# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ec13d796-8b0c-5282-8fc0-895de87cc958
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-12-14
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 14.12.2023 BB.2023.199
**Docket/Reference:** BB.2023.199
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2023-199_2023-12-14

## Full Text

Selbständiger nachträglicher Entscheid der Strafkammer (Art. 363 ff. StPO i.V.m. Art. 20 Abs. 1 lit. a und Art. 393 Abs. 1 lit. b StPO);;Selbständiger nachträglicher Entscheid der Strafkammer (Art. 363 ff. StPO i.V.m. Art. 20 Abs. 1 lit. a und Art. 393 Abs. 1 lit. b StPO);;Selbständiger nachträglicher Entscheid der Strafkammer (Art. 363 ff. StPO i.V.m. Art. 20 Abs. 1 lit. a und Art. 393 Abs. 1 lit. b StPO);;Selbständiger nachträglicher Entscheid der Strafkammer (Art. 363 ff. StPO i.V.m. Art. 20 Abs. 1 lit. a und Art. 393 Abs. 1 lit. b StPO)

Beschluss vom 14. Dezember 2023 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Patrick Robert-Nicoud und Felix Ulrich, 

Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia 

   
 

Parteien 

  

A., 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

 

 

 

 

  

BUNDESANWALTSCHAFT, Urteilsvollzug, 

Beschwerdegegnerin 

 

 

 

Vorinstanz  BUNDESSTRAFGERICHT, Strafkammer, 

 

 

Gegenstand  Selbständiger nachträglicher Entscheid der Strafkam-

mer (Art. 363 ff. StPO i.V.m. Art. 20 Abs. 1 lit. a und 

Art. 393 Abs. 1 lit. b StPO) 

 

 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2023.199 

  

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest und zieht in Erwägung, dass: 

 

- die Bundesanwaltschaft, Urteilsvollzug, mit Gesuch vom 4. Oktober 2023 an 

das Bundesstrafgericht gestützt auf Art. 364 Abs. 1 StPO beantragte, die 

Rückerstattungspflicht von A. für die Kosten seiner amtlichen Verteidigung 

im Umfang von Fr. 15'000.-- (aus dem Urteil der Strafkammer des Bun-

desstrafgerichts SK.2019.38 vom 26. Juni 2020) festzustellen (s. act. 2.1); 

 

- die Einzelrichterin der Strafkammer des Bundesstrafgerichts mit Verfügung 

vom 23. November 2023 das Gesuch der Bundesanwaltschaft vom 4. Okto-

ber 2023 gestützt auf Art. 365 StPO guthiess und A. verpflichtete, dem Bund 

die Entschädigung von Fr. 15'000.-- für die Kosten seiner amtlichen Vertei-

digung im Verfahren SK.2019.38 zurückzuzahlen (act. 2.1); 

 

-  A. mit Eingabe vom 3. Dezember 2023 (Postaufgabe am 4. Dezember 2023 

und Eingang am 6. Dezember 2023) an das Bundesstrafgericht zuhanden 

der betreffenden Einzelrichterin der Strafkammer «Einspruch» gegen die 

Verfügung vom 23. November 2023 erhebt (act. 1);  

 

- die Strafkammer die Eingabe von A. mit Schreiben vom 11. Dezember 2023 

in Anwendung von Art. 393 Abs 1 lit. b StPO zuständigkeitshalber der 

Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts übermittelte (act. 2); 

 

- der Beschwerdeführer (A.) seine Beschwerde damit begründet, dass die an-

gefochtene Verfügung «zu viele Formfehler» enthalte (act. 1 S. 2);  

 

- er in verschiedener Hinsicht das Vorgehen der Strafkammer und die Erwä-

gungen in der angefochtenen Verfügung kritisiert (act. 1); er unter anderem 

die Formulierung im angefochtenen Entscheid, er habe sich weder zur Sa-

che vernehmen lassen noch das Formular über seine persönlichen und fi-

nanziellen Verhältnisse eingereicht, als «sehr polemisch und voreingenom-

men» empfinde, weshalb er die Einzelrichterin als befangen erachte (act. 1 

S. 1); er den Ausstand der Einzelrichterin zu beantragen scheint; der Be-

schwerdeführer sich die Frage stellt, ob die Verfügung anders ausgefallen 

wäre, wenn er sich quer gestellt oder die Begleichung der Verfahrenskosten 

in kleinen Raten auf die lange Bank geschoben hätte (act. 1 S. 1 f.);  

 

- der Beschwerdeführer gleichzeitig erklärt, bei ihm würden die Erfolgschan-

cen gut stehen, dass er den geforderten Betrag zurückzahlen könne; nicht 

nur aufgrund seiner finanziellen Situation, sondern auch aufgrund der Tatsa-

che dass er die Verfahrenskosten sehr zügig zurückgezahlt habe (act. 1 

S. 2);  

  

- 3 - 

 

 

- er somit offensichtlich mit seiner Beschwerde nicht einen anderen Entscheid 

in der Sache herbeiführen möchte (vgl. Art. 385 Abs. 1 lit. b StPO);  

 

- daran der Umstand, dass sich in der angefochtenen Verfügungen Ausfüh-

rungen finden, welche nicht im Sinne des Beschwerdeführers sind, nichts 

ändert;  

 

- die Begründung eines Entscheids grundsätzlich nicht angefochten werden 

kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_155/2014 vom 21. Juli 2014 E. 1.1); 

 

- bei dieser Sachlage auf die Beschwerde demnach ohne Schriftenwechsel 

nicht einzutreten ist (Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario); 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO);  

 

-  diese festzusetzen sind auf das gesetzliche Minimum von Fr. 200.-- (Art. 73 

StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts 

vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in 

Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 14. Dezember 2023 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Bundesanwaltschaft, Urteilsvollzug 

- Bundesstrafgericht, Strafkammer 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu 
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen 
Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung 
ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für 
die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).