# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d1b0e6c-5e52-547c-aaf6-238f57c23e1f
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-22
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 22.11.2022 BZ 2022 87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2022-87_2022-11-22.pdf

## Full Text

20221102_084443_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2022 87

Oberrichter lic.iur. St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter lic.iur. M. Siegwart
Oberrichter Dr.iur. A. Sidler
Gerichtsschreiberin lic.iur. D. Huber Stüdli

Urteil vom 22. November 2022 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ AG,
vertreten durch RA lic.iur. B.________, 
Beschwerdeführerin,

gegen

Staat Luzern und Stadt Luzern, Röm.-Kath. Kirche, Ref. Kirche, Christ-Kath. Kirche, 
vertreten durch Steueramt der Stadt Luzern, 
Beschwerdegegner,

betreffend

definitive Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. ________ des Betreibungsamtes Zug
(Beschwerde gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 11. August 
2022)

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Sachverhalt

1. Mit Eingabe vom 25. Mai 2022 ersuchten der Staat Luzern, die Stadt Luzern, die Röm.-Kath. 
Kirche, die Ref. Kirche und die Christ-Kath. Kirche (nachfolgend: Beschwerdegegner), alle 
vertreten durch das Steueramt der Stadt Luzern, Inkassoabteilung, beim Einzelrichter am 
Kantonsgericht Zug um definitive Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. ________ des 
Betreibungsamtes Zug gegen die A.________ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) für 
CHF 71'865.40 nebst 3,5 % Zins seit 15. März 2022, CHF 1'820.55 (aufgelaufenen Zins 
bis 14. März 2022) und CHF 163.30 Betreibungskosten.  

2. In der Gesuchsantwort vom 22. Juni 2022 beantragte die Beschwerdeführerin die 
vollumfängliche Abweisung des Rechtsöffnungsgesuchs, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner. 

3. Dazu nahmen die Beschwerdegegner mit Eingabe vom 1. Juli 2022 Stellung. 

4. Mit Entscheid vom 11. August 2022 erteilte der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug in der 
Betreibung Nr. ________ des Betreibungsamtes Zug definitive Rechtsöffnung für 
CHF 73'685.95 nebst Zins zu 3,5 % auf CHF 71'865.40 seit 15. März 2022. Die 
Gerichtskosten von CHF 450.00 auferlegte er der Beschwerdeführerin und verrechnete sie 
mit dem von den Beschwerdegegnern geleisteten Kostenvorschuss von CHF 450.00, wobei 
er festhielt, dass die Beschwerdeführerin den Beschwerdegegnern dem Kostenvorschuss im 
Umfang von CHF 450.00 zu ersetzen habe. Eine Parteientschädigung sprach der 
Einzelrichter den Beschwerdegegnern nicht zu (Verfahren ER 2022 333). 

5. Dagegen liess die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 22. August 2022 fristgerecht 
Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zug erheben. Sie beantragte, in Gutheissung der 
Beschwerde sei der Entscheid des Kantonsgerichts des Kantons Zug vom 11. August 2022 
im Verfahren ER 2022 333 aufzuheben und das Rechtsöffnungsgesuch sei abzuweisen, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner. In 
verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie, die Vollstreckung des angefochtenen 
Entscheids sei gemäss Art. 325 Abs. 2 ZPO aufzuschieben.

6. Mit Verfügung vom 24. August 2022 erkannte der Abteilungspräsident der Beschwerde 
aufschiebende Wirkung zu. 

7. In der Beschwerdeantwort vom 30. August 2022 beantragten die Beschwerdegegner 
sinngemäss die Abweisung der Beschwerde.

8. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung. 

