# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d205677-56e5-5616-961f-048d74a1b6d8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 03.06.2014 SB140093
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140093_2014-06-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    

 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB140093-O/U/hb 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, und lic. iur. Burger, der  

Ersatzoberrichter lic. iur. Ernst sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. 

Oswald 

 

Urteil vom 3. Juni 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  
Anklägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin 

 

betreffend mehrfache versuchte schwere Körperverletzung   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung, vom 
31. Oktober 2013 (DG130149) 

 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 25. April 

2013 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 27). 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von 

Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2. Auf die Anklage betreffend Hausfriedensbruch wird nicht eingetreten. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und 

mit heute 589 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden 

sind. 

4. Es wird vorgemerkt, dass die Privatkläger und der Beschuldigte bezüglich 

Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren Vereinbarungen abgeschlossen 

haben. 

5. Die von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich mit Verfügung vom 

25. April 2012 beschlagnahmte Wodkaflasche (SK 9483) wird dem Geschä-

digten B._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausge-

geben und ansonsten nach Ablauf einer Frist von drei Monaten durch die 

Lagerbehörde vernichtet. 

6. Die von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich mit Verfügung vom 

18. April 2012 beschlagnahmten Gegenstände (Jacke und diverse Ausweis-

karten, SK 9480) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft 

auf erstes Verlangen herausgegeben und ansonsten nach Ablauf einer Frist 

von drei Monaten durch die Lagerbehörde vernichtet. 

 

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7. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 4'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 19'417.–   Auslagen Vorverfahren; 

Fr. 420.–   Kosten Kantonspolizei; 

Fr. 7'000.–   Gebühr Anklagebehörde. 

8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten 

auferlegt, aber zur Hälfte abgeschrieben. 

9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Prot. II S. 14 f., sinngemäss) 

1. Es sei auf die Anschlussberufung nicht einzutreten. 

2. Eventualiter sei die Anschlussberufung abzuweisen. 

3. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der mehrfachen versuchten schwe-

ren Körperverletzung i.S.v. Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB 

freizusprechen. 

4. Der Beschuldigte sei für die von ihm zu Unrecht erstanden Haft ange-

messen zu entschädigen. 

5. Eventualiter – im Falle eines Schuldspruchs – sei der Beschuldigte mit 

einer bedingten Strafe von maximal 2 ½ Jahren zu bestrafen, wobei 

der aufzuschiebende Teil 1 ½ Jahre betragen soll, wobei die Probezeit 

für den aufzuschiebenden Teil auf 3 Jahre festzusetzen und die bereits 

erstandene Haft anzurechnen sei. 

- 4 - 

6. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich der Beschuldigte seit dem 

26.10.2012 im vorzeitigen Strafvollzug befindet. 

7. Die beschlagnahmte schwarze Jacke sowie die verschiedenen diver-

sen beschlagnahmten Ausweiskarten seien dem Beschuldigten her-

auszugeben. 

8. Die Kosten für Untersuchung, Verfahren und Verteidigung seien auf die 

Staatskasse zu nehmen, eventualiter – im Fall eines Schuldspruchs – 

dem Beschuldigten nur teilweise aufzuerlegen, wobei die Gebühr für 

das Vorverfahren von CHF 26'837.– auf maximal CHF 2'500.– zu redu-

zieren sei. 

9. Der Beschuldigte sei mit dem heutigen Tag aus der Haft zu entlassen. 

 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates. 

b) Der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich: 

(Urk. 87 S. 1) 

1. Ziffer 3 des Dispositivs des Urteils der Vorinstanz sei aufzuheben und 

der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren zu bestra-

fen. 

2. Die erstandene Haft sei auf die ausgefällte Freiheitsstrafe anzurechnen 

und es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Beschuldigte sich seit 

dem 26.10.2012 im vorzeitigen Strafvollzug befindet. 

3. Im Übrigen sei das Urteil der Vorinstanz zu bestätigen. 

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Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte und Prozessuales 

 1. Der Beschuldigte A._____ wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 

4. Abteilung, vom 31. Oktober 2013 der mehrfach versuchten schweren Körper-

verletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB 

schuldig gesprochen. Auf die Anklage betreffend Hausfriedensbruch wurde nicht 

eingetreten. Er wurde mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, abzüglich 589 Tage, 

welche durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug erstanden waren, bestraft. Aus-

serdem wurde vorgemerkt, dass die Privatkläger und der Beschuldigte bezüglich 

Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren Vereinbarungen abgeschlossen ha-

ben. Sodann wurde die Herausgabe, allenfalls Vernichtung der beschlagnahmten 

Wodka-Flasche des Geschädigten B._____ sowie der beschlagnahmten Gegen-

stände (Jacke und diverse Ausweiskarten) des Beschuldigten angeordnet (Urk. 

73). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz festhielt, dass die 

Geschädigten aufgrund ihrer Desinteressementserklärungen und der Einigung mit 

dem Beschuldigten über ihre Zivilansprüche ihre Stellung als Privatkläger und 

somit ihre Rechte als Partei im Verfahren verloren haben (Urk. 73 S. 4 f.). 

 Das vorinstanzliche Urteil wurde dem Beschuldigten und der Staatsanwalt-

schaft am 31. Oktober 2013 mündlich eröffnet und im Dispositiv übergeben 

(Prot. I S. 24, Urk. 59). Mit Eingabe vom 6. November 2013 meldete der Beschul-

digte fristgerecht die Berufung an (Urk. 65). Das begründete Urteil wurde der 

Staatsanwaltschaft am 14. Februar 2014 und dem Beschuldigten am 18. Februar 

2014 zugestellt (Urk. 71/1-2). 

 Mit Eingabe vom 5. März 2014 reichte die Verteidigung des Beschuldigten 

fristgerecht die Berufungserklärung ein (Urk. 75/1). Die Staatsanwaltschaft erhob 

mit Schreiben vom 27. März 2014 Anschlussberufung (Urk. 82). Beweisergän-

zungen wurden keine beantragt. 

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 2. Die Berufung hat im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung 

(Art. 402 StPO). Die nicht von der Berufung erfassten Punkte erwachsen in 

Rechtskraft (Schmid, StPO Praxiskommentar, Art. 402 N 1; Art. 437 StPO). 

 Der Beschuldigte beantragte in seiner Berufungserklärung einen Freispruch 

vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung und dass auf die Ankla-

ge im Übrigen nicht einzutreten sei. Aus seinen Anträgen geht weiter hervor, dass 

die Dispositivziffern 2, 4, 5 und 6 nicht angefochten sind (Urk. 75/1 S. 1). Die 

Staatsanwaltschaft beschränkte ihre Anschlussberufung auf die Strafzumessung 

(Dispositivziffer 3) (Urk. 82). Damit ist festzustellen, dass das Urteil des Bezirks-

gerichts Zürich, 4. Abteilung, vom 31. Oktober 2013 bezüglich der Dispositivziffern 

2 (Nichteintreten), 4 (Vormerknahme bezüglich Vereinbarung mit Privatklägern), 5 

und 6 (Herausgabe bzw. Vernichtung beschlagnahmter Gegenstände) in Rechts-

kraft erwachsen ist. 

 3. Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung liessen die Parteien die 

eingangs erwähnten Anträge stellen. 

 4. Die Verteidigung beantragte, auf die Anschlussberufung der Staatsan-

waltschaft nicht einzutreten, da sie in der Anklageschrift bzw. vor Vorinstanz die 

Bestrafung des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und nun mit 

einer solchen von 4 ½ Jahren beantrage (Prot. II S. 14 f.). Gemäss Art. 379 StPO 

in Verbindung mit Art. 337 Abs. 2 StPO ist die Staatsanwaltschaft auch im Beru-

fungsverfahren nicht an die in der Anklage gestellten Anträge gebunden. Deshalb 

führt die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft im Berufungsverfahren von ihren 

in der Anklageschrift gestellten Anträgen abweicht, nicht dazu, dass auf die An-

schlussberufung nicht eingetreten werden könnte. 

 Eine Verletzung des Anklageprinzips wurde von der Verteidigung im Beru-

fungsverfahren nicht mehr gerügt. Eine solche ist ohnehin nicht ersichtlich, wie die 

Vorinstanz in ihren Erwägungen zutreffend ausgeführt hat (vgl. Urk. 73 S. 5 f.). 

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II. Sachverhalt 

 1. Dem Beschuldigten wird im Hauptdossier (HD) zusammengefasst vor-

geworfen, am 30. Januar 2012, ca. 21.10 Uhr die Wohnung des Geschädigten 

B._____ betreten und diesem die Faust ins Gesicht geschlagen zu haben, sodass 

dieser nach hinten getorkelt und im Korridor zu Boden gegangen sei. Dadurch 

habe er dem Geschädigten an der Schulter eine Prellung und eine Rötung zuge-

fügt. Dann habe der Beschuldigte eine grosse Champagnerschale nach dem Ge-

schädigten geworfen, wobei er ihn aber nicht richtig getroffen habe. Sodann habe 

der Beschuldigte eine massive Wodka-Flasche behändigt und sie dem Geschä-

digten mehrere Male heftig gegen den Kopf geschlagen, sodass der Geschädigte 

zwei Beulen an der Stirn und zwei Beulen über dem linken Ohr erlitten habe, die 

mehrere Wochen sichtbar geblieben seien. Der Geschädigte habe versucht, sich 

zu schützen und sich zu wehren, wobei der Beschuldigte ihn mit der Wodka-

Flasche am Knie getroffen habe. Durch diesen und im Wissen um die Folgen des 

durchgeführten Angriffs habe der Beschuldigte dem Geschädigten erhebliche 

Schmerzen zugefügt, dies vor allem am Jochbein und am Kopf bei den erwähnten 

Beulen, am stärksten jedoch am Knie. Der Geschädigte habe wegen der Schmer-

zen 2 bis 3 Tage Schmerztabletten einnehmen müssen. Der Beschuldigte habe 

bei seinem Vorgehen dem Geschädigten erhebliche Schmerzen zufügen wollen, 

ihn verletzen wollen und habe in Kauf genommen, dass die massiven Schläge mit 

der Wodka-Flasche gegen den Kopf zu lebensgefährlichen Verletzungen führen 

könnten, welche Gefahr gross gewesen und was ihm egal gewesen sei. Tatsäch-

lich seien die Verletzungen des Geschädigten nicht lebensgefährlich gewesen. 

 Im Nebendossier 3 (ND3) wird dem Beschuldigten vorgeworfen, am 3. März 

2012, ca. 20.00 Uhr aus dem McDonald's herausgetreten zu sein und dem unbe-

teiligten und darauf überhaupt nicht vorbereiteten Geschädigten C._____ mit vol-

ler Wucht die Faust ins Gesicht geschlagen zu haben, sodass dieser eine bluten-

de Rissquetschwunde an der Oberlippe links erlitten habe, zu Boden gegangen 

und mit dem Kopf auf dem Boden aufgetroffen sei, sodass er bewusstlos liegen 

geblieben sei und eine Gehirnerschütterung erlitten habe. Der Geschädigte habe 

ambulant im Spital behandelt werden müssen und habe eine Amnesie für die Tat-

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zeit erlitten. Sodann sei er eine Woche arbeitsunfähig gewesen. Als der Beschul-

digte den Geschädigten mit voller Wucht mit der Faust ins Gesicht geschlagen 

habe, seien ihm die Folgen bewusst gewesen und er habe ihn verletzen wollen. 

Sodann habe er in Kauf genommen, dass der Geschädigte zu Boden gehe, mit 

dem Kopf auf der Strasse aufschlage und eine lebensgefährliche Kopfverletzung 

erleide, welche Gefahr gross gewesen sei. Tatsächlich seien keine lebensgefähr-

lichen Hirnblutungen aufgetreten. 

 2. Der Beschuldigte hat den äusseren Sachverhalt des HD, d.h. den An-

klagevorwurf in objektiver Hinsicht im Wesentlichen eingestanden (HD 6/6 S. 2 f., 

Urk. 53 S. 11 f., Prot. II S. 12 f.). Einzig die Heftigkeit des Schlages mit der Wod-

kaflasche anerkannte er nicht (HD 6/6 S. 7). Auch die Verteidigung bestritt anläss-

lich der Berufungsverhandlung, dass aufgrund der Lage des Opfers mit einer 

grösseren Wucht zu rechnen gewesen sei. Sodann gebe es Beulen am Kopf rela-

tiv bald, also nicht nur, wenn mit grosser Wucht zugeschlagen werde. Dass der 

Beschuldigte trainiert sei, bedeute ebenfalls nicht, dass fest zugeschlagen worden 

sei (Prot. II S. 17). Den äusseren Sachverhalt bezüglich ND3 hat der Beschuldigte 

vollumfänglich eingestanden (HD 6/3 S. 12 f., HD 6/6 S. 4 und S. 8, HD 53 S. 7, 

Prot. II S. 12). Die Verteidigung machte vor Vorinstanz jedoch geltend, der ange-

trunkene Geschädigte habe sich unkontrolliert bewegt, als der Beschuldigte an 

ihm vorbei gegangen sei, weshalb dieser einen vermeintlichen Angriff befürchtet 

habe (Urk. 55 S. 10). Sodann zog sie die Intensität des Schlages in Zweifel (Urk. 

55 S. 10 i.V.m. Prot. I S. 12 Ergänzung 11). In subjektiver Hinsicht bestreitet der 

Beschuldigte bezüglich beider Sachverhalte hingegen, eine schwere Körperver-

letzung in Kauf genommen zu haben (HD 6/6 S. 7 f., HD 6/8, HD 53 S. 7, S. 9 und 

S. 12). 

 3. Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass der eingeklagte Sachver-

halt erstellt sei. Zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen kann vorab auf diese 

zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 82 

Abs. 4 StPO; Urk. 73 S. 9 ff.). Die nachfolgenden Ausführungen stellen in erster 

Linie Hervorhebungen und Präzisierungen dar. 

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 4. Der eingeklagte Sachverhalt bzw. die Erkenntnisse der Vorinstanz be-

treffend das Hauptdossier beruhen insbesondere auf den Aussagen des Beschul-

digten und des Geschädigten B._____, welche im vorinstanzlichen Urteil wieder-

gegeben wurden (vgl. Urk. 73 S. 9 f.). Als weitere Beweismittel liegen eine Foto-

dokumentation der Verletzungen des Geschädigten (HD 3), ein ärztlicher Kurzbe-

richt (HD 8/1) und ein ärztlicher Befund (HD 8/6) vor. Zusammenfassend und teil-

weise ergänzend kann Folgendes festgehalten werden: 

 4.1. Was die Heftigkeit des Schlages mit der Wodka-Flasche betrifft, so 

führte der Beschuldigte vor Vorinstanz aus, er habe den Geschädigten nicht 

schwer verletzen wollen. Er habe nicht mit voller Wucht zugeschlagen (Urk. 53 

S. 12). 

 4.2. Der Geschädigte beschrieb die Bewegung des Beschuldigten, als die-

ser mit der Wodka-Flasche schlug, folgendermassen: "Er holte mit dem Arm, in 

dessen Hand er die Flasche hielt, nach oben aus und schlug sie schwungvoll 

nach unten auf mich." (HD 5/2 S. 9). 

 4.3. Auf den Fotos des Geschädigten sind die Beulen an seinem Kopf er-

sichtlich, welche er durch die Schläge mit der Flasche erlitt (HD 3). Aus dem ärzt-

lichen Kurzbericht vom 31. Januar 2013 geht sodann hervor, dass der Geschädig-

te mehrere Prellmarken am Schädel (zwei Beulen frontal links am Haaransatz und 

zwei Beulen über dem rechten Ohr) sowie am Jochbogen erlitt (HD 8/1). Im ärztli-

chen Befund vom 15. Juni 2012 wurde ausgeführt, dass beim Geschädigten unter 

anderem eine Prellung des Schädels diagnostiziert worden sei. Auffällig seien 

mehrere Prellmarken am Schädel gewesen sowie Prellmarken am Jochbogen. 

Diese Verletzungen seien unfallkausal zu den Angaben des Geschädigten, mittels 

einer Wodka-Flasche attackiert worden zu sein (HD 8/6). 

 4.4. Aufgrund der glaubhaften Beschreibung des Geschädigten und dem 

Verletzungsbild muss davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte die 

Wodka-Flasche heftig gegen den Kopf des Geschädigten schlug. Entgegen der 

Auffassung der Verteidigung vor Vorinstanz kann aufgrund der Verletzungen nicht 

darauf geschlossen werden, dass die Schläge nicht heftig waren, weil die Verlet-

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zungen sonst deutlich ernsthafter ausgefallen wären (vgl. Urk. 55 S. 7). Vielmehr 

zeugen diese doch deutlich sichtbaren und für den Geschädigten schmerzhaften 

Prellungen am Kopf von einer Heftigkeit der Schläge. Dies ist bei Schlägen mit ei-

ner massiven 1-Liter Wodka-Glasflasche (HD 1 S. 3) auch ohne Weiteres nach-

vollziehbar. Der Sachverhalt ist auch diesbezüglich erstellt. 

 4.5. Unter Hinweis auf die Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 73 S. 12), 

wonach der subjektive Sachverhalt fast untrennbar mit dessen rechtlichen Würdi-

gung verknüpft ist, macht es vorliegend Sinn, den inneren Vorgang des Beschul-

digten bzw. das Vorliegen des - bestrittenen - Eventualvorsatzes unter dem Titel 

der rechtlichen Würdigung zu prüfen. 

 5. Der eingeklagte Sachverhalt bzw. die Erkenntnisse der Vorinstanz be-

treffend das Nebendossier beruhen insbesondere auf den Aussagen des Be-

schuldigten, des Zeugen D._____ und der Zeugin E._____ sowie des Geschädig-

ten C._____, welche im vorinstanzlichen Urteil wiedergegeben wurden (vgl. 

Urk. 73 S. 13 ff.). Als weitere Beweismittel liegen ein ärztlicher Kurzbericht (ND 

3/11/1), ein ärztlicher Befund (ND 3/11/7) und eine Aufzeichnung der Videoüber-

wachung des Restaurants McDonald's (ND 3/5 und ND 3/6), auf welcher die Tat 

allerdings nicht zu sehen ist, vor. Zusammenfassend und teilweise ergänzend 

kann Folgendes festgehalten werden: 

 5.1. Der Beschuldigte führte aus, sich nicht mehr genau an den Vorfall vom 

3. März 2012 erinnern zu können, da er ziemlich angetrunken gewesen sei. Er 

bestätigte jedoch, den Geschädigten mit der Faust an den Kopf geschlagen zu 

haben (HD 6/3 S. 13). Er konnte nicht erklären, wieso er das getan hatte (HD 6/3 

S. 12). Als Grund nannte er später den Alkoholeinfluss (HD 6/6 S. 5, HD 6/7 S. 2 

f.). Erst in der Einvernahme vom 18. April 2013, also über ein Jahr nach dem Vor-

fall, führte er aus, die Mimik und Gestik des Geschädigten fälschlicherweise als 

bedrohlich betrachtet zu haben (HD 6/7 S. 3). Vor Vorinstanz und anlässlich der 

Berufungsverhandlung wiederholte er, dass er an jenem Abend viel getrunken 

habe und er sich nicht mehr genau erinnern könne (Urk. 53 S. 7, Prot. II S. 12). 

Dass er eine Bewegung des Geschädigten falsch verstanden hätte, machte er 

nicht mehr geltend. 

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 5.2. Der Geschädigte erlitt eine Amnesie für die Tatzeit und konnte sich nur 

noch daran erinnern, wie er vor dem McDonald's wartete und wie dann die Polizei 

und andere Leute bei ihm standen. Er sei erst im Krankenhaus wieder richtig zu 

sich gekommen. Er sei am betreffenden Abend angetrunken, aber nicht betrunken 

gewesen (HD 9/1 S. 1 f., HD 9/2 S. 3 f.). 

 5.3. Der Zeuge D._____ führte bei der Polizei aus, der Beschuldigte habe 

den McDonald's verlassen und einfach den Geschädigten im Freien runterge-

schlagen. Er habe die Tat einfach "so im Fluss" während des Laufens begangen. 

Der Beschuldigte habe mit einer enormen Wucht zugeschlagen. Dabei habe er 

stark zum Schlag ausgeholt. Der Geschädigte sei durch die Luft gefallen, auf den 

Boden geknallt und habe sich nicht mehr bewegt. Es habe keinen Grund für den 

Schlag gegeben (ND 3/10/1 S. 2 f.). Bei der Staatsanwaltschaft wiederholte der 

Zeuge D._____, dass der Beschuldigte den Geschädigten niedergeschlagen habe 

und zwar heftig (HD 3/10/3 S. 4). 

 5.4. Die Zeugin E._____ war dem Beschuldigten im McDonald's, wo sich 

dieser aggressiv verhielt, begegnet, konnte aber nichts über den Vorfall vor dem 

McDonald's aussagen (ND 3/10/4-5). 

 5.5. Aus dem ärztlichen Kurzbericht vom 4. März 2012 ergibt sich, dass der 

Geschädigte bewusstlos wurde und an einer Amnesie bezüglich des Vorfalls so-

wie einer Gehirnerschütterung litt sowie eine Rissquetschwunde im Bereich der 

Oberlippe aufwies (ND 3/11/1). Im ärztlichen Befund vom 2. Juli 2012 wurde 

ebenfalls ausgeführt, dass der Geschädigte eine Gehirnerschütterung und eine 

Rissquetschwunde an der Oberlippe erlitt (ND 3/11/7). 

 5.6. Gestützt auf die Aussagen der Zeugen und des Geschädigten liegen 

keine Hinweise vor, dass sich der Geschädigte vor dem McDonald's dahingehend 

bewegt oder verhalten hätte, dass der Beschuldigte Anlass gehabt hätte, mit ei-

nem Angriff zu rechnen. Selbst der Beschuldigte erwähnte dies nur einmal und 

erst über ein Jahr nach dem Vorfall. Er führte wiederholt aus, dass er sich kaum 

an den Vorfall erinnere, weshalb es unglaubhaft ist, dass er sich plötzlich an eine 

Mimik oder Gestik zu erinnern vermag, welche er falsch interpretiert haben könn-

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te. Diese Aussage ist vielmehr als Schutzbehauptung oder Erklärungsversuch für 

sein Verhalten zu erachten und kann nicht als erstellt gelten. 

 Was die Heftigkeit des Faustschlags betrifft, so spricht allein die Tatsache, 

dass der Geschädigte zu Boden fiel und dabei das Bewusstsein verlor und eine 

Gehirnerschütterung erlitt, für eine solche. Dies wird auch durch die dem Geschä-

digten entstandene Rissquetschwunde an der Oberlippe untermauert. D._____ 

konnte bezeugen, dass der Beschuldigte zum Schlag ausgeholt und mit einer 

enormen Wucht zugeschlagen hatte. Unter diesen Umständen ist erstellt, dass 

der Beschuldigte mit voller Wucht zuschlug. 

 Unter Hinweis auf die Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 73 S. 17) macht es 

vorliegend Sinn, den inneren Vorgang des Beschuldigten bzw. das Vorliegen des 

- bestrittenen - Eventualvorsatzes unter dem Titel der rechtlichen Würdigung zu 

prüfen. 

III. Rechtliche Würdigung 

 1. Die Vorinstanz würdigte das Verhalten des Beschuldigten als mehrfach 

versuchte schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung 

mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

 2. Die Verteidigung bestreitet die rechtliche Würdigung durch die Vor-

instanz. Sie führte in der Berufungserklärung aus, die Pauschalisierung durch die 

Vorinstanz, wonach der Täter, welcher dem Opfer mit einer Glasflasche auf den 

Kopf schlage respektive einen Faustschlag an den Kopf verpasse, immer damit 

rechnen müsse, es könne eine schwere Körperverletzung eintreten, sei es durch 

den Schlag, sei es, dass das Opfer in unkontrollierter Weise umfalle und sich 

durch den Aufprall eine solche zuziehe, greife zu kurz. Vielmehr gelte es, dem 

Einzelfall Beachtung zu schenken (Urk. 75/1 S. 4). Anlässlich der Berufungsver-

handlung ergänzte die Verteidigung, die Folgerung der Vorinstanz, dass der Be-

schuldigte die Wirkung des Schlages nicht hätte dosieren können, sei eine willkür-

liche Annahme (Prot. II S. 17). 

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 3. Die rechtliche Würdigung durch die Vorinstanz erweist sich als zutref-

fend. Um Wiederholungen zu vermeiden, kann vorab auf die ausführlichen vor-

instanzlichen Erwägungen verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StGB; Urk. 73 S. 18 

ff.). Die nachfolgenden Ausführungen stellen in erster Linie Hervorhebungen und 

Präzisierungen dar. 

 Der Beschuldigte fügte dem Geschädigten B._____ eine Prellung des rech-

ten Knies sowie eine Prellung des Schädels zu. Davon geriet der Geschädigte 

nicht in unmittelbare Lebensgefahr und es gab keine bleibende Schäden (vgl. HD 

8/6). Deshalb wurde Art. 122 StGB nicht als vollendetes Delikt erfüllt. Der Ge-

schädigte C._____ erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Rissquetschwunde an 

der Oberlippe. Aufgrund der Verletzungen mit Gehirnerschütterung bestand zu 

keinem Zeitpunkt eine unmittelbare Lebensgefahr, bei einer Gehirnerschütterung 

liegt aber grundsätzlich eine nahe lebenswichtige Struktur am Verletzungsort. 

Hinweise auf bleibende Schäden liegen keine vor (vgl. ND 3/11/7). Daher wurde 

auch diesbezüglich Art. 122 StGB nicht als vollendetes Delikt erfüllt. 

 In subjektiver Hinsicht ist die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu beach-

ten, wonach die rechtliche Qualifikation von Körperverletzungen als Folge von 

Faustschlägen von den konkreten Tatumständen abhängt. Massgeblich sind ins-

besondere die Heftigkeit des Faustschlags und die Verfassung des Opfers (vgl. 

BGer 6B_388/2012 vom 12. November 2012 E. 2.4.2). Dies muss auch für den 

Schlag mit einer Flasche gelten. 

 Was einen Schlag bzw. mehrere Schläge mit einer Flasche gegen den Kopf 

des Opfers betrifft, so ist allgemein bekannt, dass dies zu lebensgefährlichen Ver-

letzungen (so insbesondere schweren Hirnverletzungen) führen kann. Dies muss-

te auch dem Beschuldigten ohne Weiteres bewusst sein. Sodann erscheint der 

Grad der Pflichtwidrigkeit des Handelns des Beschuldigten sowie des Risikos der 

Verwirklichung schwerer Verletzungsfolgen im Vergleich zu einem Faustschlag 

deutlich erhöht, schlug er doch mit einer massiven Wodka-Flasche auf den Kopf 

des Geschädigten B._____. Der Geschädigte, für welchen der erste Faustschlag 

unvorbereitet kam, lag bereits mit einer geprellten Schulter am Boden, als ihm der 

ihm körperlich überlegene Beschuldigte mit der Wodka-Flasche heftige Schläge 

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auf den Kopf verpasste. In dieser Situation konnte der Geschädigte die Schläge 

kaum abwehren. Da die Schläge mit einer Wodka-Flasche erfolgten, war das Ri-

siko, dabei eine Kopfverletzung zu erleiden, erhöht. Die inneren und äusseren 

Umstände erweisen sich vorliegend dergestalt, dass nur ein Schluss auf ein wil-

lentliches Handeln des Beschuldigten unter Inkaufnahme schwerer Verletzungs-

folgen für den Geschädigten B._____ gezogen werden kann (vgl. BGer 

6B_388/2012 vom 12. November 2012 E. 2.2.2). 

 Es ist sodann nicht nur allgemein bekannt, sondern war es auch dem Be-

schuldigten bewusst, dass ein kräftiger Schlag ins Gesicht eines Kontrahenten zu 

einem unkontrollierten Sturz auf einen harten Boden und damit zu lebensgefährli-

chen Verletzungen (so insbesondere schweren Hirnverletzungen) führen kann, 

wie sich aus seinen eigenen Aussagen ergibt (Urk. 53 S. 9 f.). Sodann erscheinen 

der Grad der Pflichtwidrigkeit des Handelns des Beschuldigten sowie des Risikos 

der Verwirklichung schwerer Verletzungsfolgen vorliegend deutlich erhöht. Zwar 

ist nicht erstellt, dass der angetrunkene Zustand des Geschädigten C._____ für 

den Beschuldigten erkennbar war, aber der vermeidbare und ohne Anlass erfolgte 

heftige Faustschlag traf den Geschädigten völlig unvorbereitet, so dass ihm keine 

Reaktion oder Abwehrhandlung möglich war. Ausserdem war aufgrund des Tat-

orts die Gefahr, im Falle eines Sturzes auf dem harten Untergrund (Kopfstein-

pflaster) aufzuschlagen und dabei eine Kopfverletzung zu erleiden, erhöht. Bei 

dem mit voller Wucht vom kräftigen Beschuldigten ausgeführten Faustschlag auf 

den darauf unvorbereiteten Geschädigten waren ein unkontrollierter Sturz dessel-

ben und ein Aufschlagen des Kopfs auf dem harten Boden keineswegs ausser-

gewöhnlich. Die inneren und äusseren Umstände erweisen sich vorliegend der-

gestalt, dass nur ein Schluss auf ein willentliches Handeln des Beschuldigten un-

ter Inkaufnahme schwerer Verletzungsfolgen für den Geschädigten C._____ ge-

zogen werden kann (vgl. BGer 6B_388/2012 vom 12. November 2012 E. 2.2.2). 

Kommt hinzu, dass es gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung unter sol-

chen Umständen keine Rolle spielt, dass ein einziger kräftiger Faustschlag nur ei-

ne geringe statistische Wahrscheinlichkeit für lebensgefährliche oder gar tödliche 

Verletzungen mit sich bringt (BGer 6B_388/2012 vom 12. November 2012 E. 

2.2.2). 

- 15 - 

 Der Beschuldigte hat den subjektiven Tatbestand der schweren Körperver-

letzung sowohl betreffend Hauptdossier als auch bezüglich Nebendossier 3 erfüllt. 

Der Beschuldigte tat alles, was für die Erfüllung des Tatbestandes von Art. 122 

StGB nötig war, und es war nur dem Zufall zu verdanken, dass der Erfolg, d.h. die 

Lebensgefahr, nicht eintrat. 

 Zusammenfassend ist der Beschuldigte der mehrfachen versuchten schwe-

ren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 

StGB schuldig zu sprechen. 

IV. Strafzumessung und Vollzug 

1. Die Staatsanwaltschaft beantragte vor Vorinstanz die Bestrafung mit 

einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren (Urk. 27 S. 4, Urk. 54 S. 1). Mit ihrer An-

schlussberufung beantragte sie, dass der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe 

von 4 ½ Jahren zu bestrafen sei (Urk. 82 S. 1, Urk. 87 S. 1). Die Verteidigung 

stellte hingegen den Eventualantrag, den Beschuldigten - im Falle eines Schuld-

spruchs - mit einer Freiheitsstrafe von 2 ½ Jahren zu bestrafen (Urk. 75/1 S. 2, 

Prot. II S. 14). 

2. Die Vorinstanz hat den Strafrahmen korrekt abgesteckt und die gesetz-

lichen Zumessungsregeln wie auch die hier massgeblichen belastenden und ent-

lastenden Faktoren zutreffend dargelegt. Um unnötige Wiederholungen zu ver-

meiden, kann vorab auf diese Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwie-

sen werden (Urk. 73 S. 27 ff.). 

 3. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzun-

gen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der 

Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das 

Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei 

ist es an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 

StGB). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist bei der Bildung einer Ge-

samtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB vorab der Strafrahmen für die schwerste 

Straftat zu bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe für die schwerste Tat inner-

- 16 - 

halb dieses Strafrahmens festzusetzen. Schliesslich ist die Einsatzstrafe unter 

Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips ange-

messen zu erhöhen. Das Gericht hat mithin in einem ersten Schritt gedanklich die 

Einsatzstrafe des schwersten Delikts festzulegen, indem es alle diesbezüglichen 

straferhöhenden und strafmindernden Umstände einbezieht. In einem zweiten 

Schritt hat es die Strafe zu erhöhen, um die weiteren Delikte zu sanktionieren. 

Auch dort muss es den jeweiligen Umständen Rechnung tragen (BGE 

6B_865/2009 vom 25. März 2010 E. 1.2.2). Als schwerste Tat gilt jene, die ge-

mäss abstrakter Strafdrohung des Gesetzes mit der höchsten Strafe bedroht ist 

(BGE 6B_885/2010 vom 7. März 2011 E. 4.4.1). 

 Der psychiatrische Gutachter, PD Dr. med. F._____, gelangte im Gutachten 

vom 19. März 2013 zum Schluss, dass die Einsichtsfähigkeit des Beschuldigten 

bei der Begehung der ihm vorgeworfenen Taten nicht eingeschränkt gewesen sei. 

Zum Zeitpunkt des ihm im HD vorgeworfenen Delikts könne auch keine Beein-

trächtigung der Steuerungsfähigkeit nachvollzogen werden. Dagegen spreche die 

Befundlage dafür, dass zum Zeitpunkt des ihm im ND3 vorgeworfene Delikts die 

Alkoholintoxikation zu einer forensisch relevanten Verminderung der Steuerungs-

fähigkeit beigetragen habe. Für diesen Zeitraum werde eine mittelgradige Minde-

rung der Schuldfähigkeit angenommen (HD 16/14 S. 66 f.). Diese gutachterlichen 

Schlussfolgerungen, die auf einer eingehenden und fundierten Beurteilung beru-

hen, sind ohne Weiteres nachvollziehbar und plausibel. Ausgehend von der ob-

jektiven Tatschwere hat das Gericht das subjektive Tatverschulden zu bewerten. 

Dabei hat es (auch) die verminderte Schuldfähigkeit zu berücksichtigen (BGE 136 

IV 55 E. 5.5 und 5.6). Liegt eine Verminderung der Schuldfähigkeit vor, hat das 

Gericht im Sinne einer nachvollziehbaren Strafzumessung in einem ersten Schritt 

aufgrund der tatsächlichen Feststellungen des Gutachters zu entscheiden, in wel-

chem Umfang die Schuldfähigkeit des Täters in rechtlicher Hinsicht eingeschränkt 

ist und wie sich dies insgesamt auf die Einschätzung des Tatverschuldens aus-

wirkt. Das Gesamtverschulden ist zu qualifizieren und mit Blick auf Art. 50 StGB 

im Urteil ausdrücklich zu benennen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufun-

gen nach Schweregraden auszugehen ist. Hierauf ist in einem zweiten Schritt in-

nerhalb des zur Verfügung stehenden Strafrahmens die (hypothetische) Strafe zu 

- 17 - 

bestimmen, die diesem Verschulden entspricht. Die so ermittelte Strafe kann 

dann gegebenenfalls in einem dritten Schritt aufgrund wesentlicher Täterkompo-

nenten (sowie wegen eines allfälligen blossen Versuchs im Sinne von Art. 22 Abs. 

1 StGB) verändert werden (BGE 136 IV 55 E. 5.7). 

 4. Für die schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB sieht 

das Gesetz eine abstrakte Strafdrohung einer Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren 

oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen vor. Bei den vorliegenden Delikten 

steht die versuchte schwere Körperverletzung gegenüber dem Geschädigten 

C._____ (ND3) im Vordergrund. 

5. Innerhalb des festgelegten Strafrahmens misst das Gericht die Strafe 

nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die 

persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf dessen Leben (Art. 47 

Abs. 1 StGB). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Ge-

fährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den 

Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter 

nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder 

Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Ausgangspunkt bei der Strafzu-

messung ist die objektive Tatschwere, d.h. die Schwere der Verletzung oder Ge-

fährdung des betroffenen Rechtsguts bzw. der schuldhaft verursachte Erfolg. 

Ebenso massgeblich ist die subjektive Tatschwere, die sich aus der Intensität des 

deliktischen Willens sowie den Beweggründen für die Tat ergibt. Mit zu berück-

sichtigen sind schliesslich das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des 

Täters. 

 5.1. Betreffend die objektive Tatschwere ist hervorzuheben, dass aufgrund 

der vom Beschuldigten dem Geschädigten C._____ zugefügten Verletzungen ei-

ne ambulante Behandlung des Geschädigten im Spital notwendig war und dieser 

während einer Woche arbeitsunfähig war (ND 3/11/7). Die Verletzungen führten 

zu starken Schmerzen, insbesondere Kopfschmerzen, die selbst ein halbes Jahr 

nach der Tat noch andauerten (ND 3/9/2 S. 4). Zwar waren die Verletzungen nicht 

lebensgefährlich, durch den Aufprall des Kopfes auf den harten Boden hätte aber 

Lebensgefahr oder eine bleibende Schädigung eintreten können. Das Vorgehen 

- 18 - 

des Beschuldigten zeugt angesichts der Wucht des Schlages, welcher auf eine 

hohe Kraftanwendung hinweist, von einer erheblichen kriminellen Energie. Aller-

dings blieb es bei einem Faustschlag. Sein Verschulden wiegt in objektiver Hin-

sicht beträchtlich. 

 Was die subjektive Tatschwere betrifft, so handelte der Beschuldigte direkt-

vorsätzlich, was den Faustschlag betrifft, aber bezüglich der schweren Körperver-

letzung eventualvorsätzlich. Er kannte den Geschädigte C._____ nicht, sondern 

trat einfach auf ihn, der vor dem McDonald's auf seine Freundin wartete, zu und 

schlug ihn ohne jeglichen Anlass. Ein solches Handeln ist besonders verwerflich. 

Wie bereits erwähnt, ist von einer mittelgradig verminderten Schuldfähigkeit des 

Beschuldigten auszugehen. Durch diese wird das subjektive Verschulden relati-

viert. Damit ist das subjektive Verschulden insgesamt als mittelschwer zu qualifi-

zieren. 

Insgesamt erweist sich eine hypothetische Einsatzstrafe für das vollendete 

Delikt von 3 ½ Jahren Freiheitsstrafe als dem Verschulden angemessen. 

 Beim Versuch im Sinne von Art. 22 Abs. 1 StGB in der Ausformung des 

vormals als vollendeter Versuch bezeichneten Tathandlung, bei welcher der zur 

Vollendung der Tat gehörende Erfolg nicht eintritt, handelt es sich um eine Tat-

komponente, die verschuldensunabhängig ist. Deshalb ist sie bei der Gesamtein-

schätzung des Verschuldens nicht einzubeziehen. Sie hat sich indessen im Sinne 

einer Reduzierung der (hypothetischen) verschuldensangemessenen Strafe aus-

zuwirken. Das Mass dieser Minderung hängt u.a. von der Nähe des tatbestand-

mässigen Erfolges und von den tatsächlichen Folgen der Tat ab. Die Reduktion 

der Strafe wird umso geringer sein, je näher der tatbestandsmässige Erfolg und je 

schwerwiegender die tatsächlichen Folgen der Tat waren (BGE 127 IV 92 und 

BGE 136 IV 55; BSK StGB I-Wiprächtiger/Keller, 3. Auflage 2013, Art. 48a N 24; 

Mathys, SJZ 2004, 173 f.). 

 Die hypothetische Einsatzstrafe ist wegen der versuchten Tatbegehung zu 

mindern. Vorliegend ist bezüglich der schweren Körperverletzung von einem voll-

endeten Versuch auszugehen. Beim Aufprall des Kopfes auf den harten Boden 

- 19 - 

hätten ohne Weiteres auch lebensgefährliche Verletzungen entstehen können. 

Dass es nicht dazu kam, ist nicht dem Zutun des Beschuldigten, sondern allein 

dem Zufall zu verdanken. Wie bereits ausgeführt, bestand für den Geschädigten 

C._____ aber zu keinem Zeitpunkt eine unmittelbare Lebensgefahr. Die Verlet-

zungen waren denn auch nicht gravierend. Angesichts dieser Umstände ist die 

hypothetische Einsatzstrafe aufgrund der versuchten Tatbegehung um 1 ½ Jahre 

zu reduzieren. 

Es resultiert damit eine Einsatzstrafe von 2 Jahren Freiheitsstrafe. 

 5.2. Straferhöhend wirkt sich die versuchte schwere Körperverletzung ge-

genüber dem Geschädigten B._____ (HD) aus. 

 In objektiver Hinsicht ist hervorzuheben, dass der Geschädigte B._____ auf-

grund der ihm vom Beschuldigten zugefügten Verletzungen während zwei bis drei 

Tagen Schmerzmittel einnehmen musste und während fünf Tagen arbeitsunfähig 

war (HD 8/6). Die Verletzungen führten zu starken Schmerzen, insbesondere am 

Kopf und am Knie (HD 5/2 S. 9). Zwar waren die Verletzungen nicht lebensge-

fährlich, durch die Schläge mit der Wodka-Flasche auf den Kopf des Geschädig-

ten hätte aber Lebensgefahr oder eine bleibende Schädigung eintreten können. 

Die Schläge mit der Flasche auf den Kopf des Geschädigten waren heftig, was 

auf eine hohe Kraftanwendung hinweist. Sodann malträtierte er den Geschädigten 

nicht nur mit den Schlägen mit der Flasche gegen den Kopf, sondern verpasste 

ihm auch einen Faustschlag, versuchte einen Schale gegen ihn zu werfen und 

schlug ihm mit der Wodka-Flasche gegen das Knie. Dieses Vorgehen zeugt von 

einer erheblichen kriminellen Energie. Sein Verschulden wiegt in objektiver Hin-

sicht erheblich. 

 Was die subjektive Tatschwere betrifft, so handelte der Beschuldigte direkt-

vorsätzlich, was die Schläge betrifft, aber eventualvorsätzlich hinsichtlich der 

schweren Körperverletzung. Er tauchte in der Wohnung des Geschädigten auf, 

nur um diesem eine Abreibung zu verpassen, dies ausserdem aus nichtigem An-

lass. Ein solches Handeln ist verwerflich. Auch das subjektive Verschulden ist als 

erheblich zu qualifizieren. 

- 20 - 

 Dass es bei dieser Tat beim Versuch blieb, wirkt sich auch hier strafmin-

dernd aus. 

 Zusammenfassend rechtfertigt es sich, die Strafe von 2 Jahren für die ver-

suchte schwere Körperverletzung betreffend ND3 unter Berücksichtigung des As-

perationsprinzips um 1 ½ Jahre, mithin auf 3 ½ Jahre, zu erhöhen. 

 5.3. Zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten 

kann auf die Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden (Urk. 73 

S. 31). Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte ergänzend 

aus, er habe die Primar- und die Realschule besucht und die Lehre als Service-

fachangestellter abgeschlossen. Er habe im Gastgewerbe, als Chauffeur, auf dem 

Bau und in einer Zeltvermietungsfirma gearbeitet. Der Beschuldigte ist ledig und 

immer noch in einer Beziehung mit seiner Freundin. Nach der Entlassung aus 

dem Strafvollzug wolle er gänzlich aufhören, Alkohol zu trinken (Prot. II S. 7 ff.). 

 Aus der Biographie und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten 

ergeben sich keine Anhaltspunkte, die für die Strafzumessung von wesentlicher 

Bedeutung wären. 

 Deutlich straferhöhend wirken sich die Vorstrafen des Beschuldigten, so der 

Strafbefehl vom 9. Dezember 2004 wegen SVG-Delikten und Vergehens gegen 

das Waffengesetz, der Strafbefehl vom 4. November 2005 wegen Gewalt und 

Drohung gegen Behörden und Beamte und Hausfriedensbruch sowie das Urteil 

vom 6. Juli 2007 wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, Hehlerei, Vergehens ge-

gen das Waffengesetz und Übertretungen des Waffengesetzes und des Betäu-

bungsmittelgesetzes aus (Urk. 76). 

 Straferhöhend fällt zudem ins Gewicht, dass der Beschuldigte, welcher im 

Oktober 2010 aus dem Strafvollzug entlassen wurde (Urk. 53 S. 6), nur ein Jahr 

und drei Monate später erneut delinquierte und die Tat vom 3. März 2012 (ND3) 

während laufender Strafuntersuchung beging. 

 Strafmindernd ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte die von ihm 

verursachten Körperverletzungen eingestand. Das Geständnis bezog sich jedoch 

- 21 - 

nur auf die objektive Tatkomponente. Dies fällt deshalb nicht allzu stark strafmin-

dernd ins Gewicht. Leicht strafmindernd ist schliesslich die vom Beschuldigten 

gezeigte Reue und Einsicht zu berücksichtigen (Urk. 53 S. 7, Prot. I S. 20 f.). 

Ebenso von strafmindernder Bedeutung ist die Einigung des Beschuldigten mit 

den Geschädigten über deren Zivilansprüche. 

 Sonstige Straferhöhungs- oder -minderungsgründe sind nicht ersichtlich. 

 Im Ergebnis überwiegen die straferhöhenden die strafmindernden Umstän-

den, weshalb die Strafe um ½ Jahr zu erhöhen ist. 

 5.4. In Würdigung aller massgeblichen Strafzumessungsgründe erweist 

sich eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren als angemessen. An die Freiheitsstrafe sind 

803 Tage erstandene Untersuchungshaft sowie vorzeitiger Strafvollzug bis und 

mit heute anzurechnen (Art. 51 StGB). 

 5.5. Ein bedingter oder teilbedingter Vollzug der ausgefällten Freiheitsstra-

fe ist bereits aus objektiven Gründen nicht möglich, da der Beschuldigte zu einer 

Freiheitsstrafe von mehr als 3 Jahren zu verurteilen ist (Art. 42 Abs. 1 und Art. 43 

Abs.1 StGB). Die Freiheitsstrafe ist daher zu vollziehen. 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

 1. Ausgangsgemäss ist das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 7 - 9) 

zu bestätigen. 

 2. In Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte un-

terliegt mit seiner Berufung in allen Punkten. Die Staatsanwaltschaft unterliegt mit 

ihrer Anschlussberufung betreffend Erhöhung des Strafmasses ebenfalls. Daher 

sind die Kosten des Berufungsverfahrens zu drei Vierteln dem Beschuldigten auf-

zuerlegen und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

 Die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche auf Fr.  4'242.80 (inkl. 8 % 

MWST) festzusetzen sind, sind - unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht gemäss 

- 22 - 

Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von drei Vierteln - auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, 

vom 31. Oktober 2013 bezüglich der Dispositivziffern 2 (Nichteintreten), 4 

(Vormerknahme bezüglich Vereinbarungen mit Privatklägern) sowie 5 und 6 

(Herausgabe bzw. Vernichtung beschlagnahmter Gegenstände) in Rechts-

kraft erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen versuchten schweren 

Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 

1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und 

mit heute 803 Tage durch Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug 

erstanden sind. 

3. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 7 bis 9) wird bestätigt. 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'242.80   amtliche Verteidigung 

 5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden zu drei Vierteln dem Beschuldigten aufer-

legt. Ein Viertel wird auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amt-

lichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzah-

lungspflicht bleibt im Umfang von drei Vierteln vorbehalten. 

- 23 - 

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− die Justizvollzugsanstalt Pöschwies durch den zuführenden Polizeibe-

amten 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

7. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

- 24 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 3. Juni 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Oswald 
 

 

	Urteil vom 3. Juni 2014
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	- der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.

	2. Auf die Anklage betreffend Hausfriedensbruch wird nicht eingetreten.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 589 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind.
	4. Es wird vorgemerkt, dass die Privatkläger und der Beschuldigte bezüglich Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren Vereinbarungen abgeschlossen haben.
	5. Die von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich mit Verfügung vom 25. April 2012 beschlagnahmte Wodkaflasche (SK 9483) wird dem Geschädigten B._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben und ansonsten nach Ablauf ein...
	6. Die von der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich mit Verfügung vom 18. April 2012 beschlagnahmten Gegenstände (Jacke und diverse Ausweiskarten, SK 9480) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben u...
	7. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt, aber zur Hälfte abgeschrieben.
	9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	Berufungsanträge:
	1. Es sei auf die Anschlussberufung nicht einzutreten.
	2. Eventualiter sei die Anschlussberufung abzuweisen.
	3. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung i.S.v. Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB freizusprechen.
	4. Der Beschuldigte sei für die von ihm zu Unrecht erstanden Haft angemessen zu entschädigen.
	5. Eventualiter – im Falle eines Schuldspruchs – sei der Beschuldigte mit einer bedingten Strafe von maximal 2 ½ Jahren zu bestrafen, wobei der aufzuschiebende Teil 1 ½ Jahre betragen soll, wobei die Probezeit für den aufzuschiebenden Teil auf 3 Jahre...
	6. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich der Beschuldigte seit dem 26.10.2012 im vorzeitigen Strafvollzug befindet.
	7. Die beschlagnahmte schwarze Jacke sowie die verschiedenen diversen beschlagnahmten Ausweiskarten seien dem Beschuldigten herauszugeben.
	8. Die Kosten für Untersuchung, Verfahren und Verteidigung seien auf die Staatskasse zu nehmen, eventualiter – im Fall eines Schuldspruchs – dem Beschuldigten nur teilweise aufzuerlegen, wobei die Gebühr für das Vorverfahren von CHF 26'837.– auf maxim...
	9. Der Beschuldigte sei mit dem heutigen Tag aus der Haft zu entlassen.
	Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates.
	1. Ziffer 3 des Dispositivs des Urteils der Vorinstanz sei aufzuheben und der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren zu bestrafen.
	2. Die erstandene Haft sei auf die ausgefällte Freiheitsstrafe anzurechnen und es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Beschuldigte sich seit dem 26.10.2012 im vorzeitigen Strafvollzug befindet.
	3. Im Übrigen sei das Urteil der Vorinstanz zu bestätigen.
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte und Prozessuales
	II.  Sachverhalt
	III.  Rechtliche Würdigung
	IV.  Strafzumessung und Vollzug
	V.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, vom 31. Oktober 2013 bezüglich der Dispositivziffern 2 (Nichteintreten), 4 (Vormerknahme bezüglich Vereinbarungen mit Privatklägern) sowie 5 und 6 (Herausgabe bzw. Vern...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 803 Tage durch Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	3. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 7 bis 9) wird bestätigt.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden zu drei Vierteln dem Beschuldigten auferlegt. Ein Viertel wird auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Geric...
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Justizvollzugsanstalt Pöschwies durch den zuführenden Polizeibeamten
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	7. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.