# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 708c157e-b780-53bd-bebd-3f1a58dd7de2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.12.2014 SB140320
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140320_2014-12-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB140320-O/U/eh 
 
 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

Dr. iur. D. Schwander sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hauser 

 

Urteil vom 11. Dezember 2014 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  

vertreten durch Stv. Leitenden Staatsanwalt lic. iur. D. Kloiber,  

Anklägerin und Berufungsklägerin 

 

gegen 

 
A._____, 

Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

betreffend Raub etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung -  

Einzelgericht, vom 14. Mai 2014 (GG140026) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 12. Februar 2014 

(Urk. 30) ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 46) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowie 

- der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziffer 1 

BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu 

Fr. 10.00, wovon bis und mit heute 1 Tagessatz als durch Haft geleistet gilt, sowie 

mit einer Busse von Fr. 200.00. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre fest-

gesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen. 

5. Der amtliche Verteidiger wird mit Fr. 5'161.20 (inkl. MwSt.) entschädigt. 

6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

 Fr. 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

 Fr. 500.00   Gebühr Strafuntersuchung (hälftiger Anteil), 

 Fr.  5'161.20   amtliche Verteidigung (inkl. MwSt.) 

7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  

Beschuldigten auferlegt, aber abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidi-

-   3   - 

gung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforde-

rung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

8. (Mitteilungen) 

9. (Rechtsmittelbelehrung)" 

 

Berufungsanträge: 

a) Der Staatsanwaltschaft: 

 (Urk. 57 S. 1 f.) 

1. Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruchs; 

2. Bestrafung des Beschuldigten A._____ mit einer Freiheitsstrafe von 

17 Monaten sowie einer Busse von Fr. 200.–, abzüglich der erstande-

nen Haft von 1 Tag; 

3. Gewährung des bedingten Vollzugs für die Freiheitsstrafe unter  

Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren; 

4. Ausfällung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen bei schuldhafter 

Nichtbezahlung der Busse; 

5. Die Kosten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens seien dem  

Beschuldigten aufzuerlegen, aber einstweilen abzuschreiben. 

 

b) Der Verteidigung des Beschuldigten A._____: 

(Urk. 58 S. 1) 

1.1. Der Beschuldigte sei mit einer Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu 

Fr. 10.–, wovon 1 Tagessatz als durch Haft erstanden ist, sowie mit  

einer Busse von Fr. 200.– zu bestrafen; 

-   4   - 

1.2. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben und die Probezeit auf 

2 Jahre festzusetzen; 

1.3. Für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse sei eine  

Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen festzusetzen; 

2. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Dispositivziffer 6.) sowie die 

erstinstanzliche Kostenverlegung (Dispositivziffer 7.) seien zu be-

stätigen. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens inkl. der amtlichen Verteidigung 

seien auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 14. Mai 2014 sprach die Vor-

instanz den Beschuldigten des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB 

sowie der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 

BetmG schuldig und bestrafte ihn mit einer Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu 

Fr. 10.–, wovon 1 Tagessatz als durch Haft geleistet gilt, sowie mit einer Busse 

von Fr. 200.–. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit 

auf 2 Jahre angesetzt; für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse 

wurde eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen festgesetzt. Weiter auferlegte die 

Vorinstanz die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens dem 

Beschuldigten, schrieb sie aber sogleich ab. Die Kosten der amtlichen Verteidi-

gung wurden einstweilen der Gerichtskasse überbunden, unter Vorbehalt der 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO (Urk. 46  

S. 13 f.). 

-   5   - 

1.2. Gegen dieses mündlich eröffnete Urteil meldete die Staatsanwaltschaft am 

19. Mai 2014 fristgerecht Berufung an (Urk. 42) und reichte – nach Zustellung des 

begründeten Urteils (Urk. 45/1) – dem Obergericht am 2. Juli 2014 ebenfalls  

innert Frist die Berufungserklärung ein (Urk. 47). Mit Präsidialverfügung vom  

25. Juli 2014 wurde die Berufungserklärung in Anwendung von Art. 400 Abs. 2 

und 3 StPO dem Beschuldigten zugestellt, um gegebenenfalls Anschlussberufung 

zu erheben oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Gleichzeitig  

wurde dem Beschuldigten Frist angesetzt, um zu seinen finanziellen Verhältnis-

sen Auskünfte zu erteilen und zu belegen (Urk. 49). Bis heute erfolgte seitens des  

Beschuldigten keine Reaktion (vgl. Urk. 56 S. 2: Der Beschuldigte habe das  

Formular zwar zu Hause ausgefüllt, dann aber nicht abgeschickt). 

1.3. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der zuständige 

Staatsanwalt sowie der Beschuldigte und sein Verteidiger erschienen sind, waren 

weder Vorfragen zu entscheiden noch Beweise abzunehmen (Prot. II S. 4 ff.). Das 

vorliegende Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung (Prot. II 

S. 14 ff.). 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Die Staatsanwaltschaft beschränkt ihre Berufung auf die Bemessung der 

Strafe sowie "die Kosten-, Entschädigungs- und Genugtuungsfolgen" (Urk. 47). 

Sie beantragt, es sei der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten, 

abzüglich einem Tag Haft, sowie mit einer Busse von Fr. 200.– zu bestrafen,  

wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe bei einer Probezeit von 2 Jahren bedingt 

aufzuschieben und für die Busse eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen fest-

zusetzen sei. Sodann seien die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzli-

chen Verfahrens dem Beschuldigten aufzuerlegen, einstweilen aber auf die  

Gerichtskasse zu nehmen (Urk. 57 S. 1 f.). 

 

-   6   - 

2.2. Bei dieser Ausgangslage bilden demnach die Dispositivziffern 2-4 sowie 7 

des vorinstanzlichen Urteils Berufungsgegenstand. Entsprechend ist dieses in 

den Dispositivziffern 1 (Schuldspruch), 5 (Entschädigung amtliche Verteidigung) 

und 6 (Kostenfestsetzung) in Rechtskraft erwachsen (Art. 399 Abs. 3 StPO in 

Verbindung mit Art. 402 und 437 StPO; Prot. II S. 7 f.), was vorab vorzumerken 

ist. 

3. Sachverhalt/rechtliche Würdigung 

3.1. Der Beschuldigte anerkennt den Anklagevorwurf und ist geständig (Urk. 10/2 

S. 5 ff.; Prot. I S. 8). Entsprechend hat die Vorinstanz den Beschuldigten denn 

auch anklagegemäss verurteilt, mit der sachverhaltlichen Präzisierung, dass in 

dubio pro reo davon auszugehen sei, der Beschuldigte sei erst nachträglich zu  

einem bereits von den Kollegen gefassten Tatentschluss beigetreten (Urk. 46  

S. 4).  

3.2. Von dieser Grundlage ist für die folgende Strafzumessung auszugehen. 

4. Strafzumessung 

4.1. Die Vorinstanz hat die Grundsätze der Strafzumessung richtig zusammen-

gefasst, sodass darauf verwiesen werden kann (Urk. 46 S. 4-6). Auszugehen ist 

von der Strafandrohung gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, wonach ein Raub 

mit Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen 

Geldstrafe zu bestrafen ist. 

4.2. Die Staatsanwaltschaft kritisiert berufungsweise am vorinstanzlichen Urteil, 

dass die Strafe massiv zu tief angesetzt worden sei. Entgegen der Vorinstanz 

könne aufgrund des kleinen Deliktsbetrages nicht auf ein geringes Verschulden 

geschlossen werden, denn der Beschuldigte bzw. die Mittäter hätten auch mehr 

mitgenommen, hätte eines der Opfer ein paar Hundert Franken oder eine auffällig 

wertvolle Uhr oder Schmuck dabei gehabt. Diesbezüglich sei das Verschulden als 

eher leicht zu veranschlagen. Sodann sei die Tatausführung nicht im unteren  

Bereich anzusiedeln. Wenn man zu viert auf drei klar jüngere Opfer losgehe, von 

denen man wisse, dass sie sich nicht zu wehren trauen, dann sei von einem nicht 

-   7   - 

mehr leichten Verschulden auszugehen. Die Tat sei nicht von langer Hand  

geplant gewesen, sondern habe sich eher spontan entwickelt und der Beschuldig-

te sei nicht die treibende Kraft gewesen. Es wäre ihm aber ohne Weiteres zuzu-

muten gewesen, die Mittäter von dieser Tat abzubringen oder sich zumindest klar 

davon zu distanzieren. Erschwerend sei sodann die Dauer des Raubes zu ver 

anschlagen, was bei den Opfern eine massiv höhere Verunsicherung hervor- 

gerufen habe als beispielsweise ein räuberischer Diebstahl, bei dem nur kurz  

Gewalt angewendet werde. Ebenso erschwerend wirke sich die Anwendung von 

körperlicher Gewalt aus. Diese müsse sich der Beschuldigte zu seinen eigenen 

Lasten anrechnen lassen, zumal er auch selber einem der Opfer einen Faust-

schlag versetzt habe. In objektiver Hinsicht sei insgesamt von einem nicht mehr 

leichten Verschulden auszugehen. In subjektiver Hinsicht sei zu berücksichtigen, 

dass der Beschuldige lediglich aus finanziellen Gründen gehandelt habe. Sodann 

falle in Betracht, dass der Beschuldigte nicht die treibende Kraft zu dieser Tat  

gewesen sei. Unter Berücksichtigung der gesamten Tatschwere sei die Einsatz-

strafe auf 24 Monaten festzusetzen. In Bezug auf die Täterkomponente sei zu  

berücksichtigen, dass der Beschuldigte bezüglich Reue und Einsicht – ausser  

entsprechenden Äusserungen vor Gericht – keine konkreten Aktionen an den Tag 

gelegt habe, beispielsweise eine schriftliche Entschuldigung bei den Opfern oder 

ein freiwilliger Einsatz zugunsten der Allgemeinheit. Bezüglich des Geständnisses 

sei schliesslich zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte die Karten von Anfang 

an offen auf den Tisch gelegt habe und auch bereit gewesen sei, seine Mittäter zu 

benennen. Damit resultiere insgesamt die beantragte Freiheitsstrafe von  

17 Monaten (Urk. 57 S. 2 ff.). 

4.3. Die Vorinstanz hat das objektive Tatverschulden auf einer Skala aller denk-

baren Raubtaten am unteren Rand des Strafrahmens eingeordnet und als noch 

leicht gewichtet (Urk. 46 S. 7). Dem ist beizupflichten. Zwar war es – um mit den 

Worten der Vorinstanz zu sprechen – effektiv "schlimm, absolut inakzeptabel, 

dumm, feige und in keiner Weise zu bagatellisieren", wie die fünf Mittäter wahl- 

und planlos auf die jüngeren Schüler losgegangen sind, um ihnen letztlich etwas 

über Fr. 50.– abzunehmen. Dieser Deliktsbetrag liegt indessen noch im aller-

untersten Bereich des Möglichen, wobei – mit der Staatsanwaltschaft – zu  

-   8   - 

berücksichtigen ist, dass der Deliktsbetrag wohl grösser ausgefallen wäre, wenn 

die Opfer mehr Geld auf sich getragen hätten (vgl. Urk. 56 S. 3). Nicht ganz das  

Selbe ist hinsichtlich der angewendeten Gewalt zu sagen – immerhin sind den 

Geschädigten Schläge versetzt worden; gleichwohl ist aber auch das in der  

untersten Bandbreite des Tatbestandes anzusiedeln. Der "Erfolg" der Gewalt-

anwendung war schliesslich im Verhältnis zu allen denkbaren Tatvarianten eben-

falls nicht schwerwiegend, nachdem die Geschädigten B._____ und C._____ 

zwar Prellungen, aber keine gravierenderen Verletzungen erlitten haben. In objek-

tiver Hinsicht ist damit das über die ganze Gruppe der Mittäter gesehene hypothe-

tische "Durchschnittsverschulden" jedes einzelnen Teilnehmers am unteren Rand 

des Strafrahmens und mithin im Bereich einer Strafe von etwa einem Jahr Frei-

heitsstrafe bzw. 360 Tagessätzen Geldstrafe anzusetzen. 

Beim Beschuldigten fällt weiter in Betracht, dass sein Tatbeitrag im Verhältnis zu 

den Beiträgen seiner Mittäter – jedenfalls D._____ und E._____ – als eher unter-

durchschnittlich erscheint. Zwar hat der Beschuldigte nach Geld geschrien und 

dem Geschädigten F._____ einen Faustschlag gegen die Stirn versetzt. Er ist so 

aber – wie die Vorinstanz richtig schreibt – "nur" gegenüber einem Geschädigten 

und "nur" einmal tätlich geworden. Allerdings hat der Beschuldigte schon dadurch 

durchaus massgeblich zur ja vorab durch die Erscheinung als Gruppe bewirkten 

Einschüchterung der Geschädigten beigetragen. Daneben hat sich der Beschul-

digte eher im Hintergrund gehalten und hat auch – so ist jedenfalls aufgrund  

seiner Aussagen anzunehmen – nichts vom Deliktsbetrag erhalten. Das reduziert 

das objektive Tatverschulden – allerdings nur ganz leicht. 

4.4. In subjektiver Hinsicht kann dem Beschuldigten – mit der Verteidigung 

(Urk. 58 S. 3) – zugute gehalten werden, nicht die treibende Kraft hinter dem  

Ganzen gewesen zu sein. Immerhin räumte er aber in der polizeilichen Einver-

nahme ein, er habe damals "nicht so gute Tage" und kein Geld gehabt, sodass er 

"eigentlich" Geld gewollt habe (Urk. 10/1 S. 6). So kam es ihm durchaus gelegen, 

dass sich die Tat – wie er dann in der staatsanwaltschaftlichen Befragung erklärte 

– "so ergeben" hat (Urk. 10/2 S. 3) bzw. – so der Beschuldigte in der vorinstanzli-

chen Hauptverhandlung – "einfach so herauskam" (Prot. I S. 9). Nicht gefolgt  

-   9   - 

werden kann der Vorinstanz, wenn sie zugunsten des Beschuldigten gewichten 

will, "dass der Beschuldigte aufgrund der Gruppendynamik in seiner Entschei-

dungsfreiheit nicht ganz frei" gewesen sei (Urk. 46 S. 7). Eine strafmindernde  

Berücksichtigung dieser gruppendynamische Situation verbietet sich. Immerhin 

können dem Beschuldigten diese Umstände aber insoweit zugute gehalten  

werden, als sich dadurch das objektive Verschulden nicht erhöht: Eine weiter-

gehende Berücksichtigung ist darum nicht am Platz, weil es wahrlich nicht als 

Heldentat erscheint, in einer zahlen- und altersmässig überlegenen Gruppe  

Schüler auszurauben und es nicht sein darf, dass sich hernach jeder der Täter 

unter Hinweis auf den gruppendynamischen Druck bis zu einem gewissen Teil 

entlasten könnte. Vielmehr müssen sich die einzelnen Teilnehmer der Wirkung 

eines solchen Auftretens bewusst sein und sich das feige Sich-verstecken in der 

Gruppe anrechnen lassen. 

Es bleibt damit subjektiv ein direkt vorsätzliches, egoistisches mittäterschaftliches 

Vorgehen des Beschuldigten, mit welchem dieser eine gleichgültige, gering-

schätzende Haltung gegenüber der körperlichen Unversehrtheit und dem Eigen-

tum Dritter an den Tag gelegt hat, um zu etwas Geld zu kommen. 

Mit der Vorinstanz (Urk. 46 S. 7/8) und entgegen der Verteidigung (Urk. 58 S. 5) 

bestehen sodann keine Anhaltspunkte, dass der Beschuldigte in einem Ausmass 

unter dem Einfluss von Alkohol und Cannabis gestanden hätte, das die Annahme 

einer verminderten Schuldfähigkeit gerechtfertigt erscheinen liesse). Zwar streicht 

der Beschuldigte in jeder Einvernahme heraus, wie sie Alkohol und Cannabis 

konsumiert hätten. Er räumt aber letztlich selbst ein, er habe sich "noch alles  

merken" können, sei "noch da" gewesen und habe auch alles mitbekommen  

(Urk. 10/2 S. 4; vgl. ebenso Urk. 56 S. 4). 

In diesbezüglicher Korrektur der Vorinstanz, die – so ist mutmasslich aus ihren 

Erwägungen zu schliessen (Urk. 46 S. 7/8) – das subjektive Tatverschulden  

gegenüber dem objektiven leicht relativierend gewichtet hat, wirkt sich damit der 

subjektive Verschuldensteil neutral auf die nach objektiven Gesichtspunkten  

ermittelte hypothetische Einsatzstrafe aus. 

-   10   - 

4.5. Gesamthaft erscheint deshalb die von der Vorinstanz festgesetzte Einsatz-

strafe von 300 Tagessätzen Geldstrafe als etwas zu tief. Dem Tatverschulden 

sind vielmehr 350 Strafeinheiten (Tagessätze Geldstrafe oder Tage Freiheits-

strafe) angemessen. 

4.6. Wieder mit der Vorinstanz wirken sich die persönlichen Verhältnisse des  

Beschuldigten strafzumessungsneutral aus (Urk. 46 S. 8/9; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

4.7. Das Geständnis des Beschuldigten fällt dann aber deutlich strafmindernd ins 

Gewicht. Er war von Anfang an vollumfänglich geständig und gab seinen Tat-

beitrag – insbesondere auch den Schlag – offen zu. Ebenso strafmindernd ist  

seine Reue und insbesondere Einsicht zu würdigen; ab der ersten Einvernahme 

war dem Beschuldigten glaubhaft klar, einen "riesen Scheiss" gemacht zu haben. 

Wenn die Vorinstanz das Nachtatverhalten im Umfang eines knappen Drittels der 

Einsatzstrafe strafmindernd gewichtet hat (Reduktion 300 auf 210 Tagessätze), 

erscheint dies als angemessen und kann so übernommen werden. 

4.8. Gesamthaft ist damit der Beschuldigte mit 250 Einheiten Geldstrafe oder 

Freiheitsstrafe zu bestrafen. Die vorinstanzlich ausgesprochenen 210 Tagessätze 

Geldstrafe werden der Tatschwere des mittäterschaftlichen Vorgehens und dem 

individuellen Tatbeitrag des Beschuldigten nicht ganz gerecht. Die von der 

Staatsanwaltschaft geforderten 17 Monate Freiheitstrafe stünden umgekehrt in 

einem klaren Missverhältnis dazu. 

4.9. Mit 250 Strafeinheiten liegt die Strafe im überschneidenden Anwendungs-

bereich von Geld- und Freiheitstrafe: Für Strafen von sechs Monaten bis zu einem 

Jahr sieht der neue Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches beide diese Strafarten 

vor (Art. 34 und 40 StGB). Bei der Wahl der Sanktionsart ist als wichtiges  

Kriterium die Zweckmässigkeit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf 

den Täter und sein soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berück-

sichtigen (BGE 134 IV 97 E. 4.2; 134 IV 82 E. 4.1). Nach dem Prinzip der Verhält-

nismässigkeit soll bei alternativ zur Verfügung stehenden Sanktionen im Regelfall 

diejenige gewählt werden, die weniger stark in die persönliche Freiheit des  

-   11   - 

Betroffenen eingreift bzw. die ihn am wenigsten hart trifft. Im Vordergrund steht 

daher auch bei Strafen von sechs Monaten bis zu einem Jahr die Geldstrafe, als 

gegenüber der Freiheitsstrafe mildere Sanktion (BGE 134 IV 97 E. 4.2.2; 134 IV 

82 E. 4.1). Die Geldstrafe kann auch für einkommensschwache Täter, d.h. für  

solche mit sehr geringem, gar unter dem Existenzminimum liegendem Ein-

kommen ausgefällt werden (BGE 134 IV 97 E. 5.2.3 und 5.2.4). Das Gericht hat 

im Urteil die Wahl der Sanktionsart zu begründen (Art. 50 StGB). Der blosse  

Verweis auf die Schwere des Verschuldens und die Vorstrafen genügt den  

Begründungsanforderungen nicht (Urteil des Bundesgerichts 6B_289/2009 vom 

16. September 2009 E. 2.7.2; und zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 

6B_721/2009 vom 18. Februar 2010 E. 4.2 m.Hw.). 

Vorliegend wäre nicht zu begründen, weshalb ausnahmsweise nicht eine Geld-

strafe von 250 Tagessätzen, sondern eine Freiheitsstrafe dieser Dauer auszu-

fällen wäre: Der Beschuldigte ist ein Ersttäter und hat sich mitreissen lassen, die 

Geschädigten zu berauben. Es kann ihm abgenommen werden, das Unrecht  

seiner Tat eingesehen zu haben (Prot. I S. 14). Mit der Vorinstanz ist deshalb  

davon auszugehen, dass eine Geldstrafe den Beschuldigten von weiterem  

Delinquieren abhalten wird (Urk. 46 S. 10). Entsprechend ist er mit einer Geld-

strafe von 250 Tagessätzen zu bestrafen. 

4.10. Hinsichtlich der Höhe des Tagessatzes ist unter Verweis auf BGE 135 IV 

180 E. 1.4 ein solcher von Fr. 10.– festzusetzen. Angesichts der finanziellen  

Verhältnisse des Beschuldigten (Prot. I S. 7; Urk. 56 S. 5 f.) kommt ein höherer 

Tagessatz nicht in Frage. Fr. 10.– stellt aber nach bundesgerichtlicher Recht-

sprechung das Minimum dessen dar, was auch bei Tätern mit niedrigsten  

Einkommen nicht nur noch als symbolisch bezeichnet werden muss. 

4.11. Der Beschuldigte ist damit mit einer Geldstrafe von 250 Tagessätzen zu 

Fr. 10.– zu bestrafen.  

4.12. Wegen der vom Beschuldigten begangenen Übertretung des Betäubungs-

mittelgesetzes ist zusätzlich eine Busse auszufällen. Der Beschuldigte konsumier-

te über rund ein halbes Jahr durchschnittlich etwa einmal wöchentlich Cannabis 

-   12   - 

(Urk. 10/2 S. 4, 7). Das entspricht rund 25 Konsumhandlungen. Wenn die Vor-

instanz dafür - überdies ohne jegliche materielle Begründung (Urk. 46 S. 10) -  

eine Busse von Fr. 200.– ausspricht, ist dies unverständlich tief. Nicht ersichtlich 

ist sodann, weshalb die Staatsanwaltschaft, nachdem sie noch in der Berufungs-

erklärung eine Busse von Fr. 500.– verlangte, nunmehr eine solche von lediglich 

Fr. 200.– beantragte (Urk. 47 S. 2; Urk. 57 S. 1). So sei etwa daran erinnert, dass 

bereits ein einmaliger Konsum von Cannabis gemäss Art. 28b BetmG eine  

Ordnungsbusse von Fr. 100.– nach sich zieht. Angesichts der Dauer und Häufig-

keit des fraglichen Cannabiskonsums erscheint eine Busse von Fr. 500.– als  

angemessen. Für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse ist eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen festzusetzen (Art. 106 Abs. 2 StGB). 

4.13. Gesamthaft ist deshalb der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von  

250 Tagessätzen zu Fr. 10.– sowie einer Busse von Fr. 500.– (Ersatzfreiheits-

strafe 5 Tage) zu bestrafen. Von der Geldstrafe gilt 1 Tagessatz als durch Haft 

geleistet (Urk. 51 StGB; vgl. Urk. 24/1 und Urk. 24/7). Eine Anrechnung der  

Untersuchungshaft auf die Busse ist bei der vorliegenden Konstellation (gleich-

zeitige Ausfällung einer bedingten Geldstrafe und einer Busse) nicht möglich 

(BGE 135 IV 126 E. 1.3.8). 

5. Vollzug der Strafe 

Unter Verweis auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 46 S. 11/12) 

ist der Vollzug der Geldstrafe in Anwendung von Art. 42 Abs. 1 StGB aufzu-

schieben und eine Probezeit von 2 Jahren anzusetzen. 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

6.1. Nach dem anklagegemässen Schuldspruch hat die Vorinstanz dem  

Beschuldigten ausgangsgemäss und zutreffend die Kosten der Untersuchung und 

des erstinstanzlichen Verfahrens auferlegt (Art. 426 Abs. 1 StPO). Zurecht bean-

standet die Staatsanwaltschaft aber berufungsweise, dass die Vorinstanz diese 

Kosten zufolge offensichtlicher Unerhältlichkeit sofort und definitiv abgeschrieben 

hat (Urk. 46 S. 13; Urk. 47 S. 2; Urk. 57 S. 2; Prot. II S. 9). 

-   13   - 

6.1.1. Gemäss Art. 425 StPO können Forderungen aus Verfahrenskosten von der 

Strafbehörde gestundet oder unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Ver-

hältnisse der kostenpflichtigen Person herabgesetzt oder erlassen werden. In 

Kommentatorenkreisen ist man sich unter Hinweis auf die Materialien zwar mehr-

heitlich einig, dass diese Bestimmung – die begrifflich an sich eine rechtskräftige 

Kostenauflage voraussetzt – auch Grundlage für die Festsetzung und Auflage der 

Gebühren und Kosten bilden soll (Schmid, StPO Praxiskommentar, 2. Aufl.,  

Zürich/St. Gallen 2013, N. 3 f. zu Art. 425; Griesser, in: Donatsch/ Hansjakob/ 

Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl., 

Zürich/ Basel/Genf 2014, N. 2 zu Art. 425; Domeisen, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger 

[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Basel 2011,  

N. 3 zu Art. 425). Keinesfalls verlangt aber Art. 425 StPO, dass – gleichsam  

zwingend – schon im Urteil darüber befunden wird, ob der minderbemittelte  

Betroffene von der Kostentragungspflicht (allenfalls auch nur teilweise) zu be-

freien ist. Vielmehr ermöglicht es die genannte Bestimmung – bzw. legt es deren 

Wortlaut gar nahe – dass den Verhältnissen des Betroffenen erst im Zeitpunkt des 

Kostenbezugs Rechnung getragen werden kann. Zu bedenken ist in diesem  

Zusammenhang nämlich, dass die definitive Abschreibung von Gerichtskosten  

eine weitreichende Wirkung aufweist und einem Erlass gleichkommt. Sie können 

daher selbst dann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn der Schuldner in der 

Folgezeit in günstige finanzielle Verhältnisse kommt. Diese Art der Abschreibung 

sollte daher nur in ausgesprochenen Ausnahmefällen gewährt werden (vgl. zum 

alten Recht ZR 103 Nr. 46). 

6.1.2. Vorliegend ist kein solcher Ausnahmefall gegeben: Der Beschuldigte hat 

dieses Jahr seine Lehre beendet. Der Beschuldigte ist zwar derzeit arbeitslos 

(Urk. 56 S. 5). Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass er in naher Zukunft eine 

Stelle finden und ein Erwerbseinkommen erzielen wird. Es ist somit durchaus 

denkbar, dass er innert absehbarer Frist in günstige finanzielle Verhältnisse 

kommen und in der Lage sein wird, die Kosten ganz oder wenigstens teilweise zu 

bezahlen.  

-   14   - 

Den Beschuldigten bereits im jetzigen Zeitpunkt von der – ganzen oder auch nur 

teilweisen – Tragung der Untersuchungs- und Verfahrenskosten definitiv zu ent-

binden, wäre somit nicht gerechtfertigt. Er ist allerdings darauf hinzuweisen, dass 

er nach Erhalt der Abrechnung bei der Zentralen Inkassostelle des Obergerichts 

ein Ratenzahlungs- oder Stundungsgesuch stellen kann. 

6.1.3. In diesem Sinne ist die erstinstanzliche Kostenauferlegung an den  

Beschuldigten dahingehend zu korrigieren, als die Kosten nicht abzuschreiben 

sind. Davon ausgenommen sind allerdings die Kosten der amtlichen Verteidigung, 

die unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO einst-

weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen sind. 

6.2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen 

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Mit dem heutigen Urteil unterliegt die Staatsan-

waltschaft bzw. obsiegt der Beschuldigte in Bezug auf die Strafzumessung recht 

weitgehend und obsiegt sie bzw. unterliegt der Beschuldigte hinsichtlich der  

Frage, ob die Kosten abzuschreiben sind. In Gewichtung dieser Ausgangslage 

sind deshalb die Kosten des Berufungsverfahrens zu drei Vierteln auf die  

Gerichtskasse zu nehmen und zu einem Viertel dem Beschuldigten aufzuerlegen. 

Entsprechend sind die Kosten der amtlichen Verteidigung in der Höhe von  

Fr. 3'500.– (Urk. 59, unter Berücksichtigung der effektiven Aufwendungen für die 

Berufungsverhandlung) zu drei Vierteln definitiv und zu einem Viertel einstweilen 

unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO auf die  

Gerichtskasse zu nehmen.  

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung - 

Einzelgericht, vom 14. Mai 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

 - des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowie 

 - der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a 
Ziffer 1 BetmG. 

-   15   - 

2. (…) 

3. (…) 

4. (…) 

5. Der amtliche Verteidiger wird mit Fr. 5'161.20 (inkl. MwSt.) entschädigt. 

6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 
Fr. 500.00   Gebühr Strafuntersuchung, 
Fr.  5'161.20   amtliche Verteidigung (inkl. MwSt.) 

7. (…) 

8. (Mitteilungen) 

9. (Rechtsmittelbelehrung) 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von  

250 Tagessätzen zu Fr. 10.–, wovon 1 Tagessatz als durch Unter-

suchungshaft geleistet gilt, sowie mit einer Busse von Fr. 500.–.  

2. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

4. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens werden 

dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden 

einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des 

Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

 

 

-   16   - 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'500.–   amtliche Verteidigung 

   

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden zu drei Vierteln auf die Gerichtskasse  

genommen und zu einem Viertel dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden zu drei Vierteln definitiv und zu einem 

Viertel einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Im Umfang eines  

Viertels bleibt die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten. 

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  

− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 
Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils 
 

 

 

 

-   17   - 

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 11. Dezember 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hauser 
 

 
 
 

	Urteil vom 11. Dezember 2014
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 46)
	"Es wird erkannt:
	- des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowie
	- der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziffer 1 BetmG.

	Berufungsanträge:
	1. Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruchs;
	2. Bestrafung des Beschuldigten A._____ mit einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten sowie einer Busse von Fr. 200.–, abzüglich der erstandenen Haft von 1 Tag;
	3. Gewährung des bedingten Vollzugs für die Freiheitsstrafe unter  Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren;
	4. Ausfällung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse;
	5. Die Kosten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens seien dem  Beschuldigten aufzuerlegen, aber einstweilen abzuschreiben.
	1.1. Der Beschuldigte sei mit einer Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu Fr. 10.–, wovon 1 Tagessatz als durch Haft erstanden ist, sowie mit  einer Busse von Fr. 200.– zu bestrafen;
	1.2. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben und die Probezeit auf 2 Jahre festzusetzen;
	1.3. Für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse sei eine  Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen festzusetzen;
	2. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Dispositivziffer 6.) sowie die erstinstanzliche Kostenverlegung (Dispositivziffer 7.) seien zu be-stätigen.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens inkl. der amtlichen Verteidigung seien auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 14. Mai 2014 sprach die Vorinstanz den Beschuldigten des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowie der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig u...
	1.2.  Gegen dieses mündlich eröffnete Urteil meldete die Staatsanwaltschaft am 19. Mai 2014 fristgerecht Berufung an (Urk. 42) und reichte – nach Zustellung des begründeten Urteils (Urk. 45/1) – dem Obergericht am 2. Juli 2014 ebenfalls  innert Frist ...
	1.3. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der zuständige Staatsanwalt sowie der Beschuldigte und sein Verteidiger erschienen sind, waren weder Vorfragen zu entscheiden noch Beweise abzunehmen (Prot. II S. 4 ff.). Das vorliegende Urt...

	2. Umfang der Berufung
	2.1. Die Staatsanwaltschaft beschränkt ihre Berufung auf die Bemessung der Strafe sowie "die Kosten-, Entschädigungs- und Genugtuungsfolgen" (Urk. 47). Sie beantragt, es sei der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten, abzüglich einem Ta...
	2.2. Bei dieser Ausgangslage bilden demnach die Dispositivziffern 2-4 sowie 7 des vorinstanzlichen Urteils Berufungsgegenstand. Entsprechend ist dieses in den Dispositivziffern 1 (Schuldspruch), 5 (Entschädigung amtliche Verteidigung) und 6 (Kostenfes...

	3. Sachverhalt/rechtliche Würdigung
	3.1. Der Beschuldigte anerkennt den Anklagevorwurf und ist geständig (Urk. 10/2 S. 5 ff.; Prot. I S. 8). Entsprechend hat die Vorinstanz den Beschuldigten denn auch anklagegemäss verurteilt, mit der sachverhaltlichen Präzisierung, dass in dubio pro re...
	3.2. Von dieser Grundlage ist für die folgende Strafzumessung auszugehen.

	4. Strafzumessung
	4.1. Die Vorinstanz hat die Grundsätze der Strafzumessung richtig zusammengefasst, sodass darauf verwiesen werden kann (Urk. 46 S. 4-6). Auszugehen ist von der Strafandrohung gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, wonach ein Raub mit Freiheitsstrafe bis...
	4.2. Die Staatsanwaltschaft kritisiert berufungsweise am vorinstanzlichen Urteil, dass die Strafe massiv zu tief angesetzt worden sei. Entgegen der Vorinstanz könne aufgrund des kleinen Deliktsbetrages nicht auf ein geringes Verschulden geschlossen we...
	4.3. Die Vorinstanz hat das objektive Tatverschulden auf einer Skala aller denkbaren Raubtaten am unteren Rand des Strafrahmens eingeordnet und als noch leicht gewichtet (Urk. 46 S. 7). Dem ist beizupflichten. Zwar war es – um mit den Worten der Vorin...
	4.4. In subjektiver Hinsicht kann dem Beschuldigten – mit der Verteidigung (Urk. 58 S. 3) – zugute gehalten werden, nicht die treibende Kraft hinter dem  Ganzen gewesen zu sein. Immerhin räumte er aber in der polizeilichen Einvernahme ein, er habe dam...
	4.5. Gesamthaft erscheint deshalb die von der Vorinstanz festgesetzte Einsatzstrafe von 300 Tagessätzen Geldstrafe als etwas zu tief. Dem Tatverschulden sind vielmehr 350 Strafeinheiten (Tagessätze Geldstrafe oder Tage Freiheits-strafe) angemessen.
	4.6. Wieder mit der Vorinstanz wirken sich die persönlichen Verhältnisse des  Beschuldigten strafzumessungsneutral aus (Urk. 46 S. 8/9; Art. 82 Abs. 4 StPO).
	4.7. Das Geständnis des Beschuldigten fällt dann aber deutlich strafmindernd ins Gewicht. Er war von Anfang an vollumfänglich geständig und gab seinen Tat-beitrag – insbesondere auch den Schlag – offen zu. Ebenso strafmindernd ist  seine Reue und insb...
	4.8. Gesamthaft ist damit der Beschuldigte mit 250 Einheiten Geldstrafe oder Freiheitsstrafe zu bestrafen. Die vorinstanzlich ausgesprochenen 210 Tagessätze Geldstrafe werden der Tatschwere des mittäterschaftlichen Vorgehens und dem individuellen Tatb...
	4.9. Mit 250 Strafeinheiten liegt die Strafe im überschneidenden Anwendungsbereich von Geld- und Freiheitstrafe: Für Strafen von sechs Monaten bis zu einem Jahr sieht der neue Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches beide diese Strafarten vor (Art. 34 ...
	4.10. Hinsichtlich der Höhe des Tagessatzes ist unter Verweis auf BGE 135 IV 180 E. 1.4 ein solcher von Fr. 10.– festzusetzen. Angesichts der finanziellen  Verhältnisse des Beschuldigten (Prot. I S. 7; Urk. 56 S. 5 f.) kommt ein höherer Tagessatz nich...
	4.11. Der Beschuldigte ist damit mit einer Geldstrafe von 250 Tagessätzen zu Fr. 10.– zu bestrafen.
	4.12. Wegen der vom Beschuldigten begangenen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes ist zusätzlich eine Busse auszufällen. Der Beschuldigte konsumierte über rund ein halbes Jahr durchschnittlich etwa einmal wöchentlich Cannabis (Urk. 10/2 S. 4, 7). ...
	4.13. Gesamthaft ist deshalb der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von  250 Tagessätzen zu Fr. 10.– sowie einer Busse von Fr. 500.– (Ersatzfreiheits-strafe 5 Tage) zu bestrafen. Von der Geldstrafe gilt 1 Tagessatz als durch Haft geleistet (Urk. 51 StG...

	5. Vollzug der Strafe
	6. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	6.1. Nach dem anklagegemässen Schuldspruch hat die Vorinstanz dem  Beschuldigten ausgangsgemäss und zutreffend die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens auferlegt (Art. 426 Abs. 1 StPO). Zurecht beanstandet die Staatsanwaltschaf...
	6.1.1. Gemäss Art. 425 StPO können Forderungen aus Verfahrenskosten von der Strafbehörde gestundet oder unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Ver-hältnisse der kostenpflichtigen Person herabgesetzt oder erlassen werden. In Kommentatorenkreisen i...
	6.1.2. Vorliegend ist kein solcher Ausnahmefall gegeben: Der Beschuldigte hat dieses Jahr seine Lehre beendet. Der Beschuldigte ist zwar derzeit arbeitslos (Urk. 56 S. 5). Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass er in naher Zukunft eine Stelle finden u...
	6.1.3. In diesem Sinne ist die erstinstanzliche Kostenauferlegung an den  Beschuldigten dahingehend zu korrigieren, als die Kosten nicht abzuschreiben sind. Davon ausgenommen sind allerdings die Kosten der amtlichen Verteidigung, die unter Vorbehalt d...
	6.2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Mit dem heutigen Urteil unterliegt die Staatsanwaltschaft bzw. obsiegt der Beschuldigte in Bezug auf die Strafzumessung recht weitgehend und o...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung - Einzelgericht, vom 14. Mai 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von  250 Tagessätzen zu Fr. 10.–, wovon 1 Tagessatz als durch Unter-suchungshaft geleistet gilt, sowie mit einer Busse von Fr. 500.–.
	2. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	4. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Ar...
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden zu drei Vierteln auf die Gerichtskasse  genommen und zu einem Viertel dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden zu drei V...
	7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (übergeben)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.