# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4a535b7-3fc8-5e16-aa8e-07460d44fef2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-01-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.01.2021 B-5721/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5721-2019_2021-01-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-5721/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  J a n u a r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Ronald Flury (Vorsitz), 

Richter Daniel Willisegger, Richter Pascal Richard; 

Gerichtsschreiber Davide Giampaolo. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,  

vertreten durch Rechtsanwalt Kevin Kleger, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Prüfungskommission Humanmedizin,  

Bundesamt für Gesundheit BAG,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 
 Eidgenössische Prüfung in Humanmedizin 2019. 

 

 

 

B-5721/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) nahm im Sommer 2019 an 

der eidgenössischen Prüfung in Humanmedizin teil. Mit Verfügung vom 

25. September 2019 eröffnete ihr die Prüfungskommission Humanmedizin 

des Bundesamtes für Gesundheit BAG (nachfolgend: Vorinstanz), dass sie 

die eidgenössische Prüfung in Humanmedizin nicht bestanden habe. Die 

Beschwerdeführerin hat in der Multiple Choice-Prüfung (MC-Prüfung bzw. 

Einzelprüfung 1) bei einer Bestehensgrenze von 165 Punkten insgesamt 

164 Punkte von 285 möglichen Punkten erreicht.  

B.  

Mit Beschwerde vom 29. Oktober 2019 wandte sich die Beschwerdeführe-

rin an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte in der Sache sinnge-

mäss, die Verfügung vom 25. September 2019 aufzuheben und die Prü-

fung als bestanden zu erklären (vgl. Beschwerdeanträge Ziff. 1 und 4). 

Eventualiter sei das Prüfungsergebnis nicht anzurechnen, die Prüfung als 

nicht abgelegt zu betrachten und die Beschwerdeführerin nochmals im 

Sinne eines ersten Prüfungsversuchs zur Prüfung zuzulassen, wobei die 

Prüfungsgebühr zurückzuerstatten sei (vgl. Beschwerdeantrag Ziff. 4). In 

prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin umfassende 

Einsicht in die Prüfungsunterlagen, insbesondere in die Prüfungslösungen, 

die Aufgabenstellungen, die Notenskala und das Bewertungsverfahren; die 

betreffenden Unterlagen seien ihr als Kopien zuzusenden (Beschwerdean-

trag Ziff. 3). 

Die Beschwerdeführerin rügt im Wesentlichen, dass der Prüfungsablauf 

mangelhaft gewesen sei, weil zahlreiche Fragestellungen der Multiple 

Choice-Prüfung fehlerhaft formuliert gewesen seien. 

C.  

Mit Vernehmlassung vom 15. Januar 2020 schloss die Vorinstanz auf 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie im Wesentlichen 

aus, die Prüfungsauswertung habe ergeben, dass die festgestellten Text-

fehler in den deutschsprachigen Fragenheften die korrekte Leistungsbeur-

teilung nicht beeinträchtigt hätten und dem Ziel der zuverlässigen Leis-

tungsdifferenzierung nicht zuwiderlaufen würden. Im Rahmen ihrer Ver-

nehmlassung reichte die Vorinstanz auch als "nicht parteiöffentlich" ge-

kennzeichnete Vorakten (Band 2: Fragenhefte der Teilprüfungen 1 und 2 

im Original) ein. 

B-5721/2019 

Seite 3 

D.  

Mit Instruktionsverfügung vom 28. Januar 2020 wurden der Beschwerde-

führerin die von der Vorinstanz als parteiöffentlich bezeichneten Vorakten 

(Band 1: Lesebelege und Nachkontrollen der Teilprüfungen 1 und 2; Liste 

der 12 Fragen mit Textfehlern [inkl. Entscheid betreffend Elimination]) zu-

gestellt.  

E.  

Mit innert erstreckter Frist erstatteter Replik vom 10. März 2020 bestätigte 

die – nunmehr anwaltlich vertretene – Beschwerdeführerin ihre Beschwer-

deanträge in der Sache (Ziff. 1 und 4), wobei sie deren Wortlaut umformu-

lierte (Replik-Anträge Ziff. 1–3). Gleichzeitig verzichtete sie auf ihr Akten-

einsichtsgesuch entsprechend dem Beschwerdebegehren Ziff. 3, soweit 

dieses über die beantragte Einsichtnahme in die statistischen Erhebungen 

zu den einzelnen Prüfungsfragen und deren Auswertung durch das Institut 

für Medizinische Lehre (IML) hinausgeht (vgl. Replik vom 10. März 2020, 

Rz. 5 in Verbindung mit dem entsprechenden Vorbehalt in Rz. 11 ff.).  

Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz eine fehlerhafte – d.h. auf 

einer unrichtigen Anwendung von Ziff. 5.1.1 der Vorgaben der Medizinal-

berufekommission (zit. in E. 2.3) beruhende – Prüfungsbewertung vor. 

Konkret beanstandet sie die Auswahl und den Umfang der eliminierten Prü-

fungsfragen. Zudem macht sie eine Verletzung ihres Anspruchs auf recht-

liches Gehör, des Gleichbehandlungsgebots sowie des Willkürverbots gel-

tend und erhebt die Rüge der Unangemessenheit.  

F.  

Mit innert erstreckter Frist erstatteter Duplik vom 14. Mai 2020 bestätigte 

die Vorinstanz den in der Vernehmlassung vom 15. Januar 2020 gestellten 

Abweisungsantrag sowie die darin enthaltene Argumentation und nahm zu 

den Einwendungen der Beschwerdeführerin in der Replik vom 10. März 

2020 Stellung. 

G.  

Mit Stellungnahme vom 3. Juni 2020 (Triplik) hielt die Beschwerdeführerin 

an ihren Rechtsbegehren entsprechend der Replik vom 10. März 2020 fest 

und äusserte sich zur Duplik der Vorinstanz vom 14. Mai 2020.  

  

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Seite 4 

H.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird – soweit sie entscheidrelevant sind – in den nachfolgenden Erwägun-

gen eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Der Entscheid der Vorinstanz vom 25. September 2019 stellt eine Ver-

fügung im Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) dar. Das Bundesverwaltungsge-

richt ist die zuständige Beschwerdeinstanz gegen Verfügungen der Vor-

instanz (Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). Die Beschwerdeführerin ist als Adressa-

tin der angefochtenen Verfügung zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 

VwVG).  

1.2 Die in der Replik vom 10. März 2020 umformulierten Rechtsbegehren 

(Replik-Anträge Ziff. 1–3) sind zulässig, da sie mit den Beschwerdeanträ-

gen in der Sache (Ziff. 1 und 4) inhaltlich kongruent sind. Die Eingabefrist 

sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwerdeschrift sind 

gewahrt (Art. 50 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), der Kostenvorschuss wurde 

fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die übrigen Sachurteilsvo-

raussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG).  

Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.  

2.  

2.1 Im Bereich der universitären Medizinalberufe wird die Ausbildung mit 

der eidgenössischen Prüfung abgeschlossen (Art. 14 Abs. 1 des Bundes-

gesetzes vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe 

[MedBG, SR 811.11]). Mit der Prüfung wird abgeklärt, ob die Studierenden 

über die fachlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie über 

die Verhaltensweisen und die soziale Kompetenz verfügen, die sie zur Aus-

übung des entsprechenden Medizinalberufes benötigen und ob sie die Vo-

raussetzungen für die erforderliche Weiterbildung erfüllen (Art. 14 Abs. 2 

MedBG). Die eidgenössische Prüfung kann aus einer oder mehreren Ein-

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Seite 5 

zelprüfungen bestehen, wobei Einzelprüfungen auch Teilprüfungen enthal-

ten können (Art. 5 Abs. 1 der Verordnung vom 26. November 2008 über die 

eidgenössischen Prüfungen der universitären Medizinalberufe [Prüfungs-

verordnung MedBG, SR 811.113.3]). Jede Einzelprüfung wird mit "bestan-

den" oder "nicht bestanden" bewertet. Die eidgenössische Prüfung ist be-

standen, wenn jede Einzelprüfung mit "bestanden" bewertet worden ist 

(Art. 5 Abs. 2 und 3 Prüfungsverordnung MedBG). 

2.2 Die Verordnung des EDI vom 1. Juni 2011 über die Form der eidgenös-

sischen Prüfung der universitären Medizinalberufe (Prüfungsformenver-

ordnung, SR 811.113.32) sieht hinsichtlich der vorliegenden schriftlichen 

Prüfung nach dem Wahlantwortverfahren (MC-Prüfung) vor, dass eine Ein-

zelprüfung aus mindestens 120 Fragen bestehen muss, wobei in einer Teil-

prüfung jeweils höchstens 150 Fragen gestellt werden dürfen (Art. 9 Prü-

fungsformenverordnung). Es sind hierfür ausschliesslich wissenschaftlich 

erprobte und bewährte Fragetypen zu verwenden (Art. 8 Prüfungsfor-

menverordnung).  

2.3 Gestützt auf Art. 5a Bst. a der Prüfungsverordnung MedBG hat die Me-

dizinalberufekommission (MEBEKO), auf Vorschlag der Prüfungskommis-

sion Humanmedizin, am 15. Februar 2019 die für das Prüfungsjahr 2019 

geltenden Vorgaben betreffend Inhalt, Form, Zeitpunkt sowie Aus- und Be-

wertung der eidgenössischen Prüfung in Humanmedizin erlassen (nachfol-

gend: Vorgaben MEBEKO). Gemäss Ziff. 5.1.1 der Vorgaben MEBEKO er-

folgt die Auswertung der MC-Prüfung durch das Institut für Medizinische 

Lehre der Medizinischen Fakultät der Universität Bern (nachfolgend: IML). 

Fragen, die aufgrund auffallender statistischer Ergebnisse oder schriftli-

cher Kommentare der Kandidatinnen und Kandidaten einen offensichtli-

chen inhaltlichen oder formalen Mangel erkennen lassen, das Niveau der 

Ausbildungsstufe klar übersteigen oder dem Ziel der zuverlässigen Leis-

tungsdifferenzierung deutlich zuwiderlaufen, werden bei der Bewertung 

nicht berücksichtigt. Über die Elimination einzelner Fragen entscheidet der 

Präsident der Prüfungskommission aufgrund der Vorschläge des IML und 

von Fachexpertinnen und -experten (Ziff. 5.1.1 der Vorgaben MEBEKO).  

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit voller 

Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechtsverletzun-

gen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Feststellung des 

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rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Ausübung des 

Ermessens – sowie auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG).  

3.2 Indessen auferlegt es sich – entsprechend der ständigen Praxis – bei 

der Bewertung von Prüfungsleistungen eine gewisse Zurückhaltung und 

weicht nicht ohne Not von der Beurteilung der erstinstanzlichen Prüfungs-

organe, Examinierenden und Experten ab, solange diese als nachvollzieh-

bar und einleuchtend erscheint. Denn der Rechtsmittelbehörde sind meis-

tens nicht alle massgebenden Faktoren der Bewertung bekannt und es ist 

ihr in der Regel nicht möglich, sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamt-

heit der Leistungen einer beschwerdeführenden Person sowie der Leistun-

gen der übrigen Kandidierenden zu machen. Zudem haben Prüfungen oft-

mals Spezialgebiete zum Gegenstand, in denen die Rechtsmittelbehörde 

regelmässig über keine eigenen Fachkenntnisse verfügt. Eine freie und 

umfassende Überprüfung der Examensbewertung in materieller Hinsicht 

würde die Gefahr von Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten gegenüber 

anderen Kandidaten in sich bergen und es ist auch nicht Aufgabe der Be-

schwerdeinstanz, die Bewertung der Prüfungsleistungen einer beschwer-

deführenden Person gewissermassen zu wiederholen (vgl. BVGE 2010/21 

E. 5.1, 2010/11 E. 4.1, 2007/6 E. 3, je mit weiteren Hinweisen; Urteile des 

BVGer B-7340/2015 vom 17. November 2016 E. 3.2 und B-6727/2013 vom 

8. Juli 2014 E. 4; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, 

Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 92 f. 

Rz. 2.158). Dementsprechend kommt den Prüfungsorganen bei der Beur-

teilung der Frage, ob ein Kandidat eine Aufgabe richtig gelöst hat und wel-

che Antworten als vertretbare Lösungen in Betracht kommen, ein grosser 

Beurteilungsspielraum zu.  

3.3 Sind jedoch die Auslegung oder Anwendung von Rechtsvorschriften 

streitig oder werden Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt, so prüft 

das Bundesverwaltungsgericht die vorgebrachten Einwände mit umfassen-

der Kognition (vgl. BVGE 2010/11 E. 4.2; 2010/10 E. 4.1), wobei all jene 

Einwände auf Verfahrensfragen Bezug nehmen, die den äusseren Ablauf 

der Prüfung oder das Vorgehen bei der Bewertung betreffen (vgl. BGE 106 

Ia 1 E. 3c; BVGE 2008/14 E. 3.3; Urteil des BVGer B-7340/2015 vom 

17. November 2016 E. 3.3).  

4.  

Vorab ist über das von der Beschwerdeführerin gestellte Akteneinsichts- 

bzw. sinngemässe Editionsbegehren und die in diesem Zusammenhang 

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erhobene formelle Rüge der Gehörsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV) zu be-

finden. 

4.1 Nachdem der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 28. Januar 2020 

Einsicht in die von der Vorinstanz als parteiöffentlich bezeichneten Vorak-

ten (Band 1: Lesebelege und Nachkontrollen der Teilprüfungen 1 und 2; 

Liste der 12 Fragen mit Textfehlern [inkl. Entscheid betreffend Elimination]) 

gewährt worden ist und sie in der Folge auf weitergehende Einsichtnahme 

im Umfang ihres Beschwerdeantrags Ziff. 3 teilweise verzichtet hat, bleibt 

vorliegend einzig zu prüfen, ob der Beschwerdeführerin ein Anspruch auf 

Einsicht in die statistischen Erhebungen zu den einzelnen Prüfungsfragen 

und deren Auswertung durch das IML (im Rahmen des Keyvalidation-Pro-

zesses) zusteht (vgl. Replik vom 10. März 2020, Rz. 5 in Verbindung mit 

dem entsprechenden Vorbehalt in Rz. 11 ff.). Es ist dabei davon auszuge-

hen, dass dem insoweit reduzierten Einsichtsbegehren (sinngemäss) ein 

entsprechender Editionsantrag inhärent ist, da die betreffenden, zur Ein-

sicht beantragten Dokumente nicht Bestandteil des vorinstanzlichen Akten-

dossiers bilden (vgl. Vernehmlassung vom 15. Januar 2020, Ziff. 3 "Vorak-

ten"). 

4.2 Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, es sei nicht nach-

vollziehbar, weshalb ihr kein Einblick in die im Rahmen des Keyvalidation-

Prozesses erhobenen Statistiken und Auswertungsergebnisse zu den ein-

zelnen Prüfungsfragen gewährt werde, zumal diese nach Ziff. 5.1.1 der 

Vorgaben MEBEKO für die nachträgliche Elimination von Prüfungsfragen 

von massgebender Bedeutung seien. Die Vorinstanz habe die Prüfungs-

beurteilung nicht transparent gemacht. Es sei in methodischer Hinsicht un-

klar, was sich konkret hinter dem Keyvalidation-Prozess verberge. Die Ver-

weigerungshaltung der Vorinstanz sei auch deshalb unverständlich, weil 

die Einsicht in die durchschnittliche Erfolgsquote bei den einzelnen Fragen 

der Beschwerdeführerin keine Vorteile gegenüber anderen Kandidieren-

den im Fall eines neuerlichen Prüfungsantritts verschaffen würde. Insofern 

habe die Vorinstanz den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches 

Gehör verletzt. 

4.3 In Bezug auf das konkrete Vorgehen bei der Auswertung der streitge-

genständlichen Prüfung führt die Vorinstanz aus, in einem ersten Schritt 

seien alle Fragen (durch das IML) statistisch analysiert worden. Im Rah-

men des sog. Keyvalidation-Prozesses nach Massgabe von Ziff. 5.1.1 der 

Vorgaben MEBEKO würden diejenigen Fragen, welche statistische Auffäl-

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ligkeiten aufwiesen oder bei denen Kommentare der Kandidierenden vor-

gelegen hätten, den Fachexpertinnen und -experten zur weiteren Überprü-

fung vorgelegt. Die im Keyvalidation-Prozess involvierten Expertinnen und 

Experten würden alsdann die betreffenden Fragen aus inhaltlicher und me-

thodologischer Sicht überprüfen, um festzustellen, ob ein Mangel vorliege, 

welcher nach Ziff. 5.1.1 der Vorgaben MEBEKO zu einer Elimination der 

Frage führe. Da bei der vorliegenden Prüfung insgesamt 12 Fragen identi-

fiziert worden seien, welche mit Textfehlern behaftet gewesen seien 

(vgl. E. 5.1), seien sämtliche dieser Fragen auch dann einer Überprüfung 

durch die Expertinnen und Experten unterzogen worden, wenn keine sta-

tistischen Auffälligkeiten oder Kommentare der Kandidierenden vorgelegen 

hätten. Im Anschluss daran habe der Präsident der Prüfungskommission 

beschlossen, welche Fragen zu eliminieren seien. Es sei dabei zu betonen, 

dass Fragen nie aufgrund der Statistik eliminiert würden, sondern nur dann, 

wenn sie inhaltliche oder formale Mängel (i.S.v. Ziff. 5.1.1 der Vorgaben 

MEBEKO) aufwiesen. In einem zweiten Analyseschritt sei entsprechend 

Ziff. 5.1.2 der Vorgaben MEBEKO ein Vorschlag zur Bestehensgrenze be-

rechnet worden. Dabei sei, wie üblich, auf zwei Methoden, einer statisti-

schen Analyse mittels Rasch-Modell zur Berechnung des Schwierigkeits-

ausgleichs zwischen der vorliegenden und den vergangenen Prüfungen 

sowie einer expertenbasierten Analyse mittels Hofstee-Methode, zurück-

gegriffen worden. Die Ergebnisse dieser Analysen seien der Prüfungskom-

mission vorgelegt worden, welche daraufhin die Bestehensgrenze festge-

legt habe. 

4.4 Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör beinhaltet 

unter anderem das Recht auf Akteneinsicht (Art. 29 Abs. 2 BV), welches in 

Art. 26 ff. VwVG konkretisiert wird (vgl. BGE 127 V 431 E. 3a). Die Akten-

edition dient der effektiven Verwirklichung des Akteneinsichtsrechts. Das 

Akteneinsichtsrecht gibt dem Betroffenen einen Anspruch, am Sitz der ak-

tenführenden Behörde Einsicht zu nehmen, sich Notizen zu machen und – 

wenn dies der Behörde keine übermässigen Umstände verursacht – Foto-

kopien zu erstellen, wobei die Behörde die Einsichtnahme verweigern darf, 

wenn wesentliche öffentliche oder private Interessen die Geheimhaltung 

erfordern (Art. 26 und Art. 27 VwVG; vgl. BGE 131 V 35 E. 4.2). Das Ein-

sichtsrecht erstreckt sich innerhalb der Sache allgemein auf sämtliche Ak-

ten, die geeignet sind, dem Gericht als Grundlage des späteren Entscheids 

zu dienen (vgl. Urteil des BGer 2C_63/2011 vom 20. Oktober 2011 

E. 3.2.4; WALDMANN/OESCHGER, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 

Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, Art. 26 VwVG N. 60 m.w.H.; Mo-

ser/Beusch/Kneubühler, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 

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2. Aufl. 2013, Rz. 3.91). Im Bereich der Medizinalprüfungen ist ein öffentli-

ches Interesse an der Einschränkung des Akteneinsichtsrechts spezialge-

setzlich in Art. 56 MedBG vorgesehen. Danach kann zur Sicherstellung der 

Geheimhaltung der Prüfungsfragen die Herausgabe der Prüfungsunterla-

gen verweigert, die Herstellung von Kopien oder Abschriften verboten und 

die Dauer der Einsichtnahme beschränkt werden. Nach ständiger Praxis 

des Bundesverwaltungsgerichts im Zusammenhang mit Medizinalprüfun-

gen sind folgende Einschränkungen zulässig: keine Abgabe von Originalen 

oder Kopien, nur handschriftliche, zusammenfassende Notizen sind mög-

lich; kein Abschreiben oder Aufzeichnen von ganzen Fragen, Aufgaben-

stellungen oder Bewertungskriterien; zeitliche Beschränkung; Verbot der 

Weitergabe der im Rahmen der Akteneinsicht erlangten Kenntnisse an 

Dritte unter Androhung von Strafe gemäss Art. 292 StGB (vgl. Urteile des 

BVGer B-6834/2014 vom 24. September 2015 E. 4; B-6553/2013 vom 

8. Juli 2014 E. 3.2 und B-6727/2013 vom 8. Juli 2014 E. 5).  

4.5  

4.5.1 Wie die Vorinstanz im Rahmen ihrer ausführlichen Erläuterungen 

zum Keyvalidation-Prozess nachvollziehbar aufgezeigt hat, dienen die er-

hobenen und ausgewerteten Statistiken zu den einzelnen Prüfungsfragen 

in erster Linie als Hinweis dafür, welche Fragen den Expertinnen und Ex-

perten zur weiteren Überprüfung vorzulegen sind. Angesichts dessen, dass 

vorliegend sämtliche der von Textfehlern betroffenen Fragen (vgl. E. 5.1) 

unabhängig von allfälligen statistischen Auffälligkeiten einer Überprüfung 

durch die Expertinnen und Experten unterzogen wurden, wobei sowohl der 

Entscheid betreffend (Nicht-)Elimination der jeweiligen Frage als auch die 

massgeblichen Erwägungen hierzu der eingereichten Textfehler-Liste 

(Vorakten Band 1, Pag. 5 f.) entnommen werden können, besteht zwischen 

den statistischen Erhebungen und der hier interessierenden Frage nach 

der Rechtmässigkeit der (Nicht-)Elimination bestimmter Prüfungsfragen 

kein relevanter Konnex. Demnach erscheinen die von der Beschwerdefüh-

rerin zur Einsicht bzw. Edition beantragten Statistiken und Auswertungen 

(im Rahmen des Keyvalidation-Prozesses) – mangels Relevanz – als nicht 

geeignet, um Grundlage des vorliegenden Entscheids zu bilden.  

4.5.2 Im Übrigen trifft es nicht zu, dass die Prüfungsauswertung durch die 

Vorinstanz intransparent gewesen sei. So ergibt sich bereits aus den offen-

gelegten "Nachkontrollen" der Teilprüfungen 1 und 2 (Vorakten Band 1, 

Pag. 2 und 4), welche bzw. wie viele Prüfungsfragen eliminiert wurden (je-

weils mit dem Vermerk "elim"). Diese Dokumente geben auch Aufschluss 

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darüber, welche Antworten die Beschwerdeführerin markiert hat und ob die 

Antworten richtig oder falsch ausgefallen sind. Die der Beschwerdeführerin 

im Rahmen des Beschwerdeverfahrens zugestellten Akten enthalten dar-

über hinaus auch die Liste der 12 Fragen mit Textfehlern (Vorakten Band 1, 

Pag. 5 f.).  

4.5.3 Ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf weitergehende Einsicht in 

die Vorakten besteht nach dem Ausgeführten nicht, weshalb das Akten-

einsichts- bzw. sinngemässe Editionsbegehren, soweit diesem nicht be-

reits entsprochen worden ist bzw. die Beschwerdeführerin darauf nicht ver-

zichtet hat, abzuweisen ist. Die Rüge der Gehörsverletzung erweist sich 

als unbegründet. 

4.6 Soweit die Beschwerdeführerin im Übrigen eine Erklärung verlangt, wie 

die Bestehensgrenze festgelegt worden sei (Beschwerdeantrag Ziff. 2), ist 

die Vorinstanz diesem Anliegen in ihrer Vernehmlassung (Ziff. 4 Bst. E f.) 

bzw. Duplik (Ziff. 3 Bst. C) hinreichend nachgekommen. 

5.  

Die Beschwerdeführerin macht Mängel im Ablauf der MC-Prüfung geltend, 

weil bei einzelnen Prüfungsfragen einige Buchstaben bzw. ganze Wörter 

gefehlt hätten. Indem die Vorinstanz es unterlassen habe, bei der MC-Teil-

prüfung 1 die von Textfehlern betroffenen Fragen Nr. 2 und 46 nachträglich 

zu eliminieren, habe sie die Prüfung fehlerhaft, d.h. in unrichtiger Anwen-

dung von Ziff. 5.1.1 der Vorgaben MEBEKO, bewertet.  

Die Rügen betreffen das Prüfungsverfahren bzw. die für alle Kandidieren-

den geltenden Bewertungsmassstäbe und sind daher mit voller Kognition 

zu prüfen (vgl. vorn E. 3.3; BVGE 2010/21 E. 7.1; Urteil des BVGer 

B-7340/2015 vom 17. November 2016 E. 4.3). 

5.1 Vorliegend ist unbestritten, dass in den deutschsprachigen Fragenhef-

ten der MC-Prüfung wegen eines nicht erkannten technischen Problems 

beim letzten Schritt der Redaktion insgesamt zwölf Fragen mit Textfehlern 

behaftet gewesen sind (vgl. Vernehmlassung vom 15. Januar 2020, 

Ziff. 4/B; Informationsschreiben des Präsidenten der Prüfungskommission 

vom 23. September 2019 mit dem offiziellen Communiqué zur MC-Prüfung 

2019). Die Vorinstanz führt unter Verweis auf die Liste der Textfehler 

(Vorakten Band 1, Pag. 5 f.) aus, ihre Untersuchung habe ergeben, dass 

nur bei einer der zwölf von Textfehlern betroffenen Fragen (Frage Nr. 17 

der MC-Teilprüfung 1) die Voraussetzungen von Ziff. 5.1.1 der Vorgaben 

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MEBEKO für eine Elimination erfüllt gewesen seien, da der Textfehler un-

zweifelhaft die Beantwortbarkeit der Frage beeinflusst habe. Bei den übri-

gen elf Fragen (Fragen Nr. 2, 7, 43, 46, 87, 95, 140 und 141 der MC-Teil-

prüfung 1; Fragen Nr. 6, 8 und 98 der MC-Teilprüfung 2) seien die Frage-

stellungen trotz Textfehlern im Gesamtkontext verständlich und insofern 

genügend klar und ohne Einfluss auf die Beantwortbarkeit geblieben, wes-

halb diesbezüglich kein zur Elimination führender Mangel (i.S.v. Ziff. 5.1.1 

der Vorgaben MEBEKO) vorgelegen habe. Insgesamt resultiere aus der 

Prüfungsauswertung, dass die Textmängel bei den elf in der Bewertung 

berücksichtigten Fragen die korrekte Leistungsbeurteilung nicht beein-

trächtigt hätten. Auch sei zu beachten, dass Ärztinnen und Ärzte im späte-

ren Arbeitsleben auch auf Patienten treffen würden, welche keine hundert-

prozentig grammatikalisch korrekten Sätze sprächen.  

Hinzu komme, so die Vorinstanz weiter, dass die Bestehensgrenze durch 

die Prüfungskommission bei 57.9 % der möglichen Punkte, d.h. bei 

165 von 285 erreichbaren Punkten, festgelegt worden sei. Die Beschwer-

deführerin habe mit 164 (von 285) Punkten 57.5 % der Maximalpunktzahl 

erreicht, wobei sie in den elf gewerteten Fragen sechs Punkte erzielt habe. 

Wären diese elf Fragen von der Bewertung eliminiert worden, hätte sie nur 

158 statt 164 Punkte erreicht und die Maximalpunktzahl hätte – abzüglich 

dieser elf Fragen – 274 Punkte betragen. Somit hätte die Beschwerdefüh-

rerin mit 158 von 274 möglichen Punkten, entsprechend 57.7 % der Maxi-

malpunktzahl, (sinngemäss) den für das Bestehen der Prüfung festgeleg-

ten Schwellenwert von 57.9 % dennoch nicht erreicht, womit sie kein ent-

scheidend besseres Ergebnis erzielt hätte als bei der tatsächlichen Aus-

wertung (ohne Elimination der elf Fragen). 

5.2 Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, 

die massiven, das Leseverständnis beeinträchtigenden Textmängel hätten 

sich nicht nur auf die korrekte Beantwortung der betroffenen Fragen nega-

tiv ausgewirkt, sondern hätten auch zu einer starken Verwirrung und Ner-

vosität sowie einem grossen Zeitverlust bei der Beantwortung sämtlicher 

Fragen geführt. So sei sie bei manchen Fragen "gestolpert" und habe viel 

Zeit verloren, was ihre persönliche Leistung stark herabgesetzt und das 

Prüfungsergebnis negativ beeinflusst habe. Weder der Umfang noch die 

konkrete Auswahl der durch die Vorinstanz nachträglich eliminierten Prü-

fungsfragen sei nachvollziehbar: Neben der – tatsächlich eliminierten – 

Frage Nr. 17 stächen dabei auch die Fragen Nr. 2 und 46 der MC-Teilprü-

fung 1 als offensichtlich mangelhaft im Sinn von Ziff. 5.1.1 der Vorgaben 

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Seite 12 

MEBEKO ins Auge. Denn beide Fragen charakterisierten sich durch ekla-

tante grammatikalische Fehler, zumal in beiden Fällen das für das sprach-

liche Verständnis essentielle Verb fehle. Diese Formulierungsmängel, wel-

che die Regeln der deutschen Grammatik in grober Weise verletzten, seien 

derart gravierend, dass der Sinn der Fragestellungen – objektiv betrachtet 

– nicht mehr nachvollziehbar sei und die betreffenden Fragen infolgedes-

sen schlicht unverständlich seien. Es wirke im Übrigen geradezu höhnisch, 

wenn die Vorinstanz die von ihr zu verantwortenden mangelhaften Prü-

fungsfragen damit zu rechtfertigen versuche, dass auch im Alltagsleben 

nicht alle Patienten grammatikalisch korrektes Deutsch sprächen. Die vor-

liegende Prüfungssituation sei mit einer medizinischen Anamnese im Alltag 

per se nicht vergleichbar. Indem die Vorinstanz es unterlassen habe, die 

offensichtlich mangelhaften Fragen Nr. 2 und 46 der MC-Teilprüfung 1 zu 

eliminieren, habe sie Ziff. 5.1.1 der Vorgaben MEBEKO unrichtig ange-

wandt und mithin die Prüfung der Beschwerdeführerin fehlerhaft bewertet. 

Das Gericht sei demnach in der Pflicht, diese zwei Fragen nachträglich zu 

eliminieren.  

Soweit die Vorinstanz im Übrigen in undifferenzierter Weise argumentiere, 

die Beschwerdeführerin würde auch bei der Elimination sämtlicher von 

Textfehlern betroffenen Fragen den Schwellenwert von 57.9 % für das Be-

stehen der Prüfung nicht erreichen, verkenne sie, dass mit Blick auf die 

durch die Vorinstanz selbst dargelegten Bewertungskriterien (i.S.v. 

Ziff. 5.1.1 der Vorgaben MEBEKO) richtigerweise bei jeder einzelnen Prü-

fungsfrage separat zu prüfen sei, ob die Voraussetzungen für eine Elimi-

nation erfüllt seien. Bei einer zusätzlichen Elimination der Fragen Nr. 2 

und 46 der MC-Teilprüfung 1 würde sich die Maximalpunktzahl von 

285 Punkten auf 283 Punkte reduzieren, wobei die von der Beschwerde-

führerin erreichte Punktzahl von 164 Punkten unverändert bliebe. Folglich 

würde die Beschwerdeführerin (mit 164 von 283 Punkten) 57.95 % der Ma-

ximalpunktzahl und mithin den vorinstanzlich festgelegten Schwellenwert 

von 57.9 % erreichen, womit sie die Prüfung erfolgreich bestanden habe. 

5.3  

5.3.1 In Bezug auf den nachträglichen Ausschluss von Prüfungsfragen hat 

das Bundesverwaltungsgericht festgehalten, ein solcher dürfe nicht willkür-

lich erfolgen, sondern müsse auf einem sachlichen Grund beruhen. Denn 

der Ausschluss von Prüfungsfragen könne zu Ungleichbehandlungen füh-

ren, weil einerseits Kandidaten, welche diese Fragen korrekt beantwortet 

haben, durch den Ausschluss einen Verlust an Punkten erleiden würden 

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Seite 13 

und sich andererseits die Gesamtleistung von Kandidaten möglicherweise 

verbessere, wenn eine Frage eliminiert werde, die sie falsch beantwortet 

hätten (vgl. BVGE 2010/21 E. 7.2; Urteile des BVGer B-7340/2015 vom 

17. November 2016 E. 4.5 und B-6459/2011 vom 2. Oktober 2012 

E. 7.3.3.2).  

5.3.2 Solche sachlichen Gründe, namentlich das Vorliegen eines offen-

sichtlichen inhaltlichen oder formalen Mangels, eine wesentliche Diskre-

panz zum Examensniveau sowie eine Unvereinbarkeit mit dem anvisierten 

Ziel der zuverlässigen Leistungsdifferenzierung, hat die MEBEKO in Ziffer 

5.1.1 ihrer Vorgaben normiert (vgl. auch Urteile des BVGer B-7340/2015 

vom 17. November 2016 E. 4.5.1 und B-6049/2012 vom 3. Oktober 2013 

E. 4.4.3). Zur Frage, ob ein – die Elimination rechtfertigender – inhaltlicher 

oder formaler Mangel vorliegt, hat das Bundesverwaltungsgericht festge-

halten, dass diese Frage nur in Anbetracht der jeweiligen Aufgabenstellung 

beurteilt werden könne. Ein solcher Mangel ist zum Beispiel dann anzu-

nehmen, wenn die konkrete Aufgabenstellung missverständlich formuliert, 

unzumutbar schwierig oder gar unlösbar ist (vgl. BVGE 2010/21 E. 7.3; Ur-

teil des BVGer B-7340/2015 vom 17. November 2016 E. 4.5.2). 

5.3.3 Mängel im Prüfungsablauf sind nur dann beachtlich, wenn sie erheb-

lich sind, d.h. wenn sie das Prüfungsresultat eines Kandidaten kausal be-

einflusst haben oder beeinflusst haben können (vgl. Urteil des BGer 

2D_6/2010 vom 24. Juni 2010 E. 5.2; Urteile des BVGer B-6946/2016 vom 

3. Mai 2018 E. 6.1 und B-6256/2009 vom 14. Juni 2010 E. 5.1). Eine Be-

einträchtigung im Verfahrensablauf muss so schwer wiegen, dass sie nach 

dem Lauf der Dinge und der allgemeinen Erfahrung geeignet ist, die Fest-

stellung der Leistungsfähigkeit und des Wissens des Kandidaten zu verun-

möglichen oder doch wesentlich zu erschweren (vgl. Urteile des BVGer 

B-6256/2009 vom 14. Juni 2010 E. 5.1 und B-2204/2006 vom 28. März 

2007 E. 6; Urteil des BGer 2D_6/2010 vom 24. Juni 2010 E. 5.3.1). 

5.4 Die Beschwerdeführerin hat substantiiert aufgezeigt, dass sie bei 

Elimination der von ihr nicht korrekt beantworteten Fragen Nr. 2 und 46 der 

MC-Teilprüfung 1 mit 164 von 283 Punkten, entsprechend 57.95 % der Ma-

ximalpunktzahl, den für das Bestehen der Prüfung festgelegten Schwellen-

wert von 57.9 % erreichen würde. Im Lichte dessen ist unter (differenzier-

ter) Betrachtung der jeweiligen Aufgabenstellung zu prüfen, ob die 

Vorinstanz in Bezug auf die Fragen Nr. 2 und 46 der MC-Teilprüfung 1 die 

Voraussetzungen für eine nachträgliche Elimination zu Recht verneint hat. 

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Seite 14 

5.4.1 Bei den Fragen Nr. 2 und 46 der MC-Teilprüfung 1 fehlen in der Auf-

gabenstellung jeweils Teile eines Verbs (Frage Nr. 2: "[…] be" [statt be-

steht]; Frage Nr. 46: "[…] an" [statt: angefertigt]; vgl. Liste der 12 Fragen 

mit Textfehlern [Vorakten Band 1, Pag. 5 und 6]). Es ist dabei zu konstatie-

ren, dass die betreffenden Fragen alle für die Beantwortung notwendigen 

(textlichen und bildlichen) Elemente enthalten und trotz der fehlenden 

Wortteile im Gesamtkontext der Aufgabenstellung als verständlich erschei-

nen. Im Vergleich zu dem der ausgeschlossenen Frage Nr. 17 (MC-Teilprü-

fung 1) anhaftenden Formulierungsmangel ("[…]"), welcher das Verständ-

nis der Frage wesentlich erschwert hat, sind die in den Fragen Nr. 2 und 46 

enthaltenen Textfehler als geringfügig zu qualifizieren. Insofern kann der 

Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, wenn sie sich auf den Stand-

punkt stellt, die jeweils fehlenden Teile eines Verbs hätten das Lesever-

ständnis in Bezug auf die Fragen Nr. 2 und 46 derart beeinträchtigt, dass 

der Sinn der Fragestellung nicht mehr nachvollziehbar gewesen sei. Viel-

mehr ist davon auszugehen, dass die dargelegten Textfehler der Be-

schwerdeführerin den Zugang zum Verständnis der Aufgaben Nr. 2 und 46 

insgesamt nicht erheblich erschwert haben, weshalb darin auch kein – die 

Elimination rechtfertigender – sachlicher Grund (vgl. statt vieler: Urteil des 

BVGer B-7340/2015 vom 17. November 2016 E. 4.5; BVGE 2010/21 E. 7) 

bzw. kein inhaltlicher oder formaler Mangel im Sinn von Ziff. 5.1.1 der Vor-

gaben MEBEKO erblickt werden kann.  

5.4.2 Soweit die Beschwerdeführerin im Übrigen geltend macht, die Fehl-

formulierungen in der Summe hätten ihre Leistung gesamthaft - d.h. auch 

in Bezug auf die korrekt formulierten Fragen – negativ beeinflusst, führt sie 

dazu einen Zeitverlust sowie eine durch die Textfehler ausgelöste Verwir-

rung und Nervosität ins Feld. Wie die Textmängel in den Fragen Nr. 2 

und 46 (MC-Teilprüfung 1) wiegen auch die übrigen Redaktionsverfehlun-

gen (Fragen Nr. 7, 43, 87, 95, 140 und 141 der MC-Teilprüfung 1; Fragen 

Nr. 6, 8 und 98 der MC-Teilprüfung 2) im (Gesamt-)Kontext der Aufgaben-

stellung und angesichts des medizinischen Begriffsverständnisses der 

Kandidierenden nicht derart schwer, dass davon auszugehen wäre, dass 

sie die Prüfungsleistung der Beschwerdeführerin bei den übrigen, falsch 

beantworteten Fragen unter zeitlichen oder anderen Aspekten entschei-

dend vermindert hätten. Eine gewisse zusätzliche Nervosität mag sich ver-

ständlicherweise eingestellt haben, kann aber ebenfalls nicht hinreichend 

begründen, dass die Beurteilung der Leistungsfähigkeit und des Wissens 

der Kandidierenden entscheidend erschwert gewesen wäre. Es kann somit 

nicht davon ausgegangen werden, dass die Textfehler, kumuliert betrach-

tet, eine kausale Folge für den Punkteverlust bei den als falsch bewerteten 

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Seite 15 

Fragen bilden. Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass die betroffenen 

Fragen für alle Prüfungskandidierenden in gleicher Weise fehlerhaft formu-

liert gewesen sind und sie die gleiche Prüfungssituation vorgefunden ha-

ben. Demgemäss ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die ins-

gesamt zwölf mit Textfehlern behafteten Fragen die Beschwerdeführerin 

nicht daran gehindert haben, eine ihren Kenntnissen entsprechende Prü-

fungsleistung zu erbringen.  

5.5 Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die beanstandeten Textfehler kei-

nen im Sinn der Praxis erheblichen Verfahrensmangel darstellen. In Er-

mangelung eines sachlichen Grundes ist die von der Vorinstanz unterlas-

sene Elimination der Fragen Nr. 2 und 46 der MC-Teilprüfung 1 nicht zu 

beanstanden. Die Rüge der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe die 

Prüfung fehlerhaft, d.h. in unrichtiger Anwendung von Ziff. 5.1.1 der Vorga-

ben MEBEKO bewertet, erweist sich daher als unbegründet.  

6.  

Des Weiteren rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Gleichbe-

handlungsgebots (Art. 8 Abs. 1 BV).  

6.1 Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, aufgrund des 

Umstands, dass sie Deutsch nicht als Muttersprache beherrsche und über 

keinerlei Französischkenntnisse verfüge, sei sie ungleich stärker als an-

dere Prüfungskandidaten (deutscher Muttersprache) von den Textfehlern 

betroffen gewesen. Die Chancengleichheit im Hinblick auf den Prüfungser-

folg sei nicht gewährleistet, wenn Personen nicht deutscher Muttersprache 

infolge sprachlicher Mängel in der Prüfung benachteiligt würden. Die Be-

schwerdeführerin sei darauf angewiesen, dass die Prüfung in grammatika-

lisch einwandfreiem Deutsch redigiert sei, was vorliegend nicht der Fall ge-

wesen sei. 

6.2  

6.2.1 Aus dem Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) wird für das 

Prüfungsrecht der Grundsatz der Chancengleichheit abgeleitet (vgl. Urteile 

des BGer 2D_25/2011 vom 21. November 2011 E. 5 und 1P.420/2000 vom 

3. Oktober 2000 E. 2b). Für die Prüfungsgestaltung ist die Chancengleich-

heit insofern wegleitend, als für alle Prüfungskandidaten im Sinne formaler 

Gleichheit möglichst gleiche Bedingungen hergestellt werden sollen. Dazu 

zählen bei einer schriftlichen Prüfung neben einer materiell gleichwertigen 

Aufgabenstellung und einem geordneten Verfahrensablauf auch die 

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Seite 16 

Gleichwertigkeit von zusätzlichen Examenshilfen wie abgegebenes Mate-

rial, spezielle Erläuterungen oder Hinweise vor oder während der Prüfung 

(vgl. Urteil des BGer 2D_6/2010 vom 24. Juni 2010 E. 5.2). Gleiche Bedin-

gungen ermöglichen es allen Kandidaten einen ihren tatsächlichen Fähig-

keiten entsprechenden Leistungsnachweis abzulegen; ungleiche Bedin-

gungen verletzen dagegen grundsätzlich das Gleichbehandlungsgebot 

(Urteil des BGer 2C_769/2019 vom 27. Juli 2020 E. 6.2 m.w.H.). 

6.2.2 Mit Blick auf den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV) 

sowie zum Schutz der Chancengleichheit aller Kandidierenden im Prü-

fungsverfahren sind Mängel im Prüfungsablauf schnellstmöglich geltend zu 

machen (vgl. Urteil des BGer 2C_769/2019 vom 27. Juli 2020 E. 7.2). Der 

Anspruch eines Prüfungskandidaten auf Beseitigung des Mangels und 

dessen Folgen erlischt demzufolge, wenn er trotz Kenntnis des Verfahrens-

mangels die ihm zumutbare Rüge unterlässt und sich auf das fehlerhafte 

Prüfungsverfahren einlässt. Durch die Pflicht zur baldestmöglichen Rüge 

eines Verfahrensmangels soll verhindert werden, dass sich der betroffene 

Kandidat im Verhältnis zu den anderen Prüfungsteilnehmern eine ihm nicht 

zustehende weitere Prüfungschance verschafft, indem er in Kenntnis des 

Verfahrensmangels das Prüfungsergebnis zunächst abwartet (vgl. Urteile 

des BGer 2C_769/2019 vom 27. Juli 2020 E. 7.2 und 2D_7/2011 vom 

19. Mai 2011 E. 4.6; Urteile des BVGer B-5896/2019 vom 29. Mai 2020 

E. 5.2, B-5510/2015 vom 12. Juli 2017 E. 5.3 und B-2204/2006 vom 

28. März 2007 E. 7). Für die Entscheidung darüber, ob eine Rüge hinrei-

chend schnell erhoben worden ist, kommt es darauf an, ob und ab welchem 

Zeitpunkt es dem Prüfungskandidaten zugemutet werden konnte, auf den 

ihm bekannten Verfahrensfehler hinzuweisen. Dies hängt von den Umstän-

den des Einzelfalls ab (vgl. Urteil des BGer 2C_769/2019 vom 27. Juli 2020 

E. 7.3).  

6.3  

6.3.1 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Textmängel in den 

Prüfungsfragen hätten insofern eine ungerechtfertigte Chancenungleich-

heit bewirkt, als sie als Person nicht deutscher Muttersprache ungleich 

stärker davon betroffen gewesen sei als andere Kandidaten (deutscher 

Muttersprache), betreffen ihre Vorbringen einen verfahrensbezogenen 

individuellen Nachteil der Beschwerdeführerin. Demzufolge ist hinsichtlich 

der Beachtlichkeit dieses Einwands im Beschwerdeverfahren (im Unter-

schied zur Rüge der unrichtigen Anwendung von Ziff. 5.1.1 der Vorgaben 

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Seite 17 

MEBEKO betreffend die nachträgliche [Nicht-]Elimination von Prüfungsfra-

gen [vgl. E. 5 ff.]) praxisgemäss (vgl. E. 6.2.2) zu prüfen, ob der behaup-

tete Mangel im Prüfungsablauf rechtzeitig gerügt worden ist. 

6.3.2 Vorliegend ist davon auszugehen, dass die präsumierte Ungleichbe-

handlung sich in dem Zeitpunkt manifestierte, als die Beschwerdeführerin 

während der MC-Prüfung mit grammatikalisch fehlerhaften Fragenstellun-

gen konfrontiert wurde. Bei der eidgenössischen Prüfung in Humanmedizin 

wird in den Fragenheften der MC-Teilprüfung 1 und 2 regelmässig – wie 

auch vorliegend (vgl. Vorakten, Band 2, S. 3 und 107) – jeweils eine Seite 

für "Einwände gegen Prüfungsfragen" bereitgestellt. Dort können die Kan-

didierenden Bemerkungen namentlich zu "missverständliche[n] Formulie-

rungen" oder zu "sonstige[n] substantielle[n] Mängel[n]" anbringen, wobei 

die Kandidierenden darauf hingewiesen werden, dass allfällige "Kommen-

tare nur berücksichtigt werden, wenn sie auf dieser Seite stehen". Die Be-

schwerdeführerin hat auf den hierfür vorgesehenen Seiten keine Einwände 

zu den Prüfungsfragen angeführt. Im Lichte dieser bei der MC-Prüfung 

standardisierten Vorgehensweise für die Geltendmachung von Einwänden 

gegen Prüfungsfragen (vgl. auch Urteil des BVGer B-5896/2019 vom 

29. Mai 2020 E. 5.3) ist vorliegend davon auszugehen, dass es der Be-

schwerdeführerin zumutbar war, auf den (behaupteten) Verfahrensfehler 

bereits durch Anbringen entsprechender Bemerkungen auf dem integrier-

ten Prüfungsblatt hinzuweisen. Indem sie die Rüge der Ungleichbehand-

lung erst anlässlich der Replik im Beschwerdeverfahren erhoben hat, hat 

sie den (behaupteten) Verfahrensmangel verspätet geltend gemacht. Bei 

diesem Ergebnis braucht nicht weiter geprüft zu werden, ob (in materieller 

Hinsicht) ein Verstoss gegen das Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 

BV) vorliegt.  

7.  

Schliesslich macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Willkürver-

bots (Art. 9 BV) geltend und erhebt die Rüge der Unangemessenheit 

(Art. 49 Bst. c VwVG)  

7.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, die von der Vorinstanz vorgetrage-

nen Ausführungen bezüglich der Auswahl und des Umfangs der eliminier-

ten Fragen seien aufgrund der fehlenden Überprüfbarkeit und Nachvoll-

ziehbarkeit als willkürlich zu erachten. Denn die Beschwerdeführerin habe 

bis heute keine Einsicht in die statistischen Erhebungen zu den einzelnen 

Prüfungsfragen und deren Auswertung durch das IML erhalten. Auch sei 

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Seite 18 

es, gesamthaft betrachtet, schlicht stossend und unangemessen, wenn an-

gesichts der mangelhaften und unsorgfältig korrigierten Prüfung ein derart 

strenger Massstab zur Anwendung gelange, dass die Beschwerdeführerin 

wegen eines fehlenden Punktes die Prüfung nicht bestanden habe.  

7.2 Soweit die erhobene Willkürrüge der Beschwerdeführerin die bean-

tragte Einsicht in die statistischen Erhebungen im Rahmen des Keyvalida-

tion-Prozesses bzw. die (Nicht-)Elimination von Prüfungsfragen im Zusam-

menhang mit der Prüfungsbewertung betrifft, ist auf die diesbezüglichen 

Erwägungen in E. 4 ff. und E. 5 ff. zu verweisen. Insofern ist die Willkürrüge 

unbegründet. 

7.3 Soweit die Beschwerdeführerin mit der Willkürrüge sowie der Rüge der 

Unangemessenheit die Bewertung der Prüfungsleistungen in materieller 

Hinsicht beanstandet, hat die Rechtsmittelbehörde praxisgemäss lediglich 

dann detailliert darauf einzugehen, wenn der Beschwerdeführer selbst sub-

stantiierte und überzeugende Anhaltspunkte sowie die entsprechenden 

Beweismittel dafür liefert, dass das Ergebnis materiell nicht vertretbar ist, 

dass eindeutig zu hohe Anforderungen gestellt oder die Prüfungsleistun-

gen offensichtlich unterbewertet wurden (vgl. Urteil des BVGer 

B-7340/2015 vom 17. November 2016 E. 3.5; BVGE 2010/21 E. 5.1; 

2010/11 E. 4.3; 2010/10 E. 4.1; Urteil B-6834/2014 E. 3.4). Da die Be-

schwerdeführerin keine substantiierten Einwände vorbringt, die auf eine 

konkrete materielle Fehlbewertung ihrer Prüfungsleistung schliessen las-

sen würden, erübrigt sich diesbezüglich eine weitere Prüfung. 

8.  

Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, wes-

halb sie abzuweisen ist. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin als unter-

liegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

Weder hat die Beschwerdeführerin substantiiert dargetan (namentlich mit-

tels entsprechender Beweise) noch ergeben sich aus den Akten entspre-

chende Anhaltspunkte dafür, dass im Vorfeld der Beschwerde der Be-

schwerdeführerin die Akteneinsicht (in Verletzung von Art. 56 MedBG bzw. 

von Ziff. 9.2 der Vorgaben MEBEKO) verwehrt worden sei. Insofern sind 

die Verfahrenskosten vorliegend auf Fr. 1'000.– festzusetzen (Art. 1 ff. des 

Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-

waltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]).  

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Seite 19 

Die Beschwerdeführerin hat als unterliegende Partei keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

10.  

Dieser Entscheid kann nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht weiter-

gezogen werden (Art. 83 Bst. t BGG). Er ist somit endgültig. 

 

  

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Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben); 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben). 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Ronald Flury Davide Giampaolo 

 

 

Versand: 2. Februar 2021