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**Case Identifier:** c08f28cb-1b17-5ff8-8a59-ed8771495680
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.09.2016 200 2015 909
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-909_2016-09-06.pdf

## Full Text

200 15 909 IV
FUR/SCM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. September 2016

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. September 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Sept. 2016, IV/15/909, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 18. Februar 2002 unter Hinweis auf unfall- und krank-
heitsbedingte Behinderungen erstmals bei der Eidgenössischen Invaliden-
versicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilagen 
[AB] 1). Nach Vornahme erwerblicher und medizinischer Abklärungen, wo-
bei unter anderem ein interdisziplinäres Gutachten (AB 21 f.) und ein Ab-
klärungsbericht Haushalt (AB 25) eingeholt wurden, verfügte die IV-Stelle 
Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) am 10. Oktober 2003 bei einem Inva-
liditätsgrad von 55 % ab dem 1. Februar 2003 die Zusprache einer halben 
Rente (AB 30).

Mit Verfügung vom 25. September 2007 (AB 77) wurde der bisherige An-
spruch auf eine halbe Rente bei einem unveränderten Invaliditätsgrad von 
55 % bestätigt. Ein Gesuch um Erhöhung der Invalidenrente vom 16. Okto-
ber 2007 (AB 83) wies die IVB am 6. März 2009 ab (AB 103).

B.

Auf eine im Januar 2013 geltend gemachte Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes (AB 115 S. 1 Ziff. 1.1) hin liess die IVB die Versicherte von 
der MEDAS, bzw. von Dr. med. C.________, Fachärztin für Neurochirurgie 
FMH, polydisziplinär begutachten (AB 138.1, 138.2). Hierauf stellte sie der 
Versicherten mit Vorbescheid vom 18. Februar 2015 (AB 141) – unter Hin-
weis auf die Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 
(6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket, in Kraft seit 1. Januar 2012 
[SchlBest. IV 6/1]) des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 
vom 19. Juni 1959 (IVG; SR 831.20) – die Aufhebung der Rente mit dem 
ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung in Aussicht. 
Gleichentags teilte sie der Versicherten mit, dass die Rente bis zum Ab-
schluss allfälliger Wiedereingliederungsmassnahmen, längstens aber 
während zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung 

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der Rente, ausgerichtet werde (AB 142). Bei gleichzeitigem Einwand gegen 
die in Aussicht gestellte Rentenaufhebung erklärte sich die Versicherte mit 
der Einleitung von Wiedereingliederungsmassnahmen einverstanden, wel-
che Anfang September 2015 abgebrochen bzw. nicht mehr weitergeführt 
wurden (AB 146, 149; IV-Protokoll per 30. November 2015 [Protokoll], Ein-
trag vom 3. September 2015). Mit Verfügung vom 16. September 2015 
(AB 157) beschied die IVB wie vorbescheidweise angekündigt, wobei sie 
einer allfälligen dagegen erhobenen Beschwerde die aufschiebende Wir-
kung entzog.

C.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
am 19. Oktober 2015 Beschwerde. Unter Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung lässt sie die Weiterausrichtung einer Rente gestützt auf einen 
Invaliditätsgrad von mindestens 54 %, allenfalls unter Rückweisung der 
Akten an die Beschwerdegegnerin zwecks Vornahme weiterer Abklärun-
gen, beantragen.

Am 23. Oktober und 9. November 2015 reichte die Beschwerdeführerin je 
weitere Eingaben zu den Akten. 

Mit Beschwerdeantwort vom 30. November 2015 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 

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(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 
1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzu-
treten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 16. September 2015 (AB 157). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und dabei insbesondere, ob 
die Beschwerdegegnerin die bisherige halbe Rente zu Recht auf den ers-
ten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung aufgehoben 
hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

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2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.3 Liegt eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vor, sind die 
nachfolgenden Grundsätze zu beachten, wobei diese auch für vergleichba-
re Beschwerden gelten, denn aus Gründen der Rechtssicherheit ist es ge-
boten, sämtliche psychosomatischen Leiden den gleichen sozialversiche-
rungsrechtlichen Anforderungen zu unterstellen (BGE 141 V 281 E. 4.2 
S. 298, 139 V 346 E. 2 S. 346, 137 V 64 E. 4.3 S. 69, 136 V 279 E. 3.2.3 
S. 283).

2.3.1 Die Sachverständigen sollen die Diagnose einer anhaltenden soma-
toformen Schmerzstörung (ICD-10 Ziff. F45.40) so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind. Die auf die Begrifflichkeit des medizini-
schen Klassifikationssystems abstellende Diagnose der anhaltenden soma-
toformen Schmerzstörung führt im Weiteren nur dann zur Feststellung einer 
invalidenversicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung, 
wenn die Diagnose auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche 
und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben 
sich namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschil-
derten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese be-
steht, intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in An-
spruch genommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sach-
verständigen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im 

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Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend 
intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Ver-
halten hin. Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche Ausschluss-
gründe die Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbieten, so be-
steht von vornherein keine Grundlage für eine Invalidenrente, selbst wenn 
die klassifikatorischen Merkmale einer somatoformen Schmerzstörung ge-
geben sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betref-
fenden Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesund-
heitsschädigung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Aus-
wirkungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 
141 V 281 E. 2.1.1 S. 285 und E. 2.2 S. 287).

2.3.2 Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstren-
gung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch auch in 
Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen „Validität" der versicherten Person auszuge-
hen ist (E. 3.7.2).

Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird – gemäss erwähntem Ent-
scheid – durch einen strukturierten, normativen Prüfungsraster ersetzt. An-
hand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine ergebnisoffene symme-
trische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungshindernder äus-
serer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Res-
sourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens 
(E. 3.6). Es gilt neu im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften syste-
matisierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3), welche sich in die 
Kategorien „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3) und „Konsistenz“ einteilen 
lassen (E. 4.4). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5). Die Aner-
kennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, 
wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten ge-
sundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindi-
katoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der 

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Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Per-
son zu tragen (E. 6).

2.3.3 Nach altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten verlieren 
nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften 
Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den 
erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die 
vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält. In sinngemäs-
ser Anwendung dieser in BGE 137 V 210 E. 6 S. 266 entwickelten Grund-
sätze auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen 
ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die beigezogenen administrativen 
und/oder gerichtlichen Sachverständigengutachten – gegebenenfalls im 
Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung 
im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Ab-
klärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle 
Ergänzung genügen (BGE 141 V 281 E. 8 S. 309).

2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

Gemäss lit. a SchlBest. IV 6/1 werden Renten, die bei pathogenetisch-
ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare 
organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach 
Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraussetzungen nach 
Art. 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, 
auch wenn die Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind 
(Abs. 1). Davon nicht erfasst sind Personen, die im Zeitpunkt des Inkrafttre-
tens dieser Änderung das 55. Altersjahr zurückgelegt haben oder im Zeit-

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punkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wird, seit mehr als 15 Jahren 
eine Rente der Invalidenversicherung beziehen (Abs. 4). Als relevanter 
Anknüpfungspunkt für den über 15-jährigen Rentenbezug gilt der Beginn 
des Rentenanspruchs und nicht das Datum der (rechtskräftig erlassenen) 
Rentenverfügung (BGE 139 V 442 E. 4.3 S. 450).

Wurde die Rente sowohl für objektivierbare (erklärbare) als auch für unkla-
re Beschwerden zugesprochen, findet lit. a SchlBest. IV 6/1 auf Letztere 
ebenfalls Anwendung, sofern sie sich von den erklärbaren Beschwerden 
trennen lassen. Laufende Renten sind von einer Überprüfung unter diesem 
Rechtstitel nur ausgeschlossen, wenn und soweit sie auf erklärbaren Be-
schwerden beruhen (BGE 140 V 197 E. 6.2.3 S. 200). Die unklaren und 
erklärbaren Beschwerden müssen sowohl diagnostisch als auch hinsicht-
lich der funktionellen Folgen auseinandergehalten werden können. Ein or-
ganisch begründeter Teil der Arbeitsunfähigkeit kann bei Anwendbarkeit 
der Schlussbestimmung nur neu beurteilt werden, sofern eine Veränderung 
im Sinne von Art. 17 ATSG eingetreten ist. Insoweit wird im Anwendungs-
bereich der Schlussbestimmung vom Grundsatz abgewichen, dass die 
Verwaltung im Rahmen einer materiellen Revision – um eine solche han-
delt es sich auch hier – den Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtli-
cher Hinsicht umfassend prüft (SVR 2014 IV Nr. 39 S. 138 E. 2.4.1 f.).

Ist ein „Mischsachverhalt“ gegeben, bei dem es unmöglich ist festzustellen, 
wie gross der Anteil der organisch bedingten Beschwerden bei der Renten-
zusprechung war, bestimmt sich die (diesfalls zur integralen Neuprüfung 
führende) Anwendbarkeit der Schlussbestimmung nach folgendem Grund-
satz: Besteht (im Zeitpunkt der Rentenzusprechung und/oder -überprüfung) 
neben dem syndromalen Zustand eine davon unabhängige organische 
oder psychische Gesundheitsschädigung, so hängt die Anwendbarkeit der 
Schlussbestimmung davon ab, dass die weitere („nichtsyndromale“) Ge-
sundheitsschädigung die anspruchserhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht mit-
verursacht, das heisst letztlich nicht selbstständig zur Begründung des 
Rentenanspruchs beigetragen hat. Wenn sie die Auswirkungen des unkla-
ren Beschwerdebildes bloss verstärkte, bleibt eine Rentenrevision unter 
diesem Rechtstitel möglich (SVR 2015 IV Nr. 27 S. 83 E. 3.1).

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2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1  Mit Verfügung vom 16. September 2015 (AB 157) hat die Be-
schwerdegegnerin die bisher ausgerichtete halbe IV-Rente der Beschwer-
deführerin mit Wirkung per Ende Oktober 2015 aufgehoben. Umstritten ist 
vorliegend hauptsächlich, ob die Aufhebung dieser IV-Rente gestützt auf 
lit. a Abs. 1 SchlBest. IV 6/1 zu Recht erfolgt ist. Dabei geht es vorab um 
die Frage, ob im besagten Zeitpunkt der Rentenzusprache und/oder 
-überprüfung ausschliesslich unklare oder trennbare kombinierte Be-
schwerden (Mischsachverhalt) vorlagen (vgl. E. 2.5 hiervor). Den Verfü-
gungen vom 25. September 2007 (AB 77) und 6. März 2009 (AB 103) la-
gen keine eingehenden materiellen Überprüfungen zugrunde (vgl. Bericht 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes vom 23. Juli 2007 [AB 68]), weshalb an 
die ursprüngliche Verfügung vom 10. Oktober 2003 (AB 30) anzuknüpfen 
ist.

3.2 Die Rentenzusprache vom 10. Oktober 2003 (AB 30) erfolgte ge-
stützt auf die Beurteilung der Dres. med. D.________ (AB 22), Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, sowie E.________ (AB 21 S. 3 ff.), 
Fachärztin für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 
Februar 2003. 

Dr. med. D.________ stellte die Diagnose einer Somatisierungsstörung 
(ICD-10 F45.0) und hielt fest, es bestünden gewisse psychosomatische 
Beeinträchtigungen, die Arbeitsfähigkeit betrage 80 % (AB 22 S. 5 f.). Dr. 
med. E.________ diagnostizierte eine Fibromyalgie, Schulterschmerzen 

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und eine leicht eingeschränkte Beweglichkeit der rechten Schulter sowie 
chronisch rezidivierende depressive Verstimmungen. Bei den Schulter-
schmerzen handle es sich um residuelle Beschwerden, die nach einem 
Sturz mit nachfolgender Hill-Sachs-Läsion und nach operativer Sanierung 
dieser Läsion noch bestehen blieben (AB 21 S. 5, vgl. AB 4). Diese post-
traumatischen Beschwerden schränkten die Explorandin beim Gewichte 
heben und bei Überkopfarbeiten ein. Zudem führte Dr. med. E.________ 
das weichteilrheumatische Schmerzsyndrom als körperliche Beeinträchti-
gung an und attestierte eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bei einer Leistungs-
minderung von ca. 10 % (AB 21 S. 6). In der interdisziplinären Beurteilung 
hielten die Gutachter fest, die diagnostizierte Fibromyalgie sowie die Schul-
terschmerzen führten dazu, dass schwere Arbeiten nicht mehr zumutbar 
seien. In einer angepassten Tätigkeit bestehe hingegen eine Arbeitsfähig-
keit von 50 % mit einer zusätzlichen Leistungseinbusse von 10 %. Die vom 
psychiatrischen Gutachter diagnostizierte Somatisierungsstörung und die 
von der Rheumatologin festgestellte Fibromyalgie würden sich praktisch 
vollständig überdecken, was eine gesamthafte Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit von 50 % ergebe (AB 22 S. 7).

3.3 Die ursprüngliche Rentenzusprache erfolgte demnach hauptsäch-
lich aufgrund der Fibromyalgie sowie der Somatisierungsstörung, wobei die 
Fibromyalgie praxisgemäss einer somatoformen Schmerzstörung gleichzu-
setzen ist (BGE 139 V 547 E. 2.2 S. 550, 137 V 64 E. 4.2 S. 68, 136 V 279 
E. 3.2.1 S. 282, 132 V 65 E. 4 S. 70). Aus rheumatologischer Sicht wurden 
auch infolge eines Unfalles im Jahre 1998 (vgl. AB 4) bestehende Be-
schwerden an der rechten Schulter unter den körperlichen Beeinträchti-
gungen aufgeführt (AB 21 S. 6 Ziff. C1), womit nicht allein ein unklares Be-
schwerdebild vorlag, sondern von einem Mischsachverhalt auszugehen ist 
(vgl. E. 2.5 hiervor). Wie hoch der Anteil der Schulterbeschwerden an der 
ermittelten Arbeitsunfähigkeit ist, ergibt sich aus der gutachterlichen Beur-
teilung nicht zweifelsfrei und lässt sich im Nachhinein nicht mehr ermitteln, 
zumal die Begutachtung über zehn Jahre zurückliegt. Es kann jedoch 
überwiegend wahrscheinlich angenommen werden, dass diese die an-
spruchserhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht mitverursacht, das heisst letzt-
lich nicht selbstständig zur Begründung des Rentenanspruchs beigetragen 

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haben, sondern die Fibromyalgie bzw. Somatisierungsstörung allein ver-
stärkt haben.

Da die Rentenzusprache demnach auf der Grundlage eines pathogene-
tisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildes ohne nachweis-
bare organische Grundlage erfolgte, kann sie im vorgegebenen Zeitrahmen 
voraussetzungslos einer Neubeurteilung unterzogen werden (lit. a Abs. 1 
SchlBest. IV 6/1). Ein Ausnahmefall von lit. a Abs. 4 SchlBest. IV 6/1 liegt 
nicht vor.

3.4 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin bei 
Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16. September 2015 (AB 157) im 
Wesentlichen auf das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 30. Dezem-
ber 2014 (AB 138.1; inkl. neurochirurgischem Teilgutachten von Dr. med. 
C.________ vom 17. Dezember 2013 [AB 138.2]). 

Im Konsens aller beteiligter Fachgebiete (Neurologie, Orthopädie, Psychia-
trie, Neurochirurgie, Innere Medizin) findet sich folgende Diagnose mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (AB 138.1 S. 18 und 36): 

• Verminderte Belastbarkeit der Füsse bei rezidivierenden Beschwerden im 

Ansatz der Achillessehne bei Status nach Abtragung von Haglund-

Exostosen 

Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende Diagnosen 
gestellt (AB 138.1 S. 19):

• Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

ICD-10 F45.41

• Fehlstatik der Wirbelsäule, Haltungsinsuffizienz, muskulärer Hartspann und 

verschmächtigte Rumpfmuskulatur. Kein sicheres nervenwurzelbezogenes 

neurologisches Defizit. Gering verkürzte Ischiokruralmuskulatur ohne Deh-

nungsschmerzen

• Sehr gutes postoperatives Ergebnis am rechten Schultergelenk mit freien 

Funktionen bei Rechtshändigkeit

• Migräne

• Rezidivierender Spannungs- und Muskelkontraktionskopfschmerz

• Arterielle Hypertonie (anamnestisch)

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Aus interdisziplinärer Sicht sei aufgrund der reduzierten Belastbarkeit der 
Füsse bei rezidivierender Achillessehnentendinopathie beidseits für die 
angestammte Tätigkeit als Mitarbeiterin in der ..., ausgehend von einer 
durchwegs stehenden und gehenden Tätigkeit, lediglich eine vierstündige 
Arbeitspräsenz gegeben. Körperlich angepasste Tätigkeiten (wechselbelas-
tende, leichte und mittelschwere, nicht rein stehende und gehende Tätig-
keiten) seien mit voller Präsenzzeit und ohne Einschränkung der Leistungs-
fähigkeit zumutbar (AB 138.1 S. 18 f.). Diese Einschätzung gelte retrospek-
tiv betrachtet auch weitestgehend für die Vergangenheit (AB 138.1 S. 18 -
 20).

3.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.6 Das polydisziplinäre Gutachten vom 30. Dezember 2014 (AB 138.1; 
inkl. neurochirurgischem Teilgutachten von Dr. med. C.________ vom 
17. Dezember 2013 [AB 138.2]) erfüllt die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens ge-

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stellten Anforderungen (vgl. E. 3.5 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft 
zukommt. Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Ab-
klärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung 
der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die 
gezogenen Schlussfolgerungen zum aktuellen Gesundheitszustand und zur 
Arbeitsfähigkeit werden nachvollziehbar begründet. Auch stehen die Fach-
beurteilungen in Übereinstimmung untereinander und fliessen in die inter-
disziplinäre Beurteilung ein. Vor der Begutachtung wurde auf Einwand der 
Beschwerdeführerin (AB 130) mitgeteilt, dass die internistische Begutach-
tung durch einen anderen Gutachter als zuvor angekündigt (AB 129) erfol-
gen werde (Verfügung vom 13. Januar 2014 [AB 132 S. 2]). Die Beschwer-
deführerin hat sich dazu in keiner Art und Weise vernehmen lassen und 
bringt auch in der Beschwerde keine Gründe vor, die gegen den Experten 
sprächen (vgl. Beschwerde S. 3), so dass die Rüge der Verletzung des 
rechtlichen Gehörs nicht zu hören ist.

Die orthopädische MEDAS-Gutachterin führte in Übereinstimmung mit den 
Ausführungen von Dr. med. F.________, Fachärztin für Rheumatologie 
sowie Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 30. August 2013 (vgl. AB 122) 
überzeugend aus, dass sich aufgrund der chronischen respektive rezidivie-
renden Achillessehnentendinopathie lediglich eine Einschränkung im 
Fähigkeitsprofil, nicht jedoch in der (grundsätzlich vollständigen) Arbeits-
fähigkeit begründen lasse (AB 138.1 S. 17). Hinsichtlich der anlässlich der 
Begutachtung im Jahr 2003 aufgeführten Schulterschmerzen (AB 21 S. 5) 
stellte sie zudem fest, dass keine Funktionseinschränkung der Schulterge-
lenke vorliege. Vielmehr ging sie rückblickend von einem guten Behand-
lungserfolg nach Operation der rechten Schulter im März 2001 aus 
(AB 138.1 S. 17). Insbesondere unter Berücksichtigung der Einschätzung 
von Dr. med. F.________, welche eine Einschränkung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit nach mehrmaliger Vorstellung durch die Beschwerdefüh-
rerin ebenfalls verneint hatte (AB 122 S. 4), vermag an der Beweiskraft des 
Gutachtens nichts zu ändern, dass das Fachgebiet der Rheumatologie 
nicht beigezogen wurde (vgl. Beschwerde S. 8). Im Übrigen liegt die Aus-
wahl der vorzunehmenden fachärztlichen Abklärungen bzw. der Entscheid, 
ob der Beizug weiterer Experten notwendig ist oder nicht, im Ermessen der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Sept. 2016, IV/15/909, Seite 14

Gutachter (Entscheid des Bundesgerichts vom 30. Januar 2015, 
8C_277/2014, E. 5.2). Letztlich hat die Beschwerdeführerin, als sie am 
26. November 2013 über die vorgesehene Begutachtung, die durchführen-
de Gutachterstelle sowie die beteiligten Fachgebiete in Kenntnis gesetzt 
wurde (AB 129), das Fehlen des Fachbereichs Rheumatologie nicht gerügt 
(vgl. AB 130).

Aus neurochirurgischer Sicht hat Dr. med. C.________ die Diagnose 
„Ganzkörperschmerzgeschehen / Fibromyalgiesyndrom / somatoforme 
Schmerzstörung“ überzeugend als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit bewertet und unter sorgfältiger Anamnese- und Befunderhebung aus-
geführt, für eine mittelbelastende Tätigkeit sowie für Haushaltarbeiten be-
stehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Der Explorandin sei jede 
entsprechende berufliche Tätigkeit vollumfänglich zumutbar (AB 138.2 
S. 10).

In psychiatrischer Hinsicht wurde die Diagnose einer chronischen 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.41) gestellt, wobei länger bestehende Schmerzen, die ihren Aus-
gangspunkt in einem physiologischen Prozess bzw. einer körperlichen 
Störung genommen hätten, im Vordergrund stünden. Psychischen Fakto-
ren müsse jedoch eine gewisse Rolle für die Aufrechterhaltung der 
Schmerzen beigemessen werden, diese seien jedoch nicht ursächlich für 
deren Beginn. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wurde jedoch in 
Anwendung der sog. Förster-Kriterien verneint (AB 138.1 S. 13 - 15, 17 f.). 
Indessen ist die Frage der Arbeitsfähigkeit gemäss der (geänderten) 
Rechtsprechung (BGE 141 V 281) unter Beachtung der neu geschaffenen 
Indikatoren zu beantworten (BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 297 f.), was eine 
Rechtsfrage darstellt (BGE 141 V 281 E. 5 S. 304), welche nicht durch die 
Gutachter zu beantworten ist. Im vorliegenden Fall verliert das nach altem 
Verfahrensstandard eingeholte Gutachten vom 30. Dezember 2014 
(AB 138.1 bzw. insbesondere die psychiatrische Expertise) seinen Be-
weiswert nicht und kann ohne weiteres beigezogen werden, da es eine 
schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlaubt 
(E. 2.3.3 hiervor). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Sept. 2016, IV/15/909, Seite 15

3.7

3.7.1 Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ (BGE 
141 V 281 E. 4.3 S. 298) ist zunächst der Komplex „Gesundheitsschädi-
gung“ zu prüfen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1 S. 298 ff.). Ausgehend vom dia-
gnose-inhärenten Mindestschweregrad muss nach der Rechtsprechung ein 
andauernder, schwerer und quälender Schmerz vorliegen (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.1 S. 298 i.V.m. E. 2.1.1 S. 286). Anlässlich der Begutachtung 
schilderte die Beschwerdeführerin ihren Tagesablauf wie folgt: Sie stehe 
morgens zwischen 5.30 Uhr und 6.30 Uhr auf. Danach bereite sie den klei-
nen Sohn für die Schule vor. Wenn er weg sei, müsse sie sich erst beruhi-
gen. Dann trinke sie Kaffee und löse Kreuzworträtsel. Wenn sie sich da-
nach fühle, arbeite sie, ansonsten reinige sie die Wohnung. Manchmal ge-
he sie einkaufen, mache Spaziergänge. Wenn sie nach Hause komme, 
bereite sie das Mittagessen vor; beim Essen sitze sie, ihr Mann, der kleine 
Sohn und manchmal auch eine Tochter am Tisch. Nach dem Essen gehe 
sie zu Bett, höre Musik oder mache andere Dinge, damit sie einschlafen 
könne. Sie arbeite in der Regel nachmittags fünf Stunden und komme 
abends gegen halb neun nach Hause. Wenn sie wieder nach Hause kom-
me dusche oder bade sie, dann gehe sie ins Bett (AB 138.1 S. 11 bzw. 
S. 25). Abgesehen von wenigen Tätigkeiten wie Fenster putzen, Gardinen 
waschen und Bettwäsche wechseln, erledige sie die gesamte Hausarbeit 
selbst (AB 138.1 S. 25). Eine Befundinkonsistenz wurde von den Gutach-
tern insofern gesehen, als dass die Beschwerdeführerin während der ge-
samten Untersuchungszeit zwischen Sitzen, Stehen und Liegen wechselte, 
was jedoch im Hinblick auf die zuletzt ausgeübte Beschäftigung in der Es-
sensausgabe eines Selbstbedienungsrestaurants nicht nachvollziehbar sei 
(AB 138.1 S. 29). Auch verwunderte die MEDAS-Gutachter bei der darge-
stellten Verschlechterung des Zustandes mit geschilderter Zunahme der 
muskuloskelettalen Beschwerden, verminderter Belastbarkeit der Lenden-
wirbelsäule und hinzugetretener Kopfschmerzsymptomatik die geringe In-
anspruchnahme der medizinischen Therapiemöglichkeiten (AB 138.1 
S. 28). Insofern kann nicht mit dem hier erforderlichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einem andauernden, schweren und 
quälenden Schmerz gesprochen werden, was nach dem oben Erwähnten 
jedoch diagnosespezifisch sein müsste; in der Folge sind hier die diagnose-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Sept. 2016, IV/15/909, Seite 16

relevanten Befunde und Symptome nicht stark ausgeprägt. Betreffend Be-
handlungserfolg oder -resistenz (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) ist zu 
bemerken, dass die Beschwerdeführerin die in Anspruch genommene psy-
chologische Gesprächs-Psychotherapie nicht mehr weitergeführt hat. Unter 
anderem glaube sie, dass ihr dies nicht helfe, da sie ihre Probleme selbst 
lösen müsse (AB 138.1 S. 25). Insoweit ist nicht von einer Behandlungsre-
sistenz auszugehen. Hinsichtlich des Indikators „Komorbiditäten“ hat das 
Bundesgericht festgehalten, dass die psychische Komorbidität nicht mehr 
generell vorrangig, sondern lediglich gemäss ihrer konkreten Bedeutung im 
Einzelfall beachtlich ist, so namentlich als Gradmesser dafür, ob sie der 
versicherten Person Ressourcen raubt (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 
S. 300 ff.). Hier besteht insofern keine somatische Komorbidität, als die 
Diagnose der verminderten Belastbarkeit der Füsse bei rezidivierenden 
Beschwerden im Ansatz der Achillessehne in einer entsprechend ange-
passten Tätigkeit keine Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeitseinschränkung zu 
bewirken vermag (AB 138.1 S. 18 f., 36). Eine psychische Komorbidität 
findet sich mangels einer eigenständigen psychischen Störung ebenfalls 
nicht, jedoch waren mehrfach grundsätzlich invaliditätsfremde psychosozia-
le Belastungsfaktoren auszumachen (u.a. bedingt durch Tod des Vaters 
[AB 138.1 S. 9, 12], Eheprobleme [AB 122 S. 3, 138.1 S. 13], Probleme am 
Arbeitsplatz [AB 122 S. 3]).

Was den Komplex „Persönlichkeit“ anbelangt ist festzuhalten, dass bei der 
Beschwerdeführerin weder affektive oder kognitive Defizite, noch relevante 
Störungen der Persönlichkeitsstruktur auszumachen sind (AB 138.1 S. 13). 
Somit sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, wonach die Persönlichkeit der 
Beschwerdeführerin ein Leistungsvermögen ausschlösse (BGE 141 V 281 
E. 4.3.2 S. 302).

Der Komplex „sozialer Kontext“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) zeigt, 
dass ein ausreichendes bis gutes Beziehungsnetz besteht. Die Beschwer-
deführerin lebt mit ihrem Ehemann und den Kindern zusammen in einer 
Mietwohnung und hat Kontakt zu den beiden in der Nähe wohnhaften 
Schwägerinnen. Sie sei mit ihrem Mann gerne zuhause, beide seien häus-
lich veranlagte Menschen. Besondere Hobbys hätten sie nicht. Sie sei mit 
der Verbesserung ihres (Gesundheits-)Zustandes beschäftigt, entspanne, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Sept. 2016, IV/15/909, Seite 17

mache Gymnastik und gehe Schwimmen. Im Sommer gehe sie mit ihrem 
Mann ganz gerne abends spazieren, ansonsten lebten sie zurückgezogen 
(AB 138.1 S. 23, 25). Es bestünden leichte partnerschaftliche Probleme, 
welche durch die Erkrankung der Beschwerdeführerin und einen Unfall 
ihres Ehemannes, dessen gesundheitliche Folgen er zu tragen habe, be-
dingt seien (AB 138.1 S. 13). Der Lebenskontext der Beschwerdeführerin 
hält demnach nebst allfälligen weiterhin bestehenden partnerschaftlichen 
Schwierigkeiten einige Ressourcen bereit.

3.7.2 Unter der Kategorie «Konsistenz» sind verhaltensbezogene Aspek-
te zu prüfen (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303 f.). Der Beschwerdeführerin ist 
es – abgesehen von wenigen Ausnahmen – immer noch möglich, die 
Haushaltarbeit selbst zu erledigen (AB 138.1 S. 25). Auch gab sie an, 
schwimmen und laufen zu gehen, Spaziergänge zu machen, Kreuzworträt-
sel zu lösen sowie Musik zu hören (AB 138.1 S. 16). Zudem war sie im 
Zeitpunkt der MEDAS-Begutachtung in einem Arbeitspensum von 20 % 
bzw. 40 % erwerbstätig (AB 138.1 S. 9, 12, 16, AB 138.2 S. 2). Die geltend 
gemachten Einschränkungen sind diesbezüglich immerhin in allen Lebens-
bereichen etwa gleich (wenig) ausgeprägt. Was den Indikator der Inan-
spruchnahme von therapeutischen Optionen anbelangt (vgl. BGE 
141 V 281 E. 4.4.2 S. 304), ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin 
im Begutachtungszeitpunkt bei der Rheumatologin Dr. med. F.________ 
wie auch langjährig bei ihrer Hausärztin Dr. med. G.________, Fachärztin 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, in Behandlung stand (AB 1 S. 5 
Ziff. 7.5.1, 138.1 S. 11 [vgl. auch S. 5 - 8]). Zudem besucht sie regelmässig 
die Physiotherapie und nimmt Massagen in Anspruch (AB 138.1 S. 10). 
Diese Tatsachen sprechen zwar für einen gewissen tatsächlichen Leidens-
druck, jedoch nimmt die Beschwerdeführerin – abgesehen von der Ein-
nahme des Medikamentes Citalopram (Antidepressivum) – keine psychia-
trische Behandlung mehr in Anspruch (AB 138.1 S. 16, vgl. auch S. 12), 
was Dr. med. F.________ bereits im Sommer 2013 bedauert hatte (AB 122 
S. 3). Weiter erachtete der psychiatrische MEDAS-Gutachter Entspan-
nungsverfahren als Ergänzung zur somatischen Therapie als sinnvoll 
(AB 138.1 S. 13). Was die berufliche Eingliederung anbelangt ist zu bemer-
ken, dass sich die Beschwerdeführerin mit der Einleitung von Wiederein-
gliederungsmassnahmen im März 2015 zunächst einverstanden erklärt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Sept. 2016, IV/15/909, Seite 18

hatte (AB 149), eine Pensumerhöhung im August 2015 jedoch wegen be-
klagter Schmerzen ablehnte, womit die Eingliederungsbemühungen im 
September 2015 abgeschlossen wurden (vgl. Protokoll, Einträge vom 
24. August und 3. September 2015).

3.7.3 Gesamthaft führen die vorerwähnten Indikatoren zum Schluss, dass 
die diagnostizierte chronische Schmerzstörung mit somatischen und psy-
chischen Faktoren (ICD-10 F45.41) bzw. die Fibromyalgie auch unter 
Berücksichtigung der mit BGE 141 V 281 geänderten Rechtsprechung nicht 
invalidisierend ist (vgl. E. 2.3.2 hiervor). Die von der behandelnden 
Hausärztin Dr. med. G.________ attestierte Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit von 50 % (AB 117 S. 2, 120 S. 1, 121 S. 1), welche erstmals mit 
im Beschwerdeverfahren eingereichtem Bericht vom 2. November 2015 
(Beschwerdebeilagen [act. I] 7) näher begründet wurde, enthält keine we-
sentlichen neuen Aspekte, welche von den Gutachtern nicht berücksichtigt 
worden wären. Zudem hielt Dr. med. G.________ fest, die psychische Ver-
fassung sei seit Jahren gleich (schlecht) geblieben. Demnach vermag diese 
Arbeitsfähigkeitseinschätzung das umfassende MEDAS-Gutachten (mit 
einem durch einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH er-
stellten Teilgutachten) auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass 
Berichte von Hausärzten zurückhaltend zu würdigen sind (BGE 125 V 351 
E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3), nicht umzustossen.

Der Sachverhalt ist durch die vorliegenden Untersuchungen rechtsgenüg-
lich erstellt, womit auf die beschwerdeweise eventualiter beantragten weite-
ren Abklärungen in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d 
S. 162) zu verzichten ist. 

3.8 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass aus psychiatrischer Sicht 
kein invalidisierender Gesundheitsschaden besteht (vgl. E. 3.7.3 hiervor). 
In somatischer Hinsicht sind der Beschwerdeführerin, unter Berücksichti-
gung der verminderten Belastbarkeit der Füsse, wechselbelastende leichte 
und mittelschwere Tätigkeiten ebenfalls ohne Einschränkung der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit zumutbar (AB 138.1 S. 18 f.). 

4.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Sept. 2016, IV/15/909, Seite 19

Aufgrund des soeben ermittelten Zumutbarkeitsprofils (vgl. E. 3.8 hiervor) 
ist nachstehend der IV-Grad zu bestimmen.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG, heute Bundesgericht] vom 30. Oktober 
2002, I 517/02, E. 1.2).

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 
E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Sept. 2016, IV/15/909, Seite 20

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflicht-gemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, 
wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 
E. 2.2).

4.4 Für den Einkommensvergleich ist auf den Zeitpunkt der Rentenrevi-
sion (Entscheid des EVG vom 3. Juli 2006, I 86/06, E. 4), mithin auf das 
Jahr der hier angefochtenen Verfügung, abzustellen. Massgebend sind 
somit die Verhältnisse des Jahres 2015 (AB 157).

4.5 Gemäss eigenen Angaben hat die Beschwerdeführerin in ihrer Hei-
mat ... nach der Primarschule eine vierjährige Lehre im Bereich ... abge-
schlossen (AB 1 S. 4 Ziff. 6.1, 6 S. 10 Ziff. 6.1, 138.1 S. 9). Nach ihrer Ein-
reise in die Schweiz im Jahr 1988 hat sie unter anderem in der ..., in einem 
..., in einem ..., im ..., bei den .... ... und ... sowie als ... und ... gearbeitet 
(AB 9, 10 S. 1 f., 25 S. 3, 80, 82, 118, 138.1 S. 9). Die von 2009 bis 2013 
bei einem durchschnittlichen Pensum von 40 % (im Jahr 2013 20 %) inne-
gehabte Anstellung im ... von ... sei schliesslich aufgrund der gesundheitli-
chen Einschränkungen von der Arbeitgeberin gekündigt worden (AB 138.1 
S. 22 f.). Da über diese Anstellung bzw. die offenbar in der Folge angetre-
tene Stelle an einer ... (AB 138.1 S. 32, 36 f.) keine Angaben vorliegen und 
sich aus den vorhandenen Unterlagen nicht hinreichend ermitteln lässt, 
welche Tätigkeit im Gesundheitsfall weiterhin ausgeübt würde, ist für das 
Valideneinkommen von der LSE 2012, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1 
(einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art), Frauen, Total, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Sept. 2016, IV/15/909, Seite 21

auszugehen. Damit wird – entsprechend den verschiedenen innegehabten 
Anstellungen – ein breites Spektrum im Gesundheitsfall ausgeübter Arbei-
ten wiedergegeben. Aufgrund der gleichen Zahlen ist auch das Invaliden-
einkommen zu bestimmen, weil die Beschwerdeführerin ihre Restarbeits-
fähigkeit nicht im ihr zumutbaren Rahmen ausschöpft und das hier mass-
gebliche Zumutbarkeitsprofil nach wie vor einen breiten Fächer von Stellen 
in allen Wirtschaftszweigen abdeckt (vgl. AB 138.1 S. 18 f. bzw. E. 3.4 
hiervor). Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben 
Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung; diesfalls 
entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 
Berücksichtigung des Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Entscheid des EVG 
vom 15. März 2006, I 792/05, E. 3.3). Damit resultiert bei einer Arbeitsun-
fähigkeit von 0 % in einer körperlich angepassten Tätigkeit selbst unter 
Berücksichtigung eines – vorliegend allerdings klar nicht ausgewiesenen – 
maximalen Abzugs von 25 % ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad 
von höchstens 25 % (vgl. E. 2.4 hiervor).

4.6 Demnach ist die bisherige ganze Rente unter Berücksichtigung von 
Art. 88bis Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) per Ende Oktober 2015 aufzuheben. 

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 16. September 
2015 (AB 157) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Sept. 2016, IV/15/909, Seite 22

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.