# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 248c1147-da9e-553b-9d00-5aef7bc55a84
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-11-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.11.2018 A-6207/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6207-2018_2018-11-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-6207/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  N o v e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Christoph Bandli (Vorsitz), 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,  

Richter Maurizio Greppi,    

Gerichtsschreiberin Flurina Peerdeman. 
 

 
 

Parteien 
 1. Axpo Power AG, Parkstrasse 23, 5401 Baden,   

2. Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG,  

Kraftwerkstrasse, Postfach, 4658 Däniken SO,   

3. Kernkraftwerk Leibstadt AG, Eigen, 5325 Leibstadt,   

4. BKW Energie AG, Viktoriaplatz 2, 3013 Bern,   

alle vertreten durch  

Prof. Dr. iur. Hans Rudolf Trüeb, Rechtsanwalt LL.M.,  

und/oder Dr. iur. Pandora Kunz-Notter, Rechtsanwältin,  

Walder Wyss AG,  

Seefeldstrasse 123, Postfach 1236, 8034 Zürich,  

Beschwerdeführerinnen,  

 
 

 
gegen 

 
 

Logistikbasis der Armee (LBA),  

Sanität, Armeeapotheke, Worblentalstrasse 36, 3063 Ittigen, 

Zustelladresse:  

Rechtsdienst der Gruppe Verteidigung, Rechtsdienst 2, 

MLaw Lucie Schafroth und lic. iur. Mathias C. Berger,   

Papiermühlestrasse 14, 3003 Bern,   

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Finanzierung der Versorgung der Bevölkerung in der 

Schweiz mit Jodtabletten; Rückweisung durch das Bundes-

gericht zur Neuregelung der Kosten- und Entschädigungs-

folgen. 

 

 

 

A-6207/2018 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

Am 9. Mai 2014 stellte die Logistikbasis der Armee (nachfolgend: Vor- 

instanz) swissnuclear, der Dachorganisation der Schweizer Kernkraftwerk-

betreiber, die effektiven Aufwendungen für die Jodtablettenverteilung vom 

1. Januar bis 31. März 2014 von Fr. 21'042.50 (exkl. MWST) sowie für die 

Erstellung des Merkblatts in acht Sprachen von Fr. 28'000.- (exkl. MWST), 

gesamthaft Fr. 52'965.90 (inkl. MWST), in Rechnung (Rechnung 

90090499). Nach Ersuchen um Erlass einer anfechtbaren Verfügung, er-

liess die Vorinstanz am 19. Oktober 2015 gegenüber der Axpo Power AG, 

der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, der Kernkraftwerk Leibstadt AG 

und der BKW Energie AG folgende Verfügung:  

"1.  Die Betreibergesellschaften der Kernkraftwerke der Schweiz tragen  

a)  in den Gebieten der Schweiz im Umkreis von 20 km um die von ihnen 

betriebenen Kernkraftwerke; und  

b)  in den Gebieten der Schweiz im Umkreis von 20 bis 50 km um die von 

ihnen betriebenen Kernkraftwerke,  

die Gesamtkosten für die vorsorgliche Jodtabletten-Beschaffung und -Ver-

teilung, die Kontrollen, den Ersatz und die Entsorgung der Jodtabletten 

nach Verfall sowie für die Information der Bevölkerung und der Fachleute.  

2. Es wird festgestellt, dass die Axpo Power AG, die BKW Energie AG, die 

KKW Gösgen-Däniken AG sowie die KKW Leibstadt AG die Kostenpflicht 

gemäss Ziff. 1a hiervor anerkennen und unter sich eine Einigung betref-

fend Kostenteiler finden konnten, sodass auf die diesbezügliche Festset-

zung des Kostenschlüssels verzichtet werden kann. Die Kosten für die 

Aufwendungen gemäss Rechnung 90090499 vom 9. Mai 2014 für den 

Umkreis von 20 km (Ziff. 1a hiervor) betragen Fr. 17'074.-.  

3. Die Kosten für die Aufwendungen gemäss Rechnung 90090499 vom 

9. Mai 2014 für den Umkreis von 20 bis 50 km (Ziff. 1b hiervor) betragen 

Fr. 35'891.90 und werden den Parteien wie folgt auferlegt:  

a)  Auf die Axpo Power AG entfallen davon gemäss dem Verteilschlüssel 

26,05 %, somit Fr. 9'349.85;  

b)  Auf die BKW Energie AG entfallen davon gemäss dem Verteilschlüssel 

24,19 %, somit Fr. 8'682.25;  

c)  Auf die KKW Gösgen-Däniken AG entfallen davon gemäss dem Ver-

teilschlüssel 28,92 %, somit Fr. 10'379.95;  

d)  Auf die KKW Leibstadt AG entfallen davon gemäss dem Verteilschlüs-

sel 20,84 %, somit Fr. 7'479.85.  

4. Die Betreibergesellschaften der Kernkraftwerke der Schweiz tragen in den 

Gebieten der Schweiz ausserhalb von 50 km um die von ihnen betriebe-

nen Kernkraftwerke die Hälfte der Gesamtkosten für die vorsorgliche 

Jodtabletten-Beschaffung und -Verteilung, die Kontrollen, den Ersatz und 

A-6207/2018 

Seite 4 

die Entsorgung der Jodtabletten nach Verfall sowie für die Information der 

Bevölkerung und der Fachleute.  

5. Die den Betreibergesellschaften der Kernkraftwerke der Schweiz aufer-

legte Hälfte der Gesamtkosten für die Jodtabletten-Versorgung gemäss 

Ziff. 4 hiervor wird von den Betreibergesellschaften der Kernkraftwerke je 

zu gleichen Teilen, d.h. je zu 25 %, getragen."  

B.  

Dagegen haben die Axpo Power AG, die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken 

AG, die Kernkraftwerk Leibstadt AG und die BKW Energie AG (nachfolgend 

Beschwerdeführerinnen) am 18. November 2015 gemeinsam Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht erhoben. Mit Urteil A-7711/2015 vom 

23. August 2016 trat dieses auf die Beschwerde in Bezug auf die Ziffern 1b, 

4 und 5 der Verfügung der Vorinstanz vom 19. Oktober 2015 nicht ein und 

wies die Beschwerde in Bezug auf Ziffer 3 dieser Verfügung ab. 

C.  

Vor Bundesgericht beantragen die Beschwerdeführerinnen, das Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts vom 23. August 2016 und die Ziffern 1b, 3, 4 

und 5 der Verfügung der Vorinstanz vom 19. Oktober 2015 seien aufzuhe-

ben. Mit Urteil 2C_888/2016 vom 15. Oktober 2018 hiess das Bundesge-

richt die Beschwerde der Beschwerdeführerinnen gut, soweit es darauf ein-

trat. Es hob das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-7711/2015 vom 

23. August 2016 auf. Die Gerichtskosten von Fr. 10'000.- legte es der Vor-

instanz auf. Ferner wurde die Vorinstanz dazu verpflichtet, den Beschwer-

deführerinnen für das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientschädi-

gung von Fr. 10'000.- auszurichten. Zur Regelung der Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens wurde die Sache an 

das Bundesverwaltungsgericht zurückgewiesen.  

D.  

Das Bundesverwaltungsgericht nimmt das Verfahren zur Neuverlegung der 

Kosten unter der Verfahrensnummer A-6207/2018 wieder auf. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts im vorliegenden Verfah-

ren ist aufgrund der Rückweisung durch das Bundesgericht ohne Weiteres 

gegeben. Im Folgenden sind zunächst die Kosten für das vorangegangene 

A-6207/2018 

Seite 5 

Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht neu zu verlegen (nachfolgend 

E. 2). Anschliessend ist neu über die Parteientschädigung zu entscheiden 

(nachfolgend E. 3). 

2.  

Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegende Partei aufer-

legt (Art. 63 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezem-

ber 1968 [VwVG, SR 172.021]). Die Vorinstanz trägt als Bundesbehörde 

von vornherein keine Verfahrenskosten (Art. 63 Abs. 2 VwVG).  

Ausgehend von der Kostenverteilung, die das Bundesgericht vorliegend 

vorgenommen hat, sind den obsiegenden Beschwerdeführerinnen keine 

Verfahrenskosten für das Verfahren A-7711/2015 aufzuerlegen. Der geleis-

tete Kostenvorschuss von Fr. 20'000.- ist ihnen nach Eintritt der Rechts-

kraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten.  

3.  

3.1 Der obsiegenden Partei ist für das Verfahren vor Bundesverwaltungs-

gericht eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-

mässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 

Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Nach Art. 10 Abs. 2 VGKE beträgt der Stundenansatz für Anwälte und An-

wältinnen mindestens Fr. 200.- und höchstens Fr. 400.-. Das Gericht setzt 

die Parteientschädigung aufgrund der eingereichten Kostennote oder, 

mangels Einreichung einer solchen, aufgrund der Akten fest (Art. 14 Abs. 2 

VGKE).  

3.2 Die anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerinnen gelten gemäss dem 

neuen Verfahrensausgang als obsiegend und haben daher Anspruch auf 

eine Parteientschädigung.  

Im Verfahren A-7711/2015 haben die Beschwerdeführerinnen eine Kosten-

note über Fr. 47'443.95 ins Recht gelegt, in der sie einen Zeitaufwand von 

105.60 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 400.- (Fr. 42'240.-), zu-

züglich Spesen von 4 % (Fr. 1'689.60) sowie Mehrwertsteuer von 8 % 

(Fr. 3'514.35), geltend machen. Vorliegend kann indes mangels einer de-

taillierten Aufschlüsselung nicht beurteilt werden, ob der in der Kostennote 

geltend gemachte Aufwand tatsächlich notwendig war. Insbesondere lässt 

sich der Kostennote nicht entnehmen, wie viel Zeit im Einzelnen für das 

Aktenstudium, die Korrespondenz und Besprechungen mit den Klienten, 

A-6207/2018 

Seite 6 

die Korrespondenz mit dem Gericht sowie für das Verfassen der Rechts-

schriften vom 18. November 2015, 21. März 2016 und 6. Juli 2016 aufge-

wendet wurde. Ferner sind die Auslagen nicht ausgewiesen (vgl. Urteil des 

BVGer A-2553/2012 vom 1. April 2014 E. 27.4). Die den Beschwerdefüh-

rerinnen zuzusprechende Parteientschädigung ist daher aufgrund der Ak-

ten zu bestimmen. Unter Berücksichtigung des mutmasslichen Arbeits- und 

Zeitaufwands für das Verfahren A-7711/2015 erscheint eine Parteientschä-

digung in der Höhe von Fr. 30'000.- als angemessen, wobei damit neben 

dem Streitwert auch der Schwierigkeit der Streitsache hinreichend Rech-

nung getragen ist. Die Parteientschädigung ist den Beschwerdeführerin-

nen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils durch die Vor-

instanz zu entrichten.  

4.  

Für den vorliegenden Kostenentscheid sind keine Verfahrenskosten aufzu-

erlegen und keine Parteientschädigung auszurichten (Art. 6 Bst. b und 

Art. 7 Abs. 4 VGKE). 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.) 

  

A-6207/2018 

Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Für das Verfahren A-7711/2015 werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 20'000.- wird den Beschwerdefüh-

rerinnen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurücker-

stattet. 

2.  

Den Beschwerdeführerinnen wird für das Verfahren A-7711/2015 eine Par-

teientschädigung in der Höhe von Fr. 30'000.- zugesprochen. Diese ist 

ihnen durch die Vorinstanz nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden 

Urteils zu entrichten. 

3.  

Für das vorliegende Verfahren werden keine Verfahrenskosten erhoben 

und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 14.003293; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat VBS (Gerichtsurkunde; zuhanden der be-

schwerdeberechtigten Instanz) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christoph Bandli Flurina Peerdeman 

 

A-6207/2018 

Seite 8 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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