# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9e07fd1c-caf7-56ea-8f26-62e6301846fd
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 23.12.2011 RU110060
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RU110060_2011-12-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RU110060-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin  

Dr. L. Hunziker Schnider und Ersatzrichterin Prof. Dr. I. Jent-

Sørensen sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Wili. 

Beschluss vom 23. Dezember 2011 

in Sachen 

 

1. A1._____ 
2. A2._____ 

3. A3._____  
4. A4._____  

5. A5._____ 

6. A6._____  
7. A7._____  

8. A8._____ 
9. A9._____  

10. A10._____ 

11. A11._____ 
12. A12._____  

13. A13._____ 
14. A14._____ 

15. A15._____ 

16. A16._____ 
17. A17._____ 

18. A18._____ 
19. A19._____ 

20. A20._____  

21. A21._____  
22. A22._____ 

- 2 - 

23. A23._____ 

24. A24._____  

25. A25._____  
26. A26._____ 

27. A27._____ 
28. A28._____ 

29. A29._____ 

30. A30._____ 

Klägerinnen, Rekurrentinnen und Beschwerdeführerinnen, 

 

alle vertreten durch Dr. X._____ 

 

gegen 
 

B._____ 

Beklagter, Rekurs- und Beschwerdegegner, 

 

betreffend 
Vollstreckbarerklärung / Rückweisung 

 
 
Rekurs gegen zwei Verfügungen des Einzelrichters im summarischen Verfahren 
(Audienz) des Bezirkes Zürich vom 22. Dezember 2010 (EU100827 und 
EU102419) 
 
 
Beschluss der II. Zivilkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 9. Mai 
2011 (NL110002) 
 
 
Rückweisungsentscheid des Schweiz. Bundesgerichtes vom 31. Oktober 2011 
(4A_366/2011) 
 
 

Erwägungen: 

1. Sachverhalt / Prozessgeschichte 

- 3 - 

1.1 Mit Eingabe vom 20. Dezember 2010 gelangten die Klägerinnen und 

Rekurrentinnen (nachfolgend Rekurrentinnen) an den Einzelrichter im summari-

schen Verfahren des Bezirkes Zürich und verlangten die Vollstreckbarerklärung 

der "Freezing Injunction" des High Court of Justice, Queen's Bench Division, 

Commercial Court, London, England, vom 24. November 2010 gegen den Beklag-

ten und Rekursgegner (nachfolgend Rekursgegner) sowie den superprovisori-

schen Erlass sichernder Massnahmen und den Erlass von Massnahmen nach 

Art. 39 Abs. 2 LugÜ (act. 5/1).  

1.2 Die Vorinstanz behandelte die Begehren in jeweils zwei verschiedenen 

Verfahren (vorliegend die Geschäfts-Nrn. EU100827 und EU102419) und wies mit 

Verfügungen vom 22. Dezember 2010 sowohl das Begehren um Vollstreckbar-

erklärung des Entscheides des High Court of Justice, London, vom 24. Novem-

ber 2010 (act. 4) als auch die Begehren um Erlass von Verfügungsverboten ab 

(act. 6/4). 

1.3 Gegen diese beiden Verfügungen liessen die Rekurrentinnen mit Ein-

gaben vom 31. Dezember 2010 (Datum Poststempel) rechtzeitig Rekurs erheben 

und beantragen, es sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des 

Rekursgegners die vorinstanzliche Verfügung im Verfahren mit der Geschäfts-

Nr. EU100827 aufzuheben, die "Freezing Injunction" für vollstreckbar zu erklären 

und die Rekursverfahren gegen die vorinstanzlichen Verfügungen zu vereinigen 

(act. 1, Rekurs 1). Ferner liessen sie die folgenden Anträge stellen (act. 6/1, Re-

kurs 2): 

"1. Es sei die Verfügung des Einzelrichters des Bezirksgerichts Zürich vom 
22. Dezember 2010 (Geschäft-Nr. EU102419U-L) aufzuheben. 

2.1 Es sei dem Gesuchsgegner im Sinne einer einstweiligen vorsorglichen Mass-
nahme für die Dauer der Gültigkeit der Freezing Injunction des High Court of 
Justice, Queen's Bench Division, Commercial Court, London, England, vom 
24. November 2010 (High Court Verfahrens-Nr. ... Folio ...) superprovisorisch 
und mit sofortiger Wirkung zu verbieten, über alle in der Schweiz gelegenen 
Vermögenswerte, an denen der Gesuchsgegner direkt oder indirekt, rechtlich 
oder wirtschaftlich berechtigt ist, insbesondere über Guthaben auf den fol-
genden Konti bei der D._____: 

(a) "… Account" (USD) Nr…; 

- 4 - 

(b) "…. account" (USD) …; 

(c) "….." (USD) Nr. ….; 

(d) "…." (GBP) Nr. ….; 

(e) "…." (EUR) Nr. ….; 

bis zum frei verfügbaren Betrag bzw. Gegenwert (frei von Sicherheiten und 
ähnlichen Rechten Dritter) von USD 135'000'000.00, unter Vorbehalt von Ver-
fügungen gemäss Ziff. 2.2 hiernach, zu verfügen. 

2.2 Vorausgesetzt, dass der Gesuchsgegner die englischen Rechtsvertreter der 
Gesuchstellerinnen (per E-Mail an E._____@F._____.com; 
G._____@F._____.com; und H._____@F._____.com) mindestens 72 Stun-
den im Voraus über die Höhe und die Herkunft der Vermögenswerte, über die 
verfügt werden soll, informiert, sind vom Verfügungsverbot gemäss vorste-
hender Ziff. 2.1 ausgenommen: 

(a) Zahlungen für den Lebensunterhalt des Gesuchsgegners in der Höhe 
von bis zu EUR 5000 pro Woche; 

(b) Zahlungen für rechtliche Beratung und Vertretung; 

(c) Vermögensverfügungen betreffend den Geschäftsbetrieb des Gesuchs-
gegners. 

2.3 Für den Fall, dass die "Freezing Injunction" des High Court of Justice, 
Queen's Bench Division, Commercial Court, London, England, vom 
24. November 2010 gegen den Gesuchsgegner (High Court Verfahrens-Nr. ... 
Folio ...) seit deren Erlass bis zur Entscheidung über das Gesuch bzw. den 
Rekurs geändert werden sollte, haben die Gesuchstellerinnen das zuständige 
Gericht von sich aus unverzüglich zu informieren. 

2.4 Die unter vorstehender Ziff. 2.2 genannten Ausnahmen zum Verfügungsver-
bot gem. Ziff. 2.1 können durch schriftliche Vereinbarung zwischen dem Ge-
suchsgegner und den Rechtsvertretern der Gesuchstellerinnen abgeändert 
werden, wobei im Falle einer solchen Änderung die Gesuchstellerinnen dem 
zuständigen Gericht die Änderung unverzüglich anzuzeigen und eine ent-
sprechende Änderung der einstweiligen Verfügung gem. vorstehender 
Ziff. 2.1-2.2 und nachstehender Ziff. 3.1-3.2 zu beantragen haben. 

2.5 Das Verfügungsverbot gemäss vorstehender Ziff. 2.1-2.2 und nachstehender 
Ziff. 3.1-3.2 entfällt und die Gesuchstellerinnen haben dem zuständigen Ge-
richt unverzüglich anzuzeigen, falls der Gesuchsgegner zu Gunsten der Ge-
suchstellerinnen für den Betrag von USD 135'000'000.00 Sicherheit leistet. 

3.1 Es sei der D._____ AG im Sinne einer einstweiligen vorsorglichen Massnah-
me für die Dauer der Gültigkeit der "Freezing Injunction" des High Court of 
Justice, Queen's Bench Division, Commercial Court, London, England, vom 
24. November 2010 gegen den Gesuchsgegner (High Court Verfahrens-
Nr. … Folio …) superprovisorisch und mit sofortiger Wirkung und unter An-
drohung der Ungehorsamsstrafe gemäss Art. 292 StGB gegen sie und ihre 

- 5 - 

Organe bei Zuwiderhandlung zu verbieten, Guthaben auf allen Konti des Ge-
suchsgegners oder auf Konti seiner Ehefrau (C._____) (unter Einschluss ge-
meinsamer Konti der Eheleute BC._____) oder Dritter, an denen der Ge-
suchsgegner - gemäss der D._____ vom Gesuchsgegner oder Dritten mitge-
teilte Angaben - wirtschaftlich berechtigt ist, insbesondere auf den folgenden 
Konti der D._____ AG: 

(a) "…. Account" (USD) Nr. …; 

(b) "…" (USD) Nr. …; 

(c) "…" (USD) Nr. ….; 

(d) "…" (GBP) Nr. … 

(e) "…." (EUR) Nr. … 

an den Gesuchsgegner oder an Dritte auszubezahlen oder sonst wie über 
Vermögenswerte zu verfügen, deren wirtschaftlich Berechtigter der Gesuchs-
gegner ist, sofern durch eine solche Verfügung das frei verfügbare Vermögen 
des Gesuchsgegners bei der D._____ (frei von Sicherheiten und ähnlichen 
Rechten Dritter) unter den Betrag von USD 135'000'000.00 fallen würde, un-
ter Vorbehalt von erlaubten Verfügungen gem. Ziff. 3.2 hiernach. 

3.2 Falls der Gesuchsgegner die folgenden kumulativ anwendbaren Bedingungen 
erfüllt, ist das Verfügungsverbot gemäss vorstehender Ziff. 3.1 nicht anwend-
bar: 

(a) Der Gesuchsgegner informiert die englischen Rechtsvertreter der Ge-
suchstellerinnen (per E-Mail an E._____@F._____.com; 
G._____@F._____.com; und H._____@F._____.com) mindestens 72 
Stunden im Voraus über die Herkunft der Vermögenswerte, über die 
verfügt werden soll ("Notifikation"); und 

(b) die Notifikation gemäss lit. a) gibt den Betrag oder die Vermögenswerte 
an, über den / die verfügt werden soll; und 

(c) die Notifikation gemäss lit. a) gibt den Zahlungszweck an, wobei pro 
Notifikation nur eine der folgenden drei Alternativen angegeben werden 
kann: (i) Zahlung für den ordentlichen Lebensunterhalt des Gesuchs-
gegners in der Höhe von bis zu EUR 5000 pro Woche aus den Vermö-
genswerten gemäss oben Ziff. 3.1 bei der D._____; (ii) Zahlung in ver-
nünftigem Umfang für rechtliche Beratung und Vertretung; (iii) Zahlun-
gen oder Vermögensverfügungen betreffend den gewöhnlichen und or-
dentlichen Geschäftsbetrieb des Gesuchsgegners; und 

(d) die D._____ erhält Kenntnis von der Notifikation gemäss den vorstehen-
den lit. a)-c). 

3.3 Das Verfügungsverbot gem. vorstehender Ziff. 3.1-3.2 hindert die D._____ 
nicht daran, Guthaben des Gesuchsgegners an die Kontoüberziehung anzu-
rechnen und Verrechnungen vorzunehmen, die gemäss Vertrag zwischen der 
D._____ und dem Gesuchsgegner erlaubt sind bzw. Kredite betreffen, welche 

- 6 - 

die D._____ dem Gesuchsgegner vor Zustellung des Verfügungsverbots 
gem. vorstehender Ziff. 3.1-3.2 gewährt hat. 

4. Die Rekursverfahren gegen die Verfügung des Einzelrichters des Bezirksge-
richts Zürich vom 22. Dezember 2010 betreffend Vollstreckbarerklärung (Ge-
schäft Nr. EU100827-L) sowie gegen die Verfügung des Einzelrichters des 
Bezirksgerichtes Zürich vom 22. Dezember 2010 betreffend Vollstreckung 
(Geschäfts Nr. EU102419U-L) seien zu vereinigen. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Rekursgegners 
(Gesuchsgegners)." 

1.4 Mit Beschluss der Kammer vom 12. Januar 2011 wurden die Verfahren 

mit den Geschäfts-Nrn. NL110002 und NL110006 (act. 6) aus Gründen der 

Zweckmässigkeit antragsgemäss in das Verfahren Geschäfts-Nr. NL110002 ver-

einigt. Zudem wurde das Gesuch der Rekurrentinnen um Erlass von superprovi-

sorischen Massnahmen abgewiesen und dem Rekursgegner eine Frist von zehn 

Tagen angesetzt, um die Rekursschriften zu beantworten und einen Zustellungs-

empfänger in der Schweiz zu bezeichnen (act. 7). Dieser Beschluss wurde dem 

Rekursgegner rechtshilfeweise am 15. März 2011 zugestellt (act. 8/2). 

1.5 Der Rekursgegner unterliess es, innert angesetzter Frist einen Zustel-

lungsempfänger zu bezeichnen, weshalb Zustellungen androhungsgemäss durch 

Veröffentlichung im Amtsblatt des Kantons Zürich erfolgen oder mit gleicher Wir-

kung unterbleiben können (§ 30 ZPO/ZH). Überdies liess sich der Rekursgegner 

nicht vernehmen.  

1.6 Mit Eingabe vom 14. April 2011 liessen die Rekurrentinnen der Kam-

mer ein weiteres Urteil des High Court of Justice, Queen's Bench Division, Com-

mercial Court, London, England in der gleichen Sache vom 25. Februar 2011 so-

wie die "Consent Order" und die massgebende Zustellbestätigung der englischen 

Rechtsvertreter des Rekursgegners zur Vervollständigung der Akten zukommen 

(act. 9-10).  

1.7 Mit Beschluss vom 9. Mai 2011 hob die Kammer in teilweiser Gutheis-

sung des Erstrekurses die Dispositivziffer 1 der Verfügung des Einzelrichters des 

Bezirkes Zürich vom 22. Dezember 2010 im Verfahren Nr. EU100827 auf und än-

derte sie wie folgt: 

- 7 - 

"1. Auf das Begehren um Vollstreckbarerklärung der "Freezing Injunction" des 
High Court of Justice, Queen's Bench Division, Commercial Court, London, 
England, vom 24. November 2010 gegen den Beklagten (High Court Verfah-
rens-Nr. … Folio …) wird nicht eingetreten." 

Im Übrigen wies sie den Erstrekurs sowie den Zweitrekurs im Verfahren 

Nr. EU102419 ab (act. 2/11). 

1.8 Mit Urteil vom 31. Oktober 2011 hiess die I. zivilrechtliche Abteilung 

des Bundesgerichts schliesslich die von den Beschwerdeführerinnen gegen die-

sen Entscheid erhobene Beschwerde in Zivilsachen gut, hob den Beschluss vom 

9. Mai 2011 auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung an die Kammer zu-

rück (BGer 4A_366/2011 vom 31. Oktober 2011, act. 1). Das Verfahren wird hier 

neu unter der Geschäfts-Nr. RU110060 geführt.  

1.9 Am 7. Dezember 2011 gelangten die Beschwerdeführerinnen an die 

Kammer und fordern diese auf, über den Antrag Ziff. 2 des Rekurses vom 

31. Dezember 2010 gegen die Verfügung des Einzelrichters des Bezirksgerichtes 

Zürich vom 22. Dezember 2010 (Geschäft Nr. EU100827) betreffend Gesuch um 

Vollstreckbarerklärung ohne Verzug zu entscheiden (act. 3).  

2. Anwendbares Recht 

2.1 Wird eine Sache zurückgewiesen, so ist für die weiteren Verfahrens-

schritte die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene schweizerische ZPO anwendbar 

(vgl. dazu OGer ZH RU110007 E. II m.w.H.).  

2.2 Ebenfalls am 1. Januar 2011 trat für die Schweiz auch die revidierte 

Fassung des Lugano-Übereinkommens vom 16. September 1988 als Überein-

kommen vom 30. Oktober 2007 in Kraft (Art. 69 Abs. 5 rev.LugÜ). Gemäss Art. 63 

Nr. 1 revLugÜ findet auf die vorliegenden Verfahren, welche noch vor Inkrafttreten 

vor Vorinstanz anhängig gemacht worden sind, jedoch auch nach der Rückwei-

sung noch das LugÜ in der Fassung vom 16. September 1988 (LugÜ) Anwen-

dung.  

2.3 Neu ist das gegen Entscheide des Vollstreckungsgerichts zu ergreifen-

de Rechtsmittel die Beschwerde nach Art. 319 lit. a ZPO in Verbindung mit 

- 8 - 

Art. 309 lit. a ZPO. Der vorliegende Rückweisungsprozess ist demnach als Be-

schwerdeverfahren anzulegen und die Rechtsmittel sind als solche zu behandeln. 

Ansonsten versetzt eine Rückweisung das Verfahren in den Stand vor erster Ent-

scheidfällung. Für bis dahin vorgebrachte oder eingereichte Noven gilt § 278 

ZPO/ZH in Verbindung mit § 267 Abs. 1 ZPO/ZH, § 115 ZPO/ZH und § 138 

ZPO/ZH. In der neurechtlichen Beschwerde sind neue Anträge, Tatsachenbe-

hauptungen und Beweismittel jedoch ausgeschlossen (Art. 326 ZPO).  

3. Vorinstanzlicher Entscheid 

3.1 Die Vorinstanz hat sowohl das Begehren der Beschwerdeführerinnen 

auf Vollstreckbarerklärung als auch das Vollstreckungsbegehren bzw. das Begeh-

ren um sichernde Massnahmen der Vollstreckung des Entscheides des High 

Court of Justice, Queen's Bench Division, Commercial Court, London, vom 

24. November 2010 abgewiesen (act. 2/4 und act. 2/6/4). Ersteres im Wesentli-

chen mit der Begründung, dass eine Vollstreckbarerklärung nur in Frage komme, 

wenn in der Schweiz Vollstreckungsmassnahmen zulässig seien, es sich aber bei 

der "Freezing Injunction" um ein an den Schuldner (ad personam) gerichtetes 

Verfügungsverbot und somit nicht um eine Anordnung handle, die einen direkten 

Vermögensbeschlag (in rem) bewirke, weshalb die beantragten Massnahmen in 

der Schweiz ausgeschlossen seien, ansonsten über die im Ursprungsland ge-

troffene Anordnung hinausgegangen würde (kontrollierte Wirkungsübernahme; 

act. 2/4 S. 3). Deshalb fehle es den Rekurrentinnen an einem besonderen Inte-

resse an der Vollstreckbarkeit, insbesondere da sie das verlangte Verfügungsver-

bot auch nicht mit einer Sanktion wie beispielsweise einer Strafandrohung nach 

Art. 292 StGB ausgestaltet haben wollen würden (act. 2/4 S. 3). Zudem seien An-

ordnungen, wie in der vorliegenden Order, wonach eine Bank überprüfen müsse, 

ob eine Sperrsumme unterschritten werde, mangels Eruierungsmöglichkeit der 

Bank nicht vollstreckbar. Dies gelte nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung ebenso für Anordnungen, die Vermögenswerte Dritter betreffen würden 

(act. 2/4 S. 4).  

- 9 - 

3.2 In der Folge begründete die Vorinstanz die Abweisung der beantragten 

Sicherungsmassnahmen damit, dass die für eine Vollstreckung vorausgesetzte 

Vollstreckbarerklärung abgewiesen worden sei (act. 2/6/4). 

4. Beschwerdeschrift 

4.1 Die Beschwerdeführerinnen bringen vor, dass die Vorinstanz mit ihrem 

Entscheid die bundesgerichtliche und obergerichtliche Rechtsprechung missach-

tet und willkürlich entschieden habe, indem sie sich in Widerspruch zu dieser ge-

setzt und es unterlassen habe, sich in der Begründung mit dieser Rechtsprechung 

auseinanderzusetzen (act. 2/1 S. 4 f.). Die Vorinstanz habe auch die notwendigen 

Voraussetzungen für die Anordnung von Sicherungsmassnahmen nicht geprüft, 

weil sie die Vollstreckbarerklärung zu Unrecht verweigert habe (act. 2/6/1 S. 8). 

Für die Vollstreckbarerklärung nach LugÜ sei kein besonderes Interesse nachzu-

weisen und auch die Anordnung von sichernden Massnahmen sei keine Voraus-

setzung für die Vollstreckbarerklärung (act. 2/1 S. 6 f.). 

4.2 Sie machen geltend, dass ihr Verzicht auf eine Strafandrohung nach 

Art. 292 StGB nicht ausschlaggebend für ihr Rechtsschutzinteresse sein könne, 

denn dieses sei dennoch vorhanden, da auch ohne Strafandrohung eine Missach-

tung des Verfügungsverbots widerrechtlich sei und entsprechende Folgen nach 

sich ziehen würde. Das Interesse sei auch aus Sicht des englischen Rechts bzw. 

