# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ae5e41e-c895-553a-a8aa-288b71ffcb9d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.08.2009 A-5646/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5646-2008_2009-08-13.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-5646/2008
{T 1/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richterin Marianne Ryter Sauvant (Vorsitz), 
Richter Beat Forster, Richter Lorenz Kneubühler, 
Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, 
Richterin Kathrin Dietrich,
Gerichtsschreiberin Mia Fuchs.

1. Gemeinde Altendorf, Gemeinderat, Dorfplatz 3, Post-
fach, 8852 Altendorf, und Mitbeteiligte,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Ettler, Grün-
gasse 31, Postfach 1138, 8026 Zürich,
2. Verein Flugschneise Süd - Nein (VFSN), Post-
fach 299, 8121 Benglen, und Mitbeteiligte,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christopher Tillman, 
Forchstrasse 2 / Kreuzplatz, Postfach, 8032 Zürich,
3. Gemeinde Dietlikon, handelnd durch den Gemeinde-
rat, Bahnhofstrasse 60, Postfach, 8305 Dietlikon, und 
Mitbeteiligte,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Ettler, Grün-
gasse 31, Postfach 1138, 8026 Zürich,
Beschwerdeführende,

gegen

Unique (Flughafen Zürich AG), Postfach, 8058 Zürich,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Roland Gfeller, Flo-
rastrasse 44, Postfach 1709, 8032 Zürich,
Beschwerdegegnerin,

und

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

A-5646/2008

1. Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), 3003 Bern,
2. Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie 
und Kommunikation (UVEK), Bundeshaus Nord, 3003 
Bern,
Vorinstanzen,

sowie

1. Swiss International Air Lines AG, Postfach, 4056 Ba-
sel,
vertreten durch Rechtsanwältin Prof. Dr. Regula Dettling-
Ott, Managing Director SWISS, Internat. Relations & 
Government Affairs, Postfach, 8058 Zürich,
2. Skyguide, schweizerische Aktiengesellschaft für zi-
vile und militärische Flugsicherung, Rechtsdienst, 
Postfach 796, 1215 Genève 15 Aéroport,
3. Landratsamt Waldshut, Justiziariat, Kaiser-
strasse 110, DE-79761 Waldshut-Tiengen,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Heinrich Ueberwas-
ser, Moosweg 70, 4125 Riehen,
4. Gemeindeverwaltung Bachs, Gmeindhusweg 8, 
8164 Bachs, und Mitbeteiligte,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Heinrich Ueberwas-
ser, Moosweg 70, 4125 Riehen,
5. Gemeindeverwaltung Fisibach, Gemeindekanzlei, 
Rathaus, 5466 Kaiserstuhl AG, und Mitbeteiligte,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Heinrich Ueberwas-
ser, Moosweg 70, 4125 Riehen,
Beigeladene.

Verweigerte Betriebsreglementsänderung gekröpfter 
Nordanflug, verweigerte Plangenehmigung für die Erwei-
terung der Hindernisbefeuerung Stadlerberg, verweigerte 
Änderung des Sicherheitszonenplans gekröpfter Nordan-
flug.

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Gegenstand

A-5646/2008

Sachverhalt:

A.
Mit  Eingabe  vom  31. Dezember  2004  ersuchte  die  Flughafen  Zü-
rich AG (Unique) das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) um Genehmi-
gung der  Änderung des vorläufigen Betriebsreglements  zwecks Ein-
führung eines Nordanflugs im Schweizer Luftraum auf die Piste 14.

Das Gesuch sieht ein neues Anflugverfahren vor, das einen Anflug von 
Norden auf die Piste 14 ermöglicht, ohne den deutschen Luftraum zu 
benützen (sog. gekröpfter Nordanflug). Der Ausgangspunkt für den An-
flug sei der Fixpunkt bzw. Warteraum "GIPOL". Von diesem Punkt aus 
verlaufe der Anflug in ost-nordöstlicher Richtung, drehe ca. 4 km süd-
lich von Zurzach Richtung Osten und schneide südlich von Weiach die 
verlängerte Achse der Piste 14. Der weitere Verlauf  entspreche dem 
heute  bekannten  Anflug  auf  die  Piste 14. Obwohl  es  sich  um einen 
sog. Sichtanflug (Visual Approach) handle, werde der Hauptteil der An-
flugstrecke nach Instrumenten geflogen. Nachdem das Flugzeug von 
der Flugsicherung auf den Anflug aufliniert worden sei, werde es die-
sen  nach  einem  neuen,  genaueren  Navigationsstandard  (Precision 
Area Navigation P-RNAV) vom Punkt ZH815 bis zum Übergang in den 
Sichtanflugteil (ca. 10 km vor die Pistenschwelle) in selbständiger Na-
vigation  durchführen  können. Ab  diesem Punkt  müssten  die  Piloten 
Sichtkontakt zur Landepiste haben. Sei dies der Fall, werde der letzte 
Teil bis zur Landung nach Sichtreferenzen von Hand geflogen. Sehe 
der Pilot die Piste nicht, müsse er einen Durchstart einleiten. Das ge-
plante  Anflugverfahren  sei  trotz  eines  längeren  Abschnitts,  bei  dem 
nach  Sichtreferenzen  eine  vorgegebene  Route  geflogen  werde,  ein 
Verfahren unter Instrumentenflugregeln (IFR).

Die  Landekapazität  des  gekröpften  Nordanflugs  werde  gemäss  Pla-
nung  zwischen  18  und  24  Landungen  pro  Stunde  betragen,  was in 
etwa der heutigen Kapazität des Südanflugs entspreche. Das neue An-
flugverfahren könne in einer ersten Phase nur während einer Zeitspan-
ne mit  wenigen geplanten Starts  sinnvoll  angewendet  werden. Wäh-
rend der Sperrzeiten im deutschen Luftraum sei dies zurzeit nur zwi-
schen 6.00 und 7.00 Uhr der Fall. Es sei deshalb vorgesehen – falls 
die  Wetterbedingungen  es  zuliessen –  den  Flughafen  Zürich  täglich 
von 6.00 bis 7.00 Uhr mittels des gekröpften Nordanflugs anzufliegen.

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Unique  beantragte  daher  die  Genehmigung  der  Änderungen  von 
Art. 19 und 21 des vorläufigen Betriebsreglements (vBR) gemäss Bei-
lage 1 des Gesuchs. Zudem stellte sie den Antrag, das Anflugverfah-
ren  P-RNAV CAV RWY 14  sei  zu  genehmigen  und zur  Anwendung 
freizugeben. Allfälligen Beschwerden gegen die Genehmigungsverfü-
gung sei schliesslich die aufschiebende Wirkung zu entziehen.

Zur Begründung führte Unique aus, dass infolge der von Deutschland 
erlassenen Einschränkungen in der Nutzung des deutschen Luftraums 
die Installation eines Instrumentenlandesystems auf der Piste 34 und 
damit verbunden vermehrte Landungen auf dieser Piste notwendig ge-
worden seien. Unique habe sich seit Einführung der Südanflüge für die 
Erarbeitung einer technischen Lösung eingesetzt,  die im Nahbereich 
weniger Menschen mit Fluglärm von Anflügen belaste. Da der Norden 
des Flughafens im Nahbereich weniger dicht besiedelt sei als die an-
deren Gebiete rund um den Flughafen,  dränge sich eine technische 
Lösung auf, die eine Landung von Norden her ohne Nutzung des deut-
schen Luftraums ermögliche.

B.
Auf Verlangen hin reichte Unique am 31. Oktober 2006 zuhanden des 
BAZL verschiedene ergänzende Unterlagen ein. Sie beantragte in Er-
gänzung  der  Änderung  des  vBR eine  Änderung  des  geltenden  Be-
triebsreglements vom 31. Mai 2001 für den Fall, dass das vBR im Ge-
nehmigungszeitpunkt  des gekröpften Nordanflugs noch nicht  in  Kraft 
sein sollte. Zudem beantragte sie die Gewährung von Erleichterungen 
gemäss  Art. 17  des  Umweltschutzgesetzes  vom  7. Oktober  1983 
(USG, SR 814.01), die Freigabe des Anflugverfahrens P-RNAV Visual 
Approach RWY 14 und den Entzug der aufschiebenden Wirkung allfäl-
liger Beschwerden gegen die Genehmigung.

Gleichzeitig  unterbreitete  Unique  dem  Eidgenössische  Departement 
für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) ein Gesuch 
um Plangenehmigung  für  eine  Erweiterung  der  Hindernisbefeuerung 
Stadlerberg und reichte überarbeitete Unterlagen zum geänderten Si-
cherheitszonenplan ein.

Aufgrund von Änderungen, die die Internationale Zivilluftfahrtorganisa-
tion (International Civil  Aviation Organization [ICAO]) im Herbst 2007 
zwecks Anpassung an die weiter entwickelte Navigationstechnik initi-
ierte, und der neu definierten Zertifizierungskriterien für die P-RNAV-
Verfahren  mussten  die  verschiedenen  Phasen  des  Anflugs  vor  dem 

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Eindrehen auf die Pistenachse neu definiert werden. Das von Skygui-
de angepasste Konzept für die Flugsicherung und der ergänzte Bericht 
über die Sicherheitsprüfung gingen bis im März 2008 beim BAZL ein.

C.
Während der publizierten Auflagefrist gingen beim BAZL gegen fünf-
hundert  Einsprachen von Gemeinden,  Organisationen und Privatper-
sonen sowie der Swiss International Airlines AG (SWISS) ein.

D.
Nach Anhörung der Kantone Aargau und Zürich, des deutschen Land-
kreises Waldshut sowie Skyguide, des Bundesamtes für Raumentwick-
lung (ARE) und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) verweigerte das 
BAZL (Vorinstanz) mit Verfügung vom 30. Juni 2008 dem Gesuch der 
Unique um Änderung des vBR für ein neues Anflugverfahren (gekröpf-
ter Nordanflug) die Genehmigung. Die Anträge und Begehren aus den 
Einsprachen und der Anhörung wies es, soweit sie durch die Nichtge-
nehmigung  nicht  ohnehin gegenstandslos geworden waren, im Sinne 
der Erwägungen ab.

E.
Gleichentags verweigerte das UVEK die von Unique beantragte Plan-
genehmigung für  die Erweiterung der Hindernisbefeuerung am Stad-
lerberg. Die  Änderung des Sicherheitszonenplans  für  ein  neues An-
flugverfahren (gekröpfter Nordanflug) wurde ebenfalls nicht genehmigt. 
Die  Anträge und Begehren aus den Einsprachen und der  Anhörung 
wies das UVEK, soweit sie durch die Nichtgenehmigung nicht ohnehin 
gegenstandslos geworden waren, im Sinne der Erwägungen ab.

F.
Sowohl gegen die Verfügung des BAZL als auch gegen die Verfügung 
des UVEK haben zahlreiche Privatpersonen,  Vereinigungen und Ge-
meinwesen beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben.

Die  Beschwerdeführenden 1 und 3 beantragen mit  Beschwerde vom 
3. resp. 15. September 2008, die angefochtenen Entscheide seien auf-
zuheben  und  es  sei  festzuhalten,  dass  der  gekröpfte  Nordanflug 
grundsätzlich genehmigungsfähig sei. Die Vorinstanz sei anzuweisen, 
Gesuche und Einsprachen dagegen im Sinne des Entscheids materiell 
zu behandeln. Die Beschwerdeführenden 2 stellen in ihrer Beschwerde 
vom 8. September 2008 den Antrag, es seien die angefochtenen Ver-
fügungen des BAZL und des UVEK vollständig  aufzuheben  und die 

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Vorinstanzen anzuweisen, die Genehmigung der beiden Gesuche der 
Flughafen Zürich AG gemäss aktuellem Stand im Sinne der Erwägun-
gen  des  Bundesverwaltungsgerichts  zu  prüfen  und  die  Einsprachen 
aus der erfolgten öffentlichen Auflage im Sinne der Erwägungen des 
Bundesverwaltungsgerichts materiell zu behandeln. Zudem seien den 
Beschwerdeführenden  nach  Eingang  der  Beschwerdeantworten  und 
nach Eingang allfälliger späterer Stellungnahmen der Beschwerdegeg-
nerschaft  diese  Original-Akten  (inklusive  der  Beilagen  von  Rechts-
schriften) jeweils zur Einsichtnahme für kurze Zeit zukommen zu las-
sen oder diese Eingaben jeweils mitsamt Beilagen in Kopie zur Kennt-
nisnahme zuzustellen.

G.
Am 8. September 2008 stellte SWISS dem Bundesverwaltungsgericht 
ein Gesuch um Beiladung zum hängigen Beschwerdeverfahren gegen 
die  verweigerte  Betriebsreglementsänderung.  Mit  Schreiben  vom 
11. und 19. September 2008 ersuchte das Landratsamt Waldshut um 
Beteiligung als  Beigeladene. Am 6. Oktober  2008 ersuchten die Ge-
meinde Bachs und Mitbeteiligte ebenfalls um Beiladung zum Verfah-
ren. Die Instruktionsrichterin bezog die Gesuchstellenden sowie Sky-
guide  mit  Verfügungen  vom 12. September  resp. 1. und  14. Oktober 
2008 ins Verfahren mit  ein. Zudem vereinigte sie mit  Verfügung vom 
1. Oktober  2008  die  Verfahren  A-5646/2008,  A-5725/2008  sowie 
A-5905/2008  und  führte  sie  neu  unter  der  Dossiernummer 
A-5646/2008 weiter.

Das  Landratsamt  Waldshut  ersuchte  mit  Schreiben  vom  11.  und 
19. September 2008 auch im Verfahren gegen die angefochtene Verfü-
gung des UVEK um Beiladung. Mit Gesuch vom 6. Oktober 2008 be-
antragten zudem die Gemeinde Fisibach und Mitbeteiligte die Beila-
dung zum hängigen Verfahren. Die Gesuchstellenden wurden gemein-
sam mit Skyguide mit  Verfügungen vom 1. und 14. Oktober 2008 ins 
Verfahren  mit  einbezogen. Die  Verfahren  A-5655/2008,  A-5726/2008 
und A-5935/2008 wurden zudem mit Verfügung der Instruktionsrichte-
rin vom 1. Oktober 2008 zu einem Verfahren unter der Dossiernummer 
A-5655/2008 vereinigt.

H.
Das BAZL beantragt  in seiner Stellungnahme vom 31. Oktober 2008 
die  Abweisung  der  Beschwerden,  soweit  darauf  eingetreten  werden 
könne. Es stellt zunächst in Frage, ob die Beschwerdeführenden über-

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haupt  legitimiert  seien,  die  Nichtgenehmigung  einer  Betriebsregle-
mentsänderung anzufechten. In materieller Hinsicht führt  es aus, der 
vorgelegte gekröpfte Nordanflug sei bei der Ermittlung des Absturzrisi-
kos anhand von international anerkannten Methoden den am Flugha-
fen Zürich vorhandenen Präzisionsanflugverfahren deutlich unterlegen. 
Das potentielle Schadensausmass lasse sich dagegen nicht mit stan-
dardisierten, international anerkannten Methoden ermitteln. Eine den 
geltenden Normen der  ICAO und der  Europäischen  Flugsicherungs-
agentur (Eurocontrol) genügende Sicherheitsanalyse müsse sich somit 
auf die vorgenommenen Untersuchungen beschränken. Dem Vorwurf, 
das BAZL habe die (angeblich) mangelnde Sicherheit des gekröpften 
Nordanflugs willkürlich über andere Interessen gestellt, entgegnet es, 
selbst  das  Bundesgericht  habe wiederholt  festgestellt,  dass  der  Ge-
währung der Sicherheit ein sehr hohes öffentliches Interesse zukom-
me und somit  der dem Entscheid zu Grunde liegende Gedanke des 
"safety first" auch vom Bundesgericht geteilt werde.

I.
In  seiner  Stellungnahme vom 31. Oktober  2008  wirft  das  UVEK die 
Frage auf, ob die Beschwerden bezüglich seiner – ausdrücklich oder 
stillschweigend –  mitangefochtenen  Verfügung  rechtsgenüglich  be-
gründet  seien,  zumal  sich  die  Beschwerdeführenden  inhaltlich  aus-
schliesslich mit der Verfügung des BAZL befassen würden. Es verzich-
tet daher auf weitere Ausführungen und verweist auf seine Erwägun-
gen in der angefochtenen Verfügung.

J.
Ebenfalls mit Schreiben vom 31. Oktober 2008 hält das BAFU aus um-
weltrechtlicher Sicht fest, dass die strittige Anflugvariante, selbst wenn 
sie im Ergebnis zu einer Lärmverminderung führen würde, aus Sicher-
heitsgründen  nicht  realisiert  werden  dürfe.  Somit  liege  keine  Verlet-
zung des Vorsorgeprinzips vor, da gemäss Art. 11 Abs. 2 USG Emissi-
onen auch im Rahmen der Vorsorge nur soweit zu begrenzen seien, 
als  dies  technisch  und betrieblich  möglich  und  wirtschaftlich  tragbar 
sei. In  Bezug auf  die  sinngemässe Rüge,  die  Belastungsgrenzwerte 
von Ziffer 221 von Anhang 5 der Lärmschutz-Verordnung vom 15. De-
zember  1986  (LSV,  SR  814.41)  seien  gesetzeswidrig,  verweist  das 
BAFU  auf  die  Erkenntnisse  der  Eidgenössischen  Kommission  für 
Lärmbekämpfung (EKLB),  wonach sich  aufgrund des gegenwärtigen 
Standes des Wissens und der  Erfahrung feststellen  lasse,  dass  An-
hang 5 LSV im Einklang mit den Art. 13 und 15 USG stehe.

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K.
Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) verzichtete mit Schreiben 
vom 28. Oktober 2008 auf eine Stellungnahme, da die eingegangenen 
Beschwerden keine grundsätzlichen planerischen oder planungsrecht-
lichen Fragen aufwerfen würden.

L.
Mit Eingabe vom 14. November 2008 nimmt Unique (Beschwerdegeg-
nerin) Stellung zum vorliegenden Beschwerdeverfahren und beantragt, 
auf die Beschwerden nicht einzutreten. Es gehe nicht an, dass sie als 
Beschwerdegegnerin bezeichnet werde, zumal sie Gesuchstellerin so-
wohl für die Betriebsreglementsänderung als auch die Plangenehmi-
gung gewesen sei. Sie  habe die  Chancen,  die  beiden abweisenden 
Entscheide mittels Beschwerde innert nützlicher Frist umstossen bzw. 
korrigieren zu können, als gering eingestuft  und daher auf die Erhe-
bung einer  Beschwerde verzichtet. Sie erachte  es als  sinnvoller,  die 
vorhandenden  Ressourcen  konstruktiv  in  die  Ausarbeitung  und  Ent-
wicklung eines satellitengestützten gekröpften Nordanflugs zu investie-
ren. Sollte das Bundesverwaltungsgericht wider Erwarten auf die Dritt-
beschwerden eintreten, müsse sie in der ihr zugewiesenen Rolle als 
Beschwerdegegnerin  darlegen,  weshalb  ihre  eigenen  Gesuche nicht 
bewilligungsfähig sein sollten. Da ein solch widersprüchliches Verhal-
ten nicht verlangt werden könne, sehe sie sich im weiteren Verfahren 
als Beigeladene. Aus demselben Grund nehme sie auch lediglich zur 
Frage  der  Legitimation  der  Beschwerdeführenden  Stellung  und  ver-
zichte auf materielle Darlegungen.

M.
Mit  Stellungnahmen  vom 14.  und  21. November  2008  beantragt  die 
Beigeladene 3  die  Bestätigung  der  angefochtenen  Entscheide  des 
BAZL und des UVEK und damit die Ablehnung des gekröpften Nordan-
flugs. Es sei festzustellen, dass das BAZL in seinen Kontakten mit der 
privaten  Beschwerdegegnerin  sowie  der  privaten  Fluggesellschaft 
SWISS und dem privaten Flugsicherungsunternehmen und Luftraum-
bewirtschafter Skyguide keine Zusicherungen machen, kein bestimm-
tes Verfahrensergebnis in Aussicht stellen, keine Beschleunigung von 
Entscheidprozessen  versprechen  und  sich  nicht  so  verhalten  dürfe, 
dass zugunsten der Befürworter des gekröpften Nordanflugs ein Ver-
trauensschutz  begründet  oder  die  Verfahrensprinzipien  insbesondere 
der Schweizerischen Bundesverfassung in Frage gestellt werden könn-
ten. Zudem sei festzustellen, dass es für die Erweiterung der Hinder-

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nisbefeuerungsanlage Stadlerberg  und die  in  Frage stehende  Ände-
rung des Sicherheitszonenplans ohne Genehmigung einer Änderung 
des  Betriebsreglements  zur  Einführung  des  gekröpften  Nordanflugs 
keine rechtliche Grundlage gebe und im Falle  einer entsprechenden 
Änderung des Betriebsreglements nur bei  Vorliegen weiterer Voraus-
setzungen die Hindernisbefeuerungsanlage erweitert  und der Sicher-
heitszonenplan geändert werden dürfe. Es sei auch festzustellen, dass 
der von der Gesuchstellerin vorgelegte Sicherheitszonenplan und die 
beantragten  rechtlichen  Wirkungen  der  Höhenbeschränkungen  nicht 
den Vorgaben der ICAO entsprächen.

Zur Begründung führt die Beigeladene 3 an, sie hätte ein schutzwürdi-
ges Feststellungsinteresse daran, dass die Planungen des Flughafens 
Zürich  im Grenzgebiet  zu  Deutschland rechtmässig  erfolgen  würden 
und dass die Lasten des Flughafens, die Folge des vom Souverän im 
Kanton Zürich gutgeheissenen Ausbaus und Wachstums seien, nicht 
nach  Deutschland  exportiert  würden.  Konzessionsrechtliche  Bestim-
mungen  und  Kriterien  wie  das  schweizerische  "Landesinteresse" 
könnten und dürften grenzüberschreitend nicht ins Gewicht fallen. Im 
Übrigen  begrüsst  die  Beigeladene 3  grundsätzlich  sowohl  den  Ent-
scheid des BAZL als auch des UVEK. Mit der Ablehnung des gekröpf-
ten Nordanflugs sei der Kernforderung der Beigeladenen entsprochen 
worden. Daraus dürfe jedoch nicht die Anerkennung aller Ausführun-
gen des BAZL oder des UVEK gefolgert werden. Insbesondere wären 
die Gesuche betreffend Sicherheitszonenplananpassung und Hinder-
nisbefeuerungsanlagen auch bei einer Bewilligung der Betriebsregle-
mentsänderung abzulehnen.

N.
In ihrer Stellungnahme vom 17. November 2008 vertritt die Beigelade-
ne 1  die  Ansicht,  dass  die  Beschwerden  gegen  den  Entscheid  des 
BAZL vom 30. Juni 2008 abzuweisen seien. Sie bezieht zudem zu ein-
zelnen Vorbringen der Beschwerdeführenden Stellung.

O.
Die  Beigeladenen 4  beantragen  in  ihrer  Stellungnahme vom 21. No-
vember  2008  die  Bestätigung  des  angefochtenen  Entscheids  des 
BAZL und damit die Ablehnung des gekröpften Nordanflugs. Sie be-
grüssen im Ergebnis den Entscheid des BAZL und teilen im Wesentli-
chen dessen Haltung.

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P.
Mit  Stellungnahme  vom  24. November  2008  stellen  die  Beigelade-
nen 5 den Antrag, die Verfügung des UVEK sei zu bestätigen. Es sei 
ihnen Gelegenheit zu geben, sich zu sämtlichen Eingaben vernehmen 
zu lassen und selbst Anträge zu stellen. Insbesondere seien den Bei-
geladenen die Eingaben der Beschwerdegegnerin und der Beigelade-
nen 2 sowie des BAFU und des ARE zur Vernehmlassung zuzustellen. 
Vorher  seien  diese  aufzufordern,  zu  den  angesprochenen  Punkten 
Stellung zu nehmen bzw. die Fragen der Beigeladenen zu beantworten 
und alle Unterlagen offen zu legen. Die Beigeladenen 5 unterstützen 
im Ergebnis den Entscheid des UVEK. Der zur Genehmigung vorge-
legte Sicherheitszonenplan entspreche nicht den Vorgaben der ICAO 
und die beantragte Ausdehnung des Sicherheitszonenplans sei willkür-
lich und verletze ICAO-Bestimmungen. Die Beigeladenen weisen zu-
dem auf diverse Aspekte hin, bei denen Klärungsbedarf bestehe.

Q.
Die ebenfalls  zu  einer Stellungnahme eingeladene Skyguide hat  auf 
eine Eingabe verzichtet.

R.
In ihrer  Replik vom 20. Januar 2009 machen die Beschwerdeführen-
den 1 und 3 geltend, als materielle Verfügungsadressaten über ein ei-
genes,  von jenem der  formellen Verfügungsadressatin  unabhängiges 
Rechtsschutzinteresse  zu  verfügen  und  daher  zur  Beschwerdeerhe-
bung legitimiert zu sein. In Bezug auf die materiellen Erwägungen hal-
ten sie im Wesentlichen an ihren Ausführungen in  den Beschwerde-
schriften  fest  und  gehen  auf  einzelne Vorbringen der  verschiedenen 
Parteien ein.

S.
Die Beschwerdeführenden 2 bestehen mit Replik vom 20. Januar 2009 
darauf, zur Anfechtung der verweigerten Betriebsreglementsänderung 
gekröpfter Nordanflug legitimiert  zu sein. Da die verweigerte Plange-
nehmigung des UVEK in engstem Zusammenhang dazu stehe, seien 
sie auch zu deren Anfechtung berechtigt. Auf beide Beschwerden sei 
daher einzutreten. Sie äussern sich zudem zur Verfahrensstellung der 
verschiedenen Beteiligten. In materieller Hinsicht habe die Beschwer-
degegnerin entgegen ihrer Darstellung die Rechtspflicht, den strittigen 
gekröpften  Nordanflug,  der  unbestrittenermassen sicher  und fliegbar 
sei, umzusetzen.

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T.
Das BAZL führt in seiner Duplik vom 26. Februar 2009 ergänzend an, 
die Beschwerdeführenden hätten ihre Kritik bezüglich des (gegenüber 
dem gekröpften Nordanflug grösseren) Gesamtrisikos bei Südanflügen 
bereits ausführlich in ihren Rechtsschriften im vor dem Bundesverwal-
tungsgericht  hängigen  Beschwerdeverfahren  A-1936/2006  vorge-
bracht. Im vorliegenden Verfahren, in dem es um ein völlig anderes An-
flugverfahren im Norden des Flughafens Zürich gehe, sei diese Kritik 
nicht mehr zu hören.

U.
Das UVEK lässt es anlässlich seiner Duplik vom 2. März 2009 bei ei-
nem Verweis  auf  Art. 27c Abs. 2  der  Verordnung vom 23. November 
1994 über die Infrastruktur  der  Luftfahrt  (VIL,  SR 748.131.1) bewen-
den. Die  dort  geforderte  Koordination  des  Plangenehmigungsverfah-
rens  mit  der  Änderung  des  Betriebsreglements  führe  unumgänglich 
dazu, dass die Plangenehmigung für Anlagen verweigert werden müs-
se, wenn diese ohne die Genehmigung des Betriebsreglements nicht 
gebraucht  werden könnten. Im vorliegenden Fall  komme hinzu,  dass 
durch  die  Nichtgenehmigung  des  Anflugverfahrens  die  Begründung 
und ein allenfalls überwiegendes (öffentliches) Interesse für die Erstel-
lung der Anlagen, welche eine Waldrodung und eine Enteignung nötig 
gemacht hätten, dahingefallen seien.

V.
Die Beschwerdegegnerin beschränkt sich in ihrer Duplik vom 11. März 
2009 wiederum auf Ausführungen zur fehlenden Legitimation der Be-
schwerdeführenden,  die Entscheide des BAZL und des UVEK anzu-
fechten.

W.
Auch die Beigeladenen 4 bestreiten in ihrer Duplik vom 31. März 2009 
die Legitimation der Beschwerdeführenden. Zudem beantragen sie die 
Durchführung eines Augenscheins.

X.
Mit Duplik vom 31. März 2009 äussern sich die Beigeladenen 5 zu den 
Vorbringen  der  Beschwerdeführenden  und  beantragen  ebenfalls  die 
Durchführung eines Augenscheins.

Y.
Mit  Eingabe  vom  1. April  2009  betont  die  Beigeladene 1,  den  Ent-

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scheid des BAZL, insbesondere dessen Ausführungen zur Sicherheit 
eines Sichtanflugverfahrens im Vergleich zu einem ILS-Verfahren, zu 
unterstützen. Die Eingaben der Beschwerdeführenden würden zeigen, 
dass es ihnen nicht um die Einführung des gekröpften Nordanflugs als 
neues  Anflugverfahren,  sondern  um  die  Aufhebung  der  Südanflüge 
gehe. Dies sei jedoch nicht Zweck des vorliegenden Verfahrens.

Z.
In ihren Schlussbemerkungen vom 16. April 2009 beantragen die Be-
schwerdeführenden 2  noch  einmal  eine  beförderliche  Prozesserledi-
gung.

AA.
Die Beschwerdeführenden 1 und 3 weisen in ihren Schlussbemerkun-
gen vom 30. April 2009 darauf hin, dass eine Analyse der Entscheid-
gründe der Plangenehmigungsverfügung des UVEK zeige,  dass sich 
das UVEK inhaltlich nicht mit den gestellten Enteignungs-, Rodungs- 
und Sicherheitszonenplanänderungen auseinandergesetzt habe, son-
dern  lediglich  das  Interesse  an  der  Erteilung  der  Plangenehmigung 
wegen der Nichtgenehmigung der Betriebsreglementsänderung durch 
das BAZL verneine.

AB.
Auf weitere Vorbringen der Parteien und sich bei den Akten befindliche 
Schriftstücke wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), so-
fern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gel-
ten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Da im Bereich der 
Genehmigung eines Betriebsreglements bzw. von Bauten und Anlagen 
für einen Flughafen keine Ausnahme gemäss Art. 32 VGG auszuma-
chen ist und sowohl das BAZL als auch das UVEK als Behörde im Sin-
ne von Art. 33  Bst. d  VGG gelten,  ist  das  Bundesverwaltungsgericht 
zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerden zuständig.

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2.
Mit Verfügung vom 30. Juni 2008 verweigerte das BAZL dem Gesuch 
der Beschwerdegegnerin um Änderung des vBR für ein neues Anflug-
verfahren die Genehmigung. Gleichentags verweigerte das UVEK die 
von der Beschwerdegegnerin beantragte Plangenehmigung für die Er-
weiterung der  Hindernisbefeuerung am Stadlerberg  sowie die Ände-
rung des Sicherheitszonenplans für das neue Anflugverfahren.

Grundsätzlich bildet jeder vorinstanzliche Entscheid ein selbständiges 
Anfechtungsobjekt und ist deshalb einzeln anzufechten. Es rechtfertigt 
sich jedoch, von diesem Grundsatz abzuweichen und die Anfechtung 
in einer gemeinsamen Beschwerdeschrift und in einem gemeinsamen 
Verfahren mit  einem einzigen Urteil  zuzulassen,  wenn die  einzelnen 
Sachverhalte in einem engen inhaltlichen Zusammenhang stehen und 
sich in allen Fällen gleiche oder ähnliche Rechtsfragen stellen. Unter 
den gleichen Voraussetzungen können auch getrennt eingereichte Be-
schwerden in einem Verfahren vereinigt werden, und zwar ungeachtet 
des  Umstandes,  dass  separate  Entscheide der  Vorinstanz  ergangen 
sind (BGE 131 V 461 E. 1.2; zum Ganzen ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/
LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem Bundesverwaltungsgericht, 
Basel 2008, Rz. 3.17).

Das vorliegende Beschwerdeverfahren richtet sich gegen je einen Ent-
scheid des BAZL und des UVEK, gegen welche die Beschwerdefüh-
renden jeweils in einer gemeinsamen Rechtsschrift Beschwerde erho-
ben haben. Bereits während der Verfahrensinstruktion wurden seitens 
der  Beteiligten  teilweise  gemeinsame,  beide  Verfahren  betreffende 
Eingaben eingereicht. Die beiden angefochtenen Verfügungen betref-
fen  dieselben  Sach-  und  Rechtsfragen –  weshalb  schon  die  vorins-
tanzlichen Verfahren koordiniert wurden –, so dass es sich rechtfertigt, 
im Interesse der  Verfahrensökonomie und damit  aller  Beteiligten die 
beiden Verfahren zu vereinigen. Dass die angefochtenen Verfügungen 
von  unterschiedlich  fachlich  zuständigen  Vorinstanzen  erlassen  wur-
den,  steht  dem  nicht  entgegen  (vgl.  auch  die  im  Verfahren 
A-1936/2006 ergangene Zwischenverfügung des Bundesverwaltungs-
gerichts vom 18. September 2008 E. 2 ff.).

3.
Da  sowohl  von  Seiten  der  Beschwerdegegnerin  wie  auch  der  Be-
schwerdeführenden 2 Kritik  an der Stellung der Verfahrensbeteiligten 
geäussert wurde, ist vorab an dieser Stelle kurz darauf einzugehen.

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3.1 Die Beschwerdegegnerin vertritt die Auffassung, es gehe nicht an, 
dass sie als ehemalige Gesuchstellerin, die den vorinstanzlichen Ent-
scheid akzeptiert  und kein Rechtsmittel  dagegen eingelegt  habe,  im 
vorliegenden  Beschwerdeverfahren  als  Beschwerdegegnerin  behan-
delt werde. Als Beschwerdegegnerin müsse sie, sollte das Bundesver-
waltungsgericht auf die Drittbeschwerden eintreten, darlegen, weshalb 
ihre  Gesuche  nicht  bewilligungsfähig  sein  sollen.  Ein  solch  wider-
sprüchliches Verhalten könne von ihr nicht verlangt werden, weshalb 
sie als Beigeladene zu behandeln sei.

3.2 Die  Beschwerdegegnerin  oder  Gegenpartei  (vgl.  Art. 57  Abs. 1 
VwVG)  ist  Prozessgegnerin  der  Beschwerdeführenden.  Stehen  sich 
Verfügungsadressaten  und  Nichtadressaten  gegenüber,  ist  je  nach-
dem, ob der Adressat oder ein Nichtadressat Beschwerde erhebt, der 
andere  Gegenpartei  (FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege, 
2. Aufl.,  Bern 1983, S. 179). Der Verfügungsadressat ist  somit immer 
entweder beschwerdeführende Partei oder, wenn wie vorliegend Dritte 
Beschwerde führen, Beschwerdegegner (ISABELLE HÄNER, Die Beteiligten 
im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess,  Zürich  2000,  hier-
nach: Beteiligte, Rz. 280).

3.3 Die  Beschwerdeführenden 2  bringen  vor,  die  Beigeladenen 1 
(SWISS), 3 (Landkreis Waldshut) und 4 (Gemeinde Bachs und Mitbe-
teiligte)  seien als  Mitbeteiligte  mit  Kosten-  und Entschädigungsrisiko 
und nicht als Beigeladene zu qualifizieren. Die Beigeladene 2 (Skygui-
de) sei  ausserdem weder Hauptpartei  noch Beigeladene (Nebenpar-
tei) des vorliegenden Verfahrens.

3.4 Die Beiladung ist  im Verfahrensrecht  des Bundes,  das heisst  im 
VwVG, nicht geregelt (vgl. immerhin Art. 57 VwVG), in der Praxis aber 
ohne Weiteres zugelassen. Eine Pflicht zur Beiladung oder, als Korre-
lat dazu, ein Anspruch auf Beiladung besteht nicht. Vielmehr entschei-
det das Gericht, wer als beteiligte Person einbezogen wird (vgl. zum 
Ganzen  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-692/2008  vom 
7. April 2008 E. 2 und A-6623/2008 vom 9. März 2009 E. 1.2.1; ISABELLE 
HÄNER, in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfah-
ren  [VwVG],  Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  Zürich  2008,  N. 10 ff.  zu 
Art. 6 VwVG; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.2). Wer in einem 
Beschwerdeverfahren nicht Partei ist, von dessen Ausgang aber in sei-
nen rechtlichen oder tatsächlichen Interessen unmittelbar berührt sein 
kann, wird vom Bundesverwaltungsgericht praxisgemäss in der Form 

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der  Beiladung  einbezogen.  Die  Beiladung  bezweckt  einerseits,  die 
Rechtskraft des anstehenden Entscheids auf die beigeladene Person 
auszudehnen.  Diese  erlangt  damit  Parteistellung,  wird  aber  nicht 
Hauptpartei, sondern bloss Nebenpartei (vgl. Urteil des Bundesverwal-
tungsgerichts  A-692/2008  vom  7. April  2008  E. 2).  Ihr  kommt  keine 
Verfügungsmacht  über  den  Streitgegenstand  zu.  Andererseits  kann 
man den Zweck der Beiladung auch in der Gewährung des rechtlichen 
Gehörs sehen (HÄNER, Beteiligte, a.a.O., Rz. 299). Die Beiladung ist im 
Übrigen  nur  zulässig,  wenn  keine  selbständige  Anfechtung  möglich 
war. Ansonsten hat die Drittperson selber als Hauptpartei aufzutreten 
(MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 3.2;  HÄNER,  Beteiligte,  a.a.O., 
Rz. 301).

Während die Beigeladenen 1, 3, 4 und 5 auf deren Begehren in das 
vorliegende  Verfahren  einbezogen  wurden,  lud  das  Bundesverwal-
tungsgericht  Skyguide  (Beigeladene 2)  entsprechend  seiner  Praxis 
von  Amtes  wegen  bei.  Allen  Beigeladenen  ist  gemeinsam,  dass  sie 
vom Ausgang dieses Verfahrens unmittelbar berührt sind. Es ist daher 
im Interesse der einheitlichen Rechtsanwendung, dass die Rechtskraft 
des  Entscheides  auch  auf  die  beigeladenen Parteien  erstreckt  wird. 
Gleichzeitig  wird  den  Beigeladenen  damit  das  rechtliche  Gehör  ge-
währt. Da der Ausgang der vorinstanzlichen Verfahren für die heutigen 
Beigeladenen keinen Anlass für  eine selbständige Anfechtung gab – 
sie waren mit den Entscheiden des BAZL und des UVEK einverstan-
den –,  sondern  eine  solche  erst  durch  die  erhobenen  Beschwerden 
notwendig wurde, kann ihnen nicht vorgeworfen werden, dass sie die 
Verfügungen nicht selbständig angefochten haben.

3.5 Unique gilt somit im vorliegenden Verfahren formell betrachtet als 
Beschwerdegegnerin, die Beigeladenen 1 bis 5 werden entgegen dem 
Vorbringen der Beschwerdeführenden 2 als Beigeladene behandelt.

4.
4.1 Es stellt sich weiter die Frage, ob die Beschwerdeführenden legiti-
miert  sind,  die  Verfügungen  des BAZL und des UVEK vom 30. Juni 
2008 anzufechten.

4.2 Die Legitimation der Beschwerdeführenden wird insbesondere von 
der Beschwerdegegnerin und, anlässlich der Duplik, von den Beigela-
denen 4  und 5  bestritten,  aber  auch vom BAZL und der  Beigelade-
nen 3 in Frage gestellt. Im Wesentlichen wird geltend gemacht, die Be-
schwerdegegnerin  als  Verfügungsadressatin  habe  selber  keine  Be-

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schwerde gegen die Verweigerung des von ihr gestellten Gesuchs er-
hoben,  mithin  den  vorinstanzlichen  Entscheid  akzeptiert.  Eine  Be-
schwerdeerhebung Dritter pro Verfügungsadressat,  wie es vorliegend 
geschehen sei, komme nur in Betracht, wenn der Dritte ein selbständi-
ges  eigenes  und  unmittelbares  Rechtsschutzinteresse  an  der  Be-
schwerdeführung  nachweisen  könne. Dem Dritten  müsse  durch  den 
behördlichen Entscheid ein unmittelbarer Nachteil entstehen, was vor-
liegend offensichtlich nicht der Fall sei. Blieben die Verhältnisse, insbe-
sondere die Lärmbelastung, durch die Nichtgenehmigung gleich, ent-
stehe  durch den Verzicht  auf  den gekröpften  Nordanflug  kein  neuer 
Nachteil. Abgesehen davon seien die aus dem Süden des Flughafens 
stammenden Beschwerdeführenden, wenn überhaupt, höchstens mit-
telbar betroffen, indem infolge der Einführung des gekröpften Nordan-
flugs eine zeitweilige Entlastung des Südens am Morgen zu erwarten 
gewesen  wäre. Solche  mittelbaren,  das  heisst  faktischen  Interessen 
reichten aber klarerweise nicht zur Bejahung der Beschwerdelegitima-
tion. Ausserdem stünde es der Beschwerdegegnerin selbst bei einem 
Obsiegen der Beschwerdeführenden nach wie vor frei, von der Geneh-
migung des gekröpften Nordanflugs Gebrauch zu machen. Auf die Be-
schwerden sei folglich nicht einzutreten.

4.3 Die Beschwerdeführenden 1 und 3 halten dem entgegen, aufgrund 
der  räumlichen  Beziehung  eine  besondere  Nähe  zum  Streitgegen-
stand zu haben. Als materielle Verfügungsadressaten erlitten sie direkt 
aus der Nichtgenehmigung der Betriebsreglementsänderung und der 
Plangenehmigung einen Nachteil. Daraus ergebe sich auch, dass sie 
über  ein  eigenes  schutzwürdiges,  von  jenem  der  formellen  Verfü-
gungsadressatin  unabhängiges  Beschwerdeinteresse  verfügen  wür-
den. Ihre Anträge dienten den eigenen rechtlichen und tatsächlichen 
Interessen, da die Genehmigung des gekröpften Nordanflugs mit einer 
markanten Verbesserung der Wohnqualität in den betroffenen Gemein-
den,  der  gesundheitlichen  Entlastung  der  Bevölkerung  sowie  einer 
Wertsteigerung  der  betroffenen  Liegenschaften  einhergehe.  Die  Be-
schwerdeführenden seien überdies gemäss Art. 57 USG beschwerde-
berechtigt.  Einige  unter  ihnen  hätten  sich  am  Einspracheverfahren 
nicht beteiligt, weil sie die Beschränkung des neuen Anflugverfahrens 
auf die erste Morgenstunde akzeptiert hätten. Nachdem nun aber das 
BAZL den gekröpften Nordanflug abgelehnt habe, sei eine neue pro-
zessuale Situation entstanden. In diesem Verfahren könnten sich nun-
mehr auch diejenigen beteiligen, die dem Gesuch nicht (als zu wenig 

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weit  gehend) opponiert  hätten und daher keine Veranlassung hatten, 
Einsprache zu führen.

Die  Beschwerdeführenden 2  halten  fest,  mehr  als  die  Allgemeinheit 
von der  Nichtgenehmigung  des  gekröpften  Nordanflugs  betroffen  zu 
sein. Das neue Anflugverfahren würde den Beschwerdeführenden per 
sofort  rund  40 % Fluglärmentlastung  bringen. Die  Verweigerung des 
gekröpften  Nordanflugs  stelle  einen  unmittelbaren  Nachteil  dar,  weil 
eine  ganz wesentliche und zwingend kausale  Voraussetzung für  die 
Abschaffung der Südanflüge nach den derzeit technischen, politischen 
und verfahrensrechtlichen Möglichkeiten fehlen würde. Entgegen der 
Auffassung der Beschwerdegegnerin sei nicht nur ein "neuer" Nachteil, 
der direkt aus der Verfügung entspringe, relevant. Einerseits könnten 
Dritte stets nur indirekt von einer Verfügung betroffen sein, weil ihnen 
diese weder direkt  Rechte einräume noch Pflichten auferlege. Ande-
rerseits  bezweckten  die  kumulativen  Voraussetzungen  von  Art. 48 
VwVG in Bezug auf Drittbeschwerden in erster Linie den Ausschluss 
der  Popularbeschwerde.  Das  erforderliche  unmittelbare  Rechts-
schutzinteresse sei vorliegend gegeben, wenn Dritte durch die Nicht-
genehmigung des gekröpften Nordanflugs die bereits heute zu erlei-
denden Nachteile weiterhin erdulden müssten und wenn diese durch 
die Genehmigung des gekröpften Nordanflugs entfallen würden.

4.4
4.4.1 Die  Beschwerdelegitimation  im  Verfahren  vor  dem Bundesver-
waltungsgericht bestimmt sich nach Art. 48 VwVG. Danach ist zur Be-
schwerde berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenom-
men  hat  oder  keine  Möglichkeit  zur  Teilnahme  erhalten  hat  (Abs. 1 
Bst. a),  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist 
(Abs. 1 Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
oder Änderung hat (Abs. 1 Bst. c). Diese Voraussetzungen müssen ku-
mulativ erfüllt  sein. Zur Beschwerde berechtigt sind ferner Personen, 
Organisationen und Behörden, denen ein anderes Bundesgesetz die-
ses Recht einräumt (Abs. 2). Die Beschwerdelegitimation ist von Am-
tes wegen zu prüfen, wobei die Beschwerdeführenden aufgrund ihrer 
prozessualen Pflicht, die Beschwerde zu begründen, ihre Legitimation 
zu  substantiieren  haben.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  jedoch 
nicht  an ihre Vorbringen gebunden (vgl. Art. 62 Abs. 4 VwVG;  HÄNER, 
a.a.O., N. 2 zu Art. 48 VwVG).

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Art. 48 Abs. 1 VwVG umschreibt die allgemeine Beschwerdebefugnis 
übereinstimmend mit der Bestimmung von Art. 89 Abs. 1 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110),  welche die 
Legitimation zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
ans  Bundesgericht  regelt.  Die  beiden  Bestimmungen  sind  entspre-
chend  auch  in  gleicher  Weise  auszulegen  (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, 
a.a.O.,  Rz. 2.61)  und die zum BGG ergangene Rechtsprechung und 
die diesbezügliche Lehre können bei der Prüfung der Beschwerdelegi-
timation vor dem Bundesverwaltungsgericht beigezogen werden.

4.4.2 Fechten nicht der primäre Verfügungsadressat, sondern Drittper-
sonen  die  Verfügung an,  verlangt  die  bundesgerichtliche Rechtspre-
chung, dass die Beschwerdeführenden durch den angefochtenen Ent-
scheid stärker als jedermann betroffen sind und in einer besonderen, 
beachtenswerten und nahen  Beziehung zur  Streitsache stehen. Das 
Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung kann recht-
licher oder tatsächlicher Natur sein, doch muss es sich um eigene per-
sönliche Interessen der Beschwerdeführenden handeln; auf öffentliche 
Interessen allein oder die Interessen Dritter können sie sich nicht be-
rufen. Das Interesse der Beschwerdeführenden ist schutzwürdig, wenn 
ihre tatsächliche oder rechtliche Situation durch den Ausgang des Ver-
fahrens  unmittelbar  beeinflusst  werden  kann,  das  heisst  wenn  sie 
durch das Beschwerdeverfahren einen materiellen oder ideellen Nach-
teil von sich abwenden oder aus diesem einen praktischen Nutzen zie-
hen  können.  Diese  Anforderungen  sollen  die  im  schweizerischen 
Recht  grundsätzlich  nicht  vorgesehene  Popularbeschwerde  aus-
schliessen (vgl. zum Ganzen BGE 131 II 587 E. 2 und 3, BGE 131 II 
649 E. 3.1, BGE 130 V 560 E. 3.3, BGE 125 I 7 E. 3c, BGE 123 II 376 
E. 2, BGE 121 II 176 E. 2a). 

Im Gegensatz zu  den primären Verfügungsadressaten werden Dritte 
durch  die  Verfügung als  solche definitionsgemäss insofern  nicht  be-
rührt, als diese ihnen nicht direkt Rechte einräumt oder Pflichten auf-
erlegt. Sie sind stets nur indirekt von der Verfügung betroffen (BERNHARD 
WALDMANN,  in: Basler  Kommentar,  Bundesgerichtsgesetz,  Basel  2008, 
N. 19 zu Art. 89 BGG; HÄNER, a.a.O., N. 12 zu Art. 48 VwVG). Bei der 
Beurteilung der Intensität der Betroffenheit  ist danach zu unterschei-
den,  ob  das  Rechtsmittel  gegen  eine  die  Verfügungsadressatin  be-
günstigende  Verfügung  gerichtet  ist  (Drittbeschwerde  contra 
Adressat), oder ob es – wie vorliegend – zu Gunsten der Verfügungs-
adressatin erhoben werden soll (Drittbeschwerde pro Adressat; Urteil 

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des  Bundesverwaltungsgerichts  B-2233/2006  vom  30. Mai  2007 
E. 1.3.1; WALDMANN, a.a.O., N. 19 zu Art. 89 BGG).

4.4.3 Bei der Drittbeschwerde pro Adressat besteht die Belastung ent-
weder darin, dass dem Verfügungsadressaten eine Verpflichtung auf-
erlegt oder häufiger noch dass ihm eine Leistung ganz oder teilweise 
versagt  wird.  Mithin  ist,  anders  gesagt,  zunächst  nur  der  materielle 
Verfügungsadressat unmittelbar beschwert, nicht aber ist es, oder je-
denfalls  nicht  zum vorneherein im gleichen Masse,  ausserdem noch 
ein Dritter (GYGI, a.a.O., S. 161).

In der Lehre ist umstritten, ob die Drittbeschwerde zugunsten des Ver-
fügungsadressaten zulässig ist,  wenn der Verfügungsadressat  selber 
auf eine Anfechtung verzichtet. Mehrheitlich wird die Auffassung ver-
treten, dass eine solche dem Grundsatz nach nicht zulässig und nur 
ausnahmsweise in engem Rahmen möglich sein soll. Die Beschwerde-
erhebung bedürfe dabei einer besonderen Rechtfertigung. So müsse 
der Dritte ein selbständiges, eigenes Anfechtungsinteresse für sich in 
Anspruch nehmen können, also in qualifiziertem Mass selber betroffen 
sein. Dies sei anzunehmen, wenn die Verfügung für den Dritten einen 
unmittelbaren Nachteil bedeute. Bloss mittelbare, faktische Interessen 
an  der  Aufhebung  oder  Änderung  der  Verfügung  würden  hingegen 
nicht ausreichen. Ein unmittelbarer Nachteil liege aber auch nicht be-
reits vor, wenn das dem Verfügungsadressaten auferlegte Handeln un-
günstige  Folgen  für  den  Dritten  zeitige  (ALAIN WURZBURGER,  in:  Cor-
boz/Wurzburger/Ferrari/Frésard/Aubry  Girardin,  Commentaire  de  la 
LTF [Loi  sur  le  Tribunal  fédéral],  Berne  2009,  Art. 89  N. 35;  MARKUS 
MÜLLER, Bernische Verwaltungsrechtspflege, Bern 2008, S. 161; THOMAS 
MERKLI/ARTHUR AESCHLIMANN/RUTH HERZOG,  Kommentar  zum Gesetz  über 
die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern,  Bern  1997,  zu  Art. 65, 
N. 10,  S. 436;  RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS,  Öffentliches 
Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel/Frankfurt 
a.M.  1996,  Rz. 1277;  GYGI,  a.a.O.,  S. 161 f.;  ev.  weitergehend 
WALDMANN, a.a.O., N. 28 zu Art. 89 BGG).

Eine Mindermeinung erachtet demgegenüber die Drittbeschwerde zu-
gunsten des Verfügungsadressaten, wenn dieser auf eine Anfechtung 
verzichtet,  für  nicht  zulässig,  dies  jedenfalls  insoweit,  als  der  Dritte 
gleichgeartete Interessen wie der Verfügungsadressat verfolge. Denn 
der Dritte würde damit etwas anstreben, was seiner Dispositionsbefug-
nis entzogen sei  und nur dem Verfügungsadressaten selber zustehe 

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(VERA MARANTELLI-SONANINI/SAID HUBER,  in:  Waldmann/Weissenberger, 
Praxiskommentar  VwVG, Zürich 2009,  Art. 48 VwVG N. 34;  HANSJÖRG 
SEILER/NICOLAS VON WERDT/ANDREAS GÜNGERICH,  Bundesgerichtsgesetz 
[BGG]: Bundesgesetz über das Bundesgericht, Handkommentar, Bern 
2007, N. 30 f. zu Art. 89 BGG).

4.4.4 Gemäss  bundesgerichtlicher  Praxis  kommt –  wenn  der  Verfü-
gungsadressat selbst kein Rechtsmittel ergreift – die Legitimation des 
Dritten  ausserhalb  förmlicher  gesetzlicher  Anerkennung  nur  in  Be-
tracht, wenn der Dritte ein spezifisches Rechtsschutzinteresse an der 
Beschwerdeführung hat,  welches nur bejaht wird, wenn er ein unmit-
telbares und konkretes Interesse an der Aufhebung oder Änderung der 
Verfügung hat oder eine spezifische, besonders nahe Beziehung zur 
Streitsache  für  sich  in  Anspruch  nehmen  kann  (BGE  133  V  188 
E. 4.3.3). Erforderlich  ist,  dass dem Drittbeschwerdeführer  durch die 
strittige  Verfügung  ein  unmittelbarer  Nachteil  droht  (BGE 130 V  560 
E. 4.1).  Die  höchstrichterliche  Rechtsprechung  ist  insgesamt  stark 
ausdifferenziert und nicht immer leicht durchschaubar (so schon FRITZ 
GYGI, Vom Beschwerderecht in der Bundesverwaltungsrechtspflege, in: 
recht 1986 S. 8 ff.).

Das  Bundesgericht  lässt  die  Beschwerde  des  nicht  formellen  Verfü-
gungsadressaten  zunächst  dann  zu,  wenn  diesem im strittigen  Ent-
scheid  direkt  Rechte  zugesprochen oder  Pflichten  auferlegt  werden, 
etwa dem Anwalt, der in eigenem Namen gegen die Festsetzung des 
Honorars im Rahmen der unentgeltlichen Verbeiständung Beschwerde 
führen kann (BGE 110 V 360 E. 2). Bei Lichte betrachtet ist der Anwalt 
hier aber ebenfalls (materieller) Verfügungsadressat, weshalb es sich 
in Tat und Wahrheit gar nicht um einen Fall der Drittbeschwerde han-
delt. Legitimiert ist sodann, wer die Verletzung von Rechtsnormen gel-
tend machen kann, die seinem eigenen Schutz dienen; dies trifft zu für 
einen minderjährigen Vertretenen sowie dessen gesetzliche Vertrete-
rin, die sich in eigenem Namen gegen eine Verfügung zur Wehr setzen 
dürfen, mit welcher ihrem Anwalt die Zustellung der Akten an dessen 
eigenes Domizil  verweigert  wird, denn die strafprozessualen Bestim-
mungen dienen dem Schutz des Angeklagten (BGE 122 I 109 E. 1b).

Soweit ersichtlich ist darüber hinaus die Drittbeschwerde pro Adressat 
ohne gleichzeitige Beschwerde des Adressaten selbst nur dann zuläs-
sig, wenn der angefochtene Hoheitsakt die Rechtsposition des Dritten 
unmittelbar verschlechtert. In diese Kategorie fällt etwa der Notar, der 

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den Entscheid über die Nicht-Eintragbarkeit einer Kaufrechtsvereinba-
rung in das Grundbuch anfechten kann, weil er die Abweisung der An-
meldung gegenüber seinem Klienten haftungsrechtlich zu verantwor-
ten hat (BGE 116 II 136 E. 5), oder der Arbeitgeber, der die Verweige-
rung von Taggeldleistungen der Arbeitslosenversicherung, der obliga-
torischen Unfallversicherung oder der Krankentaggeldversicherung für 
seinen Arbeitnehmer selbständig anfechten kann, weil diese Leistun-
gen  von Gesetzes  wegen  Einfluss  auf  seine  Lohnfortzahlungspflicht 
haben (vgl. die Hinweise in BGE 130 V 560 E. 4.1; vgl. auch BGE 107 
Ib  43  E. 1c und d  betreffend  die  Beschwerdelegitimation  einer  Bank 
gegen den Widerruf zugesicherter Bundeshilfen für ein Gebäude, für 
dessen Errichtung die Bank Kredite  gewährt  hatte). Ebenfalls  bejaht 
hat  das  Bundesgericht  die  Befugnis  der  Sozialhilfebehörden,  leis-
tungsablehnende  Verfügungen  des  Sozialversicherungsträgers  anzu-
fechten. Dies freilich nicht bereits wegen des allgemeinen finanziellen 
Interesses, das als bloss mittelbar und deshalb ungenügend erachtet 
wurde, sondern wegen des Umstands, dass die Krankenversicherer im 
Falle des Zahlungsverzugs die entsprechenden Leistungen direkt bei 
der Sozialhilfebehörde einforderten (BGE 133 V 188 E. 5).

Alle anderen faktischen Interessen eines Dritten, einen Nachteil abzu-
wenden, hat das Bundesgericht als bloss mittelbar oder zu wenig spe-
zifisch beurteilt,  um die Beschwerde pro Adressat zuzulassen, wenn 
der  Verfügungsadressat  selbst  sich  mit  dem abschlägigen Entscheid 
abgefunden hatte. So trifft das gegenüber einem Anwalt aus disziplina-
rischen Gründen verhängte Verbot, einen langjährigen Mandanten wei-
terhin zu vertreten, Letzteren nur mittelbar, denn die disziplinarrechtli-
chen Bestimmungen bezwecken die korrekte Berufsausübung der An-
wälte sicherzustellen. Dem Mandanten bleibt  es aus diesem Grunde 
verwehrt, den Aufsichtsentscheid anzufechten (BGE 135 II 145 E. 6.2). 
Gleich verhält es sich hinsichtlich eines Architekten oder eines Gene-
ralunternehmers, die beide nicht befugt sind, gegen die Verweigerung 
einer  Baubewilligung  Beschwerde  zu  führen  (vgl.  BGE  99  Ib  377 
E. 1b).  Das Bundesgericht  verneinte  auch die  Legitimation  des  Mie-
ters, Beschwerde gegen eine Verfügung zu erheben, mit welcher der 
Verkauf der von ihm belegten Wohnung an eine Person im Ausland be-
willigt worden war, um damit eine Kündigung seines Mietverhältnisses 
zu verhindern (BGE 131 II 649 E. 3.4), oder des Lieferanten, einen ne-
gativen  Vergabeentscheid  anzufechten,  der  seinen  Abnehmer  betraf 
(Urteil  2P.42/2001  vom  8. Juni  2001,  veröffentlicht  in  ZBl  2002 
S. 146 ff., E. 2e/bb). Ebenso wurde das Anfechtungsinteresse des Ar-

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beitgebers  gegen  den  für  seinen  Arbeitnehmer  abschlägigen  Ent-
scheid der IV-Stelle verneint. Das faktische, wirtschaftliche Interesse, 
dass die Lohnfortzahlungspflicht im Umfang der zugesprochenen Ren-
te entfalle, genüge nicht als eigenes Interesse des Arbeitgebers (BGE 
130 V 560 E. 4.1).

In  der  kantonalen  Rechtsprechung  zum  Bau-  und  Planungsrecht 
schliesslich werden Drittbeschwerden pro Adressat regelmässig nicht 
zugelassen, wenn der Adressat selbst kein Rechtsmittel ergreift. Ficht 
ein Baugesuchsteller einen negativen Bauentscheid nicht an, wird dies 
als  Verzicht  resp. Rückzug des Gesuchs interpretiert,  mit  der  Folge, 
dass auf Drittbeschwerden mangels Rechtsschutzinteresses nicht ein-
getreten  wird  (Bernische  Verwaltungsrechtsprechung  [BVR]  1982 
S. 83, BVR 1991 S. 352 f.; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Zürich vom 1. Februar 1990, publiziert in Schweizerisches Zentralblatt 
für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 1991 S. 83 E. 2b; vgl. dazu auch 
ALDO ZAUGG/PETER LUDWIG,  Baugesetz  des  Kantons  Bern,  Kommentar, 
Band I, Bern 2007, N. 4 zu Art. 40).

4.4.5 Es kann somit festgehalten werden, dass Rechtsprechung und 
Lehre die Drittbeschwerde pro Verfügungsadressat,  wenn dieser sel-
ber die Verfügung nicht anficht, nur ausnahmsweise und nur in engem 
Rahmen für zulässig erachten. Verlangt wird, dass dem Dritten aus der 
angefochtenen  Verfügung  ein  unmittelbarer  Nachteil  erwächst  (BGE 
134 V 153 E. 5.3.2).

4.5
4.5.1 Die Beschwerdeführenden, die aus dem Süden des Flughafens 
Zürich stammen, machen zu Recht geltend, stärker als die Allgemein-
heit  vom Flughafen und insbesondere von dessen Lärmimmissionen 
betroffen zu sein. Die Einführung des neuen Anflugverfahrens könnte 
für  sie  bei  gegebenen  Wetterbedingungen  zu  einer  Entlastung  von 
Lärmimmissionen während einer  Stunde führen. Allerdings  erscheint 
fraglich,  ob  dieses  Interesse  dem Erfordernis  der  Unmittelbarkeit  im 
Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und Lehre genügt. Ein 
solcher liegt nicht bereits dann vor, wenn das dem Verfügungsadressa-
ten auferlegte Handeln ungünstige Folgen für einen Dritten zeitigt (vgl. 
dazu oben E. 4.4.3 und E. 4.4.4). 

4.5.2 Die Legitimation der Beschwerdeführenden scheitert aber jeden-
falls daran, dass ihnen durch die streitigen Verfügungen kein unmittel-
barer Nachteil entsteht, der ihr Interesse schutzwürdig erscheinen lie-

Seite 22

A-5646/2008

sse. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, ändert die Nicht-
genehmigung des gekröpften Nordanflugs an der heutigen Situation im 
Süden  des  Flughafens  Zürich  nichts;  das  bedeutet  auch,  dass  die 
durch die Südanflüge bewirkten Umweltbelastungen weder verringert 
noch vestärkt  wurden. Mit  anderen Worten hätte erst  die Einführung 
des neuen Anflugverfahrens für die Beschwerdeführenden einen Vor-
teil  gebracht. Mit  der Nichtgenehmigung des neuen Anflugverfahrens 
ist den Beschwerdeführenden noch kein Nachteil entstanden, sondern 
lediglich  die  Möglichkeit  entgangen,  einen Vorteil  zu  erstreiten. Dies 
entspricht indes nicht der Funktion der Drittbeschwerde pro Adressat 
im  Verwaltungsprozess  des  Bundes.  Zweck  dieses  Rechtsmittels  ist 
bloss, einen drohenden Nachteil abzuwenden, nicht aber durch die au-
tonome  Weiterführung  des  Prozesses,  den  der  Verfügungsadressat 
selbst nicht führen will, einen Vorteil für sich zu erstreiten.

4.5.3 Demnach  ist  vorliegend  den  Beschwerdeführenden  durch  die 
Nichtgenehmigung des gekröpften Nordanflugverfahrens kein Nachteil 
entstanden, der ein im Sinne der dargelegten Rechtsprechung genü-
gendes Rechtsschutzinteresse begründen würde.

4.6 Zu demselben Ergebnis führt auch die Anwendung der Dispositi-
onsmaxime auf das vorliegende Verfahren, das nicht durch das BAZL 
von Amtes wegen, sondern durch Gesuch der Unique eingeleitet wur-
de.

4.6.1 Gilt in einem Verfahren die Dispositionsmaxime, werden die ent-
sprechenden Handlungen von den Parteien selbst vorgenommen. Die-
se  lösen  das  Verfahren  aus,  bestimmen mit  ihren  Begehren dessen 
Streitgegenstand und können es durch Anerkennung, Vergleich oder 
Rückzug des Begehrens beenden (PETRA HAUSER/ADRIAN MATTLE, Repeti-
torium  Öffentliches  Prozessrecht,  Zürich  2007,  S. 29;  ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 102). Verzichtet der Verfügungs-
adressat auf eine Anfechtung, fehlt es grundsätzlich am Rechtsschutz-
interesse des Dritten, sich auf eigene Faust für den Adressaten einzu-
setzen; denn selbst wenn der Dritte obsiegen würde, stünde es dem 
Adressaten  frei,  auf  den  mit  dem  erstrittenen  Rechtsmittelentscheid 
eingeräumten Vorteil zu verzichten (HÄNER, Beteiligte, a.a.O., Rz. 767). 
Ficht  beispielsweise  der  Baugesuchsteller  einen  Bauabschlag  nicht 
an, sind Dritte, die an der Realisierung der Baute ein Interesse haben 
könnten, nicht legitimiert, da sie gegen den Willen des Bauherrn ohne-

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A-5646/2008

hin  nicht  erreichen  könnten,  dass  die  Baute  errichtet  wird  (vgl.  zur 
Rechtsprechung oben E. 4.4.4;  SEILER/VON WERDT/GÜNGERICH,  a.a.O., zu 
Art. 89  BGG  Rz. 29;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 2.78  Fn. 
232; ALDO ZAUGG/PETER LUDWIG, a.a.O., N. 4 zu Art. 40; ALFRED KÖLZ/JÜRG 
BOSSHART/MARTIN RÖHL, VRG, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflege-
gesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1999, § 21 Rz. 49 und 64; 
MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, a.a.O., zu Art. 65, N. 10, S. 436).

4.6.2 Gleich verhält es sich hier: Unique hat die negativen Genehmi-
gungsentscheide  des  BAZL  und  des  UVEK  nicht  angefochten.  Da-
durch hat sie implizit – und im Rahmen ihrer Eingaben im vorliegenden 
Beschwerdeverfahren darüberhinaus explizit  – zu erkennen gegeben, 
nicht mehr am ursprünglichen Gesuch festzuhalten. Mit dem Verzicht 
auf eine Anfechtung der Verfügungen hat sie somit das von ihr einge-
leitete Verfahren beendet. Diese allgemeinen Grundsätze müssen vor-
liegend umso mehr gelten, als Art. 36c Abs. 3 LFG das Verfahren zur 
Genehmigung des  Betriebsreglements  ausdrücklich  regelt.  Demnach 
steht die Eröffnung eines Verfahrens – neben dem BAZL, das als Auf-
sichtsbehörde gemäss Art. 26 VIL die Anpassung des Betriebsregle-
ments verfügen kann – ausschliesslich dem Flugplatzhalter zu. Auch 
hier  müssen  sich  die  Beschwerdeführenden  entgegenhalten  lassen, 
dass  sie  im  Verfahren  zur  Genehmigung  eines  Betriebsreglements, 
das,  von  obiger  Ausnahme  abgesehen,  ausschliesslich  durch  den 
Flughafenbetreiber in Gang gesetzt werden kann, nicht mehr erreichen 
können, als was sie aus eigener Initiative erstreiten könnten.

Nicht anders verhält es sich in Bezug auf die Beschwerden gegen die 
Verfügung des UVEK betreffend Plangenehmigung und Änderung des 
Sicherheitszonenplans. In diesen Verfahren, wo es um die Errichtung 
dreier neuer Hindernisfeuer auf 37 m hohen Masten und damit verbun-
den um die temporäre Rodung mehrerer hundert m² Wald geht, kann 
ohne Weiteres auf die Rechtsprechung zur Unzulässigkeit der Drittbe-
schwerde pro Adressat ohne dessen gleichzeitige Beschwerdeführung 
im Bau- und Planungsrecht verwiesen werden (vgl. oben E. 4.4.4 am 
Ende). Es erscheint auch hier kaum denkbar, Unique die Bau- und Ro-
dungsbewilligung aufzuzwingen, die zu erstreiten sie bereits verzichtet 
hat. Somit kann auch auf die Beschwerden gegen den Entscheid des 
UVEK  mangels  Legitimation  der  Beschwerdeführenden  zur  Drittbe-
schwerde nicht eingetreten werden.

Seite 24

A-5646/2008

5.
Die Beschwerdelegitimation  der  Beschwerdeführenden ist  somit  auf-
grund fehlenden Rechtsschutzinteresses zur Erhebung einer Drittbe-
schwerde zu verneinen. Auf die Beschwerden ist daher nicht einzutre-
ten.  Wie  die  nachfolgenden  Erwägungen  zeigen,  wären  diese  aber 
auch im Falle eines Eintretens materiell abzuweisen gewesen.

6.
6.1 Art. 25 Abs. 1  VIL zählt  die Voraussetzungen auf, die erfüllt  sein 
müssen, damit das Betriebsreglement oder Änderungen desselben ge-
nehmigt  werden.  So  muss  der  Inhalt  den  Zielen  und  Vorgaben  des 
Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt  (SIL) entsprechen (Bst. a), müs-
sen  die  Vorgaben  der  Betriebskonzession  oder  Betriebsbewilligung 
und der Plangenehmigung umgesetzt (Bst. b), die luftfahrtspezifischen 
Anforderungen  sowie  die  Anforderungen  der  Raumplanung  und  des 
Umwelt-, Natur- und Heimatschutzes erfüllt sein (Bst. c), der Lärmbe-
lastungskataster festgesetzt werden können (Bst. d), bei Flughäfen die 
Sicherheitszonenpläne  öffentlich  aufliegen  bzw.  bei  Flugfeldern  der 
Hindernisbegrenzungsflächen-Kataster  festgesetzt  werden  können 
(Bst. e) sowie die Voraussetzungen für die Gewährleistung der Sicher-
heit gemäss Art. 23a erfüllt sein (Bst. f).

6.2 Das BAZL hat die Genehmigungsfähigkeit des gekröpften Nordan-
flugs an folgenden Grundsätzen gemessen:

• Es sollen umweltmässig  optimierte  Verfahren angewendet  wer-
den.

• Das  Verfahren  muss  dem Betrieb  eines  Interkontinentalflugha-
fens entsprechen. Das heisst: Der Anflug muss für jeden Piloten 
ohne Zusatzausbildung und für jedes Flugzeug ohne Zusatzaus-
rüstung anwendbar sein (auch für  einen Piloten,  der  z.B. nach 
12-stündigem Flug aus Fernost erstmals in Zürich landet).

• Das Verfahren darf für Piloten nicht zu einer übermässigen Ar-
beitsbelastung führen.

• Die Sicherheit des Verfahrens muss nachgewiesen sein.
• Es gilt der aus dem luftfahrtpolitischen Bericht fliessende Grund-

satz  der  Anwendung der  "Best  Practice": Im konkreten Anwen-
dungsfall  soll  das Verfahren mit  dem höchsten Sicherheitsstan-
dard angewendet werden ("Best Use of Equipment").

• Die Kapazität soll der Funktion des Flughafens genügen und der 
Flughafenbetrieb soll eine hohe Stabilität aufweisen.

Dabei ist es zum Ergebnis gekommen, dass der gekröpfte Nordanflug 
grundsätzlich fliegbar sei und die sicherheitstechnischen Minimalanfor-
derungen erfülle. Indessen verfüge der Flughafen Zürich mit den bei-

Seite 25

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den ILS-Anflugverfahren auf  die Pisten 14 und 34 über Anflüge,  die 
substantiell  sicherer  seien.  Dem Grundsatz  des  Best  Use  of  Equip-
ment folgend sei bei Vorliegen zweier Anflugverfahren jener Anflug an-
zuwenden, der dem höchst möglichen Sicherheitsstandard entspreche. 
Daher – und weil  keine anderen zwingenden Gründe eine Genehmi-
gung erforderten – könne gestützt  auf  die Sicherheitsbeurteilung der 
gekröpfte Nordanflug nicht genehmigt werden.

7.
Das BAZL hat die im Auftrag der Beschwerdegegnerin durch Skyguide 
erstellten Sicherheitsnachweise nach den Vorgaben der ICAO und Eu-
rocontrol  hinsichtlich  PANS-OPS  (ICAO  DOC  8168),  Infrastruktur 
(ICAO Annex 14 Volume 1),  Luftraum und operationelle Aspekte ge-
prüft. Dabei gelangte es zum Schluss, dass das Anflugverfahren sich 
insofern als normenkonform erweise, als aufgrund des Berichts PANS-
OPS der Skyguide, mit welchem die ICAO-Normenkonformität des An-
flugverfahrens  betreffend  Gestaltung  und  Hindernis-  resp. Terrainab-
stände nachgewiesen werde, ein genügender Sicherheitsstand beste-
he. Ebenso hielt es fest, seien aufgrund der vorliegenden Nachweise 
und  der  getroffenen  Massnahmen  die  festgestellten  Abweichungen 
von den Normen betreffend die Infrastruktur akzeptabel. Die operatio-
nellen Aspekte würden ebenfalls  nicht  gegen die Normenkonformität 
des gekröpften Nordanflugs sprechen. Insgesamt erfülle dieser daher 
die Mindest-Sicherheitsvorgaben und sei – isoliert als allein stehendes 
Verfahren betrachtet – fliegbar und sicher. Die Assessierung der Integ-
ration in die bestehenden Anflugkonzepte stehe noch aus, dies würde 
jedoch im Falle einer Genehmigung des Anflugs höchstens zu zusätzli-
chen Einschränkungen mit weiteren Beeinträchtigungen der Kapazität 
führen, nicht aber eine Einführung verunmöglichen.

Das BAZL hält aber auch fest, dass es sich beim Anflugverfahren für 
den gekröpften Nordanflug um ein Unikat handle. Das damit verbunde-
ne Absturzrisiko lasse sich deshalb nicht einfach mittels anerkannter 
Berechnungsmodelle ermitteln und mit anderen (insbesondere Präzisi-
ons-) Anflugverfahren vergleichen. Rechnerischen Vergleichen zufolge 
sei das Absturzrisiko bei Nicht-Präzisionsanflügen gegenüber Präzisi-
onsanflügen deutlich – je  nach Studie  um den Faktor  1.72 bis  4.1 – 
wahrscheinlicher. Mit Genehmigung des gekröpften Nordanflugs würde 
folglich ein Verfahren eingeführt, das ein deutlich höheres Absturzrisi-
ko aufweise als die bereits bestehenden ILS-Anflugverfahren auf die 
Pisten 14 und 34. Der Flughafen Zürich werde gerade zwischen 6 und 

Seite 26

A-5646/2008

7 Uhr morgens, wenn der gekröpfte Nordanflug zum Einsatz kommen 
soll, von Langstreckenflugzeugen mit Besatzungen aus aller Welt an-
geflogen.  Zu  dieser  Zeit  sei  es  in  Zürich  mehrheitlich  dunkel  oder 
dämmrig  oder  die  Besatzungen  würden  vor  Einleitung  der  Kurve  in 
Richtung  der  aufgehenden  und  noch  tief  stehenden  Sonne  fliegen. 
Dies stelle  für  die  Piloten eine erhöhte  Arbeitslast  mit  entsprechend 
höherer Fehleranfälligkeit dar. Der gekröpfte Nordanflug sei somit an-
spruchsvoller, komplexer und damit  unter  Sicherheitsgesichtspunkten 
risikobehafteter, so dass er einem ILS-Anflug im direkten Vergleich klar 
unterliege. Dessen Genehmigung würde daher der erwähnten Praxis 
und dem politischen Auftrag des BAZL, in der schweizerischen Luft-
fahrt grösstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, widersprechen.

Eine Verbesserung der Lärmsituation – die vorliegend indessen ohne-
hin  nicht  gegeben  sei –  erachtet  das  BAZL  nicht  als  zwingenden 
Grund, eine Genehmigung auszusprechen. Ebensowenig würden Ka-
pazitätsgründe für den gekröpften Nordanflug sprechen. Denn die Ein-
führung des gekröpften Nordanflugs würde zu einer Reduktion der Ka-
pazität führen, was für den Flughafen Zürich mit Drehkreuzfunktion für 
den internationalen und interkontinentalen Flugverkehr nicht hinnehm-
bar sei.

8.
8.1 Gemäss Art. 25 Abs. 1 Bst. c VIL müssen die luftfahrtspezifischen 
Anforderungen erfüllt  sein,  damit  ein Betriebsreglement bzw. dessen 
Änderungen vom BAZL genehmigt werden können. Aus Art. 3 VIL er-
gibt  sich,  dass die  Gewährung der  Sicherheit  für  Personen und Sa-
chen  die  hauptsächliche  luftfahrtspezifische  Anforderung  ist.  Über-
haupt ist beim Betrieb eines Flughafens die Gewährung der Sicherheit 
das zentrale Interesse, das den Interessen an Mobilität und Wirtschaft, 
am Umweltschutz und an der Raumplanung vorgeht. Auch bei geneh-
migungsfreien  Vorhaben  und  Nebenanlagen  ist  deshalb  eine  luft-
fahrtspezifische Prüfung vorzunehmen (vgl. Art. 9 VIL). Diese klare Pri-
orisierung der  Sicherheitsinteressen  bestätigen  auch die  Urteile  des 
Bundesgerichts, die es zum Flughafen Zürich bis anhin im summari-
schen Verfahren gefällt hat (vgl. Hinweise in: BVGE 2008/17 E. 17.4.1; 
KASPAR PLÜSS,  Öffentliche Interessen im Zusammenhang mit  dem Be-
trieb von Flughäfen, Zürich 2007, S. 224 f., 240).

8.2 Diese  Rechtsprechung  ist  auch  im vorliegenden  Fall  zu  berück-
sichtigen. Das BAZL als zuständige Fachbehörde hat die Sicherheits-

Seite 27

A-5646/2008

prüfungen, die Skyguide durchgeführt hat, unter Berufung auf den im 
Luftfahrtpolitischen Bericht des Bundesrates vom 10. Dezember 2004 
festgehaltenen  Grundsatz  des  "Best  Practice"  untersucht.  Nach  die-
sem Grundsatz sind – sofern es sachlich angezeigt ist und der Gesetz-
geber  einen Spielraum lässt –  im Hinblick  auf  eine  Optimierung  der 
Luftfahrtsicherheit Normen anzuwenden, die den aktuellen Stand der 
Technik widerspiegeln. Der Grundsatz verlangt zudem, dass von vor-
handenen  Sicherheitsausrüstungen  bestmöglich  Gebrauch  gemacht 
wird ("Best Use of Equipment"). Das BAZL schliesst daher, dass in Be-
zug  auf  Anflugverfahren  mit  auf  den  modernsten  Stand  gebrachten 
Verfahren zu operieren ist. Des Weiteren legt es ausführlich und nach-
vollziehbar  dar,  weshalb  das  geplante  Anflugverfahren  gekröpfter 
Nordanflug  zwar  grundsätzlich  fliegbar  ist,  dennoch  dem  Auftrag, 
grösstmögliche  Sicherheit  zu  gewährleisten,  widerspricht  und  daher 
nicht genehmigt werden kann.

8.3 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die Angemessenheit be-
hördlichen Handelns an sich frei (Art. 49 VwVG), übt jedoch dort Zu-
rückhaltung aus und greift nicht ohne Not in Ermessensentscheide der 
Vorinstanz  ein,  wenn  es  um  die  Beurteilung  technischer  oder  wirt-
schaftlicher Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz über ein be-
sonderes Fachwissen verfügt (vgl. BGE 133 II 35 E. 3 mit Hinweisen; 
MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 2.154).  Vorliegend  sieht  es  kei-
nen Anlass, in sicherheitstechnischen Belangen von den Erkenntnis-
sen der zuständigen Fachbehörde abzuweichen oder eigene Ermittlun-
gen  vorzunehmen.  Es  ist  weder  ersichtlich  noch  wird  von  den  Be-
schwerdeführenden  substantiiert  dargelegt,  inwiefern  das  BAZL  von 
dem ihm zustehenden Ermessen falschen Gebrauch gemacht haben 
könnte. Das Interesse an grösstmöglicher Sicherheit  geniesst praxis-
gemäss Vorrang vor anderen Interessen. Insofern kann den Beschwer-
deführenden auch nicht gefolgt werden, wenn sie dem BAZL vorwer-
fen,  eine eigentliche Interessenabwägung unterlassen zu haben und 
eine  unzulässige  Gesamtwürdigung  vorzunehmen,  und  geltend  ma-
chen, die Genehmigungsgrundsätze seien zu restriktiv und es würden 
zu hohe Sicherheitsanforderungen gestellt.

Sind die Voraussetzungen zur Sicherstellung der Flugsicherheit  nicht 
gegeben,  vermögen  umweltrechtliche  oder  raumplanerische Aspekte 
den Anflug nicht zu rechtfertigen (vgl. auch Art. 11 Abs. 2 USG, wo-
nach Emissionen auch im Rahmen der  Vorsorge nur so weit  zu be-
grenzen  sind,  als  dies  technisch  und  betrieblich  möglich  und  wirt-

Seite 28

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schaftlich tragbar ist). Genauso kann auch die Kapazität des Anflug-
verfahrens nicht ausschlaggebend sein. Selbst wenn daher mit Bezug 
auf die Auswirkungen des gekröpften Nordanflugs auf die Lärmsituati-
on oder die Kapazität eine vom BAZL abweichende Würdigung vertre-
ten werden könnte, würde dies nichts daran ändern, dass dieses An-
flugverfahren aus Sicherheitsgründen nicht genehmigt werden könnte. 
Insbesondere  ist  das  Bundesverwaltungsgericht  gemäss  bundesge-
richtlicher  Rechtsprechung  weder  Oberplanungsbehörde  noch  Auf-
sichtsinstanz  in  Umweltschutzsachen oder,  wie im konkreten Fall,  in 
Flugverfahren. Als richterliche Behörde darf es daher nicht sein eige-
nes Gutdünken an die Stelle des Ermessens der fachkundigen Verwal-
tungsbehörde setzen, zumal vorliegend einerseits mehrere Lösungen 
möglich und rechtmässig erscheinen und andererseits  Spielraum für 
Verwaltungsermessen  besteht  (vgl.  BGE  129  II  331  E. 3.2; 
MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.156).

9.
Die Beschwerdeführenden bringen vor, das BAZL habe anlässlich der 
Sicherheitsprüfung das potentielle  Schadensausmass bei  einem Ab-
sturz nicht berücksichtigt. Dieses sei  beim gekröpften Nordanflug er-
heblich geringer als bei einem Absturz über dichtest besiedeltes Ge-
biet im Süden des Flughafens.

Diesem Vorwurf  entgegnet  das  BAZL,  das  potentielle  Schadensaus-
mass lasse sich im Gegensatz zum Absturzrisiko nicht mit standardi-
sierten, international anerkannten Methoden ermitteln. In den massge-
benden Normenwerken der ICAO und Eurocontrol  fänden sich keine 
derartigen Vorgaben. Eine diesen Normen genügende Sicherheitsana-
lyse müsse sich somit auf die auch im vorliegenden Fall vorgenomme-
nen Untersuchungen beschränken.

Wie in vorstehender Erwägung dargelegt (oben E. 8.3), auferlegt sich 
das Bundesverwaltungsgericht in Fragen technischer Natur praxisge-
mäss eine gewisse Zurückhaltung. Daher sieht es auch in Bezug auf 
die Rüge der Beschwerdeführenden, das Schadenspotential bei einem 
Absturz sei zu Unrecht nicht berücksichtigt worden, keinen Anlass, von 
den  Ausführungen  des  BAZL  als  zuständige  Fachbehörde  abzuwei-
chen. Insbesondere  erscheint  es als  nachvollziehbar, standardisierte 
Methoden zur Bestimmung des Risikos dort anzuwenden, wo sie zur 
Verfügung  stehen,  auch wenn damit  nicht  alle  Aspekte  eines  Scha-
densereignisses  erfasst  werden  können.  Diesbezüglich  ist  den  Be-

Seite 29

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schwerdeführenden auch entgegen zu halten,  dass  ein  Flugzeugab-
sturz im Rahmen eines Südanflugs nicht zwingend über dicht besie-
deltem Gebiet erfolgen würde – auch wenn bei diesem Anflugverfah-
ren  das  entsprechende  Risiko  höher  sein  mag –  und  deshalb  nicht 
ohne  Weiteres  von  maximalen  Personenschäden  ausgegangen  wer-
den muss. Insgesamt sind nach Auffassung des Gerichts keine Anzei-
chen einer ungenügenden Sicherheitsprüfung auszumachen; die ent-
sprechenden Rügen laufen daher ins Leere.

10.
Zusammenfassend  ist  somit  festzuhalten,  dass  den  Beschwerdefüh-
renden aus den angefochtenen Verfügungen kein unmittelbarer Nach-
teil erwächst. Sie verfügen daher nicht über ein schutzwürdiges Inter-
esse, das sie zur Erhebung einer Drittbeschwerde gegen die von der 
Verfügungsadressatin nicht angefochtenen Verfügungen des BAZL und 
des UVEK legitimieren würde. Auf die Beschwerden kann folglich nicht 
eingetreten werden. Im Übrigen wären diese aber ohnehin aus materi-
ellen Gründen abzuweisen gewesen, da für das Bundesverwaltungs-
gericht kein Anlass bestanden hätte, an der Sicherheitsbeurteilung des 
BAZL zu zweifeln. Dieses hat als zuständige Fachbehörde das zur Ge-
nehmigung  beantragte  Anflugverfahren  des  gekröpften  Nordanflugs 
zwar für grundsätzlich fliegbar, dennoch als zu unsicher eingestuft und 
deshalb zu Recht nicht  genehmigt. Durch die Nichtgenehmigung der 
Betriebsreglementsänderung sind auch die Plangenehmigung und die 
Änderung des Sicherheitszonenplans  überflüssig geworden,  weshalb 
das UVEK die Genehmigungen zu Recht verweigert hat. Auch der An-
trag der Beigeladenen 4 und 5 auf Durchführung eines Augenscheins 
wäre im Rahmen einer antizipierten Beweiswürdigung abzuweisen ge-
wesen, da – wie gesehen – aufgrund der Aktenlage hätte entschieden 
werden können.

11.
Bei  diesem Verfahrensausgang  gelten  die  Beschwerdeführenden  als 
unterliegend, weshalb sie nach Art. 63 Abs. 1 VwVG die Kosten dieses 
Verfahrens zu tragen haben. Keine Kosten können den beschwerde-
führenden Gemeinden auferlegt  werden,  da sich  der  Streit  nicht  um 
ihre  vermögensrechtlichen  Interessen  dreht  (Art. 63  Abs. 2  VwVG). 
Von den Verfahrenskosten, die auf Fr. 3'000.-- zu bestimmen sind, sind 
daher den Beschwerdeführenden 2 anteilsmässig Fr. 1'000.-- aufzuer-
legen.

Seite 30

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12.
Ganz oder teilweise obsiegende Parteien haben für ihnen erwachsene 
notwendige und verhältnismässig hohe Kosten Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Auferlegt wird die Parteient-
schädigung in erster Linie der unterliegenden Gegenpartei im Rahmen 
ihrer Leistungsfähigkeit, wenn sich diese mit selbständigen Begehren 
am Verfahren beteiligt hat (Art. 64 Abs. 2 und 3 VwVG). Nach der Pra-
xis  des  Bundesverwaltungsgerichts  ist  nur  anspruchsberechtigt,  wer 
durch einen externen Anwalt vertreten ist (Art. 8 und Art. 9 Abs. 2 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).  Wird 
keine Kostennote eingereicht, setzt das Gericht die Entschädigung auf 
Grund der Akten fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE).

Vorliegend stehen somit der Beschwerdegegnerin sowie den Beigela-
denen 3,  4  und  5  Parteientschädigungen  zu.  Angesichts  des  zwar 
komplexen, im Bereich Flughafen Zürich jedoch nicht ausserordentlich 
umfangreichen oder schwierigen Verfahrens sowie unter Berücksichti-
gung der Tatsache, dass sich die Beschwerdegegnerin lediglich zu for-
mellen Fragen geäussert  hat  und die  Beigeladenen 3,  4 und 5 alle-
samt durch denselben Anwalt vertreten sind, erachtet das Bundesver-
waltungsgericht  eine  Entschädigung  von  Fr. 2'400.--  zugunsten  der 
Beschwerdegegnerin sowie von Fr. 3'600.-- zugunsten des Rechtsver-
treters der Beigeladenen 3, 4 und 5 als angemessen.

Die Beschwerdeführenden 1, 2 und 3 sind folglich zu verpflichten, der 
Beschwerdegegnerin  eine  Parteientschädigung  in  der  Höhe  von 
Fr. 2'400.--  sowie  dem Rechtsvertreter  der  Beigeladenen 3,  4  und  5 
eine Parteientschädigung von Fr. 3'600.-- zu bezahlen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Verfahren A-5646/2008 und A-5655/2008 werden unter der Dos-
siernummer A-5646/2008 vereinigt.

2.
Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten.

3.
Von  den Verfahrenskosten  werden  den  Beschwerdeführenden 2  an-

Seite 31

A-5646/2008

teilsmässig Fr. 1'000.-- auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen nach 
Eintritt  der Rechtskraft  des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Ge-
richtskasse zu überweisen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins er-
folgt mit separater Post.

4.
Der  Beschwerdegegnerin  wird  eine  Parteientschädigung  von 
Fr. 2'400.-- zugesprochen. Dem Rechtsvertreter der Beigeladenen 3, 4 
und 5 wird eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 3'600.-- zuge-
sprochen.  Davon  haben  die  Beschwerdeführenden  1,  2  und  3  je 
Fr. 2'000.-- zu bezahlen.

5.
Dieses Urteil geht an:

- die Beschwerdeführenden 1 – 3 (Gerichtsurkunde)
- die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
- das BAZL (Ref-Nr. 31-06-NAPP'ZRH/nua; Einschreiben)
- das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde)
- die Beigeladenen 1 – 5 (Gerichtsurkunde)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Marianne Ryter Sauvant Mia Fuchs

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). 
Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Be-
gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-

Seite 32

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tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei-
zulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 33