# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 46af06de-d59f-51c8-a39e-cb76dada25ca
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.04.2010 D-2982/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2982-2010_2010-04-30.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2982/2010/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Martin Zoller, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr.

A._______, geboren (...), Ghana,
vertreten durch lic. iur. Ralph Wiedler Friedmann, 
Rechtsanwalt, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 16. April 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2982/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer – ein ghanaischer Staatsangehöriger aus 
B._______  –  am  14. November 2008  in  der  Schweiz  um  Asyl 
nachsuchte,

dass er im Rahmen der Erstbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum C._______ vom 24. November 2008 und der Anhörung nach 
Art. 29  Abs. 1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR 
142.31)  durch das BFM vom 2. Juli 2009 zur Begründung im Wesent-
lichen geltend machte, er sei homosexuell und sei deshalb von seinen 
Eltern geschlagen,  von seinem Vater auch mit  dem Tod bedroht und 
von den Nachbarn schikaniert worden,

dass er wegen seiner Homosexualität, die in Ghana verboten sei, auch 
von  der  Polizei  Ende  2004  beziehungsweise  zu  Beginn  des  Jahres 
2005 drei Mal für kurze Zeit mitgenommen worden sei,

dass er  Ghana deshalb am 3. Juni  2006 auf  dem Seeweg Richtung 
Italien verlassen habe, 

dass  er  anfangs August  2008 von Italien  illegal  in  die  Schweiz  ein-
gereist  sei,  jedoch  ohne  hier  ein  Asylgesuch  zu stellen  nach  Italien 
zurückgekehrt  sei  und sich in  D._______ am 28. August  2008 einen 
ghanaischen Pass habe ausstellen lassen, 

dass er im Oktober 2008 in Italien ein Asylgesuch eingereicht habe, 
das wegen seines vorgängigen Aufenthalts in der Schweiz jedoch ab-
gelehnt worden sei, weshalb er schliesslich am 14. November 2008 im 
Rahmen der  Rückübernahme  wieder  in  die  Schweiz  gekommen  sei 
und hier um Asyl nachgesucht habe, 

dass  bezüglich  der  weiteren  Aussagen  beziehungsweise der  Einzel-
heiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf die Protokolle bei den 
Akten verwiesen wird (vgl. A1 und A13), 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  16. April  2010  –  eröffnet  am 
20. April  2010  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 1  AsylG  auf  das 
Asylgesuch nicht eintrat und, unter  Ansetzung einer Ausreisefrist  bis 
zum 17. Mai 2010,  die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der 
Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

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dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  27. April 2010  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob,  worin  um  Aufhebung 
der vorinstanzlichen Verfügung und um Eintreten auf das Asylgesuch 
und Gewährung des Asyls ersucht wurde,

dass zudem in formeller Hinsicht um Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses  und  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden 
Wirkung der Beschwerde ersucht wurde, 

dass  die  vorinstanzlichen Akten am 29. April  2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  des  Asyls  endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist, weshalb – mit den nachfolgenden Einschrän-
kungen  –  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art. 108  Abs.  2  AsylG  sowie  Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG),

dass die Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung hat 
(Art. 55 Abs. 1 VwVG) und eine solche vom BFM nicht entzogen wurde 
Art.  55  Abs.  2  VwVG),  weshalb  mangels  Rechtschutzinteresses  auf 
den  Antrag  auf  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung  der 
Beschwerde nicht einzutreten ist, 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  kann  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, bei denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit 
darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 
Vorinstanz  zurückgehen  zu  lassen  (vgl.  Entscheidungen  und  Mit-
teilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 
Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  mithin  auf  den Antrag in  der  Beschwerde,  das  Asylgesuch sei 
gutzuheissen, nicht einzutreten ist, 

dass indes die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs 
der  Wegweisung  materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungs-
gericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass  auf  Gesuche  von  Asylsuchenden  aus  verfolgungssicheren 
Staaten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe-Country-
Regelung)  nicht  eingetreten wird,  ausser es gebe Hinweise auf  Ver-
folgung (Art. 34 Abs. 1 AsylG), 

dass  der  Bundesrat  Ghana  mit  Beschluss  vom  6. Oktober  1993  zu 
einem verfolgungssicheren Staat (safe country) im obgenannten Sinn 
erklärt hat, 

dass somit die formellen Voraussetzungen für den Erlass eines Nicht-
eintretensentscheids auf der Grundlage von Art. 34 Abs. 1 AsylG er-
füllt sind, 

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dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  Hinweise  auf  eine  asylrechtlich  relevante 
Verfolgung vorliegen (Art. 34 Abs. 1 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer tätliche Übergriffe und Drohungen seitens 
seiner Eltern und Nachbarn, mithin eine Verfolgung durch nichtstaat-
liche Akteure, geltend machte, 

dass diese Vorbringen unabhängig von der Frage deren Glaubhaftig-
keit und der Frage des diesbezüglichen Schutzwillens und der Schutz-
fähigkeit  der  staatlichen  Behörden  flüchtlingsrechtlich  nicht  relevant 
sind, weil von einer innerstaatlichen Fluchtalternative auszugehen ist, 
da der Beschwerdeführer sein Elternhaus in B._______ verlassen und 
sich  beispielsweise  in  der  Millionenstadt  Accra  oder  auch  in  einem 
anderen Landesteil  (z. B. in der Millionenstadt Kumasi in der Ashanti 
Region, wo auch eine LGBT-Community besteht) niederlassen kann, 

dass  die  Asylrelevanz  der  Homosexualität  an  sich  ebenfalls  zu  ver-
neinen ist, 

dass nach den Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts homo-
sexuelle Handlungen unter Männern in Ghana zwar illegal sind und mit 
Gefängnisstrafen  bedroht  werden  (vgl.  Art. 105  des  ghanaischen 
Strafgesetzbuches), jedoch nicht von einer systematischen Verfolgung 
Homosexueller im Sinne des Asylgesetzes auszugehen ist, mithin kein 
staatliches  Verfolgungsinteresse  feststellbar  ist,  wenn  die  Homo-
sexualität  nicht  in  einer  möglicherweise  Anstoss  erregenden  Art 
öffentlich zur Schau gestellt wird, 

dass angesichts der unglaubhaften Angaben des Beschwerdeführers 
zu  den  angeblichen  Verhaftungen  Ende 2004/Anfang  2005  –  die  im 
Übrigen  auch  bei  Bejahung  der  Glaubhaftigkeit  aufgrund  des 
fehlenden  zeitlichen  engen  Zusammenhangs  zwischen  den  Ver-
folgungsmassnahmen und der Ausreise aus dem Heimatland im Juni 
2006  nicht  mehr  als  fluchtauslösende  Ereignisse  betrachtet  werden 
könnten (vgl. EMARK 1999 Nr. 7, 2000 Nr. 2, 2003 Nr. 8) – denn auch 
keine Hinweise ersichtlich sind, wonach die ghanaischen Behörden ein 
diesbezügliches Verfolgungsinteresse gehabt hätten, wie dies auch die 
problemlose Ausstellung eines  ghanaischen Passes im August  2008 
zeigt, 

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dass es dem Beschwerdeführer damit nicht gelungen ist, die in Bezug 
auf Ghana bestehende Vermutung der Verfolgungssicherheit zu wider-
legen, 

dass  die  Ausführungen  in  der  Beschwerde  nicht  geeignet  sind,  zu 
einer anderen Beurteilung zu führen, 

dass  der  Einwand  des  Beschwerdeführers,  das  BFM  habe  die  Be-
handlungsfrist  von  Art. 37  Abs. 1  AsylG  nicht  eingehalten,  nicht  zu 
überzeugen vermag, da es sich dabei  um eine Ordnungs- und nicht 
um eine Verwirkungsfrist  handelt  und die Vorinstanz bei  Erfüllen der 
gesetzlichen  Voraussetzungen  für  die  Ausfällung  eines  Nichtein-
tretensentscheids  hierzu  unter  gleichzeitiger  Ansetzung  einer  Aus-
reisefrist  grundsätzlich  auch  nach  Ablauf  der  in  Art. 37  AsylG  ge-
nannten Entscheidungsfrist  verpflichtet war (vgl. EMARK 2002 Nr. 15 
E. 5d), 

dass das BFM demnach zu Recht  in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 
AsylG auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist, 

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Beschwerdeführer weder  eine Aufenthaltsbewilligung be-
sitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 Abs. 1 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlings-
rechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  An-
wendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechts-
widrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in Ghana keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, aufgrund 
derer die Bevölkerung konkret gefährdet wäre, 

dass  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  jungen,  ledigen,  kinder-
losen,  soweit  aktenkundig  gesunden  (vgl.  A7)  und  über  ver-
wandtschaftliche  Beziehungen  im  Heimatstaat  verfügenden  Be-
schwerdeführers  (vgl.  A1  S. 2  f.),  dem es  –  sollte  er  nicht  mehr  zu 
seinen Eltern zurückkehren können oder wollen – auch zuzumuten ist, 
sich ausserhalb seines Elternhauses niederzulassen und sich um eine 
Arbeitsstelle  zu  bemühen,  um  für  seinen  Lebensunterhalt  aufzu-
kommen,  zumal  er  gemäss  eigenen  Angaben  über  eine  sehr  gute 
Ausbildung und umfangreiche Fremdsprachenkenntnisse verfügt  (vgl. 
A1 S. 2), somit als zumutbar erweist (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  schliesslich  auch  möglich  ist,  da 
keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem 
Beschwerdeführer obliegt,  bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere 

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mitzuwirken,  sollte  er  nicht  mehr  im Besitz  des  im Jahre 2008  aus-
gestellten Reisepasses sein (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  somit  keine  Wegweisungshindernisse  vorliegen,  weshalb  die 
Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme nicht  in  Betracht  fällt  und  der 
Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  die  angefochtene  Verfügung  demnach  weder  Bundesrecht  ver-
letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von 
der  Vorinstanz  richtig  und  vollständig  festgestellt  wurde  (Art. 106 
AsylG),  weshalb  die  Beschwerde  abzuweisen  ist,  soweit  auf  diese 
einzutreten ist,

dass mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion das Gesuch 
um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstands-
los geworden ist, 

dass der Beschwerdeführer mit dem Gesuch um Verzicht auf die Er-
hebung  eines  Kostenvorschusses  sinngemäss  aber  auch  um  Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
VwVG ersucht hat, 

dass eine Partei,  die  nicht  über die erforderlichen Mittel  verfügt,  auf 
Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit werden kann, 
sofern  ihr  Begehren  nicht  aussichtslos  erscheint  (Art. 65  Abs. 1 
VwVG), 

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos zu qualifizieren ist und daher das sinngemässe Gesuch um 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  ungeachtet  der  Be-
dürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.-
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein;  über  eine  allfällige  Rückgabe  der  beim  BFM 
eingereichten Unterlagen befindet die Vorinstanz auf entsprechende 
Anfrage)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie)

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Susanne Burgherr

Versand:

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