# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d4a4118-3f1d-5f3f-8827-e4cd21a19c8b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.01.2012 E-3893/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3893-2008_2012-01-19.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­3893/2008

U r t e i l   v om   1 9 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz),
Richter Hans Schürch, Richter Jean­Pierre Monnet,   
Gerichtsschreiber Urs David.

Parteien (angeblich) A._______,
Bangladesch (angeblich ohne Staatsangehörigkeit),
vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt,
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 28. Mai 2008 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Der Beschwerdeführer stellte am 6. April 1998 in der Schweiz ein erstes 
Asylgesuch.  Dabei  präsentierte  er  sich  als  ein  in  Dakka  geborener, 
papierloser Bihari ohne Staatsangehörigkeit. Das Gesuch begründete er 
mit einer ethnisch motivierten Verfolgung seitens Angehöriger der Awami 
League  (AL),  Schutzgelderpressungen  durch  Leute  der  AL  und  der 
Bangladesh  Nationalist  Party  (BNP)  sowie  einer  behördlichen  Suche 
nach ihm im Zusammenhang mit einem ihm unberechtigterweise zur Last 
gelegten Mord an einem AL­Anhänger in seinem Restaurant; er selber sei 
nicht  politisch  tätig  gewesen  und  habe  im  Übrigen  keine  Probleme mit 
den bangladeschischen Behörden gehabt.

Mit Verfügung vom 14. September 2000 lehnte das damalige Bundesamt 
für  Flüchtlinge  (BFF,  seit  2005  BFM)  das  Asylgesuch  ab.  In  der 
Begründung qualifizierte  es die  geltend gemachten Vorbringen als  nicht 
glaubhaft  im  Sinne  von  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998 
(AsylG,  SR 142.31).  Der  Beschwerdeführer  erfülle  daher  die 
Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG nicht. Gleichzeitig verfügte das 
Bundesamt die Wegweisung aus der Schweiz, wobei es den Vollzug der 
Wegweisung  nach  Bangladesch  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich 
erachtete. 

Auf  eine  durch  den  damaligen  Rechtsvertreter  gegen  diese  Verfügung 
eingereichte  Beschwerde  vom  12.  Oktober  2000  trat  die  vormalige 
Schweizerische  Asylrekurskommission  (ARK)  mit  Urteil  vom  20. 
November 2000 nicht ein, nachdem der für die materielle Behandlung der 
als aussichtslos eingestuften Beschwerde eingeforderte Kostenvorschuss 
nicht vollständig geleistet worden war. 

Die  in  der  Folge  neu  angesetzte  Ausreisefrist  verstrich  unbenützt  und 
verschiedene  Anstrengungen,  insbesondere  der  kantonalen 
Migrationsbehörde,  im Hinblick  auf  die Durchsetzung  und Durchführung 
des  angeordneten  Wegweisungsvollzuges  (Papierbeschaffungen, 
Konsulatsvorführungen,  Anordnungen  von  Ausschaffungshaft  usw.) 
blieben in den folgenden Jahren erfolglos.

B. 
Mit  Schreiben  vom  15.  April  2008  an  das  BFM  zeigte  der 
Beschwerdeführer die Mandatierung des rubrizierten Rechtsvertreters an. 

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Gleichzeitig  ersuchte  er  um  Einsicht  in  seine  beim  BFM  befindlichen 
Akten, insbesondere auch in die Vollzugsakten.

Mit  Begleitschreiben  vom  "13. März  2008"  (recte:  13. Mai  2008)  erhielt 
der Beschwerdeführer in eingeschränkter Form Akteneinsicht.

C. 
Mit  (vorab  per  Telefax  eingereichter)  Eingabe  vom  23. Mai  2008  stellte 
der Beschwerdeführer ein zweites Asylgesuch. Dieses begründete er  im 
Wesentlichen  damit,  dass  die  von  der  Vorinstanz  und  der  kantonalen 
Migrationsbehörde  über  Jahre  hinweg  erfolglos  unternommenen  und 
nach  wie  vor  aktuellen  Vollzugsmassnahmen  eine  freiheits­,  integritäts­ 
und  gar  lebensbedrohliche  Verfolgungssituation  im  Sinne  von  Art.  3 
AsylG  und  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze 
der Menschenrechte  und Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  begründet 
hätten, welcher er im Falle einer Rückkehr nach Bangladesch ausgesetzt 
sein würde. Aus den ihm offengelegten Vollzugsakten ergebe sich, dass 
die  Vorinstanz  und  (…)  trotz  seiner  nicht  ausgewiesenen  Identität  und 
Nationalität gemeinsam einen massiven Druck aufgebaut hätten, um  ihn 
mittels  Ausstellung  eines  "Laisser­Passer"  zur  freiwilligen  oder 
zwangsweisen  Ausreise  nach  Bangladesch  zu  bewegen;  dies  in  der 
Erwartung,  er  werde  dann  bei  der  Befragung  durch  die 
Immigrationsbehörde schon seine wahre  Identität und bangladeschische 
(statt  biharische)  Ethnie  und  Nationalität  preisgeben.  Mit  diesem 
"Versuchsballon"  sehe  er  sich  der  Gefahr  ausgesetzt,  Opfer  von 
gerichtsnotorischen  Misshandlungen  und  Folterungen  bei  solchen 
Verhören  zu  werden.  Er  halte  an  seinen  konstant  geltend  gemachten 
Identitätsangaben und insbesondere seiner unbekannten, jedenfalls nicht 
bangladeschischen Staatsangehörigkeit  fest,  deren Wahrheitsgehalt  das 
BFM nunmehr abzuklären habe. 

Auf den weiteren Inhalt des zweiten Asylgesuchs wird, soweit wesentlich, 
in den Erwägungen eingegangen.

D. 
Das  BFM  stellte  mit  Verfügung  vom  23.  Mai  2008  den  Eingang  eines 
zweiten Asylgesuchs vom "23. August 2006" fest und setzte den Vollzug 
der  Wegweisung  aus,  in  welche  Anordnung  es  insbesondere  auch 
Vorbereitungshandlungen wie die Papierbeschaffung einschloss.

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In der Folge wurde eine zum Zwecke der Papierbeschaffung für den (…) 
2008 vorgesehene (…) annulliert.

E. 
Mit Verfügung vom 28. Mai 2008 trat das BFM in Anwendung von Art. 32 
Abs. 2 Bst. e AsylG auf das zweite Asylgesuch vom 23. Mai 2008 nicht 
ein.  Gleichzeitig  verfügte  das  Bundesamt  die  Wegweisung  des 
Beschwerdeführers  aus  der  Schweiz,  wobei  es  den  Vollzug  der 
Wegweisung als zulässig, zumutbar und möglich erachtete. Ferner erhob 
es gestützt auf Art. 17b Abs. 4 AsylG eine Gebühr von Fr. 600.­­. Zudem 
erhielt der Beschwerdeführer Einsicht in die editionspflichtigen Akten.

Auf  die  Begründung  der  Verfügung  wird,  soweit  wesentlich,  in  den 
Erwägungen eingegangen.

F. 
Mit  Eingabe  vom  12.  Juni  2008  erhob  der  Beschwerdeführer  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen  die  vorinstanzliche 
Verfügung. Darin beantragt er deren Aufhebung und die Rückweisung der 
Sache  an  die  Vorinstanz  zur  vollständigen  und  richtigen 
Sachverhaltsfeststellung  und Neubeurteilung  im Sinne  eines materiellen 
Eintretens sowie als Eventualbegehren die Gewährung von Asyl und die 
Feststellung  der Unmöglichkeit,  Unzulässigkeit  und Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzuges;  in  prozessualer  Hinsicht  sei  ihm  ferner 
vollständige Einsicht in die Akten des zweiten Asylgesuchs, insbesondere 
in die Akten B3­5, mit nachfolgender Einräumung des rechtlichen Gehörs 
zu gewähren.

Auf  die  Begründung  und  die  eingereichten  Beweismittel  wird,  soweit 
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

G. 
Mit Zwischenverfügung vom 18. Juni 2008 stellte die Instruktionsrichterin 
des  Bundesverwaltungsgerichts  den  legalen  Aufenthalt  des 
Beschwerdeführers  während  des  Beschwerdeverfahrens  fest. 
Gleichzeitig  wurde  das  BFM  zur  Vernehmlassung  bis  zum  3.  Juli  2008 
eingeladen.

H. 
Mit Zwischenverfügung vom 25. Juni 2008 lehnte die Instruktionsrichterin 
ein  zwischenzeitlich  gestelltes  und  mit  „Einholung  von  zusätzlichen 
Informationen  bei  der  Abteilung  Rückkehr  des  BFM  hinsichtlich 

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Bangladesh“  begründetes  Gesuch  des  BFM  vom  24.  Juni  2008  um 
Fristerstreckung bis zum 24. Juli 2008 ab. 

Auf  die  Begründung  wird,  soweit  wesentlich,  in  den  Erwägungen 
eingegangen.

I. 
Die  Vorinstanz  beantragt  mit  Vernehmlassung  vom  "1.  Juli  2008" 
(Eingang  Bundesverwaltungsgericht  am  30.  Juni  2008)  die  Abweisung 
der  Beschwerde,  spricht  sich  aber  gleichzeitig  für  die  anbegehrte 
Einsichtsgewährung in die Akten B3­5 aus.

Mit  Zwischenverfügung  vom  4.  Juli  2008  gewährte  die 
Instruktionsrichterin  dem  Beschwerdeführer  unter  Zustellung  der 
Vernehmlassung  das  Replikrecht  bis  zum  21.  Juli  2008,  unter 
gleichzeitiger  Offenlegung  der  Aktenstücke  B3­5  und  des  aktualisierten 
vorinstanzlichen Aktenverzeichnisses.

Mit  Replik  vom  21.  Juli  2008  hält  der  Beschwerdeführer  an  seinen 
Beschwerdeanträgen  fest  und  ergänzt  diese  mit  dem  prozessualen 
Antrag um gerichtliche Identitätsabklärung via das Hochkommissariat der 
Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR).

Auf  den  Inhalt  des  Schriftenwechsels  wird,  soweit  wesentlich,  in  den 
Erwägungen eingegangen.

J. 
Mit  Eingabe  vom  6.  November  2008  ergänzte  der  Beschwerdeführer 
seine Beschwerdeakten.

Auf den Inhalt der Beschwerdeergänzung wird, soweit wesentlich, in den 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

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1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 105 und Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 
Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Die zu beurteilende Beschwerde  richtet sich gegen eine Verfügung,  laut 
deren  Dispositiv  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers 
nicht  eingetreten  ist  (Ziffer  1  des Verfügungsdispositivs). Die Verfügung 
bildet als Anfechtungsgegenstand  in der Bundesverwaltungsrechtspflege 
den  äusseren  Rahmen,  innerhalb  welchem  die  Parteien  der 
Rechtsmittelinstanz  ein  Rechtsverhältnis  zur  Beurteilung  unterbreiten 
können.  Der  durch  die  Parteibegehren  definierte  Streitgegenstand  darf 
nicht über den Anfechtungsgegenstand hinaus reichen. Gegenstand des 
Beschwerdeverfahrens kann grundsätzlich nur sein, was Gegenstand des 
erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzesauslegung 
hätte  sein  sollen  (vgl.  ANDRÉ MOSER,  in:  Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.], 
Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), 

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Zürich  2008,  Rz. 3  zu  Art. 52,  CHRISTOPH  AUER,  Streitgegenstand  und 
Rügeprinzip  im  Spannungsfeld  der  verwaltungsrechtlichen 
Prozessmaximen,  Bern  1997,  S.  63;  ALFRED  KÖLZ/ISABELLE  HÄNER, 
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., 
Zürich  1998,  S.  149).  Werden  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  der  Form  nach  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine 
Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art. 32­35a  AsylG),  mit  Beschwerde 
angefochten, so ist stets nur zu beurteilen, ob die Vorinstanz zu Recht auf 
das Asylgesuch nicht eingetreten ist. Kommt die Beschwerdeinstanz zum 
Schluss, dass das Nichteintreten auf das Asylgesuch zu Unrecht erfolgt 
ist,  so  hat  sie  sich  konsequenterweise  einer  materiellen  Prüfung  zu 
enthalten,  die  angefochtene  Nichteintretensverfügung  aufzuheben  und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.). Vorliegend 
enthält  das  Dispositiv  der  angefochtenen  Verfügung  keine  Regelung  in 
Bezug  auf  die  Gewährung  von  Asyl.  Auf  den  eventualiter  gestellten 
Antrag,  es  sei  Asyl  zu  gewähren  (Ziff.  7),  ist  deshalb  im  Rahmen  des 
vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  nicht  einzutreten.  Nicht  beschränkt 
ist  die  Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts 
dagegen hinsichtlich der Frage der Wegweisung und deren Vollzugs, da 
das  BFM  diesbezüglich  eine  materielle  Prüfung  und  Entscheidung 
vorzunehmen  hat  (vgl.  Art.  44  AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs.  1­4  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

4. 
Gelangt  eine  ausländische  Person,  nachdem  ihrem  Asylgesuch  kein 
Erfolg beschieden war,  erneut  an die Behörden,  liegt  gemäss geltender 
Praxis (siehe EMARK 1998 Nr. 1 E. 6) unabhängig von der Bezeichnung 
und  dem  Inhalt  der  Eingabe  wiederum  ein  Asylgesuch  vor,  wenn  sich 
daraus  ergibt,  dass  sie  –  noch  immer  oder  wiederum  –  um Schutz  vor 
Verfolgung  ersucht.  Befindet  sich  eine  ausländische  Person,  deren 
Asylgesuch  rechtskräftig  abgelehnt worden  ist,  noch  in  der Schweiz,  so 
ist  dann  nach  Art.  32  Abs.  2  Bst.  e  AsylG  vorzugehen,  wenn  sie 
Nachfluchtgründe geltend macht, die seit dem Asylentscheid eingetreten 
und für die Flüchtlingseigenschaft relevant sind. Wird hingegen das neue 
Gesuch  ausschliesslich  mit  angeblich  bestehenden  völker­  oder 
landesrechtlichen  Wegweisungsvollzugshindernissen  begründet,  ist  es 
ohne  Bezugnahme  auf  Art.  32  AsylG  allein  nach  den  Regeln  über  die 
Wiedererwägung  zu  behandeln.  In  einem  solchen  Fall  besteht  kein 

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Grund, mittels Anwendung des weiten Verfolgungsbegriffs zugunsten des 
Gesuchstellers sein Begehren als Asylgesuch zu  interpretieren  (EMARK 
1998 Nr. 1 E. 6c/bb).

Vorliegend  hat  der Beschwerdeführer  seine Eingabe  vom 23. Mai  2008 
zutreffend  als  "neues  Asylgesuch"  bezeichnet:  Zwar  beschlägt  sie 
scheinbar bloss den  technischen und praktischen Bereich und somit die 
Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzuges.  Indessen  wird 
unmissverständlich  eine  neue  Furcht  vor  Verfolgung  geltend  gemacht, 
deren Grund  die  Asylbehörden  durch  ihre  Vorgehensweise  im Rahmen 
der Vollzugsdurchführung gesetzt hätten. Entsprechend hat das BFM das 
Asylgesuch  ebenso  zutreffend  als  solches  (statt  als 
Wiedererwägungsgesuch) anhand genommen, zumal für das Bundesamt 
auch  kein  Anlass  bestand,  die  Eingabe  dem  Bundesverwaltungsgericht 
zwecks Anhandnahme als Revisionsgesuch zu überwiesen.

5. 
Gemäss  Art.  32  Abs.  2  Bst.  e  AsylG  wird  auf  Asylgesuche  nicht 
eingetreten, wenn Asylsuchende in der Schweiz bereits ein Asylverfahren 
erfolglos durchlaufen haben oder während des hängigen Asylverfahrens 
in den Heimat­ oder Herkunftsstaat  zurückgekehrt  sind, ausser es gebe 
Hinweise,  dass  in  der  Zwischenzeit  Ereignisse  eingetreten  sind,  die 
geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft  zu begründen, oder die  für die 
Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind.

6. 

6.1. Den  mit  Verfügung  vom  28.  Mai  2008  in  Anwendung  von  Art.  32 
Abs. 2 Bst. e AsylG getroffenen Nichteintretensentscheid begründete das 
BFM  mit  dem  Umstand,  dass  das  erste  Asylverfahren  rechtskräftig 
abgeschlossen  sei  und  der  Beschwerdeführer  in  beiden  Asylverfahren 
seine  in Art. 8 Abs. 1 AsylG verankerte Mitwirkungspflicht  insbesondere 
hinsichtlich  Offenlegung  der  Identität  und  Abgabe  von  Reise­  und 
Identitätspapieren missachtet, seine Kooperation bei der Beschaffung von 
Reisepapieren  im  Hinblick  auf  die  Durchführung  des 
Wegweisungsvollzuges  verweigert  und  gar  falsche  Angaben  zu  seiner 
Identität sowie Aufenthalts­ und Herkunftsadresse gemacht habe, um den 
Vollzug zu verhindern. Aus den Vollzugsakten ([…]), Gespräche zwischen 
BFM und kantonaler Migrationsbehörde mit dem Beschwerdeführer) gehe 
denn  auch  unmissverständlich  hervor,  dass  er  bangladeschischer 
Staatsangehöriger  und  nicht  Bihari  sei.  Im Weiteren  verweist  das  BFM 

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auf den gesetzlichen Vollzugsauftrag nach Art. 106 Bst. a AuG, welcher 
die Bekanntgabe von Personalien an die ausländische Behörde vorsehe. 
Eine  Gefährdungssituation,  insbesondere  unter  dem  Aspekt  von  Art.  3 
EMRK,  könne  somit  aus  diesem  Vorgehen  nicht  hergeleitet  werden, 
zumal  es  sich  bei  der  Furcht  des  Beschwerdeführers  vor  einer 
Misshandlung durch die (…) um eine reine Parteibehauptung handle. Es 
bestünden  somit  keine  Hinweise  auf  seit  Abschluss  des  ersten 
Asylverfahrens  eingetretene  und  zur  Begründung  der 
Flüchtlingseigenschaft  geeignete  Ereignisse.  Die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz  sei  sodann  die  Regelfolge  des  Nichteintretensentscheides. 
Mangels Hinweisen auf die Flüchtlingseigenschaft gelange der Grundsatz 
der Nichtrückschiebung  nach Art.  5 Abs.  1 AsylG  nicht  zur Anwendung 
und  es  bestünden  keine  Anhaltspunkte,  wonach  der  Vollzug  der 
Wegweisung  unzulässig,  unzumutbar  oder  –  in  technischer  und 
praktischer Hinsicht – unmöglich wäre.

6.2. In seiner Beschwerde vom 12. Juni 2008 rügt der Beschwerdeführer 
ein  "eigenwilliges" und aktenkundigerweise  rechtswidriges Vorgehen der 
verschiedenen vollzugsinvolvierten Behörden und Stellen im Hinblick auf 
seine Ausschaffung und bei der Behandlung seines zweiten Asylgesuchs. 
Vorab  kritisiert  er  die  unvollständige  und  unleserliche  Führung  des 
Aktenverzeichnisses und die unberechtigte Verweigerung der Einsicht  in 
die  Akten  B3,  B4  und  B5;  ebenso  bestünden  Zweifel,  ob  die  mit  dem 
zweiten Asylgesuch eingereichten Beweismittel  vom BFM zu den Akten 
genommen  worden  seien,  weshalb  er  diese  mit  der  Beschwerde 
nochmals einreiche, damit sie im Rahmen der Vernehmlassung dem BFM 
zwingend unterbreitet werden könnten. Überhaupt bestünden Zweifel, ob 
die  Vorinstanz  die  Vollzugsakten  bei  der  Beurteilung  des  zweiten 
Asylgesuchs beigezogen habe. Die Mängel seien somit  im Rahmen des 
Beschwerdeverfahrens  unter  Wahrung  des  rechtlichen  Gehörs  zu 
beheben  und  insbesondere  sei  ihm  ein  berichtigtes  und  vollständiges 
Aktenverzeichnis  zuzustellen.  Ohne  Mängelbehebung  müsse  die 
Verfügung infolge Verletzung des rechtlichen Gehörs aufgehoben und die 
Sache  an  das  Bundesamt  zurückgewiesen  werden.  Sodann  rügt  der 
Beschwerdeführer  das  "aussergewöhnlich  summarische  Vorgehen  des 
BFM"  bei  der  Behandlung  und  Würdigung  des  zweiten  Asylgesuchs, 
zumal  er  hieb­  und  stichfeste  Beweismittel  (Vollzugsakten)  vorgelegt 
habe,  welche  über  den  gesetzlich  als  Minimum  vorgeschriebenen 
"Hinweisen"  stünden. Das Bundesamt  habe  sich  auf  die  pauschale  und 
unbegründete  Feststellung  beschränkt,  dass  die  Vollzugsakten  an  den 
fehlenden  Verfolgungshinweisen  nichts  zu  ändern  vermöchten.  Die 

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gemäss  BFM  fehlende  Eignung  zur  Begründung  der 
Flüchtlingseigenschaft  basiere  auf  der  ungeprüft  (…)  übernommenen 
Feststellung,  wonach  er  kein  Bihari,  sondern  bangladeschischer 
Staatsangehöriger  sei,  obwohl  er  seit  seiner  Einreise  stets  und 
widerspruchslos  das  Gegenteil  bekräftigt  habe.  Die  Unmöglichkeit  der 
Papierbeschaffung sei  somit objektiv und gründe nicht  in  irgendwelchen 
Falschangaben  oder  Mitwirkungsverletzungen.  Bei  den  zuständigen 
Vollzugsstellen  habe  sich  einfach  eine  Verzweiflung  und  ein  gewisser 
Überdruss  an  der  Unmöglichkeit  seiner  Rückschaffung  eingestellt.  Dies 
erhelle  insbesondere  aus  der  aktenkundigen  Tatsache,  dass  er  als 
"Bihari­Fall"  bezeichnet  werde  und  an  ihm  ein  "Versuchsballon"  mittels 
Ausstellung (…) hätte statuiert werden sollen, mit dem Ziel zu testen, ob 
er dann vor der (…) seine wahre Identität preisgeben würde und ob das 
Vorgehen  auch  für  weitere  "Bihari­Fälle"  zweckmässig  wäre. 
Rechtswidriger  Druck  auf  ihn  sei  seitens  der  Vollzugsbehörden  auch 
dadurch ausgeübt worden, dass das Inaussichtstellen der Entlassung aus 
der  Ausschaffungshaft  nach  Ausfüllen  des  Antragsformulars  betreffend 
Ausstellen  von  Ersatzreisedokumenten  in  Kombination  mit  der 
Ausschaffungsandrohung  nach  sieben  Tagen  ins  Auge  gefasst  worden 
sei.  Solche  Vorgehensweisen  und  Druckausübungen  seien 
unmenschlich,  gesetzeswidrig  und  seien  geeignet,  seine 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  zumal  sich  die  (…)  bedienen 
würde.  Auf  das  Asylgesuch  hätte  somit  –  zumal  nach  den  negativen 
Erfahrungen  im  Falle  (…)  im  Jahre  2004  –  eingetreten  und  weitere 
Abklärungen  durchgeführt  werden  müssen,  da  die  geschilderten 
Ereignisse und die erdrückende Beweislast durchaus zur Begründung der 
Flüchtlingseigenschaft  geeignet  seien.  Im  Weiteren  stosse  die 
vorinstanzliche  Anrufung  von  Art.  106  AuG  insofern  ins  Leere,  als  die 
darauf  gestützte  Datenweitergabe  an  die  ausländische  Behörde  gerade 
nur  innerhalb  der  Schranke  von  Art.  3  EMRK  zulässig  ist,  welche 
Schranke das BFM aber  in seinem Fall missachte. Als Beweis  für die  in 
Bangladesch  durchaus  existenten  Folter  und  unmenschlichen 
Behandlungen  verweist  der  Beschwerdeführer  beispielhaft  auf  einen 
Bericht  des  US  Department  of  State  aus  dem  Jahre  2007,  womit  dem 
Vorwurf  einer  reinen  Parteibehauptung  in  seinem  Fall  entgegengewirkt 
sei.  Abschliessend  bestärkt  der  Beschwerdeführer  nochmals  seine 
konstant  beibehaltenen  und  mittels  weiterer  Abklärungen  des  BFM 
(Anhörung,  Botschaftsabklärung  oder  dgl.)  überprüfbaren 
Identitätsangaben  und  insbesondere  seine  Eigenschaft  als  Bihari.  Die 
Behauptung  in  der  angefochtenen  Verfügung,  wonach  er  zugegeben 
habe,  nicht  Bihari  zu  sein,  stütze  das  BFM  auf  eine  Aktennotiz,  deren 

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inhaltliche  Feststellungen  jedoch  willkürlich  und  tatsachenwidrig  seien. 
Aus dem Gesagten ergebe sich im Übrigen gleichsam die Unzulässigkeit, 
Unmöglichkeit  und  –  nicht  zuletzt  angesichts  der  über  zehnjährigen 
Landesabwesenheit – Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges. 

6.3.  In  ihrer  Zwischenverfügung  vom  25.  Juni  2008,  mit  welcher  das 
Bundesverwaltungsgericht  ein  zwischenzeitlich  gestelltes  und  mit 
„Einholung  von  zusätzlichen  Informationen  bei  der  Abteilung  Rückkehr 
des  BFM  hinsichtlich  Bangladesh“  begründetes  Gesuch  des  BFM  um 
Erstreckung  der  Vernehmlassungsfrist  ablehnte,  erwog  die 
Instruktionsrichterin  insbesondere,  "dass  vorliegend  zudem  die 
Begründung  des  Fristerstreckungsgesuchs  und  die  beantragte 
Erstreckungsdauer  prima  vista  darauf  hindeuten,  dass  weitere 
Abklärungen  beabsichtigt  sind,  deren  Vereinbarkeit  mit  einem 
Nichteintretensentscheid  nach  Art.  32  Abs.  2  Bst.  e  AsylG  fraglich  sein 
dürften".

6.4.  In  seiner  die  Beschwerdeabweisung  beantragenden 
Vernehmlassung verweist das BFM zur Problematik der Feststellung der 
Identität  und  Staatsangehörigkeit  von  bengalischen 
Beschwerdeführenden  sowie  der  behaupteten  Zugehörigkeit  zu  den 
Biharis  zunächst  auf  allgemeine  Informationen  des  Bundesamtes. 
Insbesondere  hebt  es  den  geringen  Anteil  der  angeblich  bengalischen 
Gesuchsteller  mit  dokumentiertem  Identitätsnachweis  und  die 
diesbezüglich  regelmässige  Kooperationsverweigerung  im 
Vollzugsstadium hervor. Bei  angeblichen Bihari  sei  die Angabe  falscher 
Identitäts­  und Herkunftsdaten  erfahrungsgemäss  besonders  häufig  und 
deren  Überprüfbarkeit  für  die  schweizerischen  Behörden  nur  begrenzt 
möglich.  Hingegen  sei  es  den  Betroffenen  möglich  und  zumutbar,  bei 
bestimmten  bangladeschischen  Behördenstellen  und  Institutionen 
beglaubigte  Beweismittel  für  die  biharische  Herkunft  zu  erhalten.  Der 
Beschwerdeführer  habe  seit  seiner  Einreise  im  Jahre  1998  keinerlei 
Identitätsdokumente  eingereicht  und  sich  auch  nie  darum  bemüht, 
sondern, wie bereits  im Asylentscheid vom 28. Mai 2008 erkannt,  seine 
diesbezügliche  Mitwirkungspflicht  nach  Art.  8  AsylG  verletzt.  Die  Rüge 
einer  ungenügenden  Sachverhaltsabklärung  sei  daher  unbegründet. 
Weiter macht das BFM auf die Praxis gemäss EMARK 1995 Nr. 14 und 
EMARK  2002 Nr. 23  aufmerksam,  wonach  nicht  von  der  Unmöglichkeit 
des Wegweisungsvollzuges auszugehen sei, wenn die Möglichkeit einer 
freiwilligen  Heimreise  bestehe;  diese  sei  beim  Beschwerdeführer 
gegeben.  Die  für  das  Fristerstreckungsgesuch  angeführte  Begründung 

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sei  nicht  auf  die  Durchführung  weiterer  Sachverhaltsabklärungen 
gerichtet  gewesen.  Vielmehr  sei  es  dem  BFM  darum  gegangen 
aufzuzeigen, dass alles Mögliche unternommen worden sei, die  Identität 
des  Beschwerdeführers  festzustellen  und  den  Wegweisungsvollzug  zu 
realisieren,  was  aber  am  Verhalten  des  Beschwerdeführers  gescheitert 
sei.  Sodann  verneint  das  BFM  die  Begründung  einer  Verfolgungs­  und 
Gefährdungssituation  aufgrund  des  in  der  Beschwerde  beschriebenen 
"Versuchsballons". Hierzu sei vorab auf die Tatsache zu verweisen, dass 
der  den  ordentlichen  Abschluss  des  ersten  Asylverfahren  bewirkende 
Nichteintretensentscheid  der  ARK  vom  24. Oktober  2000  als  Folge  der 
als  aussichtslos  erkannten  und  mithin  kostenpflichtigen  Beschwerde 
erging.  Die  ARK  habe  die  Erkenntnis  der  Aussichtslosigkeit  unter 
Berücksichtigung  der  vom  Beschwerdeführer  behaupteten 
Staatenlosigkeit und Bihari­Zugehörigkeit gewonnen, diese Elemente als 
unglaubhaft  betrachtet,  den  Beschwerdeführer  in  der  Folge  als 
Staatsangehörigen von Bangladesch bezeichnet und ihm im Hinblick auf 
den  Wegweisungsvollzug  ein  spezielles  Gefährdungs­  oder  Risikoprofil 
abgesprochen.  Von  dieser  Einschätzung  sei  auch  seither  nicht 
abzuweichen  und  es  sei  aufgrund  der  aufgezeigten  Umstände  beim 
Beschwerdeführer  kein  "real  risk"  im  Sinne  von  Art.  3  EMRK 
auszumachen,  sondern  es  bestünden  offensichtlich  keine  Hinweise  auf 
die  Erfüllung  der  Flüchtlingseigenschaft,  weshalb  kein  Anlass  für  ein 
materielles  Eintreten  auf  das  zweite  Asylgesuch  bestanden  habe. 
Hinsichtlich der Aktenstücke B3­5 befürwortet das BFM eine Offenlegung. 
Eine kassationsauslösende Verletzung des rechtlichen Gehörs sei damit 
nicht verbunden, zumal es sich um administrative Akten handle, welche 
bloss  die  Art  und  Weise  der  Gesuchsbehandlung  beschlügen.  Im 
weiteren  bekräftigt  das  BFM,  bei  der  Beurteilung  des  zweiten 
Asylgesuchs  auch  die  Vollzugsakten,  insbesondere  die  dem  Gesuch 
beigelegten,  herangezogen  zu  haben;  diese  seien  denn  auch  als 
Aktenstücke paginiert und erfasst worden. Aus einem dieser Aktenstücke 
(Gesprächsnotiz  vom  […] November  2007)  gehe  unmissverständlich 
hervor, dass der Beschwerdeführer eingeräumt habe, kein Bihari zu sein, 
jedoch die Preisgabe seiner  tatsächlichen  Identität weiter  zu verweigern 
gedenke. Aus einer anderen Gesprächsnotiz vom (…) April 2008 gingen 
ebenfalls  seine  bangladeschische  Nationalität  und  seine  Weigerung 
hervor, seine richtigen Personalien und die korrekte Adresse anzugeben 
und  das  Antragsformular  zur  Ausstellung  eines  Ersatzreisedokumentes 
zu  unterschreiben;  die  von  ihm  angegebene  Adresse  in  Bangladesch 
habe sich gar als falsch herausgestellt. Im Übrigen verweist das BFM auf 
seine bisherigen Erwägungen.

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6.5.  Replikweise  hält  der  Beschwerdeführer  seinerseits  an  seinen 
Ausführungen in der Beschwerde fest und kritisiert, die Vorinstanz weiche 
den  rechtserheblichen  Fragestellungen  wortreich  aus.  Die 
Gesprächsnotiz  vom  (…)  November  2007  habe  sodann  keine 
Beweiskraft, da sie ein Gespräch zwischen dem (…) in Anwesenheit des 
Beschwerdeführers  festhalte,  ohne  dass  darüber  ein  Protokoll  geführt, 
Angaben zum Übersetzer gemacht und das rechtliche Gehör eingeräumt 
worden wären. Das BFM zweifle zu Unrecht und  in "holpriger Logik" am 
Vorbringen  des  Beschwerdeführers,  wonach  er  ein  staatenloser  Bihari 
sei,  (…)  und  er  (…)  in  einem  Flüchtlingslager  aufgewachsen  und 
registriert  worden  sei,  ohne  dass  ihm  jemals  Identitätsdokumente 
ausgestellt  worden  seien.  Das  Bundesamt  hätte  die  Registrierung  als 
Bihari­Flüchtling  beim  UNHCR  in  Genf  respektive  bei  der  Zweigstelle 
Bangladesch abklären  können und müssen. Das Abklärungsversäumnis 
sei  daher  nunmehr  durch  das  Bundesverwaltungsgericht  nachzuholen, 
und er sei darüber zu informieren. Im Weiteren sei nicht nachvollziehbar, 
wie die im geschilderten "Versuchsballon" begründete Furcht eines Bihari 
vor unmenschlicher Behandlung vom BFM einfach wegdiskutiert werden 
könne.  Die  Vorinstanz  unterlasse  es  darzulegen,  welche  Elemente 
konkret  für  die  Nicht­Biharizugehörigkeit  sprächen.  Hinsichtlich  seiner 
Adressangaben,  welche  sich  behauptungsgemäss  als  unkorrekt 
herausgestellt hätten, sei zu bedenken, dass er vor Jahren ausgereist sei, 
weshalb  es  unwahrscheinlich  sei,  dass  sich  noch  Personen  in  der 
Gegend an  ihn erinnerten,  falls überhaupt noch  ihm bekannte Personen 
dort lebten. 

6.6.  In seiner Beschwerdeergänzung vom 6. November 2008 beruft sich 
der Beschwerdeführer auf einen analogen Fall, in welchem das BFM und 
gar die gleiche Sachbearbeiterin durch eine Zusammenarbeit mit (…) und 
"rechtsstaatlich  unzulässige  Grenzüberschreitung"  eine  asylrelevante 
Bedrohungslage  für eine (…) Person geschaffen habe. Die betreffenden 
Akten  seien  in  der  vorliegenden  Sache  beizuziehen.  Als  Beweismittel 
reicht der Beschwerdeführer die Kopie des neuen Asylgesuchs besagter 
Person zu den Akten.

7. 
Unter  Bezugnahme  auf  die  formellen  Rügen  einer  Verletzung  des 
rechtlichen  Gehörs  (insbesondere  durch  unvollständige  Gewährung  der 
Akteneinsicht,  unzulängliche  Führung  des  Aktenverzichnisses,  Zweifel 
am  Beizug  der  Vollzugsakten  bei  der  Entscheidfindung)  ist  zunächst 
Folgendes  festzustellen:  Der  Beschwerdeführer  erhielt  im  Laufe  des 

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Beschwerdeverfahrens  Einsicht  in  die  von  ihm  speziell  beantragten 
Aktenstücke B3­5. Wie das Bundesamt  zutreffend bemerkte,  handelt  es 
sich dabei um die in Bst. D oben erwähnte Vollzugsaussetzung und eine 
Kopie derselben – der Vertreter wurde bereits zum damaligen Zeitpunkt 
mit  einer  Kopie  bedient  –  sowie  um  eine  Aktennotiz  betreffend  die 
ebenfalls  in  Bst.  D  oben  erwähnte  Annullierung  des  Vorsprachetermins 
auf dem Konsulat. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist somit nicht 
ersichtlich. Eine solche wäre zudem durch die nachträgliche Offenlegung 
ohnehin  als  geheilt  zu  betrachten,  was  gleichsam  für  das 
Aktenverzeichnis  gilt,  zumal  dieses  in  ordentlich  nachgeführter  Form 
offengelegt  wurde,  der  Beschwerdeführer  in  der  Folge  Gelegenheit  zur 
Stellungnahme  hatte  und  er  für  den  Fall  der  Mängelbehebung  auf 
Beschwerdestufe ausdrücklich keine Kassationsansprüche geltend macht 
(vgl. Beschwerde S. 7). Die vom Beschwerdeführer angeführten Zweifel, 
ob die Vorinstanz die Vollzugsakten überhaupt  für  die Entscheidfindung 
beigezogen habe, entbehren  jeder Grundlage,  zumal sich die gesamten 
Vollzugsakten  im  Verfahrensdossier  befinden  und  die  im  zweiten 
Asylgesuch  besonders  hervorgehobenen  Aktenstücke  dem  Gesuch 
beigelegt  und  vom  BFM  ordentlich  paginiert  und  ins  Aktenverzeichnis 
aufgenommen  wurden.  Zusammenfassend  sind  für  das  Gericht 
vorliegend  keine  Anhaltspunkte  erkennbar,  wonach  der  Anspruch  des 
Beschwerdeführers  auf  rechtliches Gehör  (vgl.  insb.  Art.  29  Abs.  2  der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 
1999  [BV,  SR  101]  sowie  Art.  26  ff.  und  29  VwVG)  im  Rahmen  des 
zweiten Asylverfahrens verletzt worden wäre.

8. 
Der  Nichteintretensgrund  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  e  AsylG  enthält  ein 
formelles  (früheres  Asylverfahren  oder  Rückkehr  in  den  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat  während  des  hängigen  Verfahrens)  und  ein  materielles 
Erfordernis  (fehlende  Hinweise  betreffend  Flüchtlingseigenschaft 
beziehungsweise  Gewährung  vorübergehenden  Schutzes),  welche  im 
Einzelfall kumulativ erfüllt sein müssen und im Folgenden zu prüfen sind.

8.1.  Das  am  6.  April  1998  gestellte  erste  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers  wurde  mit  Verfügung  des  BFF  vom  14.  September 
2000 unter Anordnung der Wegweisung und des Wegweisungsvollzuges 
vollumfänglich  abgelehnt.  Diese  Verfügung  erwuchs  in  Rechtskraft, 
nachdem  die  ARK  auf  die  dagegen  erhobene  und  mittels 
Zwischenverfügung  als  aussichtslos  qualifizierte  Beschwerde  vom  12. 
Oktober 2000 mit Urteil  vom 20. November 2000 mangels Leistung des 

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eingeforderten Kostenvorschusses nicht eintrat. Somit steht fest und wird 
im  Übrigen  auch  nicht  bestritten,  dass  der  Beschwerdeführer  in  der 
Schweiz bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat. Das formelle 
Erfordernis des Nichteintretensgrundes von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG ist 
daher offensichtlich erfüllt. 

8.2. Damit bleibt  im Rahmen der Eintretensfrage zu prüfen, ob Hinweise 
auf  in  der  Zwischenzeit  eingetretene  Ereignisse  bestehen,  welche 
geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft  zu begründen, oder die  für die 
Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind.

8.2.1.  Auf  das  Asylgesuch  ist  nicht  einzutreten,  wenn  die  geltend 
gemachte Verfolgung nicht unter den Flüchtlingsbegriff von Art. 3 AsylG 
subsumiert  werden  kann  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen 
Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 2008/57 E. 3.3; EMARK 2005 Nr. 2 
E.  4.5).  Bei  der  Prüfung,  ob  Hinweise  auf  Ereignisse  vorliegen,  welche 
geeignet  sind,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  ist  vom  engen 
Verfolgungsbegriff  im  Sinne  von  Art. 3  AsylG  auszugehen.  Gleichzeitig 
gelangt ein gegenüber der Glaubhaftmachung  reduzierter Beweismassstab zur 
Anwendung, weshalb auf ein Asylgesuch bereits dann eingetreten werden muss, 
wenn  sich  Hinweise  auf  eine  relevante  Verfolgung  ergeben,  welche  nicht  von 
vornherein  haltlos  sind  (vgl.  BVGE  2009/53  E.  4.2,  mit  weiteren  Hinweisen; 
BVGE 2008/57 E. 3.2; EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3).

8.2.2. Die  Instruktionsrichterin  des  Bundesverwaltungsgerichts  erkannte 
in  der  Begründung  des  Gesuchs  des  BFM  um  Erstreckung  der 
Vernehmlassungsfrist einen möglichen Abklärungsbedarf  im Hinblick auf 
die  behauptete  Verfolgungs­  und  Gefährdungslage  des 
Beschwerdeführers.  Ein  solcher  Abklärungsbedarf  wäre  gemäss  Praxis 
(vgl. zuvor) untrennbar mit dem Bestehen von Hinweisen auf eine relevante 
Verfolgung, welche  nicht  von  vornherein  haltlos  sind,  verbunden  und müssten 
daher  einen  Nichteintretensentscheid  nach  Art. 32  Abs. 2  Bst. e  AsylG 
ausschliessen.  Das  BFM  hat  jedoch  in  seiner  Vernehmlassung 
nachvollziehbar  erklärt  und  aufgezeigt,  dass  die  Fristerstreckung  zum 
Zwecke  einer  Zusammenstellung  bereits  bestehender  amtlicher 
Erkenntnisse über die allgemeine Vollzugsproblematik von Personen aus 
Bangladesch  und  insbesondere  solche  biharischer  Ethnie  anbegehrt 
wurde.  Diese  Informationsgrundlagen  werden  in  der  Vernehmlassung 
umfassend  und  transparent  dargelegt,  richtigerweise  ohne  dass  dabei 
auch  neue  Abklärungsergebnisse  betreffend  eine  allfällige  Verfolgungs­ 
und Gefährdungslage des Beschwerdeführers eingeflossen wären. Somit 

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erstaunt  es  zwar,  dass  es  dem  BFM  trotz  abschlägigen 
Fristerstreckungsbescheides  vor  Ablauf  der  Vernehmlassungsfrist 
problemlos  gelungen  ist,  diese  umfassenden  Hintergrundinformationen 
mittels  Vernehmlassung  zu  liefern  und  damit  seinen  bisherigen 
Erkenntnissen  (insbesondere  Mitwirkungsverweigerung  des 
Beschwerdeführers) mehr Gewicht  zu  verleihen.  Jedenfalls  aber  lassen 
sich  aus  dem gesamten Vernehmlassungsprozedere  rückblickend  keine 
Anhaltspunkte  für  Hinweise  entnehmen,  wonach  in  der  Zwischenzeit 
Ereignisse  eingetreten  sind,  die  geeignet  wären,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die  Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant sein könnten.

8.2.3. Dreh­ und Angelpunkt des zweiten Asylverfahrens ist die Identität, 
insbesondere  die  angebliche  biharische  Herkunft  und  die  behauptete 
Staatenlosigkeit  des  Beschwerdeführers.  In  diesem  Zusammenhang  ist 
vorab festzustellen, dass das ursächlich auf das Verfolgungsmotiv seiner 
biharischen Ethnie gestützte erste Asylgesuch seitens der Vorinstanz mit 
der  Begründung  abgelehnt  wurde,  die  geltend  gemachten  Vorbringen 
seien nicht glaubhaft  im Sinne von Art. 7 AsylG (vgl. Asylentscheid vom 
14. September  2000  E.  I).  Diese  Einschätzung  stützte  der  zuständige 
Instruktionsrichter der ARK im Rahmen einer summarischen Prüfung der 
gegen diese Verfügung erhobenen Beschwerde (vgl. Zwischenverfügung 
der ARK vom 24. Oktober 2000).  Im nachfolgend mangels Leistung des 
Kostenvorschusses  ergangenen  Nichteintretensurteil  der  ARK  vom 
20. November  2000  wurde,  wie  von  der  Vorinstanz  in  ihrer 
Vernehmlassung  vom  1.  Juli  2008  (dort  S.  3)  zutreffend  bemerkt,  die 
Staatsangehörigkeit  des  Beschwerdeführers  mit  "Bangladesch" 
bezeichnet. In einem rechtskräftig abgeschlossenen Asylverfahren wurde 
somit – wenngleich es infolge impliziten Verzichts des Beschwerdeführers 
nicht  zu  einer  materiellen  gerichtlichen  Überprüfung  gekommen  war – 
implizit  erkannt,  dass  an  den  Ethnie­,  Herkunfts­  und 
Staatszugehörigkeitsangaben  des  (papierlosen)  Beschwerdeführers 
Zweifel  bestehen.  Festzuhalten  ist  im  Übrigen  ebenso,  dass  bis  zur 
Einreichung  des  zweiten  Asylgesuchs  diese  Erkenntnisse  seitens  des 
Beschwerdeführers  nie  im  Rahmen  eines  Wiedererwägungs­  oder 
Revisionsverfahrens zum Thema gemacht wurden.

Das hier zu beurteilende zweite Asylgesuch stützt der Beschwerdeführer 
nunmehr  auf  eine  behauptungsgemäss  von  den  (vor  allem 
schweizerischen)  Vollzugsbehörden  zwischenzeitlich  verursachten 
Verfolgungs­  und  Gefährdungssituation,  welche  ihren  Ursprung  im 

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Umstand  habe,  dass  das  BFM  die  biharische  Herkunft  und  die 
Staatenlosigkeit des Beschwerdeführers zu Unrecht nicht glaube. Dieser 
Umstand  ist  aber  nicht  zwischenzeitlich  eingetreten,  sondern  bereits  im 
ersten  Asylverfahren  erkannt  worden.  Bezeichnenderweise  liefert  der 
Beschwerdeführer  im  Rahmen  seines  zweiten  Asylverfahrens  keine 
zureichenden Hinweise  oder  gar  Beweismittel,  welche  die  Erkenntnisse 
aus dem Jahre 2000 umstossen könnten. Im Gegenteil zeichnet sich der 
Beschwerdeführer  seither  durch  eine  fortgesetzte  Verletzung  der  ihm 
nach  Art.  8  Abs.  1  Bstn.  a,  b  und  d  und  vor  allem  Abs.  4  AsylG 
obliegenden  Mitwirkungspflicht  aus.  Insbesondere  gehen  aus  den 
gesamten  vorliegenden  Akten  trotz  seit  2000  bestehender  objektiver 
Möglichkeit  und  individueller  Zumutbarkeit  keine  ernsthaften 
Bemühungen  des  Beschwerdeführers  hervor,  die  von  ihm  behaupteten 
Identitätselemente  eigeninitiativ  zu  belegen.  Dabei  ist  mit  Nachdruck 
klarzustellen,  dass  es  –  gerade  im  Falle  klarer  Mitwirkungs­  und 
Kooperationsverweigerung  des  Beschwerdeführers  –  nicht  Sache  der 
Vollzugsbehörden  sein  kann,  im  Hinblick  auf  die  Durchsetzung  eines 
rechtskräftigen  Asyl­  und  Wegweisungsentscheides  die  Identität  des 
Betroffenen zu erstellen. Ebenso wenig besteht für die Behörde – schon 
gar  nicht  für  die  letztinstanzliche  Beschwerdebehörde  –  Anlass, 
Abklärungen  durchzuführen,  die  vom  Beschwerdeführer  selber 
vorgenommen  werden  können  und  müssen  und  die  von  ihm  sogar 
konkret  vorgeschlagen  und  als  realisierbar  bezeichnet  werden  (z.B. 
Einholung  Bestätigung  des  UNHCR).  Dementsprechend  kann 
offensichtlich  auch  nicht  von  einer  objektiven  Unmöglichkeit  der 
Dokumentenbeschaffung gesprochen werden; eine solche Unmöglichkeit 
wurde entsprechend auch  im ersten Asylverfahren nicht  festgestellt. Die 
vorliegenden  Akten  –  vorab  die  Vollzugsakten  –  hinterlassen  den 
gefestigten  Eindruck,  der  Beschwerdeführer  verweigere  nicht  nur 
konstant  die  ihm  obliegende  Mitwirkungspflicht,  sondern  er  untergrabe 
darüber  hinaus  systematisch  die  dennoch  unternommenen  und  in 
Anbetracht  von  Art.  106  AuG  durchaus  legitimen  Bemühungen  der 
zuständigen  Vollzugsbehörden,  im  Hinblick  auf  die  Vollstreckung  einer 
rechtskräftigen  Asyl­  und  Wegweisungsverfügung  Identitätsabklärungen 
vorzunehmen.  Art.  106  AuG  nennt  zwar  als  Schranke  der 
Zusammenarbeit  mit  der  ausländischen  Behörde  (insbesondere 
Datenweitergabe)  den  Ausschluss  der  Begründung  einer 
Gefährdungssituation. Eine solche kann aber vorliegend gerade deshalb 
nicht vorliegen, weil einerseits eine Gefährdung im vorangegangenen und 
rechtskräftig  abgeschlossenen  Asylverfahren  verneint  worden  war  und 
der  Beschwerdeführer  anderseits  im  Vollzugsstadium  kein  Interesse  an 

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der  Abwendung  einer  irgendwie  gearteten  Gefährdungssituation  zeigt, 
andernfalls  er  seine  Mitwirkung  an  der  Darlegung  einer  solchen 
Gefährdungssituation  manifestieren  und  die  angeblich 
gefährdungsbegründenden Identitätsmerkmale richtigstellen und belegen 
würde.  Hinsichtlich  der  Frage  der  Verwertbarkeit  und  des  Beweiswerts 
der Gesprächsnotiz vom (…) November 2007 betreffend das Eingestehen 
seiner  nicht­biharischen  Herkunft  ist  zunächst  festzuhalten,  dass  im 
reinen  Vollzugsstadium,  im  Gegensatz  zum  erstinstanzlichen 
Asylverfahren,  keine  gesetzliche  Befragung  oder  Anhörung  mit  den 
spezifischen  formellen  Anforderungen  vorgesehen  ist,  da  ja  der 
Sachverhalt  im  ordentlichen  Asylverfahren  festzustellen  war  und  die 
Vollzugsphase  nur  noch  der  Vollstreckung  des  in  Rechtskraft 
erwachsenen Dispositivs des Asyl­ und Wegweisungsentscheides dienen 
kann.  Eine  abschliessende  Beantwortung  der  Frage  kann  indessen 
unterbleiben, da es sich bei der fraglichen Gesprächsnotiz um eines von 
vielen  Erwägungselementen  im  Hinblick  auf  die  Erkenntnis  einer 
Mitwirkungsverweigerung  des  Beschwerdeführers  in  der  Vollzugsphase 
und  einer  nicht  zwischenzeitlich  eingetretenen  Verfolgungssituation 
handelt,  weshalb  dem  Dokument  auch  keine  ausschlaggebende 
Bedeutung  zukommt.  Ungeachtet  der  Frage  der  Verwertbarkeit  der 
genannten Gesprächsnotiz  ist  jedoch Folgendes zu beachten: Wenn die 
angebliche  biharische  Herkunft  beziehungsweise  Ethnie  und  die 
behauptete  Staatenlosigkeit  des  Beschwerdeführers  aufgrund  dessen 
offensichtlicher Mitwirkungsverweigerung nicht glaubhaft sind, kann auch 
die  auf  diesen  Identitätselementen  basierte  neue  Verfolgungs­  und 
Gefährdungsfurcht nicht glaubhaft sein, und zwar unbesehen der Frage, 
ob  die  technischen  Papierbeschaffungs­  und 
Vollzugsvorbereitungsmassnahmen  per  se  im  konkreten  Fall  zu 
beanstanden  wären.  In  diesem  letzteren  Zusammenhang  ist  der 
Beschwerdeführer im Übrigen darauf aufmerksam zu machen, dass seine 
auf  mehrere  Verfahren  bezogene  Kritik  an  systematischen 
Vorgehensweisen  der  involvierten  Vollzugsbehörden  ("Versuchsballon"; 
Inaussichtstellen  der  Entlassung  aus  der  Ausschaffungshaft  nach 
Ausfüllen  des  Antragsformulars  betreffend  Ausstellen  von 
Ersatzreisedokumenten in Kombination mit der Ausschaffungsandrohung) 
grundsätzlich  nicht  im  Rahmen  des  materiellrechtlichen  Asyl­  oder 
Verwaltungsbeschwerdeverfahrens  rügbar  ist,  sondern  er  hierfür 
gegebenenfalls auf die in Art. 25 und 25a VwVG offerierten Möglichkeiten 
des  Erwirkens  einer  Feststellungsverfügung  beziehungsweise  einer 
Verfügung über Realakte sowie auf die spezifischen aufsichtsrechtlichen 

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Behelfe  zurückzugreifen  hätte.  Solche  sind  vorliegend  nicht 
Verfahrensgegenstand.

Das  gewonnene  Ergebnis  nicht  bestehender  Hinweise  auf 
zwischenzeitlich  eingetretene  Ereignisse,  die  das  Potenzial  zur 
Begründung  der  Flüchtlingseigenschaft  aufweisen,  bestätigt  sich  durch 
das am 29. Juli 2011 ergangene, auf vollumfängliche Abweisung lautende 
Urteil  D­2006/2011,  ebenfalls  betreffend  eines  zweiten  Asylgesuchs. 
Dieses  befasst  sich  mit  dem  vom  Beschwerdeführer  angerufenen 
analogen Fall, in welchem das BFM und gar die gleiche Sachbearbeiterin 
durch  (…)  und  "rechtsstaatlich  unzulässige  Grenzüberschreitung" 
behauptungsgemäss ebenfalls eine asylrelevante Bedrohungslage für die 
betreffende  Person  geschaffen  habe.  In  jenem  Urteil  kommt  das 
Richtergremium  zusammenfassend  zum  Schluss,  dass  durch  das 
Verhalten  der  involvierten  Vollzugsbehörden  keine  Verfolgungs­  oder 
Gefährdungslage  geschaffen  worden  und  die  neuen  Asylgründe  als 
haltlos  zu  bezeichnen  seien,  wogegen  dem  Beschwerdeführer 
Mitwirkungs­ und Kooperationsverweigerung sowie Falschaussagen und 
Täuschungsabsicht betreffend seine Identität vorzuwerfen seien. Auf den 
detaillierten Inhalt des Urteils, (…), kann verwiesen werden.

8.3. Nach  dem Gesagten  steht  fest,  dass  der  Beschwerdeführer  in  der 
Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  hat  und  keine 
Hinweise  auf  nach  Abschluss  des  letzten  Asylverfahrens  eingetretene 
Ereignisse erkennbar sind, die geeignet wären, die Flüchtlingseigenschaft 
zu  begründen  oder  die  für  die  Gewährung  vorübergehenden  Schutzes 
relevant  wären.  Demzufolge  ist  das  BFM  zu Recht  gestützt  auf  Art.  32 
Abs. 2 Bst. e AsylG auf das zweite Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten.

9. 

9.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

9.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E.9).

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10. 

10.1. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 
WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.], 
Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148).

10.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 
den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art.  83 
Abs. 3 AuG). So darf  keine Person  in  irgendeiner Form zur Ausreise  in 
ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet  ist oder in dem sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 
Gemäss  Art. 25  Abs. 3  BV,  Art. 3  des  Übereinkommens  vom 
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 
oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der 
Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

Die Vorinstanz wies  in  ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 
hin,  dass  das  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulement  nur 
Personen  schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen.  Da  es  dem 
Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu machen  beziehungsweise 
nur schon Hinweise hierfür zu liefern, kann der in Art. 5 AsylG verankerte 
Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden  Verfahren  keine 
Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  nach 
Bangladesch  ist  demnach  unter  dem  Aspekt  von  Art. 5  AsylG 
rechtmässig.  Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des 
Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für 

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den  Fall  einer  Ausschaffung  nach  Bangladesch  dort  mit  beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  einer  nach Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des 
Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener 
des  UN­Anti­Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine 
konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass 
ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung 
drohen würde  (vgl. EGMR  [Grosse Kammer], Saadi gegen  Italien, Urteil 
vom  28. Februar  2008,  Beschwerde  Nr. 37201/06,  §§ 124 – 127,  mit 
weiteren  Hinweisen).  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in 
Bangladesch  lässt  den  Wegweisungsvollzug  zum  heutigen  Zeitpunkt 
klarerweise  nicht  als  unzulässig  erscheinen.  Die  in  der  Beschwerde 
geäusserte und versuchsweise auf einen Bericht des US Department of 
State  gestützte  Behauptung,  wonach  die  dortige  Immigrationsbehörde 
systematisch misshandle und foltere, stellt in ihrer Pauschalität kein "real 
risk"  dar,  zumal  der  Beschwerdeführer  auch  nicht  darzutun  vermochte, 
weshalb gerade er Opfer einer solchen Behandlung werden sollte.

Nach  dem Gesagten  ist  der  Vollzug  der Wegweisung  sowohl  im  Sinne 
der asyl­ als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

10.3.   Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug  für Ausländerinnen 
und  Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg, 
allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind. 
Wird  eine  konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von 
Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 

Mangels  gegenteiliger  Anhaltspunkte  in  der  Beschwerde  oder  in  den 
weiteren Akten ist der Vollzug der Wegweisung für den Beschwerdeführer 
zumutbar.  Zwar  weist  dieser  durchaus  berechtigterweise  auf  die  in  die 
Würdigung  mit  einzubeziehende  langjährige  Landesabwesenheit 
bezüglich  Bangladesch  hin.  Dabei  verkennt  er  jedoch,  dass  er  die 
langjährige Landesabwesenheit durch sein eigenes  renitentes Verhalten 
(Mitwirkungs­  und  Kooperationsverweigerung)  bewusst  und  gezielt 
herbeigeführt  hat,  zumal  er  seit  dem  Jahre  2000  rechtskräftig  zur 
Ausreise  verpflichtet  war.  Die  Berufung  auf  die  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzuges müsste somit als rechtsmissbräuchlich betrachtet 
werden,  wenn  –  rein  hypothetisch  –  die  lange  Dauer  der 
Landesabwesenheit  als  Unzumutbarkeitselement  höher  als  die 

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bestehenden  Zumutbarkeitselemente  in  ihrer  Gesamtheit  zu  gewichten 
wäre. 

Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als 
zumutbar.

10.4.  Der  Vollzug  der  Wegweisung  ist  nicht  möglich,  wenn  der 
Beschwerdeführer weder in den Herkunfts­ oder in den Heimatstaat noch 
in einen Drittstaat reisen oder dorthin gebracht werden kann (Art. 83 Abs. 
2 AuG). Gemäss Art. 83 Abs. 7 Bst. c AuG wird eine vorläufige Aufnahme 
insbesondere  dann  nicht  verfügt,  wenn  die  weggewiesene  Person  die 
Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzuges  durch  ihr  eigenes  Verhalten 
verursacht hat.

Gemäss Praxis (vgl. zum Ganzen insb. EMARK 2006 Nr. 15 E. 3.3 sowie 
das Urteil E­3844/2008 E. 4, 7 und 8, mit umfassenden Ausführungen zur 
Auslegung  der  genannten  Bestimmungen)  setzt  die  Feststellung  der 
technischen  und  praktischen  Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
voraus, dass sowohl seitens der betroffenen Person als auch seitens der 
zuständigen  kantonalen  und  Bundesbehörden  alle  Anstrengungen 
hinsichtlich  einer  freiwilligen  Ausreise  respektive  der  zwangsweisen 
Rückführung  unternommen  worden  sind.  Art.  83  Abs.  7  Bst.  c  AuG, 
welcher einen Ausschluss von der vorläufigen Aufnahme vorsieht, bezieht 
sich nur auf solche Fälle, in welchen eine Ausreise objektiv möglich wäre, 
sie  jedoch  aufgrund  des  Verhaltens  des  Beschwerdeführers  unmöglich 
wird,  wenn  die  weggewiesene  Person  also  durchaus  ausreisen  könnte, 
dies  jedoch  verweigert,  indem  sie  beispielsweise  nicht  preisgibt,  woher 
sie  kommt  und  es  den  Behörden  aus  diesem  Grund  unmöglich  wird, 
gültige Papiere zu beschaffen.

Im  vorliegenden  Fall  scheitern  –  wie  oben  gesehen  –  sowohl  eine 
Zwangsausschaffung  als  auch  eine  freiwillige  Ausreise  des 
Beschwerdeführers daran, dass er seine Mitwirkung verweigert und sich 
mit  seinem Verhalten  gegen  die  Ausreise  stellt.  Ihm  ist  es  jedoch  nicht 
objektiv  unmöglich  nach  Bangladesch  auszureisen.  Es  obliegt  daher 
weiterhin  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zuständigen  Vertretung 
des Heimatstaates  die  für  eine Rückkehr  notwendigen Reisedokumente 
zu  beschaffen  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG  und  dazu  auch  BVGE 2008/34 
E. 12 S. 513 – 515). 

Der Vollzug der Wegweisung ist daher als möglich zu bezeichnen.

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10.5. Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten 
fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83 
Abs. 1 – 4 AuG).

11. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde  ist  nach  dem Gesagten  abzuweisen,  und  es  erübrigt  sich, 
auf  die  einzelnen  Anträge,  Rügen  und  Beweismittel  im  Detail  näher 
einzugehen,  zumal  sie  am  Ausgang  des  Verfahrens  nichts  zu  ändern 
vermögen. 

12. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  auf 
insgesamt  Fr. 600.­­  festzusetzen  (Art.  1  –  3  des  Reglements  vom  21. 
Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

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Regula Schenker Senn Urs David

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