# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 186f4aa4-ec17-5b66-b19f-b946117617b1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.10.2025 D-6904/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6904-2024_2025-10-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6904/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Contessina Theis (Vorsitz), 

Richterin David R. Wenger,  

Richter Yanick Felley,    

Gerichtsschreiber Nikola Nastovski. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Gambia,   

vertreten durch lic. iur. Isabelle Müller,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Datenänderung im Zentralen Migrationsinformationssystem 

(ZEMIS);  

Verfügung des SEM vom 27. September 2024 / N (…). 

 

 

 

D-6904/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am 10. Februar 2024 in der Schweiz um 

Asyl nach. Auf dem Personalienblatt gab er an, am (…) 2008 geboren und 

somit noch minderjährig zu sein. 

A.b Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Euro-

dac) ergab, dass er am 19. Februar 2023 in Italien aufgegriffen worden war 

und dort den (…) respektive den (…) 2006 als Geburtsdatum angegeben 

hatte. 

A.c Im Rahmen der Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asylsu-

chende (EB UMA) vom 25. März 2024 brachte der Beschwerdeführer vor, 

am (…) 2008 geboren und damit (…) Jahre und (…) Monate alt zu sein. 

Sein Geburtsdatum habe er von seiner Mutter erfahren, als er in die Schule 

gegangen sei. 

A.d Am 2. April 2024 beauftragte das SEM das Institut für Rechtsmedizin 

des Kantonsspitals B._______ (nachfolgend: IRM B._______) mit einer fo-

rensischen Altersdiagnostik. Gemäss Gutachten vom 9. April 2024 betrug 

zum Zeitpunkt der Untersuchung (5. April 2024) das durchschnittliche Alter 

in Zusammenschau aller Untersuchungsbefunde (…) Jahre und es ergab 

sich ein Mindestalter von (…) Jahren. Das angegebene Lebensalter von 

(…) Jahren und (…) Monaten könne nicht zutreffen. 

A.e Am 11. April 2024 ersuchte das SEM die italienischen Behörden um 

Informationen im Sinne von Art. 34 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festle-

gung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der 

für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen 

in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-

ständig ist (nachfolgend Dublin-III-VO), namentlich hinsichtlich der dort re-

gistrierten Personendaten des Beschwerdeführers und allfälliger Identitäts-

dokumente. 

A.f Am 7. Mai 2024 informierten die italienischen Behörden, dass der Be-

schwerdeführer in Italien aufgrund illegaler Grenzüberschreitung als 

A._______, geboren am (…) 2006, Gambia, registriert worden sei und 

seine Fingerabdrücke aufgenommen worden seien. Es lägen keine Infor-

mationen hinsichtlich allfälliger eingereichter Dokumente vor. 

D-6904/2024 

Seite 3 

Gleichentags änderte das SEM das Geburtsdatum des Beschwerdeführers 

im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf den (…) 2006. 

A.g Am 6. Juni 2024 fand die Anhörung zu den Asylgründen statt. 

A.h Mit vorinstanzlicher Verfügung vom 14. Juni 2024 wurde der Be-

schwerdeführer dem erweiterten Verfahren zugeteilt. Der zugewiesene 

Kanton C._______ wurde mittels E-Mail vom 24. Juni 2024 über die Zu-

weisung informiert (vgl. SEM-Akte 28/2). 

A.i Mit Eingabe vom 11. September 2024 wurde die Mandatsübernahme 

durch die rubrizierte Rechtsvertretung angezeigt und der Verfahrensstand 

angefragt. 

B.  

Mit Verfügung vom 27. September 2024 – eröffnet am 2. Oktober 2024 – 

stellte die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingsei-

genschaft nicht (Ziff. 1), lehnte sein Asylgesuch ab (Ziff. 2), verfügte die 

Wegweisung aus der Schweiz (Ziff. 3), ordnete den Vollzug an (Ziff. 4) und 

beauftragte den Kanton C._______ mit der Durchführung (Ziff. 6). Ausser-

dem händigte es dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten ge-

mäss Aktenverzeichnis aus (Ziff. 6) und stellte fest, dass dessen Geburts-

datum im ZEMIS als (…) 2006 mit Bestreitungsvermerk erfasst werde 

(Ziff. 5). 

C.  

C.a Dagegen erhob der Beschwerdeführer – handelnd durch seine Rechts-

vertretung – mit Eingabe vom 31. Oktober 2024 Beschwerde beim Bun-

desverwaltungsgericht. Er beantragte, die Ziffern 4, 5 und 6 der Verfügung 

vom 27. September 2024 seien aufzuheben und die Sache zur erneuten 

Sachverhaltsfeststellung und Neubeurteilung des Wegweisungsvollzugs 

an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei die Unzulässigkeit oder 

Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und der Be-

schwerdeführer vorläufig in der Schweiz aufzunehmen. Ferner sei von der 

Berichtigung des Geburtsdatums im ZEMIS auf den (…) 2006 abzusehen 

und das Geburtsdatum vom (…) 2008 zu belassen.  

In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege, um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses und um 

Beiordnung der rubrizierten Rechtsvertreterin als unentgeltliche Rechtsbei-

ständin. 

D-6904/2024 

Seite 4 

Der Beschwerde lag unter anderem ein Ausdruck einer E-Mailkorrespon-

denz zwischen der Caritas Schweiz und der (…) vom 11. beziehungsweise 

23. Oktober 2024 (vgl. Beschwerde, Beilage 4). 

C.b Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte den Beschwerdeeingang 

am 1. November 2024 unter der Verfahrensnummer D-6867/2024.  

C.c Die Instruktionsrichterin stellte mit Zwischenverfügung vom 7. Novem-

ber 2024 fest, dass über das Begehren hinsichtlich der Datenänderung im 

ZEMIS im separaten Verfahren D-6904/2024 entschieden werde (vgl. hier-

nach E. 2). Für das vorliegende Verfahren hiess sie das Gesuch um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung gut und verzichtete auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses. Das Gesuch um amtliche Rechtsver-

beiständung wies sie ab und lud die Vorinstanz zur Einreichung einer Ver-

nehmlassung ein. 

C.d Das SEM liess sich mit Eingabe vom 13. November 2024 vernehmen. 

C.e Am 24. Dezember 2024 reichte der Beschwerdeführer seine Replik in-

nert erstreckter Frist ein.  

C.f Mit Urteil des BVGer D-6867/2024 vom 20. Juni 2025 wies das Gericht 

die Beschwerde betreffend den angeordneten Wegweisungsvollzug nach 

Gambia ab. Mit Schreiben vom 23. Mai 2025 erkundigte sich die Rechts-

vertretung des Beschwerdeführers nach der Rechtskraft der Eintragung 

des Geburtsdatums im ZEMIS. 

C.g Mit Verfügung vom 2. Juli 2025 gab die Instruktionsrichterin dem Be-

schwerdeführer Gelegenheit, sich zur Frage eines allfälligen Rückzugs sei-

ner Beschwerde im vorliegenden Verfahren zu äussern.  

Innert der angesetzten Frist bis am 17. Juli 2025 ist keine Antwort des Be-

schwerdeführers eingetroffen, weshalb androhungsgemäss davon ausge-

gangen wird, dass er vollumfänglich an seinen Rechtsbegehren festhält 

und das vorliegende Beschwerdeverfahren in der gesetzlich vorgesehenen 

Form fortzuführen ist. 

 

D-6904/2024 

Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung im 

Sinne von Art. 5 VwVG, welche von einer Vorinstanz im Sinne von Art. 33 

Bst. d VGG erlassen wurde. Da keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG 

vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde 

zuständig (Art. 31 VGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts 

anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde le-

gitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist einzutreten. 

2.  

Verfahrensgegenstand ist im vorliegenden Verfahren nur noch die Frage, 

ob das SEM in der angefochtenen Verfügung vom 27. September 2024 zu 

Recht festgestellt hat, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im 

ZEMIS laute auf den (…) 2006 (Dispositivziffer 5 der angefochtenen Verfü-

gung). Die Beschwerde gegen den verfügten Wegweisungsvollzug nach 

Gambia wurde mit Urteil D-6867/2024 vom 20. Juni 2025 rechtskräftig ab-

gewiesen. Eine Koordination erfolgt insofern, als dass in beiden Verfahren 

derselbe Spruchkörper eingesetzt wird. 

3.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich der ZEMIS-Datenbearbeitung respektive des Da-

tenschutzes nach Art. 37 VGG i.V.m. Art. 49 VwVG. Es entscheidet im vor-

liegenden Verfahren daher mit uneingeschränkter Kognition. 

4.  

4.1 Die Vorinstanz führt zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben das 

ZEMIS, welches der Bearbeitung von Personendaten aus dem Ausländer- 

und dem Asylbereich dient (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes 

über das Informationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich vom 

20. Juni 2003 [BGIAA, SR 142.51]) und in der Verordnung über das Zent-

rale Migrationsinformationssystem vom 12. April 2006 (ZEMIS-Verord-

nung, SR 142.513) näher geregelt ist. Nach Art. 19 Abs. 1 ZEMIS-Verord-

nung richten sich die Rechte der Betroffenen, insbesondere deren Aus-

kunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrecht sowie das Recht auf 

D-6904/2024 

Seite 6 

Informationen über die Beschaffung besonders schützenswerter Perso-

nendaten, nach dem DSG und dem VwVG. 

4.2 Wer Personendaten bearbeitet, hat sich über deren Richtigkeit zu ver-

gewissern (Art. 6 Abs. 5 DSG). Werden Personendaten von Bundesorga-

nen bearbeitet, kann jede betroffene Person insbesondere verlangen, dass 

unrichtige Personendaten berichtigt werden (Art. 41 Abs. 2 Bst. a i.V.m. 

Art. 32 Abs. 1 DSG). Auf die Berichtigung besteht in einem solchen Fall ein 

absoluter und uneingeschränkter Anspruch (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 3.2). 

Die ZEMIS-Verordnung sieht zudem in Art. 19 Abs. 3 ausdrücklich vor, 

dass unrichtige Daten von Amtes wegen zu berichtigen sind. 

4.3 Grundsätzlich hat die das Berichtigungsbegehren stellende Person die 

Richtigkeit der von ihr verlangten Änderung, die Bundesbehörde im Be-

streitungsfall dagegen die Richtigkeit der von ihr bearbeiteten Personen-

daten zu beweisen (vgl. Urteil des BGer vom 1. September 2023 

1C_236/2023 E. 2.1.3 m.w.H.; BVGE 2018 VI/3 E. 3.3). Nach den mass-

geblichen Beweisregeln des VwVG gilt eine Tatsache als bewiesen, wenn 

sie in Würdigung sämtlicher Erkenntnisse so wahrscheinlich ist, dass keine 

vernünftigen Zweifel bleiben; unumstössliche Gewissheit ist dagegen nicht 

erforderlich. Die mit dem Berichtigungsbegehren konfrontierte Behörde hat 

zwar nach dem Untersuchungsgrundsatz den Sachverhalt grundsätzlich 

von Amtes wegen abzuklären (Art. 12 VwVG); die gesuchstellende Person 

ist jedoch gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG verpflichtet, an dessen Fest-

stellung mitzuwirken (vgl. zum Ganzen BVGE 2018 VI/3 E. 3.3). 

4.4 Kann bei einer verlangten oder von Amtes wegen beabsichtigten Be-

richtigung weder die Richtigkeit der bisherigen noch diejenige der neuen 

Personendaten bewiesen werden, ist die Bearbeitung der Daten unter be-

stimmten Umständen einzuschränken (vgl. Art. 41 Abs. 3 DSG). Dabei 

sieht Art. 41 Abs. 4 DSG die Anbringung eines Bestreitungsvermerks vor. 

Spricht mehr für die Richtigkeit der neuen Daten, sind die bisherigen An-

gaben zunächst zu berichtigen und die neuen Daten anschliessend mit ei-

nem entsprechenden Vermerk zu versehen. Verhält es sich umgekehrt, er-

scheint also die Richtigkeit der bisher eingetragenen Daten als wahrschein-

licher oder zumindest nicht als unwahrscheinlicher, sind diese zu belassen 

und mit einem Bestreitungsvermerk zu versehen. Über dessen Anbringung 

ist jeweils von Amtes wegen und unabhängig davon zu entscheiden, ob ein 

entsprechender Antrag gestellt worden ist (vgl. zum Ganzen BVGE 2018 

VI/3 E. 3.4 m.H.). 

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Seite 7 

4.5 Vorliegend obliegt es demnach grundsätzlich dem SEM zu beweisen, 

dass das im ZEMIS unter der Rubrik der Hauptidentität eingetragene Ge-

burtsdatum des Beschwerdeführers (…) korrekt respektive zumindest 

wahrscheinlicher ist als der vom Beschwerdeführer verlangte Eintrag. Der 

Beschwerdeführer wiederum hat nachzuweisen, dass die von ihm ver-

langte Änderung (…) richtig beziehungsweise zumindest wahrscheinlicher 

ist als das derzeit im ZEMIS erfasste Geburtsdatum. Gelingt keiner Partei 

der sichere Nachweis, ist dasjenige Datum im ZEMIS zu belassen oder 

einzutragen, dessen Richtigkeit wahrscheinlicher ist (vgl. BVGE 2018 VI/3 

E. 3.5 m.w.H. und E. 4.2.3). Im Asylverfahren beziehungsweise im Verfah-

ren betreffend Vollzug der Wegweisung ist die Minderjährigkeit – der allge-

meinen asylrechtlichen Beweisregel folgend – von der asylsuchenden Per-

son zumindest glaubhaft zu machen. Über die Glaubhaftigkeit ist im Rah-

men einer Gesamtwürdigung zu befinden. Anders verhält es sich im daten-

schutzrechtlichen Verfahren betreffend die Berichtigung von Personenda-

ten im ZEMIS. Hier wird verlangt, dass die wahrscheinlichsten – also über-

wiegend wahrscheinlichen – Personendaten eingetragen werden. 

5.  

5.1 Hinsichtlich der Altersfrage führte die Vorinstanz in der angefochtenen 

Verfügung aus, dass der Beschwerdeführer über sein Alter getäuscht habe, 

da sich das von ihm angegebene Alter und das Mindestalter gemäss Al-

tersgutachten vom 9. April 2024 widersprechen würden, seine Aussagen 

substanzarm ausgefallen seien und er bereits die italienischen Behörden 

über sein Alter getäuscht habe. Aus diesen Gründen sei das Geburtsdatum 

auf den (…) 2006 anzupassen. 

5.2 Dem entgegnete der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde, dass 

das SEM zu Unrecht von einer Täuschung und seiner Volljährigkeit ausge-

gangen sei. Es lägen keine Identitätspapiere vor, und die Angaben über 

sein Geburtsdatum seien stets konsistent gewesen. Widersprüchliche Aus-

sagen über eine Geburtsurkunde würden sich relativieren, da er sich mit 

solchen Angelegenheiten nie selbst befasst habe. Auch seine rudimentäre 

Schulbildung und gesundheitliche Einschränkungen seien bei der Beurtei-

lung seiner Angaben zu berücksichtigen. Seine falsche Altersangabe in Ita-

lien erklärte er mit Empfehlungen von anderen Asylsuchenden, um einer 

Wegweisung zu entgehen. Zudem habe er die Unwahrheit später offen zu-

gegeben und in der Schweiz stets das gleiche Geburtsdatum genannt. 

Hinsichtlich des Altersgutachtens rügte er die mangelnde Gewährung des 

rechtlichen Gehörs und die unzureichende Erläuterung des Gutachtens. 

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Seite 8 

Die Feststellungen des Gutachtens – ein Durchschnittsalter von (…) Jah-

ren und ein Mindestalter von (…) Jahren – würden nicht gegen seine Min-

derjährigkeit sprechen. Wichtige ergänzende Angaben, etwa ob die Min-

derjährigkeit ausgeschlossen werden könne, fehlten. Auch die Ergebnisse 

einzelner Untersuchungen wie der Handknochen- und Zahnuntersuchung 

würden nicht auf eine klare Volljährigkeit hinweisen. Die Verwendung des 

Durchschnittsalters als Altersbestimmung widerspreche der Rechtspre-

chung und den Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Rechts-

medizin, wonach einzig das Mindestalter heranzuziehen sei. 

Eine Anpassung seines Geburtsdatums auf den (…) 2006 sei daher will-

kürlich und nicht haltbar. Vielmehr spreche der Grundsatz «in dubio pro 

minore» für die Beibehaltung seines Geburtsdatums vom (…) 2008 (recte: 

(…) 2008) und für die Annahme seiner Minderjährigkeit. 

5.3 Das SEM entgegnete diesen Vorbringen in seiner Vernehmlassung 

vom 13. November 2024 zusammenfassend, dass die Beschwerdeschrift 

keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel enthalte, welche 

eine abweichende Beurteilung rechtfertigen würden. Zur Festsetzung des 

Geburtsdatums auf den (…) 2006 führte es aus, dass dies seiner üblichen 

Praxis entspreche, wenn die Minderjährigkeit nicht glaubhaft gemacht 

werde. 

5.4 In seiner Replik vom 24. Dezember 2024 verwies der Beschwerdefüh-

rer zur Altersfrage auf seine Ausführungen in der Beschwerdeschrift und 

stellte fest, dass sich das SEM nur zum festgesetzten Alter, nicht jedoch zu 

den übrigen Argumenten geäussert habe. 

6.  

6.1 In der Beschwerde wird vorgebracht, dass im Zweifelsfall von der Min-

derjährigkeit der gesuchstellenden Person auszugehen sei. Vorliegend ist 

das konkrete Geburtsdatum des Beschwerdeführers nach datenschutz-

rechtlichen Gesichtspunkten und damit nach der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit zu bestimmen. Die Beweisregel, wonach im Zweifelsfall von 

der Minderjährigkeit auszugehen sei, ist dem Datenschutzrecht fremd (vgl. 

hierzu Urteil des BGer 1C_709/2017 vom 12. Februar 2019 E. 2.4; vgl. statt 

vieler Urteil des BVGer D-532/2023 vom 3. März 2025 E. 4.6 m.w.H.). 

6.2 In einer Gesamtwürdigung müssen die Gründe, welche für die Minder-

jährigkeit sprechen, überwiegen (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.3). Wurde der 

Sachverhalt abschliessend festgestellt und ist es der betroffenen Person 

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Seite 9 

nicht gelungen, die behauptete Minderjährigkeit glaubhaft zu machen, res-

pektive bleiben entsprechende Behauptungen unsubstanziiert, hat sie die 

Folgen zu tragen und wird als volljährig betrachtet (vgl. BVGE 2019 I/6 

E. 5.4; vgl. auch Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 

Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 30 E. 7.1). 

6.3 Für die Beurteilung des Alters einer asylsuchenden Person fallen in 

erster Linie von dieser Person selbst abgegebene oder von den Behörden 

auf andere Weise erlangte und für echt befundene Identitätspapiere ge-

mäss Art. 1a Bst. b und c der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 

11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) in Betracht, das heisst Urkunden 

im Sinne von Art. 12 Bst. a VwVG; ihnen kommt – ihre Echtheit vorausge-

setzt – ein hoher Beweiswert zu. Reicht die asylsuchende Person keine 

Identitätspapiere ein, welche die Behauptung, minderjährig zu sein, stützen 

könnten, darf jedoch allein daraus noch nicht der Schluss gezogen werden, 

dieser Person sei es nicht gelungen, ihre Minderjährigkeit glaubhaft zu ma-

chen, sondern es sind zuvor die angegebenen Gründe für dieses Versäum-

nis auf deren Plausibilität zu prüfen (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6.1 

m.w.H.). 

7.  

7.1 Das Gericht stellt zunächst fest, dass der Beschwerdeführer keine 

Identitätspapiere abgegeben hat, welche sein geltend gemachtes Alter be-

weisen könnten. An der EB UMA vom 25. März 2024 bot er an, entspre-

chende Dokumente durch seine Mutter zu beschaffen und einzureichen 

(vgl. SEM-Akte 14/9 F 4.07). Diesem Angebot ist er jedoch weder im Laufe 

des vorinstanzlichen Verfahrens noch auf Beschwerdeebene nachgekom-

men, obschon er nach eigenen Angaben wöchentlich oder zumindest alle 

zwei Wochen Kontakt zu seiner Familie in der Heimat hat. Stattdessen be-

gnügte er sich damit, dass seine Mutter sich bei den gambischen Behörden 

gemeldet, aber bisher nichts von ihnen gehört habe. Andere Anstrengun-

gen hat er nicht unternommen (vgl. SEM-Akte 24/12 F 10 und F 66). Diese 

Verletzung der Mitwirkungspflicht ist bei der Würdigung der Sachlage zu 

berücksichtigen und stützt die Einschätzung des SEM (vgl. Art. 19 VwVG 

i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes über den Zivilprozess [BZP, SR 273]). 

7.2  

7.2.1 Fehlen rechtsgenügliche Identitätsausweise oder bestehen Hin-

weise, dass eine angeblich minderjährige asylsuchende Person das Mün-

digkeitsalter bereits erreicht hat, so kann im Rahmen der Feststellung des 

Sachverhalts mit Unterstützung wissenschaftlicher Methoden abgeklärt 

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Seite 10 

werden, ob die Altersangabe der asylsuchenden Person dem tatsächlichen 

Alter entspricht (Art. 17 Abs. 3bis AsylG; Art. 7 Abs. 1 AsylV 1).  

7.2.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich zur Beweistauglichkeit die-

ser Altersabklärung in grundsätzlicher Art geäussert (vgl. EMARK 2004 

Nr. 30 E. 6.1, BVGE 2018 VI/3 E. 3.4 f.). Je nach Ergebnis ergeben sich 

aus dem Altersgutachten unterschiedlich zu gewichtende Indizien für das 

Vorliegen der Minder- respektive Volljährigkeit einer Person. Praxisgemäss 

sind von den vier in der Schweiz angewandten Methoden der medizini-

schen Altersabklärung die Schlüsselbeinanalyse und die zahnärztliche Un-

tersuchung zum Beweis der Minder- beziehungsweise Volljährigkeit einer 

Person geeignet. Gestützt auf die Handknochenanalyse und die ärztliche 

körperliche Untersuchung lassen sich demgegenüber keine zuverlässigen 

Angaben zur Frage machen, ob eine Person das 18. Altersjahr bereits 

überschritten hat. Die Handknochenanalyse wird aber dennoch regelmäs-

sig durchgeführt, um zu ermitteln, ob eine Schlüsselbein- respektive Ske-

lettaltersanalyse oder eine zahnärztliche Untersuchung überhaupt nötig 

sind. Sofern sich nämlich bereits aus der Handknochenanalyse eine erheb-

liche Wahrscheinlichkeit eines minderjährigen Alters ergibt, weil die Hand-

knochen noch nicht verknöchert sind, kann auf die mit einer weitaus höhe-

ren Strahlenbelastung verbundenen Untersuchungen der Zähne und des 

Schlüsselbeins verzichtet werden (BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.1).  

Allerdings lässt sich anhand der medizinischen Altersabklärung keine Aus-

sage zur Minder- beziehungsweise Volljährigkeit einer Person machen, 

wenn das Mindestalter bei der zahnärztlichen Untersuchung und der 

Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse unter 18 Jahren liegt (vgl. 

ebenda, E. 4.2.1 ff.). 

7.3  

7.3.1 Für das Gericht ergeben sich vorliegend keine Anhaltspunkte, welche 

geeignet sind, die Erkenntnisse des Gutachtens zur Altersabklärung des 

IRM B._______ vom 9. April 2024 in Frage zu stellen: 

Gemäss dem rechtsmedizinischen Gutachten entspricht die abgeschlos-

sene knöcherne Entwicklung der Hand nach THIEMANN, NITZ und SCHME-

LING im vorliegenden Fall einem mittleren skelettalen Alter von (…) Jahren 

([…] ± 0.7). In der Standardliteratur nach GREULICH und PYLE ist dieser Be-

fund einem mittleren skelettalen Alter von (…) Jahren zuzuordnen, d.h. die 

knöcherne Handentwicklung ist abgeschlossen. Nach aktuellen Ergebnis-

sen von TISÈ entspricht dies einem Mindestalter von (…) Jahren.  

D-6904/2024 

Seite 11 

Daraus ergab sich die Indikation zur Durchführung einer Untersuchung der 

Zähne (E. 7.3.2 hiernach) und einer computertomographischen Untersu-

chung der Schlüsselbeine (E. 7.3.3 hiernach). 

7.3.2 Nach den Ergebnissen der zahnärztlichen Untersuchung konnte 

beim Betroffenen an den Zähnen 1 bis 7 im dritten Quadranten ein voll-

ständiger Abschluss des Wurzelwachstums festgestellt werden. An den 

Weisheitszähnen (3. Molaren) fand sich in Regio 18 und 28 jeweils ein Mi-

neralisationsstadium von G nach DEMIRJIAN und in Regio 38 und 48 jeweils 

ein Mineralisationsstadium von F nach DEMIRJIAN. Daraus ergeben sich 

Entwicklungsstadien, welche nach OLZE auf ein Durchschnittsalter von (…) 

bis (…) Jahren ((…) ± 2.4, (…) ± 2.4, (…) ± 2.2, (…) ± 2.1) schliessen las-

sen. Für die Mineralisationsstadien F und G der Weisheitszähne ist nach 

KNELL ET AL. kein Mindestalter angeben. Im Gutachten wird aber darauf 

hingewiesen, dass Abweichungen durch ethnische Unterschiede aufgrund 

der angegebenen Herkunft aus Gambia berücksichtigt werden müssten 

(vgl. SEM- Akte 16/7, S. 5 ff.). Mangels Referenzdaten für eine männliche 

Population aus Gambia wurden Daten für eine männliche Bevölkerung aus 

Botswana herangezogen, welche nach CAVRIC ET AL. für das Mineralisati-

onsstadium G des Zahns 28 ein Durchschnittsalter von (…) Jahren ([…] ± 

1.6) und ein Mindestalter von (…) Jahren sowie für das Mineralisationssta-

dium F des Zahns 38 ein Durchschnittsalter von (…) Jahren ([…] ± 1.6) und 

ein Mindestalter von (…) Jahren ergaben. 

7.3.3 Die Wachstumsfugen der inneren Schlüsselbeinanteile weisen in der 

computertomographischen Untersuchung rechtsseitig ein Stadium 3a und 

linksseitig ein Stadium 2b nach KELLINGHAUS und SCHMELING auf. Dabei 

entspricht das vorliegende Stadium 3a nach WITTSCHIEBER einem durch-

schnittlichen Lebensalter von (…) Jahren ([…] ± 1.5) sowie einem Mindest-

alter von (…) Jahren. 

7.3.4 In Zusammenschau aller Untersuchungsbefunde ergab sich beim 

Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Untersuchung am 5. April 2024 ein 

durchschnittliches Lebensalter von (…) Jahren und ein Mindestalter von 

(…) Jahre. Gemäss Gutachten konnte im Zeitpunkt der Untersuchung das 

geltend gemachte chronologische Lebensalter von (…) Jahren und 

(…) Monaten nicht zutreffen (vgl. SEM-Akte 16/7, S. 6). 

7.3.5 Nach ständiger Rechtsprechungspraxis des Bundesverwaltungsge-

richts gelten die üblichen verfahrensrechtlichen Regeln der Beweiswürdi-

gung und es kommt umso weniger auf eine Gesamtwürdigung der Beweise 

D-6904/2024 

Seite 12 

an, je stärker die medizinischen Abklärungen ein Indiz für das Vorliegen 

der Minder- respektive Volljährigkeit einer Person darstellen.  

Allerdings lässt sich in Konstellationen wie in der vorliegenden, in denen 

das Mindestalter bei der Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse 

und der zahnärztlichen Untersuchung unter 18 Jahren liegt, anhand der 

medizinischen Altersabklärung keine Aussage zur Minder- respektive Voll-

jährigkeit einer Person machen. Stattdessen sind sowohl eine Voll- als 

auch eine Minderjährigkeit möglich, ohne dass sich eine verlässliche Aus-

sage darüber machen lässt, was wahrscheinlicher ist (zum Ganzen: BVGE 

2018 VI/3 E. 4.2.2). 

In der Folge bleiben noch die Aussagen des Beschwerdeführers, um das 

Gericht zu überzeugen. 

7.4  

7.4.1 Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen in Italien abwei-

chende Angaben zu seinem Geburtsdatum gemacht (geboren am […] 

2006) und sich dort demzufolge als volljährig ausgegeben. Während er 

dies an der EB UMA lapidar mit «Ich habe es einfach so angegeben» be-

gründete, erklärte er an seiner Anhörung, er habe sein Alter erhöht, damit 

er nicht wegen seiner Minderjährigkeit in die Heimat zurückgeschickt werde 

(vgl. SEM-Akten 14/9 F 2.06 und 24/12 F 79 f.).  

7.4.2 Auch hinsichtlich seiner Aussagen zu Zeit- sowie Altersangaben be-

züglich seiner Geschwister und ihm muss sich der Beschwerdeführer Un-

gereimtheiten vorwerfen lassen. Zunächst führte er aus, sich nicht an ihr 

Alter erinnern zu können, danach teilte er mit, sein Bruder sei (…) bis (…) 

Jahre alt. Zudem stimmt seine Behauptung, bei der Ausreise (…) Jahre 

und (…) Monate alt gewesen zu sein, nicht mit seinem geltend gemachten 

Geburtsdatum vom (…) 2008 überein. Diesem folgend hätte er zu diesem 

Zeitpunkt (…) Jahre und mindestens (…) Monate alt sein müssen. Darüber 

hinaus verstrickte sich der Beschwerdeführer in diverse weitere – teils klei-

nere, teils grössere – Widersprüchlichkeiten, wie beispielsweise seinen 

Ausreisezeitpunkt, welchen er zunächst auf (…) 2022 und dann auf (…) 

2022 festlegte. Kaum nachvollziehbar sind insbesondere seine äusserst 

vagen und detailarmen Ausführungen im Kontext seiner Ausreise, wonach 

er ohne Reisedokumente beziehungsweise Identitätspapiere von Gambia 

nach Tunesien geflogen sei. Er führte ohne weitergehende Erklärung aus, 

ihm habe ein nicht namentlich genannter, mitreisender Mann geholfen. Das 

weckt Zweifel an der Plausibilität seines Berichtes. Ungelöst blieb auch die 

D-6904/2024 

Seite 13 

Unstimmigkeit zwischen der sehr schlechten finanziellen Situation seiner 

Familie und dem Umstand, dass seine Mutter zumindest für seinen Flug 

nach Tunesien gezahlt habe. Schliesslich lassen sich die oftmals vagen 

und unsubstanziierten Aussagen auch schlecht mit dem Alter oder der Ner-

vosität des Beschwerdeführers erklären, zumal seine Antworten aus-

serhalb der soeben beschriebenen Themen durchaus stringent und prä-

zise ausgefallen sind (vgl. SEM-Akte 24/12 F 46) und er an der Anhörung 

– konfrontiert mit dem Ergebnis des Altersgutachtens – nicht den Eindruck 

machte, kognitiv Mühe zu haben oder seinen Standpunkt nicht einbringen 

zu können (vgl. SEM-Akten 14/9 F 3.01, 5.01 sowie 24/12 F 59, F 68, F 76 

und F 86 ff.). 

7.4.3 Die Berichte des Beschwerdeführers entbehren damit in wichtigen 

Punkten der nötigen Stringenz und Plausibilität. Gerade auch bei Sachver-

haltselementen, welche dergestalt knapp und intellektuell überschaubar 

sind, dass Widersprüche grundsätzlich nicht erwartet werden können  

(GEIPEL, Handbuch der Beweiswürdigung, 3. Auflage, Bonn 2017, § 17 

Rz. 68).  

Im Lichte dieser Umstände sind seine Aussagen als nicht glaubhaft zu er-

achten. 

7.4.4 Im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller Umstände (vgl. BVGE 

2009/54 E. 4.1; EMARK 2004 Nr. 30 E. 5.3.4) gelangte das Bundesverwal-

tungsgericht im Urteil D-6867/2024 vom 20. Juni 2025 übereinstimmend 

mit dem SEM zum Schluss, dass es dem Beschwerdeführer angesichts 

seiner in mehreren Punkten widersprüchlichen beziehungsweise unge-

reimten Aussagen nicht gelungen ist, die von ihm geltend gemachte Min-

derjährigkeit zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung in der Schweiz zu be-

weisen oder glaubhaft zu machen. Daran ändert die im Gutachten er-

wähnte Möglichkeit, dass eine Minderjährigkeit des Beschwerdeführers 

möglich sei, nichts (a.a.O. E. 7.5). 

7.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass weder das SEM noch der Be-

schwerdeführer die Richtigkeit des jeweils behaupteten Geburtsdatums 

des Letzteren – in Anbetracht des vorliegend anwendbaren Beweismasses 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen vermögen. Nach 

dem Gesagten erscheint jedoch das vom SEM im ZEMIS eingetragene 

Geburtsdatum des Beschwerdeführers laufend auf den (…) 2006 wahr-

scheinlicher als das vom Beschwerdeführer vorgebrachte (…), auch wenn 

der derzeitige ZEMIS-Eintrag auf einem fiktiven Geburtstag des 

D-6904/2024 

Seite 14 

Beschwerdeführers basiert und wahrscheinlich nicht richtig ist. Dies lässt 

sich in Fällen, bei denen das Geburtsdatum unbekannt ist und stattdessen 

praxisgemäss der (…) als fiktiver Geburtstag erfasst wird, nicht vermeiden 

(vgl. Urteile des BGer 1C_709/2017 vom 12. Februar 2019 E. 2.5 und 

1C_240/2012 vom 13. August 2012 E. 5.5; Urteil des BVGer D-1803/2024 

vom 14. Juni 2024 E. 7). Das im ZEMIS eingetragenen Geburtsdatum ist 

daher unverändert zu belassen und weiterhin mit einem Bestreitungsver-

merk zu versehen. 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

– soweit den Eintrag im ZEMIS betreffend – Bundesrecht nicht verletzt und 

auch sonst nicht zu beanstanden ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist 

abzuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Nachdem das Gesuch um un-

entgeltliche Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG mit Verfügung 

vom 7. November 2024 gutgeheissen wurde, ist auf eine Kostenauflage zu 

verzichten. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-6904/2024 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

Das im ZEMIS eingetragene Geburtsdatum des Beschwerdeführers lau-

tend auf den (…) und der Bestreitungsvermerk bleiben unverändert. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM, die kantonale Mig-

rationsbehörde und das Generalsekretariat des Eidgenössischen Justiz- 

und Polizeidepartements (EJPD). 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Contessina Theis Nikola Nastovski 

  

D-6904/2024 

Seite 16 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind beizulegen, soweit sie die 

Partei in Händen hat (Art. 42 BGG). 

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