# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d349e111-9ede-5570-80bb-e75e390fee5c
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-07-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.07.2025 720 25 47 (720 2025 47)
**Docket/Reference:** 720 25 47
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-25-47_2025-07-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 17. Juli 2025 (720 25 47) 
____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Angelegenheit wird an die IV-Stelle zurückgewiesen, damit der medizinische Sachverhalt, 

die Statusfrage und die Einschränkungen im Haushalt neu abgeklärt werden 

 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Yves Waldmann, 
Advokat, St. Johanns-Vorstadt 23, Postfach 342, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 

A.1 A.____, geboren 1994, ist Mutter von Zwillingen. Sie ist ausgebildete Fachfrau Betreu-
ung Kinder EFZ mit Lehrabschluss im Juli 2018. Von April 2019 bis November 2019 war sie in 
einem 80 % Pensum als Fachfrau Betreuung Kinder tätig. In der Folge arbeitete sie in geringe-
ren Pensen wiederum als Fachfrau Betreuung Kinder. Ab März 2021 arbeitete sie im Rahmen 
einer befristeten Arbeitsstelle in einem 50 % Pensum in der Hotellerie. Nachdem dieser Arbeits-

 

 
 
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vertrag nicht verlängert worden war, nahm sie im März 2022 ihre Tätigkeit als Fachfrau Betreu-
ung Kinder wieder auf. Seit Juni 2022 arbeitet sie in einem 60 % Pensum. 
 
A.2 Aufgrund einer Covid-Erkrankung wurde A.____ ab Juli 2021 arbeitsunfähig geschrie-
ben. Am 14. September 2021 meldete sie sich unter Hinweis auf Konzentrationsschwäche, 
Nervosität/Unruhe, Vergesslichkeit und Ungeduld sowie eine ADHS-Diagnose seit August 2021 
bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen der Schweizerischen 
Invalidenversicherung (IV) an. Nach Abklärungen der gesundheitlichen und erwerblichen Ver-
hältnisse und durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 
24. Dezember 2024 das Leistungsgesuch in Anwendung der gemischten Methode mit einem 
Anteil Erwerb von 80 % und Haushalt 20 % und einem berechneten Invaliditätsgrad von 33 % 
ab. 
 
B. Dagegen liess A.____, vertreten durch Advokat Dr. Yves Waldmann, mit Eingabe vom 
3. Februar 2025 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht) erheben und beantragte unter o/e-Kostenfolge, es sei die Verfü-
gung vom 24. Dezember 2024 aufzuheben und es sei ihr ab dem 1. Juli 2022 eine Invalidenren-
te in Höhe von mindestens 45 % einer ganzen Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die 
Angelegenheit zur weiteren Abklärung und zur Neuberechnung des Rentenanspruchs an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie um Bewil-
ligung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Verbeiständung mit ihrem 
Rechtsvertreter als unentgeltlichem Rechtsbeistand. In der Begründung brachte sie vor, es sei 
nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdegegnerin davon ausgehe, sie wäre trotz finanzieller 
Not und der geregelten Kinderbetreuung nur in einem Pensum von 80 % tätig. Eine diesbezüg-
liche Bestätigung ihrerseits liege nicht vor. Sie habe bereits im Einwand erklärt, dass sie ohne 
gesundheitliche Einschränkung in einem 100 % Pensum arbeiten würde. Die Beschwerdegeg-
nerin gehe betreffend den medizinischen Sacherhalt zu Recht davon aus, dass sie in jeglicher 
Tätigkeit zu 40 % eingeschränkt sei. Fälschlicherweise stelle sie für das Invalideneinkommen 
auf die Tätigkeit als Reinigungskraft ab. Weiter gewähre die Beschwerdegegnerin entgegen den 
gesetzlichen Vorgaben keinen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn in der Höhe von 
10 %. Unter Berücksichtigung des Abzugs würde der Invalidenlohn Fr. 30'310.-- betragen. Der 
Validenlohn betrage gemäss Arbeitsvertrag Fr. 57'200.-- (Fr. 4'400.-- x 13). Bei einer Teue-
rungsanpassung von 3.3 % ergebe sich ein Betrag von Fr. 59'088.--. In Anwendung der allge-
meinen Methode resultiere ein Invaliditätsgrad von 48.7 %. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 13. März 2025 beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab-
weisung der Beschwerde.  
 
D. Das instruierende Präsidium der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsge-
richts bewilligte der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 20. März 2025 für das vorliegende 
Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem 
Rechtsvertreter als unentgeltlichem Rechtsbeistand. Gleichzeitig wurde die Angelegenheit der 
Dreierkammer zur Beurteilung überwiesen. 
 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Kantonsgericht 
erhobene Beschwerde vom 3. Februar 2025 ist einzutreten. 
 
2. Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Ände-
rung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiter-
entwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Nach den allgemeinen Grundsätzen des materiellen inter-
temporalen Rechts sind bei einer Rechtsänderung in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze 
massgebend, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Gel-
tung standen. Die Beschwerdeführerin meldete sich am 13. September 2021 bei der Beschwer-
degegnerin zum Leistungsbezug an und die für den Rentenbeginn ausschlaggebende Arbeits-
unfähigkeit trat per Juli 2021 ein. Der Anspruch auf eine Invalidenrente könnte folglich unter 
Berücksichtigung der sechsmonatigen Wartefrist (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) und des Wartejahres 
(vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) frühestens ab Juli 2022 entstehen, weshalb die Gesetzesgrundla-
gen in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung anwendbar sind. Sie werden im Folgenden je-
weils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Seit dem 1. Januar 2022 wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen 
an einer ganzen Rente festgelegt (vgl. Art. 28b Abs. 1 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 – 
69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad 
ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad von 40 – 
50 % gelten prozentuale Anteile zwischen 25 % und 47.5 % (Abs. 4). 
 
3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 
2000 anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades 
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Bei nicht erwerbstätigen versicherten Perso-
nen, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht 
zugemutet werden kann, wird für die Bemessung des Invaliditätsgrads in Abweichung von Art. 
16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die 
unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird der Invaliditätsgrad 

 

 
 
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für diesen Teil nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich 
tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Abs. 2 festgelegt. In diesem Fall sind der 
Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad 
in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Methode der 
Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
3.4 Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass das Administrativverfahren und der kantonale 
Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht sind (Art. 43 Abs. 1 und 
Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Am-
tes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu 
sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streiti-
gen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Die Verwaltung als verfügende Instanz 
und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht haben sie den Ent-
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach-
verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Vielmehr ist jener Sachverhaltsdarstellung zu 
folgen, die von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste gewürdigt wird 
(vgl. BGE 126 V 353 E. 5b). 
 
3.5 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (vgl. 
BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung der Einschränkung in der Erwerbsfähigkeit bildet die 
Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. Für die Beurteilung der Frage des Gesundheitszustands bzw. des 
Ausmasses der (Rest-)Arbeitsfähigkeit der versicherten Personen ist die rechtsanwendende 
Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur 
Verfügung zu stellen sind.  

 

 
 
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4.2.1 Die Beschwerdegegnerin liess die Beschwerdeführerin psychiatrisch von Dr. med. 
B.____, FA für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten. Dieser diagnostizierte im Gutach-
ten vom 3. November 2023 (Seite 12 ff.) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein ADHS im 
Erwachsenenalter. Weitere psychiatrische Erkrankungen würden sich nicht finden lassen. Es 
bestünden eine enorm hohe Irritierbarkeit, eine schnelle Ablenkbarkeit, eine innere Unru-
he/Nervosität sowie Konzentrations- und Schlafstörungen. Diese Einschränkungen würden sich 
sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld zeigen. Die Adipositas per magna bleibe 
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führte der Gutach-
ter ab Seite 15 aus, dass die Versicherte in der aktuellen Tätigkeit als Fachfrau Betreuung Kin-
der mit einer 60 %-igen Arbeitstätigkeit ausreichend ausgelastet sei. Eine Pharmakotherapie sei 
bis anhin nicht durchgeführt worden, so dass eine Prognose mit einer adäquaten Medikation 
schwierig sei. Auf der anderen Seite könne mit einer konsequenten Medikation mit Ritalin oder 
Concerta von einer Verbesserung der Ablenkbarkeit und der Durchhaltefähigkeit ausgegangen 
werden. Hier könne dann eventuell auch eine Steigerung der Arbeitsleistung über 80 % erfol-
gen. Diese Überlegungen würden auch für eine angepasste Tätigkeit gelten. Die Versicherte sei 
prinzipiell in der Lage, auch in anderen Berufen zu arbeiten und habe dies in der Vergangenheit 
auch unter Beweis gestellt. In einer angepassten Tätigkeit wäre unmediziert eine Tätigkeit von 
80-100 % möglich. In Bezug auf die medizinischen Massnahmen führte Dr. B.____ aus, dass 
eine adäquate Pharmakotherapie dringend indiziert sei. 
 
4.2.2 Im Rahmen der Prüfung des Gutachtens hielt Dr. med. C.____, Fachärztin für Psychi-
atrie und Psychotherapie FMH, Regionaler ärztlicher Dienst beider Basel (RAD), nach Rück-
sprache mit dem Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin fest, dass Dr. B.____ Rückfragen zu 
stellen seien (vgl. Aktennotiz vom 21. November 2023). Der Gutachter sei aufzufordern, den 
zeitlichen Verlauf der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit in angestammter und angepasster Tätig-
keit detailliert anzugeben. Ausserdem sei er aufzufordern, ein Zumutbarkeitsprofil (Verweispro-
fil) zu formulieren. Entsprechend wurden Dr. B.____ am 4. März 2024 die vorstehenden Fragen 
zugestellt.  
 
4.2.3 Dr. B.____ hielt in seinem Nachtrag vom 22. Juli 2024 fest, dass bei einer pharma-
kotherapeutischen Behandlung schon sehr kurzfristig mit einer deutlichen Verbesserung der 
Leistungsfähigkeit zu rechnen sei. Die Prognose sei aktuell schwierig, da noch nie ein solcher 
Versuch unternommen worden sei. Sollte sich die Versicherte zu einer Behandlung entschlies-
sen, sei aus psychiatrischer Sicht kurz bis mittelfristig (Tage, wenige Wochen) von einer Ar-
beitsfähigkeit von 80 % oder mehr auszugehen. Eine rein psychologische Behandlung sei nicht 
geeignet, die Arbeitsleistung weiter zu steigern. Die Versicherte könne und solle natürlich nicht 
zur Einnahme von Medikamenten gezwungen werden. Die Einnahme sei ihr aber durchaus zu-
mutbar. 
 
4.2.4 In der Folge äusserte sich Dr. C.____ am 6. August 2024 abschliessend zum medizini-
schen Sachverhalt. Sie ging davon aus, dass in der angestammten Tätigkeit als Fachfrau Be-
treuung ab 1. Juni 2022 eine 60 %-ige Arbeitsfähigkeit gegeben sei. In einer angepassten Tä-
tigkeit bestehe seit 1. August 2022 eine 80 – 100 %-ige Arbeitsfähigkeit. Weiter hielt Dr. C.____ 

 

 
 
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fest, dass die Verweistätigkeit keine Tätigkeit mit erhöhter Unfallgefahr und keine Fahr-, Steuer- 
und Überwachungstätigkeiten umfassen dürfe. 
 
4.3 Gestützt auf diese Unterlagen ging die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Ver-
fügung davon aus, dass der Beschwerdeführerin seit dem 1. August 2022 eine Verweistätigkeit 
im Umfang von 60 % zumutbar sei. In der Vernehmlassung ging sie davon aus, dass die Be-
schwerdeführerin seit dem 1. August 2022 in einer Verweistätigkeit zu 80 % tätig sein könnte. 
 
4.4.1 Zu prüfen ist, ob die medizinischen Berichte die in Erwägung 3.5 hiervor dargelegten 
Anforderungen erfüllen. Zunächst ist festzustellen, dass Dr. B.____ im Gutachten nicht ausführ-
te, was eine angepasste Tätigkeit sein könnte und welches Leistungsprofil dabei zu berücksich-
tigen wäre. Stattdessen hielt er in Ziffer 8.2 des Gutachtens lapidar fest, dass die Versicherte 
natürlich in der Lage sei, auch in anderen Berufen zu arbeiten. Was für Berufe das sein könn-
ten, führte er nicht aus. Eine Stellungnahme hierzu wäre aber wichtig gewesen, da er die Ar-
beitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit gegenüber der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tä-
tigkeit um 20 – 40 % höher einschätzte. Damit bleibt seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit we-
der schlüssig noch nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass er die von Dr. C.____ diesbezüglich 
formulierte Rückfrage unbeantwortet liess, obwohl die Frage von der Beschwerdegegnerin im 
Schreiben vom 4. März 2024 klar formuliert wurde. Auch zur Frage der rückwirkenden Ein-
schätzung der Arbeitsfähigkeit nahm er keine Stellung, auch nicht, nachdem er nochmals dazu 
aufgefordert worden war. Dr. B.____ liess somit zwei wesentliche Fragestellungen des Gutach-
tensauftrags unbeantwortet, weshalb seinem Gutachten bereits aus Gründen der Unvollstän-
digkeit keine ausschlaggebende Beweiskraft zugesprochen werden kann. 
 
4.4.2 Weiter ist festzustellen, dass sich Dr. B.____ nicht zu den bei den Akten liegenden 
Arztberichten äusserte, obwohl er sie in der Aktenzusammenstellung des Gutachtens auflistete. 
Insbesondere zu den detaillierten Berichten von D.____, Leitender Arzt der psychiatrischen Ta-
gesklinik E.____, und von lic. phil. F.___, Psychologin, vom 12. November 2021, vom 15. Feb-
ruar 2022 und vom 2. August 2022 nahm Dr. B.____ keine Stellung. Dies ist verwunderlich, 
gingen der behandelnde Psychiater und die behandelnde Psychologin letztmals im Bericht vom 
2. August 2022 doch davon aus, dass sowohl in der angestammten als auch in einer angepass-
ten Tätigkeit ein Arbeitspensum von maximal 60 % zumutbar sei. Zu dieser unterschiedlichen 
Einschätzung des zumutbaren Arbeitspensums in einer Verweistätigkeit liess sich Dr. B.____ 
nicht vernehmen. Auch diesbezüglich bleibt somit ein wichtiger Pflichtbereich des Gutach-
tensauftrags unbeantwortet. 
 
4.4.3 Das Gutachten von Dr. B.____ erfüllt damit klarerweise die in Erwägung 3.5 hiervor 
dargelegten rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an ein beweistaugliches Gutachten 
nicht. 
 

4.5 Auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. C.____ kann ebenfalls nicht abge-
stellt werden, da ihre Einschätzung vom 6. August 2024 nicht restlos nachvollziehbar ist. Sie 
schätzte die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit auf 80 %, obwohl sich Dr. B.____ betref-
fend die Steigerung der Verweistätigkeit auf ein 80 % Pensum in Ziffer 8.2 des Gutachtens eher 

 

 
 
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zurückhaltend äusserte. Hinzu kommt, dass Dr. C.____ die Überwachungstätigkeiten im Profil 
der zumutbaren angepassten Tätigkeit ausschloss. In der angestammten Tätigkeit hingegen 
sah sie keine Einschränkungen im Leistungsprofil und ging von einer 60 %-igen Arbeitsfähigkeit 
aus. Unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass gerade die angestammte Tätigkeit der Be-
schwerdeführerin als Fachfrau Betreuung EFZ Kinderbetreuung zu einem grossen Teil die 
ganztägige Überwachung von Kleinkindern beinhaltet, müsste Dr. C.____ eigentlich zum 
Schluss gelangen, dass die angestammte Tätigkeit gar nicht mehr zumutbar wäre. 
 
4.6 Zudem ist unklar, gestützt auf welchen Grad von Arbeitsunfähigkeit die Beschwerde-
gegnerin den Invaliditätsgrad berechnen will. In der angefochtenen Verfügung wurde von einer 
60 %-igen Arbeitsfähigkeit in der angepassten Tätigkeit ausgegangen, in der Vernehmlassung 
dagegen von 80 %-igen Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeit, ohne dass dieser Widerspruch auf-
geklärt worden wäre. 
 
4.7 Damit zeigt sich, dass der medizinische Sachverhalt ungenügend abgeklärt wurde. 
Gestützt darauf kann der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin nicht beurteilt werden.  
 
5.1 Weiter ist der Status der Beschwerdeführerin zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin ging 
von einer Aufteilung Erwerb 80 % und Haushalt 20 % aus. Die Beschwerdeführerin wendet ein, 
sie würde bei guter Gesundheit zu 100 % einer Erwerbstätigkeit nachgehen. 
 
5.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nicht 
erwerbstätig einzustufen ist (Statusfrage), ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen 
unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestände (vgl. 
BGE 141 V 15 E. 3.1). Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der 
versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pen-
sum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhält-
nissen, erwerbstätig wäre (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen). Da es sich um einen hy-
pothetischen, für den Fall intakter gesundheitlicher Verhältnisse angenommenen Sachverhalt 
handelt, kommt der Darstellung der betroffenen Person erhöhter Stellenwert zu (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 10. April 2014, 8C_812/2013, E. 3.2.1). Bei im Haushalt tätigen versicher-
ten Personen im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Ver-
hältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das 
Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und 
Begabungen zu berücksichtigen (vgl. BGE 125 V 146 E. 2c). Die Statusfrage beurteilt sich pra-
xisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 24. De-
zember 2024) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall 
ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit er-
forderlich ist. 
 
5.3 Am 12. Juli 2022 wurde dem Abklärungsdienst der Auftrag erteilt, vorerst die Statusfra-
ge abzuklären (IV-act. 53). Im Bericht vom 9. Januar 2023 hielt die Abklärungsfachperson fest, 
dass die Versicherte angegeben habe, sie würde bei guter Gesundheit in einem 80 % Pensum 
arbeiten, da der Kindsvater aufgrund der IV-Rente nicht in der Lage sei, Unterhaltszahlungen zu 

 

 
 
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leisten. Aus dem Bericht geht weiter hervor, dass die Beschwerdeführerin nach der Geburt der 
Zwillinge im Dezember 2018 ab April 2019 bis November 2019 in einem 80 % Pensum bei ihrer 
heutigen Arbeitgeberin gearbeitet habe, wobei ihr das aus gesundheitlichen Gründen zu viel 
gewesen sei. Ab Oktober 2020 bis Dezember 2020 habe sie in ihrem Wunschpensum von 50 % 
aufgrund der Gesundheit in der Kinderkrippe G.____ gearbeitet. 
 
5.4 Bei den Akten liegt lediglich der in vorstehender Erwägung zitierte interne Aktenver-
merk der Abklärungsfachperson. Weitere Abklärungen wurden offensichtlich nicht mehr getätigt. 
Insbesondere fehlt der übliche Fragebogen für das hypothetische Erwerbspensum, mit welchem 
den versicherten Personen die Auswirkungen ihrer Angaben betreffend die Berechnung der 
Invalidenrente erklärt werden. Gleichzeitig erhalten die versicherten Personen nach Zustellung 
des Fragebogens Zeit, um ihre Angaben zu überprüfen, danach zu unterzeichnen und damit die 
Richtigkeit des Protokolls zu bestätigen. Dieser Vorgang wurde hier gänzlich ausgelassen. Dies 
bedeutet, dass die Beschwerdeführerin nie mit den Feststellungen der Abklärungsfachperson 
konfrontiert wurde und auch nicht dazu Stellung nehmen konnte. Weshalb vorliegend vom übli-
chen Ablauf abgewichen wurde, wurde weder in der Verfügung noch in der Vernehmlassung 
erklärt. Die Statusfrage kann demzufolge derzeit nicht verlässlich beantwortet werden und ist 
neu abzuklären.  
 
6.1 Zu prüfen bleiben die Einschränkungen im Haushaltsbereich. Die Beschwerdegegnerin 
ging in der angefochtenen Verfügung von einer Einschränkung im Haushalt von 00.00 % aus.  
 
6.2 Ausschlaggebend ist bei den Einschränkungen im Haushaltsbereich nicht die medizi-
nisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit, sondern wie sich der Gesundheitsschaden in der 
nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt. Dafür bedarf es in der Regel einer Abklärung an 
Ort und Stelle (vgl. Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV; Urteile des Bundesgerichts vom 16. Juni 2021, 
9C_80/2021, E. 3.1 und vom 6. September 2017, 9C_373/2017, E. 3.1 mit Hinweisen). Die 
fachlich qualifizierte Haushaltsabklärung ist die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestim-
mung der gesundheitlichen Einschränkungen im Haushalt, ohne dass es zusätzlich einer ärztli-
chen Person bedarf, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltsführung unter dem Ge-
sichtswinkel der Zumutbarkeit äussern müsste (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. April 
2020, 8C_185/2020, E. 4.2.2 mit Hinweis). Hinsichtlich des Beweiswerts des Abklärungsbe-
richts sind – analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten – verschiedene Fak-
toren zu beachten. Eine Haushaltsabklärung ist beweiskräftig, wenn sie durch eine qualifizierte 
Person erfolgt, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der Beein-
trächtigungen und Behinderungen hat, die sich aus den medizinischen Diagnosen ergeben. 
Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Schliesslich muss der Berichtstext plausi-
bel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein sowie 
in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 16. Juni 2021, 9C_80/2021, E. 3.2 mit Hinweisen). Das Gericht greift, sofern 
der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, 
in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente 

 

 
 
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Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige 
Gericht (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Januar 2020, 8C_748/2019, E. 5.2 mit Hinweisen; 
BGE 128 V 93 E. 4). 
 
6.3 Im vorliegenden Fall sind die formalen Anforderungen an die Haushaltsabklärung zwei-
fellos nicht erfüllt, da gar keine ordentliche Haushaltsabklärung vor Ort zuhause bei der Be-
schwerdeführerin mit Bemessung der Einschränkungen durchgeführt wurde. Es findet sich 
dementsprechend auch kein Abklärungsbericht bei den Akten, in welchem die einzelnen Haus-
haltsbereiche aufgeführt wurden und ein Vergleich zwischen den Betätigungen vor und nach 
Eintritt des Gesundheitsschadens gezogen wurde. Weshalb darauf verzichtet wurde, eine Ab-
klärung vor Ort durchzuführen und einen entsprechenden Bericht auszufertigen, geht weder aus 
den Akten noch aus der Verfügung oder der Vernehmlassung hervor. Auch ist gänzlich unklar, 
wie die Beschwerdegegnerin zu einer Einschränkung von 00.00 % kommt.  
 
7. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die medizinische Aktenlage, die Aktenlage in Be-
zug auf die Einschränkungen im Haushalt sowie die Abklärungen des Status ungenügend sind. 
Damit stützte sich die Beschwerdegegnerin auf einen in mehreren Bereichen nicht rechtsgenüg-
lich abgeklärten Sachverhalt ab, weshalb die angefochtene Verfügung aufgrund der Verletzung 
von Art. 43 ATSG aufzuheben ist. Die Angelegenheit ist an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen, damit sie die Beschwerdeführerin mit Hilfe einer fachärztlichen psychiatrischen Exper-
tise, die im Rahmen eines verwaltungsexternen Gutachtens gemäss Art. 44 ATSG und unter 
Berücksichtigung der Verfahrensrechte der Beschwerdeführerin einzuholen sein wird, abklären 
lässt. Nach Vorliegen des psychiatrischen Gutachtens wird die Beschwerdegegnerin eine regel-
konforme Abklärung des Statusfrage und der Einschränkungen im Haushalt durchzuführen ha-
ben, um danach erneut über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu entscheiden. Die 
Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 IVG ist das Beschwerdeverfahren über IV-Leistungen vor 

dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfah-
rensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge-
legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand ent-
standen ist, setzt das Kantonsgericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundes-
rechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 werden die 
Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. 
Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr 
zu auferlegen sind. 
 
8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine Partei-
entschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Be-
schwerdeführerin machte in seiner Honorarnote vom 3. April 2025 einen Zeitaufwand von sechs 
Stunden geltend. Dieser Aufwand erweist sich umfangmässig und in Anbetracht der vorge-
brachten Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen und ist mit dem im Sozialversiche-

 

 
 
Seite 10    

rungsrecht üblichen Stundenansatz von Fr. 250.-- zu vergüten. Nicht zu beanstanden sind so-
dann die in der Honorarnote aufgeführten Auslagen im Betrag von Fr. 80.50. Der Beschwerde-
führerin ist folglich eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'708.-- (sechs Stunden à 
Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 80.50 zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
9. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 
93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid 
herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges 
Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (vgl. BGE 133 V 477 E. 4.2). Beim vorlie-
genden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne 
des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zuläs-
sig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbeleh-
rung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird in diesem Sinne gutgeheissen, als die angefoch-
tene Verfügung vom 24. Dezember 2024 aufgehoben und die Angele-
genheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückge-
wiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdegegnerin auferlegt. 

 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin 
eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'708.-- (inkl. Auslagen 
und 8,1 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
Vermerk eines allfälligen Weiterzugs