# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cda80f01-1ce8-52b2-af73-3d1e93923a89
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.10.2022 100 2021 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2021-60_2022-10-28.pdf

## Full Text

100.2021.60U
HAM/TST/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. Oktober 2022

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichter Häusler
Gerichtsschreiber Tschumi

Einwohnergemeinde Lauterbrunnen
handelnd durch den Gemeinderat, Gemeindehaus Adler, 
3822 Lauterbrunnen
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin

gegen

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

betreffend Baubewilligung; Asphaltierung Mürrenbergstrasse (Entscheid 
der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern vom 26. Januar 2021; 
BVD 110/2020/121)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.10.2022, Nr. 100.2021.60U, 
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Prozessgeschichte:

A.

Die Einwohnergemeinde (EG) Lauterbrunnen ist Eigentümerin der Mürren-
bergstrasse, die vom Dorf Mürren über eine Strecke von ca. 1,2 km ins rund 
200 m höher gelegene Blumenthal führt und dort in der Nähe eines Bergres-
taurants im Gebiet «Ufem Hiisimad»/«Blackimad» endet. Die beiden Weg-
parzellen Lauterbrunnen Gbbl. Nrn. 1________ und 2________ liegen – 
soweit hier interessierend – in der Landwirtschaftszone. Der Abschnitt vom 
Dorf bis zum Gebiet «Undri Allmi» ist im Inventar der historischen 
Verkehrswege der Schweiz (IVS) sowie im kommunalen Zonenplan 
Landschaftsschutz Teil Nord vom 10. April 2017 als historischer 
Verkehrsweg von lokaler Bedeutung mit Substanz verzeichnet. Während die 
Mürrenbergstrasse im Bereich des Dorfes sowie des Bergrestaurants 
vollständig asphaltiert ist, besteht der Belag auf dem rund 475 m langen 
Zwischenstück von «Am Eggli» bis «Ufem nidristen Bort» aus Schotter. Die 
EG Lauterbrunnen beabsichtigt, auf dieser Strecke ebenfalls einen 
vollflächigen Asphaltbelag einzubauen. Am 14. März 2019 reichte sie beim 
Regierungsstatthalteramt (RSA) Interlaken-Oberhasli eine entsprechende 
Bauvoranfrage ein, die neben einer vollflächigen Asphaltierung auch den 
Bau von vier Ausweichplätzen vorsah, und ersuchte darum, dass ihr für das 
Vorhaben eine Ausnahmebewilligung für das Bauen ausserhalb der 
Bauzonen in Aussicht zu stellen sei. Nachdem das beigezogene Tiefbauamt 
des Kantons Bern (TBA), Oberingenieurkreis I (OIK I), zum Schluss 
gelangte, dass eine vollflächige Asphaltierung den Charakter des 
historischen Verkehrswegs zu stark beeinträchtigen würde, stellte das Amt 
für Gemeinden und Raumordnung (AGR) seine Zustimmung nur unter der 
Bedingung in Aussicht, dass der betroffene Wegabschnitt nicht vollflächig 
asphaltiert wird, sondern lediglich Fahrspuren aus Bitumen oder Beton ver-
baut werden. Der Regierungsstatthalter-Stellvertreter teilte der EG Lauter-
brunnen in der Folge mit, dass er ihr eine Baubewilligung für den beabsich-
tigten Einbau eines Asphaltbelags in die Mürrenbergstrasse nicht in Aussicht 
stellen könne.

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Am 23. Dezember 2019 reichte die EG Lauterbrunnen für die vollflächige As-
phaltierung der Mürrenbergstrasse zwischen «Am Eggli» und «Ufem nidris-
ten Bort» (ohne Erstellung von Ausweichplätzen) beim Regierungsstatthal-
teramt ein Baugesuch ein und bat erneut um Prüfung bzw. Erteilung einer 
Ausnahmebewilligung. Gestützt auf den beim OIK I eingeholten Fachbericht 
vom 31. Januar 2020 betreffend die Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit 
dem Schutz des historischen Verkehrswegs verweigerte das AGR die bean-
tragte Ausnahmebewilligung mit Verfügung vom 15. Mai 2020. Zur Begrün-
dung führte es aus, die für die Asphaltierung vorgebrachten Gründe (starke 
Erosion und hohe Unterhaltskosten) seien zwar verständlich, sie vermöchten 
aber das Interesse am Erhalt der Substanz des historischen Verkehrswegs 
nicht zu überwiegen, da auf der fraglichen Strecke bereits durch den Einbau 
von Fahrspuren eine wesentliche Verbesserung der Griffigkeit erzielt werden 
könne, ohne den Verkehrsweg in unzulässiger Weise zu beeinträchtigen. 
Daraufhin verweigerte der Regierungsstatthalter des Verwaltungskreises 
Interlaken-Oberhasli dem Vorhaben mit Gesamtentscheid vom 18. Juni 2020 
die Baubewilligung (Bauabschlag).

B.

Dagegen reichte die EG Lauterbrunnen am 16. Juli 2020 Beschwerde bei 
der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Diese wies die 
Beschwerde mit Entscheid vom 26. Januar 2021 ab.

C.

Gegen diesen Entscheid hat die EG Lauterbrunnen am 25. Februar 2021 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragt, der angefochtene 
Entscheid sowie die Verfügung des AGR vom 15. Mai 2020 seien aufzuhe-
ben und das Baugesuch sei zu bewilligen. Eventuell sei die Sache an die 
BVD oder an das Regierungsstatthalteramt (Baubewilligungsbehörde) zu-
rückzuweisen. 

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Die BVD beantragt mit Vernehmlassung vom 11. März 2021, die Be-
schwerde sei abzuweisen.

Am 22. April 2021 hat das AGR unter Einbezug des Amtes für Landwirtschaft 
und Natur (LANAT) auf Ersuchen des (damaligen) Instruktionsrichters zur 
Zonenkonformität des Bauvorhabens Stellung genommen. Dazu haben sich 
die Verfahrensbeteiligten geäussert, wobei die EG Lauterbrunnen im Even-
tualstandpunkt neu beantragt, die Baubewilligung sei jedenfalls für die As-
phaltierung des Abschnitts vom Dorf bis zum Gebäude Nr. 3________ im 
Gebiet «Undri Allmi» zu erteilen, wenn das Verwaltungsgericht wider 
Erwarten der Ansicht sein sollte, dass die vollflächige Asphaltierung nur auf 
diesem Wegabschnitt bewilligungsfähig sei. Subeventuell sei die Sache an 
die BVD zurückzuweisen, damit die EG Lauterbrunnen Gelegenheit erhalte, 
eine Projektänderung einzureichen (Weglassen des Wegabschnitts ab 
Gebäude Nr. 3________).

Mit Stellungnahme vom 22. März 2022 hat sich das TBA auf Ersuchen des 
Instruktionsrichters ergänzend zur historischen Bedeutung des betreffenden 
Wegabschnitts geäussert. Dazu hat die EG Lauterbrunnen am 12. April 2022 
Stellung genommen, während die BVD auf weitere Ausführungen verzichtet 
hat.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen, ist als Baugesuchstellerin durch den angefochtenen Entscheid 
besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG, vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. 
Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Bestim-

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mungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
VRPG). Auf die Beschwerde ist – unter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach – ein-
zutreten.

1.2 Die Beschwerdeführerin beantragt, neben dem Beschwerdeent-
scheid der BVD vom 26. Januar 2021 sei auch die Verfügung des AGR vom 
15. Mai 2020 aufzuheben (vorne Bst. C). Insofern übersieht sie jedoch, dass 
der Entscheid der BVD an die Stelle des Gesamtentscheids vom 18. Juni 
2020 getreten ist, der die Verfügung des AGR mitumfasst (Devolutiveffekt; 
vgl. statt vieler BVR 2010 S. 411 E. 1.4 mit Hinweisen). Soweit die Be-
schwerdeführerin auch die Aufhebung der Verfügung des AGR beantragt, ist 
daher auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. zum Ganzen Ruth Herzog, 
in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 74 N. 26 i.V.m. Art. 72 N. 18, Art. 84 N. 19). 

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). Bei der Überprüfung 
von Aspekten, die eine kantonale Fachbehörde aufgrund ihres Fachwissens 
besser beurteilen kann, auferlegt sich das Gericht praxisgemäss eine ge-
wisse Zurückhaltung. Um von solchen behördlichen Einschätzungen abzu-
weichen, bedarf es triftiger Gründe (BVR 2016 S. 507 E. 1.4, 2014 S. 508 
E. 5.3.2; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 80 N. 20; Michel Daum, in Herzog/Daum 
[Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 19 N. 38, 40, 
55 f.).

2.

Umstritten ist zunächst, ob die vollflächige Asphaltierung des hier interessie-
renden Strassenabschnitts zonenkonform ist.

2.1 Gemäss Art. 16a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 
über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) und Art. 34 
Abs. 1 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) 
sind in der Landwirtschaftszone Bauten und Anlagen zonenkonform, die zur 
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Garten-
bau nötig sind. Dazu gehören auch Infrastrukturanlagen wie Strassen. Vo-

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raussetzung für die Erteilung der Baubewilligung ist nach Art. 34 Abs. 4 RPV, 
dass die Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig 
ist (Bst. a), der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine über-
wiegenden Interessen entgegenstehen (Bst. b) und der Betrieb voraussicht-
lich längerfristig bestehen kann (Bst. c). Nach der Rechtsprechung beurteilt 
sich die Frage nach der Notwendigkeit der Erstellung oder der Veränderung 
einer Baute oder Anlage nach objektiven Kriterien. Den Nachweis eines ob-
jektiven Bedürfnisses für Standort, Umfang und Ausgestaltung einer zonen-
konformen Baute oder Anlage hat dabei grundsätzlich die Bauherrschaft zu 
erbringen (BGer 1C_144/2013 vom 29.9.2014, in ZBl 2015 S. 210 E. 4.2, 
1C_567/2015 vom 29.8.2016 E. 6.1; VGE 2018/189 vom 2.10.2019 [bestä-
tigt durch BGer 1C_578/2019 vom 25.5.2020] E. 3.1; Zaugg/Ludwig, Kom-
mentar zum bernischen BauG, Band I/II, 5./4. Aufl. 2020/2017, Art. 80 
N. 15).

2.2 Im Kanton Bern entscheidet das AGR über die Zonenkonformität in 
der Landwirtschafszone (Art. 84 Abs. 1 BauG i.V.m. Art. 12 Bst. e der Ver-
ordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der 
Direktion für Inneres und Justiz [Organisationsverordnung DIJ, OrV DIJ; 
BSG 152.221.131]). Für landwirtschaftliche Fragen beim Bauen in der Land-
wirtschaftszone ist das LANAT zuständig (Art. 8 Abs. 1 Bst. i2 der Verord-
nung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der 
Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion [Organisationsverordnung WEU, 
OrV WEU; BSG 152.221.111]). 

2.3 Obwohl die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren noch 
keine auf Art. 16a Abs. 1 RPG gestützte Baubewilligung verlangt hat, hat 
sich die BVD im angefochtenen Entscheid (E. 3) kurz zur Zonenkonformität 
des Bauvorhabens geäussert. Dabei hat sie erwogen, die Mürrenberg-
strasse erschliesse überwiegend Bauten und Anlagen, die in der Landwirt-
schaftszone zonenfremd seien. Im Übrigen werde weder geltend gemacht 
noch sei erkennbar, dass der Belagseinbau für die landwirtschaftliche Be-
wirtschaftung nötig wäre. Die Beschwerdeführerin bezwecke vielmehr eine 
Reduktion des Unterhaltsaufwands. Der Belagseinbau sei daher nicht land-
wirtschaftlich begründet und damit auch nicht zonenkonform, was unter den 
Beteiligten denn auch unbestritten sei. 

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2.4 Das AGR hat dem Verwaltungsgericht eine beim LANAT eingeholte 
Stellungnahme vom 20. April 2021 (act. 6A) eingereicht. Darin führt das 
LANAT aus, etwa in der Mitte des zu asphaltierenden Bereichs der Mürren-
bergstrasse im Gebiet «Undri Allmi» befinde sich der Hauptstandort eines 
landwirtschaftlichen Gewerbes (Laufstall für 50 Rinder in Mutterkuhhaltung 
im Gebäude Nr. 3________). Der Betriebsinhaber schätze die Anzahl 
Fahrten zum und vom Stall weg auf zwischen 1’200 bis 1’500 pro Jahr 
(davon rund 300 Fahrten zum Gülleausbringen, 80 Fahrten für die 
Silageproduktion, 120 Fahrten für die Dürrfutterproduktion, 100 Fahrten für 
die Mistausbringung sowie tägliche Fahrten morgens und abends vom 
Wohnsitz zum Stall). Der Streckenabschnitt von «Am Eggli» zum Stall sei 
zudem bergaufwärts sehr steil und in einem schlechten Zustand. Bei starken 
Regenfällen und Gewittern entstünden tiefe Gräben und auf der Strasse im 
Dorf wie auch auf den Feldern liege danach Geschiebe. Bei 
Schönwetterperioden sei die Strasse dagegen «staubtrocken». Die 
Fahrzeuge würden sehr stark beansprucht und Schäden davontragen. Der 
Betriebsinhaber habe zudem angegeben, dass er die Kühe am Ende der 
asphaltierten Strasse im Bereich «Am Eggli» ausladen und das restliche 
Stück zum Stall zu Fuss zurücklegen müsse, wenn er die Tiere mit 
Geländefahrzeug und Anhänger vom Dorf zum Stall transportieren wolle. 
Dies, weil die Räder des Zugfahrzeugs auf der steilen Strasse durchdrehen 
würden und es samt Anhänger rückwärts abrutschen würde. Im Übrigen 
werde gemäss den Auskünften des Betriebsinhabers die jährliche 
Strohlieferung mit Traktoren bis «Winteregg» geliefert, dort umgeladen und 
anschliessend mit Transporter und Anhänger zum Stall gebracht. Das 
LANAT stuft die Angaben des Landwirts zur Intensität der Strassennutzung 
angesichts der konkreten Verhältnisse vor Ort (Lage, Grösse und Nutz-
barkeit der vorhandenen Betriebsgebäude am Standort) sowie aufgrund der 
heute üblichen landwirtschaftlichen Praxis als realistisch ein und erachtet 
auch die Aussagen bezüglich des Transports der Tiere und der Warenliefe-
rungen sowie der Beanspruchung der Strasse als nachvollziehbar. Gestützt 
darauf kommt es zum Schluss, dass der vollflächige Belagseinbau auf dem 
unteren Abschnitt zwischen «Am Eggli» und dem Gebäude Nr. 3________ 
als landwirtschaftlich begründet erscheine, wobei es allfällige entgegenste-
hende Interessen nicht beurteilt habe. Eine vollflächige Asphaltierung der 
restlichen Strecke ab dem Gebäude Nr. 3________ bis «Ufem nidristen 

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Bort» erachtet es dagegen nicht als landwirtschaftlich begründet. Die 
Strasse sei dort weniger steil und diene auch nicht als Zufahrt zu einem 
Hauptbetriebsstandort. Das AGR führt in seiner Eingabe vom 22. April 2021 
(act. 6) vor Verwaltungsgericht seinerseits aus, gemäss dem LANAT sei der 
geplante vollflächige Belagseinbau zwar im unteren Teil des fraglichen 
Wegstücks landwirtschaftlich begründet; allerdings habe der OIK I als 
kantonale Fachstelle für den Schutz der historischen Verkehrswege 
festgehalten, dass der Naturbelag auf diesem Streckenabschnitt ein 
prägendes Element eines historischen Verkehrswegs sei. Da dieses durch 
die vollflächige Asphaltierung komplett verloren ginge, stünden dem 
Bauvorhaben überwiegende Interessen im Sinn von Art. 34 Abs. 4 Bst. b 
RPV entgegen, die es dem AGR nicht ermöglichten, die Zonenkonformität 
des Bauvorhabens zu bestätigen. Aus Sicht des AGR handle es sich bei der 
im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens gefundenen Lösung, anstelle 
der Vollasphaltierung Fahrspuren einzubauen, um einen Kompromiss, der 
zu einer «Verbesserung der Zufahrt für den Landwirtschaftsbetrieb» führe.

2.5 Zu diesen Stellungnahmen hat sich die Vorinstanz mit Eingabe vom 
11. Mai 2021 (act. 8) folgendermassen geäussert: Die Beurteilung der Zo-
nenkonformität durch das AGR erscheine schlüssig. Nach dem LANAT 
möge beim unteren Wegstück (vom Dorf bis zum Gebäude Nr. 3________) 
eine vollflächige Asphaltierung für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung 
begründet sein. Daraus könne aber nicht geschlossen werden, dass 
befestigte Fahrspuren nicht auch genügen würden. Zu dieser Frage habe 
sich das LANAT nicht äussern können, weil nur die vollflächige Asphaltierung 
Verfahrensgegenstand sei. Das untere Wegstück sei zugleich Teil eines 
historischen Verkehrswegs, der durch eine vollflächige Asphaltierung 
beeinträchtigt würde. Dem Vorhaben stünden deshalb überwiegende 
öffentliche Interessen entgegen. Folglich erscheine eine vollflächige 
Asphaltierung auch unter dem Titel von Art. 16a RPG als nicht 
bewilligungsfähig.

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3.

3.1 Bewilligungen von landwirtschaftlichen Bauten in der Landwirt-
schaftszone (wie auch die Erteilung von Ausnahmebewilligungen nach 
Art. 24 ff. RPG) stellen Bundesaufgaben im Sinn von Art. 2 des Bundesge-
setzes über den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG, SR 451) 
dar (BGE 142 II 509 E. 2.3; BGer 1C_397/2015 vom 9.8.2016 E. 1.1, 
1C_17/2015 vom 16.12.2015, in URP 2016 S. 37 [mit Anmerkungen von 
Nina Dajcar] E. 1.1). Nach Art. 3 NHG haben Bund und Kantone bei der Er-
füllung von Bundesaufgaben dafür zu sorgen, dass das heimatliche Land-
schafts- und Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenk-
mäler geschont werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen über-
wiegt, ungeschmälert erhalten bleiben. Diese Pflicht gilt insbesondere auch 
in Bezug auf die im IVS verzeichneten historischen Verkehrswege und un-
abhängig davon, ob der Eingriff in ein Objekt von nationaler, regionaler oder 
lokaler Bedeutung vorgenommen wird (Art. 3 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 4 NHG; 
Jörg Leimbacher, in Kommentar NHG, 2. Aufl. 2019, Art. 5 N. 22). Die bun-
desrechtliche Norm von Art. 3 NHG verlangt allerdings keinen absoluten 
Schutz; Eingriffe in Natur- und Heimatschutzobjekte sind jedoch nur gestat-
tet, wo ein überwiegendes allgemeines Interesse dies erfordert (BGE 
137 II 266 E. 4). Nach kantonalem Recht ist auf die historischen Verkehrs-
wege sodann gemäss Art. 9a Abs. 1 BauG in besonderem Mass Rücksicht 
zu nehmen, da sie jedenfalls als kulturgeschichtlich wertvolle Elemente von 
Landschaften im Sinn von Bst. b dieser Bestimmung und damit als Objekte 
des besonderen Landschaftsschutzes gelten (vgl. BVE 10.11.2000, in BVR 
2001 S. 317 E. 2e; Vollzugshilfe des TBA «Historische Verkehrswege im 
Kanton Bern, Erläuterungen zum Vollzug», 1. Aktualisierung, Juni 2016, 
Ziff. 6.4 S. 21, nachfolgend: Vollzugshilfe TBA, einsehbar unter: 
<www.bvd.be.ch>, Rubriken «Themen», «Mobilität», «Velo- & Fussver-
kehr»; vgl. auch Bundesamt für Strassen [ASTRA], Erläuternder Bericht zur 
Verordnung über das Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz, 
überarbeitete Auflage, 2018 [Materialien Langsamverkehr Nr. 122], Ziff. 1.2 
S. 9, einsehbar unter: <www.ivs.admin.ch>, Rubriken «Dienstleistungen», 
«Downloads und Bestellungen», «Vollzugshilfen und Materialien», «Erläu-
ternder Bericht»). Ergänzend dazu hat die Gemeinde gestützt auf Art. 9a 
Abs. 2 BauG nähere kommunale Schutzvorschriften erlassen: Laut Art. 43 

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Abs. 1 des Baureglements der EG Lauterbrunnen vom 10. April 2017 sind 
diejenigen Objekte des IVS, die in den kommunalen Zonenplänen Land-
schaft bezeichnet sind, nach Massgabe der IVS-Dokumentation in ihrem 
Verlauf und ihrer traditionellen Substanz grundsätzlich geschützt. Der hier 
interessierende historische Verkehrsweg ist im Zonenplan der EG Lauter-
brunnen als solcher eingetragen (vgl. Zonenplan Landschaft Teil Nord vom 
10. April 2017; Zonenpläne und Baureglement einsehbar unter: 
<www.lauterbrunnen.ch>, Rubriken «Verwaltung», «Reglemente», 
«Bauwesen, Zonenpläne» bzw. «Bauwesen, Reglement»). 

3.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass historische Verkehrs-
wege nach den genannten eidgenössischen, kantonalen und kommunalen 
Bestimmungen grundsätzlich geschützt sind. Sie ist jedoch der Auffassung, 
dass der hier interessierende untere Abschnitt der Mürrenbergstrasse nicht 
mehr als solcher gelten könne, da der ursprünglich historische Verkehrsweg 
bloss eine Fusswegverbindung gewesen sei. Heute sei die Strasse für Fahr-
zeuge ausgebaut. Die bestehende Oberfläche mit Kies und Schotter ent-
spreche demnach nicht mehr dem ursprünglichen Charakter des Weges, als 
dieser noch als Fussweg genutzt worden sei. Er werde heute auch nicht 
mehr stark von Fussgängerinnen und Fussgängern genutzt, sondern diene 
hauptsächlich dem motorisierten Verkehr. Für die Fussgängerinnen und 
Fussgänger stehe der Wanderweg zur Verfügung. Die historischen Luftbilder 
zeigten zudem, dass die heutige Linienführung nicht mehr dem historischen 
Verlauf entspreche. Weise der Weg keinen ursprünglichen Charakter und 
keine historische Route mehr auf, fehle es ihm von vornherein an einer 
Schutzwürdigkeit. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei die geplante 
Asphaltierung somit unproblematisch (Beschwerde Rz. 55 f. sowie Eingabe 
vom 12.4.2022 Ziff. 1 f. S. 1 ff., act. 15).

3.3 Historische Verkehrswege sind «Weg- und Strassenverbindungen 
aus früheren Zeiten, die aufgrund ihres traditionellen Erscheinungsbildes im 
Gelände erkennbar oder zumindest durch ältere Dokumente nachweisbar 
sind» (vgl. Vollzugshilfe TBA Ziff. 4.1 S. 9). Im IVS verzeichnet sind diejeni-
gen historischen Verkehrswege, die im Zuge der wissenschaftlichen Inven-
tarisierung zwischen 1984 und 2006 erhoben worden sind (zur Entstehungs-
geschichte des IVS vgl. Vollzugshilfe TBA Ziff. 4.2 S. 9 f.). Die einzelnen Ob-

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jekte wurden dabei nach ihrer räumlichen Bedeutung («national», «regio-
nal», «lokal») und ihrem Gehalt an traditioneller Wegsubstanz («mit viel Sub-
stanz», «mit Substanz», «nur historischer Verlauf ohne Substanz») in ver-
schiedene Kategorien eingeteilt (vgl. Vollzugshilfe TBA Ziff. 5.1 S. 13). Der 
hier interessierende Abschnitt der Mürrenbergstrasse wurde unter der Be-
zeichnung BE 316 als historischer Verkehrsweg von lokaler Bedeutung mit 
Substanz aufgenommen (vgl. IVS-Objektbeschrieb in Vorakten RSA 3B 
pag. 6; Geoportal des Bundes, Karte «IVS Regional und Lokal», einsehbar 
unter: <www.map.geo.admin.ch>; Geoportal des Kantons Bern, Karte 
«Sachplan Wanderroutennetz / Historische Verkehrswege (IVS)», einsehbar 
unter: <www.geo.apps.be.ch>). Im entsprechenden Objektblatt wird er unter 
der Rubrik «Gelände», die sich auf eine Aufnahme aus dem Jahr 1988 stützt, 
wie folgt beschrieben:

«Bis Pkt. 1750 ist der Weg 2.5 m breit. Im Siedlungsbereich von Mürren 
ist die Wegoberfläche mit Asphalt bedeckt und anschliessend mit feinem 
Schotter. Als Wegbegrenzung sind bei Pkt. 1750 einzelne kurze Tro-
ckenstützmauern zu verzeichnen.»

Unter der Rubrik «Geschichte» (Stand: September 2005) ist dem IVS-Ob-
jektbeschrieb weiter zu entnehmen, dass der Weg in den amtlichen 
Kartenwerken des vorletzten Jahrhunderts bereits als «Fussweg»-Verbin-
dung bzw. als «Feld- oder Saumweg» verzeichnet war (Topographische 
Karte der Schweiz [sog. «Dufourkarte»], Blatt Nr. 18 [1854], sowie 
Topographischer Atlas der Schweiz [sog. «Sigfriedkarte»], Blatt Nr. 488 
[1873]; beide Kartenwerke einsehbar auf dem Geoportal des Bundes unter: 
<www.map.geo.admin.ch>).

3.4 Auf den öffentlich zugänglichen Luftbildern des Bundesamts für Lan-
destopographie (Swisstopo) ist in der Tat ersichtlich, dass der ursprüngliche 
Fuss- bzw. Saumweg aus dem 19. Jahrhundert im hier interessierenden 
Bereich zwischen 1926 und 1940 baulich erheblich umgestaltet worden ist 
(Bild-Nrn. 19265412490037 und 19400410030176; einsehbar unter: 
<www.map.geo.admin.ch>, Rubriken «Geokatalog/Grundlagen und 
Planung/Luft-, Satellitenbilder/Luftbilder swisstopo s/w»). Zur historischen 
Bedeutung dieses Wegumbaus hat sich der OIK I als zuständige kantonale 
Fachstelle (vgl. Art. 12 der Strassenverordnung vom 29. Oktober 2008 [SV; 
BSG 732.111.1]) auf entsprechende Nachfrage des Verwaltungsgerichts wie 

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folgt geäussert (Stellungnahme vom 22.3.2022, act. 13): Es sei damals 
«offensichtlich» keine neue Weganlage erstellt worden, wozu auch kein er-
kennbarer Anlass bestanden habe. Grund des Wegumbaus seien vielmehr 
veränderte landwirtschaftliche Nutzungsbedürfnisse gewesen. Das Vorge-
hen habe dem gebräuchlichen Prinzip des grössten Nutzens resp. des ge-
ringsten Schadens bei Eingriffen in landwirtschaftliche Güter entsprochen. 
Allen Korrekturen zwischen 1926 und 1940 sei ausserdem gemeinsam, dass 
sie mit traditionellen Mitteln und Materialien vorgenommen worden seien. Da 
der relevante historische Zeitraum unter diesen Umständen bis in die Mitte 
des 20. Jahrhunderts gehen könne, verfüge der Weg noch immer über tradi-
tionelle Substanz. Der Wert der qualitativen baulichen und historischen Ele-
mente des Objekts Nr. BE 316 sei daher auch unter Berücksichtigung der 
geänderten Linienführung und der baulichen Veränderungen richtig abgebil-
det. Für Baudenkmäler gelte denn auch der Grundsatz, dass deren Wert 
nicht geschmälert werde, wenn in historischer Zeit Veränderungen vorge-
nommen würden. Im Gegenteil sei der Prozess der Veränderung ein wesent-
licher Teil des Wertes der Geschichte des Baudenkmals.

3.5 Für das Verwaltungsgericht besteht kein Anlass, von dieser Fachbe-
urteilung abzuweichen (vgl. vorne E. 1.3): Wohl zeigen die Luftbilder auf, 
dass der ursprüngliche Fuss- bzw. Saumweg im Zeitraum zwischen 1926 
und 1940 zurückgebaut und an dessen Stelle eine breitere, befahrbare 
Strasse erstellt worden ist, die etwas geschwungener verläuft als die ur-
sprüngliche historische Fusswegverbindung. Entgegen der Beschwerdefüh-
rerin ist aber nicht erkennbar, dass der Weg heute «an einem anderen Ort 
durchführen» würde, zumal er abgesehen von der geschwungeneren Tras-
senführung immer noch entlang derselben Route verläuft. Wenn der OIK I 
annimmt, dass auch der neue Weg einem historischen Wegverlauf ent-
spricht, ist sein Standpunkt daher nicht zu beanstanden. Im Weiteren ist zwar 
unbestritten, dass der interessierende Abschnitt kaum mehr ursprüngliche 
Substanz aus dem 19. Jahrhundert aufweist (vgl. auch angefochtener Ent-
scheid E. 7d). Wie der OIK I in seiner Stellungnahme ausführt und mit Aus-
zügen aus dem Terminologie-Handbuch für historische Verkehrswege 
(act. 13A) belegt, schliesst das Fehlen von Originalsubstanz aus dem 
19. Jahrhundert aber nicht aus, dass der Weg traditionelle Substanz im Sinn 
des IVS aufweisen kann. Vielmehr wird im Terminologie-Handbuch aus-

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drücklich festgehalten, dass das Adjektiv «traditionell» im vorliegenden Zu-
sammenhang gerade nicht mit den Begriffen «historisch», «ursprünglich» 
oder «original» gleichzusetzen sei und dass eine traditionelle Wegoberfläche 
oder Wegbegrenzung auch erst im 20. Jahrhundert angelegt worden sein 
könne. Bei der heutigen Wegbefestigung aus Schotter handelt es sich aner-
kanntermassen um eine traditionelle Oberfläche befahrbarer Wege und 
Strassen (vgl. Technische Vollzugshilfe «Erhaltung historischer Verkehrs-
wege» des ASTRA, der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege 
[EDK] und der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission 
[ENHK], 2008, Vollzugshilfe Langsamverkehr Nr. 8, Ziff. 6.2.3 S. 55, 
nachfolgend: Vollzugshilfe ASTRA/EDK/ENHK, einsehbar unter: 
<www.astra.admin.ch>, Rubriken «Themen», «Langsamverkehr», 
«Vollzugshilfen»; vgl. auch Vollzugshilfe TBA Ziff. 5.4. S. 16). Indem die 
Beschwerdeführerin einwendet, der OIK I belege nicht, dass der Weg im vor-
liegenden Fall auch tatsächlich «mit traditionellen Mitteln» erstellt worden sei 
(Eingabe vom 12.4.2022 Ziff. 2 S. 2, act. 15), vermag sie nichts Gegenteili-
ges herzuleiten. Denn um einem Wegbestandteil einen traditionellen Cha-
rakter zusprechen zu können, genügt es gemäss der Fachbehörde, dass 
dieser theoretisch mit hergebrachten Hilfsmitteln und Arbeitsgeräten hätte 
angelegt und unterhalten worden sein können. Dass dies tatsächlich der Fall 
war, wird hingegen nicht zwingend vorausgesetzt; massgebend ist laut dem 
OIK I vielmehr im Wesentlichen das Erscheinungsbild. Damit übereinstim-
mend wird im Terminologie-Handbuch denn auch ausgeführt, dass eine ge-
schotterte Wegoberfläche selbst dann als traditionell bezeichnet werden 
könne, wenn der Schotter mit einem Lastwagen herbeigeführt worden sei 
(S. 194; act.13A). Die Einschätzung des OIK I, wonach der hier interessie-
rende Abschnitt der Mürrenbergstrasse mit seiner relativ steilen Anlage, sei-
nem dem Gelände angepassten geschwungenen Verlauf sowie seinen Sub-
stanzelementen noch immer einen weitgehend traditionellen Charakter im 
Sinn des IVS aufweist, ist folglich nachvollziehbar und mit Blick auf das 
Terminologie-Handbuch nicht zu beanstanden. Diese Beurteilung wird ins-
besondere durch die aktenkundigen Fotografien gestützt, auf denen die vom 
OIK I im Fachbericht vom 31. Januar 2020 (Vorakten RSA 3B pag. 17 ff.) 
genannten traditionellen Wegbestandteile (Oberfläche mit Naturbelag, weg-
begrenzende Böschungen, Mauerwerke, Metallgeländer und Zäune sowie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.10.2022, Nr. 100.2021.60U, 
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die der Wegdimension angepasste Querabschläge) gut erkennbar sind 
(Vorakten BVD 3A nach pag. 3).

3.6 Nach dem Gesagten kann mit dem OIK I davon auszugegangen wer-
den, dass die Inventarisierung des Objekts BE 316 im Jahr 1988 nach den 
anerkannten methodischen Grundsätzen erfolgte und dessen Einstufung als 
Weg von lokaler Bedeutung mit Substanz korrekt ist. Soweit die Beschwer-
deführerin einwendet, dass ein Bauwerk, welches mit traditionellen Materia-
lien neu erbaut worden ist, nicht automatisch zu einem historischen, 
schützenwerten Denkmal werde (Eingabe vom 12.4.2022 Ziff. 2 S. 2), hilft 
ihr dies hier nicht weiter. Denn wie in E. 3.5 hiervor dargelegt wurde, ist im 
vorliegenden Fall kein neuer Weg erstellt worden, sondern ein bereits be-
stehender Weg (vor mehr als 80 Jahren) in der damals üblichen Art an ge-
änderte Nutzungsbedürfnisse angepasst worden. Unbehelflich ist schliess-
lich auch ihr Einwand, dass es sich beim Terminologie-Handbuch im Unter-
schied zur Verordnung vom 14. April 2010 über das Bundesinventar der 
historischen Verkehrswege der Schweiz (VIVS; SR 451.13) um kein Gesetz 
handelt (vgl. Eingabe vom 12.4.2022 Ziff. 2 S. 2 f.). So ist weder ersichtlich 
noch geht aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin hervor, inwiefern 
die Einstufung des hier interessierenden Strassenabschnitts im IVS den Vor-
gaben der VIVS widersprechen sollte, zumal diese Verordnung ohnehin nur 
den Schutz der historischen Verkehrswege von nationaler Bedeutung regelt 
(vgl. Art. 1 Bst. a VIVS). Bei dieser Ausgangslage erweist sich die Rüge der 
Beschwerdeführerin, der vom Bauvorhaben tangierte historische Verkehrs-
weg sei gar nicht schützenswert, als unbegründet.

4.

4.1 Die Beschwerdeführerin ist weiter der Auffassung, die Vorinstanz 
habe das Interesse an der Erhaltung des historischen Verkehrswegs zu Un-
recht über dasjenige der Landwirtschaft an der geplanten Asphaltierung ge-
stellt. Die wesentlichen Merkmale des Weges würden vom Bauvorhaben 
nicht berührt. Es werde bloss der Kiesbelag durch Asphalt ersetzt, was op-
tisch weniger auffalle, als eine Strasse mit zwei Betonspuren und einem Mit-
telstreifen aus Kies und Sand zu bauen, weil der Asphaltbelag bloss aus ei-

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nem Material bestehe. Anders als die Vorinstanz meine, werde der Weg da-
her durch den Einbau eines vollflächigen Asphaltbelags sogar geschont. Die 
vollflächige Asphaltierung sei für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung 
überdies zwingend notwendig, da keine andere Möglichkeit bestehe, den 
Weg dauernd befahrbar zu machen. So werde die Mürrenbergstrasse mehr-
mals pro Jahr derart stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie nicht resp. 
kaum mehr befahrbar sei. Die Landwirte und Älpler seien jedoch an das Wet-
ter gebunden und könnten jeweils nicht warten, bis der Weg wieder in Stand 
gestellt worden sei. Verpassten sie den richtigen Zeitpunkt etwa für das Gül-
len der Nutzflächen oder das Einholen des Heus, wirke sich dies negativ auf 
den Ertrag aus. Entgegen der Vorinstanz werde mit dem Erstellen von be-
festigten Fahrspuren das Problem der Ausschwemmungen gerade nicht ge-
löst, zumal diese bei schmalen nicht befestigten Streifen umso stärker seien. 
Wie dies verhindert werden könne, sei nicht ersichtlich, zumal weder das 
TBA noch die Vorinstanz darlegten, welche Massnahmen es gebe, um die 
Auswaschung des Mittelbereichs zu verhindern. Dies sei auch nicht erstaun-
lich: Denn solche gebe es schlicht nicht. Der geplante Belagseinbau sei da-
her nicht nur erforderlich, sondern auch verhältnismässig, zumal entgegen 
der Vorinstanz bei der Interessenabwägung auch der Unterhaltsaufwand zu 
berücksichtigen sei, welcher mit dem Einbau von Fahrspuren nur ungenü-
gend verringert werden könne (Beschwerde Rz. 12 f, 27 f., 31, 56 und 65 
sowie Eingabe vom 19.5.2021 Rz. 1 ff., act. 9).

4.2 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid (E. 7c, 7d und 8a) 
vor allem den Verlust der traditionellen Wegoberfläche für problematisch er-
achtet: Die Wegoberfläche sei prägendes Merkmal historischer Verkehrs-
wege. Im Unterschied zum gegenwärtigen Schotterbelag gehöre eine voll-
flächige Befestigung mit Asphalt nicht zum traditionellen Bestand. Mit einem 
Asphaltbelag auf dem Abschnitt zwischen «Am Eggli» und «Undri Allmi» 
würde der Verkehrsweg sein traditionelles Erscheinungsbild verlieren, was 
sich gleichzeitig nachteilig auf das Landschaftsbild auswirke. Obwohl die 
Wegelemente, der Wegverlauf und dessen Breite nicht verändert würden, 
könne bei der geplanten Asphaltierung nicht von einer Schonung des 
lnventarobjekts gesprochen werden. – Entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführerin leuchten diese Ausführungen ein und sind daher nicht zu 
beanstanden: Es trifft zu, dass traditionellen Wegoberflächen bei der Erhal-

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tung von historischen Verkehrswegen besonderes Augenmerk zu schenken 
ist, da der Belag das prägende Merkmal eines Weges darstellt und damit 
dessen Erscheinungsbild wesentlich beeinflusst (Vollzugshilfe TBA Ziff. 5.4 
S. 16). Weiter ist ebenfalls richtig, dass Schotterungen zusammen mit ande-
ren Naturbelägen grundsätzlich zum traditionellen Bestand der historischen 
Verkehrslandschaft gehören (vorne E. 3.5), während neue Asphaltbeläge 
keine traditionelle Substanz aufweisen (Vollzugshilfe TBA Ziff. 5.4 S. 16; 
Vollzugshilfe ASTRA/EDK/ENHK Ziff. 6.2.5 S. 61). Anders als die Beschwer-
deführerin behauptet, wird der historische Verkehrsweg durch die vollflä-
chige Asphaltierung demnach nicht geschont. Vielmehr ist der Einbau von 
Asphaltbelägen in traditionelle Wegoberflächen grundsätzlich zu vermeiden. 
Gleiches gilt zwar auch für Fahrspuren. Diese lassen aber immerhin zu, dass 
der Naturbelag teilweise erhalten bleibt. Sie fügen sich damit besser ins 
Landschaftsbild ein und sind gemäss der Vollzugshilfe TBA (Ziff. 5.4. S. 16) 
zudem auch aus ökologischen Gründen vorzuziehen (geringeres Querungs-
hindernis für Kleintiere). Mithin ist ein Asphaltbelag für den historischen Ver-
kehrsweg nicht schonender und würde in der Berglandschaft nicht weniger 
auffallen.

4.3 Hinsichtlich der Befahrbarkeit der Mürrenbergstrasse hat die Vori-
nstanz im angefochtenen Entscheid (E. 5e, 6c und 8a) erwogen, die Strasse 
sei im Bereich des Bauvorhabens sehr steil und weise im unteren Teil eine 
Längsneigung von bis zu 27 % auf. Bei derart steilen Strassen sei oftmals 
eine Befestigung geboten, da diese ihrem Zweck entsprechend befahrbar 
und verkehrssicher sein müssten. Dies bedeute aber nicht zwingend, dass 
es sich um eine ganzflächige bituminöse Befestigung auf der gesamten Stre-
cke handeln müsse. Im vorliegenden Fall habe der OIK I als Alternative zur 
geplanten vollflächigen Asphaltierung den Einbau von Fahrspuren aus Beton 
oder Asphalt vorgeschlagen. Weiter habe er darauf hingewiesen, dass es in 
der Schweiz viele Beispiele von solchen Spurwegen gebe. Gestützt auf die 
Ausführungen des OIK I könne daher davon ausgegangen werden, dass die 
Befahrbarkeit der Strasse auch mit entsprechend ausgebildeten Fahrspuren 
verbessert und die Unfallgefahr reduziert werden könne. Es sei wohl richtig, 
dass eine vollflächige Asphaltierung gegenüber dem heutigen Naturbelag 
wesentliche Vorteile hinsichtlich der ganzjährigen Befahrbarkeit und des Un-
terhaltsaufwands mit sich brächte. Eine solche sei aber nicht gerechtfertigt, 

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da sich mit befestigten Fahrspuren (wo solche erforderlich seien) bezüglich 
der sicheren Befahrbarkeit eine Verbesserung erzielen lasse. Nicht aus-
schlaggebend sei, dass Fahrspuren gegenüber einem vollflächigen Asphalt-
belag einen höheren Unterhaltsaufwand verursachten, weil die Höhe von 
Unterhaltskosten im Raumplanungsrecht kein entscheidendes Kriterium sei. 

4.4 Diese Erwägungen der Vorinstanz überzeugen: Wie der OIK I in sei-
ner Stellungnahme vom 22. März 2022 (act. 13) vor Verwaltungsgericht mit 
zusätzlichen Unterlagen belegt hat, kann angenommen werden, dass sich 
Spurwege als Erschliessungsstrassen im Alpgebiet grundsätzlich gut eignen 
und bezüglich Dauerhaftigkeit sowie Unterhalt eine wirtschaftliche und lang-
lebige Lösung darstellen. Dem eingereichten Fachartikel «Spurwegbau in 
der Schweiz: Betonspurwege im Gebirge» (Beilage 5, act. 13A) kann etwa 
entnommen werden, dass es sich bei Betonspurwegen um eine sehr robuste 
und langlebige Form der Strassenbefestigung handelt, bei der kaum struktu-
relle Schäden auftreten und die sich durch eine sehr hohe Nutzungsdauer 
von mindestens 30 bis 50 Jahren auszeichnet (S. 3). Sofern die Betonfahr-
spuren fachgerecht erstellt und unterhalten werden, erscheint die Gefahr von 
Strukturschäden daher eher gering. So ist denn auch im technischen Kurz-
bericht, den die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren einge-
reicht hat (nachfolgend: technischer Kurzbericht; Vorakten BVD 3A nach 
pag. 3), keine Rede von einer solchen Problematik, sondern wird der Einbau 
von Betonfahrspuren als bautechnisch möglich bezeichnet (S. 3). Im Übrigen 
gibt es durchaus Massnahmen, um einer Auswaschung der Wegoberfläche 
durch Starkniederschläge vorzubeugen: Im erwähnten Fachartikel (S. 3) 
wird zur Verbesserung der Entwässerung von Wegen mit Fahrspuren etwa 
empfohlen, dass das Oberflächenwasser mittels sog. Querabschläge ge-
fasst und abgeleitet wird, dass die einzelnen Fahrspuren mit leichten 
Querneigungen oder Wölbungen (sog. Bombierung) ausgestattet werden 
und dass der Mittelstreifen – insbesondere in steilem Gelände – mit Holz-
brettern als Querriegel befestigt wird. Unter diesen Umständen kann mit der 
Vorinstanz davon ausgegangen werden, dass sich durch den Einbau von 
Betonfahrspuren, die fachgerecht unterhalten werden, das Risiko von Be-
lagsschäden auf der Mürrenbergstrasse im Vergleich zum heutigen Zustand 
verringern und die Griffigkeit bzw. Befahrbarkeit wesentlich verbessern 
liesse. Dies dürfte für die landwirtschaftliche Nutzung ausreichen, zumal der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.10.2022, Nr. 100.2021.60U, 
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OIK I bereits bei früherer Gelegenheit darauf hingewiesen hat, dass Land-
wirtschafts- und Geländefahrzeuge in der Regel mit einem Differentialge-
triebe ausgerüstet und in der Lage sind, sogar eine steile Güterstrasse mit 
Erosionsschäden zu befahren (vgl. VGE 2020/401 vom 1.12.2021 E. 2.3). 

4.5 Bei dieser Ausgangslage ist die Interessenabwägung des AGR und 
der Vorinstanz nicht zu beanstanden: Gemäss der Vollzugshilfe des TBA 
(Ziff. 7.4 S. 26 f.) gilt für Wege von lokaler Bedeutung mit Substanz das kan-
tonale Erhaltungsziel, die geschützten Wegabschnitte mit ihren wesentlichen 
Substanzelementen möglichst weitgehend zu schonen. Danach ist der Ein-
bau eines vollflächigen Hartbelags zwar nicht absolut ausgeschlossen; er 
muss aber zumindest durch ein genügend wichtiges Interesse gerechtfertigt 
sein. Hier ist ein solches Interesse der betroffenen Landwirte nicht erstellt, 
da davon ausgegangen werden kann, dass Betonfahrspuren für die landwirt-
schaftlichen Nutzungen genügen. Demgegenüber steht fest, dass eine voll-
flächige Asphaltierung mit einer wesentlich stärkeren Beeinträchtigung des 
historischen Verkehrswegs verbunden wäre, weil der traditionelle Charakter 
der Wegoberfläche und damit ein prägendes Element vollständig verloren 
ginge. Folglich verletzen AGR und Vorinstanz kein Recht, wenn sie zur Auf-
fassung gelangen, dass das Interesse an der möglichst weitgehenden Erhal-
tung des historischen Verkehrswegs der vollflächigen Asphaltierung der Mür-
renbergstrasse entgegensteht. Die Ausführungen des LANAT (vorne E. 2.4) 
führen zu keinem anderen Schluss, da dieses allfällige dem Bauvorhaben 
entgegenstehende Interessen nicht berücksichtigt hat und sich auch nicht 
dazu äussert, ob der Einbau von Fahrspuren für die landwirtschaftliche Nut-
zung genügen würde. Ob bei der Beurteilung der landwirtschaftlichen Erfor-
derlichkeit der Vollasphaltierung – wie die Beschwerdeführerin geltend 
macht – auch der Strassenunterhalt zu berücksichtigen ist, erscheint fraglich, 
zumal die Mürrenbergstrasse grundsätzlich nicht von den Landwirten, son-
dern von der Gemeinde als Strasseneigentümerin zu unterhalten ist. Wie es 
sich damit verhält, kann aber offenbleiben, da es keine Hinweise gibt, wo-
nach der Unterhalt von Fahrspuren mit einem unzumutbaren Aufwand ver-
bunden wäre (dazu hinten E. 5.6). 

4.6 Zusammengefasst ist dem AGR und der Vorinstanz darin zu folgen, 
dass die vollflächige Asphaltierung weder auf dem gesamten Abschnitt zwi-

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schen «Am Eggli» und «Ufem nidristen Bort» noch auf dem unteren Teilab-
schnitt bis «Undri Allmi» als zonenkonformes Bauvorhaben bewilligt werden 
kann, weil ihr das Interesse am Erhalt des historischen Verkehrswegs ent-
gegensteht. Dessen Zustand und Schutzwürdigkeit sind in den Akten und 
der IVS-Dokumentation ausreichend belegt. Da der OIK I zusammen mit der 
Beschwerdeführerin bereits eine Begehung vor Ort durchgeführt hat und 
mehrere Stellungnahmen der Fachbehörde zu den Auswirkungen des Bau-
vorhabens vorliegen, bedarf es keines gerichtlichen Augenscheins, um «den 
Einfluss auf den historischen Verkehrsweg beurteilen zu können». Ein 
solcher ist auch nicht nötig, um festzustellen, «ob Fahrzeuge die steilen 
Strassenabschnitte bei Regen und Matsch, welcher wie Seife wirkt und zu 
Rutschgefahr führt, befahren können» (Beschwerde Rz. 67). Denn aus-
schlaggebend ist hier nicht die Frage, ob der derzeitige Zustand für die land-
wirtschaftliche Nutzung genügt. Vielmehr kommt es darauf an, ob die Befahr-
barkeit des Weges mit landwirtschaftlichen (oder anderen geeigneten) Fahr-
zeugen mit dem Einbau von Fahrspuren sichergestellt werden kann, was zu 
bejahen ist. Schliesslich kann auch auf die beantragte Zeugenbefragung der 
betroffenen Landwirte oder des zuständigen Wegmeisters verzichtet werden 
(vgl. Beschwerde Rz. 39 und Rz. 69), zumal nicht einleuchtet, weshalb all-
fällige weitere aus deren Sicht für die Vollasphaltierung sprechenden Argu-
mente nicht bereits in der Beschwerdeschrift hätten vorgebracht werden 
können. Die genannten Beweisanträge werden daher alle abgewiesen (vgl. 
zur antizipierten Beweiswürdigung statt vieler BGE 144 II 427 E. 3.1.3; 
BVR 2021 S. 285 E. 3.3.2; Michel Daum, a.a.O., Art. 18 N. 27 f.). 

5.

Damit ist weiter zu beurteilen, ob die umstrittene vollflächige Asphaltierung 
auf der gesamten Strecke oder zumindest auf dem unteren Teilabschnitt als 
zonenfremdes Vorhaben gestützt auf eine Ausnahme nach Art. 24 ff. RPG 
bewilligt werden kann.

5.1 Die Beschwerdeführerin beruft sich auf zwei gesetzliche Bestim-
mungen: Auf die Bestandesgarantie von Art. 24c RPG sowie auf die allge-
meine Ausnahmenorm von Art. 24 RPG. Vorweg ist die besondere Ausnah-

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mebestimmung von Art. 24c RPG zu prüfen. Auf Art. 24 RPG ist in der Folge 
nur dann einzugehen, wenn eine Ausnahme gestützt auf Art. 24c RPG nicht 
erteilt werden kann.

5.2 Nach Art. 24c RPG werden bestimmungsgemäss nutzbare Bauten 
und Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, 
in ihrem Bestand grundsätzlich geschützt (Abs. 1). Sie können mit Bewilli-
gung der zuständigen Behörde erneuert, teilweise geändert, massvoll erwei-
tert oder wiederaufgebaut werden, sofern sie rechtmässig erstellt oder geän-
dert worden sind (Abs. 2). In jedem Fall bleibt die Vereinbarkeit mit den wich-
tigen Anliegen der Raumplanung vorbehalten (Abs. 5) und der Bewilligung 
dürfen gemäss Art. 43a Bst. e RPV keine überwiegenden Interessen entge-
genstehen. Dies bedingt eine Abwägung der für und gegen das Bauvorha-
ben sprechenden Interessen (BGer 1C_312/2016 vom 3.4.2017, in ZBl 2018 
S. 314 E. 2.1, 1C_168/2015 vom 11. Mai 2016 E. 3.1). Die nach Art. 24c 
Abs. 2 RPG zulässigen Änderungen werden in Art. 42 RPV konkretisiert. Als 
Grundregel für alle Bauvorhaben gilt, dass die Identität der Baute ein-
schliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen Zügen gewahrt bleiben 
muss, wobei Verbesserungen gestalterischer Art zulässig sind (Art. 42 
Abs. 1 RPV). Massgeblicher Vergleichszustand für die Beurteilung der Iden-
tität ist der Zustand, in dem sich die Baute oder Anlage im Zeitpunkt der Zu-
weisung zum Nichtbaugebiet befand (Art. 42 Abs. 2 RPV). Ob die Identität 
im Wesentlichen gewahrt bleibt, ist unter Würdigung der gesamten Um-
stände zu beurteilen (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 RPV). Nach der bundesgericht-
lichen Rechtsprechung ist darauf abzustellen, ob die Änderung bei einer 
Gesamtbetrachtung untergeordneter Natur ist. Die Wesensgleichheit der 
Baute oder Anlage muss hinsichtlich Umfang, äusserer Erscheinung sowie 
Zweckbestimmung gewahrt werden und es dürfen keine wesentlichen neuen 
Auswirkungen auf die Nutzungsordnung, Erschliessung und Umwelt ge-
schaffen werden (vgl. BGE 132 II 21 E. 7.1.1, 127 II 215 E. 3a). Gefordert ist 
hingegen nicht völlige Gleichheit von Alt und Neu; die Identität bezieht sich 
vielmehr auf die «wesentlichen Züge», also die aus raumplanerischer Sicht 
wichtigen Merkmale des Objekts (BGer 1C_154/2020 vom 13.7.2021, in ZBl 
2022 S. 442 E. 6.1).

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Seite 21

5.3 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid (E. 5d) erwogen, es 
sei nicht bekannt, in welchem Zustand sich die Mürrenbergstrasse am mass-
gebenden Stichtag (1. Juli 1972) befunden habe. Nach der allgemeinen Er-
fahrung erscheine es aber eher als unwahrscheinlich, dass diese Natur-
strasse schon vor fast 50 Jahren wie heute ausgeebnet und mit feinem Kies-
belag bedeckt gewesen sei. Insofern dürfte bereits der heutige Zustand mit 
dem regelmässig eingebrachten Fremdmaterial eine Veränderung gegen-
über dem Referenzzustand darstellen. Auch wenn mit einer vollflächigen As-
phaltierung die Breite und der Verlauf der Strasse nicht geändert würden, 
ändere sich deren Erscheinungsbild auf einer Länge von rund 475 m erheb-
lich. Wie die eingereichten Fotos zeigten, sei die Naturstrasse im Gelände 
gut eingebettet und füge sich zusammen mit den angrenzenden Wegele-
menten (Steinmäuerchen, Zäune aus grob behauenem Holz) harmonisch in 
die Berglandschaft ein. Ein vollflächiger bituminöser Belag würde auffallen 
und sich nachteilig auf die schöne Umgebung auswirken. Auch die Anklänge 
an den historischen Weg gingen damit weitgehend verloren. Das Vorhaben 
wirke optisch vielmehr neubauähnlich. In der Regel sei denn auch von einem 
Neubau auszugehen, wenn ein bestehender Weg asphaltiert werde. Das 
Bauvorhaben stelle daher nicht mehr eine bloss massvolle Änderung im Sinn 
von Art. 24c RPG dar. Aber selbst wenn diese Frage anders beurteilt würde, 
würde dem Bauvorhaben wegen der Beeinträchtigung des historischen Ver-
kehrswegs das Interesse an dessen Erhaltung entgegenstehen. Hingegen 
sei nicht ausschlaggebend, dass Fahrspuren gegenüber einem vollflächigen 
Asphaltbelag einen höheren Unterhaltsaufwand verursachten. Bei betonier-
ten Fahrspuren hänge der Unterhaltsaufwand davon ab, ob die erforderli-
chen Massnahmen zur Minderung der Unterhaltsintensität umgesetzt wür-
den. Sei dies der Fall, könne auch hier mit dem Einbau von Betonfahrspuren 
der Unterhaltsaufwand gegenüber dem heutigen Zustand verringert werden. 
Im Übrigen sei die Höhe der Unterhaltskosten im Raumplanungsrecht ohne-
hin kein entscheidendes Kriterium, weshalb auch die finanziellen Interessen 
der Gemeinde die raumplanerischen Interessen und das Gebot der Scho-
nung des historischen Verkehrswegs nicht zu überwiegen vermöchten (E. 6b 
und 6c).

5.4 Die Beschwerdeführerin kritisiert, die Beurteilung der Vorinstanz be-
ruhe auf blossen Vermutungen. Auf dem Luftbild der Swisstopo von 1969 

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(Beschwerdebeilage 4) sei die Strasse sehr gut ersichtlich. Dem hochauflö-
senden Bild könne entnommen werden, dass die Strasse dazumal gleich 
breit sowie bereits ausgeebnet und mit einem Kies- und Schotterbelag be-
deckt gewesen sei. Eine Veränderung zwischen dem 1. Juli 1972 und heute 
habe nicht stattgefunden. Auf welche «allgemeine Erfahrung» sich die Vori-
nstanz stützen wolle, sei nicht ersichtlich. Ausserdem ändere sich das Er-
scheinungsbild der Strasse mit einer vollflächigen Asphaltierung kaum. Zu 
beachten sei, dass die Mürrenbergstrasse oberhalb und unterhalb des frag-
lichen Wegabschnitts bereits asphaltiert sei. Überdies sei eine Strasse mit 
Kiesbelag und zwei Betonspuren viel auffälliger als eine durchgehende As-
phaltstrasse, die sich weniger nachteilig auf die schöne Umgebung auswir-
ken würde. Die Asphaltierung der Strasse werde demnach durch die Besitz-
standsgarantie von Art. 24c RPG geschützt. Der Vollbelag sei somit – auch 
wenn er optisch neubauähnlich wirken würde – zulässig (zum Ganzen Be-
schwerde Rz. 29 ff., 36 f., 39).

5.5 Zwar mag sich der hier interessierende Strassenabschnitt seit dem 
Stichtag im Jahr 1972 baulich nicht wesentlich verändert haben, soweit sich 
dies anhand des eingereichten Luftbilds überhaupt beurteilen lässt. Aller-
dings ist nicht ersichtlich, was die Beschwerdeführerin aus diesem Umstand 
zu ihren Gunsten ableiten könnte: Wohl kann beim punktuellen Einbau von 
Fahrspuren in eine Naturstrasse oder bei einer auf einzelne kritische Stellen 
beschränkten Vollasphaltierung regelmässig noch von einer teilweisen Än-
derung bzw. massvollen Erweiterung ausgegangen werden, die von der 
(erweiterten) Besitzstandsgarantie von Art. 24c RPG umfasst wird 
(VGE 2018/154 vom 18.7.2019 E. 8.2; vgl. auch angefochtener Entscheid 
E. 5e). Im vorliegenden Fall soll aber auf der gesamten, 475 m langen Stre-
cke zwischen «Am Eggli» und «Ufem nidristen Bort» anstelle des bestehen-
den Schotterbelags eine Kiessand-Fundationsschicht, eine Belagsplanie so-
wie eine Asphaltschicht eingebaut werden (vgl. technischer Kurzbericht, 
S. 4). Ein solcher auf einer Länge von mehreren hundert Metern durchge-
hender Strassenumbau stellt in aller Regel eine neubauähnliche Umgestal-
tung dar, welche die (erweiterte) Besitzstandsgarantie von Art. 24c RPG 
sprengt (VGE 2018/154 vom 18.7.2019 E. 4; vgl. auch Waldmann/Hänni, 
Handkommentar RPG, 2006, Art. 24 N. 16). Daran ändert nichts, dass die 
Mürrenbergstrasse ober- und unterhalb des vom Bauvorhaben betroffenen 

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Abschnitts bereits über einen Hartbelag verfügt, zumal ohnehin fraglich er-
scheint, in welchem Umfang dieser im Jahr 1972 bereits bestand: Gemäss 
der Geländekarte des IVS war der befestigte Strassenabschnitt im Bereich 
des Dorfes zum Zeitpunkt der Inventarisierung des historischen Verkehrs-
wegs im Jahr 1988 jedenfalls erst halb so lang wie heute (Geländekarte ein-
sehbar unter: <www.map.geo.admin.ch>, Karte «IVS Regional und Lokal», 
Rubrik «Zusatzinformationen zum Inventar»). Zudem bestehen keine Belege 
dafür, dass der Asphaltbelag im Bereich des Bergrestaurants 1972 schon 
vorhanden war. Unter diesen Umständen ist grundsätzlich nicht zu bean-
standen, wenn die Vorinstanz zum Schluss gelangt ist, dass die geplante 
Asphaltierung auf der gesamten Strecke zwischen «Am Eggli» und «Am 
nidristen Bort» das Identitätserfordernis von Art. 42 Abs. 1 RPV nicht einhält 
und daher von vornherein über die (erweiterte) Besitzstandsgarantie von 
Art. 24c RPG hinausgeht. 

5.6 Hinzu kommt, dass die Vorinstanz die Ausnahmebewilligung für das 
Bauvorhaben unter Verweis auf den Schutz des historischen Verkehrswegs 
verweigern durfte. Dies gilt selbst dann, wenn neben landwirtschaftlichen 
auch zonenfremde Nutzungen sowie der zusätzliche Unterhaltsaufwand be-
rücksichtig werden. Es ist nicht ersichtlich, dass die Mitarbeitenden der …-
Bahn oder der Gemeinde zwingend auf eine Vollasphaltierung angewiesen 
sind, um den technischen Unterhalt und die Störungsbehebung bei den 
touristischen Infrastrukturen und beim Wasserreservoir «Giew» sicherzu-
stellen (Beschwerde Rz. 46). Vielmehr kann aufgrund des bereits Gesagten 
(vorne E. 4.4) angenommen werden, dass der Einbau von Fahrspuren auch 
für diese Zwecke genügt und den Unterhaltsaufwand gegenüber dem heuti-
gen Zustand reduziert. Es kann mit dem AGR und der Vorinstanz davon aus-
gegangen werden, dass der Unterhaltsaufwand bei einer fachgerechten Er-
stellung der Fahrspuren in einem verhältnismässigen Rahmen gehalten wird 
(vgl. Verfügung des AGR vom 15.5.2020, Vorakten RSA 3B pag. 21; ange-
fochtener Entscheid E. 6b). Abgesehen davon hat die Vorinstanz zu Recht 
darauf hingewiesen, dass bei der Asphaltierung von Nebenwegen aus-
serhalb der Bauzonen dem rein finanziellen Interesse an der Verringerung 
von Unterhaltskosten im Allgemeinen nur eine ungeordnete Bedeutung zu-
kommt, was insbesondere dann gilt, wenn ein historischer Verkehrsweg be-
troffen ist (vgl. etwa BVE 10.11.2000, in BVR 2001 S. 317 E. 2e; im Zusam-

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menhang mit der Asphaltierung von Wanderwegen vgl. BVR 1992 S. 326 
E. 6d/dd, 1991 S. 222 E. 4d; VGE 2018/154 vom 18.7.2019 E. 8.2). Die Mür-
renbergstrasse wird denn auch gemäss den Angaben der Beschwerdefüh-
rerin im Durchschnitt insgesamt lediglich rund sieben Mal täglich befahren 
und somit nicht sehr intensiv genutzt (vgl. hierzu auch angefochtener Ent-
scheid E. 6c). Dass bei der Interessenabwägung neben dem Interesse an 
den zonenfremden Nutzungen auch das landwirtschaftliche Interesse zu be-
rücksichtigen ist (BVR 2006 S. 224 E. 7.3; VGE 2018/154 vom 18.7.2019 
E. 2.2), führt zu keinem anderen Ergebnis, zumal nicht erstellt ist, dass die 
Landwirte auf eine vollflächige Asphaltierung zwingend angewiesen und der 
Einbau von Fahrspuren nicht für ihre Zwecke ausreichend sind (vorne 
E. 4.4 f.).

5.7 Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass eine vollflächige As-
phaltierung der Mürrenbergstrasse auch unter dem Titel der erweiterten Be-
standesgarantie weder auf dem gesamten Abschnitt «Am Eggli» bis «Ufem 
nidristen Bort» noch auf dem unteren Teilabschnitt bis «Undri Allmi» bewilligt 
werden kann, da den für das Bauvorhaben sprechenden Interessen dasje-
nige am Erhalt des historischen Verkehrswegs entgegensteht. Der Einwand, 
es sei nicht die gesamte Strecke von 475 m, sondern nur das untere Teil-
stück von ca. 210 m Länge im IVS eingetragen, ist unbehelflich (Beschwerde 
Rz. 60 und 5). Denn erweist sich die Asphaltierung bereits auf dem unteren 
Teilabschnitt als mit der Erhaltung des historischen Verkehrswegs nicht ver-
einbar, gilt dies ohne weiteres auch für die gesamte Strecke. Eine Bewilli-
gung für eine Asphaltierung, die sich auf den oberen, im IVS nicht eingetra-
genen Teilabschnitt beschränkt, verlangt die Beschwerdeführerin dagegen 
nicht. Weil zu den Auswirkungen des Bauvorhabens auf den historischen 
Verkehrsweg bereits mehrere Fachberichte vorliegen, besteht keine Veran-
lassung, zusätzlich noch einen Fachbericht bei der kantonalen Kommission 
zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) einzuholen, zumal nicht 
ersichtlich ist, inwiefern ein solcher an der fehlenden Bewilligungsfähigkeit 
des Bauvorhabens etwas ändern könnte. Der entsprechende Beweisantrag 
(Beschwerde Rz. 38) wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28.10.2022, Nr. 100.2021.60U, 
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6.

Im Nachfolgenden ist noch zu prüfen, ob dem Bauvorhaben eine auf Art. 24 
RPG gestützte Ausnahmebewilligung zu erteilen ist.

6.1 Gemäss dieser Bestimmung kann abweichend von Art. 22 Abs. 2 
Bst. a RPG – d.h. vom Erfordernis der Zonenkonformität – die Errichtung 
oder Zweckänderung von Bauten und Anlagen bewilligt werden, wenn deren 
Zweck einen Standort ausserhalb der Bauzone erfordert (Bst. a; Standortge-
bundenheit; vgl. dazu BGE 136 II 214 E. 2.1 mit Hinweisen) und keine über-
wiegenden Interessen entgegenstehen (Bst. b). 

6.2 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid (E. 4) erwogen, die 
geplante Asphaltierung sei für sich allein betrachtet nicht standortgebunden 
im Sinn von Art. 24 Bst. a RPG, weil aus zonenfremden Nutzungen grund-
sätzlich keine Standortgebundenheit abgeleitet werden könne. In Frage 
kommen könne daher nur, ob eine sog. abgeleitete Standortgebundenheit 
vorliege. Eine solche sei gemäss Lehre und Rechtsprechung nur mit Zurück-
haltung anzunehmen und setze voraus, dass ein besonderes, aus dem 
Hauptbetrieb hergeleitetes betriebswirtschaftliches oder technisches Bedürf-
nis bestehe. Ein solches sei im vorliegenden Fall nicht ausgewiesen. Mit 
Blick auf die angegebene Anzahl von Fahrten, die von Mitarbeitenden der 
…-Bahn und der Gemeinde durchgeführt würden, sei insgesamt von einer 
doch geringen Nutzungsintensität und nicht von einem objektiv grossen 
betrieblichen Bedürfnis an der vollflächigen Asphaltierung auszugehen, 
zumal sich die Frage stelle, ob nicht der Einbau von Fahrspuren ausreichen 
würde, um die Befahrbarkeit und den Komfort zu verbessern. Die geplante 
Asphaltierung sei für die standortgebundenen Nutzungen daher objektiv 
nicht erforderlich, weshalb sie gestützt auf Art. 24 RPG nicht bewilligt werden 
könne.

6.3 Nach Ansicht der Beschwerdeführerin lässt die Vorinstanz ausser 
Acht, dass die Strasse auch (und sogar hauptsächlich) durch die Landwirt-
schaft benutzt werde. Es sei falsch, wenn die BVD allein auf die wenigen 
Fahrten der …-Bahn und der Gemeinde abstelle und dabei einen 
Durchschnitt der pro Tag ausgeführten Fahrten ermittle. Im Sommer würden 
die landwirtschaftlichen und alpwirtschaftlichen Nutzflächen rege bewirt-

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schaftet. Teils würde die Strasse bis zu 20 Mal pro Tag von vier bis fünf 
Bauern befahren, weshalb im Sommer nicht bloss 1,3 resp. 6 Fahrten pro 
Tag stattfänden. Gerade während dieser intensiven Nutzung durch die Land-
wirtschaft ereigneten sich häufig Gewitter mit starken Regenfällen, welche 
die Strasse kaum bzw. teilweise gar nicht mehr passierbar machten. – Wie 
sich aus den voranstehenden Erwägungen ohne Weiterungen ergibt, verfan-
gen auch diese Argumente nicht, da nicht ersichtlich ist, dass der umstrittene 
Belagseinbau für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung oder den Unterhalt 
der …-Bahn oder des Wasserreservoirs zwingend notwendig wäre. Inwiefern 
daran etwas ändern sollte, dass die Strassen hauptsächlich im Sommer 
benutzt wird, ist nicht ersichtlich. Somit vermag die geltend gemachte 
Nutzung der Strasse durch die Landwirte und die Mitarbeitenden von …-
Bahn und Gemeinde eine Standortgebundenheit im Sinn von Art. 24 Bst. a 
RPG nicht zu begründen. Hinzu kommt, dass einer Ausnahmebewilligung 
der Schutz des historischen Verkehrswegs und damit ein überwiegendes 
Interesse im Sinn von Art. 24 Bst. b RPG entgegensteht.

6.4 Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vor-
instanz zum Schluss gelangt ist, dass das Vorhaben unter dem Titel von 
Art. 24 RPG ebenfalls nicht bewilligt werden kann.

7.

Der gestellte Hauptantrag erweist sich damit insgesamt als unbegründet. 
Weil die beantragte Baubewilligung für die vollflächige Asphaltierung weder 
für den Gesamtabschnitt zwischen «Am Eggli» und «Ufem nidristen Bort» 
noch für den unteren Teilabschnitt bis «Undri Allmi» erteilt werden kann und 
auch eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz mangels Bewilligungs-
fähigkeit der von der Beschwerdeführerin ins Auge gefassten Projektände-
rung nicht zur Diskussion steht (vorne Bst. C; BVR 2012 S. 74 E. 4.3.3; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N. 13b), ist die Beschwerde in allen Punk-
ten abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist (vgl. vorne E. 1.2). Bei diesem 
Verfahrensausgang wird die Gemeinde grundsätzlich kostenpflichtig 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Da sie nicht in Vermögensinteressen betroffen ist, 
können ihr keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 108 Abs. 2 Satz 2 

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VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind nicht angefallen (Art. 108 Abs. 3 
i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten gespro-
chen.

3. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
- Bundesamt für Raumentwicklung

und mitzuteilen:
- Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli
- Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern
- Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.