgebot verletzen, wenn der 

Fall weder besonders viele Akten umfasst noch eine besondere Komplexität 

aufweist, welche einen höheren Zeitbedarf resp. teilweise längere 

Bearbeitungslücken rechtfertigen könnten (vgl. zur Bundesgerichtspraxis die 

Hinweise bei BSK StPO-SOMMERS, 2. Auflage 2014, Art. 5 N 7-8b; vgl. auch Urteil 

des Obergerichts Zürich SU190030 vom 19. Mai 2020, E. III./1.7; Urteil des 

Obergerichts Zürich SB190241 vom 21. Februar 2020, E. IV./5.4, insb. 5.4.5). 

Eine lange Verfahrensdauer kann dabei auch unabhängig von einer Verletzung 

des Beschleunigungsgebots strafmindernd berücksichtigt werden (vgl. Urteil des 

-   18   - 

Obergerichts Zürich SB170188 vom 28. November 2017, E. II./3.4; vgl. auch BSK 

StPO-SOMMERS, 2. Auflage 2014, Art. 5 N 8 mit Hinweisen). 

1.11.2. Die Beschuldigte machte vor der Vorinstanz anlässlich der Haupt-

verhandlung vom 11. August 2020 geltend, seit Einreichung der Strafanzeige vom 

15. September 2016 seien bereits rund 3 ¾ Jahre vergangen. Das Verfahren sei 

im Wesentlichen bereits im September 2018 abgeschlossen gewesen. Mit der 

damals zuständigen Staatsanwältin N._____ sei bereits von einem abgekürzten 

Verfahren bei einem Strafmass von 20 Monaten die Rede gewesen, mit welchem 

die Staatsanwältin einverstanden gewesen sei. Infolge Stellenwechsels von 

N._____ habe sodann Staatsanwalt O._____ die Verfahrensleitung übernommen. 

Dieser habe am 11. September 2019 die Schlusseinvernahme durchgeführt, 

nachdem die letzte Einvernahme mit der vormals zuständigen Staatsanwältin am 

27. Juni 2018 stattgefunden habe. Am 30. September 2019 sei die Anklageschrift 

erstellt worden und bis zur Gerichtsverhandlung vor erster Instanz seien 

nochmals über 10 Monate vergangen (Urk. 71B S. 3).  

1.11.3. Die Vorinstanz erwog zu ihrem Entscheid, dass der Sachverhalt sich 

aufgrund der zahlreichen involvierten Unternehmen und der unübersichtlichen 

Geschäftsstrukturen als komplex erweise. Zudem seien neben der Strafanzeige 

der Privatklägerin 6 vom 15. November 2016 am 26. Juli 2017 und am 

22. November 2018 weitere Strafanzeigen gestellt worden, die zu weiteren 

notwendigen Untersuchungshandlungen geführt hätten. Dass der Wechsel des 

zuständigen Staatsanwalts und die Corona-Pandemie zu Verzögerungen führten, 

sei ebenfalls vertretbar. Das Verfahren habe insgesamt eher lang gedauert. Für 

die Verzögerungen gebe es jedoch gute Gründe, weshalb das 

Beschleunigungsgebot nicht verletzt sei (Urk. 93 S. 9). 

1.11.4. Die auf die umfangreiche Strafanzeige der Privatklägerin 6 vom 

15. November 2016 mit vielen Beilagen (Urk. D1/1, 2/1-45) hin vorgenommenen 

polizeilichen Ermittlungen (vgl. auch den Auftrag der Staatsanwältin betr. ergän-

zende Ermittlungen vom 5. Januar 2017 sowie die Delegation der Staatsanwältin 

an die Kantonspolizei vom 17. Mai 2017, Urk. D1/31-32) führten zunächst zum 

Rapport vom 13. Juni 2017 (Urk. D1/3). Im weiteren Verlauf des Jahres 2017 er-

-   19   - 

folgten Einvernahmen und weitere Ermittlungsarbeiten (Urk. D1/4-16; vgl. auch 

die Hausdurchsuchungs- und Sicherstellungsakten, Urk. 11/35/1-14) und die 

Edition verschiedener Bank-, Kreditkarten- und Steuerunterlagen der 

Beschuldigten und die Sperrung von Konten (Urk. D1/25/1-7, D1/26/1-13, 

D1/27/1-4, D1/28/1-8, D1/29/1-2). Die Akten enthalten etliche sehr umfangreiche 

Bankauszüge (vgl. etwa Urk. D1/15). Zwischen der polizeilichen Einvernahme 

vom 9. Oktober 2017 sowie weiteren polizeilichen Untersuchungshandlungen im 

Oktober und November 2017 (Urk. D1/6-16) einerseits und der 

staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 27. Juni 2018 (vgl. Urk. D1/17) 

andererseits liegt eine Bearbeitungslücke, die durch die umfangreichen Akten und 

den einigermassen komplexen Sachverhalt ohne weiteres gerechtfertigt ist. Bis 

zur weiteren staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 11. September 2019 nun 

durch Staatsanwalt MLaw O._____ (vgl. Urk. D1/18) wurden zu Dossier 1 indes 

keine wesentlichen Untersuchungshandlungen vorgenommen. Es folgen in den 

Akten lediglich Dossiers betreffend die verschiedenen betroffenen Unternehmen, 

insbesondere zu den Konkursverfahren; diese Dossiers enthalten (abgesehen 

von einigen später erstellten Dokumenten wie Handelsregisterauszügen) 

Unterlagen der Jahre 2016 und 2017 oder der Zeit davor (Urk. D1/20/1-19, 

D1/21/1-9, D1/22/1-4, D1/23/1-11, D1/24/1-7, D1/30/1-7). Zudem datieren einige 

Formulare von Privatklägern zum Strafverfahren aus dieser Zeit (vgl. 

Urk. D1/34/1-11). Zwischen dem 27. Juni 2018 und dem 21. August 2019 

(Versand der ersten Vorladungen zu den Einvernahmen vom 

11. September 2019, vgl. Urk. D1/33/8 ff.) ergibt sich im Dossier 1 somit eine 

Bearbeitungslücke von über einem Jahr.  

Zu berücksichtigen sind auch die Dossiers 2 und 3 über weitere Strafanzeigen 

gegen die Beschuldigte. Im Dossier 2 erfolgte die umfangreiche Strafanzeige von 

J._____ (Privatkläger 3) mit vielen Beilagen am 26. Juli 2017 (Urk. D2/1, 4); 

später als 2017 vorgenommene Untersuchungshandlungen sind im Dossier 2 

nicht ersichtlich. Die Akten des Dossiers 2 vermögen die erwähnte 

Bearbeitungslücke damit nicht zu erklären. Im Dossier 3 erfolgte die Strafanzeige 

der P._____ AG (Privatklägerin 2) an die Staatsanwaltschaft Zug am 

22. November 2018 mit Ergänzung vom 9. Januar 2019 (Urk. D3/1, 3 je mit 

-   20   - 

Beilagen). Auf diese Anzeige hin erfolgten im ersten Halbjahr 2019 im Kanton Zug 

Untersuchungshandlungen, insb. erging bereits am 10. Januar 2019 ein Er-

mittlungsauftrag der Staatsanwaltschaft Zug an die Kantonspolizei (Urk. D3/11); 

am 5. April 2019 erfolgte eine delegierte Einvernahme der Beschuldigten durch 

die Kantonspolizei Zug (vgl. Urk. D3/5). Am 8. April 2019 informierte die Staats-

anwaltschaft Zug die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis über das bei ihr 

hängige Verfahren (Eingang bei der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis am 

10. April 2019) und erklärte, ihrer Ansicht nach sei die Staatsanwaltschaft 

Limmattal / Albis aufgrund der bei ihr bereits hängigen Strafuntersuchung auch für 

die Verfolgung der weiteren Vorwürfe zuständig (Urk. D3/14/1); am 

16. August 2019 erfolgte die Übernahmeverfügung der Staatsanwaltschaft 

Limmattal / Albis (Urk. D3/14/2). Dossier 3 vermag damit die Bearbeitungslücke 

jedenfalls bis zum 10. April 2019 (Information der Staatsanwaltschaft Zug über 

das dortige Verfahren) ebenfalls nicht zu rechtfertigen. Ab dann rechtfertigte sich 

ein Zuwarten, ob eine Übernahme jener Untersuchung durch die 

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis zu weiteren Untersuchungshandlungen bzw. 

zu einer gemeinsamen Anklage führen würde.  

Die aufgezeigte Bearbeitungslücke umfasst über 8 Monate und damit eine ver-

hältnismässig lange Zeit. Das Verfahren ist relativ komplex, es waren Unterlagen, 

Bankauszüge etc. über eine Mehrzahl von Unternehmen zu sichten, doch es ist 

auch zu beachten, dass die wenn auch umfangreichen Akten weitestgehend 

bereits im Zeitraum der Einvernahme vom 27. Juni 2018 vorlagen. Eine 

Verzögerung aufgrund des in diesem Zeitraum erfolgten Wechsels in der Person 

des zuständigen Staatsanwalts ist zwar mit der Vorinstanz als nachvollziehbar zu 

betrachten; allerdings vermögen organisatorische Umstände wie diese, so 

verständlich sie oft sind, Verzögerungen mit Blick auf das Beschleunigungsgebot 

nur beschränkt zu rechtfertigen (vgl. BSK StPO-SOMMERS, 2. Auflage 2014, Art. 5 

N 14).  

Nach der Erhebung der Anklage vom 30. September 2019 verging bis zur 

Eröffnung des erstinstanzlichen Urteils ungefähr ein weiteres Jahr. Diese 

Zeitdauer ist ebenfalls als lange zu betrachten; dies hat die Vorinstanz angesichts 

-   21   - 

der in dieser Zeitspanne erfolgten Einschränkungen aufgrund der Corona-

Pandemie aber zurecht als ohne weiteres nachvollziehbar betrachtet (vgl. Urk. 93 

S. 9). Nach der Eröffnung des erstinstanzlichen Urteils bis zur Zustellung des 

begründeten Urteils erging nochmals etwas mehr als ein halbes Jahr (vgl. vorne 

E. I.1.2.1.2). Auch diese Zeitspanne ist verhältnismässig lang. 

Insgesamt ist vor dem geschilderten Hintergrund von einer im Vergleich mit 

ähnlichen Fällen langen Verfahrensdauer auszugehen, die aufgrund der geschil-

derten Umstände, insbesondere der umfangreichen Akten über eine Mehrzahl 

von Gesellschaften, (noch) keine Verletzung des Beschleunigungsgebots 

darstellt. Die Verfahrensdauer ist dessen ungeachtet strafmindernd zu 

berücksichtigen. 

1.12.  Ergebnis 

1.12.1. Die Biografie und die Vorstrafenlosigkeit der Beschuldigten sind straf-

zumessungsneutral zu werten. Strafmindernd zu berücksichtigen sind jedoch 

einerseits das Nachtatverhalten der Beschuldigten und die verhältnismässig lange 

Dauer des Verfahrens. Insgesamt ist nach Beurteilung der Täterkomponente und 

der täterunabhängigen Faktoren eine Reduktion der Gesamtstrafe um 12 Monate 

angemessen. 

1.12.2. Es resultiert eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten, zu der die Beschuldigte 

zu verurteilen ist. An diese Strafe ist 1 Tag Haft anzurechnen (Art. 51 StGB). 

2.  Vollzug 

2.1. Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen des bedingten Strafvollzugs zu-

treffend festgehalten (Urk. 93 S. 49). Darauf kann verwiesen werden. Es liegt ein 

Fall von Art. 42 Abs. 1 StGB vor; die Strafe ist daher in der Regel aufzuschieben, 

wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um die Beschuldigte von 

der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten.  

2.2. Mit der Vorinstanz ist der nicht vorbestraften Beschuldigten (vgl. Urk. 97) eine 

günstige Prognose zu attestieren, insbesondere da sie nach wie vor in ihrem 

-   22   - 

erlernten Beruf tätig ist und keine Anzeichen dafür ersichtlich sind, dass sie erneut 

beabsichtigen würde, ein Unternehmen zu führen (Urk. 118 S. 6 f.). Es rechtfertigt 

sich daher die auszusprechende Freiheitsstrafe von 24 Monaten, unter Ansetzung 

der gesetzlich-minimalen Probezeit von 2 Jahren, aufzuschieben (Art. 42 Abs. 1 

StGB). 

2.3. Die Busse von Fr. 1'000.– ist zu bezahlen. Für den Fall der schuldhaften 

Nichtbezahlung der Busse ist eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen 

festzusetzen. 

III. Verwendung von beschlagnahmten Gegenständen 

1. Mit Verfügung vom 27. September 2019 beschlagnahmte die Staats-

anwaltschaft zwei Uhren der Beschuldigten; im Einzelnen eine 

Damenarmbanduhr Rolex Oyster Perpetual Datejust (A010'820'914) und eine 

Herrenarmbanduhr Rolex Oyster Perpetual Datejust Quickset (A010'821'019; vgl. 

Urk. D1/35/14). Die Vorinstanz ordnete im angefochtenen Entscheid die definitive 

Einziehung der beiden Uhren und deren Verwendung für die Deckung der 

Sanktions- und Verfahrenskosten an (Urk. 93 S. 50 f., 62).  

2. Gemäss Art. 263 Abs. 1 lit. b StPO dürfen Gegenstände und Vermögens-

werte einer beschuldigten Person beschlagnahmt werden, wenn sie zur 

Sicherung von Verfahrenskosten, Geldstrafen, Bussen und Entschädigungen 

gebraucht werden. Die Vorinstanz hielt dazu zutreffend fest, dass mit 

Entschädigungen Prozessentschädigungen zugunsten von Privatklägern gemeint 

sind (Urk. 93 S. 51). Nach Art. 268 Abs. 1-3 StPO ist nur so viel als nötig zu 

beschlagnahmen, ist auf die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der 

beschuldigten Person und ihrer Familie Rücksicht zu nehmen und sind 

unpfändbare Vermögenswerte nach Art. 92-94 SchKG von der Beschlagnahme 

ausgeschlossen.  

3. Die Beschuldigte erklärte sowohl vor Vorinstanz als auch im Berufungs-

verfahren, die Uhr mit dem blauen Ziffernblatt sei ein Geburtstagsgeschenk ihrer 

-   23   - 

Eltern auf ihren 30. Geburtstag gewesen. Sie hätte die Uhr deshalb gerne zurück 

(Prot. I S. 37; Urk. 71B S. 12; Urk. 118 S. 11; Urk. 119 S. 9). 

4. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der Beschuldigten im 

angefochtenen (und insoweit zu bestätigenden) Entscheid eine Busse von 

Fr. 1'000.–, Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 10'170.– und eine 

Prozessentschädigung zugunsten der Privatklägerin 6 von Fr. 13'784.80 auferlegt 

wird. Hinzu kommen die Kosten des Berufungsverfahrens, soweit sie der 

Beschuldigten auferlegt werden. Aufgrund der Vermögenssituation der 

Beschuldigten (vgl. E. II.1.10.) ist nach wie vor nicht anzunehmen, dass die 

Beschuldigte die Verfahrenskosten, die Busse und die Entschädigung ohne 

weiteres wird bezahlen können. 

Die beiden Uhren haben keinen Kompetenzcharakter nach den massgeblichen 

SchKG-Bestimmungen, und die Beschuldigte ist auf die Uhren auch nicht 

angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren (zumal ihr 

Existenzminimum im Rahmen einer allfälligen Lohnpfändung geschützt wäre). Die 

Beschuldigte möchte die Uhr, die ihr von ihren Eltern geschenkt worden sei, im 

Wesentlichen aus affektiven Gründen zurück. Solche Gründe können einer 

Beschlagnahme und Einziehung nicht entgegen gehalten werden (sollte die Uhr, 

wie der Privatkläger 3 vorbringt [Urk. 102], der Beschuldigten nach einer an 

anderer Stelle vorgebrachten Behauptung von ihrem Ehemann geschenkt worden 

sein, würde es sich gleich verhalten). 

5. Entsprechend ist die vorinstanzliche Anordnung betreffend die mit 

Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 27. September 2019 

beschlagnahmten Gegenstände zu bestätigen. 

IV. Zivilansprüche 

1. Die Vorinstanz verpflichtete die Beschuldigte, der Privatklägerin 6 Schaden-

ersatz in der Höhe von Fr. 290'000.– zuzüglich Zins zu 5% seit 7. April 2016 zu 

bezahlen. Im Mehrbetrag verwies die Vorinstanz die Forderung der 

Privatklägerin 6 auf den Zivilweg. Betreffend die Zivilforderungen der 

-   24   - 

Privatkläger 1, 2, 3, 4, 5 und 7 nahm die Vorinstanz Vormerk davon, dass die 

Beschuldigte die Forderungen dem Grundsatz nach anerkenne. Im Übrigen 

verwies die Vorinstanz die Forderungen auf den Zivilweg (Urk. 93 S. 63). Die 

Beschuldigte anerkennt gemäss ihrer Berufungserklärung sämtliche 

Zivilforderungen dem Grundsatz nach; sie beantragt indes, dass alle 

Zivilforderungen (und damit auch jene der Privatklägerin 6) im Übrigen auf den 

Zivilweg verwiesen werden (Urk. 94 S. 2). Zu prüfen ist somit die Verpflichtung 

der Beschuldigten, der Privatklägerin 6 im Umfang von Fr. 290'000.– zuzüglich 

Zins wie erwähnt Schadenersatz zu bezahlen.  

2. Die Beschuldigte brachte zur Frage der Deliktsumme betreffend Ver-

untreuung vor der Vorinstanz vor, den tatsächlichen Schaden zu bestimmen, sei 

weder Aufgabe des Gerichts noch der Beschuldigten. Man habe keine Kenntnis 

davon, was tatsächlich gemacht worden sei. Jedenfalls seien sachdienliche 

Installationen etc. vorgenommen worden (Prot. I S. 39 f.). Anlässlich der Be-

rufungsverhandlung ergänzte die Verteidigung, dass die Privatklägerin 6 ihre 

Zivilforderung nicht ansatzweise substantiiert, sondern diese lediglich behauptet 

habe. Sie habe es auch unterlassen, die erbrachten Leistungen wie Konzept, 

Architekten etc. überhaupt nur zu erwähnen (Urk. 119 S. 6). 

3. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 6 bezieht sich auf den 

Schuldspruch betreffend Veruntreuung.  

4. Vorab ist in diesem Zusammenhang auf die vorstehenden Ausführungen 

zum Deliktsbetrag betr. Veruntreuung zu verweisen (vgl. E. II.1.4.2.), der mit der 

Vorinstanz auf Fr. 290'000.– zu beziffern ist. Indem die Privatklägerin 6 der Be-

schuldigten bzw. der von ihr beherrschten Gesellschaft Fr. 300'000.– überwies 

und dafür abgesehen von den Elektroinstallationen, für welche Fr. 10'000.– aufge-

wendet wurden, keinen Gegenwert erhielt, erlitt die Privatklägerin 6 eine Ver-

mögenseinbusse von zumindest Fr. 290'000.–. Ob den für Elektroinstallationen 

aufgewendeten Fr. 10'000.– ein Gegenwert in dieser Höhe entspricht, kann mit 

der Vorinstanz einstweilen nicht beurteilt werden. Mit der Vorinstanz ist 

hinsichtlich der Verursachung eines Schadens von Fr. 290'000.– auch die 

Widerrechtlichkeit, das Verschulden (Vorsatz) der Beschuldigten und der 

-   25   - 

(adäquate und natürliche) Kausalzusammenhäng zu bejahen (vgl. Urk. 93 

S. 56 f.). Die Erwägungen der Vorinstanz zur Verzinsung des Schadenbetrags 

wurden nicht beanstandet.  

5. Der von der Beschuldigten angeführte Umstand, dass unklar sei, was die 

Beschuldigte im Mietobjekt genau für Arbeiten ausführte bzw. ausführen liess, 

steht dem Schadenersatzanspruch nicht entgegen (Urk. 119 S. 6). Nachdem 

erstellt ist, dass die Beschuldigte die erhaltenen Mittel im Umfang von 

Fr. 290'000.– nicht absprachegemäss für die Installation einer Küche bzw. für die 

Vornahme der dafür erforderlichen Elektroinstallationen verwendete, und die 

Beschuldigte auch nicht anzugeben vermochte, welche Teilbeträge anderswie für 

Arbeiten am Mietobjekt aufgewendet wurden, ist es nicht an der Privatklägerin 6, 

im Sinne negativer Tatsachen nachzuweisen, dass die Beschuldigte die Mittel 

nicht anderswie für Arbeiten am Mietobjekt aufwendete und damit eine 

Wertsteigerung des Mietobjekts bewirkte.  

6. Ob eine geschädigten Person einer Schadenminderungsobliegenheit unter-

steht, richtet sich im Einzelfall unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände nach 

der individuellen Zumutbarkeit; die Beweislast für eine Verletzung einer Schaden-

minderungsobliegenheit trägt die schädigende Person (vgl. BSK OR I-KESSLER, 

Art. 44 N 13 f.). 

Eine Reduktion des Schadensbetrags ergibt sich auch unter diesem Aspekt nicht. 

Das gilt insbesondere im Zusammenhang mit der erwähnten Anzahlung von 

Euro 15'000.–, welche die Beschuldigte an eine italienische Firma für eine Küche 

leistete (vgl. vorne E. II.1.4.2). Aus dem E-Mail vom 27. April 2016, welches die 

Privatklägerin 6 zum Beleg einreichte, ergibt sich, dass die Privatklägerin 6 kein 

Interesse daran hatte, die Küche unter Bezahlung des Restbetrags auszulösen 

und dass sie dies daher nicht weiterverfolgen wollte (Urk. D1/2/28). Die 

Privatklägerin 6 überwies der Beschuldigten wie geschildert für den Einbau einer 

Küche im Mietobjekt bereits einen Betrag von rund Fr. 222'000.–, den die 

Beschuldigte für andere Zwecke verwendete. Der Privatklägerin 6 ist danach nicht 

zuzumuten, weitere Mittel aufzuwenden, um eine Küche zu erhalten, welche die 

Beschuldigte in Italien in Auftrag gegeben hatte. Etwas anderes vermag die 

-   26   - 

Beschuldigte nicht zu beweisen. Eine entsprechende Reduktion des 

Schadenersatzanspruchs nach Art. 44 Abs. 1 OR ist abzulehnen.  

7. Die Beschuldigte ist somit in Übereinstimmung mit der Vorinstanz zu 

verpflichten, der Privatklägerin 6 Schadenersatz in der Höhe von Fr. 290'000.– 

zuzüglich Zins zu 5% seit 7. April 2016 zu bezahlen. Im Mehrbetrag ist die 

Zivilforderung der Privatklägerin 6 auf den Zivilweg zu verweisen. 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Vorinstanzliche Prozessentschädigung zugunsten der Privatklägerin 6 

1.1. Die Vorinstanz verpflichtete die Beschuldigte, der Privatklägerin 6 eine 

Prozessentschädigung von Fr. 13'784.80 (exkl. MwSt-Zuschlag) zu bezahlen 

(Urk. 93 S. 60 f., 64). Die Beschuldigte liess gegen diesen Entscheid Berufung 

erklären (Urk. 94 S. 3), unterliess es jedoch, diesen Antrag an der Berufungs-

verhandlung zu begründen (Urk. 119).  

1.2. Da die Zivilforderung wie vor Vorinstanz nur mit einer minimen Differenz 

gegenüber der Strafanzeige (Urk. D1/1) zuzusprechen ist, ändert sich auch nichts 

an der Entschädigungspflicht der Beschuldigten gegenüber der Privatklägerin 6 

gestützt auf Art. 433 Abs. 1 lit. StPO. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der 

geltend gemachte Zeitaufwand des gewillkürten Vertreters der Privatklägerin 6 

von 37.18 Stunden bei einem Stundenansatz von Fr. 350.– (Urk. 69) angesichts 

des angezeigten Deliktbetrags und dem Interesse der Privatklägerin 6 an einer 

gründlichen Untersuchung gerechtfertigt erscheint (§ 3 AnwGebV). Es ist somit 

von notwendigen Aufwendungen im Sinne von Art. 433 Abs. 1 StPO auszugehen. 

Auch die geltend gemachten Barauslagen der Vertretung von Fr. 771.20 sind 

nicht zu beanstanden. Die Beschuldigte ist somit (in Übereinstimmung mit dem 

angefochtenen Entscheid) zu verpflichten, der Privatklägerin 6 eine 

Parteientschädigung von Fr. 13'784.80 für das Untersuchungs- und das 

erstinstanzliche Gerichtsverfahren zu bezahlen.  

-   27   - 

2. Berufungsverfahren 

2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.– fest-

zusetzen.  

2.2. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden den Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Beschul-

digte obsiegt im Strafpunkt teilweise: Die Vorinstanz verurteilte die Beschuldigte 

zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, gewährte ihr den bedingten Vollzug im 

Umfang von 24 Monaten Freiheitsstrafe bei einer Probezeigt von 2 Jahren, und 

verurteilte sie ferner zu einer Busse von Fr. 1'000.–. Die Beschuldigte beantragte 

ein Reduktion der Freiheitsstrafe auf 20 Monate (Urk. 94). Mit dem vorliegenden 

Entscheid wird die Beschuldigte zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 

24 Monaten und zu einer Busse von Fr. 1'000.– verurteilt. Damit obsiegt sie im 

Umfang von 6 Monaten Freiheitsstrafe und damit etwas mehr als zur Hälfte. Sie 

unterliegt jedoch betreffend die Herausgabe von Gegenständen, die 

Zivilforderung der Privatklägerin 6 sowie betreffend die Prozessentschädigung der 

Privatklägerin 6 für das Untersuchungs- und das erstinstanzliche 

Gerichtsverfahren vollumfänglich.  

Es rechtfertigt sich daher, der Beschuldigten die Kosten des Berufungsverfahrens, 

mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, lediglich zu zwei Dritteln 

aufzuerlegen und im Übrigen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung sind sodann zu zwei Dritteln einstweilen und zu einem 

Drittel definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. Im Umfang von zwei Dritteln 

dieser Kosten ist jedoch ein Rückforderungsvorbehalt des Staates im Sinne von 

Art. 135 Abs. 4 StPO für den Fall, dass die Beschuldigte dereinst in bessere 

finanzielle Verhältnisse geraten sollte, vorzubehalten. 

2.3. Für die amtliche Verteidigung der Beschuldigten im Berufungsverfahren 

macht Rechtsanwalt lic. iur. X._____ Fr. 4'472.80 (inkl. MwSt. und Barauslagen) 

geltend (Urk. 116). Die geltend gemachten Aufwendungen sind bis auf die ge-

schätzte Dauer der Berufungsverhandlung ausgewiesen und angemessen. Unter 

Berücksichtigung des Umstands, dass die Berufungsverhandlung lediglich zwei 

-   28   - 

Stunden dauerte (Prot. II S. 4 und S. 11), ist der amtliche Verteidiger der 

Beschuldigten für seine Aufwendungen und Auslagen im Berufungsverfahren mit 

pauschal Fr. 4'000.– (inkl. MwSt. und Barauslagen) zu entschädigen.  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Horgen, I. Abteilung, 

vom 11. August 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte ist schuldig 

− der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB; 

− der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB betreffend 
Dossier-Nr. 1, B._____ GmbH und C._____ GmbH; 

− der mehrfachen Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB; 

− der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 StGB; 

− der vorsätzlichen ordnungswidrigen Führung der Geschäftsbücher im Sinne 
von Art. 325 StGB. 

2. Von den folgenden Anklagevorwürfen wird die Beschuldigte freigesprochen: 

− Misswirtschaft bei der D._____ GmbH (Dossier-Nr. 1); 

− Misswirtschaft bei der E._____ GmbH (Dossier-Nr. 1). 

3. Das Verfahren wird hinsichtlich des Anklagevorwurfs der Unterlassung der Buch-

führung bei der E._____ GmbH (Dossier-Nr. 1) eingestellt. 

4.-7. (…) 

8. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides wird die mit Verfügung der 

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 5. September 2017 angeordnete Konto-

sperre auf dem von der Postfinance AG, … [Adresse], geführten Konto, IBAN CH1, 

lautend auf C._____ GmbH, aufgehoben. 

9. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides wird die mit Verfügung der 

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 20. September 2017 angeordnete Konto-

sperre auf dem von der Raiffeisenbank …, … [Adresse], geführten Konto, IBAN CH2, 

lautend auf D._____ GmbH in Liquidation, aufgehoben.  

10. (…) 

-   29   - 

11. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Beschuldigte die Zivilforderungen der 

Privatkläger 1, 2, 3, 4, 5 und 7 dem Grundsatz nach anerkennt. Im Übrigen werden 

die Zivilklagen der Privatkläger 1, 2, 3, 4, 5 und 7 auf den Zivilweg verwiesen.  

12. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als amtlicher 

Verteidiger mit Fr. 12'110.55 (inkl. Fr. 875.15 MwSt.) aus der Gerichtskasse ent-

schädigt. 

13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 8'800.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'500.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 12'110.55   amtliche Verteidigung 
 
 
 
 

 
14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausser diejenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten im Umfang von 90 % auferlegt 

und im Übrigen auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine 

Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO in der Höhe von 90 % der 

Verteidigungskosten. 

15. (…) 

16. (Mitteilung) 

17. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, wo-

von 1 Tag durch Untersuchungshaft erstanden ist, und einer Busse von 

Fr. 1'000.–. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

2 Jahre festgesetzt. 

-   30   - 

3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 

4. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 

27. September 2019 beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse 

lagernden Gegenstände werden eingezogen und durch die Bezirksgerichts-

kasse zur Deckung der Sanktions- und Verfahrenskosten verwertet: 

− Damenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust (A010'820'914); 

− Zertifikat vom 3. April 2013 zu Damenarmbanduhr, Rolex Oyster 

Perpetual Datejust (A010'820'925); 

− Rechnung zu Damenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust 

(A010'820'947); 

− Herrenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust Quickset 

(A010'821'019); 

− Zertifikat vom 6. Mai 2016 zu Herrenarmbanduhr, Rolex Oyster 

Perpetual Datejust Quickset (A010'821'020); 

− Quittung zu Herrenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust 

Quickset (A010'821'393). 

5. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 6 (G._____ AG 

H._____) Schadenersatz in der Höhe von Fr. 290'000.– zuzüglich Zins zu 

5% seit 7. April 2016 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die Forderung auf 

den Zivilweg verwiesen.  

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'000.–   amtliche Verteidigung 
 

 
 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und 

zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rück-

-   31   - 

zahlungspflicht der Beschuldigten im Umfang von der Hälfte der Kosten der 

amtlichen Verteidigung bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

8. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 6 (G._____ AG 

H._____) für das Untersuchungs- und das erstinstanzliche 

Gerichtsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 13'784.80 zu 

bezahlen. 

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (versandt) 
− die Vertretung der Privatklägerin 6 (G._____ AG H._____) im Doppel 

für sich und die Privatklägerschaft (versandt) 
− die Privatkläger 1 (Q._____), 2 (P._____ AG), 3 (J._____), 4 (R._____ 

AG, Zürich), 5 (S._____ AG) und 7 (Einwohnergemeinde T._____) je 
im Auszug des Rechtskraftbeschlusses (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis  
− die Vertretung der Privatklägerin 6 (G._____ AG H._____) im Doppel 

für sich und die Privatklägerschaft 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A  
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials"  
− die Kasse des Bezirksgerichts Horgen gemäss Dispositiv-Ziffer 4. 

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf- 
sachen erhoben werden. 

-   32   - 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 

Zürich, 1. November 2021 
 

 
Der Präsident: 

 
 
 

lic. iur. Ch. Prinz 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

M.A. HSG M. Wolf-Heidegger 
 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vorerst nicht bezahlt werden. 

Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen 

(Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden (Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 

StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

	Urteil vom 1. November 2021
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 93 S. 62 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte ist schuldig
	 der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB;
	 der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB betreffend Dossier-Nr. 1, B._____ GmbH und C._____ GmbH;
	 der mehrfachen Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB;
	 der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 StGB;
	 der vorsätzlichen ordnungswidrigen Führung der Geschäftsbücher im Sinne von Art. 325 StGB.

	2. Von den folgenden Anklagevorwürfen wird die Beschuldigte freigesprochen:
	 Misswirtschaft bei der D._____ GmbH (Dossier-Nr. 1);
	 Misswirtschaft bei der E._____ GmbH (Dossier-Nr. 1).

	3. Das Verfahren wird hinsichtlich des Anklagevorwurfs der Unterlassung der Buchführung bei der E._____ GmbH (Dossier-Nr. 1) eingestellt.
	4. Die Beschuldigte wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe sowie mit einer Busse von Fr. 1'000.–.
	5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 24 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate, wovon 1 Tag durch Haft erstanden ist), wird die Freiheitsstrafe vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen.
	6. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.
	7. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 27. September 2019 beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse lagernden Gegenstände werden eingezogen und durch die Bezirksgerichtskasse zur Deckung der Sanktions- und ...
	 Damenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust (A010'820'914);
	 Zertifikat vom 3. April 2013 zu Damenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust (A010'820'925);
	 Rechnung zu Damenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust (A010'820'947);
	 Herrenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust Quickset (A010'821'019);
	 Zertifikat vom 6. Mai 2016 zu Herrenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust Quickset (A010'821'020);
	 Quittung zu Herrenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust Quickset (A010'821'393).

	8. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides wird die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 5. September 2017 angeordnete Kontosperre auf dem von der Postfinance AG, … [Adresse], geführten Konto, IBAN CH1, lautend auf C.___...
	9. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides wird die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 20. September 2017 angeordnete Kontosperre auf dem von der Raiffeisenbank … [Filiale], … [Adresse], geführten Konto, IBAN CH2, laut...
	10. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 6 Schadenersatz in der Höhe von Fr. 290'000.– zuzüglich Zins zu 5 % seit 7. April 2016 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die Forderung auf den Zivilweg verwiesen.
	11. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Beschuldigte die Zivilforderungen der Privatkläger 1, 2, 3, 4, 5 und 7 dem Grundsatz nach anerkennt. Im Übrigen werden die Zivilklagen der Privatkläger 1, 2, 3, 4, 5 und 7 auf den Zivilweg verwiesen.
	12. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als amtlicher Verteidiger mit Fr. 12'110.55 (inkl. Fr. 875.15 MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausser diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten im Umfang von 90 % auferlegt und im Übrigen auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung...
	15. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 6 für das gesamte Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 13'784.80 zu bezahlen. Im Mehrumfang (Mehrwertsteuerzuschlag) wird das Entschädigungsbegehren der Privatklägerin 6 abgewiesen.
	16. (Mitteilung)
	17. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 4)
	1. Das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 11. August 2020 sei betreffend die Ziffern 4, 5, 6, 7, 10 und 15 aufzuheben.
	2. Die Beschuldigte sei mit einer bedingten Freiheitsstrafe von max. 20 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren zu bestrafen.
	3. Die mit Verfügung vom 27. September 2019 beschlagnahmte Rolex-Uhr mit dem blauen Zifferblatt sei der Berufungsklägerin herauszugeben.
	4. Allfällige Schadenersatzansprüche seien dem Grundsatze nach gutzuheissen, jedoch betreffend die Höhe auf den Zivilweg zu verweisen.
	5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	1.  Einleitung, Verfahrensgang und Umfang der Berufung
	1.1.  Mit dem eingangs im Dispositiv zitierten Urteil vom 11. August 2020 wurde die Beschuldigte A._____ vom Bezirksgericht Horgen wegen Veruntreuung, mehrfacher Misswirtschaft, mehrfacher Unterlassung der Buchführung, Urkundenfälschung und der vorsät...
	Der Schuldspruch hinsichtlich Veruntreuung (Dossier Nr. 1) steht im Zusammenhang mit einem Mietverhältnis zwischen der Mieterin B._____ GmbH (vormals F._____ GmbH, deren Gesellschafterin und Geschäftsführerin die Beschuldigte damals war) und der Pri...
	Die Schuldsprüche hinsichtlich Misswirtschaft betreffen die Tätigkeit der Beschuldigten als Geschäftsführerin bzw. Gesellschafterin mit Einzelunterschrift der B._____ GmbH (Dossier Nr. 1) und der C._____ GmbH (Dossier Nr. 3) im Zeitraum 2013 bis 2016...
	Die Schuldsprüche hinsichtlich Unterlassung der Buchführung (Dossier Nr. 1) betreffen die Tätigkeit der Beschuldigten als Gesellschafterin und Geschäftsführerin der B._____ GmbH und der D._____ GmbH im Zeitraum 2013 bis 2016 bzw. 2017; auch über die ...
	Der Schuldspruch hinsichtlich Urkundenfälschung (Dossier Nr. 3) betrifft die von der Beschuldigten anlässlich des Verkaufs der B._____ GmbH am 21. März 2016 unterzeichneten Statuten mit einer wahrheitswidrigen Erklärung über eine Sacheinlage.
	Der Schuldspruch hinsichtlich ordnungswidriger Führung der Geschäftsbücher (vorsätzlich; Dossier Nr. 3) betrifft die Tätigkeit der Beschuldigten als einzige Gesellschafterin und Geschäftsführerin der I._____ GmbH im Zeitraum April 2014 bis September ...
	Von den Vorwürfen der Misswirtschaft bei der D._____ GmbH und der E._____ GmbH (Dossier Nr. 1, Zeitraum 2017 bzw. 2011; auch über diese beiden Gesellschaften wurde in der Folge der Konkurs eröffnet und schliesslich mangels Aktiven eingestellt) wurde d...
	1.2.  Anlässlich der mündlichen Eröffnung des Urteils am 1. September 2020 meldete die Verteidigung der Beschuldigten fristgerecht Berufung an (Prot. I S. 45). Nach Zustellung des begründeten Urteils am 26. April 2021 (Urk. 92/2) liess die Beschuldig...
	1.3.  Die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis und der Privatkläger 3 (J._____) beantragten die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 100, Urk. 102). Anschlussberufungen wurden nicht erhoben.
	1.4.  Mit Vorladung vom 19. Juli 2021 wurden die Parteien auf heute zur Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 104), zu welcher die Beschuldigte und ihr amtlicher Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, erschienen (Prot. II S. 4).
	1.5.  Die Staatsanwaltschaft und die Privatkläger haben das vorinstanzliche Urteil nicht angefochten. Die Beschuldigte beschränkt ihre Berufung auf die Ziffern 4 (Strafpunkt), 5 (Vollzug), 6 (Ersatzfreiheitsstrafe betr. Busse), 7 (Einziehung beschlag...
	2.  Vorbemerkungen
	Die Berufungsinstanz ist in ihrem Entscheid nicht an die Begründung der Parteien und an ihre Anträge gebunden, letzteres allerdings unter dem Vorbehalt der Beurteilung von Zivilklagen (Art. 391 Abs. 1 StPO). Es gilt das Verschlechterungsverbot gemäss...
	An dieser Stelle ist ergänzend darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss. Das Berufungsgericht kann sich auf die fü...
	II.  Sanktion
	1.  Strafzumessung
	1.1.  Nach dem eingangs Gesagten ficht die Beschuldigte die ihr gegenüber vor der Vorinstanz ergangenen Schuldsprüche nicht an. Im Allgemeinen erübrigen sich damit Ausführungen zur Erstellung des Sachverhalts und zu dessen rechtlicher Würdigung. Es is...
	1.2.  Die Vorinstanz hat die allgemeinen theoretischen Grundlagen der Strafzumessung bereits korrekt zusammengefasst (vgl. Urk. 93 S. 43 ff.). Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt dabei das Vorleben und di...
	1.3.  Die Beschuldigte hat sich durch ihr Verhalten der Veruntreuung, der mehrfachen Misswirtschaft, der mehrfachen Unterlassung der Buchführung, der Urkundenfälschung und der ordnungswidrigen Führung der Geschäftsbücher schuldig gemacht. Alle Delik...
	Die Vorinstanz wies korrekt auf die Grundlagen der Strafzumessung bei mehreren Delikten (Konkurrenz) nach Art. 49 Abs. 1 StGB hin (Urk. 93 S. 43 ff.). Darauf kann verwiesen werden. Zu betonen ist nochmals, dass das Asperationsprinzip von Art. 49 Abs. ...
	1.4.  Einsatzstrafe für Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 StGB)
	1.4.1. Die Vorinstanz ging zutreffend von Veruntreuung als schwerwiegendstem Delikt aus und fällte für dieses eine Einsatzstrafe aus, mit dem Hinweis, dass der Strafrahmen nach Art. 49 Abs. 1 StGB auf 7,5 Jahre zu erhöhen sei, sofern für mehr als ein ...
	1.4.2. Mit der Vorinstanz (Urk. 93 S. 45) ist von einem Deliktbetrag in der Höhe  von Fr. 290'000.– auszugehen. Gestützt auf die Nebenvereinbarung vom 20. Dezember 2013 zum eingangs erwähnten Mietverhältnis (Urk. D1/2/7) hatte die Privatklägerin 6 als...
	Im Übrigen ist auch nicht darauf abzustellen, dass die Beschuldigte angab, sie habe (nur) etwas mehr als die Hälfte des erhaltenen Betrags von Fr. 300'000.– für eigene Zwecke verwendet (Urk. D1/17 S. 5); entscheidend ist, dass die Beschuldigte den gan...
	1.4.3. Der Vorinstanz ist hinsichtlich der kriminellen Energie, welche die Beschuldigte mit dem Ausnutzen des ihr von der Privatklägerin 6 entgegen gebrachten Vertrauens an den Tag legte, ohne weiteres zuzustimmen. Richtig ist auch, dass die geringe w...
	Es sind allerdings mit Blick auf die Einschätzung insb. der subjektiven Tatschwere weitere Tatumstände zu berücksichtigen, welche die kriminelle Energie des Vorgehens der Beschuldigten relativieren. Einerseits erscheint es nach den Schilderungen der B...
	1.4.4. Das Verschulden der Beschuldigten hinsichtlich Veruntreuung wiegt ungeachtet des zur kriminellen Energie Gesagten erheblich. Als Einsatzstrafe für Veruntreuung ist aufgrund der geschilderten Umstände indes eine mildere Bestrafung von 20 Monate...
	1.5.  Asperation aufgrund mehrfacher Misswirtschaft (Art. 165 Ziff. 1 StGB)
	Was die mehrfache Misswirtschaft angeht, verweist die Vorinstanz richtig auf die Deliktsbeträge von Fr. 16'016.80 (betreffend die B._____ GmbH) und Fr. 37'528.34 (betreffend die C._____ GmbH; vgl. Urk. 93 S. 46 bzw. S. 24 sowie S. 27). Es trifft sowoh...
	1.6.  Asperation für mehrfache Unterlassung der Buchführung (Art. 166 StGB)
	1.6.1. Was die mehrfache Unterlassung der Buchführung angeht, ist mit der Vorinstanz (Urk. 93 S. 46 f.) festzuhalten, dass es sich bei beiden betroffenen Gesellschaften (B._____ GmbH, D._____ GmbH) um kleinere Unternehmungen handelte, aber dass auch i...
	1.6.2. Angesichts der von der Vorinstanz vorgenommenen Asperation um 4 Monate Freiheitsstrafe ist die Frage einer Geldstrafe indes zu prüfen. Die Vorinstanz ging davon aus, eine Geldstrafe wäre aufgrund der finanziellen Verhältnisse der Beschuldigten ...
	Auch wenn der Vollzug einer Geldstrafe bei einer völlig mittellosen (oder wie hier hochgradig überschuldeten) Täterin ab einer gewissen Anzahl Tagessätzen unrealistisch ist, ist zu vermeiden, mittellose Täter ab einer gewissen Anzahl von Tagessätzen v...
	1.7. Asperation für Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 StGB)
	1.7.1. Die Vorinstanz erwog zutreffend, dass die Urkundenfälschung zwecks Vortäuschens einer Sacheinlage bei der Veräusserung der Unternehmung für eine erhebliche kriminelle Energie spricht, wobei aber nicht davon auszugehen sei, dass die Beschuldigte...
	1.7.2. Es ist auch betreffend Urkundenfälschung aus den bereits geschilderten Gründen (vgl. E. II.1.6.2.) nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf eine Freiheitsstrafe erkannte . Die von der Vorinstanz angenommene Asperation der Freiheitsstrafe u...
	1.8. Ordnungswidrige Führung der Geschäftsbücher (Art. 325 StGB)
	1.8.1. Die Beschuldigte ficht den Schuldspruch betreffend ordnungswidrige Führung der Geschäftsbücher nicht an. Sie wendet sich aber gegen die Auferlegung einer Busse (Urk. 94 S. 2). Zur Begründung brachte die Verteidigung anlässlich der Berufungsverh...
	1.8.2. Die Beschuldigte verletzte die Buchführungspflicht als einzige Gesellschafterin und Geschäftsführerin der I._____ GmbH wie eingangs erwähnt (Ziff. I.1.1.) von April 2014 bis September 2019 und damit während ca. 5.5 Jahren. Das ist mit der Vori...
	1.9. Gesamtstrafe
	Nach dem Gesagten ergibt sich eine Gesamtstrafe von 36 Monaten Freiheitsstrafe und einer Busse von Fr. 1'000.–.
	1.10. Täterkomponente
	Die Vorinstanz hat den Lebenslauf der Beschuldigten kurz zusammengefasst, worauf vorab verwiesen werden kann (Urk. 93 S. 48). Die Beschuldigte verfügt über eine abgeschlossene Lehre als Zahnarztgehilfin (Prot. I S. 8), ist seit Juni 2019 wieder in unb...
	Ferner anerkennt sie die Zivilforderungen im Grundsatz, und sie hat verschiedentlich zum Ausdruck gebracht, dass sie die Angelegenheit sehr bereue (Prot. I S. 12, 44; Urk. 118 S. 8 f.; Urk. 119 S. 9; Prot. II S. 6). Allerdings trifft auch zu, dass si...
	1.11. Beschleunigungsgebot
	1.11.1. Laut dem in Art. 5 StPO geregelten Beschleunigungsgebot hat die beschuldigte Person Anspruch darauf, dass die erhobenen Deliktsvorwürfe ohne Verzug geklärt und allenfalls zur gerichtlichen Beurteilung gebracht werden. Die Behörden sind verpfl...
	1.11.2. Die Beschuldigte machte vor der Vorinstanz anlässlich der Hauptverhandlung vom 11. August 2020 geltend, seit Einreichung der Strafanzeige vom 15. September 2016 seien bereits rund 3 ¾ Jahre vergangen. Das Verfahren sei im Wesentlichen bereits...
	1.11.3. Die Vorinstanz erwog zu ihrem Entscheid, dass der Sachverhalt sich aufgrund der zahlreichen involvierten Unternehmen und der unübersichtlichen Geschäftsstrukturen als komplex erweise. Zudem seien neben der Strafanzeige der Privatklägerin 6 vom...
	1.11.4. Die auf die umfangreiche Strafanzeige der Privatklägerin 6 vom 15. November 2016 mit vielen Beilagen (Urk. D1/1, 2/1-45) hin vorgenommenen polizeilichen Ermittlungen (vgl. auch den Auftrag der Staatsanwältin betr. ergänzende Ermittlungen vom ...
	1.12.  Ergebnis
	1.12.1. Die Biografie und die Vorstrafenlosigkeit der Beschuldigten sind strafzumessungsneutral zu werten. Strafmindernd zu berücksichtigen sind jedoch einerseits das Nachtatverhalten der Beschuldigten und die verhältnismässig lange Dauer des Verfahr...
	1.12.2. Es resultiert eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten, zu der die Beschuldigte zu verurteilen ist. An diese Strafe ist 1 Tag Haft anzurechnen (Art. 51 StGB).
	2.  Vollzug
	2.1. Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen des bedingten Strafvollzugs zutreffend festgehalten (Urk. 93 S. 49). Darauf kann verwiesen werden. Es liegt ein Fall von Art. 42 Abs. 1 StGB vor; die Strafe ist daher in der Regel aufzuschieben, wenn eine u...
	2.2. Mit der Vorinstanz ist der nicht vorbestraften Beschuldigten (vgl. Urk. 97) eine günstige Prognose zu attestieren, insbesondere da sie nach wie vor in ihrem erlernten Beruf tätig ist und keine Anzeichen dafür ersichtlich sind, dass sie erneut bea...
	2.3. Die Busse von Fr. 1'000.– ist zu bezahlen. Für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse ist eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen festzusetzen.
	III.  Verwendung von beschlagnahmten Gegenständen
	1. Mit Verfügung vom 27. September 2019 beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft zwei Uhren der Beschuldigten; im Einzelnen eine Damenarmbanduhr Rolex Oyster Perpetual Datejust (A010'820'914) und eine Herrenarmbanduhr Rolex Oyster Perpetual Datejust Qui...
	2. Gemäss Art. 263 Abs. 1 lit. b StPO dürfen Gegenstände und Vermögenswerte einer beschuldigten Person beschlagnahmt werden, wenn sie zur Sicherung von Verfahrenskosten, Geldstrafen, Bussen und Entschädigungen gebraucht werden. Die Vorinstanz hielt d...
	3. Die Beschuldigte erklärte sowohl vor Vorinstanz als auch im Berufungsverfahren, die Uhr mit dem blauen Ziffernblatt sei ein Geburtstagsgeschenk ihrer Eltern auf ihren 30. Geburtstag gewesen. Sie hätte die Uhr deshalb gerne zurück (Prot. I S. 37; U...
	4. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der Beschuldigten im angefochtenen (und insoweit zu bestätigenden) Entscheid eine Busse von Fr. 1'000.–, Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 10'170.– und eine Prozessentschädigung zugunsten der Privatkläg...
	Die beiden Uhren haben keinen Kompetenzcharakter nach den massgeblichen SchKG-Bestimmungen, und die Beschuldigte ist auf die Uhren auch nicht angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren (zumal ihr Existenzminimum im Rahmen einer allfälligen Lo...
	5. Entsprechend ist die vorinstanzliche Anordnung betreffend die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 27. September 2019 beschlagnahmten Gegenstände zu bestätigen.
	IV.  Zivilansprüche
	1. Die Vorinstanz verpflichtete die Beschuldigte, der Privatklägerin 6 Schadenersatz in der Höhe von Fr. 290'000.– zuzüglich Zins zu 5% seit 7. April 2016 zu bezahlen. Im Mehrbetrag verwies die Vorinstanz die Forderung der Privatklägerin 6 auf den Zi...
	2. Die Beschuldigte brachte zur Frage der Deliktsumme betreffend Veruntreuung vor der Vorinstanz vor, den tatsächlichen Schaden zu bestimmen, sei weder Aufgabe des Gerichts noch der Beschuldigten. Man habe keine Kenntnis davon, was tatsächlich gemach...
	3. Der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin 6 bezieht sich auf den Schuldspruch betreffend Veruntreuung.
	4. Vorab ist in diesem Zusammenhang auf die vorstehenden Ausführungen zum Deliktsbetrag betr. Veruntreuung zu verweisen (vgl. E. II.1.4.2.), der mit der Vorinstanz auf Fr. 290'000.– zu beziffern ist. Indem die Privatklägerin 6 der Beschuldigten bzw....
	5. Der von der Beschuldigten angeführte Umstand, dass unklar sei, was die Beschuldigte im Mietobjekt genau für Arbeiten ausführte bzw. ausführen liess, steht dem Schadenersatzanspruch nicht entgegen (Urk. 119 S. 6). Nachdem erstellt ist, dass die Besc...
	6. Ob eine geschädigten Person einer Schadenminderungsobliegenheit untersteht, richtet sich im Einzelfall unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände nach der individuellen Zumutbarkeit; die Beweislast für eine Verletzung einer Schadenminderungsoblie...
	Eine Reduktion des Schadensbetrags ergibt sich auch unter diesem Aspekt nicht. Das gilt insbesondere im Zusammenhang mit der erwähnten Anzahlung von Euro 15'000.–, welche die Beschuldigte an eine italienische Firma für eine Küche leistete (vgl. vorne ...
	7. Die Beschuldigte ist somit in Übereinstimmung mit der Vorinstanz zu verpflichten, der Privatklägerin 6 Schadenersatz in der Höhe von Fr. 290'000.– zuzüglich Zins zu 5% seit 7. April 2016 zu bezahlen. Im Mehrbetrag ist die Zivilforderung der Privatk...
	V.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	1. Vorinstanzliche Prozessentschädigung zugunsten der Privatklägerin 6
	1.1. Die Vorinstanz verpflichtete die Beschuldigte, der Privatklägerin 6 eine Prozessentschädigung von Fr. 13'784.80 (exkl. MwSt-Zuschlag) zu bezahlen (Urk. 93 S. 60 f., 64). Die Beschuldigte liess gegen diesen Entscheid Berufung erklären (Urk. 94 S. ...
	1.2. Da die Zivilforderung wie vor Vorinstanz nur mit einer minimen Differenz gegenüber der Strafanzeige (Urk. D1/1) zuzusprechen ist, ändert sich auch nichts an der Entschädigungspflicht der Beschuldigten gegenüber der Privatklägerin 6 gestützt auf A...

	2. Berufungsverfahren
	2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.– festzusetzen.
	2.2. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden den Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Beschuldigte obsiegt im Strafpunkt teilweise: Die Vorinstanz verurteilte die Beschuldigte zu einer Freih...
	Es rechtfertigt sich daher, der Beschuldigten die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, lediglich zu zwei Dritteln aufzuerlegen und im Übrigen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Kosten der amtlichen Vert...
	2.3. Für die amtliche Verteidigung der Beschuldigten im Berufungsverfahren macht Rechtsanwalt lic. iur. X._____ Fr. 4'472.80 (inkl. MwSt. und Barauslagen) geltend (Urk. 116). Die geltend gemachten Aufwendungen sind bis auf die geschätzte Dauer der Be...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Horgen, I. Abteilung, vom 11. August 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte ist schuldig
	 der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB;
	 der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB betreffend Dossier-Nr. 1, B._____ GmbH und C._____ GmbH;
	 der mehrfachen Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB;
	 der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 StGB;
	 der vorsätzlichen ordnungswidrigen Führung der Geschäftsbücher im Sinne von Art. 325 StGB.

	2. Von den folgenden Anklagevorwürfen wird die Beschuldigte freigesprochen:
	 Misswirtschaft bei der D._____ GmbH (Dossier-Nr. 1);
	 Misswirtschaft bei der E._____ GmbH (Dossier-Nr. 1).

	3. Das Verfahren wird hinsichtlich des Anklagevorwurfs der Unterlassung der Buchführung bei der E._____ GmbH (Dossier-Nr. 1) eingestellt.
	4.-7. (…)
	8. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides wird die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 5. September 2017 angeordnete Kontosperre auf dem von der Postfinance AG, … [Adresse], geführten Konto, IBAN CH1, lautend auf C.__...
	9. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides wird die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 20. September 2017 angeordnete Kontosperre auf dem von der Raiffeisenbank …, … [Adresse], geführten Konto, IBAN CH2, lautend auf D...
	10. (…)
	11. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Beschuldigte die Zivilforderungen der Privatkläger 1, 2, 3, 4, 5 und 7 dem Grundsatz nach anerkennt. Im Übrigen werden die Zivilklagen der Privatkläger 1, 2, 3, 4, 5 und 7 auf den Zivilweg verwiesen.
	12. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als amtlicher Verteidiger mit Fr. 12'110.55 (inkl. Fr. 875.15 MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausser diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten im Umfang von 90 % auferlegt und im Übrigen auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung ...
	15. (…)
	16. (Mitteilung)
	17. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1 Tag durch Untersuchungshaft erstanden ist, und einer Busse von Fr. 1'000.–.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.
	4. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 27. September 2019 beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse lagernden Gegenstände werden eingezogen und durch die Bezirksgerichtskasse zur Deckung der Sanktions- und...
	 Damenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust (A010'820'914);
	 Zertifikat vom 3. April 2013 zu Damenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust (A010'820'925);
	 Rechnung zu Damenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust (A010'820'947);
	 Herrenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust Quickset (A010'821'019);
	 Zertifikat vom 6. Mai 2016 zu Herrenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust Quickset (A010'821'020);
	 Quittung zu Herrenarmbanduhr, Rolex Oyster Perpetual Datejust Quickset (A010'821'393).

	5. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 6 (G._____ AG H._____) Schadenersatz in der Höhe von Fr. 290'000.– zuzüglich Zins zu 5% seit 7. April 2016 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die Forderung auf den Zivilweg verwiesen.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die G...
	8. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 6 (G._____ AG H._____) für das Untersuchungs- und das erstinstanzliche Gerichtsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 13'784.80 zu bezahlen.
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (versandt)
	 die Vertretung der Privatklägerin 6 (G._____ AG H._____) im Doppel für sich und die Privatklägerschaft (versandt)
	 die Privatkläger 1 (Q._____), 2 (P._____ AG), 3 (J._____), 4 (R._____ AG, Zürich), 5 (S._____ AG) und 7 (Einwohnergemeinde T._____) je im Auszug des Rechtskraftbeschlusses (versandt)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 die Vertretung der Privatklägerin 6 (G._____ AG H._____) im Doppel für sich und die Privatklägerschaft
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials"
	 die Kasse des Bezirksgerichts Horgen gemäss Dispositiv-Ziffer 4.

	10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.