# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6a5e0368-0a83-5af8-83c4-ca216342cb67
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-08-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.08.2009 UV 2008/76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-76_2009-08-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/76

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.04.2020

Entscheiddatum: 03.08.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 03.08.2009
Art. 6 UVG; Art. 11 UVV: Behaupteter Rückfall nach Verkehrsunfall. Keine 
Leistungspflicht der Unfallversicherung, weil der natürliche 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geltend gemachten 
Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. August 
2009, UV 2008/76).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichter Martin Rutishauser und Franz 

Schlauri; a.o. Gerichtsschreiber Benedikt Fässler

Entscheid vom 3. August 2009

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Christa Rempfler, Falkensteinstrasse 1,

Postfach 112, 9006 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach,

9001 St. Gallen,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   S.___, geboren 1967, war als Chauffeur bei der Firma A.___ angestellt und in 

dieser Eigenschaft bei der Suva gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert, als er 

am 13. August 2002 als Lenker seines Personenwagens im Ausland einen 

Verkehrsunfall erlitt. Der Versicherte wurde in das klinische Krankenhaus B.___ 

eingeliefert. Dort wurde ein Polytrauma mit Milzriss, einer Fraktur des rechten 

Oberschenkelknochens, einer Symphysensprengung, linksseitigen Rippenbrüchen, 

einer Subluxation des Sakroiliakalgelenks links sowie einer Schädelhirnprellung 

diagnostiziert. Dem Versicherten musste die Milz entfernt werden (vgl. Austrittsbericht 

vom 11. September 2001; act. G 12.3/27 [Übersetzung aus der Muttersprache]). Dem 

Versicherten war zuvor schon 1995 wegen Niereninsuffizienz eine Niere transplantiert 

worden. Nach rund einmonatiger Hospitalisation im Heimatland wurde der Versicherte 

am 11. September 2001 mit der Rega in die Schweiz überführt (vgl. act. G 12.3/11 f.) 

und danach bis zum 1. Oktober 2001 im Regionalspital Lugano und anschliessend bis 

zum 19. Oktober 2001 in der Clinica San Rocco in Lugano weiterbehandelt (vgl. 

act. G 12.3/31 und 34). Mit Verfügung vom 13. November 2001 (act. G 12.3/33) 

anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht und richtete Taggelder aus und übernahm die 

Kosten für die Heilbehandlungen. Die Taggelder wurden jedoch wegen grobfahrlässiger 

Verursachung des Unfalls durch den Versicherten (Nichtanpassen der Geschwindigkeit 

an die Strassenverhältnisse; Sicherheitsgurte nicht getragen) um 20 % gekürzt. Nach 

seiner Rückkehr an seinen Wohnort wurde der Versicherte ab dem 23. November 2001 

durch Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, weiterbehandelt 

(act. G 12.3/45). Am 4. Februar 2002 machte der Versicherte am Schalter der Suva St. 

Gallen zum Heilverlauf folgende Angaben (act. G 12.3/41): Wegen der 

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Oberschenkelfraktur rechts betrage die Traglast maximal 10 kg. Auch die rechte Hüfte 

sei noch schmerzhaft. Zudem gab er belastungsabhängige Beschwerden in beiden 

Fussgelenken und in den Knien an. Im Bereich Hals/Nacken habe er bis auf ein 

gelegentliches Ziehen in der Nacht eigentlich keine Probleme. Weiter sei er 

vergesslicher geworden und habe Probleme mit der Konzentration. Zudem trete beim 

Lesen jeweils ein Augenflimmern auf. Am 3. Juni 2002 wurde der Versicherte in der 

Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen ambulant untersucht. 

Mit Bericht vom 4. Juni 2002 (act. G 12.3/52) hielt Dr. med. D.___, Oberassistenzärztin, 

fest, dass der Versicherte über noch mässige Schmerzen im Bereich des distalen 

Oberschenkels sowie Kniegelenks rechts unter Belastung sowie über zeitweise 

auftretende tief lumbale Rückenschmerzen, welche jedoch schon vor dem Unfall 

bestanden hätten, klage. Ab dem 1. Juli 2002 wurde der Versicherte von Dr. C.___ für 

leichte Arbeit wieder zu 50 % arbeitsfähig geschrieben (vgl. act. G 12.3/55 und 59), war 

zu diesem Zeitpunkt jedoch stellenlos. Ab dem 16. Dezember 2002 bestand aus Sicht 

von Dr. C.___ wieder eine Arbeitsfähigkeit von 100 % für leichte Arbeit (vgl. 

act. G 12.3/67), weshalb die Suva die Taggeldzahlungen auf dieses Datum hin 

eingestellt hat (vgl. act. G 12.3/97). Da der Versicherte über vermehrte Vergesslichkeit 

klagte, wurde er von Dr. C.___ am 16. März 2003 zur Beurteilung durch die 

sozialpsychiatrische Beratungsstelle St. Gallen angemeldet (vgl. act. G 12.3/68). In 

deren Auftrag wurde er am 15. Oktober 2003 in der kantonalen psychiatrischen Klinik 

Wil neuropsychologisch untersucht. Mit Bericht über diese Untersuchung vom 22. 

Oktober 2003 (act. G 12.3/83) diagnostizierte lic. phil. E.___, Psychologin FSP, partielle 

neuropsychologische Teilleistungsschwächen (ICD-10: F07.8), welche hauptsächlich 

exekutive und Aufmerksamkeitsfunktionen beträfen; dies bei einer aktuell 

eingeschränkten allgemeinen kognitiven Leistungsfähigkeit. Insgesamt seien keine 

Hinweise zu verzeichnen, die eindeutige Rückschlüsse auf unfallbedingte kognitive 

Einbussen zuliessen. Es sei zu vermuten, dass es sich bei den meist nur diskreten 

Schwächen um eine normale Variante der Hirnentwicklung handle, die wahrscheinlich 

vorbestehend sei. Mit Bericht an die Suva vom 25. März 2004 (act. G 12.3/82) hielten 

Dr. med. F.___ und Dr. med. G.___ von der Sozialpsychiatrischen Beratungsstelle fest, 

dass weder klinisch noch testpsychologisch eine posttraumatische Belastungsstörung 

habe nachgewiesen werden können. Die in der testpsychologischen Untersuchung 

festgestellten Teilleistungsstörungen könnten auch Symptome einer leicht- bis 

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mittelgradigen depressiven Störung sein, weshalb der Versicherte antidepressiv 

behandelt würde. Ab dem 1. April 2004 war der Versicherte wieder zu 50 % als 

Chauffeur bei der Firma A.___ tätig (act. G 12.3/84). Nach eigenen Angaben des 

Versicherten am 15. November 2004 (act. G 12.3/93) war er bis zum 31. September 

2004 zwischenzeitlich zu 70 % bei der Firma H.___ (früher Firma A.___) tätig, musste 

jedoch wegen Rückenproblemen das Arbeitspensum per 1. Oktober 2004 auf 50 % 

reduzieren. Mit medizinischer Beurteilung vom 3. Mai 2005 (act. G 12.3/98) schätzte Dr. 

med. I.___, Kreisarzt Suva St. Gallen, den unfallbedingten Integritätsschaden für den 

Verlust der Milz auf 10 %. Mit Verfügung vom 9. Mai 2005 (act. G 12.3/99) wurde dem 

Versicherten für den Verlust der Milz gestützt auf eine Integritätseinbusse von 10 % 

eine Integritätsentschädigung von Fr. 10'680.-- zugesprochen. Am 1. Dezember 2006 

trat der Versicherte eine neue 100 %-Stelle als Chauffeur bei der J.___ an 

(act. G 26.1/21 – 13/20).

A.b   Mit Unfallmeldung vom 29. März 2007 (act. G 12.4/1) meldete der Versicherte der 

Suva, er habe am 23. Februar 2007 einen weiteren Unfall erlitten. Er habe von hinten 

auf die Ladefläche seines Transportfahrzeugs/Bus steigen wollen und sei dabei über 

ein Paket gestolpert. Er sei auf die rechte Schulter, den Kopf und die rechte Hüfte 

gefallen und habe die Arbeit während rund 10 Minuten unterbrechen müssen. Mit 

Arztzeugnis UVG vom 24. April 2007 (act. G 12.4/2) diagnostizierte Dr. med. K.___, 

FMH Innere Medizin, den der Versicherten am 26. Februar 2007 konsultiert hatte, eine 

Kopf-, Schulter- und Hüftprellung rechts nach Stolpersturz am 23. Februar 2007. 

Ferner bescheinigte Dr. K.___ dem Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 

27. Februar 2007 bis zum 1. März 2007. Auf Veranlassung durch Dr. K.___ wurde am 3. 

April 2007 durch Dr. med. L.___, Facharzt medizinische Radiologie FMH, ein MRI des 

Schädels durchgeführt. Dabei wurden zwei ältere Hirnkontusionsherde frontal 

nachgewiesen. Frische Blutungen wurden nicht nachgewiesen. Ferner bestand 

differenzialdiagnostisch ein Verdacht auf gliomatös narbige Veränderungen in der 

weissen Hirnsubstanz (act. G 12.4/3). Die Suva übernahm die Kosten der 

Heilbehandlung für diesen Unfall. Eine Taggeldzahlung entfiel, da keine 

Arbeitsunfähigkeit bestand, welche den dritten Tag nach dem Unfall überdauerte (vgl. 

act. G 26.1/21 – 11/20). Am 20. Mai 2007 wurde der Versicherte wegen 

Unzuverlässigkeit (u.a. unbegründetes Fernbleiben vom Arbeitsplatz, Verursachung 

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eines Sachschadens mit anschliessender Fahrerflucht) fristlos entlassen (act. G 26.1/21 

– 8/20).

A.c   Mit Schadenmeldung UVG für arbeitslose Personen vom 16. November 2007 (act. 

G 12.3/102) meldete der Versicherte einen Rückfall zum Unfall aus dem Jahr 2001. 

Gemäss Arztzeugnis vom 13. Oktober 2007 (act. G 12.3/103) und Bericht vom 4. 

Dezember 2007 (act. G 12.3/105) von Dr. K.___ klagte der Versicherte über anhaltende 

Schmerzen im Nacken, Rücken und rechten Oberschenkel, welche seit dem Unfall im 

August 2001 bestünden. Der Versicherte habe Ende Oktober einen Kanal gereinigt. 

Nachdem er in den Schacht hinunter gestiegen sei, habe er einen Eimer getragen. Eine 

Bewegung unter Belastung habe seine Rückenschmerzen erneut verstärkt. Dr. K.___ 

schrieb den Versicherten ab dem 22. Oktober 2007 bis auf weiteres zu 100 % 

arbeitsunfähig wegen Krankheit (act. G 12.3/104.1). Der Versicherte wurde von Dr. 

K.___ an Dr. med. M.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie, überwiesen. Mit Bericht vom 10. Dezember 2007 (act. G 12.3/106) 

berichtete Dr. M.___ über seit dem Unfall chronisch auftretende und immer wieder 

exazerbierende Lumbalschmerzen, vor allem beim Sitzen, weniger beim Gehen, sich 

verstärkend beim Tragen von Lasten von 10 kg oder mehr, ferner über Schmerzen am 

rechten Oberschenkel beim Tragen von Lasten ab ca. 20 kg aber auch nach einer 

Gehstrecke von einer Stunde. Seit einem Sturz auf die rechte Schulter am 27. 

November (richtig: 23. Februar) 2007 würden immer wieder Schmerzen in der Schulter 

auftreten, vor allem bewegungsabhängig beim Hochheben des Armes mit 

Aussendrehung. Dr. M.___ diagnostizierte bei Status nach Polytrauma 

Restbeschwerden: Chronisch rezidivierende Lumbalgie (funktionell?); 

Belastungsbeschwerden nach Femurfraktur rechts, nach Metallentfernung; 

Posttraumatische AC-Gelenkspathologie Schulter rechts, Verdacht auf zusätzliche 

Scapularissehnenläsion; Internistisch: Status nach Nierentransplantation 1995, Beta-

Thalassämie, Status nach Hepatitis A. Am 18. Dezember 2007 wurde auf Veranlassung 

durch Dr. M.___ in der Klinik Stephanshorn, ein Artho-MRI der rechten Schulter und 

eine lumbo-vertebrale Kernspintomographie durchgeführt (Bericht von Dr. med. N.___, 

FMH medizinische Radiologie, vom 19. Dezember 2007; act. G 12.3/108). Mit 

Arztzeugnis vom 7. Februar 2008 (act. G 12.3/113.1) bescheinigte Dr. M.___ dem 

Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % für eine leichte Arbeit im Sinne von 

Wechselbelastung mit maximaler Gewichtsbelastung von 15 kg. Am 15. Februar 2008 

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wurde der Versicherte in der Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen 

untersucht. Mit Bericht vom 4. März 2008 (act. G 12.3/115.1) stellten Dr. med. O.___ 

und Dr. med. P.___ folgende Diagnosen: 1. Verdacht auf Schlafapnoe-Syndrom mit 

verstärkter Tagesmüdigkeit und nächtlichem Schnarchen sowie 

Abwesenheitszuständen am Tage; 2. Rechtsseitige Kopfschmerzen ungeklärter 

Aetiologie DD: Spannungskopfschmerzen; 3. Status nach Nierentransplantation 1995 

bei Verdacht auf tubulo-interstitielle Nephropathie (aktuell immunsuppressive Therapie 

mit Sandimmun); 4. Status nach Polytrauma mit Commotio cerebri 2001; 5. Beta-

Thalassämie. Ein Elektroenzephalogramm (EEG) zeigte einen unauffälligen Befund. Mit 

ärztlicher Beurteilung vom 5. März 2008 (act. G 12.3/116) nahm Dr. med. Q.___, 

Facharzt FMH für Chirurgie, Suva Versicherungsmedizin Luzern, zur Frage Stellung, ob 

noch Folgen des Polytraumas vom 13. August 2001 bestehen. Dr. Q.___ gelangte zur 

Einschätzung, dass der Beschwerdeverlauf bezüglich des Bewegungsapparats 

komplikationslos verlaufen sei. Eine Verschlimmerung der Beschwerden am 

Bewegungsapparat sei weder nachgewiesen noch wahrscheinlich. Die heutigen 

Rückenbeschwerden stufte er als unfallfremd ein. Orthopädisch liege deshalb kein 

Rückfall vor. Es bestehe theoretisch immer noch eine volle Vermittelbarkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt. Da nach dem Sturz vom 23. Februar 2007 keine 

posttraumatische Läsion im Schulterbereich festgestellt worden sei, könnten die 

Beschwerden auch nicht auf den neuen Unfall zurückgeführt werden. Obwohl 

unbestritten sei, dass der Versicherte beim Unfall 2001 auch eine Contusio cerebri 

frontal erlitten habe, hätte neuropsychologisch am 15. Oktober 2003 keine erheblichen 

Residuen nachgewiesen werden können. Hirnorganisch sei eine spätere 

Verschlechterung unwahrscheinlich und im Schädel-MRI vom 3. April 2007 auch nicht 

nachgewiesen.

A.d   Mit Verfügung vom 7. April 2008 (act. G 12.3/121) lehnte die Suva eine 

Leistungspflicht für die als Rückfall zum Unfall vom 13. August 2001 gemeldeten 

Schulter- und Rückenbeschwerden ab, weil gemäss der medizinischen Beurteilung 

durch Dr. Q.___ vom 5. März 2008 kein sicherer oder wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 13. August 2001 und den geklagten 

Beschwerden bestehe.

B.       

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Die vom Versicherten gegen die Verfügung erhobene Einsprache (act. G 12.3/122) 

wurde von der Suva mit Einspracheentscheid vom 4. Juni 2008 (act. G 12.3/127) 

abgewiesen.

C.       

C.a   Mit Schreiben vom 4. Juli 2008 (act. G 1) und Ergänzung vom 28. August 2008 

(act. G 5) erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Christa 

Rempfler, Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 4. Juni 2008 an das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen. Er lässt beantragen, die Verfügung vom 

7. April 2008 und der Einspracheentscheid vom 4. Juni 2008 seien aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen für seine 

Beschwerden (insbesondere Schulter- und Rückenbeschwerden) seit dem 22. Oktober 

2007 auszuzahlen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Ferner sei ihm die 

unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und Rechtsanwältin Rempfler als 

unentgeltliche Rechtsvertreterin einzusetzen. Mit der Beschwerdeergänzung vom 28. 

August 2008 wurde ein neues Arztzeugnis von Dr. K.___ vom 25. August 2008 (act. 

G 6.1/14) eingereicht. Darin führt dieser Arzt neu aus: "Aus internistischer Sicht bin ich 

der Meinung, dass ein Kausalzusammenhang zwischen der Arbeitsunfähigkeit von 

Herrn Softic ab dem Oktober 2007 und seinen Unfällen besteht, weil die Schmerzen 

seit dem Jahre 2001 bestanden und durch den Zwischenfall im Oktober 2007 verstärkt 

wurden." Mit Bezug auf die Schlaflosigkeit, die Konzentrationsstörungen, die erhöhte 

Ermüdbarkeit, die Vergesslichkeit und die Kopfschmerzen könne auf Grund des 

zeitlichen Zusammentreffens des Beschwerdebeginns mit dem Unfall im Jahre 2001 

seines Erachtens eine Unfallfolge zumindest vermutet werden. Mit Schreiben vom 1. 

September 2008 (act. G 7) wurde dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung vom 

Vizepräsidenten des Versicherungsgerichts entsprochen. Mit Beschwerdeantwort vom 

31. Oktober 2008 (act. G 12) beantragt die Beschwerdegegnerin, vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, St. Gallen, die Abweisung der Beschwerde. Mit Replik 

vom 26. Januar 2009 (act. G 20) hält die Rechtsanwältin des Beschwerdeführers an 

ihren Anträgen gemäss Beschwerde unverändert fest. Am 23. Februar 2009 reichte der 

Rechtsanwalt der Beschwerdegegnerin eine Duplik ein (act. G 24). Weiter wurden die 

IV-Akten des Beschwerdeführers beigezogen und beiden Parteien zur Einsicht 

zugestellt (act. G 27). Mit Schreiben vom 15. April 2009 (act. G 33) nahm die 

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Rechtsanwältin des Beschwerdeführers zu den IV-Akten Stellung. Der Rechtsanwalt 

der Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine ausführliche Stellungnahme (act. G 35).

D.       

Aus den beigezogenen IV-Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer vom 11. Juli 

2007 bis zum 8. Januar 2008 in Behandlung bei Dr. med. R.___, FMH Psychiatrie und 

Psychotherapie, war. Mit Bericht vom 3. Mai 2008 (act. G 26.1/23) diagnostizierte Dr. 

R.___ ein organisches amnestisches Syndrom (ICD-10 F04), eine organische 

depressive Störung (ICD-10 F06.4) und eine organische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 

F07.0). Zudem stufte sie den Beschwerdeführer ab dem 11. Juli 2007 bis auf Weiteres 

als zu 100 % arbeitsunfähig ein. Im Auftrag der IV wurde der Beschwerdeführer zudem 

von der MEDAS Zentralschweiz, Luzern, polydisziplinär begutachtet. Mit Bericht vom 

11. November 2008 zuhanden der MEDAS (act. G 26.1/43 – 39/54) diagnostizierten Dr. 

Dr. h.c. T.___ und Dr. med. U.___ vom Interdisziplinären Zentrum für Schlafmedizin am 

Kantonsspital St. Gallen eine obstruktive Schlaf-Apnoe schweren Grades. Diese führe 

zu Konzentrationsstörungen und Tagesschläfrigkeit, was die Tätigkeit des 

Beschwerdeführers als Chauffeur einschränke. Mit Schreiben vom 24. November 2008 

(act. G 26.1/43 – 41 ff./54) berichtete Dr. med. V.___, FMH Rheumatologie / 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, Klinik St. Anna, über das im Auftrag der 

MEDAS Zentralschweiz durchgeführte rheumatologische Konsilium vom 14. August 

2008. Danach stünden für den Versicherten Kreuzschmerzen im Vordergrund. Klinisch 

lasse sich ein mässiges Lumbovertrebralsyndrom nachweisen, im MRI zeige sich eine 

Diskopathie L4/5 (= Dehydrierung der Bandscheibe mit Bandscheibenprotrusion und 

wahrscheinlich Anulusriss). Dr. V.___ führte aus, dass normalerweise bei Vorliegen 

eines leichten Lumbovertebralsyndroms bei klinisch möglicherweise mitbeteiligter 

Diskopathie L4/5 eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit grundsätzlich 

zumutbar wäre. Die komplexen Frakturen im Rahmen des Polytraumas 2001 führten 

jedoch zu statischen Problemen, welche zusammen mit den Rückenschmerzen eine 

rheumatologisch begründete Verminderung der Arbeitsfähigkeit bewirkten. Dr. V.___ 

stufte die Arbeitsunfähigkeit aus rein rheumatologischer Sicht für die bisherige Tätigkeit 

(Auslieferdienst Pakete) mit 100 % ein. In einer körperlich leichten Tätigkeit bestehe 

demgegenüber bloss eine Arbeitsunfähigkeit im Ausmass von 30 % (act. G 26.1/43 – 

45/54). Dr. med. W.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, der den 

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Beschwerdeführer am 13. August 2008 im Auftrag der MEDAS psychiatrisch 

untersuchte, diagnostizierte mit Schreiben vom 17. August 2008 (act. G 26.1/43 – 

48 ff./54) ein organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (F07.2), eine unter 

Therapie teilweise remittierte organische depressive Störung (F06.4) entsprechend 

einer leichten depressiven Episode ohne somatisches Syndrom (F32.00); 

Nikotinabhängigkeit (F 17.24) und eine Agoraphobie mit Panikstörung (F40.01). Dr. 

W.___ betrachtet das organische Psychosyndrom ausdrücklich als Folge des im 

Kontrast-MRI von 2007 nachgewiesenen Schädeltraumas (act. G 26.1/43 – 50/54). Die 

diagnostizierte Depression könnte einerseits ebenfalls eine mögliche Folge des 

Schädelhirntraumas darstellen, andererseits aber auch durch die Reaktion auf die 

Belastungen durch den Unfall bedingt sein (act. G 26.1/43 – 51/54). Mit Bezug auf die 

Arbeitsunfähigkeit sei der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht in der bisherigen 

Tätigkeit als Chauffeur zu 100 % arbeitsunfähig. Auch in einer Verweistätigkeit bestehe 

noch eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 30 %, additiv zu den anderen körperlich 

bedingten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit (act. G 26.1/43 – 52 f./54). Im 

Gesamtgutachten der MEDAS vom 15. Dezember 2008 (act. G 26.1/43 – 1 ff./54) von 

Dr. med. X.___ und Dr. med. Y.___ gingen die Gutachter aufgrund der kumulierten 

rheumatologischen und psychiatrischen Defizite in einer adaptierten Tätigkeit von einer 

Restarbeitsfähigkeit von 40 % aus. Die Arbeitsfähigkeit von 0 % in der angestammten 

Tätigkeit wurde von den Gutachtern aufgrund der psychiatrischen Einschätzung auf 

den 13. August 2001 zurückdatiert. Die Gutachter gingen ferner davon aus, dass auch 

in einer adaptierten Tätigkeit die Restarbeitsfähigkeit ab dem 13. August 2001 aus 

psychiatrischer Sicht nur noch 70 % betragen habe. Die von den Gutachtern attestierte 

Restarbeitsfähigkeit von 40 % wurde auf das Datum der Schlussbesprechung vom 2. 

Dezember 2008 datiert (act. G 26.1/43 – 36/54).

Erwägungen:

1.        

Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht eine Leistungspflicht für die seit 

Oktober 2007 aufgetretenen Beschwerden des Beschwerdeführers abgelehnt hat.

2.        

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2.1    Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung (UVG, SR 832.20) setzt zunächst voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 

und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 

eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 

der diesen Instanzen obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu befinden haben. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt dabei für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 

118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). Weiter ist das Vorhandensein des adäquaten 

Kausalzusammenhangs zu prüfen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 

adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 

der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 125 V 456 E. 5a mit 

Hinweisen). Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 E. 3a). Im Bereich 

klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen 

Veränderungen (organisches Substrat konnte mit Bild gebenden 

Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen 

werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne Weiteres zu bejahen (BGE 

134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb, mit Hinweisen).

2.2    Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. 

Praxisgemäss handelt es sich bei einem Rückfall um das Wiederaufflackern einer 

vermeintlich geheilten Krankheit, sodass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise 

sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt, während von Spätfolgen dann 

gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Laufe längerer Zeit 

organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem andersgearteten 

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Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen können eine Leistungspflicht 

des (damals haftbaren Unfallversicherers) nur dann auslösen, wenn zwischen den 

erneut vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit durch den Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 11. September 2007, 8C_44/2007; BGE 118 V 

293 E. 2c; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 f. E. 2). Festzuhalten ist in diesem 

Zusammenhang, dass die für den Grundfall an sich massgebenden kausalen Faktoren 

mit der Zeit wegfallen können, weshalb der Unfallversicherer bei einem Rückfall nicht 

automatisch an seiner damaligen Leistungszusage behaftet werden kann. Eine allfällige 

Beweislosigkeit hinsichtlich des natürlichen Kausalzusammenhangs wirkt sich zum 

Nachteil des Versicherten aus, da dieser aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte 

ableiten wollte (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts vom 11. 

September 2007, 8C_44/2007, E. 1.2). Ferner ist zu beachten, dass umso strengere 

Anforderungen an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu stellen sind, je grösser der zeitliche Abstand zwischen 

Unfall und Eintritt gesundheitlicher Störungen ist (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c).

2.3    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 157 E. 1a und 121 V 204 E. 6c, je mit 

Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die erwähnte Beweislastregel, wonach im 

Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte, greift deshalb erst Platz, 

wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf 

Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b 

mit Hinweisen).

2.4    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

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Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden Arztberichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 

gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die 

eine und nicht die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 

grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen).

3.        

3.1    Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei ihrer Auffassung, wonach bezüglich der 

ab Oktober 2007 aufgetretenen Beschwerden kein Rückfall zum Unfallereignis vom 

13. August 2001 vorliege, auf die ärztliche Beurteilung durch Kreisarzt Dr. Q.___ vom 

5. März 2008 ab (act. G 12.3/116). Dieser verneinte das Vorliegen einer 

Verschlimmerung bezüglich der Beschwerden am Bewegungsapparat. Dass seit dem 

Unfall auch Nacken- und Rückenschmerzen bestünden, sei nicht aktenkundig. 

Radiologisch zeigten sich auch keine traumatischen Läsionen an der LWS sondern 

lediglich altersentsprechende degenerative Veränderungen. Am 4. Februar 2002 habe 

der Beschwerdeführer explizit erklärt, er habe mit dem Hals/Nacken eigentlich keine 

Probleme. Im Kantonsspital St. Gallen seien am 3. Juni 2002 nur tief lumbale 

Beschwerden erwähnt worden, welche jedoch bereits vor dem Unfall bestanden 

hätten. Die heutigen Rückenbeschwerden seien demnach unfallfremd. Orthopädisch 

liege somit kein Rückfall vor. Es bestehe weiter eine volle Vermittelbarkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt. Beim als Unfall gemeldeten Sturz vom 23. Februar 2007 sei 

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im Bereiche der rechten Schulter keine posttraumatische Läsion nachgewiesen 

worden, weshalb die Beschwerden auch nicht auf den neuen Unfall zurückgeführt 

werden könnten. Zwar sei unbestritten, dass der Versicherte beim Unfall am 13. August 

2001 auch eine Contusio cerebri frontal erlitten habe. Neuropsychologisch hätten 

jedoch am 15. Oktober 2003 keine erheblichen Residuen nachgewiesen werden 

können. Hirnorganisch sei eine spätere Verschlimmerung unwahrscheinlich und 

konkret im Schädel-MRI vom 3. April 2007 auch nicht nachgewiesen. Auch der 

Hausarzt gehe bezüglich der Konzentrationsstörungen eher von einem psychischen 

Problem aus. Die Rechtsanwältin des Beschwerdeführers stützt sich demgegenüber 

vor allem auf die Einschätzung von Dr. K.___ ab. Mit Bericht vom 4. Dezember 2007 

(act. G 12.3/105) führte dieser Arzt aus, dass der Beschwerdeführer an Schmerzen 

leide, die möglicherweise oder sogar wahrscheinlich durch seine Unfälle bedingt seien. 

Da klinisch und anamnestisch keine sicheren Hinweise auf eine neurologische 

Erkrankung bestünden, beurteile er die Konzentrationsstörungen und die damit 

verbundenen Ängste als psychisch bedingt. Im nach Vorliegen des 

Einspracheentscheids von der Rechtsanwältin nachgereichten Zeugnis vom 25. August 

2008 (act. G 6.1/14) bejahte Dr. K.___ die Kausalität zwischen den vom 

Beschwerdeführer geklagten Schmerzen und dem Unfall vom 13. August 2001 mit der 

Begründung, dass die Schmerzen seit 2001 bestünden und durch den Zwischenfall im 

Oktober 2007 verstärkt worden seien. Was die vom Beschwerdeführer geklagten 

Schlaflosigkeit, die Konzentrationsstörungen, die erhöhten Ermüdbarkeit, die 

Vergesslichkeit und die Kopfschmerzen anbelangt, könne ein Kausalzusammenhang 

aufgrund des zeitlichen Zusammentreffens des Beschwerdebeginns mit dem Unfall im 

Jahre 2001 zumindest vermutet werden.

3.2    Bezüglich der als Rückfall geltend gemachten Rückenschmerzen ist zu 

bemerken, dass nach dem Unfall beim Beschwerdeführer keine Rückenverletzung 

diagnostiziert wurde. Zudem ergibt sich aus den Akten, dass der Beschwerdeführer 

bereits am 4. Juni 2002 anlässlich einer Untersuchung in der Klinik für Orthopädische 

Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen über zeitweise auftretende tief lumbale 

Rückenschmerzen berichtete, welche jedoch bereits vor dem Unfall bestanden hätten 

(act. G 12.3/52). Aufgrund der Aktenlage erweist sich die Beurteilung durch Dr. Q.___, 

wonach die Rückenbeschwerden unfallfremd seien, als korrekt. Nach Erlass des 

Einspracheentscheids wurde jedoch im Auftrag der Invalidenversicherung von der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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MEDAS Zentralschweiz ein polydisziplinäres Gutachten erstellt. Grundsätzlich ist auf 

den Sachverhalt bis zum Erlass des Einspracheentscheids abzustellen. Ein späteres 

Gutachten darf jedoch berücksichtigt werden, wenn sich Rückschlüsse auf die Zeit vor 

Erlass des Einspracheentscheids ziehen lassen. Bezüglich der vom Beschwerdeführer 

geklagten Schmerzen führte der Rheumatologe Dr. V.___ aus, dass für den 

Beschwerdeführer zur Zeit der Untersuchung Kreuzschmerzen im Vordergrund 

gestanden seien. Diese würden sich durch eine degenerativ bedingte Diskopathie L4/

L5 erklären. Nach Einschätzung von Dr. V.___ sei es durch die komplexen Frakturen im 

Rahmen des Polytraumas zu statischen Störungen gekommen, welche zusammen mit 

den Rückenschmerzen aus rheumatologischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit begründen 

würden. Dr. V.___ führte jedoch weiter aus, dass eine schwierig von den Diagnosen 

abzugrenzende generelle Schmerzausweitung bestehe auch mit wechselnden 

Gelenkbeschwerden "mal hier und mal da". Im Status finde sich dafür keine 

wesentliche Pathologie und eine eindeutige Diagnose sei nicht möglich. Vor diesem 

Hintergrund erscheint eine Unfallkausalität der geklagten Schmerzen zwar möglich, 

jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich. Die Beschwerdegegnerin hat somit in Bezug 

auf die Beschwerden am Rücken auch unter Berücksichtigung des MEDAS-

Gutachtens einen Rückfall zum Unfall vom 13. August 2001 zu Recht verneint. Die 

Einschätzung von Dr. K.___, auf die sich die Anwältin des Beschwerdeführers primär 

abstützt, führt zu keinem anderen Ergebnis. Dr. K.___ bezeichnete die Unfallkausalität 

der Schmerzen am 4. Dezember 2007 als möglich oder sogar wahrscheinlich (act. 

G 12.3/105). Diese vage Einschätzung genügt nicht zum Nachweis einer 

Unfallkausalität mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit. Die Einschätzung vom 25. August 2008 ist ohnehin von 

beschränkter Beweiskraft, weil sie erst in Kenntnis des ablehnenden 

Einspracheentscheids getroffen wurde. Zudem begründet Dr. K.___ darin die 

Unfallkausalität einzig mit den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers, die 

Schmerzen seien seit dem Unfall vorhanden.

3.3    Bezüglich der psychischen Beschwerden lag bis zum Erlass des 

Einspracheentscheids keine medizinische Beurteilung vor, welche eine Unfallkausalität 

bejaht hätte. Erst im MEDAS-Gutachten wird ein Kausalzusammenhang zwischen dem 

Unfall vom 13. August 2001 und den geklagten psychischen Beschwerden bejaht. So 

besteht nach Auffassung des Psychiaters Dr. W.___ ein organisches Psychosyndrom 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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nach Schädel-Hirntrauma (act. G 26.1/43 – 50/54). Dieses wird in ICD-10 

folgendermassen definiert: "Das Syndrom folgt einem Schädeltrauma, das meist 

schwer genug ist, um zur Bewusstlosigkeit zu führen. Es besteht aus einer Reihe 

verschiedenartiger Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Erschöpfung, 

Reizbarkeit, Schwierigkeiten bei Konzentration und geistigen Leistungen, 

Gedächtnisstörungen, Schlafstörungen und verminderter Belastungsfähigkeit für 

Stress, emotionale Reize oder Alkohol." Da der Beschwerdeführer beim Unfall am 13. 

August 2001 nachweislich ein Schädel-Hirntrauma erlitten hatte, sich auch im MRI vom 

3. April 2007 noch ältere Hirnkontusionsherde nachweisen liessen und sich der 

Beschwerdeführer über andauernde Müdigkeit und Störungen bei Aufmerksamkeit und 

Gedächtnis beklagt (vgl. act. G 26.1/43 – 30/54), erscheint die Diagnose 

nachvollziehbar. Dr. W.___ führt jedoch selber aus, dass das organische 

Psychosyndrom nicht besonders ausgeprägt sei. Weiter fällt auf, dass die Diagnose 

eines organischen Psychosyndroms anlässlich der Abklärung durch die 

Sozialpsychiatrische Beratungsstelle St. Gallen und der neuropsychologischen 

Untersuchung in der kantonalen psychiatrischen Klinik Wil im Jahr 2003 nicht erhoben 

wurde (vgl. act. G 12.3/82 und 83). Auch die Psychiaterin Dr. R.___ stellte im Bericht an 

die Invalidenversicherung vom 3. Mai 2008 (act. G 26.1/23) andere Diagnosen, nämlich 

ein organisches amnestisches Syndrom und eine organische Persönlichkeitsstörung. 

Diese wurden von Dr. W.___ jedoch explizit ausgeschlossen. Übereinstimmung 

zwischen Dr. R.___ und Dr. W.___ besteht lediglich bei der Diagnose einer organischen 

depressiven Störung. Zudem führt auch das vom Kantonsspital St. Gallen 

diagnostizierte obstruktive Schlaf-Apnoe-Syndrom nach Angaben der Ärzte zu Konzen­

trationsstörungen und Tagesschläfrigkeit (act. G 26.1/43 – 39/54). Gemäss 

Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch, 260. A., 2004) äussert sich ein Schlaf-Apnoe-

Syndrom klinisch durch folgende Symptome: "abnorme Tagesmüdigkeit, diskontinuierl. 

lautes Schnarchen (bei obstruktivem Sch.), Konzentrations- u. Gedächtnisstörungen, 

Persönlichkeitsveränderungen, morgendl. Kopfschmerz, Potenzstörungen, imperativer 

Schlafzwang." Im Hauptgutachten der MEDAS wird zwar ausgeführt, dass die 

Diagnose eines organischen Psychosyndroms von Dr. W.___ in Kenntnis der Diagnose 

eines Schlaf-Apnoe-Syndroms gestellt wurde (act. G 26.1/43 – 32/54). Dr. W.___ führt 

jedoch in keiner Weise aus, inwiefern die Symptome des Schlaf-Apnoe-Syndroms von 

einem organischen Psychosyndrom abgegrenzt werden können. Vor diesem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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Hintergrund erscheint es zwar möglich, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich, dass 

aus psychiatrischer Sicht noch Unfallfolgen bestehen. Für die vom Beschwerdeführer 

geklagten Konzentrationsstörungen und die Müdigkeit kann ebenso wahrscheinlich das 

Schlaf-Apnoe-Syndrom verantwortlich sein. Zur diagnostizierten Depression führt 

Dr. W.___ aus, dass diese irgendwann nach dem psychiatrischen Konsilium der 

Sozialpsychiatrischen Beratungsstelle St. Gallen vom 26. September 2003 begonnen 

habe. Die Depression sei wahrscheinlich auch eine Folge der vielfältigen körperlichen 

Beschwerden, der Schmerzen und des Verlusts der Arbeit, des Einkommens und der 

Anerkennung (vgl. act. G 26.1/43 – 51/54). Auch bezüglich der diagnostizierten De­

pression ist deshalb eine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität nicht 

anzunehmen. Somit besteht für die psychiatrischen Beschwerden des 

Beschwerdeführers keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nach UVG.

3.4    Aus dem Gesagten ergibt sich, dass sich im Zusammenhang mit dem Unfall vom 

13. Januar 2001 keine Unfallfolgen mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nachweisen lassen.

4.        

Es bleibt zu prüfen, ob eine Leistungspflicht für den Unfall vom 23. Februar 2007 

(Stolpersturz in Lieferwagen) besteht. Dabei hatte sich der Beschwerdeführer eine 

Prellung des Kopfs, der rechten Hüfte und der rechten Schulter zugezogen (vgl. act. 

G 12.4/2). Die Suva übernahm die Kosten der Heilbehandlung für diesen Unfall. Eine 

Taggeldzahlung entfiel, da keine Arbeitsunfähigkeit eintrat, welche den dritten Tag nach 

dem Unfall überdauerte (vgl. Art. 16 Abs. 1 UVG; act. G 26.1/21 – 11/20). Das nach 

dem Unfall vom 23. Februar 2007 von Dr. L.___ erstellte MRI des Schädels vom 3. April 

2007 zeigte keine frischen Verletzungen (vgl. act. G 12.4/3). Somit sind im Kopf/

Hirnbereich keine Folgen des Unfalls vom 23. Februar 2007 nachweisbar. Zu den 

Beschwerden im Schulterbereich findet sich in den Akten ein Schreiben von Dr. M.___ 

an Dr. K.___ vom 29. April 2008 (act. G 12.3/125). Darin führt Dr. M.___ aus: "Die im 

MRI vom 18.12.2007 beschriebenen Veränderungen an der Supraspinatussehne sind 

ohne weiteres mit einer Unfallfolge vereinbar, wenn auch nicht beweisend. Meines 

Erachtens sollte unter diesen Voraussetzungen die SUVA die Behandlung der 

Schulteraffektion übernehmen." Diesen Ausführungen von Dr. M.___ lässt sich 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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entnehmen, dass eine unfallkausale Schulterverletzung zwar möglich, jedoch nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Somit ist die Beurteilung von Dr. 

Q.___, wonach im Schulterbereich keine Unfallfolgen bestehen, nachvollziehbar. Die 

Beschwerdegegnerin trifft somit auch für die Folgen des Ereignisses vom 23. Februar 

2007 keine Leistungspflicht mehr.

5.   

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Dem 

Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt. Der Staat 

ist zu verpflichten, für die Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers 

aufzukommen. Die Rechtsanwältin hat eine Kostennote über Fr. 6'923.-- eingereicht 

(act. G 33.1). Die Rechtsanwältin begründet das von ihr beantragte Honorar mit dem 

Zeitaufwand zu einem Ansatz von Fr. 220.-- pro Stunde und mit einzeln aufgeführten 

Barauslagen. Gemäss Art. 22 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und 

Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) ist im Bereich der Verwaltungsrechtspflege jedoch 

eine Pauschalentschädigung zuzusprechen. Ein Honorar nach Zeitaufwand ist nur in 

den in Art. 23 HonO genannten Fällen zuzusprechen. Gemäss Art. 22 Abs. 1 lit. a HonO 

beträgt das pauschale Honorar vor Versicherungsgericht Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. 

Für ein aussergewöhnlich kompliziertes Verfahren kann das Honorar bis zum 

Doppelten erhöht werden (Art. 22 Abs. 2 HonO). Praxisgemäss wird im Bereich der 

Unfallversicherung von einer mittleren Entschädigung von Fr. 4'000.-- 

ausgegangen. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die für ein aussergewöhnlich 

kompliziertes Verfahren sprechen. Da die Rechtsanwältin neben der Einreichung einer 

Beschwerde und einer Replik nachträglich noch die IV-Akten des Beschwerdeführers 

studieren und dazu Stellung nehmen musste, rechtfertigt es sich, bei der Pauschale 

von einer erhöhten Pauschale von Fr. 4'500.-- auszugehen. Dabei ist zu 

berücksichtigen, dass dem unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20 % 

reduziertes Honorar zusteht (vgl. Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Die 

Parteientschädigung ist deshalb auf Fr. 3'600.-- (80 % von Fr. 4'500.--; inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Der Staat hat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit Fr. 3'600.-- (inkl.

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.08.2009
	Art. 6 UVG; Art. 11 UVV: Behaupteter Rückfall nach Verkehrsunfall. Keine Leistungspflicht der Unfallversicherung, weil der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geltend gemachten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. August 2009, UV 2008/76).

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