# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eef6200c-f5ee-5fd5-a5a4-807f41ab9b86
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.09.2016 725 16 148
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-16-148_2016-09-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 15. September 2016 (725 16 148) 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Anspruch auf Integritätsentschädigung  
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons-

richter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A.1 Der 1943 geborene A.____ war bei der Firma B.____ AG als Lehrling angestellt und 
aufgrund dieses Anstellungsverhältnisses bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 
(SUVA) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 8. April 1961 verletzte er sich beim 
Fussballspielen am linken Knie (Distorsion und fast vollständiger Ausriss des Kreuzbandes). 
Am 16. September 1961 erlitt er erneut einen Unfall, wobei er sich zusätzlich eine Meniskuslä-
sion am linken Knie zuzog. Die SUVA erbrachte für beide Unfallereignisse und die in den fol-
genden Jahren gemeldeten Rückfälle die gesetzlichen Leistungen.  
 

 

 
 
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A.2 Am 1. Oktober 2014 wurde dem Versicherten, der zwischenzeitlich seinen Wohnsitz 
nach C.____ verlegt hatte, durch Dr. med. D.____, Orthopäde, eine Knietotalprothese links im-
plantiert. Am 16. April 2015 teilte Dr. D.____ mit, dass der Heilungsprozess ordnungsgemäss 
verlaufe. Nichtsdestotrotz bestünden noch gewisse Einschränkungen. Mit Beurteilung vom 
6. Mai 2015 schätzte der SUVA-Kreisarzt med. pract. E.____, FMH Chirurgie, die von der SUVA 
aufgrund der seinerzeit erlittenen unfallbedingten Integritätseinbusse im linken Knie auf gesam-
haft 30%. Mit Verfügung vom 16. Juni 2015 sprach die SUVA dem Versicherten (gestützt auf 
die nach dem 1. Januar 1984 entstandene) Integritätseinbusse von 17.25% eine Integritätsent-
schädigung von Fr. 12'006.-- zu. Daran hielt sie auch in ihrem Einspracheentscheid vom 6. April 
2016 fest. 
 
B. Dagegen erhob der Versicherte am 2. Mai 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte die Aufhebung des Ein-
spracheentscheids. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass er seit der Implanta-
tion der Totalprothese wesentlich mehr Probleme mit seinem Knie habe und dadurch stark in 
seiner Lebensqualität einschränkt sei. Seine körperliche Integrität sei dauernd und voraussicht-
lich während seines ganzen Lebens eingeschränkt. Basierend auf diese Tatsachen sei die In-
tegritätsentschädigung wohl zu niedrig.  
 
C. Zur Beschwerde liess sich die SUVA vernehmen und beantragte unter Hinweis auf die 
Verfügung und den Einspracheentscheid deren Abweisung. 
 
D. Am 28. Juli 2016 und am 6. September 2016 reichte der Beschwerdeführer zwei Stel-
lungnahmen per E-Mail ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über dem Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrecht (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Befindet sich dieser im Ausland, so ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zu-
ständig, in welchem sich ihr letzter schweizerischer Wohnsitz befand oder in welchem ihr letzter 
schweizerischer Arbeitgeber Wohnsitz hat. Vorliegend hat der Beschwerdeführer Wohnsitz in 
C.____. Sein letzter Wohnsitz in der Schweiz befand sich jedoch in F.____, sodass die örtliche 
Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des 
Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des 
Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 

 

 
 
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ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf 
die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2. Strittig ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die Integritätsentschädigung zu Recht 
ausgerichtet und korrekt berechnet hat. 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Un-
fallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Integritätseinbusse) ein natürlicher (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) 
und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusammenhang be-
steht. 
 
3.2 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes-
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädi-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der 
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsscha-
den als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem 
Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integ-
rität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). 
Die Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenan-
spruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
3.3 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung 
handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fach-
ärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund 
der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen 
offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von 
einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beur-
teilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.4 Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den 
am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und 
wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG). Ge-
mäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser 
Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein 
Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens min-
destens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integri-
tät, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss 
Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges 3. 
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen 

 

 
 
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zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festge-
setzt (Abs. 3). 
 
3.5 Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach 
der Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizinischen Befund. Bei 
gleichem medizinischem Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird 
abstrakt und egalitär bemessen. Die Integritätsentschädigung der Unfallversicherung unter-
scheidet sich daher von der privatrechtlichen Genugtuung, mit welcher der immaterielle Nachteil 
individuell unter Würdigung der besonderen Umstände bemessen wird. Es lassen sich im Ge-
gensatz zur Bemessung der Genugtuungssumme im Zivilrecht (vgl. BGE 112 II 131 E. 2) ähnli-
che Unfallfolgen miteinander vergleichen und auf medizinischer Grundlage allgemein gültige 
Regeln zur Bemessung des Integritätsschadens aufstellen; spezielle Behinderungen der Be-
troffenen durch den Integritätsschaden bleiben dabei unberücksichtigt. Die Bemessung des 
Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab; 
auch geht es bei ihr nicht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-
theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei 
subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1, 113 V 218 E. 4b mit Hin-
weisen; RKUV 2001 Nr. U 445 S. 555 ff.). 
 
3.6 Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritäts-
schäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala 
(BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische Schäden prozentual gewichtet 
(RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Ent-
schädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten 
Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritäts-
schäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integri-
tätsschäden, die gemäss der Skala 5% nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädi-
gung (Ziff. 1 Abs. 3). 
 
3.7 Die Medizinische Abteilung der SUVA hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen 
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese 
von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für 
die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziff. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der 
in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher 
im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich 
Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden 
soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a). 
 
3.8 Der Anspruch auf Integritätsentschädigung besteht auch bei Rückfällen und Spätfolgen 
(Art. 11 UVV; THOMAS FREI, Die Integritätsentschädigung nach Art. 24 und 25 des Bundesge-
setzes über die Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1997, S. 21). Dies gilt für versicherte Perso-
nen der SUVA (Art. 118 Abs. 2 UVG) auch in Fällen, in denen sich der Unfall - wie hier - vor 
dem Inkrafttreten des UVG (1. Januar 1984) ereignet hat, sofern evolutives Geschehen über 
diesen Zeitpunkt hinaus angehalten hat, sodass damals weder Erheblichkeit noch Dauerhaf-

 

 
 
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tigkeit schlüssig feststellbar waren; in diesen Fällen ist der Anspruch erst unter der Geltung des 
UVG entstanden, weshalb eine Integritätsentschädigung in Frage kommt (RKUV 1988 Nr. U 50 
S. 284 f. E. 1b). Eine Integritätsentschädigung wird in solchen Fällen u.a. ausgerichtet, wenn 
der Schaden durch Rückfall oder Spätfolgen nach dem 1. Januar 1984 dauernd und erheblich 
(mindestens 5%) zugenommen hat; alsdann erfolgt eine Teilvergütung für die Zunahme 
(vgl. BGE 127 V 456, E. 4a; RKUV 1988 Nr. U 50 S. 286 E. 2b). 
 
4. Auf den vorliegenden Fall bezogen bedeuten die vorstehenden Ausführungen was 
folgt: 
 
4.1.1 In ihrer Verfügung vom 16. Juni 2015 stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die me-
dizinische Beurteilung des Kreisarztes med. pract. E.____ vom 6. Mai 2015. Er führte als Diag-
nosen eine posttraumatische fortgeschrittene Pangonarthrose am linken Knie nach Distorsions-
trauma beim Fussballspiel 1961 mit Status nach multiplen Folgeoperationen (Patellastabilisati-
on, laterale Meniskusexzision und mediale Meniskusexzision) auf. Aktuell bestehe ein Status 
nach Implantation einer Knietotalprothese am 1. Oktober 2014 durch den Orthopäden 
Dr. D.____. Dieser habe im Anschluss an die Kniegelenksoperation am 1. Oktober 2014 mitge-
teilt, dass anlässlich des intraoperativen Funktionstests eine maximale Extension von 130° er-
reicht worden sei. Am 30. Oktober 2014 habe Dr. D.____ ein noch etwas steifes linkes Knie mit 
leichter Schwellung festgestellt. In den nachfolgenden Monaten habe der Beschwerdeführer 
weiterhin über bestehende Beschwerden geklagt, weshalb er erneut durch Dr. D.____ unter-
sucht worden sei. In seinem Bericht vom 16. April 2015 führte er aus, dass der Heilungsprozess 
gut verlaufe. Zwar sei die Beweglichkeit weiterhin eingeschränkt und das linke Knie könne nicht 
ganz gestreckt werden. Auch könne der Versicherte noch nicht so weit gehen, ohne Schmerzen 
in der Hüfte zu bekommen. Er weise ein leichtes Hinken auf, könne schlecht aus dem Auto 
aussteigen, habe Schwierigkeiten abwärts, aber nicht aufwärts zu gehen. Er schlafe aber gut 
und habe grundsätzlich keine Schmerzen. Im Rahmen der Untersuchung stellte Dr. D.____ eine 
Kniebeweglichkeit von 10° bis 100° fest. Das Knie sei zudem nicht gereizt und weise eine gute 
Stabilität auf. Das Ergebnis der Operation sei befriedigend, auch wenn noch gewisse Ein-
schränkungen bestünden, welche sich in den nächsten sechs Monaten noch marginal verbes-
sern können. Gestützt auf diese Angaben ging pract. med. E.____ unter Berücksichtigung der 
SUVA Tabellen 5 (Revision 2011; Pangonarthrose) und 2 (Revision 2000; Integritätsschäden 
bei Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten) von einer Gesamteinschätzung der Integ-
ritätseinbusse von 30% aus, was nicht zu beanstanden ist. Seine Beurteilung stützt sich auf die 
vorhandenen Akten und auf die darin erhobenen Befunde, ist nachvollziehbar und leuchtet im 
Ergebnis ein. Insbesondere berücksichtigt er die vom behandelnden Orthopäden Dr. D.____ 
gemachten Ausführungen, welcher seine Behandlung Mitte April 2015 mit dem Hinweis, dass 
nur noch unwesentliche Fortschritte erwartet werden können, abschloss. Aus diesem Grund ist 
auf den Bericht von pract. med. E.____ abzustellen, zumal auch der Beschwerdeführer - wie 
nachfolgend aufgezeigt wird - keine substantielle Vorbringen dagegen äussert.  
 
4.1.2 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, dass sich seine gesundheitli-
che Situation seit der Operation am 1. Oktober 2014 verschlechtert habe. So müsse er bei-
spielsweise auf seine Spaziergänge verzichten, weil sein Knie schnell anschwelle. Er könne 

 

 
 
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nicht mehr in die Hocke gehen, nicht mehr Rad fahren oder joggen. Zudem fühle er sich auf 
unebenen Boden sehr unsicher. Diese Ausführungen des Beschwerdeführers erscheinen zwar 
glaubhaft. Dennoch ändern sie und auch die weiteren in der Beschwerde und den übrigen Ein-
gaben vorgebrachten Argumente nichts an der Beurteilung des SUVA-Kreisarztes, der bei der 
medizinisch-theoretischen Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen Integrität des Be-
schwerdeführers eine Einbusse von 30% (brutto) festgestellt hat. Dies umso mehr, als in den 
vorliegenden medizinischen Berichten die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers 
nicht bestätigt wird, weshalb von subjektive bedingten Einschränkungen auszugehen ist, welche 
in Bezug auf die Bemessung des Integritätsschadens ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 
147 E. 1, 113 V 218 E. 4b mit Hinweisen; RKUV 2001 Nr. U 445 S. 555 ff.). Aus diesen Grün-
den sieht das Gericht keinen Anlass, von der schlüssigen und nachvollziehbaren kreisärztlichen 
Beurteilung abzuweichen. Es ist somit davon auszugehen, dass der Integritätsschaden beim 
Beschwerdeführer gestützt auf die Beurteilung von pract. med. E.____ 30% (brutto) beträgt. 
 
4.2.1 Als nächstes ist zu prüfen, ob die SUVA die Höhe der Integritätsentschädigung richtig 
bemessen hat. Dabei ist zu beachten, dass der Beschwerdeführer aufgrund der vorliegenden 
Akten bereits vor Inkrafttreten des UVG unter der Herrschaft des KUVG an ausgeprägten dege-
nerativen Veränderungen am linken Knie in Form einer ausgeprägten sogenannten fibularen 
Gonarthrose links mit deutlicher Femoro-Patellararthrose links und deutlicher Arthrose der lin-
ken Fabella litt (vgl. act. 230). Diese Integritätseinbusse bewirkte nach der damals geltenden 
Rechtslage keinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (vgl. oben E. 3.8). Die Be-
schwerdegegnerin musste daher unter Berücksichtigung der intertemporalrechtlichen Grund-
sätze eine Gesamteinschätzung der Integritätseinbusse vornehmen und dem Beschwerdeführer 
lediglich die seit Inkrafttreten des UVG am 1. Januar 1984 im Rahmen des Rückfalls entstande-
ne, dauerhafte und erhebliche Verschlimmerung des Integritätsschadens im Sinne eines Netto-
schadens vergüten (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 4. September 
2003, U 313/02, E. 4.4; RKUV 1993 S. 24, 1988 S. 284 ff.). 
 
4.2.2 Die Beschwerdegegnerin berechnete den Anspruch des Beschwerdeführers aufgrund 
der seit 1984 pro rata temporis entstandenen Integritätseinbusse, indem sie die Gesamtdauer 
der Arthrosenentwicklung seit dem Unfall am 8. April 1961 bis zum 1. Oktober 2014 (Zeitpunkt 
Implantation Kniegelenkprothese; 19'535 Tage) und jene seit dem 1. Januar 1984 (11'232 Ta-
ge) feststellte. In der Folge errechnete sie den intertemporalrechtlichen Integritätsschaden auf 
netto 17,25% (30% ÷ 19'535 x 11'232). Diese Berechnung ist korrekt und hält auch einer ge-
richtlichen Überprüfung stand. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach die Beschwerdegegnerin 
dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung von Fr. 12'006.-- zu. Dabei stellte sie auf 
den höchstversicherten Verdienst bei Inkrafttreten des UVG (am 1. Januar 1984) ab, der da-
mals Fr. 69'600.- betrug (vgl. BGE 127 V 456 E. 4b mit Hinweisen), woraus der vorgenannte 
Betrag resultiert (Fr. 69'600.-- x 17.25%). 
 
4.3 Zusammenfassend steht fest, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer 
zu Recht eine Integritätsentschädigung von Fr. 12'006.-- auf der Basis einer Integritätseinbusse 
von netto 17.25% ausgerichtet hat. Die gegen den Einspracheentscheid vom 6. April 2016 er-
hobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

 

 
 
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5. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.  
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.  
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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