# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d681b65-9a79-5db5-85dc-d1f3936962b4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 29.10.2021 KSK 2020 120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2020-120_2021-10-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 29. Oktober 2021

Referenz KSK 20 120

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Cavegn und Michael Dürst
Blumenthal, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. André Weber
Piazza Grande 3, Postfach 723, 6600 Locarno 

gegen

B._____
Beschwerdegegner
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego F. Schwarzenbach
Via Maistra 7, Postfach 74, 7500 St. Moritz 

Gegenstand definitive Rechtsöffnung

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Maloja, Einzelrichter, vom 23.10.2020, 
mitgeteilt am 23.10.2020 (Proz. Nr. 335-2020-68)

Mitteilung 02. November 2021

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Sachverhalt

A. A._____ sowie B._____ bilden zusammen die Erbengemeinschaft ihres am 
23. September 2013 verstorbenen Vaters C._____ sel. Anlässlich der Vermitt-
lungsverhandlung zur Erbteilungsklage von B._____ gegen A._____ vom 3. März 
2015 vor der Schlichtungsbehörde Maloja (Geschäft-Nr. V 003/15) traf die Erben-
gemeinschaft eine Erbteilungsvereinbarung. Ziffer 13 dieser Vereinbarung hält 
fest, dass A._____ an B._____ EUR 1'121'277.00 innert drei Jahren nach Ab-
schluss der Vereinbarung zu bezahlen habe. Bedingung für die Gültigkeit der Ver-
einbarung ist gemäss Ziffer 16, dass die Vereinbarung durch die italienische Vor-
mundschaftsbehörde genehmigt würde. Mit Entscheid vom 18. März 2015 schrieb 
die Schlichtungsbehörde Maloja das Schlichtungsverfahren zufolge Vergleichs ab. 

B. Am 29. April 2016 stellten B._____ erneut ein Schlichtungsbegehren betref-
fend Erbteilung. Im nachfolgenden Erkenntnisverfahren vor Regionalgericht Maloja 
(Proz. Nr. 115-2016-53) beantragte A._____ am 2. Februar 2017 die Abschrei-
bung des Verfahrens. Sie führte aus, mit Dekret vom 30. April 2015 habe die ita-
lienische Vormundschaftsbehörde erklärt, die Vereinbarung würde ihren Interes-
sen entsprechen, weshalb die Vereinbarung gültig sei und sich die Erbengemein-
schaft mit Vereinbarung vom 3. März 2015 in der Sache bereits geeinigt habe. Mit 
Schreiben vom 30. April 2018 zogen B._____ ihre Klage zurück. Das Regionalge-
richt Maloja schrieb am 2. Mai 2018 das Verfahren ab.

C. Mit Eingabe vom 30. März 2020 ersuchten B._____ das Regionalgericht 
Maloja um Verarrestierung der in D._____ gelegenen Eigentumswohnung von 
A._____ für eine Arrestforderung von CHF 3'787'743.20 zuzüglich Zins. Gestützt 
auf den Arrestbefehl des Regionalgerichts Maloja vom 1. April 2020 (Proz. 
Nr. 335-2020-33) wurde der Arrest durch das Betreibungs- und Konkursamt der 
Region Maloja im entsprechenden Umfang vollzogen.

D. Mit zwei separaten Zahlungsbefehlen vom 12. Mai 2020 leiteten B._____ 
gegen A._____ Betreibung ein, und zwar für die Beträge von CHF 1'278'255.80 
zuzüglich Zins und CHF 2'827.10 (Betreibung Nr. E._____) sowie 
CHF 2'509'487.40 zuzüglich Zins und CHF 2'827.10 (Betreibung Nr. F._____). 
A._____ erhob gegen beide Betreibungen am 20. Mai 2020 Rechtsvorschlag.

E. Mit Eingabe vom 4. Juni 2020 ersuchten B._____ das Regionalgericht Ma-
loja, ihnen in der Betreibung Nr. G._____ [recte: Nr. E._____] definitive, eventuali-
ter provisorische Rechtsöffnung zu erteilen. Mit Entscheid vom 23. Oktober 2020 
erteilte der Einzelrichter SchKG am Regionalgericht Maloja in der Betreibung 

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Nr. E._____ definitive Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 1'278'255.80.00 zu-
züglich Verzugszins von 5 % seit 8. Mai 2020.

F. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 
mit Eingabe vom 5. November 2020 fristgerecht Beschwerde beim Kantonsgericht 
von Graubünden. Dabei stellte sie folgendes Rechtsbegehren:

1. Es sei der Entscheid des Einzelrichters des Regionalgerichts Maloja 
vom 26. Oktober 2020 [sic!] betreffend definitive Rechtsöffnung im 
Verfahren Proz. Nr. 335-2020-68 aufzuheben und das Gesuch vom 
04. Juni 2020 um Erteilung der definitiven Rechtsöffnung in der Betrei-
bung Nr. E._____ des Betreibungs- und Konkursamtes der Region 
Maloja abzuweisen;

2. Eventualiter der Entscheid des Einzelrichters des Regionalgerichts 
Maloja vom 26. Oktober 2020 [sic!] betreffend definitive Rechtsöffnung 
im Verfahren Proz. Nr. 335-2020-68 aufzuheben und das Gesuch vom 
04. Juni 2020 um Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung in der 
Betreibung Nr. E._____ des Betreibungs- und Konkursamtes der Re-
gion Maloja abzuweisen;

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzlicher MwSt.) 
betreffend das Verfahren Proz. Nr. 335-2020-68 vor dem Regionalge-
richt Maloja zulasten des Beschwerdegegners nach Ermessen des 
Kantonsgerichts von Graubünden;

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzlicher MwSt.) 
betreffend das Beschwerdeverfahren zulasten des Regionalgerichts 
Maloja;

und den folgenden Verfahrensanträgen:

1. Es sei der vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu 
gewähren;

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzlicher MwSt.) 
zulasten der Beschwerdegegner.

Der mit Verfügung vom 6. November 2020 von der Beschwerdeführerin eingefor-
derte Kostenvorschuss von CHF 3'000.00 ging innert Frist ein. Die vorinstanzli-
chen Akten wurden beigezogen. Mit Eingabe vom 18. November 2020 erstatteten 
B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) ihre Beschwerdeantwort, wobei sie 
die Abweisung der Beschwerde und des Gesuchs um aufschiebende Wirkung be-
antragten, unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Be-
schwerdeführerin. 

Mit Eingabe vom 23. November 2020 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass ihr 
gleichentags die Pfändungsurkunde zugestellt worden sei, weshalb sie um soforti-
gen Erlass eines Zwischenentscheids betreffend Antrag auf aufschiebende Wir-
kung ersuche. Mit Verfügung vom 7. Januar 2021 wies der Vorsitzende im vorlie-
genden Verfahren den Antrag um aufschiebende Wirkung zurzeit ab.

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Auf Antrag der Parteien wurde das Verfahren mit Verfügung vom 23. Februar 
2021 vorläufig bis zum 31. Mai 2021 sistiert. Am 12. April 2021 teilte der bisherige 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Micheli, mit, dass er die 
Beschwerdeführerin nicht mehr vertrete. Mit Schreiben vom 22. April 2021 ersuch-
te die Mutter der Beschwerdeführerin um Verlängerung der Sistierung. Auf Antrag 
der Beschwerdegegner vom 6. Mai 2021 wurde die Sistierung mit Verfügung vom 
10. Mai 2021 aufgehoben. Mit Schreiben vom 17. Mai 2021 teilte Rechtsanwalt 
Weber mit, dass die Beschwerdeführerin ihn neu mit der Interessenwahrung be-
auftragt habe.

Am 22. Februar 2021 und am 1. März 2021 reichte die Mutter der Beschwerdefüh-
rerin persönlich – ohne Beteiligung des damaligen Rechtsvertreters – je eine wei-
tere Eingabe mit Beilagen ein. Mit Schreiben vom 5. Oktober 2021 übermittelte der 
Vorsitzende die beiden Eingaben samt Beilagen an die Beschwerdegegner. Mit 
Eingabe vom 21. Oktober 2021 beantragten die Beschwerdegegner, die beiden 
Eingaben aus dem Recht zu weisen. 

Weitere prozessuale Anordnungen oder Eingaben sind nicht erfolgt. Das Verfah-
ren erweist sich als spruchreif.

Erwägungen

1. Gegen den im summarischen Verfahren gefällten Rechtsöffnungsentscheid 
der Vorinstanz ist die Beschwerde zulässig (Art. 319 lit. a i.V.m. Art. 309 lit. b 
Ziff. 3 ZPO). Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 
(Art. 320 ZPO).

2. Im Beschwerdeverfahren sind neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen 
und neue Beweismittel ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Es gilt mithin – un-
ter Vorbehalt besonderer, im vorliegenden Fall nicht einschlägiger gesetzlicher 
Bestimmungen (Art. 326 Abs. 2 ZPO) – ein umfassendes Novenverbot. Die Par-
teien haben sich grundsätzlich in der Beschwerde und Beschwerdeantwort zu 
äussern (BGE 139 III 491 E. 4.4). Vorbehalten bleibt das aus dem rechtlichen 
Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) abgeleitete Recht der Parteien, von den beim Gericht 
eingereichten Stellungnahmen Kenntnis zu erhalten und sich dazu äussern zu 
können (sog. Replikrecht; statt vieler BGE 146 III 97 E. 3.4.1). Es ist nicht ersicht-
lich, dass die beiden von der Mutter der Beschwerdeführerin unaufgefordert einge-
reichten Eingaben vom 22. Februar 2021 (act. A.5) und vom 1. März 2021 
(act. A.7) in Ausübung des Replikrechts erfolgt wären. Beide Eingaben wurden 

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mehr als ein Monat nach Zustellung der Beschwerdeantwort und damit nicht innert 
der für das Replikrecht grundsätzlich geltenden Zehntagesfrist eingereicht. Auch 
vom Inhalt her sind die Eingaben nicht als Reaktion auf die Beschwerdeantwort zu 
betrachten, handeln sie doch allgemein von der streitigen Erbteilung und nicht 
vom vorliegenden Rechtsöffnungsverfahren. In Anwendung von Art. 326 Abs. 1 
ZPO müssen die Eingaben der Beschwerdeführerin vom 22. Februar 2021 und 
vom 1. März 2021 samt Beilagen daher ausser Betracht bleiben.

3. Im vorinstanzlichen Verfahren war die Frage umstritten, ob der Genehmi-
gungsvorbehalt zugunsten der italienischen Vormundschaftsbehörde gemäss
Ziffer 16 des gerichtlichen Vergleichs vom 3. März 2015 erfüllt sei. Die Vorinstanz 
bejahte dies und erteilte gestützt auf den gerichtlichen Vergleich vom 3. März 
2015 definitive Rechtsöffnung. Dazu, ob die Forderung im gerichtlichen Vergleich 
hinreichend beziffert ist, wie das die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Ver-
fahren in ihrer Duplik in Abrede gestellt hatte, äusserte sie sich nicht (vgl. act. B.3 
E. 6).

4. Mit Bezug auf die Bezifferung der Forderung wirft die Beschwerdeführerin 
der Vorinstanz nun eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung sowie 
eine Verletzung der Art. 80 f. SchKG vor. In Ziffer 13 sei betreffend die Forde-
rungssumme in Höhe von EUR 1'121'277.00 festgehalten worden, dass diese vari-
ieren könne ("leggermente variare"). Damit sei die Forderungssumme nicht genü-
gend beziffert worden. Sie ergebe sich auch nicht aus einem Verweis auf andere 
Dokumente. Damit liege kein definitiver Rechtsöffnungstitel vor (act. A.1 
Ziff. 68 ff.). 

Die Beschwerdegegner werfen der Beschwerdeführerin in diesem Zusammen-
hang widersprüchliches Verhalten vor. Sie führen aus, zum einen verweise die 
Beschwerdeführerin auf das Novenverbot im Summarverfahren, falls kein zweiter 
Schriftenwechsel angeordnet werde, zum anderen wolle sie, dass ihr erst in der 
Duplik vorgebrachter Einwand des nichtbezifferten Schuldbetrages Beachtung 
finde. Es falle auf, dass auch für die Beschwerdeführerin der im Betreibungsver-
fahren verlangte Schuldbetrag von EUR 1'121'277.00 unbestritten sei. In ihrer 
Stellungnahme habe die Beschwerdeführerin diesen Einwand mit keinem Wort 
erwähnt. Mit dieser Unterlassung beweise die Beschwerdeführerin selber, dass 
der betriebene Betrag für die Erteilung der definitiven Rechtsöffnung im Sinne des 
SchKG beziffert sei. Zudem anerkenne die Beschwerdeführerin, dass der in Zif-
fer 13 ursprünglich aufgeführte Anhang von den Parteien gestrichen worden sei 
und daher nicht zur Anwendung gelange. Der im Nebensatz erfolgte Hinweis, dass 
der vereinbarte Schuldbetrag von EUR 1'121'277.00 sich leicht ändern könnte, sei 

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auf die Gesamtverteilung der Erbschaft bezogen. Über die Vollstreckung der Erb-
teilung würden sich die Parteien nach wie vor streiten (act. A.2 Ziff. 24).

