# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab9fdefd-7010-5cb3-9282-82aa155e04d1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 01.04.2025 UV 2024/4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2024-4_2025-04-01.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2024/4

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.05.2025

Entscheiddatum: 01.04.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 01.04.2025
Art. 15 Abs. 3, Art. 18 Abs. 1, Art. 24 UVG. Faktische Einhändigkeit des 
Beschwerdeführers. Weder die übrigen medizinischen Akten noch die 
Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen, Zweifel an der vom 
Versicherungsmediziner erstellten Beurteilung einer 100%igen medizinisch-
theoretischen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit zu erwecken. Das 
vom Versicherungsmediziner erstellte Zumutbarkeitsprofil erweist sich 
zweifellos als einschränkend. Doch kann der Beschwerdeführer trotz 
faktischer Einhändigkeit seine Arbeitskraft – auch wenn nur für Hilfs-, 
Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten – weiterhin einsetzen, weshalb 
nicht von einer Unverwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit ausgegangen 
werden kann. Hingegen rechtfertigt sich unter Berücksichtigung der 
Umstände ein Abzug vom LSE-Tabellenlohn in Höhe von 25 %. Zusprache 
einer Rente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 34 %. Teilweise 
Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 1. April 2025, UV 2024/4) Beim Bundesgericht 
angefochten.

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
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Versicherungsgericht 

Abteilung III 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 1. April 2025 

Besetzung  Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz),  
Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Corinne 
Schambeck; Gerichtsschreiberin Beatrice Borio  

   

Geschäftsnr.   UV 2024/4 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana,  

Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  U n f a l l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  

( S u v a ) ,  Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Nadine Berchtold-Suter, Lischer 

Zemp & Partner, St. Leodegarstrasse 2, 6006 Luzern,  
 

 

 
  

Gegenstand  Invalidenrente / Integritätsentschädigung 
 
 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2024/4 
 

 

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Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 11. August 2014 bei der B.___ AG (nachfolgend: 

Arbeitgeberin) als Kunststoffverarbeiter in der Lehre und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) insbesondere gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 

versichert, als er am 30. November 2015 beim Lösen einer Schraube mit einer Rätsche abrutschte und 

sich an der rechten Hand verletzte (Suva-act. 1, 41-2). Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere 

Medizin, speziell Onkologie-Hämatologie, und Hausarzt des Versicherten, stellte am 1. Dezember 2015 

eine Kontusion des (rechten) ulnarseitigen Handgelenks fest (Suva-act. 41-2). Die 

Röntgenuntersuchung vom 9. Dezember 2015 im Spital X.___ ergab eine regelrechte Kontur und 

Struktur im Bereich des Handgelenks (Suva-act. 28).  

A.b Nachdem der Versicherte im August 2016 die Lehre nicht erfolgreich abgeschlossen hatte, wurde 

er am 1. Februar 2017 bei der D.___ AG befristet bis zum 31. Juli 2017 als Praktikant in der Produktion 

angestellt, um den Lehrabschluss nachzuholen. Am 2. März 2017 rutschte dem Versicherten bei der 

Arbeit eine Kunststoffplatte aus der rechten Hand. In der Folge fiel ihm diese auf das rechte Handgelenk 

(Suva-act. 6, 80-1 f.). Der Versicherte wurde notfallmässig ins Spital E.___ gebracht, wo eine 

Röntgenuntersuchung durchgeführt und die Verdachtsdiagnose einer Scaphoid-Pseudarthrose bzw. 

einer Scaphoidfraktur rechts gestellt wurde (Suva-act. 22-2, 25). Anhand der Computertomografie (CT)-

Untersuchung vom 3. März 2017 in der Radiologie Y.___ konnte der Verdacht auf eine Pseudarthrose 

bestätigt werden. Eine frische Frakturkomponente konnte nicht nachgewiesen werden (Suva-act. 31). 

A.c Am 10. März 2017 fand im Spital E.___ bei der Diagnose einer Scaphoid-Pseudarthrose eine 

erste Operation am rechten Handgelenk durch Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie, statt. Dem 

Operationsbericht ist das Vorliegen einer veralteten Scaphoid-Pseudarthrose zu entnehmen (Suva-act. 

24-2 f.).  

A.d Gemäss kreisärztlicher Beurteilung vom 19. Mai 2017 durch Dr. med. G.___, Facharzt für 

Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, handelte es sich bei der operierten 

Scaphoid-Pseudarthrose um einen älteren Vorschaden. Eine «Handgelenkskontusion aus dem Herbst 

2015 wäre als Ursache mit grosser Wahrscheinlichkeit möglich» (Suva-act. 42, 45). Mit Schreiben vom 

23. Mai 2017 informierte die Suva den Versicherten, dass die Beschwerden und die daraus 

resultierende Arbeitsunfähigkeit mit mindestens überwiegender Wahrscheinlichkeit als Rückfall auf das 

Ereignis vom 30. November 2015 zu deuten seien (Suva-act. 47). 

A.e In der Folge unterzog sich der Versicherte aufgrund persistierender Schmerzen sechs weiteren 

Operationen (Klinik H.___: 11. Juli 2017 [Suva-act. 76-3], 27. November 2018 [Suva-act. 207], 10. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3/22 

September 2019 [Suva-act. 249-2], 10. Juli 2020 [Suva-act. 323-2]; Spital Y.___: 29. Juni 2021 [Suva-

act. 407] und 3. Juni 2022 [Suva-act. 500]), welche in der Versteifung sowohl des Handgelenks als auch 

der Handwurzel mündeten (Suva-act. 545-6). Dazwischen hatten verschiedene Arbeitsversuche 

stattgefunden. Sodann hatte sich der Versicherte vom 4. April 2018 bis zum 1. Mai 2018 in die 

Rehaklinik Z.___ zur Vornahme einer beruflichen Grundabklärung begeben (Suva-act. 153). Es waren 

berufliche Integrationsmassnahmen mit Unterstützung der Invalidenstelle des W.___ (nachfolgend: IV-

Stelle; Suva-act. 164-1, 214, 232) gefolgt, unter anderem mit dem Ziel, dem Versicherten einen 

Lehrabschluss zu ermöglichen. Am 10. Februar 2021 hatte die IV-Stelle den Versicherten informiert, 

dass sie im Sinne einer Integrationsmassnahme die Kosten für ein Aufbautraining für den Zeitraum vom 

1. Februar bis 31. Juli 2021 übernehmen werde (Suva-act. 367). Mit Verfügung vom 5. Mai 2021 hatte 

die IV-Stelle mitgeteilt, dass sie rückwirkend per 21. April 2021 den Kostengutspracheentscheid 

betreffend Integrationsmassnahmen aufhebe, da eine Weiterführung der Integrationsmassnahme aus 

gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar sei (Suva-act. 396-2 f.). Mit Mitteilung vom 28. Januar 2022 

hatte die IV-Stelle dem Versicherten die Kostenübernahme durch die IV für ein weiteres Aufbautraining 

vom 25. Oktober 2021 bis 30. Juli 2022 zugesprochen (Suva-act. 454-2 f.). Dem Versicherten war 

jedoch mehrmals eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (Suva-act. 446-2, 453-2, 474-1, 

482-1, 487-2, 491-2, 497-2, 501-2, 507-2, 518-2, 524-2, 535-2, 544-3), weshalb das Aufbautraining per 

18. Januar 2022 ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen hatte abgebrochen werden müssen (Suva-

act. 485-2f.). Am 6. Dezember 2022 erfolgte schliesslich eine versicherungsmedizinische 

Abschlussuntersuchung des Versicherten durch Dr. med. I.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates. Im Bericht hielt Dr. I.___ fest, dass keine namhafte 

Verbesserung der unfallkausalen Folgen mehr zu erwarten sei. Es bestehe ein stabiler Zustand im 

Bereich des rechten Handgelenks. Im selben Bericht äusserte sich der Versicherungsmediziner zum 

Zumutbarkeitsprofil des Versicherten (Suva-act. 545). Gleichentags gab Dr. I.___ auch die medizinische 

Beurteilung des Integritätsschadens ab. Diesen schätzte er auf 20 % (Suva-act. 546-1).  

A.f Am 21. Februar 2023 teilte die Suva dem Versicherten mit, ihre bisherigen 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeldleistungen) per 31. März 2023 einzustellen, da 

durch weitere Behandlungen keine wesentliche Verbesserung mehr erreicht werden könne. Zum Erhalt 

des unfallbedingten Gesundheitszustands übernehme sie über den Abschluss hinaus die Kosten für 

die laufende Medikation sowie einer allfälligen Handgelenksschiene (Suva-act. 564-1).  

A.g Mit Verfügung vom 23. Februar 2023 verneinte die Suva gestützt auf den errechneten 

Invaliditätsgrad von 8 % den Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente und sprach ihm eine 

Integritätsentschädigung in Höhe von 20 % zu (Suva-act. 569). 

B.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/22 

B.a Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. R. 

Pedergnana, St. Gallen, am 27. März 2023 Einsprache. Er beantragte eine angemessene Erhöhung 

der Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung von 40 % (Suva-act. 572). Mit 

Einspracheergänzung vom 13. April 2023 präzisierte bzw. änderte der Versicherte seine Anträge 

dahingehend, dass ihm eine Invalidenrente von mindestens 50 % sowie eine Integritätsentschädigung 

von 30 % zu gewähren seien. Zudem beantragte er eine ausführliche ärztliche Begutachtung zur 

Evaluierung seiner Restarbeitsfähigkeit (Suva-act. 579). 

B.b Am 24. April 2023 wurde der Versicherte schliesslich zum achten Mal operiert. Die Operation 

(Arthrodese Karpometakarpalgelenk [CMC] II rechts) erfolgte durch Dr. med. J.___, Facharzt für 

Handchirurgie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am Spital Y.___ 

(Suva-act. 587-2 f.).  

B.c Mit Einspracheentscheid vom 27. November 2023 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 

635). 

C.   

C.a Am 11. Januar 2024 erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), weiterhin vertreten 

durch Rechtsanwalt Pedergnana, Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) vom 27. November 2023. Der Beschwerdeführer beantragte die Aufhebung des 

genannten Einspracheentscheids bezüglich Festlegung der Invalidenrente und der 

Integritätsentschädigung sowie die Gewährung einer jeweils nach Massgabe eines gerichtlichen 

Gutachtens festgesetzten Invalidenrente und Integritätsentschädigung. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G1). 

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 3. April 2024 beantragte die Beschwerdegegnerin, vertreten durch 

Rechtsanwältin MLaw N. Berchtold-Suter, Luzern (act. G3.1), die Abweisung der Beschwerde vom 11. 

Januar 2024 und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 27. November 2023 (act. G5). 

C.c In der Replik vom 8. Mai 2024 hielt der Beschwerdeführer an seinen Beschwerdebegehren fest 

und nahm zur Eingabe der Beschwerdegegnerin Stellung. Er reichte zudem ein Arztzeugnis von Dr. 

C.___ sowie ein Schreiben des Ergotherapeuten K.___ vom 3. Mai 2024 betreffend Therapieübergabe 

ein (act. G7). 

C.d Am 11. Juni 2024 reichte die Beschwerdegegnerin die Duplik ein und hielt an ihrem Begehren 

auf Abweisung der Beschwerde fest (act. G9). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5/22 

C.e Am 14. Juni 2024 ergänzte der Beschwerdeführer seine Replik. Der Ergänzung legte er einen 

Bericht von Dr. med. L.___, Facharzt für Chirurgie, speziell Handchirurgie, vom 30. Januar / 13. Juni 

2024 sowie einen Bericht der Ergotherapeutin M.___ vom 5. Februar 2024 bei (act. G10).  

C.f Die Beschwerdegegnerin reichte daraufhin am 27. Juni 2024 eine Ergänzung zur Duplik ein (act. 

G12). 

C.g Am 1. Juli erfolgte seitens des Beschwerdeführers eine weitere Ergänzung der Replik, welcher 

ein Bericht von Dr. J.___ vom 18. Juni 2024 sowie ein Arztzeugnis von Dr. C.___ vom 28. Juni 2024 

beigelegt wurden (act. G13).  

C.h Auf diese weitere Ergänzung der Replik reagierte die Beschwerdegegnerin am 21. August 2024 

mit einer zweiten Ergänzung ihrer Duplik (act. G15). 

C.i Nach Abschluss des Schriftenwechsels am 28. August 2024 (act. G16) reichte der 

Beschwerdeführer am 19. September 2024 einen Verlaufskonsultationsbericht des U.___ vom 19. 

September 2024 ein (act. G17.1), zu welchem die Beschwerdegegnerin am 10. Oktober 2024 Stellung 

nahm (act. G19). Der Schriftenwechsel wurde wieder geschlossen (act. G20). 

C.j Mit Schreiben vom 18. Februar 2025 drohte die verfahrensleitende Richterin dem 

Beschwerdeführer eine Schlechterstellung (reformatio in peius) an und räumte diesem die Gelegenheit 

zur Stellungnahme bzw. zum Rückzug der Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 14. 

November 2022 bezüglich der davon betroffenen Integritätsentschädigung ein (act. G26). 

C.k Am 19. Februar 2025 teilte der Beschwerdeführer mit, an der eingereichten Beschwerde 

festhalten zu wollen (act. G27). Dazu erfolgte innert angesetzter Frist keine Stellungnahme der 

Beschwerdegegnerin. 

C.l Auf den detaillierten Inhalt der Rechtsschriften sowie der übrigen Akten wird – soweit 

entscheidrelevant – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen 

1.  

Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer an der rechten Hand an Restfolgen des Unfalls 

vom 30. November 2015 leidet (Suva-act. 546). Strittig ist hingegen, ob der Beschwerdeführer aufgrund 

dieser Restfolgen Anspruch auf eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin hat. Ebenso umstritten ist 

die Höhe der Integritätsentschädigung.  

2.   

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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6/22 

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) werden 

Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. 

2.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]), so hat 

sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat zudem Anspruch auf die zweckmässige 

Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Die vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, 

Taggeld) sind einzustellen und der Anspruch auf eine Invalidenrente zu prüfen, wenn allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind und von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der 

versicherten Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG; sogenannter Fallabschluss). 

2.3 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG 

die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).  

2.4 Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann (Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). 

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das 

Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine wichtige Grundlage 

für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer Person noch zugemutet werden können 

(BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 133 E. 2 und 114 V 310 E. 3c).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2.6 Ferner hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, 

wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität erleidet (Art. 24 Abs. 1 UVG). 

2.7 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das 

Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht 

dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht 

hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 

als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6).  

2.8 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (Art. 43 Abs.1 bzw. Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 

würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, 

in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens 

ist grundsätzlich somit weder die Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Auch 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, können beweistauglich sein. An die 

Beweiswürdigung der Beurteilungen dieser Ärzte und Ärztinnen sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit, sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4. mit Hinweis; bestätigt in Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei 

pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen abschliessen. 

Diesfalls besteht kein Anspruch auf Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten (BGE 135 

V 465 und 122 V 157). 

3.   

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3.1 Rechtsprechungsgemäss hat das Sozialversicherungsgericht auf den bis zum Zeitpunkt des 

Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (vorliegend: 27. November 2023) eingetretenen 

Sachverhalt abzustellen (BGE 142 V 337 E. 3.2.2; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Oktober 2020, 

8C_505/2020, E. 5.1 mit Hinweisen). Später eingetretene Tatsachen, die zu einer Änderung des 

Sachverhalts geführt haben, sind grundsätzlich nicht im Rahmen des hängigen, sondern im Rahmen 

eines weiteren Verfahrens zu berücksichtigen (BGE 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen). Indes sind 

Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, im hängigen Verfahren so weit zu berücksichtigen, als sie 

mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im 

Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids zu beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts vom 

27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.1). 

3.2 Der Beschwerdeführer hat nach Erlass des Einspracheentscheids zahlreiche dazumal noch nicht 

vorhandene Dokumente, namentlich Arztzeugnisse und medizinische Berichte zu seinem laufenden 

Gesundheitszustand, eingereicht. Diese Dokumente liefern keine neuen Informationen, sondern 

untermauern die bereits im Einspracheverfahren vorgebrachten Vorbringen des Beschwerdeführers. 

Sie sind daher im Rahmen des vorliegenden Verfahrens ohne Weiteres zu berücksichtigen. 

4.  

Im vorliegenden Fall stellte der Versicherungsmediziner in seiner ärztlichen Untersuchung vom 6. 

Dezember 2022 die folgenden Diagnosen: «Chronifiziertes, vorwiegend nozizeptives 

belastungsabhängiges Schmerzsyndrom im Bereich des rechten Handgelenks bei Status nach 

Radiocarpaler Arthrodese sowie Handgelenksarthrodese rechts und Status nach 

Osteosynthesematerialentfernung einer Spiderplatte vom 28.06.2021 sowie Status nach Entfernung 

der Medartis-Arthrodesenplatte am 23.05.2022 bei Status nach Scaphoidfraktur rechts vom 30.11.2015 

und mehrfachen operativen Eingriffen» (Suva-act. 545-6). Die Unfallkausalität des Schmerzsyndroms 

wird mit Blick auf die zahlreichen durchgeführten medizinischen Untersuchungen und Operationen zu 

Recht von keiner Partei in Frage gestellt und kann als überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen 

angesehen werden. 

5.  

5.1 Hinsichtlich des Zeitpunkts des Fallabschlusses (vgl. dazu vorstehende E. 2.2) ist die 

Schlussfolgerung von Dr. I.___ in seinem Bericht zur ärztlichen Untersuchung vom 6. Dezember 2022, 

wonach stabile Verhältnisse vorliegen würden und mit keiner erheblichen Zustandsverbesserung beim 

Beschwerdeführer zu rechnen sei (Suva-act. 545-7), angesichts der medizinischen Aktenlage nicht 

nachvollziehbar. Den Akten, namentlich dem Untersuchungsbericht von Dr. J.___ vom 16. November 

2022 zur Untersuchung vom 8. November 2022, ist zu entnehmen, dass dieser angesichts des jungen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Alters des Beschwerdeführers und dessen geklagten erheblichen Schmerzen auch bei leichten 

Tätigkeiten diesem eine nochmalige operative Therapie (Arthrodese Karpometakarpalgelenk [CMC] II 

rechts) anbot (Suva-act. 539-2). Dr. J.___ war der Meinung, es bestehe eine «gewisse 

Wahrscheinlichkeit» für die Verbesserung der belastungsabhängigen Schmerzen (Suva-act. 539-3). 

Die Operation wurde schliesslich nach erfolgreicher Durchführung einer Testinfiltration in das CMC II-

Gelenk (Suva-act. 580-2 f.) am 24. April 2023 durchgeführt (Suva-act. 587) und die Kosten wurden von 

der Beschwerdegegnerin auch übernommen (Suva-act. 589, 590, 593). Erst im Rahmen der 

Untersuchung vom 29. August 2023 kam Dr. J.___ zum Schluss, dass wohl kein chirurgisch zu 

behebendes Problem mehr vorliege, sondern eine schmerztherapeutische Einstellung im Vordergrund 

stehe (Suva-act. 629-3). Demnach ist der Zeitpunkt des Fallabschlusses, und mithin der Beginn eines 

allfälligen Rentenanspruchs des Beschwerdeführers, nicht auf den 31. März 2023 (vgl. dazu auch das 

Schreiben der Suva vom 21. Februar 2023 [Suva-act. 564]), sondern auf den 1. September 2023 zu 

setzen.  

5.2 Daraus folgt, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer über den 

Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus, d.h. für den Zeitraum vom 1. April 2023 bis 31. August 2023, die 

vorübergehenden Versicherungsleistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) im 

Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 30. November 2015 zu erbringen hat. 

6.   

Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad. Der Beschwerdeführer beanstandet insbesondere das 

von Dr. I.___ erstellte Zumutbarkeitsprofil und die anhand von diesem ermittelte Restarbeitsfähigkeit. 

6.1 Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer 

beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der Regel am zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der 

unfallbedingten ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 

der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn anzuknüpfen, da es empirischer Erfahrung 

entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; 

Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1). Ist ein konkreter Lohn 

nicht eruierbar, war die versicherte Person zur Zeit des Unfalls arbeitslos oder hätte sie ihre bisherige 

Stelle auch ohne den Unfall in der Zeit bis zum Rentenbeginn verloren, können die Zahlen der 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) herangezogen 

werden (Urteil des Bundesgerichts vom 25. August 2017, 8C_382/2017, E. 2.3.1).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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10/22 

6.2 Art. 28 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) sieht für den Fall, 

dass die versicherte Person wegen einer Invalidität, welche die Folge eines versicherten Unfalles ist, 

eine nachweislich geplante und ihren Fähigkeiten entsprechende berufliche Ausbildung nicht 

aufnehmen oder eine begonnene Ausbildung nicht abschliessen konnte, vor, dass für die Bestimmung 

des Invaliditätsgrades dasjenige Erwerbseinkommen massgebend ist, das sie ohne die Invalidität in 

jenem Beruf erzielen könnte. Vorliegend ist überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer ohne den Unfall seine Lehre erfolgreich abgeschlossen und auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt eine Stelle in der Produktionsbranche gefunden hätte. Aufgrund der befristeten Anstellung 

zur Nachholung der Lehrabschlussprüfung (vgl. Suva-act. 129-1, 135-1) hätte der Beschwerdeführer 

überwiegend wahrscheinlich nach erfolgreichem Lehrabschluss eine neue Stelle gesucht. Es ist 

deshalb auf den Tabellenlohn nach LSE 2020 für den Wirtschaftszweig «22-23 Herst. v. Gummi- u. 

Kunststoffwaren», Tabelle TA1_triage_skill_level, privater Sektor, Kompetenzniveau 2, Männer, 

welcher Fr. 6’016.– pro Monat und damit Fr. 72'192.– jährlich beträgt (x 12; abrufbar unter <https://dam-

api.bfs.admin.ch/hub/api/dam/assets/31606968/master>) abzustellen. Die betriebsübliche Arbeitszeit 

für diesen Wirtschaftszweig betrug im Jahr 2023 41.6 Stunden (abrufbar unter 

<https://www.bfs.admin.ch/asset/de/31025820>). Demnach ergibt sich nach Aufrechnung ein 

Einkommen für das vorliegend massgebende Jahr 2023 von rund Fr. 6'256.65 monatlich (Fr. 6’016.– / 

40 x 41.6). Dieser Betrag ist nun zu indexieren, mithin an die Nominallohnentwicklung im 

entsprechenden Wirtschaftszweig anzupassen. Gemäss Nominallohnindex für Männer in der Sektion 

«C 10-33 Verarbeitendes Gewerbe / Herstellung von Waren» (eine Aufschlüsselung für den 

Wirtschaftszweig 22-23 ist nicht vorhanden) belief sich die Nominallohnentwicklung im Jahre 2021 auf 

-1.0 %, woraus ein monatliches Einkommen von rund Fr. 6’194.10 (Fr. 6'256.65 x 0.99) resultiert, und 

im Jahre 2022 gegenüber dem Vorjahr auf 0.6 %, was ein monatliches Einkommen von rund 

Fr. 6’231.25 (Fr. 6’194.10 x 1.006) ergibt. Die aktuellsten statistischen Daten zur Entwicklung der 

Nominallöhne im Jahr 2023 waren im Zeitpunkt des Einspracheentscheids jene der zweiten 

Quartalsschätzung des BFS, da die dritte Schätzung erst am 28. November 2023 – und damit nach 

dem Einspracheentscheid – veröffentlicht wurde (vgl. <https://www.bfs. admin.ch/news/de/2023-

0391>). Die zweite Quartalsschätzung prognostizierte einen Anstieg der Nominallöhne im Jahr 2023 für 

alle Wirtschaftszweige um 1.8 % gegenüber dem Vorjahr (abrufbar unter 

<https://www.bfs.admin.ch/asset/de/33414090>; eine Aufschlüsselung nach Branche ist nicht 

vorhanden). Dies ergibt ein monatliches Einkommen von rund Fr. 6’343.40 (Fr. 6’231.25 x 1.018 %) 

bzw. ein Jahreseinkommen von rund Fr. 76'120.80 (x 12). 

7.  

7.1 Um das Invalideneinkommen berechnen zu können, muss zuerst die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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11/22 

Wahrscheinlichkeit feststehen. In seiner angestammten Tätigkeit als (ungelernter) Kunststoffverarbeiter 

ist der Beschwerdeführer unbestrittenermassen als arbeitsunfähig zu erachten. So bejahte bereits Dr. 

med. N.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, in seiner 

versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 16. August 2018 «eindeutig» eine dauernde 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im angestammten Beruf (Suva-act. 172). 

Das von Dr. I.___ erstellte Zumutbarkeitsprofil schliesst eine solche Tätigkeit ebenfalls aus (Suva-act. 

545-7; vgl. auch die Abschlussbesprechung mit der Suva-Aussendienstmitarbeiterin vom 21. Februar 

2023 [Suva-act. 559]). Während die Beschwerdegegnerin gestützt auf den Bericht zur 

Abschlussuntersuchung von Dr. I.___ (Suva-act. 545) von einer 100%igen Restarbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit ausgeht, bestreitet der Beschwerdeführer deren 

Korrektheit und beruft sich in diesem Zusammenhang unter anderem auf die Einschätzungen seines 

Hausarztes, Dr. C.___, vom 15. Juli 2022 (Suva-act. 508-2), seines Physiotherapeuten, K.___, vom 3. 

Mai 2024 (act. G7.2) und von Dr. L.___ vom 30. Januar / 13. Juni 2024 (act. G10.1) sowie auf den 

Schlussbericht der O.___ vom 24. Januar 2022 (act. G1.3) und verlangt die Einholung eines 

gerichtlichen Gutachtens. Vorderhand ist somit zu prüfen, ob auf die Beurteilung des 

Versicherungsmediziners Dr. I.___ im Rahmen der Abschlussuntersuchung vom 6. Dezember 2022 

(Suva-act. 545) abgestellt werden kann und bzw. ob aufgrund der übrigen medizinischen Unterlagen 

und/oder Einwände des Beschwerdeführers Zweifel an der Einschätzung der (Rest-)Arbeitsfähigkeit 

durch Dr. I.___ bestehen.   

7.2 Gemäss Dr. I.___ ist es für den Beschwerdeführer möglich und zumutbar, unter bestimmten 

Einschränkungen ganztags einer angepassten Tätigkeit nachzugehen (100%ige medizinisch-

theoretische Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit). Er definierte das Zumutbarkeitsprofil in 

seiner Beurteilung vom 6. Dezember 2022 wie folgt: «Bezüglich der rechten Hand nur noch sehr leichte 

Tätigkeiten mit seltener Belastung von 500 g bis maximal kurzzeitig 1 kg in Ausnahmefällen. Ansonsten 

leichte Tätigkeiten mit Heben und Tragen bis 10 kg, wobei diese dann vorwiegend mit links getragen 

werden müssten, die rechte Hand kann als Beihand und Haltehand kurzzeitig durchaus fungieren. 

Bimanuelle Tätigkeiten wurden im Verlauf der IV-Massnahmen mehrfach geprüft und sind 

schmerzbedingt für den Versicherten nicht umsetzbar. Entsprechende angepasste Tätigkeiten ohne 

Abstützbewegungen für die rechte Hand, ohne Rüttelbewegungen, ohne vermehrte Beanspruchung 

von feinmotorischen oder grobmotorischen Fähigkeiten für die rechte Hand, sind ganztags vollschichtig 

zumutbar» (Suva-act. 545-7).  

7.3 Der Beschwerdeführer bezeichnet die Einschätzung von Dr. I.___ als unschlüssig (act. G7 Ziff. 

15): Sie lasse ausser Acht, dass er an einem chronifizierten, vorwiegend nozizeptiven 

belastungsunabhängigen Schmerzsyndrom leide, was – so der Beschwerdeführer mit Verweis auf 

Suva-act. 545-6 – auch Dr. I.___ festgestellt habe. So gehe Dr. C.___ nach wie vor von einer 100%igen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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12/22 

Arbeitsunfähigkeit aus (vgl. act. G7.1). Das belastungsunabhängige Schmerzsyndrom schränke ihn 

auch in angepasster Tätigkeit ein (vgl. Suva-act. 508: «Die Wiederaufnahme der angepassten Tätigkeit 

an der Stelle in geschütztem Rahmen scheint bei bestehendem Schmerzsyndrom aussichtslos.»). An 

einer ganztägigen Einsetzbarkeit der rechten Hand als Beihand und Haltehand bestünden aufgrund der 

Schmerzen in der rechten Hand und im rechten Unterarm eingehende Zweifel (act. G7 Ziff. 18). Denn 

es sei nicht nachvollziehbar, wie seine rechte Hand ganztägig als Beihand und Haltehand fungieren 

solle, wenn einerseits kein kräftiger Faustschluss mehr möglich sei (vgl. Suva-act. 200, 636) und 

andererseits bereits kleinste Belastungen der rechten Hand zu starken Schmerzen führten (vgl. Suva-

act. 510; act. G1 Ziff. 16). 

7.4 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass Dr. I.___ – entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers 

– kein belastungsunabhängiges, sondern ein belastungsabhängiges Schmerzsyndrom diagnostizierte 

(vgl. Suva-act. 545-6; so schon Dr. med. P.___, Arzt des U.___, nach der siebten Operation [vgl. Suva-

act. 534-1]). Belastungsunabhängige Schmerzen bzw. Ruheschmerzen bekundete der 

Beschwerdeführer – anders als anlässlich der Untersuchung durch Dr. J.___ vom 8. November 2022 

(Suva-act. 539), welche jedoch vor der versicherungsmedizinischen Abschlussuntersuchung stattfand 

– insofern, als er erklärte, nachts manchmal vor Schmerzen aufzuwachen (Suva-act. 545-4). Sofern 

sich der Beschwerdeführer sodann auf den Schlussbericht der O.___ vom 24. Januar 2022 (act. G1.3) 

beruft (erhöhte Pausenbedürftigkeit), ist dem entgegenzuhalten, dass der Abbruch der 

Integrationsmassnahme mit den (subjektiven) Beschwerdeangaben des Beschwerdeführers im 

Handgelenk und auf Anraten von Dr. C.___, dem Hausarzt des Beschwerdeführers, erfolgte, jedoch 

ohne aktenkundige medizinische Begründung. Auch dem Verlaufsbericht von Dr. C.___ vom 15. Juli 

2022 (Suva-act. 508-2) lassen sich keine Informationen entnehmen, welche den ausführlichen Bericht 

des Versicherungsmediziners in Frage stellen würden. Der Bericht von Dr. C.___ beschränkt sich auf 

die Wiedergabe der funktionellen Einschränkung der rechten Hand und thematisiert die Frage, ob von 

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des 

Beschwerdeführers erwartet werden kann (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Aussage, die Wiederaufnahme 

der angepassten Tätigkeit an der Stelle in geschütztem Rahmen scheine bei bestehendem 

Schmerzsyndrom aussichtslos, begründet Dr. C.___ nicht näher. Eine Begründung lässt sich auch den 

Berichten des Physiotherapeuten K.___ vom 3. Mai 2024 (act. G7.2) und von Dr. L.___ vom 30. Januar 

/ 13. Juni 2024 (act. G10.1) nicht entnehmen. 

7.5 Die Abschlussbeurteilung von Dr. I.___ erging zwar am 6. Dezember 2022 (Suva-act. 545), und 

damit einige Monate vor Fallabschluss (per 31. August 2023; vgl. vorstehende E. 5). Doch kann 

trotzdem auf diese abgestellt werden, da bereits in diesem Zeitpunkt die aktive Beweglichkeit der 

rechten Hand bzw. des rechten Handgelenks auf null geschätzt worden war (Suva-act. 545-5), mithin 

trotz Operation vom 24. April 2023 keine (erhofften) Verbesserungen des medizinischen Zustands 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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13/22 

erzielt werden konnten. Die Beurteilung erfüllt im Übrigen die allgemeinen beweisrechtlichen 

Anforderungen an eine versicherungsmedizinische Beurteilung (vgl. dazu vorstehende E. 2.8), ist 

begründet und nachvollziehbar, weshalb ihr im Grundsatz voller Beweiswert zukommt. 

Zusammengefasst vermögen weder die übrigen medizinischen Akten noch die Vorbringen des 

Beschwerdeführers Zweifel an der Annahme einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit 

seitens Dr. I.___ zu erwecken. 

8.  

Als Nächstes ist die Verwertbarkeit der medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers zu prüfen. 

8.1 Massgeblich für die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist ein theoretischer und abstrakter 

Begriff. Er berücksichtigt die konkrete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in wirtschaftlich schwierigen 

Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote und sieht von den fehlenden oder 

verringerten Chancen gesundheitlich beeinträchtigter Personen ab, tatsächlich eine zumutbare und 

geeignete Arbeitsstelle zu finden. Das Abstellen auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt gemäss Art. 16 

ATSG dient auch dazu, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der 

Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Als theoretische Grösse ist er durch ein gewisses 

Gleichgewicht zwischen Angebot an und Nachfrage nach Arbeitskräften gekennzeichnet und weist 

einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten 

beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. An 

der Massgeblichkeit dieses ausgeglichenen Arbeitsmarkts vermag gemäss Bundesgericht auch der 

Umstand nichts zu ändern, dass es für die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich 

ist, auf dem tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden (Urteil des Bundesgerichts 

vom 19. August 2011, 8C_237/2011, E. 2.3). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen 

Entgegenkommen seitens des Arbeitgebers rechnen können (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai 

2022, 8C_55/2022, E. 4.3). Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist erst anzunehmen, wenn die 

zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 

durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von 

vornherein ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2021, 

8C_202/2021, E. 5.1 mit Hinweisen). Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Restarbeitsfähigkeit, 

liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente 

begründet (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 21. August 2006, I 831/05, E. 4.1.1 

mit Hinweisen). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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14/22 

8.2 Das Bundesgericht geht in ständiger Praxis davon aus, dass selbst bei faktischer Einhändigkeit, 

d.h. bei vollständig fehlender Einsetzbarkeit der dominanten Hand/des dominanten Arms, zwar eine 

erheblich erschwerte Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit anzunehmen, gleichwohl aber sogar bei 

Versicherten, die ihre dominante Hand gesundheitlich bedingt nur sehr eingeschränkt (z.B. als 

unbelastete Zudienhand) einsetzen können, von einem hinreichend grossen Arbeitsmarkt mit 

realistischen Betätigungsmöglichkeiten auszugehen sei. Längst nicht alle im Arbeitsprozess im 

weitesten Sinne notwendigen Aufgaben und Funktionen im Rahmen der Überwachung und Prüfung 

würden durch Computer und automatisierte Maschinen ausgeführt. Abgesehen davon müssten solche 

Geräte auch bedient und ihr Einsatz ebenfalls überwacht und kontrolliert werden. Zu denken sei etwa 

an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung und Überwachung 

von (halb-)automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten, die keinen Einsatz der 

beeinträchtigten Hand voraussetzten (Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 2019, 8C_811/2018, E. 

4.4.2 mit Hinweisen; vgl. ferner PHILIPP EGLI/MARTINA FILIPPO/THOMAS GÄCHTER/MICHAEL E. MEIER, 

Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung, 2021, S. 68 ff., abrufbar unter 

<https://eizpublishing.ch/publikationen/grundprobleme-der-invaliditaetsbemessung-in-der-

invalidenversicherung/>).  

8.3 Das vom Versicherungsmediziner erstellte Zumutbarkeitsprofil erweist sich zweifellos als 

einschränkend. Doch kann der Beschwerdeführer trotz faktischer Einhändigkeit seine Arbeitskraft – 

auch wenn nur für Hilfs-, Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkei-ten – weiterhin einsetzen. Vor dem 

Hintergrund der dargestellten Rechtsprechung kann vorliegend nicht von einer Unverwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen werden. Demnach ist nachfolgend – 

basierend auf einer Restarbeitsfähigkeit von 100 % – das Invalideneinkommen zu ermitteln.  

9.   

9.1 Der Beschwerdeführer geht aktuell keiner Erwerbstätigkeit nach. Damit schöpft er die ihm 

verbleibende Erwerbsfähigkeit (100 % in angepasster Tätigkeit) nicht aus. Demnach hat die 

Beschwerdegegnerin vorliegend zu Recht das Invalideneinkommen gestützt auf die statistischen Werte 

gemäss LSE 2020 berechnet. 

9.2 Aufgrund des Unfalls konnte der Beschwerdeführer seine Lehre als Kunststoffverarbeiter nicht 

abschliessen. Er übte bis dahin einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art aus, weshalb 

er für die Ermittlung des Invalideneinkommens im Kompetenzniveau 1 einzustufen ist. 

9.3 Der Totalwert für alle Wirtschaftszweige gemäss LSE 2020, TA1, Kompetenz-niveau 1, Männer, 

beträgt Fr. 5'261.– monatlich (inkl. 13. Monatslohn). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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15/22 

9.4 Da der LSE-Wert auf einer Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche basiert, ist er auf die 

betriebsübliche Arbeitszeit in Stunden pro Woche aufzurechnen. Gemäss der Statistik über die 

«Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen (NOGA 2008), in Stunden pro Woche» 

(abrufbar unter <https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/arbeit-

erwerb/erhebungen/bua.assetdetail.31025820.html>) betrug die betriebsübliche Arbeitszeit für das 

Total aller Wirtschaftszweige im Jahr 2023 41.7 Stunden. Demnach ergibt sich nach Aufrechnung ein 

Einkommen von Fr. 5'484.60 monatlich (Fr. 5'261.– / 40 x 41.7). 

9.5 Zudem ist eine Anpassung an die Nominallohnentwicklung vorzunehmen. Nach der 

Rechtsprechung sind im Bereich der Unfallversicherung die im Zeitpunkt des Einspracheentscheids 

aktuellsten statistischen Daten (bezogen auf den Rentenbeginn) zu verwenden (Urteile des 

Bundesgerichts vom 2. Mai 2023, 8C_659/2022, E. 4.2.2 und vom 17. April 2024, 8C_182/2023, E. 

4.3.2.3.2). Der Einspracheentscheid der Suva datiert vorliegend vom 27. November 2023. Für die Jahre 

2021 und 2022 waren zu diesem Zeitpunkt die definitiven Daten zur Entwicklung der Nominallöhne 

bereits veröffentlicht worden. Demnach waren die Nominallöhne für Männer im Jahr 2021 in allen 

Wirtschaftszweigen um -0.7% gegenüber dem Vorjahr gesunken und im Jahr 2022 um 1.1 % 

gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die aktuellsten statistischen Daten zur Entwicklung der 

Nominallöhne im Jahr 2023 waren zu diesem Zeitpunkt jene der zweiten Quartalsschätzung des BFS, 

da die dritte Schätzung erst am 28. November 2023 – und damit nach dem Einspracheentscheid – 

veröffentlicht wurde (vgl. <https://www.bfs.admin.ch/news/de/2023-0391>). Die zweite 

Quartalsschätzung prognostizierte einen Anstieg der Nominallöhne im Jahr 2023 für alle 

Wirtschaftszweige um 1.8 % (abrufbar unter <https://www.bfs.admin.ch/ asset/de/33414090>). 

Demnach ergibt sich ein statistisches Einkommen von Fr. 6'680.90 monatlich (Fr. 5'484.60 x 0.993 x 

1.011 x 1.018) bzw. Fr. 67’262.70 jährlich (x 12). 

10.  

Zu prüfen bleibt, ob von diesem Tabellenlohn ein höherer Abzug als die von der Beschwerdegegnerin 

gewährten 10 % vorzunehmen ist.  

10.1 Mit dem Tabellenlohnabzug soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und 

berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je 

nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg verwerten kann. 

Ohne für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen, ist 

der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall 

nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Der Abzug darf 25 % nicht übersteigen (vgl. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2018, 8C_58/2018, E. 3.1.1 mit Hinweisen). 

Bei der Überprüfung des Tabellenlohnabzugs, der eine Schätzung darstellt, darf das Gericht sein 

Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit 

auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als 

naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E. 6 mit Hinweis). Gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung vermag eine faktische Einhändigkeit oder Beschränkung der dominanten Hand als 

Zudienhand einen Abzug von 20 bis 25 % zu rechtfertigen. Obwohl genügend realistische 

Betätigungsmöglichkeiten für derartig beeinträchtigte Personen bestehen würden, sei nämlich dennoch 

anzunehmen, dass sie gegenüber gesunden Mitbewerbern lohnmässig deutlich benachteiligt werden 

könnten (vgl. anstelle vieler: Urteile des Bundesgerichts vom 21. November 2012, 8C_527/2012, E. 

4.2.2.3 und vom 15. Juli 2020, 8C_151/2020, E. 6.1, je mit Hinweisen). Das Bundesgericht hat bei 

funktioneller Einarmigkeit oder Einhändigkeit aber auch schon Abzüge von (nur) 10 % als angemessen 

bezeichnet. Entscheidend seien die gesamten Umstände des einzelnen Falles (Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 8C_800/2017, E. 6 mit Hinweisen). 

10.2 Die Beschwerdegegnerin begründet den von ihr vorgenommen Tabellenlohnabzug von 10 % 

damit, dass dem Beschwerdeführer nach wie vor ganztägig noch sehr leichte Tätigkeiten (unter 

Berücksichtigung der weitergehenden Einschränkungen entsprechend dem Belastbarkeitsprofil) zeitlich 

unlimitiert zumutbar seien. Die leidensbedingten Einschränkungen des Beschwerdeführers würden im 

genannten Anforderungs- und Belastungsprofil berücksichtigt. Der dagegen erhobene Einwand des 

Beschwerdeführers in Bezug auf die vermehrte Pausenbedürftigkeit beruhe nicht auf medizinischen 

Berichten oder Befunden (Suva-act. 635-9 f.). Der Beschwerdeführer stellt sich dagegen auf den 

Standpunkt, dass die vermehrte Pausenbedürftigkeit klar aus dem Arbeitsversuch bei der O.___ (vgl. 

Schlussbericht vom 24. Januar 2022, act. G1.3) hervorgegangen sei, als er aufgrund zu starker 

Schmerzen im Handgelenk den Arbeitsversuch habe abbrechen müssen, obwohl er die Möglichkeit 

gehabt hätte, vermehrt Pausen einzulegen und schonenderen Tätigkeiten nachzugehen. Die 

Beschwerdegegnerin habe die Pausenbedürftigkeit nicht ausreichend abgeklärt und damit den 

Untersuchungsgrundsatz verletzt (act. G1 Ziff. 19 ff.). 

10.3 Das Bundesgericht führte in seiner jüngsten Rechtsprechung mehrfach aus, dass der Medianlohn 

der LSE teilweise auch von Personen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung erzielt werde (vgl. anstelle 

vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 5. August 2022, 8C_104/2022, E. 5.2, mit Hinweis auf BGE 148 

V 174). Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sei jedoch zu berücksichtigen, dass Menschen 

mit Behinderungen gegebenenfalls aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen auch bei 

Hilfsarbeitertätigkeiten auf tiefstem Kompetenzniveau gewisse Arbeiten nicht ausführen könnten und 

dass das Lohnniveau auch bei ihnen zumutbaren Tätigkeiten tiefer sei als bei gesunden Personen, was 

nach Ansicht des Parlaments im Rahmen der bisherigen Rechtslage bzw. Rechtsprechungspraxis zur 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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17/22 

Ermittlung des Invalideneinkommens nicht genügend berücksichtigt worden sei (Motion der 

Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates [20.3377], «Invaliditätskonforme 

Tabellenlöhne bei der Berechnung des IV-Grads», der National- und Ständerat zugestimmt haben). 

Diesem Umstand ist mithin im Bereich der Unfallversicherung im Rahmen der individuellen Prüfung des 

leidensbedingten Abzugs, dem als Korrekturinstrument bei der Festsetzung eines möglichst konkreten 

Invalideneinkommens laut Bundesgericht überragende Bedeutung zukommt (BGE 148 V 174 E. 9.2.2 

und E. 9.2.3; Urteile des Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 9C_555/2022, E. 4.1, und vom 12. Januar 

2023, 8C_623/2022, E. 5.2.1), unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalls 

ebenfalls ausreichend Rechnung zu tragen. 

10.4 Der Beschwerdeführer wurde berufsmässig von Anfang an fachlich unterstützt. Es fand ein 

Jobcoaching von Seiten der IV-Stelle W.___ statt. In der beruflichen Abklärung durch die Rehaklinik 

Z.___ vom 6. Februar 2018, und damit nach Durchführung der zweiten Operation (Suva-act. 24, 76-3), 

hielten die zuständigen Fachpersonen fest, dass es für den Beschwerdeführer «[i]n der Tat [...] 

schwierig werden [könnte], ohne abgeschlossene Ausbildung einen beruflichen Einstieg zu finden»; die 

zweijährigen Berufsbildungen (Berufsattest) seien mehrheitlich handwerkliche Berufe (Suva-act. 129-

2). Im Anschluss daran wurde neben einer beruflichen Grundabklärung (Suva-act. 153) auch eine 

vertiefte berufliche Abklärung (Suva-act. 165) in der Rehaklinik Z.___ vorgenommen. Der Regionalen 

Arbeitsvermittlung (RAV) gelang es, per 13. August 2018 einen Aushilfsjob beim Unternehmen Q.___ 

zu organisieren. Allerdings musste der Beschwerdeführer den Einsatz bereits nach wenigen Tagen 

aufgrund der Schmerzen an und Schwellung der rechten Hand abbrechen (Suva-act. 173, 176-2). Nach 

diesem Einsatz hatte der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben auch in Ruhepositionen mit 

Schmerzen zu kämpfen (Suva-act. 195). Nach der dritten Operation erfolgte ein Arbeitstraining in der 

R.___ (Suva-act. 220). Die Abklärungen ergaben jedoch, dass eine Ausbildung dort zwingende 

Belastungsmöglichkeiten der rechten Hand erfordern würde, was für den Beschwerdeführer 

medizinisch nicht machbar sei (Suva- 

act. 232). Ende 2019 unterzog sich der Beschwerdeführer der vierten Operation (Suva-act. 249-2). 

Parallel dazu absolvierte der Beschwerdeführer auch einen Fahrkurs als Buschauffeur (Suva-act. 247). 

Im Januar 2020 musste aber, wie bei den handwerklichen Tätigkeiten, die zu Beginn für ihn noch als 

machbar beurteilt worden waren, festgestellt werden, dass eine Ausübung der Tätigkeit als 

Buschauffeur aufgrund der zunehmenden Schmerzen an der rechten Hand nicht möglich ist (Suva-act. 

269). Im Juli 2020 wurde der Beschwerdeführer das fünfte Mal operiert (Suva-act. 323-2 f.). Im Februar 

2021 wurde eine Integrationsmassnahme in der O.___ gestartet (Suva-act. 356, 359), wo der 

Beschwerdeführer verkürzte Einsätze von vier Stunden in der Schreinerei leistete. Nach rund zwei 

Monaten war aufgrund der Beschwerden ein Abteilungswechsel vorgesehen (Suva-act. 383, 384). Der 

Abteilungswechsel erfolgte jedoch nicht, sondern die Integrationsmassnahme musste aus 

gesundheitlichen Gründen abgebrochen werden (Suva-act. 396). Nach der sechsten Operation (Suva-

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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act. 407) stand erneut eine Integrationsmassnahme bei der O.___ zur Diskussion (Suva-act. 440). Das 

Aufbautraining startete am 25. Oktober 2021 und umfasste Einsätze von 4.5 Stunden täglich (Suva-act. 

469). Nach rund zwei Wochen fiel der Beschwerdeführer jedoch wieder aus, wobei er am 22. November 

2021 die Arbeit zu 40 % aufnahm (Suva-act. 458-2, 460). Bereits am 18. Januar 2022 musste jedoch 

auch diese Integrationsmassnahme aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen werden (Suva-act. 

485). Nach der siebten Operation im Juni 2022 (Suva-act. 500) teilte die IV-Stelle dem 

Beschwerdeführer im August 2022 mit, die Massnahmen zur beruflichen Eingliederung seien 

ausgeschöpft (Suva-act. 509).  

10.5 Wie sich aus den dargelegten unterschiedlichen schmerzbedingten Arbeitsunterbrüchen des 

Beschwerdeführers – und dies bei selbst leichter Tätigkeit – ergibt, ist bei einer Anstellung des 

Beschwerdeführers mit vermehrten Arbeitsabsenzen zu rechnen. Das Bundesgericht hat diesbezüglich 

verschiedentlich festgehalten, dass häufige Arbeitsabsenzen einen vermehrten organisatorischen 

Aufwand verlangen und zusätzliche personelle Ressourcen bedingen würden, da ein Arbeitsplatz in 

vielen Arbeitsbereichen nicht unbesetzt bleiben könne. Auch habe die Anstellung eines 

krankheitsbedingt häufig ausfallenden Arbeitnehmenden eine vermehrte Beanspruchung der 

Taggeldversicherung des Arbeitgebers zur Folge, was vor allem bei kleineren Unternehmen zu einem 

spürbaren Anstieg der Versicherungsprämien führen könne (Urteile des Bundesgerichts vom 28. 

November 2014, 9C_485/2014, E. 3.3.3.1, vom 13. März 2014, 9C_734/2013, E. 3.2 f., und vom 23. 

Oktober 2015, 9C_412/2015, E. 3). Ebenso zeigen die unterschiedlichen, jedoch stets erfolglosen 

Arbeitsversuche die unfruchtbaren Bemühungen einer Stellensuche trotz fachlicher Unterstützung. 

Aufgrund des im vorliegenden Fall definierten Anforderungsprofils für eine optimal angepasste Tätigkeit 

(vgl. dazu vorstehende E. 7.2) muss davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer im 

Kompetenzniveau 1 nur noch leichte körperliche Arbeiten ausführen und faktisch seine rechte Hand 

höchstens als Zudienhand benutzen kann. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass eine Vielzahl von 

Tätigkeiten, welche im Bereich der Hilfsarbeiten bekanntlich vergleichsweise hoch entlöhnt werden, 

somit für den Beschwerdeführer bereits von vornherein ausser Betracht fällt. Neben der aus dem 

Anforderungsprofil resultierenden eingeschränkten Auswahl an Arbeitstätigkeiten ist zu beachten, dass 

selbst bei einer geeigneten Tätigkeit kein flexibler Arbeitseinsatz seitens des Beschwerdeführers 

möglich ist, sodass dieser für einen potentiellen Arbeitgeber nicht denselben ökonomischen Wert 

aufweist wie ein gesunder Arbeitnehmer in derselben Position. Es ist daher damit zu rechnen, dass der 

Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit auch in einer ihm zumutbaren Tätigkeit nicht mit demselben 

ökonomischen Erfolg verwerten kann wie eine gesunde Person, weshalb er überwiegend 

wahrscheinlich mit einer Lohneinbusse im Vergleich zum Tabellenlohn (Medianwert) rechnen muss. 

Der von der Beschwerdegegnerin gewährte Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von 10 % erscheint daher 

zu tief. Vielmehr rechtfertigt sich angesichts der gesamten Umstände ein Abzug von 25 %. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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10.6 Unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 25 % resultiert demnach ein 

Invalideneinkommen von rund Fr. 50’447.– (Fr. 67’262.70 x 0.75). 

11.  

Bei einem Valideneinkommen von rund Fr. 76'121.– und einem Invalideneinkommen von rund 

Fr. 50’447.– resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 25'674.– bzw. ein Invaliditätsgrad von rund 34 %.  

12.  

Zu beurteilen bleibt der zwischen den Parteien ebenfalls streitige Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung bzw. die Höhe derselben.  

12.1 Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung in Höhe 

von 20 % zu. Sie stützte sich dafür auf die Beurteilung des Integritätsschadens von Dr. I.___ vom 6. 

Dezember 2022 (Suva-act. 546). Dr. I.___ nahm seine Beurteilung gestützt auf die Tabellen 1 

(Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) und 5 (Integritätsschaden bei 

Arthrosen) vor, wonach die Integritätsschäden mit 15 % respektive 10 % geschätzt würden. Nachdem 

diese Gelenke zu einer funktionalen Einheit gehörten, sei keine Addition dieser beiden Schätzungen 

vorzunehmen. Mangels namhafter Einschränkung der Fingermotorik erscheine im Quervergleich zu 

einer proximalen Medianuslähmung, welche mit 20 % geschätzt würde, eine Schätzung aufgrund des 

nozizeptiven Schmerzes mit Gebrauchsminderung der rechten Hand von 20 % dennoch angemessen 

und ausgewiesen.  

12.2 Die Beschwerdegegnerin erachtet die Beurteilung von Dr. I.___ als umfassend, nachvollziehbar 

und vollständig (Suva-act. 635-10 f.). Dagegen vertritt der Beschwerdeführer die Ansicht, die 

Einschätzung von Dr. I.___ vom 6. Dezember 2022 sei nicht korrekt und offensichtlich nicht in Kenntnis 

der umfassenden Aktenlage erfolgt. Denn der Beschwerdeführer könne keinen kraftvollen Faustschluss 

mehr durchführen, was bereits mehrfach anlässlich medizinischer Untersuchungen festgestellt worden 

sei (act. G1 Ziff. 10 mit zahlreichen Verweisen). Die Schlussfolgerung von Dr. I.___, es liege keine 

namhafte Einschränkung der Fingermotorik vor, sei nicht nachvollziehbar (act. G1 Ziff. 11). Daher seien 

ergänzende Abklärungen erforderlich und der Integritätsschaden anhand eines gerichtlichen 

Gutachtens zu schätzen (act. G1 Ziff. 13 f.). Gegebenenfalls müsse zudem eine voraussehbare 

Verschlimmerung im Sinne von Art. 36 Abs. 4 UVV berücksichtigt werden, denn eine Arthrose sei 

degenerativ. So habe sich auch der Zustand durch die Operationen verschlimmert (act. G7 Ziff. 10). 

12.3 Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Diese setzt somit wie jede andere Leistung der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Unfallversicherung einen natürlich und adäquat kausalen Zusammenhang zwischen dem 

Gesundheitsschaden und dem versicherten Unfallereignis voraus (ANDRÉ NABOLD, N 48 ff. zu Art. 6, in: 

Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 

schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018; ANDRÉ NABOLD, Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum UVG, in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 5. Aufl. 2024, S. 56). Die Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente 

festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung 

gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). Ein Integritätsschaden gilt als dauernd, wenn er voraussichtlich während 

des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche, 

geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark 

beeinträchtigt wird (Art. 36 Abs. 1 UVV). Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens 

werden angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die 

Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Art. 36 Abs. 4 UVV).  

12.4 Die Integritätsentschädigung wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft. 

Bei gleichem medizinischem Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird 

abstrakt und egalitär bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt. Die Bemessung des Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen 

Umständen des Einzelfalls ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der 

Beeinträchtigung der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (Urteile des Bundesgerichts vom 14. Januar 2021, 8C_658/2020, E. 2.2, und vom 23. 

April 2014, 8C_49/2014, E. 4.3, je mit Hinweisen). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die 

Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. Dieser Anhang 

enthält eine als gesetzmässig anerkannte, nicht abschliessende Skala. Die medizinische Abteilung der 

Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in 

tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen 

die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV 

vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1b f. mit Hinweisen). 

12.5 Massgebender Zeitpunkt für die Beurteilung der Integritätsentschädigung bildet vorliegend – wie 

bei der Beurteilung der Invalidenrente – der 1. September 2023 (vgl. vorstehende E. 5). Die 

Entschädigung entspricht im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des 

versicherten Verdienstes im Zeitpunkt des Unfalls (Art. 25 UVG i.V.m. Art. 22 Abs. 1 UVV; Anhang 3 

UVV). Die von Dr. I.___ vorgenommene Schätzung des Integritätsschadens erfolgte zwar vor der 

achten Operation vom 24. April 2023, doch stellte Dr. I.___ bereits am 6. Dezember 2022 eine aktive 

Beweglichkeit des rechten Handgelenks von null fest (Suva-act. 545-5). Mithin erfolgte auch die von 

ihm gleichentags vorgenommene Schätzung des Integritätsschadens (Suva-act. 546) unter 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Berücksichtigung des schliesslich eingetretenen medizinischen Endzustands. Die Schätzung von Dr. 

I.___ entspricht in seiner Höhe (20 %) der Verwaltungspraxis, die sich grundsätzlich nach den Werten 

in den Suva-Feinrastertabellen richtet. Sie erscheint angemessen. Es liegen keine Gründe vor, welche 

ein Eingreifen des Versicherungsgerichts in das Ermessen der Verwaltung rechtfertigen würde. Eine 

Erhöhung der Integritätsentschädigung fällt daher ausser Betracht.  

13.  

13.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 27. November 2023 dahingehend gutzuheissen, dass die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, dem Beschwerdeführer für das Unfallereignis vom 30. 

November 2015 bis 31. August 2023 die vorübergehenden Versicherungsleistungen (Taggeld- und 

Heilbehandlungsleistungen) zu erbringen. Für die Zeit ab 1. September 2023 hat die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente in Höhe von 34 % zu entrichten. Zur 

Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Hingegen ist die Beschwerde in Bezug auf die Integritätsentschädigung abzuweisen.  

13.2 Bei Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfahren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen 

Einzelgesetz vorgesehen ist (Art. 61 lit. fbis ATSG). Im UVG ist eine solche Kostenpflicht nicht 

vorgesehen. Das Verfahren ist deshalb kostenlos. 

13.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten. Zwar wird die Beschwerde vorliegend nicht vollständig gutgeheissen, jedoch obsiegt 

der Beschwerdeführer insoweit, als ein Anspruch auf eine Invalidenrente bejaht wird. Unter den 

gegebenen Umständen rechtfertigt es sich, dem Beschwerdeführer eine volle Parteientschädigung 

zuzusprechen (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Dezember 2020, 8C_500/2020, E. 4.4 m.w.H.). Die 

Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 

nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der 

Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.– bis Fr. 15'000.–. Bei wie vorliegend üblich 

aufwändigen Fällen erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.– (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. 

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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22/22 

Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde im Sinne der Erwägungen wird der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 27. November 2023 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, 

dem Beschwerdeführer für das Unfallereignis vom 30. November 2015 bis 31. August 2023 die 

vorübergehenden Versicherungsleistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) zu erbringen 

und für die Zeit ab 1. September 2023 eine Invalidenrente in Höhe von 34 % zu entrichten. Zur 

Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung wird die Sache im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.  

2.  

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

3.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

4.  

Die Beschwerdegegnerin bezahlt dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in Höhe von 

Fr. 4'000.– (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 01.04.2025
	Art. 15 Abs. 3, Art. 18 Abs. 1, Art. 24 UVG. Faktische Einhändigkeit des Beschwerdeführers. Weder die übrigen medizinischen Akten noch die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen, Zweifel an der vom Versicherungsmediziner erstellten Beurteilung einer 100%igen medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit zu erwecken. Das vom Versicherungsmediziner erstellte Zumutbarkeitsprofil erweist sich zweifellos als einschränkend. Doch kann der Beschwerdeführer trotz faktischer Einhändigkeit seine Arbeitskraft – auch wenn nur für Hilfs-, Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten – weiterhin einsetzen, weshalb nicht von einer Unverwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit ausgegangen werden kann. Hingegen rechtfertigt sich unter Berücksichtigung der Umstände ein Abzug vom LSE-Tabellenlohn in Höhe von 25 %. Zusprache einer Rente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 34 %. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. April 2025, UV 2024/4) Beim Bundesgericht angefochten.

		2026-01-28T04:34:31+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen