# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c39c50f7-09d1-5199-9831-2ece83eb1323
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-25
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 25.03.2025 VBE.2024.447
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-447_2025-03-25.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2024.447 / DB / GM 
Art. 33 

 

Urteil vom 25. März 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Gössi  

Oberrichter Roth  

Gerichtsschreiber Bächli          

 

 
   

Beschwerde- 

führerin  

 A._____,  

vertreten durch lic. iur. André Baur, Advokat, Greifengasse 1, Postfach, 

4001 Basel    

     

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

     

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 12. August 2024) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die 1964 geborene Beschwerdeführerin meldete sich am 19. August 2022 

bei der Beschwerdegegnerin aufgrund einer psychischen Instabilität nach 

einer Hausdurchsuchung vom 16. Februar 2022 zum Bezug von Leis-

tungen (Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Die 

Beschwerdegegnerin tätigte medizinische und berufliche Abklärungen und 

zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei. Gestützt auf eine 

Aktenbeurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) wies die 

Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren nach durchgeführtem Vorbe-

scheidverfahren mit Verfügung vom 12. August 2024 ab. 

 

2. 

2.1. 

Mit Eingabe vom 12. September 2024 erhob die Beschwerdeführerin 

fristgerecht Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. In Gutheissung der vorliegenden Beschwerde sei die Verfügung der 
Beschwerdegegnerin vom 12.8.2024 aufzuheben und es sei diese zu 
verurteilen, der Beschwerdeführerin rückwirkend ab 01.02.2023 eine 
ganze Invalidenrente auszurichten. Diese Leistungen seien ab 
01.02.2025 mit 5 % zu verzinsen. 

 
 2. Eventualiter sei die Sache in Gutheissung der vorliegenden Be-

schwerde zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurück-
zuweisen. 

 
 3. Alles unter o/e Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin 

zuzüglich MWST." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 10. Oktober 2024 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Soweit die Beschwerdeführerin um Gewährung des Replikrechts ersucht 

(vgl. Beschwerde S. 7), ist darauf hinzuweisen, dass Art. 61 lit. a ATSG ein 

rasches Verfahren vorsieht, woraus sich kein Anspruch auf einen zweiten 

Schriftenwechsel ergibt. Auch vor dem Hintergrund des Replikrechts 

(BGE 137 I 195 E. 2.3.1 S. 197; 133 I 100 E. 4.5 S. 103 f.) ist die 

Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels nicht zwingend. Das 

Gericht kann Eingaben auch lediglich zur Kenntnisnahme zustellen, wenn 

von den Parteien erwartet werden kann, dass sie unaufgefordert dazu 

Stellung nehmen (BGE 138 I 484 E. 2.1 und 2.2 S. 485 f.; 133 I 98 E. 2.2 

 - 3 - 

 

 

S. 99). Dies trifft vor allem bei rechtskundig vertretenen Personen wie der 

Beschwerdeführerin zu (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_641/2014 vom 

16. Januar 2015 E. 2 mit Hinweisen). Das Versicherungsgericht stellte die 

Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 10. Oktober 2024 – worin 

sich diese materiell nicht äusserte – der Beschwerdeführerin mit Verfügung 

vom 24. Oktober 2024 zu. Bis zum vorliegenden Entscheid liess sich die 

Beschwerdeführerin nicht mehr vernehmen, weshalb von einem Verzicht 

auf das Replikrecht auszugehen ist (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 

9C_547/2021 vom 14. Dezember 2021; 9C_641/2014 vom 16. Januar 

2015 E. 2; 9C_214/2013 vom 31. August 2013 E. 3.3; 9C_193/2013 vom 

22. Juli 2013 E. 2.1). 

 

2. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 

12. August 2024 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 57) das Rentenbegehren 

der Beschwerdeführerin zu Recht abgewiesen hat. 

 

3. 

3.1. 

In der angefochtenen Verfügung vom 12. August 2024 (VB 57) stützte sich 

die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf die Aktenbeurteilungen von 

RAD-Arzt Dr. med. B._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychologie, vom 

24. Juni 2023 (VB 39) sowie vom 6. Juni 2024 (VB 48). 

 

3.2. 

In seiner Stellungnahme vom 24. Juni 2023 hielt Dr. med. B._____ fest, die 

vorliegenden medizinischen Unterlagen würden eine PTSD (deutsch: 

PTBS) dokumentieren, welche sich nach einer polizeilichen Haus-

durchsuchung im Februar 2022 entwickelt habe. Diese Diagnose werde 

nicht hinreichend und differenziert hergeleitet und bestätigt. Ebenfalls 

werde aus den vorliegenden Berichten nicht differenziert und plausibel 

erklärt und begründet, was die funktionellen Folgen dieser Diagnose auf 

die Arbeitsfähigkeit seien. Insofern könne das Vorliegen eines eigen-

ständigen Gesundheitsschadens mit Krankheitswert und längerdauernder 

oder dauerhafter und wesentlicher Verminderung der Arbeitsfähigkeit nicht 

bestätigt oder gestützt werden (VB 39 S. 2). 

 

3.3. 

In der Folge führte Dr. med. B._____ in seiner Stellungnahme vom 

6. Juni 2024 und gestützt auf den neu eingereichten Bericht von 

Prof. Dr. med. C._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 

17. Januar 2024 (VB 44) aus, es würden in diesem Bericht Symptome und 

Beschwerden einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion 

nach erfolgter staatsanwaltlicher Ermittlung und Hausdurchsuchung bei der 

Beschwerdeführerin daheim beschrieben. Das heisse, die von der 

Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden und Einschränkungen seien 

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in erheblichen Mass oder gar vollumfänglich auf psychosoziale Umstände 

bzw. iv-fremde Faktoren zurückzuführen. Folglich sei nicht von einem 

eigenständigen Gesundheitsschaden mit Krankheitswert auszugehen. Die 

Beschwerden seien reaktiver Natur auf iv-fremde Faktoren. Ohne diese 

Faktoren wäre es mit mindestens überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht 

zu der Attestierung der Arbeitsunfähigkeit gekommen (VB 48 S. 2). 

 

4. 

4.1. 

Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung vom 

12. August 2024 im Wesentlichen fest, eine gesundheitliche Beeinträch-

tigung, welche die Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschränken würde, könne 

nicht bestätigt werden. Es liege keine Invalidität im Sinne des Gesetzes vor. 

Ebenfalls lägen keine eigenständige chronifizierte Gesundheitsstörung und 

keine relevanten invalidisierenden Komorbiditäten vor. Ohne das iv-fremde 

Ereignis im Februar 2022 wäre es nicht zu einer Attestierung einer 

Arbeitsunfähigkeit gekommen (VB 57 S. 1). 

 

Die Beschwerdeführerin bringt dagegen sinngemäss vor, bei der von Prof. 

Dr. med. C._____ diagnostizierten Anpassungsstörung mit längerer 

depressiver Reaktion (F43.21) handle es sich um eine verselbständigte 

Gesundheitsschädigung (Beschwerde S. 7). Zudem verkenne die 

Argumentationsweise des RAD, es wäre ohne die äusseren Faktoren der 

polizeilichen Intervention vom 16. Februar 2022 nicht zur Attestierung der 

Arbeitsunfähigkeit gekommen, dass äussere Faktoren Anlass für eine 

mögliche spätere Leistungspflicht bilden könnten. Zu Fragen wäre viel-

mehr, ob iv-fremde Faktoren wie zum Beispiel abgebrochene Schul-

ausbildung, fehlende Berufsausbildung, partnerschaftliche Schwierigkeiten 

und finanzielle Engpässe die Gesundheit der Beschwerdeführerin beein-

flusst hätten (Beschwerde S. 9). 

 

4.2. 

4.2.1. 

Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit 

oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 

ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). 

 

4.2.2. 

Invalidität gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 7 f. ATSG bedeutet im 

Allgemeinen den durch die Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Be-

handlung und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen Verlust 

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der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge-

glichenen Arbeitsmarkt (MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundes-

gerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invaliden-

versicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, N. 123 zu Art. 4 IVG mit Hinweis auf 

BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). 

 

4.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die 

ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können 

(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f. mit Hinweisen).  

 

4.4. 

Zur Annahme einer psychiatrisch begründeten Invalidität braucht es eine 

fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich 

anerkannten Klassifikationssystem (BGE 130 V 396 E. 5.3. S. 398). Dies 

bedeutet keineswegs, dass eine fachärztlich festgestellte psychische 

Krankheit ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali-

dität ist. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Erwerbs-

fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der 

Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Je stärker 

psychosoziale Umstände im Einzelfall in den Vordergrund treten und das 

Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich 

festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das 

klinische Beschwerdebild darf nicht einzig in Beeinträchtigungen bestehen, 

welche von den belastenden Faktoren herrühren, sondern hat davon 

psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen, wie etwa eine von 

depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde 

Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren 

psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungs-

situation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychi-

sche Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 

sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden 

kann. Wo dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhoben werden, welche 

in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende 

Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender 

psychischer Gesundheitsschaden gegeben (vgl. BGE 145 V 215 E. 6.3 

S. 228; BGE 127 V 294 E. 5a S. 299 f.). 

 

 - 6 - 

 

 

5. 

5.1. 

Aus den medizinischen Akten geht im Wesentlichen Folgendes hervor: 

 

5.1.1. 

Aus medizinischer Sicht führte bereits die bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit 

behandelnde Psychiaterin med. pract. D._____ in ihrem Bericht vom 

6. April 2022 aus, die Beschwerdeführerin zeige sich stark unter dem 

Einfluss der Ereignisse vom 16. Februar 2022, an welchem eine Haus-

durchsuchung durch die Kantonspolizei stattgefunden habe. Dabei stellte 

sie die Diagnose "ICD-10 F43.1 Posttraumatische Belastungsstörung" 

(VB 17 S. 9 f.). 

 

5.1.2. 

In der Folge führte med. pract. D._____ in ihrem Bericht vom 14. Juli 2022 

aus, jede Konfrontation mit dem auslösenden Ereignis und dessen Folgen 

löse bei der Beschwerdeführerin psychischen Stress aus. Es sei aktuell 

davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit bei 10 % bleibe, solange sich 

keine weitere Entwicklung in der gerichtlichen Sache zeige (VB 21.1 

S. 1 f.).  

 

5.1.3. 

In ihrem darauffolgenden Bericht vom 1. Dezember 2022 führte 

med. pract. D._____ aus, die Beschwerdeführerin sei weiterhin zu 90 % 

arbeitsunfähig. Sie leide weiterhin unter den Umständen, dass gegen sie 

eine polizeiliche Anzeige bestehe und gegen sie ermittelt werde. Die 

Prognose in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit könne als gut beurteilt werden. 

Aktuell hänge der Zustand der Beschwerdeführerin sehr von äusseren 

Faktoren ab. Falls das Ermittlungsverfahren gegen die Beschwerdeführerin 

beendet werde, werde sie sich mit grosser Wahrscheinlichkeit beruhigen 

und dadurch belastungs- und arbeitsfähiger werden. Zudem führte 

med. pract. D._____ aus, die Beschwerdeführerin habe gute soziale 

Vernetzungen, jedoch sei für sie schwierig, in Beziehungen und Gruppen 

zu funktionieren. Berufliche Massnahmen für die Beschwerdeführerin seien 

unangebracht (VB 26 S. 3 ff.).  

 

5.1.4. 

Auch in ihrem Bericht vom 14. Februar 2023 führte med. pract. D._____ 

aus, eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit und sogar das Erreichen einer 

100 %igen Arbeitsfähigkeit wäre dann zu erwarten, wenn die laufende 

gerichtliche Anklage gegen die Beschwerdeführerin beendet werde. Die 

Anklage gegen sich finde diese als ungerecht. Sie sei immer noch sehr 

misstrauisch und die Begegnungen mit Polizei oder Anwälten mache sie 

sehr unruhig, wütend und bringe viel Angst und Schlafstörungen (VB 35 

S. 2). 

 

 - 7 - 

 

 

5.1.5. 

Der neu behandelnde Psychiater Prof. Dr. med. C._____ führte in der Folge 

in seinem Bericht vom 17. Januar 2024 aus, bei der Beschwerdeführerin 

liege eine zweite mittelschwere depressive Episode sowie eine Anpas-

sungsstörung Emotionen und Verhalten gemischt vor, da die ver-

sicherungsrechtlichen Merkmale der Posttraumatischen Belastungs-

störung aufgrund des A-Kriterium Gefahr für Leib und Leben nicht erfüllt 

seien. Es würden sich bei der Beschwerdeführerin bis heute PTBS-analog 

starke Gefühlsschwankungen mit Dünnhäutigkeit sowie die Symptome der 

Depression zeigen. Sie wechsle zwischen massiver Wut und Zorn und 

starker Traurigkeit mit Weinen und mangelndem Lebenswillen, ebenso 

deutliche depressive Konzentrationsstörungen durch die Interferenz mit 

den Flashbacks und deren Folgeemotionen verstärkt. Diese seien unver-

einbar mit einer beruflichen Funktionsfähigkeit. Es wäre eine Wiederein-

gliederung mit einem Pensum von 50 % zum Beispiel im administrativen 

Bereich eines Seniorenstifts zu planen und eine befristete 12-18 monatige 

halbe Rente für die Zeitdauer der traumatherapeutischen Expositionsbe-

handlung zuzusprechen. Nach einem Zeitraum von ca. 12-18 Monaten sei 

von einer restitutio ad integrum in Bezug auf die berufliche Funktions-

fähigkeit auszugehen (VB 44 S. 4 ff.). 

 

5.2. 

Der Beschwerdeführerin ist beizupflichten, dass es bei der Invaliden-

versicherung, welche als finale Versicherung ausgestaltet ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_261/2019 vom 8. Juli 2019 E. 4.3.1 mit Hinweisen), 

entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin irrelevant ist, was 

der Auslöser der gesundheitlichen Einschränkung gewesen war. Vor-

liegend wird jedoch von med. pract. D._____ in ihrem Bericht vom 

14. Februar 2023 ausgeführt, es sei das Erreichen einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit zu erwarten, sobald die gerichtliche Anklage gegen die 

Beschwerdeführerin beendet wäre (vgl. VB 35 S. 2). Auch in ihren früheren 

Berichten begründete med. pract. D._____ die Einschränkung lediglich mit 

dem die Beschwerdeführerin belastenden Gerichtsprozess (vgl. VB 21.1 

S. 1; 26 S. 5). Diese Beurteilung ist aufgrund der vorliegenden Akten 

nachvollziehbar. Zudem beurteilte auch Prof. Dr. med. C._____ die 

gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin dahingehend, dass bei 

der Beschwerdeführerin nur eine depressive Episode (und nicht eine 

Störung) vorhanden sei, bereits eine Arbeitsfähigkeit von 50 % vorläge, 

diese auch gesteigert werden könne und von einer restitutio ad integrum 

auszugehen sei (vgl. E. 5.1.5. hiervor). Er bringt zudem keine Befunde vor, 

welche auf eine verselbständigte psychische Störung hindeuten würden. 

Das vorliegende Beschwerdebild der Beschwerdeführerin wird somit aus 

medizinischer Sicht lediglich durch den belastenden Faktor der 

gerichtlichen Anklage begründet, wodurch kein invalidisierender 

Gesundheitszustand gegeben ist (vgl. E. 4.4 hiervor). Somit ist die 

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Beschwerdegegnerin im Ergebnis zu Recht davon ausgegangen, dass 

keine Invalidität im Sinne des Gesetzes vorliege. 

 

6. 

Bei einer fehlenden Invalidität im Sinne des Gesetzes erübrigen sich 

Ausführungen zu den vorgebrachten Beschwerden in Bezug auf das 

Validen- sowie das Invalideneinkommen (vgl. Beschwerde S. 10 ff.). 

 

7. 

7.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

7.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrens-

ausgang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.  

 

7.3. 

Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als 

Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch 

auf Parteientschädigung zu.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
 

   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom 

siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 

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15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 

2. Januar (Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als 

Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie 

in Händen hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 25. März 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

Kathriner  Bächli