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**Case Identifier:** e8a973d3-3628-5aa7-901f-d0a9c8fd3260
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.12.2025 AVI 2025/31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_AVI-2025-31_2025-12-04.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: AVI 2025/31

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: AVI - Arbeitslosenversicherung

Publikationsdatum: 12.01.2026

Entscheiddatum: 04.12.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 04.12.2025
Art. 31 Abs. 3 lit. b und c AVIG Ehemals im Einzelunternehmen des 
Ehegatten „unentgeltlich“ mitarbeitende Ehegattin ist in analoger 
Anwendung von Art. 31 Abs. 3 lit. b und c AVIG bei nach wie vor bestehender 
Weiterführung des Einzelunternehmens vom Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung ausgeschlossen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Dezember 2025, AVI 
2025/31).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/7 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung I 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 4. Dezember 2025 

Besetzung  Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt 
Lehmann und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt  

   

Geschäftsnr.   AVI 2025/31 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführerin,  

 
 

  gegen 

  K a n t o n a l e  A r b e i t s l o s e n k a s s e ,  Geltenwilen-
strasse 16/18, 9001 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Arbeitslosenentschädigung 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

AVI 2025/31 
 

 

2/7 

Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 3. März 2025 im Job-Room des Portals der 
Arbeitslosenversicherung zur Arbeitsvermittlung an und stellte bei der Kantonalen Arbeitslosenkasse 

(nachfolgend: ALK) Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab demselben Tag. Sie gab an, eine 

Vollzeitstelle zu suchen und zuletzt bis 30. Juni 2024 für die B.___ AG tätig gewesen zu sein (act. 

G4.1/147 und 107 ff.). Im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung erklärte sie zusätzlich, ab 1. Juli 2024 

bis 28. Februar 2025 ihrem Ehemann, C.___, Inhaber des Einzelunternehmens D.___, geholfen zu 
haben (act. G4.1/108; vgl. auch act. G4.1/133). 

A.b Mit Verfügung vom 10. April 2025 lehnte die ALK den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 
dem 3. März 2025 wegen arbeitgeberähnlicher Stellung als mitarbeitende Ehegattin ab (act. G4.1/99 

ff.). 

A.c Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, am 
12. Mai 2025 Einsprache und liess die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Gutheissung 

ihres Anspruchs ab 3. März 2025 beantragen. Sie liess darauf hinweisen, dass sie die zwölfmonatige 

Beitragszeit auch ohne das Anstellungsverhältnis im Betrieb ihres Ehemannes erfüllt habe. Deshalb 

habe sie gemäss AVIG-Praxis ALE des Staatssekretariats für Wirtschaft trotz der nach wie vor 

bestehenden arbeitgeberähnlichen Stellung ihres Ehemannes Anspruch auf Arbeitslosentaggelder (act. 

G4.1/87 f.). 

A.d Am 31. Juli 2025 wies die ALK die Einsprache der Versicherten ab. Dies begründete sie im 
Wesentlichen damit, dass sich in der Rechtsprechung kein Hinweis darauf finde, dass bei 

fortbestehendem Missbrauchspotenzial und einer Beitragszeit von 12 Monaten ausserhalb des 
ehemaligen Betriebs ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bestehen sollte (act. G4.1/68 ff.). 

B.  

B.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde der Versicherten 
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) vom 1. September 2025 (Datum Postaufgabe) mit dem Antrag auf 

dessen Aufhebung und auf Zusprache von Arbeitslosentaggeldern ab 3. März 2025. Sie erklärt, ihren 

Ehemann vom 1. Juli 2024 bis Ende Februar 2025 ausschliesslich familiär und ohne Entgelt unterstützt 

zu haben. Sie habe keine Unterschriftsberechtigung und keine Entscheidbefugnis gehabt. Es habe 

weder ein Arbeitsvertrag noch eine vertraglich geregelte Arbeitszeit bestanden. Ihre Tätigkeit sei 

ausschliesslich unentgeltliche familiäre Mithilfe gewesen, ohne Entscheidbefugnis, ohne 

Vertretungsrecht und ohne Arbeitgeberfunktion. Der Ausdruck „gearbeitet“ sei lediglich im Sinne einer 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

AVI 2025/31 
 

 

3/7 

Lebenslauferklärung verwendet worden, um gegenüber zukünftigen Arbeitgebenden eine 

Beschäftigungslücke nachvollziehbar darzustellen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts 

stelle eine unentgeltliche familiäre Mithilfe ohne Entscheidungsbefugnis keine arbeitgeberähnliche 

Stellung dar (act. G1). Am 2. September 2025 reicht die Beschwerdeführerin eine Kopie des 

angefochtenen Entscheids nach (act. G2). 

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 16. September 2025 beantragt die ALK (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin) unter Verweis auf ihren Einspracheentscheid vom 31.Juli 2025 die Abweisung 

der Beschwerde. Gleichzeitig reicht sie ihre Akten ein (act. G4 und 4.1). 

B.c Die Beschwerdeführerin verzichtet am 19. September 2025 telefonisch auf Akteneinsicht mit 
Stellungnahme zu diesen (act. G6). 

Erwägungen 
1.  

1.1 Gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. c des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) haben Personen, die in 

ihrer Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines 

obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidungen des Arbeitgebers bestimmen oder 

massgeblich beeinflussen können, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten keinen Anspruch auf 

Kurzarbeitsentschädigung. Nach der Rechtsprechung ist der Ausschluss der in Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG 

genannten Personen vom Entschädigungsanspruch absolut zu verstehen. Praxisgemäss ist diese der 

Vermeidung von Missbräuchen dienende Bestimmung analog auf arbeitgeberähnliche Personen und 

deren Ehegatten anzuwenden, die Arbeitslosenentschädigung beantragen. Das Missbrauchsrisiko ist 

dasselbe, ob es nun um Arbeitslosen-, Kurzarbeits- oder Insolvenzentschädigung geht. Daher 
rechtfertigt sich keine unterschiedliche Behandlung arbeitgeberähnlicher Personen in Bezug auf diese 

drei Leistungsarten (BGE 145 V 200 E. 4.1; 142 V 263 E. 4.1; 123 V 234 E. 7b/bb, je mit Hinweisen).  

1.2 Gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. b AVIG hat auch der mitarbeitende Ehegatte des Arbeitgebers keinen 
Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Laut ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts haben 

neben Personen mit arbeitgeberähnlicher Stellung auch deren im Betrieb mitarbeitende Ehegatten 

keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (vgl. z.B. BGE 145 V 203 E. 4.1 sowie AVIG-Praxis 

ALE, Rz. B21). Diese Rechtsprechung gilt analog für den in einer Einzelfirma mitarbeitenden Ehegatten 

des Arbeitgebers gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. b AVIG (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Dezember 2003, 

C 61/00, E. 1.1 mit Hinweis; vgl. auch AVIG-Praxis ALE, Rz. B34). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/7 

1.3 Die Rechtsprechung des Bundesgerichts will nicht nur dem ausgewiesenen Missbrauch an sich 
begegnen, sondern bereits dem Risiko eines solchen, das der Ausrichtung von 

Arbeitslosenentschädigung an arbeitgeberähnliche Personen inhärent ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 26. Oktober 2016, 8C_529/2016, E. 5.2). Eine Missbrauchsgefahr besteht 

namentlich dann, wenn ein Ehegatte eine vollständige unternehmerische Dispositionsfreiheit mit der 
jederzeitigen Möglichkeit beibehält, den anderen Ehegatten wieder in sein Unternehmen einzubinden 

(Urteil des Bundesgerichts vom 20. Februar 2013, 8C_863/2012, E. 3.4). 

2.  

2.1 Vorliegend ist streitig und zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin als mitarbeitende Ehefrau einer 
arbeitgebenden Person bzw. einer Person mit arbeitgeberähnlicher Stellung gilt und ob deswegen der 

geltend gemachte Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 3. März 2025 zu Recht abgelehnt 

worden ist. 

2.2 Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, dass sie ihrem Ehemann unentgeltlich in 
seinem Betrieb geholfen habe. Ihr zufolge ist diese Mithilfe nicht als Arbeitsverhältnis zu qualifizieren.  

2.2.1 Die Beschwerdeführerin geht damit von einem im Sinne des Arbeitsvertragsrechts nach Art. 319 
ff. des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 

210), Fünfter Teil: Obligationenrecht (SR 220) beschränkten Begriff der Arbeitnehmer/in aus. Die 

privatrechtlichen Vereinbarungen und Umschreibungen haben aber nicht ohne Weiteres Auswirkungen 
auf die sozialversicherungsrechtliche Betrachtungsweise. Massgebend sind hier vielmehr die 

wirtschaftlichen Gegebenheiten. Im Sozialversicherungsrecht gilt ein eigener, gegenüber dem Zivilrecht 

offenerer Arbeitnehmerbegriff (MADELEINE RANDACHER, N 5 zu Art. 10 mit Hinweisen, in: Ueli 

Kieser/Matthias Kradolfer/Miriam Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 5. Aufl. 2024; vgl. dazu auch BGE 115 Ib 44 

E. 4d). Laut Art. 10 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) gelten nämlich Personen als Arbeitnehmer/innen, die in unselbständiger Stellung 

Arbeit leisten und dafür massgebenden Lohn nach dem jeweiligen Einzelgesetz beziehen. Für die 

Arbeitslosenversicherung ist unter anderem beitragspflichtig, wer nach dem Bundesgesetz über die 

Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) versichert und für Einkommen aus 

unselbständiger Tätigkeit [= massgebender Lohn] beitragspflichtig ist (Art. 2 Abs. 1 lit. a AVIG). Nach 

Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als massgebender Lohn jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung auf 

bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Der massgebende Lohn umfasst auch Teuerungs- 

und andere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, Ferien- und 
Feiertagsentschädigungen und ähnliche Bezüge, ferner Trinkgelder, soweit diese einen wesentlichen 

Bestandteil des Arbeitsentgeltes darstellen. Als massgebender Lohn für mitarbeitende 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5/7 

Familienmitglieder gilt der Barlohn: a. bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem sie das 20. 

Altersjahr vollendet haben; sowie b. nach dem letzten Tag des Monats, in welchem sie das 

Referenzalter nach Art. 21 Abs. 1 erreicht haben (Art. 5 Abs. 3 AHVG). Nach Art. 11 Abs. 1 Satz 1 der 

Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) werden Verpflegung 

und Unterkunft der Arbeitnehmer im Betrieb und im Hausdienst mit Fr. 33.-- im Tag bewertet. Der Wert 
anders gearteten Naturaleinkommens ist von Fall zu Fall den Umständen entsprechend von der 

Ausgleichskasse zu schätzen (Art. 13 AHVV). Und gemäss Art. 14 Abs. 2 AHVV wird das 

Naturaleinkommen mitarbeitender Familienmitglieder nach den Art. 11 und 13 bewertet.  

2.2.2 Im in E. 2.2.1 dargelegten Sinne des AHV-Rechts und damit des Arbeitslosenversicherungsrechts 
kann die Eigenschaft der Beschwerdeführerin als Arbeitnehmerin im Einzelunternehmen ihres 

Ehemannes nicht zweifelhaft sein. Sie löste ein entlöhntes, vollzeitliches Arbeitsverhältnis mit der B.___ 

AG auf (vgl. Arbeitsvertrag in act. G4.1/106), um in der D.___ ihres Ehemannes zu „helfen“. Alternativ 

ersuchte sie um Reduktion ihres Arbeitspensums bei der B.___ AG auf 20 % (act. G4.1/105). Vor 

diesem Hintergrund ist erstellt, dass sie ihrem Ehemann in einem erheblichen zeitlichen Ausmass in 

seinem Einzelunternehmen zu helfen beabsichtigte und dies in der Folge auch getan hat (vgl. act. 

G4.1/108). Laut Beschwerdeführerin erfolgte diese Hilfe unentgeltlich. Aus 

sozialversicherungsrechtlicher Sicht gilt aber nicht nur Geld als Lohn. In der vorliegenden Konstellation 

ist davon auszugehen, dass der Ehemann den Lebensunterhalt der Beschwerdeführerin mitfinanzierte 
und folglich die Beschwerdeführerin für ihre Arbeit in seinem Einzelunternehmen mittels Naturalien 

(Wohnen, Essen etc.) entlöhnte. Ob geleistete Arbeit mittels Barlohnes oder mittels Naturalien 

abgegolten worden ist, ist aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht wie soeben in E. 2.2.1 dargelegt 

unerheblich, da beides als massgebender Lohn gilt.  

2.2.3 Zum gleichen Ergebnis führt die Anwendung des Eherechts. Gemäss Art. 165 Abs. 1 ZGB hat 
ein Ehegatte, welcher im Beruf oder Gewerbe des anderen erheblich mehr mitgearbeitet hat, als sein 

Beitrag an den Unterhalt der Familie verlangt, dafür Anspruch auf angemessene Entschädigung (Art. 

165 Abs. 1 ZGB). Im Sinne einer Faustregel wird dann von einem aussergewöhnlichen Arbeitseinsatz 

des Ehepartners auszugehen sein, wenn die betreffende Arbeit sonst von einer zu entlöhnenden 

Drittperson hätte erledigt werden müssen (BERNHARD ISENRING/MARTIN A. KESSLER, N 5 zu Art. 165 mit 

Hinweisen, in: Heinrich Honsell/Nedim Peter Vogt/Thomas Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum 

Zivilgesetzbuch I, 5. Auflage, 2014). Angesichts der Ausführungen der Beschwerdeführerin im 

Kündigungsschreiben zuhanden der B.___ AG sowie angesichts des dort von ihr absolvierten 

vollzeitlichen Arbeitspensums (vgl. soeben E. 2.2.2) ist vorliegend hiervon auszugehen. Neben der in 
Naturalien (Wohnung, Essen etc.) bezogenen Entschädigung für ihre Arbeit im Einzelunternehmen 

ihres Ehemannes wäre von einem Entschädigungsanspruch nach Art. 165 Abs. 1 ZGB auszugehen, 

wobei eine solche Entschädigung als Barlohn zu behandeln ist. Es macht daher 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

AVI 2025/31 
 

 

6/7 

sozialversicherungsrechtlich keinen Unterschied, ob die Beschwerdeführerin mit ihrem Ehemann einen 

Arbeitsvertrag abgeschlossen hat oder ob sie gestützt auf Art. 165 Abs. 1 ZGB Anspruch auf einen 

angemessenen Ausgleich hätte, da auch dieser sozialversicherungsrechtlich als Lohn gilt (vgl. BGE 

115 Ib 46 E. 5c). 

2.3 Nach dem Gesagten ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin vom 1. Juli 2024 bis 28. Februar 
2025 im Einzelunternehmen D.___, gearbeitet und dafür einen massgebenden Lohn erzielt hat. 

Unbestritten ist sodann, dass der Inhaber des nach wie vor aktiven Einzelunternehmens der Ehemann 

(vgl. Internet-Auszug aus dem Handelsregister des Kantons St. Gallen) der Beschwerdeführerin ist, 

womit er als Arbeitgeber im Sinne von Art. 31 Abs. 3 lit. b AVIG gilt. Folglich ist die Beschwerdeführerin 

als Ehegattin einer Person mit arbeitgeberähnlicher Stellung zu qualifizieren und, wie soeben in E. 2.2 

ausgeführt, als Mitarbeitende dieses Einzelunternehmens. Die in der Einzelfirma ihrer Ehegatten 

mitarbeitenden Ehepartner sind aber vom Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschlossen, 

und zwar unabhängig davon, ob sie selber eine arbeitgeberähnliche Stellung innehaben. Die Tatsache, 

dass sie mit dem Inhaber oder der Inhaberin eines Einzelunternehmens verheiratet sind und in dessen 

respektive deren Betrieb mitarbeiteten, genügt rechtsprechungsgemäss für den Ausschluss vom 

Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Der Ausschluss ist – wie vorstehend in E. 1 ausgeführt – 

absolut zu verstehen, weshalb es nicht möglich ist, den betroffenen Personen unter bestimmten 

Voraussetzungen im Einzelfall Leistungen zu gewähren (BGE 142 V 263 E. 4.1 mit weiteren 
Hinweisen). Die Erläuterungen der Beschwerdeführerin, dass sie nicht im Handelsregister eingetragen 

sei, über keine Unterschriftsberechtigung verfüge und keine Einflussmöglichkeit auf betriebliche 

Entscheidungen habe, gehen deshalb ins Leere. 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin macht des Weiteren geltend, sie habe die erforderliche Beitragszeit bis 
zum 30. Juni 2024 vollständig erfüllt (act. G1). Laut AVIG-Praxis ALE, Rz. B31, gelten die 

mitarbeitenden Ehegatten oder Ehegattinnen, die aus dem Betrieb – welcher vom anderen Eheteil 

weitergeführt wird – ausgeschieden sind, erst dann als anspruchsberechtigt, wenn sie entweder 

mindestens eine sechsmonatige beitragspflichtige Beschäftigung nach Aufgabe der Tätigkeit im 

ehelichen Betrieb ausgeübt haben oder die Mindestbeitragszeit von 12 Monaten alleine ausserhalb des 

ehelichen Betriebs erfüllen. 

3.2 Die Beschwerdeführerin bringt zu Recht vor, dass sie während der massgebenden Rahmenfrist 
für die Beitragszeit die Voraussetzung der zwölfmonatigen Beitragszeit in einem Drittunternehmen 

erfüllt habe (act. G1). Sie wurde jedoch nicht aufgrund des Verlusts ihrer Tätigkeit für die B.___ AG und 
damit für einen Drittbetrieb arbeitslos. Vielmehr hat sie diese Tätigkeit selbst vorzeitig beendet, um 

nahtlos für das Einzelunternehmen ihres Ehemannes tätig zu werden (act. G4.1/105). Genau dieser 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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7/7 

Konstellation ist die von der Rechtsprechung betreffend arbeitgeberähnliche Stellung anvisierte 

Missbrauchsgefahr besonders inhärent (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. April 2018, 

8C_837/2017, E. 3.2). Deshalb kann die Beschwerdeführerin aus dem Verlust ihres letzten 

Arbeitsverhältnisses mit dem Einzelunternehmen ihres Ehemannes keinen Anspruch auf 

Arbeitslosenentschädigung ableiten. Sie hat in analoger Anwendung von Art. 31 Abs. 3 AVIG keinen 
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung.  

4.  

Die Beschwerdegegnerin hat den Antrag der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosenentschädigung ab 3. 

März 2025 somit zu Recht abgelehnt, weshalb die Beschwerde im Sinne der vorstehenden Erwägungen 

abzuweisen ist. Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im AVIG keine zu erheben (Art. 61 

lit. fbis ATSG). 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

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		2026-01-28T03:56:52+0100
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