# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 756a2bdb-c234-5772-8cbf-160b10a5ff55
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 07.02.2025 UE240211
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE240211_2025-02-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE240211-O/U/AEP

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident i.V., Oberrichterin 

lic. iur. C. Gerwig und Oberrichter Dr. iur. P. Klaus sowie Gerichts-

schreiberin MLaw M. Trottmann

Beschluss vom 7. Februar 2025

in Sachen

A._____, 
Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____

gegen

1. B._____, 
2. Staatsanwaltschaft See/Oberland,
Beschwerdegegner

1 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____

betreffend Einstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft 
See/Oberland vom 6. Juni 2024

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Erwägungen:

I.

1. A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) erstattete am 17. Januar 2024 so-

wie am 22. April 2024 Strafanzeige gegen B._____ (nachfolgend: Beschwerdegeg-

ner) wegen Verleumdung, eventualiter übler Nachrede (Urk. 3/5 bzw. Urk. 18/1; 

Urk. 3/6 bzw. Urk. 18/2). Dem Beschwerdegegner wird konkret vorgeworfen, im 

Rahmen der Einvernahme vom 9. November 2023 im ebenfalls gegen ihn (den Be-

schwerdegegner) wegen Ehrverletzung geführten Verfahren 1 der Staatsanwalt-

schaft See/Oberland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) ausgesagt zu haben, der 

Beschwerdeführer habe nicht nur Unterschriften gefälscht, sondern auch juristische 

und medizinische Inhalte der Gutachten manipuliert.

Der Beschwerdeführer und der Beschwerdegegner sind Gesellschafter und 

Inhaber der C._____ GmbH, deren Zweck das Erstellen medizinischer Gutachten 

ist. Gegenstand des Verfahrens 1 war eine E-Mail-Nachricht vom 12. Dezember 

2022 des Beschwerdegegners an die E-Mailadresse des Beschwerdeführers 

(A._____@C._____.ch), die E-Mailadresse von dessen damaligem Rechtsvertre-

ter, Rechtsanwalt Dr. iur. X2._____ (X2._____@D._____.ch), sowie an die E-

Maildresse des Unternehmens C._____ GmbH (C._____@....ch) mit folgendem In-

halt: "A._____ hat bekanntlich im Jahr 2019/2020 Unterschriften von Ärzten ge-

fälscht (…)". Die Staatsanwaltschaft erhob in jenem Verfahren am 27. März 2024 

Anklage gegen den Beschwerdegegner an das Bezirksgericht Meilen wegen Ver-

leumdung/übler Nachrede (Urk. 3/3).

In seiner Eingabe vom 22. April 2024 machte der Beschwerdeführer zusam-

mengefasst geltend, bei den Äusserungen des Beschwerdegegners anlässlich der 

Einvernahme vom 9. November 2023 ("Es waren nicht nur Unterschriften, die ma-

nipuliert wurden, sondern auch die Inhalte der Gutachten"; vgl. Urk. 3/4 bzw. 

Urk. 18/3.1 F/A 10 S. 6) handle es sich nicht bloss um Wiederholungen. Die geäus-

serten Vorwürfe besässen eine andere Qualität und eine zusätzliche Dimension, 

indem dem Beschwerdeführer nicht nur Unterschriftenfälschungen von Ärzten im 

Jahre 2019/2020, sondern darüber hinaus pauschal – ohne zeitliche Eingrenzung 

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– auch die Manipulation von juristischen und medizinischen Inhalten der Gutachten 

vorgeworfen werde. Dabei handle es sich um einen neuen, eigenständigen und 

schwerwiegenderen geschäftsschädigenden Vorwurf, der auf seine strafrechtliche 

Relevanz zu prüfen sei. Entsprechend sei die Anklageschrift vom 27. März 2024 im 

Verfahren 1 um die neuen Tatvorwürfe zu erweitern. Eventualiter sei gegen den 

Beschwerdegegner ein neues Strafverfahren einzuleiten (Urk. 3/6).

2. Am 6. Juni 2024 verfügte die Staatsanwaltschaft die Einstellung des wegen 

Verleumdung etc. gegen den Beschwerdegegner eröffneten (zweiten) Strafverfah-

rens (Verfahren 2). Eine allfällige Zivilklage wurde auf den Zivilweg verwiesen und 

die Verfahrenskosten wurden auf die Staatskasse genommen. Dem Beschwerde-

gegner wurde weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung ausgerichtet 

(Urk. 3/1 bzw. Urk. 5 bzw. Urk. 18/7; nachfolgend: angefochtene Verfügung).

Die Verfahrenseinstellung wurde zusammengefasst damit begründet, dass 

der Beschwerdegegner die Äusserung, es seien nicht nur die Unterschiften, son-

dern auch die Inhalte der Gutachten manipuliert worden, im Rahmen einer staats-

anwaltschaftlichen Einvernahme in der Parteirolle als beschuldigte Person getätigt 

habe. Mit dieser Aussage habe er seinen Standpunkt bzw. den Hintergrund seiner 

vorherigen (Gegenstand des Verfahrens 1 bildenden) Äusserung erklären und de-

ren Strafbarkeit in Zweifel ziehen wollen, um sich selbst zu entlasten. Solche Äus-

serungen im Rahmen von Einvernahmen erschienen im Sinne der Beschuldigten-

rechte insbesondere bei Ehrverletzungsdelikten berechtigt, um sich angemessen 

verteidigen zu können, indem auf Umstände hingewiesen werde, welche das ei-

gene Verhalten erklären würden, und um den Gutglaubens- und Wahrheitsbeweis 

erbringen zu können. Davon, dass die Äusserung des Beschwerdegegners nicht 

sachbezogen gewesen oder den Rahmen des zur Verteidigung Notwendigen ge-

sprengt hätte, könne keine Rede sein, zumal es dabei noch immer um die infrage 

stehenden Gutachten gegangen sei. Auch sei die Äusserung zur Verteidigung nicht 

von vornherein ungeeignet gewesen, da der Aussage, der Beschwerdeführer habe 

Unterschriften gefälscht, damit ohne Weiteres Nachdruck verliehen worden sei. Die 

inkriminierte Äusserung – ob sie nun der Wahrheit entspreche bzw. der Beschwer-

degegner sie in guten Treuen geäussert habe oder nicht – erweise sich jedenfalls 

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als zulässige Verteidigungsstrategie. Da sich die ehrenrührige Behauptung des Be-

schwerdegegners mit Blick auf die Selbstbelastungsfreiheit als verhältnismässig er-

weise, bestehe ein Rechtfertigungsgrund im Sinne von Art. 14 StGB und sei das 

Strafverfahren in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. c StPO einzustellen.

Schliesslich wurde darauf hingewiesen, dass es nicht Sinn der Sache sein 

könne, dass unwahre Aussagen des Beschwerdegegners in einem Verfahren ein 

weiteres Verfahren wegen Ehrverletzungsdelikten nach sich zögen. Die in einem 

Prozess von den Verfahrensbeteiligten gemachten Aussagen würden durch das 

zuständige Gericht bzw. die zuständige Behörde auf ihre Richtigkeit hin überprüft, 

so dass der in seiner Ehre zu Unrecht Angegriffene in der Regel bereits durch den 

gerichtlichen bzw. behördlichen Entscheid Genugtuung erfahre (Urk. 3/1 S. 2 f.).

3. Gegen die Verfahrenseinstellung liess der Beschwerdeführer mit Eingabe 

vom 19. Juni 2024 Beschwerde führen, wobei er beantragte, die angefochtene Ver-

fügung sei aufzuheben und die Staatsanwaltschaft sei zu verpflichten, den Straf-

vorwurf des Ehrverletzungsdelikts mittels Strafbefehl zu sanktionieren, eventualiter 

zur Anklage zu bringen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des 

Staates (Urk. 2 S. 2).

Zur Begründung wurde zusammengefasst ausgeführt, es könne nicht ange-

hen, dass das Strafverfahren dem Beschwerdegegner die Plattform und praktisch 

uneingeschränkte Narrenfreiheit biete, unter dem Deckmantel der Selbstbelas-

tungsfreiheit weitere ehrenrührige Behauptungen oder sonstige Straftaten gegen 

den Beschwerdeführer vorzubringen. Mit dem Vorwurf der generellen Manipulation 

von juristischen und medizinischen Gutachten werde keine Wiederholung und Be-

kräftigung der ursprünglichen ehrverletzenden Äusserung getätigt, sondern es 

handle sich um einen neuen und eigenständigen Vorwurf. Die Manipulationsvor-

würfe seien nicht nur in sachlicher, sondern auch in zeitlicher Hinsicht ausgeweitet 

worden und würden sich nun nicht mehr nur auf die Unterschriftenfälschung, son-

dern auch auf den Inhalt der Gutachten beziehen. Die Selbstbelastungsfreiheit 

schütze die beschuldigte Person davor, an der eigenen Überführung mitwirken zu 

müssen, berechtige aber in keiner Weise zur Erhebung zusätzlicher falscher An-

schuldigungen. Der Beschwerdegegner habe bereits in der Vergangenheit haltlose 

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Vorwürfe gegen den Beschwerdeführer und die von diesem beherrschte C._____ 

GmbH erhoben sowie dauernd querulatorische Akteneinsichtsgesuche und weitere 

Verfahren angestrengt. Die inkriminierende Äusserung habe er auch nicht etwa als 

Verdachtsäusserung getätigt, sondern den Beschwerdeführer ohne Wenn und 

Aber der Manipulation der Inhalte von Gutachten bezichtigt. Eine wirksame und 

zulässige Verteidigungsstrategie könne darin nicht erblickt werden. Solche Aussa-

gen seien für die eigene Verteidigung weder geeignet noch erforderlich und darum 

klar unangemessen. Der geäusserte Vorwurf der Fälschung von ganzen Gutachten 

stelle auch für die C._____ GmbH eine schwerwiegende Rufschädigung dar und 

es drohe ihr der Entzug der Bewilligung durch das Bundesamt für Sozialversiche-

rungen (nachfolgend: BSV; Urk. 2 Rz. 10 ff.).

4. Mit Verfügung vom 27. Juni 2024 wurde der Beschwerdeführer zur Leistung 

einer Prozesskaution in Höhe von CHF 2'500.– aufgefordert (Urk. 6). Nach Eingang 

der Kaution (vgl. Urk. 9) wurde die Beschwerdeschrift dem Beschwerdegegner zur 

freigestellten Stellungnahme übermittelt. Die Staatsanwaltschaft wurde zur Stel-

lungnahme und Einreichung der Akten aufgefordert (Urk. 10).

5. Der Beschwerdegegner erklärte am 14. Juli 2024, auf eine Stellungnahme zu 

verzichten (Urk. 13). Die Staatsanwaltschaft beantragte mit Eingabe vom 18. Juli 

2024 die Beschwerdeabweisung unter Kostenauflage an den Beschwerdeführer 

und verwies zur Begründung auf ihre Ausführungen in der angefochtenen Verfü-

gung. Zudem wurde darauf aufmerksam gemacht, dass das am Bezirksgericht Mei-

len hängige Verfahren (GG240011-G) mit Verfügung vom 10. Juli 2024 bis zu ei-

nem rechtskräftigen Entscheid im vorliegenden Beschwerdeverfahren sistiert wor-

den sei (Urk. 15). Die Untersuchungsakten des Verfahrens 2 wurden in elektroni-

scher Form eingereicht (Urk. 18).

6. Infolge einer internen Reorganisation der Kammer (zufolge hoher Geschäfts-

last) wird vorliegender Beschwerdeentscheid (in Anwendung von § 12 der Verord-

nung über die Organisation des Obergerichts und entgegen der ursprünglichen An-

kündigung, vgl. Urk. 6 S. 3) unter Mitwirkung einer Stellvertretung des Kammerprä-

sidenten gefällt.

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II.

1. Angefochten ist eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft. Dagegen 

ist die Beschwerde bei der hiesigen Kammer zulässig (Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 

Abs. 1 lit. a StPO sowie § 49 GOG). Die Eintretensvoraussetzungen geben zu kei-

nen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Gemäss Art. 308 Abs. 1 StPO klärt die Staatsanwaltschaft den Sachverhalt in 

der Untersuchung tatsächlich und rechtlich so weit ab, dass sie das Vorverfahren 

abschliessen kann. Nach Beendigung des Untersuchungsverfahrens entscheidet 

sie, ob ein Strafbefehl zu erlassen, Anklage zu erheben oder das Verfahren einzu-

stellen ist (Art. 318 StPO). Eine vollständige oder teilweise Einstellung erfolgt nach 

Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO, wenn sich ein Tatverdacht nicht in einem Mass erhärten 

lässt, das eine Anklage rechtfertigt. Des Weiteren hat eine Einstellung zu ergehen, 

wenn kein Straftatbestand erfüllt ist (lit. b) oder Rechtfertigungsgründe einen Straf-

tatbestand unanwendbar machen (lit. c).

Der Entscheid über die Einstellung eines Verfahrens hat sich nach dem 

Grundsatz "in dubio pro duriore" zu richten. Danach darf eine Einstellung durch die 

Staatsanwaltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit oder offensichtlich 

fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet werden. Hingegen ist, sofern die 

Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt, Anklage zu erheben, wenn 

eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Ist ein Freispruch 

genauso wahrscheinlich wie eine Verurteilung, drängt sich in der Regel, insbeson-

dere bei schweren Delikten, eine Anklageerhebung auf. Bei zweifelhafter Beweis- 

oder Rechtslage hat nicht die Staatsanwaltschaft über die Stichhaltigkeit des straf-

rechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur materiellen Beurteilung zu-

ständige Gericht. Der Grundsatz, dass im Zweifel nicht eingestellt werden darf, ist 

auch bei der Überprüfung von Einstellungsverfügungen zu beachten (BGE 138 IV 

86 E. 4.1; BGE 138 IV 186 E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts 6B_816/2016 vom 

20. Februar 2017 E. 2.2 und 6B_698/2016 vom 10. April 2017 E. 2.3).

3. Die Ehrverletzungstatbestände nach Art. 173 ff. StGB schützen nach ständi-

ger Rechtsprechung den Ruf, ein ehrbarer Mensch zu sein, d. h. sich so zu beneh-

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men, wie nach allgemeiner Anschauung ein charakterlich anständiger Mensch sich 

zu verhalten pflegt (sittliche Ehre bzw. ethische Integrität). Unter der vom Strafrecht 

geschützten Ehre wird allgemein ein Recht auf Achtung verstanden, das durch jede 

Äusserung verletzt wird, die geeignet ist, die betroffene Person als Mensch ver-

ächtlich zu machen (zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 6B_1423/2019 vom 

26. Oktober 2020 E. 4.2 m. w. H.). Der Vorwurf, jemand habe eine strafbare Hand-

lung begangen, ist grundsätzlich ehrverletzend (Urteil des Bundesgerichts 

6B_522/2015 vom 22. Oktober 2015 E. 2.2 m. w. H.).

4. Aus Art. 14 StGB kann sich die Erlaubtheit einer ehrverletzenden Äusserung 

ergeben. Gemäss Art. 14 StGB verhält sich rechtmässig, wer handelt, wie es das 

Gesetz gebietet oder erlaubt, auch wenn die Tat nach dem StGB oder einem an-

deren Gesetz mit Strafe bedroht ist. Ehrverletzende Äusserungen von Parteien und 

ihren Anwälten im Prozess sind aufgrund der aus der Verfassung und aus gesetz-

lichen Bestimmungen sich ergebenden prozessualen Darlegungsrechte und -pflich-

ten bzw. durch die Berufspflicht gemäss Art. 14 StGB gerechtfertigt, sofern sie 

sachbezogen sind, nicht über das Notwendige hinausgehen, nicht wider besseres 

Wissen erfolgen und blosse Vermutungen als solche bezeichnen. Der Rechtferti-

gungsgrund von Art. 14 StGB hat Vorrang vor dem Entlastungsbeweis im Sinne 

von Art. 173 Ziff. 2 StGB (zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 6B_877/2018 

vom 16. Januar 2019 E. 1.2 m. w. H.).

5.

5.1 Der Beschwerdegegner wurde am 9. November 2023 im Verfahren 1 durch 

die Staatsanwaltschaft als beschuldigte Person einvernommen (Urk. 3/4). Ein-

gangs wurde ihm vorgehalten, durch die in einer E-Mail an den Beschwerdeführer, 

Rechtsanwalt X2._____ und die C._____ GmbH geäusserte Behauptung, der Be-

schwerdeführer habe bekanntlich im Jahr 2019/2020 Unterschriften von Ärzten ge-

fälscht, eine Ehrverletzung zumindest in Kauf genommen zu haben. Zudem habe 

er die Behauptung im Wissen getätigt, dass der Beschwerdeführer nicht wegen 

Urkundenfälschung verurteilt worden sei und dabei in der Absicht gehandelt, diesen 

gegenüber seinem Anwalt zu diffamieren und ihm dadurch Nachteile zuzufügen 

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(Urk. 3/4 S. 2 f.). Dazu nahm der Beschwerdegegner zusammengefasst wie folgt 

Stellung: 

Er habe ab Herbst 2018 zusammen mit dem Beschwerdeführer die C._____ 

GmbH aufgebaut. Ihm (dem Beschwerdegegner) sei es ein Anliegen gewesen, das 

Verhältnis der Gesellschafter untereinander zu regeln; der Beschwerdeführer habe 

sich jedoch geweigert. Im August/September 2019 sei es daraufhin zum Abbruch 

der Zusammenarbeit gekommen. Der Beschwerdeführer habe ihm den Kontakt zu 

sämtlichen Ärzten untersagt; da er (der Beschwerdegegner) diese aber persönlich 

gekannt habe, hätten sie trotzdem Kontakt gehabt und sie hätten ihm von den Zu-

ständen in der Gesellschaft erzählt. Unter anderem sei ihm mitgeteilt worden, dass 

der Beschwerdeführer Unterschriften der Ärzte im PDF-Format eingescannt und 

diese in Unterlagen einkopiert habe; er habe dies "digitale Unterschrift" genannt. 

Ihm (dem Beschwerdegegner) sei aufgefallen, dass die Auftragsplattform E._____ 

das Konto der C._____ GmbH gesperrt habe. Die Ärzte hätten ihm gesagt, ihre 

Unterschriften seien missbraucht worden; die Ärztin Frau F._____ habe ihm mehr-

mals angeboten, dies mit E-Mails und Gutachten zu beweisen. Damit habe sie ihn 

(den Beschwerdegegner) überzeugt. Vom Beschwerdeführer habe er nie eine Ant-

wort dazu erhalten und ihm sei keine Akteneinsicht gewährt worden. Seine E-Mail 

an Rechtsanwalt X2._____ sei in diesem Zusammenhang gewesen. Die Äusserung 

sei nie dazu da gewesen, den Beschwerdeführer zu beleidigen oder zu verletzen, 

sondern er (der Beschwerdegegner) habe die Wahrheit erfahren wollen. Seine Äus-

serung betreffend Urkundenfälschung sei nicht aus der Luft gegriffen gewesen, 

sondern habe auf ihm vorliegenden Informationen beruht. Das BSV habe die Vor-

kommnisse aufgrund der Anzeige einer Ärztin untersucht. Es seien nicht nur die 

Unterschriften gewesen, die manipuliert worden seien, sondern auch die Inhalte 

der Gutachten. Ihm sei bewusst, dass seine Äusserung provokativ gewesen sei, 

jedoch sei er aufgrund der Unterlagen und Äusserungen der Ärzte überwiegend 

überzeugt gewesen, dass dies der Wahrheit entspreche (Urk. 3/4 F/A 10 f. S. 3 ff.).

5.2 Die vom Beschwerdeführer konkret beanstandete Aussage – es seien nicht 

nur die Unterschriften manipuliert gewesen, sondern auch die Inhalte der Gutach-

ten – wurde vom Beschwerdegegner im Rahmen einer Einvernahme geäussert, als 

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er sich als beschuldigte Person zu den ihm im Verfahren 1 gemachten Vorwürfen 

äusserte. Dabei handelte es sich um eine einzelne Aussage im Rahmen einer sich 

über mehrere Seiten erstreckenden Erläuterung des Beschwerdegegners, wie es 

aus seiner Sicht zum Zerwürfnis mit dem Beschwerdeführer gekommen war und 

weshalb er die ihm im Verfahren 1 vorgeworfene Äusserung getätigt hatte. Vor die-

sem Hintergrund ist naheliegend, dass die Behauptung, es seien auch die Inhalte 

der Gutachten manipuliert gewesen, vom Beschwerdegegner zur Verdeutlichung 

bzw. Rechtfertigung seines Standpunkts und nicht in der Absicht geäussert wurde, 

den Beschwerdeführer zusätzlich in dessen Ehre zu verletzen.

Einerseits erfolgte die Aussage im Rahmen eines bereits hängigen Verfah-

rens wegen Ehrverletzung; andererseits war der Kreis der Personen, welche die 

fragliche Äusserung vernahmen, begrenzt: Anwesend waren neben dem Be-

schwerdegegner lediglich der Beschwerdeführer, dessen Rechtsvertreter, die fall-

führende Assistenz-Staatsanwältin und die Protokollführerin (Urk. 3/4 S. 1). Unter 

diesen Umständen kann entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers nicht 

davon gesprochen werden, aufgrund dieser anlässlich einer – lediglich den Verfah-

rensparteien zugänglichen – Einvernahme geäusserten Behauptung drohe ein Re-

putationsschaden für die C._____ GmbH bzw. die wirtschaftliche Existenz des Be-

schwerdeführers sei gefährdet (vgl. Urk. 2 Rz. 18 f.).

5.3 Gemäss den zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Einstellungsver-

fügung betraf die neuere Äusserung noch immer die infrage stehenden Gutachten 

und erwies sie sich zur eigenen Verteidigung nicht von vornerein ungeeignet. Die 

Behauptung, es seien nicht nur die Unterschriften, sondern auch der Inhalt der Gut-

achten manipuliert worden, zielte – wie sich aus dem Kontext ergibt – lediglich dar-

auf ab, die ursprüngliche (mutmasslich ehrverletzende) Aussage zu relativieren und 

der eigenen Argumentation Nachdruck zu verleihen. Dem Beschwerdeführer muss 

zu seiner Verteidigung erlaubt sein, das von ihm – wenn auch allenfalls zu Unrecht 

– angenommene strafbare Verhalten des Beschwerdeführers, welches ihn zur ur-

sprünglichen, mutmasslich ehrverletzenden Aussage bewegte, konkret darzule-

gen. Dieses Recht, ein als strafrechtlich relevant betrachtetes Verhalten näher zu 

umschreiben, wird gemeinhin auch dem Erstatter einer Strafanzeige zugebilligt. 

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Selbst wenn sich der Verdacht in der Folge nicht erhärtet, bleibt der Anzeigeerstat-

ter straflos, sofern seine Behauptungen nicht unnötig ehrverletzend waren und 

nicht wider besseres Wissen aufgestellt wurden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

1C_690/2017 vom 22. März 2018 E. 3.2.2 m. w. H.). Dies muss auch im vorliegen-

den Fall gelten, wo der Beschwerdegegner sich gegen eine ihm vorgeworfene Ehr-

verletzung verteidigte, welche in der Behauptung eines strafbaren Verhaltens (Ur-

kundenfälschung) bestand. Wer gegenüber den Strafbehörden zu den ihm vorge-

haltenen Vorwürfen Stellung nimmt, unterscheidet sich von demjenigen, der aus-

serhalb eines Verfahrens aus freien Stücken und ohne Not potentiell ehrrührige 

Behauptungen aufstellt (vgl. Beschluss der hiesigen Kammer UH180132-O vom 

2. November 2018 E. 2 mit Verweis auf BGE 135 IV 177).

5.4 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers war die zur Verteidigung 

vorgebrachte Behauptung des Beschwerdegegners nicht unnötig ehrverletzend 

und stellt im Vergleich zur ursprünglichen mutmasslichen Ehrverletzung keinen gra-

vierenderen Vorwurf dar, zumal sie im nämlichen Sachzusammenhang erfolgte. 

Wie erwähnt, ging es nach wie vor um ärztliche Gutachten und den Vorwurf der 

Urkundenfälschung.

6. Im Ergebnis erweist sich die angefochtene Verfahrenseinstellung als recht-

mässig. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.

III.

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer die Kosten des Beschwerdeverfah-

rens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist in Berücksichtigung 

von Bedeutung, Aufwand und Schwierigkeit des Falles auf CHF 1'200.– festzuset-

zen (§ 17 Abs. 1 GebV OG i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b-d GebV OG). Die Gerichtskosten 

sind aus der geleisteten Kaution zu beziehen. Im Mehrbetrag ist die Kaution – vor-

behältlich allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates – dem Beschwerdeführer 

zurückzuerstatten. Infolge Unterliegens ist ihm keine Entschädigung zuzusprechen. 

Dem Beschwerdegegner, welcher auf einen Antrag im Beschwerdeverfahren ver-

zichtete (vgl. Urk. 13), steht ebenfalls keine Entschädigung zu. 

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Es wird beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtsgebühr wird auf CHF 1'200.– festgesetzt, dem Beschwerdeführer 

auferlegt und aus der geleisteten Kaution bezogen. Im Restbetrag wird die 

Kaution dem Beschwerdeführer vorbehältlich allfälliger staatlicher Verrech-

nungsansprüche zurückerstattet.

3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an:

 Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, zweifach, für sich und den Beschwerde-
führer (per Gerichtsurkunde);

 Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____, zweifach, für sich und den Beschwerde-
gegner (per Gerichtsurkunde);

 die Staatsanwaltschaft See/Oberland, ad 2 (gegen Empfangsbestäti-
gung);

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:

 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte.

5. Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der ge-
mäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bun-

desgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgeset-

zes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegiti-

mation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den 

massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes. 

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

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Zürich, 7. Februar 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

lic. iur. A. Flury

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw M. Trottmann