# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7280ad6e-e3da-5958-a10c-82d8bdb48f44
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.10.2014 200 2013 1051
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1051_2014-10-21.pdf

## Full Text

200 13 1051 UV
SCP/PES/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch B.________, 
Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2013 (E 2072/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war als Angestellter des N.________ bei der SUVA (nach-
folgend SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- 
und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er gemäss 
Schadenmeldung UVG vom 17. Februar 2012 (Antwortbeilage [AB] 1) am 
7. Februar 2012 beim Skifahren stürzte und sich verletzte. Die SUVA er-
brachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (AB 3). 

Am 30. Mai 2012 meldete die SUVA den Versicherten auf Empfehlung von 
dessen Hausärztin (vgl. AB 14) zum ambulanten HWS-Assessment in der 
Rehaklinik D.________ an (AB 23). Am 25. Juni 2012 informierte die Re-
haklinik D.________ die SUVA telefonisch, dass sich anlässlich des As-
sessments herausgestellt habe, dass der Versicherte am 9. Februar 2012 
einen weiteren Unfall gehabt habe. Er sei zu Hause am Abend mit einem 
nassen Hemd zum Auto gegangen, auf Eis ausgerutscht und auf den Kopf 
gefallen. Zirka eine Stunde später sei er wieder ins Haus gegangen. Das 
Hemd sei bereits gefroren gewesen. Scheinbar habe eine Amnesie be-
standen. Aufgrund der Feststellungen anlässlich des Assessments sei eine 
stationäre Rehabilitation von vier Wochen als indiziert zu betrachten 
(AB 31; vgl. AB 33).

Vom 12. Juli 2012 bis zum 27. August 2012 befand sich der Versicherte in 
der Folge in stationärer Rehabilitation in der Rehaklinik D.________ (AB 38 
S. 21). Bei Austritt erachteten die Ärzte der Klinik die angestammte berufli-
che Tätigkeit als … als dem Versicherten aus unfallkausaler Sicht noch 
nicht vollumfänglich zumutbar. Sie empfahlen eine berufliche Wiederein-
gliederung im Sinne einer Arbeitsaufnahme zur Anpassung und Angewöh-
nung an die Arbeit mit zunächst 50% Präsenz. Im Verlauf sei die Arbeits-
fähigkeit durch die Hausärztin in Absprache mit dem Patienten und dem 
Arbeitgeber anhand der tatsächlich erbrachten Leistung festzulegen (AB 38 
S. 25).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 3

Zur Ergänzung ihrer medizinischen Akten holte die SUVA in der Folge beim 
Spitals E.________ einen Bericht zur kardiologischen Abklärung des Versi-
cherten vom September 2012 (AB 58) sowie Berichte zur pneumologischen 
Abklärung des Versicherten durch Dr. med. M.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin sowie für Pneumologie FMH, ein (AB 53 i.V.m. 
AB 80 und 83).

Ab dem 1. Dezember 2012 fand ein Arbeitsversuch mit einer Präsenzzeit 
von 50% bei noch vollständig attestierter Arbeitsunfähigkeit statt (AB 64, 
66). Ab dem 1. Januar 2013 wurde der Versicherte von seiner Hausärztin 
zu 50% arbeitsfähig geschrieben (AB 65).

Am 8. Februar 2013 versah der Kreisarzt Dr. med. F.________, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH, die ihm vom zuständigen Sachbearbeiter unterbreiteten Fragen ge-
stützt auf die Akten zumindest teilweise mit Antworten. Die Frage nach den 
aktuellen Beschwerden des Versicherten beantwortete er nicht. Auf die 
Frage, ob von einer weiteren ärztlichen Behandlung noch eine erhebliche 
Besserung zu erwarten sei, antwortete er mit: «Nein». Die Frage, welchen 
Beschwerden ein organisches Substrat im Sinne einer unfallbedingten 
strukturellen Veränderung fehlen würde, beantwortete er mit: «Allen». 
Ebenso die Frage, welche der Beschwerden auch psychisch verursacht 
werden könnten. Auf die Frage, welche Beschwerden mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit unfallfremd seien, listete er: «Hypertonie, Pneumo-
pathie, degenerative Veränderungen der HWS, alte Mikroinfarkte im Hirn, 
Adipositas» auf. Zudem merkte er an, es gäbe keine unfallbedingte struktu-
relle Läsion, welche eine Arbeitsunfähigkeit erklären könnte (AB 84).

Am 28. Februar 2013 verfügte die SUVA ihre Leistungseinstellung. Auf-
grund der Abklärungen seien die noch geklagten Beschwerden organisch 
nicht hinreichend nachweisbar. Die daher zu prüfende Adäquanz sei zu 
verneinen. Die Versicherungsleistungen würden somit per 28. Februar 
2013 eingestellt (AB 89).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 4

B.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 22. März 2013 (Datum 
der Postaufgabe) Einsprache (AB 94), welche er am 2. September 2013, 
neu vertreten durch den B.________, Fürsprecherin G.________, unter 
Beilage eines Berichts von Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie 
sowie für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 5. Juli 2013, nachbegrün-
den liess (AB 108). Am 10. Oktober 2013 leitete die Rechtsvertreterin des 
Versicherten der SUVA zudem noch einen Bericht von Dr. med. 
I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Arbeitsmedi-
zin FMH, vom 20. September 2013 weiter (AB 110).

Ohne weitere Abklärungen erliess die SUVA am 24. Oktober 2013 den vor-
liegend angefochtenen Einspracheentscheid. Es hätten sich beim Be-
schwerdeführer nie unfallbedingte objektivierbare strukturelle Veränderun-
gen oder Befunde feststellen lassen. Angesichtes dessen könne auf weite-
re Beweismassnahmen verzichtet werden, zumal die Beurteilung der 
adäquaten Kausalität organisch nicht nachweisbarer Beeinträchtigungen 
nicht durch Ärzte, sondern durch die Verwaltung und im Beschwerdefall 
das Gericht zu entscheiden sei. Die Adäquanz sei vorliegend zu verneinen 
(AB 111). 

C.

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte, vertreten durch 
den B.________, Rechtsanwältin Dr. iur. C.________, am 25. November 
2013 Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den Rechtsbegehren, der Ein-
spracheentscheid sei aufzuheben und es sei ein polydisziplinäres Ge-
richtsgutachten anzuordnen. Sodann sei über den Taggeldanspruch oder 
einen allfälligen Rentenanspruch sowie über die Integritätsentschädigung 
neu zu befinden. Unter Entschädigungsfolge. Der Beschwerde beigelegt 
waren acht der Beschwerdegegnerin bereits aus dem Verwaltungs- bzw. 
Einspracheverfahren teilweise bekannte Arztberichte, die alle vor dem Ein-
spracheentscheid datieren (Beschwerdebeilage [BB] 3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 5

Am 10. Februar 2014 wurde die Beschwerdegegnerin darüber informiert, 
dass die IV-Stelle eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung des 
Beschwerdeführers für notwendig erachtet (AB Blatt 1).

Am 21. Februar 2014 (Datum der Postaufgabe) reichte die Beschwerde-
gegnerin eine Beschwerdeantwort unter Beilage einer neurologischen und 
orthopädischen Aktenbeurteilung durch die Dres. med. J.________, Fach-
arzt für Neurologie, und K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 20. Februar 2014 ein, 
mit dem Antrag, die Beschwerde sei ohne Weiterungen abzuweisen.

Mit Replik vom 25. April 2014 beantragt der Beschwerdeführer, wiederum 
vertreten durch den B.________, Rechtsanwältin Dr. iur C.________, die 
Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zum Vorliegen des polydiszi-
plinären Gutachtens im IV-Verfahren. Anschliessend seien die vollständi-
gen IV-Akten zu edieren. Im Übrigen hält der Beschwerdeführer an seinen 
bisherigen Anträgen fest.

Mit prozessleitender Verfügung vom 2. Mai 2014 wurden die mit der Replik 
gestellten Verfahrensanträge abgewiesen.

Am 9. Mai 2014 ging dem Verwaltungsgericht eine Duplik der Beschwerde-
gegnerin zu. Darin beantragt die Beschwerdegegnerin unverändert die Ab-
weisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 6

die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin 
vom 24. Oktober 2013 (AB 111). Streitig und zu prüfen ist die Leistungs-
pflicht der Beschwerdegegnerin aus UVG über den 28. Februar 2013 hin-
aus und dabei insbesondere, ob der Sachverhalt betreffend die Folgen der 
Unfälle vom 7. und 9. Februar 2012 rechtsgenüglich abgeklärt worden ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 7

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Die Anforderungen an den 
Nachweis des natürlichen Kausalzusammenhangs in Medizin und Recht 
müssen nicht immer gänzlich deckungsgleich sein. Deshalb kann es vor-
kommen, dass der natürliche Kausalzusammenhang aufgrund (unfall-)
medizinischer Erfahrung rechtlich bejaht wird, obwohl im Einzelfall ein strik-
ter Beweis im medizinisch-wissenschaftlichen Sinn nicht zu erbringen ist 
(BGE 117 V 369 E. 3e S. 379).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 8

Bestehen bei Schleudertraumen der Halswirbelsäule, äquivalenten Unfall-
mechanismen und Schädel-Hirntraumen mit vergleichbaren Folgen länger 
und ohne deutliche Besserungstendenz Beschwerden, ist gemäss bundes-
gerichtlicher Rechtsprechung rasch eine interdisziplinäre Abklärung und 
Beurteilung durch Fachärzte angezeigt. Gleiches gilt, wenn bereits kurz 
nach dem Unfall Anhaltspunkte für einen problematischen Verlauf vorlie-
gen. In der Regel dürfte eine solche poly-/interdisziplinäre Begutachtung 
nach rund sechs Monaten Beschwerdepersistenz zu veranlassen sein 
(BGE 134 V 109 E. 9.3 f. S. 124).

Steht aufgrund einer speziellen Adäquanzprüfung fest, dass ein allfällig 
bestehender natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit 
nicht rechtsgenüglich wäre, braucht die Frage, ob der natürliche Kausalzu-
sammenhang tatsächlich besteht, nicht geprüft zu werden (BGE 135 V 465 
E. 5.1 S. 472).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusam-
menhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen 
gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechts-
erhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach 
den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat 
die Beantwortung der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer 
Rechtsfrage – im Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzu-
sammenhang – nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu erfolgen (BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die adäquate 
Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier 
praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 138 V 248 E. 4 S. 250, 134 
V 109 E. 2.1 S. 112). Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Be-
schwerden ist für die Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 9

schehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezo-
gene Kriterien einzubeziehen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach 
Unfall werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer As-
pekte geprüft (BGE 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleuder-
traumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schä-
del-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 
2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist 
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleuder-
trauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verlet-
zung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder 
ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 
S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwen-
dung findet, wenn sich innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Be-
schwerden in der Halsregion und der Halswirbelsäule (HWS) manifestieren 
(SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). Liegt keine der erwähnten Verletzun-
gen vor, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle 
mit psychischen Folgeschäden zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen 
indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erwähnten Verlet-
zungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Be-
schwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 
(diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtniss-
törungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Af-
fektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw.; BGE 119 V 335 E. 1 
S. 338, 117 V 359 E. 4b S. 360) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur 
psychischen Problematik aber bereits unmittelbar nach dem Unfall ganz in 
den Hintergrund treten oder die physischen Beschwerden im Verlaufe der 
ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft 
nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den 
Hintergrund getreten sind (vgl. RKUV 2002 U 465 S. 438 E. 3a). Trifft dies 
zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133 für 
Unfälle mit psychischen Folgeschäden aufgestellten Grundsätze massge-
bend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in der 
Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109, 117 V 359) festgelegten Kriteri-
en, d.h. ohne Unterscheidung zwischen körperlichen und psychischen Be-
schwerden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 127 V 102 E. 5b bb S. 103). Die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 10

Grundsätze gemäss BGE 115 V 133 sind auch anwendbar, wenn die im 
Anschluss an den Unfall auftretenden psychischen Störungen nicht zum 
typischen Beschwerdebild eines HWS-Traumas gehören. Erforderlichen-
falls ist vorgängig der Adäquanzbeurteilung zu prüfen, ob es sich bei den 
im Anschluss an den Unfall geklagten psychischen Beeinträchtigungen um 
blosse Symptome des erlittenen Traumas oder aber um eine selbstständi-
ge (sekundäre) Gesundheitsschädigung handelt, wobei für die Abgrenzung 
insbesondere Art und Pathogenese der Störung, das Vorliegen konkreter 
unfallfremder Faktoren oder der Zeitablauf von Bedeutung sind (SVR 2007 
UV Nr. 8 S. 28 E. 2.2).

2.3 Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz 
den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative 
und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, 
abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von 
deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder an-
ders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden 
zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn 
hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten er-
gebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 
E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien 
(BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2009 IV Nr. 4 
S. 7 E. 4.2.2).

Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Untersuchungsgrund-
satz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffs-
notwendig aus, da es Sache des Gerichts – und der verfügenden 
Behörde – ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu 
sein. Die Parteien tragen mithin in diesem Verfahrensbereich in der Regel 
eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid 
zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst 
Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, durch die Beweiswürdigung ei-
nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 S. 222).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 11

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.6 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

2.7 Die versicherte Person hat von Bundesrechts wegen keinen formel-
len Anspruch auf Beizug eines versicherungsexternen Gutachtens, wenn 
Leistungsansprüche streitig sind. Es ist auch im Lichte der von Art. 6 Ziff. 1 
EMRK gewährleisteten Verfahrensgarantien grundsätzlich zulässig, den 
Entscheid ausschlaggebend oder gar ausschliesslich auf verwaltungsinter-
ne Abklärungen zu stützen (BGE 123 V 175 E. 3d S. 176, 122 V 157 E. 2c 
S. 165). Urteilt das Gericht indessen abschliessend gestützt auf Beweis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 12

grundlagen, die aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger 
stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

2.8 Aktengutachten sind nach der Praxis nicht zu beanstanden, wenn 
die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärti-
gen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersu-
chungsbefund muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund 
vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können 
(RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

3.

3.1 Gemäss Arztzeugnis UVG von Dr. med. L.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, erlitt der Beschwerdeführer am 7. Februar 
2012 bei einem Skiunfall ein Hyperextensionstrauma der Halswirbelsäule 
mit in der Folge vollständiger Arbeitsunfähigkeit. Anlässlich eines Röntgens 
der Halswirbelsäule vom 14. Februar 2012 konnte eine Fraktur ausge-
schlossen werden. Röntgenologisch wurden moderate degenerative Ver-
änderungen mit Punctum Maximum im Bereich C5/C6 festgestellt. Dr. med. 
L.________ empfahl in der Folge eine Abklärung in der Rehaklinik 
D.________ (AB 14 i.V.m. AB 21).

3.2 Am 24. Juli 2012 fand in der Rehaklinik D.________ ein neurologi-
sches Konsilium statt, nachdem anlässlich eines ambulanten Assessments 
festgestellt worden war, dass der Versicherte am 9. Februar 2012 einen 
zweiten Unfall erlitten hatte mit länger dauernder Bewusstlosigkeit und ei-
ner wahrscheinlich eine Stunde dauernden Amnesie (vgl. AB 31, 33, sowie 
AB 38 S. 18 ff.). Anlässlich des neurologischen Konsiliums wurden beim 
Beschwerdeführer bezüglich des Unfalls vom 7. Februar 2012 ein Hyperex-
tensionstrauma der Halswirbelsäule sowie eine Schädelprellung diagnosti-
ziert. Bezüglich des Unfalls vom 9. Februar 2012 wurden eine Schädelprel-
lung rechts frontoparietal sowie ein Verdacht auf eine leichte traumatische 
Hirnverletzung (LTHV) diagnostiziert. Den Diagnosekriterien nach habe der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 13

Patient bereits beim Skiunfall am 7. Februar 2012 eine leichte traumatische 
Hirnverletzung erlitten mit wahrscheinlich sehr kurzzeitiger Bewusstlosig-
keit, jedoch über Stunden dauernder leichter situativer Desorientiertheit 
basierend auf offensichtlich mnestischen Lücken. Zwei Tage später sei es 
durch einen Sturz auf Glatteis klinisch zu einer erneuten leichten traumati-
schen Hirnverletzung mit länger dauernder Bewusstlosigkeit gekommen, 
immerhin habe diese angehalten, bis sein feuchtes Hemd gefroren gewe-
sen sei, was auf eine eine Stunde dauernde Amnesie von 23 Uhr bis Mit-
ternacht schliessen lasse. Der Patient habe seither seine Arbeit nicht wie-
der aufgenommen. Der Patient berichte über eine noch ausgeprägte Er-
schöpfbarkeit, Leistungsminderung, Konzentrationsstörungen und Druck-
kopfschmerzen frontal, welche am ehesten als chronische Spannungskopf-
schmerzen einzuordnen seien. Aufgrund der stattgefundenen Ereignisse 
sei eine zerebrale Bildgebung indiziert, um eine höhergradige Hirnverlet-
zung auszuschliessen. Die Indikation für eine neuropsychologische Unter-
suchung sei gegeben (vgl. AB 38 S. 18 – 20).

3.3 Am 27. Juli 2012 erfolgte in der Rehaklinik D.________ eine psy-
chosomatische Abklärung. Bis auf eine rasche kognitive Ermüdbarkeit und 
Konzentrationsstörungen wurden dabei psychische Symptome verneint. 
Dementsprechend sei von keiner psychischen Störung auszugehen. Eine 
Suchtthematik sei ebenfalls negiert worden. Es hätten sich eine recht gute 
psychosoziale Situation und eine unauffällige Anamnese gezeigt. Vor die-
sem Hintergrund sei eine Somatisierung als eher unwahrscheinlich zu be-
trachten und die Symptome bildgebend weiter abzuklären (vgl. AB 38 S. 23 
und 27). 

3.4 Am 3. August 2012 wurden ein MRI des Gehirns und der Halswir-
belsäule durchgeführt. Das MRI des Gehirns zeigte keine Diffusionsrestrik-
tionen und somit keine frischen Läsionen. Es fanden sich beidseits supra-
tentoriell in der weissen Substanz peripher subkortikal gelegene unspezifi-
sche T2-Hyperintensitäten. Diese würden am ehesten alten Mikroinfarkten 
entsprechen. Die Befunde seien ausgeprägter als im Altersdurchschnitt 
(AB 38 S. 11). Bei der HWS fanden sich geringe Segmentdegenerationen 
C5/6 und C6/7 ohne relevante Einengung (AB 38 S. 12).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 14

3.5 Am 17. August 2012 fand eine neuropsychologische Untersuchung 
statt. Bezüglich des Unfalls vom 7. Februar 2012 wurden anlässlich dieser 
Untersuchung ein Hyperextensionstrauma der HWS, eine Schädelprellung 
sowie eine leichte traumatische Hirnverletzung diagnostiziert. Bezüglich 
des Unfalls vom 9. Februar 2012 wurden eine Schädelprellung rechts 
frontoparietal sowie ebenfalls eine leichte traumatische Hirnverletzung dia-
gnostiziert. Im Rahmen der zweistündigen neuropsychologischen Untersu-
chung konnten testpsychologisch keine kognitiven Defizite objektiviert wer-
den. Allerdings sei anzumerken, dass die Ergebnisse einzelner Tests im 
unteren Durchschnittsbereich lägen, was als Ausdruck der vom Patienten 
im Alltag subjektiv erlebten Einschränkungen gewertet werden könne. Die 
Symptomvalidierung habe gänzlich unauffällige Testergebnisse ergeben, 
so dass Verdeutlichungs- und Aggravationstendenzen mit hoher Wahr-
scheinlichkeit ausgeschlossen werden könnten. Die vom Patienten im All-
tag subjektiv erlebten Beschwerden seien demzufolge als authentisch zu 
werten. Sollten sich diese bis im November 2012 nicht zurückgebildet ha-
ben, sei dem Patienten empfohlen worden, nochmals im neuropsychologi-
schen Dienst der Rehaklinik D.________ vorstellig zu werden (AB 38 
S. 16). 

3.6 Im Austrittsbericht der Rehaklinik D.________ vom 3. September 
2012 wurden als Diagnosen bezüglich Unfall vom 7. Februar 2012 erneut 
ein Hyperextensionstrauma der HWS, eine Schädelprellung sowie eine 
leichte traumatische Hirnverletzung festgehalten und bezüglich Unfall vom 
9. Februar 2012 eine Schädelprellung rechts frontoparietal sowie eine 
leichte traumatische Hirnverletzung diagnostiziert. Das Ausmass der physi-
schen Einschränkung lasse sich mit den in der klinischen Untersuchung 
und der bildgebenden Abklärung objektivierbaren pathologischen Befunden 
sowie den Diagnosen erklären. Sie interpretierten einen Teil des Be-
schwerdebildes im Rahmen eines myofaszialen Schmerzsyndroms im 
Schulter-Nacken-Bereich bei entsprechenden Weichteilbefunden. Zusätz-
lich zeige ein MRI der HWS degenerative Veränderungen im Bereich C5/6 
und C6/7. Aus neuropsychologischer Sicht sei die Prognose der leichten 
traumatischen Hirnverletzung grundsätzlich positiv. Gemäss Literatur sei 
bei mehreren konsekutiven leichten traumatischen Hirnverletzungen mit 
einem prolongierten Heilungsverlauf von zirka sechs bis neun Monaten zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 15

rechnen. Sollten sich die Beschwerden, wie kognitive Defizite, Kopf-
schmerzen und Schwindel, bis November 2012 nicht zurückgebildet haben, 
sei dem Patienten empfohlen worden, sich nochmals im neuropsychologi-
schen Dienst der Rehaklinik D.________ vorzustellen. Weitere therapeuti-
sche Massnahmen seien aus neuropsychologischer Sicht und insbesonde-
re auch in kognitiver Hinsicht zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig. Die 
angestammte berufliche Tätigkeit als … sei aus unfallkausaler Sicht noch 
nicht vollumfänglich zumutbar. Sie würden eine berufliche Wiedereingliede-
rung im Sinne einer Arbeitsaufnahme zur Anpassung und Angewöhnung an 
die Arbeit mit zunächst 50% Präsenz empfehlen. Im Verlauf sei die Arbeits-
fähigkeit durch die Hausärztin in Absprache mit dem Patienten und dem 
Arbeitgeber anhand der tatsächlich erbrachten Leistung festzulegen. Zu 
gegebener Zeit werde auch eine Leistungsprüfung durch die SUVA am 
Arbeitsplatz empfohlen. Die Prognose für einen erfolgreichen beruflichen 
Wiedereinstieg erachteten die Ärzte bei diesem sehr motivierten Patienten 
als positiv (AB 38 S. 21 ff.).

3.7 Eine kardiologische Abklärung des Versicherten vom 11. September 
2012 im Spital E.________ ergab als Diagnosen eine Hypertensive Herz-
erkrankung, eine Ektasie der Aorta ascendens sowie kardiovaskuläre Risi-
kofaktoren. Eine relevante strukturelle koronare Herzerkrankung konnte 
weitgehend ausgeschlossen werden. Es wurde eine Abklärung der pulmo-
nalen Problematik empfohlen (AB 58 S. 2 – 3). Eine solche fand in der Fol-
ge bei Dr. med. M.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie 
für Pneumologie FMH, statt. Gemäss dessen Bericht vom 11. Januar 2013 
konnte dabei keine für die subjektiv vermehrte Tagesmüdigkeit erklärende, 
schlafassoziierte Atemstörung objektiviert werden. Es sei grundsätzlich 
denkbar, dass die monierte Ermüdbarkeit mit dem erlittenen leichten Schä-
delhirntrauma erklärt sei (AB 80; vgl. auch AB 83).

3.8 In ihren ärztlichen Zwischenberichten an die SUVA hielt die 
Hausärztin als Diagnose einen Zustand nach zweimaliger Schädelprellung 
im Februar 2012 mit leichten Hirnverletzungen fest und attestierte dem Be-
schwerdeführer gestützt auf diese Diagnose bis zum 31. Dezember 2012 
eine volle und ab dem 1. Januar 2013 eine halbe Arbeitsunfähigkeit (vgl. 
AB 65, 74).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 16

3.9 Am 8. Februar 2013 unterbreitete der zuständige Sachbearbeiter 
dem Kreisarzt Dr. med. F.________ verschiedene Fragen, welche dieser in 
der Folge gestützt auf die Akten zumindest teilweise beantwortete. Die 
Frage nach den aktuellen Beschwerden beantwortete er nicht. Auf die Fra-
ge, ob von einer weiteren ärztlichen Behandlung noch eine erhebliche Bes-
serung zu erwarten sei, antwortete er mit: «Nein». Die Frage, welchen Be-
schwerden ein organisches Substrat im Sinne einer unfallbedingten struktu-
rellen Veränderung fehlen würde, beantwortete er mit: «Allen». Ebenso die 
Frage, welche der Beschwerden auch psychisch verursacht werden könn-
ten. Auf die Frage, welche Beschwerden mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit unfallfremd seien, listete er: «Hypertonie, Pneumopathie, degenera-
tive Veränderungen der HWS, alte Mikroinfarkte im Hirn, Adipositas» auf. 
Zudem merkte er an, es gäbe keine unfallbedingte strukturelle Läsion, wel-
che eine Arbeitsunfähigkeit erklären könnte (AB 84).

4.

4.1 Die Ärzte der Rehaklinik D.________ kamen aufgrund ihrer Ab-
klärungen zum Schluss, die Beschwerden des Beschwerdeführers seien 
authentisch und eine Somatisierung sei als eher unwahrscheinlich zu be-
trachten (AB 38 S. 16 und 23). In der Folge hielten sie in ihrem Austrittsbe-
richt vom 3. September 2012 explizit fest, das Ausmass der physischen 
Einschränkung lasse sich mit den in der klinischen Untersuchung und der 
bildgebenden Abklärung objektivierbaren pathologischen Befunden sowie 
den Diagnosen erklären. Aus neuropsychologischer Sicht sei die Prognose 
der leichten traumatischen Hirnverletzung grundsätzlich positiv. Sollten sich 
die Beschwerden bis November 2012 jedoch nicht zurückgebildet haben, 
sei dem Beschwerdeführer empfohlen worden, sich nochmals im neuro-
psychologischen Dienst der Rehaklinik D.________ vorzustellen (AB 38 
S. 24). Die angestammte berufliche Tätigkeit als … sei dem Beschwerde-
führer aus unfallkausaler Sicht noch nicht vollumfänglich zumutbar. Sie 
würden eine berufliche Wiedereingliederung im Sinne einer Arbeitsaufnah-
me zur Anpassung und Angewöhnung an die Arbeit mit zunächst 50% Prä-
senz empfehlen. Im Verlauf sei die Arbeitsfähigkeit durch die Hausärztin in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 17

Absprache mit dem Patienten und dem Arbeitgeber anhand der tatsächlich 
erbrachten Leistung festzulegen (AB 38 S. 25; vgl. E. 3.3 – 3.6 hiervor).

4.2 Der Beschwerdeführer wurde in der Folge von seiner Hausärztin bis 
zum 31. Dezember 2012 weiterhin zu 100% und ab dem 1. Januar 2013 zu 
50% arbeitsunfähig geschrieben (vgl. E. 3.8 hiervor). Zwischenzeitlich fan-
den lediglich eine kardiologische sowie pneumologische Abklärungen statt, 
welche keine neuen Erkenntnisse im Hinblick auf die von der Rehaklinik 
D.________ als zumindest teilweise unfallkausal beurteilten Beschwerden 
des Beschwerdeführers erbrachten (AB 58 S. 2 – 3, AB 80, AB 83). Trotz 
fehlender Rückbildung der betreffenden Beschwerden bis November 2012 
fanden in der Folge weder eine nochmalige Vorstellung in der Rehaklinik 
D.________, noch eine anderweitige interdisziplinäre Abklärung und Beur-
teilung durch Fachärzte statt, obwohl eine solche von der Rehaklinik 
D.________ empfohlen und angesichts des geklagten Beschwerdebildes 
sowie der Beschwerdepersistenz gemäss höchstrichterlicher Rechtspre-
chung angezeigt gewesen wäre (vgl. BGE 134 V 109 E. 9.3 f. S. 124). 
Stattdessen unterbreitete der zuständige Sachbearbeiter das Dossier mit 
entsprechenden Fragen für eine Kurzbeurteilung dem Kreisarzt Dr. med. 
F.________, welcher ohne erkennbare Auseinandersetzung mit den ab-
weichenden Beurteilungen in den Akten die ihm unterbreiteten Fragen – 
soweit überhaupt – äusserst knapp mit Antworten versah (siehe AB 84). 
Indem die Beschwerdegegnerin in der Folge einzig gestützt auf diese von 
der früheren Beurteilung durch die Ärzte der Rehaklinik D.________ wie 
auch der Hausärztin abweichende Kurzbeurteilung durch den Kreisarzt und 
ohne aktuelle Untersuchung des Beschwerdeführers ihre Leistungen ein-
stellte, ist sie ihrer Abklärungspflicht im Rahmen des Untersuchungsgrund-
satzes nicht hinreichend nachgekommen.

4.3 Im Rahmen des Einspracheverfahrens reichte der Beschwerdefüh-
rer der Beschwerdegegnerin einen Bericht des Neurologen und Psychiaters 
Dr. med. H.________ ein, welcher von einer erlittenen schweren Commotio 
ausging und hinsichtlich der Leistungseinbussen sinngemäss eine teilweise 
Unfallkausalität bejahte, indem er ausführte, das Gehirn brauche oft einfach 
viel Zeit und es sei gegebenenfalls eine nochmalige Reha in den 
D.________ Kliniken zu überlegen (vgl. AB 108 S. 5). Der Einsprache-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 18

dienst hat sich in der Folge, ohne dass er aktenkundig Rücksprache mit 
den versicherungsinternen medizinischen Diensten genommen hätte, über 
diese Beurteilung im Rahmen der Beweiswürdigung hinweggesetzt. Im 
Lichte der prognostischen Einschätzungen und Empfehlungen der Ärzte 
der Rehaklinik D.________ und dem Umstand, dass eine Teilursächlichkeit 
für das Fortbestehen der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin genügt, 
hätte sich spätestens im Einspracheverfahren angesichts der komplexen 
multifaktoriellen Beschwerdesymptomatik namentlich mit Bezug auf die 
ebenfalls erfolgte Einstellung der Heilbehandlung eine externe Begutach-
tung oder zumindest eine Klärung der Verhältnisse durch die versiche-
rungsinternen medizinischen Dienste aufgedrängt. Nachdem die Be-
schwerdegegnerin eine solche Klärung vor Erlass des angefochtenen Ein-
spracheentscheids nicht veranlasst hat, hat sie den medizinischen Sach-
verhalt nicht hinreichend abgeklärt. Die Notwendigkeit einer solchen 
Klärung hat die Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren insofern 
anerkannt, als sie vor Einreichung ihrer Beschwerdeantwort ihren versiche-
rungsinternen medizinischen Dienst mit einer neurologischen und orthopä-
dischen Aktenbeurteilung beauftragt hat. 

4.4 Aus prozessökonomischen Gründen können trotz der devolutiven 
Wirkung einer Beschwerde vom Versicherungsträger während des gericht-
lichen Verfahrens unter gewissen Voraussetzungen ergänzende Abklärun-
gen getroffen werden. Indem die Invalidenversicherung im vorliegenden 
Fall jedoch parallel dazu eine umfassende polydisziplinäre Untersuchung 
angekündigt hat, in deren Rahmen aufgrund der Anträge des Beschwerde-
führers auch die vorliegend interessierenden Fragen der Unfallkausalität 
geklärt werden sollen, ist eine besondere Konstellation eingetreten, die die 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids samt Zuwarten bis zum Vorlie-
gen des Gutachtens rechtfertigt. Denn die von der Beschwerdegegnerin – 
womöglich auf Druck und in Kenntnis der von der IV-Stelle Bern angeord-
neten polydisziplinären Abklärung – während des vorliegenden Verfahrens 
veranlasste Beurteilung beruht nicht auf einer persönlichen Untersuchung, 
anlässlich welcher allenfalls ergänzende Angaben zum jeweiligen Ereignis-
verlauf erhoben werden könnten. Die Beschwerde ist deshalb insofern gut-
zuheissen, als der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die 
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, zwecks Abwartens 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 19

des von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenen polydisziplinären 
Gutachtens und anschliessend erneuter Beurteilung ihrer Leistungspflicht. 
Da der Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde auch bei einer 
Rückweisung der Sache andauert (vgl. BGE 129 V 370), erleidet die Be-
schwerdegegnerin durch dieses Vorgehen keinen Nachteil und dem Be-
schwerdeführer geht keine Instanz verloren. In diesem Sinne ist der ange-
fochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Beschwerdegegnerin 
anzuweisen, nach Vorliegen des von der Invalidenversicherung in Auftrag 
gegebenen polydisziplinären Gutachtens über die Streitsache erneut zu 
entscheiden.

5.

5.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Ver-
bindung mit Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben. 

5.2 Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und oh-
ne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und 
nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG).

Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikostenersatz 
bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen im Sinne von BGE 135 I 1 
sowie Rechtsschutzversicherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden 
aufgrund eines allgemeingültigen pauschalisierten Stundenansatzes fest-
gesetzt, welcher im konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert 
wird. Der Stundenansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertre-
tung festgelegt, wobei als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch 
Juristinnen und Juristen sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialver-
sicherungsexpertinnen und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte 
Vertretung gelten alle übrigen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. dazu 
Rundschreiben vom 16. Dezember 2009, im Internet abrufbar unter 
www.justice.be.ch). Im Falle der Vertretung durch eine gemeinnützig tätige 
Rechtsberatungsstelle im Sinne von BGE 135 I 1 wird der Stundenansatz 
bei einer fachlich qualifizierten Vertretung auf Fr. 130.-- festgelegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 20

Vorliegend wurde der Beschwerdeführer durch Rechtsanwältin Dr. iur. 
C.________ vom B.________, einer gemeinnützig tätigen Rechtsbera-
tungsstelle im Sinne von BGE 135 I 1, vertreten. Mit Kostennote vom 3. Ju-
ni 2014 wurde ein Aufwand von 10 Stunden 15 Minuten à Fr. 130.-- 
(= Fr. 1‘332.50) zuzüglich Fr. 35.-- Auslagen und Fr. 109.40 Mehrwertsteu-
er, total Fr. 1‘476.90, geltend gemacht, was nicht zu beanstanden ist. Die 
Parteientschädigung wird damit auf Fr. 1‘476.90 festgesetzt; diesen Betrag 
hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der SUVA vom 24. Oktober 2013 aufgehoben und die 
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen zum weiteren 
Vorgehen im Sinne der Erwägungen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘476.90 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Okt. 2014, UV/13/1051, Seite 21

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.