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**Case Identifier:** 470d6906-cf47-5405-a620-4f49e36c822d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.02.2024 200 2023 656
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-656_2024-02-12.pdf

## Full Text

200 23 656 UV
SCI/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Februar 2024

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Peter

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG
Richtiplatz 1, 8304 Wallisellen
Zustelladresse: Postfach, 8010 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 16. August 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, UV/23/656, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war seit dem 1. April 1991 beim B.________ als ... ange-
stellt und über seinen Arbeitgeber bei der C.________ (heute: Allianz 
Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG) obligatorisch gegen die Folgen von 
Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie von Berufskrankheiten versichert, 
als am 10. Oktober 1991 in einer ... ein ... zerbrach, das eine flüssige Kultur 
des … enthielt, wodurch Aerosol freigesetzt und der Versicherte diesem 
ausgesetzt wurde (Akten der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG 
[nachfolgend Allianz Suisse bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1, 6 f., 17). 

Die C.________ richtete in der Folge für das Ereignis vom 10. Oktober 
1991 die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) aus. Mit 
Verfügung vom 5. Januar 1996 schloss sie den Fall per 31. Mai 1994 ohne 
weitere Leistungen ab (act. II 33). Diese Verfügung blieb unangefochten.

B.

Am 18. Juni 2019 reichte der Versicherte eine Unfallmeldung ein und 
machte im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 10. Oktober 1991 das 
Vorliegen einer Berufskrankheit geltend (act. II 49). Nach Beizug der Akten 
der Eidgenössischen Invalidenversicherung teilte die Allianz Suisse dem 
Versicherten mit Schreiben vom 3. September 2019 mit, dass aufgrund der 
gesamten ihnen vorliegenden medizinischen Akten eine aktive Infektion als 
Folge der Exposition des Bakteriums … im Jahre 1991 weder im Anschluss 
an den … noch im gegenwärtigen Zeitpunkt noch sonst irgendwann vorge-
legen habe und ein Rückfall oder eine berufsspezifische Erkrankung des-
halb auszuschliessen seien (act. II 55). Mit E-Mail vom 30. Dezember 2019 
ergänzte sie, Versicherungsleistungen seien erbracht worden, weil der Vor-
fall vorübergehend psychische Beschwerden zur Folge gehabt habe 
(act. II 63).

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Mit Schreiben vom 5. Mai 2021 liess der Versicherte das Festhalten an 
seiner Rückfallmeldung mitteilen und einen entsprechenden psychiatri-
schen Bericht in Aussicht stellen (act. II 65). Nach Eingang dieses Berichts 
(vgl. act. II 69 f.) und ergänzenden Abklärungen verfügte die Allianz Suisse 
insbesondere gestützt auf eine Stellungnahme ihrer beratenden Ärztin 
Dr. med. D.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
11. Juli 2022 (act. II 87) am 13. Juli 2022 die Ablehnung des Anspruchs auf 
Versicherungsleistungen in Bezug auf die als Rückfall oder Spätfolgen re-
sp. Berufskrankheit geltend gemachten Beschwerden. Diese seien nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 10. Oktober 
1991 zurückzuführen (act. II 89). Hiergegen erhob der Versicherte am 
17. August 2022 Einsprache (act. II 91), welche die Allianz Suisse mit Ent-
scheid vom 16. August 2023 abwies (act. II 97).

C.

Gegen den Einspracheentscheid der Allianz Suisse vom 16. August 2023 
(act. II 97) erhob der Versicherte am 15. September 2023 (Datum der 
Postaufgabe) Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, ihm seien die 
gesetzlichen Leistungen nach UVG für seine Beschwerden im Zusammen-
hang mit dem Ereignis vom 10. Oktober 1991 auszurichten.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2023 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 5. Oktober 2023 wurde die IV-Stelle 
Bern gebeten, dem Verwaltungsgericht die IV-Akten des Beschwerdefüh-
rers in elektronischer Form zur Einsichtnahme zuzustellen. Am 10. Oktober 
2023 wurden die Parteien über die Zurverfügungstellung der IV-Akten in-
formiert und ihnen mitgeteilt, dass ohne ihren Gegenbericht bis 20. Oktober 
2023 kein weiterer Schriftenwechsel stattfinde.

Mit Schreiben vom 19. Oktober 2023 ersuchte der Beschwerdeführer um 
Fristerstreckung zur Einreichung weiterer Unterlagen. Ihm wurde in der 
Folge freigestellt, bis 8. November 2023 weitere Beweismittel einzureichen. 
Fristgerecht reichte der Beschwerdeführer eine Eingabe ein. Ein Doppel 

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dieser Eingabe ging mit prozessleitender Verfügung vom 9. November 
2023 an die Beschwerdegegnerin und der Schriftenwechsel und das Be-
weisverfahren wurden geschlossen.

Am 21. Dezember 2023 kam dem Verwaltungsgericht eine weitere Eingabe 
des Beschwerdeführers samt Beilagen zu. Ein Doppel inkl. Beilagen gingen 
in der Folge an die Beschwerdegegnerin.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin 
vom 16. August 2023 (act. II 97). Streitig und zu prüfen ist, ob der Be-
schwerdeführer im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 10. Oktober 
1991 (erneut) Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung gegenüber der Beschwerdegegnerin hat.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in 
zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die 
bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 
210 E. 4.3.1 S. 213). 

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). 

2.3 Als Unfall gilt gemäss aArt. 9 Abs. 1 der Verordnung vom 20. De-
zember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in der bis 
31. Dezember 2002 gültig gewesenen und damit vorliegend anwendbaren 
Fassung (vgl. E. 2.1 hiervor) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper. 

Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzte 
und setzt nach der damals wie heute geltenden Rechtslage nebst anderem 
einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 148 V 356 E. 3 
S. 358, 147 V 161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181).

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 

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eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 148 V 356 E. 3 S. 358 f., 129 V 177 E. 3.2 S. 181). 

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33). 

Dem Erfordernis eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem 
versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung 

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als Voraussetzung für die Leistungspflicht der Versicherung kommt die 
Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 148 V 356 E. 3 S. 359, 129 V 
177 E. 3.3 S. 182).

2.4 Als Berufskrankheiten gelten gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG Krankhei-
ten (seit dem 1. Januar 2003 mit dem Verweis auf Art. 3 ATSG), die bei der 
beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende 
Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat 
erstellt eine Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten 
Erkrankungen. Gestützt auf diese Delegationsnorm und Art. 14 UVV hat 
der Bundesrat in Anhang 1 zur UVV eine Liste der schädigenden Stoffe 
und der arbeitsbedingten Erkrankungen erstellt. Gemäss dieser Liste gelten 
Infektionskrankheiten bei Arbeiten in Spitälern, Laboratorien, Versuchsan-
stalten und dergleichen als arbeitsbedingte Erkrankungen im Sinne von 
Art. 9 Abs. 1 UVG (vgl. Ziff. 2 lit. b des Anhangs 1 zur UVV). Nach der 
Rechtsprechung ist eine "vorwiegende" Verursachung von Krankheiten 
durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten gegeben, wenn diese 
mehr wiegen als alle anderen mitbeteiligten Ursachen, mithin im gesamten 
Ursachenspektrum mehr als 50% ausmachen (BGE 133 V 421 E. 4.1 
S. 425, 119 V 200 E. 2a S. 200; SVR 2011 UV Nr. 5 S. 17 E. 2.2; Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 6. November 2014, 8C_429/2013, 
E. 5.1 f.). 

Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind Berufskrankheiten von ihrem Aus-
bruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, 
sobald der Betroffene erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeits-
unfähig (vgl. Art. 6 ATSG) ist (Art. 9 Abs. 3 UVG). Bei Berufskrankheiten ist 
die Einwirkung des gefährlichen Stoffes oder die Verrichtung der krankma-
chenden Arbeit, kurzum die Exposition (Gefährdung), nicht weniger wichtig 
als der Ausbruch der Krankheit. Die Leistungspflicht hängt somit vom Um-
stand ab, ob die von der Krankheit betroffene Person während der vorwie-
genden Exposition versichert war. Die Versicherung wirkt somit beim Er-
krankten über das Ende seines Versichertseins hinaus, wenn die Krankheit 
erst später ausbricht. Sie entfaltet eine Nachwirkung (SVR 2020 UV Nr. 11 
S. 40 E. 4.1.2).

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2.5 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem an-
ders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 144 V 245 E. 6.1 
S. 254, 118 V 293 E. 2c S. 296).

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
im Sinne von Art. 11 UVV des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen 
den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versi-
cherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Dabei kann der Unfallversiche-
rer nicht auf der Anerkennung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall 
oder einem früheren Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; RKUV 1994 U 206 S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b; SVR 2016 UV 
Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 E. 2.1.2). Bei Rückfällen und Spätfol-
gen obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem 
Unfall mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche 
Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Be-
einträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrschein-
lichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Bei Be-
weislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus 
(SVR 2016 UV Nr. 18 S. 57 E. 2.2.2; Entscheid des BGer vom 19. Dezem-
ber 2016, 8C_61/2016, E. 3.2).

3.

3.1 Dass das Ereignis vom 10. Oktober 1991 (vgl. act. II 1) die kumu-
lativen Tatbestandsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefi-
nition (vgl. E. 2.3 hiervor) erfüllt, ist unbestritten. Die Frage, ob tatsächlich 
ein Unfall im Rechtssinne erfolgt war und damit überhaupt je eine Grundla-
ge für die (vorübergehend) gewährten Leistungen bestanden hat, dürfte bei 

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näherer Betrachtung jedoch zu verneinen sein. Gelangen Krankheitserre-
ger in für die betreffende Krankheit typischer Weise ins Körperinnere, gilt 
die Infektion als Krankheit und nicht als Unfall; dabei ist vorliegend zusätz-
lich beachtlich, dass beim Beschwerdeführer eine Infektion mit dem freige-
setzten … mit Sicherheit ausgeschlossen werden konnte (vgl. E. 3.2.1 
nachfolgend). Die Beschwerdegegnerin hatte die vor Jahrzehnten gewähr-
ten vorübergehenden Leistungen schliesslich nicht wegen eines von ihr 
anerkannten somatischen, sondern eines psychischen Gesundheitsscha-
dens gewährt, ohne sich jedoch mit den massgeblichen unfallversiche-
rungsrechtlichen Voraussetzungen auseinandergesetzt zu haben bzw. die 
entsprechende Prüfung aktenkundig gemacht zu haben (vgl. lit. B hiervor 
und act. II 63). Es bestehen dementsprechend erhebliche Anzeichen dafür, 
dass die vorübergehende Leistungsgewährung einer hinreichenden gesetz-
lichen Grundlage entbehrte (vgl. BGE 115 V 133; zur späteren diesbezügli-
chen höchstrichterlichen Rechtsprechung BGE 140 V 356). Wie es sich 
damit abschliessend verhält, braucht jedoch nicht näher geprüft zu werden. 
Auch nach einer umfassenden Prüfung der umstrittenen Fragen von Art, 
Umfang und Dauer der vom Beschwerdeführer geltend gemachten ge-
sundheitlichen Schädigung ist ein Anspruch auf (neuerliche) Leistungen der 
Beschwerdegegnerin ausgeschlossen.

In der vorliegend Basis der weiteren Beurteilung bildenden Verfügung über 
den Fallabschluss nach vorgängiger Leistungsausrichtung ging die Be-
schwerdegegnerin von einer zu keinem Zeitpunkt erfolgten somatischen 
Schädigung, jedoch einer vorübergehend unfallkausalen psychischen Be-
einträchtigung aus.

3.1.1 Eine Infektion mit dem beim Ereignis freigesetzten … konnte mit 
an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden (vgl. 
act. II 17 S. 2). Zwar will der Versicherte in einem von ihm selbst angefer-
tigten Ziehl-Neelsen-Präparat vereinzelt säurefeste Stäbchen gesehen und 
kulturell dann am 20. Dezember 1991 das … nachgewiesen haben (vgl. 
act. II 4 S. 1, act. II 7 S. 1 und act. II 14). Die zahlreichen Analysen von 
Sputum, Magensaft, Blut und Stuhl durch anerkannte Fachstellen waren 
jedoch allesamt negativ (vgl. act. II 4 S. 2, act. II 5, act. II 6 S. 2). Nachdem 
im weiteren klinischen Verlauf auch keine typischen Zeichen einer …-

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Infektion aufgetreten waren, kamen die Experten in der Folge zum nach-
vollziehbaren und überzeugenden Schluss, dass der Beschwerdeführer 
anlässlich des ... vom 10. Oktober 1991 zwar dem … ausgesetzt war, dies 
jedoch zu keiner Infektion geführt hat (vgl. act. II 15 S. 3, act. II 17 S. 2). 

3.1.2 Dr. med. E.________, Facharzt für allgemeine Innere Medizin so-
wie für Pneumologie, der den Versicherten vom 21. Januar bis 14. Mai 
1992 behandelt hat, wies in seinem Bericht vom 2. Oktober 1992 aus der 
Anamnese auf einen chronischen Nikotinabusus, einen Status nach Poly-
toxikomanie, einen Status nach Hepatitis sowie auf eine reaktive Depressi-
on nach Kindstod 1991 hin und diagnostizierte in der Folge Zeichen einer 
chronischen Bronchitis bei Nikotinabusus, ein Booster-Phänomen in der 
Tuberkulintestung sowie eine Depression (act. II 4). Im psychiatrischen 
Gutachten vom 2. Dezember 1994 (act. II 26) diagnostizierte Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine kombinierte 
Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0), eine langjährige Polytoxikomanie 
(Opiate, Alkohol, Stimulantien; ICD-10: F19), intermittierend psychotische 
Zustände durch Stimulantien (ICD-10: F15.5) sowie als psychogene Reak-
tion eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.25; act. II 26 S. 31). Zwischen 
dem Geschehen vom 10. Oktober 1991 und der Diagnose einer erlebnis-
bedingten psychogenen Reaktion mit Anpassungsstörung ab Ende 1991 
(ICD-10: F43.25) wurde ein natürlicher Kausalzusammenhang hauptsäch-
lich aus zeitlichen Gründen hergeleitet. Unfallfremde Faktoren seien die 
kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0), die langjährige, wech-
selnd intensive Polytoxikomanie (ICD-10: F19) mit im fraglichen Zeitraum 
sehr wahrscheinlich vorliegendem Missbrauch von Stimulantien und Seda-
tiva sowie die intermittierenden substanzbedingten maniform-psychoti-
schen Zustände 1992/93 (ICD-10: F15.5; act. II 26 S. 35). Im täglichen Le-
ben waren laut Gutachter im Zeitpunkt der Begutachtung keine Auswirkun-
gen mehr vorhanden, die auf das Ereignis vom 10. Oktober 1991 zu bezie-
hen waren. Bezüglich der psychogenen Situation erachtete der Gutachter 
den Status quo ante als erreicht, wie er unter Berücksichtigung der vorbe-
standenen (unfallfremden) Faktoren bereits über sehr viele Jahre bestan-
den hatte (act. II 26 S. 36). 

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3.1.3 Die C.________ richtete in der Folge für die psychogenen Folgen 
des Ereignisses vom 10. Oktober 1991 die gesetzlichen Leistungen (Hei-
lungskosten und Taggeld) aus. Mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung 
vom 5. Januar 1996 schloss sie den Fall aufgrund des gemäss psychiatri-
schem Gutachten vom 2. Dezember 1994 (act. II 26) erreichten Status quo 
ante ohne weitere Leistungen per 31. Mai 1994 ab (act. II 33).

3.2 Am 18. Juni 2019 machte der Versicherte im Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 10. Oktober 1991 das Vorliegen einer Berufskrankheit 
(act. II 49) resp. in der weiteren Korrespondenz sinngemäss Spätfolgen 
(vgl. act. II 56) bzw. einen Rückfall (vgl. act. II 65) geltend. 

3.2.1 Im Zeitpunkt des Fallabschlusses per 31. Mai 1994 war nach dem 
Dargelegten (vgl. E. 3.1 hiervor) mit Sicherheit und damit auch mit dem hier 
massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, 
dass anlässlich des ... vom 10. Oktober 1991 keine Infektion mit dem … 
stattgefunden hat. Sämtliche umfangreichen Analysen und Testungen auf 
… verliefen negativ und es zeigten sich im klinischen Verlauf auch keine 
typischen Zeichen einer …-Infektion. Daran hat sich seither nichts geändert 
und es bestehen keinerlei Anzeichen dafür, dass die damaligen über meh-
rere Jahre erfolgten umfangreichen Abklärungen fehlerhaft gewesen 
wären. Ist eine damals erfolgte Infektion ausgeschlossen, so bedeutet dies 
gleichzeitig, dass selbst später erhobene typische Befunde keine natürliche 
Kausalität mehr begründen könnten. Abgesehen davon, dass auch die wei-
teren Abklärungen keine massgeblichen Befunde zur Folge hatten. So fan-
den sich im Computertomogramm des Thorax vom 7. Dezember 2015 kei-
ne Hinweise für einen floriden Infekt mit atypischen … (keine Infiltrate, kei-
ne Bronchiektasien, keine mediastinale oder hiläre Lymphadenopathie, 
keine Kaverne; vgl. act. II 51 S. 8 f. sowie Akten der Invalidenversicherung 
[act. III] 40 S. 10) und in der abschliessenden Beurteilung des Spitals 
G.________ vom 7. März 2016 wurde – bei aktenanamnestisch negativen 
Blutkulturen am 23. und 27. Mai 2014 im Spital H.________ (vgl. act. III 40 
S. 18) –, da sich im körperlichen Status kein Infektfokus eruieren liess, eine 
infektiologische Ursache der vom Beschwerdeführer als Folge des ... vom 
10. Oktober 1991 geklagten somatischen Beschwerden als sehr unwahr-
scheinlich erachtet. Ein Zusammenhang mit der Exposition mit … wurde 

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aufgrund des prolongierten Verlaufs sowie der unauffälligen computerto-
mographischen Untersuchungen in den Jahren 2014 und 2015 explizit 
ausgeschlossen (act. III 40 S. 12). 

Nichts anderes ergibt sich aus dem Bericht des Spitals H.________ vom 
14. Juli 2016, wonach sich weder serologisch noch bildgebend ein Hinweis 
auf eine …-Infektion habe finden lassen (act. III 115 S. 3), und dem Bericht 
von Dr. med. I.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin sowie 
für Infektiologie, vom 16. Mai 2018 (act. III 126 S. 17 ff.), wobei letztere 
Ärztin jedoch wohl in Unkenntnis der Aktenlage auf der Basis der Schilde-
rungen des Beschwerdeführers fälschlicherweise von einer mit der Exposi-
tion kausal verbundenen febrilen Erkrankung mit Nachweis des Erregers im 
Sputum ausging (act. III 126 S. 19). Eine chronische …-Infektion der Lunge 
als Ursache für die vom Versicherten geschilderten Beschwerden scheine 
(dennoch) unwahrscheinlich (act. III 126 S. 20). Gleiches gilt gemäss Beur-
teilung von med. pract. J.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Me-
dizin, vom 30. August 2018 für die anderen Organe (Leber, Milz, Kno-
chenmark, Bandscheiben, Peritoneum; act. III 128 S. 5; siehe auch die 
Stellungnahme von med. pract. J.________ vom 9. Mai 2019 [act. III 148 
S. 4]).

Im Mai 2020 wurde der Beschwerdeführer von PD Dr. med. K.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Pneumologie, broncho-
skopiert mit bronchoalveolären Lavagen und Biopsien (vgl. Bericht vom 
22. Mai 2020 [act. III 182 S. 3 ff.]). In den Proben konnten in der Folge von 
den beauftragten Stellen weder mikroskopisch noch durch Kultur noch mit-
tels PCR-Test … nachgewiesen werden (act. III 201 S. 21 ff.). Gleiches gilt 
für die Proben der Ileo-Koloskopie vom 26. Juni 2020 (act. III 201 S. 20). 
Auch hier fand sich kein histopathologischer Befund und die PCR-Tests auf 
… waren allesamt negativ (act. III 201 S. 17 ff.). Auch eine erneute Blutun-
tersuchung vom 9. Dezember 2020 ergab unverändert keinen Hinweis auf 
eine Infektion mit … (AB 201 S. 16). 

Damit kann auch weiterhin mit Sicherheit und damit auch mit dem vorlie-
gend massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
ausgeschlossen werden, dass die somatischen Beschwerden des Ver-
sicherten auf eine Infektion mit dem … zurückzuführen sind. Daran ändert 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, UV/23/656, Seite 13

die Aussage von Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin und Hausarzt des Versicherten, vom 5. Juli 2021 nichts, wonach 
der Beschwerdeführer seit 1991 unter einer gesundheitlichen Problematik 
leide, welche Folge des Kontaktes mit dem … sei (act. I 3). Die Einschät-
zung des Dr. med. L.________ ist medizinisch nicht haltbar. Die zahlrei-
chen Laboranalysen, die bildgebenden Befunde und entsprechenden 
fachärztlichen Beurteilungen schliessen eine solche Schlussfolgerung aus. 
Entsprechend kann der Beschwerdeführer auch nichts aus der Auskunft 
von Dr. med. M.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für 
Arbeitsmedizin, N.________, vom 16. April 2019 (act. I 6) zu seinen Guns-
ten ableiten, wonach die N.________ eine latente Tuberkulose-Infektion bei 
einem ... in einem ... nach Tuberkulose-Exposition als Berufskrankheit im 
Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG nach Ziff. 2 lit. b des Anhangs 1 zur UVV an-
erkennen würde, ist diese Aussage doch unter dem expliziten Vorbehalt 
erfolgt, dass die aktuellen Beschwerden des Versicherten im Zusammen-
hang mit einer aktiven und anlässlich des Ereignisses vom 10. Oktober 
1991 gesetzten Tuberkuloseinfektion stehen, was im Falle des Beschwer-
deführers nach dem Dargelegten ausgeschlossen ist. Folglich hat die Be-
schwerdegegnerin zu Recht eine natürliche Kausalität zwischen den vom 
Beschwerdeführer geklagten somatischen Beschwerden und dem Ereignis 
bzw. das Vorliegen einer Berufskrankheit (act. II 97 S. 5 Ziff. 16) verneint. 

Soweit der Beschwerdeführer annimmt, das am 20. Dezember 2023 nach-
gereichte MRI Schädel nativ vom 16. November 2023 (act. I 8) belege, 
dass die Bakterien bereits sein Gehirn erreicht hätten (vgl. Eingabe des 
Versicherten vom 20. Dezember 2023), kann ihm nicht gefolgt werden. 
Zwar liegt bei ihm gemäss Beurteilung eine über das Altersmass hinausge-
hende generalisierte zerebrale und auch leichtgradige zerebelläre Atrophie, 
eine ausgeprägte Leukenzephalopathie im Marklager der Grosshirnhemi-
sphären mit auch zahlreichen Läsionen in den Basalganglien linksbetont, 
im linken Thalamus sowie im Hirnstamm vor, diese Befunde sind gemäss 
ärztlicher Beurteilung jedoch nicht mit einer Infektion – wobei nochmals zu 
betonen ist, dass eine unfallkausale Infektion ausgeschlossen ist –, son-
dern in erster Linie mit einer toxischen bzw. vaskulären Encephalopathie 
(und damit mit der sich aus den IV-Akten [act. III] ergebenden fast lebens-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, UV/23/656, Seite 14

langen Drogen-, Alkohol- und Medikamentensucht [vgl. act. III 101.1]) ver-
einbar. 

3.2.2 Soweit der Beschwerdeführer darüber hinaus auch psychische 
Beschwerden als unfallkausal und (erneut) leistungsbegründend erachtet 
(vgl. act. II 65 i.V.m. act. II 69 f.), kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. 
Gemäss schlüssiger Beurteilung von Dr. med. D.________ (der beratenden 
Ärztin der Beschwerdegegnerin) vom 11. Juli 2022 (act. II 87) sind die psy-
chischen Beschwerden nicht dem 30 Jahre früher stattgehabten Ereignis 
zuzuordnen. Die als Rückfall gemeldeten Beschwerden und Symptome 
seien klassisch für ein depressives Leiden. Die negative Kognition im Zu-
sammenhang mit der nicht nachgewiesenen Infektion von 1991 stehe zwar 
inhaltlich mit dem Ereignis von 1991 im Zusammenhang; sie sei aber viel-
mehr als ʺaltbekannteʺ Überzeugung des Versicherten, die bestenfalls als 
überwertige Idee (sich 1991 im ... infiziert zu haben) einzustufen sei, einzu-
ordnen, denn als eine Angstsymptomatik im engeren Sinn. Notabene habe 
der behandelnde Psychiater schliesslich auch keine Angststörung nach 
ICD-10, sondern ein affektives Leiden diagnostiziert. Die beschriebene de-
pressive Symptomatik sei ursächlich nicht auf das Unfallereignis zurückzu-
führen, sondern auch gemäss dem behandelnden Psychiater auf die aktu-
elle körperliche Verfassung (act. II 87 S. 2). Bereits 1994 sei die überwie-
gend wahrscheinliche Unfallkausalität der damaligen Beschwerden und 
Symptome gutachterlich verneint worden (act. II 87 S. 3).

Beschwerdeweise wird gegen diese Beurteilung nichts vorgebracht und es 
findet sich auch in den gesamten Akten nichts, was gegen die Zuverlässig-
keit und Schlüssigkeit dieser in Übereinstimmung mit den, den gesamten 
Zeitraum abdeckenden ärztlichen Berichten stehende Beurteilung der bera-
tenden Ärztin sprechen würde. Somit ist erstellt, dass die als Rückfall ge-
meldeten psychischen Beschwerden nicht in einem natürlichen Kausalzu-
sammenhang mit dem Ereignis vom 10. Oktober 1991 stehen, womit es 
auch keiner Adäquanzbeurteilung bedarf.

3.3 Zusammenfassend stehen die körperlichen wie auch die psychi-
schen Beschwerden des Beschwerdeführers nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum ... vom 
10. Oktober 1991, womit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2024, UV/23/656, Seite 15

Zusammenhang mit diesen Beschwerden zu verneinen ist. Der angefoch-
tene Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 16. August 2023 
(act. II 97) ist nach dem Dargelegten nicht zu beanstanden und die dage-
gen erhobene Beschwerde abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG 
[Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.