# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83f6cb88-08b6-5440-80a0-6d94dfc61c4f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2010 31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2010-31_0000-00-00.pdf

## Full Text

12 /31 Verfahren PVG 2010

Ausseramtliche Entschädigung. Stundenansatz für Hilfs- 
organisationen oder Rechtsschutzversicherungen.
– Vor dem Verwaltungsgericht beträgt der aktuelle Stun- 

denansatz für Hilfsorganisationen oder Rechtsschutz- 
versicherungen Fr. 160.–.

Ripetibili. Indennità oraria per le organizzazioni di auto- 
aiuto o le assicurazioni di protezione giuridica.
– Davanti al Tribunale amministrativo le organizzazioni di 

autoaiuto e le assicurazioni di protezione giuridica hanno 
diritto attualmente ad un’indennità oraria di fr. 160.–.

Erwägungen:
Die Vorinstanz hat den durch den Invaliden-Verband, Pro-

cap Schweiz, Rechtsanwältin C., vertretenen Beschwerdeführer 
nach Art. 61 lit. g ATSG zudem aussergerichtlich noch zu entschä- 
digen, wobei auf die dazu eingereichte Honorarnote vom 
22.02.2010 (reduziert auf einen Aufwandstundenansatz von Fr. 
160.– anstatt Fr. 200.–) abgestellt werden kann, was eine Parteient- 
schädigung von insgesamt noch Fr. 1694.90 inklusive Mehrwert- 
steuer (Aufwand 8,72 Std. x Fr. 160.– = Fr. 1395.20 plus Aus- 
lagen Fr. 180.– [= Fr. 1575.20] und 7,6% MWST [auf Fr. 1575.20 =
Fr. 119.70]; zusammen Fr. 1694.90) ergibt. Die gemäss Honorarnote 
der Procap-Anwältin ausgewiesenen Kosten ( Fr. 2070.20) werden 
damit der Vorinstanz nicht in vollem Umfang zur Entschädi- 
gung auferlegt. Dies entspricht der Praxis des Verwaltungsge- 
richts, wonach Anwälten, die innerhalb einer Hilfsorganisation 
tätig sind, nicht der volle Anwaltstarif entschädigt wird, weil ihre 
Arbeitssituation von derjenigen der selbständigen Anwälte ab- 
weicht und ihnen strukturbedingte Einsparungen möglich sind 
(VGU S 09 127 E. 3a, S 07 118). Auch das Bundesgericht hat fest- 
gehalten, dass von Bundesrechts wegen keine generelle entschä- 
digungsrechtliche Gleichstellung zwischen einer gemeinnützigen 
Organisation und freiberuflich tätigen Anwälten verlangt sei. So 
habe die gemeinnützige Organisation keine Gewinnabsicht und 
sie müsse die Selbstkosten möglichst gering halten. Ferner müss- 
ten die Anwälte solcher Organisationen nicht das volle unterneh- 
merische Risiko tragen. Zur Höhe der Entschädigung führte das 
Bundesgericht aus, dass der bundesrechtliche Entschädigungs- 
rahmen bei einer gemeinnützigen Organisation zwischen Fr. 130.– 
und Fr. 180.– pro Stunde anzusetzen sei. Dies schliesse eine Ge-

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winnerzielung der Organisation weitgehend aus und sichere die 
Kostendeckung. In diesem Rahmen sei die Festsetzung des Ho- 
norars Sache des Kantons (vgl. Bundesgerichtsurteil 9C_415/2009 
vom 12.08.2009, E. 5.4; Bundesgerichtsurteil 9C_688/2009 vom 
19.11.2009, E. 5).
S 09 152 Urteil vom 11. März 2010

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