# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 28bbcdaa-f9fa-5303-8c81-32b8057394eb
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-09-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Kassationsgericht 26.09.2008 AA070118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_KSG_001_AA070118_2008-09-26.pdf

## Full Text

Kassationsgericht des Kantons Zürich

Kass.-Nr. AA070118/U/la

Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Andreas Donatsch,

die Kassationsrichterinnen Sylvia Frei und Yvona Griesser und

der Kassationsrichter Reinhard Oertli sowie der juristische Se-

kretär Lukas Künzli

Zirkulationsbeschluss vom 26. September 2008

in Sachen

A.,

Kläger, Appellant und Beschwerdeführer

gegen
B.-AG,
Beklagte, Appellatin und Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt […]

betreffend

Forderung

Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der I. Zivilkammer des
Obergerichts des Kantons Zürich vom 16. Juli 2007 (LA060024/U)

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Das Gericht hat in Erwägung gezogen:

 I.

1. Das Arbeitsgericht Zürich (1. Abteilung) trat mit Beschluss vom 26. Juni

2006 auf das Feststellungsbegehren des Klägers betreffend missbräuchliche

Kündigung nicht ein. Mit Urteil gleichen Datums wies es das Begehren des Klä-

gers um Auskunft und Einsicht in die Akten Nr. 37, 45, 48, 50, 57, 59 und 62ff., in

das alte Aktenverzeichnis des Personaldossiers sowie in das von Z. handschrift-

lich genehmigte Organigramm des Generalsekretariats ab (Disp.-Ziff. 1). Das Be-

gehren des Klägers um Aufnahme der Beilage zur E-Mail [...] vom 22. Dezember

2003 in das Personaldossier wies das Arbeitsgericht ebenfalls ab (Disp.-Ziff. 2).

Auch das Begehren des Klägers um Entfernung der Bemerkung in der E-Mail von

Y. an Z. vom 5. Januar 2004 "Als ehemaliger Vorgesetzter keine Empfehlung für

einen neuen Arbeitgeber mit gutem Gewissen geben können" wies das Arbeitsge-

richt ab (Disp.-Ziff. 3.a), indessen verpflichtete es die Beklagte, bei der entspre-

chenden Bemerkung den Vermerk anzubringen, dass sie vom Kläger bestritten

werde (Disp.-Ziff. 3.b). Sodann wies das Arbeitsgericht das Begehren des Klägers

um Auskunft und Einsicht zum Verwaltungsratsbeschluss vom Mai 2004 betref-

fend den Kläger und sein Auskunftsbegehren vom 3. Mai 2004 ab (Disp.-Ziff. 4).

Schliesslich wies es auch die Forderungsklage vollumfänglich ab (Disp.-Ziff. 5)

(vgl. OG act. 29 S. 33f.).

Gegen das Urteil des Arbeitsgerichts – der Beschluss blieb unangefochten –

legte der Kläger Berufung ein. Mit Beschluss vom 16. Juli 2007 merkte die I. Zivil-

kammer des Obergerichts vor, dass Disp.-Ziff. 1 des angefochtenen Urteils in

Rechtskraft erwachsen sei, und dass die Beklagte der Verpflichtung gemäss

Disp.-Ziff. 3b des angefochtenen Urteils bereits nachgekommen sei. Weiter be-

stätigte die Berufungsinstanz das erstinstanzliche Urteil in den übrigen Punkten

bzw. wies die entsprechenden Begehren (gemäss Disp.-Ziff. 2, 3a, 4 und 5) er-

neut ab (vgl. KG act. 2 S. 32f.).

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2. Mit Eingabe vom 20. August 2007 legte der Kläger (nachfolgend Be-

schwerdeführer) gegen den Berufungsentscheid innert Frist kantonale Nichtig-

keitsbeschwerde ein, mit welcher er die Aufhebung des angefochtenen Ent-

scheids verlangt (vgl. KG act. 1 S. 2). Die Vorinstanz verzichtete auf eine Ver-

nehmlassung (vgl. KG act. 9). Die Beklagte (nachfolgend Beschwerdegegnerin)

beantragt in ihrer Beschwerdeantwort die Abweisung der Nichtigkeitsbeschwerde

(vgl. KG act. 13). Die Beschwerdeantwort wurde dem Beschwerdeführer zur

Kenntnisnahme zugestellt (vgl. KG act. 14).

 II.

1. a) Mit Blick auf die Prüfungsbefugnis des Kassationsgerichts ist zunächst

auf die in § 285 Abs. 1 ZPO statuierte Kompetenzausscheidung zwischen der

kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde und der bundesrechtlichen Zivilrechtsbe-

schwerde hinzuweisen.

(Anzumerken ist, dass sich die Weiterzugsmöglichkeiten des angefochtenen

obergerichtlichen Entscheids auf Bundesebene nicht mehr nach dem Bundes-

rechtspflegegesetz [OG] richten, sondern nach dem am 1. Januar 2007 in Kraft

getretenen Bundesgerichtsgesetz [BGG]. Nach Art. 132 BGG ist dieses Gesetz

auf ein [bundesrechtliches] Beschwerdeverfahren anwendbar, wenn auch der an-

gefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist. Der

obergerichtliche Entscheid erging am 16. Juli 2007 und damit nach dem für die

Anwendung des BGG massgeblichen Datum vom 1. Januar 2007.)

Nach § 285 Abs. 1 ZPO ist die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde nicht zu-

lässig, soweit der angefochtene Entscheid dem Weiterzug an das Bundesgericht

unterliegt und dieses mit freier Kognition überprüfen kann, ob der geltend ge-

machte Mangel vorliegt. Das Bundesgericht überprüft auf Beschwerde in Zivilsa-

chen (Art. 72ff. BGG) hin insbesondere eine behauptete Verletzung von Bundes-

recht mit freier Kognition (vgl. Art. 95 lit. a BGG; vgl. SEILER, Bundesgerichtsge-

setzt [BGG], Bern 2007, N 10 zu Art. 95). Die Rüge der Verletzung von Bundes-

recht ist somit in Fällen, welche der Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesge-

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richt unterliegen, nicht im Verfahren der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde, son-

dern mittels der bundesrechtlichen Zivilrechtsbeschwerde zu erheben.

b) Weiter sind die allgemeinen Voraussetzungen für eine hinreichende Be-

gründung der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde kurz darzulegen: Gemäss § 290

ZPO werden lediglich die geltend gemachten Nichtigkeitsgründe überprüft, welche

nach § 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO in der Beschwerde nachgewiesen werden müssen

(Rügeprinzip). Dies bedingt, dass sich die Beschwerde führende Partei konkret

mit den Entscheidgründen der Vorinstanz auseinandersetzt und aufzeigt, dass

bzw. aus welchen Gründen der behauptete Nichtigkeitsgrund vorliegt. Namentlich

genügt es grundsätzlich nicht, wenn in appellatorischer Weise lediglich die eigene

Sicht der Dinge losgelöst von den vorinstanzlichen Erwägungen dargelegt wird.

Der blosse Verweis auf Ausführungen im vorinstanzlichen Verfahren ist vor Kas-

sationsgericht nicht zulässig; ebenso wenig können frühere Eingaben zum inte-

grierenden Bestandteil der Beschwerdeschrift erklärt werden. Weiter sind auch

die angefochtenen Stellen des vorinstanzlichen Entscheides zu bezeichnen und

diejenigen Aktenstellen, aus denen sich ein Nichtigkeitsgrund ergeben soll, im

Einzelnen anzugeben. Zur Begründung einer Willkürrüge gehört daher, dass in

der Beschwerde genau gesagt wird, welcher tatsächliche Schluss aufgrund wel-

cher Aktenstelle als willkürlich erscheint. Wird Aktenwidrigkeit einer tatsächlichen

Annahme behauptet, so sind ebenfalls die Bestandteile der Akten, die nicht oder

nicht in ihrer wahren Gestalt in die Beweiswürdigung einbezogen worden sein

sollen, genau anzugeben. Es ist nicht Sache der Kassationsinstanz, in den vor-

instanzlichen Akten nach den Grundlagen des geltend gemachten oder gar eines

anderen Nichtigkeitsgrundes zu suchen. Neue tatsächliche Behauptungen, Einre-

den, Bestreitungen und Beweise, die eine Vervollständigung des Prozessstoffes

bezwecken, über welchen der erkennende Sachrichter zu entscheiden hatte, sind

im Beschwerdeverfahren nicht zulässig. Es gibt kein Novenrecht (auch nicht nach

§ 115 ZPO; vgl. GULDENER, Die Nichtigkeitsbeschwerde in Zivilsachen nach Zür-

cherischem Recht, Zürich 1942, S. 67; VON RECHENBERG, Die Nichtigkeitsbe-

schwerde in Zivil– und Strafsachen nach zürcherischem Recht, 2. Auflage, Zürich

1986, S. 16 ff.; FRANK/STRÄULI/MESSMER, Kommentar ZPO ZH, Zürich 1997, N 4f.

zu § 288 ZPO mit Hinweisen). Der Vollständigkeit halber ist an dieser Stelle dar-

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auf hinzuweisen, dass unter der Herrschaft des BGG – im Gegensatz zur unter

der Herrschaft des OG geltenden altrechtlichen Praxis - Aktenwidrigkeitsrügen im

Verfahren der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde nunmehr stets zulässig sind

(vgl. den zur Publikation vorgesehenen Entscheid: AA070156, Beschluss vom

6. März 2008, in Sachen B., E. II/5).

2. a) Der Beschwerdeführer bemängelt, dass die Vorinstanz seine mit der

Berufungsbegründung neu ins Recht gelegten Beweismittel nach OG act. 86-109

und die damit zusammenhängenden Tatsachenbehauptungen unberücksichtigt

gelassen habe (vgl. KG act. 1 S. 4-6).

b) Die Vorinstanz wies die Parteien im angefochtenen Entscheid in prozes-

sualer Hinsicht vorab darauf hin, dass neue Behauptungen und Bestreitungen im

Berufungsverfahren nur zulässig seien, wenn die Voraussetzungen nach § 115

ZPO erfüllt seien, wobei die Gründe für das verspätete Vorbringen in der Begrün-

dung oder Beantwortung des Rechtsmittels geltend zu machen seien. Daran än-

dere auch der für Arbeitsstreitigkeiten der vorliegenden Art geltende Grundsatz

der Untersuchungsmaxime nichts. Denn einerseits entbinde dieser die Parteien

nicht von ihrer grundsätzlichen Behauptungs- und Beweisführungslast; vor allem

aber stehe die Untersuchungsmaxime einem kantonalrechtlichen Novenverbot im

Rechtsmittelverfahren nicht entgegen. Die Parteien seien daher auch im vorlie-

genden Verfahren vom Vorbringen neuer Tatsachen und Beweismittel ausge-

schlossen, die sie vor erster Instanz hätten einbringen können. Dies bedeute, so

die Vorinstanz, dass die vom Beschwerdeführer im Berufungsverfahren neu ein-

gereichten Unterlagen "Urk. 36/86-109" sowie die in der Berufungsschrift neu

geltend gemachten Tatsachenbehauptungen grundsätzlich ausser Betracht zu

bleiben hätten (vgl. KG act. 2 S. 6-7; vgl. bereits OG act. 32). Weiter hinten im

Entscheid griff die Vorinstanz das Thema "Novenverbot" nochmals auf und hielt

dem Beschwerdeführer entgegen, er setze sich in der Berufung ausführlich mit

dem angefochtenen Entscheid auseinander und lege (erneut) seine Sicht der

Dinge dar "(Urk. 34 S. 8-66)". Soweit er – der Beschwerdeführer – dabei seine vor

Arbeitsgericht vorgebrachte Sachdarstellung ergänze und erweitere, seien seine

Ausführungen im Berufungsverfahren nicht zu beachten, so die Vorinstanz unter

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Hinweis auf ihre allgemeinen Erwägungen zum Novenrecht auf den S. 6 und 7 ih-

res Entscheids. Weiter hielt sie fest, es seien keine Gründe ersichtlich, die den

Beschwerdeführer entsprechend § 115 ZPO zu verspätetem Vorbringen ermäch-

tigen würden (vgl. KG act. 2 S. 16 oben).

c) Was die neuen Beweismittel gemäss den Beilagen OG act. 86 bis 91 und

die entsprechenden Tatsachenbehauptungen anbetrifft, führt der Beschwerdefüh-

rer unter Hinweis auf Art. 99 BGG aus, sie – die Beilagen - seien alle eingereicht

worden, weil "erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass" gegeben habe. Es

erscheine zweckmässig, das Novenverbot im kantonalen Verfahren nicht restrikti-

ver zu handhaben als im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren, weil die

neuen Beweismittel spätestens noch vor Bundesgericht eingebracht werden

könnten. Die kantonalen Bestimmungen seien daher im Sinne der bundesrechtli-

chen Vorschriften zu interpretieren, soweit sie nicht ohnehin erfüllt seien (vgl. KG

act. 1 S. 4).

Nach Art. 99 Abs. 1 BGG dürfen neue Tatsachen und Beweismittel nur so

weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt.

Das Anwendungsgebiet des Art. 99 BGG ist indessen beschränkt auf die Frage

nach der Zulässigkeit neuer Vorbringen, welche in der dem Bundesgericht einge-

reichten Beschwerde enthalten sind. Aus dieser Bestimmung lässt sich nichts

ableiten für die Frage, ob und inwieweit die Kantone, soweit sie einen mehrstufi-

gen funktionellen Instanzenzug kennen, die Kognition der höheren Instanz ein-

schränkend ausgestalten und somit ein Novenverbot vorsehen können (vgl.

MEYER, Bundesgerichtsgesetz, Basler Kommentar, Basel 2008, N 37 zu Art. 99).

Die Argumentation über Art. 99 BGG geht somit im Ansatz fehl. Sie vermag die

Zulässigkeit der nach OG act. 86 bis 91 eingereichten Beweismittel und der damit

zusammenhängenden Tatsachenbehauptungen im kantonalen Berufungsverfah-

ren von vornherein nicht zu begründen. Lediglich ergänzungshalber sei erwähnt,

dass Noven im bundesrechtlichen Beschwerdeverfahren nach Art. 99 Abs. 1 BGG

nur im Rahmen von drei eng umschriebenen Fallgruppen zulässig sind (vgl. etwa:

MEYER, a.a.O., N 40ff. zu Art. 99). Mit anderen Worten kann vor Bundesgericht

nicht einfach jeder versäumte Gesichtspunkt tatsächlicher Natur nachgeholt wer-

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den, wie der Beschwerdeführer anzunehmen scheint. Soweit der Beschwerdefüh-

rer darüber hinaus geltend macht, die nach OG act. 86 bis 91 eingereichten Be-

weismittel und die damit zusammenhängenden Tatsachenbehauptungen hätten

nach § 115 Ziff. 2 und/oder 3 ZPO zugelassen werden müssen (vgl. KG act. 1

S. 4/5), erweisen sich die Vorbringen als zu wenig substantiiert. Der Beschwer-

deführer nimmt mit keinem Wort auf den Inhalt der entsprechenden Beilagen Be-

zug und weist nicht nach, dass bzw. inwiefern die novenrechtlichen Vorausset-

zungen nach § 115 Ziff. 2 und/oder 3 ZPO hinsichtlich der einzelnen Beweismit-

tel/Tatsachenbehauptungen erfüllt sein sollen. Die Rüge erweist sich nach dem

Gesagten als unbegründet, soweit auf diesen Beschwerdepunkt überhaupt ein-

getreten werden kann.

d) Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, mit OG act. 92 habe die Be-

hauptung, Z. habe sich über ihn - den Beschwerdeführer - konstant lustig ge-

macht, sofort im Sinne von § 115 Ziff. 2 ZPO bewiesen werden können (vgl. KG

act. 1 S. 5, 2. Abschnitt). Er geht aber mit keinem Wort auf den Inhalt der Beilage

ein und erklärt nicht, welche Textstellen des Artikels aus der Zeitung "M." vom 1.

Februar 2001 die fragliche Behauptung zu stützen vermögen, und abgesehen da-

von äussert er sich auch nicht zur Beweistauglichkeit eines Zeitungsartikels. Nicht

ersichtlich ist auch, weshalb OG act. 92 bei Ausübung angemessener Tätigkeit

nicht bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätte beigebracht werden können und

damit einen Anwendungsfall nach § 115 Ziff. 3 ZPO bilden sollte.

e) Soweit der Beschwerdeführer die Zulässigkeit der Beilagen wiederum aus

Art. 99 Abs. 1 BGG abzuleiten versucht (vgl. KG act. 1 S. 5, 3. Abschnitt [OG

act. 93], 4. Abschnitt [OG act. 94-95], 7. Abschnitt [OG act. 98 und 100-109], S. 6

oben) scheitert das Vorhaben aus den genannten Gründen (vgl. vorstehend

E. 2/c). In den übrigen Punkten (vgl. KG act. 1 S. 5, Abschnitte 5 und 6 [OG

act. 96-97 und 99]) erweisen sich die Vorbringen als zu wenig substantiiert, indem

nicht auf die Beilagen eingegangen wird und unklar bleibt, um welche Tatsachen-

behauptungen es überhaupt gehen soll.

f) Nicht eingetreten kann auch auf alle jene Beschwerdepunkte, in welchen

der Beschwerdeführer erstmals vor Kassationsgericht neue Tatsachenbehaup-

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tungen aufstellt und dazu ein neues Beweismittel anruft (vgl. KG act. 1 S. 6 oben,

S. 8, S. 11f. und S. 14 bzw. KG act. 3/110-117). Neue Tatsachen und Beweismit-

tel, die eine Vervollständigung des Prozessstoffes bezwecken, sind wie gesagt im

kantonalen Beschwerdeverfahren nicht zulässig und zwar auch nicht nach § 115

ZPO (vgl. vorstehend E. II/1b).

3. Die Frage, ob die Vorinstanzen im Zusammenhang mit dem Begehren um

Aufnahme der E-Mail-Beilage [...] vom 22. Dezember 2003 Art 15 des Bundesge-

setzes vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG) richtig ausgelegt bzw. an-

gewendet haben (vgl. KG act. 1 S. 6-7), ist (bundes-)rechtlicher Natur und kann

daher im Verfahren der Beschwerde in Zivilsachen vorgebracht werden (vgl. die

unter der Herrschaft des OG auf eidgenössische Berufung hin ergangenen BGE

127 III 481 E. 3a, 120 II 118 E. 2; vgl. auch Art. 328b Satz 2 OR mit Verweis auf

DSG). Folglich kann auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht eingetreten wer-

den (§ 285 Abs. 1 ZPO, vorstehend E. II/1a), auch wenn sich der Beschwerdefüh-

rer auf § 281 Ziff. 3 ZPO (Verletzung klaren materiellen Rechts) beruft. § 285 ZPO

geht als lex specialis § 281 ZPO vor, und das Bundesgericht überprüft auch eine

qualifiziert unrichtige Anwendung bundesrechtlicher Bestimmungen im Verfahren

der bundeszivilrechtlichen Beschwerde.

4. a) Die Vorinstanz verweigerte in E. 2.3 des angefochtenen Entscheids

dem Beschwerdeführer die Entfernung einer Bemerkung in der E-Mail von Y. an

Z. vom 5. Januar 2004 (vgl. KG act. 2 S. 9f.). Der Beschwerdeführer wirft der Vo-

rinstanz in diesem Zusammenhang eine Verletzung der Dispositionsmaxime vor.

So habe die Beschwerdegegnerin selber erklärt, sie erachte das Dokument als

völlig bedeutungslos. An diese Erklärung sei die Vorinstanz gebunden gewesen.

Stattdessen habe sie aufgrund der laufenden Auseinandersetzung ein Aufbewah-

rungsinteresse der Beschwerdegegnerin konstruiert (vgl. KG act. 1 S. 7).

Die Rüge scheitert bereits daran, dass der Beschwerdeführer nicht belegt

(Aktenzitat), dass bzw. wo die Beschwerdegegnerin eine entsprechende Erklä-

rung abgegeben haben soll. Abgesehen davon vermöchte die Rüge auch nicht

durchzudringen: Gemäss der Dispositionsmaxime darf das Gericht einer Partei

weder mehr noch anderes zusprechen, als sie selbst verlangt, noch weniger, als

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die gegnerische Partei anerkannt hat (§ 54 Abs. 2 ZPO). Massgebend für die Fra-

ge, ob eine Verletzung der Dispositionsmaxime vorliegt, sind nur die gestellten

Anträge im Vergleich zum Urteil; auf die Begründung kommt es nicht an (ZR 94

Nr. 16; 84 Nr. 66; FRANK/STRÄULI/MESSMER, a.a.O., N 14a zu § 54 ZPO). Der

Richter ist – freie Verfügungsmöglichkeit der Parteien über das strittige Rechts-

verhältnis vorausgesetzt (vgl. § 54 Abs. 3 ZPO) – auch im Rechtsmittelverfahren

an die (Rechtsmittel-)Anträge der Parteien gebunden, und er darf nicht über diese

hinausgehen (vgl. §§ 269 Abs. 1 und 270 ZPO [für das Berufungsverfahren] bzw.

§§ 279 und 280 Abs. 1 ZPO [für das Rekursverfahren]; vgl. auch FRANK/STRÄULI/

MESSMER, a.a.O., N 22 zu § 54 ZPO). Inwiefern der angefochtene Entscheid die

Dispositionsmaxime in dieser Hinsicht verletzen sollte, tut der Beschwerdeführer

nicht dar. Entsprechendes ist auch nicht ersichtlich: die Beschwerdegegnerin hat

im Berufungsverfahren die vollumfängliche Abweisung der Berufung, also auch

des hier interessierenden Berufungsantrages Ziffer 3, beantragt (vgl. KG act. 2

S. 4 und dortige Belegstellen), und das Dispositiv des angefochtenen Beschlus-

ses lautet auf Abweisung diese Antrages (vgl. KG act. 2 S. 33 oben). Die Rüge

erweist sich demnach als unbegründet, soweit unter dem Gesichtspunkt der An-

forderungen an die Begründung einer Nichtigkeitsbeschwerde überhaupt darauf

einzutreten ist.

b) Die Frage, ob die Bemerkung in der besagten E-Mail die Persönlichkeit

des Beschwerdeführers nach Art. 28 Abs. 1 ZGB widerrechtlich verletzt hat und

daher zu entfernen ist, beschlägt wiederum die richtige Anwendung von Bundes-

recht. Sie kann im Verfahren der bundesrechtlichen Beschwerde dem Bundesge-

richt unterbreitet werden. Dies führt zu einem Nichteintretensentscheid hinsichtlich

der entsprechenden Beschwerdepunkte (vgl. KG act. 1 S. 7-8).

5. Die weiteren Beschwerdevorbringen (KG act. 1 S. 8-29) drehen sich

hauptsächlich um jene vorinstanzlichen Erwägungen, in welchen sich das Ober-

gericht mit dem Standpunkt des Beschwerdeführers auseinandersetzte, wonach

er die Kündigung als missbräuchlich erachtet, weil die Beschwerdegegnerin in

zahlreichen Einzelhandlungen seit dem Jahr 2002 darauf hingewirkt habe, seine

Stellung zu schwächen und ihn aus der Firma zu drängen, dass sie damit ihre

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Fürsorgepflichten verletzt und die Erkrankung des Beschwerdeführers bewirkt ha-

be, dass sie die wahren Kündigungsgründe nicht offengelegt und zudem in der Art

und Weise der Kündigung missbräuchlich gehandelt habe (vgl. KG act. 2 S. 12ff.).

5.1 a) Unter dem Titel "Keine Strategie: willkürliche Annahmen (§ 281 Ziff. 2

ZPO)" nimmt der Beschwerdeführer Bezug auf die vorinstanzlichen Erwägungen

auf S. 17 und 18 des angefochtenen Entscheids (vgl. KG act. 1 S. 9-14).

b) Die an den eben zitierten Beschwerdestellen erhobenen Einwände ver-

mögen die Anforderungen an eine hinreichende Beschwerdebegründung weitge-

hend nicht zu erfüllen. Der Beschwerdeführer bezieht sich zwar auf Erwägungen

im angefochtenen Entscheid. Er setzte sich dabei aber nicht - jedenfalls nicht aus-

reichend – argumentativ mit den entsprechenden Entscheidgründen auseinander.

Stattdessen versucht er seinen Standpunkt hinsichtlich der entscheidrelevanten

Erwägungen nochmals neu darzulegen, wie dies nur in einem appellatorischen

Verfahren mit freier Rechts- und Tatsachenprüfung möglich wäre (vgl. KG act. 1

S. 8/9, S. 9-14). Hinzu kommt, dass er sich in einzelnen Punkten auf im Kassa-

tionsverfahren erstmals eingereichte Dokumente beruft (vgl. KG act. 1 S. 11/12

und S. 14) und seine Ausführungen teilweise umfassende Verweise auf frühere

Eingaben enthalten (vgl. KG act. 1. S. 10, 3. und 7. Abschnitt; S. 12, 3. Abschnitt;

S. 13, 2. Abschnitt; S. 14, 3. Abschnitt).

c) Darüber hinaus drängen sich die nachfolgenden Erwägungen auf:

aa) Der Beschwerdeführer rügt die vorinstanzliche Feststellung, dass der

Beschwerdeführer bei strategischen Entscheiden der Geschäftsleitung keinen

Anspruch habe, mitzuwirken, als aktenwidrig und willkürlich und/oder gegen kla-

res Recht verstossend. Für strategische Entscheide sei der Verwaltungsrat der

X.-SA zuständig gewesen, nicht Z.. In jenem Gremium sei der Beschwerdeführer

Protokollführer gewesen und habe daher ein Mitspracherecht im Sinne der Mitbe-

ratung ohne Stimmrecht gehabt (vgl. KG act. 1 S. 10, 2. und 3. Abschnitt).

Die Vorinstanz stellte auf S. 18 ihres Entscheids ergänzend zu den erstin-

stanzlichen Erwägungen (gemäss OG act. 29 S. 19f.) fest, dass "Arbeitnehmer

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keinen Anspruch auf Mitsprache oder gar Mitentscheidung bei sie betreffenden

Organisationsentscheidungen" hätten und die Angemessenheit solcher Entschei-

dungen könnten denn auch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sein

(Unterstreichung durch KassGer). Zum einen lässt der Beschwerdeführer unbe-

rücksichtigt, dass die Vorinstanz auch von einem fehlenden Anspruch auf Mitent-

scheidung sprach, und zum anderen führt er nicht näher aus, dass bzw. inwiefern

er auch bei ihn persönlich betreffenden Organisationsentscheidungen mitwirken

durfte. Weiter weist er nicht nach, dass für strategische Entscheide ausschliess-

lich der Verwaltungsrat der X.-SA zuständig gewesen sei. Entsprechendes lässt

sich auch nicht der angegebenen Belegstelle "Berufung S. 11 und 44" (OG

act. 34) entnehmen. So erweist sich der Verweis auf S. 11 der Berufungsbegrün-

dung auf ein "Geschäftsreglement" als zu wenig substantiiert. Bei dieser Sachlage

kann offen bleiben, ob der Verweis auf eine frühere Rechtsschrift "Berufung S. 11

und 44" in dieser Form den Begründungsanforderungen an eine hinreichende Be-

schwerdebegründung überhaupt zu genügen vermag. Mangels genügender Sub-

stantiierung und Auseinandersetzung mit den entscheidrelevanten Erwägungen

kann auf diesen Beschwerdepunkt nicht eingetreten werden.

bb) Die zahlreichen Ein- und Austritte von Mitarbeitern, auf welche das

Obergericht auf S. 18 des Beschlusses verweise, könnten nicht mit einem objektiv

vertretbaren Führungsstil gerechtfertigt werden, so der Beschwerdeführer weiter.

Zahlreiche Ein- und Austritte seien zu einem wesentlichen Teil auf die unzulängli-

chen Rekrutierungsverfahren und die persönlichen Abnormitäten von Z. zurück-

zuführen, nicht auf einen Führungsstil per se. An echte Führungsstile könnten

sich Mitarbeiter anpassen und gewöhnen, viel weniger aber an unbekannte, im-

mer wieder neu und anders ausbrechende Unarten eines Vorgesetzten. Die Ein-

und Austritte pauschal mit dem "Kulturwandel" zu erklären, wie das Obergericht

es auf S. 18 des Beschlusses tue, entbehre daher ebenfalls eines hinreichenden

realen Substrates, verkenne die Wirklichkeit und erscheine willkürlich. Es sei

möglich und geboten, einen Kulturwandel ohne Mobbing durchzuführen und in ei-

ner Art und Weise, welche Kündigungen als nicht missbräuchlich erscheinen lie-

ssen (vgl. KG act. 1 S. 14, 2. Abschnitt).

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Die Vorinstanz stellte an der angefochtenen Entscheidstelle fest, nach Dar-

stellung des Beschwerdeführers hätten sich jedoch alle Mitarbeiter mit dem neuen

Führungsstil nach dem Übergang des Konzerns auf Z. auseinandersetzen müs-

sen, was zu zahlreichen Ein- und Austritten von Mitarbeitern geführt habe. Dass

sich der "Kulturwandel" insbesondere gegen den Beschwerdeführer gerichtet ha-

be, könne somit schon aus seiner eigenen Darstellung nicht gefolgert werden (vgl.

KG act. 2 S. 18 oben).

Nach Auffassung der Vorinstanz stellte der Beschwerdeführer somit selber

fest, dass der neue Führungsstil zu zahlreichen Ein- und Austritten von Mitarbei-

tern geführt habe. Daraus folgerte die Vorinstanz lediglich, es könne nicht gesagt

werden, dass sich der "Kulturwandel" insbesondere gegen den Beschwerdeführer

gerichtet habe. Dass sich der angegebenen Belegstelle der Vorinstanz in der er-

stinstanzlichen Replik "act. 16 S. 56ff." keine entsprechende Erklärung des Be-

schwerdeführers entnehmen lässt, wird in der Beschwerde nicht behauptet, ge-

schweige denn widerlegt. Auch erklärte die Vorinstanz die zahlreichen Ein- und

Austritte nicht einfach pauschal unter Hinweis auf einen stattgefundenen "Kultur-

wandel", wie der Beschwerdeführer behauptet. Die Beschwerdevorbringen beru-

hen somit auf einer ungenauen Analyse der vorinstanzlichen Entscheidgründe,

weshalb der Nachweis eines Nichtigkeitsgrundes als von vornherein gescheitert

betrachtet werden muss.

d) Darüber hinaus lassen sich den erwähnten Beschwerdepunkten (KG

act. 1 S. 9-14) keine weiteren Ausführungen entnehmen, welche hinreichend kon-

kret die Geltendmachung eines kantonalrechtlichen Nichtigkeitsgrundes erkennen

lassen und/oder auf welche sonst wie näher eingegangen zu werden bräuchte.

5.2 a) Der Beschwerdeführer wendet weiter unter dem Titel "Entzug des

Rechtsdienstes: willkürliche Beweiswürdigung" ein, entgegen der Annahme des

Obergerichts (S. 18 des Beschlusses) habe er in der Replik auf S. 25 nicht aus-

geführt, dies (der Entzug des Rechtsdienstes) habe sich nach den Differenzen mit

K. schleichend entwickelt. In der Replik habe er vielmehr dargetan, dass die Diffe-

renzen seit 2002 abgeschlossen gewesen seien "(Berufung, S. 29, unter Hinweis

auf die Replik)" (vgl. KG act. 1 S. 13).

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Die Vorinstanz bezeichnete auf S. 18 des Beschlusses als Belegstelle dafür,

dass sich der Entzug des Rechtsdienstes nach den Differenzen mit K. schlei-

chend entwickelt habe, nicht S. 25 der erstinstanzlichen Replik, sondern S. 70ff.

und S. 84 derselben (vgl. KG act. 2 S. 18 unten und dortige Belegstelle "Urk. 16

S. 70ff., 84"). Weiter erweist sich das Aktenzitat in der Beschwerdeschrift "(Beru-

fung, S. 29, unter Hinweis auf die Replik)" als zu ungenau. In der Berufung auf

S. 29 findet sich lediglich der Verweis auf "Ziff. 6.ff." der erstinstanzlichen Replik.

Damit verweist der Beschwerdeführer aber auf ein über 40 Seiten umfassendes

Kapitel einer Rechtsschrift (vgl. AG act. 16 S. 55-99). Bereits aus diesen Gründen

misslingt der Nachweis eines Nichtigkeitsgrundes.

b) Im fraglichen Zusammenhang wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz

auch vor, nicht geprüft bzw. abgeklärt zu haben, ob die organisatorischen Mass-

nahmen (u.a. Entzug des Rechtsdienstes) aus Gründen der Effizienz gerechtfer-

tigt gewesen seien. Dies obwohl er behauptet und zum Beweis verstellt habe,

dass die Massnahmen wirtschaftlich keinen Sinn gemacht hätten (vgl. KG act. 1

S. 15).

Die Vorinstanz begründete, weshalb sie in diesem Punkt weitergehende Ab-

klärungen für unnötig erachtete. Auf S. 18 (unten) erwog sie hierzu: "Ob und in

welchem Ausmass Überlegungen der Effizienz dieses Vorgehen begünstigt ha-

ben, kann offen bleiben; eine gezielte, auf die Position des [Beschwerdeführers]

gerichtete Handlung ist jedenfalls bereits aufgrund der Darstellung des [Be-

schwerdeführers], der einen Prozess beschreibt, nicht ersichtlich." Darüber hinaus

hielt die Vorinstanz grundsätzlich fest, es sei nicht dargetan, dass die Neuorgani-

sation ohne sachlichen Hintergrund gezielt im Hinblick auf die Person bzw. Posi-

tion des Beschwerdeführers erfolgt sei. Wenn der Beschwerdeführer geltend ma-

che, es habe keine wirtschaftliche Notwendigkeit für die Neuorganisation/Um-

strukturierung bestanden, so kritisiere er damit die Geschäftsleitungsentscheide.

Die Angemessenheit solcher Entscheidungen könne aber nicht Gegenstand des

vorliegenden Verfahrens sein. Mit dieser Begründung setzt sich der Beschwer-

deführer nicht auseinander, was zu einem Nichteintretensentscheid hinsichtlich

des bezeichneten Beschwerdepunktes führt.

-   14   -

5.3 Im daran anschliessenden Beschwerdeabschnitt rügt der Beschwerde-

führer hinsichtlich der Frage der Effizienz der Neuorganisation eine Verletzung

des Anspruches auf Beweis sowie eine Verletzung der Beweislastregel nach

Art. 8 ZGB (vgl. KG act. 1 S. 15-17). Die Frage der richtigen Beweislastverteilung

sowie die Frage, ob eine Verletzung des Beweisführungsanspruches vorliegt, be-

urteilt sich nach der in Art. 8 ZGB statuierten allgemeinen Beweisvorschrift (vgl.

ZR 106 Nr. 32, vgl. auch BGE 114 II 289, RB 2002 Nr. 11). Die beiden Fragen

sind daher bundesrechtlicher Natur und als solche einer Überprüfung im Verfah-

ren der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde (gegen einen der Beschwerde in Zivil-

sachen unterliegenden Entscheid) nicht zugänglich. Darüber hinaus lassen sich

der Beschwerde im bezeichneten Umfang keine Vorbringen entnehmen, welche

hinreichend konkret die Geltendmachung eines kantonalrechtlichen Nichtigkeits-

grundes erkennen lassen. Folglich kann in diesem Punkt auf die Beschwerde

nicht eingetreten werden.

5.4 Weiter bezieht sich der Beschwerdeführer auf S. 21 des angefochtenen

Entscheids (vgl. KG act. 1 S. 17, 2. Abschnitt). Er setzt sich dabei aber nicht kon-

kret mit einer bestimmten Erwägung auseinander, sondern legt in appellatorischer

Weise lediglich seine Sicht der Dinge dar und stellt sie derjenigen des Oberge-

richts gegenüber. Auch dieser Umstand führt zu einem Nichteintretensentscheid.

5.5 a) Unter dem Titel "Effizienzfrage spielt eine Rolle: willkürliche Beweis-

würdigung" thematisiert der Beschwerdeführer den Entzug des Personaldossiers

und der Leitung des Personalrestaurants "G." sowie nochmals den Entzug der

Leitung des Rechtsdienstes, wobei er erneut Bezug auf die vorinstanzlichen Er-

wägungen auf S. 18 und 19 des angefochtenen Entscheids nimmt. Zur Begrün-

dung führt er an, es spiele entgegen der Auffassung des Obergerichts eine Rolle,

ob Effizienzgründe für die Umstrukturierung gesprochen hätten. So lange diese

nicht irgendwie plausibel dargelegt oder auch nur behauptet worden seien, spre-

che alles für Mobbing (vgl. KG act. 1 S. 17/18).

Die Rüge erweist sich als zu wenig substantiiert, um im fraglichen Zusam-

menhang auf einen Nichtigkeitsgrund schliessen zu können. Die vorinstanzlichen

Entscheidgründe zur Frage, ob die organisatorischen Massnahmen aus Gründen

-   15   -

der Effizienz gerechtfertigt gewesen seien (vgl. vorstehend E. II/5/2b), bleiben un-

angefochten. Abgesehen davon legt der Beschwerdeführer nicht näher dar, wes-

halb in der Neuorganisation, sollte diese denn nicht aus Gründen der Effizienz ge-

rechtfertigt gewesen sein, zwingend ein Indiz für eine gegen ihn – den Beschwer-

deführer – gerichtete Mobbinghandlung im Sinne der von der Vorinstanz darge-

legten Anforderungen gesehen werden müsse (vgl. KG act. 2 S. 15 und S. 19,

2. Abschnitt).

b) Der Beschwerdeführer wendet sodann ein, entgegen der Auffassung des

Obergerichts auf S. 19 des angefochtenen Entscheids bilde der Umstand, dass

die Neuorganisation ohne korrekte Vorinformation und Änderungskündigung

durchgeführt worden sei, ein klares Indiz für Mobbing (vgl. KG act. 1 S. 18).

Auch hier beschränkt sich der Beschwerdeführer auf eine appellatorische

Darstellung seiner Sichtweise, ohne aufzuzeigen, inwiefern die gegenteilige Auf-

fassung der Vorinstanz willkürlich sein sollte. Die Vorinstanz stellte auf S. 19 ihres

Beschlusses fest, die Kommunikation seitens der Geschäftsleitung (der Be-

schwerdegegnerin) scheine dabei zumindest nach Darstellung des Beschwerde-

führers nicht immer geglückt zu sein. Sie sah darin aber keine Mobbinghandlung

im Sinne der von ihr dargelegten Anforderungen an eine solche (vgl. KG act. 2

S. 15 und S. 19, 2. Abschnitt). Weiter stellte die Vorinstanz auf S. 19 ihres Be-

schlusses konkret fest, es brauche vorliegend nicht entschieden zu werden, ob für

alle oder einzelne dieser Organisationsmassnahmen eine Änderungskündigung

erforderlich gewesen wäre; für die Frage, ob die im Jahre 2004 ausgesprochene

Kündigung missbräuchlich erfolgt sei, sei dies ohne Belang (vgl. KG act. 2 S. 19).

Die Frage, ob eine Kündigung als missbräuchlich zu qualifizieren ist, beurteilt sich

nach Bundesrecht (vgl. Art. 336 OR, vgl. z.B. BGE 125 III 70 E. 2). Bundesrechtli-

cher Natur ist folglich auch die Frage, ob die Vorinstanz bei der Prüfung der Miss-

bräuchlichkeit das Ausbleiben einer Änderungskündigung als belanglos und damit

rechtlich unerheblich einstufen durfte. Nach dem Gesagten kann auf die Be-

schwerde in diesem Punkt mangels genügender Substantiierung bzw. mangels

Zulässigkeit (vgl. § 285 ZPO) nicht eingetreten werden.

-   16   -

5.6 Im Rahmen der daran anschliessenden Willkürrüge beruft sich der Be-

schwerdeführer zur Begründung auf eine nicht bezeichnete Stelle in der – 99

Seiten umfassenden - erstinstanzlichen Replik (vgl. KG act. 1 S. 18). Wie gesagt

darf das Kassationsgericht nicht nach den Grundlagen des geltend gemachten

Nichtigkeitsgrundes suchen, weshalb bereits das fehlende Aktenzitat zu einem

Nichteintretensentscheid in diesem Punkt führt.

5.7 a) Die Vorinstanz stellte auf S. 21 ihres Entscheids unter Hinweis auf

S. 28f. der Berufungsschrift (OG act. 34) fest, nach der Darstellung des Be-

schwerdeführers scheinen Führungsprobleme die Ursache des Konfliktes mit G.

gewesen zu sein, wobei der Beschwerdeführer offenbar seine Auffassung über

die Leitung des Übersetzungsdienstes nicht habe durchsetzen können.

Der Beschwerdeführer erachtet letztere Feststellung als willkürlich. Es sei

ihm nicht um die Durchsetzung seiner Auffassung über die Leitung eines Dienstes

gegangen. Solches habe gar nicht seine Aufgabe sein können, wie er in der Be-

rufung auf S. 28 ausgeführt habe. Es sei nur um die Erfüllung der dem Überset-

zungsdienst gestellten Aufgaben und die von Z. vorgegebenen Führungsgrund-

sätze gegangen (vgl. KG act. 1 S. 18 unten).

Die Vorbringen eignen sich nicht, um auf Willkürlichkeit der angefochtenen

Feststellung schliessen zu können. Offensichtlich sprach die Vorinstanz im fragli-

chen Kontext jene Differenzen an, welche der Beschwerdeführer auf S. 28 (unten)

der Berufungsschrift (OG act. 34) geschildert hatte. Namentlich ging es dabei um

die mit G. vereinbarten Termine, welche – so der Beschwerdeführer wörtlich -

"immer wieder nicht eingehalten wurden und damit die Aufgaben nicht erfüllt wa-

ren". Wenn der Beschwerdeführer weiter ausführte, er habe dies zum Thema von

Diskussionen machen dürfen und müssen, um nach den Gründen des Verhaltens

von G. bzw. Lösungsmöglichkeiten zu suchen (vgl. OG act. 34 S. 28/29), so kann

nachvollzogen werden, wenn die Vorinstanz feststellte, der Beschwerdeführer ha-

be offenbar seine Auffassung über die Leitung des Übersetzungsdienstes nicht

durchsetzen können.

-   17   -

b) Die Frage, ob Z. gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstossen

habe, weil er die Differenzen zwischen dem Beschwerdeführer und G. zum An-

lass für die Kündigung genommen habe (vgl. KG act. 1 S. 19 oben), ist bundes-

rechtlicher Natur und kann im Verfahren der Beschwerde in Zivilsachen vorge-

bracht werden (da das BGG insofern keine Änderung gebracht hat, kann auf die

altrechtliche Rechtsprechung verwiesen werden: z.B. MESSMER/IMBODEN, Die eid-

genössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, Rz 75 Anm. 22 m.w.H.).

Dies führt zu einem Nichteintretensentscheid im fraglichen Punkt.

5.8 a) Ebenfalls nach Bundesrecht beurteilt sich die Frage, ob die Vorinstanz

bei der Prüfung der Missbräuchlichkeit der Kündigung hätte (mit-)entscheidend

gewichten müssen (vgl. KG act. 2 S. 25), dass es im Vorfeld der Kündigung zwi-

schen der Beschwerdegegnerin und dem Beschwerdeführer nicht zu einer Ziel-

vereinbarung gekommen war und auch kein Kündigungsgespräch stattgefunden

hatte (vgl. KG act. 1 S. 19 Mitte). Auch in diesem Umfang kann auf die Beschwer-

de nicht eingetreten werden (vgl. § 285 ZPO).

b) Darüber hinaus sieht der Beschwerdeführer in den erwähnten Unterlas-

sungen zwei weitere Mobbingelemente, welche die Vorinstanz in willkürlicher

Weise nicht gewürdigt habe (vgl. KG act. 1 S. 19 Mitte). Der Nachweis eines

Nichtigkeitsgrundes scheitert daran, dass der Beschwerdeführer nicht weiter

ausführt, inwiefern die Nichtberücksichtigung dieser beiden Elemente das Fazit

der Vorinstanzen, es könne keine Mobbingsituation angenommen werden (vgl.

KG act. 2 S. 25f. mit Verweis über § 161 GVG auf OG act. 29 S. 28f.), als willkür-

lich umzustossen vermag. Abgesehen davon flossen diese beiden Elemente ent-

gegen der Auffassung des Beschwerdeführers in die vorinstanzliche Entscheid-

findung zumindest mit ein, wie sich den entsprechenden Belegstellen entnehmen

lässt (vgl. KG act. 2 S. 26 mit Verweis über § 161 GVG auf OG act. 29 S. 29 und

dortiger Hinweis auf AG act. 16 S. 98; vgl. auch KG act. 2 S. 25). Folglich erweist

sich die Rüge als unbegründet, soweit auf diesen Beschwerdepunkt überhaupt

eingetreten werden kann.

5.9 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers schlossen die Vorin-

stanzen nicht "generell" fehlende "Anerkennung und Wertschätzung" als Mob-

-   18   -

bingelemente aus (vgl. KG act. 1 S. 19f.). Das Arbeitsgericht stellte fest, in der

fehlenden persönlichen Anerkennung der Leistungen könne kein Missbrauch ge-

sehen werden, auch wenn dem Beschwerdeführer zuzustimmen sei, dass eine

Wertschätzung der Arbeitsleistung dem Betriebsklima zuträglich wäre. Gleich im

Anschluss daran stellte das Arbeitsgericht differenzierend fest, es müsste schon

eine regelmässige, gezielte und unberechtigte Kritik erstellt sein, um in die Nähe

einer Missbräuchlichkeit zu kommen (vgl. OG act. 29 S. 20). Die Vorinstanz er-

wog unter Hinweis auf diese erstinstanzlichen Ausführungen ebenfalls, es sei

dem Betriebsklima und dem persönlichen Befinden sicher zuträglich, wenn in ei-

nem Unternehmen die Wertschätzung der Leistungen der Arbeitnehmer hin und

wieder zum Ausdruck komme. Missbräuchlich – so die Vorinstanz – sei gegentei-

liges Verhalten allerdings nicht (vgl. KG act. 2 S. 23 oben unter Verweis auf OG

act. 29 S. 20). Nach Darstellung der Vorinstanz ergab sich im fraglichen Zusam-

menhang zusammenfassend, "dass sich der [Beschwerdeführer] bei der [Be-

schwerdegegnerin] zunehmend unter Druck gesetzt und weder gestützt noch ge-

schätzt fühlte; gleichermassen ergibt sich, dass sowohl im Verhältnis zu den ihm

Unterstellten, als auch zu seinen Mitarbeitern und seinem Vorgesetzen verschie-

dentlich Unstimmigkeiten auftraten. Dass es sich aber um ein im eingangs dar-

gelegten Sinn systematisches, über längere Zeit andauerndes und ohne begrün-

deten Anlass erfolgendes Ausgrenzen eines Gruppenmitgliedes gehandelt hat,

kann den Vorbringen nicht entnommen werden" (vgl. KG act. 2 S. 25/26). Aus den

vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Vorinstanz fehlende Anerken-

nung und Wertschätzung nicht – jedenfalls nicht generell - als Mobbingelemente

ausgeschlossen hatte. Nach Auffassung der Vorinstanzen hatte die fehlende An-

erkennung und Wertschätzung einfach nicht den für die Qualifizierung als Mob-

binghandlung erforderlichen Grad erreicht. Die Rüge ist unbegründet.

5.10 Worin der Beschwerdeführer sodann eine Gehörsverletzung und eine

Verletzung des Beweisführungsanspruches sieht, geht aus den Vorbringen unter

dem Titel „Politische Aktivitäten: Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör“

nicht – jedenfalls nicht ausreichend klar - hervor (vgl. KG act. 1 S. 20). Ausserdem

muss sich der Beschwerdeführer entgegenhalten lassen, dass die Frage der

Verletzung des Beweisführungsanspruches bundesrechtlicher Natur ist (vorste-

-   19   -

hend E. 5.3, § 285 ZPO) und er - zumindest teilweise – zur Begründung der Rüge

in unzulässiger Weise auf frühere Ausführungen verweist.

5.11 Die Vorbringen im nächsten Beschwerdeabschnitt ("Entzug jeglicher

Beschäftigung: willkürliche Beweiswürdigung") erschöpfen sich weitgehend in ap-

pellatorischer Kritik, soweit – mangels Aktenzitaten - überhaupt ersichtlich ist,

welche Erwägungen des angefochtenen Entscheids konkret beanstandet werden

(vgl. KG act. 1 S. 20f.). Die Vorinstanz legte auf den S. 17-19 des Beschlusses

dar, weshalb ihrer Ansicht nach die organisatorischen Umstrukturierungen und

Neuverteilungen der Aufgaben nicht als eigentliche Mobbinghandlungen qualifi-

ziert werden könnten. Mit diesen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer

nicht argumentativ auseinander, sondern legt lediglich seine Sicht der Dinge dar.

5.12 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. KG act. 1 S. 22

oben) nahm die Vorinstanz auf S. 25 des angefochtenen Entscheids nicht – auch

nicht sinngemäss – an, dass aus dem regen Briefaustausch die Kündigungsgrün-

de hervorgingen. Auch nahm die Vorinstanz an der gleichen Stelle nicht an, dass

anlässlich der Unterredung vom 8. März 2004 mit Y. Kündigungsgründe behan-

delt worden seien. Die Vorinstanz schloss vor dem Hintergrund des regen Brie-

faustausches und der stattgefundene Unterredung vielmehr, dass sich die Posi-

tionen nicht mehr in Einklang hätten bringen lassen, und der Verzicht auf eine

formelles Kündigungsgespräch unter diesen Umständen nicht als missbräuchlich

erscheine (vgl. KG act. 2 S 25). Der Beschwerdeführer erachtet indes auch die

vorinstanzliche Feststellung, "dass sich die Positionen nicht mehr in Einklang

bringen liessen", als unhaltbar, weil Z. seine Position nie dargelegt noch bei ein-

mal erklärter Position eine Konfliktbereinigung eingeleitet habe. Selbst wenn es

zutreffen sollte, dass die Beschwerdegegnerin bzw. Z. in allen von der Vorinstanz

(beispielhaft) erwähnten Dokumenten (AG act. 3/5-9 und 3/11-20) seine Position

nie dargelegt bzw. bei einmal erklärter Position keine Konfliktbereinigung ange-

boten hatte, würde sich nichts an der vorinstanzlichen Feststellung ändern, dass

sich die Positionen nicht in Einklang bringen liessen. Der Hinweis auf die be-

schwerdegegnerischen Ausführungen in der Berufungsantwort (OG act. 39 S. 39)

ist ebenfalls nicht geeignet, um auf einen Nichtigkeitsgrund schliessen zu können.

-   20   -

Die dortigen Vorbringen der Beschwerdegegnerin erfolgten in einem anderen

Sachzusammenhang (vgl. OG act. 39 S. 39, 2. Abschnitt a.E.) und waren – rein

hypothetisch - für den Fall gedacht, dass sich der Beschwerdeführer voll arbeits-

fähig zurückmelden würde. Darüber hinaus ist unklar, welche weitere vorinstanzli-

che Feststellung der Beschwerdeführer aus welchen Gründen als willkürlich rügen

will; auf den entsprechenden Beschwerdepunkt (vgl. KG act. 1 S. 22 unten) kann

daher ebenfalls nicht eingetreten werden.

5.13 Weiter wendet der Beschwerdeführer ein, entgegen der vorinstanzli-

chen Auffassung auf S. 27 des angefochtenen Entscheids sei der beschwerde-

gegnerische Schizophrenievorwurf klar im medizinisch-technischen Sinne ge-

meint gewesen. So habe er – der Beschwerdeführer – klar behauptet, dass die

Beschwerdegegnerin diese im medizinisch-technischen Sinne verstanden habe,

sei doch auf Medikamente verwiesen worden, mit denen der Krankheit begegnet

werden könne. Als Belegstelle nennt der Beschwerdeführer: "Berufung, S. 46 mit

Hinweis auf Replik" (vgl. KG act. 1 S. 23, 2. Abschnitt).

Auch hier wird nicht – jedenfalls nicht ausreichend – klar, worin der Be-

schwerdeführer die behauptete willkürliche Annahme begründet sieht. Das Akten-

zitat "Berufung, S. 46 mit Hinweis auf Replik" und der dortige Weiterverweis auf

S. 46 der Berufung "Replik, S. 80 Nr. 12; kläg. act. 69" vermag den Begründungs-

anforderungen nicht zu genügen, zumal AG act. 69 fünf Seiten umfasst.

Soweit der Beschwerdeführer im gleichen Sachzusammenhang eine Verlet-

zung seines Beweisführungsanspruches nach Art. 8 ZGB sieht, kann mangels

Zulässigkeit der Rüge auf die Beschwerde im entsprechenden Umfang nicht ein-

getreten werden (vgl. KG act. 1 S. 23, 2. und 3. Abschnitt).

5.14 Sodann wendet der Beschwerdeführer ein, die Vorinstanz behaupte auf

S. 27 des angefochtenen Entscheids aktenwidrig, die genaue Diagnose der

Krankheit sei nicht Thema des vorliegenden Verfahrens gewesen. Er habe mehr-

fach behauptet, dass die Krankheit auf das Verhalten von Z. und vier weiterer

Personen zurückzuführen sei und er habe dies mit seinen wiederholten Anträgen

auf Begutachtung zum Beweis verstellt. Er habe auch an mehreren Stellen be-

-   21   -

hauptet, dass die Beschwerdegegnerin für den Ausbruch der Krankheit verant-

wortlich sei und wegen der Krankheit nicht kündigen dürfe (vgl. KG act. 1 S. 23-

24).

Die Vorinstanz stellte im fraglichen Zusammenhang nur fest, dass "die ge-

naue Diagnose der Krankheit" als solche nicht Thema des vorliegenden Verfah-

rens gewesen sei (vgl. KG act. 2 S. 27 oben). Indessen stellte die Vorinstanz nicht

fest, dass die Ursache (oder Entstehungsgeschichte) der Krankheit nicht Thema

des vorliegenden Verfahrens gewesen sei. Der Beschwerdeführer selber sprach

denn auch an den in der Beschwerde genannten Aktenstellen (vgl. KG act. 1

S. 23 unten und S. 24 oben) bezeichnenderweise von einem "Betriebs- und ar-

beitspsychologischen Gutachten" und nicht von einem medizinischen Gutachten,

welches eine "genaue Diagnose der Krankheit" liefern könnte. Die Aktenwidrig-

keitsrüge ist unbegründet.

5.15 a) Weiter erachtet es der Beschwerdeführer als willkürlich, wenn die

Vorinstanz ausführe, er – der Beschwerdeführer – widerspreche sich selber, in-

dem er einerseits geltend mache, es seien ihm laufend Betätigungsfelder entzo-

gen worden, andererseits aber der Beschwerdegegnerin vorwerfe, sie habe der

zunehmenden Belastung nicht Rechnung getragen (vgl. KG act. 1 S. 24-25).

Der Beschwerdeführer wendet gegen den angeblich willkürlich angenom-

menen Widerspruch hauptsächlich ein, dass er selbst nie behauptet habe, er sei

(persönlich) überlastet gewesen (vgl. KG act. 1 S. 24, 4. und 5. Abschnitt). Die

Vorinstanz stellte aber nicht fest, er habe der Beschwerdegegnerin vorgeworfen,

sie habe seiner zunehmenden persönlichen Belastung nicht Rechnung getragen,

sondern – wie gesagt – nur, er habe der Beschwerdegegnerin vorgeworfen, sie

habe der zunehmenden Belastung nicht Rechnung getragen. Wenn der Be-

schwerdeführer sodann selber einräumt, behauptet zu haben, das (von ihm ge-

leitete) Generalsekretariat sei an die Grenzen seiner Belastbarkeit gelangt (vgl.

KG act. 1 S. 24/25), ist nicht ersichtlich, dass bzw. inwiefern die angefochtene vo-

rinstanzliche Feststellung an einem Nichtigkeitsgrund leiden sollte.

-   22   -

b) Der Beschwerdeführer bezieht sich auf eine weitere vorinstanzliche Fest-

stellung auf S. 27 des angefochtenen Entscheids, wo das Obergericht erwog, falls

der Beschwerdeführer geltend machen wolle, die Beschwerdegegnerin hätte ihn

– nach eigenen Angaben von Natur aus ängstlich – früher in seinen Funktionen

entlasten sollen, wenn sie ihn den Anforderungen als Generalsekretär nicht ge-

wachsen erachte, so setze er sich wiederum in Widerspruch zu seiner Erwartung,

dass ein Arbeitergeber seine Arbeitnehmer fördere und unterstütze.

Die dagegen in der Beschwerde erhobenen Einwände (vgl. KG act. 1 S. 25)

sind indessen appellatorischer Natur, da sich der Beschwerdeführer auf die Dar-

stellung seiner eigenen Interpretation der Dinge beschränkt und sie derjenigen

des Obergerichts gegenüberstellt.

5.16 Im Rahmen der daran anschliessenden Willkürrüge bezieht sich der

Beschwerdeführer zur Begründung auf Ausführungen der Beschwerdegegnerin,

ohne zu belegen, dass bzw. wo sie – die Beschwerdegegnerin – entsprechende

Ausführungen gemacht haben soll (vgl. KG act. 1 S. 26 oben). Die fehlenden Ak-

tenzitate führen zu einem Nichteintretensentscheid in diesem Punkt.

5.17 Die Vorinstanz stellte auf S. 31 des angefochtenen Beschlusses fest,

der Beschwerdeführer mache nicht geltend, dass die Äusserung, Verhaltenswei-

sen wie die seinige basierten auf Schizophrenie, irgendwelche Konsequenzen

gehabt habe. Gleich anschliessend daran erwog die Vorinstanz, insbesondere

habe die Beschwerdegegnerin keine Notwendigkeit ärztlicher Untersuchung dar-

aus abgeleitet. Der Vorinstanz ging es mit anderen Worten darum, dass der Be-

schwerdeführer nicht behauptete, die Beschwerdegegnerin habe auf die besagte

Äusserung hin eine weitergehende Reaktion gezeigt. Dass er entgegen der vor-

instanzlichen Auffassung eine solche Behauptung aufgestellt habe, macht der

Beschwerdeführer nicht geltend (vgl. KG act. 1 S. 26, 2. Abschnitt); die entspre-

chende Willkürrüge erweist sich folglich als unbegründet.

5.18 Auf S. 27/28 erwog die Vorinstanz, zudem gehe der Beschwerdeführer

davon aus, dass sein Arbeitgeber die Vorzeichen der Erkrankung hätte erkennen

und richtig deuten sollen, während er gleiches von sich selbst nicht zu erwarten

-   23   -

scheint; die Fürsorgepflicht des Arbeitgerbers ersetze aber die Pflicht des Arbeit-

nehmers, auf sein eigenes Wohlergehen und seine Gesundheit zu achten, nicht in

einem Mass, dass ihn jeglicher Eigenverantwortung enthebe. Habe sich also der

Beschwerdeführer nicht in der Lage gesehen, geeignete Massnahmen zu verlan-

gen oder zu ergreifen, so falle es schwer, solche von der Beschwerdegegnerin zu

erwarten.

Die Vorinstanz sprach im fraglichen Kontext spezifisch die Vorzeichen der

Erkrankung an, also den gesundheitlichen Zustand des Beschwerdeführers. Da-

bei warf sie ihm mit Blick auf die Eigenverantwortung des Arbeitnehmers, auf das

eigene Wohlergehen und die Gesundheit zu achten, vor, keine geeignete Mass-

nahmen verlangt oder ergriffen zu haben. Dass er – der Beschwerdeführer – spe-

zifisch auf seinen gesundheitlichen Zustand bezogene geeignete Massnahmen

verlangt oder ergriffen habe, macht er nicht geltend (vgl. KG act. 1 S. 27, 3. Ab-

schnitt). Er vertritt in der Beschwerde wohl den Standpunkt, dass er z.B. zum

Schutze seiner Gesundheit die Arbeitsabläufe habe vereinfachen wollen. Er weist

jedoch nicht nach, dass er diese Änderungen von der Beschwerdegegnerin aus-

drücklich unter Hinweis auf seinen Gesundheitszustand verlangt habe. Entspre-

chend stellte bereits das Arbeitsgericht – die Vorinstanz verwies im fraglichen

Kontext auf die erstinstanzlichen Erwägungen in Anwendung von § 161 GVG (vgl.

KG act. 2 S. 28 oben) – fest, bezüglich Gesundheitszustand habe der Beschwer-

deführer nicht zum Ausdruck gebracht, dass ein Eingreifen der Beschwerdegeg-

nerin erforderlich gewesen wäre, und bis zum Zusammenbruch hätten keinerlei

Hinweise bestanden, dass der Beschwerdeführer gesundheitlich angeschlagen

gewesen sei (vgl. OG act. 29 S. 30). Die Rüge ist unbegründet, soweit auf diesen

Beschwerdepunkt überhaupt eingetreten werden kann.

5.19 a) Der Beschwerdeführer weist darauf hin, das Obergericht habe mit

dem Arbeitsgericht auf "Seite 15ff." nach der allgemeinen Lebenserfahrung ver-

neint, dass die aufgeführten Umstände zu einer Krankheit führten und auch ein

Mobbing darstellten. Es habe damit implizit die Begutachtung des Falles durch

Sachverständige abgelehnt und eine Rechtsfrage entschieden, welche dem Bun-

desgericht mit der bundesrechtlichen Zivilbeschwerde unterbreitet werden könne.

-   24   -

Nur vorsichtshalber halte er fest, dass nicht mit der Erfahrung argumentiert wer-

den könne. Die Erfahrung lehre vielmehr, dass das Verhalten der Beschwerde-

gegnerin einen krassen Fall von Mobbing darstelle und ein Betroffener darob

krank werden könne, vor allem wenn man die der Beschwerdegegnerin bekann-

ten Schwachpunkte des Beschwerdeführers, die Eigenschaften des Mobbenden,

die auf dem Spiel gestandenen Interessen und die vielen, vom Obergericht still-

schweigend als unerheblich erachteten Elemente mitberücksichtige. Das Oberge-

richt und das Arbeitsgericht, so der Beschwerdeführer abschliessend, hätten nicht

ohne Einholung eines Sachverständigengutachtens entscheiden dürfen (vgl. KG

act. 2 S. 28).

b) Diese abschliessenden – offenbar im Sinne einer Zusammenfassung ge-

meinten - Vorbringen des Beschwerdeführers sind wiederum appellatorischer

Natur und erweisen sich jedenfalls als zu unbestimmt und pauschal gehalten, um

auf einen Nichtigkeitsgrund schliessen zu können. Damit kann offen bleiben, ob

die Vorinstanz im Rahmen ihrer Erwägungen auf "Seite 15ff." überhaupt eine – in

der Beschwerde ohnehin nicht näher bezeichnete - tatsächliche Annahme getrof-

fen hat, welche im Verfahren der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde überprüft

werden kann. Die im gleichen Sachzusammenhang erhobene Rüge der unterblie-

benen Einholung eines Gutachtens ist ebenfalls nur ungenügend ausgestaltet.

Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass bzw. wo er vor Vorinstanz welche Art

von Gutachten zu welchen Themenkomplexen beantragt hatte. Ebenso wenig

führt er aus, weshalb die in den vorinstanzlichen Verfahren amtenden Richter

nicht über die nötige (Sach-)Kenntnis verfügen sollten, um über die in Frage ste-

henden Sachverhalte und Themenkreise (insbesondere Mobbing) ohne Beizug

eines Sachverständigen urteilen zu können. Entsprechendes ist auch nicht er-

sichtlich; im Gegenteil darf den Vorderrichtern - zumal sie aufgrund ihrer berufli-

chen Tätigkeit als Zivilrichter des öftern ähnliche Sachverhalte wie den hier in

Frage stehenden zu beurteilen haben - durchaus die Fähigkeit zugebilligt werden,

Fälle der vorliegenden Art in tatsächlicher Hinsicht ohne Beizug eines Gutachters

zu entscheiden. Nach § 171 ZPO ist denn auch nur ausnahmsweise ein Sachver-

ständiger beizuziehen, nämlich wenn es zur Beweiserhebung besonderer Kennt-

nisse bedarf. Was den gesundheitlichen Zustand des Beschwerdeführers angeht,

-   25   -

ist weiter festzuhalten, dass das Arbeitsgericht – bzw. über den Verweis nach §

161 GVG auch die Vorinstanz (vgl. insb. KG act. 2 S. 28 oben und dortiger Ver-

weis) – die Darstellungen des Beschwerdeführers über seine Krankheit in tat-

sächlicher Hinsicht grundsätzlich nicht in Frage stellten. Die Vorderrichter hielten

es für plausibel, dass der Beschwerdeführer aufgrund der damaligen Umstände

gesundheitliche Probleme hatte (vgl. insb. OG act. 29 S. 31 oben: "[…] Folglich ist

durchaus verständlich, dass er eine äusserst schwierige Phase durchlebte, die je

nach psychischer Konstitution durchaus geeignet sein konnte, eine Krankheit

auszulösen. An der Tatsache, dass die [Beschwerdegegnerin] für das Entstehen

der Krankheit kein Verschulden trifft, vermögen diese subjektiven Umstände in-

dessen nichts zu ändern. Lediglich das Kriterium der objektiven Erkennbarkeit

ermöglicht es dem Arbeitgeber, auf ein Mobbing oder auf eine sonstige Gesund-

heitsgefährdung des Mitarbeiters zu reagieren und seine Fürsorgepflicht wahrzu-

nehmen."). Dass bzw. inwiefern bei dieser Sachlage der Gesundheitszustand

und/oder die Krankheit des Beschwerdeführers einer gutachterlichen Abklärung

bedurft hätte, wird in der Beschwerde – wie gesagt – nicht geltend gemacht, und

Entsprechendes ist auch nicht evident. Gleichzeitig ergibt sich aus den eben zi-

tierten Erwägungen, dass die Vorderrichter die gesundheitlichen Probleme mit

Blick auf das Kriterium der objektiven Erkennbarkeit, also aus hier nicht überprüf-

baren rechtlichen Gründen, als nicht geeignet ansahen, um auf eine Verletzung

der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers schliessen zu können. Der Beschwerdefüh-

rer vermochte somit keinen Nichtigkeitsgrund darzutun, soweit auf diesen Be-

schwerdepunkt – mangels genügender Begründung bzw. Zulässigkeit der Rüge

(§ 285 ZPO) - überhaupt eingetreten werden kann.

6. a) Schliesslich wendet der Beschwerdeführer ein, er habe unter Ziffer 8

der Berufungsschrift geltend gemacht, bei der Bemessung der erstinstanzlichen

Prozessentschädigung müsse berücksichtigt werden, dass der angeblich ent-

scheidende Kündigungsgrund der Krankheit erst im erstinstanzlichen Verfahren

nachgeschoben worden sei. Weiter habe er in der Berufungsschrift für den Fall,

dass sich der Kündigungsgrund der Krankheit durchsetzen sollte, gestützt auf die

Literatur geltend gemacht, dass eine Prozessentschädigung für das erstinstanzli-

che Verfahren grösstenteils entfalle. Das Obergericht habe das Begehren um Re-

-   26   -

duktion der erstinstanzlichen Prozessentschädigung nicht geprüft, was eine Ver-

letzung des rechtlichen Gehörs bedeute (vgl. KG act. 1 S. 28-29).

b) Der Beschwerdeführer wies an der genannten Stelle der Berufungsschrift

unter dem Titel "Prozessentschädigung" darauf hin, dass der Kündigungsgrund

der Krankheit erst im gerichtlichen Verfahren vorgebracht worden sei. Weiter

führte er aus, sollte sich der Kündigungsgrund der Krankheit durchsetzen, so

entfalle eine Prozessentschädigung für das erstinstanzliche Verfahren zumindest

grösstenteils, sofern und soweit dieser Kündigungsgrund die Forderung auf Ent-

schädigung wegen missbräuchlicher Kündigung ausschliesse, was offenbar die

Meinung des Arbeitsgerichts sei "(vgl. Streiff/von Kaenel, a.a.O., N. 14 zu Art. 335

OR)" (vgl. OG act. 34 S. 67).

Das Arbeitsgericht (und mit ihm auch die Vorinstanz) liess den im gerichtli-

chen Verfahren nachgeschobenen Kündigungsgrund der Krankheit zu (vgl. OG

act. 29 S. 16-18, KG act. 2 S. 13-14). Das Obergericht prüfte im angefochtenen

Entscheid bei der Festlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen für das erst-

und zweitinstanzliche Verfahren aber nicht, ob sich eine Korrektur bzw. Reduktion

der erstinstanzlich festgesetzten Prozessentschädigung vor diesem Hintergrund

rechtfertigt (vgl. KG act. 2 S. 32). Aus dem Entscheid geht – soweit ersichtlich –

auch nicht anderweitig hervor, dass der Einwand – allenfalls implizit – als nicht

stichhaltig verworfen worden wäre. Da das Nachschieben von Kündigungsgrün-

den im gerichtlichen Verfahren Auswirkungen auf die Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen haben kann (vgl. STREIFF/VON KAENEL, Arbeitsvertrag, 6. Auflage, Zü-

rich 2006, N 14 und N 17 [a.E.] zu Art. 335 OR) und der Beschwerdeführer in der

Berufungsschrift ausdrücklich unter diesem Gesichtspunkt eine Reduktion der er-

stinstanzlichen Prozessentschädigung geltend machte, hätte das Obergericht den

Einwand des Beschwerdeführers behandeln müssen. Die Rüge der Gehörsverlet-

zung erweist sich damit als begründet.

7. Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Nichtigkeitsbeschwerde und zur

Aufhebung von Disp.-Ziff. 6 des angefochtenen Entscheids, in welcher die Vorin-

stanz das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 6 und 7)

bestätigt hatte. Die anderen Rügen haben sich als unbegründet erwiesen, wes-

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halb die Nichtigkeitsbeschwerde im Übrigen abzuweisen ist, soweit darauf einge-

treten werden konnte. Die Sache ist somit zur Neuregelung in Bezug auf die Ent-

schädigungsregelung (Disp.-Ziff. 7 des erstinstanzlichen Urteils) an die Vorinstanz

zurückzuweisen.

 III.

Der Beschwerdeführer hat im vorliegenden Verfahren hinsichtlich der Frage

der erstinstanzlichen Prozessentschädigung obsiegt, die Beschwerdegegnerin,

welche die vollumfängliche Abweisung der Nichtigkeitsbeschwerde beantragte,

dagegen in sämtlichen übrigen Punkten. Die sich als begründet erwiesene Rüge

beschlug nur einen Nebenpunkt des angefochtenen Entscheids. Es rechtfertigt

sich daher, das Verhältnis von Obsiegen und Unterliegen im Verhältnis von 1/10

zu 9/10 festzulegen. Das Kassationsverfahren ist kostenlos (Art. 343 Abs. 3 OR).

Der Beschwerdeführer ist indessen zu verpflichten, der Beschwerdegegnerin für

das Kassationsverfahren eine entsprechend reduzierte Prozessentschädigung zu

bezahlen.

Der Streitwert im Kassationsverfahren beträgt Fr. 21'000.– (vgl. KG act. 2

S. 33). Die Festsetzung der Prozessentschädigung richtet sich nach der Verord-

nung des Obergerichts über die Anwaltsgebühren vom 21. Juni 2006 (vgl. § 19

AnwGebVO), wobei neben den allgemeinen Bemessungskriterien der Reduk-

tionsgrund nach § 12 Abs. 1 AnwGebVO zur Anwendung gelangt. Demzufolge ist

der Beschwerdeführer zu verpflichten, der Beschwerdegegnerin eine reduzierte

Prozessentschädigung von Fr. 2'200.– zu bezahlen.

Das Gericht beschliesst:

1. In teilweiser Gutheissung der Nichtigkeitsbeschwerde wird Disp.-Ziff. 6 des

Beschlusses der I. Zivilkammer des Obergerichts vom 16. Juli 2007 aufge-

hoben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

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Im Übrigen wird die Nichtigkeitsbeschwerde abgewiesen, soweit darauf ein-

zutreten ist.

2. Das Kassationsverfahren ist kostenlos.

3. Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin für das

Kassationsverfahren eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 2'200.–

zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von

Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine

Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG

an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden.

Der Streitwert beträgt Fr. 21'000.–.

Sodann läuft die Frist von 30 Tagen zur Anfechtung des Beschlusses des

Obergerichtes vom 16. Juli 2007 mit Beschwerde an das Bundesgericht neu

ab Empfang des vorliegenden Entscheides (Art. 100 Abs. 1 und 6 BGG).

Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die I. Zivilkammer des Oberge-

richts des Kantons Zürich und an die 1. Abteilung des Arbeitsgerichts Zürich

(vom 26. Juni 2006, AN050295), je gegen Empfangsschein.

______________________________________

KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH
Der juristische Sekretär: