# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cf1b81b6-db84-51c6-9255-cb380c6a2dfb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-01-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.01.2015 D-7356/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7356-2014_2015-01-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-7356/2014 

 

  U r t e i l  v o m  5 .  J a n u a r  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Einzelrichter Martin Zoller, 

mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn; 

Gerichtsschreiberin Kathrin Mangold Horni. 

 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

Kamerun,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration 

(SEM; zuvor Bundesamt für Migration, BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des BFM vom 4. Dezember 2014. 

 

 

D-7356/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 24. September 2014 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich seiner Befragung im Empfangs- und Verfahrenszentrum 

(EVZ) B._______ vom 9. Oktober 2014 im Wesentlichen geltend machte, 

er sei kamerunischer Staatsangehöriger aus C._______ und stamme aus 

einer "polygamen Familie", 

dass er nach dem Tod seines Vaters, welcher "Chef" im Dorf D._______ 

gewesen sei, dessen Amt hätte übernehmen sollen,  

dass er die Nachfolge jedoch verweigert habe, weshalb die "Königsma-

cher" ins Dorf gekommen seien und gegen ihn bei der Polizei und der Gen-

darmerie Anzeige erstattet hätten, 

dass er daher am 5. Mai 2012 Kamerun zu Fuss in Richtung Nigeria ver-

lassen habe, wo er einige Monate geblieben sei, 

dass er per Bus via Niger und Algerien nach Marokko und anschliessend 

in einem Boot nach Spanien gelangt sei, wobei er vom Roten Kreuz aus 

Seenot gerettet und in ein Lager bei E._______ gebracht worden sei, 

dass er später mit einem Bus nach Frankreich und schliesslich am 24. Sep-

tember 2014 unter Umgehung der Grenzkontrollen in die Schweiz gereist 

sei,   

dass er ledig und kinderlos sei und in der Schweiz weder Verwandte noch 

andere Bezugspersonen habe,  

dass er gesund sei, 

dass das BFM dem Beschwerdeführer anlässlich der Befragung vom 

9. Oktober 2014 das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Wegweisungs-

vollzug nach Spanien gewährte, worauf dieser erwiderte, im Bus von Alme-

ria nach Madrid und auch nach der Ankunft in Madrid nichts zu essen be-

kommen zu haben, so dass er gezwungen gewesen sei, auf der Strasse 

zu leben und zu betteln, 

D-7356/2014 

Seite 3 

dass bezüglich der weiteren Aussagen beziehungsweise der Einzelheiten 

des rechtserheblichen Sachverhalts auf das Protokoll bei den Akten ver-

wiesen wird (vgl. vorinstanzliche Akten A4),  

dass der Beschwerdeführer im Anschluss an die Befragung vom 9. Oktober 

2014 handschriftlich ausführte, zwei Kinder zu haben, die mit ihrer Mutter 

irgendwo in der Schweiz lebten, 

dass er die Schweizer Behörden darum ersuche, deren Aufenthaltsort aus-

findig zu machen, 

dass das BFM den Beschwerdeführer für den Aufenthalt während der 

Dauer des Asylverfahrens dem Kanton F._______ zuwies, 

dass das BFM mit Verfügung vom 4. Dezember 2014 – eröffnet am 10. De-

zember 2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach 

Spanien anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz 

spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Be-

schwerdeführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Dezember 2014 (Post-

stempel: 17. Dezember 2014) gegen diesen Entscheid beim Bundesver-

waltungsgericht Beschwerde erhob und dabei insbesondere darum er-

suchte, bei seinen Kindern in der Schweiz bleiben und deren Mutter heira-

ten zu können,  

dass das Bundesverwaltungsgericht am 23. Dezember 2014 (vormittags) 

gestützt auf Art. 56 VwVG den Vollzug der Überstellung per sofort einst-

weilen aussetzte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 23. Dezember 2014 (nachmittags)  

beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

 

D-7356/2014 

Seite 4 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die  frist- und – bezüglich Anträge und Begründung – knapp 

formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 

AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 

m.w.H.), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

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Seite 5 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist 

(nachfolgend: Dublin-III-VO), zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die 

einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im Ka-

pitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag ge-

stellt hat, nach Massgabe der Art. 21, 22 und 29 Dublin-III-VO aufzuneh-

men (Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO),  

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbstein-

trittsrecht), 

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dass entweder der Mitgliedstaat, in dem ein Antrag auf internationalen 

Schutz gestellt worden ist und der das Verfahren zur Bestimmung des zu-

ständigen Mitgliedstaats durchführt, oder der zuständige Mitgliedstaat vor 

der Erstentscheidung in der Sache jederzeit einen anderen Mitgliedstaat 

ersuchen kann, den Antragsteller aus humanitären Gründen oder zum 

Zweck der Zusammenführung verwandter Personen aufzunehmen, wobei 

die betroffenen Personen dem schriftlich zustimmen müssen (Art. 17 

Abs. 2 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. humanitäre Klausel), 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der "Eu-

rodac"-Datenbank ergab, dass dieser am 5. September 2014 in Spanien 

illegal in das Hoheitsgebiet der Dublin-Staaten eingereist war,  

dass das BFM deshalb in Anwendung von Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-

VO die spanischen Behörden am 16. Oktober 2014 um Aufnahme des Be-

schwerdeführers ersuchte, 

dass die spanischen Behörden der Aufnahme des Beschwerdeführers am 

3. Dezember 2014 gestützt auf dieselbe Bestimmung ausdrücklich zu-

stimmten, 

dass die Zuständigkeit Spaniens zur Durchführung des Asyl- und Wegwei-

sungsverfahrens somit gegeben ist,  

dass der Beschwerdeführer die sich aus der Dublin-III-VO ergebende Zu-

ständigkeit Spaniens nicht zu negieren vermag,  

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Spanien würden 

systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmensch-

lichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU-

Grundrechtecharta mit sich bringen, 

dass Spanien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nachkommt, 

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Seite 7 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie), ergeben, 

dass sodann kein Grund zur Annahme besteht, die spanischen Behörden 

würden dem Beschwerdeführer bei einer Rückkehr die Aufnahme verwei-

gern oder den Zugang zum Asylverfahren versperren, respektive in seinem 

Fall den Grundsatz des Non-Refoulement missachten und ihn zur Ausreise 

in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus 

einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet wäre oder in dem er Ge-

fahr laufen würde, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden,  

dass es dem Beschwerdeführer obliegt, seine Fluchtgründe im Rahmen 

des spanischen Asylverfahrens darzulegen, und keine Hinweise vorliegen, 

wonach die zuständigen spanischen Organe ihm den erforderlichen Schutz 

verweigern würden, 

dass der Beschwerdeführer mit der blossen Behauptung, im Bus von Al-

meria nach Madrid und nach der Ankunft in Madrid nichts zu essen bekom-

men zu haben (vgl. vorinstanzliche Akten A4 S. 8), auch keine konkreten 

Hinweise für die Annahme dargetan hat, Spanien würde ihm dauerhaft die 

ihm gemäss Aufnahmerichtlinien zustehenden minimalen Lebensbedin-

gungen vorenthalten, und er sich bei einer vorübergehenden Einschrän-

kung nötigenfalls an die spanischen Behörden wenden und die ihm zu-

stehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte 

(vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Ermes-

sensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle festzuhal-

ten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht ein-

räumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch 

BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

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dass der Beschwerdeführer erst im Anschluss an die Befragung vom 9. Ok-

tober 2014 vorbrachte, zwei Kinder zu haben, die mit ihrer Mutter in der 

Schweiz lebten, 

dass das BFM in seiner angefochtenen Verfügung dazu zutreffend be-

merkte, aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers könne nicht von 

einer gelebten Beziehung ausgegangen werden, zumal er zum Zeitpunkt 

der Befragung nicht einmal gewusst habe, wo sich seine angebliche Fami-

lie aufhalte,  

dass auch die Argumentation des Beschwerdeführers, er habe anlässlich 

der Befragung vom 9. Oktober 2014 die angeblichen Familienangehörigen 

in der Schweiz nicht erwähnt, weil er nicht verstanden habe, nach welchen 

Beziehungen gefragt worden sei, nicht zu überzeugen vermag, zumal er in 

der besagten Befragung ausdrücklich erklärt hatte, keine Kinder zu haben 

(vgl. vorinstanzliche Akten A4 S. 3), 

dass die Darstellung des Beschwerdeführers, seine Kinder und deren Mut-

ter seien so glücklich, dass er jetzt in der Schweiz sei, auch hätten seine 

Verlobte und er vor, so rasch als möglich zu heiraten (vgl. Beschwerde-

schrift), den festgestellten Sachverhalt nicht in einem anderen Licht er-

scheinen lassen, umso weniger, als er nur eines der beiden Kinder aner-

kannt hat und sich dieses offenbar irgendwo im Ausland aufhält (vgl. hän-

giger Visumsantrag) 

dass schliesslich festzuhalten ist, dass ein Ehevorbereitungsverfahren 

auch von Spanien aus an die Hand genommen werden kann und es der 

über eine Niederlassungsbewilligung C verfügenden angeblichen Verlob-

ten des Beschwerdeführers ohne Weiteres möglich ist, sich zu diesem 

Zweck nach Spanien zu begeben, 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-      

oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Spanien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1 der Asyl-

verordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

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Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretens-entscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2010/45 E. 10),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung 

des BFM zu bestätigen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.–    

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Seite 10 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige  

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter:   Die Gerichtsschreiberin: 

 

Martin Zoller    Kathrin Mangold Horni 

 

 

Versand: