# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe25adeb-fbc8-5b34-ba74-12abe65125c1
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-11
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 11.04.2025 Z2 2025 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z2-2025-6_2025-04-11.pdf

## Full Text

20250408_131113_ANOM.docx

II. Zivilabteilung Z2 2025 6

Oberrichter A. Staub, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter A. Sidler
Gerichtsschreiber I. Cathry

Verfügung und Urteil vom 11. April 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ GmbH,
Revisionsklägerin und Berufungsklägerin,

betreffend

Massnahmen gemäss Art. 939 OR 
(Berufung gegen den Entscheid der Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug vom 31. Januar 2025 / 
Revision)

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Rechtsbegehren 

Berufungsklägerin (sinngemäss)

Die Präsidialverfügung des Obergerichts Zug vom 19. März 2025 sei aufzuheben und der Entscheid der Ein-
zelrichterin am Kantonsgericht Zug vom 17. Januar 2025 sei aufzuheben.

Sachverhalt und Erwägungen

1. Dem Handelsregisteramt des Kantons Zug wurde mitgeteilt, dass die an die A.________ 
GmbH (nachfolgend: Berufungsklägerin), ________ (Adresse), adressierte Post mit der Mel-
dung, der Empfänger habe nicht ermittelt werden können, retourniert werde. Nachdem sich 
die Berufungsklägerin gegenüber dem Handelsregisteramt nicht zu diesem Organisations-
mangel hat vernehmen lassen, überwies das Handelsregisteramt die Angelegenheit am 
7. November 2024 an das Kantonsgericht Zug zur Ergreifung der erforderlichen Massnah-
men (Vi act. 1 und Vi act. 1/1-2). 

2. Mit Entscheid vom 17. Januar 2025 löste die Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug die Be-
rufungsklägerin wegen eines Organisationsmangels (kein korrektes Rechtsdomizil) gestützt 
auf Art. 731b OR [i.V.m. Art. 939 OR] auf und ordnete ihre Liquidation nach den Vorschriften 
über den Konkurs an (Dispositiv-Ziff. 1). Zudem auferlegte sie ihr die Entscheidgebühr von 
CHF 800.00 (Dispositiv-Ziff. 2; Verfahren ES 2024 947).

3. Gegen diesen Entscheid (die schriftlich begründete Ausfertigung datiert vom 31. Januar 
2025) reichte die Berufungsklägerin am 6. Februar 2025 beim Obergericht des Kantons Zug 
Berufung mit eingangs genanntem Rechtsbegehren ein (act. 1). Mit Entscheid vom 19. März 
2025 trat der Präsident der II. Zivilabteilung des Obergerichts Zug auf die Berufung nicht ein, 
weil die Berufungsklägerin den Kostenvorschuss für die Gerichtskosten auch innert Nachfrist 
nicht bezahlt hatte (act. 7).

4. Mit Schreiben vom 7. April 2025 wandte sich die Berufungsklägerin an das Obergericht und 
machte geltend, nach ihrem Kenntnisstand sei die Zahlung fristgerecht eingegangen. Es sei 
im relevanten Zeitraum wiederholt zu Problemen mit der Zustellung durch die Post gekom-
men. Sie hätten nun feststellen können, dass die Verzögerungen tatsächlich auf ein Zustel-
lungsproblem bei der Post zurückzuführen gewesen seien (act. 8). Dieses Schreiben der an-
waltlich nicht vertretenen Berufungsklägerin ist als Revisionsgesuch im Sinne von Art. 328 ff. 
ZPO zu verstehen und entgegenzunehmen.

5. Die Nachfrist zur Bezahlung des Gerichtskostenvorschusses lief am Montag, 17. März 2025, 
ab. Zum Zeitpunkt des Entscheids des Abteilungspräsidenten (Mittwoch, 19. März 2025) war 
der Zahlungseingang in der Geschäftskontrolle des Obergerichts noch nicht ersichtlich. Wie 
sich nun aber herausgestellt hat, erfolgte die Gutschrift tatsächlich bereits am 17. März 2025. 
Der Abteilungspräsident trat deshalb zu Unrecht nicht auf die Berufung ein. Wie sich weiter 
gezeigt hat, konnte der Entscheid vom 19. März 2025 der Berufungsklägerin mit eingeschrie-
bener Sendung problemlos zugestellt werden. Mithin ist das Revisionsgesuch gutzuheissen 
und der Nichteintretensentscheid vom 19. März 2025 aufzuheben (vgl. Art. 328 ZPO; Herzog, 

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Basler Kommentar, 4. A. 2024, Art. 328 ZPO N 29, wonach nicht nur Sach-, sondern auch 
Prozessentscheide revidiert werden können). Da der Organisationsmangel behoben wurde, 
ist Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids der Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug vom 17. Ja-
nuar 2025 zufolge Gegenstandslosigkeit aufzuheben.

6. Trotz dieses Ausgangs hat die Berufungsklägerin die Kosten sowohl des erst- als auch des 
zweitinstanzlichen Verfahrens zu tragen, da beide Verfahren hätten vermieden werden kön-
nen, wenn die Berufungsklägerin den bei ihr festgestellten Organisationsmangel innert der ihr 
angesetzten Fristen behoben hätte bzw. sie sich zur Behebung rechtzeitig hätte vernehmen 
lassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_411/2012 vom 22. November 2012 E. 3). Für das 
Revisionsverfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben.

Präsidialverfügung

1. In Gutheissung des Revisionsgesuchs vom 7. April 2025 wird die Präsidialverfügung des 
Obergerichts Zug vom 19. März 2025 aufgehoben.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Urteilsspruch

1. In teilweiser Gutheissung der Berufung wird Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids der Einzelrich-
terin am Kantonsgericht Zug vom 17. Januar 2025 aufgehoben und das Verfahren wird zufol-
ge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. Im Übrigen wird der angefochtene Entscheid 
bestätigt.

2. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Verfahren von CHF 800.00 wird der Berufungs-
klägerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von unter CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) nur zulässig, wenn sich 
eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfas-
sungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG gegeben. Die Beschwerdegründe richten sich nach 
den Art. 95 ff. bzw. Art. 116 BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustel-
lung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage 
des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Wird gleichzeitig ordentliche Beschwerde und Verfas-
sungsbeschwerde geführt, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen. 
Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung.

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4. Mitteilung an:
- Berufungsklägerin
- Konkursamt Zug (unter Hinweis auf Dispositiv-Ziffer 2)
- Handelsregisteramt Zug (zur Kenntnisnahme)
- Amt für Grundbuch und Geoinformation Zug (zur Kenntnisnahme)
- Betreibungsamt Cham (zur Kenntnisnahme)
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichterin (ES 2024 947)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

- Berufungsklägerin
- Konkursamt Zug (unter Hinweis auf Dispositiv-Ziffer 2)
- Handelsregisteramt Zug (zur Kenntnisnahme)
- Amt für Grundbuch und Geoinformation Zug (zur Kenntnisnahme)
- Betreibungsamt ________ (zur Kenntnisnahme)
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichterin (ES 2024 947)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Zivilabteilung

A. Staub I. Cathry
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

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