# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a97ec960-d794-524b-8555-617add2f9e59
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.08.2023 720 2023 22 / 185 (720 23 22 / 185)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2023-22---185_2023-08-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 17. August 2023 (720 23 22 / 185) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Die Aufhebung der ganzen Invalidenrente erfolgte aufgrund des Vorliegens eines Revisi-

onsgrundes zu Recht 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Angela Gantner, Advo-
katin, Kasernenstrasse 22a, Postfach 569, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. A.____, geboren 1985, bezieht seit ihrem 18. Altersjahr eine ganze Invalidenrente we-
gen Einschränkungen aufgrund einer massiven Adipositas mit einem BMI von über 54. Der Ren-
tenanspruch wurde revisionsweise jeweils mit formloser Mitteilung in den Jahren 2004, 2006, 
2007, 2010 und 2017 bestätigt. Im August 2019 leitete die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) 
ein weiteres Revisionsverfahren ein. Sie tätigte medizinische Abklärungen und holte bei Dr. med. 

 

 
 
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B.____, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, und Dr. med. C.____, Facharzt 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein rheumatologisch-psychiatrisches Gutachten ein. Zu-
dem veranlasste sie eine Haushaltsabklärung. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren hob 
sie mit Verfügung vom 10. Januar 2023 die ganze Invalidenrente auf. In Anwendung der gemisch-
ten Methode mit einem Erwerbsanteil von 55 % und einem Haushaltsanteil von 45 % ermittelte 
sie einen Invaliditätsgrad von 3 %. In der Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass sich 
das starke Übergewicht der Versicherten aufgrund eines bariatrischen Eingriffs namhaft reduziert 
habe, so dass eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustands vorliege. Bezüglich Va-
lideneinkommen sei festzustellen, dass in der rentenzusprechenden Verfügung zu Unrecht von 
einer Frühinvalidität ausgegangen worden sei, da eine Adipositas per magna behandelbar sei. 
Wegen dieses offensichtlich falschen Entscheids müsse das Valideneinkommen den konkreten 
Umständen angepasst werden. Gutachterlich werde inzwischen eine volle Arbeitsfähigkeit attes-
tiert, so dass die Rente aufzuheben sei. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Angela Gantner, mit 
Eingabe vom 25. Januar 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht. Sie liess beantragen, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, 
eventualiter sei der Invaliditätsgrad anhand der gemischten Methode bei einem hypothetischen 
Arbeitspensum von mindestens 60 % neu auf mindestens 70 % festzusetzen und weiterhin eine 
ganze Rente auszurichten. Subeventualiter sei die Angelegenheit in Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung zur ergänzenden Abklärung betreffend medizinische Einschränkungen im Aufga-
benbereich und betreffend Betätigungsvergleich sowie zwecks Einholung eines neurologi-
schen/neuropsychiatrischen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In verfah-
rensrechtlicher Hinsicht liess sie unter anderem beantragen, es sei der Beschwerde die aufschie-
bende Wirkung zu verleihen und es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung und die unentgelt-
liche Verbeiständung mit ihrer Rechtsvertreterin als unentgeltlicher Rechtsbeiständin zu bewilli-
gen. Zur Begründung wurde zusammenfassend vorgebracht, dass die Beschwerdegegnerin in 
der angefochtenen Verfügung auf die im Einwand vorgebrachten Argumente nicht eingegangen 
sei, so dass der Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sei. Die Beschwerdegegnerin 
sei zu Unrecht von einem Revisions- eventuell Wiedererwägungsgrund ausgegangen. Die Geburt 
des zweiten Kindes bilde keinen gültigen Revisionsgrund, dieser bestehe auch nicht in einer Sta-
tusänderung. Auch ein Wiedererwägungsgrund werde bestritten. Es sei unzulässig, die jahre-
lange Bestätigung einer Frühinvalidität und eines entsprechenden Valideneinkommens plötzlich 
aufzuheben. Ferner treffe es nicht zu, dass sich der Gesundheitszustand plötzlich und entgegen 
der letzten Revision vom Juli 2017 massgeblich verbessert habe. Ebenso wenig treffe es zu, dass 
die Beschwerdeführerin in der Haushaltsführung keine gesundheitlichen Einschränkungen habe. 
Sowohl der Abklärungsbericht Haushalt als auch das rheumatologisch-psychiatrische Gutachten 
seien mangelhaft und daher ohne Beweiswert. 
 
C. Mit Verfügung vom 1. Februar 2023 bewilligte das instruierende Präsidium der Abteilung 
Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Pro-
zessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrer Rechtsvertreterin und mit Verfügung 
vom 24. Februar 2023 wies es den Antrag der Beschwerdeführerin, es der Beschwerde die auf-
schiebende Wirkung zu erteilen, ab. 

 

 
 
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D. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 3. April 2023 die Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen und 
Begründungen fest (Replik von 21. April 2023 und Duplik vom 9. Mai 2023).  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
2.1 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsät-
zen (BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu 
beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies zu, so erfolgt 
ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der Rentenbezügerin 
oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Ände-
rung vom 19. Juni 2020 (vgl. auch Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht hingegen ein erst nach dem 1. Januar 2022 
entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende 
Recht Anwendung (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 
2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1). In 
Revisionsfällen nach Art. 17 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil (ATSG) vom 6. Ok-
tober 2000 gilt gemäss Rz. 9102 KSIR Folgendes: Liegt die massgebende Änderung vor dem 1. 
Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis 31. Dezember 
2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach diesem 
Zeitpunkt, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der ab 1. Januar 2022 
geltenden Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach 
Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 (Urteil des 
Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.2 mit Hinweis auf Urteil vom 8. Februar 
2023, 8C_644/2022, E. 2.2.3). 
 
2.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass die hier in Frage kommenden Revisionsgründe alle-
samt vor dem 1. Januar 2022 eintraten (Gewichtsverlust und damit verbunden eine Steigerung 
der Arbeitsfähigkeit, Geburt des zweiten Kindes im Jahr 2019). Folglich sind die Gesetzesgrund-
lagen in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im 
Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
3.1 Zunächst ist die Rüge der Beschwerdeführerin zu prüfen, die Beschwerdegegnerin sei 
in der Verfügung nicht auf die im Einwand vorgebrachten Argumente eingegangen. 
 

 

 
 
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3.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
(BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. In Konkretisierung 
dieses verfassungsrechtlichen Gehörsanspruchs statuiert Art. 49 Abs. 3 ATSG die grundsätzliche 
Pflicht der Versicherungsträger, ihre Verfügungen zu begründen, wenn sie den Begehren der 
Parteien nicht voll entsprechen. Zur Frage, welche Begründungsdichte die Verfügung aufweisen 
muss, äussert sich die genannte Bestimmung nicht. Diesbezüglich ist auf die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung zu verweisen, wonach die Begründung so abgefasst sein muss, dass die be-
troffene Person die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, 
wenn sowohl die betroffene Person wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des 
Entscheides ein Bild machen können. Zu diesem Zweck müssen wenigstens kurz die Überlegun-
gen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf die sich ihre Verfügung 
stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Be-
hauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf 
die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 136 I 184 E. 2.2.1). 
 
3.3 Vorliegend trifft es zwar zu, dass die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfü-
gung nicht näher auf die Argumente der Beschwerdeführerin betreffend Revision und Wiederer-
wägung einging und auch die Vorbringen im Zusammenhang mit der Haushaltsabklärung nicht 
näher würdigte. Der angefochtenen Verfügung ist aber klar zu entnehmen, weshalb die Be-
schwerdegegnerin in der Geburt des zweiten Kindes einen Revisionsgrund erblickte und weshalb 
in ihren Augen wiedererwägungsweise eine Reduktion des bisherigen Valideneinkommens zu-
lässig ist. Auch zum Beweiswert der Haushaltsabklärung äusserte sich die Beschwerdegegnerin 
im Ergebnis klar, so dass es der Beschwerdeführerin möglich war, die Verfügung sachgerecht 
und detailliert in einer 19-seitigen Beschwerde anzufechten. Eine Verletzung des Gehörsan-
spruchs liegt damit nicht vor. 
 
4. In materieller Hinsicht ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch 
der Beschwerdeführerin zu Recht revisionsweise aufhob. 
 
5.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
5.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 
2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutba-

 

 
 
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rer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 
ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 
1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 
ist (Satz 2).  
 
5.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
5.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
5.5 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des 
Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 
Tätigkeit nach Absatz 2 festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der 
unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit 
im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 
28a Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (BGE 141 V 15 E. 
3.2 mit Hinweisen). Mit der am 1. Dezember 2017 beschlossenen Änderung der IVV und der dazu 
ergangenen Übergangsbestimmung, in Kraft ab 1. Januar 2018, wird für Teilerwerbstätige, die 
sich zusätzlich im Aufgabenbereich Haushalt betätigen, ein neues Berechnungsmodell statuiert 
(Art. 27bis Abs. 2 - 4 IVV). Dieses sieht vor, dass für die Ermittlung des Invaliditätsgrads in Bezug 
auf die Erwerbsfähigkeit für das Valideneinkommen nicht mehr auf das Einkommen aus einem 
Teilzeitpensum abgestellt, sondern das entsprechende Einkommen auf eine hypothetische Vol-
lerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV). Die so berechnete prozentuale 
Erwerbseinbusse wird sodann weiterhin anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (lit. b). 
 
5.6 In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist auf die folgenden Grundsätze hinzuweisen: Aus-
gangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads im Erwerbsbereich bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. Für die Beurteilung der Frage des Gesundheitszustands bzw. des Ausmasses der (Rest-
)Arbeitsfähigkeit der versicherten Personen ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf 

 

 
 
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Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. 
Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 
arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 
132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem 
für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 
lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungs-
gericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Sodann sind das Administrativver-
fahren vor der IV-Stelle und das Verfahren vor dem kantonalen Sozialversicherungsgericht vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-Stelle 
und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 
Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beur-
teilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil 
des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich 
aus der Sach- und Rechtslage. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall 
das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 
Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern 
das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Be-
weisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die 
es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 
E. 5b). 
 
6.1 Im Rahmen der vorliegenden Revision von Amtes wegen stützte sich die Beschwerde-
gegnerin zur Berechnung des Invaliditätsgrads der Beschwerdeführerin neu auf die gemischte 
Methode. Sie legte dar, dass die Geburt des zweiten Kindes der Beschwerdeführerin im Jahr 
2019 Anlass für die Durchführung einer Revision darstelle. Gleichzeitig wies sie aber auch darauf 
hin, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin inzwischen wesentlich verbessert 
habe. Die Beschwerdeführerin moniert zunächst das Vorliegen eines Revisionsgrunds nach Art. 
17 ATSG. 
 

 

 
 
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6.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede (wesentliche) Änderung in den tatsächlichen Ver-
hältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Ren-
tenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer wesentlichen Ände-
rung des Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Aus-
wirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben oder 
eine wesentliche Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypotheti-
schen) Sachverhalts eingetreten ist (BGE 144 I 28 E. 2.2; 144 I 21 E. 2.2; 130 V 343 E. 3.5; 117 
V 198 E. 3b). Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher 
Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht 
(BGE 141 V 9 E. 2.3 mit weiteren Hinweisen). Ergänzend ist auf BGE 147 V 124 E. 7 hinzuweisen. 
Demnach besteht mit dem neuen Berechnungsmodell des Art. 27bis IVV (vgl. dazu Erwägung 5.5 
hiervor) kein Anlass mehr, einen Statuswechsel von der Voll- zur Teilerwerbstätigkeit nicht als 
Revisionsgrund anzuerkennen, auch wenn einzig die Geburt des Kindes dafür verantwortlich ist. 
Das Bundesgericht qualifizierte die mit Inkrafttreten der per 1. Januar 2018 neu eingefügten Abs. 
2 - 4 des Art. 27bis IVV verbleibenden Ungleichheiten als verhältnismässig und daher konventi-
onskonform; daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Statuswechsel hin zur gemischten 
Methode im Revisionsfall zur Aufhebung oder Herabsetzung der Invalidenrente und damit zu ei-
nem für die versicherte Person ungünstigen Resultat führen kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 4.2). Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer an-
spruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrads bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsab-
klärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten 
für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 
133 V 108 E. 5.4, vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3).  
 
6.3 Die Geburt eines Kindes an und für sich stellt somit noch keinen Revisionsgrund dar, 
sondern erst ein allfällig damit verbundener Statuswechsel von der Voll- zur Teilzeiterwerbstätig-
keit der versicherten Person. Im vorliegenden Fall nahm die Beschwerdegegnerin die Geburt des 
zweiten Kindes im Jahr 2019 als Anlass für die Einleitung des Revisionsverfahrens. Sie führte 
eine Haushaltsabklärung vor Ort durch und hörte die Beschwerdeführerin zur Frage an, in wel-
chem Umfang sie ohne Gesundheitsschaden arbeitstätig wäre. Am 31. Oktober 2019 gab die 
Beschwerdeführerin unterschriftlich an, dass sie aus finanziellen Gründen einer Teilzeiterwerbs-
tätigkeit nachgehen würde. Wünschenswert wäre ein Pensum von 50 - 60 %, durchschnittlich 
also 55 %. Nachdem die Beschwerdegegnerin beim Einkommensvergleich bisher von einer Voll-
zeiterwerbstätigkeit ausgegangen war, bildete die Aussage der Beschwerdeführerin über die Auf-
nahme einer Teilzeiterwerbstätigkeit eine wesentliche Änderung im Sachverhalt, welche gemäss 
bundesgerichtlicher Praxis ein zulässiger Revisionsgrund ist. Nicht zu hören ist der Einwand der 
Beschwerdeführerin, die Geburt des zweiten Kindes dürfe nicht als Revisionsgrund dienen, nach-
dem auch die Geburt des ersten Kindes zu keinem Statuswechsel geführt habe, denn letztlich 
rechtfertigt nicht die Geburt des zweiten Kindes eine Revision, sondern einzig die damit im Zu-
sammenhang stehende Aussage der Beschwerdeführerin, wonach sie nur noch in einem Pensum 
von 55 % arbeitstätig wäre. Der Einwand der Beschwerdeführerin hierzu, sie habe die Frage 
falsch verstanden, ist nicht stichhaltig. Die Beschwerdeführerin wuchs in der Schweiz auf und 
ging hier zur Schule, so dass sie die einfache Frage "wie viele Stunden würden Sie heute ohne 

 

 
 
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gesundheitliche Einschränkungen beruflich tätig sein?" zweifellos verstehen konnte. Damit ist da-
von auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einem Pensum von 55 % arbeitstätig wäre. Die 
Beschwerdegegnerin stützte sich somit zu Recht auf die gemischte Methode mit einem Er-
werbsanteil von 55 % und einem Haushaltsteil von 45 %.  
 
7.1 In einem weiteren Schritt ist die Höhe der Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich zu prü-
fen. Die Zusprache der ganzen Invalidenrente erfolgte im Dezember 2003. Damals wurde kein 
medizinisches Gutachten eingeholt. Alleine aufgrund des Körpergewichts der Beschwerdeführe-
rin, sie wog damals bei einer Körpergrösse von 152 cm fast 180 kg, wurde eine volle Arbeitsun-
fähigkeit angenommen. Nach der Rentenzusprache fanden die folgenden wesentlichen medizi-
nischen Berichte zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin Eingang in die Akten: 
 
7.2 Im Rahmen des ersten Revisionsverfahrens wurde im Jahr 2007 beim ABI ein polydis-
ziplinäres Gutachten mit internistischer, psychiatrischer und rheumatologischer Beteiligung ein-
geholt. Aus gesamtmedizinischer Sicht wurde damals mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein 
chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont diagnostiziert, bei Spondylo-
lyse L5 beidseits, bei deutlicher Wirbelsäulenfehlform/-fehlhaltung, bei massivster allgemeiner 
muskulärer Dekonditionierung mit reaktiver Myogelose sowie bei deutlicher Abschwächung der 
abdominellen Wirbelsäule, Beckengürtel sowie Knie und stabilisierenden Muskelgruppen, ferner 
eine chronische Ansatztendinose Pes Anserinus beidseits bei ausgeprägter Genua Valga-Fehl-
stellung, Beinlängenverkürzung rechts anamnestisch ca. 2 cm, im Weiteren eine chronische 
Tendinopathie der Musculi peronaei rechts und schliesslich eine Adipositas mit einem BMI von 
aktuell 44, bei einem Höchstgewicht vor einigen Jahren von 180 kg, bei Status nach Magenby-
passoperation im Juli 2004. Die Versicherte habe nach dem bariatrischen Eingriff über 70 kg 
abgenommen und wiege aktuell noch 105 kg. Im Haushalt bestehe noch eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit von 40 %. In einer leichten und adaptierten Tätigkeit sei die Versicherte zu 50 % 
arbeits- und leistungsfähig. Durch die bisherige Gewichtsreduktion habe eine Verbesserung der 
Arbeitsfähigkeit erreicht werden können. Medizinische Massnahmen zur Rehabilitation des Be-
wegungsapparates und eine weitere Gewichtsreduktion seien dringend angezeigt. Berufliche 
Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit seien empfehlenswert. 
 
7.3 Dr. med. D.____, Fachärztin FMH Allgemeine Innere Medizin, behandelt die Beschwer-
deführerin seit 2008 als Hausärztin und nahm im Verlauf der Jahre immer wieder Stellung zum 
Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit ihrer Patientin, letztmals mit Bericht vom 5. Sep-
tember 2019. Darin diagnostizierte sie mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit einen rezidivie-
renden Abszess perinatal, ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei Spondy-
lolisthesis bei -lyse L5/S1, eine Adipositas sowie den Status nach Sectio bei vorzeitiger Plazen-
tablösung in der 29. SSW am 25. Mai 2019 mit postpartaler Anämie. Die Patientin sei weiterhin 
zu 100 % arbeitsunfähig, ohne Potenzial auf Wiedereingliederung. 
 
7.4 In der Folge holte die Beschwerdegegnerin ein bidisziplinäres rheumatologisch-psychi-
atrisches Gutachten bei Dr. B.____ und Dr. C.____ ein. In der Konsensbeurteilung vom 12. Ok-
tober 2020 wurde keine psychiatrische Diagnose gestellt. Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

 

 
 
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bestehe ein chronisches Lumbovertebralsyndrom bei Hohlrundrücken und Beckenschiefstand 
rechts mit Beinlängenverkürzung rechts um ca. 2 cm mit konsekutiv thorakaler rechtskonvexer, 
lumbaler linkskonvexer Skoliose, bei Chondrose L4/5 mit medianer Protrusion, minimer medianer 
Protrusion L5/S1, Spondylolyse L5 beidseits mit diskreter Antelisthesis L5/S1 um ca. 3 mm, ohne 
Hinweise für eine Instabilität und ohne Hinweise für ein entzündliches Wirbelsäulen- oder ISG-
Leiden, ferner eine Xerosis corneae bei Vitamin A-Mangel. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
seien der Status nach Adipositas per magna bei Maximalgewicht von ca. 175 kg und aktuell 72.3 
kg, ferner die Genua Valga, die Laktoseintoleranz, die rezidivierenden Analabszesse, die Daue-
rantikoagulation und der Status nach verschiedenen gynäkologischen Ereignissen. Aus rheuma-
tologischer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % für leichte rückenschonende Tätigkei-
ten, bei denen die Versicherte nicht dauernd sitzen oder stehen und nicht in Zwangshaltungen 
arbeiten müsse, bei denen sie sich nicht dauernd repetitiv vornüberbeugen oder bücken und nicht 
dauernd Überkopf arbeiten müsse. Gewichte könne sie nur noch in einem körperlich sehr leichten 
Bereich bis 7.5 kg heben, stossen oder ziehen. Da wegen Vitamin A-Mangels Nachtblindheit be-
stehe, könne die Tätigkeit nur tagsüber geleistet werden. Die Situation präsentiere sich heute 
wesentlich besser. Die Adipositas sei in einen Bereich korrigiert worden, in welchem sie eine 
untergeordnete Rolle spiele. Die Einschränkungen könnten heute nicht mehr durch die Fettleibig-
keit, sondern nur durch die kongenitale lumbosakrale Übergangsanomalie formuliert werden. Aus 
psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, so dass aus gesamtme-
dizinischer Sicht die rheumatologische Zumutbarkeitsbeurteilung massgeblich sei. 
 
7.5 Das Gutachten von Dr. B.____ und Dr. C.____ genügt klar den bundesgerichtlichen Be-
weisanforderungen. Die Beurteilungen basieren auf den vollständigen Akten, wurden nach einer 
persönlichen Untersuchung und Befragung der Beschwerdeführerin verfasst und die Schlussfol-
gerungen sind nachvollziehbar und schlüssig. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit ist aufgrund 
des massiven Gewichtsverlusts plausibel. Inkonsistenzen, wie von der Beschwerdeführerin gel-
tend gemacht, liegen keine vor. Der Einwand der Beschwerdeführerin, die durch den Beinlängen-
unterschied verursachte Schmerzproblematik sei nicht berücksichtigt worden, ist insofern un-
behelflich, als es sich dabei um eine mittels Schuheinlagen behandelbare Schmerzproblematik 
handelt. Auch der Einwand, dass die Genua Valga gemäss ABI-Gutachten Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit hätten, ist nicht nachvollziehbar, nachdem die Beschwerdeführerin selbst gegen-
über Dr. B.____ angab, dass sie keine eigentlichen Knieschmerzen habe (rheumatologisches 
Gutachten, S. 40). Im Weiteren ist auch der Einwand, wonach das Vorliegen einer somatoformen 
Schmerzstörung nicht geprüft worden sei, unzutreffend. Im psychiatrischen Gutachten wurde eine 
somatoforme Störung auf S. 28 unter Ziffer 5 auf einer halben Seite von Dr. C.____ abgehandelt. 
Er begründete detailliert und überzeugend, weshalb eine solche Störung zu verneinen ist. 
Schliesslich ist auch die Forderung nach weiterführenden neurologischen und neuropsychologi-
schen Abklärungen nicht nachvollziehbar, nachdem es keine Hinweise auf eine neurologische 
oder neuropsychologische Störung gibt. Damit ist zur Beurteilung des Rentenanspruchs auf das 
von der Beschwerdegegnerin eingeholte verwaltungsexterne Gutachten von Dr. B.____ und Dr. 
C.____ abzustellen. Die Beschwerdegegnerin ist demzufolge in einer leichten rückenschonenden 
Tätigkeit, bei der sie nicht dauernd sitzen, nicht dauernd stehen und nicht dauernd in Zwangs-
stellungen arbeiten muss, bei der sie sich nicht dauernd bücken oder repetitiv vornüberbeugen 
und nicht dauernd überkopfarbeiten muss, zu 100 % arbeitsfähig. Gewichte kann sie nur in einem 

 

 
 
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körperlich sehr leichten Bereich bis 7,5 kg heben, stossen oder ziehen. Aufgrund der Nachtblind-
heit kann diese Tätigkeit nur am Tag ausgeübt werden kann. 
 
7.6 Anzufügen bleibt in diesem Zusammenhang, dass gestützt auf die Beurteilung von  
Dr. B.____ wohl eine wesentliche Verbesserung der gesundheitlichen Situation gegenüber der 
ursprünglichen Rentenzusprache im Jahr 2003 und der Revision im Jahr 2007 ausgewiesen ist. 
Da aber, wie in Erwägung 6.2 hiervor dargelegt, der Rentenanspruch bei Vorliegen eines Revisi-
onsgrundes in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") geprüft werden kann 
und insbesondere keine Bindung an frühere medizinische Beurteilungen besteht, kann die Frage, 
worin und im Vergleich zu welcher früheren medizinischen Beurteilung die wesentliche Verbes-
serung letztlich besteht, offenbleiben. 
 
8.1 Zu prüfen bleiben die Einschränkungen im Haushaltsbereich. Ausschlaggebend ist dabei 
nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit, sondern wie sich der Gesundheitsschaden 
in der nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt. Dafür bedarf es in der Regel einer Abklä-
rung an Ort und Stelle (vgl. Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV; Urteile des Bundesgerichts vom 16. Juni 
2021, 9C_80/2021, E. 3.1 und vom 6. September 2017, 9C_373/2017, E. 3.1 mit Hinweisen). Die 
fachlich qualifizierte Haushaltsabklärung ist die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestim-
mung der gesundheitlichen Einschränkungen im Haushalt, ohne dass es zusätzlich einer ärztli-
chen Person bedarf, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltsführung unter dem Ge-
sichtswinkel der Zumutbarkeit äussern müsste (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. April 2020, 
8C_185/2020, E. 4.2.2 mit Hinweis). Hinsichtlich des Beweiswerts des Abklärungsberichts sind – 
analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten – verschiedene Faktoren zu be-
achten. Eine Haushaltsabklärung ist beweiskräftig, wenn sie durch eine qualifizierte Person er-
folgt, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der Beeinträchtigungen 
und Behinderungen hat, die sich aus den medizinischen Diagnosen ergeben. Weiter sind die 
Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Betei-
ligten im Bericht aufzuzeigen sind. Schliesslich muss der Berichtstext plausibel, begründet und 
angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein sowie in Übereinstimmung 
mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. 
Juni 2021, 9C_80/2021, E. 3.2 mit Hinweisen). Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuver-
lässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. 
Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher 
am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (Urteil des Bundes-
gerichts vom 7. Januar 2020, 8C_748/2019, E. 5.2 mit Hinweisen; BGE 128 V 93 E. 4). 
 
8.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist vom Grundsatz auszugehen, dass ei-
ner Leistungsansprecherin oder einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminde-
rungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die eine vernünftige Person in der gleichen Lage er-
greifen würde, wenn sie keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen 
Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswir-
kungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst 

 

 
 
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vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Kann die versi-
cherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltsarbeiten nur noch mühsam und mit 
viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in übli-
chem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen (Urteil des Bundesge-
richts vom 7. Januar 2020, 8C_748/2019, E. 5.3). 
 
8.3 Im vorliegenden Fall sind die formalen Anforderungen an die Haushaltsabklärung und 
an den entsprechenden Bericht vom 4. November 2019 zweifellos erfüllt. Die Abklärung wurde 
vor Ort – und in Anwesenheit der Beschwerdeführerin – von einer qualifizierten Fachperson der 
Beschwerdegegnerin vorgenommen. Aus deren Bericht geht hervor, dass sie die medizinischen 
Diagnosen und die daraus resultierenden Einschränkungen kannte und dass die Beschwerde-
führerin zu den einzelnen Verrichtungen im Haushalt angehört wurde. Die Beschwerdegegnerin 
äusserte sich denn auch ausführlich zu den ihr noch möglichen Verrichtungen in den einzelnen 
Haushaltsbereichen sowie zur Mithilfe des damaligen Lebenspartners und heutigen Ehemannes. 
Auch inhaltlich ist der Bericht widerspruchsfrei und er enthält nachvollziehbare Schlussfolgerun-
gen. Die Beschwerdeführerin wendet nun dagegen ein, es sei nicht nachvollziehbar, dass sie 
keine Einschränkungen im Haushalt habe, wenn sie doch nur noch leichte rückenschonende Tä-
tigkeiten ausüben könne. Diesem Einwand kann nicht stattgegeben werden. Aus dem Bericht 
geht klar hervor, dass der damalige Lebenspartner und heutige Ehemann die schweren Haus-
haltsarbeiten übernimmt, was von ihm im Rahmen der Schadenminderungspflicht auch erwartet 
werden darf. Damit ist zur Berechnung der Invalidenrente auf den Bericht vom 4. November 2019 
abzustellen und von keiner Einschränkung im Haushalt auszugehen (0 %). 
 
9.1 In einem nächsten Schritt zu prüfen sind die erwerblichen Auswirkungen der von 
Dr. B.____ festgestellten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Die Beschwerdeführerin wendet 
zunächst ein, die Restarbeitsfähigkeit sei auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht verwertbar, nachdem 
sie noch nie in der freien Wirtschaft arbeitstätig gewesen sei. 
 
9.2 Im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei der Bestimmung des trotz gesundheitlicher 
Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbaren Einkommens darf nicht von realitätsfremden Ein-
satzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann dort nicht von einer Arbeitsgelegen-
heit gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, 
dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realisti-
schem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich und das Finden einer 
entsprechenden Stelle daher zum vorneherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundes-
gerichts vom 17. Dezember 2008, 9C_854/2008, E. 2.1; ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Der ausgegli-
chene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) hält von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger 
Stellen offen, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Vo-
raussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; 
ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Weder gestützt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch im Rahmen 
der der versicherten Person auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offenstehenden Möglichkei-
ten der Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit dürfen von ihr Vorkehren verlangt werden, die unter 
Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles nicht 
zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen). Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren 

 

 
 
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Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine 
ganze Invalidenrente begründet (Urteil der EVG vom 21. August 2006, I 831/05, E. 4.1.1 mit 
Hinweisen). 
 
9.3 Das Anforderungsprofil einer körperlich leichten rückenschonenden ganztägigen Tätig-
keit ist nicht so stark limitierend, dass es auf dem ersten Arbeitsmarkt keine derartigen Stellen 
gibt. Dass die Beschwerdeführerin aufgrund der langen Absenz vom Arbeitsmarkt dekonditioniert 
ist, vermag keine Unverwertbarkeit zu begründen. Vielmehr hat die Beschwerdeführerin grund-
sätzlich Anspruch auf Wiedereingliederungsmassnahmen in Form eines Arbeitstrainings, nach-
dem sie während mehr als 15 Jahren eine Rente bezog. Dieser Anspruch wurde von der Be-
schwerdegegnerin grundsätzlich anerkannt. Sie durfte aber die Rente vor Durchführung der Mas-
snahme aufheben, nachdem die Beschwerdeführerin sich auch nach Kenntnis der Beurteilung 
von Dr. B.____ gegenüber der Beschwerdegegnerin als nicht fähig erachtete, an einer Eingliede-
rungsmassnahme teilzunehmen (vgl. dazu Protokoll zum Erstgespräch 55+/15+ vom 29. April 
2021). Die Beschwerdegegnerin bietet der Beschwerdeführerin nach wie vor an, auf Gesuch hin 
eine berufliche Massnahme durchzuführen. 
 
9.4 Die Beschwerdegegnerin zog zur Berechnung des Invaliditätsgrads im Erwerbsteil die 
Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BfS) aus dem Jahr 
2018 (TA1_tirage_skill_level, Total, Frauen, Kompetenzniveau 1, Fr. 4'371.--) heran und berück-
sichtigte einen leidensbedingten Abzug von 5 %. Dagegen erhebt die Beschwerdegegnerin keine 
Einwände. In Abänderung des angefochtenen Entscheids ist neu von der LSE 2020, Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Total, Frauen, Kompetenzniveau 1, auszugehen. Ausgehend von einem 
monatlichen Einkommen von Fr. 4'276.-- und angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Ar-
beitszeit von 41.7 Std. ergibt sich ein monatliches Einkommen von Fr. 4'457.73 und ein Jahres-
einkommen von Fr. 53'492.76. Angepasst an die Nominallohnentwicklung in den Jahren 2021 
(+ 0.6 %) und 2022 (+ 0.8 %) und 2023 (+ 1.8 %); vgl. BfS, Nominallohnentwicklung 2021-2022, 
Frauen, Total, Tabelle T1.2.20 sowie Quartalsschätzung 2023) beträgt das Jahreseinkommen 
Fr. 55'220.60. Der von der Beschwerdegegnerin gewährte leidensbedingte Abzug von 5 % er-
scheint angemessen. Es ergibt sich damit ein Invalideneinkommen im Zeitpunkt der Rentenauf-
hebung von gerundet Fr. 52'460.--. 
 
9.5 In Bezug auf die Ermittlung des Valideneinkommens wendet die Beschwerdeführerin 
ein, die Beschwerdegegnerin sei beim Einkommensvergleich zu Unrecht wiedererwägungsweise 
von einem tieferen Valideneinkommen ausgegangen als bisher. Stattdessen sei weiterhin unver-
ändert von mindestens Fr. 83'000.-- auszugehen. Ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwä-
gung des Valideneinkommens tatsächlich erfüllt sind, kann offenbleiben, denn selbst bei der Be-
rechnung des Einkommensvergleichs mit dem bisherigen Valideneinkommen einer Frühinvaliden 
im Umfang von Fr. 83'000.-- resultiert bei einem lnvalideneinkommen in der Höhe von Fr. 52'460.-
- eine Einschränkung im Erwerbsteil von ungewichtet lediglich 37 %. 
 
9.6 In Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung und unter Berück-
sichtigung der zeitlichen Beanspruchung von 55 % im Erwerbs- und von 45 % im Haushaltbereich 
sowie einer Einschränkung im Erwerbsbereich von gewichtet 20.35 % (0,55 x 37 %) und einer 

 

 
 
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solchen im Haushaltbereich von 0 % ergibt sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 20 % (vgl. zu 
den Rundungsregeln: BGE 130 V 121). Damit liegt der Invaliditätsgrad selbst in Anwendung des 
ursprünglichen Valideneinkommens von Fr. 83'000.-- deutlich unter 40 %. Ein Rentenanspruch 
besteht nicht mehr. 
 
10. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die angefochtene Verfügung vom 10. 
Januar 2023, mit der die Beschwerdegegnerin die ganze Invalidenrente aufhob, nicht zu bean-
standen ist. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie ab-
zuweisen ist.  
 
11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb 
die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. Der Beschwerdeführerin ist nun allerdings mit Ver-
fügung vom 1. Februar 2023 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem 
Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
11.2 Dem Prozessausgang entsprechend ist der Beschwerdeführerin keine Parteientschädi-
gung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. In der Verfügung vom 1. Februar 2023 
ist ihr jedoch die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrer Rechtsvertreterin bewilligt worden, wes-
halb diese für ihre Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist. Gemäss § 3 Abs. 2 
der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO) vom 17. November 2003 beträgt das 
Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Die Rechtsvertreterin machte 
in ihrer Honorarnote vom 21. April 2023 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 
9.4667 Std. sowie Auslagen von Fr.189.50 geltend, was in Anbetracht der Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erscheint. Der Rechtsvertreterin ist somit ein Honorar in der Höhe 
von Fr. 2'243.20 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
11.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie 
dazu in der Lage ist. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

 
 
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 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2'243.20 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 

 

 

 
 
 
 
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