# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f73b1d1-4eda-5500-ab71-fee71639e566
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-18
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 18.09.2025 SBK.2025.235
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2025-235_2025-09-18.pdf

## Full Text

Obergericht 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

SBK.2025.235  
(HA.2025.425)  

Art. 287 

 

 

Entscheid vom 18. September 2025  
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari  

Oberrichter Giese  

Gerichtsschreiberin Flütsch 

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____, […] 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Thomas Held,  

[…]  

 

 
    

Beschwerde-

gegnerin  

 Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg,  

Riburgerstrasse 4, 4310 Rheinfelden  

 

 
   

Anfechtungs-

gegenstand 

 Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 

11. August 2025 betreffend Anordnung von Untersuchungshaft 

 

in der Strafsache gegen A._____ 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg führt ein Strafverfahren 

gegen A._____ (fortan: Beschwerdeführer). Sie wirft ihm vor, sich am 

Abend des 3. August 2025 gemeinsam mit zwei weiteren Personen in den 

umzäunten Garten eines Hauses begeben zu haben, um in dieses einzu-

brechen. Weiter soll er rechtswidrig in die Schweiz eingereist sein und sich 

hier rechtswidrig aufhalten. Er wurde am 3. August 2025 festgenommen. 

 

1.2. 

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau trat mit Verfügung 

vom 7. August 2025 auf den Haftantrag der Staatsanwaltschaft Rheinfel-

den-Laufenburg vom 5. August 2025 nicht ein. Auf die dagegen von der 

Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg erhobene Beschwerde trat die 

Verfahrensleiterin der Beschwerdekammer in Strafsachen des Oberge-

richts des Kantons Aargau am 8. August 2025 (SBK.2025.219) nicht ein. 

 

2. 

2.1. 

Der Beschwerdeführer wurde am 8. Augst 2025 erneut festgenommen. 

 

2.2. 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg vom 10. Au-

gust 2025 hin versetzte das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aar-

gau (fortan: Vorinstanz) den Beschwerdeführer am 11. August 2025 bis am 

8. November 2025 in Untersuchungshaft. 

 

3. 

3.1. 

Mit Eingabe vom 25. August 2025 erhob der Beschwerdeführer gegen die 

ihm am 14. August 2025 zugestellte Verfügung vom 11. August 2025 Be-

schwerde bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts 

des Kantons Aargau und stellte folgende Anträge:  

 

" 1.  
Es sei festzustellen, dass die Verfügung des Bezirksgerichts Kulm, 
Zwangsmassnahmengericht, vom 11. August 2025 (HA.2025.425) nichtig 
ist; 
 
eventualiter 
 
sei die Verfügung des Bezirksgerichts Kulm, Zwangsmassnahmengericht, 
vom 11. August 2025 (HA.2025.425) aufzuheben und A._____ unverzüg-
lich aus der Haft zu entlassen. 
 
 

 - 3 - 

 

 

2. 
A._____ sei für die zu Unrecht erstandene Haft mit Fr. 300.– pro Tag seit 
dem 7. August 2025 zu entschädigen. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Kantons Aargau; 
 
Eventualiter sei A._____ [für] das vorliegende Beschwerdeverfahren die 
unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren." 

 

3.2. 

Am 1. September 2025 reichte die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufen-

burg die Beschwerdeantwort ein und beantragte die Abweisung der Be-

schwerde unter Kostenfolgen. 

 

3.3. 

Am 16. September 2025 erstattete der Beschwerdeführer eine Stellung-

nahme zur Beschwerdeantwort. 

 

 
    

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

Der Beschwerdeführer ist als inhaftierte Person berechtigt, die Verfügung 

der Vorinstanz vom 11. August 2025 betreffend die Anordnung von Unter-

suchungshaft mit Beschwerde anzufechten (Art. 222 StPO i.V.m. Art. 393 

Abs. 1 lit. c StPO). Auf die frist- und formgerecht (Art. 396 Abs. 1 StPO und 

Art. 385 Abs. 1 StPO) erhobene Beschwerde ist – mit Ausnahme des An-

trags auf Haftentschädigung (vgl. E. 4 hiernach) – einzutreten. 

 

2. 

2.1. 

Der Beschwerdeführer beantragt, es sei festzustellen, dass die angefoch-

tene Verfügung vom 11. August 2025 nichtig sei (Beschwerde, Antrag 

Nr. 1). Dies zusammengefasst daher, weil innert 96 Stunden keine Haft an-

geordnet worden sei (Beschwerde, Rz. 10 ff.). 

 

2.2. 

2.2.1. 

Der Beschwerdeführer beanstandet, dass innert 96 Stunden seit der am 

3. August 2025 um 22:08 Uhr erfolgten Festnahme des Beschwerdeführers 

keine Haftanordnung erfolgt sei und er daher am 7. August 2025 – unmit-

telbar nach dem Entscheid der Vorinstanz, spätestens aber um 22:07 Uhr 

– hätte aus der Haft entlassen werden müssen, was jedoch unterblieben 

sei (Beschwerde, Rz. 12-15). Hierzu ist festzuhalten, dass die Vorinstanz 

mit Verfügung vom 7. August 2025 auf den Haftantrag nicht eintrat und da-

mit innert weniger als 96 Stunden über diesen entschieden hat. Da der Be-

schwerde der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg vom 7. August 

 - 4 - 

 

 

2025 – wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat (angefochtene Ver-

fügung, E. 3.1) – keine aufschiebende (Art. 387 StPO) und damit keine 

haftaufrechterhaltende Wirkung zukam, war der Beschwerdeführer damit 

formell betrachtet eine nicht verhaftete Person in Freiheit. Gestützt auf die 

vom Beschwerdeführer nicht bzw. zumindest nicht substantiiert bestritte-

nen Ausführungen der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg in der 

Beschwerdeantwort (Beschwerdeantwort, Ziff. B.2) wurde der Beschwer-

deführer zudem in Beachtung von Art. 226 Abs. 5 StPO (wonach die be-

schuldigte Person bei unterbliebener Haftanordnung unverzüglich freizu-

lassen ist) innerhalb von weniger als einer halben Stunde seit elektroni-

schem Eingang des Nichteintretensentscheids vom 7. August 2025 bei der 

Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg aus der Haft entlassen. 

 

2.2.2. 

Gestützt auf die erneute Anordnung der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-

Laufenburg vom 7. August 2025 wurde der Beschwerdeführer am 8. Au-

gust 2025 um 16:45 Uhr nach der Behandlung auf der Intensivstation des 

Kantonsspitals X._____ angehalten und um 16:48 Uhr vorläufig festgenom-

men (Festnahmeprotokoll vom 9. August 2025 [act. 21 ff.]). Am 10. August 

2025 stellte die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg erneut Antrag 

auf Anordnung von Untersuchungshaft für den Beschwerdeführer. Dies ist 

– entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde, Rz. 17 

und 24) – nicht zu beanstanden, befand sich der Beschwerdeführer doch 

in diesem Zeitpunkt in Freiheit (vgl. E. 2.2.1 hiervor). 

 

2.2.3. 

Soweit der Beschwerdeführer schliesslich sinngemäss vorbringt, die ange-

fochtene Verfügung der Vorinstanz vom 11. August 2025 sei nichtig, da 

diese nicht innert 96 Stunden nach der zweiten Verhaftung entschieden 

habe (Beschwerde, Rz. 26 f.), ist ihm auch diesbezüglich nicht zu folgen. 

Der Beschwerdeführer wurde am 8. August 2025 um 16:48 Uhr vorläufig 

festgenommen (act. 22) und mit der angefochtenen Verfügung vom 11. Au-

gust 2025 einstweilen bis am 8. November 2025 in Untersuchungshaft ver-

setzt. Dies wurde dem Beschwerdeführer unbestritten am 11. August 2025 

mündlich eröffnet (Beschwerde, Rz. 26), womit innert 48 Stunden seit dem 

Haftantrag vom 10. August 2025 um 16:02 Uhr bzw. innert 96 Stunden seit 

der Festnahme vom 8. August 2025 entschieden wurde. Selbst wenn – wie 

der Beschwerdeführer fälschlicherweise meint (Beschwerde, Rz. 26) – die 

96 Stunden-Frist um ein paar Minuten nicht eingehalten worden wäre, hätte 

dies keine Aufhebung der Untersuchungshaft (vgl. FORSTER, in: Basler 

Kommentar, Schweizerische Strafprozessordung, 3. Aufl. 2023, N. 3 zu 

Art. 226 StPO) und daher schon gar nicht die Nichtigkeit der angefochtenen 

Verfügung zur Folge. 

 

 - 5 - 

 

 

2.2.4. 

Zusammengefasst ist die angefochtene Verfügung vom 11. August 2025 

nicht nichtig. Der diesbezügliche Antrag des Beschwerdeführers ist abzu-

weisen. Nachstehend bleibt demnach zu prüfen, ob die Vorinstanz den Be-

schwerdeführer zu Recht einstweilen bis am 8. November 2025 in Unter-

suchungshaft versetzt hat. 

 

3. 

3.1. 

Grundsätzlich bleibt eine beschuldigte Person in Freiheit. Gemäss Art. 221 

Abs. 1 StPO ist Untersuchungshaft nur zulässig, wenn die beschuldigte 

Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist (Tatver-

dacht) und ernsthaft zu befürchten ist, dass die beschuldigte Person sich 

durch Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht 

(Fluchtgefahr; lit. a), Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, 

um so die Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Kollusions- bzw. Verdun-

kelungsgefahr; lit. b), oder durch Verbrechen oder schwere Vergehen die 

Sicherheit anderer unmittelbar erheblich gefährdet, nachdem sie bereits 

früher gleichartige Straftaten verübt hat (sog. "einfache" Wiederholungsge-

fahr; lit. c). Haft ist auch zulässig, wenn die ernsthafte und unmittelbare Ge-

fahr besteht, eine Person werde ihre Drohung, ein schweres Verbrechen 

auszuführen, wahrmachen (Ausführungsgefahr; Art. 221 Abs. 2 StPO). Sie 

darf nicht länger dauern als die zu erwartende Freiheitsstrafe (Art. 212 

Abs. 3 StPO). Das zuständige Gericht ordnet gemäss Art. 237 Abs. 1 StPO 

an Stelle der Untersuchungshaft eine oder mehrere mildere Massnahmen 

an, wenn diese den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen. 

 

3.2. 

3.2.1. 

Für die theoretischen Grundlagen, nach denen das Vorliegen eines drin-

genden Tatverdachts zu prüfen ist, kann auf die Ausführungen der Vor-

instanz in ihrer E. 4.2.1 verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

 

3.2.2. 

Die Vorinstanz bejahte den dringenden Tatverdacht auf Hausfriedensbruch 

und versuchten Einbruchdiebstahl. Dies vorab aufgrund des Umstands, 

dass der Beschwerdeführer, B._____ und C._____ am späten Abend des 

3. August 2025 im Garten des Hauses an der X-Strasse 85 in Y._____ be-

obachtet worden seien, und dass im Fahrzeug, in welchem die drei ange-

halten worden seien, typisches Einbruchwerkzeug wie Brecheisen, Schrau-

benzieher, Handschuhe und Stirnlampen, und – was von der Staatsanwalt-

schaft Rheinfelden-Laufenburg im Haftantrag nicht aufgelistet worden sei, 

aber aus dem Informationsrapport der Kantonspolizei hervorgehe – mögli-

ches Deliktsgut wie ein Schweizer Sackmesser mit der Aufschrift "Ehren-

mitglied D._____" und eine Sonnenbrille "Burberry" aufgefunden worden 

sei. Es sei denn auch kein Grund ersichtlich, weshalb drei Männer aus 

 - 6 - 

 

 

Q._____ an einem Sommerabend in einem Garten in Y._____ (davon einer 

mit Schraubenzieher in der Hand) gewesen seien. Allein die Tatsache, 

dass der Beschwerdeführer und seine beiden Begleiter in einem Fahrzeug 

mit französischem Nummernschild in Y._____ unterwegs gewesen seien, 

vermöge die Verdachtsmomente zu begründen (angefochtene Verfügung, 

E. 4.2.3.1).  

 

Weiter würdigte die Vorinstanz die diesbezüglichen Aussagen des Be-

schwerdeführers anlässlich seiner Befragung wie folgt: 

 

- Die Ausführungen des Beschwerdeführers, er sei von seinem Aufent-

haltsort in der Nähe von P._____ aus in Richtung R._____ (wohl ge-

meint: L._____) zu seiner kranken Mutter unterwegs gewesen (act. 48), 

erschienen wenig glaubhaft. So sei nicht nachvollziehbar, weshalb der 

Beschwerdeführer am 3. August 2025 in Y._____ gewesen sei, befinde 

sich doch Y._____ überhaupt nicht auf dem Weg in Richtung R._____ 

(angefochtene Verfügung, E. 4.2.3.2.1). 

- Es möge sein, dass in einem Fahrzeug bei längerer Reise Werkzeuge 

mitgeführt würden, um dieses bei einem Defekt eigenhändig zu repa-

rieren (act. 49). Gemäss Informationsrapport der Kantonspolizei Aar-

gau seien im Fahrzeug aber nebst mehreren Schraubenziehern meh-

rere Gartenhandschuhe, eine Stirnlampe sowie Brecheisen festgestellt 

worden, wobei insbesondere das Brecheisen kein Autoreparaturwerk-

zeug sei (angefochtene Verfügung, E. 4.2.3.2.2). 

- Müsse auf einer Reise bei einem Fahrzeug Kühlwasser oder Scheiben-

wischerwasser nachgefüllt werden (der Beschwerdeführer brachte 

sinngemäss vor, er und seine beiden Begleiter hätten bei einem Haus 

geklingelt und nach Wasser für das Auto gefragt, das überhitzt gewe-

sen sei [act. 49]), werde in aller Regel an einer Tankstelle oder Auto-

bahnraststätte gehalten, wo entweder Wasser gekauft oder auf der Toi-

lette Wasser abgefüllt werden könne; jedenfalls müsse hierfür sicherlich 

nicht nach Y._____ gefahren werden (angefochtene Verfügung, 

E. 4.2.3.2.3). 

 

Die Vorinstanz hielt überdies fest, entgegen der Ansicht des Beschwerde-

führers (act. 58) stelle das unbefugte Eindringen in einen fremden Garten 

in der Dämmerung unter Mitführung eines typischen Einbruchwerkzeugs 

ein ausführungsnahes Verhalten dar, ohne dass auch schon für die Delikts-

verwirklichung typische Ausführungshandlungen vorgenommen werden 

müssten. In diesem Fall scheine die in subjektiver Hinsicht für den Über-

gang aus dem Vorbereitungs- in das Versuchsstadium entscheidende 

Hemmstufe überwunden (angefochtene Verfügung, E. 4.2.3.3.2). 

 

3.2.3. 

Der Beschwerdeführer bestreitet diese Erwägungen der Vorinstanz mit Be-

schwerde nicht substantiiert. Vielmehr wendet er zunächst pauschal ein, 

 - 7 - 

 

 

ein dringender Tatverdacht sei aufgrund der Aktenlage mehr als zweifelhaft 

und lasse sich auch weder dem Antrag der Staatsanwaltschaft vom 10. Au-

gust 2025 noch der angefochtenen Verfügung ansatzweise entnehmen 

(Beschwerde, Rz. 28). Soweit der Beschwerdeführer weiter zusammenge-

fasst vorbringt, der Glaubhaftigkeit seiner Aussagen komme von vornherein 

keine Bedeutung für die Beurteilung des dringenden Tatverdachts zu (Be-

schwerde, Rz. 29), ist ihm nicht zu folgen. Wären seine Aussagen glaub-

haft, könnte dies den dringenden Tatverdacht zumindest teilweise in Frage 

stellen, was jedoch mit der Vorinstanz nicht der Fall ist. Auch das Vorbrin-

gen, die Vorinstanz habe mehrmals ausgeführt "es mag sein, dass …", was 

einen dringenden Tatverdacht widerlege (Beschwerde, Rz. 29), trifft nicht 

zu. Vielmehr sind diese "es mag sein, dass …" Erwägungen der Vorinstanz 

dahingehend zu verstehen, dass zwar der jeweilige vom Beschwerdeführer 

geschilderte Sachverhaltsteil (Mitführen von Werkzeugen oder Nachfüllen 

von Wasser) möglich sein könnte, jedoch im konkreten Fall des Beschwer-

deführers nicht glaubhaft erscheine (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Diese Würdigung 

der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Schliesslich wiederholt der Be-

schwerdeführer mit Beschwerde sein anlässlich der vorinstanzlichen Befra-

gung vorgebrachtes Argument (vgl. act. 58), es fänden sich an der Liegen-

schaft der X-Strasse 85 in Y._____ keine Einbruchspuren, weshalb von ei-

nem dringenden Tatverdacht hinsichtlich eines versuchten Einbruchdieb-

stahls keine Rede sein könne (Beschwerde, Rz. 30 f.). Da kein nachvoll-

ziehbarer Grund ersichtlich ist, weshalb sich der Beschwerdeführer zusam-

men mit B._____ und C._____ in Besitz eines Schraubenziehers auf einem 

fremden Grundstück in Y._____ aufgehalten haben sollten und sie dieses 

gemäss dem Haftantrag der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg 

offenbar erst nach einer Ansprache durch einen Nachbarn verliessen, ist 

entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers bei der gegebenen Ak-

tenlage und im aktuellen Untersuchungsstadium den überzeugenden Er-

wägungen der Vorinstanz (vgl. E. 4.2.3.1) folgend von einem dringenden 

Tatverdacht in Bezug auf den Versuch eines Einbruchsdiebstahls auszu-

gehen. Unabhängig davon besteht hinsichtlich des Hausfriedensbruchs un-

bestrittenermassen ein dringender Tatverdacht, was mit Blick auf das nach-

stehend in E. 3.2.4 Dargelegte bereits ausreichen würde, um die Anord-

nung von Untersuchungshaft zu rechtfertigen. 

 

3.2.4. 

Zusammengefasst ist der allgemeine Haftgrund des dringenden Tatver-

dachts gegen den Beschwerdeführer hinsichtlich des versuchten Einbruch-

diebstahls und Hausfriedensbruchs zu bejahen. Damit besteht hinsichtlich 

des versuchten Einbruchdiebstahls ein dringender Tatverdacht in Bezug 

auf ein Verbrechen und hinsichtlich des Hausfriedensbruchs ein dringender 

Tatverdacht in Bezug auf ein Vergehen (Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 10 

Abs. 2 StGB bzw. Art. 186 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 10 Abs. 3 StGB), was 

als allgemeine Voraussetzung für die Anordnung von Untersuchungshaft 

bereits genügt. Ob zusätzlich auch ein dringender Tatverdacht betreffend 

 - 8 - 

 

 

rechtswidrige Einreise sowie rechtswidrigen Aufenthalt in der Schweiz be-

steht, kann demnach offenbleiben, weshalb sich hierzu weitere Ausführun-

gen erübrigen. 

 

3.3. 

3.3.1. 

Die Vorinstanz bejahte den von der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Lau-

fenburg im Haftantrag geltend gemachten besonderen Haftgrund der 

Fluchtgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO). Die theoretischen Grundlagen 

dieser Prüfung legte sie in E. 4.3.1 zutreffend dar. Darauf kann ebenso ver-

wiesen werden, wie auf die in derselben Erwägung gemachten konkreten 

Ausführungen der Vorinstanz zur Fluchtgefahr betreffend den Beschwer-

deführer. Dies umso mehr, als sich der Beschwerdeführer in seiner Be-

schwerde nicht zum besonderen Haftgrund der Fluchtgefahr äussert und 

die Ausführungen der Vorinstanz gestützt auf die Akten schlüssig und 

nachvollziehbar sind. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer im Falle 

einer Verurteilung wegen des von einem dringenden Tatverdacht getrage-

nen Vorwurfs des versuchten Einbruchdiebstahls und Hausfriedensbruchs 

mit einer Freiheitsstrafe zu rechnen hat. Dass eine allfällige Freiheitsstrafe 

– mangels Vorstrafen – bedingt ausfallen wird, steht keinesfalls fest. Sollten 

sich die von einem dringenden Tatverdacht getragenen Vorwürfe bewahr-

heiten (wovon derzeit auszugehen ist), liesse dies den versuchten Ein-

bruchdiebstahl in Y._____ vom 3. August 2025 nämlich nicht als Folge ei-

ner momentanen Unbesonnenheit erscheinen, sondern aufgrund des mit-

geführten Einbruchswerkzeugs vielmehr als eine mit nicht unerheblicher 

krimineller Energie geplante Straftat, die eine empfindliche Strafe rechtfer-

tigte. Der damit bereits bestehende erhebliche Fluchtanreiz wird durch die 

dem Beschwerdeführer wegen des vorgeworfenen versuchten Einbruch-

diebstahls im Falle seiner Verurteilung drohende obligatorische Landesver-

weisung verstärkt (Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB; vgl. BGE 144 IV 168 E. 1.4.1, 

wonach auch der blosse Versuch einer Katalogtat eine Landesverweisung 

gemäss Art. 66a Abs. 1 StGB nach sich ziehen kann). Darüber hinaus steht 

ausser Frage, dass der Beschwerdeführer seinen Lebensmittelpunkt nicht 

in der Schweiz hat und die Schweiz bei einer Entlassung aus der Haft sofort 

verlassen und sich wieder nach Q._____ begeben würde (Eröffnung Fest-

nahme vom 9. August 2025, Fragen 15 ff., act. 27). Damit bestehen genü-

gend konkrete Anhaltspunkte, dass sich der Beschwerdeführer bei einer 

Haftentlassung durch Flucht ins Ausland dem Strafverfahren oder der Be-

strafung entziehen würde. 

 

3.3.2. 

Da ein einzelner Haftgrund genügt, kann offenbleiben, ob auch Kollusions-

gefahr vorliegt. 

 

 - 9 - 

 

 

3.4. 

3.4.1. 

Mit der Vorinstanz sind derzeit keine Ersatzmassnahmen ersichtlich, mit 

denen die mit der Haft angestrebten Ziele (Verhinderung der Flucht) er-

reicht werden könnten (vgl. Art. 197 Abs. 1 lit. c StPO und Art. 212 Abs. 2 

StPO). Es kann daher auf die zutreffenden und vom Beschwerdeführer in 

seiner Beschwerde unbestritten gebliebenen Ausführungen der Vorinstanz 

in E. 4.4 verwiesen werden. 

 

3.4.2. 

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Untersuchungshaft er-

weise sich "als offensichtlich unverhältnismässig", da die allenfalls verwirk-

lichten Straftaten reine Bagatellstraftaten darstellten (Beschwerde, Rz. 33), 

ist ihm mit der Vorinstanz (angefochtener Entscheid, E. 5) und unter Hin-

weis auf die vorstehenden Ausführungen in E. 3.2 sowie in E. 3.3.1 nicht 

zu folgen. Vielmehr rechtfertigt der dem Beschwerdeführer von der Staats-

anwaltschaft vorgeworfene versuchte Einbruchdiebstahl und Hausfriedens-

bruch die Zwangsmassnahme (Art. 197 Abs. 1 lit. d StPO). Eine Überhaft 

(vgl. hierzu die zutreffenden theoretischen Ausführungen der Vorinstanz in 

E. 5) wird vom Beschwerdeführer nicht behauptet und ist mit Blick auf das 

Verhältnis zwischen der erst seit rund sechs Wochen andauernden Unter-

suchungshaft und der zu erwartenden Freiheitsstrafe (vgl. E. 3.3.1 hiervor) 

zumindest aktuell auch nicht zu befürchten.  

 

4. 

Die von der Vorinstanz für einstweilen drei Monate bis am 8. November 

2025 angeordnete Untersuchungshaft ist nicht zu beanstanden. Angesichts 

dessen erübrigen sich Ausführungen zum vom Beschwerdeführer gestell-

ten Entschädigungsgesuch für zu Unrecht erstandene Haft, für dessen Be-

urteilung die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des 

Kantons Aargau im vorliegenden Beschwerdeverfahren selbst dann nicht 

zuständig wäre, wenn die Haftanordnung durch die Vorinstanz nicht zu 

schützen wäre (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_270/2017 vom 28. Juli 

2017 E. 7). Die Beschwerde erweist sich als unbegründet, womit sie abzu-

weisen ist, soweit auf sie einzutreten ist. 

 

5. 

5.1. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss dem mit sei-

ner Beschwerde unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 

Abs. 1 StPO). 

 

5.2. 

5.2.1. 

Der Beschwerdeführer beantragt für das Beschwerdeverfahren eventuali-

ter die unentgeltliche Rechtspflege. 

 - 10 - 

 

 

 

5.2.2. 

In Bezug auf die Verfahrenskosten fällt in diesem Zusammenhang einzig 

Art. 29 Abs. 3 BV in Betracht. Diese verfassungsrechtliche Garantie gibt 

indes keinen Anspruch auf definitive Befreiung von Verfahrenskosten 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 7B_348/2023 vom 5. August 2024 E. 3.2). 

Da vom Beschwerdeführer als beschuldigter Person kein Kostenvorschuss 

verlangt wurde, ist nicht ersichtlich, wozu ihm vorliegend gestützt auf 

Art. 29 Abs. 3 BV die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren wäre, da er 

- so oder anders - ihm auferlegte Verfahrenskosten zu tragen hat. Der An-

trag auf unentgeltliche Rechtspflege ist somit abzuweisen, soweit der Be-

schwerdeführer diesen auch mit Blick auf die Verfahrenskosten gestellt hat. 

 

5.2.3. 

Soweit der Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtsvertretung durch 

Rechtsanwalt Thomas Held beantragt, ist auf sein Begehren nicht einzutre-

ten. Rechtsanwalt Thomas Held wurde mit Verfügung der Oberstaatsan-

waltschaft des Kantons Aargau vom 6. August 2025 als amtlicher Verteidi-

ger eingesetzt. Die amtliche Verteidigung gilt für das gesamte Verfahren, 

soweit wie vorliegend kein Widerrufsgrund gemäss Art. 134 StPO gegeben 

ist (vgl. JOSITSCH/SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxis-

kommentar, 4. Aufl. 2023, N. 2 zu Art. 132 StPO). Die dem amtlichen Ver-

teidiger des Beschwerdeführers auszurichtende Entschädigung wird am 

Ende des Hauptverfahrens durch die zuständige Instanz festgelegt 

(Art. 135 Abs. 2 StPO). 

 

 
   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Be-

schwerdeverfahren wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

3. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsge-

bühr von Fr. 1'000.00 und den Auslagen von Fr. 58.00, zusammen 

Fr. 1'058.00, werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 

 - 11 - 

 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde 

kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn 

diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-

sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-

den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 

(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 
   

Aarau, 18. September 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Richli Flütsch