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**Case Identifier:** 51330301-16e1-52ad-b022-3586edb35de9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.05.2016 200 2015 532
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-532_2016-05-10.pdf

## Full Text

200 15 532 IV
KNB/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Mai 2016

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. Mai 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Mai 2016, IV/15/532, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1955 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) ist Sprachlehrerin und meldete sich im September 2013 unter 
Hinweis auf eine Hämochromatose, eine Polyneuropathie sowie eine Er-
schöpfungsdepression bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (Akten der Invalidenversicherung, Antwortbeilage 
[AB] 1). Die IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin) 
nahm Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht vor, veran-
lasste insbesondere eine polydisziplinäre Begutachtung in der (MEDAS) 
C.________ (Gutachten vom 21. Oktober 2014 [AB 39.1]) und stellte der 
Versicherten mit Vorbescheid vom 24. Oktober 2014 die Abweisung des 
Leistungsgesuchs mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens 
in Aussicht (AB 40). Nach dagegen vorgebrachten Einwänden (AB 45) und 
einer diesbezüglichen Stellungnahme der MEDAS (AB 55) verfügte die IVB 
am 6. Mai 2015 dem Vorbescheid entsprechend und verneinte einen Leis-
tungsanspruch (AB 56).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
mit Eingabe vom 8. Juni 2015 Beschwerde mit den folgenden Rechtsbe-
gehren:

1. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Bern vom 6. Mai 2015 sei auf-
zuheben und es sei Frau A.________ rückwirkend ab IV-Anmeldung 
vom 24. September 2013 bis März 2015 eine volle IV-Rente auszurich-
ten. Von April 2015 bis und mit Juni 2015 sei Frau A.________ mindes-
tens eine ¾-Invalidenrente auszurichten. Ab Juli 2015 bis auf weiteres 
sei Frau A.________ mindestens eine halbe IV-Rente auszurichten.

2. Eventualiter sei die Sache zur erneuten Beurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -.

Sie macht im Wesentlichen geltend, der angefochtene Entscheid der Be-
schwerdegegnerin werde den konkreten Verhältnissen in keiner Weise ge-

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recht und beruhe auf unzureichend abgeklärten Annahmen sowie Schluss-
folgerungen. Insbesondere überzeuge das MEDAS-Gutachten nicht; viel-
mehr sei auf die Einschätzung des die Beschwerdeführerin seit Jahren be-
handelnden Hausarztes abzustellen.

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Juli 2015 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. Sie hält fest, das MEDAS-Gutachten 
erfülle die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an den Beweiswert 
medizinischer Berichte, woran die davon abweichende Beurteilung des 
Hausarztes nichts ändere. Entsprechend habe sie sich zu Recht darauf 
abgestützt und einen Rentenanspruch verneint.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 6. Mai 2015 (AB 56). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leis-
tungen der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Bei Nichterwerbstätigen wird der 
Erwerbsunfähigkeit die Unmöglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich 
zu betätigen, gleichgestellt (Art. 5 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 3 Satz 1 
ATSG).

2.2

2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens 
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein-

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schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern 
es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, 
die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehen-
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesell-
schaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab 
zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281).

2.2.2 Nach ständiger Rechtsprechung begründen Alkoholismus, Medi-
kamentenmissbrauch und Drogensucht für sich allein keine Invalidität im 
Sinne des Gesetzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversiche-
rungsrechtlich erst relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall be-
wirkt hat, in deren Folge ein körperlicher, geistiger oder psychischer, die 
Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, 
oder wenn sie selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 
E. 3c S. 268; SVR 2012 BVG Nr. 14 S. 62 E. 4.4.2).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 

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Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 
des 18. Altersjahres folgt (Abs. 1). Der Rentenanspruch entsteht nicht, so-
lange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen 
kann (Abs. 2).

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-

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gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ergibt sich aus Akten im Wesentlichen 
das Folgende:

3.1.1 Im Bericht vom 30. November 2013 (AB 18) diagnostizierte Dr. 
med. D.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
eine Depression (ICD-10: F43.21, 22, 23; F32.1; F32.2), eine Neuropathie 
und eine Hämochromatose. Die Patientin sei 2008 wegen rezidivierenden 
Depressionen in die Therapie gekommen und sei bis 2010 in Behandlung 
geblieben. Im August 2013 habe sie sich erneut gemeldet. Seit drei Jahren 
beklage sie sich über Schmerzen in den Füssen. Seit August 2013 würden 
die Symptome auf Handgelenke und Finger beidseits übergreifen. Seit Au-
gust 2013 bis auf weiteres bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.

In einem weiteren Bericht vom 28. Januar 2014 (AB 22 S. 7) hielt Dr. med. 
D.________ fest, die Schwere der Symptomatik, die permanenten Schmer-
zen in Händen und Füssen, der partielle Kraftverlust über die eigene Moto-
rik und die damit verbundenen Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit 
würden die Patientin weitgehend ans Haus binden und es ihr schwer ma-

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chen, sich mit den neuen Umständen auseinanderzusetzen und ihre 
Krankheit anzunehmen. Existenzängste und die Frage, wie es beruflich und 
gesundheitlich weitergehen werde, bestimmten den Alltag und hätten zu 
Lustlosigkeit und Apathie geführt und sie in eine Depression gestürzt. Der 
allgemeine psycho-somatische Zustand der Patientin sei schlecht und ihre 
Hoffnung auf Besserung gering. Eine weitere berufliche Tätigkeit sei folg-
lich auszuschliessen.

3.1.2 Der Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Inne-
re Medizin FMH, attestierte im undatierten, bei der Beschwerdegegnerin 
am 3. Februar 2014 eingegangen Bericht (AB 22 S. 1 ff.) eine seit dem 1. 
August 2013 bestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit. Der kognitive 
Abbau in Form verminderter Aufnahmefähigkeit, reduzierter Konzentrati-
onsfähigkeit, sehr schnellem Ermüden und langsamem Erholen, Wortfin-
dungsstörungen, aber auch die körperlichen Einschränkungen durch 
Gleichgewichtsstörungen, starke Schmerzen in den Extremitäten, die ein 
längeres Stehen und Gehen verunmöglichten, sowie motorische und sen-
sorische Störungen in beiden Händen würden eine berufliche Tätigkeit 
ausschliessen. Die Beschwerden seien invalidisierend und beeinträchtigten 
die Patientin in allen Verrichtungen des täglichen Lebens. Unter den gege-
benen Umständen sei deshalb eine Arbeitsfähigkeit generell nicht mehr 
möglich. 

3.1.3 Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, hielt im Gutachten vom 14. Juli 2014 (AB 36.2) – erstellt im Auftrag 
des zuständigen Krankentaggeldversicherers – fest, aus psychiatrischer 
Sicht liege keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Die 
Explorandin sehe sich primär durch die Polyneuropathie und die damit ver-
bundenen Schmerzen sowie die Medikation mit Lyrica und den Nebenwir-
kungen desselben beeinträchtigt. Das Ausmass der aktuell vorliegenden 
depressiven Episode sei zum jetzigen Zeitpunkt leicht. Differenzialdiagnos-
tisch sei ein Alkoholmissbrauch als Ursache für die Beschwerden in Erwä-
gung zu ziehen. Nach den vorliegenden Akten sei die Polyneuropathie wie 
auch die (nicht symptomatische) Leberfibrose alkoholbedingt. Ein schädli-
cher Gebrauch liege deshalb definitionsgemäss vor. Das Ausmass der Ge-
sundheitsschädigung durch den Alkohol sei aktuell nicht sicher beurteilbar. 

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Direkte Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit durch die Alkoholproblematik 
seien aber weder geltend gemacht worden, noch feststellbar (vorbehältlich 
der durch den Neurologen zu beurteilenden Einschränkungen durch die 
Polyneuropathie). Aufgrund zahlreicher Ungereimtheiten und nicht zuein-
ander passender eigen- und fremdanamnestischer Angaben und Befunde 
bestehe ein starker Verdacht auf Aggravation. Die Symptome und Ein-
schränkungen würden stark hervorgehoben und (offenbar auch gegenüber 
den behandelnden Ärzten) dramatisiert. Aus psychiatrischer Sicht sei die 
Explorandin arbeitsfähig. 

3.1.4 Dem polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 21. Oktober 2014 
(AB 39.1) lagen Untersuchungen in den Fachrichtungen Innere Medizin, 
Neurologie, Orthopädie, Psychiatrie und Neuropsychologie zugrunde. Den 
einzelnen Teilgutachten kann das Folgende entnommen werden:

Aus internistischer Sicht bestehe eine bekannte arterielle Hypertonie, wel-
che mit Betablocker behandelt werde. Ein behinderungsrelevanter Effekt 
resultiere daraus nicht. Aktenkundig und klinisch bestehe eine Polyneur-
opathie, wahrscheinlich alkoholtoxischer Genese. Der Einfluss der Neur-
opathie sei neurologisch zu bewerten. Es habe sich keine namhafte assozi-
ierte Ataxie erheben lassen. Bei einem fortgesetzten schädlichen Alkohol-
konsum drohten behinderungsrelevante Gesundheitsstörungen. Es sei vor-
rangig und dringend eine vollständige Alkoholabstinenz anzustreben. Der-
zeit bestehe fachspezifisch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (AB 
39.1 S. 13 f.). 

Der neurologische Gutachter hielt fest, der erhobene klinische Befund sei 
mit einer leichtgradigen Polyneuropathie vereinbar (abgeschwächter Achil-
lessehnenreflex, strumpfförmig verteilte sensible Störungen im Bereich der 
Unterschenkel und Füsse). Der übrige Befund sei neurologisch unauffällig 
gewesen. Der klinische Aspekt mit Spider naevi, Anamnese sowie Labor-
daten sei mit einem fortgesetzten Alkoholkonsum vereinbar. Aus dem er-
hobenen klinischen Befund ergebe sich kein ausreichender Anhalt für eine 
Minderung der Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten sowie jedweder 
vergleichbaren oder auch anderen Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarkts 
ohne höhere Ansprüche an die Stand- und Gangsicherheit. Die Polyneur-
opathie sei rein sensibel und geringgradig ausgeprägt, so dass sich hieraus 

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keine namhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergebe (AB 39.1 S. 19 
f.).

Die in orthopädischer Hinsicht erhobene Impingement-Symptomatik des 
rechten Schultergelenks führe zu einer allenfalls temporär begrenzten qua-
litativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Medizinisch-theoretisch seien 
körperlich schwere und häufig über Kopfhöhe auszuübende Tätigkeiten zu 
vermeiden. Das Bewegungsausmass des Schultergelenks sei ansonsten 
nicht limitiert. Die letzte oder jedwede vergleichbare Tätigkeit seien jedoch 
als uneingeschränkt leistbar anzusehen (AB 39.1 S. 27).

Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung habe sich ein im Wesentli-
chen regelrechter psychopathologischer Befund ergeben. Lediglich hin-
sichtlich der subjektiven Kriterien seien von der Versicherten eine vermin-
derte Konzentration, eine Neigung zur Traurigkeit, eine Grübelneigung und 
eine Antriebsminderung geltend gemacht worden, ohne dass sich hierfür in 
der klinischen Befunderhebung ein ausreichendes Korrelat ergeben habe. 
Zu diagnostizieren sei ein fortgesetzter schädlicher Gebrauch von Alkohol / 
Alkoholmissbrauch (ICD-10: F10.1) bzw. differentialdiagnostisch eine Alko-
holabhängigkeit (ICD-10: F10.2). Für eine vom Alkoholmissbrauch unab-
hängige psychiatrische Erkrankung bestehe kein hinreichender Anhalt, 
ebenso nicht für eine behinderungsrelevante alkoholische Folgeschädigung 
auf psychiatrischem Gebiet. Eine Arbeitsunfähigkeit sei also nicht zu attes-
tieren (AB 39.1 S. 34 f.).

Der neuropsychologischen Beurteilung ist zu entnehmen, dass die Versi-
cherte eine Beeinträchtigung der konzentrativen Leistungsfähigkeit und 
eine Beeinträchtigung der Stimmung erwähnt habe. Der klinische Eindruck 
sowie die Testergebnisse hätten keine Auffälligkeiten gezeigt. Soweit man 
die anamnestisch berichtete überdurchschnittliche Begabung zugrunde 
legen möchte, liesse sich angesichts der eher durchschnittlichen und teils 
im unteren Durchschnittsbereich liegenden Ergebnisse allenfalls eine mög-
liche Minderleistung postulieren. Als belegt sei dies jedoch nicht anzuse-
hen, zumal keine Referenzwerte aus früheren Untersuchungen vorlägen, 
die einen entsprechenden Vergleich erlauben würden. Aus neuropsycholo-
gischer Sicht ergebe sich somit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
(AB 39.1 S. 42).

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Zusammenfassend kamen die Gutachter zum Schluss, dass unter Berück-
sichtigung der im Rahmen der Teilgutachten erhobenen Anamnesen und 
Befunde sowie der Aktendaten die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in der 
zuletzt ausgeübten sowie jedweder vergleichbaren Tätigkeit 100 % betra-
ge. Eine namhafte psychiatrische Erkrankung (neben dem Alkoholmiss-
brauch) liege nicht vor, insbesondere sei keine eigenständige, von den Fol-
gen des Alkoholmissbrauchs abgrenzbare depressive Erkrankung zu er-
kennen. Die somatischen Auffälligkeiten seien gering und ohne Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit (AB 39.1 S. 42 f.).

3.2 Das MEDAS-Gutachten vom 21. Oktober 2014 (AB 39.1), gestützt 
auf welches die Beschwerdegegnerin die vorliegend angefochtene Verfü-
gung vom 6. Mai 2015 (AB 56) erlassen hat, erfüllt die von der höchstrich-
terlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines derartigen Berichts 
gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.5 hiervor). Es ist für die streitigen Be-
lange umfassend, berücksichtigt die geklagten Beschwerden sowie die 
erhobenen Befunde und wurde in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) ab-
gegeben. Im Weiteren leuchtet es in der Darlegung der medizinischen Zu-
sammenhänge ein und die Schlussfolgerungen sind begründet. Dem Gut-
achten kommt somit voller Beweiswert zu.

Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt führt zu keinem anderen 
Ergebnis:

3.2.1 Sie macht zunächst geltend, die Ursache der Polyneuropathie sei 
von den Gutachtern ungenügend abgeklärt worden. Es erscheine alles an-
dere als integer, eine familiäre Ursache als nicht wahrscheinlich abzutun, 
obschon auch die Mutter der Beschwerdeführerin an einer Polyneuropathie 
gelitten habe und auch die Tochter über schmerz- und insbesondere kälte-
empfindliche Hände und Füsse klage, was offenbar Anzeichen für eine 
Polyneuropathie darstelle oder zumindest darstellen könne (Beschwerde 
S. 6 Ziff. 8). Damit gelingt es der Beschwerdeführerin nicht, die Einschät-
zung der Gutachter, wonach die Polyneuropathie wahrscheinlich alkoholi-
scher Genese sei, in Zweifel zu ziehen. Die Gutachter haben in der Stel-
lungnahme vom 22. April 2015 im Rahmen des Vorbescheidverfahrens 
schlüssig und nachvollziehbar dargelegt, dass sowohl der klinische Befund, 
als auch die Aktendaten und die Laborbefunde hierfür sprechen bzw. ty-

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pisch sind (AB 55). Hinzu kommt, dass auch der die Beschwerdeführerin 
behandelnde Neurologe Dr. med. G.________ im Bericht vom 18. Septem-
ber 2013 (AB 22 S. 32 f.) eine Polyneuropathie toxischer Ursache diagnos-
tizierte und eine ebenfalls zu diagnostizierende Hämochromatose als nicht 
ursächlich dafür bezeichnet hat. Demgegenüber vermag die Beschwerde-
führerin ihre Sicht der Dinge mit keiner fachärztlichen Aussage zu unter-
mauern, zumal die entsprechende Diagnose bei ihrer Mutter offenbar nie 
gestellt worden ist (AB 36.2 S. 9). Im Rahmen der Begutachtung ging sie 
denn vielmehr auch selber davon aus, die Polyneuropathie könne auch aus 
ihrer Sicht äthyltoxischer Genese sein (AB 39.1 S. 29). Nichts für sich ablei-
ten kann die Beschwerdeführerin schliesslich aus dem medizinisch nicht 
belegten Argument, das Nichteintreten der zu erwartenden Verbesserung 
ihres Gesundheitszustandes im Rahmen der (zeitweiligen) Alkoholabsti-
nenz zeige, dass die Diagnose einer wahrscheinlich auf den Alkoholkon-
sum zurückzuführenden Polyneuropathie zu wenig gesichert und kaum 
nachvollziehbar sei (Beschwerde S. 7 Ziff. 9). Die Gutachter haben hierzu 
ausgeführt, diese Erkrankung sei nicht mehr umkehrbar, durch eine Alko-
holabstinenz jedoch zu stabilisieren (AB 39.1 S. 43).

3.2.2 Schliesslich ist die Frage nach der Ursache der Polyneuropathie 
aufgrund der Konzeption der Invalidenversicherung als finale Versicherung 
vorliegend auch gar nicht entscheidend, wäre die Beschwerdegegnerin 
doch auch leistungspflichtig, wenn eine durch Alkoholkonsum verursachte 
(nicht mehr umkehrbare) Polyneuropathie invalidisierende Folgen zeitigen 
würde (vgl. E. 2.2.2 hiervor). Dies ist hier allerdings nicht der Fall. Die Gut-
achter haben der als leichtgradig eingestuften Polyneuropathie nachvoll-
ziehbar und überzeugend keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bei-
gemessen. Diese Einschätzung beruht auf dem erhobenen klinischen Be-
fund und ist unabhängig von der Ursache der Erkrankung (AB 39.1 S. 19). 
Daran ändert das beschwerdeweise eingereichte Zeugnis des Hausarztes 
Dr. med. E.________ vom 24. April 2015 (Beschwerdebeilage [BB] 10) 
sowie die allgemeine Berufung auf dessen Einschätzung nichts. Im er-
wähnten Zeugnis attestiert der Hausarzt für den Zeitraum von September 
2013 bis März 2015 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, zwischen April 
und Juli 2015 eine solche von 80 % bzw. von ca. 60 - 80 % für den Zeit-
raum danach. Abgesehen davon, dass das Zeugnis keine Begründung für 

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diese Einschätzung enthält, und sich der Hausarzt als Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin bezüglich der Neuropathie ausserhalb seines Fach-
bereichs bewegt, ist auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, 
dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens-
stellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 
125 V 351 E. 3b cc S. 353). Besonders deutlich kommt dies in der Stel-
lungnahme des Hausarztes vom 4. September 2014 (AB 45 S. 11 f.) zum 
Gutachten von Dr. med. F.________ (AB 36.2) zum Ausdruck. Nachdem 
Dr. med. F.________ im Gutachten ausgeführt hatte, Dr. med. E.________ 
habe in seinem undatierten Bericht (AB 22 S. 1 ff.) den langjährigen Alko-
holabusus nicht erwähnt (AB 36.2 S. 13), hielt der Hausarzt dazu fest, 
nachdem die Resultate von diversen Untersuchungen Alkoholkonsum als 
wahrscheinliche Ursache (der Polyneuropathie) hingestellt hätten, müsse 
man seines Erachtens der Objektivität zu liebe nicht zusätzlich die Um-
stände strapazieren, um der Sache gerecht zu werden. Vorurteile wie das 
Etikett Alkoholiker würden der Situation nicht gerecht werden. Indem der 
Hausarzt des Weiteren dem Gutachter vorwirft, mit der Suchtmittelana-
mnese und der Suchtmittelsuche im Urin wohl extrem über das Ziel hin-
ausgeschossen zu haben und er zudem die Alkoholabhängigkeitsdiagnose 
relativiert bzw. verharmlost, obwohl die Alkoholproblematik (und die grosse 
Dringlichkeit einer sofortigen totalen Abstinenz) in den fachärztlichen Be-
richten und Gutachten immer wieder erwähnt wird (AB 22 S. 13, S. 33, S. 
36, S. 40), mangelt es seinen Aussagen nicht nur an Objektivität, vielmehr 
setzt er sich damit ausserhalb seiner engeren ärztlichen Tätigkeit advokato-
risch für die Beschwerdeführerin ein. 

3.2.3 Anders als noch im Einwand gegen den Vorbescheid (AB 45) wird 
in der Beschwerde zu Recht nicht mehr geltend gemacht, die Beschwerde-
führerin sei (auch) aus psychischen Gründen invalid. Diesbezüglich hat der 
psychiatrische Teilgutachter überzeugend dargelegt, dass sich die von der 
behandelnden Psychiaterin Dr. med. D.________ beschriebene Depressi-
vität anlässlich der aktuellen Untersuchung nicht habe objektivieren lassen 
und sich auch keine kognitiven Defizite gezeigt hätten. Des Weiteren hat 
der Gutachter zu Recht darauf hingewiesen, dass die behandelnde Ärztin 
das diagnostisch vorrangige Problem des Alkoholmissbrauchs unzurei-
chend berücksichtigt hat (AB 39.1 S. 34). Festzustellen ist vielmehr, dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Mai 2016, IV/15/532, Seite 14

sie die entsprechende Problematik verharmlost (AB 45 S. 9). Die gutachter-
liche Beurteilung, wonach aus psychiatrischer Sicht keine Arbeitsunfähig-
keit zu attestieren sei, stimmt sodann mit der Einschätzung des Vorgutach-
ters Dr. med. F.________ überein (AB 36.2 S. 17). Die Beschwerdeführerin 
befindet bzw. befand sich zudem im Verfügungszeitpunkt (6. Mai 2015) 
auch nicht mehr in psychiatrischer Behandlung (BB 12 S. 4).

3.3 Insgesamt ist mit dem voll beweiskräftigen MEDAS-Gutachten 
vom 21. Oktober 2014 (AB 39.1) erstellt, dass es an einer vom Alkohol-
missbrauch unabhängigen Gesundheitsstörung fehlt bzw. die als Folge des 
Alkoholmissbrauchs entstandene Polyneuropathie keine massgebliche 
Auswirkung auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit hat. Die Beschwerde-
gegnerin hat einen Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin gestützt auf 
das Gutachten zu Recht abgewiesen. 

3.4 Für das vorliegende Verfahren offensichtlich nicht relevant ist 
schliesslich die Verfügung des beco Berner Wirtschaft vom 3. Juni 2015 
(BB 12), worin der Beschwerdeführerin gestützt auf die durch den Hausarzt 
Dr. med. E.________ erstellten Arbeitsunfähigkeitsatteste für die Zeit vom 
12. Dezember 2014 bis zum 31. März 2015 die Vermittlungsfähigkeit abge-
sprochen wurde, zumal dieser Entscheid nach Erlass der hier angefochte-
nen Verfügung vom 6. Mai 2015 (AB 56) erging und der Beschwerdegeg-
nerin damit auch nicht bekannt sein konnte.

3.5 Nach dem Gesagten ist die gegen die Verfügung vom 6. Mai 2015 
(AB 56) erhobene Beschwerde unbegründet und abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Mai 2016, IV/15/532, Seite 15

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.