# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4c8a4f4-434e-597e-b57c-9e26e8785a5c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 25.01.2012 PS110219
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS110219_2012-01-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS110219-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Hodel und Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden sowie Ge-

richtsschreiberin lic. iur. K. Graf. 

Urteil vom 25. Januar 2012 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

C._____,  
Beschwerdegegner, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, 

 

betreffend Pfändung 
(Beschwerde über das Betreibungsamt D._____) 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil der I. Abteilung des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 
4. November 2011 (CB110026) 

- 2 - 

Erwägungen: 
 

1. Sachverhalt / Prozessgeschichte 

1.1. Mit Eingabe vom 11. September 2011 erhoben die Beschwerdeführer Be-

schwerde beim Bezirksgericht Dielsdorf als untere kantonale Aufsichtsbehörde in 

Schuldbetreibungs- und Konkurssachen gegen die Pfändungsurkunden der Pfän-

dungen Nr. … gegen die Beschwerdeführerin (act. 7) und Nr. … gegen den Be-

schwerdeführer (act. 8), welche beide am 29. August 2011 versendet wurden. Die 

Beschwerdeführer machten im Wesentlichen geltend, dass die gepfändete Haupt-

forderung in der Höhe von Fr. 88'674.–, welche sich auf ein Urteil des Oberge-

richts des Kantons Zürich stütze, wonach sie verpflichtet seien, dem Beschwer-

degegner EUR 60'000.– zzgl. Zins zu bezahlen, richtigerweise gemäss Wechsel-

kurs vom 9. September 2011 Fr. 72'402.– betrage. Die Pfändungssumme müsse 

nach dem aktuellen Eurokurs berechnet werden, da die Schuld in Euro bestünde 

(act. 1).  

1.2. Das Betreibungsamt D._____ beantragte in seiner Vernehmlassung vom 

19. September 2011, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten 

sei (act. 10). Auch der Beschwerdegegner verlangte in seiner Stellungnahme vom 

26. September 2011 die Abweisung der Beschwerde (act. 13). 

1.3. Mit Urteil vom 4. November 2011 wies das Bezirksgericht Dielsdorf die Be-

schwerde ab, soweit darauf einzutreten sei (act. 15 = act. 18). Dagegen erhoben 

die Beschwerdeführer beim Obergericht des Kantons Zürich als obere kantonale 

Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen mit Eingabe vom 

21. November 2011 (Datum Poststempel) innert Frist Berufung und beantragten 

sinngemäss, das Betreibungsamt D._____ sei anzuweisen, die Forderung in 

Fremdwährung entgegenzunehmen (act. 19). 

1.4. Die untere Aufsichtsbehörde gab als Rechtsmittel gegen ihren Entscheid 

fälschlicherweise die Berufung an, während richtigerweise nach § 18 EG SchKG 

i.V.m. § 84 GOG die Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO zu erheben gewesen wä-

re. Die falsche Bezeichnung des Rechtsmittels schadet nicht, da das Obergericht 

- 3 - 

irrtümlich eingereichte Berufungen als Beschwerden und umgekehrt entgegen 

nimmt (vgl. OGer ZH vom 5. September 2011, NQ110029, E. 1) und vorliegend 

auch die Beschwerde in der von der Vorinstanz angegebenen 10tägigen Frist zu 

erheben war (Art. 18 SchKG), so dass die Eingabe der Beschwerdeführer als Be-

schwerde entgegen zu nehmen ist.  

1.5. Mit Verfügung vom 24. November 2011 wurde der Beschwerde einstweilen 

die aufschiebende Wirkung in dem Sinne erteilt, dass in den Pfändungen Nr. … 

gegen die Beschwerdeführerin und Nr. … gegen den Beschwerdeführer keine 

Verwertungshandlungen erfolgen dürfen (act. 21). 

1.6. Von der Einholung einer Beschwerdeantwort und einer Vernehmlassung der 

Vorinstanz ist abzusehen (§§ 322 und 324 ZPO). Die Sache ist spruchreif. 

2. Materielles 

2.1. Die Beschwerdeführer machen im Wesentlichen geltend, es sei festzustel-

len, dass die im Urteil vom 11. Dezember 2009 des Obergerichts des Kantons Zü-

rich festgesetzte Summe von EUR 60'000.– zuzüglich Kosten in Schweizer Fran-

ken weiterhin Bestand habe. Der Beschwerdegegner versuche, die Stärke des 

Schweizer Frankens für sich auszunutzen. Der Beschwerdegegner sei zwischen-

zeitlich von einer … Strafkammer [des Landes E._____] rechtskräftig wegen Be-

truges zu einer mehrjährigen Strafe verurteilt worden. Sie würden selber eine 

Forderung in einer Grössenordnung von mehr als EUR 200'000.– gegen den Be-

schwerdegegner geltend machen. Das entsprechende Verfahren werde beim 

Landesgericht F._____ fortgesetzt. In Ziffer 5 des angefochtenen Urteils stehe, 

dass es dem Schuldner unbenommen bleibe, die Forderung bis zur Beendigung 

der Betreibung in Fremdwährung zu tilgen. Genau dies habe das zuständige Be-

treibungsamt abgelehnt. Deshalb solle das Obergericht das Betreibungsamt 

D._____ anweisen, die Forderung in Fremdwährung entgegenzunehmen, falls es 

ihnen nicht vorher gelinge, die Schuld durch entsprechende Verrechnung mit ei-

genen Forderungen auszugleichen (act. 19). 

- 4 - 

2.2. Die untere kantonale Aufsichtsbehörde hielt diesbezüglich mit Hinweis auf 

Art. 88 Abs. 4 SchKG fest, dass eine Forderungssumme in fremder Währung auf 

Begehren des Gläubigers nach dem Kurs am Tage des Fortsetzungsbegehrens 

erneut in die Landeswährung umgerechnet werden könne. Dem Gläubiger sei es 

nach dieser Bestimmung gestattet, im Zeitpunkt des Fortsetzungsbegehrens den 

für ihn besten Kurs zu wählen. Damit solle ein allfälliger Verzugsschaden, zu des-

sen Eintreibung der Gläubiger eine neue Betreibung einleiten müsse, möglichst 

vermieden werden. Die vom Beschwerdegegner ins Feld geführte Argumentation, 

wonach die betreibungsrechtliche Umwandlung der Schuld in Landeswährung 

keine materiellrechtliche Auswirkungen habe und insbesondere keine Novation 

darstelle, sei stichhaltig. Dem Schuldner bleibe es unbenommen, die Forderung 

bis zur Beendigung der Betreibung in der Fremdwährung zu tilgen (act. 18 S. 3). 

2.3. Zusammenfassend stellt sich im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig 

die Frage, ob die Beschwerdeführer die Forderung beim Betreibungsamt in 

Fremdwährung tilgen können. Gemäss Art. 12 SchKG hat das Betreibungsamt 

Zahlungen für Rechnungen des betreibenden Gläubigers entgegenzunehmen, 

wobei die Schuld durch die Zahlung (Forderungsbetrag samt Zinsen und Kosten) 

an das Betreibungsamt erlischt. Die Zahlung an das Betreibungsamt muss in 

Schweizer Franken erfolgen, auch wenn die Schuld auf eine Fremdwährung lau-

tet. Bei Überweisung einer Fremdwährung hat das Betreibungsamt diese (als Sa-

che) zu pfänden und zu verwerten (BSK SchKG I-EMMEL, Art. 12 N 5 mit Hinweis 

auf BGE 77 III 97). Das Betreibungsamt darf ein Barangebot in Fremdwährung 

ablehnen bzw. einen überwiesenen Betrag zurückzusenden. Nimmt das Amt den-

noch einen Betrag in Fremdwährung an, muss ihm – jedenfalls bei gängigen 

Fremdwährungen – der Umtausch zum Tageskurs gestattet sein, kann doch eine 

Verwertung freihändig geschehen und würde eine öffentliche Versteigerung einen 

offensichtlichen Leerlauf bedeuten (KUKO SchKG-LEVANTE, Art. 12 N 5). Es ist 

demnach festzuhalten, dass eine Zahlung an das Betreibungsamt grundsätzlich in 

Schweizer Franken zu erfolgen hat. 

 Wie die Vorinstanz richtig ausführte, kann der Schuldner während der Dauer 

der Betreibung weiterhin mittels der geschuldeten Währung erfüllen (BSK OR I-

- 5 - 

LEU, Art. 84 N 11). Demnach könnten die Beschwerdeführer dem Beschwerde-

gegner (nicht dem Betreibungsamt) weiterhin den Betrag von EUR 60'000.– 

überweisen. Die Beschwerdeführer sind jedoch darauf hinzuweisen, dass bei ei-

ner Zahlung direkt an den Gläubiger nur der Richter die Betreibung aufheben 

kann (vgl. Art. 85 ZPO; BSK SchKG I-EMMEL, Art. 12 N 7).  

2.4. Aus den dargelegten Umständen ergibt sich, dass es – entgegen dem An-

trag der Beschwerdeführer – keiner Anweisung an das Betreibungsamt bedarf 

und im Weiteren, dass die Schuld, angesichts des aktuellen Wechselkurses, nicht 

durch eine Zahlung von EUR 60'000.– an das Betreibungsamt getilgt werden 

kann. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

3. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

 Für das Verfahren vor der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbe-

treibungs- und Konkurssachen sind grundsätzlich keine Kosten zu erheben. Bei 

böswilliger oder mutwilliger Prozessführung können einer Partei oder ihrem Ver-

treter jedoch Bussen bis zu Fr. 1'500.– sowie Gebühren und Auslagen auferlegt 

werden (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG). Gemäss Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG sind 

keine Parteientschädigungen zuzusprechen. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und – unter Beilage der erstinstanzli-

chen Akten – an das Bezirksgericht Dielsdorf sowie an das Betreibungsamt 

D._____, je gegen Empfangsschein. 

- 6 - 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Graf 
 
versandt am: 
 

	Urteil vom 25. Januar 2012
	1. Sachverhalt / Prozessgeschichte
	1.1. Mit Eingabe vom 11. September 2011 erhoben die Beschwerdeführer Beschwerde beim Bezirksgericht Dielsdorf als untere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen gegen die Pfändungsurkunden der Pfändungen Nr. … gegen die Besc...
	1.2. Das Betreibungsamt D._____ beantragte in seiner Vernehmlassung vom 19. September 2011, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (act. 10). Auch der Beschwerdegegner verlangte in seiner Stellungnahme vom 26. September 2011 die ...
	1.3. Mit Urteil vom 4. November 2011 wies das Bezirksgericht Dielsdorf die Beschwerde ab, soweit darauf einzutreten sei (act. 15 = act. 18). Dagegen erhoben die Beschwerdeführer beim Obergericht des Kantons Zürich als obere kantonale Aufsichtsbehörde ...
	1.4. Die untere Aufsichtsbehörde gab als Rechtsmittel gegen ihren Entscheid fälschlicherweise die Berufung an, während richtigerweise nach § 18 EG SchKG i.V.m. § 84 GOG die Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO zu erheben gewesen wäre. Die falsche Bezeichn...
	1.5. Mit Verfügung vom 24. November 2011 wurde der Beschwerde einstweilen die aufschiebende Wirkung in dem Sinne erteilt, dass in den Pfändungen Nr. … gegen die Beschwerdeführerin und Nr. … gegen den Beschwerdeführer keine Verwertungshandlungen erfolg...
	1.6. Von der Einholung einer Beschwerdeantwort und einer Vernehmlassung der Vorinstanz ist abzusehen (§§ 322 und 324 ZPO). Die Sache ist spruchreif.

	2. Materielles
	2.1. Die Beschwerdeführer machen im Wesentlichen geltend, es sei festzustellen, dass die im Urteil vom 11. Dezember 2009 des Obergerichts des Kantons Zürich festgesetzte Summe von EUR 60'000.– zuzüglich Kosten in Schweizer Franken weiterhin Bestand ha...
	2.2. Die untere kantonale Aufsichtsbehörde hielt diesbezüglich mit Hinweis auf Art. 88 Abs. 4 SchKG fest, dass eine Forderungssumme in fremder Währung auf Begehren des Gläubigers nach dem Kurs am Tage des Fortsetzungsbegehrens erneut in die Landeswähr...
	2.3. Zusammenfassend stellt sich im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig die Frage, ob die Beschwerdeführer die Forderung beim Betreibungsamt in Fremdwährung tilgen können. Gemäss Art. 12 SchKG hat das Betreibungsamt Zahlungen für Rechnungen des be...
	Wie die Vorinstanz richtig ausführte, kann der Schuldner während der Dauer der Betreibung weiterhin mittels der geschuldeten Währung erfüllen (BSK OR I-Leu, Art. 84 N 11). Demnach könnten die Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner (nicht dem Betreibun...
	2.4. Aus den dargelegten Umständen ergibt sich, dass es – entgegen dem Antrag der Beschwerdeführer – keiner Anweisung an das Betreibungsamt bedarf und im Weiteren, dass die Schuld, angesichts des aktuellen Wechselkurses, nicht durch eine Zahlung von E...

	3. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Für das Verfahren vor der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen sind grundsätzlich keine Kosten zu erheben. Bei böswilliger oder mutwilliger Prozessführung können einer Partei oder ihrem Vertreter jedoch Bussen bi...

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und – unter Beilage der erstinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Dielsdorf sowie an das Betreibungsamt D._____, je gegen Empfangsschein.
	5.  Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. ...