# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7915ac07-6004-5ae8-9185-4f81ccbd2893
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PQ250019-O1
**Docket/Reference:** PQ250019-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PQ250019-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PQ250019-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichterin lic. iur. 

A. Strähl sowie Gerichtsschreiberin MLaw L. Kappeler

Urteil vom 20. Mai 2025

in Sachen

sowie

A._____, 

Beschwerdeführerin

B._____, 

Verfahrensbeteiligter

vertreten durch Beistand C._____, 

betreffend Honorar 

Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Horgen vom 12. Februar 

2025; VO.2024.39 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Horgen) 

betreffend Entschädigung der Beistandsperson

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Erwägungen:

I.

1.   Für B._____ bestand eine Beistandschaft nach Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 

Abs. 1 ZGB (vgl. KESB act. 37 S. 2). Mit Beschluss vom 24. Juni 2020 entliess die 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Horgen (nachfolgend KESB) die 

frühere  Beiständin  und  ernannte  A._____  (nachfolgend  Beschwerdeführerin), 

D._____ [Firma], Zürich, per 1. September 2020 zur neuen Beiständin mit den Auf-

gaben, a) B._____ in sämtlichen Bereichen der Personensorge zu begleiten und 

wenn nötig zu vertreten, insbesondere in Bezug auf das Wohnen, die Gesundheit 

und die Arbeit, b) sämtliche Einkommens- und Vermögenswerte zu verwalten und 

c) B._____ beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten und im Rechtsver-

kehr zu begleiten und wenn nötig zu vertreten, insbesondere auch im Verkehr mit 

Behörden, Ämtern, Banken, Post, (Sozial-)Versicherungen, sonstigen Institutionen 

und Privatpersonen (KESB act. 344, Dispositiv-Ziff. 3). Für die Entschädigung der 

Beiständin wurde ein Stundenansatz von CHF 120.– festgelegt (Dispositiv-Ziff. 5). 

Der  Beschluss  trat  nach  erledigten  Beschwerdeverfahren  am  3. Juli  2021  in 

Rechtskraft (act. 2 Rz 2). 

2.   Mit Beschluss vom 15. Mai 2022 hob die KESB die Beistandschaft für B._____ 

auf und lud die Beschwerdeführerin ein, innert zweier Monate den Schlussbericht 

mit Rechnung zur Prüfung und Genehmigung einzureichen (KESB act. 485). Am 

17. Mai 2022 reichte die Beschwerdeführerin den Schlussrechenschaftsbericht für 

die Zeit vom 3. Juli 2021 bis 15. März 2022 ein (KESB act. 490). Gleichzeitig liess 

sie der KESB ihre Schlussrechnung für ihre Bemühungen für die Zeit vom 23. Juli 

2021 bis 14. Mai 2022 über CHF 16'800.– (140 Stunden), zuzüglich 7.7% Mehr-

wertsteuer  von  CHF 1'293.60  und  Spesen  von  CHF 202.95  zukommen  (KESB 

act. 491).

3.  Ein paar Monate nach Aufhebung der Beistandschaft ordnete die Erwachse-

nenschutzbehörde am neuen Wohnort von B._____ in E._____, erneut Erwachse-

nenschutzmassnahmen an (act. 2 S. 24).

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4.   Die KESB nahm mit Beschluss vom 28. März 2023 den Schlussbericht, nicht 

aber  die  Schlussrechnung  für  die  genannte  Periode  ab  und  verweigerte  der  Be-

schwerdeführerin die Entlastung. Ausserdem reduzierte die KESB die Entschädi-

gung  an  die  Beschwerdeführerin  auf  insgesamt  CHF 8'854.–  (zuzüglich  MWSt.) 

und auferlegte diese Kosten formell B._____ (KESB act. 511 = BR act. 5/2). Eine 

dagegen von der Beschwerdeführerin erhobene Beschwerde hiess der Bezirksrat 

Horgen (nachfolgend auch Vorinstanz) teilweise gut, hob insbesondere die Verwei-

gerung der Abnahme der Schlussrechnung auf und wies die Sache zur Vervollstän-

digung  an  die  KESB  zurück  (BR  act. 5/12,  Dispositiv-Ziff. I).  Weiter  setzte  er  die 

Entschädigung für die Beschwerdeführerin auf CHF 8'854.–, zuzüglich Mehrwert-

steuer und Spesenersatz fest (BR act. 12 Dispositiv-Ziff. I und II). 

5.   Gegen die Festsetzung der Entschädigung gelangte die Beschwerdeführerin 

an die II. Zivilkammer des Obergerichts, welche mit Urteil vom 14. März 2024 Dis-

positiv-Ziffer  II  des  Urteils  des  Bezirksrats  betreffend  Entschädigung  aufhob  und 

das Verfahren an die KESB zur Neufestsetzung der Entschädigung zurückwies (BR 

act. 5/15; PQ230075).

6.   Mit Entscheid vom 11. Juli 2024 nahm die KESB den Schlussbericht ab, ver-

weigerte indessen wiederum der Schlussrechnung die Abnahme (Dispositiv-Ziff. 1), 

setzte die Entschädigung der Beschwerdeführerin neu auf total CHF 9'120.55 (inkl. 

MwSt.) fest und auferlegte die Kosten B._____ (Dispositiv-Ziff. 4, KESB act. 529 = 

BR  act. 2).  Dagegen  erhob  die  Beschwerdeführerin  Beschwerde  und  beantragte 

neben ihrer  Entlastung  und  der  Genehmigung  der  Schlussrechnung  ein  Honorar 

von CHF 18'000.– zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer sowie Verzugszins von 5% ab 

28. März 2023, unter Kostenfolge zulasten der KESB (BR act. 1). Die Vorinstanz 

führte daraufhin das Beschwerdeverfahren durch; sie holte eine Stellungnahme von 

B._____ (act. 8) und der KESB ein (act. 9). Mit Urteil vom 12. Februar 2025 hiess 

die Vorinstanz die Beschwerde teilweise gut und wies die Sache an die KESB zu-

rück, um den Schlussrechenschaftsbericht im Sinne der Erwägungen zu genehmi-

gen und der Beschwerdeführerin die Entlastung auszusprechen (Dispositiv-Ziff. I, 

BR act. 12 = act. 3/1 = act. 7 [Aktenexemplar]). Im Weitern setzte sie die Entschä-

digung auf CHF 10'177.65 (inkl. MwSt) zuzüglich Fr. 211.95 Spesenersatz fest und 

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auferlegte diese B._____ (Dispositiv-Ziff. II). Im Übrigen wies sie die Beschwerde 

ab, soweit sie darauf eintrat (Dispositiv-Ziff. III).

7.   Gegen die Festsetzung der Entschädigung und die teilweise Abweisung der 

Beschwerde  gelangte  die  Beschwerdeführerin  am  11.  April  2025  erneut  an  die 

Kammer (act. 2). Sie beantragt, Dispositiv- Ziffern Il und IlI des Urteils des Bezirks-

rates Horgen seien aufzuheben und ihr Honorar sei auf CHF 18'000.–, zuzüglich 

7.7% Mehrwertsteuer, zuzüglich Spesen von CHF 211.95 und Verzugszins von 5% 

ab 28. März 2023 festzusetzen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten 

der KESB (act. 2 S. 2). Die Akten  der Vorinstanz (act. 8/1-12, zitiert als BR act.) 

inklusive diejenigen der KESB (act. 8/10/1-536, zitiert als KESB act.) wurden von 

Amtes wegen beigezogen. Von der Einholung einer Stellungnahme von B._____ 

als Verfahrensbeteiligter sowie der Vorinstanz (§ 66 und § 68 EG KESR) kann ab-

gesehen werden, weil sich die Sache sogleich als spruchreif bzw. die Beschwerde 

als inhaltlich unbegründet erweist.

1.  

II.

1.1.   Mit der Beschwerde wendet sich die Beschwerdeführerin ausschliesslich ge-

gen die ihrer Auffassung nach zu tiefe Entschädigung. Gegen Kostenentscheide im 

Erwachsenenschutzverfahren ist nicht die Beschwerde gemäss Art. 450 ZGB, son-

dern diejenige gemäss Art. 319 ff. ZPO zulässig. Die Beschwerde wurde rechtzeitig 

innert  30  Tagen  seit  der  Zustellung  des  angefochtenen  Entscheids  eingereicht 

(Art. 321 Abs. 1 ZPO; BR act. 12/1). Die Beschwerdeschrift enthält zudem Anträge 

sowie eine Begründung derselben (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerdeführerin 

ist durch das angefochtene Urteil bzw. die Kürzung ihrer Honorarnote beschwert 

und  zur  Beschwerde  legitimiert.  Von  der  Auferlegung  eines  Kostenvorschusses 

wurde im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren abgesehen. Insoweit ist auf die 

Beschwerde einzutreten.

1.2.   Mit der Beschwerde können die unrichtige Rechtsanwendung und die offen-

sichtlich  unrichtige  Feststellung  des  Sachverhaltes  geltend  gemacht  werden 

(Art. 320 ZPO). Umfasst wird auch die Überprüfung von blosser Unangemessen-

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heit,  soweit  es  um  Rechtsfolgeermessen  geht.  Die  Beschwerde  führende  Partei 

trifft eine Begründungspflicht. Sie hat sich mit der Begründung des vorinstanzlichen 

Entscheides im Einzelnen auseinanderzusetzen und anzugeben, an welchen Män-

geln der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet bzw. inwiefern sie den 

angefochtenen  Entscheid  als  fehlerhaft  erachtet  (u.a.  BK  ZPO-STERCHI,  Art. 321 

N 17 ff.).  Kommt  die  Beschwerde  führende  Partei  diesen  Anforderungen  nicht 

nach, kann auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werden (BGer 5A_60/2024 vom 

26. August 2024 E. 3.1; OGer ZH PS240150 vom 23. August 2024 E. 2; PS110192 

vom 21. Februar 2012 E. 5.1; ZR 110/2011 Nr. 80). Neue Tatsachen und Beweis-

mittel  sind  im  Beschwerdeverfahren  ausgeschlossen  (Art. 326 ZPO).  Die  Be-

schwerdeführerin ist Juristin, weshalb von ihr erwartet werden darf, dass sie sich 

im vorstehend dargelegten Sinne mit der Begründung im angefochtenen Urteil be-

fassen und ihre Rügen dagegen vorbringen kann.

2.  

Im Rückweisungsentscheid erwog die Kammer, aufgrund der Ausbildung als 

Juristin und Mediatorin sowie der unbestrittenen Erfahrung als Beiständin sei davon 

auszugehen, dass die KESB die Beschwerdeführerin als professionelle Fachbei-

ständin zugezogen habe, sei aus den KESB-Akten doch klar zu erkennen, dass ein 

Fall  vorliege,  dessen  Führung  offensichtlich  erhöhte  Anforderungen  an  die  Bei-

standsperson stelle. Gemäss Beschluss der KESB vom 24. Juni 2020 sei die Ent-

schädigung  der  Beschwerdeführerin  nach  einem  festgelegten  Stundenansatz  zu 

bestimmen, ohne dass zugleich ein Kostendach festgesetzt oder auf den für eine 

pauschale Entschädigung geltenden Rahmen verwiesen worden sei (BR act. 5/15 

E. 3.2. S. 8 mit Verweis auf KESB act. 344). Die nachträgliche Festsetzung eines 

Kostendachs durch die KESB und die Vorinstanz erweise sich dagegen als wider-

sprüchlich.  Die  Beschwerdeführerin  habe  aufgrund  des  Beschlusses  der  KESB 

vom 24. Juni 2020 darauf vertrauen dürfen, dass kein Kostendach bestehe und sie 

ihre Arbeit nach Aufwand abrechnen könne. Die KESB habe mit dem pauschalen 

Verweis auf § 4 ESBV und der gestützt darauf vorgenommen "quasi Halbierung" 

der  Entschädigung  den  Begründungsanforderungen  für  die  Reduktion  nicht  Ge-

nüge  getan.  Sie  hätte  nicht  nur  angeben  sollen,  welche  Aufwendungen  zu  hoch 

seien, sondern aufzeigen müssen, in welchem Umfang die von ihr monierten Auf-

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wendungen  angemessen  wären  und  welche  Positionen  im  Einzelnen  zu  kürzen 

seien (BR act. 5/15 E. 3.2 S. 8 f.).

3.  

Im anschliessend erlassenen Entscheid vom 11. Juli 2024 erwog die KESB, 

23.75 der insgesamt 140 verrechneten Stunden seien erst nach Beendigung des 

Beistandsmandats geleistet worden, wobei nur sechs Stunden auf die Erstellung 

des Schlussberichts und der Schlussrechnung entfielen. Die zweite Honorarnote 

enthalte  zudem  zehn  Stunden  für  den  Nachtrag  zur  Berichterstattung.  Mit  dem 

Nachtrag  sei  aber  keine  neue  Abrechnung  eingereicht  worden  und  der  Aufwand 

habe zu keiner genehmigungsfähigen Abrechnung geführt, weshalb er nicht zu ent-

schädigen sei. Zudem sei der Aufwand für die E-Mailkorrespondenz von 40 Stun-

den zu hoch. Die Beschwerdeführerin hätte hier Grenzen setzen müssen, zumal 

sie nicht als Therapeutin von B._____ eingesetzt gewesen sei. Ebenso sei der ver-

rechnete  Aufwand  für  Telefongespräche  nicht  zu  rechtfertigen.  Die  Beschwerde-

führerin müsse eine massvolle Grenze beim Kommunikationsaufwand suchen, wel-

che die Maximalansätze des Entschädigungsrahmens von § 4 ESBV einhalte. Der 

Kommunikationsaufwand stelle gemäss § 3 ESBV kein eigenes Kriterium bei der 

Bemessung der Entschädigung dar. Im Weitern habe die Begleitung von B._____ 

im Strafverfahren nicht zu den Aufgaben der Beiständin gezählt, denn B._____ sei 

im Strafverfahren eine separate unentgeltliche Rechtsbeiständin beigegeben wor-

den.  Auch  der  Zusatzaufwand  im  Zusammenhang  mit  der  fehlenden  Übergabe-

rechnung könne nicht vergütet werden. Die Kostennote sei daher insgesamt um 69 

Stunden zu kürzen. Die Beiständin sei über die beabsichtigte Kürzung mit Schrei-

ben vom 23. Mai 2024 vorgängig detailliert informiert und es seien ihr die konkreten 

Kürzungen  für  jede  Positionen  aufgeschlüsselt  worden.  Die  Beschwerdeführerin 

habe  jedoch  in  ihrer  Stellungnahme  auf  die  einzelnen  Kürzungen  keinen  Bezug 

genommen, sondern nur pauschal erklärt, mit der Berechnungsweise nicht einver-

standen zu sein (BR act. 2 S. 4 f.).

4.   Die  Vorinstanz  fasste  die  Erwägungen  im  Rückweisungsentscheid  (act. 7 

E. 5.1)  und  im  Entscheid  der  KESB  (act. 7  E. 5.2)  sowie  die  Einwände  der  Be-

schwerdeführerin (act. 7 E. 5.3) zusammen und legte die rechtlichen Grundlagen 

für die Entschädigung von Beistandspersonen dar (act. 7 E. 5.5 f.). In der Sache 

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erwog sie, in der Honorarnote werde nicht für jede einzelne Tätigkeit ein konkreter 

zeitlicher Aufwand angegeben, sondern jeweils pro Datum (wenn auch ausführlich) 

die Tätigkeiten beschrieben, die an bestimmten Tagen ausgeführt worden seien. 

Damit sei die Beurteilung, ob die einzelnen Tätigkeiten übermässig lange gedauert 

hätten, unmöglich. Dies führe dazu, dass im Zweifel das Ermessen der KESB, wel-

che näher an der Sache sei als die Rechtsmittelinstanz, im Grundsatz zu respek-

tieren sei (act. 7 E. 5.7). In der Folge ging die Vorinstanz thematisch auf die ver-

rechneten Aufwände im Zusammenhang mit der Aktentriage, dem Strafverfahren, 

der Korrespondenz und den Leistungen nach Abschluss der Beistandschaft ein und 

begründete  im  Einzelnen,  an  welchen  Daten  welche  Kürzung  angemessen  er-

scheine (act. 7 E. 5.8). Sie kam zum Schluss, die KESB habe 61.25 Stunden zu 

Recht gekürzt. Der zu entschädigende Aufwand belaufe sich damit auf 78.75 Stun-

den, was bei einem Stundensatz von CHF 120.– ein Honorar von CHF 9'450.–, zu-

züglich CHF 727.65 Mehrwertsteuer, total CHF 10'177.65 ergebe. Hinzukämen die 

Spesen von Fr. 211.95 (act. 7 E. 5.9).

4.1.  Die Vorinstanz hat auf die zutreffenden rechtlichen Grundsätze zur Festset-

zung der Entschädigung von Beiständen im Entscheid OGer ZH PQ220029 vom 

1. Juni  2022  E. IV/2.1 ff.  verwiesen  (act. 7   E. 5.1).  Im  Rückweisungsentscheid 

wurde  allerdings  verbindlich  entschieden,  dass  die  KESB  vorliegend  keine  Ent-

schädigung gemäss §§ 3 f. ESBV anordnete, welche sich neben dem notwendigen 

Zeitaufwand  insbesondere  nach  der  Schwierigkeit  der  Massnahmenführung  und 

der Verantwortung bestimmt, sondern dass vorliegend die Entschädigung gestützt 

auf  § 5  ESBV  alleine  nach  Zeitaufwand  zu  berechnen  sei.  Im  Rückweisungsent-

scheid verneinte die Kammer sodann eine Obergrenze für die Entschädigung. Auch 

darauf ist im vorliegenden Entscheid nicht mehr näher einzugehen (BR act. 5/15 

E. 3.2). 

4.2.   Die Beschwerdeführerin war als Beiständin damit beauftragt, B._____ allge-

mein in der Personensorge, insbesondere in Bezug auf das Wohnen, die Gesund-

heit und die Arbeit sowie in administrativen Angelegenheiten zu begleiten bzw. al-

lenfalls zu vertreten und sein Einkommen und Vermögen zu verwalten. Zu entschä-

digen ist der für die Erfüllung dieser Aufgaben notwendige Zeitaufwand (vgl. auch 

BR act. 5/15 E. 3.2). Nicht zu den Aufgaben zählen damit, B._____ in einer Stra-

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funtersuchung zu vertreten oder eine Mediation oder eine spezifische therapeuti-

sche  Behandlung  durchzuführen.  Bei  der  Festsetzung  der  Entschädigung  fällt  in 

Betracht, dass die Vorinstanz nicht in Abrede stellte, dass die Beschwerdeführerin 

die Aufgaben vollumfänglich erfüllte und ihre Amtsführung zu keinen Beanstandun-

gen Anlass gab. 

4.3.   In der umfassenden Beschwerde geht die Beschwerdeführerin nirgends auf 

die Begründung der Vorinstanz zu den einzelnen konkreten Kürzungen ein. Viel-

mehr  erläutert  sie  zunächst  eingehend  nochmals  die  Umstände  ihrer  Ernennung 

zur Beiständin, die schwierige Übergabe des Mandats von der Vorgängerin an sie 

sowie den Zweck und Verlauf des Mandats (act. 2 Rz 2 ff.). Sie schildert die ge-

sundheitlichen Beeinträchtigungen und die persönliche Situation von B._____ so-

wie die kommunikativen Schwierigkeiten im Kontakt mit ihm sowie ihre verschiede-

nen Bemühungen allgemeiner Art (act. 2 Rz 5 ff., dann auch Rz 14 f., 17, 20). Sie 

wies darauf hin, es sei auf ihre grossen Anstrengungen zurückzuführen, dass die 

Beistandschaft habe aufgehoben werden und B._____ länger als ein halbes Jahr 

ein  autonomes  Leben  ohne  Beistand  im  Kanton  F._____  habe  führen  können 

(act. 2 Rz 7). Sie bestreitet, ausschweifende und verzichtbare Aufwände betrieben 

zu haben. Sie habe nur Tätigkeiten verrechnet, die zu einer sorgfältigen Amtsfüh-

rung gehört hätten. Ein Kostendach sei von der KESB nicht festgelegt worden und 

sie habe die KESB bereits im Oktober 2021 über den bis dahin generierten hohen 

Aufwand von 50 Stunden informiert. Eine Reaktion der KESB auf ihre Mitteilung sei 

damals nicht erfolgt (act. 2 Rz 8). 

4.4.   Mit diesen Ausführungen, welche teilweise Wiederholungen ihrer Vorbringen 

in der Beschwerde an den Bezirksrat darstellen (BR act. 1), vermag die Beschwer-

deführerin allerdings noch nicht nachvollziehbar darzutun, weshalb die einzelnen 

Kürzungen  durch  die  Vorinstanz  willkürlich  bzw.  unangemessen  sein  sollen.  So 

hielt die Vorinstanz insbesondere konkrete Kürzungen der KESB im Umfang von 

10,25 Stunden für gerechtfertigt, weil die verrechneten Tätigkeiten die Prozessfüh-

rung für B._____ im Strafverfahren betroffen hätten, was nicht zu den Aufgaben der 

Beschwerdeführerin gezählt habe. Die Vorinstanz hielt in diesem Zusammenhang 

dennoch 3,25 Stunden für gerechtfertigt, welche die KESB zu Unrecht gekürzt habe 

(act. 7 S. 21 f.). Es kann zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Begründung 

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der Vorinstanz zu den einzelnen Positionen verwiesen werden. Aus den Vorbringen 

in der Beschwerde (insbesondere act. 2 Rz 14) erhellt nicht, weshalb die nicht be-

rücksichtigten Tätigkeiten dennoch als notwendige Aufwände für die Führung des 

Mandats zu betrachten wären. So ist die Beratung und Vertretung im Strafverfahren 

im Aufgabenkatalog der KESB nicht explizit enthalten. Soweit die Beschwerdefüh-

rerin B._____ bei der Erhebung einer Strafanzeige, in einer Strafuntersuchung oder 

im  Rahmen  eines  Gewaltschutzverfahrens  hätte  beraten  oder  vertreten  wollen, 

wäre auf eine entsprechende Erweiterung ihres Aufgabenkatalogs gemäss Ernen-

nungsentscheid hinzuwirken und dafür eine Zeitentschädigung zu vereinbaren ge-

wesen. Der Vollständigkeit halber ist auf Art. 416 Abs. 1 Ziff. 9 ZGB hinzuweisen, 

wonach die Anhebung eines Strafverfahrens sowie Handlungen im Rahmen eines 

solchen grundsätzlich der Zustimmung der KESB bedürften. Eine ungerechtfertigte 

Kürzung bezüglich der Begleitung im Strafverfahren ist daher nicht auszumachen.

Die Beschwerdeführerin äussert sich überdies nicht zu den einzelnen Kürzun-

gen  der  Vorinstanz  im  Zusammenhang  mit  der  zeitaufwändigen  Korrespondenz. 

Der Bezirksrat hielt dazu fest, eine Ermessenskontrolle führe, soweit sie aufgrund 

der pauschalen Kostennote überhaupt möglich sei, zum Ergebnis, dass die KESB 

bei den Kürzungen ihr Ermessen nicht überschritten habe (act. 7 E. 5.8). Mangels 

Auseinandersetzung mit den konkreten Kürzungen in der Beschwerde ist wiederum 

nicht nachvollziehbar, weshalb der gesamte verrechnete Kommunikationsaufwand 

zur Erfüllung des Mandats notwendig war und in welchem Umfang die Kürzung zu 

Unrecht erfolgte. Die Beschwerdeführerin scheint im Übrigen anzuerkennen, dass 

der KESB bei der Festsetzung der angemessenen Entschädigung ein grosser Er-

messensspielraum  zukommt  (act. 2  Rz 10).  Grundsätzlich  auferlegt  sich  die 

Rechtsmittelinstanz  bei  der  Überprüfung  von  Ermessensentscheiden  der  Vor-

instanz  insoweit  Zurückhaltung,  als  sie  nicht  ihr  eigenes  Rechtsfolgeermessen 

ohne Weiteres an die Stelle des vorinstanzlichen stellt, insbesondere dann, wenn 

die  Vorinstanz  den  massgeblichen  Verhältnissen  näher  steht  (vgl.  DANIELLE 

SCHWENDENER,  DIKE-Komm  ZPO,  Art. 310  N 10;  ZK  ZPO-REETZ,  Vorbem.  zu 

Art. 308-318 N 15; BGer 5A_198/2012 vom 24. August 2012 E. 4.2). Das Vorgehen 

der Vorinstanz, die Ermessenskontrolle zurückhaltend auszuüben, weil die KESB 

den Aufwand besser abschätzen könne, ist daher grundsätzlich nicht zu beanstan-

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den. Gemäss § 5 Abs. 4 ESBV hat die Beistandsperson bei der Zeitentschädigung 

in der Abrechnung das Datum, den Zeitaufwand und die Art der Tätigkeit detailliert 

auszuweisen. Dies bedeutet, dass für jede einzelne Tätigkeit eine Zeitangabe auf-

zuführen ist. Dieser Anforderung genügt die Kostennote der Beschwerdeführerin 

nicht durchwegs, zumal sie oft pro Tag eine pauschale Zeitangabe für diverse Tä-

tigkeiten angibt (KESB act. 491 bzw. KESB act. 525, von der KESB korrigierte Fas-

sung). Die Beschwerdeführerin muss sich daher entgegenhalten lassen, dass die 

Überprüfung  des  verrechneten  zeitlichen  Aufwands  dadurch  erheblich  erschwert 

wird  und  an  die  Begründung  der  Reduktionen  des  angegebenen  pauschalen 

Zeitaufwands kein strenger Massstab angesetzt werden kann.

Im Weiteren vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen, dass die Vor-

instanz  zu  Unrecht  Kürzungen  vornahm,  die  im  Zusammenhang  mit  der  der  Be-

schwerdeführerin von der KESB zu Unrecht überbundenen Vervollständigung der 

Übergaberechnung der Vorgängerin entstanden waren (vgl. act. 2 Rz 11). Die Vor-

instanz führte dazu aus, diese Aufwände seien als nicht aufschiebbares Geschäft 

zu betrachten und der entstandene Aufwand sei der Beschwerdeführerin zu ent-

schädigen (act. 7 S. 23). Dass die Vorinstanz ihr diese Aufwände entschädigte, an-

erkennt die Beschwerdeführerin ausserdem an anderer Stelle in der Beschwerde 

(act. 2 S. 19 Rz 18). Es ist daher nicht erkennbar, dass ihr daraus weitere notwen-

dige Bemühungen, als von der Vorinstanz zugestanden, zu entschädigen wären. 

Die  Vorinstanz  argumentierte  weiter,  mit  dem  Ende  der  Beistandschaft  habe  die 

Beschwerdeführerin  alle  Vertretungsrechte  verloren.  Sie  bleibe  als  private  Bei-

standsperson nach Art. 424 ZGB aber verpflichtet, nicht aufschiebbare Geschäfte 

weiterzuführen, bis die betroffene Person selber handeln könne. Die Beschwerde-

führerin  habe  nicht  dargelegt,  welche  Aufwände  nach  Aufhebung  der  Beistand-

schaft unaufschiebbar und deshalb zu entschädigen seien (act. 7 S. 23). Auch auf 

diese Ausführungen geht die Beschwerdeführerin nicht näher ein und lässt damit 

beschwerdeweise offen, welche weiteren notwendigen Bemühungen nach Aufhe-

bung des Mandats ihr zu entschädigen wären.

4.5.   Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin für rund zehn Monate eine Ent-

schädigung von CHF 9'450.– (zuzüglich Mehrwertsteuer und Auslagen) zugespro-

chen. Gemäss § 4 ESBV fiele das Mandat damit in die beiden oberen Entschädi-

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gungsstufen (hoch bzw. ausserordentlich hoch), welche einen unteren Rahmen von 

CHF 8'001.– bzw. CHF 15'001.– für zwei Jahre vorsehen. Der Vorgängerin der Be-

schwerdeführerin wurde für die (deutlich längere) Amtsdauer vom 1. April 2019 bis 

3. Juli 2021 eine Entschädigung von insgesamt CHF 5'625.– entrichtet, wobei sie 

dieselben Aufgaben wie die Beschwerdeführerin zu erfüllen hatte (KESB act. 191 

Dispositiv-Ziff. 3  und  497,  Dispositiv-Ziff. 4).  Die  Vorinstanz  anerkannte  mit  der 

Festsetzung der deutlich höheren Entschädigung an die Beschwerdeführerin impli-

zit, dass die Erfüllung des Mandats zeitlich aufwändig war und die Beschwerdefüh-

rerin dieses als Fachperson führte. In Anbetracht der vergleichsweise hohen Ent-

schädigung  ginge  die  Beschwerdeführerin  fehl,  sollte  sie  annehmen,  ihre  Arbeit 

werde gering geschätzt. Ihre allgemeinen Ausführungen, das Mandat sei kommu-

nikativ sehr anspruchsvoll und die Vorgängerin sei überfordert gewesen (u.a. act. 2 

Rz 12), nehmen im Übrigen keinen Bezug zu konkreten Kürzungen durch die Vor-

instanz und vermögen insgesamt eine Korrektur des vorinstanzlichen Entscheids 

nicht zu begründen. 

4.6.   Die von der Vorinstanz festgesetzte Entschädigung hält ferner dem Vergleich 

mit  dem  Schlussrechenschaftsbericht  der  Beschwerdeführerin  für  die  Zeit  vom 

3. Juli 2021 bis 15. März 2022 Stand. Gemäss Bericht waren die Wohnverhältnisse 

von B._____ in der Berichtsperiode grundsätzlich geordnet. Er habe bis Ende Ja-

nuar 2022 in einer Wohngruppe im G._____ leben können. Anschliessend habe er 

selber  einen  Mietvertrag  für  eine  eigene  Wohnung  in  E._____  abgeschlossen. 

B._____ sei sich seiner nicht besonders stark ausgeprägten sozialen Kompetenzen 

bewusst. Er pflege dennoch einen korrekten und unauffälligen Kontakt mit dem Ver-

mieter und seinen Nachbarn in E._____. In gesundheitlicher Hinsicht habe er zu 

einem für ihn stimmigen Setting beigetragen und selber einen neuen Hausarzt ge-

funden. Er sei ab Anfang September 2021 einer vollen Erwerbstätigkeit im G._____ 

im Bereich Landwirtschaft nachgegangen, seit März 2022 sei er zu 60% im Bereich 

Nutztierhaltung und Gärtnerei tätig (KESB act. 490 S. 2 f.). Zur Führung der Bei-

standschaft  hielt  die  Beschwerdeführerin  im  Bericht  fest,  B._____  habe  sich  bei 

Bedarf an sie gewendet. Dann hätten persönliche Treffen, telefonische oder häufig 

E-Mail-Kontakte  stattgefunden.  Die  zwei  bei  Übernahme  des  Mandats  hängigen 

(Straf-)verfahren  mit  früheren  Mitbewohnern  seien  eingestellt  worden.  B._____ 

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habe an den Anhörungen umsichtig und eigenverantwortlich agiert und durch sein 

besonnenes Handeln selbst zu einer massgeblichen Deeskalation der verfahrenen 

Situation beigetragen (KESB act. 490 S. 3). Der Bericht bescheinigt daher B._____ 

im Allgemeinen gutes Wohlverhalten, was in gewissem Widerspruch zu den von 

der Beschwerdeführerin geschilderten Schwierigkeiten von B._____ und den damit 

notwendig angefallenen umfangreichen Aufwänden gemäss Kostennote steht. Aus 

dem Schlussrechenschaftsbericht lassen sich jedenfalls keine konkreten Anhalts-

punkte für den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten hohen Zeitaufwand 

bzw. für eine Erhöhung der durch die Vorinstanz festgelegten Entschädigung ent-

nehmen.

4.7.   Das Stillschweigen bzw. die fehlende Reaktion der KESB auf das E-Mail der 

Beschwerdeführerin im Oktober 2021 zum schon damals generierten hohen Auf-

wand (u.a. act. 2 Rz 18) kann überdies nach Treu und Glauben nicht als vertrau-

ensbildende und die Behörde bindende konkludente Willensäusserung betrachtet 

werden, die spätere Kostennote der Beschwerdeführerin unbesehen zu anerken-

nen.  Dass  die  Beschwerdeführerin  eine  schriftliche  Zwischenhonorarnote  einge-

reicht und die KESB ihr in dieser Höhe (Akkonto-)Zahlungen zugesichert oder vor-

genommen hätte, macht sie ausserdem nicht geltend und dies ist auch nicht akten-

kundig. 

4.8.   Die Vermutung der Beschwerdeführerin, die KESB und die Vorinstanz seien 

bezüglich der Honorarnote voreingenommen und es sei ihnen einzig darum gegan-

gen, die Entschädigung aus kameralistischen Gründen so tief wie möglich festzu-

setzen (act. 2 S. 15 Rz 14), findet in den Akten keine Stütze. Es fehlt bereits ein 

ersichtliches  Interesse  der  Vorinstanz,  die  Entschädigung  aus  staatswirtschaftli-

chen Gründen so tief wie möglich zu halten, zumal die Entschädigung B._____ auf-

zuerlegen  ist  und  die  Kostennote  auch  sonst  im  Gesamtbudget  der  KESB  keine 

massgebliche Rolle spielen dürfte. Zudem setzte sich die Vorinstanz eingehend mit 

den  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  auseinander  und  korrigierte  die  von  der 

KESB festgelegte Entschädigung, indem sie diese um den Stundenaufwand von 

7.75 Stunden bzw. rund CHF 1'000.– erhöhte. Darüber hinaus erweisen sich die 

pauschalen Vorhalte, sie (die Beschwerdeführerin) sei von der KESB und der Vor-

instanz instrumentalisiert worden, um "die heissen Kartoffeln" im Fall B._____ "aus 

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dem Feuer zu holen" (act. 2 S. 24), aufgrund der Akten und der vergleichsweise 

hohen Entschädigung als unbegründet.

5.   Zusammenfassend ist der Beschwerdeführerin zugute zu halten, dass sie sich 

sehr  um  das  Wohl  von  B._____  bemühte  und  seine  Lebensqualität  verbessern 

konnte. Sie vermag allerdings nicht darzutun, dass die von der Vorinstanz zuge-

sprochene Entschädigung ihre notwendigen Aufwände zur Erfüllung des Mandats 

nicht abdeckt. 

6.   

6.1.   Die Beschwerdeführerin verlangt auf der Entschädigung samt Spesen einen 

Verzugszins von 5% ab 28. März 2023 (act. 2 S. 2). Die Verzinsung sei angesichts 

der  langen  Verfahrensdauer  angemessen.  Die  Entschädigung  sei  mit  dem  Ent-

scheid  der  KESB  vom  28.  März  2023  fällig  geworden.  Das  Bundesgericht  aner-

kenne als allgemeinen obligationenrechtlichen Rechtsgrundsatz, dass der Schuld-

ner bei Verzug Zinsen zu entrichten habe, um dem Gläubiger die aus der Leistungs-

verspätung entstehenden Nachteile abzugelten (act. 2 Rz 22).

6.2.   Die  Vorinstanz  führte  zum  Schuldnerverzug  aus,  die  Entschädigung  werde 

analog zu Art. 102 Abs. 1 OR mit deren Festsetzung durch die Behörde fällig und 

der Verzug trete erst nach der Mahnung ein. Eine Mahnung sei nicht erfolgt, sodass 

kein Verzugszins geschuldet sei (act. 7 E. 5.9).

6.3.   Weder Art. 404 Abs. 1 ZGB noch § 21 EG KESR oder §§ 3 ff. ESBV enthalten 

eine Regelung, ab wann und zu welchem Satz die Entschädigung an die Beistand-

sperson zu verzinsen ist. Das Bundesgericht hat bisher offen gelassen, ob es sich 

bei der Entschädigung nach Art. 404 ZGB um eine privat- oder öffentlich-rechtliche 

Forderung handelt. Es hielt allerdings fest, es gehe um eine Forderung zwischen 

zwei Privatpersonen, auch wenn sie durch eine Behörde und für eine hoheitliche 

Tätigkeit  festgesetzt  werde.  Mangels  einer  besonderen  gesetzlichen  Regelung 

oder eines qualifizierten Schweigens würden die privatrechtlichen Regeln bezüglich 

Verzugszins (Art. 102 OR) auch für öffentlich-rechtliche Schulden gelten. Dies be-

deute für die Entschädigung nach Art. 404 ZGB, dass der Schuldner vor der Fällig-

keit der Forderung nicht in Verzug fallen könne. Die Fälligkeit trete mit der Festset-

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zung der Entschädigung (behördliche Verfügung) ein und der Verzugszins sei nach 

der Mahnung geschuldet. Als Mahnung gelte eine an den Schuldner gerichtete Er-

klärung des Gläubigers, die zum Ausdruck bringe, dass er die Leistung ohne Säum-

nis verlange (BGer 5A_342/2017 vom 4. Mai 2018 E. 5, BGE 143 II 37 E. 5.1 f. und 

E. 5.2.2 ). 

6.4.   Der Entscheid der KESB vom 28. März 2023 wurde durch den Rückweisungs-

entscheid der Kammer bezüglich der Entschädigung aufgehoben. Mit dem vorlie-

genden Entscheid wird die im Urteil der Vorinstanz zugesprochene Entschädigung 

von der letzten kantonalen Rechtsmittelinstanz bestätigt. Der Entscheid unterliegt 

zwar der Beschwerde ans Bundesgericht (Art. 113 BGG). Da die Beschwerde je-

doch  grundsätzlich  keine  Suspensivwirkung  entfaltet  (Art. 117  i.V.m.  Art. 103 

BGG), ist der vorliegende Entscheid sogleich vollstreckbar und die Entschädigung 

damit fällig. Da eine Mahnung nicht erfolgte bzw. noch nicht erfolgen konnte, sprach 

die Vorinstanz zu Recht keinen Verzugszins zu.

7.   Aus den genannten Gründen ist die Beschwerde abzuweisen.

8.   Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Streitigkeit mit einem Streitwert 

von  CHF 8'550.–  (Honorar  CHF 18'000.–  zuzügl.  Spesen  CHF 211.95  abzüglich 

Honorar CHF 9'450.– und Spesen CHF 211.95). Die Gerichtsgebühr für das zwei-

tinstanzliche  Rechtsmittelverfahren  ist  gemäss  § 12  i.V.m.  § 4  GebV  OG  auf 

CHF 1'000.–  festzusetzen  und  der  unterliegenden  Beschwerdeführerin  (Art. 106 

ZPO) aufzuerlegen. Eine Umtriebsentschädigung ist ihr bei diesem Ausgang nicht 

zuzusprechen.

Es wird erkannt: 

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, und die Dispositiv-Ziffern II und III des Ur-

teils des Bezirksrats Horgen vom 12. Februar 2025 werden bestätigt.

2.

Die Entscheidgebühr des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens wird auf 

CHF 1'000.– festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.

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3.

Es wird im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren keine Umtriebsentschä-

digung zugesprochen.

4.

Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, den Verfahrensbeteiligten, 

die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Horgen sowie an den Be-

zirksrat Horgen, je gegen Empfangsschein.

Nach  unbenütztem  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  gehen  die  beigezogenen 

Akten an den Bezirksrat zurück.

5.

Eine  Beschwerde  gegen  diesen  Entscheid  an  das  Bundesgericht  ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
rund CHF 8'550.–

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw L. Kappeler

versandt am: