# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 79e6bbc0-8561-50f7-a768-f8c5420fc851
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2001-08-29
**Language:** de
**Title:** Aargau Regierungsrat 29.08.2001 AGVE_2001_132
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_RR_001_AGVE-2001-132_2001-08-29.pdf

## Full Text

2001 Opferhilfe 627 

IX. Opferhilfe 

 

132 Kostengutsprache für die Erstellung eines Haushaltgutachtens. 
- Ob das Opfer weitere Hilfe i.S. von Art. 3 Abs. 4 OHG oder 

Entschädigung i.S. von Art. 12 OHG beansprucht, bestimmt 
sich nach dem gestellten Begehren und der dazugehörigen Be-
gründung (Erw. 2 c/aa). 

- Die Opferhilfe muss unmittelbar dem anspruchsberechtigten 
Opfer zukommen und nicht etwa einer Drittperson (Erw. 2 
c/bb). 

- Kosten für die Erstellung eines Haushaltsgutachtens können 
als weitere Hilfe i.S. von Art. 3 Abs. 4 OHG geltend gemacht 
werden (Erw. 2 c/cc und dd). 

Entscheid des Regierungsrates vom 29. August 2001 in Sachen M.M. gegen 
Verfügung des Kantonalen Sozialdienstes. 

Aus den Erwägungen 

2. a) Der Beschwerdeführer beantragt, ihm sei im Rahmen der 
weiteren Hilfe gemäss Art. 3 Abs. 4 OHG Kostengutsprache für die 
Erstellung eines Haushaltgutachtens zu erteilen. 

Der Beschwerdeführer wird seit dem tragischen Vorfall im Be-
hindertenheim rund um die Uhr von seiner Mutter betreut. Mit dem 
Haushaltsgutachten sollen der  zeitmässige Umfang und die daraus 
resultierenden Kosten abgeklärt werden. Dabei ist gemäss den Ein-
gaben des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers davon auszuge-
hen, dass die bisherige Heimbetreuung kostenmässig günstiger war 
als die Einzelbetreuung durch die Mutter. Diese Mehrkosten sollen 
bei der Haftpflichtversicherung des Schädigers eingefordert werden 
(Betreuungsschaden). Zu denken sei hier an eine Rente bis zum Tod 
des Beschwerdeführers bzw. bis er allenfalls wieder in ein Heim