# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6acdf06f-6f66-5af0-a894-db74901f9aeb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 28.05.2021 IV 2019/252
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2019-252_2021-05-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/252

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 01.12.2021

Entscheiddatum: 28.05.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 28.05.2021
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG. Gemäss beweistauglichem Gutachten 
besteht ab dem Zeitpunkt der Begutachtung eine Arbeitsunfähigkeit in 
adaptierten Tätigkeiten von 30 %. Aufgrund des strukturierten 
Beweisverfahrens ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass diese Arbeitsfähigkeit auch retrospektiv vorlag, nicht 
aber, wie von der behandelnden Psychiaterin attestiert, höhere 
Arbeitsfähigunfähigkeiten ausgewiesen sind. Das Zumutbarkeitsprofil 
begründet einen Tabellenlohnabzug von 10 %, womit der Beschwerdeführer 
Anspruch auf eine Viertelsrente hat (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 28. Mai 2021, IV 2019/252).

Entscheid vom 28. Mai 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichterin 

Corinne Schambeck, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Beatrix 

Zahner

Geschäftsnr.

IV 2019/252

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Advokatin lic. iur. Monica Armesto, Postfach 64, 5070 Frick,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich über seinen 

Krankentaggeldversicherer am 17. Mai 2016 bei der Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 1 f.). Der Versicherte war seit 1986 als Bauarbeiter bei der 

B.___ AG tätig (Angaben vom 23. Mai 2016, IV-act. 5) und ab 1. Januar 2016 wegen 

eines lokalen Lumbalsyndroms mit pseudoradikulärer Ausstrahlung zu 100 % 

arbeitsunfähig geschrieben (IV-act. 1-4; Arztbericht Dr. med. C.___, Facharzt für 

Allgemeine Innere Medizin, vom 15. Juni 2016, Fremdakten, act. 3-38 ff.).

A.a. 

Am 16. Juni 2016 unterzog sich der Versicherte einer ISG-Fusion links mit drei 

Implantaten über minimal invasivem Zugang (Prof. Dr. med. D.___, Operationsbericht 

vom 23. Juni 2016, IV-act. 14; Austrittsbericht vom 23. Juni 2016, IV-act. 15). Prof. 

D.___ attestierte aufgrund der Diagnosen eines lokalen Lumbalsyndroms mit 

beidseitiger pseudoradikulärer Ausstrahlung und eines ISG-Schmerzes links mehr als 

rechts, Zustand nach ISG-Fusion links, weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

sowohl in der bisherigen als auch in einer adaptierten Tätigkeit (Arztbericht vom 

9. September 2016, IV-act. 22-2 f., Bericht vom 8. November 2016, IV-act. 32-5 f.; 

Verlaufsbericht vom 9. November 2016, IV-act. 24). Im Auftrag des 

Krankentaggeldversicherers klärte Dr. med. E.___, Fachärztin für Physikalische Medizin 

und Rehabilitation, den Versicherten ab. Sie kam in ihrem Bericht vom 17. November 

A.b. 

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2016 (Fremdakten, act. 3-13 ff.) zum Schluss, der Versicherte leide unter einem 

chronischen lumbospondylogenen Schmerzsyndrom beidseits bei Status nach lSG-

Fusion links im Juni 2016 und MR-tomografisch nachgewiesenen mehrsegmentalen, 

leicht- bis mässiggradigen degenerativen LWS-Veränderungen. Anamnestisch und 

klinisch stünden die Zeichen der Schmerzchronifizierung im Vordergrund mit 

Entwicklung eines maladaptiven Schmerz- und Schonverhaltens. Aufgrund der 

Angaben vom Versicherten selbst und von seinem Hausarzt sei davon auszugehen, 

dass er nicht im vom Operateur beschriebenen Ausmass vom operativen Eingriff 

profitiert habe (Fremdakten, act. 3-21). Zurzeit sei die Arbeitsunfähigkeit als Hilfsmaurer 

ausgewiesen. Leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Arbeiten ohne hohen 

Anteil an wirbelsäulenbelastenden Arbeitspositionen (statisch vorgemerkt [richtig wohl: 

vorgeneigt], hockend, kniend, kauernd) wären ganztags zumutbar (Arbeitsfähigkeit 

100 %; Fremdakten, act. 3-22).

Vom 27. Februar bis 25. März 2017 erfolgte eine stationäre Rehabilitation in der 

Klink Valens. Es wurde ein lumbospondylogenes Syndrom links bei degenerativen 

Veränderungen mit ventrolateraler Spondylophytenbildung sowie Spondylarthrose 

betont der unteren LWS diagnostiziert und festgehalten, nach Erhöhung der Dosis von 

Fentanyl und Infiltrationen hätten sich die sehr starken muskulären Verspannungen, die 

verminderte Kraft der lumbalen Muskulatur und Schmerzen nur leicht verbessert. Für 

eine leichte wechselbelastende Tätigkeit mit Hantieren von Gewichten bis 12.5 kg sei 

der Versicherte für die Dauer von mindestens vier Wochen zu 50 % arbeitsfähig, 

danach sei theoretisch eine weitere Steigerung möglich (Austrittsbericht vom 30. März 

2017, IV-act. 49). Nachdem ein Arbeitsversuch mit leichten Spachtelarbeiten, 

Gewichtsbelastung 2 - 3 kg, ohne Treppensteigen wegen extremer Schmerzen nach 

eineinhalb Stunden abgebrochen werden musste, schloss die 

Eingliederungsverantwortliche den Fall am 1. Mai 2017 ab (Assessmentprotokoll, IV-

act. 52-5).

A.c. 

Die RAD-Ärztin Dr. med. F.___, Praktische Ärztin, hatte am 28. April 2017 Stellung 

genommen und eine monodisziplinäre orthopädische Begutachtung einschliesslich 

Erhebung der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) vorgeschlagen (IV-act. 54). Die 

alsdann beauftragte Swiss Medical Assessment- and Business-Center (SMAB) AG 

(Dr. med. G.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

A.d. 

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Bewegungsapparates, Orthopädische Rheumatologie [D]; Untersuch 16. Oktober 2017, 

EFL 1./2. November 2017; IV-act. 62) diagnostizierte in ihrem Gutachten vom 

30. November 2017 ein lumbospondylogenes Syndrom links mit degenerativen 

Veränderungen mit ventrolateraler Spondylophytenbildung, Spondylarthrose bei Status 

nach ISG-Fusion links mit drei Implantaten am 16. Juni 2016, Status nach Infiltration 

der ISG beidseits diagnostische Facettengelenkinfiltration L5/S1 links und 

therapeutischer Infiltration (IV-act. 62-30). Sie hielt weiter fest, im Vordergrund stehe 

ein schmerzlimitiertes Verhalten. Deshalb könne die Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als 

Hilfsbauarbeiter nicht abschliessend beurteilt werden. Die zuletzt ausgeübte Arbeit als 

Betonkosmetiker könne der Beschwerdeführer vollumfänglich, vollzeitlich, ohne 

zusätzliche Pausen und ohne spezielle Einschränkungen bewältigen. Es sei keine 

Einschränkung der Arbeitsausdauer beobachtet worden (IV-act. 62-31). Die RAD-Ärztin 

Dr. F.___ bestätigte am 4. Dezember 2017 die 100%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierten 

Tätigkeiten (IV-act. 63), worauf die IV-Stelle das Leistungsbegehren um berufliche 

Massnahmen mit Mitteilung vom 9. Januar 2018 abwies (IV-act. 68) und mit 

Vorbescheid vom 23. Januar 2018 das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung 

des Rentengesuchs einräumte (IV-act. 74). Mit Einwand vom 21. Februar/16. März 

2018 machte der Versicherte, vertreten durch Advokatin lic. iur. M. Armesto, geltend, 

das Gutachten basiere auf einer unvollständigen Aktenlage; er sei seit Mai 2017 in 

psychiatrischer Behandlung bei Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie. Sie habe eine Depression diagnostiziert (IV-act. 78; vgl. auch IV-

act. 75, 77). Die RAD-Ärztin Dr. F.___ führte am 4. Mai 2018 im Wesentlichen aus, der 

medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt (IV-act. 82). Dr. H.___ hielt im 

Arztbericht vom 7. Juni 2018 als Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode, 

diagnostiziert im Mai 2017, sowie Probleme in Verbindung mit Beruf und 

Arbeitslosigkeit (ICD-10: Z56) fest und machte Ausführungen zur Lebenssituation und 

den Ressourcen des Versicherten. Sie hielt eine angepasste Tätigkeit zu Beginn 

während zwei Stunden pro Tag für möglich (IV-act. 85). Die RAD-Ärztin Dr. F.___ 

äusserte sich am 18. Juni 2018 dahingehend, dass die mittelgradige depressive 

Episode reaktiv sei, es handle sich nicht um eine eigenständige psychische 

Erkrankung. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit und weitere 

medizinische Abklärungen seien nicht angezeigt (IV-act. 86). In der am 19. Juli 2018 

gewährten zweiten Anhörung (IV-act. 87) brachte der Versicherte am 24. August 2018 

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vor, die Auffassung des RAD widerspreche der Rechtsprechung des Bundesgerichts, 

wonach auch bei reaktiven Depressionen ein strukturiertes Beweisverfahren 

durchzuführen sei (IV-act. 88). Dr. H.___ führte in einem Verlaufsbericht vom 

17. November 2018 im Wesentlichen aus, der Zustand sei seit Mai bzw. Juni 2018 

unverändert, der Verlauf sei nicht zufriedenstellend. Rein aus psychiatrischer Sicht sei 

der Versicherte zu höchstens 40 % arbeitsfähig (IV-act. 91).

Die RAD-Ärztin Dr. F.___ befand am 18. Januar 2018, der Bericht von Dr. H.___ 

überzeuge nicht und optierte für eine psychiatrisch-orthopädische Begutachtung durch 

die Dres. I.___ / J.___ (IV-act. 95). Der Versicherte erklärte sich am 12. Februar 2019 

damit einverstanden (IV-act. 99) und reichte am 28. Februar 2019 weitere medizinische 

Unterlagen ein: einen Kurzaustrittsbericht des Spitals K.___ vom 12. Mai 2017 (IV-

act. 102-1 f.), einen Befundbericht vom 15. November 2018 über ein MRI der 

Wirbelsäule (IV-act. 102-3), ein Arztzeugnis von Dr. med. L___, Facharzt für Innere und 

Allgemeinmedizin, vom 7. Januar 2019, wonach er in angepassten Tätigkeiten zu 80 % 

arbeitsunfähig sei (IV-act. 102-4), sowie einen Bericht des Schmerzzentrums des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vom 10. Januar 2019, wo eine Abklärung die 

Diagnose einer chronischen Schmerzerkrankung mit psychischen wie somatischen 

Faktoren, Chronifizierungsgrad II nach Gerbershagen ergab. Unter anderem wurde in 

diesem Bericht ausgeführt, es bestehe klinisch keine eindeutige Radikulopathie L5 

rechts. Die Schmerzen würden myofaszial aufgrund der kompensatorischen 

Fehlbelastung und der Minderbeweglichkeit in Becken und LWS und den frustranen 

bisherigen Therapieverlauf mitunterhalten. Da dem Versicherten keine sofort wirksame 

Therapie angeboten werden könne, werde die Behandlung beendet (IV-act. 102-5 ff.).

A.e. 

Die Gutachter Dr. med. J.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie 

Dr. med. I.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates diagnostizierten laut Gutachten vom 11. Mai 2019 

(Untersuchungen 5. April 2019, IV-act. 105) eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig leichte Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11), eine 

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 

F45.41), ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom bei degenerativen 

Veränderungen der LWS ossärer und diskogener Art und Beinlängendifferenz sowie 

einen beginnenden Morbus Dupuytren Strahl IV beidseits, links mehr als rechts (IV-

A.f. 

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act. 105-7). Die Anforderungen der bisherigen Tätigkeit, als welche diejenige eines 

Kundenmaurers anzusehen sei, überträfen die Belastbarkeit des Versicherten, so dass 

eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestehe. In leidensangepassten Tätigkeiten liege 

aus führender psychiatrischer Sicht spätestens seit der aktuellen Untersuchung eine 

Arbeitsfähigkeit von 70 % vor. Rückwirkend sei durch die behandelnde Psychiaterin ab 

Behandlungsbeginn im Mai 2017 eine Arbeitsfähigkeit von 2 Stunden pro Tag, ab 

November 2018 von 30 % und im Dezember 2018 von -40 % attestiert worden (IV-

act. 105-8).

Die RAD-Ärztin Dr. F.___ nahm am 15. Mai 2019 Stellung, auf das Gutachten 

könne abgestellt werden. Die adaptierte Arbeitsfähigkeit betrage gesamthaft 70 % seit 

April 2019. Retrospektiv liege aus orthopädischer Optik seit Dezember 2016 eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten vor. Eine retrospektive Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht könne nicht vorgenommen werden (IV-

act. 106). Die IV-Stelle eröffnete dem Versicherten am 16. Mai 2019 die dritte Anhörung 

(IV-act. 107). Dieser liess am 17. Mai 2019 Berichte einreichen, wonach er an einem 

Morbus Hashimoto leide (Bericht der Hals-Nasen-Ohrenklinik des KSSG vom 7. Januar 

2019 [IV-act. 108]; Berichte der HNO-Praxis M.___ vom 29. September 2017 [IV-

act. 109] und 9. Februar 2018 [IV-act. 110]; IV-act. 111). Am 1. Juli 2019 nahm er 

Stellung, es sei ihm ein Leidensabzug von mindestens 15 % zuzugestehen, womit ab 

dem Begutachtungszeitpunkt ein Invaliditätsgrad von 43 % bestehe. Zwischen Mai 

2017 und November 2018 sei er nicht bzw. lediglich zu 20 % arbeitsfähig gewesen. Ab 

Dezember 2018 bis zum Zeitpunkt der Begutachtung habe eine Arbeitsfähigkeit von 

60 % und ein Invaliditätsgrad von 51 % vorgelegen (IV-act. 114).

A.g. 

Die RAD-Ärztin Dr. F.___ äusserte sich am 19. Juli 2019 abschliessend, der neu 

diagnostizierte Morbus Hashimoto wirke sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus (IV-

act. 115).

A.h. 

Mit Verfügung vom 19. Juli 2019 wies die IV-Stelle den Rentenanspruch ab. Seit 

April 2019 bestehe gemäss gutachterlicher Abklärung eine 70%ige Arbeitsfähigkeit. 

Eine retrospektive psychiatrische Arbeitsfähigkeitsbeurteilung könne nicht 

vorgenommen werden. Zur abschliessenden Beurteilung des medizinischen 

Sachverhalts sei das Dossier nochmals dem RAD vorgelegt worden. An der bisherigen 

A.i. 

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B.  

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung könne weiterhin festgehalten werden. Das fortgeschrittene 

Alter, eine niedrige berufliche Qualifikation und mangelnde Sprachkenntnisse sowie die 

Adaptionskriterien begründeten keinen Abzug vom lnvalideneinkommen (IV-act. 117).

Mit Beschwerde vom 16. September 2019 beantragt A.___ (fortan: 

Beschwerdeführer) durch die Rechtsvertreterin, die Verfügung vom 19. Juli 2019 sei 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben und es sei ihm ab 1. Januar 2017 

eine ganze Rente, ab 1. März 2019 mindestens eine Dreiviertelsrente und ab dem 

1. August 2019 mindestens eine Viertelsrente auszurichten. Zur Begründung lässt er 

ausführen, das Gutachten der SMAB AG basiere auf einer unvollständigen Aktenlage, 

weshalb darauf nicht abgestellt werden dürfe. Gestützt auf die Atteste von Dr. H.___, 

welche durch das Gutachten der Dres. I.___ und J.___ bestätigt würden, sei davon 

auszugehen, dass er zunächst bis Mai 2017 vollständig arbeitsunfähig gewesen sei und 

ab Mai 2017 eine Arbeitsfähigkeit von zwei Stunden täglich, ab November 2018 von 

30 % und ab Dezember 2018 von 40 % vorgelegen habe. Er könne nur noch körperlich 

leichte Hilfsarbeitertätigkeiten verrichten. Daneben bestünden aus somatischer Sicht 

weitere qualitative Einschränkungen (keine Zwangspositionen der Wirbelsäule, keine 

Reklinations-/Inklinations oder Rotationsbewegungen), weshalb ein Tabellenlohnabzug 

von mindestens 10 % vorzunehmen sei. Aus psychischer Sicht seien ausserdem die 

Flexibilität und Umstellungsfähigkeit beeinträchtigt, was einen zusätzlichen Abzug 

rechtfertige. Somit erscheine ein Tabellenlohnabzug von 15 % angemessen, weshalb 

er ab 1. August 2019 Anspruch auf eine Viertelsrente habe (act. G 1).

B.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 20. November 2019 beantragt die 

Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei abzuweisen. In der Beurteilung der 

funktionellen Einschränkungen und der Arbeitsfähigkeit bestehe zwischen dem 

Gutachten der SMAB AG und dem Gutachten von Dr. I.___ keine Divergenz, womit die 

Einschätzung im SMAB-Gutachten nach wie vor nachvollziehbar sei. Der Gutachterin 

der SMAB AG hätten alle aus somatischer/orthopädischer Sicht für eine umfassende 

orthopädische Beurteilung relevanten Akten vorgelegen. Im Übrigen habe der 

Beschwerdeführer die Behandlung bei Dr. H.___ nicht gemeldet und somit die 

Auskunftspflicht verletzt. Dr. J.___ habe keine retrospektive Einschätzung der 

B.b. 

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Arbeitsfähigkeit vornehmen können und lediglich die Aussagen der behandelnden 

Dr. H.___ zitiert. Der RAD habe ausgeführt, dass deren Berichte nicht nachvollziehbar 

seien, da sie trotz eines unbefriedigenden Verlaufs die Dosis der antidepressiven 

Medikation halbiert habe und weil der Beschwerdeführer Alltagsaktivitäten angebe, die 

mit einer Arbeitsfähigkeit von lediglich zwei Stunden täglich bzw. 30 % oder 40 % nicht 

vereinbar seien. Da die Berichte von Dr. H.___ den RAD nicht überzeugt hätten, sei eine 

bidisziplinäre Begutachtung in Auftrag gegeben worden. Sie - die Beschwerdegegnerin 

- habe alle notwendigen und möglichen Abklärungen vorgenommen. Wenn nun die 

retrospektive Arbeitsfähigkeit nicht mit ausreichendem Beweismass festgestellt werden 

könne, trage der Versicherte die Folgen der Beweislosigkeit. Seien leichte bis 

mittelschwere Arbeiten zumutbar, rechtfertige dies keinen Tabellenlohnabzug. Die 

psychischen Einschränkungen seien bereits bei der Einschätzung der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden und könnten daher nicht nochmals mit einem 

Abzug vom Tabellenlohn angerechnet werden. Zudem gelte eine psychisch bedingte 

verstärkte Rücksichtnahme seitens der Vorgesetzten und Arbeitskollegen nicht als 

eigenständiger abzugsfähiger Umstand (act. G 4).

Mit Replik vom 20. Januar 2020 lässt der Beschwerdeführer vorbringen, er sei bei 

der SMAB AG lediglich orthopädisch begutachtet worden, womit dieses Gutachten für 

den Verlauf der Arbeitsfähigkeit keinen Beweiswert habe. Das psychiatrische Befinden 

sei nicht Thema gewesen, weshalb er dieses nicht erwähnt habe. Es sei nicht 

nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegnerin nicht auf das im Einwandverfahren in 

Auftrag gegebene, sondern auf das nicht beweiskräftige SMAB-Gutachten abstellen 

wolle. Entgegen der Beschwerdegegnerin bestehe keine Beweislosigkeit, sondern 

ergebe sich der Arbeitsfähigkeitsverlauf aus dem bidisziplinären Gutachten der Dres. 

I.___ / J.___. Der Tabellenlohnabzug werde wegen der zusätzlich zur zeitlichen 

Einschränkung bestehenden qualitativen Einschränkungen geltend gemacht. Das 

fortgeschrittene Alter, die mangelnden Deutschkenntnisse und die Berufsbiographie 

mit lediglich schweren körperlichen Tätigkeiten seien zu berücksichtigen, weil sie sich 

stark einkommensmindernd auswirkten (act. G 6).

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtet stillschweigend auf eine Duplik (act. G 9).B.d. 

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Erwägungen

1.  

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1. 

Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden setzt eine auf 

objektivierten Beschwerden beruhende fachärztlich gestellte Diagnose nach einem 

wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 141 V 289 E. 3.2; 

Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2016, 8C_1/2016, E. 4.3). Erforderlich ist 

zudem, dass die geltend gemachten Beschwerden objektiviert werden können und sich 

auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auswirken (vgl. BGE 143 V 427 E. 6). Für 

somatisch unklare Beschwerdebilder (somatoforme Schmerzstörung und 

gleichgestellte Diagnosen), psychische Erkrankungen wie namentlich Depressionen 

und Abhängigkeitserkrankungen ist der Beweis nach dem strukturierten Verfahren 

mittels Indikatoren zu führen (vgl. dazu BGE 145 V 226 E. 6; BGE 143 V 429 E. 7.2; 

BGE 141 V 294 f., E. 3.5 f. und S. 298, E. 4.2). Der Beweis für eine lang andauernde 

und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit kann nur dann als geleistet 

betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen 

einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen 

Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt (BGE 143 

V 427, E. 6 a. E.).

1.2. 

Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

1.3. 

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Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund 

eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 

Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; Urteil des 

Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3).

1.4. 

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle 

Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 

anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107).

1.5. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

1.6. 

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2.  

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

Streitgegenstand ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Es ist zu prüfen, 

ob die medizinischen Akten eine schlüssige Beurteilung des Gesundheitszustandes 

sowie der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zulassen, insbesondere auch 

retrospektiv.

2.1. 

Sowohl die orthopädische Gutachterin der SMAB AG, Dr. G.___, als auch Dr. I.___ 

gelangen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer aus orthopädischer Sicht in einer 

angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist. Angepasst sind körperlich leichte bis 

gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten mit Möglichkeit des 

Wechsels zwischen Sitzen, Gehen und Stehen ohne Heben und Tragen von Lasten 

über 10 kg, Zwangspositionen der Wirbelsäule sowie Inklinations-, Reklinations- oder 

Rotationsbewegungen des Körpers (orthopädisches Gutachten Dr. I.___, IV-

act. 105-21). Im Gutachten der SMAB AG wurden aufgrund der EFL im Wesentlichen 

leichte bis mittelschwere Tätigkeiten (Gewichtslimite 15 kg) mit einer auf drei Stunden 

begrenzten Zumutbarkeit wiederholter Rumpfrotationen und Arbeiten mit 

Handkoordination für zumutbar befunden (IV-act. 62-16, 31). Schliesslich schätzte 

bereits Dr. E.___ den Beschwerdeführer als in adaptierten Tätigkeiten für voll 

arbeitsfähig ein und hielt fest, im Vordergrund stehe die Entwicklung eines 

maladaptiven Schmerz- und Schonverhaltens (Bericht vom 17. November 2016, 

Fremdakten, act. 3-21 f.). Somatisch-diagnostisch wurde ein lumbospondylogenes 

Syndrom links mit degenerativen Veränderungen (ventrolaterale 

Spondylophytenbildung, Spondylarthrose, Status nach ISG-Fusion links mit drei 

Implantaten am 16. Juni 2016; IV-act. 62-30) bzw. ein chronisches 

lumbospondylogenes Syndrom bei degenerativen Veränderungen der LWS ossärer und 

diskogener Art sowie ein beginnender Morbus Dupuytren Strahl IV, links mehr als 

rechts, erhoben (IV-act. 105-19). Die somatischen Gutachter kamen im Wesentlichen 

übereinstimmend zum Schluss, dass die vom Beschwerdeführer beklagten 

Beschwerden zufolge Inkonsistenzen bei der Untersuchung bzw. Symptomausweitung 

bei der EFL nicht in der geltend gemachten Intensität nachvollzogen werden könnten 

(IV-act. 115-20; IV-act. 62-16 f., 22). Bildgebend zeigte sich zwischen den MRI-

Untersuchungen vom 20. Mai 2016 und vom 20. Juli 2017 keine signifikante 

Befundänderung; es bestehe multisegmental eine leichtgradige (Osteo-)chondrose mit 

geringem Diskusbulging ohne neurokompressive Diskushernie, Spinalkanalstenose 

oder höhergradige Degeneration der Facettengelenke (IV-act. 62-48). Weitere MRI-

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/19

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Untersuchungen wurden am 7. Juni 2017 und am 15. November 2018 durchgeführt. 

Diese ergaben ebenfalls stationär eine kleinvolumige Diskushernie im Segment LWK 5/

SWK 1 rechts mit radikulärer L5-Affektion und moderate Farcettenarthrosen in LWK 4 

bis SWK 1 beidseitig (IV-act. 102-3). Im klinischen Befund wurden in beiden Gutachten 

ein Muskelhartspann im Nacken- Schulterbereich und Schmerzen bei der 

Untersuchung der Lendenwirbelsäule festgehalten, wobei der Beschwerdeführer in der 

zweiten Begutachtung teilweise stärkere Schmerzen beziehungsweise Angst vor 

solchen angab (vgl. IV-act. 62-13 f., IV-act. 105-16). Im Bericht des Schmerzzentrums 

des KSSG vom 10. Januar 2019 wurden als Diagnose eine chronische 

Schmerzerkrankung mit psychischen wie somatischen Faktoren, 

Chronifizierungsgrad II nach Gerbershagen und im Befund ein deutlicher 

Muskelhartspann panvertrebral und eine Steifigkeit der LWS mit schmerzhafter aktiver 

Beweglichkeit und auf 100 m bis 200 m begrenzter Gehstrecke festgehalten (IV-

act. 102-5 ff.). Dieser Bericht lag dem orthopädischen Gutachter Dr. I.___ vor (IV-

act. 105-49). Das Gutachten nimmt zwar nicht Stellung dazu, jedoch ergeben sich aus 

dem Bericht keine objektivierten Gesichtspunkte, welche die orthopädische 

Einschätzung der Gutachter in Frage stellen. Aus orthopädischer Sicht ist damit 

schlüssig und nachvollziehbar, dass in adaptierten Tätigkeiten eine volle 

Arbeitsfähigkeit besteht. Dies ist denn auch unbestritten (vgl. IV-act. 114). Unbestritten 

und nachvollziehbar ist auch, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten 

Tätigkeit, als welche diejenige als Bauarbeiter bzw. Kundenmaurer, nicht aber diejenige 

als Betonkosmetiker zu betrachten ist, seit 1. Januar 2016 zu 100 % arbeitsunfähig ist 

(IV-act. 105-20 f.; vgl. auch Fremdakten, act. 3-22 und SMAB-Gutachten IV-act. 62-35, 

wonach diese Arbeitsfähigkeit aufgrund selbstlimitierenden Verhaltens nicht 

abschliessend beurteilt werden könne).

Die psychiatrische Gutachterin diagnostizierte bzw. bestätigte eine rezidivierende 

depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: 

F33.11) und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren (ICD-10: F45.41; IV-act. 105-27). Sie hielt bei der Würdigung von Fähigkeiten, 

Ressourcen und Belastungen fest, Störungen der mnestischen Funktionen lägen nicht 

vor. Die Stimmungslage sei niedergedrückt, deprimiert, etwas klagsam und 

hoffnungslos, affektarm. Weiter würden Verarmungs- und Insuffizienzgefühle geäussert 

(IV-act. 105-26). Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sei mittelgradig 

eingeschränkt. Der Beschwerdeführer habe Schwierigkeiten, sich neuen Situationen 

anzupassen. Die Anwendung fachlicher Kompetenzen sei nicht wesentlich 

eingeschränkt. Die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sei leicht beeinträchtigt, da sich 

der Beschwerdeführer von äusseren Faktoren beeinflussen lasse. Das 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/19

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3.  

Durchhaltevermögen sei mässig beeinträchtigt, ebenso die Selbstbehauptungsfähigkeit 

- der Beschwerdeführer sei teilweise deprimiert, dysphorisch, freudlos und müde. Die 

Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Gruppenfähigkeit seien nicht wesentlich 

eingeschränkt. Auch in der Beziehung mit seiner Familie gebe der Beschwerdeführer 

keine Probleme an. Die Fähigkeit zu Spontanaktivitäten sei mässig eingeschränkt, 

Hobbys würden vernachlässigt und er verhalte sich passiv. Die Selbstpflege, Kleidung 

und Sauberkeit seien angemessen. Die Verkehrsfähigkeit sei vorhanden - der 

Beschwerdeführer fahre selbstständig Auto (IV-act. 105-29). Aufgrund der 

diagnostizierten psychischen Leiden liege eine leichte bis mittelgradige 

Beeinträchtigung vor mit einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 30 % (IV-

act. 105-27). Zur retrospektiven psychiatrischen Einschätzung führte die psychiatrische 

Gutachterin aus, von Seiten der behandelnden Fachärztin sei in adaptierten Tätigkeiten 

ab Behandlungsbeginn im Mai 2017 eine Arbeitsfähigkeit von zwei Stunden pro Tag 

attestiert worden, ab Juni 2018 werde von einer Besserung gesprochen - im November 

2018 eine Arbeitsfähigkeit von 30 % adaptiert und im Dezember 2018 eine 

Arbeitsfähigkeit von 40 % in leichten und abwechselnden Tätigkeiten festgehalten (IV-

act. 105-8, 27).

Aufgrund der vorliegenden Diagnosen ist die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers nach dem strukturierten Beweisverfahren festzulegen. Die 

Gutachterin führte diesbezüglich aus, insgesamt liege aus gutachterlicher Sicht infolge 

einer chronischen Schmerzstörung sowie einer leichten depressiven Episode mit 

somatischem Syndrom eine leichte bis mittelgradige Beeinträchtigung vor (IV-

act. 105-26 f.). Dies erscheint mit Blick auf die in E. 2.3 erwähnten Einschränkungen 

gemäss Mini-ICF-APP einleuchtend. Im Rahmen der Begutachtung gab der 

Beschwerdeführer an, er habe früher gerne seinen Schrebergarten gepflegt und 

kümmere sich gerne um seine 12 Tauben. Daneben gehe er, abhängig von seinem 

Gesundheitszustand, gerne spazieren (IV-act. 105-14). Dr. H.___ ermuntere ihn, aktiv 

zu bleiben. Er sei glücklich verheiratet und freue sich an seiner __-jährigen Tochter. Er 

habe auch sonst inner- und ausserhalb der Familie gute Kontakte und erfahre 

Unterstützung (IV-act. 105-24). Die Haushaltarbeiten und das Kochen übernehme zur 

Gänze die Ehefrau, mehrmals täglich schaue er zu seinen 12 Tauben, den 

Gemüseanbau habe er aufgeben müssen (IV-act. 105-25). Der Beschwerdeführer 

verfügt somit über ein intaktes familiäres, trotz gewissem Rückzug über ein soziales 

Umfeld und die beschriebenen Aktivitäten deuten auf vorhandene Ressourcen hin. Von 

Seiten der Persönlichkeit sind laut der Gutachterin - bis auf eine gewisse Verbitterung, 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/19

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Zurückhaltung und Reserviertheit - keine relevanten Persönlichkeitsmerkmale 

vorhanden (IV-act. 105-26). In Bezug auf Konsistenz wird im orthopädischen Gutachten 

dargelegt, dass die vom Exploranden geklagten Beschwerden nachvollzogen werden 

können, allerdings nicht in der dargestellten Intensität. Weiter weist der orthopädische 

Gutachter darauf hin, dass das Benehmen während der expliziten Untersuchung der 

Beweglichkeit an den unteren Extremitäten in sich nicht konsequent gewesen sei, der 

Beschwerdeführer seinen Beschwerden einen hohen Stellenwert beimesse und daraus 

recht absolute Schlussfolgerungen bezüglich seiner Leistungs- und damit auch der 

Arbeitsfähigkeit ziehe. Von psychiatrischer Seite gibt es keinen Hinweis auf 

Diskrepanzen oder Widersprüche (IV-act. 105-7, 14 f., 20, 25). Aufgrund der 

vorhandenen Informationen zu den Standardindikatoren erscheint die 

Arbeitsunfähigkeit von 30 % ab Gutachtenszeitpunkt nachvollziehbar und ist 

unbestritten.

Uneinigkeit besteht hinsichtlich der rückwirkenden Arbeitsfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht. Der Beschwerdeführer begab sich am 16. Mai 2017 in 

psychiatrische Behandlung bei Dr. H.___ (Arztbericht vom 7. Juni 2018, IV-act. 85) und 

gab übrigens anlässlich der Begutachtung bei der SMAB AG am 16. Oktober 2017 an, 

er sei alle zwei Wochen in psychiatrischer Therapie (IV-act. 62-11). Die behandelnde 

Psychiaterin diagnostizierte bei Therapiebeginn eine mittelgradige depressive Episode 

nebst Problemen in Verbindung mit Beruf und Arbeitslosigkeit (ICD-10: Z56). In 

Anbetracht der durch die Behandlung erfolgten Beruhigung, der Ressourcen und 

Aktivitäten des Beschwerdeführers hielt sie gemäss Arztbericht vom 7. Juni 2018 eine 

Erwerbstätigkeit im Umfang von zu Beginn zwei Stunden pro Tag zumutbar, wobei sie 

jedoch auch festhielt, bisherigen Arbeitsunfähigkeiten seien nicht durch sie, sondern 

durch den Hausarzt für die bisherige Tätigkeit im Bau attestiert worden (IV-act. 85). Im 

Verlaufsbericht vom 17. November 2018 führte sie aus, das Denken sei formal 

unauffällig, inhaltlich auf die depressive Thematik eingeengt. Die Affektivität sei leicht 

bis mittelgradig gestört, die Stimmung sei bedrückt, besorgt und zeitweise gereizt. In 

einer ideal adaptierten Tätigkeit schätze sie den Beschwerdeführer für höchstens 30 % 

arbeitsfähig (IV-act. 91). Mit am 28. Dezember 2018 bei der Beschwerdegegnerin 

eingegangenem Schreiben beantwortete Dr. H.___ deren Zusatzfragen und führte 

dabei aus, der Zustand des Patienten sei seit dem 7. Mai 2018 praktisch unverändert 

geblieben. Eine Zunahme der realistischen Existenzängste und die ernüchternde 

Erfahrung des geringen eigenen Werts auf dem Arbeitsmarkt hätten beim 

Beschwerdeführer innere Unruhe und zeitweise Verzweiflung ausgelöst. Der Verlauf sei 

nicht zufriedenstellend. Rein aus psychiatrischer Sicht schätze sie die Arbeitsfähigkeit 

auf höchstens 40 % (IV-act. 93 f.). Die RAD-Ärztin Dr. F.___ hielt in ihrer Stellungnahme 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/19

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vom 18. Januar 2019 fest, die Berichte von Dr. H.___ vermöchten nicht zu überzeugen, 

da trotz eines als unbefriedigend bezeichneten Verlaufs die Dosis des 

Antidepressivums Duloxetin nicht erhöht, sondern halbiert worden sei. Zudem gebe sie 

an, dass der Beschwerdeführer vielseitigen, körperlich wenig belastenden 

Alltagaktivitäten nachgehe (Kochen, Schwimmen, Taubenhaltung), einen strukturierten 

Tagesablauf einhalte und dies ihn psychisch stabilisiere (IV-act. 95). Während die 

Beschwerdegegnerin geltend macht, die Berichte von Dr. H.___ seien nicht 

beweistauglich und eine psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit vor dem 

Zeitpunkt der bidisziplinären Begutachtung bleibe beweislos, verlangt der 

Beschwerdeführer, auf die Berichte von Dr. H.___ abzustellen.

Auch rückwirkend ist die Arbeitsfähigkeit nach dem strukturierten Beweisverfahren 

festzulegen. Dr. H.___ diagnostizierte nebst Problemen in Verbindung mit Beruf und 

Arbeitslosigkeit ausschliesslich eine mittelgradige depressive Episode und führte in 

diesem Zusammenhang im Arztbericht vom 7. Juni 2018 im Wesentlichen aus, das 

Nichtansprechen der Schmerzen auf die Behandlung, die Notwendigkeit einer 

beruflichen Neuorientierung, Perspektivenlosigkeit und Existenzängste hätten den 

Beschwerdeführer belastet und die depressive Episode ausgelöst (IV-act. 85). Somit 

bestehen zwar psychosoziale Belastungsfaktoren. Die psychischen Beschwerden sind 

aber nicht ausschliesslich durch diese verursacht, sondern stehen im Zusammenhang 

mit mindestens teilweise organisch bedingten Schmerzen. Der funktionelle 

Schweregrad hat sich im Vergleich zu den Berichten von Dr. H.___ gegenüber dem 

Gutachten insofern verbessert, als Dr. H.___ noch eine mittelgradige, die Gutachterin 

hingegen eine leichtgradige Depression diagnostizierte. Allerdings erhob die 

Gutachterin zusätzlich eine Schmerzstörung. Dr. H.___ führte aus, der 

Beschwerdeführer verfüge über Ressourcen. Er bemühe sich (nach eigenen Angaben) 

um einen strukturierten Tagesablauf, koche für die Familie, gehe zweimal wöchentlich 

schwimmen, treffe Kollegen und halte Tauben (Arztbericht Dr. H.___ vom 7. Juni 2018, 

IV-act. 85; Verlaufsbericht vom 17. November 2018, IV-act. 91; Schreiben vom 

28. Dezember 2018, IV-act. 93 f.). Insoweit ist trotz der wie von der 

Beschwerdegegnerin aufgezeigt nicht gegebenen Nachvollziehbarkeit der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung auf die Berichte von Dr. H.___ abzustellen. Anhaltspunkte 

für eine wesentliche Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes im Vorfeld 

der Begutachtung ergeben sich aus den Berichten von Dr. H.___ nicht; vielmehr scheint 

das Aktivitätsniveau des Beschwerdeführers mit Blick auf das im Gutachten nicht mehr 

erwähnte Kochen und die Pflege des Schrebergartens eher zurückgegangen zu sein. In 

Bezug auf die übrigen Standardindikatoren sind zwischen den Berichten von Dr. H.___ 

und der Erhebung der Gutachterin keine wesentlichen Änderungen ersichtlich. 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/19

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4.  

Insgesamt erscheint damit als überwiegend wahrscheinlich, dass eine 

Arbeitsunfähigkeit von mindestens 30 % schon vor der Begutachtung bestanden hat. 

Lediglich eine 30 % übersteigende Arbeitsunfähigkeit bleibt retrospektiv beweislos. 

Somit ist ab Mai 2016 von einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten 

auszugehen.

Ein allfälliger Rentenanspruch besteht vorliegend frühestens nach Ablauf des 

Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, somit ab 1. Januar 2017 (vgl. zum Beginn 

der Arbeitsunfähigkeit Sachverhalt Aa, IV-act. 1-4, Fremdakten, act. 3-38 ff.). Dieses 

Jahr ist für die Berechnung des Einkommensvergleichs massgebend (BGE 129 V 222).

4.1. 

Der Beschwerdeführer arbeitete während gut 30 Jahren bei der B.___ AG. Es ist 

ohne Weiteres anzunehmen, dass der Beschwerdeführer ohne Eintritt des 

Gesundheitsschadens weiterhin an dieser Arbeitsstelle erwerbstätig geblieben wäre, so 

dass das dort erzielte Einkommen dem Valideneinkommen entspricht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. Dezember 2016, 8C_728/2016, E. 3.1, mit weiteren 

Verweisen). Gemäss Arbeitgeberfragebogen erzielte er ein Einkommen von Fr. 5'500.-- 

monatlich bzw. Fr. 71'500.-- jährlich, was unbestritten ist (vgl. Beschwerdeschrift, 

act. G 1, Ziff. 10. S. 6). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung gemäss 

Lohnentwicklung des Bundesamtes für Statistik beläuft es sich auf Fr. 72'238.76 

(massgebliche Indices Männer: 2015: 2226, 2017: 2249; Informationsstelle AHV/IV, IV 

2019, 10. Aufl., Bern 2019, Anhang 2).

4.2. 

Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist vom Tabellenlohn gemäss 

Lohnstrukturentwicklung (LSE)/Lohnentwicklung des Bundesamtes für Statistik (BFS), 

Kompetenzniveau 1, Männer 2017 auszugehen, welches Fr. 67'102.-- und 

entsprechend der Arbeitsfähigkeit von 70 % Fr. 46'971.-- beträgt.

4.3. 

 4.4. 

Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei ihm ein Tabellenlohnabzug in der 

Höhe von insgesamt 15 % zu gewähren.

4.4.1. 

Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25 % 

gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit 

einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau 

nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit 

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg 

4.4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/19

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zu verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen 

behinderungsbedingten Abzug (BGE 146 V 16 E. 4.1). Nach der Rechtsprechung hängt 

die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von 

sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen - auch von invaliditätsfremden 

Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung, 

Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Eine schematische 

Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 

2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).

Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem 

Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich 

leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 

E. 5a/bb S. 78). Sind hingegen leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar, ist allein 

deswegen auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, 

weil der Tabellenlohn Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und 

mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts vom 22. März 2017. 

8C_805/2016, E. 3.4.2). Bestehen jedoch über das ärztlich beschriebene 

Beschäftigungspensum hinaus zusätzliche Einschränkungen, wie beispielsweise ein 

vermindertes Rendement pro Zeiteinheit wegen verlangsamter Arbeitsweise oder ein 

Bedarf nach ausserordentlichen Pausen, oder ist die funktionelle Einschränkung ihrer 

besonderen Natur nach nicht ohne weiteres mit den Anforderungen vereinbar, wie sie 

sich aus den gewöhnlichen betrieblichen Abläufen ergeben, kann dies bei der 

Bemessung des leidensbedingten Abzugs vom statistischen Tabellenlohn 

berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 30. September 2019, 

8C_219/2019, E. 5.2,  mit weiteren Verweisen).

4.4.3. 

Gemäss Gutachten ist das Zumutbarkeitsprofil des Beschwerdeführers aus 

psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt. Der orthopädische Gutachter umschrieb 

körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten mit 

Möglichkeit des Wechselns zwischen Sitzen, Gehen und Stehen, ohne Heben und 

Tragen von Lasten über 10 kg, ohne Zwangspositionen der Wirbelsäule und ohne 

ln(klinations)/Re(klinations) oder Rotationsbewegungen des Körpers als adaptiert (IV-

act. 105-21). Eine zumutbare Tätigkeit muss demnach nicht nur leicht, sondern im 

Wesentlichen auch rückenadaptiert sein. Solche zusätzlichen Einschränkungen 

begründen keinen Tabellenlohnabzug, soweit sie bereits durch die medizinische 

Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt sind, indem dort eine reduzierte Leistung 

angenommen wird (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 2018, 9C_284/2018, 

4.4.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/19

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5.  

E. 2.2.2), was vorliegend gerade nicht der Fall ist. Keinen Abzug begründen das Alter 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 13. August 2020, 9C_226/2020, E. 5.2, vom 

16. Juli 2020, 8C_798/2019, E. 5.2) sowie die fehlenden Deutschkenntnisse und die 

nicht vorhandene Ausbildung, da sich diese Faktoren im Bereich des 

Kompetenzniveaus 1 nicht lohnsenkend auswirken (Urteil des Bundesgerichts vom 

30. Juli 2020, 8C_139/2020, E. 6.3.4). Dem Gutachten kann nicht entnommen werden, 

dass die 70%ige Arbeitsfähigkeit lediglich in einem Teilzeitpensum umzusetzen wäre. 

Es fehlen Angaben zur maximalen täglichen Arbeitszeit, und aufgrund der psychischen 

Beschwerden scheint es plausibel, dass eher die Arbeitsgeschwindigkeit eingeschränkt 

ist. Es ist demnach von einer ganztägigen Umsetzbarkeit der Arbeitsfähigkeit 

auszugehen, weshalb keine Grundlage für einen Teilzeitabzug besteht (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. November 2015, 9C_380/2015, E. E. 3.2.3). Gesamthaft 

erscheint aufgrund des somatischen Zumutbarkeitsprofils in Kombination mit der 

psychisch(erseits) bedingten Einschränkungen ein Tabellenlohnabzug von 10 % 

begründet. Somit beträgt das Invalideneinkommen Fr. 42'274.--. Es resultiert ein 

Invaliditätsgrad von 41,48 % ([Fr. 72'239.-- - Fr. 42'274.--] : Fr. 72'239.--) bzw. 41 % 

(zum Runden vgl. BGE 130 V 121). Somit hat der Beschwerdeführer ab 1. Januar 2017 

Anspruch auf eine Viertelsrente.

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 19. Juli 2019 in teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und der Beschwerdeführer hat ab 1. Januar 

2017 Anspruch auf eine Viertelsrente. Die Sache ist zur Festsetzung und Ausrichtung 

der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. 

Hinsichtlich der Beschwerde gegen die Rentenverfügung gilt es zu beachten, dass 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zur Überklagung in 

sozialversicherungsrechtlichen Rentenfällen im vorliegenden Fall von einem 

vollständigen Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen ist (Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Januar 2016, 9C_288/2015, E. 4.2). Die Beschwerdegegnerin 

hat daher die gesamten Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

5.2. 

bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/19

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 19. 

Juli 2019 aufgehoben und dem Beschwerdeführer ab 1. Januar 2017 eine Viertelsrente 

zugesprochen. Die Sache wird zur Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten 

Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat keine Kostennote 

eingereicht. Aufgrund der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand ist dem 

Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von praxisgemäss Fr. 4'000.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.05.2021
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG. Gemäss beweistauglichem Gutachten besteht ab dem Zeitpunkt der Begutachtung eine Arbeitsunfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten von 30 %. Aufgrund des strukturierten Beweisverfahrens ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass diese Arbeitsfähigkeit auch retrospektiv vorlag, nicht aber, wie von der behandelnden Psychiaterin attestiert, höhere Arbeitsfähigunfähigkeiten ausgewiesen sind. Das Zumutbarkeitsprofil begründet einen Tabellenlohnabzug von 10 %, womit der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Viertelsrente hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Mai 2021, IV 2019/252).

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