# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8258761b-e2ea-5dc0-b0cd-9f93ab7c2c83
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.03.2025 E-278/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-278-2025_2025-03-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-278/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Markus König, 

mit Zustimmung von Richter Thomas Segessenmann; 

Gerichtsschreiber Nicholas Swain. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Kongo (Kinshasa),   

vertreten durch MLaw Alfred Ngoyi Wa Mwanza,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 13. Dezember 2024. 

 

 

 

E-278/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 10. Februar 2022 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte und in der Folge auch seine beiden Söhne in der Schweiz Asyl-

gesuche stellten (Verfahren N […] und N […]), 

dass am 1. März 2022 ein sogenanntes Dublin-Gespräch mit dem Be-

schwerdeführer durchgeführt wurde und das SEM ihn am 25. Mai 2022 im 

Beisein seiner zugewiesenen Rechtsvertretung einlässlich sowie am 

27. November 2024 – nach der Zuteilung in das erweiterte Asylverfahren – 

ergänzend zu seinen Asylgründen anhörte, 

dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen zu Protokoll gab, er stamme 

aus Kinshasa und sei nach Erlangen der Matura ab dem Jahr 1997 in der 

Provinz Tshopo als (…) tätig gewesen, 

dass er nach Beginn der Kriegshandlungen ungefähr im Jahr 2006/2007 in 

die Provinz Ituri weitergezogen sei und dort eine Familie gegründet habe, 

dass er in B._______ in einer Goldmine gearbeitet habe und dort mehrmals 

von Lendu-Rebellen zwangsrekrutiert worden sei, wobei er sich jeweils 

wieder habe absetzen können, 

dass er bei einem Bombenangriff (…) verloren habe und am (…) verletzt 

worden sei, 

dass die kongolesische Armee das Gebiet in der Folge eingenommen habe 

und ihn – zusammen mit vielen anderen Zivilisten – nach Uganda evakuiert 

habe,  

dass er am (…) September 2021 von Uganda aus in die Türkei geflogen 

sei, wo er zwei Jahre lang geblieben sei, bevor er in die Schweiz weiterge-

reist sei, 

dass der Beschwerdeführer zusammenfassend angab, er befürchte,  

wegen seines Aufenthalts im Rebellengebiet und der erzwungenen Tätig-

keiten für eine Miliz von Regierungstruppen verfolgt zu werden,  

dass ausserdem die Sicherheitslage in seinem Heimatstaat sehr schlecht 

sei und er bei einer Rückkehr überdies damit rechnen müsste, erneut durch 

eine Rebellengruppe rekrutiert zu werden, 

  

E-278/2025 

Seite 3 

dass gegen den Beschwerdeführer in der Schweiz am (…) September 

2023, (…) Oktober 2023, (…) April 2024 und (…) Juni 2024 Strafbefehle 

wegen Widerhandlung gegen das Personenbeförderungsgesetz und ge-

gen das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen ergingen, Polizei-

berichte betreffend häusliche Gewalt und Widerhandlungen gegen Aus-

grenzungs- respektive Wegweisungsverfügungen bei den Akten liegen, 

und die Kantonspolizei C._______ ihn am (…) Juni 2024 sowie (…) Juli 

2024 wegen Betäubungsmitteldelikten (darunter Handel mit Kokain) und 

Hinderung einer Amtshandlung zur Anzeige brachte (vgl. SEM-act. 42/3, 

45/3, 55/1, 57/3, 58/2, 59/5, 60/3, 63/3, 64/1, 65/3), 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 13. Dezember 2024 (eröffnet am 

17. Dezember 2024) die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers 

verneinte, sein Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz 

sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Januar 2025 (Datum der 

Postaufgabe) gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde erhob, 

dass er in seinem Rechtsmittel sinngemäss beantragte, es sei die ange-

fochtene Verfügung aufzuheben, es sei festzustellen, dass er die Flücht-

lingseigenschaft erfülle, und ihm sei Asyl zu gewähren, 

dass eventualiter die Unzulässigkeit und die Unzumutbarkeit des Weg- 

weisungsvollzugs festzustellen und als Folge davon seine vorläufige Auf-

nahme anzuordnen sowie subeventualiter die Sache zur Neubeurteilung 

an die Vorinstanz zurückzuweisen sei, 

dass der Instruktionsrichter prozessuale Anträge des Beschwerdeführers 

auf Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeistän-

dung mit Zwischenverfügung vom 29. Januar 2025 abwies und ihm Frist 

zur Bezahlung eines Kostenvorschusses setzte, der in der Folge frist- 

gerecht überwiesen wurde, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf Beschwerden der beiden Söhne 

des Beschwerdeführers gegen die negativen Asylentscheide des SEM  

(sowie die Änderung ihrer Personendaten im Zentralen Migrationsinforma-

tionssystem [ZEMIS]) vom 13. Dezember 2024 mit Urteilen E-244/2025 und 

E-308/2025 vom 21. Februar 2025 (beziehungsweisen E-315/2025 und  

E-316/2025 vom 14. März 2025 [ZEMIS-Verfahren]) nicht eintrat, nachdem 

die für diese Verfahren eingeforderten Kostenvorschüsse nicht geleistet 

worden waren, 

E-278/2025 

Seite 4 

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), nachdem auch 

der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um 

ein solches Rechtsmittel handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu 

begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

E-278/2025 

Seite 5 

dass das SEM zur Begründung seines Asylentscheids einerseits ausführte, 

die vom Beschwerdeführer beschriebenen Lebensumstände politischer, 

wirtschaftlicher, sozialer und medizinischer Art seien flüchtlingsrechtlich 

ebenso irrelevant wie die geltend gemachte Sicherheitslage im Heimat-

staat, 

dass andererseits der Beschwerdeführer seine Beziehung zu den Rebel-

lengruppen, die ihn angeblich wiederholt rekrutiert hätten, nur vage und 

unsubstanziiert geschildert habe und seine Befürchtungen, wegen dieser 

Kontakte Schwierigkeiten mit jenen Milizen oder mit den heimatlichen Be-

hörden zu erhalten, objektiv unbegründet seien, 

dass die im Heimatstaat erlittenen Nachteile, die zum Verlust eines Auges 

geführt hätten, asylrechtlich offensichtlich nicht relevant seien, zumal ihm 

von den heimatlichen Behörden im Jahr 2017 – nach seiner (…)verletzung 

– ohne Weiteres ein Reisepass ausgestellt worden sei, 

dass in der Beschwerde im Wesentlichen ausgeführt wird, der Beschwer-

deführer habe im Osten seines Heimatstaats eine gewisse Bekanntheit er-

langt und er sei sowohl bei der kongolesischen Regierungsarmee als auch 

beim Geheimdienst (und bei vielen Personen aus der Herkunftsregion) als 

Angehöriger der Rebellen bekannt, 

dass er bei einer Rückkehr nach Kongo (Kinshasa) im Westen des Landes 

aufgrund seiner Vergangenheit und der Zwangsarbeit für die Rebellen als 

Angehöriger dieser Milizen wahrgenommen würde und er auch nicht in den 

Osten des Landes zurückkehren könne, weil er sich der Rekrutierung durch 

eine Miliz entzogen habe und bei den Rebellen deshalb als Verräter gelte, 

dass die Vorinstanz zu Recht und mit überzeugender Begründung eine be-

gründete Furcht des Beschwerdeführers vor asylrechtlich relevanten Ver-

folgungsmassnahmen im Sinn von Art. 3 AsylG verneint hat, 

dass die vom Beschwerdeführer geschilderten Verletzungen und Über-

griffe während seines Aufenthalts in der Provinz Ituri nicht auf gezielte Ver-

folgungshandlungen aus einem flüchtlingsrechtlich relevanten Motiv zu-

rückzuführen waren, 

dass er gemäss seinen Angaben von den Rebellen zwangsrekrutiert 

wurde, und seinen protokollierten Aussagen nicht zu entnehmen ist, dass 

er bei diesen eine prominente Funktion bekleidete,  

E-278/2025 

Seite 6 

dass demnach nicht davon auszugehen ist, die frühere Tätigkeit des Be-

schwerdeführers für die Rebellen sei landesweit bekannt, und die von ihm 

geäusserte Befürchtung, vom kongolesischen Militär oder dem Geheim-

dienst in Verbindung mit den Rebellen gebracht und verfolgt zu werden, 

unbegründet ist, 

dass er im Übrigen nicht gezwungen wäre, ins Rebellengebiet zurück- 

zukehren, weshalb auch die Furcht vor einer Bestrafung durch die Rebel-

lengruppen unbegründet erscheint, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass den Akten auch keine Gründe für eine Rückweisung der Sache an die  

Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

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Seite 7 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte 

Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement vorliegend keine An-

wendung findet, 

dass sodann nach dem oben Gesagten keine Anhaltspunkte für eine im 

Heimat- oder Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behand-

lung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Pra-

xis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass praxisgemäss nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt im Sinne 

von Art. 83 Abs. 4 AIG (SR 142.20) in ganz Kongo (Kinshasa) auszugehen 

ist, und daran auch die kürzlichen Berichte über einen Anstieg der Gewalt 

im Osten des Landes nichts zu ändern vermögen (vgl. etwa NEUE ZÜR-

CHER ZEITUNG vom 27. Januar 2025 < https://www.nzz.ch/international/ 

krieg-in-ostkongo-eskaliert-von-rwanda-gestuetzte-m23-rebellen-nehmen-

goma-ein-ld.1868219 >; alle Internetquellen abgerufen am 24.3.2025), 

dass praxisgemäss nur auf Unzumutbarkeit des Vollzugs aus medizini-

schen Gründen zu schliessen ist, wenn eine notwendige medizinische Be-

handlung im Zielstaat nicht zur Verfügung steht und die Rückkehr zu einer 

raschen, lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands 

der betroffenen Person führen würde, 

dass beim Beschwerdeführer im Verlauf seines Aufenthalts in der Schweiz 

verschiedene medizinischen Diagnosen gestellt wurden (insbesondere 

Asthma bronchiale, HIV-Infektion im Stadium A2, latente Tuberkulose,  

Follikulitiden [Haarbalgentzündung], Lymphadenopathie [Schwellung der 

Lymphknoten], immunologisch kontrollierte Hepatitis B, bakterielle Infekte, 

Eosinophilie [Störung der weissen Blutkörperchen], hypochrome mikro-

zytäre Anämie [Blutarmut], Verdacht auf Depression), 

dass er in seinem Rechtsmittel nur noch auf seine HIV-Infektion, eine De-

pression und seine Behinderung ([…]) hinweisen und die bereits bei den 

Akten liegenden Arztberichte erneut einreichen lässt, 

E-278/2025 

Seite 8 

dass der Vollzug von Wegweisungen HIV-infizierter abgewiesener Asylsu-

chender aus der Schweiz praxisgemäss grundsätzlich zumutbar ist,  

solange diese Infektion das Stadium C (Ausbruch der AIDS-Erkrankung) 

noch nicht erreicht hat, im Rahmen der individuellen Beurteilung neben 

dem Stadium der HIV-Infektion jedoch auch die konkrete Situation im Hei-

matstaat der betroffenen Person zu berücksichtigen ist (vgl. BVGE 2009/2 

E. 9.3 ff.). 

dass der Bekämpfung von HIV und AIDS von den kongolesischen Behör-

den hohe Priorität eingeräumt wird und entsprechende Medikamente – bei-

spielsweise antiretrovirale HIV-Therapien – in Gesundheitseinrichtungen 

und registrierten Apotheken kostenlos angeboten werden (vgl. EUROPEAN 

ASYLUM SUPPORT OFFICE, Democratic Republic of Congo [DCR], Medical 

Country of Origin Information Report, August 2021, S. 65 ff.) < https:// 

euaa.europa.eu/sites/default/files/publications/2021_08_EASO_MedCOI_ 

Report_DRC_update.pdf >,  

dass in der Hauptstadt Kinshasa neben den staatlichen Gesundheitsdiens-

ten Medicins Sans Frontières (MSF) eine spezialisierte HIV/AIDS-Einrich-

tung namens "Kabinda Day Hospital" betreibt, die Behandlungen für Men-

schen in allen Stadien der HIV/AIDS-Infektion anbietet (vgl. MSF / 

KABINDA DAY HOSPITAL < https://msf.or.ke/news-and-resources/latest-news/  

kinshasa-hiv-positive-people-wait-until-death-s-door-coming-receive >), 

dass der Beschwerdeführer ursprünglich aus Kinshasa stammt (wo er die 

Schulzeit und seine ersten […] Lebensjahre verbracht hat) und er in diese 

Region zurückkehren kann, 

dass die HIV-Infektion im (frühen) Stadium A2 unter diesen Umständen 

nicht zur Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs führt und auch eine 

Depressionserkrankung in Kinshasa zweifellos behandelt werden könnte, 

dass die durch eine Explosion vor rund zehn Jahren verursachte (…) des 

Beschwerdeführers diesem nicht verunmöglicht hat, seine Existenz zu si-

chern, 

dass der Beschwerdeführer gemäss Akten im Heimatstaat über ein aus-

gedehntes familiäres Beziehungsnetz verfügt, seine Ehefrau sowie ins- 

gesamt (…) leibliche Kinder und Adoptivkinder in Kinshasa leben (vgl. 

SEM-act. 22/13 ad F23–30) und er gemeinsam mit seinen beiden volljäh-

rigen Söhnen in den Heimatstaat zurückkehren kann,  

E-278/2025 

Seite 9 

dass es ihm im Übrigen freisteht, einen Antrag auf medizinische Rückkehr-

hilfe zu stellen (Art. 75 der Asylverordnung 2 [AsylV 2, SR 142.312]), 

dass nach dem Gesagten kein Grund zur Annahme besteht, der Beschwer-

deführer werde im Falle eine Rückkehr in den Heimatstaat in eine existenz-

bedrohende Situation geraten, weshalb der Wegweisungsvollzug als zu-

mutbar zu qualifizieren ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–  

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der 

in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Begleichung dieser Kos-

ten zu verwenden ist. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-278/2025 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Begleichung 

dieser Kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Markus König Nicholas Swain 

 

 

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