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**Case Identifier:** 9c2b4ed6-a388-5ccd-bcb8-37869b59c826
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.12.2021 200 2021 620
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-620_2021-12-30.pdf

## Full Text

200 21 620 UV
SCP/ISD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 30. Dezember 2021

Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Groupe Mutuel Versicherungen GMA AG 
Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 4. August 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Dez. 2021, UV/21/620, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1987 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
arbeitete unter anderem seit Juli 2014 beim B.________ und war dadurch 
bei der Groupe Mutuel Versicherungen GMA AG (GMA bzw. Beschwerde-
gegnerin) obligatorisch unfallversichert. Gemäss der Bagatell-
Unfallmeldung UVG vom 1. Mai 2020 (Akten der GMA [act. II] 3) stürzte sie 
am 17. März 2020 während des ... im ..., wobei sie sich eine Fraktur des 
Ramus inferior ossis pubis mit Zerrung/Partialruptur im Ansatz des Muscu-
lus obturatorius externus rechts zuzog (vgl. act. II 4). Die GMA anerkannte 
ihre Leistungspflicht, kam für die Heilbehandlung auf und traf medizinische 
Abklärungen, namentlich holte sie eine vom 14. November 2020 datierende 
vertrauensärztliche Stellungnahme ein (act. II 13). Gestützt darauf stellte 
sie mit Verfügung vom 20. November 2020 (act. II 14) ihre Leistungen per 
30. September 2020 ein, da zwischen den darüber hinaus geklagten Be-
schwerden und dem Ereignis vom 17. März 2020 kein Kausalzusammen-
hang mehr bestehe. Hiergegen erhob die Versicherte Einsprache 
(act. II 17, 19), worauf die GMA weitere medizinische Abklärungen vor-
nahm und die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 4. August 2021 
(act. II 23) abwies. 

B.

Mit Eingabe vom 6. September 2021 erhob die Versicherte Beschwerde. 
Sie beantragt sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Einspra-
cheentscheids sowie die vollständige Übernahme der Behandlungskosten 
im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 17. März 2020 durch die obliga-
torische Unfallversicherung; eventualiter sei ein Gutachten einzuholen. 

Mit prozessleitender Verfügung 10. September 2021 wurde die Beschwer-
deführerin aufgefordert, innert Frist bei den in englischer Sprache einge-
reichten Dokumenten die als relevant erachteten Textstellen genau zu be-
zeichnen und in deutsche Sprache zu übersetzten, ansonsten der entspre-

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chende Beweisantrag als zurückgezogen gelte. Ebenso habe die Be-
schwerdeführerin unter Beilage entsprechender Rechnungen mitzuteilen, 
ob allfällige vor der Leistungseinstellung per 30. September 2020 angefal-
lene und bisher nicht vergütete Behandlungskosten bestehen, wobei im 
Falle einer ausbleibenden Antwort davon ausgegangen werde, dass für 
den Zeitraum bis 30. September 2020 keine Behandlungskosten mehr 
streitig seien.

Mit Eingabe vom 19. September 2021 machte die Beschwerdeführerin wei-
tere Ausführungen zum Verhältnis der erlittenen Verletzungen und dem 
Ereignis vom 17. März 2020. Weiter reichte sie in deutsche Sprache über-
setzte Beweismittel sowie Rechnungen zu Behandlungskosten ein. Zudem 
beantragte sie die Vornahme eines Augenscheins an der bezeichneten 
Unfallstelle. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 21. September 2021 wies der Instruk-
tionsrichter den beantragten Augenschein mangels Erforderlichkeit ab. 

Mit Beschwerdeantwort vom 1. Dezember 2021 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Mit Eingabe vom 17. Dezember 2021 machte die Beschwerdeführerin wei-
tere Ausführungen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 4. August 
2021 (act. II 23). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der 
Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 17. März 
2020 und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die Kosten-
übernahme für die Heilbehandlung zu Recht per 30. September 2020 ein-
stellte und einen Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen verneinte. 
Die Beschwerdeführerin wurde mit prozessleitender Verfügung vom 
10. September 2021 (Ziff. 3) aufgefordert, allfällige vor dem 1. Oktober 
2020 angefallene ungedeckte Behandlungskosten (inkl. Hilfsmittel) unter 
Beilage entsprechender Rechnungen mitzuteilen, worauf sie verschiedene 
Tarifpunkte-Abrechnungen zu physiotherapeutischen und ärztlichen Leis-
tungen zwischen Mai 2020 und Juli 2021 einreichte (Akten der Beschwer-
deführerin [act. IA] 2). Hierzu stellte die Beschwerdegegnerin in Aussicht, 
dass sie die Kosten für die physiotherapeutischen Leistungen voraussicht-
lich übernehmen werde, bis anhin aber noch keine Rechnungen eingereicht 
worden seien (Beschwerdeantwort S. 13 lit. D Ziff. 20). Im Übrigen ist auf-
grund der eingereichten Unterlagen nicht erkennbar, dass bis zum Zeit-
punkt der Leistungseinstellung angefallene und bisher ungedeckt gebliebe-
ne Behandlungskosten bestehen, weshalb davon auszugehen ist, dass bis 
zum 30. September 2020 keine weiteren Behandlungskosten mehr strittig 
sind (vgl. dazu Verfügung vom 10. September 2021). Damit verbleibt einzig 
die Kostenübernahme ab 1. Oktober 2020 für ärztliche Behandlungskosten 
sowie Apothekenleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
17. März 2020 zu prüfen. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens 
bilden allfällige Leistungsansprüche aufgrund des Ereignisses vom 
17. März 2020 betreffend die Nebenerwerbstätigkeit als ... bei der 
C.________ (vgl. dazu die separate Schadenmeldung UVG vom 26. Juni 

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2020 [act. II 5]), da dieses Arbeitsverhältnis nicht in die Unfallversiche-
rungszuständigkeit der Beschwerdegegnerin fällt.

1.3 Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Behandlungs-
kosten betragen gemäss Leistungszusammenstellung per 14. Juli 2021 
(inkl. physiotherapeutische Leistungen) Fr. 1'735.05 (vgl. act. IA 2/9 f.). Der 
Streitwert liegt damit unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Be-
schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Dez. 2021, UV/21/620, Seite 6

kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 
S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 

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entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 146 V 51 E. 5.1. S. 55).

2.4 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 
143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Die Besserung be-
stimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 
oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beein-
trächtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besse-
rung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen 
nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist prospektiv zu beurtei-
len (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2; zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 24 
S. 96 E. 5.2).

3.

3.1 Fest steht und zwischen den Parteien zu Recht unbestritten ist, 
dass das Ereignis vom 17. März 2020 (act. II 1) die kumulativen Tatbe-
standsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (Art. 4 
ATSG) erfüllt. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch die vorübergehen-
den Versicherungsleistungen erbracht. 

Umstritten ist hingegen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht per 30. Sep-
tember 2020 von einem medizinischen Endzustand ausging und mit Wir-
kung ab 1. Oktober 2020 einen Anspruch auf weitere Leistungen der obli-
gatorischen Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem Unfall vom 
17. März 2020 verneinte. Da aufgrund des besagten Unfalls hinsichtlich der 
von der Beschwerdegegnerin versicherten Haupterwerbstätigkeit unbestrit-
tenermassen zu keinem Zeitpunkt eine Arbeitsunfähigkeit bestand (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Dez. 2021, UV/21/620, Seite 8

act. II 8 Ziff. 5.1, 12/2 Ziff. 5), fällt ein Anspruch auf Taggeld- und Renten-
leistungen von vornherein ausser Betracht. Dies wird denn auch von der 
Beschwerdeführerin nicht in Abrede gestellt, verlangt sie doch einzig die 
weitergehende Kostenübernahme für die ab 1. Oktober 2020 stattgehabten 
ärztlichen und physiotherapeutischen Behandlungen. 

3.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen:

3.2.1 Im Bericht des Instituts D.________ vom 22. Mai 2020 (act. II 4) 
wurde in der Beurteilung eines MRI des Beckens eine nicht dislozierte, in 
Heilung begriffene Fraktur des Ramus inferior ossis pubis mit Zer-
rung/Partialruptur im Ansatz des Musculus obturatorius externus rechts 
beschrieben.

3.2.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
für Rheumatologie, hielt im Bericht vom 10. Juli 2020 (act. II 6) zur Osteo-
densitometrie mit Aktenkonsilium vom 8. Juli 2020 fest, gemäss ISCD 2019 
bestehe eine altersbezogen normale Knochendichte, gemäss WHO eine 
Osteoporose. Der Tabecular Bone Score (TBS) sei normal und belege eine 
intakte trabekuläre Mikroarchitektur. In der vertebralen Frakturanalyse sei-
en keine osteoporotischen Wirbelfrakturen erkennbar. Mit der Fraktur des 
Ramus inferior ossis pubis rechts bei einem Sturz beim ... am 17. März 
2020 sei eine inadäquate klinische Fraktur aufgetreten. Die früheren Frak-
turen der Dornfortsätze L3+4 bei einem ...sturz seien als adäquate Fraktu-
ren zu beurteilen. Bei einem Status nach Anorexia nervosa, einem nach 
wie vor tiefen Gewicht (BMI 16.6 kg/m2) und positiver Familienanamnese 
für Osteoporose (Grosseltern) bestehe ein zusätzlicher klinischer Risikofak-
tor. Die Fraktur des Ramus inferior ossis pubis rechts vom 17. März 2020 
werde als Ermüdungsfraktur und nicht im Rahmen einer typischen osteopo-
rotischen Fraktur interpretiert.

3.2.3 Im Bericht des Instituts D.________ vom 21. August 2020 (act. II 9) 
wurde in der Beurteilung eines MRI des Beckens im Vergleich zur Vorun-
tersuchung vom 22. Mai 2020 (vgl. dazu E. 3.2.1 vorne) eine nunmehr ver-
heilte Fraktur des Ramus inferior ossis pubis rechts beschrieben. Die Parti-
alruptur am Ansatz des Musculus obturatorius externus rechts sei ebenfalls 

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verheilt. Es bestünden keine neu abgrenzbaren Frakturen und keine an-
derweitigen Ansatztendinosen. Weiter bestehe eine stationäre, sehr diskre-
te Bursitis trochanterica beidseits. Die restliche Muskulatur sei ebenfalls 
stationär und regelrecht dargestellt. 

3.2.4 Die Vertrauensärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Allgemei-
ne Innere Medizin und für Rheumatologie, führte in der Stellungnahme vom 
14. November 2020 (act. II 13) aus, bei einem Sturz während des ... am 
17. März 2020 sei es zu einer Ermüdungsfraktur des Ramus pubis inferior 
rechts gekommen. Für die geklagten Beschwerden bestehe während sechs 
Wochen nach dem Unfall ein sicherer und anschliessend während noch-
mals sechs Wochen ein überwiegend wahrscheinlicher Zusammenhang. 
Ab der 13. Woche nach dem Unfall sei ein Zusammenhang sehr unwahr-
scheinlich. Es handle sich um eine vorübergehende Problematik, wobei der 
Status quo ante drei Monate nach dem Unfall erreicht sein sollte. Für die 
weitere Behandlung würden nach der 13. Woche andere Faktoren eine 
Rolle spielen. Die verordneten Hilfsmittel seien nicht unfallbedingt notwen-
dig. Die Beschwerdeführerin weise mit ihren internistischen Problemen 
(Status nach Anorexia mentosa [wohl: nervosa], chronisches deutliches 
Untergewicht, aktive Sportlerin) sehr relevante internistische Risikofaktoren 
für eine protrahierte Heilungszeit nach dem gehabten Trauma auf. Selbige 
würden die Symptomatik ab Woche 13 in überwiegendem Ausmass bedin-
gen.

3.2.5 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, hielt 
im Bericht vom 12. April 2021 (act. II 20) fest, vor allem in der Anfangspha-
se nach dem Unfall vom 17. März 2020 seien die Schmerzen sehr ausge-
prägt gewesen, weshalb sich die Beschwerdeführerin kaum habe bewegen 
können und auch leichte körperliche Belastungen nicht möglich gewesen 
seien. Da sie vorwiegend im Büro arbeite, habe sie meistens in stehender 
Position im Homeoffice voll arbeiten können. Die geltend gemachten Kos-
ten für Körperpflege, hauswirtschaftliche Leistungen etc. seien vom 
17. März bis 21. August 2020 gerechtfertigt. Mit einem MRI vom 21. August 
2020 habe die Fraktur und die muskulären Partialrupturen als geheilt beur-
teilt werden können. 

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3.2.6 Der Vertrauensarzt Dr. med. H.________ hielt in der Stellungnahme 
vom 6. Juli 2021 (act. II 21) fest, die Beschwerdeführerin habe am 17. März 
2020 eine nicht dislozierte Fraktur am Ramus inferior ossis pubis rechts 
und eine Partialruptur am Ansatz des Musculus obturatorius externus 
rechts erlitten, was als Ermüdungs- oder Stressfraktur zu werten sei. Die 
Fraktur müsse als teilursächlich unfallbedingt angeschaut werden und 
sinngemäss gelte der Status quo sine bis zur [gemeint wohl: ab der] Aus-
heilung der Fraktur. Diese ist bei solchen Avulsionsfrakturen höchstens mit 
acht bis zehn Wochen zu veranschlagen. Die Heilungszeit für die Mus-
kelläsion sei wesentlich kürzer, beeinträchtige die Knochenheilung auf kei-
ne Art und Weise und müsse sinngemäss nicht mitberücksichtigt werden. 
Der Unfall habe zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines Vorzu-
standes geführt. Bis maximal acht Wochen nach dem Ereignis vom 
17. März 2020 bestehe ein sicherer Kausalzusammenhang zu den geklag-
ten Beschwerden, während danach der Status quo sine erreicht sei. Auch 
die von der Vertrauensärztin Dr. med. F.________ beschriebene Abstufung 
des Kausalzusammenhangs wiederspiegle den Decrescendo-Verlauf der 
Auswirkung des Ermüdungsbruches. 

3.2.7 Im Bericht vom 14. Juli 2021 (act. II 22) hielt Dr. med. I.________, 
Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, fest, die Beschwerdeführerin habe sich zwischen dem 
13. Oktober und dem 22. Dezember 2020 bei ihr in Behandlung befunden, 
wobei insgesamt drei neuraltherapeutische lokal segmentale Behandlun-
gen erfolgt seien. Ebenso sei die Beschwerdeführerin physiotherapeutisch 
behandelt worden. Per 22. Dezember 2020 habe sich ein eigentlich guter 
Verlauf ohne Anhalt auf radikuläre Probleme gezeigt. Es bestünden ledig-
lich aktive Muskeltriggerpunkte gluteal rechts und bis dato noch eine gerin-
ge sportliche Belastbarkeit beim .... Eine Arbeitsunfähigkeit sei nicht be-
scheinigt worden.

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

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Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird. Es bedarf vielmehr besonderer 
Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 
objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 
Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zu-
kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 
Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern 
ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 
fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sach-
verhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten 
Person in den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Urteilt 
das Gericht abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus dem 
Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an die Be-
weiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur ge-
ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Fest-
stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 
5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.4

3.4.1 Die Beschwerdegegnerin hat in medizinischer Hinsicht im angefoch-
tenen Einspracheentscheid vom 4. August 2021 (act. II 23) auf die vertrau-
ensärztlichen Beurteilungen von Dr. med. F.________ vom 11. November 

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2020 (act. II 13) bzw. von Dr. med. H.________ vom 6. Juli 2021 (act. II 21) 
abgestellt. Diese Beurteilungen erfüllen die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert einer versicherungsinternen medizini-
schen Aktenbeurteilung gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 vorne) und 
überzeugen. Sie erfassen den gesamten massgeblichen medizinischen 
Sachverhalt und insbesondere auch die wiederholten bildgebenden Ab-
klärungen (act. II 4 und 9). Ausgehend davon legten die Vertrauensärzte 
untereinander sowie mit den übrigen medizinischen Akten übereinstim-
mend sowie überzeugend begründet dar, dass hinsichtlich der unbestritte-
nermassen (vgl. E. 3.1 vorne) unfallkausalen nicht dislozierten Fraktur des 
Ramus inferior ossis pubis rechts und der Partialruptur am Ansatz des 
Musculus obturatorius externus rechts spätestens zwölf Wochen nach dem 
Unfall (vgl. act. II 13 bzw. 21/3), sicher aber mit der bildgebend nachgewie-
senen (act. II 9) und auch hausärztlich bestätigten (act. II 20) vollständigen 
ossären sowie muskulären Verheilung, keine organisch ausgewiesenen 
Unfallfolgen (vgl. dazu Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 3. De-
zember 2019, 8C_674/2019, E. 5.1) mehr bestanden. Vor diesem Hinter-
grund und angesichts der ausgewiesenen vorbestehenden internistischen 
Risikofaktoren verneinten die Vertrauensärzte nachvollziehbar begründet 
das fortwährende Bestehen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwi-
schen den von der Beschwerdeführerin über die Einstellung der vorüber-
gehenden Leistungen hinaus geklagten Schmerzen und dem Unfall vom 
17. März 2020. Hierzu ergeben sich aus den übrigen medizinischen Akten, 
insbesondere auch dem Bericht der behandelnden Orthopädin vom 14. Juli 
2021 (act. II 22) zu den nach Fallabschluss erfolgten Behandlungsmass-
nahmen, keine Anhaltspunkte, die auch nur geringe Zweifel an den ver-
trauensärztlichen Beurteilungen zu wecken vermögen. Namentlich weisen 
die von der behandelnden Orthopädin festgehaltenen Muskeltriggerpunkte 
(vgl. act. II 22) für sich alleine nicht auf ein fortwährendes, klar fassbares 
organisches Korrelat hin (vgl. Entscheid des BGer vom 22. Februar 2021, 
8C_763/2020, E. 6.3.2 in fine mit Hinweisen), welches den vertrauensärzt-
lichen Schlussfolgerungen entgegenstehen würde.

3.4.2 Daran vermögen die Ausführungen der Beschwerdeführerin im 
Verwaltungsgerichtsverfahren nichts zu ändern: Denn soweit sie einen 
fortwährenden Kausalzusammenhang vornehmlich damit begründet, dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Dez. 2021, UV/21/620, Seite 13

sie vor dem Unfall vom 17. März 2020 keine Schmerzen gehabt habe und 
diese erst mit dem besagten Unfall eingetreten seien (vgl. Beschwerde), 
vermag dies keine Unfallkausalität zu begründen. Denn beweisrechtlich gilt 
eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als durch den Unfall 
verursacht, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. zur Unzulässigkeit 
der Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc": vgl. BGE 119 V 335 E. 2b 
bb S. 341; SVR 2016 UV Nr. 24 S. 78 E. 7.2). Ebenso lässt sich aus dem 
Umstand, dass ein allfälliger stummer, unfallfremder Vorzustand erst nach 
einem Unfallereignis symptomatisch wird, nicht auf einen unfallbedingten, 
anspruchsbegründenden Kausalzusammenhang schliessen (Entscheid des 
BGer vom 29. Mai 2020, 8C_241/2020, E. 6.1), was vorliegend hinsichtlich 
der ausgewiesenen internistischen Risikofaktoren (vgl. dazu act. II 21/2) zu 
gelten hat. Im Übrigen stellten die Vertrauensärzte den Sturz beim ... am 
17. März 2020 keineswegs als (Teil-) Ursache für die bis zur Leistungsein-
stellung geklagten Beschwerden in Abrede, sondern zeigten einzig auf, 
dass spätestens mit dem Abschluss der der knöchernen Konsolidierung der 
Fraktur und der Verheilung der Muskelzerrung kein weiterer natürlicher 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den darüber hin-
aus geklagten Beschwerden besteht, sondern wieder ein medizinischer 
Vorzustand erreicht wurde (act. II 13/2, 21/2 ff.). Die vertrauensärztlichen 
Einschätzungen stehen schliesslich in keinem erkennbaren Widerspruch zu 
der von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten medizinischen Literatur 
(vgl. act. IA 4 ff.), wurde doch auch von den Vertrauensärzten die stattge-
habte Fraktur einhellig als Ermüdungs- oder Stressfraktur qualifiziert.

3.4.3 Gestützt auf die überzeugenden vertrauensärztlichen Beurteilungen 
ist erstellt, dass die unfallbedingte, lediglich vorübergehende, Verschlimme-
rung des Gesundheitszustandes spätestens mit der vollständigen und re-
gelrechten Verheilung der Fraktur bzw. der muskulären Verletzung (vgl. 
act. II 9, 20 f.) abgeschlossen und folglich im Zeitpunkt der Leistungsein-
stellung per 30. September 2020 (act. II 14) der Status quo sine vel ante 
(vgl. E. 2.3 vorne) längst eingetreten ist. Eine darüber hinausgehende 
massgebende Verbesserung des Gesundheitszustandes ist angesichts der 
durchgehend vollständig erhaltenen Arbeitsfähigkeit (vgl. act. II 8 Ziff. 5.1, 
12/2 Ziff. 5), der abgeschlossenen Rekonvaleszenz (vgl. act. II 9, 20 f.) und 
des Umstands, dass die nach Einstellung der vorübergehenden Leistungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Dez. 2021, UV/21/620, Seite 14

im Wesentlichen der Linderung von organisch nicht (mehr) nachweisbaren 
Schmerzen sowie der Stabilisierung des erreichten Funktionsniveaus dien-
te und damit dem Fallabschluss nicht entgegenstand (vgl. Entscheid des 
BGer vom 23. April 2008, 8C_402/2007, E. 5.1.2.2) war nicht mehr zu er-
warten, sodass von einem erreichten medizinischen Endzustand (vgl. dazu 
E. 2.4 vorne) auszugehen ist. Diesbezüglich genügt schliesslich eine allfäl-
lige Kostenübernahme für eine weitergehende Physiotherapie (vgl. dazu 
E. 1.2 vorne) nicht, um den Fallabschluss hinauszuzögern (vgl. Entscheid 
des BGer vom 3. Dezember 2019, 8C_674/2019, E. 4.3).

3.5 Zusammenfassend bilden die vertrauensärztlichen Beurteilungen 
vom 14. November 2020 (act. II 13) bzw. vom 6. Juli 2021 (act. II 21) eine 
zuverlässige Grundlage für die Beurteilung des medizinischen Sachverhal-
tes. Letzterer erweist sich vor diesem Hintergrund als hinreichend abge-
klärt, weshalb auf weitere Beweisvorkehrungen, namentlich die Einholung 
eines Gerichtsgutachtens, zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; 
BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d 
S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

Gestützt auf die beweiskräftigen vertrauensärztlichen Beurteilungen erfolg-
te der Fallabschluss per 30. September 2020 (act. II 14) zu Recht, da 
spätestens in diesem Zeitpunkt kein natürlicher Kausalzusammenhang 
mehr zwischen dem Unfall vom 17. März 2020 und den über die Leistungs-
einstellung hinaus beklagten Beschwerden bestand respektive längst ein 
Endzustand vorlag. Überdies würde selbst, wenn die somatisch nicht 
(mehr) erklärbaren Beschwerden natürlich kausal mit dem Unfall verbun-
den wären sich im Ergebnis nichts ändern, da es sich beim stattgehabten 
Sturz rechtsprechungsgemäss um einen leichten Unfall (vgl. BGE 115 V 
133 E. 6a S. 139) handelte, womit das Bestehen eines adäquaten Kausal-
zusammenhangs ohne Weiteres zu verneinen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 
S. 183, 115 V 133 E. 6a S. 139). 

3.6 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin im angefoch-
tenen Einspracheentscheid vom 4. August 2021 (act. II 23) zu Recht ihre 
Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfall vom 17. März 2020 per 
30. September 2020 eingestellt und eine darüber hinausgehende Leis-
tungspflicht verneint. Die Beschwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Dez. 2021, UV/21/620, Seite 15

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Groupe Mutuel Versicherungen GMA AG (inkl. Eingabe der Be-

schwerdeführerin vom 17. Dezember 2021)
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.