# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e1caa72-002a-5324-af25-6bacc33c15e7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.06.2024 720 2023 286 / 139 (720 23 286 / 139)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2023-286---139_2024-06-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 19. Juni 2024 (720 23 286 / 139) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Werden lediglich einzelne Elemente der Rentenfestsetzung beanstandet, bedeutet dies 
nicht, dass die unbestrittenen Teilaspekte in Rechtskraft erwachsen und der richterlichen 
Überprüfung entzogen sind, weshalb die mit der angefochtenen Verfügung zugespro-
chene befristete ganze IV-Rente insgesamt der richterlichen Überprüfung zugänglich ist 
und keine teilweise Rechtskraft eintritt  
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Christos Antoniadis, 
Rechtsanwalt, Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. A.____, geboren 1964, meldete sich am 15. Juni 2016 bei der IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen der Schweizerischen Invalidenversicherung 
(IV) an. Mit Verfügung vom 28. Juni 2019 sprach ihr die IV-Stelle vom 1. August 2018 bis 31. 

 

 
 
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Dezember 2018 aufgrund von Beschwerden am linken Knie eine ganze Invalidenrente zu. Mit 
Gesuch vom 29. Juli 2019 meldete sich A.____ erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug 
an. Nach Einholung eines orthopädischen Gutachtens bei Prof. Dr. med. B.____, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 30. Mai 2022 so-
wie nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle der Versicherten mit 
Verfügung vom 4. August 2023 vom 1. Januar 2020 bis 30. April 2021 eine ganze Invalidenren-
te zu. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Christos Antoniadis, mit Eingabe 
vom 14. September 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie liess beantragen, es sei die angefochtene Verfügung 
aufzuheben, soweit die Invalidenrente bis 30. April 2021 befristet worden sei und es sei ihr auch 
über den 30. April 2021 hinaus eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die 
angefochtene Verfügung aufzuheben, soweit die Invalidenrente bis 30. April 2021 befristet wor-
den sei und es sei die Angelegenheit zur Prüfung von Eingliederungsmassnahmen an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegeg-
nerin. In der Begründung wurde geltend gemacht, dass der 59-jährigen Beschwerdeführerin 
gemäss Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes beider Basel (RAD) und des Gutach-
ters eine Tätigkeit nur in sehr eingeschränkter Form zumutbar sei. Vor Eintritt des Gesundheits-
schadens sei die Beschwerdeführerin als Reinigungskraft und in der Lingerie in einem Alters-
heim tätig gewesen. Diese wohl mittelschwere bis schwere Tätigkeit könne sie heute nicht mehr 
ausüben. Sie sei kaum gebildet und verfüge nicht über viele Ressourcen, um einer Verweistä-
tigkeit, wie sie von medizinischer Seit angegeben werde, nachzugehen. Gemäss medizinischer 
Einschätzung sei der Beschwerdeführerin die noch zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränk-
ter Form zumutbar, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt kaum kenne oder sie nur unter 
nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre, 
weshalb das Finden einer entsprechenden Arbeitsstelle von vorneherein als ausgeschlossen 
erscheine. Das Invalideneinkommen betrage deshalb Fr. 0.-- und die Beschwerdeführerin habe 
weiterhin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, womit sich die Befristung als unzulässig er-
weise. Darüber hinaus habe das Bundesgericht entschieden, dass die Rechtsprechung der 
vermutungsweise anzunehmenden Unzumutbarkeit einer Selbsteingliederung bei Personen, die 
über 55-jährig seien, auch bei sog. uno actu-Fällen anwendbar sei. Deshalb seien vor einer 
Befristung der Rente Eingliederungsmassnahmen durchzuführen und es müsse in jedem Ein-
zelfall feststehen, dass eine allfällig wiedergewonnene Erwerbsfähigkeit auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt wiederverwertbar sei. Erst wenn feststehe, dass dies der Fall sei, könne die 
Invalidenrente aufgehoben werden. Diese Abklärung sei vorliegend versäumt worden. Die Be-
fristung der Rente sei auf einen Zeitpunkt festgesetzt worden, als noch gar nicht klar gewesen 
sei, ob eine allfällig wiedergewonnene Erwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
wiederverwertbar sei. Daher sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, damit Eingliede-
rungsmassnahmen in die Wege geleitet werden können. Die Beschwerdegegnerin sei zu ver-
pflichten, die Invalidenrente bis zum Abschluss der Eingliederungsmassnahmen weiterhin aus-
zurichten und nach Abschluss derselben neu zu verfügen. 
 

 

 
 
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C. Mit Vernehmlassung vom 15. November 2023 beantragte die Beschwerdegegnerin die 
Abschreibung des Verfahrens zufolge Wiedererwägung der angefochtenen Verfügung während 
des Beschwerdeverfahrens. In der Begründung hielt sie fest, dass die Wiedereingliederung von 
Versicherten im fortgeschrittenen Alter oder nach invaliditätsbedingtem langjährigem Fernblei-
ben von der Arbeitswelt oftmals schwierig sei. Laut ständiger Rechtsprechung des Bundesge-
richts sei im Regelfall eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit grundsätz-
lich auf dem Weg der Selbsteingliederung zu verwerten. Das Bundesgericht erachte aber bei 
versicherten Personen, die das 55. Altersjahr vollendet hätten oder seit über 15 Jahren eine 
Rente beziehen würden, die Selbsteingliederung nicht mehr in jedem Fall als gegeben. Die 
Durchführung von Eingliederungsmassnahmen sei somit immer zu prüfen, wenn die Rente re-
duziert oder aufgehoben werde und die versicherte Person das 55. Altersjahr zurückgelegt ha-
be oder seit mehr als 15 Jahren eine Rente beziehe. Dies müsse auch gemacht werden, wenn 
zeitgleich mit der Rentenzusprache über deren Befristung und/oder Aufhebung befunden wer-
de. Die Beschwerdegegnerin habe dies vorliegend irrtümlicherweise unterlassen. Aus diesem 
Grund habe sie die angefochtene Verfügung zwecks Durchführung von Eingliederungsmass-
nahmen aufgehoben und beantrage, das vorliegende Beschwerdeverfahren sei als erledigt ab-
zuschreiben, damit die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen in die Wege geleitet 
werden könne. 
 
D. Mit Schreiben vom 16. November 2023 liess das Kantonsgericht der Beschwerdeführe-
rin die Vernehmlassung vom 15. November 2023 zukommen und ersuchte sie um Mitteilung, ob 
das Vorgehen der Beschwerdegegnerin den Rechtsbegehren entsprochen habe und das Be-
schwerdeverfahren abgeschrieben werden könne. 
 
E. Die Beschwerdeführerin hielt mit Eingabe vom 30. November 2023 fest, dass mit der 
integralen Aufhebung der angefochtenen Verfügung letzten Endes gar keine Rente mehr zuge-
sprochen werde, was nicht korrekt sei. Die Beschwerdegegnerin habe auf telefonische Anfrage 
hin zum weiteren Vorgehen mitgeteilt, dass sie einen neuen Vorbescheid erlassen und die In-
tegrationsmassnahmen durchführen werde. Die Befristung der Invalidenrente bleibe aber be-
stehen. Dieses Vorgehen der Beschwerdegegnerin sei nicht korrekt, da Eingliederungsmass-
nahmen in Fällen wie dem vorliegenden vor einer Rentenherabsetzung durchgeführt werden 
müssten. In der Beschwerde sei der Antrag gestellt worden, es sei die angefochtene Verfügung 
aufzuheben, soweit die Invalidenrente bis 30. April 2021 befristet worden sei. Daher werde die 
Auffassung vertreten, dass durch die Aufhebung der Verfügung den Rechtsbegehren nicht ent-
sprochen worden sei, zumal mit der Aufhebung der angefochtenen Verfügung die gesamte In-
validenrente wegfalle bzw. nicht weiter ausgerichtet werde. Das bedeute, dass die Befristung 
faktisch aufrecht erhalten bleibe. Wie erwähnt, müssten die Eingliederungsmassnahmen in Fäl-
len wie dem vorliegenden aber vor einer Rentenherabsetzung durchgeführt werden. 
 
F. In ihrer Stellungnahme vom 7. Dezember 2023 führte die Beschwerdegegnerin aus, 
dass die Versicherten üblicherweise von der Eingliederungsfachperson noch vor der Zustellung 
des Vorbescheids betreffend den befristeten Rentenanspruch eingeladen würden. Zu diesem 
Zeitpunkt würden die Versicherten die vorgesehene befristete Invalidenrente noch nicht ausbe-
zahlt erhalten. Dies erfolge erst, wenn der Rentenentscheid ergangen sei. Bei der Beschwerde-

 

 
 
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führerin seien die Eingliederungsmassnahmen noch nicht durchgeführt worden, was nachgeholt 
werden müsse. Danach würden nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen ein neuer 
Vorbescheid und eine neue Verfügung erlassen werden. Die befristete ganze Invalidenrente 
müsse zu diesem Zweck aufgehoben werden. Falls es das Kantonsgericht anders sehe, werde 
eventualiter der Antrag gestellt, es sei die Angelegenheit zwecks Durchführung von Eingliede-
rungsmassnahmen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
 
G. In der Folge verzichtete die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 7. Dezember 2023 
auf eine weitere Stellungnahme. 
 
H. Mit Verfügung des instruierenden Präsidiums vom 22. Dezember 2023 wurde die An-
gelegenheit der Dreierkammer zur Beurteilung überwiesen. 
 
I. Mit Beschluss vom 21. März 2024 stellte das Kantonsgericht den Fall aus und gab der 
Beschwerdeführerin die Gelegenheit, zur drohenden reformatio in peius Stellung zu nehmen. 
Ausserdem wurde die Beschwerdeführerin auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, ihre Be-
schwerde zurückzuziehen. Zur Begründung wurde festgehalten, dass das Kantonsgericht be-
absichtige, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Abklä-
rung und anschliessenden Neuentscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 
weshalb Bestand und Umfang des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin erneut offen wä-
ren und daher auch die Möglichkeit einer Verschlechterung der Rechtsposition im Raum stün-
de.  
 
J. Mit Schreiben vom 11. April 2024 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie auf eine 
Stellungnahme verzichte und an der Beschwerde festhalte. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Nach Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, der laut Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 im Bereich 
der Invalidenversicherung anwendbar ist, kann der Versicherungsträger eine Verfügung, gegen 
die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerde-
behörde Stellung nimmt. Hinter dieser Regelung steht der Gedanke der Prozessökonomie im 
Sinne der Vereinfachung des Verfahrens. Die IV-Stelle soll während des Beschwerdeverfahrens 
auf ihre Verfügung zurückkommen können, wenn sich diese im Lichte der Vorbringen der Be-
schwerde als unrichtig erweist (BGE 127 V 233 E. 2b/bb mit Hinweisen). Gemäss einem weite-
ren Grundsatz der bundesgerichtlichen Rechtsprechung beendet die im laufenden Beschwer-
deverfahren erlassene Verfügung den Streit allerdings nur insoweit, als damit dem Begehren 
der Beschwerde führenden Partei entsprochen wird. Soweit in dieser neuen Verfügung Streit-
fragen ungelöst bleiben, besteht der Streit über die nichterfüllten Begehren weiter; in diesem 
Falle muss die Beschwerdeinstanz auf die Sache eintreten, soweit darüber in der neuen Verfü-
gung nicht befunden worden ist, ohne dass die Beschwerde führende Partei die zweite Verfü-

 

 
 
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gung ebenfalls anzufechten braucht (BGE 113 V 237). Beinhaltet die im Beschwerdeverfahren 
erlassene Verfügung eine Schlechterstellung, stellt die Verfügung lediglich einen Antrag ans 
Gericht dar, und es bleibt der Partei die Möglichkeit offen, das Rechtsmittel zurückzuziehen. 
Entspricht die Wiedererwägung in sonstiger Weise nicht dem im Beschwerdeverfahren gestell-
ten Antrag, kommt sie bloss einem Antrag ans Gericht gleich (vgl. UELI KIESER, Kommentar zum 
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4., vollständig 
revidierte Auflage, Zürich 2020, N 90 zu Art. 53 ATSG). 
 
1.2 Die Beschwerdegegnerin hob noch vor Einreichung ihrer Vernehmlassung die ange-
fochtene Verfügung vom 4. August 2023 auf, um Eingliederungsmassnahmen durchzuführen. 
Sie folgte damit der Auffassung der Beschwerdeführerin, wonach auch bei einer Rentenzuspra-
che mit gleichzeitiger Befristung der Invalidenrente vor Herabsetzung bzw. Einstellung der Ren-
te Eingliederungsmassnahmen durchzuführen sind, wenn die versicherte Person über 55 Jahre 
alt ist. Dieser Punkt ist somit zwischen den Parteien nicht mehr umstritten. 
 
1.3 Weiterhin umstritten ist jedoch, ob die befristete Rentenzusprache vom 1. Januar 2020 
bis 30. April 2021 bestehen bleibt und teilrechtskräftig wird. Da die Beschwerdegegnerin in die-
sem Punkt dem Antrag der Beschwerdeführerin nicht Folge leistete, kann das Verfahren vom 
Kantonsgericht nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben werden. Die neue Verfügung 
vom 15. November 2023 kommt, wie von der Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 
7. Dezember 2023 im Sinne eines Eventualantrags festgehalten, deshalb bloss einem Antrag 
ans Kantonsgericht gleich, über den im Rahmen eines materiellen Urteils zu entscheiden ist. 
Damit ist auf die – im Übrigen beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren 
form- und fristgerecht eingereichte – Beschwerde vom 14. September 2023 einzutreten. 
 
2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es könne nicht korrekt sein, dass mit der integ-
ralen Aufhebung der angefochtenen Verfügung gar keine Invalidenrente mehr zugesprochen 
werde. Diese Auffassung kann nicht geteilt werden. Werden lediglich einzelne Elemente der 
Rentenfestsetzung beanstandet, bedeutet dies nicht, dass die unbestrittenen Teilaspekte in 
Rechtskraft erwachsen und demzufolge der richterlichen Überprüfung entzogen sind. Vielmehr 
ist die Beschwerdeinstanz auch befugt, von den Verfahrensbeteiligten nicht aufgeworfene 
Rechtsfragen zu überprüfen und allenfalls selber zusätzliche Abklärungen vorzunehmen oder 
solche zu veranlassen (BGE 125 V 413 E. 2d ff.). Für das Gericht ist der gesamte Sachverhalt, 
wie er sich bis zum Erlass einer angefochtenen Verfügung entwickelt hat, massgebend. Dieser 
Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbe-
fugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweisen). Die mit der angefochtenen Verfügung vom 4. Au-
gust 2023 zugesprochene befristete ganze IV-Rente ist im vorliegenden Verfahren somit insge-
samt einer richterlichen Überprüfung zugänglich. Eine teilweise Rechtskraft, wie sie von der 
Beschwerdeführerin geltend gemacht wird, tritt nicht ein.  
 
3. Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Ände-
rung des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Entsprechend den allgemeinen inter-
temporalrechtlichen Grundsätzen (BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 
2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch ent-

 

 
 
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standen ist. Trifft dies zu, so erfolgt ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensys-
tem je nach Alter der Rentenbezügerin oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Über-
gangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 (vgl. auch Rz. 9100 ff. des 
Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht 
hingegen ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, fin-
det darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c 
IVG; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil 
vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1). Vorliegend entstand der Rentenanspruch am 
1. Januar 2020 und die Leistungseinstellung erfolgte per 30. April 2021. Folglich sind die Ge-
setzesgrundlagen in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar. 
Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
4.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
4.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 
 
4.4 Bei der Berechnung des Invalideneinkommens ist von einem ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 16 ATSG) auszugehen. Gemäss Bundesgericht ist dieser gekennzeichnet durch ein 
gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen 
Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten berufli-
chen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. 
Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkeh-
ren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Ge-
gebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. Je restriktiver das medizinische Anforderungsprofil 
umschrieben ist, desto eingehender ist in der Regel die Verwertbarkeit auf dem allgemeinen 
Arbeitsmarkt abzuklären und nachzuweisen. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch 
sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit 
einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer Ar-
beitsgelegenheit kann jedoch dann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätig-

 

 
 
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keit nur noch in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt 
praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durch-
schnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von 
vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juli 2017, 
9C_253/2017, E. 2.2.1 mit vielen Hinweisen). 
 
Obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, anerkennt das Bundesgericht das fortgeschrit-
tene Alter als Kriterium, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gege-
benheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähig-
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und 
dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar 
ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige 
Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet. Der Ein-
fluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem aus-
geglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemes-
sen, sondern ist durch die Umstände des Einzelfalls bedingt. Massgebend können die Art und 
Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und 
Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhande-
ne Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von 
Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein. Somit hängt die Verwertbarkeit nicht 
zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor 
allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Für den Zeitpunkt, in 
welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter 
beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbs-
tätigkeit abzustellen. Dieses ist gegeben, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich 
eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juli 
2017, 9C_253/2017, E. 2.2.2 mit umfangreichen Hinweisen). 
 
4.5 Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass eine verbesserte oder neu festgestellte Ar-
beitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung zu verwerten ist. Bei Perso-
nen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden soll, sind nach mindes-
tens 15 Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, praxisge-
mäss in der Regel vorgängig Massnahmen zur Eingliederung durchzuführen, bis sie in der Lage 
sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenan-
strengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten. Ausnahmen von der diesfalls grund-
sätzlich ("vermutungsweise") anzunehmenden Unzumutbarkeit einer Selbsteingliederung liegen 
namentlich dann vor, wenn die langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt auf invaliditätsfremde 
Gründe zurückzuführen ist, wenn die versicherte Person besonders agil, gewandt und im ge-
sellschaftlichen Leben integriert ist oder wenn sie über besonders breite Ausbildungen und Be-
rufserfahrungen verfügt. Verlangt sind immer konkrete Anhaltspunkte, die den Schluss zulas-
sen, die versicherte Person könne sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters und/oder der langen 
Rentenbezugsdauer mit entsprechender Absenz vom Arbeitsmarkt ohne Hilfestellungen wieder 
in das Erwerbsleben integrieren. Die IV-Stelle trägt die Beweislast dafür, dass entgegen der 
Regel die versicherte Person in der Lage ist, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiese-

 

 
 
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ne Leistungspotenzial auf dem Weg der Selbsteingliederung erwerblich zu verwerten. Die 
Rechtsprechung, wonach bei der revisionsweisen Herabsetzung oder Aufhebung der Invaliden-
rente bei zurückgelegtem 55. Altersjahr grundsätzlich Eingliederungsmassnahmen durchzufüh-
ren sind, findet auch dann Anwendung, wenn – wie hier – zeitgleich mit der Rentenzusprache 
rückwirkend über deren Befristung befunden wird (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 
vom 4. Juni 2022, 8C_648/2019, E. 4.1 und 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
5. Die Beschwerdeführerin, geboren 1964, war im Zeitpunkt der angefochtenen Verfü-
gung bereits über 55 Jahre alt, weshalb sie zum Personenkreis zählt, auf den die vorstehend in 
Erwägung 4.5 wiedergegebene Rechtsprechung Anwendung findet. Wie von der Beschwerde-
gegnerin in der Zwischenzeit ebenfalls anerkannt, hätten nach dem Feststehen der medizi-
nisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und noch vor Erlass des Vor-
bescheids und der Verfügung Eingliederungsmassnahmen durchgeführt werden müssen, um 
die Beschwerdeführerin in die Lage zu versetzen, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausge-
wiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu ver-
werten. 
 
6. Damit ist die Angelegenheit in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 4. August 
2023 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die Eingliederungsmassnahmen 
durchführt. Nach Durchführung dieser Massnahmen wird sie einen neuen Vorbescheid zu er-
lassen haben, bei dem sie unter anderem auch zu prüfen haben wird, ob der Beschwerdeführe-
rin die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit im Sinne vorstehender Erwägung 4.4 noch zuzumu-
ten ist oder ob von einer Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit und damit von einem Invali-
deneinkommen von Fr. 0.-- auszugehen ist. Die Beschwerde wird in diesem Sinne gutgeheis-
sen. 
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist, setzt das Kantonsgericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung 
des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 des Ge-
setzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es 
die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde füh-
rende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei (BGE 137 V 
57 E. 2.1 und 2.2 sowie 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen). Vorliegend ist die Beschwerde-
gegnerin somit unterliegende Partei, weshalb sie die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 800.-- zu tragen hat. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- wird ihr zurückerstattet. 
 

 

 
 
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7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine Partei-
entschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Be-
schwerdeführerin macht in seiner Honorarnote vom 30. November 2023 einen Zeitaufwand von 
8 Stunden und 30 Minuten geltend. Dieser Aufwand erweist sich umfangmässig und in Anbe-
tracht der vorgebrachten Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen und ist mit dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Stundenansatz von Fr. 250.-- zu vergüten. Nicht zu bean-
standen ist sodann die in der Honorarnote aufgeführte Spesenpauschale von 3 %. Der Be-
schwerdeführerin ist folglich eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'357.30 (8 Stunden 
und 30 Minuten à Fr. 250.-- und Spesenpauschale von 3 % zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 
93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid 
herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges 
Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). Beim vorliegenden 
Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. 
Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bun-
desgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese 
erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt 
unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 4. August 2023 aufgehoben 
und die Angelegenheit zur Durchführung von Eingliederungsmass-
nahmen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerde-
gegnerin zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdegegnerin auferlegt. 

 3. Der von der Beschwerdeführerin bezahlte Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- wird ihr zurückerstattet. 

 4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin 
eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'357.30 (inkl. Auslagen 
und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 5. Die Beschwerdegegnerin erhält eine Kopie der Eingabe der Be-
schwerdeführerin vom 11. April 2024 zur Kenntnisnahme zugestellt. 

 
 
 
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