# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f74c3cb1-9caa-52e1-929f-a32460350a28
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 08.10.2025 SB240413
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB240413_2025-10-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240413-O/U/cwo

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, lic. iur. C. Maira und Ober-

richterin lic. iur. S. Fuchs sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw N. Hunziker

Urteil vom 8. Oktober 2025

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend versuchter Raub etc. und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 25. Januar 2024 
(DG230017)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 6. Oktober 2023 

(Urk. D1/18) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte ist schuldig

 des versuchten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 

StGB, 

 der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB, 

 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB, 

 des geringfügigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. 

Art. 172ter Abs. 1 StGB.

2. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 11. Februar 2022 

bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe von 170 Tagen sowie die Geldstrafe von 

10 Tagessätzen zu Fr. 30.– werden widerrufen.

3. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 2. November 2022 

(Geschäfts-Nr. GG220039-M) bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 30 Tages-

sätzen zu Fr. 30.– wird widerrufen.

4. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Freiheitsstrafe bestraft mit 

25 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 3 Tage durch Haft erstanden sind) als Gesamts-

trafe sowie einer Busse von Fr. 300.–. 

5. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen. 

6. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.

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7. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 6 Jahre des Landes verwie-

sen.

8. Die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird 

angeordnet.

9. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 lit. a StGB untersagt, mit der 

Privatklägerin 1 (B._____) in irgendeiner Weise (persönlich, telefonisch, schriftlich, 

SMS, Mail etc.) direkt oder über Drittpersonen Kontakt aufzunehmen. Das 

Kontaktverbot gilt für die Dauer von 2 Jahren. 

Missachtet der Beschuldigte das vorgenannte Verbot, kann er im Sinne von 

Art. 294 Abs. 2 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft 

werden.

10. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 lit. b StGB untersagt, sich der 

Privatklägerin 1 (B._____) auf weniger als 100 Meter zu nähern oder sich in einem 

Umkreis von 100 Metern ihres jeweiligen Wohnortes (derzeit: C._____-strasse 1, 

D._____) aufzuhalten. Das Rayonverbot gilt für die Dauer von 2 Jahren. 

Missachtet der Beschuldigte das vorgenannte Verbot, kann er im Sinne von 

Art. 294 Abs. 2 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft 

werden.

11. Für die Dauer des Kontakt- und Rayonverbots gemäss Ziff. 9-10 wird eine Bewäh-

rungshilfe im Sinne von Art. 67b Abs. 4 StGB angeordnet.

12. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 23. Februar 

2023 als Beweismittel beschlagnahmten Gegenstände, lagernd bei der Kantons-

polizei Zürich, Asservaten Triage (Polis-Geschäfts-Nr. 84519200), werden dem 

Privatkläger 2 oder einer von ihm bevollmächtigten Person innert 3 Monaten nach 

Eintritt der Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben: 

 Handschuhe (Asservat-Nr. A016'989'870); 

 Herrenjacke (Asservat-Nr. A016'989'881); 

 Herrenbekleidung (Asservat-Nr. A016'989'892). 

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Sofern die Herausgabe nicht innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft des 

Urteils verlangt wird, werden die Gegenstände durch die Lagerbehörde vernichtet. 

13. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 23. Februar 2023 als 

Beweismittel beschlagnahmte Herrenjacke (Asservat-Nr. A016'989'905), lagernd 

bei der Kantonspolizei Zürich, Asservaten Triage (Polis-Geschäfts-Nr. 84519200), 

wird dem Beschuldigten oder einer von ihm bevollmächtigten Person innert 

3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen herausge-

geben.

Sofern die Herausgabe nicht innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft des 

Urteils verlangt wird, wird der Gegenstand durch die Lagerbehörde vernichtet.

14. Die unter der Polis-Geschäfts-Nr. 84519200 sichergestellten Spuren und Spuren-

träger werden eingezogen und der Lagerbehörde nach Eintritt der Rechtskraft des 

Urteils zur Vernichtung überlassen: 

 A017'134'086;

 A017'134'100;

 A017'134'111;

 A017'134'122;

 A017'134'144;

 A017'167'214;

 A017'362'855. 

15. Die Privatklägerin 1 (B._____) wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen.

16. Der Privatkläger 2 (E._____) wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen.

17. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) Fr. 1'000.– zuzüg-

lich 5 % Zins ab 26. April 2023 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird 

das Genugtuungsbegehren abgewiesen.

18. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 4'500.–. Über die weiteren Kosten 

(Barauslagen usw.) wird die Gerichtskasse Rechnung stellen. 

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19. Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird für ihre Aufwendungen als amtliche Verteidige-

rin des Beschuldigten aus der Gerichtskasse mit Fr. 10'699.80 (inkl. Barauslagen 

und 7.7 bzw. 8.1 % Mehrwertsteuer) entschädigt.

20. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.

21. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

22. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) für das gesamte 

Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 2'000.– zu bezahlen.

23. (Mitteilungen)

24. (Rechtsmittel)"

Berufungsanträge:
(Prot. II S. 3 ff.)

a) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 82 S. 2 f. und 10 f.)

1. Es sei der Berufungskläger schuldig zu sprechen des mehrfachen Haus-

friedensbruchs (Dossier 2 und Dossier 3).

2. Es sei der Berufungskläger freizusprechen vom Vorwurf des Raubversuchs 

(Dossier 1), des geringfügigen Diebstahls (Dossier 2) und der einfachen 

Körperverletzung (Dossier 4).

3. Von einem Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

vom 11. Februar 2022 ausgefällten bedingten Freiheitsstrafe von 170 Tagen 

sowie Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu CHF 30.00 sei abzusehen.

4. Von einem Widerruf der mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 

2. November 2022 ausgefällten bedingten Gelstrafe von 30 Tagessätzen zu 

CHF 30.00 sei abzusehen.

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5. Es sei der Berufungskläger mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 

CHF 30.00 zu bestrafen, wobei die erstandene Haft von zwei Tage anzurech-

nen sei.

6. Von der Anordnung einer Landesverweisung sei abzusehen.

7. Von einem Kontakt-, Rayon- und Annäherungsverbot im Sinne von Art. 67 

Abs. 2 lit. a und lit. b StGB und einer Bewährungshilfe im Sinne von Art. 67b 

Abs. 4 StGB sei abzusehen.

8. Es sei davon abzusehen, den Berufungskläger zu verpflichten, der Privat-

klägerin 1 CHF 1'000.00 zuzüglich 5% Zins ab 26. April 2023 als Genugtuung 

zu bezahlen.

9. Die Kosten des Verfahrens, ausgenommen jene für die amtliche Verteidigung, 

seien dem Berufungskläger anteilmässig, d.h. zu höchstens 10%, aufzuerle-

gen.

10. Es sei davon abzusehen, den Berufungskläger zu verpflichten, der Privat-

klägerin 1 eine Prozessentschädigung zu bezahlen.

Eventualanträge:

11. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 11. Februar 

2022 bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe von 170 Tagen sowie die 

Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu CHF 30.00 seien zu widerrufen.

12. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 2. November 2022 bedingt 

ausgesprochene Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu CHF 30.00 sei zu wider-

rufen.

13. Der Berufungskläger sei unter Einbezug der zu widerrufenden Freiheitsstrafe 

mit einer Freiheitsstrafe von höchstens 18 Monaten (wovon 3 Tage durch Haft 

erstanden sind) als Gesamtstrafe sowie einer Busse von CHF 300.00 zu 

bestrafen.

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14. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei bei Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren 

aufzuschieben.

15. Es sei von einer Landesverweisung im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB abzu-

sehen.

16. Es sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Privatklägerin 1 eine Genug-

tuung im Umfang von CHF 1'000.00 sowie eine Prozessentschädigung im 

Umfang von CHF 2'000.00 zu bezahlen.

17. Ausgangsgemäss seien die Kosten des Verfahrens abgesehen von den 

Kosten der Verteidigung dem Berufungskläger aufzuerlegen.

Subeventualanträge mit Bezug auf die Landesverweisung:

18. Es sei der Berufungskläger für 5 Jahre im Sinne von Art. 66a StGB des 

Landes zu verweisen.

19. Es sei davon abzusehen, die Ausschreibung der Landesverweisung im 

Schengener Informationssystem anzuordnen.

b) Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 67)

Bestätigung des erstinstanzlichen Entscheids.

Erwägungen:

I. Verfahrensgang / Prozessuales

A. Verfahrensgang

1. Der Verfahrensverlauf bis zum erstinstanzlichen Urteil ergibt sich aus dem 

angefochtenen Entscheid (Urk. 60 S. 4 f.). Gegen das am 25. Januar 2024 durch 

die Vorinstanz mündlich und schriftlich im Dispositiv eröffnete Urteil meldete der 

Beschuldigte fristgerecht Berufung an (Prot. I S. 6 ff., Urk. 56). Nach Zustellung des 

schriftlich begründeten Entscheids erfolgte rechtzeitig mit Eingabe vom 

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11. September 2024 die Berufungserklärung des Beschuldigten (Urk. 61/1, 63). Mit 

Präsidialverfügung vom 19. September 2024 wurde die Berufungserklärung des 

Beschuldigten in Anwendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 und Art. 401 StPO der 

Staatsanwaltschaft und der Privatklägerschaft zugestellt, um gegebenenfalls 

Anschlussberufung zu erheben oder begründet ein Nichteintreten auf die Berufung 

zu beantragen (Urk. 65). Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf die Erhebung einer 

Anschlussberufung, beantragte die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils und er-

suchte um Dispensation von der Teilnahme an der Berufungsverhandlung 

(Urk. 67). Die Privatklägerschaft liess sich nicht vernehmen.

2. Am 3. April 2025 wurde auf den 16. Juni 2025 zur Berufungsverhandlung vor-

geladen (Urk. 68). Aufgrund einer krankheitsbedingten Verhandlungsunfähigkeit 

des Beschuldigten wurde die Berufungsverhandlung auf dessen Gesuch hin auf 

den 8. September 2025 verschoben (Urk. 74 ff.). Zur Berufungsverhandlung vom 

8. September 2025 erschien die amtliche Verteidigerin, Rechtsanwältin lic. iur. 

X._____. Der Beschuldigte erschien verspätet (Prot. II S. 5 f.). Vorfragen und Be-

weisanträge waren keine zu entscheiden. Nachdem der Beschuldigte anlässlich 

der Berufungsverhandlung geltend machte, das Migrationsamt habe ihm untersagt, 

zu arbeiten (Urk. 83 S. 7, 10 und 11), wurde im Anschluss an die Berufungsver-

handlung beim zuständigen Migrationsamt eine entsprechende schriftliche Aus-

kunft eingeholt (Prot. II S. 7, Urk. 85 und 86/1-3) und diese hernach den Parteien 

zur freigestellten Stellungnahme zugestellt (Urk. 87). Mit Eingabe vom 29. Septem-

ber 2025 nahm die amtliche Verteidigung hierzu Stellung (Urk. 90 f.). Weitere Ver-

nehmlassungen erfolgten nicht. Das Urteil erging am 8. Oktober 2025 und wurde 

am 3. November 2025 mündlich eröffnet und erläutert (Prot. II S. 9 ff.).

B. Berufungsumfang

Die Berufung des Beschuldigten richtet sich gegen die Dispositivziffern 1, Spiegel-

striche 1, 2 und 4 (Schuldsprüche versuchter Raub, einfache Körperverletzung und 

geringfügiger Diebstahl), 2 - 3 (Widerruf), 4 - 6 (Strafe und Vollzug), 7 - 8 (Landes-

verweisung und SIS-Ausschreibung), 9 - 11 (Kontakt-, Annährungs- und Rayonver-

bot mit Bewährungshilfe), 17 (Genugtuung) sowie 20 - 22 (Kostenauflage und 

Prozessentschädigung) des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 82 S. 2 f.). Die Disposi-

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tivziffern 1, Spiegelstrich 3 (Schuldspruch mehrfacher Hausfriedensbruch), 12 - 14 

(Herausgabe von Gegenständen und Spurenvernichtung), 15 - 16 (Schadenersatz) 

sowie 18 - 19 (Kostenfestsetzung) sind demnach in Rechtskraft erwachsen, was 

mittels Beschluss festzustellen ist. In den übrigen Punkten steht der angefochtene 

Entscheid unter Vorbehalt des Verschlechterungsverbotes (Art. 391 Abs. 2 StPO) 

grundsätzlich zur Disposition und das erstinstanzliche Urteil ist dabei umfassend zu 

prüfen (Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO).

C. Allgemeines

Soweit nachfolgend für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, erfolgt dies in 

Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies explizit Erwähnung 

findet. Ferner hat sich das Gericht nicht mit jedem Parteivorbringen einlässlich aus-

einanderzusetzen, sondern kann sich auf die wesentlichen Punkte beschränken. 

Die Entscheidbegründung hat dabei die wesentlichen Überlegungen, von denen 

sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt, kurz zu 

nennen (vgl. BGE 146 IV 297 E. 2.2.7, mit weiteren Hinweisen).

II. Schuldpunkt

A. Allgemeines

1. Im Berufungsverfahren steht der Schuldspruch wegen mehrfachen Haus-

friedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB gemäss Dossier 2 und 3 nicht mehr zur 

Diskussion. Der Schuldspruch wird vom Beschuldigten anerkannt (Urk. 82 S. 6 f.). 

2. Zu den allgemeinen Grundsätzen der Sachverhaltserstellung und der Beweis-

würdigung wird sodann vorab auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen 

(Urk. 62 S. 9 f.).

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B. Dossier 1 (versuchter Raub)

1. Sachverhalt

1.1. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, den Privatkläger E._____ 

am 20. Januar 2023 mit den Worten "Gib mir dis Portemonnaie, Natel und dini 

Chopfhörer", "und alles was du häsch" sowie "gib mir" aufgefordert zu haben, ihm 

seine persönlichen Gegenstände auszuhändigen. Als der Privatkläger E._____ die-

ser Aufforderung nicht nachgekommen sei und am Beschuldigten vorbeigegangen 

sei, habe der Beschuldigte mit seiner Faust in den Nacken des Privatklägers ge-

schlagen, woraufhin sich der Privatkläger umgedreht und gesagt habe, der Be-

schuldigte solle aufhören. Als sich der Privatkläger in der Folge ca. 15 - 20 Meter 

vom Beschuldigten entfernt habe, sei der Beschuldigte auf den Privatkläger zuge-

rannt, habe ihn in den Schwitzkasten genommen und mindestens einmal auf des-

sen Opferkopf geschlagen. Nachdem sich der Privatkläger aus dem Schwitzkasten 

habe lösen können, habe der Beschuldigte mindestens zwei Mal mit beiden 

Fäusten auf den Privatkläger eingeschlagen. All dies habe der Beschuldigte in der 

Absicht getan, möglichst viel Bargeld und weitere Wertgegenstände zu erbeuten 

(Urk. D1/18 S. 2 f.).

1.2. Die Vorinstanz erachtete den fraglichen Anklagevorwurf als erstellt und verur-

teilte den Beschuldigten wegen versuchten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Urk. 62 S. 10 ff., 32 ff. und 65).

1.3. Der Privatkläger und die Staatsanwaltschaft sind mit dem Schuldspruch ein-

verstanden, während der Beschuldigte einen Freispruch beantragt. Er lässt durch 

die amtliche Verteidigung vorbringen, die DNA-Spuren auf den Kleidern des Privat-

klägers seien nur ein Nachweis dafür, dass es zwischen ihm und dem Privatkläger 

zu einem Kontakt gekommen sei. Sie seien aber kein genügender Beweis dafür, 

dass sich der Sachverhalt gemäss Anklage zugetragen habe. Und auch wenn man 

davon ausginge, dass sich der vom Privatkläger geschilderte Vorgang tatsächlich 

wie von ihm geschildert ereignet haben sollte, könnte der Vorfall nicht als versuch-

ter Raub qualifiziert werden. Die Aufforderung zur Herausgabe der Gegenstände 

sei nämlich nicht unter Anwendung von Gewalt oder Androhung gegenwärtiger 

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Gefahr für Leib und Leben oder nachdem der Privatkläger zum Widerstand unfähig 

gemacht worden sei bzw. dies versucht worden sei, geschehen. Nachdem sich der 

Privatkläger mit Bestimmtheit geweigert habe, die Gegenstände herauszugeben, 

sei die Sache erledigt und abgeschlossen gewesen. Der Schlag in den Nacken 

stehe in keinem Zusammenhang mit der anfangs geäusserten Aufforderung zur 

Herausgabe der Gegenstände, sondern sei offensichtlich eine Reaktion auf den 

unsanften Wegschubser des Privatklägers beim Vorbeigehen (Urk. 82 S. 2 ff.). 

Seinerseits gab der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung zu 

Protokoll, es sei alles erfunden und nicht geschehen (Urk. 83 S. 12 f.).

1.4. Die Vorinstanz hat sich zutreffend zu den massgebenden Beweismitteln und 

deren Verwertbarkeit geäussert (Urk. 62 S. 10 f.). Ergänzend ist festzuhalten, dass 

die Vorinstanz dem Beschuldigten die Ergebnisse des Gutachtens des IRM vom 

24. April 2023 betreffend DNA-Spurenauswertung (Urk. D1/7/5) vorhielt (Prot. I 

S. 26 f.), womit auch diese vollständig verwertbar sind. Des Weiteren hat die 

Vorinstanz grundsätzlich zutreffende Ausführungen zur Glaubwürdigkeit des 

Beschuldigten und des Privatklägers gemacht (Urk. 62 S. 11 und 14). Massgebend 

ist die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussagen (BGE 147 IV 534 E. 2.3.3 S. 538 f., 

409 E. 5.4.3 S. 422; je mit Hinweisen).

Überzeugend gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass auf die Aussagen des 

Privatklägers abzustellen sei. Er vermöge das Kerngeschehen über das gesamte 

Verfahren hinweg konsistent und widerspruchsfrei zu schildern. Seine Aussagen 

seien detailliert, lebensnah und originell. So etwa seine Schilderung, wonach er 

infolge einer Abfuhr einer jungen Frau einen Umweg nach Hause genommen habe, 

wo es zum Raubüberfall des Beschuldigten kam. Übermässige Belastungen seien 

keine auszumachen und der Privatkläger habe ihn selbst belastende Aussagen 

gemacht, indem er eingeräumt habe, den Beschuldigten obszön beschimpft und 

sich mit Gegengewalt zur Wehr gesetzt zu haben (Urk. 62 S. 14 f.). Dieser Würdi-

gung kann vorbehaltlos gefolgt werden. Insbesondere ist – mit der Vorinstanz – 

hervorzuheben, dass der Privatkläger seine Gegenwehr als stärker als die Schläge 

des Beschuldigten einstufte (Urk. 51 S. 4 ff.). Übertreibungen sind in den Schilde-

rungen des Privatklägers keine zu finden. Mit der Vorinstanz ist das gesamte 

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Aussageverhalten des Privatklägers als glaubhaft zu würdigen (Urk. 62 S. 15). Er 

schildert seine Wahrnehmungen frei, lebensnah, ohne jedwelche Belastungsten-

denzen und sachlich. Zudem sind keine Hinweise erkennbar, weshalb er falsch 

aussagen oder den Beschuldigten unnötig belasten sollte. Sodann korrespondiert 

das Gutachten des IRM vom 24. April 2023 betreffend DNA-Spurenauswertung mit 

den Schilderungen des Privatklägers (Urk. D1/7/5). Schliesslich hat der Privat-

kläger den Beschuldigten als den Täter identifiziert (Urk. D1/4/2 F/A 49 f.), wobei 

der Beschuldigte selbst – zumindest bis zum Berufungsverfahren (vgl. dazu den 

nachfolgenden Abschnitt) – nicht bestritt, dass es zwischen ihm und dem Privat-

kläger zu einem Vorfall kam.

Demgegenüber erweisen sich die Aussagen des Beschuldigten – mit der 

Vorinstanz – als ausweichend und nicht stringent. So gab er in der Untersuchung 

an, der Privatkläger habe ihm etwas zugerufen – wobei die angeblichen Ausrufe 

von Einvernahme zu Einvernahme divergieren ("oh mann, oh mann" [Urk. D1/3/1 

F/A 17] oder "Hurensohn" [Urk. D1/3/2 F/A 9] oder "Fick dich" [Prot. I S. 24]) – und 

er (der Beschuldigte) habe nichts zum Privatkläger gesagt (Urk. D1/3/1 F/A 18). Vor 

Vorinstanz gab er davon abweichend zu Protokoll, er und der Privatkläger hätten 

miteinander gesprochen bzw. verbal gestritten (Prot. I S. 24 f.). Und anlässlich der 

Berufungsverhandlung brachte er eine neue Version vor, nämlich, dass er den 

Privatkläger bis zur Hauptverhandlung noch nie gesehen habe (Urk. 83 S. 12). Im 

Übrigen passen die angeblichen Ausrufe des Privatklägers denn auch nicht zu den 

Schilderungen des Beschuldigten, wonach der Privatkläger Angst gehabt und von 

ihm geflohen sei, als er ihn (den Beschuldigten) gesehen habe (Urk. D1/3/1 F/A 5). 

Ebenfalls widersprüchlich sind die Aussagen des Beschuldigten zur Distanz 

zwischen ihm und dem Privatkläger. So führte er in der Untersuchung aus, sie seien 

ca. 100 Meter voneinander entfernt gestanden (Urk. D1/3/1 F/A 20 und 39, 

Urk. D1/3/2 F/A 7), während er vor Vorinstanz angab, sie seien unmittelbar neben-

einander gestanden und möglicherweise habe der Privatkläger ihn sogar berührt 

(Prot. I S. 25). Dabei fällt im Übrigen auf, dass der Beschuldigte diese mögliche 

Berührung erstmals ins Feld führte, nachdem das Gutachten des IRM vom 24. April 

2023 betreffend DNA-Spurenauswertung vorlag, welches massgebliche Indizien für 

einen Kontakt zwischen den Kleidern des Privatklägers und dem Beschuldigten 

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liefert. Seine Schilderungen erweisen sich somit als widersprüchlich und teilweise 

lebensfremd. Zudem scheint er seine Aussagen an den jeweiligen Ermittlungsstand 

anzupassen. Im Übrigen versucht er den Privatkläger zu diffamieren, indem er ihn 

bezichtigt, unter Drogen- und Alkoholeinfluss gestanden zu sein, obwohl keinerlei 

nachvollziehbaren Hinweise in diese Richtung bestehen. Insbesondere vermögen 

seine wenig glaubhaften Depositionen die überzeugenden Sachdarstellungen des 

Privatklägers nicht zu relativieren. Der zur Diskussion stehende Sachverhalt ist 

deshalb, in Bestätigung der Vorinstanz, erstellt und für die rechtliche Würdigung 

darauf abzustellen.

2. Rechtliche Würdigung

Die rechtliche Würdigung der Vorinstanz ist zutreffend (Urk. 62 S. 32 ff.) und gibt 

grundsätzlich zu keinen Weiterungen Anlass, weshalb darauf verwiesen werden 

kann. Insbesondere hat die Vorinstanz auch zutreffend erwogen, dass die Schwitz-

kastensituation bzw. der gewaltsame Übergriff des Beschuldigten auf den Privat-

kläger, nachdem sich dieser bereits einige Meter entfernt hatte, anders als der erste 

Schlag gegen den Nacken des Privatklägers von keiner Aneignungs- und Berei-

cherungsabsicht geprägt war. Vielmehr ergibt sich aus den glaubhaften Aussagen 

des Privatklägers, dass sich der Beschuldigte dadurch, dass sich der Privatkläger 

zum Beschuldigten umdrehte und ihn obszön beschimpfte, nachdem er (der Privat-

kläger) sich bereits entfernen konnte, offenbar provoziert fühlte ("Dann legte sich 

bei ihm wie ein Schalter um und er rannte zur mir und hat auf mich eingeschlagen." 

Urk. 51 S. 3, Urk. D1/4/2 S. 5). Dieser Sachverhaltsteil wäre – mit der Vorinstanz – 

rechtlich wohl als Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB zu qualifizieren, 

wobei es am hierfür notwendigen Strafantrag fehlt. Entgegen der Darstellung der 

amtlichen Verteidigung steht der erste Schlag gegen den Nacken des Privatkläger 

hingegen eindeutig in unmittelbarem Zusammenhang zur Aufforderung des 

Beschuldigten auf Herausgabe der Wertgegenstände. Unmittelbar nachdem sich 

der Privatkläger weigerte, der verbalen Aufforderung des Beschuldigten auf 

Herausgabe seiner Wertgegenstände nachzukommen und versuchte, sich mithilfe 

eines Wegschubers zu entfernen, schlug der Beschuldigte dem Privatkläger mit der 

Faust gegen den Nacken. Mit diesem Faustschlag dokumentierte er, dass er für 

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den Fall der Weigerung Gewalt einsetzt. Damit bezweckte er mit diesem Faust-

schlag offensichtlich, den Widerstand des Privatklägers auszuschalten, damit 

dieser den Diebstahl erduldet. Der Beschuldigte ist demnach für den Anklagesach-

verhalt gemäss Dossier 1 des versuchten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.

C. Dossier 2 (geringfügiger Diebstahl)

1. Sachverhalt

1.1. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, am 2. März 2023 mit 

einem Grillpoulet im Wert von Fr. 11.75 die F._____ Filiale an der G._____ …, in 

… Zürich, ohne zu bezahlen verlassen zu haben, um dieses für eigene Zwecke zu 

verwenden (Urk. D1/18 S. 3).

1.2. Die Vorinstanz erachtete den fraglichen Anklagevorwurf als erstellt und verur-

teilte den Beschuldigten wegen geringfügigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 

Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB (Urk. 62 S. 17 f., 36 ff. und 

65).

1.3. Die Privatklägerschaft und die Staatsanwaltschaft sind mit dem Schuldspruch 

einverstanden, während der Beschuldigte einen Freispruch beantragt. Er lässt 

durch die amtliche Verteidigung – wie schon vor Vorinstanz – vorbringen, er habe 

vergessen, das Grillpoulet zu bezahlen, weshalb er mangels Vorsatz vom Vorwurf 

des Diebstahls freizusprechen sei. Dass er die viel teureren Zigaretten bezahlt 

habe, obwohl es sich für ihn mehr "gelohnt" hätte, die Zigaretten statt des Grill-

poulets zu stehen, sei ein klares Indiz dafür, dass er nicht die Absicht gehabt habe, 

das Poulet zu stehlen (Urk. 82 S. 2 und 6). Seinerseits gab er anlässlich der 

Berufungsverhandlung zu Protokoll, er habe das Grillpoulet versehentlich in seine 

Tragtasche gesteckt. Gleichzeitig räumte er aber auch ein, das Grillpoulet wissent-

lich und willentlich nicht bezahlt zu haben (Urk. 83 S. 14 f.).

1.4. Die Vorinstanz hat sich zutreffend zu den massgebenden Beweismitteln und 

deren Verwertbarkeit geäussert (Urk. 62 S. 17).

-   15   -

1.5. Der Beschuldigte bestreitet nicht, in der obgenannten F._____ Filiale ein Grill-

poulet behändigt und das Verkaufsgeschäft anschliessend ohne Bezahlung des 

Grillpoulets verlassen zu haben (Prot. I S. 28). Dies deckt sich mit den weiteren 

Beweismitteln. So ergibt sich aus den drei aktenkundigen Überwachungsvideoauf-

nahmen der F._____ Filiale, wie der Beschuldigte das Grillpoulet aus dem Regal 

behändigt und anschliessend den Kassenbereich und die F._____ Filiale mit dem 

in einer Papiertragetasche der H._____ verstauten Grillpoulet verlässt, wo er von 

F._____ Mitarbeitern und einer Ladendetektivin angehalten wird (Urk. D2/3/1). So-

dann erhellt aus einer unterzeichneten Erklärung von F._____, dass ein Grillpoulet 

im Wert von Fr. 11.75 gestohlen wurde (Urk. D2/4/5). Der äussere Sachverhalt ist 

somit rechtsgenügend erstellt.

1.6. Die Vorinstanz hat das Vorbringen des Beschuldigten, wonach er vergessen 

habe, das Grillpoulet zu bezahlen, mit zutreffender Begründung als Schutzbehaup-

tung gewürdigt (Urk. 62 S. 18). Darauf wird grundsätzlich verwiesen. Den obenge-

nannten Videoaufnahmen lässt sich entnehmen, dass der Beschuldigte alleine 

unterwegs war, sein Einkauf zusammen mit dem von ihm an der bedienten Kasse 

verlangten Zigaretten gerade einmal zwei Produkte umfasste und keinerlei Hektik 

bestand. Er war überdies der einzige Kunde an der bedienten Kasse und musste 

kurz warten, als die Kassiererin die von ihm verlangten Zigaretten aus dem Regal 

nahm. Unter diesen Umständen ist nicht nachvollziehbar, dass der Beschuldigte 

die Bezahlung des Poulets vergessen haben will. Im Übrigen bestand kein nach-

vollziehbarer Grund, das Poulet auf dem kurzen Weg bis zur Kasse in der mitge-

brachten H._____-Papiertragetasche zu verstauen, zumal das Poulet (nebst den 

an der Kasse erhältlichen Zigaretten) der einzige Einkauf war und der Beschuldigte 

dieses sogleich wieder hätte aus der Tasche nehmen und auf das Kassenband 

legen müssen. Dass der Beschuldigte das Grillpoulet dennoch in der Einkaufs-

tasche verstaute, kann nur bedeuten, dass er dies bewusst tat, um das Produkt 

darin zu verstecken und mit diesem das Verkaufsgeschäft ohne zu bezahlen zu 

verlassen. Daran ändert nichts, dass er genug Geld dabei gehabt hätte, um das 

Poulet zu bezahlen. Im Übrigen ist der Beschuldigte bereits in der Vergangenheit 

durch Ladendiebstahl in Erscheinung getreten (Urk. D2/4/2 f.), was von ihm nicht 

bestritten wird (Urk. D1/3/4 F/A 14). Schliesslich lässt sich aus dem Einwand der 

-   16   -

amtlichen Verteidigung, wonach der Beschuldigte die viel teureren Zigaretten 

bezahlt habe, nichts zu dessen Gunsten ableiten. Die Zigaretten waren im über-

wachten Kassenbereich, weshalb dem Beschuldigten gar nichts anderes übrig 

blieb, als diese zu bezahlen. Es bestehen nach dem Gesagten keine rechtser-

heblichen Zweifel am inneren Sachverhalt, er ist durch das Untersuchungsergebnis 

erstellt. Im Übrigen wurde er vom Beschuldigten zuletzt auch anerkannt 

(vgl. Ziff. II.C.1.3.).

2. Rechtliche Würdigung

Die rechtliche Subsumption der Vorinstanz ist korrekt (Urk. 62 S. 36 ff.) und bedarf 

keiner weiteren Erläuterung. Insbesondere liegt auch der erforderliche Strafantrag 

vor (Urk. D2/4/1). Überdies stellen weder die amtliche Verteidigung noch der 

Beschuldigte die rechtliche Würdigung in Frage, ihre Rüge beschränkt sich einzig 

auf den (inneren) Sachverhalt. Der Beschuldigte ist in Bestätigung der Vorinstanz 

des geringfügigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit 

Art. 172ter Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.

E. Dossier 4 (einfache Körperverletzung)

1. Sachverhalt

1.1. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, der Privatklägerin am 

26. April 2023 in der S14 unvermittelt mit seiner Hand in das Gesicht geschlagen 

zu haben, wodurch diese eine Nasenbeinfraktur erlitten habe (Urk. D1/18 S. 4).

1.2. Die Vorinstanz erachtete den fraglichen Anklagevorwurf als erstellt und verur-

teilte den Beschuldigten wegen einfacher Körperverletzung im Sinne von Art. 123 

Ziff. 1 StGB (Urk. 62 S. 22 ff., 39 f. und 65).

1.3. Die Privatklägerin und die Staatsanwaltschaft sind mit dem Schuldspruch ein-

verstanden, während der Beschuldigte einen Freispruch beantragt. Er lässt durch 

die amtliche Verteidigung vorbringen, er sei die Person auf dem Video. Auf dem 

Video sei indes lediglich zu sehen, wie ein Mann den Gang herunterkomme und 

dabei eine Handbewegung in Richtung eines Vierer-Abteils mache. Ein gezielter 

-   17   -

Schlag in die Richtung des Gesichts der Privatklägerin sei nicht zu erkennen, so 

dass auch nicht auf ein Inkaufnehmen einer Verletzung geschlossen werden 

könne. Vielmehr sehe man eine ungezielte Handbewegung in Richtung des Vierer-

Abteils, ohne dass dabei mit der nötigen Vorsicht darauf geachtet werde, dass die 

im Vierer-Abteil sitzenden Personen nicht getroffen werden. Ein solches Verhalten 

sei als fahrlässige Körperverletzung im Sinne von Art. 125 StGB zu qualifizieren. 

Eine fahrlässige Körperverletzung sei jedoch nicht angeklagt, weshalb eine Verur-

teilung wegen fahrlässiger Körperverletzung nicht in Frage komme (Urk. 182 S. 7 

f.). Der Beschuldigte selbst gab anlässlich der Berufungsverhandlung zu Protokoll, 

es sei möglich, dass er die Privatklägerin "touchiert" habe, aber geschlagen habe 

er sie nicht (Urk. 183 S. 13 f.).

1.4. Die Vorinstanz hat sich zutreffend zu den massgebenden Beweismitteln und 

deren Verwertbarkeit geäussert. Die massgebenden Beweismittel, namentlich die 

Aussagen der Privatklägerin (Urk. D4/7/1-2, Urk. 50) und des Beschuldigten 

(Urk. D4/5-6, Urk. D1/3/4, Prot. I S. 31 ff.), die Videoaufzeichnung der im Zug 

installierten Überwachungskamera (Urk. 71; vgl. auch Bildanhang zu Urk. D4/5) 

sowie der Arztbericht vom 27. April 2023 (Urk. D4/9) wurden von der Vorinstanz 

korrekt wiedergegeben und mit zutreffendem Fazit gewürdigt (Urk. 62 S. 22 ff.). 

Darauf wird verwiesen. Die widerspruchsfreie Sachdarstellung der Privatklägerin 

wirkt durch die diversen nebensächlichen Details authentisch und tatsächlich 

erlebt. Ihr Schilderung, wonach der Beschuldigte sie bereits zu einem früheren Zeit-

punkt beobachtet und verfolgt habe, wirkt zudem äusserst originell. Es besteht 

keine Veranlassung, an ihren Depositionen zu zweifeln, zumal weder eine Aggra-

vation der Schilderung noch Falschbezichtigungsmotive gegenüber dem Beschul-

digten erkennbar sind. Ihre Schilderungen korrespondieren sodann mit den 

Erkenntnissen aus der Videoaufzeichnung der im Zug installierten Überwachungs-

kamera. Entgegen der – vor Vorinstanz vertretenen – Auffassung der amtlichen 

Verteidigung, wurde der Privatklägerin die Videoaufnahme in der Untersuchung 

nicht vorgehalten. Sie schilderte die Ereignisse zudem weitgehend in freier Erzäh-

lung. Im Vorfeld ihrer vorinstanzlichen Einvernahme hatte sie die Videoaufnahme 

mit ihrer Vertretung besprochen (Urk. 50 S. 3 f.), was die Glaubhaftigkeit ihrer Aus-

sagen allerdings nicht massgeblich zu schmälern vermag. Weiter ist dem Arzt-

-   18   -

bericht vom 27. April 2023 zu entnehmen, dass die Privatklägerin eine Nasen-

beinfraktur aufwies (Urk D4/9). Was die Täterschaft betrifft, hat der Beschuldigte 

anlässlich seiner vorinstanzlichen Einvernahme zur Sache eingeräumt, die auf dem 

Überwachungsvideo ersichtliche Person zu sein. Abgesehen davon zeigt ein 

Vergleich zwischen der vorliegenden Videoaufnahme (Urk. 71) und den Videoauf-

nahmen der Überwachungskamera von F._____ (insbesondere die zweite Auf-

nahme) betreffend den Vorfall vom 2. März 2023 (Dossier 2), dass es sich zwei-

felsfrei um dieselbe Person handelt. Die Person trägt nicht nur exakt dieselbe Klei-

dung (vgl. Jacke, Schuhe, Mütze, Hose und Rucksack), sondern weist auch diesel-

ben physiognomischen Züge (Bart, Haare, Gesichtszüge, Körperstatur) auf (vgl. 

Urk. 71 und Urk. D2/31; vgl. dazu auch Urk. D1/3/4 F/A 28). Insgesamt bestehen 

keine Zweifel daran, dass es sich beim Beschuldigten um den Täter handelt. Ent-

gegen der Darstellung der amtlichen Verteidigung bzw. des Beschuldigten ergibt 

sich sodann aus der im Sekundentakt aufgezeichneten Videoaufnahme, dass der 

Beschuldigte mit der rechten Hand eine schnelle, kräftige und gezielte Bewegung 

in Richtung der Privatklägerin getätigt haben muss, da er auf die in einem Vierer-

Abteil rechts am Gang in seine Richtung sitzende Privatklägerin zugeht, seine 

Einkaufstasche von seiner rechten in seine linke Hand wechselt und sich ansch-

liessend seine ursprünglich zum Boden hängende rechte Hand innerhalb von einer 

Sekunde plötzlich in Höhe seines Brustkorbes befindet, er die Privatklägerin dabei 

direkt anschaut und ihr Mobiltelefon gleichzeitig relativ weit in die verlängerte Rich-

tung seiner Handbewegung zu Boden fliegt. Erkennbar ist auch eine stark erschro-

ckene Privatklägerin (Urk. 71 ab 15:59:03). Daran vermögen die widersprüchlichen, 

ausweichenden und insgesamt unglaubhaften Aussagen des Beschuldigten zur 

Frage, ob er die Privatklägerin gezielt geschlagen hat, nichts zu ändern. Es beste-

hen nach dem Gesagten keine rechtserheblichen Zweifel am eingeklagten Sach-

verhalt, er ist durch das Untersuchungsergebnis erstellt. 

2. Rechtliche Würdigung

Die rechtliche Subsumption der Vorinstanz ist korrekt (Urk. 62 S. 39 f.) und bedarf 

keiner weiteren Erläuterung. Insbesondere liegt auch der erforderliche Strafantrag 

-   19   -

vor (Urk. D4/3). Der Beschuldigte ist in Bestätigung der Vorinstanz der einfachen 

Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen.

III. Strafe 

A. Widerruf

Der Beschuldigte beging die heute zu beurteilenden Straftaten während laufender 

Probezeiten der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 11. Fe-

bruar 2022 und mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 2. November 2022 aus-

gesprochenen Strafen (Urk. 73). Angesichts seines umfangreichen 

Vorstrafenregisters und seiner auch an der Berufungsverhandlung an den Tag 

gelegten Uneinsichtigkeit kann dem Beschuldigten keine günstige Legalprognose 

mehr gestellt werden. Die vom Beschuldigten an ihm wildfremden Personen grund-

los verübten Gewaltstraftaten (versuchter Raub und einfache Körperverletzung) 

zeugen zudem von einem ausgeprägten impulsiven, hemmungslosen und unbere-

chenbaren Verhalten und belegen eine Steigerung im delinquenten Verhalten des 

Beschuldigten. Stabilisierende Umstände sind nicht ersichtlich. Es ist deshalb 

wahrscheinlich, dass der Beschuldigte erneut straffällig wird. Demzufolge sind 

– der Vorinstanz folgend (Urk. 62 S. 41 f.) – die mit Strafbefehl der Staatsanwalt-

schaft Zürich-Limmat vom 11. Februar 2022 bedingt ausgesprochene Freiheits-

strafe von 170 Tagen und die Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.– sowie die 

mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 2. November 2022 bedingt ausge-

sprochene Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 30.– zu widerrufen. In Bezug auf 

die zu widerrufende Freiheitsstrafe wird unter Anwendung des Asperationsprinzips 

im Rahmen der nachfolgenden Strafzumessung für die im vorliegenden Verfahren 

zu sanktionierenden Delikte eine Gesamtstrafe zu bilden sein (vgl. Art. 46 Abs. 1 

StGB). Die Geldstrafen sind zu vollziehen.

B. Grundsätze der Strafzumessung und Wahl der Strafart

Zu den allgemeinen Grundsätzen der Strafzumessung, zur Wahl der Strafart sowie 

zum Strafrahmen kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwie-

sen werden (Urk. 62 S. 42-45). Es ist nochmals zu betonen, dass die Ausfällung 

-   20   -

einer erneuten Geldstrafe aus spezialpräventiver Sicht nicht zielführend ist, da der 

Beschuldigte bereits mehrfach bedingte und unbedingte Geldstrafen wie auch Frei-

heitsstrafen auferlegt erhalten hat (Urk. 73) und diese bei ihm keinen nachhaltigen 

Eindruck hinterliessen. Es ist deshalb – mit Ausnahme der Übertretung, für welche 

zwingend eine Busse auszusprechen ist – für sämtliche Delikte eine Freiheitsstrafe 

auszufällen (Art. 41 Abs. 1 lit. a StGB).

C. Gesamtfreiheitsstrafe

1. Versuchter Raub (Dossier 1)

Schwerste Straftat ist der versuchte Raub im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB, es ist 

für sie die Einsatzstrafe zu bemessen. Auch wenn ein Faustschlag gegen den 

Nacken nicht bagatellisiert werden soll, ist dennoch deutlich schwerere Gewaltan-

wendung denkbar. Das Tatvorgehen ist zudem nicht besonders raffiniert und 

bedurfte keiner organisatorischer Vorkehrungen. Verschuldenserhöhend ist zu 

berücksichtigen, dass der Beschuldigte die Tat abends in der Dunkelheit und an 

einem nicht stark frequentierten Ort beging, wodurch der Privatkläger in seinem 

Sicherheitsgefühl erheblich beeinträchtigt wurde. Das objektive Tatverschulden 

wiegt insgesamt – vorausgesetzt, der tatbestandsmässige Erfolg des Raubes wäre 

eingetreten – noch leicht. Bei der subjektiven Tatschwere ist anzumerken, dass der 

Beschuldigte vorsätzlich handelte und aus finanziellen und somit egoistischen 

Motiven handelte, ohne dass er sich in einer entsprechenden Notlage befunden 

hätte. Die objektive Tatschwere wird durch die subjektive leicht erhöht und es bleibt 

insgesamt bei einem noch leichten Tatverschulden. Die Einsatzstrafe ist damit im 

unteren Drittel des bis 10 Jahre Freiheitsstrafe reichenden Strafrahmens bei 

15 Monaten einzuordnen. Dass die Straftat nicht vollendet wurde, ist überwiegend 

dem mutigen Auftreten und dem Widerstand des Privatklägers zu verdanken. In 

Anbetracht der nicht so intensiven Körpergewalt rechtfertigt es sich dennoch, für 

den Versuch eine Reduktion der Freiheitsstrafe im Umfang von etwas mehr als 

-   21   -

einem Drittel vorzunehmen. Die von der Vorinstanz festgelegte Freiheitsstrafe von 

9 Monaten ist folglich zu übernehmen.

2. Einfache Körperverletzung (Dossier 4)

Bei der Tatschwere für die einfache Körperverletzung ist auf die zutreffenden 

Ausführungen der Vorinstanz verwiesen (Urk. 62 S. 45). In objektiver Hinsicht ist 

zu ergänzen, dass weder die gut besetzte S-Bahn noch der Umstand, dass diese 

videoüberwacht war, den Beschuldigten davor zurückschreckte, unvermittelt mit 

der Hand zuzuschlagen, was von besonderer Verwerflichkeit und Empathielosigkeit 

gegenüber der Privatklägerin zeugt. Die Privatklägerin wurde dadurch nicht nur 

gedemütigt, sondern erlitt auch eine Nasenbeinfraktur mit verschobener 

Nasenachse (Urk. D4/9). Es ist im Ergebnis von einem nicht mehr leichten Tatver-

schulden auszugehen, die Einzelstrafe ist bei 8 Monaten festzulegen und die 

Einsatzstrafe aspirierend um 6 Monate zu erhöhen.

3. Mehrfacher Hausfriedensbruch (Dossiers 2 und 3)

Der Vorinstanz kann vorbehaltlos gefolgt werden, wenn sie das Tatverschulden 

unter Hinweis darauf, dass es sich bei den Straftaten um eine notwendige Begleit-

erscheinung der übrigen deliktischen Tätigkeit handelt und sich der Beschuldigte 

nicht lange in den Räumlichkeiten aufhielt, als sehr leicht qualifiziert (Urk. 62 S. 46). 

Es ist eine Einzelstrafe von je 20 Tagen festzusetzen und – mit der Vorinstanz – 

die Einsatzstrafe entsprechend um insgesamt 30 Tage zu erhöhen. 

4. Täterkomponente

Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz die persönlichen Verhältnisse zutreffend 

wiedergegeben, darauf wird grundsätzlich verwiesen (Urk. 62 S. 47 f.). Anlässlich 

der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte aktualisierend aus, er arbeite 

seit ca. zwei Jahren überhaupt nicht mehr, weil ihm das Migrationsamt untersagt 

habe, zu arbeiten. Er werde vom Sozialamt unterstützt (Urk. 83 S. 7 f. und 10 f.). 

Allerdings ergibt sich aus der schriftlichen Auskunft des Migrationsamtes des 

Kantons Zürich vom 10. September 2025, dass dem Beschuldigten nicht untersagt 

wurde, zu arbeiten. Im Gegenteil, der Beschuldigte wurde mit Verfügung des 

-   22   -

Migrationsamtes des Kantons Zürich vom 24. Oktober 2024 ausdrücklich dazu 

angehalten, sich intensiv um eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt zu bemühen, 

nicht mehr selbstverschuldet Sozialhilfe zu beziehen, sich nicht mehr zu verschul-

den, sich um die Sanierung der bestehenden Schulden zu bemühen und nicht mehr 

straffällig zu werden, dies unter Androhung des Widerrufs der Niederlassungs-

bewilligung im Widerhandlungsfall. Weiter erhellt aus den migrationsrechtlichen 

Unterlagen, dass der Beschuldigte bislang rund Fr. 170'000.– Sozialhilfe bezogen 

hat (Urk. 86/2) und Verlustscheine im Gesamtbetrag von rund Fr. 25'000.– beste-

hen (Urk. 86/3). Die persönlichen Verhältnisse wirken strafzumessungsneutral. Das 

Vorleben des Beschuldigten fällt jedoch deutlich straferhöhend ins Gewicht. Er 

wurde in den letzten zehn Jahren acht Mal straffällig, was zu entsprechenden 

Vorstrafen – namentlich für Drohungen, versuchte Nötigung, einfachen Diebstahl, 

Sachbeschädigungen, Beschimpfungen und Tätlichkeiten sowie Strassenverkehrs-

delikte – führte. Zudem delinquierte er während laufender Probezeiten (Urk. 73) 

und laufendem Strafverfahren. Nur geringfügig ist das punktuelle Teilgeständnis 

des Beschuldigten für den Hausfriedensbruch betreffend Dossier 2 und 3 strafmin-

dernd zu gewichten. Der Beschuldigte war durch die vorhandenen Beweise über-

führt, weshalb sein Geständnis die Strafuntersuchung nicht wesentlich erleichterte. 

Spürbare Einsicht und Reue ist sodann zu verneinen. Insgesamt rechtfertigt es 

sich, die Gesamtstrafe der Vorinstanz folgend um 4 auf 20 Monate zu erhöhen.

5. Asperation aufgrund der widerrufenen Freiheitsstrafe

Hiezu kann vollumfänglich auf die korrekten Ausführungen der Vorinstanz verwie-

sen werden (Urk. 62 S. 49). Die für die vorliegenden Straftaten auszufällende 

Freiheitsstrafe von 20 Monaten ist aufgrund der widerrufenen, mit Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 11. Februar 2022 ausgesprochenen 

Freiheitsstrafe von 170 Tagen unter Anwendung des Asperationsprinzips um 

5 Monate zu erhöhen.

-   23   -

6. Ergebnis

Zusammenfassend ist der Beschuldigte unter Einbezug der widerrufenen Freiheits-

strafe mit einer Freiheitsstrafe von 25 Monaten als Gesamtstrafe zu sanktionieren. 

Die im vorliegenden Strafverfahren erstandene Haft von 2 Tagen (Urk. D1/11/1, 

Urk. D1/11/5) und die im Strafbefehlsverfahren 2 erstandene Haft von 4 Tagen (Urk. 

73 S. 5) sind anzurechnen (Art. 51 StGB) 

7. Vollzug

Die Vorinstanz gelangte richtigerweise zum Schluss, dass objektiv zwar eine teil-

bedingte Strafe möglich wäre, beim Beschuldigten jedoch von einer ungünstigen 

Prognose auszugehen und die Freiheitsstrafe deshalb zu vollziehen sei (Urk. 62 

S. 50 f.). Die acht Vorstrafen, welche den Beschuldigten offenbar unbeeindruckt 

liessen, sowie seine vielfältige und wiederholte Delinquenz während laufender 

Probezeiten und laufendem Strafverfahren lassen – entgegen der amtlichen Ver-

teidigung (Urk. 82 S. 11 f.) – keinen anderen Schluss zu. Es sei zudem nochmals 

hervorgehoben (vgl. Ziff. III.A.), dass gerade die vom Beschuldigten an ihm 

wildfremden Personen grundlos verübten Gewaltstraftaten (versuchter Raub und 

einfache Körperverletzung) von einem ausgeprägten impulsiven, hemmungslosen 

und unberechenbaren Verhalten zeugen und eine Steigerung im delinquenten Ver-

halten des Beschuldigten belegen. Stabilisierende Umstände sind nicht ersichtlich 

und der Beschuldigte legte auch im Berufungsverfahren eine ausgeprägte Unein-

sichtigkeit an den Tag. Die Vorinstanz weist ferner zutreffend darauf hin, dass sich 

offenbar bereits die Durchführung der Bewährungshilfegespräche schwierig gestal-

tet (Urk. 49). Es ist deshalb wahrscheinlich, dass der Beschuldigte erneut straffällig 

wird. 

D. Busse für geringfügigen Diebstahl (Dossier 2)

Der Deliktswert betrug Fr. 11.75, wobei der Beschuldigte in flagranti erwischt wurde 

und ihm die Ware sogleich wieder abgenommen werden konnte. Das objektive Tat-

verschulden wiegt sehr leicht. In subjektiver Hinsicht ist davon auszugehen, dass 

die Straftat nicht von langer Hand geplant war. Die von der Vorinstanz festgelegte 

-   24   -

Busse von Fr. 300.– ist in Anbetracht der bescheidenen finanziellen Verhältnisse 

des Beschuldigten zu übernehmen.

IV. Landesverweisung
und Ausschreibung im Schengener Informationssystem

1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten in Verneinung eines Härtefalles für 

6 Jahre des Landes verwiesen mit entsprechender Ausschreibung im Schengener 

Informationssystem (Urk. 62 Dispositivziffer 7 und 8). Der Beschuldigte ist mit der 

Landesverweisung nicht einverstanden. Zudem wehrt er sich gegen eine 

Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem (Urk. 82 

S. 2 und 12 ff.). Die Staatsanwaltschaft beantragt im Berufungsverfahren die 

Bestätigung der vorinstanzlichen Anordnung (Urk. 67). 

2. Das erstinstanzliche Urteil hat die allgemeinen Voraussetzungen der Landes-

verweisung gemäss Art. 66a StGB umfassend ausgeführt (Urk. 62 S. 52 f.), darauf 

wird vorab verwiesen.

3. Die amtliche Verteidigung machte vor Vorinstanz geltend, es liege ein persön-

licher Härtefall vor (Prot. I S. 46 Ergänzung 15). Im Berufungsverfahren hält die 

Verteidigung an diesem Standpunkt fest und macht ausserdem geltend, die von der 

Vorinstanz festgelegte Dauer von 6 Jahren sei unverhältnismässig hoch. Aufgrund 

der nicht sehr schwerwiegenden Taten, des langen Aufenthalts in der Schweiz und 

der Beziehung des Beschuldigten zum in der Schweiz lebenden Sohn sei das 

gesetzliche Minimum von 5 Jahren angemessen. Weiter lässt der Beschuldigte ein 

Absehen von der Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informa-

tionssystem (SIS) beantragen. Zur Begründung bringt er vor, es bestünden keine 

Anhaltspunkte für sicherheitsrelevante Risiken für andere Schengen-Staaten. Eine 

Ausschreibung im SIS hätte die automatische Wirkung eines Einreiseverbots in 

sämtliche Schengen-Staaten und würde zum Kontaktabbruch zu den Verwandten 

in Frankreich und zum in der Schweiz lebenden Sohn führen, obwohl der mit der 

Landesverweisung verfolgte Zweck, der Schutz der öffentlichen Sicherheit in der 

Schweiz, auch ohne SIS-Ausschreibung vollständig erreicht werden könne. Insge-

-   25   -

samt sei eine SIS-Ausschreibung nicht erforderlich, unverhältnismässig und sicher-

heitspolitisch nicht begründet (Urk. 82 S. 12 ff.).

4. Der Beschuldigte ist tunesischer Staatsangehöriger und hat sich des versuch-

ten Raubes schuldig gemacht. Damit liegt eine Anlasstat im Sinne von Art. 66a 

Abs. 1 lit. c StGB vor, weshalb der Beschuldigte grundsätzlich aus der Schweiz zu 

verweisen ist. Davon kann lediglich abgesehen werden, wenn dies für den Beschul-

digten einen schweren persönlichen Härtefall darstellen würde und die öffentlichen 

Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen des 

Beschuldigten am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen (Art. 66a Abs. 2 StGB).

5. Die Vorinstanz hat sehr differenziert und sorgfältig eine Härtefallprüfung 

vorgenommen und mit zutreffendem Fazit einen schweren persönlichen Härtefall 

verneint (Urk. 62 S. 53 ff.). Das Ergebnis der Vorinstanz kann ohne Relativierung 

bestätigt werden. Daran vermögen auch die Vorbringen der amtlichen Verteidigung 

nichts zu ändern. Dazu im Einzelnen Folgendes: Es ist nicht von der Hand zu 

weisen, dass der zwölfjährige Sohn des Beschuldigten in der Schweiz lebt. Dies 

vermag jedoch für sich alleine betrachtet nicht einen persönlichen Härtefall zu 

begründen. Die Ehe des Beschuldigten und seiner jetzigen Ex-Ehefrau wurde 

geschieden. Anlässlich seiner vorinstanzlichen Einvernahme zur Person gab der 

Beschuldigte zu Protokoll, er pflege zu seinem Sohn lediglich einen monatlichen 

Kontakt von drei bis vier Stunden. Er habe ein Besuchsrecht ein Mal pro Monat 

(Prot. I S. 14 f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung bestätigte der Beschuldigte 

sodann, dass er seinen Sohn einmal pro Monat sehe (Urk. 83 S. 6). Hierbei kann 

nicht von einer massgeblichen Betreuungsleistung gesprochen werden. Zudem 

konnte der Beschuldigte anlässlich seiner vorinstanzlichen Einvernahme keine 

Detailfragen über seinen Sohn und dessen Alltag, insbesondere welche Klasse er 

besuche, wie der Name der Lehrperson heisse oder in welcher Fussballmannschaft 

sein Sohn spiele, beantworten (Prot. I S. 14 und 17). Ausserdem bezahlt der 

Beschuldigte nur unregelmässig Unterhaltsbeiträge an seinen Sohn, welche zudem 

in der Höhe stets variieren bzw. von seinem gerade erzielten Einkommen abhängen 

und unter den im Scheidungsurteil festgelegten Unterhaltsbeiträgen liegen (a.a.O. 

S. 15 f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte diesbezüglich 

-   26   -

zu Protokoll, dass er gar keine Unterhaltsbeiträge leiste, wenn er nicht arbeite, und 

er arbeite seit ca. zwei Jahren nicht mehr (Urk. 83 S. 6 f. und 10 f.). Zwar besteht 

eine gewisse Beziehung des Beschuldigten zu seinem Sohn. Allerdings kann ins-

gesamt nicht von einer echten, nahen und tatsächlich gelebten engen Beziehung 

des Beschuldigten zu seinem Sohn ausgegangen werden. Entsprechend sind die 

Auswirkungen auf das Familienleben im Falle einer Ausweisung des Beschuldigten 

zu relativieren. Für den Anspruch auf Familienleben genügt es nach dem 

Wegweisungsrecht unter Umständen, dass der Kontakt zu den Kindern im Rahmen 

von Kurzaufenthalten oder über die modernen Kommunikationsmittel wahrgenom-

men werden kann (BGer Urteil 6B_1314/2019 vom 9. März 2020 E. 2.3.7; BGer 

Urteil 2C_609/2020 vom 1. Februar 2021 E. 5.5). Angesichts der heutigen Möglich-

keiten könnte der Beschuldigte bei einer Landesverweisung den Kontakt zu seinem 

zwölfjährigen Sohn ohne Weiteres per Video- und Audiotelefonie aufrecht erhalten 

und mit Besuchen während der 13-wöchigen Schulferien in seiner Heimat pflegen. 

Sodann ist der Beschuldigte in keiner Partnerschaft und seine Eltern sowie seine 

Geschwister leben allesamt in Tunesien, Jordanien oder Dubai. Fernere Verwandte 

leben in Frankreich und Italien (Prot. I S. 18, Urk. 83 S. 3 f. und 8). Es ist nach dem 

Gesagten auch unter dem Aspekt von Art. 8 EMRK kein Härtefall zu bejahen. Seit 

seiner Einreise in die Schweiz versuchte sich der Beschuldigte in verschiedenen 

bzw. wechselnden beruflichen Tätigkeiten (Urk. D1/3/4 F/A 57, Urk. D3/3 F/A 23). 

Anlässlich seiner vorinstanzlichen Einvernahme gab der Beschuldigte zu Protokoll, 

unregelmässige Arbeitseinsätze auf Baustellen über ein Temporärarbeitsbüro zu 

leisten und vom Sozialamt unterstützt zu werden, wenn er zu wenig Einkommen 

generiere (Prot. I S. 9 ff.). An der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte 

erstmals aus, er arbeite seit ca. zwei Jahren überhaupt nicht mehr, weil ihm das 

Migrationsamt untersagt habe, zu arbeiten. Er werde vom Sozialamt unterstützt 

(Urk. 83 S. 7 f. und 10 f.). Allerdings ergibt sich – dies sei hier nochmals betont (vgl. 

Ziff. III.C.4.) – aus der schriftlichen Auskunft des Migrationsamtes des Kantons Zü-

rich vom 10. September 2025, dass dem Beschuldigten nicht untersagt wurde, zu 

arbeiten. Im Gegenteil, der Beschuldigte wurde mit Verfügung des Migrationsamtes 

des Kantons Zürich vom 24. Oktober 2024 ausdrücklich dazu angehalten, sich in-

tensiv um eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt zu bemühen, nicht mehr selbst-

-   27   -

verschuldet Sozialhilfe zu beziehen, sich nicht mehr zu verschulden, sich um die 

Sanierung der bestehenden Schulden zu bemühen und nicht mehr straffällig zu 

werden, dies unter Androhung des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung im Wi-

derhandlungsfall. Weiter erhellt aus den migrationsrechtlichen Unterlagen, dass der 

Beschuldigte bislang rund Fr. 170'000.– Sozialhilfe bezogen hat (Urk. 86/2) und 

Verlustscheine im Gesamtbetrag von rund Fr. 25'000.– bestehen (Urk. 86/3). Es 

erhellt nicht, weshalb der 39-jährige Beschuldigte, der in seinem Heimatland wohl-

gemerkt die Grund- und Sekundarschule besucht und anschliessend eine Ausbil-

dung als Kellner absolviert hat (vgl. Prot. I S. 19, Urk. 83 S. 4), keiner Arbeitstätigkeit 

nachgeht, obwohl nichts gegen seine Arbeitsfähigkeit spricht, in der Gastronomie 

Personalmangel herrscht, er Unterhaltverpflichtungen gegenüber seinem Sohn hat 

und er nicht einmal für seinen eigenen Lebensunterhalt aufkommt. Diese Umstände 

zeigen deutlich, dass sich der Beschuldigte bis dato in der Schweiz wirtschaftlich 

nicht integriert hat und trotz Arbeitsfähigkeit und Ausbildung nicht willens ist, die 

finanzielle Verantwortung für sich und seinen Sohn zu übernehmen. Wie gesehen, 

ist er darüber hinaus verschuldet. Gegen seine Integration in der Schweiz spricht 

weiter, dass der Beschuldigte 25-jährig im Jahr 2010 in die Schweiz eingereist ist 

(Prot. I S. 18, Urk. 83 S. 5) und bereits im Jahr 2015 erstmals straffällig wurde (Urk. 

73). Hierauf folgte in regelmässigen Abständen eine Serie unterschiedlichster Straf-

taten. Insgesamt hat der Beschuldigte bereits acht Vorstrafen in der Schweiz erwirkt 

und damit seine Gleichgültigkeit gegenüber dem hiesigen Rechtssystem zum Aus-

druck gebracht. Überdies belegen die jüngsten Gewaltstraftaten eine Steigerung 

im delinquenten Verhalten des Beschuldigten. Zudem spricht der Beschuldigte trotz 

seiner nicht unerheblichen Aufenthaltsdauer in der Schweiz nur gebrochen 

Deutsch. Was das wirtschaftliche Fortkommen betrifft, so verfügt der Beschuldigte 

gemäss eigenen Angaben über eine gute Schulbildung, eine Ausbildung als Kellner 

und berufliche Erfahrung in der Gastronomiebranche in Tunesien und in der 

Schweiz (Prot. I S. 19, Urk. D13/4 F/A 57, Urk. 83 S. 4). Es spricht nichts dagegen, 

dass er auch in Tunesien beruflich wieder Fuss fassen könnte. Zudem leben seine 

Eltern und seine Brüder in Tunesien, zu denen er einen regelmässigen telefoni-

schen Kontakt unterhält. Mit seiner Mutter telefoniert der Beschuldigte sogar täglich 

(Urk. 83 S. 3). All diese Umstände sprechen für eine positive Wiedereingliederung 

-   28   -

in Tunesien, für seine Heimatverbundenheit und seine dortige familiäre Einbindung. 

Der Beschuldigte macht nicht geltend, dass es ihm aus gesundheitlichen Gründen 

nicht möglich wäre, nach Tunesien zurückzukehren und solches ist im Sinne der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch nicht ersichtlich (vgl. Urteil des Bundes-

gerichts 6B_25/2022 vom 18. Oktober 2023 E. 3.2.3. mit weiteren Hinweisen). 

Aufgrund des Ausgeführten ist ein schwerer persönlicher Härtefall klar zu vernei-

nen. Aber selbst wenn ein solcher vorläge, würden angesichts der Schwere und 

Häufigkeit der Straffälligkeit des Beschuldigten, der jüngsten Steigerung im delin-

quenten Verhalten des Beschuldigten sowie der von ihm ausgehenden Gefahr wei-

terer Straftaten, insbesondere von Gewaltstraftaten, namentlich gegenüber ihm 

wildfremden Personen (vgl. Ziff. III.A., III.C.7. sowie IV.6.), die öffentlichen Interes-

sen an der Landesverweisung die privaten Interessen des Beschuldigten am Ver-

bleib in der Schweiz überwiegen.

6. Nach dem Gesagten ist die von der Vorinstanz angeordnete Landesver-

weisung zu bestätigen. Es sei nochmals hervorgehoben, dass der Beschuldigte 

acht Vorstrafen aufweist, welche ihn offenbar unbeeindruckt liessen, er während 

laufender Probezeiten und laufendem Strafverfahren erneut straffällig wurde, und 

dass gerade die vom Beschuldigten an ihm wildfremden Personen grundlos verüb-

ten Gewaltstraftaten (versuchter Raub und einfache Körperverletzung) von einem 

ausgeprägten impulsiven, hemmungslosen und unberechenbaren Verhalten 

zeugen und eine Steigerung im delinquenten Verhalten des Beschuldigten belegen. 

Stabilisierende Umstände sind nicht ersichtlich und der Beschuldigte legte auch im 

Berufungsverfahren eine ausgeprägte Uneinsichtigkeit an den Tag (vgl. Ziff. III.A. 

und III.C.7.). Es ist deshalb wahrscheinlich, dass der Beschuldigte erneut straffällig 

wird und insbesondere durch erneute Gewaltdelikte, namentlich an ihm wildfrem-

den Personen, die öffentliche Sicherheit und Ordnung erheblich stören wird. Auf 

der anderen Seite ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte immerhin die 

letzten 15 Jahre in der Schweiz gelebt hat und hier einen zwölfjährigen Sohn hat, 

zu dem er Kontakt pflegt. Angesichts dieser Umstände sind die von der Vorinstanz 

ausgesprochenen 6 Jahre angemessen und entsprechend zu bestätigen. Das 

gesetzliche Minimum von 5 Jahren würde demgegenüber dem Rückfallrisiko, der 

-   29   -

Schwere der Straftaten und der Gefährlichkeit des Beschuldigten nicht genügend 

Rechnung tragen.

7.1. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung dürfen Ausschreibungen im 

SIS gemäss dem in Art. 21 SIS-II-Verordnung verankerten Verhältnismässigkeits-

prinzip nur vorgenommen werden, wenn die Angemessenheit, Relevanz und 

Bedeutung des Falles dies rechtfertigen. Voraussetzung für die Eingabe einer 

Ausschreibung zur Einreise- und Aufenthaltsverweigerung im SIS ist eine nationale 

Ausschreibung, die auf einer Entscheidung der zuständigen nationalen Instanz 

(Verwaltungsbehörde oder Gericht) beruht; diese Entscheidung darf nur auf der 

Grundlage einer individuellen Bewertung ergehen (Art. 24 Abs. 1 SIS-II-Verord-

nung). Die Ausschreibung wird eingegeben, wenn die Entscheidung nach Art. 24 

Abs. 1 SIS-II-Verordnung auf die Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung 

oder die nationale Sicherheit gestützt wird, die die Anwesenheit des betreffenden 

Drittstaatsangehörigen im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats darstellt (Art. 24 

Abs. 2 Satz 1 SIS-II-Verordnung). Dies ist insbesondere bei einem Drittstaatsange-

hörigen der Fall, der in einem Mitgliedstaat wegen einer Straftat verurteilt worden 

ist, die mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bedroht ist (Art. 24 

Abs. 2 lit. a SIS-II-Verordnung). Art. 24 Abs. 2 lit. a SIS-II-Verordnung erfordert 

weder eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr noch 

einen Schuldspruch wegen einer Straftat, die mit einer Mindestfreiheitsstrafe von 

einem Jahr bedroht ist. Insoweit genügt, wenn der entsprechende Straftatbestand 

eine Freiheitsstrafe im Höchstmass von einem Jahr oder mehr vorsieht. Indes ist 

im Sinne einer kumulativen Voraussetzung stets zu prüfen, ob von der betroffenen 

Person eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung ausgeht (Art. 24 

Abs. 2 SIS-II-Verordnung). An die Annahme einer solchen Gefahr sind keine allzu 

hohen Anforderungen zu stellen. Nicht verlangt wird, dass das "individuelle Verhal-

ten der betroffenen Person eine tatsächliche, gegenwärtige und hinreichend 

schwere Gefährdung darstellt, die ein Grundinteresse der Gesellschaft berührt". 

Dass bei der Legalprognose eine konkrete Rückfallgefahr verneint und die Strafe 

bedingt ausgesprochen wurde, steht einer Ausschreibung der Landesverweisung 

im SIS daher nicht entgegen (zum Ganzen: BGE 147 IV 340, E. 4.8; 

BGer. 6B_628/2021 vom 14. Juli 2022, E. 2.2.3; 6B_834/2021 vom 5. Mai 2022, 

-   30   -

E. 2.2.2; 6B_19/2021 vom 27. September 2021, E. 5.1). Art. 24 SIS-II-Verordnung 

und Art. 24 der Verordnung (EU) 2018/1861 verpflichten die Schengen-Staaten 

nicht zum Erlass von Einreiseverboten. Kommt es gestützt auf das nationale Recht 

wegen eines strafbaren Verhaltens im Sinne von Art. 24 Abs. 2 lit. a SIS-II-Verord-

nung indes zu einer Landesverweisung und sind die zuvor erwähnten Voraus-

setzungen erfüllt, d.h. ist eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung im 

Sinne von Art. 24 Abs. 2 SIS-II-Verordnung zu bejahen, ist die Ausschreibung des 

Einreiseverbots im SIS grundsätzlich verhältnismässig und folglich vorzunehmen 

(BGE 147 IV 340, E. 4.9; 146 IV 172, E. 3.2.2). Den übrigen Schengen-Staaten 

steht es frei, die Einreise in ihr Hoheitsgebiet im Einzelfall aus humanitären 

Gründen oder Gründen des nationalen Interesses oder aufgrund internationaler 

Verpflichtungen dennoch zu bewilligen (vgl. Art. 6 Abs. 5 lit. c der Verordnung [EU] 

2016/399 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2016 über den 

Schengener Grenzkodex [ABl. L 77 vom 23. März 2016 S. 1]) bzw. ein Schengen-

Visum mit räumlich beschränkter Gültigkeit auszustellen (vgl. Art. 25 Abs. 1 lit. a 

der Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft [ABl. L 243 vom 

15. September 2009 S. 1]). Die Souveränität der übrigen Schengen-Staaten wird 

insofern durch die in der Schweiz ausgesprochene Landesverweisung, welche aus-

schliesslich für das Hoheitsgebiet der Schweiz gilt, nicht berührt (BGE 147 IV 340, 

E. 4.9; 146 IV 172, E. 3.2.3). Umgekehrt garantiert die Nichtausschreibung der 

Landesverweisung im SIS keinen Anspruch auf ein Aufenthaltsrecht in den übrigen 

Schengen-Staaten (BGE 147 IV 340, E. 4.9; zum Ganzen: BGer. 6B_932/2021 vom 

7. September 2022, E. 1.8.2. f., m.w.H.).

7.2. Vorliegend erscheint für den versuchten Raub eine Freiheitsstrafe von 

9 Monaten dem noch leichten Tatverschulden angemessen, wobei dieser 

Tatbestand mit einer Höchststrafe von 10 Jahren Freiheitsstrafe bedroht ist. Diese 

Verurteilung gab zudem Anlass zur Anordnung einer Landesverweisung von 

6 Jahren. Zu prüfen ist, ob vom Beschuldigten eine Gefahr für die öffentliche 

Sicherheit oder Ordnung ausgeht (Art. 24 Abs. 2 SIS-II-Verordnung) und die 

Landesverweisung im SIS auszuschreiben ist. Nicht von Bedeutung ist hingegen, 

ob eine Ausschreibung der Landesverweisung im SIS die Ausübung des 

-   31   -

Besuchrechts zum Sohn und Verwandtenbesuche in Italien oder Frankreich 

beeinträchtigen würde. Unter Hinweis auf die vorstehenden Erwägungen ist von 

einer erheblichen Rückfallgefahr auszugehen, insbesondere dass der Beschuldigte 

durch erneute Gewaltdelikte, namentlich an ihm wildfremden Personen, die öffent-

liche Sicherheit und Ordnung erheblich stören könnte (Ziff. IV.6.). Die 

Ausschreibung der Landesverweisung im SIS ist somit vorzunehmen. Der 

Beschuldigte ist darauf hinzuweisen, dass es den übrigen Schengen-Staaten 

freisteht, die Einreise in ihr Hoheitsgebiet dennoch zu bewilligen.

V. Kontakt- und Rayonverbot

Der Beschuldigte beantragt das Absehen vom Kontakt- und Rayonverbot im Sinne 

von Art. 67b Abs. 1 und 2 lit. a und b StGB (Urk. 82 S. 2 und 9). Der vorinstanzliche 

Entscheid wurde bezüglich des Schuldspruchs der einfachen Körperverletzung 

zum Nachteil der Privatklägerin bestätigt. Nachdem sich der Beschuldigte bezüg-

lich dieses Delikts auch im Berufungsverfahren gänzlich uneinsichtig gezeigt hat 

und er die ihm fremde Privatklägerin gemäss ihren Aussagen bereits vor dem 

gewalttätigen Übergriff einmal verfolgt und angesprochen hatte (Urk. D4/7/1 

F/A 14, Urk. D4/7/2 F/13) sowie angesichts seines – vorstehend im Einzelnen 

dargelegten (Ziff. IV.6.) – ausgeprägten impulsiven, hemmungslosen und 

unberechenbaren Verhaltens kann eine nochmalige Kontaktaufnahme zur bzw. 

Verfolgung der Privatklägerin nicht ausgeschlossen werden. Daran ändert insbe-

sondere auch nichts, dass der Beschuldigte inzwischen in I._____ wohnt. Das von 

der Vorinstanz angeordnete Kontakt- und Rayonverbot ist daher mitsamt 

Bewährungshilfe zu bestätigen.

VI. Zivilansprüche

Die amtliche Verteidigung, die auf einen Freispruch plädiert hatte, hat sich zum 

geltend gemachten Genugtuungsanspruch der Privatklägerin nicht geäussert 

(Urk. 82 S. 9). Die Vorinstanz hat die formellen und materiellen Grundlagen zur 

Geltendmachung von Zivilansprüchen dargelegt (Urk. 62 S. 59 f.), worauf verwie-

sen wird. Der vorinstanzliche Entscheid wurde bezüglich des Schuldspruchs der 

-   32   -

einfachen Körperverletzung zum Nachteil der Privatklägerin bestätigt. Es kann des-

halb grundsätzlich für den geltend gemachten Genugtuungsanspruch der Privat-

klägerin auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden 

(Urk. 62 S. 61 ff.). Diese ist in Anbetracht des Eingriffs in die physische und psychi-

sche Integrität angemessen und sicherlich nicht zu hoch, zog die Nasenbeinfraktur 

doch immerhin eine bleibende leichte Verstellung der Nase nach sich (Urk. D4/9, 

Urk. 50 S. 4).

VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Ausgangsgemäss sind die Kosten- und Entschädigungsfolgen (Ziff. 20 - 22) 

des erstinstanzlichen Verfahrens unter Hinweis auf Art. 426 Abs. 1 StPO zu bestä-

tigen. 

2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'600.– festzu-

setzen (Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 Abs. 1 GebV 

OG). 

3. Die amtliche Verteidigung macht mit ihrer ersten Honorarnote eine Entschä-

digung von total Fr. 4'546.60 geltend. Darin noch nicht berücksichtigt sind die 

Aufwendungen für die Berufungsverhandlung, eine zusätzliche Stellungnahme zu 

den Unterlagen des Migrationsamtes des Kantons Zürich sowie die separate 

mündliche Urteilseröffnung (Urk. 81). Mit einer zweiten Honorarnote macht die 

amtliche Verteidigung weitere Fr. 1'549.95 geltend (Urk. 92). Unter Berücksich-

tigung der Berufungsverhandlung, der netto eine Seite umfassenden Stellung-

nahme zu den Unterlagen des Migrationsamtes des Kantons Zürich und der 

separaten mündlichen Urteilseröffnung erweist es sich als angemessen, die amt-

liche Verteidigung inklusive Weg und Nachbesprechung mit pauschal Fr. 5'800.– 

(inkl. Barauslagen und MwSt.) vorweg aus der Gerichtskasse zu entschädigen 

(vgl. hierzu nachfolgende Ziff. VII.4.).

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien grundsätzlich nach 

Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschul-

digte unterliegt mit seinen Anträgen vollständig, während die Staatsanwaltschaft 

-   33   -

obsiegt. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amt-

lichen Verteidigung (Art. 426 Abs. 1 und 4 StPO), sind deshalb dem Beschuldigten 

aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. Es bleibt die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten 

unter Hinweis auf Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 

25. Januar 2024 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte ist schuldig

 (…)

 (…) 

 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB, 

 (…)

2.-11. (…)

12. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 23. Fe-

bruar 2023 als Beweismittel beschlagnahmten Gegenstände, lagernd bei 

der Kantonspolizei Zürich, Asservaten Triage (Polis-Geschäfts-

Nr. 84519200), werden dem Privatkläger 2 oder einer von ihm bevollmäch-

tigten Person innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils auf 

erstes Verlangen herausgegeben: 

 Handschuhe (Asservat-Nr. A016'989'870); 

 Herrenjacke (Asservat-Nr. A016'989'881); 

 Herrenbekleidung (Asservat-Nr. A016'989'892). 

Sofern die Herausgabe nicht innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft 

des Urteils verlangt wird, werden die Gegenstände durch die Lagerbehörde 

vernichtet. 

-   34   -

13. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 23. Februar 2023 

als Beweismittel beschlagnahmte Herrenjacke (Asservat-Nr. A016'989'905), 

lagernd bei der Kantonspolizei Zürich, Asservaten Triage (Polis-Geschäfts-

Nr. 84519200), wird dem Beschuldigten oder einer von ihm bevollmächtig-

ten Person innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils auf 

erstes Verlangen herausgegeben.

Sofern die Herausgabe nicht innert 3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft 

des Urteils verlangt wird, wird der Gegenstand durch die Lagerbehörde ver-

nichtet.

14. Die unter der Polis-Geschäfts-Nr. 84519200 sichergestellten Spuren und 

Spurenträger werden eingezogen und der Lagerbehörde nach Eintritt der 

Rechtskraft des Urteils zur Vernichtung überlassen: 

 A017'134'086;

 A017'134'100;

 A017'134'111;

 A017'134'122;

 A017'134'144;

 A017'167'214;

 A017'362'855. 

15. Die Privatklägerin 1 (B._____) wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf 

den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

16. Der Privatkläger 2 (E._____) wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf 

den Weg des Zivilprozesses verwiesen.

17. (…)

18. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 4'500.–. Über die weiteren 

Kosten (Barauslagen usw.) wird die Gerichtskasse Rechnung stellen. 

19. Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird für ihre Aufwendungen als amtliche 

Verteidigerin des Beschuldigten aus der Gerichtskasse mit Fr. 10'699.80 

(inkl. Barauslagen und 7.7 bzw. 8.1 % Mehrwertsteuer) entschädigt.

20.-22. (…)

-   35   -

23. (Mitteilungen)

24. (Rechtsmittel)"

2. Mündliche Eröffnung am 3. November 2025 und schriftliche Mitteilung mit 

nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig

 des versuchten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB i.V.m. 

Art. 22 Abs. 1 StGB, 

 der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB, 

 des geringfügigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. 

Art. 172ter Abs. 1 StGB.

2. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 11. Februar 

2022 bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe von 170 Tagen sowie die 

Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.– werden widerrufen und die 

Geldstrafe wird vollzogen.

3. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 2. November 2022 

(Geschäfts-Nr. GG220039-M) bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 

30 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird widerrufen und vollzogen.

4. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Freiheitsstrafe 

bestraft mit 25 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 6 Tage durch Haft erstanden 

sind) als Gesamtstrafe sowie einer Busse von Fr. 300.–. 

5. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen. 

6. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.

-   36   -

7. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 6 Jahre des Landes 

verwiesen.

8. Die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informations-

system wird angeordnet.

9. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 lit. a StGB untersagt, 

mit der Privatklägerin B._____ in irgendeiner Weise (persönlich, telefonisch, 

schriftlich, SMS, Mail etc.) direkt oder über Drittpersonen Kontakt aufzuneh-

men. Das Kontaktverbot gilt für die Dauer von 2 Jahren. 

Missachtet der Beschuldigte das vorgenannte Verbot, kann er im Sinne von 

Art. 294 Abs. 2 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe 

bestraft werden.

10. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 lit. b StGB untersagt, 

sich der Privatklägerin B._____ auf weniger als 100 Meter zu nähern oder 

sich in einem Umkreis von 100 Metern ihres jeweiligen Wohnortes (derzeit: 

C._____-strasse 1, D._____) aufzuhalten. Das Rayonverbot gilt für die 

Dauer von 2 Jahren. 

Missachtet der Beschuldigte das vorgenannte Verbot, kann er im Sinne von 

Art. 294 Abs. 2 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe 

bestraft werden.

11. Für die Dauer des Kontakt- und Rayonverbots gemäss Ziff. 9-10 wird eine 

Bewährungshilfe im Sinne von Art. 67b Abs. 4 StGB angeordnet.

12. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Fr. 1'000.– zu-

züglich 5 % Zins ab 26. April 2023 als Genugtuung zu bezahlen.

13. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 20-22) wird 

bestätigt.

14. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

-   37   -

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 5'800.–   amtliche Verteidigung (inkl. MwSt.)

15. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten.

16. Mündliche Eröffnung am 3. November 2025 und schriftliche Mitteilung im 

Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben)

 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt)
 die Vertretung der Privatklägerin B._____, Rechtsanwältin lic. iur. 

Y._____, im Doppel für sich und die Privatklägerschaft (versandt)
 den Privatkläger E._____ (versandt)
 das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt)
sowie in vollständiger Ausfertigung an
 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 

Beschuldigten 
 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 
 die Vertretung der Privatklägerin B._____, Rechtsanwältin lic. iur. 

Y._____, im Doppel für sich und die Privatklägerschaft 
 den Privatkläger E._____

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste
 das Migrationsamt des Kantons Zürich 
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und B
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mittels Formular "Löschung des 

DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials"

-   38   -

 in die Untersuchungsakten Nr. 2 der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, 
unter Hinweis auf Dispositiv-Ziffer 2

 das Bezirksgericht Dietikon in die Akten des Verfahrens GG220039-M, 
unter Hinweis auf Dispositiv-Ziffer 3

 die Kantonspolizei Zürich, Gewaltschutz, Fachstelle Häusliche Gewalt 
Postfach, 8021 Zürich.

17. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschrie-

benen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 8. Oktober 2025

Der Präsident:

lic. iur. B. Gut

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw N. Hunziker