# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a9ab925-57e1-52d0-8c3c-76fc865065b9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.09.2023 725 2023 54 / 218 (725 23 54 / 218)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2023-54---218_2023-09-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 28. September 2023 (725 23 54 / 218) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Wegfall des natürlichen Kausalzusammenhangs: Ungenügende Beweiskraft der versi-
cherungsinternen Aktenbeurteilungen 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Markus Schmid, 
Rechtsanwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Rechts-
dienst, Dufourstrasse 40, 9001 St. Gallen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Die 1973 geborene A.____ war seit dem 1. Februar 2019 bei der B.____ als Kunden-
dienstberaterin angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Helvetia Schweizerische Versiche-
rungsgesellschaft AG (Helvetia) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrank-
heiten versichert. Am 25. Februar 2020 erlitt die Versicherte einen Unfall, als sie auf dem Weg 
vom Briefkasten zur Haustüre über eine versenkbare Liftabdeckung stolperte und stürzte. Dabei 
verletzte sie sich an den Knien, den Schultern und dem Bauch. Die Helvetia anerkannte ihre 

 

 
 
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Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlungskos-
ten und Taggelder). Namentlich erteilte sie mit Schreiben vom 27. November 2020 nach Rück-
frage bei ihrem beratenden Arzt Kostengutsprache für die am 9. Dezember 2020 durchgeführte 
Schulterarthroskopie links. Die Versicherte leidet an einer hereditären Thrombophilie vom Typ 
Faktor-V-Mutation. Im Vorfeld der Operation wurde die bisher eingenommene Dauerantikoagula-
tion sistiert und mit einem anderen Medikament substituiert. Am 23. Dezember 2020 wurde bei 
A.____ eine Sinusvenenthrombose und Teilthrombose der Vena jugularis rechts diagnostiziert, 
die zu Sehstörungen führten. Im April 2021 kam es zur vollständigen Erblindung der Versicherten. 
Mit Schreiben vom 12. Mai 2021 und Verfügung vom 14. Oktober 2021 stellte die Helvetia die 
Leistungen per Mitte Juni 2020 unter Hinweis auf den Wegfall des natürlichen Kausalzusammen-
hangs, namentlich das Erreichen des Status quo sine, ein. Eine dagegen von der Versicherten, 
vertreten durch Rechtsanwalt Markus Schmid, erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 
17. Januar 2023 abgewiesen. Begründungsweise wurde festgehalten, dass das Ereignis vom 
25. Februar 2020 lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des degenerativen Vor-
zustandes an der linken Schulter geführt habe. Ab Mitte Juni habe kein kausaler Zusammenhang 
zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis mehr bestanden.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, weiterhin vertreten durch Rechtsan-
walt Schmid, am 17. Februar 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Sie liess beantragen, die Beschwerdegegnerin sei in Aufhebung des 
angefochtenen Entscheids vom 17. Januar 2023 zu verpflichten, ihr über den 15. Juni 2020 hin-
aus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen und ihr insbesondere auch die gesetzlichen Leis-
tungen für die ihr bei der Operation vom 9. Dezember 2020 zugefügte Gesundheitsschädigung 
zu erbringen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde die Durchführung einer öffentlichen Partei-
verhandlung beantragt, alles unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen aus-
geführt, dass die von der Beschwerdegegnerin eingeholten Aktenbeurteilungen nicht beweistaug-
lich seien. Der Beschwerdegegnerin sei der Beweis des Wegfalls der natürlichen Kausalität nicht 
gelungen. Der Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör sei verletzt worden, in-
dem sie zu den mit der Beurteilung beauftragten Medizinern nicht vorgängig habe Stellung neh-
men können. Es sei ein externes Gutachten einzuholen.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 4. Mai 2023 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
D. Mit Verfügung vom 11. Mai 2023 wurde der vorliegende Fall dem Gericht zur Beurteilung 
überwiesen. 
 
E. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung wurde die Beschwerdeführerin zum Unfall-
hergang und dem gesundheitlichen Verlauf befragt. Sie machte überdies Angaben zur Einholung 
einer Kostengutsprache vor der Operation am 9. Dezember 2020. Die Parteien hielten im We-
sentlichen an ihren Anträgen und Begründungen fest. Auf die weiteren Ausführungen der Par-
teien wird – soweit erforderlich – im Rahmen der Erwägungen einzugehen sein.  
 
 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen 
ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungs-
träger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerden zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 
26. September 2023 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen zu 
Recht per 15. Juni 2020 einstellte. In diesem Zusammenhang ist insbesondere zu prüfen, ob die 
von der Beschwerdeführerin in diesem Zeitpunkt geklagten Schulterbeschwerden mit dem Unfall 
vom 25. Februar 2020 in einem rechtsgenüglichen Kausalzusammenhang stehen. Nicht zu beur-
teilen ist im aktuellen Verfahrensstadium die Frage, ob zwischen der Schulteroperation am 9. De-
zember 2020 und der anschliessenden Erblindung der Beschwerdeführerin ein genügender Kau-
salzusammenhang besteht. Über diese Frage hat die Beschwerdegegnerin im Rahmen des an-
gefochtenen Einspracheentscheids (noch) nicht entschieden, weshalb sie nicht Streitgegenstand 
bildet.  
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts Anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Gemäss Art. 6 Abs. 3 UVG erbringt 
der Unfallversicherer ausserdem Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei 
der Heilbehandlung zugefügt werden (Art. 10).  
 
3.2 Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige 
Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll 
oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 
Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und erlischt 
mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem 
Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf 
eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid ist. Der Rentenan-
spruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung 
des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Ein-
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Renten-
beginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet 

 

 
 
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die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine 
angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls 
kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 
Abs. 2 UVG).  
 
3.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kau-
salzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal-
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht 
als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kau-
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 
gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit ande-
ren Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 
hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge-
tretene gesundheitliche Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines 
Beschwerdebilds genügt damit eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen, 
Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 2019, 8C_437/2018, E. 2.1). Ob zwischen einem schädi-
genden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streit-
fall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversiche-
rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 
blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung  eines Leistungsanspruchs 
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.4 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die 
natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf   eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem 
im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr 
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist –  nicht bei der versi-
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 
363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des 

 

 
 
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Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu 
verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei 
voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsscha-
dens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts 
vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschie-
den werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
4.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozial-
versicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) 
– wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie um-
fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 
231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 

 

 
 
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Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 in fine mit Hin-
weis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
5. Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen 
Berichte wiedergegeben werden, welche für den Entscheid zentral sind. 
 
5.1 Der erstbehandelnde Arzt veranlasste am 12. März 2020 eine Magnetresonanzarthro-
graphie der verletzten linken Schulter. Mit Bericht vom selben Tag wurde festgestellt, dass bei 
minimalem Ödem im Ligamentum acromioclaviculare eine stattgehabte, minimale AC-
Gelenkstraumatisierung (Rockwood Typ 1) möglich sei. Festzustellen sei ferner eine Bursitis sub-
acromialis/subdeltoidea, eine geringe artikulärseitige Teilruptur der nicht retrahierten Supraspi-
natus- und Infraspinatussehne ohne Muskelatrophie sowie eine 3,3 cm grosse, nach dorsal und 
proximal verlaufende spinoglenoidale Notch-Zyste ohne bildmorphologische/indirekte Hinweise 
auf eine Kompression des Nervus suprascapularis bei fehlenden Denervierungszeichen im Un-
tersuchungsvolumen. Eine am 29. April 2020 durchgeführte Röntgenuntersuchung der linken 
Schulter ergab normale Stellungverhältnisse und Weite der Gelenksspalten und eine initiale sub-
acromiale Spornbildung. Der Subacromialraum sei nicht eingeengt; es lägen keine knöchernen 
Bandausrisse, dislozierte Frakturen oder eine verkalkende Tendinopathie vor.  
 
5.2 Mit Bericht vom 3. Mai 2020 diagnostizierte Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chi-
rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, eine symptomatische Partialruptur der Sup-
raspinatussehne mit traumatisierter AC-Gelenksarthrose sowie polylobulierter Ganglionzyste im 
Subacromialraum bis zur Spina scapulae Schulter links mit wahrscheinlich SLAP-Läsion Schulter 
links nach Unfall Ende Februar 2020, eine Adipositas sowie ein Faktor-V-Leiden unter Marco-
umar. Die Patientin leide seit dem Unfall unter persistierenden Schulter- und Oberarmschmerzen 
links; davor sei die Patientin beschwerdefrei gewesen. Empfohlen werde eine Physiotherapie, bei 
frustranem Verlauf sei eine Schulterarthroskopie durchzuführen.  
 
5.3 Anlässlich einer klinischen Verlaufskontrolle am 8. Juni 2020 (Bericht vom 9. Juni 2020) 
stellte Dr. D.____ fest, dass sich nach neun Sitzungen Physiotherapie eine relevante Verbesse-
rungstendenz zeige mit viel weniger Schmerzen. Die Patientin leide indessen an persistierenden 
Schmerzen bei der forcierten Abduktion der linken Schulter im Sinne einer relevanten Impinge-
ment-Symptomatik. Er empfehle nun eine Schulterarthroskopie links mit AC-Gelenkresektion, Bi-
zepstenotomie, Acromioplastik und Ganglionentfernung. Präoperativ solle eine Anpassung der 
Antikoagulation organisiert werden. Gleichentags wurde eine neue Verordnung zur Physiothera-
pie erstellt.  
 
5.4 Auf Anfrage des Unfallversicherers stellte der beratende Arzt Dr. med. E.____, FMH Chi-
rurgie, mit Schreiben vom 4. August 2020 fest, dass eine Arbeitsunfähigkeit bis 1. August 2020 
ausgewiesen sei, die mit dem Unfall in einem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammen-
hang stehe. Die Unfallkausalität sei weiterhin gegeben. Mit dem medizinischen Fallabschluss 
könne per Ende September 2020 gerechnet werden.  

 

 
 
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5.5 Anlässlich der Konsultation am 28. August 2020 bei Dr. D.____ wurde festgestellt, dass 
die Patientin an starken Schulterschmerzen leide und per Ende Jahr eine operative Versorgung 
wünsche. Am 23. September 2020 verordnete Dr. D.____ der Patientin weitere physiotherapeu-
tische Behandlungen.  
 
5.6 Mit Bericht vom 27. Oktober 2020 stellte Dr. D.____ fest, dass die Patientin unter zuneh-
menden Schulterschmerzen bei der Abduktion und Elevation sowie Flexion leide. Starke Schmer-
zen würden sich insbesondere beim Jobe- und Palm-up-Test zeigen. Eine Progression der be-
kannten Partialruptur der Supra- und Infraspinatussehne könne klinisch nicht ausgeschlossen 
werden. Es würden sich relevante Druckdolenzen über dem AC-Gelenk sowie über dem Sulcus 
bicipitalis zeigen. Die Impingementzeichen seien positiv.  
 
5.7 Mit Schreiben vom 26. November 2020 nahm Dr. E.____ auf Anfrage des Unfallversi-
cherers erneut Stellung. Er bejahte, das die vorgesehene Operation und die nachfolgende Reha-
bilitation mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Kausalzusammenhang mit dem Ereignis 
stünden. Die Kriterien der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit seien in Bezug 
auf die geplante Operation erfüllt. Der Unfallversicherer erteilte daraufhin am 27. November 2020 
Kostengutsprache für die Operation vom 9. Dezember 2020.  
 
5.8 Am 9. Dezember 2020 wurde die geplante Schulterarthroskopie durchgeführt. Mit Ope-
rationsbericht vom 18. Dezember 2020 diagnostizierte der Operateur Dr. D.____ intraoperativ 
eine traumatische artikularseitige Partialruptur der Supraspinatussehne, ein AC-Gelenkszerrung 
/-arthrose, ein subacromiales Impingement sowie eine Tendinopathie der langen Bizepssehne 
sowie eine beginnende Frozen Shoulder mit Synovialitis im Intervall der Rotatoren der linken 
Schulter.  
 
5.9 Mit Austrittsbericht der interdisziplinären Notfallstation des Spitals F.____ vom 23. De-
zember 2020 wurde bei der Versicherten unter anderem eine Sinusvenenthrombose und 
Teilthrombose der Vena jugularis rechts sowie rezidivierende Thromboembolien bei Status nach 
Lungenembolie und mehrmaligen tiefen Venenthrombosen, einer Faktor-V-Leiden-Mutation so-
wie unter oraler Antikoagulation diagnostiziert. Die Patientin verspüre seit mehreren Wochen ei-
nen Druck auf dem rechten Ohr sowie eine gewisse Hörminderung und Schwindel. Vor drei Ta-
gen sei eine Otitis media diagnostiziert worden, die Medikation habe bisher zu keiner Besserung 
geführt. Seit einigen Tagen sehe sie Flecken auf dem rechten Auge und habe ein Taubheitsgefühl 
über der rechten Wange. Aufgrund der orthopädischen Operation an der linken Schulter bestehe 
ein Status nach Bridging mit Fragmin, aktuell wieder unter Marcoumar. Eine Magnetresonanz-
Angiographie des Schädels und des Halses vom selben Tag habe Zeichen einer zerebralen ve-
nösen Thrombose im Confluens sinuum, Sinus transversus rechts, Sinus sigmoldeus rechts und 
in der Vena jugularis rechts mit konsekutiver Dilatation der Vena jugularis rechts gezeigt. Es be-
stehe kein kompletter Verschluss, kein Nachweis eines perifokalen Ödems und kein Nachweis 
einer intrakraniellen Blutung oder einer Ischämie. Die Entstehung der Thrombosen sei am ehes-
ten im Rahmen des perioperativen Bridgings zu erklären.  
 

 

 
 
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5.10 Gemäss Bericht von Dr. D.____ vom 20. Januar 2021 sei eine Schulterarthroskopie links 
mit Acromioplastik, AC-Gelenksresektion, Bizepstenotomie, Débridement der Supraspinatus-
sehne und Eröffnung des Intervalls der Rotatoren bei traumatischer artikularseitiger Partialruptur 
der Supraspinatussehne, AC-Gelenkszerrung /-arthrose, einem subacromialen Impingement so-
wie einer Tendinopathie der langen Bizepssehne, einer artikularseitigen Partialruptur der Supra-
spinatussehne, einer beginnenden Frozen Shoulder mit Synovialitis im Intervall der Rotatoren 
Schulter links; eine ausgedehnte Sinusthrombose; eine Faktor-V-Leiden-Mutation mit Status 
nach Lungenembolie und mehrmaligen tiefen Beinvenenthrombosen und ein Meningeom zu di-
agnostizieren. Bezüglich der linken Schulter zeige sich ein erfreulicher Verlauf. 
 
5.11 Der Unfallversicherer gab in der Folge bei Dr. med. G.____, FMH Orthopädie und Trau-
matologie des Bewegungsapparats, eine versicherungsmedizinische Beurteilung in Auftrag. In 
seinem Aktengutachten vom 4. Mai 2021 diagnostizierte Dr. G.____ eine traumatisierte, leichte 
AC-Gelenksarthrose links nach Rumpf- und beidseitiger Knie- und Schulterkontusion am 25. Feb-
ruar 2020. In Bezug auf den beschriebenen Unfallmechanismus führte er aus, dass keine mas-
sive indirekte Krafteinwirkung auf die Schultergelenke in der Abstützphase passiert sein könne. 
Die Arme seien bei geringer Ganggeschwindigkeit in einer Position vor dem Körper unter kon-
zentrischer Kraftaufwendung belastet worden, bis sie der Einwirkung des Körpergewichts nicht 
mehr hätten widerstehen können. Eine gleichzeitige, heftige exzentrische Krafteinwirkung sei 
dadurch nicht denkbar. Auch die Annahme eines Sturzes auf den ausgestreckten Arm sei nicht 
plausibel. Seitens der Versicherten werde auch kein Verletzungsgeräusch, Rissgefühl  
oder Knall angegeben. Der erstbehandelnde Arzt habe drei Tage nach dem Unfall keine Häma-
tome beschrieben, trotz der Dauerantikoagulation. Die Arbeitsfähigkeit sei nach dem Unfall bloss 
kurzzeitig eingeschränkt gewesen. Aus diesen Aspekten und gestützt auf die Bildgebung und den 
Operationssitus kommt Dr. G.____ zum Schluss, dass in der Gesamtbilanz die Indizien kongruent 
und in erheblichem Ausmass überwiegen würden, dass es sich bei den geklagten Beschwerden 
nicht um Unfallfolgen, sondern um vorbestehende Veränderungen am linken Schultergelenk 
handle. Der Schadensmechanismus sei in Anlehnung an die versicherungsmedizinische Stan-
dardliteratur nicht geeignet, eine traumatische Schädigung der Rotatorenmanschette auszulösen. 
Abnützungsveränderungen könnten in Alterskategorien ab 40 Jahren vorkommen. Es sei aus 
dem Schadensbild heraus nicht nachvollziehbar, dass einerseits die erhobenen Befunde an der 
Rotatorenmanschette das Beschwerdebild erklären sollen, anderseits die arthrotische Schädi-
gung des AC-Gelenkes für die Restbeschwerden nicht relevant mitverantwortlich sei. Es seien 
keine frischen Unfallfolgen dokumentiert, die für eine richtungsweisende Verschlimmerung des 
Zustandes der linken Schulter verantwortlich sein könnten. Der Unfall vom 25. Februar 20202 
habe folglich bloss zu einer vorübergehenden Verschlimmerung geführt. Der Status quo sine be-
züglich Unfallfolgen der linken Schulter könne nach übereinstimmender Feststellung einer rele-
vanten Besserung per Mitte Juni 2020 angesetzt werden. Danach gebe es ein Zeitintervall von 
viereinhalb Monaten ohne Dokumentation über eine Behandlung von Schulterschmerzen. Mit der 
Operation seien keine Unfallfolgen behandelt worden.  
 
5.12 Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte der Unfallversicherer ausserdem bei sei-
nem Vertrauensarzt Dr. med. H.____, FMH Radiologie, eine radiologische Beurteilung der bild-
gebenden Untersuchungsbefunde ein. In seiner Beurteilung vom 18. Oktober 2022 führte er nach 

 

 
 
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einer Beurteilung anhand der Bildgebung aus, dass keine Befunde vorliegen würden, die aus 
radiologischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf einen am 25. Februar 2020 erlit-
tenen Unfall zurückzuführen seien. Die von Dr. G.____ festgehaltenen Ausführungen zum radio-
logischen Bildmaterial und zum intraoperativen Befund seien zum Teil aus radiologischer Sicht 
zu beanstanden oder bloss nach einer Präzisierung zu bestätigen. So sei die von ihm gestellte 
Diagnose einer traumatisierten, leichten AC-Gelenksarthrose aus radiologischer Sicht zwar mög-
lich, aber bei Weitem nicht überwiegend wahrscheinlich. Bezüglich der von Dr. G.____ gestellten 
Diagnose «leichte degenerative Veränderungen am Ansatz der Rotatorenmanschette» müsse 
aus radiologischer Sicht festgehalten werden, dass die bei der Versicherten vorliegenden dege-
nerativ bedingten Veränderungen des Tendo musculi supraspinati nicht mehr als leicht, sondern 
als schwer zu werten seien. Die festgestellte gute Trophik der Muskulatur der Rotatorenman-
schette sei dahingehend zu präzisieren, dass der Musculus supraspinatus bereits eine leichte bis 
mässige volumetrische Atrophie aufweise.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
17. Januar 2023 bei der Beurteilung der medizinischen Sachlage vollumfänglich auf die Aktenbe-
urteilungen von Dr. G.____ vom 4. Mai 2021 sowie des Vertrauensarztes Dr. H.____ vom 18. Ok-
tober 2022. Sie ging demzufolge davon aus, dass es beim Unfallereignis vom 25. Februar 2020 
lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Gesundheitszustandes der Schulter 
gekommen sei, anlässlich derer der degenerative Vorzustand der Rotatorenmanschette sympto-
matisch geworden sei. Der Status quo sine habe sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Mitte 
Juni 2020 eingestellt. 
 
6.2 Wie in Erwägung 4.3 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforde-
rungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne die Einholung eines externen Gutachtens 
entschieden werden soll. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist auch eine reine Ak-
tenbeurteilung nicht an sich als unzuverlässig zu beurteilen. Dem reinen Aktengutachten kann 
voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur 
um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht. Ak-
tengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und 
ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diag-
nose oder das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in 
einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und die über-
wiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht werden (Urteil des 
Bundesgerichts vom 27. März 2008, 8C_540/2007, E. 3.2 mit Hinweisen). Wie auch bei versiche-
rungsinternen medizinischen Einschätzungen sind bei solchen Aktengutachten allerdings bereits 
bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen. Solche Zweifel liegen bei den Beurteilungen von Dr. G.____ vom 4. Mai 2021 und 
Dr. H.____ vom 18. Oktober 2022 vor. 
 
6.3.1 Zunächst ist festzuhalten, dass die Fragestellung der Beschwerdegegnerin an 
Dr. G.____ sich teilweise auf die Begründung eines Kausalzusammenhangs und nicht – wie vor-
liegend relevant – auf den Wegfall der natürlichen Kausalität bezieht. Obwohl Dr. G.____ sich 
anschliessend auch über den Status quo sine äussert, vermögen seine Ausführungen nicht zu 

 

 
 
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überzeugen. So wird seine Feststellung, dass es beim Unfall zu einer bloss vorübergehenden 
Verschlimmerung gekommen ist, nicht mit einer entsprechenden Diagnose begründet. Aufgrund 
der Einschätzung von Dr. G.____ bleibt letztlich unklar, welche Verletzungen sich die Beschwer-
deführerin zugezogen hat. Auffallend ist, dass Dr. G.____ die von den behandelnden Ärzten wie-
derholt und konstant diagnostizierte traumatische Ruptur der Supraspinatussehne kaum berück-
sichtigt, obwohl diese von Dr. D.____ als Hauptdiagnose gestellt und bei der Operation vom 
9. Dezember 2020 ebenfalls versorgt wurde. Insbesondere jedoch setzt sich der beigezogene 
Mediziner nicht mit der relevanten Frage nach einer Teilkausalität des Unfallereignisses ausei-
nander. Wie bereits in Erwägung 3.3 hiervor ausgeführt, gehören rechtsprechungsgemäss zu den 
leistungsbegründenden Ursachen auch Umstände, ohne deren Vorhandensein die gesundheitli-
che Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende trau-
matische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende Schaden 
auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit 
nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts Conditio sine qua non war. Anders verhält 
es sich nur, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges 
Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne 
im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen 
(SVR 2007 UV Nr. 28 S. 94; ANDREAS TRAUB, Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall 
und Gesundheitsschädigung bei konkurrierender pathogener Einwirkung: Abgrenzung der we-
sentlichen Teilursache von einer anspruchshindernden Gelegenheits- oder Zufallsursache, in: 
SZS 2009 S. 479 ff.). Der Eintritt des Status quo sine auf Mitte Juni 2020 wird von Dr. G.____ mit 
einer relevanten Verbesserung der Symptomatik und einem Behandlungsunterbruch von vierein-
halb Monaten bis 27. Oktober 2020 begründet. Dies ist nicht nachvollziehbar. Zwar berichtete die 
Beschwerdeführerin anlässlich der Sprechstunde bei Dr. D.____ am 8. Juni 2020 tatsächlich von 
einer Verbesserungstendenz in Bezug auf die Schmerzen. Gleichzeitig hielt der behandelnde 
Arzt indessen fest, dass die Patientin unter persistierenden Schmerzen bei der Abduktion leide 
und empfahl die operative Versorgung. Die Annahme eines Behandlungsunterbruchs ist überdies 
inkorrekt. So befand sich die Beschwerdeführerin nach dem 8. Juni 2020 und bis zur Operation 
am 9. Dezember 2020 weiterhin in physiotherapeutischer Behandlung. Ferner berichtete sie an-
lässlich einer Konsultation mit Dr. D.____ am 28. August 2020 weiterhin von starken Schulter-
schmerzen und erklärte ihren Wunsch nach einer operativen Behandlung. Damit ist die Annahme 
einer relevanten Zustandsverbesserung per Mitte Juni 2020 aktenwidrig.  
 
6.3.2 Bezüglich der Beurteilung von Dr. H.____ ist vorab festzustellen, dass es sich dabei um 
eine rein radiologische Einschätzung handelt. Er befasst sich aufgrund der Fragestellung der Be-
schwerdegegnerin in erster Linie mit der Beurteilung der morphologischen Befunde und deren 
kausaler Entstehung, ohne Berücksichtigung von klinischen Befunden oder anamnestischen 
Schmerzangaben. Entsprechend der Fragestellung setzt sich Dr. H.____ folglich weder mit dem 
Beweisthema des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammenhangs noch mit der Frage eines 
Status quo sine auseinander. Der Beweiswert einer solchen Einschätzung ist folglich von Beginn 
weg beschränkt und könnte bloss als Ergänzung zur (umfassenderen) Beurteilung durch 
Dr. G.____ angesehen werden. Auffallend ist indessen, dass der radiologische Gutachter die Ein-
schätzung Dr. G.____ verschiedentlich in Frage stellt. So führt er aus, dass die von diesem ge-

 

 
 
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stellte Diagnose einer traumatisierten, leichten AC-Gelenksarthrose nicht überwiegend wahr-
scheinlich sei. Uneinigkeit besteht überdies bei der Bewertung der degenerativen Veränderun-
gen. Während Dr. G.____ diese als leicht bezeichnet, geht Dr. H.____ von schweren degenera-
tiven Veränderungen aus. Auch bezüglich der Trophik der Schultermuskulatur kommen die von 
der Beschwerdegegnerin beauftragten Mediziner zu unterschiedlichen Auffassungen. Dr. H.____ 
kommt anhand des Bildmaterials sodann zu anderen Beurteilungen als die behandelnden Radio-
logen, namentlich in Bezug auf eine allfällige Tendinopathie sowie das anlässlich der MR-
Arthrographie vom 20. März 2020 festgestellte Ödem im Ligamentum acromioclaviculare.  
 
6.3.3 Damit bestehen zwischen den Einschätzungen von Dr. G.____ und Dr. H.____ Wider-
sprüche, welche die Beschwerdegegnerin nicht ausgeräumt hat. Ferner widersprechen die Beur-
teilungen der Aktengutachter auch derjenigen des Versicherungsmediziners Dr. E.____, welcher 
auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin hin die Unfallkausalität der Schulterbeschwerden im Zeit-
punkt der Operation explizit bejahte, als auch denjenigen der behandelnden  
(Fach-) Ärzte. Diese Widersprüche wecken im Ergebnis an den Aktenbeurteilungen von 
Dr. G.____ vom 4. Mai 2021 sowie von Dr. H.____ vom 18. Oktober 2022 nicht bloss geringe 
Zweifel, weshalb nicht auf sie abgestellt werden kann. Vielmehr muss der medizinische Sachver-
halt als ungenügend geklärt gelten. Eine abschliessende Beurteilung der streitigen Kausalitäts-
frage ist unter diesen Umständen nicht möglich, weshalb der angefochtene Einspracheentscheid 
aufzuheben und ein externes medizinisches Gutachten (Art. 44 ATSG) zu veranlassen ist.  
 
7.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann das Sozialversicherungsgericht 
nicht frei entscheiden, ob es eine Streitsache an die Verwaltung zurückweist. Die Beschwer-
deinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzunehmen, wenn sie einen 
im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklä-
rungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht 
beweiskräftig ist (BGE 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Da die Beschwerdegegnerin den medizinischen 
Sachverhalt im vorliegenden Fall aber unvollständig abgeklärt hat und es nicht die Aufgabe des 
kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht ei-
ner Rückweisung an die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung der zitierten Rechtspre-
chung des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit zur weiteren Ab-
klärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese muss die Unfallkausalität in Bezug 
auf die bei der Versicherten über den 15. Juni 2020 hinaus und namentlich im Zeitpunkt der Ope-
ration vom 9. Dezember 2020 noch bestehenden Beschwerden an der linken Schulter und – falls 
ein natürlicher (Teil-)Kausalzusammenhang bejaht wird – die Frage des Erreichens des medizi-
nischen Endzustands durch ein versicherungsexternes orthopädisches Gutachten abklären las-
sen. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Aktenergänzung wird sie in der Folge über den Leis-
tungsanspruch der Versicherten neu zu befinden haben. Die Beschwerde ist in diesem Sinne 
gutzuheissen. Im Lichte dieses Ergebnisses kann damit im aktuellen Zeitpunkt offenbleiben, ob 
die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör im Rah-
men der Auftragsvergaben an Dres. G.____ und H.____ genügend gewahrt hat.  
 

 

 
 
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8.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist der Beschwerdeführerin 
deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 28. September 2023 für 
das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 23 Stunden und 24 Minuten sowie Auslagen 
von Fr. 305.70 geltend gemacht, was umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachver-
halts- und Rechtsfragen noch als angemessen anzusehen ist. Zu beachten ist, dass die erste 
Besprechung des Rechtsvertreters mit der Beschwerdeführerin noch vor Erlass des angefochte-
nen Einspracheentscheids datiert. Der dafür geltende gemachte Aufwand im Umfang von 1.5 
Stunden ist als vorprozessuale Bemühung nicht zu entgelten. Indessen dauerte die heutige Par-
teiverhandlung deutlich länger als die veranschlagten 1.5 Stunden, weshalb sich der geltend ge-
machte Aufwand insgesamt als korrekt erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversiche-
rungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stunden-
ansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Da auch die geltend gemachten Auslagen nicht zu bean-
standen sind, ist der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in der geltend gemachten 
Höhe von Fr. 6'629.70 (23 Stunden und 24 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von 
Fr. 305.70 + 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
 
 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 17. Januar 2023 aufgehoben und die Angele-
genheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen an die Vo-
rinstanz zurückgewiesen wird.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 6'629.70 (inklusive Auslagen und 7,7% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
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