# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e04aaa5-b871-57bf-ad42-b1e7568184c6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 07.12.2021 ZK1 2021 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2021-20_2021-12-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 7. Dezember 2021

(Mit Urteil 5A_83/2022 vom 14. März 2022 wurde die gegen dieses Urteil erhobe-
ne Beschwerde in Zivilsachen abgewiesen, soweit darauf einzutreten war. 

Mit Urteil 5D_17/2022 vom 14. März 2022 wurde auf die gegen dieses Urteil erho-
bene subsidiäre Verfassungsbeschwerde nicht eingetreten.)

Referenz ZK1 21 20

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Hubert und Nydegger
Thöny, Aktuarin

Parteien A._____, bestehend aus

B._____
Beschwerdeführerin

C._____
Beschwerdeführerin

gegen

D._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Michelle Mehli
Vincenz & Partner, Masanserstrasse 40, 7000 Chur 

Gegenstand Prozesskosten

2 / 10

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Plessur, Einzelrichter, vom 12.01.2021, 
mitgeteilt am 15.01.2021 (Proz. Nr. 115-2018-55)

Mitteilung 13. Dezember 2021

3 / 10

Sachverhalt

A. Die A._____, bestehend aus B._____ und C._____, reichte am 11. Sep-
tember 2019 beim Regionalgericht Plessur Klage gegen die Stockwerkeigentü-
mergemeinschaft (StWEG) D.________ ein, wobei es um Feststellungen im Zu-
sammenhang mit Schneeräumungskosten ihrer beiden Parkplätze sowie die An-
fechtung von Beschlüssen der StWE-Versammlung vom 22. Februar 2019 ging. 

B. Mit Entscheid vom 12. Januar 2021, mitgeteilt am 15. Januar 2021, schrieb 
das Regionalgericht Plessur das Verfahren infolge Rückzugs der Klage ab. Die 
Gerichtskosten von CHF 2'400.00 auferlegte es solidarisch B._____ und C._____ 
und verpflichtete diese zudem, unter solidarischer Haftbarkeit der StWEG 
D.________ eine Parteientschädigung von CHF 6'514.45 zu bezahlen. 

C. Gegen diesen Entscheid erhob die A._____ (nachfolgend: Beschwerdefüh-
rerin) mit Eingabe vom 17. Februar 2021 beim Kantonsgericht von Graubünden 
Beschwerde, wobei sie das folgende Rechtsbegehren stellte:

1. Es sei die Auferlegung von Gerichtskosten von CHF 2'400.00 auf die 
der klagenden Partei, die A.________, (d.h. klagende Partei 1 
B._____, und klagenden Partei 2 C._____) aufzuheben. Der darin ent-
haltene, bereits geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.00 für das 
Schlichtungsverfahren sei an B._____ zurück zu zahlen. 

2. Es sei die Auferlegung von Parteikosten von CHF 6'514.45 (inkl. Bar-
auslagen und MwST) auf die klagende Partei, die A.________, (d.h. 
klagende Partei 1 B._____, und klagende Partei 2 C._____) aufzuhe-
ben. 

3. Es seien die unter Punkt 2 genannten Parteikosten von CHF 6'514.45 
(inkl. Barauslagen und MwST) auch nicht der D._____ aufzuerlegen; 
eventualiter sei nur in den Erwägungen darauf hinzuweisen, dass die-
se bei der Verwaltung respektive bei der RA geltend gemacht werden 
könnten. 

4. Es sei an die klagende Partei, die A.________, (d.h. klagende Partei 1 
B._____, und klagende Partei 2 C._____) eine Parteientschädigung 
von CHF 8'000.00 für die von B._____, lic. iur. HSG, Rechtsberaterin, 
und phil. I, Sekundarlehrerin Sprachen, Deutsch, in dieser Beschwerde 
geleistete juristische Arbeit (inkl. Barauslagen) zulasten der Verwal-
tung BDO AG zuzusprechen. 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Am 22. Februar 2021 (Poststempel) reichten B._____ und C._____ dem Kantons-
gericht ein von beiden unterschriebenes Exemplar ihrer Beschwerdeschrift vom 
17. Februar 2021 ein. 

4 / 10

D. Mit Schreiben vom 17. März 2021 teilte die Beschwerdeführerin dem Kan-
tonsgericht mit, dass sie Ziff. 4 ihres Rechtsbegehrens, somit die Forderung auf 
Zusprechung einer Parteientschädigung in Höhe von CHF 8'000.00, zurückziehe. 

E. Mit Beschwerdeantwort vom 25. März 2021 liess die StWEG D.________ 
die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. 
MwSt.) zu Lasten der Beschwerdeführerin beantragen. 

F. Mit Schreiben vom 8. April 2021 übermittelte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden der Beschwerdeführerin ein Exem-
plar der Beschwerdeantwort vom 25. März 2021 verbunden mit dem Hinweis, dass 
ein weiterer Schriftenwechsel nicht vorgesehen sei. Daraufhin reichte die StWEG 
D.________ am 26. April 2021 ihre Honorarnote ein, welche tags darauf der Be-
schwerdeführerin zur Kenntnis zugestellt wurde. Auf Ersuchen der Beschwerde-
führerin hin wurde ihr am 19. Mai 2021 zudem die Vollmacht samt Honorarverein-
barung der Gegenpartei zugestellt.

G. Am 26. Mai 2021 ersuchte die Beschwerdeführerin um Ansetzung einer 
Frist zur Einreichung einer Stellungnahme zur Beschwerdeantwort und zur Hono-
rarnote der Gegenpartei. Der Vorsitzende der I. Zivilkammer teilte ihr in der Folge 
mit, dass das Gesuch um Fristansetzung, soweit es sich auf die Beschwerdeant-
wort und die Honorarnote beziehe, nicht unverzüglich und damit verspätet erfolgt 
sei, weshalb diesem nicht entsprochen werden könne. Für eine allfällige Stellung-
nahme zur Vollmacht und zur Honorarvereinbarung wurde ihr Frist bis zum 
10. Juni 2021 angesetzt. 

H. Innert erstreckter Frist, am 14. Juni 2021, reichte die Beschwerdeführerin 
eine Stellungnahme sowohl zur Beschwerdeantwort wie auch Honorarno-
te/Auftrag/Vollmacht der StWEG D.________ ein. 

I. Am 30. Juni 2021 stellte die Beschwerdeführerin den Antrag auf eine an-
gemessene Umtriebsentschädigung gemäss Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO. 

Erwägungen

1. Die Beschwerde der A.________ richtet sich gegen die im Entscheid des 
Regionalgerichts Plessur vom 12. Januar 2021 vorgenommene Verteilung der 
Prozesskosten. Nach Art. 110 ZPO in Verbindung mit Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO ist 
ein Kostenentscheid selbständig mit Beschwerde anfechtbar.

5 / 10

1.1. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der 
Beschwerde als Rechtsmittelinstanz ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 des Einführungs-
gesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100). In-
nerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Beschwer-
den auf dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 
lit. a der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; 
BR 173.100]).

1.2. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit der Zustellung des begründeten 
Entscheids oder seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung 
schriftlich und begründet einzureichen; der angefochtene Entscheid ist beizulegen 
(Art. 321 Abs. 1 – 3 ZPO). Die genannten Eintretensvoraussetzungen geben zu 
keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist demzufolge einzutreten.

2. Zunächst ist in formeller Hinsicht darauf hinzuweisen, dass die Stellung-
nahme der Beschwerdeführerin vom 14. Juni 2021 – wie ihr bereits angekündigt 
worden war – als verspätet zu qualifizieren ist, soweit diese Ausführungen zur Be-
schwerdeantwort vom 25. März 2021 sowie zur Honorarnote, zugestellt am 
27. April 2021, enthält. Zwar trifft es zu, dass den Parteien gestützt auf Art. 29 
Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK das Recht zukommt, von den beim Gericht ein-
gereichten Stellungnahmen Kenntnis zu erhalten und sich dazu äussern zu kön-
nen (sog. Replikrecht: BGE 133 I 98 E. 2.1). Jedoch ist von diesem Recht umge-
hend Gebrauch zu machen. Hält die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme von 
ihrer Seite zu einer zur Kenntnisnahme zugestellten Vernehmlassung für erforder-
lich, so hat sie diese unverzüglich zu beantragen bzw. einzureichen (vgl. BGer 
5A_120/2019 v. 21.8.2019 E. 2.2). Denn eine Beschwerdeergänzung auf dem 
Weg der Replik erweist sich nur insoweit als statthaft, als die Ausführungen in der 
Vernehmlassung dazu Anlass geben. Anträge und Rügen, die bereits in der Be-
schwerde hätten erhoben werden können, sind nach Ablauf der Beschwerdefrist 
ausgeschlossen (vgl. dazu etwa BGE 138 I 484 E. 2.4; 132 I 42 E. 3.3.4). Eines 
expliziten Hinweises auf diese Rechtslage seitens des Gerichts bedurfte es vor-
gängig nicht, weil die für die Beschwerdeführerin handelnde B._____ als lic. iur. 
HSG und Rechtsberaterin auftritt und damit rechtskundig ist.

3. Wie einleitend erwähnt, bildet einzig die vom Regionalgericht Plessur vor-
genommene Verpflichtung der Beschwerdeführerin zur Tragung der Prozesskos-
ten Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. In der Sache selbst wurde das Ver-
fahren infolge Rückzugs der Klage abgeschrieben. Daher kann auch keine Beur-
teilung des materiellen Sachverhalts mehr erfolgen. Auf die von der Beschwerde-
führerin vorgebrachten materiellen Ausführungen zum ursprünglichen Streitpunkt, 

6 / 10

aber auch zum Verhalten der Verwaltung BDO AG und demjenigen der Rechtsver-
treterin der Gegenpartei ist daher nicht näher einzugehen. Im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren kann einzig geprüft werden, ob sich aufgrund der konkreten 
Umstände eine andere Kostenverteilung, als sie von der Vorinstanz angeordnet 
wurde, aufdrängt. Darüber hinausgehende Streitpunkte haben unberücksichtigt zu 
bleiben. 

4. Die Prozesskosten werden nach den Verteilungsgrundsätzen der ZPO in 
der Regel der unterliegenden Partei auferlegt, wobei bei einem Klagerückzug die 
klagende Partei als unterliegend gilt (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Art. 107 ZPO zählt so-
dann Fälle auf, bei welchen Abweichungen von den Verteilungsgrundsätzen 
gemäss Art. 106 ZPO möglich sind. Gemäss Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO kann das 
Gericht von den Verteilungsgrundsätzen insbesondere dann abweichen, wenn 
andere besondere Umstände vorliegen, die eine Verteilung nach dem Ausgang 
des Verfahrens als unbillig erscheinen lassen. Lit. b der genannten Norm sieht 
eine Abweichung vor, wenn eine Partei in guten Treuen zur Prozessführung ver-
anlasst war, lit. e sodann eine solche, wenn das Verfahren als gegenstandslos 
abgeschrieben wird. Gerichtskosten, die weder eine Partei noch Dritte veranlasst 
haben, können aus Billigkeitsgründen dem Kanton auferlegt werden (Art. 107 Abs. 
2 ZPO). Unnötige Prozesskosten hat zu bezahlen, wer sie verursacht hat (Art. 108 
ZPO).

4.1. Die Beschwerdeführerin macht zunächst Verfahrensmängel im Zusammen-
hang mit dem Schlichtungsverfahren geltend, welche der Verwaltung der StWEG 
anzulasten seien. Insbesondere habe diese die Klageschrift, welche ihr vom Ge-
richt korrekt zugestellt worden sei, nicht an die einzelnen Stockwerkeigentümer 
weitergeleitet. Somit hätten diese keine Kenntnis der Klage gehabt. Zudem hätten 
an der Schlichtungsverhandlung nicht alle Vollmachten vorgelegen. Aus diesen 
Gründen sei die Schlichtungsverhandlung ungültig gewesen. Zudem sei die Kla-
gebewilligung fehlerhaft.

Aus den Akten geht hervor, dass das Vermittleramt Plessur am 11. Juni 2019 die 
Klagebewilligung ausgestellt hat. Bei der Klagebewilligung handelt es sich gemäss 
ständiger Praxis des Bundesgerichts nicht um einen Entscheid, und sie ist dem-
entsprechend nicht anfechtbar (vgl. BGE 139 III 273 E. 2.3). Sie schliesst das Ver-
fahren nicht ab, sondern hält lediglich die ausgebliebene Einigung zwischen den 
Parteien fest und öffnet dergestalt dem Kläger den Weg ans Gericht (Art. 209 
Abs. 3 ZPO; Alexander Zürcher, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, 
N 6a ff. zu Art. 59 ZPO). Die Klagebewilligung ist somit kein selbstständiges An-

7 / 10

fechtungsobjekt. Sie ist vielmehr eine Prozessvoraussetzung, die (erst) vom in der 
Sache angerufenen Gericht zu prüfen ist. Im konkreten Fall wurde die Klage je-
doch durch die Beschwerdeführerin wieder zurückgezogen. Dieser Klagerückzug 
hat von Gesetzes wegen die Wirkung eines rechtskräftigen Entscheids (Art. 241 
Abs. 2 ZPO) und beendet den Prozess unmittelbar. Das bedeutet, dass das zu-
ständige Gericht das Verfahren ohne weitere Prüfung – auch der Prozessvoraus-
setzungen – abzuschreiben hat (vgl. Art. 241 Abs. 3 ZPO). Die Frage, ob die 
Schlichtungsverhandlung gültig durchgeführt und die Klagebewilligung zu Recht 
ausgestellt worden ist, ist daher nicht mehr von Belang und muss offengelassen 
werden. Dementsprechend rechtfertigen sich dadurch auch keine Änderungen des 
Kostenspruchs. Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle erwähnt, dass auf 
diese Konstellation – entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin – 
Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO ohnehin keine Anwendung finden würde, da diese Be-
stimmung nach dem Wortlaut nur dann herangezogen werden kann, wenn das 
Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben wird und das Gesetz nichts anderes 
vorsieht. Die Gegenstandslosigkeit infolge Klagerückzugs wurde vom Gesetzge-
ber jedoch ausdrücklich in Art. 106 Abs. 1 ZPO geregelt. Dementsprechend geht 
diese Spezialregel der generellen Regelung von Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO vor. 

4.2. Die Beschwerdeführerin rügt weiter, das erstinstanzliche Gericht habe es 
unterlassen, zwei Termine für Vergleichsverhandlungen wieder neu anzusetzen, 
nachdem diese abgesagt worden seien. Das Gericht habe damit ohne Begrün-
dung von einem mündlichen Verfahren auf ein schriftliches Verfahren gewechselt. 
Die Klägerin habe sich nun auf ein "Stellungnahmenverfahren" einlassen müssen, 
bei dem die Beklagte die erste Stellungnahme habe verfassen dürfen. Es habe 
somit kein korrektes Vergleichsverfahren stattgefunden. Die Beschwerdeführerin 
verkennt dabei, dass das Gericht gestützt auf Art. 226 Abs. 1 ZPO jederzeit In-
struktionsverhandlungen durchführen kann. Diese dienen unter anderem dem 
Versuch einer Einigung, aber auch der Vorbereitung der mündlichen Hauptver-
handlung. Das Gericht ist jedoch nicht dazu verpflichtet. Dass sie stattdessen der 
beklagten Partei eine Frist zur Einreichung einer Stellungnahme (Klageantwort) 
ansetzte, ist vom Gesetz vorgesehen (vgl. Art. 222 Abs. 1 und Art. 245 Abs. 2 
ZPO) und daher nicht zu beanstanden. Von einem Wechsel in ein schriftliches 
Verfahren kann zudem keine Rede sein, zumal nach Abschluss des Schriften-
wechsels (einfach oder doppelt) von Gesetzes wegen eine mündliche Hauptver-
handlung stattgefunden hätte (vgl. Art. 228 ZPO), wäre die Klage nicht vorher 
zurückgezogen worden. Die Vorgehensweise der Vorinstanz ist nicht zu bean-
standen und hat dementsprechend auch keine Auswirkungen auf die von ihr ge-
troffene Kostenregelung. 

8 / 10

4.3. Die Beschwerdeführerin bringt sinngemäss vor, die Rechtsvertreterin der 
Gegenpartei sei aufgrund ihres Anstellungsverhältnisses bei der E.________ nicht 
unabhängig im Sinne des BGFA. Diesbezüglich ist lediglich darauf hinzuweisen, 
dass das Bundesgericht in einem Grundsatzentscheid (BGE 138 II 440) festgehal-
ten hat, die institutionelle Unabhängigkeit bei Anwälten, die bei einer Anwaltskör-
perschaft angestellt sind, sei dann gewahrt, wenn die Anwaltskörperschaft 
vollständig durch registrierte Anwälte beherrscht werde. Der Zweck von Art. 8 
Abs. 1 lit. d BGFA erfordere nicht, körperschaftliche Rechtsformen von Anwalts-
kanzleien generell zu untersagen. Die Prüfung, ob die Unabhängigkeit im konkre-
ten Einzelfall jeweils gewahrt ist, obliegt der Aufsichtskommission über die 
Rechtsanwälte (AKR). Dabei gilt es zu beachten, dass die Anwältinnen und An-
wälte gesetzlich verpflichtet sind, jede Änderung der sie betreffenden Daten im 
Register der zuständigen Aufsichtsbehörde mitzuteilen (Art. 12 lit. j BGFA), worun-
ter auch die Anstellung bei einer Anwaltskörperschaft fällt. Es kann daher ohne 
weiteres davon ausgegangen werden, dass die AKR im Falle von Rechtsanwältin 
MLaw Michelle Mehli deren Unabhängigkeit bejaht hat, zumal sie nachweislich im 
kantonalen Anwaltsregister eingetragen ist. 

4.4. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei in der Sache eine gütliche 
Einigung erzielt worden, weshalb sie sodann die Klage auch zurückgezogen habe. 
Dies wird von der Beschwerdegegnerin jedoch explizit bestritten. Auch aus dem 
Protokoll der ausserordentlichen StWEG-Versammlung vom 17. Januar 2020 er-
gebe sich nichts dergleichen. Aufgrund der Akten steht fest, dass die Beschwerde-
führerin die Klage mit Schreiben vom 14. September 2020 vorbehaltlos zurückge-
zogen hat. Die Gründe, welche zu diesem Entscheid führten, sind daher für die 
Beurteilung der Kostenfrage irrelevant, weil das Gesetz für diese Konstellation in 
Art. 106 Abs. 1 ZPO eine klare Kostenfolge vorsieht. Wie vorstehend bereits dar-
gelegt wurde, ist die Prozessleitung durch das Regionalgericht Plessur nicht zu 
beanstanden. Insofern sind die Ausführungen der Beschwerdeführerin, dass "et-
was mit dem Verfahren nicht stimmen konnte", nicht nachvollziehbar, weshalb sich 
ohnehin kein Abweichen vom allgemeinen Verteilungsgrundsatz aufdrängt. 

4.5. Zusammenfassend kann nach dem Gesagten festgehalten werden, dass 
die Beschwerdeführerin keine überzeugenden Gründe vorbringt, welche gegen die 
Grundregel, wonach die unterliegende Partei die Prozesskosten zu tragen hat, 
sprechen würden. Insbesondere ergibt sich aus ihren Ausführungen nicht, dass 
sie das Verfahren in guten Treuen eingeleitet hätte (Art. 107 Abs. 1 lit. b ZPO) 
oder die Auferlegung der Kosten infolge besonderer Umstände unbillig wäre 
(Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO). Auch eine Übernahme der Gerichtskosten durch den 

9 / 10

Kanton (Art. 107 Abs. 2 ZPO) fällt ausser Betracht, zumal der Vorinstanz keine 
Verfahrensfehler zur Last gelegt werden können. Bei diesem Ergebnis erübrigt es 
sich, auf den Antrag der Beschwerdeführerin, die Kosten der gegnerischen 
Rechtsvertretung seien von der Rechtsanwältin selbst zu tragen, näher einzuge-
hen. Auch diese sind gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO der unterliegenden Beschwer-
deführerin aufzuerlegen. Die Beschwerde ist damit abzuweisen und die vor-
instanzliche Kostenregelung zu bestätigen. 

5. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens, die ge-
stützt auf Art. 10 der Verordnung über die Gebühren im Zivilverfahren (VGZ; 
BR 320.210) auf CHF 2'000.00 festgesetzt werden, vollumfänglich zu Lasten der 
Beschwerdeführerin (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Ausserdem hat die Beschwerdeführe-
rin die der Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren entstandenen Auslagen 
und die Kosten ihrer Rechtsvertretung zu ersetzen (Art. 106 Abs. 1 in Verbindung 
mit Art. 95 ZPO). Rechtsanwältin MLaw Michelle Mehli reichte am 26. April 2021 
eine Honorarnote über den Betrag von CHF 2'241.75 (einschliesslich Spesen und 
Mehrwertsteuer) ein. Dieser Aufwand erscheint angesichts der sich stellenden 
Sach- und Rechtsfragen als angemessen. Die Beschwerdeführerin wird daher 
verpflichtet, die Beschwerdegegnerin für das vorliegende Beschwerdeverfahren 
mit CHF 2'241.75 zu entschädigen. 

10 / 10

Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'000.00 gehen unter soli-
darischer Haftbarkeit zu Lasten von B._____ und C._____ und werden mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss von CHF 2'000.00 verrechnet. 

3. B._____ und C._____ haben die D._____ unter solidarischer Haftbarkeit für 
das Beschwerdeverfahren mit CHF 2'241.75 (inkl. Spesen und MwSt.) aus-
seramtlich zu entschädigen. 

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: