# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8c1d45a5-2c1c-5eba-aa3d-61becbd863ed
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.10.2008 C-8514/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-8514-2007_2008-10-23.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-8514/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

B._______, Deutschland,
vertreten durch Rechtsanwältin Martina Schwörer, 
Aulberstrasse 7, DE-72764 Reutlingen,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-8514/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Eidgenössische  Invalidenversicherung,  IV-Stelle  für  Versi-
cherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle), mit Verfügung vom 22. No-
vember  2007  ([Vorinstanz]  act. 74)  das  Leistungsbegehren  von 
B._______ mangels rentenbegründender Invalidität abgewiesen hat;

dass  B._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  diese  Verfügung 
mit Beschwerde vom 13. Dezember 2007 beim Bundesverwaltungsge-
richt angefochten hat;

dass die Beschwerdeführerin auf Aufforderung des Instruktionsrichters 
vom 21. Dezember  2007  ihre  Beschwerde  präzisiert  und  die  Aufhe-
bung der Verfügung vom 22. November 2007 sowie die Zusprechung 
einer ganzen Rente beantragt hat;

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit  Art. 69 Abs. 1 lit. b  des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  zur  Beurteilung  von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und 
34 VGG zuständig ist;

dass die  IV-Stelle  eine Vorinstanz gemäss Art. 33  lit. d  VGG ist  und 
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt;

dass  die  Beschwerdeführerin  im  Sinne  von  Art. 59  des  Bundesge-
setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist;

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
wurde  (Art. 60  ATSG und  Art. 52  des  Bundesgesetzes  vom 20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021]) 
und somit darauf einzutreten ist;

dass die IV-Stelle mit  Vernehmlassung vom 21. April  2008 beantragt 
hat, die Beschwerde sei abzuweisen, da sich aus den neuen medizini-
schen Unterlagen keine Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung als 
die bisherige ergäbe und somit die Verfügung vom 22. November 2007 
zu bestätigen sei;

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C-8514/2007

dass die Beschwerdeführerin mit Replik beantragt hat, das anlässlich 
eines  Gerichtsverfahrens  in  Auftrag  gegebene  ärztliche  Gutachten 
auch im vorliegenden Verfahren einreichen zu dürfen;

dass die IV-Stelle mit Stellungnahme vom 11. Juni 2008 ebenfalls be-
antragt hat, das noch zu erstellende Gutachten abzuwarten um es im 
vorliegenden Verfahren berücksichtigen zu können;

dass das Verfahren deshalb mit Verfügung vom 17. Juni 2008 bis zum 
Vorliegen  des  in  Auftrag  gegebenen  Gutachtens  bei  Dr. W._______ 
sistiert wurde;

dass die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe vom 25. August  2008 das 
Gutachten von Dr. W._______ dem Bundesverwaltungsgericht  einge-
reicht hat;

dass  die  IV-Stelle  in  der  Folge  gestützt  auf  die  Beurteilung  von 
Dr. med. X._______  des  RAD  Rhone  vom  25. September  2008  mit 
Vernehmlassung vom 6. Oktober 2008 beantragte, die Beschwerde sei 
gutzuheissen  und  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben,  und  die 
Sache sei zur Einholung einer bidisziplinären, orthopädisch-psychiatri-
schen Expertise in der Schweiz sowie zur anschliessenden Neubeur-
teilung an die Verwaltung zurückzuweisen;

dass  in  Übereinstimmung  mit  der  Stellungnahme  von 
Dr. med. X._______  festzustellen  ist,  dass  es  sich  insbesondere  bei 
der Fibromyalgie weitgehend um eine Verdachtsdiagnose – basierend 
auf  den Beschreibungen der Beschwerdeführerin – handelt,  weshalb 
das  Vorhandensein  und  die  Auswirkungen  dieser  Erkrankung  noch 
nicht hinreichend abgeklärt sind;

dass  für  die  invalidenrechtliche  Relevanz  der  Fibromyalgie  recht-
sprechungsgemäss zudem eine psychiatrische Komorbidität  erforder-
lich ist, diese jedoch mit den vorliegenden Gutachten nicht untersucht 
worden ist;

dass der Sachverhalt somit mit den vorhandenen Gutachten ungenü-
gend festgestellt ist und das Bundesverwaltungsgericht daher nicht in 
der Lage ist, aufgrund der vorliegenden Akten einen Entscheid in der 
Sache zu fällen;

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dass die Beschwerde daher teilweise gutzuheissen und die Sache zur 
Neubeurteilung an die  Vorinstanz  zurückzuweisen ist  (Art. 61  Abs. 1 
VwVG), verbunden mit der Anweisung, die Beschwerdeführerin im Sin-
ne der Ausführungen von Dr. med. X._______ in der Schweiz orthopä-
disch-psychiatrisch  begutachten zu lassen und anschliessend in  der 
Sache neu zu verfügen;

dass  keine  Verfahrenskosten  zu  erheben  sind  (Art. 63  Abs. 1  und  2 
VwVG);

dass der obsiegenden Beschwerdeführerin, die sich anwaltlich vertre-
ten  lies,  zu  Lasten  der  Vorinstanz  eine  Parteientschädigung  zuzu-
sprechen ist, welche auf Fr. 1'500.-- festgesetzt wird (Art. 64 VwVG in 
Verbindung mit  Art. 7 ff.  des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen,  und  die  angefochtene 
Verfügung vom 22. November 2008 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, die 
Beschwerdeführerin in der Schweiz orthopädisch-psychiatrisch begut-
achten zu lassen und anschliessend in der Sache neu zu verfügen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin 
wird eine Parteientschädigung von Fr 1'500.-- zu Lasten der Vorinstanz 
zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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C-8514/2007

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art. 42 
BGG).

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