# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7aed796-7ca9-51f2-9ee3-68869adfa631
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.12.2025 200 2025 132
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-132_2025-12-01.pdf

## Full Text

AHV 200 2025 132 
ISD/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 1. Dezember 2025

Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiber Zimmermann

Erbengemeinschaft des A.________ sel. 
bestehend aus: B.________, C.________, D.________
allesamt wohnhaft in ...
vertreten durch Rechtsanwalt E.________
Beschwerdeführende

gegen

Ausgleichskasse F.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 24. Januar 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, AHV 200 2025 132

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Sachverhalt:

A.

Der 1956 geborene A.________ sel. (Versicherter) ersuchte im Januar 
2024 um Ausrichtung einer Hilflosenentschädigung der Alters- und Hinter-
lassenenversicherung (AHV; Akten der Ausgleichskasse F.________ 
[AK F.________ bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 6). Mit Verfügung vom 
27. Februar 2024 sprach ihm die AK F.________ vom 1. Juli bis 30. Sep-
tember 2023 eine Hilflosenentschädigung leichten Grades und ab dem 
1. Oktober 2023 eine solche mittleren Grades zu (act. II 13). Dagegen er-
hob der Sohn des Versicherten am 8. April 2024 Einsprache und beantrag-
te die Zusprache einer Hilflosenentschädigung schweren Grades 
(act. II 15). Da der Versicherte am TT. April 2024 verstarb, nahm die Ab-
klärungsfachperson zur Prüfung des Sachverhalts am 16. Mai 2024 telefo-
nisch eine Abklärung der Verhältnisse mit der Ehefrau des Versicherten 
sel. vor, woraus sich zusätzlich ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädi-
gung schweren Grades für den Monat April 2024 ergab (Abklärungsbericht 
Hilflosenentschädigung vom 16. Mai 2024; act. II 18). Nach Gewährung 
des rechtlichen Gehörs (act. II 19 f.) hiess die AK F.________ die Einspra-
che mit Entscheid vom 24. Januar 2025 insofern teilweise gut, als dass 
dem Versicherten sel. neben einer Hilflosenentschädigung leichten Grades 
ab 1. Juli 2023 bzw. einer Hilflosenentschädigung mittleren Grades ab 
1. Oktober 2023 für den Zeitraum vom 1. bis 30. April 2024 eine Hilflosen-
entschädigung schweren Grades ausgerichtet wurde (act. II 31).

B.

Hiergegen erhoben die Hinterbliebenen des verstorbenen Versicherten 
(Beschwerdeführende), vertreten durch Rechtsanwalt F.________, mit Ein-
gabe vom 24. Februar 2025 Beschwerde und beantragten, in Aufhebung 
des angefochtenen Entscheids sei die Sache durch die Beschwerdegegne-
rin erneut zu beurteilen und diese sei entsprechend zu verpflichten, den 
Beschwerdeführenden die gesetzlich geschuldeten Leistungen auszurich-
ten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

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Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 25. März 
2025 (mitsamt Stellungnahme der IV-Stelle Bern [IVB] vom 13. März 2025; 
im Gerichtsdossier bzw. Akten der Beschwerdegegnerin [act. IIA] 1) auf 
Abweisung der Beschwerde.

Die in der Beschwerde in Aussicht gestellten Unterlagen gingen am 1. und 
15. April 2025 ein (Akten der Beschwerdeführenden [act. I] 6 f.) und wurden 
in der Folge der Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der verstorbene Versicherte ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht vollständig durchgedrungen. Der Anspruch auf Hilflosenent-
schädigung steht nach Art. 43bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; 
SR 831.10]) der hilflosen Person zu. Vorliegend ist der anspruchsberechtig-
te Versicherte am TT. April 2024 verstorben (vgl. act. II 18). Sofern der An-
spruch auf eine Nachzahlung der Hilflosenentschädigung der AHV bejaht 
werden sollte, würde diese Leistung der Erbengemeinschaft des verstorbe-
nen Versicherten zustehen (Art. 602 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilge-
setzbuches [ZGB; SR 210]). Eine Erbengemeinschaft ist als solche zivil-
rechtlich nicht handlungsfähig, weshalb ihre Mitglieder im Prinzip nur als 
Gesamthandschaft im Sinn einer notwendigen Streitgenossenschaft pro-
zessieren können (vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichts [BGer] 

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5A_46/2018 vom 4. März 2019 E. 1.1). Das Bundesgericht hat jedoch ent-
schieden, dass mit Blick auf Art. 89 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) jedes einzelne 
Mitglied einer Erbengemeinschaft für eine Beschwerde betreffend vermö-
gensrechtliche Interessen des Nachlasses legitimiert ist (BGE 136 V 7 
E. 2.1.2 S. 11, insbesondere mit Hinweis auf das Urteil des BGer 
8C_146/2008 vom 22. April 2008, in: SVR 2008 UV Nr. 20 S. 74). Vorlie-
gend sind die drei Beschwerdeführenden Teil der Erbengemeinschaft des 
verstorbenen Versicherten und sie führen gemeinsam Beschwerde. Damit 
sind die Beschwerdeführenden aktivlegitimiert; diese sind zudem durch den 
angefochtenen Entscheid berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse 
an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde befugt sind (Art. 59 
ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die 
Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, 
ist auf die Beschwerde grundsätzlich (vgl. E. 1.2 nachfolgend) einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 24. Januar 
2025, gemäss welchem dem Versicherten sel. vom 1. Juli bis 30. Septem-
ber 2023 eine Hilflosenentschädigung leichten Grades, vom 1. Oktober 
2023 bis 31. März 2024 eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades und 
vom 1. bis 30. April 2024 eine Hilflosenentschädigung schweren Grades 
zugesprochen wurde (act. II 31). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf 
eine Hilflosenentschädigung der AHV und in diesem Zusammenhang ins-
besondere der Beginn des Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung 
schweren Grades. Die richterliche Überprüfungsbefugnis wird zwar nicht 
dadurch eingeschränkt, dass einerseits das Vorliegen einer Hilflosigkeit an 
sich ab 1. Juli 2023 und andererseits der Anspruch auf eine Hilflosenent-
schädigung schweren Grades für den Monat April 2024 unbestritten sind. 
Allerdings prüft die Beschwerdeinstanz den Streitgegenstand bestimmen-
de, aber nicht beanstandete Elemente nur bei hinreichendem Anlass (vgl. 
BGE 125 V 413 E. 2c S. 47).

Soweit sich hingegen die darüber hinaus beantragten "gesetzlich geschul-
deten Leistungen" (Beschwerde S. 2 Rechtsbegehren Ziff. 3) auf andere 

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Leistungen beziehen (sollten), bewegen sich diese – auch mit Blick auf die 
Begründung der Beschwerde (vgl. dazu MICHEL DAUM, in HERZOG/DAUM 
[Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 32 N. 12) – 
ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes und ist insoweit auf die Be-
schwerde nicht einzutreten (BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2021 AHV 
Nr. 21 S. 69, 9C_86/2021 E. 5.2).

1.3 Die Beschwerdeführenden beantragen die frühere Ausrichtung einer 
höheren Hilflosenentschädigung, während die Beschwerdegegnerin vom 
1. Juli 2023 bis 30. April 2024 eine abgestufte Hilflosenentschädigung zu-
sprach (vgl. act. II 31). Die Anmeldung zum Bezug von Hilflosenentschädi-
gung erfolgte im Januar 2024 (act. II 6/7), wobei gesundheitliche Ein-
schränkungen im Zusammenhang mit der Lungenfibrose ab Januar 2022 
geltend gemacht wurden (act. II 6/2 Ziff. 3.1). Unter Berücksichtigung der 
zwölfmonatigen Wartefrist für den Leistungsanspruch (Art. 43bis Abs. 2 
AHVG in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen und intertemporal-
rechtlich [vgl. BGE 150 V 89 E. 3.2.1 S. 95, 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 
V 210 E. 4.3.1 S. 213; Urteil des BGer 8C_435/2023 vom 27. Mai 2024 
E. 4.2, zur Publikation vorgesehen] hier anwendbaren Fassung; vgl. dazu 
E. 2.3 nachfolgend) und der grundsätzlich für höchstens ein Jahr rückwir-
kend vorgesehenen Nachzahlung von Hilflosenentschädigung der AHV 
(Art. 46 Abs. 2 AHVG; vgl. dazu E. 2.3 nachfolgend) kann vorliegend ein 
Anspruch auf Hilflosenentschädigung der AHV frühestens im Januar 2023 
entstanden sein. Im hier relevanten Zeitraum von Januar 2023 bis April 
2024 (Hinschied des Versicherten) beliefe sich die beantragte Hilflosenent-
schädigung schweren Grades auf Fr. 14'700.-- (15 Monate x Fr. 980.--; vgl. 
Art. 43bis Abs. 3 i.V.m. Art. 34 Abs. 5 AHVG in der zwischen 1. Januar 2023 
und 31. Dezember 2024 in Kraft gestandenen Fassung [Mindestbetrag der 
vollen Altersrente und Rentenindex gemäss Art. 3 f. der Verordnung 23 
vom 12. Oktober 2022 über Anpassungen an die Lohn- und Preisentwick-
lung bei der AHV/IV/EO; AS 2022 604]). Abzüglich der von der Beschwer-
degegnerin von Juli 2023 bis April 2024 anerkannten Hilflosenentschädi-
gung von total Fr. 5'393.-- (3 x Fr. 245.-- [Hilflosenentschädigung leichten 
Grades; Juli bis September 2023] + 6 x Fr. 613.-- [Hilflosenentschädigung 
mittleren Grades; Oktober 2023 bis März 2024] + 1 x Fr. 980.-- [Hilflosen-
entschädigung schweren Grades; April 2024]; vgl. act. II 14/1, 34/1) beträgt 

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der Streitwert Fr. 9'307.--. Damit liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.--, 
weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zustän-
digkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Als hilflos gilt eine Person, die wegen der Beeinträchtigung der Ge-
sundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder 
der persönlichen Überwachung bedarf (Art. 9 ATSG).

2.2 Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung haben Bezüger von Al-
tersrenten oder Ergänzungsleistungen mit Wohnsitz und gewöhnlichem 
Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz, die in schwerem, mittlerem oder 
leichtem Grad hilflos (Art. 9 ATSG) sind. Dem Bezug einer Altersrente ist 
der Rentenvorbezug gleichgestellt (Art. 43bis Abs. 1 AHVG in der bis 
31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung).

2.3 Der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung entsteht am ersten 
Tag des Monats, in dem sämtliche Voraussetzungen erfüllt sind und die 
Hilflosigkeit schweren, mittleren oder leichten Grades ununterbrochen 
während mindestens eines Jahres bestanden hat. Er erlischt am Ende des 
Monats, in dem die Voraussetzungen nach Abs. 1 nicht mehr gegeben sind 
(Art. 43bis Abs. 2 AHVG in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen 
Fassung; vgl. dazu Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], Kreis-
schreiben über Hilflosigkeit [KSH], Rz. 6001 [Fassung Stand 1. Juli 2023] 
bzw. Rz. 7004 und 7004.1 [Fassung Stand 1. Januar 2024]; zur Bedeutung 
von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 
E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). Macht 
ein Versicherter den Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mehr als 
zwölf Monate nach dessen Entstehung geltend, so wird die Entschädigung 
in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die zwölf Monate aus-
gerichtet, die der Geltendmachung vorangehen; weitergehende Nachzah-

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lungen werden erbracht, wenn der Versicherte den anspruchsbegründen-
den Sachverhalt nicht kennen konnte und die Anmeldung innert zwölf Mo-
naten nach Kenntnisnahme vornimmt (Art. 46 Abs. 2 AHVG). 

Die monatliche Entschädigung für eine Hilflosigkeit schweren Grades be-
trägt 80 %, für eine Hilflosigkeit mittleren Grades 50 % und für eine Hilflo-
sigkeit leichten Grades 20 % des Mindestbetrages der Altersrente nach 
Art. 34 Abs. 5 (Art. 43bis Abs. 3 AHVG). Der Bundesrat kann ergänzende 
Bestimmungen erlassen (Art. 43bis Abs. 5 AHVG). Er hat von dieser Kom-
petenz Gebrauch gemacht und in Art. 66bis der Verordnung vom 31. Okto-
ber 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 
831.101) für die Bemessung der Hilflosigkeit Art. 37 Abs. 1, Abs. 2 lit. a und 
b sowie Abs. 3 lit. a - d der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Inva-
lidenversicherung (IVV; SR 831.201) sinngemäss anwendbar erklärt. So-
weit der Bundesrat in Art. 66bis Abs. 1 AHVV bei der Bemessung der Hilflo-
sigkeit den Bedarf an lebenspraktischer Begleitung (Art. 37 Abs. 2 lit. c IVV) 
im Bereich der AHV unberücksichtigt lässt, entspricht diese Regelung dem 
Willen des Gesetzgebers und verstösst weder gegen das verfassungsmäs-
sige Gleichbehandlungsgebot oder das Diskriminierungsverbot (Art. 8 
Abs. 1 und 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]) noch gegen das Gesetz 
(Art. 43bis Abs. 5 AHVG; BGE 133 V 569 E. 5.4 und 5.5 S. 573).

2.4

2.4.1 Die Hilflosigkeit gilt als schwer, wenn die versicherte Person 
vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen alltäglichen Le-
bensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter 
angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen 
Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 1 IVV).

2.4.2 Die Hilflosigkeit gilt als mittelschwer, wenn die versicherte Person 
trotz der Abgabe von Hilfsmitteln  

a. in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb-
licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; 

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b. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in 
erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies ei-
ner dauernden persönlichen Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 2 IVV). 

Nach der Rechtsprechung ist im Rahmen von lit. a dieser Bestimmung 
Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebensverrichtungen vor-
ausgesetzt (BGE 121 V 88 E. 3b S. 90).

2.4.3 Die Hilflosigkeit gilt als leicht, wenn die versicherte Person trotz der 
Abgabe von Hilfsmitteln 

a. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in 
erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; 

b. einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; 
c. einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders auf-

wändigen Pflege bedarf; 
d. wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körper-

lichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleis-
tungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann (Art. 37 Abs. 3 
IVV).

2.5 Nach der herrschenden Praxis (BGE 151 V 1 E. 6.6.2 S. 12, 133 V 
450 E. 7.2 S. 463) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtun-
gen relevant:

- Ankleiden, Auskleiden;
- Aufstehen, Absitzen, Abliegen;
- Essen;
- Körperpflege;
- Verrichtung der Notdurft;
- Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme. 

Kann eine versicherte Person eine alltägliche Lebensverrichtung nur in 
einer unüblichen Weise oder nur mit unzumutbarem Aufwand ausüben, so 
lässt sich daraus noch nicht unmittelbar auf eine Hilfsbedürftigkeit und da-
mit auf eine Hilflosigkeit im Sinne von Art. 9 ATSG schliessen. Erforderlich 
ist vielmehr, dass die versicherte Person die fragliche Lebensverrichtung 
mit Hilfe Dritter auf eine Weise verrichten kann, die im Vergleich zur selbst-

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ständigen Ausübung den üblichen Gepflogenheiten entspricht bzw. mit we-
niger Aufwand verbunden ist (BGE 150 V 83). 

2.6 Gemäss Art. 17 Abs. 2 ATSG wird jede formell rechtskräftig zuge-
sprochene Dauerleistung von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, 
herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der ihr zugrunde liegende Sach-
verhalt nachträglich erheblich verändert hat. Für die Revision der Hilflosen-
entschädigung sind die Art. 87 - 88bis IVV sinngemäss anwendbar (Art. 66bis 
Abs. 2 AHVV). Demnach ist eine Zunahme der Hilflosigkeit zu berücksichti-
gen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat 
(Art. 88a Abs. 2 IVV).

3.

3.1 Bezüglich der Hilfsbedürftigkeit ist den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes zu entnehmen:

3.1.1 In der Anmeldung vom 9. Januar 2023 (recte: 2024) gaben der Ver-
sicherte sel. und dessen Ehefrau an, ersterer müsse seit Januar 2022 we-
gen einer Lungenfibrose im fortgeschrittenen Stadium (vgl. dazu auch die 
detaillierte Diagnoseliste des Hausarztes dipl. Arzt G.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin, vom 20. Januar 2024 [act. II 10] sowie den 
Bericht des Spitals H.________ vom 5. Januar 2024 [act. I 5]) während 
24 Stunden pro Tag mit Sauerstoff versorgt werden (act. II 6/2 Ziff. 3.1). 
Seit Juli 2022 benötige er Unterstützung bei der Körperpflege (täglich bei 
der morgendlichen Körperpflege sowie der Reinigung des Gebisses, 
wöchentlich beim Duschen [Spitex] und in regelmässigen Abständen bei 
der Fussnagelpflege [Podologin]) sowie der Fortbewegung/Pflege gesell-
schaftlicher Kontakte (umfassende Betreuung und Begleitung). Hinzu kä-
men seit Dezember 2022 ein umfassender Unterstützungsbedarf beim An- 
und Auskleiden (jeden Morgen und Abend wegen Atemnot und Angstzu-
ständen bei Sauerstoffknappheit) und seit Januar 2023 beim Verrichten der 
Notdurft (Reinigung nach dem Toilettengang). In Bezug auf das Aufste-
hen/Absitzen/Abliegen und das Essen bestehe keine Hilfsbedürftigkeit 
(act. II 6/4 f. Ziff. 4.1).

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3.1.2 Am 16. Mai 2024 klärte die Abklärungsfachperson der IVB die Hilfs-
bedürftigkeit des zwischenzeitlich verstorbenen Versicherten mit dessen 
Ehefrau telefonisch ab. Im entsprechenden Abklärungsbericht Hilfslosen-
entschädigung vom gleichen Datum wurde festgehalten, dass sich der Ge-
sundheitszustand des Versicherten sel. kurz nach der Anmeldung (vgl. 
E. 3.1.1 hiervor) rapid dahingehend verschlechtert habe, dass er nur noch 
Haut und Knochen gewesen sei und keine Kraft mehr gehabt habe 
(act. II 18/2 Ziff. 1). Entsprechend sei er ab Januar 2024 auch auf Dritthilfe 
in den Bereichen Aufstehen/Absitzen/Abliegen und Essen angewiesen ge-
wesen. Er sei nicht mehr in der Lage gewesen, selbstständig vom Bett auf-
zustehen, und er habe das Bett nur noch verlassen, um mit Hilfe der Ehe-
frau auf den Nachtstuhl zu gehen (act. II 18/4 Ziff. 6.2). Das Essen habe 
ans Bett gebracht und zerkleinert werden müssen; er habe es dann mit 
einem Löffel zu sich genommen und Brot sei in die Konfitüre getunkt wor-
den (act. II 18/4 f. Ziff. 6.3).

Zusammenfassend hielt die Abklärungsfachperson fest, der Versicherte 
habe ab Juli 2022 in zwei, ab Januar 2023 in vier und ab Januar 2024 in 
allen sechs alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässige und erhebliche 
Hilfe benötigt (act. II 18/6 Ziff. 7).

3.1.3 Dem undatierten, Angaben der Beschwerdeführenden zufolge (vgl. 
Eingabe vom 28. März 2025) am 12. März 2025 verfassten, Bericht der 
Spitex I.________ zufolge erfolgten beim Versicherten sel. wöchentliche 
Einsätze mit Medikamente richten, Vitalzeichenkontrolle und Hilfe bei der 
Körperpflege. Er sei auf umfangreiche Hilfe bei diesen Verrichtungen an-
gewiesen gewesen. Je nach Allgemeinzustand sei die gesamte Körperpfle-
ge im Bett durch Pflegepersonen der Spitex durchgeführt worden, da es 
dem Versicherten sel. dann nicht möglich gewesen sei, zu duschen 
(act. I 6).

3.1.4 Am 14. April 2025 reichten die Beschwerdeführenden den undatier-
ten, mit dem Ausdruckdatum vom 28. Februar 2025 versehenen, Bericht 
der Spitex J.________ nach. Die Aufnahme des Versicherten sel. durch die 
Spitex J.________ sei am 16. Mai 2022 erfolgt (act. I 7/22). Der Erstkontakt 
habe sich verzögert, weil der Versicherte sel. mehrmals telefonisch nicht 
erreichbar gewesen sei, unter anderem weil er ... gewesen sei (act. I 7/21). 

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Der Erstbesuch habe dann am 4. November 2022 stattgefunden, wobei der 
Versicherte sel. angegeben habe, er könne zwar Auto und ... fahren, wo-
gegen sonstige kleine Anstrengungen zu einer Dyspnoe führten. Im Haus-
halt sei zurzeit keine Hilfe nötig (act. I 7/19). Anlässlich des nächsten Spi-
tex-Besuchs vom 21. November 2022 habe in Erfahrung gebracht werden 
können, dass der Versicherte sel. die Körperpflege in der bedarfsgerecht 
umgebauten Dusche selbstständig verrichte (act. I 7/17). Bei stetig abneh-
mender Körperkraft und auf zehn Meter beschränktem Bewegungsradius 
habe er noch am 17. März 2023 einen Bedarf nach zusätzlicher Pflege ver-
neint (act. I 7/13), ehe er wenige Tage später dem Einbezug der Basisspi-
tex für wöchentliches Duschen zugestimmt habe (act. I 7/10 ff.; vgl. dazu 
E. 3.1.3 hiervor), was auch in der Folge zur Entlastung der Ehefrau als aus-
reichend erachtet worden sei (act. I 7/7 f.). Gemäss Tagebucheintrag der 
Spitex vom 22. April 2024 sei der Versicherte sel. dann weitgehend bettlä-
gerig gewesen und froh, den Nachtstuhl neben dem Bett zu haben 
(act. I 7/2).

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-

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schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 223, 9C_762/2017 
E. 3.2). Diese Rechtsprechung ist auf Abklärungsberichte für Ansprüche 
auf Hilflosenentschädigung, Intensivpflegezuschlag, Hilfsmittel oder Assis-
tenzbeitrag analog anwendbar. Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die 
Bemessung der Leistung ist eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit 
zwischen Arzt und Verwaltung erforderlich (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 547, 
130 V 61 E. 6.2 S. 63).

3.2.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429; SVR 2022 
UV Nr. 41 S. 161, 8C_457/2021 E. 3.3).

3.3 Der Abklärungsbericht der IVB vom 16. Mai 2024 (act. II 18) erfüllt 
die beweisrechtlichen Anforderungen der Rechtsprechung an einen Ab-
klärungsbericht (vgl. E. 3.2.2 hiervor) und überzeugt. Er wurde von einer 
fachlich qualifizierten Abklärungsperson in Kenntnis der persönlichen und 
wohnlichen Situation verfasst, präsentiert sich hinreichend detailliert und 
trägt den zunehmenden Einschränkungen des Versicherten sel. angemes-
sen Rechnung. Dabei stützte sich die Abklärungsfachperson insbesondere 
auch auf die vom Versicherten sel. und seiner Ehefrau in der Anmeldung 
zum Bezug von Hilflosenentschädigung vom 9. Januar 2023 (recte: 2024) 
gemachen (act. II 6) und von der Beschwerdegegnerin anerkannten (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, AHV 200 2025 132

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act. II 13) detaillierten Angaben. Aufgrund der vorliegenden Umstände ist 
sodann nicht zu beanstanden, dass die Abklärungsperson sich im Rahmen 
der nach dem Tod des Versicherten sel. erfolgten (ergänzenden) Abklärung 
des Hilfebedarfes auf eine telefonische Abklärung beschränkte (act. II 18/2 
Ziff. 1), zumal eine Abklärung vor Ort angesichts des Hinschieds des Versi-
cherten sel. nicht angezeigt war, keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass 
dadurch massgebende Aspekte unberücksichtigt geblieben wären, und sich 
die Abklärungen mit den wiederholten Angaben der Ehefrau des Versicher-
ten sel. decken sowie sich im Wesentlichen auf die zuvor ausdrücklich ver-
neinte Dritthilfe in den Bereichen Aufstehen/Absitzen/Abliegen und Essen 
beschränken konnte (vgl. act. II 18/2 Ziff. 1). 

3.3.1 Entgegen der Beschwerde (S. 11 f. Ziff. 13 f.) basiert der Ab-
klärungsbericht auf einer hinreichenden medizinischen Grundlage, waren 
doch der Abklärungsperson sowohl die gesundheitliche Situation gestützt 
auf die hausärztlichen Angaben (vgl. act. II 10) als auch aufgrund der de-
taillierten Angaben des Versicherten sel. in der Anmeldung von Januar 
2024 (act. II 6) und dabei insbesondere der tägliche, zunehmende Sauer-
stoffbedarf hinreichend bekannt. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass sich 
die Hilflosigkeit objektiv bestimmt (vgl. E. 2.5 hiervor), weshalb weder aus 
der diagnostizierten schweren und zuletzt rasch fortschreitenden Krankheit 
noch aus dem Sauerstoffbedarf bzw. dem ab ca. 2024 präsentierten abge-
magerten Erscheinungsbild des Versicherten sel. unmittelbar auf den Ein-
tritt der Hilflosigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. deren Höhe ge-
schlossen werden könnte. Aus den im Beschwerdeverfahren eingereichten 
medizinischen Unterlagen (act. I 5 ff.) ergeben sich sodann keine Hinweise, 
die Zweifel an der medizinischen Grundlage des Abklärungsberichts bzw. 
an der Beurteilung der Abklärungsperson bezüglich der Hilflosigkeit im zeit-
lichen Verlauf zu wecken vermöchten. So betreffen die Berichte des Spitals 
H.________ (act. I 5) und die Unterlagen der Spitex I.________ (act. I 6) 
ohnehin einen Zeitraum, in welchem bereits eine vollständige Hilflosigkeit 
angenommen wurde, ohne dass daraus mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit und entgegen den anlässlich der Anmeldung zum Leistungsbezug 
(act. II 6) bzw. eigenen ausdrücklichen Angaben der Ehefrau des Versi-
cherten sel. gegenüber der Abklärungsperson (act. II 18/2 Ziff. 1) zu einem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, AHV 200 2025 132

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früheren Zeitpunkt eine höhergradige Hilflosigkeit abgeleitet werden könn-
te.

3.3.2 Weiter ergeben die Einträge im Verlaufsbericht der Spitex 
J.________ zwischen dem 16. Mai 2022 und dem 8. Mai 2024 (act. I 7) 
zusammen mit den Angaben des Versicherten sel. (act. II 6) bzw. denjeni-
gen seiner Ehefrau anlässlich der Abklärung (act. II 18) ein stimmiges, wi-
derspruchsfreies Bild ab, welches die Beurteilung im Abklärungsbericht 
stützt. So geht aus diesem Bericht namentlich hervor, dass der Versicherte 
sel. im Frühjahr 2022 noch ... gehen konnte (vgl. act. I 7/21 Eintrag vom 
30. Mai 2022), im November 2022 noch selbstständig Auto und ... fahren 
konnte (act. I 7/19 Eintrag vom 4. November 2022), die Körperpflege 
selbstständig vornahm und der Ehefrau im Haushalt half (act. I 7/17 Eintrag 
vom 21. November 2022), im März 2023 gemäss eigenen Angaben trotz 
Kraftabnahme bisher zu Recht gekommen sei (act. I 7/13 Eintrag vom 
17. März 2023), eine Spitexanmeldung für Körperpflege erst im März 2023 
erfolgte (act. I 7/12 Eintrag vom 21. März 2023) und er schliesslich im 
Sommer 2023 eine langsame Verschlechterung seines Zustandes be-
schrieb (act. I 7/8 Eintrag vom 12. Juni 2023).

3.3.3 Die Erhebungen im Abklärungsbericht decken sich sodann mit den 
anfänglichen Angaben des Versicherten sel. und seiner Ehefrau, welche 
mit Unterstützung der K.________ im Rahmen der Anmeldung zum Bezug 
von Hilflosenentschädigung bereits differenzierte Ausführungen zu den 
Einschränkungen des Versicherten sel. in den alltäglichen Lebensverrich-
tungen machten (act. II 6). Ausdrücklich verneinten sie dabei echtzeitlich im 
Januar 2024 einen Hilfsbedarf beim Aufstehen/Absitzen/Abliegen und beim 
Essen (act. II 16/4 Ziff. 4.1). Auf diese kohärenten Angaben, welche über-
dies in Einklang stehen mit den medizinischen Akten und den Schlussfolge-
rungen der Abklärungsperson, ist damit auch im Sinne der im Sozialversi-
cherungsrecht geltenden Beweismaxime der sogenannten "Aussagen der 
ersten Stunde" (BGE 143 V 168 E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47) ab-
zustellen. Soweit die Beschwerdeführenden nunmehr geltend machen, es 
habe bereits vor Januar 2024 eine vollständige Hilflosigkeit bestanden, 
findet dies keinen dahingehenden Rückhalt in den Akten, als dass mit dem 
erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, AHV 200 2025 132

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E. 3.2.3 hiervor) diesbezüglich ein früherer Eintrittszeitpunkt angenommen 
werden könnte.

3.4 Gestützt auf den beweiskräftigen Abklärungsbericht vom 16. Mai 
2024 (act. II 18) ist damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, 
dass der Versicherte sel. in den alltäglichen Lebensverrichtungen wie folgt 
hilflos war:

- Ankleiden/Auskleiden: seit Dezember 2022
- Aufstehen/Absitzen/Abliegen: seit Januar 2024
- Essen: seit Januar 2024
- Körperpflege: seit Juli 2022
- Verrichten der Notdurft: seit Januar 2023
- Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte: seit Juli 2022

3.4.1 Wie im angefochtenen Entscheid zutreffend festgehalten, bestand 
damit ab Juli 2022 in zwei, ab Dezember 2022 in drei, ab Januar 2023 in 
vier alltäglichen Lebensverrichtungen ein regelmässiger Hilfebedarf und ab 
Januar 2024 eine vollständige Hilflosigkeit.

3.4.2 Ausgehend von einer Hilflosigkeit in zwei alltäglichen Lebensver-
richtungen ab Juli 2022 bestand nach Ablauf der zwölfmonatigen Wartezeit 
(vgl. E. 2.3 hiervor und Rz. 6002 KSH) vorerst ein Anspruch auf eine Hilflo-
senentschädigung leichten Grades (vgl. E. 2.4.3 hiervor). Diese ist ansch-
liessend aufgrund der bereits seit Januar 2023 bestandenen Hilflosigkeit in 
vier alltäglichen Lebensverrichtungen revisionsweise (vgl. E. 2.6 hiervor) 
per Oktober 2023 auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades zu er-
höhen (vgl. E. 2.4.2 hiervor). Mit der ab Januar 2024 erstellten vollständi-
gen Hilflosigkeit (vgl. E. 2.4.1 hiervor) bestand sodann ab April 2024 An-
spruch auf eine Hilflosenentschädigung schweren Grades, welche aufgrund 
des Hinschieds des Versicherten sel. per 30. April 2024 zu befristen war 
(vgl. Art. 43bis Abs. 2 und 5 AHVV i.V.m. Art. 35 Abs. 2 IVV).

3.4.3 Die im angefochtenen Entscheid zugesprochenen Hilflosenentschä-
digungen sind damit nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Dez. 2025, AHV 200 2025 132

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4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 AHVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt E.________ z.H. der Beschwerdeführenden (dreifach)
- Ausgleichskasse F.________ 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.