# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7dfc7887-b223-5333-a116-c2479ce59553
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.02.2015 200 2014 1108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1108_2015-02-26.pdf

## Full Text

200 14 1108 UV
SCP/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Februar 2015

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

AXA Versicherungen AG
Generaldirektion, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357,
8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Feb. 2015, UV/14/1108, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1962 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) war bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA bzw. 
Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfäl-
len sowie Berufskrankheiten versichert, als sie sich gemäss Unfallmeldung 
vom 31. Dezember 2013 am 17. Dezember 2013 bei einem Sturz auf den 
Rücken eine Prellung sowie Muskelschmerzen am linken Oberarm zuzog 
(Akten der AXA [act. II] A1). Nachdem die AXA zunächst die gesetzlichen 
Leistungen erbracht hatte, teilte sie der Versicherten mit Schreiben vom 
30. Juli 2014 (act. II A10) und sodann mit Verfügung vom 29. August 2014 
(act. II A17) mit, per 6. März 2014 bestehe mangels Kausalzusammen-
hangs zwischen dem Ereignis vom 17. Dezember 2013 und den ab dem 
7. März 2014 geklagten Beschwerden kein Anspruch mehr auf Leistungen 
aus der obligatorischen Unfallversicherung. Die gegen diese Verfügung 
erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 20. Oktober 2014 ab (act. 
II A22, A27).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 19. November 2014 Beschwerde mit den 
Anträgen, die Verfügung vom 29. August 2014 sowie der Einspracheent-
scheid vom 20. Oktober 2014 seien aufzuheben und die Beschwerdegeg-
nerin habe auch nach dem 6. März 2014 auf unbestimmte Zeit die gesetzli-
chen Leistungen zu erbringen. Sie bringt im Wesentlichen vor, die Be-
schwerdegegnerin trage die Beweislast für den behaupteten Wegfall der 
Kausalität aufgrund des Erreichens des Status quo sine. Diesen Beweis 
habe sie nicht erbracht. Die versicherungsintern zugezogenen beratenden 
Ärzte stünden mit ihren Angaben in klarem Widerspruch zum behandeln-
den Spezialisten.

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Mit Beschwerdeantwort vom 2. Februar 2015 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt einerseits vor, gestützt 
auf die Ausführungen der beratenden Ärzte sei hinsichtlich der Rücken- 
und Nackenbeschwerden vom Erreichen des Status quo sine / ante spätes-
tens am 7. März 2014 auszugehen. Andererseits seien die geklagten 
Schulterbeschwerden beidseits nicht auf das Sturzereignis zurückzuführen. 
Da sie ihre Leistungspflicht diesbezüglich nie anerkannt habe, obliege ihr 
keine Beweislast für den Wegfall der Kausalität. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde – soweit sie 
sich gegen den Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2014 (act. II A27) 
richtet – einzutreten. Ein Einspracheentscheid tritt an die Stelle der vorgän-
gig erlassenen Verfügung, und zwar auch soweit er diese bloss bestätigt. 
Anfechtungsgegenstand des nachfolgenden Beschwerdeverfahrens bildet 
mithin allein der Einspracheentscheid (BGE 119 V 347 E. 1b S. 350; RKUV 

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1998 U 308 S. 454 E. 2a), weshalb auf die Beschwerde insoweit nicht ein-
zutreten ist, als sie die Verfügung vom 29. August 2014 (act. II A17) betrifft.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2014 
(act. II A27). Streitig ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistun-
gen der Unfallversicherung über den 7. März 2014 hinaus.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 

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ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

2.3 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.4

2.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.4.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

2.4.3 Sofern RAD-Untersuchungsberichte – bzw. Berichte anderer versi-
cherungsinterner Ärzte – den Anforderungen an ein ärztliches Gutachten 
(BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der erforderli-
chen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren Beweiswert 
wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2). Soll aller-
dings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens 
entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderun-
gen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufge-
legten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichti-
gen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen 
Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden 
Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen 
auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um sol-
che Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Ge-
richtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger 
zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine 
Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

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2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.

3.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Beschwerde-
führerin am 17. Dezember 2013 einen Unfall im Rechtssinne (vgl. E. 2.1 
hiervor) erlitten hat. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechen-
de Versicherungsleistungen erbracht. Umstritten ist hingegen, ob die Be-
schwerdeführerin über die von der Beschwerdegegnerin verfügte Leis-
tungseinstellung per 6. März 2014 (act. II A17) hinaus Anspruch auf Leis-
tungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei ist zu prüfen, ob 
die nach diesem Zeitpunkt weiterhin geklagten Beschwerden in einem an-
spruchsbegründenden Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 17. De-
zember 2013 stehen.

3.2 Zu den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwer-
den lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.2.1 Im Bericht vom 15. Januar 2014 (act. IIA M1) diagnostizierte Dr. 
med. C.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, eine 
Rückenkontusion mit Zervikalsyndrom. Hinsichtlich der erhobenen Befunde 
führte sie eine Verspannung im Nackenbereich sowie Schmerzen mit 
Ausstrahlung in den linken Oberarm an. Gemäss Angaben der Patientin sei 
diese auf Eis direkt auf den Rücken gestürzt. Sie beklage vor allem Na-
cken- und Schulterschmerzen.

In einem weiteren Bericht vom 14. Februar 2014 (act. IIA M2) erweiterte sie 
die Diagnose einer Rückenkontusion mit Zervikalsyndrom um Schulter-

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schmerzen links. Die Patientin habe initial versucht zu arbeiten, die Be-
schwerden hätten sich jedoch verschlimmert. Trotz Therapie hätten keine 
Fortschritte festgestellt werden können. 

3.2.2 Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, erwähnte im Bericht vom 
27. März 2014 (act. IIA M4) die folgenden Diagnosen: Subacromiales Im-
pingement Schulter links nach Trauma im Dezember 2013 und ausgepräg-
te skapulothorakale Dyskinesie beidseits. Eine subacromiale Infiltration am 
24. März 2014 mit Kortison habe bereits nach kurzer Zeit eine deutlich re-
duzierte Schmerzsymptomatik und auch eine etwas verbesserte Beweg-
lichkeit der linken Schulter zur Folge gehabt.

Am 2. Juli 2014 (act. IIA M5) führte Dr. med. D.________ aus, es liege 
nunmehr beidseits ein subacromiales Impingement der Schulter vor; auf 
der rechten Seite aufgrund der Entlastung der linken Seite. Er beurteile die 
Beschwerden der Patientin im Rahmen eines posttraumatischen subacro-
mialen Impingements bei vorbestehender Acromion Downslope.

3.2.3 Mit Bericht vom 25. Juli 2014 (act. IIA M7) nahm der die Beschwer-
degegnerin beratende Arzt Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie FMH, zum Fall dahingehend Stellung, als das linksbetonte 
Zervikalsyndrom überwiegend wahrscheinlich in kausalem Zusammenhang 
mit dem Sturz auf den Rücken am 17. Dezember 2013 zu sehen sei. Die 
ab Januar 2014 zunehmend in den Vordergrund rückende Schulterproble-
matik, zuerst links, später auch rechts, sei als unfallfremd anzusehen. Die-
se Einschätzung basiere einerseits auf der Schilderung des Unfalls, bei 
dem die Versicherte auf den Rücken gefallen sei. Ein derartiger Mechanis-
mus sei seines Erachtens ungeeignet eine relevante Schulterpathologie 
auszulösen. Die Problematik an Rücken und Nacken sei offensichtlich 
schon bald in den Hintergrund getreten und schon bei der Überweisung an 
Dr. med. D.________ kaum mehr von Relevanz gewesen. Somit sei über-
wiegend wahrscheinlich spätestens zu diesem Zeitpunkt ein Status quo 
sine in Bezug auf das Ereignis vom 17. Dezember 2013 erreicht gewesen. 

3.2.4 Aus dem Operationsbericht vom 17. September 2014 (act. IIA M10) 
geht hervor, dass gleichentags eine Schulterarthroskopie rechts mit Débri-

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dement Labrum, Pully und Supraspinatus sowie AC-Resektion, Acromio-
plastik und subacromialem Débridement durchgeführt wurde. Zur Indikation 
der Operation wurde ausgeführt, aufgrund des weiterhin unbefriedigenden 
Verlaufs bei starken Schulterschmerzen rechts lasse sich nur durch diesen 
Eingriff dauerhaft eine Schmerzreduktion erzielen. 

3.2.5 Dr. med. F.________, Facharzt für Chirurgie FMH, hielt als bera-
tender Arzt der Beschwerdegegnerin im Bericht vom 14. Oktober 2014 (act. 
IIA M12) fest, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei es am 17. Dezem-
ber 2013 zu einer Rückenkontusion gekommen. Daraus sei aus medizi-
nisch-wissenschaftlicher Sicht eine Verursachung vorerst der linksseitigen, 
später auch rechtsseitigen Impingementsymptomatik der Schultern mit 
praktischer Sicherheit auszuschliessen. Eine strukturelle Schädigung bei-
der Schultern, die in einen natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis 
vom 17. Dezember 2013 zu stellen wäre, habe weder bildgebend noch 
intraoperativ objektiviert werden können. Es handle sich um eine beidseiti-
ge Impingementsymptomatik (Engpasssymptomatik subacromial), die in 
Zusammenhang mit einer doppelseitigen leichten AC-Gelenksarthrose und 
insbesondere mit einem Downslope (Bigliani II) stehe. Dies stelle ein 
krankhaft degeneratives Geschehen dar, das in der Altersgruppe der Versi-
cherten recht häufig spontan auftrete und sehr schmerzhaft sein könne. 
Beim Ereignis vom 17. Dezember 2013 sei es zu einer Rückenkontusion 
gekommen. Die primär im Vordergrund stehende Beschwerdelage mit Rü-
ckenschmerzen stehe gemäss Aktenlage nicht mehr im Vordergrund, 
ebenso nicht die primär vorhandene Zervikalgie. Ausser einer mit Sicher-
heit bereits vorbestehenden subacromialen Engpassymptomatik beider 
Schultern seien keine Vorzustände bekannt. Eine richtunggebende Ver-
schlimmerung liege nicht vor. Aufgrund der Aktenlage sei davon auszuge-
hen, dass die Rückensymptomatik zwischenzeitlich ausgeheilt sei. Diesbe-
züglich möge für einige Tage bzw. wenige Wochen eine Restsymptomatik 
vorhanden gewesen sein, die als unfallkausal zu interpretieren wäre. Der 
Status quo sine oder Status quo ante sei spätestens drei Monate nach dem 
Ereignis erreicht gewesen. 

3.2.6 In der Stellungnahme vom 17. November 2014 (act. IIA M13) führte 
Dr. med. D.________ aus, die Patientin habe erst im Anschluss an den 

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Sturz vom 17. Dezember 2013 über vermehrte Schmerzen im Bereich der 
linken, später auch der rechten Schulter geklagt. Das durchgeführte Arthro-
MRI habe keine Läsionen der Rotatorenmanschette, jedoch eine HAGL-
Läsion gezeigt. Diese sei speziell nur bei einem Trauma vorhanden und 
nicht degenerativ bedingt. 

3.2.7 Dr. med. F.________ hielt in der Stellungnahme vom 27. Januar 
2015 (act. IIA M14) fest, bei einer HAGL-Läsion handle es sich um einen 
Abriss des Ansatzes der Schultergelenkkapsel im vorderen unteren Bereich 
am Humeruskopf und/oder um eine humeruskopfnahe Avulsion des gleno-
humeralen Ligamentes. Eine solche Schädigung sei typisch für einen Zu-
stand nach einer Schulterluxation, welche im vorliegenden Fall mit Sicher-
heit nicht stattgefunden habe. Das einzige Indiz für das Vorliegen einer 
linksseitigen HAGL-Läsion finde sich im MRI vom 23. Januar 2014 (act. IIA 
M3). Es könne dort im vorderen unteren Kapselbereich ein minimer Über-
tritt von Kontrastmittel erahnt werden, wobei es sich auch um eine Ausstül-
pung der Gelenkkapsel handeln könnte. Eine HAGL-Läsion sei praktisch 
immer vergesellschaftet mit einer gewissen antero-inferioren Instabilität des 
Gelenks. Eine solche sei vorliegend nie festgestellt worden. Es bleibe fest-
zuhalten, dass zeitnah am Unfall nicht von einer Schulterkontusion gespro-
chen werde, sondern lediglich von einem direkten Aufprall mit dem Rücken 
mit anschliessenden Rückenbeschwerden und einer Zervikalgie, welche 
offenbar kurzfristig abgeheilt seien. Wäre es bei dem Unfall zu einer Luxa-
tion oder Subluxation der linken Schulter gekommen, hätte dies initial be-
reits zu erheblichen Beschwerden geführt. Solche seien aber erst nach 
einem Intervall von zirka drei Wochen aktenkundig.

3.3

3.3.1 Die Beschwerdegegnerin verneint ihre Leistungspflicht über den 
6. März 2014 hinaus einerseits mit dem Eintritt des Status quo sine hin-
sichtlich der nach dem Unfall vom 17. Dezember 2013 aufgetretenen Rü-
cken- und Nackenbeschwerden und andererseits mit dem Fehlen eines 
Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den noch ge-
klagten Schulterbeschwerden beidseits. Die Beschwerdeführerin bean-
standet die Beurteilung der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Rücken- 

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und Nackenbeschwerden nicht, erachtet jedoch den Kausalzusammenhang 
zwischen Unfall und Schulterbeschwerden als gegeben.

3.3.2 Zur Begründung ihrer Beurteilung stützt sich die Beschwerdegegne-
rin auf die Einschätzungen ihrer beratenden Ärzte Dres. med. E.________ 
und F.________. Deren Schlussfolgerung, hinsichtlich der Rücken- und 
Nackensymptomatik sei der Status quo sine spätestens mit der Überwei-
sung an den Orthopäden Dr. med. D.________ eingetreten, überzeugt. So 
hat denn die erstbehandelnde Ärztin Dr. med. C.________ im Überwei-
sungsschreiben vom 7. März 2014 (act. IIA M6) auch festgehalten, es 
bestünden ein Status nach Rückenkontusion sowie persistierende Schul-
terschmerzen links. Die Patientin leide seit einem Unfall im Dezember mit 
Sturz weiter an einer deutlichen Bewegungseinschränkung der linken 
Schulter. Der Fokus lag damit bereits zu diesem Zeitpunkt auf den Schul-
terbeschwerden. Zudem gehen aus den medizinischen Akten der behan-
delnden Ärzte in der Folge keine Hinweise auf noch bestehende Rücken- 
bzw. Nackenbeschwerden mehr hervor. Etwas anderes wird seitens der 
Beschwerdeführerin nicht vorgebracht.

3.3.3 Nicht abgestellt werden kann auf die Einschätzungen der beraten-
den Ärzte hingegen hinsichtlich der beidseitigen Schultersymptomatik. Ent-
gegen Dr. med. E.________ kann nicht bereits aufgrund der Diagnose ei-
ner "Rückenkontusion mit Zervikalsyndrom" bzw. aufgrund der Unfallschil-
derung, wonach die Beschwerdeführerin auf den Rücken gefallen sei, aus-
geschlossen werden, dass der Unfall eine relevante Schulterpathologie zur 
Folge hatte (act. IIA M7 Ziff. 1 und 2). Hierzu ist festzuhalten, dass Dr. med. 
C.________ im Bericht vom 14. Februar 2014 (act. IIA M2) die Schulter-
schmerzen ebenfalls unter den Diagnosen aufgeführt hat und auch bereits 
im Rahmen der initialen Unfallmeldung des Arbeitgebers vom 31. Dezem-
ber 2013 (act. II A1) als Auswirkungen des Sturzes Muskelschmerzen im 
linken Oberarm angegeben wurden. Insoweit geht Dr. med. E.________ 
von falschen Prämissen aus. Dasselbe gilt für Dr. med. F.________, wenn 
er im Bericht vom 27. Januar 2015 (act. IIA M14) ausführt, zeitnah zum 
Unfall werde nicht von einer Schulterkontusion gesprochen. Zwar benutzt 
die behandelnde Ärztin dieses Wort im Bericht vom 15. Januar 2014 (act. 
IIA M1) – der auf der Erstkonsultation vom 30. Dezember 2013 und damit 

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auf zeitnahen Angaben beruht – nicht explizit. Sie erwähnt jedoch die von 
der Beschwerdeführerin beklagten Schulterschmerzen. Dies ist auch nach-
vollziehbar, kann doch namentlich aufgrund der allgemeinen Lebenserfah-
rung davon ausgegangen werden, dass bei einem Sturz auf den Rücken 
ohne Aufschlag des Hinterkopfes im Rahmen von reflexartigen Abstützbe-
wegungen auch immer die Schultern mitbeteiligt sind.

3.3.4 Mithin ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Schultern 
beim Unfallereignis vom 17. Dezember 2013 unbeteiligt blieben. Da es für 
die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der 
Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt 
(BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 
S. 12 E. 8.3), hat die Beschwerdegegnerin bis zum Eintritt des diesbezügli-
chen Status quo sine auch für die Behandlung der Schulterproblematik 
aufzukommen. Der entsprechende Zeitpunkt lässt sich aufgrund der vor-
handenen medizinischen Akten nicht bestimmen, ging die Beschwerde-
gegnerin doch – wie vorstehend dargelegt – von der falschen Prämisse 
aus, die geklagten Schulterbeschwerden seien nicht unfallkausal und hat 
sie bzw. haben die sie beratenden Ärzte sich hierzu nicht geäussert. 

3.4 Nach dem Gesagten lässt die medizinische Aktenlage eine absch-
liessende Beurteilung der Leistungspflicht der Unfallversicherung nicht zu. 
Damit hat die Beschwerdegegnerin den rechtserheblichen medizinischen 
Sachverhalt ungenügend abgeklärt. Die erhobene Beschwerde ist offen-
sichtlich begründet und gutzuheissen, womit der angefochtene Einspra-
cheentscheid vom 20. Oktober 2014 (act. II A27) aufzuheben und die Sa-
che an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit sie ein versiche-
rungsexternes fachmedizinisches Gutachten einhole und hernach über die 
Leistungsansprüche der Beschwerdeführerin neu verfüge. Da die Be-
schwerdegegnerin den Sachverhalt bis anhin (quantitativ und qualitativ) 
nicht hinreichend geklärt hat, kommt die Rechtsprechung gemäss BGE 137 
V 210 (Gerichtsgutachten) nicht zum Tragen. Zudem hat die Beschwerde-
führerin eventualiter explizit eine Rückweisung der Sache an die Verwal-
tung beantragt (Beschwerde S. 5) und damit zu verstehen gegeben, dass 
sie keine Instanz verlieren will.

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5.

5.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Mit der Kostennote vom 25. Februar 2015 macht Rechtsanwalt B.________ 
einen Aufwand von 5.5 Stunden à Fr. 250.-- bzw. ein Honorar von 
Fr. 1'375.-- plus Auslagen von Fr. 116.80 zuzüglich Mehrwertsteuer von 
8 % (von Fr. 1'491.80) im Betrag von Fr. 119.35, total Fr.1'611.15, geltend, 
was nicht zu beanstanden ist. Demnach ist die Parteientschädigung auf 
Fr. 1'611.15 festzusetzen; diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der 
Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der AXA Versicherungen AG vom 20. Oktober 2014 auf-
gehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, 
damit sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen 
neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'611.15 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Feb. 2015, UV/14/1108, Seite 14

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- AXA Versicherungen AG (samt Kostennote vom 25. Februar 2015)
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.