# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3ae50af-f92b-5a4f-8fb9-9646ca50b4c0
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-29
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.09.2021 S 2021 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-47_2021-09-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter 
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 29. September 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch Arbeitslosenkasse des 
Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Vermittlungsfähigkeit)

S 2021 47

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Urteil S 2021 47

A. Der 1963 geborene A.________ hat sich am 2. August 2019 zur 
Arbeitsvermittlung angemeldet (ALK-act. 37), nachdem er zuletzt als General Manager der 
B.________ AG, mit Sitz in C.________, tätig war (ALK-act. 36). Anlässlich eines 
Folgegesprächs am 23. Januar 2020 mit dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum 
(RAV) wurde ein nächster Beratungstermin für den 10. März 2020 abgemacht (ALK-
act. 32). Am 3. März 2020 teilte der Versicherte dem RAV mit, dass er aufgrund von 
familiären Umständen kurzfristig nach D.________ habe fliegen müssen. Er möchte 
darum seine 15 kontrollfreien Tage in Anspruch nehmen und versuche, in den nächsten 
drei Wochen wieder in Zug zu sein. Der Versicherte fragte zudem, ob es daher möglich 
sei, den Termin vom 10. März 2020 auf den 19. März 2020 zu verschieben. Der Termin 
wurde daraufhin auf den 1. April 2020 festgelegt (ALK-act. 31). In der Folge war es 
A.________ nicht möglich, in die Schweiz zurückzukehren, weil aufgrund des 
"Lockdowns" im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie keine Flüge weder im Inland 
noch ins Ausland stattfanden (ALK-act. 22). Gemäss den Angaben des Versicherten sei 
eine Rückkehr frühestens ab Oktober 2020 möglich (ALK-act. 25). In diesem 
Zusammenhang ersuchte das RAV am 18. Juni 2020 das Amt für Wirtschaft und Arbeit 
(AWA) um einen Entscheid. Es beständen Zweifel an der Vermittlungsfähigkeit des 
Versicherten, da er seit dem 19. März 2020 dem Schweizer Arbeitsmarkt offensichtlich 
nicht zur Verfügung stehen würde (ALK-act. 20). Mit Verfügung vom 25. Juni 2020 stellte 
das AWA fest, dass der Versicherte ab 19. März 2020 nicht vermittlungsfähig sei (ALK-
act. 19). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 3. Juli 2020 Einsprache (ALK-
act. 17). Am 29. Oktober 2020 teilte der Versicherte dem RAV mit, dass er mittlerweile aus 
D.________ habe zurückfliegen können und sich zurzeit in Quarantäne befinde. Er sei 
weiterhin auf der Suche nach einer Anstellung. Einen Einspracheentscheid habe er noch 
nicht erhalten, wünsche aber, von der Arbeitsvermittlung abgemeldet zu werden (ALK-
act. 3). Per 30. September 2020 wurde der Versicherte von der Arbeitsvermittlung 
abgemeldet (ALK-act. 2). Mit Einspracheentscheid vom 15. März 2021 wies das AWA die 
Einsprache vom 3. Juli 2020 ab (AWA-act. 1).

B. Mit Schreiben vom 4. April 2021 (Poststempel 6. April 2021) wendete sich 
A.________ an das AWA und legte sinngemäss Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid vom 15. März 2021 ein (act. 1). In Übereinstimmung mit § 7 Abs. 1 
des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (VRG; BGS 162.1) leitete das 
AWA die Eingabe vom 4. April 2021 an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug weiter, 
wo sie am 12. April 2021 eintraf (act. 2). Auf Aufforderung hin liess der Beschwerdeführer 
innert der noch laufenden Beschwerdefrist dem Verwaltungsgericht Zug die 

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ordnungsgemässe, eigenhändige originalunterzeichnete Beschwerdeschrift zukommen 
(ALK-act. 3 f.).

C. Mit Vernehmlassung vom 11. Mai 2021 beantragte das AWA die Abweisung der 
Beschwerde; auf eine Stellungnahme wurde verzichtet (act. 7).

D. Weitere Eingaben blieben aus. Damit gilt der Schriftenwechsel ab Eingang der 
Vernehmlassung als abgeschlossen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide 
Beschwerde erhoben werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons zuständig ist, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung 
Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung von Beschwerden gegen 
Verfügungen einer kantonalen Amtsstelle ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das 
Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig, an dem die versicherte Person die 
Kontrollpflicht erfüllt (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 
Abs. 2 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Das 
Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet 
der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 VRG). Der Beschwerdeführer erfüllte seine 
Kontrollpflicht im Kanton Zug. Demnach ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerde 
gegen den Einspracheentscheid vom 15. März 2021 wurde am 6. April 2021 der Post 
übergeben und gilt somit unter Berücksichtigung von § 7 Abs. 2 VRG im Sinne von Art. 60 
Abs. 1 ATSG – 30-tägige Frist – als rechtzeitig eingereicht. Der Beschwerdeführer ist 
durch die Verneinung der Vermittlungsfähigkeit als eine der Voraussetzungen für die 
Anspruchsberechtigung direkt betroffen und somit zur Beschwerde legitimiert. Letztere 
entspricht schliesslich den wenigen an eine Laienbeschwerde gestellten formellen 

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Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der 
Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach 
haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus 
eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien 
für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu 
sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt, er wird ergänzt durch die 
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, je mit 
Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz die Beweislast im 
Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der 
verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die 
Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess 
tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst 
Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b mit 
Hinweisen). 

2.2 Das Verwaltungsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige 
Überprüfungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die 
Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine 
Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 mit Hinweisen).

3.

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3.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 AVIG hat die versicherte Person Anspruch auf Arbeitslosen-
entschädigung, wenn sie ganz oder teilweise arbeitslos ist (lit. a), einen anrechenbaren 
Arbeitsausfall erlitten hat (lit. b), in der Schweiz wohnt (lit. c), die obligatorische Schulzeit 
zurückgelegt und weder das Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der 
AHV bezieht (lit. d), die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit 
befreit ist (lit. e), vermittlungsfähig ist (lit. f) und die Kontrollvorschriften erfüllt (lit. g).

3.2
3.2.1 Nach Art. 15 AVIG gilt als vermittlungsfähig, wer bereit, in der Lage und berechtigt 
ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen 
(Abs. 1). Zur Vermittlungsfähigkeit gehört mithin nicht nur die Arbeitsfähigkeit im objektiven 
Sinne, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft den persönlichen 
Verhältnissen entsprechend auch einzusetzen. Elemente dieser Vermittlungsfähigkeit sind 
nach Art. 15 Abs. 1 AVIG die Vermittlungsbereitschaft, die Arbeitsfähigkeit sowie die 
Arbeitsberechtigung. Diese Voraussetzungen müssen kumulativ gegeben sein, damit eine 
versicherte Person als vermittlungsfähig gilt. Eine arbeitslose Person muss also arbeiten 
wollen, arbeiten können und arbeiten dürfen, bezogen auf eine zumutbare Arbeit (Barbara 
Kupfer Bucher, Fokus Arbeitslosenversicherung, 2016, S. 130). Dabei ist die 
Vermittlungsfähigkeit prospektiv, d.h. von jenem Zeitpunkt aus und unter Beachtung der 
Verhältnisse, die bei Verfügungserlass vorlagen, zu beurteilen. Die Frage der 
Vermittlungsfähigkeit ist unter Würdigung aller im Einzelfall wesentlichen, objektiven und 
subjektiven Faktoren zu beurteilen. Die Art der gesuchten zumutbaren Arbeit sowie der 
Umfang des für die versicherte Person in Betracht fallenden Arbeitsmarktes sind von 
Bedeutung (Barbara Kupfer Bucher, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und Insolvenzentschädigung, 4. Aufl. 2013, S. 69 f.; BGer 8C_382/2010 vom 1. Juli 2010 
E. 2.2).

3.2.2 Unter Arbeitsfähigkeit ist insbesondere die körperliche und geistige 
Leistungsfähigkeit sowie die örtliche und zeitliche Verfügbarkeit zu verstehen. Eine 
versicherte Person muss körperlich und geistig in der Lage sein, eine zumutbare Arbeit 
anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Zusätzlich muss eine 
versicherte Person in organisatorischer Hinsicht in der Lage sein, jederzeit eine zumutbare 
Arbeit antreten zu können. Sie muss also sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher 
Hinsicht verfügbar sein. Sollte eine versicherte Person in dieser Hinsicht eingeschränkt 
sein, so ist eine Vermittlungsfähigkeit zu verneinen. Der Grund für die Einschränkung ist 

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dabei nicht relevant (BGE 120 V 385 E. 3a). Die versicherte Person muss in der Lage 
sein, ihre Arbeitskraft auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu verwerten. Dabei ist der 
Begriff der Arbeitsfähigkeit nicht berufsbezogen, sondern im Zusammenhang mit der 
zumutbaren Arbeit nach Art. 16 AVIG zu verstehen. Die Pflicht zur Rücksichtnahme auf 
die bisherige Tätigkeit der versicherten Person ist beschränkt. Sofern Stellenangebote im 
bisherigen Berufs- oder Tätigkeitsbereich vorhanden sind, ist es der versicherten Person 
erlaubt, sich zunächst in ihrem bisherigen Berufsbereich umzusehen, auch für eine 
längere Zeit (AVIG-Praxis ALE/B222 und B286).

3.2.3 Wird ein Element der Vermittlungsfähigkeit nicht erfüllt, ist die 
Vermittlungsfähigkeit und damit die Anspruchsberechtigung der versicherten Person zu 
verneinen (vgl. BGE 126 V 520 E. 4; Bucher, Fokus Arbeitslosenversicherung, a.a.O., 
S. 131). Vermittlungsunfähigkeit tritt sodann ein, wenn der versicherten Person bei der 
Auswahl des Arbeitsplatzes so enge Grenzen gesetzt sind, dass das Finden einer Stelle 
aufgrund von Bindungen und Dispositionen sehr ungewiss ist. Der Grund für die 
Einschränkung in den Arbeitsmöglichkeiten spielt dabei keine Rolle (AVIG-Praxis 
ALE/B224). Wenn bei einengenden Bedingungen bezüglich Arbeitszeit einerseits sowie 
bezüglich Arbeitsweg und gesuchter Tätigkeit andererseits realistischerweise nicht mit 
einer Anstellung gerechnet werden kann, ist die Vermittlungsfähigkeit zu verneinen (vgl. 
EVG C 237/02 vom 4. März 2003 E. 2.2).

3.2.4 Disponiert eine versicherte Person (erst später) während laufender Rahmenfrist 
für den Leistungsbezug anderweitig, ist zu prüfen, ob sie ab diesem Zeitpunkt 
beziehungsweise der folgenden Kontrollperiode auf Grund der nunmehr beschränkten 
Verfügbarkeit noch als vermittlungsfähig gelten kann. Massgebend ist dabei, ob die 
versicherte Person, hätte sie bei ansonsten unveränderten Umständen die betreffende 
Disposition bereits vor bzw. bei der Anmeldung zum Taggeldbezug getroffen, in der Lage 
(gewesen) wäre, eine zumutbare Arbeit anzunehmen. Anders ausgedrückt ist die 
versicherte Person bei der Beurteilung der weiteren Vermittlungsfähigkeit so zu stellen, 
wie wenn sie bereits vor Eintritt der Arbeitslosigkeit oder bei deren Andauern vor Ablauf 
der Leistungsrahmenfrist auf einen bestimmten späteren Zeitpunkt anderweitig disponiert 
hätte (vgl. SVGer ZH AL.2004.00457 vom 26. November 2004 E. 1.2; KG BL 715 14 
34/134 vom 5. Juni 2014 E. 3.6; SVR 2000 ALV Nr. 1 mit Hinweisen; SZS 1999, S. 251 
ff.). Das Bundesgericht hat bestätigend festgehalten, dass die Disposition erst ab dem 
Zeitpunkt, an dem sie getroffen wurde, einen Einfluss auf die Vermittlungsfähigkeit haben 
kann. Die Prüfung der konkreten Aussichten, in der zur Verfügung stehenden Zeit 

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angestellt zu werden, erstreckt sich dagegen zugunsten des Versicherten auf die gesamte 
Zeitspanne ab Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung bis zum Beginn der 
getroffenen Disposition. Damit soll eine Benachteiligung gegenüber denjenigen 
Versicherten vermieden werden, die bei sonst gleichen Verhältnissen bereits vor Eintritt 
der Arbeitslosigkeit oder bei deren Andauern vor Ablauf der Leistungsrahmenfrist auf 
einen bestimmten Zeitpunkt anderweitig disponiert haben und deren Vermittlungsfähigkeit 
deswegen für die gesamte beschränkte Dauer einer möglichen Anstellung auf dem in 
Betracht fallenden allgemeinen Arbeitsmarkt bejaht worden ist (vgl. EVG C 37/05 vom 6. 
Juli 2005 E. 2.2 f.; vgl. VGer ZG S 2018 57 vom 13. September 2018 E. 3.3).

4. Aktenkundig ist, dass sich der Beschwerdeführer zwischen dem 3. März 2020 und 
dem 12. Oktober 2020 in D.________ befand (ALK-act. 8 und 31). Unbestritten vom AWA 
wie dem RAV ist sodann, dass der Beschwerdeführer während dieser Zeit genügende 
persönliche Arbeitsbemühungen unternommen hat (ALK-act. 1 E. 5a). Streitig ist jedoch, 
ob der Beschwerdeführer ab dem 19. März 2020 als vermittlungsfähig zu qualifizieren ist, 
was vom Beschwerdegegner verneint wird.

4.1 Der Beschwerdegegner vertritt die Auffassung, dass dem Beschwerdeführer ab 
19. März 2020 aufgrund des Reiseverbots in D.________ eine zeitnahe Rückkehr in die 
Schweiz nicht möglich gewesen sei, was die Annahme einer Erwerbstätigkeit in der 
Schweiz ausschliesse. Ebenfalls sei festzustellen, dass er ohne vorgängige Mitteilung an 
die zuständigen Behörden aus familiären Gründen nach D.________ gereist sei. Er habe 
seinen RAV-Berater erst am 3. März 2020 aus D.________ informiert, dass er sich im 
Ausland aufhalte und 15 kontrollfreie Tage beziehen möchte. Insofern sei eine vorgängige 
Aufklärung seitens des RAV bezüglich der Frage der Vermittlungsfähigkeit sowie 
möglicher Konsequenzen vor der Abreise gar nicht möglich gewesen. Die 
Vermittlungsfähigkeit könne nur bejaht werden, wenn eindeutig feststehe, dass der 
Versicherte bereit und in der Lage gewesen sei, jederzeit aus D.________ in die Schweiz 
zurückzukehren, um eine Arbeitsstelle anzutreten oder an einer arbeitsmarktlichen 
Massnahme teilzunehmen. Dies sei aufgrund der objektiven Kriterien dazumal nicht 
möglich gewesen. Eine entsprechende Willensäusserung bzw. die bloss verbal erklärte 
Vermittlungsbereitschaft genüge nicht. Bei Dispositionen, die der Vermittlungsbereitschaft 
entgegenstehen würden, könne sich die versicherte Person nicht darauf berufen, sie habe 
die Vermittlung und die Suche nach einer Arbeit gewollt. Mit seiner Reise nach 
D.________ habe der Versicherte angesichts der damals herrschenden 
Ausnahmesituation (Gefahr des Lockdowns und der damit verbundenen 

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Reisebeschränkungen) das Risiko in Kauf genommen, nicht mehr zeitnah in die Schweiz 
zurückkehren zu können und sei dem Schweizer Arbeitsmarkt ab 19. März 2020 nicht 
mehr zur Verfügung gestanden (ALK-act. 1 E. 5b f.).

4.2 Der Beschwerdeführer stellt sich hingegen auf den Standpunkt, dass eine 
physische Anwesenheit in der Schweiz, um eine Arbeitsstelle annehmen zu können, 
überholt und unhaltbar sei im Hinblick auf die gegenwärtige Pandemie. Die Arbeitswelt sei 
grösstenteils online und im "Home Office" angesiedelt. Seine Arbeitsfunktionen seien seit 
2005 in einem globalen Kontext gestanden und hätten Online- und Remotearbeit 
inbegriffen, was heutzutage der Norm entspräche. Im Weiteren sei der Hauptgrund für 
seine ausbleibende Rückkehr in die Schweiz ein Reiseverbot, welches unter anderem 
dazu geführt habe, dass die Flughäfen für internationale Flüge monatelang geschlossen 
gewesen seien (vgl. act. 1).

4.3
4.3.1 Durch den Aufenthalt in D.________, zuweilen ohne genauere Angaben des 
Zeitpunkts seiner Rückkehr, bestand vom 3. März 2020 bis am 12. Oktober 2020 keine 
örtliche Verfügbarkeit des Beschwerdeführers in der Schweiz. Diesbezüglich macht der 
Beschwerdeführer geltend, dass im Speziellen während der Zeit der "Lockdowns" 
aufgrund der Covid-19-Pandemie "Home Office" und Online-Arbeit verbreitet gewesen 
seien und dies schon seit 2005 in seinem Beruf zuträfe. Tatsächlich war, abgesehen von 
bereits bestehenden berufs- oder branchenspezifischen "Home Office"-Möglichkeiten, 
während der Covid-19-Pandemie bzw. den "Lockdowns" ein Arbeiten von zuhause aus 
weit verbreitet (vgl. Art. 25 Abs. 2 der Verordnung über Massnahmen in der besonderen 
Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie [Covid-19-Verordnung besondere Lage; 
SR 818.101.26]). Nichts desto trotz muss dem Beschwerdeführer entgegengehalten 
werden, dass der Begriff der Vermittlungs- bzw. Arbeitsfähigkeit nicht berufsbezogen zu 
verstehen ist, sondern im Zusammenhang mit der zumutbaren Arbeit nach Art. 16 AVIG. 
Im Grundsatz erklärt diese Bestimmung jede Arbeit als zumutbar, insbesondere auch 
ausserberufliche Arbeit (Thomas Nussbaumer, in: Soziale Sicherheit, Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, 3. Aufl. 2016, S. 2355 Rz. 292). Die versicherte 
Person muss demnach in der Lage sein, ihre Arbeitskraft auf dem allgemeinen 
Arbeitsmarkt zu verwerten und nicht bloss auf demjenigen seines bisher ausgeübten 
Berufes, was umso mehr gilt, je länger die Arbeitslosigkeit andauert.

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4.3.2 Im Weiteren werden die vom Beschwerdeführer geltend gemachten 
Arbeitsbemühungen nicht bestritten (act. 1; ALK-act. 1 E. 5a). Wie der Beschwerdegegner 
richtig ausführt, ist ein wesentliches Element der Vermittlungsbereitschaft die Bereitschaft 
zur Annahme einer Arbeitnehmertätigkeit (vgl. BGE 115 V 434 E. 2a). Hierzu genügt die 
Willenshaltung oder bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht (Nussbaumer, 
a.a.O., Rz. 270). Zusammengefasst kann der Beschwerdeführer bei Fehlen der 
Vermittlungsfähigkeit mangels örtlicher Verfügbarkeit aus seinen Arbeitsbemühungen 
nichts zu seinen Gunsten ableiten.

4.4 Der Beginn der Vermittlungsunfähigkeit wird vorliegend auf den 19. März 2020 
festgelegt, weil dann die vom Beschwerdeführer am 3. März 2020 beantragten 15 
kontrollfreien Tage (1. Tag ist der 4. März 2020), während dessen die 
Vermittlungsfähigkeit nicht gegeben sein musste, verstrichen waren. Darauf ist folgend 
näher einzugehen.

4.4.1 Wie aus den Akten hervorgeht, teilte der Beschwerdeführer bereits in seinem E-
Mail vom 3. März 2020 mit, dass er innerhalb von drei Wochen wieder in Zug sein möchte 
(ALK-act. 31). Am 16. März 2020 informierte er das RAV, dass er für den nächsten Tag 
einen Flug gehabt hätte, dieser jedoch aufgrund der Reisebeschränkungen abgesagt 
worden sei (ALK-act. 30). Zusätzlich zu den Reiseeinschränkungen machte der 
Beschwerdeführer am 1. April 2020 seine Gesundheit als Grund dafür geltend, dass er 
noch in D.________ bleibt, weil er da weniger Risiken ausgesetzt sei als im Vergleich zu 
in der Schweiz. Er schreibt zudem nach einem entsprechenden Hinweis des RAV, dass er 
das Schweizer Konsulat in E.________ kontaktieren werde, um eine Bestätigung zu 
erhalten, dass er aufgrund der Reisebeschränkungen unfreiwillig länger im Ausland weilt 
(ALK-act. 29). Am 29. April 2020 meldete der Beschwerdeführer, dass er seinen Rückflug 
auf den 22. Mai 2020 umgebucht und mit der Schweizer Botschaft telefoniert habe. Es 
sehe aber danach aus, dass alle internationalen Flüge gestrichen worden seien und erst 
wieder im Juni oder Juli überprüft werde, ob internationale Flüge erlaubt seien (vgl. ALK-
act. 27).

4.4.2 Im Rahmen einer Rückholaktion organisierte das Eidgenössische Departement für 
auswärtige Angelegenheiten (EDA) ab dem 12. März 2020 für Schweizer Reisende 35 
Flüge. Diese Rückholaktion umfasste am 9. April 2020 auch einen Flug von E.________ 
nach Zürich (abrufbar unter: https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/das-
eda/aktuell/newsuebersicht/2020/03/eda-organisierte-fluege.html).

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4.4.3 Dem Beschwerdeführer kann vorliegend nicht vorgehalten werden, dass er 
während seiner kontrollfreien Tage nach D.________ gereist ist. Es war zu diesem 
Zeitpunkt nicht absehbar, dass eine Rückreise nicht wie geplant möglich sein würde. 
Ebenfalls kann der Beschwerdeführer nichts dafür, dass sein Rückflug am 17. März 2020 
abgesagt wurde. In den Akten ergibt sich jedoch kein Hinweis darauf, dass sich der 
Beschwerdeführer um die Möglichkeit für eine Rückkehr in die Schweiz im Rahmen der 
vom EDA organisierten Rückholflüge am 9. April 2020 bemühte. Weder wann er mit dem 
Schweizer Konsulat in E.________ Kontakt aufgenommen hat noch welche Informationen 
er allenfalls betreffend eines vom EDA organisierten Rückholfluges erhalten hat, ist den 
Akten zu entnehmen.

4.4.4 Der Beschwerdegegner vertritt die Auffassung, der Beschwerdeführer sei ab dem 
19. März 2020 als vermittlungsunfähig zu beurteilen, weil er aufgrund seines 
Auslandaufenthalts in D.________ und der fehlenden Rückflugmöglichkeit nicht mehr 
bereit und in der Lage gewesen sei, eine zumutbare Arbeit anzunehmen.

4.4.5 Zunächst ist festzustellen, dass der Beschwerdegegner richtig erkannt hat, dass 
durch den Aufenthalt in D.________ und den in der Folge erlassenen 
Reisebeschränkungen der Beschwerdeführer in organisatorischer Hinsicht nicht mehr in 
der Lage war, jederzeit eine zumutbare Arbeit antreten zu können. Der Beschwerdegegner 
hat die Vermittlungsfähigkeit unter diesen Umständen grundsätzlich zu Recht verneint.

Der Beschwerdegegner verkennt jedoch, dass die Umdisposition, d.h. die nicht 
ersichtlichen Bemühungen des Beschwerdeführers im Rahmen eines Rückholflugs vom 
EDA am 9. April 2020 in die Schweiz zurückzukehren, nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung erst ab dem Zeitpunkt, in dem sie getroffen wurde, einen Einfluss auf die 
Vermittlungsfähigkeit haben kann. Die Verneinung der Vermittlungsfähigkeit wirkt sich 
entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners somit nicht auf den Zeitraum aus, der 
vor dem Entschluss der versicherten Person, anderweitig zu planen, liegt (vgl. E. 3.2.4). 
Vorliegend gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass sich dem Beschwerdeführer vor dem 
9. April 2020 eine realistische Chance auf eine Rückkehr geboten haben könnte. Nach 
dem Dargelegten ist die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers somit mit 
Beendigung der Rückholaktion vom 9. April 2020 zu verneinen und nicht bereits ab dem 
19. März 2020.

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5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde insofern als begründet und ist 
gutzuheissen, als die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers erst ab dem 10. April 
2020 zu verneinen ist.

6. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im AVIG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Gemäss Art. 61 lit. g 
ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten. Praxisgemäss ist aber eine Parteientschädigung dem nicht anwaltlich 
vertretenen Beschwerdeführer nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 15. März 2021 aufgehoben und die 
Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers erst ab 10. April 2020 zu verneinen 
ist. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für Wirtschaft und Arbeit des 
Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Bern.

Zug, 29. September 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am