# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 962e55ae-464e-5340-8222-c6aa19af6aeb
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-21
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 21.11.2025 SBK.2025.299
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2025-299_2025-11-21.pdf

## Full Text

Obergericht
Beschwerdekammer in Strafsachen

SBK.2025.299
(ST.2023.85; STA.2020.4888)
Art. 353

Entscheid vom 21. November 2025

Besetzung Oberrichter Richli, Präsident
Oberrichterin Massari
Oberrichterin Schär
Gerichtsschreiber Burkhard

Beschwerde-
führerin

A._____, […]
vertreten durch Rechtsanwalt Julian Burkhalter,
[…]

Beschwerde-
gegnerin

Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten,
Kloster-Südflügel, Seetalstrasse 8, 5630 Muri AG

Beschuldigter B._____, […]
verteidigt durch Rechtsanwalt Christoph Waller,
[…]

Anfechtungs-
gegenstand

Verfügung des Präsidenten des Bezirksgerichts Bremgarten vom
22. Oktober 2024 betreffend Entschädigung und Genugtuung

in der Strafsache gegen B._____

- 2 -

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten:

1.
Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten erliess am 29. September 2022
einen Strafbefehl gegen den Beschuldigten. Auf Einsprache der Beschwer-
deführerin hin erliess sie am 31. August 2023 gestützt auf
Art. 355 Abs. 3 lit. c StPO einen neuen Strafbefehl. Darin

- verurteilte sie den Beschuldigten wegen mehrfacher Drohung,
mehrfacher Beschimpfung und sexueller Belästigung zu einer be-
dingten Geldstrafe von 60 (bzw. unter Anrechnung von zwei Tagen
Untersuchungshaft 58) Tagessätzen à Fr. 130.00 und einer Busse
von Fr. 1'500.00 (Dispositiv-Ziff. 1 und 2),

- auferlegte sie dem Beschuldigten die Verfahrenskosten (Dispositiv-
Ziff. 3),

- sprach sie den Parteien keine Entschädigungen zu (Dispositiv-
Ziff. 4) und

- verwies sie die Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen der
Beschwerdeführerin auf den Zivilweg (Dispositiv-Ziff. 5).

Diesen von der Beschwerdeführerin mit Einsprache vom 11. September
2023 angefochtenen Strafbefehl überwies sie am 14. September 2023 dem
Bezirksgericht Bremgarten zur Durchführung des Hauptverfahrens.

2.
2.1.
Im Hauptverfahren vor dem Präsidenten des Bezirksgerichts Bremgarten
stellte die Beschwerdeführerin am 14. März 2024 u.a. folgende Anträge:

- In Abänderung von Dispositiv-Ziff. 4 des Strafbefehls vom 31. Au-
gust 2023 sei der Beschuldigte zu verpflichten, ihrem Rechtsvertre-
ter eine Entschädigung von Fr. 5'952.00 zu bezahlen.

- In Abänderung von Dispositiv-Ziff. 5 des Strafbefehls vom 31. Au-
gust 2023 sei der Beschuldigte zu verpflichten, ihr eine Genugtuung
von Fr. 3'000.00 und Schadenersatz in Höhe von Fr. 100.00 zu leis-
ten.

2.2.
Der Präsident des Bezirksgerichts Bremgarten verfügte hierzu am 22. Ok-
tober 2024 Folgendes:

" 1.
Es wird davon Vormerk genommen, dass der Strafbefehl vom 31.08.2023
in den Dispositiv Ziff. 1., 2. und 3. in Rechtskraft erwachsen ist.

- 3 -

2.
Der Antrag der Zivil- und Strafklägerin, Dispositiv Ziff. 4. des Strafbefehls
vom 31.08.2023 sei aufzuheben, wird abgewiesen.

3.
Dispositiv Ziff. 5. des Strafbefehls vom 31.08.2023 wird aufgehoben und
lautet neu wie folgt: Die Schadenersatzforderung der Zivil- und Strafkläge-
rin wird auf den Zivilweg verwiesen und ihre Genugtuungsforderung abge-
wiesen.

4.
Die Kosten des vorliegenden Verfahrens werden auf die Staatskasse ge-
nommen.

5.
Für das vorliegende Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-
gesprochen."

3.
3.1.
Die Beschwerdeführerin erhob hiergegen am 11. November 2024 Be-
schwerde und stellte folgende Anträge:

" 1. Vorfragen
1.1. Es sei der Privatklägerin im Beschwerdeverfahren die unentgeltli-

che Rechtspflege zu gewähren, unter Rechtsverbeiständung
durch den Schreibenden.

2. Hauptbegehren
 2.1. Es sei die Verfügung des Strafgerichts Bremgarten vom 22. Okto-

ber 2024 aufzuheben wie folgt abzuändern:
 2.2. Dispositiv Ziffer 2 der Verfügung des Strafgerichts Bremgarten

vom 22. Oktober 2024 sei aufzuheben und der Beschwerdegegner
sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine Parteientschädi-
gung von CHF 5'952.00 zu bezahlen.

 2.3. Dispositiv Ziffer 3 der Verfügung des Strafgerichts Bremgarten
vom 22. Oktober 2024 sei dahingehend abzuändern, dass der Be-
schwerdegegner verpflichtet wird, der Beschwerdeführerin eine
Genugtuung von CHF 500.00 zu bezahlen.

 2.4. Es seien die Kosten des vorliegenden Verfahrens auf die Staats-
kasse zu nehmen oder dem Beschwerdegegner aufzuerlegen.

 2.5. Es sei der Privatklägerin durch die Staatskasse eine Parteient-
schädigung für das vorliegende Verfahren in Höhe von
CHF 1'500.00 auszurichten (inkl. MwSt), eventualiter sei die ent-
sprechende Parteientschädigung durch den Beschwerdegegner
zu bezahlen.

3. Eventualiterbegehren
 3.1. In Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung vom 22. Okto-

ber 2024 des BG Bremgarten aufzuheben und die Sache sei zur
neuen Begründung und Entscheidung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen über alle Instanzen
(zzgl. MwSt)."

- 4 -

3.2.
Die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts entschied hier-
über mit Entscheid SBK.2024.321 vom 13. März 2025 wie folgt:

" 1.
1.1.
Von Amtes wegen wird Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung des Präsidenten
des Bezirksgerichts Bremgarten vom 22. Oktober 2024 aufgehoben und
wie folgt ersetzt:

Auf die Einsprache der Zivil- und Strafklägerin gegen Dispositiv-Ziffer 5
des Strafbefehls vom 31. August 2023 wird nicht eingetreten.

1.2
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsge-
bühr von Fr. 1'000.00 und den Auslagen von Fr. 125.00, zusammen
Fr. 1'125.00, werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, dem Verteidiger des Beschuldig-
ten, Rechtsanwalt Christoph Waller, […], für dieses Beschwerdeverfahren
eine Entschädigung von Fr. 980.00 (inkl. Auslagen und MWSt) zu bezah-
len."

3.3.
Das Bundesgericht hiess eine von der Beschwerdeführerin gegen diesen
Entscheid erhobene Beschwerde in Strafsachen mit Urteil 7B_413/2025
vom 21. Oktober 2025 teilweise gut, hob den Entscheid der Beschwerde-
kammer in Strafsachen des Obergerichts SBK.2024.321 vom 13. März
2025 auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung im Sinne der Erwä-
gungen an die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts zu-
rück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat (Urteil
Dispositiv-Ziff. 1).

In seiner E. 5.3 hielt das Bundesgericht fest, dass die Beschwerdekammer
in Strafsachen des Obergerichts zu prüfen habe, ob der von der anwaltli-
chen Vertretung der Beschwerdeführerin im Strafpunkt betriebene Auf-
wand notwendig bzw. sachlich geboten gewesen sei, und dass der Ent-
scheid der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts
SBK.2024.321 vom 13. März 2025 in diesem Punkt aufzuheben sei. Weiter
hielt es fest, dass die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts
auch die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, die Kostenverle-
gung und die Entschädigungsfolgen im Beschwerdeverfahren erneut prü-
fen müsse.

- 5 -

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:

1.
1.1.
Das Bundesgericht schützte (in seiner E. 3) Dispositiv-Ziff. 1.1 des Ent-
scheids der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts
SBK.2024.321 vom 13. März 2025, weshalb es bei dieser Dispositiv-
Ziff. 1.1 bleibt.

Dispositiv-Ziff. 1.1 des Entscheids der Beschwerdekammer in Strafsachen
des Obergerichts SBK.2024.321 vom 13. März 2025 bezog sich auf Dispo-
sitiv-Ziff. 3 der Verfügung des Präsidenten des Bezirksgerichts Bremgarten
vom 22. Oktober 2024 und (indirekt) Dispositiv-Ziff. 5 des Strafbefehls vom
31. August 2023. Im Ergebnis wurde damit die Verweisung der Genugtu-
ungsforderung der Beschwerdeführerin auf den Zivilweg geschützt. Dem-
entsprechend wurde Antrag Ziff. 2.3 der Beschwerde vom 11. November
2024 auf Zusprechung einer Genugtuung im Adhäsionsverfahren abgewie-
sen (vgl. hierzu Entscheid der Beschwerdekammer in Strafsachen des
Obergerichts SBK.2024.321 vom 13. März 2025 E. 2.3). An dieser Abwei-
sung ist festzuhalten.

1.2.
In den übrigen Dispositiv-Ziff. (1.2, 2, 3 und 4) hob das Bundesgericht den
Entscheid der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts
SBK.2024.321 vom 13. März 2025 auf, weshalb in diesen Punkten neu
über die Beschwerde vom 11. November 2024 zu befinden ist.

2.
2.1.
Neu zu befinden ist über den von der Beschwerdeführerin mit Beschwerde
vom 11. November 2024 in Ziff. 2.2 gestellten Antrag, wonach der Beschul-
digte zu verpflichten sei, ihr als Entschädigung für das Strafverfahren
Fr. 5'952.00 zu bezahlen (vgl. hierzu Dispositiv-Ziff. 1.2 des Entscheids der
Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts SBK.2024.321 vom
13. März 2025; Dispositiv-Ziff. 2 der Verfügung des Präsidenten des Be-
zirksgericht Bremgarten vom 22. Oktober 2024; Dispositiv-Ziff. 4 des Straf-
befehls vom 31. August 2023).

Das Bundesgericht führte hierzu (in seiner E. 5) Folgendes aus:

- Die Privatklägerschaft habe gestützt auf (Art. 436 Abs. 1 StPO in
Verbindung mit) Art. 433 Abs. 1 StPO gegenüber der beschuldigten
Person einen Anspruch auf angemessene Entschädigung für not-
wendige Aufwendungen im Verfahren, wenn sie obsiege. Dies sei
der Fall, wenn es im Falle einer Strafklage zu einer Verurteilung der

- 6 -

beschuldigten Person komme und/oder wenn im Falle der Zivilklage
die Zivilforderung geschützt werde.

- Mache die Privatklägerschaft adhäsionsweise Zivilforderungen gel-
tend, sei der Beizug einer anwaltlichen Vertretung als notwendig
i.S.v. Art. 433 Abs. 1 StPO zu erachten. Für den Entschädigungs-
anspruch der obsiegenden Privatklägerschaft im Adhäsionsprozess
sei daher nicht die Notwendigkeit des Beizugs der anwaltlichen Ver-
tretung zu prüfen, sondern einzig die Notwendigkeit des anwaltlich
betriebenen Aufwands.

- Entscheidend für den Entschädigungsanspruch der Beschwerde-
führerin sei, dass eine Verurteilung im Strafpunkt erfolgt sei und
dass die Beschwerdeführerin Zivilforderungen geltend gemacht
habe. Dass die Zivilforderungen nicht im Strafbefehlsverfahren hät-
ten beurteilt werden können, könne der Beschwerdeführerin nicht
zur Last gelegt werden.

- Die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts hätte da-
her die Frage der Entschädigung im Strafpunkt nicht von der Not-
wendigkeit des Beizugs der anwaltlichen Vertretung abhängig ma-
chen dürfen. Sie sei lediglich gehalten, zu prüfen, ob der von der
anwaltlichen Vertretung im Strafpunkt betriebene Aufwand notwen-
dig bzw. sachlich geboten war, wobei die Beschwerdeführerin vor
Bundesgericht geltend gemacht habe, dass sämtlicher Aufwand im
Strafpunkt angefallen sei.

Zu prüfen ist somit, ob der von der anwaltlichen Vertretung der Beschwer-
deführerin im Strafpunkt betriebene Aufwand notwendig bzw. sachlich ge-
boten war und welche Entschädigung hierfür angemessen ist.

2.2.
Ob die von der Beschwerdeführerin getätigten Aufwendungen, wie von ihr
mit Kostennote vom 14. März 2024 gegenüber dem Präsidenten des Be-
zirksgerichts Bremgarten in Höhe von Fr. 5'952.63 geltend gemacht
(act. 353), für die Durchsetzung der Beschwerdeführerin im Strafpunkt not-
wendig bzw. sachlich geboten waren und deshalb zu entschädigen sind,
hängt massgeblich vom Bezug dieser Aufwendungen zum Strafpunkt und
dem dadurch erzielten Erfolg ab. Wie es sich damit verhält, ist nicht für alle
in Rechnung gestellten Aufwendungen gleichermassen eindeutig.

So stellte die Beschwerdeführerin etwa mit Eingabe vom 18. Februar 2021
nicht nur einen (erfolglosen) Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege, son-
dern gleichzeitig auch den Antrag, der Beschuldigte sei wegen sämtlicher
Antragsdelikte für schuldig zu erklären und angemessen zu bestrafen
(act. 289). Ihre Einsprache vom 11. September 2023 (act. 303) verband die
Beschwerdeführerin mit dem (erfolglosen) Antrag auf Verurteilung des Be-
schuldigten wegen versuchter Nötigung. Inwieweit die Beschwerdeführerin

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für solche Verfahrenshandlungen zu entschädigen ist, ist letztlich eine Er-
messensfrage.

Ähnliches gilt etwa auch für die Frage, ob die mit Kostennote vom 14. März
2024 (act. 353) für den 26. Januar 2021 ausgewiesene Besprechung oder
das für den 14. April 2021 ausgewiesene Aktenstudium – wie von der Be-
schwerdeführerin vor Bundesgericht behauptet – ausschliesslich dem
Strafpunkt dienten und dementsprechend vollumfänglich als entschädi-
gungsfähige Aufwendungen zu behandeln sind.

2.3.
Darüber hinaus ist auch die Frage, welcher zeitliche Aufwand für die ent-
schädigungsfähigen Verfahrenshandlungen angemessen erscheint, zu-
mindest teilweise eine ausgesprochene Ermessensfrage. Dies gilt bei-
spielsweise für die Frage, ob der von der Beschwerdeführerin mit Kosten-
note vom 14. März 2024 für den 18. Februar 2021 für "Parteierklärung so-
wie Rücksprache M." ausgewiesene Zeitaufwand von 2 Stunden oder der
für den 11. September 2023 für "Einsprache LSI" ausgewiesene Zeitauf-
wand von 2 Stunden als angemessen zu betrachten ist.

2.4.
Der in Beachtung des bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids zu fäl-
lende Entschädigungsentscheid ist aus den genannten Gründen ein von
starkem Ermessen geprägter Entscheid. Zur Frage, wie dieses Ermessen
auszuüben ist, lässt sich weder dem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft
Muri-Bremgarten vom 31. August 2023 noch der Verfügung des Präsiden-
ten des Bezirksgerichts Bremgarten vom 22. Oktober 2024 etwas entneh-
men. Dementsprechend müsste die Beschwerdekammer in Strafsachen
des Obergerichts, wenn sie die Entschädigung selbst festlegen wollte,
diese faktisch – entgegen ihrer Stellung als Beschwerdeinstanz – wie eine
erste Instanz gestützt auf eigenes Ermessen festlegen und gäbe es für die
Parteien keine Möglichkeit, diesen Entscheid in einem kantonalen Be-
schwerdeverfahren noch überprüfen zu lassen. Um dies zu vermeiden, ist
die Verfügung des Präsidenten des Bezirksgerichts Bremgarten vom
22. Oktober 2024 in den Dispositiv-Ziff. 2, 4 und 5 aufzuheben und ist die
Sache zum neuen Entscheid in diesen Punkten in teilweiser Gutheissung
der Beschwerde vom 11. November 2024 (vgl. Eventualantrag Ziff. 3.1) ge-
stützt auf Art. 397 Abs. 2 StPO an den Präsidenten des Bezirksgerichts
Bremgarten zurückzuweisen.

3.
3.1.
Neu zu befinden ist auch über die Kosten der zur Beschwerde vom 11. No-
vember 2024 durchgeführten Beschwerdeverfahren.

- 8 -

3.2.
Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe
ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Hebt die
Rechtsmittelinstanz einen Entscheid auf und weist sie die Sache zur neuen
Entscheidung an die Vorinstanz zurück, so trägt der Bund oder der Kanton
die Kosten des Rechtsmittelverfahrens (Art. 428 Abs. 4 StPO).

3.3.
Der von der Beschwerdeführerin mit Beschwerde vom 11. November 2024
gestellte Antrag Ziff. 2.3 ist abzuweisen, weshalb die auf diesen Antrag ent-
fallenden Kosten des Beschwerdeverfahrens gestützt auf
Art. 428 Abs. 1 StPO der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind. Hinsicht-
lich der mit Beschwerdeantrag Ziff. 2.2 beantragten Entschädigung ist die
Sache an den Präsidenten des Bezirksgerichts Bremgarten zurückzuwei-
sen, weshalb die auf diesen Antrag entfallenden Verfahrenskosten gestützt
auf Art. 428 Abs. 4 StPO auf die Staatskasse zu nehmen sind. Dass die
Beschwerdeführerin eine deutliche höhere Entschädigung als Genugtuung
beantragte, ändert nichts daran, dass beide Anträge vergleichbar zu den
Kosten des Beschwerdeverfahrens beitrugen. Die Kosten des Beschwer-
deverfahrens, wie mit Entscheid der Beschwerdekammer in Strafsachen
des Obergerichts SBK.2024.321 vom 13. März 2025 festgelegt
(Fr. 1'125.00), sind daher zur Hälfte der Beschwerdeführerin mit Fr. 562.50
aufzuerlegen und im Übrigen auf die Staatskasse zu nehmen. Ebenfalls auf
die Staatskasse zu nehmen sind die wegen des bundesgerichtlichen Rück-
weisungsentscheids angefallenen – nicht durch die Parteien verursachten
– Kosten des Beschwerdeverfahrens.

4.
4.1.
Neu zu befinden ist auch über die Entschädigungen für die wegen der Be-
schwerde vom 11. November 2024 durchgeführten Beschwerdeverfahren,
wobei bereits an dieser Stelle festzuhalten ist, dass den Parteien durch den
bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid keine zusätzlich zu entschä-
digenden Aufwendungen entstanden sind.

4.2.
Gemäss Art. 436 Abs. 1 StPO richten sich Entschädigungsansprüche im
Rechtsmittelverfahren nach den Bestimmungen von Art. 429-434 StPO und
damit nach dem Ausgang des Rechtsmittelverfahrens. Der Entschädi-
gungsanspruch der Privatklägerschaft nach Art. 433 Abs. 1 StPO besteht
(bei gegebenen Voraussetzungen) nur gegenüber der beschuldigten Per-
son; eine subsidiäre Haftung des Staates sieht die Schweizerische Straf-
prozessordnung nicht vor. Der Anspruch der Privatklägerschaft auf Ent-
schädigung nach Art. 436 Abs. 3 StPO, welcher auch bei einer Rückwei-
sung nach Art. 397 Abs. 2 StPO anwendbar ist, besteht hingegen

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gegenüber dem Staat (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts 7B_56/2025
vom 23. September 2025 E. 2.3.1 f. und 2.4.1 f.).

4.3.
Die Beschwerdeführerin machte mit Beschwerde vom 11. November 2024
für das Beschwerdeverfahren eine Entschädigung von Fr. 1'500.00 geltend
(Antrag Ziff. 2.5). Mit Eingabe vom 10. Februar 2025 verlangte sie eine Ent-
schädigung von insgesamt Fr. 2'807.03. Für die Erstellung der Beschwerde
machte sie darin einen Aufwand von fünf Stunden geltend. Den Aufwand
für die Eingabe vom 21. Januar 2025 bezifferte sie mit zwei Stunden. Des
Weiteren veranschlagte sie Aufwände von jeweils 0.25 bzw. 0.3 Stunden
für eine Verfügung des Bezirksgerichts Bremgarten sowie für Verfügungen
der Verfahrensleiterin der Beschwerdekammer in Strafsachen des Oberge-
richts des Kantons Aargau vom 5. Dezember 2024 (Zustellung Beschwerde
zur Antwort an die Gegenparteien), vom 13. Januar 2025 (Zustellung Be-
schwerdeantworten der Gegenparteien u.a. an die Beschwerdeführerin zur
Kenntnisnahme), vom 22. Januar 2025 (Zustellung der Stellungnahme der
Beschwerdeführerin an die Gegenparteien) sowie vom 28. Januar 2025
(Zustellung der Kostennote des Beschuldigten u.a. an die Beschwerdefüh-
rerin zur Kenntnisnahme). Für ihre Kostennote vom 10. Februar 2025
machte sie einen Aufwand von 15 Minuten geltend.

Die mit einem Aufwand von 15 Minuten veranschlagte Kenntnisnahme der
Verfügung des Bezirksgerichts Bremgarten ist nicht zu entschädigen, da
sie nicht das Beschwerdeverfahren betrifft. Der von der Beschwerdeführe-
rin für die Kenntnisnahme der erwähnten verfahrensleitenden Verfügungen
der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aar-
gau geltend gemachte Aufwand von jeweils 15 bzw. 18 Minuten ist zudem
klar überhöht. Die Erfassung derartiger Verfügungen kann kaum mehr als
fünf Minuten in Anspruch nehmen. Ein Aufwand von fünf Minuten ist als
Kürzestaufwand zudem grundsätzlich nicht entschädigungspflichtig (Ent-
scheid der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts
SBK.2024.150 vom 28. Januar 2025 E. 2.2.2 m.H.a. das Urteil der 2. Straf-
kammer des Obergerichts des Kantons Aargau SST.2024.148 vom 20. De-
zember 2024 E. 3.7.1, VIKTOR LIEBER, in: Kommentar zur Schweizerischen
Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 4 zu Art. 135 StPO). Die Eingabe
vom 10. Februar 2025 (Kostennote) stellt eine Sekretariatsaufgabe dar,
nachdem die Stunden laufend erfasst und vom System addiert werden und
das Dokument schlussendlich einzig auszudrucken ist. Sekretariatsarbei-
ten sind im Stundenansatz enthalten, folglich nicht separat zu entschädi-
gen.

Der geltend gemachte Aufwand für die Beschwerde (fünf Stunden) sowie
die (freiwillig) erstattete Eingabe vom 21. Januar 2025 (zwei Stunden) er-
scheint mit Blick darauf, dass sich die Beschwerdeführerin im Zusammen-
hang mit der Stellungnahme vom 21. Januar 2025 mit der Beschwerdeant-

- 10 -

wort des Beschuldigten auseinanderzusetzen hatte, insgesamt als noch
angemessen. Der geltend gemachte Aufwand von 0.65 Stunden für "BT mit
Mandantin" (7. November 2024) bzw. "Telefonat mit Mandantin" (11. No-
vember 2024) ist im Aufwand für die Beschwerdeverfassung aber als ent-
halten zu erachten, zumal in der Beschwerde weitestgehend die bereits vor
Vorinstanz (act. 376 ff.) bzw. bei der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten
(Untersuchungsakten act. 304 f.) vorgebrachten Argumente (schwere Vor-
würfe, komplexer Sachverhalt, sprachliche Schwierigkeiten, psychische
Belastung) wiedergegeben wurden, der hierfür zugestandene Aufwand von
fünf Stunden deshalb als sehr grosszügig zu erachten ist. Zu entschädigen
ist schliesslich auch die für die Besprechung des Beschwerdeentscheids
veranschlagte Stunde.

Die von ihr in der Kostennote geltend gemachten Fr. 119.00 Auslagen für
Kopien "im Verlauf des Verfahrens" sind nicht nachvollziehbar. Dies umso
weniger, weil die Beschwerdeführerin ihre Eingaben dem Gericht jeweils
elektronisch zustellt. Selbst wenn der Vertreter der Beschwerdeführerin
derselben die Beschwerde (17 Seiten, die Beilagen hierzu stammten be-
reits von der Beschwerdeführerin), die Beschwerdeantwort der Staatsan-
waltschaft Muri-Bremgarten (eine Seite), die Beschwerdeantwort des Be-
schuldigten (16 Seiten, inkl. Kostennote) und schliesslich die Eingabe vom
21. Januar 2025 (16 Seiten) jeweils in Kopie zugestellt haben sollte, ergibt
dies lediglich 50 Kopien. Mangels Plausibilität der geltend gemachten Aus-
lagen sind dieselben mit der gerichtsüblichen Pauschale von 3 % der Ent-
schädigung zu vergüten (§ 13 Abs. 1 AnwT).

Für die Entschädigungsfrage ist die Beschwerdeführerin entsprechend
dem Kostenentscheid (E. 3) als in Bezug auf Beschwerdeantrag Ziff. 2.3
unterliegend und in Bezug auf Beschwerdeantrag Ziff. 2.2 (was die ver-
langte Aufhebung betrifft) obsiegend zu betrachten. Dementsprechend ist
sie (gestützt auf Art. 436 Abs. 3 StPO) für die Hälfte ihres angemessenen
Zeitaufwandes im Beschwerdeverfahren, mithin für 4 Stunden, durch den
Staat zu entschädigen.

Der Stundenansatz beträgt in der Regel Fr. 240.00 und kann in einfachen
Fällen bis auf Fr. 200.00 reduziert und in schwierigen Fällen bis auf
Fr. 270.00 erhöht werden (§ 9 Abs. 2bis Satz 1 AnwT). Weil vorliegend ein-
zig über Nebenfolgen zu entscheiden war, erscheint ein Stundenansatz von
Fr. 220.00 der Schwierigkeit der Sache angemessen (so schon Entscheid
der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts SBK.2024.321
vom 13. März 2025 E. 4.2.2 bezüglich Entschädigung des Beschuldigten).

In zusätzlicher Berücksichtigung der Mehrwertsteuer von 8.1 % ist der Be-
schwerdeführerin somit eine Entschädigung für das Beschwerdeverfahren
in Höhe von Fr. 979.80 (Fr. 220.00 x 4 x 1.03 x 1.081) zuzusprechen.

- 11 -

4.4.
Der Beschuldigte obsiegte mit seinem mit Beschwerdeantwort vom 10. Ja-
nuar 2025 gestellten Antrag auf vollumfängliche Abweisung der Be-
schwerde hälftig (Abweisung von Beschwerdeantrag Ziff. 2.3) und ist für
die andere Hälfte seiner angemessenen Aufwendungen – gleich wie die
Beschwerdeführerin – vom Staat gestützt auf Art. 436 Abs. 3 StPO zu ent-
schädigen.

Die angemessene Entschädigung des Beschuldigten wurde mit Entscheid
der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts SBK.2024.321
vom 13. März 2025 auf Fr. 980.00 (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer)
festgelegt. Hieran ist festzuhalten. Die Hälfte dieser Entschädigung in Höhe
von Fr. 490.00 geht gestützt auf Art. 436 Abs. 3 StPO zu Lasten des Staa-
tes. Die andere Hälfte (betreffend den Antrag auf Abweisung von Be-
schwerdeantrag Ziff. 2.3) ist in Beachtung der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung, wonach im Beschwerdeverfahren bei Antragsdelikten die Ent-
schädigung der beschuldigten Person zu Lasten der Privatklägerschaft
geht, die als einzige das Rechtsmittel ergriffen hat (BGE 147 IV 47 Rege-
ste), der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, wie bereits von der Beschwer-
dekammer in Strafsachen des Obergerichts mit Entscheid SBK.2024.321
vom 13. März 2025 in E. 4.2.1 mit nach wie vor aktueller Begründung dar-
gelegt.

5.
5.1.
Gestützt auf den bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid hat die Be-
schwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts neu über das von der
Beschwerdeführerin mit Beschwerde vom 11. November 2024 gestellte
Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege zu befinden (An-
trag Ziff. 1.1).

5.2.
Hinsichtlich Beschwerdeantrag Ziff. 2.2 ergeht ein Rückweisungsent-
scheid, hat die Beschwerdeführerin die darauf entfallenden Kosten des Be-
schwerdeverfahrens nicht zu tragen und wird sie aus der Staatskasse ent-
schädigt. Insofern ist ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege als ge-
genstandslos geworden von der Geschäftskontrolle abzuschreiben.

5.3.
Hinsichtlich Beschwerdeantrag Ziff. 2.3 bleibt es bei der Abweisung der Be-
schwerde. Bezüglich dieses Beschwerdepunktes sind die Ausführungen
der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts mit Entscheid
SBK.2024.321 vom 13. März 2025, wonach die Gewinnchancen von An-
fang an beträchtlich geringer gewesen seien als die Verlustgefahren und
kaum als ernsthaft bezeichnet werden könnten, weshalb die Beschwerde
aussichtslos i.S.v. Art. 136 Abs. 1 lit. a StPO und das Gesuch um unent-

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geltliche Rechtspflege abzuweisen sei (E. 5, mit Hinweis auf Urteil des Bun-
desgerichts 1B_450/2021 vom 9. Februar 2022 E. 2.1), weiterhin aktuell,
zumal das Bundesgericht (in seiner E. 3.3) auf die Ausführungen der Be-
schwerdeführerin, mit welcher sie auch vor dem Bundesgericht ihre Genug-
tuungsforderung zu begründen versuchte, nicht eintrat, weil sich die Be-
schwerdeführerin mit den rechtlichen Überlegungen der Beschwerdekam-
mer in Strafsachen des Obergerichts nicht auseinandergesetzt habe.

5.4.
Zusammengefasst ist das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltli-
che Rechtspflege infolge Aussichtslosigkeit abzuweisen, soweit es nicht als
gegenstandslos geworden von der Geschäftskontrolle abzuschreiben ist.

Die Beschwerdekammer entscheidet:

1.
1.1.
Von Amtes wegen wird Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung des Präsidenten
des Bezirksgerichts Bremgarten vom 22. Oktober 2024 aufgehoben und
wie folgt ersetzt:

Auf die Einsprache der Zivil- und Strafklägerin gegen Dispositiv-Ziffer 5
des Strafbefehls vom 31. August 2023 wird nicht eingetreten.

1.2.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung des Präsi-
denten des Bezirksgerichts Bremgarten vom 22. Oktober 2024 in den Dis-
positiv-Ziff. 2, 4 und 5 aufgehoben und zu neuem Entscheid an den Präsi-
denten des Bezirksgerichts Bremgarten zurückgewiesen.

1.3.
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Be-
schwerdeverfahren wird abgewiesen, soweit es nicht als gegenstandlos ge-
worden von der Geschäftskontrolle abgeschrieben wird.

3.
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden der Beschwerdeführerin
mit Fr. 562.50 auferlegt und im Übrigen auf die Staatskasse genommen.

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4.
4.1.
Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, dem Verteidiger des Beschuldig-
ten, Rechtsanwalt Christoph Waller, […], für das Beschwerdeverfahren
eine Entschädigung von Fr. 490.00 auszurichten.

4.2.
Die Obergerichtskasse wird angewiesen, dem Verteidiger des Beschuldig-
ten, Rechtsanwalt Christoph Waller, […], für das Beschwerdeverfahren
eine Entschädigung von Fr. 490.00 auszurichten.

4.3.
Die Obergerichtskasse wird angewiesen, der Beschwerdeführerin als Ent-
schädigung für das Beschwerdeverfahren Fr. 979.80 auszurichten.

Zustellung an:
[…]

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG)

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-
lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-
schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde
kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn
diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-
sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-
den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde
(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG).

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-
gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren
Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte
elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen,
inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf
die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen
hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde-
legitimation ist Art. 81 BGG massgebend.

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Aarau, 21. November 2025

Obergericht des Kantons Aargau
Beschwerdekammer in Strafsachen
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Richli Burkhard