# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df010659-3043-581c-9473-904ded985bcb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 13.02.2024 ZR1 2024 171
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2024-171_2024-02-13.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 13. Februar 2025

Referenz ZR1 24 171

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Schmid Christoffel und Michael Dürst
Gabriel, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Fabiola Merk
Flütsch Advokatur & Notariat GmbH, Promenade 87, 7270 Davos 
Platz

gegen

B._____
Beschwerdegegner
vertreten durch Rechtsanwalt Ralph Schiltknecht
Schiltknecht Rechtsanwälte, Postfach, Rain 53, 5001 Aarau 1
C._____
Beschwerdegegnerin

in Sachen

D._____

Gegenstand Besuchsrecht

Anfechtungsobj. Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Graubünden, Zweigstelle Prättigau/Davos, vom 14. August 2024, 
mitgeteilt am 16. August 2024 

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Sachverhalt

A. D._____ (nachfolgend: D._____), geboren am _____, ist das Kind von 
C._____ und B._____. Die Eltern sind nicht miteinander verheiratet und leben 
getrennt. Am 25. Juli 2022 errichtete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Graubünden, Zweigstelle Nordbünden (nachfolgend: KESB Nordbünden), für 
D._____ eine Erziehungsbeistandschaft und eine Beistandschaft mit besonderen 
Befugnissen. Die Mutter brachte D._____ am 18. August 2022 freiwillig bei der 
Pflegefamilie A.C._____ und B.C._____ in E._____ unter. B._____ anerkannte 
D._____ am 18. Oktober 2022 als seine Tochter. 

B. Mit Entscheid vom 5. April 2023 sprach die KESB Nordbünden den Eltern die 
gemeinsame elterliche Sorge über D._____ zu, entzog ihnen indes das 
Aufenthaltsbestimmungsrecht über das Kind und brachte D._____ behördlich bei 
A.C._____ und B.C._____ unter. Infolge des mit der Unterbringung bei der 
Pflegefamilie in E._____ einhergehenden Wohnsitzwechsels übernahm die Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, Zweigstelle Prättigau/Davos 
(nachfolgend: KESB Prättigau/Davos), die für D._____ errichtete 
Kindesschutzmassnahme per 1. September 2023.

C. Der persönliche Verkehr zwischen D._____ und ihren Eltern wurde von der 
KESB Prättigau/Davos mit Entscheid vom 23. April 2024 behördlich geregelt und 
die Verwaltung des Kindesvermögens zusätzlich der Beistandsperson übertragen. 
Diesen Entscheid focht der Vater von D._____ mit Beschwerde beim 
Kantonsgericht von Graubünden an (seit dem 1. Januar 2025 das Obergericht des 
Kantons Graubünden). Dieses Beschwerdeverfahren (ZR1 24 53) wird separat 
geführt.

D. A._____, der Grossvater väterlicherseits von D._____, reichte der KESB 
Prättigau/Davos am 17. Mai 2024 einen Antrag auf Gewährung des persönlichen 
Verkehrs gemäss Art. 274a ZGB ein.

E. Die KESB Prättigau/Davos lehnte den Antrag von A._____ mit Entscheid der 
Kollegialbehörde vom 14. August 2024, mitgeteilt am 16. August 2024, ab.

F. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 
16. September 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden (seit dem 
1. Januar 2025 das Obergericht des Kantons Graubünden) und liess was folgt 
beantragen:

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1. Der Entscheid der KESB, Zweigstelle Prättigau/Davos, vom 14. August 
2024 in Sachen Besuchsrecht des Grossvaters, Herrn A._____, zu 
D._____ sei aufzuheben.

2. Es sei dem Beschwerdeführer ein Besuchsrecht zweimal im Monat für 
mindestens zwei Stunden an einem Samstag zu gewähren.

3. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die KESB, Zweigstelle 
Prättigau/Davos, zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zzgl. MWSt., zu Lasten des 
Kantons.

G. Die KESB Prättigau/Davos reichte ihre Beschwerdeantwort am 14. Oktober 
2024 ein. Die Beschwerdeantwort von B._____, dem Vater von D._____, datiert 
vom 24. Oktober 2024. Am 30. Oktober 2024 äusserte sich der Beschwerdeführer 
erneut. Die Mutter C._____ liess sich nicht vernehmen.

H. Am 1. Januar 2025 ist im Kanton Graubünden die Totalrevision des 
Gerichtsorganisationsgesetzes vom 14. Juni 2022 (GOG; BR 173.000) 
vollumfänglich in Kraft getreten. Auf dieses Datum hin sind das Kantons- und das 
Verwaltungsgericht zum Obergericht des Kantons Graubünden zusammengelegt 
worden. Die hängigen Verfahren des Kantonsgerichts sind per 1. Januar 2025 auf 
das Obergericht übertragen worden (Art. 122 Abs. 5 GOG). Infolgedessen hat die 
ursprüngliche Verfahrensnummer ZK1 24 171 zu ZR1 24 171 geändert. Die 
Verfahrensparteien sind hierüber in Kenntnis gesetzt worden.

I. Die Verfahrensakten der KESB Prättigau/Davos sind beigezogen worden. 
Die Sache ist spruchreif.

Erwägungen

1. Eintreten

1.1. Gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde kann gestützt auf 
Art. 450 Abs. 1 ZGB beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. Dies 
gilt auf auch für Entscheide in Kindesschutzverfahren (Art. 314 Abs. 1 ZGB). Das 
Obergericht des Kantons Graubünden ist die einzige kantonale Beschwerdeinstanz 
(Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]). Über Beschwerden im Erwachsenen- und 
Kindesschutzrecht entscheidet die Erste zivilrechtliche Kammer des Obergerichts 
(Art. 9 Abs. 1 lit. a OGV [BR 173.010]). Der angefochtene Entscheid der KESB 
Prättigau/Davos vom 14. August 2024, mitgeteilt am 16. August 2024, betreffend 
den persönlichen Kontakt des Grossvaters A._____ zu seiner Enkelin D._____ ist 
im Sinne von Art. 450 Abs. 1 ZGB beschwerdefähig (act. B.1). Das Obergericht ist 
für die Beurteilung der Beschwerde zuständig. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen 

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seit Mitteilung des Entscheids schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz 
einzureichen (Art. 450b Abs. 1 i.V.m. Art. 450 Abs. 3 ZGB). Die vom 16. September 
2024 datierende Beschwerde ist rechtzeitig und überdies formgerecht erhoben 
worden (act. A.1).

1.2. Die Aufzählung in Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1-3 ZGB regelt die 
Beschwerdebefugnis abschliessend. Zur Beschwerde legitimiert sind die am 
Verfahren beteiligten Personen und damit in erster Linie die von der behördlichen 
Massnahme unmittelbar betroffenen natürlichen Personen (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 
ZGB; vgl. DROESE, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 450 N. 26a, 29 m.H.a. Urteile des 
Bundesgerichts 5A_721/2019 vom 8. Mai 2020 E. 2.2, 5A_765/2015 vom 
23. November 2015 E. 2.2.3). Nebst dem von Kindesschutzmassnahmen 
unmittelbar betroffenen Kind gelten in Kindesschutzverfahren in aller Regel auch 
die Eltern zu den von der behördlichen Massnahme unmittelbar betroffenen 
natürlichen Personen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_979/2013 vom 28. März 
2014 E. 6). Ebenfalls beschwerdelegitimiert sind die dem betroffenen Kind 
nahestehenden Personen (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB). Das Wort "Nahestehen" 
meint eine auf unmittelbarer Kenntnis der Persönlichkeit der betroffenen Person, 
von dieser bejahte und von Verantwortung für dessen Ergehen geprägte Beziehung, 
die den Dritten geeignet erscheinen lässt, Interessen des Betroffenen 
wahrzunehmen. Diese Beziehung bzw. die Anforderungen daran unmittelbare 
Kenntnis der Persönlichkeit des Betroffenen (1), Bejahung durch den Betroffenen 
(2) und Verantwortung für das Ergehen des Betroffenen (3) – müssen glaubhaft 
gemacht werden (Urteil des Bundesgerichts 5A_663/2013 vom 5. November 2013 
E. 3.2). Nahestehende Personen können unter anderem die Eltern, die Kinder und 
andere durch Verwandtschaft oder Freundschaft mit der betroffenen Person 
Verbundene sein (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht], BBl 2006 
7084 Ziff. 2.3.3). Handelt es sich bei dem Dritten um einen (nahen) Verwandten 
und/oder eine im gleichen Haushalt lebende Person, so wird diese von der 
Rechtsprechung regelmässig – gleichsam im Sinne einer Tatsachenvermutung – 
als nahestehende Person und damit als Person, welche geeignet erscheint, die 
Interessen des Betroffenen wahrzunehmen, anerkannt (Urteil des Bundesgerichts 
5A_112/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 2.5.1.2 m.H.a. Urteil des Bundesgerichts 
5A_663/2013 vom 5. November 2013 E. 3.2). 

1.3. Der Grossvater und Beschwerdeführer hat bei der KESB Prättigau/Davos um 
Einräumung eines persönlichen Verkehrs mit D._____ im Sinne von Art. 274a 

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Abs. 1 ZGB ersucht (act. B.5; KESB act. 14). Diesem Gesuch hat die KESB 
Prättigau/Davos nicht stattgegeben (act. B.1). Als Grossvater der in das 
Kindesschutzverfahren involvierten D._____ ist der Beschwerdeführer ihr naher 
Verwandter. Die zweijährige D._____ lebt fast seit ihrer Geburt in einer Pflegefamilie 
und hatte zu ihrem Grossvater bis anhin nicht viel Kontakt. Der Beschwerdeführer 
(Grossvater) begleitete seinen Sohn jedoch vereinzelt im Rahmen von dessen 
Besuchen. Von einer tiefgehenden und gefestigten Beziehung kann daher nicht 
ausgegangen werden (so auch der Beschwerdeführer selbst in act. A.1, Rz. 56). 
Gemäss dem zwischen Grosseltern und Enkeln sinngemäss anwendbaren Art. 272 
ZGB sind Gross-eltern ihren Enkeln gegenüber zu Beistand, Rücksicht und Achtung 
verpflichtet (HEGNAUER, Grosseltern und Enkel im schweizerischen Recht, in: 
Festgabe für Bernhard Schnyder, 1995, S. 425). Den Beschwerdeführer trifft als 
Grossvater also eine rechtliche Pflicht, um das Wohlergehen seiner Enkeltochter 
besorgt zu sein. Als Verfahrensbeteiligter und als eine dem verfahrensbeteiligten 
Kind nahestehende Person ist der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 450 Abs. 2 
Ziff. 2 ZGB beschwerdelegitimiert.

1.4. Sämtliche Eintretensvoraussetzungen sind erfüllt. Auf die Beschwerde ist 
einzutreten.

2. Prozessuales

2.1. Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär die 
Art. 450 ff. ZGB. Sofern weder das ZGB noch das kantonale EGzZGB eine 
Regelung enthalten, kommen die Bestimmungen der ZPO sinngemäss zur 
Anwendung (Art. 450f ZGB). Das EGzZGB bestimmt in Art. 60 Abs. 5 EGzZGB, 
dass die Regelungen für die zivilprozessuale Berufung sinngemäss gelten, soweit 
das übergeordnete Recht nichts Anderes vorsieht. Demnach kann die 
Rechtsmittelinstanz gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO aufgrund der Akten und ohne 
Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung entscheiden. Ferner sind im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die allgemeinen 
Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens zu beachten (Art. 443 ff. 
ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften 
enthält (vgl. DROESE, a.a.O., Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 
ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an 
gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. 
Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf 
sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt 
sich nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor der 

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gerichtlichen Beschwerdeinstanz (vgl. MARANTA, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 446 N. 1 f.).

2.2. Mit Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhalts (Ziff. 2) und Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die 
Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche Urteil in 
rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann (vgl. 
BBI 2006 7085; vgl. SCHMID, Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich 2010, 
Art. 450a ZGB N. 1). Dennoch gilt das Rügeprinzip gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB, 
welches die nach Art. 446 ZGB geltende Untersuchungs- und Offizialmaxime 
insoweit relativiert, als eine Überprüfung des erstinstanzlichen Entscheids eine 
förmliche Beschwerde voraussetzt und sich die Beschwerdeinstanz folglich primär 
auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentriert (vgl. DROESE, a.a.O., 
Art. 450a N. 4 f.).

2.3. Bei der Beurteilung der Angemessenheit oder der Zweckmässigkeit einer 
angefochtenen Anordnung nimmt die gerichtliche Beschwerdeinstanz eine 
Ermessenskontrolle vor. In Ermessensfragen ist dabei der Entscheidungsspielraum 
der Vorinstanz zu respektieren. Selbst wenn der Rechtsmittelbehörde volle 
Kognition zusteht, übt sie bei der Ermessenskontrolle Zurückhaltung und setzt ihr 
eigenes Ermessen "nicht ohne Not" an die Stelle desjenigen der Vorinstanz (vgl. 
DROESE, a.a.O., Art. 450a N. 14 und 19 m.H.a. BGE 133 II 35 E. 3, und Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 16 94 vom 4. Oktober 2016 E. 2e und 2f). 
Mit anderen Worten übt sich das Obergericht bei der Angemessenheitsprüfung 
aufgrund des spezifischen Fachwissens und der umfassenden 
Sachverhaltskenntnis der KESB grundsätzlich in Zurückhaltung. Allerdings gilt das 
nicht unbeschränkt, ist es doch gerade Sinn und Zweck der Beschwerde gegen 
Entscheide der KESB, dass der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt und 
somit auch die Rüge der Unangemessenheit erhoben werden kann (Art. 450a 
Abs. 1 ZGB).

3. Rechtsverzögerung

3.1. Der Beschwerdeführer bringt verschiedene Rügen vor, wirft der KESB 
namentlich Rechtsverweigerung beziehungsweise Rechtsverzögerung vor. Hätte er 
(der Beschwerdeführer) nicht insistiert, so würde heute noch kein Entscheid 
vorliegen. Das Insistieren auf sein Recht werde ihm zur Last gelegt und negativ 
interpretiert. Dies gehe aus dem angefochtenen Entscheid hervor, worin ausgeführt 
werde: "Angesichts der Anträge der Grosseltern und ihres fordernden Verhaltens 

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während dem Verfahren muss die Zweigstelle Prättigau/Davos davon ausgehen, 
dass es den Grosseltern primär um ihre eigenen Interessen geht und nicht um jene 
von D._____". Die Behauptung, dass es dem Beschwerdeführer nur um sich gehe 
und nicht um das Wohl von D._____, sei unhaltbar, vor allem weil die KESB in der 
Pflicht gewesen sei, einen Entscheid zu fällen, also mit ihrer E-Mail vom 11. Juli 
2024 die Grenze zur Rechtsverweigerung überschritten habe oder zumindest 
"knapp daran vorbei geschrammt" sei (act. A.1, Rz. 31-34).

3.2. Art. 29 Abs. 1 BV enthält ein allgemeines Verbot der formellen 
Rechtsverweigerung. Dieses ist verletzt, wenn eine Behörde in einem 
Rechtsanwendungsverfahren ganz oder teilweise untätig bleibt, obwohl nach den 
massgebenden Verfahrensvorschriften ein Anspruch auf Verfahrenserledigung 
besteht. Als besondere Ausprägung des Verbots der Rechtsverweigerung untersagt 
es das Verbot der Rechtsverzögerung, ein Rechtsanwendungsverfahren über 
Gebühr zu verzögern (WALDMANN, in: Waldmann/Belser/Epiney [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Bundesverfassung, 2015, Art. 29 N. 23, 26). Eine Rechtsverweigerung 
liegt also vor, wenn die Behörde trotz rechtlicher Verpflichtung keinen Entscheid 
erlässt, eine Rechtsverzögerung, wenn sie das Verfahren in ungerechtfertigter 
Weise nicht innert angemessener Frist erledigt (vgl. BBl 2006 7085 Ziff. 2.3.3). 
Bestehen für die Behandlung von Parteieingaben keine gesetzlichen oder 
staatsvertraglichen Fristen, ist die angemessene Verfahrensdauer im Einzelfall 
unter Berücksichtigung der gesamten Umstände zu beurteilen und in ihrer 
Gesamtheit zu würdigen. Dabei sind insbesondere die Art und Natur des 
Verfahrens, der Umfang und die Komplexität der Sache, das Verhalten der 
betroffenen Privaten und der Behörde, die Bedeutung der Sache für die Betroffenen 
sowie die für die Sache spezifischen Entscheidungsabläufe zu berücksichtigen 
(WALDMANN, a.a.O., Art. 29 N. 27; BGE 144 I 318 E. 7.1, 135 I 265 E. 4.4; Urteil des 
Bundesgerichts 1C_732/2021 vom 25. Januar 2022 E. 2.1). Rechtsverzögerung ist 
nicht allein deshalb zu bejahen, weil ein Verfahren längere Zeit (unter Umständen 
mehrere Monate) in Anspruch genommen hat. Als massgebend muss vielmehr 
gelten, ob das Verfahren in Anbetracht der auf dem Spiel stehenden Interessen 
zügig durchgeführt worden ist und die Gerichtsbehörden insbesondere keine 
unnütze Zeit haben verstreichen lassen (Urteil des Bundesgerichts 5A_915/2016 
vom 12. April 2016 E. 5). Den Behörden ist eine Rechtsverzögerung insbesondere 
dann vorzuwerfen, wenn sie ohne ersichtlichen Grund und ohne ausgleichende 
Aktivität während längerer Perioden untätig geblieben sind (sog. "phases 
d'inactivité", Urteil des Bundesgerichts 4A_400/2022 vom 22. November 2022 
E. 3.1 m.H.a. BGE 139 I 206 E. 2, 127 III 385 E. 3a).

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3.3. Im Bereich von Kindesschutzmassnahmen gilt generell das 
Beschleunigungsgebot. Massnahmen solcher Art erweisen sich regelmässig als 
dringlich. Diese Dringlichkeit prägt das Verfahren denn auch nach allen Richtungen, 
ohne dass sie jedoch von der Beachtung der zwingenden rechtsstaatlichen Regeln 
befreien würde. Das Gefährdungspotential ist grundsätzlich ausgeprägt, da der 
kindliche Zeitbegriff von jenem der Erwachsenen abweicht und das Kind (je jünger 
es ist) selbst verhältnismässig kurze Zeitspannen als wesentlich länger empfindet 
(PKG 2010 Nr. 1 E. 4.d; vgl. BREITSCHMID, Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 314/314abis N. 3). Dieser 
Grundsatz ist für das vorliegend von der KESB geführte und zu beurteilende 
Verfahren insofern zu relativieren, als es nicht um die Anordnung einer eigentlichen 
Kindesschutzmassnahme ging, sondern um die Beurteilung des Antrags einer 
Drittperson auf Einräumung eines Besuchsrechts.

3.4. Der Beschwerdeführer wandte sich am 17. Mai 2024 mit seinem Antrag auf 
Einräumung eines Besuchsrechts im Sinne von Art. 274a Abs. 1 ZGB an die KESB 
Prättigau/Davos und erhielt von dieser am 30. Mai 2024 eine Eingangsbestätigung 
(KESB-act. 13, 14). Am 30. Juni 2024 erkundigte sich der Beschwerdeführer 
danach, wann er mit einer Antwort rechnen könne (KESB-act. 12). Am 11. Juli 2024 
antwortete ihm das instruierende Behördenmitglied, der Antrag werde behandelt, 
sobald der Beschwerdeentscheid ergangen sei (KESB-act. 11). Der 
Beschwerdeführer verlangte am 15. Juli 2024 sodann eine Verfügung mit 
Rechtsmittelbelehrung (KESB-act. 9). Am 29. Juli 2024 und erneut am 5. August 
2024 forderte der Beschwerdeführer die KESB zum Erlass einer Verfügung auf 
(KESB-act. 8). Das instruierende Behördenmitglied antwortete am 6. August 2024 
und stellte die Behandlung des Antrags in Aussicht, sofern dies erwünscht sei. 
Zudem wurde begründet, dass aufgrund des beim Kantonsgericht hängigen 
Beschwerdeverfahrens, dessen Entscheid möglicherweise Implikationen für das 
Besuchsrecht des Grossvaters habe, mit der Behandlung des Antrags zugewartet 
worden sei (KESB-act. 6). Der angefochtene Entscheid erging schliesslich am 
14. August 2024 (act. B.1).

3.5. Da vorliegend ein von der KESB erlassener Entscheid zu beurteilen ist, kann 
einzig der Vorwurf der Rechtsverzögerung stichhaltig sein. Zu prüfen ist also, ob die 
KESB das Verfahren in ungerechtfertigter Weise nicht innert angemessener Frist 
erledigt hat, und bejahendenfalls, welche Folgen dies für den angefochtenen 
Entscheid hat. Das Verfahren zur Beurteilung des beschwerdeführerischen Antrags 
dauerte insgesamt drei Monate. Wie gesagt, ging es nicht um die Anordnung von 
Massnahmen zur Wahrung des akut gefährdeten Wohls von D._____. Für das 

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Bestehen einer im Interesse des Kindes zu wahrenden gefestigten Beziehung und 
affektiven Verbundenheit zum Beschwerdeführer hatte die KESB keine 
Anhaltspunkte. Das im Rahmen eines Kindesschutzverfahrens letztlich stets auf 
dem Spiel stehende Kindeswohl war also infolge des andauernden Verfahrens zu 
keinem Zeitpunkt akut gefährdet. Die KESB wartete mit der Beurteilung des 
beschwerdeführerischen Ersuchens zu, weil es hierfür den Ausgang des beim 
Kantonsgericht pendenten Beschwerdeverfahrens abwarten wollte. Die KESB ging 
nämlich davon aus, dass der Ausgang des den persönlichen Verkehr zwischen 
D._____ und ihren Eltern betreffenden Verfahrens möglicherweise Implikationen für 
die Frage des Besuchsrechts des Beschwerdeführers haben würde (KESB-act. 1, 
6). Ein Konnex zwischen den beiden Verfahren ist nicht geradezu augenscheinlich. 
Gleichwohl ist er auch nicht gänzlich inexistent und das einstweilige Abwarten zur 
Vermeidung allfälliger Unstimmigkeiten nicht ungerechtfertigt.

3.6. Unklar ist allerdings, weshalb die KESB zwar den Eingang des vom 17. Mai 
2024 datierenden Antrags des Beschwerdeführers bestätigte (KESB-act. 13, 14), 
sich jedoch erst beinahe zwei Monate später, am 11. Juli 2024, über den weiteren 
Fortgang des Verfahrens erklärte (KESB-act. 11). Vorliegend hätten die ohnehin 
jeweils knapp gehaltenen Antworten ohne Weiteres jeweils zu einem früheren 
Zeitpunkt erfolgen können. Die verzögerte Beantwortung der 
beschwerdeführerischen Anfragen ist also zu beanstanden, war aber nicht direkt 
ursächlich für die gesamte Verfahrensdauer und kann daher für sich allein 
genommen keine Rechtsverzögerung begründen. 

3.7. Die Verfahrensdauer von gesamthaft drei Monaten erweist sich nach diesen 
Ausführungen als angemessen und gerechtfertigt. Der Vorwurf der 
Rechtsverzögerung verfängt nicht.

4. Verstoss gegen Treu und Glauben

4.1. Den rechtlichen Konnex zwischen seinem Gesuch um Einräumung eines 
persönlichen Verkehrs mit D._____ und dem Beschwerdeverfahren des Vaters stellt 
der Beschwerdeführer in Abrede. Grundsätzlich bestehe ein Anspruch auf ein 
Besuchsrecht von Dritten nach Art. 274a ZGB unabhängig von der 
Besuchsregelung der Eltern. Dem Beschwerdeführer dürfe in der Anwendung von 
Art. 274a ZGB nicht negativ angelastet werden, dass er hartnäckig geblieben sei 
und auf eine getrennte Beurteilung gepocht habe. Mit ihrem Vorgehen habe die 
KESB, Zweigstelle Prättigau/Davos, den Grundsatz von Treu und Glauben als 
Verfahrensgrundsatz verletzt (act. A.1, Rz. 38 f.).

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4.2. Der Rechtsgrundsatz von Treu und Glauben gilt allgemein und umfassend 
im Rechtsverkehr und bindet nicht nur Private untereinander (Art. 2 Abs. 1 ZGB). 
Behörden im Verhältnis zu Privaten sind ebenfalls an das Gebot von Treu und 
Glauben gebunden, auch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Art. 5 
Abs. 3 BV; für das Kindesschutzverfahren auch Art. 450f ZGB i.V.m. Art. 52 Abs. 1 
ZPO). Der Grundsatz des Handelns nach Treu und Glauben umfasst allgemein das 
Gebot zu loyalem und vertrauenswürdigem Verhalten im Rechtsverkehr. Staatliche 
wie private Akteure haben sich vertrauenerweckend und vertrauenhonorierend zu 
verhalten. Die KESB entscheidet in Kindesschutzverfahren in Anwendung von 
Zivilrecht hoheitlich und einseitig über Rechte und Pflichten von 
Privatrechtssubjekten (Staat-Bürger-Verhältnis) und ist daher konkret an den 
Grundsatz des Vertrauensschutzes, das Verbot widersprüchlichen Verhaltens 
sowie das Verbot des Rechtsmissbrauchs gebunden (im Einzelnen 
TSCHANNEN/MÜLLER/KERN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl. 2022, N. 476 ff.).

4.3. Ein Verstoss gegen den Grundsatz von Treu und Glauben will der 
Beschwerdeführer darin erblicken, dass die KESB mit ihrem Entscheid über seinen 
Antrag zugewartet hat und das ohne stichhaltigen Grund. In der Annahme, dieser 
Vorwurf wäre begründet (was er nicht ist, vgl. E. 3.5 vorstehend), wäre das 
ungerechtfertigt unangemessen lange Untätigsein – über eine blosse 
Rechtsverzögerung hinausgehend nicht zugleich auch widersprüchlich oder 
rechtsmissbräuchlich. Auch ist nicht ersichtlich, dass verhaltenswirksame 
Erwartungen geweckt und in der Folge durch das Zuwarten enttäuscht worden 
wären. Eine übermässig lange dauernde Beantwortung der Anfragen des 
Beschwerdeführers stellt für sich genommen wiederum höchstens eine 
Rechtsverzögerung dar, ohne gleichsam das Gebot zum Handeln nach Treu und 
Glauben zu verletzen. 

4.4. Als treuwidrig kritisiert der Beschwerdeführer zudem, dass die KESB sein 
Insistieren als forderndes Verhalten und als Beleg dafür gewürdigt habe, dass es 
ihm primär um die eigenen Interessen gehe und nicht um jene von D._____ 
(act. A.1, Rz. 33, 38). Genau genommen wird folgende Erwägung der KESB 
beanstandet: "Angesichts der Anträge der Grosseltern und ihres fordernden 
Verhaltens während dem Verfahren muss die Zweigstelle Prättigau/Davos davon 
ausgehen, dass es den Grosseltern primär um ihre eigenen Interessen geht und 
nicht um jene von D._____" (act. B.1, Ziff. II.1, S. 4). Diese Formulierung bildet Teil 
einer Würdigung der konkreten Umstände, wobei der KESB ein erheblicher 
Ermessensspielraum zukommt (Art. 4 ZGB, vgl. E. 5.2.3 unten). Mit Zurückhaltung 
zu prüfen ist die Frage, ob die KESB das ihr bei der Würdigung zustehende 

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Ermessen unangemessen ausgeübt hat (Ermessenskontrolle) und nicht, ob die 
Würdigung selbst gegen Treu und Glauben verstösst.

4.5. Die mehrmaligen Nachfragen des Beschwerdeführers sind angesichts der 
jeweils eher spät erfolgten Antworten der KESB nachvollziehbar. Aktenkundig sind 
vereinzelte schriftliche Nachfragen via E-Mail, die wohl nachdrücklich formuliert sein 
mögen, nicht aber ungebührlich erscheinen (so etwa am 30. Juni 2024, KESB-
act. 12, am 15. Juli 2024, KESB-act. 9, am 29. Juli 2024, KESB-act. 8, am 5. August 
2024, KESB-act. 7, sowie am 6. August 2024, KESB-act. 5). Weder der Inhalt dieser 
Nachfragen noch der eigentliche Antrag des Beschwerdeführers lassen darauf 
schliessen, er habe primär eigene Interessen verfolgt und nicht (zumindest auch) 
diejenigen seiner Enkeltochter (KESB-act. 39). Diese Würdigung der KESB 
Prättigau/Davos lässt sich daher nicht halten. Dennoch: Selbst wenn der 
Beschwerdeführer sein Gesuch auch oder ausschliesslich aus Eigeninteresse 
gestellt haben sollte, war dieses in erster Linie in Ermangelung ausserordentlicher 
Umstände abzuweisen (siehe unten, E. 6.3). In ihrer Würdigung der gesamten 
Umstände mass die KESB dem aus ihrer Sicht rein egoistischen inneren 
Beweggrund des Beschwerdeführers ohnehin keine gewichtigte Bedeutung zu, 
weswegen der Entscheid der Angemessenheitskontrolle grundsätzlich standhält. 

5. Anspruch auf persönlichen Verkehr Dritter

5.1. Art. 274a Abs. 1 ZGB sieht vor, dass der Anspruch auf persönlichen Verkehr 
auch andern Personen, insbesondere Verwandten, eingeräumt werden kann, wenn 
ausserordentliche Umstände vorliegen und dies dem Wohle des Kindes dient. Die 
Bestimmung trägt denjenigen Konstellationen Rechnung, in denen ein Kind mit 
andern Personen sozialpsychisch in ähnlicher Weise verbunden ist wie mit den 
Eltern. Entfällt in der Folge die Möglichkeit zum spontanen Verkehr, so kann ein 
schutzwürdiges Interesse an der Weiterführung der Beziehung bestehen 
(HEGNAUER, in: Hausheer [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerisches 
Zivilgesetzbuch, Bd. II/2/2/1: Die Gemeinschaft der Eltern und Kinder, Kommentar 
zu Art. 270-275; Die Unterhaltspflicht der Eltern, Kommentar zu Art. 276-295 ZGB, 
1997, Art. 274a N. 8). Das Recht Dritter auf persönlichen Verkehr war weder im 
Vorentwurf noch im Entwurf zur Revision der Bestimmungen über das 
Kindesverhältnis vorgesehen. Erst auf Antrag der nationalrätlichen Kommission 
wurde Art. 274a ZGB im Zuge der Revision der Bestimmungen über das 
Kindesverhältnis eingefügt. Bewusst abgesehen hat der Gesetzgeber davon, für die 
Grosseltern einen eigenständigen Anspruch auf persönlichen Verkehr zu verankern 
(Botschaft vom 5. Juni 1974 über die Änderung des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [Kindesverhältnis], BBl 1974 II 53 f. Ziff. 321.32; HEGNAUER, 

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a.a.O., Art. 274a N. 6 f.). Als Dritte im Sinne von Art. 274a Abs. 1 ZGB kommen 
jedoch in erster Linie regelmässig die Grosseltern in Betracht, da sie zu ihren Enkeln 
mittelbar durch das Kindesverhältnis zu den Eltern verbunden sind und 
infolgedessen einander schon aufgrund von Art. 272 ZGB zu Beistand Rücksicht 
und Achtung und damit auch zu persönlichem Verkehr verpflichtet sind (vgl. ebenso 
HEGNAUER, a.a.O., Art. 274a N. 11; vgl. MEIER/STETTLER, Droit de la filiation, 4. Aufl. 
2009, N. 696).

5.2. Ausgehend vom Wortlaut des Art. 274a Abs. 1 ZGB, setzt die Einräumung 
des Rechts auf persönlichen Verkehr an einen Dritten zweierlei voraus: Es müssen 
ausserordentliche Umstände vorliegen (E. 5.2.1 sogleich) und der persönliche 
Verkehr mit dem Dritten muss dem Wohl des Kindes dienen (E. 5.2.2 nachstehend).

5.2.1. Das Kriterium der ausserordentlichen Umstände weist auf den 
Ausnahmecharakter des Rechts Dritter auf persönlichen Verkehr hin. 
Ausserordentliche Umstände liegen namentlich vor, wenn dem Kind nahestehende 
Dritte infolge einer Veränderung der Familiensituation nicht oder nicht mehr mit ihm 
verkehren können (vgl. HEGNAUER, a.a.O., Art. 274a N. 19 mit Kasuistik). Der Tod 
eines Elternteils stellt einen ausserordentlichen Umstand dar und rechtfertigt einen 
Anspruch auf persönlichen Verkehr der Angehörigen der Familie des verstorbenen 
Elternteils, zu denen auch die Grosseltern gehören, damit die Beziehungen 
zwischen dem Kind und der Verwandtschaft des Verstorbenen aufrechterhalten 
bleiben können (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 5A_380/2018 vom 16. August 
2018 E. 3.2, wo der überlebende Elternteil den Grosseltern aufseiten eines 
verstorbenen Elternteils den Kontakt zum Enkelkind verwehrt hat). Als weitere 
Beispiele für ausserordentliche Umstände werden die besonders enge Beziehung 
genannt, die Dritte zum Kind aufgebaut haben, wie seine Pflegeeltern oder 
Personen, die während einer längeren Abwesenheit eines Elternteils die Lücke 
füllen, wenn dieser wegen Krankheit ausfällt, sich im Ausland oder im Gefängnis 
befindet. Gleich verhält es sich in Situationen, in denen das Kind eine "soziale" 
Eltern-Kind-Beziehung mit anderen Personen aufgebaut hat, die elterliche Pflichten 
wahrgenommen haben (vgl. BGE 147 III 209 E. 5.1 m.w.H., in: Pra 2021 Nr. 110; 
vgl. KILDE, Der persönliche Verkehr: Eltern-Kind-Dritte, Zivilrechtliche und 
interdisziplinäre Lösungsansätze, 2015, S. 89 f., bei der eine affektive 
Verbundenheit zur Drittperson eine zusätzliche Voraussetzung bildet; vgl. 
SCHWENZER/COTTIER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 274a N. 5). Ein Merkmal ausserordentlicher 
Umstände liegt in der Regel darin, dass der Dritte das Recht auf persönlichen 
Verkehr nicht neben den verkehrsberechtigten und verkehrsfähigen Eltern 

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beansprucht, sondern vielmehr wenn solche gerade fehlen. So können Grosseltern 
nicht verlangen, dass neben dem Verkehrsrecht, das bei der Scheidung ihrem Kind 
eingeräumt wird, für sie ein gesondertes Recht auf Verkehr mit ihren Enkeln 
vorgesehen wird (vgl. HEGNAUER, a.a.O., Art. 274a N. 21). Mit anderen Worten ist 
die Praxis eine restriktivere, wenn das beanspruchte Besuchsrecht zum 
persönlichen Verkehr des Vaters oder der Mutter hinzutritt (vgl. MEIER/STETTLER, 
a.a.O., N. 697).

5.2.2. Anders als der persönliche Verkehr zwischen den Eltern und dem Kind leitet 
der persönliche Verkehr Dritter seine Rechtfertigung allein aus dem Interesse des 
Kindes ab. Das heisst, der persönliche Verkehr muss dem Wohl des Kindes dienen. 
Entscheidend ist einzig das Interesse des Kindes, unter Ausschluss des Interesses 
der Person, mit der das Kind einen persönlichen Kontakt pflegen kann oder muss. 
Nicht ausreichend ist, dass das Kindeswohl durch die Kontakte zu den Dritten nicht 
beeinträchtigt wird; notwendig ist vielmehr, dass diese Kontakte sich positiv auf das 
Kind auswirken (vgl. BGE 147 III 209 E. 5.2, in: Pra 2021 Nr. 110; vgl. HEGNAUER, 
a.a.O., Art. 274a N. 15; vgl. SCHWENZER/COTTIER, a.a.O., Art. 274a N. 2). Der 
Rückgriff auf Art. 274a ZGB bedeutet, dass Eltern und Dritte sich nicht selbst über 
den erbetenen Kontakt einigen konnten und eine Konfliktsituation gegeben ist, die 
das Wohl des Kindes gefährden kann. Diesfalls ist sicherzustellen, dass nicht den 
"egoistischen" Interessen Dritter Vorrang vor denjenigen des Kindes gegeben wird 
und dass insbesondere sein Recht auf eine enge Beziehung zu Vater und Mutter 
beachtet wird (vgl. MEIER/STETTLER, a.a.O., N. 697). 

5.2.3. Ob den Drittpersonen ein Recht auf persönlichen Verkehr einzuräumen ist, 
bestimmt sich aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalls. Bei deren 
Würdigung kommt den kantonalen Behörden ein erheblicher Ermessensspielraum 
zu (Art. 4 ZGB; vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_990/2016 vom 6. April 2017 E. 3.3 
m.w.H.). 

6. Unrichtige und unvollständige Sachverhaltsfeststellung

6.1. Der Beschwerdeführer rügt eine unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts. Die KESB Prättigau/Davos habe in ihrem Entscheid die Gründe für 
die Fremdplatzierung sowie das Verhältnis zwischen den Eltern von D._____ und 
dem Beschwerdeführer nicht dargestellt. Bei dem vom Beschwerdeführer 
beantragten Besuchsrecht gehe es nicht um ein Besuchsrecht gegen den Willen 
der Eltern (oder eines Elternteils) des Kindes. Dieses erfolge vielmehr im 
Einvernehmen mit den Eltern (bzw. eines Elternteils). So habe dem von der KESB 
im angefochtenen Entscheid zitierten Bundesgerichtsentscheid ein völlig anderer 

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Sachverhalt zu Grunde gelegen als dem von ihr zu beurteilenden Fall (act. A.1, 
Rz. 28 f.). Im vorliegenden Fall gebe es keine Gegenpartei, welche sich gegen das 
Besuchsrecht stelle. Somit würden dem Besuchsrecht des Beschwerdeführers 
keine widerstreitenden Interessen entgegenstehen (act. A.1, Rz. 55). Der Vater 
könne das Besuchsrecht nur sehr beschränkt ausüben. Könne er dieses nicht 
ausüben und somit die Beziehung zu D._____ pflegen, so würden 
ausserordentliche Umstände vorliegen, welche ein Besuchsrecht des 
Beschwerdeführers rechtfertigen würden, um den Kontakt zur Familie 
väterlicherseits aufrechtzuerhalten (act. A.1, Rz. 61).

6.2. Richtig ist, dass in dem von der KESB Prättigau/Davos zitierten Urteil des 
Bundesgerichts 5A_380/2018 vom 16. August 2018 der Kindsvater verstorben war, 
was das Bundesgericht als ausserordentlichen Umstand im Sinne von Art. 274a 
Abs. 1 ZGB wertete. Freilich ist die vorliegende Sachverhaltskonstellation eine 
andere: Es geht um das Besuchsrecht des Grossvaters eines fremdplatzierten 
Kindes, dessen Eltern beide noch leben, beide aber derzeit lediglich im Rahmen 
eines Besuchsrechts Kontakt zu ihrer Tochter haben. Diesen Unterschied in 
tatsächlicher Hinsicht hat die KESB auch nicht etwa verkannt. Dem besagten 
Bundesgerichtsentscheid hat sie denn auch lediglich die generellen 
höchstrichterlichen Erwägungen zu den Voraussetzungen des Art. 274a Abs. 1 
ZGB entnommen und darauf hingewiesen, dass immer anhand des konkreten 
Einzelfalls zu beurteilen sei, ob ausserordentliche Umstände vorliegen würden. Die 
KESB hielt dafür, dass D._____ seit einem Alter von rund eineinhalb Monaten in der 
Pflegefamilie untergebracht sei und ihren Eltern seit jeher ein begleitetes 
Besuchsrecht zustehe. Dies sei angesichts des Alters von D._____ und zum Schutz 
vor Überforderung bzw. Überlastung angeordnet worden und solle nach positiver 
Auswertung auch ausgeweitet werden können. Es sei somit vorerst wichtig, dass 
die Beziehung zu den Eltern gefestigt werde, bevor gegebenenfalls eine Beziehung 
zu weiteren Personen aufgebaut werde. Der Vater von D._____ sei am Leben und 
könne sein Besuchsrecht wahrnehmen. Der Kontakt von D._____ zur väterlichen 
Familie sei somit sichergestellt (act. B.1, Ziff. II.1, S. 4).

6.3. Bei der Verneinung von ausserordentlichen Umständen hat die KESB der 
veränderten Familiensituation, in casu bewirkt durch die Fremdplatzierung von 
D._____, Rechnung getragen. Würde dem Beschwerdeführer ein Recht auf 
persönlichen Verkehr mit seiner Enkelin eingeräumt, so würde dieses zu dem 
bereits bestehenden Besuchsrecht beider Elternteile hinzutreten. Dem von der 
Lehre in einem solchen Fall vertretenen restriktiven Verständnis der 
ausserordentlichen Umstände folgend, hat die KESB diese vorliegend verneint (vgl. 

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oben, E. 3.2.1 in fine). Unbedeutend ist, dass sich die Eltern von D._____ nicht 
gegen ein Besuchsrecht des Beschwerdeführers stellen, weil einzig das 
Kindesinteresse massgeblich ist. Das Obergericht teilt die Auffassung der KESB, 
wonach ein zu den Besuchsrechten der Eltern hinzutretendes Besuchsrecht des 
Beschwerdeführers höchstwahrscheinlich eine Überforderung von D._____ zur 
Folge hätte. Dies erst recht, da die Enkeltochter mit dem Beschwerdeführer gerade 
nicht sozialpsychisch und affektiv stark verbunden ist (so der Beschwerdeführer 
selbst in act. A.1, Rz. 56). Dass sich ein zusätzliches Besuchsrecht des 
Beschwerdeführers positiv auf das Kindeswohl auswirken würde, ist nach alledem 
nicht zu erwarten. Der Entscheid der KESB, in dieser Konstellation den 
Beziehungsaufbau des fremdplatzierten Kindes zu den verkehrsberechtigten und 
verkehrsfähigen Eltern zu priorisieren, ist angemessen und sinnvoll. Überdies steht 
er im Einklang mit der Lehre und Rechtsprechung. Indem sich die KESB von diesen 
Überlegungen leiten liess, hat sie die für diesen Einzelfall entscheidenden 
Umstände durchaus berücksichtigt. Die Gründe für die Fremdplatzierung vermögen 
an dieser grundsätzlichen Einschätzung nichts zu ändern, weshalb sie die KESB 
auch nicht speziell würdigen musste. Unbegründet ist daher die Rüge der 
unvollständigen bzw. unrichtigen Feststellung des Sachverhalts. 

6.4. Aus den vorstehenden Erwägungen ergeht weiter, dass nicht etwa die von 
der Rechtsprechung für andere Sachverhalte herausgearbeitete Kriterien unkritisch 
über einen anderen, völlig anders gearteten Sachverhalt "übergestülpt" worden sind 
(act. A.1, Rz. 71). Soweit der Beschwerdeführer eine derweise falsche Anwendung 
von Art. 274a Abs. 1 ZGB rügt, ist auch dieser Vorwurf unbegründet. 

6.5. Der Beschwerdeführer stösst sich sodann an der folgenden Erwägung der 
KESB:

"Obwohl die Grosseltern darauf hingewiesen wurden, dass mit der 
Bearbeitung ihrer Anträge sinnvollerweise zugewartet werde, da ein 
Beschwerdeverfahren ihres Sohnes betreffend die Regelung des 
persönlichen Verkehrs beim Kantonsgericht von Graubünden hängig 
sei, verlangte insbesondere der Grossvater mehrfach die Behandlung 
des Antrages bzw. eine Verfügung mit Rechtsmittelbelehrung, weshalb 
sein Antrag nicht behandelt werde" (act. B.1, Ziff. II.1, S. 3). 

Diese Formulierung erwecke den Eindruck, dass von der KESB lediglich 
vorgeschlagen worden sei, einen Entscheid erst nach dem Entscheid des 
Kantonsgerichts in Sachen Besuchsrecht des Vaters von D._____ zu fällen. Dies 
sei falsch. Tatsächlich habe die KESB Prättigau/Davos sich nämlich schlicht 
geweigert, einen Entscheid zu fällen. In ihrer E-Mail vom 11. Juli 2024 habe sie 
ausgeführt: "Solange in dieser Sache vom Kantonsgericht nicht entschieden ist, 
werden wir keine alternativen Regelungen prüfen" (act. A.1, Rz. 26, 30). 

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6.6. Unklar ist, was der Beschwerdeführer aus diesem Vorbringen zugunsten 
seiner Begehren ableiten will, weshalb darauf nicht vertieft einzugehen ist. 
Angemerkt sei, dass die beanstandete Formulierung nicht für sich alleine steht, 
sondern in die Sachverhaltschronologie einzubetten ist. Zunächst stellte die KESB 
Prättigau/Davos dem Beschwerdeführer in Aussicht, seinen Antrag nach Ergehen 
des Beschwerdeentscheids zu behandeln (E-Mail vom 11. Juli 2024, vgl. KESB-
act. 11). Daraufhin verlangte dieser mehrfach den Erlass einer Verfügung (E-Mails 
vom 15. Juli 2024, vom 29. Juli 2024 und vom 5. August 2024, KESB-act. 7, 8 und 
9). Am 6. August 2024 begründete das instruierende Behördenmitglied der KESB 
das Zuwarten erneut mit Hinweis auf das beim Kantonsgericht von Graubünden 
hängigen Beschwerdeverfahren. Je nach Verfahrensausgang sei mit Auswirkungen 
auf den Antrag des Beschwerdeführers zu rechnen. Gleichsam erklärte sich die 
KESB zu einer früheren gesonderten Prüfung des Antrags bereit, wenn der 
Beschwerdeführer dies wünsche (E-Mail vom 6. August 2024, KESB-act. 6). In 
Ziffer I. (Sachverhalt) des angefochtenen Entscheides sind die vorstehenden 
Korrespondenzen zwischen dem Beschwerdeführer und dem instruierenden 
Behördenmitglied richtig wiedergegeben (act. B.1, auf Ziff. I.K. verweist der 
Beschwerdeführer sogar selber, act. A.1, Rz. 30). Besagtem Sachverhaltsabschnitt 
hintangestellt sind die Erwägungen der KESB, enthaltend auch die beanstandete 
Formulierung. In Kenntnis des Sachverhalts kann der Formulierung 
vernünftigerweise nicht der Sinn beigemessen werden, die KESB habe anfänglich 
nur vorgeschlagen, mit dem Entscheid zuzuwarten. Eingebettet in den Kontext der 
übrigen Erwägungen, ist eindeutig klar, dass sich der Beschwerdeführer mit dem 
Zuwarten nicht etwa auf Vorschlag hin einverstanden erklärt hat, sondern die KESB 
dies einseitig und hoheitlich entschieden hat. Die vom Beschwerdeführer 
behauptete Suggestion scheitert im Übrigen nur schon aufgrund des Folgesatzes, 
wonach der Grossvater mehrfach die Behandlung seines Antrages habe verlangen 
müssen. Hätte die KESB dem Beschwerdeführer nur vorgeschlagen (nur 
empfohlen) zuzuwarten, hätte dieser den Vorschlag ablehnen können. Eine 
mehrfache Nachfrage vonseiten des Beschwerdeführers wäre folglich nicht 
notwendig gewesen. Die Formulierung ist also auch nicht falsch. Sie ist aber auch 
nicht präzise. Die Sachverhaltsfeststellung der KESB erweist sich dieser 
vernachlässigbaren Ungenauigkeit ungeachtet als vollständig und zutreffend.

7. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes

7.1. In einer weiteren Erwägung des angefochtenen Entscheids zeige sich laut 
dem Beschwerdeführer, dass die KESB den Untersuchungsgrundsatz verletzt 
habe. Angeführt wird der folgende Satz: "Zudem müssen die Grosseltern auch 

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nachweisen, dass sie das Enkelkind betreut haben, dass zwischen ihnen und dem 
Enkelkind eine besondere Beziehung besteht und dass es dem Kindeswohl dient, 
wenn sie einen rechtlichen Anspruch auf das Besuchsrecht einfordern" (act. B.1, 
Ziff. II.1, S. 4).

7.2. Für Kindesschutzverfahren gilt kraft Art. 314 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit 
Art. 446 Abs. 1 ZGB die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime. Die Geltung der 
Untersuchungsmaxime ändert jedoch nichts an der objektiven Beweislast, wonach 
grundsätzlich diejenige Partei die Folgen der Beweislosigkeit einer 
Tatsachenbehauptung zu tragen hat, die daraus Vorteile ableitet (Art. 8 ZGB). 
Allerdings kann die Behörde nicht gestützt auf die objektive Beweislastverteilung 
geringere Gewissenhaftigkeit bei der Abklärung von Tatsachen walten lassen, die 
sich zugunsten der Verfahrenspartei auswirken. Aus der objektiven 
Beweislastverteilung dürfen mithin nicht Mitwirkungspflichten ("subjektive 
Beweisführungspflichten") abgeleitet werden, die sich nicht aus dem Gesetz oder 
allenfalls aus dem Grundsatz von Treu und Glauben ergeben (Urteil des 
Bundesgerichts 2C_58/2017 vom 23. Juni 2017 E. 2.2.2 m.w.H.). In Bezug auf 
Art. 274a Abs. 1 ZGB hat das Bundesgericht wiederholt festgehalten, dass die 
ausserordentlichen Umstände von denjenigen vorzubringen sind ("doivent être 
rapportées"), die das Recht auf persönlichen Verkehr beanspruchen, weil das Recht 
Dritter auf persönlichen Verkehr Ausnahmecharakter hat (BGE 147 III 209 E. 5.1, 
in: Pra 2021 Nr. 110 m.w.H). 

7.3. Die KESB vertrat im angefochtenen Entscheid den Standpunkt, dass die 
Grosseltern das Vorbestehen einer engen und gefestigten Beziehung hätten 
nachweisen müssen, deren Erhalt für das Kindeswohl förderlich sei (act. B.1, 
Ziff. II.1, S. 3). Sie erachtete die Grosseltern hierfür als beweispflichtig. Nach dem 
vorstehend Gesagten hätte es lediglich am Beschwerdeführer gelegen, die 
ausserordentlichen Umstände vorzubringen, diese also zu benennen, ohne dass 
ihn aber in Bezug auf weitere Kriterien eine Pflicht zur Beweisführung getroffen 
hätte. Die von der KESB in der besagten Erwägung vertretene Auffassung ist also 
falsch, was für sich genommen aber noch keine Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes bedeutet. Weil D._____ bereits kurz nach ihrer Geburt 
von ihrer Mutter freiwillig fremdplatziert wurde, die KESB danach eine 
Beistandschaft errichtete und beiden Eltern neun Monate nach der Geburt von 
D._____ bereits das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzog sowie den persönlichen 
Verkehr regelte, konnte bereits auf umfangreiche Akten zurückgegriffen werden. 
Gestützt auf diese Akten ist die KESB zum Schluss gekommen, dass bis dato keine 
eigentliche Beziehung zwischen den Grosseltern und ihrem Enkelkind besteht 

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(act. B.1, Ziff. II.1, S. 4). Zudem wurde darauf hingewiesen, dass der 
Beschwerdeführer selbst in seinem Antrag geschrieben habe, es sei ihm nicht 
möglich, an den jeweils unter der Woche stattfindenden Besuchen seines Sohnes 
teilzunehmen (KESB-act. 14). In einem E-Mail habe er alsdann ausgeführt, D._____ 
bereits seit einem Jahr nicht mehr gesehen zu haben (KESB-act. 5). Vor diesem 
Hintergrund durfte die KESB ohne Weiteres davon ausgehen, dass zwischen dem 
Beschwerdeführer und D._____ (noch) keine gefestigte und enge Beziehung 
bestand. Weitere Sachverhaltsabklärungen waren nicht erforderlich. Der Vorwurf 
der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ist nicht stichhaltig. Infolge Geltung 
des uneingeschänkten Untersuchungsgrundsatzes ist die Verletzung der 
Fragepflicht ausgeschlossen und es erübrigen sich Weiterungen dazu. 

8. Fazit

Abschliessend ist festzuhalten, dass der KESB Nordbünden weder 
Rechtsverzögerung noch ein Verstoss gegen Treu und Glauben vorgeworfen 
werden kann. Die für die Anwendung des Art. 274a Abs. 1 ZGB relevanten, 
rechtserheblichen Umstände hat die KESB allesamt berücksichtigt und hinlänglich 
nachgewiesen. Von dem ihr bei der Würdigung der für den vorliegenden Einzelfall 
entscheidwesentlichen Umstände zustehenden Ermessen hat sie angemessen 
Gebrauch gemacht. Weil die Eltern von D._____ vorliegend beide ein begleitetes 
Besuchsrecht wahrnehmen, fehlt es an den zur Einräumung eines Besuchsrechts 
an den Beschwerdeführer als Drittperson erforderlichen ausserordentlichen 
Umständen. Zwischen D._____ und dem Beschwerdeführer besteht ferner keine 
besonders enge affektive Beziehung, zu deren Erhalt aus Gründen des 
Kindeswohls die Einräumung eines zusätzlichen eigenständigen Besuchsrechts 
des Beschwerdeführers angezeigt wäre. Auch ist gerade mangels einer solchen 
vorbestehenden Beziehung nicht zu erwarten, dass sich ein Besuchsrecht positiv 
auf das Wohl von D._____ auswirken würde. Der Entscheid erweist sich auch nicht 
als rechtsfehlerhaft. Weil im Ergebnis keine der vorgetragenen Rügen verfängt, ist 
die Beschwerde abzuweisen.

9. Kosten

9.1. Beim vorliegenden Verfahrensausgang gehen die Gerichtskosten, 
umfassend die auf CHF 1'500.00 festgelegte Entscheidgebühr, vollumfänglich 
zulasten des Beschwerdeführers (Art. 60 Abs. 5 EGzZGB und Art. 450f ZGB i.V.m. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

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9.2. Als unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung. Auch der Beschwerdegegner B._____ dringt mit seinen 
Anträgen nicht durch (act. A.3), weswegen ihm ebenfalls keine Parteientschädigung 
auszurichten ist. Die Beschwerdegegnerin C._____ liess sich nicht vernehmen, 
weshalb ihr auch kein Aufwand entstanden ist.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 gehen zulasten 
von A._____.

3. Es werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]