# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd9307b8-7367-5080-8461-60e6d14cff5d
**Source:** Aargau (entscheidsuche) (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2026-01-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 19.01.2026 SBK.2025.279
**Docket/Reference:** SBK.2025.279
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2025-279_2026-01-19.pdf

## Full Text

Obergericht 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

SBK.2025.279  
(STA.2025.475)  

Art. 22 

 

 

Entscheid vom 19. Januar 2026 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari  

Oberrichterin Merkofer 

Gerichtsschreiberin Groebli Arioli 

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____, […] 

[…] 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Roman Baumgartner,  

[…]   

 

  
    

Beschwerde-

gegnerin  

 Staatsanwaltschaft Baden,  

Mellingerstrasse 207, 5405 Dättwil AG  

 

 
   

Anfechtungs-

gegenstand 

 Anordnung zur erkennungsdienstlichen Erfassung und Erstellung eines 

DNA-Profils der Staatsanwaltschaft Baden vom 25. September 2025 

 

in der Strafsache gegen A._____ 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Staatsanwaltschaft Baden führt gegen A._____ (fortan: Beschwerde-

führer) eine Strafuntersuchung wegen mehrfachen Raubs, mehrfacher 

Freiheitsberaubung, Nötigung, Körperverletzung, Diebstahls, mehrfachen 

Hausfriedensbruchs, mehrfacher Sachbeschädigung sowie mehrfachen 

teilweise versuchten betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbei-

tungsanlage. 

 

2. 

Am 25. September 2025 erliess die Staatsanwaltschaft Baden die folgende 

Verfügung: 

 

" 1. 
Die Kantonspolizei wird angewiesen, die beschuldigte Person erkennungs-
dienstlich zu erfassen und einen Wangenschleimhautabstrich (WSA) vorzu-
nehmen. 
 
2. 
Es ist vom entnommenen WSA ein DNA-Profil zu erstellen. Die Kantonspo-
lizei Aargau wird angewiesen, die Erstellung des Profils in Auftrag zu ge-
ben." 

 

3. 

3.1. 

Gegen die ihm am 26. September 2025 zugestellte Verfügung erhob der 

Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Oktober 2025 bei der Beschwerde-

kammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau Beschwerde 

und beantragte: 

 

" 1. 
Es sei die Verfügung vom 25. September 2025 aufzuheben und es sei von 
einer erkennungsdienstlichen Erfassung sowie einer DNA-Probenahme 
und der Erstellung eines DNA-Profils abzusehen. 
 
2. 
Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Staatskasse. 
 
3. 
Eventualiter seien die Kosten im Rahmen der amtlichen Verteidigung zu 
verlegen, resp. diese sei auch für vorliegendes Verfahren zu bewilligen." 

 

Zudem stellte er den Verfahrensantrag, es sei die betreffende Strafakte 

STA3 ST.2025.475 beizuziehen. 

 

3.2. 

Die Staatsanwaltschaft Baden beantragte mit Beschwerdeantwort vom 

23. Oktober 2025 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen. 

  

 - 3 - 

 

 

   

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft sind mit 

Beschwerde anfechtbar (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO). Beschwerdeaus-

schlussgründe (Art. 394 StPO) liegen nicht vor. Die Beschwerde ist zuläs-

sig. 

 

1.2. 

Erkennungsdienstliche Massnahmen und die Erstellung eines DNA-Profils 

sowie die Aufbewahrung dieser Daten stellen nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung einen Eingriff in das Recht auf persönliche Freiheit (Art. 10 

Abs. 2 BV) und auf informationelle Selbstbestimmung (Art. 13 Abs. 2 BV) 

dar (vgl. BGE 145 IV 263 E. 3.4 mit weiteren Hinweisen). Je nachdem, ob 

die betroffene Person bereits erkennungsdienstlich erfasst bzw. das DNA-

Profil bereits erstellt wurde oder nicht, liegt entweder ein drohender oder 

ein noch anhaltender Grundrechtseingriff vor. Da bei einer Gutheissung der 

Beschwerde keine erkennungsdienstliche Erfassung angeordnet bzw. kein 

DNA-Profil erstellt werden darf oder allenfalls bereits durchgeführte Mass-

nahmen umgehend zu löschen sind, hat der Beschwerdeführer so oder an-

ders ein aktuelles Rechtsschutzinteresse (i.S.v. Art. 382 Abs. 1 StPO) an 

der Beurteilung der Beschwerde, mit welcher der Verzicht auf eine erken-

nungsdienstliche Erfassung und auf eine DNA-Profilerstellung verlangt 

wird. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 396 

Abs. 1 i.V.m. Art. 385 Abs. 1 StPO) ist einzutreten. 

 

2. 

2.1. 

2.1.1. 

Die Staatsanwaltschaft Baden begründet die Anordnung zur erkennungs-

dienstlichen Erfassung und die Erstellung eines DNA-Profils damit, der Be-

schwerdeführer stehe im Verdacht, zusammen mit zwei Mitbeschuldigten 

am 2. Januar 2025 in Zürich, ca. 21:00 Uhr, B._____ (fortan: Geschädigter 

1 bzw. Vorfall 1) in ein Fahrzeug gestossen, ihn ca. sieben Mal geschlagen, 

ihm Wertgegenstände entwendet zu haben und bei einem Bancomaten mit 

der Bankkarte des Geschädigten 1 Geld bezogen zu haben. Schliesslich 

soll er dem Geschädigten 1 damit gedroht haben, dass "sie" seine Adresse 

kennen würden. Den (Wohnungs)Schlüssel hätten die Täter zurückbehal-

ten. Ausserdem stehe er im Verdacht, am 19. Januar 2025, ca. 19:30 Uhr, 

zusammen mit drei Mittätern, in Spreitenbach AG, C._____ (fortan: Ge-

schädigter 2 bzw. Vorfall 2) in einen Personenwagen gezerrt, während rund 

fünf Stunden festgehalten, ausgeraubt und immer wieder geschlagen zu 

haben. Um an weitere Wertgegenstände zu gelangen, sei die Täterschaft 

mit dem Geschädigten 2 nach Gisikon (Luzern) gefahren, wo er mit einer 

Stange geschlagen worden sei. Ferner seien in Gisikon zwei Lagerräume 

 - 4 - 

 

 

aufgebrochen worden. Um ca. 24:00 Uhr sei der Geschädigte 2 in Egerkin-

gen (Solothurn) aus dem Fahrzeug gelassen worden. Schliesslich habe 

sich am 30. Januar 2025 in St. Gallen zum Nachteil von D._____ (Geschä-

digter 3 bzw. Vorfall 3) ein weiterer Raub ereignet, welcher in gleicher Art 

und Weise von vier Tätern begangen worden sei. Die jeweiligen Taten 

seien in unterschiedlicher Zusammensetzung begangen worden. Es könne 

derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer auch am 

Vorfall 3 beteiligt gewesen sei.  

 

Zur Überprüfung des Tatverdachts und der Tatzusammenhänge seien die 

Signalemente des Beschwerdeführers zu erfassen und es seien seine Spu-

ren mit den Tatspuren zu vergleichen. Hierfür müsse der Beschwerdeführer 

erkennungsdienstlich erfasst und ein DNA-Profil erstellt werden. Ein Ab-

gleich der Signalemente könne sich sowohl zu Lasten als auch zu Gunsten 

des Beschwerdeführers auswirken. Die Intensität des körperlichen Eingriffs 

sei gering, bei den zu untersuchenden Delikten handle es sich um erhebli-

che Straftaten. Die Erstellung des DNA-Profils sei sodann unerlässlich zur 

Klärung der Sachlage, da keine milderen Massnahmen vorhanden seien. 

 

2.1.2. 

Der Beschwerdeführer macht beschwerdeweise zusammengefasst gel-

tend, es sei bereits eine erkennungsdienstliche Erfassung von der Staats-

anwaltschaft Basel-Landschaft vorgenommen worden und bedürfe somit 

keiner weiteren. Zudem seien die Voraussetzungen für die Probenahme 

und den Auftrag zur Erstellung eines DNA-Profils vorliegend nicht gegeben. 

So seien die Sachverhalte, welche den dringenden Tatverdacht begründen 

sollten, in Bezug auf seine vermeintliche Beteiligung bereits ausreichend 

untersucht worden bzw. sei hierfür ein DNA-Profil nicht notwendig. Ferner 

sei nicht ersichtlich und begründe die Staatsanwaltschaft Baden nicht, für 

welche andere Tat die Erstellung eines DNA-Profils über seine angebliche 

Beteiligung Aufschluss geben solle. Die Erstellung eines DNA-Profils "auf 

Vorrat" sei unzulässig. Es handle sich dabei um eine "fishing expedition". 

 

2.2. 

2.2.1. 

Zweck der erkennungsdienstlichen Erfassung nach Art. 260 Abs. 1 StPO 

ist die Abklärung des Sachverhalts, worunter insbesondere die Feststellung 

der Identität einer Person fällt. Bei der erkennungsdienstlichen Erfassung 

werden die Körpermerkmale einer Person festgestellt und Abdrücke von 

Körperteilen genommen (Art. 260 Abs. 1 StPO). Erfasst werden klassi-

scherweise und routinemässig das Signalement, das insbesondere auch 

körperliche Merkmale enthalten kann, sowie Abdrücke von Fingern oder 

anderen im Einzelfall möglicherweise wichtigen Körperteilen (dazu im Ein-

zelnen BEYDOUN/SANTSCHI, in: Basler Kommentar, Schweizerische Straf-

prozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 13 zu Art. 260 StPO; JOSITSCH/SCHMID, 

Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4. Aufl. 2023, 

 - 5 - 

 

 

Rz. 1100). Zulässiger Zweck einer erkennungsdienstlichen Erfassung kann 

es auch sein, Täter von Delikten zu identifizieren, die den Strafverfolgungs-

behörden noch unbekannt sind. Art. 260 Abs. 1 StPO erlaubt indessen 

keine routinemässige erkennungsdienstliche Erfassung. Erforderlich sind 

vielmehr erhebliche und konkrete Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwer-

deführer in andere Delikte verwickelt sein könnte, wobei es sich um Delikte 

von einer gewissen Schwere handeln muss, was aber nicht einzig nach der 

abstrakten Strafdrohung zu beurteilen ist, sondern unter Miteinbezug des 

betroffenen Rechtsguts und des konkreten Kontexts (vgl. BGE 147 I 372 

E. 2.1, 4.2 und 4.3.1). 

 

2.2.2. 

Zur Aufklärung des Verbrechens oder Vergehens, das Gegenstand des 

Verfahrens bildet, kann von der beschuldigten Person eine Probe genom-

men und ein DNA-Profil erstellt werden (Art. 255 Abs. 1 lit. a StPO). Von 

der beschuldigten Person kann auch eine Probe genommen und ein DNA-

Profil erstellt werden, wenn aufgrund konkreter Anhaltspunkte anzuneh-

men ist, sie könnte weitere Verbrechen oder Vergehen begangen haben 

(Art. 255 Abs. 1bis StPO). Art. 255 StPO ermöglicht aber nicht bei jedem 

hinreichenden Tatverdacht die routinemässige Entnahme und Analyse von 

DNA-Proben. Die Entnahme der für die DNA-Analyse notwendigen körper-

eigenen Vergleichsproben, namentlich eines Wangenschleimhautabstrichs 

(WSA) oder einer Blutprobe, berührt das in Art. 10 Abs. 2 BV verankerte 

Grundrecht der körperlichen Integrität, die nachfolgende Erstellung eines 

DNA-Profils und dessen Bearbeitung durch staatliche Behörden das 

Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung gemäss Art. 13 

Abs. 2 BV (vgl. E. 1.2 hiervor). Einschränkungen von Grundrechten bedür-

fen nicht nur einer gesetzlichen Grundlage (Art. 36 Abs. 1 BV), sondern 

müssen auch durch ein öffentliches Interesse gerechtfertigt und verhältnis-

mässig sein (Art. 36 Abs. 2 und 3 BV). Dies wird in Art. 197 Abs. 1 StPO 

präzisiert. Danach können Zwangsmassnahmen nur ergriffen werden, 

wenn sie gesetzlich vorgesehen sind (lit. a), ein hinreichender Tatverdacht 

vorliegt (lit. b), die damit angestrebten Ziele nicht durch mildere Massnah-

men erreicht werden können (lit. c) und die Bedeutung der Straftat die 

Zwangsmassnahme rechtfertigt (lit. d). 

 

2.3. 

2.3.1. 

Was den Einwand des Beschwerdeführers anbelangt, er sei bereits von der 

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft erkennungsdienstlich erfasst worden 

(Beschwerde, Rz. 3), ist mit der Staatsanwaltschaft Baden festzustellen, 

dass darauf – wie auch auf die Erstellung eines DNA-Profils – ausweislich 

der Akten verzichtet worden ist (vgl. Stellungnahme der Staatsanwaltschaft 

Basel-Landschaft an das Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, vom 

10. März 2025 betreffend die Beschwerde des Beschwerdeführers gegen 

die Anordnung zur erkennungsdienstlichen Erfassung, WSA-Abnahme und 

 - 6 - 

 

 

Erstellung eines DNA-Profils der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 

17. Februar 2025 bzw. Beschluss des Kantonsgericht Basel-Landschaft, 

Abteilung Strafrecht, vom 6. Mai 2025, S. 2 f.; Beschwerdebeilagen 3, 4 

und 6 sowie Beschwerdeantwortbeilage). Der Beschwerdeführer bestritt 

anlässlich seiner Festnahme vom 13. Februar 2025 in Allschwil eine Betei-

ligung an einem Raubdelikt vom 12. Februar 2025 in Münchenstein 

(vgl. sein Einvernahmeprotokoll durch die Polizei Basel-Landschaft vom 

14. Februar 2025, Untersuchungsakten ST.2025.475 [UA] Rubrik 6). Die 

beantragte Untersuchungshaft wurde damals nicht angeordnet. Die (Mit-

)Beschuldigten E._____, F._____ und G._____ wurden in Untersuchungs-

haft versetzt. Im Zuge der Ermittlungen betreffend die hier gegenständli-

chen Vorfälle 1 – 3 erhärtete sich der Tatverdacht gegen den Beschwerde-

führer, zusammen mit E._____ und F._____ bzw. weiteren unbekannten 

Tätern die Raubüberfälle ausgeführt zu haben, weswegen er am 9. Sep-

tember 2025 inhaftiert wurde (Festnahmerapport der Kantonspolizei Aar-

gau vom 10. September 2025, S. 1 f., UA Rubrik 4; Festnahmeeröffnungs-

protokoll des Beschwerdeführers vom 10. September 2025, Fragen 13–15, 

UA Rubrik 4). Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau be-

jahte mit Verfügung vom 11. September 2025 den dringenden Tatverdacht 

und mit Blick auf die Geschädigten die Kollusionsgefahr (Beschwerdebei-

lage 5 bzw. UA Rubrik 4). 

 

2.3.2. 

Gemäss Staatsanwaltschaft Baden und Zwangsmassnahmengericht des 

Kantons Aargau beruht der Verdacht der Raubtaten in Zürich, Spreitenbach 

und St. Gallen derzeit auf den Aussagen des Geschädigten 1 sowie der 

Auswertung des Mobiltelefons iPhone 16 Pro des Beschwerdeführers 

(Standorte bzw. mit Aussagen übereinstimmendes Sperrbildschirmfoto des 

Beschwerdeführers) bzw. zusätzlich auf Überwachungsbildern vom Tatort 

des Einbruchdiebstahls in Gisikon (Übereinstimmung der Nike-Turnschuhe 

eines Täters mit denen des Beschwerdeführers anlässlich seiner Anhaltung 

in Allschwil) bzw. eines Fotos einer Geschwindigkeitsmessanlage in Engel-

burg (St. Gallen) mit vier ersichtlichen Personen im Fahrzeug kurze Zeit 

nach Eingang des Notrufs des Geschädigten 3.  

 

Der Beschwerdeführer hat anlässlich seiner Festnahmeeröffnung die Aus-

sage verweigert (Protokoll vom 10. September 2025, UA Rubrik 4). Auch 

anlässlich der Verhandlung vor dem Zwangsmassnahmengericht des Kan-

tons Aargau machte er lediglich Aussagen zur Person. Die Vorfälle 1 und 

2 können allein mit der Standortübereinstimmung des Mobiltelefons des 

Beschwerdeführers bzw. den Überwachungsbildern (Nike-Turnschuh) 

nicht als geklärt erachtet werden. Diese Indizien vermögen insbesondere 

nichts zur Klärung der Rolle des Beschwerdeführers bei diesen Raubüber-

fällen beizutragen. 

 

 - 7 - 

 

 

Eine mögliche Beteiligung des Beschwerdeführers als "Einschüchterer" 

und Schläger ("1. unbekannte Person", vgl. Rapport der Stadtpolizei Zürich 

vom 27. Januar 2025, S. 2, UA Rubrik 5) betreffend den Vorfall 1 ergibt sich 

aus den Aussagen des Geschädigten 1 in Verbindung mit der Auswertung 

des Mobiltelefons (Sperrbildschirmfoto; vgl. Einvernahmeprotokoll des Ge-

schädigten 1 vom 4. Januar 2025, Fragen 31 ff., UA Rubrik 6). Der Geschä-

digte 1 gab zur "1. unbekannten Person", welche ihn zum Fahrzeug geru-

fen, anschliessend mit ihm hinten im Täterfahrzeug gesessen und gebro-

chen Deutsch gesprochen habe, Signalemente an (Alter: 28 bis 31; Grösse: 

185 – 190 cm; breit gebaut, kurze dunkelblonde Haare; Einvernahmepro-

tokoll des Geschädigten 1 vom 24. Januar 2025, S. 5, UA Rubrik 6). Mit 

einer erkennungsdienstlichen Erfassung können diese Signalemente ab-

geglichen werden. Nachdem eine Spurensicherung erfolgte und die getra-

gene Kleidung des Geschädigten 1 sichergestellt und an das Forensische 

Institut Zürich weitergeleitet wurde (vgl. Rapport der Stadtpolizei Zürich 

vom 27. Januar 2025, S. 5, UA Rubrik 5; Einvernahmeprotokoll des Ge-

schädigten 1 vom 24. Januar 2025, S. 5 und 7, UA Rubrik 6) ist offensicht-

lich, dass auch die Erstellung eines DNA-Profils einen Erkenntnisgewinn 

bringen wird.  

 

Betreffend den Vorfall 2 wurden DNA-Spuren sichergestellt (u.a. ab dem 

Briefkasten des Geschädigten 2; vgl. dazu Rapport der Kantonspolizei Aar-

gau vom 17. Juni 2025, S. 11, UA Rubrik 5). Der Beschwerdeführer wurde 

vom Geschädigten 2 mutmasslich als "Täter vier", welcher etwas Deutsch 

gesprochen, den Geschädigten 2 mehrfach mit einer Eisenstange gegen 

den Kopf geschlagen und die Sachen aus dem Briefkasten geholt habe, 

beschrieben (vgl. dazu Bericht der Polizei Basel-Landschaft vom 

24. März 2025 [Beilage 16 zum Haftantrag], UA Rubrik 5). Des Weiteren 

gab auch der Geschädigte 2 Signalemente zur Täterschaft an (vgl. Einver-

nahmeprotokoll des Geschädigten 2 vom 20. Januar 2025, S. 3 f., 

UA Rubrik 6). Die erkennungsdienstliche Erfassung und Erstellung eines 

DNA-Profils des Beschwerdeführers ist deshalb auch bezüglich dieses Vor-

falls angezeigt.  

 

Schliesslich liegen bezüglich des Vorfalls 3 weder Standortdaten des Be-

schwerdeführers noch Aussagen des Geschädigten 3 mit Hinweisen auf 

den Beschwerdeführer als Täter vor. Aktenkundig ist zurzeit einzig ein Foto 

einer Geschwindigkeitsmessanlage in Engelburg (St. Gallen) mit vier Per-

sonen im Fahrzeug kurze Zeit nach Eingang des Notrufs des Geschädig-

ten 3 betreffend den Raubüberfall in St. Gallen (vgl. Festnahmeeröffnungs-

protokoll des Beschwerdeführers vom 10. September 2025, Frage 15, 

UA Rubrik 4; Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons 

Aargau vom 11. September 2025, E. 3.2.2.2, Beschwerdebeilage 5 

bzw. UA Rubrik 4). Dieser Vorfall und insbesondere die Rolle des Be-

schwerdeführers sind somit ebenfalls nicht geklärt. Auch hier ergibt sich 

durch eine erkennungsdienstliche Erfassung und insbesondere durch die 

 - 8 - 

 

 

Erstellung eines DNA-Profils ein Erkenntnisgewinn, nachdem durch die 

Spurensicherung mehrere DNA-(Misch-)Profile (u.a. auf der getragenen 

Kleidung des durch Schläge und Würgen malträtierten Geschädigten 3) ge-

sichert werden konnten (vgl. Rapport der Kantonspolizei St. Gallen vom 

31. Januar 2025, S. 5; Auftrag zur Spurenauswertung vom 31. Ja-

nuar 2025; Spurenverzeichnis vom 22. April 2025, alle UA Rubrik 5; Ein-

vernahmeprotokolle des Geschädigten 3 vom 31. Januar 2025, S. 4 ff. und 

vom 3. Februar 2025, S. 3 ff., beide UA Rubrik 6). 

 

2.3.3. 

Mit Blick auf die Akten und die vorstehenden Ausführungen erhellt, weshalb 

eine erkennungsdienstliche Erfassung und die Erstellung eines DNA-Pro-

fils des Beschwerdeführers in Bezug auf diese Anlasstaten erforderlich und 

geeignet ist. Der Vorwurf der "fishing expedition" ist damit verfehlt.  

 

2.3.4. 

Ein milderes Mittel ist nicht ersichtlich. Die durch die Erstellung der erken-

nungsdienstlichen Erfassung und des DNA-Profils drohende Grundrechts-

einschränkung des Beschwerdeführers erweist sich in Anbetracht der ge-

genüberstehenden öffentlichen Interessen an der Aufklärung der ihm vor-

geworfenen Delikte als zumutbar. Die erkennungsdienstliche Erfassung 

und die Erstellung des DNA-Profils sind auch unter dem Gesichtspunkt der 

Verhältnismässigkeit nicht zu beanstanden. Sollte sich der Tatverdacht 

nicht erhärten, werden die Erfassungsdaten und das DNA-Profil entspre-

chend den gesetzlichen Vorgaben wieder gelöscht, was auch in der Verfü-

gung der Staatsanwaltschaft Baden vom 25. September 2025 festgehalten 

ist. 

 

3. 

Zusammengefasst sind die Voraussetzungen für die erkennungsdienstli-

che Erfassung sowie die Erstellung eines DNA-Profils des Beschwerdefüh-

rers erfüllt, womit die diesbezügliche Anordnung der Staatsanwaltschaft 

Baden rechtens ist. Demgemäss ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

4. 

4.1. 

Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem mit 

seiner Beschwerde unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 

(Art. 428 Abs. 1 StPO).  

 

4.2. 

4.2.1. 

Für den (vorliegend eingetroffenen) Fall seines Unterliegens beantragt der 

Beschwerdeführer eventualiter die Verlegung der Kosten im Rahmen der 

amtlichen Verteidigung resp. die Bewilligung der amtlichen Verteidigung 

auch für das Beschwerdeverfahren. Nach der Praxis der 

 - 9 - 

 

 

Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau 

dauert die amtliche Verteidigung, die dem Beschwerdeführer unter Einset-

zung von Rechtsanwalt Roman Baumgartner am 3. Juni 2025 rückwirkend 

per 2. Juni 2025 gewährt worden war, bis zum Widerruf und gilt somit auch 

für das vorliegende Beschwerdeverfahren. Auf das vom Beschwerdeführer 

gestellte Gesuch um Bewilligung der amtlichen Verteidigung für das Be-

schwerdeverfahren ist deshalb mangels Rechtsschutzinteresses nicht ein-

zutreten.  

 

4.2.2. 

Die dem amtlichen Verteidiger des Beschwerdeführers auszurichtende 

Entschädigung wird am Ende des Hauptverfahrens durch die dannzumal 

zuständige Instanz festzulegen sein (Art. 135 Abs. 2 StPO). 

 

 
   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Auf das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der amtlichen Ver-

teidigung für das Beschwerdeverfahren wird nicht eingetreten. 

 

3. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsge-

bühr von Fr. 1'000.00 und den Auslagen von Fr. 48.00, zusammen 

Fr. 1'048.00, werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde 

kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn 

diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-

sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-

den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 

(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

 - 10 - 

 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 19. Januar 2026 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Richli Groebli Arioli