# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6de2e6f-8744-5113-bd47-4fc9ebaf0cae
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-05-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.05.2021 C-2471/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2471-2019_2021-05-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2471/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  M a i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richter David Weiss, Richter Vito Valenti,    

Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Serbien),  

Zustelladresse: c/o B._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Revisionsgesuch, 

(Nichteintretensverfügung vom 2. Mai 2019). 

 

 

 

C-2471/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der am (…) 1955 geborene, in seiner Heimat wohnhafte, serbische 

Staatsangehörige A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwer-

deführer) ist gelernter Zimmermann. In den Jahren 1980 bis 2003 war er 

mit Unterbrüchen u.a. als "Oberflächenbearbeiter" (Schleifer) in der 

Schweiz erwerbstätig (Akten der IV-Stelle für Versicherte im Ausland [IV-

STA] gemäss Aktenverzeichnis vom 30. August 2019 [IVSTA-act.] 3, 6, 35 

S. 3 f., 42). 

A.b Am 25. Februar 2004 meldete er sich unter Hinweis auf u.a. Rücken-

schmerzen, Depressionen, Kopfschmerzen, Angstzustände und Schmer-

zen im linken Bein und der Hüfte zum Bezug einer schweizerischen Invali-

denrente an (IVSTA-act. 1). Nach erfolgten Abklärungen wurde ein polydis-

ziplinäres Gutachten bei der Medizinischen Abklärungsstelle (im Folgen-

den: Medas) des Universitätsspitals C._______ eingeholt (IVSTA-act. 23). 

Die Ärzte diagnostizierten im Juli 2006 (IVSTA-act. 23 S. 10) mit Auswir-

kung auf die Arbeitsfähigkeit eine schwere depressive Episode mit psycho-

tischen Symptomen, ein chronisches lumbovertebrales Syndrom und ein 

leichtes subakrominales Impingement in der rechten Schulter. Ende Juli 

2006 erlitt der Versicherte einen subakuten Myokardinfarkt (IVSTA-act. 22). 

Es wurde ein Stenting durchgeführt. Anschliessend erfolgte eine stationäre 

kardiologische Rehabilitation in (…). Sodann hielt er sich vom 30. April bis 

2. Juni 2007 in der Psychiatrischen Klinik D._______ auf (IVSTA-act. 36). 

Mit Verfügung vom 24. August 2007 sprach ihm die IV-Stelle E._______ 

(nachfolgend: IV-Stelle) eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab 1. März 

2004 bei einem Invaliditätsgrad von 87 % zu (IVSTA-act. 38). 

B.  

B.a Die IV-Stelle leitete am 27. August 2007 ein amtliches Revisionsver-

fahren ein (IVSTA-act. 34). Es wurde ein Verlaufsgutachten bei der 

Academy F._______ (im Folgenden: F._______) des Universitätsspitals 

C._______ eingeholt (IVSTA-act. 40). Die Ärzte stellten mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen: ein chronisches lumbovertebrales 

Syndrom, ein chronisches therapierefraktäres Schmerzsyndrom der linken 

Körperhälfte mit Dysästhesien und eine teilremittierte depressive Störung 

mit gegenwärtig noch leichtgradig depressivem Zustandsbild. Gestützt auf 

die Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (im Folgenden: 

RAD; Stellungnahmen vom 23. Oktober 2008 [IVSTA-act. 41] und 18. No-

vember 2008 [IVSTA-act. 45]) stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 

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Seite 3 

26. November 2008 die Herabsetzung der bisher ausgerichteten ganzen 

Invalidenrente auf eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von 59 % in 

Aussicht (IVSTA-act. 46). Dagegen liess der Versicherte Einwand erheben 

(IVSTA-act. 48). Mit Verfügung vom 18. März 2009 (IVSTA-act. 50) hielt die 

IV-Stelle an ihrem Vorbescheid fest und verfügte eine halbe Invalidenrente 

mit Wirkung ab 1. Mai 2009.  

B.b Eine dagegen erhobene Beschwerde (IVSTA-act. 56 S. 2 ff.) hiess das 

Versicherungsgericht des Kantons E._______ mit Urteil vom 18. März 

2010 (IVSTA-act. 58) teilweise gut, hob die angefochtene Verfügung auf 

und sprach dem Versicherte mit Wirkung ab 1. Mai 2009, bei einem Invali-

ditätsgrad von 60 %, (aufgerundet von 59.83 %) eine Dreiviertelsrente zu. 

Mit Verfügung vom 5. Juli 2010 (IVSTA-act. 61) ersetzte die IV-Stelle ihre 

Verfügung vom 18. März 2009 und sprach dem Versicherten mit Wirkung 

ab 1. Mai 2009 eine Dreiviertelsrente zu. 

C.  

Nach Durchführung eines weiteren amtlichen Revisionsverfahrens (IVSTA-

act. 62 ff.) teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 9. September 2011 mit, 

dass weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bestehe (IVSTA-

act. 66). Sie stützte sich dabei auf einen Verlaufsbericht von Dr. med. 

G._______ vom 5. September 2011 (IVSTA-act. 64) sowie einen Bericht 

von Dr. med. H._______ und Dr. med. I._______ der Onkologie des Kan-

tonsspitals J._______ AG über die Hospitalisation des Versicherten vom 

14. bis 22. Juli 2008 (IVSTA-act. 65). 

D.  

Die IV-Stelle überwies am 16. Mai 2013 sämtliche Akten zuständigkeitshal-

ber an die IVSTA (im Folgenden auch: Vorinstanz; IVSTA-act. 78).  

E.  

Eine Überprüfung des Invaliditätsgrades durch die IVSTA (IVSTA-act. 81 

ff.) ergab gemäss Mitteilung vom 8. Mai 2015 (IVSTA-act. 84) keine an-

spruchsbeeinflussende Änderung.  

F.  

Mit Schreiben vom 22. Mai 2015 (Eingang IVSTA; IVSTA-act. 87) teilte der 

Versicherte unter Hinweis auf neue Arztberichte (IVSTA-act. 88 ff.) mit, 

dass sich sein Gesundheitszustand in den letzten Monaten verschlechtert 

habe. Nach Einholen einer Stellungnahme beim RAD (IVSTA-act. 96) teilte 

die IVSTA dem Versicherten mit Vorbescheid vom 3. Juli 2015 (IVSTA-act. 

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Seite 4 

98) mit, dass sie gedenke mangels Glaubhaftmachens einer rentenan-

spruchsrelevanten Veränderung des Gesundheitszustands auf das Revisi-

onsgesuch nicht einzutreten. Mit Verfügung vom 16. September 2015 (IV-

STA-act. 99) hielt sie an ihrem Vorbescheid fest. 

G.  

