# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b841dab-6785-58f3-9f47-ca336d9382f3
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-08
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 08.04.2025 ZSU.2025.14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZSU-2025-14_2025-04-08.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 4. Kammer 

 

ZSU.2025.14 / ik / nk  
(SG.2024.97)  

Art. 56 

 

 

Entscheid vom 8. April 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari  

Oberrichterin Hausherr  

Gerichtsschreiberin Kabus          

 

 
   

Kläger   A._____,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Alain Dubuis,  

[…] 

 

    

 
   

Beklagter   B._____,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Elias Hörhager,  

[…]   

  

 
 

Gegenstand  Konkurs 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der Kläger betrieb den Beklagten mit Zahlungsbefehl Nr. aaa des Regio-

nalen Betreibungsamtes Q._____ vom 7. Juni 2024 für eine Forderung von 

Fr. 7'779.60 nebst 5 % Zins seit 30. November 2022 (Forderungs-

grund:"…"), Fr. 920.00 nebst 5 % Zins seit 6. Juni 2024 (Forderungs-

grund:"…"), Fr. 2'000.00 nebst 5 % Zins seit 6. Juni 2024 (Forderungs-

grund:"…") und Fr. 300.00 nebst 5 % Zins seit 6. Juni 2024 (Forderungs-

grund:"…").  

 

1.2. 

Der Beklagte erhob gegen den ihm am 20. Juni 2024 zugestellten Zah-

lungsbefehl am 26. Juni 2024 Rechtsvorschlag. Die Konkursandrohung 

vom 7. Oktober 2024 wurde dem Beklagten am 11. Oktober 2024 zuge-

stellt. 

 

2. 

2.1. 

Der Kläger stellte mit Eingabe vom 1. November 2024 beim Bezirksgericht 

Kulm das Konkursbegehren. 

 

2.2. 

Der Präsident des Bezirksgerichts Kulm erkannte am 9. Januar 2025 wie 

folgt: 

 

" 1. 
Über B._____, […], wird mit Wirkung ab 9. Januar 2025, 08:45 Uhr, der 
Konkurs eröffnet. 
 
2. 
Mit der Durchführung des Verfahrens wird das Konkursamt Aargau beauf-
tragt. Das Konkursamt wird ersucht, die Konkurseröffnung zu publizieren. 
 
3. 
Gegebenenfalls kann das summarische Verfahren zur Anwendung ge-
bracht werden. 
 
4. 
Der Gesuchsteller haftet als Gläubiger gemäss Art. 194 i.V.m. Art. 169 
SchKG gegenüber dem Konkursamt Aargau für die Kosten, die bis und mit 
der Einstellung des Konkurses mangels Aktiven oder bis zum Schuldenruf 
entstehen. 

  

 - 3 - 

 

 

5. 
Die Entscheidgebühr von Fr. 350.00 wird dem Gesuchsgegner auferlegt 
und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss des 
Gesuchstellers verrechnet, so dass dem Gesuchsteller gegenüber der 
Konkursmasse eine Forderung von Fr. 350.00 zusteht." 

 
3. 

3.1. 

Gegen diesen ihm am 10. Januar 2025 zugestellten Entscheid erhob der 

Beklagte mit Eingabe vom 13. Januar 2025 beim Obergericht des Kantons 

Aargau Beschwerde und beantragte Folgendes: 

 

" 1. 
Es sei der Entscheid des Bezirksgerichts Kulm vom 9. Januar 2025 aufzu-
heben. 
 
2. 
Es sei der Konkurs über den Beschwerdeführer aufzuheben. 
 
3. 
Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 
 
4. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge." 

 

3.2. 

Die Instruktionsrichterin des Obergerichts des Kantons Aargau erteilte der 

Beschwerde mit Verfügung vom 14. Januar 2025 die aufschiebende Wir-

kung. 

 

3.3. 

Mit Schreiben vom 15. Januar 2025 reichte der Beklagte einen Betrei-

bungsregisterauszug des Betreibungsamtes E._____ vom 15. Januar 2025 

ein. 

 

3.4. 

Mit Beschwerdeantwort vom 29. Januar 2025 liess sich der Kläger unter 

Beilage eines Einzahlungsscheines vernehmen und erklärte, "dass er sich 

durch die Zahlung des Betrages von CHF 13'705.85 zu seinen Gunsten der 

Justiz über die Beschwerde unterwirft". 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Der Entscheid des Konkursgerichts kann innert zehn Tagen mit Be-

schwerde nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) angefoch-

ten werden (Art. 174 Abs. 1 Satz 1 SchKG). 

 

 - 4 - 

 

 

2. 

2.1. 

Die Rechtsmittelinstanz kann die Konkurseröffnung aufheben, wenn der 

Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden 

beweist, dass inzwischen die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kos-

ten, getilgt oder der geschuldete Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhan-

den des Gläubigers hinterlegt ist oder der Gläubiger auf die Durchführung 

des Konkurses verzichtet (Art. 174 Abs. 2 SchKG). Diese bundesrechtliche 

Regelung bezweckt, sinnlose Konkurse über nicht konkursreife Schuldner 

zu vermeiden (KURT AMONN/FRIDOLIN WALTHER, Grundriss des Schuldbe-

treibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl. 2013, § 36 N. 58).  

 

2.2. 

Der Konkursentscheid wurde dem Beklagten am 10. Januar 2025 zugestellt 

(act. 20). Die zehntägige Rechtsmittelfrist lief damit am 20. Januar 2025 ab 

(Art. 31 SchKG i.V.m. Art. 142 Abs. 1 ZPO), weshalb die Konkursforderung 

bis zu diesem Tag getilgt oder hinterlegt sein musste. Die Konkursforde-

rung belief sich inkl. Entscheidgebühr der Vorinstanz auf Fr. 13'355.85 

(act. 8). Der Beklagte hinterlegte am 14. Januar 2025, mithin während der 

Beschwerdefrist, zugunsten des Klägers Fr. 13'705.85 bei der Oberge-

richtskasse (Bestätigung der Obergerichtskasse vom 14. Januar 2025, Be-

schwerdebeilage [BB] 5). Damit ist die Konkursforderung des Klägers ge-

deckt. Die erste Voraussetzung von Art. 174 Abs. 2 SchKG (Hinterlegung 

des geschuldeten Betrags beim Obergericht zuhanden des Gläubigers) ist 

demnach erfüllt. 

 

2.3. 

2.3.1. 

Wird die Konkursforderung erst nach der Konkurseröffnung getilgt oder hin-

terlegt, kann die Rechtsmittelinstanz diese nur dann aufheben, wenn der 

Schuldner zusätzlich seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht. Glaubhaft 

gemacht ist eine Tatsache dann, wenn für deren Vorhandensein gewisse 

Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rech-

net, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte. Im Hinblick auf die Auf-

hebung der Konkurseröffnung heisst dies, dass die Zahlungsfähigkeit des 

Konkursiten wahrscheinlicher sein muss als seine Zahlungsunfähigkeit. In 

diesem Bereich dürfen keine zu strengen Anforderungen gestellt werden, 

insbesondere wenn die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit des schuldneri-

schen Unternehmens nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann. 

Auch wenn der Schuldner die Zahlungsfähigkeit nicht strikt beweisen, son-

dern nur glaubhaft machen muss, so genügen seine Behauptungen allein 

nicht. Es liegt am Schuldner, Beweismittel vorzulegen, die geeignet sind, 

seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen. Zahlungsfähig 

ist der Schuldner, wenn er über ausreichende liquide Mittel zur Begleichung 

der fälligen Schulden verfügt. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierig-

keiten lassen einen Schuldner noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen, 

 - 5 - 

 

 

ausser wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte für eine Verbesserung sei-

ner finanziellen Situation zu erkennen sind und er auf unabsehbare Zeit als 

illiquid erscheint. Grundsätzlich als zahlungsunfähig erweist sich ein 

Schuldner, der beispielsweise Konkursandrohungen anhäufen lässt, syste-

matisch Rechtsvorschlag erhebt und selbst kleinere Beträge nicht bezahlt. 

