# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7290d54a-acfb-5a63-8e96-1804cbd0d183
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 11.09.2018 I 2018 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-35_2018-09-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 35

Entscheid vom 11. September 2018 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

1. C.________ AG (Krankenversicherung),
Vorinstanz,

2. D.________,
Beigeladene,

Gegenstand Krankenversicherung (Zahlungsausstand wegen Fehlkodierung; 
2. Rechtsgang im Verfahren I 2016 136)

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Sachverhalt:

A. Am 4. April 2015 um 10.58 Uhr kam B.________, der Sohn von 
A.________ (beide bei der C.________ AG krankenpflegeversichert) und 
F.________ mittels Sectiogeburt (Kaiserschnitt) in der Gebärklinik des Spitals 
D.________ zur Welt. Mit Leistungsabrechnung vom 19. Juni 2015 teilte die 
C.________ AG A.________ mit, dass das Spital D.________ für die Behand-
lung von B.________ im Spital D.________ im Zeitraum vom 4. bis 10. April 
2015 Fr. 4'754.70 und für Leistungen des Röntgeninstituts D.________ vom 4. 
Mai 2015 Fr. 187.15 in Rechnung gestellt habe. A.________ bezahlte in der Fol-
ge den Selbstbehalt von Fr. 350.-- nicht, mit der Begründung, es sei bei der Leis-
tungsabrechnung falsch codiert worden. Gegen die nachfolgende Betreibung der 
C.________ AG erhob A.________ Rechtsvorschlag, der von der C.________ 
AG mit Verfügung vom 11. August 2016 aufgehoben wurde. Die von A.________ 
hiergegen erhobene Einsprache wurde von der C.________ AG mit Entscheid 
vom 15. November 2018 abgewiesen, der Rechtsvorschlag wurde aufgehoben 
und die Rechtsöffnung wurde erteilt. Das Verwaltungsgericht bestätigte diesen 
Einspracheentscheid mit VGE I 2016 136 vom 13. Februar 2017.

Die von A.________ gegen den VGE I 2016 136 erhobene Beschwerde wurde 
vom Bundesgericht mit Urteil 9C_220/2017 vom 9. April 2018 teilweise gutge-
heissen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts wurde aufgehoben "und die Sa-
che zu neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen an dieses zurückgewie-
sen". 

In Erw. 3.3 legt das Bundesgericht folgendes Vorgehen fest:

Die Vorinstanz [d.h. das Verwaltungsgericht] wird beim Bundesamt für Statistik ei-
ne Auskunft zur Kodierungsregel S1610c einholen und danach den auf die CPAP-
Behandlung des Versicherten (mit O2-Bedarf bis 30 % während ca. zehn Minuten 
nach der Geburt) anwendbaren Tarif bestimmen. Allenfalls wird sie nach Beiladung 
des Spitals D.________ einen Einzelleistungstarif festzusetzen haben (vgl. BGE 
131 V 133 E. 12.3 und E. 13 S. 145 f.). Danach wird die Beschwerdegegnerin den 
vom Vater zu bezahlenden Selbstbehalt neu festzusetzen haben.

B. Mit Schreiben vom 23. April 2018 ersuchte das Verwaltungsgericht die 
C.________ AG und das Spital D.________ um Zustellung sämtlicher für die Ko-
dierung erforderlichen Unterlagen in anonymisierter Form; dies aufgrund Ziff. 1.5 
des Rundschreiben des Bundesamtes für Statistik (BFS), Abteilung Gesundheit 
und Soziales, für Kodiererinnen und Kodierer 2018/Nr. 1 vom Dezember 2017, 
wonach nur Kodierungsanfragen behandelt werden, welche in der Beilage alle 
notwendigen klinischen Unterlagen zur Fallbeurteilung in anonymisierter Form 

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(Austrittsbericht, Operationsbericht, Kodierung) enthalten. Das Spital 
D.________ wurde ins Verfahren beigeladen.

In der Folge reichte die C.________ AG die (anonymisierten) Unterlagen ein, 
welche A.________ zur Akteneinsicht erhielt. Dieser reichte dem Verwaltungsge-
richt mit Schreiben vom 18. Mai 2018 ebenfalls anonymisierte Unterlagen (Bf-act. 
1-14) ein mit dem Antrag, diese dem Bundesamt für Gesundheit (recte: Bundes-
amt für Statistik), Abteilung Gesundheit und Soziales, zu unterbreiten. 

C. Am 22. Mai 2018 stellte das Verwaltungsgericht dem BFS, Abteilung Ge-
sundheit und Soziales, die anonymisierten Akten der C.________ AG und von 
A.________ (je gemäss Urkundenverzeichnis) sowie ein Exemplar des VGE I 
2016 136 vom 13. Februar 2017 zu, mit dem Ersuchen um die vom Bundesge-
richt verlangte Auskunft zur Kodierungsregel S1610c (vgl. Ingress lit. A). 

D. Am 21. Juni 2018 reichte das BFS seine Auskunft ein, welche das Verwal-
tungsgericht den Verfahrensparteien mit der Möglichkeit zur Stellungnahme un-
terbreitete. Mit Stellungnahme vom 11. Juli 2018 hält die C.________ AG an ih-
ren bisherigen Anträgen und Ausführungen fest. A.________ stellt mit Stellung-
nahme vom 14. Juli 2018 die folgenden Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung der C.________ AG vom 11.08.2016 (Zahlungsausstand) sei 
vollumfänglich aufzuheben. 

2. Die C.________ AG soll mit dem Spital D.________ einen Kostenvergleich 
aushandeln, der dem tatsächlichen Aufwand der speziell für das Kind 
B.________ erbrachten Leistungen vom 4.4.2018 im Geburtsaal des Spitals 
D.________ entspricht. 

E. Am 8. August 2018 reicht das Spital D.________ eine kurze Stellungnahme 
ein. A.________ reicht am 30. August 2018 eine weitere Stellungnahme ein. Mit 
Schreiben vom 31. August 2018 setzt der vorsitzende Richter den Verfahrens-
parteien eine Frist bis 10. September 2018 für allfällige Schlussbemerkungen

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Im vorliegenden Verfahren geht es darum, den auf die CPAP-Behandlung 
des Sohnes des Beschwerdeführers (mit O2-Bedarf bis 30% während ca. zehn 
Minuten nach der Geburt) anwendbaren Tarif zu bestimmen. Von der Bestim-
mung des anwendbaren Tarifs hängt ab, ob in der Betreibung Nr. ________ des 
Betreibungsamtes ________ über den Betrag von CHF 350.00 (zzgl. Mahnspe-
sen von CHF 60.00) der Rechtsvorschlag des Beschwerdeführers vom 29. Juni 
2016 zu bestätigen oder der Vorinstanz die Rechtsöffnung zu erteilen ist. 

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1.2 Welche Bestimmungen zu fälligen Prämien oder Kostenbeteiligungen und 
dem Betreibungsverfahren (bzw. Rechtsöffnungsverfahren) zur Anwendung ge-
langen, wurde bereits im VGE I 2016 136 vom 13. Februar 2017 (ab Erw. 1.1) 
dargelegt. Es wird darauf verwiesen. Ebenfalls dargelegt wurde der massgebli-
che Sachverhalt im Zusammenhang mit der Geburt des Sohnes des Beschwer-
deführers im Spital und der danach stattgefundenen CPAP-Behandlung sowie 
der anschliessende Schriftenwechsel zwischen dem Beschwerdeführer und der 
Vorinstanz bis und mit Abschluss des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens I 2016 
136, worauf ebenfalls verwiesen wird (Erw. 2.1 ff.). 

1.3.1  Der Übersicht halber wird an dieser Stelle die Kodierungsregel S1610c 
(Asphyxie unter der Geburt), wie sie im Zeitpunkt der Geburt des Sohnes des 
Beschwerdeführers am 4. April 2015 gemäss dem damals geltenden Medizini-
schen Kodierungshandbuch des Bundesamts für Statistik in der Version 2015, 
festgelegt war, wiedergegeben (so bereits in VGE I 2016 136 vom 13.2.2017 
Erw. 4.1): 

Die Kategorie P21.- Asphyxie unter der Geburt ist zu verwenden, wenn:
- die Diagnose vom Arzt gestellt ist

und
- alle Hinweise und Kriterien der IDC-10-GM erfüllt sind.

1.3.2  Im Jahr 2015 regelte die von der Weltgesundheitsorganisation WHO her-
ausgegebene internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und ver-
wandter Gesundheitsprobleme (ICD, englisch International Statistical Classifica-
tion of Diseases and Related Health Problems, 10. Revision, German Modifica-
tion, in der Schweiz im Jahr 2015 die Version 2014, https://www.bfs.admin.ch/ 
bfs/de/home/statistiken/gesundheit/nomenklaturen/medkk/instrumente-medizini-
sche-kodierung.html) in der Kategorie P21.- Asphyxie unter der Geburt folgen-
des: 

P21.- Asphyxie unter der Geburt

Hinw.: Diese Kategorie ist nicht zu benutzen bei niedrigem Apgarwert ohne 
Hinweis auf Asphyxie oder sonstige Atmungsprobleme

Exkl.: Intrauterine Hypoxie oder Asphyxie (P20.-)

P21.0 schwere Asphyxie unter der Geburt

[…]

P21.1 leichte oder mässige Asphyxie unter der Geburt

Nichteinsetzen der normalen Atmung innerhalb einer Minute, Herzfrequenz 
100 oder mehr, geringer Muskeltonus, geringe Reaktion auf Reize.

Asphyxia livida [Blaue Asphyxie]

Asphyxie mit Apgar-Wert 1 Minute postnatal: 4-7

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P21.9 Asphyxie unter der Geburt, nicht näher bezeichnet

Anoxie
Asphyxie o.n.A. [ohne näheren Angaben]
Hypoxie

1.3.3  In der Kategorie P22.- Atemnot (Respiratory distress) beim Neugeborenen 
wird folgendes geregelt (gemäss ICD-10, Version 2014): 

P22.0 Atemnotsyndrom [Respiratory distress syndrome] des Neugeborenen

Exkl.: Respiratorisches Versagen beim Neugeborenen (P28.5)

P22.0 Atemnotsyndrom [Respiratory distress syndrome] des Neugeborenen

Inkl.: Hyaline Membranenkrankheit

[P.22.1 Transitorische Tachypnoe beim Neugeborenen]

P22.8 Sonstige Atemnot [Respiratory distress] beim Neugeborenen

2.1 Nachdem das Verwaltungsgericht dem BFS die anonymisierten Unterlagen 
der Vorinstanz und des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der Kodie-
rungsregel S1610c zugestellt hatte und um Auskunft entsprechend den Vorga-
ben des Bundesgerichts ersucht hatte, teilte das BFS mit Schreiben vom 21. Juni 
2018 unter anderem was folgt mit:

Die Diagnosestellung liegt in der Verantwortung des behandelnden Arztes. Die Ko-
dierer dürfen bei der Kodierung keine Diagnosen stellen. Die Diagnose, die durch 
den Arzt gestellt wird, darf möglicherweise von der kodierten Diagnose abweichen. 
Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kodierrichtlinien vor weiteren Kodierhin-
weisen Vorrang haben. Würde zum Beispiel ein Arzt die Diagnose leichte Asphyxie 
stellen, dürfte der Code P21.1 nur dann kodiert werden, wenn alle Kriterien unter 
P21.1 erfüllt sind und der Hinweis und das Exklusivum der Kategorie P21.- zutref-
fen. Sollte es nicht der Fall sein, müsste eine nicht näher bezeichnete Asphyxie 
(Code P21.9) kodiert werden, unter der Bedingung, dass die Asphyxie ärztlich dia-
gnostiziert ist. 

Wird vom Arzt keine Asphyxie, sondern eine Adaptationsstörung diagnostiziert, 
müsste der Code P22.8 Sonstige Atemnot [Respiratory distress] beim Neugebore-
nen kodiert werden, was im vorliegenden Fall gemäss den uns zur Verfügung ste-
henden Unterlagen, welche vom Gericht beigefügt wurden, auch zutrifft. 

Im Jahr 2015 und mit der damaligen Version des Swiss DRG Groupers wurden die 
Codes P21.1 und P21.9 sowie der Code P22.8 in der selben DRG (Diagnosis Re-
lated Group) des Tarifsystems SwissDRG gruppiert, weshalb diese Codes im Jahr 
2015 auch das gleiche Kostengewicht hatten. Die Tarifstruktur Swiss DRG ist je-
doch ein lernendes System und die damit verbundene Datenanalyse, welche für 
die Pflege und Weiterentwicklung eines solchen Systems essentiell ist, zeigte, 
dass eine gewisse Anzahl an Neugeborenen, die trotz minimalen transienten An-
passungsstörungen bei der Geburt als gesund zu betrachten sind, unglücklicher-
weise in diese DRG fielen. Daraufhin wurden bereits im Folgejahr Massnahmen mit 
Anpassungen im Grouper und in den Kodierregeln ergriffen, um diese gesunden 
Neugeborenen mit irrelevanten Adaptationsstörungen in ein DRG für gesunde Kin-
der zu gruppieren. 

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Abschliessend hielt das BFS fest, dass der gleiche Fall von einem Jahr zum an-
dern möglicherweise anders kodiert werde, weil die Kodierrichtlinien in einer sich 
wandelnden Tarifstruktur jährlich neu bearbeitet und weiter entwickelt werden. 
Die Kodierrichtlinien würden ständig aktualisiert; eine aktualisierte Version dürfe 
nicht rückwirkend zur Anwendung gelangen. 

2.2 Gemäss Stellungnahme der Vorinstanz vom 11. Juli 2018 führe das BFS 
aus, dass P21.0 und 21.1 nur dann kodiert werden dürfen, wenn der Arzt die 
Diagnose gestellt habe und alle im ICD-10 Handbuch aufgeführten Kriterien zu 
diesen Codes erfüllt seien. Auch bestätige das BFS, dass P21.9 dann kodiert 
werden dürfe, wenn der Arzt die Diagnose Asphyxie gestellt habe und die Kriteri-
en zu P21.0 und P21.1 nicht alle erfüllt seien. 

Das Spital habe P21.1 gewählt, was nicht korrekt sei, da die Kriterien für die Ko-
dierung der P21.1 nicht alle erfüllt gewesen seien. Die Vorinstanz habe P21.9 
gewählt, da die Ärztin in ihrer Stellungnahme vom 9. Dezember 2015 von einer 
leichten Asphyxie spreche. 

Das BFS hätte den Fall mit P22.8 (sonstige Atemnot beim Neugeborenen) ko-
diert, dies vermutlich aufgrund des Verlaufseintrages der Pädiaterin vom 6. April 
2015, in dem eine initial "primäre Adaptationsstörung" welche mit CPAP behan-
delt worden sei, aufgeführt werde. Dies sei auch korrekt, wenn man die Stellung-
nahme der Ärztin nicht als Diagnosestellung ansehe. 

Da der Fall im Jahr 2015 unabhängig davon, ob dieser mit dem ICD-10-Code 
P21.1, P21.9 oder P22.8 kodiert worden wäre, immer den DRG P66C zum Er-
gebnis habe, sei der vom Spital gestellte, nicht korrekte Code P21.1 durch die 
Vorinstanz nicht beanstandet worden. Dies, weil das Ergebnis des abgerechne-
ten DRG P66C des Spitals korrekt gewesen sei.

2.3 Der Beschwerdeführer macht in seiner Eingabe vom 14. Juli 2018 zusam-
mengefasst geltend, im vorliegenden Fall bestehe eine überaus grosse Diskre-
panz zwischen Leistungserbringung und Leistungsabgeltung, die nicht einfach 
damit abgetan werden dürfe, dass die Fallpauschalen-Tarifstruktur SwissDRG 
ein "lernendes System" sei und sakrosankt anzuwenden sei. Der rund 80-fache 
Betrag, welcher der Versicherer dem Spital D.________ für die erbrachte Leis-
tung vergütet habe, könne und dürfe nicht mit der Fallpauschalen-Regelung ab-
getan werden. Dieser Betrag sei hochgradiger Wucher. Des Weitern macht der 
Beschwerdeführer geltend, dass das Bundesgericht in seinem Urteil vom 9. April 
2018 ausgeführt habe, dass nach Einholung der Auskunft beim BFS und nach 
Beiladung des Spitals D.________ ein Einzelleistungstarif festzusetzen sei, was 

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bei der vorliegenden Diskrepanz zwischen Leistungserbringung und Leistungs-
abgeltung unabdingbar sei. 

An diesen Ausführungen hält der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 
30. August 2018 fest. 

3.1 Das Bundesgericht hat im Urteil 9C_220/2017 vom 9. April 2018 Erw. 2 
festgehalten, dass die hier fragliche Leistung (CPAP-Behandlung [mit O2-Bedarf 
bis zu 30%] während ca. 10 Minuten nach der Geburt) der Diagnose ICD-10 
P21.9 zugeordnet werden kann. Des Weiteren hielt das Bundesgericht fest, dass 
ICD-10 P21.9 "Asphyxie unter der Geburt, nicht näher bezeichnet" zwar als Auf-
fangtatbestand aufgefasst werden könne, jedoch nur innerhalb dieses Klassifika-
tionssystems (Kategorie P21.-). Die dazu gehörige übergeordnete Kodierungsre-
gel S1610c verweise nun aber nicht integral darauf, sondern verlange neben ei-
ner fachärztlich diagnostizierten "Asphyxie unter der Geburt" als zweite Bedin-
gung, dass "alle Hinweise und Kriterien der ICD-10-GM erfüllt" seien. Der Zusatz 
"ohne nähere Angaben", welcher die unter ICD-10 P21.9 genannten "Anoxie", 
"Asphyxie" und "Hypoxie" kennzeichne, könne indessen auch bei einem weiten 
Begriffsverständnis weder als Hinweis noch als Kriterium in diesem Sinne ver-
standen werden. 

Des Weiteren hielt das Bundesgericht in besagtem Urteil fest, dass die Diagnose 
einer "Asphyxie unter der Geburt, nicht näher bezeichnet" nach ICD-10 P21.9 
bzw. einer "Asphyxie, ohne nähere Angaben" eine unbekannte aber breite Palet-
te von Manifestationen dieser Adaptationsstörung erfasse. Daraus sei auf einen 
entsprechenden ganz unterschiedlichen Behandlungsaufwand zu schliessen, 
was unter dem Kostenaspekt gegen die integrale Zuordnung zur selben Fall-
gruppe der schweren und leichten oder mässigen Asphyxie unter der Geburt 
nach ICD-10 P21.0 und ICD-10 P21.1 spreche. 

3.2 Das BFS kommt in seinem Schreiben vom 21. Juni 2018 bezüglich Aus-
kunft zur Kodierungsregel S1610c zusammengefasst zum Ergebnis, dass im Fal-
le des neugeborenen Kindes des Beschwerdeführers korrekterweise der Code 
P22.8 Sonstige Atemnot [Respiratory distress] beim Neugeborenen hätte kodiert 
werden müssen. Im Jahr 2015 seien in der damaligen Version des SwissDRG 
Groupers jedoch sowohl die Codes P21.1 und P21.9 als auch der Code P22.8 in 
der gleichen DRG gruppiert gewesen, weshalb alle diese Codes damals das 
gleiche Kostengewicht gehabt hätten. Unglücklicherweise sei eine gewisse An-
zahl an Neugeborenen, die trotz minimalen transienten Anpassungsstörungen 
bei der Geburt als gesund zu betrachten seien, in diese DRG gefallen. Bereits im 
Folgejahr seien Anpassungen im Grouper und in den Kodierungsregeln erfolgt, 

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um diese Neugeborenen mit irrelevanten Adaptionsstörungen in eine DRG für 
gesunde Kinder zu gruppieren. Die Vorinstanz bestätigt in ihrer Stellungnahme 
vom 11. Juli 2018, dass sie seit dem 1. Januar 2016 eine entsprechende Rege-
lanpassung vorgenommen hat. 

4.1 Das BFS gelangt in Bezug auf den vorliegenden Fall zum Ergebnis, dass 
im Jahr 2015 sowohl die Codes P21.1 und P21.9 als auch der Code P22.8 in der 
gleichen DRG gruppiert waren und alle diese Codes damals das gleiche Kosten-
gewicht hatten. Damit werden die bisherigen Beurteilungen der Vorinstanz und 
des Verwaltungsgerichts bestätigt. Mit anderen Worten ist auch das BFS der Auf-
fassung, dass im vorliegenden Fall die Kodierungsregel S1610c anwendbar ist, 
was im Ergebnis zur vorinstanzlichen Endkodierung (DRG P66C) führt und wes-
halb in betraglicher Hinsicht die Leistungsabrechnung vom 19. Juni 2015 weiter-
hin korrekt ist (vgl. Ingress lit. A).

4.2 Für das Verwaltungsgericht besteht keine Veranlassung, von dieser Zuord-
nung abzuweichen und stattdessen einen Einzelleistungstarif für die stattgefun-
dene CPAP-Behandlung festzulegen. Die Diagnose ICD-10 P21.9 − verstanden 
im Sinne eines Auffangtatbestandes − beinhaltet zwar eine Vielzahl von Manifes-
tationen dieser Adaptationsstörungen, mit je eigenem Behandlungsaufwand. Im 
vorliegenden Fall fand eine ca. 10-minütige respiratorische Unterstützung mit ei-
nem CPAP-Beatmungsgerät statt. Diese Massnahme ist in der Version 2016 des 
Medizinischen Kodierungshandbuchs des BFS [S. 143, Kodierungsregel S1610c 
neu unter S1610e] bei P21.0 Schwere Asphyxie unter der Geburt als Kriterium 
aufgeführt (Respiratorische Unterstützung notwendig mindestens bis zum post-
natalen Alter von 10 Minuten [intermittierende Positivdruckbeatmung per Maske 
oder Endotrachealtubus]). Mithin wurde für das Kind des Beschwerdeführers eine 
stationäre Massnahme erbracht, wie sie in Fällen schwerer Asphyxie unter der 
Geburt ebenfalls regelmässig zur Anwendung kommt. Eine Verlegung des Neu-
geborenen auf eine neonatologische Abteilung war im vorliegenden Fall nicht 
notwendig, jedoch bestand gemäss dem Kurzbericht der Pädiaterin vom 9. De-
zember 2015 aufgrund der Adaptationsprobleme (des Neugeborenen) und der 
Strepto-B-Positivität der Mutter die Notwendigkeit einer intensiveren Überwa-
chung. Insgesamt wurden damit im Spital Leistungen erbracht, die über dem üb-
lichen Behandlungsaufwand für eine leichte Asphyxie unter Geburt, respektive 
über dem Behandlungsaufwand für eine Asphyxie ohne näheren Angaben (ICD-
10 P21.9 [Version 2014 vgl. vorn Erw. 1.3.2) lagen. Bei dieser Sachlage kann für 
den vorliegenden Fall nicht gesagt werden, der stationär geleistete Aufwand ste-
he in einem derartigen Missverhältnis zur vorgenommenen Zuordnung in die 
DRG P66C, dass der Grundsatz einer qualitativ hoch stehende und zweckmässi-

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ge gesundheitliche Versorgung zu möglichst günstigen Kosten gemäss Art. 43 
Abs. 6 KVG nicht mehr eingehalten sei. Dass im Zuge des 2012 vorgenomme-
nen Systemwechsels der neuen Spitalfinanzierung eine Vergütung (leistungsbe-
zogene Pauschale) je Fallgruppe vorgenommen wird und im Einzelfall dem Spital 
tiefere Kosten entstehen, als durch die Fallpauschale abgegolten wird, wurde be-
reits in VGE I 2016 136 vom 13. Februar 2017 Erw. 6 ausgeführt. Auch vor die-
sem Hintergrund ist es angezeigt, die nach der Geburt des Sohnes erbrachten 
Spitalleistungen weiterhin nach der Kodierungsregel S1610c zu kodieren.

5. Dem Gesagten nach bleibt es dabei, dass die Leistungsabrechnung der 
Vorinstanz vom 19. Juni 2015 zu Recht erfolgt ist. Dementsprechend ist die Be-
schwerde abzuweisen. In Bezug auf das durchgeführte Mahnverfahren bzw. die 
Mahnspesen wurde vom Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren (weiter-
hin) nichts vorgebracht, weswegen es diesbezüglich mit einem Verweis auf VGE 
I 2016 136 vom 13. Februar 2017 Erw. 7.1 f. sein Bewenden haben kann. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Aufhebung des Rechtsvorschlages 
und die Erteilung der Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. ________ über 
den Betrag von Fr. 350.-- (zuzüglich Mahnspesen von Fr. 60.--) des Betrei-
bungsamtes ________ durch die Vorinstanz wird bestätigt. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- die Beigeladene (R)
- das Betreibungsamt ________ (A/ nur Dispositiv)
- und das Bundesamt für Gesundheit, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 11. September 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 21. September 2018