# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9727e2ce-035b-5b31-b785-6e563da5bd62
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-10-20
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 20.10.2021 BB.2021.212
**Docket/Reference:** BB.2021.212
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2021-212_2021-10-20

## Full Text

Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO);;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO);;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO);;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO)

Beschluss vom 20. Oktober 2021 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Cornelia Cova, Vorsitz, 
Miriam Forni und Stephan Blättler, 
Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 
Parteien 

  
A. AG,  
handelnd durch B., 
 

Beschwerdeführerin 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT, 
 

Beschwerdegegnerin 
 
 
 

Gegenstand  Nichtanhandnahmeverfügung 
(Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2021.212 
 
 
 
 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 
 

- die Bundesanwaltschaft am 19. August 2021 unter der Verfahrensnummer 
SV.21.0123 eine Nichtanhandnahme- und Vereinigungsverfügung erliess 
und diese der A. AG als Privatklägerschaft zustellte (act. 1.1); 
 

- die A. AG, handelnd durch B., Mitglied des Verwaltungsrats, mit Beschwerde 
vom 2. September 2021 gegen die Nichtanhandnahme an die Beschwerde-
kammer des Bundesstrafgerichts gelangt (act. 1); 
 

- die Beschwerdekammer mit Schreiben vom 7. September 2021 die A. AG 
einlud, bis 20. September 2021 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– zu 
leisten, und mitteilte, dass gemäss Art. 383 Abs. 2 StPO bei Säumnis auf die 
Beschwerde nicht eingetreten werde (act. 2); 
 

- die A. AG mit Eingabe vom 20. September 2021 beantragte, auf die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten, da die Beschwerde nicht 
auf einem Interesse der A. AG gründe, sondern das öffentliche Interesse be-
diene (act. 3); 
 

- der obgenannte Antrag am 28. September 2021 (zugestellt am 29. Septem-
ber 2021) abgewiesen und die Frist zur Leistung des Kostenvorschusses 
letztmals bis zum 11. Oktober 2021 erstreckt wurde (act. 4 und act. 4.1); 
 

- innert Frist weder der Kostenvorschuss geleistet (act. 5) noch ein Gesuch 
um unentgeltliche Prozessführung gestellt wurde. 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei 
der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer-
den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG); 
 

- die Verfahrensleitung der Rechtsmittelinstanz die Privatklägerschaft ver-
pflichten kann, innert einer Frist für allfällige Kosten und Entschädigungen 
Sicherheit zu leisten, wobei Art. 136 StPO vorbehalten bleibt (Art. 383 Abs. 1 
StPO); 
 

- falls die Sicherheit nicht fristgerecht geleistet wird, die Rechtsmittelinstanz 
auf das Rechtsmittel nicht eintritt (Art. 383 Abs. 2 StPO); 

  

- 3 - 

 

 

- die Frist für eine Zahlung an eine Strafbehörde gewahrt ist, wenn der Betrag 
spätestens am letzten Tag der Frist zugunsten der Strafbehörde der Schwei-
zerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz 
belastet worden ist (Art. 91 Abs. 5 StPO); 
 

- der Kostenvorschuss bis zum 11. Oktober 2021 nicht einging und die Be-
schwerdeführerin auch nicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege im Sinne von Art. 136 StPO ersuchte; 
 

- die Beschwerdeführerin damit die ihr zur Leistung des Kostenvorschusses 
anberaumte Frist unbenutzt verstreichen liess, weshalb auf die Beschwerde 
androhungsgemäss nicht einzutreten ist; 
 

- unter diesen Umständen das Vorliegen der weiteren Eintretensvorausset-
zungen offenbleiben kann; 
 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin die Kosten zu 
tragen hat (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO); 
 

- die Gerichtsgebühr auf das gesetzliche und reglementarische Minimum von 
Fr. 200.– festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 
BStKR). 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.– wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 20. Oktober 2021 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Vizepräsidentin: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. AG 
- Bundesanwaltschaft 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.