# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dae98f8b-9c58-5828-bf67-921585941191
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.12.2011 D-4468/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4468-2009_2011-12-05.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­4468/2009

U r t e i l   v om   5 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Thomas Wespi,
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

Parteien A._______, geboren X._______,
Iran,  
vertreten durch LL.M. lic. iur. Susanne Sadri,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung (Beschwerde gegen 
Wiedererwägungsentscheid); Verfügung des BFM vom 
9. Juni 2009 / N_______.

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Sachverhalt:

A.  
A.a. Der Beschwerdeführer, ein aus B._______/C._______ stammender 
ethnischer  Kurde  mit  letztem  Wohnsitz  in  D._______  (Provinz 
E._______), stellte am 25. Juli 2007 ein Asylgesuch  in der Schweiz. Zu 
dessen  Begründung  machte  er  im Wesentlichen  geltend,  im  Jahre  (...) 
den  Iran wegen der politischen Vergangenheit seines Bruders verlassen 
zu  haben,  er  sei  dort  an  den  Universitäten  nicht  zugelassen  worden, 
worauf er sich  in F._______ niedergelassen und für die G._______ tätig 
geworden  sei.  Da  er  sich  in  F._______  mit  der  Zeit  nicht  mehr  sicher 
gefühlt habe, sei er im (...) nach H._______ gereist, wo ihn das Amt des 
Hohen  Flüchtlingskommissars  der  Vereinten  Nationen  (UNHCR)  als 
Flüchtling anerkannt habe. Nachdem sich die iranischen Behörden im (...) 
bei  seinem  Bruder  nach  seinem  Aufenthaltsort  erkundigt  gehabt  hätten 
und  er  einen  Monat  später  wiederholt  von  der  Polizei  von  H._______ 
aufgeboten und zu seinen persönlichen Verhältnissen befragt worden sei, 
habe  er  beschlossen,  H._______  zu  verlassen,  da  er  sich  durch  das 
polizeiliche Vorgehen bedroht gefühlt habe.

A.b.  Mit  Verfügung  vom  24.  November  2008  lehnte  das  BFM  das 
Asylgesuch  gestützt  auf  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998 
(AsylG,  SR 142.31)  ab  und  ordnete  die  Wegweisung  des 
Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie den Vollzug an. Auf die gegen 
diese Verfügung erhobene Beschwerde vom 23. Dezember 2008 trat das 
Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom  5.  Februar  2009  –  wegen 
Nichtbezahlens des Kostenvorschusses – nicht ein.

B. 
Am  25.  Mai  2009  stellte  der  Beschwerdeführer  beim  BFM  ein 
Wiedererwägungsgesuch  und  beantragte  die  Aufhebung  der 
ursprünglichen  Verfügung  vom  24.  November  2008,  die  Feststellung 
einer  wiedererwägungsrechtlich  massgeblichen  Änderung  der  Sachlage 
seit  Erlass  der  ursprünglichen  Verfügung  und  seiner 
Flüchtlingseigenschaft,  die  Gewährung  von  Asyl  und  eventualiter  die 
Feststellung  der  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  sowie  die 
Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme.  Zur  Begründung  führte  er  im 
Wesentlichen  eine  massgeblich  veränderte  Sachlage  respektive  das 
Vorliegen neuer Tatsachen an.

C. 
Mit  Verfügung  vom  9.  Juni  2009  trat  das  BFM  auf  das 

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Wiedererwägungsgesuch nicht ein,  stellte  fest,  dass die Verfügung vom 
24. November  2008  rechtskräftig  und  vollstreckbar  sei,  erhob  eine 
Gebühr von Fr. 600.­, und hielt fest, einer allfälligen Beschwerde komme 
keine aufschiebende Wirkung zu.

D. 
Der Beschwerdeführer liess durch seinen vormaligen Rechtsvertreter mit 
Eingabe  vom  10.  Juli  2009  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erheben.  Er  beantragte  in 
materieller Hinsicht die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung vom 9. 
Juni  2009,  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  und  die 
Gewährung  von  Asyl,  eventualiter  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit 
sowie der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs, die Anordnung der 
vorläufigen  Aufnahme  in  der  Schweiz,  und  in  prozessualer  Hinsicht  die 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und den 
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Auf die Begründung 
wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

E. 
Mit  Eingabe  vom  28.  August  2009  reichte  der  Beschwerdeführer  eine 
Bestätigung der G._______ vom (...) zu den Akten.

F. 
Mit Zwischenverfügung des Instruktionsrichters vom 14. September 2009 
wurden die Gesuche um Aussetzung des Vollzugs sowie um Verzicht auf 
die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  abgewiesen,  und  der 
Beschwerdeführer  wurde  gleichzeitig  aufgefordert,  bis  zum  29. 
September  2009  einen  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr. 1200.­ 
einzuzahlen,  unter  Androhung  des Nichteintretens  im Unterlassungsfall. 
Zur  Begründung  wurde  angeführt,  dass  die  mit  dem 
Wiedererwägungsgesuch  eingereichten  Beweismittel  nicht  geeignet 
seien, die geltend gemachte Verfolgung zu belegen, zumal einige dieser 
Dokumente bereits mit Beschwerde vom 23. Dezember 2008 eingereicht 
worden  seien,  andere  Dokumente  dem  Beweis  von 
Sachverhaltselementen  dienten,  die  von  der  Vorinstanz  nicht  bezweifelt 
worden  seien,  und  den  übrigen  eingereichten  Unterlagen  mangels 
konkreten  Bezugs  zum  Beschwerdeführer  keine  Beweisrelevanz 
beigemessen werden  könne. Zudem dürfe ein Wiedererwägungsgesuch 
nicht  dazu  dienen,  die  Verbindlichkeit  eines  Verwaltungsentscheides 
fortlaufend in Frage zu stellen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der 

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Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2003  Nr. 17  E. 2b 
S. 104).

Der Kostenvorschuss wurde am 25. September 2009 einbezahlt.

G. 
Mit  Eingabe  vom  1.  Oktober  2009  zeigte  die  gegenwärtige 
Rechtsvertreterin,  LL.M.  lic.  iur. Susanne Sadri,  die Mandatsübernahme 
an  und  legte  als  Beilage  ein  den  Beschwerdeführer  betreffendes 
Schreiben des (Nennung Beweismittel) ins Recht.

H. 
Mit  Verfügung  vom  5.  Oktober  2009  wurden  die  beiden 
Rechtsvertretungen  des  Beschwerdeführers  aufgefordert,  bis  am  20. 
Oktober 2009 eine gemeinsame Zustelladresse zu bezeichnen, wobei im 
Unterlassungsfall  Mitteilungen  und  Entscheidungen  an  die  zuerst 
bevollmächtigte Rechtsvertretung gehen würden.

I. 
Mit  Schreiben  vom  12.  Oktober  2009  teilte  der  vom  Beschwerdeführer 
zuerst  bezeichnete  Rechtsvertreter,  I._______,  mit,  dass  das 
Vertretungsverhältnis  zwischen  ihm  und  seinem  Mandanten  per  sofort 
aufgelöst  sei  und  der  Beschwerdeführer  durch  LL.M.  lic.  iur.  Susanne 
Sadri vertreten werde.

J. 
Mit  Eingabe  vom  7.  Dezember  2009  reichte  der  Beschwerdeführer – 
unter Beilage diverser Unterlagen – eine Beschwerdeergänzung zu den 
Akten  und  ersuchte  um Anerkennung  seiner  Flüchtlingseigenschaft,  um 
Berücksichtigung  des  Non­Refoulement­Prinzips  und  sinngemäss  um 
wiedererwägungsweise Aussetzung des Wegweisungsvollzugs.

K. 
Mit  Verfügung  vom  15.  Dezember  2009  wurde  das  Gesuch  um 
wiedererwägungsweise  Aussetzung  des  Vollzugs  der  Wegweisung 
abgewiesen  und  festgehalten,  der  Beschwerdeführer  habe  das  weitere 
Verfahren  im  Ausland  abzuwarten.  Zur  Begründung  wurde  angeführt, 
dass  aus  den  eingereichten  Beweismitteln  hinsichtlich  der  angeführten 
exilpolitischen  Aktivitäten  des  Beschwerdeführers  sowie  der  einmaligen 
Teilnahme an einer Kundgebung  in der Schweiz nicht abzuleiten sei, er 
habe  sich  in  hervorgehobener  Position  für  die  Belange  der  Exil­Iraner 
eingesetzt beziehungsweise es handle sich bei ihm um einen besonders 

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engagierten  und  exponierten  Regimegegner,  weshalb  nicht  davon 
auszugehen  sei,  er  müsse  bei  einer  Rückkehr  mit  flüchtlingsrechtlich 
relevanter  Verfolgung  durch  die  iranischen  Behörden  rechnen.  Deshalb 
sei seine Flüchtlingseigenschaft mangels subjektiver Nachfluchtgründe zu 
verneinen. Überdies seien die  Internet­Auszüge zur politischen Situation 
im  Iran  –  wie  auch  bereits  die  mit  dem  Wiedererwägungsgesuch 
eingereichten Internet­Artikel – mangels konkreten Bezuges zum Beweis 
seiner Verfolgung nicht erheblich.

L. 
Mit Eingabe vom 23. August 2010 legte der Beschwerdeführer (Auflistung 
Beweismittel) ins Recht.

M. 
Mit Schreiben vom 18. Oktober 2010 ersuchte der Beschwerdeführer um 
Auskunft,  wann  mit  einem  Entscheid  in  seinem  Verfahren  gerechnet 
werden könne.

N. 
Mit  Eingaben  vom  25.  Juli  und  30.  August  2011  reichte  der 
Beschwerdeführer  weitere  Unterlagen  zu  seinem  fortgesetzten 
Engagement  für die G._______  in der Schweiz (Auflistung Beweismittel) 
zu  den  Akten  und  erneuerte  gleichzeitig  –  unter  Beilage  von  16 
Unterschriftenblättern  –  seine  Anfrage  betreffend  Erledigungszeitpunkt 
seiner Beschwerde.

O. 
Mit  E­Mail­Anfrage  vom  3.  November  2011  verwies  der 
Beschwerdeführer auf seine Anfrage vom 30. August 2011 und ersuchte 
wiederum  um  Bekanntgabe  des  wahrscheinlichen  Urteilstermins.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  beantwortete  die  Anfrage  am  10.  November 
2011.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM 

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gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme im Sinne von 
Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  BGG  liegt  in  casu  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht entscheidet demnach endgültig.

1.2. Die Zuständigkeit  des Bundesverwaltungsgerichts  für Beschwerden 
gegen  das  Nichteintreten  auf  Wiedererwägungsgesuche 
beziehungsweise  die  Ablehnung  von  Wiedererwägungsgesuchen  ergibt 
sich  aus  dem  Umstand,  dass  nach  Lehre  und  Praxis 
Wiedererwägungsentscheide  grundsätzlich  wie  die  ursprüngliche 
Verfügung auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg weitergezogen werden 
können  (vgl.  BGE  113  Ia  146  f.;  FRITZ  GYGI, 
Bundesverwaltungsrechtspflege,  2.  Aufl.,  Bern  1983,  S.  220;  URSINA 
BEERLI­BONORAND,  Die  ausserordentlichen  Rechtsmittel  in  der 
Verwaltungsrechtspflege  des Bundes  und  der Kantone,  Zürich  1985,  S. 
174 f.).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung;  er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 
Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.4. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

1.5.  Die  vorliegende  Beschwerde  erweist  sich  –  wie  nachfolgend 
aufgezeigt  –  als  offensichtlich  unbegründet,  weshalb  darüber  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters 
zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 

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AsylG  wurde  vorliegend  auf  die  Durchführung  eines  Schriftenwechsels 
verzichtet.

2. 
2.1.  Gemäss  herrschender  Lehre  und  ständiger  Praxis  des 
Bundesgerichts  wird  aus  Art.  29  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  (BV,  SR  101) 
unter  bestimmten  Voraussetzungen  ein  verfassungsmässiger  Anspruch 
auf  Wiedererwägung  abgeleitet  (vgl.  BGE  127  I  133  E.  6  mit  weiteren 
Hinweisen). Unter anderem können Revisionsgründe nach Art. 66 VwVG 
einen  solchen  Anspruch  begründen,  sofern  sich  diese  auf  eine 
rechtskräftige  Verfügung  beziehen,  die  entweder  unangefochten 
geblieben oder deswegen niemals einer materiellen Prüfung unterzogen 
worden  ist,  weil  das  angehobene  Beschwerdeverfahren  mit  einem 
formellen  Prozessurteil  geendet  hat  (qualifiziertes 
Wiedererwägungsgesuch in der Variante des Gesuchs um Widerruf einer 
ursprünglich  fehlerhaften  Verfügung,  vgl.  EMARK  2003  Nr.  17  E. 2a 
S. 103 f.). Die Behörde hat auf ein Wiedererwägungsgesuch hin zunächst 
zu prüfen, ob die Voraussetzungen, unter denen sie zum Eintreten auf ein 
solches Gesuch verpflichtet wäre, erfüllt  sind. Dabei genügt es zwar  für 
die  Zulässigkeit  des  Wiedererwägungsgesuchs,  dass  Umstände,  die 
einen  verfassungsmässigen  Anspruch  auf  Wiedererwägung  begründen 
würden,  substanziiert  behauptet  werden.  Sind  dem  Gesuch  nicht 
genügend  substanziierte Wiedererwägungsgründe  zu  entnehmen,  so  ist 
die  Verwaltungsbehörde  nicht  gehalten,  auf  das Gesuch  einzutreten,  ja 
es überhaupt  formell anhand zu nehmen (vgl. EMARK 2003 Nr. 7 E. 4a 
S. 44).

2.2.  Bei  der  Eingabe  vom  25.  Mai  2009  handelt  es  sich  um  ein 
qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch,  da  das  am  23.  Dezember  2008 
angehobene  Beschwerdeverfahren  am  5.  Februar  2009  mit  einem 
formellen  Urteil  endete.  Nachdem  das  BFM mit  Verfügung  vom  9.  Juni 
2009  auf  das  Wiedererwägungsgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht 
eingetreten  ist,  beschränkt  sich  das  vorliegende  Beschwerdeverfahren 
einzig  auf  die  Frage,  ob  die Vorinstanz  zu Recht  auf  das Gesuch  nicht 
eingetreten ist.

3.  
3.1.  Die  Vorinstanz  brachte  zur  Begründung  ihres  Entscheides  im 
Wesentlichen  vor,  die  Behörde  habe  auf  ein  Wiedererwägungsgesuch 
einzutreten,  wenn  die  Sachentscheidsvoraussetzungen  kumulativ  erfüllt 

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seien. In der Begründung des Wiedererwägungsgesuchs seien dieselben 
Argumente  vorgebracht  worden  wie  in  der  Beschwerde  an  das 
Bundesverwaltungsgericht  vom  23.  Dezember  2008.  Es  handle  sich 
dabei  im  Wesentlichen  um  eine  Wiederholung  des  bereits  geltend 
gemachten  Sachverhalts  mit  Betonung  auf  die  im  Iran  herrschenden 
Missstände.  Somit  seien  diese  Vorbringen  bereits  Gegenstand  des 
ordentlichen  Verfahrens  gewesen  und  stellten  damit  keine  qualifizierten 
Gründe  dar,  die  zu  einer  wiedererwägungsweisen  Überprüfung  der 
rechtskräftigen Verfügung  führen könnten.  Im Übrigen würde der Zweck 
der  Kostenvorschusspflicht  im  Beschwerdeverfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht unterlaufen, wenn eine materielle Prüfung der 
Beschwerde,  auf  die  wegen  Nichtleistung  des  angeordneten 
Kostenvorschusses  nicht  eingetreten  worden  sei,  mittels 
ausserordentlicher  Rechtsmittel  nachgeholt  werden  könnte.  Aus  diesen 
Gründen werde auf das Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten.

3.2.  Demgegenüber  hielt  der  Beschwerdeführer  in  seiner 
Rechtsmitteleingabe  an  den  bereits  in  seinem Wiedererwägungsgesuch 
vorgebrachten Gründen im Wesentlichen fest und führte an, es treffe zu, 
dass die Eingaben vom 23. Dezember 2008 und 25. Mai 2009  teilweise 
identisch  seien.  Indessen  sei  zu  berücksichtigen,  dass  im 
Wiedererwägungsgesuch neue Beweismittel  genannt worden seien, aus 
welchen  die  Verfolgung  von  Mitgliedern  und  Sympathisanten  der 
G._______,  deren  Mitglied  er  sei,  hervorgehe.  Er  stamme  aus  einer 
politisch engagierten kurdischen Familie und sein Bruder sei im Jahre (...) 
von iranischen Sicherheitskräften ermordet worden, weshalb in der Folge 
seine  ganze  Familie  ins  Visier  der  iranischen  Behörden  geraten  sei. 
Seine  politischen  Aktivitäten  und  die  Mitgliedschaft  bei  der  G._______ 
seien  dem  iranischen  Geheimdienst  bekannt,  weshalb  er  bei  einer 
Rückkehr  in den Iran verhaftet und wegen strafbarer Handlungen gegen 
das Regime entsprechend behandelt würde.

4.  
4.1.  Der  Beschwerdeführer  reichte  ein  Wiedererwägungsgesuch  ein, 
beantragte  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  und  die 
Gewährung von Asyl und begründete sein Gesuch mit einer massgeblich 
veränderten Sachlage seit Erlass der ursprünglichen Verfügung. Daher ist 
zu prüfen, ob ein  im Verhältnis  zur Verfügung vom 24. November 2008 
wesentlich  veränderter  Sachverhalt  im  Sinne  der  Wiedererwägung 
vorliegt beziehungsweise qualifizierte Wiedererwägungsgründe bestehen. 
Wie das Bundesverwaltungsgericht  in seinen Zwischenverfügungen vom 

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14. September 2009 und vom 15. Dezember 2009 festhielt (vgl. Bstn. F. 
und K.),  sind die Voraussetzungen zu einer diesbezüglichen materiellen 
Prüfung als nicht erfüllt zu erachten. So wurden etliche der eingereichten 
Beweismittel  bereits  mit  der  Beschwerde  vom  23. Dezember  2008  im 
ordentlichen  Verfahren  eingereicht,  andere  Beweismittel  dienen  dem 
Beweis  von  Sachverhaltselementen,  die  von  der  Vorinstanz  gar  nicht 
bezweifelt  wurden,  und  die  übrigen  eingereichten,  die  Vorfluchtgründe 
betreffenden  Unterlagen  sind  als  nicht  beweisrelevant  zu  erachten.  An 
diesen Schlussfolgerungen ist auch im Urteilszeitpunkt festzuhalten. Zwar 
reichte  der  Beschwerdeführer  nach  Ergehen  der  zweiten 
Zwischenverfügung  vom  15.  Dezember  2009  weitere  Beweismittel  ein, 
die jedoch an der erwähnten Beurteilung nichts zu ändern vermögen. So 
sind die neuerlichen Bestätigungsschreiben der G._______ und die Kopie 
einer Mitgliederkarte derselben, obwohl eine Mitgliedschaft schon von der 
Vorinstanz nicht bestritten wurde, ebenso irrelevant wie – in Ermangelung 
eines konkreten Beweises einer Verfolgung – die Unterlagen zur Situation 
von oppositionellen Kurden im Iran.

4.2. Was  die  eingereichten  Dokumente  zur  fortgesetzten  exilpolitischen 
Aktivität  in  der  Schweiz  und  die  in  diesem  Zusammenhang  stehenden 
Ausführungen  anbelangt,  erübrigt  es  sich  in  Anbetracht  der  in  BVGE 
2009/28  E. 7.4.3  S.  364  ff.  enthaltenen  Rechtsprechung  des 
Bundesverwaltungsgerichts,  diese  Vorbringen  von  Amtes  wegen  der 
Vorinstanz zur Beurteilung zu unterbreiten. Daran vermögen auch die auf 
Beschwerdeebene  eingereichten  Dokumente  (Unterschriftsbögen),  die 
dem Beschwerdeführer  ein  tadelloses Verhalten  in  der  Schweiz  und  im 
Asylwohnheim bestätigen, nichts zu ändern.

4.3. Die Vorinstanz ist unter diesen Umständen zu Recht auf das 
Wiedererwägungsgesuch vom 25. Mai 2009 nicht eingetreten.

5. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist somit abzuweisen.

6. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  von  Fr.  1200.– 
(Art. 16  Abs.  1  Bst.  a  VGG  i.V.m.  Art.  1­3  des  Reglements  vom  21. 
Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 

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Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen  (Art.  37 VGG  i.V.m. Art.  63 Abs.  1  und  5 VwVG)  und mit 
dem  am  25. September  2009  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 1200.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss 
verrechnet.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

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