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**Case Identifier:** 98187219-494b-50d1-a18b-3fc03aa07bd6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.04.2024 200 2023 185
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-185_2024-04-04.pdf

## Full Text

200 23 185 MV
WIS/ZID/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. April 2024

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva 
Abteilung Militärversicherung, Service Center, Postfach, 6009 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 17. Februar 2023 (…)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. April 2024, MV/23/185, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
nach abgeschlossener Lehre zum … (Frühling …) in diesem Berufsfeld 
zunächst noch in seinem Lehrbetrieb (bis Februar …) und dann bei der 
D.________ bzw. der Gruppe für … tätig, erlitt am 13. Oktober 1985 im 
Urlaub während der Rekrutenschule (RS) einen …unfall (Akten der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt [Suva], Abteilung Militärversi-
cherung [Militärversicherung bzw. Beschwerdegegnerin; Akten der Militär-
versicherung, act. II] 2 f., 5 f., 34). Dabei zog er sich eine Luxationsfraktur 
des oberen Sprunggelenks (OSG) Typ C mit Durchtrennung der Arteria 
tibialis posterior und des Nervus plantaris lateralis rechts, eine Fersenbein-
Mehrfragmentfraktur rechts sowie eine Fraktur des Pilon tibial mit Ruptur 
der vorderen Syndesmose links zu (act. II 17). In der Folge anerkannte die 
Militärversicherung ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen 
Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder, Integritätsschadenrente [bzw. ent-
sprechender Auskauf], Hilfsmittel; vgl. act. II 41).

B.

Per Ende September 1986 beendete der Versicherte die Tätigkeit als … 
und absolvierte in der Folge eine Lehre zum …; nach einer kurzen Weiter-
beschäftigung im Lehrbetrieb machte er sich auf diesem Gebiet im April … 
selbständig (act. II 40, 53 f., 62 f., 67, 77 f.; vgl. auch Beschwerde, S. 4 
Ziff. 3). Die selbständige Tätigkeit als … führte er über Jahre hinweg aus. 
Nach einer Arthrodese des linken Fusses am 19. Dezember 2017 (Akten 
der Militärversicherung [act. IIA] 47, 49; vgl. auch act. IIA 31) konnte er die-
se Tätigkeit nur noch eingeschränkt ausüben (vgl. act. IIA 55/2, 60 f., 74, 
77, 108/1, 119, 122/2, 136 und Akten der Militärversicherung [act. IIB] 
141/2, 143, 150, 161; vgl. auch act. IIA 80 f., 89, 130 und act. IIB 148, 172); 
die Militärversicherung gewährte Heilbehandlungen und richtete Taggelder 
aus. Aufgrund eines langwierigen medizinischen Verlaufs (vgl. act. IIB 164) 
veranlasste sie eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. April 2024, MV/23/185, Seite 3

Bericht der E.________ vom 27. Juli 2020 [act. IIB 180]). Mit Vorbescheid 
vom 9. Februar 2021 stellte sie dem Versicherten ab 1. März 2021 eine 
Invalidenrente von 16 % (an Stelle des Taggeldes) in Aussicht (act. IIB 
195). Auf Einwand hin (act. IIB 212) verfügte sie am 23. April 2021 wie an-
gekündigt (act. IIB 213). Die dagegen erhobene Einsprache (act. IIB 220) 
wies sie mit Entscheid vom 17. Februar 2023 ab (act. IIB 263).

C.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch B.________, Rechtsanwalt 
C.________, mit Eingabe vom 15. März 2023 Beschwerde erheben. Er 
beantragt, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei ihm eine höhe-
re Invalidenrente zuzusprechen.

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 24. April 
2023 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit der Kostennote reichte der Beschwerdeführer eine Stellungnahme (Ak-
ten des Beschwerdeführers [act. I] 4) ein. Hierzu nahm die Beschwerde-
gegnerin mit Eingabe vom 30. Juni 2023 Stellung.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 17. Februar 
2023 (act. IIB 263). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwer-
deführers auf eine Invalidenrente der Militärversicherung und dabei insbe-
sondere, ob er Anspruch auf eine 16 % übersteigende Rente hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über die 
Militärversicherung (MVG; SR 833.1) haftet die Militärversicherung nach 
den Bestimmungen dieses Gesetzes für alle Schädigungen der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit des Versicherten und für die 
unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen solcher Schädigungen. Gemäss 
Art. 5 Abs. 1 MVG erstreckt sich die Militärversicherung auf jede Gesund-
heitsschädigung, die während des Dienstes in Erscheinung tritt und gemel-
det oder sonst wie festgestellt wird.

2.2 Art. 8 MVG listet die Leistungen auf, welche die Militärversiche-
rung unter den in Art. 16 ff. MVG umschriebenen Voraussetzungen ge-
währt. Darunter fallen nach Art. 8 lit. k MVG Invalidenrenten (Art. 40-42).

2.2.1 Kann von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine nam-
hafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwar-

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tet werden und hinterlässt die Gesundheitsschädigung nach der zumutba-
ren Eingliederung eine voraussichtlich bleibende oder länger dauernde 
Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit (Invalidität, Art. 8 ATSG), so ist an 
Stelle des Taggeldes eine Invalidenrente auszurichten (Art. 40 Abs. 1 
MVG). Bei vollständiger Invalidität entspricht die jährliche Invalidenrente 
80 % des versicherten Jahresverdienstes. Bei teilweiser Invalidität wird die 
Rente entsprechend herabgesetzt (Art. 40 Abs. 2 MVG). Versichert ist der 
Jahresverdienst, der während der Dauer der Invalidität ohne die versicherte 
Gesundheitsschädigung mutmasslich erzielt worden wäre (Art. 40 Abs. 3 
Satz 1 MVG). 

2.2.2 Gemäss Art. 17 der Verordnung vom 10. November 1993 über die 
Militärversicherung (MVV; SR 833.11) gelten für die Ermittlung des mut-
masslich entgehenden Jahresverdienstes für die Bestimmung der Invali-
denrente sinngemäss die Bestimmungen von Art. 16 MVV (versicherter 
Verdienst beim Taggeld). Als versicherter Verdienst gilt die Summe der 
dem Versicherten als Arbeitsentgelt aus Haupt- und Nebenerwerb zukom-
menden Leistungen (Art. 16 Abs. 1 Satz 1 MVV). Bei Unselbständigerwer-
benden gilt als versicherter Verdienst der Lohn vor Abzug der Arbeitneh-
merbeiträge für die Sozialversicherungen (Art. 16 Abs. 2 Satz 1 MVV). Bei 
Selbständigerwerbenden gilt als versicherter Verdienst das betriebliche 
Nettoeinkommen, das sich bei kaufmännischer Buchführung aus der Ge-
schäftsbilanz und in den übrigen Fällen aus dem Roheinkommen abzüglich 
der Gewinnungskosten und gegebenenfalls der Abschreibungen, Verluste 
und Rückstellungen ergibt. Ist das Nettoeinkommen, namentlich in der Auf-
bauphase eines Betriebs, unverhältnismässig gering, gilt als versicherter 
Verdienst der objektive Wert der vom Versicherten für den Betrieb erbrach-
ten Arbeitsleistung (Art. 16 Abs. 3 MVV).

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheent-
scheid vom 17. Februar 2023 (act. IIB 263) in medizinischer Hinsicht im 
Wesentlichen auf die EFL der E.________ vom 27. Juli 2020 (act. IIB 180) 
abgestellt. Diese erfolgte in Kenntnis der in Bezug auf den Motorradunfall 
vom 13. Oktober 1985 aktenmässig gestellten Diagnosen (Luxationsfraktur 
Typ C rechts und Durchtrennung Arteria tibialis posterior und Nervus plan-
teris, mehrfragmentäre Calcaneusfraktur und Fraktur Pilor tibial erstgradig 
offen links) sowie der in diesem Zusammenhang durchgeführten Operatio-
nen (1988 Arthrodese OSG links mit symptomatischer Arthrose des unte-
ren Sprunggelenks [USG] links; 1995 [recte: 1994 bzw. 1995; vgl. act. II 
124, 147] Arthrodese OSG/USG rechts; 2018 [recte: 2017; vgl. act. IIA 47, 
49] korrigierende Arthrodese talocalcanear und talonavicular Fuss links; 
2020 Osteosynthesematerialentfernung [OSME] OSG beidseits) einerseits 
und der geklagten Dauer- und belastungsabhängigen Schmerzen in beiden 
OSG und Füssen andererseits (act. IIB 180/1 f.). Als aktuelle Probleme 
wurden nach wie vor bestehende Schmerzen in beiden Füssen bzw. im 
OSG angeführt. Ausführungen des Beschwerdeführers zufolge habe die 
Metallentfernung im Februar 2020 die Schmerzen nicht verändert. Bei sei-
ner Arbeit als … habe er grosse Mühe und könne diese nur bewältigen, 
weil er selbständig sei und sich die Arbeit einteilen könne. Er müsse prak-
tisch nach jeder Stunde Arbeit eine Stunde Pause machen (act. IIB 180/2). 
Die Experten bezeichneten den aktuellen Zustand als funktionell schlecht, 
wie dies bei beidseitiger Arthrodese der OSG zu erwarten sei. Es sei nicht 
nur eine schwerwiegende Einschränkung der Geh- und Stehfähigkeit zu 
konstatieren, sondern auch die Arthrodesen seien mit nachvollziehbaren 
kumulierenden Schmerzen im Tagesverlauf einhergehend. Der Beschwer-
deführer habe sich bei der EFL-Testung adäquat und leistungsbereit ge-
zeigt; die Einschränkungen hätten hinreichend beobachtet und verifiziert 
werden können. Aufgrund von medizinischen und prognostischen Überle-
gungen sei die längerfristig zumutbare Belastbarkeit gegenüber den Test-

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ergebnissen deutlich reduziert worden. Es stehe ausser Frage, dass die 
ausgeübte Tätigkeit als … eigentlich nicht zumutbar und nur möglich sei, 
weil der Beschwerdeführer sich als Selbständiger die Arbeitszeit frei eintei-
len könne. Unter diesen Voraussetzungen stelle ein Pensum von 50 % das 
erreichbare Maximum in dieser Tätigkeit dar. Hingegen könnte in einer an-
deren beruflichen Tätigkeit unter Berücksichtigung der Einschränkungen 
(leichte Tätigkeit, wechselbelastend, vorwiegend sitzend, keine Einnahme 
von Zwangshaltungen der OSG, kein wiederholtes Treppensteigen, kein 
Leiternsteigen) eine ganztägige Arbeitsfähigkeit realisiert werden. Bei der 
Schwere der Verletzungen und der zu erwartenden mittelfristigen Probleme 
sei nicht nachvollziehbar, dass die Invalidenversicherung (IV) eine Ausbil-
dung zum … empfohlen habe (act. IIB 180/2 f.).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Die EFL der E.________ vom 27. Juli 2020 (act. IIB 180) erfüllt diese An-
forderungen der Rechtsprechung an Expertisen und erbringt damit vollen 
Beweis. Das wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht in Abrede ge-
stellt. Damit ist erstellt, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten 
Tätigkeit voll arbeits- und leistungsfähig ist. Gestützt darauf ist nachfolgend 
die Invaliditätsbemessung vorzunehmen.

3.3 Die Militärversicherung stellt für die Invaliditätsbemessung auf 
Art. 16 ATSG ab (vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, 
Art. 16 N. 167; FRÉSARD/MOSER-SZELESS, in ULRICH MEYER [Hrsg.], 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Si-
cherheit, 3. Aufl. 2016, S. 1164 N. 1001; JÜRG MAESCHI, Kommentar zum 

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Bundesgesetz über die Militärversicherung [MVG], 2000, Art. 40 N. 33 ff.). 
Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.

3.4 Der versicherte Jahresverdienst, der während der Dauer der Invali-
dität ohne die versicherte Gesundheitsschädigung mutmasslich erzielt wor-
den wäre (vgl. Art. 40 Abs. 3 MVG bzw. E. 2.2.1 hiervor), deckt sich mit 
jenem des Valideneinkommens wie er auch in anderen Sozialversiche-
rungszweigen Anwendung findet (vgl. FRÉSARD/MOSER-SZELESS, a.a.O., 
S. 1164 N. 1001 f.; FRANZ SCHLAURI, in ULRICH MEYER [Hrsg.], Schweizeri-
sches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 
2. Aufl. 2007, S. 1110 f. N. 138 f.; MAESCHI, a.a.O., Art. 40 N. 45 ff.). Für 
die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicher-
te Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsäch-
lich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls 
der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Ver-
dienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 4.1 S. 325; 
SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Es ist grundsätzlich darauf abzustellen, 
was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und per-
sönlichen Umstände als Gesunde tatsächlich verdienen würde, nicht was 
sie als voll Erwerbstätige bestenfalls verdienen könnte (vgl. hierzu BGE 
142 V 290 E. 5 S. 294; Entscheide des BGer vom 11. Juni 2008, 
8C_740/2007, E. 4.3, sowie des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG; heute BGer] vom 9. September 2003, M 2/02, E. 3.4). Das Validen-
einkommen von selbständig Erwerbenden kann grundsätzlich auf der Basis 
der Einträge im individuellen Konto (IK) bestimmt werden. Weist das bis 
Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurz-
fristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist auf den während 
einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen 
(vgl. SVR 2020 IV Nr. 38 S. 135 E. 6.2; 2017 IV Nr. 6 S. 17 E. 4.6.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. April 2024, MV/23/185, Seite 9

3.4.1 Der Beschwerdeführer war langjährig als selbständiger … tätig. Das 
entsprechend in den Jahresrechnungen 2015 bis 2017 ausgewiesene Ein-
kommen hat die Beschwerdegegnerin als Valideneinkommen herangezo-
gen. Der Beschwerdeführer rügt diese Festsetzung des Valideneinkom-
mens und macht geltend, dass er als Gesunder nach wie vor als … tätig 
wäre. Er habe seinen ursprünglichen Beruf als … gesundheitsbedingt auf-
gegeben. Zwar habe er diese Tätigkeit nach dem Unfall im Jahr … noch 
während rund eines Jahres weitergeführt, doch habe er dabei erkannt, 
dass die vorwiegend sitzende Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen mit-
tel- bis langfristig nicht mehr möglich sein werde. Insbesondere habe er 
starke und langanhaltende (Anlauf-)Schmerzen beim Aufstehen bzw. Ge-
hen nach dem Sitzen verspürt und festgestellt, dass er zeitlich und von der 
Arbeitseinteilung her flexibel auf seine erheblichen Beeinträchtigungen re-
agieren können müsse, was in einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nicht 
möglich gewesen sei. Nach einer (infolge Vorkenntnissen aus seiner Tätig-
keit im …) verkürzten Lehre zum … (Oktober … bis Frühling …) und einer 
Weiterbeschäftigung im Lehrbetrieb (bis Frühling …) habe er sich im April 
… als … selbständig gemacht. Diese selbständige Erwerbstätigkeit habe 
es ihm über die Jahre ermöglicht, auf seine Beschwerden zu reagieren und 
seine Aufträge entsprechend anzupassen (Beschwerde, S. 4 Ziff. 3).

3.4.2 Die erstmals beschwerdeweise vorgebrachte Begründung des Be-
rufswechsels findet in den (echtzeitlichen) Akten keine Stütze. Insbesonde-
re finden sich in den Akten keine Hinweise dafür, dass die Tätigkeit als … 
nicht mehr zumutbar gewesen ist. Soweit der Beschwerdeführer in diesem 
Zusammenhang geltend macht, die vorwiegend sitzende Tätigkeit habe 
starke und langanhaltende (Anlauf-)Schmerzen beim Aufstehen bzw. Ge-
hen nach dem Sitzen zur Folge gehabt (Beschwerde, S. 4 Ziff. 3), ist zu 
beachten, dass echtzeitlich im Wesentlichen die "Gehfähigkeit" als invalidi-
sierend befunden wurde (so im Bericht von Dr. med. F.________, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
vom 14. Mai 1986; act. II 30). Auch aktuell befinden die mit der EFL betrau-
ten Experten nach wie vor die "Geh- und Stehfähigkeit" als schwerwiegend 
eingeschränkt (act. IIB 180/2 unten) und empfehlen deshalb eine vorwie-
gend sitzende (leichte und wechselbelastende) Tätigkeit (ohne Einnahme 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. April 2024, MV/23/185, Seite 10

von Zwangshaltungen der oberen Sprunggelenke, ohne wiederholtes Trep-
pensteigen und ohne Leiternsteigen; act. IIB 180/3). 

Hingegen finden sich in den Akten Hinweise dafür, dass die Tätigkeit als … 
bereits im Zeitpunkt des Berufswechsels keine optimal angepasste Tätig-
keit gewesen ist, wovon denn auch der Beschwerdeführer auszugehen 
scheint ("Auch wenn es vermutlich idealere Berufe gegeben hätte […]"; 
Beschwerde, S. 4 Ziff. 3 i.f.). Dr. med. F.________ berichtete am 18. No-
vember 1986, der Beschwerdeführer arbeite als … voll, klage aber über 
Anlaufschmerzen und vor allem abends über Schmerzen sowie Gehpro-
bleme; es scheine, dass sich durch eine sehr positive geistige Einstellung 
eine stetige Besserung einstelle (act. II 54). Auffallend ist, dass selbst nach 
erfolgtem Berufswechsel im Wesentlichen noch immer dieselben Be-
schwerden geklagt wurden. Insofern stellt sich die Frage, ob sich durch den 
Berufswechsel überhaupt eine Verbesserung der Situation eingestellt hat. 
Entsprechende Zweifel ergeben sich denn auch aus den weiteren Berich-
ten des Dr. med. F.________. So stellte er am 24. November 1987 unter 
Hinweis darauf, dass der Beschwerdeführer zurzeit nur aufgrund seines 
ausgeprägten Willens als … noch voll arbeite, eine ungünstige Prognose 
(act. II 58; vgl. auch act. II 69), und er wies am 29. September bzw. 28. De-
zember 1993 auf (zunehmende) Schmerzen beim Stehen, Gehen und Ab-
rollen hin (act. II 109, 112). Auch in den Beurteilungen des Integritätsscha-
dens wurde immer wieder auf Belastungs- und Anlaufschmerzen hingewie-
sen (act. II 164/1 unten). Schliesslich wurde im Bericht der Klinik 
E.________ vom 27. Juli 2020 ausgeführt, die Gründe für ein Anraten der 
IV zur Ausbildung als … kurz nach dem Unfall könnten aufgrund der 
Schwere der Verletzungen und der zu erwartenden mittelfristigen Probleme 
nicht nachvollzogen werden (act. IIB 180/3 oben). Diese Tätigkeit sei dem 
Beschwerdeführer nur deshalb möglich gewesen, weil er als Selbständi-
gerwerbender die Arbeitszeit frei habe einteilen und so auf seine Beein-
trächtigungen habe reagieren können (act. IIB 180/2 unten). Nur dank der 
flexiblen Zeiteinteilung habe der Beschwerdeführer die "eigentlich nicht 
zumutbar[e]" (act. II 180/2 unten) Tätigkeit als … einigermassen ausüben 
können. Soweit sich der Beschwerdeführer zur Begründung seines Berufs-
wechsels nun auf die zeitliche Flexibilität als Selbständigerwerbender beruft 
(vgl. Beschwerde, S. 4 Ziff. 3), lässt er gänzlich ausser Acht – und das ist 

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von entscheidender Bedeutung –, dass er in einer optimal angepassten 
Tätigkeit ohnehin eine ganztägige Arbeitsfähigkeit realisieren könnte (vgl. 
act. IIB 180/3 oben). Hinzu kommt, dass die Behandlung der Unfallfolgen 
zum Zeitpunkt des Berufswechsels noch gar nicht abgeschlossen war, führ-
te doch Prof. Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie, am 29. August 
… – und damit während laufender Kündigungsfrist – eine Nervenrekon-
struktion durch (act. II 48 f., 52). Dadurch hat sich nach Meinung des Ope-
rateurs die Situation gegenüber vorher deutlich verbessert (Bericht vom 
21. Oktober 1987; act. II 57), was in der Folge dann allerdings etwas relati-
viert wurde. So ging Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie, dahin-
gehend davon aus, dass weiterhin eine schwere Sensibilitätsstörung an der 
rechten Fusssohle bestehe, woran sich der Beschwerdeführer aber eini-
germassen gewöhnt habe (Bericht vom 1. August 1989; act. II 73). In all-
gemeiner Weise hielt Dr. med. F.________ am 19. Januar 1990 fest, es 
verbleibe trotz voller Arbeitsfähigkeit eine wesentliche Teilinvalidität 
(act. II 85).

Aktenmässig erwähnt wird der Berufswechsel erstmals im Bericht des Prof. 
Dr. med. G.________ vom 2. Juli 1986. Ihm gegenüber führte der Be-
schwerdeführer damals aus, im Oktober 1986 seine Tätigkeit als … zu be-
enden, um eine Lehre zum … zu machen. Als Beweggrund gab er an, dass 
er beim … von … wenigstens das Ergebnis seiner Arbeit sehe, was bei der 
Arbeit mit … und … nicht der Fall gewesen sei und er nicht einmal gewusst 
habe, ob er gut oder schlecht gearbeitet habe (act. II 40). Diese Äusserung 
lässt auf nichts anderes als einen persönlich motivierten Berufswechsel 
schliessen. Eine solche spontane "Aussage der ersten Stunde" erweist sich 
nach der im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweismaxime grundsätz-
lich als unbefangener und zuverlässiger als spätere Darstellungen, die be-
wusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs-
rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 143 V 168 
E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47). 

Nach dem Dargelegten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass der Berufswechsel nicht gesundheitsbedingt erfolgt ist. 
Viel wahrscheinlicher ist, dass der Beschwerdeführer auch ohne gesund-
heitliche Beeinträchtigungen selbständiger … wäre.

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4.

4.1 Folglich hat die Beschwerdegegnerin in Bezug auf das Validenein-
kommen zu Recht auf die vorliegenden Jahresrechnungen der Jahre 2015 
(Oktober 2014 bis September 2015; act. IIA 114 = act. IIB 179/7 ff.) und 
2017 (Oktober 2016 bis September 2017; act. IIA 40 = act. IIB 179/2 ff.) 
abgestellt. Die Jahresrechnung 2016 (Oktober 2015 bis September 2016) 
ist in den Akten nicht enthalten, jedoch ergeben sich die entsprechenden 
Zahlen aus dem Vorjahresvergleich der Jahresrechnung 2017. Der von der 
Beschwerdegegnerin ermittelte Durchschnitt dieser Jahresrechnungen (Ok-
tober 2014 bis September 2015: Fr. 69'718.--; Oktober 2015 bis September 
2016: Fr. 64'809.--; Oktober 2016 bis September 2017: Fr. 67'338.--; 
Durchschnitt: Fr. 67'288.--; vgl. act. IIB 187/3) bewegt sich in etwa in der 
gleichen Grössenordnung wie die im IK ausgewiesenen Einkommen (2014 
[3 Monate]/2015 [9 Monate]: Fr. 66'675.--; 2015 [3 Monate]/2016 [9 Mona-
te]: Fr. 68'300.--; 2016 [3 Monate]/2017 [9 Monate]: Fr. 68'850.--; Durch-
schnitt: Fr. 67'942.--; vgl. act. IIA 107/3 und IIB 177/3). Die minime Diffe-
renz rührt wohl von daher, dass Grundlage für die Jahresrechnung das 
Geschäftsjahr von Oktober bis September (des Folgejahres) und für das IK 
das Kalenderjahr von Januar bis Dezember ist, womit die aus dem IK ermit-
telten Einkommenszahlen durch Mitberücksichtigung vorangehender und 
nachfolgender Monate ein leicht verzerrtes Bild abgeben. Folglich erweisen 
sich vorliegend die in den Jahresrechnungen ausgewiesenen Zahlen als 
zuverlässiger, zumal im IK-Auszug für Dezember 2017 zusätzlich Leistun-
gen der Militärversicherung im Betrag von Fr. 2'362.-- ausgewiesen sind 
(act. IIB 177/3). Soweit der Beschwerdeführer im Einspracheverfahren und 
indirekt im Beschwerdeverfahren (vgl. act. I 4) geltend macht, er habe we-
gen seiner gesundheitlichen Probleme Aufträge an Dritte vergeben müs-
sen, was sein Einkommen der Jahre 2015 bis 2017 geschmälert habe, ist 
entscheidend, dass in den Akten auch für die früheren Jahre keine höheren 
Einkommen ausgewiesen sind (vgl. act. IIA 107). Zudem wurden ab Auf-
nahme der selbständigen Tätigkeit im April 1990 und damit während Jahr-
zehnten (abgesehen von vereinzelten Operationen) weder Arbeitsunfähig-
keiten attestiert noch finden sich irgendwelche Anhaltspunkte für Arbeitsun-
fähigkeiten, welche die geltend gemachten, angeblich schon damals be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. April 2024, MV/23/185, Seite 13

standenen Einschränkungen (vgl. act. I 4 unten) belegen und zu einer all-
fälligen Rente bereits für diese Zeit berechtigt hätten.

Unter Berücksichtigung des Rentenbeginnes im März 2021 sind die Ein-
kommenszahlen der Jahre 2015 bis 2017 entsprechend den zur Zeit des 
Einspracheentscheids neusten statistischen Daten (vgl. BGE 143 V 295 
E. 2.3 S. 297 und Entscheid des BGer vom 14. November 2023, 
8C_235/2023) wie folgt auf das Jahr 2021 zu indexieren (Tabelle T1.1.15, 
Nominallohnindex, Männer, Ziff. 45-47):

• 2015: Fr. 69'717.98 / 100.0 (2015) x 101.9 (2021) = Fr. 71'042.60
• 2016: Fr. 64'808.85 / 100.7 (2016) x 101.9 (2021) = Fr. 65'581.15
• 2017: Fr. 67'337.80 / 101.2 (2017) x 101.9 (2021) = Fr. 67'803.55

Das durchschnittliche aufindexierte Jahreseinkommen resp. das Validen-
einkommen beläuft sich somit auf Fr. 68'142.45 ([Fr. 71'042.60 + 
Fr. 65'581.15 + Fr. 67'803.55] / 3).

4.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens (vgl. hierzu SCHLAU-
RI, a.a.O., S. 1113 N. 142; MAESCHI, a.a.O., Art. 40 N. 37 ff.) ist primär von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Übt die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – ku-
mulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzu-
nehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 
Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar-
beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich 
der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 143 V 295 E. 2.2 
S. 296; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). Hat die versicherte Person 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an 
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der 
Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik 
(BFS) herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 
herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 
S. 88 E. 5.1.3). Dem Invalideneinkommen muss eine zumutbare Tätigkeit 
zugrunde liegen. Dies bedeutet, dass der Versicherte keinen Rentenan-

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spruch hat, soweit er die verbleibende Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit nicht 
in zumutbarer Weise voll ausnützt (MAESCHI, a.a.O., Art. 40 N. 37 ff.).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 
174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der 
Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 
Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 
S. 20). 

4.2.1 Die Beschwerdegegnerin ist zu Recht davon ausgegangen, dass 
dem Beschwerdeführer die Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit zu 
Gunsten der Aufnahme einer angepassten vollzeitlichen Tätigkeit zumutbar 
ist. Die bisherige Tätigkeit als … erweist sich als nicht bzw. nur einge-
schränkt zumutbar (act. II 180/2 unten). Da der Beschwerdeführer hierbei 
das medizinische Zumutbarkeitsprofil mit dem maximal zumutbaren Pen-
sum von 50 % nicht voll ausschöpft, ist das Invalideneinkommen ausge-
hend von Tabellenlöhnen zu bestimmen. Dem Beschwerdeführer stehen 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt leichte Tätigkeiten in allen Branchen 
offen. Es ist deshalb bei der Bestimmung des tabellarischen Referenzloh-
nes praxisgemäss vom Durchschnittslohn im gesamten privaten Sektor 
gemäss den zur Zeit des Einspracheentscheids abrufbaren (vgl. BGE 143 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. April 2024, MV/23/185, Seite 15

V 295 E. 2.3 S. 297 und BGer 8C_235/2023) LSE 2020, 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, Kompetenzniveau 1, Männer, Total, 
von Fr. 5'261.-- auszugehen. Aufindexiert auf das Jahr 2021 (vgl. bereits 
E. 4.1 hiervor) und angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit resultiert 
ein hypothetisches Jahresgehalt von Fr. 65'354.40 (Fr. 5'261.-- x 12 / 
100.0 x 99.3 [Tabelle T1.1.20, Nominallohnindex, Männer, Total] / 40 x 41.7 
[betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total]).

4.2.2 Die Beschwerdegegnerin hat einen Abzug von 15 % berücksichtigt. 
Dieser Abzug ist nicht zu beanstanden und ist denn auch grundsätzlich wie 
masslich unbestritten. Unter Berücksichtigung des leidensbedingten Ab-
zugs von 15 % ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 55'551.25 
(Fr. 65'354.40 x 0.85).

4.3 Bei Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (vgl. 
E. 4.1 und 4.2.2 hiervor) resultiert per März 2021 ein Invaliditätsgrad von 
gerundet 18 % ([Fr. 68'142.45 ./. Fr. 55'551.25] x 100 / Fr. 68'142.45; vgl. 
zur Rundung BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 
S. 198 E. 7.1). Die Differenz zu dem von der Beschwerdegegnerin ermittel-
ten Invaliditätsgrad von 16 % ist damit zu erklären, dass diese auf die im 
Jahr 2020 vorgelegenen statistischen Zahlen abgestellt (act. IIB 187/3) und 
alsdann (namentlich im Einspracheentscheid vom 17. Februar 2023 [act. 
IIB 263]) keine Anpassung an die aktuellsten Zahlen vorgenommen hat 
(vgl. BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297 und BGer 8C_235/2023).

5.

Nach dem Dargelegten hat der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine 
Invalidenrente von 18 % ab 1. März 2021. Insoweit ist der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 17. Februar 2023 (act. IIB 263) ausgehend vom 
Rechtsbegehren, wonach eine höhere Invalidenrente zuzusprechen sei, in 
teilweiser Gutheissung der Beschwerde abzuändern. Im Übrigen ist die 
Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. April 2024, MV/23/185, Seite 16

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 MVG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

6.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1). 
Ist das Quantitative einer Leistung streitig, rechtfertigt eine "Überklagung" 
eine Reduktion der Parteientschädigung nur, wenn das Rechtsbegehren 
den Prozessaufwand beeinflusst hat. Bei Streitigkeiten um die Höhe einer 
Invalidenrente darf die Parteientschädigung daher nicht allein deswegen 
reduziert werden, weil der Beschwerde führenden Person nicht die bean-
tragte ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente zuge-
sprochen wird (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407; SVR 2016 IV Nr. 12 S. 38 
E. 5). Indessen kommt die Zusprechung einer vollen Parteientschädigung 
bei teilweisem Obsiegen nur in Frage, wenn die Beschwerde führende Per-
son im Grundsatz obsiegt und lediglich im Masslichen (teilweise) unterliegt 
(SVR 2016 IV Nr. 12 S. 38 E. 5; Entscheid des BGer vom 16. November 
2010, 9C_580/2010, E. 4.1).

Der Beschwerdeführer beantragte die Zusprechung einer 16 % (vgl. act. IIB 
263 i.V.m. act. IIB 213) übersteigenden Rente (Beschwerde, S. 2 Rechts-
begehren Ziff. 2). Es versteht sich von selbst, dass er mit diesem nicht be-
zifferten Rechtsbegehren auf eine noch höhere Invalidenrente als die mit 
diesem Urteil zuzusprechende von 18 % (vgl. E. 4.3 hiervor) gezielt hat, 
weshalb er als weitgehend unterliegend zu betrachten ist (vgl. E. 5 hiervor; 
insoweit handelt es sich um eine andere Konstellation als im Entscheid des 
BGer vom 23. Januar 2023, 8C_628/2021). Die Zusprechung einer vollen 
Parteientschädigung kommt bei teilweisem Obsiegen nur in Frage, wenn 
der Beschwerdeführer im Grundsatz obsiegt und lediglich im Masslichen 
(teilweise) unterliegt. Da bereits im angefochtenen Einspracheentscheid 
eine Invalidenrente zugesprochen wurde und der Beschwerdeführer nun-
mehr lediglich eine 2 % höhere Rente erhält, obsiegt er nicht im Grundsatz 
und darf die Parteientschädigung erheblich reduziert werden (vgl. etwa 
Entscheid des BGer vom 6. Dezember 2018, 9C_254/2018, E. 3.3). Das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. April 2024, MV/23/185, Seite 17

Obsiegen ist vorliegend derart marginal, dass sich keine Parteientschädi-
gung rechtfertigt.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid der Suva, Abteilung Militärversicherung, vom 
17. Februar 2023 insofern abgeändert, als der Beschwerdeführer einen 
Anspruch auf eine Invalidenrente von 18 % hat. Im Übrigen wird die 
Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________, Rechtsanwalt C.________, z.H. des Beschwerdeführers
- Suva, Abteilung Militärversicherung  
- Bundesamt für Gesundheit, Aufsicht Militärversicherung

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.