Die Beurteilung beruht auf einem aufgrund der Zahlungsgewohnheiten ei-

nes Konkursiten gewonnenen Gesamteindruck (Urteil des Bundesgerichts 

5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 2.2 m.w.H.). 

 

Als konkrete Anhaltspunkte für die Zahlungsfähigkeit kommen Zahlungs-

belege, Belege über die dem Schuldner zur Verfügung stehenden Mittel 

(z.B. Bankguthaben, Kreditverträge, Erklärung der Bank, das schuldneri-

sche Unternehmen weiterhin zu stützen), unterzeichnete Debitoren- und 

Kreditorenlisten, Auftragsbestätigungen, Auszug aus dem Betreibungsre-

gister, aktuelle Jahresrechnung, unterzeichnete Bilanz, Zwischenbilanz, 

Status, Steuererklärungen und -einschätzungen etc. in Frage (ROGER GI-

ROUD/FABIANA THEUS SIMONI, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über 

Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 26d zu Art. 174 SchKG).  

 

Wichtigstes bzw. unerlässliches Dokument zum Glaubhaftmachen der Zah-

lungsfähigkeit ist der Auszug aus dem Betreibungsregister. Vorzulegen ist 

ein Betreibungsregisterauszug mindestens der letzten drei Jahre. Auch Be-

treibungen, gegen die Rechtsvorschlag erhoben wurde, sind im Rahmen 

der Gesamtbetrachtung der Zahlungsgewohnheiten zu berücksichtigen. 

Der Schuldner ist deshalb grundsätzlich gehalten, zu jeder im Betreibungs-

register nicht als erledigt aufgeführten Forderung Stellung zu nehmen (Ur-

teil des Bundesgerichts 5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 3.3 

m.w.H).  

 

2.3.2. 

Hinsichtlich seiner Zahlungsfähigkeit legte der Beklagte dar, gegen ihn lä-

gen neben der Konkursforderung fast keine unbezahlten Betreibungen vor. 

So bestünden einzig Schulden in Höhe von Fr. 23'400.00 gegenüber 

C._____, Fr. 1'903.85 gegenüber der D._____ sowie Fr. 1'208.55 und 

Fr. 737.55 gegenüber der G._____. Die Betreibungen der G._____ und der 

D._____ würde er nach Aufhebung des Konkurses umgehend bezahlen. 

Bei der Betreibung von C._____ gehe es um eine Gewährleistungsforde-

rung, die teilweise bestritten sei. C._____ habe per Whatsapp in Aussicht 

gestellt, die Betreibung zurückzuziehen und den Forderungsbetrag zu re-

duzieren. Die Forderung dürfte bald erledigt sein. Ohnehin verfüge der Be-

schwerdeführer über genügend liquide Mittel, um sämtliche Forderungen 

begleichen zu können. 

 

  

 - 6 - 

 

 

Dass der Beschwerdeführer zahlungsfähig sei, gehe aus den Jahresab-

schlüssen 2022 und 2023 hervor (Gewinn 2022: Fr. 75'981.19, Gewinn 

2023: Fr. 141'320.16). Im Jahr 2024 habe der Beklagte einen Umsatz von 

Fr. 553'721.05 generiert und einen stattlichen Gewinn erzielt. Per 31. De-

zember 2024 habe sich auf dem Firmenkonto ein Betrag von Fr. 115'301.29 

befunden. Auch verfüge er über einen Fuhrpark im Wert von rund 

Fr. 817'902.10. Die Zahlungsfähigkeit sei damit mehr als glaubhaft ge-

macht.  

 

2.3.3. 

2.3.3.1. 

Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle 

Lage des Beklagten gibt insbesondere der 11 Einträge umfassende Betrei-

bungsregisterauszug des Regionalen Betreibungsamtes Q._____ vom 

13. Januar 2025 (BB 6). Sechs Betreibungen sind durch Bezahlung an das 

Betreibungsamt erledigt (BB 6). Ferner wurden vier Betreibungen in Höhe 

von Fr. 27'249.75 eingeleitet. Sodann besteht die hier streitgegenständli-

che Konkursandrohung des Klägers über Fr. 11'925.30 (BB 6). 

 

Dem Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamtes E._____ vom 

15. Januar 2025 lässt sich eine durch Bezahlung an das Betreibungsamt 

erledigte Betreibung entnehmen (Beilage zur Stellungnahme vom 15. Ja-

nuar 2025). 

 

Soweit der Beklagte auf die Whatsapp von C._____ vom 18. November 

2024 verweist, geht aus dieser zwar hervor, dass C._____ in Aussicht ge-

stellt hat, "alles" zurückzuziehen, wenn der Beklagte ihm sofort Fr. 6'750.00 

überweise (BB 7); dass dies tatsächlich erfolgt wäre, lässt sich den Akten 

jedoch nicht entnehmen. 

 

Die Forderung, die zum Konkurs geführt hat, ist durch die hinterlegte 

Summe gedeckt (vgl. E. 2.2 hiervor). Somit bestehen noch Schulden von 

insgesamt Fr. 27'249.75. 

 

2.3.3.2. 

Der Konkurs wurde über den Beklagten als Einzelunternehmer und damit 

als natürlicher Person eröffnet, die für alle Verbindlichkeiten mit ihrem ge-

samten Vermögen haftet. Eine Trennung zwischen geschäftlichen Schul-

den bzw. Guthaben und solchen des persönlichen Bedarfs gibt es daher 

nicht, weshalb die Prüfung der Zahlungsfähigkeit auch die Lebenshaltungs-

kosten (z.B. Miete, Krankenkassenprämien, allfälliger Unterhalt von Ehe-

frau oder Kindern etc.) des Beklagten mitberücksichtigen muss. Der Be-

klagte hat seine private Finanzlage inkl. allfälliger Schulden nicht erläutert, 

geschweige denn belegt. Allerdings legte er dennoch genügende Unterla-

gen zum Nachweis seiner Zahlungsfähigkeit auf. 

 

 - 7 - 

 

 

Zunächst lässt sich dem Kontoauszug des Beklagten bei der H._____ vom 

1. Januar 2025 per 31. Dezember 2024 ein Bankguthaben von 

Fr. 115'301.29 entnehmen (BB 9, S. 7). Mit dem Saldo seines Geschäfts-

kontos wäre der Beklagte in der Lage, die aus dem Betreibungsregister 

hervorgehenden Schulden von Fr. 27'249.75 zu decken. 

 

Der Beklagte reichte hinsichtlich der Jahre 2022 und 2023 jeweils Bilanz 

und Erfolgsrechnung ein (BB 8), welche nicht von ihm unterzeichnet wur-

den. Nachdem es sich um eine externe Buchhaltung handelt, bedarf diese 

keiner Unterschrift des Beklagten und es kann darauf abgestellt werden. 

Im Jahr 2022 erzielte der Beklagte einen Gewinn von Fr. 75'981.19 (BB 8, 

S. 2) und im Jahr 2023 einen solchen von Fr. 141'320.16 (BB 8, S. 6). Aus 

der Buchhaltung lässt sich ebenfalls der Privatbezug von Fr. 97'614.15 im 

Jahr 2022 (BB 8, S. 2) und derjenige von Fr. 121'364.37 im Jahr 2023 

(BB 8, S. 6) entnehmen. Es ist davon auszugehen, dass diese Summen 

ausreichen, um die Lebenshaltungskosten des Beklagten zu decken, an-

sonsten seine Schulden wohl höher ausfielen. Der Beklagte argumentiert 

betreffend das Jahr 2024, in welchem er einen stattlichen Gewinn erwirt-

schaftet haben will, mit reinen Umsatzzahlen. Jedoch lassen sich zumin-

dest die Einnahmen für das Jahr 2024 anhand der Kontoauszüge der 

H._____ verifizieren (BB 9). 

 

Insgesamt ist es dem Beklagten gelungen, seine Zahlungsfähigkeit glaub-

haft zu machen. Es ist hinreichend dargetan, dass er in der Lage sein wird, 

den laufenden Verpflichtungen nachzukommen und wirtschaftlich überle-

bensfähig ist.  

 

2.4. 

Die gegen das Konkurserkenntnis des Präsidenten des Bezirksgerichts 

Kulm vom 9. Januar 2025 gerichtete Beschwerde ist folglich gutzuheissen. 

 

3. 

Der Beklagte hat durch seine Zahlungssäumigkeit die Verfahren erster und 

zweiter Instanz verursacht und die entsprechenden Kosten zu tragen 

(Art. 68 SchKG i.V.m. Art. 52 und Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG). Der anwalt-

lich vertretene Kläger beantragte keine Parteientschädigung, weshalb ihm 

keine solche zuzusprechen ist. 

 

4. 

Vorliegend wurde von der Vorinstanz der Konkurs eröffnet. Die Zahlung der 

Forderungssumme kann der im Konkurs befindliche Schuldner nicht zu 

Lasten der Konkursmasse vornehmen, da er über die Aktiven der Masse 

nicht zum Nachteil der übrigen Gläubiger verfügen darf (Art. 204 Abs. 1 

SchKG). Mit Zustimmung der Konkursverwaltung kann er jedoch den For-

derungsbetrag samt Zins und Kosten zu Lasten der Masse bei der Be-

schwerdeinstanz hinterlegen. Diese überweist den Betrag an den 

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Gläubiger, wenn sie die Beschwerde gutheisst (GIROUD/THEUS SIMONI, 

a.a.O., N. 25 zu Art. 174 SchKG). Nachdem die Beschwerde gutzuheissen 

ist, hat die Obergerichtskasse den bei ihr vom Beklagten hinterlegten For-

derungsbetrag von Fr. 13'355.85 an den Kläger zu überweisen. Die vom 

Beklagten bei der Obergerichtskasse zu viel hinterlegten Fr. 350.00 sind 

ihm zurückzuerstatten. 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Präsidenten des 

Bezirksgerichts Kulm vom 9. Januar 2025 aufgehoben und es wird erkannt: 

 

1. 
Das Konkursbegehren wird abgewiesen. 
 
2. 
Der Beklagte hat die Entscheidgebühr von Fr. 350.00 zu bezahlen. 
 
3. 
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

 
2. 

Die obergerichtliche Entscheidgebühr von Fr. 500.00 wird dem Beklagten 

auferlegt. 

 

3. 

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

 

4. 

Die Obergerichtskasse wird angewiesen, nach Rechtskraft des vorliegen-

den Entscheids den hinterlegten Forderungsbetrag von Fr. 13'355.85 an 

den Kläger zu überweisen und den Rest der vom Beklagten geleisteten 

Konkurshinterlage in Höhe von Fr. 350.00 diesem zurückzuerstatten. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

[…]  

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Mitteilung an: 

[…] 

 

Mitteilung nach Rechtskraft an: 

[…] 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In vermögensrechtlichen 

Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der Streitwert in arbeits- und miet-

rechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen übrigen Fällen mindestens 

Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- und Nachlassrichters (Art. 44 

Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf die 

sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 8. April 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 4. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

 

Richli     Kabus