# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 45692d9e-9b11-572d-8768-dd06f0feb618
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.12.2025 E-2230/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2230-2025_2025-12-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2230/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Lorenz Noli, 

mit Zustimmung von Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger;   

Gerichtsschreiber Valentin Böhler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Côte d'Ivoire,   

vertreten durch Natacha Frei, (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 21. Februar 2025. 

 

 

 

E-2230/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.a  

Der nunmehr volljährige Beschwerdeführer suchte am 16. Februar 2024 

als Minderjähriger in der Schweiz um Asyl nach. 

A.b Am 18. März 2025 wurde das Protokoll der Erstbefragung UMA erstellt 

(vgl. vorinstanzliche Akten […]-16/11 [nachfolgend act. 16]). Am 12. Juni 

2024 wurde der Beschwerdeführer gemäss Art. 29 Abs. 1 AsylG zu den 

Asylgründen angehört (vgl. act. 39). Am 19. Juni 2024 wurde ihm mitgeteilt, 

dass sein Asylgesuch im erweiterten Verfahren behandelt werde (vgl. act. 

41). 

A.c Darin machte er im Wesentlichen geltend, er sei ethnischer Dioula, 

muslimischen Glaubens und stamme aus B._______, wo er bis zu seiner 

Ausreise gelebt habe. 

Bis zum Tod seiner Mutter habe er mit ihr, seinem Stiefvater, dessen zwei-

ter Frau und seinen (…) Stiefgeschwistern in einem gemeinsamen Haus-

halt gelebt. Nach dem Tod seiner Mutter habe er Probleme mit der Frau 

seines Stiefvaters gehabt – nicht aber mit dem Stiefvater. Sie habe ihn nicht 

zur Schule gehen lassen und er habe auf dem (…) arbeiten müssen. Wenn 

er stattdessen anderes gemacht habe, habe sie ihn geschlagen und er 

habe nichts zu essen bekommen. Als er sich am (…) habe (…) lassen, 

habe sie ihm gedroht. Schliesslich sei er mit der Hilfe seiner Nachbarin 

ausgereist. Mit seinem Stiefvater und seiner Nachbarin stehe er nach wie 

vor in telefonischem Kontakt.  

B.  

Mit Verfügung vom 21. Februar 2025 – eröffnet am 27. Februar 2025 – ver-

neinte die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers 

(Dispositivziffer 1), lehnte sein Asylgesuch ab (Dispositivziffer 2) und ord-

nete die Wegweisung aus der Schweiz (Dispositivziffer 3) sowie den Weg-

weisungsvollzug an (Dispositivziffern 4-5). Sie händigte die editionspflich-

tigen Akten aus (Dispositivziffer 6) und verfügte die Anpassung des Ge-

burtsdatums des Beschwerdeführers im ZEMIS auf den (…) (Dispositivzif-

fer 7). 

C.  

Mit Eingabe vom 31. März 2025 erhob der Beschwerdeführer beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung 

vom 21. Februar 2025 und beantragte darin das Folgende: «1. Déclarer 

E-2230/2025 

Seite 3 

recevable le présent recours. Préalablement: 2. Restituer l’effet suspensif 

concernant la modification de l’âge. 3. Rectifier les données SYMIC comme 

suit : A._______, né le (…), Côte d’Ivoire, jusqu’ à l’entrée en force d’une 

décision de modification des données SYMIC. 4. Dispenser le recourant 

de l’avance et du paiement de tous frais. 5. Accorder au recourant l’assis-

tance judiciaire totale et désigner la soussignée comme mandataire d’of-

fice. Principalement : 6. Annuler la décision attaquée du SEM du 21 février 

2025. 7. Prononcer une admission provisoire en faveur du recourant. 8. 

Rectifier les données SYMIC comme suit : A._______, né le (…), Côte 

d’Ivoire. Subsidiairement : 9. Annuler la décision attaquée du SEM du 21 

février 2025. 10. Prononcer une admission provisoire en faveur du recou-

rant. 11. Rectifier les données SYMIC comme suit: A._______, né le (…), 

Côte d’Ivoire, avec la mention du caractère litigieux, l’effet suspensif est 

restitué et la cause est renvoyée au SEM pour l’instruction complémen-

taire. Plus Subsidiairement : 12. Annuler la décision attaquée du SEM du 

21 février 2025. 13. Renvoyer la cause à l’autorité intimée pour nouvelle 

décision. En tout état : 14. Accorder au recourant une indemnité équitable 

au titre de ses dépens». 

D.  

Die Beschwerde vom 31. März 2025 richtet sich sowohl gegen den Weg-

weisungsvollzug als auch gegen die ZEMIS-Eintragung betreffend das Ge-

burtsdatum des Beschwerdeführers. Das Beschwerdeverfahren betreffend 

ZEMIS-Datenbereinigung wurde separat vom vorliegenden Verfahren be-

treffend Wegweisungsvollzug unter der Nummer E-2207/2025 geführt. Mit 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-2207/2025 vom 19. Mai 2025 

wurde die Beschwerde betreffend Datenänderung im ZEMIS rechtskräftig 

abgewiesen. Dabei ging das Gericht davon aus, dass das vom SEM im 

ZEMIS eingetragene Geburtsdatum ([…]) wahrscheinlicher sei als das vom 

Beschwerdeführer dargelegte Geburtsdatum ([…]). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 

E-2230/2025 

Seite 4 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

3.  

Die vorliegende Beschwerde richtet sich einzig gegen den von der Vo-

rinstanz verfügten Wegweisungsvollzug (Ziffern 4 und 5 des Dispositivs der 

angefochtenen Verfügung). Die vorinstanzliche Verfügung ist demnach in 

Rechtskraft erwachsen, soweit sie die Frage des Asyls und der Flüchtlings-

eigenschaft betrifft (Dispositivziffern 1 und 2). 

4.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

5.  

5.1 In der Beschwerde rügt der Beschwerdeführer, dass das SEM den 

Sachverhalt betreffend den Aspekt des Menschenhandels unvollständig er-

hoben und seine Untersuchungspflicht verletzt habe. Diese formellen Rü-

gen sind vorab zu behandeln.  

5.2 Seiner Auffassung nach würden Anhaltspunkte für Menschenhandel 

vorliegen und die Vorinstanz habe den Sachverhalt unvollständig festge-

stellt. Um festzustellen, ob allenfalls der Tatbestand des Menschenhandels 

E-2230/2025 

Seite 5 

erfüllt sei, hätte sie ihn hierzu zu seinen Erlebnissen, seinem Alltag und 

seiner Unterbringung befragen müssen. Die Vorinstanz sei damit ihrer 

Pflicht zur Identifizierung von Opfern von Menschenhandel gemäss Art. 10 

des Übereinkommens zur Bekämpfung des Menschenhandels vom 16. 

Mai 2005 (SR 0.311.543, nachfolgend: EKM) nicht nachgekommen. 

5.3 Für das Bundesverwaltungsgericht besteht keine Veranlassung, die 

angefochtene Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers ergeben sich keine effektiven Hin-

weise für die Annahme, er sei Opfer von Menschenhandel geworden. Zu-

sätzlich ist hervorzuheben, dass der Rechtsvertreter selbst in der Anhörung 

auch keinerlei Vorbehalte dahingehend angebracht hat, die Sachverhalts-

feststellung sei unvollständig gewesen (vgl. act. 39 F78-F79). Das Gericht 

erachtet daher dieses Vorbringen als nachgeschoben, weshalb der Be-

schwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag. Zu-

sätzlich geht aus dem Anhörungsprotokoll hervor, dass der Stiefvater sich 

auch mehrfach für den Beschwerdeführer einsetzte und der angespannten 

Situation zwischen dem Beschwerdeführer und der zweiten Frau entge-

genwirkte (vgl. act. 39 F35 «Wann immer ich es ihm erzählt habe, hat sie 

mich in Ruhe gelassen […]»). Zudem konnte er sich mit den privaten fami-

liären Problemen an seine Nachbarin wenden, die ihm Unterstützung bot 

(vgl. act. 39 F19, F56-F57). Der blosse Umstand, dass der Beschwerde-

führer also anscheinend gewisse zwischenmenschlichen Probleme mit sei-

ner Stiefmutter gehabt hat, macht dies nicht bereits zu einer Menschen-

handelssituation. Hierfür besteht aufgrund der Akten kein Anlass.  

5.4 Die formellen Rügen sind offensichtlich unbegründet. 

6.  

6.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

6.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

  

E-2230/2025 

Seite 6 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2  

7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

7.2.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

7.2.3 Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 

Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedri-

gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

7.2.4  In der angefochtenen Verfügung wies das SEM in zutreffender 
Weise darauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refou-

lement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da 

sich die Frage der Asylgewährung im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

nicht stellt (vgl. E. 3), kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der 

Nichtrückschiebung keine Anwendung finden. Eine Rückkehr nach Côte 

d'Ivoire ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.  

7.2.5 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des 

Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für 

den Fall einer Ausschaffung  nach Côte d'Ivoire dort mit beachtlicher 

E-2230/2025 

Seite 7 

Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen 

Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europä-

ischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-

Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Ge-

fahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer 

Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. 

Urteil des EGMR Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kam-

mer 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Nach den vorstehenden Ausführun-

gen gelingt ihm das nicht. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation 

im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt 

nicht als unzulässig erscheinen. 

7.2.6 Auf die in der Beschwerde vorgebrachte Rüge der Verletzung von 

Art. 3 und 4 EMRK sowie Art. 7 und 16 Abs. 2 EKM und die sich unter 

diesem Aspekt stellenden Fragen im Zusammenhang mit dem Menschen-

handel wird auf die vorherige Erwägung verwiesen (vgl. E. 5.3).  

7.2.7 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

7.3  

7.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

7.3.2 Das Bundesverwaltungsgericht geht in ständiger Praxis davon aus, 

dass in Côte d'Ivoire keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht (vgl. dazu 

das Referenzurteil des BVGer E-2349/2016 vom 16. Oktober 2017 E. 7.3; 

sowie u.a. das Urteil des BVGer D-5375/2024 vom 31. Januar 2025 

E. 9.3.3). Der Vollzug der Wegweisung in die nach Côte d'Ivoire ist daher 

grundsätzlich zumutbar. 

7.3.3 Hinsichtlich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs erwog die 

Vorinstanz, dass in individueller Hinsicht keine Wegweisungsvollzugshin-

dernisse vorliegen würden. Der Beschwerdeführer sei ein junger und ge-

sunder Mann und verfüge über Arbeitserfahrung in der (…). In seinem Hei-

matland verfüge er über ein soziales Netz. Mit seiner ehemaligen Nachba-

rin, welche ihm bei der Ausreise geholfen habe, sowie seinen Freunden 

E-2230/2025 

Seite 8 

stehe er nach wie vor in Kontakt. Es sei dementsprechend nicht davon 

auszugehen, dass er bei einer Rückkehr nach Côte d'Ivoire in eine exis-

tenzbedrohende Notlage geraten werde. 

7.3.4 Das Bundesverwaltungsgericht schliesst sich der vorinstanzlichen 

Einschätzung über die Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung nach 

Côte d'Ivoire an (vgl. a.a.O. E. IV Ziff. 2). Soweit der Beschwerdeführer 

geltend macht, er sei – noch bis am (…) – minderjährig, ist auf das Urteil 

E-2207/2025 vom 19. Mai 2025 und jene Erwägungen (vgl. Sachverhalt 

Bst. D hievor) zu verweisen. Diese führen sodann zum Schluss, dass es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, die von ihm geltend gemachte 

Minderjährigkeit glaubhaft zu machen. Das SEM ging folglich zu Recht von 

der Volljährigkeit des Beschwerdeführers aus. Gemäss ZEMIS-Eintrag ist 

der Beschwerdeführer somit seit (…) volljährig. Die Bestimmungen der 

KRK finden mithin keine Anwendung mehr. Damit erweisen sich die Aus-

führungen in der Beschwerdeeingabe, welche sich primär in Ausführungen 

zum Kindeswohl erschöpften, als mehrheitlich hinfällig geworden. Der Be-

schwerdeführer ist jung und gesund und es ist ihm zuzumuten, alsbald eine 

berufliche Tätigkeit aufzunehmen. Weiter ist davon auszugehen, dass ihm 

unter anderem seine Nachbarin bei der Wiedereingliederung behilflich sein 

wird, zumal sie ihn bereits in Vergangenheit unterstützt und ihm bei der 

Ausreise geholfen hat. Als Erwachsener ist er auch nicht mehr der Obhut 

seiner Stiefeltern unterstellt und es steht ihm aufgrund der Niederlassungs-

freiheit in Côte d'Ivoire frei, sich in einem anderen Landesteil niederzulas-

sen (vgl. Art. 21 der Verfassung von Côte d'Ivoire, https://www.constitu-

teproject.org/constitution/Cote_DIvoire_2016, abgerufen am 3. Dezember 

2025). Zusätzlich hat der Beschwerdeführer selber angegeben, nach wie 

vor mit einer Vielzahl seiner Freunde in Kontakt zu stehen und mit ihnen 

telefonischen Austausch zu pflegen (vgl. act. 39 F40 ff). Auch dieses Be-

ziehungsnetz wird er daher aktivieren und hierauf im Bedarfsfall in der An-

fangszeit zurückgreifen können. Überdies ist zu erwähnen, dass es ihm 

ferner auch offen stünde, Rückkehrhilfe in Anspruch zu nehmen. Abschlies-

send ist darauf hinzuweisen, dass blosse soziale und wirtschaftliche 

Schwierigkeiten, von denen die ansässige Bevölkerung im Allgemeinen be-

troffen ist, nicht genügen, um eine Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 

AIG darzustellen (vgl. BVGE 2008/34 E. 11.2.2). 

Insgesamt besteht kein Grund zu der Annahme, dass der Beschwerdefüh-

rer aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitli-

cher Natur bei einer Rückkehr nach Côte d'Ivoire in eine existenzbedro-

hende Situation geraten würde. 

E-2230/2025 

Seite 9 

7.3.5 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

7.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).  

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuwei-

sen. 

9.  

9.1 Das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung ist ungeachtet einer Bedürftigkeit abzuweisen, 

da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als 

aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 

65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind. Aus demselben Grund kann auch dem 

Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 

2 VwVG nicht stattgegeben werden. 

9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-2230/2025 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lorenz Noli Valentin Böhler 

 

 

Versand: