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**Case Identifier:** fe364b99-298f-5c6d-8aef-5cd8b35571b8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.09.2021 IV 2020/155
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2020-155_2021-09-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/155

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 29.03.2022

Entscheiddatum: 28.09.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 28.09.2021
Art. 17 ATSG: Gestützt auf das überzeugende Folgegutachten der SMAB AG 
vom 11. Februar 2020 ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit im 
Vergleich zur ursprünglichen Rentenzusprache erheblich verbessert haben. 
Folglich hat die Beschwerdegegnerin die bisher ausgerichtete halbe 
Invalidenrente zu Recht revisionsweise eingestellt. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 28. September 2021, IV 2020/155).

Entscheid vom 28. September 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

IV 2020/155

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Anwaltskanzlei St. Jakob, 

St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rentenrevision (Einstellung)

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich im Dezember 2004 erstmals bei der 

IV-Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) für berufliche Massnahmen 

und Rentenleistungen an (IV-act. 1). Sie gab an, seit Februar 2004 an einer Depression 

zu leiden (vgl. IV-act. 1-6). Zuletzt hatte sie als .___ bei der B.___ AG, B.___, gearbeitet, 

jedoch hatte ihr die Arbeitgeberin aufgrund vieler Absenzen per .___ 2004 gekündigt 

(vgl. IV-act. 8-1 und 8-4). In einem Bericht vom Januar 2005 nannte Dr. med. C.___, 

Facharzt für Innere Medizin FMH, als Diagnosen eine schwere depressive Episode, teils 

reaktiv, sowie eine chronische Cephalea. Weiter hielt er fest, dass bei der Versicherten 

seit Februar 2004, als ihr Ehemann habe hospitalisiert werden müssen, eine schwere 

therapieresistente Symptomatik im Sinne eines depressiven Zustandsbildes bestehe. 

Trotz psychiatrischer Behandlung und medikamentöser Intervention sei es im 

Anschluss zu einer Lumboischialgie links und einer weiteren Symptomausweitung 

gekommen. Bei therapieresistenten Beschwerden sei ein stationärer Aufenthalt in der 

Klinik D.___ durchgeführt worden. Seit dem Austritt aus der Klinik klage die Versicherte 

weiterhin über massive, fast unerträgliche Kopfschmerzen, eine allgemeine 

Kraftlosigkeit und Müdigkeit, Schwindel, Oberbauchbeschwerden, unruhige Beine und 

ein Stauungsgefühl in den Beinen. Von somatischer Seite ergäben sich bei stark 

überlagerten Symptomen wenig Interventionsmöglichkeiten. Die Kommunikation mit 

der Versicherten sei aus sprachlichen Gründen schwierig. Die Prognose sei unsicher, 

wobei auch die subjektive Einschätzung des Erkrankungsgrades eine Rolle spiele. 

A.a. 

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Gesamthaft schätze er die zumutbare Arbeitsfähigkeit aktuell auf 50 % (IV-act. 7). In 

einem Bericht vom 4. April 2005 nannte Dr. med. E.___, Spezialärztin für Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH, als Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung mit 

somatischem Syndrom (DD: Dysthymie bestehend seit ca. 2000) sowie ein chronisches 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit pseudoradikulärer Schmerzausstrahlung ins 

linke Bein. Weiter hielt sie fest, dass die Versicherte während drei Jahren in einer 

Tätigkeit gearbeitet habe, bei der sie neun Stunden täglich habe stehen müssen. 

Anschliessend habe sie wegen der Geburt ihrer Kinder zwei Jahre nicht gearbeitet, 

bevor sie die Arbeit für ein Jahr erneut aufgenommen habe, bis sie anfangs 2004 

arbeitsunfähig geworden sei. Die Versicherte sei überfordert und kraftlos. Sie habe 

Kopfschmerzen und leide an Müdigkeit, Schwindel, Angst und Schlafstörungen. Die 

Verständigung sei mühsam. Die Versicherte wirke bei den Gesprächen demonstrativ, 

seufze, stöhne und zeige, wie schlecht es ihr gehe. Nach einer Infusionsbehandlung mit 

Antidepressiva im Frühsommer 2004 sei es ihr vorübergehend besser gegangen. Auch 

ein Aufenthalt in der Klinik D.___ habe ihr gut getan. Allerdings sei die Versicherte nicht 

dazu bereit, etwas zu ihrer Genesung beizutragen. Sie gebe an, Geld zu brauchen und 

dass es ihr besser gehen würde, wenn sie Geld hätte. Gesamthaft sei die Versicherte in 

der Behandlung wenig kooperativ, wirke desinteressiert und ihr Verhalten sei aggressiv. 

Aus therapeutischen Gründen wäre eine Arbeit in einem Pensum von 50 % äusserst 

wichtig, da die Versicherte starke regressive Tendenzen zeige. Sie fühle sich ausser 

Stande, die bisherige Arbeit auszuführen, jedoch sollte die Tätigkeit zu 50 % möglich 

sein. Der Versicherten seien einfache Arbeiten (z.B. Putzen, Einsortieren, einfache 

Montagearbeiten) für ca. vier bis fünf Stunden pro Tag zumutbar (IV-act. 12). In einer 

Stellungnahme vom 18. Mai 2005 kam der regionale ärztliche Dienst (RAD) zum 

Schluss, die vorliegenden Arztzeugnisse würden belegen, dass sowohl die körperliche 

als auch die psychische Belastbarkeit der Versicherten deutlich reduziert seien. Aus 

medizinischer Sicht sei davon auszugehen, dass in einer einfachen, körperlich nicht 

allzu belastenden Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % gegeben sei (IV-act. 13 f.). 

Im Schlussbericht vom 4. Juli 2005 hielt die IV-Eingliederungsberaterin fest, dass sie 

die Versicherte am 14. Juni 2005 zu Hause angetroffen habe. Diese habe sich kaum 

oder stark verlangsamt bewegt, keine Mimik gezeigt und die Lippen beim Sprechen nur 

leicht bewegt. Sie habe teilnahmslos gewirkt und den Eindruck erweckt, dass nichts 

mehr gehe. In den weiteren Abklärungen habe sich der Eindruck bestätigt, dass die 

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Versicherte ihre schlechte Befindlichkeit zum Teil auch demonstriere. In einem 

Telefongespräch vom 30. Juni 2005 sei von der zuständigen RAV-Betreuerin in 

Erfahrung gebracht worden, dass die Versicherte alles könne, wenn sie Geld wolle. In 

einem Telefonat vom 1. Juli 2005 habe auch Dr. E.___ ein wechselndes Verhalten der 

Versicherten bestätigt. Dr. E.___ habe betont, dass die Versicherte arbeiten könne und 

eine Arbeit auch wichtig wäre. Die IV-Eingliederungsberaterin kam zum Schluss, dass 

seitens der IV-Stelle keine Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien, da sich die 

Versicherte subjektiv nicht arbeitsfähig fühle und vom RAV betreut werde (IV-act. 19). 

Mit Verfügung vom 23. August 2005 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab, da 

sich die Versicherte nach eigenen Angaben nicht arbeitsfähig fühle und bei der 

Stellensuche durch das RAV betreut werde (IV-act. 23). Mit einer gleichentags 

erlassenen Mitteilung informierte die IV-Stelle die Versicherte über den Beschluss zur 

Ausrichtung einer halben Rente ab 1. Februar 2005 (IV-act. 24). Mit Verfügung vom 18. 

Januar 2007 sprach die zuständige Ausgleichskasse der Versicherten die halbe Rente 

ab 1. Februar 2005 zu (IV-act. 34).

Im Rahmen einer im August 2007 eingeleiteten Überprüfung der Rente gab die 

Versicherte an, dass sich ihr Gesundheitszustand seit anfangs des Jahres 

verschlechtert habe. Der Kopf schmerze und sie leide an Müdigkeit, Schmerzen und 

Schwindelanfällen (IV-act. 39). Demgegenüber berichtete Dr. E.___ am 23. Oktober 

2007, dass sich der psychische Gesundheitszustand der Versicherten nicht wesentlich 

verändert habe. Im Gegenteil sei es eher zu einer leichten Besserung gekommen. Die 

Versicherte fühle sich aber weiterhin überfordert und kraftlos. Sie klage über Müdigkeit, 

Kopfweh und Schlafstörungen. Es fänden weiterhin in regelmässigen Abständen 

Gespräche statt und Antidepressiva würden verordnet. Die Compliance sei aber 

fraglich (IV-act. 40). Dr. C.___ gab am 26. November 2007 an, dass sich der 

Gesundheitszustand verschlechtert und die Diagnosen geändert hätten. Als Diagnosen 

nannte er eine somatoforme Schmerzstörung mit leicht progressiven Beschwerden und 

eine therapieresistente Depression. Die Versicherte klage über erhebliche zervikale 

Schmerzen mit Cephalea. Daneben verspüre sie verstärkte Ischialgien links mehr als 

rechts. Objektivierbar sei eine Hypästhesie Vorfuss links bei beidseitigem Lasègue 80 

Grad und normaler übriger Neurologie. Des Weiteren klage sie über diffuse 

Gelenksschmerzen in den Fingern und es sei ein therapieresistenter anhaltender 

A.b. 

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depressiver und dysphorischer Gemütszustand vorhanden (IV-act. 43). In seiner 

Beurteilung vom 17. Dezember 2007 kam der RAD zum Schluss, dass sich gestützt auf 

die vorliegenden medizinischen Unterlagen keine Hinweise auf eine erhebliche, 

objektivierbare Veränderung des Gesundheitszustandes ergäben. Medizinische 

Revisionsgründe lägen nicht vor (IV-act. 44). Mit Mitteilung vom 29. Januar 2008 

informierte die IV-Stelle die Versicherte darüber, dass bei der Überprüfung des 

Invaliditätsgrades keine Änderung festgestellt worden sei, die sich auf den 

Rentenanspruch auswirke (IV-act. 46).

Am 24. März 2010 teilte der Ehemann der Versicherten der IV-Stelle mit, dass 

seine Ehefrau seit .___ 2010 eine Anstellung als .___ auf Stundenbasis bei der F.___ AG 

habe, die jedoch bis .___ 2010 befristet sei (vgl. IV-act. 49 f.). Im Rahmen einer im 

August 2011 eingeleiteten Überprüfung der Rente gab die Versicherte an, dass ihr 

Gesundheitszustand seit ca. einem Jahr gleich geblieben sei und dass sie seit .___ 

2010 zwei bis acht Stunden pro Woche einer Arbeit nachgehe (vgl. IV-act. 52; zum 

eingereichten Arbeitsvertrag mit der F.___ AG mit einer wöchentlichen Arbeitszeit 

zwischen zwei bis acht Stunden vgl. IV-act. 54; vgl. ferner IV-act. 58). Am 17. 

September 2011 beurteilte Dr. C.___ den Gesundheitszustand als stationär. Als 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er den Verdacht auf ein CTS 

beidseits und eine akzentuierte chronische Depression. Die Versicherte leide weiterhin 

an starken depressiven Verstimmungen und sei deshalb auch weiterhin in 

psychiatrischer Behandlung. Wegen zunehmender Schwierigkeiten beim Spüren der 

Finger bei der Arbeit werde nun eine neurologische Austestung veranlasst (IV-act. 60). 

Am 20. September 2011 berichtete Dr. E.___, dass sie die Versicherte ca. drei- bis 

viermal pro Jahr für eine kurze Besprechung sehe. Die Versicherte klage jeweils 

darüber, dass alles mühsam und ermüdend sei, dass sie zwei Kinder habe, für die sie 

arbeiten müsse, und dass ihr Ehemann ebenfalls krank sei. Die Versicherte sei jeweils 

in dysphorischer Stimmung, wirke ablehnend und unzugänglich. Sie klage über alles, 

z.B. darüber, dass sie trockene Augen habe, eine Brille tragen müsse, Schmerzen in 

den Muskeln und keine Gefühle in den Fingern habe, nervös sei, Sorgen habe, 

Kältegefühle und Schwindelgefühle habe, nachts sehr schlecht schlafen könne, unter 

Ängsten leide, Magenprobleme und Obstipation habe, an Kopfschmerzen und 

Schmerzen in den Handgelenken leide und eine Ulnarisschiene tragen müsse. Sie sei 

A.c. 

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jeglicher Medikation gegenüber sehr ablehnend eingestellt, weshalb auch die 

Compliance nicht eingeschätzt werden könne. Sie arbeite zwei Stunden täglich als 

Reinigungskraft. Eine zusätzliche Vermittlung von Arbeit wäre sinnvoll (IV-act. 61-3 f.). 

Mit Mitteilung vom 27. September 2011 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass 

bei der Überprüfung des Invaliditätsgrades keine Änderung festgestellt worden sei, die 

sich auf die Rente auswirke, sodass weiterhin ein Anspruch auf die bisherige 

Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 50 % bestehe (IV-act. 63).

Im Rahmen einer im März 2013 eingeleiteten Überprüfung der Rente gab die 

Versicherte am 14. März 2013 an, dass sich ihr Gesundheitszustand seit ca. sechs 

Monaten verschlechtert habe. Auf die Frage, worin die allfällige Änderung bestehe, gab 

sie an, dass ihre Kinder nun in der Pubertät seien (IV-act. 66). Demgegenüber erklärte 

Dr. C.___ in einem Bericht vom 25. März 2013, dass im Wesentlichen keine relevanten 

Veränderungen eingetreten seien. Noch immer bestehe eine depressive dysphorische 

Stimmung. Am 4. November 2011 sei ein CTS rechts operiert worden, jedoch bestehe 

ein solches beidseitig. Im Vordergrund stünden die Symptome der gedrückten 

Stimmungslage mit Nervosität, eine Schlafstörung sowie ein allgemeines 

Überforderungsgefühl (IV-act. 69-3 f.; vgl. ferner IV-act. 70 ff.). Dr. E.___ berichtete am 

9. April 2013, dass sich seit 2005 bei der Versicherten nichts Wesentliches verändert 

habe. Sie sei seit April 2004 in sehr grossen Abständen bei ihr in ambulanter 

Behandlung (vgl. IV-act. 71-4). In einer Beurteilung vom 23. April 2013 erklärte der 

RAD, dass Dr. E.___ in ihrem Arztbericht vom 4. April 2005 die Diagnose einer 

rezidivierenden Störung mit somatischem Syndrom mit F33.01 kodiert habe, was einer 

gegenwärtig leichten depressiven Episode entspreche. Die leichte Ausprägung der 

depressiven Episode erkläre die als Differentialdiagnose genannte Dysthymie. Dabei 

handle es sich um eine chronische, wenigstens mehrere Jahre andauernde depressive 

Verstimmung, bei der keine oder nur sehr wenige der einzelnen depressiven Episoden 

so schwer seien oder lange andauerten, dass sie die Kriterien für eine rezidivierende 

leichte depressive Störung erfüllten. Ein medizinischer Revisionsgrund bestehe aber 

nicht, da sich der Gesundheitszustand seit der Rentenzusprache nicht wesentlich 

verändert habe (vgl. IV-act. 73-2). Mit Mitteilung vom 25. April 2013 informierte die IV-

Stelle die Versicherte über den unveränderten Anspruch auf die bisherige 

Invalidenrente (IV-act. 75).

A.d. 

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B.  

Am 6. Juli 2017 teilte die Z.___ AG der IV-Stelle mit, dass die Versicherte seit 

dem .___ Januar 2017 arbeitsunfähig sei und Leistungen aus der Taggeldversicherung 

beziehe (vgl. IV-act. 83). Sie stellte der IV-Stelle die von der Versicherten am 3. Juli 

2017 ausgefüllte Anmeldung für berufliche Massnahmen und Rentenleistungen zu, in 

welcher diese angegeben hatte, bereits eine IV-Rente für einen Invaliditätsgrad von 50 

% zu beziehen, jedoch seit dem .___ März 2017 bis auf weiteres zu 100 % 

arbeitsunfähig zu sein (vgl. IV-act. 80).

B.a. 

In einem Bericht vom 12. August 2017 gab Dr. C.___ an, dass die Versicherte 

unter starken lumbalen Schmerzen leide. Diese hätten sich seit Februar 2017 derart 

intensiviert, dass sie nicht mehr arbeitsfähig sei. Am 10. April und 27. Juni 2017 

durchgeführte Infiltrationen hätten nur einen mässigen Erfolg erzielt. Die Lumbalgien 

wirkten sich bei Bewegungen, beim Gehen und beim Tragen von Lasten limitierend 

aus. Es handle sich um eine Versicherte mit langjährigen Leiden und auch 

multifaktoriellen Belastungen. Eine ergänzende medizinische Abklärung sei 

empfehlenswert (IV-act. 90). Dr. E.___ beschrieb den Gesundheitszustand der 

Versicherten am 6. September 2017 als stationär. Die Versicherte klage weiterhin über 

depressive Beschwerden, Angstzustände, Schlafstörungen und körperliche 

Beschwerden. Sie fühle sich überfordert. Eine umfassende medizinische Abklärung 

wäre sicher nicht kontraindiziert. Falls nur psychische Einschränkungen vorhanden 

wären, wären berufliche Massnahmen eventuell indiziert (IV-act. 92).

B.b. 

Mit Verfügung vom 31. Oktober 2017 passte die IV-Stelle aufgrund nachträglich 

korrigierter Einkommen bzw. der definitiven Steuermeldung die Höhe der monatlichen 

Rentenauszahlungen ab September 2012 an (IV-act. 99).

B.c. 

Am 26. Januar 2018 erstattete die Abklärungsstelle PMEDA im Auftrag der 

Krankentaggeldversicherung ein psychiatrisch-rheumatologisches Gutachten. Die 

Sachverständigen konnten bei der Versicherten keine Diagnosen mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit feststellen und attestierten ihr in der angestammten Tätigkeit eine 

Arbeitsfähigkeit von 100 % (vgl. Fremdakten; act. G 4.2-2).

B.d. 

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Im Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte am 5. Februar 2018 orthopädisch 

und am 14. Februar 2018 psychiatrisch von der SMAB AG untersucht (vgl. IV-act. 109). 

In der Konsensbeurteilung ihres bidisziplinären Gutachtens vom 16. März 2018 (zum 

Datum des Gutachtens vgl. IV-act. 109-1) nannten die Sachverständigen als Diagnose 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (vgl. IV-act. 109-12). Sodann kamen sie 

zum Schluss, dass sowohl in der bisherigen als auch in einer anderen 

leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 60-70 % vorliege. Retrospektiv 

erachteten die Gutachter es als plausibel, dass ab der Berentung im Jahr 2005 bis zum 

Jahr 2010 eine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 50 % vorgelegen habe. Ab 

2010 sei es dann aber zu einer Besserung gekommen mit einer Arbeitsunfähigkeit im 

Bereich von 20-30 %. Aufgrund des Verlustes des Arbeitsplatzes habe sich die 

Depression dann allerdings wieder verstärkt, sodass ab etwa Anfang 2017 wieder eine 

mittelgradige depressive Symptomatik mit einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % 

vorgelegen haben dürfte und dies bis längstens zum Termin bei Dr. E.___ vom 5. Juli 

2017. Ab dem 5. Juli 2017 sei von einer leichten bis mittelgradigen depressiven 

Symptomatik mit einer Arbeitsunfähigkeit von 30-40 % auszugehen (IV-act. 109-14 f.).

B.e. 

Nach der Einholung einer RAD-Beurteilung (vgl. IV-act. 110) stellte die IV-Stelle der 

Versicherten gestützt auf die Beurteilung der SMAB AG mit Vorbescheid vom 26. März 

2018 die Einstellung der Invalidenrente auf das Ende des der Zustellung folgenden 

Monats in Aussicht (vgl. IV-act. 113).

B.f. 

Am 17. Mai 2018 ging bei der IV-Stelle ein Bericht von med. pract. G.___, Facharzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 14. Mai 2018 ein, in welchem dieser 

erklärt hatte, dass die Versicherte sich seit dem 27. April 2018 bei ihm in ambulanter 

Behandlung befinde und dass sich ihr Gesundheitszustand seit der Untersuchung 

durch die SMAB AG vom 14. Februar 2018 wesentlich verschlechtert habe. Aktuell 

bestehe keine leichte bis mittelgradige depressive Episode im Rahmen einer 

rezidivierenden depressiven Störung mehr, sondern eine schwergradige depressive 

Episode. Die Versicherte sei daher aus psychiatrischer Sicht für alle Arbeiten zu 100 % 

arbeitsunfähig. Med. pract. G.___ hatte weiter angemerkt, dass die Durchführung einer 

stationären Behandlung eventuell noch sinnvoll sein könnte, die Versicherte aktuell 

jedoch nicht in eine psychiatrische Klinik gehen möchte (vgl. IV-act. 124).

B.g. 

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Am 6. Juni 2018 liess die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher lic. iur. D. Küng, 

St. Gallen, gegen den Vorbescheid vom 26. März 2018 Einwand erheben (vgl. IV-act. 

129).

B.h. 

In einer Beurteilung vom 10. Juli 2018 hielt der RAD fest, dass aktuell von einem 

instabilen Gesundheitszustand auszugehen sei. Die Behandlungsmöglichkeiten seien 

nicht ausgeschöpft. Vor einer erneuten psychiatrischen Begutachtung sollte sich die 

Versicherte in eine stationäre oder zumindest tagesklinische psychiatrische 

Behandlung begeben und eine Intensivierung der antidepressiven Therapie nach 

Massgabe der Behandler durchgeführt werden (vgl. IV-act. 131).

B.i. 

In Verlaufsberichten vom 29. August 2018 und 3. April 2019 ging med. pract. G.___ 

weiterhin von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwergradige 

depressive Episode, sowie einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus (vgl. IV-act. 135 und 

137). Seinem ersten Verlaufsbericht legte er einen Bericht zu einem Vorgespräch in der 

Klinik D.___ vom 20. Juli 2018 bei. Darin war in der Beurteilung festgehalten worden, 

dass die Versicherte nach eigenen Angaben die Symptome einer mittel- bis 

schwergradigen depressiven Episode sowie einer somatoformen Schmerzstörung 

aufweise. Aufgrund der hohen Ausprägung der Depressivität, der geringen 

Behandlungsmotivation und der eingeschränkten Sprachkenntnisse werde das 

stationäre Behandlungsangebot der Klinik nicht als indiziert erachtet. Dies auch um 

regressive Verhaltensweisen nicht zu fördern. Stattdessen würde ein 

niederschwelligeres, nicht regressionsförderndes Behandlungsangebot empfohlen, 

beispielsweise eine tagesklinische Behandlung, wo ein muttersprachiges Angebot 

vorhanden sei, oder auch eine Anbindung an ein ambulantes sozial-psychiatrisches 

Zentrum (vgl. IV-act. 135-8 f.). In einer Stellungnahme vom 26. August 2019 hielt der 

RAD fest, dass der Gesundheitszustand der Versicherten laut med. pract. G.___ stabil 

sei, weshalb eine Verlaufsbegutachtung in Auftrag gegeben werden könne (IV-act. 

143).

B.j. 

Am 11. Februar 2020 erstattete die SMAB AG ein rheumatologisch-psychiatrisch-

neuropsychologisches Folgegutachten (vgl. IV-act. 156). In ihrer Gesamtbeurteilung 

nannten die Sachverständigen als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (vgl. IV-act. 

B.k. 

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C.  

156-8). Weiter kamen sie zum Schluss, dass sowohl in der bisherigen als auch in einer 

anderen leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 90 % (8.5 Stunden 

täglich; Leistungsminderung 10 %) vorliege. Die Arbeitsfähigkeit sei zum Zeitpunkt der 

Erstbegutachtung nur aus psychischen Gründen vermindert gewesen. Dabei sei es 

geblieben. Unter Berücksichtigung des aktuellen neuropsychologischen Gutachtens 

und der deutlichen Hinweise auf eine Aggravationsproblematik werde eingeschätzt, 

dass auch im Zeitpunkt der Erstbegutachtung bei der SMAB AG nur eine leichte 

depressive Episode und keine leichte bis mittelgradige depressive Episode vorgelegen 

habe. Auch sei vor diesem Hintergrund anzunehmen, dass zum Zeitpunkt der 

Erstbegutachtung bereits eine Arbeitsfähigkeit von 90 % vorhanden gewesen sei, bei 

der es bis zum aktuellen Zeitpunkt geblieben sei (vgl. IV-act. 156-10 f.). In seiner 

Beurteilung vom 13. Februar 2020 kam der RAD zum Schluss, dass auf das 

Verlaufsgutachten vollumfänglich abgestellt werden könne (vgl. IV-act. 157-5).

Mit Vorbescheid vom 10. März 2020 stellte die IV-Stelle der Versicherten unter 

Verweis auf das Verlaufsgutachten der SMAB AG die Einstellung der Invalidenrente per 

Ende des auf die Zustellung der Verfügung folgenden Monates in Aussicht (vgl. IV-act. 

161).

B.l. 

Gegen diesen Vorbescheid liess die Versicherte durch ihren Rechtsvertreter am 

18. Mai 2020 einen Einwand erheben (vgl. IV-act. 167) und eine E-Mail von Dr. C.___ 

vom 21. März 2020 (vgl. IV-act. 167-6) einreichen. Am 8. Juni 2020 ging bei der IV-

Stelle ein Bericht von med. pract. G.___ vom 20. April 2020 ein (vgl. IV-act. 170). Am 

12. Juni 2020 nahm der RAD zu den neu eingereichten Berichten Stellung (vgl. IV-act. 

169)

B.m. 

Mit Verfügung vom 22. Juni 2020 hob die IV-Stelle die IV-Rente auf das Ende des 

der Verfügungszustellung folgenden Monats auf (IV-act. 171).

B.n. 

Gegen diese Verfügung erhob die weiterhin durch Rechtsanwalt Küng vertretene 

Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 14. Juli 2020 Beschwerde. Sie 

beantragte, die Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 22. 

Juni 2020 sei vollumfänglich aufzuheben und ihr sei eine ganze Invalidenrente ab 

C.a. 

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Erwägungen

1.  

spätestens Juli 2017 zuzusprechen und zu entrichten. Allenfalls seien weitere 

Abklärungen zu veranlassen und ihr alsdann die soeben erwähnte Rente zuzusprechen 

und zu entrichten; unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin (vgl. act G 1). Ihrer Beschwerde legte sie einen neuen Bericht von 

med. pract. G.___ vom 30. Juni 2020 bei (vgl. act. G 1.2).

In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. September 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 4).

C.b. 

In ihrer Replik vom 6. Januar 2021 hielt die Beschwerdeführerin an den in der 

Beschwerde gestellten Rechtsbegehren fest (act. G 15).

C.c. 

Mit Schreiben vom 12. Januar 2021 hielt die Beschwerdegegnerin an dem in der 

Beschwerdeantwort gestellten Antrag vollumfänglich fest und verzichtete auf die 

Erstattung einer ausführlichen Duplik (act. G 17).

C.d. 

Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Invalidenrente 

der Beschwerdeführerin zu Recht revisionsweise eingestellt hat.

1.1. 

Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid 

ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine 

halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine 

Viertelsrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann 

Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird grundsätzlich das Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

1.2. 

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2.  

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird 

die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, 

herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt 

jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den 

Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist 

somit nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, 

sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich 

gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. 

E. 3.5 mit Hinweisen). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer 

anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer 

materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, 

Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht; vorbehalten 

bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 133 V 

114 E. 5.4 mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der 

Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes 

auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von 

Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2008, 

9C_562/2008, E. 2.1 mit Hinweis).

1.3. 

Nach dem Gesagten ist zunächst zu prüfen, ob seit der ursprünglichen Renten­

zusprache (Verfügung vom 18. Januar 2007; vgl. IV-act. 25 f. und 34; die Verfügung 

vom 31. Oktober 2017 beruht auf keiner Prüfung des Gesundheitszustandes; vgl. IV-

act. 99; die Mitteilungen vom 29. Januar 2008, 27. September 2011 und 25. April 2013 

beruhen ebenfalls nicht auf einer umfassenden Abklärung des Sachverhalts; vgl. IV-act. 

46, 63 und 75) eine potentiell anspruchsrelevante Veränderung des 

Gesundheitszustandes eingetreten ist. Die Verfügung vom 18. Januar 2007 ist gestützt 

auf den Bericht von Dr. C.___ vom Januar 2005, denjenigen von Dr. E.___ vom 4. April 

2005 sowie die Beurteilung des RAD vom 18. Mai 2005 erlassen worden (vgl. IV-act. 7, 

12 und 13 f.). Dr. E.___ hatte damals eine rezidivierende depressive Störung mit 

somatischem Syndrom sowie ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit 

pseudoradikulärer Schmerzausstrahlung ins linke Bein beschrieben (vgl. IV-act. 12). Dr. 

C.___ hatte als Diagnosen eine schwere depressive Episode, teils reaktiv, sowie eine 

2.1. 

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chronische Cephalea angegeben (vgl. IV-act. 7). Beide hatten der Beschwerdeführerin 

eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. IV-act. 7 und 12), die vom RAD in seiner 

Stellungnahme vom 18. Mai 2005 bestätigt worden ist (vgl. IV-act. 13 f.). Der Verfügung 

vom 18. Januar 2007 liegt demnach eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit zugrunde (vgl. IV-

act. 25 f. und 34).

Die Beschwerdegegnerin hat zur Beurteilung der seitens der Beschwerdeführerin 

im Juli 2017 geltend gemachten Veränderung des Gesundheitszustandes (vgl. IV-act. 

80 und 83) zwei Gutachten bei der SMAB AG in Auftrag gegeben (vgl. IV-act. 109 und 

156). Sie stützt sich für die Einstellung der Rentenleistungen in erster Linie auf das 

Gutachten vom 11. Februar 2020 (vgl. IV-act. 171). Hinsichtlich der Beweiskraft des 

Gutachtens der SMAB AG vom 11. Februar 2020 fällt ins Gewicht, dass es auf 

eigenständigen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange umfassend ist. Die 

von der Beschwerdeführerin geklagten Leiden sind berücksichtigt worden. Die 

Vorakten sind im Gutachten diskutiert worden. Die gestellten Diagnosen und die 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit haben die Gutachter ausführlich begründet. Die 

sowohl für die angestammte als auch für leidensangepasste Tätigkeiten attestierte 

Arbeitsunfähigkeit von 10 % leuchtet in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein (vgl. IV-act. 

156). Nachvollziehbar haben die Sachverständigen ausgeführt, dass in der ersten 

Begutachtung vom 16. März 2018 Hinweise für eine Beschwerdebetonung festgehalten 

worden seien, eine Problematik im Sinne einer Aggravation oder Simulation damals 

aber nicht angenommen worden sei. Allerdings sei im Rahmen der Erstbegutachtung 

durch die SMAB AG auch keine neuropsychologische Zusatzbegutachtung erfolgt. Die 

Möglichkeiten, Aggravation oder Simulation aufzudecken, seien in der 

Neuropsychologie aufgrund diesbezüglicher spezifischer Untersuchungsmethoden 

deutlich umfassender als in einer klinisch-psychiatrischen Untersuchung. In der 

aktuellen neuropsychologischen Untersuchung habe sich die Beschwerdeführerin 

hochgradig auffällig gezeigt. Aus neuropsychologischer Sicht sei von einer gezielten 

Antwortmanipulation auszugehen. Es sei anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin 

die richtigen Antworten auf die Fragen gewusst habe und bewusst die falschen 

ausgewählt habe. Es liege also nicht nur eine zu geringe Anstrengungsbereitschaft vor, 

sondern eine erhöhte Anstrengungsbereitschaft mit der Zielsetzung zu manipulieren. 

Daraus müsse die Schlussfolgerung gezogen werden, dass die Problematik 

authentischen Verhaltens deutlich grösser sei, als dies im Rahmen der 

Erstbegutachtung aufgrund der klinisch-psychiatrischen Untersuchung angenommen 

worden sei. Hinsichtlich des Ausprägungsgrades der Depression zeige sich aktuell ein 

praktisch identisches Bild wie schon im Rahmen der Erstbegutachtung. Unter 

2.2. 

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Berücksichtigung der Aggravation hätte sich im Rahmen der Erstbegutachtung 

allenfalls die Diagnose einer leichten depressiven Episode bei rezidivierender 

depressiver Störung ergeben, da es seit dieser Begutachtung zu keiner Änderung 

gekommen sei und sich diese Diagnose aktuell erheben lasse (vgl. IV-act. 156-6 f.). 

Was die Schmerzsymptomatik angehe, so sei im Rahmen der Erstbegutachtung 

eingeschätzt worden, dass es Hinweise für eine Beschwerdebetonung gebe. Unter 

Berücksichtigung der aktuellen rheumatologischen Untersuchung werde hinsichtlich 

der von der Beschwerdeführerin angegebenen Schmerzsymptomatik eingeschätzt, 

dass mindestens von einer Beschwerdebetonung, wenn nicht gar von einer 

Aggravation auszugehen sei. So habe die Seitenmessung im Rahmen der 

rheumatologischen Untersuchung beispielsweise keine pathologische Differenz 

ergeben, sodass eine längere Schonung eines Armes oder Beines mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden könne. Auch hätten sich die Werte für die 

gemäss dem Medikamentenplan eingenommenen Präparate unterhalb des jeweiligen 

therapeutischen Bereichs befunden (vgl. IV-act. 156-7). Insgesamt liessen sich die von 

der Beschwerdeführerin demonstrierten und geschilderten Beschwerden aus 

somatischer Sicht nicht ausreichend objektiveren. Es bestehe eine auffallende 

Diskrepanz zwischen den subjektiv geklagten Beschwerden und den objektivierbaren 

klinischen und radiologischen Befunden (vgl. IV-act. 156-10).

Angesichts der im Rahmen der Begutachtung erhobenen Aggravationstendenzen 

erstaunt es denn auch nicht, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter 

derjenigen von med. pract. G.___, der von einer schweren depressiven Episode und 

einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten ausgeht, fundamental 

widerspricht. Vorliegend weisen aber nicht nur die SMAB-Gutachten, sondern auch die 

übrigen medizinischen Akten auf eine suboptimale Anstrengungsbereitschaft bzw. 

Aggravationstendenzen der Beschwerdeführerin hin, welche med. pract. G.___ bei 

seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit wohl unberücksichtigt gelassen hat (vgl. dazu 

auch die Stellungnahme des RAD vom 12. Juni 2020; IV-act. 169). So liefert med. 

pract. G.___ beispielsweise in dem mit der Beschwerde eingereichten Bericht vom 30. 

Juni 2020 keine Erklärung dafür, weshalb die Beschwerdeführerin bei dem von ihm 

geschilderten schweren depressiven Zustandsbild lediglich einmal pro Monat zu ihm in 

die Behandlung kommt (vgl. act. G 1.2 S. 6). Entsprechend fällt auf, dass er in seinen 

Berichten zu grossen Teilen die subjektiven Empfindungen und Angaben der 

Beschwerdeführerin wiedergibt, ohne sich kritisch mit diesen auseinanderzusetzen (vgl. 

act. G 1.2; vgl. IV-act. 124, 135, 137 und 170). So ist es für ihn auch nicht erklärbar, 

weshalb die Klinik D.___ unter anderem wegen einer geringen Behandlungsmotivation 

eine stationäre Therapie bei der Beschwerdeführerin als nicht indiziert erachtet hat (vgl. 

2.3. 

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IV-act. 135). Widersprechen Berichte behandelnder Ärzte dem von der Verwaltung bei 

externen Spezialärzten eingeholten Gutachten, ist die unterschiedliche Natur von 

Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Ärzte einerseits und 

Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits zu 

beachten (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 6. April 2006, I 

803/05, E. 5.5, und vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2). Daher ist es nicht zulässig, ein 

medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum 

Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte später zu 

anderslautenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten 

abweichenden Auffassungen festhalten. Vorbehalten bleiben aber Fälle, in denen sich 

eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und 

nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die 

im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des 

Bundegerichts vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2 mit weiterem Hinweis). Solche 

sind vorliegend auch aus den nach der Folgebegutachtung eingereichten Berichten von 

med. pract. G.___ vom 20. April (vgl. IV-act. 170) und 30. Juni 2020 (vgl. act. G 1.2) 

nicht ersichtlich. Mit den Berichten von med. pract. G.___ vom 29. August 2018 und 3. 

April 2019 hat im psychiatrischen SMAB-Gutachten eine ausreichende 

Auseinandersetzung stattgefunden (vgl. insbesondere IV-act. 156-14 und 156-28 ff.). 

Ausserdem hat der RAD in seiner Stellungnahme vom 12. Juni 2020 zutreffend darauf 

hingewiesen, dass sich med. pract. G.___ häufig redundant geäussert habe. Weiter hat 

der RAD schlüssig dargelegt, weshalb trotz des nachgereichten Berichts vom 20. April 

2020 auf das SMAB-Gutachten vom 11. Februar 2020 abgestellt werden könne (vgl. IV-

act. 169). Im Übrigen hatte bereits Dr. E.___ mehrfach auf eine fragliche Compliance 

seitens der Beschwerdeführerin hingewiesen und am 20. September 2011 auf eine 

Behandlungsfrequenz von lediglich ca. drei oder vier kurzen Besprechungen pro Jahr 

aufmerksam gemacht (vgl. z.B. IV-act. 12 und 61-3 f.). Auch aus den E-Mails von Dr. 

C.___ vom 21. März 2020 (vgl. IV-act. 167-6) und 28. Juni 2020 (vgl. act. G 1.3) 

ergeben sich keine Hinweise, die den Beweiswert des Gutachtens der SMAB AG vom 

11. Februar 2020 entkräften könnten. Vielmehr hat Dr. C.___ am 21. März 2020 

bestätigt, dass aus somatischer Sicht keine relevanten Aspekte zu ergänzen seien. Für 

die psychiatrische Einschätzung hat er im Wesentlichen auf med. pract. G.___ 

verwiesen (vgl. IV-act. 167-6). Schliesslich spricht auch das psychiatrisch-

rheumatologische Gutachten der PMEDA vom 26. Januar 2018 dafür, dass bei der 

Beschwerdeführerin Aggravationstendenzen vorhanden sind und keine 50%ige 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr vorliegt (vgl. Fremdakten; act. G 4.2-2).

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3.

Angesichts dessen, dass sich die 90%ige Arbeitsfähigkeit vorliegend auch auf den 

angestammten Tätigkeitsbereich der Beschwerdeführerin bezieht (vgl. IV-act. 156-10 

f.), resultiert offensichtlich kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 40 %, weshalb 

sich weitere Ausführungen zum Einkommensvergleich erübrigen. Folglich hat die 

Beschwerdegegnerin die bisher ausgerichtete halbe Invalidenrente zu Recht 

revisionsweise eingestellt.

4.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss wird ihr im Betrag von Fr. 600.-- angerechnet.

Gestützt auf das überzeugende Verlaufsgutachten der SMAB AG vom 11. Februar 

2020 ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der 

Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit im Vergleich zur ursprünglichen Renten­

zusprache (Verfügung vom 18. Januar 2007, welcher eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % 

zugrunde liegt; vgl. IV-act. 25 f. und 34) erheblich verbessert haben und die 

Beschwerdeführerin spätestens ab dem Zeitpunkt der psychiatrischen 

Erstbegutachtung durch die SMAB AG vom 14. Februar 2018 (zum Datum vgl. IV-act. 

109-1) zu 90 % arbeitsfähig ist (vgl. IV-act. 156-10 f.).

2.4. 

Zusammenfassend ist die Beschwerde im Sinne der Erwägungen abzuweisen.4.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der unterliegenden 

Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen.

4.2. 

bis

Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung.

4.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.09.2021
	Art. 17 ATSG: Gestützt auf das überzeugende Folgegutachten der SMAB AG vom 11. Februar 2020 ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit im Vergleich zur ursprünglichen Rentenzusprache erheblich verbessert haben. Folglich hat die Beschwerdegegnerin die bisher ausgerichtete halbe Invalidenrente zu Recht revisionsweise eingestellt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. September 2021, IV 2020/155).

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