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**Case Identifier:** 20ffffcc-897a-58fe-965c-2291e64c0fd5
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-24
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 24.01.2023 SK.2022.43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2022-43_2023-01-24.pdf

## Full Text

Urteil vom 24. Januar 2023 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Martin Stupf, Vorsitz 

Joséphine Contu Albrizio und Stefan Heimgartner 

Gerichtsschreiber Rafael Schoch  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsan-

walt des Bundes Johannes Rinnerthaler 

 

und als Privatklägerschaft: 

 

1. C. AG, vertreten durch P., Q. und R. 

 

2. D. AG, vertreten durch S. 

 

3. GENOSSENSCHAFT E., vertreten durch T. und U. 

 

4. F. GMBH, vertreten durch AA. 

 

5. G. AG, vertreten durch BB. und CC. 

 

6. H. AG, vertreten durch DD. 

 

7. I., vertreten durch EE. 

 

8. J., vertreten durch Advokatin Joanna Wierzcholski 

 

9. K., vertreten durch Advokatin Joanna Wierzcholski 

 

10. L. 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2022.43 

- 2 - 

SK.2022.43 

11. M. 

 

12. N. 

 

13.  O. AG, vertreten durch FF. 

 

 
gegen 

  
1. A., amtlich verteidigt durch Advokatin Cinzia Falleg-

ger-Santo 

 

2. B., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt J. Mischa 

Mensik 

  

Gegenstand  
Mehrfache (teilweise versuchte) Geldfälschung, mehrfa-

ches In Umlaufsetzen falschen Geldes, mehrfaches La-

gern falschen Geldes, gewerbsmässiger Betrug, mehrfa-

cher Raub, Betrug, mehrfacher (teilweise geringfügiger) 

Diebstahl, Sachbeschädigung, Hehlerei, Urkundenfäl-

schung, mehrfache Gewalt und Drohung gegen Behörden 

und Beamte, Widerhandlung gegen das Betäubungsmit-

telgesetz, mehrfache Widerhandlung gegen das Waffen-

gesetz (A.) 

 

Mehrfache (teilweise versuchte) Geldfälschung, mehrfa-

ches In Umlaufsetzen falschen Geldes, mehrfaches La-

gern falschen Geldes, gewerbsmässiger Betrug (B.) 

  

- 3 - 

SK.2022.43 

Anträge der Bundesanwaltschaft: 

1. A. sei schuldig zu sprechen: 

− der mehrfachen Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Art. 250 StGB)  

bzw. des teilweisen Versuchs der mehrfachen Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 

i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB); 

− des mehrfachen In Umlaufsetzens falschen Geldes (Art. 242 Abs. 1 i.V.m.  

Art. 250 StGB); 

− des mehrfachen Lagerns falschen Geldes (Art. 244 Abs. 1 i.V.m. Art. 250 StGB);  

− des mehrfachen (teilweise gewerbsmässigen) Betrugs (Art. 146 Abs. 1 und  

Abs. 2 StGB); 

− des mehrfachen Raubs (Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB); 

− des mehrfachen Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB) bzw. teilweise geringfügigen  

Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Art. 172ter StGB);  

− der geringfügigen Sachbeschädigung (Art. 144 i.V.m. Art. 172ter StGB); 

− der Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB); 

− der mehrfachen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte  

(Art. 285 Ziff. 1 StGB); 

− der Hehlerei (Art. 160 Ziff. 1 StGB); 

− der mehrfachen Widerhandlungen gegen das Waffengesetz  

(Art. 33 Abs. 1 lit. a WG). 

 

2. A. sei der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz in Anwendung von 

Art. 19b Abs. 1 BetmG freizusprechen. 

 

3. B. sei schuldig zu sprechen: 

− der mehrfachen Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Art. 250 StGB)  

bzw. des teilweisen Versuchs der mehrfachen Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 

i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB); 

− des mehrfachen In Umlaufsetzens falschen Geldes (Art. 242 Abs. 1 i.V.m.  

Art. 250 StGB); 

− des mehrfachen Lagerns falschen Geldes (Art. 244 Abs. 1 i.V.m. Art. 250 StGB);  

− des mehrfachen gewerbsmässigen Betrugs (Art. 146 Abs. 2 StGB). 

 

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4. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, vom 25. Juni 2014 gegen A. 

wegen versuchten Raubes (Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) teilbe-

dingt ausgesprochene Freiheitsstrafe im Umfang von 12 Monaten sei zu widerrufen 

und für vollziehbar zu erklären (Art. 46 Abs. 1 StGB). 

 

5. A. sei – teilweise im Zusatz zum Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, vom 

25. Juni 2014 – mit einer Freiheitsstrafe von 72 Monaten zu bestrafen (Art. 46 Abs. 1 

i.V.m. Art. 49 Abs. 1 StGB).  

Die ausgestandene Polizei- und Untersuchungshaft von 78 Tagen sowie die durch 

vorzeitigen Strafantritt in Haft verbrachten Tage seien auf die Strafe anzurechnen 

(Art. 51 StGB). 

 

6. A. sei zu einer Übertretungsbusse von CHF 500.– zu verurteilen (Art. 106 StGB). 

 

7. B. sei mit einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten zu bestrafen. Der Vollzug der Freiheits-

strafe sei aufzuschieben und die Probezeit auf 2 Jahre festzusetzen (Art. 42 Abs. 1 

StGB). 

Die ausgestandene Untersuchungshaft von 28 Tagen sei auf die Strafe anzurechnen 

(Art. 51 StGB). 

 

8. Von einer Ersatzforderung des Staates zulasten von A. und B. zugunsten der Eidge-

nossenschaft sei abzusehen. 

 

9. Der Kanton Basel-Stadt sei als Vollzugskanton zu bestimmen (Art. 74 Abs. 2 StBOG 

i.V.m. Art. 34 Abs. 1 StPO). 

 

10. Die beschlagnahmten falschen Banknoten und -abfälle (gemäss Ziff. 10 des Antrags 

der Bundesanwaltschaft) seien einzuziehen und unbrauchbar zu machen oder zu ver-

nichten (Art. 267 Abs. 3 StPO i.V.m. Art. 249 Abs. 1 i.V.m. Art. 250 StGB). 

 

11. Die beschlagnahmten Bargeldbeträge (gemäss Ziff. 11 des Antrags der Bundesan-

waltschaft) seien zur Deckung der Verfahrenskosten einzuziehen (Art. 267 Abs. 3 

i.V.m. Art. 268 Abs. 1 lit. a und Art. 442 Abs. 4 StPO). 

 

12. Die beschlagnahmten Gegenstände (gemäss Ziff. 12 des Antrags der Bundesanwalt-

schaft) seien A. oder B. zurückzugeben (Art. 267 Abs. 3 StPO). 

 

13. Die beschlagnahmten Gegenstände (gemäss Ziff. 13 des Antrags der Bundesanwalt-

schaft) seien den berechtigten Personen zurückzugeben (Art. 267 Abs. 3 StPO). 

 

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14. Die beschlagnahmten Gegenstände (gemäss Ziff. 14 des Antrags der Bundesanwalt-

schaft) seien einzuziehen und zu vernichten (Art. 267 Abs. 3 StPO i.V.m. Art. 69 

StGB). 

 

15. Die beschlagnahmten Gegenstände (gemäss Ziff. 15 des Antrags der Bundesanwalt-

schaft) seien als Beweismittel in den Akten zu belassen. 

 

16. Die Zivilklagen seien gerichtlich zu beurteilen. 

 

17. Von den Verfahrenskosten (Kosten des Vorverfahrens in der Höhe von 

CHF 52'267.65) seien A. CHF 42'647.65 (Gebühren: CHF 18'000.–, Auslagen: 

CHF 24'647.65) zzgl. die gerichtlich zu bestimmenden Kosten des Hauptverfahrens 

aufzuerlegen (Art. 426 Abs. 1 StPO). 

 

18. Von den Verfahrenskosten (Kosten des Vorverfahrens in der Höhe von  

CHF 16'182.–) seien B. CHF 9'700.– (Gebühren: CHF 7'000.–, Auslagen: 

CHF 2'700.–) zzgl. die gerichtlich zu bestimmenden Kosten des Hauptverfahrens auf-

zuerlegen (Art. 426 Abs. 1 StPO). 

 

19. Advokatin Fallegger-Santo sei für die amtliche Verteidigung von A. in gerichtlich zu 

bestimmender Höhe aus der Kasse der Eidgenossenschaft zu entschädigen (Art. 135 

Abs. 1 StPO). 

A. sei zu verpflichten, dem Bund die Entschädigung zurückzuzahlen, sobald es seine 

wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

 

20. Rechtsanwalt J. Mischa Mensik sei für die amtliche Verteidigung von B. in gerichtlich 

zu bestimmender Höhe aus der Kasse der Eidgenossenschaft zu entschädigen 

(Art. 135 Abs. 1 StPO). 

B. sei zu verpflichten, dem Bund die Entschädigung zurückzuzahlen, sobald es ihre 

wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

Anträge der Privatklägerschaft: 

Anträge der Rechtsbeistandschaft von J. 

1. Es sei A. gemäss Ziffer 1.2.1.1 der Anklageschrift vom 26. September 2022 des Raubs 

schuldig zu sprechen, und es sei eine angemessene Strafe auszufällen. 

 

2. Es sei A. zu verurteilen, der Privatklägerin eine Genugtuung in der Höhe von 

CHF 8'000.– zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 2. März 2021 zu bezahlen. 

 

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3. Es sei die unentgeltliche Rechtspflege für die Privatklägerschaft zu bewilligen und die 

eingereichte Honorarnote zu genehmigen. 

 

4. Unter o/e Kostenfolge zu Lasten von A., evtl. des Staates. 

 

Anträge der Rechtsbeistandschaft von K. 

1. Es sei A. gemäss Ziffer 1.2.1.2 der Anklageschrift vom 26. September 2022 des Raubs 

schuldig zu sprechen, und es sei eine angemessene Strafe auszufällen. 

 

2. Es sei A. zu verurteilen, der Privatklägerin eine Genugtuung in der Höhe von 

CHF 6'000.– zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 7. Juli 2021 zu bezahlen. 

 

3. Es sei A. zu verurteilen, der Privatklägerin eine Entschädigung für die Umzugskosten 

in der Höhe von CHF 1'150.– zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 1. Juli 2022 zu bezahlen. 

 

4. Es sei A. zu verurteilen, der Privatklägerin eine Entschädigung für die anwaltlichen 

Aufwendungen in der Höhe von CHF 5'094.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu 

bezahlen. 

 

5. Unter o/e Kostenfolge. 

 

Übrige Privatklägerschaft 

Die übrigen Privatkläger und Privatklägerinnen haben auf die Stellung von Anträgen ver-

zichtet. 

Anträge der Verteidigung von A.: 

1. Es sei der Beschuldigte des mehrfachen Raubes, des mehrfachen (teils geringfügi-

gen) Diebstahls, der Sachbeschädigung, der mehrfachen Gewalt und Drohung gegen 

Behörden und Beamte, der mehrfachen (teilweise versuchten) Geldfälschung, des 

mehrfachen In Umlaufsetzen falschen Geldes und des mehrfachen (teilweise versuch-

ten) Betruges in Bezug auf Falschgelddelikte schuldig zu sprechen. 

 

2. Es sei der Beschuldigte von den Vorwürfen des Betrugs, der Urkundenfälschung, der 

Widerhandlung gegen das Waffengesetz, des mehrfachen Lagern falschen Geldes 

und des gewerbsmässigen Betrugs von Schuld und Strafe vollumfänglich und kosten-

los freizusprechen. 

 

  

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3. Es sei der Beschuldigte zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten, wovon 

20 Monate unbedingt sowie 10 Monate bedingt vollziehbar sind, unter Ansetzung einer 

Probezeit von 5 Jahren und unter Anrechnung der bereits ausgestandenen Haft, zu 

verurteilen. 

 

4. Es sei der Beschuldigte zu einer Busse von CHF 300.– zu verurteilen. 

 

5. Es sei der Kanton Basel-Stadt als Vollzugskanton zu bestimmen. 

 

6. Es sei festzustellen, dass der Beschuldigte grundsätzlich die Schadensersatz- und 

Genugtuungsforderungen aller Geschädigter anerkennt. Die Genugtuungsforderung 

von M. und die Schadensersatzforderung von N. seien abzuweisen bzw. auf den Zi-

vilweg zu verweisen. 

 

7. Es seien folgende beschlagnahmte Gegenstände unter Aufhebung der Beschlag-

nahme dem Beschuldigten zurückzugeben: 

a.  Ass-ID: 12696 Sonnenbrille Ray Ban, mit Etui 

b.  Ass-ID: 12748 Pullover, gelb, grau, schwarz, Marke Supreme 

c.  Ass-ID: 12749 Jacke Armani EA7, schwarz 

d.  Ass-ID: 12751 2 Sonnenbrillen, 1x blau-grün gespiegelt 

e.  Ass-ID: 12752 Mobiltelefon iPhone weiss, defekt 

f.  Ass-ID: 12754 1 Sonnenbrille 

g.  Ass-ID: 12813 3 Sonnenbrillen: 1x schwarz Lacoste, 1x blaues Glas, 1x dunkles 

Glas 

h.  Ass-ID: 12814 Rucksack, Kappa, schwarz 

i.  Ass-ID: 12815 1 Paar Turnschuhe Nike, schwarz 

j.  Ass-ID: 12816 Mobiltelefon Huawei, weiss, Display defekt 

k.  Ass-ID: 12724 Baseballmütze Polo hellblau-weiss 

I.  Ass-ID: 12728 Regenjacke schwarz mit […] Logo, 1 rechter Handschuh schwarz 

Nike aus rechter Jackentasche 

m.  Ass-ID: 12729: Sonnenbrille braun matt 

n.  Ass-ID: 12732 Trainerhose Adidas schwarz 

o.  Ass-ID: 12734 T-Shirt weiss, Marke Jack Parker 

p.  Ass-ID: 12736 1 Paar Turnschuhe Adidas weiss, mit grünen Elementen an Ferse 

 

8. Alle restlichen beschlagnahmten Gegenstände seien einzuziehen und zu vernichten 

resp. den wirtschaftlich Berechtigten zurückzugeben oder bei den Akten zu verbleiben. 

Das Echtgeld sei mit den Verfahrenskosten zu verrechnen. 

 

9. Es sei die bedingt ausgesprochene Vorstrafe nicht zu widerrufen. 

 

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10. Es sei der amtlichen Verteidigung das Honorar inkl. Auslagen und Spesen gemäss 

Aufstellung zzgl. Aufwand für die Hauptverhandlung zu entrichten. 

 

11. Alles unter o/e-Kostenauflage. 

Anträge der Verteidigung von B.: 

1. In Abweisung der Anklage der Bundesanwaltschaft vom 26. September 2022 sei B. der 

Gehilfenschaft zur mehrfachen Geldfälschung schuldig zu sprechen und mit einer be-

dingten Höchstfreiheitsstrafe von 12 Monaten, eventuell mit einer bedingten Geldstrafe 

von 100 Tagessätzen à CHF 30.– milde zu bestrafen, unter Anrechnung der erstande-

nen Untersuchungshaft (3. Juni 2020 – 1. Juli 2020) und der Anordnung einer Probe-

zeit von 2 Jahren. 

 

2. Eventualiter sei B. der Gehilfenschaft zum mehrfachen In Umlaufsetzen falschen Gel-

des, zum mehrfachen Lagern falschen Geldes und zum Betrug schuldig zu sprechen 

und mit einer bedingten Höchstfreiheitsstrafe von 15 Monaten, milde zu bestrafen, un-

ter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft und der Anordnung einer Probe-

zeit von 2 Jahren. 

 

3. Allfällige gegen B. gerichtete Zivilforderungen der Privatklägerschaft seien mit Aus-

nahme der Fall-Nrn. 18 (GG.), 30 (Hotel HH.), 38 (II. Tankstelle), 44 (JJ.), 64 (KK.), 

68 (O.) und 73 (LL.), vollumfänglich abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu ver-

weisen. 

Von der heutigen Anerkennung der Zivilklagen der F. GmbH in Höhe von CHF 100.– 

und der O. AG in Höhe von CHF 200.– sei Vormerk zu nehmen.  

 

4. Über die beschlagnahmten Gegenstände sei nach Ermessen des Gerichts zu befinden. 

 

5. Sämtliche Verfahrenskosten seien zu ¼ B. aufzuerlegen, jedoch aufgrund langfristiger 

Uneinbringlichkeit definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

 

6. Die Kosten der amtlichen Verteidigung seien definitiv auf die Gerichtskasse zu neh-

men. 

  

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SK.2022.43 

Prozessgeschichte: 

A. A. (nachfolgend: A. oder der Beschuldigte) wurde am 3. Juni 2020 von den Lu-

zerner Strafverfolgungsbehörden festgenommen, nachdem er in Z. versucht hat, 

mit Falschgeld zu bezahlen. Anlässlich der in der Folge durchgeführten Haus-

durchsuchung im von ihm und B. (nachfolgend: B. oder die Beschuldigte) be-

wohnten Zimmer der sog. MM. in Z. wurde auch B. festgenommen. Bei der Haus-

durchsuchung konnten mehrere falsche Banknoten sichergestellt werden 

(BA 10.01-0001; 06.01-0001 ff.; 06.02-0001 ff.). 

B. Am 5. Juni 2020 stellte die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern eine Ge-

richtsstandsanfrage zu Handen der Bundesanwaltschaft (BA 02.01-0002 ff.), wo-

rauf diese am 24. Juni 2020 gegen A. und B. ein Verfahren wegen Geldfälschung 

(Art. 240 StGB) und In Umlaufsetzens falschen Geldes (Art. 242 StGB) eröffnete 

(BA 01.01-0001). Dieses dehnte sie mit Verfügung vom 8. Juli 2020 auf die Tat-

bestände des Betrugs (Art. 146 StGB) und des Einführens, Erwerbens, Lagerns 

falschen Geldes (Art. 244 StGB) aus (BA 01.01-0002). 

C. Im Anschluss wurden verschiedene Ermittlungshandlungen vorgenommen 

(u.a. Bankeditionen [BA Rubrik 7.1], Edition von Videos von Überwachungska-

meras [BA Rubrik 7.2], Hausdurchsuchungen [BA Rubrik 8.1 ff.], Randdatener-

hebung und rückwirkende Überwachung der Rufnummern der Beschuldigten 

[BA Rubrik 9.1]) und mehrere Einvernahmen mit den Beschuldigten sowie Aus-

kunftspersonen und Zeugen durchgeführt (BA Rubrik 12 f.). 

D. Im Laufe des Verfahrens wurden mehrere kantonale Strafverfahren gegen A. we-

gen einer Vielzahl anderer Delikte an die Bundesanwaltschaft abgetreten und 

von dieser übernommen (BA Rubrik 2.2 ff.). Mit Verfügung vom 1. Juli 2022 ver-

einigte die Bundesanwaltschaft diese Verfahren mit dem von ihr geführten Ver-

fahren in der Hand der Bundesbehörden (BA 01.02-0001 ff.). 

E. Am 26. September 2022 erhob die Bundesanwaltschaft bei der Strafkammer des 

Bundesstrafgerichts Anklage gegen A. und B. (TPF 17.100.001 ff., näher zu den 

Anklagevorwürfen E. 2-3). 

F. Mit Verfügung vom 12. Oktober 2022 lud der Vorsitzende die Parteien ein, bis 

zum 25. Oktober 2022 Beweisanträge zu stellen und zu begründen und ordnete 

die Edition der Straf- und Betreibungsregisterauszüge, der Steuerunterlagen so-

wie der Führungsberichte betreffend die Beschuldigten an (TPF 17.400.001 f.).  

G. Mit Verfügung vom 27. Oktober 2022 hiess der Vorsitzende die eingehenden Be-

weisanträge gut, ordnete von Amtes wegen selbst Beweismassnahmen an und 

eröffnete den Parteien mehrere Würdigungsvorbehalte (TPF 17.400.012 ff.). 

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SK.2022.43 

H. Am 19. Januar 2023 fand die Hauptverhandlung in Anwesenheit der Bundesan-

waltschaft sowie der Beschuldigten A. und B. in Begleitung ihrer jeweiligen Ver-

teidigung am Sitz des Bundesstrafgerichts statt. Die Privatklägerschaft verzich-

tete auf die Teilnahme an der Hauptverhandlung (TPF 17.720.002). 

I. Die Parteien verzichteten auf eine öffentliche Urteilsverkündung. Das Urteilsdis-

positiv wurde ihnen am 24. Januar 2023 schriftlich zugestellt (TPF 17.720.006; 

17.930.001 ff.). 

J. A. meldete mit Schreiben seiner Verteidigerin vom 1. Februar 2023 innert Frist 

Berufung gegen das Urteil an (TPF 17.940.001). 

  

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SK.2022.43 

Die Strafkammer erwägt: 

1. Prozessuales 

1.1 Zuständigkeit 

Die angeklagten Straftaten unterstehen gemäss Art. 23 Abs. 1 lit. e und lit. h so-

wie Art. 24 Abs. 2 i.V.m. Art. 26 Abs. 2 StPO der Bundesgerichtsbarkeit (vgl. 

auch Prozessgeschichte Lit. D). Damit ist die Zuständigkeit des Kollegialgerichts 

der Strafkammer des Bundesstrafgerichts gegeben (Art. 19 StPO i.V.m. Art. 35 

Abs. 1 und Art. 36 des Bundesgesetzes über die Organisation der Strafbehörden 

des Bundes vom 19. März 2010 [StBOG; SR 173.71]). 

1.2 Anklageprinzip 

1.2.1  

1.2.1.1 Nach dem aus Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie aus Art. 6 Ziff. 1 und 

Ziff. 3 lit. a und b EMRK abgeleiteten und in Art. 9 Abs. 1 StPO festgeschriebenen 

Anklagegrundsatz bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand des Gerichtsver-

fahrens (Umgrenzungsfunktion; Immutabilitätsprinzip). Das Gericht ist an den in 

der Anklage wiedergegebenen Sachverhalt gebunden, nicht aber an dessen 

rechtliche Würdigung durch die Anklagebehörde (Art. 350 Abs. 1 StPO). In der 

Anklageschrift sind (unter anderem) die der beschuldigten Person vorgeworfe-

nen Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausfüh-

rung möglichst kurz, aber genau zu bezeichnen (Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO). Zu-

gleich bezweckt das Anklageprinzip den Schutz der Verteidigungsrechte der be-

schuldigten Person und garantiert den Anspruch auf rechtliches Gehör (Informa-

tionsfunktion; BGE 133 IV 235 E. 6.2 f.; 126 I 19 E. 2a, je m.w.H.). Durch klare 

Umgrenzung des Prozessgegenstands und Vermittlung der für die Verteidigung 

notwendigen Informationen soll dem Betroffenen ein faires Verfahren garantiert 

werden. Entscheidend ist, dass der Beschuldigte genau weiss, was ihm konkret 

vorgeworfen wird (Urteile des Bundesgerichts 6B_209/2010 vom 2. Dezem-

ber 2010 E. 2.4; 6B_794/2007 vom 14. April 2008 E. 2.1). 

1.2.1.2 Bei Verletzung des Anklageprinzips ist die Anklage in der Regel zurückzuweisen 

(Art. 329 Abs. 2 StPO; NIGGLI/HEIMGARTNER, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, 

Art. 351 StPO N. 1). Das Gericht kann indes auf eine Rückweisung verzichten 

und das Verfahren in Bezug auf den Anklagepunkt, der die Anforderungen des 

Anklageprinzips nicht erfüllt, einstellen, wenn aus Opportunitätsgründen eine 

Rückweisung ausser Betracht fällt. Dies ist namentlich der Fall, wenn diesem 

Vorgehen keine überwiegenden Interessen der Privatklägerschaft entgegenste-

hen und das Gericht der oder den nicht genügend umschriebenen Straftaten ne-

ben den anderen zu beurteilenden Taten für die Festsetzung der Strafe kein we-

sentliches Gewicht zumisst (vgl. Art. 8 Abs. 2 lit. a und Abs. 4 StPO; NIGGLI/HEIM-

GARTNER, a.a.O., Art. 351 StPO N. 2). 

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SK.2022.43 

1.2.2 Die Anklage wirft den Beschuldigten A. und B. im Anklagepunkt 1.1.2.2 zusam-

mengefasst mehrfache vollendete und versuchte Geldfälschung sowie im Ankla-

gepunkt 1.1.2.4 mehrfaches Lagern falschen Geldes vor, indem sie insgesamt 

366 Banknoten im Gesamtbetrag von CHF 42'950.– gefälscht bzw. mit der Pro-

duktion dieser Fälschungen begonnen und anschliessend diese Falsifikate gela-

gert haben sollen. In Bezug auf 362 Banknoten umschreibt die Anklage – im Ein-

klang mit dem Anklageprinzip – die einzelnen Noten mit Angabe von Währung, 

aufgedrucktem Wert und Seriennummer (siehe Tabelle 4 der Anklageschrift, 

S. 21). Hinsichtlich der anderen 4 Noten fehlen jedoch sämtliche dieser Angaben 

und diese werden lediglich als diverse Noten umschrieben («div.»; siehe zweit-

unterste Zeile der genannten Tabelle 4). Mangels Umschreibung und Spezifika-

tion dieser 4 Noten bleibt unklar, welches Geld i.S.v. Art. 240 ff. StGB die Be-

schuldigten gefälscht und gelagert haben sollen, zumal die entsprechende Fuss-

note Nr. 70 auf mehrere Asservate (Ass-ID 12612, 12645, 12658, 12665, 12669) 

verweist, in welchen sich insgesamt 46 solcher diversen Noten sowie eine Viel-

zahl weiterer fertiger und in Produktion stehende Falsifikate befinden. In Bezug 

auf den Vorwurf, die genannten 4 diversen Noten gefälscht zu haben, genügt die 

Anklage dem Anklageprinzip folglich nicht. 

1.2.3 Vorliegend kann im Sinne des Opportunitätsprinzips (Art. 8 Abs. 2 StPO) trotz 

Verletzung des Anklageprinzips in Bezug auf die genannten 4 diversen Bankno-

ten auf eine Rückweisung der Anklage verzichtet werden. 

1.2.3.1 Der Beschuldigte A. wird – wie noch zu zeigen sein wird – in Bezug auf die übri-

gen im Einklang mit dem Anklageprinzip angeklagten 362 Noten der Geldfäl-

schung bzw. des Versuchs dazu schuldig gesprochen; zudem erfolgen 

Schuldsprüche wegen einer Vielzahl anderer Delikte (E. 2.1 ff.; 3.1 ff.). Selbst 

wenn der Beschuldigte A. auch die anderen 4 Banknoten hergestellt hätte, würde 

diesen Taten bei der Festsetzung der Strafe bzw. Strafzumessung kein wesent-

liches Gewicht zukommen. Deshalb kann vorliegend auf eine Rückweisung ver-

zichtet werden und das Verfahren gegen den Beschuldigten in diesem Punkt ge-

mäss Art. 8 Abs. 1 lit. a StPO eingestellt werden. Diesem Vorgehen stehen auch 

keine Interessen von allfälligen Geschädigten oder Privatklägern entgegen, wur-

den diese 4 Noten gemäss Anklageschrift doch noch gar nicht in Umlauf gesetzt. 

Auch betreffend den Vorwurf, diese 4 Noten gelagert zu haben, kann auf eine 

Rückweisung verzichtet werden: Wenn der Beschuldigte diese – wie die Anklage 

vorbringt – selbst hergestellt hätte, wäre das Lagern des falschen Geldes als 

mitbestrafte Nachtat zur Geldfälschung gemäss Art. 240 StGB zu werten (siehe 

hierzu E. 2.2.2.3). Hätte er diese nicht selbst hergestellt, käme zwar theoretisch 

ein Schuldspruch wegen Lagerung falschen Geldes in Betracht. Diesem würde 

aber wiederum kein wesentliches Gewicht bei der Festsetzung der Strafe bzw. 

Strafzumessung zukommen. Deshalb kann das Verfahren gegen den Beschul-

digten auch in diesem Punkt gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. a StPO eingestellt werden, 

- 13 - 

SK.2022.43 

zumal dadurch mangels In Umlaufsetzung dieser Noten ebenfalls keine Geschä-

digten- und Privatklägerinteressen betroffen sind.  

1.2.3.2 Betreffend die Beschuldigte B. erfolgen – wie noch zu zeigen sein wird 

(E. 2.1 ff.) – im Zusammenhang mit einer Vielzahl von Noten ebenfalls 

Schuldsprüche wegen Gehilfenschaft zur mehrfachen Geldfälschung (Art. 240 

Abs. 1 i.V.m. Art. 25 StGB), mehrfachen Lagerns falschen Geldes (Art. 244 

Abs. 1 StGB), mehrfachen In Umlaufsetzens falschen Geldes (Art. 242 

Abs. 1 StGB) und mehrfachen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 StGB). Selbst wenn sie 

die anderen 4 Banknoten hergestellt und gelagert hätte, würde diesen Taten bei 

der Festsetzung der Strafe kein wesentliches Gewicht zukommen. Deshalb kann 

vorliegend auf eine Rückweisung verzichtet werden und das Verfahren gegen 

die Beschuldigte in diesem Punkt gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. a StPO eingestellt 

werden. Diesem Vorgehen stehen auch keine Interessen von allfälligen Geschä-

digten oder Privatklägern entgegen, wurden diese 4 Noten gemäss Anklage-

schrift doch noch gar nicht in Umlauf gesetzt.  

1.3 Strafantrag 

1.3.1 Dem Beschuldigten A. wird u.a. Hehlerei (Art. 160 Ziff. 1 StGB) vorgeworfen, da 

er zwischen dem 22. April 2020 und 3. Juni 2020 eine Identitätskarte (lautend auf 

NN.) von OO. entweder als Geschenk erhalten oder gegen Entgelt erworben 

habe, obschon er gewusst habe oder zumindest habe annehmen müssen, dass 

diese durch eine strafbare Handlung gegen das Vermögen erlangt worden sei 

(Anklagepunkt 1.3.12). Bei der Hehlerei handelt es sich um ein Vermögensdelikt. 

Massgebend für die Bestimmung des Vermögenswerts der Identitätskarte ist  

deren Wiederbeschaffungswert (WEISSENBERGER, Basler Kommentar, 

4. Aufl. 2019, Art. 172ter StGB N. 27; BGE 123 IV 197 E. 2c). Die Kosten für eine 

Identitätskarte betragen CHF 65.– (Art. 45 i.V.m. Anhang 2 der Verordnung über 

die Ausweise für Schweizer Staatsangehörige vom 20. September 2002 

[SR 143.11]), sodass – entgegen der Anklage – von einem geringen Vermögens-

wert i.S.v. Art. 172ter Abs. 1 StGB auszugehen ist. Folglich ist die dem Beschul-

digten vorgeworfene Tat – unabhängig davon, ob es sich bei der Vortat um ein 

Antrags- oder Offizialdelikt handelte (WEISSENBERGER, a.a.O., Art. 160 StGB 

N. 80) – nur auf Antrag hin strafbar (Art. 172ter Abs. 1 StGB). Ein solcher fehlt in 

den Akten, weshalb das Verfahren in diesem Punkt einzustellen ist.  

1.3.2 In Bezug auf die anderen dem Beschuldigten A. vorgeworfenen Antragsdelikte 

(geringfügige Diebstähle vom 28. und 29. Juni 2022 [E. 3.4] und geringfügige 

Sachbeschädigung [E. 3.5]) liegt jeweils ein gültiger Strafantrag vor 

(BA B5.02.02-0032/0046; BA 15.05-0017 f./0019 f.; BA B4.02.02-0010). Im Üb-

rigen werden den Beschuldigten A. und B. ausschliesslich Offizialdelikte vorge-

worfen. 

  

- 14 - 

SK.2022.43 

2. Delikte im Zusammenhang mit Falschgeld 

2.1 Mehrfache Geldfälschung und mehrfacher Versuch dazu 

2.1.1 Anklagevorwurf 

2.1.1.1 Im Anklagepunkt 1.1.1.1 wird dem Beschuldigten A. in Bezug auf 51 Banknoten 

im Gesamtbetrag von CHF 6'200.– und EUR 50.– mehrfache vollendete Geldfäl-

schung und mehrfacher Versuch dazu vorgeworfen. Zusammengefasst soll er in 

Alleintäterschaft im Zeitraum von August 2019 bis Februar 2020 in seiner Woh-

nung in Y. mittels eines Laserdruckers sowie unter Verwendung verschiedener 

Lackarten, Haar- und Kunststoffsprays sowie Härtungsmitteln insgesamt 25 fal-

sche Banknoten im Gesamtbetrag von CHF 2'600.– und EUR 50.– hergestellt 

haben (mehrfache vollendete Geldfälschung) und auf die gleiche Art und Weise 

mit der Produktion von insgesamt 26 falschen Banknoten im Gesamtbetrag von 

CHF 3'600.– begonnen haben (mehrfache versuchte Geldfälschung). Diese 

Handlungen seien erfolgt, um diese Noten zu einem späteren Zeitpunkt als echt 

in Umlauf zu bringen. 

2.1.1.2 Gemäss Anklagepunkt 1.1.2.1 f. soll sich A. in Mittäterschaft mit B. in Bezug auf 

weitere 362 Banknoten im Gesamtbetrag von CHF 42'750.– (abzüglich der 4 No-

ten, die mangels genügender Umschreibung nicht mehr Gegenstand der zu be-

urteilenden Anklage sind; vgl. E. 1.2) erneut der mehrfachen vollendeten Geld-

fälschung und des mehrfachen Versuchs hierzu schuldig gemacht haben. Zu-

sammengefasst sollen die Beschuldigten ab dem 10. Mai bis 3. Juni 2020 auf die 

vorgenannte Art und Weise und in der gleichen Absicht insgesamt 205 falsche 

Banknoten im Gesamtbetrag von CHF 26'200.– hergestellt haben (mehrfache 

vollendete Geldfälschung) und mit der Produktion von insgesamt 157 falschen 

Banknoten im Gesamtbetrag von CHF 16'550.– begonnen haben (mehrfache 

versuchte Geldfälschung). Betreffend B. präzisiert die Anklage sodann, dass 

diese sowohl in die Planung der Taten als auch in deren Umsetzung involviert 

gewesen sei, indem sie spätestens ab dem 25. Mai 2020 aktiv beim Kopieren 

und Ausdrucken der Falschgeldnoten assistiert habe und an diesem Datum über-

dies eine zum von den Beschuldigten verwendeten Laserdrucker passende  

Druckerpatrone bestellt und in A.s Wohnung gebracht habe. 

2.1.2 Rechtliches 

2.1.2.1 Der Geldfälschung macht sich strafbar, wer Metallgeld, Papiergeld oder Bankno-

ten fälscht, um sie als echt in Umlauf zu bringen (Art. 240 Abs. 1 StGB). 

2.1.2.2 Geschütztes Objekt ist sowohl schweizerisches als auch ausländisches Geld 

(Art. 250 StGB). Die Tathandlung liegt im Fälschen, also im Herstellen von Geld-

zeichen, die den äusseren Anschein echten Geldes erwecken (TPF 2020 26 

E. 4.1.1; Urteile des Bundesstrafgerichts SK.2015.11 vom 6. Mai 2015 E. 3.2; 

- 15 - 

SK.2022.43 

SK.2010.28 vom 1. Dezember 2011 E. 7.3.1; LENTJES MEILI/KELLER, Basler 

Kommentar, 4. Aufl. 2019, Art. 240 StGB N. 10). Dabei sind an die Ähnlichkeit 

keine allzu hohen Anforderungen zu stellen; denn entscheidend ist die Verwechs-

lungsgefahr mit echtem Geld. Entsprechend der Natur der Art. 240 ff. StGB als 

Gefährdungsdelikte und den Gepflogenheiten des täglichen Geschäftsverkehrs 

genügt es, wenn das Falsifikat eine ähnliche Gestaltung wie echtes Geld aufweist 

und auch nur bei bloss flüchtiger Betrachtung als echt erscheint (BGE 123 IV 55 

E. 2b; TPF 2020 26 E. 4.1.1; LENTJES MEILI/KELLER, a.a.O., Art. 240 StGB N. 11). 

Auch bloss einseitig bedruckte Nachahmungen von Banknoten können ggf. 

Falschgeld im Sinne von Art. 240 ff. StGB sein (TPF 2020 26 E. 4.1.3). 

2.1.2.3 In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz hinsichtlich aller objektiven Tatbestandsele-

mente (Art. 12 Abs. 1 und 2 StGB) und die Absicht, die Fälschungen als echt in 

Umlauf zu bringen, erforderlich. Der Täter muss anstreben oder zumindest in 

Kauf nehmen, dass seine Falsifikate in Verkehr gebracht werden. Die erforderli-

che Absicht ist auch gegeben, wenn der Fälscher will, dass das Falschgeld über-

haupt, von wem auch immer, als echtes Geld verwendet wird (BGE 119 IV 154 

E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 6B_405/2011 vom 24. Januar 2012 E. 2.2). 

2.1.2.4 Ein Versuch liegt vor, wenn der Täter sämtliche subjektiven Tatbestandsmerk-

male erfüllt und seine Tatentschlossenheit manifestiert hat, ohne dass alle objek-

tiven Tatbestandsmerkmale verwirklicht sind. Zum Versuch gehört folglich der 

Entschluss des Täters, eine Straftat zu begehen, und die Umsetzung dieses Ta-

tentschlusses in eine Handlung. Der Täter muss mit der Ausführung der Tat be-

gonnen haben (BGE 140 IV 150 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts 6B_536/2021 

vom 2. November 2022 E. 2.3.2). Zur Ausführung der Tat im Sinne von Art. 22 

Abs. 1 StGB gehört nach der Rechtsprechung jede Tätigkeit, die nach dem Plan, 

den sich der Täter gemacht hat, auf dem Weg zur Tatbestandsverwirklichung den 

letzten entscheidenden Schritt darstellt, von dem es in der Regel kein Zurück 

mehr gibt, es sei denn wegen äusserer Umstände, die eine Weiterverfolgung der 

Absicht erschweren oder verunmöglichen. Die Schwelle, bei welcher ein Versuch 

anzunehmen ist und nicht mehr blosse Vorbereitungshandlungen vorliegen, darf 

der eigentlichen Tatbegehung zeitlich allerdings nicht zu weit vorausgehen. Er-

forderlich ist ein sowohl in räumlich-örtlicher als auch in zeitlicher Hinsicht tat- 

nahes Handeln (BGE 131 IV 100 E. 7.2.1; Urteil des Bundesgerichts 

6B_536/2021 vom 2. November 2022 E. 2.3.2). Eine versuchte Geldfälschung 

nach Art. 240 i.V.m. Art. 22 StGB liegt demnach vor, wenn der Täter vorsätzlich 

und mit der Absicht, die Fälschungen als echt in Umlauf zu bringen, mit der ersten 

Fälschungshandlung beginnt (NIGGLI, a.a.O., Art. 240 StGB N. 40; LENTJES 

MEILI/KELLER, a.a.O., Art. 240 StGB N. 18). Vollendet ist das Delikt mit der abge-

schlossenen Herstellung einer einzigen Fälschung, welche die objektiven Krite-

rien erfüllt, d.h. den äusseren Anschein echten Geldes erweckt (NIGGLI, a.a.O., 

Art. 240 StGB N. 41; LENTJES MEILI/KELLER, a.a.O., Art. 240 StGB N. 19).  

- 16 - 

SK.2022.43 

2.1.3 Tatsächliche und rechtliche Würdigung betreffend die dem Beschuldigten 

A. in Alleintäterschaft vorgeworfenen Taten 

2.1.3.1 Vorliegen von Falschgeld 

Zu prüfen ist in einem ersten Schritt, ob die A. vorgeworfenen 51 Banknoten exis-

tieren und in qualitativer Hinsicht als Falschgeld im Sinne von Art. 240 ff. StGB 

zu qualifizieren sind, d.h. ob sie den äusseren Anschein echten Geldes erwe-

cken. Hierbei ist zwischen den 25 Noten im Gesamtbetrag von CHF 2'600.– und 

EUR 50.– (Vorwurf der mehrfachen vollendeten Geldfälschung, nachfolgend 

lit. a) und den 26 Noten im Gesamtbetrag von CHF 3'600.– (Vorwurf der mehrfa-

chen versuchten Geldfälschung, nachfolgend lit. b) zu differenzieren. 

a) Betreffend die 25 Noten im Gesamtbetrag von CHF 2'600.– und EUR 50.–  

aa) Die nachfolgenden 22 (von 25) Banknoten sind in ihrer Fälschungsqualität 

nahezu identisch, sodass sie einer gemeinsamen Würdigung zugänglich sind. Es 

handelt sich hierbei um doppelseitig bedruckte Kopien von echten Noten, welche 

in ihrem Druck, ihrer Grösse sowie ihrer Farbgebung echtem Geld entsprechen 

und überdies eine sehr ähnliche, wenn auch nicht identische Haptik aufweisen. 

Aufgrund dieser Eigenschaften erwecken sie den äusseren Anschein echten Gel-

des. Es handelt sich somit um Falschgeld. 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

2 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0004/0016 Ja, vgl. Fall Nr. 1, 2 

1 Note à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0026  Ja, vgl. Fall Nr. 3 

2 Noten à CHF 200.–  […] BA B1.10.02-0037/0049 Ja, vgl. Fall Nr. 4, 5 

1 Note à CHF 200.–  […] BA B1.10.02-0189 Ja, vgl. Fall Nr. 15 

1 Note à CHF 50.–  […] BA B1.10.02-0183 Ja, vgl. Fall Nr. 14 

1 Note à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0063 Ja, vgl. Fall Nr. 6 

11 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0061/0080/ 

0093/0102/0127/0134/01

58/0174/0203; B3.10.02-

0046 

Ja, vgl. Fall Nr. 6-13, 

16, 55 

1 Note à CHF 50.–  […] BA B3.10.02-0251 Ja, vgl. Fall Nr. 72 

1 Note à EUR 50.–  Keine BA B1.10.02-0305  Ja, vgl. Fall Nr. 22 

1 Note à CHF 100.–  […] Ass-ID 12654 Nein 

bb) Nachdem erstellt worden ist, dass es sich bei 22 von den 25 vorgeworfenen 

Noten um Falschgeld handelt, ist näher auf die restlichen 3 Noten einzugehen. 

Bei den untenstehenden 2 Noten à CHF 100.– handelt es sich zwar auch um 

doppelseitig bedruckte Kopien echter Noten. Wie die Verteidigung jedoch zu 

Recht vorbringt (TPF 17.721.083), sind diese von schlechterer Qualität als die 

vorgenannten Falsifikate und weichen namentlich in ihrer Farbgebung und Haptik 

- 17 - 

SK.2022.43 

in gewissem Masse von echtem Geld ab. Im Übrigen ähneln sie aber echtem 

Geld. Insgesamt und unter Berücksichtigung der Rechtsprechung, wonach in 

qualitativer Hinsicht keine allzu hohen Anforderungen an die Fälschungen zu 

stellen sind (E. 2.1.2.2), erwecken jedoch auch diese zwei Noten – jedenfalls bei 

flüchtiger Betrachtung – immer noch den Anschein echten Geldes. Es handelt 

sich folglich auch bei diesen Noten um Falschgeld. 

Note Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

2 Noten à CHF 100.–  […] Ass-ID 12658, 12682 Nein 

Schliesslich verbleibt noch die folgende 1 Note à CHF 100.– zu würdigen. Diese 

befindet sich zwar nicht in den dem Gericht vorliegenden Akten. Deren Existenz 

ist jedoch unzweifelhaft erstellt, ist doch aktenkundig, dass diese nach deren In 

Umlaufsetzen durch eine Drittperson in Deutschland durch die deutsche Polizei 

sichergestellt und an die Europäische Zentralbank übermittelt worden ist 

(BA B2.10.02-0360 ff.). Die Verteidigung bringt im Zusammenhang mit dieser 

Note vor, deren Fälschungsqualität bzw. die von ihr ausgehende Verwechslungs-

gefahr könne nicht verifiziert werden, da sie sich eben nicht in den Akten befinde 

(TPF 17.721.083). Dieser Argumentation kann in dieser Absolutheit nicht gefolgt 

werden. Es trifft zwar zu, dass diese Würdigung nicht unmittelbar gestützt auf die 

Note selbst vorgenommen werden kann. Hierzu können jedoch die nachfolgen-

den Indizien herangezogen werden: Zunächst ist zu berücksichtigen, dass die 

Person, bei welcher die Note in Umlauf gesetzt worden ist, davon ausgegangen 

ist, es handle sich hierbei um echtes Geld (BA B2.10.02-0365). Zudem weist die 

Note die gleiche Seriennummer wie andere Falsifikate (siehe vorne lit. a/aa) auf, 

was impliziert, dass sie zeitnah mit diesen und mittels derselben Technik herge-

stellt worden ist und daher diesen in ihrer Qualität ähnelt. Deshalb hat das Gericht 

keine Zweifel, dass auch diese Note den äusseren Anschein echten Geldes er-

weckte. Folglich handelt es sich auch bei nachstehender Note um Falschgeld. 

Note Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

1 Note à CHF 100.–  […] N/A Ja, vgl. Fall Nr. 46 

b) Betreffend die 26 Noten im Gesamtbetrag von CHF 3'600.–  

aa) Bei den nachfolgenden 10 (von 26) Noten handelt es sich um auf DIN-A4 

Papier farbig ausgedruckte Kopien echter Noten, welche jedoch nicht aus- bzw. 

zugeschnitten sind. Entsprechend stimmen sie in ihrer Grösse offensichtlich nicht 

mit echtem Geld überein, sodass sie auch bei flüchtiger Betrachtung nicht als 

echt erscheinen. Die objektiven Kriterien von Art. 240 ff. StGB sind demnach 

nicht erfüllt. Es handelt sich folglich nicht um Falschgeld, sondern lediglich um 

unfertige bzw. in Produktion stehende Falsifikate. 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

10 Noten à CHF 200.–  […] Ass-ID 12658, 12669, 

12681 

Nein 

- 18 - 

SK.2022.43 

bb) Die restlichen 16 Noten konnten nicht sichergestellt werden. Deren Existenz 

ergibt sich aber gestützt auf ein auf dem Mobiltelefon des Beschuldigten gesi-

chertes Foto (BA 10.02-0172). Darauf sind die genannten Noten bzw. ihre Vor-

derseite mit ihrer individuellen (sich von sämtlichen übrigen dem Beschuldigten 

vorgeworfenen Noten unterscheidenden) Seriennummer ersichtlich. Die Fotogra-

fie macht zwar deutlich, dass diese 16 Noten – bzw. die auf der Fotografie er-

sichtliche Vorderseite der Noten – rein optisch aufgrund ihres Drucks sowie auf-

grund deren Form und Farbgebung echten Noten ähneln. Unklar ist aber, ob 

auch deren Rückseite bedruckt wurde. Zudem kann lediglich gestützt auf diese 

Fotografie deren Qualität, namentlich hinsichtlich deren Grösse und Haptik, nicht 

abschliessend beurteilt werden, sodass zugunsten des Beschuldigten davon 

auszugehen ist, dass diese die objektiven Kriterien von Art. 240 ff. StGB nicht 

erfüllen. Es handelt sich demnach auch hierbei nicht um Falschgeld, sondern 

lediglich um unfertige bzw. in Produktion stehende Falsifikate. 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

16 Noten à CHF 100.–  […] vgl. BA 10.02-0172 Nein 

c) Zwischenfazit 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass – im Einklang mit der Anklage – insge-

samt 25 falsche Banknoten im Gesamtbetrag von CHF 2'600.– und EUR 50.– 

(siehe vorne lit. a) sowie 26 unfertige bzw. in Produktion stehende Banknoten im 

Gesamtbetrag von CHF 3'600.– (siehe vorne lit. b) vorliegen. 

2.1.3.2 Tathandlung und Täterschaft des Beschuldigten A. 

In objektiver Hinsicht ist nun zu prüfen, ob A. diese fertigen und unfertigen bzw. 

in Produktion stehenden Falsifikate hergestellt hat, wobei wiederum zwischen 

den 25 fertigen Noten im Gesamtbetrag von CHF 2'600.– und EUR 50.– (Vorwurf 

der mehrfachen vollendeten Geldfälschung, nachfolgend lit. a) und den 26 unfer-

tigen bzw. in Produktion stehenden Noten im Gesamtbetrag von CHF 3'600.– 

(Vorwurf der mehrfachen versuchten Geldfälschung, nachfolgend lit. b) zu diffe-

renzieren ist.  

a) Betreffend die 25 Noten im Gesamtbetrag von CHF 2'600.– und EUR 50.–  

Der Beschuldigte gestand – unter Darlegung der entsprechenden Produktions-

schritte (BA 13.01-0023) – die fertigen Falsifikate angefertigt zu haben 

(BA 16.04-0026 ff.; TPF 17.731.014 ff.). Sein Geständnis steht im Einklang mit 

den Sachbeweisen. So ergibt sich gemäss Abklärungen des Kommissariats 

Falschgeld der Bundeskriminalpolizei gestützt auf die Maschinen-Identifikations-

nummer (MIC) des beim Beschuldigten beschlagnahmten Laserdruckers (Asser-

vaten-ID 12677), dass dieser zur Herstellung von insgesamt 22 der 25 Bankno-

ten verwendet worden ist, welche auch in Umlauf gesetzt worden sind (BA 10.02-

0021; -0037 ff.; -0098 ff.;). Betreffend die übrigen 3 Noten, die nicht in Umlauf 

- 19 - 

SK.2022.43 

gesetzt worden sind, wurde zwar gemäss den dem Gericht vorliegenden Akten 

nicht abgeklärt, ob diese auch mithilfe des vorgenannten Druckers hergestellt 

worden sind. Dass der Beschuldigte diese produziert hat, wird jedoch durch den 

Umstand indiziert, dass diese am Wohnort des Beschuldigten beschlagnahmt 

worden sind (BA 10.02-0190). Überdies gleichen sie in ihrer Machart den übrigen 

Falsifikaten, welche mit dem Drucker des Beschuldigten hergestellt worden sind, 

und eine davon weist zudem die gleiche Seriennummer auf. Es bestehen daher 

auch diesbezüglich keine Zweifel an A.s Täterschaft. 

Der Beschuldigte hat folglich in Bezug auf die 25 falschen Banknoten im Gesamt-

betrag von CHF 2'600.– und EUR 50.– mehrfach den objektiven Tatbestand von 

Art. 240 Abs. 1 StGB erfüllt. 

b) Betreffend die 26 Noten im Gesamtbetrag von CHF 3'600.– 

Die Herstellung der 26 unfertigen bzw. in Produktion stehenden Falsifikate im 

Gesamtbetrag von CHF 3'600.– ist ebenfalls unbestritten (BA 16.04-0026 ff.; 

TPF 17.731.014 ff.). Auch dies steht im Einklang mit den entsprechenden Sach-

beweisen (vgl. BA 10.02-0172 [ausgewertete Mobiltelefondaten]; -0190 [Sicher-

stellungsort]). Im Ergebnis ist die Täterschaft des Beschuldigten auch in dieser 

Hinsicht erstellt. Durch das Kopieren bzw. Ausdrucken und teilweise Zuschnei-

den dieser Banknoten hat er jeweils mit der ersten Fälschungshandlung begon-

nen, womit diese Tathandlung als Versuch zu qualifizieren ist. 

Der Beschuldigte hat somit in Bezug auf diese 26 unfertigen Falsifikate im Ge-

samtbetrag von CHF 3'600.– mehrfach den objektiven Tatbestand der versuch-

ten Geldfälschung gemäss Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB erfüllt.  

2.1.3.3 Subjektiver Tatbestand 

Der subjektive Tatbestand ist im Wesentlichen unbestritten (TPF 17.731.014 ff.; 

17.721.084) und ergibt sich ohne Weiteres aus dem Vorgehen des Beschuldig-

ten, das unzweifelhaft zeigt, dass er im Zeitpunkt der jeweiligen Tathandlung vor-

sätzlich und in der Absicht handelte, die falschen Banknoten in Umlauf zu brin-

gen. Dass er die Produktion der unfertigen Noten im Nachhinein nicht weiterver-

folgte bzw. diese nach der ersten Fälschungshandlung wegwarf (BA 13.01-0214 

Z. 13 ff./24 ff.), ändert daran nichts. Das besondere subjektive Unrechtsmerkmal 

der Absicht des In Umlaufsetzens hat lediglich anlässlich der Fälschungshand-

lung vorzuliegen. Der subjektive Tatbestand ist demnach erfüllt.  

Dies gilt – entgegen dem Vorbringen der Verteidigung (TPF 17.721.084) – na-

mentlich auch für die beiden im August/September 2019 hergestellten zwei 

Falschgeldnoten à CHF 100.– mit der Seriennummer […] (Noten gemäss den 

Fällen Nr. 1-2). Auch wenn der Beschuldigte in dieser Zeit – wie er jedenfalls im 

- 20 - 

SK.2022.43 

Vorverfahren noch geltend machte (BA 13.01-0212 f.) und wie dies von der Ver-

teidigung anlässlich der Hauptverhandlung betont wurde (TPF 17.721.084) – an-

geblich Falschgeldnoten für Pokerspiele mit Freunden hergestellt und daher nicht 

in der Absicht gehandelt habe, diese später als echt in Umlauf zu bringen, kann 

dies nicht für die beiden genannten Noten gelten, wurden diese doch nachweis-

lich in der Zeit vom 10. August bis 12. September 2019 als echt in Umlauf gesetzt 

(näher E. 2.3 [Fälle 1-2]). Auch der von der Verteidigung vorgebrachte Einwand, 

der Beschuldigte habe in dieser Anfangsphase nicht gewusst, dass die Herstel-

lung von Falschgeld strafbar sei (TPF 17.721.084; BA 13.01-0212), wäre nicht 

relevant. Selbst wenn dies zutreffen würde, ist daran zu erinnern, dass das Wis-

sen um die Strafbarkeit nicht zum Vorsatz gehört, weshalb ein allfälliger Sub-

sumtionsirrtum insoweit in Bezug auf die Tatbestandsmässigkeit irrelevant ist 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_274/2021 vom 1. Dezember 2021 E. 1.4.1). 

Ein diesbezüglicher Rechtsirrtum wurde nicht vorgebracht und dessen hohen An-

forderungen liegen in casu a priori offensichtlich nicht vor, weswegen darauf auch 

unter dem Aspekt der Schuld nicht einzugehen ist.  

2.1.3.4 Zwischenergebnis 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte A. in Bezug auf die 

25 falschen Banknoten im Gesamtbetrag von CHF 2'600.– und EUR 50.– mehr-

fach den Tatbestand der Geldfälschung gemäss Art. 240 Abs. 1 StGB und in Be-

zug auf die 26 unfertigen Banknoten im Gesamtbetrag von CHF 3'600.– mehr-

fach den Tatbestand der versuchten Geldfälschung gemäss Art. 240 Abs. 1 

i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB erfüllt hat. 

2.1.4 Tatsächliche und rechtliche Würdigung betreffend die den Beschuldigten 

A. und B. gemeinsam vorgeworfenen Taten 

2.1.4.1 Vorliegen von Falschgeld 

Zu prüfen ist in einem ersten Schritt erneut, ob die den Beschuldigten A. und B. 

vorgeworfenen 362 Banknoten existieren und in qualitativer Hinsicht als Falsch-

geld im Sinne von Art. 240 ff. StGB zu qualifizieren sind. Hierbei ist zwischen den 

205 Noten im Gesamtbetrag von CHF 26'200.– (Vorwurf der mehrfachen vollen-

deten Geldfälschung, nachfolgend lit. a) und den 157 Noten im Gesamtbetrag 

von CHF 16'550.– (Vorwurf der mehrfachen versuchten Geldfälschung, nachfol-

gend lit. b) zu differenzieren. 

a) Betreffend die 205 Noten im Gesamtbetrag von CHF 26'200.–  

Diese 205 Noten liegen bei den Akten. Es handelt sich dabei jeweils um doppel-

seitig bedruckte Kopien von echten Noten, welche in ihrem Druck, ihrer Grösse 

sowie ihrer Farbgebung echtem Geld entsprechen und überdies eine sehr  

- 21 - 

SK.2022.43 

ähnliche, wenn auch nicht identische Haptik aufweisen. Aufgrund dieser Eigen-

schaften erwecken sie den äusseren Anschein echten Geldes und ist die Ver-

wechslungsgefahr im Sinne der eingangs zitierten Rechtsprechung (vgl. E. 

2.1.2.2) zu bejahen. Darauf, dass diese nicht sämtliche Sicherheitsmerkmale 

echten Geldes aufweisen, kommt es – entgegen dem Vorbringen des Verteidi-

gers der Beschuldigten B. (TPF 17.721.112 f.) – nicht an. Gleiches gilt – erneut 

entgegen dem Vorbringen von B.s Verteidiger (TPF 17.721.114) – für den Um-

stand, dass es sich bei den Fälschungen teilweise um Nachmachungen von äl-

teren Banknoten bzw. nicht um die neuste Banknotenserie handelte, zumal auch 

die älteren Banknotenserien zum Tatzeitpunkt unbestrittenermassen noch als 

Zahlungsmittel akzeptiert waren. Bei den nachfolgenden Noten handelt es sich 

somit um Falschgeld. 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

6 Noten à CHF 50.–  […] BA B1.10.02-0220; B2. 

10.02-0005/0025; B3.10. 

02-0020; Ass-ID 12608, 

12617 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

17, 26, 27, 52 

7 Noten à CHF 100.– […] BA B2.10.02-0036/0050/ 

0183/0275/0333; Ass-ID 

12658 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

28, 29, 37, 42, 44 

7 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0229/0264/ 

0371; B2.10.02-0267; 

B3.10.02-0197; Ass-ID 

12608 

Ja teilweise, vgl. Fall 

Nr. 18, 19, 25, 41, 64 

29 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0274; B2. 

10.02-0085/0119/0151/ 

0167/0204/0225/0248/ 

0348/0371/0387; B3.10. 

02-0089/0102/0109/ 

0153/0169/0260; Ass-ID 

12690, 12693, 12658, 

12622, 12650, 12640 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

20 (3 Noten), 30, 32, 35, 

36, 38, 39, 40, 45, 47, 

48, 56, 57, 58, 61, 63, 

74 

69 Noten à CHF 100.– […] BA B1.10.02-0344/0357; 

B2.10.02-0399/0423; 

B3.10.02-0008/0139/ 

0163/0207/0223; Ass-ID 

12690, 12693, 12651, 

12655, 12657, 12658, 

12647, 12622, 12640 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

23, 24, 49, 50, 51, 60, 

62, 65, 66 

 

  

- 22 - 

SK.2022.43 

60 Noten à CHF 200.– […] BA B1.10.02-0299; B2. 

10.02-0101; B3.10.02-

0029/0036/0127; Ass-ID 

12693, 12656, 12681, 

12658, 12622, 12650, 

12640, 12645 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

21, 31, 53, 54, 59 

27 Noten à CHF 100.–   […] Ass-ID 12652, 12663, 

12658, 12669, 12640 

Nein 

b) Betreffend die 157 Noten im Gesamtbetrag von CHF 16'550.– 

Auch die 157 Noten liegen bei den Akten. Hierbei handelt es sich um auf DIN-A4 

Papier farbig ausgedruckte Kopien echter Noten, welche jedoch nicht aus- bzw. 

zugeschnitten sind. Entsprechend stimmen sie in ihrer Grösse offensichtlich nicht 

mit echtem Geld überein, sodass sie auch bei flüchtiger Betrachtung nicht als 

echt erscheinen. Die objektiven Kriterien von Art. 240 ff. StGB sind demnach 

nicht erfüllt. Es handelt sich folglich nicht um Falschgeld, sondern lediglich um 

unfertige bzw. in Produktion stehende Falsifikate. 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

1 Note à CHF 50.–  […] Ass-ID 12666  Nein 

8 Noten à CHF 100.– […] Ass-ID 12669 Nein 

34 Noten à CHF 100.–  […] Ass-ID 12645, 12665 Nein 

105 Noten à CHF 100.– […] Ass-ID 12658, 12669, 

12681, 12645, 12628 

Nein 

9 Noten à CHF 200.– […] Ass-ID 12658, 12645 Nein 

c) Zwischenfazit 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass – im Einklang mit der zu beurteilenden 

Anklage – insgesamt 205 falsche Banknoten im Gesamtbetrag von CHF 26'200.– 

(siehe vorne lit. a) sowie 157 unfertige bzw. in Produktion stehende Banknoten 

im Gesamtbetrag von CHF 16'550.– (siehe vorne lit. b) vorliegen. 

2.1.4.2 Tathandlung und Täterschaft des Beschuldigten A. 

In objektiver Hinsicht ist nun zu prüfen, wer diese Noten hergestellt hat. Dabei 

wird zuerst auf A.s Täterschaft eingegangen (zu B.s Täterschaft vgl. nachfolgend 

E. 2.1.4.3). Dabei ist wiederum zwischen den 205 fertigen Noten im Gesamtbe-

trag von CHF 26'200.– (Vorwurf der mehrfachen vollendeten Geldfälschung, 

nachfolgend lit. a) und den 157 unfertigen bzw. in Produktion stehenden Noten 

im Gesamtbetrag von CHF 16'550.– (Vorwurf der mehrfachen versuchten Geld-

fälschung, nachfolgend lit. b) zu differenzieren. 

  

- 23 - 

SK.2022.43 

a) Betreffend die 205 Noten im Gesamtbetrag von CHF 26'200.–  

Der Beschuldigte gestand – unter Darlegung der entsprechenden Produktions-

schritte (BA 13.01-0023) – die fertigen Falsifikate angefertigt zu haben 

(BA 16.04-0026 ff.; TPF 17.731.014 ff.). Sein Geständnis steht im Einklang mit 

den Sachbeweisen. So ergibt sich gemäss Abklärungen des Kommissariats 

Falschgeld der Bundeskriminalpolizei gestützt auf die Maschinen-Identifikations-

nummer (MIC) des beim Beschuldigten beschlagnahmten Laserdruckers (Asser-

vaten-ID 12677), dass dieser zur Herstellung von insgesamt 47 der 205 Bankno-

ten verwendet worden ist, welche auch in Umlauf gesetzt worden sind (BA 10.02-

0021; -0037 ff.; -0098 ff.). Dass auch die übrigen 131 Banknoten, welche nicht in 

Umlauf gesetzt worden sind, aber die gleiche Seriennummer wie die in Umlauf 

gesetzten Falsifikate aufweisen, mit demselben Drucker und somit durch den Be-

schuldigten hergestellt worden sind, deckt sich mit seinem Geständnis. 

Einzugehen ist noch auf die verbleibenden 27 Noten (205 Noten, abzüglich der 

vorgenannten 47 und 131 Noten). Hierbei handelt es sich um falsche Noten à 

CHF 100.– mit der Seriennummer […], welche in keinem Fall in Umlauf gebracht 

worden sind (siehe Tabelle bei E. 2.1.4.1/a, unterste Zeile). Dass der Beschul-

digte gemäss eigenen Aussagen auch diese hergestellt haben soll, steht im Ein-

klang mit deren Sicherstellungsort, konnten doch 26 dieser Noten anlässlich der 

an seinem Wohnort durchgeführten Hausdurchsuchung sichergestellt werden 

(BA 08.00-0004 i.V.m. 08.02-0007 [betr. Ass-ID 12652]; 08.00-0005 i.V.m. 

08.02-0007 [betr. Ass-ID 12663]; 08.00-0005 i.V.m. 08.02-0007 [betr. Ass-

ID 12658]; 08.00-0006 i.V.m. 08.02-0007 [betr. Ass-ID 12669]). Die verbleibende 

eine Fälschung wurde zwar nicht am Wohnort des Beschuldigten, sondern an-

lässlich der Hausdurchsuchung im Zimmer des MM. in Z. sichergestellt 

(BA 08.00-0004 i.V.m. 08.01-0010 [betr. Ass-ID 12640]), in welchem die beiden 

Beschuldigten unbestrittenermassen gemeinsam logierten (BA 13.01-0005 f.; 

13.02-0014 f.). Dass auch diese vom Beschuldigten A. stammt, ergibt sich dar-

aus, dass diese die gleiche Seriennummer wie die vorgenannten Falsifikate auf-

weist und in ihrer Machart mit diesen übereinstimmt. 

Zusammengefasst bestehen keine Zweifel an A.s Täterschaft. Der Beschuldigte 

hat folglich in Bezug auf 205 falsche Banknoten im Gesamtbetrag von 

CHF 26'200.– mehrfach den objektiven Tatbestand von Art. 240 Abs. 1 StGB er-

füllt. 

b) Betreffend die 157 Noten im Gesamtbetrag von CHF 16'550.– 

Die Herstellung der 157 unfertigen bzw. in Produktion stehenden Falsifikate im 

Gesamtbetrag von CHF 16'550.– ist ebenfalls unbestritten (BA 16.04-0026 ff.; 

TPF 17.731.014 ff.). Auch dies steht im Einklang mit den entsprechenden Sach-

beweisen, wurden doch zumindest ein Teil dieser Falsifikate anlässlich der am 

Wohnort des Beschuldigten durchgeführten Hausdurchsuchung sichergestellt 

- 24 - 

SK.2022.43 

(BA 08.00-0006 i.V.m. 08.02-0007 [betr. Ass-ID 12666]; 08.00-0006 i.V.m. 

08.02-0007 [betr. Ass-ID 12669]; 08.00-0006 i.V.m. 08.02.0007 [betr. Ass-

ID 12665]; 08.00-0005 i.V.m. 08.02.0007 [betr. Ass-ID 12658]; 08.00-0006 i.V.m. 

08.02-0007 [betr. Ass-ID 12669]; 08.00-0007 i.V.m. 08.02-0007 [betr. Ass-

ID 12681]). Die übrigen unfertigen Fälschungen wurden zwar nicht am Wohnort 

des Beschuldigten, sondern anlässlich der Hausdurchsuchung im Zimmer des 

MM. in Z. sichergestellt (BA 08.00-0004 i.V.m. 08.01-0010 [betr. Ass-ID 12645]; 

08.00-0003 i.V.m. 08.01-0010 [betr. Ass-ID 12628]), in welchem die beiden Be-

schuldigten unbestrittenermassen gemeinsam logierten (BA 13.01-0005 f.; 

13.02-0014 f.). Dass auch diese vom Beschuldigten A. stammen, ergibt sich da-

raus, dass diese die gleichen Seriennummern wie die vorgenannten Falsifikate 

aufweisen und in ihrer Machart mit diesen übereinstimmen. 

Durch das Kopieren bzw. Ausdrucken und teilweise Zuschneiden dieser unferti-

gen Falsifikate hat er jeweils mit der ersten Fälschungshandlung begonnen, wo-

mit diese Tathandlung als Versuch zu qualifizieren ist. Der Beschuldigte hat somit 

in Bezug auf diese 157 unfertigen bzw. in Produktion stehenden falschen Falsifi-

kate im Betrag von CHF 16'550.– mehrfach den objektiven Tatbestand der ver-

suchten Geldfälschung gemäss Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB erfüllt.  

2.1.4.3 Tathandlung und Täterschaft der Beschuldigten B. 

a) Nachdem die Täterschaft des Beschuldigten A. in Bezug auf die 362 Bankno-

ten (205 fertige Noten und 157 unfertige Noten) feststeht, ist nachfolgend zu prü-

fen, ob auch die Beschuldigte B. – wie die Anklage behauptet – an den entspre-

chenden vollendeten und versuchten Geldfälschungen beteiligt war. Die Anklage 

bringt in dieser Hinsicht vor, dass die beiden Beschuldigten spätestens ab dem 

10. Mai 2020 den grundlegenden Tatablauf und die Zuteilung der Aufgaben be-

treffend Herstellung, Lagerung und In Umlaufsetzen der Falschgeldnoten ge-

meinsam geplant und umgesetzt haben sollen, wobei B. spätestens ab dem 

25. Mai 2020 aktiv beim Kopieren und Ausdrucken der Falschgeldnoten assistiert 

und an diesem Datum eine zum für die Geldfälschung verwendeten Laserdrucker 

passende Druckerpatrone in A.s Wohnung gebracht haben soll.  

b) B. gestand zwar, in einigen Fällen Falschgeld in Umlauf gesetzt zu haben 

(hierzu E. 2.3), stritt jedoch ihre Beteiligung an der Herstellung der Falsifikate 

konstant ab bzw. machte in Bezug auf diesen Vorwurf von ihrem Aussagever-

weigerungsrecht Gebrauch (BA 13.02-0017 ff.; -0066; -0084 ff.; -0250 ff.; 

TPF 17.732.008 ff.). Dies deckt sich zwar mit A.s Aussagen, wonach B. an der 

Produktion des Falschgeldes weder informiert noch beteiligt gewesen sei, son-

dern er alleine gehandelt habe (BA 13.01-0023; -0037; -0211 f.; -0226;  

-0456 f.; TPF 17.731.015), widerspricht jedoch einer Vielzahl von in den Akten 

liegenden Sachbeweisen: Zunächst ergibt sich aus der elektronischen Kommu-

nikation zwischen den beiden Beschuldigten, dass A. der Beschuldigten B. im 

- 25 - 

SK.2022.43 

Zeitraum vom 10.-13. Mai 2020 mehrere Text- und Sprachnachrichten sowie Fo-

tos von in seiner Wohnung mittels des sichergestellten Laserdruckers ausge-

druckten Kopien echter Banknoten übermittelt hat (BA 13.02-0121; -0124;  

-0125 ff.; -0127 ff.; -0135 ff.) und Letztere somit spätestens ab diesem Zeitraum 

gewusst haben muss, dass der Beschuldigte A. Falschgeld herstellte. Die elekt-

ronische Kommunikation belegt zudem, dass B. sich an der Herstellung des 

Falschgeldes beteiligt bzw. A. dabei unterstützt hat. So schrieb A. der Beschul-

digten B. am 10. Mai 2020 Folgendes: «De mache mer schnell e so ne Serie, wie 

mer geschter gseit händ, gäll Schatz» (BA 13-02-0121). Die von A. verwendete 

Formulierung («mer» bzw. «wir») macht deutlich, dass geplant war, die Falsch-

geldserie zusammen herzustellen. Aus B.s Reaktion auf diese Nachricht ist so-

dann keinerlei Erstaunen ersichtlich, was A.s Nachricht bestätigt, dass die beiden 

Beschuldigten das Ganze bereits besprochen haben müssen. Zudem schreibt 

sie ihm ausdrücklich, dass sie ihn gerne unterstützte («understütz di gärn»; vgl. 

BA 13-02-0121 ff.). Dass sie diese Unterstützung auch effektiv geleistet hat, 

ergibt sich daraus, dass sie für A. eine mit dem für die Herstellung der Falsifikate 

verwendeten Laserdrucker kompatible Druckerpatrone bestellt und zu A. in des-

sen Wohnung gebracht hat (BA 13.02-0018 Z. 25-33; -0090 Z. 1-4; -0171 ff.; 

13.01-0068; -0331) und bei sich zu Hause von A. für die Falschgeldherstellung 

verwendete Utensilien (Ammoniak, Sprühdosen mit verschiedenen Lackarten) 

für diesen aufbewahrt bzw. gelagert hat (BA 10.02-0034; 13.01-0019 Z. 15 ff.;  

-0023 Z. 8 ff.; -0029 Z. 1 f.). Das B. damals ausserdem ein besonderes Motiv 

dazu hatte, A. zu unterstützen, ergibt sich einerseits daraus, dass sie damals mit 

dem Beschuldigten A. eine Liebesbeziehung unterhielt (TPF 17.731.012 f.; 

17.732.007 f.) und andererseits aus dem Umstand, dass sie sich zu dieser Zeit 

gemäss eigenen Angaben in der schlechtesten finanziellen Situation ihres Le-

bens befunden hat («jo aso ig well eifach zerscht das Gäld ond de vorhär mach 

ich nix ab oder chome ä nienä ane bevor ich das Gäld ned ha. Süscht han ich ei 

Stress i mer enne, es esch mer nämlech no nie so gange finanziell wie jetzt»; vgl. 

BA 13.02-0120). Nach dem Gesagten hat das Gericht keine Zweifel, dass B. den 

Beschuldigten bei der Falschgeldherstellung unterstützt hat, namentlich indem 

sie hierzu eine Druckerpatrone für ihn bestellt und Utensilien zur Falschgeldher-

stellung bei sich für ihn vorrätig gehalten hat. Unter Berücksichtigung der B. nach-

weisbaren Einzelhandlungen und aufgrund des Umstandes, dass A. bereits zu-

vor – als Alleintäter – entsprechendes Falschgeld erfolgreich hergestellt hat, kann 

ihr Verhalten jedoch lediglich als Gehilfenschaft (Art. 25 StGB) zur Geldfälschung 

qualifiziert werden. 

c) Zu prüfen bleibt, in welchem Umfang bzw. in Bezug auf die Herstellung welcher 

Falschgeldnoten B. den Beschuldigten A. unterstützt hat. Hierfür ist relevant, 

dass das Produktionsdatum der einzelnen Falsifikate durch die Bundesanwalt-

schaft und Bundeskriminalpolizei nicht abschliessend geklärt werden konnte. An-

haltspunkte hierfür ergeben sich vielmehr einzig aus dem Datum der In Um-

laufsetzung der einzelnen Noten (vgl. BA 10.02-0058). Folglich lässt sich das 

- 26 - 

SK.2022.43 

Produktionsdatum der fertigen und unfertigen Falsifikate, welche nie in Umlauf 

gesetzt worden sind, in keiner Weise ermitteln und es muss zugunsten der Be-

schuldigten B. davon ausgegangen werden, dass diese Falsifikate bereits vor B.s 

Beteiligung hergestellt worden sind; Gegenteiliges kann ihr jedenfalls nicht 

rechtsgenügend nachgewiesen werden. Dies betrifft konkret sowohl die 157 un-

fertigen Falsifikate als auch 158 der 205 fertigen Falsifikate (vgl. Spalte «In Um-

laufsetzen» in den Tabellen gemäss E. 2.1.4.1a/b). Da auch in Bezug auf die 

verbleibenden 47 fertigen Falschgeldnoten das Produktionsdatum nicht ab-

schliessend geklärt werden kann, ist zugunsten der Beschuldigten B. davon aus-

zugehen, dass sie sich lediglich an der Herstellung der 30 falschen Banknoten 

im Gesamtbetrag von CHF 3'400.– (Noten gemäss den Fällen 18, 20, 23, 30, 31, 

32, 35, 36, 38, 39, 40, 44, 45, 47, 48, 49, 50, 51, 53, 54, 56, 57, 58, 59, 61, 63, 

64, 74) beteiligt hat, welche sie – wie noch detailliert aufgezeigt wird (E. 2.3.4.3) 

– ab dem 23. Mai 2020 auch selbst bzw. in Mittäterschaft mit dem Beschuldigten 

A. in Umlauf gesetzt hat. Dadurch wird dem Umstand Rechnung getragen, dass 

sie in Bezug auf diese Falsifikate – im Gegensatz zu jenen, welche ausschliess-

lich durch A. abgesetzt worden sind – auch ein finanzielles Motiv zur Unterstüt-

zung des Beschuldigten A. hatte. Gleichzeitig wird dadurch berücksichtigt, dass 

B. den Beschuldigten erst ab dem 10. Mai 2020 unterstützt und die Falschgeld-

produktion einige Zeit in Anspruch genommen hat. Dass die Tatbeiträge der Be-

schuldigten B. für die Produktion dieser erst ab dem 23. Mai 2020 in Umlauf ge-

setzten Noten kausal war, bestehen für das Gericht angesichts der Beweislage 

(vgl. E. 2.1.4.3b) keine Zweifel. 

d) Im Ergebnis kann der Beschuldigten B. in Bezug auf die Noten gemäss den 

Fällen 18, 20, 23, 30, 31, 32, 35, 36, 38, 39, 40, 44, 45, 47, 48, 49, 50, 51, 53, 

54, 56, 57, 58, 59, 61, 63, 64, 74 (total 30 falsche Banknoten im Gesamtbetrag 

von CHF 3'400.–) eine Unterstützung des Beschuldigten A. bei der Herstellung 

von Falschgeld nachgewiesen werden. Entsprechend hat sie objektiv den Tatbe-

stand der Gehilfenschaft zur Geldfälschung gemäss Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Art. 25 

StGB mehrfach erfüllt. Eine darüberhinausgehende Beteiligung – in Form der 

Mittäterschaft oder der Gehilfenschaft – kann der Beschuldigten B. jedoch nicht 

rechtsgenügend nachgewiesen werden, sodass sie in Bezug auf die übrigen Fal-

sifikate vom Vorwurf der mehrfachen Geldfälschung gemäss Art. 240 Abs. 1 

StGB bzw. Versuchs dazu freizusprechen ist. 

2.1.4.4 Subjektiver Tatbestand 

In subjektiver Hinsicht kann auf das zuvor Erwähnte verwiesen werden 

(E. 2.1.3.3 [betreffend A.]; E. 2.1.4.3 [betreffend B.]). Der subjektive Tatbestand 

ist demnach ohne Weiteres erfüllt. 

  

- 27 - 

SK.2022.43 

2.1.4.5 Zwischenergebnis 

a) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte A. in Bezug auf die 

205 falschen Banknoten im Gesamtbetrag von CHF 26'200.– mehrfach den Tat-

bestand der Geldfälschung gemäss Art. 240 Abs. 1 StGB und in Bezug auf die 

157 unfertigen Falsifikate im Gesamtbetrag von CHF 16'550.– mehrfach den Tat-

bestand der versuchten Geldfälschung gemäss Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 

Abs. 1 StGB erfüllt hat. Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe wurden 

weder geltend gemacht noch ergeben sich solche aus den Akten.  

b) Die Beschuldigte B. hat in Bezug auf 30 falsche Banknoten im Gesamtbetrag 

von CHF 3'400.– den Tatbestand der Gehilfenschaft zur Geldfälschung gemäss 

Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Art. 25 StGB mehrfach erfüllt. Eine darüberhinausgehende 

Beteiligung an der Herstellung von weiteren Banknoten kann ihr jedoch weder 

rechtsgenüglich nachgewiesen noch zugerechnet werden. Rechtfertigungs- und 

Schuldausschlussgründe wurden weder geltend gemacht noch ergeben sich sol-

che aus den Akten.  

2.1.5 Ergebnis 

2.1.5.1 Der Beschuldigte A. ist in Bezug auf insgesamt 230 Banknoten im Gesamtbetrag 

von CHF 28'800.– und EUR 50.– (25 Noten im Betrag von CHF 2'600.– und 

EUR 50.– [Anklagepunkt 1.1.1.1], plus 205 Noten im Betrag von CHF 26'200.– 

[Anklagepunkt 1.1.2.2]) der mehrfachen vollendeten Geldfälschung gemäss 

Art. 240 Abs. 1 teilweise i.V.m. Art. 250 StGB schuldig zu sprechen. Zudem ist er 

in Bezug auf 183 Banknoten im Gesamtbetrag von CHF 20'150.– (26 Noten im 

Betrag von CHF 3'600.– [Anklagepunkt 1.1.1.1], plus 157 Noten im Betrag von 

CHF 16'550.– [Anklagepunkt 1.1.2.2]) der mehrfachen versuchten Geldfäl-

schung gemäss Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

2.1.5.2 Die Beschuldigte B. ist im Anklagepunkt 1.1.2.2 der Gehilfenschaft zur mehrfa-

chen Geldfälschung gemäss Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Art. 25 StGB betreffend die 

Noten in den Fällen 18, 20, 23, 30, 31, 32, 35, 36, 38, 39, 40, 44, 45, 47, 48, 49, 

50, 51, 53, 54, 56, 57, 58, 59, 61, 63, 64, 74 (30 falsche Banknoten im Gesamt-

betrag CHF 3'400.–) schuldig zu sprechen. Im Übrigen ist sie vom Vorwurf der 

mehrfachen Geldfälschung bzw. mehrfach versuchten Geldfälschung freizuspre-

chen. 

2.2 Mehrfaches Lagern falschen Geldes 

2.2.1 Anklagevorwurf 

2.2.1.1 Die Anklage wirft dem Beschuldigten A. im Anklagepunkt 1.1.1.4 zusammenge-

fasst vor, in Alleintäterschaft im Zeitraum von August 2019 bis Februar 2020 in 

seiner Wohnung in Y. sowie in seinen Effekten die vorgenannten – selbst herge-

stellten (E. 2.1) – 51 Noten im Gesamtbetrag von CHF 6'200.– und EUR 50.– 

- 28 - 

SK.2022.43 

(25 fertige Noten im Betrag von CHF 2'600.– und EUR 50.–, plus 26 unfertige 

Noten im Betrag von CHF 3'600.–) gelagert zu haben, um diese zu einem späte-

ren Zeitpunkt als echt in Umlauf zu setzen. 

2.2.1.2 Weiter soll der Beschuldigte A. gemäss Anklagepunkt 1.1.2.4 zusammen mit der 

Beschuldigten B. im Zeitraum vom 10. Mai bis 3. Juni 2020 die vorgenannten – 

selbst hergestellten (E. 2.1) – 362 Noten im Gesamtbetrag von CHF 42'750.– 

(205 fertige Noten im Betrag von CHF 26'200.–, plus 157 unfertige Noten im Be-

trag von CHF 16'550.–) in ihren Wohnungen in Y. und X., im MM. in Z. sowie in 

ihren Effekten gelagert haben, um diese später als echt in Umlauf zu bringen. 

2.2.2 Rechtliches 

2.2.2.1 Des Lagerns falschen Geldes macht sich strafbar, wer falsches oder verfälschtes 

Metallgeld oder Papiergeld, falsche oder verfälschte Banknoten lagert, um sie als 

echt oder unverfälscht in Umlauf zu bringen (Art. 244 Abs. 1 StGB). 

2.2.2.2 Taugliches Tatobjekt ist Falschgeld und verfälschtes Geld (LENTJES MEILI/KEL-

LER, Basler Kommentar, 4. Aufl. 2019, Art. 244 StGB N. 8). Die Tathandlung des 

Lagerns ist erfüllt, wenn der Täter das Falschgeld in einem seiner Verfügungs-

gewalt unterliegenden Raum in der Absicht vorrätig hält, es bei Gelegenheit als 

echt in Verkehr zu bringen (BGE 103 IV 249 E. 1; Urteil des Bundesgerichts 

6B_1047/2015 vom 28. April 2016 E. 6.3). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz hin-

sichtlich aller objektiven Tatbestandselemente (Art. 12 Abs. 1 und 2 StGB) und 

die Absicht, das falsche oder verfälschte Geld als echt in Umlauf zu bringen, er-

forderlich (vgl. dazu bereits E. 2.1.2). 

2.2.2.3 Nach der Rechtsprechung der Strafkammer des Bundesstrafgerichts macht sich 

der Geldfälscher, der seine eigenen Fälschungen lagert, nicht zusätzlich nach 

Art. 244 StGB schuldig, da Art. 240 und 244 StGB die gleichen Rechtsgüter 

schützen und diese Rechtsgüter durch die mittels dieser Tatbestände strafbe-

wehrten Handlungen mangels In Umlaufsetzens der Fälschungen lediglich 

abstrakt gefährdet werden (Urteil des Bundesstrafgerichts SK.2015.43 vom 

6. Oktober 2015 und Berichtigung vom 15. Dezember 2016 E. 4.3.2). Dies steht 

im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach der unvollen-

dete Versuch des In Umlaufsetzens falschen Geldes als durch die Verurteilung 

wegen Geldfälschung im Sinne von Art. 240 Abs. 1 StGB als mitbestrafte Nachtat 

zu werten ist, da ein «eigentlicher Angriff» auf das geschützte Rechtsgut nicht 

stattfand (BGE 119 IV 154 E. 4a/cc; 133 IV 256 E. 4.2.2). Ein «eigentlicher An-

griff» auf das geschützte Rechtsgut fehlt nämlich auch beim blossen Lagern von 

Falschgeld. Die Rechtsprechung der Strafkammer des Bundesstrafgerichts ent-

spricht im Übrigen auch der herrschenden Lehre (CHAPUIS/BACHER, in: 

Macaluso/Moreillon/Queloz [Hrsg.], Commentaire Romand, Code pénal II, 

1. Aufl. 2017, Art. 244 StGB N. 17 f.; DUPUIS et al., Petit commentaire Code pé-

nal, 2. Aufl. 2017, Art. 244 StGB N. 23; LENTJES MEILI/KELLER, a.a.O.,  

- 29 - 

SK.2022.43 

Art. 244 StGB N. 31; NIGGLI, in: Schubarth [Hrsg.], Kommentar zum schweizeri-

schen Strafrecht, Band 6a, Art. 244 StGB N. 40 ff.; TRECHSEL/VEST, in: Trech-

sel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 

4. Aufl. 2021, Art. 244 StGB N. 6; WEDER, in: Donatsch [Hrsg.], StGB Kommen-

tar, 21. Aufl. 2022, Art. 244 StGB N. 6; WOHLERS, in: Wohlers/Godenzi/Schlegel 

[Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 4. Aufl. 2020, 

Art. 244 StGB N. 3). 

2.2.3 Tatsächliche und rechtliche Würdigung betreffend die dem Beschuldigten 

A. in Alleintäterschaft vorgeworfenen Taten 

2.2.3.1 Vorliegen von Falschgeld 

Zu prüfen ist einleitend, ob es sich bei den dem Beschuldigten A. vorgeworfenen 

51 Noten im Gesamtbetrag von CHF 6'200.– und EUR 50.– um Falschgeld und 

somit um ein taugliches Tatobjekt handelt. Hierbei ist zwischen den 25 fertigen 

Noten im Betrag von CHF 2'600.– und EUR 50.– und den 26 unfertigen bzw. in 

Produktion stehenden Noten im Betrag von CHF 3'600.– zu differenzieren: 

a) Betreffend die 25 Noten im Betrag von CHF 2'600.– und EUR 50.– 

Wie bereits im Rahmen der Erwägungen zur Geldfälschung festgehalten, handelt 

es sich bei diesen 25 Noten im Gesamtbetrag von CHF 2'600.– und EUR 50.– 

um vom Beschuldigten A. hergestelltes Falschgeld i.S.v. Art. 240 ff. StGB 

(E. 2.1.3.1a; 2.1.3.2a). Diese Noten stellen demnach taugliche Tatobjekte dar. 

Konkret handelt es sich um die folgenden Falsifikate: 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

2 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0004/0016 Ja, vgl. Fall Nr. 1, 2 

1 Note à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0026  Ja, vgl. Fall Nr. 3 

2 Noten à CHF 200.–  […] BA B1.10.02-0037/0049 Ja, vgl. Fall Nr. 4, 5 

1 Note à CHF 200.–  […] BA B1.10.02-0189 Ja, vgl. Fall Nr. 15 

1 Note à CHF 50.–  […] BA B1.10.02-0183 Ja, vgl. Fall Nr. 14 

1 Note à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0063 Ja, vgl. Fall Nr. 6 

11 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0061/0080/ 

0093/0102/0127/0134/01

58/0174/0203; B3.10.02-

0046 

Ja, vgl. Fall Nr. 6-13, 

16, 55 

1 Note à CHF 50.–  […] BA B3.10.02-0251 Ja, vgl. Fall Nr. 72 

1 Note à EUR 50.–  Keine BA B1.10.02-0305  Ja, vgl. Fall Nr. 22 

2 Noten à CHF 100.–  […] Ass-ID 12658, 12682 Nein 

1 Note à CHF 100.–  […] Ass-ID 12654  Nein 

1 Note à CHF 100.–  […] N/A Ja, vgl. Fall Nr. 46 

 

- 30 - 

SK.2022.43 

b) Betreffend die 26 Noten im Betrag von CHF 3'600.– 

Demgegenüber handelt es sich – wie unter dem Gesichtspunkt der Geldfäl-

schung bereits ausgeführt – bei den restlichen 26 Noten im Betrag von 

CHF 3'600.–, wegen welcher A. der mehrfachen versuchten Geldfälschung an-

geklagt und schuldig gesprochen wurde, nicht um Falschgeld, sondern lediglich 

um unfertige bzw. in Produktion stehende Falsifikate (E. 2.1.3.1b, 2.1.3.2b). 

Diese Noten stellen demnach kein taugliches Tatobjekt dar. Der Beschuldigte A. 

ist folglich in Bezug auf diese vom Vorwurf des Lagerns falschen Geldes freizu-

sprechen. Konkret handelt es sich um die folgenden Noten: 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

10 Noten à CHF 200.–  […] Ass-ID 12658, 12669, 

12681 

Nein 

16 Noten à CHF 100.–  […] vgl. BA 10.02-0172 Nein 

2.2.3.2 Lagerung durch den Beschuldigten A. 

Die vorgenannten tauglichen Tatobjekte (25 Noten im Betrag von CHF 2'600.– 

und EUR 50.–) wurden, wie bereits erwähnt, vom Beschuldigten selbst herge-

stellt (E. 2.1.3). Später wurden diese Noten von ihm in Umlauf gesetzt oder konn-

ten bei ihm zu Hause (Ass-ID 12658, 12682, 12654) sichergestellt werden. Des-

halb und unter Berücksichtigung des Geständnisses des Beschuldigten 

(BA 16.04-0026 ff.; TPF 17.731.020) ist erwiesen, dass er diese Noten in der Ab-

sicht, diese als echt in Umlauf zu setzen, vorrätig hielt. Der objektive und subjek-

tive Tatbestand von Art. 244 Abs. 1 StGB ist demnach mehrfach erfüllt. 

Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass es sich bei diesen Noten um vom 

Beschuldigten selbst hergestellte Noten handelt und er hierfür der mehrfachen 

Geldfälschung schuldig gesprochen wurde, kommt jedoch aufgrund des Konkur-

renzverhältnisses zwischen Art. 240 und 244 StGB (mitbestrafte Nachtat; 

E. 2.2.2.3) kein zusätzlicher Schuldspruch in Betracht. Durch den Schuldspruch 

wegen mehrfacher Geldfälschung ist der durch die Anklage in Bezug auf diese 

Noten vorgegebene Prozessgegenstand in inhaltlicher Hinsicht erschöpft, wes-

halb kein Freispruch zu erfolgen hat (vgl. BGE 142 IV 378 E. 1.3). 

2.2.3.3 Zwischenfazit 

Der Beschuldigte A. ist mangels tauglichen Tatobjekts vom Vorwurf des Lagerns 

falschen Geldes gemäss Art. 244 Abs. 1 StGB betreffend die folgenden 26 Noten 

im Betrag von CHF 3'600.– freizusprechen: 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

10 Noten à CHF 200.–  […] Ass-ID 12658, 12669, 

12681 

Nein 

16 Noten à CHF 100.–  […] vgl. BA 10.02-0172 Nein 

- 31 - 

SK.2022.43 

Die Lagerung der folgenden 25 Noten im Betrag von CHF 2'600.– und EUR 50.– 

gilt als durch den Schuldspruch wegen mehrfacher Geldfälschung abgegolten: 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

2 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0004/0016 Ja, vgl. Fall Nr. 1, 2 

1 Note à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0026  Ja, vgl. Fall Nr. 3 

2 Noten à CHF 200.–  […] BA B1.10.02-0037/0049 Ja, vgl. Fall Nr. 4, 5 

1 Note à CHF 200.–  […] BA B1.10.02-0189 Ja, vgl. Fall Nr. 15 

1 Note à CHF 50.–  […] BA B1.10.02-0183 Ja, vgl. Fall Nr. 14 

1 Note à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0063 Ja, vgl. Fall Nr. 6 

11 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0061/0080/ 

0093/0102/0127/0134/0

158/0174/0203; 

B3.10.02-0046 

Ja, vgl. Fall Nr. 6-13, 

16, 55 

1 Note à CHF 50.–  […] BA B3.10.02-0251 Ja, vgl. Fall Nr. 72 

1 Note à EUR 50.–  Keine BA B1.10.02-0305  Ja, vgl. Fall Nr. 22 

2 Noten à CHF 100.–  […] Ass-ID 12658, 12682 Nein 

1 Note à CHF 100.–  […] Ass-ID 12654  Nein 

1 Note à CHF 100.–  […] N/A Ja, vgl. Fall Nr. 46 

2.2.4 Tatsächliche und rechtliche Würdigung betreffend die den Beschuldigten 

A. und B. gemeinsam vorgeworfenen Taten 

2.2.4.1 Vorliegen von Falschgeld 

Zu prüfen ist zunächst, ob es sich bei den in der Anklage erwähnten 362 Noten 

im Gesamtbetrag von CHF 42'750.– um Falschgeld und somit um ein taugliches 

Tatobjekt handelt. Hierbei ist zwischen den 205 fertigen Noten im Betrag von 

CHF 26'200.– und den 157 unfertigen bzw. in Produktion stehenden Noten im 

Betrag von CHF 16'550.– zu differenzieren: 

a) Betreffend die 205 Noten im Betrag von CHF 26'200.– 

Wie bereits im Rahmen der Erwägungen zur Geldfälschung erwähnt, handelt es 

sich bei diesen 205 Noten im Gesamtbetrag von CHF 26'200.– um Falschgeld 

i.S.v. Art. 240 ff. StGB (E. 2.1.4.1a; 2.1.4.2a). Diese Noten stellen demnach taug-

liche Tatobjekte dar. Konkret handelt es sich um die folgenden Falsifikate: 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

6 Noten à CHF 50.–  […] BA B1.10.02-0220; B2. 

10.02-0005/0025; B3.10. 

02-0020; Ass-ID 12608, 

12617 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

17, 26, 27, 52 

7 Noten à CHF 100.– 

 

[…] BA B2.10.02-0036/0050/ 

0183/0275/0333; Ass-ID 

12658 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

28, 29, 37, 42, 44 

- 32 - 

SK.2022.43 

7 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0229/ 0264 

/0371; B2.10.02-0267; 

B3.10.02-0197; Ass-ID 

12608 

Ja teilweise, vgl. Fall 

Nr. 18, 19, 25, 41, 64 

29 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0274; B2. 

10.02-0085/0119/0151/ 

0167/0204/0225/0248/ 

0348/0371/0387; B3.10. 

02-0089/0102/0109/ 

0153/0169/0260; Ass-ID 

12690, 12693, 12658, 

12622, 12650, 12640 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

20 (3 Noten), 30, 32, 35, 

36, 38, 39, 40, 45, 47, 

48, 56, 57, 58, 61, 63, 

74 

 

69 Noten à CHF 100.– […] BA B1.10.02-0344/0357; 

B2.10.02-0399/0423; 

B3.10.02-0008/0139/ 

0163/0207/0223; Ass-ID 

12690, 12693, 12651, 

12655, 12657, 12658, 

12647, 12622, 12640 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

23, 24, 49, 50, 51, 60, 

62, 65, 66 

60 Noten à CHF 200.– […] BA B1.10.02-0299; B2. 

10.02-0101; B3.10.02-

0029/0036/0127; Ass-ID 

12693, 12656, 12681, 

12658, 12622, 12650, 

12640, 12645 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

21, 31, 53, 54, 59 

27 Noten à CHF 100.–   […] Ass-ID 12652, 12663, 

12658, 12669, 12640 

Nein 

b) Betreffend die 157 Noten im Gesamtbetrag von CHF 16'550.–  

Demgegenüber handelt es sich – wie unter dem Gesichtspunkt der Geldfäl-

schung bereits ausgeführt – bei den übrigen 157 Noten im Gesamtbetrag von 

CHF 16'550.–, wegen welcher die beiden Beschuldigten der mehrfachen ver-

suchten Geldfälschung angeklagt wurden, nicht um Falschgeld, sondern lediglich 

um unfertige bzw. in Produktion stehende Falsifikate (E. 2.1.4.1b; 2.1.4.2b). 

Diese Noten stellen demnach kein taugliches Tatobjekt dar. Diesbezüglich sind 

die Beschuldigten A. und B. folglich vom Vorwurf des Lagerns falschen Geldes 

freizusprechen. Konkret handelt es sich um die folgenden Noten: 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

1 Note à CHF 50.–  […] Ass-ID 12666  Nein 

8 Noten à CHF 100.– […] Ass-ID 12669 Nein 

34 Noten à CHF 100.–  […] Ass-ID 12645, 12665 Nein 

 

- 33 - 

SK.2022.43 

105 Noten à CHF 100.– […] Ass-ID 12658, 12669, 

12681, 12645, 12628 

Nein 

9 Noten à CHF 200.– […] Ass-ID 12658, 12645 Nein 

2.2.4.2 Lagerung durch den Beschuldigten A. 

Die genannten tauglichen Tatobjekte (205 Noten im Betrag von CHF 26'200.–) 

wurden wie bereits erwähnt vom Beschuldigten selbst hergestellt. Später wurden 

diese Noten von ihm in Umlauf gesetzt oder konnten in einem seiner Verfügungs-

gewalt unterliegenden Raum sichergestellt werden (E. 2.2.4.1a; E. 2.3). Deshalb 

und unter Berücksichtigung des Geständnisses des Beschuldigten (BA 16.04-

0026 ff.; TPF 17.731.020) ist erwiesen, dass er diese Noten in der Absicht, diese 

(als echt) in Umlauf zu setzen, vorrätig hielt. Der objektive und subjektive Tatbe-

stand von Art. 244 Abs. 1 StGB ist demnach mehrfach erfüllt. 

Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass es sich bei diesen Noten um vom 

Beschuldigten selbst hergestellte Noten handelt und er hierfür der mehrfachen 

Geldfälschung schuldig gesprochen wurde, kommt jedoch aufgrund des Konkur-

renzverhältnisses zwischen Art. 240 und 244 StGB (mitbestrafte Nachtat; 

E. 2.2.2.3) kein zusätzlicher Schuldspruch in Betracht. Durch den Schuldspruch 

wegen mehrfacher Geldfälschung ist der durch die Anklage in Bezug auf diese 

Noten vorgegebene Prozessgegenstand in inhaltlicher Hinsicht erschöpft, wes-

halb kein Freispruch zu erfolgen hat (vgl. BGE 142 IV 378 E. 1.3). 

2.2.4.3 Lagerung durch die Beschuldigte B. 

Zu prüfen ist weiter, ob auch die Beschuldigte B. – wie dies die Anklage behaup-

tet – diese tauglichen Tatobjekte (205 Noten im Betrag von CHF 26'200.–) vor-

sätzlich gelagert hat. Hierbei ist wie folgt zu differenzieren: 

a) 30 Noten im Betrag von CHF 3'400.– (Hergestellt zusammen mit A.)  

Die Beschuldigte B. hat – wie bereits unter dem Gesichtspunkt der Geldfälschung 

dargelegt – zur Geldfälschung der untenstehenden 30 falschen Banknoten im 

Gesamtbetrag von CHF 3'400.– Hilfe geleistet (E. 2.1.4.3). Diese Noten hat sie, 

wie noch zu zeigen sein wird, auch in Umlauf gesetzt und das In Umlaufsetzen 

kann ihr im Rahmen der Mittäterschaft zugerechnet werden (E. 2.3.4.3). Entspre-

chend hat sie diese Noten – jedenfalls kurzfristig – auch zu diesem Zweck und 

im Wissen darum, dass es sich um Falschgeld handelt, in ihren eigenen Effekten 

vorrätig gehalten und es kann ihr das Vorrätighalten durch A. ebenfalls im Rah-

men der Mittäterschaft zugerechnet werden.  

Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass es sich bei diesen Noten um sol-

che handelt, zu deren Herstellung die Beschuldigte B. Beihilfe geleistet hat und 

sie hierfür der Gehilfenschaft zur mehrfachen Geldfälschung schuldig gespro-

- 34 - 

SK.2022.43 

chen wurde (E. 2.1), kommt jedoch aufgrund des Konkurrenzverhältnisses zwi-

schen Art. 240 und 244 StGB (mitbestrafte Nachtat; E. 2.2.2.3) kein zusätzlicher 

Schuldspruch in Betracht. Durch den Schuldspruch wegen Gehilfenschaft zu 

mehrfacher Geldfälschung ist der durch die Anklage in Bezug auf diese Noten 

vorgegebene Prozessgegenstand in inhaltlicher Hinsicht erschöpft, weshalb kein 

Freispruch zu erfolgen hat (vgl. BGE 142 IV 378 E. 1.3). Konkret beziehen sich 

die obigen Erwägungen auf die folgenden Noten: 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

2 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0229; 

B3.10.02-0197 

Fall Nr. 18, 64 

1 Note à CHF 100.–  […] BA B2.10.02-0333 Fall Nr. 44 

4 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0344; 

B2.10.02-0399/0423; 

B3.10.02-0008 

Fall Nr. 23, 49, 50, 51 

4 Noten à CHF 200.–  […] BA B2. 10.02-0101; 

B3.10.02-

0029/0036/0127 

Fall Nr. 31, 53, 54, 59 

19 Noten à 

CHF 100.–  

[…] BA B1.10.02-0274; 

B2. 10.02-0085/0119 

/0151/0167/0204/022

5/0248/0348/0371/03

87; B3.10. 02-0089/ 

0102/0109/0153/016

9/0260 

Fall Nr. 20, 30, 32, 

35, 36, 38, 39, 40, 45, 

47, 48, 56, 57, 58, 61, 

63, 74 

b) Die 4 Noten im Betrag von CHF 300.– (Sicherstellung in B.s Wohnung) 

Die nachstehenden 4 Falsifikate im Gesamtbetrag von CHF 300.– wurden nicht 

in Umlauf gesetzt. Sie konnten jedoch anlässlich der am Wohnort der Beschul-

digten B. in X. durchgeführten Hausdurchsuchung beim Küchentisch sowie auf 

dem Wohnzimmerboden sichergestellt werden (BA 08.00-0008 i.V.m.  

08.03-0010; BA 13.02-0153). Indem sie diese falschen Banknoten in ihrer Woh-

nung aufbewahrte, hielt sie diese in einem ihrer Verfügungsgewalt unterliegen-

den Raum vorrätig. B. musste sodann in subjektiver Hinsicht – aufgrund der ge-

nannten Sicherstellungsorte (Küche, Wohnzimmer) – um die Existenz dieser No-

ten wissen. Aufgrund deren Beschaffenheit musste sie auch wissen, dass es sich 

hierbei um Falschgeld handelte. Die Absicht, dieses Falschgeld selbst oder durch 

A. in Umlauf zu bringen, ergibt sich schliesslich ohne Weiteres aus dem Um-

stand, dass die Beschuldigte – wie noch zu zeigen sein wird (E. 2.3.4.3) – selbst 

mehrfach falsches Geld in Umlauf gesetzt hat. Anderes wird von der Beschuldig-

ten auch nicht geltend gemacht (BA 13.02-0019; -0088; -0095 f.). Im Ergebnis 

hat die Beschuldigte B. den Tatbestand des Lagerns falschen Geldes auch in 

Bezug auf diese Falsifikate erfüllt. Rechtfertigungs- und Schuldausschluss-

gründe wurden weder geltend gemacht noch ergeben sich solche aus den Akten. 

- 35 - 

SK.2022.43 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

2 Noten à CHF 50.–  […] Ass-ID 12608, 12617 Nein 

2 Noten à CHF 100.– […] Ass-ID 12608 Nein 

c) 92 Noten im Betrag von CHF 14'100.– (Sicherstellung im von B. und A. ge-

meinsam bewohnten Zimmer des MM.s in Z.) 

Auch die nachfolgenden 92 Falsifikate im Gesamtbetrag von CHF 14'100.– wur-

den nicht in Umlauf gesetzt. Sie konnten jedoch anlässlich der am 3. Juni 2020 

durchgeführten Hausdurchsuchung im Zimmer des MM.s in Z. sichergestellt wer-

den (BA 08.00-0002 ff. i.V.m. 08.01-0010 ff.). Es ist unbestritten, dass die Be-

schuldigte B. zu dieser Zeit zusammen mit dem Beschuldigten A. in diesem Zim-

mer logierte (BA 13.01-0005 f.; 13.02-0014 f.). Wie noch zu zeigen sein wird, 

setzte die Beschuldigte im Zeitraum vom 1.-3. Juni 2020 in der Umgebung Z. 

zusammen mit A. mehrere falsche Banknoten in Umlauf (E. 2.3.4.3). Für das Ge-

richt ist aufgrund der Tatumstände (gemeinsamer Aufenthalt zwecks In Um-

laufsetzens von Falschgeld) zweifelsfrei erstellt, dass die Beschuldigte B. um die 

Existenz sämtlicher im Zimmer des MM.s sichergestellten Falsifikate wusste und 

diese zusammen mit A. für deren spätere In Umlaufsetzung dort vorrätig hielt. 

Anderweitige Aussagen der Beschuldigten sind als Schutzbehauptungen zu wer-

ten (BA 13.01-0024 f.). Die Beschuldigte B. hat demnach den Tatbestand von 

Art. 244 Abs. 1 StGB auch in Bezug auf diese Falsifikate erfüllt. Rechtfertigungs- 

und Schuldausschlussgründe wurden weder geltend gemacht noch ergeben sich 

solche aus den Akten. 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

6 Noten à CHF 100.–  

 

[…] Ass-ID 12622, 12640, 

12650 

Nein 

36 Noten à CHF 100.– 

 

[…] Ass-ID 12622, 12640, 

12647 

Nein 

49 Noten à CHF 200.– 

 

[…] Ass-ID 12622, 12640, 

12645, 12650 

Nein 

1 Note à CHF 100.–  

 

[…] Ass-ID 12640 Nein 

d) 79 Noten im Betrag von CHF 8'400.– (In Umlaufsetzen durch A. oder Sicher-

stellung in A.s Wohnung) 

Sämtliche übrigen 79 Falsifikate im Gesamtbetrag von CHF 8'400.– wurden ent-

weder am Wohnort des Beschuldigten A. in Y. sichergestellt oder ausschliesslich 

durch A. – ohne B.s Beteiligung – in Umlauf gesetzt. Aus den Akten geht nicht 

hervor, dass die Beschuldigte B. über einen Schlüssel zur Wohnung von A. ver-

fügte oder anderweitig Verfügungsmacht über diese ausüben konnte. Auch wenn 

sich die Beschuldigte B. mehrfach in A.s Wohnung aufgehalten hat, kann ihr 

- 36 - 

SK.2022.43 

keine Lagerung der in A.s Wohnung sichergestellten Falsifikate vorgeworfen wer-

den. Gleiches gilt im Ergebnis für die ausschliesslich vom Beschuldigten A. in 

Umlauf gebrachten Falsifikate. Unter Berücksichtigung, dass sämtliche Falsifi-

kate in A.s Wohnung ausgedruckt worden sind, ist davon auszugehen, dass auch 

diese Falsifikate vor deren In Umlaufsetzen dort und kurz vorher in A.s Effekten 

vorrätig gehalten worden sind. Im Ergebnis ist die Beschuldigte B. demnach in 

Bezug auf die folgenden Falsifikate vom Vorwurf des Lagerns falschen Geldes 

freizusprechen: 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

4 Noten à CHF 50.–  […] BA B1.10.02-0220; B2. 

10.02-0005/0025; B3.10. 

02-0020 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

17, 26, 27, 52 

6 Noten à CHF 100.– 

 

[…] BA B2.10.02-0036/0050/ 

0183/0275/0333; Ass-ID 

12658 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

28, 29, 37, 42 

3 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-

0264/0371; B2.10.02-

0267 

Ja teilweise, vgl. Fall 

Nr. 19, 25, 41, 64 

4 Noten à CHF 100.–  […] Ass-ID 12690, 12693, 

12658 

Nein 

29 Noten à CHF 100.– 

 

 

 

[…] BA B1.10.02-0357; 

B3.10.02-0139/ 

0163/0207/0223; Ass-ID 

12690, 12693, 12651, 

12655, 12657, 12658 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

24, 60, 62, 65, 66 

7 Noten à CHF 200.– […] BA B1.10.02-0299; Ass-

ID 12693, 12656, 12681, 

12658 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

21 

26 Noten à CHF 100.–   […] Ass-ID 12652, 12663, 

12658, 12669 

Nein 

2.2.4.4 Zwischenfazit 

a) Der Beschuldigte A. ist mangels tauglichen Tatobjekts vom Vorwurf des La-

gerns falschen Geldes gemäss Art. 244 Abs. 1 StGB betreffend die folgenden 

157 Noten im Gesamtbetrag von CHF 16'550.– freizusprechen:  

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

1 Note à CHF 50.–  […] Ass-ID 12666  Nein 

8 Noten à CHF 100.– […] Ass-ID 12669 Nein 

34 Noten à CHF 100.–  […] Ass-ID 12645, 12665 Nein 

105 Noten à CHF 100.– […] Ass-ID 12658, 12669, 

12681, 12645, 12628 

Nein 

9 Noten à CHF 200.– […] Ass-ID 12658, 12645 Nein 

- 37 - 

SK.2022.43 

Die Lagerung der nachfolgenden 205 Noten im Betrag von CHF 26'200.– gilt als 

durch den Schuldspruch wegen mehrfacher Geldfälschung abgegolten: 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

6 Noten à CHF 50.–  […] BA B1.10.02-0220; B2. 

10.02-0005/0025; B3.10. 

02-0020; Ass-ID 12608, 

12617 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

17, 26, 27, 52 

7 Noten à CHF 100.– 

 

[…] BA B2.10.02-0036/0050/ 

0183/0275/0333; Ass-ID 

12658 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

28, 29, 37, 42, 44 

7 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0229/ 0264 

/0371; B2.10.02-0267; 

B3.10.02-0197; Ass-ID 

12608 

Ja teilweise, vgl. Fall 

Nr. 18, 19, 25, 41, 64 

29 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0274; B2. 

10.02-0085/0119/0151/ 

0167/0204/0225/0248/ 

0348/0371/0387; B3.10. 

02-0089/0102/0109/ 

0153/0169/0260; Ass-ID 

12690, 12693, 12658, 

12622, 12650, 12640 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

20 (3 Noten), 30, 32, 35, 

36, 38, 39, 40, 45, 47, 

48, 56, 57, 58, 61, 63, 

74 

 

69 Noten à CHF 100.– […] BA B1.10.02-0344/0357; 

B2.10.02-0399/0423; 

B3.10.02-0008/0139/ 

0163/0207/0223; Ass-ID 

12690, 12693, 12651, 

12655, 12657, 12658, 

12647, 12622, 12640 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

23, 24, 49, 50, 51, 60, 

62, 65, 66 

60 Noten à CHF 200.– […] BA B1.10.02-0299; B2. 

10.02-0101; B3.10.02-

0029/0036/0127; Ass-ID 

12693, 12656, 12681, 

12658, 12622, 12650, 

12640, 12645 

Ja teilweise, vgl. Fall Nr. 

21, 31, 53, 54, 59 

27 Noten à CHF 100.–   […] Ass-ID 12652, 12663, 

12658, 12669, 12640 

Nein 

b) Die Beschuldigte B. ist mangels tauglichen Tatobjekts bzw. nachweisbarer 

Tathandlung vom Vorwurf des Lagerns falschen Geldes gemäss Art. 244 

Abs. 1 StGB betreffend die folgenden 236 Noten im Gesamtbetrag von 

CHF 24'950.– (157 Noten im Betrag von CHF 16'550.– [E. 2.2.4.1b], plus 79 No-

ten im Betrag von CHF 8'400.– [E. 2.2.4.3d]) freizusprechen: 

- 38 - 

SK.2022.43 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

1 Note à CHF 50.–  […] Ass-ID 12666  Nein 

8 Noten à CHF 100.– […] Ass-ID 12669 Nein 

34 Noten à CHF 100.–  […] Ass-ID 12645, 12665 Nein 

105 Noten à CHF 100.– […] Ass-ID 12658, 12669, 

12681, 12645, 12628 

Nein 

9 Noten à CHF 200.– […] Ass-ID 12658, 12645 Nein 

4 Noten à CHF 50.–  […] BA B1.10.02-0220; B2. 

10.02-0005/0025; B3.10. 

02-0020 

Ja teilweise, vgl. Fall 

Nr. 17, 26, 27, 52 

6 Noten à CHF 100.– 

 

[…] BA B2.10.02-0036/0050/ 

0183/0275/0333; Ass-ID 

12658 

Ja teilweise, vgl. Fall 

Nr. 28, 29, 37, 42 

3 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0264/ 

0371; B2.10.02-0267 

Ja teilweise, vgl. Fall 

Nr. 19, 25, 41, 64 

4 Noten à CHF 100.–  […] Ass-ID 12690, 12693, 

12658 

Nein 

29 Noten à CHF 100.– 

 

 

 

[…] BA B1.10.02-0357; 

B3.10.02-0139/0163/02 

07/0223; Ass-ID 12690, 

12693, 12651, 12655, 

12657, 12658 

Ja teilweise, vgl. Fall 

Nr. 24, 60, 62, 65, 66 

7 Noten à CHF 200.– […] BA B1.10.02-0299; Ass-

ID 12693, 12656, 12681, 

12658 

Ja teilweise, vgl. Fall 

Nr. 21 

26 Noten à CHF 100.–   […] Ass-ID 12652, 12663, 

12658, 12669 

Nein 

Die Lagerung der nachfolgenden 30 Noten im Gesamtbetrag von CHF 3'400.– 

gilt als durch den Schuldspruch wegen Gehilfenschaft zur mehrfachen Geldfäl-

schung abgegolten: 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

2 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0229; B3. 

10.02-0197 

Fall Nr. 18, 64 

1 Note à CHF 100.–  […] BA B2.10.02-0333 Fall Nr. 44 

4 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0344; 

B2.10.020399/0423; B3. 

10. 02-0008 

Fall Nr. 23, 49, 50, 51 

4 Noten à CHF 200.–  […] BA B2. 10.02-0101; 

B3.10.02-0029/0036/ 

0127 

Fall Nr. 31, 53, 54, 59 

 

- 39 - 

SK.2022.43 

19 Noten à CHF 100.–  […] BA B1.10.02-0274; B2. 

10.02-0085/0119/0151/ 

0167/0204/0225/0248/ 

0348/0371/0387; B3.10. 

02-0089/0102/0109/01 

53/0169/0260 

Fall Nr. 20, 30, 32, 

35, 36, 38, 39, 40, 45, 

47, 48, 56, 57, 58, 61, 

63, 74 

In Bezug auf die übrigen, unten aufgelisteten 96 Noten im Gesamtbetrag von 

CHF 14'400.– (4 Noten im Betrag von CHF 300.–, plus 92 Noten im Betrag von 

CHF 14'100.– [E. 2.2.4.3b-c]) ist die Beschuldigte B. im Anklagepunkt 1.1.2.4 des 

mehrfachen Lagerns falschen Geldes gemäss Art. 244 Abs. 1 StGB schuldig zu 

sprechen: 

Noten Seriennummer Aktenfundstelle In Umlaufsetzen 

2 Noten à CHF 50.–  […] Ass-ID 12608, 12617 Nein 

2 Noten à CHF 100.– […] Ass-ID 12608 Nein 

6 Noten à CHF 100.–  

 

[…] Ass-ID 12622, 12640, 

12650 

Nein 

36 Noten à CHF 100.– 

 

[…] Ass-ID 12622, 12640, 

12647 

Nein 

49 Noten à CHF 200.– 

 

[…] Ass-ID 12622, 12640, 

12645, 12650 

Nein 

1 Note à CHF 100.–  

 

[…] Ass-ID 12640 Nein 

2.2.5 Ergebnis 

2.2.5.1 a) Zusammenfassend ist der Beschuldigte A. mangels tauglichen Tatobjekts vom 

Vorwurf des Lagerns falschen Geldes gemäss Art. 244 Abs. 1 StGB betreffend 

die vorgenannten 183 Noten im Betrag von CHF 20'150.– (26 Noten im Betrag 

von CHF 3'600.– [Anklagepunkt 1.1.1.4], plus 157 Noten im Gesamtbetrag von 

CHF 16'550.– [Anklagepunkt 1.1.2.4]) freizusprechen. 

b) Die Lagerung der übrigen 230 Noten im Betrag von CHF 28'800.– und 

EUR 50.– (25 Noten im Betrag von CHF 2'600.– und EUR 50.– [Anklagepunkt 

1.1.1.4], plus 205 Noten im Betrag von CHF 26'200.– [Anklagepunkt 1.1.2.4]) gilt 

als durch den Schuldspruch wegen mehrfacher Geldfälschung abgegolten. 

2.2.5.2 a) Die Beschuldigte B. ist zusammengefasst mangels tauglichen Tatobjekts bzw. 

mangels nachweisbarer Tathandlung in Bezug auf insgesamt 236 Noten im Ge-

samtbetrag von 24'950.– (157 Noten im Gesamtbetrag von CHF 16'550.–, plus 

79 Noten Gesamtbetrag von CHF 8'400.–) vom Vorwurf des mehrfachen Lagerns 

falschen Geldes freizusprechen. 

- 40 - 

SK.2022.43 

b) Die Lagerung der erwähnten 30 Noten im Betrag von CHF 3'400.– 

(E. 2.2.4.3a) gilt als durch den Schuldspruch wegen Gehilfenschaft zu mehrfa-

cher Geldfälschung abgegolten. 

c) Betreffend die vorgenannten 96 Noten im Gesamtbetrag von CHF 14'400.– 

(4 Noten im Betrag von CHF 300.–, plus 92 Noten im Betrag von CHF 14'100.–) 

ist die Beschuldigte B. im Anklagepunkt 1.1.2.4 des mehrfachen Lagerns fal-

schen Geldes gemäss Art. 244 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

2.3 Mehrfaches In Umlaufsetzen falschen Geldes 

2.3.1 Anklagevorwurf (Anklagepunkt 1.1.1.2) 

2.3.1.1 Im Anklagepunkt 1.1.1.2 wird dem Beschuldigten A. vorgeworfen, im Zeitraum 

von August 2019 bis Juni 2020 insgesamt 38 falsche Banknoten im Gesamtbe-

trag von CHF 3’850.– (recte: 39 Noten, nämlich 37 Noten im Gesamtbetrag von 

CHF 3'850.– sowie 2 Noten mit unbekanntem Betrag [Fälle Nr. 70, 71]) als echt 

in Umlauf gebracht zu haben, indem er diese an verschiedenen Orten in der 

Schweiz im Zusammenhang mit dem Kauf diverser Waren dem jeweiligen Ver-

kaufspersonal übergeben habe. 

2.3.1.2 Gemäss Anklagepunkt 1.1.2.3 sollen die Beschuldigten A. und B. nach vorgän-

giger gemeinsamer Planung und in gemeinsamer Ausführung im Zeitraum von 

Mai bis Juni 2020 zudem insgesamt 37 falsche Banknoten im Gesamtbetrag von 

CHF 4'050.– (recte: 38 Noten im Gesamtbetrag von CHF 4'150.–) auf die gleiche 

Art und Weise als echt in Umlauf gebracht haben. 

2.3.2 Rechtliches 

2.3.2.1 Gemäss Art. 242 Abs. 1 StGB macht sich des In Umlaufsetzens falschen Geldes 

strafbar, wer falsches oder verfälschtes Metallgeld oder Papiergeld, falsche oder 

verfälschte Banknoten als echt oder unverfälscht in Umlauf setzt. 

2.3.2.2 Zur Erfüllung von Art. 242 StGB ist es begriffsnotwendig, dass die Tathandlungen 

bezüglich gefälschten oder verfälschten Geldes vorgenommen werden (Urteil 

des Bundesstrafgerichts SK.2019.64 vom 12. Februar 2020 E. 4.1.1; LENTJES 

MEILI/KELLER, a.a.O., Art. 242 StGB N. 7). Unter In Umlaufsetzen ist die Weiter-

gabe des Falschgeldes an eine andere Person, d.h. Gewahrsamsaufgabe zu-

gunsten einer anderen Person, zu verstehen. Nicht entscheidend für die Straf-

barkeit ist, ob und allenfalls wann der Empfänger nach erfolgter Übernahme den 

Fälschungscharakter des vermeintlich echten Geldes erkennt (Urteile des Bun-

desstrafgerichts SK.2019.64 vom 12. Februar 2020 E. 4.1.1; SK.2015.53 vom 

17. August 2016 E. 3.1.1; LENTJES MEILI/KELLER, a.a.O., Art. 242 StGB N. 10). In 

subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich (Art. 12 Abs. 1 und 2 StGB). 

- 41 - 

SK.2022.43 

2.3.2.3 Art. 242 StGB steht sowohl zur Geldfälschung gemäss Art. 240 StGB (BGE 133 

IV 256 E. 4.2) als auch zum Tatbestand des Lagerns falschen Geldes nach 

Art. 244 StGB (BGE 80 IV 252 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 6B_56/2011 vom 

17. Oktober 2011 E. 4.3.3) in echter Konkurrenz. Auf die Kritik der Verteidigung 

an diesen Konkurrenzverhältnissen (siehe TPF 17.721.086; 17.721.117 ff.) ist 

aufgrund der klaren Rechtsprechung nicht weiter einzugehen. 

2.3.3 Tatsächliche und rechtliche Würdigung betreffend die dem Beschuldigten 

A. in Alleintäterschaft vorgeworfenen Taten 

2.3.3.1 Vorliegen von Falschgeld 

Einleitend ist zu prüfen, ob es sich bei den dem Beschuldigten A. vorgeworfenen 

39 Banknoten um Falschgeld handelt, wobei wie folgt zu differenzieren ist: 

a) Betreffend 36 Noten im Gesamtbetrag von CHF 3’750.– 

Bei den untenstehenden 36 Banknoten handelt es sich um von A. hergestelltes 

Falschgeld; es kann auf die vorgenannten Erwägungen zur Geldfälschung ver-

wiesen werden (E. 2.1). Die Noten stellen demnach taugliche Tatobjekte dar. 

Noten Seriennummer In Umlaufsetzen 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 1 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 3 

1 Note à CHF 200.–  […] Fall Nr. 4 

1 Note à CHF 200.–  […] Fall Nr. 5 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 8 

2 Noten à CHF 100.–  […] Fall Nr. 9 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 10 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 13 

1 Note à CHF 50.–  […] Fall Nr. 14 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 11 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 12 

1 Note à CHF 200.–  […] Fall Nr. 15 

1 Note à CHF 50.–  […] Fall Nr. 17 

1 Note à CHF 50.–  […] Fall Nr. 27 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 28 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 42 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 37 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 19 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 25 

1 Note à CHF 200.–  […] Fall Nr. 21 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 24 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 60 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 55 

- 42 - 

SK.2022.43 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 2 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 6 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 6 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 7 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 46 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 16 

1 Note à CHF 50.–  […] Fall Nr. 72 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 41 

1 Note à CHF 50.–  […] Fall Nr. 52 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 62 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 65 

1 Note à CHF 100.–  […] Fall Nr. 66 

b) Betreffend 3 Noten im Betrag von mindestens CHF 100.–  

Nachdem erstellt worden ist, dass es sich bei 36 von 39 Noten um Falschgeld 

handelt, ist näher auf die verbleibenden 3 Noten einzugehen. Hierbei handelt es 

sich um die angeblich in den Fällen Nr. 43, 70, 71 in Umlauf gesetzten Noten. 

Gemäss Akten konnten diese Banknoten nicht sichergestellt werden. Auch erge-

ben sich weder aus der Anklage noch aus den polizeilichen Ermittlungen (siehe 

entsprechendes Falldossier in der Rubrik BA 10.02) Anhaltspunkte auf die Se-

riennummer der jeweiligen Noten. Deshalb ist es für das Gericht weder unmittel-

bar gestützt auf die konkrete Note, noch mittelbar unter Zuhilfenahme von Noten 

mit der gleichen Seriennummer, möglich, die Qualität dieser Banknoten zu beur-

teilen. Zugunsten des Beschuldigten ist daher davon auszugehen, dass es sich 

bei diesen Noten nicht um Falschgeld i.S.v. Art. 240 ff. StGB handelt. Entspre-

chend ist der Beschuldigte A. mangels tauglichen Tatobjekts in den genannten 

Fällen vom Vorwurf des In Umlaufsetzens falschen Geldes freizusprechen. Kon-

kret bezieht sich dies auf das angeklagte In Umlaufsetzen nachfolgender 3 Bank-

noten: 

Noten Seriennummer In Umlaufsetzen 

1 Note à CHF 100.–  Unbekannt Fall Nr. 43 

1 Note (unbekannter Betrag) Unbekannt Fall Nr. 70 

1 Note (unbekannter Betrag) Unbekannt Fall Nr. 71 

2.3.3.2 Täterschaft des Beschuldigten A. 

Der Beschuldigte A. gestand, die 36 falschen Banknoten im Wissen darum, dass 

es sich hierbei nicht um echtes Geld handelte, dem jeweiligen Verkaufspersonal 

übergeben zu haben (BA 16.04-0026 ff.; TPF 17.731.020 f.). Dieser Personalbe-

weis steht im Einklang mit den vorhandenen Sachbeweisen und Indizien (vgl. die 

Akten in den jeweiligen Falldossiers in BA 10.02). Durch diese Handlungen hat 

der Beschuldigte A. insgesamt 36 falsche Banknoten im Gesamtbetrag von 

CHF 3’750.– vorsätzlich in Umlauf gesetzt. 

- 43 - 

SK.2022.43 

2.3.3.3 Zwischenfazit 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte A. vom Vorwurf des 

In Umlaufsetzens falschen Geldes gemäss Anklagepunkt 1.1.1.2 betreffend die 

Taten im Zusammenhang mit den Fällen 43, 70, 71 (3 Noten, nämlich 1 Note im 

Betrag von CHF 100.– sowie 2 Noten mit unbekanntem Betrag) freizusprechen 

ist. Im Übrigen ist er im Anklagepunkt 1.1.1.2 in Bezug auf 36 falsche Banknoten 

im Gesamtbetrag von CHF 3’750.– (Fälle 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 

14, 15, 16, 17, 19, 21, 24, 25, 27, 28, 37, 4