# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7539d99d-64ef-514c-b850-fba2a5ecd94e
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-11
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 11.08.2011 RR.2011.195
**Docket/Reference:** RR.2011.195
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2011-195_2011-08-11

## Full Text

Auslieferung an Italien. Revisionsgesuch (Art. 121-129 BGG i.V.m. Art. 40 und Art. 37 Abs. 2 StBOG).;;Auslieferung an Italien. Revisionsgesuch (Art. 121-129 BGG i.V.m. Art. 40 und Art. 37 Abs. 2 StBOG).;;Auslieferung an Italien. Revisionsgesuch (Art. 121-129 BGG i.V.m. Art. 40 und Art. 37 Abs. 2 StBOG).;;Auslieferung an Italien. Revisionsgesuch (Art. 121-129 BGG i.V.m. Art. 40 und Art. 37 Abs. 2 StBOG).

Entscheid vom 11. August 2011 
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und David Glassey, 
Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
 
Parteien 

  
A., 

Gesuchsteller 
 

 gegen 
   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, FACHBEREICH AUS-
LIEFERUNG, 

Gesuchsgegner 
 

Gegenstand  Auslieferung an Italien 
 
Revisionsgesuch (Art. 121-129 BGG i.V.m. Art. 40 
und Art. 37 Abs. 2 StBOG ) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2011.195 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass 
 

- A. gegen den Auslieferungsentscheid des Bundesamtes für Justiz (nach-
folgend „BJ“) vom 15. März 2011 bei der II. Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts mit Eingabe vom 23. April 2011 (Poststempel 26. April 
2011) Beschwerde erhoben hatte (RR.2011.100, act. 1); die II. Beschwer-
dekammer mit Entscheid vom 12. Mai 2011 auf seine Beschwerde nicht 
eintrat, weil sie nicht innerhalb der 30-tägigen Beschwerdefrist erhoben 
worden war (RR.2011.100, act. 4);  

 
- A. mit Schreiben vom 8. August 2011, am Folgetag hierorts eingegangen, 

an die II. Beschwerdekammer gelangte und darum ersuchte, es sei auf sei-
ne verspätet erhobene Beschwerde vom 23. April 2011 einzutreten und 
diese in der Sache zu behandeln (act. 1); 

 
- er zur Begründung seines Gesuchs ausführte, er hätte keinerlei juristische 

Kenntnisse und deshalb nicht gewusst, dass ihm zur Erhebung der Be-
schwerde 30 Tage zur Verfügung gestanden hätten; er weiter angab, er 
hätte seinen Anwalt über das laufende Auslieferungsverfahren in Kenntnis 
gesetzt, dieser habe aber nicht reagiert und die Beschwerdefrist verstrei-
chen lassen (act. 1 S. 1 f.); er geltend machte, er sei seit Langem in Haft 
und seine Familie vermisse ihn sehr; sein Sohn bereits 14 Monate alt sei; 
er abschliessend an die Humanität des Gerichts appellierte (act. 1 S. 2);  

 
- die Zulässigkeit einer Revision zunächst voraussetzt, dass ein gesetzlich 

vorgesehener Revisionsgrund geltend gemacht wird; die Revision eines 
Entscheides u.a. dann verlangt werden kann, wenn die ersuchende Partei 
nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel 
auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Aus-
schluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid ent-
standen sind (Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG i.V.m. Art. 40 und Art. 37 Abs. 2 
StBOG);  

 
- A. mit seiner Eingabe weder einen solchen Revisionsgrund geltend macht 

noch andere zulässige Revisionsgründe im Sinne von Art. 121, 122 und 
123 BGG vorbringt; unter diesen Umständen ein Revisionsbedarf nicht er-
kennbar ist; 

 
- nach dem Gesagten auf das Gesuch um Revision nicht einzutreten ist; 
 
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Gesuchsteller als unterliegende 

Partei zu gelten und grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen hat; es 

- 3 - 

 

 

sich vorliegend rechtfertigt, auf die Ansetzung einer Gerichtsgebühr zu ver-
zichten (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 68 Abs. 2 und Art. 63 Abs. 1 
sowie Abs. 5 VwVG).  
 

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben. 

 
 

Bellinzona, 11. August 2011 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin:      Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.