# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cec86343-3469-50fe-a8fb-2a5aa03810be
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.03.2016 200 2014 953
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-953_2016-03-16.pdf

## Full Text

200 14 953 IV
LOU/ZID/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. März 2016

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch B.________,
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 8. September 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. März 2016, IV/14/953, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im Oktober 2010 unter Hinweis auf Psycho-
sen, Depressionen und bipolare Störungen (mit stationären Aufenthalten im 
Januar 1997, Januar/Februar 2007 und von Oktober 2010 bis Februar 
2011) bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten 
der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwort-
beilage [AB] 2, 22/2 f.). Nach medizinischen und beruflichen Erhebungen 
(AB 8 ff.) wies die IVB infolge schlechten Gesundheitszustandes am 
19. Januar 2011 einen Anspruch auf berufliche Massnahmen ab (AB 20). In 
der Folge holte die IVB weitere Arztberichte (AB 22, 24, 42) und Beurtei-
lungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 25, 27, 29) ein. Nach 
Rücksprache mit dem RAD, wonach bei Einhalten der medizinischen Mass-
nahmen und unter Abstinenz die Eingliederungsfähigkeit zumindest teilwei-
se erreicht werden könnte (AB 46), forderte die IVB den Versicherten mit 
Schreiben vom 4. März 2013 unter Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht 
sowie die Rechtsfolgen im Unterlassungsfall auf, regelmässig die Behand-
lungstermine beim Psychiater wahrzunehmen, die verordneten Medika-
mente gemäss den Anweisungen des Arztes einzunehmen und zwecks 
Kontrolle des Blutspiegels sowie des Alkoholkonsums monatlich und un-
aufgefordert einen Laborbericht einzureichen (AB 47). Mit Mitteilung vom 
6. März 2013 erachtete die IVB Eingliederungsmassnahmen zurzeit als 
nicht möglich (AB 48). Weiteren Arztberichten (AB 51 ff.) zufolge war der 
Versicherte im Oktober/November 2013 zum vierten Mal in stationärer Be-
handlung, nachdem er in den Monaten zuvor jede psychiatrische Behand-
lung aufgehört und wieder regelmässig Alkohol, Cannabis und Amphetami-
ne konsumiert hatte. Nach Konsultation des RAD (AB 58) stellte die IVB 
dem Versicherten mit Vorbescheid vom 11. Juni 2014 (AB 59) die Abwei-
sung des Leistungsbegehrens in Aussicht, da er der Aufforderung zur 
Schadenminderung vom 4. März 2013 nicht nachgekommen sei. Auf Ein-
wand hin (AB 64) hielt die IVB nach Konsultation des RAD (AB 67) am 
Vorbescheid fest und wies das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 
8. September 2014 ab (AB 68). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. März 2016, IV/14/953, Seite 3

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch die B.________, am 
9. Oktober 2014 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefoch-
tenen Verfügung, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 12. November 2014 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 8. September 2014 (AB 68). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leis-
tungen der IV bzw. die Verweigerung derselben.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.1.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.1.2 Nach ständiger Rechtsprechung begründen Alkoholismus, Medika-
mentenmissbrauch und Drogensucht für sich allein keine Invalidität im Sin-
ne des Gesetzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungs-
rechtlich erst relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt 
hat, in deren Folge ein körperlicher, geistiger oder psychischer, die Er-
werbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, 

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oder wenn sie selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 
E. 3c S. 268; SVR 2012 BVG Nr. 14 S. 62 E. 4.4.2).

2.2 Die Versicherten und ihre Arbeitgeber haben beim Vollzug der So-
zialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken. Wer Versicherungs-
leistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur 
Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistun-
gen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 1 und 2 ATSG). Soweit ärztliche oder 
fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar 
sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 
ATSG).

2.3 Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um 
die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu ver-
ringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Sodann 
muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des beste-
henden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in 
einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv 
teilnehmen, insbesondere an Massnahmen der Frühintervention, Integrati-
onsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, Mass-
nahmen beruflicher Art, medizinischen Behandlungen nach Art. 25 KVG 
und Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und 
Rentenbezügern (Art. 7 Abs. 1 und 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Mass-
nahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenom-
men sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen 
sind (Art. 7a IVG).

2.4 Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leis-
tungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unent-
schuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund 
der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten be-
schliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die 
Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit ein-
zuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Kommt die versicherte Person den Pflich-
ten nach Art. 7 IVG oder Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nach, können ihr die 
Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. 

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Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen 
werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 7b Abs. 1 
IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG). Anders verhält es sich nur, wenn die 
Verweigerung der Mitwirkung auf entschuldbaren Gründen beruht, etwa 
weil sie der versicherten Person nicht zugerechnet werden kann, da sie 
krankheitshalber oder aus anderen Gründen nicht in der Lage war, ihren 
Pflichten nachzukommen (Art. 43 Abs. 3 ATSG; Entscheide des 
Bundesgerichts [BGer] vom 22. November 2013, 9C_370/2013, E. 4.1 und 
vom 10. Dezember 2010, 8C_733/2010, E. 5.3).

3.

3.1 Den medizinischen Akten ist im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen:

3.1.1 Im Bericht der C.________ vom 10. März 2011 (AB 22) wird mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine bipolare affektive Störung, gegen-
wärtig schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 
F31.5) und schädlicher Gebrauch von Alkohol (ICD-10 F10.1) diagnostiziert 
(S. 2 Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer habe bis zum Stellenverlust im Okto-
ber 2006 regelmässig Cannabis, Kokain, Extasy und andere Designerdro-
gen konsumiert und teilweise dazu Alkohol getrunken. Schon anlässlich 
des ersten stationären Aufenthalts im Januar 1997 sei eine eventuell durch 
Kokain und Cannabis ausgelöste akute schizophreniforme psychische 
Störung diagnostiziert worden (S. 3 Ziff. 1.4).

3.1.2 Der D.________ diagnostizierte im Bericht vom 18. Juli 2011 
(AB 24) zum einen eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig mittelgra-
dige depressive Episode (ICD-10 F31.3) und differentialdiagnostisch eine 
schizoaffektive Störung sowie eine paranoide Persönlichkeitsstörung, zum 
anderen ein Alkoholabhängigkeitssyndrom (ICD-10 F10.24; S. 2 Ziff. 1.1). 
Anamnestischen Angaben zufolge habe der Beschwerdeführer ca. einen 
Monat vor der erstmaligen Hospitalisation im Januar 1997 zum ersten Mal 
Kokain konsumiert. Von 1997 bis 2009 liege ein schädlicher Gebrauch von 
Alkohol, gelegentlich Speed und Kokain vor, seit 2009 nur noch von Alko-
hol; in den letzten vier Monaten habe er dreimal einen Alkoholrückfall ge-

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habt. Um sich besser zu fühlen und lustiger zu sein, trinke er im Ausgang 
ca. drei bis vier Liter Bier; unter der Woche trinke er selten Alkohol, wenn 
ja, dann ein bis zwei Bier (S. 3 Ziff. 1.4). 

3.1.3 Gemäss Bericht der RAD-Ärztin Dr. med. E.________, Fachärztin 
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 11. November 2011 (AB 25) 
seien die funktionellen Auswirkungen bei bipolaren und schizoaffektiven 
Störungen versicherungsmedizinisch im Wesentlichen die gleichen. In bei-
den Fällen stelle Alkohol eine sekundäre Sucht dar, sofern nicht bloss 
schädlicher Gebrauch vorliege; denn das sei zu unterscheiden und habe 
sehr viel therapeutische und praktische Konsequenzen. Falsch sei die Dif-
ferentialdiagnose einer paranoiden Persönlichkeitsstörung.

Mit weiterem Bericht vom 30. Januar 2012 (AB 27) wies die RAD-Ärztin 
darauf hin, dass der Beschwerdeführer während seiner Lehre als … auch 
den … absolviert, … und die … erlernt und auch noch eine … absolviert 
habe. Sie folgerte daraus, dass er in dieser Zeit ein sehr gutes Funktionsni-
veau gehabt haben müsse. Bis zu seinem Stellenverlust im Jahr 2006 habe 
er regelmässig Designerdrogen, Kokain, Extasy, Cannabis und Alkohol 
konsumiert. Diese Substanzen könnten Psychosen auslösen, auch bei 
psychisch gesunden Menschen. Auch komme es bei Absetzen einiger der 
Drogen zu depressiven Symptomen, die sich sonst nicht eingestellt hätten.

Am 22. Februar 2012 untersuchte die RAD-Ärztin den Beschwerdeführer. 
Gemäss Zwischenanamnese im entsprechenden Untersuchungsbericht 
vom 1. März 2012 (AB 29) sei es in den manischen Phasen immer wieder 
zu Alkoholabusus und vermehrtem Cannabiskonsum gekommen. Das habe 
vor zwei Jahren den Fahrausweisentzug nach sich gezogen; ausserdem 
müsse er wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand noch eine ge-
meinnützige Arbeit im Ausmass von 480 Stunden abarbeiten (S. 2). Derzeit 
liege kein Alkoholkonsum vor; Cannabis habe er vor zwei Wochen noch 
geraucht, doch habe er mittlerweile mittels tagesklinischer Behandlung 
auch damit aufgehört (S. 3). In Bezug auf den Substanzkonsum handle es 
sich vorliegend klar um ein sekundäres Suchtverhalten. Es sei oft so, dass 
eine Erkrankung aus dem bipolaren Formenkreis (genauso wie schizoaffek-
tive Störungen oder Schizophrenien) durch Substanzkonsum das erste Mal 
manifest ausbräche. Aber auch unter Abstinenz komme die bipolare Er-

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krankung (auch die beiden anderen genannten) nicht zum Stillstand und 
könne unter Druck und Überlastung zu entsprechenden Krankheitsepiso-
den führen (S. 4).

Mit Bericht vom 19. Februar 2013 (AB 46) nahm die RAD-Ärztin Bezug auf 
ein gleichentags mit dem behandelnden Psychiater geführtes Telefonat, 
wonach der Beschwerdeführer bis vor zwei Wochen seine Medikamente 
regelmässig genommen und auch regelmässig in die Behandlung gekom-
men sei, wodurch sich dessen Zustand erheblich verbessert habe. Der Be-
schwerdeführer habe immer zugegeben, ab und zu ein oder zwei Bier zu 
trinken; ganz ohne Alkohol sei er nie. Weil er die notwendige Behandlung 
abgesetzt habe und auch anzunehmen sei, dass der Alkoholkonsum die 
Krankheitssymptomatik verstärkt habe, sei wegen seines Verhaltens und 
seiner Denkweisen keine Eingliederungsfähigkeit umsetzbar gewesen. Bei 
Einhalten von medizinischen Massnahmen und unter Abstinenz könnte die 
Eingliederungsfähigkeit zumindest teilweise erreicht werden. Entsprechend 
sei eine Schadensminderungsaufforderung zur regelmässigen Teilnahme 
an den Behandlungsterminen beim Psychiater (inkl. Einnahme der verord-
neten Medikamente) und zu Kontrollen des Blutspiegels sowie des Alko-
holkonsums zu erlassen (vgl. entsprechendes Einschreiben vom 4. März 
2013; AB 47).

3.1.4 Gemäss Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 
12. November 2013 (AB 51) hatte sich der Beschwerdeführer in den letzten 
vier bis sechs Monaten (also von Mai bis Juli 2013 an) nicht an die Bedin-
gungen der Beschwerdegegnerin (vgl. AB 47) gehalten und sich jeglicher 
psychiatrischen Behandlung und Kontrolle der Compliance und der Absti-
nenz widersetzt; mindestens gegen Schluss dieser Phase wurde er ausfäl-
lig und aggressiv, weshalb er am 11. Oktober 2013 wegen Fremd- und 
Selbstgefährdung sowie Drohungen polizeilich angehalten und zur fürsor-
gerischen Unterbringung in die C.________ zwangseingewiesen wurde. 
Nach Ansicht des behandelnden Psychiaters war eine Besserung ange-
sichts der fehlenden Einsicht, bei verschlechtertem Gesundheitszustand 
Hilfe zu holen, und infolge des Alkoholkonsums wenig wahrscheinlich.

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3.1.5 Die C.________ bestätigten mit Berichten vom 6. und 10. Dezem-
ber 2013 (AB 55/7 ff., 56) die viertmalige Hospitalisation vom 11. Oktober 
bis 20. November 2013. Im Bericht vom 6. Dezember 2013 (AB 56) dia-
gnostizierten sie mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schizoaffekti-
ve Störung, bei Eintritt manisch (ICD-10 F25.0), bestehend seit 1997, und 
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit schädlichen Gebrauch von 
Alkohol (ICD-10 F10.1). In einem Bericht zu Handen des behandelnden 
Psychiaters vom 10. Dezember 2013 (AB 55/7 ff.) diagnostizierten sie nach 
ICD-10 eine schizoaffektive Störung, gegenwärtig manischer Typ (F25.0) 
und schädlicher Gebrauch von Alkohol und Amphetaminen, differentialdia-
gnostisch Alkoholabhängigkeit (F19.1). Im Verlauf der Hospitalisation habe 
der Beschwerdeführer berichtet, während mehrerer Wochen vor der Hospi-
talisation wieder regelmässig Alkohol, aber auch Amphetamine und Can-
nabis konsumiert zu haben. Er habe sich in einer schweren paranoiden 
psychotischen Krise befunden, die medikamentös erfolgreich behandelt 
worden sei. Im weiteren Verlauf habe er (auch bei längeren Urlauben) kei-
ne Hinweise auf einen erneuten Konsum von Alkohol oder illegalen psycho-
tropen Substanzen gezeigt. Er habe sich selbstständig die ärztlicherseits 
empfohlenen Begleitungen und Behandlungen (Psychiatrie-Spitex, Sucht-
beratung) organisiert. Er habe sich in den letzten zehn Tagen der Hospitali-
sation krankheits- und behandlungseinsichtig gezeigt. Im Austrittsgespräch 
sei er auf den Zusammenhang von Drogenmissbrauch und Krankheit hin-
gewiesen worden. Bei bestehender Compliance mit stimmungsstabilisie-
renden Medikamenten und Abstinenz seien längere Phasen möglich, in 
denen der Beschwerdeführer eine Tagesstruktur und eine berufliche Tätig-
keit haben könne.

Während des aktuellen Aufenthalts des Beschwerdeführers bei ihnen seien 
sie von den C.________ mit der Erstellung eines Gutachtens seitens der 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) betraut worden. Darin 
hätten sie die Verfügung ambulanter Weisungen für eine Spitex-Betreuung, 
ambulante Suchtberatung und eine ambulante psychische Therapie emp-
fohlen (AB 55/8 unten).

3.1.6 Im Bericht vom 28. Mai 2014 (AB 58) führte die RAD-Ärztin aus, 
einerseits Alkohol, andererseits noch mehr aber Cannabis und Amphet-

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amine könnten psychotische Symptome und Aggressivität hervorrufen. Aus 
Sicht des RAD könne man erst nach einiger Zeit der Abstinenz festlegen, 
ob der Beschwerdeführer auch ohne Substanzkonsum noch mani-
sche/psychotische Symptome habe oder die Diagnose schizoaffektive 
Störung definitiv zu stellen sei. Es gebe auch die Möglichkeit, dass bei fort-
gesetztem Substanzkonsum sekundär eine Erkrankung aus diesem For-
menkreis entstehe. Selbst wenn eine schizoaffektive Störung ohne Sub-
stanzkonsum trotz Abstinenz weiter bestehen würde, würden die genann-
ten Substanzen aber den Gesundheitsschaden immer wieder dekompen-
sieren lassen. Aus der Sicht des RAD sei es dem Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers angemessen, wenn er eine psychiatrisch/psychothera-
peutische Behandlung wahrnehme und gleichzeitig abstinent von allen 
Drogen (inkl. Alkohol) sei. Eine enge Abstinenzkontrolle mit kurzfristigen 
und unangesagten Untersuchungen passe zur Therapie und sei angemes-
sen. Zurzeit seien mit Blick auf die sich aus dem C.________-Bericht (vgl. 
E. 3.1.5 hiervor) ergebende Selbst- und Fremdgefährdung keine Eingliede-
rungsmassnahmen möglich. Der Beschwerdeführer müsse mitwirken, dass 
er abstinent werde und damit der Gesundheitsschaden bei Abstinenz ge-
klärt werden könne, weshalb er erstens eine psychiatrische/psychothera-
peutische Behandlung und zweitens Abstinenzkontrollen benötige. Diese 
medizinischen Massnahmen seien zumutbar, weil dem Gesundheitsscha-
den angepasst, und sollten für sechs Monate durchgeführt werden. Sobald 
hintereinander je drei normale bzw. negative Werte (Alkohol und Drogen) 
vorlägen, sei ein Zwischenbericht bei der die Abstinenzkontrolle durch-
führenden psychiatrischen Behandlungsstelle einzuholen, worauf entschie-
den werden könne, ob es noch einer Begutachtung bedürfe.

3.1.7 Mit Stellungnahme vom 27. August 2014 (AB 67) sah die RAD-
Ärztin im Umstand, dass der Beschwerdeführer schlechter mit Druck und 
Stress umgehen könne, keinen Grund dafür, auf eine Abstinenz zu verzich-
ten, da gerade unter Substanzeinfluss die Gefahr bestehe, dass er fehlre-
agiere, indem er aggressiv werde, was ihm selbst und auch anderen scha-
den könne. Depressionen würden durch Substanzkonsum ebenfalls ver-
stärkt. Die Fähigkeit zur Erkennung und Einschätzung der Realität sei in 
psychotischen Phasen nicht vorhanden. Jedoch habe nicht jede manische 
Phase automatisch psychotische Anteile und solche könnten vermieden 

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werden, wenn kein Substanzkonsum bestehe. Generell werde die Thera-
piefähigkeit (medikamentös und psychotherapeutisch) durch Abstinenz 
besser und nicht schlechter.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Aufgrund der diversen Arztberichte ab März 2011 sowie der Beurtei-
lungen der RAD-Ärztin (vgl. E. 3.1 hiervor) ist ohne weiteres von einem 
erheblichen Alkohol- und Drogenmissbrauch (Cannabis und Amphetamine) 
des Beschwerdeführers auszugehen. Hinzu kommt die (hierdurch allenfalls 
verstärkte) Krankheitssymptomatik (vgl. AB 46), wobei die Unterscheidung 
zwischen einer schizoaffektiven Störung (vgl. AB 24, 51) und einer bipola-
ren affektiven Psychose (vgl. AB 22, 24) versicherungsmedizinisch letztlich 
irrelevant ist (vgl. AB 25). Jedenfalls hat die Beschwerdegegnerin aufgrund 
des schlechten Gesundheitszustands des Beschwerdeführers einen Ein-
gliederungsanspruch mit Verfügung vom 6. März 2013 (AB 48) verneint. 
Auch hat sie ihn am 4. März 2013 im Rahmen der Schadenminderung dazu 

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angehalten, regelmässig die Behandlungstermine beim Psychiater wahrzu-
nehmen, die verordneten Medikamente gemäss den Anweisungen des 
Arztes einzunehmen und zwecks Kontrolle des Blutspiegels sowie des Al-
koholkonsums monatlich unaufgefordert einen Laborbericht einzureichen, 
wobei das weitere Vorgehen aus fachärztlicher Sicht bei optimalem Thera-
pieverlauf frühestens in drei Monaten neu beurteilt werden könne (AB 47). 
Der Beschwerdeführer hielt sich in der Folge nicht an diese Aufforderun-
gen, was letztlich zu einer massivem Dekompensation und zum (vierten 
stationären) Aufenthalt vom 11. Oktober bis 20. November 2013 in den 
C.________ führte (vgl. E. 3.1.4 f. hiervor). Infolgedessen wies die Be-
schwerdegegnerin das Leistungsbegehren ab (AB 59 und 68). Zu prüfen 
ist, ob die Verweigerung der Mitwirkung des Beschwerdeführers auf ent-
schuldbaren Gründen beruht. Nur in diesem Fall wäre ihm die verweigerte 
Mitwirkung nicht zuzurechnen, weil er krankheitshalber nicht in der Lage 
wäre, seiner Pflicht nachzukommen.

3.4 Die Zumutbarkeit der angeordneten Massnahme wird hauptsächlich 
gestützt auf den Bericht des RAD vom 1. März 2012 (AB 29; vgl. E. 3.1.3 
dritter Abschnitt hiervor) bestritten (Beschwerde, S. 3 Ziff. 3 ff.). In diesem 
Bericht stellte die RAD-Ärztin nach eigener Untersuchung (definitiv) die 
Diagnose einer bipolaren Störung mit anamnestisch schwer ausgeprägten 
manischen und depressiven Episoden, die durch nicht leidensangepasste 
Belastungen begründet seien, was selbst mit Medikamenten und weiterer 
Therapie nicht zu verhindern sei; zudem sei eine schrittweise Eingliederung 
in eine angepasste Tätigkeit eminent (AB 29/4 oben). Es handle sich hier 
klar um ein sekundäres Suchtverhalten. Es sei oft so, dass eine Erkran-
kung aus dem bipolaren Formenkries (genauso wie eine schizoaffektiv Er-
krankung oder Schizophrenie) durch Substanzkonsum das erste Mal mani-
fest ausbreche; dies treffe auf Personen zu, welche chromosomal (gene-
tisch) dazu disponierten, weil sie quasi in den Chromosomen genetisch 
verankert hätten, dass bei ihnen diese Substanzen diese Erkrankung zum 
Ausbruch brächten. Aber auch ohne Substanzkonsum breche die Krankheit 
irgendwann aus, nur eben etwas später und häufig als Folge von Überlas-
tung. Solche Personen müssten Abstinenz anstreben, aber auch unter Ab-
stinenz komme die bipolare Krankheit (ebenso in den beiden anderen ge-
nannten Fällen) nicht zum Stillstand und könne unter Druck und Überbelas-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. März 2016, IV/14/953, Seite 13

tung zu entsprechenden Krankheitsepisoden führen (AB 29/4 unten). Die-
sen Ausführungen zufolge ist das Suchtverhalten des Beschwerdeführers 
nicht die direkte Folge der Krankheit, sondern der Suchtmittelkonsum kann 
zum Ausbruch der Krankheit führen.

Der behandelnde Psychiater begrüsste im Februar 2013 die Aufforderung 
zu regelmässiger Behandlung, Einnahme der verordneten Medikamente 
und Einhaltung der Abstinenz (AB 46/2; vgl. E. 3.1.3 vierter Abschnitt hier-
vor). Auch die C.________ empfahlen in einem Gutachten zu Handen der 
KESB Ende 2013 die Verfügung ambulanter Weisungen für eine Spitex-
Betreuung, ambulante Suchtberatung und ambulante psychiatrische The-
rapie (AB 55/8 unten; vgl. E. 3.1.5 zweiter Abschnitt hiervor); für die vorlie-
gend streitige Frage der Zumutbarkeit kann auf den Beizug dieses Gutach-
tens im Rahmen der antizipierten Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d 
S. 162) verzichtet werden. Im Bericht vom 6. Dezember 2013 wird nämlich 
weiter ausgeführt, dass bei bestehender Compliance mit stimmungsstabili-
sierenden Medikamenten und Abstinenz längere Phasen möglich seien, in 
denen der Beschwerdeführer eine Tagesstruktur und eine berufliche Tätig-
keit haben könne. Zur Sicherung der Compliance und Abstinenz seien eine 
ambulante Behandlung im Sinne einer Spitex-Betreuung sowie Suchtbera-
tung indiziert (AB 56/3; vgl. E. 3.1.5 erster Abschnitt hiervor). Hierauf be-
zugnehmend erachtete denn auch die RAD-Ärztin im Bericht vom 28. Mai 
2014 sowohl eine psychiatrisch/psychotherapeutische Behandlung als auch 
eine enge Abstinenzkontrolle mit kurzfristigen und unangesagten Untersu-
chungen als erforderlich und zumutbar (AB 58/3; vgl. E. 3.1.6 hiervor). In 
ihrem letzten Bericht vom 27. August 2013 fokussierte die RAD-Ärztin nur 
noch auf den Substanzkonsum und machte explizit den Substanzeinfluss 
dafür verantwortlich, dass der Beschwerdeführer fehlreagiere, indem er 
aggressiv werde (AB 67; vgl. E. 3.1.7 hiervor).

Aufgrund des hiervor Dargelegten ist erstellt, dass dem Beschwerdeführer 
Auflagen – und damit auch die ihm von der Beschwerdegegnerin auferleg-
ten (AB 47) – zumutbar sind. Es wird schlüssig und überzeugend begrün-
det, dass für die vorliegend erforderliche psychiatrische Begutachtung die 
Abstinenz eine unabdingbare Voraussetzung darstellt.

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3.5 Schliesslich hat die Beschwerdegegnerin das Mahn- und 
Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt (vgl. E. 2.4 hiervor). 
Insbesondere kann dem Einwand des Beschwerdeführers, die Zustellung 
einer einzigen Schadenminderungsverfügung am 4. März 2013 (AB 47) sei 
hierfür nicht ausreichend (Beschwerde, S. 3 Ziff. 5), nicht gefolgt werden: 
Das mit "Schadenminderung" betitelte Mahn- und Bedenkzeitschreiben 
vom 4. März 2013 (AB 47) enthält eine unmissverständliche 
Verhaltensaufforderung für die Dauer von mindestens drei Monaten und die 
im Falle der Widersetzlichkeit drohende Sanktion. Unmittelbar nach Erlass 
dieser Aufforderung scheint der Beschwerdeführer denn auch in 
Behandlung und abstinent gewesen zu sein, doch muss er sich in der Zeit 
von Mai bis Juli 2013 (in den letzten vier bis sechs Monaten gemäss 
Bericht vom 12. November 2013; AB 51/1) jeglicher psychiatrischer 
Behandlung und Kontrolle der Compliance und Abstinenz widersetzt 
haben, sodass es schliesslich zur Hospitalistion vom 11. Oktober bis 20. 
November 2013 kam. Gemäss RAD-Bericht vom 28. Mai 2014 bedürfte es 
gar einer sechsmonatigen psychiatrischen/psychotherapeutischen 
Behandlung und Abstinenz (AB 58/3 unten). Jedenfalls hat der 
Beschwerdeführer in Kenntnis der drohenden Sanktion die entsprechende 
Aufforderung verletzt, dies mit der Konsequenz, dass die angedrohte 
Sanktion eintritt bzw. von der Beschwerdegegnerin zu Recht verfügt wurde.

4.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung 8. September 2014 
(AB 68) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist so-
mit abzuweisen. 

Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass es dem Beschwerdeführer frei 
steht, sich erneut zum Leistungsbezug anzumelden, falls er zur Mitwirkung 
(regelmässige Wahrnehmung der Behandlungstermine beim Psychiater, 
Einnahme der verordneten Medikamente gemäss Anweisung des Arztes, 
Alkoholabstinenz während der Behandlungszeit) bereit ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. März 2016, IV/14/953, Seite 15

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.