# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f808c30-5557-5f2c-9faf-264883f0277c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 23.02.2024 B 2023/216
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2023-216_2024-02-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/216

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 04.07.2024

Entscheiddatum: 23.02.2024

Entscheid Verwaltungsgericht, 23.02.2024
Unterstützungswohnsitz. Art. 4 Abs. 1, Art. 7, Art. 9 Abs. 1 und Art. 11 Abs. 1 
ZUG (SR 851.1). Streitig war die Zuständigkeit für die Unterstützung von 
A.__. Das Verwaltungs-gericht legte dar, der von ihrer Mutter B.__ 
abgeleitete Unterstützungswohnsitz von A.__ (Art. 7 Abs. 2 ZUG) habe sich 
bei ihrer Geburt am 21. Mai 2018 und auch in der Folge-zeit in Z.__/TG 
befunden. Erst ab dem Zeitpunkt des Entzugs des Aufenthaltsbestim-
mungsrechts sowie der Platzierung von A.__ bei ihrer Grossmutter D.__ per 
4. Juni 2018 habe der von der Mutter abgeleitete Unterstützungswohnsitz im 
Sinn von Art. 7 Abs. 2 ZUG nicht mehr bestanden, sondern ein eigener 
Unterstützungswohnsitz im Sinn von Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG am letzten 
Unterstützungswohnsitz, d.h. in Z.__/TG. Dies stehe im Einklang mit dem 
Auszug aus dem Melderegister des Kantons St. Gallen. Unbestritten und 
belegt sei sodann, dass am 4. Juni 2018 aufgrund der gesundheitlichen und 
sozia-len Situation der Mutter (B.__) von einer längerfristigen 
Fremdplatzierung von A.__ aus-zugehen gewesen sei. Weitere Gründe dafür, 
die vorinstanzliche Bestätigung eines Un-terstützungswohnsitzes von A.__ in 
Z.__/TG in Frage zu stellen, hätten sich den Akten und den Eingaben des 
Beschwerdeführers nicht entnehmen lassen. Der angefochtene Entscheid 
sei daher nicht zu beanstanden. (Verwaltungsgericht, B 2023/216)

Entscheid vom 23. Februar 2024

Besetzung

Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

Kanton Thurgau,  

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Sozialamt, Promenadenstrasse 16, 8510 Frauenfeld Kant. Verwaltung,

gegen

Kanton St. Gallen,  

Vorinstanz,

vertreten durch Departement des Innern des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 

9001 St. Gallen,

Gegenstand

Zuständigkeit für die Unterstützung von A.__

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

        

A.__ wurde am 21. Mai 2018 geboren. Ihre Mutter B.__ hatte zum Zeitpunkt der Geburt 

Wohnsitz in Z.__ und lebte getrennt vom Vater des Kindes (C.__). Unmittelbar nach der 

Geburt zog B.__ zusammen mit ihrer Tochter zu ihrer Mutter D.__, der Grossmutter von 

A.__, nach Y.__/SG. Am 29. Mai 2018 wurden B.__ und D.__ von der Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Y.__ angehört. Am 1. Juni 2018 ordnete die KESB 

Y.__ eine mit dem psychischen Gesundheitszustand begründete fürsorgerische 

Unterbringung B.__s an. Mit Beschluss vom 4. Juni 2018 entzog die KESB Y.__ der 

Kindsmutter die Obhut über A.__ und bestätigte ihre Unterbringung bei D.__. Im 

Weiteren wurde ein Kontaktverbot zwischen der Kindsmutter und dem Haushalt von 

D.__ verfügt (act. G 3/1). D.__ kam in der Folge im Rahmen eines Pflegeverhältnisses 

für die Lebenshaltungskosten von A.__ auf. Mit Mail vom 3. Juli 2018 bat B.__ um 

"Stornierung" ihrer Anmeldung in Y.__, worauf das Einwohneramt Y.__ dem 

Einwohneramt Z.__ mit Schreiben vom 10. Juli 2018 mitteilte, die Anmeldung von B.__ 

A.a. 

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B.

Mit Abweisungsbeschluss vom 22. September 2023 hielt das Departement des Innern 

(DI) des Kantons St. Gallen fest, dass sich der Unterstützungswohnsitz von B.__ und 

A.__ in Z.__ befinde. Es wies die vom Sozialamt des Kantons Thurgau erhobene 

Einsprache ab (act. G 2).

C.

Gegen den Beschluss des DI vom 22. September 2023 erhob der Kanton Thurgau 

und A.__ müsse aufgrund eines Rechtsstreits betreffend A.__ aufgehoben werden (act. 

G 8/1 mit Beilagen; act. G 3/2).

Mit Beschluss vom 5. November 2018/16. Januar 2019 bestätigte die KESB Y.__, dass 

den Kindseltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht über A.__ gestützt auf Art. 310 Abs. 

1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) entzogen (Ziffer 1) und A.__ 

bei ihrer Grossmutter D.__ untergebracht werde (Ziffer 2). Im Weiteren errichtete die 

KESB Y.__ eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Im 

Betreuungsvertrag vom 5. November/5. Dezember 2019 wurden die Einzelheiten der 

Betreuung von A.__ bei ihrer Grossmutter D.__ im Sinn einer Dauerbetreuung 

(rückwirkend ab 4. Juni 2018) geregelt (act. G 3/4 bis 3/6).

        

Mit Beschluss vom 18. Februar 2020 lehnte die Fürsorgebehörde der Stadt Z.__ das 

Kostengutsprachegesuch der Pflegemutter D.__ auf Übernahme der Unterhaltskosten 

für A.__ ab Juni 2018 ab; sie verwies auf die Stadt Y.__ als Kostenträgerin und 

bestätigte die Übernahme der Krankenkassenprämien am zivilrechtlichen Wohnsitz in 

Z.__ (act. G 3/8). Dieser Beschluss erwuchs in Rechtskraft.

A.b. 

        

Mit Verfügung vom 14. April 2020 lehnte das Sozialamt der Stadt Y.__ das Gesuch 

D.__s um Übernahme der Unterhalts- und Pflegekosten für A.__ ab Juni 2018 ab. 

Aufgrund des negativen Zuständigkeitskonflikts übernahm es jedoch ohne 

Anerkennung einer Rechtspflicht die Pflegekosten ab Dezember 2019 (act. G 3/9). 

Gegen die Unterstützungsanzeige des Amtes für Soziales des Kantons St. Gallen vom 

28. April 2020 (act. G 3/10 Beilage) erhob das Sozialamt des Kantons Thurgau mit 

Eingabe vom 5. Juni 2020 Einsprache (act. G 3/11 bis 3/13).

A.c. 

        

Am 4./7. Dezember 2020 erfolgte eine Anpassung des Pflegevertrags zwischen der 

KESB Y.__ und der Pflegemutter D.__ betreffend Pflegegeld (act. G 3/14).

A.d. 

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(nachfolgend: der Beschwerdeführer), vertreten durch das Sozialamt, mit Eingabe vom 

12. Oktober 2023 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er ersuchte darum, den 

Beschluss vom 22. September 2023 aufzuheben und die Einsprache vom 5. Juni 2020 

anzuerkennen bzw. festzustellen, dass sich der Unterstützungswohnsitz von A.__ seit 

ihrer Geburt ununterbrochen in Y.__/SG befinde und die Stadt Y.__ seit diesem 

Zeitpunkt für die Übernahme der Unterstützungskosten zuständig sei (Ziffer 1). 

Eventualiter sei der Beschluss aufzuheben und die Angelegenheit im Sinn der 

Erwägungen zur Neubeurteilung an das DI zurückzuweisen (Ziffer 2). Unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz (act. G 1).   

Mit Vernehmlassung vom 1. Dezember 2023 beantragte das DI (nachfolgend: die 

Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde sowie die Feststellung, dass sich der 

Unterstützungswohnsitz von A.__ seit Geburt ununterbrochen in Z.__ befinde und die 

Stadt Z.__ seit diesem Zeitpunkt für die Übernahme der Unterstützungskosten 

zuständig sei. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des 

Beschwerdeführers (act. G 7).      

Mit Eingabe vom 21. Dezember 2023 bestätigte der Beschwerdeführer seine Anträge 

und seinen Standpunkt (act. G 10). Hierzu äusserte sich die Vorinstanz mit 

Stellungnahme vom 10. Januar 2024 (act. G 12). Am 12. Januar 2024 teilte der 

Beschwerdeführer den Verzicht auf eine weitere Stellungnahme mit (act. G 14).      

Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den 

Entscheid erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP, und Art. 34 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über die Zuständigkeit für die Unterstützung Bedürftiger, SR 851.1, 

ZUG). Als Adressat des angefochtenen Abweisungsbeschlusses (act. G 2) ist der 

Kanton Thurgau zur Beschwerde legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 

VRP). Weiter entspricht die Beschwerdeeingabe vom 12. Oktober 2023 (act. G 1) 

zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit 

Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

bis

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2.

Streitig ist vorliegend, ob die Vorinstanz im angefochtenen Beschluss zu Recht einen − 

ununterbrochen seit der Geburt von A.__ bestehenden − Unterstützungswohnsitz B.__ 

und A.__s in Z.__ annahm.

Laut Art. 115 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, 

BV) werden Bedürftige von ihrem Wohnkanton unterstützt.          

Nach dem Recht des Kantons St. Gallen ist die politische Gemeinde zuständig für die 

Leistung der persönlichen (betreuenden und finanziellen) Sozialhilfe (Art. 3 Abs. 1 des 

Sozialhilfegesetzes, sGS 381.1, SHG/SG). Wer für seinen Lebensunterhalt nicht 

hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat Anspruch 

auf finanzielle Sozialhilfe (Art. 9 Abs. 1 SHG/SG). Gemäss Art. 3 Abs. 2 und Art. 24 

SHG/SG richten sich die Zuständigkeit, Unterstützungswohnsitz und Verfahren nach 

dem ZUG.        

Gemäss § 8 des Gesetzes über die öffentliche Sozialhilfe des Kantons Thurgau 

(Sozialhilfegesetz; SHG/TG; Thurgauer Rechtsbuch, Band V, Ziffer 850.1 der 

Systematischen Übersicht) sorgt die Gemeinde, wenn jemand nicht über hinreichende 

Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts für sich und seine Angehörigen mit 

gleichem Wohnsitz verfügt, für die notwendige Unterstützung, sofern vom 

Hilfsbedürftigen nicht verlangt werden kann, sich die Mittel durch eigene Arbeit zu 

beschaffen und keine andere Hilfe möglich ist. Zuständig ist die Wohnsitzgemeinde des 

Hilfsbedürftigen. Die Gemeinde des Aufenthaltsortes ist zuständig, solange die 

Wohnsitzgemeinde nicht feststeht oder wenn jemand unaufschiebbar der Hilfe bedarf 

(§ 4 Abs. 1 SHG/TG). Wohnsitz und Aufenthalt bestimmen sich nach den Vorschriften 

des ZUG (§ 4 Abs. 2 SHG/TG).

2.1. 

Nach Art. 4 Abs. 1 ZUG hat der Bedürftige seinen Unterstützungswohnsitz in dem 

Kanton, in dem er sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält. Dieser Kanton 

wird als Wohnkanton bezeichnet. Zur Begründung eines Wohnsitzes müssen zwei 

Merkmale erfüllt sein: Ein objektives äusseres, der Aufenthalt, sowie ein subjektives 

inneres, die Absicht dauernden Verbleibens. Nach der Rechtsprechung kommt es nicht 

auf den inneren Willen, sondern vielmehr darauf an, welche Absicht objektiv erkennbar 

ist (VerwGE B 2016/189 vom 27. September 2017 E. 3.1.1, B 2011/154 vom 20. März 

2012 E. 2.1.1). Für die Ermittlung der Absicht des dauernden Verbleibens sind alle 

2.2. 

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Elemente der äusserlichen Gestaltung der Lebensverhältnisse zu berücksichtigen. Dem 

Unterstützungswohnsitz gemäss Art. 4 ZUG liegt begriffsimmanent eine räumliche und 

persönliche Beziehung einer Person zu einer bestimmten Gemeinde zugrunde (BGer 

8C_530/2014 vom 7. November 2014 E. 3.3). Der Unterstützungswohnsitz beginnt 

demnach mit der tatsächlichen Niederlassung, wobei weder an die Absicht noch an die 

Dauer des Verbleibens zu strenge Anforderungen gestellt werden; massgebend ist 

vielmehr, dass sich der Lebensmittelpunkt wirklich am neuen Ort befindet, und zwar 

auch dann, wenn der Aufenthalt von kurzer Dauer ist (BGE 137 II 122 E. 3.6; BGer 

8C_530/2014 vom 7. November 2014 E. 3.4; VerwGE B 2016/189 vom 27. September 

2017 E. 3.1.1, W. Thomet, Kommentar zum Bundesgesetz über die Zuständigkeit für 

die Unterstützung Bedürftiger, 2. Aufl. 1994, Rz. 100 mit Hinweisen). 

Absichtserklärungen der bedürftigen Person kommen keine rechtliche Bedeutung zu; 

sie sind als Indizien der subjektiven Absicht zu würdigen (Thomet, a.a.O., Rz. 101; vgl. 

VerwGE B 2020/232 vom 5. März 2021 E. 3.1).  

Der Unterstützungswohnsitz dient der Bestimmung des fürsorgepflichtigen 

Gemeinwesens. Dieses kann nur der Kanton (bzw. die Gemeinde) sein, zu dem der 

Bedürftige dauernde persönliche Beziehungen unterhält und wo er tatsächlich wohnt, 

d.h. sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält (Art. 4 Abs. 1 ZUG). Für die 

Begründung des Unterstützungswohnsitzes ist die körperliche Anwesenheit des 

Betroffenen im Allgemeinen unabdingbar, ist es fürsorgerisch doch unzweckmässig, 

ein Gemeinwesen als Unterstützungswohnsitz zu bezeichnen, in dem der Bedürftige 

sich gar nie aufgehalten oder welches er ohne Rückkehrabsicht verlassen hat. Wer aus 

dem Wohnkanton wegzieht, verliert den bisherigen Unterstützungswohnsitz (Art. 9 

ZUG; BGer 8C_833/2019 vom 17. Juni 2020 E. 3.2.2 m.H. auf BGE 139 V 453 E. 3.2.1). 

  

Im Gegensatz zum zivilrechtlichen Wohnsitz (vgl. Art. 24 Abs. 1 ZGB) bleibt der einmal 

begründete Unterstützungswohnsitz nicht bis zum Erwerb eines neuen bestehen. 

Selbst wenn der Bedürftige diesen verlässt, um sich in einem anderen Kanton 

niederzulassen, nach kurzer Zeit aber bereits wieder an seinen früheren Wohnort 

zurückkehrt, bleibt der Unterstützungswohnsitz nicht erhalten; er wird vielmehr 

allenfalls neu begründet (BGer 2A.253/2003 vom 23. September 2003 E. 2.3 m.H.). Für 

den Nachweis des Wegzugs gilt die gleiche Regel wie für den Nachweis der 

Wohnsitzbegründung. Er obliegt dem Kanton, der aus dem Wegzug Rechte ableitet, 

d.h. dem Wohnkanton, dessen Unterstützungspflicht mit dem Wegzug des Bedürftigen 

erlischt (Thomet, a.a.O., Rz. 106 und 151).

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Das unmündige Kind teilt nach Art. 7 Abs. 1 ZUG den Unterstützungswohnsitz der 

Eltern oder jenes Elternteils, unter dessen Sorge es steht. Wenn die Eltern keinen 

gemeinsamen zivilrechtlichen Wohnsitz haben, teilt das Kind nach Art. 7 Abs. 2 ZUG 

den Unterstützungswohnsitz jenes Elternteils, bei dem es wohnt. Einen selbständigen 

Unterstützungswohnsitz am letzten Unterstützungswohnsitz nach den Absätzen 1 und 

2 hat das Kind nach Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG dann, wenn es dauernd nicht bei den Eltern 

oder einem Elternteil wohnt. Diese Bestimmung gilt nur für das unmündige Kind, das 

unter elterlicher Sorge steht, wirtschaftlich unselbständig ist und dauernd nicht bei den 

Eltern oder einem Elternteil lebt. Erfasst werden freiwillige und behördliche 

Fremdplatzierungen ohne Entzug der elterlichen Sorge (BGer 2A.134/2006 vom 29. 

Juni 2006, E. 2.2 und 4.3.1; Thomet, a.a.O., Rz. 125, 127 und 132). Als eigener 

Unterstützungswohnsitz eines minderjährigen Kindes gemäss Art. 7 Abs. 3 lit. c in 

Verbindung mit Abs. 1 und 2 ZUG gilt der Ort, an dem es unmittelbar vor der 

Fremdplatzierung gemeinsam mit den Eltern oder einem Elternteil gelebt bzw. Wohnsitz 

gehabt hat. Der derart definierte Unterstützungswohnsitz bleibt künftig für die gesamte 

Dauer der Fremdplatzierung der gleiche, auch wenn die Eltern oder der 

sorgeberechtigte Elternteil den Wohnsitz wechseln (BGer 8C_701/2013 vom 14. März 

2014, E. 3.2.2.1). Als lediglich vorübergehend − und damit keinen eigenen 

Unterstützungswohnsitz des minderjährigen Kindes nach Art. 7 Abs. 3 lit. c in 

Verbindung mit Abs. 1 und 2 ZUG begründend − gelten Fremdaufenthalte in 

auswärtigen Institutionen, die entweder nur von kurzer Dauer sind oder bei denen ein 

Kontakt zwischen Kindern und Eltern aufrechterhalten wird und die Absicht besteht, 

dass die Kinder nach einer bestimmten Zeit wieder zu den Eltern ziehen. Kümmern sich 

die Eltern hingegen nicht ernstlich um ihre Kinder bzw. nehmen sie ihre elterliche Sorge 

nicht wahr und erfolgt die Fremdplatzierung auf unbestimmte Zeit oder für mehr als 

sechs Monate, spricht dies in der Regel für die Dauerhaftigkeit des Fremdaufenthaltes 

(vgl. Thomet, a.a.O., Rz. 132). Ob dabei die elterliche Sorge entzogen wird oder 

entsprechende Bestrebungen bestehen, ist nicht massgeblich. Genauso wenig kommt 

es auf die tatsächliche Dauer des Fremdaufenthaltes an. Entscheidend ist einzig, ob bei 

Beginn der Fremdplatzierung von Dauerhaftigkeit auszugehen oder nur eine 

vorübergehende Lösung beabsichtigt war. Andernfalls könnte immer erst nach einer 

bestimmten Dauer des Fremdaufenthalts darüber entschieden werden, welcher Kanton 

letztlich die Kosten zu tragen hat, was nicht dem Sinn des Gesetzes entsprechen kann, 

will dieses doch gerade für klare Verhältnisse bei der interkantonalen 

Zuständigkeitsausscheidung sorgen (BGer 8C_701/2013 vom 14. März 2014 E. 3.2.2.2 

mit Hinweisen). Bei der Fremdplatzierung handelt es sich um einen erheblichen Eingriff 

in die Rechtsstellung der Direktbetroffenen; sie kann deshalb regelmässig erst nach 

2.3. 

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Klärung der Umstände zur dauerhaften Massnahme erklärt werden (vgl. BGer 

8C_701/2013 vom 14. März 2014 E. 4.2.2).

 2.4. 

Die Vorinstanz legte im angefochtenen Beschluss dar, B.__ sei aufgrund ihrer 

psychischen Verfassung und der Trennung vom Kindsvater nicht fähig gewesen, für die 

neugeborene A.__ zu sorgen. Als Unterstützerin sei nur die Grossmutter D.__ in Frage 

gekommen. Der Aufenthalt von B.__ nach der Geburt in Y.__ sei vorübergehender 

Natur gewesen. Bereits nach wenigen Tagen sei es zwischen ihr und D.__ zu 

Auseinandersetzungen gekommen. Es sei rasch deutlich geworden, dass ihr 

Zusammenleben nicht förderlich für die Entwicklung von A.__ gewesen sei. Nach 

Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung am 4. Juni 2018 habe B.__ die Absicht 

geäussert, zu ihrem Freund zu ziehen, den sie seit ein paar Tagen gekannt habe. Im 

Juli 2018 habe sie bereits wieder zusammen mit dem Vater von A.__, C.__, in Z.__ 

gewohnt, wo sie sich nie abgemeldet habe. Im Oktober 2018 habe B.__ nach wie vor 

geäussert, dass sie weiterhin nicht zu D.__ und A.__ nach Y.__ ziehen wolle. Ab 1. Juni 

2018 − dem Zeitpunkt, ab welchem (gemäss Standpunkt des Beschwerdeführers) die 

Unterhalts- und Pflegekosten von der Stadt Y.__ zu übernehmen seien − habe sich 

B.__ nicht mehr in Y.__ aufgehalten. Da weder die Absicht des dauernden Verbleibens 

festgestellt werden könne noch eine zivilrechtliche Anmeldung in Y.__ erfolgt sei, könne 

sie dort keinen Unterstützungswohnsitz (Art. 4 ZUG) begründet haben. Sie habe ihren 

zivilrechtlichen Wohnsitz stets in Z.__ gehabt und ihren Unterstützungswohnsitz in Z.__ 

auch während des vorübergehenden Aufenthalts in Y.__ nicht aufgegeben. Wenn der 

Wegzug zweifelhaft sei, müsse auf die polizeiliche Abmeldung abgestellt werden (Art. 9 

Abs. 2 ZUG). Art. 4 Abs. 2 ZUG stelle die Vermutung auf, dass eine Person mit 

polizeilicher Anmeldung am betreffenden Ort einen Unterstützungswohnsitz begründe. 

Der Nachweis des Wegzugs obliege dem Wohnkanton, dessen Unterstützungspflicht 

mit dem Wegzug der bedürftigen Person erlösche. Vom Beschwerdeführer wäre somit 

zu beweisen gewesen, dass sich B.__ aus Z.__ abgemeldet habe. Diesen Nachweis 

habe er nicht erbringen können. Hinsichtlich des Unterstützungswohnsitzes von A.__

sei festzuhalten, dass während des Aufenthalts in Y.__ und zum Zeitpunkt der 

Platzierung von A.__ bei der Grossmutter D.__ in Y.__ am 4. Juni 2018 noch keine 

Vaterschaftsanerkennung vorhanden gewesen sei. Am 4. Juni 2018 sei gleichzeitig zur 

Platzierung ein vorsorglicher Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts erfolgt. A.__ 

habe nach ihrer Geburt einen "abgeleiteten eigenständigen Unterstützungswohnsitz 

von der Kindsmutter in Z.__" gehabt. Zum Zeitpunkt des Entzugs des 

2.4.1. 

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Aufenthaltsbestimmungsrechts sowie der Platzierung bei der Grossmutter habe die 

Grundlage von Art. 7 Abs. 2 ZUG zu Art. 7 Abs. 3 Bst. c ZUG gewechselt. Aufgrund der 

psychischen Verfassung der Kindsmutter habe von einer längerfristigen 

Fremdplatzierung von A.__ ausgegangen werden müssen. Demzufolge habe sie einen 

eigenen Unterstützungswohnsitz gemäss Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG am letzten 

Unterstützungswohnsitz der Kindsmutter in Z.__ (act. G 2 S. 3-5).

Der Beschwerdeführer wendet ein, B.__ habe sich bereits vor der Geburt von A.__ bei 

der Stadt Z.__ abgemeldet und nach dem Spitalaustritt Ende Mai 2018 zusammen mit 

dieser bei ihrer Mutter D.__ in Y.__ Wohnsitz genommen. D.__ sei aus diesem Grund 

gar in eine grössere Wohnung umgezogen. B.__ habe beabsichtigt, dauerhaft in der 

Familie ihrer Mutter in Y.__ zu verbleiben. Entsprechend habe sie sich beim 

Einwohneramt der Stadt Y.__ angemeldet. Am 27. Mai 2018 hätten D.__ und B.__ die 

KESB Y.__ gemeinsam um Unterstützung ersucht; am 29. Mai 2018 hätten sie sowohl 

für B.__ als auch für A.__ die Errichtung einer Beistandschaft beantragt. Das 

Kindesschutzverfahren sei eröffnet worden, als A.__ ihren (abgeleiteten) zivilrechtlichen 

Wohnsitz in Y.__ gehabt habe. Die Kindsmutter sei Anfang Juli 2018 von Y.__ nach Z.__ 

zurückgezogen, um dort mit dem Kindsvater zusammenzuleben. Dieser habe A.__ in 

der Folge als seine Tochter anerkannt. A.__ sei dabei − entsprechend dem KESB-

Beschluss vom 4. Juni 2018 (act. G 3/1) − bei ihrer Grossmutter in Y.__ untergebracht 

geblieben. Am 10. Juli 2018 seien die Anmeldungen von B.__ und A.__ in Y.__ zufolge 

des hängigen Rechtsstreits und des Wegzugs B.__s nach Z.__ aufgehoben worden. 

Am 13. Juli 2018 sei der Zuzug (von A.__) nach Z.__ rückwirkend per 23. Mai 2018 

erfolgt (act. G 3/2 und 3/3). Im Beschluss der KESB vom 4. Juni 2018 (act. G 3/1) sei im 

Rubrum explizit vermerkt, dass sich der zivilrechtliche Wohnsitz von A.__ im damaligen 

Zeitpunkt in Y.__ befunden habe. Auch im Beschluss der KESB vom 5. November 

2018/16. Januar 2019 (act. G 3/4 Sachverhalt A. und E. Ziffer 1 zweiter Absatz) sei 

vermerkt, dass B.__ Ende Mai 2018 mit A.__ bei ihrer Mutter in Y.__ Wohnsitz 

genommen habe. Die Feststellung im angefochtenen Entscheid, dass sich der 

zivilrechtliche Wohnsitz von B.__ auch während des Aufenthalts in Y.__ in Z.__ 

befunden habe, sei somit unzutreffend. Ausgewiesen sei, dass sich B.__ im Mai 2018 

unter Mitnahme der persönlichen Gegenstände und Aufgabe des bisherigen 

Unterstützungswohnsitzes gemäss Art. 9 Abs. 1 ZUG in Z.__ abgemeldet und alsdann 

in Y.__ angemeldet habe. Ansonsten hätte die Stadt Y.__ die betreffende Anmeldung 

mit Schreiben vom 10. Juli 2018 gar nicht aufheben und hätten die Einwohnerdienste 

Z.__ am 13. Juli 2018 auch nicht rückwirkend per 23. Mai 2018 den Zuzug von Z.__ 

2.4.2. 

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nach Y.__ vermerken können. Die Stadt Y.__ beziehe sich im Schreiben vom 10. Juli 

2018 an das Einwohneramt Z.__ auf eine Absprache mit B.__, wonach die Anmeldung 

in Y.__ aufgrund eines Rechtsstreits betreffend A.__ aufgehoben werden müsse. 

Tatsache sei, dass sich B.__ Ende Mai 2018 zusammen mit A.__ mit der Absicht 

dauernden Verbleibens bei D.__ in Y.__ aufgehalten und A.__ dort − abgeleitet von ihrer 

Mutter gemäss Art. 7 Abs. 1 ZUG als Inhaberin der alleinigen elterlichen Sorge (nicht 

etwa nach Art. 7 Abs. 2 ZUG; vgl. VerwGer B 2022/46 vom 20. Juni 2022 E. 3.3) − 

einen Unterstützungswohnsitz begründet habe (vgl. act. G 3/15).

Daran ändere nichts, dass B.__ nach kurzer Zeit, Anfang Juli 2018, an ihren früheren 

Wohnort zurückgekehrt sei, und sich der zivilrechtliche Wohnsitz von A.__ in der Folge 

in Z.__ befunden habe. Letztere habe seit ihrer Geburt am 21. Mai 2018 einen gemäss 

Art. 7 Abs. 1 ZUG von ihrer Mutter abgeleiteten Unterstützungswohnsitz in Y.__ gehabt. 

Als B.__ Anfang Juli 2018 mit dem Kindsvater in Z.__ zusammengezogen sei, sei A.__ 

bei D.__ untergebracht geblieben und habe gemäss Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG einen 

eigenen Unterstützungswohnsitz begründet. Es sei von Beginn weg (aufgrund der 

erheblichen Probleme der Mutter B.__) eine dauerhafte Fremdplatzierung von A.__ 

beabsichtigt gewesen. Beide Elternteile hätten sich nicht ernstlich um A.__ gekümmert; 

faktisch hätten sie die elterliche Sorge nicht wahrgenommen. Eine längerfristige 

Betreuung durch die Grossmutter D.__ sei unabdingbar gewesen (act. G 3/1, 3/4 und 

3/6). Folglich bestimme sich der Unterstützungswohnsitz nach Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG; 

er befinde sich seit der Unterbringung am 4. Juni 2018 am letzten gemeinsamen 

Wohnort mit der Kindsmutter, mithin (weiterhin) in Y.__. Demzufolge sei die Stadt Y.__ 

− unabhängig von späteren Wohnsitzwechseln von B.__ − seit Geburt von A.__ für 

deren sozialhilferechtliche Unterstützung zuständig (act. G 1).

 2.5. 

Unbestritten und durch die Akten belegt ist vorliegend, dass B.__ zum Zeitpunkt der 

Geburt von A.__ (am 21. Mai 2018) Unterstützungswohnsitz in Z.__ hatte und getrennt 

vom Kindsvater C.__ lebte. Unmittelbar danach, am 23. Mai 2018, zog sie zusammen 

mit ihrer neugeborenen Tochter zu ihrer Mutter D.__ nach Y.__. Am 29. Mai 2018 

wurden B.__ und D.__ von der KESB Y.__ angehört, worauf die KESB am 1. Juni 2018 

eine mit dem psychischen Gesundheitszustand begründete fürsorgerische 

Unterbringung B.__s anordnete, ihr mit Beschluss vom 4. Juni 2018 die Obhut über 

A.__ entzog, die Unterbringung von A.__ bei D.__ im Rahmen eines Pflegeverhältnisses 

bestätigte und ein Kontaktverbot zwischen B.__ und D.__ verfügte (act. G 3/1). Mit Mail 

2.5.1. 

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vom 3. Juli 2018 bat B.__ um "Stornierung" ihrer Anmeldung in Y.__, worauf das 

Einwohneramt Y.__ dem Einwohneramt Z.__ mit Schreiben vom 10. Juli 2018 mitteilte, 

die Anmeldung von B.__ in Y.__ müsse aufgrund eines Rechtsstreits betreffend A.__ 

aufgehoben werden (act. G 8/1 mit Beilagen; act. G 3/2). Hierauf bestätigte das 

Einwohneramt Z.__ in der Adressauskunft vom 13. Juli 2018 ein Zuzugsdatum von B.__ 

per 1. August 2017 (act. G 8/2). In einem Ausdruck "Meldeverhältnis" wurde ein am 13. 

Juli 2018 gemeldetes Zuzugsdatum von A.__ per 23. Mai 2018 − Zuzug soweit 

ersichtlich nach X.__ im Kanton Thurgau − vermerkt (act. G 3/3). Mit Beschluss vom 5. 

November 2018/16. Januar 2019 bestätigte die KESB Y.__, dass den Eltern A.__s das 

Aufenthaltsbestimmungsrecht über sie gestützt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB entzogen 

(Ziffer 1) und A.__ bei D.__ untergebracht (Ziffer 2) werde. Im Weiteren errichtete die 

KESB Y.__ eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Im 

Betreuungsvertrag vom 5. November/5. Dezember 2019 wurden die Einzelheiten der 

Betreuung von A.__ durch D.__ im Sinn einer Dauerbetreuung (rückwirkend ab 4. Juni 

2018) geregelt (act. G 3/4 bis 3/6).

Vorliegend steht nicht der zivilrechtliche Wohnsitz, sondern der 

Unterstützungswohnsitz von B.__ und A.__ im Sinn der Art. 4 und 7 ZUG in Frage. Zu 

klären ist in diesem Zusammenhang vorweg, ob B.__ per 23. Mai 2018 im Sinn von 

Art. 9 Abs. 1 ZUG von Z.__ wegzog und einen Unterstützungswohnsitz in Y.__ 

begründete (Art. 4 Abs. 1 ZUG).            

Die Vorinstanz stellt in Abrede, dass sich B.__ bereits vor der Geburt ihrer Tochter A.__ 

in Z.__ abgemeldet und in Y.__ angemeldet habe; sie habe sich erst nach der (am 21. 

Mai 2018 erfolgten) Geburt von A.__ in Y.__ aufgehalten und habe versucht, sich am 

28. Mai 2018 in Y.__ anzumelden. Kurze Zeit später habe sie jedoch persönlich die 

Stornierung der einwohneramtlichen Anmeldung verlangt. Da es sich nur um einen 

kurzfristigen, nicht meldepflichtigen Aufenthalt von knapp vier Tagen in Y.__ gehandelt 

habe, sei die Anmeldung in Y.__ aufgehoben worden. Zudem sei es B.__ selbst 

gewesen, die am 3. Juli 2018 schriftlich um "Stornierung des Aufenthalts" gebeten und 

somit bestätigt habe, dass sie eigentlich nie wirklich in Y.__ gewohnt habe und diesen 

Ort auch nicht zu ihrem Lebensmittelpunkt habe machen wollen. Bei ihrer Tochter A.__ 

sei die Anmeldung rückwirkend mit Nebenwohnsitz per 4. Juni 2018 in Y.__ (E.__-

strasse 001_) erfolgt. Dieser Zeitpunkt decke sich mit dem Zeitpunkt der ersten 

Platzierung von A.__ bei der Grossmutter (D.__). Der Hauptwohnsitz von A.__ sei 

weiterhin in der Wohngemeinde ihrer Mutter B.__ in Z.__ gewesen. Weshalb A.__ erst 

2.5.2. 

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seit dem 13. Juli 2018 und nicht seit dem Zeitpunkt ihrer Geburt in Z.__ gemeldet sei, 

sei unklar, zumal sich sowohl der zivilrechtliche als auch der unterstützungsrechtliche 

Wohnsitz von den Eltern bzw. der Mutter B.__ ableite. Dieser habe sich ununterbrochen 

in Z.__ befunden (act. G 8/1, 8/2, 8/11 und 8/12). Wie der Beschwerdeführer zur 

Information komme, dass sich B.__ im Mai 2018 unter "Mitnahme der persönlichen 

Gegenstände und unter Aufgabe des Unterstützungswohnsitzes in Z.__" in Y.__ 

angemeldet haben solle, sei nicht ersichtlich. Zuvor habe sich der Beschwerdeführer 

stets auf den Standpunkt gestellt, B.__ habe sich schon vor der Geburt in Y.__ 

aufgehalten. D.__ sei erst am 4. Juni 2018 in eine grössere Wohnung gezogen, mithin 

zu einem Zeitpunkt, als sich B.__ schon nicht mehr in Y.__ habe aufhalten oder mit 

D.__ habe zusammenleben wollen. Am 4. Juni 2018 habe B.__ vielmehr beabsichtigt, 

zu ihrem neuen Freund zu ziehen, habe aber im Juli 2018 bereits wieder mit C.__, dem 

Vater von A.__, in Z.__ zusammengewohnt, wo sie (B.__) sich nie abgemeldet habe 

(act. G 7 S. 2 und S. 4 f. Ziffer 5).        

Hierzu ist festzuhalten, dass eine Abmeldung von B.__ aus Z.__ nicht aus den Akten 

ersichtlich ist. Vielmehr bestätigte das Einwohneramt Z.__ in der Adressauskunft vom 

13. Juli 2018 wie erwähnt ein Zuzugsdatum von B.__ per 1. August 2017 und damit 

eine bis zum Auskunftsdatum ununterbrochene einwohneramtliche Meldung in Z.__ 

(act. G 8/2). Eine Nachfrage vom 13. März 2023 beim Einwohneramt Z.__ ergab eine 

Meldung B.__s in Z.__ seit 29. November 2017 (act. G 8/11). Ungeachtet der Tatsache, 

dass die bestätigten Zuzugsdaten in den vorerwähnten Akten − aus welchen Gründen 

auch immer − um rund vier Monate differieren, ist jedenfalls davon auszugehen, dass 

B.__ ununterbrochen seit 2017 in Z.__ gemeldet war (vgl. act. G 8/1, 8/2, 8/11, 8/12). 

Im Weiteren nicht als belegt gelten kann eine vom Beschwerdeführer unterstellte 

Absicht B.__s, mit ihrer Mutter D.__ eine Wohngemeinschaft zu bilden; nicht belegt ist 

auch das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass D.__ aus diesem Grund in eine 

grössere Wohnung umgezogen sei. Dem KESB-Beschluss vom 4. Juni 2018 − hierbei 

handelt es sich um das einzige Aktenstück mit "echtzeitlichen", d.h. zeitlich nah zum 

streitigen Sachverhalt ergangenen Feststellungen − lässt sich diesbezüglich 

entnehmen, dass B.__ und D.__ vor der Geburt von A.__ kaum in Kontakt standen und 

dass für B.__ ihre Mutter D.__ nach der Geburt von A.__ als einzige Unterstützerin in 

Frage gekommen war, weshalb sie mit A.__ bei ihr in Y.__ Unterschlupf suchte. Eine 

Absicht von B.__, in Y.__ mit D.__ zusammenzuleben, geht aus dem erwähnten KESB-

Bericht nicht hervor; die Unmöglichkeit des Zusammenlebens aus vorbestehenden 

gesundheitlichen und sozialen Gründen wird zudem im Bericht klar vermerkt (act. G 

3/1). Soweit im KESB-Beschluss vom 5. November 2018/16. Januar 2019 (act. G 3/4) 

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im Vergleich zu den "echtzeitlichen" Feststellungen im KESB-Bericht vom 4. Juni 2018 

(act. G 3/1) sachverhaltlich abweichende Annahmen getroffen wurden, erfolgten diese 

im Sinn einer zeitlich erheblich verzögerten Rückschau; sie sind nicht geeignet, die 

Feststellungen im Bericht vom 4. Juni 2018 in Frage zu stellen. Anhaltspunkte für eine 

Begründung eines Lebensmittelpunktes in Y.__ (vgl. vorstehende E. 2.2) bzw. eine 

Absicht des dauernden Verbleibens für die Zeit des Aufenthalts von B.__s in Y.__ von 

23. Mai bis ca. 29. Mai 2018 sind nicht erkennbar. Mithin hat sich B.__ nicht von Z.__ 

nach Y.__ begeben, um sich in einem anderen Kanton (in Y.__) niederzulassen (vgl. 

vorstehende E. 2.1.2 am Schluss m.H.), sondern weil sie mit ihrer Situation 

(psychischer Gesundheitszustand, Geburt von A.__ und Streit mit dem Vater des 

Kindes) überfordert war. Im Rahmen von Kindesschutzmassnahmen erklärte sich D.__ 

nach der Entfernung ihrer Tochter aus ihrer Wohnung bereit, A.__ auch weiterhin 

vollumfänglich zu betreuen (act. G 3/1 lit. G). Bei diesen Gegebenheiten ist ein Wegzug

von B.__ von Z.__ im Sinn von Art. 9 Abs. 2 ZUG nicht belegt. Der hierfür 

beweisbelastete (vorstehende E. 2.2 am Schluss) Beschwerdeführer vermag denn auch 

eine Auflösung der Wohnung "F.__ 002_, Z.__" unter Mitnahme der persönlichen 

Gegenstände (vgl. G 10 S. 6 Ziffer 12.1) nicht mit "echtzeitlichen" Akten zu belegen. 

Aus diesem Grund bestehen zu B.__ auch keine Einwohnerdaten im Kanton St. Gallen 

(vgl. act. G 12 S. 2 letzter Absatz). Aber selbst wenn entgegen dem Standpunkt der 

Vorinstanz von einer polizeilichen Anmeldung von B.__ in Y.__ auszugehen wäre (vgl. 

act. G 3/2), würde es nach Lage der Akten − und dies erscheint hier ausschlaggebend 

− ungeachtet der polizeilichen Meldeverhältnisse sowohl zu Beginn des Aufenthalts als 

auch im späteren Verlauf an der Absicht des dauernden Verbleibens B.__s in Y.__ 

fehlen. Unbestritten blieb in diesem Zusammenhang, dass sich B.__ nach Aufhebung 

der fürsorgerischen Unterbringung am 4. Juni 2018 nicht mehr in Y.__ aufhielt, sondern 

bei ihrem neuen Freund unterkam bzw. sie sich nach Z.__ zurückbegab. Angesichts 

dieser Verhältnisse konnte sie keinen Unterstützungswohnsitz (Art. 4 ZUG) in Y.__ 

begründen. Sie hatte ihren Unterstützungswohnsitz stets − auch während ihres 

vorübergehenden physischen Aufenthalts in Y.__ − in Z.__.

Nach Art. 315 Abs. 1 ZGB werden Kindesschutzmassnahmen grundsätzlich am 

(zivilrechtlichen) Wohnsitz des Kindes angeordnet. Lebt indes das Kind bei Pflegeeltern 

oder sonst ausserhalb der häuslichen Gemeinschaft der Eltern oder liegt Gefahr im 

Verzug, so sind auch die Behörden am Ort zuständig, wo sich das Kind aufhält (Art. 

315 Abs. 2 ZGB). Vorliegend ist aus dem Beschluss der KESB Y.__ vom 4. Juni 2018 

(act. G 3/1) klar ersichtlich, dass aufgrund der psychischen Probleme von B.__s und 

2.5.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 14/15

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3.  

ihres aggressiven Verhaltens für die Anordnung von Schutzmassnahmen Gefahr in 

Verzug war bzw. zeitliche und sachliche Dringlichkeit bestand. Die örtliche 

Zuständigkeit der KESB Y.__ begründete sich daher mit dem Aufenthaltsort von A.__ 

(im Sinn von Art. 315 Abs. 2 ZGB) in Y.__; der nicht weiter begründete Vermerk im 

Rubrum des Beschlusses vom 4. Juni 2018 betreffend den zivilrechtlichen Wohnsitz 

von A.__ (vgl. Darlegungen des Beschwerdeführers in act. G 10 S. 2 unten) vermag 

hieran nichts zu ändern.

Die Dauerhaftigkeit einer Fremdplatzierung kann nach der Rechtsprechung bereits ab 

dem superprovisorisch verfügten Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Eltern 

und der vorsorglichen Fremdplatzierung des Kindes bejaht werden, wenn keine 

weiteren Abklärungen notwendig waren (BGer 8C_18/2023 vom 5. Oktober 2023 E. 7.2 

m.H.). Nach der Rechtsprechung bestimmt sich der Unterstützungswohnsitz eines 

dauernd fremdplatzierten Kindes nach Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG und nicht nach dem 

infolge Verweises in Art. 4 lit. d der interkantonalen Vereinbarung für soziale 

Einrichtungen (IVSE; SR 380.311.1) als interkantonales Recht geltenden zivilrechtlichen 

Wohnsitz gemäss Art. 25 ZGB (BGE 143 V 451 E. 9.4).

Der von B.__ abgeleitete Unterstützungswohnsitz A.__s (Art. 7 Abs. 2 ZUG) befand sich 

bei ihrer Geburt am 21. Mai 2018 und auch in der Folgezeit in Z.__. Erst ab dem 

Zeitpunkt des Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts sowie der Platzierung A.__s 

bei ihrer Grossmutter per 4. Juni 2018 bestand der von der Mutter abgeleitete 

Unterstützungswohnsitz im Sinn von Art. 7 Abs. 2 ZUG nicht mehr, sondern ein eigener 

Unterstützungswohnsitz im Sinn von Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG (vgl. dazu vorstehende E. 

2.3) am letzten Unterstützungswohnsitz, d.h. in Z.__. Dies steht im Einklang mit dem 

Auszug aus dem Melderegister des Kantons St. Gallen (act. G 8/14). Unbestritten und 

belegt (act. G 3/1, 3/4 und 3/6) ist sodann, dass am 4. Juni 2018 aufgrund der 

gesundheitlichen und sozialen Situation von B.__ von einer längerfristigen 

Fremdplatzierung A.__s auszugehen war (vgl. auch die in E. 2.5.1 geschilderten 

Gegebenheiten). Weitere Gründe dafür, die vorinstanzliche Bestätigung eines 

Unterstützungswohnsitzes A.__s in Z.__ in Frage zu stellen, lassen sich den Akten und 

den Eingaben des Beschwerdeführers nicht entnehmen. Der angefochtene Entscheid 

ist daher nicht zu beanstanden. 

2.5.4. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Dem 

3.1. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 1'500.

3.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten vom Beschwerdeführer zu 

tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 1'500 erscheint 

angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12); auf 

deren Erhebung wird nicht verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP).

Eine ausseramtliche Entschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 98  VRP). Die 

Vorinstanz hat keinen Anspruch auf Kostenersatz (vgl. Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. A. 2003, Rz 829). Soweit sich ihr 

Antrag (act. G 2 S. 2) auf ausseramtliche Kosten beziehen sollte, ist dieser daher 

abzuweisen.

3.2. 
bis

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 23.02.2024
	Unterstützungswohnsitz. Art. 4 Abs. 1, Art. 7, Art. 9 Abs. 1 und Art. 11 Abs. 1 ZUG (SR 851.1). Streitig war die Zuständigkeit für die Unterstützung von A.__. Das Verwaltungs-gericht legte dar, der von ihrer Mutter B.__ abgeleitete Unterstützungswohnsitz von A.__ (Art. 7 Abs. 2 ZUG) habe sich bei ihrer Geburt am 21. Mai 2018 und auch in der Folge-zeit in Z.__/TG befunden. Erst ab dem Zeitpunkt des Entzugs des Aufenthaltsbestim-mungsrechts sowie der Platzierung von A.__ bei ihrer Grossmutter D.__ per 4. Juni 2018 habe der von der Mutter abgeleitete Unterstützungswohnsitz im Sinn von Art. 7 Abs. 2 ZUG nicht mehr bestanden, sondern ein eigener Unterstützungswohnsitz im Sinn von Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG am letzten Unterstützungswohnsitz, d.h. in Z.__/TG. Dies stehe im Einklang mit dem Auszug aus dem Melderegister des Kantons St. Gallen. Unbestritten und belegt sei sodann, dass am 4. Juni 2018 aufgrund der gesundheitlichen und sozia-len Situation der Mutter (B.__) von einer längerfristigen Fremdplatzierung von A.__ aus-zugehen gewesen sei. Weitere Gründe dafür, die vorinstanzliche Bestätigung eines Un-terstützungswohnsitzes von A.__ in Z.__/TG in Frage zu stellen, hätten sich den Akten und den Eingaben des Beschwerdeführers nicht entnehmen lassen. Der angefochtene Entscheid sei daher nicht zu beanstanden. (Verwaltungsgericht, B 2023/216)

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