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**Case Identifier:** fd128d7a-490a-5850-b6e9-1ca0016c2b48
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-18
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 18.08.2023 S 2022 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2022-24_2023-08-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und Ersatzrichter lic. iur. Jakob Senn
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 18. August 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

Ausgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Ergänzungsleistungen 
(Rückforderung)

S 2022 24

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Urteil S 2022 24

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1960, bezieht seit einiger Zeit Ergän-
zungsleistungen (EL) zu seiner Invalidenrente. Im Rahmen eines Revisionsverfahrens 
zwecks periodischer Überprüfung der Leistungen stellte die Ausgleichskasse einen Ver-
mögensrückgang von Fr. 163'233.– fest, weshalb sie ab dem 1. Januar 2021 ein Ver-
zichtsvermögen von Fr. 149'000.– anrechnete. Daraus ergab sich eine Rückforderung von 
Fr. 6'106.–. Die zu viel bezogenen Leistungen forderte die Ausgleichskasse mit Verfügung 
vom 30. September 2021 vom Versicherten zurück (AK-act. 148 ff.). Die dagegen erhobe-
ne Einsprache (AK-act. 175) wies die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 
28. Januar 2022 ab (AK-act. 206 ff.). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 28. Februar 2022 liess A.________ be-
antragen, der Einspracheentscheid vom 28. Januar 2022 und die Verfügung vom 30. Sep-
tember 2021 seien aufzuheben und die Sache sei an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, den Anspruch auf Ergänzungsleis-
tungen neu zu berechnen. Eventualiter seien die Ergänzungsleistungen ohne Anrechnung 
eines relevanten Vermögens zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht liess A.________ die 
Gewährung der aufschiebenden Wirkung, die Anordnung eines zweiten Schriftenwech-
sels, die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung und die Gewährung der unentgeltli-
chen Prozessführung sowie Rechtsverbeiständung beantragen (act. 1). 

C. Mit Verfügung vom 10. März 2022 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers um 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen (act. 5).

D.  Mit Verfügung vom 23. März 2022 bewilligte der Vorsitzende der sozialversiche-
rungsrechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts das Gesuch des Beschwerdeführers 
um unentgeltliche Rechtsverbeiständung und stellte ihm für das Verfahren vor dem Ver-
waltungsgericht in der Person von RA lic. iur. B.________ einen unentgeltlichen Rechts-
beistand bei (act. 7).

E. Mit Vernehmlassung vom 25. März 2022 beantragte die Ausgleichskasse Zug die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 8). 

F. Mit Schreiben vom 8. April 2022 wurde der Antrag auf Durchführung einer öffentli-
chen Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK zurückgezogen (act. 10).

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G. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträ-
gen und Begründungen fest (act. 16 und 18). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit 
notwendig – erwägungsweise einzugehen sein. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die Invaliden-
versicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit ist gestützt auf Art. 58 Abs. 1 ATSG, 
wonach das Gericht desjenigen Kantons zuständig ist, in dem die versicherte Person zur 
Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat, zu bejahen, lebt der Beschwerdeführer 
doch in der Gemeinde C.________, ZG. Den Einspracheentscheid erliess die Ausgleichs-
kasse am 28. Januar 2022. Die Beschwerdeschrift wurde am 28. Februar 2022 der Post 
übergeben. Die Beschwerde gilt folglich als rechtzeitig i.S.v. Art. 60 Abs. 1 ATSG einge-
reicht. Als vom angefochtenen Entscheid direkt Betroffener ist der Beschwerdeführer so-
dann zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält schliesslich einen Antrag 
und eine Begründung, genügt somit den an sie gestellten formellen Anforderungen, wes-
halb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

2. Am 1. Januar 2021 sind die Änderung vom 22. März 2019 des Bundesgesetzes 
über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; 
SR 831.30) und die Änderung vom 29. Januar 2020 der Verordnung über die Ergänzungs-
leistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV; SR 831.301) in 
Kraft getreten. Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in zeitli-
cher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des 
rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 
(BGE 146 V 364 E. 7.1). Für Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen, für 
die die EL-Reform insgesamt einen tieferen Betrag der jährlichen Ergänzungsleistungen 
oder einen Verlust des Anspruchs auf eine jährliche Ergänzungsleistung zur Folge hat, gilt 

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während dreier Jahren ab Inkrafttreten dieser Änderung das bisherige Recht (Abs. 1 der 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 22. März 2019 [EL-Reform]). Die Beschwer-
degegnerin hat den EL-Anspruch nach dem neuen Recht berechnet und dabei festgestellt, 
dass der Beschwerdeführer die Anspruchsvoraussetzungen ab 1. Januar 2021 nicht mehr 
erfüllen würde (vgl. AK-act. 148). Anwendbar für die EL-Berechnung ist somit das bisheri-
ge Recht nach den Bestimmungen des ELG und der ELV in der bis am 31. Dezember 
2020 geltenden Fassung.

3.
3.1 Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht gemäss Art. 9 Abs. 1 ELG dem Be-
trag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen. Zu 
den anrechenbaren Einnahmen zählen namentlich Renten, Pensionen und andere wie-
derkehrende Leistungen, einschliesslich der Renten der AHV und IV (Art. 11 Abs. 1 lit. d 
ELG), Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen (Art. 11 Abs. 1 lit. b 
ELG), das Reinvermögen (Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG) und insbesondere Einkünfte und Ver-
mögenswerte, auf die verzichtet worden ist (Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG).

3.2 Ein Verzichtsvermögen liegt vor, wenn der Anspruchsberechtigte sein Vermö-
gen ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung ausgegeben hat. Die 
beiden Voraussetzungen sind alternativ zu verstehen (BGE 134 I 65 E. 3.2). Wer Zusatz-
leistungen beantragt, ist für alle leistungsbegründenden Umstände beweispflichtig; dies 
bezieht sich mithin auch auf den Umstand, dass auf ehemals vorhanden gewesenes Ver-
mögen nicht verzichtet worden ist (Urs Müller, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
ELG, 3. Aufl. 2015, Rz. 484). Ist ein einmal bestehendes Vermögen nicht mehr vorhanden, 
so trägt die leistungsbeanspruchende Person die Beweislast dafür, dass es in Erfüllung 
einer rechtlichen Verpflichtung oder gegen adäquate Gegenleistung hingegeben wurde, 
wobei der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt (BGer 8C_1039/2008 
vom 25. Februar 2009 E. 2). Derjenige, der nicht darzutun vermag, dass seine Geldhinga-
be im Austausch gegen eine adäquate Gegenleistung erfolgt ist, kann sich mithin nicht auf 
den gegebenen Vermögensstand berufen, sondern muss sich die Frage nach den Grün-
den für den Vermögensrückgang gefallen und mangels entsprechender Beweise hypothe-
tisches Vermögen entgegenhalten lassen (BGE 121 V 204 E. 4b). 

3.3 Gemäss Art. 17a ELV wird der anzurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf 
die verzichtet worden ist, jährlich um Fr. 10'000.– vermindert (Abs. 1). Der Wert des Ver-
mögens im Zeitpunkt des Verzichtes ist unverändert auf den 1. Januar des Jahres, das auf 

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den Verzicht folgt, zu übertragen und dann jeweils nach einem Jahr zu vermindern 
(Abs. 2). Für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung ist der verminderte Betrag 
am 1. Januar des Bezugsjahres massgebend (Abs. 3). 

4. Der vorliegende Rechtsstreit dreht sich einzig um die Frage, ob die 
Beschwerdegegnerin zu Recht einen Vermögensverzicht von Fr. 149'000.– in die 
Berechnung der Einnahmen des Beschwerdeführers miteinbezogen hat.

4.1 Aktenkundig ist, dass das Freizügigkeitskonto des Beschwerdeführers bei der 
Bank D.________ per 31. Dezember 2019 einen Saldo von Fr. 163'502.55 aufwies (AK-
act. 124). Als erstellt gilt sodann, dass das genannte Freizügigkeitskonto per 30. Januar 
2020 saldiert wurde, wobei der Saldierungsbeleg lediglich noch einen Habenzins von 
Fr. 1.35 aufwies (AK-act. 142). Der Beschwerdeführer bestreitet den Vermögensrückgang 
nicht. Er stellt sich jedoch auf den Standpunkt, er habe mit dem ihm im Jahr 2020 in ver-
schiedenen Tranchen bar ausbezahlten Pensionskassenguthaben die über die Jahre auf-
gestauten Schulden bei in E.________ wohnhaften Verwandten und Freunden beglichen. 
Es liege somit kein Vermögensverzicht vor, da es sich um die Rückzahlung von verschie-
denen Darlehen gehandelt habe. Hierzu legt der Beschwerdeführer die bereits mit der 
Einsprache eingereichten Erklärungen von Verwandten und Bekannten auf, wonach diese 
ihm in den Jahren 2010 bis 2018 Gelder geliehen hätten und er die Schuld von insgesamt 
Fr. 158'000.– Anfangs 2020 (20. Februar 2020 Rückzahlung von zweimal je Fr. 42'000.–, 
7. März 2020 Rückzahlung von Fr. 50'000.– und 10. April 2020 Rückzahlung von 
Fr. 24'000.–) zurückbehalt habe (vgl. AK-act. 166 ff. und Bf-act. 9). 

4.2 Vorliegend liegen zwar Belege vor, die eine Rückzahlung über einen Betrag von 
insgesamt Fr. 158'000.– bescheinigen. Gleichwohl bleibt offen, ob und wann der Be-
schwerdeführer in diesem Umfang effektiv Darlehen aufgenommen hat, deren Rückzah-
lung nach Erhalt des Vorsorgekapitals erfolgte. Echtzeitliche Unterlagen liegen weder in 
Bezug auf die Begründung der Darlehen noch in Bezug auf die Rückzahlungen vor. Rich-
tig ist zwar, dass ein Darlehen formfrei gewährt werden kann, es zur Gültigkeit insofern 
keines schriftlich geschlossenen Darlehensvertrages bedürfte (Maurenbrecher/Schärer, in: 
Basler Kommentar Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, Art. 312 N 4). Ebenfalls ist das Dar-
lehen im gewöhnlichen Verkehr nur dann verzinslich, wenn Zinse verabredet sind (Art. 313 
Abs. 1 OR), mithin eine Vermutung besteht, dass im nichtkaufmännischen (gewöhnlichen) 
Verkehr keine Zinspflicht besteht. Dennoch ist der effektive Geldfluss vorliegend durch 
nichts belegt. Insbesondere ist nicht nachvollziehbar, weswegen der Beschwerdeführer 

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nicht echtzeitlich die Aufnahme und später die Rückzahlung der geltend gemachten Dar-
lehen mittels Urkunde hat bescheinigen lassen, zumal es sich um erhebliche Summen 
handelt. Er hätte jedenfalls jedes Interesse daran gehabt, bei der Rückzahlung umgehend 
eine Quittung zu verlangen, damit er die Tilgung des Darlehens später beweisen kann. 
Solche echtzeitlichen Bescheinigungen liegen vorliegend jedoch nicht vor. Vielmehr wur-
den die Bescheinigungen über erfolgte Zahlungen in der Höhe von total Fr. 158'000.– erst 
nachträglich verfasst und eingereicht, als der Beschwerdeführer mit dem Vermögensver-
brauch und einer allfälligen Anrechnung als Verzichtsvermögen seitens der Beschwerde-
gegnerin konfrontiert wurde. Schwer nachzuvollziehen ist auch, dass die Darlehensgeber 
sich seinerzeit nicht zumindest die Auszahlung der Summen an den Beschwerdeführer 
schriftlich haben bestätigen lassen. Das enge Vertrauensverhältnis zwischen Darlehens-
geber und -nehmer zumindest in Bezug auf den Bruder des Beschwerdeführers macht den 
Verzicht auf echtzeitliche Bescheinigungen zwar in einem gewissen Masse verständlich; 
damit nahm der Beschwerdeführer aber ein Beweisproblem in Kauf. Dieser Umstand än-
dert nichts daran, dass die Folgen der Beweislosigkeit zu seinen Lasten gehen. Dass es 
vorliegend an echtzeitlichen Urkunden gänzlich fehlt, spricht jedenfalls gegen die behaup-
teten Darlehensrückzahlungen. Des Weiteren ist zu beachten, dass die geltend gemach-
ten Darlehensschulden auch in der Steuererklärung nicht ausgewiesen wurden. Wie die 
Beschwerdegegnerin korrekterweise festgestellt hat, wurden die Schulden gegenüber den 
Steuerbehörden jedenfalls weder im Jahr 2015 noch im Jahr 2016 angegeben (vgl. AK-
act. 229 ff.). Nichts anderes hat betreffend die Anmeldung zum Bezug von Ergänzungs-
leistungen zu gelten, wurden doch auch im Anmeldeformular vom 5. Dezember 2017 kei-
nerlei Schulden angegeben (vgl. Beilage der Beschwerdegegnerin zur Duplik), bei nun 
geltend gemachter Verschuldung zum damaligen Zeitpunkt im immerhin sechsstelligen 
Bereich. Soweit der Beschwerdeführer dies damit zu erklären versucht, er sei sich bei der 
Anmeldung zum Bezug von Ergänzungsleistungen nicht bewusst gewesen, dass er auch 
seine privaten Schulden hätte angeben müssen, erscheint dies wenig glaubwürdig, zumal 
er lediglich wenige Monate vorher bei der Anmeldung zum Bezug von Sozialhilfe Privat-
schulden von Fr. 50'000.– angegeben hat (vgl. Bf-act. 12). Sowohl die Angaben gegenü-
ber der Ausgleichskasse als auch diejenigen gegenüber dem Sozialdienst bestätigte er 
unterschriftlich als vollständig und wahr, was widersprüchlich erscheint. 

Nach dem soeben Ausgeführten bleiben die Umstände über die Aufnahme der behaupte-
ten Darlehen und deren Rückzahlung mit dem bezogenen Vorsorgekapital weitestgehend 
offen. Es ist zwar durchaus möglich, dass die Ausführungen des Beschwerdeführers be-
treffend die Darlehensrückzahlungen der Wahrheit entsprechen. Seine Ausführungen ge-

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hen jedoch nicht über eine nicht bewiesene Parteibehauptung hinaus. Mit dem notwendi-
gen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ist jedenfalls nicht belegt, dass 
der Beschwerdeführer das bezogene Vorsorgekapital zur Rückzahlung von offenen Darle-
hen verwendet hat. Ist ein einmal bestehendes Vermögen nicht mehr vorhanden, so trägt 
die leistungsbeanspruchende Person die Beweislast dafür, dass es in Erfüllung einer 
rechtlichen Verpflichtung oder gegen adäquate Gegenleistung hingegeben wurde. Dieser 
Nachweis gelingt dem Beschwerdeführer vorliegend nicht. Es ist daher nicht zu beanstan-
den, dass die Beschwerdegegnerin ein Verzichtsvermögen angerechnet hat. 

Daran ändert zu guter Letzt auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf Art. 17b ELV 
nichts. Wie die Beschwerdegegnerin diesbezüglich korrekterweise angemerkt hat, erfolgte 
die angefochtene Ergänzungsleistungsberechnung nach den altrechtlichen Bestimmun-
gen, während sich Art. 17b ELV auf die neurechtliche Bestimmung von Art. 11a Abs. 3 
ELG bezieht. Diese Gesetzesbestimmung kommt vorliegend aber zum Vornherein nicht 
zur Anwendung, da das Vermögen des Beschwerdeführers im Jahr 2020 und damit noch 
vor Inkrafttreten der EL-Reform verbraucht wurde. 

Betreffend die übrigen Modalitäten der Berechnung des Ergänzungsleistungsanspruch be-
steht für das Gericht ebenfalls kein Anlass zu einer Korrektur, sodass sich der auf der Ver-
fügung vom 30. September 2021 basierende Einspracheentscheid der Beschwerdegeg-
nerin vom 28. Januar 2022 als rechtens erweist und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen ist.

5. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein be-
stimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d).

Die eingereichten Belege beider Parteien unterzog das Gericht einer angemessenen Wür-
digung. Darüber hinaus liess der Beschwerdeführer die Befragung seinerseits beantragen. 
Angesichts dessen, dass anlässlich einer Befragung vom Beschwerdeführer keine Aus-
führungen zu erwarten sind, welche er nicht schon schriftlich vorgebracht hat, ist der frag-
liche Beweisantrag in zulässiger Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung abzuwei-
sen. Der Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung im Sinne von Art. 6 

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Ziff. 1 EMRK wurde mit Schreiben vom 8. April 2022 zurückgezogen, weshalb sich Weite-
rungen dazu ebenso erübrigen. 

6. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im ELG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Eine Parteientschädi-
gung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht auszurichten. Der vom Beschwerdeführer beigezo-
gene Rechtsanwalt ist für seinen Aufwand ausgehend von einem Stundenansatz von 
Fr. 220.– und in Berücksichtigung des Umstandes, dass nur der notwendige Aufwand ver-
rechnet werden kann, ermessensweise mit Fr. 1'700.– (inkl. Barauslagen und MWST) aus 
der Staatskasse zu entschädigen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wird für das Beschwerdeverfahren mit 
Fr. 1'700.– (inkl. Auslagen und MWST) aus der Staatskasse entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Ausgleichskasse Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, sowie 
zum Vollzug von Ziffer 3 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 18. August 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am