# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a6b9130-b31b-5573-9291-73854df727ab
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.02.2015 200 2014 762
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-762_2015-02-19.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 7. August 2015 gutgeheissen und das Urteil aufgehoben 
(9C_193/2015).

200 14 762 IV
MAW/GET/JAA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Februar 2015

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. Juni 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 3

Sachverhalt:

A.

Die 1961 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im Januar 2004 unter Hinweis auf seit August 
2002 bestehende Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit im 
(operativ versorgten) Schultergürtel bei der Eidgenössischen Invalidenver-
sicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfol-
gend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II] 2). Die IVB tätigte erwerbliche 
und medizinische Abklärungen und liess durch ihren Abklärungsdienst ei-
nen Abklärungsbericht Haushalt erstellen (act. II 17 S. 2 ff.). Mit unange-
fochten gebliebener Verfügung vom 22. September 2004 (act. II 19) sprach 
die IVB der Versicherten nach Massgabe der gemischten Methode (Erwerb 
70%; Haushalt 30%) ab 1. Juli 2003 eine Viertelsrente bzw. – bis Ende 
Dezember 2003 – eine halbe Härtefallrente (act. II 21 S. 1) und ab 1. Mai 
2004 eine unbefristete ganze Rente (bei einem IV-Grad von 82%) zu. Die-
se wurde mit Verfügung vom 12. Dezember 2005 (act. II 35) revisionsweise 
bestätigt, nachdem sich die Versicherte weiteren Operationen an der linken 
und vor allem an der rechten Schulter unterzogen hatte (act. II 30 S. 3; 39 
S. 6 und 8). 

Nach einem weiteren operativen Eingriff an der rechten Schulter (act. II 39 
S. 3) ordnete die IVB im September 2006 (act. II 47) eine berufliche Ab-
klärung an, welche jedoch abgebrochen wurde, weil die Versicherte eine 
Fortführung wegen Schmerzen als nicht möglich erachtete (act. II 53; 57 
S. 1). In der Folge veranlasste die IVB im Spital C.________ eine orthopä-
dische Begutachtung (Expertise vom 25. April 2007 [act. II 61]) und forderte 
die Versicherte hernach unter Hinweis auf ihre Schadenminderungspflicht 
zur Mitwirkung bei der Eingliederung und zur Aufnahme einer Schmerzthe-
rapie auf (act. II 62). Nachdem die Versicherte berichtet hatte, die Behand-
lung in der Klinik D.________ habe zu keiner Verbesserung des Gesund-
heitszustandes geführt und sie müsse sich einer weiteren (psychosomati-
schen) Behandlung unterziehen (act. II 72), bestätigte die IVB mit Mitteilung 
vom 23. November 2007 (act. II 74) den bisherigen Anspruch auf eine gan-
ze Invalidenrente bei einem IV-Grad von 82%. 

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Anlässlich einer weiteren, im Mai 2008 von Amtes wegen eingeleiteten Re-
vision (act. II 77) gab die Versicherte an, ihr Gesundheitszustand habe sich 
wegen starker Schmerzen in der linken Schulter verschlechtert. Nachdem 
die IVB erwerbliche Abklärungen getätigt und diverse Arztberichte beigezo-
gen hatte, teilte sie der Versicherten am 9. September 2008 (act. II 80) mit, 
es habe keine Veränderung festgestellt werden können, weshalb weiterhin 
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bei einem IV-Grad von 82% beste-
he. 

B.

Im April 2013 leitete die IVB eine weitere Revision ein. Im entsprechenden 
Fragebogen gab die Versicherte an, ihr Gesundheitszustand habe sich 
wegen „schleichend“ stärkerer Schmerzen verschlechtert (act. II 84 S. 1). 
Die IVB klärte den Sachverhalt in erwerblicher und medizinischer Hinsicht 
erneut ab; insbesondere holte sie von Dr. med. E.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst, RAD, einen Untersuchungsbericht (act. 
II 95) und von Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medi-
zin FMH, RAD, ärztliche Berichte ein (act. II 97 S. 3; 102 S. 2). Ferner liess 
sie durch ihren Abklärungsdienst einen Abklärungsbericht Haushalt erstel-
len (act. II 103 S. 2 ff.). Mit Vorbescheid vom 18. März 2014 (act. II 104) 
teilte die IVB der Versicherten mit, bei einem nach Massgabe der gemisch-
ten Methode (Erwerb 70%; Haushalt 30%) ermittelten Invaliditätsgrad von 
14% bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente mehr. Hiergegen liess 
die Versicherte Einwand erheben (act. II 109), woraufhin die IVB eine Stel-
lungnahme von Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirur-
gie FMH, RAD, einholte (act. II 112). Am 26. Juni 2014 (act. II 113) verfügte 
die IVB wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt, wobei sie die Rente auf 
Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats einstellte. 

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C.

Gegen die Verfügung vom 26. Juni 2014 liess die Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, mit Eingabe vom 20. August 2014 Be-
schwerde erheben und folgende Anträge stellen: 

1. Die Verfügung vom 26. Juni 2014 sei aufzuheben.

2. Der Beschwerdeführerin sei die bisherige Invalidenrente wei-
terhin auszurichten. 

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

In der Begründung lässt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vorbrin-
gen, entgegen dem Untersuchungsbericht des RAD vom 2. Dezember 
2013 sei die linke Schulter nicht beschwerdefrei. Vergleiche man zudem 
die Diagnose im nämlichen Bericht mit den übrigen Akten, bestehe kein 
erheblicher Unterschied. Unter Hinweis auf einen im Beschwerdeverfahren 
ins Recht gelegten Bericht vom 19. August 2014 (Akten der Beschwerde-
führerin [act. I] 3) von Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Inne-
re Medizin FMH, lässt die Beschwerdeführerin weiter geltend machen, der 
Untersuchungsbericht des RAD beruhe nicht auf „vertieften Untersuchun-
gen“, sondern lediglich auf einem missverständlichen Zitat aus einem 6 
Jahre alten Bericht; er erfolge zudem im Widerspruch zu neueren Doku-
menten, mit welchen er sich nicht einmal auseinandersetze. Der RAD-
Bericht sei daher nicht beweiskräftig. Hinzu komme, dass der Abklärungs-
bericht Haushalt nicht nachvollziehbare Aussagen enthalte: Mit Bezug auf 
die Bereiche Ernährung, Wohnungspflege sowie Wäsche und Kleiderpflege 
sei die festgestellte Verbesserung nicht (im attestierten Umfang) ausgewie-
sen, weshalb die Bewertung – zumal unter der Prämisse einer angeblich 
problemlosen linken Schulter erfolgt – nicht korrekt sei. Hinsichtlich des 
Invaliditätsgrades in der Erwerbstätigkeit stütze sich der Abklärungsbericht 
auf die falschen Angaben bzw. das unzutreffende Zumutbarkeitsprofil des 
RAD ab. Insgesamt liege somit keine Änderung des Gesundheitszustandes 
und damit kein Revisionsgrund vor. 

Mit Schreiben vom 12. September 2014 liess der Beschwerdeführer den in 
der Beschwerde in Aussicht gestellten Bericht von Prof. Dr. med. 
I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

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Bewegungsapparates FMH, einreichen (act. I 4). Dieser bestätige, dass 
sich der Zustand der linken Schulter keineswegs verbessert habe. 

Mit Beschwerdeantwort vom 19. September 2014 beantragte die Be-
schwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. In der Begründung macht 
sie im Wesentlichen geltend, seit dem 22. September 2004 – als massge-
blichem Vergleichszeitpunkt – sei eine Verbesserung des Gesundheitszu-
standes dahingehend eingetreten, als im Jahr 2008 noch eine bilaterale 
Schulterproblematik bestanden, anlässlich der Untersuchung durch 
Dr. med. E.________ sich die linke Schulter jedoch als problemlos und voll 
funktionstüchtig präsentiert habe. Damit liege ein Revisionsgrund vor und 
die laufende Rente sei zu Recht aufgehoben worden. 

Mit Replik vom 13. Oktober 2014 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 
beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren und geäusserten Standpunk-
ten fest. 

Mit Duplik vom 9. Dezember 2014 reichte die Beschwerdegegnerin eine 
Stellungnahme von Dr. med. G.________ (RAD) vom 1. Dezember 2014 
(in den Gerichtsakten) ein, wobei sie an ihren mit Beschwerdeantwort vom 
19. September 2014 gestellten Rechtsbegehren festhielt. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 10. Dezember 2014 gewährte der In-
struktionsrichter den Parteien die Möglichkeit zur Einreichung von Schluss-
bemerkungen. Während die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 
16. Dezember 2014 darauf verzichtete, liess die Beschwerdeführerin mit 
Eingabe vom 16. Januar 2015 einen weiteren Bericht von Prof. Dr. med. 
I.________ (act. I 5) einreichen und geltend machen, entgegen der Auffas-
sung des RAD liege keine Heilbarkeit der linken Schulter vor. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. Juni 2014 (act. 
II 113). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente bzw. 
deren Aufhebung per Ende Juli 2014.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3

2.3.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG).

Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 
oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer 
anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508).

2.3.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

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allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). 

2.3.3 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegat-
ten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen 
(sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). 

2.4

2.4.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes revi-
dierbar, sondern auch dann, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben; zudem kann auch eine Wandlung des Aufgabenbereichs einen Re-
visionsgrund darstellen (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b 
S. 199; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.1).

Es ist nicht erforderlich, dass gerade die geänderte Tatsache zu einer 
Neufestsetzung der Invalidenrente führt; vielmehr kann sich bei der 
allseitigen Prüfung des Rentenanspruchs ergeben, dass ein anderes 
Anspruchselement zu einer Herauf-, Herabsetzung oder Aufhebung der 

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Invalidenrente führt (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 21. Oktober 
2014, 9C_378/2014, E. 4.2). 

2.4.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.4.4 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_721%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-198%3Ade&number_of_ranks=0#page198

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 11

3.

3.1 Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 22. September 2004 
(act. II 19) sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin ab 
dem 1. Juli 2003 eine Viertelsrente respektive ab 1. Mai 2004 eine ganze 
Rente zu, welche mit Revisionsverfügung vom 26. Juni 2014 (act. II 113) 
nunmehr aufgehoben wurde. Die Verfügung vom 22. September 2004 be-
ruht auf einer umfassenden Prüfung der anspruchserheblichen Tatsachen, 
was auf die Mitteilung vom 23. November 2007 (act. II 74) – wie die Be-
schwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort zu Recht geltend macht – 
nicht zutrifft: Zwar wurde damals im Revisionsverfahren der Gesundheits-
zustand mittels eines orthopädischen Gutachtens abgeklärt, eine Erhebung 
im Haushalt fand anders als im Vorfeld der Verfügung vom 22. September 
2004 indes nicht statt, weshalb weder die fragliche Mitteilung noch die Ver-
fügung vom 12. Dezember 2005 (act. II 35) oder die Mitteilung vom 9. Sep-
tember 2008 (act. II 80) als Referenzzeitpunkt in Frage kommen. 

Massgebende Vergleichszeitpunkte im vorliegenden Revisionsverfahren 
bilden demnach die Verfügung vom 22. September 2004 (act. II 19) und die 
nunmehr angefochtene Verfügung vom 26. Juni 2014 (act. II 113). 

3.2 Die Beschwerdegegnerin erblickte einen Revisionsgrund in einer 
gesundheitlichen Verbesserung mit Bezug auf das Schulterleiden (act. II 
103 S. 10), was die Beschwerdeführerin in Abrede stellt. Ob im massgebli-
chen Vergleichszeitraum eine potentiell revisionsrelevante Verbesserung 
des Gesundheitszustandes eingetreten ist, kann offen bleiben, da ein Revi-
sionsgrund anderweitig respektive hinsichtlich der persönlichen Verhältnis-
se der Beschwerdeführerin gegeben ist: 

In der rentenzusprechenden Verfügung vom 22. September 2004 (act. II 19 
S. 5) legte die Beschwerdegegnerin einen Status von 70% Erwerb und 
30% Haushalt zugrunde. Dem Abklärungsbericht Haushalt vom 28. Juli 
2004 (act. II 17) ist diesbezüglich zu entnehmen, dass die Beschwerdefüh-
rerin damals mit ihrem Lebenspartner in einer 4 ½-Zimmer-
Eigentumswohnung lebte (S. 3 und 5) und in dessen …-Betrieb (unentgelt-
lich) mithalf, weswegen sie im Jahr 2001 ihre Erwerbstätigkeit auf 70% re-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 12

duziert hatte (S. 3). Diese Tätigkeiten wurden denn auch im Rahmen der 
Haushaltabklärung berücksichtigt (vgl. S. 7). 

In der Zwischenzeit hat sich die Beschwerdeführerin von ihrem Lebens-
partner getrennt und seit Mai 2010 lebt sie alleine in einer 2 ½-Zimmer-
Mietwohnung (act. II 103 S. 2 und 5). Ihre frühere Tätigkeit im …-Betrieb 
des Ex-Partners übt sie (aus invaliditätsfremden Gründen) nicht mehr aus. 
Damit liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, womit ein Re-
visionsgrund gegeben und der Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtli-
cher Hinsicht umfassend zu prüfen ist (vgl. E. 2.4.3 vorne). 

3.3 Bei Erlass der Verfügung vom 26. Juni 2014 (act. II 113) präsentier-
te sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie folgt: 

3.3.1 Im Gutachten des Spitals C.________ vom 25. April 2007 (act. 
II 61) wurde festgehalten, klinisch ergebe sich das Bild einer Rotatoren-
manschetteninsuffizienz rechts mehr als links mit deutlicher Bewegungs-
einschränkung und Schmerzexazerbation nach kleinsten Bewegungen 
bzw. Belastungen. Radiologisch beständen degenerative Veränderungen 
beidseits im Sinne einer beginnenden Omarthrose. Das seit Jahren persis-
tierende hohe Schmerzniveau könne in diesem extremen Ausmass nicht 
vollständig durch die strukturellen Veränderungen erklärt werden (S. 8). 

3.3.2 Im orthopädischen Konsilium des Spitals C.________ vom 23. 
Januar 2008 (act. II 79 S. 4) wurde festgehalten, linksseitig sei die 
Beschwerdeführerin seit der Operation beschwerdearm und könne sich mit 
dieser Seite gut arrangieren. Rechts beständen Belastungsschmerzen, 
welche über den Tag mit den durchgeführten Tätigkeiten zunähmen. 

3.3.3 Mit Bericht vom 2. Juli 2013 (act. II 89) hielt Dr. med. H.________ 
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit chronische 
Schulterschmerzen rechts bei Rotatorenmanschettenruptur, einen Status 
nach sechsmaliger operativer Rotatorenmanschettenrekonstruktion, einen 
Status nach Supraspinatussehnenruptur links mit Impingement sowie 
einen Status nach Reinsertion der Supraspinatus links fest (S. 1). Die 
Schulterbeschwerden liessen sich durch Physiotherapie sowie 
medikamentös in Grenzen halten. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr 
zumutbar (S. 2). Der Gebrauch der Arme sei limitiert. Rein sitzende oder 

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stehende Tätigkeiten oder zum Beispiel im Gehen ausgeübte Tätigkeiten 
seien nicht problematisch, ausser, wenn der Einsatz der Arme notwendig 
werde, was auch mit Bezug auf die Benützung eines PC’s gelte (S. 5). 

3.3.4 Im Untersuchungsbericht vom 2. Dezember 2013 (act. II 95) 
diagnostizierte Dr. med. E.________ (RAD) eine Omarthrose rechts, einen 
Status nach sechsmaliger operativer Revision der rechten Schulter von 
2002 bis 2006, eine Rekonstruktion der Rotatorenmanschette und 
Aufrichte-Osteotomien sowie einen Status nach Rekonstruktion der 
Supraspinatussehne links. In der Beurteilung hielt er fest, hinsichtlich der 
linken Schulter gehe es gut. Rechts persistierten belastungsabhängige 
Schmerzen Tag und Nacht. Die aktive Schulterbeweglichkeit sei erheblich 
eingeschränkt, bei erhaltener passiver Schulterbeweglichkeit. 
Haushaltarbeiten könnten über Kopf nicht mehr durchgeführt werden, die 
Hand werde praktisch nur noch „als Haltefunktion“ eingesetzt. Im 
durchgeführten MRI vom 6. November 2013 (act. II 93) zeige sich zwar eine 
Omarthrose, aber eine intakte Rotatorenmanschette. Der Supraspinatus 
weise eine korrekte Muskelqualität auf, hingegen sei der Infraspinatus fettig 
atrophiert. Trotzdem sei die Aussenrotationskraft bei der Untersuchung 
relativ kräftig. Die von der Beschwerdeführerin demonstrierte Funktion 
kontrastiere mit der objektiven Untersuchung: die aktive Schulterfunktion 
sollte ähnlich wie die passive sein (intakter Supraspinatus, gute 
Muskelqualität). Die von der Beschwerdeführerin geschilderten Schmerzen 
könnten nur zu einem Teil mit der radiologisch dokumentierten Omarthrose 
erklärt werden; dies in Übereinstimmung mit der Beurteilung im Gutachten 
von 29. März 2007 (richtig: 25. April 2007). Mit Bezug auf das „Arbeitsprofil“ 
hielt Dr. med. E.________ fest, Arbeiten auf Tischhöhe könnten beidhändig 
ausgeführt werden. Gewichte von 5kg könnten vom Boden auch mit rechts 
bis auf Tischhöhe gehoben werden. Überkopfarbeiten sollten – trotz 
korrekter Rotatorenmanschette – wegen der vorhandenen Omarthrose 
nicht ausgeführt werden. 

3.3.5 Im Bericht vom 27. Dezember 2013 (act. II 97 S. 3) hielt Dr. med. 
F.________ (RAD) fest, das von Dr. med. E.________ formulierte 
Zumutbarkeitsprofil könne vollumfänglich übernommen werden, wobei das 
Pensum nicht eingeschränkt sei.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 14

3.3.6 Mit Bericht vom 19. August 2014 (act. I 3) hielt Dr. med. 
H.________ zu Handen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin und 
Bezug nehmend auf den Untersuchungsbericht von Dr. med. E.________ 
vom 2. Dezember 2013 fest, die linke Schulter sei nach der Operation von 
2005 weitgehend beschwerdefrei gewesen; seit einem Verhebetrauma im 
Jahr 2006 hätten die Beschwerden wieder angefangen und seien bald 
einmal chronisch geworden. Die linke Schulter sei somit im Jahr 2013 
sicherlich nicht als problemlos zu beurteilen gewesen.

3.3.7 Prof. Dr. med. I.________ diagnostizierte im Bericht vom 8. 
September 2014 (act. I 4) ein generalisiertes Hyperlaxitätssyndrom mit im 
Vordergrund stehenden, invalidisierenden Schulterbeschwerden 
beidseits/Ruptur in Kontinuität, ferner rechts eine sekundäre 
Tendinopathie der Rotatorenmanschette mit fettiger Infiltration des 
lnfraspinatus Stadium IV und schon deutlich ausgeprägter Omarthrose und 
links eine sekundäre Tendinopathie der Rotatorenmanschette ohne 
formelle Ruptur und inzipienter Omarthrose. Gemäss Beschwerdeführerin 
seien in letzter Zeit beide Schultern wieder zunehmend symptomatisch 
geworden. In befundmässiger Hinsicht beständen bei der Prüfung der 
Rotatorenmanschette beidseits Schmerzen, insbesondere bei der Prüfung 
der Aussenrotation gegen Widerstand. Ferner beständen eine mässig 
ausgeprägte Aussenrotationsschwäche rechts sowie positive 
Impingementzeichen beidseits, positive AC-Gelenkszeichen, eine 
Druckdolenz bei der Palpation der Rotatorenmanschette beidseits sowie 
positive Fibromyalgiedruckpunkte beidseits. Sonographisch ergebe sich 
eine in Koninuität stehende Rotatorenmanschette mit verdickter 
subacromialer Bursa und im Sulcus gut zentrierter Bicepssehne links. In 
therapeutischer Hinsicht käme eine Teilnahme an einem der 
Hyperlaxitätsforen in Betracht. 

3.3.8 Mit Bericht vom 1. Dezember 2014 (in den Gerichtsakten) hielt 
Dr. med. G.________ (RAD) fest, die Ausführungen im Bericht von Prof. 
Dr. med. I.________ vom 8. September 2014 bedeuteten, dass eine chro-
nische Entzündung des Schleimbeutels subacromial vorliege und es auf-
grund dessen zu Einklemmungserscheinungen der Rotatorenmanschette 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 15

links komme. Eine solche Pathologie lasse sich aber in der Regel durch ein 
spezielles medizinisches Muskeltrainingsprogramm behandeln, wie dies 
auch von Prof. Dr. med. I.________ befürwortet werde, indem er eine Teil-
nahme an einem der Hyperlaxitätsforen empfehle. 

Zusammenfassend ergebe sich aus dessen Bericht, dass im Bereich der 
linken Schulter nur eine Einklemmungssymptomatik ohne strukturellen 
Schaden der Rotatorenmanschette vorliege und dass sich diese Problema-
tik durch medizinische Massnahmen behandeln lasse. Da die Einklem-
mungssymptomatik nur beim Hochheben des linken Armes über die Schul-
terhorizontale auftrete (positives lmpingementzeichen), könne der Be-
schwerdeführerin eine Tätigkeit ohne solche Provokationsmanöver vollum-
fänglich zugemutet werden. Für Tätigkeiten „vor dem Bauch" respektive im 
unteren Bewegungssegment liessen sich keine Einschränkungen formulie-
ren.

3.3.9 Mit Bericht vom 6. Januar 2015 (act. I 5) hielt Prof. Dr. med. 
I.________ Bezug nehmend auf den Bericht von Dr. med. G.________ 
fest, im Bereiche der linken Schulter bestehe eine Schmerzsymptomatik, 
welche durch einen intratenonalen strukturellen Schaden der Rotatoren-
manschette und durch eine beginnende Omarthrose verursacht werde. 
Diese Problematik sei durch sämtliche, zur Verfügung stehenden Mass-
nahmen nur palliativ behandlungsfähig. Mit anderen Worten dürfe vernünf-
tigerweise nur eine Linderung, nicht aber eine Heilung erwartet werden. Er 
stimme Dr. med. G.________ zu, dass Tätigkeiten ohne Provokation des 
Impingements, d.h. unterhalb der Xiphoidhöhe, zumutbar seien.

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 16

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 der Verordnung 
über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) ist 
mit jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, 
sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten 
genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen 
Qualifikationen verfügt. Auf das Ergebnis von RAD-Berichten kann 
lediglich, aber immerhin, dann nicht abgestellt werden, wenn auch nur 
geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (vgl. 
Entscheid des BGer vom 3. Oktober 2014, 8C_197/2014, E. 4.2). 

3.5 Die verfügbaren medizinischen Akten erlauben eine zuverlässige 
Beurteilung des vorliegend strittigen Rentenanspruchs. Namentlich erfüllt 
der Untersuchungsbericht von Dr. med. E.________ vom 2. Dezember 
2013 (act. II 95) die höchstrichterlichen Vorgaben an den Beweiswert ärztli-
cher Berichte (vgl. E. 3.4.2 vorne). Was die Beschwerdeführerin dagegen 
vorbringt, dringt nicht durch: 

Soweit sie beanstandet, Dr. med. E.________ habe den Zustand der linken 
Schulter in Widerspruch zur medizinischen Aktenlage als „problemlos“ be-
zeichnet, kann sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Entscheidend 
ist, dass Dr. med. E.________ im „Arbeitsprofil“ Arbeiten auf Tischhöhe 
(beidhändig) als zumutbar bzw. Überkopfarbeiten (im Ergebnis ebenfalls 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 17

beidhändig) als unzumutbar erachtete, womit allfälligen Beschwerden 
(auch) hinsichtlich der linken Schulter Rechnung getragen wird. Zum sel-
ben Ergebnis gelangte auch Dr. med. G.________ in seinem Bericht vom 
1. Dezember 2014 (in den Gerichtsakten), welcher festhielt, dass sich für 
Tätigkeiten „vor dem Bauch“ respektive im unteren Bewegungssegment 
keine Einschränkungen formulieren liessen. Dieser Einschätzung pflichtete 
sodann der behandelnde Arzt, Prof. Dr. med. I.________, mit zu Handen 
des Rechtsvertreters verfasstem Bericht vom 6. Januar 2015 (act. I 5) aus-
drücklich bei, was in Anbetracht der objektiven Befundlage (fehlende Rup-
tur der Rotatorenmanschette, gute Muskelqualität), in deren Beurteilung die 
involvierten Mediziner im Wesentlichen übereinstimmen und welche mit der 
demonstrierten Funktionseinschränkung nicht vollumfänglich übereinstimmt 
(vgl. act. II 95 S. 2; 61 S. 8 unten), überzeugt. Soweit Dr. med. H.________ 
im Bericht vom 19. August 2014 (act. I 3) festhielt, die linke Schulter sei 
2013 „sicherlich nicht als problemlos zu beurteilen“ gewesen, vermag diese 
Feststellung das von Dr. med. E.________ formulierte Zumutbarkeitsprofil 
deshalb nicht in Frage zu stellen, umso weniger, als sich Dr. med. 
H.________ im fraglichen Bericht dazu gar nicht äussert. Was schliesslich 
seine sinngemässe Einschätzung im Bericht vom 2. Juli 2013 (act. II 89) 
betrifft, wonach der Einsatz der Arme generell problematisch sei (S. 5), wird 
dies nicht weiter anhand bestehender Funktionseinschränkungen plausibili-
siert, weshalb auch dieser Bericht an der Schlüssigkeit des von Dr. med. 
E.________ erstellten Zumutbarkeitsprofils nichts ändert. 

Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass die Schulterbeschwerden 
rechts anamnestisch gegenüber den Beschwerden in der linken Schulter 
aktenkundig regelmässig im Vordergrund standen (vgl. act. II 61 S. 4; 79 
S. 4; 89 S. 1), weshalb nicht zu beanstanden ist, dass Dr. med. 
E.________ betreffend die linke Schulter auf spezifische – namentlich auch 
bildgebende Untersuchungen – verzichtet hat. 

Soweit die Beschwerdeführerin deshalb – wenngleich nicht im Rahmen der 
Rechtsbegehren, so doch in der Begründung (vgl. S. 4, Ziffer 6) – eine 
(weitere) medizinische Begutachtung als nötig erachtet, kann dem im Lich-
te des Dargelegten bzw. vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Be-
richte der behandelnden Ärzte keine auch nur geringen Zweifel am Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 18

weiswert des RAD-Untersuchungsberichts vom 2. Dezember 2013 zu be-
gründen vermögen (vgl. E. 3.4.2 vorne), nicht entsprochen werden. Gegen-
teils erweist sich der rechtserhebliche Sachverhalt als hinreichend abge-
klärt. 

3.6 Mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit ist somit zusammenfassend fest-
zustellen, dass der Beschwerdeführerin aufgrund der Schulterbeschwerden 
Überkopfarbeiten und das Anheben von Gewichten über 5kg mit rechts 
über Tischhöhe nicht mehr zumutbar sind. Beidhändige Arbeiten auf Tisch-
höhe sind der Beschwerdeführerin dagegen (zeitlich unbeschränkt [vgl. act. 
II 97 S. 3]) zumutbar. Dass schliesslich die im November 2012 respektive 
im Januar 2014 erfolgten Diskektomien im Bereich L4/5 (act. II 100 S. 3) 
einen nachhaltigen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hatten, ergibt sich we-
der aus den Akten noch wird dergleichen geltend gemacht. 

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin legte der angefochtenen Verfügung vom 
26. Juni 2014 (act. II 113) einen Status (vgl. E. 2.3 vorne) von 70% Erwerb 
und 30% Haushalt zugrunde. Dies wird seitens der Beschwerdeführerin 
nicht in Frage gestellt und ist auch mit Blick auf ihre Angaben anlässlich der 
Haushaltsabklärung (act. II 103 S. 4) nicht zu beanstanden. 

Ausgehend von der diesfalls anwendbaren gemischten Methode ist 
nachfolgend der Invaliditätsgrad zu ermitteln (vgl. E. 2.3.3 vorne). 

4.2

4.2.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 19

4.2.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). 

4.2.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.3 Für die Bemessung des Invaliditätsgrades sind grundsätzlich die 
Verhältnisse im Zeitpunkt der angefochtenen Revisionsverfügung (26. Juni 
2014) massgebend. Mangels verfügbarer definitiver statistischer Zahlen für 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 20

das Jahr 2014 sind nachstehend die nominallohnbereinigten Validen- und 
Invalideneinkommen nach Massgabe der im Jahr 2013 gültigen Werte zu 
berechnen. 

4.4

4.4.1 Mit Bezug auf die Bestimmung des Valideneinkommens steht fest, 
dass die Beschwerdeführerin als Gesunde weiterhin als … arbeiten würde 
(act. II 103 S. 4). Nachdem sie über 30 Jahre beim selben Arbeitgeber tätig 
war (act. II 9), rechtfertigt es sich grundsätzlich, zur Festsetzung des Vali-
deneinkommens den damals erzielten Lohn zugrunde zu legen, zumal die 
Akten den Schluss auf eine überwiegend wahrscheinlich anderweitige be-
rufliche Entwicklung nicht zulassen. 

Im Fragebogen Arbeitgeber wurde für das Jahr 2004 sowie bezogen auf 
ein 100%-Pensum der im Gesundheitsfall erzielte Verdienst mit Fr. 4‘400.-- 
pro Monat (bzw. Fr. 52‘800.-- jährlich) angegeben. Ob die Beschwerdefüh-
rerin effektiv bzw. überwiegend wahrscheinlich mit dem nämlichen Gehalt 
entlöhnt worden wäre, ist mit Blick auf die im individuellen Konto dokumen-
tierten Verdienste von maximal Fr. 41‘600.-- in den Jahren 1996 bis 1999 
(act. II 6 S. 3) indes fraglich, kann aber offen bleiben: Denn selbst, wenn – 
wie nachfolgend – zu ihren Gunsten auf die Lohnangaben des damaligen 
Arbeitgebers abgestellt wird, hat dies keinen anspruchsbegründenden Inva-
liditätsgrad zur Folge (vgl. E. 4.6 hinten).

Unter Zugrundelegung eines monatlichen Gehalts von Fr. 4‘400.-- beziffert 
sich das im Jahr 2004 bei einem 70%-Pensum erzielte jährliche Einkom-
men auf Fr. 36‘960.-- (Fr. 4‘400.-- x 12 x 0.7 [act. II 9 S. 2, Ziffer 16]). So-
dann ergaben sich für die Zeit von 2005 bis 2013 statistische Lohner-
höhungen gegenüber dem Vorjahr von jeweils 1.1% für 2005, 1.3% für 
2006, 1.5% für 2007, 1.8% für 2008, 2.1% für 2009, 1.1% für 2010, 1% für 
2011 und 2012 sowie 0.7% für das Jahr 2013 (vgl. Bundesamt für Statistik 
[BFS], Nominallohnindex 1993-2010 und 2011-2013, T1.93, Total, Frauen). 
Daraus resultiert ein Valideneinkommen für das Jahr 2013 von 
Fr. 41‘472.05 (Fr. 36‘960.-- + 1.1% [2005] + 1.3% [2006] + 1.5% [2007] + 
1.8% [2008] + 2.1% [2009] + 1.1% [2010] + 1% [2011] + 1% [2012] + 0.7% 
[2013]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 21

4.4.2 Nachdem die Beschwerdeführerin keiner an sich zumutbaren beruf-
lichen Tätigkeit mehr nachgeht, ist für die Ermittlung des Invalideneinkom-
mens ebenfalls auf statistische Werte abzustellen (vgl. E. 4.2.3 vorne). 

Hinsichtlich des Zumutbarkeitsprofils sind der (über keine berufliche Aus-
bildung verfügenden) Beschwerdeführerin leichte Tätigkeiten zeitlich un-
eingeschränkt zumutbar (vgl. E. 3.6 vorne). Praxisgemäss ist somit auf 
Tabelle TA1 gemäss LSE, Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive 
Arbeiten), Totalwert, Frauen, abzustellen (vgl. Entscheid des BGer vom 
23. Oktober 2013, 9C_633/2013, E. 4.2).

Indes sollten Überkopfarbeiten sowie das Heben von Gewichten über 5kg 
vermieden werden. Dieser Einschränkung ist mit einem Abzug vom Tabel-
lenlohn Rechnung zu tragen (vgl. E. 4.2.3 vorne), wobei der von der Be-
schwerdegegnerin gewährte Abzug von 15% unter dem Titel „leidensbe-
dingte Einschränkung“ nicht zu beanstanden ist, nachdem die übrigen, pra-
xisgemäss zu berücksichtigenden Kriterien nicht erfüllt sind. 

Gestützt auf die LSE 2010 sowie unter Berücksichtigung der durchschnittli-
chen Wochenarbeitszeit (vgl. BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 77; BFS, Betriebs-
übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Abschnitt Total) und der 
statistischen Lohnerhöhungen (BFS, Nominallohnindex 1993-2010 und 
2011-2013, T1.93, Total, Frauen) resultiert per 2013 bei einem Pensum 
von 70% ein jährliches Einkommen von Fr. 38‘006.20 (Fr. 4‘225.-- x 12 
Monate / 40 x 41.7 Wochenstunden + 1% [2011] + 1% [2012] + 0.7% 
[2013] x 0.7). 

Demnach beträgt das Invalideneinkommen im Jahr 2013 unter Berücksich-
tigung eines behinderungsbedingten Abzugs von 15% Fr. 32‘305.25 
(Fr. 38‘006.20 x 0.85). 

4.4.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert 
eine Erwerbseinbusse von Fr. 9‘166.80 und damit ein Invaliditätsgrad von 
22.1% (Fr. 9‘166.80 / Fr. 41‘472.05 x 100) respektive von gewichtet 15.45% 
(22.1% x 0.7). 

4.5 Schliesslich ist die Einschränkung im Aufgabenbereich zu bestim-
men.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 22

4.5.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; 
SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2).

4.5.2 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 13. März 2014 (act. II 103 
S. 2 ff.) wurde mittels Betätigungsvergleichs eine Einschränkung im Aufga-
benbereich Haushalt von (ungewichtet) 10% ermittelt. Der Bericht wurde 
vom spezialisierten Abklärungsdienst der Beschwerdegegnerin aufgrund 
einer Erhebung vor Ort am 3. Februar 2014 (S. 2) verfasst und erfolgte im 
Übrigen nach Vorlage des beweiskräftigen (vgl. E. 3.5 vorne) 
Untersuchungsberichts von Dr. med. E.________ vom 2. Dezember 2013 
(act. II 95), und somit – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 
(vgl. Beschwerde S. 4, Ziffer 7) – in hinreichender Kenntnis der 
medizinischen Situation. Ferner stützt sich das Ergebnis auf die Angaben 
der Beschwerdeführerin zu den sozialen und erwerblichen Verhältnissen 
und zum Haushalt (Ziff. 1-6). 

Die im Abklärungsbericht enthaltene Umschreibung der Haushaltsaufgaben 
entspricht den Vorgaben des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosig-
keit in der Invalidenversicherung des Bundesamtes für Sozialversicherung 
in der im Jahr 2014 gültigen Fassung (KSIH, Version 12, Rz. 3086). Die 
Gewichtung der einzelnen Aufgabenbereiche hält sich sodann innerhalb 
der dort angegebenen Bandbreiten und ist in Anbetracht der konkreten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 23

Umstände nicht zu beanstanden. Was die Gewichtung der einzelnen Ein-
schränkungen anbelangt, ist der Betätigungsvergleich nachvollziehbar be-
gründet und hinreichend detailliert. 

4.5.3 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, verfängt nicht: 

In grundsätzlicher Hinsicht übersieht sie bei ihren Vergleichen mit dem ers-
ten Abklärungsbericht vom 28. Juli 2004 (act. II 17 S. 2 ff.), dass sich der 
Haushalt bzw. der Aufgabenbereich der Beschwerdeführerin erheblich 
geändert hat und dass insbesondere die Tätigkeiten für den Ex-Partner im 
Haushalt, aber auch in seinem …-Betrieb, weggefallen sind, welche mit 
einer (zusätzlichen) Einschränkung von 22.5% (S. 7) erheblich ins Gewicht 
gefallen sind. 

Sodann liegen mit Bezug auf die von der Beschwerdeführerin namentlich 
monierten Beurteilungen hinsichtlich der Einschränkungen in den Tätigkei-
ten Ernährung, Wohnungspflege sowie Wäsche und Kleiderpflege keine 
klar feststellbaren Fehleinschätzungen vor. Vielmehr erfolgten die jeweili-
gen Herabsetzungen des Invaliditätsgrades in Kenntnis der medizinischen 
Situation sowie im pflichtgemässen Ermessen der Abklärungsperson. Im 
Übrigen führte auch eine erneute Berücksichtigung der im Abklärungsbe-
richt vom 28. Juli 2004 bezüglich der genannten Tätigkeiten festgestellten 
Einschränkungen nicht zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad (vgl. 
E. 4.6 hinten), resultierte diesfalls doch – nachdem die Beschwerdeführerin 
die entsprechenden und in beiden Abklärungsberichten identischen Ge-
wichtungen ohne Behinderung zu Recht nicht beanstandet hat – eine un-
gewichtete Einschränkung im Haushalt von 19% (0% + 2% + 10% [statt 
4%] + 4.5% [statt 3%] + 2.5% [statt 1%] + 0% + 0%). 

4.5.4 Der Abklärungsbericht Haushalt vom 13. März 2014 ist demnach 
voll beweiskräftig. Entsprechend der darin enthaltenen Aufstellung ist von 
einer leidensbedingten Einschränkung bzw. von einem Teilinvaliditätsgrad 
im Aufgabenbereich Haushalt von 10% bzw. gewichtet 3% (30% von 10%) 
auszugehen. Unter Berücksichtigung der in E. 4.5.3 hiervor hypothetisch 
angenommenen Einschränkungen resultierte ein gewichteter Teilinvali-
ditätsgrad von 5.7% (30% von 19%). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 24

4.6 Bei einer gewichteten Einschränkung von 15.45% im Erwerbsbe-
reich (vgl. E. 4.4.3 vorne) und 3% bzw. 5.7% im Haushaltsbereich (E. 4.5.4 
hiervor) resultiert insgesamt ein IV-Grad von gerundet 18% (zur Rundung: 
vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123) respektive maximal 21%, was den An-
spruch auf eine Rente ausschliesst (vgl. E. 2.2 vorne). 

4.7 Nach dem Dargelegten erweist sich die Verfügung vom 26. Juni 
2014 als rechtens. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen. 
Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnom-
men.

5.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 25

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Feb. 2015, IV/14/762, Seite 26

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.