# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 29fbf18b-6db1-5578-b3da-586d9e8222de
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.08.2017 UV 2016/40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-40_2017-08-23.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/40

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 23.08.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 23.08.2017
Art. 4 ATSG; Art. 9 Abs. 2 UVV.Aussage der ersten Stunde. Änderung der 
Angaben zum Ablauf des Ereignisses nach Erhalt des Einspracheentscheids. 
Das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors (Unfall) oder eines 
sinnfälligen Ereignisses (unfallähnliche Körperschädigung) im 
Zusammenhang mit einer erlittenen Bizepssehnenruptur wurde 
bezugnehmend auf diese Beweismaxime verneint (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des KantonsSt. Gallen vom 23. August 2017, UV 
2016/40).

Entscheid vom 23. August 2017

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Marilena Gnesa            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/40            

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ ist seit 16. Februar 2015 bei der B.___ AG als Elektromonteur angestellt und 

dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 23. 

November 2015 hörte er beim Montieren einer Kabeltrasse ein Knacken im linken Arm. 

Die Erstbehandlung erfolgte ambulant in der Chirurgischen Klinik des Kantonsspitals 

Frauenfeld (vgl. Schadenmeldung UVG vom 26. November 2015, UV-act. 1; ärztliches 

Zeugnis vom 23. November 2015, UV-act. 2). Diagnostiziert wurde eine Ruptur der 

langen Bizepssehne links ohne ossäre Läsionen, die analgetisch behandelt wurde. Es 

wurde eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit vom 24. November bis 3. Dezember 2015 

attestiert (Notfallbericht vom 23. November 2015, UV-act. 3; Verlängerung der 

Arbeitsunfähigkeit bis 13. Dezember 2015 gemäss Unfallschein UVG, UV-act. 7). 

Anlässlich einer Verlaufskontrolle in der Klinik für Orthopädie und Traumatologie des 

Kantonsspitals Frauenfeld am 27. November 2015 wurde ferner der Verdacht auf eine 

Rotatorenmanschetten-Läsion (Supraspinatus) geäussert; es wurde empfohlen, ein 

Arthro-MRI der linken Schulter durchzuführen. Der in der Schweiz tätige und in C.___ 

wohnhafte Patient wolle sich bei einem heimatnahen Orthopäden zur weiteren 

Diagnostik und Therapie vorstellen. Ausserdem plane er in ca. 10 Tagen nach D.___ zu 

reisen. Die Behandlung werde daher abgeschlossen (Sprechstundenbericht des 

Kantonsspitals Frauenfeld vom 27. November 2015, ausgefertigt am 1. Dezember 

2015, UV-act. 6).

A.b  Am 25. Januar 2016 beantwortete der Versicherte per E-Mail einen Fragebogen 

der Suva. Er gab an, er sei auf dem Gerüst gestanden und habe eine Kabeltrasse nach 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

oben gehoben. Dabei habe er ein Knacken und einen starken Schmerz im linken Arm 

verspürt. Die Frage, ob sich etwas Besonderes (Ausgleiten, Sturz, Anschlagen, usw.) 

ereignet habe, verneinte er (UV-act. 12). Die Suva gab dem Versicherten gleichentags 

bekannt, auf Grund des von ihm geschilderten Geschehens habe sich kein 

Unfallereignis im Sinne des Gesetzes ereignet. Auch seien die Voraussetzungen zur 

Übernahme des Schadenfalls als unfallähnliche Körperschädigung nicht erfüllt (UV-act. 

13 f.).

A.c  Mit E-Mail vom 3. Februar 2016 teilte der Versicherte der Suva mit, er sei mit dem 

ablehnenden Entscheid nicht einverstanden. Er habe während der Arbeitszeit auf der 

Baustelle einen Bizeps abgerissen; ob er dabei gerutscht sei, wisse er nicht, er habe 

aber die Kabeltrasse festgehalten, damit der untenstehende Monteur nicht verletzt 

werde (UV-act. 15). Daraufhin verfügte die Suva die Leistungsabweisung (Verfügung 

vom 18. Februar 2016, UV-act. 18).

A.d  Am 14. März 2016 erhob der Versicherte Einsprache gegen die Verfügung der 

Suva vom 18. Februar 2016 (UV-act. 21). Er wisse nicht, ob er ausgerutscht sei; er sei 

bedacht gewesen, die Trasse nicht fallen zu lassen und sei mit dem Arm auf dem 

Geländer des Gerüstes gehangen. Die Suva habe bisher keine Zeugenbefragung 

vorgenommen. Auf Grund der Verfügung habe er mit dem Zeugen E.___, bauleitender 

Monteur, Rücksprache genommen. Der Einsprache legte er dessen Erklärung vom 14. 

März 2016 bei, in welcher ein Ausrutschen festgehalten wird, sowie den 

Sprechstundenbericht des Kantonsspitals Frauenfeld vom 1. Dezember 2015.

A.e  Mit Einspracheentscheid vom 11. Mai 2016 (UV-act. 24) wies die Suva die 

Einsprache ab. Sie verneinte, indem sie auf die Aussage der ersten Stunde abstellte, 

sowohl das Vorliegen eines Unfalls als auch einer unfallähnlichen Körperschädigung. 

Der Versicherte habe gemäss Schadenmeldung vom 26. November 2015 angegeben, 

am 23. November 2015 beim Montieren einer Kabeltrasse ein Knacken in seinem Arm 

gehört zu haben. Im Sprechstundenbericht der Klinik für Orthopädie und Traumatologie 

des Kantonsspitals Frauenfeld vom 27. November 2015 sei vermerkt worden, beim 

Heben von schweren Lasten (Kabelziehen) am 23. November 2015 sei es zu einem 

stechenden Schmerz im Bereich des linken ventralen Schultergelenks gekommen. Am 

25. Januar 2016 habe der Versicherte im Fragebogen der Suva ergänzt, er sei auf dem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gerüst gestanden und habe eine Kabeltrasse nach oben gehoben, dabei habe er ein 

Knacken und einen starken Schmerz im linken Arm verspürt. Nachdem er die 

Leistungsablehnung der Suva erhalten habe, habe der Versicherte im E-Mail vom 3. 

Februar 2016 ausgeführt, er wisse nicht, ob er ausgerutscht sei. Dies habe er auch in 

seiner Einsprache vom 14. März 2016 angegeben. Er habe sodann auf ein vom 

bauleitenden Monteur E.___ unterzeichnetes Schreiben vom gleichen Tag verwiesen; 

dieser habe darin angegeben, dass er unten am Gerüst gestanden sei und dem 

Versicherten eine Eckkabeltrasse nach oben gereicht habe. Als dieser die Trasse nach 

oben habe ziehen wollen, sei er ausgerutscht und mit den Armen auf das Geländer des 

Gerüstes gefallen, wobei die Trasse ca. 50 cm nach unten gerutscht sei; der 

Versicherte habe sich aber festhalten können. Er, E.___, sei sofort auf das Gerüst 

gegangen, um zu helfen. Der Versicherte habe dann über Schmerzen am linken Arm 

geklagt und angegeben, ein Knacken im linken Arm gehört zu haben. Auf Grund der 

eigenen Angaben des Versicherten bestünden keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass beim 

Ereignis vom 23. November 2015 etwas Programmwidriges wie ein Anschlagen, ein 

Ausgleiten, ein Sturz etc. vorgefallen sei. Es müsse gestützt auf diese Aussagen 

vielmehr davon ausgegangen werden, dass der Versicherte während ihm gewohnter 

Arbeiten als Elektromonteur bzw. beim Hochziehen und Halten einer Kabeltrasse einen 

einschiessenden Schmerz bzw. ein Knacken im Bereich des linken Schultergelenkes/

Oberarms verspürt habe. Soweit der Versicherte in seinem Schreiben an die Suva 

Zentralschweiz vom 3. Februar 2016 und in seiner Einsprache geltend mache, er wisse 

nicht, ob er ausgerutscht sei, sei ein ungewöhnlicher äusserer Faktor nicht mit dem im 

Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Allein auf Grund des eingetretenen 

Gesundheitsschadens lasse sich nicht auf eine Programmwidrigkeit schliessen. Für die 

Prüfung der Ungewöhnlichkeit sei nämlich ohne Belang, ob der äussere Faktor 

allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich ziehe. Der äussere Faktor sei 

vielmehr nur dann ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreite, was grundsätzlich nach 

objektiven Gesichtspunkten zu beurteilen sei. Dies sei vorliegend nicht der Fall. Des 

Weiteren frage sich insbesondere auf Grund der Angaben in der Schadenmeldung, 

wonach der Versicherte vermute, dass er den Arm von der Arbeit von der 

vorangegangenen Woche (Kabelziehen) überanstrengt habe, wie auch dessen Angaben 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

im E-Mail-Schreiben an die Suva vom 3. Februar 2016, wonach er bereits am Freitag 

zuvor auf Grund schwerer Kabelzüge etwas Muskelkater gehabt habe, ob die 

Voraussetzung der Plötzlichkeit bejaht werden könne. Dies könne letztlich jedoch offen 

gelassen werden. Schliesslich bestehe kein Anlass, um nicht auf die Angaben der 

ersten Stunde des Versicherten abzustellen. Insbesondere bestehe kein Grund, um auf 

die vom bauleitenden Monteur unterzeichneten Angaben vom gleichen Tag oder die 

Einsprache, welche den eigenen Angaben des Versicherten widersprächen, 

abzustellen. Dabei könne offen bleiben, wer genau diese Angaben verfasst habe, und 

es könne im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung auch auf weitere Abklärungen 

wie Zeugenbefragungen verzichtet werden, würden solche Beweismassnahmen am 

feststehenden Ergebnis doch nichts mehr zu ändern vermögen. Zusammenfassend 

müsse vorliegend der ungewöhnliche äussere Faktor und damit ein Unfall im Sinne des 

Gesetzes verneint werden. Auf Grund der massgebenden Angaben der ersten Stunde 

vermöge das Ereignis vom 23. November 2015 bzw. das blosse Hochziehen und 

Halten einer Kabeltrasse auch keinen äusseren objektiv feststellbaren, sinnfälligen, 

unfallähnlichen Vorfall darzustellen. Auf die später ergangenen Angaben in der vom 

bauleitenden Monteur unterzeichneten "Zeugenaussage" könne nicht abgestellt 

werden. Darüber hinaus stelle sich für die Bejahung einer unfallähnlichen 

Körperschädigung die Frage, ob beim vorliegenden, wiederholt ausgeführten 

beruflichen Vorgang (Hochziehen und Halten von Kabeltrassen) die notwendige 

Voraussetzung der Plötzlichkeit erfüllt wäre, was jedoch mangels sinnfälligen, 

unfallähnlichen Vorfalls offen gelassen werden könne.

B.   

B.a  Die vorliegende Beschwerde vom 8. Juni 2016 (act. G 1) richtet sich gegen den 

Einspracheentscheid vom 11. Mai 2016. Der Beschwerdeführer macht geltend, der 

Fragebogen der Beschwerdegegnerin sei ihm per E-Mail nach D.___ gesandt worden; 

diesen habe er dann nur "aufs wesentliche (…) ohne Umschweife" ausgefüllt. Den 

bauleitenden Monteur habe er aufgesucht, weil die Suva den Unfall abgelehnt habe. 

Seit April 2016 sei er nach einer Ruhepause in seinem Beruf wieder voll einsatzfähig, 

mit Einschränkungen, da er im linken Arm etwas weniger Kraft habe.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 12. Juli 2016 (act. G 3) beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zum Sachverhalt und zur 

Begründung verweist sie im Wesentlichen auf den angefochtenen 

Einspracheentscheid. Eine Leistungspflicht bestehe in Ermangelung eines Unfalles und 

einer unfallähnlichen Körperschädigung nicht.

