# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0498b8b-efa4-5812-ab46-59b7248269f7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 14.07.2021 810 21 163
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-163_2021-07-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 14. Juli 2021 (810 21 163) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Internationalrechtliche Zuständigkeit der KESB zum Erlass vorsorglicher Massnahmen / 
Persönliche Eignung des Kindesvertreters 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiber Stefan 

Suter 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 
D.____, Beschwerdegegner, vertreten durch Dominique Anwander, 
Advokatin 
 

 E.____, Beigeladene, vertreten durch Prof. Dr. Jonas Schweighauser, 
Advokat 
 

  
 

Betreff Vorsorgliche Anordnungen betreffend Regelung Kontaktrecht / Aus-
reiseverbot (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
C.____ vom 24. Juni 2021) 

 
 

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A. Die in F.____ (Russische Föderation) wohnhafte russische Staatsbürgerin A.____ und 
der Schweizer D.____ sind die unverheirateten Eltern der am XX.XV.2017 in Thailand gebore-
nen E.____ (wobei die Kindsmutter davon ausgeht, dass eine unzulässige Namensänderung 
erfolgt ist und ihre Tochter weiterhin ihren Nachnamen trägt). Das Kind steht unter der elterli-
chen Sorge der Kindsmutter. Nach ihrer Darstellung übergab sie E.____ im August 2019 in die 
Obhut des damals in Thailand weilenden Kindsvaters. Dieser reiste mit ihrem Einverständnis im 
April 2019 zusammen mit dem Kind in die Schweiz. Im August 2020 sei ihr klar geworden, dass 
D.____ das Kind in der Schweiz zurückbehalte. 
 
B. Mit Schreiben vom 12. April 2021 beantragte D.____ bei der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde (KESB) C.____, es seien ihm die gemeinsame elterliche Sorge und die Obhut 
für seine Tochter E.____ zuzuteilen. A.____ widersetzte sich dem Ansinnen und bestritt in ers-
ter Linie die internationalrechtliche Zuständigkeit der KESB. In einer Zwischenverfügung vom 
7. Juni 2021 entschied die KESB, dass auf den Antrag des Kindsvaters zufolge örtlicher und 
sachlicher Zuständigkeit der KESB C.____ eingetreten werde und ein Verfahren betreffend 
Neuregelung der elterlichen Sorge und Zuteilung der Obhut eröffnet werde. Diese Verfügung 
focht die Kindsmutter beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kan-
tonsgericht), an (Verfahren Nr. 810 21 146), wobei sie in der Beschwerdeschrift vom 15. Juni 
2021 zusätzlich ein sinngemässes Rückführungsgesuch im Rahmen einer internationalen 
Kindsentführung stellte. Auf das besagte Begehren trat das Kantonsgericht nicht ein und über-
wies die Eingabe soweit die Kindesentführung betreffend zuständigkeitshalber an die Abteilung 
Zivilrecht des Kantonsgerichts (Verfügung vom 16. Juni 2021). Diese eröffnete in der Folge ein 
Verfahren betreffend internationale Kindesentführung (Verfahren Nr. 430 21 130). 
 
C. Die Kindsmutter ersuchte die KESB über ihren Rechtsvertreter mit E-Mail vom 10. Juni 
2021 darum, ihr zeitnah zu ermöglichen, ihre Tochter in der Schweiz zu besuchen bzw. beim 
Kindsvater abzuholen. Nach der Einholung von Stellungnahmen wurde den Kindseltern am 
16. Juni 2021 das rechtliche Gehör zum vorgesehenen vorsorglichen Entscheid gewährt. In 
diesem Rahmen vertrat die Kindsmutter die Auffassung, dass die vorgesehene Kontaktregelung 
sowie die übrigen Anordnungen weit über dringliche Massnahmen hinausgehen würden. Der 
Kindsvater war mit begleiteten Besuchen einverstanden. 
 
D. Mit Entscheid vom 24. Juni 2021 räumte die KESB der Kindsmutter vorsorglich das 
Recht ein, ab dem 27. Juni 2021 ihre Tochter E.____ in Begleitung des Kindsvaters in der 
Schweiz zu besuchen. Während ihres Aufenthalts in der Schweiz erhielt sie vorläufig das Recht, 
an vier Tagen in der Woche je 3 Stunden mit ihrer Tochter in Anwesenheit des Kindsvaters zu 
verbringen. Die Besuchskontakte sollten in Absprache mit dem Kindsvater von 9.00 bis 12.00 
Uhr oder von 13.00 bis 16.00 Uhr stattfinden (Dispositiv-Ziffer 1). Den Kindseltern wurde vor-
sorglich untersagt, zusammen mit der Tochter die Schweiz zu verlassen, respektive das Kind in 
Begleitung von Drittpersonen aus der Schweiz ausreisen zu lassen (Disp.-Ziff. 2). Die Kindsel-
tern wurden verpflichtet, bestehende Reisepässe für das Kind bis am 28. Juni 2021 bei der 
KESB C.____ zu hinterlegen oder alternativ der Schweizerischen Post per Einschreiben zu 
übergeben (Disp.-Ziff. 3). Für E.____ wurde weiter vorsorglich eine Kindesvertretung angeord-
net (Disp.-Ziff. 4) und Prof. Dr. Jonas Schweighauser, Advokat, als Vertreter mit Substitutions-

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recht eingesetzt (Disp.-Ziff. 5). Schliesslich wurde das Gesuch des Kindsvaters um unentgeltli-
che Rechtspflege und Rechtsverbeiständung gutgeheissen (Disp.-Ziff. 6). Über die Erhebung 
von Verfahrenskosten werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden (Disp.-Ziff. 7). 
 
E. Gegen die Verfügung der KESB vom 24. Juni 2021 hat A.____, vertreten durch B.____, 
mit Eingabe vom 2. Juli 2021 beim Kantonsgericht Beschwerde erhoben. Sie stellt die nachfol-
genden Rechtsbegehren: 
 
" 1.) Da es sich hier um eine widerrechtliche Kindszurückhaltung handelt sei die örtliche 

und sachliche Zuständigkeit bei den zuständigen Behörden in F.____; 

2.) Ev. sei die Kindszurückhaltung von E.____ sei zu Stoppen und das Kind ohne Verzö-
gerung wieder der elterlichen Sorge und Obhut der Mutter mit Besuchsrecht für den 
Vater zu übergeben; 

3.) Der KESB C.____ sei nur gestattet, die in Art. 11 des Haager Kindesschutzüberein-
kommens (HKsUe) DRINGLICHEN Massnahmen für die Dauer des Verfahrens an-
zuordnen. 

4.) Die Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren." 
 
Die Beschwerdeführerin begründet die Beschwerde im Wesentlichen damit, dass sie der einzi-
ge obhuts- und sorgeberechtigte Elternteil sei und dass ihre Tochter vom Kindsvater unrecht-
mässig zurückbehalten werde. Dementsprechend liege eine internationale Kindesentführung 
vor. Die Zuständigkeit für den Erlass von Kindesschutzmassnahme liege bei den russischen 
Behörden. Die Vorinstanz habe keine über die dringlichen Bedürfnisse hinausgehende Kompe-
tenz für Anweisungen. Im Weiteren befasst sich die Beschwerdeschrift mit Vorwürfen gegen 
den Kindsvater und angeblich falschen Eintragungen im Zivilstandsregister, insbesondere be-
züglich des eingetragenen Ledignamens des Kindes. 
 
F. Die vorinstanzlichen Akten liegen dem Kantonsgericht vor. Von Instruktionsmassnah-
men wurde abgesehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer 
Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des 
kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 
2006 erklärt für die Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsge-
richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich 
nach den Art. 450 ZGB bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen 
Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Von Bundesrechts wegen 
anfechtbar sind sämtliche Endentscheide (Art. 450 Abs. 1 ZGB) sowie Zwischenentscheide 
über vorsorgliche Massnahmen (Art. 445 Abs. 3 ZGB). Beim angefochtenen Entscheid vom 
24. Juni 2021, welcher die Anordnung vorsorglicher Massnahmen zum Gegenstand hat, handelt 

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es sich um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 445 Abs. 3 ZGB. Die Zuständigkeit zur 
Beurteilung der vorliegenden Streitsache liegt in Anwendung von § 66 Abs. 2 EG ZGB i.V.m. 
§ 1 Abs. 3 lit. f des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) 
vom 16. Dezember 1993 bei der präsidierenden Person. Die Beschwerdeführerin ist als direkt 
Verfahrensbeteiligte ohne Weiteres nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB zur Beschwerdeerhebung 
legitimiert. Die Beschwerdefrist von zehn Tagen (Art. 445 Abs. 3 ZGB) ist vorliegend eingehal-
ten. 
 
2.1 Angefochten ist der Entscheid der KESB vom 24. Juni 2021 und dieser bildet vorliegend 
das einzige Beschwerdeobjekt. Das Beschwerdeobjekt ist nicht identisch mit dem Streitgegen-
stand. In der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege (worunter auch das vorliegende Be-
schwerdeverfahren vor Kantonsgericht fällt) ist Streitgegenstand das Rechtsverhältnis, das Ge-
genstand der angefochtenen Verfügung bildet, soweit es im Streit liegt (RENÉ RHINOW/HEINRICH 
KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 
3. Aufl., Basel 2014, Rz. 987 und 1051). Streitgegenstand kann somit nur sein, was bereits Ge-
genstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder allenfalls hätte sein sollen, und was zwi-
schen den Parteien noch strittig ist, was sich wiederum aus den Parteibegehren, insbesondere 
den Beschwerdeanträgen ergibt (BGE 136 II 462 E. 4.2). Gegenstände, über welche die erstin-
stanzlich verfügende Behörde nicht entschieden hat und über welche sie nicht entscheiden 
musste, darf die obere Instanz grundsätzlich nicht beurteilen, da sie sonst in die funktionelle 
Zuständigkeit der Vorinstanz eingreifen würde. Ein Antrag, der über das hinausgeht, was von 
der Vorinstanz entschieden wurde, oder der mit dem Gegenstand der angefochtenen Verfügung 
nichts zu tun hat, ist unzulässig (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Ver-
waltungsrecht [KGE VV], vom 1. April 2021 [810 21 20] E. 2.1; KGE VV vom 11. September 
2019 [810 19 32] E. 1.2; KGE VV vom 18. März 2015 [810 14 186] E. 1.3; RHINOW/KOLLER/
KISS/THURNHERR/BRÜHL-MOSER, a.a.O., Rz. 988). 
 
2.2 In den Rechtsbegehren ist anzugeben, ob der angefochtene Entscheid aufgehoben oder 
wie er abgeändert werden soll. Unklare Rechtsbegehren sind unter Berücksichtigung der Be-
schwerdebegründung nach Treu und Glauben auszulegen (BGE 137 III 617 E. 6.2; BGE 105 II 
149 E. 2a). Mit Ziffer 1 der Rechtsbegehren verlangt die Beschwerdeführerin wohl sinngemäss, 
dass der angefochtene Entscheid zufolge Unzuständigkeit der Vorinstanz aufgehoben und die 
örtliche sowie sachliche Zuständigkeit der zuständigen Behörden in F.____ anerkannt werde. 
Über die Frage der internationalrechtlichen Zuständigkeit für den Erlass von Kindesschutz-
massnahmen hat die KESB am 7. Juni 2021 separat entschieden. Die besagte Verfügung ist 
Gegenstand des kantonsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens Nr. 810 21 146. Das Rechtsbe-
gehren liegt somit ausserhalb des hier zu behandelnden Streitgegenstands, weshalb darauf 
nicht eingetreten werden kann. Vorliegend stützt die Vorinstanz ihre Entscheidkompetenz auf 
Art. 11 des Übereinkommens über die Zuständigkeit, das anzuwendende Recht, die Anerken-
nung, Vollstreckung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der elterlichen Verantwortung und 
der Massnahmen zum Schutz von Kindern (Haager Kindesschutzübereinkommen, HKsÜ) vom 
19. Oktober 1996, der eine Dringlichkeitszuständigkeit am Aufenthaltsort des Kindes statuiert. 
Diese Rechtslage erkennt die Beschwerdeführerin in der Beschwerdebegründung - zumindest 
im Grundsatz - ausdrücklich an. 

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2.3 Die Beschwerdeführerin beantragt weiter, die Zurückhaltung ihres Kindes sei zu unter-
binden und das Kind ohne Verzögerung wieder der elterlichen Sorge und Obhut der Mutter mit 
Besuchsrecht für den Vater zu übergeben (Ziff. 2). Auch in dieser Hinsicht hat die KESB keinen 
Entscheid getroffen. Wie die Beschwerdeführerin aus der kantonsgerichtlichen Verfügung vom 
16. Juni 2021 (im Verfahren Nr. 810 21 146) weiss, ist das zuständige Gericht für die Beurtei-
lung dieses im Sinne von Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über internationale Kindesentfüh-
rung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen (BG-KKE) 
vom 21. Dezember 2007 zu verstehenden Begehrens die Abteilung Zivilrecht des Kantonsge-
richts und sind die Argumente im dort anhängigen Verfahren vorzubringen. Darauf kann hier 
nicht weiter eingegangen werden. 
 
3.1 Das Rechtsbegehren Ziff. 3 ist dahingehend zu interpretieren, dass die Beschwerdefüh-
rerin die Dringlichkeit der von der Vorinstanz getroffenen Massnahmen bestreitet und aus die-
sem Grund deren Aufhebung verlangt. Auf diesen Antrag kann grundsätzlich eingetreten wer-
den, wobei allerdings nicht zu übersehen ist, dass der Antrag praktisch nicht begründet wird. 
Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 Abs. 3 ZGB). 
Als Formerfordernis ist die Begründungspflicht eine weitere Eintretensvoraussetzung. An Lai-
enbeschwerden dürfen in sprachlicher und formeller Hinsicht indes keine allzu strengen Anfor-
derungen gestellt werden (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
[Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, Bundesblatt [BBl] 
2006 7001, S. 7085). Eine Beschwerde genügt praxisgemäss den Anforderungen, sofern das 
Anfechtungsobjekt ersichtlich ist und daraus hervorgeht, welcher Antrag sinngemäss gestellt 
wird und warum die Person mit der getroffenen Anordnung ganz oder teilweise nicht einver-
standen ist (KGE VV vom 12. Juni 2020 [810 20 129] E. 3.2; KGE VV vom 19. September 2019 
[810 18 339] E. 1.3). Bei grosszügiger Betrachtung unter diesem Blickwinkel kann das Begrün-
dungserfordernis als gerade noch knapp erfüllt betrachtet werden. 
 
3.2 In Rz. 13 der Beschwerdeschrift wird ausgeführt, dass der eingesetzte Kindesvertreter 
als Mann nicht für sein Amt geeignet sei und das Kind vielmehr eine Anwältin brauche. Auch 
wenn kein diesbezüglicher förmlicher Antrag vorliegt, kann im Sinne einer wohlwollenden laien-
freundlichen Auslegung davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin sinngemäss 
die Ernennung des Kindesvertreters in Disp.-Ziff. 5 des angefochtenen Entscheids aufgehoben 
haben will und die Einsetzung einer weiblichen Person zur Vertretung des Kindes anstrebt. Die-
ser sinngemässe Antrag ist zulässig und ausreichend begründet. 
 
3.3 Im vorstehend genannten Umfang kann auf die Beschwerde eingetreten werden. Soweit 
sich die Beschwerdeschrift mit weiteren ausserhalb des Streitgegenstands liegenden Themen-
feldern beschäftigt oder wo daraus nicht einmal ein sinngemässer Antrag entnommen werden 
kann, ist nachfolgend auf die entsprechenden Ausführungen nicht weiter einzugehen. 
 
4. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu. 

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5.1 Gemäss Art. 11 Abs. 1 HKsÜ sind in allen dringenden Fällen die Behörden jedes Ver-
tragsstaats, in dessen Hoheitsgebiet sich das Kind oder ihm gehörendes Vermögen befindet, 
zuständig, die erforderlichen Schutzmassnahmen zu treffen. Diese Zuständigkeit soll sicherstel-
len, dass ein Kind und sein Vermögen auch in den Vertragsstaaten in dringenden Fällen vor 
Nachteilen bewahrt werden, wenn das Kind dort noch keinen gewöhnlichen Aufenthalt erwor-
ben hat oder in einem anderen Staat seinen gewöhnlichen Aufenthalt besitzt. Der Ausnahme-
charakter dieser Notzuständigkeit kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass die nach Art. 11 
Abs. 1 HKsÜ getroffenen Schutzmassnahmen ausser Kraft treten, sobald die regulär zuständi-
gen Behörden am gewöhnlichen Aufenthalt des Kindes in einem Vertragsstaat (Art. 11 Abs. 2 
HKsÜ) oder in einem Nichtvertragsstaat (Art. 11 Abs. 3 HKsÜ) die nach den Umständen gebo-
tenen Massnahmen getroffen haben. Auch in Entführungsfällen kann bei dringenden Fällen der 
Art. 11 HKsÜ in Anspruch genommen werden (KURT SIEHR/ALEXANDER R. MARKUS, in: Müller-
Chen/Widmer Lüchinger [Hrsg.], Zürcher Kommentar zum IPRG, 3. Aufl., Zürich 2018, Art. 85 
IPRG Rz. 106). 
 
5.2 Auf Antrag einer am Verfahren beteiligten Person oder von Amtes wegen trifft die Kin-
des- und Erwachsenenschutzbehörde alle für die Dauer des Verfahrens notwendigen Mass-
nahmen (Art. 445 Abs. 1 ZGB). Vorsorgliche Massnahmen müssen unumgänglich, d.h. so 
dringlich sein, dass der ordentliche, spätere Entscheid nicht abgewartet werden kann, ohne 
einen erheblichen Nachteil für die betroffene Person in Kauf zu nehmen (KGE VV vom 7. Au-
gust 2020 [810 20 111] E. 3.1; KGE VV vom 29. Januar 2020 [810 19 275] E. 4.1; vgl. 
CHRISTOPH HÄFELI, Grundriss zum Kindes- und Erwachsenenschutz, 2. Aufl., Bern 2016, 
S. 314). 
 
5.3 Die Beschwerdeführerin bestreitet offenbar die Dringlichkeit der im angefochtenen Ent-
scheid getroffenen Massnahmen. Die Beschwerdeeingabe enthält hierzu allerdings keinerlei 
weitergehenden Ausführungen. Am 10. Juni 2021 kündigte die Beschwerdeführerin der KESB 
eine baldige Reise in die Schweiz an und forderte von der Behörde, dass sie Zeit mit ihrer 
Tochter verbringen könne. Eingangs der Nachricht wies sie darauf hin, dass es zu keiner Ver-
zögerung bei der Bearbeitung des Falls kommen dürfe. Wenn sie in der Beschwerde nunmehr 
die Auffassung vertritt, der Entscheid über das Besuchsrecht sei nicht dringlich gewesen, ver-
hält sie sich widersprüchlich und ist sie mit diesem prozessualen Verhalten nicht zu schützen. 
Ohnehin ist fraglich und wird in der Beschwerde nicht erläutert, inwiefern die Beschwerdeführe-
rin durch das eingeräumte vorsorgliche Besuchsrecht (ohne Besuchsverpflichtung) beschwert 
ist. Die Herstellung eines Kontakts zwischen Mutter und Tochter duldete jedenfalls aus Gründen 
des Kindeswohls keinen Aufschub. Die Kindsmutter hat das Recht und die Pflicht, nach Mög-
lichkeit Zeit mit ihrer Tochter zu verbringen. Aufgrund des jungen Alters des Kindes scheint es 
umso wichtiger, dass der persönliche Kontakt nach der langen Trennungszeit so schnell wie 
möglich wiederhergestellt wird. Die sofortige Einrichtung des Besuchsrechts mit den entspre-
chenden Modalitäten war unumgänglich und dementsprechend dringend im Sinne von Art. 11 
Abs. 1 HKsÜ, weshalb die Vorinstanz für den Erlass der vorsorglichen Massnahme internatio-
nalrechtlich zuständig war und ihr Vorgehen nicht zu beanstanden ist. 
 

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6. Die Beschwerdeführerin wendet sich weiter dagegen, dass Prof. Dr. Jonas Schweighau-
ser, Advokat, als Kindesvertreter eingesetzt wird. Sie führt hierzu aus, ihre Tochter brauche 
keinen Spezialanwalt für Kindszurückhaltung mit Substitutionsvollmacht, sondern eine Anwältin, 
die sich in die Gefühlswelt eines kleinen Mädchens einleben könne. Dazu sei ein Mann, auch 
wenn er Professor sei, nicht in der Lage. Mit dieser einzig auf überholten Geschlechter- und 
Rollenstereotypen basierenden Argumentation vermag die Beschwerdeführerin die Eignung des 
eingesetzten Kindesvertreters nicht ansatzweise in Frage zu stellen. Bei der Kindesvertretung 
geht es entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht in erster Linie darum, sich in die 
Gefühlswelt des Kindes einzuleben. Das Institut der Kindesvertretung dient der Verwirklichung 
des Rechts des Kindes, in allen dieses berührenden Gerichts- oder Verwaltungsverfahren ge-
hört zu werden. Aufgabe der Kindesvertretung ist es, den einschlägigen Prozessstoff im Hin-
blick auf die in Frage stehende Rechtsanwendung zu sammeln, zu sichten und aus Sicht des 
Kindesinteresses einzuordnen. Sie muss sich ein umfassendes, elternunabhängiges und neut-
rales Bild von der konkreten Situation (örtlich, häuslich, schulisch, Interaktion zwischen Kind 
und Eltern sowie Geschwistern etc.) machen und dieses der Behörde resp. dem Gericht zur 
Kenntnis bringen (KGE VV vom 17. Mai 2017 [810 17 16] E. 3.1; BGE 142 III 153 E. 5.2.3.1; 
KURT AFFOLTER, Kindesvertretung im behördlichen Kindesschutzverfahren, in: Rosch/Wider 
[Hrsg.], Zwischen Schutz und Selbstbestimmung, Festschrift für Christoph Häfeli, Bern 2013, 
S. 210). Wie bereits die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zutreffend hervorhebt, handelt 
es sich bei Prof. Dr. Schweighauser um eine der bekanntesten Fachpersonen im internationa-
len Familienrecht. Er verfügt über langjährige Praxiserfahrung mit der Vertretung von Kindern. 
Er ist gerichtsnotorisch fachlich wie auch persönlich geeignet, um die Interessen des Kindes 
wahrzunehmen. Die Beschwerde ist in dieser Hinsicht unbegründet. 
 
7. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit überhaupt darauf eingetre-
ten werden kann. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das verwaltungsgerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Ver-
fahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden gemäss 
§ 20 Abs. 3 VPO in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Ausgangsgemäss sind die 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.-- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Da keine 
Vernehmlassungen eingeholt wurden, ist dem anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner im 
Zusammenhang mit dem kantonsgerichtlichen Verfahren kein entschädigungspflichtiger Auf-
wand entstanden. Die Parteikosten sind somit wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
 
8.2 Die Beschwerdeführerin stellt ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechts-
pflege. Gemäss § 22 Abs. 1 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren von der Bezahlung der Ver-
fahrenskosten und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, wenn ihr die nötigen Mittel feh-
len und ihr Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint. Als aussichtslos sind Prozess-
begehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Ver-
lustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein 
Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr 
die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, 

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die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Pro-
zess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und 
Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (KGE VV 
vom 18. Juni 2020 [810 19 218] E. 9.2; BGE 142 III 138 E. 5.1; BGE 139 III 475 E. 2.2). Wie die 
vorstehenden Ausführungen aufzeigen, konnten die Gewinnaussichten für die vorliegende Be-
schwerde von allem Anfang an kaum als ernsthaft bezeichnet werden. Das Gesuch um Bewilli-
gung der unentgeltlichen Rechtspflege für das kantonsgerichtliche Verfahren ist daher zufolge 
Aussichtslosigkeit abzuweisen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
   
 2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.-- werden der Beschwer-

deführerin auferlegt. 
   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
   
 5. Eine Kopie der Beschwerdeeingabe (inkl. Beilagen) vom 2. Juli 2021 wird 

den übrigen Verfahrensbeteiligten zur Kenntnisnahme zugestellt. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber