# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b5def6c-af0d-5dec-8148-4c39eabce425
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2011 D-4692/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4692-2011_2011-11-17.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­4692/2011 / sps

U r t e i l   v om   1 7 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Contessina Theis (Vorsitz),
Richter Bendicht Tellenbach, Richter Robert Galliker,   
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

Parteien A._______, geboren am (…),
Nigeria,  
vertreten durch Annaïse Hilaire, Service d'Aide Juridique 
aux Exilé­e­s (SAJE), (…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz, 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 17. August 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

I.

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Nigeria  im 
Dezember  2007  verliess  und  in  der  ersten  oder  zweiten  Januarhälfte 
2008  nach  Griechenland  gelangte,  wo  er  am  28.  März  2008  ein 
Asylgesuch einreichte,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am  10.  Oktober 
2010 Griechenland  verliess, mit  dem Schiff  am  19. Oktober  2010  nach 
Italien  (Ancona)  gelangte  und  gleichentags  mit  dem  Zug  in  rund 
zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden weiter in die Schweiz reiste, wo er in 
Vallorbe um Asyl nachsuchte, 

dass  er  am  19.  Oktober  2010  mit  einem  Informationsblatt  zur  Abgabe 
sämtlicher  verfügbarer  Identitätsdokumente  innerhalb  von  48 Stunden 
aufgefordert wurde (vgl. A 2 S. 2),

dass  der  Beschwerdeführer  am  2.  November  2010  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ summarisch zum Reiseweg und zu 
den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  im  Wesentlichen  geltend 
machte, sein Vater, ein Chief (eine Art Richter)  in C._______, habe sich 
gegen  die  Entführungen  von  Weissen  im  erdölreichen  River  State 
ausgesprochen,

dass  er  sich  dadurch  den  Zorn  eines  anderen  Chiefs  (A.)  auf  sich 
gezogen  habe,  der  zudem  einige  Zeit  später  die  lokalen  Wahlen 
gegenüber seinem Vater verloren habe, 

dass  A.  aus  Rache  seinen  Vater  im  Sommer  2007  habe  umbringen 
lassen und durch Drittpersonen nach ihm (dem Beschwerdeführer) an der 
Universität in C._______ gesucht habe,

dass er die Universität nicht mehr länger habe besuchen können und vor 
diesem Hintergrund im Dezember 2007 sein Heimatland über D._______ 
verlassen habe,

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dass  die  Lebensbedingungen  in  Griechenland  schlecht  gewesen  seien, 
weshalb er sein Asylgesuch dort zurückgezogen habe, um nach Nigeria 
zurückzukehren, 

dass  er  indes  erfahren  habe,  dass  A.  immer  noch  nach  ihm  fahnde, 
weshalb  er  sich  zur  Ausreise  in  ein  anderes  europäisches  Land 
entschlossen habe,

dass  der  Beschwerdeführer  ansonsten  irgendwelche  Konflikte  mit 
Behörden oder Organisationen seines Heimatlands sowie politische oder 
religiöse Aktivitäten verneinte,

II.

dass das BFM mit Verfügung vom 25. November 2010 in Anwendung von 
Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  nicht  eintrat  und  im  Rahmen  eines 
Dublin­Verfahrens die Wegweisung nach Griechenland sowie den Vollzug 
anordnete,

dass  es  den  Beschwerdeführer  gleichzeitig  aufforderte,  die  Schweiz 
spätestens  am Tag  nach Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  und 
festhielt,  eine  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  habe  keine 
aufschiebende Wirkung,

dass hinsichtlich der Begründung auf die Akten zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  am  5.  Dezember  2010  aus  dem  EVZ 
B._______  verschwand,  mithin  ab  diesem  Zeitpunkt  unbekannten 
Aufenthalts war,

dass  der  Beschwerdeführer  am  17.  Dezember  2010  dem  Kanton 
E._______ zugewiesen wurde,

dass  das  BFM  dem  mittlerweile  vertretenen  Beschwerdeführer  mit 
Schreiben  vom  26.  Mai  2011  mitteilte,  aufgrund  diverser  Probleme  in 
Griechenland sei der Asylentscheid vom 25. November 2010 aufgehoben 
worden  und  das  nationale  Verfahren  werde  in  der  Schweiz 
wiederaufgenommen,

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III.

dass das BFM den Beschwerdeführer am 15. August 2011 direkt zu den 
Asylgründen anhörte,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragung  grundsätzlich  den 
bereits  im EVZ angeführten Sachverhalt wiederholte  und die Frage des 
Nachreichens von Dokumenten und Beweismittel verneinte,

dass für die übrigen Vorbringen auf die Akten zu verweisen ist,

dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  17.  August  2011  –  eröffnet  am  18. 
August  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  das 
Asylgesuch  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  sowie  den  Vollzug 
anordnete,

dass das BFM zur Begründung des Nichteintretens auf das Asylgesuch 
zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert  48 
Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe  keine 
Reise­  oder  Identitätspapiere  abgegeben,  er  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zudem seien 
zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  in  seinem  Fall  aufgrund  der 
Aktenlage nicht erforderlich,

dass das BFM teilweise unter Angabe der Fundstellen  in den  jeweiligen 
Protokollen  die  diversen  Unglaubhaftigkeitselemente  in  den  Aussagen 
des  Beschwerdeführers  auflistete,  welche  es  zum  Schluss  kommen 
liessen,  wonach  keine  entschuldbaren Gründe  für  die  Nichtabgabe  von 
Reise­  oder  Identitätspapieren  vorliegen  würden  (widersprüchliche 
Angaben  zum  Reisepass,  Ausreisezeitpunkt  und  den  –umständen; 
fehlende  Angaben  zur  Reisroute;  zweidreivierteljähriger  Aufenthalt  in 
Griechenland  ohne  Identitätspapiere;  Nichtausstellung  entsprechender 
Ersatzidentitätspapiere durch die heimatliche Vertretung in diesem Land; 
ungereimte, unsubstanziierte und realitätsfremde Angaben zum Tod des 
Vaters  und  zum  familiären  respektive  verwandtschaftlichen 
Beziehungsnetz;  Verletzung  der  Mitwirkungspflicht  aufgrund  des  nicht 
Vorlegens von Reise­ und Identitätspapieren), 

dass  es  im  Zusammenhang mit  der  Prüfung  der  Flüchtlingseigenschaft 
ebenfalls unter Angabe der Fundstellen in den Protokollen festhielt, dass 
die Vorbringen über den Tod des Vaters sowie die Verfolgung seitens A. 

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widersprüchlich  und  wenig  detailliert  ausgefallen  seien  (Zeitpunkt  des 
Todes sowie der Beerdigung des Vaters; Umstände der Ermordung des 
Vaters;  Angaben  zum  Zeitpunkt  respektive  Ort  der  erlittenen 
Handverletzung), 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  am  25.  August  2011  (Poststempel)  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  einreichen  und  die  Aufhebung 
der  angefochtenen  Verfügung,  die  Zuerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft,  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit  und 
Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  und  die  Anordnung  der 
vorläufigen  Aufnahme  sowie  sinngemäss  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  und  den  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses beantragen liess,

dass auf die Begründung der Beschwerde, soweit entscheidwesentlich, in 
den Erwägungen einzugehen ist,

dass mit  Instruktionsverfügung  vom  31.  August  2011  auf  die  Erhebung 
eines  Kostenvorschusses  verzichtet  und  der  Beschwerdeführer 
aufgefordert wurde,  innert anzusetzender Frist einen aktuellen ärztlichen 
Bericht  hinsichtlich  der  geltend  gemachten  gesundheitlichen  Probleme 
sowie  eine  Erklärung  über  die  Entbindung  von  der  ärztlichen 
Schweigepflicht gegenüber den Asylbehörden einzureichen,

dass  der  Beschwerdeführer  der  Aufforderung  mit  Eingabe  vom  13. 
September 2011 fristgemäss nachkam und ein ärztliches Zeugnis von Dr. 
med. M.W. vom 12. September 2011 zu den Akten reichte,

dass  das  BFM  in  seiner  Vernehmlassung  vom  27.  September  2011  an 
seiner  Verfügung  festhielt  und  die  Abweisung  der  Beschwerde 
beantragte,

dass es zur Begründung  im Wesentlichen ausführte, gemäss ärztlichem 
Bericht  klage der Beschwerdeführer  über  gelegentliche Atemnotgefühle, 
Missempfindungen  im  Brustbereich  sowie  im  letzten  (recte:  letzten 
halben)  Jahr  über  zwei  kurze Bewusstlosigkeiten, wobei  die  allgemeine 
und spezialärztliche Abklärung  jedoch keinen Hinweis auf ein organisch 
fassbares Leiden ergäbe,

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dass der Verdacht bestünde, dass die Atem­ und Bewusstseinsstörungen 
durch  eine  Hyperventilation  zustande  kämen,  wobei  letztere 
wahrscheinlich ein Resultat von psychischer Anspannung sei,

dass  das  BFM  unter  Hinweis  auf  die  Praxis  der  Asylbehörden  im 
Zusammenhang  mit  einer  vorläufigen  Aufnahme  aus  medizinischen 
Gründen  alsdann  weiter  ausführte,  die  vom  Beschwerdeführer  geltend 
gemachten  gesundheitlichen  Beschwerden  stellten  keine 
lebensbedrohliche Situation im Sinne der Praxis dar,

dass  die  medizinischen  Abklärungen  zudem  keinen  Hinweis  auf  ein 
organisch fassbares Leiden ergeben hätten,

dass  die  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  in  seinen  angestammten 
Sprach­ und Kulturkreis  in mancherlei Hinsicht positive Folgen auf seine 
Lebenssituation und damit auch seine Gesundheit haben dürfte,

dass gemäss Asylentscheid vom 17. August 2011 von der Existenz eines 
familiären­  und  verwandtschaftlichen  Beziehungsnetzes  des 
Beschwerdeführers  in  Nigeria  auszugehen  sei,  welches  sich  ebenfalls 
lindernd auf eine mögliche psychische Anspannung auswirken werde, 

dass das BFM nicht gehalten gewesen sei, einen ärztlichen Bericht über 
den  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  einzuholen 
beziehungsweise  durch  die  Nichteinholung  desselben  seinen  Anspruch 
auf rechtliches Gehör nicht verletzt habe,

dass  dem  Beschwerdeführer  mit  Instruktionsverfügung  vom  28. 
September 2011 die Vernehmlassung des BFM vom 27. September 2011 
unter Fristansetzung zur Replik zugestellt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Frist  zur  die  Stellungnahme  unbenutzt 
verstreichen liess,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 

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Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde – 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im Falle  des Nichteintretens  auf  ein Asylgesuch gemäss 
Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  und  Abs.  3  AsylG  über  das  Nichtbestehen  der 
Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit 
dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  BVGE 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerdeverfahren 
ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 

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Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  der  Beschwerdeführer  vorliegend  das  Begehren  stellt,  es  sei  ihm 
der Flüchtlingsstatus zu gewähren,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  jedoch  im  Rahmen  der  ihm 
zustehenden Prüfungsbefugnis im für den Beschwerdeführer günstigsten 
Fall  zum Schluss  gelangen  kann,  das BFM  sei  deshalb  zu Unrecht  auf 
sein  Asylgesuch  nicht  eingetreten,  weil  es  bereits  aufgrund  einer 
summarischen Prüfung hätte  erkennen  sollen,  dass er  offensichtlich  die 
Flüchtlingseigenschaft erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG),

dass  jedoch  auch  in  diesem  Fall  das  Bundesverwaltungsgericht  das 
Bestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  nicht  selber  im  Dispositiv  seines 
Urteils  feststellen  kann,  sondern  die  angefochtene 
Nichteintretensverfügung aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid 
im Sinne der Erwägungen (vgl. dazu wiederum BVGE 2007/8 E. 5.6.5 S. 
90 f.) an das BFM zurückzuweisen hat,

dass konsequenterweise auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit 
darin  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  durch  das 
Bundesverwaltungsgericht beantragt wird,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate­
riell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  volle 
Kognition zukommt,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den 
Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise­ oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn  Asylsu­
chende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuldbaren 
Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  aufgrund  der 
Anhörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und 7  AsylG  die 
Flüchtlingseigenschaft  festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder 
sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG),

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dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von Reise­  oder  Identitätspapieren  im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsmässig erstellt 
ist,

dass  es  der  Beschwerdeführer  unterliess,  im  Moment  der  Einreichung 
seines  Asylgesuches  beziehungsweise  in  den  48  Stunden  nach  der 
diesbezüglichen  Aufklärung  durch  Vorhalt  eines  Informationsblattes  ein 
Dokument  zu  seiner  zweifelsfreien  Identifizierung  (vgl.  BVGE  2007/7 
E. 5.1­5.2 S. 65 ff.) abzugeben,

dass  damit  die  in  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  statuierte 
Grundvoraussetzung  für  ein  Nichteintreten  wegen  fehlender  Papiere 
somit vorliegend erfüllt ist,

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen  Identitätsdokuments  (Art. 32 Abs. 3 
Bst. a  AsylG;  vgl.  BVGE  2007/8  E. 3.2),  innerhalb  der  Frist  von  48 
Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs glaubhaft zu machen vermag,

dass  hierzu  weitgehend  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  in  der  ange­
fochtenen Verfügung (vgl. daselbst, Ziff. I/1 S. 2 bis 4) verwiesen werden 
kann,

dass  insbesondere  nochmals  auf  die  Erwägungen  des  BFM  im 
Zusammenhang  mit  der  Verletzung  der  Mitwirkungspflicht  hinzuweisen 
ist,  welche  eine  ausdrückliche  Bestätigung  durch  das 
Bundesverwaltungsgericht  erfahren  haben  (vgl.  BVGE  2010/2  E.  6.2 
S.11), 

dass gemäss besagtem Urteil eine asylsuchende Person gestützt auf Art. 
8  Abs.  1  Bst. d  AsylG  in  jedem  Fall  verpflichtet  ist,  ihre  Reise­  und 
Identitätspapiere  innert  angemessener  Frist  zu  beschaffen,  soweit  dies 
zumut­bar und mithin möglich ist,

dass  falls  es  der  asylsuchenden  Person  nicht  gelingt,  glaubhaft  zu 
machen,  dass  sie  ihre  Reise­  oder  Identitätspapiere  aus  zwingenden 
Gründen zurücklassen musste beziehungsweise nicht mitnehmen konnte, 
und  kommt  sie  ihrer  Verpflichtung  nicht  nach,  diese  nachträglich  zu 
beschaffen,  aufgrund  ihres  untätigen  Verhaltens  geschlossen  werden 
kann,  dass  sie  ihre  Reise­  oder  Identitätspapiere  in  der  Absicht 

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zurückgelassen hat, eine allfällige Rückführung zu erschweren und damit 
den Aufenthalt in der Schweiz unrechtmässig zu verlängern,

dass  nach  dem  Gesagten  das  in  der  Rechtsmitteleingabe  im 
Zusammenhang mit der Nichtabgabe von Reise­ oder  Identitätspapieren 
Vorgebrachte  keine  Änderung  bewirkt  und  als  unbehelflicher 
Erklärungsversuch zu qualifizieren ist,

dass  sodann  im  vorliegenden Fall  aufgrund  der Aktenlage, wie  sie  sich 
nach  der  Direktanhörung  vom  15.  August  2011  präsentierte,  unter 
Verzicht  auf  zusätzliche  tatbestandliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im 
Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden 
konnte,  er  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  offenkundig  nicht,  und 
ebenso  offenkundig  stünden  einem  Vollzug  der  Wegweisung  keine 
Hindernisse  entgegen  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  und c  AsylG;  vgl.  BVGE 
2007/8 E. 5.5 und 5.6),

dass  hinsichtlich  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  ergänzend  auf 
die Rechtsprechung zu verweisen ist,

dass  im  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  8.  Dezember  2009 
festgehalten  wurde,  dass  als  "Wegweisungshindernisse"  nach  Art.  32 
Abs. 3 Bst. c AsylG nur Hindernisse gelten, die sich auf die Zulässigkeit 
des  Vollzugs  auswirken  können,  nicht  aber  solche,  welche  die 
Zumutbarkeit oder Möglichkeit des Vollzugs betreffen (BVGE 2009/50 E. 
5­8),

dass  aus  den  vom  Beschwerdeführer  anlässlich  der  direkten 
Bundesanhörung  geltend  gemachten  gesundheitlichen  Beschwerden  (A 
37  S.  12)  indes  keine  Anhaltspunkte  für  die  Annahme  von  ganz 
aussergewöhnlichen  Umständen  zu  entnehmen  sind,  unter  denen  sich 
Gesundheitsprobleme  auf  die  Zulässigkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
auswirken können,

dass  diese  Abklärungen  die  Frage  der  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs betreffen und demnach unter dem Blickwinkel von 
Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG nicht relevant sind,

dass  im Übrigen zur Vermeidung von Wiederholungen wiederum auf die 
zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung (vgl. daselbst, 
Ziff. I/2 S. 4) zu verweisen ist,

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dass die Entgegnungen in der Beschwerde die Gesuchsbegründung des 
Beschwerdeführers nicht in einem anderen Licht erscheinen lassen,

dass  die  Vorhalte  des  BFM  zur  Glaubhaftigkeit  der  Asylvorbringen  des 
Beschwerdeführers  einer  Überprüfung  durch  das  Bundesverwaltungs­
gericht standhalten,

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe  zum  einen 
lediglich  den  Sachverhalt  wiederholt  und  zum  anderen  durch  eine 
nachträgliche  Anpassung  versucht,  die  diversen  ihm  vorgeworfenen 
Unstimmigkeiten  unter  anderem  auch  mit  der  Berufung  auf 
Missverständnisse als plausibel darzustellen,

dass  für  die  namhaften  in  der  angefochtenen  Verfügung  aufgezeigten 
Divergenzen  vor  dem  Hintergrund  des  geltend  gemachten 
(einschneidenden) Sachverhalts, welcher bei  ihm derart massive Ängste 
vor  künftigen  nachteiligen Massnahmen  hervorgerufen  haben  soll,  dass 
er  für  sich nur  noch den Ausweg  in  der Flucht  ausser  Landes gesehen 
haben  will,  keine  überzeugenden  Erklärungen  gefunden  werden, mithin 
die  ihm  vom  BFM  vorgehaltenen  Unglaubhaftigkeitselemente  weder 
entkräftet noch beseitigt werden,

dass  an  dieser  Feststellung  auch  die  Hinweise  auf  verschiedene 
Publikationen (Country of Origin  Information Report sur  le Nigéria du 13 
novembre  2007  du  UK  Border  Agency;  Rapport  du  Congressional 
Research Service, Nigeria: Elections and Issues of Congress du 1er avril 
2011; Ausschnitte aus Berichten von Human Rights Watch und SFH über 
das  Justizsystem  in  Nigeria)  keine  Änderung  der  angefochtenen 
Verfügung  bewirken,  da  ihnen  mangels  konkret  auf  die  Person  des 
Beschwerdeführers  bezogenen  Ausführungen  sowie  teils  mangels 
Aktualitätsbezug  beweisrechtlich  keine weitere  Bedeutung  beizumessen 
ist respektive der Beschwerdeführer aus ihnen nichts zu seinen Gunsten 
ableiten kann,

dass er ausserdem die Verständigung mit den Dolmetschern  jeweils als 
gut  (A  1  S.  2  und  12;  A  37  S.  1)  bezeichnete  und  die  Richtigkeit  und 
Vollständigkeit  (Bundesanhörung)  der  entsprechenden 
Anhörungsprotokolle  unterschriftlich  bestätigte,  weshalb  er  sich  bei 
seinen Aussagen zu behaften lassen hat,

dass dieser Umstand insbesondere noch dadurch an Gewicht erfährt, als 
dass  die  an  der  Anhörung  anwesende  Hilfswerkvertreterin  keinerlei 

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Einwände anzumelden beziehungsweise weitere Abklärungen anzuregen 
hatte,

dass  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  –  wie  oben  bereits  erwähnt – 
demnach  als  richtig  und  vollständig  festgestellt  zu  gelten  hat,  weshalb 
sich  der  Einwand  in  der  Beschwerde  (Ziff.  22,  S.  5)  gemäss 
Rechtsprechung als verfehlt erweist (vgl. EMARK 1994 Nr. 13),

dass sich angesichts dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen, 

dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a  i.V.m. 
Art. 32  Abs. 3  AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9;  EMARK 2001  Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 
wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der 
strikte  Beweis  möglich  ist  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  dem 
Beschwerdeführer im Heimat­ oder Herkunftsland droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat­  bzw.  Herkunftsstaat  des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete 
Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der 
Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  in  den  Akten  auch  nichts  darauf  hindeutet,  der  Beschwerdeführer 
geriete  im  Falle  der  Rückkehr  in  die  Heimat  aus  individuellen Gründen 
wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher  Natur  in  eine 
existenzbedrohende Situation,

dass es sich hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten 
gesundheitlichen  Beschwerden  rechtfertigt,  zur  Vermeidung  von 
Wiederholungen,  auf  die  zutreffenden Ausführungen  des BFM  in  seiner 

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Vernehmlassung  vom  27.  September  2011  zu  verweisen,  wozu  der 
Beschwerdeführer  im  Rahmen  des  ihm  gewährten  Replikrechts  keine 
Stellung nahm,

dass aufgrund der ausgezeichneten Schulbildung (vgl. A 1 S. 3) und den 
seit  seiner  Landesabwesenheit  gesammelten  Erfahrungen  davon 
auszugehen ist, er bringe gute Voraussetzungen mit, um in seiner Heimat 
aus eigenen Kräften ein Auskommen zu finden,

dass  unter  diesen  Aspekten  der  Vollzug  der  Wegweisung  des 
Beschwerdeführers nach Nigeria als zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ­ 515),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten grundsätzlich dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass der Beschwerdeführer indes gemäss den vorliegenden Akten aktuell 
nicht erwerbstätig  ist und somit davon ausgegangen werden kann, dass 
er prozessual bedürftig ist,

dass  gleichzeitig  die  Beschwerdebegehren  als  im  Zeitpunkt  der 
Einreichung als nicht aussichtslos bezeichnet werden müssen,

dass  demnach   das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  VwVG  gutzuheissen  und  auf 
die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten ist,

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dass trotz Unterliegens des Beschwerdeführers demzufolge keine Kosten 
aufzuerlegen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  (Art.  65 
Abs. 1 VwVG) wird gutgeheissen.

3.  
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Contessina Theis Alfred Weber

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