# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 06db1300-73e6-52e4-bbb8-cbab527420db
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-13
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 13.02.2025 III 2024 168
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2024-168_2025-02-13.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2024 168

Entscheid vom 13. Februar 2025 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Andrea Reutter, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien 1. A.________
2. B.________,

Beschwerdeführer,
beide vertreten durch Rechtsanwalt C.________,

gegen

1. Volkswirtschaftsdepartement, Bahnhofstrasse 15, 
Postfach 1180, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Härtefallbewilligung; Umwandlung von Ausweis F 
in Ausweis B)

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Sachverhalt:

A. B.________ (Jg. 1955, sri-lankischer Staatsangehöriger) reiste am 27. Mai 
1991, seine Ehefrau A.________ (Jg. 1957, sri-lankische Staatsangehörige) mit 
ihren beiden Kindern (D.________, Jg. 1988; E.________, Jg. 1990) am 7. Ok-
tober 1996 in die Schweiz ein (AFM-act. TS 502; AFM-act. TT 486 [TS = Akten 
B.________; TT = Akten A.________; die Zahl gibt die Seitenzahl wieder]). Sie 
ersuchten beide bei ihrer Einreise um Asyl (AFM-act. TS 27; AFM-act. TT 41). 
Sie wurden dem Kanton Schwyz zugewiesen, erhielten den Ausweis für Asylsu-
chende (N) und liessen sich in der Gemeinde F.________ nieder (AFM-act. TS 
18, 33; AFM-act. TT 47). 1998 kam ihr Sohn (G.________) zur Welt (AFM-act. 
TS 62). Am 7. November 2000 (bei noch hängigem Asylverfahren; AFM-act. TS 
63) wurden sie durch das Bundesamt für Flüchtlinge (heute Staatssekretariat für 
Migration, SEM) gestützt auf den Beschluss des Bundesrates vom 1. März 2000 
betreffend die Humanitäre Aktion 2000 vorläufig aufgenommen (AFM-act. TS 49, 
161; AFM-act. TT 36). Am 17. März 2022 ersuchten B.________ und 
A.________ (nachfolgend Beschwerdeführer) um Kantonswechsel in den Kanton 
I.________ (AFM-act. TS 495; AFM-act. TT 480), was vom SEM am 28. Juni 
2022 abgelehnt wurde. Per 1. Juli 2022 zogen die Beschwerdeführer in die Ge-
meinde J.________ (AFM-act. TS 497; AFM-act. TT 481). 

B. Die Beschwerdeführer ersuchten in den Jahren 2012, 2014, 2017, 2018, 
2019, 2020 und 2023 das Volkswirtschaftsdepartement um Erteilung einer Auf-
enthaltsbewilligung B. Nach Klärung der Voraussetzungen lehnte das Volkswirt-
schaftsdepartement die Gesuche unter Hinweis auf die fehlende sprachliche, be-
rufliche und soziale Integration ab (AFM-act. TS 161 ff., 239 ff., 333 ff., 346 ff., 
372 ff., 459 ff., 532 ff.; AFM-act. TT 149 ff., 221 ff., 309 ff., 325 ff., 353 ff., 428 ff., 
515 ff.). 

C. Mit Schreiben vom 2. November 2023 ersuchten die Beschwerdeführer das 
Amt für Migration (AFM) um Umwandlung des vorläufigen Aufenthaltes in eine 
Aufenthaltsbewilligung B (Härtefallgesuch [AFM-act. TS 532]). Am 30. Januar 
2024 teilte ihnen das Volkswirtschaftsdepartement mit, es beabsichtige, das Ge-
such um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung dem SEM abzuweisen (AFM-act. 
TS 535). Ausserdem wurde den Beschwerdeführern die Möglichkeit gegeben, 
sich im Sinne der Ausübung des rechtlichen Gehörs zur in Aussicht gestellten 
Ablehnung des Gesuchs zu äussern und eine beschwerdefähige Verfügung zu 
verlangen. Nachdem die Beschwerdeführer am 13. Februar 2024 um Erlass ei-
ner beschwerdefähigen Verfügung ersuchen liessen (AFM-act. TS 537), lehnte 

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das Volkswirtschaftsdepartement das Gesuch mit Verfügung vom 4. Juni 2024 
ab (AFM-act. TS 543). 

D. Am 26. Juni 2024 liessen die Beschwerdeführer beim Regierungsrat Be-
schwerde erheben mit dem Antrag, die Verfügung der Vorinstanz sei vollumfäng-
lich aufzuheben, das Volkswirtschaftsdepartement sei anzuweisen, das Gesuch 
dem SEM zur Zustimmung zu unterbreiten und es sei die unentgeltliche Prozess-
führung sowie ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bewilligen (AFM-act. TS 
574). Mit RRB Nr. 741/2024 vom 24. September 2024 (Postaufgabe 1.10.2024) 
wies der Regierungsrat die Beschwerde und das Gesuch um unentgeltliche Pro-
zessführung sowie um unentgeltlichen Rechtsbeistand ab. 

E. B.________ und A.________ reichen beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz fristgerecht Beschwerde (datiert 22.10.2024, Postaufgabe 
23.10.2024) ein mit den Anträgen: 

1. Die Verfügung der Vorinstanz sei aufzuheben. 

2. Das Härtefallgesuch der Beschwerdeführenden sei gutzuheissen und die Be-
schwerdegegnerin anzuweisen, das Gesuch dem SEM zur Zustimmung zu un-
terbreiten. 

3. Eventualiter sei die Sache zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung sowie 
zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

4. Es sei die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und auf die Erhebung 
eines Kostenvorschusses zu verzichten. 

5. Es sei den Beschwerdeführenden in der Person des Unterzeichnenden ein un-
entgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. 

6. Alles unter Entschädigungs- und Kostenfolge zulasten der Vorinstanz. 

Das Sicherheitsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 29. Oktober 
2024, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer ab-
zuweisen. Mit Schreiben vom 20. November 2024 verzichtet das Volkswirt-
schaftsdepartement auf die Einreichung einer Vernehmlassung. Mit Replik vom 
4. Dezember 2024 lassen die Beschwerdeführer an ihren Anträgen festhalten. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens betrifft die Frage, ob die vorläufi-
ge Aufnahme der Beschwerdeführer nach langjährigem Aufenthalt in der 
Schweiz (seit 1991 bzw. 1996) in eine Aufenthaltsbewilligung umzuwandeln ist. 
Eine aufenthaltsbeendende Massnahme steht nicht zur Diskussion. 

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1.1 Vorläufig aufgenommene Personen können jederzeit ein Gesuch um eine 
Aufenthaltsbewilligung stellen (Illes, in: Caroni/Gächter/Thurnherr, Handkommen-
tar zum Ausländerrecht, Art. 84 N 24).

1.2.1 Die Beschwerdeführer sind sri-lankische Staatsangehörige. Zwischen Sri 
Lanka und der Schweiz bestehen keine Staatsverträge betreffend Aufenthalt und 
Niederlassung, sodass vorliegend das AIG zur Anwendung gelangt (vgl. Art. 2 
Abs. 1 Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Inte-
gration [Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20] vom 16.12.2005). 

1.2.2 Nach Art. 84 Abs. 5 AIG werden Gesuche von vorläufig aufgenommenen 
Ausländerinnen und Ausländern, die sich seit mehr als fünf Jahren in der 
Schweiz aufhalten, unter Berücksichtigung der Integration, der familiären Ver-
hältnisse und der Zumutbarkeit einer Rückkehr in den Herkunftsstaat vertieft ge-
prüft. Diese Bestimmung ist im Zusammenhang mit der sog. Härtefallbewilligung 
zu sehen, wonach von den Zulassungsvoraussetzungen nach Art. 18-29 AIG ab-
gewichen werden kann, um schwerwiegenden persönlichen Härtefällen oder 
wichtigen öffentlichen Interessen Rechnung zu tragen (Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG; 
vgl. Urteil BGer 2C_589/2019 vom 21.6.2019 E. 2.2). Bis auf die Pflicht zur ver-
tieften Prüfung unterscheiden sich die Voraussetzungen eines Härtefalls nach 
Art. 84 Abs. 5 AIG grundsätzlich nicht von denjenigen nach Art. 30 Abs. 1 lit. b 
AIG i.V.m. Art. 31 Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit 
(VZAE; SR 142.201) vom 24. Oktober 2007, auch wenn Art. 84 Abs. 5 AIG expli-
zit nur drei Beurteilungskriterien aufzählt (Urteile BVGer F-501/2018 vom 
13.12.2019 E. 5.2; F-4727/2017 vom 15.3.2019 E. 5.1 und 5.3; F-3956/2016 vom 
17.12.2018 E. 5.2; F-3332/2015 vom 13.2.2018 E. 4.1 f.; C-351/2010 vom 
2.11.2012 E. 6.2). 

1.2.3 Gemäss Art. 31 VZAE, dessen Marginalie ausdrücklich auf Art. 84 Abs. 5 
AIG verweist, sind bei der Beurteilung des schwerwiegenden persönlichen Härte-
falls insbesondere folgende Aspekte zu würdigen: die Integration anhand der In-
tegrationskriterien nach Art. 58a Abs. 1 AIG (lit. a), die Familienverhältnisse, ins-
besondere der Zeitpunkt der Einschulung und die Dauer des Schulbesuchs der 
Kinder (lit. c), die finanziellen Verhältnisse (lit. d), die Dauer der Anwesenheit in 
der Schweiz (lit. e), der Gesundheitszustand (lit. f) sowie die Möglichkeit für eine 
Wiedereingliederung im Herkunftsstaat (lit. g; vgl. Urteil BVGer F-501/2018 vom 
13.12.2019 E. 5.2; C-351/2010 vom 2.11.2012 E. 6.2). Zudem muss die gesuch-
stellende Person ihre Identität offenlegen (Art. 31 Abs. 2 VZAE). Seit dem 1. Ja-
nuar 2019 findet sich, wie in Art. 31 Abs. 1 lit. a VZAE erwähnt, in Art. 58a Abs. 1 
AIG ein Katalog von vier Integrationskriterien: die Beachtung der öffentlichen Si-

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cherheit und Ordnung (lit. a), die Respektierung der Werte der Bundesverfassung 
(lit. b), die Sprachkompetenzen (lit. c) und die Teilnahme am Wirtschaftsleben 
oder am Erwerb von Bildung (lit. d). In Bezug auf die letzten beiden Kriterien prä-
zisiert Art. 58a Abs. 2 AIG, dass der Situation von Personen, welche aufgrund ei-
ner Behinderung, Krankheit oder anderen gewichtigen persönlichen Umständen 
die Kriterien der Sprachkompetenz oder Teilnahme am Wirtschaftsleben/Erwerb 
von Bildung nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen erfüllen können, an-
gemessen Rechnung zu tragen ist (vgl. etwa BGE 147 I 268 E. 5.3.1). 

Die Integrationskriterien gemäss Art. 58a Abs. 1 AIG werden mit Art. 77a ff. 
VZAE konkretisiert. Art. 77f VZAE hält fest, dass bei der Beurteilung der Integra-
tionskriterien die persönlichen Verhältnisse bei der Sprachkompetenz und der 
Teilnahme am Wirtschaftsleben angemessen zu berücksichtigen sind. Eine Ab-
weichung von diesen Integrationskriterien ist möglich, wenn sie wegen körperli-
cher, geistiger oder psychischer Behinderung (a), einer schweren oder lang an-
dauernden Krankheit (b) oder aus anderen gewichtigen persönlichen Umständen 
(c) nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen erfüllt werden können. Als ge-
wichtige persönliche Umstände (Art. 77f lit. c VZAE) zählen namentlich eine aus-
geprägte Lern-, Lese- oder Schreibschwäche (Ziff. 1), Erwerbsarmut (Ziff. 2) und 
die Wahrnehmung von Betreuungsaufgaben (Ziff. 3). Ferner gilt gemäss Art. 77d 
VZAE der Nachweis für Sprachkompetenzen als erbracht, wenn ein Sprach-
nachweis vorliegt, der die entsprechenden Sprachkompetenzen in dieser Lan-
dessprache bescheinigt und der sich auf ein Sprachnachweisverfahren abstützt, 
das den allgemein anerkannten Qualitätsstandards für Sprachtests entspricht (lit. 
d). 

1.3 Diese Anforderungskriterien stellen weder einen abschliessenden Katalog 
dar, noch müssen sie kumulativ erfüllt sein (vgl. Urteil BVGer F-3956/2016 vom 
17.12.2018 E. 6.1; Urteil BGer 2C_195/2010 vom 23.6.2010 E. 6.3). Hingegen 
ergibt sich schon aufgrund der Stellung des Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG im Gesetz 
(unter dem Abschnitt "Abweichungen von den Zulassungsvoraussetzungen") und 
der in Art. 31 Abs. 1 VZAE aufgeführten Kriterien, dass Art. 84 Abs. 5 AIG und 
Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG Ausnahmecharakter zukommt und dass die Vorausset-
zungen zur Anerkennung eines Härtefalls restriktiv zu handhaben sind (Urteil 
BVGer F-3332/2015 vom 13.2.2018 E. 4.3). Die betroffene Person muss sich in 
einer persönlichen Notlage befinden. Die Lebens- und Existenzberechtigung der 
gesuchstellenden Person muss, gemessen am durchschnittlichen Schicksal von 
ausländischen Personen, in gesteigertem Mass in Frage gestellt, bzw. die Ver-
weigerung der Härtefallbewilligung muss mit schweren Nachteilen verbunden 
sein. Es sind sämtliche Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen. Die Aner-

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kennung als Härtefall setzt nicht zwingend voraus, dass die Anwesenheit in der 
Schweiz das einzige Mittel zur Verhinderung einer persönlichen Notlage darstellt 
(Urteil BVGer F-3956/2016 vom 17.12.2018 E. 6.2). Auf der anderen Seite rei-
chen eine lang dauernde Anwesenheit und eine fortgeschrittene soziale und be-
rufliche Integration sowie klagloses Verhalten für sich alleine nicht aus, um einen 
schwerwiegenden persönlichen Härtefall zu begründen. Auch berufliche, freund-
schaftliche und nachbarschaftliche Beziehungen, welche die betroffene Person 
während ihres Aufenthaltes in der Schweiz knüpfen konnte, genügen normaler-
weise nicht für eine Abweichung von den Zulassungsvoraussetzungen (BGE 130 
II 39 E. 3). Vielmehr wird vorausgesetzt, dass die gesuchstellende Person so en-
ge Beziehungen zur Schweiz unterhält, dass von ihr nicht verlangt werden kann, 
in einem anderen Land, insbesondere in ihrem Heimatstaat zu leben (Urteil BV-
Ger C-2240/2010 vom 14.12.2012 E. 5.3 m.w.H.). Indes werden bei einer sehr 
langen Aufenthaltsdauer weniger hohe Anforderungen an das Vorliegen beson-
derer Umstände, wie etwa eine überdurchschnittliche Integration oder andere 
Faktoren, gestellt, welche die Rückkehr ins Heimatland als ausgesprochen 
schwierig erscheinen lassen (vgl. BGE 124 II 110 E. 3; Urteil BVGer C-930/2009 
vom 5.12.2012 E. 4.3 m.H.). Aber auch diesfalls ist verlangt, dass eine gewisse 
Integrationsleistung anerkannt werden kann (vgl. BGE 147 I 268 E. 5.3). 

1.4 Art. 84 Abs. 5 AIG verlangt für Gesuche von vorläufig aufgenommenen 
Personen, die sich seit mehr als fünf Jahren in der Schweiz aufhalten, eine ver-
tiefte Prüfung. Das Verwaltungsgericht hat vor dem Hintergrund, dass dem 
Art. 84 Abs. 5 AIG ein Ausnahmecharakter zukommt, der eine restriktive Härte-
fallpraxis nach sich zieht, die von den Vorinstanzen herausgearbeitete, und sich 
an die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts anlehnende Praxis als 
rechtens anerkannt, nämlich (VGE III 2024 89 vom 29.8.2024 E. 2.6 mit weiteren 
Hinweisen):

- Die verlangte vertiefte Prüfung schränkt nicht das Ermessen der Behörden 
ein.

- Die vertiefte Prüfung kommt einer Prüfungspflicht gleich. Ab einer fünfjährigen 
Aufenthaltsdauer ist in jedem einzelnen Fall im Rahmen einer Gesamtbetrach-
tung sorgfältig und genau zu prüfen, ob besondere Gründe vorliegen, die ei-
nen schwerwiegenden persönlichen Härtefall, bzw. eine persönliche Notlage 
begründen.

- Für sich allein betrachtet genügt weder der Status der vorläufigen Aufnahme 
noch eine langdauernde Anwesenheit, um einen Härtefall zu begründen. Nach 
einer langen Aufenthaltsdauer von zehn und mehr Jahren werden jedoch we-
niger hohe Anforderungen an die Anerkennung einer persönlichen Notlage 

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gestellt. Es ist dann von einem schwerwiegenden persönlichen Härtefall aus-
zugehen, wenn die gesuchstellende Person finanziell unabhängig, sozial und 
beruflich gut integriert ist und sich bis dahin klaglos verhalten hat (BGE 124 II 
110; Urteile BVGer C-351/2010 vom 2.11.2012 E. 9.1; C-1884/2009 vom 
6.3.2012 E. 8.1). 

- Entscheidend ist die Gesamtsituation einer Person. Es ist in jedem Fall eine 
Gesamtwürdigung vorzunehmen, in die alle Kriterien gemäss Art. 31 Abs. 1 
VZAE einfliessen. Es bestehen dabei für die einzelnen Kriterien keine Mindes-
tanforderungen; es kann ein Kriterium nur knapp erfüllt sein, ein anderes je-
doch überragend. Daher hat die Beurteilung und Bewertung individuell und 
umfassend zu erfolgen. Die Gesamtumstände müssen eine Ausnahme von 
der ordentlichen Bewilligungserteilung rechtfertigen.

1.5 Für vorläufig Aufgenommene besteht kein Anspruch auf die Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung (Urteil BGer 2C_195/2010 vom 23.6.2010 E. 6.3). Den 
Vorinstanzen kommt bei der Gesuchsbeurteilung ein erheblicher Ermessens-
spielraum zu (Art. 96 Abs. 1 AIG; Schindler, in: Caroni/Gächter/Thurnherr, a.a.O., 
Art. 96 N 3), der durch die Anforderung einer vertieften Prüfung selbst nicht ein-
geschränkt wird. Massgebend ist, ob die Vorinstanzen im Rahmen des ihnen zu-
stehenden Ermessensspielraums rechtmässig gehandelt haben. Dabei gebietet 
der Ausnahmecharakter der Härtefallbewilligung eine restriktive Rechtsanwen-
dung (vgl. VGE III 2015 176 vom 22.12.2015 E. 3.1). Das Verwaltungsgericht 
kann vorliegend prüfen, ob der rechtserhebliche Sachverhalt richtig festgestellt 
und das Recht richtig angewendet wurde, einschliesslich die Frage, ob eine 
rechtsfehlerhafte Ermessensausübung (Ermessensüberschreitung, -missbrauch; 
qualifizierter Ermessensfehler) vorliegt (§ 55 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegege-
setz [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Diese Prüfung setzt eine rechts-
genügliche, nachvollziehbare Begründung voraus (Ehrenzel-
ler/Schindler/Schweizer/Vallender, Die Schweizerische Bundesverfassung, Art. 
29 N 49), damit festgestellt werden kann, ob allenfalls rechtswidrige Gründe (un-
sachliche Motive) zu einem unzulässigen negativen Ermessensentscheid geführt 
haben.

1.6 Zu ergänzen ist immerhin, dass sich ein Anspruch auf Umwandlung ggf. 
aus Art. 8 EMRK, Achtung des Privatlebens, ergeben könnte, sofern sich die vor-
läufig aufgenommene Person seit langer Zeit in der Schweiz aufhält und mit ihrer 
prekären, aber geduldeten Anwesenheit relevante rechtliche oder faktische 
Nachteile verbunden sind (zur Eigenschaft der vorläufigen Aufnahme vgl. BGE 
150 I 93; Urteil BGer 2C_157/2023 vom 23.7.2024 E. 5; BGE 147 I 268 E. 4.2). 
Aber selbst wenn die Nachteile im Lichte einer bereits länger andauernden, 

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prekären Anwesenheit in der Schweiz derart gravierend wären, sodass mit einer 
Nichtumwandlung des vorläufigen Aufenthaltes in eine Aufenthaltsbewilligung ein 
Eingriff in den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK einherginge, liesse sich ei-
ne Verweigerung der Umwandlung durch eine unzureichende Integration recht-
fertigen (vgl. zum Ganzen BGE 150 I 93; Urteil BGer 2C_157/2023 vom 
23.7.2024 E. 5; BGE 147 I 268 E. 4.2; BGE 147 I 268; VGE III 2024 89 vom 
29.8.2024 E. 1.6). 

2. Das Gesuch der Beschwerdeführer um Umwandlung des vorläufigen Auf-
enthalts (F) in eine Aufenthaltsbewilligung (B) hatte das Volkswirtschaftsdepar-
tement mit Verfügung vom 4. Juni 2024 abgelehnt (AFM-act. TS 543). Der Regie-
rungsrat bestätigte diese Ablehnung mit dem angefochtenen RRB Nr. 741/2024 
vom 24. September 2024. Der Regierungsrat anerkennt, dass die Beschwerde-
führer die schweizerische Rechtsordnung respektieren (kein Strafregistereintrag, 
keine Betreibungen), betont aber auch, dies dürfe von Ausländerinnen und Aus-
ländern, welche sich in der Schweiz aufhalten, erwartet werden; es stelle dies 
keine besondere Integrationsleistung dar. Das Nämliche gelte für die Respektie-
rung der Werte der Bundesverfassung (E. 5.2). Über die soziale Integration sei 
nur wenig bekannt, aus dem eingereichten Referenzschreiben von K.________ 
gehe nicht hervor, wie sie in die Gesellschaft integriert seien, in welchem Umfeld 
sie sich bewegen und welche Interessen sie pflegen würden. Der enge Kontakt 
zu den eigenen Kindern zeuge von einem intakten Familienleben. Die Kinder 
seien zudem in der Schweiz geboren [sic] und würden über das Schweizerische 
Bürgerrecht verfügen. Daraus könne jedoch nicht auch auf eine starke gesell-
schaftliche Verwurzelung der Eltern in der Schweiz geschlossen werden. Viel-
mehr ergebe sich, dass die Beschwerdeführer den Nachweis ihrer überdurch-
schnittlichen sozialen Integration schuldig geblieben seien (E. 5.4). Aus den ein-
gereichten Sprachzertifikaten der Stufe A1 (beide vom 16.6.2020) schliesst der 
Regierungsrat, dass auch die sprachliche Integration nach so langem Aufenthalt 
mangelhaft sei, was auch mit dem Alter nicht zu rechtfertigen sei (E. 5.1.1 f.). 
Und schliesslich hält der Regierungsrat fest, sei auch die berufliche und wirt-
schaftliche Integration nicht gelungen, da sie nie ein existenzsicherndes Ein-
kommen hätten generieren können. Ab 2011 hätten die beiden Töchter ihre El-
tern finanziell unterstützt, damit sich diese von der Fürsorge hätten lösen können 
(E. 5.4.2). Insgesamt könne im Vergleich mit anderen vorläufig aufgenommenen 
Personen keine besondere Integrationsleistung festgestellt werden. Zudem wür-
den auch die Familienverhältnisse der verheirateten Beschwerdeführer, mithin 
die enge Beziehung zu den Kindern, keinen schwerwiegenden persönlichen Här-
tefall begründen. Vielmehr ergebe sich, dass sich das gesellschaftliche Leben 
der Beschwerdeführer schwergewichtig auf das Familienleben beschränke (E. 

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5.5). Auch wenn die Reintegration im Herkunftsland (Sri Lanka) nach solch einer 
langen Landesabwesenheit als unrealistisch erscheine, lasse sich noch kein An-
spruch auf Erteilung einer Härtefallbewilligung ableiten (E. 5.7). Insgesamt seien 
die Voraussetzungen für die Erteilung einer Härtefallbewilligung klarerweise nicht 
erfüllt. 

3.1.1 In ihrer Beschwerde machen die Beschwerdeführer zunächst eine Verlet-
zung von Art. 84 Abs. 5 AIG geltend. Der Regierungsrat habe die Argumentation 
teilweise in aktenwidriger Art und Weise vorgenommen. Zudem habe er die per-
sönlichen Verhältnisse der Beschwerdeführer bei der Beurteilung der Sprach-
kompetenzen und der Teilnahme am Wirtschaftsleben gemäss Art. 58a Abs. 2 
AIG nicht angemessen berücksichtigt. Hinsichtlich der sprachlichen Integration 
führen die Beschwerdeführer aus, der Regierungsrat suggeriere fälschlicherwei-
se, dass sie bei sämtlichen anspruchsvollen Alltagstätigkeiten auf die Überset-
zungshilfe der Kinder angewiesen seien. Diese Darstellung sei jedoch aktenwid-
rig, da sie in ihrer Beschwerde explizit nur auf die Unterstützung bei Arztbesu-
chen hingewiesen hätten. Obwohl keine formale Zertifikation ihrer Sprachkompe-
tenzen über das Niveau A1 hinaus vorlägen, seien sie im Alltag ansonsten gut 
ohne die sprachliche Unterstützung ihrer Kinder zurechtgekommen. 

3.1.2 Als Nachweis für die sprachliche Integration liegt ein Sprachenpass, aus-
gestellt im Rahmen des vom SEM entwickelten Förderungsprogramms fide 
(Français, Italiano, Deutsch in der Schweiz), datiert auf den 16. Juli 2020, vor 
(AFM-act. TS 456, 454). Dieser, die Anforderungen gemäss Art. 77d Abs. 1 lit. d 
VZAE erfüllende Sprachenpass bescheinigt den Beschwerdeführern mündlich 
und schriftlich das Niveau A1. Diese Deutschkenntnisse lassen jedoch nach ei-
ner (zum Zeitpunkt der Kursbestätigung) rund 29- bzw. 24-jährigen Aufenthalts-
dauer in der Schweiz nicht auf eine erfolgreiche sprachliche Integration schlies-
sen. Auch die von den Beschwerdeführern vorgebrachte, jedoch nicht weiter be-
legte Aussage, dass sie lediglich bei Arztbesuchen auf Unterstützung angewie-
sen seien, ändert daran nichts. Dies erstaunt umso mehr, als die Beschwerde-
führer wiederholt Härtefallgesuche gestellt haben, die jeweils aufgrund unzurei-
chender sprachlicher Integration abgelehnt wurden. Bereits 2012 wies das 
Volkswirtschaftsdepartement darauf hin, dass ihre Deutschkenntnisse lediglich 
das Niveau A1 erreichten, was einem Anfängerlevel entspreche und nicht als 
sprachliche Integration gewertet werden könne (AFM-act. TS 161). 2013 infor-
mierte das Amt für Migration die Tochter der Beschwerdeführer per E-Mail, dass 
u.a. deren Deutschkenntnisse weiterhin unzureichend seien und sie mindestens 
das Niveau A2 erreichen müssten (AFM-act. TS 155). 2014 reichten die Be-
schwerdeführer ein erneutes Härtefallgesuch ein, woraufhin das Volkswirt-

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schaftsdepartement mitteilte, dass sich ihre Deutschkenntnisse seit der Ableh-
nung 2012 nicht verbessert hätten und sie weiterhin auf dem Niveau A1 verblie-
ben, weshalb eine Ablehnung des Gesuchs beabsichtigt werde (AFM-act. TS 
236). In der Folge zogen die Beschwerdeführer ihr Gesuch zurück, mit der Be-
gründung, sich im sprachlichen Bereich zu verbessern und zu einem späteren 
Zeitpunkt ein neues Gesuch einzureichen (AFM-act. TS 239). Auch beim nächs-
ten Härtefallgesuchs im Jahr 2017 verbesserten sich ihre Deutschkenntnisse 
aber nicht (AFM-act. TS 285). Es ist daher festzustellen, dass die Beschwerde-
führer trotz mehrfachem ausdrücklichem Hinweis ihre Deutschkenntnisse nicht 
verbesserten. Erst im Jahr 2018 nahmen sie an einem Sprachkurs teil, erreichten 
indes wiederum das Niveau A1. Es bleibt insgesamt unerklärt, warum sie nicht 
bereits in all den Jahren zuvor die Initiative ergriffen, einen Sprachkurs zu besu-
chen (aktenkundig ist lediglich ein Sprachkurs der Beschwerdeführerin 2004 
[AFM-act. TS 433] sowie ein im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms be-
suchten Deutschkurs der Beschwerdeführer 2012 [AFM-act. TS 435, 434]). Sie 
führen jedenfalls keine nachvollziehbare Erklärung an, warum es ihnen in den 
rund 30 Jahren nicht möglich gewesen sein sollte, einen Sprachkurs zu besu-
chen resp. ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen. Der besuchte Deutschkurs von 
2018 bis 2019 (AFM-act. TS 438 ff.) hängt offenkundig mit der wiederholten Ab-
weisung der Härtefallgesuche der Beschwerdeführer zusammen und soll dazu 
dienen, ihre jüngsten Integrationsbemühungen zu dokumentieren. Dabei gilt zu 
ergänzen, dass mit besseren Sprachkenntnissen sicherlich auch eine intensivere 
berufliche Integration möglich gewesen wäre, was wiederum zu einer grösseren 
finanziellen Unabhängigkeit geführt hätte (vgl. hierzu auch nachfolgend). Den-
noch ergriffen die Beschwerdeführer auch unter diesem Blickwinkel (zumindest 
vor 2018) nie die Initiative, ihre Deutschkenntnisse auf ein höheres Niveau zu 
bringen. Es ist daher davon auszugehen, dass die sprachliche Integration 
während ihrer langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz nicht als vorrangiges Ziel 
betrachtet wurde. Mit Erreichen der Pension ist die Erlernung einer Sprache si-
cherlich nicht leichter geworden. Jedoch ist weder aktenkundig, dass die Be-
schwerdeführer aufgrund eingeschränkter kognitiver Fähigkeiten nicht in der La-
ge wären, ein besseres sprachliches Niveau zu erreichen, noch lässt sich an-
hand des rudimentär gehaltenen ärztlichen Zeugnisses von Dr. med. 
H.________ ein anderer Schluss ziehen (AFM-act. TS 515). Schliesslich ist dar-
auf hinzuweisen, dass grundlegende Kommunikations- und Verständigungsmög-
lichkeiten auch bei älteren Personen vorausgesetzt werden können, um den All-
tag zu erleichtern und einer gesellschaftlichen Isolation entgegenzuwirken (vgl. 
Laura Campisi/Roswitha Petry, in: Peter Uebersax, Ausländerrecht, Handbücher 
für die Anwaltspraxis, 3. Aufl., Basel 2022, § 21 N 21.28). Zusammenfassend 

11

ging der Regierungsrat zu Recht von einer mangelhaften sprachlichen Integration 
aus. 

3.2.1 Hinsichtlich der sozialen Integration halten die Beschwerdeführer fest, das 
Volkswirtschaftsdepartement sei aktenwidrig davon ausgegangen, dass sie nur 
ein Referenzschreiben eingereicht hätten. Aktenkundig seien aber die beiden Re-
ferenzschreiben der Familie L.________ und von M.________. Entsprechend 
werde ihre soziale Integration nicht ausreichend gewürdigt (vgl. Beschwerde Ziff. 
2.1.3, S. 4). Vernehmlassend macht der Regierungsrat geltend, es treffe zu, dass 
sich in den Akten noch zwei zusätzliche Empfehlungsschreiben befänden (AFM-
act. TS 413 [Familie L.________], 414 [M.________]). Auch aus diesen beiden 
Empfehlungsschreiben lasse sich nicht auf eine über die normalen nachbar-
schaftlichen Beziehungen hinausgehende soziale Integration der Beschwerde-
führer schliessen. Es werde daran festgehalten, dass die Beschwerdeführer trotz 
ihres langjährigen Aufenthalts keine tiefe bzw. überdurchschnittliche gesellschaft-
liche Verbundenheit zur Schweiz vorweisen würden und sich die soziale Integra-
tion auf den Kontakt zu ihren eigenen Kindern beschränke. Zudem sei zu 
berücksichtigen, dass beide Schreiben mittlerweile fünf Jahre alt und somit nicht 
mehr aktuell seien. Replizierend machen die Beschwerdeführer geltend, gesell-
schaftliche Beziehungen könnten zu gewissen Zeitpunkten stärker sein und mit 
der Zeit wieder schwächer werden. Die beiden früheren Referenzen seien des-
halb im fraglichen Zeitraum vor fünf Jahren zu beachten. Zudem reichten sie drei 
aktuellere Referenzschreiben sowie eine Liste mit Verwandten in Europa ein (Re-
ferenzschreiben von N.________, M.________, O.________ und P.________ 
[Bf-act. 1-4]). Die soziale Beziehung zu in der Schweiz und in Europa ansässigen 
wohnhaften Verwandten könne auch als gesellschaftliche Verbundenheit qualifi-
ziert werden. Die Definition einer erfolgreichen Integration, wie es der Regie-
rungsrat verstehe, müsse als zu eng bezeichnet werden. 

3.2.2 Von einer gelungen sozialen Integration ist grundsätzlich dann auszuge-
hen, wenn ein von der Familie unabhängiger, eigenständiger Freundeskreis be-
steht und eine über die Familie hinausgehende Teilnahme am gesellschaftlichen 
Leben vorliegt (Urteil BGer 2C_175/2020 vom 24.11.2020 E. 5.3.3; Urteil Verwal-
tungsgericht ZH VB.2022.00788 vom 1.2.2023). 

3.2.3 Der Auffassung des Regierungsrates, wonach sich die soziale Integration 
der Beschwerdeführer nicht über die normalen nachbarschaftlichen Beziehungen 
erschliesst, ist zuzustimmen. Daran ändern auch die drei neu eingereichten Re-
ferenzschreiben nichts. Es ist festzustellen, dass N.________ und M.________ 
ehemalige Nachbarn der Beschwerdeführer waren. Die Tatsache, dass 

12

N.________ eine alte Schulkollegin der zweitältesten Tochter der Beschwerde-
führer ist, unterstreicht, dass der Kontakt eher familiären und nachbarschaftlichen 
Ursprungs ist, ohne dass eine breitere gesellschaftliche Einbindung der Be-
schwerdeführer erkennbar ist. Lediglich das Referenzschreiben von O.________ 
und P.________ bescheinigt den Beschwerdeführern einen "Freundeskreis" aus-
serhalb des familiären Lebens. Auf Grundlage dieses einen Schreibens kann je-
doch nicht auf eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ausserhalb des fami-
liären Umfelds geschlossen werden. Zudem können die Beschwerdeführer aus 
ihrem Vorbringen, dass viele ihrer Verwandten in Europa leben, nichts zu ihren 
Gunsten ableiten, da die familiären Beziehungen in Europa keinen Beleg für ihre 
soziale Integration in der Schweiz darstellen. Es lässt sich daher feststellen, dass 
sich die soziale Integration weitestgehend auf den familiären Bereich beschränkt, 
was den Anforderungen an eine gelungene Integration nicht gerecht wird. 

3.3.1 Die Beschwerdeführer bestreiten darüber hinaus die regierungsrätliche Be-
urteilung der beruflichen und wirtschaftlichen Integration. Sie seien aus einem 
einfachen Umfeld mit begrenzten Bildungsmöglichkeiten und mangelnden Res-
sourcen, weshalb sie in der Niedriglohnbranche gearbeitet hätten. Zudem hätten 
sie Betreuungspflichten für ihre Kinder gehabt, was sie dazu gezwungen hätte, in 
erster Linie für den Lebensunterhalt zu arbeiten und sich nicht vorrangig auf die 
Aneignung von Fachkenntnissen zu konzentrieren. Dennoch hätten sie durchge-
hend grosse Anstrengungen gezeigt, um einer Erwerbstätigkeit nachzugehen 
und sich von der Sozialhilfe abzulösen. Angesichts ihrer persönlichen Umstände 
seien sie als "Working Poor" zu qualifizieren, da sie kontinuierlich gearbeitet, 
aber dennoch in prekären Verhältnissen gelebt hätten. Zudem machen sie auf 
die integrationshemmende Wirkung des Status F aufmerksam sowie auf den 
Umstand, dass sich die Beschwerdeführer während neun bzw. vier Jahren in ei-
nem Asylverfahren befunden und ihnen in dieser Zeit keine integrationsfördern-
den Programme zur Verfügung gestanden hätten (vgl. Beschwerde S. 4 und 5). 

3.3.2 Eine Person nimmt am Wirtschaftsleben teil, wenn sie die Lebenshaltungs-
kosten und Unterhaltsverpflichtungen deckt durch Einkommen, Vermögen oder 
Leistungen Dritter, auf die ein Rechtsanspruch besteht (Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG 
i.V.m. Art. 77e Abs. 1 VZAE). Alter, Gesundheitszustand und asylrechtliche Ar-
beitsverbote sind bei der Prüfung der finanziellen Verhältnisse zu berücksichtigen 
(Art. 31 Abs. 5 VZAE). Jedoch kann auch von schwer vermittelbaren Auslände-
rinnen und Ausländern oder solchen, die kurz vor der Pensionierung stehen, bis 
zur regulären Pensionierung zumindest erwartet werden, dass sie entsprechende 
Bemühungen auf dem ersten Arbeitsmarkt unternehmen oder regelmässig an 

13

Beschäftigungs- bzw. Arbeitsintegrationsprogrammen teilnehmen (BGE 147 I 
268 E. 5.3.2). 

3.3.3 Als der Beschwerdeführer aus Sri Lanka in die Schweiz kam, war er 36 
Jahre alt, die Beschwerdeführerin bei ihrer Einreise 39 Jahre. Der Beschwerde-
führer besuchte nach Erteilung der vorläufigen Aufnahme (Status F) im Jahre 
2000 einen sechsmonatigen Ausbildungskurs als Koch (AFM-act. TS 122). Im 
Anschluss nahm er am 6. August 2001 eine Vollzeitanstellung als Küchenhilfe 
bzw. Hilfskoch im Restaurant Q.________ an, die er 15 Monate innehatte und 
monatlich Fr. 2'900.-- (Bruttolohn) verdiente (AFM-act. TS 37). Danach war er 
drei Jahre lang im Gasthaus R.________ tätig, zunächst in einem Teilzeitpensum 
(80%) bis zum 31. März 2003 und ab dem 1. April 2003 in einem Vollzeitpensum 
(100%) als Allrounder bzw. Küchenhilfe, bei dem er einen Bruttolohn von monat-
lich Fr. 2'720.-- erwirtschaftete (AFM-act. TS 45 f.). Daraufhin fand er am 1. Ok-
tober 2005 eine Arbeitsstelle im Stundenlohn als Unterhaltsreiniger im 
S.________ (AFM-act. TS 55). Aufgrund diverser Ungereimtheiten in Bezug auf 
die Einhaltung der Arbeitsvorschriften sowie der Reinigungsqualität wurde das 
Arbeitsverhältnis per 22. Oktober 2006 gekündigt (AFM-act. TS 58). Ab dem 9. 
November 2006 bezog der Beschwerdeführer Leistungen der Arbeitslosenversi-
cherung bis Ausschöpfung der damals maximal möglichen 400 Taggelder bis im 
Mai 2008 (AFM-act. TS 111). Am 30. November 2006 schloss er einen Arbeits-
vertrag bei der T.________ AG in einem Teilzeitpensum (stundenweise auf Ab-
ruf; Stundenlohn von Fr. 20.--) ab (AFM-act. TS 59). Vom 19. Februar 2007 bis 
18. Mai 2008 war er bei Impuls im Rahmen eines befristeten Arbeitsprogramms 
tätig (AFM-act. TS 123). Am 5. Januar 2009 trat er eine Stelle in der U.________ 
an (AFM-act. TS 72). Im Dezember 2010 fand der Beschwerdeführer zum ersten 
Mal eine längerfristige Anstellung im Restaurant V.________ als Officehilfe im 
Stundenlohn (AFM-act. TS 89). Der Arbeitsvertrag war unbefristet, ihm wurde je-
doch kein gesichertes Arbeitspensum zugestanden. Im Zeitraum von Dezember 
2016 bis Mai 2017 betrug der durchschnittliche Monatslohn Fr. 1'047.65 (vgl. 
AFM-act. TS 306 ff.). Ab November 2017 erfolgte keine Lohnzahlung mehr, und 
das Arbeitsverhältnis wurde im Mai 2018 beendet (AFM-act. TS 336). 

3.3.4 Die Beschwerdeführerin arbeitete vom 1. Oktober 2002 bis 31. März 2004 
als Teilzeitreinigerin (AFM-act. TT 54, 51). Am 1. Juni 2005 trat sie eine Teilzeit-
stelle als Unterhaltsreinigerin im Stundenlohn beim W.________ an (AFM-act. TT 
59), welche sie bis am 31. Dezember 2014 innehatte (AFM-act. TT 170). Von 
März 2012 bis August 2012 wies sie einen Nettolohn von monatlich durchschnitt-
lich Fr. 647.-- auf (AFM-act. TT 107 ff.) und zwischen März 2014 und August 
2014 Fr. 677.-- (AFM-act. TT 183 ff.). Ab März 2015 arbeitete die Beschwerde-

14

führerin als Reinigungskraft bei der X.________ AG (AFM-act. TT 226 ff.). Akten-
kundig ist, dass sie zwischen Dezember 2015 und Mai 2017 im Durchschnitt Fr. 
1'041.-- (AFM-act. TT 288 ff.) und zwischen Mai 2019 und Oktober 2019 im 
Durchschnitt Fr. 1'002.-- (AFM-act. TT 403 ff.) verdiente. 

3.3.5 Zwischen 2008 und 2010 erhielten die Beschwerdeführer wirtschaftliche 
Sozialhilfe von der Gemeinde F.________ im Gesamtbetrag von Fr. 67'676.15 
(AFM-act. TS 441). Seit dem 1. Februar 2011 waren sie aufgrund ihrer Erwerbs-
tätigkeiten sowie der Unterstützung durch die Töchter von der Gemeinde 
F.________ wirtschaftlich unabhängig (AFM-act. TS 135). Die Gemeinde 
J.________ bestätigte, dass seit Zuzug (1.7.2022) keine wirtschaftliche Sozialhil-
fe geleistet wurde (AFM-act. TS 576 und 577). Betreibungen liegen keine vor 
(AFM-act. TS 578 ff.). Gemäss Gesuchsformular URP verfügen sie über ein Ren-
teneinkommen von Fr. 1'830.-- und sind EL-berechtigt (Fr. 1'942.-- zzgl. IPV; Bei-
lage 1 zu URP-Gesuch).

3.3.6 Es lässt sich festhalten, dass der Beschwerdeführer zumindest seit 2003 
nicht mehr in der Lage war, ein existenzsicherndes Einkommen zu generieren, 
während die Beschwerdeführerin nie in der Lage war, ein solches Einkommen zu 
erzielen. Sie konnten sich nur aufgrund der finanziellen Unterstützung der beiden 
Töchter von der Sozialhilfe lösen (AFM-act. TS 233, 225). Der Beschwerdeführer 
war ausserdem nie in der Lage, ein längeres Arbeitsverhältnis aufrechtzuerhal-
ten, was durch die zahlreichen Jobwechsel deutlich wird, wobei auch auffällt, 
dass mindestens die Stelle im 2006 wegen Selbstverschulden des Beschwerde-
führers gekündigt wurde (AFM-act. TS 58, 111), mithin die darauffolgende Ar-
beitslosigkeit nicht äusseren Umständen geschuldet war. Ferner bleibt unerklärt, 
weshalb der Beschwerdeführer drei Jahre vor der Pension weder arbeitete noch 
sich um eine neue Arbeitsstelle bemühte. Es wäre ihm durchaus zumutbar ge-
wesen, auch kurz vor der Pension noch eine Stellensuche zu beginnen (vgl. E. 
3.3.2). Auch wäre es ihnen zumutbar gewesen, sich zumindest während der 
Schulzeit ihrer Kinder um eine Vollzeitstelle zu bemühen. Es ist zwar zu berück-
sichtigen, dass die Beschwerdeführer nur begrenzte Bildungsmöglichkeiten hat-
ten und aus einfachen Verhältnissen stammen - der Beschwerdeführer als 
Landwirt bzw. später Gemüsebauer und die Beschwerdeführerin als Hausfrau. 
Zudem waren sie zumindest zu Beginn ihrer Einreise in die Schweiz nicht in der 
Lage zu schreiben, da in Sri Lanka die singhalesische Schrift verwendet wird. 
Dennoch sind entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer (auch unter 
Berücksichtigung ihrer Ausgangslage) keine ausreichenden Bemühungen er-
kennbar, um ein finanziell unabhängiges Leben zu sichern. Seit ihrer Pensionie-
rung sind die Beschwerdeführer darüber hinaus neben ihren Rentenbezügen auf 

15

Ergänzungsleistungen angewiesen. Zwar sind Ergänzungsleistungen nicht mit 
der wirtschaftlichen Sozialhilfe gleichzusetzen, dennoch werden die Beschwerde-
führer weiterhin von der öffentlichen Hand unterstützt. Folglich ist die vorinstanz-
liche Beurteilung hinsichtlich der ungenügenden beruflichen Integration der Be-
schwerdeführer nicht zu beanstanden. 

4.1. Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, dass die Verweigerung einer 
Aufenthaltsbewilligung und ihr Verbleib im Status der vorläufig aufgenommenen 
Personen einen Eingriff in Art. 8 EMRK (Recht auf Privat- und Familienleben) 
darstelle und sich die Verhältnismässigkeitsprüfung des Regierungsrats als feh-
lerhaft erweise, da kein gerechter Ausgleich zwischen den privaten und öffentli-
chen Interessen vorgenommen worden sei. Sie werfen dem Regierungsrat zu-
dem vor, er sei gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 84 Abs. 5 AIG verpflichtet ge-
wesen, eine eingehende Einzelfallprüfung vorzunehmen, um zu beurteilen, ob 
den Beschwerdeführern aus Gründen des Art. 8 EMRK eine Aufenthaltsbewilli-
gung zu erteilen sei, was nicht geschehen sei. 

4.2 Im angefochtenen Regierungsratsbeschluss hat sich der Regierungsrat 
vertieft mit der sprachlichen-, sozialen- und beruflichen Integration der Be-
schwerdeführer auseinandergesetzt (vgl. Rz. 5.1 ff. des angefochtenen RRB) 
sowie die Beachtung der schweizerischen Rechtsordnung, die familiären Ver-
hältnisse sowie den Gesundheitszustand geprüft (vgl. Rz. 5.5 ff.). Entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführer liegt somit eine Einzelfallprüfung i.S.v. Art. 29 
Abs. 2 BV und Art. 84 Abs. 5 AIG vor. 

4.3 Weiter ist zu betonen, dass die Beschwerdeführer zu Recht keine Verlet-
zung der Garantie des Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK geltend gemacht 
haben. Die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung würde den Status quo in 
dem Sinne aufrechterhalten, dass die Beschwerdeführer weiterhin vorläufig auf-
genommen blieben und nicht aus der Schweiz weggewiesen würden (vgl. AFM-
act. TS 535). Ihre beiden Töchter sowie der Sohn verfügen über einen Schweizer 
Pass, leben und arbeiten in der Schweiz, sodass eine Verweigerung der Aufent-
haltsbewilligung nicht zur Trennung der Familienmitglieder führen würde, wobei 
ohnehin beachtlich wäre, dass die Kinder alle volljährig sind und somit nicht zur 
Kernfamilie der Beschwerdeführer zählen, welche durch Art. 8 EMRK in erster 
Linie geschützt ist (Urteil BGer 2C_596/2023 vom 13.3.2024 E. 5.1). Die Be-
schwerdeführer berufen sich hingegen auf das Recht auf Schutz des Privatle-
bens, das sich ebenfalls aus Art. 8 EMRK ergibt. Vorliegend stellt sich die Frage, 
ob der Regierungsrat die (positive) Verpflichtung hatte, den Beschwerdeführern 
eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, um die aus dem Recht auf Privatleben 

16

i.S.v. Art. 8 EMRK ergebenen Elemente zu garantieren (vgl. BGE 150 I 93 E. 
6.4). 

4.4 Der Begriff "Privatleben" i.S.v. Art. 8 EMRK ist ein weiter Begriff, der nicht 
erschöpfend definiert werden kann. Diese Bestimmung schützt das Recht auf 
persönliche Entfaltung, sei es in Form von persönlicher Entwicklung oder in Form 
von persönlicher Autonomie. Art. 8 EMRK schützt auch "das Recht, Beziehungen 
zu seinen Mitmenschen und zur Aussenwelt aufzubauen und zu pflegen, und 
umfasst manchmal Aspekte der sozialen Identität eines Individuums, so dass die 
Gesamtheit der sozialen Bindungen zwischen niedergelassenen Einwanderern 
und der Gemeinschaft, in der sie leben, einen integralen Bestandteil des Begriffs 
Privatleben bildet" (vgl. BGE 150 I 93 E. 6.5; Urteil BGer 2C_157/2023 vom 
23.7.2023 E. 5.4). 

4.5 Nach der ständigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für 
Menschenrechte (EGMR) garantiert die EMRK nicht das Recht eines Ausländers, 
in ein bestimmtes Land einzureisen oder sich dort aufzuhalten, und die Vertrags-
staaten haben das Recht, die Einreise, den Aufenthalt und die Abschiebung von 
Nichtstaatsangehörigen zu kontrollieren. Massnahmen, die das Recht einer Per-
son auf Aufenthalt in einem Land einschränken, können jedoch in bestimmten 
Fällen zu einer Verletzung von Art. 8 EMRK führen, wenn dies unverhältnismäs-
sige Auswirkungen auf das Privat- und/oder Familienleben der betreffenden Per-
son hat (Urteil des EGMR Kuric und andere gegen Slowenien vom 26.6.2012 
[Beschw. Nr. 26828/06], § 355 m.w.H. auf Urteile des EGMR). Art. 8 EMRK geht 
aber nicht so weit, dem Betroffenen das Recht auf eine bestimmte Art von Auf-
enthaltstitel (dauerhaft, vorübergehend oder anderweitig) zu garantieren, voraus-
gesetzt, dass die von den Behörden vorgeschlagene Lösung es ihm ermöglicht, 
seine Rechte auf Achtung des Privat- und Familienlebens ungehindert auszuü-
ben (Urteile EGMR Hoti gegen Kroatien vom 26.4.2018 [Beschw. Nr. 63311/14] § 
121; Aristimuño Mendizabal gegen Frankreich vom 17.1.2006 [Beschw. Nr. 
51431/99] § 66).  

4.6.1 Das Bundesgericht hält in seiner Rechtsprechung fest, dass der Status der 
vorläufigen Aufnahme in bestimmten Situationen das Privatleben, wie es durch 
Art. 8 EMRK geschützt ist, beeinträchtigen kann. Um festzustellen, ob dies der 
Fall ist, prüft es, ob die rechtlichen und tatsächlichen Nachteile, die dieser Status 
im Vergleich zu dem durch eine Aufenthaltsbewilligung verliehenen Status auf-
weist, im konkreten Fall zu einem Eingriff in das Privatleben führen (vgl. BGE 150 
I 93 E. 6.6; BGE 147 I 268 E. 1.2.5, Urteil BGer 2C_157/2023 vom 23.7.2024). 

17

4.6.2 Im Urteil 2C_175/2020 vom 24. November 2020, veröffentlicht in BGE 147 I 
268, setzte sich das Bundesgericht mit den Nachteilen der vorläufigen Aufnahme 
für eine 1953 geborene Person auseinander, die seit 1998 in der Schweiz lebt 
und seit über zehn Jahren vorläufig aufgenommen war. Es stellte fest, dass der 
Status der vorläufigen Aufnahme im konkreten Fall vor allem zu Einschränkun-
gen hinsichtlich der interkantonalen und internationalen Mobilität führte (E. 4.2 f.). 
Unter diesen Umständen hielt das Bundesgericht die Beeinträchtigung des 
Rechts auf Privatsphäre durch den Status der vorläufig Aufgenommenen für nicht 
gravierend (E. 4.3). Es kam zudem zum Schluss, dass die Verweigerung einer 
Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 8 Abs. 2 EMRK gerechtfertigt war, da die be-
troffene Person nicht integriert war. Allerdings liess das Bundesgericht offen, ob 
die mit der unsicheren Anwesenheit der betroffenen Person in der Schweiz ver-
bundenen Nachteile so schwerwiegend waren, dass sie den Schutzbereich von 
Art. 8 EMRK beeinträchtigten.

4.6.3 Im Urteil 2C_479/2023 vom 6. Februar 2024 entschied das Bundesgericht 
über den Fall einer 1989 geborenen Person, die 2017 in die Schweiz eingereist 
war, 2022 eine vorläufige Aufnahme erhielt und gleichzeitig die Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung für Härtefälle beantragt hatte. Da kein langfristiger Auf-
enthalt in der Schweiz vorlag und der Status der vorläufigen Aufnahme es dem 
Beschwerdeführer ermöglichte, sein Recht auf Achtung des Privatlebens in der 
Schweiz weitgehend ungehindert auszuüben, stellte das Bundesgericht fest, 
dass sich der Betroffene nicht in vertretbarer Weise auf einen Anspruch auf eine 
Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 8 EMRK berufen konnte (E. 1.4).  

4.6.4 Im Urteil 2C_198/2023 vom 7. Februar 2024 (BGE 150 I 93), untersuchte 
das Bundesgericht, ob die mit dem Status der vorläufig aufgenommenen Person 
im Vergleich zur Aufenthaltsbewilligung verbundenen Nachteile für die Kinder im 
Alter von 10 und 12 Jahren, die seit knapp zehn Jahren vorläufig aufgenommen 
waren, zu einer Verletzung ihrer Privatsphäre führten. Das Bundesgericht stellte 
fest, dass die vorläufige Aufnahme für junge Ausländer, die sich bereits mehrere 
Jahre in der Schweiz aufhielten, Nachteile bei der schrittweisen Integration mit 
sich bringen kann, insbesondere da die Einbürgerung nur von Inhabern einer 
Niederlassungsbewilligung beantragt werden kann (E. 6.7.1). Es hielt auch fest, 
dass der vorläufige Aufnahmestatus Einschränkungen für Auslandsreisen mit 
sich bringe, die über blosse Unannehmlichkeiten und administrative Schritte hin-
ausgingen, und dass diese Einschränkung der Mobilität im Falle eines langfristi-
gen Aufenthalts in der Schweiz je nach den Umständen als Eingriff in das Recht 
auf Achtung des Privatlebens angesehen werden könnte (E. 6.7.1). Das Bundes-
gericht befand jedoch angesichts des Alters der Kinder und unter Berücksichti-

18

gung aller Umstände, dass die mit der vorläufigen Aufnahme verbundenen Nach-
teile noch nicht so intensiv waren, als dass sie das Recht auf Achtung des Privat-
lebens beeinträchtigen würden (E. 6.7.3). 

4.6.5 Im Urteil 2C_157/2023 vom 23. Juli 2024 (Pra 114 [2025] Nr. 2) prüfte das 
Bundesgericht die Umwandlung der vorläufigen Aufnahme einer 2009 gebore-
nen, 2014 mit den Eltern eingereisten Syrierin. Es stellte fest, dass in diesem Al-
ter das Interesse an einer Festigung des Aufenthaltes und damit an der Um-
wandlung grösser ist als bei kleineren Kindern; die vorläufige Aufnahme bewirke 
in diesem Fall konkrete Nachteile, die einen Eingriff in ihr durch Art. 8 Abs. 1 
EMRK geschütztes Privatleben zur Folge hätten. Um zu entscheiden, ob dieser 
Eingriff die Umwandlung erlaube, prüfte das Bundesgericht einerseits die Integra-
tion der Beschwerdeführerin und anderseits die Durchsetzbarkeit der Wegwei-
sung aus der Schweiz nach Syrien (E. 5.8 und 6).

4.7.1 Die Beschwerdeführer argumentieren, dass ihnen (spontane) Besuche ins-
besondere bei ihrer Tochter und Enkelin in Deutschland oder Urlaubsreisen ver-
wehrt bleiben würden. Sie seien seit knapp dreissig Jahren dazu angehalten, das 
Gebiet der Schweiz nicht zu verlassen, was einen Eingriff in das Privatleben dar-
stelle. Zudem habe der Status der vorläufigen Aufnahme massgeblich dazu bei-
getragen, dass die Beschwerdeführer nie eine wirtschaftlich gesicherte Position 
erreichen konnten, da der Status der vorläufigen Aufnahme auf Arbeitgeber auf-
grund der aufgenommenen Vorläufigkeit oft abschreckend wirke. Die durch den 
Status F verursachten Nachteile in Bezug auf die wirtschaftliche Integration wür-
den zudem insofern weiterhin nachwirken, als sie aufgrund ihrer Pensionierung 
nun nie mehr die Möglichkeit hätten, die fehlende Integration in den Arbeitsmarkt 
auszugleichen was ihr Privatleben einschränke (vgl. Beschwerde S. 7, 8). 

4.7.2 Es kann den Beschwerdeführern zugestimmt werden, dass sie aufgrund ih-
rer vorläufigen Aufnahme (Status F) in ihrer internationalen Mobilität einge-
schränkt sind (vgl. Verordnung über die Ausstellung von Reisedokumenten für 
ausländische Personen [RDV; SR 143.5] vom 14.11.2012 sowie Verordnung 
über den Vollzug der Weg- und Ausweisung sowie der Landesverweisung von 
ausländischen Personen [VVWAL; SR 142.281] vom 11.5.1999). Allerdings er-
hellt aus den vorinstanzlichen Akten, dass die Beschwerdeführer vielfach um 
Ausstellung eines Rückreisevisums ersuchten, dieses (bei Vorliegen gültiger Pa-
piere) auch immer erhielten und somit auch während der vorläufigen Aufnahme 
regelmässig ins Ausland reisen konnten. Zudem leben gemäss der mittels Replik 
eingereichten Auflistung der Verwandten die erwachsenen Kinder sowie ihre En-

19

kel allesamt in der Schweiz (vgl. Bf-act. 1), weshalb sie nicht mehr gehalten sind, 
die Grenze der Schweiz zu verlassen, um ihr Familienleben zu pflegen. 

Bezüglich der fehlenden Integration auf dem Arbeitsmarkt muss den Beschwer-
deführern angelastet werden, dass sie während ihrer Erwerbstätigkeit in der 
Schweiz gemäss Akten stets nur in einem Teilzeitpensum tätig waren (vgl. E. 
3.3.3 f.). Wären sie bereit gewesen, ihr Arbeitspensum zu erhöhen, wäre eine be-
rufliche Integration leichter gefallen. Stattdessen verharrten sie jedoch während 
mehr als zwanzig Jahren in einem Teilzeitpensum. Hätten sie sich sodann 
während ihres langen Aufenthalts in der Schweiz stärker in sprachlicher Hinsicht 
integriert, hätte sich dies - losgelöst vom ausländerrechtlichen Status - unmittel-
bar auch auf die soziale und berufliche Integration positiv ausgewirkt, so dass 
zweifelsfrei auch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt und damit letztlich auf die 
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung erheblich gestiegen wären (vgl. Bericht 
des Bundesrates "Vorläufige Aufnahme und Schutzbedürftigkeit: Analyse und 
Handlungsoptionen" vom 12.10.2016, S. 31, wonach gut integrierte und erwerbs-
tätige Personen eher eine Aufenthaltsbewilligung erhalten). Die Beschwerdefüh-
rer können aus ihrer Argumentation hinsichtlich der nachteiligen Auswirkungen 
des Status F auf ihre Integration auf dem Arbeitsmarkt folglich nichts zu ihren 
Gunsten ableiten. 

4.8.1 Aufgrund der gemachten Erläuterungen ist a priori höchst fraglich, ob mit 
der Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung für die Beschwerdeführenden über-
haupt konkrete Nachteile verbunden sind, die einen Eingriff in ihr durch Art. 8 
Abs. 1 EMRK geschütztes Privatleben zur Folge haben. Vorliegend muss dies 
jedoch nicht abschliessend geklärt werden. Angesichts der unzureichenden 
sprachlichen, sozialen und wirtschaftlichen Integration (vgl. oben E. 3.1.2, E. 
3.2.3, E. 3.3.5) lässt sich die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung rechtferti-
gen (vgl. oben E. 1.6). 

4.8.2 Gemäss Art. 36 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 bedürfen Einschränkungen von Grund-
rechten einer gesetzlichen Grundlage (Abs. 1), müssen durch ein öffentliches In-
teresse gerechtfertigt (Abs. 2) und verhältnismässig sein (Abs. 3). Der EGMR 
folgt bei der Anwendung von Art. 8 Abs. 2 EMRK denselben Kriterien (vgl. Urteil 
EGMR Aristimuno Mendizabal gegen Frankreich vom 17.1.2006 [Beschw. Nr. 
51431/99] § 73; BGE 147 I 268 E. 5.1). Während das Vorliegen einer gesetzli-
chen Grundlage unstrittig ist, rügen die Beschwerdeführer die Würdigung der 
Verhältnismässigkeitsprüfung und tragen vor, dass die privaten Interessen ge-
genüber den öffentlichen Interessen überwiegen würden (vgl. Beschwerde S. 8 
f.). 

20

4.8.3 Gemäss Bundesgericht besteht das öffentliche Interesse an der vorläufigen 
Aufnahme darin, dass diese Massnahme, grundsätzlich für eine unbestimmte 
Dauer, an die Stelle des Vollzugs einer Wegweisung tritt, wenn sich diese als 
undurchführbar erweist (Urteil BGer 2C_157/2023 vom 23.7.2024 E. 6.1). Die 
vorläufige Aufnahme besteht neben der rechtskräftigen Wegweisung und stellt 
keine Aufenthaltsbewilligung dar, sondern begründet einen provisorischen Sta-
tus, der die Anwesenheit des Ausländers in der Schweiz regelt, solange und so-
weit die Vollziehung der Wegweisung als unmöglich, rechtswidrig oder unzumut-
bar erscheint (BGE 147 I 268 E. 4.2.1, BGE 141 I 49 E. 3.5; BGE 138 I 246 E. 
2.3; BGE 137 II 305 E. 3.1). Sie wird gem. Art. 84 Abs. 1 und 2 AIG aufgehoben 
und die Wegweisung angeordnet, wenn die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt 
sind. Umgekehrt nimmt das öffentliche Interesse an der Aufrechterhaltung der 
vorläufigen Aufnahme ab, je mehr sich abzeichnet, dass die Wegweisung in ab-
sehbarer Zeit nicht angeordnet werden kann (Urteil BGer 2C_157/2023 vom 
23.7.2024 E. 6.1). 

4.8.4 Vorliegend ist unumstritten, dass den Beschwerdeführern eine Wegwei-
sung in ihr Heimatland nicht zugemutet werden kann und dies folglich bei der In-
teressensabwägung zu berücksichtigen ist (vgl. oben E. 4.6.5). Ihr Aufenthalt in 
der Schweiz steht mithin nicht zur Diskussion. Nach dem Gesagten ermöglicht 
sodann ihr aktueller Status die Pflege ihres Familienlebens, da alle engen Fami-
lienmitglieder in der Schweiz leben. Insbesondere steht es ihnen frei, die Ent-
wicklung ihrer Enkelkinder zu verfolgen. Ferner sind die Beschwerdeführer auf-
grund ihrer Pensionierung im Hinblick auf die Suche nach einer Arbeits- oder 
Ausbildungsstelle nicht mehr in gleichem Masse auf den Erhalt einer Aufent-
haltsbewilligung angewiesen wie jüngere Personen. Ausserdem steht den Be-
schwerdeführen auch mit dem aktuellen Status weiterhin die Möglichkeit offen, 
sich um ihre soziale Integration zu bemühen und ihre Sprachkenntnisse zu erwei-
tern. Ein überwiegendes privates Interesse am Erhalt einer Aufenthaltsbewilli-
gung liegt daher nicht vor. Hinsichtlich der Verhältnismässigkeitsprüfung kann auf 
die gemachten Erläuterungen in Bezug auf die sprachliche (vgl. E. 3.1.2), soziale 
(vgl. E. 3.2.1) und berufliche Integration (vgl. E. 3.3.5) vollumfänglich verwiesen 
werden. Es konnte festgestellt werden, dass entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführer ihre Integration in einer Gesamtbetrachtung in Anbetracht ihrer 
langen Anwesenheitsdauer in der Schweiz nicht als hinreichend fortgeschritten 
angesehen werden kann. Daher ist es mit Art. 8 der EMRK vereinbar, wenn die 
Vorinstanz den Beschwerdeführern keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat, 
nachdem ein Eingriff in den Schutzbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK durch die 
Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung aufgrund einer unzureichenden Integra-

21

tion gerechtfertigt werden kann (vgl. oben E. 1.6). Eine Verletzung von Art. 8 
EMRK liegt nicht vor.

5.1 Schliesslich machen die Beschwerdeführer eine Verletzung von Art. 8 Abs. 
1 BV (Grundsatz der Rechtsgleichheit) geltend. Sie rügen eine Ungleichbehand-
lung von vorläufig aufgenommenen Personen (Status F) gegenüber Personen, 
denen gemäss Art. 4 des Asylgesetzes (AsylG; SR 142.31) vom 26. Juni 1998 
vorübergehenden Schutz (Status S) gewährt wurde. Die Ungleichbehandlung 
zeige sich darin, dass Personen mit vorübergehendem Schutz nach fünf Jahren 
Aufenthalt bei fortbestehender Schutzgewährung Anspruch auf Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung hätten. Nach zehn Jahren könne ihnen zudem eine Nie-
derlassungsbewilligung erteilt werden (Art. 74 Abs. 2 und 3 AsylG). Dieser 
Rechtsanspruch gelte hingegen nicht für Personen, die vorläufig aufgenommen 
würden. Dies obwohl die beiden Status im Wesentlichen identisch bzw. ver-
gleichbar seien (vgl. Beschwerde Ziff. 2.3.3 S. 10). 

5.2. Das Bundesgericht hat sich erst kürzlich vertieft mit der Frage einer mögli-
chen Diskriminierung von Inhabern eines F-Ausweises gegenüber Inhabern ei-
nes S-Ausweises auseinandergesetzt (Urteil BGer 2C_611/2023 vom 23.4.2024). 
Es hielt fest, dass Inhaber eines S-Ausweises im Gegensatz zu Inhabern eines 
F-Ausweises zwar nach fünf Jahren einen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilli-
gung erhalten würden. Diese Berechtigung ende jedoch in dem Moment, in dem 
der vorübergehende Schutz durch den Bundesrat aufgehoben werde (vgl. Art. 74 
Abs. 2 AsylG; Der vorübergehende Schutz wird dann vom Bundesrat aufgeho-
ben, wenn sich die Lage im Heimat- oder Herkunftsstaat normalisiert und die be-
troffene Person bei einer Rückkehr nicht mehr einer konkreten Gefährdung aus-
gesetzt ist [vgl. Botschaft vom 4.12.1995 zur Totalrevision des Asylgesetzes so-
wie zur Änderung des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der 
Ausländer, BBI 1996 II 1, S. 7]). Was den Inhaber eines F-Ausweises betreffe, so 
habe er zwar nach fünf Jahren keinen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung, 
aber die Behörden seien dennoch verpflichtet, das Gesuch vertieft zu prüfen, 
wenn er sich seit mehr als fünf Jahren in der Schweiz aufhalte (vgl. Art. 84 Abs. 5 
AIG); diese Bewilligung sei jedoch nicht an die Bedingung geknüpft, dass der all-
gemein gewährte vorübergehende Schutz bestehen bleibe (vgl. Art. 84 Abs. 4 
AIG). Es könne daher nicht behauptet werden, dass der Status der S-Bewilligung 
unter diesem Gesichtspunkt günstiger sei als jener der F-Bewilligung (vgl. E. 
4.5.3).

Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, die eine abweichende Beurteilung der 
genannten bundesgerichtlichen Rechtsprechung rechtfertigen würden. 

22

6. Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, wenn der Regierungsrat fest-
gestellt hat, die Voraussetzungen für eine Umwandlung der vorläufigen Aufnah-
me in eine Aufenthaltsbewilligung seien unter Berücksichtigung der ungenügen-
den sprachlichen, sozialen und wirtschaftlichen Integration der Beschwerdeführer 
nicht erfüllt (vgl. E. 2). Mit seinem Entscheid verletzte der Regierungsrat weder 
Art. 8 EMRK noch Art. 8 Abs. 2 BV (vgl. E. 4.8.4 und 5.2). Die Beschwerde er-
weist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen. 

7.1 Diesem Ausgang entsprechend sind die auf Fr. 1'500.-- festzusetzenden 
Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) den Be-
schwerdeführern unter solidarischer Haftung aufzuerlegen.

7.2 Die Beschwerdeführer haben unentgeltliche Rechtspflege beantragt. 
Gemäss Art. 29 Abs. 3 BV hat die bedürftige Partei in einem für sie nicht aus-
sichtslosen Verfahren Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege (vgl. auch § 75 
VRP). Nachdem die Beschwerdeführer ihre Bedürftigkeit mit den URP-
Unterlagen ausgewiesen haben (vgl. URP und EL-Bezug Urteil BGer 
4A_696/2016 vom 21.4.2017 E. 3.2) und auch nicht von einem geradezu aus-
sichtslosen Verfahren gesprochen werden kann (vgl. BGE 142 III 138 E. 5.1; 
VGE III 2022 192 vom 22.2.2023 E. 4.2.2), ist das Gesuch gutzuheissen.

7.3 Den Beschwerdeführern ist in der Person von Rechtsanwalt C.________ 
ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. 

Das Honorar für den unentgeltlichen Rechtsbeistand wird in Beachtung des kan-
tonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (SRSZ 280.411) festgelegt, welcher im 
Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 
8‘400.-- vorsieht. Zudem sind die in § 2 des Tarifs enthaltenen Kriterien (Wichtig-
keit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, Umfang und Art der Arbeitsleistung sowie 
notwendiger Zeitaufwand) zu beachten. Nach § 6 des Gebührentarifs kann eine 
Partei eine spezifizierte Kostennote über ihre Tätigkeit und ihre Auslagen einrei-
chen. Erscheint sie angemessen, ist sie der Festsetzung der Vergütung zugrun-
de zu legen. Andernfalls wird die Vergütung nach pflichtgemässem Ermessen 
festgesetzt. Sodann beträgt der aktuell vom Verwaltungsgericht akzeptierte ma-
ximale Stundenansatz Fr. 220.-- inkl. MwSt (vgl. VGE III 2015 176 vom 
22.12.2015 E. 4).

Die Beschwerdeführer reichten am 4. Dezember 2024 eine Honorarnote ein. 
Diese weist total 7.2 Aufwandstunden sowie Auslagen von Fr. 46.90 aus. Bei ei-
nem Stundenansatz von Fr. 250.-- und inkl. MwSt. wird ein Honorar von 
Fr. 1'996.50 geltend gemacht.

23

Der geltend gemachte Zeitaufwand und die Auslagen sind nicht zu beanstanden, 
jedoch ist der Stundenansatz auf den vom Verwaltungsgericht akzeptierten zu 
korrigieren, was ein Honorar von Fr. 1'763.-- ergibt.

7.4 Im Rahmen der Gewährung von URP wird von einem Inkasso der Verfah-
renskosten derzeit abgesehen. Die Beschwerdeführer haben diese sowie die 
Fr. 1'763.-- der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung dem Gericht zurückzuer-
statten, wenn sie dazu innert 10 Jahren nach Eintritt der Rechtskraft dieses Ent-
scheides in der Lage sind (§ 75 Abs. 3 VRP).

24

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Den Beschwerdeführern wird für das verwaltungsgerichtliche Verfahren die 
unentgeltliche Rechtpflege gewährt. 

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- werden den Beschwerdeführern in 
solidarischer Haftung auferlegt. Von einem Inkasso wird derzeit abgese-
hen.

4. Den Beschwerdeführern wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung ge-
währt und Rechtsanwalt C.________, als unentgeltlicher Rechtsbeistand 
bestellt. Ihm ist zu Lasten des Verwaltungsgerichts ein Honorar von Fr. 
1'763.-- (inkl. Auslagen und MwSt) zu entrichten.

5. Die Beschwerdeführer haben die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- und 
Fr. 1'763.-- für die unentgeltliche Rechtsverbeiständung dem Gericht 
zurückzuerstatten, wenn sie dazu innert 10 Jahren nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage sind (§ 75 Abs. 3 VRP).

6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das Völker-
recht einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., insbesondere 
Art. 83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, 
SR 173.110).
Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann innert 30 Tagen seit Zustellung Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt 
werden (Art. 113ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Beschwerde sind 
beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

7. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (2/R)
- das Volkswirtschaftsdepartement Kanton Schwyz (EB)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- und das Staatssekretariat für Migration SEM, 3003 Bern (A). 

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Schwyz, 13. Februar 2025

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 6. März 2025