# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cf94edfa-752d-5977-ba9f-4e08b0a4748c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 28.07.2023 HE230019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE230019_2023-07-28.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 

 

Geschäfts-Nr.: HE230019-O U/pz 

 

 

Mitwirkend: Ersatzoberrichterin Franziska Egloff sowie Gerichtsschreiber  

Fabian Herren 

 

Urteil vom 28. Juli 2023 

 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Gesuchstellerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____ 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gesuchsgegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG, LL.M. Y._____ 

 

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht 
 

 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

"1. Es sei das Grundbuchamt Winterthur-…, … [Adresse] richterlich 
anzuweisen, auf dem sich im Eigentum der Gesuchsgegnerin be-
findlichen Grundstücks  
E-GRID CH1, Kat. Nr. 2, GBBl. 3, C._____-Strasse …, … Win-
terthur ein Bauhandwerkerpfandrecht zugunsten der Gesuchstel-
lerin im Betrag von CHF 138'000.00 zzgl. Zins zu 5 % seit 
13.12.2022 als vorläufige Eintragung vorzumerken. 

 2. Die Anweisung gemäss Ziffer 1 hiervorstehend sei superproviso-
risch, d.h. sofort nach Eingang des Gesuchs ohne Anhörung der 
Gegenpartei, zu verfügen und dem Grundbuchamt unverzüglich 
zur vorläufigen Eintragung im Grundbuch mitzuteilen. 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. und Ausla-
gen." 

 
Anträge der Gesuchsgegnerin: 

(act. 41 S. 2) 

"1. Es sei festzustellen, dass die Gesuchsgegnerin mit der Zahlungs-
garantie … vom 28. Juni 2023 eine hinreichende Sicherheit im 
Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB für die angemeldete Forderung 
der Gesuchstellerin, für welche auf dem Grundstück der Ge-
suchsgegnerin ein Bauhandwerkerpfandrecht einstweilen vorläu-
fig eingetragen wurde, geleistet hat. 

 2. Das Grundbuchamt Winterthur-… sei anzuweisen, das mit Verfü-
gung des Gerichts vom 21. Februar 2023 zugunsten der Gesuch-
stellerin auf der Liegenschaft der Gesuchsgegnerin, Kat. Nr. 2, 
Grundbuch Blatt 3, EGRID CH1, C._____-Strasse … , … Win-
terthur, vorläufig eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht für eine 
Forderung von CHF 138'000.00 nebst Zins vollumfänglich zu lö-
schen. 

 3. Mit der Feststellung gemäss vorstehender Ziffer (1) sei das Origi-
nal der Zahlungsgarantie … vom 28. Juni 2023 an die Gesuch-
stellerin herauszugeben bzw. sei die Gerichtskasse entsprechend 
anzuweisen. 

 4. Der Gesuchstellerin sei Frist anzusetzen, um beim zuständigen 
Gericht eine Klage auf definitive Bestellung der Sicherheit anzu-
heben; dies unter der Androhung, dass ansonsten Verzicht auf 
die Sicherstellung angenommen wird und die Gesuchsgegnerin 
die Herausgabe der Zahlungsgarantie verlangen kann. 

 5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. Mehrwert-
steuer) zulasten der Gesuchstellerin." 

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Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 

1. Prozessverlauf 

1.1. Auf Gesuch der Gesuchstellerin vom 20. Februar 2023 (act. 1) hat das 

Einzelgericht mit Verfügung vom 21. Februar 2023 das Grundbuchamt angewie-

sen, auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin ein Bauhandwerkerpfandrecht 

vorläufig einzutragen (act. 4). Die Anmeldung zur Vormerkung im Grundbuch er-

folgte am 21. Februar 2023 (act. 7).  

1.2. Am 23. März 2023 nahm die Gesuchsgegnerin innert erstreckter Frist Stel-

lung zum Gesuch und reichte eine Zahlungsgarantie zur Ablösung des vorläufig 

eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechts ein (act. 12; act. 13/3). Am 14. April 

2023 nahm die Gesuchstellerin innert erstreckter Frist Stellung zur eingereichten 

Garantie und bemängelte, dass aufgrund des Ausdrucks "mitsamt Zinsen" die 

Verzugszinsen mit der eingereichten Bankgarantie nicht gesichert seien (act. 19). 

Mit Eingabe vom 2. Mai 2023 reichte die Gesuchsgegnerin innert Frist eine neue 

Zahlungsgarantie ein, in welcher der Begriff "mitsamt" in "zuzüglich" geändert 

wurde. Im Übrigen blieb der Wortlaut der neuen Garantie deckungsgleich mit der 

früheren Garantie (act. 26; act. 27). Am 30. Mai 2023 nahm die Gesuchstellerin 

innert erstreckter Frist Stellung zur neuen Garantie und bemängelte neu die Best-

immungen über die Unterschriftenprüfung (act. 33). Mit Eingabe vom 5. Juli 2023 

reichte die Gesuchsgegnerin wiederum eine neue Zahlungsgarantie ein, in wel-

cher sie die von der Gesuchstellerin gerügten Bestimmungen über die Unter-

schriftenprüfung ersatzlos strich (act. 41; act. 42). Am 27. Juli 2023 nahm die Ge-

suchstellerin Stellung zur zuletzt eingereichten Garantie (act. 48). Da diese keine 

entscheidrelevanten Vorbringen enthält und gemäss den materiellen Anträgen der 

Gesuchsgegnerin zu entscheiden ist, kann die letzte Eingabe der Gesuchstellerin 

der Gesuchsgegnerin mit dem vorliegenden Entscheid zugestellt werden. 

1.3. Das Verfahren erweist sich als spruchreif, weshalb ein Urteil zu fällen ist. 

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2. Formelles 

Die örtliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 13 lit. a i.V.m. Art. 29 Abs. 1 lit. c 

ZPO, die sachliche Zuständigkeit aus Art. 6 Abs. 5 i.V.m. Abs. 1 und 2 ZPO sowie 

§ 45 lit. b GOG. Die übrigen Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Bemer-

kungen Anlass. Auf das Gesuch ist einzutreten. 

3. Voraussetzungen für die Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts 

3.1. Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB besteht ein Anspruch auf Errichtung 

eines gesetzlichen Grundpfandrechts für die Forderungen der Handwerker oder 

Unternehmer, die auf einem Grundstück zu Bauten oder anderen Werken, zu Ab-

brucharbeiten, zum Gerüstbau, zur Baugrubensicherung oder dergleichen Materi-

al und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben. Der Anspruch auf Errichtung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts richtet sich gegen den jeweiligen Eigentümer des 

Grundstücks, auch wenn die Leistungen nicht in seinem Auftrag erbracht worden 

sind. Die Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier Monate nach der Voll-

endung der Arbeiten zu erfolgen und kann nicht verlangt werden, wenn der Eigen-

tümer bzw. ein Dritter für die angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leis-

tet (Art. 839 Abs. 2 und Abs. 3 ZGB).  

Geht es lediglich um die vorläufige Eintragung des Pfandrechts, so muss die Ge-

suchstellerin ihr Begehren nur glaubhaft machen (Art. 961 Abs. 3 ZGB und 

Art. 261 Abs. 1 ZPO). Nach allgemeiner Ansicht ist das Beweismass in diesem 

Verfahren gegenüber anderen Arten vorsorglicher Massnahmen allerdings be-

sonders stark herabgesetzt (BGE 137 III 563 E. 3.3; Urteil BGer 5A_688/2019 

vom 6. November 2019 E. 4.2; SCHUMACHER, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 

3. Aufl. 2008, N 1394). Die vorläufige Eintragung darf nur verweigert werden, 

wenn der Bestand des Pfandrechts als ausgeschlossen oder höchst unwahr-

scheinlich erscheint. Im Zweifelsfall, bei unklarer oder unsicherer Rechtslage, ist 

die vorläufige Eintragung zu bewilligen und die Entscheidung dem definitiven Ein-

tragungsverfahren zu überlassen (BGE 86 I 265 E. 3; Urteil BGer 5A_688/2019 6. 

November 2019 E. 4.2 m.w.H.). 

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3.2. Die Ausführungen der Gesuchstellerin zu ihrem Anspruch auf Eintragung 

eines Bauhandwerkerpfandrechts werden von der Gesuchsgegnerin lediglich 

pauschal bestritten. Die Gesuchsgegnerin hat ausdrücklich auf eine substantiierte 

Gegendarstellung des Sachverhalts verzichtet (vorerst) und sich sämtliche Einre-

den und Einwendungen gegen die von der Gesuchstellerin geltend gemachten 

Ansprüche für das ordentliche Verfahren vorbehalten (vgl. act. 12 Rz. 6). Damit ist 

für das vorliegende Verfahren von einem unbestrittenen Sachverhalt auszugehen. 

3.3. Die Gesuchstellerin hat für die D._____ GmbH betreffend das Mehrfamili-

enhaus an der C._____-Strasse …, … Winterthur, die Lieferung und Montage von 

Balkongeländern, Balkonen mit Seitenverglasung, Balkonböden, Untersichten, 

Entwässerungsrinnen mit Speier und Stützen offeriert und die Arbeiten ausge-

führt. Das Grundstück an der C._____-Strasse … in … Winterthur steht im Eigen-

tum der Gesuchsgegnerin. Als letzte Arbeiten hat die Gesuchstellerin am 

23. November 2022 die Balkonstützen montiert (act. 1 Rz. 7 ff.). 

3.4. Die Gesuchstellerin hat damit glaubhaft gemacht, dass sie als Bauhand-

werkerin pfandberechtigte Arbeiten im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB aus-

geführt hat. Der Umfang der pfandberechtigten Forderung wird von der Gesuch-

stellerin auf CHF 138'000.00 beziffert und ist nicht bestritten (act. 1 Rz. 14). Eben-

falls unbestritten ist, dass die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB einge-

halten ist, da die letzten Arbeiten am 23. November 2022 verrichtet worden sind. 

Die Gesuchstellerin hätte somit Anspruch auf die (vorläufige) Eintragung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts. 

4. Hinreichende Sicherheit 

4.1. Gemäss Art. 839 Abs. 3 ZGB kann die Eintragung eines Bauhandwerker-

pfandrechts nicht verlangt werden, wenn der Eigentümer oder ein Dritter für die 

angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet. Ein bereits eingetragenes 

Pfandrecht ist in diesem Fall zu löschen. Sofern der Unternehmer die Sicherheit 

nicht als genügend anerkennt, stellt das Gericht fest, ob die Sicherheit für die an-

gemeldete Forderung hinreichend im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB ist, wobei 

das Gericht die Sicherheit nur insofern überprüft, als die Gegenpartei substantiier-

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te Einwände erhebt (vgl. RAINER SCHUMACHER/PASCAL REY, Das Bauhandwerker-

pfandrecht, 4. Aufl., Zürich 2022, N 1301 f.). Inhaltlich ist die Sicherheit dann hin-

reichend, wenn sie die Forderung voll und ganz sichert. Die Vergütungsforderung 

umfasst in der Regel einen Kapitalbetrag und Verzugszinsen. Letztere sind ohne 

zeitliche Beschränkung pfandberechtigt (SCHUMACHER/REY, a.a.O., N 1226 ff.). 

4.2. In ihrer ersten Stellungnahme zur eingereichten Garantie hat die Gesuch-

stellerin moniert, dass die Verzugszinsen nicht unbeschränkt sichergestellt seien 

(act. 19). In ihrer zweiten Stellungnahme zur verbesserten Garantie hat die Ge-

suchstellerin die in der Garantie festgelegten Modalitäten der Unterschriftenprü-

fung gerügt (act. 33). 

4.3. Die Gesuchsgegnerin hat in der Folge sowohl den Einwand betreffend 

Verzugszinsen als auch den Einwand betreffend Unterschriftenprüfung berück-

sichtigt und jeweils verbesserte Garantien eingereicht. Gegen die zuletzt einge-

reichte Garantie hat die Gesuchstellerin keine substantiierten Einwände erhoben 

(vgl. act. 48). Sie bestreitet zwar "rein vorsorglich", dass die erwähnte Zahlungs-

garantie eine hinreichende Sicherheit nach Art. 839 Abs. 3 ZGB darstelle (act. 48 

S. 1 Mitte). Das Gericht nimmt jedoch keine über substantiierte Einwände hinaus-

gehende Prüfung der Sicherheit vor, worauf die Gesuchstellerin mit Verfügung 

vom 24. März 2023 hingewiesen wurde (act. 14). Da die Gesuchstellerin keine 

solchen Einwände erhoben hat, ist die zuletzt eingereichte Garantie somit als hin-

reichende Sicherheit im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB zu qualifizieren. 

4.4. Nachdem eine hinreichende Sicherheit im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB 

vorliegt, ist die Löschung des mit Verfügung vom 21. Februar 2023 vorläufig ein-

getragenen Bauhandwerkerpfandrechts anzuordnen. Demgemäss ist das Grund-

buchamt Winterthur-… anzuweisen, das vorläufig eingetragene Bauhandwerker-

pfandrecht – nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist – zu löschen.  

Die Obergerichtskasse ist anzuweisen, – nach unbenutztem Ablauf der Rechts-

mittelfrist – das Original der Zahlungsgarantie der E._____ Nr. …. vom 28. Juni 

2023 (act. 42) an die Gesuchstellerin herauszugeben. 

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5. Folgen der Sicherheitsleistung 

Mit Leistung einer hinreichenden Sicherheit wird der Streit nur dann beendet, 

wenn die Sicherheit definitiv bestellt wird. Im vorliegenden Fall leistete die Ge-

suchsgegnerin die Sicherheit nur zur Ablösung des vorläufig eingetragenen Bau-

handwerkerpfandrechts. Demgemäss ist der Gesuchstellerin Frist anzusetzen, um 

beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht auf definitive Bestellung der Sicher-

heit zu klagen. Die Beurteilung, gegen wen die Gesuchstellerin ihre Klage einzu-

reichen hat, liegt in der Verantwortung der Gesuchstellerin. 

Die Prosequierungsfrist ist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, allfällige Ge-

richtsferien sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu berück-

sichtigen (BGE 143 III 554 E. 2.5.2). Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich, 

bedarf aber eines gesonderten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 

ZPO); dieses würde in einem kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zu-

reichende Gründe für eine Fristerstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden 

nur entweder die Zustimmung der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorher-

sehbare oder nicht beeinflussbare Hinderungsgründe anerkannt. 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des Oberge-

richts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster 

Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 

lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 138'000.– auszugehen, wo-

bei die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8 Abs. 1 

GebV OG auf CHF 6'000.– festzusetzen ist. 

Über den Pfand- bzw. Sicherstellungsanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht 

definitiv entschieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die 

Gesuchstellerin endgültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Ver-

fahren lediglich eine einstweilige Kostenregelung zu treffen. Gemäss Praxis des 

Einzelgerichts des Handelsgerichts des Kantons Zürich sind die Gerichtskosten 

im Verfahren betreffend die vorläufige Eintragung des Pfandrechts von der Ge-

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suchstellerin zu beziehen, wobei der endgültige Entscheid des Gerichts im or-

dentlichen Verfahren vorbehalten bleibt. 

Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentlichen 

Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch 

nicht prosequieren sollte, ist der Gesuchsgegnerin in Anwendung von § 4 Abs. 1 

und 2 sowie § 9 AnwGebV OG eine Parteientschädigung von CHF 7'000.– zuzu-

sprechen. 

Die Gesuchsgegnerin führt in ihrer letzten Eingabe vom 5. Juli 2023 aus, die Ge-

suchstellerin habe in jedem Fall die Kosten dafür zu tragen, dass sie den Einwand 

betreffend Unterschriftenprüfung nicht bereits in der Stellungnahme zur ersten 

Garantie erhoben habe, womit eine "Extrarunde" nötig gewesen sei (act. 41 S. 2 

oben). 

Die Gesuchstellerin entgegnet zusammengefasst, dass die Gesuchsgegnerin die 

beiden "Extrarunden" zu verantworten habe (act. 48). 

Betreffend eine allfällige Auferlegung der Kosten für die "Extrarunde", d.h. die 

Weiterungen nach Einreichung der zweiten Garantie, ist festzuhalten, dass der 

diesbezügliche Aufwand des Gerichts vergleichsweise gering war und jedenfalls 

durch die Grundgebühr nach wie vor abgedeckt wird. Es entstanden somit durch 

die "Extrarunde" keine zusätzlichen Gerichtskosten, die verteilt werden müssten. 

Mit Bezug auf eine allfällige Parteientschädigung ist einerseits die Eingabe der 

Gesuchstellerin vom 30. Mai 2023 (act. 33) als unnötig zu qualifizieren, da die 

diesbezüglichen Einwände gegen die Bankgarantie in der Stellungnahme zur ers-

ten Garantie hätten vorgebracht werden können und müssen. Gleiches gilt für die 

letzte Eingabe vom 27. Juli 2023 (act. 48), die eine Folge dieser Eingabe war. 

Andererseits hat die Gesuchsgegnerin für ihre Aufwendungen im Zusammenhang 

mit der Einreichung der dritten Garantie keine Parteientschädigung zugute, da sie 

sich den nachträglich gegen die Garantie erhobenen Einwänden der Gesuchstel-

lerin nicht widersetzte, sondern eine gemäss den Einwänden abgeänderte Bank-

garantie eingereicht hat. Anspruch auf eine Erhöhung der Parteientschädigung für 

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die "Extrarunde" hat demnach keine der Parteien, weshalb über deren Auferle-

gung nicht entschieden werden muss. 

Das Einzelgericht erkennt: 

1. Es wird festgestellt, dass die Gesuchsgegnerin mit Zahlungsgarantie der 

E._____ Nr. … vom 28. Juni 2023 hinreichende Sicherheit geleistet hat für 

die von der Gesuchstellerin zur Eintragung eines Bauhandwerkerpfand-

rechts angemeldete Forderung. 

2. Das Grundbuchamt Winterthur-… wird angewiesen, das aufgrund der Verfü-

gung des Einzelgerichts des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 

21. Februar 2023 vorläufig eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht nach 

unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist vollumfänglich zu löschen 

auf Grundstück Kat. Nr. 2, GBBl. 3, EGRID CH1, 

C._____-Strasse …, … Winterthur, 

für eine Pfandsumme von CHF 138'000.– nebst Zins zu 5 % seit 13. De-

zember 2022. 

3. Die Obergerichtskasse des Kantons Zürich wird angewiesen, die Bankga-

rantie der E._____ Nr. … vom 28. Juni 2023 (act. 42) – nach unbenutztem 

Ablauf der Rechtsmittelfrist – an die Gesuchstellerin herauszugeben. 

4. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 2. Oktober 2023 angesetzt, um beim 

zuständigen Gericht eine Klage auf definitive Bestellung der Sicherheit an-

zuheben, unter der Androhung, dass sonst Verzicht auf die Sicherstellung 

angenommen wird und die Gesuchsgegnerin die Herausgabe der Sicherheit 

von der Gesuchstellerin verlangen kann. 

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 6'000.–. 

Die weiteren Kosten betragen CHF 74.00 (Rechnung Nr. … des Grund-

buchamtes Winterthur-… vom 22. Februar 2023). 

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6. Die Kosten werden von der Gesuchstellerin bezogen. Vorbehalten bleibt der 

endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren 

gemäss Dispositiv-Ziffer 4. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist 

gemäss Dispositiv-Ziffer 4 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr die 

Kosten definitiv auferlegt. 

7. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden 

ordentlichen Verfahren vorbehalten. Versäumt die Gesuchstellerin jedoch 

die ihr in Dispositiv-Ziffer 4 angesetzte Frist zur Anhebung der Klage, wird 

sie verpflichtet, der Gesuchsgegnerin eine Parteientschädigung von 

CHF 7'000.– zu bezahlen. 

8. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beila-

ge eines Doppels von act. 48, sowie nach unbenutztem Ablauf der Rechts-

mittelfrist an das Grundbuchamt Winterthur-… und an die Obergerichtskasse 

des Kantons Zürich. 

9. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert beträgt CHF 138'000.–. 

Die gesetzlichen Fristenstillstände geltend nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG). 

 

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Zürich, 28. Juli 2023 
 

HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 
Einzelgericht 

 
Gerichtsschreiber: 

 
 
 

Fabian Herren 
 

 

	Urteil vom 28. Juli 2023
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
	Anträge der Gesuchsgegnerin: (act. 41 S. 2)
	Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
	1. Prozessverlauf
	1.1. Auf Gesuch der Gesuchstellerin vom 20. Februar 2023 (act. 1) hat das Einzelgericht mit Verfügung vom 21. Februar 2023 das Grundbuchamt angewiesen, auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin ein Bauhandwerkerpfandrecht vorläufig einzutragen (act. 4). ...
	1.2. Am 23. März 2023 nahm die Gesuchsgegnerin innert erstreckter Frist Stellung zum Gesuch und reichte eine Zahlungsgarantie zur Ablösung des vorläufig eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechts ein (act. 12; act. 13/3). Am 14. April 2023 nahm die Gesuch...
	1.3. Das Verfahren erweist sich als spruchreif, weshalb ein Urteil zu fällen ist.

	2. Formelles
	3. Voraussetzungen für die Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts
	3.1. Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB besteht ein Anspruch auf Errichtung eines gesetzlichen Grundpfandrechts für die Forderungen der Handwerker oder Unternehmer, die auf einem Grundstück zu Bauten oder anderen Werken, zu Abbrucharbeiten, zum Gerüst...
	Geht es lediglich um die vorläufige Eintragung des Pfandrechts, so muss die Gesuchstellerin ihr Begehren nur glaubhaft machen (Art. 961 Abs. 3 ZGB und Art. 261 Abs. 1 ZPO). Nach allgemeiner Ansicht ist das Beweismass in diesem Verfahren gegenüber ande...
	3.2. Die Ausführungen der Gesuchstellerin zu ihrem Anspruch auf Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts werden von der Gesuchsgegnerin lediglich pauschal bestritten. Die Gesuchsgegnerin hat ausdrücklich auf eine substantiierte Gegendarstellung des S...
	3.3. Die Gesuchstellerin hat für die D._____ GmbH betreffend das Mehrfamilienhaus an der C._____-Strasse …, … Winterthur, die Lieferung und Montage von Balkongeländern, Balkonen mit Seitenverglasung, Balkonböden, Untersichten, Entwässerungsrinnen mit ...
	3.4. Die Gesuchstellerin hat damit glaubhaft gemacht, dass sie als Bauhandwerkerin pfandberechtigte Arbeiten im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB ausgeführt hat. Der Umfang der pfandberechtigten Forderung wird von der Gesuchstellerin auf CHF 138'0...

	4. Hinreichende Sicherheit
	4.1. Gemäss Art. 839 Abs. 3 ZGB kann die Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts nicht verlangt werden, wenn der Eigentümer oder ein Dritter für die angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet. Ein bereits eingetragenes Pfandrecht ist in d...
	4.2. In ihrer ersten Stellungnahme zur eingereichten Garantie hat die Gesuchstellerin moniert, dass die Verzugszinsen nicht unbeschränkt sichergestellt seien (act. 19). In ihrer zweiten Stellungnahme zur verbesserten Garantie hat die Gesuchstellerin d...
	4.3. Die Gesuchsgegnerin hat in der Folge sowohl den Einwand betreffend Verzugszinsen als auch den Einwand betreffend Unterschriftenprüfung berücksichtigt und jeweils verbesserte Garantien eingereicht. Gegen die zuletzt eingereichte Garantie hat die G...
	4.4. Nachdem eine hinreichende Sicherheit im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB vorliegt, ist die Löschung des mit Verfügung vom 21. Februar 2023 vorläufig eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechts anzuordnen. Demgemäss ist das Grundbuchamt Winterthur-… anzuw...
	Die Obergerichtskasse ist anzuweisen, – nach unbenutztem Ablauf der Rechts-mittelfrist – das Original der Zahlungsgarantie der E._____ Nr. …. vom 28. Juni 2023 (act. 42) an die Gesuchstellerin herauszugeben.

	5. Folgen der Sicherheitsleistung
	Mit Leistung einer hinreichenden Sicherheit wird der Streit nur dann beendet, wenn die Sicherheit definitiv bestellt wird. Im vorliegenden Fall leistete die Gesuchsgegnerin die Sicherheit nur zur Ablösung des vorläufig eingetragenen Bauhandwerkerpfand...

	6. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Das Einzelgericht erkennt:
	1. Es wird festgestellt, dass die Gesuchsgegnerin mit Zahlungsgarantie der E._____ Nr. … vom 28. Juni 2023 hinreichende Sicherheit geleistet hat für die von der Gesuchstellerin zur Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts angemeldete Forderung.
	2. Das Grundbuchamt Winterthur-… wird angewiesen, das aufgrund der Verfügung des Einzelgerichts des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 21. Februar 2023 vorläufig eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist vo...
	auf Grundstück Kat. Nr. 2, GBBl. 3, EGRID CH1, C._____-Strasse …, … Winterthur, für eine Pfandsumme von CHF 138'000.– nebst Zins zu 5 % seit 13. Dezember 2022.

	3. Die Obergerichtskasse des Kantons Zürich wird angewiesen, die Bankgarantie der E._____ Nr. … vom 28. Juni 2023 (act. 42) – nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist – an die Gesuchstellerin herauszugeben.
	4. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 2. Oktober 2023 angesetzt, um beim zuständigen Gericht eine Klage auf definitive Bestellung der Sicherheit anzuheben, unter der Androhung, dass sonst Verzicht auf die Sicherstellung angenommen wird und die Ge...
	5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 6'000.–.
	Die weiteren Kosten betragen CHF 74.00 (Rechnung Nr. … des Grundbuchamtes Winterthur-… vom 22. Februar 2023).
	6. Die Kosten werden von der Gesuchstellerin bezogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren gemäss Dispositiv-Ziffer 4. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Dispositiv-Zi...
	7. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden ordentlichen Verfahren vorbehalten. Versäumt die Gesuchstellerin jedoch die ihr in Dispositiv-Ziffer 4 angesetzte Frist zur Anhebung der Klage, wird sie verpflichtet, der Gesuc...
	8. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beilage eines Doppels von act. 48, sowie nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist an das Grundbuchamt Winterthur-… und an die Obergerichtskasse des Kantons Zürich.
	9. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...
	Die gesetzlichen Fristenstillstände geltend nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).