Richters zu beurteilen, denn danach habe der Beschwerdegegner bei einer Ver-

letzung der in der Schweiz anerkannten Order Straffolgen nach englischem Recht 

zu gewärtigen. Für sie (die Beschwerdeführerinnen) bestehe ein Interesse an der 

Nachverfolgbarkeit allfälliger Vermögensverfügungen, denn in Kenntnis davon 

würden vor dem englischen Richter angemessene Massnahmen beantragt wer-

den können (act 2/1 S. 9). Überdies seien die beantragten Massnahmen aber zu-

zulassen, da Ziff. 32 der Freezing Oder die Vollstreckung in der Schweiz mittels 

einer Verfügung, die die wesentlichen Bestimmungen der Order widerspiegle, 

vorsehe. Damit werde den Eigenheiten des schweizerischen Vollstreckungsrechts 

Rechnung getragen. Dies bedeute, dass Massnahmen nicht identisch sein müs-

sen, sondern es ausreiche, wenn diese im Wesentlichen gleichwertig seien. Die 

beantragten Anordnungen seien demnach zulässig, da sie weniger weit gehen 

- 10 - 

würden als es die Order vorsehe (act. 2/1 S. 10, act. 2/6/1 S. 9). Im Rahmen der 

Vollstreckung einer Worldwide Freezing Order könne überdies auch eine Bank, 

bei der Vermögenswerte belegen sind, angewiesen werden, nicht über diese zu 

verfügen; dies auch ohne vorgängige Anhörung oder Parteistellung der Bank 

(act. 2/6/1 S. 8). 

4.3 Das LugÜ setze ferner auch keine "bestimmte inhaltliche Bestimmtheit" 

voraus (act. 2/1 S. 6 f.). Abgesehen davon seien die beantragten Anordnungen 

klar, bestimmt und würden keine Interpretationsfragen aufwerfen (act 2/1 S. 10). 

Die Frage der Sperrsumme sei für die Bank belanglos, da aus der beantragten 

Massnahme die formellen Voraussetzungen hervorgehen würden, unter welchen 

die Bank eine Transaktion vornehmen dürfe, und die Bank somit keine Nachfor-

schungspflichten treffen würden (act 2/1 S. 8 f. und act. 2/6/1 S. 11). Ziff. 2 der 

Anträge, welche keine Strafdrohung nach Art. 292 StGB enthalte, genüge durch 

die Konkretisierungen der allfälligen Anforderung der Bestimmtheit. Die Ausnah-

men des Verfügungsverbotes seien abschliessend und bestimmt formuliert 

(act. 2/6/1 S. 9 f.). Ziff. 3 erfülle zudem auch die Anforderungen von Art. 292 StGB 

und sei auf Grund der rein formellen, tatsächlichen Voraussetzungen für Aus-

nahmen vom Unterlassungsverbot justiziabel (act. 2/6/1 S. 11).  

4.4 Des Weiteren machen die Beschwerdeführerinnen diverse Ausführun-

gen zu den genannten Konti bei der D._____ und zu ihrer in Ziff. 2.3-2.5 statuier-

ten Mitteilungspflicht (act. 2/6/1 S. 12 ff.), und weisen darauf hin, dass sie eine 

Änderung in Ziff. 3.1 der Rechtsbegehren gegenüber denjenigen vor Vorinstanz 

vorgenommen haben, indem auch Konti der namentlich erwähnten Ehefrau und 

die Konti Dritter "gemäss der D._____ vom Gesuchsgegner oder Dritten mitgeteil-

te Angaben" eingeschlossen worden seien (act. 2/6/1 S. 7).  

5. Bundesgerichtlicher Entscheid 

5.1 Das Bundesgericht hielt mit seinem Entscheid vom 31. Oktober 2011 

(act. 1; 4A_366/2011) fest, dass das LugÜ im Rahmen der Vollstreckbarerklärung 

nach seinen Art. 31 ff. gerade nicht verlange, dass zusammen mit einer Voll-

streckbarerklärung stets auch Vollstreckungsmassnahmen beantragt würden. Aus 

- 11 - 

diesem Grund dürfe die Vollstreckbarerklärung nicht vom Vorliegen eines beson-

deren Rechtsschutzinteresses abhängig gemacht werden, das die gleichzeitige 

Beantragung von Sicherungsmassnahmen voraussetze (act. 1 S. 9). Zudem rei-

che die mit der Vollstreckbarerklärung erwirkte Eigenschaft eines Vollstreckungsti-

tels aus, um ein schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung eines Gesuchs um 

Vollstreckbarerklärung zu begründen, es bedürfe hierzu keiner Darlegung eines 

konkreten Nutzens (act. 1 S. 10).  

5.2 Das Bundesgericht bejahte damit das Vorliegen eines Rechtsschutzin-

teresses und das Begehren der Beschwerdeführerinnen um Vollstreckbarerkläung 

der "Freezing Injunction" des High Court of Justice, Queen's Bench Division, 

Commercial Court, London, England, vom 24. November 2010 ist damit inhaltlich 

zu beurteilen (act. 1 S. 10). An diese Rechtsauffassung ist die Kammer gebun-

den. 

6. Rückweisung 

6.1 Die Vorinstanz wies das Gesuch der Beschwerdeführerinnen um Voll-

streckbarerklärung ab (Verfügung vom 22. Dezember 2010 im Verfahren 

Nr. EU100827; act. 2/4). Das ist die Erledigungsform, wenn materiell über ein Ge-

such entschieden wird. Allerdings ergibt sich aus den Erwägungen, dass sich die 

Vorinstanz gerade nicht inhaltlich mit den Voraussetzungen der Vollstreckbarer-

klärung auseinandersetzte. Sie äusserte sich lediglich zum Vorliegen des Rechts-

schutzinteresses und verneinte es; gemäss bundesgerichtlichem Entscheid zu 

Unrecht. Insofern ist die diesbezügliche Beschwerde (act. 2/1) deshalb gutzuheis-

sen. Im Übrigen ist bloss ergänzend darauf hinzuweisen, dass das Gesuch von 

der Vorinstanz nicht abzuweisen gewesen wäre, sondern diese hätte infolge Feh-

lens des Rechtsschutzinteresses nicht darauf eintreten sollen (§ 51 ZPO/ZH und 

so auch Art. 59 Abs. 1 und 2 lit. a ZPO).  

6.2 Wird eine Beschwerde gutgeheissen, so hebt die Rechtsmittelinstanz 

gemäss Art. 327 Abs. 3 ZPO den angefochtenen Entscheid auf und (a) weist die 

Sache an die Vorinstanz zurück oder (b) entscheidet neu, wenn die Sache 

spruchreif ist. Eine Sache ist grundsätzlich spruchreif, wenn die Beschwer-

- 12 - 

deinstanz über alle für einen Sachentscheid notwendigen Grundlagen verfügt und 

kein weiteres Beweisverfahren notwendig ist. Das beurteilt die Beschwer-

deinstanz grundsätzlich nach freiem Ermessen und ohne Bindung an Parteianträ-

ge (ZK ZPO-FREIBURGHAUS/AFHELDT, Art. 327 N 11). Zu beachten sind aber die 

weiteren bundesrechtlichen Vorschriften gemäss BGG. 

Die Neuentscheidung einer Sache durch die Kammer als Beschwer-

deinstanz hält vor dem Prinzip der "double instance" gemäss Art. 75 Abs. 2 BGG 

insofern Stand, weil ein oberes Gericht als Rechtsmittelinstanz entscheidet. Vo-

rausgesetzt ist im Rahmen der Rechtsweggarantie aber zusätzlich, dass mindes-

tens eine kantonale richterliche Behörde das Recht von Amtes wegen anwendet 

und insbesondere den Sachverhalt frei prüft (Art. 110 BGG, BSK BGG-

EHRENZELLER, 2. Aufl. 2011, Art. 110 N 8 und 17, BSK BGG-KLETT, 2. Aufl. 2011, 

Art. 75 N 2b). Ein Blick auf die Bestimmungen der Berufung lässt erkennen, dass 

dort die Voraussetzung der Rechtsweggarantie jedenfalls erfüllt wird, weil die Be-

rufungsinstanz einen Entscheid sowohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher 

Hinsicht umfassend überprüfen kann (Art. 310 ZPO). Dementsprechend sieht 

Art. 318 Abs. 1 lit. b und lit. c ZPO für die Berufung im Falle ihrer Gutheissung 

grundsätzlich die Neuentscheidung der Sache bzw. deren Rückweisung an die 

Vorinstanz lediglich im Sinne einer Kann-Vorschrift vor, wenn unter anderem ein 

wesentlicher Teil der Klage von der Vorinstanz nicht beurteilt worden ist (PETER 

VOLKART, DIKE-Komm-ZPO, Art. 318 N 5; ZK ZPO-REETZ/HILBER, Art. 318 N 34). 

Demgegenüber verfügt die Beschwerdeinstanz grundsätzlich nur über eine be-

schränkte Prüfungsbefugnis (Art. 320 lit. b ZPO). Art. 327a ZPO, welcher im Falle 

des Exequaturs eine umfassende Kognition der Beschwerdeinstanz vorsieht, 

kommt hier nicht zur Anwendung, weil sich die Vollstreckbarerklärung noch auf 

das LugÜ vom 16. September 1988 und nicht das revLugÜ vom 30. Oktober 2007 

stützt (vgl. E. 2.2 vorstehend). Hat die Vorinstanz also wesentliche Teile der Klage 

nicht beurteilt, würde die Beschwerdeinstanz – selbst wenn die Grundlagen für ei-

nen Entscheid vorhanden wären – mit der Neuentscheidung erstmals und damit 

einzig mit bloss eingeschränkter Kognition über die Sache entscheiden. Der 

Sachverhalt würde im Sinne der Rechtsweggarantie durch kein Gericht frei ge-

prüft werden. Damit ergibt sich für die Beschwerde, dass eine Sache diesfalls im 

- 13 - 

Sinne von Art. 327 Abs. 3 lit. b ZPO als nicht spruchreif zu qualifizieren und des-

halb zur Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist.  

6.3 Das bedeutet für das vorliegende Beschwerdeverfahren, dass die Ver-

fügung des Einzelrichters des Bezirkes Zürich vom 22. Dezember 2010 (Geschäft 

Nr. EU100827), worin das Vollstreckbarerklärungsgesuch in materieller Hinsicht 

nicht beurteilt wurde, aufzuheben und die Sache mangels Spruchreife zur Beurtei-

lung der Voraussetzungen der Vollstreckbarerklärung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen ist.  

6.4 Die Vorinstanz wies auch den Antrag der Beschwerdeführerinnen auf 

Sicherungsmassnahmen bloss mit dem Hinweis auf die fehlende Vollstreckbarer-

klärung ab (Verfügung vom 22. Dezember 2010 im Verfahren Nr. EU102419; 

act. 2/6/4). Weil das nun aber durch den Vorderrichter neu zu entscheiden ist, ist 

auch die Beschwerde betreffend die Sicherungsmassnahmen gutzuheissen, die 

Verfügung des Einzelrichters des Bezirkes Zürich vom 22. Dezember 2010 (Ge-

schäft Nr. EU102419) aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an diesen 

zurückzuweisen.  

7. Kosten 

Anlass für das vorliegende Verfahren bot nicht das prozessuale Verhalten 

der Parteien, sondern die vom Bundesgericht widerlegte Rechtsauffassung der 

Vorinstanz. Es rechtfertigt sich daher, die Kosten des Rechtsmittelverfahrens auf 

die Staatskasse zu nehmen (Art. 107 Abs. 2 ZPO). Für eine Entschädigung zulas-

ten des Staates fehlt es an einer gesetzlichen Grundlage (ADRIAN URWYLER, DIK-

E-Komm-ZPO, Art. 107 N 15). 

Es wird beschlossen: 

1. In Gutheissung der Erstbeschwerde wird die Verfügung des Einzelrichters 

des Bezirkes Zürich vom 22. Dezember 2010 im Verfahren Nr. EU100827 

aufgehoben und die Sache zur Entscheidung im Sinne der Erwägungen an 

die Vorinstanz zurückgewiesen. 

- 14 - 

2. In Gutheissung der Zweitbeschwerde wird die Verfügung des Einzelrichters 

des Bezirkes Zürich vom 22. Dezember 2010 im Verfahren Nr. EU102419 

aufgehoben und die Sache zur Entscheidung im Sinne der Erwägungen an 

die Vorinstanz zurückgewiesen. 

3. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren werden auf die Staatskasse ge-

nommen. 

4. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerinnen sowie – unter Rück-

sendung der erstinstanzlichen Akten – an den Einzelrichter des Bezirkes Zü-

rich, je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
Fr. 30'000.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Wili 
 
versandt am: 

	Beschluss vom 23. Dezember 2011
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt / Prozessgeschichte
	1.1 Mit Eingabe vom 20. Dezember 2010 gelangten die Klägerinnen und Rekurrentinnen (nachfolgend Rekurrentinnen) an den Einzelrichter im summarischen Verfahren des Bezirkes Zürich und verlangten die Vollstreckbarerklärung der "Freezing Injunction" des ...
	1.2 Die Vorinstanz behandelte die Begehren in jeweils zwei verschiedenen Verfahren (vorliegend die Geschäfts-Nrn. EU100827 und EU102419) und wies mit Verfügungen vom 22. Dezember 2010 sowohl das Begehren um Vollstreckbarerklärung des Entscheides des ...
	1.3 Gegen diese beiden Verfügungen liessen die Rekurrentinnen mit Eingaben vom 31. Dezember 2010 (Datum Poststempel) rechtzeitig Rekurs erheben und beantragen, es sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Rekursgegners die vorinstanzlich...
	"1. Es sei die Verfügung des Einzelrichters des Bezirksgerichts Zürich vom 22. Dezember 2010 (Geschäft-Nr. EU102419U-L) aufzuheben.
	2.1 Es sei dem Gesuchsgegner im Sinne einer einstweiligen vorsorglichen Massnahme für die Dauer der Gültigkeit der Freezing Injunction des High Court of Justice, Queen's Bench Division, Commercial Court, London, England, vom 24. November 2010 (High Co...
	(a) "… Account" (USD) Nr…;
	(b) "…. account" (USD) …;
	(c) "….." (USD) Nr. ….;
	(d) "…." (GBP) Nr. ….;
	(e) "…." (EUR) Nr. ….;
	bis zum frei verfügbaren Betrag bzw. Gegenwert (frei von Sicherheiten und ähnlichen Rechten Dritter) von USD 135'000'000.00, unter Vorbehalt von Verfügungen gemäss Ziff. 2.2 hiernach, zu verfügen.
	2.2 Vorausgesetzt, dass der Gesuchsgegner die englischen Rechtsvertreter der Gesuchstellerinnen (per E-Mail an E._____@F._____.com; G._____@F._____.com; und H._____@F._____.com) mindestens 72 Stunden im Voraus über die Höhe und die Herkunft der Vermög...
	(a) Zahlungen für den Lebensunterhalt des Gesuchsgegners in der Höhe von bis zu EUR 5000 pro Woche;
	(b) Zahlungen für rechtliche Beratung und Vertretung;
	(c) Vermögensverfügungen betreffend den Geschäftsbetrieb des Gesuchsgegners.
	2.3 Für den Fall, dass die "Freezing Injunction" des High Court of Justice, Queen's Bench Division, Commercial Court, London, England, vom 24. November 2010 gegen den Gesuchsgegner (High Court Verfahrens-Nr. ... Folio ...) seit deren Erlass bis zur En...
	2.4 Die unter vorstehender Ziff. 2.2 genannten Ausnahmen zum Verfügungsverbot gem. Ziff. 2.1 können durch schriftliche Vereinbarung zwischen dem Gesuchsgegner und den Rechtsvertretern der Gesuchstellerinnen abgeändert werden, wobei im Falle einer solc...
	2.5 Das Verfügungsverbot gemäss vorstehender Ziff. 2.1-2.2 und nachstehender Ziff. 3.1-3.2 entfällt und die Gesuchstellerinnen haben dem zuständigen Gericht unverzüglich anzuzeigen, falls der Gesuchsgegner zu Gunsten der Gesuchstellerinnen für den Bet...
	3.1 Es sei der D._____ AG im Sinne einer einstweiligen vorsorglichen Massnahme für die Dauer der Gültigkeit der "Freezing Injunction" des High Court of Justice, Queen's Bench Division, Commercial Court, London, England, vom 24. November 2010 gegen den...
	(a) "…. Account" (USD) Nr. …;
	(b) "…" (USD) Nr. …;
	(c) "…" (USD) Nr. ….;
	(d) "…" (GBP) Nr. …
	(e) "…." (EUR) Nr. …
	an den Gesuchsgegner oder an Dritte auszubezahlen oder sonst wie über Vermögenswerte zu verfügen, deren wirtschaftlich Berechtigter der Gesuchsgegner ist, sofern durch eine solche Verfügung das frei verfügbare Vermögen des Gesuchsgegners bei der D.___...
	3.2 Falls der Gesuchsgegner die folgenden kumulativ anwendbaren Bedingungen erfüllt, ist das Verfügungsverbot gemäss vorstehender Ziff. 3.1 nicht anwendbar:
	(a) Der Gesuchsgegner informiert die englischen Rechtsvertreter der Gesuchstellerinnen (per E-Mail an E._____@F._____.com; G._____@F._____.com; und H._____@F._____.com) mindestens 72 Stunden im Voraus über die Herkunft der Vermögenswerte, über die ver...
	(b) die Notifikation gemäss lit. a) gibt den Betrag oder die Vermögenswerte an, über den / die verfügt werden soll; und
	(c) die Notifikation gemäss lit. a) gibt den Zahlungszweck an, wobei pro Notifikation nur eine der folgenden drei Alternativen angegeben werden kann: (i) Zahlung für den ordentlichen Lebensunterhalt des Gesuchsgegners in der Höhe von bis zu EUR 5000 p...
	(d) die D._____ erhält Kenntnis von der Notifikation gemäss den vorstehenden lit. a)-c).
	3.3 Das Verfügungsverbot gem. vorstehender Ziff. 3.1-3.2 hindert die D._____ nicht daran, Guthaben des Gesuchsgegners an die Kontoüberziehung anzurechnen und Verrechnungen vorzunehmen, die gemäss Vertrag zwischen der D._____ und dem Gesuchsgegner erla...
	4. Die Rekursverfahren gegen die Verfügung des Einzelrichters des Bezirksgerichts Zürich vom 22. Dezember 2010 betreffend Vollstreckbarerklärung (Geschäft Nr. EU100827-L) sowie gegen die Verfügung des Einzelrichters des Bezirksgerichtes Zürich vom 22....
	Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Rekursgegners (Gesuchsgegners)."
	1.4 Mit Beschluss der Kammer vom 12. Januar 2011 wurden die Verfahren mit den Geschäfts-Nrn. NL110002 und NL110006 (act. 6) aus Gründen der Zweckmässigkeit antragsgemäss in das Verfahren Geschäfts-Nr. NL110002 vereinigt. Zudem wurde das Gesuch der Rek...
	1.5 Der Rekursgegner unterliess es, innert angesetzter Frist einen Zustellungsempfänger zu bezeichnen, weshalb Zustellungen androhungsgemäss durch Veröffentlichung im Amtsblatt des Kantons Zürich erfolgen oder mit gleicher Wirkung unterbleiben können ...
	1.6 Mit Eingabe vom 14. April 2011 liessen die Rekurrentinnen der Kammer ein weiteres Urteil des High Court of Justice, Queen's Bench Division, Commercial Court, London, England in der gleichen Sache vom 25. Februar 2011 sowie die "Consent Order" und ...
	2. Anwendbares Recht
	2.1 Wird eine Sache zurückgewiesen, so ist für die weiteren Verfahrensschritte die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene schweizerische ZPO anwendbar (vgl. dazu OGer ZH RU110007 E. II m.w.H.).
	2.2 Ebenfalls am 1. Januar 2011 trat für die Schweiz auch die revidierte Fassung des Lugano-Übereinkommens vom 16. September 1988 als Übereinkommen vom 30. Oktober 2007 in Kraft (Art. 69 Abs. 5 rev.LugÜ). Gemäss Art. 63 Nr. 1 revLugÜ findet auf die vo...
	2.3 Neu ist das gegen Entscheide des Vollstreckungsgerichts zu ergreifende Rechtsmittel die Beschwerde nach Art. 319 lit. a ZPO in Verbindung mit Art. 309 lit. a ZPO. Der vorliegende Rückweisungsprozess ist demnach als Beschwerdeverfahren anzulegen un...
	3. Vorinstanzlicher Entscheid
	3.1 Die Vorinstanz hat sowohl das Begehren der Beschwerdeführerinnen auf Vollstreckbarerklärung als auch das Vollstreckungsbegehren bzw. das Begehren um sichernde Massnahmen der Vollstreckung des Entscheides des High Court of Justice, Queen's Bench Di...
	3.2 In der Folge begründete die Vorinstanz die Abweisung der beantragten Sicherungsmassnahmen damit, dass die für eine Vollstreckung vorausgesetzte Vollstreckbarerklärung abgewiesen worden sei (act. 2/6/4).
	Es wird beschlossen:
	1. In Gutheissung der Erstbeschwerde wird die Verfügung des Einzelrichters des Bezirkes Zürich vom 22. Dezember 2010 im Verfahren Nr. EU100827 aufgehoben und die Sache zur Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.
	2.  In Gutheissung der Zweitbeschwerde wird die Verfügung des Einzelrichters des Bezirkes Zürich vom 22. Dezember 2010 im Verfahren Nr. EU102419 aufgehoben und die Sache zur Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.
	3. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren werden auf die Staatskasse genommen.
	4. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerinnen sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an den Einzelrichter des Bezirkes Zürich, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...