# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 198081c3-6cc7-5a07-809b-c3f80d9cbd2f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.09.2025 D-5454/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5454-2025_2025-09-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5454/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler;   

Gerichtsschreiberin Leslie Werne. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

und deren Kinder 

B._______, geboren am (…) 

C._______, geboren am (…) 

Afghanistan,  

(…),   

Beschwerdeführerinnen,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl (Zweitasyl);  

Verfügung des SEM vom 30. Juni 2025 / N (…). 

 

 

 

D-5454/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerinnen am 8. April 2025 gemeinsam mit ihrem 

Ehemann respektive Vater sowie ihrer volljährigen Tochter respektive 

Schwester bei der Vorinstanz um die Gewährung von Zweitasyl ersuchten,  

dass das SEM ihnen am 11. April 2025 das rechtliche Gehör zum beab-

sichtigten Abweisungsentscheid gewährte, wobei darauf hingewiesen 

wurde, dass die Beschwerdeführenden gemäss Auskunft der griechischen 

Behörden dort lediglich über subsidiären Schutz und nicht über die Flücht-

lingseigenschaft verfügten, 

dass innert Frist keine Stellungnahme zu den Akten gereicht wurde, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 30. Juni 2025 die Gesuche der Be-

schwerdeführerinnen, des Ehemannes respektive Vaters und der volljähri-

gen Tochter respektive Schwester um Gewährung von Zweitasyl ablehnte, 

dass die Vorinstanz zur Begründung im Wesentlichen anführte, dass die 

Gewährung von Zweitasyl unter anderem voraussetze, dass der gesuch-

stellenden Person von einem anderen Staat die Flüchtlingseigenschaft zu-

erkannt worden sei, was vorliegend nicht der Fall sei, 

dass die volljährige Beschwerdeführerin mit maschinell erstellter Eingabe 

vom 21. Juli 2025 gegen diese Verfügung Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht erhob und beantragte, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, (eventuali-

ter) sei ihre Flüchtlingseigenschaft festzustellen, 

dass zudem die psychische Situation ihrer minderjährigen Tochter 

B._______ sowie ihre familiäre Notlage zu berücksichtigen seien, 

dass die volljährige Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 

30. Juli 2025 aufgefordert wurde zu erklären, ob sie auch namens ihrer 

minderjährigen Kinder Beschwerde erhebe, und ihre Beschwerde vom 

21. Juli 2025 innert sieben Tagen ab Erhalt der Verfügung zu verbessern 

(Unterschrift), 

dass gleichzeitig ein Kostenvorschuss von Fr. 750.– erhoben wurde, ver-

bunden mit der Androhung, bei Ausbleiben der Zahlung innert Frist werde 

auf die Beschwerde nicht eingetreten, 

D-5454/2025 

Seite 3 

dass die volljährige Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 4. August 2025 

die geforderte Beschwerdeverbesserung einreichte und unter Beilage ei-

ner Fürsorgebestätigung (erstmals) um Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses ersuchte, 

dass in vorgenannter Eingabe erklärt wurde, die volljährige Beschwerde-

führerin erhebe als gesetzliche Vertreterin auch im Namen ihrer drei Töch-

ter D._______, B._______ und C._______ Beschwerde, 

dass der Beschwerdeverbesserung vom 4. August 2025 zwei separate 

Eingaben der zweifelsfrei volljährigen D._______ und der minderjährigen 

B._______ beilagen, 

dass der zuständige Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 

2. September 2025 feststellte, die volljährige Beschwerdeführerin könne 

ihre Beschwerde (gemäss Aufforderung in der Beschwerdeverbesserung) 

nur auf die minderjährigen Kinder B._______ und C._______ ausweiten, 

folglich sei ihre volljährige Tochter D._______ nicht Partei im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren und ihre Eingabe vom 4. August 2025 werde in ei-

nem separaten Verfahren behandelt, 

dass er zudem das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses abwies und den Beschwerdeführerinnen eine Nachfrist von 

drei Tagen ab Erhalt der Verfügung zur Bezahlung des ausstehenden Kos-

tenvorschusses ansetzte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Entscheid D-6604/2025 vom 

3. September 2025 auf die Beschwerde der volljährigen Tochter 

D._______ nicht eintrat, 

dass die Beschwerdeführerinnen den Kostenvorschuss im vorliegenden 

Verfahren am 5. September 2025 fristgerecht leisteten,  

 

und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

D-5454/2025 

Seite 4 

dass die Beschwerdeführerinnen als Verfügungsadressatinnen zur Einrei-

chung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 

VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 6 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten,  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz gemäss Art. 50 AsylG Flüchtlingen, die in einem anderen 

Staat aufgenommen worden sind, Asyl gewähren kann, wenn sie sich seit 

mindestens zwei Jahren ordnungsgemäss und ununterbrochen in der 

Schweiz aufhalten (Zweitasyl), 

dass die Anwendung von Art. 50 AsylG im Lichte der Europäischen Über-

gangsvereinbarung praxisgemäss voraussetzt, dass die Betroffenen im 

Erststaat als Flüchtlinge im Sinne der Flüchtlingskonvention oder des 

Flüchtlingsprotokolls anerkannt wurden (vgl. BVGE 2019 VI/1 m.w.H.), 

dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung zutreffend feststellte, den Beschwer-

deführerinnen sei in Griechenland lediglich subsidiärer Schutz gewährt 

worden, 

dass gemäss bundesverwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung damit nicht 

die für die Erteilung des Zweitasyls (Art. 50 AsylG) relevante Anerkennung 

als Flüchtling vorliegt (vgl. Urteil des BVGer D-6147/2024 vom 10. Oktober 

2024, S. 4), 

dass die Beschwerdeführerinnen in ihrer Beschwerde dagegen nichts Sub-

stantielles einwenden, beschränken sich ihre Ausführungen doch auf ihre 

Situation im Heimatstaat sowie in Griechenland und ihren Gesundheitszu-

stand, 

D-5454/2025 

Seite 5 

dass es den Beschwerdeführerinnen somit offensichtlich nicht gelingt, 

nachzuweisen, dass sie in Griechenland als Flüchtlinge anerkannt worden 

sind, 

dass es somit an einer wesentlichen Voraussetzung für die Gewährung von 

Zweitasyl im Sinne von Art. 50 AsylG mangelt und die Vorinstanz die Ge-

suche folglich zu Recht abgelehnt hat, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750. – (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den 

Beschwerdeführerinnen aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass dafür der einbezahlte Kostenvorschuss zu verwenden ist.  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 6 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750. – werden den Beschwerdeführerinnen 

auferlegt. Für deren Begleichung wird der Kostenvorschuss verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerinnen, das SEM und die zu-

ständige kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Leslie Werne 

 

 

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