# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42f5ab09-4426-52bb-9eac-fa74a22f8ec9
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-30
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 30.03.2022 III 2021 218
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-218_2022-03-30.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 218

Entscheid vom 30. März 2022 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Milena Pesic, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
verbeiständet nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB 
(aktuelle Mandatsträgerin B.________),
vertreten durch Rechtsanwältin C.________,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
(KESB) D.________,

Gegenstand Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (Aufhebung einer 
Vertretungsbeistandschaft)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ________1999), Sohn von E.________ (geb. 
________1976) und von F.________ (geb. ________1977) war während der ob-
ligatorischen Schulzeit aufgrund eines allgemeinen Entwicklungsrückstandes mit 
Intelligenzminderung auf Sonderschulung angewiesen. Im Sommer 2016 absol-
vierte er im Rahmen der Anschlussstufe des G.________ (Bildungsstätte) ein 
Berufsvorbereitungsjahr mit Schnupperlehren (vgl. Vi-act. 021). Am 2. März 2017 
erteilte die IV-Stelle ihm Kostengutsprache für eine erstmalige berufliche Ausbil-
dung zum Praktiker Industrie bei der H.________ in I.________ (Vi-act. 65). 

B. Mit Schreiben vom 30. Juni 2017 an die Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde (KESB) D.________ ersuchten die Eltern von A.________ auf Empfeh-
lung des G.________ im Hinblick auf die baldige Volljährigkeit ihres Sohnes um 
Prüfung einer Beistandschaft (Vi-act. 001 i.V.m. 006). Nach Abklärungen verzich-
tete die KESB D.________ mit Beschluss vom 31. Juli 2018 auf die Errichtung 
von Erwachsenenschutzmassnahmen (Vi-act. 055 - 057).

C. Am 20. Februar 2020 gewährte die IV-Stelle Leistungen für einen Arbeits-
versuch in der Firma J.________ in K.________ (Vi-act. 61). Dieser Arbeitsver-
such ergab, dass A.________ eine maximale Leistungsfähigkeit von 20% errei-
chen konnte, worauf die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 28. Juli 2020 ankündigte, 
ihm mit Wirkung ab 1. August 2020 eine ganze IV-Rente zuzusprechen (IV-act. 
77%, im Rahmen einer Frühinvalidität nach Art. 26 IVV, vgl. Vi-act. 65f.). Dieser 
Vorbescheid wurde mit Verfügung vom 6. Oktober 2020 bestätigt (Vi-act. 107). 
A.________ konnte bei der Firma J.________ weiterarbeiten (zu einem 
Monatslohn von Fr. 1'000.--, Vi-act. 110).

D. Am 26. April 2021 ging bei der KESB D.________ eine Gefährdungsmel-
dung (von Seiten der Arbeitgeberfirma) ein, wonach um Prüfung einer Beistand-
schaft nachgesucht wurde (Vi-act. 074 - 077). Nach verschiedenen Abklärungen 
und Gesprächen (u.a. Vi-act. 087, 176, 181) hat die KESB D.________ mit Be-
schluss vom 3. August 2021 für A.________ eine Vertretungsbeistandschaft mit 
Einkommens- und Vermögensverwaltung nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB er-
richtet. Als Beistand wurde L.________ ernannt (mit einem detaillierten Aufga-
benkatalog, u.a. betreffend Erledigung der administrativen und finanziellen Ange-
legenheiten, Vertretung bei Handlungen bezüglich Tagesstruktur und Arbeit, vgl. 
Vi-act. 198 - 204).

E. Mit Eingabe vom 13. September 2021 beantragte M.________ (Gesell-
schafter mit Einzelunterschrift der Kollektivgesellschaft N.________) die Aufhe-

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bung aller A.________ betreffenden Massnahmen (Vi-act. 266). M.________ 
verfügt über eine Vollmacht der Eltern von A.________ (vgl. Vi-act. 189). Am 15. 
September 2021 ging zusätzlich ein gleichlautendes, von A.________ unter-
zeichnetes Begehren um Aufhebung der erwachsenenschutzrechtlichen Mass-
nahmen ein (Vi-act. 267).

Am 8. Oktober 2021 äusserte sich der Beistand zum Aufhebungsbegehren (Vi-
act. 273f.). Am 11. Oktober 2021 folgte eine Eingabe des neu von der Familie 
beauftragten Rechtsvertreters (Vi-act. 278f.).

F. Mit Beschluss Nr. IA/006/46/2021 vom 16. November 2021 hat die KESB 
D.________ den Antrag auf Aufhebung der Beistandschaft für A.________ ab-
gewiesen.

Gegen diesen am 19. November 2021 eingegangenen Beschluss liess 
A.________ rechtzeitig am 20. Dezember 2021 (Montag) beim Verwaltungsge-
richt Beschwerde einreichen mit den folgenden Anträgen:

1. Der angefochtene Beschluss sei in Ziff. 1 aufzuheben und es sei das Gesuch 
des Bf um Aufhebung der Beistandschaft gutzuheissen. Ev. sei in Gutheissung 
der Beschwerde auf eine Beistandschaft nach Art. 394 ZGB zu verzichten und 
nach Art. 393 ZGB Herr M.________ oder der Vater des Bf als Begleitbeistand 
einzusetzen. 

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegeg-
nerin.

Die KESB D.________ verzichtete konkludent auf die Erstattung einer Vernehm-
lassung.

Am 8. Februar 2022 teilte Rechtsanwältin C.________ dem Gericht mit, dass sie 
anstelle des verstorbenen Rechtsvertreters neu den Beschwerdeführer vertrete, 
worauf ihr Akteneinsicht gewährt wurde. Am 21. Februar 2022 retournierte die 
neue Rechtsvertreterin das Aktendossier (ohne eine ergänzende Stellungnah-
me).

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 388 Abs. 1 ZGB stellen die behördlichen Massnahmen des Er-
wachsenenschutzes das Wohl und den Schutz hilfsbedürftiger Personen sicher. 
Sie sollen die Selbstbestimmung der betroffenen Person so weit wie möglich 
erhalten und fördern (Art. 388 Abs. 2 ZGB). Gemäss Art. 389 ZGB ordnet die 
Erwachsenenschutzbehörde eine Massnahme u.a. an, wenn die Unterstützung 
der hilfsbedürftigen Person durch die Familie, andere nahestehende Personen 
oder private oder öffentliche Dienste nicht ausreicht oder von vornherein als 

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ungenügend erscheint (Ziffer 1). Jede behördliche Massnahme muss erforderlich 
und geeignet sein (Art. 389 Abs. 2 ZGB).

1.1 Nach Art. 390 Abs. 1 ZGB errichtet die Erwachsenenschutzbehörde eine 
Beistandschaft, wenn eine volljährige Person:

1. wegen einer geistigen Behinderung, einer psychischen Störung oder eines ähn-
lichen in der Person liegenden Schwächezustands ihre Angelegenheiten nur teil-
weise oder gar nicht besorgen kann;
2. wegen vorübergehender Urteilsunfähigkeit oder Abwesenheit in Angelegen-
heiten, die erledigt werden müssen, weder selber handeln kann noch eine zur 
Stellvertretung berechtigte Person bezeichnet hat.

Die Belastung und der Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichti-
gen (Art. 390 Abs. 2 ZGB). Die Beistandschaft wird auf Antrag der betroffenen 
Person oder einer nahestehenden Person oder von Amtes wegen errichtet 
(Art. 390 Abs. 3 ZGB).

1.2 Eine Vertretungsbeistandschaft wird errichtet, wenn die hilfsbedürftige 
Person bestimmte Angelegenheiten nicht erledigen kann und deshalb vertreten 
werden muss (Art. 394 Abs. 1 ZGB). Errichtet die Erwachsenenschutzbehörde 
eine Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung, so bestimmt sie 
die Vermögenswerte, die vom Beistand oder von der Beiständin verwaltet 
werden sollen. Sie kann Teile des Einkommens oder das gesamte Einkommen, 
Teile des Vermögens oder das gesamte Vermögen oder das gesamte Einkom-
men und Vermögen unter die Verwaltung stellen (Art. 395 Abs. 1 ZGB).

1.3 Damit eine Beistandschaft errichtet werden kann, muss ein Schwäche-
zustand vorliegen, der diese Massnahme für die Interessenwahrung und den 
Schutz der hilfsbedürftigen Person als angezeigt erscheinen lässt. Ein solcher, in 
der Person liegender Schwächezustand allein genügt für die Anordnung einer 
Beistandschaft noch nicht. Vielmehr braucht es als soziale Voraussetzung zu-
sätzlich stets ein daraus resultierendes teilweises oder gänzliches Unvermögen, 
die eigenen Angelegenheiten hinreichend zu besorgen bzw. entsprechende Voll-
machten zu erteilen (vgl. Helmut Henkel, in Basler Kommentar zum ZGB, N 2 zu 
Art. 390 ZGB). Als Voraussetzung für die Anordnung behördlicher Massnahmen 
müssen Schwächezustand und Unvermögen (als soziale Voraussetzung) zu-
sammen eine relevante Gefährdung des Wohls der betroffenen Person bewirken, 
zu deren Behebung ein Eingreifen der Erwachsenenschutzbehörde auch unter 
den Aspekten Selbstbestimmung (Art. 388 Abs. 2 ZGB), Subsidiarität und Ver-
hältnismässigkeit (Art. 389 ZGB) unumgänglich erscheint. Schwächezustand und 
Unvermögen können auch lediglich punktueller Natur sein (vgl. Henkel, a.a.O., 
N 4 zu Art. 390 ZGB).

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1.4 Nach Art. 399 Abs. 2 ZGB hebt die Erwachsenenschutzbehörde eine Bei-
standschaft auf Antrag der betroffenen oder einer nahestehenden Person oder 
von Amtes wegen auf, sobald für die Fortdauer kein Grund mehr besteht.

2. Zunächst ist die Fragestellung zu prüfen, ob der Beschwerdeführer an 
einem relevanten Schwächezustand leidet.

2.1 Med.pract. O.________, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und 
Psychotherapie FMH, befasste sich im IV-Verfahren mit dem Beschwerdeführer. 
In ihrer Stellungnahme vom 27. August 2014 hielt sie ausdrücklich fest, dass bei 
ihm eine leichte Intelligenzminderung (F70) vorliege, welcher als konstant blei-
bender geistiger Gesundheitsschaden zu qualifizieren sei und einen Anspruch 
auf berufliche Massnahmen zur Folge habe (Vi-act. 025).

2.2 Analog erklärte auch Dr.med. P.________ am 4. Oktober 2017, dass der 
Beschwerdeführer an einer Intelligenzminderung leide; er sei praktisch bildungs-
fähig, benötige "aber ganz bestimmt in finanziellen und administrativen Angele-
genheiten Unterstützung". Ein grosses Problem bestehe darin, dass die Eltern 
grundsätzlich keine Einsicht hätten, wonach ihr Sohn kognitiv eingeschränkt sei 
(Vi-act. 040). 

2.3 Der zuständige Berufsberater der IV-Stelle führte in seiner Einschätzung 
vom 12. Januar 2018 u.a. aus, der Beschwerdeführer verfüge zwar über eine ho-
he Sozialkompetenz und gute Umgangsformen, aber er könne im ersten Ar-
beitsmarkt niemals bestehen. Er sei zwar praktisch begabt, könne aber Arbeits-
abläufe nicht vernetzen. Die Fähigkeiten im administrativen Bereich und hinsicht-
lich Verwaltung der Finanzen seien "sehr gering bis nicht vorhanden". Auf Drän-
gen der Eltern habe der Sohn im ersten Arbeitsmarkt "geschnuppert", was "ganz 
klar erfolglos gewesen" sei (Vi-act. 043).

2.4 Der Leiter der beruflichen Grundbildung bei der H.________ berichtete am 
15. Januar 2018 von eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten des Beschwerde-
führers. "Er sei im Finanziellen und vor allem im administrativen Bereich ganz si-
cher auf Hilfe angewiesen". Aus dem Alltag der praktischen Ausbildung habe sich 
ergeben, dass der Beschwerdeführer Mühe habe, Inhalte aufzunehmen und so 
zu verarbeiten, dass er sich Arbeitsabläufe einprägen könne. Nach aktuellem 
Stand könne der Beschwerdeführer "maximal im Rahmen von 20%, wenn über-
haupt, im 1. Arbeitsmarkt bestehen" (Vi-act. 045).

2.5 Der Job-Coach der H.________ führte am 7. Februar 2018 zu den bislang 
gemachten Erfahrungen u.a. sinngemäss aus, der Beschwerdeführer sei sehr 

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langsam in den Arbeitsabläufen, er sei nicht selbständig, Arbeitsabläufe müssten 
immer wieder wiederholt werden. Es werde klar, dass er sich selber in seinen 
Fähigkeiten überschätze. Er sei beispielsweise - obwohl er sich bereits seit drei 
Monaten mit dieser Tätigkeit befasse - nicht in der Lage, Teile einer Schraube 
(Mutter, Gewinde) zu benennen (Vi-act. 051). 

2.6 Die RAD-Fachärztin für Allgem. Innere Medizin FMH (Q.________) veran-
schlagte in ihrer Beurteilung vom 27. Juli 2020 eine Erwerbsunfähigkeit als 
Frühinvalider im Umfange von rund 80%. Sie schloss aber nicht aus, dass in 2-3 
Jahren mit einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit gerechnet werden könnte, 
weshalb dannzumal der Anspruch auf eine ganze IV-Rente zu überprüfen sei (Vi-
act. 97).

In der Folge wurde dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. August 2020 eine 
ganze IV-Rente zugesprochen (Vi-act. 107). 

2.7 Dass sich an der Zusprechung einer ganzen IV-Rente (als Frühinvalider) 
zwischenzeitlich etwas massgeblich geändert habe, ist nach der Aktenlage nicht 
ersichtlich. Abgesehen davon hat der beanwaltete Beschwerdeführer vor Gericht 
nicht vorgebracht, sein gesundheitlicher Zustand und damit seine Leistungs-
fähigkeit habe sich so verbessert, dass die bislang ganze IV-Rente aufgehoben 
bzw. allenfalls herabgesetzt worden sei. 

Im Einklang damit steht auch, dass der Beschwerdeführer ab 6. Oktober 2021 an 
seinem Arbeitsplatz in K.________ nicht mehr erschienen ist (vgl. Vi-act. 273), 
indessen vor Gericht nicht dargelegt hat, dass er seither eine andere Arbeit ge-
funden und aufgenommen hat.

Im Lichte all dieser dargelegten Angaben ist die Frage, ob beim Beschwerdefüh-
rer ein Schwächezustand im Sinne des Gesetzes vorliegt, eindeutig zu bejahen.

3. Was die Fragestellung anbelangt, ob der dargelegte Schwächezustand zur 
Folge hat, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage ist, seine eigenen Ange-
legenheiten hinreichend zu besorgen und zu organisieren, drängen sich die 
nachfolgenden Ausführungen auf.

3.1.1  Eine Prüfung der Aktenlage ergibt, dass der 22-jährige Beschwerdeführer 
ein schwankendes Verhalten aufweist und nicht in der Lage ist, sich selbständig 
eine eigene Meinung zu bilden, sondern sich nach der Aktenlage stark beeinflus-
sen lässt. Dies dokumentiert beispielsweise der Umstand, wonach der Be-
schwerdeführer am 27. September 2021 ein vom Finanzberater der Eltern ver-
fasstes Kündigungsschreiben unterzeichnete, alsdann der Beistand des Be-
schwerdeführers das Arbeitsverhältnis nochmals herstellen (mithin die Kündi-

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gung rückgängig machen) konnte, worauf der Beschwerdeführer nochmals zur 
Arbeit erschien und in der Folge ab 6. Oktober 2021 der Arbeit fernblieb (vgl. Vi-
act. 273 oben). 

3.1.2  Analog ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer gegenüber der zu-
ständigen Vorgesetzten bei der letzten Arbeitgeberin (glaubhaft) erklärte, er wolle 
nicht mehr zum Vater zurück, weil er (sinngemäss) fürchte, von ihm geschlagen 
zu werden und dass er ihn "vielleicht sogar in den Selbstmord treiben" würde (Vi-
act. 2.16), daraufhin aber dennoch der Aufforderung der Eltern Folge leistete und 
zu ihnen zurückkehrte (wobei nach der Aktenlage unklar ist, wie die Tagesstruk-
tur des Beschwerdeführers seither ausgestaltet ist). 

3.2 Sodann legte der eingesetzte Beistand, welcher den Beschwerdeführer 
näher kennenlernen konnte, nachvollziehbar dar, dass letzterer nicht in der Lage 
ist, sich frei eine Meinung zu bilden. Es besteht kein Anlass, an dieser Einschät-
zung des betreffenden Berufsbeistandes mit langjähriger Erfahrung zu zweifeln. 
Daran vermag der Umstand, wonach gemäss den Ausführungen in der Be-
schwerde (S. 5) die Zusammenarbeit mit dem Beistand schlecht gewesen sei, 
nichts zu ändern. Diesbezüglich fällt ins Gewicht, dass der betreffende Beistand 
zwischenzeitlich pensioniert worden ist und an seiner Stelle eine andere Berufs-
beiständin eingesetzt wurde (vgl. Bestätigung vom 22.3.2022). Abgesehen davon 
legte die Vorgesetzte des Beschwerdeführers bei der letzten aktenkundigen Ar-
beitgeberin glaubhaft dar, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage sei, dem 
Druck zu widerstehen, welcher auf ihn (von Seiten der Familie) ausgeübt werde 
(Vi-act. 272 in fine).

3.3 Auch die Abklärungen der beauftragten Fachmitarbeiterin Soziales, welche 
sich in der Zeitspanne vom 26. April 2021 bis 20. Juli 2021 mit dem Beschwerde-
führer befasste und in diesem Kontext sich mit weiteren involvierten Personen 
austauschte (u.a. Hausarzt, Arbeitgeberin, IV-Beraterin, R.________ [Organisati-
on für Menschen mit Beeinträchtigung], S.________ [Psychiatrischer Dienst], 
Wohngruppenleiter der H.________, vgl. Vi-act. 158f.), führten zum klaren Er-
gebnis, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage ist, sich eigenständig um 
seine finanziellen und administrativen Belange zu kümmern (Vi-act. 153, Ziff. 
6.4). 

3.4 Des Weiteren wird in der Beschwerde (S. 5 unten) das Vorliegen eines 
Schwächezustandes im finanziellen Bereich grundsätzlich anerkannt (im Ein-
klang damit steht auch, dass der Vater dem Beschwerdeführer keine Bankkarte 
zugestanden hat, vgl. Vi-act. 086 oben). Allerdings wird in der Beschwerde vor-
gebracht, dass diese Schwäche des Beschwerdeführers "durch das unterstüt-

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zende soziale Netz (vorab Familie) aufgefangen werden" könne. Wie es sich da-
mit verhält, wird noch nachfolgend geprüft (siehe Erwägungen 4.3.1ff.). 

3.5 Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die 
Voraussetzungen für die Fortführung einer erwachsenenschutzrechtlichen Mass-
nahme als gegeben beurteilt hat.

4. Eine andere Fragestellung und nachfolgend zu prüfen ist, wer als Mandats-
träger einzusetzen ist. Im Eventualbegehren wird in der Beschwerde beantragt, 
dass entweder der Vater des Beschwerdeführers oder der Finanzberater (der 
Familie) als Mandatsträger zu ernennen seien (und zwar im Rahmen einer Be-
gleitbeistandschaft). Mithin geht es um die Eignung der vorgenannten Personen 
als (allfällige) Mandatsträger. 

4.1 Die Wahl der Beistandsperson hängt damit stark von den Umständen des 
Einzelfalls ab, weshalb der Behörde bei ihrem Entscheid ein grosses Ermessen 
zukommt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_621/2018 vom 11.4.2019 Erw. 3.1 
mit weiteren Hinweisen; vgl. auch VGE III 2016 132 vom 21.12.2016, teilw. 
publiziert in EGV-SZ 2016 B 16.4, mit Verweis auf EGV-SZ 2015 B 16.5).

4.2 Zwischen Privat- und Berufsbeistand gibt es keine Hierarchie. 
Hauptkriterium für die Wahl ist, wer für das konkrete Mandat besser geeignet ist. 
Dabei spielt insbesondere die Vielfalt und die Schwierigkeit der Aufgabe eine 
Rolle. Von Bedeutung sind aber auch die Wünsche der betroffenen Person und 
ihrer Angehörigen (vgl. oben). Nach der Praxis und Lehre sollten 
Beistandschaften i.d.R. unter anderem dann nicht einem Privatbeistand 
(Angehörigen) übertragen werden, wenn eine konfliktbeladene Familiensituation 
vorliegt (vgl. Reusser, a.a.O. Art. 400 ZGB N.17), oder wenn 
Interessenkollisionen bestehen. Dies entspricht auch der ständigen 
Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts (vgl. VGE III 2015 3+16 vom 19.5.2015 
Erw. 4.2.2, publ. in EGV-SZ 2015, B 16.5; vgl. auch VGE III 2017 203+204 vom 
26.1.2018 Erw. 4.2, Erw. 5.3; VGE III 2021 114 vom 7.12.2021).

4.3.1  Im konkreten Fall kommt der Vater des Beschwerdeführers aus den fol-
genden Gründen nicht als Mandatsträger in Frage. Zum einen ist es aktenkundig, 
dass der Vater des Beschwerdeführers (gemäss Einschätzung der betreffenden 
Ärztin) hinsichtlich der kognitiven Einschränkungen des Sohnes grundsätzlich 
keine hinreichende Einsicht aufweist (Vi-act. 040; analog auch Vi-act. 048 oben; 
siehe auch Vi-act. 043, wonach die Eltern darauf drängen, den Beschwerdefüh-
rer im ersten Arbeitsmarkt unterzubringen, was gemäss den Erfahrungen des in-
volvierten IV-Berufsberaters unrealistisch sei). 

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4.3.2  Zum andern ist den Akten zu entnehmen, dass der Vater des Beschwerde-
führers eigene Interessen verfolgt, welche - aus objektiver Sicht - mit den Inter-
essen des Beschwerdeführers kaum vereinbar sind. Es ist beispielsweise akten-
kundig, dass der Vater des Beschwerdeführers letzteren während der von der IV 
organisierten Eingliederung abends bei der Firma T.________ für Putzarbeiten 
einspannen wollte bzw. effektiv auch einsetzte mit der Folge, dass der Be-
schwerdeführer tagsüber hinsichtlich der Hauptbeschäftigung übermüdet und un-
konzentriert war (vgl. Vi-act. 052 i.V.m. 072 und 075 Mitte; siehe auch Vi-act. 163 
unterhalb der Mitte betreffend Lohnarbeit am Wochenende). Sodann ist auf die 
(glaubhaften) Angaben des Beschwerdeführers vom 2. Juli 2021 zu verweisen, 
wonach er sich u.a. darüber beklagte, dass (sinngemäss) sein Vater ihm kein 
Geld zur Verfügung stelle (sondern selber ausgebe), dass sein Vater von ihm 
den Antritt einer besser bezahlten Stelle fordere (z.B. in einer Metzgerei), dass 
sein Vater ihn gezwungen habe, den Kontakt zu seiner Freundin zu unterbinden 
(etc., vgl. Vi-act. 116 i.V.m. 114).

4.3.3  Den Akten sind zudem weitere Anhaltspunkte zu entnehmen, welche den 
Eindruck erwecken, dass der Vater des Beschwerdeführers sich bei seinen 
Handlungen nicht jeweils am Wohl des kognitiv beeinträchtigten Sohnes orien-
tiert (vgl. Vi-act. 075, 125 und 138 betreffend Drohungen/Gewalthandlungen). 
Nicht zu hören ist der Einwand in der Beschwerde (S. 3, Ziff. 5), wo die ange-
sprochenen Gewaltaspekte "als falsch zurückgewiesen " bzw. bagatellisiert wer-
den. Denn zum einen wurde im Kurzbericht der Fachstelle für ambulante Psych-
iatrie und Psychotherapie (S.________) vom 15. Juli 2021 glaubhaft auf 
einen Schutzbedarf wegen physischer und psychischer Gewalt im häuslichen 
Rahmen hingewiesen (vgl. Vi-act. 145; siehe auch Vi-act. 105 Ziff. 5). Zum an-
dern spricht auch der Umstand, wonach die Kantonspolizei einbezogen wurde 
(vgl. Vi-act. 147), gegen die Argumentation in der Beschwerde, wonach keine 
Gewaltaspekte involviert seien.

4.4 Nicht ersichtlich ist sodann, weshalb der von den Eltern des Beschwerde-
führers beauftragte Finanzberater (vgl. Vi-act. 189) für die Ausübung der vorlie-
gend erforderlichen erwachsenenschutzrechtlichen Massnahme geeignet sein 
sollte, zumal die Interessen der Eltern (und namentlich des Vaters des Be-
schwerdeführers) nicht tel quel mit denjenigen des Beschwerdeführers überein-
stimmen, wie oben dargelegt wurde. Sodann hat dieser Finanzberater nach der 
Aktenlage nicht nachvollziehbar dargelegt, welche Erfahrungen er mit der Be-
treuung von kognitiv beeinträchtigten Personen habe. 

Auch sprechen die aktenkundigen Handlungen des Finanzberaters, welcher sich 
aktiv für die Kündigung der bisherigen Arbeitsstelle einsetzte (vgl. Vi-act. 273 

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oben), ohne dass eine andere Arbeitsstelle in Aussicht war (jedenfalls ist nach 
der Aktenlage nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer eine andere Stelle 
antreten konnte bzw. sich der Finanzberater dafür massgeblich einsetzte), gegen 
die Annahme, dass sich dieser Finanzberater primär für den Beschwerdeführer 
(und nicht für die ihn beauftragenden Eltern) engagiert. Damit kommt es nach der 
konkreten Aktenlage nicht in Frage, diesen Finanzberater als Beistand für den 
Beschwerdeführer zu ernennen.

5.1 Nach konstanter Rechtsprechung bleibt die Wahl der richtigen Massnahme 
ein Ermessensentscheid (vgl. VGE III 2021 140 vom 28.10.2021 Erw. 2.6 mit 
Verweis auf VGE III 2018 152 vom 18.12.2018 Erw. 1.6, Art. 4 ZGB), der stark 
von der genauen Kenntnis des Sachverhalts abhängt. Angesichts dieses Beurtei-
lungsspielraums hält sich das angerufene Gericht bei der Überprüfung solcher 
Entscheide grundsätzlich zurück. Es greift namentlich dann ein, wenn grundlos 
von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgewichen wird, 
wenn Gesichtspunkte berücksichtigt werden, die keine Rolle hätten spielen dür-
fen, oder wenn rechtserhebliche Umstände ausser Acht gelassen werden. So-
dann drängt sich die Korrektur von Ermessensentscheiden auf, die im Ergebnis 
offensichtlich unbillig, in stossender Weise ungerecht sind (Bundesgerichtsurteil 
5A_795/2014 vom 14.4.2015 Erw. 4.2.2 mit Hinweisen, u.a. auf BGE 138 III 699 
Erw. 3.1 S. 671; VGE III 2018 204 vom 15.1.2019 Erw. 1.5 Prot. 2019, S. 006).

5.2 Im konkreten Fall vermag der vorliegend angefochtene KESB-Beschluss 
einer gerichtlichen Überprüfung standzuhalten, d.h. das Gericht hat in Anbetracht 
der jüngsten Entwicklung (wonach der erwachsene Beschwerdeführer offenbar 
auf Drängen der Eltern in die Familie zurückkehrte und die ihm angepasste Ar-
beitsstelle ohne adäquate Alternative aufgegeben hat) keinen Anlass, die von der 
Vorinstanz weitergeführte Vertretungsbeistandschaft aufzuheben. Indes wird es 
Aufgabe der neuen, von der Vorinstanz (anstelle des pensionierten Beistands) 
eingesetzten Mandatsträgerin sein, den weiteren Verlauf zu prüfen und nötigen-
falls Antrag an die Vorinstanz zur allfälligen Anpassung der laufenden erwachse-
nenschutzrechtlichen Massnahme zu stellen.

6. Aus all diesen Gründen wird die vorliegende Beschwerde im Sinne der Er-
wägungen abgewiesen. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in 
Zivilsachen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 
42 und 72ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 
173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist, kann in derselben 
Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verlet-
zung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Vertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (2/EB, für sich und die neue Mandatsträgerin)
- und an das Departement des Innern (z.K.).

Schwyz, 30. März 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 6. April 2022