Erwägungen

1. Gemäss Art. 319 lit. a i.V.m. Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO sind Rechtöffnungsentscheide mit 
Beschwerde anfechtbar. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und 
offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 

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ZPO). Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind 
ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Von neuen Tatsachen zu unterscheiden sind neue 
rechtliche Begründungen. Diese können im Beschwerdeverfahren vorgebracht werden, weil 
sie keine Noven im Sinne von Art. 326 Abs. 1 ZPO sind und die Beschwerdeinstanz nach 
Art. 57 ZPO das Recht von Amtes wegen anwenden muss (vgl. Hurni, Basler Kommentar, 3. 
A. 2017, Art. 57 ZPO N 6; Urteil des Bundesgerichts 4A_519/2011 vom 28. November 2011 
E. 2.1 [zu Art. 317 Abs. 1 ZPO]). 

2. Die Vorinstanz führte aus, bei der Veranlagungsverfügung vom 3. Juni 2021 betreffend 
Staats- und Gemeindesteuer 2017 des Kantons Luzern handle es sich um einen definitiven 
Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 Abs. 1 SchKG für CHF 92'265.95. Die 
Beschwerdegegner hätten der Beschwerdeführerin am 2. September 2021 eine 
Zahlungserleichterung zur Tilgung des Steuerausstandes 2017 von CHF 81'078.60 mit sechs 
Raten bewilligt. Darin sei vereinbart worden, dass das Zahlungsabkommen pünktlich 
einzuhalten sei und bei Verzug mit einer Rate um mehr als fünf Tage alle vorhandenen 
Zahlungsabkommen hinfällig würden. Weiter sei festgehalten worden, dass bei fehlender 
Zahlung einer Rate das ordentliche Inkassoverfahren bei sämtlichen Forderungen ohne 
weitere Korrespondenz fortgesetzt werde. Folglich enthalte die Zahlungserleichterung eine 
Verfallklausel. Nicht bestritten sei, dass die Beschwerdeführerin die vierte Rate nicht innert 
Frist bezahlt habe. Bei dieser Sachlage seien die Ausführungen der Beschwerdeführerin zur 
Mahnung nicht zu hören. Ohnehin habe es keiner Mahnung mehr bedurft, was der 
Beschwerdeführerin aufgrund des klaren Wortlautes der Zahlungserleichterung habe 
bewusst sein müssen. Zudem liege mit der Bescheinigung vom 17. Mai 2022 eine gültige 
Vollstreckbarkeitsbescheinigung vor, jedenfalls habe die Beschwerdeführerin den 
Gegenbeweis nicht erbracht. Die Beschwerdeführerin habe keine weiteren Einwendungen im 
Sinne von Art. 81 SchKG erhoben. Somit sei für den unbestrittenen Betrag von CHF 
73'685.95 (CHF 71'865.40 + CHF 1'820.55) die definitive Rechtsöffnung zu erteilen (vgl. act. 
1/2). 

3. Die Erwägungen der Vorinstanz sind grundsätzlich nicht zu beanstanden, weshalb vorab 
darauf verwiesen werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_538/2013 vom 19. März 
2014 E. 3.1). Die dagegen erhobenen Rügen der Beschwerdeführerin sind unbegründet: 

3.1 Zunächst bringt die Beschwerdeführerin vor, die Beschwerdegegner hätten das 
Zahlungsabkommen vom 2. September 2021 entgegen den Vorgaben von § 199 Abs. 3 StG 
LU nie widerrufen. Der Umstand, dass sie die vierte Rate gemäss dem Zahlungsabkommen 
nicht fristgerecht bezahlt habe, erfülle die Anforderungen an einen Widerruf gemäss § 199 
Abs. 3 StG LU nicht. Der gemäss § 199 Abs. 3 StG LU erforderliche Widerruf von 
Zahlungserleichterungen setze sachlogisch ein aktives Verhalten (eine Handlung) der 
Bezugsbehörde voraus, nachdem die Voraussetzungen für einen solchen Widerruf 
eingetreten seien (vgl. act. 1 Rz 11 ff.). 

Dem kann nicht gefolgt werden. Das Zahlungsabkommen vom 2. September 2021 enthält 
keinen Hinweis darauf, dass bei Wegfall der Voraussetzungen für die Zahlungserleichterung 
ein formeller Widerruf erforderlich ist (vgl. act. 1/4). Auch aus § 199 Abs. 3 StG LU kann 
keine Pflicht zum Widerruf eines Zahlungsabkommens abgeleitet werden. Diese Bestimmung 
besagt, dass Zahlungserleichterungen widerrufen werden, wenn ihre Voraussetzungen 

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wegfallen oder wenn die Bedingungen, an die sie geknüpft wind, nicht erfüllt werden. Ein 
aktives Verhalten (eine Handlung) der Bezugsbehörde wird darin nicht gefordert. Der 
Widerruf der Zahlungserleichterung erfolgt automatisch mit dem Wegfall der 
Voraussetzungen für die Zahlungserleichterung. 

3.2 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, nach dem Ablauf des Zahlungsabkommens, 
das heisse nach dem 28. Februar 2022, sei keine Mahnung zugestellt worden. Paragraph 
198 Abs. 1 StG LU verlange eine zusätzliche Mahnung nach Erlass der Verfügung, aber vor 
Anhebung der Betreibung. Demzufolge sei die Einleitung der Betreibung rechtsfehlerhaft und 
es fehle an einer Vollstreckbarkeitsvoraussetzung. Hinzu komme, dass die 
Beschwerdegegner ihr mit Schreiben vom 3. Februar 2022 ohnehin nicht rechtsgültig im 
Sinne von § 198 Abs. 1 StG LU eine Betreibung angedroht hätten. Die unbestimmte 
Formulierung "Um weitere Unannehmlichkeiten, wie Betreibung usw. ersparen zu können, 
[…]" erfülle die Anforderung an eine Betreibungsandrohung gemäss § 198 Abs. 1 StG LU 
nicht. Dazu habe sich die Vorinstanz mit keinem Wort geäussert und damit die 
Begründungspflicht verletzt (vgl. act. 1 Rz 15 ff.). 

Die Parteien vereinbarten im Zahlungsabkommen vom 2. September 2022 Ratenzahlungen, 
wobei bei Verzug einer Rate um mehr als fünf Tage alle vorhandenen Zahlungsabkommen 
hinfällig und bei fehlender Zahlung einer fälligen Rate das ordentliche Inkassoverfahren bei 
sämtlichen Forderungen ohne weitere Korrespondenz fortgesetzt werden sollte (vgl. act. 1/4). 
Dabei handelt es sich um eine Verfallklausel für den Fall der Nichteinhaltung des 
Zahlungsplans. Gemäss Zahlungsabkommen ist eine Mahnung nicht erforderlich. Eine Pflicht 
zur Mahnung lässt sich auch nicht aus § 198 Abs. 1 StG LU ableiten, wonach eine 
Betreibung einzuleiten ist, wenn eine Steuer trotz Mahnung nicht bezahlt wird. Diese 
Bestimmung im Steuergesetz ist unter dem Titel "1.6.2 Steuerbezug" eingeordnet. Sie regelt 
den Bezug fälliger Steuern ohne Zahlungserleichterungen. Vorliegend geht es jedoch um den 
Bezug von Steuern nach Bewilligung einer Zahlungserleichterung, wenn deren 
Voraussetzungen weggefallen sind. Dieser Fall wird unter der Rubrik "1.6.3 
Zahlungserleichterungen und Erlass" geregelt. Hier ist nach Wegfall der Voraussetzungen 
einer Zahlungserleichterung keine weitere Mahnung vorgeschrieben. Die von der 
Beschwerdeführerin zitierten Kommentarstellen zum Bundesgesetz über die direkte 
Bundessteuer sind nicht einschlägig. Sie beziehen sich allesamt auf den Bezug fälliger 
Steuern ohne Zahlungserleichterungen und nicht – wie vorliegend - auf den Steuerbezug bei 
Bewilligung einer Zahlungserleichterung und nachträglichem Wegfall ihrer Voraussetzungen 
(vgl. act. 1 Rz 16, act. 1/5 und 1/6). Vor diesem Hintergrund kann den Beschwerdegegnern 
auch nicht vorgeworfen werden, sie hätten mit Schreiben vom 3. Februar 2022 nicht 
rechtsgültig im Sinne von § 198 Abs. 1 StG LU eine Betreibung angedroht.

3.3 Ferner moniert die Beschwerdeführerin, mit der in der Veranlagungsverfügung vom 3. Juni 
2021 angebrachten Bescheinigung vom 17. Mai 2022 werde die Vollstreckbarkeit der 
Veranlagungsverfügung nicht nachgewiesen. Zudem sei seit Erlass der 
Veranlagungsverfügung nicht schon längere Zeit verstrichen, sodass sich die 
Vollstreckbarkeit entgegen den rechtsfehlerhaften Ausführungen der Vorinstanz auch nicht 
aus den Umständen ergebe (vgl. act. 1 Rz 21 f.). 

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3.3.1 Die Vollstreckbarkeitsbescheinigung kann von derjenigen Behörde ausgestellt werden, 
welche die Verfügung erlassen hat. Sie kann auf der Verfügung selbst oder auf einem 
anderen Dokument nachgewiesen werden. Nicht ausreichend ist die blosse Behauptung im 
Rechtsöffnungsgesuch, die Verfügung sei vollstreckbar, da die Behörde dann als Partei 
handelt. Die Vollstreckbarkeit muss indes nicht durch eine formelle Bescheinigung 
nachgewiesen werden, sie kann sich auch aus den Umständen ergeben, wenn z.B. schon 
längere Zeit seit Erlass der Verfügung verstrichen ist und der Schuldner nicht behauptet, ein 
Rechtsmittel eingelegt zu haben (vgl. Staehelin, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 80 
SchKG N 137). 

3.3.2 Im vorliegenden Fall haben die Beschwerdegegner eine mit 17. Mai 2022 datierte, von der 
Dienststelle Steuern des Kantons Luzern ausgestellte und von einem der Präsidenten der 
Steuerkommission für juristische Personen unterzeichnete Bescheinigung ins Recht gelegt, 
wonach gegen die Veranlagungsverfügung vom 3. Juni 2021 bei der bescheinigenden 
Behörde kein Rechtsmittel ergriffen worden sei (vgl. act. 1/8). Mit dieser formellen 
Bescheinigung auf der Veranlagungsverfügung selbst haben die Beschwerdegegner die 
Vollstreckbarkeit der Veranlagungsverfügung vom 3. Juni 2021 nachgewiesen. Die 
Beschwerdeführerin begründet mit keinem Wort, weshalb dies anders sein soll. Damit 
erweist sich der Vorwurf der fehlenden Vollstreckbarkeitsbescheinigung als unbegründet und 
es kann offenbleiben, ob sich die Vollstreckbarkeit allenfalls aus den Umständen ergibt. 

3.4 Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin, die Veranlagungsverfügung vom 3. Juni 2021 
betreffend die luzernischen Staats- und Gemeindesteuern 2017 sei wegen Verstosses gegen 
Treu und Glauben nicht vollstreckbar. Obwohl sie (die Beschwerdeführerin) für die 
Steuerperiode 2017 im Sitzkanton Zug bis heute noch nicht rechtskräftig veranlagt sei, habe 
die Steuerverwaltung des Kantons Luzern ihr in Missachtung der Vorgaben zum 
interkantonalen Steuerrecht eigenmächtig am 3. Juni 2021 die Veranlagungsverfügung für 
die luzernischen Staats- und Gemeindesteuern 2017 zugestellt. Gleich nach der Zustellung 
der Veranlagungsverfügung vom 3. Juni 2021 habe C.________, Ehemann von D.________, 
Mitglied des Verwaltungsrates der Beschwerdeführerin, für die Beschwerdeführerin mit 
E.________, Abteilung Juristische Personen der Dienststelle Steuern des Kantons Luzern, 
telefoniert. Dabei habe C.________ die Auskunft erhalten, dass der Kanton Luzern – 
entsprechend den Vorgaben zum interkantonalen Steuerrecht – den definitiven Entscheid im 
Kanton Zug abwarte und entsprechend das Veranlagungs- bzw. Rechtsmittelverfahren und 
das Bezugsverfahren für die luzernischen Staats- und Gemeindesteuern 2021 bis zum 
Vorliegen des definitiven Entscheids im Kanton Zug aussetze. E.________ und C.________ 
seien dazu als Zeugen und D.________ als Partei zu befragen (vgl. act. 1 Rz 23 ff.). 

3.4.1 Die Rüge, die dem vorliegenden Verfahren zugrunde liegende Veranlagungsverfügung 
betreffend die luzernischen Staats- und Gemeindesteuern 2017 vom 3. Juni 2021 sei wegen 
Verstosses gegen Treu und Glauben nicht vollstreckbar, ist neu. Sie kann aber im 
Beschwerdeverfahren noch berücksichtigt werden, sind doch neue rechtliche Begründungen 
keine Noven im Sinne von Art. 326 ZPO (vgl. vorne E. 1). Unzulässig sind hingegen die 
neuen Beweisanträge, E.________ und C.________ seien als Zeugen sowie D.________ als 
Partei zu befragen. Neue Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (vgl. 
Art. 326 Abs. 1 ZPO und vorne E. 1). 

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3.4.2 Die Beschwerdegegner haben bei ihrer Mitarbeiterin nachgefragt und bestreiten, dass die in 
der Beschwerde beschriebenen angeblichen Auskünfte erteilt worden seien. In Tat und 
Wahrheit sei die Auskunft erteilt worden, dass der Bezug gerade nicht ausgesetzt werde (vgl. 
act. 5 S. 2). Schriftliche Belege zu dieser Frage liegen nicht vor. Damit lässt sich der 
Nachweis nicht erbringen, der Beschwerdeführerin sei von der Dienststelle Steuern des 
Kantons Luzern die Auskunft erteilt worden, der definitive Entscheid im Kanton Zug werde 
abgewartet und entsprechend das Veranlagungs- bzw. Rechtsmittelverfahren und das 
Bezugsverfahren für die luzernischen Staats- und Gemeindesteuern 2017 bis zum Vorliegen 
des definitiven Entscheides im Kanton Zug ausgesetzt. Folglich ist dem Vorwurf des 
Verstosses gegen Treu und Glauben schon in tatsächlicher Hinsicht die Grundlage entzogen. 

3.4.3 Anzumerken bleibt, dass das Rechtsöffnungsverfahren ein Urkundenprozess ist. Die 
Prüfungszuständigkeit des Rechtsöffnungsrichters umfasst ausschliesslich Fragen im 
Zusammenhang mit der Tauglichkeit der präsentierten Urkunden. Ziel des Verfahrens ist 
nicht die Feststellung des materiellen Bestandes der in Betreibung gesetzten Forderung, 
sondern lediglich die Anerkennung des Vorliegens einer vollstreckbaren Urkunde dafür. Der 
Rechtsöffnungsrichter hat sich nicht mit der materiellen Richtigkeit des Urteils zu befassen 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_969/2020 vom 21. Oktober 2021 E. 3.2.1). 
Dementsprechend muss sich der Rechtsöffnungsrichter nicht mit Fragen des interkantonalen 
Steuerrechts auseinandersetzen.  

4. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist demnach 
abzuweisen. 

Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin 
aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Eine Umtriebsentschädigung ist den nicht anwaltlich 
vertretenen Beschwerdegegnern hingegen nicht zuzusprechen, da für die in eigener 
Prozesssache aufgewendete Zeit grundsätzlich keine Entschädigung beansprucht werden 
kann (Suter/ von Holzen, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. A. 2016, Art. 95 ZPO N 41; vgl. GVP 2013 
S. 202 f.). 

Urteilsspruch

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Verfahren von CHF 650.00 wird der 
Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3. Den Beschwerdegegnern wird für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung 
zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von über CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die 
Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. BGG. Eine allfällige Beschwerde ist 
innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten 

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Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Die Beschwerde hat nach 
Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht, Einzelrichter (ER 2022 333)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

lic.iur. St. Scherer lic.iur. D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

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