# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f71d7a6e-5193-58f6-a5d3-c9b4a9b1ac74
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-07-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 09.07.2010 ZK1 2010 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2010-19_2010-07-09.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 9. Juli 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 10 19

Urteil 
I. Zivilkammer

Vorsitz Präsident Brunner
Kantonsrichter Hubert und Bochsler
Redaktion Aktuar ad hoc Wolf

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X., Beklagter und Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Peter Portmann, Goldgasse 11, 7002 Chur, 

gegen

das Urteil des Kreispräsidenten A. vom 1. März 2010, mitgeteilt am 3. März 2010, 
in Sachen des Y., Kläger und Beschwerdegegner, vertreten durch lic. iur. 
Jeannette Fischer, Steinbruchstrasse 12, 7000 Chur, gegen den 
Beschwerdeführer,

betreffend Forderung

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X. ist Eigentümer der Parzelle Nr. G. in B., welche an die Y. gehörende 
Parzelle Nr. H. angrenzt. Am 21. Dezember 2008 entlud sich Schnee vom Dach 
des Hauses von X. und rutschte auf die Zufahrtsstrasse der benachbarten 
Parzelle Nr. H.. Am 22. Dezember 2008 beauftragte Y. zur Räumung seiner 
Zufahrt die Z., welche hierfür Fr. 352.40 in Rechnung stellte. Da X. von der 
Begleichung dieser Rechnung nichts wissen wollte, wurde sie vorderhand von Y. 
bezahlt.   

B. Am 5. März 2009 reichte Y. beim Kreispräsidenten A. eine Forderungsklage 
gegen X. auf Bezahlung der entstandenen Schneeräumungskosten ein. Nach 
Durchführung des Beweisverfahrens und insbesondere der Zeugeneinvernahme 
von F. am 1. Juli 2009 wurde am 26. August 2009 die Hauptverhandlung 
durchgeführt, worauf der Kreispräsident mit Urteil vom 1. März 2010, mitgeteilt am 
3. März 2010, die Klage vollumfänglich guthiess, den Beklagten zur Bezahlung 
von Fr. 352.40 an den Kläger verpflichtete und ihm die Verfahrenskosten von Fr. 
400.-- überband.  

C. Dagegen erhob X. am 24. März 2010 Beschwerde beim Kantonsgericht von 
Graubünden und stellte folgende Anträge:

„1. Ziff. 1 des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben, und die Klage 
des Beschwerdegegners sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Ziff. 2 des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben, unter 
Verpflichtung des Beschwerdegegners, die vorinstanzlichen Kosten 
von Fr. 400.-- vollumfänglich zu übernehmen, und den 
Beschwerdeführer für das vorinstanzliche Verfahren mit Fr. 2`174.05 
(einschliesslich MWST) ausseramtlich zu entschädigen.

3. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge für das hierseitige 
Verfahren zulasten des Beschwerdegegners.“

Als Begründung wurde angeführt, der angefochtene Entscheid missachte die 
Verhandlungsmaxime mehrfach. Der Beschwerdegegner sei seiner Behauptungs- 
und Substantiierungspflicht nicht nachgekommen. Der Beschwerdegegner habe 
nie einen Schaden behauptet und auch keinen solchen bewiesen. Im vorliegenden 
Fall fehle seitens des Klägers jede hinreichende Behauptung hinsichtlich 
Schadensart, Schadenshöhe und adäquatem Kausalzusammenhang. Sodann 
verletze der angefochtene Entscheid die Dispositionsmaxime, da der 
Beschwerdegegner seine Klagebegehren nie formuliert habe. Der Beizug der Z. 
sei unnötigerweise erfolgt. Der Beschwerdeführer hätte zuvor versuchen müssen, 
den Beschwerdeführer selbst zu erreichen. Da er dies nicht getan habe, sei seine 

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Schadenminderungspflicht verletzt. Die Voraussetzungen der Geschäftsführung 
ohne Auftrag seien nicht erfüllt.

 D. Der Kreispräsident verwies am 29. März 2010 auf den angefochtenen 
Entscheid und verzichtete im Übrigen auf eine Vernehmlassung.

E. In seiner Beschwerdeantwort vom 20. Mai 2010 beantragte der 
Beschwerdegegner die Abweisung der Beschwerde. Eventualiter sei die Sache an 
die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien in den Rechtsschriften wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.   

II. Erwägungen

1.a) Gemäss Art. 232 der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden (ZPO, 
BR 320.000) kann beim Kantonsgericht wegen Gesetzesverletzung Beschwerde 
geführt werden gegen nicht berufungsfähige Urteile sowie prozesserledigende 
Entscheide der Einzelrichter, des Bezirksgerichtsausschusses und des 
Bezirksgerichtes, ferner gegen Entscheide dieser Instanzen im Sinne von Art. 232 
Ziff. 1 bis 8 ZPO. Die Berufung an das Kantonsgericht kann ergriffen werden 
gegen Urteile der Bezirksgerichte im Sinne von Art. 19 ZPO. Berufungsfähig sind 
somit vermögensrechtliche Streitigkeiten im Betrage von über Fr. 8000.-- oder 
nicht vermögensrechtliche Streitigkeiten. Demnach ist das Urteil des 
Kreispräsidenten A. vom 1. März 2010 mit einem Streitwert von unter Fr. 8000.-- 
nicht berufungsfähig, weshalb gegen dieses Beschwerde gemäss Art. 232 ZPO 
geführt werden kann. Sie ist schriftlich unter Beilage des angefochtenen 
Entscheids und der dem Beschwerdeführer bereits erstatteten Beweisurkunden 
innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen beim Vorsitzenden der 
Beschwerdeinstanz einzureichen (vgl. Art. 233 Abs. 1 ZPO). In der Beschwerde ist 
mit kurzer Begründung anzugeben, welche Punkte des Entscheids angefochten 
und welche Abänderungen beantragt werden; neue Rechtsbegehren und neue 
Beweismittel sind ausgeschlossen (Art. 233 Abs. 2 ZPO). Auf die frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

b) Das Kantonsgericht prüft im Rahmen der Beschwerdeanträge, ob der 
angefochtene Entscheid oder das diesem vorausgegangene Verfahren 
Gesetzesbestimmungen verletzt, welche für die Beurteilung der Streitfrage 
wesentlich sind (Art. 235 Abs. 1 ZPO). Die Feststellungen der Vorinstanz über 

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tatsächliche Verhältnisse sind für die Beschwerdeinstanz bindend, es sei denn, sie 
seien unter Verletzung von Beweisvorschriften zustande gekommen, erwiesen 
sich als willkürlich oder beruhten auf offensichtlichem Versehen (Art. 235 Abs. 2 
ZPO). Bei Fragen des Ermessens greift das Kantonsgericht schliesslich nur ein, 
wenn die Ermessensbetätigung der Vorinstanz mit sachlichen Gründen nicht mehr 
vertretbar und somit willkürlich ist (vgl. PKG 1987 Nr. 17).

2.a) Der Beschwerdeführer bringt in formeller Hinsicht vor, das vom 
Kreispräsidenten als Klage an Hand genommene Schreiben des 
Beschwerdegegners vom 5. März 2009 enthalte kein klares Rechtbegehren und 
keinen Sachverhalt und bezeichne keine Beweise. Der Beschwerdegegner sei 
damit seiner Behauptungs- und Substantiierungspflicht nicht nachgekommen. 
Mangels Behauptungen des Beschwerdegegners und mangels eines 
Zeugenfragethemas habe der Kreispräsident den Zeugen F. in der Einvernahme 
vom 1. Juli 2010 frei befragt. Der angefochtene Entscheid halte dem 
Beschwerdeführer verschiedene Tatsachenbehauptungen entgegen, welche 
weder der Beschwerdegegner noch der Zeuge F. gemacht hätten. Dadurch 
würden die Verhandlungsmaxime sowie das Willkürverbot verletzt. Da der 
Beschwerdegegner seine Klagebegehren nie formuliert habe und der 
angefochtene Entscheid keine sinngemässe Deutung seines Ansinnens 
vornehme, sei die Dispositionsmaxime verletzt. 

b) Massgebend sind hier die Vorschriften von Art. 78 ff. ZPO. Gemäss Art. 78 
Abs. 1 ZPO ist im Verfahren vor dem Kreispräsidenten die Klage schriftlich 
einzureichen. In begründeten Fällen kann sie auch zu Protokoll gegeben werden. 
Weiter muss sie die genaue Bezeichnung der Parteien mit Name oder Firma und 
Adresse, Name und Adresse allfälliger Vertreter, das Rechtsbegehren mit 
Bezifferung des Streitwertes bei Forderungsklagen sowie die wesentlichen 
Tatsachen und Beweismittel enthalten. Beweismittel sind der Klage beizulegen 
oder dem Richter zu übergeben. Die prozessuale Obliegenheit zur Formulierung 
eines hinreichend genauen Rechtsbegehrens folgt bereits aus dem Grundsatz des 
rechtlichen Gehörs, denn der Beklagte muss genau wissen, wogegen er sich zu 
verteidigen hat (Vogel/Spühler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. Aufl., Bern 
2006, Kapitel 7 N 5a; Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, Zürich 1979, 
S. 193).

c) Der Beschwerdegegner gelangte mit Schreiben vom 5. März 2009 
betreffend „Schneeabsturz vom Hausdach der Parzelle Nr. G. auf Parzelle H. 
Zugang Wohnungen am 21. Dezember 2008“ an den Kreispräsidenten und bat 

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unter Verweis auf ein gleichentags geführtes Telefongespräch um die 
Durchführung eines Gerichtsverfahrens gegen den Beschwerdeführer. Dem 
Schreiben wurden im Wesentlichen eine Kopie der Rechnung der Z. vom 2. 
Februar 2009 über Fr. 352.40 sowie ein Schreiben des Beschwerdeführers vom 4. 
September 2009, worin sich dieser zur Übernahme der Schneeräumungskosten 
weigerte, beigelegt. Mit Verfügung vom 13. März 2009 teilte der Kreispräsident 
dem Beschwerdeführer schliesslich mit, dass gegen ihn Klage erhoben worden 
sei, wobei dem Beschwerdeführer auch eine Kopie des Klageschreibens sowie 
eine Kopie der Rechung der Z. zugestellt wurde. Im Lichte von Art. 78 Abs. 1 ZPO 
lässt sich die Prozesseinleitung durch den vor dem Kreispräsidenten noch nicht 
anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner nicht beanstanden. Der Verweis im 
Schreiben vom 5. März 2009 auf ein Telefongespräch mit dem Kreispräsidenten 
macht klar, dass es sich weder um eine rein schriftliche Klageeinreichung noch um 
eine rein mündliche, zu Protokoll gegebene Klage handelte, sondern um eine 
Mischung aus beiden Formen. Wenn aber eine Klage gänzlich zu Protokoll 
gegeben werden kann, so muss es ohne Zweifel auch zulässig sein, die Klage 
überdies ganz oder teilweise schriftlich einzureichen. Zwar hat es der 
Kreispräsident unterlassen, in seiner Verfügung vom 13. März 2009 ein genaues 
Rechtsbegehren zu formulieren und dieses zu beziffern. Jedoch ist nicht 
ersichtlich, inwiefern dem Beschwerdeführer hierdurch ein Rechtsnachteil 
entstanden sein könnte. Vielmehr musste aufgrund des klageeinleitenden 
Schreibens vom 5. März 2009 für den Beschwerdeführer klar sein, dass der 
Beschwerdegegner von ihm den Ersatz der angefallenen Schneeräumungskosten 
über Fr. 352.40 verlangte, da am 21. Dezember 2008 Schnee vom Dach des 
Hauses des Beschwerdeführers auf die benachbarte Parzelle Nr. H. abrutschte 
und dadurch die Zufahrt zum Wohnhaus des Beschwerdegegners versperrt 
wurde. Tatsächlich war sich der Beschwerdeführer über die Höhe der geltend 
gemachten Forderung sowie über deren Begründung denn auch im Klaren. So 
war er ohne weiteres in der Lage, am 24. April 2009 in einer ausführlichen 
Vernehmlassung zu sämtlichen relevanten Punkten Stellung zu nehmen. Die am 
5. März schriftlich und mündlich (telefonisch) zu Protokoll gegebene Klage genügt 
somit den – insbesondere für Laien – nicht sehr hohen Anforderungen im 
Verfahren vor dem Einzelrichter.

d) Der Beschwerdeführer ist sodann auch nicht zu hören, wenn er eine 
Verletzung des Verhandlungsgrundsatzes sowie der Dispositionsmaxime rügt. 
Nach dem in Art. 118 ZPO festgelegten Verhandlungsgrundsatz ist es Sache der 
Parteien, dem Gericht den rechtserheblichen Sachverhalt darzulegen. Der 

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Beschwerdeführer übersieht, dass im Verfahren vor dem Einzelrichter – wie Art. 
80 Abs. 2 ZPO ausdrücklich vorschreibt – der Richter nach Abschluss des 
Schriftenwechsels die erforderlichen Beweise von Amtes wegen oder auf Antrag 
der Parteien erhebt. Nachdem es dem Richter möglich ist, selbständig Beweise zu 
erheben, kommt im Verfahren vor dem Einzelrichter die Untersuchungsmaxime 
zum Tragen (PKG 1998 Nr. 21; vgl. auch Nay, Zivilprozessordnung und 
Gerichtsverfassungsgesetz des Kantons Graubünden, J. 1986, Art. 80). Ebenso 
ist eine Verletzung der Dispositionsmaxime zu verneinen. Nach der 
Dispositionsmaxime darf das Gericht dem Kläger weder mehr noch anderes 
zusprechen, als er mit der Klage selbst verlangt hat (Guldener, a.a.O., S. 193). 
Der Beschwerdegegner verlangte von allem Anfang an die Bezahlung der 
vorderhand von ihm selbst beglichenen Schneeräumungskosten von Fr. 352.40. 
Mit dem angefochtenen Urteil wurde der Beschwerdeführer zur Bezahlung der 
eingeklagten Summe von Fr. 352.40 verpflichtet. Mehr oder anderes wurde ihm 
nicht zugesprochen.

e) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sämtliche formellen 
Rügen des Beschwerdeführers unbegründet sind.     

3.a) In materieller Hinsicht ist zu prüfen, ob der Kreispräsident zu Recht gestützt 
auf Art. 679 i.V.m. Art. 684 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB, SR 210) 
einen Schadenersatzanspruch des Beschwerdegegners gegen den 
Beschwerdeführer bejaht hat. Gemäss Art. 679 ZGB kann, wer dadurch, dass ein 
Grundeigentümer sein Eigentumsrecht überschreitet, geschädigt oder mit 
Schaden bedroht wird, auf Beseitigung der Schädigung oder auf Schutz gegen 
drohenden Schaden und auf Schadenersatz klagen. Nach Art. 684 Abs. 1 ZGB ist 
jedermann verpflichtet, bei der Ausübung seines Eigentums, wie namentlich bei 
dem Betrieb eines Gewerbes auf seinem Grundstück, sich aller übermässigen 
Einwirkung auf das Eigentum der Nachbarn zu enthalten. Laut Abs. 2 der 
Bestimmung sind insbesondere alle schädlichen und nach Lage und 
Beschaffenheit der Grundstücke oder nach Ortsgebrauch nicht gerechtfertigten 
Einwirkungen durch Rauch oder Russ, lästige Dünste, Lärm oder Erschütterung, 
verboten. Die auf Art. 679 ZGB abgestützte Schadenersatzklage hat subsidiären 
Charakter, d.h. sie kann erst ergriffen werden, wenn und soweit die Beseitigungs- 
und Unterlassungsklagen nicht mehr zum Ziel führen. Sie verschafft zwar 
grundsätzlich Ersatz für den durch die Eigentumsüberschreitung verursachten 
Schaden; indessen schliesst die Subsidiarität nicht aus, dass – wie im 
vorliegenden Fall - der von der Immission Betroffene, statt auf Beseitigung oder 
Unterlassung zu klagen, selber das zur Behebung der Mängel Notwendige 

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vorkehrt und auf Ersatz der ihm dadurch entstandenen Auslagen klagt (Rey, 
Basler Kommentar ZGB II, 3. Aufl., Basel 2007, N 6 zu Art. 679; Meier-Hayoz, 
Berner Kommentar, Bern 1965, N 96, 128 zu Art. 679).   

b/aa) Art. 679 ZGB setzt zunächst eine Überschreitung der aus dem 
Grundeigentum fliessenden Nutzungsrechte voraus. Die Lehre anerkennt, dass 
ein Eigentümer seine Befugnisse auch durch eine Unterlassung überschreiten 
kann, wobei in diesem Fall eine vorangegangene Benutzung erforderlich ist, die 
einen gefährlichen Zustand geschaffen hat (Rey, Ausservertragliches 
Haftpflichtrecht, Zürich 2007, N 1100; einschränkend: Haab, Kommentar zum 
Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 2. Aufl., Zürich 1977, N 5 zu Art. 679). Der 
Grundeigentümer haftet grundsätzlich nicht für ausschliesslich durch 
Naturereignisse verursachte Schäden (höhere Gewalt). Allerdings ist höhere 
Gewalt zurückhaltend anzunehmen (Rey, Basler Kommentar ZGB II, a.a.O., N 12 
zu Art. 679). 

b/bb) Vorliegendenfalls wird vom Beschwerdeführer die Überschreitung der aus 
seinem Grundeigentum fliessenden Nutzungsrechte zu Recht nicht bestritten. Es 
steht fest, dass am 21. Dezember 2008 Schnee vom Dach des Hauses auf der 
dem Beschwerdeführer gehörenden Parzelle Nr. G. auf die Zufahrtsstrasse der 
Parzelle Nr. H. abrutschte. Wenn der Beschwerdeführer vorbringt, der 
Schneerutsch habe sich erst tags darauf am 22. Dezember 2008 ereignet, so ist 
bei der Würdigung dieses Vorbringens zu berücksichtigen, dass er sich an diesem 
Tag nach der eigenen Darstellung in J. befand und erst am späteren Nachmittag 
aufgrund des kreisamtlichen Telefonats nach B. zurückkehrte. Bei seiner 
Rückkehr war der Schneehaufen jedoch bereits weggeräumt, weshalb er über 
Datum und Zeit des Schneerutsches nicht aus eigener Erfahrung Bescheid wissen 
kann. Sodann ist auch auf die Aussage des am 1. Juli 2009 kreisamtlich 
einvernommenen Zeugen F. zu verweisen, welcher aussagte, der Schnee sei 
aufgrund der Fallrichtung und –höhe vom Dach des Wohnhauses des 
Beschwerdeführers gekommen. Schliesslich ist mit Blick auf denselben Zeugen 
ebenso erstellt, dass die Durchfahrt durch die verschüttete Zufahrt des 
Beschwerdegegners sogar mit einem Allradfahrzeug praktisch unmöglich war. Die 
Verschüttung einer benachbarten Zufahrt mit Schnee, welcher vom Dach 
heruntergerutscht ist, stellt zweifellos eine übermässige Einwirkung auf das 
Nachbargrundstück dar, wenn dieses nicht mehr zweckgemäss zur Durchfahrt 
benutzt werden kann. Der Beschwerdeführer wäre verpflichtet gewesen, bauliche 
Sicherungsmassnahmen an seinem Dach anzubringen oder den Schnee 
kontrolliert im nötigen Masse abzutragen, um die erfolgte Dachlawine zu 

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verhindern. Indem dies unterlassen wurde und die Zufahrt des 
Beschwerdegegners derart verschüttet wurde, dass auch eine Durchfahrt mit 
einem Allradfahrzeug praktisch unmöglich war, überschritt der Beschwerdeführer 
seine aus dem Grundeigentum fliessenden Nutzungsbefugnisse. Höhere Gewalt 
ist vorliegendenfalls nicht gegeben, denn in einer Gemeinde wie B. stellen 
während der Winterzeit selbst grössere Schneefälle kein unvorhergesehenes, 
unvorhersehbares, aussergewöhnliches Ereignis dar, das mit unabwendbarer 
Gewalt von aussen hereinbricht (vgl. Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 
a.a.O., N 574). 

c/aa) Voraussetzung ist der Eintritt eines Schadens. Der Beschwerdeführer bringt 
vor, der Beschwerdegegner habe nie einen Schaden behauptet und dieser sei 
vom Beschwerdeführer auch nie zugestanden worden. Eine Beeinträchtigung von 
auf dem Grundstück des Beschwerdegegners befindlichen Personen oder 
Mobilien sei im Vorverfahren nicht behauptet und nicht bewiesen worden. Es fehle 
jegliche hinreichende Behauptung des Klägers bezüglich Schadensart und 
Schadenshöhe. Vielmehr liege auf der Hand, dass durch den Rutsch von Schnee 
vom Dach des Hauses des Beschwerdeführers niemand zu Schaden kam, dass 
folglich kein Schaden im Sinne von Art. 679 ZGB entstanden sei. Der 
angefochtene Entscheid betrachte schon das Liegen von Schnee auf dem Boden 
als Schaden, und nicht der durch dessen notwendige Beseitigung entstandene 
notwendige Aufwand. Der Beschwerdegegner seinerseits argumentierte, sein 
Schaden bestehe in den Kosten, die durch die Schneeräumungsarbeiten 
entstanden seien und vorerst von ihm beglichen worden seien. Dieser Schaden 
sei von ihm auch behauptet worden. Auf dem Arbeitsrapport, welchen der 
Beschwerdegegner im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens ins Recht gelegt 
habe, habe er die Bemerkung angeführt, die Rechnung am 6. März 2009 bezahlt 
zu haben.

c/bb) Schaden ist wirtschaftlich betrachtet jede unfreiwillige und damit ungewollte 
Vermögenseinbusse, welche in einer Verminderung der Aktiven, einer 
Vermehrung der Passiven oder im entgangenen Gewinn bestehen kann. Nach der 
Differenztheorie entspricht der Schaden der Differenz zwischen dem 
gegenwärtigen Vermögensstand und dem Stand, welchen das Vermögen ohne 
das schädigende Ereignis hätte (statt vieler: BGE 129 III 331 E. 2.1; 128 III 22 E. 
2c aa; 127 III 73 E. 4a). Im vorliegenden Fall besteht der Schaden in der 
Vermögenseinbusse, welche dem Beschwerdegegner durch das Begleichen der 
Rechnung der Z. in der Höhe von Fr. 352.40 entstand. Nachdem - wie vorstehend 
unter E. 2d gesehen - im Verfahren vor dem Einzelrichter die 

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Untersuchungmaxime zur Anwendung gelangt, ist es müssig zu entscheiden, ob 
dieser Schaden im vorinstanzlichen Verfahren (im Sinne der 
Verhandlungsmaxime) rechtsgenüglich behauptet worden ist. Es ist vielmehr 
erstellt, dass dem Beschwerdegegner ein Schaden von Fr. 352.40 entstanden ist.

d/aa) Der Beschwerdeführer bringt vor, der Beizug von F. sei unnötigerweise 
erfolgt. Der Beschwerdegegner hätte versuchen müssen, den Beschwerdeführer 
selbst zu erreichen, was dieser aber nicht getan habe. Demgegenüber wendet der 
Beschwerdegegner ein, am 21. Dezember 2008 habe er, da er aufgrund der 
gesundheitlichen Probleme seiner Frau jederzeit auf eine befahrbare Zufahrt 
angewiesen sei, sehr wohl versucht, den Beschwerdeführer zu informieren. Der 
Beschwerdegegner habe am Wohnsitz des Beschwerdeführers angerufen, diesen 
jedoch nicht erreicht. Darauf hin habe der Beschwerdegegner S., die in B. 
wohnhafte Schwester des Beschwerdeführers, kontaktiert. Diese habe jedoch 
weder Kenntnis vom aktuellen Aufenthaltsort ihres Bruders noch von dessen 
Mobiltelefonnummer gehabt. Der Beschwerdegegner habe deshalb eine weitere, 
ebenfalls in B. wohnhafte Schwester des Beschwerdeführers, T., zu erreichen 
versucht, dies jedoch ohne Erfolg. In der Folge habe der Beschwerdegegner die 
dritte Schwester des Beschwerdeführers, O., kontaktiert. Ihr Ehemann habe dem 
Beschwerdegegner schliesslich die Mobiltelefonnummer des Beschwerdeführers 
gegeben. Der Beschwerdegegner habe mehrmals erfolglos den Beschwerdeführer 
über diese Nummer zu erreichen versucht. Um 20.30 Uhr habe er den 
Kreispräsidenten um Rat gefragt, welcher ihm empfohlen habe, die 
Zufahrtsstrasse so schnell wie möglich durch einen Gemeindeangestellten oder 
die Z. räumen zu lassen.

d/bb) Den Geschädigten trifft eine Schadenminderungsobliegenheit, wobei er sich 
deren Missachtung analog zum Selbstverschulden als Herabsetzungsgrund im 
Sinn von Art. 44 Abs. 1 OR anrechnen lassen muss. Zu beachten gilt, dass nach 
Rechtsprechung und Lehre vom Geschädigten nur zumutbare 
schadensabwendende bzw. –mindernde Massnahmen verlangt werden können 
(BGE 132 III 359 E. 4.3; 119 II 361 E. 5b; 117 Ib 155 E. 2b; Oftinger/Stark, 
Schweizerisches Haftpflichtrecht, Allgemeiner Teil, 5. Aufl., Zürich 1995, Bd. I, § 6 
N 37 ff., § 7 N 16 f.). Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdegegner seine 
Schadenminderungsobliegenheit nicht verletzt. Anlässlich der 
Zeugeneinvernahme vom 1. Juli 2009 sagte F. aus, der Beschwerdegegner habe 
ihm gesagt, „er habe x-mal versucht, [den Beschwerdeführer] zu erreichen, was 
ihm jedoch nicht gelungen sei.“ Ein Grund, an dieser Zeugenaussage zu zweifeln, 
wird vom Beschwerdeführer nicht vorgebracht und ist auch sonst nicht ersichtlich. 

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Es steht demnach fest, dass der Beschwerdegegner gegenüber F. bereits vor der 
gerichtlichen Auseinandersetzung um die Bezahlung der Schneeräumungskosten 
seine Bemühungen, den Beschwerdeführer zu erreichen, erwähnt hat. Unter 
Mitberücksichtigung, dass der Beschwerdegegner auch im Prozess schlüssig 
vorgebracht hat, zunächst erfolglos den Beschwerdeführer zu kontaktieren 
versucht zu haben und sodann mit dessen Verwandten sowie dem 
Kreispräsidenten Kontakt aufgenommen zu haben, sind die im Lichte der 
Schadenminderungsobliegenheit notwendigen Suchbemühungen des 
Beschwerdegegners nach dem Beschwerdeführer genügend dargelegt. Mit 
anderen Worten darf willkürfrei angenommen werden, dass der 
Beschwerdegegner vor der Schneeräumung durch die Z. mehrmals und auf 
verschiedenen Umwegen erfolglos versucht hat, den Beschwerdeführer zu 
erreichen, weshalb ihm nicht der Vorwurf fehlender oder ungenügender 
Suchbemühungen gemacht werden kann. Mit der blossen Behauptung, er habe 
bis am späten Nachmittag des 22. Dezember 2008 keinen Anruf auf sein 
Mobiltelefon erhalten, vermag der Beschwerdeführer die dargelegten 
Suchbemühungen des Beschwerdegegners nicht zu erschüttern. Aus einem 
aktenkundigen Attest von Dr. med. M. vom 9. März 2009 ist sodann ersichtlich, 
dass die Ehefrau des Beschwerdegegners unter anderem an epileptischen 
Anfällen leidet, weshalb die Zufahrt zum Wohnhaus des Beschwerdegegners frei 
sein sollte, um eine möglichst rasche medizinische Versorgung zu gewährleisten. 
Nachdem am Nachmittag des 21. Dezember 2008 der Schneerutsch sich ereignet 
hatte, war es dem Beschwerdegegner aufgrund der Krankheit seiner Ehefrau nicht 
zumutbar, mit der Schneeräumung länger als bis zum Nachmittag des 22. 
Dezember 2008 zuzuwarten.  

e/aa) Weiter erfordert die Grundeigentümerhaftpflicht gemäss Art. 679 ZGB einen 
Kausalzusammenhang zwischen der Grundeigentumsüberschreitung und dem 
eingetretenen Schaden (Haab, a.a.O., N 8 zu Art. 679). Während der 
Beschwerdeführer das Vorliegen des adäquaten Kausalzusammenhanges 
bestreitet, hält der Beschwerdegegner dagegen, der Schneeabrutsch sei kausal 
für den bei ihm eingetretenen Schaden.

e/bb) Der natürliche Kausalzusammenhang ist zu bejahen, wenn das in Frage 
stehende Ereignis – hier: die Überschreitung des Grundeigentums - eine 
notwendige Bedingung für den Schaden darstellt, wenn also die Ursache nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass damit auch der eingetretene Erfolg entfalle 
(statt vieler: Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, a.a.O., N 518). Ein 
natürlicher Kausalzusammenhang ist sodann adäquat, wenn die betreffende 

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Ursache nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen 
Lebenserfahrung an sich geeignet war, den eingetretenen Erfolg zu bewirken, so 
dass der Eintritt dieses Erfolges als durch die fragliche Tatsache allgemein 
begünstigt erscheint (BGE 123 V 98 E. 3d; 123 III 110 E. 3a; 122 V 415 E. 2a). 
Der adäquate Kausalzusammenhang darf nicht unterbrochen werden, was 
insbesondere durch schweres Selbstverschulden, schweres Drittverschulden oder 
höhere Gewalt erfolgen kann. Bei der Kausalität der Unterlassung ist zu fragen, ob 
der Schaden bei Vornahme der rechtlich gebotenen, jedoch unterlassenen 
Handlung nicht eingetreten wäre (sog. hypothetischer Zusammenhang zwischen 
der unterlassenen Handlung und dem Schaden). Um diesen hypothetischen 
Zusammenhang festzustellen, hat das erkennende Gericht auf die allgemeine 
Lebenserfahrung abzustellen, weshalb eine erneute Prüfung dieses Kriteriums im 
Rahmen der Adäquanz in der Regel keinen Sinn mehr macht (BGE 115 II 440 E. 
4a). An den hypothetischen Zusammenhang sind dabei keine allzu hohen 
Anforderungen zu stellen, es genügt, dass nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach den Erfahrungen des Lebens eine überwiegende 
Wahrscheinlichkeit für diesen hypothetischen Kausalverlauf spricht (BGE 121 III 
358 E. 5; 115 II 440 E. 6a). 

e/cc) Im zu beurteilenden Fall ist der (hypothetische) Kausalzusammenhang 
zwischen dem unterlassenen Anbringen von baulichen Sicherungsmassnahmen 
zur Verhinderung von Dachlawinen bzw. zwischen dem unterbliebenen 
kontrollierten Abtragen von Schnee vom Dach des Beschwerdeführers einerseits 
und den entstandenen Schneeräumungskosten von Fr. 352.40 andererseits 
gegeben. Der Beschwerdeführer hat als Grundeigentümer die gesetzliche Pflicht, 
bei der Ausübung seines Eigentums sich aller übermässigen Einwirkung auf das 
Eigentum der Nachbarn zu enthalten (Art. 684 Abs. 1 ZGB). Demnach hätte für ihn 
eine Pflicht zum Anbringen von baulichen Sicherungsmassnahmen bzw. zum 
kontrollierten Abtragen von Schnee bestanden, um die Dachlawine auf die Zufahrt 
des Beschwerdegegners zu verhindern. Bei Vornahme dieser Handlungen wäre 
der Schnee mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht abgerutscht und hätte die 
Zufahrt des Beschwerdegegners nicht versperrt. Alsdann hätte auch nicht die Z. 
mit der Schneeräumung beauftragt werden müssen und dem Beschwerdegegner 
wäre kein Schaden in Form der Übernahme der Schneeräumungskosten 
entstanden. Der Kausalzusammenhang wird schliesslich auch nicht durch höhere 
Gewalt (Schneefall) unterbrochen (vgl. vorstehend E. 3.b/bb). 

f) Schlussendlich setzt Art. 679 ZGB Widerrechtlichkeit voraus. Diese liegt 
vor, wenn das schädigende Verhalten gegen geschriebene oder ungeschriebene 

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Verhaltensverbote oder –gebote der Rechtsordnung, somit gegen eine allgemeine 
gesetzliche Pflicht, verstösst. Die Widerrechtlichkeit besteht somit in einem 
objektiven Normverstoss. Einerseits erscheint sie als Verstoss gegen eine Norm, 
welche ein absolutes Recht des Geschädigten schützt (sog. Erfolgsunrecht), 
andererseits als Verletzung einer besonderen Schutznorm (sog. 
Verhaltensunrecht), deren Zweck im Schutz vor Schäden von der Art des 
eingetretenen besteht (zu allem: Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, a.a.O., 
N 666 ff.). Im Rahmen der Grundeigentümerhaftpflicht liegt das Moment der 
Widerrechtlichkeit im Begriff der Eigentumsüberschreitung (Stark, Das Wesen der 
Haftpflicht des Grundeigentümers nach Art. 679 ZGB, Zürich 1952, S. 59; Haab, 
a.a.O., N 4 zu Art. 679). Vorliegend überschritt der Beschwerdeführer sein 
Grundeigentumsrecht, womit auch Widerrechtlichkeit gegeben ist.

g) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sämtliche 
Voraussetzungen der Grundeigentümerhaftpflicht gemäss Art. 679 i.V.m. 684 ZGB 
erfüllt sind. Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdegegner bereits im 
Jahr 2006 im Rahmen eines Besitzesschutzverfahrens die Anbringung von 
Schneefängern am Dach des Beschwerdeführers beantragte. Auf dieses 
Begehren wurde jedoch aus formellen Gründen (rechtliches Gehör) nicht 
eingetreten. Die Gefahr des Abrutschens von Schnee vom Dach des 
Beschwerdeführers scheint den Parteien somit durchaus bekannt gewesen zu 
sein. Die Frage nach dem Verschulden des Beschwerdeführers kann jedoch offen 
gelassen werden, denn ein solches ist für die Grundeigentümerhaftpflicht nicht 
erforderlich (Meier-Hayoz, a.a.O., N 104 zu Art. 679 m.w.H.). Offenbleiben kann 
auch, ob dem Beschwerdegegner – was sowohl die Vorinstanz als auch der 
Beschwerdeführer verneinen – ein (konkurrierender) Anspruch gegen den 
Beschwerdeführer gestützt auf Art. 419 ff. OR zusteht. Jedenfalls kann dem 
Beschwerdegegner zugestimmt werden, wenn er vorbringt, es könne nicht – wie 
vom Beschwerdeführer vorgebracht - von einer Umgehung von Art. 419 ff. OR 
gesprochen werden, nur weil diese auf den vorliegenden Fall nicht anwendbar 
seien. 

4. Die Beschwerde ist somit in Bestätigung des angefochtenen Entscheides 
vollumfänglich abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die 
Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'500.-- zuzüglich Schreibgebühr von 
Fr. 224.-- zulasten des unterliegenden Beschwerdeführers (vgl. Art. 122 Abs. 1 
Satz 1 ZPO). Dieser hat zudem den obsiegenden Beschwerdegegner 
aussergerichtlich angemessen zu entschädigen (vgl. Art. 122 Abs. 2 Satz 1 ZPO).

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'500.-- zuzüglich 
Schreibgebühr von Fr. 224.-- gehen zulasten des Beschwerdeführers, 
welcher den Beschwerdegegner aussergerichtlich mit Fr. 1'500.-- zu 
entschädigen hat.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn 
sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist 
die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. 
In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 
113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: