# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ca3630a-6a98-55bc-b0cc-567ed37507aa
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-06
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 06.07.2023 F 2023 26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2023-26_2023-07-06.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz 
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 6. Juli 2023

in Sachen

A.________, 
zzt. Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug
Beschwerdeführer

gegen

B.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Nervenkrank-
heiten (Neurologie), 

Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug
Verfahrensbeteiligte

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2023 26

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Urteil F 2023 26

A. Der 1964 geborene A.________ wurde am 27. Juni 2023 durch B.________, in 
C.________, mittels ärztlicher fürsorgerischer Unterbringung in der Triaplus AG Klinik Zu-
gersee (fortan: Klinik) untergebracht. Die einweisende Fachärztin stellte einen angetriebe-
nen, floride psychotischen Zustand fest. Der Patient sei bedrohlich, zerfahren und in-
kohärent. Er glaube, seine Familie wolle ihn im Zusammenhang mit dem anstehenden 
Verkauf einer Eigentumswohnung töten. 

B. Gegen die Unterbringung führte A.________ mit Schreiben datiert vom 27. Juni 
2023 (Eingang auf der Gerichtskanzlei am 30. Juni 2023) Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht. Dieses zog die Akten der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde bei. 

C. Am 6. Juli 2023 wurde der Beschwerdeführer von der fürsorgerechtlichen Kammer 
des Verwaltungsgerichts in den Räumlichkeiten der Klinik angehört. An der Verhandlung 
nahmen seitens der Klinik die fallführende Assistenzärztin Dr. med. D.________, Fachärz-
tin für Nervenkrankheiten (Neurologie), sowie Oberarzt Dr. med. E.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, teil. Als gerichtlicher Gutachter wirkte Dr. med. 
F.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, mit, der sein Gutachten 
im Anschluss an die Anhörung mündlich erstattete. Die Verhandlung wurde anschliessend 
zur Beratung unterbrochen und der Urteilsspruch danach mündlich eröffnet und kurz be-
gründet. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Ge-
richt anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und Abs. 2 ZGB). Zuständiges Gericht für die Beurtei-
lung von Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss § 58 Abs. 1 lit. b des 
Gesetzes betreffend die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches für den Kan-
ton Zug (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Der Beschwerdeführer ist in 
C.________ von einer dort praktizierenden Fachärztin für (u.a.) Psychiatrie und Psycho-
therapie mit kantonaler Berufsausübungsbewilligung eingewiesen worden, so dass die Un-
terbringungsverfügung formgültig ist und die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Ver-
waltungsgerichts des Kantons Zug gegeben (BGE 146 III 377). Auf die im Übrigen den mi-

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nimalen formellen Anforderungen genügende Beschwerde (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 450e Abs. 1 ZGB) ist einzutreten und sie ist materiell zu prüfen. 

2.
2.1 Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB). Die Belastung und der Schutz von Angehörigen und Dritten sind mit zu 
berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB; Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar Zivilge-
setzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 426 N 8 ff., 41 ff.), wobei eine Fremdgefährlichkeit allein für 
eine Unterbringung nicht ausreicht (BGE 145 III 441 E. 8.4). Die betroffene Person wird 
entlassen, sobald die Voraussetzungen für ihre Unterbringung nicht mehr erfüllt sind. Die 
Entlassungskompetenz liegt bei der Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429 Abs. 3 ZGB). 
Die ärztliche Unterbringung fällt spätestens nach sechs Wochen dahin, sofern nicht ein 
vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde vorliegt (Art. 429 
Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 und 53 Abs. 1 EG ZGB). Hat die betroffene Person gegen 
eine fürsorgerische Unterbringung Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz in der Regel als Kollegium an (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB) und ent-
scheidet innert fünf Arbeitstagen seit Eingang der Beschwerde (Art. 450e Abs. 5 ZGB). Bei 
psychischen Störungen muss gestützt auf das Gutachten einer sachverständigen Person 
entschieden werden (Art. 450e Abs. 3 ZGB). 

2.2 Bei der fürsorgerischen Unterbringung handelt es sich um einen schweren Eingriff 
in die persönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) der betroffenen Person, auch wenn ihre 
Dauer bei ärztlicher Anordnung befristet ist (BGE 148 III 1 E. 2.3.3; 143 III 189 E. 3.2 i.f.). 
Konkret wird die Bewegungsfreiheit der untergebrachten Person (als Teilgehalt des 
Grundrechts der persönlichen Freiheit) beschränkt, wenn diese gezwungen wird, gegen ih-
ren Willen in einer psychiatrischen Klinik zu verbleiben. Die Vor- und Nachteile, welche die 
Unterbringung der betroffenen Person bringt, sind einander im Sinne einer umfassenden 
Interessen- und Güterabwägung gegenüberzustellen. Es ist dabei jeweils im Einzelfall 
auszuloten, wo die Grenze zwischen Selbstbestimmung und staatlicher Fürsorge verläuft. 
Dabei ist zu berücksichtigen, dass Achtung und Schutz der Menschenwürde (Art. 7 BV; 
vgl. grundlegend zur Menschenwürde als Leitsatz jeglicher staatlichen Tätigkeit sowie als 
innerster Kern und Grundlage der Freiheitsrechte BGE 127 I 6 E. 5b mit Hinweisen; aus-
serdem BGE 143 IV 77 E. 4.1) es dem Gemeinwesen im Sinne einer minimalen Sorgfalts-
pflicht gebieten können, einer erkrankten Person die notwendige Pflege und Behandlung 

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zukommen zu lassen, dank der sie überhaupt (wieder) befähigt wird, ihre Persönlichkeit zu 
entfalten und ihre persönliche Freiheit auszuüben (vgl. zum Ganzen BGE 130 I 16 E. 5 
sowie [ausführlicher] BGE 127 I 6 E. 5). 

2.3 Das Gesetz nennt als Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung das 
Vorliegen eines Schwächezustandes, der eine Behandlung oder Betreuung notwendig 
macht, die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit erbracht werden kann (vgl. auch 
Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 ZGB N 8). Zu ermitteln ist auf tatsächlicher Ebene 
zunächst, ob ein solcher Zustand vorliegt und ob bzw. inwiefern deshalb ein Fürsorgebe-
darf besteht. Anknüpfend am soeben Gesagten geht es darum zu ermitteln, ob die Fähig-
keit einer Person zu eigenbestimmtem Handeln eingeschränkt ist und sie Unterstützung 
benötigt, um diese Fähigkeit – soweit möglich – wiederzuerlangen (etwa: Geiser/Etzens-
berger, a.a.O., vor Art. 426–439 ZGB N 14). Ob ein Fürsorgebedarf vorliegt, ist aufgrund 
der konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von 
Dritten, die besteht, wenn die Behandlung der psychischen Störung bzw. die Betreuung 
unterbleibt, zu beurteilen. Anhand dieser tatsächlichen Angaben ist in rechtlicher Hinsicht 
zu beurteilen, ob, und wenn ja, warum, eine Behandlung bzw. eine Betreuung "nötig" ist 
(vgl. BGer 5A_254/2013 vom 17. April 2013 E. 2.2). 

Dabei ist auch die Verhältnismässigkeit zu prüfen. Die fürsorgerische Unterbringung muss 
erforderlich, geeignet und verhältnismässig im engeren Sinne sein. Im Auge zu behalten 
ist bei der Überprüfung der Geeignetheit der Massnahme das Ziel der fürsorgerischen Un-
terbringung. Dieses besteht darin, die betroffene Person in die Selbständigkeit zu führen, 
ihre Eigenverantwortung zu stärken und ihr ein menschenwürdiges Dasein zu ermögli-
chen. Lassen sich eine Störung oder ihre Auswirkungen beseitigen oder mindestens ab-
schwächen, ist während der fürsorgerischen Unterbringung alles Nötige vorzukehren, da-
mit die betroffene Person wieder aus der Einrichtung entlassen werden und ihr Leben 
nach ihren eigenen Vorstellungen, Neigungen und Fähigkeiten selber gestalten und orga-
nisieren kann. Jedenfalls muss die Unterbringung die Lebensqualität der betroffenen Per-
son verbessern (vgl. etwa BGer 5A_567/2020 vom 18. September 2020 E. 2.3; Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426–439 ZGB N 14). Die freiheitsbeschränkende Unter-
bringung ist weiter nur gesetzeskonform, wenn der angestrebte Zweck nicht mit einer mil-
deren Massnahme erreicht werden kann. 

3. Zunächst ist zu prüfen, ob beim Beschwerdeführer eine Erkrankung im Sinne von 
Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 

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3.1 Beim Beschwerdeführer liegt nach übereinstimmender Auffassung der Klinikärzte 
sowie des Gerichtsgutachters eine Schizophrenie vor. Diese Diagnose ist gemäss den Ak-
ten offenbar seit rund 20 Jahren bekannt, wobei bisher offenbar das familiäre Umfeld, und 
insbesondere die Ehefrau, stark stabilisierend gewirkt haben. Hierauf weist auch der 
Sachverständige hin. Weiter besteht Einigkeit unter den Ärzten darüber, dass beim Be-
schwerdeführer ein polymorbides Geschehen vorliegt. Sicher bestünden kognitive Defizite, 
die weiter abklärungsbedürftig seien, wobei geplant sei, die nötigen weiteren Abklärungen 
im stationären Rahmen vorzunehmen, in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital 
G.________. Die Klinikvertreter weisen insbesondere darauf hin, dass in der Vergangen-
heit ein Hirntumor bestanden habe, dessen Dignität (Klassifizierung) unklar geblieben sei. 
Allenfalls liege (auch) ein organisches Problem vor. Jedenfalls habe der Beschwerdeführer 
seit dem letzten Klinikaufenthalt vor einigen Monaten kognitiv sehr stark abgebaut und 
präsentiere sich nun viel weniger adäquat im Auftreten. Auch auf die Medikation spreche 
er aktuell nicht mehr so gut an wie zuvor. Der gerichtliche Gutachter hebt zudem Schwie-
rigkeiten in der Impulskontrolle hervor. Die Klinikeinweisung erfolgte am Morgen des 
27. Juni 2023, nachdem der Beschwerdeführer eine Nacht unterwegs gewesen war und in 
die eheliche Wohnung zurückkehrte, wo es zum Konflikt mit der Ehefrau sowie dem ge-
meinsamen (erwachsenen) Sohn kam. Im Zusammenhang damit wurde durch die Polizei 
denn auch verfügt, dass der Beschwerdeführer die eheliche Wohnung vorerst bis zum 
7. Juli 2023 nicht mehr betreten dürfe und seine Wohnungsschlüssel abgeben müsse (vgl. 
Art. 28b ZGB sowie § 18 des Polizeigesetzes des Kantons Zug [BGS 512.1, PolG]); die 
Ehefrau hat weiter dem Kantonsgericht Eheschutzmassnahmen beantragt.  

3.2 Selber erklärte der Beschwerdeführer zwar gegenüber dem gerichtlichen Gutach-
ter noch, an einer Schizophrenie zu leiden; gemäss dem Gutachter handle es sich aber 
nicht um eine verinnerlichte Erkenntnis. In der gerichtlichen Anhörung führte der Be-
schwerdeführer seine aktuelle kognitive Beeinträchtigung auf eine Mischung aus Übermü-
dung und Stress (verursacht durch das laufende Scheidungsverfahren sowie ein Verfah-
ren der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zur Errichtung einer Beistandschaft) 
zurück. Ausserdem gab er an, an einer Epilepsie zu leiden. Deshalb wolle er das Präparat 
Aripiprazol (ein Neuroleptikum zur Behandlung der Schizophrenie) nicht einnehmen, das 
ihm die Ehefrau jeweils verabreiche, sei dieses doch für ihn tödlich (Anm.: solches konn-
ten die anwesenden Ärzte in der Anhörung nicht bestätigen; auch eine Konsultation des 
Compendium förderte lediglich eine relative Kontraindikation bei Krampfanfällen zutage). 
Aktuell benötige er keine Behandlung, sondern vielmehr einen Wechsel auf die offen ge-

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führte Seite der Station, damit er sich drängenden Geschäften widmen könne, insbeson-
dere im Zusammenhang mit einer zu verkaufenden Liegenschaft sowie mit der Woh-
nungssuche, da er in die eheliche Wohnung nicht mehr zurückkehren könne und wolle. 

3.3 In Würdigung des Gesagten ist festzustellen, dass eine schwere psychische 
Störung im Sinne einer Schizophrenie besteht; ebenso bestehen offensichtlich kognitive 
Defizite, die noch weiter abzuklären sind. Mit dem Vorliegen eines Schwächezustands ist 
die erste Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung in einer Einrichtung erfüllt. 

4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die beim Beschwerdeführer bestehende Krankheit 
eine Behandlung und/oder eine Betreuung im Beurteilungszeitpunkt (noch) nötig macht, 
also ein Fürsorgebedarf besteht, was unter anderem anhand des Selbst- und/oder Fremd-
gefährdungspotentials in diesem Zeitpunkt zu beurteilen ist. 

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach ei-
ner allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-
krankung bestehen, oder ob die betroffene Person daran ist, in ihrer Lebensgestaltung, ih-
rem Verhalten in ihrer Umgebung, ihrer persönlichen Hygiene und ihrer Gesamtverfassung 
in einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der Menschenwürde nicht mehr 
entspricht (vgl. bereits zum alten Recht R. Furger, Unterbringung Jugendlicher und Er-
wachsener im Sinne der FFE aus psychiatrischer Sicht, ZVW 38, 41 ff.; weiter etwa Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 ZGB N 20).

4.1.1 Hinweise auf Suizidalität sind weder aktenkundig noch konnten sie in der An-
hörung vom 6. Juli 2023 erhoben werden. Weiterungen dazu erübrigen sich. 

4.1.2 Akut und konkret absehbar ist hingegen nach übereinstimmender ärztlicher Auf-
fassung, dass der Beschwerdeführer im aktuellen, offensichtlich krankhaften, Zustand sehr 
rasch anecken würde. Wie auch in der gerichtlichen Anhörung rasch klar wurde, decken 
sich die Wahrnehmungen des Beschwerdeführers aktuell nicht immer mit der Realität, 
sondern neigt er vielmehr zur paranoiden Verarbeitung realer Geschehnisse. Der gerichtli-
che Gutachter ordnete insbesondere die gegenwärtig im Raum stehenden Vorwürfe ge-
genüber der Ehefrau und dem Sohn als paranoide Verarbeitung der Scheidung ein. In der 
gerichtlichen Anhörung selber demonstrierte der Beschwerdeführer ein distanzloses und 
nicht situationsadäquates Verhalten, indem er sofort die Gestaltung des Verfahrens an 

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sich nehmen, sich selber vorstellen und auch die Abläufe nach eigenen Vorstellungen um-
gestalten wollte. Aktenkundig zeigte er ein ähnliches Verhalten im Rahmen eines begleite-
ten Ausgangs, während dem er bei seiner Bank vorstellig wurde. Der Sachverständige 
ordnete dies als ausgeprägtes Dominanzverhalten ein. Es versteht sich von selbst, dass 
dieses Verhalten ausserhalb der Klinik sehr schnell zu neuerlichen Reibereien und Eskala-
tionen führen wird, wie sie offenbar auch mit der Familie des Beschwerdeführers am Ein-
weisungstag stattgefunden haben. 

Von Dritten würde der Beschwerdeführer mit seinem gegenwärtigen, sehr auffälligen Ver-
halten als offensichtlich psychisch kranker, verwirrter Mann wahrgenommen und stigmati-
siert, wobei ausserhalb des schützenden Klinikrahmens nicht damit zu rechnen ist, dass er 
deshalb auf Wohlwollen und Verständnis seiner Mitmenschen stösst. Dies gilt umso mehr, 
als er in diesem Zustand zu Aggressionsausbrüchen neigt, die etwa die Form von Tätlich-
keiten, Verbalinjurien etc. annehmen können. Insofern ist eine Selbstgefährdung im weite-
ren Sinne im Falle einer baldigen Entlassung zu bejahen dahingehend, dass davon aus-
zugehen ist, der Beschwerdeführer würde seinen sozialen Ruf zerstören; ebenfalls ist da-
von auszugehen, dass er durch sein weitgehend unkontrolliertes Verhalten auch die Be-
ziehung zu seiner Familie, insbesondere seinen Kindern, nachhaltig zerstört. Ebenfalls be-
steht das Risiko, dass der Beschwerdeführer sich auch körperlich in erhebliche Gefahr 
bringt, falls er bei der falschen Person aneckt. Dass dies geschieht, scheint eine Frage der 
Zeit zu sein, nicht zuletzt, da ein Hang zum Rotlichtmilieu dokumentiert ist, wo der Be-
schwerdeführer mit einem eher rauen Umgang und wenig Verständnis zu rechnen hätte. 
Schliesslich besteht auch das Risiko einer fortschreitenden Verwahrlosung, zumal der Be-
schwerdeführer in die eheliche Wohnung nicht zurückkehren kann, ihn seine Kinder nach 
eigenem Bekunden nicht bei sich aufnehmen wollen und gemäss ärztlicher Einschätzung 
– sowie auch nach dem persönlich gewonnenen Eindruck des Gerichts – auch nicht davon 
auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer aktuell über längere Zeit fähig sein wird, etwa 
in einem Hotel unterzukommen und zu wohnen, eine geregelte, adäquate Ernährung si-
cherzustellen oder sich um seine medizinischen Belange zu kümmern. 

Diese Einschätzung findet ihre Stütze nicht zuletzt in den Geschehnissen am Tag vor der 
Klinikeinweisung, welche der Beschwerdeführer in der gerichtlichen Anhörung detailliert 
schilderte. Am 26. Juni 2023 war er nach einem Konflikt mit der Ehefrau bezüglich der 
Einnahme von Aripiprazol (das er dann im Endergebnis eingenommen habe, trotz Über-
zeugung, dass dies bei ihm gemäss Packungsbeilage innert Stundenfrist zum Tod führen 
würde; allerdings sei er – so seine weitere Aussage – so schnell auch nicht totzukriegen) 

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zunächst nach H.________ gereist mit Fr. 25.– in der Tasche. Dort wollte er ohne Aus-
weisdokument und auf Rechnung im Hotel I.________ ein Zimmer beziehen, was durch 
das Hotel verweigert wurde. Alsdann entspann sich ein Konflikt mit einer obdachlosen 
Frau. Schliesslich habe er in H.________ den letzten Zug zurück nach J.________ bzw. 
K.________ verpasst, weshalb er dann einen Zug nach L.________ bestiegen habe. Dort 
sei er umhergeirrt, habe Zigaretten und Energy Drinks konsumiert und schliesslich knapp 
eine Stunde auf einer Bank in einem Wartehäuschen am Bahnhof schlafen können. Am 
Morgen sei er zurück nach H.________ gereist, wo er mit verschiedenen Polizisten habe 
Kontakt aufnehmen wollen, was diese aber abgelehnt hätten. So habe er dann ohne Poli-
zeibegleitung ungefähr um sieben Uhr Morgens die Rückkehr in die eheliche Wohnung 
gewagt. Er sei übernächtigt und aggressiv gewesen und habe in der Wohnung seine Frau 
zur Rede gestellt, indem er sie gefragt habe, "was da laufe" (wohl im Zusammenhang mit 
der Medikamenteneinnahme sowie einer von der Frau im Januar 2023 an die KESB er-
statteten Gefährdungsmeldung). Diese habe ihm entgegnet, sie meine es gut mit den Ta-
bletten. In der Folge sei der erwachsene Sohn in der Wohnlichkeit erschienen und habe 
ihn viermalig geschlagen. Selber habe er nichts getan, er sei aber schon sehr aggressiv 
gewesen. Er könne sich vorstellen, dass der Sohn ihn nur geschlagen habe, weil er dies 
erkannt und befürchtet habe, dass er seiner Mutter, der Ehefrau des Beschwerdeführers, 
weh tun würde. Er habe schliesslich die Polizei gerufen, welche ihn nach C.________ zur 
Psychiaterin Dr. med. B.________ gebracht habe, bei der er am Nachmittag ohnehin ei-
nen Termin gehabt hätte (Anm.: zur Begutachtung der Urteilsfähigkeit bezüglich eines Lie-
genschaftsverkaufs).   

4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch den Betroffenen mit zu berücksichtigen, die indes für sich allein nicht für eine Ein-
weisung oder eine Rückbehaltung ausreicht (vgl. vorstehend E. 2.1). 

Wie in der Anhörung durch das Gericht klar ersichtlich wurde, verfügt der Beschwerdefüh-
rer aktuell über eine herabgesetzte Frustrationstoleranz. In Kombination mit seiner Grun-
derkrankung sowie der aktuell zweifelsohne sehr stressigen und frustrierenden Lebenssi-
tuation (mit laufendem Scheidungsverfahren und länger dauerndem Abklärungsverfahren 
der KESB, das nun mit der Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft für den Liegen-
schaftsverkauf am 5. Juli 2023 seinen Abschluss gefunden hat, vgl. Entscheid 

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Nr. 2023/0882 der KESB) liegt hierin ein erhebliches Aggressionspotenzial. Dieses er-
kennt der Beschwerdeführer selber zumindest teilweise, wobei er glaubhaft beteuert, er 
wolle niemanden schädigen. Aktenkundig vermag er indes nicht immer die entsprechende 
Zurückhaltung aufzubringen, und sind die Ehefrau sowie die beiden gemeinsamen Kinder 
erheblich belastet. Gegenüber der Ehefrau und dem Sohn kam es offenbar am Einwei-
sungstag – jedenfalls nach deren Darstellung, die der Beschwerdeführer indes bestreitet – 
zu Tätlichkeiten. Die Tochter, welche sich bislang offenbar teilweise um die finanziellen 
Angelegenheiten des Beschwerdeführers gekümmert hat, zeigte sich im Abklärungsver-
fahren der KESB ebenfalls belastet und nicht mehr bereit, die bisher wahrgenommenen 
administrativen Aufgaben weiterzuführen. 

4.3 In zusammenfassender Würdigung besteht beim Beschwerdeführer ohne weitere 
Behandlung ein akutes und erhebliches Selbstgefährdungspotenzial im Sinne einer Gefahr 
weiteren kognitiven Abbaus und sozialen Abstiegs, von Verwahrlosung und von Versäum-
nissen bei der Behandlung ebenfalls bestehender somatischer Erkrankungen (bei offenbar 
noch nicht weiter abgeklärtem Verdacht auf eine hirnorganische Störung). Hinzu kommt 
ein nicht zu unterschätzendes Fremdgefährdungspotenzial des mittlerweile zwar nicht 
mehr ganz jungen, aber doch augenscheinlich immer noch kräftigen Beschwerdeführers. 
Dieser führte nicht zuletzt in der gerichtlichen Anhörung aus, wenn er wollte, könnte er die 
Vorsitzende innert kürzester Zeit töten, da er kampfsporterfahren sei, auch wenn er dies 
sogleich wieder relativierte mit dem Verweis darauf, dass man im Kampfsport auch lerne, 
dass man nie angreifen dürfe. Wenngleich es sich hierbei um eine Selbstüberschätzung 
handeln dürfte, kommt darin doch eine nur wenig unter der Oberfläche schwelende Ag-
gressionsbereitschaft deutlich zum Ausdruck. Demnach besteht im Beurteilungszeitpunkt 
zweifelsohne eine erhebliche Selbst- und Fremdgefährdung aufgrund des aktuellen, ver-
wirrt-aggressiven und teilweise wahnhaften Zustands, und infolgedessen ein klar ausge-
wiesener Bedarf an weiterer Betreuung, Abklärung und Behandlung. 

5. Zu prüfen bleibt die Verhältnismässigkeit. Eine fürsorgerische Unterbringung ist 
nur dann zulässig und verhältnismässig, wenn dem Betroffenen im Beurteilungszeitpunkt 
die nötige persönliche Fürsorge nicht anderweitig erwiesen werden kann, beispielsweise 
durch eine ambulante Abgabe von Medikamenten. Bei der Beurteilung dieser Frage sind 
die folgenden Kriterien in die Entscheidung miteinzubeziehen: Krankheitseinsicht, Be-
reitschaft, in eine medizinische Behandlung einzuwilligen, soziale Begleitumstände (Woh-
nung, Arbeit, Beziehungsnetz) und die Folgen einer sofortigen Entlassung in medizinischer 
und sozialer Hinsicht. Ob die fürsorgerische Unterbringung aufrecht erhalten bleiben soll, 

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beurteilt sich anhand der Lage im Zeitpunkt des jeweiligen Entscheides (vgl. etwa VGer 
ZG F 2013 60 vom 4. Dezember 2013 E. 4, in: GVP 2013 1.1.9.2).

5.1 Vorliegend gehen die Ärzte übereinstimmend von einer aktuell höchstens minima-
len Krankheits- und Behandlungseinsicht aus. Es ist auch unklar, inwiefern in der Vergan-
genheit eine regelmässige und adäquate medikamentöse Behandlung stattgefunden hat. 
Aktenkundig hat sich darum in der Vergangenheit vor allem die Ehefrau bemüht; Genaues 
liess sich hierzu indes weder im Rahmen der gerichtlichen Begutachtung noch der An-
hörung ermitteln. Während letzterer kam der Beschwerdeführer von sich aus alleine auf 
seine vergangenen organischen Probleme (Hirntumor etc.) sowie auf eine fragliche Epi-
lepsie zu sprechen (die ärztlicherseits offenbar nie bestätigt, aber auch nicht ausgeschlos-
sen wurde), blendete hingegen die – immerhin seit rund 20 Jahren gesichert diagnostizier-
te – Schizophrenie völlig aus. Vielmehr erklärte er dem Gericht, es hätten auch gesunde 
Personen in Stresssituationen Halluzinationen, wie er sie etwa zu Jahresbeginn gehabt 
habe, als er das letzte Mal in der Klinik gewesen sei. Damals habe er zuhause gesehen, 
wie jemand in der Küche Gift in das Cola schütte, wobei er sich bewusst gewesen sei, 
dass dies nicht real sei. Dennoch habe er anschliessend sämtliche Flaschen etc. ausge-
gossen, falls sonst irgendwo Gift drin gewesen wäre, und habe alsdann selber den Kran-
kenwagen gerufen, um sich in die Klinik zu begeben. 

5.2 Die sozialen Begleitumstände sind hier äusserst ungünstig. Die langjährige Ehe-
frau will sich vom Beschwerdeführer scheiden lassen und ist nicht mehr gewillt, diesen zu-
hause aufzunehmen, ebensowenig wie die gemeinsamen Kinder hierzu bereit sind. Wie 
der gerichtliche Gutachter nachvollziehbar darlegt, fällt damit das bisher stark stabilisie-
rende familiäre Umfeld weg, was eine massive Labilisierung bedeutet. Davon gehen auch 
die Klinikärzte aus,  wobei sie weiter darauf hinweisen, dass der Beschwerdeführer letzt-
lich wohl auch trotz polizeilichen oder gerichtlichen Verbots zur Ehefrau oder dem Sohn 
zurückkehren würde, wenn er nirgendwo unterkomme, einfach weil er nichts anderes ken-
ne und keine anderen Alternativen habe, auch wenn er dies eigentlich nicht wolle. Ge-
richtsgutachter und Klinikvertreter gehen sodann übereinstimmend davon aus, dass der 
Beschwerdeführer aktuell nicht imstande wäre, eigenständig in einer Wohnung zu leben, 
selbst wenn es ihm gelingen sollte, eine solche anzumieten (wovon das Gericht indes kei-
neswegs überzeugt ist). Vielmehr bedürfe er zumindest für den Anfang eines betreuten 
Wohnens. Er brauche den schützenden Rahmen und die rigide Struktur, insbesondere 
auch um die zuverlässige Medikamenteneinnahme zu gewährleisten; diese sollte über-
wacht werden. Einer beruflichen Tätigkeit geht der Beschwerdeführer aktenkundig seit ei-

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nigen Jahren nicht mehr nach. Es scheinen auch keine engeren Sozialkontakte, Freizeit-
beschäftigungen etc. zu bestehen. Insgesamt besteht damit kein tragfähiges Beziehungs-
netz, das mildere Mittel wie etwa eine ambulante Behandlung mitzutragen vermöchte. 

5.3 Aus objektiv-medizinischer Sicht besteht nach dem Gesagten kein Zweifel daran, 
dass der Beschwerdeführer aktuell behandlungs-, betreuungs- und abklärungsbedürftig 
ist. Weder die Klinikärzte noch der gerichtliche Sachverständige sehen im gegenwärtigen 
Zeitpunkt Alternativen zur stationären Behandlung, mit denen sich ebenfalls die drohenden 
Gefahren vom Beschwerdeführer sowie seinem engeren Umfeld abwenden liessen. Sol-
che vermag auch das Gericht nicht zu erkennen. Die Einweisung in die Klinik, die auch 
nach Einschätzung des Gerichtsgutachters als spezialisierte psychiatrische Klinik im Sinne 
von Art. 426 Abs. 1 ZGB eine geeignete Einrichtung für den Beschwerdeführer ist, ist zu 
Recht erfolgt und die weitere Unterbringung erweist sich wegen der zu befürchtenden gra-
vierenden Folgen einer sofortigen Entlassung insgesamt als ein notwendiges, mildest 
mögliches Mittel zur Abwendung akut drohender Gefahr vom Beschwerdeführer. Infolge-
dessen ist sie als verhältnismässig zu qualifizieren und ist die Beschwerde abzuweisen.

5.4 Angesichts der notorisch nur schwer zum Voraus prognostizierbaren Dauer einer 
medikamentösen Einstellung – hier allenfalls noch kompliziert durch eine erst abzuklären-
de hirnorganische Störung – sowie der ohnehin auf maximal sechs Wochen beschränkten 
Dauer der ärztlichen fürsorgerischen Unterbringung (vgl. vorstehend E. 2.1), ist eine weite-
re Einschränkung der Unterbringungsdauer durch das Gericht nicht angezeigt. Muss die 
Unterbringung über sechs Wochen hinaus weitergeführt werden, hat die Klinik rechtzeitig, 
d.h. spätestens acht Tage vor Ablauf der sechswöchigen Frist, die Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde zu informieren und einen behördlichen Entscheid über die Fortführung 
der Unterbringung zu beantragen (§ 53 EG ZGB). 

6. Das Gerichtsverfahren ist gemäss § 57 Abs. 2 EG ZGB im Bereich der fürsorgeri-
schen Unterbringung kostenlos. Der unterliegende, nicht anwaltlich vertretene Beschwer-
deführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen und die fürsorgerische Unterbringung vom 
27. Juni 2023 bestätigt.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (via Chefarztsekretariat, mit ausführlicher 
Rechtsmittelbelehrung), an die ärztliche Leitung der Triaplus AG Klinik Zugersee, 
an B.________ sowie an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Kan-
tons K.________.

Zug, 6. Juli 2023

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am