# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9209646-5435-52ac-951e-e2f94e5c71f6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.07.2020 720 20 62/175
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-62-175_2020-07-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 16. Juli 2020 (720 20 62 / 175) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Revision; unveränderter Gesundheitszustand 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Carole Held, Rechtsan-
wältin, Rechtsdienst Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 
4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Die 1964 geborene A.____ bezog ab Januar 1999 eine ganze IV-Rente, welche im Rah-
men einer Revision per Ende Juli 2008 aufgehoben wurde. Die dagegen erhobene Beschwerde 
wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsgericht (Kantonsge-
richt), mit Urteil vom 29. April 2009 ab. Am 25. Januar 2010 meldete sich A.____ bei der IV-Stelle 
erneut zum Leistungsbezug an, wobei sie Massnahmen für die berufliche Eingliederung sowie 
eine Rente beantragte. Die IV-Stelle trat mit Verfügung vom 26. Mai 2010 auf das Leistungsbe-
gehren nicht ein. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht 

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

mit Urteil vom 3. Dezember 2010 ab, soweit es darauf eintrat. A.____ meldete sich am 31. Januar 
2013 wiederum bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 17. Juli 2014 sprach 
ihr die IV-Stelle eine halbe IV-Rente zu gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten von Dr. med. 
B.____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, und Dr. med. Dipl.-Psych. C.____, FMH Psy-
chiatrie und Psychotherapie, vom 2. September 2013 / 31. Dezember 2013 bei einer attestierten 
Arbeitsunfähigkeit von 50 % infolge einer anhaltenden mittelgradigen depressiven Episode mit 
somatischem Syndrom im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung. Am 24. April 2018 
stellte A.____ ein Gesuch um Revision resp. Erhöhung der IV-Rente, da sich ihr Gesundheitszu-
stand seit 2015 / 2016 kontinuierlich verschlechtert habe. Als Gründe dafür gab sie einen Hirntu-
mor, einen Magenbypass, einen Darmverschluss, eine Knieprothese, eine Schilddrüsenopera-
tion, Fibromyalgie sowie eine psychische Erkrankung an. Die IV-Stelle ging gestützt auf das von 
ihr eingeholte bidisziplinäre Gutachten von Dr. B.____ und Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie 
und Psychotherapie, vom 9. / 13. Mai 2019 von einer Verbesserung des psychischen Gesund-
heitszustandes aus. Es liege lediglich noch eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % vor. In der Folge 
hob sie nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens die IV-Rente mit Verfügung vom 7. Ja-
nuar 2020 auf. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin Carole Held, mit Eingabe vom 
6. Februar 2020 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Sie bean-
tragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Weiterausrichtung der halben IV-
Rente. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe sich der psychische Gesundheitszustand 
nicht verändert. Dies hätten der behandelnde Arzt, Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. E.____, FMH Psy-
chiatrie und Psychotherapie, und die behandelnde Psychologin, F.____, mehrfach und auf über-
zeugende Weise in ihren Berichten vom 13. November 2018 sowie 11. November 2019 dargelegt. 
Eventualiter sei zur abschliessenden Klärung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ein polydiszipli-
näres Gerichtsgutachten einzuholen.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 20. März 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfü-
gungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der 
Versicherten vom 6. Februar 2020 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2. Es ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die halbe Rente zurecht revisionsweise aufgehoben 
hat. 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch die Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle ande-
ren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
3.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Um festzustellen, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststel-
lungen auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen, sind sämtliche psychischen Erkrankungen ei-
nem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. 
 
4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den 
Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Anspruchs (Viertelsrente, halbe Rente, Dreivier-
telsrente, ganze Rente; Art. 28 Abs. 2 IVG) auswirkt (BGE 134 131 E. 3). Ein Revi-sionsgrund in 
diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, 
wozu namentlich der Gesundheitszustand gehört. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, son-
dern in erster Linie der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus 
einer anderen Diagnose oder einer unterschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus me-
dizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenän-
derung geschlossen werden. Umgekehrt ist - bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand 

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

- eine Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung, welche zu einer Verbesserung der 
Arbeitsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Ok-
tober 2017, 8C_170/2017, E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen). Da-rüber hinaus ist die Rente aber 
auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Ge-
sundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen 
auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt 
oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinwei-
sen).  
 
4.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf einer 
anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von revisi-
onsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfolgerung, 
die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht ver-
ändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens zurück-
zuführen (vgl. dazu BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3; Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 
9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.3 Liegt dagegen ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tat-
sächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht 
(vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts vom 18. August 2018, 8C_145/2018, E. 3.2). 
 
4.4 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des 
Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen ab-
zugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, 
neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass 
substantiell verändert haben. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung eingetre-
tene tatsächliche Änderung ist genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen 
aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der 
Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des Schweregra-
des der Störungen geführt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 
8C_170/2017, E. 5.2 mit Hinweis).  
 
