# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e532c900-6a70-5ebc-b813-2b610a48f5fc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.03.2025 200 2024 731
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-731_2025-03-10.pdf

## Full Text

IV 200 2024 731 
KOJ/SCC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. März 2025

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Isliker, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. Oktober 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-2-

Sachverhalt:

A.

Der 1967 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich erstmals im September 2017 wegen Burnout und Depressio-
nen bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Bezug von 
Leistungen der Invalidenversicherung (IV) an (Akten der IVB [act. II] 1, 4). 
Die IVB holte medizinische Berichte der behandelnden Ärzte (act. II 21, 27, 
34.5 ff., 36/2 ff., 39/3, 45/2 ff.) sowie das von der Taggeldversicherung, 
C.________ Versicherungen AG, veranlasste Gutachten von Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21. Juni 
2018 (act. II 34.3) ein. Nach Konsultation des Regionalen Ärztlichen Diens-
tes (RAD; act. II 47/5 ff.) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 19. Dezember 
2019 (act. II 48) mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens die 
Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Hiergegen erhob der Ver-
sicherte Einwand (act. II 50, 52). Am 11. Juni 2020 (act. II 54) verfügte die 
IVB wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt; diese Verfügung blieb unange-
fochten.

Im August 2022 (act. II 61 f.) meldete sich der Versicherte erneut zum Be-
zug von IV-Leistungen an und liess verschiedene medizinische Berichte 
einreichen. In der Folge holte die IVB einen Verlaufsbericht von di-
pl. Arzt E.________, Facharzt für Allgemeine Medizin und Praktischer Arzt, 
vom 6. Dezember 2022 (act. II 72/2 ff.) ein. Nach Konsultation der RAD-
Ärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 
(Aktenbeurteilung vom 1. März 2023 [act. II 77/8 ff.]), holte die IVB weitere 
medizinische Berichte der behandelnden Ärzte (act. II 85/2 ff., 86 f., 90/2 
ff.) sowie einen Bericht von M.Sc. G.________, Fachpsychologin für Psy-
chotherapie FSP, Psychotherapeutin, vom 13. November 2023 
(act. II 106/2 ff.) ein. Daraufhin erfolgten Aktenbeurteilungen durch die 
RAD-Ärztinnen Dres. med. H.________, Fachärztin für Allgemeine Innere 
Medizin, vom 5. Februar 2024 (act. II 109/3 ff.) sowie F.________ vom 
6. Februar 2024 (act. II 110/12 ff.) und der Abklärungsdienst erstellte einen 
Abklärungsbericht für Selbstständigerwerbende vom 18. April 2024 
(act. II 114/2 ff.). Gestützt darauf stellte die IVB mit Vorbescheid vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-3-

30. April 2024 (act. II 115) bei einem Invaliditätsgrad von 0 % bzw. 8 % (ab 
dem 1. Januar 2024) die Verneinung eines Rentenanspruchs in Aussicht. 
Hiergegen erhob der Versicherte am 22. Mai 2024 (act. II 116) Einwand. 
Nachdem ein Verlaufsbericht der Psychotherapeutin M.Sc. G.________ 
vom 16. Mai 2024 (act. II 116/3 ff.), ein Abschlussbericht von der Ab-
klärungsstelle I.________, vom 31. Mai 2024 (act. II 119) sowie ein Bericht 
von dipl. Arzt E.________ vom 3. Juni 2024 (act. II 120) eingereicht wur-
den, konsultierte die IVB die RAD-Ärztinnen Dres. med. H.________ (act. II 
123/2 f.) und F.________ (act. II 124/3 f.). Am 2. Oktober 2024 (act. II 125) 
verfügte die IVB wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt.

B.

Mit Eingabe vom 31. Oktober 2024 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern 
Beschwerde. Er beantragt, in Aufhebung der Verfügung vom 2. Oktober 
2024 sei eine gutachterliche Abklärung vorzunehmen und basierend darauf 
über den Leistungsanspruch (Invalidenrente) neu zu entscheiden. Weiter 
beantragt er die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Bei-
ordnung der unterzeichneten Rechtsanwältin als amtliche Anwältin. 

Mit Beschwerdeantwort vom 26. November 2024 schliesst die IVB auf Ab-
weisung der Beschwerde.

Mit Verfügung vom 27. November 2024 wurde das Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege gutgeheissen unter Beiordnung von Rechtsanwältin 
B.________ als amtliche Anwältin.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-4-

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 2. Oktober 2024 
(act. II 125). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-5-

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.1.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 
418 E. 7.2 S. 429).

2.1.2 Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswer-
te Interferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten lässt sich im Allge-
meinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu 
noch ein bedeutendes therapeutisches Potential, so ist insbesondere auch 
die Dauerhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls 
müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisie-
rende Erkrankung geschlossen werden kann. Attestieren die psychiatri-
schen Fachpersonen bei diesen Konstellationen trotz Verneinung einer 
schweren psychischen Störung ohne (allenfalls auf Nachfrage hin erfolgte) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-6-

schlüssige Erklärung eine namhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, 
besteht für die Versicherung oder das Gericht Grund dafür, der medizi-
nisch-psychiatrischen Folgenabschätzung die rechtliche Massgeblichkeit zu 
versagen (BGE 148 V 49; SVR 2024 IV Nr. 30 S. 102, 8C_492/2023 
E. 5.1). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Ren-
tenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. 
Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil 
dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 
70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei 
einem Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen An-
teile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.2.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.2.2 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 
nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-7-

2.3

2.3.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der 
Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert 
hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 und 3 Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

2.3.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

2.3.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1). Unerheblich 
unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger Praxis die 
unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Sachverhaltes (BGE 147 V 161 E. 4.2 S. 164, 144 I 103 E. 2.1 S. 105).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-8-

2.3.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.3.5 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung von August 
2022 (act. II 61 f.) eingetreten und hat den Leistungsanspruch materiell 
geprüft. Folglich ist die Eintretensfrage durch das Gericht nicht zu beurtei-
len (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, ob zwischen der Verfü-
gung vom 11. Juni 2020 (act. II 54) und der hier angefochtenen Verfügung 
vom 2. Oktober 2024 (act. II 125) eine wesentliche Änderung in medizini-
scher bzw. erwerblicher Hinsicht eingetreten ist, welche geeignet ist, den 
Invaliditätsgrad in anspruchsbegründender Weise zu beeinflussen (vgl. 
E. 2.3.3 hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 11. Juni 2020 (act. II 54) stützte sich in medizi-
nischer Hinsicht im Wesentlichen auf das Folgende:

3.2.1 Im zuhanden der Taggeldversicherung C.________ Versicherun-
gen AG erstatteten psychiatrischen Gutachten vom 21. Juni 2018 (act. II 
34.3) diagnostizierte Dr. med. D.________ mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1) und ohne Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine gegenwärtig formal leichtgradige de-
pressive Episode (ICD-10: F32.0) respektive eine klinisch-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-9-

phänomenologisch weitgehend remittierte depressive Episode (ICD-10: 
F32.4), anamnestisch ein Abhängigkeitssyndrom von Tabakwaren, gegen-
wärtig Substanzgebrauch (ICD-10: F17.2) und aktenanamnestisch eine 
Zwangsstörung (ICD-10: F 42.0; act. II 34.3/30). Beim Beschwerdeführer 
liege eine allenfalls leichte Beeinträchtigung der Flexibilität sowie Umstel-
lungsfähigkeit und keine bis allenfalls eine leichte Beeinträchtigung der 
Fähigkeit zur Selbstbehauptung vor. Darüber hinaus sei keine zusätzliche, 
relevante Beeinträchtigung anzunehmen. In der Folge sei er gegenwärtig in 
der angestammten Tätigkeit als selbstständigerwerbender … höchstens zu 
20 % (von 100 %) arbeitsunfähig. In einer leidensangepassten Tätigkeit sei 
eine Arbeitsunfähigkeit von 10 % anzunehmen (act. II 34.3/43). Für die 
Dauer der stationären Behandlung des Beschwerdeführers in der Klinik 
J.________ vom 10. Mai bis 5. Juli 2017 habe formal eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit bestanden. Nach Austritt wäre der Beschwerdeführer in-
dessen, zumal es aktenanamnestisch zu einer deutlichen Stabilisierung 
gekommen sei, zu 80 % (von 100 %) arbeitsfähig gewesen (act. II 34.3/43 
f.).

3.2.2 Im Verlaufsbericht vom 22. Oktober 2018 (act. II 36/2 ff.) diagnosti-
zierte Dr. med. K.________, Fachärztin für Psychiatrie sowie Psychothera-
pie und Praktische Ärztin, eine rezidivierende depressive Störung, gegen-
wärtig leichte bis mittelgradige depressive Episode, gegenwärtig teilremit-
tiert (ICD-10: F33.1) und eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1; 
act. II 36/2 Ziff. 3). Aktuell und auch in den kommenden Monaten sei nach 
wie vor mit einer reduzierten Arbeitsfähigkeit und einer deutlich verminder-
ten Leistungsfähigkeit zu rechnen. Unter diesen Umständen werde nur eine 
langsame Steigerung des Arbeitspensums möglich sein. Dazu seien ein 
angepasstes Arbeitstempo mit längeren Pausen zwischen den ausgeführ-
ten Tätigkeiten und eine reduzierte Belastung sehr wichtig (act. II 36/3 Ziff. 
13). Alle Tätigkeiten seien weiterhin zumutbar, jedoch mit einem an den 
psychischen Zustand angepassten Arbeitstempo (act. II 36/3 Ziff. 14).

Im Verlaufsbericht vom 12. Juni 2019 (act. II 45/2 ff.) hielt 
Dr. med. K.________ fest, im Verlauf habe sich der psychische Zustand 
deutlich verbessert (act. II 45/2 Ziff. 4). Dem Beschwerdeführer sei die an-
gestammte Tätigkeit als selbstständigerwerbender … weiterhin zumutbar. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-10-

Alle Tätigkeiten seien ihm weiterhin zumutbar, jedoch mit einem an den 
psychischen Zustand angepassten Arbeitstempo (act. II 45/3 Ziff. 13 f.).

3.2.3 In der Beurteilung vom 12. Dezember 2019 (act. II 47/5 ff.) hielt die 
RAD-Ärztin Dr. med. F.________ fest, beim Beschwerdeführer liege keine 
versicherungsmedizinisch relevante Diagnose im psychiatrischen Fachge-
biet vor. Eine im Mai 2017 erstmals diagnostizierte mittelgradige depressive 
Episode sei spätestens ab Mai 2018 remittiert gewesen (act. II 47/20 
Ziff. 1). Medizinisch-theoretisch sei während der stationären Behandlung 
vom 10. Mai bis 5. Juli 2017 von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % aus-
zugehen (act. II 47/20 Ziff. 3). Seit dem Klinikaustritt seien dem Beschwer-
deführer sämtliche Tätigkeiten zumutbar, die seinen Fähigkeiten und Fer-
tigkeiten entsprächen; dies bis zu einem Pensum von 100 % (act. II 47/20 
Ziff. 6).

3.3 Bezüglich des medizinischen Sachverhalts ist in der massgebenden 
Zeit nach der Verfügung vom 11. Juni 2020 (act. II 54) den Akten im We-
sentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.3.1 Vom 9. September bis 18. Oktober 2021 erfolgte ein stationärer 
Aufenthalt in der Klinik J.________. Im Austrittsbericht vom 26. Oktober 
2021 (act. II 61/26 ff.) diagnostizierten die Dres. med. L.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, und M.________ (im Medi-
zinalberuferegister [www.medregom.admin.ch] ohne Facharzttitel verzeich-
net) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode 
ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2), einen schädlichen Ge-
brauch von Alkohol (ICD-10: F10.1) und anamnestisch eine Zwangsstörung 
(ICD-10: F42.0). Sie attestierten vom 9. September bis 1. November 2021 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (act. II 61/29).

3.3.2 Vom 19. Oktober bis 20. Dezember 2021 (act. II 61/16 ff.) erfolgte 
ein stationärer Aufenthalt in den psychiatrischen Diensten N.________. Im 
Austrittsbericht vom 10. Januar 2022 diagnostizierte Dr. med. univ. 
O.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine rezidivie-
rende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episoden ohne psychoti-
sche Symptome (ICD-10: F33.3), eine Zwangsstörung (ICD-10: F42) und 
einen Status nach schädlichem Gebrauch von Alkohol und Sedativa (ICD-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-11-

10: F13), eine arterielle Hypertonie, eine Dyslipidämie sowie eine COPD-
Gold II (act. II 61/16). Der Beschwerdeführer sei aufgrund akuter Suizida-
lität im Rahmen einer depressiven Episode aufgenommen worden. Unter 
Surmontil sei es zur Besserung der depressiven Symptomatik und Abnah-
me der Suizidalität gekommen. Bei deutlich verbessertem Zustandsbild und 
bei fehlender Selbst- und Fremdgefährdung sei der Beschwerdeführer in 
sein bestehendes Setting entlassen worden (act. II 61/17).

3.3.3 Der Beschwerdeführer hielt sich vom 5. bis 14. Januar 2022 
(act. II 61/10) stationär in der Klinik P.________, Spital Q.________, auf. 
Am 5. Januar 2022 erfolgte wegen eines symptomatischen infranealen Aor-
tenaneurysmas operativ ein offener Aortenrepair mittels kurzer Y-Prothese 
(vgl. auch act. II 61/21).

3.3.4 Vom 14. bis 29. Januar 2022 fand eine kardiologische Rehabilitation 
im Zentrum R.________, …, statt. Im Austrittsbericht vom 8. Februar 2022 
(act. II 85) diagnostizierten die Dres. med. S.________, Facharzt für Kar-
diologie und Allgemeine Innere Medizin, und T.________, Fachärztin für 
Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin, sowie dipl. Ärztin U.________ 
(im Medizinalberuferegister [www.medregom.admin.ch] ohne Facharzttitel 
verzeichnet) das Folgende:

1. Status nach Y-Prothesenimplantation am 5. Januar 2022
2. Nicht transfusionsbedürftige Blutungsanämie peri-/postoperativ
3. Rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F 33.2)
4. Status nach schädlichem Gebrauch von Alkohol und Sedativa
5. Mangelernährung NRS 4
6. COPD-Gold II
7. Status nach Skabies 10/2021

Der Beschwerdeführer habe am 29. Januar 2022 in noch reduziertem All-
gemeinzustand nach Hause entlassen werden können. Er könne die Tätig-
keit als … voraussichtlich nach Abschluss der Heilungsphase (drei Monate 
postoperativ) wieder aufnehmen. Schwere körperliche Arbeiten wie schwe-
res Heben und Tragen über 10 kg sollten wegen der Aorta möglichst ver-
mieden werden (act. II 85/4).

3.3.5 Im Verlaufsbericht vom 6. Dezember 2022 (act. II 72/2 ff.) diagnosti-
zierte dipl. Arzt E.________ eine rezidivierende depressive Störung, zum 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-12-

Teil schwergradig (ICD-10: F33.2; act. II 72/2 Ziff. 3). Es sei dem Be-
schwerdeführer eine halbtägige Arbeit zumutbar (act. II 72/4 Ziff. 13).

3.3.6 Im Bericht vom 17. Januar 2023 (act. II 86) diagnostizierten die 
Dres. med. V.________, Fachärztin für Gefässchirurgie, und W.________ 
(im Medizinalberuferegister [www.medregom.admin.ch] ohne Facharzttitel 
verzeichnet), Klinik X.________, Spital Q.________, das Folgende:

1. Symptomatisches infrarenales Aortenaneurysma, max. DM 90 mm, ED 
(Erstdiagnose) 5. Januar 2022
Aktuell: Neue, symptomatische Narbenhernie im Bereich der Laparoto-
mie

2. Rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F 33.2)
3. COPD-Gold II

In der heutigen Kontrolle ein Jahr nach dem offenen Aortenersatz mittels Y-
Prothese zeige sich beim Beschwerdeführer anamnestisch ein guter Ver-
lauf. Seit drei Wochen bestehe im Bereich der Operationsnarbe eine Vor-
wölbung im Sinne einer Narbenhernie. Diese sei druckdolent, klemme sich 
manchmal ein, sei aber bisher schlussendlich immer reponibel gewesen 
(act. II 86/3).

3.3.7 Gemäss Bericht von Prof. Dr. med. Y.________, Facharzt für Chir-
urgie, und dipl. Ärztin Z.________ (im Medizinalberuferegister 
[www.medregom.admin.ch] ohne Facharzttitel verzeichnet), Klinik 
AA.________, Spital Q.________, vom 24. März 2023 (act. II 90/2 ff.) er-
folgte wegen einer grössenprogredienten symptomatischen Narbenhernie 
der Medianen bei Status nach symptomatischem infrarenalen Aortenaneu-
rysma (ED 5. Januar 2022) ein operativer Eingriff.

3.3.8 Im Bericht vom 13. November 2023 (act. II 106/2 ff.) diagnostizierte 
die Psychotherapeutin M.Sc. G.________ eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), einen Ver-
dacht auf ein ADHS (einfache Aufmerksamkeitsdefizit/
Hyperaktivitätsstörung; ICD-10: F90.0), DD (Differentialdiagnose) ASS 
([Autismusspektrumsstörung]; ICD-10: F84.5), mindestens schädlicher Ge-
brauch von Alkohol (ICD-10: F10.1), DD Alkoholabhängigkeit (ICD-10: 
F10.2) und ein Tabakabhängigkeitssyndrom (ICD-10: F17.2). Der Be-
schwerdeführer erhoffe sich, im Alltag wieder belastbarer zu werden, seine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-13-

Konzentrationsstörungen, das sich verzetteln in Dingen, die phasenweise 
Freudlosigkeit, die Antriebsschwierigkeiten und die Müdigkeit hinter sich zu 
lassen. Jedoch falle es ihm schwer, diesbezüglich Verhaltensweisen umzu-
setzen. Entsprechend sollten – nebst einer Depressionsbehandlung – auch 
zeitnah die soziale Lage sowie die Selbststrukturierungsfähigkeit und das 
Funktionsniveau des Beschwerdeführers im Alltag verbessert und eine be-
rufliche Integrationsmassnahme angestrebt werden. Um die Tagesmüdig-
keit zu verbessern, sollte eine Evaluation der bisherigen psychiatrischen 
Medikation (allenfalls in Absprache mit einem Psychiater) vorgenommen 
und mögliche organische Ursachen der berichteten Symptome in Betracht 
gezogen werden. Auch sollte der berichtete Alkoholkonsum beobachtet und 
eine Motivationsförderung hinsichtlich der Abstinenz thematisiert werden 
(act. II 106/5 f.). 

3.3.9 In der Aktenbeurteilung vom 5. Februar 2024 (act. II 109/3 ff.) dia-
gnostizierte die RAD-Ärztin Dr. med. H.________ in somatischer Hinsicht 
einen Zustand nach langstreckigem Aorten-Ersatz mittels Y-Prothese im 
Januar 2022 bei Zustand nach grossem Aortenaneurysma (ED: 01/2022) 
und einen Zustand nach Narbenhernien-Repair im März 2023 sowie akte-
nanamnestisch eine COPD-Gold II bei fortgesetztem schädigenden Nikoti-
nabusus (act. II 109/6 Ziff. 1). In rein somatischer Hinsicht sei eine periin-
terventionelle Arbeitsunfähigkeit von Januar 2022 bis Mai 2022 anzuneh-
men. Aufgrund der im Januar 2023 festgestellten symptomatischen Nar-
benhernie sei zudem vom 26. November 2022 bis Juni 2023 eine Arbeits-
unfähigkeit anzunehmen (act. II 109/6 Ziff. 2). Die klassische Tätigkeit ei-
nes … sei dem Beschwerdeführer nach dem stattgehabten Aortenersatz 
und der Narbenhernien-Operation nicht mehr zumutbar. Sie erfordere das 
Ausführen von schweren Arbeiten, ebenso das Heben und Tragen von Las-
ten von bis zu 25 kg oder darüber. Dies sei für den Beschwerdeführer dau-
erhaft zu schwer (act. II 109/7 Ziff. 3). Zumutbar sei eine körperlich leichte 
bis allenfalls gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende oder körperlich 
leichte, überwiegend sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit zur Wechselbe-
lastung, ganztags zu 8.5 Stunden, mit einer Leistungsminderung von 20 % 
aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs. Zu vermeiden seien repetitives He-
ben und Tragen von Gewichten, dabei sollte eine Gewichtslimite von 10 kg 
eingehalten werden. Des Weiteren sollten anhaltende Zwangshaltungen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-14-

überwiegendes Bücken, Knien und Kauern bzw. Tätigkeiten, welche eine 
"Bauchpresse" verursachten, vermieden werden. Tätigkeiten in Kälte/Hitze 
oder unter starken Temperaturschwankungen sowie unter atmosphäri-
schem Über-/Unterdruck sollten gemieden werden. Um Blutdruckspitzen zu 
vermeiden, sei auf ein ausgewogenes Stressmanagement zu achten, ins-
besondere bei hoher Verantwortlichkeit, hoher Arbeitsdichte und hohen 
Leistungserwartungen durch Vorgesetzte und/oder an sich selbst. Wegen 
der anamnestisch beschriebenen COPD-Gold II sei zudem die Exposition 
gegenüber Dämpfen, Stäuben, Rauch und Gasen zu vermeiden 
(act. II 109/7 Ziff. 4).

3.3.10 In der Aktenbeurteilung vom 6. Februar 2024 (act. II 110/12 ff.) dia-
gnostizierte die RAD-Ärztin Dr. med. F.________ in psychiatrischer Hin-
sicht eine rezidivierende depressive Störung, (ICD-10: F33), zuletzt höchs-
tens noch leichtgradig ausgeprägt (act. II 110/16). Seit der rentenableh-
nenden Verfügung vom 11. Juni 2020 sei der Beschwerdeführer ab dem 
9. September 2021 zweimal stationär psychiatrisch behandelt worden. Als 
Auslöser für die Zustandsverschlechterung im psychiatrischen Fachgebiet 
seien familiäre Konflikte und eine hohe Arbeitsbelastung in der eigenen … 
genannt worden. Die Ärzte der Klinik J.________ und der psychiatrischen 
Dienste N.________ seien in diagnostischer Hinsicht von einer rezidivie-
renden depressiven Störung (ICD-10: F33) ausgegangen. Die depressive 
Verstimmung sei schwer ausgeprägt gewesen. Die von den Ärzten der 
psychiatrischen Dienste N.________ postulierte Zwangsstörung (ICD-10: 
F42) habe im weiteren Verlauf nicht mehr bestätigt werden können und der 
Beschwerdeführer habe bei der ihn seit Juni 2023 ambulant behandelnden 
Psychotherapeutin entsprechende Symptome verneint. Über die Sitzungs-
frequenz der ambulanten psychologischen Behandlung seit Juni 2023 sei 
nichts bekannt. Die Psychotherapeutin M.Sc. G.________ gehe von einer 
lediglich leichten depressiven Episode bei rezidivierender depressiver 
Störung (ICD-10: F33.0) aus. Weitere ausgewiesene Diagnosen im psych-
iatrischen Fachgebiet lägen nicht vor. Mittels Laboruntersuchung im RAD 
im April 2023 habe überwiegend wahrscheinlich ein schädlicher Alkohol-
konsum ausgeschlossen werden können. Ein Konsum von Benzodiazepi-
nen habe nicht mehr bestanden. Anlässlich der Laboruntersuchung habe 
eine nur teilweise Therapieadhärenz des Beschwerdeführers für die ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-15-

ordneten Antidepressiva (Duloxetin und Trittico) nachgewiesen werden 
können. Die Optimierung einer nicht ausreichenden antidepressiven Be-
handlung mit allfälligem Wechsel der Antidepressiva, Kombinationsbehand-
lung und/oder Augmentationsbehandlung gehöre in die Hände eines psych-
iatrischen Facharztes bzw. Fachärztin und falle nicht in den Kompetenzbe-
reich einer Psychotherapeutin (act. II 110/14 f.). Die Arbeitsunfähigkeits-
Atteste für die Zeit der stationären Behandlungen vom 9. September bis 20. 
Dezember 2021 seien nachvollziehbar. Für die weiteren lediglich durch den 
Hausarzt attestierten Arbeitsunfähigkeits-Zeiten lägen in psychiatrischer 
Hinsicht keine objektiv erhobenen Befunde vor (act. II 110/16 Ziff. 2). Für 
Menschen mit rezidivierenden Depressionen seien Tätigkeiten mit regel-
mässiger Nachtschicht und Tätigkeiten mit besonderen Anforderungen an 
die psychische Belastbarkeit sowie Tätigkeiten unter besonderem Zeitdruck 
ungünstig. Unter Berücksichtigung dieses Zumutbarkeitsprofils seien dem 
Beschwerdeführer sämtliche Tätigkeiten zumutbar, die seinen Fähigkeiten 
und Fertigkeiten entsprächen. Dies mit einem Pensum bis 100 %. Aufgrund 
der auch in symptomfreien Intervallen dauerhaft reduzierten Stresstoleranz 
und der reduzierten Belastbarkeit sei medizinisch-theoretisch von einer 
qualitativen Leistungsminderung von 20 % auszugehen (act. II 110/17 Ziff. 
3).

3.3.11 Im Bericht vom 16. Mai 2024 (act. II 116/3 ff.) hielt die Psychothera-
peutin M.Sc. G.________ fest, wegen den Arbeitsherausforderungen, die 
vermieden werden sollten (u.a. Heben und Tragen von Gewichten, Stress 
aufgrund von Verantwortung, Arbeitsdichte und Leistungserwartungen, 
Exposition gegenüber Dämpfen usw. sowie Tätigkeiten mit besonderen 
Anforderungen an die psychische Belastbarkeit und unter Zeitdruck), sei 
eine Fortführung der angestammten Tätigkeit erschwert (act. II 116/5).

3.3.12 Im Bericht vom 3. Juli 2024 (act. II 120) erwähnte dipl. Arzt 
E.________, es sei eine multidisziplinäre Begutachtung zwingend notwen-
dig. Dem Beschwerdeführer sei aus somatischen Gründen die angestamm-
te Tätigkeit als … nicht mehr zumutbar. Über die letzten Jahre bestehe 
auch eine Progredienz der psychogen bedingten Beschwerden und Ein-
schränkungen mit aktuell nicht vorhandener Arbeitsfähigkeit.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-16-

3.3.13 In der Aktenbeurteilung vom 8. August 2024 (act. II 123/2 f.) führte 
die RAD-Ärztin Dr. med. H.________ aus, es seien in somatischer Hinsicht 
keine neuen Unterlagen eingereicht worden, die eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes begründen würden. Es könne an der Beurteilung 
vom 5. Februar 2024 festgehalten werden.

3.3.14 In der Aktenbeurteilung vom 12. August 2024 (act. II 124/3 f.) hielt 
die RAD-Ärztin Dr. med. F.________ fest, fachpsychiatrische Berichte sei-
en im Anhörungsverfahren nicht eingereicht worden. Dem Therapiever-
laufsbericht der Psychotherapeutin M.Sc. G.________ seien keine objekti-
ven Befunde und keine neuen Diagnosen im psychiatrischen Fachgebiet zu 
entnehmen. Die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung ICD-
10: F33 werde als "zunehmend remittiert" beurteilt. Bei den weiteren aufge-
führten Diagnosen "Vd.a ADHS" und "am ehesten kombinierte Persönlich-
keitsstörung" handle es sich lediglich um Verdachtsdiagnosen. Eine weitere 
Diagnostik habe wegen Nichterscheinens des Beschwerdeführers zu ge-
planten Konsultationsterminen nicht erfolgen können. Zu der erneut postu-
lierten Diagnose eines schädlichen Alkoholkonsums (ICD-10: F10.1) habe 
der RAD bereits am 6. Februar 2024 Stellung genommen. Es lägen keine 
neuen objektiv erhobenen Befunde vor, aus welchen die Diagnose herge-
leitet werden könnte. Sowohl im Verlaufsbericht der Psychotherapeutin 
M.Sc. G.________ vom 16. Mai 2024 als auch im eingereichten Ab-
schlussbericht von Abklärungsstelle I.________, vom 31. Mai 2024 seien 
mangelnde Zuverlässigkeit, Nicht-Erscheinen und Terminabsagen des Be-
schwerdeführers sowie "nur bedingte Veränderungsmotivation" aktenkun-
dig, welche überwiegend wahrscheinlich für einen nur geringen Leidens-
druck des Beschwerdeführers sprächen.

3.4

3.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-17-

kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Urteilt das Gericht indessen abschliessend 
gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus dem Verfahren vor dem Sozialver-
sicherungsträger stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforde-
rungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässig-
keit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 
S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.4.3 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte 
und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 
S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3).

3.5 In somatischer Hinsicht erfüllen die Aktenbeurteilungen der RAD-
Ärztin Dr. med. H.________ vom 5. Februar (act. II 109/6 ff.) sowie vom 
8. August 2024 (act. II 123/2 f.) die Anforderungen an den Beweiswert me-
dizinischer Aktenberichte (vgl. E. 3.4.1 und 3.4.3 hiervor) und erbringen 
vollen Beweis. Die RAD-Ärztin hat ihre Ausführungen und Feststellungen in 
Kenntnis der Akten der behandelnden Ärzte getroffen (act. II 109/4 ff., 
123/2), namentlich hat sie die Folgen der im Januar 2022 nach einem Aor-
tenaneurysma durchgeführten Operation (langstreckiger Aorten-Ersatz mit-
tels Y-Prothese) und der im März 2023 erfolgten Narbenhernien-Operation 
(act. II 109/6 Ziff. 1) berücksichtigt. Sie hat die Diagnosen in somatischer 
Hinsicht (act. II 109/6 Ziff. 1, 123/2) nachvollziehbar dargelegt und die dar-
aus zu ziehenden Schlussfolgerungen einleuchtend begründet. Überzeu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-18-

gend ist die Einschätzung, dass dem Beschwerdeführer nach der Narben-
hernien-Operation die angestammte Tätigkeit als … nicht mehr zumutbar 
ist, da letztere die Ausführung schwerer Arbeiten sowie das Heben und 
Tragen von Lasten bis zu 25 kg oder darüber bedingt (act. II 109/7 Ziff. 3). 
Diese Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
gilt denn auch aufgrund der symptomatischen Narbenhernie ab dem 
26. November 2022 (act. II 109/6). Die Beurteilung, dem Beschwerdeführer 
sei in somatischer Hinsicht eine körperlich leichte bis allenfalls gelegentlich 
mittelschwere, wechselbelastende oder eine körperlich leichte, überwie-
gend sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung ganztags 
zu 8.5 Stunden, mit einer Leistungsminderung von 20 % aufgrund des er-
höhten Pausenbedarfs, zumutbar, wurde von der RAD-Ärztin gestützt auf 
die somatischen Befunde nachvollziehbar und schlüssig begründet darge-
legt. Damit ist im massgebenden Vergleichszeitraum (E. 3.1 hiervor) ein 
Revisionsgrund (E. 2.3.3 hiervor) gegeben und der strittige Rentenan-
spruch ist in der Folge frei zu prüfen (E. 2.3.4 hiervor).

3.6 In psychiatrischer Hinsicht erfüllen die Aktenbeurteilungen der RAD-
Ärztin Dr. med. F.________ vom 6. Februar (act. II 110/12 ff.) sowie vom 
12. August 2024 (act. II 124/3 f.) die beweisrechtlichen Anforderungen der 
Rechtsprechung an medizinische Berichte (E. 3.4.1 und 3.4.3 hiervor) und 
erbringen vollen Beweis. Die RAD-Ärztin setzte sich mit den gesundheitli-
chen Einschränkungen des Beschwerdeführers in Kenntnis der medizini-
schen Berichte der Behandelnden (act. II 110/12 ff., 124/3) einlässlich aus-
einander (act. II 110/13 ff., 124/3). Basierend darauf hat sie die Diagnose 
einer rezidivierenden depressiven Störung gestellt (ICD-10: F33; 
act. II 110/16 Ziff. 1) und gelangte überzeugend begründet zum Schluss, 
dass einzig eine Depression ausgewiesen ist, wobei zuletzt eine leichte 
depressive Episode bestand; anderweitige psychiatrische Diagnosen 
schloss sie aus (act. II 110/14 f., 124/3). Bezüglich der Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit hat die RAD-Ärztin überzeugend dargelegt, dass der Be-
schwerdeführer in psychiatrischer Hinsicht lediglich vom 9. September bis 
zum 20. Dezember 2021 wegen einer schwer ausgeprägten depressiven 
Verstimmung bei einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33) 
und der damit zusammenhängenden stationären Behandlungen in der Kli-
nik J.________ sowie danach in den psychiatrischen Diensten N.________ 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-19-

voll arbeitsunfähig war (act. II 110/16 Ziff. 2). Dabei kam es zuletzt unter 
der medikamentösen Behandlung zu einer Besserung der depressiven 
Symptomatik und der Beschwerdeführer trat mit deutlich gebessertem Zu-
standsbild aus den psychiatrischen Diensten N.________ aus (vgl. act. II 
61/17, 110/14). Einleuchtend ist weiter, dass die danach weiterhin vom 
Hausarzt geltend gemachte Verschlechterung (vgl. act. II 72/2) und die von 
ihm attestierten Arbeitsunfähigkeiten (act. II 61/2 ff., 76/7 ff.) nicht auf ob-
jektiven psychiatrischen Befunden basieren (act. II 110/16 Ziff. 2), zumal 
der Beschwerdeführer auch angegeben hat, in der eigenen … gearbeitet zu 
haben (act. II 77/9). Der Coach der Abklärungsstelle I.________, bei wel-
chen der Beschwerdeführer vom 18. November 2022 bis 30. April 2024 zur 
Arbeitsvermittlung angemeldet war, wies zudem im Abschlussbericht vom 
31. Mai 2024 auf widersprüchliche Äusserungen des Beschwerdeführers 
bezüglich der Aufgabe der finanziell nicht existenzsichernden Tätigkeit als 
… in der eigenen … und auf eine mangelnde Motivation zur Arbeitsauf-
nahme auf dem 1. Arbeitsmarkt hin (act. II 119/5 f.). Es gibt keine Hinweise, 
dass dieses Verhalten auf objektiven psychiatrischen Befunden beruht. 
Nachvollziehbar und einleuchtend ist die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in 
einer angepassten Tätigkeit durch die RAD-Ärztin Dr. med. F.________, 
wonach für den Beschwerdeführer zwar Arbeiten mit regelmässiger Nacht-
schicht, mit besonderen Anforderungen an die psychische Belastbarkeit 
sowie unter besonderem Zeitdruck ungünstig sind, dass er jedoch unter 
Berücksichtigung dieses Zumutbarkeitsprofils in psychiatrischer Hinsicht 
sämtliche Tätigkeit mit einem Pensum von 100 % ausüben kann, mit einer 
Leistungsminderung von 20 % wegen der reduzierten Stresstoleranz und 
Belastbarkeit (act. II 110/17). 

Die Vorbringen des Beschwerdeführers gegen diese Beurteilung (Be-
schwerde S. 4 f.) vermögen keine auch nur geringe Zweifel im Sinne der 
Rechtsprechung (vgl. E. 3.4.2 hiervor) zu begründen. Der beschwerdewei-
sen Kritik, die Beurteilungen der RAD-Ärztin Dr. med. F.________ vom 
6. Februar (act. II 110/12 ff.) sowie vom 12. August 2024 (act. II 124/3 f.) 
widersprächen den Berichten der Klinik J.________ und der psychiatri-
schen Dienste N.________, kann nicht gefolgt werden. Vielmehr hat sich 
die RAD-Ärztin mit diesen Berichten einlässlich auseinandergesetzt und 
überzeugend festgehalten, dass bei Austritt aus den psychiatrischen Diens-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-20-

ten N.________ der Psychostatus des Beschwerdeführers keinen Krank-
heitswert mehr gezeigt hat (act. II 110/15). Insoweit finden sich unter 
Berücksichtigung des zeitlichen Verlaufs keine massgebenden Diskrepan-
zen zwischen den Berichten zu den stationären psychiatrischen Behand-
lungen und den RAD-ärztlichen Beurteilungen. Auch das Argument, der 
Verlaufsbericht der Psychotherapeutin M.Sc. G.________ vom 16. Mai 
2024 (act. II 116/3 ff.) könne nicht ignoriert werden, greift ins Leere. Denn 
die RAD-Ärztin hat sich in der Beurteilung vom 12. August 2024 eingehend 
damit auseinandergesetzt und nachvollziehbar festgehalten, dass in psych-
iatrischer Hinsicht mit dem Verlaufsbericht keine neuen objektiven Befunde 
und Diagnosen nachgewiesen wurden (act. II 124/3). Die Psychotherapeu-
tin M.Sc. G.________ nannte zwar die Verdachtsdiagnosen ADHS (ICD-
10: F90.0) und kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61; act. II 
116/4), entsprechende Ausführungen anhand der diagnostischen Leitlinien 
(vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT/SCHULTE-MARKWORT [Hrsg.], Internationa-
le Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Diagnosti-
sche Kriterien für Forschung und Praxis, 6. Aufl. 2016, S. 170, 201) hat sie 
jedoch nicht vorgenommen und auch keine Befunde genannt (vgl. auch 
act. II 106/4, 124/3). Sie hat weiter auf eine bedingte Veränderungsmotiva-
tion des Beschwerdeführers hingewiesen (act. II 116/3) und bezüglich der 
rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.1) ist sie ferner von ei-
ner zunehmenden Remissionstendenz ausgegangen, was nicht für eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes in psychiatrischer Hinsicht 
bzw. für einen grossen Leidensdruck spricht. Auf die nicht fundiert begrün-
dete Kritik von dipl. Arzt E.________, es bestehe eine somatische wie auch 
eine psychogen bedingte Arbeitsunfähigkeit und er könne nicht nachvoll-
ziehen, wieso der Beschwerdeführer keine IV-Rente erhalte (act. II 120), 
kann nicht abgestellt werden. Der Hausarzt tritt offensichtlich advokatorisch 
auf und identifiziert sich in einem Umfang mit den Interessen seines Patien-
ten, der über das normale Mass, welches bei einem behandelnden Arzt zu 
erwarten ist, hinausgeht (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_635/2022 vom 
16. Februar 2022 E. 4.8 und 8C_79/2018 vom 6. Juni 2018 E. 4.2). Festzu-
stellen ist, dass weder dipl. Arzt E.________ noch die Psychotherapeutin 
M.Sc. G.________ Fachärzte der Psychiatrie sind, womit ihren Einschät-
zungen hinsichtlich der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen kein ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-21-

gleichbarer Beweiswert wie den Beurteilungen der Fachärztin des RAD 
zukommt.

3.7 Insgesamt hat die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sach-
verhalt hinreichend abgeklärt. Weitere Beweiserhebungen, namentlich das 
beantragte Gutachten (vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. I/1), sind nicht angezeigt, 
weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten ist 
(BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d 
S. 162; Urteil des BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024 E. 5.2, zur Pu-
blikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4).

3.8 Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung kann grundsätzlich nur 
eine schwere depressive Störung invalidisierend im Rechtssinne sein 
(vgl. E. 2.1.2 hiervor). Mit der diagnostizierten rezidivierenden depressiven 
Störung, höchstens noch leichtgradig ausgeprägt, liegt zumindest seit der 
Neuanmeldung zum Leistungsbezug im August 2022 keine schwere psy-
chische Störung vor. Zur psychiatrischen Behandlung des Beschwerdefüh-
rers ist erstellt, dass eine Laboruntersuchung im RAD am 18. April 2023 
(für Duloxetin bestand Therapieadhärenz, Trittico lag unterhalb der Nach-
weisgrenze [act. II 94/2]) nur eine teilweise Therapieadhärenz für die ver-
ordneten Antidepressiva ergeben hat (act. II 110/14). Der Beschwerdefüh-
rer ist zwar in psychotherapeutischer Behandlung, wobei unklar ist, wie 
häufig die Behandlungstermine stattfinden (act. II 110/15); in der Therapie 
konnte jedoch nur eine bedingte Verbesserung erreicht werden und die 
behandelnde Psychotherapeutin beschrieb lediglich eine bedingte Verän-
derungsmotivation des Beschwerdeführers (act. II 116/4). Dies spricht für 
einen geringen Leidensdruck (act. II 124/3). Da keine weiteren Diagnosen 
im psychiatrischen Fachgebiet ausgewiesen sind (act. II 110/15), liegen 
auch keine nennenswerten Interferenzen durch psychiatrische Komorbi-
ditäten vor. Vorliegend sind keine gewichtigen Gründe ersichtlich, welche 
gleichwohl auf einen invalidisierenden Charakter der Erkrankung schlies-
sen liessen. 

Da hier eine – länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – Arbeitsunfähig-
keit in psychiatrischer Hinsicht im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher 
Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen 
gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-22-

aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann, ist von 
einer Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 abzusehen 
(vgl. BGE 145 V 215 E. 7 S. 228).

3.9 Nach dem Dargelegten liegt in psychiatrischer Hinsicht keine invali-
disierende Störung vor und es bestehen einzig in somatischer Hinsicht Ein-
schränkungen. Gestützt auf die beweiskräftige Beurteilung der RAD-Ärztin 
Dr. med. H.________ vom 5. Februar 2024 (act. II 109/7) ist dem Be-
schwerdeführer wegen der Narbenhernie in somatischer Hinsicht ab dem 
26. November 2022 die bisherige Tätigkeit unzumutbar (act. II 109/6 Ziff. 2, 
109/7 Ziff. 3). Spätestens ab Juli 2023 ist dem Beschwerdeführer eine kör-
perlich leichte bis allenfalls gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende 
oder eine körperlich leichte, überwiegend sitzende Tätigkeit mit der Mög-
lichkeit zur Wechselbelastung ganztags zu 8.5 Stunden, mit einer Leis-
tungsminderung von 20 % aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs, zumut-
bar (vgl. act. II 125/1). Auf dieser Basis ist nachfolgend ein Einkommens-
vergleich vorzunehmen.

4.

4.1 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 
S. 62, 9C_63/2018 E. 4.4.2).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-23-

bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 
S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV).

Ab November 2022 war dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit 
als … in somatischer Hinsicht dauerhaft nicht mehr zumutbar (act. II 109/6); 
nach Ablauf des Wartejahrs (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und mit Blick auf die 
Neuanmeldung im August 2022 (act. II 62; Art. 29 Abs. 1 IVG) ist frühest-
möglicher Zeitpunkt für eine Rente im November 2023, weshalb ein Ein-
kommensvergleich für das Jahr 2023 erfolgt. 

4.3

4.3.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Kann das tatsächlich erzielte Erwerbsein-
kommen nicht oder nicht hinreichend genau bestimmt werden, so wird das 
Einkommen ohne Invalidität nach statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 
IVV für eine Person bei gleicher Ausbildung und entsprechenden berufli-
chen Verhältnissen festgelegt (Art. 26 Abs. 4 IVV).

4.3.2 Angesichts der in Art. 25 Abs. 1 IVV vorgesehenen Gleichstellung 
der invalidenversicherungsrechtlich massgebenden hypothetischen Ver-
gleichseinkommen mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Erwerbsein-
kommen kann das Valideneinkommen von Selbstständigerwerbenden zu-
meist aufgrund der Einträge im Individuellen Konto bestimmt werden. Weist 
das bis zum Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhält-
nismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei 
auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsver-
dienst abzustellen (SVR 2023 IV Nr. 40 S. 135, 8C_396/2022 E. 3.2.2, 
2017 IV Nr. 6 S. 15, 9C_644/2015 E. 4.6.2). Die bundesgerichtliche Recht-
sprechung schliesst nicht aus, dass auch bei Erwerbstätigen unter Um-
ständen nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt wird. Das trifft 
namentlich bei Selbstständigerwerbenden zum einen dann zu, wenn auf-
grund der Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen 
ist, dass die versicherte Person im Gesundheitsfall ihre nicht einträgliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-24-

selbstständige Tätigkeit aufgegeben und eine besser entlöhnte andere 
Tätigkeit angenommen hätte (BGE 135 V 58 E. 3.4.6 S. 64; SVR 2020 IV 
Nr. 38 S. 133, 9C_651/2019 E. 6.2).

4.4

4.4.1 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). 

Liegt kein anrechenbares Erwerbseinkommen vor, so wird das Einkommen 
mit Invalidität nach statistischen Werten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV be-
stimmt. Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche 
Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwick-
lung anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV). Wird im Rahmen der Invaliditätsbe-
messung auf Tabellenlöhne abgestellt, so sind die aktuellsten statistischen 
Daten beizuziehen. Gemeint sind damit die im Verfügungszeitpunkt bezo-
gen auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns aktuellsten veröffentlichten Da-
ten (BGE 150 V 67 E. 4.2 S. 70). Bezüglich der Anpassung an die Loh-
nentwicklung ist nach Geschlechtern zu differenzieren, d.h. es ist auf den 
Lohnindex für Frauen oder Männer abzustellen (BGE 129 V 408; SVR 2019 
IV Nr. 88 S. 296, 8C_72/2019 E. 4.1).

4.4.2 Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit 
einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % 
oder weniger tätig sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % 
für Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 
2023 gültig gewesenen Fassung). Soweit aufgrund der gegebenen Fal-
lumstände, bei Beachtung von Art. 26 Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV (in 
der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung) sowie der nach Art. 
49 Abs. 1bis IVV ärztlich festgelegten qualitativen und quantitativen Leis-
tungsfähigkeit Bedarf an weitergehender Korrektur besteht, ist, was die zu 
berücksichtigenden Faktoren und deren Gewichtung beim leidensbedingten 
Abzug angeht, ergänzend auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-25-

zurückzugreifen (Urteil des BGer 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 E. 10.6, 
zur Publikation vorgesehen).

4.4.3 Bezüglich der Rechtslage ab dem 1. Januar 2024 werden vom sta-
tistisch bestimmten Wert nach Abs. 2 10 % abgezogen. Kann die versicher-
te Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leis-
tungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, 
so werden 20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht zulässig (Art. 26bis 
Abs. 3 IVV). 

4.5 Der Beschwerdeführer arbeitete seit 2005 als selbstständigerwer-
bender … (act. II 10/3, 34.7/4, 69/3, 114/3 Ziff. 3), dabei erzielte er jedoch 
ein bescheidenes Einkommen, so dass er seit Dezember 2018 ergänzend 
vom Sozialdienst AB.________ unterstützt wird (act. II 76/2 ff.). Im Ab-
klärungsbericht für Selbstständigerwerbende vom 18. April 2024 
(act. II 114/2 ff.) ermittelte die Beschwerdegegnerin – mit Blick auf den IK-
Auszug (act. II 69/3) zugunsten des Beschwerdeführers – gestützt auf sta-
tistische Branchenangaben (…) ein Valideneinkommen als Selbstständi-
gerwerbender für das Jahr 2022 von Fr. 51'763.-- (act. II 114/5 Ziff. 9.3), 
was indexiert auf das Jahr 2023 (vgl. E. 4.2 hiervor; Nominallohnindex, 
Männer, 2016-2023, Bst. G Ziff. 45-47 Handel und Reparatur von Motor-
fahrzeugen; 2022: 103.0; 2023: 104.4) ein Valideneinkommen von 
Fr. 52'466.60 (Fr. 51'763.-- / 103.0 x 104.4) ergibt. Dies ist jedenfalls aus 
Sicht des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden; im Übrigen hat der 
Beschwerdeführer nicht geltend gemacht und es liegen auch aktenmässig 
keine Hinweise dafür vor, dass er im Gesundheitsfall seine nicht einträgli-
che selbstständigerwerbende Tätigkeit aufgegeben und eine besser ent-
löhnte andere Tätigkeit aufgenommen hätte (vgl. E. 4.3.1 hiervor).

4.6 Medizinisch-theoretisch ist dem Beschwerdeführer eine angepasste 
Tätigkeit zu 100 %, mit einer Leistungsminderung von 20 % aufgrund des 
erhöhten Pausenbedarfs, zumutbar. Diese Restarbeitsfähigkeit verwertet er 
jedoch nicht, weshalb die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des hypo-
thetischen Invalideneinkommens praxisgemäss die Zentralwerte der Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) herangezogen 
hat. Gestützt auf die LSE 2022, Tabelle TA1_tirage_skill-level (veröffent-
licht am 29. Mai 2024), bei einem monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-26-

nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, privater Sek-
tor, Total, Kompetenzniveau 1, Männer, von Fr. 5'308.--, angepasst an die 
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit und aufgerechnet auf ein Jahr, 
indexiert auf das Jahr 2023 (Nominallohnindex, Männer, 2016-2023,
Bst. B-S Ziff. 05-96 Total; 2022: 103.6; 2023: 105.3) sowie unter Berück-
sichtigung einer Arbeitsfähigkeit von 80 %, resultiert ein hypothetisches 
Invalideneinkommen von Fr. 53'963.65 (Fr. 5'305.-- / 40 x 41.7 x 12 / 103.6 
x 105.3 x 0.8). Ob ein zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn (vgl. dazu 
BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301) vorzunehmen ist, 
kann hier offenbleiben; denn selbst bei einem Abzug vom Tabellenlohn von 
25 %, welcher in dieser Höhe ohnehin nicht gerechtfertigt ist, würde ein 
hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 40'472.75 (Fr. 53'963.65 
x 0.75) resultieren, was einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad er-
gäbe (vgl. E. 4.7 hiernach).

4.7 Bei der Gegenüberstellung eines Valideneinkommens von 
Fr. 52'466.60 und eines hypothetischen Invalideneinkommens von 
Fr. 53'963.65 resultiert per November 2023 ein rentenausschliessender 
Invaliditätsgrad von 0 %. Auch bei der Gegenüberstellung eines Validen-
einkommens von Fr. 52'466.60 und eines hypothetischen Invalidenein-
kommens von Fr. 40'472.75 resultiert ein rentenausschliessender Invali-
ditätsgrad von gerundet 23 % ([Fr. 52'466.60 ./. Fr. 40'472.75] / 
Fr. 52'466.60 x 100). Bezüglich der Rechtslage ab dem 1. Januar 2024 ist 
beim Invalideneinkommen pauschal ein Abzug von 10 % gestützt auf 
Art. 26bis Abs. 3 IVV vorzunehmen (E. 4.4.3 hiervor), woraus ein hypotheti-
sches Invalideneinkommen von Fr. 48'567.30 (Fr. 53'963.65 x 0.9) resultiert 
(auf eine Indexierung kann verzichtet werden, da der Nominallohnindex, 
Männer, für das Jahr 2024 noch nicht bekannt ist [<htt-
ps://www.bfs.admin.ch/asset /de/31445483>]). Bei der Gegenüberstellung 
eines Valideneinkommens von Fr. 52'466.60 und eines hypothetischen 
Invalideneinkommens von Fr. 48'567.30 resultiert auch nach dem 1. Januar 
2024 ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 7 % 
([Fr. 52'466.60 ./. Fr. 48'567.30] / Fr. 52'466.60 x 100).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-27-

4.8 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 2. Ok-
tober 2024 (act. II 125) nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist ab-
zuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung aufzuerlegen. Mit Verfügung vom 27. November 2024 wurde das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege gutgeheissen, weshalb der Be-
schwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; 
SR 272) – vorläufig von der Zahlungspflicht befreit ist (Art. 113 VRPG). 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]). Aufgrund der mit Verfügung vom 
27. November 2024 gewährten unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiord-
nung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin bleibt deren 
amtliches Honorar festzulegen.

5.3 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-28-

chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Die Kostennote von Rechtsanwältin B.________ vom 5. Dezember 2024, 
mit welcher sie bei einem Zeitaufwand von 11.5 Stunden eine Parteien-
tschädigung von Fr. 3'511.95 (Honorar von Fr. 3'220.--, Auslagen von 
Fr. 28.80 und Mehrwertsteuer [MWST] von Fr. 263.15) geltend macht, ist 
nicht zu beanstanden. Gestützt darauf ist das amtliche Honorar auf 
Fr. 2'517.45 festzulegen (11.5 Stunden à Fr. 200.-- = Fr. 2'300.--, Auslagen 
von Fr. 28.80 und MWST von Fr. 188.65 [8.1 % von Fr. 2'328.80]) und der 
amtlichen Anwältin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Ge-
richtskasse zu vergüten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach 
Art. 123 ZPO.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz der amtlichen Anwältin wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3'511.95 (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwältin B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2'517.45 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. März 2025, IV 200 2024 731

-29-

festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.