4.1. Beruht die Forderung auf einem vollstreckbaren gerichtlichen Urteil, so 
kann der Gläubiger definitive Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 Abs. 1 SchKG). 
Diese kann nur erteilt werden, wenn das Urteil den Schuldner zur definitiven Zah-
lung einer bestimmten Geldleistung verpflichtet. Die zu bezahlende Summe muss 
im Urteil beziffert werden oder muss sich zumindest in Verbindung mit der Be-
gründung oder aus dem Verweis auf andere Dokumente klar ergeben. Das 
Rechtsöffnungsgericht hat zu prüfen, ob sich die in Betreibung gesetzte Forderung 
aus dem vorgelegten gerichtlichen Urteil ergibt. Dabei hat es weder über den ma-
teriellen Bestand der Forderung zu befinden noch sich mit der materiellen Richtig-
keit des Urteils zu befassen. Ist dieses unklar oder unvollständig, bleibt es Aufga-
be des Sachgerichts, Klarheit zu schaffen (BGE 135 III 315 E. 2.3). 

4.2. Ziffer 13 des gerichtlichen Vergleichs vom 3. März 2015, der vorliegend als 
Rechtsöffnungstitel zur Diskussion steht, lautet wie folgt (vgl. act. B.5):

13. Al fine di consentire il conguaglio della divisione ereditaria dagli eredi 
risultante ad oggi un prestito di 1121277 euro, che potrà leggermente 
variare al momento della suddivisone, senza interessi viene erogato 
da B._____ per una durata di tre anni a decorrere dalla applicazione 
della presente e viene garantito dai diritti di A._____ sul pacchetto 
azionario indiviso della Cuolm Liung. Il rimborso a B._____ del prestito 
avverrà prioritariamente attingendo dai primi versamenti effettuali dalla 
società debitrice alla quale sarà fatta notifica del presente accordo.

Nach diesem Wortlaut gewährten die Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin 
ein zinsloses Darlehen von EUR 1'121'277.00 für eine Zeitdauer von drei Jahren 
ab Inkrafttreten des Vergleichs. Dabei hielten die Parteien explizit fest, dass die 
Darlehensvaluta im Zeitpunkt der Teilung geringfügig ändern könne. Was als "ge-
ringfügige Änderung" verstanden wird, ist im Vergleich ebenso wenig definiert wie 
der Zeitpunkt der Teilung und die Umstände, von denen die Änderung abhängen 
soll. Es ist mithin unklar, wann, in welchem Umfang und unter welchen Bedingun-
gen sich die Darlehensvaluta ändert. Angesichts dieser Unklarheiten ist der An-
spruch auf Rückzahlung der Darlehensvaluta, den die Beschwerdegegner vorlie-
gend in Betreibung gesetzt haben, im gerichtlichen Vergleich vom 3. März 2015 
nicht hinreichend bestimmt i.S.v. Art. 80 SchKG. Somit liegt kein definitiver 
Rechtsöffnungstitel vor. 

4.3. Die Beschwerdegegner weisen zutreffend darauf hin, dass die Beschwerde-
führerin den Einwand, die Forderungssumme sei im gerichtlichen Vergleich nicht 
hinreichend bestimmt, im vorinstanzlichen Verfahren erst in ihrer Duplik und damit 

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nach Aktenschluss vorbrachte (vgl. RG act. I/2 und RG act. I/4 Ziff. 12 ff.). Dies 
schadet der Beschwerdeführerin allerdings nicht. Zwar besteht im Summarverfah-
ren kein Anspruch der Parteien darauf, sich zweimal zur Sache zu äussern; 
grundsätzlich tritt der Aktenschluss nach einmaliger Äusserung ein 
(BGE 144 III 117 E. 2.2). Ob ein gültiger Rechtsöffnungstitel vorliegt, prüft das Ge-
richt jedoch von Amtes wegen (BGE 140 III 372 E. 3.3.3). Für das Rechtsöff-
nungsverfahren gilt eine beschränkte Untersuchungsmaxime. Der Rechtsöff-
nungsrichter hat aufgrund der Parteiangaben und den eingereichten Unterlagen 
eine Reihe von Fragen von Amtes wegen zu beantworten, selbst wenn der Betrei-
bungsschuldner diese nicht aufwirft und auch keine Stellung dazu nimmt (BGer 
5A_190/2019 v. 4.2.2020 E. 3.1). Dazu gehört die Höhe der Zahlungspflicht (BGer 
5A_760/2018 v. 18.3.2019 E. 3.2). Laut Bundesgericht gilt diese Regel auch für 
das Beschwerdeverfahren, und zwar in dem Sinne, dass die Rechtsmittelinstanz 
bei offensichtlichen Mängeln die Beschwerde gegen die Erteilung der Rechtsöff-
nung gutheissen muss, selbst wenn der fragliche Einwand vor erster Instanz nicht 
erhoben wurde (BGer 5A_437/2020 v. 17.11.2020 E. 4.2.1 m.w.H.). Der Umstand, 
dass die Beschwerdeführerin die mangelnde Bestimmtheit der Forderung im vor-
instanzlichen Verfahren erst nach Aktenschluss geltend machte, hätte die Vor-
instanz somit nicht daran hindern sollen, die Tauglichkeit der präsentierten Urkun-
de von Amtes wegen zu prüfen. Nachdem die Vorinstanz dies unterlassen hat, 
kann dies nun im Beschwerdeverfahren nachgeholt werden.

5. Die erwähnten Prinzipien zur Bestimmtheit der Forderungssumme gelten 
grundsätzlich auch für provisorische Rechtsöffnungstitel. Eine Schuldanerkennung 
im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG liegt vor, wenn daraus der vorbehalts- und be-
dingungslose Wille des Betriebenen hervorgeht, dem Betreibenden eine bestimm-
te oder leicht bestimmbare Geldsumme zu zahlen. Dabei liegt nach der bundesge-
richtlichen Praxis kein Rechtsöffnungstitel vor, wenn die Summe der Schuld erst in 
Zukunft festgelegt wird, weil damit die Zwangsvollstreckung zu unsicher ist und 
keinen hinreichenden Bezug mehr zu einer in der Schuldanerkennung bezifferten 
Forderung hat (BGer 5A_14/2018 v. 11.3.2019 E. 3.5.1 f. m.w.H.). Allein aufgrund 
von Ziffer 13 des Vergleichs kann die genaue Höhe der zurückzuzahlenden Darle-
hensvaluta nicht bestimmt werden. Weitere Dokumente, aus denen man zusam-
men mit dem gerichtlichen Vergleich auf die exakte Forderungssumme schliessen 
könnte, bestehen nach der übereinstimmenden Darstellung der Parteien (noch) 
nicht. Der gerichtliche Vergleich vom 3. März 2015 taugt folglich auch nicht als 
provisorischer Rechtsöffnungstitel, was ebenfalls von Amtes wegen zu berücksich-
tigen ist (vgl. BGE 139 III 444 E. 4.1.1 m.w.H.). Der Eventualantrag der Beschwer-

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degegner, es sei ihnen provisorische Rechtsöffnung zu erteilen, ist somit ebenfalls 
abzuweisen. 

6. Zusammengefasst liegt für die Forderung auf Rückzahlung der Darlehens-
valuta mit Ziffer 13 des gerichtlichen Vergleichs vom 3. März 2015 mangels Be-
stimmtheit der Forderungshöhe weder ein definitiver noch ein provisorischer 
Rechtsöffnungstitel vor. Der vorinstanzliche Entscheid ist aufzuheben und das 
Rechtsöffnungsgesuch abzuweisen. 

7. Bei diesem Ergebnis gehen die Kosten sowohl des Beschwerdeverfahrens 
als auch des vorinstanzlichen Verfahrens zu Lasten der Beschwerdegegner 
(Art. 106 Abs. 1 ZPO). Für eine Auferlegung der Prozesskosten des Beschwerde-
verfahrens auf den Kanton gestützt auf Art. 107 Abs. 2 ZPO, wie das die Be-
schwerdeführerin verlangt (vgl. act. A.1 Ziff. 118 f.), bleibt kein Raum, nachdem 
sich die Beschwerdegegner mit dem vorinstanzlichen Entscheid vorbehaltlos iden-
tifiziert haben.

7.1. Die Spruchgebühr des vorinstanzlichen Verfahrens ist im Hinblick auf den 
Verfahrensgang und beim vorliegenden Streitwert mit CHF 1'500.00 zu bemessen 
(vgl. Art. 48 GebV SchKG [SR 281.35]). Die Beschwerdeführerin hat zu Beginn 
des vorinstanzlichen Verfahrens eine Honorarvereinbarung eingereicht, aus der 
hervorgeht, dass sich das Honorar zum Stundenansatz von CHF 270.00 für An-
wälte und von CHF 200.00 für Substituten bemisst (RG act. VI/4). Diese Stunden-
ansätze bewegen sich innerhalb der gesetzlichen Bandbreiten (vgl. Art. 3 Abs. 1 
und Art. 6 HV [BR 310.250]). Da die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Ver-
fahren keine Honorarnote eingereicht hat, ist ihr Stundenaufwand zu schätzen 
(Art. 2 f. HV). Angesichts der eingereichten Rechtsschriften (vgl. RG act. I/2; RG 
act. I/4) erscheint ein Aufwand von rund zehn Stunden angemessen, was zusam-
men mit einer Pauschale für die Barauslagen eine Entschädigung von 
CHF 2'800.00 ergibt. Die Beschwerdegegner sind verpflichtet, die Beschwerdefüh-
rerin für das vorinstanzliche Verfahren in diesem Umfang zu entschädigen. Die 
Zusprechung der Mehrwertsteuer erübrigt sich, weil die Beschwerdeführerin im 
Ausland wohnt (vgl. statt vieler KGer GR KSK 21 17 v. 3.8.2021 E. 7). 

7.2. Die Spruchgebühr für das Beschwerdeverfahren ist auf CHF 3'000.00 fest-
zusetzen (Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG). Der frühere Rechtsvertreter 
machte ein Honorar von CHF 6'378.00 (inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) geltend, 
wobei er von einem Gesamtaufwand von 24 Stunden (12 Anwaltsstunden und 
12 Substitutenstunden) ausging (act. A.1 Ziff. 119 und act. G.2). Die 24 Seiten 
umfassende Beschwerdeschrift enthält jedoch zahlreiche Wiederholungen von 

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Ausführungen, die sich bereits in den vorinstanzlichen Eingaben finden (vgl. 
act. A.1 in Verbindung mit RG act. I/2 und RG act. I/4). Unter diesen Umständen 
erscheint für das Beschwerdeverfahren ein Aufwand von insgesamt rund 16 Stun-
den (Kürzung um je 4 Anwalts- und Substitutenstunden) angemessen. Multipliziert 
mit den anwendbaren Stundenansätzen von CHF 270.00 (8 x CHF 270.00 = 
CHF 2'160.00) bzw. CHF 200.00 (8 x CHF 200.00 = CHF 1'600.00) und unter 
Berücksichtigung einer Spesenpauschale resultiert so ein Honorar von 
CHF 4'000.00. Die Zusprechung der Mehrwertsteuer erübrigt sich wiederum. 

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Demnach wird erkannt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Einzelrichters 
SchKG am Regionalgericht Maloja vom 23. Oktober 2020 aufgehoben und 
durch folgende Fassung ersetzt:

"1. Das Rechtsöffnungsgesuch vom 4. Juni 2020 in der Betreibung 
Nr. E._____ des Betreibungs- und Konkursamts der Region Maloja 
(Zahlungsbefehl vom 12. Mai 2020) wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens von CHF 1'500.00 gehen zu 
Lasten von B._____ und werden mit dem von ihnen geleisteten Kosten-
vorschuss verrechnet.

3. B._____ haben A._____ mit CHF 2'800.00 (inkl. Spesen) zu entschädi-
gen."

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 3'000.00 gehen zu Lasten 
von B._____ und werden mit dem von A._____ geleisteten Kostenvor-
schuss von CHF 3'000.00 verrechnet. B._____ werden verpflichtet, A._____ 
den Betrag von CHF 3'000.00 direkt zu ersetzen.

3. B._____ haben A._____ für das Beschwerdeverfahren mit CHF 4'000.00 
(inkl. Spesen) aussergerichtlich zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: