# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9a12314-636b-55d2-8e08-62c3bbecbad3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 19.03.2013 PA130009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA130009_2013-03-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PA130009-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Hodel und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. K. Graf. 

Urteil vom 19. März 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer, 

 

betreffend fürsorgerische Unterbringung 

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im ordentlichen Verfahren des 

Bezirksgerichtes Dietikon vom 27. Februar 2013 (FF130001) 

 

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Erwägungen: 

 1. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1 Der Beschwerdeführer wurde am 22. November 2012 infolge Drohun-

gen gegenüber Dritten durch den Notfall-Arzt mittels fürsorgerischem Freiheits-

entziehung in die B._____ (B._____) eingewiesen. Von dort wurde er in der Folge 

ins C._____ verlegt. Mit Entscheid vom 14. Februar 2013 wies die KESB Bezirk 

D._____ das Entlassungsgesuch des Beschwerdeführers betreffend fürsorgeri-

sche Unterbringung ab und ordnete die weitere Unterbringung im C._____ an. 

Der Beschwerdeführer leide seit Jahren an einer psychischen Störung (chronisch-

paranoide Schizophrenie) und zeige ohne die Einnahme von Medikamenten im-

mer wieder ein sehr aggressives Verhalten. Um die Gefährlichkeit gegenüber 

Drittpersonen besser beurteilen zu können, wurde im selben Entscheid ein foren-

sisches Gutachten in Auftrag gegeben (act. 2). 

1.2 Mit Eingabe vom 19. Februar 2013 erhob der Beschwerdeführer beim 

Bezirksgericht Dietikon Beschwerde gegen den Entscheid vom 14. Februar 2013 

der KESB Bezirk D._____ (act. 1). Mit Verfügung vom 22. Februar 2013 setzte 

das Einzelgericht des Bezirksgerichts Dietikon die Anhörung und Hauptverhand-

lung auf den 27. Februar 2013 um 10.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Klinik an, 

lud die KESB Bezirk D._____ und die Beiständin zu einer Stellungnahme ein, for-

derte die ärztliche Leitung der Klinik zur Einreichung von Unterlagen auf und be-

stellte Dr. med. E._____ als Gutachter (act. 4). An der Verhandlung vom 

27. Februar 2013 wurden das psychiatrische Gutachten mündlich erstattet und 

der Beschwerdeführer sowie ein Oberarzt der Klinik angehört (Prot.-I S. 6 ff.). Mit 

Urteil vom gleichen Tag wies das Einzelgericht des Bezirksgerichts Dietikon das 

Entlassungsgesuch ab (act. 13; act. 16 = act. 22). 

1.3 Mit Eingabe vom 6. März 2013 erhob der Beschwerdeführer beim Be-

zirksgericht Horgen Rekurs gegen das Urteil vom 27. Februar 2013. Die Eingabe 

wurde vom Bezirksgericht Horgen ans Bezirksgericht Dietikon und von letzterem 

an die Kammer weitergeleitet (act. 23). Die Eingabe ging noch innerhalb der 10-

tägigen Rechtsmittelfrist (ab Zustellung des begründeten Entscheids) beim Ober-

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gericht ein, weshalb sich weitere diesbezügliche Ausführungen erübrigen (vgl. 

act. 26).  

1.4 Die Akten des erstinstanzlichen Verfahrens wurden beigezogen (act. 1-

20). Von der Einholung von Vernehmlassungen bzw. Stellungnahmen wurde ab-

gesehen. Das Verfahren ist spruchreif.  

2. Prozessuales 

2.1 Am 1. Januar 2013 ist das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

(KESR) in Kraft getreten, was u.a. zu einer Revision des ZGB hinsichtlich des 

Vormundschaftsrechts führte (zweiter Teil, dritte Abteilung ZGB), das neu den Ti-

tel "der Erwachsenenschutz" trägt und in den Art. 360 bis 456 ZGB geregelt wird. 

Revidiert wurden damit auch die altrechtlichen Bestimmungen über die fürsorgeri-

sche Freiheitsentziehung gemäss aArt. 397a ff. ZGB. Unter dem Titel fürsorgeri-

sche Unterbringung wird diese behördliche Massnahme des Erwachsenenschut-

zes neu in den Artikeln 426 bis 439 ZGB geregelt. Das Obergericht ist gemäss 

§ 64 EG KESR (wie bereits unter altem Recht) zur zweitinstanzlichen Behandlung 

der Beschwerde zuständig (vgl. dazu OGerZH NA130001 Erw. 1.2.1 vom 

15. Januar 2013). Die Beschwerde ist innert der 10-tägigen Frist von Art. 450b 

Abs. 2 ZGB beim Obergericht schriftlich einzureichen. Eine Begründung ist nicht 

erforderlich (Art. 450 Abs. 3, Art. 450e Abs. 1 ZGB). Ist die Beschwerde unbe-

gründet, wird auf Grund der Akten entschieden. Wie bis anhin kommt dem 

Rechtsmittel keine aufschiebende Wirkung zu (Art. 450e Abs. 2 ZGB). 

 2.2 Nach der Praxis der Kammer wird ein unrichtig bezeichnetes Rechts-

mittel ohne Weiteres mit dem richtigen Namen bezeichnet und nach den richtigen 

Regeln behandelt (OGer ZH, NQ110026 Erw. 2.2 vom 23. Juni 2011). Demnach 

ist das vorliegend als Rekurs bezeichnete Rechtsmittel als Beschwerde entge-

genzunehmen. 

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3. Materielles 

3.1 Eine natürliche Person, die an einer psychischen Störung oder an einer 

geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten 

Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung 

nicht anders erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Die betroffene Person muss 

entlassen werden, sobald die geschilderten Voraussetzungen nicht mehr erfüllt 

sind (Art. 426 Abs. 3 ZGB). Soweit die Umschreibung der die fürsorgerische Un-

terbringung (FU) rechtfertigenden Schwächezustände von der bisherigen Rege-

lung (aArt. 397a Abs. 1 ZGB) abweicht, wird von einer blossen terminologischen 

Änderung gesprochen (BSK Erw.Schutz-Geiser/Etzensberger, Art. 426 N 2). 

Wenn nötig, kann daher für die Konkretisierung der Schwächezustände die bishe-

rige Praxis herangezogen werden. Bei der psychischen Störung handelt es sich 

um einen klinisch erkennbaren Komplex von Symptomen oder Verhaltensauffäl-

ligkeiten, die auf der individuellen Ebene mit der Belastung und Beeinträchtigung 

von Funktionen verbunden sind. Soziale Abweichungen oder soziale Konflikte al-

lein werden nicht als psychische Störungen angesehen. In der Regel muss eine 

gestörte Lebensfunktion als Beeinträchtigung des Wohlbefindens und der Leis-

tungsfähigkeit sowie der Fähigkeit zur Daseinsbewältigung vorliegen. Jede Stö-

rung muss einen gewissen Schwellenwert überschreiten (Christof Bernhart, 

Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 268 f. m.w.H.). 

3.2 Die Vorinstanz geht in ihrem Urteil davon aus, dass der Beschwerde-

führer an einer chronisch-paranoiden Schizophrenie und damit an einer psychi-

schen Störung im Sinne des Gesetzes leide (act. 22 S. 9). Sie stützt sich im We-

sentlichen auf die Ausführungen des beigezogenen Gutachters (Prot.-I S. 8 ff.), 

die schriftliche Stellungnahme sowie die mündlichen Ausführungen der Klinik 

C._____ (act. 9, Prot.-I S. 11 ff.) und die eigene Wahrnehmung an der Hauptver-

handlung (Prot.-I S. 6 ff.). 

3.3 Der von der Vorinstanz beigezogene Gutachter Dr. med. E._____ führ-

te in seinem mündlich erstatteten Gutachten anlässlich der Hauptverhandlung 

aus, seine Beurteilung stütze sich primär auf die ihm zur Verfügung gestellten Un-

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terlagen, da ein vernünftiges Gespräch mit dem Beschwerdeführer nicht möglich 

gewesen sei. Anhand der Unterlagen sei unzweifelhaft die Diagnose einer para-

noiden schizophrenen Erkrankung und somit einer psychischen Störung zu stel-

len. Die bisherigen Einweisungen gegen den Willen des Beschwerdeführers seien 

stets aufgrund bedrohlich wahrgenommener Situationen erfolgt. Der Beschwerde-

führer verweigere die für ihn notwendige Medikation, leide und fühle sich benach-

teiligt und geplagt. Die von der Klinik beschriebene Gesamtberuhigung könne er 

nicht bestätigen. Zumindest dann, wenn etwas Neues, Ungewohntes oder etwas 

Verunsicherndes auf den Beschwerdeführer zukomme, seien seine Reaktionen 

nicht abzuschätzen. Wenn jemand Unbeteiligtes von ihm angegangen werde, sei-

en Konflikte schnell vorprogrammiert. Die forensische Begutachtung erachte er 

als sinnvoll (Prot-I S. 8 ff.). 

3.4 Auch die Klinik C._____ gelangte in ihren ärztlichen Stellungnahmen 

vom 25. und 27. Februar 2013 zum gleichen Ergebnis und führte aus, der Be-

schwerdeführer leide an einer paranoiden Schizophrenie. Man sehe anhand der 

Vorgeschichte und dem letzten Gutachten, dass schon in der Kindheitsphase 

krasse Verhaltensauffälligkeiten vorhanden gewesen seien. Bereits mit zehn Jah-

ren sei der Beschwerdeführer wegen dissozialen Verhaltens drei Monate in der 

Kinder- und Jugendpsychiatrie gewesen; es habe früh angefangen. Er leide schon 

lange unter dem Gefühl, benachteiligt oder bedroht zu werden. Seine Reaktionen 

seien auf ein Bedrohungsgefühl zurückzuführen. Der Beschwerdeführer gebe sich 

umfassenden bzw. weitreichenden, paranoid anmutenden Verschwörungstheo-

rien hin, die zum grössten Teil im Verborgenen blieben und in ihrer Bedeutung 

und Tragweite schwer einzuschätzen seien (act. 9, Prot-I S. 12).  

3.5 Der Beschwerdeführer führte anlässlich der Hauptverhandlung vom 

27. Februar 2013 aus, er fühle sich gesundheitlich gut; er sei einfach etwas wü-

tend. Er befinde sich nur in der Klinik, weil man ihn erpressen und nötigen wolle. 

Er habe kein Verständnis für das vorliegende Theater. Er fühle sich seiner Freiheit 

beraubt und habe das Gefühl, die an der Verhandlung Anwesenden seien Schar-

latane und Hochstapler. Von den Gerichtsanwesenden wollte der Beschwerdefüh-

rer wiederholt die Ausweise sehen. Er zeigte sich überdies empört darüber, dass 

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ihm die Vorladung per Fax zugestellt worden sei und bezeichnete diese als Fäl-

schung. Durch seine bizarren Ausführungen gegenüber der Vorinstanz hat der 

Beschwerdeführer erkennen lassen, dass er an wahnhaften Vorstellungen leidet 

(Prot-I S. 7 ff.). 

3.6 Der vorinstanzlichen Annahme, dass der Beschwerdeführer an einer 

psychischen Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB leide, ist unter den gege-

benen Umständen ohne Weiteres zu folgen. Der Gesuchsteller hat im Beschwer-

deverfahren nichts vorgebracht, das die Annahme rechtfertigen könnte, sein ge-

sundheitlicher Zustand hätte sich verbessert (vgl. act. 23). 

3.7 Generell muss für die Anordnung bzw. den Verbleib in einer stationä-

ren Massnahme eine konkrete, unmittelbare und erhebliche Eigen- oder Fremd-

gefährdung vorliegen. Bei zahlreichen psychischen Störungen ist zwar ein Ge-

fährdungspotenzial vorhanden, die vom Gesetz geforderte Gefährdung muss je-

doch kausal auf eine psychische Störung des Betroffenen zurückzuführen und es 

muss auch ein Bezug zwischen der psychischen Störung und der Gefährdung 

nachgewiesen sein (Christof Bernhart, a.a.O., N 386 ff. m.w.H.). 

