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**Case Identifier:** daed36df-4c02-5f45-8ed9-d89b7c266629
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.03.2016 200 2015 918
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-918_2016-03-15.pdf

## Full Text

200 15 918 IV
KOJ/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. März 2016

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 22. September 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. März 2016, IV/15/918, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1985 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im September 2012 unter Hinweis auf eine Qua-
drantenanopsie links nach Hirnblutung vom 17. März 2012 bei der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten 
der Invalidenversicherung, Antwortbeilage [AB] 2). Die IV-Stelle Bern 
(nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin) nahm Abklärungen in erwerb-
licher sowie medizinischer Hinsicht vor und legte die Akten dem Regiona-
len Ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung vor (Berichte vom 22. August 
2014 [AB 33] und 17. März 2015 [AB 48]). Nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren (AB 50, 56, 60.1 - 60.9) wies sie mit Verfügung vom 
22. September 2015 (AB 61) einen Rentenanspruch bei einem Invaliditäts-
grad von 24 % ab.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 23. Oktober 2015 Beschwerde mit dem An-
trag, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei der Beschwerdeführe-
rin für die Zeit vom 1. März 2013 bis 30. Juni 2013 eine ganze Invalidenren-
te und mit Wirkung ab 1. Juli 2013 eine Viertelsrente auszurichten. Sie rügt 
insbesondere eine falsche medizinische Beurteilung durch den RAD hin-
sichtlich der Arbeitsunfähigkeit sowie die Berücksichtigung eines zu tiefen 
Valideneinkommens im Rahmen der Invaliditätsbemessung. 

Mit Beschwerdeantwort vom 25. November 2015 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. März 2016, IV/15/918, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 22. September 2015 
(AB 61). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

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2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.

3.1 Den medizinischen Akten ist – soweit entscheidwesentlich – das 
Folgende zu entnehmen:

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3.1.1 Im Austrittsbericht die Universitätsklinik für Neurologie des Spitals 
C.________ vom 20. März 2012 (AB 40 S. 5 ff.) wurden die folgenden Dia-
gnosen gestellt:

Intrazerebrale Blutung temporo-parietal rechts mit/bei:
- Okkulter Ätiologie
- Zerebrale Angiografie vom 17.03.2012: Kein Nachweis einer Blu-

tungsquelle, insbesondere kein Aneurysma, keine arteriovenöse Mal-
formation und keine durale arteriovenöse Fistel

- MRI Schädel vom 19.03.2012: Kein Nachweis eines Kavernoms, einer 
arteriovenösen Malformation oder einer eingebluteten Raumforderung

- Zerebrale Angiografie vom 22.03.2012: Unauffällige zerebrale Angio-
grafie.

Die Blutung sei am 18. März 2012 operativ ausgeräumt worden. Intraopera-
tiv habe sich keine klare Blutungsquelle gezeigt. Perioperativ seien keine 
Komplikationen aufgetreten. Bei Austritt habe fingerperimetrisch ein Ge-
sichtsfelddefekt nach links bestanden.

In einem weiteren Bericht vom 29. Mai 2012 (AB 6.2 S. 9 f.) wurde eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 17. März 2012 bis auf weiteres attes-
tiert. Da die Patientin zum Zeitpunkt des Austritts aus der Klinik über eine 
noch fortschreitende Verbesserung ihrer Defizite berichtet habe, könne 
über Prognosen hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit keine Auskunft gegeben 
werden, insbesondere da der Rehabilitationsprozess noch nicht abge-
schlossen sei.

Im Bericht vom 18. September 2012 (AB 6.2 S. 2 f.) wurde festgehalten, in 
der klinisch-neurologischen Untersuchung bestehe eine Quadrantenanop-
sie nach links unten. Der Neurostatus sei ohne pathologischen Befund. 
Aufgrund des sehr erfreulichen Verlaufes sei von einer teilzeitlichen Ar-
beitsaufnahme ab September auszugehen. Die weitere Steigerung der Ar-
beitsfähigkeit sollte zügig erfolgen können. Die Patientin sei ausgebildete ... 
im ... und sei auf das Führen eines Fahrzeuges angewiesen. Bei bestehen-
der Quadrantenanopsie könnte die Fahrtüchtigkeit zumindest teilweise ein-
geschränkt sein. Aufgrund der aktuell noch nicht erfolgten ophthalmologi-
schen Abklärung sei eine abschliessende Beurteilung dieses Sachverhalts 
nicht möglich.

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3.1.2 Dem Bericht des Sehzentrums des Spitals C.________ vom 12. 
Oktober 2012 (AB 14) ist u.a. die Diagnose einer inkompletten homonymen 
Hemianopsie nach links mit Makulabeteiligung zu entnehmen. Die Patientin 
gebe an, Probleme beim Laufen und Lesen zu haben. Zudem habe sie den 
Eindruck, sie sehe verschwommen. Aktuell sei die Fahreignung nicht ge-
geben. Des Weiteren bestehe aufgrund des Gesichtsfeldausfalls eine ein-
geschränkte visuelle Exploration sowie Lesefähigkeit. Dies vermindere das 
Tempo bei visuellen Aufgaben.

3.1.3 Im Bericht von Dr. med. D.________, Facharzt für Neurologie 
FMH, vom 10. Juli 2013 (AB 27) wurde für den Zeitraum vom 17. März 
2012 bis zum 28. Februar 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, ansch-
liessend bis zum 30. Juni 2013 eine solche von 40 % attestiert. Die Fahr-
eignung für Personenwagen sei weiterhin nicht gegeben, es bestehe eine 
reduzierte kognitive Belastbarkeit und eine erhöhte Ermüdung. Aktuell habe 
eine Arbeitsfähigkeit von 60 % erreicht werden können. Eine Tätigkeit im 
angestammten Beruf sei möglich, der Wechsel vom ... zum ... aufgrund 
nicht gegebener Fahreignung habe bereits stattgefunden. Eine weitere 
Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei nicht zu erwarten.

3.1.4 Im verkehrsmedizinischen Gutachten vom 21. Oktober 2014 
(AB 45 S. 6 ff.) wurde festgehalten, der vorliegende Gesichtsfeldausfall sei 
aus verkehrsmedizinischer Sicht nicht kompensierbar, die Fahreignung 
könne nicht bejaht werden. Aufgrund der verstrichenen Zeit seit der als 
Ursache der Gesichtsfelddefekte anzusehenden Hirnblutung im Jahr 2012 
sei nicht davon auszugehen, dass sich der Gesichtsfeldbefund zukünftig 
wesentlich ändern werde.

3.1.5 Die RAD-Ärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine 
Medizin FMH, führte im Bericht vom 17. März 2015 (AB 48) aus, es sei 
nicht ersichtlich, wieso die Versicherte bis zum 28. Februar 2013 zu 100 % 
bzw. bis zum 30. Juni 2013 zu 40 % arbeitsunfähig geschrieben worden 
sei, nachdem im Bericht des Spitals C.________ vom 18. September 2012 
von einem erfreulichen Verlauf und einer voraussichtlichen Arbeitsaufnah-
me im September die Rede gewesen sei. Es gebe keine medizinischen 
Akten, weshalb dies nicht umgesetzt worden sei. Das im Bericht vom 
12. Oktober 2012 erwähnte „verschwommen sehen“ und das verminderte 

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Tempo bei visuellen Aufgaben könnte allenfalls eine Erklärung für eine ver-
zögerte Vollaufnahme der Arbeit sein. Es erkläre aber nicht, dass die Ver-
sicherte bis Februar 2013 zu 100 % arbeitsunfähig erklärt werde. Es sei 
letztlich nicht aus der Praxis abzulesen, ab wann die Versicherte wieder 
wie viel hätte arbeiten können, sondern diese Zumutbarkeit müsse ge-
schätzt werden. Sie gehe in ihrer Schätzung davon aus, dass die Versi-
cherte nach der Entlassung aus der Reha, ab Mitte Mai 2012, teilzeitlich 
eine Arbeit hätte aufnehmen können, dass sie ab September 2012 mindes-
tens eine Leistung von 50 - 60 % in angepasster Tätigkeit (im ...) hätte er-
bringen können, und dass etwa ab anfangs 2013 eine Leistung von 90 - 
100 % zumutbar gewesen wäre.

3.2 Aufgrund der medizinischen Akten erstellt und zu Recht unbestrit-
ten ist, dass die im März 2012 erlittene intrazerebrale Blutung resp. deren 
Folgen, welche die vormalige Tätigkeit im ... unzumutbar machen, einen 
invalidisierenden Gesundheitsschaden darstellen. Näher zu prüfen sind das 
Zumutbarkeitsprofil bzw. der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit und der Ein-
kommensvergleich.

3.3

3.3.1 In medizinischer Hinsicht geht die Beschwerdegegnerin von einem 
zumutbaren Pensum in der angepassten Tätigkeit im ... der bisherigen Ar-
beitgeberin von 55 % ab September 2012 und von 100 % ab dem 1. Januar 
2013 aus (AB 61 S. 1). Diese Annahme stützt sich auf die Einschätzung 
der RAD-Ärztin Dr. med. E.________. Auf deren Angaben im Ärztlichen 
Bericht vom 17. März 2015 (AB 48) kann indessen nicht abgestellt werden. 
Dr. med. E.________ hält selber fest, dass „nicht aus der Praxis abzule-
sen“ sei, ab wann die Beschwerdeführerin wieder wie viel hätte arbeiten 
können und die Zumutbarkeit deshalb von ihr „abgeschätzt“ werden müsse 
(AB 48 S. 5). Ihre Annahme, die Beschwerdeführerin hätte bereits wieder 
im Mai 2012 teilzeitlich arbeiten können, wird durch die echtzeitlichen ärzt-
lichen Atteste und Berichte nicht bestätigt; danach bescheinigte die Univer-
sitätsklinik für Neurologie des Spitals C.________ für die Zeit vom 17. März 
2012 bis zum 31. August 2012 durchgehend eine volle Arbeitsunfähigkeit 
(AB 6.2 S. 7 ff.) und gemäss Bericht jener Klinik vom 18. September 2012 
sei von einer teilzeitlichen Arbeitsaufnahme im laufenden Monat auszuge-

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hen (AB 6.2 S. 2). Damit übereinstimmend schilderte die Beschwerdeführe-
rin anlässlich des Erstgesprächs mit der Eingliederungsfachperson der Be-
schwerdegegnerin am 1. November 2012, dass sie am 3. September 2012 
mit dem (beruflichen) Wiedereinstieg begonnen habe und aktuell bei einem 
50 %-Pensum angelangt sei (vgl. Protokoll per 25.11.15 [Beilage zur Be-
schwerdeantwort], S. 1). Anlässlich der verkehrsmedizinischen Begutach-
tung erklärte die Beschwerdeführerin später denn auch, dass sie ein halbes 
Jahr nach der Hirnblutung wieder habe arbeiten können (AB 45 S. 7).

Für die Annahme einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit und -tätigkeit vor Sep-
tember 2012 enthalten die Akten keine Anhaltspunkte. Im Gegenteil be-
scheinigte Dr. med. D.________ im Juli 2013 noch für die Zeit bis Ende 
Februar 2013 eine volle und ab 1. März bis 30. Juni 2013 eine 40 %-ige 
Arbeitsunfähigkeit (AB 27 S. 2), welche in der Folge bis Ende September 
2013 verlängert wurde (AB 31 S. 3). Weiter hielt der Facharzt fest, die Be-
schwerdeführerin befinde sich in einem ergotherapeutisch begleiteten be-
ruflichen Wiedereinstieg in der angestammten Tätigkeit als ..., der Wechsel 
vom ... zum ... habe stattgefunden und es bestehe weiterhin eine reduzierte 
kognitive Belastbarkeit und erhöhte Ermüdung (AB 27 S. 3). Angesichts 
dieser echtzeitlichen ärztlichen Ausführungen kann auch der Einschätzung 
von Dr. med. E.________, ab etwa anfangs 2013 bestehe eine praktisch 
vollständige Arbeitsfähigkeit (AB 48 S. 5), nicht gefolgt werden. Angesichts 
der Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit im September 2012 ist jedoch 
auch auf die von Dr. med. D.________ bescheinigte volle Arbeitsunfähig-
keit bis Ende Februar 2013 nicht abzustellen.

3.3.2 Gemäss Akten (vgl. insbesondere das Protokoll per 25. November 
2015) ist neben der teilzeitlichen Arbeitsaufnahme im September 2012 wei-
ter erstellt, dass die Beschwerdeführerin ab November 2012 zu 50 % arbei-
tete (Eintrag vom 1. November 2012), sodann ab Juli 2013 zu 60 % (Ein-
trag vom 1. Juli 2013) und ab Februar 2014 zu 100 % (Eintrag vom 
11. April 2014). Am 1. April 2014 trat sie schliesslich auf neuer arbeitsver-
traglicher Grundlage eine Vollzeittätigkeit im ... an (AB 28). 

Bei Ablauf des sogenannten Wartejahrs (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) im 
März 2013 arbeitete die Beschwerdeführerin mithin zu 50 % in einer ange-
passten Tätigkeit, was weitgehend der für jenen Zeitpunkt ärztlich beschei-

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nigten Arbeitsunfähigkeit von 40 % entspricht. Letztere bezog sich offen-
sichtlich schon auf die neue, angepasste Tätigkeit, war doch seit jeher klar, 
dass die Beschwerdeführerin ihre bisherige Arbeit im ... mangels Fahrtaug-
lichkeit nicht mehr wird ausüben können. Gestützt auf die ärztlichen Anga-
ben ist daher ab März 2013 von einem zumutbaren 60 %-Pensum in einer 
angepassten Tätigkeit auszugehen, ab Oktober 2013 von einem zumutba-
ren 100 %-Pensum (AB 31 S. 3). Der Sachverhalt ist insoweit rechtsgenüg-
lich abgeklärt. Auf weitere Beweismassnahmen kann in antizipierter Be-
weiswürdigung (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) verzichtet werden.

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Inva-
lideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige 
rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-
gungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Bei Ablauf des War-
tejahres im März 2013 und IV-Anmeldung im September 2012 (AB 2) be-
ginnt der Rentenanspruch frühestens am 1. März 2013 (Art. 28 Abs. 1 lit. b 
sowie Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG). Auf diesen Zeitpunkt hin ist nachfolgend 
die Invaliditätsbemessung vorzunehmen. Die Verbesserung der Arbeits-
fähigkeit ab Oktober 2013 (vgl. E. 3.3.2 hiervor) stellt einen Revisionsgrund 
dar, der eine erneute Invaliditätsbemessung zur Folge hat (vgl. Art. 17 
ATSG).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

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4.2.2 Beim Valideneinkommen ist vorab zu berücksichtigen, dass die 
Monatseinkommen der Beschwerdeführerin aufgrund des variablen Anteils 
stark schwankten; damit scheidet das Abstellen auf den letzten Monatslohn 
vor Eintritt des Gesundheitsschadens (vgl. AB 60.5 S. 2) aus und es ist ein 
Jahreseinkommen heranzuziehen. Da auch die Jahreseinkommen in der 
Zeit vor Eintritt des Gesundheitsschadens Schwankungen unterworfen wa-
ren, ist auf einen mehrjährigen Durchschnittslohn abzustellen (in diesem 
Sinne auch der Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 10. November 
2009, 8C_9/2009, E. 3.3 [betreffend Selbstständigerwerbende]), was auch 
von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt wird. Dabei ist zwar im 
Regelfall, aber nicht zwingend auf den Eintrag im individuellen Konto (IK) 
abzustellen, sondern können allenfalls auch andere Beweismittel herange-
zogen werden (vgl. Entscheid des BGer vom 23. April 2008, 8C_611/2007, 
E. 5.1.1, sowie vom 29. Januar 2007, I 551/05, E. 7.1).

Soweit die Beschwerdeführerin einen beruflichen Aufstieg im Gesundheits-
fall geltend macht, kann ihr nicht gefolgt werden. Namentlich macht sie 
nicht substanziiert geltend und ist auch nicht ersichtlich, dass allein der im 
Oktober 2011 erworbene Fachausweis (AB 3 S. 2) eine massgebliche Ein-
kommenserhöhung zur Folge gehabt hätte. Ebenfalls nicht gefolgt werden 
kann dem Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Jahre 2010 und 2011 
seien nicht repräsentativ. Auch wenn sie sich in dieser Zeit an zwei Aben-
den pro Woche weiterbildete, ist damit nicht ohne weiteres eine Einkom-
menseinbusse verbunden, zumal die Beschwerdeführerin nicht geltend 
macht, dass sie jeweils auch abends Kunden besucht habe; es ist auch 
nicht erstellt, dass die Beschwerdeführerin wegen des mit der Weiterbil-
dung verbundenen Lernens weniger Kunden hätte besuchen können. Nicht 
abzustellen ist sodann entgegen der Beschwerdeführerin auf die Lohnver-
hältnisse im Jahr 2012, da im März jenes Jahres der invalidisierende Ge-
sundheitsschaden eintrat; für das Einkommen im Gesundheitsfall ist der in 
der Folge erzielte Lohn nicht aussagekräftig. Ebenfalls nicht abgestellt wer-
den kann schliesslich auf die eingereichten Lohnauszüge (AB 60.2 - 60.9), 
aus welchen sich zum Teil deutlich höhere Bruttoeinkommen als im IK-
Auszug und in den Lohnausweisen ergeben, da darin auch Spesenbezüge 
enthalten sind (vgl. Schreiben der Arbeitgeberin vom 9. Juli 2015 [AB 
60.1]), auf denen offensichtlich keine Sozialversicherungsbeiträge abge-

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rechnet wurden (vgl. Entscheid des BGer vom 18. März 2015, 
8C_590/2014, E. 5.2.2).

4.2.3 Ausgehend von den Lohnausweisen und dem IK-Auszug ergibt 
sich Folgendes:

Das Durchschnittseinkommen gemäss Lohnausweisen der Jahre 2008 - 
2011 (2008: Fr. 122‘211 [Beschwerdebeilage {BB} 5]; 2009: Fr. 105‘706.-- 
[BB 6]; 2010: Fr. 104‘318.-- [BB 7]; 2011: Fr. 103‘878.-- [BB 8]) beträgt 
Fr. 109‘028.-- bzw. indexiert auf das Jahr 2013 (: 102.3 x 103.9 [BFS, Ta-
belle T1.10, Nominallohnindex, Position K 65, Index 2011 bzw. 2013]) 
Fr. 110‘733.-- (Valideneinkommen 1). 

Wird das Durchschnittseinkommen der Jahre 2008 - 2011 anhand des IK-
Auszugs (AB 58 S. 2) bestimmt (2008: Fr. 105‘263; 2009: Fr. 93‘572.--; 
2010: Fr. 104‘318.--; 2011: Fr. 103‘878.--), beträgt dieses Fr. 101‘757.-- 
bzw. aufindexiert Fr. 103‘348.-- (Valideneinkommen 2).

Ob auf die Lohnausweise oder auf den IK-Auszug abzustellen ist, kann 
schlussendlich offen bleiben, da sich am Ergebnis nichts ändert (vgl. E. 4.4 
hiernach).

4.3

4.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). 

Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit 
aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben 
sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in 
zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen 
aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt 
grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 
V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

4.3.2 Für das Invalideneinkommen kann von der neuen, angepassten 
Tätigkeit der Beschwerdeführerin im ... ausgegangen werden, erfüllt diese 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. März 2016, IV/15/918, Seite 13

doch die vorgenannten Voraussetzungen, was unter den Parteien denn 
auch nicht umstritten ist.

Das monatliche Gehalt in dieser Tätigkeit beträgt pro 2014 Fr. 6‘000.-- 
(AB 28 S. 2), was ein Jahreseinkommen von Fr. 78‘000.-- ergibt
(Fr. 6‘000.-- x 13 [AB, 29 S. 1]). Abindexiert auf das Jahr 2013 (: 105.3 x 
103.9) resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 76‘963.-- bei einem 
100 %-Pensum ab Oktober 2013 bzw. von Fr. 46‘178.-- bei einem 60 %-
Pensum ab März 2013.

4.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen er-
geben sich die folgenden Invaliditätsgrade:

Ab März 2013:

- 58 % mit Valideneinkommen 1 ([Fr. 110‘733.-- - Fr. 46‘178.--] / 
Fr. 110‘733.-- x 100);

- 55 % mit Valideneinkommen 2 ([Fr. 103‘348.-- - Fr. 46‘178.--] / 
Fr. 103‘348.-- x 100).

Ab Oktober 2013:

- 30 % mit Valideneinkommen 1 ([Fr. 110‘733.-- - Fr. 76‘963.--] / 
Fr. 110‘733.-- x 100);

- 26 % mit Valideneinkommen 2 ([Fr. 103‘348.-- - Fr. 76‘963.--] / 
Fr. 103‘348.-- x 100).

Damit hat die Beschwerdeführerin ab dem 1. März 2013 bis Ende Dezem-
ber 2013 (Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung 
vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]) Anspruch auf eine halbe Invali-
denrente (vgl. E. 2.2 hiervor). Insoweit ist die Beschwerde gegen die Verfü-
gung vom 22. September 2015 (AB 61) teilweise gutzuheissen, im Übrigen 
ist sie abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. März 2016, IV/15/918, Seite 14

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig.

Gemäss Beschluss der erweiterten Abteilungskonferenz vom 13. Oktober 
2009 wird beim Verzicht auf eine Kürzung der Parteientschädigung gemäss 
BGE 117 V 407 E. 2c (vgl. dazu E. 5.2 hiernach) auch auf eine Aufteilung 
der Verfahrenskosten nach Massgabe des – an den Parteianträgen ge-
messenen – bloss teilweisen Obsiegens verzichtet. Die Verfahrenskosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat somit bei diesem Ausgang des Ver-
fahrens die Beschwerdegegnerin zu tragen (vgl. BVR 2009 S. 187 E. 4). 
Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- 
ist nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Nach der Rechtsprechung hat die Beschwerde führende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1). 
Ist das Quantitative einer Leistung streitig, rechtfertigt eine „Überklagung“ 
eine Reduktion der Parteientschädigung nur, wenn das Rechtsbegehren 
den Prozessaufwand beeinflusst hat. Bei Streitigkeiten um die Höhe einer 
Invalidenrente darf die Parteientschädigung daher nicht allein deswegen 
reduziert werden, weil der Beschwerde führenden Person nicht die bean-
tragte ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente zuge-
sprochen wird (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407). Es besteht grundsätzlich kein 
Anlass zu einer anderen Betrachtungsweise, wenn statt einer unbefristeten 
oder länger dauernden Rente ein befristeter Anspruch oder ein solcher für 
eine kürzere als die beantragte Dauer zugesprochen wird. Ebenso wie die 
Höhe des Anspruches betrifft dessen zeitliche Dimension das Quantitativ. 
Indessen kommt die Zusprechung einer vollen Parteientschädigung bei 
teilweisem Obsiegen nur in Frage, wenn die Beschwerde führende Person 
im Grundsatz obsiegt und lediglich im Masslichen (teilweise) unterliegt 
(Entscheid des BGer vom 16. November 2010, 9C_580/2010, E. 4.1). 

Unter diesen Umständen hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine 
ungekürzte Parteientschädigung. Entsprechend der nicht zu beanstanden-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. März 2016, IV/15/918, Seite 15

den Kostennote von Rechtsanwalt B.________ vom 9. Dezember 2015 
wird die Parteientschädigung auf Fr. 3‘212.45 (Honorar von Fr. 2‘902.50 
[10.75 Std. à Fr. 270.--] zuzüglich Auslagen von Fr. 72.-- und Mehrwert-
steuer von 8 % in Höhe von Fr. 237.95) festgesetzt. Diesen Betrag hat die 
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 22. September 2015 aufgehoben und 
der Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. März 2013 bis zum 31. De-
zember 2013 eine halbe Invalidenrente zugesprochen. Im Übrigen wird 
die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird nach Eintritt der Rechtskraft des 
Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘212.45 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. März 2016, IV/15/918, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.