# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 149608ec-ba78-515d-8cac-e2b3ad9d85d2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.12.2008 D-8068/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8068-2008_2008-12-18.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-8068/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

A._______, geboren (...),
Sri Lanka,
vertreten durch Christian Wyss, Fürsprecher, 

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 8. Dezember 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-8068/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  srilankischer  Staatsangehöriger 
tamilischer  Ethnie  aus  B._______,  eigenen  Angaben  zufolge  von 
Frankreich herkommend am 30. September 2008 illegal in die Schweiz 
einreiste, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum (EVZ) C._______ vom 2. Oktober 2008 sowie der 
direkten Anhörung  vom  16.  Oktober  2008  zur  Begründung  des 
Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er habe in Frankreich 
ein Asylgesuch gestellt, das abgelehnt worden sei,

dass er in der Schweiz gekommen sei, wo er eine (...) habe, um hier 
ein Asylgesuch zu stellen,

dass  die  französischen  Behörden  am  13.  Oktober  2008  einem 
Rückübernahmebegehren der Schweiz zustimmten,

dass das BFM dem Beschwerdeführer am 16. Oktober 2008 bezüglich 
einer  allfälligen  Rückkehr  nach  Frankreich  das  rechtliche  Gehör 
gewährte,

dass für weitere Einzelheiten in den Aussagen des Beschwerdeführers 
auf die Protokolle zu verweisen ist,

dass das BFM mit Verfügung vom 8. Dezember 2008 in  Anwendung 
von Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht  eintrat 
und die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  anordnete,  mit  dem Hinweis, 
der  Beschwerdeführer  habe  die  Schweiz  am  Tag  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft zu verlassen,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der 
Bundesrat habe Frankreich als sicheren Drittstaat bezeichnet,

dass  der  Beschwerdeführer  sich  vor  der  Einreise  in  die  Schweiz  in 
Frankreich aufgehalten und ein Asylverfahren durchlaufen habe,

dass Frankreich einer Rückübernahme zugestimmt habe,

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dass seine (...) zwar in der Schweiz lebe, doch habe er weder in der 
Befragung  zur  Person  noch  in  der  Anhörung  vorgebracht,  zu  ihr  in 
besonders enger Beziehung zu stehen,

dass  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  nach  Art.  3  AsylG nicht  offen-
sichtlich  zutage  trete,  zumal  der  Beschwerdeführer  auf 
Vertiefungsfragen nicht zu überzeugen vermocht und nie den Eindruck 
erweckt habe, im Zentrum des Geschehens gestanden zu haben,

dass  trotz  der  eingereichten  Fotos  und  des  Bestätigungsschreibens 
seine  Vorbringen  nicht  derartiger  Qualität  seien,  als  dass  seine 
Flüchtlingseigenschaft offensichtlich wäre,

dass  keine  Hinweise  vorlägen,  wonach  in  Frankreich  kein  effektiver 
Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG bestünde,

dass  seine  Begründung,  weshalb  er  nicht  nach  Frankreich 
zurückkehren könne, nicht zu überzeugen vermöge,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  15.  Dezember 2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerde  erhob  und  beantragte,  es  sei  der 
Nichteintretensentscheid des BFM vom 8. Dezember 2008 aufzuheben 
und  auf  das  Asylgesuch  einzutreten,  eventuell  sei  die  Sache  zur 
Prüfung  der  Zumutbarkeit  einer  Wegweisung  an  die  Vorinstanz 
zurückzuweisen,  Ziffer  2  bis  4  der  angefochtenen  Verfügung  seien 
aufzuheben  und  vom  Vollzug  der  Wegweisung  sei  abzusehen, 
subeventuell  sei  bei  den  französischen  Asylbehörden  eine 
Zusicherung  einzuholen,  dass  der  Beschwerdeführer  nach  allfälliger 
Rückführung  nach  Frankreich  nicht  nach  Sri  Lanka  ausgeschafft 
werde, bis sich die Bürgerkriegssituation normalisiert habe,

dass  er  in  prozessualer  Hinsicht  um unentgeltliche  Rechtspflege  im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  und  2  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
ersuchte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  17.  Dezember  2008  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2  AsylG sowie Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die vorliegend zu beurteilende Beschwerde sich gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispo-
sitivs),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründet-
heit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz 
der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob 
die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass  dementsprechend  die  Beschwerdeinstanz,  erachtet  sie  das 
Nichteintreten auf das Asylgesuch als unrechtmässig, sich einer selb-
ständigen materiellen  Prüfung zu enthalten,  die angefochtene Nicht-
eintretensverfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer  Entschei-
dung an die Vorinstanz zurückzuweisen hat (vgl. Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  das  BFM den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  gestützt 
auf Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass demnach der Einwand in der Beschwerde, die Vorinstanz hätte 
gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG auf das Asylgesuch eintreten 
und  zumindest  die  vorläufige  Aufnahme verfügen  müssen,  fehl  geht 
und auf die diesbezüglichen Vorbringen nicht weiter einzugehen ist,

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2008 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche in der 
Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  sicheren 
Drittstaat  nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren können, in 
welchem sie sich vorher aufgehalten haben,

dass diese Voraussetzungen im vorliegenden Fall erfüllt sind,

dass  der  Beschwerdeführer  in  Frankreich  unbestrittenermassen  ein 
Asylgesuch  eingereicht  beziehungsweise  ein  Asylverfahren 
durchlaufen hat,

dass Frankreich (und ebenso alle anderen EU- und EFTA Staaten) am 
14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat bezeichnet 
worden ist,

dass  die  französischen  Behörden  am  13.  Oktober  2008  einer 
Rückübernahme des Beschwerdeführers zugestimmt haben,

dass demnach mit  Bezug auf Frankreich die in Art. 34 Abs. 2 Bst. a 
AsylG vorgeschriebene Rückkehrmöglichkeit gegeben ist,

dass nach Art. 34 Abs. 3 AsylG die Bestimmung von Abs. 2 dieses Ar-
tikels keine Anwendung findet, wenn Personen, zu denen die asylsu-
chende Person enge Beziehungen hat,  oder nahe Angehörige in der 
Schweiz  leben  (Bst.  a),  die  asylsuchende  Person  offensichtlich  die 

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Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt (Bst. b) oder Hinweise 
darauf  bestehen,  dass im Drittstaat  kein  effektiver  Schutz vor Rück-
schiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Bst. c),

dass keiner  der  genannten Gründe vorliegt,  welcher die Anwendung 
von Art. 34 Abs. 2 AsylG im vorliegenden Fall ausschliessen würde,

dass  der  Beschwerdeführer  zwar  eine  (...)  in  der  Schweiz  hat  und 
damit sinngemäss geltend macht, die Voraussetzung von Art. 34 Abs. 
3 Bst. a AsylG sei vorliegend erfüllt,

dass als "nahe Angehörige" gemäss konstanter Praxis der schweizeri-
schen Asylbehörden  Ehegatten und deren  minderjährige  Kinder  gel-
ten, wobei Partnerinnen und Partner sowie die in dauernder eheähnli-
cher  Gemeinschaft  zusammenlebenden  Personen  den  Ehegatten 
gleichgestellt werden (vgl. EMARK 2000 Nr. 4 E. 5b S. 41 f. sowie Art. 
1  Bst. e  der  Asylverordnung 1 über  Verfahrensfragen [AsylV 1],  vgl. 
dazu auch BBl 2002 S. 6885),

dass  die  (...)  des  Beschwerdeführers  somit  nicht  als  naher 
Angehöriger im Sinne von Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG gilt und zudem 
der Beschwerdeführer – wie von der Vorinstanz zu Recht festgestellt – 
keine besonders enge Beziehung zur (...) geltend gemacht hat,

dass auch die vorinstanzliche Feststellung zu bestätigen ist, wonach in 
Frankreich  effektiver  Schutz  vor Rückschiebung im Sinne von Art.  5 
Abs. 1 AsylG besteht und keine gegenteiligen Hinweise vorliegen, zu-
mal Frankreich das Abkommen vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstel-
lung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und die Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) ratifiziert hat,

dass demnach der  Subeventualantrag,  es sei  bei  den französischen 
Behörden  eine  Zusicherung  beziehungsweise  es  sei  eine 
Stellungnahme  der  französischen  Asylbehörde  zur  Erteilung 
vorübergehenden  Schutzes  in  Frankreich  gerichtlich  einzuholen, 
abzuweisen ist,

dass ergänzend anzuführen ist, dass bei Anwendung des neuen Nicht-
eintretenstatbestandes von Art. 34 Abs. 2 AsylG (sicherer Drittstaat) 
und im Unterschied zu Abs. 1 der gleichen Bestimmung (safe country 
im Sinne von verfolgungssicheres Herkunftsland)  nicht  zu prüfen ist, 

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ob Hinweise auf eine Verfolgung vorliegen, sondern lediglich die Aus-
nahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG zu beachten ist, wonach 
von einer Wegweisung in den Drittstaat  dann abgesehen wird,  wenn 
die  asylsuchende  Person  offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft 
nach dem klassischen ("engen") Verständnis von Art. 3 AsylG erfüllt,

dass das BFM als Folge der Schutzklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b 
AsylG nicht das offensichtliche Fehlen der Flüchtlingseigenschaft dar-
zulegen,  sondern  umgekehrt  lediglich aufzuzeigen hat,  dass im kon-
kreten  Fall  die  Flüchtlingseigenschaft  zumindest  nicht  offensichtlich 
zutage tritt,

dass  nach  Prüfung  der  Akten  durch  das  Gericht  vorliegend  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht  offensichtlich  gegeben  ist,  weshalb 
diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen 
Verfügung zu verweisen ist,

dass die Beschwerdevorbringen und der eingereichte OFPR-Entscheid 
vom 22. Juli 2008 zu keinem anderen Ergebnis führen,

dass das Begehren um Ansetzung einer Frist  zur  Nachreichung von 
Beweismitteln  (Bestätigung  des  Onkels  aus  D._______)  abzuweisen 
ist,  zumal  der  angebotene  Beweis  bei  der  vorliegenden 
Fallkonstellation  keine  wesentlichen  Erkenntnisse  zu  vermitteln 
vermöchte (vgl. EMARK 2003 Nr. 13 S. 84),

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 34 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass deshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzli-
chen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht an-
geordnet wurde,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Be-

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schwerdeführer in einen Drittstaat reisen kann, in dem er Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet, 

dass Frankreich seinen aus der FK und der EMRK erwachsenen Ver-
pflichtungen nachkommt,

dass weder die in Frankreich herrschende allgemeine Lage noch sons-
tige Gründe gegen die Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges des 
Beschwerdeführers nach Frankreich sprechen,

dass  folglich  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  den  Heimatstaat  nicht 
Prüfungsgegenstand  ist  und  somit  das  Grundsatzurteil  E-2775/2007 
vom 14. Februar 2008 (BVGE 2008/2) nicht zur Anwendung gelangt,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Frank-
reich schliesslich möglich ist,  da keine Vollzugshindernisse bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR  142.20])  und  die 
französischen Behörden die Rückübernahme zugesichert haben,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung nach Frankreich zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass mit Ergehen des vorliegenden Urteils das Gesuch um Erlass des 
Kostenvorschusses gegenstandslos wird,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
(Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG) abzuweisen ist, da die Begehren aufgrund 
der  vorstehenden  Erwägungen  –  unabhängig  einer  allfälligen 
Bedürftigkeit des Beschwerdeführers – als aussichtslos zu bezeichnen 
sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 

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SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, EVZ C._______, zu den Akten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; 
in Kopie)

- das (...) des Kantons E._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: 

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