# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 25898abb-fd02-53e9-b740-e96f48e8a06c
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-08
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 08.09.2025 502 2025 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2025-27_2025-09-08.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2025 27

Urteil vom 8. September 2025

Strafkammer

Besetzung Präsident: Laurent Schneuwly
Richter: Jérôme Delabays, Alessia Chocomeli
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Nadine Durot

Parteien A.________ GMBH, vertreten durch B.________, Privatklägerin und 
Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Krishna Müller

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Vorinstanz 

und

C.________, Beschuldigter und Beschwerdegegner

Gegenstand Nichtanhandnahme (Art. 310 StPO)

Beschwerde vom 3. Februar 2025 gegen die Verfügung der Staatsan-
waltschaft vom 7. Januar 2025

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Sachverhalt

A. Am 17. Mai 2024 erstattete B.________ für die A.________ GmbH Strafanzeige resp. stellte 
Strafantrag gegen D.________ wegen Betrugs und evtl. Identitätsmissbrauchs. Gemäss seiner 
Aussage habe er zwei Jahre vor der Anzeigeerstattung die A.________ GmbH von D.________ 
gekauft und am 1. März 2024 festgestellt, dass im Google-Unternehmensprofil die Telefonnummer 
von D.________ angezeigt werde, so dass potenzielle Kunden diesen anstelle der 
A.________ GmbH erreichen würden und dieser die entsprechenden Aufträge annehme und das 
Geld einkassiere.

Die Kantonspolizei erstellte am 10. September 2024 ihren Ermittlungsrapport, in welchem sie 
D.________ und dessen Sohn C.________ als nicht angezeigte Beschuldigte aufführte.

Am 7. Januar 2025 erliess die Staatsanwaltschaft betreffend D.________ und C.________ jeweils 
eine Nichtanhandnahmeverfügung.

B. Am 3. Februar 2025 erhob die A.________ GmbH, vertreten durch B.________, Beschwerde 
gegen die Nichtanhandnahmeverfügung betreffend C.________.

Die Staatsanwaltschaft beantragte mit Stellungnahme vom 17. Februar 2025 (Postaufgabe am 
18. Februar 2025), auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, subsidiär schloss sie auf Abweisung 
der Beschwerde.

Mit Schreiben vom 12. März 2025 reichte B.________ eine von der A.________ GmbH (im 
Folgenden: die Beschwerdeführerin) für ihn ausgestellte Handlungs- und Prozessvollmacht vom 
6. März 2025 ein. 

C.________ wurde nicht zur Stellungnahme aufgefordert.

Erwägungen

1.

1.1. Gegen Nichtanhandnahmeverfügungen kann bei der Strafkammer Beschwerde geführt 
werden (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. 322 Abs. 2 StPO; Art. 85 Abs. 1 des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 
[JG; SGF 130.1]).

1.2. Die Beschwerde ist innert 10 Tagen ab Zustellung der Verfügung bei der Beschwerdeinstanz 
einzureichen (Art. 396 Abs. 1 i.V.m. 384 Bst. b StPO). Die Zustellung erfolgt durch eingeschriebene 
Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung, insbesondere durch die Polizei 
(Art. 85 Abs. 2 StPO). Bei einer eingeschriebenen Postsendung, die nicht abgeholt worden ist, gilt 
die Zustellung am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt, sofern die 
Person mit einer Zustellung rechnen musste (Art. 85 Abs. 4 Bst. a StPO). Die betroffene Person 
muss nur dann mit einer Zustellung rechnen, wenn ein Verfahren anhängig ist, das die Parteien dazu 
verpflichtet, sich nach Treu und Glauben zu verhalten, d.h. unter anderem dafür zu sorgen, dass 
ihnen Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Verfahren zugestellt werden können (BGE 146 
IV 30 E. 1.1.2). 

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Die angefochtene Verfügung wurde für die Beschwerdeführerin per Einschreiben an B.________ an 
seine Adresse in E.________ geschickt und diesem am 8. Januar 2025 von der Post zur Abholung 
gemeldet. Nachdem B.________ die Sendung nicht abgeholt hatte, sendete sie die Post am 
16. Januar 2025 an die Staatsanwaltschaft zurück, welche sie am 23. Januar 2025 mit einfacher 
Briefpost erneut an B.________ schickte. In ihrer Beschwerde führt die Beschwerdeführerin aus, die 
angefochtene Verfügung sei erst mit diesem Schreiben rechtsgültig zugestellt worden, womit die 
zehntägige Beschwerdefrist mit Postaufgabe der Beschwerde am 3. Februar 2025 gewahrt worden 
sei.

Wie auch in der angefochtenen Verfügung vermerkt, ist die Beschwerdeführerin Privatklägerin und 
somit Partei und nicht B.________, welcher als Vertreter der Beschwerdeführerin in deren Namen 
Anzeige erstattet resp. Strafantrag gestellt hatte. Zum Zeitpunkt des Erlasses dieser Verfügung war 
B.________ zudem nicht mehr Gesellschafter und Geschäftsführer der Beschwerdeführerin, 
nachdem er am fff 2024 im Handelsregister gelöscht worden war. B.________ musste somit nicht 
mit einer Zustellung an seine Adresse in E.________ rechnen. Vielmehr hätte die angefochtene 
Verfügung direkt der Beschwerdeführerin zugestellt werden müssen (vgl. Art. 321 Abs. 1 Bst. a 
StPO). Die Zustellfiktion gemäss Art. 85 Abs. 4 Bst. a StPO gilt somit nicht. 

Mit nachgereichter Handlungs- und Prozessvollmacht vom 6. März 2025 ermächtigte die 
Beschwerdeführerin, durch ihren Geschäftsführer N.________, B.________ zur Vertretung der 
Beschwerdeführerin im Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner, namentlich erteilte sie ihm 
die Befugnis, Rechtsmittel einzureichen. Diese Vollmacht bestätige die im Januar 2025 mündlich 
erteilte Vollmacht. 

Die durch die Beschwerdeführerin, vertreten durch B.________, am 3. Februar 2025 eingereichte 
Beschwerde ist somit rechtzeitig erfolgt, nachdem die am 23. Januar 2025 mit einfacher Briefpost 
an B.________ geschickte Nichtanhandnahmeverfügung frühestens am 24. Januar 2025 zugestellt 
worden ist. 

1.3. Die Beschwerdeführerin hat als Privatklägerin ein rechtlich geschütztes Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung (Art. 382 Abs. 1 StPO). 

1.4. Die Beschwerde ist begründet und enthält Rechtsbegehren (Art. 396 Abs. 1 StPO). Auf die 
Beschwerde ist demnach einzutreten. 

1.5. Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige Feststel-
lung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

1.6. Die Beschwerde wird in einem schriftlichen Verfahren behandelt (Art. 397 Abs. 1 StPO). Die 
Strafkammer verfügt dabei grundsätzlich über volle Kognition (Art. 391 Abs. 1, Art. 393 Abs. 2 StPO). 

2.

Nach Art. 309 Abs. 1 Bst. a StPO eröffnet die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung, wenn sich aus 
den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen 
Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt. Sie verzichtet auf die Eröffnung, wenn sie sofort 
eine Nichtanhandnahmeverfügung oder einen Strafbefehl erlässt (Art. 309 Abs. 4 StPO). Die Staats-
anwaltschaft verfügt nach Art. 310 Abs. 1 Bst. a StPO die Nichtanhandnahme, sobald aufgrund der 
Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die 
Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind. 

Die Frage, ob ein Strafverfahren über eine Nichtanhandnahme erledigt werden kann, beurteilt sich 
nach dem aus dem Legalitätsprinzip abgeleiteten Grundsatz «in dubio pro duriore» (Art. 5 Abs. 1 BV 

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und Art. 2 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 319 Abs. 1 sowie 324 Abs. 1 StPO). Eine Nichtanhandnahme darf 
nur in sachverhaltsmässig und rechtlich klaren Fällen ergehen. Dies ist der Fall bei offensichtlicher 
Straflosigkeit, wenn der Sachverhalt mit Sicherheit nicht unter einen Straftatbestand fällt oder bei 
eindeutig fehlenden Prozessvoraussetzungen. Der Grundsatz «in dubio pro duriore» ist unter 
Würdigung der im Einzelfall gegebenen Umstände handzuhaben. Die Staatsanwaltschaft und die 
Beschwerdeinstanz verfügen insoweit über einen gewissen Spielraum. Im Zweifelsfall, wenn die 
Gründe der Nichtanhandnahme nicht mit absoluter Sicherheit gegeben sind, muss das Verfahren 
eröffnet werden. Eine Nichtanhandnahmeverfügung kann auch bei Fehlen eines zureichenden 
Verdachts erlassen werden. Mithin können die fraglichen Tatbestände als eindeutig nicht erfüllt 
erachtet werden, wenn gar nie ein Verdacht hätte geschöpft werden dürfen oder der zu Beginn der 
Strafverfolgung vorhandene Anfangsverdacht sich vollständig entkräftet hat. Dies ist beispielsweise 
der Fall bei einer unglaubhaften Strafanzeige, wenn sich keine deliktsrelevanten Anhaltspunkte 
feststellen liessen oder wenn das Opfer seine belastende Aussage im Laufe des Ermittlungs-
verfahrens glaubhaft widerrief. Die Staatsanwaltschaft eröffnet hingegen eine Untersuchung, wenn 
sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen 
Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 Bst. a StPO). Die zur Eröffnung 
einer Strafuntersuchung erforderlichen tatsächlichen Hinweise auf eine strafbare Handlung müssen 
erheblich und konkreter Natur sein. Blosse Gerüchte oder Vermutungen genügen nicht. Ebenso 
wenig darf ein Verfahren eingeleitet werden, um Verdacht schöpfen zu können. Der Anfangs-
verdacht soll eine plausible Tatsachengrundlage haben, aus der sich die konkrete Möglichkeit der 
Begehung einer Straftat ergibt (u.a. BGE 138 IV 86 E. 4.1 ff.; 137 IV 285 E. 2.2 f.; Urteile BGer 
6B_654/2022 vom 22. Februar 2023 E. 2.1; 6B_830/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 1.4; je mit 
Hinweisen).

3.

3.1. Die Staatsanwaltschaft erwägt in der angefochtenen Verfügung, der Tatbestand des Betrugs 
sei eindeutig nicht erfüllt, da nicht ersichtlich sei, dass der Beschwerdegegner versucht habe, durch 
die unterlassene Änderung der Telefonnummer die potenziellen Kunden arglistig zu täuschen und 
sich so einen Vermögensvorteil zu verschaffen. Vielmehr scheine es sich um ein Problem der 
mangelnden Kommunikation zum Zeitpunkt der Übergabe der Gesellschaft oder um ein Missver-
ständnis zu handeln. Der Sache sei somit keine weitere Folge zu geben.

Die Beschwerdeführerin erachtet die Begründung der angefochtenen Verfügung als ungenügend. 
Die Vorinstanz habe den Sachverhalt ungenügend abgeklärt, sich nicht ernsthaft mit der Problematik 
befasst und es sich zu einfach gemacht. Entgegen der Meinung der Vorinstanz liege weder ein 
Missverständnis noch ein Kommunikationsproblem vor. Vielmehr sei das Vorgehen des Beschwer-
degegners raffiniert, berechnend und damit arglistig. Dieser habe sich geweigert, seine Telefonnum-
mer bei Google zu löschen und Aufforderungen, dies in Ordnung zu bringen, ignoriert. Er habe 
alleine die Zugangsdaten besessen, um die Änderung vornehmen zu können. Diese Situation habe 
er vorsätzlich ausgenutzt, um Kunden der Beschwerdeführerin abzuzweigen. Dabei habe er sich 
wahrheitswidrig als Geschäftsführer der Beschwerdeführerin ausgegeben, so auch anlässlich eines 
Testanrufs durch den Anwalt der Beschwerdeführerin am 17. Juni 2024, als die Frage, ob man hier 
bei der A.________ GmbH richtig sei, wahrheitswidrig bejaht worden sei. Die Frage, ob ein Transport 
durchgeführt werden könne, sei ebenfalls bejaht worden. So seien viele Kunden der 
Beschwerdeführerin verloren gegangen, was zu einer Umsatzeinbusse geführt habe. Der Straftat-
bestand des Betrugs dürfte erfüllt sein.

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Der Beschwerdegegner gab am 6. August 2024 anlässlich seiner Einvernahme durch die Polizei zu 
Protokoll, er habe die Beschwerdeführerin mit notariell beglaubigtem Vertrag am 19. Januar 2023 
an B.________ abgetreten. Er hätte diesen bei der Übergabe darauf hingewiesen, dass er die 
Website aktualisieren müsse und dass er zahlreiche Auftragsanfragen auf der Facebookseite 
unbeantwortet gelassen habe. Während der Übergangszeit hätte er noch die Logins gehabt, wobei 
nicht bestimmt worden sei, wie lange diese Übergangsphase dauern solle. Da B.________ trotz 
Aufforderung von ihm nichts betreffend Website unternommen habe, sei der Google-Eintrag immer 
der gleiche geblieben. Am 22. Februar 2024 habe er B.________ aufgefordert, die Änderungen 
vorzunehmen und ihm alle Logins gegeben. Seither habe er bis zum Erhalt der Vorladung für die 
Einvernahme keinen Kontakt mehr mit B.________ gehabt. Nachdem er am 2. Juli 2024 ein erstes 
Mal auf der Dienststelle vorgesprochen habe, habe er mit zwei Klicks auf der Google-Seite die 
Telefonnummer von B.________ eingetragen. Er habe im März oder April 2024 ein neues 
Transportunternehmen namens G.________ gegründet, aber in der Zeitspanne vom 1. März 2024 
bis zur Einvernahme keine Transporte der Beschwerdeführerin übernommen.

3.2. Des Betrugs macht sich schuldig, wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig 
zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt 
oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, 
wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt (Art. 146 Abs. 1 StGB).

Die Erfüllung des Tatbestandes erfordert eine qualifizierte, arglistige Täuschung. Art und Intensität 
der angewandten Täuschungsmittel müssen sich durch eine gewisse Raffinesse oder Durchtrieben-
heit auszeichnen und eine erhöhte Gefährlichkeit offenbaren. In diesem Sinne liegt nach der 
Rechtsprechung Arglist vor bei einem Lügengebäude, d.h. bei mehrfachen, raffiniert aufeinander 
abgestimmten Lügen, durch welche sich selbst ein kritisches Opfer täuschen lässt, oder bei 
besonderen Machenschaften im Sinne von eigentlichen Inszenierungen, die durch intensive, 
planmässige und systematische Vorkehrungen, nicht aber notwendigerweise durch eine besondere 
tatsächliche oder intellektuelle Komplexität gekennzeichnet sind. Bei einfachen falschen Angaben 
bejaht die Rechtsprechung Arglist, wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe 
möglich oder wenn sie nicht zumutbar ist, wenn der Täter das Opfer von der möglichen Überprüfung 
abhält oder wenn er nach den Umständen voraussieht, dass jenes die Überprüfung der Angaben 
aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses unterlassen werde. Gestützt auf diese 
Rechtsprechung wird Arglist grundsätzlich verneint, wenn das Täuschungsopfer den Irrtum mit 
einem Mindestmass an Aufmerksamkeit hätte vermeiden können. Damit trägt das Bundesgericht bei 
der Würdigung des Merkmals der Arglist dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung Rechnung. 
Das Mass der vom Täuschungsopfer zu erwartenden zumutbaren Selbstschutzmöglichkeiten 
beurteilt sich dabei nach einem individuellen Massstab, der den besonderen Verhältnissen des 
Täuschungsopfers Rechnung trägt. Die Rechtsprechung nimmt dabei Rücksicht auf unerfahrene 
und aufgrund von Alter oder Krankheit beeinträchtigte Opfer oder auf solche, die sich in einem 
Abhängigkeitsverhältnis oder in einer Notlage befinden und deshalb nur eingeschränkt im Stande 
sind, dem Täter zu misstrauen (BGE 147 IV 73 E. 3.2 mit Hinweisen).

Der Tatbestand des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB setzt neben arglistiger Täuschung und 
Irrtum eine irrtumsbedingte Vermögensverfügung der getäuschten Person voraus, wodurch diese 
sich selbst bzw. das ihrer tatsächlichen Verfügung unterliegende Vermögen einer Drittperson 
unmittelbar schädigt. Ein Vermögensschaden liegt vor, wenn das Vermögen des Täuschungsopfers 
nach Vornahme der irrtumsbedingten Vermögensverfügung in seinem Gesamtwert - durch 
Verringerung der Aktiven oder Vermehrung der Passiven - tatsächlich verringert ist (BGE 147 IV 73 
E. 6.1 mit Hinweisen).

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3.3. Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Telefonnummer der Beschwerdeführerin in der 
Google-Beschreibung nicht immer die gleiche war. So schickte der Beschwerdegegner B.________ 
am 22. Februar 2024 via WhatsApp einen Screenshot des Google-Unternehmensprofils, in welchem 
die Telefonnummer von B.________ eingetragen war. Am 22. Mai 2024 wurde hingegen bei 
gleichbleibender Adresse die Geschäftsnummer des Beschwerdegegners angezeigt, welche er 
auch für seine am hhh 2024 im Handelsregister eingetragene G.________ GmbH verwendet (vgl. 
https://www.I.________/kontakt, besucht am 17. Juli 2025). Ob er diese auch für sein am jjj 2024 
eingetragenes und am kkk 2024 gelöschtes Einzelunternehmen G.________ verwendete, ergibt 
sich nicht aus den Akten, ist jedoch aufgrund der folgenden Ausführungen hier nicht relevant. 

Das Unternehmensprofil auf Google ist mit einem Google-Konto verknüpft, über welches sich der 
Nutzer anmelden muss, um das Profil zu bearbeiten (vgl. https://support.google.com/business/ 
answer/lll besucht am 17. Juli 2025). Google nimmt anhand von Informationen aus verschiedenen 
Quellen jedoch ebenfalls Aktualisierungen am Profil vor, welche in blauer Textfarbe angezeigt 
werden (vgl. https://support.google.com/business/answermmm, besucht am 17. Juli 2025). 
Zusätzlich kann jeder Nutzer eine Änderung vorschlagen. Die Telefonnummer in den beiden sich in 
den Akten befindenden Screenshots des Google-Unternehmensprofils der Beschwerdeführerin ist 
in blauer Textfarbe eingetragen, so dass davon ausgegangen wird, dass es sich um eine 
automatische Änderung durch Google gehandelt hat. Ob die Beschwerdeführerin über die nötigen 
Logindaten für das mit dem Profil verknüpfte Google-Konto verfügte, ist zwischen den Parteien 
streitig. Was B.________ und der Beschwerdegegner betreffend Übergabe der Logindaten und eine 
allfällige Übergangsphase nach der Übertragung der Gesellschaft im entsprechenden Vertrag 
vereinbart haben, kann hier offenbleiben. Denn selbst wenn der Beschwerdegegner frühestens nach 
dem 22. Februar 2024 die Änderung der Telefonnummer im Profil vorgenommen haben sollte, was 
gemäss vorstehenden Erwägungen nicht der Fall zu sein scheint, hat er die Beschwerdeführerin 
damit nicht arglistig getäuscht. Wenn auch für die Änderung des Unternehmensprofils Zugang zum 
damit verknüpften Konto nötig ist, so ist eine Überprüfung des Profils jederzeit für jede Person mit 
Internetzugang und somit auch für die Beschwerdeführerin und deren (ehemaligen) Gesellschafter 
B.________ ohne Aufwand möglich. Zudem hat die Beschwerdeführerin keine Vermögensverfügung 
gestützt auf die falsche Telefonnummer vorgenommen, welche ihr Vermögen geschädigt hätte. 

Sollten potenzielle Kunden durch die Angabe der falschen Telefonnummer und über die Identität 
des angerufenen Unternehmens getäuscht worden sein, ist nicht ersichtlich, welchen Vermögens-
schaden sie dadurch erlitten haben sollen. Die Ausführung eines Transportauftrags durch ein 
anderes als das von ihnen ursprünglich ausgesuchte Unternehmen führt bei der Bezahlung dieser 
Dienstleistung zwar zu einer Vermögensverfügung der allenfalls getäuschten und sich in einem 
Irrtum befindenden Kunden, nicht jedoch zu einem Schaden an ihrem Vermögen. Selbst wenn dies 
zu entgangenen Einnahmen bei der Beschwerdeführerin geführt haben sollte, unterlag deren 
Vermögen nicht der Verfügungsmacht der Kunden, so dass der Tatbestand des Betrugs eindeutig 
nicht erfüllt ist.

4.

Es liegt auch kein Identitätsmissbrauch i.S.v. Art. 179decies StGB vor, da dort in objektiver Hinsicht 
erforderlich ist, dass der Täter eine fremde Identität verwendet, d.h. sich als eine andere lebende 
natürliche Person ausgibt (WOHLERS, Handkommentar Schweizerisches Strafgesetzbuch, 5. Aufl. 
2024, Art. 179decies N. 2). Die Strafbestimmung schützt die Persönlichkeit des Individuums (Botschaft 
vom 15. September 2017 zum Bundesgesetz über die Totalrevision des Bundesgesetzes über den 
Datenschutz und die Änderung weiterer Erlasse zum Datenschutz, BBl 2017 6941, 7127). Gemäss 

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Beschwerdeführerin hat sich der Beschwerdegegner bei einem Testanruf ihres Rechtsanwalts nicht 
als eine andere natürliche Person, beispielsweise als B.________, ausgegeben, sondern bejaht, 
dass es sich um das Unternehmen A.________ GmbH handle. Unternehmen sind jedoch durch Art. 
179decies StGB nicht geschützt.

5.

Nach dem Gesagten ist die Staatsanwaltschaft zu Recht zum Schluss gelangt, dass im vorliegenden 
Fall kein Strafverfahren zu eröffnen ist. Die Beschwerde ist daher abzuweisen und die Nichtanhand-
nahmeverfügung vom 7. Januar 2025 zu bestätigen.

6.

Nach Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Mass-
gabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. 

Mit Blick auf den Verfahrensausgang sind die Verfahrenskosten von CHF 600.- (Gebühr: 
CHF 500.- Auslagen: CHF 100.-; Art. 35 und 43 des Justizreglements vom 30. November 2010; JR; 
SGF 130.11) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und von der geleisteten Sicherheit zu beziehen. 
Es ist keine Parteientschädigung zuzusprechen.

Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die Nichtanhandnahmeverfügung vom 7. Januar 2025 wird bestätigt. 

II. Die Verfahrenskosten werden auf CHF 600.- (Gebühr: CHF 500.-; Auslagen: CHF 100.-) 
festgesetzt und der A.________ GmbH auferlegt. Sie werden von der geleisteten Sicherheit 
bezogen.

III. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 8. September 2025/ndu

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin