# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b5d242b-1e5b-507f-8898-9dd41a7aa108
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-03-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.03.2021 E-1414/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1414-2018_2021-03-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1414/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  M ä r z  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richterin Constance Leisinger (Vorsitz), 

Richterin Claudia Cotting-Schalch, Richterin Roswitha Petry,    

Gerichtsschreiberin Natassia Gili. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch lic. iur. Emil Robert Meier, Rechtsanwalt,  

Advokaturbüro Meier & Mayerhoffer,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 2. Februar 2018 / N (…). 

 

 

 

E-1414/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer, sri-lankischer Staatsangehöriger maurischer Eth-

nie mit letztem Wohnsitz in B._______ im Bezirk C._______, verliess eige-

nen Angaben zufolge seinen Heimatstaat Ende Oktober 2015 und reiste 

über den Iran und verschiedene europäische Länder am 26. November 

2015 in die Schweiz ein. Gleichentags ersuchte er im Empfangs- und Ver-

fahrenszentrum (EVZ) D._______ um Asyl. Er wurde am 11. Dezember 

2015 summarisch zu seiner Person, seinem Reiseweg und den Asylgrün-

den befragt (BzP) und am 5. April 2017 sowie am 26. April 2017 eingehend 

zu seinen Asylgründen angehört. 

Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen geltend, er habe 12 Jahre lang die Schule besucht, habe 

zwar keinen Beruf erlernt, jedoch ein eigenes Geschäft mit 50 tamilischen 

Mitarbeitenden geführt. Er sei seit dem Jahre 2001 verheiratet und habe 

mit seiner Ehefrau zwei Kinder. Seine Familie würde noch immer in 

B._______ leben. In seiner Firma (…), welche er im Jahre 2005 von seinen 

Schwiegereltern übernommen habe, produziere er (…) und (…) aus (…) 

und habe diese in tamilischen Gebieten beziehungsweise in Gebieten, wel-

che von den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) kontrolliert worden 

seien, verkauft. Um die Geschäfte voranzutreiben, habe er mit den LTTE 

zusammengearbeitet. Etwa 15% seines Erlöses habe er jeweils an die 

LTTE abgeben müssen. Diese hätten ihren Hauptsitz in E._______ gehabt. 

Anstelle von Geld habe er die LTTE jeweils mit Naturalien bezahlt. Dies 

habe er während sechs bis sieben Jahren gemacht. Nach dem Ende des 

Bürgerkrieges seien einige ehemalige LTTE-Mitglieder zur sri-lankischen 

Armee (SLA) übergelaufen und hätten seine Kooperation mit den LTTE an 

die SLA verraten. Er sei im Oktober 2014 beziehungsweise 2015 zweimal 

vom Criminal Investigation Department (CID) zu Hause festgenommen 

worden, wobei ihm vorgeworfen worden sei, die LTTE unterstützt und sie 

mit Waren beliefert zu haben. Bei der ersten Festnahme sei er nach 

F._______ gebracht worden und nach drei Tagen ohne weitere Konse-

quenzen wieder freigelassen worden. Das zweite Mal sei er während einer 

Woche in G._______ unter widrigen und erniedrigenden Bedingungen fest-

gehalten und misshandelt worden. Er sei wiederum der Unterstützung der 

LTTE bezichtigt worden. Mithilfe von Mitgliedern seiner Moschee sei er 

schliesslich freigekommen, da sich diese für ihn und seine rein geschäftli-

che Verbindung zu den LTTE verbürgt hätten. In der muslimischen Ge-

meinde habe es aufgrund seiner früheren Aktivitäten im Zusammenhang 

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Seite 3 

mit den LTTE aber Unmut gegeben, weswegen es nach seiner zweiten 

Haftentlassung zu drei Brandanschlägen auf seine Firma gekommen sei, 

wobei ein Brandanschlag nach seiner Ausreise verübt worden sei. Zudem 

hätten die Muslime den tamilischen Fabrikarbeiterinnen viel Ärger ge-

macht, so dass diese nicht mehr zur Arbeit gekommen seien. Hinter seinem 

Rücken sei ausserdem schlecht über ihn geredet worden und einmal sei er 

absichtlich von einem Lastwagen angefahren worden. Die Person, die ihn 

angefahren habe, habe sich zwar bei ihm entschuldigt, er habe jedoch spä-

ter erfahren, dass der Bruder dieser Person von den LTTE gefoltert und 

umgebracht worden sei. In den Jahren 2014 und 2015 sei er ferner von 

Personen, welche jeweils mit einem weissen Van in seiner Fabrik und bei 

ihm zu Hause vorgefahren seien, gesucht worden. Er habe sich jedoch je-

weils rechtzeitig verstecken können. Aus Angst vor dem CID habe er sich 

sodann an verschiedenen Orten versteckt und schliesslich seinen Heimat-

staat verlassen. Auch nach seiner Ausreise sei er von ihm unbekannten 

Personen gesucht worden.  

Zur Untermauerung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer seine 

Geburtsurkunde (im Original sowie mit englischer Übersetzung), seinen 

Führerausweis, eine Bestätigung sein Geschäft betreffend, diverse Fotos 

seines Geschäfts, einen Zeitungsartikel über sein Geschäft mit namentli-

cher Erwähnung als dessen Besitzer sowie ein Bestätigungsschreiben ei-

nes Friedensrichters, dass er in Sri Lanka gefährdet sei, zu den Akten. 

B.  

Mit Schreiben vom 27. April 2017 richtete das SEM eine Botschaftsanfrage 

an die Schweizerische Vertretung in Colombo, welche mit Bericht vom 

27. Oktober 2017 beantwortet wurde. 

C.  

Mit Schreiben vom 20. November 2017 wurde der Beschwerdeführer auf-

gefordert, zur Botschaftsantwort Stellung zu nehmen; die entsprechende 

Stellungnahme wurde dem SEM fristgerecht mit Eingabe vom 4. Dezember 

2017 zugestellt. 

D.  

Mit Verfügung vom 2. Februar 2018 – eröffnet am 5. Februar 2018 – stellte 

die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft 

nicht erfülle, lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus 

der Schweiz und den Vollzug der Wegweisung an. 

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Seite 4 

E.  

Gegen die vorinstanzliche Verfügung erhob der Beschwerdeführer – han-

delnd durch seinen mandatierten Rechtsvertreter – am 7. März 2018 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er liess beantragen, der 

vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und ihm sei in Anerkennung der 

Flüchtlingseigenschaft Asyl in der Schweiz zu gewähren. Eventualiter sei 

die vorläufige Aufnahme anzuordnen. 

In formeller Hinsicht wurde um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG unter Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses ersucht. 

F.  

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte den Eingang der Beschwerde 

am 8. März 2018.  

G.  

Mit Zwischenverfügung vom 28. März 2018 hiess die zuständige Instrukti-

onsrichterin das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung unter Verzicht 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gut. Gleichzeitig wurde das 

SEM zur Einreichung einer Vernehmlassung eingeladen.  

H.  

Die am 19. April 2018 eingereichte Vernehmlassung wurde dem Beschwer-

deführer mit Schreiben vom 24. April 2018 zur Stellungnahme zugestellt. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Am 1. März 2019 ist die Teilrevision des AsylG vom 26. Juni 1998 

(AS 2016 3101; SR 142.31) in Kraft getreten. Für das vorliegende Verfah-

ren gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung des AsylG vom 25. September 2015).  

1.2 Am 1. Januar 2019 wurde das Ausländergesetz vom 16. Dezember 

2005 (AuG, SR 142.20) teilrevidiert (AS 2018 3171) und in Ausländer- und 

Integrationsgesetz (AIG) umbenannt. Der vorliegend anzuwendende Ge-

setzesartikel (Art. 83 Abs. 1–4) ist unverändert vom AuG ins AIG übernom-

men worden. 

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Seite 5 

1.3 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb 

das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.4 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.5 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer-

deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung; er ist daher zur 

Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und aArt. 108 Abs. 1 

AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

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Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).  

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaubhaft-

machen der Vorbringen in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt 

dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 

2015/3 E. 6.5.1 m.w.H.). 

4.  

4.1 Zur Begründung des ablehnenden Asylentscheids führte die Vorinstanz 

im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer habe die beiden Inhaftierun-

gen in den Anhörungen substantiiert und glaubhaft geschildert, so dass 

kein Zweifel an deren Wahrheitsgehalt bestehe. Gemäss den Abklärungen 

der Schweizerischen Botschaft in Colombo vom 27. Oktober 2017 und de-

ren Einschätzung sei jedoch davon auszugehen, dass die geltend gemach-

ten Inhaftierungen in früheren Jahren erfolgt sein müssten. Weiter 

schliesse die Botschaft aus, dass es zu Brandanschlägen auf die Firma 

des Beschwerdeführers gekommen sei, welche von der muslimischen Ge-

meinschaft verursacht worden seien. Zudem hätten die männlichen Mitglie-

der seiner Familie problemlos die Moschee besuchen können, weswegen 

es unwahrscheinlich sei, dass der Beschwerdeführer ernsthafte Probleme 

mit den Mitgliedern seiner muslimischen Gemeinde gehabt habe. Im Er-

gebnis seien somit die Vorbringen des Beschwerdeführers, im Jahre 2014 

beziehungsweise 2015 zweimal inhaftiert gewesen zu sein und dass seine 

Firma von der muslimischen Gemeinschaft mehrmals in Brand gesteckt 

worden sei, als unglaubhaft zu bezeichnen.  

Ebenso fehle es vorliegend an der Asylrelevanz, zumal die geltend ge-

machten Ereignisse einige Jahre vor der Ausreise 2015 stattgefunden hät-

ten und es folglich in zeitlicher und sachlicher Hinsicht an einem Kausalzu-

sammenhang fehle. In Bezug auf die Prüfung der Frage, ob der Beschwer-

deführer im Fall der Rückkehr nach Sri Lanka begründete Furcht vor künf-

tiger Verfolgung habe, führte die Vorinstanz aus, dass Rückkehrer, die ille-

gal ausgereist seien, über keine gültigen Identifikationsdokumente verfü-

gen würden, im Ausland ein Asylverfahren durchlaufen hätten oder behörd-

lich gesucht würden, am Flughafen zwar zu ihrem Hintergrund befragt wür-

den. Die Befragung allein sowie die allfällige Eröffnung eines Strafverfah-

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rens wegen illegaler Ausreise, was im vorliegenden Fall ohnehin nicht zu-

treffen würde, stelle aber keine asylrelevante Verfolgungsmassnahme dar. 

Bezüglich der Probleme, welche der Beschwerdeführer mit der muslimi-

schen Gemeinschaft haben soll, sei festzuhalten, dass die Brandstiftungen 

nicht glaubhaft seien und andere asylrelevante Verfolgungsmassnahmen 

durch Personen der muslimischen Gemeinschaft nicht geltend gemacht 

worden seien. Die vorgebrachte üble Nachrede ihn betreffend sei mangels 

Intensität nicht asylrelevant. Dass der Beschwerdeführer absichtlich von 

einer Person angefahren worden sein soll, stütze sich zudem lediglich auf 

eine unbegründete Vermutung seinerseits. Was die anonymen Drohanrufe 

beim Beschwerdeführer und seiner Ehefrau sowie die Suche nach ihm 

nach seiner Ausreise anbelange, sei festzuhalten, dass sich das CID zwar 

vor Jahren für den Beschwerdeführer und dessen Geschäftsbeziehung zu 

den LTTE interessiert habe. Stünde er aber weiterhin in deren Fokus, wäre 

er mit Sicherheit strafrechtlich verfolgt worden. Dass er aus der Haft ent-

lassen worden sei, spreche ebenso gegen ein weiterhin anhaltendes Inte-

resse der sri-lankischen Behörden an ihm. Fraglich sei auch, ob die Tele-

fonanrufe tatsächlich den sri-lankischen Sicherheitskräften zuzurechnen 

seien, zumal der Beschwerdeführer diese Anrufe in den Anhörungen nicht 

erwähnt habe. Weder aus diesen Telefonanrufen noch aus den Besuchen 

von unbekannten Personen, die sich nach seiner Ausreise über ihn erkun-

digt hätten, könne eine asylrelevante Gefährdung abgeleitet werden. Da 

der Beschwerdeführer zudem mit seinem eigenen Reisepass legal habe 

ausreisen können, sei eine akute Gefährdung durch die Sicherheitskräfte 

Sri Lankas im Zeitpunkt seiner Ausreise unwahrscheinlich. Aus öffentlich 

zugänglichen Quellen würden sich ausserdem Hinweise ergeben, welche 

die Telefonanrufe und Besuche von unbekannten Personen erklären könn-

ten. So sei die Firma des Beschwerdeführers von (…) finanziell unterstützt 

worden. Aus den Quartalsberichten von (…) von Oktober 2015 bis Juni 

2016, die im Internet öffentlich zugänglich seien, sei ersichtlich, dass die 

Firma einerseits finanzielle Schwierigkeiten andererseits Probleme mit 

Lärm- und Staubemissionen gehabt habe. Ein erzürnter Nachbar habe sich 

offensichtlich bei den Behörden beschwert. Die Firma habe in der Folge 

die Zulassung der sri-lankischen Umweltbehörde verloren und habe nach 

Oktober 2015 während eines Jahres geschlossen werden müssen. Erst 

nach Revisionsarbeiten im Jahre 2017 habe die Firma ihre Aktivitäten wie-

deraufnehmen können.  

Insgesamt sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei 

einer Rückkehr nach Sri Lanka in den Fokus der Behörden oder Drittper-

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sonen geraten und in asylrelevanter Weise verfolgt werde. Auch die einge-

reichten Beweismittel würden an dieser Einschätzung nichts ändern. Ins-

besondere handle es sich beim Schreiben des Vorsitzenden der Moschee 

vom 30. November 2015 offensichtlich um ein Gefälligkeitsschreiben.  

4.2 In der Beschwerde wird geltend gemacht, dass sich das SEM bei seiner 

Argumentation, die zweimalige Festnahme durch das CID habe nicht im 

Jahre 2015 stattgefunden, allein auf die Abklärung und Einschätzung der 

Schweizerischen Botschaft vom 27. Oktober 2017 gestützt habe. Diese 

von der Vorinstanz als «gesicherte Erkenntnisse» bezeichnete Informatio-

nen würden jedoch vom Immigration Liaison Officer (ILO) stammen, der 

selbst in seiner Abklärung darauf hingewiesen habe, dass die von ihm be-

fragten Personen in ihren Ausführungen sehr unpräzise gewesen seien 

und die LTTE mit keinem Wort erwähnt hätten. Ebenso sei fraglich, in wel-

cher Sprache die Gespräche geführt worden seien und wer anwesend ge-

wesen sei. Soweit in der Botschaftsantwort ausgeführt werde, es sei zu 

keinen Brandstiftungen gekommen, sei dies nachweislich falsch. Unter 

Verweis auf den als Beweismittel eingereichten Bericht der Feuerwehr (fire 

brigade) vom 22. Februar 2018 sei es am 12. September 2016 um 12.30 

Uhr in der Fabrik des Beschwerdeführers nachweislich zu einem Brand ge-

kommen. Dabei habe die Feuerwehr bis in die späte Nacht hinein einen 

Löscheinsatz geleistet. Als Brandursache komme Brandstiftung durch Un-

bekannte in Betracht. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach es 

zu Brandanschlägen auf sein Geschäft gekommen sei, sei somit als glaub-

haft zu erachten. Die Aussage (…) des Beschwerdeführers im Gespräch 

mit dem ILO, wonach der Beschwerdeführer vor fünf bis sechs Jahren mit-

genommen worden sei, werde durch die als Beweismittel eingereichte be-

glaubigte schriftliche Erklärung (…) vom 20. Februar 2018 klar widerlegt. 

So bestätige sie in diesem Schreiben ausdrücklich, dass die CID-Beamten, 

von denen sie geglaubt habe, es handle sich um den Schulleiter, sowohl 

beim ersten als auch beim zweiten Vorfall im Oktober 2015 gekommen 

seien. Diese Aussage sei im Übrigen von 14 Mitarbeitenden des Familien-

unternehmens unterschriftlich bestätigt worden. Hätten sich die Festnah-

men in den Jahren 2011 beziehungsweise 2012 ereignet, wäre es nach-

vollziehbar gewesen, hätte der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt sei-

nen Heimatstaat verlassen, und nicht ohne Not vier beziehungsweise drei 

Jahre später, als sein Produktionsbetrieb äusserst erfolgreich gewesen sei. 

Des Weiteren handle es sich beim Beschwerdeführer um einen der ethni-

schen und religiösen Minderheit angehörenden maurischen Muslim. Dass 

er durch die jahrelange Beschäftigung dutzender tamilischer Familien in 

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seinem Betrieb auf Missfallen und Ablehnung in der muslimischen Gemein-

schaft gestossen sei, insbesondere im Hinblick auf seine vergangene Zu-

sammenarbeit mit den LTTE, sei daher nachvollziehbar. Soweit die 

Vorinstanz vorbringe, es sei erwiesen, dass es zu keinen Problemen mit 

der muslimischen Gemeinschaft gekommen sei, was sich daran zeige, 

dass die männlichen Familienmitglieder des Beschwerdeführers weiterhin 

die Moschee hätten besuchen können, sei Folgendes zu entgegnen: Es 

entspreche der islamischen Tradition, Gläubige zum Gebet in der Moschee 

zuzulassen und diese an der Ausübung ihres Glaubens nicht zu hindern, 

ungeachtet allfälliger privater oder geschäftlicher Konflikte. Insgesamt 

könne mithin bei der Botschaftsantwort nicht von gesicherten Erkenntnis-

sen ausgegangen werden. Es sei unstrittig, dass der Beschwerdeführer 

zeitnah vor seiner Flucht aus dem Heimatstaat asylrelevanter Verfolgung 

ausgesetzt gewesen sei. Entsprechend sei ein enger zeitlicher Kausalzu-

sammenhang zwischen der asylrelevanten Verfolgung (die zweimalige In-

haftierung durch das CID und die erniedrigende, gewaltsame Behandlung 

während der Haft) und der Flucht gegeben.  

Aufgrund der Vorfälle im Zusammenhang mit den Inhaftierungen, den 

Brandanschlägen auf seine Fabrik sowie den Anfeindungen von Seiten der 

muslimischen und singhalesischen Gemeinschaft erfülle der Beschwerde-

führer ausserdem zahlreiche Risikofaktoren, die nach der Rechtsprechung 

des Bundesverwaltungsgerichts zur Anerkennung seiner Flüchtlingseigen-

schaft führen müssten. So habe (…) des Beschwerdeführers nicht nur die 

Brandanschläge bestätigt, sondern auch, dass nach seiner Flucht wieder-

holt Angehörige des CID bei ihr zu Hause auf der Suche nach ihm aufge-

taucht seien. Entsprechend handle es sich bei den Anfeindungen gegen 

die Familie des Beschwerdeführers nicht nur um üble Nachrede, sondern 

um gezielte Übergriffe, welche die Existenz der Familie bedrohen würden. 

Insbesondere vor dem Hintergrund der äusserst angespannten Lage der 

unterschiedlichen Ethnien in Sri Lanka dürfe ein solcher Konflikt nicht ba-

gatellisiert werde. Zudem könne der Staat in einer solchen Konstellation 

seine Schutzfunktion nicht wahrnehmen.  

4.3 In der Vernehmlassung hielt die Vorinstanz an ihren Ausführungen fest 

und ergänzte, dass die vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismittel 

keinen erheblichen Beweiswert aufweisen würden. Das Schreiben der 

Feuerwehr H._______ vom 22. Februar 2018 sei auf Englisch verfasst und 

vermittle aufgrund des Inhalts und der unüblichen und fehlerbesetzten eng-

lischen Sprache den Eindruck eines Auftragsschreibens. Selbst wenn das 

Dokument einen tatsächlichen Brandfall schildern würde, so könnte daraus 

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nicht abgeleitet werden, wer die Urheber gewesen seien und ob es sich 

tatsächlich um eine Brandstiftung aus einem asylrelevanten Motiv handle. 

Das Schreiben (…) des Beschwerdeführers widerspreche den Erkenntnis-

sen der Botschaftsabklärung in wesentlichen Teilen und sei als Gefällig-

keitsschreiben einzuordnen.  

5.  

5.1 Nach Lehre und Rechtsprechung ist für die Anerkennung der Flücht-

lingseigenschaft erforderlich, dass die asylsuchende Person ernsthafte 

Nachteile von bestimmter Intensität erlitten hat, beziehungsweise solche 

im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat mit beachtlicher Wahrschein-

lichkeit und in absehbarer Zukunft befürchten muss. Eine bloss entfernte 

Möglichkeit künftiger Verfolgung genügt nicht; es müssen konkrete Indizien 

vorliegen, welche den Eintritt der aus einem der in Art. 3 Abs. 1 AsylG auf-

gezählten Verfolgungsmotive erfolgenden Benachteiligung als wahrschein-

lich und dementsprechend die Furcht davor als realistisch und nachvoll-

ziehbar erscheinen lassen (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.5). Die erlittene Verfol-

gung oder die begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung muss zudem 

sachlich und zeitlich kausal für die Ausreise aus dem Heimat- oder Her-

kunftsstaat und grundsätzlich auch im Zeitpunkt des Asylentscheides noch 

aktuell sein. Die Furcht vor künftiger Verfolgung umfasst allgemein ein auf 

tatsächlichen Gegebenheiten beruhendes objektives Element einerseits 

sowie die persönliche Furchtempfindung der betroffenen Person als sub-

jektives Element andererseits. Begründete Furcht vor Verfolgung im Sinne 

von Art. 3 AsylG hat demnach, wer gute – d.h. von Dritten nachvollziehbare 

– Gründe (objektives Element) für seine Furcht (subjektives Element) vor-

weist, mit gewisser Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft das Op-

fer von Verfolgung zu werden (vgl. BVGE 2011/50 E. 3.1.1; 2011/51 E. 6.2 

je m.w.H.). Geht die Verfolgung von nichtstaatlichen Akteuren aus, ist zu 

prüfen, ob staatlicher Schutz beansprucht werden kann. 

5.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich in seinem Referenzurteil  

E-1886/2015 vom 15. Juli 2016 eingehend mit der Situation der nach Sri 

Lanka Rückkehrenden auseinandergesetzt. Dabei stellte es unter anderem 

fest, dass angesichts der in den vergangenen Jahren aufgetretenen Ver-

haftungs- respektive Folterfälle von aus Europa zurückkehrenden sri-lanki-

schen Staatsangehörigen tamilischer Ethnie davon auszugehen sei, dass 

die sri-lankischen Behörden gegenüber Personen, welche nach einem 

Auslandaufenthalt nach Sri Lanka zurückkehren, eine erhöhte Wachsam-

keit zeigten. Dennoch könne nicht angenommen werden, dass jeder aus 

Europa beziehungsweise aus der Schweiz zurückkehrende tamilische 

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Seite 11 

Asylsuchende allein aufgrund seines Auslandaufenthaltes einer ernstzu-

nehmenden Gefahr vor Verhaftung und Folter ausgesetzt sei. Entspre-

chend müsse jeweils im Einzelfall ermittelt werden, ob gewisse Personen 

aufgrund bestimmter Merkmale eher Gefahr laufen würden, von den sri-

lankischen Behörden in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise behelligt zu 

werden (a.a.O. E. 8.1 und 8.3 m.w.H.). Das Bundesverwaltungsgericht de-

finierte in der Folge verschiedene, nicht abschliessend zu verstehende Ri-

sikofaktoren: Demnach sind insbesondere jene Rückkehrenden gefährdet, 

die eine vermeintliche oder tatsächliche, aktuelle oder vergangene Verbin-

dung zu den LTTE aufweisen, Rückkehrende, bei denen frühere Verhaf-

tungen durch die sri-lankischen Behörden (üblicherweise im Zusammen-

hang mit einer tatsächlichen oder vermuteten Verbindung zu den LTTE) 

vorliegen, sowie Personen, die im Ausland an exilpolitischen regimekriti-

schen Handlungen teilgenommen haben oder eine Beziehung zu einer von 

der sri-lankischen Regierung verbotenen regimekritischen exilpolitischen 

Gruppe haben (vgl. The Gazette of the Democratic Socialist Republic of Sri 

Lanka, Part I: Section [I] – General, Government Notifications, The United 

Nations Act. No. 45 of 1968, Amendment to the List of Designated Persons 

under Regulation 4[7] of the United Nations Regulations No. 1 of 2012, 

20. November 2015; vgl. dazu a.a.O. E. 8.5.4). Das Vorliegen einer dieser 

sogenannten stark risikobegründenden Faktoren (Verbindung zu den 

LTTE, Vorliegen früherer Verhaftungen und exilpolitische Aktivitäten) kann 

bereits zur Bejahung einer begründeten Furcht vor asylrelevanter Verfol-

gung bei einer Rückkehr nach Sri Lanka führen.  

Als weitere sogenannte schwach risikogefährdende Faktoren erachtete 

das Bundesverwaltungsgericht das Fehlen der erforderlichen Identitätsdo-

kumente bei der Einreise beziehungsweise Rückkehrende mit temporären 

Reisepapieren, eine zwangsweise respektive durch die IOM begleitete 

Rückführung, gut sichtbare Narben am Körper, eine gewisse Aufenthalts-

dauer in einem westlichen Land sowie Strafverfahren und Strafregisterein-

träge (a.a.O. E. 8.4 m.w.H.). Diese risikogefährdenden Faktoren vermögen 

in der Regel für sich allein genommen keine relevante Furcht vor ernsthaf-

ten Nachteilen im Sinne des Gesetzes begründen. In Kombination mit den 

voranstehend genannten stark risikobegründenden Faktoren können sie 

aber die Gefahr einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung erhöhen. 

Auch das Vorliegen mehrerer schwach risikobegründender Faktoren kann 

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Seite 12 

die Annahme einer begründeten Furcht vor ernsthaften Nachteilen recht-

fertigen (vgl. a.a.O. E. 8.5.5). 

6.  

Eine Prüfung der Akten ergibt, dass der Sachverhalt im vorliegenden Ver-

fahren zum heutigen Zeitpunkt nicht als genügend erstellt zu erachten ist 

für eine abschliessende Beurteilung, ob zum heutigen Zeitpunkt eine be-

gründete Furcht vor Verfolgung des Beschwerdeführers zu bejahen ist. 

Dies aus den nachfolgenden Gründen: 

6.1 Es ist aufgrund der konzisen Ausführungen des Beschwerdeführers, 

der eingereichten Beweismittel, aber auch gestützt auf die Abklärungen 

über die Schweizerische Botschaft vor Ort als erstellt zu erachten, dass der 

Beschwerdeführer und seine Ehefrau bereits zu Bürgerkriegszeiten die von 

ihm erwähnte Firma geführt haben. Der Beschwerdeführer hat sodann de-

tailliert und in sich schlüssig beschrieben, unter welchen Umständen er der 

LTTE bis zum Kriegsende im Jahre 2009 mehrere Jahre lang Abgaben ge-

leistet hat, dies im Interesse seines eigenen wirtschaftlichen Fortkommens. 

Seine Schilderungen fügen sich ein in den landeskundlichen Kontext und 

die Vorgehensweise der LTTE bei der Beschaffung von Geld und Waren. 

Der Standort der Firma ist sodann in einem ehemals umkämpften LTTE-

Gebiet auszumachen.  

6.2 Der Beschwerdeführer hat sodann im Rahmen der einlässlichen Anhö-

rungen zwei Festnahmen und damit verbundene Inhaftierungen vor seiner 

Ausreise durch sri-lankische Sicherheitskräfte beschrieben. Die Vorinstanz 

hat ihrerseits diese Vorbringen nicht in Frage gestellt. Diese Ereignisse 

scheinen gestützt auf die jetzige Aktenlage auch nach Ansicht des Gerichts 

glaubhaft. Die Vorinstanz hat diese Inhaftierungen jedoch zeitlich früher, 

nämlich im Jahre 2012/2013, verortet und daher einen Kausalzusammen-

hang zur erfolgten Ausreise verneint. Dabei beruft sie sich auf das Abklä-

rungsergebnis der Schweizerischen Botschaft vor Ort, welches sich auf An-

gaben von Familienmitgliedern, namentlich (…) und (…) des Beschwerde-

führers stützt. (…) habe zum Zeitpunkt der Abklärungen im Oktober 2017 

angegeben, die Mitnahmen des Beschwerdeführers durch Beamte des 

CID lägen fünf bis sechs Jahre zurück.  

In der Beschwerde wird moniert, dass die Abklärungen der Schweizeri-

schen Botschaft respektive die Antworten auf die von der Vorinstanz auf-

bereiteten Abklärungsfragen nicht befriedigend und klar ausgefallen seien. 

E-1414/2018 

Seite 13 

Diese Ansicht teilt das Gericht. Die Vorinstanz hat in ihrer Botschaftsan-

frage den Sachverhalt und die sich stellenden Fragen sehr gut aufbereitet. 

Aus dem vorliegenden Bericht der Botschaft ergibt sich aber, dass ver-

schiedenen dieser aufgeworfenen Fragen nicht nachgegangen wurde. Die 

Botschaft führte in diesem Zusammenhang aus, dass man es anlässlich 

des Gesprächs vermieden habe, direkte Fragen zu stellen. Man habe es 

bevorzugt, (…) sprechen zu lassen und «über Umwege über allfällige Prob-

leme nachzufragen» (vgl. act. A35/5 S. 4). Verlässliche Rückschlüsse las-

sen sich gestützt auf diese Abklärung mithin nicht ziehen. 

6.3 Die Vorinstanz hat sodann zur Firma des Beschwerdeführers eigene 

Nachforschungen angestellt und diese in der Verfügung auch zum Inhalt 

ihrer Erwägungen gemacht. Demnach soll sich die Firma zum Zeitpunkt 

der Ausreise in verschiedener Hinsicht in Schwierigkeiten befunden haben. 

Die Vorinstanz hat diesbezüglich einen Zusammenhang mit der Ausreise 

des Beschwerdeführers aber auch Schwierigkeiten seitens Dritter nicht 

ausgeschlossen, diesem Aspekt jedoch die Asylrelevanz abgesprochen. 

Auf Beschwerdeebene wurden diese vorinstanzlichen Schlussfolgerungen 

bestritten, ohne dass diesen etwas Konkretes entgegengehalten wurde 

(Beschwerde S. 8). Die Frage, unter welchen Umständen die Firma zum 

Zeitpunkt der Ausreise geschlossen wurde, scheint jedoch wichtig, zumal 

sich aus der Antwort der Botschaft solche Gründe, wie sie in der angefoch-

tenen Verfügung mit Bezug auf das Hilfsprogramm (…) und allfällige Lärm- 

und Staubemissionen ausgeführt wurden, nicht ergeben. Dabei wird auch 

die Rolle (…) des Beschwerdeführers weiter zu untersuchen sein, welche 

nach Angaben des Beschwerdeführers, und anlässlich der Botschaftsab-

klärungen selbst bestätigt, dass sie das Geschäft weiterführe, wobei sie 

geltend macht, nach der Ausreise des Beschwerdeführers nicht am ur-

sprünglichen Wohnort gelebt zu haben, dies aus Furcht vor Behelligungen.   

6.4 Was die vom Beschwerdeführer geltend gemachten grossen Ressen-

timents der muslimischen Glaubensgemeinschaft ihm gegenüber anbe-

langt, konnten solche gemäss Botschaftsantwort nicht bestätigt werden, 

vielmehr würden die männlichen Familienmitglieder die Moschee weiterhin 

besuchen können, wobei offengelassen wurde, um welche Mitglieder der 

Familie es sich handelt. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, es habe 

mehrere Brandanschläge seitens der muslimischen Glaubensgemein-

schaft auf sein Geschäft gegeben, schätzt die Vorinstanz als nicht glaub-

haft ein. Dabei stützt sie sich ebenfalls auf die Abklärungen der Botschaft, 

wonach gemäss Erzählungen (…) Brandstiftungen ausgeschlossen wer-

E-1414/2018 

Seite 14 

den könnten. Eine entsprechende Frage wurde aber, soweit aus der Ant-

wort ersichtlich, nicht gestellt. Auf Beschwerdeebene wurden hierzu Bestä-

tigungsschreiben der örtlichen Feuerwehr eingereicht, die das Vorbringen 

untermauern sollen. Deren Beweistauglichkeit wurde von der Vorinstanz 

jedoch in Frage gestellt.   

6.5 Aus dem bisher erstellten Sachverhalt kann das Gericht aktuell keine 

abschliessende Beurteilung vornehmen, ob der Beschwerdeführer zum 

heutigen Zeitpunkt unter objektiven Gesichtspunkten im Falle seiner Rück-

kehr mit flüchtlingsrechtlich relevanten Behelligungen zu rechnen hätte. Es 

kommt hinzu, dass sich seit Ergehen des vorinstanzlichen Entscheids die 

politische Lage und die Sicherheitslage im Heimatstaat nicht verbessert 

hat. Ausserdem gehört der Beschwerdeführer der muslimischen Ethnie an, 

deren Angehörige nach den terroristischen Anschlägen im April 2019 in Sri 

Lanka verstärkt Misstrauen seitens der sri-lankischen Behörden entgegen-

gebracht wird.  

6.6 Es drängt sich daher eine weiterführende Sachverhaltsfeststellung auf. 

Dies zum einen in Bezug auf die vom Beschwerdeführer geltend gemachte 

Bedrohungslage, die bereits im Jahr 2017 Gegenstand diverser konkreter 

Fragen an die Botschaft gebildet hat. Im Rahmen neuerlicher Abklärungen 

ist ebenfalls von Interesse, ob die Firma aktuell immer noch weitergeführt 

wird und durch wen. Von Relevanz ist ferner die Frage, ob diesbezüglich 

seit der letzten Abklärung im Jahr 2017 weitere Ereignisse hinzugetreten 

sind, die erheblich sein könnten. Sodann sind auch weitere Abklärungen 

zur Situation der im Heimatstaat verbliebenen Familienangehörigen zu tref-

fen, namentlich, ob die Familie Behelligungen im Zusammenhang mit dem 

Beschwerdeführer ausgesetzt war oder aktuell ist. Der abschliessenden 

Sachverhaltsfeststellung dürfte nach entsprechenden Abklärungen durch 

eine ergänzende Befragung des Beschwerdeführers am ehesten Rech-

nung getragen werden.  

6.7 Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsge-

richt in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen 

Weisungen an die Vorinstanz zurück. Eine Kassation und Rückweisung an 

die Vorinstanz ist insbesondere angezeigt, wenn weitere Tatsachen festge-

stellt werden müssen und ein umfassendes Beweisverfahren durchzufüh-

ren ist, wie dies vorliegend zu bejahen ist (vgl. PHILIPPE WEISSENBERGER, 

ASTRID HIRZEL, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar 

Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, Art. 61 VwVG, N 16 S. 1264, 

vgl. auch BVGE 2015/10 E. 7.1).  

E-1414/2018 

Seite 15 

7.  

Die Beschwerde ist daher insoweit gutzuheissen, als dass die Aufhebung 

der Verfügung beantragt wurde. Die Verfügung vom 2. Februar 2018 ist 

aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Sachverhaltsabklärun-

gen und zur neuen Entscheidung unter Berücksichtigung der im vorliegen-

den Beschwerdeverfahren eingereichten Beweismittel an das SEM zurück-

zuweisen. 

8.  

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten zu 

erheben (Art. 63 VwVG). 

8.2 Dem vertretenen Beschwerdeführer ist angesichts seines Obsiegens 

in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu Lasten der Vorinstanz eine 

Entschädigung für die ihnen notwendigerweise erwachsenen Parteikosten 

zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat keine Kos-

tennote eingereicht. Auf die Nachforderung einer solchen kann jedoch ver-

zichtet werden, da sich im vorliegenden Verfahren der Aufwand für den Be-

schwerdeführer zuverlässig abschätzen lässt (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Ge-

stützt auf die erwähnten Bemessungsfaktoren ist die Entschädigung im 

vorliegenden Fall auf Fr. 1’200.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuerzu-

schlag im Sinne von Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE) festzusetzen.  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-1414/2018 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit die Aufhebung der Verfügung 

beantragt wurde 

2.  

Die Verfügung vom 2. Februar 2018 wird aufgehoben und die Sache wird 

im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Das SEM wird angewiesen, den Beschwerdeführer für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von insgesamt 

Fr.1’200.– auszurichten. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Natassia Gili 

 

 

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