# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef1e3124-188f-50dc-baf4-8d3a54f67b57
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 20.11.2018 B 2018/239
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-239_2018-11-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/239

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 20.11.2018

Entscheiddatum: 20.11.2018

Präsidialverfügung Verwaltungsgericht, 20.11.2018
Öffentliches Beschaffungswesen, Art. 17 Abs. 2 IVöB.Da beim Entscheid 
über das Gesuch um aufschiebende Wirkung die ausreichende Begründung 
der Beschwerde als wesentlicher Teilaspekt zu berücksichtigen ist, besteht 
kein Anlass, das Gesuch mangels Ausführungen zum – fehlenden – 
überwiegenden öffentlichen Interesse am umgehenden Vertragsabschluss 
nicht zu behandeln.Die Preisspanne von 100 Prozent erscheint mit Blick auf 
die tatsächlich offerierten Preise als zu hoch. Inwieweit sich die Komplexität 
der Baumeisterarbeiten von einem anderen Schulhausbau unterscheidet, 
konkretisiert die Vorinstanz nicht. Ebenso wenig liegen Gründe auf der 
Hand, aus denen die "zentrale Bedeutung" der Baumeisterarbeiten sich in 
einer aussergewöhnlich breiten Preisspanne niederschlagen sollte. 
Allerdings bliebe das Angebot der Beschwerdegegnerin auch bei einer 
Preisspanne von 30 Prozent das wirtschaftlich günstigere als jenes der 
Beschwerdeführerin zumal die von der Beschwerdeführerin gerügten 
tieferen Bewertungen ihres Angebots bei den Zuschlagskriterien 
Terminprogramm und Baustelleninstallation/Auftragsverständnis anhand der 
Angebote und der Begründungen in der vorinstanzlichen Vernehmlassung 
sachlich nachvollziehbar sind.Das Gesuch um Gewährung der 
aufschiebenden Wirkung ist abzuweisen (Präsidialverfügung 
Verwaltungsgericht, B 2018/239).

Öffentliches Beschaffungswesen, Art. 17 Abs. 2 IVöB.

 

Da beim Entscheid über das Gesuch um aufschiebende Wirkung die ausreichende 

Begründung der Beschwerde als wesentlicher Teilaspekt zu berücksichtigen ist, 

besteht kein Anlass, das Gesuch mangels Ausführungen zum – fehlenden – 

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überwiegenden öffentlichen Interesse am umgehenden Vertragsabschluss nicht 

zu behandeln.

 

Die Preisspanne von 100 Prozent erscheint mit Blick auf die tatsächlich 

offerierten Preise als zu hoch. Inwieweit sich die Komplexität der 

Baumeisterarbeiten von einem anderen Schulhausbau unterscheidet, 

konkretisiert die Vorinstanz nicht. Ebenso wenig liegen Gründe auf der Hand, aus 

denen die "zentrale Bedeutung" der Baumeisterarbeiten sich in einer 

aussergewöhnlich breiten Preisspanne niederschlagen sollte. Allerdings bliebe 

das Angebot der Beschwerdegegnerin auch bei einer Preisspanne von 30 Prozent 

das wirtschaftlich günstigere als jenes der Beschwerdeführerin zumal die von der 

Beschwerdeführerin gerügten tieferen Bewertungen ihres Angebots bei den 

Zuschlagskriterien Terminprogramm und Baustelleninstallation/

Auftragsverständnis anhand der Angebote und der Begründungen in der 

vorinstanzlichen Vernehmlassung sachlich nachvollziehbar sind.

Das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung ist abzuweisen 

(Präsidialverfügung Verwaltungsgericht, B 2018/239). 

 

Verfügung vom 20. November 2018

 

Verfahrensbeteiligte

Toneatti AG Jona, Bauunternehmung, Stampfstrasse 50, 8645 Jona,

Beschwerdeführerin und Gesuchstellerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jon Andri Moder, Vinzenz & Partner, 

Masanserstrasse 40, 7000 Chur,

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gegen

 

Politische Gemeinde Ebnat-Kappel, vertreten durch denGemeinderat, 9642 Ebnat-

Kappel,

Vorinstanz und Gesuchsgegnerin,

dieser vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. HSG Christina Nossung, factum 

advocatur, Davidstrasse 1, Postfach 635, 9001 St. Gallen,

und

 

ARGE Wier, c/o E. Weber AG, bestehend aus:

- E. Weber AG, Ebnaterstrasse 79, 9630 Wattwil,

- Pozzi AG, Bauunternehmung, Bleikenstrasse 56, 9630 Wattwil,

Beschwerdegegnerinnen,

 

Gegenstand

Vergabe Erweiterung und Instandsetzung Schulanlage Wier (BKP 211.5 

Baumeisterarbeiten) / aufschiebende Wirkung

 

Der Abteilungspräsident stellt fest:

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Die Toneatti AG Jona (Beschwerdeführerin und Gesuchstellerin) hat gegen den vom 

Gemeinderat der Politischen Gemeinde Ebnat-Kappel (Vorinstanz und 

Gesuchsgegnerin) am 26. Oktober 2018 verfügten und gleichentags versandten 

Zuschlag für die Baumeisterarbeiten zur Erweiterung und Instandsetzung der 

Schulanlage Wier an die aus der E. Weber AG und der Pozzi AG 

(Beschwerdegegnerinnen) bestehende Arbeitsgemeinschaft Wier durch ihren 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 8. November 2018 beim Verwaltungsgericht 

Beschwerde erhoben und unter anderem ein Begehren um aufschiebende Wirkung 

gestellt.  Der zuständige Abteilungspräsident des Verwaltungsgerichts untersagte der 

Vorinstanz mit verfahrensleitender Verfügung vom 9. November 2018 den Abschluss 

des Vertrags einstweilen. Die Vorinstanz beantragt mit Stellungnahme ihrer 

Rechtsvertreterin vom 15. November 2018, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei 

der Antrag um aufschiebende Wirkung, soweit darauf einzutreten sei, abzuweisen. Die 

Beschwerdegegnerinnen haben stillschweigend auf eine Vernehmlassung zum Gesuch 

um aufschiebende Wirkung verzichtet.

 

Der Abteilungspräsident erwägt:

1. Gemäss Art. 42 der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen (sGS 

841.11, VöB) entscheidet der Präsident des Verwaltungsgerichts grundsätzlich innert 

einer Ordnungsfrist von zehn Tagen nach Eingang der Beschwerde über das Gesuch 

um Gewährung der aufschiebenden Wirkung. Da das Verwaltungsgericht in 

Abteilungen gegliedert ist, fällt der Entscheid über das Gesuch in die Zuständigkeit des 

Abteilungspräsidenten (Art. 4 Abs. 1 des Reglements über die Organisation und den 

Geschäftsgang des Verwaltungsgerichts, sGS 941.22, in Verbindung mit Art. 33 Abs. 2 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP).

2. Gemäss Art. 5 des Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche 

Beschaffungswesen (sGS 841.1, EGöB) in Verbindung mit Art. 17 Abs. 2 der 

Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (sGS 841.32, 

IVöB) kann die aufschiebende Wirkung erteilt werden, wenn die Beschwerde 

ausreichend begründet erscheint und keine überwiegenden öffentlichen oder privaten 

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Interessen entgegenstehen. Die summarisch zu beurteilende Prozessprognose muss 

für die Gesuchstellerin umso besser sein, je dringlicher das Projekt ist und je weniger 

schwer die gerügten Rechtsfehler und deren Folgen aus der Sicht des öffentlichen 

Interesses wiegen (vgl. Galli/Moser/Lang/Steiner, Praxis des öffentlichen 

Beschaffungsrechts, 3. Aufl. 2013, Rz. 1349; M. Beyeler, Vergaberechtliche Entscheide 

2016/2017, Zürich/Basel/Genf 2018, Rz. 425).

2.1. Die Beschwerdeführerin äussert sich zwar nicht zu den der Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung allenfalls entgegenstehenden privaten und öffentlichen 

Interessen und insbesondere nicht zur Dringlichkeit des Bauvorhabens. Sie legt aber 

dar, weshalb ihre Beschwerde ausreichend begründet erscheint beziehungsweise dass 

sie sich zurzeit nicht einlässlicher begründen lasse, weil die Zuschlagsverfügung auch 

mit der nachträglich zugestellten Bewertungsmatrix nicht nachvollziehbar begründet 

sei. Da beim Entscheid über das Gesuch um aufschiebende Wirkung die ausreichende 

Begründung der Beschwerde als wesentlicher Teilaspekt zu berücksichtigen ist, 

besteht kein Anlass, das Gesuch um aufschiebende Wirkung mangels Begründung 

nicht zu behandeln.

Die Vorinstanz macht geltend, das überwiegende öffentliche Interesse, welches der 

Erteilung der aufschiebenden Wirkung entgegenstehe, liege in der Einhaltung des 

Zeitplans. Der Raumbedarf für Schüler und Vereine der Gemeinde könne seit geraumer 

Zeit nicht mehr gedeckt werden und die bestehenden Schulgebäude wiesen einen 

hohen Sanierungsbedarf auf. Bei Verzögerungen würden sich sodann die Bedingungen 

für die Aufnahme von Fremdkapital verschlechtern, was zu erheblichen Mehrkosten zu 

Lasten der Öffentlichkeit führen würde.

Für die mit der angefochtenen Zuschlagsverfügung vergebenen Baumeisterarbeiten 

sieht der Terminplan Beginn Mitte November 2018 vor. In dieser Terminplanung hat die 

Vorinstanz offenkundig die Möglichkeit einer Beschwerde im Vergabeverfahren nicht 

berücksichtigt. Im Übrigen legt die Vorinstanz nicht dar, dass eine Verzögerung des 

Baubeginns und damit möglicherweise auch des Bezugstermins per Juli 2020 (act. 6/3, 

Grobterminplan) die Erfüllung der Aufgaben der Schulgemeinde verunmöglichen 

würde. Ob und in welchem Ausmass die etwas spätere Beanspruchung von 

Fremdkapital den Zinsaufwand wesentlich erhöht, ist nicht absehbar. Die einer 

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Erteilung der aufschiebenden Wirkung entgegenstehenden öffentlichen Interessen 

erscheinen deshalb nicht als besonders gewichtig.

2.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine ungenügende Begründung der 

Zuschlagsverfügung (dazu nachfolgend Erwägung 2.2.1), die Anwendung einer von der 

Ausschreibung abweichenden Formel bei der Preisberechnung mit unbekannter 

Preisspanne und eine zu hohe Gewichtung des Zuschlagskriteriums 

"Regiearbeiten" (dazu nachfolgend Erwägung 2.2.2) sowie eine falsche Beurteilung 

ihres Angebots nach dem Zuschlagskriterium "Termine/Termineinhaltung" (dazu 

nachfolgend Erwägung 2.2.3).

2.2.1. Verfügungen des Auftraggebers sind gemäss Art. 41 VöB kurz zu begründen 

(Abs. 1); in der Zuschlagsverfügung wird kurz begründet, weshalb das berücksichtigte 

Angebot mit Bezug auf die Zuschlagskriterien das wirtschaftlich günstigste ist, wobei 

die Begründung insbesondere den Preis des berücksichtigten Angebotes oder die 

tiefsten und höchsten Preise der in das Vergabeverfahren einbezogenen Angebote 

enthält (Abs. 3 Sätze 1 und 2). Nicht hinreichend ist eine Begründung dann, wenn sie 

lediglich die Aussage umfasst, ein bestimmtes Angebot sei das wirtschaftlich 

günstigste. Die Auftraggeberin muss in der Begründung einer Verfügung vielmehr kurz 

darlegen, weshalb sie das Angebot einer bestimmten Unternehmung als das 

wirtschaftlich günstigste qualifiziert. Anbieter müssen aufgrund der Verfügung bzw. 

deren Begründung darüber in Kenntnis gesetzt werden, aus welchen Motiven die 

Vergabebehörde ein Angebot als das wirtschaftlich günstigste qualifiziert (VerwGE B 

2011/98 vom 20. September 2011 E. 1.3.2, www.gerichte.sg.ch, mit Hinweis auf GVP 

2000 Nr. 24).

Der angefochtenen Verfügung können die Preise (inklusive Mehrwertsteuer) aller drei 

eingegangenen Angebote sowie die Beurteilung nach den in den 

Ausschreibungsunterlagen bekanntgegebenen Zuschlagskriterien des berücksichtigten 

Angebots entnommen werden. Im Hinblick auf die Erhebung der Beschwerde wurden 

der Beschwerdeführerin sodann anonymisierte Fassungen des Offertöffnungsprotokolls 

mit den Eingabesummen (ohne Mehrwertsteuer) und der Bewertungsmatrix zugestellt 

(act. 2/3 und 4). Bei der gebotenen summarischen Prüfung der Rügen der 

Beschwerdeführerin genügt eine solche Begründung der Zuschlagsverfügung 

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gegenüber einer nichtberücksichtigten Bewerberin insbesondere zusammen mit den 

ergänzenden Angaben während der laufenden Rechtsmittelfrist den Anforderungen von 

Art. 41 Abs. 3 VöB.

2.2.2. Die Preisformel in den Ausschreibungsunterlagen war nicht – wie die 

Beschwerdeführerin rügt – fehlerhaft, konnte jedoch falsch verstanden werden, weil mit 

dem Begriff der Preisspanne nicht die betragsmässige Differenz zwischen P  und 

P , sondern der Faktor, mit welchem P  zu multiplizieren war, um P  zu ermitteln. 

Der Beschwerdeführerin wurden sämtliche Preise und deren Bewertung 

bekanntgegeben. Daraus konnte sie die der Bewertung zugrundeliegende Preisspanne 

von 100 Prozent (P  = P  + P ; aus der Berechnung P  = 2P  ergibt sich, 

anders als die Vorinstanz formuliert, nicht eine Spanne von 200 Prozent) ermitteln. Die 

tatsächlich offerierten Preise (P  = CHF 3'807'802.95, P  = CHF 3'466'090.86, 

Beschwerdeführerin) liegen innerhalb einer Preisspanne von knapp 10 Prozent. Der 

Angebotspreis der Beschwerdegegnerinnen belief sich auf CHF 3'572'760.42. Bei 

lediglich drei Angeboten ist zweifelhaft, ob diese tatsächliche Preisspanne als 

realistisch bezeichnet werden kann. Sie deutet indessen darauf hin, dass die von der 

Vorinstanz angewendete Spanne von 100 Prozent zu hoch ist und teure Angebot in der 

Gesamtbewertung übermässig begünstigt. Die Vorinstanz begründet die hohe 

Preisspanne mit der Komplexität und der zentralen Bedeutung der zu beschaffenden 

Baumeisterarbeiten für das Gesamtprojekt. Inwieweit sich die Komplexität von einem 

anderen Schulhausbau unterscheidet, konkretisiert sie indessen nicht. Ebenso wenig 

liegen Gründe auf der Hand, aus denen die "zentrale Bedeutung" der 

Baumeisterarbeiten sich in einer aussergewöhnlich breiten Preisspanne niederschlagen 

sollte. Bei einer als realistisch angenommenen Preisspanne von 30 Prozent würde das 

Angebot der Beschwerdegegnerinnen beim Zuschlagskriterium des mit 55 Prozent 

oder maximal 275 Punkten gewichteten Angebotspreises 247 statt 267 erzielen.

Dieselbe Preisspanne von 30 Prozent auf die mit 5 Prozent oder maximal 25 Punkten 

gewichteten Regiepreise angewendet, ergibt bei P  von CHF 18'750 

(Beschwerdegegnerinnen) und P  von CHF 24'375 (1,3 x P ) für das Angebot der 

Beschwerdeführerin mit P  von CHF 20'750 zu 16 statt 22 gewichteten Punkten.

max

min min max

max min min max min

max min

min

max min

Bf

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Beim Preis ergäbe mithin die Anwendung einer Preisspanne von 30 Prozent sowohl 

beim Angebotspreis als auch bei den Regiearbeiten eine Reduktion der 

Gesamtpunktzahl um 20 von 464 auf 444 bei den Beschwerdegegnerinnen und um 6 

von 446 auf 440 bei der Beschwerdeführerin. Das Angebot der 

Beschwerdegegnerinnen bliebe das wirtschaftlich günstigere. Zu berücksichtigen ist 

auch, dass die Festlegung der massgebenden Preisspanne in den erheblichen 

Ermessensspielraum der Vergabebehörde fällt, es mithin nicht Aufgabe des Gerichts 

ist, eine bestimmte Spanne als die einzige vergaberechtskonforme zu bezeichnen. Mit 

anderen Worten würde wohl auch eine etwas weitere, sich zugunsten der 

Beschwerdeführerin auswirkende Spanne nicht als rechtsfehlerhaft korrigiert werden.

2.2.3. Die Vorinstanz hat das Angebot der Beschwerdeführerin beim mit 5 Prozent 

gewichteten Unterkriterium "Terminprogramm" mit 10 (Note 2) von 25 (Note 5) und 

beim mit 8 Prozent gewichteten Unterkriterium Baustelleninstallation/

Auftragsverständnis mit 24 (Note 3) von 40 (Note 5) gewichteten Punkten bewertet. Das 

Angebot der Beschwerdegegnerinnen erhielt bei beiden Unterkriterien die 

Maximalpunktzahl. Der Rückstand des Angebots der Beschwerdeführerin beträgt hier 

mithin 31 Punkte. Der Grobterminplan in den Ausschreibungsunterlagen sieht das Ende 

der Arbeitsgattung Rohbau 1 (BKP 21), zu der die ausgeschriebenen 

Baumeisterarbeiten (BKP 211.5) gehören, per Ende Kalenderwoche 35/2019 (30. 

August 2019) vor (vgl. act. 6/3 lit. G). Bei dieser Terminvorgabe erscheint die 

schlechtere Bewertung des Angebots der Beschwerdeführerin sachlich 

nachvollziehbar. Die Beschwerdegegnerinnen gehen von einem Abschluss der 

Baumeisterarbeiten am 23. August 2019 (act. 6/5, Grobterminplanung), die 

Beschwerdeführerin dagegen am 4. November 2019 (act. 6/6, Bauprogramm) aus. 

Entsprechendes gilt – jedenfalls bei der gebotenen summarischen Prüfung des zudem 

erheblichen Ermessensspielraums der Vorinstanz bei der Bewertung der Angebote 

nach den einzelnen Zuschlagskriterien (vgl. BGer 2D_35/2017 vom 5. April 2018 E. 5.1, 

in: Pra 2018 Nr. 130) – für die Bewertung nach dem Unterkriterium 

Baustelleninstallation/Auftragsverständnis. Der Übersichtsplan über die 

Baustellenorganisation der Beschwerdegegnerinnen erscheint wesentlich detaillierter 

und übersichtlicher. Die Begründung der Vorinstanz – die bei dem sehr begrenzten 

Platz sehr wichtigen Lagerplätze seien sehr detailliert ausgewiesen – ist sachlich ohne 

weiteres nachvollziehbar. Ebenso nachvollziehbar ist der Hinweis darauf, dass mit dem 

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– von den Beschwerdegegnerinnen geplanten – Einsatz von zwei peripher platzierten 

Kranen der Umschlagsplatz in der Mitte völlig freigehalten werden kann (vgl. Ziff. 18 der 

Vernehmlassung). Bei der Bewertung durfte die Vorinstanz auch berücksichtigen, dass 

die Beschwerdeführerin bei Nichteinhaltung des Endtermins gemäss Bauprogramm 

gleichzeitig im technischen Bericht die Einhaltung der Bauprogrammvorgaben bestätigt 

und damit eine unzutreffende Angabe gemacht hat.

3. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz einerseits mit einer Preisspanne 

von 100 Prozent unter Berücksichtigung des Umstandes, dass es sich um 

Baumeisterarbeiten für den Neubau eines Schulhauses und einer Turnhalle handelt und 

sie zwar eine besondere Komplexität der Arbeiten geltend macht, aber nicht 

konkretisiert, den ihr zukommenden erheblichen Ermessensspielraum wohl 

überschritten hat. Anderseits wäre sie bei lediglich drei eingegangenen Angeboten für 

die Festlegung der Preisspanne vergaberechtlich nicht gehalten, auf die tatsächlichen 

Angebotspreise abzustellen. Eine vergaberechtskonforme Preisspanne von 130 oder 

140 Prozent – angewendet sowohl auf den Angebotspreis als auch auf die 

Regiearbeiten – vermöchte nichts daran zu ändern, dass sich das Angebot der 

Beschwerdegegnerinnen als das wirtschaftlich günstigere erweist, zumal die von der 

Beschwerdeführerin gerügten tieferen Bewertungen ihres Angebots bei den 

Zuschlagskriterien Terminprogramm und Baustelleninstallation/Auftragsverständnis 

anhand der Angebote und der Begründungen in der vorinstanzlichen Vernehmlassung 

sachlich nachvollziehbar sind. Zu berücksichtigen ist zudem, dass – anders als in der 

Regel den Rechtsmitteln gegen erstinstanzliche Verfügungen – im Bereich des 

öffentlichen Beschaffungswesens der Beschwerde an das Verwaltungsgericht von 

Gesetzes wegen nicht aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 17 IVöB). Sie muss nur 

bei Vorliegen guter Gründe gewährt werden, kommt doch grundsätzlich dem 

öffentlichen Interesse an einer möglichst raschen Umsetzung des Vergabeentscheids 

von Vornherein einiges Gewicht zu (BGer 2C_755/2009 vom 19. Januar 2010 E. 3.4, 

2D_130/2007 vom 26. Februar 2008 E. 2.1, 2P.103/2006 vom 29. Mai 2006 E. 4.2.1). 

Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der aufschiebenden Wirkung ist 

dementsprechend abzuweisen. Die Vorinstanz teilt entsprechend Art. 37 Abs. 2 VöB 

einen allfälligen formellen Vertragsschluss umgehend dem Verwaltungsgericht mit.

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4. Die Beschwerdegegnerinnen sind einzuladen, bis 3. Dezember 2018 materiell 

Stellung zur Beschwerde zu nehmen. Der Vorinstanz ist Gelegenheit zu geben, ihre 

Eingabe vom 15. November 2018 gegebenenfalls zu ergänzen (je in dreifacher 

Ausfertigung). Nach unbenützter Frist ist Verzicht anzunehmen.

5. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten des Zwischenverfahrens 

der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr für 

die Zwischenverfügung von CHF 1'200 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 211 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem von der Beschwerdeführerin 

geleisteten Kostenvorschuss von CHF 9'500 zu verrechnen. Der Rest von CHF 8'300 

verbleibt bei der Hauptsache. Mangels Anspruchs – die Beschwerdegegnerinnen 

haben sich zum Gesuch um aufschiebende Wirkung nicht vernehmen lassen, die 

Vorinstanz hat zwar einen entsprechenden Antrag gestellt, ist jedoch verfügende 

Vergabebehörde (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem 

Verwaltungsrechtspflegegesetz, St. Gallen 2004, S. 176) – sind für das 

Zwischenverfahren keine ausseramtlichen Kosten zu entschädigen (Art. 98 und Art. 

98  VRP).

 

Der Abteilungspräsident verfügt:

1. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerinnen werden eingeladen, bis 3. Dezember 2018 materiell zur 

Beschwerde Stellung zu nehmen; die Vorinstanz erhält Gelegenheit, gegebenenfalls 

ihre Vernehmlassung vom 15. November 2018 innert gleicher Frist zu ergänzen (je in 

dreifacher Ausfertigung). Nach unbenützter Frist wird Verzicht angenommen.

3. Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten des Zwischenverfahrens von 

CHF 1'200 unter Verrechnung mit dem von ihr für das Beschwerdeverfahren 

geleisteten Kostenvorschuss von CHF 9'500. CHF 8'300 verbleiben bei der 

Hauptsache.

4. Für das Zwischenverfahren werden keine ausseramtlichen Kosten entschädigt.

bis

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Der Abteilungspräsident

Eugster

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