# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7676958-fa6b-5f3c-91ea-4db30683f1ca
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-25
**Language:** de
**Title:** IV-Stelle stellte zu Recht auf RAD-Bericht ab, kein invalidisierender Gesundheitsschaden.
**Docket/Reference:** IV.2017.01335
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2017.01335.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2017.01335
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiberin Curiger
Urteil
vom
25. Januar 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Der 1968 geborene
X.___
meldete sich am 18. September 2015 (Eingangs
datum) unter Hinweis auf Rückenprobleme bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbez
ug an (Urk. 7/1). Diese tätigte medi
zinische (Urk. 7/19, 7/28, 7/30, 7/35, 7/37) sowie erwerbliche (Urk. 7/9, 7/26) Abklä
rungen und zog die Akten des Krankentaggeldversicherers bei (Urk. 7/2, 7/32-33). Zudem lud sie den Versicherten zu einem Standortgespräch ein, welches
am 3. November 2015 stattfand (Urk. 7/8). Mit Verfügung vom 2
6.
Mai 2016 teilte
sie ihm mit, sie übernehme die Kosten für eine Umschulung zum Sachbearbeiter Sozialversicherungen (Urk. 7/22).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
sprach sie dem Versicherten mit Verfügung vom 2
7.
Juni 2017 vom März 2016 bis August 2016 eine befristete halbe sowie vom September 2016 bis April 2017 eine befristete ganze Rente der Invalidenversicherung zu (Urk. 2 [= 7/42]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit
undatierter Eingabe, eingegangen am 7. Dezem
ber 2017, Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und bean
tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine unbe
fristete Rente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 1). Daraufhin wurde ihm mit Verfügung vom 11. Dezember 2017 Frist angesetzt, um sein Begehren
bezüglich
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung zu substantiieren (Urk. 4).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
6.
Januar 2018 schloss die IV-Stelle auf
Abwei
-
sung
der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 7. Febru
ar 2018 angezeigt wurde. Gleichzeitig wurde sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abgewiesen (Urk. 8).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Tei
l des Sozialversicherungsrechts, ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsge
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die
Invalidenversicherung,
IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegli
che
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
träch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, die Abklärungen hätten gezeigt, dass der Versicherte seit März 2015 in seiner angestammten Tätigkeit nur noch eingeschränkt arbeitsfähig sei. Nachdem sich sein Gesundheitszustand ab Juni
2016 vorübergehend
verschlechtert habe, sei Ende Januar 2017 eine erhebliche Besserung eingetreten. In einer angepassten Tätigkeit sei er ab Februar 2017 vollständig arbeitsfähig.
2.2
Demgegenüber macht der Beschwerdeführer
geltend,
er leide seit dem März 2015 unter massiven Rückenschmerzen, die sich trotz mehreren Operationen nicht
ent
scheidend
gebessert hätten. Dies habe die IV-Stelle ausser Acht gelassen (Urk. 1).
3.
3.1
Im Bericht
des
Dr.
med.
Y.___
, Facharzt FMH für orthopädische
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 24. Juni 2015 wurde
n
folgende Diagnosen aufgeführt (Urk.
7/2 S. 16):
-
persistierendes
radikuläres
Reizsyndrom S1 links bei
mediolateraler
Diskus
hernie L5/S1
-
Diabetes mellitus Typ II
Der Patient klage darüber, seit Anfang März unter Ischialgie links zu leiden. Zurzeit schmerze ausschliesslich sein linkes Bein (Urk. 7/2 S. 16).
Die Beschwerdesymptomatik erscheine konkordant mit der Bildgebung (Urk. 7/2 S. 17).
3.2
Im Bericht des
Dr
.
Y.___
vom 7. September 2015 wurde folgende Diagnose auf
geführt (Urk. 7/25 S. 5):
-
p
ersistierendes
radikuläres
Reiz- und leichtgr
adiges sensomotorisches Ausfall
syndrom S1 links bei sequestrierter
mediolateraler
Diskushernie L5/S1 mit
recessaler
Stenosierung
L5/S1 rechts
Der Patient berichte von einem unveränderten Leidensdruck. Seit März hätten sich die Beschwerden nicht substantiell gebessert, er komme damit nicht mehr zurecht (Urk. 7/25 S. 5).
In Anbetracht der Persistenz der Beschwerden sowie der ausbleibenden
Regre
dienz
der Diskushernie werde zu einer mikrochirurgischen Nervenwurzelde
kom
pression und Diskektomie geraten (Urk. 7/25 S. 6).
3.
3
Im Bericht des
Dr
.
Y.___
vom
3
1.
März 2016 wurden folgende Diagnosen ge
nannt (Urk. 7/19 S. 6):
-
Rezidiv einer
Diskusprotrusion
L5/S1 links mit erneutem
radikuläre
n
Reiz- und sensomotorischem Ausfallsyndrom S1 links
-
Status nach mikrochirurgischer Dekompression L5/S1 beidseits mit Wurzel
dekompression S1 und S2 links am 2
9.
August 2015
bei persi
stie
rendem
radikuläre
n
Reizsyndrom S1 links bei
mediolateraler
Diskushernie L5/S1 bei grosser
subligamentärer
Diskushernie
mediolateral
links
Der Patient gebe an, keine
Spondylodese
durchführen zu wollen. Andererseits komme er mit seinen
linksseiten
Beinschmerzen nicht zurecht, da diese uner
träglich seien. Er plane, in zwei Wochen für einen Monat in sein Heimatland zu reisen. Er gehe davon aus, dass er dort mit den Schmerzen zurechtkommen werde. Diese Aussage relativiere seine Schmerzangaben (Urk. 7/19 S. 6).
Klinisch-neurologisch und
myographisch
finde sich kein Hinweis für eine lumbale
Radikulopathie
links. Die
Tibialis
-SEP seien wie bei der Vorableitung im Juni 2015 normal. Eine spinale Impulsleitungsstörung liege daher nicht vor. Die Diskrepanz zwischen Zehenspitzen- und Fersengang sowie der hochgradigen «Pares
e» der linken Beinmuskeln würde
auf eine Symptomausweitung hindeuten. Insgesamt zeige sich kein neurologisches Substrat für die geklagten Beschwerden (Urk. 7/19 S. 7).
3.
4
Im Bericht des
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt FMH für Innere Medizin, vom April 2016, wurden folgende Diagnosen aufgeführt (Urk. 7/19 S. 1):
-
Rezidivhernie
L5/S1 links, dokumentiert LWS-MRI 12/2/16
-
bei Status nach DH-OP mit Dekompression S1 und S2 links 8/2015
-
mit sensomotorischem Ausfallsyndrom S1 links ohne sicheres elektro
physiologisches Korrelat
-
Diabetes mellitus Typ II
-
Status nach Depressionen ohne psychiatrische Interventionen
Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, der Versicherte sei vom 2. November bis 14. Dezember 2015 vollständig arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 1
5.
Dezember 2015 sei er zu 50
%
arbeitsfähig (Urk. 7/19 S. 2).
3.5
Im Bericht des
Dr
.
Y.___
vom Oktober 2016 wurden folgende Diagnosen genannt (Urk. 7/30 S. 1):
-
Rezidivdiskushernie
L5/S1 links
-
Status nach zweimaliger Voroperation 09/15 und 05/16
Es liege ein erneutes Rezidiv einer Diskushernie L5/S1 links vor. Es wäre für den 4. Oktober 2016 eine Operation geplant gewesen, der Patient habe sich dafür je
doch noch nicht bereit gefühlt, weshalb der Termin abgesagt worden sei (Urk. 7/30
S. 1).
3.6
Im Bericht des
Dr.
med.
A.___
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, und
Dr.
med.
B.___
vom 2. Dezember 2016 wurden folgende Diagnosen aufgeführt (Urk. 7/32 S. 8):
-
schmerzhafte und sensomotorische S1-Radikulopathie links mit/bei:
-
Rezidivdiskushernie
L5/S1 mit Kompression
der Nervenwurzel S1 links und Einengung des Spinalkanals
-
Status nach Dekompression 09/2015 und 05/2016
-
Diabetes mellitus Typ II
Der postoperative Verlauf habe sich komplikationslos gestaltet. Die präoperativen Symptome hätten sich rasch gebessert. Es seien keine neuen sensiblen oder moto
rischen Defizite aufgetreten (Urk. 7/32 S. 8).
3.7
Im Bericht des
Dr
.
A.___
sowie des
Dr.
med.
C.___
vom 19. April 2017 wurden die gleichen Diagnosen wie im Vorbericht genannt (Urk. 7/37 S. 6).
Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, der Versicherte sei in seiner ange
stammten Tätigkeit vom 27. November 2016 bis 29. Januar 2017 zu 100 % arbeits
unfähig. Vom 3
0.
Januar bis 26. Februar 2017 sei er zu 50
%
arbeitsfähig. Ab dem 27. Februar 2017 sei er zu 100
%
arbeitsfähig (Urk. 7/37 S. 7-8).
3.8
Am 9. Mai 2017 nahm
Dr.
med.
D.___
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, für den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) Stellung. Er führte folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 7/40 S. 5):
-
radikuläres
Reiz- und sensomotorisches Ausfallsyndrom S1 links bei Rezidiv einer
Diskusprotrusion
L5/S1 links bei Status nach mikro
chi
rur
gischer Dekompression L5/S1 beidseits mit Wurzeldekompression S1 und S2 links (OP: 29.8.2015), Status nach mikrochirurgischer Redekomp
res
sion L5/S1 links mit Diskektomie und
Neurolyse
(OP: 31.5.2016), Status nach mikrochirurgischer Redekompression L5/S1 links mit Diskektomie und
Neurolyse
(OP: 28.11.2016)
Der Versicherte könne aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen keine regelmässigen mittelschweren bis schweren Tätigkeiten mehr ausüben. Auch Überkopfarbeiten und ausschliesslich stehende Tätigkeiten seien ihm nicht zu
mutbar. Hingegen könne er leichte Tätigkeiten in Wechselbelastung, auch mit gelegentlichem Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, ohne Verharren in Zwangshaltungen und ohne die Notwendigkeit, Leitern oder Gerüste erklimmen zu müssen, verrichten
(Urk. 7/40 S. 5-6).
Der Versicherte sei
sowohl in angestammter als auch
in angepasster Tätigkeit vom 1
5.
März bis 1
4.
Dezember 2015 vollständig arbeitsunfähig gewesen. Vom 15. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016 habe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestan
den. Dann habe sich der Gesundheitszustand des Versicherten verschlechtert, sodass er vom
1.
Juni bis 17. Juli 2016 vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. Ab dem 1
8.
Juli bis 4. September 2016 sei von einer 75%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Vom 5. September 2016 bis 2
9.
Januar 2017 sei er wiederum zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen. Vom 30. Januar bis 2
6.
Februar 2017 sei er zu 50
%
arbeitsfähig gewesen und seit dem 2
7.
Februar 2017 sei er
in angepasster Tätigkeit
wieder vollständig arbeitsfähig (Urk. 7/40 S. 6).
4.
Der RAD-Arzt stütz
t
e sich bei seiner Beurteilung auf die B
erichte der behan
delnden Ärzte und folgte deren Einschätzung vollständig.
In den Akten finden sich keine medizinischen Berichte, die Zweifel an der Einschätzung von Dr.
D.___
aufkommen lassen würden. Der Beschwerdeführer legte denn auch nicht dar, inwiefern die Beurteilung von
Dr.
D.___
fehlerhaft sein könnte. Er wies lediglich darauf hin, dass er seit März 2015 unter Rückenschmerzen leide und deshalb seine Stelle verloren habe, was die IV-Stelle ausser Acht gelassen habe (Urk. 1). Aufgrund der Akten sowie der übereinstimmenden Einschätzung aller Ärzte steht ausser Frage, dass der Beschwerdeführer in einer rückenbe
lastenden Tätigkeit dauerhaft arbeitsunfähig ist. Dies schliess
t
jedoch eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit nicht aus
. Da sowohl die behandelnden Ärzte als auch der RAD-Arzt zum Schluss kamen, der Beschwerdeführer sei seit 27. Februar 2017 in einer angepassten, rückenschonenden Tätigkeit vollständig arbeitsfähig, ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle auf diese Beurteilung abstellte.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid
geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5
.
2
D
en Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesund
heitsschadens i
m Jahr 2014 ein Jahreseinkommen von Fr. 52'346.--
erzielte (IK-Auszug,
Urk.
7/9 S. 1).
Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Jahr 201
7
ein an die Entwick
lung der Nominallöhne für männliche Arbeitskräfte von 2‘
220
Punkten im Jahr 20
14
auf 2‘2
4
9 Punkte im Jahr 201
7
angepasstes
Valideneinkommen
von rund
Fr.
5
3’030
.-- (
Fr.
52'346.-- /
2’220
x 2‘2
4
9) erzielt hätte (vgl. die auf der Website des Bundesamtes für Statistik [www.bfs.admin.ch] unter „Statistiken finden“ unter der Rubrik „03 – Arbeit und Erwerb“ und der Unterrubrik „Löhne, Erwerbs
einkommen und Arbeitskosten“ publizierten Lohnentwicklungsdaten). Damit ist dem Einkommensvergleich ein
Valideneinkommen
in dieser Höhe zugrunde zu legen.
5.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerb
lichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange
zogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Brutto
löhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwen
dung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schni
tts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und
berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kun
g
en auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch
auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnitt
l
ichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzel
fall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invaliden
einkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist vorliegend ein statistischer
Tabellenlohn heranzuziehen. Aufgrund des Tätigkeitprofils, welches dem Be
schwer
de
führer noch zumutbar ist, ist vom nicht nach Branchen differenzierten standardisierten monatlichen Bruttolohn für männliche Arbeitskräfte an Arbeits
plätzen des Kompetenzniveaus 1 von Fr.
5‘312
.-- auszugehen. Aufgerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsab
tei
lungen, A-S) und angepasst an die Entwicklung der Nominallöhne für männliche Arbeitskräfte
von 2‘
220
Punkten im Jahr 201
4
auf 2‘2
4
9 Punkte im Jahr 201
7
(vgl. die auf der Website des Bundesamtes für Statistik [www.bfs.admin.ch] unter „Statistiken finden“ unter der Rubrik „03 – Arbeit und Erwerb“ und der Unter
rubrik „Löhne, Erwerbseinkommen und Arbeitskosten“ publizierten Lohnentwick
lungsdaten) ergibt dies ein Bruttoeinkommen von rund Fr.
67‘321
.-- (Fr. 5‘312.--
/ 40 x 41,7 x 12 / 2‘
220
x 2‘2
4
9
).
Angesichts der nur noch beschränkten Einsatzfähigkeit des Beschwerdeführers
aufgrund seiner Beschwerden rechtfertigt sich ein Abzug vom errechneten Jahre
s
einkommen im Umfang von
10
%
. Weitere persönliche oder berufliche Merk
male, welche sich auf die Lohnhöhe im Kompetenzniveau 1 auswirken könnten, sind nicht ersichtlich. Es resultiert ein Invalideneinkommen von rund
Fr.
60’589
.-- (
Fr.
67’321
.-- x 0.
9
).
5
.4
Bei einem Invalideneinkommen von
Fr.
60’589
.-- resultiert im Vergleich zum
Valideneinkommen
von Fr.
53’030.
-- keine Erwerbseinbusse, weshalb ein Inva
lidi
tätsgrad von 0 % besteht.
6
.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass
die
Verfügung
der IV-Stelle
vom
27.
Juni 2017 im Resultat nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist
daher
abzuweisen.
7
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
5
00.-
-
festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und a
usgangsgemäss
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
500
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstCuriger