# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ffe28706-68f0-510c-b6b5-4d3104493d93
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.09.2014 100 2014 170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-170_2014-09-04.pdf

## Full Text

100.2014.170U
DAM/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 4. September 2014

Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Bernasconi Zenger

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer 

gegen

BLS AG
handelnd durch die statutarischen Organe, Genfergasse 11, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

sowie als weitere Beteiligte

Einwohnergemeinde Thun
handelnd durch den Gemeinderat, Rathaus, Postfach 145, 3602 Thun

betreffend Schifffahrt; Nutzung der Ländten bei der Werft Thun-Dürrenast (Verfügung 
der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 20. Mai 2014; 
RA Nr. 195/2013/6)

Sachverhalt:

A.

A.________ gelangte mit Schreiben vom 25. Oktober 2013 an die Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) mit dem Ersuchen, der BLS AG sei nach 
Abklärung des massgeblichen Sachverhalts ab sofort mit beschwerdefähiger 
Verfügung zu verbieten, Schiffe in der Werft Thun-Dürrenast so abzustellen, dass 
seine Sicht auf den Thunersee behindert werde. Weiter behielt er sich Schadenersatz- 
und Genugtuungsansprüche gegen die BLS AG vor. Die BVE eröffnete in der Folge ein 
Verwaltungsverfahren. A.________ bezieht sich mit seinem Begehren einerseits auf 
die Vertäuung der Schiffe an den Ländten 4 und 5 und andererseits an den Ländten 6 
und 7, welche die Verlängerung der beiden erstgenannten Ländten bilden. Nach einem 
Meinungsaustausch mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) erliess die BVE am 20. Mai 
2014 die folgende Verfügung:

«[…]

2. Es wird festgestellt, dass die verlängerte Ländte (Ländten 6 und 7) nur bei 
geöffnetem Stollen für deshalb erforderliche Schiffsverstellungen verwendet 
werden darf.

3. Für das Gesuch betreffend Nutzung der alten Ländten 4 und 5 ist die BVE nicht 
zuständig. Das Gesuch wurde mit Schreiben vom 7. April 2014 dem zuständigen 
BAV weitergeleitet.

4. Das Gesuch um eine vorsorgliche Massnahme wird, soweit es sich auf an der 
Ländtenverlängerung abgestellte Schiffe bezieht, mit dem Entscheid in der 
Hauptsache in Ziffer 2 gegenstandslos.

5. Das Gesuch um eine vorsorgliche Massnahme wird, soweit es sich auf an den 
alten Ländten 4 und 5 abgestellte Schiffe bezieht, dem zuständigen BAV 
weitergeleitet.

6. Die Verfahrenskosten werden bestimmt auf Fr. 500.-- und dem Gesuchsteller zur 
Bezahlung auferlegt. […]

7. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

[…]»

B.

Dagegen hat A.________ am 23. Juni 2014 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben 
mit folgenden Rechtsbegehren:

«1. Ziffern 3, 4, 5, 6 und 7 der Verfügung des Rechtsamtes der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion vom 20. Mai 2014 seien aufzuheben.

2. Das BVE des Bundes [gemeint wohl: des Kantons] sei zu verpflichten, 
gemeinsam mit dem BAV

a. die Angelegenheit mit dem BAV des Bundes zu klären und der BLS AG die 
nötigen Weisungen zu erteilen.

b. Die Unterlagen betreffend Bewilligung (Verlängerung der Ländte 4/5 um ca. 
17 Meter zu unbekanntem Zeitpunkt) vorzulegen.

c. der BLS sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme zu verbieten, Schiffe so 
abzustellen, dass sie die Sicht des Beschwerdeführers behindern.

3. Dem Beschwerdeführer sei eine angemessene Entschädigung für die 
rechtswidrige Benutzung der Fläche vor seinem Grundstück durch die BLS seit 
2011 zuzusprechen.

4. Dem Beschwerdeführer seien die ihm im Zusammenhang entstandenen 
Rechtskosten zu ersetzen und es sei darauf zu verzichten, dem 
Beschwerdeführer Verfahrenskosten von Fr. 500.-- aufzuerlegen.»

Die BLS AG beantragt mit Beschwerdeantwort vom 11. August 2014, die Beschwerde 
sei abzuweisen, soweit auf sie einzutreten sei. Das gleiche Rechtsbegehren stellt die 
BVE mit Vernehmlassung vom 4. Juli 2014. Die Einwohnergemeinde Thun hat sich 
nicht vernehmen lassen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Nicht zur 
Diskussion steht eine allfällige Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung 
einer Klage aus öffentlich-rechtlichem Vertrag (Art. 87 Bst. b VRPG). Dass sich der 
Beschwerdeführer für die Begründung seines Rechtsmittels unter anderem auf einen 
Vertrag zwischen dem Kanton Bern und der BLS AG betreffend Inanspruchnahme des 
Schifffahrtskanals durch den Entlastungsstollen Thunersee vom 23. Februar 2010 
stützt, bedeutet nicht, das Gericht habe hier eine Streitigkeit aus dieser Vereinbarung 
zu beurteilen (vgl. Beschwerde, S. 2). Zu überprüfen sind vielmehr Anordnungen, 
welche die BVE mit ihrer Verfügung vom 20. Mai 2014 getroffen hat. Dagegen steht 
der Beschwerdeweg offen und bleibt für die Klage kein Raum (vgl. Art. 90 Abs. 1 
VRPG).

1.2 Die Beschwerde betrifft im Wesentlichen die Klärung der Zuständigkeit 
zwischen dem Kanton Bern und dem Bund für die Behandlung des Gesuchs, mit dem 
der Beschwerdeführer von der BLS AG Einschränkungen beim Abstellen der Schiffe in 
der Werft Thun-Dürrenast verlangt. Das Rechtsmittel richtet sich namentlich gegen die 
Feststellung der BVE, sie sei für das Gesuch betreffend die Nutzung der Ländten 4 und 
5 nicht zuständig (Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung; vorne Bst. A). Dabei handelt es 
sich nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts nicht um einen ver-
fahrensabschliessenden Endentscheid, sondern um eine selbständig anfechtbare 
Zwischenverfügung über die Zuständigkeit, da die BVE das Verfahren insgesamt nicht 

beendet, sondern die Sache an das BAV weitergeleitet hat (Art. 61 Abs. 1 Bst. a 
VRPG; vgl. BVR 2008 S. 481 E. 3.5; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum 
bernischen VRPG, 1997, Art. 6 N. 6, Art. 5 N. 9, Art. 49 N. 14, Art. 61 N. 10; ferner 
BVR 2013 S. 582 E. 4 sowie BGE 138 III 558 E. 1.3). Diese Zwischenverfügung ist 
ohne weitere Voraussetzungen beim Verwaltungsgericht anfechtbar (Art. 74 Abs. 3 
i.V.m. Art. 61 Abs. 2 VRPG).

1.3 Der Beschwerdeführer thematisiert weiter den vorsorglichen Rechtsschutz. 
Entsprechende Anordnungen werden grundsätzlich ebenfalls im Rahmen einer 
Zwischenverfügung getroffen (Art. 61 Abs. 1 Bst. g VRPG). Der Beschwerdeführer 
wendet sich auf der einen Seite gegen die verweigerte Behandlung und Weiterleitung 
seines Gesuchs an das BAV, soweit die Ländten 4 und 5 betroffen sind (Ziff. 5 der 
angefochtenen Verfügung; vorne Bst. A). Hier liegen mithin ebenfalls Kompetenzfragen 
im Streit; die Verfügung der BVE stellt deshalb auch insoweit eine Zwischenverfügung 
über die Zuständigkeit dar, die nach dem vorstehend Gesagten ohne weitere 
Voraussetzungen beim Verwaltungsgericht anfechtbar ist (Art. 74 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 
Abs. 2 VRPG; E. 1.2 hiervor). Auf der anderen Seite bemängelt der Beschwerdeführer 
die Gegenstandslosigkeit seines Gesuchs um Erlass vorsorglicher Massnahmen, 
soweit es sich auf die Ländten 6 und 7 («Ländtenverlängerung») bezieht (Ziff. 4 der 
angefochtenen Verfügung; vorne Bst. A). Insoweit dürfte die Zwischenverfügung der 
BVE an sich nur unter den zusätzlichen Voraussetzungen von Art. 74 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 61 Abs. 3 VRPG mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar sein. Mit seinen 
Vorbringen wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz allerdings letztlich 
Rechtsverweigerung vor. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 93 
Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht 
(Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110), dem Art. 61 Abs. 3 Bst. a VRPG 
nachgebildet ist (vgl. BVR 2010 S. 411 E. 1.2.5), wird in diesem Fall auf das 
Erfordernis eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils grundsätzlich verzichtet (vgl. 
BGE 138 IV 258 E. 1.1; BGer 1C_82/84/2014 vom 4.6.2014, E. 3). Es ist deshalb 
davon auszugehen, dass auch in diesem Punkt eine selbständig anfechtbare 
Zwischenverfügung vorliegt.

1.4 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist 
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat als Bewohner der 
Liegenschaft am …weg … in Thun, die in erhöhter Lage nördlich der Werft liegt, ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). 
Dass die hier interessierenden Schiffländten von seinem Grundstück aus gut sichtbar 
sind, erscheint aufgrund der örtlichen Situation plausibel und ist im bisherigen 
Verfahren von keiner Seite in Frage gestellt worden. Auf die fristgerecht eingereichte 
Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten (vgl. aber E. 1.5 und 1.6 hiernach).

1.5 Der Beschwerdeführer beantragt unter anderem, ihm sei eine angemessene 
Entschädigung für die rechtswidrige Benutzung der Fläche vor seinem Grundstück 
zuzusprechen (Rechtsbegehren 3; vorne Bst. B). Über allfällige 
Entschädigungsansprüche hat die BVE mit der angefochtenen Zwischenverfügung 
indes nicht befunden; sie können deshalb auch nicht Streitgegenstand im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren bilden (vgl. BVR 2011 S. 391 E. 2.1 mit zahlreichen 
Hinweisen; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 84 N. 3, Art. 72 N. 6). Auf die 
Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten.

1.6 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss unter anderem einen Antrag und 
eine Begründung enthalten, wobei diese Teile der Rechtsschrift innert der 
Beschwerdefrist eingereicht sein müssen (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 sowie 
Art. 33 Abs. 3 VRPG). – Soweit nach Ansicht des Beschwerdeführers sämtliche vor der 
BVE und dem BAV «eingebrachten Ausführungen […] als Bestandteil des vorliegenden 
Verfahrens» gelten sollen (Beschwerde, S. 3), ist auf die Beschwerde ebenfalls nicht 
einzutreten. Derartige globale Verweise auf frühere Rechtsschriften stellen keine 
rechtsgenügliche Begründung dar und sind unzulässig; auf früher Gesagtes kann 
lediglich ergänzend hingewiesen werden (BVR 1988 S. 97 E. 1b; VGE 2011/155 vom 
30.11.2011, E. 1.2; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 32 N. 15).

1.7 Soweit auf die Beschwerde einzutreten ist, überprüft das Verwaltungsgericht die 
angefochtene Verfügung auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). Beschwerden 
gegen Zwischenverfügungen behandeln die Mitglieder des Verwaltungsgerichts als 
Einzelrichterin oder Einzelrichter (Art. 57 Abs. 2 Bst. b des Gesetzes vom 11. Juni 
2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]).

1.8 Der Beschwerdeführer beantragt, es seien bei der BVE und beim BAV die 
Vorakten einzuholen. – Die BVE hat dem Verwaltungsgericht Kopien der amtlichen 
Akten ihres Verfahrens eingereicht, da sie die Originalakten zufolge Weiterleitung der 
Sache dem BAV zugestellt hat (Vernehmlassung, S. 1). Soweit der Beschwerdeführer 
weitere Unterlagen, namentlich aus den amtlichen Akten des vor dem BAV hängigen 
Verfahrens beiziehen will, wird der Beweisantrag abgewiesen. Für die Beurteilung der 
Angelegenheit im verwaltungsgerichtlichen Verfahren sind zusätzliche Beweismittel 
entbehrlich.

2.

Umstritten ist, welche Behörde im Hauptverfahren und im Verfahren um einstweiligen 
Rechtsschutz darüber zu befinden hat, was für Schiffe die BLS AG in der Werft Thun-
Dürrenast an den Ländten 4 und 5 bzw. 6 und 7 vertäuen darf.

2.1 Die BVE ist in der angefochtenen Verfügung von einer geteilten Zuständigkeit 
zwischen dem Kanton Bern und dem Bund ausgegangen. Sie hat aufgezeigt, dass die 
Ländten 6 und 7 Teil des kantonalen Wasserbauplans vom 11. Januar 2006 zum Bau 
eines Entlastungsstollens in Thun sind. Dieser Stollen hat Auswirkungen auf die 
Nutzung der beiden Ländten; sie wurde zwischen dem Kanton Bern und der BLS AG 
vertraglich geregelt. Streitigkeiten in diesem Zusammenhang fallen daher in die 
Kompetenz des Kantons; dementsprechend hat die BVE ihre Zuständigkeit für die 
Behandlung des Gesuchs hinsichtlich der Nutzung der Ländten 6 und 7 bejaht und mit 
einer Feststellungsverfügung abgeschlossen. Danach dürfen diese Ländten nur bei 
geöffnetem Stollen für deshalb erforderliche Schiffsverstellungen verwendet werden 
(Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung; vorne Bst. A). Hingegen hat die Vorinstanz mit 
Bezug auf die Nutzung der Ländten 4 und 5 die Zuständigkeit des Bundes bejaht und 
das Gesuch nach einem vorgängigen Meinungsaustausch insoweit an das BAV 
weitergeleitet, da diese beiden Ländten ursprünglich in einem bundesrechtlichen Plan-
genehmigungsverfahren bewilligt worden sind (Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung; 
vorne Bst. A). Das BAV hat seine Zuständigkeit für den Bau und Betrieb der Ländten 4 
und 5 und damit auch für die Beurteilung von Streitigkeiten im Zusammenhang mit der 
Nutzung dieser beiden Ländten im Rahmen des Meinungsaustauschs anerkannt 
(Schreiben vom 19.2.2014; Vorakten BVE, pag. 23).

2.2 Der Beschwerdeführer kritisiert, seine Angelegenheit werde zwischen dem 
Bund und dem Kanton «hin- und hergeschoben». Hier seien Zuständigkeiten im 
Grenzbereich zwischen den beiden Gemeinwesen angesprochen; die Behörden 
müssten deshalb zusammenarbeiten und gemeinsam eine Lösung finden 
(Rechtsbegehren 2a, vorne Bst. B; Beschwerde, S. 3). Weiter sei nie eine «Bewilligung 
der Verlängerung der Ländte 4/5 um ca. 17 Meter» vorgelegt worden; damit liege diese 
Verlängerung nicht in der Zuständigkeit des Bundes, sondern des Kantons und sei 
Bestandteil der später gebauten Ländten 6 und 7. So rage das Dampfschiff 
«Blümlisalp» um mehr als die Hälfte in die Ländten 6 und 7 hinein. Deshalb seien die 
Unterlagen vorzulegen, mit denen die Verlängerung bewilligt worden sei 
(Rechtsbegehren 2b, vorne Bst. B; Beschwerde, S. 3).

2.3 Klarzustellen ist vorab, dass die BVE die Zuständigkeit des Kantons (und nicht 
des Bundes) für die Ländten 6 und 7 (Verlängerung der Ländten 4 und 5) bejaht und 
auch eine Feststellung im Sinn des Beschwerdeführers getroffen hat (vorne E. 2.1). 
Letzterer hat Ziff. 2 der Verfügung denn auch nicht angefochten (vorne Bst. B). Hat die 
BVE das Hauptverfahren in diesem Punkt mit einer Feststellungsverfügung 
abgeschlossen, ist es auch folgerichtig, wenn sie das Gesuch um Erlass einer 
vorsorglichen Massnahme insoweit nicht mehr behandelt bzw. als gegenstandslos 
geworden abgeschrieben hat (Art. 39 Abs. 1 VRPG; Ziff. 4 der angefochtenen Ver-
fügung, vorne Bst. A). Eine Rechtsverweigerung kann der Vorinstanz folglich nicht 

vorgeworfen werden (vgl. BVR 2012 S. 314 E. 5.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., 
Art. 28 N. 5; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 245).

2.4 Eine andere Frage ist, ob an den Ländten 4 und 5 nur Schiffe bis zu einer 
bestimmten Grösse bzw. Länge abgestellt werden dürfen und wie weit sie 
insbesondere in die Ländten 6 und 7 «hineinragen» dürfen. Für Streitigkeiten im 
Zusammenhang mit der Nutzung der Ländten 4 und 5 ist nach übereinstimmender 
Auffassung der beteiligten Behörden das BAV zuständig (vorne E. 2.1). Weshalb es 
sich anders verhalten sollte, zeigt der Beschwerdeführer mit keinem Wort auf. Solches 
ist auch nicht ersichtlich. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die BVE insoweit ihre 
Zuständigkeit verneint und das Gesuch an das BAV weitergeleitet hat (Ziff. 3 der an-
gefochtenen Verfügung; vorne Bst. A). Mit diesem Vorgehen hat sie die Sache nicht an 
die Bundesbehörde «abgeschoben», sondern vielmehr die gesetzliche 
Zuständigkeitsordnung befolgt. Die Zuständigkeit des BAV schliesst im Übrigen 
keineswegs aus, dass die Behörden des Kantons (oder allenfalls auch der Gemeinde) 
in das weitere Instruktionsverfahren einbezogen werden, soweit dies für den Entscheid 
über das Gesuch erforderlich ist; darüber zu befinden ist allerdings allein Sache des 
nunmehr mit der Angelegenheit befassten BAV. Soweit in der Sache die Bundes-
behörde zuständig ist, ist es auch an ihr, allfällige vorsorgliche Massnahmen 
anzuordnen (Rechtsbegehren 2c, vorne Bst. B; vgl. Regina Kiener, in 
Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum VwVG, 2008, Art. 56 N. 11). Es ist 
demnach auch korrekt, dass die BVE das Gesuch um vorsorglichen Rechtsschutz 
insoweit an das BAV weitergeleitet hat (Ziff. 5 der angefochtenen Verfügung; vorne 
Bst. A).

2.5 Was die bewilligungsrechtlichen Unterlagen angeht, bezieht sich der 
Beschwerdeführer mit seinen Ausführungen offenbar nicht auf die heutigen Ländten 6 
und 7, sondern auf eine frühere Verlängerung der alten Ländten 4 und 5. Die BVE hat 
das Begehren insoweit als Gesuch um Akteneinsicht in ein rechtskräftig 
abgeschlossenes Verwaltungsverfahren entgegengenommen, darüber jedoch noch 
nicht entschieden (angefochtene Verfügung, E. 4). Es trifft somit nicht zu, dass die 
Vorinstanz «die Klärung dieser Verlängerung […] unterlassen» hat (Beschwerde, S. 3). 
Im Übrigen bleibt es dem Beschwerdeführer unbenommen, beim nunmehr mit der 
Sache befassten BAV einen entsprechenden Beweisantrag zu stellen, wenn er der 
Meinung ist, die Unterlagen seien für die Beurteilung der strittigen Fragen wesentlich.

2.6 Die Beschwerde gegen die von der BVE getroffenen Anordnungen zur 
Zuständigkeit und zum einstweiligen Rechtsschutz erweist sich somit als unbegründet. 
Soweit der Beschwerdeführer (auch) vor Verwaltungsgericht den Erlass vorsorglicher 
Massnahmen beantragen sollte (Rechtsbegehren 2c; vorne Bst. B), erübrigen sich mit 
dem vorliegenden Entscheid Weiterungen dazu (vgl. für die Hinweise vorne E. 2.3).

3.

3.1 Weiter ist der vorinstanzliche Kostenschluss umstritten. Der Beschwerdeführer 
verlangt, ihm seien für das Verfahren vor der BVE keine Kosten aufzuerlegen und die 
Parteikosten zu ersetzen, zumal die Komplexität des Verfahrens den Beizug eines 
Anwalts gerechtfertigt habe (Rechtsbegehren 4, vorne Bst. B; Beschwerde, S. 4).

3.2 Die BVE hat ein Verwaltungsverfahren durchgeführt und die Kosten daher 
richtigerweise nach Art. 107 VRPG liquidiert. Gemäss Art. 107 Abs. 1 VRPG setzt die 
Behörde allfällige Verfahrenskosten in der Verfügung fest. Wer Leistungen 
(Hoheitsakte und andere staatliche Leistungen) der kantonalen Behörden und der 
kantonalen Verwaltung verursacht oder in Anspruch nimmt, hat hierfür im Allgemeinen 
Gebühren zu entrichten (Grundsatz der Gebührenpflicht; Art. 66 des Gesetzes vom 
26. März 2002 über die Steuerung von Finanzen und Leistungen [FLG; BSG 620.0]). 
Verwaltungsverfahren, die auf Gesuch hin durchgeführt werden oder die eine Person 
durch ihr Verhalten veranlasst hat, sind für die verursachende Adressatin bzw. den 
Adressaten der Verfügung daher regelmässig mit Verfahrenskosten verbunden 
(Verursacherprinzip; BVR 2014 S. 297, nicht publ. E. 7.1 [VGE 2012/65/66 vom 
16.4.2014]; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 107 N. 1). Im vorliegenden Fall 
sind weder Gründe geltend gemacht noch ersichtlich, von diesem Grundsatz 
abzuweichen. Insbesondere gilt in Kompetenzkonfliktverfahren zwischen Behörden 
und Privaten – anders als in solchen zwischen Behörden (vgl. BVR 2012 S. 567 E. 4.2, 
2007 S. 371 E. 4) – keine Kostenfreiheit (Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 107 
N. 7). Ein Anspruch auf Parteikostenersatz besteht im Verwaltungsverfahren 
regelmässig nicht (Art. 107 Abs. 3 VRPG).

3.3 Mit Blick auf diese Grundsätze ist der vorinstanzliche Kostenspruch nicht zu 
beanstanden. Die vom Beschwerdeführer ins Feld geführte Komplexität des 
Verfahrens führt zu keinem anderen Schluss. Die Beschwerde erweist sich somit in 
allen Teilen als unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

4.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 bzw. 
Art. 104 Abs. 1 und 3 VRPG).

5.

Gegen das vorliegende Urteil steht grundsätzlich die Beschwerde in öffent-lich-
rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen (Art. 82 ff. BGG). Soweit es 
sich um einen Zwischenentscheid über die Zuständigkeit im Sinn von Art. 92 BGG 
handelt, kann er später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr.1'000.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Beschwerdegegnerin
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Thun
- dem Bundesamt für Verkehr (ad Geschäftsnummer BAV; 2013/0230)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.