# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e8be8f0e-0740-5df9-b363-8e47d1512448
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.04.2008 A-1747/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1747-2006_2008-04-23.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-1747/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  A p r i l  2 0 0 8

Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richter Michael Beusch, 
Richter Pascal Mollard, 
Gerichtsschreiber Urban Broger.

A._______ AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberzolldirektion (OZD), Abteilung LSVA, 3003 Bern
Vorinstanz.

LSVA.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-1747/2006

Sachverhalt:

A.
Die  A._______  AG  (Beschwerdeführerin)  mit  Sitz  in  Innertkirchen, 
Kanton  Bern,  bezweckt  gemäss  Handelsregistereintrag  im  Wesentli-
chen den Betrieb einer Autogarage mit Reparaturwerkstatt und Spen-
glerei sowie den Handel mit und die Vermietung von Fahrzeugen.

B.
Die Beschwerdeführerin war Halterin des Lastwagens 4043 Mercedes-
Benz 2535 6x4, Stammnummer X._______, vormals eingelöst auf das 
Kontrollschild AG Y._______. Mit Brief vom 18. Mai 2006 teilte ihr die 
Oberzolldirektion  (OZD)  mit,  das  Fahrzeug  weise  für  die  Zeit  vom 
8. März 2002 bis 4. Februar 2004 eine Fahrleistung von 14'083.8 Kilo-
metern auf. Während dieser Zeit sei das Fahrzeug aber nicht immatri-
kuliert gewesen. Die OZD forderte die Beschwerdeführerin auf, diese 
Fahrleistung zu erklären. Sollte sich eine Abgabepflicht herausstellen, 
würden Abgaben von Fr. 7'051.05 nachgefordert. Mit Brief vom 24. Mai 
2006 liess die Beschwerdeführerin wissen, sie habe das Fahrzeug am 
21. November  2003  an  Herrn  B._______,  Transportunternehmung, 
3714 Frutigen, verkauft. Sie verlange um Mitteilung des Kilometerstan-
des per 21. November 2003 und per 4. Februar 2004.

C.
Mit Brief vom 1. Juni 2006 berichtigte die OZD ihre im Schreiben vom 
18. Mai  2006 gemachten Angaben. Die vorgehaltenen 14'083.8 Kilo-
meter beträfen nicht die Zeitspanne vom 8. März 2002 bis 4. Februar 
2004; vielmehr handle es sich dabei um die während den verschiede-
nen  Deponierungen  der  Kontrollschilder  beim  Strassenverkehrsamt 
gefahrenen Kilometer. Die von der  Beschwerdeführerin  nachgefragte 
Fahrleistung betreffend die Zeit vom 21. November 2003 bis 4. Februar 
2006 (recte: 2004) betrage 288.2 Kilometer. Die OZD bat  erneut um 
Stellungnahme.

D.
Die Beschwerdeführerin antwortete mit Brief vom 8. Juni 2006 und be-
stritt  die  Angaben  der  OZD. So  sei  der  Lastwagen  in  der  Zeit  vom 
12. Februar  2001  bis  20. Januar  2002  eingelöst  gewesen.  Ein  Fax-
schreiben  der  Versicherungs-Gesellschaft  Z._______  möge  dies  be-
stätigen. Sie gehe davon aus, dass über die in dieser Zeit gefahrenen 
Kilometer  bereits  abgerechnet  worden sei. Die Suche nach weiteren 

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Unterlagen, wie von der OZD verlangt, sei umständlich und kostenin-
tensiv.  Ausserdem  befinde  sich  ein  Teil  davon  beim  Buchhalter. 
Schliesslich seien "einige Kilometer für betriebsinterne Fahrten mit un-
serem Händlerschild" erfolgt.

E.
Am  14. Juli  2006  erliess  die  OZD  eine  Nachbezugsverfügung  über 
leistungsabhängige Schwerverkehrsabgaben (LSVA) von Fr. 6'966.55. 
Hinsichtlich der Zeitpunkte der In-  und Ausserverkehrsetzung stützte 
sie sich auf die Meldungen des Strassenverkehrsamtes des Kantons 
Aargau. Für die Erhebung der Abgabe für die Zeiträume vom 20. Feb-
ruar 2001 bis 15. Januar 2002 und vom 20. Januar 2002 bis 28. Feb-
ruar 2002 nannte die OZD insbesondere den Brief der Beschwerde-
führerin  vom  8. Juni  2006  und  den  Versicherungsnachweis  der 
Z._______ vom 2. Juni 2006 als relevant. Weil die Beschwerdeführerin 
bezüglich des dritten Zeitraumes (8. März 2002 bis 4. Februar 2004) 
keine  Angaben  gemacht  und  weder  einen  Kaufvertrag  noch  andere 
Unterlagen  beigebracht  habe,  sei  die  Abgabe  auch  hier  geschuldet 
und nachzubeziehen. Zusammenfassend ergäbe dies folgendes Bild:

In- und Ausser-
verkehrsetzung

Kontrollschild
deponiert

Abgabe-
periode

Fahrleistung/
Betrag LSVA

22.12.2000
15.01.2001

01.01.2001
14.01.2001

15.01.2001
31.01.2001

15.01.2001
31.01.2001

ordentlich 
veranlagt

31.01.2001
13.02.2001

01.02.2001
12.02.2001

keine Fahrleistung

13.02.2001
19.02.2001

13.02.2001
19.02.2001

ordentlich 
veranlagt

19.02.2001
16.01.2002

20.02.2001
15.01.2002

7'489.6 km
Fr. 3'752.90

16.01.2002
19.01.2002

16.01.2002
19.01.2002

keine Fahrleistung

19.01.2002
01.03.2002

20.01.2002
28.02.2002

3'127.0 km 
Fr. 1'563.50

01.03.2002
07.03.2002

01.03.2002
07.03.2002

ordentlich 
veranlagt

ab 07.03.2002 08.03.2002
04.02.2004

3'298.2 km
Fr. 1'650.15

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F.
Gegen die Verfügung der OZD erhob die Abgabepflichtige am 18. Au-
gust 2006 Beschwerde bei der Eidgenössischen Zollrekurskommission 
(ZRK) und trug vor, sie könne die Abgabe auf der für die Jahre 2002 
bis  2004  vorgehaltenen  Fahrleistung  nicht  akzeptieren.  Sie  verfüge 
über das Händlerschild BE U._______. Gemäss Rücksprache mit dem 
Strassenverkehrsamt sei das Fahrzeug vom 20. Januar bis 28. Februar 
2002  nicht,  wie  vormals  von ihr  behauptet,  eingelöst  gewesen;  ihre 
Versicherung habe diesbezüglich fehlerhafte Angaben gemacht. Herr 
C._______ (Vater des Geschäftsführers der A._______ AG) habe über 
eine Transport- und Kieswerkfirma verfügt und das Fahrzeug auch für 
betriebsinterne, nicht LSVA-pflichtige Fahrten eingesetzt.

G.
Mit Instruktionsmassnahme vom 23. August 2006 forderte die ZRK die 
Beschwerdeführerin auf, ihre Eingabe zu verbessern, widrigenfalls auf-
grund der Akten entschieden werde. Die nachgebesserte Beschwerde 
ist der ZRK am 8. September 2006 zugegangen. Die Beschwerdefüh-
rerin  macht  darin  allgemeine  Ausführungen  zur  Verwendung  ihres 
Händlerschildes  und  zu  ihrem  Betrieb  und  weist  erneut  darauf  hin, 
dass das Fahrzeug teilweise in einem Kieswerk eingesetzt worden sei. 
Es sei ihr aber nicht möglich, die Einsätze im einzelnen zu rekonstruie-
ren, da diese nicht hätten weiterverrechnet werden können.

H.
Im Vernehmlassungsverfahren trat die OZD mit Schreiben vom 16. Ok-
tober 2006 nochmals an die Beschwerdeführerin heran und stellte ihr 
die Wiedererwägung in Aussicht. Hierzu bat sie erneut um Auskünfte 
bezüglich jener Fahrten, welche während den Deponierungen der Kon-
trollschilder erfolgt waren. So habe die OZD im Zeitraum vom 13. bis 
23. März 2001 eine hohe Fahrleistung festgestellt. Das gleiche gelte 
für die Zeit zwischen dem 13. und dem 19. Juli 2001, für welche das 
Logfile  Tageseinsätze  von  durchschnittlich  450 Kilometern  ausweise. 
Ebenso  erbat  die  OZD  Angaben  zum  genauen  Standort  des  Kies-
werks, zu dessen Grösse und zum darin transportierten Gut. Auch die 
angeblich mit Händlerschildern getätigten Fahrten seien zu erläutern.

I.
Aus der  daraufhin  erfolgten Eingabe der  Beschwerdeführerin  an die 
OZD,  datierend  vom  27. Oktober  2006,  ging  hervor,  dass  sich  das 
Kieswerk in Gadmen im Berner Oberland befunden habe und die Ta-

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choscheiben  des  Fahrzeuges  nicht  mehr  vorhanden  seien.  Das  von 
der  Beschwerdeführerin  beigelegte  Schreiben des Strassenverkehrs-
amtes des Kantons Aargau bestätigte die der OZD bekannten Daten 
der In- und Ausserverkehrsetzung des Fahrzeuges (vgl. Tabelle hievor 
unter Bst. E.).

J.
Aufgrund dieser Ausführungen der Beschwerdeführerin zog die OZD 
die  Verfügung  nicht  in  Wiedererwägung.  Mit  Datum  vom  8. Januar 
2007  reichte  sie  die  Vernehmlassung  ein  mit  dem  Antrag,  die  Be-
schwerde unter Kostenfolge abzuweisen.

K.
Am 17. Januar 2007 teilte das Bundesverwaltungsgericht den Verfah-
rensbeteiligten mit, es habe das vorliegende Verfahren übernommen.

L.
Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  wird,  soweit  entscheidwe-
sentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Bis zum 31. Dezember 2006 unterlagen Entscheide der OZD be-
treffend den Vollzug der Bestimmungen über die LSVA der Beschwer-
de an die ZRK. Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es 
zuständig ist, die bei der ZRK bis zu diesem Datum hängigen Rechts-
mittel.  Die  Beurteilung  erfolgt  nach  neuem  Verfahrensrecht  (Art. 53 
Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesver-
waltungsgericht  [Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR  173.32]).  So-
weit  das  VGG nichts  anderes  bestimmt,  richtet  sich  gemäss dessen 
Art. 37  das  Verfahren  nach  dem  Bundesgesetz  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Bun-
desverwaltungsgericht  ist  zur  Behandlung  der  Beschwerde  sachlich 
wie funktionell zuständig (Art. 31 und 33 Bst. d VGG in Verbindung mit 
Art. 23 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 19. Dezember 1997 über eine 
leistungsabhängige  Schwerverkehrsabgabe [SVAG, SR 641.81]).  Auf 
die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Nachdem das  Verfahren  bei  der  ZRK bzw. beim Bundesverwal-
tungsgericht  bereits  anhängig  gemacht  worden  war,  trat  die  OZD 

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nochmals an die Beschwerdeführerin heran und forderte sie  auf,  für 
Zwecke  einer  allfälligen  Wiedererwägung  ergänzende  Angaben  zum 
Sachverhalt beizubringen.

Die Behandlung der Sache, die Gegenstand der mit Beschwerde an-
gefochtenen  Verfügung  bildet,  geht  mit  Einreichung  der  Beschwerde 
auf  die Beschwerdeinstanz über (Devolutiveffekt; Art. 54 VwVG). Für 
das Verwaltungsverfahren gilt insofern eine Sonderregelung, als dass 
die  Vorinstanz  bis  zu  ihrer  Vernehmlassung die  angefochtene  Verfü-
gung in  Wiedererwägung ziehen kann (Art.  58 Abs. 1  VwVG). Unter 
diesen Umständen ist  es sogar zulässig,  dass die Vorinstanz ergän-
zende Abklärungen trifft  (vgl. Entscheid der Schweizerischen Asylre-
kurskommission vom 8. Februar 1995, veröffentlicht in Verwaltungspra-
xis  der  Bundesbehörden  [VPB] 60.33  E. 3b  mit  weiteren  Hinweisen; 
Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts E-7018/2006 vom 4. Dezember 
2007 E. 3.2; ANDRÉ MOSER/PETER UEBERSAX, Prozessieren vor eidgenössi-
schen  Rekurskommissionen,  Basel  und  Frankfurt  a.M. 1998,  S. 100 
Rz. 3.29).  Die  Sachverhaltsabklärungen  der  OZD  im  Vernehmlas-
sungsverfahren sind damit vorliegendenfalls nicht zu beanstanden.

2.
2.1 Gemäss  Art. 85  Abs. 1  der  Bundesverfassung  der  Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft  vom 18. April  1999 (BV, SR 101) kann der 
Bund auf dem Schwerverkehr eine leistungs- oder verbrauchsabhängi-
ge Abgabe erheben,  soweit  diese Verkehrsart  der  Allgemeinheit  Ko-
sten verursacht, die nicht durch andere Leistungen oder Abgaben ge-
deckt sind. Der Gesetzgeber hat von dieser Kompetenz Gebrauch ge-
macht  und  sich  für  eine  leistungsabhängige  Schwerverkehrsabgabe 
entschieden. Der in Art. 85 BV genannte Zweck wird in Art. 1 SVAG 
wiederholt und verdeutlicht. Mit  der Abgabe soll  beim Schwerverkehr 
vermehrt  das  Verursacherprinzip  zur  Anwendung  gelangen,  wobei 
nicht  nur  die  Infrastrukturkosten  des  Schwerverkehrs  (Bau,  Betrieb 
und Unterhalt der Strassen), sondern auch dessen externe Kosten wie 
ungedeckte  Gesundheits-,  Lärm-  und  Unfallkosten  oder  Kosten  von 
Gebäudeschäden  berücksichtigt  werden  (Botschaft  vom 11. Septem-
ber  1996  zu  einem  Bundesgesetz  über  die  leistungsabhängige 
Schwerverkehrsabgabe  [Botschaft],  BBl 1997 VI 521, 524;  KLAUS A. 
VALLENDER,  in: Schweizerisches Steuer-Lexikon,  Bd. I,  Bundessteuern, 
2. Aufl., Zürich 2006, S. 433 f.; ERNST HÖHN/ROBERT WALDBURGER, Steuer-
recht,  Bd. I,  9. Aufl.,  Bern  2001,  § 29 Rz. 21 f.;  MICHAEL BEUSCH,  Len-
kungsabgaben im Strassenverkehr, Zürich 1999, S. 210 ff.).

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2.2 Der Bund erhebt die Abgabe seit dem 1. Januar 2001 auf den im 
In-  und  Ausland  immatrikulierten  (in-  und  ausländischen)  schweren 
Motorfahrzeugen und Anhängern für  den Güter-  oder den Personen-
transport  (Art. 3  SVAG). Abgabepflichtig  ist  der  Halter,  bei  ausländi-
schen Fahrzeugen zusätzlich der Fahrzeugführer (Art. 5 Abs. 1 SVAG). 
Der  Vorgabe  von Art. 85  BV folgend,  wonach die  Abgabe leistungs- 
oder verbrauchsabhängig auszugestalten sei, hat der Gesetzgeber als 
Bemessungsgrundlage  das  höchstzulässige  Gesamtgewicht  und  die 
gefahrenen Kilometer (Tonnenkilometer) bezeichnet (Art. 6 SVAG).

2.3 Der Bundesrat regelt den Vollzug und kann zur fälschungssicheren 
Erfassung der Fahrleistung den Einbau spezieller Geräte vorschreiben 
(Art. 10 Abs. 1, Art. 11 Abs. 2 SVAG). Nach Art. 15 Abs. 1 der Verord-
nung  vom  6. März  2000  über  eine  leistungsabhängige  Schwerver-
kehrsabgabe (Schwerverkehrsabgabeverordnung, SVAV, SR 641.811) 
wird die Abgabe mit einem von der Zollverwaltung zugelassenen elek-
tronischen Messgerät ermittelt. Dieses besteht aus dem im Fahrzeug 
eingebauten  Fahrtschreiber  bzw. Wegimpulsaufnehmer  sowie  einem 
Erfassungsgerät, das die massgebende Fahrleistung ermittelt und re-
gistriert.

2.4  Die Abgabe wird für die Benützung der öffentlichen Strasse erho-
ben (Art. 2 SVAG; Urteil  des Bundesverwaltunsgerichts  A-1735/2006 
vom 31. März 2008 E. 2.5). Eine genaue Umschreibung dessen, was 
unter den Begriff der öffentlichen Strasse fällt, enthalten weder SVAG 
noch SVAV. Das Bundesgericht knüpft an den Begriff der öffentlichen 
Strasse im Strassenverkehrsrecht des Bundes an (Urteil des Bundes-
gerichts 2A.71/2003 vom 6. Februar 2004 E. 2). Bereits der Bundesrat 
hat  in  der  Botschaft  hierzu  auf  das  Strassenverkehrsgesetz  vom 
19. Dezember  1958 [SVG, SR 741.01])  verwiesen (Botschaft,  a.a.O., 
S. 546). Demnach gelten Strassen dann als öffentlich, wenn sie nicht 
ausschliesslich dem privaten Gebrauch dienen (Art. 1 Abs. 2 der Ver-
kehrsregelnverordnung  vom  13. November  1962  [VRV, SR  741.11]). 
Dabei ist nicht massgeblich, ob die Strasse in privatem oder öffentli-
chem Eigentum steht. Entscheidend ist allein, ob sie dem allgemeinen 
Verkehr dient. Das trifft zu, wenn die Strasse einem unbestimmten Per-
sonenkreis zur Verfügung steht (BGE 104 IV 105 E. 3). Auch der Vor-
platz einer Firma fällt unter den Begriff der öffentlichen Strasse; es sei 
denn, der Verfügungsberechtigte tue seinen Willen, nur dessen priva-
ten Gebrauch zu dulden, mittels signalisiertem Verbot oder Abschran-

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kung kund (BGE 104 IV 105 E. 3; zum Begriff der öffentlichen Strasse 
vgl. HANS GIGER, SVG Kommentar, 6. Aufl., Zürich 2002, S. 29 f.).

2.5 Motorfahrzeuge dürfen in aller Regel nur mit Fahrzeugausweis und 
Kontrollschildern in Verkehr gebracht werden (Art. 10 Abs. 1 SVG). Da-
raus und aus dem Umstand, dass die LSVA für die Benützung der öf-
fentlichen Strasse erhoben wird, erklärt sich die gesetzliche Regelung, 
wonach für  inländische Fahrzeuge der Beginn der  Abgabepflicht  auf 
den Tag der amtlichen Zulassung fällt und das Ende auf den Tag, an 
dem die  Kontrollschilder  zurückgegeben  werden oder  der  Fahrzeug-
ausweis annulliert wird (Art. 12 Abs. 1 SVAG).

2.6 Der Bundesrat kann bestimmte Fahrzeugarten oder Fahrzeuge mit 
besonderem Verwendungszweck von der LSVA ganz oder teilweise be-
freien oder Sonderregelungen treffen. Dabei hat er den Grundsatz der 
verursachergerechten Anlastung der ungedeckten Kosten zu beachten 
(Art. 4  Abs. 1 SVAG). Gemäss Botschaft  zum SVAG (a.a.O.,  S. 546) 
rechtfertige es sich, Militärfahrzeuge von der Unterstellung auszuneh-
men,  da  andernfalls  nur  Zusatzkosten  und  administrative  Umtriebe 
entstünden. Im gleichen Zusammenhang nennt die Botschaft Fahrzeu-
ge von Verkehrsbetrieben des Bundes und konzessionierten Transport-
unternehmen  im  Linienverkehr,  landwirtschaftliche  Fahrzeuge,  elek-
trisch betriebene Fahrzeuge und Fahrzeuge für humanitäre Transporte. 
Würde hier die Abgabe erhoben, nähme der Staat mit der einen Hand, 
was er mit  der anderen gegeben hat. Die Ausnahmebestimmung sei 
restriktiv zu handhaben; es gelte, den Grundsatz der Kostendeckung 
zu beachten (Botschaft, a.a.O., S. 546).

2.7 Von seiner Kompetenz Gebrauch machend hat  der Bundesrat  in 
Art. 3 SVAV eine Reihe von Fahrzeugen bezeichnet,  die der Abgabe 
nicht unterliegen. Aufgeführt sind hier u.a. auch die nicht ordentlich im-
matrikulierten Fahrzeuge mit schweizerischen Händlerschildern (Art. 3 
Abs. 1 Bst. f  SVAV). Die SVAV verweist hierzu auf Art. 22 ff. der Ver-
kehrsversicherungsverordnung  vom  20. November  1959  [VVV, 
SR 741.31]).  Gemäss  diesen  Bestimmungen  werden  Kollektiv-Fahr-
zeugausweise in Verbindung mit Händlerschildern nur an Betriebe ab-
gegeben, die u.a. Gewähr für die einwandfreie Verwendung bieten (vgl. 
Art. 22,  23  und  Anhang  4  VVV).  Der  Kollektiv-Fahrzeugausweis  be-
rechtigt  zum Anbringen der  darin  genannten Händlerschilder  an ge-
prüften und nichtgeprüften, betriebssicheren und den Vorschriften ent-
sprechenden  Fahrzeugen  der  im  Ausweis  genannten  Art  (Art. 24 

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Abs. 1  VVV).  So  dürfen  Händlerschilder  etwa  verwendet  werden  für 
Fahrten zur Behebung von Pannen, für das Abschleppen, für Probe-
fahrten, die amtliche Fahrzeugprüfung, die Fahrt zu dieser Prüfung so-
wie  für  gewisse  unentgeltliche  Fahrten  (Art. 24  Abs. 3  VVV).  Für 
Sachtransporte dürfen mit Händlerschildern versehne schwere Motor-
fahrzeuge  nur  in  sehr  engem Rahmen eingesetzt  werden,  zum Bei-
spiel, wenn für Probe- oder Prüfungsfahrten Ballast mitgeführt werden 
muss (Art. 24 Abs. 4 VVV). Nach der Rechtsprechung des Bundesge-
richts ist die Regelung betreffend die zulässigen Sachtransporte auch 
deshalb restriktiv, weil  nicht  ordentlich  immatrikulierte  Fahrzeuge mit 
schweizerischen Händlerschildern nicht der LSVA unterliegen (Urteile 
des Bundesgerichts 6S.223/2004 vom 23. September 2004 E. 2.4 und 
6S.22/2005 vom 4. Mai 2005 E. 1.3).

2.8 Die Erhebung der LSVA basiert auf dem Selbstdeklarationsprinzip. 
Dies bedeutet, dass das Gesetz dem Abgabepflichtigen die volle Ver-
antwortung für die korrekte Deklaration und damit weitgehend auch für 
die spätere Veranlagung überbindet sowie hohe Anforderungen an sei-
ne  Sorgfaltspflicht  stellt  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-3409/2007 vom 29. November 2007 E. 2.2; Entscheid der ZRK vom 
27. Juni 2006, veröffentlicht in VPB 70.101 E. 2c mit weiteren Hinwei-
sen). Zu deklarieren hat der Abgabepflichtige also sämtliche abgabe-
erheblichen  Daten,  im  Wesentlichen  die  Angaben  über  die  Art  des 
Fahrzeuges, dessen Verwendung und die durch das Erfassungsgerät 
ermittelten und registrierten gefahrenen Kilometer (E. 2.2 und 2.3 hie-
vor). Selbstredend umfasst die Deklarationspflicht auch die Meldung, 
dass das Fahrzeug für abgabepflichtige Fahrten auf öffentlichen Stras-
sen eingesetzt werde (vgl. E. 2.2 und 2.4 hievor). Hierbei handelt  es 
sich indes nicht um eine durch den Abgabepflichtigen selbständig zu 
erstattende Meldung; vielmehr genügt  er diesbezüglich seinen abga-
berechtlichen Obliegenheiten bereits dann in rechtsgenügender Weise, 
wenn er  das  Fahrzeug beim Strassenverkehrsamt  vorschriftsgemäss 
ein-  bzw. auslöst  oder  dessen amtliche Zulassung erwirkt  etc. Denn 
die eigentliche Meldung der daraus folgenden abgabeerheblichen Da-
ten an die OZD erfolgt im Nachgang automatisch durch das Strassen-
verkehrsamt (vgl. Art. 45 Abs. 1 SVAV).

2.9 Unterbleibt die Deklaration, ist sie lückenhaft oder widersprüchlich 
oder macht die Zollverwaltung Feststellungen, die im Widerspruch zur 
Deklaration stehen, so nimmt sie die Veranlagung nach pflichtgemäs-
sem Ermessen vor (Art. 11 Abs. 3 SVAG; Art. 23 Abs. 3 SVAV). Sind 

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die Voraussetzungen einer Ermessensveranlagung erfüllt, hat die Ver-
waltung diejenige Schätzungsmethode zu wählen, die den individuel-
len Verhältnissen des Abgabepflichtigen soweit als möglich Rechnung 
trägt,  auf  plausiblen Angaben beruht  und deren Ergebnis  der  wirkli-
chen Situation möglichst nahe kommt. Ein Abgabepflichtiger kann im 
Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  die  gemäss  Art. 23 
Abs. 3 SVAV vorgenommene Schätzung bestreiten. Dabei  obliegt  es 
ihm, den Beweis für deren Unrichtigkeit  zu erbringen. Erst wenn der 
Abgabepflichtige den Nachweis dafür erbringt, dass die Verwaltung mit 
der Ermessensveranlagung Bundesrecht  verletzt  bzw. dass ihr  dabei 
erhebliche Ermessensfehler  unterlaufen sind,  nimmt  das  Bundesver-
waltungsgericht eine Korrektur der Schätzung vor. Dem Bundesverwal-
tungsgericht  kommt bei  der  Überprüfung von Ermessensveranlagun-
gen volle Kognition zu. Demnach kann es nicht nur die Überschreitung 
oder  den  Missbrauch  des  Ermessens  der  Verwaltung  überprüfen 
(Art. 49 Bst. a  VwVG),  sondern  auch die Unangemessenheit  (Art. 49 
Bst. c VwVG). Dennoch auferlegt  sich das Bundesverwaltungsgericht 
bei  der Überprüfung von Ermessensveranlagungen eine gewisse Zu-
rückhaltung,  soweit  die  Zweckmässigkeit  der  Entscheidung  in  Frage 
steht (vgl. Entscheid der ZRK vom 27. Juni 2006, a.a.O., E. 2d).

3.
3.1 Im vorliegenden Fall nicht bestritten sind die im Logfile ausgewie-
senen Fahrleistungen. Auch die Daten,  an welchen die Beschwerde-
führerin das Fahrzeug ein- bzw. auslöste, sind nunmehr unbestritten; 
die Beschwerdeführerin beruft sich im Verfahren vor der ZRK bzw. vor 
dem Bundesverwaltungsgericht  selber  ausdrücklich  auf  die  Angaben 
des Strassenverkehrsamtes des Kantons Aargau.

3.2 Zu klären bleibt  damit  die Frage, ob die Beschwerdeführerin die 
Kontrollschilder zurecht deponiert hat oder ob das Fahrzeug während 
den fraglichen Zeitspannen nicht viel eher hätte eingelöst bleiben müs-
sen. Hierfür ist entscheidend, welche Art von Fahrten die Beschwerde-
führerin  während  den  Deponierungen  getätigt  hat.  Handelt  es  sich 
nicht um abgabebefreite Fahrten, wäre die Deklaration von Beginn und 
Ende der Abgabepflicht lückenhaft bzw. widersprüchlich gewesen, was 
gemäss Art. 23 Abs. 3 SVAV zu einer Ermessensveranlagung führt.

3.2.1 In diesem Zusammenhang ist auf die Vorbringen der Beschwer-
deführerin einzugehen, sie habe während den Deponierungen Händ-
lerfahrten bzw. Fahrten auf nicht öffentlichen Strassen unternommen. 

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Gemäss  den  Meldungen  des  Strassenverkehrsamtes  war  das  Fahr-
zeug  mit  der  Stammnummer  X._______  zwischen  dem  20. Februar 
2001  und dem 15. Januar  2002  nicht  ordentlich  immatrikuliert.  Den-
noch wurde das Fahrzeug in dieser Zeit bewegt. Hohe Fahrleistungen 
von beinahe 600 Kilometern erfolgten etwa am 13., 22. oder 23. März 
2001. Ein Auszug aus dem Logfile ergibt Folgendes:

Ähnlich,  wenn  auch weniger  gravierend,  verhält  es  sich  für  die  Zeit 
vom 20. Januar bis 28. Februar 2002 und vom 8. März 2002 bis 4. Fe-
bruar 2004. Während diesen Zeiten waren die Kontrollschilder eben-
falls deponiert, trotzdem weist das Logfile hohe Fahrleistungen aus.

3.2.2 Die  Beschwerdeführerin  trägt  dazu  im  Wesentlichen  vor,  ihre 
Fahrzeuge würden meist ihn Thun geprüft. Die Strecke von Innertkir-
chen, dem Sitz der Beschwerdeführerin, ins Verkehrsprüfzentrum Thun 
und zurück misst rund 120 Kilometer. Selbst wenn die Beschwerdefüh-
rerin gleichentags noch längere Probe- und Testfahrten unternommen 
hätte,  lägen  immer  noch  derart  hohe  Tagesleistungen  vor,  dass  die 
OZD berechtigte Zweifel an der korrekten und damit abgabebefreiten 
Verwendung  der  Händlerschilder  haben durfte. Dies  umso mehr,  als 
dass teilweise auch für andere Tage des gleichen Monats hohe Fahr-
leistungen ausgewiesen sind und sehr unwahrscheinlich ist, dass die 
Beschwerdeführerin  mit  diesem  Fahrzeug  praktisch  wöchentlich  im 
Verkehrsprüfzentrum  vorfahren  musste.  Unrealistisch  scheint  auch, 
dass solch hohe Tagesleistungen in einem Kieswerk erbracht worden 
sind. Das zeigt schon die simple Rechnung, wonach für eine Fahrt von 

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Datum Uhrzeit Km-Stand Fahrleistung in Kilometern
06.03.01 16.15 215436.3 0.0
06.03.01 16.15 215436.3 0.1
12.03.01 6.31 215436.4 101.2
13.03.01 6.18 215537.6 599.4
14.03.01 7.08 216137.0 221.4
15.03.01 6.55 216358.4 284.9
16.03.01 18.15 216643.3 0.1
17.03.01 10.46 216643.4 0.0
17.03.01 10.47 216643.4 0.0
19.03.01 7.13 216643.4 451.1
20.03.01 6.27 217094.5 442.7
21.03.01 7.26 217537.2 489.7
22.03.01 6.20 218026.9 575.9
23.03.01 6.33 218602.8 559.3
02.04.01 13.44 219162.1

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600 Kilometern  das  Fahrzeug  während  zehn  Stunden  mit  einer  Ge-
schwindigkeit von 60 Stundenkilometern hätte unterwegs sein müssen, 
was in einem Kieswerk nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge nicht 
zu bewerkstelligen ist.

3.2.3 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass die OZD mit guten 
Gründen davon ausging, das Fahrzeug hätte während der ganzen Zeit 
immatrikuliert  bleiben müssen. Die Deklaration der Beschwerdeführe-
rin  bezüglich  Beginn  und  Ende  der  Abgabepflicht  war  offensichtlich 
falsch. Die OZD nahm zu Recht eine Ermessensveranlagung vor, wo-
bei sich diese wie unter E. 3.2 dargestellt nicht auf die Fahrleistung an 
sich bezog, sondern einzig auf die Frage, wann das Fahrzeug korrek-
terweise hätte ein- und ausgelöst werden müssen.

3.3 In einem zweiten Schritt ist nun zu prüfen, ob die erfolgte Ermes-
sensveranlagung mit dem Bundesrecht vereinbar ist. Es lag bzw. liegt 
an  der  Beschwerdeführerin,  die  Rechtmässigkeit  zu  bestreiten  und 
darzutun,  weshalb  die  OZD  nicht  die  gesamte  Fahrleistung  in  der 
gesamten  Zeitspanne  als  abgaberelevant  hätte  qualifizieren  dürfen 
(E. 2.9 hievor). In diesem Zusammenhang ist  nochmals auf das Vor-
bringen zurückzukommen, die vorgehaltenen Kilometer seien nicht ab-
gabepflichtig, weil sie mit Händlerschildern erfolgt seien. Die OZD hat 
die Beschwerdeführerin mehrmals aufgefordert, entsprechende Belege 
ins Recht zu legen, namentlich Kopien der Expertisen des Strassen-
verkehrsamtes. Die Beschwerdeführerin hat bis dato keine Belege bei-
gebracht,  die  ihren Standpunkt,  d.h. die  abgabebefreite  Verwendung 
des Fahrzeuges, gestützt hätten. Sie hält lediglich entgegen, es sei ihr 
nicht zumutbar, während derart langer Zeit Unterlagen aufzubewahren. 
Damit  verkennt  sie,  dass  das  Gesetz  für  die  Abgabeforderung  eine 
Verjährungsfrist  von fünf  Jahren vorsieht  (Art. 15  SVAG) und es der 
OZD unbenommen ist, während dieser Zeit nicht nur die Abgabe, son-
dern  auch  abgabeerhebliche  Unterlagen  nachzufordern.  Die  Be-
schwerdeführerin verkennt auch, dass bei Fehlen tauglicher Angaben 
oder  Unterlagen die  OZD ermessensweise veranlagen kann  (Art. 11 
Abs. 3 SVAG) und, als Folge davon, die Beschwerdeführerin die Be-
weislast  für  die  Unrichtigkeit  der  Ermessensveranlagung trägt. Allein 
aus der Tatsache, dass sie über Händlerschilder verfügt, kann die Be-
schwerdeführerin unter diesen Umständen nichts zu ihren Gunsten ab-
leiten. Auch wenn ein Teil der Kilometer tatsächlich auf Händlerfahrten 
zurückzuführen  sein  mag,  blieb  diese  Verwendung  unbewiesen.  Die 
Beschwerdeführerin trägt die Folgen der Beweislosigkeit  und hat auf 

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die vorgehaltenen, mit dem Erfassungsgerät aufgezeichneten Kilome-
ter die Abgabe zu entrichten.

3.4 Das Gleiche gilt mit Bezug auf das Vorbringen, wonach das Fahr-
zeug  am 21. November  2003  an  einen  Dritten  verkauft  worden  sei. 
Auch diese Behauptung blieb unbelegt; entsprechend geht  die Fahr-
leistung bis zum Zeitpunkt, an welchem das Fahrzeug auf einen neuen 
Halter eingelöst worden ist, zu Lasten der Beschwerdeführerin.

3.5 Es bleibt auf die Behauptung einzugehen, der Lastwagen sei zeit-
weise in einem Kieswerk bewegt worden, was hiesse, dass ein Teil der 
Kilometer nicht auf öffentlichen Strassen und damit ebenfalls nicht ab-
gabepflichtig  erfolgt  wäre.  Es  ist  ohne  weiteres  davon  auszugehen, 
dass zumindest  für  Fahrten hin zu diesem Kieswerk  und zurück zur 
Garage  die  öffentliche  Strasse  benutzt  wurde. Weder  behauptet  die 
Beschwerdeführerin noch weist sie nach, dass das Kieswerk ein ge-
schlossenes,  keinem Dritten  zugängliches  Areal  dargestellt  hat.  Die 
Frage, ob und – bejahendenfalls – wieviele Kilometer auf Fahrten im 
Kieswerk entfallen, kann damit offen bleiben.

3.6 Zusammenfassend ist am Vorgehen der OZD, sämtliche während 
den fraglichen Zeitspannen gefahrenen Kilometer als abgaberelevant 
einzustufen, nichts auszusetzen.

Ohnehin bliebe der Beschwerdeführerin entgegenzuhalten, dass sie in 
ihrem  Schreiben  an  die  OZD  vom 8. Juni  2006  selber  vortrug,  das 
Fahrzeug sei vom 20. Februar 2001 bis 20. Januar 2002 eingelöst ge-
wesen. Sie behauptete damit zuweilen eine Abgabepflicht und ging in 
der Folge sogar davon aus, über die während dieser Zeit gefahrenen 
Kilometer sei abgerechnet worden. Von dieser Behauptung ist die Be-
schwerdeführerin erst im Beschwerdeverfahren abgerückt mit der Be-
gründung, der von der Z._______ ausgestellte Versicherungsausweis 
sei  fehlerhaft  gewesen. Die OZD hätte sich unter diesen Umständen 
für die Nachbezugsverfügung vom 14. Juli 2006 zurecht auf die Anga-
ben der Beschwerdeführerin gestützt, denn auch hier hätte bezüglich 
Ein-  und  Auslösedatum  das  Selbstdeklarationsprinzip  gegolten.  Wie 
das  diesbezügliche  Verhalten  der  Beschwerdeführerin  zu  werten  ist, 
kann indes letztlich offenbleiben, da die OZD wie dargestellt die Daten 
der In- und Ausserverkehrssetzung ohnehin ermessensweise festlegen 
durfte und in der Folge zurecht so veranlagt hat, wie wenn die Kontroll-
schilder nie hinterlegt worden wären.

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4.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Die Verfahrens-
kosten in der Höhe von Fr. 500.-- sind der Beschwerdeführerin aufzu-
erlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 4 des Reglements 
vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor 
dem Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2])  und mit  dem 
geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 500.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 500.-- verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Riedo Urban Broger

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000 Lausanne 14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. 
Art. 42 BGG).

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