# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d37a81bb-d075-5ffe-9b77-f2aef535a525
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 31.07.2014 VO140099
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VO140099_2014-07-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
Präsident  
 
 

Geschäfts-Nr.: VO140099-O/U 

 

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident i. V. Oberrichter lic. iur. P. Helm sowie  

die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Gürber 

 

Urteil vom 31. Juli 2014 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
3. C._____,  
Gesuchsteller 

 

1, 2, 3 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

 

 

betreffend Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 

 

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Erwägungen: 

1. Ausgangslage 

1.1. A._____ (nachfolgend: Gesuchsteller 1), B._____ (nachfolgend: Gesuch-

steller 2) und C._____ (nachfolgend: Gesuchsteller 3) haben bei der Schlich-

tungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirks Dietikon eine Klage betref-

fend Kündigungsanfechtung gegen die D._____ AG Treuhand und Revisionen 

eingereicht. Die Schlichtungsverhandlung findet am 14. August 2014 statt (vgl. 

act. 1 S. 2). 

1.2. Mit Eingabe vom 15. Juli 2014 liessen die Gesuchsteller 1 bis 3 beim Prä-

sidenten des Obergerichts des Kantons Zürich den Antrag stellen, es sei ihnen für 

das bei der genannten Schlichtungsbehörde eingeleitete Verfahren in der Person 

von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu be-

stellen (act. 1 S. 1).  

1.3. Im Schlichtungsverfahren werden gemäss Art. 113 Abs. 1 ZPO keine Par-

teientschädigungen gesprochen, weshalb auch eine Sicherheit für die Parteient-

schädigung i.S.v. Art. 99 ZPO nicht zur Frage steht. Die Gegenpartei ist daher 

gemäss Art. 119 Abs. 3 ZPO e contrario nicht zwingend anzuhören. 

2. Beurteilung des Gesuchs 

2.1. Für die Beurteilung von Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege vor Ein-

reichung der Klage bei Gericht ist gemäss § 128 GOG der Obergerichtspräsident 

im summarischen Verfahren (Art. 119 Abs. 3 ZPO) zuständig. Diese Regelung gilt 

auch bei Verfahren vor der paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und Pacht-

sachen. Die unentgeltliche Rechtspflege ist gemäss Art. 119 Abs. 5 ZPO vor jeder 

Instanz neu zu beantragen, weshalb der Obergerichtspräsident die unentgeltliche 

Rechtspflege bei Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen nur bis zum Ab-

schluss des Schlichtungsverfahrens bewilligen kann.  

2.2. Vorliegend sind die Gesuchsteller 1 bis 3 Kläger in einem eine Mietsache 

betreffenden Verfahren. Gemäss Art. 113 Abs. 2 lit. c ZPO ist das Schlichtungs-

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verfahren in Streitigkeiten aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen 

kostenlos. Entsprechend liessen die Gesuchsteller 1 bis 3 richtigerweise einzig 

um Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im Sinne von Art. 118 

Abs. 1 lit. c ZPO ersuchen.  

2.3. Eine Person hat Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbei-

standes, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (sog. "Mittellosigkeit" 

oder "Bedürftigkeit"), wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint 

(Art. 117 ZPO) und wenn die Bestellung eines Rechtsbeistandes zur Wahrung der 

Rechte notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). 

2.4. Die Mittellosigkeit wird gemeinhin dann bejaht, wenn der Aufwand des not-

wendigen Lebensunterhalts (sog. "zivilprozessualer Notbedarf") das massgebli-

che Einkommen übersteigt bzw. aus der Differenz nur ein kleiner Überschuss re-

sultiert, welcher es dem Gesuchsteller nicht erlauben würde, die Prozesskosten 

innert nützlicher Frist zu bezahlen. Nebst dem Einkommen ist auch das Vermö-

gen zur Bestreitung des Prozessaufwands einzusetzen. Zu berücksichtigen ist 

vorhandenes Vermögen jeglicher Art, soweit es effektiv verfügbar, realisierbar und 

sein Verbrauch zumutbar ist (Emmel, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 

[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zü-

rich/Basel/Genf 2013, N 7 zu Art. 117 ZPO). Vom Vermögen wird jedoch derjeni-

ge Betrag, der mangels ausreichenden Einkommens für den laufenden Lebensun-

terhalt eingesetzt werden muss, nicht berücksichtigt (Urteil des Bundesgerichts 

9C_874/2008). Als Lebensaufwandkosten sind grundsätzlich zu berücksichtigen 

der Grundbetrag, rechtlich geschuldete Unterhaltsbeiträge, Wohnkosten, obligato-

rische Versicherungen, Transportkosten zum Arbeitsplatz, Steuern sowie Ver-

pflichtungen gegenüber Dritten, wenn sie tatsächlich erfüllt werden (Emmel, 

a.a.O., N 9 zu Art. 117 ZPO). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse 

im Zeitpunkt der Gesuchstellung (Emmel, a.a.O., N 4 zu Art. 117 ZPO).  

2.5. Die gesuchstellende Person hat gemäss Art. 119 Abs. 2 ZPO die zur Beur-

teilung ihres Gesuchs relevanten Einkommens- und Vermögensverhältnisse um-

fassend darzulegen - es trifft sie bei der Abklärung der wirtschaftlichen Verhältnis-

se eine umfassende Mitwirkungspflicht. Kommt sie dieser Mitwirkungspflicht nicht 

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oder nur ungenügend nach und kann als Folge davon ihre Bedürftigkeit nicht hin-

reichend beurteilt werden, ist der Anspruch um unentgeltliche Rechtspflege zu 

verweigern (BGE 120 Ia 179). 

2.6. Zur Mittellosigkeit der Gesuchsteller 1 bis 3 wird im Gesuch ausgeführt, sie 

würden alle vollumfänglich durch das Sozialamt der Stadt E._____ unterstützt, 

weshalb sie offensichtlich nicht in der Lage seien, neben ihrem Lebensunterhalt 

Gerichts- oder Anwaltskosten zu tragen (act. 1 S. 2). Als Beleg wurde für alle drei 

Gesuchsteller eine "Bestätigung Sozialhilfebezug" der Sozialabteilung der Stadt 

E._____ zu den Akten gereicht (act. 2/4/1-2 und act. 4), wobei der Bestätigung für 

den Gesuchsteller 2 auch ein aktuelles Budget beigefügt ist (act. 2/4/1 S. 2). 

2.7. Aus der "Bestätigung Sozialhilfebezug" für den Gesuchsteller 2 geht hervor, 

dass dieser seit 1. Februar 2004 bis heute teilweise vollumfänglich, teilweise er-

gänzend mit Sozialhilfe unterstützt wird und über keinerlei Vermögenswerte ver-

fügt (act. 2/4/1 S. 1). Dem beigelegten Budget ist sodann zu entnehmen, dass er 

mit insgesamt Fr. 2'051.55 unterstützt wird, wobei die Krankenkassenprämie KVG 

Fr. 364.55 pro Monat beträgt (act. 2/4/1 S. 2). Gemäss dem eingereichten Miet-

vertrag beträgt die monatliche Miete des Gesuchstellers 2 Fr. 1'500.- (act. 2/1/1). 

Unklar ist aufgrund der eingereichten Unterlagen, ob der Gesuchsteller 2 alleine 

oder zusammen mit einer erwachsenen Person wohnt. Aus dem Mietvertrag 

ergibt sich, dass neben dem Gesuchsteller 2 auch F._____ Mieterin des möblier-

ten Zimmers ist (act. 2/1/1). Gemäss den Ausführungen der Sozialabteilung der 

Stadt E._____ bewohnt der Gesuchsteller 2 jedoch ein Einzelzimmer (act. 2/2 

S. 1). Die Frage des Bestehens einer Wohngemeinschaft kann vorliegend aber of-

fen bleiben, reichen doch die monatlichen Einnahmen des Gesuchstellers 2 von 

Fr. 2'051.55 in jedem Fall nicht aus, um seinen monatlichen Bedarf von 

Fr. 2'214.55 bei Bestehen einer Wohngemeinschaft (Grundbetrag Fr. 1'100.-, ½ 

Miete Fr. 750.-, Krankenkassenprämie KVG Fr. 364.55) bzw. von Fr. 3'064.55 bei 

Fehlen einer Wohngemeinschaft (Grundbetrag Fr. 1'200.-, Miete Fr. 1'500.-, 

Krankenkassenprämie KVG Fr. 364.55) zu decken. Die Vermögenslosigkeit des 

Gesuchstellers 2 ergibt sich sodann aus der "Bestätigung Sozialhilfebezug" vom 

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8. Mai 2014 (act. 2/4/1). Damit ist die Mittellosigkeit des Gesuchstellers 2 hinrei-

chend belegt bzw. glaubhaft gemacht. 

2.8. Bezüglich der Gesuchsteller 1 und 3 wurden als Belege lediglich je eine 

"Bestätigung Sozialhilfebezug" vom 8. Mai bzw. 15. Juli 2014 eingereicht. Daraus 

ergibt sich, dass der Gesuchsteller 1 seit 1. Dezember 2010 mit wirtschaftlicher 

Hilfe unterstützt wird und über keine Vermögenswerte verfügt (act. 2/4/2). Betref-

fend den Gesuchsteller 3 lässt sich der eingereichten Bestätigung entnehmen, 

dass dieser seit Dezember 2012 vollumfänglich durch die Sozialbehörde der Stadt 

E._____ unterstützt wird (act. 4). Gemäss ständiger Praxis vermag die Tatsache, 

dass ein Gesuchsteller von der Sozialhilfebehörde unterstützt wird, für sich allein 

seine Mittellosigkeit nicht rechtsgenügend zu begründen (vgl. Urteil VO130042-O 

vom 21. März 2013 Erw. 2.8; Urteil VO120014-O vom 2. März 2012 Erw. 2.10). 

Vorliegend lässt sich den eingereichten Belegen nicht entnehmen, wie hoch die 

monatliche Unterstützung jeweils ist. Im Weiteren bleibt auch die Höhe des mo-

natlichen Bedarfs der Gesuchsteller 1 und 3 - abgesehen von der monatlichen 

Miete von Fr. 1'100.- (Gesuchsteller 1, act. 2/1/3) bzw. Fr. 688.- (Gesuchsteller 3, 

act. 2/1/2) - unklar. Und schliesslich lässt sich den eingereichten Unterlagen auch 

nichts zur Vermögenssituation des Gesuchstellers 3 entnehmen.  

2.9. Es ist dem Obergerichtspräsidenten unter diesen Umständen nicht möglich, 

die finanziellen Verhältnisse der Gesuchsteller 1 und 3 hinreichend zu beurteilen. 

Die Gesuchsteller 1 und 3 sind damit ihren Mitwirkungspflichten nicht nachge-

kommen. Eine Fristansetzung zur Konkretisierung bzw. zur Einreichung weiterer 

Unterlagen drängt sich aufgrund der rechtskundigen Vertretung der Gesuchstel-

ler 1 und 3 nicht auf (vgl. hierzu Urteil RU140014-O vom 17. Juni 2014 Erw. 5.5. 

und 5.6.; Urteil RU120030-O vom 25. September 2013 Erw. 5b; Urteil des Bun-

desgerichts 4A_114/2013 vom 20. Juni 2013 Erw. 4.3.1 und 4.3.2; je m.w.H.). 

Damit ist das Gesuch der Gesuchsteller 1 und 3 um Bestellung einer unentgeltli-

chen Rechtsverbeiständung für das Schlichtungsverfahren abzuweisen. Die nach-

folgenden Ausführungen sind folglich auf den Gesuchsteller 2 zu beschränken. 

2.10. Für die Beurteilung der fehlenden Aussichtslosigkeit als zweite Vorausset-

zung ist eine gewisse Prozessprognose notwendig, wobei auf den Zeitpunkt der 

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Gesuchseinreichung abzustellen ist. Als aussichtslos sind dabei nach der bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die 

Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die des-

halb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Zu prüfen ist, ob der geltend 

gemachte Anspruch aus den behaupteten Tatsachen rechtlich begründet ist. Die 

Prozesschancen sind in vorläufiger und summarischer Prüfung der Sach- und 

Rechtslage aufgrund des jeweiligen Aktenstandes zu beurteilen (BGE 139 III 475 

Erw. 2.2).  

2.11. Die vom Gesuchsteller 2 eingeleitete Klage betreffend Anfechtung Kündi-

gung kann gestützt auf die Ausführungen im Gesuch und die eingereichten Unter-

lagen (act. 1 S. 1 f., act. 2/1/1, act. 2/2 und act. 2/3/2) im heutigen Zeitpunkt nicht 

als aussichtslos bezeichnet werden. 

2.12. Damit die Bestellung eines Rechtsbeistandes im Schlichtungsverfahren 

schliesslich als notwendig erscheint, bedarf es ganz besonderer Umstände, d.h. 

es sind hohe Anforderungen an die Notwendigkeit eines unentgeltlichen Rechts-

vertreters zu stellen. Allgemein ausgedrückt hat eine Partei dann einen Anspruch 

auf Verbeiständung, wenn ihre Interessen in schwerwiegender Weise betroffen 

sind und der Fall in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, 

die den Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich machen (so Emmel, a.a.O., 

N 5 zu Art. 118 ZPO). Dabei sind neben der Komplexität der Rechtsfragen und 

der Unübersichtlichkeit des Sachverhaltes auch in der Person des Betroffenen 

liegende Gründe zu berücksichtigen, so das Alter, die soziale Situation, Sprach-

kenntnisse sowie allgemein die Fähigkeit, sich im Verfahren zurecht zu finden (Ur-

teil des Bundesgerichts 1C_339/2008 vom 24. September 2008 Erw. 2.2).  

2.13. Zur Begründung der Notwendigkeit eines Rechtsbeistandes wird im Gesuch 

ausgeführt, der Gesuchsteller 2 sei ausländischer Staatsangehöriger und mit den 

Verhältnissen in der Schweiz in keiner Art und Weise vertraut. In juristischer Hin-

sicht handle es sich nicht um eine einfache Ausgangslage, stehe doch die Frage 

der Gültigkeit der Kündigung zur Diskussion. Der Gesuchsteller 2 sei dringend auf 

diese Wohnmöglichkeit angewiesen, da er ansonsten auf der Strasse stehen 

würde (act. 1 S. 2).  

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2.14. Vorliegend ist das Erfordernis der Notwendigkeit einer unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung ausnahmsweise zu bejahen. Aufgrund der eingereichten 

Unterlagen und des geschilderten Sachverhalts ist davon auszugehen, dass die 

Klage durchaus anspruchsvolle Abklärungen erforderlich machen kann. Insbe-

sondere die Prüfung der Fragen, ob vorliegend ein Anfechtungsgrund der Kündi-

gung gegeben ist und ob bzw. in welchem Umfang allenfalls eine Mieterstreckung 

verlangt werden kann, ist von gewisser Komplexität. Prozesse um wichtige As-

pekte des Lebens wie der Wohnung gelten in aller Regel ohnehin als relativ 

schwere Fälle, welche die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes 

rechtfertigen (vgl. Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar 

Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, N 11 zu Art. 118 

ZPO). Entsprechend liess der Gesuchsteller 2 ausführen, dass er dringend auf 

diese Wohnmöglichkeit angewiesen sei und ansonsten auf der Strasse stehen 

würde (act. 1 S. 2). Und schliesslich handelt es sich beim Gesuchsteller 2 um ei-

nen ausländischen Staatsangehörigen, welcher mit den hiesigen Verhältnissen 

nicht vertraut ist. Die sachliche Notwendigkeit der unentgeltlichen Rechtsverbei-

ständung im Sinne von Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO ist damit zu bejahen.  

2.15. Da sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, ist dem Gesuchstel-

ler 2 in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine unentgeltliche 

Rechtsbeiständin für das Verfahren vor der Schlichtungsbehörde in Miet- und 

Pachtsachen des Bezirks Dietikon zu bestellen. 

3. Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege 

Gemäss den einschlägigen Bestimmungen der ZPO wird der unentgeltliche 

Rechtsbeistand vom "Kanton" entschädigt (Art. 113 Abs. 1 und Art. 122 ZPO). Die 

Kosten für den unentgeltlichen Rechtsbeistand für das vorliegende Schlichtungs-

verfahren in Miet- und Pachtsachen sind deshalb dem Kanton Zürich aufzuerle-

gen. Zu beachten ist indes, dass die Kosten des Schlichtungsverfahrens gemäss 

Art. 207 Abs. 2 ZPO bei der Einreichung der Klage zur Hauptsache geschlagen 

werden und das erkennende Gericht somit in der Folge über diese zusammen mit 

den übrigen Prozesskosten gemäss Art. 104 ff. ZPO zu entscheiden hat. Die Kos-

tenauflage erfolgt deshalb unter diesem Vorbehalt.  

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4. Kosten und Rechtsmittel 

4.1. Gemäss Art. 119 Abs. 6 ZPO ist das Verfahren um unentgeltliche Rechts-

pflege kostenlos. 

4.2. Wird die unentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise abgelehnt oder 

entzogen, so kann die gesuchstellende Person den Entscheid mit Beschwerde 

gemäss Art. 121 ZPO beim Obergericht anfechten. Dass vorliegend der Oberge-

richtspräsident über das Gesuch befindet, vermag daran nichts zu ändern. Der 

Obergerichtspräsident fällt in diesem Verfahren einen erstinstanzlichen Entscheid 

i.S.v. Art. 319 lit. b ZPO und fungiert nicht als obere kantonale Instanz, gegen de-

ren Entscheide lediglich ein Rechtsmittel ans Bundesgericht gegeben wäre. 

4.3. Die Gegenpartei in der Hauptsache verfügt im vorliegenden Verfahren 

nicht über Parteistellung. Ihr steht aber gegen den Entscheid betreffend unentgelt-

liche Rechtspflege die Beschwerde gemäss Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO offen, sofern 

ihr ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil droht. 

Es wird erkannt: 

1. Das Gesuch der Gesuchsteller 1 und 3 um Bestellung einer unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung für das anhängig gemachte Schlichtungsverfahren 

vor der Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirks Dietikon 

betreffend Anfechtung Kündigung wird abgewiesen. 

2. In Gutheissung seines Gesuches wird dem Gesuchsteller 2 für das anhängig 

gemachte Schlichtungsverfahren vor der Schlichtungsbehörde in Miet- und 

Pachtsachen des Bezirkes Dietikon betreffend Anfechtung Kündigung in der 

Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsbei-

ständin i.S.v. Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO bestellt. 

3. Die Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege des Schlichtungsverfahrens 

trägt unter Vorbehalt von Art. 207 Abs. 2 ZPO der Kanton Zürich. 

4. Dieses obergerichtliche Verfahren ist kostenlos. 

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5. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein an: 

− Rechtsanwältin lic. iur. X._____, … [Adresse], vierfach, für sich und 
zuhanden der Gesuchsteller 1 bis 3 

− die Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirks Die-
tikon, Postfach, 8953 Dietikon 

− die Gegenpartei in der Hauptsache, D._____ AG Treuhand & Revisio-
nen, … [Adresse] 

 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der 
Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Oberge-

richt des Kantons Zürich, Zivilkammern, Postfach 2401, 8021 Zürich, einge-

reicht werden. In der Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu 

begründen. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen. 

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO). 

Zürich, 31. Juli 2014 

__________________________________ 

OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH  

Die Gerichtsschreiberin: 
 

 

lic. iur. A. Gürber 
 
versandt am: 

	Urteil vom 31. Juli 2014
	 Erwägungen:
	1. Ausgangslage
	1.1. A._____ (nachfolgend: Gesuchsteller 1), B._____ (nachfolgend: Gesuchsteller 2) und C._____ (nachfolgend: Gesuchsteller 3) haben bei der Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirks Dietikon eine Klage betreffend Kündigungsanfechtung ...
	1.2. Mit Eingabe vom 15. Juli 2014 liessen die Gesuchsteller 1 bis 3 beim Präsidenten des Obergerichts des Kantons Zürich den Antrag stellen, es sei ihnen für das bei der genannten Schlichtungsbehörde eingeleitete Verfahren in der Person von Rechtsanw...
	1.3. Im Schlichtungsverfahren werden gemäss Art. 113 Abs. 1 ZPO keine Parteientschädigungen gesprochen, weshalb auch eine Sicherheit für die Parteientschädigung i.S.v. Art. 99 ZPO nicht zur Frage steht. Die Gegenpartei ist daher gemäss Art. 119 Abs. 3...

	2. Beurteilung des Gesuchs
	2.1. Für die Beurteilung von Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege vor Einreichung der Klage bei Gericht ist gemäss § 128 GOG der Obergerichtspräsident im summarischen Verfahren (Art. 119 Abs. 3 ZPO) zuständig. Diese Regelung gilt auch bei Verfahren...
	2.2. Vorliegend sind die Gesuchsteller 1 bis 3 Kläger in einem eine Mietsache betreffenden Verfahren. Gemäss Art. 113 Abs. 2 lit. c ZPO ist das Schlichtungsverfahren in Streitigkeiten aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen kostenlos. Entspr...
	2.3. Eine Person hat Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (sog. "Mittellosigkeit" oder "Bedürftigkeit"), wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 117 ZP...
	2.4. Die Mittellosigkeit wird gemeinhin dann bejaht, wenn der Aufwand des notwendigen Lebensunterhalts (sog. "zivilprozessualer Notbedarf") das massgebliche Einkommen übersteigt bzw. aus der Differenz nur ein kleiner Überschuss resultiert, welcher es ...
	2.5. Die gesuchstellende Person hat gemäss Art. 119 Abs. 2 ZPO die zur Beurteilung ihres Gesuchs relevanten Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend darzulegen - es trifft sie bei der Abklärung der wirtschaftlichen Verhältnisse eine umfassende ...
	2.6. Zur Mittellosigkeit der Gesuchsteller 1 bis 3 wird im Gesuch ausgeführt, sie würden alle vollumfänglich durch das Sozialamt der Stadt E._____ unterstützt, weshalb sie offensichtlich nicht in der Lage seien, neben ihrem Lebensunterhalt Gerichts- o...
	2.7. Aus der "Bestätigung Sozialhilfebezug" für den Gesuchsteller 2 geht hervor, dass dieser seit 1. Februar 2004 bis heute teilweise vollumfänglich, teilweise ergänzend mit Sozialhilfe unterstützt wird und über keinerlei Vermögenswerte verfügt (act. ...
	2.8. Bezüglich der Gesuchsteller 1 und 3 wurden als Belege lediglich je eine "Bestätigung Sozialhilfebezug" vom 8. Mai bzw. 15. Juli 2014 eingereicht. Daraus ergibt sich, dass der Gesuchsteller 1 seit 1. Dezember 2010 mit wirtschaftlicher Hilfe unters...
	2.9. Es ist dem Obergerichtspräsidenten unter diesen Umständen nicht möglich, die finanziellen Verhältnisse der Gesuchsteller 1 und 3 hinreichend zu beurteilen. Die Gesuchsteller 1 und 3 sind damit ihren Mitwirkungspflichten nicht nachgekommen. Eine F...
	2.10. Für die Beurteilung der fehlenden Aussichtslosigkeit als zweite Voraussetzung ist eine gewisse Prozessprognose notwendig, wobei auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung abzustellen ist. Als aussichtslos sind dabei nach der bundesgerichtlichen Re...
	2.11. Die vom Gesuchsteller 2 eingeleitete Klage betreffend Anfechtung Kündigung kann gestützt auf die Ausführungen im Gesuch und die eingereichten Unterlagen (act. 1 S. 1 f., act. 2/1/1, act. 2/2 und act. 2/3/2) im heutigen Zeitpunkt nicht als aussic...
	2.12. Damit die Bestellung eines Rechtsbeistandes im Schlichtungsverfahren schliesslich als notwendig erscheint, bedarf es ganz besonderer Umstände, d.h. es sind hohe Anforderungen an die Notwendigkeit eines unentgeltlichen Rechtsvertreters zu stellen...
	2.13. Zur Begründung der Notwendigkeit eines Rechtsbeistandes wird im Gesuch ausgeführt, der Gesuchsteller 2 sei ausländischer Staatsangehöriger und mit den Verhältnissen in der Schweiz in keiner Art und Weise vertraut. In juristischer Hinsicht handle...
	2.14. Vorliegend ist das Erfordernis der Notwendigkeit einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung ausnahmsweise zu bejahen. Aufgrund der eingereichten Unterlagen und des geschilderten Sachverhalts ist davon auszugehen, dass die Klage durchaus anspruch...
	2.15. Da sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, ist dem Gesuchsteller 2 in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin für das Verfahren vor der Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirk...

	3. Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege
	Gemäss den einschlägigen Bestimmungen der ZPO wird der unentgeltliche Rechtsbeistand vom "Kanton" entschädigt (Art. 113 Abs. 1 und Art. 122 ZPO). Die Kosten für den unentgeltlichen Rechtsbeistand für das vorliegende Schlichtungsverfahren in Miet- und ...

	4. Kosten und Rechtsmittel
	4.1. Gemäss Art. 119 Abs. 6 ZPO ist das Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege kostenlos.
	4.2. Wird die unentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise abgelehnt oder entzogen, so kann die gesuchstellende Person den Entscheid mit Beschwerde gemäss Art. 121 ZPO beim Obergericht anfechten. Dass vorliegend der Obergerichtspräsident über das G...
	4.3. Die Gegenpartei in der Hauptsache verfügt im vorliegenden Verfahren nicht über Parteistellung. Ihr steht aber gegen den Entscheid betreffend unentgeltliche Rechtspflege die Beschwerde gemäss Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO offen, sofern ihr ein nicht...

	Es wird erkannt:
	1. Das Gesuch der Gesuchsteller 1 und 3 um Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für das anhängig gemachte Schlichtungsverfahren vor der Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirks Dietikon betreffend Anfechtung Kündigung ...
	2. In Gutheissung seines Gesuches wird dem Gesuchsteller 2 für das anhängig gemachte Schlichtungsverfahren vor der Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirkes Dietikon betreffend Anfechtung Kündigung in der Person von Rechtsanwältin lic....
	3. Die Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege des Schlichtungsverfahrens trägt unter Vorbehalt von Art. 207 Abs. 2 ZPO der Kanton Zürich.
	4. Dieses obergerichtliche Verfahren ist kostenlos.
	5. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein an:
	 Rechtsanwältin lic. iur. X._____, … [Adresse], vierfach, für sich und zuhanden der Gesuchsteller 1 bis 3
	 die Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirks Dietikon, Postfach, 8953 Dietikon
	 die Gegenpartei in der Hauptsache, D._____ AG Treuhand & Revisionen, … [Adresse]

	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammern, Postfach 2401, 8021 Zürich, eingereicht werden. In der Beschwerdeschr...
	Zürich, 31. Juli 2014