# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5fd580ce-2fe7-5260-b56a-5af2a86200bd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.07.2010 B-7245/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-7245-2009_2010-07-29.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-7245/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  J u l i  2 0 1 0

Richterin Maria Amgwerd (Vorsitz), 
Richter Bernard Maitre, Richter David Aschmann, 
Gerichtsschreiberin Kathrin Bigler.

X._______, 
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Barbara K. Müller 
und Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Schramm, 
meyerlustenberger Rechtsanwälte, Forchstrasse 452, 
Postfach 1432, 8032 Zürich,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE,
Stauffacherstrasse 65, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Markeneintragungsgesuch Nr. 53180/2007 – LABSPACE.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-7245/2009

Sachverhalt:

A.
Am 21. März 2007 ersuchte die Beschwerdeführerin das Eidgenössi -
sche Institut  für  Geistiges  Eigentum (Vorinstanz)  um Eintragung  der 
Wortmarke  "LABSPACE"  (Gesuch  Nr.  53180/2007),  welche  für  ver-
schiedene Dienstleistungen der Klassen 35, 36, 37, 39 und 42 bean-
sprucht wurde.

Mit Schreiben vom 12. Juni 2007 beanstandete die Vorinstanz das an-
gemeldete Zeichen mit der Begründung, das Zeichen werde ohne Ge-
dankenaufwand im Sinne von "espace laboratoire" ("Laborraum") ver-
standen. Es werde als Beschreibung der beanspruchten Dienstleistun-
gen "services de conception architecturale" (Klasse 42) und "services 
de développement immobilier" (Klasse 37) wahrgenommen. Daher feh-
le der Marke für diese Dienstleistungen die erforderliche Unterschei-
dungskraft; zudem sei sie freihaltebedürftig.

Die  Beschwerdeführerin  präzisierte  mit  Stellungnahme  vom  14. De-
zember 2007 das Dienstleistungsverzeichnis und beantragte, die Mar-
ke LABSPACE für die Dienstleistungen gemäss dem angepassten Ver-
zeichnis einzutragen. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, 
die  Dienstleistungen  "services  de  conception  architecturale"  (Klasse 
42)  wie  auch  die  zu  präzisierenden  Dienstleistungen  "services  de 
construction, à savoir services de développement immobilier" (Klasse 
37) würden durch die Marke LABSPACE nicht beschrieben. Denn die 
Dienstleistungen hätten nicht  zum Inhalt,  dass Laborplätze oder  La-
borraum konstruiert  und entwickelt  würden. Unter LABSPACE sollten 
vielmehr  speziell  konzeptionierte  Bauten  und  Lösungen  angeboten 
werden, welche es den Abnehmerkreisen erlaubten, ihr Business ins-
gesamt unterzubringen. LABSPACE enthalte höchstens eine entfernte 
Anspielung,  dass  im  Zusammenhang  mit  baulichen  Konstruktions-
dienstleistungen  und  Gebäudeentwicklung  auch  Raum  respektive 
Platz  für  Laboratorien  geschaffen werden  sollten. Wie  die  baulichen 
Konstruktions-  und  Entwicklungsdienstleistungen  vorgenommen  wür-
den,  werde in  keiner Weise durch das hinterlegte Zeichen beschrie-
ben.

Mit Schreiben vom 9. April 2008 akzeptierte die Vorinstanz die von der 
Beschwerdeführerin  präzisierte  Dienstleistungsliste.  Im  Übrigen  hielt  
sie indessen an der teilweisen Zurückweisung des angemeldeten Zei -

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chens, nämlich nun in Bezug auf "services de gestion d'actifs immobi-
liers" (Klasse 36), "service de construction, à savoir services de déve-
loppement  immobilier;  services  de construction,  de réparation  et  de 
maintenance d'immeubles" (Klasse 37) sowie "services de conception 
architecturale; location  d'équipement  de recherche  et  de machinerie 
de laboratoire" (Klasse 42), fest. 

Am 13. Oktober 2008 teilte die Beschwerdeführerin der Vorinstanz mit, 
sie halte an ihrem Antrag, LABSPACE als Marke einzutragen, fest. Sie 
erklärte  sich  indessen  bereit,  bei  den Dienstleistungen  "services  de 
conception  architecturale;  location  d'équipement  de  recherche  et  de 
machinerie de laboratoire" (Klasse 42) die Formulierung "de laboratoi-
re" zu streichen.

In ihrem Schreiben vom 14. Januar 2009 hielt die Vorinstanz fest, die 
Dienstleistung "location d'équipement de recherche et de machinerie 
de laboratoire" (Klasse 42) könne zum Markenschutz zugelassen wer-
den. Entgegen dem Schreiben vom 9. April 2008 könne hingegen die 
Dienstleistung "services  d'ingénierie"  nicht  zum Markenschutz  zuge-
lassen  werden,  denn  davon  umfasste  Engineering-  bzw. Projektpla-
nungsdienstleistungen  könnten  Laborraum  zum  Gegenstand  haben. 
Das Zeichen LABSPACE beschreibe somit  in  Verbindung mit  diesen 
Dienstleistungen deren Art und Zweck. Im Übrigen halte sie an der im 
Schreiben vom 9. April 2008 vorgebrachten Begründung fest.

Am 16. Juli 2009 ersuchte die Beschwerdeführerin die Vorinstanz unter 
eingehender Begründung, die Marke LABSPACE für sämtliche bean-
spruchten Dienstleistungen der Klassen 35, 36, 37, 39 und 42 zuzu-
lassen.

Mit Verfügung vom 19. Oktober 2009 wies die Vorinstanz das Schwei -
zer Markeneintragungsgesuch Nr. 53180/2007 LABSPACE für die fol-
genden Dienstleistungen zurück (Ziffer 1):

Klasse 36: services de gestion d'actifs immobiliers.

Klasse 37: services de construction, à savoir services de développement im-
mobilier; services de construction, de réparation et de maintenance d'immeu-
bles.

Klasse 42: services de conception architecturale; services d'ingénierie.

Für  folgende  Dienstleistungen  hiess  die  Vorinstanz  das  Schweizer 
Markeneintragungsgesuch Nr. 53180/2007 LABSPACE gut (Ziffer 2):

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Klasse 35: Services d'administration d'affaires; services de conseils en ma-
tière d'affaires; services d'un incubateur d'affaires, à savoir services de mar-
keting d'affaires, de gestion d'affaires et de développement d'affaires sous for-
me de soutien aux sociétés en démarrage (start-ups) pour les affaires d'au -
trui; location de machines, de machineries et d'équipements pour le bureau.

Klasse 36: Services financiers, à savoir consultation financière, analyse finan-
cière,  planification  financière,  gestion  financière,  services  de  financement, 
fourniture de capitaux propres et d'emprunt ainsi que financement d'actifs cor -
porels et incorporels, et gestion de portefeuilles financiers; services d'un incu-
bateur d'affaires, à savoir mise à disposition de financement propre et d'em-
prunt aux sociétés en démarrage (start-ups) et aux jeunes sociétés; crédit-bail  
de  machines,  de  machineries  et  d'équipements  pour  le  bureau;  crédit-bail  
d'ordinateurs et d'équipement de recherche et de machinerie de laboratoire.

Klasse 37: Services de construction de systèmes électriques, de systèmes de 
chauffage et de climatisation et de plomberie relatifs aux immeubles.

Klasse 39: Location d'entrepôts.

Klasse 42: Location d'ordinateurs et location d'équipement de recherche et de 
machinerie de laboratoire.

B.
Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am 19. Novem-
ber 2009 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, 
Ziffer 1 der angefochtenen Verfügung sei aufzuheben und es sei der 
Markenanmeldung CH 53180/2007 – LABSPACE für alle beanspruch-
ten Dienstleistungen der Klasse 36, 37 und 42 vollumfänglich Schutz 
zu gewähren. Zur Begründung führt sie im Wesentlichen aus, der Sinn 
der  Wortzusammensetzung  LABSPACE  sei  für  das  Schweizerische 
Publikum nicht  eindeutig  und  unmittelbar  erkennbar. LABSPACE sei 
auch  kein  allgemein  verwendeter  Begriff.  Selbst  wenn  das  Zeichen 
vom Schweizer Durchschnittsabnehmer auf Anhieb und ohne weiteren 
Gedankenaufwand im Sinne von "Laborraum" wahrgenommen werden 
könnte, sei nicht ersichtlich, wie die Marke im Zusammenhang mit den 
zurückgewiesenen Dienstleistungen beschreibend sein solle. Schliess-
lich weist die Beschwerdeführerin darauf hin, dass die Parallelanmel-
dung  LABSPACE  vom  24. September  2008  für  diverse  Dienstleis-
tungen  der  Klassen  35,  38  und  42  eingetragen  worden  sei  (CH 
585'825);  zudem sei  die  Marke  LABSPACE in  den  USA  problemlos 
zum Markenschutz zugelassen worden.

C.
Mit Stellungnahme vom 28. Januar 2010 beantragt die Vorinstanz, die 
Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen. Zur Begründung verweist 
sie insbesondere auf die angefochtene Verfügung. Ergänzend hält sie 
fest,  die  beanspruchten  Dienstleistungen  richteten  sich  sowohl  an 

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Durchschnittsabnehmer  wie  auch  an  Unternehmen.  Beide  Verkehrs-
kreise würden dem Zeichen LABSPACE in Verbindung mit den zurück-
gewiesenen  Dienstleistungen  den  Sinn  "Laborraum"  beimessen. Bei 
den strittigen Dienstleistungen der Klassen 36, 37 und 42 handle es 
sich um weite Formulierungen, die alle Arten von Immobilien-, Archi-
tektur-  und  Ingenieurdienstleistungen  umfassten.  Unter  die  bean-
spruchten  Dienstleistungen  fielen  auch  Dienstleistungen  betreffend 
Laborräume, für  welche LABSPACE beschreibend sei. Entsprechend 
müsse das Zeichen LABSPACE für  die weit  gefassten Dienstleistun-
gen zurückgewiesen werden. Aus der Voreintragung CH 585'825 lasse 
sich  kein  Anspruch  auf  Eintragung  des  streitgegenständlichen  Ge-
suchs ableiten, da zwei nicht vergleichbare Sachverhalte vorlägen, aus 
welchen kein Anspruch unter dem Titel der Gleichbehandlung geltend 
gemacht werden könnten.

D.
Die  Beschwerdeführerin  hat  stillschweigend  auf  die  Durchführung 
einer öffentlichen Verhandlung verzichtet.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht  ist  zur  Beurteilung von Beschwerden 
gegen  Eintragungsverfügungen  der  Vorinstanz  in  Markensachen  zu-
ständig  (Art.  31,  32 und 33 Bst. d  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

Die  Beschwerdeführerin  ist  als  Adressatin  der  angefochtenen  Verfü-
gung durch diese beschwert und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
ihrer Aufhebung oder Änderung. Sie ist daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert  (Art. 48  Abs. 1 des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]). Eingabe-
frist und -form sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG), der 
Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und 
die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG).

Auf die Verwaltungsbeschwerde ist daher einzutreten.

2.
Nach Art. 2 Bst. a des Bundesgesetzes vom 28. August 1992 über den 
Schutz  von  Marken  und  Herkunftsangaben  (Markenschutzgesetz, 
MSchG, SR 232.11) sind Zeichen, die zum Gemeingut gehören, vom 

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Markenschutz  ausgeschlossen,  sofern  sie  sich  nicht  im  Verkehr  als 
Marke  für  bestimmte  Waren  oder  Dienstleistungen  durchgesetzt  ha-
ben.

Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung bestimmt sich die Frage, ob 
ein  Zeichen  infolge  Fehlens  jeglicher  Kennzeichnungs-  und  Unter-
scheidungskraft zum Gemeingut gehört, vorwiegend nach dem Kriteri -
um des  beschreibenden  Charakters  des  Zeichens. Nicht  kennzeich-
nungskräftig  sind  demnach  insbesondere  Sachbezeichnungen  und 
Hinweise  auf  Eigenschaften  wie  beispielsweise  die  Beschaffenheit, 
Bestimmung oder  Wirkung  der  Waren  oder  Dienstleistungen,  sofern 
solche  Hinweise  vom  angesprochenen  Publikum  ohne  besondere 
Denkarbeit  und  ohne  Fantasieaufwand  verstanden  werden  und  sich 
nicht in blossen Anspielungen erschöpfen (BGE 135 III 359 E. 2.5.5 – 
akustische Marke, mit Verweis auf BGE 131 III 495 E. 5 – Felsenkeller,  
BGE 129 III 514 E. 4.1 – Lego, und BGE 128 III 454 E. 2.1 – Yukon). 
Als Gemeingut schutzunfähig sind auch Zeichen, die sich in allgemei -
nen Qualitätshinweisen oder reklamehaften Anpreisungen erschöpfen 
(Urteil des Bundesgerichts 4A.161/2007 vom 18. Juli 2007 E. 4.3 – we 
make ideas work, mit  Verweis auf BGE 129 III  225 E. 5.1 – Master-
piece I).

Ausdrücke der englischen Sprache sind zu berücksichtigen, sofern sie 
einem nicht unbedeutenden Teil der Bevölkerung unseres Landes be-
kannt sind (BGE 129 III  225 E. 5.1 – Masterpiece I,  mit Verweis auf  
BGE 108 II 487 E. 3 – Vantage).

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind im Bereich der Zei-
chen des Gemeingutes Grenzfälle einzutragen und die endgültige Ent-
scheidung dem Zivilrichter  zu überlassen (BGE 130 III  328 E. 3.2 – 
Swatch-Uhrband, BGE 129 III 225 E. 5.3 – Masterpiece I).

3.
Die Vorinstanz wies das Markeneintragungsgesuch Nr. 53180/2007 für 
folgende Dienstleistungen zurück:

Klasse 36: services de gestion d'actifs immobiliers.

Klasse 37: services de construction, à savoir services de développement im-
mobilier; services de construction, de réparation et de maintenance d'immeu-
bles.

Klasse 42: services de conception architecturale; services d'ingénierie.

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Soweit strittig, sind somit nebst Engineering- und Bauplanungsdienst -
leistungen (Klasse 42) Dienstleistungen im Bereich Immobilien bean-
sprucht, nämlich Immobilienvermögensverwaltung (Klasse 36) und di -
verse Baudienstleistungen der Klasse 37 (Liegenschaftenentwicklung; 
Bau, Reparatur- und Unterhalt von Immobilien).

Solche Dienstleistungen richten sich entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführerin nicht nur an Durchschnittskonsumenten. Mit der Vor-
instanz ist dafür zu halten, dass auch Fachkreise angesprochen sind, 
nämlich  Personen mit  Fachkenntnissen  der  Raumgestaltung,  die  die 
Räume in der Regel nicht selbst nutzen, sondern sie mit Hilfe der unter 
der  strittigen  Marke  angebotenen  Dienstleistungen  dritten  Personen 
gegen Entgelt zur Verfügung stellen. 

Soweit  die  konkrete  Unterscheidungskraft  des  hinterlegten  Zeichens 
geprüft wird, ist bei der Beurteilung der Schutzfähigkeit auf die Sicht -
weise  dieser  Verkehrskreise  abzustellen  (CHRISTOPH WILLI,  Marken-
schutzgesetz,  Kommentar  zum  schweizerischen  Markenrecht  unter 
Berücksichtigung des europäischen und internationalen Markenrechts, 
Zürich 2002, Art. 2, N. 41). Für die Beurteilung eines allfälligen Frei-
haltebedürfnisses ist demgegenüber die Sichtweise von Unternehmen, 
welche gleiche oder ähnliche Dienstleistungen anbieten, massgebend 
(WILLI, a.a.O., Art. 2, N. 44).

4.
Beim  angemeldeten  Zeichen  LABSPACE  handelt  es  sich  um  eine 
Wortneuschöpfung.  Auch  neue,  bisher  ungebräuchliche  Ausdrücke 
können beschreibend sein, wenn sie nach dem Sprachgebrauch oder 
den Regeln der Sprachbildung von den beteiligten Verkehrskreisen als 
Aussage über bestimmte Eigenschaften der Ware oder Dienstleistung 
aufgefasst werden (Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] B-
990/2009 vom 27. August 2009 E. 4.2.1 – Biotech Accelerator, mit Ver-
weis u.a. auf die Urteile des Bundesgerichts [BGer] 4A_265/2007 vom 
26. September  2007 E. 2.1  –  American  Beauty, und 4A.5/2003 vom 
22. Dezember 2003 E. 3.1 – Discovery Travel & Adventure Channel). 
Es genügt, wenn das Wort heute zwar noch nicht allgemein gebraucht 
wird, dessen Sinn aber für die Kreise, an die es sich richtet, auf der 
Hand  liegt  (LUCAS DAVID,  Kommentar  zum  Markenschutzgesetz,  in: 
Heinrich Honsell /  Nedim Peter Vogt /  Lucas David, Kommentar zum 
schweizerischen Privatrecht,  Markenschutzgesetz  /  Muster-  und Mo-
dellgesetz, Basel 1999, Art. 2, N. 9).

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Das erste Zeichenelement LAB existiert  sowohl in der deutschen als 
auch in der englischen Sprache. Im Deutschen wird damit ein Enzym, 
das bei der Herstellung von Käse verwendet wird, bezeichnet (DUDEN, 
Deutsches Universalwörterbuch,  Mannheim /  Leipzig  /  Wien /  Zürich 
2007, S. 1038). In der englischen Umgangssprache ist  es eine Kurz-
form für "laboratory" und bedeutet auf Deutsch "Labor" (LANGENSCHEIDT 
e-Handwörterbuch  Englisch-Deutsch  5.0),  auf  Französisch  "la-
boratoire"  (Le  Robert  &  Collins,  Paris  1998,  S.  1479).  Wie  die  Be-
schwerdeführerin  zudem aufgezeigt  hat,  kann  LAB  auch  als  Abkür-
zung für  eine Vielzahl  von sehr  unterschiedlichen Bedeutungen ste-
hen, wie "Label" oder "lastabhängige Bremse" (Beschwerdeschrift, Ziff. 
24), aber auch "Labour Party", "Labrador" oder "Leage of American Bi -
cyclists"  (vgl.  www.acronymfinder.com).  Das  zweite  Zeichenelement 
SPACE stammt aus dem Englischen und wird auf Deutsch mit "Raum, 
Platz,  (Welt)Raum,  Zwischenraum,  Zeitraum"  (LANGENSCHEIDT e-Hand-
wörterbuch Englisch-Deutsch 5.0), auf Französisch mit "espace, place" 
(Le Robert & Collins, a.a.O., S. 1863) übersetzt. 

4.1 Die Beschwerdeführerin  macht  geltend,  um von dem Wort  LAB-
SPACE auf die von der Vorinstanz konstruierte Wortbedeutung "Labor-
raum" zu schliessen, sei zunächst das Zerlegen des einheitlichen Wor-
tes LABSPACE in die zwei Bestandteile LAB und SPACE, und danach 
eine Auslegung dieser nicht gebräuchlichen respektive mehrdeutigen 
Wortbestandteile  erforderlich. Dass  dafür  zumindest  ein,  wenn  nicht 
sogar zwei erhebliche Gedankenschritte erforderlich seien, sei  offen-
sichtlich.

4.1.1 Soweit sich ein Zeichen ohne Weiteres in zwei (oder mehr) ver-
ständliche Wortteile zerlegen lässt, stellt  die Zerlegung an sich noch 
keinen  speziellen  Gedankenaufwand dar,  der  der  Qualifizierung des 
Zeichens als direkt beschreibend entgegen stehen würde (Urteil  des 
BVGer B-4053/2009 vom 11. November 2009 E. 4.1 – easyweiss).

Es ist nicht ersichtlich und es wird von der Beschwerdeführerin auch 
nicht vorgebracht, dass sich das strittige Zeichen anders als in die Be-
standteile LAB und SPACE zerlegen lässt. Daher wird es von den an-
gesprochenen  Verkehrskreisen  als  zusammengesetzter  Begriff  und 
nicht als Einheit respektive Phantasiezeichen verstanden werden (vgl. 
Urteil des BVGer B-7395/2006 vom 16. Juli 2007 E. 6 – Projob).

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4.1.2 Angesichts  der  Mehrdeutigkeit  des  Wortbestandteils  LAB  und 
weil der Begriff "space" auch mit "Weltraum" assoziiert werden kann, 
fragt sich, ob das angemeldete Zeichen LABSPACE mehrdeutig ist.

Gemäss konstanter Praxis kann die Mehrdeutigkeit eines Zeichens zur 
Schutzfähigkeit führen, wenn nicht auszumachen ist, welche von meh-
reren Bedeutungen dominiert,  und dies zu einer Unbestimmtheit  des 
Aussagegehalts  des  Zeichens  führt  (Urteile  des  BVGer  B-958/2007 
vom 9. Juni 2008 E. 4.5 – Post, und B-4053/2009 vom 11. November 
2009 E. 4.2 – easyweiss). Anders ist dagegen zu entscheiden, wenn 
ein  beschreibender  Sinngehalt  im  Zusammenhang  mit  den  bean-
spruchten Waren und Dienstleistungen vorherrschend ist; in einem sol-
chen Fall kann die Möglichkeit weiterer, weniger nahe liegender Deu-
tungen  den  Gemeingutcharakter  nicht  aufheben  (Urteile  des  BGer 
4A_370/2008 vom 1. Dezember 2008 E. 4.3 – Post, und 4A_492/2007 
vom 14. Februar  2008 E. 3.4 –  Gipfeltreffen). Schliesslich  erfüllt  ein 
Zeichen den Ausschlussgrund des Gemeinguts, wenn mehrere mögli-
che Sinnvarianten des Zeichens letztlich auf dieselbe beschreibende 
Bedeutung hinauslaufen (Urteile des BVGer B-958/2007 vom 9. Juni 
2008 E. 4.5 – Post, und B-4053/2009 vom 11. November 2009 E. 4.2 – 
easyweiss).

Da das strittige Zeichen weder für Waren und/oder Dienstleistungen im 
Bereich der Käseproduktion,  noch für  Waren und/oder Dienstleistun-
gen im Bereich Raumfahrt,  sondern für Dienstleistungen im Immobi-
lien-, Bau- und Engineeringbereich beansprucht wird, ist ausgeschlos-
sen, dass das Zeichen mit einem Enzym, das bei der Herstellung von 
Käse verwendet wird,  oder mit  "Weltraum" assoziiert  wird. Im vorlie-
genden Zusammenhang drängt sich im Weiteren auch keine bestimm-
te  Abkürzung  für  "Lab"  (abgesehen  von  der  Abkürzung  für  "Labor") 
auf. In Verbindung mit den beanspruchten Dienstleistungen kann das 
hinterlegte  Zeichen  somit  primär  im  Sinne  von  "Laborraum"  oder 
"Laborplatz"  übersetzt  werden,  weswegen  es  nicht  als  mehrdeutig 
qualifiziert werden kann. 

4.2 Fraglich ist indessen, ob der Begriff "labspace" im Sinne von "La -
borraum" üblicherweise verwendet wird, wie die Vorinstanz unter Hin-
weis auf eine Google-Suche geltend macht. 

Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass LABSPACE ein allgemein ver-
wendeter Begriff ist. Die Suchergebnisse der Vorinstanz zeigten, dass 

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LABSPACE als Marke und nicht zum Beschreiben des Wortes "Labor-
raum" benutzt werde.

Allerdings wird der englischsprachige Begriff "lab space" (mit Abstand 
zwischen  beiden  Wörtern)  auf  englischsprachigen  Websites  von 
schweizerischen Gründerzentren, Universitäten und anderen Institutio-
nen im Bereich der Naturwissenschaften und Medizin verwendet, um 
auf  zur  Verfügung  stehende  Laborräume  hinzuweisen  (vgl.  etwa 
www.biopole.ch,  www.fongit.ch,  www.irb.ch,  www.balgrist.ch).  In  die-
sem Zusammenhang kann der  Begriff  "lab  space" als  zumindest  oft 
verwendet bezeichnet werden.

Die durch die primär angesprochenen Immobilienfachleute ausgeübte 
gewerbliche Tätigkeit (vgl. E. 3) hat Fachwissen zur Folge respektive 
zur  Voraussetzung,  welches  auch  einschlägige  Englischkenntnisse 
umfasst.  Es ist  daher davon auszugehen, dass sie im Immobilienbe-
reich  gängige  englischsprachige  Begriffe  wie  "office  space"  (Büro-
räumlichkeit) und "commercial space" (Geschäftsräumlichkeit) kennen, 
da  sie  auch  in  der  Schweiz  von  Immobilienfirmen  (vgl.  www.alfred-
mueller.ch, www.swissre.com) und sogar von staatlichen Stellen (vgl. 
www.cagi.ch, www.awa.bs.ch) gebraucht werden. Möglicherweise ken-
nen sie auch den Begriff "Multi-Space-Arbeitsplatz" (vgl. www.bürosze-
ne.ch). Sodann wird ihnen auch die Kurzform "Lab" ein Begriff sein, da 
sie nicht nur in der englischen Umgangssprache, sondern bereits von 
zahlreichen Schweizer Labors in unterschiedlichen Fachbereichen ver-
wendet  wird  (vgl.  www.borer.ch  [Borer  Lab],  www.reactolab.ch, 
www.haslab.ch,  www.gemmlab.ch,  www.relab.ethz.ch,  Bactlab  AG). 
Die angesprochenen Verkehrskreise dürften daher das Wort "lab spa-
ce" in Verbindung mit den hier noch diskutierten Dienstleistungen ohne 
speziellen  Gedankenaufwand  im  Sinne  von  "Laborraum"  verstehen. 
Verstehen sie ohne Weiteres den Begriff  "lab space", ist  für sie kein 
weiterer  Gedankenschritt  nötig,  um  auch  das  angemeldete  Zeichen 
LABSPACE zu verstehen, selbst ohne Abstand zwischen den Wörtern 
"lab" und "space", da "lab space" in einem Zug wie LABSPACE ausge-
sprochen wird und der Abstand den Sinn des Begriffes nicht verändert.

4.3 Die Beschwerdeführerin wendet weiter ein, selbst wenn das Zei-
chen auf Anhieb und ohne weiteren Gedankenaufwand im Sinne von 
"Laborraum" wahrgenommen werden könnte, sei nicht ersichtlich, wie 
die Marke im Zusammenhang mit  den zurückgewiesenen Dienstleis-
tungen beschreibend sein solle, da das Zeichen wenn überhaupt auf 

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eine  Lokalität,  nicht  aber  auf  eine  Dienstleistung  hinweise.  Selbst 
wenn man davon ausgehe, dass sich die Immobilien-, Architektur- und 
Ingenieurdienstleistungen auch auf Immobilien beziehen könnten, die 
möglicherweise  Laboratorien  oder  Labortechnik  beinhalteten,  führe 
dies wegen des fehlenden direkten Sinngehalts der Marke nicht dazu, 
dass  die  Marke  LABSPACE  direkt  beschreibend  werde  für  diese 
Dienstleistungen. Ausserdem handle  es  sich  bei  den  beanspruchten 
Dienstleistungen um solche allgemeiner Natur ohne spezifischen Be-
zug zu Laborimmobilien. Solch allgemeine Immobiliendienstleistungen 
könnten Objekte mit Laboratorien umfassen, jedoch enthielten Büro-, 
Wohn- und selbst Fabrikgebäude üblicherweise gerade keine Labors.

Wie bereits festgehalten, werden – soweit strittig – nebst Engineering- 
und Bauplanungsdienstleistungen (Klasse 42) Dienstleistungen im Be-
reich  Immobilien  beansprucht,  nämlich  Immobilienvermögensverwal-
tung (Klasse 36) und diverse Baudienstleistungen der Klasse 37 (Lie-
genschaftenentwicklung; Bau, Reparatur- und Unterhalt von Immobili-
en). Es handelt sich um weit gefasste Dienstleistungen, welche alle Ar-
ten von Immobilien und Räumlichkeiten,  unter anderem Laborräume, 
zum  Gegenstand  haben  und  insofern  als  Oberbegriffe  qualifiziert 
werden können. Hinsichtlich Laborräumen sind die hier noch strittigen 
Dienstleistungen  beschreibend,  da  sie  einen  Hinweis  geben  auf  die 
Immobiliensparte,  in  welchem  das  Unternehmen,  welche  solche 
Dienstleistungen  anbietet,  tätig  ist.  Ist  das  Zeichen  für  die 
obgenannten  Dienstleistungen  im  Bereich  "Laborräume"  unzulässig, 
muss  es  indessen  nach  ständiger  Rechtsprechung  auch  für  die 
entsprechenden Oberbegriffe zurückgewiesen werden (vgl. Urteil  des 
BVGer  B-7272/2008  vom 11. Dezember  2009  E. 5.3.5  –  Snowsport 
[fig.], mit Verweisen).

4.4 Damit ist erstellt, dass die angemeldete Marke LABSPACE für die 
vorliegend noch strittigen Dienstleistungen beschreibend ist.

4.5 Das Zeichen LABSPACE ist zudem freihaltebedürftig. Im Interesse 
eines  funktionierenden  Wettbewerbs  müssen  Zeichen  vom  Marken-
schutz  ausgeschlossen  werden,  die  für  den  Wirtschaftsverkehr  we-
sentlich oder gar unentbehrlich sind. Ein einzelner Gewerbetreibender 
soll  nicht  ein  Zeichen  monopolisieren dürfen,  das  auf  Grund  seines 
Sinngehalts für andere Gewerbetreibende von Bedeutung ist  oder in 
Zukunft  noch  werden  könnte  (WILLI,  a.a.O.,  Art.  2,  N.  42;  EUGEN 
MARBACH,  Markenrecht,  in:  Roland  von  Büren  /  Lucas  David  [Hrsg.], 

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Schweizerisches  Immaterialgüter-  und  Wettbewerbsrecht,  Bd.  III/1, 
Basel 2009, N. 248 und 257 ff.). Dies gilt insbesondere für Ausdrücke 
des  allgemeinen  Sprachgebrauchs,  allgemeine  Qualitätshinweise 
sowie  reklamehafte  Anpreisungen.  Das  strittige  Zeichen  wird 
insbesondere  im  Zusammenhang  mit  den  beanspruchten  Bau-  und 
Immobiliendienstleistungen als beschreibende Angabe verwendet. Es 
besteht  ein  überwiegendes  Interesse  der  übrigen  aktuellen  und 
potenziellen  Konkurrenten,  diese  Kennzeichnung  für  den 
Wirtschaftsverkehr freizuhalten. Eine Ausnahme käme nur in Betracht, 
wenn das Zeichen sich für die beanspruchten Dienstleistungen bereits 
als Marke durchgesetzt hätte (vgl. Urteile des BVGer B-600/2007 vom 
21. Juli 2007 E. 2.4 – Volume up, und B-3394/2007 vom 29. September 
2008 E. 5.9 – Salesforce.com, mit Verweisen). Dafür bestehen jedoch 
weder  Anhaltspunkte,  noch  macht  die  Beschwerdeführerin  einen 
solchen Anspruch geltend.

5.
Die Beschwerdeführerin weist im Weiteren auf ihre Schweizer Marke 
Nr. 585'825 LABSPACE hin, welche am 23. April 2009 für verschiede-
ne Dienstleistungen der Klasse 35, 38 und 42 ins Markenregister ein -
getragen worden ist. 

5.1 Nachdem feststeht, dass die Vorinstanz das Zeichen LABSPACE 
bundesrechtskonform dem Gemeingut  zugeordnet  hat,  kann  mit  der 
Rüge,  das  Gleichbehandlungsgebot  (Art.  8  BV, SR 101)  sei  verletzt 
worden, nur noch die Gleichbehandlung im Unrecht  verlangt  werden 
(Urteile  des  BGer  4A_455/2008  vom  1. Dezember  2008  E. 6  – 
AdRank, und 4A.5/2004 vom 25. November 2004 E. 4.3 – Firemaster). 

Da  die  Beschwerdeführerin  gegenüber  sich  selbst  keinen  Anspruch 
auf  Gleichbehandlung im Unrecht  geltend machen kann (Urteile des 
BGer 4A.5/2003 vom 22. Dezember 2003 E. 4 – Discovery Travel & Ad-
venture Channel, und 4A.13/1995 vom 20. August 1996 E. 5c – Elle, 
publiziert  in  sic!  1997 S. 159),  sich aber  auf  eine eigene Marke be-
zieht, schlägt ihre Berufung auf den Gleichbehandlungsgrundsatz von 
vornherein fehl. Ohnehin wären die Sachverhalte nicht vergleichbar, da 
es sich bei den von der Schweizer Marke Nr. 585'825 LABSPACE be-
anspruchten Dienstleistungen der Klassen 35,  38 und 42 um solche 
handelt, welche keinen Bezug zu Immobilien oder Architektur aufwei -
sen, wie die Vorinstanz zu Recht vorbringt.

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5.2 Mit  dem  Verweis  auf  die  Eintragung  ihrer  Schweizer  Marke 
Nr. 585'825  LABSPACE  beruft  sich  die  Beschwerdeführerin  sinnge-
mäss auch auf den in Art. 9 BV verankerten Grundsatz von Treu und 
Glauben (zu den Voraussetzungen vgl. u.a. BGE 131 V 472 E. 5, mit 
weiteren Verweisen, und ULRICH HÄFELIN / GEORG MÜLLER / FELIX UHLMANN, 
Allgemeines Verwaltungsrecht,  5. A.,  Zürich  /  Basel  /  Genf 2006,  N. 
622 ff.).

Selbst wenn sich die genannte Voreintragung als fehlerhaft herausstel -
len würde,  was die Vorinstanz indessen implizit  bestreitet,  würde es 
sich lediglich um einen fehlerhaften Einzelfall  handeln, wodurch kein 
berechtigtes  Vertrauen  geschaffen  wird  (Urteile  des  BVGer  B-990/ 
2009 vom 27. August 2009 E. 8.2 – Biotech Accelerator, und B-1611/ 
2007  vom 7.  Oktober  2008  E.  7.2  –  Laura  Biagiotti  Aqua  di  Roma 
[fig.]).

Auch die sinngemässe Rüge, der Grundsatz von Treu und Glauben sei 
verletzt worden, stösst somit ins Leere.

6.
Schliesslich erklärt die Beschwerdeführerin, die Marke LABSPACE sei 
in den USA problemlos zum Markenschutz zugelassen worden.

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kommt ausländischen 
Entscheidungen bei  der  Beurteilung des beschreibenden Charakters 
grundsätzlich keine präjudizierende Wirkung zu. Es ist  entgegen der 
Ansicht der Beschwerdeführerin auch kein Grenzfall zu beurteilen, der 
eine  Berücksichtigung  einer  ausländischen  Praxis  unter  Umständen 
rechtfertigen könnte (Urteil des BVGer B-653/2009 vom 14. April 2009 
E. 6.1 – Express Advantage, mit  Verweis u.a. auf die bundesgericht-
liche Rechtsprechung). Bei dem von der Beschwerdeführerin zum Ver-
gleich angerufenen identischen Zeichen, welches in den USA eingetra-
gen worden ist, handelt es sich um eine Eintragung, die in einem Staat 
erfolgte, für den Englisch – im Gegensatz zur Schweiz – als Amtsspra -
che gilt und in denen die massgebenden Verkehrskreise deshalb über 
eine grössere Sprachkompetenz verfügen und so allenfalls auch Mehr-
deutigkeiten herauszuhören vermögen, die Markenfähigkeit indizieren 
könnten (vgl. Urteil  des BGer 4A.5/2004 vom 25. November 2004 E. 
4.3 – Firemaster; Urteil des BVGer B-653/2009 vom 14. April 2009 E. 
6.1 – Express Advantage).

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Die Beschwerdeführerin kann daher aus der Eintragung des Zeichens 
LABSPACE im Ausland nichts zu ihren Gunsten ableiten.

7.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das von der Beschwerdefüh-
rerin hinterlegte Zeichen LABSPACE (Gesuch Nr. 53180/2007) in Be-
zug auf "services de gestion d'actifs immobiliers" (Klasse 36), "service 
de construction, à savoir services de développement immobilier; ser-
vices de construction, de réparation et de maintenance d'immeubles" 
(Klasse  37)  sowie  "services  de  conception  architecturale;  services 
d'ingénierie" (Klasse 42) Gemeingut im Sinne von Art. 2 Bst. a MSchG 
darstellt.

Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzu-
weisen.

8.
Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem 
geleisteten  Kostenvorschuss  zu  verrechnen.  Die  Gerichtsgebühren 
sind nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozess-
führung und finanzieller  Lage der  Parteien festzulegen (Art. 63 Abs. 
4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]). Bei Markeneintragungen geht es um Vermö-
gensinteressen.  Die  Gerichtsgebühr  bemisst  sich  folglich  nach  dem 
Streitwert (Art. 4 VGKE). Die Schätzung des Streitwertes hat sich nach 
Lehre  und  Rechtsprechung  an  Erfahrungswerten  aus  der  Praxis  zu 
orientieren, wobei bei eher unbedeutenden Zeichen grundsätzlich ein 
Streitwert zwischen Fr. 50'000.– und Fr. 100'000.– angenommen wer-
den darf (BGE 133 III 490 E. 3.3 – Turbinenfuss). Von diesem Erfah-
rungswert  ist  auch im vorliegenden  Verfahren  auszugehen. Es spre-
chen keine konkreten Anhaltspunkte für einen höheren oder niedrige-
ren Wert der strittigen Marke.

Eine Parteientschädigung ist  der  unterliegenden Beschwerdeführerin 
nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.– werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 2'500.– verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref.-Nr. Nr. 53180/2007 LABSPACE; Gerichtsurkun-

de)
- das  Eidgenössische  Justiz-  und  Polizeidepartement  EJPD  (Ge-

richtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Maria Amgwerd Kathrin Bigler

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen geführt 
werden (Art. 72 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amts-
sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-
gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch-
tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 3. August 2010

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