# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0957bce0-9670-59c9-9982-92622667bf15
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.01.2012 D-691/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-691-2010_2012-01-10.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­691/2010

U r t e i l   v om   1 0 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Richter Thomas Wespi (Vorsitz),
Richter Jean­Pierre Monnet, Richter Martin Zoller,
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

Parteien A._______, geboren B._______,
C._______, geboren D._______,
E._______, geboren F._______,
Vereinigte Staaten von Amerika (USA),
Beschwerdeführer, 
c/o Schweizer Generalkonsulat in G._______, USA,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz. 

Gegenstand

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 3. Dezember 2009 / N _______.

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Sachverhalt:

A. 
Mit Eingabe vom 23. Februar 2009 (Eingang bei der Schweizer Botschaft 
in  H._______:  2.  März  2009)  suchten  die  aus  den  USA  stammenden 
Beschwerdeführer um Asyl in der Schweiz nach. 

Zur Begründung ihrer Asylgesuche führten die Beschwerdeführer aus,  in 
den  USA  seien  sie  aufgrund  ihrer  Ethnie  und  ihrer  politischen 
Anschauungen  staatlicher  Verfolgung  ausgesetzt.  Die  amerikanischen 
Behörden  hätten  sie  fichiert  und  politische Dossiers mit  derart  falschen 
Angaben über sie erstellt, dass sogar die Anschuldigung des Hochverrats 
daraus  resultieren  könnte,  eine  Straftat,  auf  der  die  Todesstrafe  stehe. 
Von der amerikanischen Regierung seien sie fälschlicherweise der {…….} 
worden.  Zudem  habe  man  sie  beschuldigt,  Reisen  in  den  I._______ 
unternommen  und  das  Land  finanziell  unterstützt  zu  haben.  Dass 
letztgenannte  Anschuldigung  unrechtmässig  sei,  sei  bereits  daraus 
ersichtlich, dass ihnen eine Ausreise aufgrund fehlender Pässe gar nicht 
möglich  sei.  Wie  ihnen  von  einem  für  die  Behörden  tätigen  Anwalt 
mitgeteilt worden sei, bleibe  ihnen aufgrund  ihrer politischen Einstellung 
die Ausstellung  von Reisepapieren  durch  die  amerikanischen Behörden 
verwehrt.  Durch  die  falschen  Anschuldigungen  sei  ihnen  Schaden 
entstanden,  weshalb  sie  gegen  die  amerikanische  Regierung  Klage 
erhoben  hätten.  Er  (der  Beschwerdeführer)  werde  im  Weiteren 
fälschlicherweise  des  {…….}  beschuldigt,  weswegen  er  als  {…….} 
beziehungsweise  –  aufgrund  der  Herkunft  seines  Grossvaters 
väterlicherseits  aus  J._______  –  als  {…….}  deklariert  worden  sei.  Die 
Gerichte  seien  bereits  voreingenommen  und  er  könne  nicht  mit  einem 
fairen  Gerichtsverfahren  rechnen.  Am  22.  Juli  2008  habe  er  in  seinem 
Büro  überdies  ein  anonymes  Schreiben  mit  rassistischem  Inhalt  und 
Todesdrohungen  vorgefunden.  Zudem  seien  sie  von  Unbekannten 
beobachtet  und  fotografiert  worden.  Ihre  Post  sei  im  Weiteren 
abgefangen und konfisziert worden. Es sei davon auszugehen, dass die 
erlittenen Übergriffe den amerikanischen Behörden zuzuschreiben seien. 
Der  Sohn  der  Beschwerdeführer  habe  wegen  der  gegen  seinen  Vater 
bestehenden  Anschuldigungen  Schwierigkeiten,  zu  einer  Universität 
zugelassen zu werden.

Am  2.  März  2009  übermittelte  das  Schweizer  Generalkonsulat  in 
G._______,  an  das  die Eingabe  aus  konsularischen Gründen  zugestellt 

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worden  war,  das  Asylgesuch  sowie  die  eingereichte  CD­ROM  zur 
weiteren Bearbeitung und zum Entscheid an das BFM.

In einer Eingabe vom 22. September 2009 an die Schweizer Botschaft in 
H._______  machte  der  Beschwerdeführer  geltend,  er  habe  {…….} 
unterstützt, indem er als "Amicus Curiae" für K._______ eingetreten sei.

B. 
Mit  Schreiben  vom  21.  Oktober  2009  teilte  das  BFM  den 
Beschwerdeführern mit, es erachte den entscheidrelevanten Sachverhalt 
aufgrund  der  Akten,  namentlich  der  schriftlichen  Begründung  des 
Asylgesuches,  als  erstellt.  Eine  Anhörung  auf  dem  Generalkonsulat 
erweise  sich  deshalb  nicht  als  notwendig.  Unter  Berücksichtigung  der 
Akten,  der  zu  beachtenden  Aspekte  und  des  ihm  zustehenden  weiten 
Ermessenspielraums  erwäge  es,  das  Asylgesuch  abzulehnen  und  die 
Einreise  in  die  Schweiz  zu  verweigern.  Insbesondere  erachte  es 
vorliegend die Möglichkeit einer anderweitigen Schutzsuche als gegeben. 
Zur  Einreichung  einer  Stellungnahme  setzte  das  BFM  den 
Beschwerdeführern Frist.

C. 
Innert  der  angesetzten  Frist  reichten  die  Beschwerdeführer  am 
9. November  2009  (Eingang:  10.  November  2009)  ihre  Stellungnahme 
ein,  welche  vom  Schweizer  Generalkonsulat  in  G._______  ans  BFM 
übermittelt wurde. Sie machten  insbesondere geltend, sie hätten bereits 
bei  den  schwedischen  Behörden  um  Asyl  nachgesucht.  Sie  seien  von 
ihrer  Rechtsvertretung  jedoch  schlecht  beraten  worden,  weil  dieses 
Asylgesuch  abgelehnt  worden  sei  mit  der  Begründung,  ein  solches 
Gesuch könne nur auf schwedischem Territorium eingereicht werden. Da 
das Gesuch  lange Zeit hängig gewesen sei, hätten sie kein Asylgesuch 
auf einer Schweizer Vertretung einreichen können.

D. 
Mit Verfügung vom 3. Dezember 2009 – eröffnet am 12. Januar 2010 –  
verweigerte das BFM den Beschwerdeführern die Einreise in die Schweiz 
und lehnte ihre Asylgesuche ab.

E. 
Mit  Eingabe  vom  1.  Februar  2010  (Eingang  Bundesverwaltungsgericht: 
8. Februar  2010)  beantragten  die  Beschwerdeführer,  es  sei  die 
vorinstanzliche  Verfügung  aufzuheben  und  ihnen  Asyl  zu  gewähren. 

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Ferner sei ihre Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihnen die Einreise 
in  die  Schweiz  zu  gewähren.  Weiter  sei  die  Ausstellung  von  Visa  und 
provisorischen  Reisedokumenten  vom  Bundesverwaltungsgericht 
anzuordnen.  Zudem  sei  die  Vorinstanz  anzuweisen,  weder  mit  den 
Heimatbehörden der Beschwerdeführer  in Kontakt zu treten, noch Daten 
an  diese  weiterzugeben,  und  es  sei  –  sinngemäss  –  die  unentgeltliche 
Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
zu gewähren. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]).  Die 
Frage eines Auslieferungsbegehrens stellt sich vorliegend nicht, weil sich 
die  Beschwerdeführer  in  den  USA  aufhalten,  und  demnach  das 
Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet.

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  nicht  in  einer  Amtssprache  des  Bundes 
abgefasst.  Auf  die  Ansetzung  einer  Frist  zur  entsprechenden 
Beschwerdeverbesserung im Sinne von Art. 52 VwVG kann jedoch aus 
prozessökonomischen  Gründen  verzichtet  werden,  da  die 
englischsprachige Beschwerdeeingabe  verständlich  ist,  so  dass  ohne 
Weiteres  darüber  befunden  werden  kann.  Der  vorliegende  Entscheid 

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ergeht  indessen  in  deutscher  Sprache  (Art.  33a  Abs.  2  VwVG  i.V.m. 
Art. 6 AsylG).

1.4.  Die  Beschwerdeführer  haben  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen,  sind  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt,  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  und  sind  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert. Auf die frist­ und grundsätzlich – abgesehen vom 
sprachlichen Mangel –  formgerecht eingereichte Beschwerde  ist somit – 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  einzutreten  (Art. 108 
AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 
VwVG).

1.5.  Die  Beschwerdeführer  beantragen,  sie  seien  als  Flüchtlinge 
anzuerkennen. Das Dispositiv der angefochtenen Verfügung enthält keine 
Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens (vgl. dazu Art. 5 Abs. 1 
Bst. b  VwVG)  der  Flüchtlingseigenschaft,  weshalb  dieser  Antrag  eine 
unzulässige  Erweiterung  des  Verfahrensgegenstandes  darstellt  und 
darauf nicht einzutreten  ist. Ohnehin gilt eine verfolgte Person nur dann 
als  Flüchtling,  wenn  sie  sich  ausserhalb  ihres  Heimat­  oder 
Herkunftslandes  befindet  (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in: 
Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.],  Ausländerrecht,  2. Aufl.,  Basel 
2009, Rz. 11.7).

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Die  Abteilungen  des  Bundesverwaltungsgerichts  entscheiden  in  der 
Regel  in der Besetzung mit drei Richtern oder Richterinnen  (vgl. Art. 21 
Abs. 1 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht kann auch in solchen Fällen 
auf die Durchführung des Schriftenwechsels verzichten (Art. 111a Abs. 1 
AsylG).

4. 
4.1. Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn 
die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen (vgl. Art. 3 
und Art.  7  AsylG)  oder  ihr  die  Aufnahme  in  einem Drittstaat  zugemutet 
werden  kann  (vgl.  Art.  52  Abs.  2  AsylG).  Vorbringen  sind  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 

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Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden.

4.2.  Gemäss  Art.  20  Abs.  2  AsylG  bewilligt  das  BFM  einem 
Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihm 
nicht  zugemutet  werden  kann,  im  Wohnsitz­  oder  Aufenthaltsstaat  zu 
bleiben oder in ein anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 
AsylG  kann das Eidgenössische  Justiz­  und Polizeidepartement  (EJPD) 
schweizerische  Vertretungen  ermächtigen,  einem  Asylsuchenden  die 
Einreise  zu  bewilligen,  der  glaubhaft  macht,  dass  eine  unmittelbare 
Gefahr  für  Leib  und Leben oder  für  die Freiheit  aus  einem Grund nach 
Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe.

4.3.  Bei  diesem  Entscheid  gelten  restriktive  Voraussetzungen  für  die 
Erteilung  einer  Einreisebewilligung,  wobei  den  Behörden  ein  weiter 
Ermessensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im 
Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, 
die  Möglichkeit  der  Schutzgewährung  durch  einen  anderen  Staat,  die 
Beziehungsnähe  zu  anderen  Staaten,  die  praktische  Möglichkeit  und 
objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die 
voraussichtlichen  Eingliederungs­  und  Assimilationsmöglichkeiten  in 
Betracht  zu  ziehen  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15 E. 2.e.­ g. 
S.  131  ff.;  die  dort  akzentuierte  Praxis  hat  nach  bloss  redaktionellen 
Änderungen bei der  letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach wie vor 
Gültigkeit).

5. 
5.1.  Das  BFM  verweigerte  den  Beschwerdeführern  die  Einreise  in  die 
Schweiz und lehnte die Asylgesuche ab. 

Zur  Begründung  führte  die  Vorinstanz  aus,  die  geltend  gemachten 
Strafverfahren und Übergriffe seien nicht einreisebeachtlich. Bei den von 
den Beschwerdeführern geltend gemachten Strafmassnahmen handle es 
sich  um  legitime  Massnahmen,  die  der  Abklärung  von  allfälligen 
strafbaren  Handlungen  dienten.  Solche  strafbaren  Handlungen  würden 
auch in der Schweiz geahndet. 

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Die Beschwerdeführer hätten zwar geltend gemacht, dass sie zu Unrecht 
beschuldigt  worden  seien  und  auch  nicht  mit  einem  fairen  Verfahren 
rechnen könnten. Zudem seien sie angeschuldigt worden, Reisen in den 
I._______  unternommen  zu  haben  und  dem  I._______  finanzielle  Hilfe 
zukommen  zu  lassen.  Die  diesbezüglichen  Argumente  würden  jedoch 
lediglich  auf  Behauptungen  und Vermutungen  basieren.  Aus  den Akten 
ergäben sich keine konkreten Hinweise, warum sie nicht mit einem fairen 
Verfahren  rechnen könnten.  Ihrem Asylgesuch hätten sie auch keinerlei 
Beweismittel  beigelegt,  welche  ein  unfaires  Verfahren  dokumentieren 
würden.  Sie  hätten  zudem  angegeben,  bis  zum  jetzigen  Zeitpunkt  nie 
wegen  eines  Vergehens  verurteilt  worden  zu  sein.  Dieser  Umstand 
spreche dafür, dass sie von der amerikanischen Regierung nicht, wie von 
ihnen geltend gemacht, ungerechtfertigt verfolgt würden. Sollten sie aber 
aufgrund  der  ihnen  zur  Last  gelegten  Delikte  verurteilt  werden,  stehe 
ihnen die Möglichkeit offen, mit Hilfe eines Anwalts einen Rekurs bei der 
nächst höheren Instanz einzulegen.

Die Beschwerdeführer hätten vorgebracht, Drohungen erhalten zu haben, 
und dass ihnen ihre Post nicht zugestellt sowie in ihr Büro eingebrochen 
worden  sei. Weiter  hätten  sie  ausgesagt,  von Personen  überwacht  und 
fotografiert  worden  zu  sein,  welche  in  nichtgekennzeichneten 
Regierungsautos gefahren seien. Die Beschwerdeführer  könnten  jedoch 
nicht  belegen,  dass  die  geltend  gemachten  Übergriffe  von  staatlicher 
Seite  ausgegangen  seien.  Es  handle  sich  auch  hierbei  lediglich  um 
Vermutungen.  Demnach  stehe  ihnen  die  Möglichkeit  offen,  sich  an  die 
Behörden zu wenden und die entsprechenden Übergriffe anzuzeigen. 

Die geltend gemachten Vorbringen hielten den Anforderungen an Art.  3 
AsylG  nicht  stand,  weshalb  die  Beschwerdeführer  nicht  als 
schutzbedürftig zu qualifizieren seien.

Weiter  führt die Vorinstanz aus, die Asylgesuche könnten auch gestützt 
auf  Art.  52  Abs.  2  AsylG  abgelehnt  werden.  Gemäss  diesem  Artikel 
könne  ein  Asylgesuch  eines  sich  im  Ausland  befindenden  Ausländers 
abgelehnt  werden,  wenn  ihm  zugemutet  werden  könne,  sich  in  einem 
anderen  Staat  um  Aufnahme  zu  bemühen.  Dabei  stelle  das 
Vorhandensein  enger  Bindungen  zur  Schweiz  eines  der  von  der 
Rechtsprechung  entwickelten  Kriterien  dar,  aufgrund  derer  einer  im 
Ausland weilenden Person  die Einreise  in  die Schweiz  bewilligt werden 
könne.  Die  Asylbehörden  müssten  indessen  in  der  Lage  sein,  konkret 
aufzuzeigen,  in  welchen  Drittstaat  die  asylsuchende  Person  ausreisen 

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könne und dass sie dort auch tatsächlich Schutz zu erhalten vermöge. In 
ihrem Gesuch hätten die Beschwerdeführer weder besonders nahe noch 
sonstige  Beziehungen  zur  Schweiz  geltend  gemacht,  weshalb  es  ihnen 
zuzumuten  sei,  in  einem  anderen  Staat  –  wie  beispielsweise  im 
Nachbarstaat  Kanada  –  um  Asylgewährung  nachzusuchen.  Kanada 
erscheine  überdies  bereits  aus  geographischen,  sprachlichen  und 
kulturellen  Gründen  als  offensichtlich  näher  liegend.  Den 
Beschwerdeführern sei es somit  zumutbar,  sich  in einem anderen Staat 
um Schutz zu bemühen. 

5.2.  In  der Rechtsmitteleingabe  rügen die Beschwerdeführer  vorab,  das 
BFM habe den rechtserheblichen Sachverhalt nicht richtig festgestellt. So 
wäre  das  BFM  gehalten  gewesen,  die  von  ihnen  angegebene 
Kontaktperson,  L._______,  zur  Überprüfung  der  von  ihnen  gemachten 
Angaben sowie  für weitere  Informationen  zu  kontaktieren.  Indem es die 
Vorinstanz  unterlassen  habe,  die  vorgenannte  Kontaktperson  zu 
befragen, habe das BFM die rechtlich relevanten Umstände ungenügend 
geprüft.  Die  Vorinstanz  habe  es  zudem  versäumt,  die  eingereichten 
Beweisunterlagen vollständig zu berücksichtigen.

Im  Weiteren  wird  der  bereits  aktenkundige  Sachverhalt  wiederholt 
aufgeführt und geltend gemacht, trotz der eingereichten Beweismittel sei 
die Vorinstanz unfähig beziehungsweise unwillig, die Bedeutung der über 
sie von den amerikanischen Behörden angelegten Akten zu erkennen. Er 
(der  Beschwerdeführer)  werde  von  den  amerikanischen  Behörden  als 
{…….} beziehungsweise  {…….} bezeichnet und zu Unrecht beschuldigt, 
verschiedene  wirtschaftliche  Straftatbestände  zu  erfüllen  (u.a.  {…….}). 
Ein  faires  Verfahren  vor  den  amerikanischen  Gerichten  bleibe  ihm 
verwehrt. Das BFM habe fälschlicherweise aus der Tatsache, dass er vor 
nahezu zehn Jahren einen Fall vor Gericht gewonnen habe, geschlossen, 
dass er mit einem fairen Verfahren rechnen könne. Dieser Gerichtsfall sei 
abgeschlossen worden, bevor er von den amerikanischen Behörden als 
{…….}  und  {…….}  bezeichnet  worden  sei.  Aufgrund  seiner  Herkunft 
würden  er  und  seine  Familie  bedroht  und  terrorisiert.  Die  erhaltene 
Todesdrohung  sei  Ausdruck  des  Rassenhasses.  Es  sei  zu  schliessen, 
dass die amerikanische Regierung für diese Todesdrohung verantwortlich 
sei,  da  nur  diese  ein  Interesse  daran  habe,  dass  er  seine  Beschwerde 
zurückziehe.

6. 

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6.1.  Vorweg  ist  die  Rüge  der  unrichtigen  beziehungsweise 
unvollständigen  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
beziehungsweise  der  Verletzung  der  Begründungspflicht  zu  prüfen.  Die 
Beschwerdeführer  machen  diesbezüglich  geltend,  das  BFM  wäre 
gehalten  gewesen,  die  von  ihnen  angegebene  Person,  L._______,  zu 
kontaktieren, und habe es  in der angefochtenen Verfügung unterlassen, 
die  eingereichten  Dokumente  vollständig  zu  berücksichtigen  und  auf 
diese einzugehen.

6.2. Gemäss  Art.  19  AsylG  kann  ein  Asylgesuch  im  Ausland  bei  einer 
schweizerischen Vertretung gestellt werden, welche es mit einem Bericht 
an das Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG). Die schweizerische 
Vertretung  führt  mit  der  asylsuchenden  Person  in  der  Regel  eine 
Befragung  durch  (Art.  10 Abs.  1  der Asylverordnung  1  vom 11.  August 
1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV  1,  SR  142.311]).  Ist  dies  nicht 
möglich,  so  wird  die  asylsuchende  Person  von  der  Vertretung 
aufgefordert, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 
1). 

6.3. Das Bundesverwaltungsgericht hat in Auslegung von Art. 19 AsylG in 
BVGE 2007/30 erkannt, dass sich die Unmöglichkeit einer Befragung aus 
organisatorischen  oder  kapazitätsmässigen  Gründen  bei  der  jeweiligen 
Vertretung,  aus  faktischen Hindernissen  im betreffenden Land oder  aus 
bei der asylsuchenden Person liegenden persönlichen Gründen ergeben 
kann  (vgl.  BVGE  a.a.O.  E.  5.2  und  5.3).  Da  die  Anhörung  der 
Sachverhaltserstellung  sowie  der  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs 
dient  (vgl.  BVGE  a.a.O.  E.  5.5),  ist  die  asylsuchende  Person  bei 
gegebener  Unmöglichkeit  einer  Anhörung  unter  Hinweis  auf  ihre 
Mitwirkungspflicht  in einem  individualisierten Schreiben mittels konkreter 
Fragen  aufzufordern,  ihre  Asylgründe  schriftlich  festzuhalten;  ein 
standardisiertes  Schreiben  vermag  diesen  Anforderungen  damit  in  aller 
Regel nicht zu genügen (BVGE a.a.O. E. 5.4). Allerdings kann sich eine 
Befragung beziehungsweise eine schriftliche Sachverhaltsabklärung auch 
erübrigen,  wenn  der  Sachverhalt  bereits  aufgrund  des  eingereichten 
Asylgesuchs  als  entscheidreif  erstellt  erscheint;  der  asylsuchenden 
Person  ist  diesfalls  immerhin  im  Sinne  des  rechtlichen  Gehörs  die 
Gelegenheit zu geben, sich zu einem abzusehenden negativen Entscheid 
zumindest  schriftlich  zu  äussern  (BVGE  a.a.O.  E.  5.7).  Schliesslich  ist 
das BFM in jedem Fall gehalten, das Absehen von einer Befragung in der 
Verfügung über das Asylgesuch zu begründen (BVGE a.a.O. E. 5.6 sowie 
5.7).

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6.4. Den Akten ist zu entnehmen, dass das Schweizer Generalkonsulat in 
G._______  die  Beschwerdeführer  nicht  zu  ihren  Asylgründen  befragte. 
Die  Beschwerdeführer  reichten  im  vorinstanzlichen  Verfahren 
umfangreiche  Eingaben  sowie  Datenträger  (CD­ROM)  mit  zahlreichen 
Beweismitteln  ein.  Aufgrund  dieser  Informationen  durfte  das  BFM  ohne 
weiteres  davon  ausgehen,  dass  die  für  die  Beurteilung  des  Gesuchs 
notwendigen  Angaben  vorliegen.  Diese  Erkenntnis  teilte  es  den 
Beschwerdeführern  mit  Schreiben  vom  21. Oktober  2009  mit  und  gab 
ihnen  gleichzeitig  in  Beachtung  der  in  BVGE  2007/30  festgelegten 
Vorgehensweise  Gelegenheit,  sich  nochmals  zu  ihrer  aktuellen 
Gefährdung im Heimatstaat, der Möglichkeit,  in einem anderen Staat als 
der  Schweiz  um Schutz  zu  suchen,  ihrer  Beziehungsnähe  zur  Schweiz 
sowie  ihrer  Assimilationsmöglichkeiten  und  dem  sich  abzeichnenden 
negativen Entscheid zu äussern. Innert der angesetzten Frist reichten die 
Beschwerdeführer am 9. November 2009  ihre Stellungnahme ein. Diese 
Ausführungen  änderten  am  Schluss  des  BFM,  der  Sachverhalt  sei 
abschliessend erstellt, nichts. In der angefochtenen Verfügung führte die 
Vorinstanz  zwar  nicht  explizit  aus,  weshalb  sie  auf  eine  Befragung 
verzichtete.  Indem sie  indessen angab, aufgrund der Eingabe sowie der 
derzeitigen  Aktenlage  könne  die  Gefährdungssituation  abschliessend 
beurteilt  werden,  liess  sie  implizit  die  Gründe  erkennen,  weshalb  keine 
Befragung  durchzuführen  war.  Dieses  Vorgehen  war  vorliegend 
gerechtfertigt,  weil  in  der  Eingabe  vom  9.  November  2009  keine 
Befragung beantragt wurde, sondern  lediglich Gründe  für die verzögerte 
Asylgesuchstellung  in  der  Schweiz  genannt  wurden.  Auch  in  der 
Beschwerde  wird  nicht  gerügt,  es  hätte  eine  Befragung  der 
Beschwerdeführer  durchgeführt  werden  sollen,  vielmehr  wird  verlangt, 
dass ihr Rechtsvertreter in den USA befragt werden sollte. Das BFM hat 
den  Anforderungen  an  die  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts somit Genüge getan. 

6.5. Bezüglich  der  Befragung  von  Auskunftspersonen  beziehungsweise 
von  Zeugen  ist  festzuhalten,  dass  eine  solche  nur  dann  angezeigt  ist, 
wenn sich der Sachverhalt auf andere Weise nicht hinreichend abklären 
lässt (Art. 14 Abs. 1 VwVG). Praxisgemäss sind zusätzliche Abklärungen 
zum  Sachverhalt  oder  die  Prüfung  weiterer  Rechtsfragen  nur  dann 
vorzunehmen,  wenn  hierzu  aufgrund  bestimmter,  sich  aus  den  Akten 
oder  der  Beschwerdeschrift  ergebender  Anhaltspunkte  hinreichend 
Anlass  besteht  (vgl.  EMARK  2003 Nr.  15  E.  2.a  S.  94 mit  Hinweis  auf 
EMARK  2003  Nr. 13).  Beim  Beizug  von  Beweismitteln  ist  zu  beachten, 
dass die Wahrung des rechtlichen Gehörs grundsätzlich verlangt, die zur 

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Verfügung stehenden Beweise abzunehmen. Davon darf  indes  im Sinne 
einer  vorweggenommenen  (antizipierten)  Beweiswürdigung  abgesehen 
werden,  wenn  aufgrund  bereits  abgenommener  Beweise  der  rechtlich 
erhebliche  Sachverhalt  für  genügend  geklärt  erachtet  wird  und  ohne 
Willkür  vorweg  die  Annahme  getroffen  werden  kann,  die  rechtliche 
Einschätzung  würde  durch  weitere  Beweiserhebungen  nicht  geändert 
(vgl.  EMARK  2003  Nr.  13  E.  4.c  S.  84;  PATRICK  KRAUSKOPF/KATHRIN 
EMMENEGGER,  in:  Bernhard  Waldmann/Philippe  Weissenberger  [Hrsg.], 
Praxiskommentar VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 12 N 29); PATRICK 
SUTTER,  in:  Christoph  Auer/Markus  Müller/Benjamin  Schindler  (Hrsg.), 
Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), 
Zürich/St. Gallen 2008, Art. 33 N 2).

Vorliegend  hat  die  Vorinstanz  den  Sachverhalt  aufgrund  der  Akten  zu 
Recht  als  genügend  erstellt  erachtet.  Entgegen  den  diesbezüglichen 
Vorbringen in der Beschwerde erübrigte sich die Einholung von weiteren 
Informationen  mittels  Einvernahme  der  von  den  Beschwerdeführern 
bestimmten Auskunftsperson.

6.6. Im Asylverfahren ist der Sachverhalt grundsätzlich von Amtes wegen 
festzustellen  (Art.  12  VwVG  i.V.m.  Art.  6  AsylG).  Die  behördliche 
Untersuchungspflicht  wird  durch  die  der  asylsuchenden  Person 
obliegende Mitwirkungspflicht  (Art.  8 AsylG, Art.  13 VwVG) ergänzt  und 
eingeschränkt,  wobei  diese  namentlich  ihre  Identität  offenlegen,  die 
Asylgründe  vollständig  nennen  und  die  verfüg­  beziehungsweise 
beschaffbaren  sachdienlichen  Beweismittel  einreichen  muss.  Die 
asylsuchende  Person  hat  nicht  nur  die  Pflicht,  sondern  auch  den 
Anspruch  auf  Mitwirkung,  was  sich  unmittelbar  aus  dem  Anspruch  auf 
rechtliches  Gehör  (Art.  29  Abs.  2  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  [BV,  SR  101]; 
Art. 29  ff. VwVG  i.V.m. Art. 6 AsylG) ergibt.  Im Rahmen der unmittelbar 
aus  dem  Gehörsanspruch  folgenden  behördlichen  Begründungspflicht 
(Art.  35  Abs.  1  VwVG)  hat  die  verfügende  Behörde  denn  auch  die 
Überlegungen  substanziiert  zu  nennen,  von  denen  sie  sich  leiten  liess 
und auf die sich ihr Entscheid stützt. Eine hinreichende Begründung bildet 
die Grundlage für eine sachgerechte Anfechtung der Verfügung und stellt 
eine  unabdingbare  Voraussetzung  für  die  Beurteilung  ihrer 
Rechtmässigkeit durch die Beschwerdeinstanz dar.

Aus  dem  verfassungsmässigen  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  ergibt 
sich  allerdings  keine  Pflicht  der  Behörden,  zu  allen  im  Verfahren 

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vorgetragenen  Elementen  ausführlich  Stellung  zu  nehmen;  sie  können 
sich bei der Begründung auf die  für den Entscheid wesentlichen Punkte 
beschränken.  Der  Untersuchungsgrundsatz  fordert  dort  eingehende 
Amtsermittlung  und  ­würdigung  des  Sachverhalts,  wo  es 
sachverhaltsgerecht erscheint. Die urteilende Instanz soll somit in eigener 
Verantwortung  die  tatsächlichen  Geschehnisse  und  Gegebenheiten 
(Urteilsgrundlagen) ermitteln, aus denen sich die Rechtsfolgen ergeben.

Die  Vorinstanz  war  somit  nicht  gehalten,  zu  allen  von  den 
Beschwerdeführern eingereichten Dokumenten Stellung zu beziehen und 
sie  in  ihrer  Würdigung  des  Sachverhaltes  zu  berücksichtigen.  Es 
bestehen zudem keine konkreten Anhaltspunkte, dass das BFM nicht alle 
eingereichten Beweisunterlagen zum Entscheid beizog, auch wenn in der 
Verfügung  die  einzelnen  Dokumente  nicht  erwähnt  werden.  Eine 
Durchsicht  der  eingereichten  Beweismittel  ergibt,  dass  viele  Unterlagen 
eingereicht  wurden,  die  nichts  zum  geltend  gemachten  Sachverhalt 
beitragen und somit zu Recht nicht zu berücksichtigen waren.

6.7.  Damit  vermögen  die  Beschwerdeführer  mit  ihrer  Rüge  der 
mangelhaften  Sachverhaltsermittlung  durch  die  Vorinstanz 
beziehungsweise  der  Verletzung  der  Begründungspflicht  nicht 
durchzudringen.  Es  ist  somit  in  materieller  Hinsicht  zu  prüfen,  ob  das 
BFM  den  Beschwerdeführern  zu  Recht  die  Einreise  in  die  Schweiz 
verweigert hat.

7. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  gelangt  zum  Schluss,  dass  das  BFM  in 
der  angefochtenen  Verfügung  zutreffend  feststellte,  die 
Beschwerdeführer seien weder schutzbedürftig im Sinne von Art. 3 AsylG 
noch seien die Anforderungen an eine Aufnahme  in der Schweiz erfüllt. 
Die  Vorinstanz  erwog  ausführlich,  dass  es  den  Beschwerdeführern 
zumutbar und möglich  ist, sich  in einem der Nachbarstaaten um Schutz 
vor allfälliger Verfolgung zu bemühen. An diesen Feststellungen vermag 
der Hinweis der Beschwerdeführer  in der Rechtsmitteleingabe, aufgrund 
fehlender  Identitätspapiere  sei  es  ihnen  nicht möglich,  nach Kanada  zu 
gelangen  und  dort  um  Schutz  zu  ersuchen,  nichts  zu  ändern.  Den 
zahlreichen Dokumenten sind überdies keine Hinweise zu entnehmen, ob 
und  aus  welchen  Gründen  dem  Beschwerdeführer,  wie  von  ihm 
behauptet,  die  Ausstellung  beziehungsweise  Verlängerung  seines 
Reisepasses  verweigert  worden  sein  soll.  Aus  den  Akten  geht  hervor, 
dass  die  Beschwerdeführer  zur  Schweiz  keinen  persönlichen  Bezug 

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haben,  was  von  ihnen  in  ihrer  Rechtsmitteleingabe  auch  bestätigt  wird. 
Insgesamt ergeben sich somit keine Anhaltspunkte, die darauf schliessen 
liessen, es sei den Beschwerdeführern praktisch unmöglich oder objektiv 
unzumutbar,  in einem anderen Staat,  insbesondere einem Nachbarstaat 
der Vereinigten Staaten, um Schutz zu ersuchen.

Die  geltend  gemachten  Benachteiligungen  –  Anklage  wegen  {…….} – 
sind  als  legitime  Massnahmen  der  amerikanischen  Behörden  zur 
Ahndung  von  strafrechtlichen  Tatbeständen  einzustufen.  Der 
Beschwerdeführer vermag nicht zu belegen, inwiefern er nicht mit einem 
fairen  Verfahren  rechnen  kann.  Dass  die  behauptete  Überwachung  der 
Beschwerdeführer  sowie  der  anonyme  Drohbrief  der  amerikanischen 
Regierung  zuzuordnen  seien,  wird  als  Vermutung  angeführt  und  bleibt 
unbelegt. Auch wenn die Vorwürfe gegen die Beschwerdeführer nicht den 
Tatsachen  entsprechen würden,  sind  die Behörden  der USA  legitimiert, 
vermutetes Unrecht zu untersuchen und allenfalls zu ahnden. Es besteht 
in casu kein Anlass zur Annahme, dass das Vorgehen der Behörden auf 
einer  asylrelevanten Motivation  beruht.  Den  eingereichten Dokumenten, 
insbesondere  den  Steuerunterlagen,  ist  nicht  zu  entnehmen,  inwiefern 
der  Beschwerdeführer  wegen  seiner  Vorfahren,  die  aus  J._______ 
stammen würden, und wegen seiner politischen Ansichten als M._______ 
bezeichnet  worden  sein  soll  und  nicht  mit  einem  rechtsstaatlichen 
Verfahren rechnen kann.

Bei  dieser  Sachlage  und  in  Würdigung  der  gesamten  Umstände  und 
Vorbringen  der  Beschwerdeführer  ist  zusammenfassend  festzuhalten, 
dass  diese  die  Voraussetzungen  für  die  Bewilligung  der  Einreise  in  die 
Schweiz nicht erfüllen. Es erübrigt sich, auf die weiteren Ausführungen in 
der Beschwerde und die eingereichten Beweismittel  im Einzelnen näher 
einzugehen,  da  sie  am Ergebnis  nichts  zu ändern  vermögen. Das BFM 
hat  den  Beschwerdeführern  demnach  zu  Recht  die  Einreise  in  die 
Schweiz nicht bewilligt und die Asylgesuche abgelehnt.

8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Verfügung 
des  Bundesamtes  ist  demzufolge  zu  bestätigen  und  die  Beschwerde 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

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9. 
Der  Antrag  auf  Vornahme  vorsorglicher  Massnahmen  wird  mit 
vorliegendem  Urteil  gegenstandslos.  Für  den  beantragten  Erlass 
vorsorglicher Massnahmen im Zusammenhang mit der Kontaktaufnahme 
mit  den  Heimatbehörden  bestand  und  besteht  angesichts  des  klaren 
Wortlauts von Art. 97 AsylG ohnehin keine Veranlassung, da vorliegend 
ein Asylgesuch aus dem Ausland zu beurteilen und mithin keine Ausreise 
in den Heimat­ oder Herkunftsstaat zu organisieren war.

10. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich den 
Beschwerdeführern  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Aus 
verwaltungsökonomischen  Gründen  sowie  in  Anwendung  von  Art.  63 
Abs.  1  in  fine VwVG und Art.  2  und  6 Bst.  b  des Reglements  vom 21. 
Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  ist  vorliegend  auf  die 
Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. 
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführer, das BFM und das Schweizer 
Generalkonsulat in G._______.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey