# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 157a967e-c169-5f53-83b7-65ea8e03dd16
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 16.10.2025 VR3 2024 81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2024-81_2025-10-16.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 16. Oktober 2025
mitgeteilt am 24. Oktober 2025

Referenz VR3 24 81

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Brun, Vorsitz
Audétat und Schmid Christoffel
Brunett, Aktuarin ad hoc

Parteien A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw/Ing.Agr.FH Fabiola Merk

gegen

Gemeinde Lumnezia
Postfach 54, 7144 Vella
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Baugesuch/Baubewilligung

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Sachverhalt

A. A.________ ist Eigentümer der teilweise in der Dorfzone gelegenen Parzelle 
Z.1.________, Grundbuch Lumnezia. Gemäss dem rechtskräftigen Generellen 
Gestaltungsplan (GGP) handelt es sich bei der Liegenschaft Z.2.________ um eine 
erhaltenswerte Baute ("edifecis ni parts d'edifecis ch'ins duess schurmegiar").

B. Am 19. Februar 2024 erstattete A.________ Meldung über den Ersatz der 
Fenster (Isolierfenster, 3-fach Verglasung) und Unterhaltsarbeiten am Balkon des 
Wohnhauses in B.________, Assekuranznummer Z.2.________, Parzelle 
Z.1.________, Grundbuch Lumnezia. Diese ging am 22. Februar 2024 bei der 
Baubehörde Lumnezia ein.

C. Die Baubehörde der Gemeinde Lumnezia ersuchte die Kantonale Denkmal-
pflege am 28. März 2024 um eine Beurteilung des Bauvorhabens. Diese empfahl 
mit E-Mail vom 19. April 2024, zugunsten einer 2-fach-Verglasung auf eine 3-fach-
Verglasung zu verzichten, wobei die neuen Holzfenster mit schmaler Rahmen-
profilierung, zweiflügelig mit je zwei horizontalen Sprossen zu erstellen seien.

D. Am 6. Mai 2024, mitgeteilt am 28. Mai 2024, verfügte die Baukommission, 
die neuen Fenster seien in Holz, mit schmaler Rahmenprofilierung, echter 
Sprosseneinteilung sowie innen mit Isolierglasung auszuführen; die neuen Fenster 
hätten sich, soweit technisch möglich, dem Bestand anzupassen.

E. Die von A.________ dagegen erhobene Einsprache vom 3. Juni 2024 wies 
der Gemeindevorstand am 24. Juni 2024, mitgeteilt am 6. August 2024, ab und 
bestätigte die Baubewilligung vom 28. Mai 2024. Offenbar aufgrund des 
Umstandes, dass die Fenster bereits bestellt worden waren, verfügte er, dass die 
Sprossen auch aufgesetzt werden dürfen.

F. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ (nachfolgend: Beschwerde-
führer) mit Eingabe vom 29. August 2024 Beschwerde ans ehemalige Verwaltungs-
gericht des Kantons Graubünden mit dem Hauptantrag, der Einspracheentscheid 
des Gemeindevorstandes der Gemeinde Lumnezia vom 6. August 2024 und der 
Bauentscheid der Baukommission der Gemeinde Lumnezia vom 25. Mai 2024 
(recte: 6. Mai 2024, mitgeteilt 28. Mai 2024) seien aufzuheben; es sei festzustellen, 
dass die Baubewilligung mit Ablauf der Monatsfrist gemäss Art. 51 Abs. 3 KRVO 
erteilt worden sei. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde um Erteilung der 
aufschiebenden Wirkung ersucht; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin.

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G. Mit Vernehmlassung vom 12. September 2024 beantragte die Gemeinde 
Lumnezia (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne, und prozessualiter auch die 
Abweisung des Antrags um aufschiebende Wirkung.

H. Die Denkmalpflege Graubünden äusserte sich mit Vernehmlassung vom 
30. September 2024 zur Beschwerde.

I. Mit Replik vom 21. Oktober 2024 hielt der Beschwerdeführer an seinen 
Anträgen fest, verwies bezüglich der aufschiebenden Wirkung auf die 
entsprechenden Ausführungen in der Beschwerde und äusserte sich materiell zur 
Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin.

J. Mit Verfügung vom 29. Oktober 2024 wies die Instruktionsrichterin den 
Antrag des Beschwerdeführers auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab. Diese 
Verfügung blieb unangefochten.

K. Mit Eingabe vom 11. November 2024 hielt die Denkmalpflege an ihren 
bisherigen Ausführungen fest. Auch die Beschwerdegegnerin beantragte mit der 
Vernehmlassung vom 12. November 2024 erneut die kostenfällige Abweisung der 
Beschwerde.

Erwägungen

1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) beurteilt das Obergericht des 
Kantons Graubünden, auf das die bei Inkrafttreten des neuen Gerichts-
organisationsgesetz (GOG; BR 173.000) am 1. Januar 2025 hängigen Verfahren 
des ehemaligen Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden übertragen worden 
sind (vgl. Art. 122 Abs. 5 GOG), Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, 
soweit diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können oder nach 
kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der angefochtene Bau- 
und Einspracheentscheid vom 24. Juni/6. August 2024 stellt einen kommunalen 
Entscheid im Sinne von Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG dar. Dagegen steht kein anderes 
Rechtsmittel als die verwaltungsgerichtliche Beschwerde zur Verfügung. Zudem ist 
dieser auch nicht endgültig. Damit ist die örtliche und sachliche Zuständigkeit des 
Obergerichts des Kantons Graubünden zu bejahen. Der Beschwerdeführer ist als 
formeller und materieller Adressat vom Bauentscheid betroffen und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung, weshalb er zur Beschwerde-
erhebung legitimiert ist (Art. 50 VRG). Auf die überdies frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde (Art. 52 Abs. 1 und Art. 38 VRG) ist demnach einzutreten.

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2.1. Zunächst ist in formeller Hinsicht auf die vom Beschwerdeführer als 
mangelhaft beanstandete Entscheidbegründung einzugehen, womit er eine 
Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör rügt.

2.2. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass der angefochtene Entscheid der 
Gemeinde vom 24. Juni/6. August 2024 keine Begründung enthalte bzw. nicht auf 
seine Vorbringen in seiner Einsprache eingegangen worden sei. Im Folgenden gilt 
es zunächst zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin dadurch den Anspruch auf 
rechtliches Gehör des Beschwerdeführers verletzt hat.

2.3. Aus Art. 29 Abs. 2 BV folgt ein Mindestanspruch auf Begründung eines 
hoheitlichen Aktes. Die Begründungspflicht für kantonale Behörden ergibt sich aus 
dem kantonalen Verfahrensrecht, vorliegend aus Art. 22 Abs. 1 VRG, welcher 
ausdrücklich festhält, dass Entscheide zu begründen seien. Der Sinn und Zweck 
der Begründungspflicht liegt darin, dass der Bürger wissen soll, warum eine 
Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Die Begründung eines 
Entscheides muss deshalb so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenen-
falls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch 
die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen 
können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt 
werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid 
stützt (BGE 129 I 232 E. 3.2; BGE 126 I 97 E. 2b).

Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Die Rechtsprechung nimmt 
überwiegend an, der Mangel der Gehörsverweigerung werde geheilt, wenn die 
unterlassene Anhörung, Akteneinsicht oder Begründung in einem Rechtsmittel-
verfahren nachgeholt wird, das eine Prüfung im gleichen Umfang wie durch die 
Vorinstanz erlaubt; eine Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen 
Gehörs würde bloss zu einem formalistischen Leerlauf und einer unnötigen 
Verlängerung des Verfahrens führen (BGE 133 I 201 E. 2.2; BGE 129 I 129 
E. 2.2.6).

2.4. Was die gerügte fehlende Begründung angeht, ist Folgendes festzuhalten: 
Die Beschwerdegegnerin hat im Entscheid vom 24. Juni/6. August 2024 lediglich 
erklärt, die "Beschwerde" des Beschwerdeführers gegen die Bewilligung vom 
28. Mai 2024 werde abgewiesen. Sodann hält der Entscheid fest, der Gemeinde-
vorstand habe entschieden, dass die Fenster mit aufgesetzten Sprossen versehen 
sein dürfen. An einer Begründung im angefochtenen Entscheid fehlt es. Damit hat 
sie den Anspruch auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers verletzt. Der 
Mangel wiegt jedoch nicht schwer und darf als nachträglich geheilt qualifiziert 

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werden, weil sich der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren im Rahmen 
eines doppelten Schriftenwechsels ausführlich zu allen Fragen äussern konnte. 
Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass das Obergericht gemäss Art. 51 VRG 
volle Kognition besitzt. Eine Rückweisung der Sache zur Gewährung des recht-
lichen Gehörs würde einen prozessualen Leerlauf bedeuten (vgl. BGE 137 I 195 
E. 2.3.2). Gegen eine Rückweisung sprechen entsprechend verfahrens-
ökonomische Überlegungen. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die 
Beschwerdegegnerin ist jedoch im Kostenpunkt zu berücksichtigen.

3.1. Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht weiter geltend, sein 
Baugesuch sei bereits per 22. März 2024 im vereinfachten Verfahren rechtskräftig 
bewilligt worden. Sinngemäss vertritt er die Auffassung, die Beschwerdegegnerin 
sei nach Ablauf dieses Datums nicht mehr befugt gewesen, am 6./28. Mai 2024 eine 
Baubewilligung verknüpft mit Auflagen hinsichtlich der Fenster zu erlassen.

Demgegenüber bringt die Beschwerdegegnerin vor, für den Beschwerdeführer 
habe die Notwendigkeit einer Baubewilligung erkennbar sein müssen und dem 
Beschwerdeführer sei durch die Behandlungsfrist der Beschwerdegegnerin nie ein 
Nachteil entstanden. Die Beschwerdegegnerin habe unter Berücksichtigung der 
bestellten Fenster und unter Berücksichtung des Gebots der Verhältnismässigkeit 
gerade keine Sprossenfenster mit 2-fach Verglasung verlangt.

3.2. Zunächst ist zu prüfen, ob das Bauvorhaben zu Recht im vereinfachten 
Baubewilligungsverfahren behandelt worden ist.

3.2.1. Das vorliegend zu beurteilende Bauvorhaben beinhaltet den Ersatz der 
Fenster und Unterhaltsarbeiten am Balkon des Wohnhauses des Beschwerde-
führers. Es handelt sich dabei unbestrittenermassen um ein untergeordnetes 
Bauvorhaben. Dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 24./6. August 2024 
und der Baubewilligung vom 6./28. Mai 2024 ist zu entnehmen, dass das 
Baugesuch im Meldeverfahren bzw. im vereinfachten Baubewilligungsverfahren 
(Art. 92 Abs. 3 KRG i.V.m. Art. 50 KRVO) behandelt worden ist. Die Durchführung 
des vereinfachten Baubewilligungsverfahrens wird in der Baubewilligung vom 
6./28. Mai 2024 auf Art. 50 und 51 KRVO gestützt. Zudem wird festgehalten, dass 
es sich beim Gebäude Nr. Z.2.________ auf der Parzelle Nr. Z.1.________ um ein 
im Generellen Gestaltungsplan als schützenswert bezeichnetes Gebäude in einer 
Dorfzone handelt. 

3.2.2. Gemäss Art. 107 Abs. 2 KRG (BR 801.100) gehen unmittelbar anwendbare 
Bestimmungen des KRG abweichenden kommunalen Vorschriften vor. Als unmittel-

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bar anwendbar gelten u.a. die kantonalen Bauvorschriften gemäss Art. 72 bis 84 
KRG (Ziff. 5) sowie das formelle Baurecht nach Art. 85 bis 96 KRG (Ziff. 6).

3.2.3. Nach Art. 86 KRG dürfen Bauten und Anlagen (Bauvorhaben) nur mit 
schriftlicher Baubewilligung der kommunalen Baubehörde errichtet, geändert, 
abgebrochen oder in ihrem Zweck geändert werden. Der Baubewilligungspflicht 
unterliegen auch Zweckänderungen von Grundstücken, sofern erhebliche 
Auswirkungen auf die Nutzungsordnung zu erwarten sind (Abs. 1). Zeitlich 
begrenzte Bauvorhaben sowie solche, die weder öffentliche noch private Interessen 
berühren, unterliegen nicht der Baubewilligungspflicht. Die Regierung bestimmt 
durch Verordnung, welche Bauvorhaben keiner Baubewilligung bedürfen. Sie trifft 
für Bauten und Anlagen innerhalb und ausserhalb der Bauzonen die gleiche 
Regelung, soweit das Bundesrecht dies zulässt (Abs. 2). Die Gemeinden können 
im Baugesetz nicht baubewilligungspflichtige Bauvorhaben dem vereinfachten 
Baubewilligungsverfahren unterstellen (Abs. 3). Vorbehalten bleiben abweichende 
eidgenössische oder kantonale Bestimmungen für Bauvorhaben, die nicht der 
kommunalen Baubewilligungshoheit unterliegen (Abs. 4). Massgebend sind dabei 
die Bestimmungen der KRVO in Kapitel 6 zum formellen Baurecht, wobei Art. 40 
KRVO die nicht baubewilligungspflichtigen Bauvorhaben und Art. 50 KRVO 
Anwendungsfälle des vereinfachten Baubewilligungsverfahrens aufzählt. Bestehen 
indessen Anzeichen dafür, dass durch ein bewilligungsfreies Bauvorhaben 
Vorschriften des materiellen Rechts verletzt sein könnten, leitet die kommunale 
Baubehörde von Amtes wegen, auf Ersuchen der Fachstelle oder auf Hinweis von 
Dirtten hin das Baubewilligungsverfahren ein (Art. 40 Abs. 3 KRVO).

3.2.4. Die Baubewilligungspflicht soll der Behörde die Möglichkeit verschaffen, das 
Bauprojekt vor seiner Ausführung auf die Übereinstimmung mit der raumplaner-
ischen Nutzungsordnung und der übrigen einschlägigen Gesetzgebung zu 
überprüfen. Massgebend dafür, ob eine Massnahme erheblich genug ist, um sie 
dem Baubewilligungsverfahren zu unterwerfen, ist daher, ob damit im allgemeinen, 
nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge, so wichtige räumliche Folgen verbunden 
sind, dass ein Interesse der Öffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorgängigen 
Kontrolle besteht (BGE 139 II 134 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 1C_431/2018 
vom 16. Oktober 2019 E. 2.1; WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar zum Raum-
planungsgesetz, 2006, Art. 22 Rz. 10). Bei der Frage, ob bauliche Vorkehrungen 
der baurechtlichen Bewilligungspflicht unterliegen, steht der Baubehörde ein 
erheblicher Ermessensspielraum zu. Bestehen für die Baubehörde Anhaltspunkte, 
dass ein bewilligungspflichtiger Sachverhalt vorliegen könnte, hat sie im Zweifelsfall 

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ein Bewilligungsverfahren einzuleiten (Urteil des Bundesgerichts 1A.204/2004 vom 
14. Dezember 2004 E. 3.1).

3.2.5. Das vereinfachte Baubewilligungsverfahren findet gemäss Art. 50 Abs. 1 
KRVO Anwendung auf untergeordnete Bauvorhaben, bei welchen mit keinen 
Einsprachen zu rechnen ist, wie insbesondere bei geringfügigen Projektänderungen 
bereits bewilligter Bauvorhaben (Ziff. 1) und bei baulichen Massnahmen, die nach 
aussen nicht in Erscheinung treten, zonenkonform sind und zu keinen 
Veränderungen bezüglich Verkehrsbelastung oder Ausnützung führen (Ziff. 2). Es 
findet überdies Anwendung auf Bauvorhaben, die gemäss Art. 40 KRVO von der 
Baubewilligungspflicht ausgenommen, jedoch gemäss kommunalem Baugesetz 
dem vereinfachten Baubewilligungsverfahren (ehemals Meldeverfahren) unterstellt 
sind (Art. 50 Abs. 2 KRVO).

3.2.6. Das kommunale Baugesetz der Gemeinde Lumnezia Nachbarschaft 
B.________ vom 31. März 2000 ("Ledscha da baghegiar"; nachfolgend: BauG) 
enthält keine Bestimmung, wonach nicht baubewilligungspflichtige Vorhaben nach 
Art. 40 KRVO dem vereinfachten Baubewilligungsverfahren unterstellt werden. In 
Art. 93 BauG wird festgehalten, dass vor Ausarbeitung eines Bauprojekts die 
Baukommission zu konsultieren ist. Diese entscheidet von Fall zu Fall, ob das 
Projekt in Form einer Skizze zur Vorentscheidung vorgelegt werden muss oder 
nicht. Dies lässt darauf schliessen, dass Art. 40 Abs. 1 KRVO i.V.m. Art. 86 Abs. 3 
KRG unmittelbar anwendbar ist und der Fensterersatz demnach grundsätzlich nicht 
baubewilligungspflichtig ist. Allerdings sieht Art. 4 Abs. 4 BauG den Beizug einer 
kommunalen Bauberatung für das gesamte Gemeindegebiet und für alle 
Objektarten vor. In der Gemeinde Lumnezia erfolgt die kommunale Bauberatung 
durch die Kantonale Denkmalpflege Graubünden. Zudem ist das Gebäude im 
Generellen Gestaltungsplan als schützenswert eingestuft. Die Bauherrschaft durfte 
demnach nicht davon ausgehen, dass das Bauvorhaben keiner Bewilligung 
bedurfte. So ging sie denn auch selber davon aus, dass ein vereinfachtes 
Baubewilligungsverfahren nach Art. 50 f. KRVO durchzuführen war. In Anbetracht 
der Regelung in Art. 4 Abs. 4 BauG ist der Entscheid der Beschwerdegegnerin zur 
Durchführung eines vereinfachten Baubewilligungsverfahrens demzufolge 
rechtens.

3.3. Im vereinfachten Baubewilligungsverfahren gelten Erledigungsfristen, deren 
Einhaltung nachfolgend zu prüfen ist.

3.3.1. Art. 25 Abs. 1bis RPG (SR 700) verpflichtet die Kantone, nicht nur für die 
einzelnen Verfahrenshandlungen, sondern auch für das Verfahren insgesamt 

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Fristen zu setzen. Dies kann generell in den Verfahrensgesetzen oder im Einzelfall 
durch Verfügung der prozessleitenden Behörde geschehen. Die Kantone haben die 
Wirkung der Fristen zu regeln. So können Prioritäten bei der Geschäftserledigung, 
die Überprüfung einer Amtsstelle bezüglich Arbeitserledigung und dafür zur 
Verfügung stehende Mittel (Personal, Infrastruktur) usw. mit dem Fristenlauf 
verknüpft werden. Unzulässig wäre es, unbenutzten Fristablauf einer Zustimmung 
gleichzusetzen (Art. 22 Abs. 2 RPG, Art. 5 Abs. 1 VwVG; SR 172.021) oder eine 
Behörde zu verpflichten, eine Antwort aufgrund einer unvollständigen Prüfung zu 
erteilen (Botschaft zu einer Revision des Bundesgesetzes über die Raumplanung 
[RPG] vom 30. Mai 1994, BBl 1994 III 1075; S. 1085). Der Kanton Graubünden ist 
dieser Verpflichtung in Art. 5 KRG nachgekommen. Art. 5 Abs. 2 KRG besagt, dass 
die zuständigen Behörden Gesuche in den in diesem Gesetz oder in der 
Verordnung festgelegten Ordnungsfristen erledigen, sofern nichts anderes 
vereinbart wurde. Die Fristen beginnen, sobald die Gesuche formell richtig und 
vollständig vorliegen, sofern nichts anderes bestimmt ist.

3.3.2. Gemäss Art. 40a Abs. 3 KRVO teilt die Baubehörde der Bauherrschaft innert 
15 Arbeitstagen seit der Anzeige des Bauvorhabens mit anfechtbarer Verfügung 
eine allfällige Baubewilligungspflicht mit und orientiert gleichzeitig darüber, ob das 
angezeigte Vorhaben dem ordentlichen oder vereinfachten Baubewilligungs-
verfahren untersteht und ob Zusatzbewilligungsgesuche erforderlich sind (Art. 40a 
Abs. 2 KRVO). Ohne Mitteilung innert 15 Arbeitstagen kann die Bauherrschaft mit 
der Ausführung beginnen (Art. 40a Abs. 3 KRVO). Nach Art. 51 Abs. 3 KRVO gelten 
Bauvorhaben, die lediglich einer kommunalen Baubewilligung bedürfen, als 
bewilligt, sofern innert Monatsfrist seit Einreichung des Gesuchs kein anders 
lautender Entscheid ergeht. Diese Erledigungsfristen sind zwar als Maximalfristen 
ausgestaltet, jedoch handelt es sich explizit um Ordnungsfristen (Art. 5 Abs. 2 
KRG). Verpasst eine Behörde eine Frist, hat dies daher nicht etwa zur Folge, dass 
die Bewilligung als erteilt zu betrachten ist. Die Behörde ist aber immerhin gehalten, 
Gesuchstellende über drohende Fristversäumnisse zu informieren und dabei 
gleichzeitig eine neue Erledigungsfrist anzusetzen (vgl. Botschaft der Regierung an 
den Grossen Rat betreffend Revision Raumplanungsgesetz für den Kanton 
Graubünden, Heft Nr. 3/2004-2005, S. 289 f.; siehe auch RUCH, in 
Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Baube-
willigung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020, Praxiskommentar RPG, Art. 25 N 24).

3.3.3. Vorliegend ist die Anzeige des Beschwerdeführers über ein Bauvorhaben 
nach Art. 40 KRVO am 22. Februar 2024 bei der Beschwerdegegnerin 
eingegangen. Dieser Zeitpunkt gilt damit als massgeblich fristauslösendes Datum 

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für die Behandlungsdauer. Demzufolge hätte die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer spätestens nach 15 Arbeitstagen, somit spätestens am 14. März 
2024 mitteilen müssen, dass ein vereinfachtes Baubewilligungsverfahren 
durchgeführt wird und allenfalls auch zusätzlich erforderliche Unterlagen 
nachfordern müssen. In dieser Zeitspanne erging jedoch unbestrittenermassen von 
der Beschwerdegegnerin keine Mitteilung. Erst mit Verfügung vom 6./28. Mai 2024 
wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, die Meldung vom 19. Februar 2024 bilde 
das Baugesuch und es werde gestützt auf diese Unterlagen ein vereinfachtes 
Baubewilligungsverfahren durchgeführt. Zeitgleich wurde dem Beschwerdeführer 
die Baubewilligung für das von ihm mit Meldung vom 19. Februar 2024 ersuchte 
Bauprojekt unter Auflagen erteilt.

Unabhängig davon, ob die Beschwerdegegnerin die Meldung des Beschwerde-
führers vom 19. Februar 2024 als Anzeige eines nicht baubewilligungspflichtigen 
Bauvorhabens gemäss Art. 40 KRVO oder als ordentliches Baubewilligungs-
verfahren, durchzuführen im vereinfachten Verfahren, entgegengenommen hat, die 
Ordnungsfristen gemäss Art. 40a Abs. 3 KRVO und Art. 51 Abs. 3 KRVO wurden 
von der Beschwerdegegnerin in jedem Fall nicht eingehalten. Dies führte jedoch 
nach dem hiervor unter E. 3.3.2 Gesagten nicht automatisch zu einer 
(stillschweigend erteilten) Baubewilligung.

4. Nachfolgend ist damit materiell zu prüfen, ob die Baubewilligung unter 
Auflagen zu Recht erteilt wurde.

4.1. Die Anzeige des Beschwerdeführers vom 19. Februar 2024 wurde als 
Baugesuch entgegengenommen und unter Auflagen bewilligt. Derartige Neben-
bestimmungen werden in der Baubewilligung angeordnet, wenn das Bauvorhaben 
zwar grundsätzlich bewilligungsfähig, jedoch in einzelnen Punkten nachzubessern 
ist. Die Anordnung einer Nebenbestimmung trägt dem Verhältnismässigkeitsprinzip 
Rechnung, indem das Gesuch nicht als Ganzes abgewiesen werden muss, sondern 
grundsätzlich bewilligt werden kann. Nebenbestimmungen können grundsätzlich 
unabhängig von der Verfahrensart angeordnet werden (vgl. Amt für 
Raumentwicklung des Kantons Graubünden, IST-Situation Baubewil-
ligungsverfahren Kanton Graubünden, Januar 2023, S. 32; abrufbar unter: 
https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/are/BAB/Zusammenfassung%2
0IST-Situation%20%20Baubewilligungsverfahren.pdf [zuletzt besucht am 
2. Oktober 2025]). Eine Bewilligung kann insbesondere dann mit einer Neben-
bestimmung versehen werden, wenn sie im Lichte der gesetzlichen Bestimmung 
ansonsten verweigert werden könnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_476/2016 
vom 9. März 2017 E. 2.6 mit Hinweis auf BGE 121 II 88 E. 3a). 

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Nebenbestimmungen sind sodann an den Grundsatz der Verhältnismässigkeit 
gebunden, das heisst, sie müssen geeignet, erforderlich und zumutbar sein (Art. 5 
Abs. 2 BV; Urteil des Bundesgerichts 1C_402/2016 vom 31. Januar 2018 
E. 10.2 f.).

4.2. Strittig ist vorliegend einzig, ob der Beschwerdeführer an seine Fenster 
aufgesetzte Sprossen anbringen muss. Es handelt sich dabei um eine Neben-
bestimmung, die mit dem Hauptvorhaben (Ersatz der Fenster) in einem sachlichen 
Zusammenhang steht. Bezüglich der Verhältnismässigkeit der infrage stehenden 
Nebenbestimmung muss geprüft werden, ob sie zur Erreichung des öffentlichen 
Interesses geeignet und erforderlich ist und ob sie für den Beschwerdeführer als 
zumutbar taxiert werden kann. Darauf ist im Nachfolgenden einzugehen.

4.3. Wie bereits erwähnt, handelt es sich beim Gebäude Nr. Z.2.________ auf 
der Parzelle Nr. Z.1.________ um ein im Generellen Gestaltungsplan als 
schützenswert bezeichnetes Gebäude in einer Dorfzone. Die Beschwerdegegnerin 
beruft sich zur Begründung der strittigen Auflagen auf die Bestimmung in Art. 40 
Abs. 2 BauG, wonach sich in der Dorfzone insbesondere Proportionen, Volumen, 
Materialien, Farbe und Fassadengestaltung nach den Gebäuden in der Nachbar-
schaft bzw. nach architektonischen Kriterien zu richten haben.

4.4. Der Beschwerdeführer stellt weder die Qualität der Dorfzone noch die 
grundsätzlich hohen gestalterischen Anforderungen an bauliche Massnahmen an 
bestehenden Gebäuden in der Dorfzone grundsätzlich infrage. Er macht vielmehr 
geltend, aussenliegende Sprossen entsprächen keineswegs der ortsüblichen 
Bauweise.

4.5. Siedlungen, Bauten und Anlagen sind nach Art. 73 KRG nach den Regeln 
der Baukunst so zu gestalten und einzuordnen, dass mit der Umgebung und der 
Landschaft eine gute Gesamtwirkung entsteht (Abs. 1). Gemäss Art. 40 BauG ist 
die Dorfzone für Wohnbauten, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe sowie für 
Landwirtschaftsbetriebe bestimmt (Abs. 1). In Art. 68 BauG wird festgehalten, dass 
die im GGP bezeichneten Kulturobjekte wie Sakralbauten, Burgen, Talsperren, 
Schalensteine, historische Wege usw. und ihre Umgebung weder zerstört noch 
beeinträchtigt werden dürfen. Die Baubehörde trifft die erforderlichen Massnahmen 
zur Erhaltung und Pflege der geschützten Objekte (Abs. 3). Derartig geschützte 
Gebäude müssen grundsätzlich erhalten werden.

4.6. Weiter ist B.________ im Inventar für schützenswerte Ortsbilder der Schweiz 
(ISOS) als Dorf von nationaler Bedeutung eingestuft (abrufbar unter: 

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https://www.gisos.bak.admin.ch/C.________ [zuletzt besucht am 2. Oktober 
2025]). Beim ISOS handelt es sich um ein Inventar von Objekten von nationaler 
Bedeutung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Natur- und 
Heimatschutz (NHG; SR 451). Durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler 
Bedeutung in ein Inventar des Bundes wird dargetan, dass es in besonderem Masse 
die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber die grösstmögliche Schonung 
verdient (Art. 6 Abs. 1 NHG). Diese Schutzbestimmung gilt indes, wie Art. 6 Abs. 2 
NHG festhält, lediglich bei der Erfüllung von Bundesaufgaben in unmittelbarer 
Weise. Soweit – wie vorliegend unbestrittenermassen – keine Bundesaufgabe in 
Frage steht, wird der Schutz von Ortsbildern vorab durch kantonales und 
kommunales Recht gewährleistet (BGE 135 II 209 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 
1C_84/2023 vom 6. Mai 2024 E. 4.3.1). Dies ergibt sich verfassungsrechtlich aus 
Art. 78 Abs. 1 BV, wonach die Kantone für den Natur- und Heimatschutz zuständig 
sind. Die Bundesinventare sind bei der Nutzungsplanung, bei der Auslegung 
unbestimmter Begriffe des Baurechts sowie bei im Einzelfall erforderlichen 
Interessenabwägungen zu berücksichtigen (vgl. BGE 145 II 176 E. 3.1 und 3.3; 
BGE 143 II 77 E. 3.1 f.; BGE 135 II 209 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 
1C_84/2023 vom 6. Mai 2024 E. 4.3.1). Dies gilt gemäss Bundesgericht namentlich 
bei der Anwendung von ästhetischen Generalklauseln (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 1C_265/2022 vom 24. April 2023 E. 2.2).

Gemäss Inventareintrag liegt B.________ auf einer kleinen, aber gut ausgeprägten 
Terrasse im Bereich eines steilen, gegen Südosten abfallenden Hangs. Die ausser-
ordentlich hohe räumliche Qualität ergebe sich aus dem Nebeneinander der völlig 
linearen, einer Seite des Siedlungsgebiets folgenden Erschliessung des Dorfes 
durch die einseitig bebaute Talstrasse einerseits und aus den dispersen, aus einer 
Summe von Einzelhöhen und Einzelbauten zusammengesetzten Art der Bebauung 
(vgl. Inventareintrag S. 1). Die Bauten bilden talseitig der Strasse eine dichte, 
geschlossene Reihe, sodass der Strassenraum von den Freiräumen des übrigen 
Siedlungsgebiets starkt getrennt ist.

Zur Frage der Anforderungen an die ortsübliche Bauweise kann auch von der 
überkommunalen Bedeutung des Ortsbildes von B.________ ausgegangen 
werden. Dieses weist gemäss dem ISOS eine architektur-historische Qualität auf, 
die sich aus der noch weitgehend intakten bäuerlichen Bebauungsstruktur des 
18. Jahrhunderts ergeben (vgl. Inventareintrag S. 2). Neben den im ISOS 
kategorisierten Erhaltungszielen sollte gemäss ISOS in B.________ sorgfältig 
geplant und gebaut werden (vgl. Inventareintrag S. 3).

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4.7. Fenster sind Gestaltungselemente, die das optische Erscheinungsbild eines 
Gebäudes prägen und damit auch das Ortsbild beeinflussen. Die Art und die 
Gestaltung von Fenstern bestimmt das äussere Erscheinungsbild eines Gebäudes 
grundsätzlich in hohem Masse mit (Urteil des Bundesgerichts 1C_330/2021 vom 
1. September 2022 E. 4.6.2). Dies ist auch beim vorliegenden Gebäude der Fall. 
Die bei den Akten liegenden Fotos bestätigen, dass das Erscheinungsbild der 
Fassaden in hohem Masse von den zahlreichen Fenstern geprägt wird. Schliesslich 
ist die Bedeutuung von Sprossen in der Denkmalpflege zur Erhaltung der früheren 
Optik der Bauten notorisch und im Übrigen grundsätzlich unbestritten. Ebenfalls 
anerkannt ist, dass eine die traditionelle Machart repräsentiertende Feingliederung 
der Fenster mit gleichzeitiger Unterbrechung der Sonnenspiegelung grundsätzlich 
am besten durch aussenliegende bzw. aufgesetzte Sprossen erreicht werden kann 
(Urteil des Bundesgerichts 1C_330/2021 vom 1. September 2022 E. 4.6.1).

4.8. Aufgrund der Lage des Gebäudes in der Dorfzone und innerhalb des 
Generellen Gestaltungsplans unterbreitete die Beschwerdegegnerin gestützt auf 
Art. 4 BauG die Meldung des Beschwerdeführers der Denkmalpflege Graubünden. 
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer Beurteilung auf den Bericht der 
Denkmalpflege Graubünden vom 19. April 2024. Darin führte diese namentlich aus, 
das Wohnhaus stehe an prominenter Lage anfangs Dorf und das Erscheinungsbild 
sei charakteristisch für das Gebäude und dessen Geschichte und die Wichtigkeit 
der Baute für den Ort B.________ sei unumstritten. Daher sei auf die Detail-
ausführung der Baumassnahmen ein sorgfältiges Augenmerk zu legen. In der 
Baubewilligung vom 6./28. Mai 2024 (S. 2) hielt die Baukommission der 
Beschwerdegegnerin fest, die neuen Fenster seien in Holz, mit schmaler 
Rahmenprofilierung, echter Sprosseneinteilung sowie innen mit Isolierglasung 
auszuführen. Die neuen Fenster haben sich, soweit technisch möglich, dem 
Bestand anzupassen. Das Projekt könne gemäss den eingereichten Unterlagen und 
unter Einhaltung der als Bewilligungsauflagen anerkannten Empfehlungen der 
Denkmalpflege Graubünden ausgeführt werden, unter Vorbehalt allfälliger 
kantonaler oder eidgenössischer Bewilligungen. Mit dem vorliegend angefochtenen 
Entscheid vom 24. Juni/6. August 2024 korrigierte die Beschwerdegegnerin den 
Entscheid der Baukommission vom 6./28. Mai 2024 dahingehend, dass aufgesetzte 
Sprossen zulässig seien. Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Entscheide 
bezüglich Sprossen auf die Beurteilung der Denkmalpflege Graubünden. Sodann 
liess sich die Fachstelle auch im vorliegenden Verfahren vernehmen. Gemäss der 
Eingabe der Denkmalpflege Graubünden vom 30. September 2024 steht das 
Wohnhaus an prominenter Lage anfangs Dorf und weise daher eine hohe 
Lagewirkung auf (act. A.3). Das äussere Erscheinungsbild sei charakteristisch für 

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das Gebäude und dessen Geschichte, und die Wichtigkeit der Baute sei für 
B.________ unumstritten. Weiter zeichne sich die Architektur des Wohnhauses 
durch eine feingliederige Fassadengestaltung aus. Dazu gehöre auch die 
feingliederige Unterteilung der Fenster durch Sprossen.

4.9. Die Auffassung der Beschwerdegegnerin bzw. der Fachstelle, die Gestaltung 
der Fenster anhand der historischen Bausubstanz und damit an der traditionellen 
Bauweise zu messen, ist nicht willkürlich, sondern folgerichtig. Wenn die 
Beschwerdegegnerin in Übereinstimmung mit der Fachstelle Auflagen zur 
Fenstergestaltung anordnete, erweist sich dies im Lichte der aktuenkundigen 
Fotodokumentationen und vor dem Hintergrund des hiervor zum Ortsbild 
Ausgeführten als nachvollziehbar. Inwiefern sich die neuen Fenster ohne Sprossen 
an Authentizität und typischem Charakter orientieren und sich moderat den 
veränderten Gegebenheiten in die in B.________ vorherrschende charakterische 
Bebauung anpassen, ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers schwer 
erkennbar. Unklar ist denn auch, inwiefern die aufgesetzten Sprossen zu einer 
Erhöhung des Energieverbrauchs beitragen sollen bzw. dieser ohne aufgesetzte 
Sprossen gesenkt werden kann. Angesichts des gewichtigen öffentlichen 
Interesses an der Erhaltung des Charakters des Gebäudes und des Dorfbildes ist 
es deshalb nicht unverhältnismässig, das Anbringen von Sprossen zu verlangen, 
selbst wenn diese im Unterhalt einen geringfügigen Mehraufwand verursachen. Aus 
den dargelegten Gründen ist somit nicht zu beanstanden, wenn die 
Beschwerdegegnerin im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens das Aufsetzen 
von Sprossen verfügte.

5.1. Sodann macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des Gleichheitsgebots 
geltend. Es herrsche in der Gemeinde eine uneinheitliche, willkürliche und im 
Ergebnis undifferenzierte Bewilligungspraxis hinsichtlich der Forderung nach 
Sprossen.

5.2. Der Beschwerdeführer kann aus dem Umstand, dass in der Nachbarschaft 
andere Fenstertypologien anzutreffen sind, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die 
Gleichbehandlung im Unrecht würde im konkreten Fall voraussetzen, dass die zu 
beurteilenden Fälle in tatbestandserheblichen Sachverhaltselementen überein-
stimmen, dass dieselbe Behörde in ständiger Praxis vom Gesetz abweicht und 
zudem zu erkennen gibt, auch inskünftig nicht gesetzeskonform entscheiden zu 
wollen (BGE 136 I 65 E. 5.6). Zwar ist unbestritten, dass es sich bei dem vom 
Beschwerdeführer ins Recht gelegten Fotoaufnahmen um Häuser in B.________ 
handelt. Jedoch handelt es sich bei diesen Gebäuden nicht um Häuser an einer 
ähnlich prominenten Lage anfangs Dorf bzw. an der zentral gelegenen Verkehrs-

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infrastruktur, in der Dorfzone und/oder im Generellen Gestaltungsplan. Der 
Beschwerdeführer erachtet insbesondere die Fenstergestaltung des Gebäudes 
Vers.-Nr. Z.3.________ auf der Parzelle Nr. Z.4.________ als mit der vorliegenden 
Situation identisch (Beschwerde vom 29. August 2024, Rz. 29). Dieses Haus ist 
aber nur schon aufgrund der Lage (in der zweiten Baureihe) nicht vergleichbar mit 
dem vorliegend zu beurteilenden Baugrundstück. Auch die anderen vom 
Beschwerdeführer ins Feld geführten Gebäude sind nicht vergleichbar mit dem 
vorliegend zu Beurteilenden. Soweit der Beschwerdeführer damit eine rechts-
ungleiche Behandlung rügt bzw. eine Gleichbehandlung im Unrecht verlangt, 
verkennt er, dass es sich um verschiedene tatbestandserhebliche Sachverhalts-
elemente handelt, die mit der vorliegenden zu beurteilenden Situation nicht 
übereinstimmen.

5.3. Dass sich der Beschwerdeführer an der wenig einheitlichen Bewilligungs-
praxis der Vergangenheit stört, ist nachvollziehbar, belegt jedoch nicht, dass die 
Beschwerdegegnerin in ständiger Praxis vom Gesetz abweicht. Bei dieser Sachlage 
kann sich der Beschwerdeführer nicht auf den Grundsatz der Gleichbehandlung im 
Unrecht berufen. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind in der 
Vergangenheit vorgenommene bauliche Änderungen anderer Gebäude in der 
Dorfzone.

5.4. Wie aus den Eingaben der Beschwerdegegnerin hervorgeht, stützt sie sich 
in ihrer Beurteilung der architektonischen Gestaltung für Gebäude innerhalb der 
Dorfzone auf die Beurteilung der Denkmalpflege Graubünden. Eine rechtswidrige 
kommunale Bewilligungspraxis, welche Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht 
rechtfertigen würde, liegt somit nicht vor. Insgesamt erweisen sich die streitgegen-
ständlichen Fenster entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht als 
gesetzeskonform und lässt die Beurteilung der Beschwerdegegnerin keine 
Ermessensfehler erkennen.

6. Insgesamt erweist sich demnach der am 24. Juni/6. August 2024 ergangene 
Bau- und Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin als rechtmässig. Die 
Beschwerde ist daher abzuweisen. Vor diesem Hintergrund kann auf weitere 
Beweisvorkehren verzichtet werden, zumal das streitberufene Gericht aufgrund der 
bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und annehmen 
darf, dass diese Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert 
würde (vgl. BGE 145 I 167 E. 4.1, 144 II 427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3.3, 136 I 229 
E. 5.3 und 134 I 140 E. 5.3; vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_631/2023 vom 
18. Februar 2025 E. 4.1 und 1C_522/2022 vom 25. März 2024 E. 1.2 und 2.3).

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7.1. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die 
Verfahrenskosten, bestehend aus einer Staatsgebühr sowie den Kanzleigebühren 
und Auslagen, zu tragen (Art. 73 Abs. 1 i.V.m. Art. 75 Abs. 1 VRG). In Bezug auf 
die Kosten- und Entschädigungsfolge ist festzuhalten, dass auch einem Gemein-
wesen bzw. einer Vorinstanz gestützt auf das Verursacherprinzip Verfahrenskosten 
auferlegt werden können. Dies ist beispielsweise zulässig, wenn eine 
vorinstanzliche Behörde wie vorliegend mangels rechtsgenüglicher Begründung 
ihres Entscheides (siehe E. 2.4 hiervor) das rechtliche Gehör verletzte und es im 
Anfechtungsverfahren lediglich dank einer Heilung der Gehörsverletzung nicht zu 
einer teilweisen Gutheissung des Rechtsmittels kam (vgl. Urteil des Verwaltungs-
gerichts R 22 118 und R 22 119 vom 29. April 2024 E. 12.1; PLÜSS, in: Griffel [Hrsg.], 
Kommentar VRG, 3. Aufl., 2014, § 13 Rz. 59 m.H.a. Urteile des Bundesgerichts 
1C_564/2013 vom 30. August 2013 E. 2.3 und 1C_4/2012 vom 19. April 2012 E. 8). 
Nachdem der Beschwerdeführer im Übrigen vollumfänglich unterlegen ist, erscheint 
somit eine Kostenverteilung von drei Vierteln zulasten des Beschwerdeführers und 
einem Viertel zulasten der Beschwerdegegnerin gerechtfertigt. Die Staatsgebühr 
wird dabei in Anwendung von Art. 75 Abs. 2 VRG und in Anbetracht des 
Verfahrensaufwandes sowie der weiteren Bemessungskriterien auf CHF 3'000.00 
festgesetzt.

7.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel 
verpflichtet, der obsiegenden Partei alle durch den Rechtsstreit verursachten 
notwendigen Kosten zu ersetzen. Eine Berücksichtigung der Gehörsverletzung bei 
der Frage der Parteientschädigung bedingt, dass der Partei durch die 
Gehörsverletzung Kosten entstehen, welche ihr ohne Gehörsverletzung nicht 
entstanden wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_672/2020 vom 15. April 2021 
E.8 mit Hinweis). Nach Auffassung des Gerichts sind dem Beschwerdeführer durch 
die Verletzung des rechtlichen Gehörs keine zusätzlichen Kosten entstanden, ist 
doch davon auszugehen, dass er den Entscheid der Vorinstanz ohnehin 
angefochten hätte. Sodann ist davon auszugehen, dass sich die Heilung der 
Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht massgeblich auf die Höhe dieser Kosten 
ausgewirkt hat (vgl. Urteil des Bundesgericht 1C_233/2017 vom 19. September 
2018 E. 5.5). Damit steht dem Beschwerdeführer keine Parteientschädigung zu. 
Der Beschwerdegegnerin steht ebenfalls keine Parteientschädigung zu, da sie in 
ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt (Art. 78 Abs. 2 VRG).

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 3’000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 390.00

Total CHF 3’390.00

Gehen zu drei Vierteln zulasten von A.________ und zu einem Viertel 
zulasten der Gemeinde Lumnezia.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

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