3.8 Die Vorinstanz erwog, die Drohungen und früheren Gewalttätigkeiten 

seien auf die psychische Störung des Beschwerdeführers zurückzuführen und 

würden sein Umfeld stark belasten. Zum jetzigen Zeitpunkt seien angesichts des 

Krankheitsbildes sowie der fehlenden Krankheitseinsicht resp. der Weigerung zur 

Medikamenteneinnahme keine anderen Massnahmen ersichtlich als die Unter-

bringung des Beschwerdeführers in der Klinik, um der aktuellen Problematik zu 

begegnen. Eine ambulante Betreuung des Gesuchstellers erscheine zur Zeit nicht 

durchführbar. Zumindest bis die Erstellung des Gefährlichkeitsgutachtens gewähr-

leistet sei, erweise sich der Verbleib des Beschwerdeführers in der Klinik C._____ 

als angezeigt und notwendig und mangels anderer Möglichkeiten auch verhält-

nismässig (act. 22 S. 10 f.). 

3.9 Der Gutachter Dr. med. E._____ erachtet die Klinik C._____ und das 

Behandlungskonzept für die Unterbringung geeignet. Eine sofortige Entlassung 

des Beschwerdeführers würde sich insofern auf den Gesundheitszustand ungüns-

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tig auswirken, als dass er sich wieder vermehrt den Belastungen des freien All-

tags gegenübergestellt finden würde. Suizidgefährdet sei der Beschwerdeführer 

nicht. Es sei allerdings eine nicht zu vernachlässigende Gefährdung für Personen 

in seinem Umfeld vorhanden, welche ihm gegenüberstünden. Innerhalb der Klinik 

habe sich das regulieren können, es bleibe jedoch die Frage, was draussen auf 

der Strasse geschehe, wenn er das Gefühl habe, er werde angegangen. Es sei 

ihm (dem Gutachter) nicht wohl dabei. Es sei ihm schon im Gespräch mit dem 

Beschwerdeführer nicht wohl gewesen. Für betreuende Personen wie die Bei-

ständin und das übrige soziale Umfeld erachte er die Risiken als ernst zu neh-

mend. Die Risiken liessen sich wahrscheinlich bei einer erfolgreichen medikamen-

tösen Einstellung vermindern. Eine ordentliche Entlassung bräuchte aber eine 

weitere Beruhigung des Beschwerdeführers und geklärte soziale Rahmenbedin-

gungen (Prot.-I S. 9 ff.). 

3.10 In seiner schriftlichen Stellungnahme vom 25. Februar 2013 führte 

Oberarzt Dr. med. F._____ der Klinik C._____ im Wesentlichen aus, der Be-

schwerdeführer sei zu Beginn des Aufenthalts als überaus dysphorisch, gereizt, 

z. T. bedrohlich sowie provozierend, beleidigend und sehr misstrauisch gewesen. 

Mitpatienten hätten wiederholt geäussert, Angst vor ihm zu haben und unter sei-

ner Präsenz und der von ihm ausgehenden bedrohlichen Ausstrahlung zu leiden. 

Es sei initial auch zu diffusen verbalen Drohungen gegenüber Mitpatienten und 

Personal gekommen. Einmal habe er einer Pflegeperson mit Schlägen gedroht. 

Zu Tätlichkeiten sei es während des gesamten Aufenthaltes jedoch nicht gekom-

men und im Verlauf habe sich der Eindruck verstärkt, dass der Beschwerdeführer 

sein Verhalten durchaus habe steuern und begrenzen können, auch wenn dazu 

klare Vorgaben und Grenzsetzungen von aussen notwendig schienen. Im weite-

ren Verlauf sei es zu weniger Konflikten mit den Mitpatienten gekommen. Seine 

Gereiztheit und Anspannung habe nachgelassen und im Kontakt habe er gering-

fügig zugänglicher, weicher und kooperativer gewirkt. Das Risiko für selbst-, aber 

vor allem fremdgefährdendes Verhalten sei zwar schwer einschätzbar bzw. bezif-

ferbar, es bestehe aber in erhöhtem Umfang. Der Patient habe in der B._____ 

Morddrohungen ausgestossen und sei als sehr bedrohlich und angespannt erlebt 

worden. In der Vergangenheit habe es bisher einen dokumentierten, aktenkundi-

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gen Vorfall mit einem tätlichen Übergriff auf eine Pflegeperson der B._____ gege-

ben. Wie von der Beiständin zu erfahren gewesen sei, habe der Beschwerdefüh-

rer wiederholt mit konkreter Gewalt gedroht, was letztlich zur Einweisung geführt 

habe. Das wiederholt gezeigte, aggressive und teils bedrohliche Verhalten des 

Beschwerdeführers weise einen Zusammenhang mit der Grunderkrankung (der 

paranoiden Schizophrenie) auf. Das Risiko für aggressives, gewalttätiges oder 

delinquentes Verhalten sei durch diese Erkrankung überzufällig häufig erhöht. Als 

weitere Faktoren, die sich ungünstig auf die Gewaltbereitschaft des Beschwerde-

führers auswirken können, werden die Komorbidität mit bestimmten Persönlich-

keitsstörungen, ein Drogenabusus sowie eine geringe Krankheits- und Behand-

lungseinsicht in Kombination mit einer schlechten Compliance angesehen. In An-

betracht der guten Entwicklung liege zum aktuellen Zeitpunkt dennoch keine im 

engeren Sinne akute Selbst- oder Fremdgefährdung mehr vor. Eine Behandlung 

werde aber nach wie vor als indiziert und erfolgversprechend angesehen. Die fo-

rensische Begutachtung sei sinnvoll, müsse jedoch nicht vollumfänglich im statio-

nären Rahmen stattfinden. Eine ambulante Behandlung sei grundsätzlich denkbar 

(act. 9). 

Anlässlich der mündlichen Stellungnahme erklärte Dr. med. F._____, es las-

se sich in den letzten Wochen durchaus eine gewisse Entwicklung feststellen. 

Zumindest in diesem engen Rahmen, der ihm hier gesetzt werde und mit der 

Strukturierung, den Regeln und den angedrohten Konsequenzen sei der Be-

schwerdeführer hier soweit führbar, dass es zumindest nicht zu Tätlichkeiten ge-

kommen sei. In der Anfangsphase sei es allerdings zu Drohungen gekommen. Er 

habe Morddrohungen ausgesprochen oder habe gedroht, dass er jemanden zu-

sammenschlagen werde, wenn man nicht tue, was er wolle. Es habe auch schon 

brenzlige und kritische Situationen gegeben. Er (der Oberarzt) sehe bei einem all-

fälligen Austritt aus der Klinik schon die Gefahr, dass der Beschwerdeführer ge-

fährlich werden könnte, wenn er auf Leute treffe, die nicht so geschult seien und 

er einen anderen Rahmen habe. Das Gefährlichkeitsgutachten könnte gegebe-

nenfalls in rund sechs Wochen vorliegen, wenn der Beschwerdeführer in der Kli-

nik bleibe. Der Knackpunkt werde sein, wie das Ganze ambulant weitergeführt 

werde. Mit den bisherigen Massnahmen habe es ambulant nicht geklappt. Als ul-

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tima ratio könne der Beschwerdeführer gezwungen werden, Medikamente einzu-

nehmen. Wenn das Gutachten eine Gefährlichkeit attestiere und eine Behandlung 

für notwendig erachtet werde, dann könnte diese auch umgesetzt werden. Es 

müsse einfach ein Entscheid getroffen werden. Ohne Behandlung werde der Be-

schwerdeführer in der Klinik nur aufbewahrt; entscheidend sei die Medikation. 

Das therapeutische Milieu habe sich schon ausgewirkt , aber es sei nicht nachhal-

tig. Sobald das Milieu wegfalle, seien sie wieder da, wo sie angefangen hätten 

(Prot.-I S. 11 ff.). 

3.11 Die Beiständin G._____ führte in ihrer Eingabe vom 24. Februar 2013 

aus, die Zusammenarbeit mit dem Beschwerdeführer habe sich von Anfang an 

schwierig gestaltet. So sei er regelmässig verbal ausfällig geworden. Im weiteren 

Verlauf sei der Beschwerdeführer zunehmend aggressiver geworden und habe 

sich in seinen Wutanfällen immer unkontrollierter gezeigt. Sogar die Mutter des 

Beschwerdeführers habe sich vor Übergriffen durch ihren Sohn gefürchtet. Es sei 

in der Folge der Eindruck entstanden, der Beschwerdeführer könne die Kontrolle 

verlieren und handgreiflich werden. Im November 2012 sei die Situation eskaliert, 

als der Beschwerdeführer einer Mitarbeiterin gedroht habe, mit einer Eisenstange 

vorbeizukommen. Dies habe letztlich zur Einweisung in die B._____ geführt. Da 

es für sie und andere Mitarbeiter schwierig zu beurteilen sei, wie weit und in wel-

cher Form eine Gefahr für Leib und Leben vom Beschwerdeführer gegenüber an-

deren Personen ausgehe, werde eine forensische Begutachtung begrüsst (act. 7). 

3.12 In Anbetracht der Ausführungen des Gutachters, des Oberarztes der 

Klinik, der Beiständin sowie des sich bei den Akten befindlichen psychiatrischen 

Gutachtens der B._____ vom 20. Juli 2007 (vgl. act. 10/11) erscheint die Ein-

schätzung der Vorinstanz überzeugend. Es ist davon auszugehen, dass der Be-

schwerdeführer ausserhalb des stationären Rahmens der Klinik eine erhebliche 

Belastung für seine Umgebung darstellt. Ohne Medikation sind durchaus Risiken 

einer Gefährdung von Drittpersonen durch tätliche Angriffe vorhanden. Diese sind 

ernst zu nehmen. Die Vorinstanz hat das Bestehen einer Fremdgefährdung ins-

gesamt zu Recht bejaht. 

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3.13 Die psychiatrische Klinik C._____ ist zur Behandlung des Beschwerde-

führers geeignet. Eine weniger einschneidende Massnahme als die einstweilige 

fürsorgerische Unterbringung ist nicht ersichtlich. Die Verhältnismässigkeit dieser 

Massnahme kann im jetzigen Zeitpunkt somit noch bejaht werden, zumindest bis 

zum Vorliegen des Gefährlichkeitsgutachtens über den Beschwerdeführer. 

3.14 Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Vorinstanz das Entlassungsge-

such des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen hat. Die Voraussetzungen ei-

ner fürsorgerischen Unterbringung sind nach dem Dargelegten auch im heutigen 

Zeitpunkt noch gegeben. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet.  

4. Kostenfolgen 

 Ausgangsgemäss sind die Kosten des Rechtsmittelverfahrens dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 450f in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO). In 

Anwendung von § 5 Abs. 1 GebV OG ist die Entscheidgebühr auf Fr. 500.– fest-

zusetzen. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Einzelgerichts des 

Bezirksgerichts Dietikon vom 27. Februar 2013 wird bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beschwerdefüh-

rer auferlegt. 

4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an die verfahrensbeteiligte 

Klinik, die Beiständin, die KESB D._____ sowie – unter Rücksendung der 

Akten – an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein, und an die Oberge-

richtskasse. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

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1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Graf 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 19. März 2013
	Erwägungen:
	Ausgangsgemäss sind die Kosten des Rechtsmittelverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 450f in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO). In Anwendung von § 5 Abs. 1 GebV OG ist die Entscheidgebühr auf Fr. 500.– festzusetzen.

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Dietikon vom 27. Februar 2013 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
	4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an die verfahrensbeteiligte Klinik, die Beiständin, die KESB D._____ sowie – unter Rücksendung der Akten – an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein, und an die Obergerichtskasse.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...