# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 90788300-f520-5655-a02d-993d19c0cfb6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-03-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.03.2012 E-1174/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1174-2012_2012-03-07.pdf

## Full Text

B u n d e s ve r w a l t u n g s g e r i c h t  

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-1174/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  7 .  M ä r z  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Einzelrichter Kurt Gysi, 

mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;   

Gerichtsschreiber Christoph Berger. 

   Parteien 
 

A._______, 

Nigeria,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 21. Februar 2012 / N (…). 

 

 

E-1174/2012 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 31. Oktober 2011 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte,  

dass er im Empfangs- und Verfahrenszentrum Chiasso am 9. November 

2011 im Rahmen der Befragung zur Person – summarisch – zu seinen 

Ausreisegründen befragt wurde, 

dass das BFM den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 19. Januar 

2012 zu einer direkten Bundesanhörung vom 7. Februar 2012 vorlud,  

dass der Beschwerdeführer dieser Vorladung keine Folge leistete, wes-

halb ihm das BFM die Gelegenheit einräumte, sich zu den Gründen sei-

nes Fernbleibens bis zum 17. Februar 2012 zu äussern,  

dass sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Februar 2012 dazu 

vernehmen liess,  

dass das BFM mit Verfügung vom 21. Februar 2012 – eröffnet am         

23. Februar 2012 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. c des Asylge-

setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht 

eintrat, die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz verfüg-

te und den Vollzug der Wegweisung anordnete, 

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit Eingabe vom   

29. Februar 2012 (Postaufgabe) Beschwerde erhebt und beantragt, auf 

das Gesuch sei einzutreten, es sei der Vollzug der vorläufigen Wegwei-

sung aufzuheben, es sei die Verfügung der Vorinstanz aufzuheben und 

es sei das Verfahren zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurück zu 

weisen, 

dass er in prozessualer Hinsicht um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses und um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

ersucht, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 6. März 2012 beim Bundesverwal-

tungsgericht eingingen, 

dass der Beschwerdeführer im Nachgang zur Rechtsmitteleingabe ein 

Schreiben zu den Akten reicht (Eingang Bundesverwaltungsgericht am   

7. März 2012), 

E-1174/2012 

Seite 3 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Re-

gel – so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-

waltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 

AsylG i. V. m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 

vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-

ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezie-

hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde le-

gitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wird, 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde- 

instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5), 

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-

scheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen materiellen Prü-

fung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neu-

er Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1; 

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Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurs-

kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), 

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-

riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 

Kognition zukommt, 

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende auf 

andere Weise als den in Art. 32 Abs. 2 Bstn. a und b AsylG genannten 

Gründen ihre Mitwirkungspflicht schuldhaft und in grober Weise verletzen 

(Art. 32 Abs. 2 Bst. c AsylG), 

dass die Mitwirkungspflicht des Gesuchstellers eine aktive Mitarbeit an 

der Feststellung des Sachverhalts verlangt, wozu insbesondere auch sein 

Erscheinen zu den Anhörungen und die Beantwortung der gestellten Fra-

gen gehört (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. c AsylG), 

dass eine Verletzung der Mitwirkungspflicht dann als grob zu bezeichnen 

ist, wenn dadurch die Abklärungen des Falles erheblich erschwert werden 

(vgl. EMARK 1995 Nr. 18 E. 3c S. 187 f.), 

dass das Nichterscheinen an einer Anhörung, zu der ein Asylsuchender 

ordnungsgemäss eingeladen worden ist, als Verhinderung einer konkret 

vorgesehenen Verfahrenshandlung gelten muss und eine grobe Verlet-

zung der Mitwirkungspflicht im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. c AsylG dar-

stellt (vgl. EMARK 2000 Nr. 8 E. 7a S. 69 f.; EMARK 2003 Nr. 22 E. 4a 

S. 142 f.; zur Qualifizierung einer Mitwirkungspflicht als grob vgl. auch 

EMARK 2001 Nr. 19 E. 4a S. 142, EMARK 2003 Nr. 21 E. 3d S. 136), 

dass das Asylgesetz dabei keinen Vorsatz voraussetzt (vgl. EMARK 2000 

Nr. 8), weshalb auf ein Asylgesuch nicht einzutreten ist, wenn der Asylsu-

chende diese Pflicht in schuldhafter Weise verletzt hat, 

dass unter einer schuldhaften Mitwirkungspflichtverletzung im Gegensatz 

zur strafrechtlichen Terminologie eine solche zu verstehen ist, bei welcher 

die betreffende Person durch aktives Handeln zur Verletzung beiträgt 

oder ein Handeln unterlässt, das ihr aufgrund ihres Alters, ihrer Ausbil-

dung, ihrer beruflichen und sozialen Stellung vernünftigerweise zugemu-

tet werden kann, 

dass der Beschwerdeführer bei Einreichen des Asylgesuches mit Abgabe 

des Merkblattes für Asylsuchende über seine Verpflichtung zur Mitwirkung 

am Verfahren aufmerksam gemacht worden ist, insbesondere auch dar-

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auf, sich den Behörden zur Verfügung zu halten und jeder Vorladung und 

Aufforderung zur Mitwirkung am Verfahren nachzukommen und er bestä-

tigte, das Merkblatt gelesen und verstanden zu haben (vgl. Akten BFM 

A5/11 S. 2), 

dass unbestritten ist, dass dem Beschwerdeführer die Vorladung rechtzei-

tig ordnungsgemäss zugestellt wurde und er den darin erwähnten Vorla-

dungstermin zur Kenntnis genommen, jedoch an der Anhörung nicht teil-

genommen hat, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs mit 

schriftlicher Stellungnahme vom 13. Februar 2012 als Erklärung seines 

Nichterscheinens ausführte, im Anschluss an eine Unterkunftskontrolle 

der Polizei vom 3. Februar 2012 habe er in seinem Zimmer die Vorladung 

zur Anhörung sowie das Zugsticket nicht mehr vorgefunden und dies der 

Leitung der Unterkunft gemeldet, 

dass ihm die Leitung der Unterkunft ausgerichtet habe, man werde se-

hen, was man tun könne, 

dass er am 6. Februar 2012 bis um 16.30 Uhr zugewartet und sich dann 

bei der Leitung der Unterkunft wieder gemeldet habe, ihm jedoch erklärt 

worden sei, das Büro sei nun geschlossen und man könne nichts tun, 

dass er sich zum Sozialamt nach B._______ begeben habe, dieses aber 

bereits geschlossen gewesen sei, weshalb er nach Hause zurückgekehrt 

sei, 

dass er am nächsten Tag, dem Tag des Anhörungstermins, wiederum das 

Sozialamt in B._______ aufgesucht habe, ihm jedoch beschieden worden 

sei, er solle um 14.00 Uhr wieder erscheinen, da im Moment das Amt in 

Bern geschlossen sei, 

dass ihm anlässlich des Termins von 14.00 Uhr auf dem Sozialamt die Te-

lefonnummer des BFM ausgehändigt worden sei und er der zuständigen 

Person des BFM telefonisch mitgeteilt habe, er habe nicht zur Anhörung 

erscheine können, da er nach dem Besuch der Polizei in der Unterkunft 

seine diesbezüglichen Papiere nicht mehr gefunden habe, 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführte, die Vorbringen 

des Beschwerdeführers in der schriftlichen Stellungnahme, die Polizei 

habe die Anhörungsvorladung beziehungsweise sein Zugticket beschlag-

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nahmt, hätten sich durch entsprechende Abklärungen des BFM nicht er-

härten lassen und seien deshalb unglaubwürdig, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe vorbringt, das 

BFM sei in der angefochtenen Verfügung auf die Begründung in seiner 

schriftlichen Stellungnahme nicht näher eingegangen und habe nur abge-

klärt, ob die Polizei das Ticket beschlagnahmt habe, während sein weite-

res Vorgehen jedoch unbestritten sei und ihm in diesem Punkt keine 

Pflichtverletzung angelastet werde, 

dass das BFM dabei übersehen habe, dass eine Verletzung seiner Mit-

wirkungspflicht nur bei unentschuldbarem Missachten der Vorladung zur 

Anhörung gegeben sei, 

dass dieser Darstellung des Beschwerdeführers nicht gefolgt werden 

kann, 

dass das BFM in der Begründung der angefochtenen Verfügung sehr 

wohl auf die vorgebrachten Gründe in der schriftlichen Stellungnahme 

des Beschwerdeführers vom 13. Februar 2012 eingegangen ist und die 

wesentlichen Vorbringen zwar in zusammenfassender, aber korrekt wie-

dergegebener Form dargestellt hat, 

dass an der Feststellung des BFM, der Beschwerdeführer habe sich erst 

am Tag nach dem Anhörungstermin (demnach am Mittwoch, den 8. Feb-

ruar 2012) beim BFM telefonisch gemeldet, nicht zu zweifeln ist und dies 

in der Rechtsmitteleingabe auch nicht bestritten wird, 

dass den Erklärungsversuchen des Beschwerdeführers in der Rechtsmit-

teleingabe, wonach er sich richtig verhalten, an den entsprechenden Stel-

len um Hilfe ersucht und schnellstmöglich Mitteilung erstattet habe, nicht 

gefolgt werden kann, 

dass gemäss den Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe am Samstag, 

den 4. Februar 2012, ein Mann des Zentrums in leitender Funktion dem 

Beschwerdeführer geholfen habe, das Ticket zu suchen, 

dass der Beschwerdeführer im zur Rechtsmitteleingabe nachgereichten 

Schreiben ausführt, dieser Mann sei Nachtwächter im Asylzentrum, kön-

ne den vom Beschwerdeführer dargelegten Sachverhalt bestätigen und 

würde diesbezüglich nächste Woche ein Schreiben einreichen, 

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dass dieses Schreiben nicht abzuwarten und der entsprechende Antrag 

abzuweisen ist, da aufgrund nachfolgender Erwägungen in Beachtung 

der Regeln der antizipierten Beweiswürdigung nicht erwartet werden 

kann, die Angaben des Nachtwächters würden in entscheidwesentlicher 

Hinsicht zu einer anderen Beurteilung der Sache führen, 

dass demnach auch der Beweisantrag, den Nachtwächter telefonisch zu 

kontaktieren und die Angaben mündlich bestätigen zu lassen, abzuwei-

sen ist, 

dass für das Gericht nicht strittig ist und nicht bezweifelt wird, dass dieser 

Mann dem Beschwerdeführer am 4. Februar 2012 bei der Suche nach 

der Anhörungseinladung und dem Zugsticket behilflich gewesen ist und 

diese nicht aufgefunden werden konnten, 

dass jedoch für das Gericht in Berücksichtigung der gesamten Sachlage 

nicht nachvollziehbar erscheint, dass der Beschwerdeführer bei ernsthaf-

ten Bemühungen nicht imstande gewesen sein soll, in der Zeit vom        

4. Februar 2012 bis zum 7. Februar 2012 frühmorgens - auch wenn sich 

diese Zeit teilweise über ein Wochenende erstreckte - mit Hilfe der Unter-

kunftsleitung oder anderer zuständiger Stellen die Einhaltung des Anhö-

rungstermins vom 7. Februar 2012 zu organisieren und sicherzustellen, 

dass insbesondere vernünftigerweise nicht nachvollziehbar ist, wenn sich 

der Beschwerdeführer am 6. Februar 2012 gemäss Rechtsmitteleingabe 

bis um 16.00 Uhr und gemäss schriftlicher Stellungnahme vom 13. Feb-

ruar 2012 bis um 16.30 Uhr von der Heimleitung in der Angelegenheit 

hätte hinhalten lassen, 

dass zudem festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer den weiteren 

Ablauf seines Handelns insoweit nicht kongruent schildert, als er in der 

Rechtsmitteleingabe entgegen den Ausführungen in der Stellungnahme 

vom 13. Februar 2012 den gescheiterten Besuch des Sozialamtes in         

B._______ vom 6. Februar 2012 nicht erwähnt, 

dass einerseits der Beschwerdeführer zumindest damit hätte rechnen 

müssen, beim Sozialamt in der Stadt B._______ vor verschlossenen Tü-

ren zu stehen, wenn er sich, wie in der Stellungnahme vom 13. Februar 

2012 ausgeführt, erst nach 16.30 Uhr von der Unterkunft aus auf den 

Weg dorthin gemacht hat und davon ausgegangen werden muss, dass 

ihm die Öffnungszeiten des Amtes bekannt waren, 

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dass es schliesslich selbstredend für die Einhaltung des Anhörungster-

mins beim BFM vom 7. Februar 2012 nicht tauglich ist, wenn er anstelle 

dieses Termins das Sozialamt in B._______ nochmals aufsucht, 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung demnach im Resultat das 

Verhalten des Beschwerdeführers (unentschuldigtes Nichterscheinen zur 

Anhörung) zu Recht als schuldhafte und grobe Verletzung der Mitwir-

kungspflicht wertete, 

dass der Schilderung in der Rechtsmitteleingabe, der Beschwerdeführer 

habe nicht fahrlässig gehandelt, sondern mit allen ihm zur Verfügung ste-

henden Mitteln versucht, ein neues Ticket zu bekommen oder die Anhö-

rung zu verschieben, offenkundig nicht gefolgt werden kann, 

dass er vielmehr durch aktives Handeln oder zumindest durch Unterlas-

sungen von Handlungen, die ihm vernünftigerweise hätten zugemutet 

werden können, zur groben Verletzung der Mitwirkungspflicht entschei-

dend beigetragen hat, 

dass die weiteren Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe nicht geeig-

net sind, die vom Beschwerdeführer begangene Mitwirkungspflichtverlet-

zung zu rechtfertigen, 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. c 

AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 

aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kan-

ton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf 

Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733, BVGE 

2008/34 E. 9.2 S. 510, EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-

weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-

nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, 

wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, 

SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

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Seite 9 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass es der Beschwerdeführer durch sein unentschuldigtes Nichterschei-

nen zur Anhörung unterliess, bei der Erhebung des mit Blick auf die Fest-

stellung seiner allfälligen Flüchtlingseigenschaft rechtserheblichen Sach-

verhalts mitzuwirken, und aus diesem Verhalten zu schliessen ist, dass er 

in seinem Heimatland aktuell keinen ernsthaften Nachteilen im Sinne von 

Art. 3 AsylG ausgesetzt ist oder dort solche zu befürchten hat, 

dass der Vollzug der Wegweisung unter diesem Umständen in Beachtung 

dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zu-

lässig ist, zumal aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers anlässlich 

der Befragung zur Person vom 9. November 2011 sowie den übrigen Ak-

ten auch keine konkreten Hinweise auf eine menschenrechtswidrige Be-

handlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum 

Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK,SR 0.101) er-

sichtlich sind, die ihm in seinem Heimatland droht,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Not-

lage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimatland noch individuelle Gründe 

auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle seiner 

Rückkehr schliessen lassen und diesbezüglich auf die zutreffenden Er-

wägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, 

weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.), 

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, in-

wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtser-

heblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-

gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG), 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

abzuweisen ist, da sich die Rechtsbegehren als aussichtlos erwiesen 

(Art. 65 Abs. 1 VwVG), 

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses gegenstandlos ist. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständi-

ge kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Kurt Gysi Christoph Berger 

 

 

 

 

 

 

Versand: