# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4ac2d31-e27a-52b5-bf8f-99b249ca1841
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 18.01.2024 110 2023 130
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2023-130_2024-01-18.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2023/130

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 18. Januar 2024

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

beide vertreten durch Herrn Rechtsanwalt und Notar A.________

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Kirchdorf, Gemeindeverwaltung, Kirchgasse 2, 
3116 Kirchdorf BE

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Kirchdorf vom 18. Juli 
2023 (Baugesuch Nr. 34-2021; Umnutzung und Erweiterung Terrasse in Abstellraum und 
Fahrzeugunterstand, usw.)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdeführenden sind Eigentümer der Parzelle Kirchdorf (BE) (Mühledorf) 
Grundbuchblatt Nr. H.________. Die Parzelle liegt in der Wohnzone C2 und im 
Gewässerschutzbereich üB (übriger Bereich). Den Beschwerdeführenden wurde am 7. August 
2002 die Baubewilligung für das Erstellen eines Einfamilienhauses auf dieser Parzelle erteilt. Am 
22. Juli 2005 reichten sie ein Baugesuch ein für den Einbau einer Wohnung im Untergeschoss 
sowie die Erstellung eines Garagentors und Windschutzwände. Sodann reichten die 
Beschwerdeführenden am 30. August 2005 eine Projektänderung mit angepassten Plänen ein. 
Darin verzichteten sie auf die Windschutzwand beim Dachvorsprung gegen die Parzelle Kirchdorf 
(BE) (Mühledorf) Grundbuchblatt Nr. I.________ und die Erstellung eines Garagentors. Mit 
Verfügung vom 22. September 2005 erteilte die Gemeinde Kirchdorf (BE) (ehemals: Mühledorf) 
den Beschwerdeführenden für den Einbau einer Wohnung im Untergeschoss und die Erstellung 
einer Windschutzwand gegenüber der Parzelle Kirchdorf (BE) (Mühledorf) Grundbuchblatt 
Nr. J.________ die Baubewilligung. Für die weiteren, bereits angebrachten Windschutzwände 
gegenüber der Parzelle Kirchdorf (BE) (Mühledorf) Grundbuchblatt Nr. I.________ verfügte die 
Gemeinde am 7. Dezember 2005 die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes. Für den 

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eingebauten Estrich im vorspringenden Gebäudeteil sowie das in diesem Bereich ohne 
Bewilligung abgeänderte Dach ordnete sie keine Wiederherstellungsmassnahmen an.

2. Gegen die Wiederherstellungsverfügung vom 7. Dezember 2005 erhoben die Nachbarn 
Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE), seit 1. Januar 2020 Bau- und 
Verkehrsdirektion (BVD). Die BVE hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 28. Juni 2006 
teilweise gut. Sie ordnete das Entfernen der Verschalung im Giebelbereich des Vordaches des 
offenen vorspringenden Gebäudeteils auf der Nordwestseite des Wohnhauses sowohl auf der 
Südwest- als auch auf der Nordostseite an. Bezüglich der Wiederherstellung des 
Dachrücksprungs wies die BVE die Beschwerde ab. Im Übrigen bestätigte sie die 
Wiederherstellungsverfügung der Gemeinde Kirchdorf (BE) vom 7. Dezember 2005. Die 
Gemeinde Kirchdorf (BE) erliess am 11. August 2006 eine korrigierte 
Wiederherstellungsverfügung und ordnete die Entfernung der bereits angebrachten Seitenwände 
gegenüber der Parzelle Kirchdorf (BE) (Mühledorf) Grundbuchblatt Nr. I.________ sowie der 
Verschalung im Giebelbereich des Vordaches des offenen vorspringenden Gebäudeteils auf der 
Nordwestseite des Wohnhauses sowohl auf der Südwest- als auch auf der Nordostseite an.

3. Am 2. September 2021 reichten die Beschwerdeführenden bei der Gemeinde Kirchdorf (BE) 
ein Baugesuch ein für die Umnutzung und Erweiterung der Terrasse in einen Abstellraum und 
Fahrzeugunterstand, die Schliessung der offenen Gebäudeseiten und den Einbau eines 
Garagentors auf der Parzelle Kirchdorf (BE) (Mühledorf) Grundbuchblatt Nr. H.________. Mit 
Schreiben vom 26. Oktober 2021 wies die Gemeinde die Beschwerdeführenden auf diverse 
Mängel hin und räumte ihnen eine Frist bis zum 29. November 2021 ein, um die Mängel zu 
beheben und die verlangten Unterlagen mit den Ergänzungen einzureichen. Zudem orientierte sie 
die Beschwerdeführenden darüber, dass das Bauvorhaben zwei Ausnahmebewilligungen 
erfordere (Überschreitung der Gebäudelänge und Nichteinhaltung der Dachgestaltung). 
Schliesslich gab die Gemeinde den Beschwerdeführenden Gelegenheit, bis am 29. November 
2021 schriftlich mitzuteilen, ob das Baubewilligungsverfahren gestartet werden solle. Die 
Beschwerdeführenden ersuchten mit Schreiben vom 29. November 2021 um Einleitung des 
Baubewilligungsverfahrens. Am 25. Mai 2022 teilte die Gemeinde den Beschwerdeführenden mit, 
dass die Ausnahmebewilligung zur Überschreitung der Gebäudelänge nicht in Aussicht gestellt 
werden könne. Gleichzeitig räumte sie den Beschwerdeführenden eine Frist bis zum 13. Juni 2022 
ein, um mitzuteilen, ob sie das hängige Baugesuch zurückziehen um weitere Kosten zu vermeiden 
oder ob sie auf die Durchführung des Baubewilligungsverfahrens/Bauabschlag bestehen um eine 
anfechtbare Verfügung zu erhalten. Die Beschwerdeführenden nahmen dazu mit Schreiben vom 
28. Juli 2022 Stellung und forderten implizit die Fortführung des Baubewilligungsverfahrens. Die 
Gemeinde liess das Baugesuch im Anzeiger Gürbetal, Längenberg, Schwarzenburgerland vom 
16. und 23. Februar 2023 publizieren. Gegen das Bauvorhaben ging keine Einsprache ein. Mit 
Verfügung vom 18. Juli 2023 erteilte die Gemeinde Kirchdorf (BE) den Bauabschlag und forderte 
die Beschwerdeführenden auf, die Plastikwände gemäss Wiederherstellungsverfügungen vom 7. 
Dezember 2005 und vom 11. August 2006 bis spätestens am 30. September 2023 zu entfernen. 
Zudem drohte sie die Ersatzvornahme an.

4. Gegen diese Verfügung reichten die Beschwerdeführenden am 17. August 2023 
Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie stellen folgende 
Rechtsbegehren:

Der Gesamtbauentscheid vom 18. Juli 2023 der Vorinstanz sei aufzuheben und es sei den 
Beschwerdeführern die Baubewilligung inkl. Ausnahmebewilligung zur Nichteinhaltung der 
Dachgestaltungsvorschriften gemäss Art. 4 des Baureglements der Einwohnergemeinde Mühledorf 
zu erteilen.

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Eventualiter: Der Gesamtbauentscheid vom 18. Juli 2023 der Vorinstanz sei aufzuheben und es sei 
den Beschwerdeführern die Baubewilligung inkl. der Ausnahmebewilligungen (Überschreitung der 
Gebäudelänge gemäss Art. 10 Abs. 1 des Baureglements der Einwohnergemeinde Mühledorf und 
Nichteinhaltung der Dachgestaltungsvorschriften gemäss Art. 4 des Baureglements der 
Einwohnergemeinde Mühledorf) zu erteilen.

Subeventualiter: Die Angelegenheit sei zur Neubeurteilung im Sinne der oberinstanzlichen 
Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

5. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Mit Eingabe vom 22. September 2023 nahm 
die Gemeinde Kirchdorf (BE) zur Beschwerde Stellung, ohne einen ausdrücklichen Antrag zu 
stellen. Die Beschwerdeführenden reichten am 21. Dezember 2023 ihre Schlussbemerkungen 
sowie die Kostennote ein.

6. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Bauentscheide können nach Art. 40 BauG2 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist somit für die Beurteilung der 
Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). 
Die Beschwerdeführenden, deren Baugesuch abgewiesen wurde, sind durch den vorinstanzlichen 
Entscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Qualifikation des Bauvorhabens/Gebäudelänge

a) Auf der Nordwestseite des Wohnhauses der Beschwerdeführenden befindet sich eine 
Terrasse, welche durch das heruntergezogene Dach des Gebäudes gedeckt wird. Dieser 
Gebäudeteil wurde in der Baubewilligung vom 7. August 2002 als offener vorspringender 
Gebäudeteil beurteilt. Die Beschwerdeführenden haben diesen offenen vorspringenden 
Gebäudeteil auf der Nordwestseite mit Seitenwänden versehen und den Giebelbereich des 
Vordachs über dem offenen vorspringenden Gebäudeteil verschalt. Mit 
Wiederherstellungsverfügung vom 7. Dezember 2005 forderte die Gemeinde Kirchdorf (BE) die 
Beschwerdeführenden auf, die Seitenwände zu entfernen, verzichtete jedoch auf das Entfernen 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

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der Verschalung im Giebelbereich.3 Im anschliessenden Beschwerdeverfahren entschied die 
BVE, dass auch die Verschalung im Giebelbereich des Vordaches des offenen vorspringenden 
Gebäudeteils auf der Nordwestseite des Wohnhauses sowohl auf der Südwest- als auch auf der 
Nordostseite zu entfernen sei.4 Die Gemeinde Kirchdorf (BE) forderte alsdann die 
Beschwerdeführenden mit korrigierter Wiederherstellungsverfügung vom 11. August 2006 auf, die 
Seitenwände zu entfernen und die Verschalung im Giebelbereich des Vordaches des offenen 
vorspringenden Gebäudeteils auf der Nordwestseite des Wohnhauses sowohl auf der Südwest- 
als auch auf der Nordostseite zu entfernen.5 Zwischenzeitlich entfernten die 
Beschwerdeführenden die Verschalung im Giebelbereich auf der Nordostseite und verschlossen 
die gesamte Nordostseite mit einer Plastikplane.6 Nun planen die Beschwerdeführenden den 
offenen vorspringenden Gebäudeteil um 0.90 m gegen Nordosten auszudehnen, damit sie ein 
Garagentor einbauen können. Zusätzlich sollen in die bestehenden Seitenwände auf der 
Nordwestseite zwei Fenster und in die bestehende Wand auf der Südwestseite eine Balkontüre 
eingebaut werden.7

b) Die Beschwerdeführenden bringen vor, der Auslegung der Vorinstanz, dass es sich beim 
vorliegenden Bauvorhaben nicht um einen Anbau handle, sei nicht zu folgen, sie sei 
rechtsfehlerhaft. Es handle sich sehr wohl um einen Anbau im Sinne von Art. 4 BMBV8 i.V.m. 
Art. 10 Abs. 2 Bst. a GBR9. Weiter führen sie aus, das geplante Bauvorhaben erfülle aus ihrer 
Sicht alle aufgeführten Voraussetzungen, d.h. der geplante Bau sei als Anbau im Sinne von Art. 4 
BMBV i.V.m. Art. 10 Abs. 2 Bst. a GBR zu qualifizieren. Es werde direkt an das Hauptgebäude 
angebaut, der Anbau lehne sich damit dem Hauptgebäude an, sei jedoch dennoch durch eine 
Innenwand (aktuelle Aussenwand/Fassade) getrennt. Werde nun das Bauvorhaben realisiert, 
werde an der bestehenden Gebäudestatik nichts verändert, was dazu führe, dass der Anbau 
jederzeit wieder entfernt werden könnte, ohne dass das Hauptgebäude konstruktiv verändert 
werden müsste. Zudem würden im geplanten Bauvorhaben nur Abstellräume und 
Fahrzeugeinstellräume realisiert, welche klar als Nebennutzflächen im Sinne der SIA-Norm 416 
zu subsumieren seien. Sodann legen die Beschwerdeführenden dar, die Fassade des 
Hauptgebäudes habe einen Verputz und sei gelb. Der geplante Anbau jedoch würde aus weissen 
Holzlatten erstellt werden. Optisch sei damit eindeutig erkennbar, dass das geplante Bauvorhaben 
ein Anbau sei und nicht zum Hauptgebäude gehöre. Die verwendeten Materialien, welche dem 
Gebäude das äussere Erscheinungsbild verliehen, seien grundverschieden (Verputz/Holz), dazu 
komme die farbliche Differenz (gelb/weiss). Des Weiteren sei es zur Montage des Rolltores 
notwendig, auf der Nordostseite eine Erweiterung unter dem Dachvorsprung vorzunehmen, was 
den Anbau weiter vom Hauptgebäude abhebe. Auch wenn der Anbau also unter dem bestehenden 
Vordach geplant sei, werde klar ersichtlich, dass es sich um einen Anbau handle. Schliesslich 
kommen sie mit Verweis auf Art. 34 Abs. 4 GBR (Bauten am Hang) zum Schluss, dass auch die 
Dimensionen eines Anbaues gemäss Art. 10 Abs. 2 i.V.m. Art. 34 Abs. 4 GBR eingehalten 
würden.

c) Die Gemeinde Kirchdorf (BE) führt in ihrer Stellungnahme vom 22. September 2023 aus, 
die Materialisierung des geplanten Abstellraums und Fahrzeugunterstandes unterscheide sich 
vom Hauptgebäude. Die Terrasse, respektive der geplante Abstellraum und Fahrzeugunterstand 

3 Wiederherstellungsverfügung der Gemeinde Mühledorf vom 7. Dezember 2005, pag. 195 ff. der Vorakten der 
Gemeinde Kirchdorf (BE).
4 Vgl. BDE 120/2006/3 vom 28. Juni 2006.
5 Wiederherstellungsverfügung der Gemeinde Mühledorf vom 11. August 2006, pag. 132 ff. der Vorakten der 
Gemeinde Kirchdorf (BE).
6 Vgl. pag. 103 und 105 ff. der Vorakten der Gemeinde Kirchdorf (BE).
7 Vgl. Plan «Garage» im Massstab 1:100 vom 26. Oktober 2020, pag. 109 der Vorakten der Gemeinde Kirchdorf (BE).
8 Verordnung vom 25. Mai 2011 über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen (BMBV; BSG 721.3).
9 Baureglement der Gemeinde Mühledorf vom 8. Juni 2017, genehmigt durch das Amt für Gemeinden und 
Raumordnung am 20. Oktober 2017.

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werde jedoch unter dem Vordach des Hauptgebäudes auf die bestehende Terrasse erstellt. Es 
sei somit nicht deutlich erkennbar, dass dieser Gebäudeteil nicht zum Hauptgebäude zähle. 
Weiter bringt sie vor, da der geplante Abstellraum und Fahrzeugunterstand nicht deutlich als 
Anbau beurteilt werden könne, gelte dieser als Hauptbau und werde folglich zur Gebäudelänge 
gezählt. Es könne daher nicht mehr von einer leicht entfernbaren Baute und Anlage nach Art. 28 
BauG gesprochen werden.

d) Die Beschwerdeführenden bringen in den Schlussbemerkungen vom 21. Dezember 2023 
vor, im Protokoll der Einigungsverhandlung vom 13. September 2005 werde, nebst den von der 
Gemeinde Kirchdorf erwähnten Wiederherstellungsverfügungen und der Mitteilung, dass die 
Einwandung übersehen worden sei, festgehalten, dass es sich nach der Einwandung um einen 
Anbau handle. Dannzumal sei die Problematik gewesen, dass gemäss dem damals 
anzuwendenden Recht ein Anbau an die Gebäudelänge angerechnet werden musste und damit 
eine Überschreitung der maximalen Gebäudelänge vorgelegen habe, weshalb eine 
Ausnahmebewilligung nötigt gewesen wäre. Mit der Änderung der aktuellen baurechtlichen 
Grundordnung werde ein Anbau nunmehr gemäss Art. 37 Abs. 4 GBR nicht mehr zur 
Gebäudelänge hinzugerechnet, weshalb keine Überschreitung der maximalen Gebäudelänge 
mehr vorliege und ein Ausnahmegesuch nicht mehr notwendig sei. Was bedeuten würde, dass 
der Erteilung einer entsprechenden Baubewilligung nichts mehr entgegenstehen würde. Nun solle 
das Bauvorhaben gemäss der Gemeinde Kirchdorf plötzlich nicht mehr als Anbau qualifiziert 
werden können, weshalb wieder eine Ausnahmebewilligung zur Überschreitung der 
Gebäudelänge notwendig werden solle, was in höchstem Masse widersprüchlich sei. Was die 
Gemeinde Kirchdorf damit bezwecken wolle, könnten sie nicht nachvollziehen. Das Vorgehen der 
Gemeinde sei willkürlich und nicht zu schützen.

e) Anbauten sind mit einem anderen Gebäude zusammengebaut, überschreiten in ihren 
Dimensionen die zulässigen Masse nicht und enthalten nur Nebennutzflächen (Art. 4 BMBV). Sie 
müssen unbewohnt sein und sind in der Regel unbeheizt.10 Unter Anbauten werden Bauten 
verstanden, die sich an eine Fassade des Hauptgebäudes anlehnen, von diesem aber durch eine 
Innenwand getrennt werden. Der Anbau muss als solcher deutlich erkennbar sein und, da er nicht 
zum Bestandteil des Hauptgebäudes werden darf, beseitigt werden können, ohne dass dieses 
dadurch konstruktiv verändert wird.11 Die Gemeinde Kirchdorf (BE) hat die maximal zulässigen 
Masse für Anbauten in Art. 10 Abs. 2 Bst. a GBR auf eine Fassadenhöhe (Fh) von 4.00 m und 
eine anrechenbare Gebäudegrundfläche (aGbF) von 60.00 m2 festgelegt. Zudem müssen sie 
einen Grenzabstand (A) von mindestens 2.00 m einhalten.

f) Den Ausführungen der Gemeinde Kirchdorf (BE) kann gefolgt werden. Das geplante 
Bauvorhaben soll nahtlos anschliessend an die nordwestliche Fassade des Hauptgebäudes auf 
der bestehenden Terrasse erstellt und durch das Vordach des Hauptgebäudes gedeckt werden.12 
Optisch tritt daher der Abstellraum/Fahrzeugunterstand nicht selbständig in Erscheinung. Er bildet 
eine Einheit mit dem nebenstehenden Hauptgebäude sowie mit der darunterliegenden Terrasse 
und dem darüberliegenden Vordach. Die Fassade des geplanten Bauvorhabens und jene des 
Hauptgebäudes werden, auch wenn ein farblicher Unterschied besteht, als eine einzige Wand 
wahrgenommen. Gleichermassen verhält es sich mit der Fassade des darunterliegenden 
Untergeschosses, welche ebenfalls weiss gestrichen ist.13 Der Abstellraum/Fahrzeugunterstand 
ist nicht als separater Anbau erkennbar, sondern wird als Teil des Gebäudes wahrgenommen.

10 BSIG Nr. 7/721.3/1.1, Information zur Verordnung über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen (BMBV), 
Erläuterungen und Praxisempfehlungen zur Umsetzung in die kommunalen Baureglemente, Zonenpläne und 
Überbauungsordnungen (Stand 1. März 2018), S. 2.
11 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 12 N. 10.
12 Vgl. Plan «Garage» im Massstab 1:100 vom 26. Oktober 2020, pag. 109 der Vorakten der Gemeinde Kirchdorf (BE).
13 Vgl. pag. 105 und 107 der Vorakten der Gemeinde Kirchdorf (BE).

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Des Weiteren hält das geplante Bauvorhaben auch nicht die maximal zulässige Fassadenhöhe 
für Anbauten gemäss Art. 10 Abs. 2 Bst. a GBR ein. Die Beschwerdeführenden legen in ihrer 
Beschwerde vom 17. August 2023 selbst dar, die Höhe auf der rechten Seite (Südwestseite) 
überschreite tatsächlich die vorgegebenen 4.00 m. Die maximal zulässige Fassadenhöhe von 
4.00 m wird jedoch nicht nur auf der Südwestseite überschritten, sondern auch auf der 
Nordwestseite14 sowie auf der Nordost- und Südostseite.15 Fraglich ist, ob die von den 
Beschwerdeführenden vorgebrachte Mehrhöhe überhaupt bei Anbauten beansprucht werden 
kann. Dies kann jedoch vorliegend offengelassen werden, hält das Bauvorhaben doch auf 
sämtlichen Seiten die maximal zulässige Fassadenhöhe gemäss Art. 10 Abs. 2 Bst. a GBR nicht 
ein.

Somit handelt es sich beim geplanten Abstellraum/Fahrzeugunterstand nicht um einen Anbau, 
sondern um einen Teil des Hauptgebäudes. Zwar sprach die Gemeinde Mühledorf (BE) in den 
Wiederherstellungsverfügungen vom 7. Dezember 2005 und 11. August 2006 sowie im Protokoll 
zur Besichtigung vom 27. September 2006 von einem Anbau. Diesbezüglich können die 
Beschwerdeführenden jedoch nichts zu ihren Gunsten ableiten, zumal damals ein anderes 
Bauvorhaben beurteilt werden musste. Das vorliegende Bauvorhaben ist für sich und mit Blick auf 
das geltende Recht zu beurteilen.

g) Das Wohnhaus der Beschwerdeführenden weist bereits zum heutigen Zeitpunkt eine 
Gebäudelänge von 20.00 m auf. Wird nun das 4.50 m breite Bauvorhaben an die bereits 
bestehende Gebäudelänge angerechnet, beträgt die Gebäudelänge 24.50 m. Damit wird die 
Gebäudelänge gemäss Art. 10 Abs. 1 GBR überschritten.

3. Ausnahmebewilligung zur Überschreitung der Gebäudelänge

a) Sodann beantragen die Beschwerdeführenden eine Ausnahmebewilligung zur 
Überschreitung der Gebäudelänge. Zur Begründung bringen sie vor, im Mehrfamilienhaus gäbe 
es nicht genügend Abstellfläche und Parkplätze, damit sie dem Bedarf der Bewohner gerecht 
werden könnten. Es sei richtig, dass sich die Anzahl der bestehenden Parkmöglichkeiten in der 
Bandbreite gemäss Art. 51 Abs. 2 BauV16 befinde. In den Ausführungen in Ziff. 3.3. des 
Gesamtbauentscheides vom 18. Juli 2023 werde jedoch nicht berücksichtigt, dass den 
Bewohnern nebst ihren Wohnungen Abstellräume von 5 – 7 m2 pro Wohneinheit sowie in Nähe 
des Hauseinganges eine besonders wettergeschützte Abstellfläche für Kinderwagen, Fahrräder 
und dergleichen zur Verfügung gestellt werden müsse (vgl. Art. 47 BauV). Damit würden diverse 
Parkmöglichkeiten gezwungenermassen als Abstellplätze genutzt, womit wieder eine geringere 
Anzahl an Parkmöglichkeiten vorhanden sei. Sodann führen sie aus, sie hätten in Folge des 
Zusammenschlusses der Einwohnergemeinden Gelterfingen, Kirchdorf, Mühledorf und Noflen 
nachträglich eine eigene Heizung einbauen lassen müssen, da ihnen der Wärmeliefervertrag 
unerwartet gekündigt worden sei. Dieser Umstand habe einen Grossteil des sonst schon eher 
knappen Abstellplatzes entwendet, da für den Einbau einer Erdsonden-Wärmepumpe sehr viel 
Platz (insbesondere für die Wärmepumpe und den Boiler) benötigt worden sei. Aus diesem Grund 
seien sie sowie die Bewohner seit längerer Zeit darauf angewiesen, in der nahen Umgebung 
weiteren Abstellraum sowie Parkplätze zusätzlich zu mieten. Diese Möglichkeit werde es aber in 
Zukunft nicht mehr geben, da die zusätzlichen Abstellplätze/Parkplätze nicht mehr zur Verfügung 

14 Vgl. Plan «Nordwestfassade» im Massstab 1:100 vom 25. November 2021, pag. 110 der Vorakten der Gemeinde 
Kirchdorf (BE).
15 Vgl. Plan «Garage» im Massstab 1:100 vom 26. Oktober 2020, pag. 109 der Vorakten der Gemeinde Kirchdorf (BE).
16 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1).

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stehen würden. Weiter legen die Beschwerdeführenden dar, der Erstellung des Abstellraums 
stünden keine öffentlichen Interessen entgegen, auch die Überschreitung der Gebäudelänge, 
sofern das Bauvorhaben nicht sowieso als Anbau qualifiziert werde, gefährde die öffentliche 
Sicherheit nicht, da es sich bei der Zufahrtsstrasse ohnehin um eine Privatstrasse handle. 
Schliesslich verweisen sie auf die vorangehenden Ausführungen, wonach die betroffenen 
Nachbaren ihre Einwilligung zum Bauvorhaben erteilt hätten und keinerlei Einsprachen zu dem 
Bauvorhaben erfolgten, womit keine privaten Interessen betroffen seien.

b) Diesbezüglich legt die Gemeinde dar, gemäss Kommentar zum Baugesetz des Kantons 
Bern von Aldo Zaugg und Peter Ludwig werde mit jeder Ausnahmebewilligung das öffentliche und 
das nachbarliche Interesse an der Einhaltung der bau- und planungsrechtlichen Ordnung und 
damit die Rechtssicherheit beeinträchtigt. Es liege im Interesse der Öffentlichkeit, dass die 
geltenden Bauvorschriften eingehalten würden. Der blosse Wunsch nach optimaler Nutzung 
genüge nicht als Ausnahmegrund.

c) Laut Art. 26 BauG können Ausnahmen von einzelnen Bauvorschriften bewilligt werden, 
wenn besondere Verhältnisse es rechtfertigen und wenn keine öffentlichen Interessen 
beeinträchtigt werden. Ausnahmen dürfen überdies keine wesentlichen nachbarlichen Interessen 
verletzen, es sei denn, die Beeinträchtigung könne durch Entschädigung vollwertig ausgeglichen 
werden. Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein. Eine Ausnahmebewilligung soll 
die gesetzliche Regelung, die im Interesse der Rechtssicherheit sowie der Rechtsgleichheit die 
tatsächlichen Verhältnisse generalisierend erfasst, einzelfallgerecht verfeinern. Ausnahmegründe 
beziehen sich deshalb auf den Zweck, den Umfang oder die Gestaltung eines Bauvorhabens, 
wenn diese in den geltenden Vorschriften nicht genügend berücksichtigt sind. Sie müssen mit den 
Besonderheiten des Baugrundstücks oder des Bauvorhabens zusammenhängen. Unter 
Umständen können aber auch Besonderheiten, die sich aus den subjektiven Verhältnissen der 
bauwilligen Personen ergeben, eine Ausnahme begründen. Rein finanzielle Interessen, der 
Wunsch nach einer Ideallösung oder intensives Ausnützungsstreben rechtfertigen aber keine 
Ausnahmebewilligung. Es geht vielmehr darum, ausgesprochene Unbilligkeiten und 
Unzweckmässigkeiten zu vermeiden, die die strikte Anwendung der Vorschrift für die Bauwilligen 
zur Folge hätte. Schliesslich ist zu berücksichtigen, dass der Ausnahmegrund keine absolute 
Grösse ist. Ob ein Sachverhalt als Ausnahmegrund genügen kann, hängt von drei Komponenten 
ab: vom Interesse an der Ausnahme, von der Bedeutung der Vorschrift, von der abgewichen 
werden soll, und von Art und Mass der verlangten Abweichung.17

d) Ausnahmegründe für eine Überschreitung der Gebäudelänge sind nicht ersichtlich. Die 
Parzelle der Beschwerdeführenden befindet sich in einer Hanglage. Ansonsten weist sie keine 
Besonderheiten bezüglich Lage oder Form auf. Die Parzelle ist mit einem Mehrfamilienhaus mit 
vier Wohnungen und sieben Parkplätzen überbaut. Mit dem Wunsch, den 
Abstellraum/Fahrzeugunterstand in der gewünschten Art zu erstellen, bezwecken die 
Beschwerdeführenden eine optimale Ausnützung der Parzelle. Darin liegt von vornherein kein 
Ausnahmegrund.18 Sodann hält das Mehrfamilienhaus mit sieben Abstellplätzen die Bandbreite 
von zwei bis acht Abstellplätzen im Sinne von Art. 51 Abs. 2 BauV ein.19 Die 
Beschwerdeführenden haben jedoch keinen Anspruch darauf, die Bandbreite nach Art. 51 Abs. 2 
BauV maximal auszuschöpfen. Darüber hinaus gaben die Beschwerdeführenden im Schreiben 
vom 28. Juli 2022 noch an, es werde kein weiterer Parkplatz benötigt.20 Ferner können sie auch 

17 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 26-27 
N. 4.
18 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 26-27 
N. 5 mit Hinweisen.
19 Vgl. Baugesuch vom 2. September 2021, pag. 70 der Vorakten der Gemeinde Kirchdorf (BE).
20 Vgl. Schreiben der Beschwerdeführenden vom 28. Juli 2022, pag. 17 der Vorakten der Gemeinde Kirchdorf (BE).

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nichts aus dem behaupteten Mangel an Abstellplätzen zu ihren Gunsten ableiten. Die 
Beschwerdeführenden verweisen diesbezüglich lediglich pauschal auf den Einbau einer 
Erdsonden-Wärmepumpe und den Wegfall der zusätzlich gemieteten Abstellplätze/Parkplätze. 
Konkrete Belege, dass sie über zu wenig Abstellräume verfügen, bringen die 
Beschwerdeführenden nicht vor. Zudem kann der ehemals bewilligte Unterstand bereits heute als 
Abstellfläche für Kinderwagen, Fahrräder und dergleichen genutzt werden. Schliesslich vermögen 
die Einwilligung der Nachbarn und die fehlenden Einsprachen aufgrund des bereits Gesagten 
nichts daran zu ändern. Der Wunsch nach optimaler Nutzung des Grundstücks oder einfach 
besserer Lösung stellt keinen Ausnahmegrund dar. Spezielle, vom Normalfall abweichende 
Umstände, welche eine Ausnahme begründen könnten, bestehen vorliegend nicht.

e) Nach dem Gesagten sind keine besonderen Verhältnisse für eine Ausnahmebewilligung 
gemäss Art. 26 BauG gegeben. Da durch das Bauvorhaben die Gebäudelänge überschritten wird 
und keine Ausnahme gewährt werden kann, hat die Gemeinde dem Bauvorhaben zu Recht den 
Bauabschlag erteilt. Unter diesen Umständen erübrigt es sich, auf die Ausnahmebewilligung zur 
Nichteinhaltung der Dachgestaltung einzugehen.

4. Wiederherstellung

a) Die Gemeinde Kirchdorf (BE) hat die Beschwerdeführenden in der angefochtenen 
Verfügung vom 18. Juli 2023 aufgefordert, die Plastikwände gemäss 
Wiederherstellungsverfügung vom 7. Dezember 2005 und vom 11. August 2006 bis spätestens 
am 30. September 2023 zu entfernen.

b) Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer Baubewilligung 
ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines bewilligten Vorhabens Vorschriften missachtet, 
so setzt die Baupolizeibehörde eine angemessene Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme (Art. 46 Abs. 1 und 2 BauG). Die 
Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sein und 
darf den Vertrauensgrundsatz nicht verletzen. Eine Wiederherstellungsmassnahme ist 
verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das angestrebte Ziel zu erreichen, nicht weiter geht, als 
zur Herstellung des rechtmässigen Zustands nötig ist und die Belastung für die pflichtige Person 
in einem vernünftigen Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.21

c) Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes durch Entfernung der Plastikwände 
wird von den Beschwerdeführenden nicht bestritten. Zweifelsfrei erweist sich diese 
Wiederherstellungsmassnahme als verhältnismässig. Die Anordnung ist offensichtlich geeignet 
und auch erforderlich, um den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Mildere Massnahmen 
sind keine erkennbar und werden von den Beschwerdeführenden auch nicht vorgebracht. Das 
öffentliche Interesse am Rückbau ist gegeben, da der Einhaltung der baurechtlichen 
Bestimmungen und der konsequenten Verhinderung von Bauten und Anlagen, die der 
baurechtlichen Ordnung widersprechen, grosses Gewicht beizumessen ist.22 Rechtskräftig sind 
schliesslich die Wiederherstellungsverfügung vom 7. Dezember 2005, ergänzt und bestätigt durch 
den Entscheid der BVE vom 28. Juni 2006, sowie die Wiederherstellungsverfügung vom 
11. August 2006.

21 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 9; 
BVR 2013 S. 85 E. 5.1.
22 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 9a.

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d) Die Wiederherstellungsfrist ist während des Beschwerdeverfahrens abgelaufen. 
Praxisgemäss ist daher eine neue Frist anzusetzen. Die von der Gemeinde angesetzte Frist von 
rund zwei Monaten wird nicht bestritten und erscheint als verhältnismässig.

5. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie haben die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG23). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 1500.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV24).

b) Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Frist zur Wiederherstellung gemäss Ziffer 4.1.2 der 
Verfügung der Gemeinde Kirchdorf (BE) vom 18. Juli 2023 wird neu auf 31. März 2024 
angesetzt. Im Übrigen wird die Verfügung der Gemeinde Kirchdorf (BE) vom 18. Juli 2023 
bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 1500.00 werden den Beschwerdeführenden zur Bezahlung 
auferlegt. Die Beschwerdeführenden haften solidarisch für den gesamten Betrag. Eine 
separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn A.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Kirchdorf, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

23 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
24 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

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Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in drei Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.