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**Case Identifier:** 784fdd07-1184-557b-bbf4-a6a0301382f3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-07-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.07.2014 D-1008/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1008-2014_2014-07-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1008/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  J u l i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richterin Contessina Theis (Vorsitz), 

Richter Bendicht Tellenbach,  

Richterin Claudia Cotting-Schalch,    

Gerichtsschreiberin Eva Hostettler. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…),  

Afghanistan,   

vertreten durch (…), HEKS Rechtsberatungsstelle für 

Asylsuchende SG/AI/AR, (…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des BFM vom 20. Februar 2014 / N (…). 

 

 

D-1008/2014 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 15. Dezember 2013 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der summarischen Befragung im Empfangs- und 

Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ vom 19. Dezember 2013 unter 

anderem ausführte, aus Afghanistan zu stammen und seinen Heimatstaat 

etwa im April 2012 verlassen zu haben, woraufhin er auf dem Landweg 

via Iran und Türkei nach Bulgarien gelangt sei, wo er festgenommen und 

in verschiedenen Flüchtlingslager untergebracht worden sei, bevor er in 

der Hauptstadt freigelassen und ohne Unterstützung auf der Strasse 

habe leben müssen, 

dass er aufgrund der desolaten Situation zunächst nach Österreich und 

später in die Schweiz gelangt sei, wo sich ausserdem – gemäss der 

Auskunft seines Schleppers – sein (Krankheit) jüngerer Bruder aufhalte,  

dass der Beschwerdeführer gemäss "Eurodac"-Meldungen am 

13. Oktober 2013 in Bulgarien und am 9. Dezember 2013 in Österreich 

daktyloskopiert wurde und an ebendiesen Daten Asylgesuche eingereicht 

hat,  

dass das BFM mit Verfügung vom 20. Februar 2014 – eröffnet am 

25. Februar 2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG  

(SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der 

Schweiz nach Bulgarien anordnete und den Beschwerdeführer auf-

forderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist 

zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Be-

schwerdeführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. Februar 2014 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das 

BFM anzuweisen, sich im Sinne von Art. 17 Abs. 1 der Verordnung (EU) 

Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des 

Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehöri-

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gen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf 

internationalen Schutz zuständig ist (Neufassung) (ABl. L 180/31 vom 

29.6.2013; nachfolgend Dublin-III-VO) für das vorliegende Asylgesuch für 

zuständig zu erklären,  

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der aufschieben-

den Wirkung und um unentgeltliche Prozessführung im Sinne von Art. 65 

Abs. 1 und Abs. 2 VwVG ersucht wurde,  

dass er zur Stützung seiner Vorbringen einen Bericht vom Amt des Hohen 

Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR, Bulgaria as a 

Country of Asylum, UNHCR Observations on the Current Situation of 

Asylum in Bulgaria, Januar 2014), eine Vollmacht und eine Fürsorgebe-

stätigung zu den Akten reichte,  

dass die Instruktionsrichterin mit Telefax vom 27. Februar 2014 die kanto-

nalen Vollzugsbehörden anwies, den Wegweisungsvollzug per sofort 

einstweilen auszusetzen,  

dass die vorinstanzlichen Akten am 28. Februar 2014 beim Bundesver-

waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 5. März 2014 der 

Beschwerde gestützt auf Art. 107a Abs. 2 AsylG die aufschiebende 

Wirkung einräumte, das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 und Abs. 2 VwVG guthiess, auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses verzichtete, dem Beschwerdeführer in der Person 

von (…), HEKS Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende St. 

Gallen/Appenzell, (…), eine amtliche Rechtsbeiständin bestellte und der 

Vorinstanz Gelegenheit einräumte, innert Frist eine Vernehmlassung 

einzureichen,  

dass das BFM in seiner Vernehmlassung vom 12. März 2014 die 

Abweisung der Beschwerde beantragte und im Wesentlichen ausführte, 

eine Zuständigkeit der Schweiz könne sich grundsätzlich nur ergeben, 

wenn Mitglieder der Kernfamilie betroffen seien, wobei sein angeblicher 

Bruder beim BFM zudem nicht registriert und er bisher auch nicht im 

Stande gewesen sei, nähere Angaben zu dessen Aufenthaltsort zu 

machen,  

dass er während seines Asylverfahrens nirgends geltend gemacht habe, 

in Bulgarien Opfer rassistisch motivierter Übergriffe durch die Zivilbevöl-

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kerung geworden zu sein und er es – nachdem er in mehreren Asyl-

unterkünften untergebracht gewesen sei – schliesslich selber vorgezogen 

habe, in Sofia ausserhalb der Asylzentren zu leben,  

dass er sich, bei allfälligen Schwierigkeiten, an die zuständigen bulgari-

schen Behörden wenden könne,  

dass UNHCR im Positionspapier vom 2. Januar 2014 zwar empfehle, von 

Überstellungen nach Bulgarien abzusehen, sich die Aufnahmesituation 

und Vorregistrierung aber in den letzten Wochen, auch gemäss UNHCR, 

verbessert habe und der Beschwerdeführer auch bereits Zugang zum 

Asylverfahren erhalten habe, 

dass dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 19. März 2014 Gelegen-

heit eingeräumt wurde, innert Frist eine Replik zu den Akten zu reichen,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. April 2014 replizierte und 

im Wesentlichen ausführte, er sei in Bulgarien Opfer unmenschlicher 

Behandlung geworden, weshalb er sich nachvollziehbarerweise nicht 

erneut in eines dieser Asylzentren begeben habe, 

dass es zwar tatsächlich zu einigen Verbesserungen im Asylverfahren 

Bulgariens gekommen sei, weiteren Berichten des UNHCR vom 

21. Februar 2014 und 6. März 2014 jedoch zu entnehmen sei, dass die 

Situation in den Asylzentren aber auch ausserhalb immer noch unhaltbar 

sei und UNHCR seine Empfehlung, von Überstellungen nach Bulgarien 

abzusehen, auch nicht revidiert habe,  

dass für ihn – angesichts der grossen Flüchtlingsströme – eine tatsächli-

che Gefahr bestehe, Opfer rassistisch motivierter Übergriffe zu werden,  

dass schliesslich auch in Abrede zu stellen sei, dass der Beschwerde-

führer bereits Zugang zu Verfahren und Unterbringung erhalten habe, sei 

doch keine formelle Prüfung seiner Asylvorbringen erfolgt und habe er 

eben gerade keinen dauerhaften Zugang zu Unterbringung gehabt,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. Mai 2014 eine Kosten-

note zu den Akten reichte,  

 

 

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und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen 

Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änder-

ung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass auf das vorliegend zu beurteilende Gesuch das Dublin-Assozi-

ierungsabkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriteri-

en und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prü-

fung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylan-

trags (Dublin-Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.68]) zur An-

wendung gelangt,  

dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 DAA 

i.V.m. Art. 29a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, 

SR 142.311) die Prüfung der staatsvertraglichen Zuständigkeit zur 

(materiellen) Behandlung eines Asylgesuches nach den Kriterien der 

Verordnung Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festle-

gung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, 

der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem 

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Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist (Dublin-II-VO), zu erfol-

gen hat, 

dass die Dublin-II-VO durch die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Fest-

legung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaates, 

der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen 

Schutz zuständig ist (Dublin III-VO), abgelöst worden ist, welche ab dem 

1. Januar 2014 in allen Staaten der Europäischen Union anwendbar ist,  

dass im Notenaustausch vom 14. August 2013 zwischen der Schweiz und 

der Europäischen Union betreffend die Übernahme der Dublin III-VO 

(Weiterentwicklung des Dublin/Eurodac-Besitzstands) der Bundesrat der 

Europäischen Union mitteilte, dass die Schweiz den Inhalt dieses Rechts-

akts akzeptiere und in ihre innerstaatliche Rechtsordnung umsetzen 

werde,  

dass mit Bundesratsbeschluss vom 18. Dezember 2013 festgehalten 

wurde, die Dublin III-VO werde – unter Hinweis auf Ausnahmen – ab dem 

1. Januar 2014 vorläufig angewendet,  

dass gemäss der übergangsrechtlichen Bestimmung der Dublin-III-VO 

diese auf alle Anträge auf internationalen Schutz und damit auf Asylge-

suche anwendbar ist, die ab dem 1. Januar 2014 gestellt wurden (vgl. 

Art. 49 Dublin-III-VO zweiter Satz),  

dass demgegenüber die Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats 

nach den Kriterien der Dublin-II-VO erfolgt, sofern der Antrag auf interna-

tionalen Schutz vor dem 1. Januar 2014 eingereicht wurde (vgl. Art. 49 

Dublin-III-VO zweiter Satz),  

dass allerdings ungeachtet des Zeitpunkts des Antrags auf international-

en Schutz die Dublin-III-VO für alle ab dem 1. Januar 2014 gestellten 

Gesuche um Aufnahme oder Wiederaufnahme (im Sinne von Art. 21 - 23 

Dublin-III-VO) gilt (vgl. Art. 49 Dublin-III-VO dritter Satz),  

dass demnach die Bestimmungen der Dublin-III-VO (vollständig) 

anwendbar sind, wenn sowohl der Antrag auf internationalen Schutz als 

auch das Gesuch um Aufnahme oder Wiederaufnahme ab dem 1. Januar 

2014 gestellt wurden respektive diese Verordnung nicht anwendbar ist, 

wenn sowohl der Antrag auf internationalen Schutz als auch das Gesuch 

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um Aufnahme oder Wiederaufnahme vor dem 1. Januar 2014 gestellt 

wurden, 

dass sich aus Art. 49 Dublin-III-VO im Weiteren ergibt, dass, sofern das 

Wiederaufnahme- oder Aufnahmeersuchen ab dem 1. Januar 2014, der 

Asylantrag jedoch noch vor dem 1. Januar 2014 erfolgte, sich der für die 

(materielle) Behandlung des Asylgesuchs zuständige Mitgliedstaat 

grundsätzlich nach den in der Kapitel III der Dublin-II-VO aufgestellten 

Kriterien bestimmt, ansonsten jedoch grundsätzlich die Bestimmungen 

der Dublin-III-VO zur Anwendung gelangen,  

dass der Beschwerdeführer am 15. Dezember 2013 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchte und das Aufnahmeersuchen des BFM an Bulgarien am 

12. Februar 2014 erfolgte, weshalb sich vorliegend die Bestimmung des 

für die materielle Prüfung des Asylgesuches zuständigen Mitgliedstaates 

nach Art. 5–14 Dublin-II-VO richtet, im Übrigen jedoch grundsätzlich die 

Dublin-III-VO gilt,  

dass Art. 10 Abs. 1 Dublin-II-VO besagt, dass wenn aufgrund von 

Beweismitteln oder Indizien gemäss den in Art. 18 Abs. 3 Dublin-II-VO 

genannten Verzeichnissen, einschliesslich der Daten nach Kapitel III der 

Verordnung (EG) Nr. 2715/2000 festgestellt wird, dass ein Asylbewerber 

aus einem Drittstaat kommend die Land-, See- oder Luftgrenze eines 

anderen Mitgliedstaats illegal überschritten hat, dieser Mitgliedstaat für 

die Prüfung des Asylantrages zuständig ist, wobei diese Zuständigkeit 

zwölf Monate nach dem Tag des illegalen Grenzübertrittes endet,  

dass der Beschwerdeführer am 13. Oktober 2013 in Bulgarien daktylos-

kopisch erfasst wurde (vgl. act. A4/1) und bei der Befragung im EVZ 

bestätigte, er sei von der Türkei her auf dem Landweg nach Bulgarien 

gelangt, wo man ihn festgenommen habe und ihm die Fingerabdrücke 

abgenommen worden seien (vgl. act. A6/12 S. 2 und 8), 

dass gestützt auf diesen Sachverhalt das BFM die bulgarischen 

Behörden am 12. Februar 2014 ersuchte, den Beschwerdeführer gemäss 

Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO zu übernehmen (vgl. act. A18/6 

S. 1 ff.),  

dass die bulgarischen Behörden dem Übernahmeersuchen gestützt auf 

Art. 13 Dublin-III-VO am 19. Februar 2014 explizit zustimmten (A23/1),  

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dass der Beschwerdeführer nicht bestreitet, in Bulgarien daktyloskopisch 

erfasst worden zu sein,  

dass nach dem Gesagten vorliegend Bulgarien für die Prüfung des 

Asylantrags zuständig ist, 

dass der Beschwerdeführer indessen im Wesentlichen geltend macht, die 

Situation in Bulgarien sei sehr schlimm, man müsse dort entweder auf der 

Strasse leben oder sei der Gewalt in den Asylheimen ausgesetzt; ausser-

dem würden die bulgarischen Behörden ihn nicht schützen,  

dass er zudem in die Schweiz gekommen sei, weil sein (Krankheit) 

Bruder gemäss Auskunft seines Schleppers hier sei,  

dass es diesbezüglich zunächst festzuhalten gilt, dass den von der Vor-

instanz auf Vernehmlassungsstufe gemachten Ausführungen – wonach 

sich eine Zuständigkeit der Schweiz nur ergeben kann, wenn Mitglieder 

der Kernfamilie betroffen seien – nur insoweit gefolgt werden kann, als 

dies die Beurteilung der Zuständigkeitskriterien von Kapitel III der Dublin-

II-VO betrifft,  

dass sich jedoch aus Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO sehr wohl ein Recht des 

Beschwerdeführers (und eine damit korrelierende Pflicht der Asylbehör-

den) auf Prüfung seines Asylantrages in der Schweiz ableiten liesse, 

würde sich sein (Krankheit) Bruder rechtmässig in der Schweiz aufhalten 

und wäre dieser auf die Unterstützung durch den Beschwerdeführer 

angewiesen, mithin die vom BFM gemachten Ausführungen zu kurz grei-

fen,  

dass der Beschwerdeführer jedoch vorliegend keine näheren Angaben 

zum angeblichen Aufenthaltsort seines Bruders in der Schweiz macht und 

er auch nicht zu belegen vermag, dass er sich in irgendwelcher Weise 

tatsächlich bemüht habe, seinen Bruder zu finden,  

dass demnach den Ausführungen des BFM – im Ergebnis – beizupflich-

ten ist und vorliegend keine Veranlassung besteht, dass sich die Schweiz 

gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO für das vorliegende Asylgesuch 

für zuständig erklären müsste,  

dass es auch keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das 

Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Bulga-

rien würden systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr 

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einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne des 

Artikels 4 der EU-Grundrechtecharta mit sich bringen, 

dass die Frage, wie sich die Schutzstandards der von der Schweiz ratifi-

zierten einschlägigen Menschenrechtsinstrumente zu der (das Dublin-

Verfahren explizit leitenden) EU-Grundrechtecharta verhalten, ebenso wie 

die Frage der grundsätzlichen Bedeutung der Grundrechtecharta für die 

Schweiz vorliegend offen bleiben kann, da die Vorbringen des Beschwer-

deführers wie nachfolgend ausgeführt die Schwelle einer relevanten 

Grundrechtsbeeinträchtigung nicht zu überschreiten vermögen, 

dass Bulgarien Signatarstaat der Konvention vom 4. November 1950 zum 

Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

(FoK, SR 0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der 

FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen 

völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des 

internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU 

vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von 

Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmericht-

linie) ergeben, 

dass zwar dem Bericht des UNHCR vom 2. Januar 2014 (UNHCR Obser-

vations on the Current Situation of Asylum in Bulgaria) zu entnehmen ist, 

dass in jenem Zeitpunkt in Bulgarien Mängel bei den Aufnahmebeding-

ungen für Asylsuchende und dem Asylverfahren bestanden, 

dass indes gemäss einem jüngeren Bericht des UNHCR vom April 2014 

(UNHCR Observations on the Current Situation of Asylum in Bulgaria) 

wesentliche Fortschritte in den Aufnahme- und Lebensbedingungen 

festgestellt wurden (Zugang zu Informationen in den Aufnahmezentren, 

primäre medizinische Versorgung, Gewährleistung von Dolmetschern 

während der Registrierung und des Asylverfahrens, beheizte Räumlich-

keiten, separate Einrichtungen für Männer und Frauen, monatliche finan-

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zielle Unterstützung) und weitere geplante oder bereits sich in Realisation 

befindliche Verbesserungen (fortwährende Renovierungsarbeiten in zwei 

Aufnahmezentren, Installationen von Waschmaschinen und Küchen, ge-

plantes Zentrum für besonders verletzliche Gruppen von Asylsuchenden, 

Gestaltung von kinderfreundlichen Plätzen, Gewährleistung von Rechts-

beratung) aufgezeigt werden, 

dass die Bulgarian State Agency for Refugees (SAR) mit Hilfe des 

European Asylum Support Office (EASO) wesentliche Fortschritte im 

Registrierungsprozess der Asylsuchenden verzeichnete, mithin sämtliche 

Asylsuchende registriert wurden und entsprechende Ausweise erhielten 

und die EASO den Angehörigen der SAR insbesondere auch in asyl-

rechtlichen Fragen beratend zur Seite steht, 

dass das UNHCR in erwähntem Bericht zum Schluss gelangte, dass sich 

seine ursprüngliche Empfehlung, einstweilen generell von Überstellungen 

von Asylsuchenden abzusehen, nicht länger aufrechterhalten lasse, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die bulgarischen Behörden würden sich weigern, ihn aufzuneh-

men und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der 

Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Bulgarien werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, 

sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 

gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein 

solches Land gezwungen zu werden,  

dass der Beschwerdeführer keine konkreten Hinweise für die Annahme 

dargetan hat, Bulgarien würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnahme-

richtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, und 

er sich bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls 

an die bulgarischen Behörden wenden und die ihm zustehenden Aufnah-

mebedingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Auf-

nahmerichtlinie), 

dass vor diesem Hintergrund nicht davon auszugehen ist, der Beschwer-

deführer würde bei einer Überstellung nach Bulgarien gravierenden 

Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt oder in eine existenzielle Notla-

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ge geraten oder ohne Prüfung seines Asylgesuchs und unter Verletzung 

des Non-Refoulement-Gebots nach Afghanistan zurücküberstellt werden, 

dass demnach kein Grund für die Anwendung der Souveränitätsklausel 

besteht und weder die an der Befragung noch in der Beschwerdeschrift 

geäusserten Einwände an einer Überstellung des Beschwerdeführers 

nach Bulgarien etwas ändern können, 

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung von Art. 3 

Abs. 2 Satz 2 Dublin-III-VO respektive Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO gibt, 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-

treten ist und – weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen 

Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von 

Art. 44 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1), 

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des 

Nichteintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. 

BVGE 2010/45 E. 10),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die 

Verfügung des BFM zu bestätigen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen wären (Art. 63 

Abs. 1 VwVG), jedoch mit Verfügung vom 5. März 2014 das Gesuch um 

unentgeltliche Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG 

gutgeheissen wurde, weshalb keine Verfahrenskosten zu erheben sind,  

dass dem Beschwerdeführer – ebenfalls mit Zwischenverfügung vom 

5. März 2013 – die unentgeltliche Rechtsverbeiständung i.S. von Art. 65 

Abs. 2 VwVG zugesprochen und (…) als unentgeltliche Rechtsbeiständin 

eingesetzt wurde,  

dass die seit dem 21. Januar 2014 mandatierte Rechtsvertreterin mit 

Eingabe vom 7. Mai 2014 eine Kostennote über Fr. (…) (inklusive 

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Auslagen und Mehrwertsteuer) zu den Akten gereicht hat, die als ange-

messen erscheint (Art. 10 Abs. 2 und Art. 14 VGKE),  

dass demnach der unentgeltlichen Rechtsbeiständin, (…), zulasten der 

Gerichtskasse ein Honorar von insgesamt Fr. (…) (inkl. Auslagen und 

MWSt) zuzusprechen ist.  

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Der amtlichen Rechtsbeiständin, (…), ist ein amtliches Honorar zulasten 

der Gerichtskasse in der Höhe von Fr. (…) (inkl. Auslagen und MWSt). 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Contessina Theis Eva Hostettler 

 

 

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