# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dc0e61fd-7488-573d-b8ca-f69aa5661148
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-05-22
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 22.05.2019 BG.2019.27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BG-2019-27_2019-05-22.pdf

## Full Text

Beschluss vom 22. Mai 2019  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, 

Cornelia Cova und Stephan Blättler,  

Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
Parteien  A., 

Beschwerdeführer 

 

 

 gegen 

   

1. KANTON THURGAU, GENERALSTAATSAN-

WALTSCHAFT, 

 

2. KANTON BERN, GENERALSTAATSANWALT-

SCHAFT, 

Beschwerdegegner 

  

Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 

StPO) 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2019.27 

  

 

 

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Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft Bischofszell mit Übernahmeverfügung vom 10. April 2019 

das bisher von der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Emmental-Ober-

aargau, geführte Strafverfahren gegen A. wegen mehrfacher Widerhandlung ge-

gen das Betäubungsmittelgesetz übernahm (act. 1.2); 

- A. dagegen mit undatierter Eingabe beim Obergericht des Kantons Bern Be-

schwerde erhob (act. 1); 

- A. seiner Beschwerde das Orientierungsschreiben der Fürsprecherin B. vom 

14. Mai 2019 und die Kopie der angefochtenen Übernahmeverfügung des Staats-

anwaltschaft Bischofszell vom 10. April 2019 beilegte (act. 1.1);  

- Fürsprecherin B. in ihrem Orientierungsschreiben dem Beschwerdeführer unter 

Beilage der Kopie der Übernahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Bischofszell 

vom 10. April 2019 erklärte, dass Rechtsanwalt C. als sein Verteidiger eine allfäl-

lige Beschwerde erheben müsste; sie davon ausgehe, dass dieser die Verfügung 

vor ihr erhalten habe; sie abschliessend festhielt, die ihr per B-Post zugestellte 

Verfügungskopie habe wohl lediglich der Kenntnisnahme gedient (act. 1.1); 

- das Obergericht des Kantons Bern mit Schreiben vom 20. Mai 2019 die Be-

schwerde des Beschwerdeführers samt Beilagen zuständigkeitshalber der Be-

schwerdekammer des Bundesstrafgerichts weiterleitete (act. 2);  

- das Obergericht in seinem Übermittlungsschreiben festhielt, die Beschwerde 

sei am 20. Mai 2019 bei ihnen eingegangen (act. 2); 

 

-  auf Nachfrage die Staatsanwaltschaft Bischofszell unter Beilage der entspre-

chenden Sendungsverfolgung erklärte, die angefochtene Übernahmeverfü-

gung vom 10. April 2019 sei Rechtsanwalt C. (Verteidiger des Beschwerde-

führers) am 11. April 2019 eröffnet worden (act. 3). 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- sich die Parteien gegen die von den beteiligten Staatsanwaltschaften ver-

schiedener Kantone getroffene Entscheidung über den Gerichtsstand innert 

zehn Tagen bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts beschwe-

ren können (Art. 41 Abs. 2 Satz 1 StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);  

 

- die Beschwerde zu begründen ist (Art. 396 Abs. 1 StPO), weshalb die Be-

schwerde führende Partei genau anzugeben hat, welche Punkte des Ent-

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scheides sie anficht, welche Gründe einen anderen Entscheid nahelegen 

und welche Beweismittel sie anruft (Art. 385 Abs. 1 StPO);  

 

- die vorliegende Beschwerde offensichtlich nicht innerhalb der 10-tägigen Be-

schwerdefrist erhoben wurde (s.o.); unter diesen Umständen von einer Rück-

weisung der nicht begründeten Beschwerde zur Nachbesserung gemäss 

Art. 385 Abs. 2 StPO abgesehen werden kann; 

 

- auf die Beschwerde nach dem Gesagten nicht einzutreten ist; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem unterliegenden 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

-  die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren auf das reglementarische 

Minimum von Fr. 200.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 

Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über 

die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren 

[BStKR; SR 173.713.162]);  

 

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und erkennt: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 23. Mai 2019 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, unter Beilage einer Kopie 

von act. 1 

- Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, unter Beilage einer Kopie von 

act. 1 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.