# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 66aed555-1818-526c-8186-abd6ceff61d7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.10.2008 D-6443/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6443-2008_2008-10-15.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6443/2008/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A.______,
Eritrea,
(Adresse),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. Oktober 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6443/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge ihren Heimat-
staat  am  5.  Februar  2008  verliess  und  am  25.  August 2008  in  der 
Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass sie am 9. September 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
(Ort)  (EVZ)  summarisch befragt  wurde und am 26. September  2008 
eine direkte Anhörung durch das BFM stattfand,

dass  sie  zur  Begründung  ihres  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  vor-
brachte, sie sei während fünf Tagen inhaftiert worden, da ihr beim Mili-
tär tätiger Ehemann im Jahr 2005 seinen Urlaub selbständig verlängert 
habe,

dass ihr Ehemann im Jahr 2007 versucht habe, Eritrea illegal zu ver-
lassen,  und dabei  erwischt  worden sei,  weshalb sie erneut  von den 
Behörden für 15 Tage in Gewahrsam genommen worden sei,

dass sie etwa ein Jahr später ihren Ehemann bei der Einheit besucht 
und er  ihr  dabei  gesagt  habe,  sie  solle  das  Land verlassen,  er  ge-
denke dasselbe zu tun,  wolle jedoch nicht  riskieren,  dass sie erneut 
festgenommen werde,

dass  sie  nach  ihrer  Ausreise  in  (Ausland  1)  von  einem  Schlepper 
vergewaltigt worden und dabei schwanger geworden sei, und sie sich 
nunmehr im achten Monat der Schwangerschaft befinde,

dass sie von (Ausland 1) über (Ausland 2) nach Italien gereist sei und 
am  9. August  2008  von  den  italienischen  Behörden  in  die  Schweiz 
zurückgewiesen  worden  sei,  als  sie  mit  dem  Zug  von  Paris  nach 
Bologna habe reisen wollen,

dass  sie  damals  an  die  französischen  Behörden  übergeben  worden 
sei,

dass die französischen Behörden am 10. September 2008 in die Rück-
übernahme der  Beschwerdeführerin  eingewilligt  haben  und  ihr  dazu 
am  26.  September  2008  vom  BFM  das  rechtliche  Gehör  gewährt 
wurde,

Seite 2

D-6443/2008

dass das BFM mit am selben Tag eröffneter Verfügung vom 3. Oktober 
2008 in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a  des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausführte,  die  Be-
schwerdeführerin  habe sich gemäss einem Bericht  des Grenzwacht-
korps sowie eigenen Angaben zufolge vor der Einreise in die Schweiz 
in  Frankreich  aufgehalten,  welches  am  10.  September  2008  ihrer 
Rückübernahme zugestimmt habe,

dass Frankreich vom Bundesrat als sicherer Drittstaat bezeichnet wor-
den sei und die Beschwerdeführerin keine Gründe vorgebracht habe, 
welche  die  Vermutung  der  Beachtung  des  Non-refoulement-Gebotes 
widerlegen könnten,

dass  in  der  Schweiz  keine  nahen  Angehörigen  der  Beschwerde-
führerin  oder  Personen  leben  würden,  zu  denen  sie  eine  enge  Be-
ziehung habe,

dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach sie wegen des 
verlängerten Militärurlaubs und des Fluchtversuchs ihres Ehemannes 
inhaftiert worden sei, Unstimmigkeiten aufweisen würden,

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  Befragungen  insbeson-
dere nicht in der Lage gewesen sei,  die angeblichen Haftaufenthalte 
und die vorangegangenen Festnahmen überzeugend zu schildern, zu-
mal ihre diesbezüglichen Schilderungen zu wenig konkret und unfun-
diert  ausgefallen seien, so dass nie der Eindruck entstanden sei, sie 
habe sich im Zentrum des Geschehens befunden,

dass sie sich auch bezüglich der Ausreise krass widersprochen und ih-
ren  Aufenthalt  in  Frankreich  zunächst  verschwiegen  habe,  weshalb 
nicht auszuschliessen sei, dass sie sich seit viel längerer Zeit ausser-
halb Eritreas befinde, als sie zu Protokoll gegeben habe,

dass  mithin  Zweifel  an  ihren Angaben bestünden,  weshalb  die   Be-
schwerdeführerin offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle,

dass  schliesslich  keine  Hinweise  darauf  bestehen  würden,  dass  in 
Frankreich kein effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 
5 Abs. 1 AsylG bestehe, 

Seite 3

D-6443/2008

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 10. Oktober 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und dabei beantragte, es sei die Verfügung des BFM vom 3. Okto-
ber 2008 zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass sie zur Stützung ihrer Vorbringen ein Kärtchen für einen Termin 
für den (Datum) in der Frauenklinik des (Spital) in Kopie zu den Akten 
reichte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. Oktober 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106 
Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-

Seite 4

D-6443/2008

schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen und Mitteilungen der ARK / EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  prüfte,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine solche handelt,  weshalb der  Beschwerdeentscheid  nur  summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende in einen sicheren Drittstaat nach Art. 
6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren können, in welchem sie sich vor-
her aufgehalten haben,

dass Art. 34 Abs. 3 AsylG vorsieht, dass dieser Nichteintretenstatbe-
stand keine Anwendung findet, wenn Personen, zu denen die asylsu-
chende Person enge Beziehungen hat,  oder nahe Angehörige in der 
Schweiz leben (Bst. a),  wenn die asylsuchende Person offensichtlich 
die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt (Bst. b), oder wenn 
Hinweise darauf bestehen, dass im Drittstaat kein effektiver Schutz vor 
Rückschiebung nach Artikel 5 Abs. 1 AsylG besteht (Bst. c),

dass Frankreich (und ebenso alle anderen EU- und EFTA- Staaten) am 
14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat bezeichnet 
worden ist, 

Seite 5

D-6443/2008

dass die Beschwerdeführerin nach Frankreich als sicherem Drittstaat 
zurückkehren kann, da dessen Behörden am 30. Juli 2008 gegenüber 
der Schweiz die Rückübernahme zugesichert haben,

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeeingabe sinngemäss 
einwendet, die Ausnahmebestimmung von Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG 
sei erfüllt,  weil in der Schweiz ihre Cousine B._______. lebe, welche 
sie per Zufall im EVZ getroffen habe,

dass keine Hinweise dafür vorliegen, wonach die Beschwerdeführerin 
eine derart  enge Beziehung zu der sich in der Schweiz aufhaltenden 
angeblichen Cousine hat, dass dies ihre Rückführung nach Frankreich 
als  unzumutbar  erscheinen lassen würde,  umso weniger,  als  ihr  nur 
per  Zufall  der  Aufenthalt  von  B._______.  in  der  Schweiz  im  EVZ 
bekannt geworden sei,

dass  schliesslich  zur  Vermeidung  unnötiger  Wiederholungen  auf  die 
zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen 
werden  kann  (vgl.  Art.  109  Abs.  3  BGG  i.V.m.  Art.  6  AsylG  und 
Art. 4 VwVG),

dass  anzufügen bleibt,  dass  bei  Anwendung  des  neuen  Nichteintre-
tens-Tatbestandes  von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  a  und  b  AsylG  (sicherer 
Drittstaat)  und  im  Unterschied  zu  Abs.  1  der  gleichen  Bestimmung 
(safe country, verfolgungssicheres Herkunftsland) nicht  zu prüfen ist, 
ob Hinweise auf  Verfolgung vorliegen,  sondern lediglich die Ausnah-
meklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG zu beachten ist,  wonach 
von einer  Wegweisung in den Drittstaat dann abgesehen wird, wenn 
die asylsuchende Person offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft  er-
füllt,

dass somit  das BFM nicht darlegen muss, dass die Beschwerdefüh-
rerin die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfüllt, sondern be-
reits  die  Feststellung genügt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft jeden-
falls nicht offensichtlich zutage tritt,

dass die Flüchtlingseigenschaft in casu nicht offensichtlich zutage tritt,

dass bei dieser Sachlage kein Anlass besteht, die Sache zur Neubeur-
teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen und der diesbezügliche An-
trag abzuweisen ist,

Seite 6

D-6443/2008

dass das BFM nach dem Gesagten in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 
AsylG zu Recht und mit zutreffender Begründung auf das Asylgesuch 
der Beschwerdeführerin nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  da die Be-
schwerdeführerin in einen Drittstaat reisen kann, in dem sie Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  ferner  weder  die  in  Frankreich  herrschende  allgemeine  Lage 
noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle eines 
Vollzugs  der  Wegweisung der  Beschwerdeführerin  dorthin  sprechen, 
weshalb der Wegweisungsvollzug vorliegend zumutbar ist, 

dass  die  Beschwerdeführerin  diesbezüglich  auf  Beschwerdeebene 
zwar einwendet, ihr Ehemann würde versuchen, so bald wie möglich 
ebenfalls  in  die  Schweiz  zu  kommen und sie  sich  verlieren  würden, 
falls sie nach Frankreich abgeschoben würde,

dass zudem die baldige Geburt ihres Kindes bevorstehe, zumal sie im 
achten  Monat  schwanger  sei,  in  Frankreich  niemanden  kenne  und 
nicht wüsste, wo sie mit dem Baby leben könnte,

Seite 7

D-6443/2008

dass  demgebenüber  kaum  davon  auszugehen  ist,  dass  eine  Rück-
schiebung der Beschwerdeführerin nach Frankreich eine - allenfalls in-
direkte - Kontaktaufnahme mit dem Ehemann verunmöglichen würde, 
zumal  die Beschwerdeführerin  ihren Angaben zufolge während ihres 
Auslandaufenthalts wiederholt  in telefonischem Kontakt mit  ihren An-
gehörigen trat,

dass weder das fortgeschrittene Stadium der Schwangerschaft der Be-
schwerdeführerin  noch  der  Termin  vom  (Datum)  in  der  Frauenklinik 
(Spital)  noch eine Niederkunft  der  Beschwerdeführerin  in  Frankreich 
einer  Rückschiebung  dorthin  im  Wege  stehen,  zumal  in  Frankreich 
eine  ausreichende  medizinische  Versorgung  der  Beschwerdeführerin 
gewährleistet ist,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin nach Frank-
reich schliesslich möglich ist,  da keine Vollzugshindernisse bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG) und die französischen Behörden die Rücküber-
nahme zugesichert haben,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21.  Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 8

D-6443/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  durch  Vermittlung  des  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum  (...)  (Einschreiben;  Beilage:  Einzahlungsschein 
und angefochtene Verfügung im Original)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum (...)(per Telefax zu den 
Akten Ref. Nr. N (...), ,mit der Bitte um Eröffnung des Urteils an die 
Beschwerdeführerin und um Zustellung der beiliegenden Empfangs-
bestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: 

Seite 9