# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f20fab92-97df-57bb-8018-96b81bf4962d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.01.2023 UV 2022/9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2022-9_2023-01-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2022/9

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 15.02.2023

Entscheiddatum: 05.01.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 05.01.2023
Art. 17 UVV (Territorialitätsprinzip). Die Bestätigung der erstabklärenden 
Zahnarztpraxis, wonach sie im Umgang mit dem spezifischen (beschädigten) 
Zahnimplantat des Beschwerdeführers nicht geschult seien, vermag den 
Nachweis einer überwiegend wahrscheinlichen Notwendigkeit einer 
Zahnbehandlung im Ausland (wo das Implantat ursprünglich eingesetzt 
wurde) nicht zu erbringen. Verneinung einer Leistungspflicht der 
Beschwerdegegnerin. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Januar 2023, UV 
2022/9).

Entscheid vom 5. Januar 2023

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz) und Michael Rutz, Versicherungsrichterin 

Christiane Gallati Schneider ; Gerichtsschreiberin Anita Hüsler

Geschäftsnr.

UV 2022/9

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Stephanie Fröhlich, S-E-K Advokaten, 

Zürcherstrasse 96, 8500 Frauenfeld,

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gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8085 Zürich Versicherung,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen (Zahnbehandlung im Ausland)

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 2002 bei der B.___ AG als 

Geschäftsleiter und Berater tätig und dadurch bei der Zürich Versicherungs-

Gesellschaft AG (nachfolgend: Zürich) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert. Am 14. Februar 2021 meldete der C.___ der 

Arbeitgeberin der Zürich einen Nichtberufsunfall vom 16. September 2020. Der 

Versicherte sei beim Volleyball-Spiel mit grosser Wucht von einem Ball ins Gesicht 

getroffen worden. Schwindel sei aufgetreten, er habe sich unwohl gefühlt und aus dem 

Spiel ausscheiden müssen (UV-act. 3).

A.a. 

In der Unfallmeldung vom 14. Februar 2021 wurde ausserdem festgehalten, der 

Versicherte habe später beim Essen bemerkt, dass seine untere künstliche 

Zahnprothese sich lockere. Wegen der Corona-Pandemie habe er nicht sofort einen 

Arzt aufgesucht. Im Dezember 2020 seien Schmerzen aufgetreten und er habe eine 

Zahnärztin konsultiert (UV-act. 3). Anlässlich der Untersuchung vom 4. Januar 2021 in 

der Zahnarztpraxis D.___ war festgestellt worden, dass die Zahnprothese des 

Versicherten wackelte (wie sich aus dem entsprechenden Eintrag zu dieser 

Untersuchung in der Krankengeschichte des Beschwerdeführers ergibt; UV-act. 19). 

Gemäss Angabe in der Unfallmeldung habe die untersuchende Zahnärztin dem 

Versicherten empfohlen, die Behandlung in Ungarn vornehmen zu lassen, da er das 

Implantat auch dort hatte einsetzen lassen (UV-act. 3).

A.b. 

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Vom 10. bis 12. Januar 2021 hatte sich der Versicherte zur Zahnbehandlung nach 

Ungarn begeben (UV-act. 18). Am 11. Januar 2021 war die Konsultation in der E.___ in 

F.___ (Ungarn), erfolgt. Gemäss dem dazugehörigen Bericht von Dr. G.___, Facharzt für 

Mund- und Kieferchirurgie, sei nach Entfernung der unteren Brücke eine Fraktur der 

Implantatköpfe festgestellt worden, beim Hals des Implantats am 34. Zahnplatz sei ein 

Stück (etwa zwei Millimeter) herausgebrochen, weswegen sich die Brücke habe 

bewegen können. Das Implantat (34) sei entfernt und ein dickeres Implantat mit guter 

Primärstabilität erfolgreich eingesetzt worden. Die gebrochenen Implantatköpfe seien 

auch gewechselt worden. Die Periimplantitis aufgrund einer Fraktur um das entfernte 

Implantat sei eliminiert worden. Der Versicherte habe eine neue provisorische Brücke 

erhalten (UV-act. 22).

A.c. 

Am 22./29. Juni 2021 erfolgte eine versicherungsmedizinische Beurteilung durch 

Dr. med. dent. H.___ und I.___, dipl. Pflegefachfrau HF. Diese kamen in ihrer 

Kausalitätsbeurteilung zu dem Schluss, dass sich bei einem Schlag ein Implantat im 

Knochen lösen könne. Die beschriebene eitrige Periimplantitis sei jedoch durch eine 

bakterielle Infektion bedingt. Es sei ein eigenständiges Krankheitsbild und habe keinen 

Zusammenhang mit einem Unfall. Die Behandlung am Zahn 35 sei nicht überwiegend 

wahrscheinlich kausal zum Unfallereignis vom 16. September 2020 (UV-act. 16).

A.d. 

Am 30. Juni 2021 stellte die Zürich dem Versicherten die 

versicherungsmedizinische Beurteilung zu und teilte ihm mit, dass sie sich an den 

Auslandbehandlungen mangels Unfallkausalität nicht beteiligen könne. Die Kosten für 

die erste Kontrolluntersuchung nach dem Unfall würde sie übernehmen, da es sich um 

Abklärungskosten handle (UV-act. 17).

A.e. 

Vom 4. bis 8. Juli 2021 reiste der Versicherte erneut nach Ungarn, um die neuen 

Brückenglieder auf das Implantat setzen zu lassen (vgl. act. G 1.12, 1.13 und 1.14).

A.f. 

Mit Schreiben vom 14. Juli 2021 ersuchte J.___ von der K.___ GmbH, welche die 

Zahnbehandlung in Ungarn vermittelt bzw. organisiert hatte, die Zürich darum, 

nochmals auf ihren ablehnenden Entscheid vom 22. Juni 2021 (gemeint ist die 

versicherungsmedizinische Beurteilung, UV-act. 16) korrigierend zurückzukommen 

(UV-act. 18) und liess ihr diverse (sich teilweise bereits bei den Akten befindliche) 

A.g. 

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B.  

Unterlagen betreffend die erfolgten Untersuchungen/Behandlungen zukommen (vgl. 

UV-act. 19 bis 23).

Mit Datum vom 2./3. September 2021 erfolgte eine weitere 

versicherungsmedizinische Beurteilung durch Dr. H.___ und I.___, wobei sie letztlich 

daran festhielten, dass weder die Periimplantitis noch die gebrochenen Implantate 

kausal zum Ereignis vom 16. September 2020 seien. Dass Zwischenteile bei einem 

Schlag brechen könnten sei nachvollziehbar, jedoch nicht komplette Implantate (UV-

act. 25).

A.h. 

Mit Verfügung vom 21. September 2021 lehnte die Zürich einen Anspruch des 

Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen ab, da die Entzündung sowie die 

Lockerung der Prothese nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis 

vom 16. September 2020 zurückzuführen seien (UV-act. 26).

A.i. 

Mit Schreiben vom 27. September 2021 erhob der Versicherte Einsprache gegen 

die vorgenannte Verfügung und beantragte die Vergütung der ihm entstandenen Heil- 

und Reisekosten in Höhe von Fr. 10'521.40 (UV-act. 27).

B.a. 

Am 17. Dezember 2021 teilte die zuständige Mitarbeiterin der Zürich dem 

Versicherten mit, dass der beratende Arzt Dr. H.___ den Fall des Versicherten entgegen 

ihrem Wunsch nicht weiter besprechen wolle, da er bereits alles gesagt habe. Das 

Implantat könne durch den Aufprall eines Balles nicht brechen, ausser es sei zu dünn 

gewesen. Ausserdem müssten aufgrund des Territorialitätsprinzips Leistungen im 

Ausland nicht vergütet werden, weshalb die Leistungspflicht der Zürich fraglich sei (UV-

act. 40).

B.b. 

Mit Entscheid vom 3. Januar 2022 hiess die Zürich die Einsprache des 

Versicherten insoweit gut, als er Anspruch auf Übernahme der Abklärungskosten vom 

4. Januar 2021 in der Höhe von Fr. 72.-- habe, im Übrigen wies sie die Einsprache ab. 

Zur Begründung hielt die Zürich insbesondere fest, dass sich keine Notwendigkeit der 

Heilbehandlung im Ausland zeige, weshalb diese Heilbehandlungskosten nicht 

übernommen werden könnten. Weiter führte die Zürich – unter Verweis auf die 

B.c. 

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C.  

Einschätzung des beratenden Arztes Dr. H.___ – aus, dass selbst bei Annahme einer 

Leistungspflicht das Bestehen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den 

geltend gemachten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 16. September 2020 

fraglich wäre. Die Frage der Unfallkausalität müsse jedoch nicht abschliessend geklärt 

werden, da bereits aufgrund des Territorialitätsprinzips keine Leistungspflicht bestehe 

(UV-act. 41).

Am 1. Februar 2022 erhob der nunmehr anwaltlich vertretene Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) Beschwerde gegen den vorerwähnten 

Einspracheentscheid. Darin beantragte er die Aufhebung des Einspracheentscheids 

vom 3. Januar 2022 und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen, insbesondere 

der Heilungskosten im Umfang von Fr. 10'521.40. Eventualiter sei die Streitsache zur 

ergänzenden Sachverhaltsermittlung bzw. zur Einholung eines externen 

zahnmedizinischen Gutachtens an die Zürich (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

zurückzuweisen oder es sei ein gerichtliches Gutachten anzuordnen bzw. einzuholen. 

Ausserdem sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, den Beschwerdeführer 

angemessen ausserrechtlich zu entschädigen (act. G 1). Zusammen mit der 

Beschwerde reichte der Beschwerdeführer insbesondere eine Bestätigung von Dr. 

med. dent. L.___, Zahnarztpraxis D.___, vom 31. Januar 2022 ein. In dieser hatte Dr. 

L.___ festgehalten, dass es nicht möglich gewesen sei, die zwölfgliedrige Zahnbrücke 

des Versicherten neu anzubringen, da die Implantation in Ungarn mit dem System SGS 

stattgefunden habe. Trotz guter partnerschaftlicher Beziehungen mit den Zahnärzten in 

Ungarn, wäre die Herbeischaffung der Aufbauteile mit den dazugehörigen Werkzeugen 

nicht zweckmässig, nicht sinnvoll und finanziell mit hohem Aufwand verbunden 

gewesen. Im Weiteren weise jedes Implantat-System Besonderheiten auf, die nur mit 

einem speziellen Firmenkurs verantwortungsvoll zu bearbeiten seien. Über einen 

solchen zusätzlichen Kurs verfüge ihre Praxis nicht. Es sei deshalb angebracht 

gewesen, dass der Versicherte eine Neuanfertigung der Brücke in Ungarn habe 

vornehmen lassen (act. G 1.7).

C.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 16. März 2022 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer habe ohne 

C.b. 

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zeitliche Dringlichkeit seine Zahnbeschwerden in Ungarn behandeln lassen. Die 

Voraussetzungen für die Kostenübernahme einer Heilbehandlung in Ungarn seien nicht 

erfüllt gewesen. Unter den gegebenen Umständen müsse die Frage des Bestehens 

eines natürlichen Kausalzusammenhangs – dessen Vorliegen fraglich sei – nicht geprüft 

werden (act. G 3).

Der Beschwerdeführer hielt in der Replik vom 29. April 2022 an seinen Anträgen 

fest. Die Zahnbehandlung in Ungarn sei aufgrund der ausdrücklichen Bestätigung der 

Zahnarztpraxis D.___ (act. G 1.7) notwendig gewesen. Er habe auf diese Aussage 

vertrauen dürfen. Es hätte an der behandelnden Ärztin gelegen, ihm das von der 

Beschwerdegegnerin behauptete Netzwerk in der Schweiz für die Behandlung 

vorzuschlagen. Es könne nicht von ihm erwartet werden, dass er sich nach 

Behandlungsmethoden in der Schweiz erkundige, wenn ihm die behandelnde 

Zahnärztin ausdrücklich mitteile, er müsse die Behandlung der Implantate in Ungarn 

durchführen lassen. In Bezug auf den Kausalzusammenhang gab der 

Beschwerdeführer zudem an, er habe anlässlich des Unfallereignisses vom 16. 

September 2020 einen starken Schlag erlitten, welcher gemäss dem behandelnden 

Facharzt geeignet gewesen sei, ein Implantat zu brechen. Somit sei auch 

nachvollziehbar, dass sich die eitrige Periimplantitis als Folge der Fraktur entwickelt 

habe und die Beschwerden somit anfangs November 2020 eingesetzt hätten. Die 

Ausführungen der Beschwerdegegnerin, wonach es sich bei der eitrigen Periimplantitis 

um ein eigenständiges Krankheitsbild handle, das in keinem Zusammenhang zum 

Unfall stehe, sei vor diesem Hintergrund weder nachvollziehbar noch plausibel (act. G. 

5).

C.c. 

Die Beschwerdegegnerin hielt ihrerseits in der Duplik vom 16. Mai 2022 an den 

gestellten Anträgen fest. Insbesondere gehe aus der vom Beschwerdeführer 

aufgelegten Bestätigung der Zahnarztpraxis D.___ lediglich hervor, dass eine 

Behandlung in dieser Praxis angeblich nicht habe durchgeführt werden können. Dies 

bedeute jedoch nicht, dass eine Behandlung in der Schweiz – bei einer anderen 

Zahnarztpraxis – nicht möglich gewesen wäre (act. G 7).

C.d. 

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Erwägungen

1. Vorliegend strittig und zu prüfen ist der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers 

auf die gesetzlichen Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem 

Unfallereignis vom 16. September 2020, insbesondere auf Ersatz der 

Heilbehandlungskosten für die Behandlung in Ungarn.

2.  

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018; Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: 

Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019; Alexandra Rumo-Jungo/André 

Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich 

Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. 

Aufl. 2012, S. 53 ff.). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 

alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 

oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhanges nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist. Es genügt, dass das 

schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 

geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 

Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene Störung 

entfiele (Conditio sine qua non; BGE 129 V 181 E. 3.1). Bei organischen Unfallfolgen 

deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität im Übrigen weitgehend 

mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbständige 

Bedeutung (BGE 134 V 112 E. 2.1).

2.1. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

2.2. 

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3.  

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten.

Vorliegend macht die Beschwerdegegnerin geltend, die Frage der natürlichen 

Kausalität der Beschädigung des Zahnimplantats und der Periimplantitis könne 

offenbleiben, da ohnehin keine Leistungspflicht ihrerseits für die im Ausland erfolgte 

Behandlung bestehe. Es ist vorab zu prüfen, wie es sich damit verhält.

3.1. 

Die versicherte Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen, insbesondere auf die ambulante Behandlung durch den Arzt, die 

Zahnärztin oder auf deren Anordnung durch eine medizinische Hilfsperson sowie durch 

den Chiropraktor und die ambulante Behandlung in einem Spital (vgl. Art. 10 Abs. 1 lit. 

a UVG). Der Versicherte kann die Ärztin, den Zahnarzt, die Chiropraktorin, die 

Apotheke, das Spital und die Kuranstalt frei wählen (vgl. Art. 10 Abs. 2 UVG). Der 

Bundesrat kann die Leistungspflicht der Versicherung näher umschreiben und die 

Kostenvergütung für Behandlung im Ausland begrenzen (vgl. Art. 10 Abs. 3 Satz 1 

UVG). Von dieser Gesetzesdelegation hat der Bundesrat in Art. 17 der Verordnung über 

die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) Gebrauch gemacht: Dieser sieht vor, dass 

dem Versicherten für eine notwendige Heilbehandlung im Ausland höchstens der 

doppelte Betrag der Kosten vergütet wird, die bei der Behandlung in der Schweiz 

entstanden wären.

3.2. 

Zur Frage, wann eine Heilbehandlung im Ausland als „notwendig“ im Sinne von 

Art. 17 UVV zu qualifizieren ist, fehlt es an entsprechender Rechtsprechung und 

juristischer Literatur. Im UVG gilt, ebenso wie im Bereich der obligatorischen 

Krankenversicherung, das Territorialitätsprinzip, wonach Sozialversicherungsleistungen 

grundsätzlich nur innerhalb der Schweiz erbracht werden (vgl. Hardy Landolt, (K)eine 

Lösung: Export der Pflegebedürftigkeit ins Ausland?, in: Pflegerecht 2016, S. 173). 

Analog kann demnach auf die zum obligatorischen Krankenversicherungsrecht 

entwickelte Rechtspraxis abgestellt werden. Dies rechtfertigt sich umso mehr, als der 

Regelungszweck von Art. 36 der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die 

Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) mit jenem von Art. 17 UVV vergleichbar ist, 

indem jene Bestimmung eine Übernahme der Kosten von im Ausland erbrachten 

medizinischen Leistungen davon abhängig macht, dass sie in der Schweiz nicht 

3.3. 

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erbracht werden können (Abs. 1) oder ein Notfall vorliegt (Abs. 2), welche Wendung mit 

Bezug auf ihren Sinngehalt weitgehend der in Art. 17 UVV geforderten Notwendigkeit 

einer Heilbehandlung im Ausland entspricht (vgl. zum Ganzen: Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Mai 2017, 200 17 245 UV, E. 3.4.2, in: 

BVR 2018, S. 22 ff.; vgl. auch: Maria Londis, Die Zumutbarkeit der Heilbehandlung als 

aktuelle Fragestellung, in: Ueli Kieser [Hrsg.], November-Tagung zum 

Sozialversicherungsrecht 2020, S. 108, mit Hinweisen).

Ein Notfall im Sinne von Art. 36 Abs. 2 KVV liegt vor, wenn die versicherte Person 

bei einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt einer medizinischen Behandlung 

bedarf und eine Rückreise in die Schweiz nicht angemessen ist. Kein Notfall besteht, 

wenn sich die versicherte Person zum Zwecke der Behandlung ins Ausland begibt (vgl. 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. Januar 2020, KV 

2018/5, E. 2.3). Von einem Notfall in diesem – und mit Bezug auf Art. 17 UVV ebenso 

massgeblichen – Sinne kann vorliegend nicht die Rede sein. Vielmehr erfolgten das hier 

strittige Unfallereignis und auch die Erstuntersuchung der erst später aufgetretenen 

gesundheitlichen Beschwerden unbestrittenermassen in der Schweiz (UV-act. 19). Erst 

nach dieser Abklärung begab sich der Versicherte zum Zweck der eigentlichen 

Behandlung nach Ungarn.

3.4. 

Nach der Rechtsprechung zu Art. 36 Abs. 1 KVV ist Voraussetzung für die 

Übernahme einer (nicht notfallmässigen) Auslandbehandlung zunächst, dass die 

mögliche Behandlung in der Schweiz mit einem wesentlichen und deutlich höheren 

Risiko verbunden ist als diejenige im Ausland. Dies ist nur bei einer schwerwiegenden 

Lücke im Behandlungsangebot anzunehmen, weshalb der Begriff des medizinischen 

Grundes streng zu interpretieren ist. Existiert in der Schweiz eine allgemein anerkannte 

Behandlungsmethode, so liegt kein medizinischer Grund vor, und es besteht kein 

Anspruch auf Übernahme der Kosten durch die Krankenpflegeversicherung. Gleich 

verhält es sich, wenn die Vorteile im Ausland gering, schwer abschätzbar oder gar 

bestritten sind (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Februar 2013, 9C_739/2012, E. 2.4 

mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Mai 

2017, 200 17 245 UV, E. 3.4.3). Diese Ausführungen haben analog – wie erwähnt – 

auch für das Unfallversicherungsrecht zu gelten.

3.5. 

Vorliegend leitet der Beschwerdeführer die Notwendigkeit der Behandlung im 

Ausland aus der Bestätigung der Zahnarztpraxis D.___ (welche die Erstabklärung vom 

4. Januar 2021 vorgenommen hatte [UV-act. 19]), vom 31. Januar 2022 ab (act. G 1.7). 

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers geht aus dieser Bestätigung jedoch nicht 

3.5.1. 

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hervor, dass die Behandlung in der Schweiz (in einer anderen Praxis) nicht hätte 

erfolgen können. Der Bestätigung kann lediglich entnommen werden, dass eine 

Behandlung in der Zahnarztpraxis D.___ nicht möglich bzw. die Behandlung in Ungarn 

"angebracht" war, da die Mitarbeitenden der Praxis offenbar für einen 

verantwortungsvollen Umgang mit Implantaten des SGS-Systems nicht entsprechend 

geschult waren.

In Bezug auf eine allfällige Unmöglichkeit einer Behandlung in der Schweiz ist 

darauf hinzuweisen, dass – unter Berücksichtigung des obenstehend dargelegten 

Anwendungsbereichs von Art. 36 Abs. 1 KVV (vgl. E. 3.5) – grundsätzlich davon 

auszugehen ist, dass die Schweiz über ein umfassendes Gesundheitssystem und 

Behandlungsangebot verfügt. Versorgungslücken liegen in der Regel nur bei 

Behandlungen vor, die hoch spezialisierte Techniken verlangen oder bei seltenen 

Krankheiten, für welche die Schweiz nicht über eine genügende diagnostische oder 

therapeutische Erfahrung verfügt (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Februar 2013, 

9C_739/2012, E. 2.3 mit Hinweisen). Zahnimplantate sind in der Schweiz weit verbreitet 

und werden von diversen Zahnärztinnen und Zahnärzten angeboten bzw. verwendet. 

Entsprechend stellt sich die Frage, ob es sich bei dem im vorliegenden Fall 

verwendeten Implantat des SGS-Systems um ein spezielles Produkt handelt, dessen 

Bearbeitung bzw. Verwendung eine spezialisierte Technik voraussetzt, welche in der 

Schweiz nicht ausgeführt bzw. angeboten wird. In diesem Zusammenhang ist der 

Bestätigung von Dr. L.___ zu entnehmen, dass für unterschiedliche Implantat-Systeme 

von den jeweiligen Herstellern ein spezifischer Firmenkurs zum verantwortungsvollen 

Umgang mit den entsprechenden Produkten angeboten werde, wobei die 

Mitarbeitenden der Zahnarztpraxis D.___ nicht über einen solchen Kurs für das SGS-

System verfügen würden (act. G 1.7). Aus diesen Ausführungen kann zwar geschlossen 

werden, dass Zahnärztinnen und Zahnärzte, welche Implantate des SGS-Systems 

verwenden wollen, zur Einhaltung der ihnen (von Gesetzes wegen) obliegenden 

Sorgfaltspflicht einer Schulung durch den Hersteller bedürfen, was grundsätzlich 

plausibel erscheint. Hingegen kann aus dieser Aussage von Dr. L.___ nicht 

geschlossen werden, dass keine andere Zahnärztin und kein anderer Zahnarzt in der 

Schweiz über eine solche Schulung verfügen und die entsprechende Behandlung 

anbieten würde. Bei einem Zahnimplantat handelt es sich um ein Medizinprodukt. Eine 

behördliche Zulassung für Medizinprodukte ist – im Gegensatz z.B. zu Heilmitteln – in 

der Schweiz nicht vorgesehen. Die Europäische Union hat jedoch Vorgaben an das 

System der Konformitätsbewertung bzw. Zertifizierung solcher Produkte gestellt, auf 

welche sich auch die Schweiz abstützt (vgl. https://www.swissmedic.ch/swissmedic/

3.5.2. 

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de/home/medizinprodukte/regulierung-medizinprodukte.html [besucht am: 

16.12.2022]). Da es sich bei Ungarn um einen Mitgliedsstaat der Europäischen Union 

handelt und das SGS-System dort offenbar zugelassen ist (ansonsten der 

Beschwerdeführer sich dieses Implantat in Ungarn ursprünglich nicht hätte einsetzen 

bzw. nun reparieren lassen können), ist entsprechend davon auszugehen, dass die 

Verwendung des SGS-Systems in der Schweiz ebenfalls zulässig ist und – aufgrund 

des umfassenden Behandlungsangebots – auch angeboten wird. Es liegen denn auch 

keine Hinweise dafür vor, dass es sich dabei um ein hochspezialisiertes System 

handelt, welches in der Schweiz nicht verwendet würde (was angesichts des 

Internetauftritts unter dem Titel "SGS Dental Swiss Implant System" [vgl. www.sgs-

dental.de] ohnehin auch nicht wahrscheinlich erscheint).

Der Umstand, dass die erstabklärende Zahnärztin dem Beschwerdeführer 

offenbar die Durchführung der Behandlung in Ungarn empfohlen bzw. es allenfalls 

pflichtwidrig unterlassen hatte, den Beschwerdeführer auf eine (eventuell bestehende) 

Behandlungsmöglichkeit in einer Zahnklinik oder in einer anderen Zahnarztpraxis in der 

Schweiz hinzuweisen (vgl. dazu act. G 5 S. 2 f.), ist für das vorliegende Verfahren nicht 

von Relevanz, zumal der Beschwerdeführer auch nicht geltend macht, sie hätte ihm 

anlässlich der Untersuchung vom 4. Januar 2021 mitgeteilt, eine Behandlung in der 

Schweiz sei ausgeschlossen. Der Beschwerdeführer durfte, gestützt auf ihre Aussage, 

wonach eine Behandlung bzw. Reparatur des SGS-Implantats in der Zahnarztpraxis 

D.___ nicht durchgeführt werden könne (vgl. act. G 1.7), nicht gutgläubig davon 

ausgehen, dass eine Behandlung in der Schweiz gänzlich ausgeschlossen sei. Vielmehr 

geht aus dem Eintrag der Zahnarztpraxis D.___ vom 4. Januar 2021 in der 

Krankengeschichte des Beschwerdeführers hervor, dass der Entschluss des 

Beschwerdeführers, sich in Ungarn behandeln zu lassen, aus freien Stücken, 

insbesondere aus finanziellen Gründen, erfolgte (UV-act. 19). Dafür sprechen auch die 

Ausführungen des Beschwerdeführers in der Einsprache vom 1. Februar 2022, wonach 

er erst im Zeitpunkt der vorliegend strittigen Heilbehandlung einen (möglichen) 

Zusammenhang zum Ereignis vom 16. September 2020 hergestellt habe (UV-act. 44 S. 

4 Ziff. 2). Mithin hatte er im Zeitpunkt des Entscheids für die Auslandbehandlung davon 

ausgehen müssen, deren Kosten selber tragen zu müssen.

3.5.3. 

Nach Gesagtem ist nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erstellt, dass eine entsprechende Behandlung im fraglichen 

Zeitraum in der Schweiz nicht angeboten worden wäre.

3.5.4. 

Mithin fehlt es am rechtsgenüglichen Nachweis der Notwendigkeit der Behandlung 

im Ausland.

3.6. 

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4. Unter den gegebenen Umständen kann – wie die Beschwerdegegnerin korrekt 

ausgeführt hat – offenbleiben, ob der Bruch des Implantats und die Periimplantitis 

überhaupt unfallkausal waren. Ebenso kann offenbleiben, inwiefern die in den 

eingereichten Rechnungen aufgeführten Rechnungspositionen (insbesondere die 

Position "Freiwilliger Beitrag Garantiekasse", vgl. act. G 1.8) überhaupt Kosten einer 

zweckmässigen Behandlung darstellen.

5.  

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass im Falle gleichwertiger 

Behandlungen im Grundsatz die kostengünstigere Variante vorteilhafter erscheint, ist 

darauf hinzuweisen, dass Sinn und Zweck des im Sozialversicherungsrecht geltenden 

Territorialitätsprinzips letztlich ist, einen "Medizintourismus" zu verhindern. Das 

Bundesgericht hat dazu im Zusammenhang mit den obligatorischen 

Krankenversicherern festgehalten, es dürfe nicht unberücksichtigt gelassen werden, 

dass das System der obligatorischen Krankenversicherung auf dem System der 

Tarifverträge mit den Spitaleinrichtungen und ein Teil der Finanzierung der Spitäler 

wiederum auf diesen Verträgen beruhe (Art. 49 KVG). Wenn den Versicherten das 

Recht zugestanden würde, sich auf Kosten der obligatorischen 

Krankenpflegeversicherung in einer hochspezialisierten Einrichtung im Ausland 

behandeln zu lassen, um die bestmöglichen Heilungschancen zu erhalten, oder sich im 

Ausland von den besten Spezialisten für die Behandlung eines bestimmten Leidens 

behandeln zu lassen, würde dies bedeuten, diese Finanzierung – und die damit 

immanent verbundene Spitalplanung – in Frage zu stellen. Langfristig könnte dies die 

Aufrechterhaltung der für die öffentliche Gesundheit wichtigen Pflegekapazität oder 

medizinischen Kompetenz in der Schweiz gefährden (BGE 131 V 275 f. E. 3.2). Aus 

diesen Gründen besteht auch keine sog. Austauschbefugnis und können Versicherte 

auch keine Erstattung im Umfang der bei der Behandlung in der Schweiz hypothetisch 

anfallenden Kosten beanspruchen (BGE 134 V 330 E. 2.4). Diese Ausführungen haben 

analog auch für das Unfallversicherungsrecht zu gelten, zumal auch in diesem Bereich 

entsprechende Tarifverträge vorliegen (Art. 56 UVG). Mithin vermag auch die vom 

Beschwerdeführer behauptete Kosteneinsparung die Behandlung im Ausland nicht zu 

rechtfertigen.

3.7. 

Nach Gesagtem ist der Einspracheentscheid vom 3. Januar 2022 im Ergebnis nicht 

zu beanstanden und die Beschwerde entsprechend abzuweisen.

5.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen 

Anspruch auf Ersatz von Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

5.2. 
bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 05.01.2023
	Art. 17 UVV (Territorialitätsprinzip). Die Bestätigung der erstabklärenden Zahnarztpraxis, wonach sie im Umgang mit dem spezifischen (beschädigten) Zahnimplantat des Beschwerdeführers nicht geschult seien, vermag den Nachweis einer überwiegend wahrscheinlichen Notwendigkeit einer Zahnbehandlung im Ausland (wo das Implantat ursprünglich eingesetzt wurde) nicht zu erbringen. Verneinung einer Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Januar 2023, UV 2022/9).

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		2025-07-19T01:15:25+0200
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