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**Case Identifier:** a7ba8b3c-7a70-5ce1-af6e-0733f26b9611
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 11.09.2018 I 2018 31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-31_2018-09-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 31

Entscheid vom 11. September 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien C.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. ________,
D.________, 

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. C.________, geb. C.________ 1984, arbeitete nach einer abgebrochenen 
Lehre als Hochbauzeichner mehrere Jahre bei verschiedenen Detailhändlern 
(Coop, Pam, Pick Pay). Ab 2009 absolvierte er eine zweijährige Ausbildung zum 
Informatiker EFZ (Umsteiger Informatik Systemtechnik) und eine einjährige Zu-
satzausbildung zum Webprogrammierer PHP (vgl. Vi-act. 23 und 24). Ab dem 1. 
September 2011 arbeitete er als Supporter bei der A.________ (Vi-act. 11). 
Während der Tätigkeit für die A.________ meldete er sich am 30. April 2013 zum 
ersten Mal zum Bezug von Leistungen bei der IV-Stelle Schwyz an, wobei als 
Grund für die Anmeldung eine psychische Erkrankung angegeben wurde (Vi-act. 
1). In der Folge teilte der behandelnde Arzt, Dr.med. E.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, mit Schreiben vom 12. Juni 2013 der IV-Stelle 
mit, dass der Versicherte keine Leistungen beanspruchen wolle, weil er zuver-
sichtlich sei, dass er wieder gesund und arbeitsfähig werde. Er selber sei auch 
zuversichtlich, dass eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit innert 
nützlicher Frist erreicht werden könnte. Falls dies nicht der Fall sein sollte, müss-
te die Therapie intensiviert werden (Vi-act. 10).  Am 1. November 2013 trat 
C.________ eine neue Arbeitsstelle bei der B.________ als Applikationsentwick-
ler zu einem Pensum von 80% an (Vi-act. 13). Mit Verfügung vom 5. Dezember 
2013 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab. (Vi-act. 18). Diese Verfügung 
ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

B. Am 28. September 2015 meldete Dr.med. F.________, Facharzt für Psych-
iatrie und Psychotherapie, C.________  wegen voller Arbeitsunfähigkeit seit dem 
30. Juni 2015 infolge rezidivierender  depressiver  Störung bei der IV-Stelle 
Schwyz zur Früherfassung an (Vi-act. 19). Die bisherige Arbeitsstelle wurde von 
der B.________ per 31. Oktober 2015 gekündigt. C.________ meldete sich am 
25. November 2015 bei der IV-Stelle zum Bezug von Leistungen an (Vi-act. 26). 

Nach Einholung von Arztberichten gab die IV-Stelle Schwyz am 6. Mai 2016 eine 
psychiatrische Abklärung bei Dr.med. G.________, Zürich, in Auftrag (Vi-act. 47). 
Nach Vorliegen dieses Gutachtens gab sie im Weiteren im Mai 2017 eine poly-
disziplinäre medizinische Untersuchung in Auftrag, wobei als Gutachterstelle die 
U.________ zugeteilt wurde (Vi-act. 69, 70). Nach Vorliegen des Gutachtens teil-
te die IV-Stelle Schwyz C.________ mit Vorbescheid vom 7. Dezember 2017 mit, 
dass die Ablehnung des Leistungsgesuches vorgesehen sei (Vi-act. 86). 

C.________ liess am 19. Januar 2018 eine Stellungnahme einreichen, wobei er 
die Ausrichtung einer Rente und die Gewährung von Eingliederungsmassnah-
men beantragte (Vi-act. 96). 

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C. Mit Verfügung vom 20. März 2018 wies die IV-Stelle Schwyz das Leis-
tungsbegehren ab (Vi-act 102). 

D. Gegen diese Verfügung liess C.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz mit Eingabe vom 11. April 2018 fristgemäss Beschwerde erhe-
ben mit folgenden Anträgen:

1. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 20. März 2018 sei 
dahingehend abzuändern, dass dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente 
zusteht. 

2. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 20. März 2018 sei 
dahingehend abzuändern, dass dem Beschwerdeführer 
Eingliederungsmassnahmen zustehen (insbesondere berufliche 
Massnahmen). 

3. Eventualiter sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung der 
IV-Stelle Schwyz vom 20. März 2018 zu ergänzenden Abklärungen an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen oder es seien selber ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin. 

E. Die IV-Stelle Schwyz beantragt mit Vernehmlassung vom 14. Mai 2018 die 
Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdefüh-
rers. 
Der Beschwerdeführer lässt sich dazu mit Eingabe vom 23. Mai 2018 verneh-
men, wobei er an seinen Anträgen festhält. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 Bundesgesetz über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1 vom 6.10.2000]). 
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 
4 Abs. 1 Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20 vom 
19.6.1959]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsun-
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus 
objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist 
die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

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Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder 
Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die 
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). 

1.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine Rente, 
die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a); während eines Jah-
res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeits-
unfähig gewesen sind (Bst. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 
40% invalid sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG sieht vor, dass der Rentenanspruch 
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis-
tungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf 
die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt, entsteht. 

1.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsren-
te, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindes-
tens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.  Für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrades bei Erwerbstätigen wird das Erwerbseinkommen, das die ver-
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini-
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu-
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wäre sie nicht in-
valid geworden (Art. 16 ATSG).

2.1 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützt sich die Verwaltung und 
im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebe-
nenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Auf-
gabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu neh-
men, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Per-
son arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist ent-
scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der me-
dizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 
5.1; 125 V 351 Erw. 3a). 

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2.2. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Un-
tersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erör-
terung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweis-
würdigung Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb; Urteil BGer 
9C_278/2016 vom 22.7.2016 Erw. 3.2.2). Zweck eines interdisziplinären Gutach-
tens ist es, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erfassen und 
die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in 
ein Gesamtergebnis zu bringen (BGE 137 V 210 Erw. 1.2.4; Urteil BGer 
8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.1 m.H.). Die Frage, ob ein Gutachten be-
weiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich danach, ob sich gestützt auf die Expertise 
die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten 
verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG 
nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten oder der Gesamtbeurteilung 
der Beweiswert abgesprochen wird. Daher darf bei einem polydisziplinären Gut-
achten auf beweiskräftige Teilgutachten abgestellt werden, die mit der - ohne 
Konsensbesprechung erfolgten - interdisziplinären Gesamtwürdigung im Haupt-
gutachten nicht übereinstimmen (BGE 143 V 124 Erw. 2.2.4). 

2.3. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Störungen (vgl. da-
zu Urteil BGer 8C_130/2017 vom 30.11.2017) definiert zudem das für somato-
forme Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren systematisierte Indikato-
ren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfakto-
ren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits - er-
lauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 
V 281 Erw. 2, 3.4 - 3.6 und 4.1).

2.4 Gelangt der Rechtsanwender nach dieser Beweiswürdigung zum Schluss, 
ein Gutachten erfülle sowohl die mit BGE 141 V 281 definierten versicherungs-
medizinischen Massstäbe wie auch die allgemeinen rechtlichen Beweisanforde-
rungen (Erw. 2.1 und 2.2 vorstehend), ist es beweiskräftig und die darin formu-
lierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit sind zu übernehmen. Eine davon los-
gelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Be-
weisverfahrens soll nicht stattfinden (BGE 141 V 281 Erw. 5.2.3; Urteil BGer 
8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.5 m.H.).

3.1 Anzumerken ist im Weiteren, dass nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über 
die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) eine neue Anmeldung nach der 
Verweigerung einer Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades nur ge-

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prüft wird, wenn wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung 
erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der 
Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erhebli-
chen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat 
sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der ver-
sicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Re-
visionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. 
auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass 
der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist 
sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende In-
validität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die 
gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 
V 108 E. 2b).

3.2 Die Vorinstanz ist auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 25. 
November 2015 eingetreten. In der angefochtenen Verfügung vom 20. März 
2018 verneint sie gestützt auf das U.________-Gutachten vom 20. Oktober 2017 
(Vi-act. 82) das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens. 

4. Was die gesundheitlichen Einschränkungen des Versicherten anbelangt, ergibt 
sich aus den Akten was folgt:

4.1 Der behandelnde Psychiater Dr.med. E.________, V.________, hielt am 1. 
April 2013 gegenüber der Krankentaggeldversicherung des Beschwerdeführers 
fest (KV-Akten 1-9/10):

Diagnose:
Rezidivierende depressive Episode, gegenwärtig mittelgradig (ICD 10 F 33.1)
Verdacht auf ängstlich-unsichere Persönlichkeit (ICD 10 F 60.6 / 60.7)
Vd. auf soziale Phobie (ICD 10 F 40.1)

Dr.med. E.________ attestierte dem  Versicherten eine volle Arbeitsunfähigkeit, 
er ging aber davon aus, dass spätestens anfangs Mai die Arbeitsfähigkeit auf 
50% gesteigert werden könne. Die Prognose erachtete er als gut. Beim Patienten 
würden die depressiven Episoden mit Behandlung und Unterstützung jeweils 
vorbei gehen und es komme häufig zu einer vollständigen Remission. Innerhalb 
von 2-3 Monaten werde wieder eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden 
können. 

4.2 Mit Bericht vom 24. August 2013 (KV-act. 2-3/4 f.) sprach Dr.med. 
E.________ dann jedoch von einem stationären Heilungsverlauf und es wurde 

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weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit im angestammten Tätigkeitsbereich 
attestiert, wobei zu erwarten sei, dass der Versicherte im geschützten 
Wiedereingliederungsrahmen so bald als möglich mit einem Pensum von 50% 
anfangen könnte. Die Therapie müsste dabei intensiviert werden, und zwar in 
dem Sinne, dass der Patient in Zusammenarbeit mit den 
Eingliederungsfachleuten lerne, Hindernisse zu überwinden und bei bestehender 
oder rezidivierender Symptomatik beruflich etwas zu leisten, zumal die 
Symptome bei Untätigkeit eher schlechter würden. Die grösste Schwierigkeit bei 
der Wiedereingliederung sei jedoch fast immer die mangelnde Kooperation der 
involvierten Betreuer (z.B. Uneinigkeit betr. der Zumutbarkeit). 

4.3 Wie im Ingress erwähnt, erreichte der Versicherte spätestens ab November 
2013 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit (Antritt der neuen Arbeitsstelle). Dass 
zunächst ein reduziertes Arbeitspensum von 80% vereinbart wurde, resultierte 
aus dem Umstand dass der Versicherte zu diesem Zeitpunkt noch eine 
Weiterbildung absolvierte (vgl. Vi-act. 52-16/48).

4.4 Mit Arztbericht zu Handen der IV-Stelle vom 9. Dezember 2015 stellte 
Dr.med. F.________ folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
(Vi-act. 38-1/5):

- rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ICD-10 
F33.1

- Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung des Erwachsenenalters ICD-10 F.90.0
- ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung ICD-10 F60.6
- soziale Phobie ICD-10 F40.1

In der Anamnese hält Dr.med. F.________ fest, dass der Versicherte wegen De-
pressionen sowie Angst und Panikattacken ab ca. 2007/2008 bei seinem Vor-
gänger, Dr.med. E.________, in Behandlung gewesen sei. Zu längeren Arbeits-
unfähigkeiten wegen Depressionen sei es 2009 und 2013 gekommen. Seit Mai 
2015 sei der Versicherte aufgrund einer depressiven Episode wiederum arbeits-
unfähig. Seit September 2015 werde er von ihm psychiatrisch behandelt (nach-
dem Dr.med. E.________ in den Ruhestand getreten sei). Die antidepressive 
Medikation sei erweitert worden, wodurch sich die depressive Symptomatik re-
gredient zeige. Aktuell bestehe eine mittelgradige depressive Symptomatik. Die 
schon von Dr.med. E.________ beschrieben ängstliche (vemeidende) Persön-
lichkeitsstörung könne bestätigt werden. Auch eine soziale Phobie könne 
bestätigt werden. Wegen der Ängste bestehe ein eingeschränkter Lebensstil. Der 
Versicherte vermeide es, neue Menschen kennen zu lernen. Er gehe nicht zu 
Familienfesten und anderen (auch beruflichen) Anlässen. Er sei am liebsten zu 
Hause und habe seine Ruhe. Kontakte würden sich auf die Partnerin, die Mutter 

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und den Bruder beschränken. Er habe zudem Schwierigkeiten, sich verbal aus-
zudrücken. Es bestehe eine Angst, abgelehnt, kritisiert oder negativ bewertet zu 
werden. Zur Zeit fänden alle 2-3 Wochen psychotherapeutische Sitzungen statt. 
Wegen der ängstlichvermeiden-den Persönlichkeit und der sozialen Phobie be-
stehe grosse Angst vor einer stationären Behandlung. Zur Zeit bestehe weiterhin 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100% als Informatiker. Zur Prognose hält Dr.med. 
F.________ fest (Vi-act. 38-4/5):

Das Störungsbild ist chronifiziert. Die ängstlich-unsicheren Persönlichkeitsanteile 
sowie die soziale Phobie beeinflussen die affektive Störung und auch umgekehrt, 
so dass sich das Störungsbild verstärkt. Herr C.________ hatte bisher immer 
wieder versucht, sich trotz seiner psychischen Störungen im ersten Arbeitsmarkt 
halten zu können. Inzwischen ist er aber an einem Punkt angekommen, wo ihm die 
Kräfte und der Mut dazu fehlen. Letztendlich ist Herr C.________ an seinen 
Arbeitsstellen häufig überfordert und fühlt sich dem Leistungsdruck nicht 
gewachsen. Aus heutiger Perspektive ist eine nachhaltige Belastbarkeit nicht 
gegeben. Dies zeigt auch der bisherige Werdegang, so dass die Prognose nur 
sehr vorsichtig gestellt werden kann. (…). 

4.5 Mit Verlaufsbericht vom 5. April 2016 (Vi-act. 43) hielt Dr.med. F.________ 
fest, die Symptome der Depression seien weitestgehend remittiert. Hingegen 
bestünden die Symptome der ängstlichen Persönlichkeitsstörung wie auch die 
Symptome der sozialen Phobie unverändert fort und limitierten die Arbeitsfähig-
keit. Ängste und das Vermeidungsverhalten würden jetzt derart stark überwie-
gen, dass der Patient keine Hoffnung mehr auf eine gelingende Wiedereingliede-
rung habe, zumal er in seinen zurückliegenden Berufsjahren letztendlich häufig 
gescheitert sei. Die Prognose sei ungünstig.  

4.6 Der RAD-Arzt Dr.med. H.________ führte mit Stellungnahme vom 19. April 
2016 aus (Via-act. 44-3/4):

Gestützt auf die vorliegenden Berichte scheint es sich bei der VP um ein 
komplexes psychiatrisches Krankheitsgeschehen zu handeln. Eine 100% 
Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten kann aufgrund der Aktenlage nicht 
nachvollzogen werden. Es wird deshalb eine fachärztlich-psychiatrische 
Begutachtung empfohlen mit der expliziten Fragestellung nach der Arbeitsfähigkeit 
in der angestammten Tätigkeit als Informatiker wie auch ggf. in einer 
Verweistätigkeit sowie, ob sämtliche Therapieoptionen ausgeschöpft sind oder ob 
durch eine stationäre Behandlung und ggf. mit welchen Inhalten eine Besserung 
des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. 

4.7 In der Folge gab die Vorinstanz eine psychiatrische Begutachtung durch 
Dr.med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Facharzt 
für Neurologie, Zürich, in Auftrag (Vi-act. 45 und 47). Dr.med. I.________ 
veranlasste zudem eine neuropsychologische Untersuchung (Vi-act. 50), wobei 
diesbezüglich keine Unterlagen bei den Akten liegen. 

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In seinem psychiatrischen Gutachten vom 19. September 2016 gelangte Dr.med. 
I.________ zu folgenden Diagnosen (Vi-act. 52-32/48):

Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
1. Mittelgradige depressive Episode im Rahmen einer rezidivierenden 

depressiven Störung (ICD-10:F33.1)
Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
- Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10:F60.6)
- Soziale Phobie (ICD-10:F40.1) 

In seiner Beurteilung der aktuellen Situation führt Dr.med. I.________ aus (Vi-
act. 52-36/48 ff.):

(…). Im objektiven psychopathologischen Befund (…) anlässlich der Untersuchung 
am 29.6.2016 bestanden psychopathologische Auffälligkeiten im Sinne einer 
mindestens mittelgradigen depressiven Episode. (…). Im Rahmen der 
Untersuchung zeigten sich keine Beeinträchtigungen der Bewusstseinsklarheit und 
der Bewusstseinshelligkeit. Im klinischen Eindruck ergeben sich keine Hinweise 
auf umfassende und ausgeprägte kognitive Störungen. (…). Im Hinblick auf die 
Konzentration war der Versicherte während des ganzen Untersuchungsverlaufs 
immer aufmerksam und vermochte sich auf die gestellten Fragen und die rasch 
wechselnden Themen einzustellen. (…). Im Hinblick auf den Affekt konnte eine 
gedrückte, depressive Stimmungslage festgestellt werden. (…). Gegenwärtig liegt 
eine Insuffizienz der Affekte vor (…). Der Antrieb und das psychomotorische 
Verhalten sind reduziert. (…).
(…). Bis auf Quetiapin (Seroquel) waren die übrigen getesteten Psychopharmaka 
(Trazodon, Trittico) (…) und Duloxetin (Cymbalta) (…) im therapeutischen Bereich. 
Die neuropsychologische Untersuchung im Rahmen der Abklärung bei Frau 
W.________, Neuropsychologin, und Dr.med. J.________, Verhaltensneurologin, 
(…) zeigte leichte bis deutliche Einschränkungen in attentionalen Funktionen sowie 
mehrheitlich schwer eingeschränkte sowie zeitweise deutlich instabile 
Reaktionsgeschwindigkeiten in den Aufgaben zur fokussierten/geteilten - 
Aufmerksamkeit. Darüber hinaus auffallend waren die verbal betonte mittelgradige 
Lernstörung bei gleichzeitig unauffälliger Speicherfähigkeit, mittelgradige bis 
schwere Einbussen in verbalen exekutiven Funktionen (…) sowie leichte 
konstruktiv-planerische Schwierigkeiten. Die kognitiven Befunde sowie die Befunde 
auf Verhaltensebene sprechen für links betonte bifrontolimbische 
Minderfunktionen. Diese sind vereinbar mit Auswirkungen der rezidivierenden 
depressiven Symptomatik und unter Berücksichtigung anamnestischer Angaben 
auf Basis einer frühkindlichen cerebralen Entwicklungsstörung zu interpretieren, 
welche sich zusätzlich zur bestehenden genetischen Prädisposition begünstigend 
für die Entwicklung affektiver Erkrankungen auswirkt. 
(…).
(…). Aufgrund der Exploration und der Angaben in der Versicherungsakte, die 
plausibel erscheinen, leidet der Versicherte an einer mittelgradigen depressiven 
Episode (…). 
Im Hinblick auf die Beurteilung der Prognose ist Folgendes zu sagen: 
Depressionen verlaufen üblicherweise in Episoden, d.h. es gibt Zeitabschnitte, in 
denen die depressiven Symptome auftreten und nach denen sie wieder 
verschwinden, auch spontan und ohne Behandlung. Bei 5-10% der Betroffenen 

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gibt es jedoch einen chronischen Verlauf (über mehrere Jahre) mit unwesentlicher 
Besserung, dies ist hier erkennbar der Fall. 
(…).
Wie bereits durch Herr Dr.med. K.________ im Bericht vom 09.12.2015 
diagnostiziert, leidet der Versicherte zusätzlich zu der rezidivierenden depressiven 
Störung gegenwärtig mittelgradige Episode (…) an Problemen mit Bezug auf 
Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung im Sinne einer 
Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10:Z73.1), DD ängstlich-vermeidende 
Persönlichkeitsstörung (ICD-10:F60.6) und einer sozialen Phobie (ICD-10:F40.0). 
(…).
Weder aufgrund der diagnostizierten ausgeprägten Persönlichkeitszüge, DD 
ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung (…) und der sozialen Phobie kann 
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 
Informatiker attestiert werden. 
In einer angepassten Tätigkeit mit reduzierten Kundenkontakt, Back-Office, wären 
dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar bei einem vollen 
Rendement. Der Grund für die gegenwärtige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
und Leistungsfähigkeit, sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten 
Tätigkeit, ist die im Vordergrund stehende mittelgradige depressive Episode mit 
den diagnostizierten kognitiven Störungen, die Folge der im Vordergrund 
stehenden Symptome der depressiven Episode sind.
Der Versicherte befindet sich in einer niederschwelligen psychiatrisch-
psychotherapeutischen Behandlung. Aus fachärztlicher Sicht erscheint nicht 
nachvollziehbar, dass trotz der Dauer und des Ausmasses der vorgetragenen 
Einschränkungen, sowohl im Alltag als auch beruflich, keine weitere Eskalation der 
fachärztlichen Behandlung (…) stattgefunden hat. Indiziert wäre eine stationäre 
Behandlung und Anpassung der antidepressiven Behandlung, ggf. Umstellung auf 
ein anderes Antidepressivum, ggf. Augmentationsbehandlung(…).  
(…).
Zusammenfassend ergeben die vorliegenden Befunde bei kritischer Würdigung ein 
in sich unschlüssiges, inkonsistentes Bild (Aktenlage, Eigenanamnese, 
Beobachtung, Untersuchungsbefunde, Beschwerdevalidierungstests, 
Selbsteinschätzungsskalen, Medikamenten-Monitoring). 

Unter Bezugnahme auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr.med. 
F.________ führt der Gutachter aus (Vi-act. 52-44/48 f.):

Eine mittelgradige depressive Episode  begründet aus versicherungsmedizinischer 
Sicht keine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten auf dem ersten 
Arbeitsmarkt. (…). Es ist jedoch zu bedenken, dass auch bei bestehenden 
affektiven Symptomen und anderen psychopathologischen Phänomenen eine 
Leistung von unterschiedlichem Ausmass trotzdem erbracht werden kann. Die 
Einschätzung im Sinne einer nullprozentigen Arbeitsfähigkeit des Versicherten ist 
somit nicht nachvollziehbar, (…). 
Sowohl die diagnostizierte ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung mit 
Schwierigkeiten, sich verbal gut auszudrücken, Vermeidung von beruflichen und 
sozialen Aktivitäten, welche mit intensiveren zwischenmenschlichen Kontakten 
verknüpft sind, Angst vor Kritik und Ablehnung als auch die diagnostizierte soziale 
Phobie mit Angst, im Zentrum der Aufmerksamkeit von anderen Menschen 

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zustehen oder sich peinlich zu verhalten, darüber hinaus Angst, abgelehnt, kritisiert 
oder negativ bewerte zu werden, kann überwiegend wahrscheinlich als zutreffend 
ausgewiesen werden. Die Diagnosen können sich im Sinne einer Komorbidität 
negativ auf die weitere Prognose der depressiven Störung auswirken, begründen 
aber alleine per se keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der zuletzt 
ausgeübten Tätigkeit und in allen angepassten Tätigkeiten (…). Die diagnostizierte 
Persönlichkeitsstörung und soziale Phobie bestehen bereits seit der Adoleszenz 
bzw. dem jungen Erwachsenenalter und haben bis dato zu keiner Einschränkung 
im Hinblick auf die Schulbildung und Ausübung der beruflichen Tätigkeit geführt. 
(…). Trotz allem ist für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit immer die konkrete 
psychopathologische Symptomatik entscheidend. Solange die pathologischen 
Reaktions- und Verhaltensmuster sozial verträglich sind, besteht Arbeitsfähigkeit. 
Der Beurteilung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten auf dem 
ersten Arbeitsmarkt aufgrund der diagnostizierten Persönlichkeitsstörung und der 
sozialen Phobie kann somit nicht gefolgt werden. In einer angepassten Tätigkeit 
mit weniger Menschenkontakten und mit der Möglichkeit, sich zurückzuziehen, ist 
dem Versicherten ein 100%iges Arbeitspensum zumutbar. 

Zur Frage der Arbeitsfähigkeit führte Dr.med. I.________ aus (Vi-act. 52-45/48 
f.):

8.1 Stellungnahme zur Tätigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf:
Aufgrund der kognitiven Einschränkungen im Rahmen der depressiven Episode, 
insbesondere aufgrund der attentionalen Einbussen und 
Verlangsamung/Antriebsminderung, ist aktuell von einer verminderten 
Arbeitsfähigkeit , sowohl im angestammten  Beruf als Informatiker als auch in 
anderen Tätigkeiten mit entsprechendem Ressourcenprofil, auszugehen. 
Insbesondere ist der Versicherte für alle Tätigkeiten eingeschränkt, die eine 
dauerhafte Aufmerksamkeit und Konzentration sowie kognitive Flexibilität 
erfordern, organisatorisch und kreative Fähigkeiten, darüber hinaus eine erhöhte 
Anpassungsfähigkeit, Ein- und Umstellfähigkeit und Durchhaltefähigkeit 
voraussetzen. 
In der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Informatiker ist bei dem Versicherten 
auf psychiatrischem Fachgebiet seit Erkrankungsbeginn, d.h. seit dem 30.06.2015, 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. 

8.2 Stellungnahme zu einer Verweistätigkeit 
In einer dem Leiden optimal angepassten Tätigkeit, d.h. einer klar strukturierten 
Tätigkeit, die keine höhere kognitive Fertigkeiten erfordert und mit der Möglichkeit, 
sich zurückzuziehen sowie reduziertem Kundenkontakt, darüber hinaus ohne 
erhöhte Anforderungen an kreative und organisatorische Fähigkeiten, wäre dem 
Versicherten ab sofort ein 50%iges Arbeitspensum zumutbar. Nach Anpassung am 
Arbeitsplatz und Anpassung der vorgeschlagenen therapeutischen Massnahmen 
wäre spätestens in sechs Monaten von einer stufenweisen Wiedereingliederung 
auszugehen. 

Abgesehen von einer Intensivierung der psychiatrischen Behandlung mit 
Anpassung der medikamentösen Behandlung empfahl Dr.med. I.________ auch 
die Durchführung eines Schädel-MRT zum Ausschluss struktureller oder 
entzündlicher Veränderungen. Da im Rahmen der neuropsychologischen 

12

Abklärung Konzentrationsstörungen erkannt (und vom Versicherten auch geltend 
gemacht) wurden, wurde im Weiteren eine Prüfung der Fahrtauglichkeit 
empfohlen.  

4.8 Mit Schreiben vom 23. November 2016 teilte die IV-Stelle dem 
Verkehrsamt des Kantons Schwyz mit, dass gestützt auf ein vorliegendes 
psychiatrisches Gutachten die Fahreignung des Versicherten fraglich sei (Vi-act. 
58), worauf das Verkehrsamt des Kantons Schwyz mit Verfügung vom 28. 
November 2016 dem Versicherten den Führerausweis vorsorglich entzog 
(vorsorglicher Sicherungsentzug) und eine verkehrsmedizinische Untersuchung 
anordnete (Vi-act. 59). 

4.9 Der RAD-Arzt Dr.med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie und Dipl. Neuropsychologe, hielt mit Stellungnahme vom 2. 
Dezember 2016 zum Gutachten fest (Vi-act. 60-5/7):

Das Gutachten von Herrn X.________ ist ein verkapptes MEDAS-Gutachten (…). 
Das neuropsychologische Teilgutachten ist nicht nachvollziehbar, die 
Gutachtenstandards der Fachgesellschaft wurden nicht eingehalten. Es gibt keine 
Informationen über die eingesetzten Tests und deren Ergebnisse, keine Rohwerte, 
keine Normwerte, nichts. Keine Anamnese, keine Erhebung der Beschwerden. 
Das sind gravierende formale Mängel, daher werden wir auf das GA nicht abstellen 
können. Zunächst sollten wir allerdings das MRI veranlassen. 

4.10  Die in der Folge am 24. Februar 2017 von Prof.Dr.med. M.________, 
Zürich, durchgeführte MRI-Untersuchung des Kopfes ergab einen Normalbefund 
(Vi-act. 66). 

4.11 Der RAD-Arzt Dr.med. L.________ hielt daraufhin mit Stellungnahme vom 
12. Mai 2017 fest (Vi-act. 67-6/6):

Erstaunlicherweise zeigen die neuroradiologischen Untersuchungen lediglich einen 
unauffälligen Befund. Es fragt sich, wie die angeblichen kognitiven Defizite zu 
erklären sein sollen. Das mangelhafte Gutachten kommt auf eine 50%ige 
angepasste AUF, während der Versicherte von einer 100%igen AUF ausgeht. 
Nach wie vor können wir diese Diskrepanz nicht erklären. Daher: Medas-GA: 
Psychiatrie, Neuropsychologie, Neurologie, Innere Medizin. 

4.12 Im Juli und August 2017 wurde der Versicherte durch Gutachter der 
U.________, internistisch (Dr.med. N.________), neurologisch (Dr.med. 
O.________), psychiatrisch (Dr.med. P.________) und neuropsychologisch 
(Y.________) untersucht. Das Gutachten datiert vom 20. Oktober 2017 (Vi-act. 
82).

4.12.1 Internistisch (Dr.med. N.________) konnte keine Diagnose mit Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Empfohlen wurden eine 

13

Gewichtsreduktion und hausärztliche Kontrollen von Blutdruck und 
Schilddrüsenparametern (Vi-act. 82-14/52). Auch aus neurologischer Sicht 
(Dr.med. O.________) wurde keine Minderung der Arbeitsfähigkeit festgestellt 
(Vi-act. 82-18/52 f.). 

4.12.2 Der begutachtende Psychiater (Dr.med. P.________) gelangte zu 
folgenden Diagnosen:

Mögliche Dysthymie (ICD-10:34.1) bei rezidivierender depressiver Störung (ICD-
10:F33) mit abgrenzbaren Episoden 2008, 2013 und 2015
Mögliches adultes ADHS (ICD-10: F90)

In der Beurteilung führt Dr.med. P.________ aus (Vi-act. 82-23/52 f.):
Im hiesigen AMDP-konform erhobenen psychiatrischen Befund sind keine 
namhaften Beeinträchtigungen von Stimmung, Antrieb und affektiver 
Schwingungsfähigkeit zu objektivieren. Eine anhaltende depressive Episode ist 
hier also nicht zu attestieren. (…). 
Die Anamnese lässt zudem die Diagnose eines möglichen adulten ADHS zu: 
höhergradige konzentrative Beeinträchtigungen, motorische Unruhe oder eine 
andere typische Symptomatik sind hier jedoch nicht zu objektivieren, (…). 
Eine darüberhinausgehende psychiatrische Komorbidität ist nicht mit der 
gebotenen Wahrscheinlichkeit zu attestieren: (…).
Der Versicherte steht in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer 
Behandlung und nimmt eine antidepressive Medikation ein. Das Labor spricht 
dabei für eine lediglich partielle Compliance bzw. eine unterdosierte Medikation. 
Notwendig sind nunmehr vorrangig sozialpsychiatrische und tagesstrukturierende 
Massnahmen. Die Aufnahme einer Arbeitstätigkeit ist dabei auch therapeutisch 
wünschenswert (…). 
(…). Eine ängstliche Persönlichkeitsstörung lässt sich hier jedoch angesichts der 
Biographie nicht ausreichend erkennen (keine in Kindheit und Jugend beginnende 
psychische und das Verhalten namhaft störende Auffälligkeit). Die berichtete 
Delinquenz sowie der aktenkundig aufscheinende Drogenkonsum sind sistiert und 
konstituieren zudem keine ängstliche Persönlichkeitsstörung. Eine soziale Phobie 
mit namhaften, handlungsleitenden Folgen lässt sich anamnestisch ebenfalls nicht 
schlüssig herausarbeiten. 
(…). Ein namhaftes depressives Syndrom liegt jedoch wie oben dargelegt 
angesichts des jetzigen Befunds nicht mehr vor, sodass nunmehr zumindest von 
einer deutlichen Besserung auszugehen ist, was auch dem zu erwartenden Verlauf 
depressiver Episoden entspricht. Das Vorgutachten attestierte bereits eine 
Arbeitsfähigkeit von 100% in einer angepassten Tätigkeit. Die seinerzeitig 
attestierte kognitive Beeinträchtigung lässt sich aus dem jetzigen objektiven 
Befund ebenfalls nicht (mehr) ableiten. 
Eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit liegt angesichts der hiesigen objektiven 
Befunde also zusammenfassend nicht mehr vor. 

4.12.3 Im neuropsychologischen Teilgutachten führt Y.________ in der 
Beurteilung aus (Vi-act. 82-38/52):

14

(…). Der klinische Befund ergab keine Hinweise auf eine kognitive 
Funktionsstörung. (…).
Die neuropsychologische Untersuchung erbrachte unterdurchschnittliche 
Ergebnisse in der verbalen Lernleistung, dem mittelfristigen verbalen Gedächtnis, 
der intrinsischen und phasischen Reaktionsgeschwindigkeit, dem 
Arbeitsgedächtnis, sowie in Subtests zur Verarbeitungsgeschwindigkeit und dem 
divergenten Denken verbal (Wortflüssigkeit). Das 
Beschwerdevalidierungsverfahren erbrachte keine Hinweise auf eine 
eingeschränkte Leistungsmotivation. 
In den vorliegenden Berichten wird von einer seit der Jugend bestehenden 
Konzentrationsstörung berichtet, die sich bis ins Erwachsenenalter durchgezogen 
habe (…). Weiter wird von Einschränkungen attentionaler und exekutiver 
Funktionen, sowie einer verringerten Lernleistung berichtet (…). Die seinerzeit 
geschilderten Defizite sind im aktuellen Befund nur teilweise und in einem deutlich 
geringeren Ausmass abbildbar. Reaktionsbereitschaft und verbale Lern- und 
Merkleistung waren leichtgradig gemindert, in allen anderen Bereichen zeigt sich 
ein überwiegend normgerechtes kognitives Leistungsprofil. 
Das durchgeführte MRI des Gehirns war unauffällig und bietet somit kein 
zerebrales Korrelat für die erhobenen leichten Minderleistungen (...).
Die hier erhobenen leichtgradigen kognitiven Beeinträchtigungen sind somit am 
ehesten im Kontext des leichtgradigen depressiven Syndroms bzw. auch als ein 
möglicher Effekt der verabreichten Dreifachmedikation (…) anzusehen, welche 
ebenfalls geeignet sind, kognitive Minderleistungen (Schläfrigkeit, Müdigkeit, 
Benommenheit, Aufmerksamkeitsstörung) auszulösen. (…). 
In Zusammenschau mit dem klinisch unauffälligen Befund sowie der anamnestisch 
erhobenen selbstständigen Versorgung und regen Alltagsaktivität ist von 
neuropsychologischer Seite keine behinderungsrelevante kognitive Störung mit der 
hierfür gebotenen Wahrscheinlichkeit zu attestieren. 

4.12.4 In der zusammenfassenden Konsensbeurteilung gelangen die Gutachter 
zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit des Versicherten in der zuletzt 
ausgeübten sowie in jeder vergleichbaren oder auch anderen Tätigkeit des 
allgemeinen Arbeitsmarktes nicht eingeschränkt sei (Vi-act. 82-40/52). Es liege 
allenfalls eine leichtgradige Depressivität vor, es sei aber eine Verbesserung im 
Vergleich zu den Vorbefunden anzunehmen. Auch die kognitiven Befunde hätten 
sich im Vergleich zu den aktenkundigen Vorbefunden eher gebessert und die 
klinisch unauffällige Kognition sowie die anamnestisch aufscheinende rege 
kognitive Aktivität (intensives Spielen am Computer) würden gegen eine 
erhebliche Beeinträchtigung mit anhaltendem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
sprechen. Ein mögliches adultes ADHS beeinträchtige die Arbeitsfähigkeit nicht 
relevant. Auch der Vorgutachter (Dr.med. I.________) halte eine 
Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit für erreichbar; gravierende Divergenzen 
würden sich somit nicht ergeben. 

15

4.13 Der RAD-Arzt Dr.med. Q.________ (Facharzt Allgemeine Innere Medizin) 
qualifizierte das U.________-Gutachten am 2. November 2017 als 
nachvollziehbar und begründet (Vi-act. 84-7/8). 

4.14 Der RAD-Arzt L.________ hielt mit Stellungnahme vom 6. November 2017 
fest (Vi-act. 84-8/8), dass das Gutachten die Qualitätsleitlinien für psychiatrische 
Gutachten in der Invalidenversicherung erfülle. Auch die bundesgerichtlichen 
Vorgaben seien erfüllt. Das Gutachten sei umfassend, beruhe auf allseitigen 
Untersuchungen, berücksichtige ausreichend die vom Versicherten geklagten 
Beschwerden und sei in genügender Kenntnis der Vorakten verfasst worden. Die 
Schlüsse im Gutachten seien ausreichend begründet, einleuchtend und 
nachvollziehbar. Das polydisziplinäre Gutachten weise eine gute Qualität auf. 
Insbesondere die neuropsychologische Testung sei sehr sorgfältig durchgeführt 
worden. Fachliche Mängel habe er keine finden können. Ein invalidisierender 
Gesundheitsschaden sei mithin nicht ausgewiesen. 

4.15 Zu der im Rahmen des Vorbescheidverfahrens eingereichten 
Stellungnahme von Seiten des Versicherten nahm der RAD-Arzt Dr.med. 
L.________ wie folgt Stellung (Vi-act. 100-7/8):

Seitens des RV wird eingewendet, die psychiatrische Untersuchung sei zu kurz 
ausgefallen. Herr Dr. P.________ sei nicht auf die Beschwerden des Versicherten 
eingegangen. Dies ist nicht nachvollziehbar, denn der Gutachter geht auf die 
Beschwerden des Versicherten ein (GA S. 17). Der Aufbau und die Ausführung 
seines Gutachtens entspricht den derzeit gültigen Leitlinien der Fachgesellschaften 
und bundesgerichtlichen Vorgaben Die „10 depressiven Symptome“ mussten nicht 
abgehandelt werden, da die drei Hauptkriterien einer depressiven Episode, die die 
Grundvoraussetzung für diese Diagnose darstellen, noch nicht einmal erfüllt waren 
(S.22).
Es werden keine neue psychiatrische bzw. richtungsweisenden medizinischen 
Befunde oder Berichte vorgelegt, somit auch keine neuen medizinischen 
Sachverhalte dargetan. 
An der bisherigen medizinischen Beurteilung (…) kann daher festgehalten werden. 

4.16 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor Verwaltungsgericht hat der Be-
schwerdeführer einen weiteren Arztbericht von Dr.med. F.________ vom 26. 
März 2018 eingereicht, worin auch auf das U.________-Gutachten eingegangen 
wird. Dem Bericht ging eine Besprechung mit der Mutter des Beschwerdeführers 
voraus. Im Bericht werden folgende Diagnosen aufgeführt:

ängstlich (vermeidende) Persönlichkeitsstörung ICD-10 F60.6
soziale Phobie ICD-10 F40.1
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert ICD-10 F33.4

Im psychopathologischen Befund wird u.a. ausgeführt:

16

(…). Im Affekt euthyme Stimmungslage. Starkes Vermeidungsverhalten in Bezug 
auf seine Ängste. Daher momentan weitgehend unauffälliger psychopathologischer 
Befund, weil er von seinen Ängsten entlastet ist. Hinter der Fassade besteht ein 
erheblich vermindertes Selbstwertefühl. Ausgeprägte berufliche Versagensängste. 
Zukunftsängste. Keine Suizidalität. Antrieb angstbedingt eher gehemmt. Sozialer 
Rückzug. Einschlafstörungen unter der Medikation kompensiert. (…). 

In der Beurteilung führt Dr.med. F.________ zusammenfassend aus: 
Das Störungsbild besteht seit vielen Jahren und hat sich in den letzten Jahren 
noch verstärkt. Es ist davon auszugehen, dass sich die ängstliche (vermeidende) 
Persönlichkeitsstörung bereits seit Kindheit und Jugend schleichend weiter 
ausgebildet hat. Hinzu kommen die sozialphobischen Symptome. Die depressive 
Störung ist derzeit remittiert. Als die Arbeitsfähigkeit limitierende Faktoren sind in 
erster Linie die ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung und die soziale 
Phobie zu sehen. Den Anforderungen im ersten Arbeitsmarkt ist Herr C.________ 
krankheitsbedingt nicht gewachsen. Hier sind u.a. Leistungsdruck, Notwendigkeit 
zur sozialen Interaktion, Gruppenfähigkeit und Fähigkeit zur Selbstbehauptung zu 
nennen. 
Therapeutisch gesehen wäre eine Tätigkeit im geschützten Rahmen ideal, (…). In 
einem nächsten  Schritt wären dann die Eingliederungsfähigkeit zu prüfen und 
entsprechende berufliche Massnahmen einzuleiten. (…). 

Dem U.________-Gutachten kann Dr.med. F.________ nicht folgen. Der Versi-
cherte befinde sich bereits seit 2007 und bis heute in psychiatrischer Behandlung 
und es hätten schon etliche krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeiten bestanden. 
Natürlich sei der aktuelle psychopathologische Befund weitgehend unauffällig 
und dies sei er auch während der psychiatrischen Begutachtungssituation gewe-
sen.  Dies erhärte die Tatsache, dass der Versicherte durch sein Vermeidungs-
verhalten und auch durch den fehlenden Arbeitsdruck massiv entlastet sei. Es sei 
von einem komplexen psychischen Störungsbild und von einer vollen Arbeitsun-
fähigkeit im ersten Arbeitsmarkt auszugehen. 

4.17 Ebenfalls im Rahmen des Beschwerdeverfahrens orientierte die Vorinstanz 
darüber, dass dem Beschwerdeführer der Führerausweis gestützt auf einen Be-
richt des Instituts für Rechtsmedizin vom 23. Juli 2018 mit Verfügung vom 26. Juli 
2018 wieder erteilt worden ist, unter der Auflage regelmässiger Kontrolle und Be-
handlung der psychischen Erkrankung (depressive Episoden) nach Ermessen 
des behandelnden Arztes.

5.1 Der Versicherte wendet zunächst ein, auf das U.________-Gutachten kön-
ne nicht abgestellt werden. Das psychiatrische Teilgutachten von Dr.med. 
P.________ sei rudimentär und nicht schlüssig. Die psychiatrische Untersuchung 
habe nur 30 – 45 Minuten gedauert. Auf die vorgetragenen Beschwerden gehe 
der Gutachter nicht ein. Abzustellen sei vielmehr auf die Einschätzung des be-
handelnden Psychiaters Dr.med. R.________ Arzt kenne ihn besser und be-

17

handle ihn seit 2015. Zudem seien U.________-Gutachten notorisch überdurch-
schnittlich streng. Diese Gutachterstelle sei viel für private Versicherer tätig und 
die Gutachten würden immer von S.________ als Institutsleiter überprüft. 

5.2 Das psychiatrische Teilgutachten ist - auch wenn es eher kurz gefasst ist - 
umfassend. Es beruht auf einer Anamnese, welche sowohl die geltend gemach-
ten Beschwerden (Einschlafstörungen, Durchfall, Unruhe und Angst, Zukunfts-
ängste, Geldsorgen, sich der Arbeitsbelastung nicht mehr gewachsen fühlen), als 
auch die die aktuelle Therapie, die psychiatrische Vorgeschichte und die Sozial-
anamnese umfasst. Der psychiatrische Befund wurde nach internationalem 
Standard (AMDP) erhoben. In der Beurteilung nimmt der Gutachter auch zu di-
vergierenden Einschätzungen Stellung. Die Beurteilung ist nachvollziehbar und 
begründet. Dass aktuell keine relevante depressive Störung vorhanden ist, be-
streitet auch der behandelnde Psychiater nicht. Anders als der behandelnde 
Psychiater konnte Dr.med. P.________ hingegen keine Persönlichkeitsstörung 
und keine soziale Phobie diagnostizieren. Anerkannt wird auch im U.________-
Gutachten, dass sich zwar biographische Auffälligkeiten, jedoch keine schwer-
wiegende und durchgehend zum Tragen kommende entsprechende Störung er-
kennen lasse. Es wird in diesem Zusammenhang korrekt darauf hingewiesen, 
dass der Versicherte in der Lage war, eine Ausbildung zu erlangen, jahrelang ar-
beitstätig war und in einer stabilen Partnerschaft lebt (Vi-act. 82-46/52). Dies ent-
spricht der Einschätzung des Gutachters Dr.med. I.________, der zwar eine 
ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung und eine soziale Phobie diagnos-
tizierte, diesen Diagnosen jedoch keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit at-
testierte. Auch wenn die Vorinstanz das Gutachten von Dr.med. I.________ letzt-
lich als widersprüchlich einstufte, resultierte dies nicht aus den von Dr.med. 
I.________ erhobenen psychiatrischen Befunden, sondern aus den neuropsy-
chologischen Befunden, welche Dr.med. I.________ in seinem Gutachten über-
nahm, und den Widersprüchen zwischen den psychiatrischen Befunden sowie 
der psychiatrischen Beurteilung einerseits und der Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit andererseits. Dass - entgegen der damaligen Annahme - keine erhebli-
chen kognitiven Defizite beim Versicherten vorliegen, ergibt sich nicht nur aus 
der neuropsychologischen Untersuchung im Rahmen der U.________-
Begutachtung, sondern auch aus dem Umstand, dass dem Versicherten auf-
grund einer verkehrspsychologischen Untersuchung der Fahrausweis wieder er-
teilt worden ist. Gegen das Vorliegen einer relevanten Persönlichkeitsstörung 
bzw. einer die Arbeitsfähigkeit einschränkenden sozialen Phobie spricht im Übri-
gen auch der Umstand, dass der Versicherte einen – zwar kleinen – Freundes-
kreis hat (und auch in der Kindheit Freunde hatte mit denen er z.B. häufig Fuss-
ball spielte, vgl. Vi-act. 82-21/52; 52-17/48), Probleme mit Vorgesetzten oder Ar-

18

beitskollegen verneint (Vi-act. 82-11/52) und auch in relativ kurzer Zeit vor der 
Begutachtung in der Lage war, mit dem Flugzeug zu verreisen (vgl. Vi-act. 82-
11/52; 82-15/52), worauf die Vorinstanz vernehmlassend zu Recht verweist. 

5.3 Was die Kritik an der Dauer der psychiatrischen Begutachtung durch 
Dr.med. P.________ anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung der für eine psychiatrische Untersuchung zu 
betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden 
Psychopathologie angemessen sein muss. Wie hoch dieser im Einzelfall zu 
veranschlagen ist, unterliegt letztlich der Fachkenntnis und dem 
Ermessensspielraum des damit befassten Experten. Massgebend ist in erster 
Linie, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. 
Wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet die klinische 
Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und 
Verhaltensbeobachtung (vgl. Urteile BGer 8C_734/2016 v. 12.7.2017 Erw. 3.8 
m.H.; 9C_801/2016 v. 30.1.2017 Erw. 4.2.1). Der zeitliche Umfang einer im 
Rahmen einer Begutachtung vorzunehmenden Untersuchung kann sich im 
Übrigen auch deshalb reduzieren, weil den Gutachtern regelmässig umfassende 
medizinische Vorakten zur Verfügung stehen, was vorliegend der Fall war. 
Anhaltspunkte dafür, dass die am U.________-Gutachten beteiligten Fachärzte 
und Dr. med. P.________ im Besonderen die entsprechenden Vorgaben nicht 
bzw. nur ungenügend beachtet haben, sind nicht erkennbar. 

5.4 Wie vorstehend dargelegt, hat sich Dr.med. P.________ mit den Berichten 
des behandelnden Psychiaters auseinander gesetzt und seine divergierende 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit begründet. Der Beschwerdeführer weist zwar 
korrekt darauf hin, dass die Berichte des behandelnden Arztes im Rahmen der 
Beweiswürdigung zu berücksichtigen sind. Allerdings verweist auch die 
Vorinstanz vernehmlassend zu Recht auf die Erfahrungstatsache, dass 
behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen dürften (BGE 
125 V 351 Erw. 3b). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des 
therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des 
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es daher nicht zu, 
ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum 
Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu 
anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen 
sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte 
wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - 
Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 

19

ungewürdigt geblieben sind (BGE 124 I 170 Erw. 4; Urteile BGer 9C_175/2018 v. 
16.4.2018 Erw. 3.3.1; 8C_278/2011 v. 26.7.2011 Erw. 5.3). Vorliegend ist nicht 
ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht, dass im Rahmen der 
psychiatrischen Begutachtung wichtige Aspekte unerkannt oder ungewürdigt 
geblieben sind, welche die Begutachtung in Frage zu stellen vermöchten. 

Soweit der Beschwerdeführer in Bezug auf die Würdigung der Berichte 
behandelnder Ärzte auf BGE 135 V 465 verweist, ist festzuhalten, dass dieser 
Entscheid vorliegend nicht einschlägig ist. Es geht dabei um die Würdigung von 
Berichten versicherungsinterner Ärzte bei Widersprüchen zu Berichten 
behandelnder Ärzte. Beim U.________-Gutachten handelt es sich nicht um den 
Bericht eines versicherungsinternen Arztes. 

5.5 Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, dass das Gutachten vom Insti-
tutsleiter Prof.Dr.med. S.________ „überprüft“ wurde, ist darauf hinzuweisen, 
dass Prof. Dr.med. T.________ als Facharzt an der Begutachtung des Be-
schwerdeführers gar nicht beteiligt war. Er hat das Gutachten einzig "aufgrund 
eigener Prüfung und Urteilsbildung" mitunterzeichnet. Das Gutachten beruht auf 
einer Konsensbeurteilung, welcher sämtliche Teilgutachter zugestimmt haben.

Gemäss dem Reporting der Suisse MED@P hat die U.________ 2015 
Z.________ und 2016 AA.________ Gutachten erstellt. Die U.________ AG ist 
seit mehreren Jahren und auch aktuell als vom Bundesamt für Sozialversiche-
rung anerkannte Gutachterstelle tätig. Daraus ist zu schliessen, dass diese Gut-
achterstelle die vom BSV aufgestellten Kriterien als Gutachterstelle in organisato-
rischer und fachlicher Hinsicht erfüllt. Die am Gutachten mitwirkenden Ärzte ver-
fügen alle über einen Facharzttitel im jeweiligen Begutachtungsgebiet und sind 
dadurch für die Begutachtung qualifiziert. Zudem verfügen sie je über eine kan-
tonale Berufsausübungsbewilligung (siehe www.medregom.admin.ch). Die Gut-
achterstellen und entsprechend die Gutachter sind grundsätzlich weisungsunge-
bunden (vgl. Vereinbarung zw. dem BSV und den Gutachterstellen betr. die 
Durchführung von polydisziplinären Gutachten, Anhang 1, Ziff. 1, Musterverein-
barung einsehbar unter www.bsv.admin.ch) und die Gutachter unterstehen den 
für die Abgabe von falschen Gutachten geltenden Strafbestimmungen (Art. 307 
Abs. 1 Strafgesetzbuch, StGB, SR 311, i.V.m. Art. 309 StGB). Konkrete Hinweise 
dafür, dass die eingesetzten Gutachter voreingenommen oder befangen wären 
oder welche auf eine Verfälschung der Abklärungsergebnisse durch Prof. 
Dr.med. T.________ schliessen liessen, liegen nicht vor.

Soweit der Beschwerdeführer eine überdurchschnittlich strenge Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit durch Gutachter der U.________ geltend macht, ist darauf 
hinzuweisen, dass Ablehnungsgründe sich grundsätzlich gegen Personen und 

20

nicht gegen eine Institution an sich zu richten haben. Das Bundesgericht hat in 
diversen Entscheiden erkannt, dass die fraglichen statistischen Daten keine 
Rückschlüsse auf die einzelnen Gutachter erlaubten und nur die Gutachter - und 
nicht die medizinische Abklärungsstelle als Institution - könnten befangen sein 
(Urteil BGer 9C_19/2917 vom 30.3.2017 Erw. 5.1; SVR 2016 IV Nr. 8; 
8C_106/2017 vom 12.4.2017 Erw. 3.1). Zudem ist die erwähnte Statistik wenig 
aussagekräftig, da fast die Hälfte der Gutachterstellen zur Frage nach der attes-
tierten Arbeitsunfähigkeit keine Daten lieferte. (VGE I 2017 12 v. 13.12.2017 Erw. 
3.1.2 und 3.3 m.H.).

6.1 Der Beschwerdeführer rügt im Weiteren, dass bei sämtlichen psychischen 
Erkrankungen das nach BGE 141 V 281 entwickelte strukturierte Beweisverfah-
ren anhand von Indikatoren zur Ermittlung der tatsächlichen Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit Anwendung finde. Es dränge sich vorliegend auf, ein neues Gut-
achten einzuholen, welches den Anforderungen von BGE 141 V 281 entspreche. 
Gestützt auf das vorliegende psychiatrische Gutachten von Dr.med. P.________ 
könnte die erforderliche Prüfung der Indikatoren nicht durchgeführt werden. 

6.2.1 Im Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 (= BGE 143 V 418ff.) ge-
langte das Bundesgericht zum Ergebnis, dass grundsätzlich sämtliche psychi-
schen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 
zu unterziehen sind. Diese Abklärungen haben regelmässig mit der Rechtsfrage 
zu enden, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der 
nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 
ATSG) schliessen lassen (zit. Urteil 8C_130/2017 Erw. 7.2 in fine = BGE 143 V 
429 unten). Bei diesem strukturierten Beweisverfahren gilt es, das tatsächliche 
berufliche Leistungsvermögen des Versicherten gesamthaft und ergebnisoffen 
abzuklären. Das Verfahren stellt auf Indikatoren ab, mit deren Hilfe ermittelt wer-
den soll, ob bzw. in welchem Umfang eine versicherte Person arbeiten kann. 
Berücksichtigt werden medizinische Befunde, allfällige Therapien und deren Wir-
kung, berufliche Eingliederungsbemühungen, das soziale Umfeld der versicher-
ten Person und deren geltend gemachte Einschränkungen im Alltag (vgl. zit. 
BGE 141 V 281 Erw. 4.1.3ff.; siehe auch IV-Rundschreiben Nr. 334 betreffend 
neues Beweisverfahren zur Abklärung psychosomatischer Leiden). Auf die im 
konkreten Fall näher zu prüfenden Indikatoren ist nachfolgend noch zurückzu-
kommen.

6.2.2 Im vorliegenden Fall verhält es sich so, dass das U.________-Gutachten 
vom  20. Oktober 2017 noch in Unkenntnis der neuen, oben angeführten Recht-
sprechung des Bundesgerichts verfasst wurde. Nach bundesgerichtlicher Recht-

21

sprechung verlieren jedoch nach altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten 
nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften 
Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den 
erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die 
vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 v 281 Erw. 
8; Urteil BGer 9C_45/2017 v. 7.2.2018 Erw. 4.2). Im vorliegenden Fall ist zu 
berücksichtigen, dass sich das U.________-Gutachten (dem Fragenkatalog der 
IV-Stelle folgend) im Rahmen der Beantwortung der Gutachtenfragen 
gemeinsam durch sämtliche Gutachter mit den Indikatoren gemäss BGE 141 V 
281 auseinandersetzt, dies trotz Fehlens einer Diagnose, welche nach damaliger 
Rechtslage eine solche Prüfung bedingt hätte.  

6.2.3 In Bezug auf die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde wird festge-
halten, dass eine mögliche Dysthymie bei rezidivierender depressiver Störung mit 
abgrenzbaren Episoden (2008, 2013 und 2015) sowie ein mögliches adultes 
ADHS bestünden, eine die Arbeitsfähigkeit anhaltend limitierende Gesundheits-
schädigung lasse sich aufgrund dieser Befunde jedoch nicht nachweisen. Die 
Kriterien für eine depressive Episode waren nicht mehr erfüllt. Anhaltspunkte für 
eine gravierende Depressivität oder anderweitige Verhaltensstörungen seien 
nicht mehr zu erheben. Auch die Kognition wirke klinisch nicht namhaft beein-
trächtigt. Anamnestisch bestünden eine Selbstversorgung, Selbständigkeit, sozi-
ale Integration und Aktivität. In Bezug auf die zuletzt genannten Punkte ergibt 
sich aus dem Gutachten, dass der Versicherte zusammen mit seiner Freundin 
lebt, welche den grössten Teil der Hausarbeiten übernehme; er helfe teilweise 
mit und koche (Vi-act. 82-15/52; 82-12/52). Soziale Kontakte hat er neben der 
Freundin insbesondere zur Mutter und zum Bruder. Im Alltag beschäftigt er sich 
v.a. mit PC-Tätigkeiten (PC-Spiele, welche er manchmal auch einen ganzen Tag 
lang spiele; Gestaltung von Apps), TV, der Versorgung seiner Kaninchen und 
seiner Modelleisenbahn (Vi-act. 82-15/52; 82-11/52; 82-21/52; 82-26/52).

6.2.4 Eine Behandlungsresistenz ist nicht ausgewiesen. Im Gutachten wird dar-
auf hingewiesen, dass die Laborbefunde gegen eine ausreichende Dosierung der 
Medikamente bzw. gegen eine ausreichende Compliance sprechen würden. Es 
wird eine Revision der psychiatrischen Medikation empfohlen (Vi-act. 82-44/52). 
Zudem wird darauf hingewiesen, dass nun vorrangig sozialpsychiatrische und ta-
gesstrukturierende Massnahmen notwendig seien (Vi-act. 82-24/52). Gemäss 
den Akten geht der Beschwerdeführer nur ca. alle vier Wochen in psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung, was nicht für eine schwere psychische 
Störung spricht. Auch wurde bis anhin keine stationäre oder tagesstationäre Be-
handlung durchgeführt. Die vorhandenen Therapieoptionen wurden bis anhin 

22

nicht ausgeschöpft und von einem hohen Leidensdruck kann sodann mit Blick 
auf den Behandlungsverlauf nicht gesprochen werden (vgl. Urteil BGer 
9C_49/2017 v. 5.3.2018 Erw. 4.4; 9C_21/2017 v. 22.2.2018 Erw. 5.1; 
9C_194/2017 v. 29.1.2018 Erw. 6.3.4). 

6.2.5 Unter dem Indikator Komorbidität ist eine Gesamtbeurteilung der 
Wechselwirkung einer diagnostizierten psychischen Störung zu sämtlichen 
begleitenden krankheitswertigen Störungen erforderlich. Nachdem relevante 
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im Gutachten verneint 
wurden, wird entsprechend nachvollziehbar auch eine Wechselwirkung zwischen 
den verschiedenen erhobenen Diagnosen in Bezug auf die funktionellen 
Auswirkungen in verschiedenen Lebensbereichen verneint (Vi-act. 82-43/52). 
Körperliche Beeinträchtigungen liegen nicht vor. Die Ausprägung eines 
möglichen adulten ADHS wird als gering angesehen (Vi-act. 82-40/52). 

Zu den ebenfalls der Kategorie des funktionellen Schweregrades angehörenden 
Komplexen "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen) 
und "sozialer Kontext" wird im Gutachten ausgeführt, ausreichende Anhaltspunk-
te für eine in Kindheit und Jugend beginnende, psychische und das Verhalten mit 
negativen sozialen Folgen anhaltend störende Auffälligkeit fänden sich in der 
Biographie und der weiteren psychiatrischen Exploration nicht. Aus den Angaben 
des Versicherten ergibt sich, dass ihm in der Schule das Konzentrieren und Still-
sitzen schwer gefallen ist, jedoch keine erheblichen disziplinarischen Probleme 
bestanden; die Schule konnte ordentlich abgeschlossen werden. Abgesehen von 
einem Jahr in der Realschule waren offenbar auch die sozialen Kontakte 
während der Schulzeit gut. Der Beschwerdeführer konnte eine Ausbildung absol-
vieren und hat auch aktuell stabile soziale Kontakte (vgl. Vi-act. 82-20/52 f.). 
Psychische Probleme traten erstmals 2008, mithin im Alter von 24 Jahren auf. 
Der Umstand, dass der Versicherte über eine berufliche Ausbildung und auch be-
rufliche Praxis sowie ein stabiles soziales Netz verfügt, spricht für das Vorliegen 
beträchtlicher Ressourcen, auf die der Beschwerdeführer zurückgreifen kann. 
Auch der Umstand, dass der Versicherte Ferienreisen unternimmt und verschie-
dene Hobbys ausübt, welche zudem auch eine längerdauernde Konzentration er-
fordern (PC-Spiele über mehrere Stunden), weist auf relevante Ressourcen hin. 

6.2.6 Im Rahmen der Konsistenzprüfung halten die Gutachter fest, es sei keine 
gravierende Depressivität oder anderweite Verhaltensstörung (mehr) zu erheben. 
Auch die Kognition sei nicht namhaft beeinträchtigt. Der Versicherte sei 
selbständig, könne sich selber versorgen, habe soziale Kontakte und übe auch 
gewisse Aktivitäten aus. Anhaltspunkte für eine Limitation von Willensbildung und 
Einsichtsfähigkeit lägen nicht vor (Vi-act. 82-45/52). Ein gewisser Leidensdruck 

23

scheint beim Versicherten vorzuliegen, da er seit längerem in psychiatrischer 
Behandlung ist und zumindest auch teilweise die verschriebenen Medikamente 
einnimmt; einer Intensivierung der psychiatrischen Therapie im Rahmen einer 
stationären Behandlung hat er bis anhin jedoch mit dem Hinweis auf eine ängst-
lich-vermeidende Persönlichkeit nicht zugestimmt (vgl. Vi-act. 38-4/5), was (zu-
sammen mit der nur teilweisen Einnahme der verschriebenen Medikamente) 
grundsätzlich gegen einen erheblichen Leidensdruck spricht, zumal auch intensi-
ve ambulante Therapien mit Focus auf die berufliche Wiedereingliederung in 
Frage kämen und sich seit längerem auch aufdrängen würden. Unstreitig ist der 
Versicherte zudem in der Lage, sich intensiv mit dem Computer zu beschäftigen. 
Auch war er z.B. in der Lage, die umfangreichen neuropsychologischen Tests 
ohne Ermüdungserscheinungen zu absolvieren (Vi-act. 82-27/52). Insgesamt lie-
gen somit verschiedene Indizien vor, welche der subjektiven Einschätzung des 
Versicherten, die Arbeitsbelastung nicht mehr zu ertragen, widersprechen. 

6.3 Zusammenfassend erlaubt die Aktenlage eine schlüssige Beurteilung an-
hand der Standardindikatoren von BGE 141 V 281. Die diagnostizierte Dysthymie  
bei rezidivierender depressiver Störung sowie eines adulten ADHS wirken sich 
nicht so einschneidend aus, dass sie eine eingeschränkte (oder gar aufgehobe-
ne) Arbeitsfähigkeit zu begründen vermöchten.  

Das U.________-Gutachten erfüllt die Anforderungen an eine beweiskräftige 
medizinische Beweisgrundlage. Die Vorinstanz durfte gestützt auf das Gutachten 
das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens verneinen. 

7. Nachdem ein invalidisierender Gesundheitsschaden nicht mit dem erforder-
lichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist und 
dem Beschwerdeführer auch im angestammten Tätigkeitsbereich eine volle Ar-
beitstätigkeit zumutbar ist, besteht auch kein Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen. 

8. Soweit der Beschwerdeführer die Übernahme die Kosten für den Bericht 
von Dr.med. F.________ vom 26. März 2018, welchen er im Rahmen des verwal-
tungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens eingereicht hat, beantragt, kann die-
sem Begehren ebenfalls nicht entsprochen werden. Dieser Bericht war für die 
Ermittlung des entscheidrelevanten Sachverhaltes nicht erforderlich, zumal er 
früheren Berichten von Dr.med. F.________ entspricht und im Übrigen der Vor-
instanz keine Verletzung der Abklärungspflicht vorgeworfen werden kann. Nach-
dem kein Fall von Art. 45 Abs. 1 Satz 2 ATSG vorliegt, fällt es ausser Betracht, 
den Sozialversicherungsträger zur Übernahme dieser Honorarkosten zu ver-
pflichten (vgl. Urteil BGer U 79/05 vom 10.2.2006 Erw. 5).

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25

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten 
und Barauslagen) festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Nach-
dem er am 16. April 2018 einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- bezahlt 
hat, ist die Rechnung ausgeglichen. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (A)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern (A).

Schwyz, 11. September 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 13. September 2018