B.c  Mit Replik vom 12. September 2016 (act. G 5) macht der Beschwerdeführer 

geltend, durch das Ausrutschen auf dem Gerüst sei er mit beiden Armen auf die 

Brüstung gefallen, habe sich aber auf das "Halten" der Kabeltrasse konzentriert, um 

niemanden zu verletzten. Er nehme keine Dopingmittel, habe keine Vorerkrankungen, 

kein Rheuma und auch sonst keine Rücken- oder Schulterschmerzen. Beim Ausfüllen 

des Fragebogens habe er nur das Wesentliche ausgefüllt, da er gedacht habe, es gebe 

sowieso eine  Unfalluntersuchung. Leider habe diese nicht stattgefunden, nicht einmal 

eine Zeugenanhörung, obwohl es mehrere Zeugen gebe. Eine von ihm (dem 

Beschwerdeführer) erbetene Zeugenaussage habe das Gericht ja erhalten.

B.d  Mit Duplik vom 13. Oktober 2016 (act. G 7) hält die Beschwerdegegnerin an ihrem 

Abweisungsantrag fest. Für die Beurteilung der Frage, ob die Bizepssehnenruptur des 

Beschwerdeführers auf einen Unfall oder eine unfallähnliche Körperschädigung 

zurückzuführen sei, seien ausschliesslich die Aussagen der ersten Stunde 

massgebend. Allen späteren Behauptungen zum Ereignishergang, welche der 

Beschwerdeführer nach dem ablehnenden Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 

25. Januar 2016 (UV-act. 13) aufgestellt habe, komme kein beweismässig relevantes 

Gewicht zu, weil diese bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen 

versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein könnten. Dies gelte 

insbesondere für die Behauptung in der Replik, er sei auf dem Gerüst ausgerutscht und 

mit beiden Armen auf die Brüstung gefallen. In dieser Hinsicht sei bemerkenswert, dass 

der Beschwerdeführer in der Einsprache vom 14. März 2016 (UV-act. 21) erklärt habe, 

er wisse nicht, ob er ausgerutscht sei. Die Beschwerdegegnerin habe ihre Verpflichtung 

zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts erfüllt. 

In diesem Fall sei der Unfallversicherer nicht gehalten, die versicherte Person zur 

weiteren Substantiierung des gemeldeten Geschehnisses aufzufordern.

Erwägungen

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.   

1.1  Streitig und in der Folge zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu 

Recht einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen der 

obligatorischen Unfallversicherung verneint hat.

1.2  Am 1. Januar 2017 ist die Änderung vom 25. September 2015 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) in Kraft getreten. Durch 

diese Gesetzesänderung ist die abschliessende Aufzählung der Körperschädigungen 

aus Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in der 

bis 31. Dezember 2016 geltenden Fassung gestrichen und in Art. 6 Abs. 2 UVG 

integriert worden. Die Änderung ist aber vorliegend ohnehin nicht relevant, denn 

gemäss den in Art. 118 Abs. 1 UVG verankerten Übergangsbestimmungen werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der 

Gesetzesänderung ereignet haben, nach bisherigem Recht gewährt. Somit sind für die 

Beurteilung des vorliegenden Falles, wo sich das fragliche Ereignis am 23. November 

2015 zugetragen hat, das UVG und die UVV in der bis 31. Dezember 2016 geltenden 

Fassung massgebend.

1.3  Die Beschwerdegegnerin hat im Einspracheentscheid vom 11. Mai 2016 (UV-act. 

24) den Unfallbegriff (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) sowie die Rechtsprechung zum 

Unfallbegriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors (BGE 134 V 72, 130 

V 117) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt betreffend den Begriff der unfallähnlichen 

Körperschädigungen, die auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen 

gleichgestellt sind (Art. 9 Abs. 2 UVV), wobei am Erfordernis des äusseren Faktors 

festzuhalten ist (BGE 129 V 466; Urteil 8C_532/2007 vom 9. Juni 2008 E. 5, aufgeführt 

in SZS 2009 S. 153 f.). Darauf wird verwiesen.

1.4  Im Unfallversicherungsrecht herrscht, wie allgemein im Sozialversicherungsrecht, 

der Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben 

den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Indessen ist die 

leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken. Sie muss die 

Umstände des Unfalls glaubhaft machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das 

Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, 

besteht keine Leistungspflicht der Unfallversicherung. Im Streitfall obliegt es dem 

Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. 

Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen 

Beweise zu erheben und kann zu diesem Zweck auch die Parteien heranziehen. Wird 

auf Grund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens 

mit Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse Möglichkeit genügt nicht -, so hat dieses als 

unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den  Anspruch erhebenden Person 

auswirkt (BGE 116 V 140 E. 4b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Bei sich widersprechenden 

Angaben der versicherten Person über den Unfallhergang kann praxisgemäss auf die 

Beweismaxime abgestellt werden, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der 

ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere 

Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen 

versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die 

versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die 

sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, in der Regel grösseres Gewicht zu als jenen 

nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 47 E. 1a mit 

Hinweisen). Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt. Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will. Diese Beweisregel kommt 

zur Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein 

wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 114 V 305 E. 2b).

2.   

2.1  Der Beschwerdeführer macht geltend, am 23. November 2015 einen Unfall oder 

eine unfallähnliche Körperschädigung erlitten zu haben (vgl. act. G 1). Es sei an diesem 

Tag zum plötzlichen Abriss des Bizeps am linken Arm gekommen, weshalb er die 

Notaufnahme des Kantonsspitals Frauenfeld aufgesucht habe, wo er arbeitsunfähig 

geschrieben worden sei. Er sei nicht dorthin gegangen, weil er krank gewesen sei, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sondern er sei auf Grund des Arbeitsunfalls in die Notaufnahme geschickt worden (act. 

G 5). Die Beschwerdegegnerin bestreitet sowohl das Vorliegen eines Unfalls als auch 

einer unfallähnlichen Körperschädigung (vgl. UV-act. 24 sowie act. G 3 und 7). Zu 

prüfen ist zunächst, ob das Ereignis vom 23. November 2015 als Unfall zu qualifizieren 

ist. Strittig ist insbesondere die Voraussetzung des Vorliegens eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors im Sinne von Art. 4 ATSG.

2.2  Der äussere Faktor ist gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts 

ungewöhnlich, wenn er - nach einem objektiven Massstab - nicht mehr im Rahmen 

dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Nach Lehre 

und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer 

unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, 

dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der 

Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung 

gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. Bei Schädigungen, die sich auf das 

Körperinnere beschränken, unterliegt der Nachweis eines Unfalls indessen insofern 

strengen Anforderungen, als die unmittelbare Ursache der Schädigung unter 

besonders sinnfälligen Umständen gesetzt werden muss. Denn ein Unfallereignis 

manifestiert sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren Schädigung, während 

bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen 

besteht. Der äussere Faktor ist zentrales Begriffscharakteristikum eines jeden 

Unfallereignisses; er ist Gegenstück zur - den Krankheitsbegriff konstituierenden - 

inneren Ursache. Die Bezeichnung der massgebenden Genese wird aber erst durch die 

weiter erforderliche Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors ermöglicht. Das Merkmal 

des Ungewöhnlichen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. 

Einwirkungen, die aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht als 

Ursache einer Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund allein im Innern des Körpers, 

ist Krankheit gegeben. Daran ändert die blosse Auslösung des Gesundheitsschadens 

durch einen äusseren Faktor nichts. Unfall setzt vielmehr begrifflich voraus, dass das 

exogene Element so ungewöhnlich ist, dass eine endogene Verursachung ausser 

Betracht fällt. Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit bezieht sich nicht auf die 

Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die 

Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist insoweit, dass der äussere Faktor allenfalls 

schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Ausschlaggebend ist also, dass 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den 

menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine 

Ungewöhnlichkeit (Urteile des Bundesgerichts 8C_835/2013 vom 28. Januar 2014 E 

5.1; 8C_718/2009 vom 30. November 2009 E. 6.1, beide mit weiteren Hinweisen). Die 

Tatsache, dass die betroffene Person sich einem oder mehreren operativen Eingriffen 

unterziehen musste, spricht nach der erwähnten Rechtsprechung entgegen der vom 

Beschwerdeführer implizit geäusserten Ansicht für sich allein noch nicht für das 

Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors bzw. eines Unfalles.

2.3  In den Akten finden sich mehrere und teils widersprüchliche Beschreibungen des 

fraglichen Ereignisses (vgl. vorstehende Erwägung A.e). In der Unfallmeldung der 

Arbeitgeberin vom 26. November 2015 (UV-act. 1) wird angegeben, beim Montieren 

einer Kabeltrasse habe der Beschwerdeführer "es in seinem Arm knacken" gehört. Er 

vermute, dass er den Arm bei der Arbeit in der Woche zuvor (Kabelziehen) 

überanstrengt habe. Im Notfallbericht vom 23. November 2015 des Kantonsspitals 

Frauenfeld (UV-act. 3) wird berichtet, beim Heben von schweren Lasten habe der 

Patient einen Knick gehört und habe seither Schmerzen. Anlässlich einer am 27. 

November 2015 durchgeführten Verlaufskontrolle im Kantonsspitals Frauenfeld 

(Sprechstundenbericht vom 1. Dezember 2015, UV-act. 6) wurde festgehalten, es sei 

beim Heben einer schweren Last (Kabelziehen) am 23. November 2015 zu einem 

stechenden Schmerz im Bereich des linken ventralen Schultergelenkes gekommen. 

Sodann gab der Beschwerdeführer im Fragebogen vom 25. Januar 2015 zuhanden der 

Beschwerdegegnerin an, er sei auf dem Gerüst gestanden und habe eine Kabeltrasse 

nach oben gehoben. Dabei habe er ein Knacken und einen starken Schmerz im linken 

Arm verspürt. Die Frage, ob sich etwas Besonderes (Ausgleiten, Sturz, Anschlagen 

usw.) ereignet habe, verneinte der Beschwerdeführer (UV-act. 12).

2.4  Erst nachdem die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 

25. Januar 2016 (UV-act. 13) bekannt gegeben hatte, dass die Voraussetzungen für die 

Übernahme des Schadenfalles als Unfall oder unfallähnliche Körperschädigung nicht 

erfüllt seien, kam der Beschwerdeführer auf den Ereignisverlauf zurück. So teilte er der 

Beschwerdegegnerin mit E-Mail vom 3. Februar 2016 (UV-act. 15) mit, er habe sich 

während der Arbeitszeit auf der Baustelle einen Bizeps abgerissen; ob er dabei 

ausgerutscht sei, wisse er nicht. Er habe aber die Kabeltrasse festgehalten, damit der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

untenstehende Monteur nicht verletzt werde. Am Freitag zuvor hätten schwere 

Kabelzüge gemacht werden müssen, wodurch er etwas Muskelkater gehabt habe. 

Solange er in der Schweiz sei, sei er noch nie krank und noch bei keinem Arzt gewesen 

und habe er noch nie einen Unfall gehabt. Auch in seiner Einsprache vom 14. März 

2016 (UV-act. 21) wiederholte er, er wisse nicht, ob er ausgerutscht sei; er sei bedacht 

gewesen, die Trasse nicht fallen zu lassen, und sei mit dem Arm auf dem Geländer des 

Gerüsts gehangen. Der Beschwerdeführer legte seiner Einsprache eine Stellungnahme 

des bauleitenden Monteurs E.___ vom 14. März 2016 bei; dieser gab an, der 

Beschwerdeführer sei ausgerutscht und sei mit den Armen auf das Geländer des 

Gerüstes gefallen (was sich nicht mit der eigenen Aussage des Beschwerdeführers 

deckt). Der Beschwerdeführer habe über Schmerzen am linken Arm geklagt und 

angegeben, ein Knacken im linken Arm gehört zu haben.

2.5  Die Beschwerdegegnerin wendet zu Recht ein, die späteren Schilderungen 

stünden mit den früheren im Widerspruch, sodass bezüglich des Geschehens 

praxisgemäss von der Aussage der ersten Stunde und somit von den in vorstehender 

Erwägung 2.3 erwähnten Sachverhaltsschilderungen auszugehen sei. Die Angaben des 

Beschwerdeführers, er habe den Fragebogen, der ihm während des Aufenthalts nach 

D.___ zugestellt worden sei, "nur aufs wesentlichste" und "ohne Umschweife" 

ausgefüllt (act. G 1), ändern nichts daran, dass er im Fragebogen ausdrücklich 

angegeben hat, es habe sich nichts Besonderes ereignet (UV-act. 12). Die späteren 

Aussagen des Beschwerdeführers, er wisse nicht, ob er ausgerutscht sei, bzw. jene 

des bauleitenden Monteurs, er (der Beschwerdeführer) sei ausgerutscht (UV-act. 21), 

stellen nicht bloss eine Ergänzung der anfänglichen Aussage dar, sondern bringen ein 

neues, wesentliches Element ins Spiel. Ein Ausrutschen ist geeignet, als eindrückliches 

Ereignis in Erinnerung zu bleiben, das ohne weiteres in der Unfallmeldung erwähnt 

würde. Nachdem die nachträglichen Präzisierungen betreffend Ereignisablauf (UV-act. 

15, 21, G 1 und 5) erst im Nachgang an die Leistungsablehnung durch die 

Beschwerdegegnerin erfolgten, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die neue 

Darstellung von versicherungsrechtlichen Überlegungen beeinflusst ist, was diese 

wenig glaubwürdig macht. Selbst wenn die nachträgliche Aussage des 

Beschwerdeführers, er wisse nicht, ob er ausgerutscht sei, zutreffen sollte, so wäre 

damit ein ungewöhnlicher äusserer Faktor bloss möglich, nicht aber mit dem im 

Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, wie die Beschwerdegegnerin zutreffend festhält (UV-

act. 24 S. 9). Wie sie zu Recht weiter betont (UV-act. 24 S. 9), lässt sich allein auf 

Grund des eingetretenen Gesundheitsschadens nicht auf eine Programmwidrigkeit 

schliessen. Denn für das Vorliegen einer Ungewöhnlichkeit ist - wie erläutert - ohne 

Belang, ob der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen mit sich 

bringt (vgl. A. RUMO-JUNGO/A. P. HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl., 

Zürich 2012, S. 31 mit Hinweisen).

2.6  Zusammenfassend ist es vorliegend beim Ereignis vom 23. November 2015 nicht 

zur schädigenden Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den Körper 

des Beschwerdeführers gekommen, und es mangelt damit an einer für die Erfüllung 

des Unfallbegriffes unabdingbaren Voraussetzung. Da bereits diese Voraussetzung 

fehlt, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers aus Art. 4 ATSG und die 

übrigen weiteren Voraussetzungen sind nicht weiter zu prüfen.

2.7  Im Weiteren stellt sich die Frage, ob das Ereignis vom 23. November 2015 als 

unfallähnliche Körperschädigung zu qualifizieren ist. Als unbestritten hat zu gelten, 

dass die vom Beschwerdeführer am 23. November 2015 erlittene Bizepssehnenruptur 

an der linken Schulter (vgl. UV-act. 3 und 6) eine unfallähnliche Körperschädigung im 

Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV (Sehnenrisse) ist. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers ist jedoch - auch bei Vorliegen einer Listenverletzung - nur gegeben, 

wenn die Verletzung, wie in Art. 4 ATSG vorgesehen, auf eine plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines äusseren Faktors zurückzuführen ist. Bei 

den unfallähnlichen Körperschädigungen im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV entfällt im 

Vergleich zu den eigentlichen Unfällen nach Art. 4 ATSG einzig das 

Tatbestandselement der Ungewöhnlichkeit des auf den Körper einwirkenden äusseren 

Faktors. Alle übrigen Begriffsmerkmale eines Unfalles müssen hingegen auch bei 

unfallähnlichen Körperschädigungen erfüllt sein. Dies gilt namentlich für das Erfordernis 

des auf den menschlichen Körper einwirkenden äusseren Faktors, worunter ein 

ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger - eben 

unfallähnlicher - Einfluss auf den Körper zu verstehen ist. Die schädigende Einwirkung 

kann auch in einer körpereigenen Bewegung bestehen, doch gilt das Auftreten von 

Schmerzen allein noch nicht als äusserer Faktor im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 9 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Abs. 2 UVV. Ein solcher ist also nicht gegeben, wenn die versicherte Person einzig das 

(erstmalige) Auftreten von Schmerzen angibt, aber keine gleichzeitig mitwirkende 

äussere Komponente zu benennen vermag (vgl. BGE 129 V 467 E. 2.2; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_850/2015 vom 19. April 2016 E. 3.2 f. mit Hinweisen).

2.8  Für die Annahme der schädigenden Einwirkung eines äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper ist ein Geschehen erforderlich, das sich in einer allgemein 

gesteigerten Gefahrenlage abspielt und welchem überdies ein erhöhtes 

Gefährdungspotenzial innewohnt (vgl. vorstehender Erwägung 2.2). Vorliegend hat der 

Beschwerdeführer beim Montieren einer Kabeltrasse (UV-act. 1) bzw. beim Heben von 

schweren Lasten (UV-act. 3) ein Knacken in seinem Arm gehört und danach 

Schmerzen verspürt. Er verneinte ausdrücklich, dass sich etwas Besonderes abgespielt 

habe (UV-act. 12), bzw. war sich nachträglich nicht sicher, ob er ausgerutscht sei (UV-

act. 15; vgl. dazu vorstehende Erwägung 2.5). Das beschriebene Geschehen allein 

schafft noch keine allgemein gesteigerte Gefahrenlage, wie die Beschwerdegegnerin 

zutreffend festhält, umso weniger beim Beschwerdeführer, der von Berufs wegen 

solche mit den erwähnten Tätigkeiten verbundenen Bewegungsabläufe täglich bei der 

Arbeit durchzuführen hat. Diese können nicht als mit einem besonderen Risiko behaftet 

betrachtet werden, sondern sind als durchaus übliche Alltagsverrichtung im Rahmen 

seiner gewohnten Arbeit einzustufen. Ferner deutet auch das blosse Hören oder 

Spüren eines Knackens im Arm nicht daraufhin, dass sich ein erhöhtes 

Gefährdungspotenzial verwirklicht hat. Ein Geschehen, dem ein gewisses gesteigertes 

Gefährdungspotential innewohnt bzw. das mit einer plötzlichen, erhöhten 

Krafteinwirkung auf den menschlichen Körper verbunden ist, ist damit nicht 

rechtsgenüglich nachgewiesen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_850/2015 vom 19. 

April 2016 E. 3.3). Damit besteht auch keine Leistungspflicht für eine unfallähnliche 

Körperschädigung.

2.9  Zusammenfassend lässt sich das Vorliegen eines leistungsbegründenden Unfalls 

oder einer ebensolchen unfallänlichen Körperschädigung nicht bejahen, weshalb nicht 

zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht verneint hat.

3.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen erweist sich die Beschwerde als unbegründet 

und ist deshalb abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 23.08.2017
	Art. 4 ATSG; Art. 9 Abs. 2 UVV.Aussage der ersten Stunde. Änderung der Angaben zum Ablauf des Ereignisses nach Erhalt des Einspracheentscheids. Das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors (Unfall) oder eines sinnfälligen Ereignisses (unfallähnliche Körperschädigung) im Zusammenhang mit einer erlittenen Bizepssehnenruptur wurde bezugnehmend auf diese Beweismaxime verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des KantonsSt. Gallen vom 23. August 2017, UV 2016/40).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T07:03:03+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen