# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc993b68-fed4-5472-a6cf-0d6c8ef08c31
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-09
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 09.09.2016 BK 2016 280
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2016-280_2016-09-09.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 16 280

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 9. September 2016

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichter Stucki, Oberrich-
ter Studiger
Gerichtsschreiber Müller

Verfahrensbeteiligte Unbekannte Täterschaft

Beschuldigte

B.________
v.d. Fürsprecher Dr. C.________

Beschuldigte 2

D.________ 
v.d. Advokat Dr. E.________

Straf- und Zivilkläger/Beschwerdeführer

Gegenstand Einstellung

Strafverfahren wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Oberland vom 23. Juni 2016 (O 12 8777) 

2

Erwägungen:

1.

1.1 D.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer), welcher mit F.________ und 
G.________ in Mürren weilte, mietete beim Sportgeschäft I.________ ein Moun-
tainbike. Anschliessend fuhren er und seine Freunde von Mürren nach Lauterbrun-
nen. Dabei stürzte der Beschwerdeführer und erlitt schwere Verletzungen. 

1.2 In der Folge wurde eine Strafuntersuchung gegen Unbekannt eröffnet, welche am 
6. Februar 2015 auf B.________ (nachfolgend: Beschuldigte 2) ausgedehnt wurde. 
Ihr wird vorgeworfen, sich als Vermieterin des Bikes der fahrlässigen schweren 
Körperverletzung strafbar gemacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft stellte das 
Verfahren mit Verfügung vom 23. Juni 2016 ein.

1.3 Der Beschwerdeführer erhob gegen die Einstellungsverfügung am 7. Juli 2016 Be-
schwerde. Er beantragte was folgt:

1. Es sei die Einstellungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 23. Juni 2016 vollständig aufzu-
heben.

2. Es sei die Angelegenheit zur Fortführung des Verfahrens und zur Anklageerhebung gegen Frau 
B.________ wegen fahrlässiger Körperverletzung (Art. 125 StGB) an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen.

3. Es seien sämtliche Gerichts- und Anwaltskosten gemäss Verfügung vom 23. Juni 2016 der 
Staatskasse des Kantons Bern aufzuerlegen. Es seien sämtliche Gerichts- und Anwaltskosten des 
vorliegenden Beschwerdeverfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

4. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbei-
ständung mit dem Unterzeichneten zu bewilligen. 

1.4 Mit Eingabe vom 27. Juli 2016 beantragte die Beschuldigte 2 die kostenfällige Ab-
weisung der Beschwerde. Dasselbe beantragte die Generalstaatsanwaltschaft in 
ihrer Stellungnahme vom 3. August 2016. In seiner Replik vom 25. August 2016 
bestätigte der Beschwerdeführer seine Rechtsbegehren.

2. Gegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft kann bei der Beschwerdekammer in 
Strafsachen innert 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde geführt werden 
(Art. 393 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 Schweizerische Strafprozessordnung 
[StPO; SR 312.0], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehör-
den und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Or-
ganisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwer-
deführer ist durch die angefochtene Verfügung unmittelbar in seinen rechtlich ge-
schützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert 
(Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.

3.

3.1 Der Beschwerdeführer lässt in der Beschwerde Folgendes ausführen: Aus dem von 
ihm eingeholten Bericht von Fahrradexperte K.________ folge, dass die Beschul-
digte 2 vor dem Hintergrund der Körpergrösse und des Körpergewichts des Be-

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schwerdeführers diesem niemals ein Fahrrad mit der Grösse 19 Zoll hätte überlas-
sen dürfen. Der Einstellungsverfügung könne entnommen werden, dass es sich 
beim gemieteten Fahrrad um ein Mountainbike des Typs ‹Specialized Rockhopper 
Expert› handle. Im E-Mail vom 29. Juni 2016 halte K.________ fest, dass es sich 
dabei nicht um ein Downhill-Bike, sondern um ein klassisches Cross-Country Bike 
im unteren Preissegment handle. K.________ halte fest, dass ein Downhill-Bike 
abfahrtsorientiert sei und Fahrfehler allenfalls verzeihe. Bezüglich des gemieteten 
Mountainbikes teile K.________ mit, dass dieses eher für Touren im leichten 
Gelände konzipiert sei. Es sei für eine Abfahrt von Mürren nach Lauterbrunnen völ-
lig ungeeignet. Die Staatsanwaltschaft habe die Feststellungen von K.________ in 
seinem Expertenbericht vom 22. Oktober 2014 nicht berücksichtigt und sei dem 
wiederholt gestellten Beweisantrag betreffend ein Gutachten zum vermieteten 
Fahrrad nicht gefolgt. Der Beschwerdeführer rüge daher eine unvollständige bezie-
hungsweise unrichtige Feststellung des Sachverhalts. Die Staatsanwaltschaft habe 
es versäumt, mittels Gutachten zu ermitteln, ob es verantwortet werden könne, das 
Mountainbike für eine Fahrt von Mürren nach Lauterbrunnen zu vermieten. Die 
Ausführungen der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit der vom Beschwer-
deführer vorgenommenen Probefahrt seien unhaltbar. Bei der Probefahrt habe es 
sich um eine sehr kurze Fahrt auf ebenem Gelände gehandelt. Der Beschwerde-
führer wohne in Holland. Dies habe die Beschuldigte 2 gewusst. Es werde ihr auch 
bekannt gewesen sein, dass es in Holland keine Berge gebe und Velofahrer in Hol-
land keine Möglichkeit hätten, bergauf beziehungsweise bergab zu fahren. Die Be-
schuldigte 2 hätte unter gar keinen Umständen dem Beschwerdeführer das gemie-
tete Fahrrad überlassen dürfen. Sie hätte keinen Mietvertrag abschliessen dürfen 
und den Beschwerdeführer zurück nach Lauterbrunnen schicken müssen, damit er 
dort allenfalls ein geeignetes Fahrrad mietet. Die Beschuldigte 2 habe eine eklatan-
te Sorgfaltspflichtverletzung begangen. 

Die Einkommens- und Vermögenssituation des Beschwerdeführers sei prekär. Er 
verfüge für diese Streitsache zwar über eine Rechtsschutzversicherung. Unklar sei 
jedoch, ob die versicherte Summe bereits erreicht sei. Daher beantrage er vorsorg-
lich die unentgeltliche Prozessführung für das Beschwerdeverfahren und die un-
entgeltliche Verbeiständung mit dem Unterzeichneten. Er werde das Formular des 
Obergerichts betreffend die Einkommens- und Vermögensverhältnisse auf erste 
Aufforderung hin einreichen und bei Kostengutsprache durch die Rechtsschutzver-
sicherung das Gesuch zurückziehen.

3.2 Die Beschuldigte 2 bringt Folgendes vor: Zur Begründung berufe sich der Be-
schwerdeführer auf ein von ihm eingeholtes Parteigutachten. Es äussere sich zur 
Frage, ob die Beschuldigte 2 das Fahrrad hätte abgeben dürfen. Die Frage, ob das 
Fahrrad hätte abgegeben werden dürfen respektive ob dies verantwortet werden 
könne, betreffe indes eine Rechtsfrage, welche einer gutachterlichen Beurteilung 
nicht zugänglich sei. Das Parteigutachten, welches ausschliesslich Parteistand-
punkte darstelle und dem lediglich die Qualität einer Parteibehauptung zukomme, 
weise keinerlei Erkenntniswert auf. Der Staatsanwalt habe in seiner Verfügung vom 
2. Dezember 2015 zu Recht darauf verwiesen, dass die konkreten Umstände des 
Unfalls in Bezug auf die physikalischen Einwirkungen nicht mehr eruiert werden 

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könnten. Bezeichnenderweise äussere sich das Privatgutachten nicht zu dieser 
Frage, sondern stelle einzig die Behauptung auf, das Fahrrad hätte nicht vermietet 
werden dürfen. Bei der gefahrenen Route handle es sich um keine Downhill-Route, 
sondern um eine Mountainbike-Route. Diese Mountainbike-Route sei in der Ge-
meinde durch Veloland Schweiz markiert und mit jedem Typ Mountainbike befahr-
bar. Die Beschuldigte 2 habe die drei Freunde gefragt, welche Strecke sie benut-
zen wollten. Sie hätten bewusst jene Route gewählt, die auch von Autos befahren 
würde, da der Beschwerdeführer ein auf seine Körpergrösse abgestimmtes Fahr-
rad habe beschaffen wollen. Die Route sei nicht schwierig gewesen und für eine 
Person mit wenig oder keiner Erfahrung gut zu meistern. Die einzige Herausforde-
rung sei der Schotterbelag gewesen, da man beim Bremsen den Halt verlieren 
könne. Als Fazit sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer über keinerlei Moun-
tainbike-Erfahrung verfügt habe. Mit einem an sich zu kleinen Bike sei er wissent-
lich und willentlich auf einer einfachen Strecke von Mürren nach Lauterbrunnen ge-
fahren. Die drei Freunde seien langsam unterwegs gewesen. In einer Kurve habe 
sich der Beschwerdeführer verbremst und sei zu Fall gekommen.

Schriftliche Normen und Richtlinien für die Vermietung von Mountainbikes würden 
keine existieren. Dies werde vom Beschwerdeführer auch nicht behauptet. Die 
Pflichten des Vermieters seien in Art. 256 Abs. 1 Obligationenrecht (OR; SR 220) 
definiert. Demnach müsse die Mietsache in einem zum vorausgesetzten Gebrauch 
tauglichen Zustand übergeben werden. Der vorausgesetzte Gebrauch sei vorab 
derjenige, den die Parteien durch ausdrückliche oder stillschweigende Vereinba-
rung bestimmt hätten. Hätten die Parteien keine oder keine abschliessende Ver-
einbarung getroffen, sei der übliche Gebrauch massgebend. Hier sei das unbestrit-
tenermassen zu kleine Mountainbike für eine als leicht einzustufende Abfahrt von 
Mürren nach Lauterbrunnen bestimmt gewesen. Es sei vereinbart gewesen, dass 
vorsichtig gefahren werde. Das Fahrrad sei in einem guten Zustand gewesen und 
habe namentlich über gute Bremsen verfügt. Das Gegenteil werde zu Recht nicht 
behauptet. Dem Beschwerdeführer sei die zu kleine Rahmengrösse bekannt gewe-
sen und er habe eine Probefahrt ausgeführt. Alle Beteiligten seien davon ausge-
gangen, dass die Abfahrt verantwortbar sei. Der Beschwerdeführer habe im Wis-
sen darum, dass das Mountainbike für ihn zu klein gewesen sei, auf der Abfahrt 
beharrt. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers sei ein gebrauchstaug-
liches Mountainbike übergeben worden. Die Beschwerdegegnerin treffe keine 
Sorgfaltspflichtverletzung. Sie habe den Beschwerdeführer darauf hingewiesen, 
dass er ein grösseres Bike benötige. Sie habe ihn eine Probefahrt absolvieren las-
sen und habe den Sattel eingestellt. Sie habe auch die wichtigsten Teile des Bikes 
erklärt. Dass es zu einem derart schweren Unfall habe kommen können, sei für sie 
nicht voraussehbar gewesen. Die Abgabe des Mountainbikes habe sich im Rah-
men des erlaubten Risikos bewegt. Andernfalls dürfe überhaupt kein Mountainbike 
vermietet werden, da theoretisch jeder Unfall vermieden werden könne, wenn kein 
Mountainbike abgegeben werde. Das Kriterium der Vermeidbarkeit sei deshalb hier 
mit der Frage des erlaubten Risikos zu beurteilen; die entsprechenden Leitplanken 
habe die Beschuldigte 2 nicht verlassen. Ferner werde bestritten, dass das zu klei-
ne Mountainbike unfallkausal gewesen sei. Den Akten lasse sich einzig entneh-
men, dass der ungeübte Beschwerdeführer in einer mit Schotterbelag versehenen 

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Kurve gebremst habe. Dass er ausrutschte, sei nicht auf ein zu kleines Bike 
zurückzuführen, sondern auf ein fahrerisches Fehlverhalten.

3.3 In ihrer Stellungnahme führt die Generalstaatsanwaltschaft aus was folgt: Es wür-
den zwei zentrale Fragen verbleiben. Erstens die Frage des Vorliegens einer Sorg-
faltspflichtverletzung und zweitens die Frage der Relevanz einer allfälligen Sorg-
faltspflichtverletzung. Der Regionale Staatsanwalt habe die Berichte von 
K.________ sehr wohl zu den Akten genommen und in die Einstellungsverfügung 
einfliessen lassen. Den Beweisantrag auf Einholung eines Gutachtens habe er mit 
Verfügung vom 2. Dezember 2015 abgewiesen. Zur Begründung habe er festge-
halten, es sei sachverhaltlich nachgewiesen und unbestritten, dass der Beschwer-
deführer mit einem zu kleinen Mountainbike ausgerüstet worden sei. Die Frage, ob 
dies verantwortet werden könne, bilde Gegenstand der (späteren anfechtbaren) 
rechtlichen Würdigung, betreffe also eine Rechtsfrage, welche einer gutachterli-
chen Beurteilung nicht zugänglich sei. Die Einholung eines Gutachtens erweise 
sich überdies als für die objektive Wahrheitsfindung unbedeutend, da die konkreten 
Umstände des Unfalls in Bezug auf die physikalischen Einwirkungen weder im jet-
zigen Zeitpunkt noch im Zeitpunkt des Eingangs des Beweisantrags eruiert werden 
könnten. Aus Sicht der Generalstaatsanwaltschaft sei ein solches Gutachten ent-
behrlich. Grundsätzlich hätten Parteigutachten nicht den gleichen Stellenwert wie 
ein Gutachten, das von der Untersuchungsbehörde oder vom Gericht eingeholt 
worden sei. Nach der Praxis des Bundesgerichts würden Privatgutachten bloss Be-
standteil der Parteivorbingen bilden. Die Qualität von Beweismitteln komme ihnen 
nicht zu. Vorliegend zweifle die Staatsanwaltschaft nicht an den Aussagen von 
K.________. Das dem Beschwerdeführer ausgeliehene Mountainbike sei unbestrit-
ten zu klein gewesen respektive die Rahmengrösse von 19 Zoll sei nicht auf seine 
Körpergrösse von über zwei Metern abgestimmt gewesen. Es sei aber ebenfalls 
unbestritten, dass die Beschuldigte 2 bei der Anmietung des Fahrrades auf die 
Thematik aufmerksam gemacht habe, der Beschwerdeführer sich jedoch entgegen 
den Ratschlägen entschieden habe, das Mountainbike zu mieten und nach Lauter-
brunnen zu fahren. Der Beschwerdeführer mache nicht substantiiert geltend, inwie-
fern die Beweiswürdigung willkürlich beziehungsweise der Sachverhalt unrichtig 
festgestellt worden sei. Der Staatsanwalt habe die Aussagen der Beteiligten um-
fassend gewürdigt. Beispielsweise habe er den Beweisantrag auf rechtshilfeweise 
Befragung von M.________, F.________ und G.________ berücksichtigt und habe 
sie detailliert befragen lassen. Das sich daraus ergebende Beweisergebnis habe er 
umfassend gewürdigt. Nach dem Gesagten könne für den erstellten Sachverhalt 
auf die Einstellungsverfügung verwiesen werden. Der Staatsanwalt habe alle wei-
terführenden Beweisabnahmen vorgenommen und unter Bezugnahme dieser eine 
zulässige Würdigung vorgenommen. 

Der Beschwerdeführer mache geltend, für die Abfahrt sei ein Downhill-Bike not-
wendig gewesen. In den Akten lasse sich für diese These kein Anhaltspunkt finden. 
F.________ habe ausgesagt, dass der gewählte Weg nicht allzu schwierig gewe-
sen sei und auch eine Person mit wenig oder keiner Erfahrung diesen hätte absol-
vieren können. Dies werde von der Beschuldigten 2 bestätigt. In der staatsanwalt-
schaftlichen Einvernahme habe sie ausgesagt, dass das an den Privatkläger ver-

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mietete Fahrrad unter den gegebenen Umständen geeignet gewesen sei, um die 
Strecke auf dem Forstweg zu befahren. Auch F.________ und G.________ hätten 
normale Mountainbikes gemietet. Die Strecke sei als offizielle Mountainbike-Route 
beschildert. Im Weiteren mache der Beschwerdeführer geltend, die Beschuldigte 2 
habe durch den Abschluss des Mietvertrags eklatante Sorgfaltspflichten verletzt. 
Der Staatsanwalt sei indes zutreffend zum Schluss gekommen, dass kein Mangel 
im Sinne des Mietrechts vorliege und der Beschuldigten 2 unter Berücksichtigung 
der mietrechtlichen Bestimmungen keine Sorgfaltspflichtverletzung nachgewiesen 
werden könne. Ebenso seien seine Ausführungen, dass betreffend die allgemeinen 
Verhaltensregeln und den allgemeinen Gefahrensatz keine Sorgfaltspflichtverlet-
zungen erkennbar seien, nicht zu beanstanden. Die Beschuldigte 2 habe sich an-
hand einer Probefahrt davon überzeugen lassen, dass der Beschwerdeführer fähig 
gewesen sei, Fahrrad zu fahren und sie habe den Beschwerdeführer darüber auf-
geklärt, dass das grösste vorhandene Fahrrad für ihn nicht ganz passend sei. Die 
Beschuldigte 2 habe vorgeschlagen, mit der Bahn in Lauterbrunnen ein passende-
res Fahrrad zu holen. Die Zeugenaussagen von M.________ würden belegen, 
dass der Beschwerdeführer im Wissen um die Grösse des Fahrrades gemeinsam 
mit den anderen Mietern und der Zeugin die Entscheidung getroffen habe, dass es 
verantwortbar sei, mit dem besagten Fahrrad die Strecke zurückzulegen. Der Be-
schwerdeführer habe sich im Wissen um die Grösse des Fahrrades und gemein-
sam mit erfahreneren Mountainbikefahrern entschieden, die Fahrt nach Lauter-
brunnen auf sich zu nehmen und er habe versprochen, vorsichtig zu fahren. Ihm 
seien folglich alle notwendigen Informationen vorgelegen, um die Risiken abschät-
zen zu können. Insofern sei davon auszugehen, dass der aufgeklärte Beschwerde-
führer in das Risiko, welchem er sich mit der Abfahrt gestellt habe, eingewilligt ha-
be. Die Beschuldigte 2 habe unter diesen Umständen das Fahrrad vermieten dür-
fen. Zudem habe der Staatsanwalt zutreffend festgehalten, dass durch das Vermie-
ten des zu kleinen Fahrrades keine erheblich grössere Gefahr geschaffen worden 
sei, als das Mountainbiking an sich schaffe. Ferner fehle es wohl auch an der Er-
folgsrelevanz: Gemäss den Aussagen des Beschwerdeführers habe auch der Un-
tergrund beziehungsweise die Wegbeschaffenheit eine Rolle gespielt. F.________ 
habe ausgeführt, der Beschwerdeführer habe in der Kurve abgebremst, da die Ge-
schwindigkeit zu hoch gewesen sei. Beim Abbremsen sei der Beschwerdeführer zu 
Fall gekommen. Auch die Unerfahrenheit habe eine Rolle gespielt. Ausserdem sei 
G.________ bereits eine Kurve zuvor zu Fall gekommen. Es sei also davon auszu-
gehen, dass der Beschwerdeführer ausgerutscht sei, nachdem er offenbar vor, be-
ziehungsweise in einer Kurve infolge der Geschwindigkeit sowohl Vorder- wie auch 
Hinterbremse gleichzeitig betätigt habe. Es lasse sich damit nicht nachweisen, 
dass die Grösse des Fahrrads kausal für den Unfall gewesen sei.

3.4 In seiner Replik ergänzt der Beschwerdeführer mit Blick auf die Formulierung der 
Generalstaatsanwaltschaft «Vorliegend zweifelt die Staatsanwaltschaft jedoch nicht 
an den Aussagen von Herrn K.________», dass diese sich auf den Standpunkt 
stelle, dass es im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nicht notwendig sei, ein 
Gutachten bezüglich der Frage einzuholen, ob es habe verantwortet werden kön-
nen, das Mountainbike für eine Fahrt von Mürren nach Lauterbrunnen zu vermie-
ten. Die Aussagen von K.________ in seinem Bericht vom 22. Oktober 2014 und in 

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seinem E-Mail vom 29. Juni 2016 seien allerdings eindeutig. Im zweiten Bericht 
vom 29. Juni 2016 komme K.________ überdies zum Schluss, dass es sich beim 
Mountainbike Typ ‹Specialized Rock-hopper Expert› nicht um ein Downhill-Bike 
handle. Dieses sei für die Abfahrt ungeeignet gewesen. Die Staatsanwaltschaft ha-
be in der Einstellungsverfügung an den Aussagen von K.________ also durchaus 
gezweifelt. Mit ihren Schlussfolgerungen setze sich die Generalstaatsanwaltschaft 
in Widerspruch zu den Feststellungen von K.________. Auch könne von einem 
«aufgeklärten Beschwerdeführer», wie es die Generalstaatsanwaltschaft nenne, 
keine Rede sein. 

Es dränge sich ein Gutachten zur Frage auf, ob die Beschuldigte 2 das Bike habe 
vermieten dürfen. Der Gutachter müsse die Strecke besichtigen und Stellung zu 
den Berichten von K.________ nehmen. Die Beschuldigte 2 habe sorgfaltspflicht-
widrig gehandelt. Ihr sei die Strecke bekannt gewesen. Sie habe auch erfasst, dass 
das Bike viel zu klein gewesen sei. Im Weiteren habe der Beschuldigten 2 klar sein 
müssen, dass es sich beim gemieteten Fahrrad nicht um ein Downhill-Bike gehan-
delt habe. Der Unfall sei mit der Übergabe «vorprogrammiert» gewesen. Der Unfall 
sei nicht auf fahrerisches Fehlverhalten zurückzuführen. Der Beschwerdeführer 
habe keine Chance gehabt, die Fahrt unfallfrei zu überstehen. Deshalb habe die 
Staatsanwaltschaft die sich aufdrängenden Beweise abzunehmen, nämlich die 
Einholung eines Gutachtens und allenfalls die Vornahme eines Augenscheins.

4. Nach Art. 319 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Ver-
fahrens unter anderem, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage recht-
fertigt (Bst. a) oder kein Straftatbestand erfüllt ist (Bst. b). Als Richtwert gilt, dass 
eine Anklage erhoben werden muss, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher er-
scheint als ein Freispruch. Bei der Prüfung der Frage, ob ein Freispruch zu erwar-
ten ist, darf und muss die Staatsanwaltschaft die Beweise würdigen. Die Beantwor-
tung der Frage, ob ein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt, setzt 
also eine Auseinandersetzung mit der Beweis- und Rechtslage voraus.

Gemäss Art. 125 Schweizerisches Strafgesetzbuch (StGB; SR. 311.0) ist strafbar, 
wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt. Fahr-
lässig begeht ein Verbrechen oder ein Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens 
aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht 
nimmt. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht be-
achtet, zu der er nach den Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen 
verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 3 StGB). Das höchstzulässige Risiko wird anhand von 
gesetzlichen Normen, allgemein anerkannten Verhaltensregeln oder dem allgemei-
nen Gefahrensatz ermittelt. Es geht darum zu prüfen, was vom Beschuldigten er-
wartet werden kann und inwiefern der Erfolg für ihn voraussehbar und vermeidbar 
gewesen wäre (vgl. DONATSCH, in: Kommentar StGB, 19. Aufl. 2013, N. 15 ff. zu 
Art. 12 StGB; TRECHSEL/JEAN-RICHARD, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch, Pra-
xiskommentar, 2. Aufl. 2013, N. 32 zu Art. 12 StGB). Ein Schuldspruch setzt vor-
aus, dass der Täter den Erfolg durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht 
hat. Sorgfaltswidrig ist ein Verhalten, wenn der Täter zum Zeitpunkt der Tat auf-
grund der Umstände sowie seiner Kenntnisse und Fähigkeiten die damit bewirkte 

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Gefährdung der Rechtsgüter des Opfers hätte erkennen müssen, und wenn er zu-
gleich die Grenzen des erlaubten Risikos überschritten hat. Wo besondere Normen 
ein bestimmtes Verhalten gebieten, bestimmt sich das Mass der zu beachtenden 
Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften. Dies schliesst nicht aus, dass der 
Vorwurf der Fahrlässigkeit auch auf allgemeine Rechtsgrundsätze gestützt werden 
kann. Denn einerseits begründet nicht jeder Verstoss gegen eine gesetzliche oder 
für bestimmte Tätigkeiten anerkannte Verhaltensnorm den Vorwurf der Fahrlässig-
keit, und andererseits kann ein Verhalten sorgfaltswidrig sein, auch wenn nicht ge-
gen eine Verhaltensnorm verstossen wurde. Die Vorsicht, zu der ein Täter ver-
pflichtet ist, wird letztlich durch die Umstände und seine persönlichen Verhältnisse 
bestimmt, weil naturgemäss nicht alle tatsächlichen Gegebenheiten in Vorschriften 
gefasst werden können. Grundvoraussetzung für das Bestehen einer Sorgfalts-
pflichtverletzung bildet die Vorhersehbarkeit. Die zum Erfolg führenden Gesche-
hensabläufe müssen mindestens in den wesentlichen Zügen voraussehbar sein. 
Zunächst ist daher zu fragen, ob der Täter eine Gefährdung der Rechtsgüter des 
Opfers hätte voraussehen beziehungsweise erkennen können und müssen. Für die 
Beantwortung dieser Frage gilt der Massstab der Adäquanz. Das Verhalten muss 
geeignet sein, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des 
Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuführen oder mindestens zu be-
günstigen. Die Adäquanz ist nur zu verneinen, wenn aussergewöhnliche Umstän-
de, wie das Mitverschulden des Opfers beziehungsweise eines Dritten oder Materi-
al- oder Konstruktionsfehler, als Mitursache hinzutreten, mit denen schlechthin 
nicht gerechnet werden musste und die derart schwer wiegen, dass sie als wahr-
scheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolgs erscheinen und so alle ande-
ren mitverursachenden Faktoren – namentlich das Verhalten des Beschuldigten – 
in den Hintergrund drängen (BGE 135 IV 56 E. 2.1). Weitere Voraussetzung ist, 
dass der Erfolg vermeidbar war. Dabei wird ein hypothetischer Kausalverlauf unter-
sucht und geprüft, ob der Erfolg bei pflichtgemässem Verhalten des Täters ausge-
blieben wäre. Für die Zurechnung des Erfolgs genügt, wenn das Verhalten des 
Täters mindestens mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit die Ursache des 
Erfolgs bildete. Ob eine Handlung im Sinne der Adäquanztheorie nach dem ge-
wöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, ei-
nen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen oder zu begünstigen, 
muss ex ante, das heisst vom Zeitpunkt des Handels aus, entschieden werden. 
Demgegenüber ist die für die Erfolgszurechnung ebenfalls wesentliche Frage, aus 
welcher Gefahr der Erfolg hervorgegangen ist, ob sich also im Erfolg gerade die 
vom Beschuldigten geschaffene Gefahr verwirklicht hat, unter Auswertung aller ex 
post bekannten Umstände zu beantworten. Der Erfolg ist dem Beschuldigten zuzu-
rechnen, wenn dessen Verhalten mindestens mit einem hohen Grad der Wahr-
scheinlichkeit oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Ursache 
des Erfolgs bildete (BGE 135 IV 56 E. 2. 1 f.; BGE 130 IV 7 E.3.2). Zu beachten ist 
schliesslich das erlaubte Risiko. Sozial und deshalb erwünschte Verhalten sind, 
auch wenn sie eine Gefährdung von Rechtsgütern in sich bergen, nicht sorgfalts-
widrig, solange alles technisch Mögliche und wirtschaftlich Zumutbare zur Risiko-
verminderung unternommen wurde. Häufig verbleiben bei erlaubten Tätigkeiten 
Restrisiken, die prinzipiell, das heisst auch bei Einhaltung sämtlicher Sicherheits-

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vorschriften, unvermeidbar sind. Nicht jegliche absehbare Gefährdung Dritter ist 
verboten, sondern nur das Eingehen von Gefahren, die ein zulässiges, durch die 
geltenden Sorgfaltsanforderungen festgelegtes Mass überschreiten (vgl. NIGG-
LI/MÄDER, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch, 3. Aufl. 2013, N. 98 zu Art. 12 
StGB).

5.

5.1 Vorab ist auf die Ausführungen der Generalstaatsanwaltschaft zu verweisen (vorne 
E. 3.3), denen sich die Beschwerdekammer im Wesentlichen anschliesst. Der 
Sachverhalt ist, soweit rechtserheblich, unbestritten: Der Beschwerdeführer – wel-
cher Fahrrad fahren konnte, aber wenig bis keine Erfahrung im Mountainbiking hat-
te – mietete gemeinsam mit zwei Freunden in Mürren bei der Beschuldigten 2 ein 
Mountainbike. Im Sportgeschäft war kein Fahrrad vorhanden, welches für die 
Grösse des Beschwerdeführers ideal gewesen wäre, was zwischen der Beschul-
digten 2, dem Beschwerdeführer und den anderen Beteiligten thematisiert worden 
war. Die Beschuldigte 2 liess die Mieter eine kurze Probefahrt machen und stellte 
zumindest die Sattelhöhe ein. Sie machte den Beschwerdeführer darauf aufmerk-
sam, dass er in Lauterbrunnen ein grösseres Fahrrad mieten könne und empfahl 
ihm dieses Vorgehen. Zudem wusste sie, welche Strecke der Beschwerdeführer 
und dessen Freunde zu fahren planten. Die geplante Abfahrt war die einfachste 
und für Unerfahrene geeignete Mountainbikestrecke nach Lauterbrunnen. Der Be-
schwerdeführer entschied sich, das in Mürren vorhandene Fahrrad mit Rahmen-
grösse 19 Zoll zu mieten und damit die Strecke nach Lauterbrunnen zu fahren, um 
es dort gegen ein grösseres Fahrrad einzutauschen. Er entschied sich also dage-
gen, mit der Bahn nach Lauterbrunnen zu fahren und dort das passende Mountain-
bike zu mieten. In der Folge fuhr der Beschwerdeführer von Mürren über die Winte-
regg Richtung Lauterbrunnen. Etwas unterhalb der Winteregg, wo der Gryffenbach 
die Strasse quert und der Bachlauf vermittels einem in der Strasse versenkten und 
mit Eisenplatten sowie Kunstrasen abgedeckten Kanal unter der Strasse hindurch-
fliesst, verlor der Beschwerdeführer vor einer Rechtskurve beim Bremsen mittels 
Vorder- und Hinterbremse die Beherrschung über das Mouintainbike. Es hob ihn 
über die Lenkstange und er prallte mit dem Kopf in das mit Steinen besetzte Bort 
am Strassenrand, wobei er sich schwere Verletzungen zuzog.  

5.2 Dem Beschwerdeführer ist insofern beizupflichten, als er in der Replik bestreitet, 
dass die Staatsanwaltschaft an den Ausführungen von K.________ nicht gezweifelt 
habe. Insbesondere hinsichtlich der Frage, ob ein gänzlich ungeeignetes Fahrrad 
vermietet wurde, bestehen tatsächlich verschiedene Auffassungen. Daraus kann 
der Beschwerdeführer indes nichts für sich ableiten, da diese Divergenzen am 
rechtserheblichen Sachverhalt nichts ändern. In diesem Zusammenhang bleibt zu 
erwähnen, dass die Staatsanwaltschaft richtigerweise auf die Einholung des bean-
tragten Gutachtens – dessen Gegenstand eine rechtliche Würdigung hätte sein sol-
len – verzichtete, da eine solche einer gutachterlichen Beurteilung überhaupt nicht 
zugänglich ist.  

5.3 Sowohl der Regionale Staatsanwalt als auch die Generalstaatsanwaltschaft legen 
die Sach- und Rechtlage in ihren Schriften einlässlich sowie rechtlich sorgfältig be-

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gründet dar. Weder unter Berücksichtigung der mietrechtlichen Bestimmungen 
noch mit Blick auf die allgemeinen Verhaltensregeln oder den Gefahrensatz erge-
ben sich aus den Handlungen der Beschuldigten 2 strafrechtlich relevante Sorg-
faltspflichtverletzungen. Die Tatbestandselemente der Vorhersehbarkeit und der 
Vermeidbarkeit sind hier nicht erfüllt. Unbehelflich ist die Behauptung des Be-
schwerdeführers, er habe von Anfang an keine Chance gehabt, die Fahrt unfallfrei 
zu überstehen. Die Beschuldigte 2 liess sich anhand einer Probefahrt davon über-
zeugen, dass der Beschwerdeführer fähig war, Fahrrad zu fahren. Sie hat ihn 
darüber aufgeklärt, dass das grösste vorhandene Bike nicht ganz passend war. Sie 
schlug ihm vor, im Tal ein passenderes Fahrrad zu mieten. Darüber hinaus erklärte 
sie die wichtigsten Teile des Bikes, insistierte auf das Helmtragen, informierte sich 
über die geplante Route und liess sich versichern, dass sie den einfachsten Weg 
ins Tal über den Forstweg benutzen, der auch für wenig Erfahrene geeignet ist. Die 
Beschuldigte 2 nahm ihre Sorgfaltspflichten und ihre Aufklärungs- und Instruktions-
pflichten wahr. Dem Beschwerdeführer lagen alle Informationen vor, um die Risiken 
seiner Fahrt abschätzen zu können. Er versprach, die Strecke vorsichtig zu befah-
ren. Der so aufgeklärte Beschwerdeführer willigte daher in das Risiko, welchem er 
sich mit der Abfahrt nach Lauterbrunnen mit einem Fahrrad mit Rahmengrösse 
19 Zoll und Rädergrösse 29 Zoll stellte, ein. Aus strafrechtlicher Sicht ist deswegen 
keine Drittperson für seinen Unfall verantwortlich. 

5.4 Der Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung gemäss Art. 125 StGB ist im 
Sinne von Art. 319 Abs. 1 Bst. b StPO nicht erfüllt. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

6. Die Kostenfolge ergibt sich aus Art. 428 Abs. 1 StPO. Die Verfahrenskosten wer-
den auf CHF 1‘500.00 festgesetzt. 

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege des Beschwerdeführers ist abzuwei-
sen, weil die Beschwerde von Vornherein aussichtslos erschien.

Die Entschädigung an die Beschuldigte 2 schliesslich ist unter Verweis auf BGE 
141 IV 476 aus der Staatskasse zu entrichten und wird auf CHF 1‘000.00 (inkl. 
Auslagen und MWST) festgesetzt.   

11

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege des Beschwerdeführers wird abgewie-
sen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF  1‘500.00, werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt.

4. Der Beschuldigten 2 wird vom Kanton Bern eine Entschädigung für ihre Aufwendun-
gen im Beschwerdeverfahren von CHF 1000.00 (inkl. Auslagen und MWST) ausge-
richtet. 

5. Zu eröffnen:
- dem Straf- und Zivilkläger/Beschwerdeführer, v.d. Advokat Dr. E.________
- der Beschuldigten 2, v.d. Fürsprecher Dr. C.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland, Staatsanwalt P.________

(mit den Akten)

Bern, 9. September 2016 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Der Gerichtsschreiber

Müller

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Die Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird durch die Beschwerdekammer in Strafsachen entrichtet. 

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.