# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d3986d77-6938-54bc-8616-3b1772579f3b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.03.2010 E-1136/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1136-2010_2010-03-02.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1136/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______,
Kosovo,
vertreten durch Krishna Müller, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 17. Februar 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1136/2010

Das Bundesverwaltungsgericht, in Anwendung

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, 
EMRK, SR 0.101), 

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30), 

des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Aus-
länderinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), 

der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101), 

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32), 

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021), 

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110), 

des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2),

stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 25. Januar 2010 verliess und am 28. Januar 2010 in die Schweiz 
gelangte, wo er gleichentags ein Asylgesuch stellte,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragung  im  Empfangs- 
und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel  vom 2. Februar 2010 sowie der 

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direkten Anhörung durch das Bundesamt vom 17. Februar  2010 zur 
Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er 
sei  als  Angehöriger  der  Minderheit  der  Ägypter  verschiedentlich 
Übergriffen und Bedrohungen durch albanische Kosovaren ausgesetzt 
worden,

dass  er  in  den  letzten  Jahren  dreimal  von  ihm persönlich  nicht  be-
kannten  Albanern  überfallen  worden  sei,  so  letztmals  im  November 
oder Dezember 2009, wobei er mit seinem Auto gestoppt und ihm sein 
Mobiltelefon und Bargeld gestohlen und zudem eine Scheibe seines 
Autos zerschlagen worden sei,

dass ihm bei  anderer  Gelegenheit  gar  mit  dem Tod gedroht  worden 
sei,  da  man  ihm  vorgeworfen  habe,  während  des  Krieges  nicht  in 
Kosovo gelebt und mit den Serben zusammengearbeitet zu haben,

dass zahlreiche kriminelle Banden ungestraft immer wieder Übergriffe 
insbesondere  auf  Angehörige  der  ethnischen  Minderheiten  verüben 
würden  und  er  vor  diesem  Hintergrund  weitere  Bedrohungen  be-
fürchten müsse, weshalb er sein Heimatland verlassen habe,

dass für weitere Einzelheiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf 
die Protokolle bei den Akten verwiesen wird,

dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  mit  Verfügung  vom 17.  Februar 
2010  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs. 1  AsylG nicht  eintrat  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Februar 2010 gegen 
diesen Entscheid Beschwerde erhob und beantragt, der Entscheid des 
BFM vom 17. Februar 2010 sei aufzuheben und zur Neubeurteilung an 
die  Vorinstanz  zurückzuweisen,  eventualiter  sei  der  angefochtene 
Entscheid aufzuheben und der Beschwerdeführer in der Schweiz  vor-
läufige aufzunehmen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  und  Beiordnung  seines  Rechtsanwaltes  als  amtlicher 
Anwalt,  eventualiter  um Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersucht,

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und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  des  Asyls  endgültig 
über  Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 
1 BGG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teil-
genommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert  ist und somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG sowie Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die  unrichtige  und unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  die  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Nichteintretens-
entscheide auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vor-
instanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit dar-
auf  beschränkt  ist,  bei  Begründetheit  des  Rechtsmittels  die  an-
gefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer  Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. die bisherige 
zutreffende Praxis in Entscheidungen und Mitteilungen der ehemaligen 
Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK]  2004  Nr.  34,  Erw. 
2.1., S. 240 f.),

dass die Vorinstanz demgegenüber die Frage der Wegweisung sowie 
deren Vollzugs materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungs-
gericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass die vorliegende Beschwerde - wie sich aus den nachstehenden 
Erwägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf einen 
Schriftenwechsel verzichtet wird, der Beschwerdeentscheid in einzel-
richterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters er-
geht  und summarisch begründet  wird (Art. 111 Bst. a und Art. 111a 
Abs. 1 und 2 AsylG),

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dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG nicht eingetreten wird, ausser es 
gebe Hinweise auf eine Verfolgung (Art. 34 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 
1993 Nr. 16 S. 102 ff. und EMARK 2004 Nr. 5)

dass Kosovo als vom Bundesrat verfolgungssicher bezeichneter Staat 
im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG gilt,

dass  der  Beschwerdeführer  unbestrittenermassen  kosovarischer 
Staatsangehöriger ist, 

dass somit die formellen Voraussetzungen für den Erlass eines Nicht-
eintretensentscheids auf der Grundlage von Art. 34 Abs. 1 AsylG erfüllt 
sind,

dass demzufolge zu prüfen ist, ob die Ausführungen des Beschwerde-
führers Hinweise auf eine Verfolgung enthalten,

dass  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  praxisgemäss  derselbe  weite  Ver-
folgungsbegriff  zur  Anwendung kommt wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 
Bst. b und Art. 35 AsylG (zu den beiden erstgenannten Bestimmungen 
vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass dieser weite Verfolgungsbegriff  nicht  bloss ernsthafte Nachteile 
im Sinne von Art. 3 AsylG, sondern darüber hinaus auch die von Men-
schenhand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von 
Art. 44  Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs.  3  und  4  AuG  umfasst 
(vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247, EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa 
S. 35 f.),

dass dabei ausserdem ein im Vergleich zum - bereits erleichterten - 
Beweismass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab 
anzuwenden ist,

dass  demzufolge  auch  bei  Asylsuchenden  aus  verfolgungssicheren 
Staaten einlässlich geprüft werden muss, ob sie die Flüchtlingseigen-
schaft erfüllen, sobald sich aus den Akten Hinweise auf Verfolgung er-
geben, deren Unglaubhaftigkeit  nicht bereits auf den ersten Blick er-
kannt werden kann (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f.),

dass das BFM zu Recht erwogen hat,  die vorgebrachten Asylgründe 
seien nicht glaubhaft,

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dass insbesondere die Einschätzung des BFM in der angefochtenen 
Verfügung zu bestätigen ist, wonach aufgrund der vorliegenden Akten-
lage  die  Zugehörigkeit  des  Beschwerdeführers  zur  ethnischen 
Minderheit der Ägypter in Kosovo unglaubhaft ist, 

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auch auf die weiteren nicht 
zu  beanstandenden  Ausführungen  des  BFM  in  der  angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann,

dass die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe nicht geeignet sind, 
eine Änderung der angefochtenen Verfügung zu bewirken,

dass nicht nachvollziehbar erscheint, wenn der Beschwerdeführer den 
letztgenannten  Überfall  auf  zirka  im  Dezember  2009  oder  auch  im 
November 2009 (A1/10 S. 5), später in der direkten Anhörung auf "kurz 
vor  Silvester  2009"  (F24)  anberaumt  und  nicht  genauer  zu  datieren 
vermag, wenn er sich tatsächlich zugetragen hätte,

dass  ohne  Weiteres  erwartet  werden  müsste,  dass  ein  derart  ein-
schneidendes  und  erst  kurze  Zeit  zurückliegendes  Ereignis  zeitlich 
konkret  bezeichnet  werden  kann,  wenn  es  tatsächlich  stattgefunden 
hat und persönlich erlebt wurde,

dass der Beschwerdeführer im Weiteren anlässlich der Befragung im 
EVZ Basel anführte, es hätten ihn drei Unbekannte überfallen (A1/10 
S. 5),  bei  der direkten Anhörung jedoch zu Protokoll  gab, er sei  von 
vier Personen angehalten worden (F25) und diesen Widerspruch nicht 
annähernd plausibel aufzulösen vermochte (F29),

dass  entgegen  den  Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  die 
Fragen  anlässlich  der  direkten  Anhörung  zur  ethnischen  Minderheit 
der  Ägypter  nicht  "gesucht"  erscheinen und  die  in  der  Rechtsmittel-
eingabe  aufgeführten  Protokollstellen  in  entscheidrelevanter  Hinsicht 
nicht  als  sehr  hilfreich  gelten  können,  zumal  sich  insbesondere  aus 
den  Fragen  F16  bis  F23  ergibt,  dass  der  Beschwerdeführer  derart 
mangelhafte  Kenntnisse  bezüglich  der  Ethnie  der  Ägypter  aufweist, 
dass der Schluss naheliegt, er gehöre dieser Volksgemeinschaft nicht 
an,

dass  der  Einwand  in  der  Rechtsmitteleingabe,  wonach  von  einem 
21-jährigen,  der  die  letzten Jahre  nur  bei  seinem Grossvater  gelebt 

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habe, entsprechende Kenntnisse nicht erwartet werden könnten, nicht 
zu überzeugen vermag,

dass sich bei dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen und der 
Umstand  der  dunkleren  Hautfarbe  des  Beschwerdeführers  allein  in 
entscheidrelevanter Hinsicht nicht ausschlaggebend ist,

dass  -  wenn  die  Notwendigkeit  behördlicher  Schutzmassnahmen für 
den Beschwerdeführer  als  glaubhaft  gemacht  hätte  erachtet  werden 
können  -  immerhin  anzumerken  bleibt,  dass  der  Schutz  eines  Dritt-
staates  erst  dann  in  Anspruch  genommen  werden  kann,  wenn  der 
Heimatstaat  des  Betroffenen  keinen  Schutz  bieten  will  oder  kann 
(vgl. EMARK 2006 Nr. 18 E. 10.1 S. 201),

dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer richtigerweise vorgehalten 
hat, sich nicht um Schutz vor Ort bemüht zu haben und auch heute, 
unter den veränderten Verhältnissen im Kosovo, der Schutzwille  und 
die  Schutzfähigkeit  der  Behörden  im  Heimatstaat  des  Beschwerde-
führers bejaht werden können, da die dortigen Behörden und Sicher-
heitskräfte grundsätzlich willens und in der Lage sind, schwere Straf-
taten wie eine ernsthafte Todesdrohung zu verfolgen,

dass die Aktenlage keine Hinweise enthalten, die in Berücksichtigung 
der  heutigen  Situation  in  Kosovo  bezüglich  des  Beschwerdeführers 
Zweifel  an  der  grundsätzlich  widerlegbaren  Vermutung  einer  Ver-
folgungssicherheit aufkommen lassen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 AsylG im Er-
gebnis zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  und  der  Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, wes-
halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen Be-
stimmungen steht und vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG), und keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein 
Land  gezwungen  werden  darf,  in  dem ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre 
Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder 
in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen 
zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat dro-
hende menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer  Rückkehr schliessen lassen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass entgegen des entsprechenden Vorbringens in der Rechtsmittel-
eingabe vorliegend keine Abklärungen vor  Ort  angezeigt  erscheinen 
mussten,  da  der  Beschwerdeführer  eine  Zugehörigkeit  zu  einer 
ethnischen Minderheit  in Kosovo nicht  hat glaubhaft  machen können 
und somit die Rüge des unvollständig erstellten Sachverhaltes als un-
begründet  erhoben  zu  bezeichnen  ist  und  demnach  nicht  durchzu-
dringen vermag,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder un-
angemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde  abzu-
weisen ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG ersucht, 

dass gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG von der Erhebung von Verfahrens-
kosten  abgesehen  werden  kann,  wenn  der  Beschwerdeführer  nicht 
über  die  erforderlichen  Mittel  verfügt  und  sein  Begehren  nicht  aus-
sichtslos erscheint,

dass sich die Beschwerdebegehren - wie vorstehend aufgezeigt - als 
aussichtslos erwiesen haben, weshalb schon deshalb, das heisst ohne 
Prüfung der Bedürftigkeit, das Gesuch um Gewährung der unentgelt-
lichen  Rechtspflege  und  Beiordnung  einer  unentgeltlichen 
Rechtsverbeiständung  abzuweisen  ist  und  die  Kosten von Fr. 600.-- 
(Art.  16  Abs.  1  Bst.  a  VGG  i.V.m.  Art.  2  und  3  VGKE) dem  Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass mit  diesem Urteil  der Antrag auf  Kostenvorschussbefreiung ge-
genstandslos ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und 
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des vorliegenden 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die kantonale Ausländerbehörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: 

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