# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dd00f95e-94b2-5140-93c4-fb4c01123f63
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.10.2014 UV 2013/88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-88_2014-10-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/88

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 13.10.2014

Entscheiddatum: 13.10.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 13.10.2014
Art. 6 UVG: Verneinung eines überwiegend wahrscheinlich natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen Unfall mit Schnittverletzung im 
Unterarmbereich und Unterarmbeschwerden, für die als Ursache 
grundsätzlich eine traumatische Schädigung des peripheren Nervensystems 
in Frage kommt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 13. Oktober 2014, UV 2013/88). 

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterin

Monika Gehrer-Hug, a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiberin

Annina Janett

Entscheid vom 13. Oktober 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

CSS Versicherung AG, Recht & Compliance, Tribschenstrasse 21,

Postfach 2568, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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St.Galler Gerichte

Sachverhalt:

A.      

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit 1. Mai 2012 bei der B.___ GmbH als 

Köchin tätig und dadurch bei der CSS Versicherung AG (nachfolgend: CSS) 

obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie sich am 2. Juni 2013 

beim Entsorgen von Abfall an Glasscherben am linken Vorderarm proximal und ulnar 

schnitt. Die Wunde wurde im Spital C.___ versorgt und gemäss Unfallschein UVG war 

die Versicherte bis 13. Juni 2013 zu 100% und in der Folge zu 50% arbeitsunfähig (act. 

G 4.9 ff.). Die CSS erbrachte für den Unfall vom 2. Juni 2013 die gesetzlichen 

Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen; act. G 1.4).

A.b  Am 3. Juli 2013 begab sich die Versicherte bei Dr. med. D.___, Chefarzt Chirurgie, 

Spital C.___, in die Sprechstunde. Im entsprechenden Untersuchungsbericht vom 5. 

Juli 2013 hielt dieser fest, dass die Krankengeschichte keinen Hinweis für eine 

Nervenverletzung enthalte. Während die Motorik immer normal gewesen sei, klage die 

Versicherte jedoch seit Beginn über Hypästhesien und Parästhesien im Bereich des 4. 

und 5. Fingers links, die bis zur Narbe ausstrahlen würden. Klinisch finde sich eine 

reizlose Narbe am linken Vorderarm proximal und ulnar. Das Tinelzeichen distal der 

Narbe sei positiv und die Motorik intakt. Im Bereich des 4. und 5. Fingers links volar 

und erstaunlicherweise auch dorsal sowie im Bereich der Handfläche und des 

Handrückens im Bereich des 4. und 5. Strahls bestehe eine Hypästhesie. Dr. D.___ 

erklärte, er habe die Versicherte für eine elektroneurographische (ENG-) Untersuchung 

bei Dr. med. E.___, Neurologisches Zentrum F.___, angemeldet (act. G 4.9). Am 12. Juli 

2013 berichtete Dr. E.___ über die gleichentags erfolgte Konsultation und die 

elektrophysiologische Untersuchung der Versicherten (act. G 4.8). Am 24. Juli 2013 

nahm Suva-Kreisarzt Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, zum Schadenfall bzw. zur Frage der 

Unfallkausalität der geklagten Beschwerden Stellung (act. G 4.7).

A.c  Gestützt auf dessen Beurteilung eröffnete die CSS der Versicherten mit Verfügung 

vom 29. August 2013, dass die Kausalität zwischen den gemeldeten 

Unterarmbeschwerden (Nervenverletzung) links und dem Unfall vom 2. Juni 2013 nicht 

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sicher oder mindestens nicht überwiegend wahrscheinlich gegeben sei. Die CSS sei 

demzufolge nicht leistungspflichtig (act. G 4.5).

B.      

B.a  Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 11. September 2013 Einsprache 

und reichte einen Bericht von Dr. E.___ vom 4. September 2013 über eine Verlaufs-

Konsultation mit elektrophysiologischer Untersuchung vom 4. September 2013 sowie 

ein Arztzeugnis von Dr. med. H.___, Allgemeine Medizin FMH, vom 16. September 

2013 ein (act. G 4.4).

B.b  Mit Entscheid vom 18. Oktober 2013 wies die CSS die Einsprache der 

Versicherten ab (act. G 4.2).

C.      

C.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 18. Oktober 2013 erhebt die Versicherte mit 

Eingabe vom 14. November 2013 Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, der 

Einspracheentscheid sei aufzuheben und ihr seien für den Unfall vom 2. Juni 2013 die 

gesetzlichen Leistungen gemäss UVG zu erbringen (act. G 1).

C.b  Mit Schreiben vom 21. Januar 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde und verweist unter Verzicht auf eine weitere 

Beschwerdeantwort vollumfänglich auf den angefochtenen Einspracheentscheid (act. 

G 4).

Erwägungen:

1.       

1.1   Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die recht­

liche Voraussetzung des für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers erforderlichen 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und in dessen 

Folge eingetretener Gesundheitsschädigungen (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) sowie die entsprechenden 

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Beweisanforderungen zutreffend dar (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.). Gleiches gilt hinsichtlich 

des Wegfalls des ursächlichen Zusammenhangs (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b). 

Darauf ist zu verweisen. Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den 

natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage 

nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 und 112 

V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat allerdings die Adäquanz 

gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige 

Bedeutung (BGE 138 V 250 f. E. 4 mit Hinweisen, BGE 118 V 291 f. E. 3a). Zu 

verweisen ist schliesslich auf die von der Beschwerdegegnerin angeführten, für den 

Beweiswert ärztlicher - auch versicherungsinterner - Berichte und Gutachten geltenden 

Regeln (BGE 125 V 352 E. 3a, 125 V 353 f. E. 3b/ee, 122 V 160 E. 1c). Zu ergänzen ist, 

dass auch eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie vorliegend am 24. Juli 

2013 durch den Suva-Kreisarzt Dr. G.___ (act. G 4.7) erstellt wurde, nicht an sich 

unzuverlässig ist. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend 

Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371).

1.2   Im Sozialversicherungsprozess herrscht der Grundsatz der Untersuchungspflicht. 

Laut Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) prüft der Versicherungsträger die 

Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die 

erforderlichen Auskünfte ein. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und 

Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz hat der Unfallversicherer den 

Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass er über den Leistungsanspruch zumindest mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 126 V 360 E. 

5b) entscheiden kann. Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die 

Mitwirkungspflicht der versicherten Person (vgl. BGE 125 V 195 E. 2). Danach hat sich 

diese den ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, wenn sie 

zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich 

2009, N 43 zu Art. 43).

1.3   Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen 

mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

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Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich Vorliegens eines 

leistungsbegründenden natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen einem 

Beschwerdebild und dem Unfall handelt es sich um eine anspruchsbegründende 

Tatsache. Die diesbezüglichen Konsequenzen bei Beweislosigkeit trägt damit die 

versicherte Person. Bei der anspruchsaufhebenden Tatfrage des Dahinfallens jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens liegt 

die Beweislast hingegen beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b; 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 4, 54, 79).

2.     

Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht für das Unfallereignis vom 2. 

Juni 2013, wobei die Beschwerdeführerin laut Bericht von Dr. D.___ vom 5. Juli 2013 

eine Schnittverletzung am linken Vorderarm proximal und ulnar erlitten hatte (act. G 

4.9), und erbrachte die entsprechenden Leistungen. Die Schnittverletzung wurde im 

Spital C.___ operativ mit Wundnaht versorgt (vgl. act. G 4.8, S. 4) und es hat als 

unbestritten zu gelten, dass die reine Schnittverletzung bzw. Wundnaht folgenlos 

verheilt ist (vgl. act. G 4.9). Nach dem Unfall litt die Beschwerdeführerin jedoch unter 

Hyperästhesien und Parästhesien im Bereich des 4. und 5. Fingers links, bis zur Narbe 

ausstrahlend; also unter Beschwerden, für die eine traumatische Schädigung oder 

Erkrankung des peripheren Nervensystems als Ursache in Frage kommt. Die 

Beschwerdeführerin wurde in der Folge spezifisch dahingehend untersucht. 

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 18. Oktober 2013 (act. G 4.2). Diesem liegt die Verfügung vom 29. August 2013 zu 

Grunde (act. G 4.5). Sowohl der Einspracheentscheid als auch die Verfügung befassen 

sich explizit mit der Frage, ob die Beschwerdeführerin am 2. Juni 2013 eine 

traumatische Nervenverletzung erlitten hat.

3.       

3.1   Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen den von der Beschwerdeführerin geklagten 

Hypästhesien und Parästhesien im Bereich des 4. und 5. Fingers links, bis zur Narbe 

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ausstrahlend, und der am 2. Juni 2013 erlittenen Schnittverletzung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Diese Frage wird von der Beschwerdegegnerin 

hauptsächlich gestützt auf die Beurteilung von Dr. G.___ vom 24. Juli 2013 verneint 

(act. G 4.7).

3.2   Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion als objektivierbares Korrelat verlangt. Als objektiviert gilt eine solche 

Läsion, wenn sie durch einen entsprechenden bildgebenden (radiologischen) oder – zur 

Diagnostik von Störungen des Nervensystems – elektrophysiologischen 

Untersuchungsbefund zur Darstellung gebracht bzw. bestätigt wird. In seinem 

Sprechstundenbericht vom 5. Juli 2013 hält Dr. D.___ fest, dass die Krankengeschichte 

der Beschwerdeführerin keine echtzeitlichen Hinweise auf eine Nervenverletzung 

enthalte. Anlässlich seiner klinischen Untersuchung vom 3. Juli 2013 testete er jedoch 

ein positives Tinel-Zeichen distal der Narbe (act. G 4.9). Auch Dr. E.___ erhob 

anlässlich ihrer klinischen Untersuchung vom 12. Juli 2013 bei Berührung der 

Narbenregion am volaren ulnaren Vorderarm links sowie über ca. 1cm, distal, ein Tinel-

Zeichen. Über dem Sulcus ulnaris bzw. Carpaltunnel war beidseits (nachfolgend: bds.) 

kein Tinel-Phänomen auslösbar. Der Phalen-Test und der modifizierte umgekehrte 

Phalen-Test waren bds. positiv mit Angabe von linksbetont einstrahlenden 

Kribbelparästhesien in Dig 2-4 bds. Die elektrophysiologische Untersuchung durch Dr. 

E.___ bzw. die motorischen wie sensorischen Neurographien des Nervus medianus 

bds. sowie des Nervus ulnaris bds. verwiesen sodann auf folgende Befundkostellation: 

Elektrophysiologisch ergab sich kein Hinweis auf eine traumatische Affektion des 

Nervus ulnaris links im Unterarm (= ehemaliges Verletzungsareal/Narbengebiet) sowie 

des Ramus dorsalis Nervus ulnaris, insbesondere keine Hinweis auf einen 

Kontinuitätsunterbruch der Nerven. Dies schliesse jedoch eine klinische 

Reizsymptomatik nicht aus. Im Carpaltunnel links liess sich ein sensibel 

demyelinisierender Faserschaden des Nervus medianus mit einer entsprechenden 

klinischen Manifestation feststellen. Ein leichtgradig ausgeprägtes Reizsyndrom zeigte 

sich auch rechts. Dr. E.___ führte zu dieser Befundkonstellation aus, dass sich 

bezüglich der motorischen wie auch sensiblen am Unterarm abzweigenden Anteile des 

Nervus ulnaris links keinerlei Hinweise auf eine direkte traumatische oder indirekte (v.a. 

axonale) Schädigung ergeben hätten, weder auf Höhe der Verletzung, des 

Narbengebiets noch weiter proximal oder distal im Unterarm-/Handbereich. 

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Gegebenenfalls bestehe eine postoperative Reizsymptomatik des Nervs nach 

Wundnaht durch eine umschriebene Weichteilschwellung; auch sollte an die 

Ausbildung eines Neurinoms im Narbenbereich gedacht werden, bei der beklagten 

starken Berührungsempfindlichkeit mit Angabe von einstrahlend elektrisierenden 

Schmerzphänomenen ins distale Nervus ulnaris-Innervationsgebiet. Gemäss 

elektrophysiologischer Befunde sei die Indikation für eine dekomprimierende Operation 

des Nervus medianus im Handgelenksbereich links durch Spaltung des Retinaculums 

flexorum gegeben (act. G 4.8). Am 4. September 2013 führte Dr. E.___ eine fokussierte/

elektrophysiologische Verlaufskontrolle durch. Im Vergleich zu den Voruntersuchungen 

vom 12. Juli 2013 verwiesen die motorischen wie sensorischen Neurographien des 

Nervus medianus bds. sowie des Nervus ulnaris bds. auf folgende Befundkonstellation: 

Elektrophysiologisch zeigte sich nach wie vor kein Hinweis auf eine manifeste 

traumatische Affektion des Nervus ulnaris links im Unterarmbereich (ehemaliges 

Verletzungsareal respektive Narbengebiet). Insbesondere ergab sich kein Hinweis auf 

eine Axonotmesis bei gut erhaltenen motorischen wie sensiblen 

Nervenaktionspotentialen (Amplituden). Es könne allenfalls von einer reinen traumatisch 

bedingten partiellen Neurapraxie ausgegangen werden, die unterhalb der 

Nachweisschwelle liege mit sehr guter Prognose hinsichtlich einer vollständigen 

Wiederherstellung, v.a. auch der Sensibilitätsstörungen. Diese umfasse die 

umschriebene anhaltende Hypästhesie im Sinne einer Reizsymptomatik. Bestätigen 

liess sich der sensibel demyelinisierende Faserschaden des Nervus medianus im 

Carpaltunnel links bei elektrophysologisch stationärem Befund. Dr. E.___ führte zu den 

obigen Untersuchungsergebnissen aus, dass sich aktuell wie auch in den 

Voruntersuchungen bezüglich der motorischen wie auch sensiblen Nervus ulnaris-

Neurographien keinerlei Hinweise auf eine direkte traumatische oder indirekte, hier vor 

allem axonale, Schädigung auf Höhe des ehemaligen Verletzungsgebiets am Unterarm 

links gefunden hätten. Eine leichtgradige Neurapraxie sei dabei aber letztendlich nicht 

auszuschliessen. Da jedoch kein Kontinuitätsunterbruch des Nervs habe festgestellt 

werden können, bestehe grundsätzlich für motorische wie auch sensible Defizite eine 

gute Prognose bezüglich einer (nahezu) vollständigen Restitutio über einen 

längerfristigen Zeitabschnitt (6 Monate und mehr). Zum aktuellen Zeitpunkt sei nicht 

mehr davon auszugehen, dass sich ein Neurinom im Narbenbereich gebildet habe, da 

sämtliche sogenannten Plussymptome (neuropathische Schmerzen wie 

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Kribbelparästhesien, elektrisierende Phänomene) inzwischen nicht mehr vorhanden 

seien, hingegen eine Hypästhesie angegeben werde. In Bezug auf den Nervus 

medianus bds. zeige sich im Vergleich zur Voruntersuchung vom 12. Juli 2013 ein 

unveränderter Befund. Unter konsequentem Tragen von volaren Handgelenksschienen 

bds habe sich zwar insbesondere die Reizsymptomatik betreffend diesen Nerv 

signifikant gebessert, elektrophysiologisch sei jedoch aktuell weder eine Dynamik/

Progression, noch eine Erholung bezüglich der leichtgradigen sensiblen 

Nervenfaserschädigung zu erfassen (act. G 4.4).

3.3   In Anbetracht dieser neurologischen Untersuchungsergebnisse betrachtet Dr. 

G.___ eine Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 2. Juni 2013 und den 

neurologischen Beschwerden lediglich als möglich, nicht aber als überwiegend 

wahrscheinlich und führt dazu die schlüssige Begründung an, dass unfallbedingte 

strukturelle Nervenläsionen am linken Arm elektrophysiologisch hätten ausgeschlossen 

werden können. Dr. E.___ spricht ausdrücklich von einem fehlenden 

elektrophysiologischen Hinweis auf eine manifeste direkte traumatische oder indirekte 

Schädigung des Nervus ulnaris links im Unterarmbereich (ehemaliges Verletzungsareal 

respektive Narbengebiet), insbesondere einem fehlenden Hinweis auf eine 

Axonotmesis. Einzig hinsichtlich der Reizsymptomatik des Nervus medianus bds. liess 

sich eine organisch begründbare Ursache, nämlich ein Carpaltunnelsyndrom, 

objektivieren. Das Carpaltunnelsyndrom wird zwar in der medizinischen Literatur auch 

als indirekter unfallbedingter Gesundheitsschaden bzw. sekundärer Folgeschaden 

einer primären Verletzung (Knochenbruch, Luxation, Radiusfraktur) beschrieben, stellt 

jedoch in der Regel ein Krankheitsgeschehen im Sinne einer chronischen Kompression 

des Nervus medianus – u.a. anatomisch bedingt, durch Überlastungen, rheumatische 

Erkrankungen oder durch knöcherne Veränderungen (Arthrose) verursacht – dar (vgl. 

dazu Alfred M. DeH.___, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 

752; Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 978; Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch, S. 1056). Im konkreten Fall liegen keinerlei Anhaltspunkte für ein auf einer 

unfallkausalen Körperverletzung gründendes, und damit seinerseits unfallkausales 

Carpaltunnelsyndrom, d.h. für eine akute Form eines Carpaltunnelsyndroms vor. 

Entsprechend wurde das Carpaltunnelsyndrom in den Untersuchungsberichten von Dr. 

E.___ in keiner Weise als Unfallfolge diskutiert und hielt auch Dr. H.___ in seinem 

Zeugnis vom 16. September 2013 fest, dass es sich dabei um einen Zufallsbefund 

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ohne Krankheitswert handle (act. G 4.4). Dessen beidseitige Beschreibung spricht denn 

ebenfalls gegen eine linksseitige Unfallproblematik. Eine unfallkausale (postoperative) 

Reizsymptomatik des Nervus ulnaris kann auch nicht im Sinne einer - wie von Dr. E.___ 

erwähnt - rein traumatisch bedingten, partiellen Neurapraxie oder durch eine 

Weichteilschwellung nach einer Wundnaht als belegt gelten. Die von der Neurologin im 

Zusammenhang mit den fraglichen Gesundheitsschäden verwendeten Formulierungen 

"allenfalls, gegebenenfalls" vermögen lediglich einen möglichen, jedoch nicht 

überwiegend wahrscheinlichen Sachverhalt (vgl. Thomas Locher, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451) zu belegen.

3.4   Aufgrund des Gesagten ist mithin festzuhalten, dass die von der 

Beschwerdeführerin geklagten Unterarmbeschwerden links nach Massgabe der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht auf eine anlässlich des Unfallereignisses vom 

2. Juni 2013 erlittene Nervenverletzung zurückzuführen sind. Die alleinige Aussage von 

Dr. H.___ im Zeugnis vom 16. September 2013 "Die Beschwerden der Patientin sind 

unfallbedingt: Hypalgesie, Dysästhesie: Ulnariskompression." vermag an dieser 

Beurteilung nichts zu ändern. Der Aussage mangelt es an jeglicher Begründung. 

Angeführt sind lediglich die Symptome sowie ein Gesundheitsschaden 

(Carpaltunnelsyndrom), der bezüglich des Nervus ulnaris in keiner Weise objektiviert 

werden konnte und allgemein sowohl krankheitsbedingt als auch traumatischer 

Ursache sein kann. Dr. H.___ nimmt sodann im Zeugnis in keiner Weise auf die 

Untersuchungsergebnisse von Dr. E.___ Bezug. Zu beachten ist schliesslich, dass der 

Regel "post hoc ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche 

Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem 

aufgetreten ist, keine beweisrechtliche Bedeutung zukommt (vgl. Kieser, a.a.O., N 43 f. 

zu Art. 4; BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb am Ende; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 

52, E. 7.2.4).

4.     

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

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entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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