# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eef7ca55-3738-54cb-a23d-d37a0b7133e8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.12.2025 E-8616/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8616-2025_2025-12-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-8616/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Kaspar Gerber, 

mit Zustimmung von Richter Vincent Rittener, 

Gerichtsschreiberin Anna Lisa Blaser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

beide Afghanistan,  

(…),   

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (sicherer 

Drittstaat);  

Verfügung des SEM vom 3. November 2025 / N (…). 

 

 

 

E-8616/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden suchten am 4. August 2025 in der Schweiz um 

Asyl nach.  

B.  

Mit Vollmachten vom 8. August 2025 bevollmächtigten sie die Mitarbeiten-

den des Rechtsschutzes für Asylsuchende im Bundesasylzentrum (BAZ) 

Region C._______ zu ihrer rechtlichen Vertretung im Asylverfahren. 

C.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) 

ergab, dass sie am (…) 2025 bereits in Griechenland ein Asylgesuch ge-

stellt hatten. 

D.  

Nach Abklärungen des SEM stellte sich heraus, dass sie in Griechenland 

seit dem (…) 2025 als Flüchtlinge anerkannt sind und über gültige Aufent-

haltsbewilligungen verfügen. 

E.  

Am 13. August 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden um 

Rückübernahme der Beschwerdeführenden. Die griechischen Behörden 

stimmten der Rückübernahme am (…) 2025 zu. 

F.  

Im Rahmen eines Gesprächs zur Rückführung in einen sicheren Drittstaat 

wurden die Beschwerdeführenden am 22. September 2025 persönlich be-

fragt. 

F.a Der Beschwerdeführer gab zunächst an, sie seien mit seiner Schwie-

germutter zusammen in Griechenland gewesen. Diese habe jedoch noch 

keinen Flüchtlingsstatus erhalten und deshalb in der Unterkunft für Asylsu-

chende bleiben müssen. Er und seine Frau hingegen seien nach Erhalt des 

Flüchtlingsstatus und der entsprechenden Ausweise gezwungen gewesen, 

das Camp zu verlassen. In der Folge hätten sie eine Nacht in einem zer-

störten Haus in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft übernachtet. Die Zu-

stände seien schlimm gewesen und er habe ein Video davon aufgenom-

men, um dieses später den zuständigen Behörden zu zeigen. Er habe ge-

hofft, eine Organisation zu finden, die sich des Problems annehme. Da-

raufhin habe er seinen Onkel, der in D._______ lebe, angerufen und um 

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Seite 3 

Geld gebeten. Anschliessend hätten sie sich zehn Tage in E._______ auf-

gehalten, bevor sie ausgereist seien. In dieser Zeit habe er sich über Fa-

cebook bemüht, eine Arbeitsstelle zu finden. Er habe auch Leute direkt an-

gesprochen. Er wünsche sich, unabhängig zu sein und selbst für seinen 

Lebensunterhalt und den seiner Frau aufzukommen. Von Beruf sei er (…), 

zudem würde er (…), (…) und (…) designen, letztere könne er auch (…). 

Obwohl er verschiedene Leute angeschrieben und sich an drei oder vier 

Orten beworben habe, habe es nicht geklappt, da er die griechische Spra-

che nicht beherrscht habe. Auch in F._______ habe er versucht, etwas zu 

finden. Dort habe es jedoch ausser in der Landwirtschaft keine Arbeit ge-

geben und diese könne er aufgrund seiner Rückenschmerzen nicht aus-

führen. Die Lebensumstände seien schwierig gewesen, sie hätten oftmals 

zur einmal täglich eine Mahlzeit erhalten und manchmal draussen über-

nachtet, wo sich andere Flüchtlinge, aber auch Obdachlose und Drogen-

süchtige aufgehalten hätten. Er habe niemanden kontaktiert, um die Le-

bensbedingungen zu verbessern oder sich Hilfe zu holen, da er nicht ge-

wusst habe, an wen er sich hätte wenden können. Einmal hätten sie in 

einem Lebensmittelladen gratis Lebensmittel erhalten, diese jedoch nicht 

brauchen können, da sie keinen Ort gehabt hätten, um sie zu verarbeiten. 

Sie hätten keine medizinische Unterstützung erhalten, seien nicht ernst ge-

nommen worden und niemand habe sich um sie gekümmert. Er wünsche 

sich ein anständiges, stabiles Leben, was in Griechenland nicht möglich 

sei. Er sei aufgrund der gesamten Situation erschöpft. 

F.b Die Beschwerdeführerin führte im Wesentlichen aus, sie sei im dritten 

Monat schwanger gewesen, als sie in ihrem Heimatland durch die Taliban 

angriffen und mit einem Messer verletzt worden sei, wonach sie ihr Kind 

verloren habe. Seither gehe es ihr physisch und psychisch nicht gut. Ein 

erneuter Versuch, schwanger zu werden, habe nicht geklappt. Jedes Mal, 

wenn sie ihre Wunden am Bauch sehe, werde sie an den Vorfall erinnert, 

ihr Körper sehe schrecklich aus. Die Medikamente, die sie erhalten habe, 

würden nicht helfen. In Griechenland habe sich ihr Gesundheitszustand 

aufgrund der schwierigen Lebensumstände noch verschlechtert. Sie leide 

auch an Migräne. Es sei unmöglich gewesen, eine Wohnung zu finden, da 

sie die Sprache beherrschen und eine Kaution hätten bezahlen müssen. 

Als sie in Griechenland angekommen seien, hätten sie gedacht, endlich in 

einem friedlichen Land angekommen zu sein. Die Bedingungen dort seien 

jedoch nicht gut gewesen, so hätten sie manchmal draussen übernachten 

müssen und Hunger gelitten. Sie habe in ihrem Heimatland zwölf Jahre 

lang die Schule besucht und sei motiviert, Sprachen und einen Beruf zu 

erlernen. In Griechenland sei dies nicht möglich gewesen. Sie habe sich 

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Seite 4 

zwar an eine Organisation gewandt, an deren Namen sie sich nicht erin-

nern kann, und um Hilfe gebeten. Es habe ihr jedoch niemand helfen wol-

len. Wenn sie sich nach medizinischer Behandlung erkundigt habe, habe 

man ihr mitgeteilt, es gebe auf der Insel keinen Arzt. 

F.c Im Medizinischen Datenblatt des Gesundheitsdiensts des BAZ 

G._______ betreffend die Beschwerdeführerin befinden sich Einträge vom 

4. September 2025 bis 20. Oktober 2025 zu Abklärungen von Migräne, 

Bauchschmerzen, (…), (…) Problemen, Erschöpfung, Depression und ei-

ner allfälligen Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), Schlafstörun-

gen und Appetitlosigkeit mit «Procedere Medikation», sowie ein Laborer-

gebnis Eisenmangel mit «Procedere Medikation» und eine Nachkontrolle 

der psychischen Beeinträchtigungen inklusive Anpassung der Medikation. 

Im Medizinischen Datenblatt betreffend den Beschwerdeführer befinden 

sich Einträge vom 4. September 2025 und 29. September 2025 zu Abklä-

rungen von Rücken- und lumbalen Schmerzen sowie Hautproblemen mit 

«Procedere Medikation». 

G.  

Am 30. Oktober 2025 liess das SEM dem Leistungserbringer Rechtsschutz 

BAZ Region C._______ den Entscheidentwurf zur Stellungnahme zukom-

men. Mit Stellungnahme vom 31. Oktober 2025 äusserte sich die zugewie-

sene Rechtsvertretung im Namen der Beschwerdeführenden dahinge-

hend, diese seien über den beabsichtigten Entscheid schockiert. Wenn die 

Situation es zugelassen hätte, wären sie in Griechenland geblieben. Die 

Umstände seien aber derart desolat und menschenunwürdig gewesen, 

dass die sich zur Weiterreise gezwungen gesehen hätten. Sie seien von 

den Behörden im Stich gelassen worden, keiner habe sich für sie zuständig 

gefühlt. Alle Bemühungen des Beschwerdeführers, eine Arbeit oder eine 

Wohnung zu finden, welche im Übrigen dokumentiert seien, seien erfolglos 

geblieben. Ein Leben in Griechenland sei für sie unvorstellbar, insbeson-

dere mit Blick auf die psychischen Probleme der Beschwerdeführerin. 

H.  

Mit Verfügung vom 3. November 2025 (gleichentags eröffnet) trat das SEM 

in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG 

(SR 142.31) auf das Asylgesuch der Beschwerdeführenden nicht ein und 

ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an. 

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Seite 5 

I.  

Gleichentags legte die Rechtsvertretung der Beschwerdeführenden ihr 

Mandat nieder. 

J.  

Mit Eingabe vom 10. November 2025 erhoben die Beschwerdeführenden 

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung des 

SEM vom 3. November 2025 und beantragten, diese sei vollumfänglich 

aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, auf ihr Asylgesuch einzutre-

ten; eventualiter sei den Beschwerdeführenden die vorläufige Aufnahme in 

der Schweiz zu gewähren. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurtei-

lung an die Vorinstanz zurückzuweisen; sub-subeventualiter seien spezifi-

sche Garantien von den griechischen Behörden einzuholen, um eine an-

gebrachte Unterbringung und medizinische Versorgung der Beschwerde-

führenden sicherzustellen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

zulasten der Vorinstanz. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei der Beschwerde die aufschiebende 

Wirkung zu gewähren; die Aussetzung des Wegweisungsvollzugs sei su-

perprovisorisch zu erlassen und der zuständige Kanton über die Ausset-

zung in Kenntnis zu setzen; weiter sei den Beschwerdeführenden die un-

entgeltliche Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses zu gewähren. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

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Seite 6 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist – unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung – einzutreten. 

1.4 Der vorliegenden Beschwerde kommt von Gesetzes wegen aufschie-

bende Wirkung zu und das SEM hat diese auch nicht entzogen (vgl. Art. 42 

AsylG sowie Art. 55 Abs. 1 und 2 VwVG). Auf die Anträge, es sei der Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren (inklusive entspre-

chende Anweisung an die kantonalen Behörden) und die Aussetzung des 

Wegweisungsvollzugs sei superprovisorisch zu verfügen, ist daher nicht 

einzutreten. 

2.  

Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die Vo-

rinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprü-

fen (Art. 31a Abs. 1 – 3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 

m.w.H.). Bezüglich der Frage der Wegweisung und des Vollzugs hat das 

SEM eine materielle Prüfung vorgenommen, weshalb dem Gericht diesbe-

züglich volle Kognition zukommt (Art. 49 VwVG; vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die vorliegende Beschwerde erweist sich – wie nachfolgend aufge-

zeigt – als offensichtlich unbegründet und ist im Verfahren einzelrichterli-

cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Weiterungen und mit summarischer Begründung zu behan-

deln. 

4.  

Das SEM hat sich in der angefochtenen Verfügung mit den individuellen 

Vorbringen der Beschwerdeführenden hinreichend auseinandergesetzt 

und einlässlich begründet, aufgrund welcher Überlegungen es zu seinen 

Schlussfolgerungen gekommen ist. So hat es sich insbesondere zu den 

eingereichten Beweismitteln und zum Gesundheitszustand beider Be-

schwerdeführenden geäussert. Ob die vom SEM vorgenommene Beurtei-

lung zum Nichteintreten auf das Asylgesuch und insbesondere zum 

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Wegweisungsvollzug nach Griechenland zutreffend ist, ist sodann eine ma-

terielle Rechtsfrage und wird in den nachfolgenden Erwägungen zu über-

prüfen sein. Der Eventualantrag auf Rückweisung an die Vorinstanz zur 

vollständigen Abklärung des Sachverhalts und Neubeurteilung in der Sa-

che ist folglich abzuweisen.  

5.  

5.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch nicht ein-

getreten, wenn die asylsuchende Person in einen sicheren Drittstaat nach 

Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren kann, in welchem sie sich vorher 

aufgehalten hat. 

Der Bundesrat bezeichnet Staaten, in denen nach seinen Feststellungen 

effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG be-

steht, als sichere Drittstaaten (Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG). Durch den Be-

schluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007 wurden sämtliche Län-

der der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Freihandelsasso-

ziation (EFTA) als sichere Drittstaaten bezeichnet. 

5.2 Das SEM stellte in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest, dass 

Griechenland vom Bundesrat als sicherer Drittstaat bezeichnet wurde und 

es sich damit um einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 

Bst. b AsylG handelt. Den Akten ist zu entnehmen, dass die griechischen 

Behörden den Beschwerdeführenden am (…) 2025 internationalen Schutz 

gewährten und ihrer Rückübernahme am (…) 2025 ausdrücklich zuge-

stimmt haben (SEM-Akten […]). Es bestehen weder objektive Anhalts-

punkte noch substanzielle Hinweise auf eine drohende Rückschiebung der 

Beschwerdeführenden in ihren Heimatstaat unter Verletzung des Refoule-

ment-Verbots. Zudem werden in der Beschwerde weder der vorherige Auf-

enthalt in Griechenland noch die erhaltene Aufenthaltsbewilligung bestrit-

ten. 

5.3 Bei dieser Sachlage ist der Antrag auf Prüfung des Asylgesuchs in der 

Schweiz beziehungsweise die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 

mit der Anweisung, auf das Asylgesuch einzutreten, abzuweisen. Festzu-

stellen ist vielmehr, dass die Voraussetzungen für einen Nichteintretens-

entscheid gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG erfüllt sind. Das SEM ist 

demnach zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführenden nicht 

eingetreten. 

  

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Seite 8 

6.  

6.1 Tritt das SEM auf ein Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der Regel 

die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 

AsylG). 

6.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrechtli-

che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 

solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

7.2 Vollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis mög-

lich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 

2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.  

8.1 Das SEM begründet die Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs in der 

angefochtenen Verfügung im Wesentlichen damit, der Bundesrat habe 

Griechenland als sicheren Drittstaat bezeichnet, die Beschwerdeführenden 

seien dort als Flüchtlinge anerkannt und Griechenland habe ihrer Rück-

übernahme zugestimmt. Mithin könnten sie dorthin zurückkehren, ohne 

eine Rückschiebung in Verletzung des Non-Refoulement-Prinzips befürch-

ten zu müssen. Als Schutzberechtigte könnten sie sich ferner auf die Qua-

lifikationsrichtlinie 2011/95/EU vom 13. Dezember 2011 (nachfolgend: 

Qualifikationsrichtlinie) berufen – insbesondere auf die Regeln in Bezug 

auf den Zugang zu Beschäftigung, Bildung, Sozialleistungen, Wohnraum 

und Gesundheitsversorgung. Dadurch hätten sie notfalls einklagbare An-

sprüche in Bezug auf die erwähnten Bereiche. Da sie in Griechenland als 

Flüchtlinge anerkannt worden seien, stünden ihnen ferner auch alle Rechte 

aus der Flüchtlingskonvention zu. Dazu gehöre die Gleichbehandlung mit 

griechischen Bürgerinnen und Bürgern, etwa beim Zugang zu Gerichten, 

Erwerbstätigkeit, Fürsorge oder sozialer Sicherheit. Unterstützungsleistun-

gen und weitere Rechte müssten direkt bei den zuständigen Behörden ein-

gefordert werden, falls notwendig auf dem Rechtsweg. Zudem stehe ihnen 

die Möglichkeit offen, sich ergänzend an eine vor Ort tätige Hilfsorganisa-

tion zu wenden. Weiter sei nicht davon auszugehen, dass eine 

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Seite 9 

Überstellung der Beschwerdeführenden nach Griechenland gegen Art. 3 

EMRK verstosse. Diesbezüglich habe das Bundesverwaltungsgericht in 

mehreren Urteilen seine bisherige Rechtsprechung bestätigt, wonach eine 

Überstellung nach Griechenland im Rahmen eines Rückübernahmeverfah-

rens nicht grundsätzlich unzulässig sei. Im Fall der Beschwerdeführenden 

bestünden keine Hinweise darauf, dass sie bei einer Rückkehr nach Grie-

chenland in eine existenzielle Notlage geraten würden. Auch wenn die Le-

bensumstände dort schwierig seien, liege es doch an den Beschwerdefüh-

renden, die Regelvermutung der Asylbehörde umzustossen und konkret 

nachzuweisen, dass ihnen Griechenland ihre Rechte völkerrechtswidrig 

verweigert und Unterstützungsleistungen unterlassen habe. Dies gelinge 

ihnen vorliegend nicht. Die eingereichten Chatverläufe des Beschwerde-

führers zum Nachweis seiner erfolglosen Bemühungen, eine Arbeitsstelle 

zu finden, würden von April/Mai 2025 datieren, einer Zeit, in welcher er sich 

noch als Asylsuchender in Griechenland befunden habe. Er vermöge somit 

nicht zu belegen, dass ihm Griechenland seine Rechte als Schutzberech-

tigter nach Gewährung des Schutzstatus verweigert habe. Das SEM aner-

kenne den Umstand, dass die Lebensbedingungen in Griechenland auch 

für dort anerkannte Schutzberechtigte in fast allen Bereichen des täglichen 

Lebens schwierig seien und sich die Alltagsbewältigung als mühselig ge-

stalte. Trotz der erheblichen Schwächen könne jedoch nicht von einem völ-

lig dysfunktionalen Aufnahmesystem ausgegangen werden und Schutzbe-

rechtigte könnten sich auf die Garantien in der obgenannten Qualifikations-

richtlinie berufen. So stünden ihnen auch medizinische Behandlungsmög-

lichkeiten offen. Die aus den Akten ersichtlichen erforderlichen Behandlun-

gen ihrer physischen und psychischen Beschwerden könnten auch in Grie-

chenland adäquat erfolgen. Sollte Griechenland seinen Verpflichtungen 

hinsichtlich medizinischen Fürsorgeleistungen ihnen gegenüber nicht 

nachkommen, könnten sie ihre Rechte auf dem Rechtsweg einfordern. Aus 

den vorliegenden Medizinalakten ergäben sich keine Hinweise auf eine 

äusserste Vulnerabilität, welche eine Wegweisung nach Griechenland als 

unzumutbar begründen könnte. Ferner könnten ihnen allfällig notwendige 

Medikamente in einer angemessenen Menge anlässlich der Überstellung 

mitgegeben werden, um die erste Zeit bis zu einer weiterführenden Be-

handlung in Griechenland zu überbrücken. Für das weitere Verfahren sei 

schliesslich einzig die Reisefähigkeit ausschlaggebend. Diese werde erst 

kurz vor der Rückführung definitiv beurteilt. Der Wegweisungsvollzug sei 

somit grundsätzlich zulässig, zumutbar sowie technisch möglich und 

durchführbar. 

E-8616/2025 

Seite 10 

8.2 In ihrer Beschwerde wiederholten die Beschwerdeführenden haupt-

sächlich ihre Vorbringen und machten darüber hinaus allgemeine Ausfüh-

rungen zu den schwierigen Lebensumständen in Griechenland. So würde 

sich in der Realität vor Ort der Zugang zu Unterbringung, Sozialleistungen, 

Gesundheitsversorgung wie auch zum Arbeitsmarkt für Schutzberechtigte 

äusserst schwierig bis unmöglich gestalten, selbst wenn dieser in Theorie 

gewährleistet werden müsste. Ausserdem bestünden keine wirksamen 

Rechtsmittel für den Fall, dass ihnen grundlegende soziale Rechte verwei-

gert würden. Diese Umstände würden dazu führen, dass sie in Griechen-

land erneut in die Obdachlosigkeit und extreme Armut geraten würden so-

wie fehlender medizinischer Behandlung und dem Ausschluss jeglicher 

Unterstützung ausgesetzt wären. Dies stelle eine reale Gefahr für ihre Ge-

sundheit und ihr Wohlergehen dar und verletze diverse völkerrechtliche 

Normen, namentlich Art. 3 und 4 EMRK und Art. 3 der Antifolterkonvention. 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Be-

weis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen 

(vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG 

kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer sodann unzumutbar 

sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter 

Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 

E-8616/2025 

Seite 11 

9.2.2 Zugunsten sicherer Drittstaaten wie Griechenland besteht die gesetz-

liche Vermutung, dass diese ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen – da-

runter im Wesentlichen das Refoulement-Verbot und grundlegende men-

schenrechtliche Garantien – einhalten. Zwar anerkennt das Bundesverwal-

tungsgericht, dass die Lebensbedingungen in Griechenland für dort aner-

kannte Schutzberechtigte in fast allen Bereichen des täglichen Lebens 

schwierig sind und sich die Alltagsbewältigung beschwerlich gestaltet. Ge-

mäss koordinierter Praxis ist aber nicht von einer Situation auszugehen, in 

der jeder Person mit Schutzstatus eine unangemessene und erniedrigende 

Behandlung im Sinn einer Verletzung von Art. 3 EMRK drohen würde 

(vgl. das Referenzurteil des BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 vom 

28. März 2022 E. 11.2).  

9.2.3 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinn 

der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

9.3  

9.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 5 AIG ist eine Wegweisung in einen EU- oder 

EFTA-Staat sodann vermutungsweise zumutbar. Im Referenzurteil  

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 hielt das Bundesverwal-

tungsgericht fest, dass die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs 

der Wegweisung nach Griechenland grundsätzlich auch für vulnerable Per-

sonen gilt, wie zum Beispiel Personen, die an gesundheitlichen Problemen 

leiden, welche nicht als schwerwiegende Erkrankung einzustufen sind. Fa-

milien mit Kindern gelten ebenfalls als vulnerabel; bei ihnen erachtet das 

Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der Wegweisung nur dann als zu-

mutbar, wenn günstige Voraussetzungen oder Umstände vorliegen. In je-

dem Fall sind im Rahmen der Abwägung sämtliche konkreten Umstände 

des Einzelfalls zu berücksichtigen, darunter Alter, Gesundheitszustand, 

Ausbildung, Fremdsprachenkenntnisse und Berufserfahrung der Betroffe-

nen, aber auch ob und inwieweit sie eigene, ihnen zumutbare Anstrengun-

gen unternommen beziehungsweise versucht haben, in Griechenland Hilfe 

in Anspruch zu nehmen. Allein die Tatsache, dass sich die bisherige In-

tegration in Griechenland als schwierig erwiesen hat, lässt den Vollzug der 

Wegweisung noch nicht unzumutbar erscheinen. Entscheidend ist, ob die 

betroffenen Personen bei einer Rückkehr trotz zumutbarer Anstrengungen 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in eine existenzielle Notlage geraten 

würden, die sie nicht aus eigener Kraft abwenden könnten (vgl. a.a.O. 

E. 11.5.1 und 11.5.2).  

E-8616/2025 

Seite 12 

9.3.2 Im vorliegenden Fall gelingt es den Beschwerdeführenden nicht auf-

zuzeigen, dass es ihnen trotz zumutbarer Anstrengungen unter Ausschöp-

fung der vorhandenen Ressourcen nicht gelungen ist, sich in Griechenland 

eine menschenwürdige Existenz aufzubauen. So sind den Akten keine 

ernsthafte, auf einen langfristigen Aufenthalt in Griechenland ausgerichtete 

Bemühungen ihrerseits zu entnehmen. Gemäss seinen Aussagen habe 

sich der Beschwerdeführer zwar darum bemüht, eine Arbeitsstelle zu fin-

den, zuerst über Facebook und später, indem er Menschen in E._______ 

direkt angesprochen und nach Arbeit gefragt habe (SEM-Akten Protokoll 

[…], S. 1 f.). Die hierzu eingereichten Bildschirmfotos von Konversationen 

auf Facebook datieren jedoch vom (…) 2025 bis zum (…) 2025, einer Zeit, 

in welcher er in Griechenland noch nicht als Flüchtling anerkannt worden 

war. Die mündlichen Nachfragen in E._______ sind nicht nachgewiesen 

und wären selbst bei Wahrunterstellung nicht als hinreichende Bemühung 

für die Arbeitssuche zu betrachten. Auf Nachfrage gab der Beschwerdefüh-

rer zudem an, sich an keine Behörden oder Organisationen gewandt zu 

haben, um Unterstützung zu erhalten, da sie nicht gewusst hätten, wie und 

ihnen niemand mitgeteilt habe, an wen sie sich hätten wenden können 

(Protokoll […], S. 2). Mithin ist davon auszugehen, dass sie nie beabsich-

tigt hatten, ihre Situation in Griechenland langfristig zu verbessern. Ent-

sprechend gaben sie an, wenige Tage nach Erhalt der Aufenthaltstitel in 

die Schweiz weitergereist zu sein (Protokoll […], S. 2). Das Bundesverwal-

tungsgericht verkennt die schwierige Lage der Beschwerdeführenden, ins-

besondere diejenige der Beschwerdeführerin, welche in der Vergangenheit 

mutmasslich Schlimmes erlebt hat, nicht. Dennoch handelt es sich bei 

ihnen um junge, im Wesentlichen gesunde Erwachsene mit der Motivation, 

sich ein eigenständiges Leben aufzubauen. Von ihnen kann erwartet wer-

den, dass sie sich stärker um die entsprechende (anfängliche) Unterstüt-

zung bemühen. Gestützt auf die Aktenlage haben sie die ihnen verfügba-

ren Möglichkeiten hierzu noch nicht ausgeschöpft. 

9.3.3 Was die psychische Gesundheit der Beschwerdeführerin angeht, lei-

det sie gestützt auf die Medizinalakten des BAZ G._______ an einer De-

pression, welche mit Mirtazapin 15-30mg, Remeron 15mg sowie zuletzt 

Quetiapin 25mg behandelt wurde. Weiter besteht der Verdacht auf eine 

PTBS. Die psychische Gesundheit der Beschwerdeführerin wurde in der 

angefochtenen Verfügung berücksichtigt und eingehend abgehandelt (an-

gefochtene Verfügung S. 10 ff.). Die den vorliegenden Akten zu entneh-

menden Erkenntnisse vermögen nicht die Unzumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzugs zu begründen. Die bei ihr auftretenden psychischen Be-

schwerden erfordern zwar eine entsprechende psychologische respektive 

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Seite 13 

psychiatrische Behandlung, jedoch keine, die nicht auch in Griechenland 

möglich ist. Der Beschwerdeführer leidet an einem (…), welches mit 

Schmerzmedikamenten und Physiotherapie behandelt wird. Gegen das 

(…) hat er eine Crème erhalten. Diese gesundheitlichen Einschränkungen 

sind nicht als derart gravierend zu erachten, als dass sie einer Rückkehr 

nach Griechenland entgegenstehen würden. Es ist davon auszugehen, 

dass entsprechende Medikamente respektive Therapien auch dort erhält-

lich sind. 

9.3.4 Zwar ist nicht auszuschliessen, dass die Beschwerdeführenden bei 

ihrer Rückkehr nach Griechenland mit Hindernissen zu kämpfen haben 

werden; diese erscheinen bei zumutbarer Eigeninitiative jedoch nicht un-

überwindbar. So ist anzunehmen, dass sie in der Lage sein werden, sich 

um eine angemessene Unterkunft, die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit 

respektive den Zugang zu Sozialleistungen zu bemühen und die ihnen zu-

stehenden Rechte bei den griechischen Behörden einzufordern. 

9.3.5 Nach dem Gesagten liegen keine konkreten Anhaltspunkte dafür vor, 

den physisch gesunden Beschwerdeführenden drohe im Fall einer Rück-

kehr nach Griechenland das hohe Risiko einer unmenschlichen oder er-

niedrigenden Behandlung; auch ist nicht davon auszugehen, sie würden in 

Griechenland zwangsläufig in eine existenzielle oder medizinische Notlage 

geraten. Damit gelingt es ihnen nicht, die oben erwähnte Regelvermutung 

umzustossen. 

9.3.6 Bei dieser Sachlage besteht auch kein Anlass zur Einholung indivi-

dueller Zusicherungen seitens der griechischen Behörden. Das entspre-

chende Sub-Subeventualbegehren ist abzuweisen. 

9.3.7 Der Vollzug der Wegweisung ist demnach zumutbar. 

9.4 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich schliesslich auch als möglich, 

da die griechischen Behörden der Rückübernahme der Beschwerdefüh-

renden ausdrücklich zugestimmt haben und diese im Besitz griechischer 

Reisedokumente für Flüchtlinge sind. 

  

E-8616/2025 

Seite 14 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

11.  

11.1 Der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

erweist sich mit dem vorliegenden Urteil als gegenstandslos. 

11.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das Gesuch 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinn von Art. 65 

Abs. 1 VwVG ist abzuweisen, da sich – unbesehen der finanziellen Ver-

hältnisse der Beschwerdeführenden – die Beschwerde entsprechend den 

vorstehenden Erwägungen als aussichtslos erwiesen hat. Demzufolge sind 

die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1000.– den Beschwerdeführen-

den aufzuerlegen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1000.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Kaspar Gerber Anna Lisa Blaser 

 

 

Versand: