# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a07093c-20ec-586f-aa20-d42ca7ab2288
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.04.2025 D-2112/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2112-2025_2025-04-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2112/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger;   

Gerichtsschreiberin Michelle Rebsamen. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Nigeria,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 18. März 2025 / N (…). 

 

 

 

D-2112/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 14. November 2024 in der Schweiz um 

Asyl nach. Am 22. November 2024 fand seine Personalienaufnahme (PA) 

statt und am 29. November 2024 wurde das Dublin-Gespräch durchge-

führt.  

B.  

Mit Schreiben vom 25. Februar 2025 teilte das SEM dem Beschwerdefüh-

rer mit, das Dublin-Verfahren sei beendet worden und das Asylgesuch 

werde deshalb in der Schweiz geprüft.  

C.  

Am 7. März 2025 wurde der Beschwerdeführer vertieft zu seinen Asylgrün-

den angehört.  

Dabei brachte er vor, er habe bis zu seiner Ausreise in B._______ gelebt, 

wo er mit seinen beiden Brüdern in einer Zweizimmerwohnung gewohnt 

habe. Er habe zudem eine ältere Schwester in B._______. Seine Mutter 

lebe im Dorf C._______ in D._______. Sein Vater sei im Jahre (…) gestor-

ben. Er habe rund elf Jahre die Schule besucht und anschliessend in ver-

schiedenen Firmen gearbeitet, bis er sich mit 21 oder 22 Jahren selbst-

ständig gemacht und einen Laden eröffnet habe.  

Seine Probleme hätten im Jahre (…) begonnen. Sein Bruder E._______ 

sei ein Unterstützer der PDP (Peoples Democratic Party) gewesen und 

habe für einen Politiker der PDP gearbeitet. Als jemand aus der APC (All 

Progressives Congress) getötet worden sei, sei dies seinem Bruder 

E._______ angehängt worden, weshalb sein Bruder bei einem Übergriff 

getötet worden sei. Jener Übergriff habe etwa Mitte (…) stattgefunden. Da-

mals seien um Mitternacht Leute in ihre Wohnung eingedrungen. Er sei 

zusammen mit seinem Bruder F._______ in einem Zimmer am Schlafen 

gewesen, als er gehört habe, dass sein Bruder E._______ im anderen Zim-

mer geschrien habe. Zuerst habe er gedacht, dass die Angreifer nicht zu 

ihm und seinem jüngeren Bruder ins Zimmer kommen würden. Als sie je-

doch angefangen hätten, die Türe zu ihrem Zimmer aufzubrechen, sei er 

durch das Fenster geflohen. Sein Bruder F._______ sei wohl auch durch 

das Fenster geflohen; weil er (Beschwerdeführer) aber zuerst davonge-

rannt sei, wisse er es nicht genau. Während er gerannt sei, habe er eine 

Tankstelle mit Licht gesehen und sei schliesslich dort geblieben. Am nächs-

ten Tag habe er von seiner Schwester erfahren, dass sein Bruder 

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Seite 3 

E._______ beim Übergriff getötet worden sei. Seine Schwester habe ver-

mutet, dass die Angreifer auch hinter ihm her seien, da er diese ja zu Ge-

sicht bekommen habe. Deshalb habe er sich zwei Tage bei einem Freund 

aufgehalten. Am dritten Tag nach besagtem Vorfall sei er wieder zur Arbeit 

gegangen. Am fünften Tag nach dem Vorfall sei er in seinem Laden von 

zwei Leuten angegriffen worden; er sei damals unter einem Auto am Arbei-

ten gewesen, als er mit einer Machete am Arm geschnitten worden sei. 

Daraufhin sei er auf der anderen Seite des Autos hervorgekommen und 

weggerannt. Beim Wegrennen sei er am Rücken getroffen und seine 

Schulter verletzt worden. Nach einiger Zeit habe er sich in Spitalpflege be-

geben und sich danach an verschiedenen Orten versteckt gehalten. In ei-

nem Lokal habe er schliesslich beim Essen ein Gespräch von Bekannten, 

denen er ab und zu beim Essen begegnet sei, mitgehört, wobei es um eine 

Auslandreise gegangen sei. Er habe jene Leute angesprochen und mitge-

teilt, dass er auch Interesse an einer Ausreise habe. So habe er rund einen 

Monat nach dem letzten Vorfall, etwa im Juni oder Juli (…), seine Heimat 

verlassen.  

In der Folge habe er rund ein Jahr in G._______ gelebt. Er sei dann nach 

H._______ gelangt, wo er am 18. Juni 2015 sowie am 31. März 2016 um 

Asyl ersucht habe. Weil er eine Arbeitsstelle gefunden habe, habe er das 

Asylgesuch zurückgezogen und eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. In 

H._______ habe er seine spätere Ehefrau und Mutter seiner zwei Kinder, 

eine gebürtige I._______ mit (…) Staatsangehörigkeit, kennen gelernt. Mit 

ihr sei er im Oktober 2019 nach J._______ gereist, wo er eine Arbeitsbe-

willigung erhalten und mit seiner Familie gelebt habe. Während der COVID-

Pandemie sei es aber zu familiären Problemen gekommen. Wegen häus-

licher Gewalt gegenüber seiner Ehefrau sei er durch die (…) Behörden 

festgenommen worden und vom (…) 2021 bis zum (…) 2021 in J._______ 

im Gefängnis gewesen. Nach der Haftentlassung sei ihm eine zweijährige 

Bewährungsfrist auferlegt worden, während der er J._______ nicht habe 

verlassen dürfen. Er habe damals über eine provisorische Aufenthaltsbe-

willigung verfügt, die jedoch im (…) 2021 abgelaufen und nicht verlängert 

worden sei. Bis zur Einreise in die Schweiz am 14. November 2024 habe 

er als Obdachloser in J._______ gelebt.  

Nach Nigeria könne er nicht mehr zurückkehren, da es für ihn gefährlich 

sein könnte. Auch habe er bereits einen Bruder verloren und seit dem Über-

fall seinen anderen Bruder nicht mehr gesehen.  

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Seite 4 

Zum Nachweis seiner Identität reichte der Beschwerdeführer Kopien seiner 

abgelaufenen (…) Aufenthaltsbewilligung sowie die Ausweispapiere seiner 

Kinder zu den Akten. 

D.  

Im Rahmen des vom SEM gewährten rechtlichen Gehörs reichte die da-

malige Rechtsvertretung des Beschwerdeführers eine Stellungnahme vom 

17. März 2025 zum Entscheidentwurf ein. 

E.  

Mit gleichentags eröffnetem Entscheid vom 18. März 2025 verneinte das 

SEM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers, lehnte sein Asyl-

gesuch ab, verfügte seine Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den 

Wegweisungsvollzug an. 

F.  

Der Beschwerdeführer erhob dagegen mit Eingabe vom 27. März 2025 

(Poststempel) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt 

sinngemäss unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung die Anerken-

nung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl, eventualiter 

die Gewährung der vorläufigen Aufnahme unter Feststellung der Unzuläs-

sigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzuges. 

G.  

Mit Schreiben vom 28. März 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsge-

richt den Eingang der Beschwerde.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch hier – endgültig 

(Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

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Seite 5 

1.2 Die Beschwerde ist nicht in einer Amtssprache des Bundes abgefasst. 

Auf die Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeverbesserung kann indessen 

aus verfahrensökonomischen Gründen verzichtet werden, zumal der in 

Englisch verfassten Beschwerdeeingabe hinreichend klare sinngemässe 

Rechtsbegehren samt deren Begründung zu entnehmen sind, weshalb 

ohne Weiteres darüber befunden werden kann. 

1.3 Die (eigenhändig geschriebene) Beschwerde enthält zwar keine Unter-

schrift. Auf die Ansetzung einer Nachfrist zur Einholung einer Beschwerde-

verbesserung kann aber verzichtet werden, da der Name des Beschwer-

deführers eingangs der Beschwerde handschriftlich vermerkt ist und das 

Schriftbild der Beschwerde insgesamt mit den vorinstanzlichen Akten (vgl. 

insbesondere Personalienblatt; SEM act. 1377021-2) übereinstimmt, so 

dass dem Beschwerdeführer der Inhalt der Beschwerde ohne Weiteres zu-

geordnet werden kann.  

1.4 Die Beschwerde ist insofern form- und fristgerecht eingereicht worden. 

Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Einreichung der Be-

schwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 so-

wie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die Beschwerde ist im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zu-

stimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten Richterin zu behan-

deln, da sie sich im Ergebnis als offensichtlich unbegründet erweist 

(Art. 111 Bst. e AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf einen 

Schriftenwechsel verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

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des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründete ihren ablehnenden Entscheid damit, die 

Vorbringen würden die Anforderungen an die Glaubhaftmachung gemäss 

Art. 7 AsylG nicht erfüllen.  

Der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage, Gründe für seine angeblichen 

Probleme und die daraus resultierende Verfolgung anzugeben. Trotz mehr-

maligen Nachfragens habe er ausser der Behauptung, er sei wegen sei-

nem Bruder E._______, der die PDP unterstützt habe und fälschlicher-

weise beschuldigt worden sei, für den Tod eines APC-Mitglieds verantwort-

lich zu sein, keine konkreten Anhaltspunkte für eine Verfolgung angeben 

können. So sei etwa seine Beschreibung, wie der Überfall in der Wohnung 

sich abgespielt habe und wie es zu seiner Flucht gekommen sei, vage aus-

gefallen. Der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage gewesen, detailliert 

darüber zu berichten und die Reaktionen und Handlungen der anwesen-

den Personen zu beschreiben. Trotz mehrerer Nachfragen habe er nur in 

einer allgemeinen Form darstellen können, was sich angeblich in jener 

Nacht zugetragen habe. Seine Aussagen würden eine persönliche Ausei-

nandersetzung mit diesem Thema vermissen lassen, was aber von einer 

Person, die angeblich ein solch einschneidendes Erlebnis durchlebt habe, 

hätte erwartet werden können. Auch seine Darstellung, wie der Kontakt mit 

seiner Schwester abgelaufen sei und was er von ihr erfahren habe, habe 

er nur allgemein und ohne Detailreichtum schildern können. Auch der 

Grund, warum jene Angreifer nun auch ihn suchen würden, sei knapp aus-

gefallen. Auch seine Darstellung, wie er fünf Tage später in seinem Ge-

schäft überfallen worden sei und wie ihm trotz Verletzung die Flucht gelun-

gen sei, sei rudimentär. Auch habe er nur auf eine allgemeine Art und 

Weise darzustellen vermocht, wie er sich nach dem letzten Vorfall versteckt 

und in der Folge zur Ausreise entschlossen habe. Trotz mehrerer Fragen 

seien seine Aussagen allgemein geblieben und er sei nicht in der Lage 

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gewesen, Frau-gen, die seine persönlichen Erlebnisse betroffen hätten, 

anschaulich zu beantworten. Gesamthaft betrachtet erschöpften sich seine 

Aussagen in Allgemeinplätzen, die in dieser Form ohne weiteres von ir-

gendjemandem nacherzählt werden könnten. Die einfach gehaltene Sach-

verhaltsdarstellung in dieser Form sei mit der erfahrungsgemäss um ein 

Vielfaches komplexeren Wirklichkeit in keiner Art und Weise zu vereinba-

ren. Gesuchstellende, die in ihrem Heimatland tatsächlich Probleme hätten 

und gesucht würden, könnten detailliert und auf eine persönliche Art und 

Weise darüber berichten. Auch könnten sie ihre diesbezüglichen Erfahrun-

gen beziehungsweise Befürchtungen sowie Ängste anschaulich schildern. 

Im Falle des Beschwerdeführers würden weder persönliche Betroffenheit 

noch subjektives Empfinden das Geschilderte untermauern.  

Entgegen der in der Stellungnahme seiner (damaligen) Rechtsvertretung 

geäusserten Auffassung habe er in der Anhörung ausreichend Gelegenheit 

gehabt, die Ausreisegründe aus Nigeria darzulegen. Er habe denn auf 

Nachfrage auch zur Antwort gegeben, dass er von allem habe berichten 

können.  

5.2 Der Beschwerdeführer hielt demgegenüber in der Beschwerde daran 

fest, dass ihm zu glauben sei, wobei er im Wesentlichen den bei der Anhö-

rung geschilderten Sachverhalt (vgl. Bst. C. hiervor) wiederholte. Ergän-

zend führte er aus, nachdem er von den drei Personen an seinem Arbeits-

platz angegriffen worden sei und sich in der Folge an verschiedenen Orten 

habe versteckt halten müssen, habe er sich an eines der drei Gesichter 

jener Angreifer erinnern können. Daraufhin habe er das Gewehr seines 

Bruders geholt und auf jenen Angreifer in dessen Gegend gewartet und 

diesen schliesslich mit zwei Schüssen in die Brust getötet. Nachdem er 

erfahren habe, dass die Polizei nach ihm suche, sei er aus Nigeria geflo-

hen. Er habe bei den Befragungen durch das SEM nicht darüber berichten 

können, dass er einen Menschen umgebracht habe, weil die dolmetschen-

den Personen alles Nigerianer gewesen seien und er sich nicht in Sicher-

heit gefühlt habe. Er könne nicht nach Nigeria zurückkehren, weil er sonst 

ebenso wie sein Bruder E._______ umgebracht würde.  

6.  

6.1 Die Vorinstanz hat die Vorbringen des Beschwerdeführers in der ange-

fochtenen Verfügung mit überzeugender Begründung als nicht glaubhaft 

qualifiziert. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann auf die Erwägun-

gen in der angefochtenen Verfügung sowie auf E. 5.1 hiervor verwiesen 

werden. Die Ausführungen in der Beschwerde führen zu keiner anderen 

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Betrachtungsweise, zumal eine eigentliche Auseinandersetzung und 

Begründung, weshalb die Erwägungen der Vorinstanz und die Schlussfol-

gerung, dass die Vorbringen unglaubhaft seien, fehlen. 

6.2 Soweit der Beschwerdeführer in der Beschwerde ergänzend ausführt, 

er sei an seiner Arbeitsstelle von einigen Typen («some guys») an der 

Hand (und am Rücken) verletzt worden und habe sich deswegen im Spital 

behandeln lassen müssen, setzt er sich er damit in Widerspruch zu seinen 

Ausführungen in der Anhörung, wonach er am Arm (und an der Schulter) 

verletzt worden sei (vgl. SEM act. 1377021-46, F142; F105, 175-178). 

Zudem gab er bei der Anhörung an, die Angreifer seien zu zweit ge-

kommen (vgl. SEM act. 1377021-46 F143), wogegen er in der Beschwerde 

ausführt, es seien drei Personen gewesen, welche ihn an seinem 

Arbeitsplatz angegriffen hätten. Nicht nachvollziehbar ist ausserdem, wie 

der Beschwerdeführer – der angeblich beim Eintreffen der Angreifer unter 

dem Auto lag – einen der Angreifer hätte erblicken und erkennen können, 

zumal er seinen Angaben nach umgehend nach dem Angriff flüchtete. 

Seine Angaben, wo er auf die erkannte Person gewartet habe und um wen 

es sich dabei gehandelt haben soll, bleiben denn auch derart vage und 

unsubstantiert, dass der auf Beschwerdeebene erstmals vorgebrachte 

Sachverhalt, er habe einen der Angreifer erkannt und später umgebracht, 

als nachgeschoben und unglaubhaft zu erachten ist. Die Begründung des 

Beschwerdeführers, er habe sich an der Anhörung im Beisein der 

nigerianischen Dolmetscher nicht getraut anzugeben, dass er jemanden 

umgebracht habe, vermag daran nichts zu ändern und ist als blosse 

Schutzbehauptung zu erachten.  

6.3 Insgesamt vermag die Beschwerde den vorinstanzlichen Erwägungen 

nichts Substantielles entgegenzusetzen. Die Beschwerdeausführungen 

vermögen die Einschätzung der Vorinstanz nicht umzustossen und keine 

asylrechtlich relevante Verfolgung begründet erscheinen zu lassen.  

6.4 Aufgrund des Gesagten hat die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft 

des Beschwerdeführers zu Recht verneint und sein Asylgesuch folgerichtig 

abgelehnt. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab, so verfügt es in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt da-

bei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). 

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7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

8.3 Das SEM wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, 

dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Personen 

schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerde-

führer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nach-

zuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte 

Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine 

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Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach Nigeria 

ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

Sodann ergeben sich weder aus seinen Aussagen noch aus den Akten An-

haltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer für den Fall einer Ausschaf-

fung nach Nigeria dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 

EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt 

wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschen-

rechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste er eine 

konkrete Gefahr («real risk») nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm 

im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung dro-

hen würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, 

Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Es bestehen keine stich-

haltigen Gründe für die Annahme, der Beschwerdeführer würde nach einer 

Rückkehr in sein Heimatland einer menschenrechtswidrigen Behandlung 

unterzogen. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Nigeria lässt 

den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig er-

scheinen. Der Vollzug der Wegweisung ist sowohl im Sinne der landes- als 

auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

8.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme anzuordnen. 

In Nigeria herrscht keine Situation allgemeiner Gewalt und die allgemeine 

Lage lässt nicht auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr 

schliessen. Der Wegweisungsvollzug nach Nigeria ist nach geltender Pra-

xis grundsätzlich zumutbar (vgl. von vielen Urteil des BVGer E-2694/2024 

vom 25. Juni 2024 E. 7.3). 

Es sind vorliegend auch keine individuellen Gründe ersichtlich, welche ge-

gen den Wegweisungsvollzug sprechen würden. Beim Beschwerdeführer 

handelt es sich um einen den Akten zufolge gesunden Mann mit einer gu-

ten Schulbildung. Auch verfügt der Beschwerdeführer über Arbeitserfah-

rung und mit seiner Mutter und seiner Schwester verfügt er in Nigeria über 

ein bestehendes Beziehungsnetz, so dass nicht davon auszugehen ist, 

dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Nigeria aus sozialen 

oder wirtschaftlichen Gründen in eine existenzielle Notlage geraten wird. 

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Seite 11 

Es bestehen keine Wegweisungsvollzugshindernisse und solche wurden 

in der Beschwerde auch nicht geltend gemacht. 

Der Vollzug der Wegweisung erweist sich nach dem Gesagten als zumut-

bar. 

8.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer sich bei der zuständigen 

Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr allfällig notwendigen 

Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.6 Zusammenfassend hat das SEM den Wegweisungsvollzug zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Die Anordnung der vorläu-

figen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.‒ 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Michelle Rebsamen 

 

 

Versand: