# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 78eea821-c8aa-59e7-bc36-dca117ff09b2
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-05-16
**Language:** de
**Title:** Gebäudeversicherung. Brandfall. Grobe Fahrlässigkeit.
**Docket/Reference:** BRGE IV Nr. 0080/2012
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRGE_IV_0080_2012_286.pdf

## Full Text

BRGE IV Nr. 0080/2012 vom 16. Mai 2012 in BEZ 2013 Nr. 7 

(Bestätigt mit VB.2012.00410 vom 21. November 2012.) 

2.1  Am  22.  Juni  2010  brach  in  dem  im  Untergeschoss  befindlichen 
Bastelraum  des  Versicherungsobjekts  der  Rekurrierenden  ein  Feuer  aus,  das 
durch das Entzünden eines in einem Modellsegelflugzeug eingebauten und an 
ein  Ladegerät  angeschlossenen  Lithium-Polymer-Akkumulators  (im  Folgenden 
LiPo-Akku  genannt)  entfacht  wurde.  Geladen  wurde  der  relevante,  im  Modell-
flugzeug eingebaute LiPo-Akku mit einem Schnellladegerät (Graupner Ultramat 
16), das wiederum an der Stromversorgung angeschlossen war. 

2.2  Die  Vorinstanz  kürzte  die  Schadensvergütung 

infolge  grober 
Fahrlässigkeit des Rekurrenten um 20 Prozent. Sie stellt sich zusammengefasst 
wiedergegeben auf den Standpunkt, der Rekurrent hätte wissen müssen, dass 
Lithium-Akkumulatoren gefährlich seien, weil das Metall Lithium im Kontakt mit 
Feuchtigkeit bzw. der Luft explosionsartig reagieren könne. In Modellflugkreisen 
sei deshalb bekannt, dass solche Akkus nur aus den Modellen ausgebaut, auf 
nicht  brennbarer  Unterlage,  unter  Überwachung  und  am  besten  im  Freien 
aufgeladen  werden  dürften.  Auch  im  Fachhandel  würde  darauf  aufmerksam 
gemacht.  Im  Unterschied  zu  handelsüblichen  Lithium-Akkus  von  Handys, 
Laptops  oder  Elektrovelos  seien  die  vorliegend  verwendeten  LiPo-Akkus  von 
Modellflugzeugen  aus  Gewichtsgründen  bloss  mit  einer  einfachen  Kunststoff-
folie  geschützt  und  müssten  mit  einem  speziellen  Ladegerät  geladen  werden. 
Dadurch,  dass  der  Rekurrent  den  Akku  beim  Laden  im  Modellflugzeug 
eingebaut  gelassen,  den  Ladevorgang  in  einem  Bastelraum  in  der  Nähe  von 
brennbaren  Materialien  ausgeführt  und  das  Aufladen  nicht  überwacht  habe, 
habe er die elementarsten Sicherheitsvorkehrungen missachtet. 

Die  Rekurrierenden  machen  dagegen  im  Wesentlichen  geltend,  der  vom 
Rekurrenten  eingesetzte  LiPo-Akku  habe  zwar  nicht  über  eine  integrierte 
Schutzschaltung verfügt, jedoch sei mit dem Graupner Ultramat 16 ein speziell 
für  Lithium-Akkumulatoren  konstruiertes  Gerät  modernster  Bauart  und  mit 
integriertem  Balancer  zum  Laden  verwendet  worden.  Dass  trotz  Verwendung 
dieser  modernsten  Technik,  die  ein  Überladen  des  Akkus  gerade  verhindern 
solle,  der  Akku  aus  dem  Modell  hätte  ausgebaut  werden  sollen  und  dass  der 
Ladevorgang im Freien hätte durchgeführt werden sollen, sei dem Rekurrenten 
nicht bekannt gewesen und sei im Übrigen auch völlig realitätsfremd, da ein in 
einem  Modellflugzeug  eingebauter  Akku  nicht  ohne  unverhältnismässigen 
Aufwand aus dem Modell ausgebaut werden könne. Der Rekurrent habe nicht 
mit  einem  Brand  rechnen  müssen,  würden  doch  ähnliche  Akkus  auch  in 

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handelsüblichen  Elektronikgeräten  wie  Handys,  Laptops  oder  Elektrovelos 
verwendet  und  werde  bei  diesen  nicht  verlangt,  dass  die  Akkus  fürs  Aufladen 
ausgebaut  und  im  Freien,  auf  einer  feuerfesten  Unterlage  oder  in  einem 
Ladesack  geladen  würden.  Obwohl  der  Rekurrent  selber  während  dem 
Ladevorgang auf einer kurzen Velotour gewesen sei, sei die Überwachung des 
Ladevorgangs  durch  die  Rekurrentin  sichergestellt  gewesen,  die  sich  im  Haus 
und  auch  im  Keller  aufgehalten  habe.  Auch  hätten  entgegen  der  Behauptung 
der Vorinstanz keine leicht entzündbaren Spraydosen in der Nähe des in Brand 
geratenen  Modellflugzeugs  gestanden.  Grobfahrlässig  sei  das  Verhalten  des 
Rekurrenten nicht gewesen. (…) 

3.  Gemäss  §  70  Ziff.  1  GebVG  wird  die  Entschädigung  nach  dem  Ver-
schulden  des  Versicherten  gekürzt,  wenn  der  Versicherte  den  Schaden  grob-
fahrlässig  verursacht  oder  die  zur  Schadenverhütung  erforderlichen  Mass-
nahmen grobfahrlässig unterlassen hat.  

Fahrlässigkeit  besteht  in  einem  Mangel  an  der  unter  den  gegebenen 
Umständen erforderlichen Sorgfalt. Massstab für die erforderliche Sorgfalt bildet 
das an einem bestimmten Ort oder in einer bestimmten Gegend oder in einem 
bestimmten  Berufszweig  übliche  Verhalten  in  bestimmten  Situationen.  Der 
Mangel  an  Sorgfalt  wird  festgestellt  durch  den  Vergleich  des  tatsächlichen 
Verhaltens  des  Schädigers  mit  dem  hypothetischen  Verhalten  eines 
durchschnittlich  sorgfältigen  Menschen  (objektivierter  Fahrlässigkeitsbegriff). 
Jede  negative  Abweichung  von  diesem  geforderten  Durchschnittsverhalten  gilt 
als sorgfaltswidrig und damit als fahrlässig. Bei der objektivierten Fahrlässigkeit 
handelt  es  sich  nicht  um  einen  starren,  für  alle  Schädiger  gleich  zu 
handhabenden  Massstab.  Die  erforderliche  Sorgfalt  ist  vielmehr  für  die  einer 
bestimmten Kategorie angehörenden Schädiger dieselbe. Subjektive Umstände 
werden  insofern  in die  Betrachtung  einbezogen,  als das  Alter des Schädigers, 
sein  Beruf,  seine  Erfahrung  oder  unter  Umständen  auch  sein  Geschlecht  zu 
berücksichtigen  sind.  Die  Anforderungen  an  die  Sorgfaltspflicht  richten  sich 
nach der Art, Wichtigkeit und Gefährlichkeit einer Tätigkeit. Das Erfordernis der 
durchschnittlichen  Sorgfalt  darf  allerdings  nicht  dahingehend  missverstanden 
werden,  dass  die  Anwendung  der  üblichen  Sorgfalt  genügt.  Zu  beachten  ist 
vielmehr  die  nach  den  Umständen  angebrachte  Sorgfalt  (H.  Rey,  Ausser-
vertragliches  Haftpflichtrecht, 4. A.,  2008,  Rz.  843 ff.).  Je  grösser die  Möglich-
keit  des  Eintritts  eines  Schadens  als  Folge  eines  bestimmten  Verhaltens  oder 
Duldens eines bestimmten Zustands ist, umso grösser ist die Sorgfaltspflicht. Je 
grösser die Sorgfaltspflicht ist, desto schwerer wiegt deren Missachtung. 

Grobfahrlässig  handelt,  wer  eine  elementare  Vorsichtsmassnahme 
missachtet  bzw.  das  ausser  Acht  lässt,  was  jedem  verständigen  Menschen  in 
gleicher  Lage  und  unter  gleichen  Umständen  als  beachtlich  hätte  einleuchten 
müssen. Das Verhalten des Schädigers bei grober Fahrlässigkeit lässt sich als 
«schlechthin  unverständlich»  bezeichnen  (BGE  119  II  443,  E.  2a;  Rey,  Rz. 
857).  Verschiedentlich  wird  grobe  Fahrlässigkeit  auch  mit  der  Formulierung 
umschrieben  «Das  darf  nicht  passieren»  oder  «Wie  hät  er  au  nu  chöne», 
während die leichte Fahrlässigkeit umschrieben wird mit «Das kann passieren» 
oder  «Er  het  scho  sölle»  (vgl.  K.  Oftinger/E.  Stark,  Schweizerisches 
Haftpflichtrecht, Band I, 5. A., 1995, S. 220). 

 
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Wo besondere Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, bestimmt sich 
das Mass der zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften. 
Dies  schliesst  nicht  aus,  dass  der  Vorwurf  der  Fahrlässigkeit  auch  auf 
allgemeine  Rechtsgrundsätze,  wie  etwa  den  allgemeinen  Gefahrensatz, 
gestützt  werden  kann.  Denn  einerseits  begründet  nicht  jeder  Verstoss  gegen 
eine  gesetzliche  oder  für  bestimmte  Tätigkeiten  allgemein  anerkannte  Ver-
haltensnorm den Vorwurf der Fahrlässigkeit, und andererseits kann ein Verhal-
ten sorgfaltswidrig sein, auch wenn nicht gegen eine bestimmte Verhaltensnorm 
verstossen  wurde.  Dabei  bestimmt  sich  die  Vorsicht  durch  die  konkreten 
Umstände und die persönlichen Verhältnisse des Schädigers, weil naturgemäss 
nicht  alle  tatsächlichen  Gegebenheiten  in  Vorschriften  gefasst  werden  können 
(vgl. dazu BGE 135 IV 56, E. 2.1, und Rey, Rz. 872). 

Im  Gegensatz  zur  strafrechtlichen  kommt  es  bei  der  zivilrechtlichen 
Fahrlässigkeit,  auf  welche  vorliegend  zurückzugreifen  ist,  nicht  primär  auf  die 
individuellen Fähigkeiten des Schädigers an, sondern auf die Sorgfalt, die eine 
vernünftige Person in der konkreten Situation aufgebracht hätte. Es handelt sich 
also  um  ein  Werturteil,  das  sowohl  die  Gebäudeversicherung  wie  auch  die 
Rekursinstanz  in  voller  Kognition  und  unabhängig  von  einem  Strafverfahren 
bzw.  Strafurteil  zu  treffen  hat.  Ob  der  Rekurrent  in  einem  Strafverfahren  für 
grobe oder für bloss leichte Fahrlässigkeit bestraft wurde, hat vorliegend somit 
keine Relevanz. 

4.1 Im hier zu beurteilenden Fall ist unbestritten, dass der Rekurrent einen 
in einem Modellflugzeug eingebauten LiPo-Akku mit einem entsprechenden, am 
Stromnetz  angehängten  Ladegerät  (Graupner  Ultramat  16)  im  Bastelraum 
seines  Hauses  geladen  hat.  Unbestritten  ist  weiter,  dass  sich  während  des 
Ladevorgangs  der  eingebaute  LiPo-Akku  entzündet  und  so  den  Brand  im 
Bastelraum  verursacht  hat.  Unwidersprochen  blieb  auch,  dass  sich  das 
Ladegerät  während  dem  Ladevorgang  auf  einem  Holztablar  befand  und  dass 
der  Rekurrent  in  dieser  Zeit  eine  Velotour  unternahm,  wohingegen  die 
Rekurrentin zuhause war. 

4.2  Art.  17  der  Brandschutznorm  der  Vereinigung  kantonaler 
Feuerversicherungen  legt  fest,  dass  mit  Feuer  und  offenen  Flammen, Wärme, 
Elektrizität  und  anderen  Energiearten,  feuer-  oder  explosionsgefährlichen 
Stoffen  sowie  mit  Maschinen,  Apparaten  usw.  so  umzugehen  ist,  dass  keine 
Brände  oder  Explosionen  entstehen.  Gemäss  Ziffer  3.3.2.  der  Brandschutz-
richtlinie  «Brandverhütung  –  Sicherheit  in  Betrieben  und  auf  Baustellen»  sind 
Energieverbraucher nach Angaben der Hersteller aufzustellen und zu betreiben. 
Insbesondere  ist  darauf  zu  achten,  dass  Apparate,  Motoren,  Leuchten, 
elektronische  Geräte,  elektrische  Wärmegeräte,  Wärmeanlagen  usw.  keine 
Gebäudeteile oder Gegenstände unzulässig erwärmen oder entzünden können. 
Des  weiteren  weisen  die  Bedienungsanleitungen  der  vorliegend  verwendeten 
Schnellladegeräte  ausdrücklich  darauf  hin,  dass  das  Ladegerät  und  die  zu 
ladenden  Akkus  während  des  Betriebs  auf  einer  nicht  brennbaren, 
hitzebeständigen  und  elektrisch  nicht  leitenden  Unterlage  stehen  müssen  und 
brennbare  oder  leicht  entzündliche  Gegenstände  von  der  Ladeanordnung 
fernzuhalten  sind,  da  Akkus  durch  einen  Defekt  explodieren  oder  brennen 

 
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können.  Auch  dürfe  das  Ladegerät  niemals  unbeaufsichtigt  an  der 
Stromversorgung angeschlossen sein. 

4.3  Der  Rekurrent  lud  einen  in  einem  Modellflugzeug  eingebauten  LiPo-
Akku  mittels  eines  entsprechenden  Schnellladegeräts,  das  sich  wiederum  auf 
einem  Holztablar  befand,  entgegen  der  Gebrauchsanweisung  des  Ladegeräts 
weder im Freien noch auf einer feuerfesten Unterlage, sondern im Bastelraum 
seines  Wohnhauses.  Auch  hat  der  Rekurrent  entgegen  der  Gebrauchs-
anweisung den Ladevorgang nicht beaufsichtigt, sondern befand sich auf einer 
Velotour. Selbst wenn die Rekurrentin während des Ladevorgangs zuhause und 
zwischendurch  auch  im  Kellergeschoss  oder gar im  Bastelraum  gewesen  sein 
sollte,  wurde  gegen  die  genannten  Normen  und  gegen  elementarste  Sicher-
heits- und Warnhinweise der Hersteller verstossen. Weder baute der Rekurrent 
den  Akku  zum  Laden  aus  dem  Modellflugzeug  aus,  noch  lud  er  den  Akku  im 
Freien; weder befand sich die Ladevorrichtung auf einer feuerfesten Unterlage, 
noch wurde der Ladevorgang dauerhaft beaufsichtigt.  

Ein vernünftiger Anwender solcher im Modellbau verwendeten LiPo-Akkus 
und  entsprechender  Schnellladegeräte  hätte  damit  rechnen  müssen,  dass  er 
durch ein solches Verhalten eine Brandgefahr schafft. Es ist nämlich nicht nur in 
Modellbaukreisen,  sondern  auch  allgemein  bekannt,  dass  es  beim  Laden  von 
Lithium-Akkus  trotz  moderner  Sicherheitstechnik  im  Akku  bzw.  in  den  Lade-
geräten  infolge  thermischer  oder  mechanischer  Belastungen  bzw.  chemischer 
Reaktionen zu Erhitzungen, Bränden oder gar Explosionen kommen kann und 
entsprechende  Schnellladegeräte  unter  Aufsicht  und  nicht  in  der  Nähe 
brennbarer Materialien benutzt werden sollten. Es erscheint zwar realitätsfremd, 
dass ein in einem Modellflugzeug fest eingebauter Akku zum Laden jeweils aus 
dem  Modell  ausgebaut  werden  muss.  Von  einem  vernünftig  handelnden 
Modellflieger und Verwender genannter Ladevorrichtungen kann aber dennoch 
bzw. umso mehr erwartet werden, dass er sich den erwähnten Risiken bewusst 
ist  und  mittels  geeigneter  Massnahmen  dafür  sorgt,  dass  sich  beim 
Ladevorgang  nicht  ein  (Wohnungs-)Brand  entwickeln  kann.  So  ist  von  einem 
vernünftigen  Anwender  in  der  nämlichen  Situation  zu  erwarten,  dass  er  beim 
Aufladen  eines 
feste 
Schutzhülle  aufweisenden  LiPo-Akkus  mit  einem  Schnellladegerät  die 
elementarsten  Sicherheitsvorkehrungen  nicht  gänzlich  ausser  Acht  lässt, 
sondern  zumindest  in  Beachtung  der  in  den  Gebrauchsanweisungen  solcher 
Ladegeräte  deutlich  vermerkten  Warnhinweisen  während  des  Ladevorgangs 
entweder  ununterbrochen  beaufsichtigt  oder  zumindest  während  des 
Ladevorgangs  dauernd  im  selben  Raum  anwesend  ist,  zum  Laden  einen  im 
Fachhandel  erhältlichen  so  genannten  Ladesack  verwendet  oder  die  Lade-
anordnung  in  einer  feuerresistenten  Umgebung  bzw.  im  Freien  und  nicht 
unbeaufsichtigt  in  einem  Bastelraum  in  der  Nähe  von  brennbaren  Materialien 
betreibt. Dies kann selbst dann erwartet werden, wenn das Schnellladegerät mit 
einem  Balancer  ausgestattet  sein  sollte,  kann  doch  trotz  Balancer  nicht 
ausgeschlossen werden, dass es zu einer starken Erhitzung, Entzündung oder 
gar zur Explosion eines zu  ladenden LiPo-Akkus kommen kann. So verlangen 
auch  die  Gebrauchsanweisungen  solcher  mit  einem  Balancer  ausgestatteten 
Schnellladegeräte  –  anders  als  beispielsweise  Gebrauchsanweisungen  für 
herkömmliche Ladegeräte von gängigen Mobiltelefonen – explizit das Einhalten 

in  einem  Modellflugzeug 

fest  eingebauten,  keine 

 
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verschärfter Sicherheitsvorkehrungen und weisen ausdrücklich darauf hin, dass 
es  auch  infolge  Fehlmanipulationen  oder  der  Verwendung  falscher  Akkutypen 
zu Bränden oder Explosionen kommen kann. 

Dass  die  Rekurrierenden  die  genannten,  sich 

jedem  vernünftigen 
Menschen unter den hier vorliegenden Umständen gebieterisch aufdrängenden 
Sorgfaltsgebote ausser Acht liessen und trotz deutlichen Warnhinweisen einen 
fest  in  einem  Modellflugzeug  eingebauten  LiPo-Akku  in  einem  Bastelraum 
unbeaufsichtigt mit einem auf einer brennbaren Unterlage befindlichen Schnell-
ladegerät  geladen  haben,  ist  schlechterdings  unverständlich.  Als  langjähriger 
Anwender  von  LiPo-Akkus  und  entsprechender  Schnellladegeräte  –  die 
hinsichtlich ihrer Anwendung mit herkömmlichen Ladegeräten für gebräuchliche 
Mobiltelefone, Laptops oder Fotokameras nicht gleichzusetzen sind – hätte der 
Rekurrent  die  in  den  Gebrauchsanweisungen  genannten,  hohen  Risiken 
kennen  und  nicht  ohne  entsprechende  Sicherheitsvorkehrungen  zu  treffen 
handeln  müssen.  Die  Schwelle  zur  groben  Fahrlässigkeit  ist  damit  über-
schritten,  und  die  gestützt  auf  §  70  Ziff.  1  GebVG  vorgenommene  Leistungs-
kürzung um 20 Prozent erweist sich als gerechtfertigt.