# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 00fafa79-3aad-5786-b52a-bf1e388e3419
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-04-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.04.2016 E-6027/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6027-2015_2016-04-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-6027/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  A p r i l  2 0 1 6   

Besetzung 
 Richter Markus König (Vorsitz), 

Richter Bendicht Tellenbach, Richterin Gabriela Freihofer;    

Gerichtsschreiberin Lhazom Pünkang. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Heimatstaat unbekannt (eigenen Angaben zufolge Eritrea),   

amtlich verbeiständet durch lic. iur. Ursina Bernhard,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM; zuvor Bundesamt  

für Migration, BFM),  

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 26. August 2015 / N (…). 

 

 

 

E-6027/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben zu-

folge im (…) 2012 durch einen illegalen Grenzübertritt in den Sudan und er 

sei (…) 2013 mit Hilfe eines Schleppers in einem Personenwagen nach 

Libyen und anschliessend in einem Fischerboot nach Italien gereist. Am 

(…) September 2013 habe er mit einem Zug von Italien her kommend die 

Schweiz erreicht. Am Folgetag stellte er im Empfangs- und Verfahrensze-

ntrum (EVZ) B._______ ein Asylgesuch. Am 2. Oktober 2013 fand eine Be-

fragung zur Person (BZP) des Beschwerdeführers statt und am 10. August 

2015 folgte eine einlässliche Anhörung zu seinen Asylgründen. Der Be-

schwerdeführer machte dabei im Wesentlichen folgende Aussagen: 

Er sei eritreischer Staatsbürger und gehöre zur ethnischen Gruppe der 

Tigre. Beide Elternteile seien aus Eritrea. Geboren sei er im Flüchtlingsla-

ger C._______, Bundesstaat D._______, Sudan, wo er bis im Jahr 2002 

gelebt habe. Danach sei seine Familie nach Eritrea zurückgekehrt und 

habe sich in E._______ niedergelassen, wo der Beschwerdeführer wäh-

rend rund acht Jahren die Schule besucht und anschliessend einen "Ex-

tension-Kurs" absolviert habe. Im April 2012 sei er verhaftet worden und 

habe vier Monate im Gefängnis verbracht. Nach seiner Entlassung sei er 

im Hinblick auf seine Rekrutierung für zwei Monate in ein Trainingslager 

geschickt worden. Im darauffolgenden Militärdienst habe er als Gefängnis-

wächter gearbeitet. Eines Tages seien drei Häftlinge entflohen, für deren 

Bewachung er zuständig gewesen; weil er befürchtet habe, deswegen von 

den eritreischen Sicherheitskräften als Schlepper respektive Fluchthelfer 

verdächtigt zu werden, habe er das Land fluchtartig verlassen.  

B.  

Mit Verfügung vom 26. August 2015 – eröffnet am 3. September 2015 – 

verneinte die Vorinstanz das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Be-

schwerdeführers, wies sein Asylgesuch ab und ordnete seine Wegweisung 

aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. Zur Begründung führte das SEM 

aus, die Asylvorbringen vermöchten den Anforderungen an die Glaubhaf-

tigkeit gemäss Art. 7 AsylG (SR 142.31) nicht zu genügen. Den Wegwei-

sungsvollzug erachtete es als zulässig, zumutbar und möglich.  

  

E-6027/2015 

Seite 3 

C.  

Mit Eingabe vom 25. September 2015 focht die Rechtsvertreterin namens 

und im Auftrag des Beschwerdeführers die ablehnende Verfügung der Vor-

instanz beim Bundesverwaltungsgericht an und beantragte die Aufhebung 

der angefochtenen Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 

und die Asylgewährung. Eventualiter sei der Beschwerdeführer als Flücht-

ling anzuerkennen und vorläufig aufzunehmen. In prozessualer Hinsicht 

wurde um die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie um 

die Beiordnung der Rechtsvertreterin als unentgeltliche Rechtsbeiständin 

ersucht. Mit der Beschwerde wurde unter anderem die Kopie eines eritrei-

schen Schulzeugnisses, und ein Bericht über die Verhältnisse in Eritrea 

(E._______) zu den Akten gereicht. 

D.  

Mit Schreiben vom 28. September 2015 wurde der Eingang der Be-

schwerde durch den zuständigen Instruktionsrichter bestätigt. 

Mit Zwischenverfügung vom 7. Oktober 2015 wurden die Gesuche um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung, der amtlichen Rechtsverbei-

ständung (unter Beiordnung der mandatierten Rechtsvertreterin) sowie um 

Befreiung von der Kostenvorschusspflicht gutgeheissen. 

E.  

Die Vorinstanz hielt in ihrer Vernehmlassung vom 20. Oktober 2015 fest, 

dass die Beschwerdeschrift keine neuen erheblichen Tatsachen oder Be-

weismittel enthalte, welche eine Änderung ihres Standpunktes rechtferti-

gen könnten, und brachte einige Bemerkungen zu den Beschwerdevorbrin-

gen an. Im Übrigen hielt vollumfänglich an ihren Erwägungen fest und be-

antragte die Abweisung der Beschwerde.  

F.  

Der Beschwerdeführer wurde daraufhin vom Instruktionsrichter eingela-

den, zur vorinstanzlichen Vernehmlassung Stellung zu nehmen. 

Am 4. November 2015 ersuchte die Rechtsvertreterin um Erstreckung der 

angesetzten Frist zur Einreichung einer Stellungnahme. Das Gericht hiess 

dieses Gesuch am 6. November 2015 gut. 

Mit Replik vom 16. November 2015 nahm der Beschwerdeführer Stellung 

zur vorinstanzlichen Vernehmlassung und hielt an seinen Anträgen fest. 

  

E-6027/2015 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer-

deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur 

Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG; 

Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.4 Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

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Seite 5 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

4.  

4.1 Das SEM führte zur Begründung des angefochtenen Entscheids zu-

nächst aus, dass bereits aufgrund der widersprüchlichen Angaben des Be-

schwerdeführers zu seinem Alter seine Glaubwürdigkeit beeinträchtigt sei. 

So sei an der BZP als Geburtsjahr (…) angegeben worden, auf der Identi-

tätskarte sei dagegen (…) als Geburtsjahr vermerkt (was gemäss Be-

schwerdeführer ein Fehler sei); an der Bundesanhörung habe er schliess-

lich behauptet (…) geboren worden zu sein. Weiter falle auf, dass der Be-

schwerdeführer kaum Tigrinya spreche, obwohl er behaupte, ab seinem 

(…) Lebensjahr bis zu seiner Ausreise in Eritrea gelebt zu haben. Ange-

sichts dieser langen Zeitspanne wären bessere Tigrinya-Kenntnisse zu er-

warten.   

Der Beschwerdeführer könne auch nicht plausibel erklären, weshalb seine 

Eltern bei der Rückkehr nach Eritrea nicht an ihren Heimatort F._______, 

sondern nach E._______ gezogen seien. Zudem seien die Tatsache, dass 

der Beschwerdeführer nicht wisse, wann seine Eltern vor seiner Geburt 

von Eritrea in den Sudan ausgereist seien, sowie seine diesbezügliche Er-

klärung, er habe keinen Grund gehabt, danach zu fragen, Indizien für die 

Annahme der Unglaubhaftigkeit. 

Die Beschreibung von E._______ sei sehr allgemein und oberflächlich aus-

gefallen und würde keinerlei persönlichen Bezug erkennen lassen. Die 

diesbezüglichen Ausführungen entsprächen nicht dem, was man von einer 

Person erwarten dürfte, die tatsächlich (…) Jahre in E._______ gelebt 

habe.  

Ferner seien die Schilderungen des Beschwerdeführers zu seinen Asyl-

gründen und seiner angeblich illegalen Ausreise nicht glaubhaft, da diese 

äusserst knapp und unpersönlich geblieben seien und nicht den Eindruck 

vermitteln würden, er habe das Erzählte persönlich erlebt. So habe er auf 

die Aufforderung hin, seine militärische Grundausbildung zu beschreiben, 

lediglich ausgeführt, es sei ein militärisches Training gewesen, damit man 

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Seite 6 

Soldat werde. Auf Nachfrage hin habe er ergänzt, man habe kriechen müs-

sen, und er habe gelernt mit Waffen umzugehen und Theorieunterricht  

erhalten. Nach seiner persönlichen Wahrnehmung dieses Trainings ge-

fragt, habe er lakonisch geantwortet, er habe einfach mitgemacht, wohin 

hätte er denn sonst gehen sollen. Diese und weitere vage und unsubstan-

ziierte Schilderungen würden eindeutig darauf hindeuten, dass die geltend 

gemachte Rekrutierung für den eritreischen Militärdienst frei erfunden sei. 

Sodann seien die Ausführungen zu den Geschehnissen rund um die Flucht 

(Überwachung der Gefangenen, Verrichtung der Notdurft, Begegnung mit 

Hirten) realitätsfremd, widersprüchlich sowie von mangelhaften Ortskennt-

nissen geprägt.  

Hinsichtlich der nachträglich eingereichten eritreischen Identitätskarte hielt 

das SEM fest, es könne angesichts der dargelegten Unglaubhaftigkeit auf 

deren eingehende Würdigung verzichtet werden, zumal dessen Beweis-

wert infolge Käuflichkeit als äusserst gering einzustufen sei. 

Das SEM kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer seine Mitwir-

kungspflicht in grober Weise verletzt habe, weshalb davon auszugehen sei, 

dass keine flüchtlings- oder wegweisungsbeachtlichen Gründe gegen eine 

Rückkehr an den bisherigen Aufenthaltsort sprechen würden.  

4.2 Den Erwägungen der Vorinstanz wird in der Beschwerde zunächst ent-

gegengehalten, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner traumati-

schen Flucht über den Sudan, durch die Sahara und über das Mittelmeer 

nach Italien, verwirrt, gestresst und verängstigt in der Schweiz angekom-

men sei. Er habe deshalb Mühe gehabt, über seine Erlebnisse in Eritrea 

und seine Flucht zu sprechen. Zudem würden zwischen der BZP und der 

Bundesanhörung fast zwei Jahre liegen, weshalb nachvollziehbar wäre, 

dass es zu gewissen Unklarheiten und Widersprüchen, insbesondere der 

chronologischen Abläufe, gekommen sein könnte. 

Das SEM habe sich auf die Aufzählung angeblicher Unglaubhaftigkeitsele-

mente beschränkt, während die zugunsten der Glaubwürdigkeit des Be-

schwerdeführers sprechenden Indizien unberücksichtigt geblieben seien. 

Die erforderliche Abwägung zwischen den für und wider die Glaubhaftigkeit 

sprechenden Umständen sei vorliegend unterlassen worden. 

Zum Vorhalt des SEM, der Beschwerdeführer habe widersprüchliche Al-

tersangaben gemacht, wurde entgegnet, er habe sich durch die Reduktion 

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seines Alters (vom Geburtsjahr […] auf […] und schliesslich auf […]) bes-

sere Chancen auf eine Ausbildung in der Schweiz erhofft, da ihm ein Kol-

lege erzählt habe, dies sei noch bis zum 25. Lebensjahr möglich.  

Betreffend seiner Sprachkenntnisse führte er aus, dass Tigrinya nicht seine 

Muttersprache sei und die Unterrichtssprache in E._______ Arabisch und 

Englisch gewesen sei. Ferner spreche man in vielen Gegenden von 

E._______ Arabisch, weshalb er auch im Alltag nicht die Möglichkeit ge-

habt habe, sein Tigrinya zu verbessern. Darüber hinaus entspreche es 

nicht der Realität, dass in Eritrea lebende Tigre durchwegs gut und flies-

send Tigrinya sprechen würden, wobei auf einen Bericht der EASO (Euro-

pean Asylum Support Office, Europäisches Unterstützungsbüro für Asylfra-

gen) verwiesen wurde. 

Zur Beschreibung von E._______, die die Vorinstanz als zu unsubstanziiert 

und zu allgemein bezeichnete, wurde auf verschiedene Passagen aus dem 

Befragungsprotokoll verwiesen, welche ein deutliches Bild über den eritre-

ischen den Lebensalltag des Beschwerdeführers geben würden, durch die 

Vorinstanz indessen unberücksichtigt gelassen worden seien. 

Den vom SEM für unglaubhaft befundenen Haft- und Fluchtvorbringen ent-

gegnete der Beschwerdeführer mit Verweis auf verschiedene Aussagen im 

Anhörungsprotokoll, welche seines Erachtens Realkennzeichen aufweisen 

würden. Bei der Würdigung seiner Vorbringen sei ausserdem sei seine 

(kulturell bedingte) einfache Art der Kommunikation mitzuberücksichtigen. 

4.3 Das SEM hielt in seiner Vernehmlassung fest, die Rüge betreffend die 

falsche Würdigung der Aussagen des Beschwerdeführers sei unbegründet, 

denn die Hauptsozialisierung des Beschwerdeführers sei nicht aufgrund 

falscher Aussagen, sondern wegen der Unsubstanziiertheit seiner Aussa-

gen nicht glaubhaft. Das Staatssekretariat halte deshalb an seiner Ansicht 

fest, dass die Angaben des Beschwerdeführers zu E._______ zu wenig 

substanziiert seien, als dass sie einen (…)jährigen Aufenthalt dort glaub-

haft machen könnten. Insbesondere seien in der Beschreibung des Be-

schwerdeführers keinerlei Hinweise auf einen persönlichen Bezug zu die-

ser Stadt erkennbar. Der Einwand in der Beschwerde, die kurze und 

knappe Darlegung des Beschwerdeführers sei auf kulturelle Gegebenhei-

ten zurückzuführen, überzeuge nicht. Vielmehr zeige die Erfahrung im 

Asylverfahren, dass Personen aus Eritrea sehr wohl ausführlich und detail-

liert erzählen könnten. Das Vorschieben eines angeblichen kulturellen Ko-

dex' der kommunikativen Zurückhaltung sei in diesem Zusammenhang 

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nicht haltbar. Ferner komme hinsichtlich der Fluchtumstände eine weitere 

Ungereimtheit hinzu, wenn neu vorgebracht werde, der Beschwerdeführer 

habe ein Auto kontrollieren müssen, während die Gefangenen ihren Not-

durfteimer entleert hätten. Diesen Umstand habe er zuvor nie erwähnt, 

sondern lediglich angeführt "mit den Gedanken woanders gewesen zu 

sein". Zudem erfordere die Beschreibung des Eimers als ein "aus Metall 

gefertigter grosser Kübel, den man nicht alleine tragen kann" ein hohes 

Mass an Einbildungskraft. Schliesslich sei – nachdem der Beschwerdefüh-

rer sein Geburtsjahr auf (…) korrigiert habe – ungewöhnlich, dass der Be-

schwerdeführer bei seiner Festnahme in der Schule im Jahr 2012 angeb-

lich bereits (…) Jahre alt gewesen sei, zuvor nie zum Militärdienst aufge-

boten worden sei. 

4.4 In der Replik werden die von der Vorinstanz herangezogenen Informa-

tionen zu Örtlichkeiten in Eritrea in Frage gestellt. Weiter wurde erneut auf 

bestimmte Protokollaussagen mit Realkennzeichen verwiesen. Zu der vom 

SEM als zu verhalten bezeichneten Kommunikation des Beschwerdefüh-

rers wurde erklärt, dass eine einzelne Person je nach Situation auf ihre 

ganz individuelle Weise reagiere und solchen Unterschieden vorliegend 

Rechnung zu tragen sei. Schliesslich wurden den vom SEM vorgehaltenen 

Ungereimtheiten unter anderem entgegengehalten, diese seien auf das 

Fehlen von spezifischen Fragen an der Anhörung zurückzuführen. 

5.  

5.1 Das Bundesverwaltungsgericht kommt nach Durchsicht der Akten zum 

Schluss, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers die Anforderungen 

an die Flüchtlingseigenschaft nicht zu erfüllen vermögen. Der Beschwer-

deführer konnte seine geltend gemachte eritreische Herkunft beziehungs-

weise seine Sozialisierung in Eritrea, die dortige Verfolgungssituation so-

wie seine illegale Ausreise nicht glaubhaft darlegen. Nachdem das SEM in 

überzeugender Weise im Einzelnen dargelegt hat, inwiefern die Aussagen 

des Beschwerdeführers widersprüchlich, unlogisch und realitätsfremd (und 

zudem nicht asylrelevant) erscheinen und der Beschwerdeführer in seiner 

Rechtsmitteleingabe nichts Stichhaltiges dagegen einzuwenden vermag, 

ist den vorinstanzlichen Erwägungen vorab vollumfänglich beizupflichten.  

5.2  

5.2.1 Das Gericht schliesst sich insbesondere den Ausführungen des SEM 

betreffend die widersprüchlichen Altersangaben sowie die kaum vorhande-

nen Kenntnisse des Tigrinya an und verweist diesbezüglich auf die ent-

sprechenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung.  

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Ergänzend ist in diesem Zusammenhang bloss festzuhalten, dass der Be-

schwerdeführer die schweizerischen Asylbehörden zugegebenermassen 

über seine Identität (Alter) getäuscht hat (vgl. Beschwerde S. 5); diese 

krasse Verletzung seiner Mitwirkungspflichten ist geeignet, seine persönli-

che Glaubwürdigkeit nachhaltig zu beeinträchtigen (und hätte unter bishe-

rigem Recht zum Nichteintreten auf sein Asylgesuch geführt, vgl. aArt. 32 

Abs. 2 Bst. b AsylG).  

5.2.2 Die Schilderungen des Beschwerdeführers betreffend die Stadt 

E._______ und verschiedene sich in Eritrea zugetragene Ereignisse sind 

in weiten Teilen unsubstanziiert ausgefallen. Die Vorinstanz hat zu Recht 

festgehalten, dass die Beschreibung der Stadt E._______, wo er (…) Jahre 

gelebt haben soll, sehr allgemein und oberflächlich ausgefallen ist. So be-

schrieb er diese Stadt auf Anfrage hin mit den Worten "E._______ ist nicht 

gross, nicht klein. E._______ ist ein Wilaya (Bezirk). Es gibt Bars, es gibt 

Parks, Kirchen und Moscheen. Es gibt schöne Gebäude und hässliche Ge-

bäude. Die reichen Leute haben schöne Häuser und die armen Leute ha-

ben schlichte Häuser. Aber es läuft einfach so." (vgl. A21/22 S. 17 F173). 

Die vorstehende Beschreibung lässt – wie dies das SEM bereits zutreffend 

einschätzte – einen persönlichen Bezug vermissen und beschränkt sich 

auf die Aufzählung weniger allgemeiner Schauplätze, die auf viele Städte 

dieser Region zutreffen können. Ergänzend hierzu und zur Vermeidung 

von Wiederholungen ist an dieser Stelle auf die überzeugenden Ausfüh-

rungen der Vorinstanz in ihrer Verfügung sowie in ihrer Vernehmlassung zu 

verweisen. Die dagegen erhobenen Einwände des Beschwerdeführers 

sind nicht geeignet die vorinstanzlichen Erwägungen in Frage zu stellen.  

5.2.3 Bei der Durchsicht des Anhörungsprotokolls fällt weiter auf, dass der 

Beschwerdeführer an zahlreichen Stellen jeweils unmittelbar nach der Fra-

gestellung eine Rückfrage gestellt hat und dabei vordergründig zum Aus-

druck zu bringen scheint, die Frage nicht richtig verstanden zu haben (vgl. 

etwa Anhörungsprotokoll A21/22 F76, F90, F101, F107, F114 f., F129, 

F133, F156). Dagegen geht aus dem Befragungsprotokoll nicht hervor, 

dass die Übersetzung mangelhaft gewesen wäre, zumal er am Ende der 

Anhörung explizit die ordnungsgemässe Durchführung der Befragung be-

stätigt und angegeben hat, den Übersetzer verstanden zu haben (vgl. 

a.a.O. S. 1). Das Verhalten des Beschwerdeführers erweckt bei dieser Ak-

tenlage den Eindruck, er stelle nur deshalb Rückfragen, um die dadurch 

gewonnene Zeit zum Ausdenken einer passenden Antwort nutzen zu kön-

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Seite 10 

nen. Die protokollierten Antworten sind trotzdem vorwiegend unsubstanzi-

iert, wirken konstruiert und lassen mithin den Eindruck vom persönlich Er-

lebten vermissen.  

5.2.4 Das Gericht teilt im Weiteren die Auffassung der Vorinstanz betref-

fend die vagen und unsubstanziierten Schilderungen des Gefängnisaufent-

halts (vgl. A21/22 S. 8 F80 ff.). Die Antworten des Beschwerdeführers fielen 

in der Tat äusserst knapp und unpersönlich aus, wenn er beispielsweise 

zur Frage, was er im Gefängnis gemacht habe, antwortet: "Was sollte man 

in einem Gefängnis machen. Man hat einfach gegessen und auf die Frei-

lassung gewartet" und auf die Folgefrage, wie er denn die Zeit totgeschla-

gen habe, antwortet "mit einem Freund habe ich gesprochen. Ein wenig 

geschlafen. Das Leben im Gefängnis ist schwierig." (vgl. A21/22 S. 8 

F84 f.). Auf die Frage wie viele andere Leute mit ihm im Training gewesen 

seien, antwortete er lediglich mit "viele", woraufhin ergänzend gefragt 

wurde, was dies denn heisse, ob dies Dutzende oder Tausende seien. Der 

Beschwerdeführer gab daraufhin "Hunderte von Leuten, nicht Tausende." 

zu Protokoll (A21/22 S. 9 F98 f.). Er vermochte den militärischen Grad sei-

nes direkten Vorgesetzten nicht anzugeben (vgl. A10/11 S. 9), was kaum 

vorstellbar wäre, wenn er tatsächlich Militärdienst geleistet hätte. Diese 

oberflächliche Art der Schilderung zieht sich durch weite Teile des Befra-

gungsprotokolls hindurch, womit zahlreiche Vorbringen mit einem Unglaub-

haftigkeitsmerkmal behaftet sind. Für weitere Beispiele unsubstanziierter 

Aussagen kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden.  

5.2.5 Realitätsfremd erscheint die Darstellung des Beschwerdeführers, 

er habe während der drei Tage seiner Ausreise lediglich etwas Wasser in 

einem Gefäss und ein bisschen Datteln bei sich gehabt (vgl. A21/22 S. 14 

F143). Es ist kaum vorstellbar, dass der Beschwerdeführer bei den in Erit-

rea herrschenden klimatischen Verhältnissen einen dreitägigen Fuss-

marsch nur mit wenig Flüssigkeit und wenig fester Nahrung hätte bewälti-

gen können. Bezeichnenderweise hat er bei der Schilderung der Ausreise-

umstände derart existenzgefährdende Strapazen auch nicht erwähnt. Zu-

dem ist sein Verhalten, bereits unmittelbar nach dem Entwischen der Ge-

fangenen die Flucht zu ergreifen, schwer nachvollziehbar – zu jenem Zeit-

punkt lagen ja noch gar keine Anzeichen von Verfolgungsmassnahmen vor 

und es hätte sich um blosse Fahrlässigkeit bei der Ausübung seiner Arbeit 

gehandelt. Insofern ist nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer 

aufgrund dieser Umstände um sein Leben gefürchtet haben soll (vgl. a.a.O. 

S. 13 F134). 

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Seite 11 

5.2.6 Schliesslich kann der Beschwerdeführer nicht plausibel darlegen, 

weshalb er erst im Alter von (…) Jahren in den Militärdienst eingezogen 

worden sein und zuvor kein einziges militärisches Aufgebot erhalten haben 

soll. Ebenso erscheint der Umstand, dass seine jüngeren Brüder bis heute 

ein unbehelligtes Leben in Eritrea führen könnten und im Gegensatz zum 

Beschwerdeführer keinen Militärdienst zu leisten hätten (vgl. A21/22 S. 15 

F153 ff.) kaum nachvollziehbar.  

5.2.7 Nach dem Gesagten ist in Bestätigung der vorinstanzlichen Erwä-

gungen festzustellen, dass die angeblich eritreische Abstammung des Be-

schwerdeführers und die von ihm behauptete Verfolgungsgefahr in Eritrea 

infolge Militärdienstverweigerung nicht glaubhaft geworden sind. An dieser 

Einschätzung vermögen die Vorbringen auf Beschwerdeebene – und die 

mit der Beschwerde eingereichten Beweismittel – nichts Stichhaltiges ent-

gegenzusetzen. Damit erübrigt es sich, auf die Ausführungen in den 

Rechtsmitteleingaben des Beschwerdeführers im Einzelnen einzugehen, 

da sie am Ergebnis des vorliegenden Verfahrens nichts zu ändern vermö-

gen. 

5.3  Das Bundesverwaltungsgericht hält zusammenfassend fest, dass die 

Beschwerdeführerin keine asylrechtlich relevanten Verfolgungsgründe im 

Sinne Art. 3 und 7 AsylG glaubhaft machen konnte, weshalb das Vorliegen 

einer begründeten Furcht vor Verfolgung zu verneinen ist. 

6.  

6.1 Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 

ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Fa-

milie (Art. 44 AsylG). 

6.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis 

nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). 

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Seite 12 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2 Das SEM hielt hinsichtlich des Vollzuges der Wegweisung in seiner 

Verfügung insbesondere fest, dass eine grobe Verletzung der Mitwirkungs-

pflicht diesen nicht verhindern könne, wenn der Asylgesuchsteller wie vor-

liegend eine sinnvolle Prüfung der wahren Herkunft verunmögliche. Die 

Untersuchungspflicht der Asylbehörden finde nach Treu und Glauben ihre 

vernünftigen Grenzen an der Mitwirkungspflicht des Gesuchstellers. Es sei 

nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht Sa-

che der Asylbehörden, bei fehlenden Hinweisen seitens des Gesuchstel-

lers nach etwaigen Wegweisungsvollzugshindernissen in hypothetischen 

Herkunftsländern zu forschen. Es sei somit praxisgemäss vermutungs-

weise davon auszugehen, dass keine Vollzugshindernisse in seinen bishe-

rigen Aufenthaltsort entgegenstehen würden.  

7.3 Das Bundesverwaltungsgericht schliesst sich diesen Ausführungen 

des SEM an. Der Beschwerdeführer hat seine Mitwirkungspflichten verletzt 

und über seine Identität getäuscht. Seine Nationalität und Herkunft stehen 

deshalb nicht fest. Praxisgemäss muss er die Folgen der Verletzung seiner 

Mitwirkungspflicht insofern tragen, als seitens der Asylbehörden der 

Schluss gezogen wird, es spreche nichts gegen eine Rückkehr an den tat-

sächlichen bisherigen Aufenthaltsort (vgl. etwa BVGE 2014/12 E. 6).  

7.4 Ergänzend kann festgehalten werden, dass einiges dafür spricht, dass 

es sich beim Beschwerdeführer um einen sudanesischen Staatsangehöri-

gen handelt. So gab er zu Protokoll, ab Geburt bis zu seiner offensichtlich 

unglaubhaften Ausreise nach Eritrea im Flüchtlingslager C._______,  

Provinz D._______, Sudan, gelebt zu haben; er und seine Angehörigen 

hätten dort über den Status als Flüchtlinge sowie entsprechende Ausweise 

der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) verfügt (vgl. A21/22 S. 4 

F29). Die protokollierten Ausführungen zum Leben in Sudan erscheinen 

eher substanziierter als diejenigen zum Leben in Eritrea (vgl. A21/22 S. 16  

F166 ff.). Den Akten wären keine Hinweise für eine Undurchführbarkeit des 

Vollzugs der Wegweisung in diesen Staat zu entnehmen. 

E-6027/2015 

Seite 13 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da ihm mit Instruk-

tionsverfügung vom 7. Oktober 2015 indessen die unentgeltliche Rechts-

pflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt wurde, sind keine Verfahrens-

kosten aufzuerlegen. 

9.2 Nachdem dem Beschwerdeführer auch die unentgeltliche Rechtsver-

beiständung gewährt und lic. iur. Ursina Bernhard als amtliche Vertreterin 

eingesetzt worden ist, ist dieser für ihren Aufwand seit der Übernahme der 

amtlichen Rechtsvertretung ein amtliches Honorar auszurichten. Die mit 

der Beschwerde eingereichte Kostennote der Mitarbeiterin einer Rechts-

beratungsstelle (gemäss ihren Angaben ohne Anwaltspatent) basiert auf 

einem Stundenansatz von 250 Franken und weist bereits für das Erarbei-

ten der Rechtsschrift 13 angebliche Honorarstunden und Parteikosten von 

Fr. 3560.– aus. In der Instruktionsverfügung vom 7. Oktober 2015 war be-

reits kommuniziert worden, dass das Gericht bei amtlicher Vertretung durch 

Anwältinnen und Anwälte in der Regel von einem Stundenansatz von 

Fr. 200.– bis Fr. 220.– und bei anderen Rechtsbeiständinnen und -beistän-

den von Fr. 100.– bis Fr. 150.– ausgeht (vgl. Art. 12 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Das Ho-

norar von Rechtsbeiständin Bernhard ist in Anwendung der massgeblichen 

Bemessungsfaktoren gemäss Art. 7 ff. VGKE und unter Berücksichtigung 

der gesamten Verfahrensumstände sowie der Entschädigungspraxis des 

Gerichts in vergleichbaren Verfahren auf insgesamt Fr. 1500.– (inkl. Ausla-

gen und Nebenkosten) zu bestimmen. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-6027/2015 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Das Honorar der amtlichen Rechtsbeiständin wird auf Fr. 1500.– bestimmt 

und durch die Gerichtskasse vergütet. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Markus König Lhazom Pünkang 

 

 

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