# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff028081-83bd-5437-bd6b-931e7559051b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 23.09.2020 S 2020 99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2020-99_2020-09-23.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 99

2. Kammer als Versicherungsgericht

Einzelrichterin von Salis 

URTEIL
vom 23. September 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer
gegen 

Suva Chur,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. Am 4. September 2020 erhielt das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit Schreiben vom 3. September 2020 die undatierte Eingabe 

von A._____ an das Kantonsgericht von Graubünden (Poststempel Ein-

gang beim Kantonsgericht und Weiterleitung an das Verwaltungsgericht je-

weils am 3. September 2020) zuständigkeitshalber überwiesen. A._____ 

wurde über die Weiterleitung seiner Eingabe durch das Kantonsgericht mit 

Briefkopie in Kenntnis gesetzt. A._____ bezeichnete seine Eingabe als 

"Klage". Das Verwaltungsgericht nahm sie als Beschwerde gegen einen 

angeblichen Entscheid der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend Suva) entgegen und eröffnete das vorliegende Verfahren S 

20 99.

2. Mit Instruktionshandlung vom 4. September 2020 teilte die zuständige In-

struktionsrichterin A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) mit, dass die 

undatierte Klage (richtigerweise Beschwerde) den gesetzlichen Erforder-

nissen einer Beschwerde im Sinne von Art. 61 lit. b ATSG in Verbindung 

mit Art. 38 VRG nicht genüge und es werde dem Beschwerdeführer eine 

Frist bis zum 16. September 2020 zur Verbesserung der Eingabe ein-

geräumt, unter Androhung des Nichteintretens auf die Beschwerde bei un-

genutztem Fristablauf.

3. Die nicht erstreckbare Frist verstrich in der Folge ungenutzt und der Be-

schwerdeführer liess sich bis dato (23. September 2020) nicht vernehmen, 

obschon ihm das Schreiben der Instruktionsrichterin am 7. September 2020 

zugestellt worden war. 

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Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 9 Abs. 1 Gerichtsorganisationsgesetz (GOG; BR 173.000) leiten 

die Vorsitzenden oder die von ihnen bezeichneten Richterinnen oder Rich-

ter als Instruktionsrichterinnen oder Instruktionsrichter die Verfahren bis 

zum Entscheid und treffen nötigenfalls vorsorgliche Verfügungen. Sie 

schreiben das Verfahren als erledigt ab, wenn im Laufe des Verfahrens das 

rechtserhebliche Interesse an einem Entscheid insbesondere wegen Rück-

zug, Anerkennung oder Vergleich wegfällt (Art. 9 Abs. 2 GOG). 

2. Gemäss Art. 61 lit. b Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozial-

versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 Bun-

desgesetz über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) muss eine Be-

schwerde im Unfallversicherungsbereich eine gedrängte Darstellung des 

Sachverhaltes, ein Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten. 

Nach Art. 38 Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRG; BR 370.100) sind 

Rechtsschriften in einer Amtssprache abzufassen und haben das Rechts-

begehren, den Sachverhalt und eine Begründung zu enthalten. Sie sind zu 

unterzeichnen und im Doppel unter Beilage der verfügbaren Beweismittel 

und des angefochtenen Entscheids einzureichen. Weitere Beweismittel 

sind genau zu bezeichnen. Genügt eine Eingabe den obgenannten gesetz-

lichen Erfordernissen nicht oder ist sie in unziemlicher Form abgefasst, un-

leserlich oder unnötig umfangreich, wird eine angemessene Frist zur Ver-

besserung angesetzt und mit der Androhung verbunden, dass auf die Be-

schwerde sonst nicht eingetreten werde. 

3. Im konkreten Fall ist dazu erstellt, dass der Beschwerdeführer mit undatier-

ter Eingabe Klage (recte: Beschwerde) erheben will gegen die Suva. Seine 

handgeschriebene Beschwerde enthält kein Rechtsbegehren und keine 

Begründung, so dass nicht erkennbar ist, was der Beschwerdeführer mit 

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seiner Beschwerde geltend macht und verlangt. Dem Sachverhalt kann 

sinngemäss entnommen werden, dass ihm als österreichischem Gastar-

beiter nach einem Arbeitsunfall in diskriminierender Weise und in Verlet-

zung des Gleichbehandlungsprinzips eine Beeinträchtigung seiner Arbeits-

fähigkeit im Umfang von angeblich 20 % (nach Untersuchung durch das 

Bundessozialamt Österreich) von der Suva abgesprochen werde. Der an-

gefochtene Entscheid ist der Beschwerde nicht beigelegt, ebensowenig wie 

allfällige Beweismittel. Auf das Schreiben der Instruktionsrichterin vom 4. 

September 2020 reagierte der Beschwerdeführer nicht und liess somit die 

angesetzte Frist zur Behebung der Mängel seiner Eingabe ungenutzt ver-

streichen. Dies hat androhungsgemäss einen Nichteintretensentscheid und 

eine Abschreibung des Verfahrens S 20 99 zur Konsequenz, weil das 

rechtserhebliche Interesse an einem Entscheid weggefallen ist, wenn sich 

eine Partei trotz Aufforderung nicht um das Verfahren kümmert, indem sie 

Nachfristen ungenutzt verstreichen lässt und dadurch ihr Desinteresse am 

Verfahren manifestiert.

4. Nach Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in Sozial-

versicherungsangelegenheiten – ausser bei vorliegend ausser Betracht fal-

lenden Ausnahmen – kostenlos. Es ist kein Parteikostenersatz zuzuspre-

chen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG). 

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Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Auf die undatierte Eingabe von A._____, welche am 3. September 2020 

beim Kantonsgericht von Graubünden einging und dem Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden zuständigkeitshalber überwiesen wurde, wird 

nicht eingetreten und damit das Verfahren S 20 99 als infolge Wegfalls des 

rechtserheblichen Interesses erledigt abgeschrieben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

 

4. [Mitteilungen]