# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03c2303b-14ab-5496-ac5d-b81a2f333d10
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.11.2008 D-6931/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6931-2008_2008-11-10.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6931/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, Nigeria,
B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 28. Oktober 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6931/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 22. Dezem-
ber 2007 sein Heimatland Nigeria verliess und auf dem Luftweg nach 
C._______ gelangte, von wo aus er seine Reise im Zug fortsetzte und 
am  23.  Dezember  2007  illegal  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er 
gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er am 16. Januar 2008 im D._______ befragt und am 31. März 
2008 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 [AsylG, SR 142.31]) durch das Bundesamt zu den Asylgründen 
angehört wurde, 

dass er zu seinen asylbegründenden Vorbringen im Wesentlichen gel-
tend machte, er sei als Waisenkind bei seinem Onkel aufgewachsen, 
welcher aufgrund seiner Mitgliedschaft bei einer militanten Organisati-
on im Jahr 1999 von der Polizei getötet worden sei,

dass er anschliessend bei einem Freund seines verstorbenen Onkels 
habe leben können, welcher ihn dazu gedrängt habe, ebenfalls dieser 
militanten Gruppe beizutreten, 

dass er seit Januar 2007 für die militante Organisation als Fahrer tätig 
gewesen sei und am 8. Dezember 2007 den Auftrag erhalten habe, bei 
der Entführung der sechsjährigen Tochter von E._______ mitzuwirken,

dass er zu diesem Zeitpunkt die Organisation habe verlassen wollen, 
der Freund seines Onkels ihm jedoch gesagt habe, diese würde ihn tö-
ten, falls er aussteigen würde,

dass es bei der vorgenannten Entführung zu einer Schiesserei gekom-
men sei, bei der drei Mitglieder der militanten Organisation umgekom-
men und zwei weitere von der Polizei festgenommen worden seien,

dass die Polizei bei einer Hausdurchsuchung seinen Führerschein ge-
funden und deshalb herausgefunden habe, dass er als Fahrer bei der 
Entführung mitgewirkt habe, und seither nach ihm gesucht werde,

dass er  dies einem früheren Mitglied der militanten Organisation er-
zählt und erklärt habe, sein Leben sei in Gefahr und er wolle ausstei-
gen,

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dass ihn dieser in einem kleinen Hotel während zwölf Tagen unterge-
bracht  und  ihm  anschliessend  zur  Ausreise  aus  Nigeria  verholfen 
habe,

dass das  BFM  mit  Verfügung  vom  28.  Oktober  2008  gestützt  auf 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdefüh-
rers nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz anordnete, 
wobei er diese am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Identitätspapiere eingereicht,

dass  die  Schilderungen  des  Beschwerdeführers,  wonach  er  keinen 
Identitätsausweis  besitze  und  seinen  Führerschein  nicht  beibringen 
könne, weil er ihn auf der Flucht nicht von Zuhause habe mitnehmen 
können, unglaubhaft seien und die Vermutung nahe legen würden, der 
Beschwerdeführer  habe seit  seiner  Einreise  in  die  Schweiz keinerlei 
Anstrengung unternommen, sich aus seinem Heimatstaat Reise- oder 
Identitätspapiere  zukommen  zu  lassen,  womit  er  offenkundig  auch 
nicht gewillt sei, solche zu beschaffen,

dass seine diesbezüglichen Antworten stereotypen Vorbringen von Be-
schwerdeführern entsprechen würden, welche nicht bereit seien, ihre 
Identität mit Ausweispapieren zu belegen,

dass  das  BFM  betreffend  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  zu 
den asylbegründenden Vorbringen festhielt,  diese würden erhebliche 
Ungereimtheiten aufweisen, so habe er anlässlich der Kurzbefragung 
angegeben, sein Freund sei am 8. Dezember 2008 von der Polizei ge-
tötet worden, indessen bei der Direktbefragung erklärt, sein Freund sei 
von der  Polizei  verhaftet  und zu ihrem Haus in  F._______  gebracht 
worden,  wo  sie  das  Haus  durchsucht  und  seinen  Führerschein 
gefunden habe, und er nicht wisse, was mit seinem Freund geschehen 
sei, weil er um sein Leben gefürchtet habe,

dass die Vorinstanz in seinen Angaben bezüglich der behaupteten Ent-
führung,  seiner  angeblichen  Verfolgungssituation  sowie  des  Namens 
der  militanten Organisation weitere  Widersprüche und Ungereimthei-
ten feststellte,

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dass das BFM weiter  festhielt,  es könne nicht  geglaubt  werden,  der 
Beschwerdeführer sei auf seiner Reise von Nigeria in die Schweiz nie 
persönlich kontrolliert worden und habe nur mit einem für ihn unlesba-
ren Badge und der Hilfe eines weissen Mannes einfach so die Kontrol-
len passieren können,

dass dem Beschwerdeführer aufgrund der widersprüchlichen und reali-
tätsfremden Aussagen die entsprechenden Vorbringen nicht geglaubt 
werden könnten,

dass die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 und 7 AsylG nicht 
erfüllt  sei  und  aufgrund  der  Aktenlage  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  von  Wegweisungsvoll-
zugshindernissen nicht erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. November 2008 (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und dabei beantragte, es sei die Verfügung des BFM 
aufzuheben und das Verfahren an die Vorinstanz zur materiellen Beur-
teilung zurückzuweisen und es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege 
im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) zu gewäh-
ren sowie auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten,

dass die vorinstanzlichen Akten am 4. November 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung:

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
rührt  ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung be-

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ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 

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nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben, 

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  im  Sinne  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches unbestritten ist,

dass der Beschwerdeführer bezüglich der nicht  eingereichten Identi-
tätsdokumente  angab,  noch  nie  im  Besitz  eines  Passes  oder  einer 
Identitätskarte gewesen zu sein und auch noch nie entsprechende Do-
kumente beantragt zu haben (vgl. A 1/10, S. 3),

dass er  in  Begleitung eines weissen Mannes in  die Schweiz gereist 
sei, welcher bei der Ankunft in G._______ die Papiere für ihn vorgelegt 
habe und er ihm einfach gefolgt sei (vgl. A 1/10, S. 7),

dass er, falls er bei einer Kontrolle nach seinem Namen gefragt wor-
den sei, einfach den weissen Mann gerufen hätte (vgl. A 1/10, S. 7),

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, der weisse Mann habe 
alles  für  ihn  erledigt  und  auch  seine  Papiere  vorgewiesen,  nicht  zu 
überzeugen vermag, da Flugreisende ihre Reisepapiere anlässlich der 
strengen Kontrollen eigenhändig vorlegen müssen,

dass der Beschwerdeführer auch darüber hätte Bescheid wissen müs-
sen, unter  welcher Identität  er  reiste, um entsprechende Nachfragen 
beantworten zu können,

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dass die unsubstanziierten und stereotypen Angaben des Beschwer-
deführers  über  die  genaueren  Reiseumstände  nicht  dadurch  erklärt 
werden können,  die Reise sei  von einer  Drittperson organisiert  wor-
den,  sondern  vielmehr der Eindruck entsteht,  er  wolle  seine wahren 
Reiseumstände  sowie  seine  Identität  gegenüber  den  Asylbehörden 
nicht offen legen,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung der Vorakten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  sich  an der  vorerwähnten Beurteilung auch mit  der  nachträgli-
chen Einreichung von Identitätsausweisen nichts ändern würde, da es 
bei der 48-Stunden-Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die 
Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existie-
renden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. 
die  weiterhin  massgebliche  Praxis  der  ARK in  EMARK 1999  Nr. 16 
E. 5c.aa),

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den Erwä-
gungen der Vorinstanz bezüglich Nichtabgabe von Identitätspapieren 
nichts entgegensetzt,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  entschuldbare 
Gründe für die Nichteinreichung der erforderlichen Dokumente glaub-
haft zu machen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Prüfung der Akten ergibt, dass die Vorinstanz die Anforderun-
gen an Art. 3 und 7 AsylG zu Recht als nicht erfüllt erachtete, wobei 
vorab auf die entsprechenden Erwägungen des BFM in der angefoch-
tenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass sich auch aus der Beschwerdeschrift  keine neuen Erkenntnisse 
ergeben, die zu einer anderen Beurteilung führen könnten,

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dass in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen die Wahrheit der ge-
machten Aussagen bekräftigt und gleichzeitig angeführt wird, bei den 
von der Vorinstanz festgestellten Unstimmigkeiten handle es sich le-
diglich  um  unwesentliche  Tatsachen  und  angesichts  des  summari-
schen Charakters des Empfangsstellenprotokolls sei  es nicht  angän-
gig,  blossen  Unvollständigkeiten  und  unwesentlichen  Abweichungen 
zu späteren Aussagen entscheidende Bedeutung beizumessen, 

dass diese Einwände als unbeholfene Erklärungsversuche zu qualifi-
zieren sind, da es sich insbesondere bei den festgestellten Widersprü-
chen  nicht  wie  behauptet  um unwesentliche  Abweichungen  handelt, 
sondern um grundlegende Elemente seiner asylbegründenden Vorbrin-
gen, so ist beispielsweise auf seine Aussagen bezüglich seines Freun-
des zu verweisen, wobei er anlässlich der Erstbefragung zu Protokoll 
gab,  dieser  sei  von  der  Polizei  getötet  worden,  und  dazu  in  Wider-
spruch (vgl. EMARK 1993 Nr. 3 E. 3 S. 13 f.) anlässlich der Direktbe-
fragung angab, die Polizei habe ihn verhaftet und er wisse nicht, was 
mit seinem Freund geschehen sei,

dass der Beschwerdeführer die Richtigkeit und Vollständigkeit sämtli-
cher Protokolle nach deren Rückübersetzung ohne Einwände oder An-
merkungen unterschriftlich bestätigte und sich somit bei seinen Aussa-
gen behaften zu lassen hat,  weshalb der vorerwähnte Einwand  nicht 
ansatzweise geeignet ist,  zu einer von der Vorinstanz abweichenden 
Betrachtungsweise zu führen,

dass es sich bei der behaupteten Beteiligung des Beschwerdeführers 
an der Entführung eines Kindes - unabhängig der Glaubhaftigkeit der 
entsprechenden Vorbringen - um eine Straftat handelt und es Aufgabe 
der Strafrechtsbehörden ist,  kriminelles Unrecht zu ahnden, weshalb 
seinen  asylbegründenden  Vorbringen  auch  keine  Asylrelevanz  zu-
kommt, 

dass unter  diesen Umständen -  entgegen dem diesbezüglichen Ein-
wand in der Beschwerde - von zusätzlichen Abklärungen im Sinne von 
Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte, zumal in der 
Rechtsmitteleingabe  nicht  konkretisiert  wird,  inwiefern  in  Anbetracht 
der nicht  nachgewiesenen Identität  des Beschwerdeführers verlässli-
che Abklärungsergebnisse erreicht werden könnten,

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dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des  Beschwerdeführers nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht unzuläs-
sig ist, da aus den Ausführungen des Beschwerdeführers und den üb-
rigen  Akten insbesondere  keine Hinweise  auf  eine  menschenrechts-
widrige  Behandlung  ersichtlich  sind  (vgl.  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der  Menschenrechte und Grundfrei-
heiten [EMRK, SR 0.101]), die ihm in Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass vorliegend weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuel-
le  Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr 
schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Be-
schwerdeführers nicht unzumutbar ist,

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dass insbesondere davon auszugehen ist, dass dieser - in Anbetracht 
der ihm bei der Ausreise gewährten Unterstützung - über ein soziales 
und - unter Berücksichtigung der widersprüchlichen Angaben - sogar 
über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt, da er im vorinstanzlichen 
Verfahren angab, seine Eltern seien gestorben, als er noch ein Klein-
kind gewesen sei (vgl. A1/10, S. 1 und 3; A15/10, S. 2), und im Gegen-
satz dazu in der Beschwerde anführt,  er habe in seinem Heimatland 
nur noch seine Mutter und einen Onkel,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführer nach Nigeria 
schliesslich auch nicht unmöglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass ferner das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-
vorschusses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos geworden ist,

dass die Beschwerde aufgrund voranstehender Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- das H._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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