# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1e75823-0fb0-5a80-82bf-efa841cd6cff
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2013-02-22
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 22.02.2013 RR.2013.45
**Docket/Reference:** RR.2013.45
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2013-45_2013-02-22

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG).

Entscheid vom 22. Februar 2013  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Giorgio Bomio,  

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

A.,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT I DES KANTONS 

ZÜRICH,  

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch-

land 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2013.45 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft Kassel am 27. Juli 2010 die Staatsanwaltschaft I 

des Kantons Zürich um die Vornahme einer Reihe von Ermittlungshandlun-

gen ersuchte (act. 3);  

 

- Letztere gestützt darauf mit Schlussverfügung vom 15. Januar 2013 die 

Herausgabe von Bankunterlagen betreffend drei auf A. lautende Konten bei 

der Bank B. AG anordnete (act. 1.1); 

 

- A. hiergegen am 11. Februar 2013 zu Handen der Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts beim Schweizerischen Generalkonsulat in Frankfurt 

Beschwerde erhob (act. 1, 1.2). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- sich das Verfahren bei Beschwerden in internationalen Rechtshilfeangele-

genheiten nach den Bestimmungen der einschlägigen Rechtshilfeerlasse 

und nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-

tungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) richtet 

(Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG); 

 

- die Beschwerdeschrift u. a. die Begehren und deren Begründung zu enthal-

ten hat (Art. 52 Abs. 1 VwVG); 

 

- ein Antrag, der über das hinausgeht, was von der Vorinstanz entschieden 

wurde, oder mit dem Gegenstand der angefochtenen Verfügung nichts zu 

tun hat, ungültig ist (MOSER, Kommentar zum Bundesgesetz über das Ver-

waltungsverfahren, Zürich/St. Gallen 2008, Art. 52 VwVG N. 3; SEETHA-

LER/BOCHSLER, Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwal-

tungsverfahren, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 52 VwVG N. 40 mit Hinweis 

auf das Urteil des Bundesgerichts 2C_446/2007 vom 22. Januar 2008, 

E. 2.2); 

 

- der Beschwerdeführer zusammengefasst geltend macht, das Rechtshilfe-

ersuchen der Staatsanwaltschaft Kassel sei ohne Angabe von Gründen 

überwiegend nicht beantwortet bzw. erledigt worden, obwohl hinsichtlich 

der noch ausstehenden Ermittlungshandlungen ein erhebliches Aufklä-

rungsinteresse bestehe; 

- 3 - 

 

 

 

- der Beschwerdeführer sich damit eindeutig nicht gegen die Herausgabe der 

ihn betreffenden Bankunterlagen stellt, sondern die Vornahme von Ermitt-

lungshandlungen, die nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung bil-

den, beantragt; 

 

- dieses Begehren sich als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb auf die 

Beschwerde ohne Durchführung eines Schriftenwechsels nicht einzutreten 

ist (Art. 52 Abs. 2 VwVG und Art. 57 Abs. 1 VwVG e contrario); 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG); 

 

- die Gerichtsgebühr vorliegend auf das gesetzliche Minimum von Fr. 200.-- 

festzusetzen ist (Art. 63 Abs. 5 VwVG, Art. 73 StBOG und Art. 5 und Art. 8 

Abs. 3 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über 

die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren 

[BStKR, SR 173.713.162]);  

 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 22. Februar 2013 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).