# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0cc3e05a-df94-562d-8e5f-d72fbb139124
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 31.01.2012 PS110248
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS110248_2012-01-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Nachlassbehörde  
 

 

Geschäfts-Nr.: PS110248-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Diggelmann und Oberrichterin Prof. Dr. iur. P. Higi sowie Ge-

richtsschreiberin lic. iur. K. Wili. 

Urteil vom 31. Januar 2012 

in Sachen 

 

A._____ AG,  

Gesuchstellerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,  

 

betreffend 
Genehmigung im Sinne von Art. 1176 OR 

- 2 - 

Erwägungen: 
 

I. 

1. Mit Eingabe vom 22. Dezember 2011 reichte die A._____ AG (nachfol-

gend Gesuchstellerin genannt) ein Gesuch um Genehmigung im Sinne von 

Art. 1176 OR ein. Sie beantragt, es seien die von den Anleihensgläubigern an-

lässlich der Gläubigerversammlung vom 10. November 2011 und unter Nachrei-

chung der Zustimmungserklärungen innerhalb von zwei Monaten am 19. Dezem-

ber 2011 beschlossenen Anpassungen der Anleihensbedingungen betreffend die 

von der A._____ AG, B._____ [Ortschaft], emittierte Fr. 70'000'000 Wandelanlei-

he mit einem Coupon von 2.875 %, fällig am 20. Dezember 2012 (recte: Februar), 

zu genehmigen (act. 1). 

2. Die zur Genehmigung vorgelegten fünf Beschlüsse der Anleihensgläu-

biger haben den folgenden Wortlaut (Resolutions 1-5, act. 3/2 Anhang IV): 

 

- 3 - 

 

 

 

- 4 - 

 

 

 

- 5 - 

3. Nachdem die Gesuchstellerin den ihr mit Verfügung vom 29. Dezem-

ber 2011 auferlegten Kostenvorschuss für das Genehmigungsverfahren rechtzei-

tig geleistet hatte (act. 7-9), wurde in Anwendung von Art. 1176 Abs. 3 OR mit 

Verfügung vom 10. Januar 2011 eine mündliche Verhandlung auf den 31. Janu-

ar 2012 angesetzt (act. 10). Die Zeit der Verhandlung wurde am tt.mm.2012 im 

Schweizerischen Handelsamtsblatt öffentlich bekannt gemacht, mit der Anzeige 

an die Anleihensgläubiger, dass sie ihre Einwendungen schriftlich oder in der 

Verhandlung mündlich anbringen können (act. 12). Schriftliche Einwendungen 

gingen keine ein. 

4. An der Verhandlung vom 31. Januar 2012 erschienen Rechtsanwalt 

Dr. X._____ namens und in Begleitung der Gesuchstellerin sowie ein Finanzbera-

ter der C._____ [Bank]. Von den Anleihensgläubigern erschien niemand (Prot. 

S. 4). Mit Eingabe vom 27. Januar 2012 und anlässlich der Verhandlung reichte 

die Gesuchstellerin weitere Unterlagen ein (act. 15-17). 

II. 

1.1 Art. 1176 Abs. 1 OR sieht vor, dass Beschlüsse der Anleihensgläubi-

gergemeinschaft für ihre Wirksamkeit gegenüber den nicht zustimmenden Anlei-

hensgläubiger von der oberen kantonalen Nachlassbehörde zu genehmigen sind, 

wenn sie einen Eingriff in die Gläubigerrechte gemäss Art. 1170 OR enthalten 

(BSK OR II-STEINMANN/REUTTER, 3. Aufl. 2008, Art. 1176 N 3).  

1.2 Die in Art. 1170 OR vorgesehenen gesetzlichen Massnahmen lassen 

sich in die Kategorien Abänderung der Zahlungsmodalitäten, Veränderung der 

Substanz der Forderung und Änderung der Sicherheiten gliedern (BSK OR II-

STEINMANN/REUTTER, 3. Aufl. 2008, Art. 1170 N 4).  

1.3 Die vorliegend zu genehmigenden Beschlüsse 1-5 betreffen im We-

sentlichen die Zahlungsmodalitäten, die Laufzeit der Anleihe und die Sicherheiten 

(act. 1 S. 6, act. 3/2 Anhang II S. 3 und Anhang IV, Prot. S. 8 ff.; vgl. E. I.2 vorste-

hend). Konkret wurde beschlossen, dass 50 % des Nominalwertes pro ausste-

hender Wandelobligation per 20. Februar 2012 bar ausbezahlt wird, die Fälligkeit 

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der verbleibenden 50 % des Nominalwerts für 3 Jahre (Fälligkeitsdatum 

20. Februar 2015) gestundet und mit einem Zuschlag von 50 % zurückbezahlt 

werden, die Fälligkeit der Zinszahlungen bis zum 20. Februar 2015 gestundet 

wird, die Coupons per 20. Februar 2012 von 2.875 % auf 5.75 % verdoppelt wer-

den und der Wandlungspreis per 20. Februar 2012 von Fr. 175 auf Fr. 8.21 redu-

ziert wird. Des Weiteren wurde die Nachrangigkeit der gestundeten Wandelobliga-

tionen, die Erweiterung der Event of Default, die Aufhebung der Negative Pledge-

Klausel und die Stundung der Fälligkeit der frühzeitigen Rückzahlungsforderung 

durch die Anleihensgläubiger im Falle einer Reverse Takeover-Transaktion be-

schlossen.  

1.4 Die vorliegenden Änderungen der Anleihensbedingungen betreffen 

damit alle drei vorgesehenen Kategorien, im Einzelnen Art. 1170 Abs. 1 Ziff. 1, 5, 

7 und 9 OR. Es handelt sich somit um Beschlüsse, welche Eingriffe in die Gläubi-

gerrechte im Sinne von Art. 1170 OR darstellen. Sie sind deshalb für ihre Wirk-

samkeit genehmigungsbedürftig. 

Die örtliche Zuständigkeit für den beantragten Genehmigungsbeschluss rich-

tet sich nach Art. 19 ZPO; zuständig sind die Gerichte am Sitz der Gesuchstelle-

rin, mithin die Gerichte des Kantons Zürich. 

1.5 Sachlich zuständig für die Genehmigung dieser Beschlüsse ist die obe-

re kantonale Nachlassbehörde, welche gemäss Art. 4 Abs. 1 ZPO i.V.m. § 20 EG 

SchKG und § 48 GOG das Obergericht ist. Das Verfahren richtet sich nach den 

Bestimmungen der schweizerischen ZPO (Art. 1 lit. c ZPO).  

2.1 Die Frist zur Beantragung der Genehmigung beträgt einen Monat und 

läuft ab dem Zeitpunkt, in welchem die Gesuchstellerin von den Beschlüssen 

Kenntnis erhielt (Art. 1176 Abs. 2 OR; ZR 103 [2004] Nr. 15 E. 2.c).  

2.2 Die Gläubigerversammlung fand am 10. November 2011 statt. Inner-

halb der vorgesehenen Frist von zwei Monaten wurden die weiteren Zustim-

mungserklärungen gemäss Art. 1172 Abs. 2 OR beigebracht (act. 3/2). Die Be-

schlüsse wurden am 19. Dezember 2011 öffentlich beurkundet (act. 3/2). Mit Ein-

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gabe vom 22. Dezember 2011 (eingegangen am 23. Dezember 2011) wurde die 

Monatsfrist gewahrt. 

3. Art. 1177 OR umschreibt in einem Negativkatalog die materiellen Vo-

raussetzungen für die Genehmigung eines Beschlusses der Anleihensgläubiger-

gemeinschaft. Demnach darf die Genehmigung nur verweigert werden, 

1. wenn die Vorschriften über die Einberufung und das Zustandekommen 

der Beschlüsse der Gläubigerversammlung verletzt worden sind; 

2. wenn der zur Abwendung einer Notlage des Schuldners gefasste Be-

schluss sich als nicht notwendig herausstellt; 

3. wenn die gemeinsamen Interessen der Anleihensgläubiger nicht genü-

gend gewahrt sind; oder 

4. wenn der Beschluss auf unredliche Weise zustande gekommen ist. 

Durch die behördliche Genehmigung wird erreicht, dass Mehrheitsbeschlüs-

se der Gläubigergemeinschaft auch für die nicht zustimmenden Gläubiger ver-

bindlich sind. Art. 1177 OR ist einschränkend auszulegen. Trotzdem hat die Ge-

nehmigungsbehörde auch die objektive Zweckmässigkeit des Beschlusses abzu-

klären, mithin die materielle Angemessenheit zu prüfen. Die Verletzung der for-

mellen Voraussetzungen für das gültige Zustandekommen des Quorumsbe-

schlusses führt – dem Schutzgedanken der unterlegenen Gläubiger entspre-

chend – zwingend zur Verweigerung der Genehmigung. Die Genehmigungsbe-

hörde hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und trotz Untätigblei-

ben der nicht zustimmenden Gläubiger im Genehmigungsverfahren die Genehmi-

gung zu verweigern, falls sie einen der Verweigerungsgründe von Art. 1177 OR 

feststellt (ZR 103 [2004] Nr. 15 E. 3). 

4.1 Vorausgesetzt ist vorab, dass die Vorschriften über die Einberufung der 

Gläubigerversammlung eingehalten wurden. Massgebend sind die Art. 1165 und 

Art. 1169 OR sowie die Verordnung über die Gläubigergemeinschaft bei Anlei-

hensobligationen vom 9. Dezember 1949 (SR 221.522.1, nachfolgend GGV). Zum 

Schutz der Gläubiger regelt die GGV die Einladung und Traktandierung der Gläu-

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bigerversammlung. Die Einberufung der Obligationäre zur Gläubigerversammlung 

erfolgt durch mindestens zweimalige öffentliche Auskündigung im Handelsamts-

blatt und in den durch die Anleihensbedingungen angegebenen öffentlichen Blät-

tern. Dabei muss die zweite öffentliche Bekanntmachung mindestens zehn Tage 

vor dem Versammlungstermin erfolgen (Art. 1 Abs. 1 GGV). Mit der Bekanntma-

chung beziehungsweise mit der Einladung oder allenfalls separat mindestens 

zehn Tage zum Voraus sind die Traktanden ihrem wesentlichen Inhalt nach be-

kanntzugeben (Art. 2 GGV). An der Abstimmung teilnehmen können nur Perso-

nen, die sich bei der Urkundsperson über ihre Stimmberechtigung ausgewiesen 

haben (Art. 3 Abs. 1 GGV). Über die Teilnehmer wird ein Verzeichnis angelegt 

(Art. 4 Abs. 1 GGV). Über jeden Beschluss ist eine öffentliche Urkunde zu errich-

ten, wobei ihr das Teilnehmerverzeichnis beizufügen ist (Art. 6 Abs. 1 und 

2 GGV).  

4.2 Die Anleihensbedingungen sehen vorliegend keine anderen öffentli-

chen Blätter als das Handelsamtsblatt vor, in denen die Auskündigung zu veröf-

fentlichen wäre (act. 16/2). Die Einladung zur Gläubigerversammlung am 

10. November 2011 samt Tagesordnung, Hintergrundinformation und den Entwür-

fen für die Beschlüsse 1-5 wurde am tt. und tt.mm.2011 im Schweizerischen Han-

delsamtsblatt veröffentlicht und von der Clearing Stelle D._____ AG am 

tt. Oktober 2011 an die Anleihensgläubiger geschickt (act. 3/2 S. 2 und An-

hang II). Die zehntägige Frist wurde damit eingehalten. Der Antrag für den Be-

schluss 1 wurde nach der Auskündung von der Gesuchstellerin allerdings noch 

abgeändert. Die zugunsten der Anleihensgläubiger gemachten Änderungen bein-

halten indes lediglich die Erhöhung des Rückzahlungspreises für die per 

20. Februar 2015 fällige Hälfte von 100 % auf 150 % sowie die Streichung des je-

derzeitigen Rückzahlungsrechts der Gesuchstellerin (act. 1 S. 4, act. 3/2 An-

hang II und Anhang IV, act. 3/3, Prot. S. 8 f.). Die Änderungen betreffen damit 

nicht den wesentlichen Inhalt des entsprechenden Beschlusses. 

4.3 Die Beschlussfassung anlässlich der Gläubigerversammlung mit den 

rechtzeitig nachgereichten Zustimmungserklärungen wurde öffentlich beurkundet; 

ein Teilnehmerverzeichnis für die Gläubigerversammlung und die nachgereichten 

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Erklärungen wurde erstellt und beigelegt (act. 3/2 inkl. Anhänge). Die Gesuchstel-

lerin ist damit auch den weiteren Anforderungen nachgekommen. 

4.4 Zudem müssen die Beschlüsse die erforderlichen Quoren gemäss 

Art. 1170 OR erreicht haben. Die öffentlich beurkundeten Beschlüsse der Gläubi-

gerversammlung der Anleihensgläubiger und der nachträglichen Zustimmungser-

klärungen vom 19. Dezember 2011 betreffend Anpassung der Anleihensbedin-

gungen halten folgende Stimmabgaben fest (act. 3/2 S. 2-4): Von den insgesamt 

14'000 ausgegebenen Obligationen mit einem Gesamtnennwert von 

Fr. 70'000'000 sind abzüglich der von der Gesuchstellerin zurückgekauften 6'811 

Obligationen mit einem Nennwert von Fr. 34'055'000, die gemäss Art. 1167 

Abs. 2 OR nicht stimmberechtigt sind, 7'189 Obligationen mit einem Gesamt-

nennwert von Fr. 35'945'000 stimmberechtigt. Von diesen im Umlauf befindlichen 

Obligationen wurden anlässlich der Gläubigerversammlung vom 10. Novem-

ber 2011 Ja-Stimmen im Umfang von 3'663 für Beschluss 1, 3'693 für Be-

schluss 2, 3'691 für Beschluss 3, 3'517 für Beschluss 4 und 3'564 für Beschluss 5 

sowie Nein-Stimmen im Umfang von 20 für Beschluss 1, 0 für Beschluss 2, 0 für 

Beschluss 3, 174 für Beschluss 4 und 119 für Beschluss 5 abgegeben. Mit den 

nachgereichten Zustimmungserklärungen vom 19. Dezember 2011 wurden je-

weils 1'465 Ja-Stimmen und keine Nein-Stimmen für alle Beschlüsse abgegeben. 

Das erforderliche 2/3-Quorum (4'792) wurde daher mit 5'128 (Beschluss 1), 5'158 

(Beschluss 2), 5'156 (Beschluss 3), 4'982 (Beschluss 4) und 5'029 (Beschluss 5) 

Ja-Stimmen zu 20 (Beschluss 1), 0 (Beschluss 2), 0 (Beschluss 3), 174 (Be-

schluss 4) und 119 (Beschluss 5) Nein-Stimmen erreicht; die Beschlüsse 1-5 

wurden gültig gefasst.  

5.1 Im Weiteren müssen die gefassten Beschlüsse zur Abwendung einer 

eingetretenen oder drohenden Notlage der Gesuchstellerin notwendig und geeig-

net erscheinen (BSK OR II-STEINMANN/REUTTER, 3. Aufl. 2008, Art. 1177 N 4). Die 

Beschlüsse müssen mindestens dem Sinn nach zur Abwendung einer Notlage 

der Gesuchstellerin gefasst worden sein (BSK OR II-STEINMANN/REUTTER, 

3. Aufl. 2008, Art. 1177 N 3). Eine Notlage ist bereits gegeben, wenn der Schuld-

ner nicht in der Lage ist, die Anleihe zurückzubezahlen (BGE 89 II 344 E. 3,  

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bestätigt in BGer 7B.156/2006 E. 3.4 vom 13. Oktober 2006) oder ein Zinsbetreff-

nis aufzubringen (BSK OR II-STEINMANN/REUTTER, 3. Aufl. 2008, Art. 1177 N 4).  

5.2 Die Gesuchstellerin macht geltend, der Nominalwert der nicht von der 

Gesuchstellerin gehaltenen Wandelanleihe in der Höhe von Fr. 38'800'000 über-

steige die flüssigen und geldnahen Mittel, Finanzanlagen und Forderungen in Hö-

he von insgesamt Fr. 33'700'000. Auf Grund des vom 1. Januar bis 30. Septem-

ber 2011 erwirtschafteten Reinverlusts in Höhe von Fr. 16'130'000, der sich ge-

genüber dem Vorjahr dramatisch vergrössert habe, bestehe eine sehr grosse 

Wahrscheinlichkeit, dass die Rückzahlung der Anleihe, welche am 20. Fe-

bruar 2012 fällig werden, unmöglich sei beziehungsweise die Gesuchstellerin in 

eine Notlage versetze. Die Gesuchstellerin habe die gefassten Beschlüsse ge-

genüber den Anleihensgläubigern daher zur Abwendung einer drohenden Notlage 

beantragt (act. 1 S. 6). Anlässlich der Verhandlung vom 31. Januar 2012 ergänzte 

die Gesuchstellerin präzisierend, dass sie mit der Fälligkeit der Anleihe am 

20. Februar 2012 illiquid und der Konkurs unvermeidbar würde (Prot. S. 11 f.). Mit 

der Änderung der Anleihensbedingungen könnte diese Konsequenz abgewendet 

werden. Denn mit den beschlossenen Änderungen würde es für einen möglichen 

Geldgeber attraktiver, in sie zu investieren. Damit bestehe alternativ zur bisher 

nicht realisierbaren Auslizenzierung des Hauptproduktes der Gesuchstellerin die 

Möglichkeit, mit solchen neuen finanziellen Mitteln dieses innovative Produkt sel-

ber weiterzuentwickeln und zu vermarkten. Auf diese Weise könnten Erträge ge-

neriert und ihr Fortbestehen gesichert werden (Prot. S. 5 ff.).  

5.3 Nach Einsicht in den Geschäftsbericht 2010 und den 3. Quartalsbericht 

per 30. September 2011 der Gesuchstellerin (act. 3/4-5) ist festzustellen, dass die 

Rückzahlung des gesamten fällig werdenden Kapitals, sofern dies überhaupt zu 

bewerkstelligen wäre, zur Zahlungsunfähigkeit der Gesuchstellerin führen würde. 

Die Gesuchstellerin befindet sich damit in einer Notlage und die gefassten Be-

schlüsse erscheinen zur Abwendung dieser finanziellen Notlage geeignet und 

notwendig. 

6.1 Für die Beurteilung der genügenden Wahrung der gemeinsamen Inte-

ressen der Anleihensgläubiger ist im Sinne von Art. 1177 Ziff. 3 OR von der Figur 

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eines vernünftigen Alleingläubigers auszugehen, welcher als reiner Kreditgeber 

keine anderen Interessen (z. B. als Aktionär) verfolgt. Massnahmen, welche in 

Beschlüssen der Gläubigerversammlung verabschiedet werden, können nur dann 

als für alle Obligationäre angemessen gelten, wenn der vernünftige Alleingläubi-

ger unter denselben Voraussetzungen dazu bereit gewesen wäre. Dies ist dann 

der Fall, wenn der Beschluss allgemein den gegebenen Verhältnissen gerecht 

wird (ZR 103 [2004] Nr. 15 E. 3 mit weiteren Hinweisen). 

6.2 Die Gesuchstellerin führte in der Verhandlung vom 31. Januar 2012 

hierzu im Wesentlichen aus, dass mit der Rückzahlung der ersten Hälfte per 

20. Februar 2012 die Anleihensgläubiger ungefähr den Betrag erhalten würden, 

der der Dividende im Konkursfalle entspräche (Prot. S. 7). Mit der Abwendung der 

Notlage bestehe für alle Anleihensgläubiger allerdings die Option, die zweite Hälf-

te zwar erst per 20. Februar 2015 aber nicht zu par (100 %) sondern zu 150 % zu 

erhalten. Ferner hätten die Anleihensgläubiger die Zusicherung, dass in dieser 

Zeit keine Dividendenausschüttungen vorgenommen würden (Prot. S. 8 ff.). 

6.3 Mit der Anpassung der Anleihensbedingungen werden sämtliche Anlei-

hensgläubiger, die im Februar 2012 fällig werdende Obligationen halten, gleich 

behandelt (Art. 1174 Abs. 1 OR). Zudem lassen sich mit der teilweisen Verlänge-

rung der Laufzeit der Anleihe die Interessen der Anleihensgläubiger besser wah-

ren als aller Voraussicht nach im Liquidationsfall. Ferner ist zu berücksichtigen, 

dass die Anleihensgläubiger insofern besser gestellt werden, als die zweite Hälfte 

der Anleihe mit einem Zuschlag von 50 % zurückbezahlt und die Verzinsung für 

diesen Betrag verdoppelt wird. Die Massnahmen erscheinen daher insgesamt den 

Interessen eines vernünftigen Gläubigers angemessen.  

7. Ein unredliches Zustandekommen der zu genehmigenden Gläubiger-

beschlüsse ist im Übrigen aus den Akten nicht ersichtlich. Zusammenfassend ist 

daher festzustellen, dass die Beschlüsse 1-5 die materiellen Voraussetzungen er-

füllen, weshalb die beantragte Genehmigung zu erteilen ist. 

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III. 

1. Gemäss Art. 151 HRegV sind Urkunden über Beschlüsse der Gläubi-

gerversammlung von Anleihensobligationen dem Handelsregister zur Aufbewah-

rung einzureichen und die Beschlüsse bei der Schuldnerin oder beim Schuldner 

ins Handelsregister einzutragen. Art. 7 Abs. 2 GGV bestimmt ferner, dass eine 

beglaubigte Abschrift des Protokolls von Beschlüssen, welche Eingriffe in die 

Gläubigerrechte vornehmen, sowie der Genehmigungsbeschluss der Nach-

lassbehörde oder allenfalls des Bundesgerichts und die Gerichtsurteile über erho-

bene Anfechtungsbegehren beim Handelsregister zu den Akten des Schuldners 

zu geben sind. Die Eintragungen im Handelsregister werden, soweit nicht eine nur 

teilweise oder auszugsweise Bekanntmachung durch Gesetz und Verordnung 

vorgeschrieben ist, ihrem ganzen Inhalt nach ohne Verzug durch das Schweizeri-

sche Handelsamtsblatt bekannt gemacht (Art. 931 Abs. 1 OR). Art. 7 Abs. 1 GGV 

hält schliesslich fest, dass jeder zustande gekommene Beschluss, der Eingriffe in 

die Gläubigerrechte vornimmt oder die Anleihensbedingungen sonstwie abändert, 

im Schweizerischen Handelsamtsblatt und in den durch die Anleihensbedingun-

gen angegebenen öffentlichen Blättern bekanntzugeben ist.  

2. Der vorliegende Genehmigungsbeschluss ist mithin dem kantonalen 

Handelsregister zuzustellen. Der Beschluss der Gläubigerversammlung und die 

nachgereichten Zustimmungserklärungen vom 19. Dezember 2011 bzw. die be-

glaubigte Abschrift des Protokolls hat die Gesuchstellerin dem Handelsregister-

amt einzureichen. Die Publikation im Handelsamtsblatt erfolgt dann nach den all-

gemeinen Regeln für die Eintragung (Art. 31 ff. HRegV).  

3. Die Kosten des Genehmigungsverfahrens trägt gemäss Art. 1176 

Abs. 4 OR die Gesuchstellerin. 

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Es wird erkannt: 

1. Die anlässlich der Versammlung vom 10. November 2011 und unter Nach-

reichung der Zustimmungserklärungen innerhalb von zwei Monaten am 

19. Dezember 2011 gefassten Beschlüsse 1-5 der Anleihensgläubiger der 

von der A._____ AG, B._____, emittierte Fr. 70'000'000 Wandelanleihe mit 

einem Coupon von 2.875 %, fällig am 20. Februar 2012, betreffend Anpas-

sung der Anleihensbedingungen werden genehmigt. 

2. Die Gerichtskosten (Entscheidgebühr und Publikationskosten) werden auf 

Fr. 5'000.-- festgesetzt, der Gesuchstellerin auferlegt und mit dem geleiste-

ten Vorschuss verrechnet.  

3. Schriftliche Mitteilung an die Gesuchstellerin und an das Handelsregisteramt 

des Kantons Zürich, je gegen Empfangsschein. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Wili 
versandt am: 

	Urteil vom 31. Januar 2012
	Es wird erkannt:
	1. Die anlässlich der Versammlung vom 10. November 2011 und unter Nachreichung der Zustimmungserklärungen innerhalb von zwei Monaten am 19. Dezember 2011 gefassten Beschlüsse 1-5 der Anleihensgläubiger der von der A._____ AG, B._____, emittierte Fr. ...
	2. Die Gerichtskosten (Entscheidgebühr und Publikationskosten) werden auf Fr. 5'000.-- festgesetzt, der Gesuchstellerin auferlegt und mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet.
	3. Schriftliche Mitteilung an die Gesuchstellerin und an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich, je gegen Empfangsschein.
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...