4.5 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsab-
klärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten 
für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 
133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle der Versi-
cherten mit Verfügung vom 17. Juli 2014 rückwirkend ab 1. Juli 2013 eine halbe IV-Rente zu. Auf 
Gesuch der Beschwerdeführerin vom 24. April 2018 hin leitete die IV-Stelle ein Rentenrevisions-
verfahren ein. Es folgte eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit einer ver-
tieften Abklärung des medizinischen Sachverhalts. Nach Vornahme medizinischer und erwerbli-

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

cher Abklärungen hob die IV-Stelle Basel-Landschaft die laufende halbe IV-Rente der Versicher-
ten mit Verfügung vom 7. Februar 2020 auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden 
Monats auf. Nach dem Gesagten beurteilt sich somit die Frage, ob eine Änderung in den tatsäch-
lichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Aufhebung der bis anhin ausgerich-
teten IV-Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der Verfügung 
vom 17. Juli 2014 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen 
Verfügung vom 7. Februar 2020. 
 

5. Die entscheidende, von den Parteien unterschiedlich beantwortete Frage des vorliegen-
den Verfahrens ist, ob ein Revisionsgrund im Sinne des Art. 17 ATSG gegeben ist. In diesem 
Zusammenhang ist festzuhalten, dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, insbe-
sondere aufgrund der somatischen Beschwerden, nicht mehr geltend gemacht wird. Strittig ist, 
ob sich der Gesundheitszustand in psychiatrischer Hinsicht seit 2014 in einer anspruchserhebli-
chen Weise verbessert hat, oder – wie die Beschwerdeführerin behauptet – von einer gleichblei-
benden psychischen Situation auszugehen ist, welche keine Rentenaufhebung zur Folge hätte. 
 
6.1 Grundlage für die Rentenverfügung vom 17. Juli 2014 waren die Beurteilungen von 
Dr. B.____ und Dr. C.____. Dr. B.____ nannte als Diagnosen in seinem rheumatologischen Gut-
achten vom 2. September 2013 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelschwere medial 
betonte Gonarthrose beidseits und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit unter anderem ein 
chronisches Lumbovertebralsyndrom, ein Ganzkörperschmerzsyndrom ohne organische Ursa-
che mit in diesem Rahmen chronischer Kopfschmerzsymptomatik, ein Meningeom am Tempo-
ralpol links, grössenkonstant (MRT vom 15. Mai 2013), und eine Adipositas per magna. Aus rheu-
matologischer Sicht sei die Versicherte für leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten voll 
arbeitsfähig. Dabei sei jedoch zu beachten, dass sie nicht dauernd stehen oder gehen könne. Die 
Gehstrecke sei auf eine halbe Stunde am Stück limitiert. Arbeiten, die ein dauerndes Knien vo-
raussetzten oder repetitiv nur bückend ausgeführt werden könnten, seien nicht zumutbar. Gele-
gentliches Bücken sei dagegen problemlos möglich. Eine vorwiegend sitzende Tätigkeit wäre 
ideal. Körperliche Schwerarbeiten seien aufgrund des Ganzkörperschmerzsyndroms dagegen 
ungünstig. 
 
6.2 Dr. C.____ beurteilte den psychischen Gesundheitszustand der Versicherten. In seinem 
Gutachten vom 31. Dezember 2013 stellte er als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit eine anhaltende, mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom im Rahmen 
einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33.11) und ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40). Vorliegend seien die 
Hauptsymptome einer Depression, namentlich eine depressive Stimmung, Interessensverlust, 
verminderte emotionale Reagibilität und vor allem ein Antriebsmangel sowie erhöhte Ermüdbar-
keit klar gegeben. Als Zusatzsymptome nannte er eine verminderte Konzentration und Aufmerk-
samkeit, ein vermindertes Selbstwertgefühl und ein vermindertes Selbstvertrauen, Entschluss-
schwäche, Insuffizienzgefühle und Schlafstörungen. Als «somatische» Symptome seien ein Inte-
ressensverlust, verminderte emotionale Reagibilität, eine psychomotorische Hemmung, ein Mor-
gentief und ein Libidoverlust zu erwähnen. Nach seiner letzten Begutachtung im Jahr 2008 habe 
sich die Gesundheitssituation verschlechtert. So sei den späteren Arztberichten durchgehend 

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

eine depressive Symptomatik zu entnehmen, ohne dass es zu einer einschneidenden Rückbil-
dung oder gar Remission der Depression gekommen wäre. Die Störung habe einen chronifizier-
ten Verlauf genommen. Hinsichtlich des Tagesablaufs sei ein tiefes Aktivitätsniveau mit Rückzug 
und Schonverhalten explorierbar. Es liessen sich aus heutiger Sicht keine medizinischen oder 
beruflichen Massnahmen empfehlen, mit denen das Störungsbild wesentlich und nachhaltig be-
einflusst werden könnte. Das rigide körperbezogene Krankheitskonzept der Versicherten und vor 
allem die ungünstigen psychosozialen Kontextfaktoren (geringer [Aus-]Bildungsstand, Dekonditi-
onierung, erkrankter Ehemann, sekundärer Krankheitsgewinn [Schonung, Unterstützung durch 
die Familie], ausgeprägte subjektive Krankheits- und Insuffizienzüberzeugung, passive Heilungs-
erwartung, laufendes versicherungsrechtliches Verfahren), der langjährige rezidivierende Ver-
lauf, die Komorbidität einer Schmerz- und depressiven Störung sowie die geringe Introspektions-
fähigkeit liessen die Erfolgschancen einer psychotherapeutischen Behandlung in diesem Fall als 
limitiert erscheinen. Es sei von einer anhaltend (rezidivierend verlaufenden) und zur Chronifizie-
rung tendierenden depressiven Störung, zum Untersuchungszeitpunkt mittelgradig ausgeprägt, 
auszugehen. Der verschlechterte Gesundheitszustand sei seit mindestens Januar 2010 ausge-
wiesen. Aus psychiatrischer Sicht sei aufgrund der diagnostizierten Schmerzstörung und der mit-
telgradig ausgeprägten depressiven Störung eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer den körperli-
chen Möglichkeiten und Fähigkeiten der Versicherten entsprechenden Arbeitstätigkeit zumutbar. 
 
Gestützt darauf sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 17. Juli 2014 rückwir-
kend ab 1. Juli 2013 eine halbe IV-Rente zu. 
 
7.1 Anlässlich der 2018 eingeleiteten Revision beauftragte die IV-Stelle den Rheumatologen 
Dr. B.____ und den Psychiater Dr. D.____ mit dem Erstellen eines bidisziplinären Gutachtens. 
Mit Beurteilung vom 9. Mai 2019 stellte Dr. B.____ als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine fortgeschrittene Gonarthrose rechts mit Verdacht auf longitudinaler / radiärer Riss-
bildung des Hinterhorns des medialen Meniskus (MRT Knie rechts vom 18. Oktober 2018) sowie 
einen Status nach Knie-TP links bei Varusgonarthrose links am 16. März 2016 «bei Status nach 
arthroskopischer Teilmeniskektomie medial Knie links infolge medialer Meniskusläsion Knie links 
am 16. Juni 2011». Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er ein Ganz-
körperschmerzsyndrom ohne organische Ursache mit chronischer Kopfschmerzsymptomatik 
(Fibromyalgie-Syndrom bzw. Widespread pain Syndrom), ein chronisches Lumbovertebralsyn-
drom, einen Status nach einer Kraniotomie links mit Resektion eines klarzelligen Meningeoms 
am medialen Keilbeinflügel links am 23. November 2016, ein rechtsseitiges Aneurysma (MRT 
Schädel vom 31. Januar 2017), einen Status nach Adipositas (Magenbypass am 11. Dezember 
2013), Osteoporose, Nephrolithiasis nach Status nach Nierenzertrümmerung am 21. März 2007, 
einen Status nach totaler Thyreoidektomie (Schilddrüsenresektion) bei Struma multinodosa mit 
Fremdkörpergefühl am 19. Oktober 2015, chronische Hepatitis B, Asthma bronchiale, einen Sta-
tus nach Arthroskopie des rechten Sprunggelenkes sowie einen Status nach transspehoidaler 
Resektion eines vermuteten Hypophysen-Adenoms am 28. Januar 1998. Die Beurteilung der Ge-
sundheitssituation sei gegenüber der Vorbegutachtung vom 2. September 2013 gleich ausgefal-
len. Es hätten vorübergehend operations- bzw. hospitali-sationsbedingte Zeiten von Arbeitsunfä-
higkeiten bestanden, wobei die Dauer der Arbeitsunfähigkeiten nicht definiert worden sei, weil die 

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Versicherte nicht arbeitstätig gewesen sei. Gemäss den vorliegenden Akten könnten die Arbeits-
unfähigkeitszeiten folgendermassen festgelegt werden: zwei Monate nach Magenbypassopera-
tion vom 11. Dezember 2013, vom 23. Januar 2015 bis 21. Februar 2015 aufgrund des stationä-
ren Aufenthaltes in der psychiatrischen Klinik in X.____, sechs Wochen nach der totalen Thy-
reoidektomie vom 19. Oktober 2015, drei Monate nach der Knie-TP links vom 16. März 2016, 
zwei Monate nach der Revision des Magenbypasses vom 24. Oktober 2016, zwei Monate nach 
der Resektion des Keilbeinmeningeoms vom  
23. November 2016 sowie vom 11. Oktober 2018 bis 26. Oktober 2018 während des stationären 
Aufenthaltes im K.____. Die Versicherte sei ansonsten in einer leichten bis mittelschweren, knie-
schonenden und angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Schwere Tätigkeiten seien auf-
grund des Ganzkörperschmerzsyndroms zu vermeiden; ebenso dauerndes Knien, Stehen oder 
Gehen sowie repetitives Bücken. Eine vorwiegend sitzende Tätigkeit wäre vorzuziehen. Anhalts-
punkte für eine Aggravation oder Simulation gäbe es – wie schon 2013 – nicht. 
 
7.2 Die somatische Beurteilung von Dr. B.____ wird nicht bestritten. Das Gutachten erweist 
sich sowohl formal als auch inhaltlich umfassend und schlüssig. Ferner basiert es auf einer aus-
führlichen Untersuchung und berücksichtigt die ganze Krankengeschichte. Dr. B.____ zeigte 
nachvollziehbar auf, dass die aufgezählten Leiden und Eingriffe nur vorübergehend zu einer Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit geführt haben. Von einer namhaften, längerfristigen Verschlech-
terung des Gesundheitszustandes in somatischer Hinsicht ist hingegen nicht auszugehen. Auf 
das beweistaugliche, rheumatologische Gutachten kann somit abgestellt werden. 
 
7.3 Hingegen wird die Beurteilung von Dr. D.____ vom 13. Mai 2019 zu Recht in Frage ge-
stellt. Dr. D.____ diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende de-
pressive Störung (ICD-10 F33.10) und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41). Im Gegensatz zur Beurteilung von Dr. C.____ vom  
31. Dezember 2013 wurde nunmehr auch die Schmerzstörung explizit als Diagnose mit Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Da im Zeitpunkt der Untersuchung eine leichtgradige Episode der 
rezidivierenden depressiven Störung feststellbar war, schloss Dr. D.____ auf eine namhafte Ver-
besserung des Gesundheitszustandes und attestierte der Versicherten eine 70%ige Arbeitsfähig-
keit. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Krankengeschichte und eine abschliessende Ge-
samtwürdigung der Situation nahm er nicht vor. Zwar erwähnte er eingangs Gutachten (Ziff. 6), 
dass die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung zu bestätigen sei, da die Versi-
cherte wiederholt unter depressiven Krisen gelitten habe und stationär behandelt worden sei. Der 
Verlauf depressiver Störungen sei überdies naturgemäss schwankend. Diesbezüglich listete er 
auch die vorgängigen psychiatrischen Beurteilungen auf, welche den schwankenden Verlauf auf-
zeigten. Für die Beurteilung der Frage, ob eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustan-
des eingetreten ist, stützte sich Dr. D.____ hingegen vornehmlich auf den letzten Arztbericht von 
Prof. E.____ und Psychologin F.____ vom 13. November 2018. 
 
7.4 Aus deren Bericht geht hervor, dass die Versicherte seit Mai 2017 in ihrer Behandlung 
sei und alle 1 bis 2 Wochen an einer Therapiesitzung teilnehme. Als Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte 
Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.1; diagnostiziert am 17. Mai 2017) und eine 

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittlere Episode mit somatischem Syndrom 
(ICD-10 F33.11; diagnostiziert am 4. Oktober 2018) sowie eine chronische Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41; diagnostiziert am 4. Oktober 2018). Auf-
grund der Multimorbidität und der Chronifizierung des klinischen Bildes müsse damit gerechnet 
werden, dass die Versicherte auch weiterhin unter Schmerzen und gesundheitlichen Problemen 
leiden werde, welche ihr psychisches Befinden belasten und sie in ihrem Alltag beeinträchtigen 
würden. Die Schmerzen und Schlafstörungen wirkten sich sehr erschöpfend aus. Die Versicherte 
sei dadurch in ihrem Funktionsniveau äusserst eingeschränkt. Bezüglich der psychischen Symp-
tomatik beständen umfassende Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, eine stark einge-
schränkte Stresstoleranz, Depressivität, Ängstlichkeit und Hoffnungslosigkeit. Die Versicherte er-
müde schnell und sei oft überfordert. Dies beeinträchtige sie auch in der therapeutischen Arbeit, 
die für sie sehr anstrengend sei. Die Komorbidität von Schmerz- und depressiver Störung er-
schwere die Situation. Wegen der Schmerzen und der gesundheitlichen Einschränkungen könne 
sie einer körperlichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen. Durch die schweren Konzentrationsstö-
rungen seien die Möglichkeiten einer körperlich weniger belastenden Tätigkeit ebenfalls massiv 
eingeschränkt. Die Psychodiagnostik bezüglich kognitiver Leistungen (Leistungstestung vom 26. 
Juni und 9. Juli 2018) habe eine unterdurchschnittliche Gedächtnisleistung und Konzentrations-
fähigkeit, ein unterdurchschnittliches Arbeitstempo sowie eine unterdurchschnittliche Sorgfalt in 
der Aufgabenausführung ergeben. In Bezug auf die nonverbale Intelligenz resultierte eine intel-
lektuelle Leistungsfähigkeit im niedrigen Durchschnittsbereich. 
 
7.5 Dr. D.____ stellte dazu in seinem Gutachten vom 13. Mai 2019 fest, dass im Rahmen 
der aktuellen Untersuchung keine kognitiven Einschränkungen bei der Versicherten hätten fest-
gestellt werden können. Namentlich bewege sie sich ohne Schwierigkeiten im öffentlichen Raum 
und sei in der Lage gewesen, in ihre Heimat zu reisen. All dies schliesse eine kognitive Störung 
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aus. Zum jetzigen Zeitpunkt liege ein leichtes depressives 
Zustandsbild vor. Bei der Untersuchung hätten keine Konzentrations-, Merkfähigkeits- oder Ge-
dächtnisstörungen festgestellt werden können. Der Gedankengang sei auch nicht eingeengt ge-
wesen. Sie sei nicht hoffnungslos, nicht ängstlich und habe auch nicht über Schuldgefühle ge-
klagt. Der Antrieb sei leicht vermindert gewesen. Im Vergleich zur Einschätzung vom 13. Novem-
ber 2018 habe sich das depressive Zustandsbild in der Zwischenzeit gebessert. Im Längsschnitt 
liege eine gewisse Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vor. Sowohl in der zuletzt ausgeübten 
Tätigkeit als auch in einer angepassten könne die Versicherte während 6-7 Stunden anwesend 
sein. Dabei bestehe eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit aufgrund der depressiven Ver-
stimmungen und des verminderten Antriebes. Ab Datum der Untersuchung sei von einer Arbeits-
fähigkeit von 70 % auszugehen. In Bezug auf die bisherigen ärztlichen Einschätzungen sowie auf 
die retrospektive Einschätzung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit seien die 
ärztlichen Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht in den letzten Jahren 
schwankend. Es seien Arbeitsfähigkeiten zwischen 0 % und 100 % attestiert worden. Rückwir-
kend könnten somit keine verlässlichen Angaben zur Arbeitsfähigkeit gemacht werden. Es könne 
einzig festgehalten werden, dass aus heutiger psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 
70 % bestehe. 
 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

7.6 Abgesehen davon, dass die Schlussfolgerung von Dr. D.____, dass die Beschwerdefüh-
rerin nicht unter kognitiven Einschränkungen leide, die Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten, 
weil sie in der Lage sei, sich draussen zu bewegen und fähig gewesen sei, im Jahr 2017 in ihre 
Heimat zu reisen, wenig aussagekräftig ist, hat der Gutachter verkannt, dass es nicht in erster 
Linie um eine retrospektive prozentgenaue Bewertung der Arbeitsfähigkeiten geht, sondern da-
rum, den Verlauf der psychiatrischen Erkrankung zu analysieren und zu beurteilen, ob sich eine 
wesentliche Veränderung dieser eingestellt hat. Indem er lediglich feststellte, dass im Vergleich 
zur Situation gemäss Bericht vom 13. November 2018 im Zeitpunkt der Untersuchung von einer 
leichten Episode der rezidivierend verlaufenden depressiven Störung auszugehen sei, und ge-
stützt auf diese Momentaufnahme eine Verbesserung des Gesundheitszustandes attestierte, 
ohne den gesamten Verlauf miteinzubeziehen, wird er der Beschwerdeführerin nicht gerecht. 
Eine solche isolierte Betrachtungsweise darf nicht ausschlaggebend sein für die Wertung der 
Gesamtsituation, weder retrospektiv noch für die Zukunft, namentlich, wenn - wie hier - ein jahre-
langer Verlauf dokumentiert ist. 
 
7.7 Unbestritten ist, dass die Versicherte seit Jahren unter depressiven Störungen unter-
schiedlichen Ausmasses leidet. Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie stellte im 
Jahr 2000 eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) fest und attestierte eine Arbeits-
unfähigkeit von 100 % (vgl. Bericht vom 29. September 2000). Dr. C.____ diagnostizierte in sei-
nem Gutachten vom 11. Februar 2008 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 
F45.4) ohne relevante komorbide, insbesondere affektive Begleitsymptomatik und attestierte eine 
volle Arbeitsfähigkeit. Der Psychiater Dr. med. H.____ ging im Jahr 2010 von einer rezidivieren-
den depressiven Störung aus, welche eine vollständige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte (vgl. 
Bericht vom 17. Mai 2010). Die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung wurde seit-
her laufend bestätigt. So stellte Dr. C.____ anlässlich seiner Begutachtung im Jahr 2013 fest, 
dass den seit der Vorbegutachtung im Jahr 2008 vorliegenden Arztberichten durchgehend eine 
depressive Symptomatik zu entnehmen sei, ohne dass es zu einer einschneidenden Rückbildung 
oder gar Remission der Depression gekommen wäre, die Störung also seit 2010 einen chroni-
schen Verlauf genommen habe. Diese Aussage erfolgte in Kenntnis, dass es im Jahr 2011 zu 
einer kurzzeitigen Remission gekommen war (vgl. Gutachten von Dr. C.____ vom 31. Dezember 
2013, S. 7). Die Besserung war jedoch offenbar nicht von Dauer, weshalb Dr. C.____ von einem 
chronischen Verlauf sprach und eine mittelgradige Ausprägung der depressiven Störung und eine 
Arbeitsunfähigkeit von 50 % feststellte. Zur Prognose führte er an, dass unter anderem der lang-
jährige rezidivierende Verlauf, die Komorbidität einer Schmerz- und depressiven Störung sowie 
die geringe Introspektionsfähigkeit die Erfolgschancen einer psychotherapeutischen Behandlung 
als limitiert erscheinen lassen würden. Im weiteren Verlauf wechselten sich mittel- und leichtgra-
dige Episoden der depressiven Störung ab. Im Jahr 2015 folgte ein stationärer Aufenthalt vom 
23. Januar 2015 bis 21. Februar 2015 wegen einer mittelgradigen depressiven Episode (vgl. Be-
richt vom 29. Mai 2015). Gemäss Konsiliarbericht der I.____ litt die Versicherte im November 
2016 erneut unter einer mittelgradigen Episode der rezividierenden depressiven Störung (vgl. 
Bericht vom 7. November 2016). Med. pract. J.____, welcher die Versicherte im Jahr 2017 be-
treute, diagnostizierte zum Zeitpunkt der Untersuchung im Mai 2017 nunmehr eine gegenwärtig 
leichte Episode (vgl. Bericht vom 17. Mai 2017). Am 4. Oktober 2018 wurde erneut eine mittel-
gradige Episode der rezidivierenden depressiven Störung sowie eine chronische Schmerzstörung 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

mit somatischen und psychischen Faktoren seitens Prof. E.____ und Psychologin F.____ diag-
nostiziert (vgl. Bericht vom 13. November 2018). Ferner war die Versicherte vom 11. Oktober 
2018 bis 26. Oktober 2018 zur Behandlung des generalisierten Schmerzsyndroms stationär im 
K.____, wo neben der chronischen Schmerzstörung auch der Verdacht auf eine leicht- bis mittel-
gradige depressive Episode geäussert wurde (vgl. Bericht vom 26. Oktober 2018). 
 
7.8 Der Verlauf zeigt klar, dass sich leicht- und mittelgradige Episoden der rezidivierenden 
depressiven Störung abwechseln und dies seit Jahren, wobei die mittelgradigen Episoden über-
wiegen. Zu einer Remission ist es seit 2011 nicht mehr gekommen. Mit Dr. C.____ ist von einer 
Chronifizierung auszugehen. Die Feststellung von Dr. D.____, dass zum Zeitpunkt seiner Unter-
suchung eine leichtgradige Episode gegeben war, passt ohne Weiteres ins Krankheitsbild. Eine 
substantielle neue Krankheitssituation wird damit aber nicht beschrieben. Die Würdigung des me-
dizinischen Sachverhalts lässt vielmehr den Schluss zu, dass sich der psychische Gesundheits-
zustand der Versicherten bei unveränderter Diagnose weder verbessert noch verschlechtert hat, 
sondern von einem gleichbleibenden, chronischen Zustand auszugehen ist; mithin von einer re-
zidivierenden depressiven Störung mit überwiegend mittelgradigen Episoden sowie einer 
Schmerzstörung. 
 
7.9 Diesbezüglich ist auch auf die ausführliche Stellungnahme von Prof. E.____ und Psy-
chologin F.____ vom 11. November 2019 zum Gutachten von Dr. D.____ vom 13. Mai 2019 zu 
verweisen. Der Schweregrad der vorliegenden rezidivierenden depressiven Störung sei im 
Längsschnitt als mindestens mittelschwer einzuschätzen. Dies habe im Behandlungsverlauf 
mehrfach anhand des beobachtbaren klinischen Bildes eruiert und objektiviert werden können. 
In den Einzelgesprächen habe sich eine seit Jahren chronifizierte Depression gezeigt, die durch 
die multilokalen körperlichen Erkrankungen und Schmerzen aufrechterhalten werde. Testpsycho-
logisch sei am 4. Oktober 2018 eine mittelschwere depressive Episode diagnostiziert worden wie 
auch am 8. Oktober 2019. Darüber hinaus seien Diagnose und Schwere der rezidivierenden Stö-
rung fremdanamnestisch gesichert. Die klinische Einschätzung von Dr. D.____, dass bei der Ver-
sicherten eine nur leichte depressive Episode vorliege, beruhe auf einem momentanen Quer-
schnittsbefund in einer Phase, als sie gerade von der Schwangerschaft ihrer Schwiegertochter 
erfahren habe, worüber sie sich sehr gefreut habe, da Sohn und Schwiegertochter seit Jahren 
vergeblich auf eine Schwangerschaft gehofft hätten. Dieses Ereignis habe vorübergehend zu ei-
ner kurzen Aufhellung der Stimmung geführt, jedoch nicht zu einer Teilremission der Depression. 
Ein entscheidender aufrechterhaltender Faktor der rezidivierenden depressiven Störung bestehe 
in den chronischen Schmerzen und dem schlechten körperlichen Gesundheitszustand. Ferner 
würden die durchaus Vulnerabilität fordernden kritischen Lebensereignisse als Chronifizierungs-
grundlage der rezidivierenden mittelschweren Episoden dienen, die Dr. D.____ verneine, die aber 
aus der längsschnittlichen wiederholten Exploration konsistent als gegeben betrachtet werden 
müssten. Im Gegensatz zur Einschätzung von Dr. D.____, dass bei der Versicherten keine Af-
fektlabilität (Stimmungsschwankung) im Kontext der Trauer um die Totgeburt im Jahr 2000 be-
stände, könnten sie häufig beobachten, dass der beschriebene depressogene Schuldkomplex 
als entscheidender Vulnerabilitätsfaktor zu begreifen sei und bei erhöhter psychosozialer Stress-
belastung sehr schnell zur Affektlabilisierung sowie verstärkten Schmerzwahrnehmung und dies 
wiederum in die depressive Abwärtsspirale führen könne. Der Auffassung von Dr. D.____, dass 

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

das IV-Begehren massgeblich der subjektiven Krankheitsüberzeugung der Versicherten in den 
letzten 20 Jahren geschuldet sei, sei entgegenzuhalten, dass die Versicherte eine Vielzahl von 
körperlichen Erkrankungen, Operationen und Belastungsfaktoren aufweise und dass über die 
ganze Zeit hinweg das Ganzkörperschmerzsyndrom bestanden und die Versicherte wiederholt 
ein depressives Rezidiv erlitten habe. Schliesslich sei zu bemerken, dass die Tatsache, dass die 
Versicherte leichtere Arbeiten im Haushalt ausführe, eine sehr gute Beziehung zu ihren Kindern 
und Enkelkindern habe und diese pflege sowie öffentliche Verkehrsmittel benutze, um ihre The-
rapien wahrzunehmen, nicht in Widerspruch zu einer rezidivierenden depressiven Episode mitt-
leren Grades stehe. Des Weiteren treffe es nicht zu, dass sie im Jahr 2017 ohne Schwierigkeiten 
alleine in ihre Heimat gereist sei. Da ihr Ehemann nicht habe mitreisen können, sei sie vom Flug-
hafenpersonal begleitet worden. Ihr Bruder habe sie dann heimbegleitet und beim Rückflug extra 
einen Umweg in Kauf genommen. Das Bild, dass die Versicherte ein unbeschwertes, aktives 
Alltagsleben führe, in dem sie ohne Probleme Heimatreisen unternehme, während sie gleichzeitig 
keine Motivation habe zu arbeiten, entspreche nicht der lebensweltlichen Realität der Versicher-
ten, die im Gegenteil ihre frühere Funktionsfähigkeit sehr vermisse. Die funktionalen Einschrän-
kungen beruhten auf einem komplexen, chronifizierten und komorbiden Krankheitsgeschehen, 
für welches die Versicherte 1999 und 2013 zurecht eine IV-Rente von 100 % bzw. 50 % erhalten 
habe. Diese seien wegen einer mittelgradigen Depression und einer Fibromyalgie ausgesprochen 
worden. Heute bestehe immer noch dasselbe Krankheitsbild. 
 
7.10 Gegen die Zuverlässigkeit des psychiatrischen Gutachtens sprechen neben der man-
gelnden Würdigung des Krankheitsverlaufs noch weitere Faktoren. So fehlt eine Auseinanderset-
zung mit der Frage der Komorbidität der chronischen Schmerzstörung und der rezidivierenden 
depressiven Störung. Dass sich diese beiden Störungen gegenseitigen beeinflussen, liegt nahe. 
Dr. D.____ erkannte zwar, dass sowohl die Diagnose rezidivierende depressive Störung als auch 
die Diagnose chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Über Ausmass oder Wirkung der chronischen Schmerzstörung 
auf die Arbeitsfähigkeit bzw. über mögliche Wechselwirkungen der gestellten Diagnosen äusserte 
er sich dagegen nicht im Detail, sondern stellte einzig fest, dass die depressiven Verstimmungen 
die Versicherte an einem adäquaten Umgang mit ihren Beschwerden hinderten. Diese Aussage 
lässt jedoch kaum Rückschlüsse auf den Einfluss der Störungen in Kombination auf die Leis-
tungsfähigkeit zu. Zu den Aussagen in den verschiedenen Arztberichten zu dieser Thematik 
schweigt er. Dr. C.____ prognostizierte in seinem Gutachten vom 31. Dezember 2013, dass der 
langjährige rezidivierende Verlauf und die Komorbidität der Schmerz- und depressiven Störung 
sowie die geringe Introspektionsfähigkeit die Erfolgschancen einer Behandlung als limitiert er-
scheinen liessen. Dem Bericht des L.____ vom 5. Oktober 2018 ist zu entnehmen, dass aktuell 
die Symptome der Fibromyalgie, der Depression sowie der degenerativen Veränderungen in Be-
zug auf die Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Versicherten im Vordergrund stän-
den. Weiter geht aus dem Bericht von Prof. E.____ und Psychologin F.____ vom 13. November 
2018 in Bezug auf die Wechselwirkungen hervor, dass die Komorbidität von Schmerz- und de-
pressiver Störung sich erschwerend auf die Therapiearbeit auswirke. Das Gutachten von Dr. 
D.____ vom 15. Mai 2019 erweist in diesem Punkt als unvollständig. 
 

 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

7.11 Weiter ist die Feststellung von Dr. D.____, dass keine einschneidenden Erlebnisse der 
Versicherten zu verzeichnen seien, nicht korrekt. So erlitt die Versicherte im Jahr 2000 eine Tot-
geburt. Im Januar 2013 starb ihr geliebter, älterer Bruder 55-jährig nach einer Knieoperation und 
im Jahr 2017 ihr junger Cousin. Überdies musste sie sich zahlreichen Eingriffen unterziehen. 
Inwieweit diese Ereignisse den psychischen Zustand der Versicherten noch prägen, wäre zumin-
dest zu diskutieren gewesen. 
 
7.12 Schliesslich steht noch die Frage der Medikation im Raum. Dr. D.____ führte zu diesem 
Thema aus, dass die Versicherte keine Antidepressiva einnehme. Gemäss ihren Angaben seien 
einige Versuche unternommen worden, wegen Nebenwirkungen jedoch abgebrochen worden. 
Diese Aussage trifft zwar zu, gründet jedoch einzig auf die subjektiven Angaben der Versicherten 
und kann in dieser Form den Eindruck erwecken, dass sie leichtfertig auf eine Therapie verzichtet 
hat. Dabei lassen sich die Unverträglichkeiten und Neueinstellungen der antidepressiven Medi-
kation mit verschiedenen Arztberichten einfach belegen wie beispielsweise mit dem Bericht von 
Dr. H.____ vom 17. Mai 2010, dem Austrittsbericht vom 29. Mai 2015 und dem Bericht von pract. 
med. J.____ vom 17. Mai 2017. Ferner geht aus dem Bericht von Prof. E.____ und Psychologin 
F.____ vom 13. November 2018 hervor, dass die Versicherte das Medikament Redormin ein-
nehme. Mit Schreiben vom 6. Februar 2020 führte F.____ sodann zusammenfassend aus, dass 
gemäss den Vorberichten sowie im Verlauf der Behandlungen verschiedene antidepressive Prä-
parate ausprobiert worden seien. Es sei wiederholt zu Unverträglichkeiten gekommen. Im Januar 
2018 sei nochmals ein Versuch mit Cymbalta unternommen, wegen Nebenwirkungen jedoch wie-
der sistiert worden. Seit November 2019 nehme die Versicherte Remeron. Dieser letzte Bericht 
ist zwar erst nach dem Gutachten von Dr. D.____ eingegangen. Es wäre jedoch ein Leichtes 
gewesen, einen aktuellen Bericht über die Medikation bei den behandelnden Fachpersonen ein-
zuholen. Mit den dokumentierten Bemühungen, eine verträgliche antidepressive Therapie zu fin-
den, entsteht ein ganz anderes, objektives Bild zum Thema Medikation, als das durch Dr. D.____ 
vermittelte, subjektiv geprägte. 
 
8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die gutachterliche Schlussfolgerung einer 
namhaften Verbesserung des Gesundheitszustandes der Versicherten nicht überzeugt. Bei der 
Beurteilung der Thematik bleibt Dr. D.____ an der Oberfläche und lässt wichtige Fragen unbe-
antwortet. So fehlt eine retrospektive Auseinandersetzung mit der Krankengeschichte sowie eine 
Beurteilung der Wechselwirkungen zwischen der rezidivierenden depressiven Störung und der 
Schmerzstörung. Ferner wird das Thema Medikation nur kurz mit den Worten der Versicherten 
wiedergegeben, ohne ihre Aussage mittels den vorhandenen Berichten zu überprüfen, was ohne 
grossen Aufwand möglich gewesen wäre und ein objektives Bild der Situation beschrieben hätte. 
Schliesslich verneint der Gutachter einschneidende Erlebnisse, ohne dies zu erklären, obwohl in 
früheren Berichten darauf Bezug genommen wird. Der Gutachter lässt somit die notwendige 
Sorgfalt vermissen, die für ein beweiskräftiges Gutachten unabdingbar ist. Folglich kann darauf 
nicht abgestellt werden. Der medizinische Sachverhalt ist durch die anderen in den Akten vor-
handenen Unterlagen gut dokumentiert und lässt ein schlüssiges Bild des Krankheitsverlaufs zu. 
Gestützt darauf ist von einem unveränderten Gesundheitszustand mit einer Einschränkung der 

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen. Weitere Abklärungen dazu sind nicht notwendig. Die Ren-
tenaufhebung erweist sich somit als unzulässig, weshalb die Beschwerde gutzuheissen und die 
angefochtene Verfügung vom 7. Januar 2020 aufzuheben ist. 
 
9.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwer-
deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfah-
renskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterlie-
gende Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. 
 
9.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihr eine Parteientschädigung 
zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Versicherten hat trotz Aufforde-
rung keine Honorarnote eingereicht. Das Honorar wird deshalb ermessensweise auf Fr. 3'050.-- 
(12 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von pauschal Fr. 50.--) festgesetzt. 
 
  

 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung vom 
7. Januar 2020 wird aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Be-
schwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Die IV-Stelle Basellandschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3'050.-- (inkl. Auslagen) auszurich-
ten. 

 

 

 

 

 

 
Vermerk eines allfälligen Weiterzugs 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht