# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a34b1ef1-0afb-51b4-ae87-efc266aa01a4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-08-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.08.2020 C-3644/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3644-2020_2020-08-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-3644/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  A u g u s t  2 0 2 0  

Besetzung 
 Einzelrichterin Viktoria Helfenstein, 

Gerichtsschreiberin Rahel Schöb. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, Deutschland, 

Beschwerdeführer, 

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung (IV), Rentenanspruch, Verfügung der 

IVSTA vom 5. Juni 2020. 

 

 

 

C-3644/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) mit Verfügung vom 

5. Juni 2020 das Rentengesuch von A._______ (nachfolgend: Versicher-

ter) abwies (BVGer-act. 2),  

dass der Versicherte ein als «Widerspruch gegen Ablehnung einer Invali-

denrente» bezeichnetes Schreiben vom 6. Juli 2020 an die IVSTA ein-

reichte (Eingang: 9. Juli 2020) und darin auf seine aktuelle medizinische 

Situation aufmerksam machte (BVGer-act. 1), 

dass die IVSTA mit Schreiben vom 16. Juli 2020 die Eingabe des Versi-

cherten an das Bundesverwaltungsgericht weiterleitete (BVGer-act. 2)), 

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 1732.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 

über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern 

keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, zu 

welchen auch die IVSTA gehört, die mit Verfügungen über Leistungen der 

Invalidenversicherung befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-

rung [IVG, SR 831.20]), 

dass die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Instruktion der 

vorliegenden Beschwerde mithin gegeben ist, weshalb weiter die Eintre-

tensfrage zu klären ist, 

dass die Beschwerdeschrift die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten hat (Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass die Beschwerdeinstanz dem Beschwerdeführer eine kurze Nachfrist 

zur Verbesserung einräumt, falls die Rechtsbegehren, Begründung oder 

Unterschrift fehlen und diese Nachfrist mit der Androhung verbindet, nach 

ungenutztem Fristablauf auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art.  52 

Abs. 2 und 3 VwVG), 

dass eine Eingabe nur dann als Beschwerde betrachtet werden kann, 

wenn darin zumindest erkenntlich der Wille zur Beschwerdeführung zum 

C-3644/2020 

Seite 3 

Ausdruck gebracht wird (vgl. FRANK SEETHALER/FABIA PORTMANN, in: Wald-

mann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar zum Bundesgesetz über 

das Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2016, N 83 zu Art. 52 VwVG), 

dass, wenn die Beschwerde führende Person es unterlassen hat, ihren An-

fechtungswillen zumindest erkenntlich zum Ausdruck zu bringen, das Bun-

desverwaltungsgericht gemäss Art. 52 Abs. 2 VwVG ohne Ansetzen einer 

Nachfrist auf eine Beschwerde nicht eintritt (RENÉ RHINOW/HEINRICH KOL-

LER/CHRISTINA KISS/DANIELA TURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentli-

ches Prozessrecht, Grundlagen der Bundesrechtspflege, 3. Aufl., Basel 

2014, S. 458 Rz. 1619; FRANK SEETHALER/FABIA PORTMANN, a.a.O. Wald-

mann/Weissenberger, Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Ver-

waltungsverfahren, 2. Aufl. 2016, N 83 zu Art. 52), 

dass im Zweifelsfalle der Verfasser der ungenügenden Eingabe anzufra-

gen ist, ob sein Schreiben als Beschwerde zu verstehen sei, und ihm im 

Weiteren zu erläutern ist, dass er, falls dem so sei, die Eingabe innert kur-

zer Nachfrist verbessern müsse, ansonsten auf die Eingabe nicht eingetre-

ten werden könne oder diese formlos aus dem Recht gewiesen werde (vgl. 

FRANK SEETHALER/FABIA PORTMANN, a.a.O., N 85 zu Art. 52 m.H.), 

dass der Versicherte mit Instruktionsverfügung vom 23. Juli 2020 eingela-

den wurde, dem Bundesverwaltungsgericht innert 10 Tagen ab Erhalt die-

ser Verfügung zu erklären, ob er Beschwerde an das Bundesverwaltungs-

gericht erheben wolle und er auch auf die Möglichkeit eines Gesuchs um 

unentgeltliche Rechtspflege hingewiesen wurde (vgl. BVGer-act. 2), 

dass der Versicherte im Weiteren mit genannter Instruktionsverfügung vom 

23. Juli 2020 darauf hingewiesen wurde, dass das Gericht bei ausbleiben-

der Antwort innert der angesetzten Frist davon ausgehe, dass kein Be-

schwerdewille vorliege und folglich auf die von der Vorinstanz weitergelei-

tete Eingabe vom 6. Juli 2020 – ohne Kostenfolge – nicht eingetreten 

werde (vgl. BVGer-act. 2),  

dass der Versicherte mit Eingabe vom 29. Juli 2020 (Poststempel vom 

30. Juli 2020, eingegangen am 3. August 2020) erklärte, «zu der unter dem 

Aktenzeichen: 756.9245.8913.07/523/RSC geführten Verfügung (Gesuch 

einer Invalidenrente) der IVSTA vom 05.06.2020 werde ich aus psychi-

schen, finanziellen und gesundheitlichen Gründen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht keine Beschwerde erheben» (vgl. BVGer-act. 3), 

 

C-3644/2020 

Seite 4 

dass somit mit Schreiben vom 6. Juli 2020 kein Beschwerdewille vorliegt 

und entsprechend auf die Eingabe vom 6. Juli 2020 im einzelrichterlichen 

Verfahren nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn – wie vorliegend – Gründe in der Sache oder in der Person der Partei 

es als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei 

aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung zu-

zusprechen ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Eingabe vom 6. Juli 2020 wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– Das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

C-3644/2020 

Seite 5 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Viktoria Helfenstein Rahel Schöb 

 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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