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**Case Identifier:** 5d6144a5-b06b-531d-a123-fd520bc73896
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.01.2024 PS230218
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS230218_2024-01-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde
über Schuldbetreibung und Konkurs

Geschäfts-Nr.: PS230218-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichterin lic. iur. A. Strähl 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw M. Schnarwiler

Urteil vom 8. Januar 2024

in Sachen

1. A._____, 
2. B._____, 
Beschwerdeführer

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____

betreffend Pfändungsvollzug
(Beschwerde über das Betreibungsamt Opfikon)

Beschwerde gegen einen Beschluss der I. Abteilung des Bezirksgerichtes 
Bülach vom 11. Oktober 2023 (CB230024)

- 2 -

Erwägungen:

1.

1.1 Die Beschwerdeführer sind verheiratet und je Miteigentümer zur Hälfte an 

den Grundstücken an der C._____-strasse 1 in D._____(Grundbuchblatt 2) und 

an der E._____-strasse 3 in D._____ (Grundbuch Blatt 4, 5 und 6) (vgl. act. 7/3). 

Sämtliche Miteigentumsanteile wurden gepfändet und es wurden je Verwertungs-

begehren gestellt. Mit Verfügungen vom 6. Juni 2023 verfügte das Betreibungs-

amt Opfikon (fortan Betreibungsamt) gegenüber den Beschwerdeführern als 

Schuldner und Pfandeigentümer je die Verwertung dieser in ihrem Miteigentum 

stehenden Grundstücke. Dies, nachdem in den gegen den Beschwerdeführer ge-

führten Betreibungen Nrn. 7, 8, 9, 10, 11 und 12 und in den gegen die Beschwer-

deführerin geführten Betreibungen Nrn. 13 und 14 die Verwertung dieser ver-

schiedentlich gepfändeten Miteigentumsanteile begehrt worden war. Das Betrei-

bungsamt erwog, es bestünden für die Betreibungen des Kantonalen Steueram-

tes Nrn. 13 und 11 sowie Nrn. 15 und 10 Solidarschuldnerverhältnisse zwischen 

den Beschwerdeführern und es seien sämtliche Miteigentumsanteile der solida-

risch haftenden Miteigentümer gepfändet. Zwar sehe die Bestimmung von Art. 73f 

Abs. 1 VZG vor, dass die Verwertung des Grundstückes als Ganzes ohne Zustim-

mung aller Beteiligten nicht möglich sei; die Bestimmung beziehe sich aber auf 

den Fall, dass lediglich ein Miteigentumsanteil gepfändet worden sei. Da jedoch 

vorliegend alle Miteigentumsanteile für solidarisch haftende Miteigentümer ge-

pfändet worden seien, mache es verfahrensökonomisch keinen Sinn, nach erfolg-

los durchgeführter Einigungsverhandlung nach Art. 73e VZG die Miteigentumsan-

teile einzeln zu versteigern. In dieser Situation solle es daher für das Betreibungs-

amt möglich sein, auch ohne Zustimmung der Beteiligten das Grundstück als 

Ganzes zu verwerten. Das Betreibungsamt verfügte in der Folge, das Grundstück 

werde als Ganzes verwertet und auf eine Einigungsverhandlung nach Art. 73e 

VZG werde verzichtet (act. 3/2 u. 3/3).

1.2 Gegen diese Verfügung gelangten die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

19. Juni 2023 (Eingangsdatum: 21. Juni 2023) an das Bezirksgericht Bülach als 

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untere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen 

und stellten die folgenden Anträge:

" 1. Die Verfügungen der Vorinstanz seien vollumfänglich aufzuheben 
und es sei stattdessen anzuordnen, dass in den Betreibungen 
Nr. 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13 sowie 14 die Steigerung einstweilen zu 
unterbleiben hat sowie eine Einigungsverhandlung nach Art. 73e 
VZG durchzuführen sei.

2. Alles unter Entschädigungs- und Kostenfolge zzgl. 7.7% MWST 
zulasten der Vorinstanz bzw. des Staates."

Die Vorinstanz setzte dem Betreibungsamt daraufhin Frist zur Stellung-

nahme und Einreichung allfälliger Akten an (act. 4). Die Stellungnahme samt Bei-

lagen ging fristgerecht bei der Vorinstanz ein (act. 6 u. 7/1–3). Die Vorinstanz 

setzte den Beschwerdeführern daraufhin Frist zur Stellungnahme an (act. 8) und 

zog beim Betreibungsamt weitere Unterlagen bei (act. 10–14). Eine Stellung-

nahme der Beschwerdeführer erfolgte nicht. Mit Entscheid vom 11. Oktober 2023 

wies die Vorinstanz die Beschwerde ab ([act. 17 =] act. 20 [= act. 22]). Dieser Ent-

scheid wurde den Beschwerdeführern am 1. November 2023 zugestellt (act. 18 

Blatt 2).

1.3 Mit elektronisch eingereichter Eingabe vom 13. November 2023 gelangten 

die Beschwerdeführer rechtzeitig an die Kammer und beantragten die Aufhebung 

des vorinstanzlichen Entscheides und die Gutheissung der vor Vorinstanz gestell-

ten Anträge (act. 21, vgl. zur Rechtzeitigkeit act. 18 u. 24).

Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1–18). Der Eingang der 

Beschwerde wurde den Beschwerdeführern und dem Betreibungsamt angezeigt 

(act. 25/1–2). Vom Einholen einer Antwort bzw. einer Vernehmlassung zur Be-

schwerde kann abgesehen werden (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. Art. 322 Abs. 1 

sowie Art. 324 ZPO bzw. § 83 Abs. 2 GOG/ZH). Das Verfahren ist spruchreif. 

2.

Gegen Entscheide einer unteren kantonalen Aufsichtsbehörde kann innert 

zehn Tagen beim Obergericht Beschwerde erhoben werden. Das Beschwerdever-

fahren richtet sich sinngemäss nach Art. 319 ff. ZPO (vgl. § 17 EG SchKG und 

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§ 84 GOG). Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz innert der Rechtsmit-

telfrist schriftlich, mit Anträgen versehen und begründet einzureichen (Art. 321 

Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde hat konkrete Beschwerdeanträge zu enthalten, 

welche bei Gutheissung der Beschwerde zum Entscheid erhoben werden können. 

Die gestellten Anträge sind sodann zu begründen. Die Beschwerde führende Par-

tei hat sich hierbei mit der Begründung des vorinstanzlichen Entscheides einläss-

lich auseinanderzusetzen und anzugeben, an welchen Mängeln der angefochtene 

Entscheid ihrer Ansicht nach leidet (Art. 321 ZPO; vgl. im Einzelnen BK ZPO-

STERCHI, 2012, Art. 321 N 15 ff.). Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechts-

anwendung und die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes gel-

tend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Tatsachen und Beweismittel sind im 

zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 ZPO).

3.

3.1 Vor Vorinstanz hatten die Beschwerdeführer zusammengefasst geltend ge-

macht, es treffe entgegen der angefochtenen Verfügung des Betreibungsamtes 

nicht zu, dass vorliegend alle Miteigentumsanteile für solidarisch haftende Mitei-

gentümer gepfändet seien. So sei es unzutreffend, dass in den aufgeführten Be-

treibungsnummern beide Beschwerdeführer stets solidarisch haftend seien. Zwar 

treffe zu, dass es einerseits um eine Nachsteuerforderung gehe, bei der grund-

sätzlich die Solidarhaftung der Ehegatten bestehe. Die Nachsteuer sei allerdings 

noch nicht rechtskräftig veranlagt und diesbezügliche Verwertungshandlungen 

hätten einstweilen zu unterbleiben. Zudem gehe es vorliegend auch um eine Er-

satzforderung in Höhe von Fr. 2 Mio., bezüglich derer nur der Beschwerdeführer 

hafte, die Beschwerdeführerin hingegen nicht. Entsprechend sei die Feststellung 

des Betreibungsamtes, wonach vorliegend nur solidarisch haftende Miteigentümer 

involviert seien, unrichtig. Das Betreibungsamt habe zu Unrecht von der grund-

sätzlich zwingend vorgesehenen Einigungsverhandlung nach Art. 73e VZG abge-

sehen (act. 1). 

3.2.1 Die Vorinstanz prüfte in einem ersten Schritt im Zusammenhang mit den tat-

sächlichen Vorbringen der Beschwerdeführer, inwieweit die Nachsteuerforderung 

noch nicht rechtskräftig veranlagt worden sei, mithin diesbezügliche Verwertungs-

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handlungen zu unterbleiben hätten. Sie erwog, entscheidend seien diesbezüglich 

die Betreibungen Nrn. 11, 10, 13 und 14, wobei sich aus den Betreibungsakten 

ergebe, dass für sämtliche der genannten Betreibungen die Pfändung der hälfti-

gen Miteigentumsanteile entweder der Beschwerdeführerin (Betreibungen Nrn. 16 

und 14) oder des Beschwerdeführers (Betreibungen Nrn. 10 und 11) erfolgt sei. 

Zudem ergebe sich, dass in den gegen die Beschwerdeführerin gerichteten Be-

treibungen die definitive Rechtsöffnung gewährt worden sei. Damit seien sämtli-

che Miteigentumsanteile an der E.______-strasse 3 und an der C._____-strasse 1 

in D._____ gepfändet und verwertungsreif (act. 20 E. 3.2).

In einem zweiten Schritt prüfte die Vorinstanz den rechtlichen Standpunkt 

der Beschwerdeführer, wonach das Betreibungsamt eine Einigungsverhandlung 

gestützt auf Art. 73e VZG durchführen müsse, da mehrere Miteigentümer von der 

Verwertung betroffen seien. Sie kam nach Auseinandersetzung mit der bundesge-

richtlichen Rechtsprechung zum Schluss (u.H.a. BGE 68 III 181; BGE 85 III 81; 

BGE 134 I 12), dass gemäss Bundesgericht auf die Einigungsverhandlung ver-

zichtet werden könne, sofern alle Miteigentumsanteile von einer Zwangsvollstre-

ckung betroffen und die Miteigentumsanteile verwertungsreif seien. Das Oberge-

richt Zürich habe sich hingegen – so erwog die Vorinstanz weiter – noch nie zu ei-

nem Sachverhalt, in dem sämtliche Miteigentumsanteile einer Zwangsvollstre-

ckung unterstünden und verwertungsreif seien, äussern müssen. Aus der Literatur 

ergebe sich, dass sich die Bestimmung von Art. 73f Abs. 1 VZG nur auf die Aus-

gangslage beziehe, dass ein Miteigentumsanteil gepfändet worden sei; sofern alle 

Miteigentumsanteile eines Grundstückes, beispielsweise für solidarisch haftende 

Miteigentümer, gepfändet seien, mache es verwertungsökonomisch keinen Sinn, 

nach erfolgloser Einigungsverhandlung die Miteigentumsanteile einzeln zu ver-

steigern. Daher solle es dem Betreibungsamt möglich sein, das Grundstück auch 

ohne Zustimmung der Beteiligten als Ganzes zu verwerten, und Selbiges sei in 

den Pfändungsurkunden zu verfügen.

Nach dem Gesagten erscheine – so schloss die Vorinstanz – die Rechtspre-

chung des Bundesgerichtes einschlägig, wonach eine Einigungsverhandlung 

sinnlos sei, wenn sämtliche Miteigentumsanteile Gegenstand einer Zwangsvoll-

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streckung und verwertungsreif seien. Auf die Durchführung einer Einigungsver-

handlung könne vorliegend folglich verzichtet werden (a.a.O., E. 3.3 f.).

3.2.2 In ihrer Beschwerde an die Kammer stellen die Beschwerdeführer nicht 

mehr in Frage, dass sämtliche Miteigentumsanteile gepfändet und verwertungsreif 

seien. Indes führen sie an, dass nicht in sämtlichen vorliegend massgeblichen Be-

treibungsnummern stets beide Miteigentümer solidarisch hafteten und damit 

Schuldner seien. Vielmehr sei auch für Betreibungen, welche sich einzig gegen 

den Beschwerdeführer richteten, dessen Miteigentumsanteile gepfändet worden. 

Diesen Umstand habe die Vorinstanz zwar so festgehalten, aber im Rahmen ihrer 

weiteren Erwägungen nicht mehr berücksichtigt, obwohl die Begründungspflicht 

und damit der Anspruch auf rechtliches Gehör der Beschwerdeführer eine Befas-

sung mit diesem Punkt klarermassen aufgedrängt hätte. Das Betreibungsamt be-

absichtige denn auch die Versteigerung des Grundstückes als Ganzes, und nicht 

nur in den Betreibungen, in welchen auch der Miteigentumsanteil der Beschwer-

deführerin gepfändet worden sei. Da der Miteigentumsanteil der Beschwerdefüh-

rerin nur für gewisse Betreibungen gepfändet sei, für gewisse hingegen nicht, er-

scheine sie bzw. ihr Anteil jedenfalls zum Teil als an der Zwangsvollstreckung un-

beteiligt und nicht als Schuldnerin betroffen. Es müsse ihr daher die Möglichkeit 

zugestanden werden, im Rahmen einer Einigungsverhandlung nach Art. 73e VZG 

z.B. durch Auskauf des Beschwerdeführers dessen Miteigentumsanteil zu erwer-

ben und so die Zwangsversteigerung ihres Grundstückes bzw. ihres Anteils daran 

abzuwenden. Andernfalls würden diejenigen Gläubiger, die Forderungen bloss 

gegen den Beschwerdeführer geltend machten, auf Kosten der Beschwerdeführe-

rin begünstigt, indem das ganze Grundstück unter Übergehung des Miteigentums-

anteils der Beschwerdeführerin verwertet würde, obwohl es für gewisse Betreff-

nisse nicht Haftungssubstrat als Ganzes, sondern nur im Umfang des Miteigen-

tumsanteils des Beschwerdeführers darstelle (act. 21).

4.1 Die Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grund-

stücken (VZG, SR 281.42) regelt die Zwangsverwertung von Grundstücken im 

Sinne von Art. 655 ZGB; ausgenommen sind im Gesamteigentum stehende 

Grundstücke (vgl. Art. 1 VZG). Insbesondere unter dem 3. Titel in Art. 73 ff. VZG 

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finden sich die Bestimmungen über die Zwangsverwertung eines Miteigentumsan-

teils. Geregelt sind namentlich die Anforderungen an den Grundbuchauszug 

(Art. 73 VZG), die Bekanntmachung der Steigerung und die Anmeldung von 

Rechtsansprüchen (Art. 73a f. VZG), das Lastenverzeichnis (Art. 73c f. VZG) so-

wie – soweit sich nach dem Ergebnis des Lastenbereinigungsverfahrens ergibt, 

dass das Grundstück als solches pfandbelastet ist – das diesfalls erforderliche 

Vorgehen, namentlich dass eine Einigungsverhandlung durchzuführen ist 

(Art. 73e VZG). Im Anschluss finden sich die Bestimmungen zur Versteigerung 

(Art. 73f ff. VZG).

Gemäss dem Wortlaut von Art. 73e VZG betreffend Durchführung einer Eini-

gungsverhandlung, auf welche die Beschwerdeführer und das Betreibungsamt 

Bezug nehmen, versucht das Betreibungsamt durch Verhandlungen mit den am 

Grundstück als solchem pfandberechtigten Gläubigern und mit den andern Mitei-

gentümern eine Aufteilung der betreffenden Pfandlasten (gemeint sind die Pfand-

lasten, welche das Grundstück als solches belasten, vgl. Art. 73e Abs. 1 VZG) auf 

die einzelnen Anteile herbeizuführen und im Falle, dass der Schuldner für eine 

durch das Grundstück als solches gesicherte Pfandforderung zusammen mit an-

dern Miteigentümern solidarisch haftet, eine entsprechende Aufteilung der 

Schuldpflicht zu erreichen (Art. 73e Abs. 2 VZG). Das Betreibungsamt kann aber 

auch versuchen, durch Verhandlungen mit den Beteiligten die Aufhebung des Mit-

eigentums zu erreichen und so zu ermöglichen, dass der betreibende Gläubiger 

aus dem Ergebnis der Verwertung der dem Schuldner zugewiesenen Parzelle 

oder aus dem Anteil des Schuldners am Ergebnis des Verkaufs des Grundstücks 

als solchem oder aus der dem Schuldner zukommenden Auskaufsumme (vgl. 

Art. 651 Abs. 1 ZGB) ganz oder teilweise befriedigt werden kann (Art. 73e Abs. 3 

VZG). Ziel der Einigungsverhandlung ist letztlich, den zu verwertenden Miteigen-

tumsanteil marktfähiger zu machen und so einen höheren Verwertungserlös zu 

erzielen, ist doch die Veräusserung eines Miteigentumsanteils häufig schwierig 

bzw. führt zu einem schlechten Verwertungsergebnis (vgl. OGer ZH PS180037 

vom 7. Mai 2018, E. 3.1.; vgl. auch: CHRIST, Miteigentum, Stockwerkeigentum, 

Gesamteigentum an Immobilien – Konkursrechtliche Aspekte, in: Sanierung und 

Insolvenz von Unternehmen VIII, S. 201 ff., S. 214).

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4.2 Die Beschwerdeführer sind - wie gezeigt und von ihnen nicht bestritten 

wurde - Miteigentümer je zur Hälfte an den Liegenschaften an der E.______-

strasse 3 und an der C._____-strasse 1 in D._____(vgl. Grundbuchauszüge 

act. 15 u. 16). Sämtliche Miteigentumsanteile wurden gepfändet und es wurden je 

Verwertungsbegehren gestellt, sie sind mithin – so wurde es von der Vorinstanz 

fest- und von den Beschwerdeführern hier nicht mehr in Frage gestellt – verwer-

tungsreif. Gestützt darauf ordnete das Betreibungsamt an, die Miteigentumsan-

teile nicht einzeln, sondern die Grundstücke als Ganzes zu verwerten. Das Vorge-

hen, die Liegenschaft als Ganzes zu verwerten, ist nicht zu beanstanden: Das 

Bundesgericht hielt in den bereits durch die Vorinstanz zitierten BGE 68 III 181 

und BGE 85 III 81 fest, dass in Fällen, in welchen im Miteigentum stehende Lie-

genschaften, bei welchen gegen sämtliche Miteigentümer Betreibungen liefen, 

sämtliche Miteigentumsanteile gepfändet waren, die Liegenschaften als solches 

verpfändet und Verwertungsbegehren gestellt worden waren, es zulässig bzw. 

"einzig zweck- und rechtmässig" sei, die Miteigentumsanteile nicht separat, son-

dern das Grundstück als Ganzes zu versteigern, was die Auflösung des Miteigen-

tums zur Folge hat (BGE 68 III 181, E. auf S. 183). Dies ergibt durchaus Sinn, ist 

doch ein ganzes Grundstück für die Käuferschaft regelmässig attraktiver, als ein 

blosser Miteigentumsanteil – gerade, wenn ein Grundstück physisch nicht teilbar 

ist.

4.3 Ist – nachdem sämtliche Miteigentumsanteile gepfändet und verwertungsreif 

sind – die Verwertung des Grundstückes als Ganzes angeordnet, ist nach der 

Rechtsprechung der Kammer keine Einigungsverhandlung nach Art. 73e VZG 

durchzuführen (vgl. OGer ZH PS140220 vom 18. September 2014, E. II./1.c). 

Dies in Übereinstimmung mit der von der Vorinstanz zitierten bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung. So führt das Bundesgericht in BGE 68 III 181 aus, wenn über-

haupt keine "anderen" Miteigentümer vorhanden seien, deren Interessen Rech-

nung zu tragen wäre, sondern sämtliche Miteigentumsanteile Gegenstand einer 

Zwangsvollstreckung und verwertungsreif seien, seien Einigungsverhandlungen 

sinnlos und sei die Verwertung des Grundstückes als Ganzes angezeigt (vgl. 

auch BGE 85 III 81, E. 2 in fine; vgl. im Übrigen auch die gleichlautende und von 

der Vorinstanz bereits zitierte Literatur: SCHLEGEL/ZOPFI, Die betreibungsrechtli-

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che Zwangsverwertung von Grundstücken in Theorie und Praxis, N 940 f.; ZOPFI, 

in: Kurzkommentar VZG, Art. 16 N 11). Diese bereits älteren Bundesgerichtsent-

scheide (neue einschlägige Entscheide sind in Übereinstimmung mit der Vorin-

stanz nicht zu finden) überzeugen inhaltlich nach wie vor: So zielt die Einigungs-

verhandlung wie gezeigt darauf ab, die Marktfähigkeit des Miteigentumsanteils zu 

erhöhen und die Grundlast oder Solidarschuld aufzuteilen bzw. eine Aufhebung 

des zu verwertenden Miteigentums zu erzielen, um das Grundstück als Ganzes 

zu verwerten. 

4.4  In Bezug auf die Erforderlichkeit der Durchführung der Einigungsverhandlung 

nach Art. 73e VZG ist nicht von Relevanz, welche Betreibungen jeweils zur Pfän-

dung und Verwertung der jeweiligen Miteigentumsanteile geführt haben bzw. dass 

einige davon nur Schulden betreffen, für welche der Beschwerdeführer alleine 

haftet. Ausschlaggebend ist, dass im Ergebnis sämtliche Miteigentumsanteile der 

Beschwerdeführer gepfändet und verwertungsreif sind, mithin keine "anderen" 

Miteigentümer – sprich solche, deren Miteigentumsanteil nicht gepfändet und für 

deren Miteigentumsanteil nicht die Zwangsverwertung begehrt ist – vorhanden 

sind. Dass dies der Fall ist, anerkennen grundsätzlich auch die Beschwerdefüh-

rer. Damit kann der Vorinstanz auch kein Vorwurf gemacht werden, dass sie die-

sen – wie gezeigt nicht relevanten – Umstand im Rahmen ihrer Begründung aus-

ser Acht gelassen hat, und es ist ihr in diesem Zusammenhang insbesondere 

keine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführer vorzuwerfen 

(BGE 143 III 65 E. 5.2; BGE 141 III 28, E. 3.2.4; BGE 138 I 232, E. 5.1 m.w.H.).

Es erhellt im Übrigen nicht, was die Beschwerdeführer damit meinen, es 

müsse der Beschwerdeführerin im Rahmen der Durchführung der Einigungsver-

handlung ermöglicht werden, durch Auskauf des Beschwerdeführers dessen Mit-

eigentumsanteil zu erwerben und so die Zwangsversteigerung ihres Grundstü-

ckes bzw. ihres Anteils daran abzuwenden, und diese Argumentation erscheint 

gesucht. Sollte es der Beschwerdeführerin nämlich finanziell möglich sein, den 

Beschwerdeführer "auszukaufen", so ist nicht nachvollziehbar, weshalb sie nicht 

zuerst die Pfändung und Zwangsverwertung ihres eigenen Miteigentumsanteils 

durch Zahlung an die Gläubiger abgewendet hat. Soweit die Beschwerdeführerin 

zudem zu befürchten scheint, dass mit dem Erlös aus ihrem Miteigentumsanteil 

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die einzig gegenüber dem Beschwerdeführer bestehenden Schulden getilgt wer-

den, ist diese Befürchtung ebenfalls nicht nachvollziehbar. So ändert die Verwer-

tung der Grundstücke als Ganzes nichts daran, dass jeder Schuldner für eigene 

Schulden grundsätzlich nur mit seinem eigenen Vermögen haftet, wobei zum Ver-

mögen der Beschwerdeführer jeweils "nur" ihre Miteigentumsanteile gehören.

4.5 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. 

5. Für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren sind keine Kosten zu erhe-

ben und Parteientschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 

SchKG, Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG).

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteienschädigung zugespro-

chen.

3. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer, unter Rücksendung der 

erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Op-

fikon, je gegen Empfangsschein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist in-
nert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG. 

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Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw M. Schnarwiler

versandt am:
9. Januar 2024