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**Case Identifier:** e60741dd-8a4d-5e78-89aa-f3f805ed0c61
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.01.2019 720 18 288/04
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-288-04_2019-01-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. Januar 2019 (720 18 288 / 04) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts: Die IV-Stelle hat diesen vollständig abge-

klärt 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Monica Armesto, Advoka-
tin, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Der 1966 geborene A.____ war vom 1. März 2002 bis 31. August 2015 bei der 
B.____AG als Lagermitarbeiter angestellt. Am 6. November 2014 erlitt er einen Verkehrsunfall 
und zog sich dabei eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) zu. Am 30. September 2015 
meldete er sich unter Hinweis auf unfallbedingte Kopf- und Nackenschmerzen bei der Eidge-
nössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. In der Folge zog die IV-Stelle 
des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) die Akten der zuständigen Unfallversicherung bei. 

 

 
 
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Nach weiteren Abklärungen der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse wies sie mit 
Verfügung vom 17. Juli 2018 einen Anspruch von A.____ auf eine Rente mangels Invalidität ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Monica Armesto, am 12. September 
2018 Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die 
Verfügung vom 17. Juli 2018 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm 
nach Massgabe eines noch zu bestimmenden Invaliditätsgrads eine Rente auszurichten. Even-
tualiter sei die Verfügung vom 17. Januar 2018 aufzuheben und die Angelegenheit an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach Vornahme weiterer medizinischer Abklä-
rungen über seinen Leistungsanspruch erneut entscheide; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begrün-
dung führte er im Wesentlichen aus, dass der angefochtene Entscheid auf unzureichenden me-
dizinischen Unterlagen beruhe. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 11. Oktober 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde vom 12. September 2018 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 17. Juli 2018 entwickelt hat. 
Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü-
fungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf 
eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-
destens 40 % invalid ist. Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich blei-
bende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die Invalidität wird 
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, der geistigen oder der psychischen Gesundheit 
verursacht, wobei sie im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein 
kann (Art. 4 Abs. 1 IVG; Art. 3 und 4 ATSG). 

 

 
 
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4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutba-
rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität 
in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer 
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-

 

 
 
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de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Hingegen kommt Berichten und Gutach-
ten versicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen. An die Beweiswürdigung 
sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung 
eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 in fine mit Hinweis; Urteil des 
Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
5. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den Entscheid als zentral 
erweisen. 
 
6.2 Im Bericht der Radiologie C.____ vom 3. Dezember 2014 wurden beginnende Chond-
rosen mit zirkulären dorsalen Protrusionen ohne Hinweise auf eine radikuläre Irritation und eine 
regelrechte Haltung der Halswirbelsäule (HWS) im Liegen ohne posttraumatische Knochenkon-
tusionszonen oder ein reaktives Weichteil- oder Knochenmarksödem festgestellt. Die Facetten-
gelenke würden sich regelrecht darstellen. 
 
6.3 Der Beschwerdeführer wurde im Auftrag der Unfallversicherung vom 22. Oktober 2015 
bis 26. November 2015 in der Klinik D.____ stationär abgeklärt. Im Austrittsbericht vom 
23. November 2015 wurden eine HWS-Distorsion QTF Grad II, ein Spannungskopfschmerz und 
ein migräneartiger Kopfschmerz gemischt, eine chronische Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41, Z56), eine Adipositas und ein Verdacht auf eine 
arterielle Hypertonie diagnostiziert. Es läge eine leichte Druckschmerzhaftigkeit über die ge-
samte HWS und Nackenmuskulatur vor. Die Rotation sei links circa ein Drittel und rechts circa 
zur Hälfte eingeschränkt. Es bestünde entlang der gesamten Brust- und Lendenwirbelsäule 
(BWS, LWS) eine Druckdolenz. Die Rotation und die Laterflexion des Rumpfes seien im Stehen 
frei. Bei der Rotation des Rumpfes klage der Versicherte über Schmerzen im Nacken. In psy-
chiatrischer Hinsicht würden sich Stimmungsschwankungen und dysfunktionale Überzeugun-
gen mit ausgeprägter Schmerzfixierung und maladaptivem Genesungskonzept, assoziiert mit 
einem Schon- und Vermeidungsverhalten und mit Überforderungsgefühl im stationären Thera-
piesetting zeigen. Die psychische Störung begründe jedoch zusätzlich zu den muskuloskelettä-

 

 
 
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ren Einschränkungen keine arbeitsrelevante Leistungsminderung. Bei der Beurteilung der ar-
beitsbezogenen Leistungsfähigkeit (BAL) wurde eine erhebliche Symptomausweitung festge-
stellt. Diese sei teilweise auf eine psychische Störung zurückzuführen. Es sei davon auszuge-
hen, dass bei gutem Effort eine bessere Leistung hätte erbracht werden können, als bei den 
Leistungstests gezeigt worden sei. Die physischen Leistungstests seien deshalb für die Beurtei-
lung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit nur teilweise verwertbar. Das Ausmass der de-
monstrierten physischen Einschränkungen liesse sich mit den objektivierbaren pathologischen 
Befunden der klinischen Untersuchung, der bildgebenden Abklärung und den Diagnosen nicht 
erklären. Die bisherige Tätigkeit als Lagerist und zumutbare Verweistätigkeiten seien ganztags 
möglich. 
 
6.4 Am 12. Februar 2016 diagnostizierte Dr. med. E.____, FMH Neurologie, einen Status 
nach HWS-Distorsionstrauma, aktuell ohne Hinweise auf traumatisch bedingte Schädigung des 
zentralen oder peripheren Nervensystems. Die seit dem Unfall persistierenden Schmerzen sei-
en vorwiegend myofaszialer Natur. Eine Symptomausweitung sei anzunehmen. 
 
6.5 Der behandelnde Arzt Dr. med. F.____, FMH Infektiologie und Allgemeine Innere Me-
dizin, diagnostizierte am 23. August 2016 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Distorsi-
on der HWS Grad II am 6. November 2014, persistierende Kopfschmerzen und eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41, Z56). Er hielt fest, 
dass dem Versicherten eine körperlich leichtere Arbeit uneingeschränkt möglich sein sollte. 
 
6.6 Am 30. Mai 2017 führte Dr. med. G.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, aus, 
dass der Versicherte durch die Unfallversicherung medizinisch komplex und nachvollziehbar 
abgeklärt worden sei, wobei sich die subjektiven Beschwerden nicht hinlänglich hätten objekti-
vieren lassen. Interdisziplinär imponiere eine erhebliche Symptomausweitung und neurologisch 
allenfalls myofaszial zuordenbare Beschwerden. Unfallfremde Funktionseinschränkungen, die 
eine Limitierung der Arbeitsfähigkeit begründen, würden nicht vorliegen. Spätestens nach der 
Entlassung aus der Klinik D.____ könne der Versicherte als unlimitiert arbeitsfähig eingestuft 
werden. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht angezeigt. 
 
6.7 Am 29. Mai 2018 äusserte sich der RAD-Arzt Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, zu den Standartindikatoren und kam zum Schluss, dass der Versicherte aus 
psychiatrischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt sei. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 17. Juli 2018 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vollumfänglich 
auf die Ergebnisse, zu denen die Ärzteschaft der Klinik D.____ im Austrittsbericht vom 
6. November 2014 sowie der RAD in seinen Stellungnahmen vom 30. Mai 2017 und 29. Mai 
2018 gelangt waren. Sie ging demzufolge davon aus, dass dem Beschwerdeführer sowohl die 
bisherige Tätigkeit als Lagermitarbeiter als auch jede andere angepasste Tätigkeit zu 100 % 
zumutbar seien. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Wie in Erwä-
gung 4.4 hiervor ausgeführt, prüft das Gericht frei, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver-

 

 
 
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lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 
eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtet und seine Schlussfolgerungen 
begründet sind. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die Anlass geben könnten, die Er-
gebnisse im Austrittsbericht der Klinik D.____ vom 23. November 2015 in Frage zu stellen oder 
gar davon abzuweichen. Es ist vielmehr festzuhalten, dass der Bericht die rechtsprechungsge-
mässen Voraussetzungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage in jeder Hinsicht erfüllt. 
So weist er weder formale noch inhaltliche Mängel auf, ist – wie dies vom Bundesgericht ver-
langt wird (vgl. E. 4.3 hiervor) – umfassend und beruht auf allseitigen Untersuchungen. So wur-
de der Versicherte anlässlich des stationären Aufenthalts eingehend somatisch und psychiat-
risch exploriert und die arbeitsbezogene Leistungsfähigkeit evaluiert. Die entsprechenden, vor-
stehend (vgl. E. 6.3 hiervor) wiedergegebenen Darlegungen im Austrittsbericht der Klinik 
D.____ vom 23. November 2015 vermögen zu überzeugen, sodass darauf verwiesen werden 
kann. Vor diesem Hintergrund sind auch die Beurteilungen des RAD vom 30. Mai 2017 und 
29. Mai 2018 nachvollziehbar, wonach der Versicherte spätestens nach der Entlassung aus der 
Klinik D.____ wiederum vollständig arbeitsfähig gewesen sei und sich keine weiteren medizini-
schen Abklärungen aufdrängen würden. 
 
7.2 Die Vorbringen des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, das vorstehende Beweis-
ergebnis in Frage zu stellen. Wenn er geltend macht, der Austrittsbericht der Klinik D.____ vom 
23. November 2015 reiche beweisrechtlich nicht aus, da er bloss eine versicherungsinterne 
Beurteilung darstelle, keine genügende psychiatrische Begutachtung enthalte und die Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit aus rein unfallbedingter Sicht erfolgt sei, kann ihm nicht beigepflichtet 
werden. Auch wenn der Unfallversicherer in erster Linie an der Kausalität des versicherten Un-
fallereignisses vom 6. November 2014 (Verkehrsunfall) und den noch vorhandenen Beschwer-
den (Schwindel, Kopf- und Nackenschmerzen) interessiert war, schränken die Ärzte der Klinik 
D.____ ihre Einschätzungen nicht ausdrücklich auf unfallbedingte Behinderungen ein, weshalb 
diese grundsätzlich auch für die Belange der Invalidenversicherung Gültigkeit beanspruchen 
können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 1. Oktober 2008, 8C_691/2008, E. 3.2). Insoweit ist 
das Vorgehen der IV-Stelle demnach nicht zu beanstanden. Dies gilt namentlich auch für die 
während des stationären Aufenthalts in der Klinik D.____ durchgeführte psychiatrische Abklä-
rung, bei der nebst einer Exploration auch die arbeitsbezogene Leistungsfähigkeit evaluiert 
wurde. Dadurch konnten sich die Klinikärzte aufgrund eines persönlichen Eindrucks ein umfas-
sendes Bild über die gesundheitlichen Beeinträchtigungen und deren Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit machen. Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass diese Beurteilung nicht lege artis 
erfolgt sein soll, sind weder ersichtlich noch vom Beschwerdeführer substantiiert dargetan. An-
derslautende medizinische Berichte, die Zweifel an der Beurteilung im Austrittsbericht der Klinik 
D.____ vom 23. November 2015 begründen würden, liegen nicht vor. Demnach ist davon aus-
zugehen, dass beim Beschwerdeführer invalidenversicherungsrechtlich keine relevante psychi-
sche Störung auszumachen ist. Wenn er weiter geltend macht, selbst die Unfallversicherung 
habe nicht auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Austrittsbericht der Klinik D.____ vom 
23. November 2015 abgestellt, trifft dies nicht zu, wie sich aus der Mitteilung der Unfallversiche-
rung an den Versicherten vom 4. Januar 2016 (act. 38.32) ergibt. Sodann lässt sich aus der 

 

 
 
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Tatsache, dass die Leistungen der Unfallversicherung gemäss Verfügung der Unfallversiche-
rung vom 27. Mai 2016 – zu Gunsten des Beschwerdeführers – erst per 31. Mai 2016 einge-
stellt wurden, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Insgesamt stellt der Austrittsbericht der Klinik 
D.____ vom 23. November 2015 eine beweistaugliche Entscheidgrundlage dar und stimmt mit 
der Beurteilung des behandelnden Arztes Dr. F.____ vom 23. August 2016 darin überein, dass 
auch er dem Versicherten in angepassten Tätigkeiten eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit 
attestierte. Vor diesem Hintergrund kommt den Berichten des RAD vom 30. Mai 2017 und 
29. Mai 2018 insofern keine selbstständige Bedeutung zu, als sie nicht auf eigenständigen Er-
hebungen beruhen, sondern – als interne Berichte im Sinne von Art. 49 Abs. 3 der Verordnung 
über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 – lediglich die Ergebnisse der von 
der Unfallversicherung veranlassten medizinischen Untersuchungen zusammenfassen und eine 
Empfehlung zur weiteren Bearbeitung des Leistungsbegehrens aus medizinischer Sicht enthal-
ten (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 26. Mai 2008, 9C_55/2008, E. 4.1 und 4.2). As-
pekte, welche weitere Erhebungen nahelegen würden, ergeben sich in den RAD-Berichten vom 
30. Mai 2017 und 29. Mai 2018 nicht. Da auch für die Zeit bis zum Erlass der Verfügung vom 
17. Juli 2018 Hinweise darauf fehlen, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten nach 
dem Austritt aus der Klinik D.____ verändert hat, kann in antizipierter Beweiswürdigung 
(vgl. BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf zusätzliche Abklärungen verzichtet 
werden. 
 
8. Nach dem Gesagten ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gestützt 
auf den Austrittsbericht der Klinik D.____ vom 23. November 2015 davon ausgegangen ist, 
dass dem Versicherten angepasste Tätigkeiten vollumfänglich zumutbar sind. Nachdem sich 
aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes 
wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung der Vergleichseinkommen vorzunehmen 
wäre und die Berechnung auch vom Versicherten nicht beanstandet wurde, erübrigt sich eine 
detaillierte Auseinandersetzung mit dem durch die IV-Stelle angestellten Einkommensvergleich. 
Es ist mit der IV-Stelle davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ein rentenausschlies-
sendes Erwerbseinkommen erzielen könnte. Die angefochtene Verfügung vom 17. Juli 2018, 
mit welcher ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers abgewiesen wurde, ist nicht zu bean-
standen. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 
 
9. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs-
gericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, 
in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 Satz 2 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegen-
den Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterlie-
gende Partei, weshalb er die Verfahrenskosten zu tragen hat. Diese werden mit dem geleiste-
ten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Es wird keine Parteientschädigung 
zugesprochen. 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
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