Am 31. Oktober 2018 (Eingang IVSTA; IVSTA-act. 101) reichte der Versi-

cherte der IVSTA neue ärztliche Berichte zu den Akten (IVSTA-act. 102 ff.) 

und machte erneut eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes 

geltend. Nach Einholen einer Stellungnahme beim RAD (IVSTA-act. 123) 

teilte die IVSTA dem Versicherten mit Vorbescheid vom 30. Januar 2019 

(IVSTA-act. 124) mit, dass sie gedenke, mangels Glaubhaftmachens einer 

rentenanspruchsrelevanten Veränderung des Gesundheitszustands, auf 

das Revisionsgesuch nicht einzutreten. Dagegen erhob der Versicherte 

Einwand (IVSTA-act. 125). Nach Einholen einer Stellungnahme beim RAD 

(IVSTA-act. 135) hielt die IVSTA mit Verfügung vom 2. Mai 2019 (IVSTA-

act. 136) an ihrem Vorbescheid fest. 

H.  

H.a Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Eingabe vom 

16. Mai 2019 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte 

sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Erhö-

hung der Dreiviertelsrente auf eine ganze Rente (BVGer-act. 1). 

H.b Am 20. Juli 2019 (vgl. BVGer-act. 7) ist der mit Zwischenverfügung 

vom 27. Juni 2019 (BVGer-act. 5) einverlangte Kostenvorschuss in der 

Höhe von Fr. 800.- beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen. 

H.c Mit Vernehmlassung vom 10. September 2019 beantragte die Vo-

rinstanz unter Hinweis auf eine Stellungnahme der RAD-Ärztin vom 22. Au-

gust 2019 die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei 

(BVGer-act. 9). 

H.d Der Beschwerdeführer hielt mit Eingabe vom 8. Oktober 2019 an sei-

ner Beschwerde fest (BVGer-act. 11). 

H.e Mit Duplik vom 6. Dezember 2019 hielt die Vorinstanz unter Verweis 

auf die eingeholte Stellungnahme der RAD-Ärztin vom 3. Dezember 2019 

an ihrem Rechtsbegehren fest (BVGer-act. 17). 

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Seite 5 

H.f Mit Instruktionsverfügung vom 12. Dezember 2019 wurde die Duplik 

der Vorinstanz dem Beschwerdeführer zur Kenntnis zugestellt und vorbe-

hältlich weiterer Instruktionsmassnahmen der Abschluss des Schriften-

wechsels angekündigt (BVGer-act. 18). 

I.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Ver-

fügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Beschwerde 

legitimiert ist (Art. 59 ATSG [SR 830.1]; Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Kosten-

vorschuss wurde rechtzeitig geleistet, sodass auf die frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde grundsätzlich einzutreten ist (Art. 60 ATSG; 

Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 2. Mai 2019, mit welcher die Vorinstanz auf das Revisions-

gesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist. Streitgegenstand 

kann daher lediglich die Frage bilden, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf 

das Revisionsgesuch eingetreten ist. Nicht Gegenstand der angefochtenen 

Verfügung und damit nicht Streitgegenstand im vorliegenden Verfahren ist 

die materielle Beurteilung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers. 

Soweit dieser beantragt, es sei ihm eine ganze Invalidenrente zuzuspre-

chen, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. BGE 132 V 74 E. 1.1; 

Urteil des BGer 9C_116/2010 vom 20. April 2010 E. 1). 

3.  

3.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

gebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 

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Seite 6 

V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1), weshalb jene Vorschriften Anwendung 

finden, die spätestens beim Erlass der Verfügung vom 2. Mai 2019 in Kraft 

standen; weiter aber auch Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits aus-

ser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher ent-

standener Leistungsansprüche von Belang sind.  

3.2 Der Beschwerdeführer ist serbischer Staatsangehöriger und wohnt in 

Serbien. Seit dem 1. Januar 2019 ist das Abkommen vom 11. Oktober 2010 

zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Ser-

bien über Soziale Sicherheit (SR 0.831.109.682.1, nachfolgend: Abkom-

men) in Kraft. Für serbische Staatsangehörige findet dieses Anwendung. 

Der sachliche Geltungsbereich des Abkommens bezieht sich gemäss Art. 2 

in der Schweiz unter anderem auf die Bundesgesetzgebung über die Inva-

lidenversicherung. Nach Art. 4 des Abkommens sind die Staatsangehöri-

gen des einen Vertragsstaates in ihren Rechten und Pflichten aus den 

Rechtsvorschriften des anderen Vertragsstaates den Staatsangehörigen 

dieses Vertragsstaates gleichgestellt, soweit nichts anderes bestimmt ist. 

Da hier keine abweichenden Bestimmungen zur Anwendung gelangen, be-

stimmt sich der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der 

schweizerischen Invalidenversicherung grundsätzlich aufgrund des 

schweizerischen Rechts. 

4.  

4.1 Ein Gesuch um Leistungsrevision wird – wie eine Neuanmeldung – nur 

dann materiell geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass 

sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Ent-

scheidung in einem für den Rentenanspruch erheblichen Mass verändert 

haben (Art. 87 Abs. 2 IVV [SR 831.201]; BGE 130 V 71 E. 2.2 m.H.). Gelingt 

ihr dies nicht, so wird auf das Gesuch nicht eingetreten. Ist die anspruchs-

erhebliche Änderung glaubhaft gemacht, ist die Verwaltung verpflichtet, auf 

das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher und recht-

licher Hinsicht umfassend zu prüfen (Urteil des BGer 8C_182/2018 vom 

17. Juli 2018 E. 3.1 m.H.). Gleich wie im Verfahren der Neuanmeldung 

kommt bei einem Gesuch um Leistungsrevision der Untersuchungsgrund-

satz erst zum Tragen, nachdem die versicherte Person eine massgebliche 

Änderung ihres Gesundheitszustands seit der letzten rechtskräftigen Leis-

tungsverweigerung glaubhaft gemacht hat (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5; 

Urteil des BGer 8C_182/2018 vom 17. Juli 2018 E. 3.1).  

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4.2 Die zeitliche Vergleichsbasis für die Frage, ob eine rentenrelevante 

Veränderung des Sachverhalts glaubhaft ist, bildet der Zeitpunkt der letz-

ten umfassenden materiellen Prüfung. Der Vergleichszeitraum erstreckt 

sich grundsätzlich bis zur Prüfung und Beurteilung des Gesuchs, das heisst 

bis zum Erlass der Verfügung betreffend das Revisionsgesuch. Für die be-

schwerdeweise Überprüfung einer Nichteintretensverfügung ist somit der 

Sachverhalt, wie er sich der Verwaltung bot, respektive die Aktenlage bei 

Erlass dieser Verfügung massgeblich (BGE 133 V 108 E. 5.4; 130 V 64 

E. 5.2.5). Arztberichte, welche aus der Zeit nach Erlass der angefochtenen 

Verfügung datieren und erst im Beschwerdeverfahren aufgelegt wurden, 

sind bei der Beurteilung der Frage, ob die Verwaltung auf das Revisions-

gesuch hätte eintreten müssen, grundsätzlich nicht zu berücksichtigen (vgl. 

BGE 130 V 64 E. 5.2.5; Urteil des BGer 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 

E. 2.2). Immerhin sind indes Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, 

soweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem 

Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeit-

punkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b; Ur-

teil des BGer 8C_95/2017 vom 15. Mai 2017 E. 5.1) 

4.3 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte An-

forderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss also 

nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der über-

wiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es ge-

nügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserhebli-

chen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch 

wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender 

Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Er-

heblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, 

der Anspruch auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei begründet, 

falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Ur-

teil des BGer 8C_725/2020 vom 22. Dezember 2020 E. 3.2 m.H.). Bei der 

Prüfung der Frage, ob die Vorbringen der versicherten Person glaubhaft 

sind, berücksichtigt die Verwaltung unter anderem, ob seit der rechtskräfti-

gen Erledigung des letzten Leistungsgesuchs lediglich kurze  

oder schon längere Zeit vergangen ist; je nachdem sind an die Glaubhaft-

machung einer Änderung des rechtserheblichen Sachverhalts höhere oder 

weniger hohe Anforderungen zu stellen (Urteil des BGer 9C_236/2011 vom 

8. Juli 2011 E. 2.1.1). 

 

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Seite 8 

5.  

5.1 Die Vorinstanz hat das Nichteintreten auf das Revisionsgesuch in der 

angefochtenen Verfügung damit begründet, dass die neu zugestellten Arzt-

berichte nicht auf eine anspruchserhebliche Änderung des Gesundheitszu-

stands schliessen liessen. In ihrer Vernehmlassung führte sie ergänzend 

aus, dass die beurteilende RAD-Ärztin wiederholt zur Schlussfolgerung ge-

langt sei, dass die am 26. September 2018 erfolgte erneute invasive Un-

tersuchung mit anschliessendem Stenting zu keiner wesentlichen Ver-

schlechterung des arbeitsmedizinischen Leistungsvermögens geführt 

habe. Eine Dreiviertelsrente sei folglich weiterhin begründet. 

5.2 Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer vor, sein Gesundheits-

zustand sei so schlecht, dass er in der alltäglichen Verrichtung seiner per-

sönlichen Bedürfnisse von anderen Personen abhängig sei. Er sei u.a. 

nicht mehr fähig sein Bett zu machen und Lebensmittel einzukaufen. Aus 

den fachärztlichen Berichten sei ersichtlich, dass er nach den Eingriffen in 

Belgrad zu 100 % arbeitsunfähig sei. Es sei ihm verboten, mehr als 1 Kg 

zu heben. Von der Depression, wegen welcher er bereits in der Schweiz 

behandelt worden sei und seit seiner Rückkehr auch in seiner Heimat be-

handelt werde, sei nirgendwo die Rede. Die Meinung des Neurologen sei 

somit auch sehr wichtig. 

6.  

6.1 Streitig und zu prüfen ist, ob eine erhebliche Verschlechterung des Ge-

sundheitszustandes zwischen der letzten materiellen Überprüfung des 

Rentenanspruchs des Beschwerdeführers und der vorliegend angefochte-

nen Nichteintretensverfügung vom 2. Mai 2019 glaubhaft gemacht wurde. 

6.2 Die letzte umfassende Prüfung des Rentenanspruchs erfolgte in der 

Verfügung vom 5. Juli 2010, mit welcher – aufgrund des Urteils des Versi-

cherungsgerichts des Kantons E._______ vom 18. März 2010 – die Verfü-

gung vom 18. März 2009 ersetzt und die seit 1. März 2004 ausgerichtete 

ganze Rente per 1. Mai 2009 auf eine Dreiviertelsrente reduziert wurde 

(vgl. hiervor Bst. B). Diese Verfügung erfolgte aufgrund einer Abklärung 

des medizinischen Sachverhalts, entsprechender Beweiswürdigung und 

Durchführung eines Einkommensvergleichs. Den nachfolgenden Bestäti-

gungen des Anspruchs auf eine Dreiviertelsrente der IV-Stelle mit Verfü-

gung vom 9. September 2011 (IVSTA-act. 66) und der Mitteilung der IVSTA 

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vom 8. Mai 2015 (IVSTA-act. 84) gingen dagegen keine umfassenden ma-

teriellen Prüfungen der anspruchserheblichen Tatsachen voraus. Zeitlicher 

Referenzpunkt für die Prüfung, ob der Beschwerdeführer eine Änderung 

des Sachverhalts glaubhaft gemacht hat, die geeignet ist, den Grad der 

Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise zu beeinflussen, 

bildet demnach die Verfügung vom 5. Juli 2010. 

7.  

7.1 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Verfügung vom 5. Juli 2010 

im Wesentlichen auf die Aktenbeurteilungen des IV-Arztes Dr. med. 

K._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 23. Oktober 

2008 (IVSTA-act. 41) und vom 18. November 2008 (IVSTA-act. 45). Dieser 

wiederum stützte sich auf den Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik 

D._______ vom 3. Juli 2007 und die Stellungnahme der Psychiatrischen 

Dienste L._______ AG vom 31. Juli 2007 sowie auf das Verlaufsgutachten 

der F._______ vom 7. Mai 2008. 

7.2  

7.2.1 Dr. med. M._______, Oberarzt der Psychiatrischen Dienste 

L._______ AG und Psychiatrische Klinik D._______, berichtete am 3. Juli 

2007 über die stationäre Behandlung des Versicherten vom 30. April bis 

2. Juni 2007 und stellte folgende Diagnosen (IVSTA-act. 36): 

- Somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) 

- Probleme in der Beziehung zum Ehepartner (ICD-10 Z63.0) 

- Benzodiazepin-Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F13.25) 

- Schädlicher Gebrauch von Nikotin (ICD-10 F17.1)  

Er berichtete, vor Beginn der klinikinternen Arbeitsrehabilitation sei die Do-

sis an Benzodiazepinen ausgeschlichen worden. Mit einer regelmässigen 

Tagesstruktur von sechs Stunden pro Tag habe sich der Zustand des Ver-

sicherten verbessert. Er habe weniger über Schmerzen geklagt. Auffällig 

sei die willkürliche und unsystematische Benützung des Gehstockes ge-

wesen, den er oft nicht gebraucht habe, wenn er sich unbeobachtet gefühlt 

habe. Die Arbeitsunfähigkeit wurde bei Austritt mit ca. 30 % angegeben. Es 

wurde dem Versicherten eine niederschwellige Tagesstruktur empfohlen 

(bspw. Tageszentrum Externer Psychiatrischer Dienst ([EPD] N._______). 

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Seite 10 

Am 31. Juli 2007 berichtete Dr. med. M._______ (IVSTA-act. 31), der Ver-

sicherte habe sich während seines Aufenthaltes in der Klinik deutlich auf-

gehellt gezeigt. Differenzialdiagnostisch könne es sich um eine Rentenneu-

rose oder teilweise um Simulation handeln. Leider hätten sie keine diag-

nostischen Mittel, dies zu verifizieren. Der Versicherte sei im Tageszentrum 

des EPD N._______ angemeldet worden mit der Absicht, ihn aus seinem 

depressiven Umfeld herauszunehmen.  

7.2.2 Im polydisziplinären Gutachten der F._______ vom 7. Mai 2008 (IV-

STA-act. 40) stellten Dr. med. O._______, Fachärztin für Innere Medizin, 

Dr. med. P._______, Spitalfachärztin, Dr. med. Q._______, Facharzt für 

Rheumatologie, und Dr. med. R._______, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, folgende Diagnosen:  

Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: 

1. Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, Beginn 2003 (ICD- 

    10: M54.5) bei: 

    - ausgeprägter Haltungsinsuffizienz 

    - degenerativen Veränderungen L2-S1 

    - nachgewiesener Diskushernie L5/S1 rechtsbetont 2003 (Computer- 

      tomographie der Lendenwirbelsäule [LWS]) 

2. Chronisches therapierefraktäres Schmerzsyndrom der linken Körper-

hälfte mit Dysästhesien (ICD-10: M25.9). 

- 5 von 5 Waddell-Zeichen positiv 

3. Teilremittierte depressive Störung mit gegenwärtig noch leichtgradig 

depressivem Zustandsbild (ICD-10 F32.0) 

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: 

1. Koronare Herzkrankheit mit Status nach Herzinfarkt bei metabolischem  

    Syndrom 

2. Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) 

3. Benzodiazepin Abhängigkeits-Syndrom (ICD-10 F13.25) 

 

7.2.2.1 Dem Rheumatologischen Fachgutachten von Dr. med. P._______ 

und Dr. med. Q._______ vom 13. März 2008 kann entnommen werden, 

dass beim Versicherten vor allem ein chronisches lumbovertebrales 

Schmerz-syndrom vorliege, das sich trotz wiederholter Physiotherapien 

verschlimmert haben soll. Objektiv falle eine Einschränkung der Bewe-

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Seite 11 

gungsamplitude an der Lendenwirbelsäule auf. Vor allem die Seitennei-

gung sei eingeschränkt, wobei das Ausmass nur beschränkt qualifiziert 

werden könne, zumal die Untersuchung durch aktives Gegenspannen 

deutlich erschwert werde. Neben der ausgeprägten Dekonditionierung, 

welche die Symptomatik schon erklären könne, sei 2003 eine kleine rechts-

betonte Diskushernie L5/S1 festgestellt worden, welche die linksseitige Be-

tonung der Beschwerden jedoch nicht erklären könne. Bei der durchge-

führten Untersuchung fänden sich keine Anzeichen einer radikulären Reiz- 

oder Ausfallsymptomatik. Radiologisch fänden sich leichte degenerative 

Veränderungen der untersten vier LWS-Etagen, wobei vor allem Spon-

dylarthrosen im unteren Drittel auffallen würden. Die angegebene Be-

schwerdesymptomatik und der Untersuchungsbefund seien jedoch nicht 

typisch für die dargestellten organischen Veränderungen.  

Subjektiv im Vordergrund stehe vor allem ein Schmerzsyndrom der linken 

Körperhälfte in den Extremitäten und zusätzlich auch Kopfschmerzen. Aus 

rheumatologischer Sicht könne die Symptomatik organisch nicht erklärte 

werden. Angesichts der positiven Waddelzeichen des therapierefraktären 

Verlaufs mit Ausweitungstendenz könne eine somatoforme Schmerzstö-

rung bestehen. Im Bericht der Klinik D._______ von 2007 sei eine Reduk-

tion der Schmerzsymptomatik nach psychiatrischer Therapie festgehalten 

worden. Nach Entlassung habe sich laut Versicherten die Symptomatik 

weiter verschlechtert.  

Aus objektiver Sicht sei keine Änderung bezüglich der Rückensituation und 

des Hemisyndroms links aufgetreten. Bezüglich der festgestellten Impin-

gementsymptomatik an der rechten Schulter habe sich eine Besserung 

eingestellt. Bei der Untersuchung sei eine schmerzfreie diskrete Ein-

schränkung der Bewegungsamplitude festzustellen, welche die Arbeitsfä-

higkeit nicht beeinträchtige. Aus rheumatologischer Sicht seien aufgrund 

der Schmerzsymptomatik und der Dekonditionierung schwere körperliche 

Arbeiten zurzeit nicht möglich. Aufgrund der vorliegenden rheumatologi-

schen Befunde wäre nach Rekonditionierung eine halbtägige Tätigkeit als 

Schleifer rein theoretisch möglich (50 % arbeitsfähig). Das gleiche gelte für 

die Tätigkeit als Zimmermann, die er 14 Jahre vor der Schleifertätigkeit 

durchgeführt habe. Für angepasste Tätigkeiten bestehe aus rheumatologi-

scher Sicht eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit. Folgende Einschränkungen 

sollten beachtet werden: Keine Arbeiten mit länger anhaltenden Zwangs-

haltungen, gebückter Haltung, vorgeneigter Haltung, ohne repetitives He-

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Seite 12 

ben von Lasten über 10 kg, zeitlich befristet in kalter und feuchter Umge-

bung. Ein häufiger Positionswechsel und regelmässige Pausen seien er-

forderlich. 

7.2.2.2 Dr. med. R._______ äusserte sich in seinem psychiatrischen Fach-

gutachten vom 12. März 2008 wie folgt: Eine depressive Entwicklung 

müsse bereits 2003 angenommen werden. Erstmalig sei dem Versicherten 

im Mai 2005 von der Hausärztin Frau Dr. S._______ eine schwere Depres-

sion attestiert worden. Im Psychiatrischen Gutachten vom Juni 2006 sei 

eine schwere depressive Episode mit begleitender anhaltender somatofor-

mer Schmerzstörung diagnostiziert worden. Bei der aktuellen psychiatri-

schen Untersuchung habe noch ein leichtgradig depressives Zustandsbild 

mit gedrückter Grundstimmung, Verminderung des Freudeempfindens, 

lnsuffizienzgefühlen und auch leichteren Schuldgefühlen, Verminderung 

der Frustrationstoleranz, sozialen Rückzugstendenzen sowie Schlafstö-

rungen bestanden. Die Symptomatik sei im Rahmen einer teilremittierten 

depressiven Störung unter antidepressiver Behandlung zu sehen. Der Ver-

sicherte habe für die letzten Monate selbst auch eine psychische Zustands-

verbesserung beschrieben. Der Serumspiegelkonzentrationen könne eine 

Medikamenten-Teilcompliance angenommen werden.  

Der einfach strukturierte Versicherte sei durch die verschiedenen lebens-

geschichtlichen Belastungen überfordert gewesen und habe sich mit sei-

nen ihm zur Verfügung stehenden Copingstrategien nicht selber in ausrei-

chender Form helfen können. Insbesondere der Suizid des jüngsten Soh-

nes, zu dem eine enge Beziehung bestanden habe, sei als wesentlicher 

Belastungsfaktor anzusehen. Des Weiteren könne der Versicherte sein Le-

benskonzept, sich durch körperliche Arbeit eine Existenz und wirtschaftli-

che Sicherheit aufzubauen, aufgrund der körperlichen Erkrankungen nicht 

mehr umsetzen. Aufgrund dieser unlösbaren Konfliktsituation sei für die 

Schmerzproblematik eine psychische Überlagerung im Sinne einer anhal-

tenden somatoformen Schmerzstörung zu diagnostizieren. Der Versicherte 

verfüge über geringe Ressourcen, die sprachlichen Ausdrucksmöglichkei-

ten seien sehr beschränkt gegeben, das schulische Bildungsniveau müsse 

als gering angesehen werden, eine Berufsausbildung habe der Versicherte 

nicht absolviert. Des Weiteren bestehe eine feste subjektive Krankheits-

überzeugung, die einerseits durch die verschiedenen lebensgeschichtli-

chen Belastungsfaktoren verstärkt worden sei, anderseits auch durch die 

bereits ausgesprochene 100 %-ige IV-Berentung.  

C-2471/2019 

Seite 13 

Die Prognose für eine berufliche Wiedereingliederung müsse deswegen 

auch sehr zurückhaltend bewertet werden. Sofern aus somatischer Sicht 

eine Restarbeitsfähigkeit gegeben sei, müsse durch psychotherapeutische 

Interventionen versucht werden, die Motivation für konkrete berufliche Wie-

dereingliederungsmassnahmen aufzubauen. Leichtere Verdeutlichungs-

tendenzen seien im Rahmen der Untersuchung zu erkennen, z. B. Anga-

ben zum Schlaf und Angaben zur Medikation. Diese Befunde seien in der 

Gesamtbeurteilung berücksichtigt worden. Aus rein psychiatrischer Sicht 

bestehe derzeit eine Arbeitsfähigkeit von 60%. Der Versicherte sei durch 

die verminderte Frustrationstoleranz und die erhöhte emotionale Irritabilität 

in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Ein ruhiges Arbeitsumfeld sei 

anzuraten und nur klar strukturierte, einfache Tätigkeiten seien möglich. 

7.2.2.3 In der Gesamtbeurteilung wurde ausgeführt, die Gesamtarbeitsfä-

higkeit für Verweistätigkeiten liege zum gegenwärtigen Zeitpunkt bei 60% 

(5 Stunden pro Tag). Zum Zeitpunkt des Vorgutachtens (07/2006) habe 

eine 20 %-ige Arbeitsfähigkeit bei damals schwerer depressiver Episode 

mit psychotischen Symptomen bestanden. Damals sei unter anderem eine 

Intensivierung der antidepressiven Therapie empfohlen worden, was offen-

sichtlich zu einer Stimmungsaufhellung geführt habe. Über den genauen 

Zeitpunkt der Verbesserung der psychischen Situation könne retrospektiv 

keine Angabe gemacht werden. 

7.2.3 Dr. med. K._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 

hielt in seiner Aktenbeurteilung vom 23. Oktober 2008 fest (IVSTA-act. 41), 

dass die Schlussfolgerungen des Gutachtens der F._______ vom 7. Mai 

2008 hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit aufgrund der im Gutachten aufgeführ-

ten Befunde aus medizinisch-theoretischer Sicht klar und nachvollziehbar 

seien. Im Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik D._______ vom 3. Juli 

2007 und folglich in der Stellungnahme der Psychiatrischen Dienste 

L._______ AG vom 31. Juli 2007 werde aufgrund der psychiatrischen Di-

agnostik von einer Arbeitsunfähigkeit von 30% ausgegangen. Da die psy-

chiatrischen Diagnosen in beiden Medas-Gutachten (recte: Medas und 

F._______-Gutachten) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit explizit im 

Vordergrund stünden, könne davon ausgegangen werden, dass zum Zeit-

punkt des Klinikaustritts am 2. Juni 2007 bereits mindestens eine 60 % Ar-

beitsfähigkeit bestanden habe. Hinsichtlich möglicher Tätigkeiten bestün-

den die im Medas-Gutachten (recte: F._______-Gutachten) vom 7. Mai 

2008 aufgeführten Einschränkungen, insbesondere die im psychiatrischen 

Fachgutachten erwähnten. Ferner werde in der interdisziplinären Zusam-

menfassung ein maximal zumutbares Arbeitspensum von 5 Stunden/Tag 

C-2471/2019 

Seite 14 

festgestellt. Am 18. November 2008 ergänzte er auf Nachfrage hin (IVSTA-

act. 45), dass die im Medas-Gutachten (recte: F._______-Gutachten) vom 

7. September 2008 auf Seite 16 festgehaltene Gesamtarbeitsfähigkeit von 

60 % sich auf die psychiatrische Erwerbsfähigkeit beziehe so dass ein zu-

sätzlich statistischer Abzug berücksichtigt werden müsse. 

7.3 Zur Glaubhaftmachung einer anspruchsrelevanten Verschlechterung 

seines Gesundheitszustandes legte der Beschwerdeführer mit seinem Re-

visionsgesuch vom 31. Oktober 2018 sowie im Einwandverfahren folgende 

medizinischen Arztberichte aus Serbien vor: 

- Bericht von Dr. T._______, Facharzt für Neuropsychiatrie, vom 21. August 

2013 (IVSTA-act. 94) mit den Diagnosen: Dysthymie (ICD-10 F34.1) und 

undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1). Es wurde festge-

halten, dass der Versicherte regelmässig monatlich zur Kontrolle komme 

und über eine depressive Gemütslage, welche seit Jahren bestehe, und 

zahlreiche somatische Beschwerden klage. Folgende Medikamente 

seien verschrieben worden: morgens 50 mg Zoloft, abends 150 mg Trit-

tico und 2,5 mg Lorazepam. 

- Bericht vom 23. Dezember 2014 betreffend Prostata (IVSTA-act. 88 S. 7). 

Nach erfolgter Echografie vom 25. Dezember 2014 (IVSTA-act. 90) diag-

nostizierte Dr. U._______ eine Hyperplasie der Prostata. 

- Bericht von Dr. V._______, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie 

der Polyklinik von (…), vom 13. Januar 2015 (IVSTA-act. 91) mit folgen-

den Diagnosen: einen Status nach subakutem Myokardinfarkt vor sieben 

Jahren, einen Status nach einem perkutanen koronaren Eingriff mit zwei 

Stents, arterielle Hypertonie, Hyperlipidämie, Atherosklerose der zwei 

Füsse. Es sei in drei Monaten eine Kontrolle (u.a. eine Echokardiogra-

phie) vorgesehen.  

- Am 8. Mai 2015 berichtete Dr. T._______, Facharzt für Neuropsychiatrie 

(IVSTA-act. 92), dass der Versicherte seit dem 11. Mai 2013 regelmässig 

bei ihm in Behandlung sei und stellte folgende Diagnosen: Dysthymie 

(F34.1) und undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1). Es 

seien folgende Medikamente verschrieben worden: morgens 50 mg Zo-

loft, abends 30 mg Tolvon, 150 mg Trittico und 2 x 1 Risar à 2 mg. 

- Dr. W._______ diagnostizierte am 13. Mai 2015 (IVSTA-act. 93 S. 3 f.) 

Folgendes: einen Status nach einem perkutanen koronaren Eingriff mit 

zwei Stents, Arteriosklerose der distalen Arterien, Verschluss der rechten 

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Seite 15 

Oberschenkelschlagader, Schaufensterkrankheit, arterielle Hypertonie, 

Hyperlipidämie, Dysthymie, Depression (ICD-10 F.32), Hyperplasie der 

Prostata. Der Versicherte sei regelmässig in Behandlung bei einem Inter-

nisten, Kardiologen und einem Gefässchirurgen.  

- Echokardiographischer Befund der Ultraschallpraxis Ff._______ vom 

20. März 2017 (BVGer-act. 11 Beilage 6, übersetzt in BVGer-act. 13 Bei-

lage 4). 

- Ein undatierter Bericht von Dr. X._______, Urologe, (IVSTA-act. 93 

S. 1 f.) über eine Kontrolluntersuchung nach einer Echokardiographie. 

- Elektrokardiogramm des Jahres 2018 (IVSTA-act. 105). 

- Fachärztlicher Bericht des Allgemeinspitals Y._______ vom 13. Februar 

2018 (BVGer-act. 11 Beilage 16 f., übersetzt in BVGer-act. 13 Beilage 14 

f.) mit folgenden Diagnosen: Akuter Myokardinfarkt (Status post), Angina 

pectoris, essentielle (primäre) Hypertonie, Störung des Lipoproteinstoff-

wechsels und sonstige Lipidämien, Diabetes mellitus, Typ 2. Es seien 

eine Ultraschalluntersuchung des Herzens und ein Belastungstest ange-

zeigt.  

- Echokardiographischer Befund vom 14. Februar 2018 (BVGer-act. 11 

Beilage 8, übersetzt in BVGer-act. 13 Beilage 6). 

- Laborbericht des Allgemeinspitals Y._______ vom 10. April 2018 (IVSTA-

act. 103). 

- Herzkatheter-Untersuchung im Allgemeinspital Z._______ vom 23. April 

2018 (IVSTA-act. 102 S. 5, übersetzt in BVGer-act. 13 Beilage 13). 

- Laut Entlassungsschein mit Epikrise des Allgemeinspitals Z._______ von 

der Behandlung des Versicherten vom 23. – 24. April 2018 (IVSTA-act. 

111, übersetzt in BVGer-act. 13 Beilage 12) bestehen folgende Enddiag-

nosen: Angina pectoris, alter Myokardinfarkt vor elf Jahren, Vorhanden-

sein eines Implantates oder Transplantates nach koronarer Gefässplastik 

vor elf Jahren, essentielle (primäre) Hypertonie 110, sonstige Hyperlipi-

dämien, Diabetes mellitus Typ II (ohne Komplikationen), durchgeführte 

Koronarangiographie (Abnorme Befunde bei der bildgebenden Diagnos-

tik des Herzens und des Koronarkreislaufes). Die Entlassung sei in gutem 

Allgemeinzustand erfolgt. Als Schlussfolgerung wurde Folgendes festge-

halten: Dreigefässerkrankung und Überweisung des Versicherten in eine 

C-2471/2019 

Seite 16 

tertiäre Anstalt zur Abhaltung eines kardiochirurgischen Konsiliums. Emp-

fohlen wurde ein Koronararterienbypass. 

- Gemäss Bericht des Instituts für Herz- und Kreislauferkrankungen 

Aa._______ vom 17. Mai 2018 (IVSTA-act. 110, übersetzt in BVGer-act. 

13 Beilage 10) entschied das Konsilium, dass eine perkutane Koronarin-

tervention (PCI) an Lymphadenektomie (LAD) und Koronararterie (RCA) 

indiziert sei.  

- Laborbericht vom 18. September 2018 (IVSTA-act. 104). 

- Echokardiographischer Befund vom 18. September 2018 (IVSTA-act. 

104, übersetzt in BVGer-act. 13 Beilage 5).  

- Radiologischer Bericht des Allgemeinspitals Y._______ vom 21. Septem-

ber 2018 (IVSTA-act. 113). 

- Gemäss Entlassungsschein mit Epikrise des Instituts für Herz- und Kreis-

lauferkrankungen Aa._______ in (…) betreffend die Behandlung des Ver-

sicherten vom 26. – 28. September 2018 (act. 109 S. 1 ff., BVGer-act 1 

Beilage 2, übersetzt in BVGer-act. 13 Beilage 9) und dem Kardiochirurgi-

sches Konsilium des Instituts für Herz- und Kreislauferkrankungen 

Aa._______ vom 27. September 2018 (IVSTA-act. 109 S. 5 f., BVGer-act. 

11 Beilage 13, übersetzt in BVGer-act. 13 Beilage 11) wurde beim Versi-

cherten die Enddiagnose chronische ischämische Herzkrankheit, nicht 

näher bezeichnet, gestellt. Zusätzlich wurden folgende Diagnosen ge-

stellt: perkutane transluminale Angioplastie mit Einsetzung von zwei bzw. 

vier Duo Xience Xpedition drug eluting stents (DES) am 27. September 

2018, Status nach Herzinfarkt 2007, Status nach perkutaner Koronarin-

tervention an der rechten Herzkranzarterie mit Einsetzung eines Stents 

2007, Arterieller Bluthochdruck (110), Hyperlipoproteinämie (Störung des 

Lipoproteinstoffwechsels), Diabetes mellitus Typ 2 – insulinunabhängig, 

Atherosklerose der Extremitätenarterien. Es wurde u.a. ausgeführt, dass 

ein zufriedenstellendes angiographisches Ergebnis ohne sichtbare Anzei-

chen einer Thrombose oder einer Dissektion erzielt worden sei. 

- Dr. Bb._______, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, diagnos-

tizierte am 16. Oktober 2018 (IVSTA-act. 116) die bereits vorgehend auf-

geführten Krankheiten. 

- Spezialärztlicher Bericht des Instituts für Kardiovaskuläre Krankheiten 

Aa._______ vom 25. Oktober 2018 (IVSTA-act. 119) mit der Diagnose 

C-2471/2019 

Seite 17 

Claudicatio nach 500 Metern Gehstrecke und dem Hinweis, der Versi-

cherte müsse sich mehr bewegen und abnehmen. 

- Interner Auftrag des Instituts für kardiovaskuläre Krankheiten Aa._______ 

vom 6. November 2018 (IVSTA-act. 117) und spezialärztlicher Bericht (IV-

STA-act. 118) mit den bereits erwähnten Diagnosen. 

7.4 Im Beschwerdeverfahren wurden folgende neuen Arztberichte vorge-

legt: 

- Laborbericht vom 12. April 2019 (BVGer-act. 1 Beilage 8). 

- Bericht des Internisten Dr. Cc._______ vom 17. April 2019 mit den be-

kannten Diagnosen (BVGer-act. 1 Beilage 7). 

- Dr. sc. Med. Dd._______, Facharzt für Allgemein- Gefäss- und Brustchi-

rurgie des Instituts für Herz- und Kreislauferkrankungen Aa._______, di-

agnostizierte am 19. April 2019 (BVGer-act. 1 Beilage 5, übersetzt in 

BVGer-act. 13 Beilage 3) Atherosklerose der Extremitätenarterien. Er 

stellte fest, dass es notwendig sei, einen Ernährungsberater beizuziehen 

und verordnete eine medikamentöse Therapie und bei Bedarf Kontrollun-

tersuchungen. 

- In einem fachärztlichen Bericht des Instituts für Herz- und Kreislauferkran-

kungen Aa._______ vom 30. April 2019 (BVGer-act. 1 Beilage 6 über-

setzt in BVGer-act. 13 Beilage 2) wurde ausgeführt, dass sich der Versi-

cherte seit der letzten Kontrolluntersuchung relativ gut fühle, keine 

Schmerzen im Brustbereich habe, fettleibig sei, die Medikamente regel-

mässig nehme und der Blutdruck gut eingestellt sei. 

- Dr. Bb._______, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, des All-

gemeinspitals Y._______ berichtete am 8. Oktober 2019 (BVGer-act. 11 

Beilage 3, übersetzt in BVGer-act. 13 Beilage 1) der Versicherte fühle sich 

gut, habe keine grösseren Beschwerden im Bereich des Herz-Kreislauf-

Systems und sei zum Zeitpunkt der Untersuchung kompensiert und hä-

modynamisch stabil. Es fänden regelmässige urologische Konrollunter-

suchungen statt. Eine kardiologische Kontrolluntersuchung sei in sechs 

bis sieben Monaten angezeigt. 

C-2471/2019 

Seite 18 

7.5 Die Vorinstanz stützt sich in der angefochtenen Nichteintretensverfü-

gung auf die Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. med. Ee._______, Fachärz-

tin für Innere Medizin. Dieser wurden die vom Beschwerdeführer beige-

brachten medizinischen Berichte aus Serbien vorgelegt.  

7.5.1 Die RAD-Ärztin Dr. med. Ee._______ führte mit Stellungnahme vom 

28. Januar 2019 aus (act. 123), der Versicherte leide an einer generellen 

Gefässsklerose, welche 2007 zu einem Herzinfarkt geführt habe. Damals 

sei ein Stenting durchgeführt worden. Am 26. September 2018 sei eine 

weitere invasive Untersuchung und ein Stenting erfolgt, ausgelöst durch 

eine milde Anging pectoris Symptomatik. Die Pumpfunktion sei normal. Es 

bestehe weiterhin eine Schaufenstererkrankung, die Gehstrecke sei limi-

tiert auf 500 Meter und soll gemäss Gefässspezialisten durch Training aus-

gebaut werden. Zusätzlich soll das Körpergewicht reduzierte werden, was 

für eine Beherrschung der Risikofaktoren sicher günstig wäre. Insgesamt 

lasse sich keine Verschlechterung des Zustandes mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit ableiten. Nach der Koronarangiografie könne wegen der 

Einstichstelle von einer Arbeitsunfähigkeit von maximal einer Woche aus-

gegangen werden. Am 30. April 2019 ergänzte die RAD-Ärztin (IVSTA-act. 

135), dass der bisherige Verlauf günstig gewesen sei. 

7.5.2 In ihrer Stellungnahme vom 22. August 2019 hielt Dr. med. 

Ee._______ fest (Beilage zu BVGer-act. 9), dass die ihr vorgelegten Arzt-

berichte vom 12., 17., 19. und 30. April 2019 leider in der Originalsprache 

verfasst seien, deren sie nicht mächtig sei. In Ergänzung zu ihrer Stellung-

nahme vom 28. Januar 2019 führte sie aus, die Pumpfunktion des Herzens 

sei nur leicht eingeschränkt. Eine leichte Arbeit könne bislang als möglich 

erachtet werden.   

7.5.3 Am 3. Dezember 2019 führte Dr. med. Ee._______ gestützt auf die 

übersetzten Arztberichte vom 20. März 2017, 19. und 30. April 2019 sowie 

8. Oktober 2019 aus (Beilage zu BVGer-act. 17), auch aus den neu vorge-

legten Unterlagen ergebe sich ein erfreuliches Bild. Die Pumpfunktion 

werde im März 2017 mit 62 %, d.h. normal beschrieben. Es liege eine hy-

pertensitive Kardiopathie vor, welche aber keine Einschränkung bedeute, 

sondern eine strengere Blutdruckkontrolle nach sich ziehe. Die Atheroskle-

rose der Extremitäten habe bekanntermassen zu einer Claudicatio nach 

500 Metern geführt. Am 19. April 2019 werde weiter eine konservative The-

rapie beibehalten. Auch aus den aktuell vorgelegten Berichten ergebe sich 

keine Änderung des Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf die Ar-

beitsfähigkeit.  

C-2471/2019 

Seite 19 

7.6  

7.6.1 Mit Blick auf die medizinischen Akten ist vorab festzuhalten, dass der 

vom Beschwerdeführer nachgereichte fachärztliche Bericht vom 8. Okto-

ber 2019 im vorliegenden Verfahren berücksichtigt werden kann, da sich 

die genannte Ärztin nur zu Befunden im Beurteilungszeitraum äussert (vgl. 

E. 4.2 hiervor). 

7.6.2 Der Beschwerdeführer leidet seit 2006 an einer koronaren 2-Gefäs-

serkrankung, welche Ende Juli 2006 zu einem subakuten Myokardinfarkt 

geführt hatte (vgl. IVSTA-act. 22). Damals wurde ein Stenting durchgeführt. 

So wurde im Gutachten der F._______ vom 7. Mai 2008 eine koronare 

Herzkrankheit mit Status nach Herzinfarkt bei metabolischem Syndrom di-

agnostiziert, jedoch ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. oben 

E. 7.2.2).  

Aufgrund einer am 13. Februar 2018 im Allgemeinspital Y._______ diag-

nostizierten Angina pectoris wurde am 23. April 2018 im Allgemeinspital 

Z._______ eine Koronarangiographie durchgeführt. Die Fachärzte emp-

fahlen einen Koronaraterien-Bypass (vgl. E. 7.3 S. 15). Am 27. September 

2018 erfolgte am Institut für Herz- und Kreislauerkrankungen Aa._______ 

in (…) eine perkutane transluminale Angioplastie mit Einsetzung von zwei 

bzw. vier Duo Xience Xpedition DES (vgl. E. 7.3 S. 16). Dem Entlassungs-

schein mit Epikrise des Instituts für Herz- und Kreislauferkrankungen 

Aa._______ in (…) betreffend die Behandlung des Versicherten vom 26. 

bis 28. September 2018 und dem Kardiochirurgisches Konsilium dessel-

ben Instituts vom 27. September 2018 kann entnommen werden, dass ein 

zufriedenstellendes angiographisches Ergebnis ohne sichtbare Anzeichen 

einer Thrombose oder einer Dissektion erzielt worden sei. Im fachärztli-

chen Bericht des vorgenannten Instituts vom 30. April 2019 (vgl. E. 7.4) 

wurde ausgeführt, dass sich der Beschwerdeführer seit der letzten Kon-

trolluntersuchung relativ gut fühle und keine Schmerzen im Brustbereich 

verspüre. Dasselbe kann dem Bericht der Fachärztin für Innere Medizin 

und Kardiologie vom 8. Oktober 2019 (vgl. E. 7.4) entnommen werden. Zu-

dem wurde in den Berichten nicht dargelegt, welche Einschränkungen mit 

Auswirkung auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit vorliegen soll. Insofern 

kann der RAD-Ärztin beigepflichtet werden, dass zwar eine hypertensitive 

Kardiopathie vorliegt, welche aber keine Einschränkung bedeutet, sondern 

eine strengere Blutdruckkontrolle nach sich zieht und sich auch aus den 

neu vorgelegten Unterlagen ein erfreuliches Bild ergibt. 

C-2471/2019 

Seite 20 

7.6.3 Die in Serbien von Dr. V._______, Facharzt für Innere Medizin und 

Kardiologie, der Polyklinik von (…) am 13. Januar 2015 erstmals diagnos-

tizierte Arteriosklerose der zwei Füsse (IVSTA-act. 91) und der am 13. Mai 

2015 festgestellte Verschluss der rechten Oberschenkelschlagader sowie 

Schaufensterkrankheit (IVSTA-act. 93 S. 3 f.) äussern sich beim Beschwer-

deführer dahingehend, dass die Gehstrecke derzeit auf 500 Meter limitiert 

sei (vgl. E. 7.3). Es wurde ihm empfohlen, sein Gewicht zu reduzieren und 

die Gehstrecke durch Training auszubauen (vgl. E. 7.3 S. 16 in fine). Dr. 

sc. Med. Dd._______, Facharzt für Allgemein- Gefäss- und Brustchirurgie, 

empfahl in seinem Bericht vom 19. April 2019 eine Ernährungsberatung 

und verordnete eine medikamentöse Therapie sowie Kontrolluntersuchun-

gen je nach Bedarf (BVGer-act. 13 Beilage 3). Auch diesen Arztberichten 

kann keine Einschränkung mit Auswirkung auf die Arbeits- und Leistungs-

fähigkeit des Beschwerdeführers entnommen werden. 

7.6.4 Zum Vorbringen des Beschwerdeführers, er leide an einer Depres-

sion, wegen welcher er bereits in der Schweiz behandelt worden sei, kann 

festgehalten werden, dass auch diesbezüglich aus den eingereichten Arzt-

berichten keine Verschlechterung des Gesundheitszustands ersichtlich ist. 

Der Beschwerdeführer ist seit seiner Rückkehr in sein Heimatland monat-

lich bei Dr. T._______, Facharzt für Neuropsychiatrie, (IVSTA-act. 94) in 

Behandlung. Dieser diagnostizierte am 21. August 2013 eine Dysthymie 

(ICD-10 F34.1) und eine undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10 

F45.1). Mit Bericht vom 8. Mai 2015 (IVSTA-act. 92) bestätigte er die regel-

mässige Behandlung seit dem 11. Mai 2013 und stellte dieselben Diagno-

sen (vgl. E. 7.3). Dr. W._______ diagnostizierte am 13. Mai 2015 (vgl. IV-

STA-act. 93 S. 3 f. und E. 7.3) neben einer Dysthymie u.a. noch eine De-

pression (ICD-10 F.32). Aus den Akten ist jedoch nicht ersichtlich, ob Dr. 

W._______ Facharzt für Psychiatrie bzw. Neuropsychiatrie ist. Zudem ge-

wichtete er die depressive Episode nicht und legt auch nicht dar, welche 

Einschränkung mit Auswirkung auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit vor-

liegen soll. Demzufolge kann daraus nicht auf eine Verschlechterung des 

mit Gutachten der F._______ vom 7. Mai 2008 festgestellten leichtgradigen 

depressiven Zustandsbildes (ICD-10 F32.0) geschlossen werden.  

Neu diagnostizierte Dr. T._______ am 21. August 2013 und 8. Mai 2015 

eine undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1; vgl. IVSTA-

act. 92, 94 und hiervor E. 7.3). Demzufolge erachtete der Neuropsychiater 

die symptomatischen Diagnosekriterien der Somatisierungsstörung als 

nicht vollständig erfüllt (vgl. DILLING/MONBOUR/ SCHMIDT [Hrsg.], Internati-

onale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10, Kapitel V (F), Klinisch-

C-2471/2019 

Seite 21 

diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 227). Es wurde jedoch nicht dar-

gelegt, inwiefern dieses Leiden eine Einschränkung auf die Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit haben soll. Im Gutachten der F._______ vom 7. Mai 

2008 wurde die Diagnose anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-

10 F45.4) gestellt, jedoch ohne Einfluss auf die festgestellte Arbeitsfähig-

keit (vgl. E. 7.2.2). Insofern ist auch diesbezüglich keine Verschlechterung 

des Gesundheitszustandes ersichtlich. 

7.6.5 Der Beschwerdeführer konnte mit den im Recht liegenden medizini-

schen Berichten eine für das Revisionsverfahren anspruchserhebliche Ver-

schlechterung des Gesundheitszustandes somit nicht glaubhaft machen. 

Die angefochtene Verfügung ist daher zu schützen und die Beschwerde 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

8.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

8.1 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer 

die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf 

Fr. 800.- festzusetzen. Der einbezahlte Kostenvorschuss ist zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten zu verwenden.  

8.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbe-

hörde hat die obsiegende Vorinstanz jedoch keinen Anspruch auf eine Par-

teientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist ent-

sprechend dem Verfahrensausgang keine Parteientschädigung zuzuspre-

chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG7). 

(Für das Urteilsdispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen). 

  

C-2471/2019 

Seite 22 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Mirjam Angehrn 

 

(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

 

  

C-2471/2019 

Seite 23 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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