# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 006f24ac-1a31-5cbd-81e6-018ddb2736f4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 23.10.2017 B 2016/18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2016-18_2017-10-23.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2016/18

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 23.10.2017

Entscheiddatum: 23.10.2017

Zirkulationsentscheid Verwaltungsgericht, 23.10.2017
Strassenverkehrsrecht, Art. 45 VRP, Art. 17 Abs. 3 SVG.Da der 
Beschwerdeführer die Wiedererteilung des Führerausweises ohne erneute 
Überprüfung, ob die mittlerweile seit mehr als zwei Jahren eingehaltene 
Alkoholabstinenz weiterzuführen ist, anstrebt, bleibt er zur Beschwerde 
befugt. Dem Beschwerdeführer war die Wiedererteilung des Führerausweis 
– der ihm wegen Drogenmissbrauchs mit Hinweisen auf eine Verlagerung 
auf Alkohol auf unbestimmte Zeit entzogen war – am 10. September 2014 
mangels Fahreignung wegen eines verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs 
worden. Mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung ist deshalb die 
Auflage einer nach der Wiedererteilung des Führerausweises während 
mindestens zweier Jahre einzuhaltenden kontrollierten und betreuten 
Alkoholabstinenz nicht zu beanstanden (Verwaltungsgericht, B 2016/18).

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Scherrer

 

Verfahrensbeteiligte

X.Y.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Pascal Baumgardt, Unterstrasse 37, 

Postfach 231, 9001 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gegen

 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

 

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Frongartenstrasse 5, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

 

Gegenstand

Wiedererteilung des Führerausweises / Auflagen

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. X.Y. (geb. 1985) gab anlässlich einer polizeilichen Hausdurchsuchung an seinem 

damaligen Wohnort in Q. nach der Aushebung einer Indoor-Hanfplantage am 

12. Februar 2009 an, ein- bis zweimal pro Woche Haschisch oder Marihuana zu 

konsumieren. Etwa einmal im Monat nehme er auch synthetische Drogen (Ecstasy und 

Amphetamin). Bis vor etwa einem Jahr habe er auch Kokain konsumiert. Bei der 

Hausdurchsuchung wurden Marihuana, Haschisch, Ecstasy und Amphetamin (Speed) 

sichergestellt und X.Y. zugeordnet (vgl. act. 11-7/9). Gestützt auf ein 

verkehrsmedizinisches Gutachten vom 5. Juni 2009 entzog ihm die zuständige 

Behörde des Kantons Appenzell-Ausserrhoden den Führerausweis am 9. November 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2009 wegen einer verkehrsrelevanten Drogenmissbrauchsproblematik mit Hinweisen 

auf eine Verlagerung auf Alkohol auf unbestimmte Zeit. Bedingung für eine allfällige 

Aufhebung war nebst der Einhaltung einer mindestens sechsmonatigen betreuten und 

kontrollierten Drogenabstinenz eine Verlaufskontrolle des Alkoholkonsums mittels 

zweimonatlicher Blutkontrollen und einer Haaranalyse nach sechs Monaten (vgl. act. 

11-3/32-35, act. 11-7/1 und 4).

B. Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen wies ein Gesuch 

um Wiedererteilung am 6. September 2012 ab, nachdem in der anlässlich einer 

verkehrsmedizinischen Untersuchung am 27. Juli 2012 abgenommenen Haarprobe ein 

Ethylglucuronid (EtG)-Gehalt von 30 pg/mg festgestellt worden war (act. 11-3/4-6). 

Weitere Haarproben vom 20. Dezember 2013 beziehungsweise vom 6. Juni 2014 

enthielten 29 beziehungsweise 40 pg/mg EtG. In der am 6. Juni 2014 abgenommenen 

Blutprobe lag auch der Carbohydrate Deficient Transferrin (CDT)-Wert mit 2,0% über 

der Norm von <1,6%. Zudem wurde die Urinprobe vom gleichen Tag positiv auf EtG 

getestet, obwohl X.Y. angegeben hatte, letztmals sieben Tage vor der Untersuchung 

Alkohol getrunken zu haben (act. 11-3/45-49). Gestützt auf die verkehrsmedizinische 

Beurteilung im Gutachten vom 28. Juli 2014 wurde deshalb ein weiteres Gesuch um 

Wiedererteilung am 10. September 2014 mangels Fahreignung wegen eines 

Alkoholmissbrauchs abgewiesen. Die Wiedererteilung wurde unter anderem von der 

Weiterführung der Drogenabstinenz und der Einhaltung einer kontrollierten und 

betreuten Alkoholabstinenz während mindestens sechs Monaten abhängig gemacht 

(act. 11-3/67 und 68). Diese Verfügung wurde unangefochten rechtskräftig.

C. Nach einer erneuten verkehrsmedizinischen Untersuchung am 10. April 2015 wurde 

die Fahreignung im Gutachten vom 11. Mai 2015 bei Einhaltung einer mittels 

Haaranalysen und monatlichen Urinproben kontrollierten Alkohol- und Drogenabstinenz 

während mindestens zweier Jahre bejaht (act. 11-3/69-73). Das Strassenverkehrs- und 

Schifffahrtsamt hob mit Verfügung vom 6. Juli 2015 den Entzug des Führerausweises 

auf und versah ihn auf unbestimmte Zeit mit der Auflage einer mittels Haaranalyse alle 

sechs Monate kontrollierten und betreuten Alkohol- und Drogenabstinenz auf 

unbestimmte Zeit. Eine Aufhebung der Auflagen sollte frühestens in zwei Jahren 

geprüft werden können. Einem allfälligen Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung 

entzogen (act. 11-3/91 und 92).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die Verwaltungsrekurskommission hiess am 7. Januar 2016 den dagegen erhobenen 

Rekurs teilweise gut. Sie hob die Verpflichtung zur Einhaltung einer kontrollierten 

Drogenabstinenz auf. In den Erwägungen stellte sie zudem fest, die Verfügung vom 6. 

Juli 2015 sei ungenügend begründet. Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von 

CHF 1‘200 auferlegte sie X.Y. zu einem Drittel und sprach ihm eine Entschädigung 

seiner ausseramtlichen Kosten im Umfang von CHF 700 zuzüglich pauschale 

Barauslagen von CHF 28 und Mehrwertsteuer zu. Einer allfälligen Beschwerde wurde 

die aufschiebende Wirkung entzogen.

D. X.Y. (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 12. Januar 2016 versandten 

Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) durch seinen Rechtsvertreter 

mit Eingabe vom 26. Januar 2016 und Ergänzung vom 1. März 2016 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht mit den Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

sei der angefochtene Entscheid insoweit damit der Rekurs abgewiesen worden sei, 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer der Lernfahrausweis und nach dem Nachweis 

der Fahrkompetenz der Führerausweis auflagenfrei zu erteilen. Eventualiter seien die 

amtlichen Kosten des Rekursverfahrens vollumfänglich vom Staat zu tragen und der 

Beschwerdeführer ausseramtlich mit CHF 3‘000 zuzüglich CHF 120 Barauslagen und 

Mehrwertsteuer zu entschädigen.

Die Vorinstanz verwies mit Vernehmlassung vom 3. März 2016 auf die Erwägungen im 

angefochtenen Entscheid und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Das 

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (Beschwerdegegner) verzichtete stillschweigend 

auf eine Vernehmlassung. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte dem 

Gericht am 29. Juni 2016 Kostennoten für das Rekurs- (CHF 3‘125 zuzüglich CHF 125 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) und für das Beschwerdeverfahren (CHF 3‘875 

zuzüglich CHF 155 Barauslagen und Mehrwertsteuer) ein. Der Beschwerdegegner 

verzichtete am 7. Juli 2016 auf eine Stellungnahme zur Kostennote. Am 7. Juli 2016 

teilte der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer mit, ein Gesuch um Erteilung 

eines Lernfahrausweises werde erst nach Erledigung des Beschwerdeverfahrens 

bearbeitet. Nachdem dem Rechtsvertreter auf telefonische Nachfrage hin am 17. März 

2017 eine Behandlung der Beschwerdeangelegenheit in der zweiten Hälfte des 

laufenden Jahres in Aussicht gestellt worden war, erhielt er am 20. März 2017 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gelegenheit, sich zum aktuellen schutzwürdigen Interesse des Beschwerdeführers zu 

äussern.

Auf die Begründung des angefochtenen Entscheides und die Ausführungen des 

Beschwerdeführers zur Begründung seines Rechtsbegehrens sowie die Akten wird, 

soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Zwischen den 

Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass dem Beschwerdeführer der auf 

unbestimmte Zeit entzogene Führerausweis wieder – als Lernfahrausweis – zu erteilen 

ist. Gegenstand der Beschwerde sind die Auflagen, mit denen der Lernfahr- und 

Führerausweis für die Dauer von mindestens zwei Jahren seit Erlass der Verfügung des 

Beschwerdegegners am 6. Juli 2015 verknüpft sein soll. Den Rechtsmitteln gegen die 

Verfügung und gegen den Rekursentscheid war die aufschiebende Wirkung jeweils 

entzogen. Anträge, es sei ihnen diese Wirkung zu erteilen, wurden weder im Rekurs- 

noch im Beschwerdeverfahren gestellt. Nach Ablauf der zwei Jahre hat der 

Beschwerdeführer zwar Anspruch darauf, dass die Weiterführung der von der 

Vorinstanz als zulässig beurteilten kontrollierten und betreuten Alkoholabstinenz erneut 

überprüft wird. Insoweit der Beschwerdeführer allerdings mit der Beschwerde die 

Erteilung des Lernfahr- und Führerausweises ohne erneute Prüfung, ob die Fortführung 

der Auflage gerechtfertigt ist, anstrebt, bleibt er beschwert und damit zur Erhebung der 

Beschwerde befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde 

gegen den am 12. Januar 2016 versandten Entscheid der Vorinstanz wurde mit 

Eingabe vom 26. Januar 2016 rechtzeitig erhoben und erfüllt zusammen mit der 

Ergänzung vom 1. März 2016 in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). 

Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht geltend, die Akten des 

Beschwerdegegners seien unvollständig. Sinngemäss rügt er damit erstmals im 

Beschwerdeverfahren eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes durch den 

Beschwerdegegner. Soweit angesichts von Art. 61 Abs. 3 VRP, wonach im 

Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht neue Begehren unzulässig sind, darauf 

überhaupt einzutreten ist, erweist sich die Beanstandung in der Sache als 

unbegründet.

Der Rechtsvertreter hat im Verfahren vor dem Beschwerdegegner am 8. September 

2014 den Beizug der Vorakten bei der Verwaltungspolizei des Kantons Appenzell-

Ausserrhoden beantragt (act. 11-3/63 Ziff. II/1). In der – rechtskräftigen und nicht 

Gegenstand des Verfahrens bildenden – Verfügung vom 10. September 2014 führte der 

Beschwerdegegner dazu aus, die Verfügung der Verwaltungspolizei Trogen vom 9. 

November 2009 sei in das Verfahren einbezogen worden; darauf werde aber nicht 

weiter eingegangen (act. 11-3/68; vgl. act. 11-3/32-35). Aus der weiteren Begründung 

ergibt sich, dass der Beschwerdegegner die Verfügung inhaltlich auf ein 

verkehrsmedizinisches Gutachten vom 28. Juli 2014 stützte, welches dem 

Beschwerdeführer die Fahreignung wegen eines Alkoholmissbrauchs absprach, und 

dementsprechend weitere Akten aus dem Verfahren vor den Behörden des Kantons 

Appenzell-Ausserrhoden nicht als entscheidwesentlich erachtete.

Im Verfahren, welches zur Verfügung vom 6. Juli 2015 geführt hat, nahm der 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 3. Juli 2015 Stellung. Er verwies darin zwar pauschal 

auf die Stellungnahme vom 8. September 2014, stellte aber kein Gesuch um Beizug 

insbesondere der später von ihm selbst im Rekursverfahren eingereichten Unterlagen 

des Instituts für Rechtsmedizin. Im Verwaltungsverfahren gilt gemäss Art. 12 Abs. 1 

VRP grundsätzlich die Untersuchungsmaxime. Die Verwaltungsbehörde hat den 

rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen richtig und vollständig zu ermitteln 

und die Beweise zu erheben (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kantons St. 

Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 589). Mit welchen Beweismitteln der Sachverhalt festzustellen 

ist, liegt im Ermessen der Behörde (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 594). Erachtet sie den 

rechtlich erheblichen Sachverhalt aufgrund der bereits abgenommenen Beweise für 

genügend geklärt und kann ohne Willkür vorweg die Annahme getroffen werden, die 

rechtliche Überzeugung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert, ist 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

eine antizipierende Beweiswürdigung zulässig (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d, Cavelti/

Vögeli, a.a.O., Rz. 622). Der Untersuchungsgrundsatz wird sodann relativiert durch die 

Mitwirkungspflicht der Parteien, welche namentlich insoweit greift, als eine Partei das 

Verfahren durch eigenes Begehren eingeleitet hat oder darin eigene Rechte geltend 

macht. Die Mitwirkungspflicht gilt vorab gerade für solche Tatsachen, welche eine 

Partei besser kennt als die Behörden und welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht 

oder nicht ohne vernünftigen Aufwand erheben können (vgl. BGE 128 II 139 E. 2b; 

vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 594 ff.). Sind zur Wahrung des öffentlichen Interesses 

keine besonderen Erhebungen nötig, sind deshalb gemäss Art. 12 Abs. 2 VRP nur die 

von den Beteiligten angebotenen und die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche 

Tatsachen aufzunehmen. Aus der Sicht des Rechtsvertreters entscheidwesentliche, 

aber noch fehlende Akten aus dem Verfahren vor den Behörden des Kantons 

Appenzell-Ausserrhoden hätte der Beschwerdeführer – wie er es schliesslich im 

Rekursverfahren getan hat (vgl. act. 11-7/1-11) – bereits im Verfahren vor dem 

Beschwerdegegner einreichen können und müssen. Entsprechendes gilt auch für die 

weiteren im Rekursverfahren eingereichten Unterlagen des Instituts für Rechtsmedizin 

und des behandelnden Arztes (act. 11-8/1-3). Abgesehen davon hat der 

Beschwerdegegner den Inhalt der Verfügung vom 6. Juli 2015 nicht damit begründet, 

vom Beschwerdeführer behauptete Tatsachen seien beweislos geblieben. Vielmehr ist 

er davon ausgegangen, die für die Verfügung rechtserheblichen Akten lägen vor und 

weitere Akten vermöchten am Ausgang des Verfahrens nichts zu ändern. Dass sie zu 

Recht davon ausgegangen ist, zeigt der Umstand, dass die im Rekursverfahren vom 

Beschwerdeführer eingereichten Akten an der rechtlichen Würdigung nichts zu ändern 

vermochten.

Im Rekursverfahren lagen im Zeitpunkt der Einreichung der Rekursergänzung vom 

10. September 2015 schliesslich auch aus der Sicht des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers sämtliche entscheidwesentlichen Akten vor. Jedenfalls hat er kein 

Begehren um den Beizug weiterer Akten gestellt und rügt im Beschwerdeverfahren 

auch nicht einen unrichtigen oder unvollständigen Sachverhalt. Der Hinweis der 

Vorinstanz im Schreiben vom 14. September 2015 an den Beschwerdegegner, sie gehe 

davon aus, die am 24. Juli 2015 übermittelten Akten seien vollständig, ist darin 

begründet, dass sie – um dem Antrag des Beschwerdeführers in der Rekurserklärung 

vom 23. Juli 2015, es seien ihm für die Ausarbeitung der Rekursergänzung die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vollständigen Akten zuzustellen, entsprechen zu können – die Akten des 

Beschwerdegegners bereits vorab – und nicht wie üblich zusammen mit der 

Vernehmlassung – eingeholt hatte. Die Vorinstanz hat damit jedoch nicht zum Ausdruck 

gebracht, aus ihrer Sicht müssten noch weitere rechtserhebliche Akten vorhanden sein.

3. Gegenstand der Beschwerde sind in der Hauptsache die Auflagen und deren Dauer, 

unter denen dem Beschwerdeführer der Führerausweis nach Überwindung einer 

Drogen- und Alkoholsucht im strassenverkehrsrechtlichen Sinn wieder zu erteilen ist.

3.1. Der Beschwerdegegner hat dem Beschwerdeführer den Lernfahrausweis mit der 

Verfügung vom 6. Juli 2015 wieder erteilt unter der Auflage, eine fachlich betreute 

vollständige Alkohol- und Drogenabstinenz gemäss Info-Blatt mit Verlaufsberichten 

und Kontrollen inklusive Haaranalysen jeweils im Oktober und April einzuhalten 

(Dispositiv Ziffer 3a, b und c). Eine Aufhebung der Abstinenzkontrolle werde frühestens 

in zwei Jahren geprüft (Dispositiv Ziffer 3d). Die Vorinstanz hat mit dem angefochtenen 

Entscheid die Auflage auf die Alkoholabstinenz gemäss Info-Blatt beschränkt 

(Änderung Dispositiv Ziffer 3a), jedoch die minimale Dauer von zwei Jahren (Dispositiv 

Ziffer 3d) und die Modalitäten der Kontrolle – halbjährliche Haaranalyse durch das 

Institut für Rechtsmedizin jeweils im Oktober und April unter Vorlage der 

Verlaufsberichte der Suchfachstelle und des Arztes (Dispositiv Ziffern 3b und c) – nicht 

geändert.

Die Vorinstanz ging davon aus, der Beschwerdeführer sei seit etwa 2009 

drogenabstinent. Nach der Beurteilung des Beratungsprozesses durch die 

Suchtfachstelle sei der Beschwerdeführer „weit weg“ vom Konsum illegaler 

Substanzen und sicher in der Abstinenz. Im verkehrsmedizinischen Gutachten vom 

28. Juli 2014 sei die Fahreignung lediglich noch wegen Alkoholmissbrauchs – und nicht 

auch noch wegen einer Drogenmissbrauchsproblematik – verneint worden. Die Auflage 

einer Drogenabstinenz sei deshalb nicht mehr zu verfügen. Weil aber mittels 

Haaranalysen ein übermässiger Alkoholkonsum festgestellt worden sei, sei für die 

Neubeurteilung eines Gesuchs um Wiedererteilung des Führerausweises mit Verfügung 

vom 10. September 2014 eine Alkoholabstinenz gefordert worden. Die Überwindung 

einer Alkoholsucht beziehungsweise eines verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs 

bedürfe nach der Wiedererteilung in der Regel einer weiteren vier bis fünf Jahre 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dauernden Kontrolle der Einhaltung einer vollständigen und begleiteten 

Alkoholabstinenz. Eine Entlassung aus den Auflagen beziehungsweise aus der 

verkehrsmedizinischen Kontrolle sei entsprechend der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung frühestens in drei Jahren nach der Wiedererteilung möglich. Dies 

stelle eine Mindestdauer dar, um eine erfolgreiche Einhaltung der Alkoholabstinenz 

nachzuweisen. Daneben müsse zwingend während mindestens zwei Jahren eine 

Suchttherapie durchgeführt werden. Die vom Beschwerdegegner angeordneten 

Auflagen (vollständige Alkoholabstinenz während mindestens zwei Jahren, zweimal 

jährlich Überprüfung mittels Haaranalysen, Besuch einer Suchtfachstelle) lägen folglich 

unter dem üblichen Rahmen. Zu berücksichtigen sei, dass der Beschwerdeführer nach 

eigenen Angaben seit September oder Oktober 2014 alkoholabstinent sei, was durch 

das verkehrsmedizinische Gutachten nicht widerlegt werde. Im Gegenteil habe der 

EtG-Wert von 40 pg/mg den Beschwerdeführer nachdenklich gestimmt. Der 

Beschwerdeführer sei zudem im Strassenverkehr nie aufgefallen.

Der Beschwerdeführer macht geltend, der Beschwerdegegner sei bei der Abweisung 

des Gesuchs um Wiedererteilung des Führerausweises am 6. September 2012 

fälschlicherweise davon ausgegangen, der Beschwerdeführer habe eine 

Alkoholabstinenz einzuhalten. Im verkehrsmedizinischen Gutachten vom 28. Juli 2014 

sei die Fahreignung lediglich noch wegen eines „Alkoholmissbrauchs“ verneint worden, 

weshalb eine mindestens sechsmonatige Alkoholabstinenz empfohlen worden sei. 

Diesen Nachweis habe der Beschwerdeführer mittels verkehrsmedizinischen 

Gutachtens vom 11. Mai 2015 erbracht. Die Vorinstanz habe einzig aufgrund der drei 

EtG-Werte von 30, 29 und 40 pg/mg auf einen verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauch 

mit Suchtgefährdung im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung geschlossen. 

Sie deuteten zwar auf einen vermehrten beziehungsweise übermässigen 

Alkoholkonsum hin, erlaubten aber noch keinen zweifelsfreien objektiven Befund eines 

verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs. Ein solcher liege erst vor, wenn der Proband 

zwischen seinem Alkoholkonsum und einem verantwortungsvollen Verhalten im 

Strassenverkehr nicht ausreichend zu differenzieren vermöge und die naheliegende 

Gefahr bestehe, dass er im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr 

teilnehme. Die Akten lieferten dafür jedoch keine Grundlage. Der Hausarzt bescheinige, 

dass keine Suchtverlagerung vorlag. Die Suchtfachstelle beurteile den 

Beratungsprozess seit Jahren als positiv. Körperliche Symptome seien nie feststellbar 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gewesen. Sein Alkoholkonsum habe sich bei Berücksichtigung einer Messtoleranz von 

25 Prozent mit 21,75 pg/mg beziehungsweise 35-40 pg/mg EtG im sozialadäquaten 

Rahmen bewegt. Seine Situation als verantwortungsvoller Familienvater lasse einen 

übermässigen Alkoholkonsum überhaupt nicht zu. Er habe den Tatbeweis angetreten, 

ohne weiteres in der Lage zu sein, den Alkoholkonsum vollständig einzustellen. Sei die 

Forderung einer Alkoholtotalabstinenz mangels Verkehrsrelevanz nicht gerechtfertigt 

gewesen, dürfe ihm auch nicht das „Nichteinhalten der Alkoholtotalabstinenzauflage“ 

vorgehalten werden. Unbestrittenermassen habe der Beschwerdeführer eine 

mindestens neunmonatige vollständige Alkoholabstinenz (seit September 2014) 

nachgewiesen. Das verkehrsmedizinische Gutachten vom 11. Mai 2015 beruhe auf der 

vermeintlichen Verpflichtung zur Einhaltung einer Alkoholabstinenz. 

Verkehrsmedizinisch sei nie ein verkehrsrelevanter Alkoholmissbrauch festgestellt 

worden. Deshalb bedürfe die Wiedererteilung zur Aufrechterhaltung der 

Verkehrssicherheit auch keiner Auflage. Die entsprechende Schlussfolgerung stehe im 

Widerspruch zu den übrigen im Gutachten genannten Fakten. Zweck der in der 

Sicherungsentzugsverfügung vom 9. November 2009 angeordneten Haaranalyse auf 

Alkohol sei einzig gewesen, eine Suchtverlagerung auf Alkohol auszuschliessen. Eine 

solche habe nicht stattgefunden. Da selbst bei Einleitung einer Totalabstinenz noch für 

eine gewisse Dauer EtG in den Haaren nachgewiesen werde, könne davon 

ausgegangen werden, der Beschwerdeführer habe die Alkoholabstinenz gar für gut ein 

Jahr nachgewiesen. Dass er die früheren Abweisungen seiner Gesuche um 

Wiedererteilung nicht angefochten habe, schade seiner Rechtsposition nicht. Hätte die 

Wiedererteilung von einer Alkoholabstinenz abhängig gemacht werden sollen, hätte 

dies formell verfügt werden müssen. Die Alkoholabstinenz sei lediglich empfohlen 

worden. Nachdem der Beschwerdeführer eine Alkohol- und Drogenabstinenz 

eingehalten habe, sei ihm der Lernfahrausweis – aufgrund der langen Fahrabstinenz 

wurde das Bestehen einer neuen Führerprüfung zum Nachweis der Fachkompetenz als 

erforderlich erachtet – am 6. Juli 2015 unter Auflagen wieder erteilt worden.

3.2. Ob die Alkoholsucht beziehungsweise der verkehrsrelevante Alkoholmissbrauch 

dauerhaft erfolgreich überwunden wurden, bedarf nach der Wiedererteilung des 

Führerausweises in der Regel einer weiteren vier bis fünf Jahre dauernden Kontrolle der 

Einhaltung einer vollständigen Alkoholabstinenz und der therapeutischen Begleitung. 

Dazu sind regelmässige Laboruntersuchungen der alkoholrelevanten Blut- und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Leberwerte erforderlich. Sie sollen grundsätzlich im Abstand von sechs bis acht 

Wochen erfolgen, mindestens jedoch alle drei Monate. Darüber hinaus muss eine 

Suchttherapie während mindestens zwei Jahren erfolgen. Die betroffene Person hat 

dazu regelmässig – mindestens monatlich – eine Beratungs- oder Therapiestelle 

(Suchtberatung, Psychologe, Psychiater, Hausarzt usw.) für Beratungsgespräche 

aufzusuchen. Sofern eine vollständige Alkoholabstinenz eingehalten wurde, die 

Laboruntersuchungen regelmässig erfolgten und die Suchttherapie erfolgreich verlief, 

kann nach frühestens zwei Jahren die Therapie sistiert werden, und es müssen dann 

nur noch die Laborkontrollen durchgeführt werden. Schliesslich hat der 

Führerausweisinhaber die Einhaltung der kontrollierten Alkoholtotalabstinenz mittels 

periodisch einzureichender Zeugnisse der zuständigen Betreuungsstelle (Hausarzt, 

Suchtberatungsstelle usw.) gegenüber der Zulassungsbehörde nachzuweisen (vgl. 

R. Seeger, Probleme der Verkehrsmedizin, Fahreignung und Alkohol, Institut für 

Rechtsmedizin der Universität Zürich, 1999, S. 16 ff.; R. Seeger, Alkohol und 

Fahreignung, in: Handbuch der verkehrsmedizinischen Begutachtung, Zürich 2005, 

S. 28 f.; vgl. auch B. Liniger, Verkehrsmedizin: Fahreignungsbegutachtung und 

Auflagen, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2004, St. Gallen 2005, S. 100 f.). Bei 

günstigstem Verlauf kann eine Entlassung aus den Auflagen beziehungsweise aus der 

verkehrsmedizinischen Kontrolle frühestens drei Jahre nach Wiedererteilung des 

Führerausweises erfolgen (Liniger, a.a.O., S. 101 f.). Die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung geht davon aus, dass es nach der Wiedererteilung des 

Führerausweises noch während mindestens dreier Jahre einer verkehrsmedizinisch 

kontrollierten gänzlichen Alkoholabstinenz bedarf (vgl. BGer 6A.61/2005 vom 

12. Januar 2006 E. 2.2).

3.3. Die Verfügung vom 10. September 2014, mit welcher das Gesuch des 

Beschwerdeführers um Wiedererteilung des Führerausweises mangels Fahreignung 

wegen eines verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs abgewiesen und für eine 

Neubeurteilung unter anderem eine kontrollierte und betreute Alkoholabstinenz 

während mindestens sechs Monaten empfohlen worden war, wurde unangefochten 

rechtskräftig (act. 11-3/67 und 68). Abgesehen davon beruht die Beurteilung auf einem 

widerspruchsfreien und schlüssigen verkehrsmedizinischen Gutachten vom 28. Juli 

2014 (act. 11-3/45-56).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Der Führerausweis wurde dem Beschwerdeführer am 9. November 2009 gestützt auf 

ein verkehrsmedizinisches Gutachten vom 5. Juni 2009 wegen einer verkehrsrelevanten 

Drogenmissbrauchsproblematik mit Hinweisen auf eine Verlagerung auf Alkohol auf 

unbestimmte Zeit entzogen. Der Beschwerdeführer weist grundsätzlich zu Recht darauf 

hin, dass die Aufhebung des am 9. November 2009 verfügten Entzugs des 

Führerausweises nicht von der Einhaltung einer Alkoholabstinenz abhängig gemacht 

und er – damals – nicht zur Einhaltung einer kontrollierten und betreuten 

Alkoholabstinenz verpflichtet worden war. Hingegen wurde eine Verlaufskontrolle des 

Alkoholkonsums angeordnet, damit ein erhöhter Alkoholkonsum und eine Verlagerung 

der Drogenmissbrauchsproblematik auf Alkohol nicht unbemerkt blieben. Die 

Drogenmissbrauchsproblematik ist mittlerweile überwunden, und die Vorinstanz hat die 

Verpflichtung, die kontrollierte und betreute Drogenabstinenz weiterzuführen, deshalb 

aufgehoben. Hinweise auf eine Suchtverlagerung von Drogen auf Alkohol waren bereits 

in früheren verkehrsmedizinischen Abklärungen im Zusammenhang mit der Behandlung 

von Gesuchen des Beschwerdeführers um Wiedererteilung des Führerausweises und 

erneut aufgrund der verkehrsmedizinischen Untersuchung vom 6. Juni 2014 

festzustellen. So ergaben die Analysen der Haarproben vom 27. Juli 2012, vom 

20. Dezember 2013 und vom 6. Juni 2014 EtG-Gehalte, welche für einen vermehrten, 

sich an der oberen Grenze des sozial üblichen – 29 und 30 pg/mg – bewegenden 

beziehungsweise darüber liegenden – 40 pg/mg – Alkoholkonsum sprachen. Die 

Analysen der dem Beschwerdeführer am 6. Juni 2014 abgenommenen Blut- und 

Urinproben bestätigten mit einem erhöhten CDT-Wert im Blut und einem positiven 

Ergebnis für EtG im Urin den Verdacht auf einen Alkoholmissbrauch. Die Ergebnisse 

der Analysen standen gemäss der verkehrsmedizinischen Beurteilung im Widerspruch 

zu den Angaben des Beschwerdeführers zu seinem Alkoholkonsum, nämlich einerseits 

der angegebene Menge von einem Bier wöchentlich und 1-3 Bacardi-Cola zweimal 

monatlich und anderseits dem Zeitpunkt des letzten Alkoholkonsums sieben Tage vor 

der Untersuchung. Bei den Untersuchungsergebnissen vom 6. Juni 2014 ist zudem zu 

berücksichtigen, dass dem Beschwerdeführer in der verkehrsmedizinische 

Verlaufsbeurteilung vom 5. Februar 2014 (act. 11-8/1) empfohlen worden war, den 

Alkoholkonsum zu reduzieren und ihm bekannt war, dass vor der Wiedererteilung eine 

verkehrsmedizinische Besprechung zur Standortbestimmung inklusive Haaranalyse auf 

EtG erfolgen sollte (vgl. Schreiben des Beschwerdegegners vom 25. April 2014, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

act. 11-3/40; verkehrsmedizinische Beurteilung vom 28. Juli 2014, act. 11-3/48). Der 

Gutachter kommt zum Schluss, es sei dem Beschwerdeführer offenbar trotz 

mehrfacher Hinweise nicht gelungen, den Alkoholkonsum zu reduzieren. Dies spreche 

für einen erheblichen Kontrollverlust im Umgang mit Alkohol und weise auf ein 

Bagatellisieren der Trinkgewohnheiten hin. Für eine Bagatellisierungstendenz spreche 

auch, dass der Beschwerdeführer angegeben habe, Alkohol zuletzt sieben Tage vor 

der Untersuchung getrunken zu haben, während sich im Urin Hinweise auf einen 

Alkoholkonsum in den letzten zwei bis drei Tagen vor der Untersuchung gefunden 

hätten. Daraus lasse sich insgesamt ein Alkoholmissbrauch ableiten. Die 

Schlussfolgerung im verkehrsmedizinischen Gutachten auf einen die Fahreignung 

ausschliessenden Alkoholmissbrauch ist vor dem Hintergrund der früher 

diagnostizierten verkehrsrelevanten Drogenmissbrauchsproblematik mit Hinweisen auf 

eine Suchtverlagerung und des Ratschlags an den Beschwerdeführer, seinen 

Alkoholkonsum zu mässigen, nachvollziehbar.

3.4. Mit Blick auf die – auch von der Vorinstanz zutreffend wiedergegebene – 

bundesgerichtliche Rechtsprechung ist deshalb die Auflage einer nach der 

Wiedererteilung des Führerausweises während mindestens zweier Jahre 

einzuhaltenden kontrollierten und betreuten Alkoholabstinenz nicht zu beanstanden. 

Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde gegen den angefochtenen 

Rekursentscheid, mit welchem die Rechtmässigkeit der Weiterführung der betreuten 

und kontrollierten Alkoholabstinenz während mindestens zweier Jahre festgestellt 

wurde, als unbegründet. Anzumerken ist, dass der Beschwerdegegner das Gesuch des 

Beschwerdeführers vom 4. Juli 2016 um Erteilung des Lernfahrausweises wohl hätte 

behandeln müssen. Die Verfügung vom 6. Juli 2015 war zwar angefochten, entfaltete 

aber aufgrund der entzogenen und nicht wieder erteilten aufschiebenden Wirkung der 

Rechtsmittel Rechtswirkung. Indem der Beschwerdegegner das Gesuch nicht 

behandelte, hat er den Umstand zu vertreten, dass dem Beschwerdeführer die – mit 

der angefochtenen Verfügung bezweckte – Gelegenheit genommen wurde, sich 

während zweier Jahre als Motorfahrzeuglenker unter Einhaltung der Auflage der 

kontrollierten und betreuten Alkoholabstinenz zu bewähren.

4. Der Beschwerdeführer beanstandet sodann die vorinstanzliche Feststellung, er habe 

die Kostenregelung in der Verfügung des Beschwerdegegners vom 6. Juli 2015 nicht 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

angefochten (dazu nachfolgend Erwägung 4.1), sowie die Kostenregelung im 

angefochtenen Entscheid (dazu nachfolgend Erwägung 4.2).

4.1. Die Vorinstanz hat im Sachverhalt unrichtigerweise festgehalten, der 

Beschwerdeführer habe mit der Rekursergänzung die Aufhebung der Dispositivziffern 3 

und 4 (richtig 5) der angefochtenen Verfügung verlangt. In den Erwägungen hat sie sich 

denn auch nicht mit dem Kostenspruch in der angefochtenen Verfügung 

auseinandergesetzt. Insbesondere hat sie nicht begründet, weshalb es trotz teilweiser 

Gutheissung des Rekurses beim Kostenspruch der angefochtenen Verfügung, das 

heisst der Kostenpflicht des Beschwerdeführers für die gesamte Entscheidgebühr 

bleiben sollte. Insoweit hat sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf Gewährung 

des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV), aus dem auch die Verpflichtung der 

Behörden folgt, ihren Entscheid zu begründen (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1), verletzt. 

Dieser Umstand ist bei der Kostenverlegung zu berücksichtigen.

Jedoch ist der Rechtsspruch in der Sache nicht zu beanstanden. Gemäss Art. 94 

Abs. 1 Satz 1 VRP hat die vorgeschriebene Gebühr zu entrichten, wer eine 

Amtshandlung zum eigenen Vorteil oder durch sein Verhalten veranlasst. Der 

Beschwerdegegner musste auch die Frage, ob die betreute und kontrollierte 

Drogenabstinenz weiterzuführen sei oder nicht, auf Veranlassung des 

Beschwerdeführers hin prüfen. Unabhängig vom Ausgang dieser Prüfung wurden 

deshalb die amtlichen Kosten der Verfügung vom 6. Juli 2015 zu Recht vollumfänglich 

dem Beschwerdeführer auferlegt (vgl. BGer 1C_163/2007 vom 4. Juli 2007 E. 4, 

1C_173/2009 vom 27. Mai 2009 E. 3.2, 1C_248/2011 vom 30. Januar 2012 E. 4.2; vgl. 

auch 1C_342/2009 vom 23. März 2010 E. 3.1). Die Vorinstanz hätte deshalb auch bei 

einer Prüfung der Rüge keinen Anlass zur Änderung des Kostenspruches gehabt. Die 

vom Beschwerdegegner zulasten des Beschwerdeführers festgesetzte Gebühr von 

CHF 375 bewegt sich im Übrigen im Ermessensbereich der einschlägigen 

Rechtsgrundlagen. Gemäss Art. 26 Ingress und lit. c des Gesetzes über die 

Strassenverkehrsabgaben (sGS 711.70) werden Gebühren für 

Administrativmassnahmen im Strassenverkehr erhoben, wobei die Regierung die 

Gebührenansätze unter Einhaltung des Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzips 

festlegt (Art. 27 Abs. 1-3). Ziffern 206.08.4 und 5 des Verkehrsgebührentarifs (sGS 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

718.1) legen die Gebührenrahmen für die Aufhebung des Sicherungsentzugs – CHF 

100-800 – sowie Anordnung, Änderung oder Aufhebung von Auflagen – CHF 60-400 – 

fest. Indem die Vorinstanz den Rekurs „im Übrigen“ abwies, hat sie auch über das 

Begehren zu den Kosten der Verfügung im Ergebnis zu Recht abschlägig entschieden. 

Damit liegt – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – auch keine (materielle) 

Rechtsverweigerung vor.

4.2.

4.2.1. Die Vorinstanz hat den Rekurs zu Recht nicht vollumfänglich gutgeheissen. Bei 

der Festlegung sowohl der Entscheidgebühr im Rahmen von Art. 7 Ziff. 122 der 

Gerichtskostenverordnung (sGS 941.12) als auch bei der Festsetzung der pauschalen 

Entschädigung der ausseramtlichen Kosten in Anwendung der einschlägigen 

Bestimmungen der Honorarordnung (sGS 963.75, HonO; Art. 6, 19, 22 Ingress und lit. 

a, 28bis Abs. 2 und 29 HonO) kommt der Vorinstanz ein erheblicher 

Ermessensspielraum zu. Mit der Festlegung einer Entscheidgebühr von CHF 1‘200 und 

einer ausseramtlichen pauschalen Entschädigung von CHF 2‘100 zuzüglich vier 

Prozent pauschale Barauslagen und Mehrwertsteuer hat sie sich im Rahmen des ihr 

zustehenden Ermessens bewegt. Da der Rechtsvertreter vor Vorinstanz keine 

Kostennote eingereicht hat, hatte die Vorinstanz auch keine Gelegenheit, sich mit 

einem geltend gemachten tatsächlichen Aufwand des Rechtsvertreters im 

Rekursverfahren auseinander zu setzen. Da gemäss Art. 61 Abs. 3 VRP neue Begehren 

unzulässig sind, ist im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht eine Beurteilung 

eines im Verfahren vor der Verwaltungsrekurskommission gestellten Begehrens – 

Entschädigungsfolge – auf einer neuen tatsächlichen Grundlage – erst im 

Beschwerdeverfahren eingereichte Kostennote vom 29. Juni 2016 für das 

Rekursverfahren – nicht zulässig (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 644). Im Übrigen macht 

der Rechtsvertreter nicht geltend, die Höhe der Entschädigung stehe nicht im Einklang 

mit der vorinstanzlichen Praxis bei der Festlegung der Pauschale in vergleichbaren 

Fällen.

4.2.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, bei der Verlegung der amtlichen Kosten 

auf die Verfahrensbeteiligten habe die Vorinstanz nicht beachtet, dass die Akten des 

Beschwerdegegners unvollständig gewesen seien. Ein Entscheid sei nur möglich 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

geworden, weil der Beschwerdeführer selbst – wozu er nicht verpflichtet sei – 

zusätzliche Akten bei den Behörden des Kantons Appenzell-Ausserrhoden beigezogen 

und eingereicht habe. Andernfalls hätte die Vorinstanz die Angelegenheit an den 

Beschwerdegegner zurückweisen müssen, was einem vollständigen Obsiegen des 

Beschwerdeführers im Rekursverfahren entsprochen hätte. Nachdem sich die Rüge der 

Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes durch den Beschwerdegegner als 

unbegründet erwiesen hat (vgl. dazu oben Erwägung 3), besteht kein Anlass, die 

vorinstanzliche Kostenverlegung aus diesem Grund zu korrigieren.

Im Übrigen verletzt die vorinstanzliche Kostenverlegung – ein Drittel Beschwerdeführer, 

zwei Drittel Staat – kein Recht. Gemäss Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener 

Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder teilweise 

abgewiesen werden. Der Wortlaut der Bestimmung liesse eine vollumfängliche 

Kostenauflage auch dann zu, wenn ein Beteiligter nur teilweise unterlegen ist. In der 

Praxis wird aber die Kostenauflagen nach dem anteiligen Mass des Unterliegens oder 

Obsiegens vorgenommen. Berücksichtigt werden sowohl die grundsätzliche Erledigung 

als auch das zahlenmässige Ergebnis. Ob dabei diesem oder jenem Kriterium mehr 

Gewicht beigemessen wird, hängt unter anderem von der grundsätzlichen 

beziehungsweise quantitativen Bedeutung des Falls ab oder von den Aufwendungen, 

die zum grundsätzlichen oder zum quantitativen Ergebnis geführt haben (vgl. Cavelti/

Vögeli, a.a.O., Rz. 762). Dementsprechend kommt der Vorinstanz bei der Festlegung 

der Anteile ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Das Verwaltungsgericht schreitet 

erst ein, wenn die Vorinstanz ihr Ermessen über- oder unterschreitet oder missbraucht 

(vgl. Art. 61 Abs. 1 VRP; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 743). Die Kostenverlegung durch die 

Vorinstanz lässt sich unter Berücksichtigung des Umstandes, dass sie eine von zwei 

Auflagen aufgehoben und eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch den 

Beschwerdegegner festgestellt hat, ohne weiteres sachlich begründen.

4.3. Dementsprechend ist die Beschwerde auch insoweit als damit die Kostenregelung 

durch die Vorinstanz und den Beschwerdegegner beanstandet wird, abzuweisen.

5. (…).

 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 1‘500 zu drei Vierteln unter Verrechnung mit dem von ihm geleisteten 

Kostenvorschuss von CHF 1‘500 bis zum Betrag von CHF 1‘125. CHF 375 werden ihm 

zurückerstattet. Einen Viertel der amtlichen Kosten trägt der Staat. Auf die Erhebung 

wird verzichtet.

3. Ausseramtliche Kosten werden für das Beschwerdeverfahren nicht entschädigt.

 

Der Abteilungspräsident                Der Gerichtsschreiber

Zürn                                               Scherrer

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Zirkulationsentscheid Verwaltungsgericht, 23.10.2017
	Strassenverkehrsrecht, Art. 45 VRP, Art. 17 Abs. 3 SVG.Da der Beschwerdeführer die Wiedererteilung des Führerausweises ohne erneute Überprüfung, ob die mittlerweile seit mehr als zwei Jahren eingehaltene Alkoholabstinenz weiterzuführen ist, anstrebt, bleibt er zur Beschwerde befugt. Dem Beschwerdeführer war die Wiedererteilung des Führerausweis – der ihm wegen Drogenmissbrauchs mit Hinweisen auf eine Verlagerung auf Alkohol auf unbestimmte Zeit entzogen war – am 10. September 2014 mangels Fahreignung wegen eines verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs worden. Mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung ist deshalb die Auflage einer nach der Wiedererteilung des Führerausweises während mindestens zweier Jahre einzuhaltenden kontrollierten und betreuten Alkoholabstinenz nicht zu beanstanden (Verwaltungsgericht, B 2016/18).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T06:53:03+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen