# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e92545bb-bb02-5b1a-bbdd-79a928e49d2b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.10.2010 C-2936/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2936-2010_2010-10-26.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2936/2010/mes
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richter Vito Valenti, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

X._______,
vertreten durch Fürsprecherin lic. iur. 
Manuela Fürst Hählen, Herrengasse 22, Postfach 663, 
3000 Bern 7,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Rentenrevision, Verfügung vom 
10. März 2010.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2936/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  26.  April  2010  die  Verfügung  der 
Eidgenössischen  Invalidenversicherung,  IV-Stelle  für  Versicherte  im 
Ausland (IVSTA), vom 10. März 2010 betreffend Revision des Invali-
denrentenanspruchs beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht  das neue, am 
1. Januar  2007  in  Kraft  getretene  Verfahrensrecht  anwendbar  ist 
(vgl. Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über das 
Bundesverwaltungsgericht [VGG], SR 173.32),

dass das Gericht gemäss Art. 31 VGG zur Beurteilung von Beschwer-
den gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zustän-
dig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die  IVSTA  als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten 
hat und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit  auszuma-
chen  ist  (vgl.  auch  Art.  69  Abs.  1  Bst.  b  des  Bundesgesetzes  vom 
19. Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung  [IVG],  SR  831.20),  so 
dass  das  Gericht  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  zu-
ständig ist,

dass die übrigen Prozessvoraussetzungen ohne Zweifel gegeben sind,

dass die  Vorinstanz am 15. Oktober  2010 ihre  Vernehmlassung vor-
gelegt  hat  und beantragt,  die Beschwerde sei  gutzuheissen,  die an-
gefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne der 
Stellungnahmen  ihres  ärztlichen  Dienstes  vom  30.  August  und 
26. September 2010 an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass  der  ärztliche  Dienst  (Dr.  A._______)  in  seiner  Stellungnahme 
vom 30.  August  2010  festhält,  aus  somatischer  Sicht  seien  weitere 
fachärztliche Abklärungen angezeigt (act. 109),

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 26. April 2010 
ebenfalls die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rück-
weisung der Sache an die Vorinstanz beantragt,

dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, welcher 
sich das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass 

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C-2936/2010

die angefochtene Verfügung vom 10. März 2010 auf einer mangelhaft 
ermittelten tatbeständlichen Grundlage beruht,

dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021) die  unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Be-
schwerdegrund nennt,

dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  (Art.  61  Abs.  1 
VwVG) mit  der Anweisung, die erforderlichen zusätzlichen fachärztli-
chen Abklärungen durchführen zu lassen und neu in der Sache zu ver-
fügen,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass der obsiegenden Beschwerdeführerin eine von der Vorinstanz zu 
entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 und 
2 VwVG), 

dass die Parteientschädigung gemäss Art. 14 Abs. 2 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) aufgrund der Akten 
zu bestimmen ist,

dass  das  vollumfänglich  zu  entschädigende  Anwaltshonorar  (ein-
schliesslich  Auslagen)  unter  Berücksichtigung  der  gesetzlichen  Vor-
schriften auf  insgesamt Fr. 2'000.-  (inklusive Auslagen,  keine MWST 
geschuldet)  festzusetzen ist  (Art. 64  VwVG in  Verbindung mit  Art.  9 
und Art. 10 VGKE; vgl. BGE 132 V 215 E. 6.2),

dass unter diesen Umständen die am 28. April 2010 gewährte unent-
geltliche Rechtspflege mangels zu ersetzenden Kosten ohne Rechts-
folgen bleibt.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.
Die angefochtene Verfügung vom 10. März 2010 wird aufgehoben und 
die Sache wird mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, die 
erforderlichen zusätzlichen fachärztlichen Abklärungen durchführen zu 
lassen und neu in der Sache zu verfügen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Der  Beschwerdeführerin  wird  für  das  Beschwerdeverfahren  eine 
Parteientschädigung  in  der  Höhe  von  Fr. 2'000.- zugesprochen,  die 
von der Vorinstanz zu leisten ist. 

5.
Ein Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 15. Oktober samt 
den  Stellungnahmen  des  ärztlichen  Dienstes  vom  30.  August  und 
26. September  2010  in  Kopie  geht  zur  Kenntnisnahme  an  die  Be-
schwerdeführerin.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (Gerichtsurkunde;  Beilagen:  Doppel  der 
Vernehmlassung vom 15. Oktober samt Stellungnahmen des ärzt-
lichen Dienstes vom 30. August und 26. September 2010 in Kopie)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. ________________)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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C-2936/2010

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Roger Stalder

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen 
und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 
und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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