# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b8ee7103-9feb-508f-ba17-f67bc7d0d92d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB240470-O1
**Docket/Reference:** SB240470-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB240470-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240470-O/U/cwo

Mitwirkend: Die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, und lic. iur. B. Amacker, 

die Oberrichterin lic. iur. V. Keller sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. S. Maurer

Urteil vom 24. Februar 2025

in Sachen

A._____, 

Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ 

gegen

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend mehrfache harte Pornografie 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, Einzelgericht, 

vom 11. Dezember 2023 (GG230041)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 26. Juli 2023 

(Urk. 13) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 35 S. 23 ff.)

Es wird erkannt:

1.

Der  Beschuldigte  A._____  ist  schuldig  der  mehrfachen  harten  Pornografie  im  Sinne  von 

Art. 197 Abs. 4 Satz 2 und Abs. 5 Satz 2 StGB.

2.

3.

Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten.

Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird bedingt aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit 

von 4 Jahren.

4.

Es  wird  ein  Tätigkeitsverbot  im  Sinne  von  Art. 67  Abs. 3  lit. d  Ziff. 2  StGB  angeordnet  und 

dem  Beschuldigten  lebenslänglich  jede  berufliche  und  jede  organisierte  ausserberufliche 

Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, untersagt.

5.

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 26. Juli 2023 beschlag-

nahmten Mobiltelefone (Asservat-Nr. A016'427'831 und A016'427'900) sind nach Eintritt der 

Rechtskraft  auf  Kosten  des  Beschuldigten  auf  die  Werkseinstellungen  zurückzusetzen 

(sichergestellte Löschung sämtlicher Daten) und danach dem Beschuldigten auf erstes Ver-

langen herauszugeben.

Werden die Gegenstände innert dreier Monate seit Eintritt der Rechtskraft bzw. seit erfolgter 

Löschungsmeldung an den Beschuldigten nicht abgeholt, werden sie der Lagerbehörde zur 

Vernichtung respektive gutscheinenden Verwendung überlassen.

6.

Die  Entschädigung  von  Rechtsanwältin  Dr.  iur.  X._____  für  die  amtliche  Verteidigung  des 

Beschuldigten wird auf Fr. 6'550.30 (inkl. Barauslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) festgesetzt.

7.

Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen:

1'100.00   Gebühr Vorverfahren

940.00   Auslagen Polizei

6'550.30   Entschädigung amtliche Verteidigung

10'090.30   Total

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Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, so ermässigt sich die 

Entscheidgebühr um einen Drittel auf Fr. 1'000.–.

8.

Die Kosten und Gebühren des Vorverfahrens und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die 

Gerichtskasse  genommen.  Vorbehalten  bleibt  die  Verpflichtung  des  Beschuldigten,  dem 

Kanton  diese  Entschädigungen  zurückzuzahlen,  sobald  es  seine  wirtschaftlichen  Verhält-

nisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

9.

(Mitteilungen)

10.

(Rechtsmittel)

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 4)

a)

Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 49 S. 1)

1.

Herr A._____ sei angemessen, das heisst mit einer bedingten Geldstrafe zu 

bestrafen. 

2.

3.

Von der Anordnung eines Tätigkeitsverbots sei abzusehen. 

Die Kosten des Berufungsverfahrens seien einschliesslich derjenigen für die 

amtliche Verteidigung auf die Staatskasse zu nehmen.

b)

Des Vertreters der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 40 S. 1)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

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Erwägungen:

I. Prozessgeschichte / Prozessuales

1.

Verfahrensgang

1.1.

Zum Prozessverlauf bis zum erstinstanzlichen Urteil kann auf die Ausführun-

gen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 35 S. 4). Mit vorstehend wiedergege-

benem  Urteil  vom  11. Dezember  2023  sprach  die  Vorinstanz  den  Beschuldigten 

der mehrfachen harten Pornografie im Sinne von Art. 197 Abs. 4 Satz 2 und Abs. 5 

Satz 2  StGB  schuldig.  Dafür  wurde  er  mit  einer  bedingten  Freiheitsstrafe  von 

8 Monaten bestraft und es wurde ein lebenslanges Tätigkeitsverbot ausgesprochen 

(Urk. 35  S. 23  ff.).  Gegen  das  Urteil  der  Vorinstanz  liess  der  Beschuldigte  durch 

seine amtliche Verteidigerin am 20. Dezember 2023 fristgerecht Berufung anmel-

den (Urk. 29). Nach Zustellung des begründeten Entscheids am 1. Oktober 2024 

(Urk. 34/1)  ging  die  Berufungserklärung  des  Beschuldigten  fristgerecht  am 

21. Oktober  2024  am  Obergericht  ein  (Urk. 37).  Mit  Verfügung  vom  21. Oktober 

2024 wurde der Staatsanwaltschaft Frist angesetzt, um zu erklären, ob Anschluss-

berufung erhoben oder ein Nichteintreten beantragt wird (Urk. 38). Mit Eingabe vom 

24. Oktober  2024  (Datum  Poststempel)  erklärte  die  Staatsanwaltschaft,  dass  sie 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils beantrage (Urk. 40).

1.2. Am 21. November 2024 wurde zur heutigen Berufungsverhandlung vorgela-

den  (Urk. 43),  zu  welcher  der  Beschuldigte  und  seine  amtliche  Verteidigerin 

Dr. iur. X._____ erschienen sind (Prot. II S. 4). Das Urteil wurde im Anschluss an 

die Berufungsverhandlung gefällt und mündlich eröffnet (Prot. II S. 6 ff.). 

2.

Umfang der Berufung

Der Beschuldigte lässt das vorinstanzliche Urteil hinsichtlich Dispositivziffer 2 (Frei-

heitsstrafe), Dispositivziffer 3 (Aufschub der Freiheitsstrafe) sowie Dispositivziffer 4 

(Tätigkeitsverbot)  anfechten  (Urk. 37  S. 2;  Prot. II  S. 7).  Demgemäss  sind  sämt-

liche  übrigen  Urteilspunkte,  insbesondere  der  Schuldspruch  gemäss  Dispositiv-

ziffer 1 wegen mehrfacher harter Pornografie im Sinne von Art. 197 Abs. 4 Satz 2 

und Abs. 5 Satz 2 StGB, unangefochten geblieben und in Rechtskraft erwachsen 

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(vgl. Prot. II S. 5), was vorab mittels Beschlusses festzustellen ist (Art. 404 Abs. 1 

StPO). Im angefochtenen Umfang steht der Entscheid im Rahmen des Berufungs-

verfahrens unter Vorbehalt des Verschlechterungsverbotes zur Disposition.

3.

Formelles

Soweit  für  die  tatsächliche  und  rechtliche  Würdigung  des  eingeklagten  Sach-

verhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in An-

wendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung 

findet. Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende 

Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes 

einzelne  Vorbringen  ausdrücklich  widerlegen  muss.  Das  Berufungsgericht  kann 

sich  auf  die  für  seinen  Entscheid  wesentlichen  Gesichtspunkte  beschränken 

(BGE 146 IV 297 E. 2.2.7; BGE 143 III 65 E. 5.2; BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; Urteil 

des Bundesgerichtes 6B_1403/2019 vom 10. Juni 2020 E. 2.5 mit Hinweisen).

II. Sanktion und Vollzug

1.

Ausgangslage

1.1. Der  Beschuldigte  wurde  vor  Vorinstanz  der  mehrfachen  Pornografie  im 

Sinne  von  Art. 197  Abs. 4  Satz 2  und  Abs. 5  Satz 2  StGB  schuldig  gesprochen. 

Gemäss  erstelltem  und  anerkanntem  Sachverhalt  hat  er  sich  zusammengefasst 

zum  Eigenkonsum  insgesamt  97  Filme  und  349  Bilder  mit  tatsächlicher  Kinder-

pornografie beschafft und diese hernach auf zwei Mobiltelefonen gespeichert und 

besessen.  Ausserdem  verschickte  er  via  sein  Instagram-Profil  eine  Datei  mit 

kinderpornografischem Inhalt einem anderen Instagram-Nutzer und stellte die Datei 

diesem damit zum Download zur Verfügung (vgl. Urk. 35 S. 4-6, Urk. 13 S. 2-4).

1.2. Die Vorinstanz verhängte gegen den Beschuldigten eine bedingte Freiheits-

strafe von 8 Monaten. Die Berufung des Beschuldigten richtet sich gegen die Art 

und  Bemessung  der  Strafe.  Er  beantragt  eine  Bestrafung  mit  einer  Geldstrafe 

(Urk. 37 S. 2; Urk. 49 S. 1; Prot. II S. 4). 

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2.

Strafzumessung

2.1.

Zum vorliegend anwendbaren Strafrahmen sowie zu den allgemeinen Straf-

zumessungsgrundsätzen, insbesondere auch hinsichtlich Bildung einer Gesamts-

trafe  bei  mehrfacher  Delinquenz,  kann  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  der 

Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 35 S. 6-9).

2.2. Versenden eines Videos mittels Instagram (Art. 197 Abs. 4 Satz 2 StGB)

2.2.1. Die Vorinstanz hat zunächst das objektive Tatverschulden für die schwerste 

Straftat, den Verstoss gegen Art. 197 Abs. 4 Satz 2 StGB, abgehandelt und zutref-

fende theoretische Ausführungen zum objektiven und subjektiven Tatverschulden 

gemacht (Urk. 35 S. 9 und S. 10), darauf kann vorab verwiesen werden. 

2.2.2. Zum objektiven Verschulden ist konkret festzuhalten, dass der Beschuldigte 

eine  Videodatei  an  einen  anderen  Instagram-Nutzer  verschickte  und  sie  diesem 

damit  zum  Download  zur  Verfügung  stellte.  Die  Videodatei  zeigt  einen  deutlich 

minderjährigen  nackten  Knaben,  welcher  an  seinem  Glied  manipuliert,  wobei  er 

sich mutmasslich selber gefilmt hat. Zu berücksichtigen ist, dass es sich um eine 

einzige Videodatei handelt und der Empfängerkreis begrenzt auf eine Person war. 

Es ist ebenfalls zu berücksichtigen, dass am Knaben keine sexuellen Handlungen 

vorgenommen  werden,  was  das  Video  indes  keineswegs  bagatellisiert.  Jedoch 

wären im Spektrum möglicher kinderpornografischer Videos weitaus explizitere und 

aufdringlichere  sexuelle  Handlungen  möglich.  Dennoch  ist  nicht  zu  verkennen, 

dass die Verbreitung eines solchen Videos die ungestörte Entwicklung des betrof-

fenen Kindes gefährdet. Wer kinderpornografische Darstellungen weiterverbreitet, 

beeinflusst die Nachfrage für die Herstellung solcher Produkte und den (finanziel-

len)  Anreiz  zur  Begehung  entsprechender  Straftaten.  Insgesamt  ist  von  einem 

leichten Tatverschulden auszugehen.

2.2.3. Zur  subjektiven  Tatschwere  ist  zu  erwägen,  dass  der  Beschuldigte  direkt-

vorsätzlich handelte. Er trug wissentlich und willentlich zur Verbreitung von Kinder-

pornografie bei. Über seine Motive ist letztlich nichts bekannt, da er hierzu keine 

Angaben  machte.  Das  objektive  Tatverschulden  wird  durch  das  subjektive  nicht 

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relativiert, womit es bei einem leichten Tatverschulden bleibt. Es rechtfertigt sich 

eine Einsatzstrafe von 90 Strafeinheiten. 

2.2.4. Täterkomponenten

2.2.4.1. Betreffend die persönlichen Verhältnisse und das Vorleben des Beschul-

digten  kann  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  der  Vorinstanz  verwiesen  werden 

(Urk. 35 S. 11). Heute gab er an, nach wie vor bei seiner Mutter zu leben und über 

eine Festanstellung als Gärtner im Unterhalt zu verfügen. Er erziele ein Bruttoein-

kommen von monatlich Fr. 4'500.– bei 13 Monatslöhnen. Die ambulante Therapie 

bei B._____ verlaufe sehr gut und könne bald abgeschlossen werden (Urk. 48 S. 2 

f.). Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten sind strafzumessungsneutral 

zu beurteilen. Der Beschuldigte weist eine Vorstrafe aus dem Jahr 2020 auf. Am 

29. Oktober 2020 wurde er wegen mehrfacher versuchter Brandstiftung mit einer 

Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt, wobei die Freiheitsstrafe zugunsten einer 

ambulanten  Massnahme  i.S.v.  Art. 63  StGB  aufgeschoben  wurde  (Urk. 10/5; 

Urk. 46). Die Vorstrafe ist zwar nicht einschlägig, jedoch angesichts der ausgefäll-

ten Sanktion gravierend. Ausserdem beging er die neuerliche Delinquenz während 

der ambulanten Therapie. Die Vorstrafe wirkt sich straferhöhend aus. Während der 

Beschuldigte in der ersten polizeilichen Einvernahme noch keine Aussagen machte 

und  die  Siegelung  seiner  Geräte  verlangte,  zeigte  er  sich  bei  der  Staatsanwalt-

schaft in der Folge geständig. Zwar war die Beweislage auch ohne die Aussagen 

des  Beschuldigten  erdrückend,  jedoch  gewährte  er  relativ  bald  und  freiwillig 

Zugang zu seinen Mobiltelefonen und verhielt sich in der weiteren Untersuchung 

kooperativ, ausser dass er sich nicht zu seinen Motiven äusserte. Es ist ihm des-

halb eine leichte Strafminderung zu gewähren. 

2.2.4.2. Insgesamt ist die Täterkomponente somit leicht straferhöhend zu beurtei-

len, weshalb die Einsatzstrafe um 15 Strafeinheiten auf 105 Strafeinheiten zu erhö-

hen ist.

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2.2.5. Strafart

2.2.5.1. Betreffend  die  theoretischen  Voraussetzungen  hinsichtlich  der  Strafart 

kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 35 

S. 13). Vorliegend kommt demnach sowohl eine Geld- als auch eine Freiheitsstrafe 

in Betracht. Eine Freiheitsstrafe kommt in Betracht, wenn eine solche vorliegend 

geboten erscheint, um den Beschuldigten von der Begehung weiterer Verbrechen 

oder Vergehen abzuhalten (Art. 41 Abs. 1 lit. a StGB).

2.2.5.2. Der  Beschuldigte  ist  vorbestraft  wegen  mehrfacher  versuchter  Brand-

stiftung  (Urk. 10/1;  Urk. 46).  Er  liess  sich  durch  das  frühere  Verfahren  sowie  die 

ausgefällte Freiheitsstrafe von immerhin 22 Monaten nicht von weiteren Straftaten 

abhalten. Er delinquierte während der ambulanten Therapie, zu deren Gunsten die 

Freiheitsstrafe  aufgeschoben  wurde,  wiederum  mehrfach.  Zwar  wurde  er  nicht 

einschlägig  straffällig,  gleichwohl  liess  er  sich  durch  die  Verurteilung  zu  einer 

Freiheitsstrafe nicht genügend abschrecken. Vor diesem Hintergrund und aufgrund 

dessen,  dass  betreffend  seine  Motivation  für  die  neuerliche  Delinquenz  nichts 

bekannt  ist  und  sich  auch  nicht  aus  den  Therapieberichten  ergibt  (vgl.  Urk. 26/1 

und Urk. 50), bestehen erhebliche Zweifel an der spezialpräventiven Wirkung einer 

Geldstrafe.  Vielmehr  scheint  eine  solche  nicht  zweckmässig.  Hinsichtlich  der 

spezialpräventiven Wirkung einer Freiheitsstrafe hingegen ist anzunehmen, dass 

eine solche den Beschuldigten eher davon abhält, erneut ein Delikt zu begehen, 

nachdem er über eine Festanstellung als Gärtner bei der C._____ AG, D._____, 

verfügt (Urk. 42/1), mit welcher Stelle er sehr zufrieden ist und wo er selbständig 

und eigenverantwortlich arbeiten kann (Urk. 50 S. 2). Es ist deshalb zu erwarten, 

dass eine Freiheitsstrafe die grössere spezialpräventive Wirkung zeitigt, als eine 

Geldstrafe, zumal über die Motivation des Beschuldigten nichts bekannt ist und sich 

auch der aktuellste Therapiebericht nicht dazu äussert (vgl. Urk. 50). Schliesslich 

kommt  hinzu,  dass  der  Beschuldigte  das  vorliegende  Verfahren  im  Rahmen  der 

ambulanten Therapie inhaltlich nicht aufarbeitet (Urk. 50). Es scheint deshalb ge-

boten, für die begangenen Delikte je eine Freiheitsstrafe auszufällen, um den Be-

schuldigten von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. 

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2.2.6. (Einsatz-)Strafe Fazit

Für das Versenden der Videodatei über Instagram ist der Beschuldigte folglich mit 

einer Freiheitsstrafe von 105 Tagen zu bestrafen.

2.3. Beschaffen und Besitz von Bildern und Videos (Art. 197 Abs. 5 Satz 2 StGB)

2.3.1. Betreffend das objektive Verschulden ist zu erwägen, dass sich der Beschul-

digte  349  kinderpornografische  Bild-  und  97  kinderpornografische  Filmdateien 

beschafft  hat,  wobei  man  nicht  weiss,  in  welchem  Zeitraum  dies  geschehen  ist. 

Hernach  speicherte  er  diese  auf  zwei  verschiedenen  Mobiltelefonen.  Es  handelt 

sich  um  eine  erhebliche  Menge  an  Bild-  und  Videomaterial,  welches  eindeutig 

minderjährige Mädchen und v.a. Jungen zeigt. Die Kinder werden dabei nackt und 

in sexuell aufreizenden Posen mit Fokus auf ihre Geschlechtsteile gezeigt, ausser-

dem werden sie auch beim gegenseitigen Vaginal-/Anal- und Oralverkehr gezeigt 

und  solchem  mit  erwachsenen  Männern  und  Frauen.  Mit  dem  Beschaffen  und 

Besitzen  solcher  Dateien  trägt  der  Beschuldigte  mittelbar  zum  sexuellen  Miss-

brauch von in solchen Machwerken zur Schau gestellten Kindern bei. Insgesamt ist 

das objektive Tatverschulden dennoch als noch leicht zu werten. 

2.3.2. Im Rahmen des subjektiven Verschuldens ist entgegen der Vorinstanz von 

direktem Vorsatz auszugehen. Auch wenn sich der Beschuldigte über seine Motive 

ausschweigt,  so  anerkennt  er,  sich  die  Dateien  zum  Eigenkonsum  beschafft  zu 

haben. Es muss dabei von einem Wissen und Wollen hinsichtlich aller objektiver 

Tatbestandselemente  ausgegangen  werden.  Die  Sicherstellung  der  Dateien  auf 

zwei verschiedenen Datenträgern lässt ferner darauf schliessen, dass diese nicht 

bei einem einmaligen Vorgang und bloss zufällig gespeichert wurden. Wie er unter 

diesen Umständen eventualvorsätzlich hätte handeln sollen, ist nicht denkbar und 

wird von der Vorinstanz auch nicht ausgeführt. Das subjektive Verschulden relati-

viert  somit  das  objektive  nicht,  weshalb  es  bei  einem  noch  leichten  Verschulden 

bleibt. Eine Strafe von 120 Strafeinheiten scheint angemessen.

2.3.3. Betreffend Täterkomponenten kann auf die vorherigen Erwägungen verwie-

sen  werden  (vgl.  oben  E. 2.2.4).  Insgesamt  ist  die  Täterkomponente  somit  leicht 

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straferhöhend  zu  berücksichtigen,  weshalb  die  Strafe  um  15  Strafeinheiten  auf 

135 Strafeinheiten zu erhöhen ist.

2.3.4. Betreffend  Strafart  kann  auf  oben  Gesagtes  verwiesen  werden  (vgl.  oben 

E. 2.2.5).  Auch  betreffend  diesem  Delikt  scheint  eine  Freiheitsstrafe  die  ange-

messene Sanktion.

2.3.5. Asperation und Strafe

2.3.5.1. Für die Asperation und die Bemessung der Gesamtstrafe ist dem Verhält-

nis der einzelnen Taten untereinander, ihrem Zusammenhang, ihrer grösseren oder 

geringeren Selbständigkeit sowie der Gleichheit oder Verschiedenheit der verletz-

ten Rechtsgüter und Begehungsweisen Rechnung zu tragen. Der Gesamtschuld-

beitrag des einzelnen Delikts wird dabei geringer zu veranschlagen sein, wenn die 

Delikte zeitlich, sachlich und situativ in einem engen Zusammenhang stehen (Urteil 

des Bundesgerichtes 7B_696/2023 vom 13. Mai 2024 E. 3.1.2). Vorliegend stehen 

die  beiden  Delikte  in  einem  engen  sachlichen  Zusammenhang,  liegen  zeitlich 

jedoch  auseinander.  Eine  Erhöhung  der  Einsatzstrafe  von  105  Tagen  um  insge-

samt 105 Tage erscheint angemessen.

2.3.5.2. Unter  Berücksichtigung  aller  für  die  Strafzumessung  relevanter  Kriterien 

erscheint eine Freiheitsstrafe von 210 Tagen respektive 7 Monaten angemessen. 

3.

Vollzug

Die Vorinstanz hat den Vollzug  der auszufällenden Freiheitsstrafe aufgeschoben 

und die Probezeit aufgrund der Vorstrafe und der daraus sich ergebenden Beden-

ken auf 4 Jahre festgesetzt (Urk. 35 S. 15-17). Dies ist zu übernehmen. Einem Voll-

zug  der  Freiheitsstrafe  stünde  ohnehin  das  Verschlechterungsverbot  (Art. 391 

Abs. 2 StPO) entgegen.

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III. Tätigkeitsverbot

1.

Urteil der Vorinstanz und Standpunkt des Beschuldigten

1.1. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot 

im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. d Ziff. 2 StGB auferlegt (Urk. 35 S. 23). 

1.2. Der  Beschuldigte  beantragt,  von  einem  Tätigkeitsverbot  sei  abzusehen. 

Vorliegend handle es sich um einen besonders leichten Fall mit Bagatellcharakter. 

Ausserdem  sei  von  einem  sehr  leichten  Verschulden  auszugehen.  Er  sei  im 

Tatzeitpunkt erst 22 Jahre alt und sich der Tragweite und der Konsequenzen nicht 

genügend bewusst gewesen. Ausserdem habe der Beschuldigte konstant verneint, 

pädosexuell zu empfinden (Urk. 37 S. 2; Urk. 25 S. 6 ff.; Urk. 49 S. 1 und S. 3 f.).

2.

Voraussetzung für die Anordnung eines (lebenslänglichen) Tätigkeitsverbots

2.1. Wird jemand wegen Pornografie nach Art. 197 Abs. 4 oder Abs. 5 StGB ver-

urteilt  und  haben  die  Gegenstände  oder  Vorführungen  sexuelle  Handlungen  mit 

Minderjährigen  zum  Inhalt,  so  hat  das  Gericht  gemäss  Art. 67  Abs. 3  lit. d  Ziff. 2 

StGB  zwingend  ein  lebenslängliches  Tätigkeitsverbot  auszusprechen,  welches 

dem Täter lebenslänglich jede berufliche und organisierte ausserberufliche Tätig-

keit verbietet, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst.

2.2.

In  besonders  leichten  Fällen  kann  das  Gericht  ausnahmsweise  von  der 

Anordnung  eines  solchen  Tätigkeitsverbots  absehen,  wenn  ein  solches  nicht 

notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer gleichartiger Straf-

taten abzuhalten (Art. 67 Abs. 4bis StGB). Von der Anordnung eines Tätigkeitsver-

botes  darf  jedoch  nicht  abgesehen  werden,  wenn  der  Täter  wegen  eines  der  in 

Art. 67  Abs. 4bis  lit. a  StGB  aufgeführten  Delikte  verurteilt  worden  ist  oder,  wenn 

dieser gemäss den international anerkannten Klassifikationen pädophil ist (lit. b). 

Die  Voraussetzungen  für  das  Absehen  von  einem  zwingend  lebenslänglichen 

Tätigkeitsverbot gemäss Art. 67 Abs. 4bis StGB sind eng ausgestaltet. Es muss sich 

kumulativ  um  einen  besonders  leichten  Fall  einer  bestimmten  Sexualstraftat 

handeln, und das Tätigkeitsverbot darf nicht notwendig erscheinen, um den Täter 

von der Begehung weiterer einschlägiger Sexualstraftaten am geschützten Perso-

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nenkreis  abzuhalten.  Nicht  notwendig  erscheint  ein  Tätigkeitsverbot  gestützt  auf 

die Botschaft dann, wenn dem Täter eine gute Prognose gestellt werden kann, weil 

Anhaltspunkte für eine Wiederholungsgefahr fehlen. Die Botschaft hält dazu fest, 

dass die Frage, ob ein Verbot nicht notwendig erscheine, um den Täter von der 

Begehung weiterer Sexualstraftaten abzuhalten, vom Gericht – wie bei der Frage 

des bedingten Strafvollzuges (Art. 42 Abs. 1 StGB) – aufgrund einer Gesamtwürdi-

gung beantwortet werden müsse. Für eine Einschätzung des Rückfallrisikos sei ein 

möglichst vollständiges Bild der Täterpersönlichkeit unabdingbar; falls nötig, auch 

mittels  eines  psychiatrischen  Gutachtens.  Seien  die  Voraussetzungen  erfüllt,  so 

liege  der  ausnahmsweise  Verzicht  auf  die  Anordnung  eines  lebenslänglichen 

Tätigkeitsverbotes im Ermessen des Gerichtes (BBl 2016 6161 f.; Urteile des Ober-

gerichts  Zürich  SB210115  vom  7. September  2021  Erw. IV.2.;  SB210131  vom 

20. August 2021 E. V.1.). Die Botschaft nennt einige Konstellationen, in denen das 

Gericht gestützt auf Art. 67 Abs. 4bis StGB ausnahmsweise von einem Tätigkeits-

verbot nach Art. 67 Abs. 3 und 4 StGB absehen könnte (BBl 2016 6162 f.): Eine 

20-jährige  Person  hat  im  Rahmen  einer  Liebesbeziehung  mit  einer  15-jährigen 

Person einvernehmlich sexuelle Kontakte (z.B. Zungenküsse), eine Kioskverkäufe-

rin verkauft einem Minderjährigen ein "Sexheftli", in einer "WhatsApp-Gruppe" von 

mehreren  15-  bis  18-jährigen  Personen  wird  ein  Kurzvideo  mit  pornografischem 

Inhalt, das von anderen, unter 16 Jahre alten Schulkollegen selbst gedreht wurde, 

geteilt und auf dem Mobiltelefon belassen, oder eine Frau lässt zu, dass ihr Ehe-

mann sie vor der minderjährigen Babysitterin demonstrativ "begrapscht" bzw. wehrt 

sich nicht dagegen.

3.

Anwendung auf den vorliegenden Fall

3.1. Es ist unbestritten, dass der Beschuldigte mit den Schuldsprüchen wegen 

Pornografie im Sinne von Art. 197 Abs. 4 Satz 2 und Abs. 5 Satz 2 StGB je eine 

Katalogtat gemäss Art. 67 Abs. 3 lit. d Ziff. 2 StGB erfüllt. Entsprechend wäre zwin-

gend ein Tätigkeitsverbot auszusprechen. Zu prüfen bleibt jedoch, ob von einem 

solchen aufgrund von Art. 67 Abs. 4bis StGB abgesehen werden kann. 

3.2. Das  objektive  Tatverschulden  ist  vorliegend  als  noch  leicht  einzustufen 

(vgl. vorne  E. 2.2.2.  und  E. 2.3.1  f.).  Die  vom  Beschuldigten  zum  Eigenkonsum 

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beschafften und besessenen Bilder und Videos zeigen Übergriffe auf Kinder, mehr-

heitlich Buben, welche im vorpubertären und pubertären Alter sind. Ob die Bilder 

und Videos gezielt gesucht wurden, blieb offen. Der Besitz solcher Videos fördert 

sogenannte "Hands-on"-Delikte, also Sexualdelikte, bei denen es zu einem Körper-

kontakt zwischen Täter und Opfer kommt, welche wiederum der Herstellung verbo-

tener  Pornografie  dienen  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichtes  6B_1027/2021  vom 

5. Juni 2023 E. 2.4.1). Auch ist der vorliegende Fall nicht mit den in der Botschaft 

aufgezählten  Beispielfällen  für  das  Absehen  eines  Tätigkeitsverbots  zu  verglei-

chen. Der damals 22-jährige Beschuldigte beschaffte sich eine nicht unerhebliche 

Anzahl Bilder und Videos mit kinderpornographischem Inhalt wissentlich und wil-

lentlich  zum  Eigenkonsum  und  besass  sie  hernach  am  4. August  2022  auf  zwei 

verschiedenen Mobiltelefonen. Bereits ein halbes Jahr vorher, am 25. Dezember 

2021,  schickte  er  eine  Videodatei  mit  kinderpornografischen  Inhalten  an  einen 

anderen  Instagram-Nutzer.  Auch  wenn  aufgrund  der  Anzahl  Bilder  (349)  und 

Videos  (97)  quantitativ  durchaus  schwerwiegendere  Fälle  von  Kinderpornografie 

bekannt sind, kann nach dem Ausgeführten doch keinesfalls mehr von einer Baga-

telle gesprochen werden. Auch inhaltlich kann nicht von Bagatellfällen gesprochen 

werden, zeigen die aufgefundenen Dateien doch teilweise massive Übergriffe an 

Mädchen und v.a. an Jungen (vgl. Urk. 6/5/4). Wie die Vorinstanz zutreffend aus-

führte, lässt die Sicherstellung der Dateien auf zwei verschiedenen Datenträgern 

darauf schliessen, dass diese nicht bei einem einmaligen Vorgang und bloss zufäl-

lig gespeichert wurden (Urk. 35 S. 18). Dies gilt umso mehr, als dass ein strenger 

Massstab angezeigt ist. Schliesslich hat die Vorinstanz dem Beschuldigten ange-

sichts der zahlreichen weiteren aufgefundenen Dateien mit "Präferenzindikatoren" 

zu Recht keine gute Prognose attestiert. Die kumulativen Voraussetzungen für die 

Annahme eines leichten Falls liegen nicht vor. Seine erst vor Vorinstanz erstmals 

vorgebrachte Erklärung, er habe die Delikte begangen, um die fraglichen Bilder der 

Polizei  zur  Anzeige  zu  bringen  (Urk. 24  S. 11),  ist  nicht  glaubhaft.  So  verging 

zwischen dem Zurverfügungstellen des Videos auf Instagram und der Hausdurch-

suchung, anlässlich welcher die weiteren Videos und Bilder gefunden wurden, über 

ein halbes Jahr, ohne dass er der Polizei Meldung erstattet hätte. Heute brachte er 

Ähnliches denn auch nicht (mehr) vor (Urk. 48 S. 5 f.). 

-   14   -

3.3. Die Voraussetzung eines besonders leichten Falles ist nicht gegeben. 

3.4. Da  die  beiden  Voraussetzungen  für  das  Absehen  vom  Tätigkeitsverbot 

kumulativ  erfüllt  sein  müssen  und  ein  besonders  leichter  Fall  vorliegend  zu  ver-

neinen  ist,  erübrigt  sich  eine  Prüfung,  ob  das  lebenslängliche  Tätigkeitsverbot 

geeignet und erforderlich ist, den Beschuldigten von weiteren Straftaten abzuhal-

ten, wie sie Anlass für das Verbot sind. Anzufügen ist lediglich, dass das Tätigkeits-

verbot allgemein den Schutz von Minderjährigen vor Sexualstraftätern vorsieht und 

grundsätzlich dazu geeignet ist, Sexualstraftaten zulasten von Minderjährigen zu 

verhindern  bzw.  zu  erschweren  (BBl  2016  6158;  Urteil  des  Bundesgerichtes 

6B_1027/2021 vom 5. Juni 2023 E. 2.5.1). Ob dem Beschuldigten keine pädophile 

Neigung  zu  attestieren  ist,  wie  die  Verteidigung  und  der  Beschuldigte  vor  Vorin-

stanz und heute ausführten (Urk. 24 S. 11 f., Urk. 25 S. 7; Urk. 48 S. 3; Urk. 49 S. 3 

f.), ist letztlich nicht geklärt, zumal sich auch der Therapiebericht nicht dazu äussert 

(Urk. 50), und kann nach dem Gesagten offen bleiben. Der Vorinstanz ist jedoch 

zuzustimmen, wenn sie ausführt, dass ein Blick auf die aufgefundenen Bilder und 

Videos nahe lege, dass beim Beschuldigten eine gewisse Vorliebe für einschlägige 

Bilder von minderjährigen Knaben vorliege (Urk. 35 S. 18 f.), und es wenig wahr-

scheinlich  sei,  dass  bloss  zufällig  Bilder  von  minderjährigen  Knaben  in  deutlich 

grösserer Zahl vorhanden seien als entsprechende Bilder von minderjährigen Mäd-

chen (Urk. 6/5/4).

3.5. Nach  dem  Gesagten  liegt  kein  Ausnahmetatbestand  vor  und  es  ist  nach 

Art. 67 Abs. 3 lit. d Ziff. 2 StGB zwingend ein lebenslanges Tätigkeitsverbot anzu-

ordnen.

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Kosten des Berufungsverfahrens

1.1. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist in Anwendung von § 16 GebV OG 

in Verbindung mit § 14 Abs. 1 lit. a GebV OG auf Fr. 3'000.– festzusetzen. 

1.2. Da  der  Beschuldigte  mit  seinen  Appellationsbegehren  unterliegt,  sind  ihm 

die  Kosten  für  das  Berufungsverfahren  aufzuerlegen  (Art. 428  Abs. 1  StPO),  mit 

-   15   -

Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen (unter Vor-

behalt  einer  Rückforderung;  Art. 135  Abs. 4  StPO)  auf  die  Gerichtskasse  zu 

nehmen sind. Der Beschuldigte beantragte eine Geldstrafe sowie ein Absehen von 

der Anordnung eines Tätigkeitsverbotes. Damit dringt er nicht durch. Die Reduktion 

der Strafe um einen Monat rechtfertigt keine anderweitige Kostenauflage. 

2.

Entschädigung der amtlichen Verteidigung

Die amtliche Verteidigung macht für ihre Aufwendungen im Berufungsprozess ein 

Honorar von insgesamt Fr. 3'618.– (inkl. MwSt.) geltend, welches ausgewiesen ist 

(Urk. 47).  Somit  ist  die  Verteidigerin  mit  einem  Betrag  in  antragsgemässer  Höhe 

aus der Gerichtskasse zu entschädigen.

Es wird beschlossen:

1.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 

11. Dezember 2023 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen harten Pornografie im Sinne 

von Art. 197 Abs. 4 Satz 2 und Abs. 5 Satz 2 StGB.

2.

3.

4.

5.

[…]

[…]

[…]

Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 26. Juli 2023 

beschlagnahmten Mobiltelefone (Asservat-Nr. A016'427'831 und A016'427'900) sind 

nach Eintritt der Rechtskraft auf Kosten des Beschuldigten auf die Werkseinstellun-

gen zurückzusetzen (sichergestellte Löschung sämtlicher Daten) und danach dem 

Beschuldigten auf erstes Verlangen herauszugeben.

Werden die Gegenstände innert dreier Monate seit Eintritt der Rechtskraft bzw. seit 

erfolgter Löschungsmeldung an den Beschuldigten nicht abgeholt, werden sie der 

Lagerbehörde zur Vernichtung respektive gutscheinenden Verwendung überlassen.

-   16   -

6.

Die Entschädigung von Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ für die amtliche Verteidigung 

des Beschuldigten wird auf Fr. 6'550.30 (inkl. Barauslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) 

festgesetzt.

7.

Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen:

1'100.00   Gebühr Vorverfahren

940.00   Auslagen Polizei

6'550.30   Entschädigung amtliche Verteidigung

10'090.30   Total

Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, so ermässigt 

sich die Entscheidgebühr um einen Drittel auf Fr. 1'000.–.

8.

Die Kosten und Gebühren des Vorverfahrens und des gerichtlichen Verfahrens 

werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden 

einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten bleibt die Verpflichtung 

des Beschuldigten, dem Kanton diese Entschädigungen zurückzuzahlen, sobald es 

seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

9.

(Mitteilungen)

10.

(Rechtsmittel)"

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt:

1.

2.

Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 7 Monaten Freiheitsstrafe. 

Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

4 Jahre festgesetzt.

3.

Es wird ein Tätigkeitsverbot im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. d Ziff. 2 StGB 

angeordnet und dem Beschuldigten lebenslänglich jede berufliche und jede 

organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu 

Minderjährigen umfasst, untersagt.

-   17   -

4.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

3'000.– ; die weiteren Kosten betragen:

3'618.–   amtliche Verteidigung (inkl. 8,1% MwSt.)

5.

Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amt-

lichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

men. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten.

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an





die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben)

die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an







die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

das Bundesamt für Polizei, Bundeskriminalpolizei, 3003 Bern

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an







die Vorinstanz

den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste 

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschrie-

benen Weise schriftlich einzureichen.

-   18   -

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 24. Februar 2025

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. B. Gut

lic. iur. S. Maurer

Zur Beachtung:

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam gemacht:

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vorerst nicht 

bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss er/sie die Geldstrafe de-

finitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte Freiheitsstrafe.

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden (Art. 46 Abs. 1 

bzw. Abs. 4 StGB),

-

-

wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht,

wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.