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**Case Identifier:** aa59df44-345c-5e81-9b66-d0961d0049b1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.10.2014 200 2014 329
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-329_2014-10-10.pdf

## Full Text

200 14 329 UV
LOU/BRM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Braune

A.________ 
Beschwerdeführerin

gegen

B.________
Beschwerdegegnerin

in Sachen

C.________

betreffend Einspracheentscheid vom 4. März 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2014, UV/14/329, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1977 geborene C.________ erlitt am 28. April 2010 bei einem Sturz 
vom Pferd eine Verletzung an der rechten Schulter. Das erstbehandelnde 
Spital D.________, Orthopädische Klinik, diagnostizierte am Unfalltag eine 
traumatisierte AC-Luxation bei vorbestehender Tossy II seit 2008 bei Sturz 
vom Pferd und attestierte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis am 12. 
Mai 2010 (act. II 3.1). Die B.________, bei der C.________ im Unfallzeit-
punkt über ihre Arbeitgeberin, das E.________, Rolle, obligatorisch gegen 
die Folgen von Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankhei-
ten versichert war, und der das Ereignis mittels Schadenmeldung UVG am 
25. Mai 2010 (act. II 1.1) gemeldet worden war, erbrachte die gesetzlichen 
Leistungen (act. II 2). 

Mit Schreiben vom 21. Oktober 2012 gelangte die Versicherte an die 
B.________ und führte aus, dass sie seit einem Unfall am 18. März 2001 
mit Rückfall im Juli 2009 (Abwicklung über andere Versicherer) an Schul-
terschmerzen leide, welche durch Physiotherapie nur kurzfristig hätten ge-
bessert werden können. Sinngemäss suchte sie um Kostengutsprache für 
weitere medizinische Massnahmen sowie eine allfällige Umschulung nach 
(act. II 8.1, 8.2). 

Die B.________ holte in der Folge weitere medizinische Unterlagen (act. II 
9.1, 12, 14, 15.1 f.) sowie Auskünfte/Akten bei den früheren Unfallversiche-
rern, namentlich der F.________ (act. II 20.1) und der A.________ ein (act. 
II 23). Anschliessend veranlasste sie eine orthopädisch-chirurgische Be-
gutachtung durch Dr. med. G.________, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates; das Gutachten wurde am 28. 
November 2013 erstattet (act. II 25). 

Gestützt auf diese Abklärungen verfügte die B.________ am 4. Dezember 
2013 die Einstellung der Leistungen aus der obligatorischen Unfallversiche-
rung per 31. Mai 2010 mit der Begründung, die weiterhin bestehenden Be-
schwerden seien nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das 
gemeldete Unfallereignis zurückzuführen. Auf die Rückforderung zu viel 

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erbrachter Leistungen wurde in der Verfügung ausdrücklich verzichtet (act. 
II 26). 

B.

Hiergegen erhoben die A.________ am 19. Dezember 2013 (act. II 30), die 
H.________ am 20. Dezember 2013 (act. II 32) und die F.________ am 8. 
Januar 2014 vorsorglich Einsprache. Während die A.________ die Ein-
sprache am 31. Januar 2014 bestätigte und begründete (act. II 39), hatten 
die H.________ am 29. Januar 2014 (act. II 38) und die F.________ am 
31. Januar 2014 (act. II 40) den Rückzug der vorsorglichen Einsprache 
erklärt. Die Versicherte erhob keine Einsprache. 

Mit Entscheid vom 4. März 2014 wies die B.________ die Einsprache ab 
(act. II 42). 

C.

In der dagegen erhobenen Beschwerde vom 2. April 2014 beantragt die 
A.________, der Einspracheentscheid vom 4. März 2014 sei aufzuheben 
und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistun-
gen gemäss UVG für das Unfallereignis vom 28. April 2010 über den 31. 
Mai 2010 hinaus weiterhin zu erbringen – unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge. Zur Begründung wird geltend gemacht, dass das Gutachten 
von Dr. med. I.________ nicht beweistauglich und damit der Wegfall der 
natürlichen Kausalität im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 28. April 
2010 nicht rechtsgenüglich nachgewiesen sei. 

Die B.________ schliesst in ihrer Beschwerdeantwort vom 23. April 2014 
auf Abweisung der Beschwerde.

In einem zweiten Schriftenwechsel hielten die Parteien an den vertretenen 
Standpunkten und den gestellten Anträgen fest. Die Beschwerdeführerin 
stellte zusätzlich den Antrag, für die Erbringung der Leistungen ab 1. Juni 
2010 sei entweder die Beschwerdegegnerin, die F.________-Versicherung 

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oder die obligatorische Krankenversicherung H.________ zu verpflichten; 
eventualiter sei ein Gerichtsgutachten einzuholen und gestützt darauf über 
die Leistungspflicht ab 1. Juni 2010 zu entscheiden.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat – als Unfallversicherer, der durch die leistungsablehnende Verfü-
gung eines anderen Unfallversicherers betroffen ist – ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung (SVR 2009 UV Nr. 5 S. 19 E. 9.2), weshalb 
sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 4. Dezember 2013 (act. II 
26) bestätigende Einspracheentscheid vom 4. März 2014 (act. II 42), mit 
welchem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht in Zusammenhang 
mit dem Ereignis vom 28. April 2010 per 31. Mai 2010 eingestellt hat, wobei 
diesbezüglich vor allem der Frage nach dem Eintreten des Status quo sine 
nachzugehen ist.

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Nicht zum Streitgegenstand gehört die von der A.________ replicando auf-
geworfene Frage nach der Leistungspflicht ab dem 1. Januar 2010 gestützt 
auf die vorangegangenen Unfallereignisse, für welche andere Versicherer 
zuständig waren. Der entsprechende Antrag ist mithin nicht im vorliegen-
den Verfahren zu prüfen. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG).

Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt sodann einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwi-
schen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 
E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 

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beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimmte 
gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 
S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 
30 S. 122 E. 5.2).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 
3b).

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Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360; SVR 2011 
UV Nr. 11 S. 42 E. 10).

3.

3.1 Aufgrund der Akten erstellt und an sich unbestritten ist, dass die 
Beschwerdeführerin am 28. April 2010 vom Pferd gestürzt ist und sie sich 
dabei eine Verletzung an der rechten Schulter zugezogen hat. Die Be-
schwerdegegnerin hat die Unfallkausalität anfänglich anerkannt und die 
gesetzlichen Leistungen erbracht. Nachdem die Beschwerden persistierten, 
liess die B.________ ein Gutachten erstellen und stellte die Leistungen 
gestützt darauf per Ende Mai 2010 ein. 

3.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen fol-
gendes entnehmen:

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3.2.1 Anlässlich der Erstbehandlung am Unfalltag wurde im Spital 
D.________, eine traumatisierte AC-Luxation bei vorbestehender Tossy II 
seit 2008 bei Sturz vom Pferd diagnostiziert. Als Befund/Lokalstatus hielten 
die untersuchenden Ärzte fest: „Schulter rechts: Keine Prellmarke. Keine 
Schwellung oder Hämatom, Mobilisation in allen Ebenen schmerzfrei, 
Druckdolenz über dem Acromion, Kraft erhalten, kein Lag, DMS periphär 
intakt.“ Es wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 12. Mai 2010 
attestiert (act. II 3.1, 3.2), anlässlich einer Nachkontrolle verlängert bis zum 
22. Mai 2010 (act. II 5).

3.2.2 In seinem Arztzeugnis UVG vom 5. Januar 2013 zuhanden der 
B.________ berichtete der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. 
J.________, FMH Allgemeine Medizin, von drei schulterrelevanten Ereig-
nissen (Erstereignis 2001, weitere am 18. Juli 2007 und am 28. April 2010) 
sowie von dazwischen immer wieder auftretenden Schmerzschüben nach 
intensiven Belastungen am Arbeitsplatz. Er schlug vor, auf der Grundlage 
einer Abklärung mittels MR und einer orthopädischen Beurteilung durch Dr. 
med. K.________ eine allfällige Umschulung zu diskutieren (act. II 9.1).

3.2.3 Das MRI vom 14. Januar 2013 ergab Folgendes: „aktivierte ACG-
Arthrose. Bursitis subacromialis/subdeltoidea. Bei seitlicher Abwärtsnei-
gung des Acromion/Acromion von Typ I, resultierende Verschmälerung des 
Subacromialraumes. Ausschluss einer Rotatorenmanschettenruptur. Chro-
nische Tendinopathie der langen Bizepssehne in der Pars horizontalis.“ 
(act. II 14).

3.2.4 Der Orthopäde Dr. med. K.________ diagnostizierte eine sympto-
matische, posttraumatische AC-Gelenksarthrose sowie eine Tendinopathie 
der langen Bizepssehne Schulter rechts. Nach Stürzen vom Pferd mit je-
weils Kontusion der Schulter rechts, sei eine AC-Gelenksluxation Tossy I 
bis II konservativ behandelt worden. Bei ihrer Arbeit als Köchin müsse die 
Patientin häufig schwere Töpfe tragen und repetitive Bewegungen mit der 
Schulter rechts durchführen, wobei sie immer wieder eher dumpfe Schmer-
zen über dem Schultergelenk rechts habe, teilweise ausstrahlend in die 
Nacken- und Schultermuskulatur. Kraft und Sensibilität am Arm rechts sei-
en nicht beeinträchtigt, die Beweglichkeit der Schulter selbst sei gut. Neben 
dem Reiten betreibe sie als Sport zusätzlich Zumba. Nach physiotherapeu-

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tischer Behandlung seien die Beschwerden meist regredient gewesen, 
nach den Ferien habe sie meist keine Schmerzen. Vorerst sei der Effekt 
des vorgesehenen Stellenwechsels abzuwarten. Sollten die Beschwerden 
trotz konservativer Massnahmen (inkl. Infiltration) persistieren, wäre der 
letzte Schritt die endoskopische partielle Unterflächenresektion (act. II 15.1, 
15.2).

3.2.5 Im von der B.________ in Auftrag gegebenen orthopädisch-chirur-
gischen (Akten-)Gutachten vom 28. November 2013 bestätigte Dr. med. 
I.________ im Wesentlichen die bekannten Diagnosen. In seiner Beurtei-
lung gelangte er zum Schluss, dass bereits vor dem Ereignis vom 28. April 
2010 die Instabilität und Schmerzhaftigkeit des rechten Schultergelenkes 
bekannt und dokumentiert gewesen sei, zumal die Behandlung des voran-
gegangenen Ereignisse etwa zehn Monate vor dem neuen Ereignis abge-
schlossen gewesen sei. Damals sei zudem eine beginnende Schulterge-
lenksarthrose (als posttraumatische Folge) vermutet worden, welche mittels 
MRI vom 14. Januar 2013 bestätigt wurde. Aufgrund der dokumentierten 
Befunde habe die Schultereckgelenkssprengung (Tossy II = Rockwood II) 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit spätesten seit dem Ereignis vom 18. 
Juni 2007 bzw. seit dem Rückfall vom 23. Juni 2009 bestanden, sodass am 
28. April 2010 allenfalls eine vorübergehende Verschlimmerung des vorbe-
stehenden Zustandes eingetreten sein könne. Die beschriebenen funktio-
nellen Beschwerden einschliesslich der arthrotischen Veränderung sowie 
der Schleimbeutelentzündung seien nur möglicherweise und nur teilweise 
auf das Ereignis vom 28. April 2010 zurückzuführen. Anlässlich der Erstun-
tersuchung am Unfalltag im Spital D.________ seien – was nach einem 
Sturz vom Pferd auf die Schulter ungewöhnlich erscheine – keine Prellmar-
ken, Schwellungen oder Hämatome festgestellt worden und die Mobilisati-
on sei in allen Ebenen schmerzfrei gewesen. Bei erhaltener Kraft ohne 
funktionelle Ausfälle könne es sich am 28. April 2010 nur um eine vorüber-
gehende Verschlimmerung bzw. Schmerzverstärkung gehandelt haben; 
selbst bei erneuter Irritation des bereits vorher deutlich empfindlichen 
Schultereckgelenks sei der Status quo sine nach drei Wochen erreicht ge-
wesen (act. II 25).

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3.3  Das Gericht hat keinen Anlass, an der Schlüssigkeit des Gutach-
tens von Dr. med. I.________ (act. II 25) zu zweifeln. Es ist für die streiti-
gen Belange umfassend, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, wurde 
in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben, leuchtet in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen sind begründet. Ihm 
kommt damit voller Beweiswert zu (vgl. BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 
134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Daran vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern: 
Eine Anamnese im formellem Sinn ist im Gutachten zwar nicht enthalten, 
da der Gutachter die Versicherte nicht persönlich untersucht hat; dies än-
dert indessen nichts am Beweiswert des Gutachtens, wird doch die rele-
vante Vorgeschichte anhand der Akten sowie der Angaben der Versicher-
ten (vgl. z.B. act. II 8.1) anamnestisch vollständig abgebildet. Dies genügt 
den Anforderungen. 

Ebensowenig steht die Tatsache, dass es sich um ein Parteigutachten 
handelt, einem Abstellen auf die darin enthaltene Beurteilung entgegen. 
Der Beweiswert eines solchen Gutachtens ist – entgegen der offenbaren 
Auffassung der Beschwerdeführerin – nicht schon deshalb zweifelhaft, weil 
es von einer Partei ins Verfahren eingebracht wird (BGE 125 V 351 E. 3b 
dd S. 353, 122 V 157 E. 1c S. 161; RKUV 1993 U 167 S. 96 E. 5a; ZAK 
1986 S. 188 E. 2a). Warum die Beschwerdeführerin das Gutachten unter 
diesem Aspekt als nicht beweistauglich erachtet, führt sie denn auch nicht 
weiter aus. Festzustellen ist in diesem Zusammenhang immerhin, dass Dr. 
med. I.________ zertifizierter medizinischer Gutachter SIM ist und keine 
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass dieser von der Auftraggeberin abhän-
gig ist. 

Ferner sind nach der Praxis Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn 
die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärti-
gen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersu-
chungsbefund muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund 
vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können 
(RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist letztlich der Inhalt des Gutachtens (BGE 137 V 

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210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Dr. 
med. I.________ hat in seinem Gutachten – wie auch die Beschwerdefüh-
rerin selber ausführt – festgehalten, dass die Instabilität des rechten Schul-
tergelenks nach mehrfachen Stürzen im Sinne einer Verletzung vom Typ 
Tossy II = Rockwood II bereits vor dem hier zur Diskussion stehenden Un-
fallereignis – zumindest aber anlässlich des Rückfalls vom 23. Juni 2009 –  
bekannt und dokumentiert war. Dass er unter diesen Umständen von einer 
lediglich vorübergehenden Verschlimmerung ausgegangen ist, ist mit Hin-
weis auf die Feststellungen des Spital D.________, wonach bei der Erstun-
tersuchung am Unfalltag keine Prellmarken, keine Schwellung und keine 
Hämatome bestanden hätten, sowie auf allen Ebenen eine schmerzfreie 
Mobilisation möglich gewesen sei (vgl. act. II 3.1), nachvollziehbar begrün-
det und medizinisch einleuchtend. Der Vorzustand im Sinne eines hochdo-
lenten AC-Gelenks bei zunächst vermuteter (später durch das MRI vom 
Januar 2013 sowie durch Dr. med. K.________ bestätigter [act. II 14 und 
15.1]) AC-Gelenkarthrose ist mit dem – ebenfalls von Dr. med. I.________ 
erwähnten – Bericht von Dr. med. L.________ vom 27. Januar 2010 (act. II 
23.19) vor dem hier fraglichen Ereignis dokumentiert.

Schliesslich kann – anders als die Beschwerdeführerin dies darlegt – nicht 
von einer dürftigen Aktenlage gesprochen werden. Soweit sich diese Be-
merkung darauf beziehen sollte, dass die F.________ lediglich noch über 
Restunterlagen betreffend das erste Unfallereignis verfügte, spielt dies kei-
ne entscheidende Rolle, sind doch für die hier zu beurteilende Frage des 
Erreichens des Status quo sine nach dem letzten Ereignis vom 28. April 
2010 als Vergleichsbasis die Verhältnisse nach dem Rückfall aus dem Jahr 
2009 massgebend. Insofern ist der medizinische Verlauf der Erkrankung 
der Versicherten hinreichend dokumentiert.

Soweit sich die Beschwerdeführerin in ihrer Replik auf den Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 14. Februar 2014, 8C_758/2013 beruft, hat die 
Beschwerdegegnerin duplicando zutreffend dargelegt, dass und warum der 
diesem Entscheid zu Grunde liegende Sachverhalt nicht mit dem vorlie-
gend zu beurteilenden vergleichbar ist; darauf kann verwiesen werden.

3.4 Es ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden, wenn die 
B.________ gestützt auf das schlüssige Gutachten von Dr. med. 

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I.________ bei fehlenden äusseren Beeinträchtigungen davon ausging, 
dass der Unfall vom 28. April 2010 überwiegend wahrscheinlich zu einer 
vorübergehenden Schmerzverstärkung geführt hat, welche aber bereits 
Mitte bis Ende Mai 2010 wieder abgeklungen und in diesem Zeitpunkt der 
Status quo sine, d.h. der Zustand vor dem letzten Unfallereignis, erreicht 
war. 

Ob der Gesundheitsschaden an der rechten Schulter bereits mit dem im 
Jahr 2001 erlittenen Unfall oder erst mit demjenigen im Jahr 2007 bzw. 
dem Rückfall im Jahr 2009 entstanden ist, wurde im Gutachten von Dr. 
med. I.________ offen gelassen und muss auch im vorliegenden Verfahren 
– da für die sich hier stellende Frage irrelevant (vgl. Ausführungen zum 
Streitgegenstand E. 1.2 hiervor) – nicht geklärt werden. 

Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________ 
- B.________ 
- C.________
- Bundesamt für Gesundheit

Zur Kenntnisnahme an:
- F.________ 
- H.________

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.