# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 435b3bc3-b571-589f-a1d1-9386800f9c7a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-03-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 31.03.2017 RT160211
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT160211_2017-03-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT160211-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, 

Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech 

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. A. Baumgartner 

Beschluss vom 31. März 2017 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Beklagter und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 
B._____ AG,  

Klägerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 7. November 2016 (EB160265-F) 

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Erwägungen: 

 1. a) Die Klägerin und Beschwerdegegnerin (fortan Klägerin) stellte vor Erst-

instanz mit Eingabe vom 11. Oktober 2015 (recte: 2016) das Begehren, es sei ihr 

in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Sihltal (Zahlungsbefehl vom 

14. März 2016) provisorische Rechtsöffnung zu erteilen für Fr. 5'241.50 und für 

Fr. 73.30 Betreibungskosten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten 

des Beklagten und Beschwerdeführers (fortan Beklagter; Urk. 1, Urk. 4). 

 Mit Verfügung vom 17. Oktober 2016 wurde das schriftliche Verfahren an-

geordnet. Dem Beklagten wurde dabei Frist angesetzt, um eine schriftliche Stel-

lungnahme zum Rechtsöffnungsbegehren einzureichen, wobei bei Säumnis auf-

grund der Akten entschieden werde (Urk. 5). Der Beklagte nahm diese Verfügung 

am 24. Oktober 2016 persönlich in Empfang (Urk. 6). In der Folge ging keine Stel-

lungnahme des Beklagten bei der Vorinstanz ein. 

 Mit unbegründetem Urteil vom 7. November 2016 entschied die Vorinstanz 

androhungsgemäss aufgrund des eingereichten Gesuchs sowie der vorhandenen 

Akten und erteilte der Klägerin gestützt auf einen Pfändungsverlustschein vom 

6. Juni 2014 (Urk. 3) provisorische Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. … des 

Betreibungsamtes Sihltal (Zahlungsbefehl vom 14. März 2016) für Fr. 5'241.50 

und Fr. 73.30 Betreibungskosten sowie für Kosten und Entschädigung gemäss 

den Dispositivziffern 2 bis 4 des Urteils (Urk. 7). 

 Mit am 14. November 2016 zur Post gegebenem Schreiben verlangte der 

Beklagte die Begründung des Urteils (Urk. 10), welche für ihn am 9. Dezember 

2016 in Empfang genommen wurde (Urk. 15/1). 

 b) Innert Frist erhob der Beklagte mit Eingabe vom 15. Dezember 2016 Be-

schwerde gegen das vorgenannte Urteil mit dem sinngemässen Antrag, das an-

gefochtene Urteil sei vollständig aufzuheben und das Rechtsöffnungsbegehren 

abzuweisen (Urk. 18). 

 c) Aus der Eingabe des Beklagten vom 15. Dezember 2016 geht hervor, 

dass er auch eine Klage gegen das Urteil vom 7. November 2016 erheben möch-

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te (Urk. 18 S. 1). Sollte er hiermit Bezug auf die Aberkennungsklage nehmen, ist 

er darauf hinzuweisen, dass er diese innert zwanzig Tagen nach Zustellung des 

unbegründeten Entscheides beim zuständigen Gericht hätte einreichen müssen 

(vgl. Urk. 7 S. 2 Dispositivziffer 6, Urk. 19 S. 4 Dispositivziffer 6). Der Beklagte hat 

das unbegründete Urteil persönlich am 10. November 2016 in Empfang genom-

men (Urk. 8/1). Die entsprechende Frist für die Einreichung der Aberkennungs-

klage ist daher am 30. November 2016 abgelaufen. Auf die Aberkennungsklage 

wäre nicht einzutreten, da er diese verspätet mit Eingabe vom 15. Dezember 

2016 (gleichentags der Post übergeben) erhoben hat (Urk. 18). 

 Zudem wäre das Obergericht des Kantons Zürich sachlich für erstinstanzli-

che Aberkennungsklagen nicht zuständig. Gemäss Art. 83 Abs. 2 SchKG hat der 

Betriebene auf dem Weg des ordentlichen Prozesses beim erstinstanzlichen Ge-

richt des Betreibungsortes auf Aberkennung der Forderung zu klagen. 

 2. a) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sind im Beschwerdeverfahren unter 

anderem neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen. 

Dies wird mit dem Charakter der Beschwerde begründet, die sich als ausseror-

dentliches Rechtsmittel auf die Rechtskontrolle beschränkt und nicht das erstin-

stanzliche Verfahren fortsetzen soll. Das Novenverbot ist umfassend (Freiburg-

haus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., Art. 326 

N 3 f.). 

 b) Der Beklagte brachte im Rahmen des vorliegenden Rechtsöffnungsver-

fahrens die in seiner Beschwerdeschrift vom 15. Dezember 2016 enthaltenen 

Tatsachenbehauptungen erstmals im Beschwerdeverfahren vor. Die der Vorin-

stanz erst nach Eröffnung des unbegründeten Urteils eingereichte Eingabe des 

Beklagten (Urk. 10, Urk. 11/1-6) erfolgte nach Ablauf der ihm mit Verfügung vom 

17. Oktober 2016 angesetzten Frist zur Stellungnahme und ist daher unbeachtlich 

(vgl. dazu auch Urk. 19 S. 3 E. 2.1.4). Die Vorbringen des Beklagten in der Be-

schwerdeschrift sind im Sinne von Art. 326 Abs. 1 ZPO als verspätet zu betrach-

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ten und können daher nicht mehr berücksichtigt werden. Dasselbe gilt für die 

erstmals zusammen mit der Beschwerde eingereichte Urkunde 20. 

 3. Im Übrigen setzt sich der Beklagte nicht mit den vorinstanzlichen Erwä-

gungen des angefochtenen Urteils auseinander. Auf die Beschwerde ist daher 

nicht einzutreten. 

 4. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr ist ausgangsgemäss dem Beklagten 

aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Spruchgebühr ist gestützt auf Art. 48 

i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 300.– festzusetzen. Mangels wesentli-

cher Umtriebe ist der Klägerin für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigung 

zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde des Beklagten wird nicht eingetreten. 

2. Die Spruchgebühr des Beschwerdeverfahrens wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beklagten auferlegt. 

4. Der Klägerin wird für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung 

zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage von Ko-

pien der Urk. 18 und 20, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 5'241.50. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
 
Zürich, 31. März 2017 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. A. Baumgartner 
 

versandt am: jo 

	Beschluss vom 31. März 2017
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde des Beklagten wird nicht eingetreten.
	2. Die Spruchgebühr des Beschwerdeverfahrens wird auf Fr. 300.– festgesetzt.
	3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beklagten auferlegt.
	4. Der Klägerin wird für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage von Kopien der Urk. 18 und 20, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...