# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e9f5dd7-0f8a-543d-9bb7-4dcdd17802e0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.12.2011 PS110220
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS110220_2011-12-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 

 

Geschäfts-Nr.: PS110220-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. K. Graf. 

Urteil vom 22. Dezember 2011 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

B._____ AG,  

Beschwerdegegnerin, 

 
betreffend Verwertung usw. 

(Beschwerde über das Betreibungsamt C._____) 
 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Meilen vom 1. Novem-
ber 2011 (CB110021) 

- 2 - 

Erwägungen: 
 

1. Sachverhalt / Prozessgeschichte 

1.1. Am 3. August 2011 wurde dem Beschwerdeführer der Zahlungsbefehl vom 

27. Juni 2011 (Betreibung Nr. …) für die Betreibung auf Verwertung eines Faust-

pfandes, nämlich des Fahrzeuges Jaguar XJ8, ZH …, Fg. Nr. …, zugestellt 

(act. 4/2). Im Zusammenhang mit anderen Betreibungsverfahren (Nrn. …, … und 

…) pfändete das Betreibungsamt C._____ diesen Jaguar am 8. August 2011 auf-

grund eines Pfändungsauftrages des Betreibungsamtes D._____ in den Ge-

schäftsräumen der Beschwerdegegnerin im Beisein des Beschwerdeführers und 

seines damaligen Vertreters (act. 2 S. 3, act. 8/7-8). Am 13. September 2011 

wurde dem Beschwerdeführer die Mitteilung des Verwertungsbegehrens vom 

7. September 2011 zugestellt (act. 2 S. 2, act. 4/1). Gegen diese Mitteilung mach-

te der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. September 2011 beim Bezirksge-

richt Meilen als untere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und 

Konkurssachen eine Beschwerde anhängig (act. 2).  

1.2. Am 28. September 2011 wurde dem Beschwerdeführer die Steigerungsan-

zeige für bewegliche Sachen, Forderungen und Rechte vom 23. September 2011 

zugestellt (act. 8/5, act. 14/1 S. 2), wogegen dieser mit Eingabe vom 29. Septem-

ber 2011 ebenfalls Beschwerde beim Bezirksgericht Meilen erhob (act. 14/1). 

1.3. Für beide Beschwerden wurde je ein separates Verfahren angelegt. Mit Prä-

sidialverfügungen vom 27. September 2011 (act. 5) und vom 4. Oktober 2011 

(act. 14/7) wurde einerseits dem Betreibungsamt C._____ Frist zur Vernehmlas-

sung und Einreichung der Akten und andererseits der Beschwerdegegnerin Frist 

zur schriftlichen Beantwortung angesetzt. Überdies wurde den Beschwerden mit 

obgenannten Präsidialverfügungen die aufschiebende Wirkung erteilt und das Be-

treibungsamt C._____ wurde angewiesen, einstweilen keine Verwertung vorzu-

nehmen. Das Betreibungsamt C._____ liess sich mit Eingaben vom 3. Oktober 

2011 (act. 7) bzw. vom 7. Oktober 2011 (act. 14/9) innert Frist vernehmen, wäh-

rend die Beschwerdeantworten der Beschwerdegegnerin für beide Verfahren 

ausblieben. 

- 3 - 

1.4. Mit Zirkulationsbeschluss vom 1. November 2011 wurden die beiden Be-

schwerdeverfahren vereinigt und die Beschwerde wurde abgewiesen (act. 11 = 

act. 16). Dagegen erhob der Beschwerdeführer bei der II. Zivilkammer des Ober-

gerichts des Kantons Zürich als obere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbe-

treibungs- und Konkurssachen mit Eingabe vom 21. November 2011 (Datum 

Poststempel) innert Frist Beschwerde und beantragte Folgendes (act. 17): 

 " 1. Der Zirkulationsbeschluss vom 01. November 2011 der unteren kantonalen Aufsichtsbe-
hörde über die Betreibungsämter mit Geschäfts-Nr.: CB110021 sei aufzuheben, eventu-
aliter sei er an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

  2. Die Verfügung des Betreibungsamtes C._____ vom 23. September 2011 ("Steigerungs-
anzeige für bewegliche Sachen, Forderungen und Rechte" in der Betreibung Nr. …) sei 
aufzuheben. 

  3.  Die Verwertung des PKW Jaguar XJ8 Executive 4.2, Fahrgestellnummer … sei zu un-
tersagen. 

  4. Der Gläubiger sei in puncto Pfändbarkeit und Retentionsrecht auf den Wege der Fest-
stellungsklage zu verweisen. 

  5. Dieser Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen." 

1.5. Mit Verfügung vom 22. November 2011 wurde der Beschwerde einstweilen 

aufschiebende Wirkung erteilt (act. 20). 

1.6. Von der Einholung einer Beschwerdeantwort und einer Vernehmlassung der 

Vorinstanz ist abzusehen (§§ 322 und 324 ZPO). Die Sache ist spruchreif. 

2. Prozessuales 

2.1. Die Regelung des Beschwerdeverfahrens vor den kantonalen Aufsichtsbe-

hörden obliegt den Kantonen, unter Vorbehalt der bundesrechtlichen Minimalvor-

schriften von Art. 20a Abs. 2 SchKG und der verfassungsrechtlichen Vorgaben. 

Die Kantone sind frei, in welcher Form sie das Verfahren regeln (BSK SchKG I-

Cometta/Möckli, Art. 20a N 38). Soweit Art. 20a SchKG keine Bestimmungen ent-

hält, regeln die Kantone das Verfahren (Art. 20a Abs. 3 SchKG). Der Kanton Zü-

rich bestimmt im EG SchKG die zuständigen Behörden und bezeichnet das an-

wendbare Verfahren (§ 17 Abs. 1 und 2 EG SchKG). Die Bezirksgerichte und das 

Obergericht üben ihre Aufsicht nach Massgabe des SchKG und der §§ 80 f. GOG 

aus (§ 18 EG SchKG). Die Kantone sind nach Art. 13 SchKG frei, ob sie eine oder 

- 4 - 

zwei kantonale Aufsichtsbehörden einsetzen. Bei einem zweistufigen kantonalen 

Instanzenzug ist insbesondere zu regeln, ob und inwieweit vor oberer Aufsichts-

behörde Noven zulässig sind (Cometta/Möckli, a.a.O., Art. 20a N 40). Die Frage, 

inwiefern im kantonalen Beschwerdeverfahren Noven zulässig sind, entscheidet 

sich grundsätzlich nach kantonalem Verfahrensrecht (vgl. Bundesgerichtsent-

scheid vom 27. Januar 2006, 7B.205/2005, Erw. 1.2). Es ist den Kantonen somit 

freigestellt, vor oberer kantonaler Instanz jegliches Novenrecht auszuschliessen, 

weil damit immer noch der gleiche Rechtsschutz gewährt wird wie in jenen Kanto-

nen, die nur eine einzige Beschwerdeinstanz vorsehen. Im Kanton Zürich wird in 

§ 84 GOG auf Art. 319 ff. ZPO (Beschwerde) verwiesen. Nach Art. 326 ZPO sind 

demnach im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren Noven nicht zulässig (vgl. 

OGer ZH PS110019 vom 21. Februar 2011). Soweit der Beschwerdeführer Neues 

vorbringt, ist dies demnach nicht zu berücksichtigen. 

2.2. Der Beschwerdeführer reichte seine erste Beschwerde beim Bezirksgericht 

Meilen vorab per Fax ein und verwies bezüglich Fristwahrung auf den Entscheid 

des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 25. Oktober 2010 (AA100008; 

act. 2 S. 2). Das Kassationsgericht führte in diesem Entscheid indes aus, es sei 

an der bisherigen Praxis festzuhalten, wonach Fax-Eingaben auch vor kantonalen 

Gerichten unzulässig seien. An dieser Rechtsprechung wird – auch nach neuer 

Schweizerischer Zivilprozessordnung – weiterhin festgehalten. Fax-Eingaben ge-

nügen der schriftlichen Form nicht (vgl. OGer ZH, PS110208 vom 29. November 

2011; BGer 1B_537/2011 vom 16. Nov.2011 Erw. 3). Die vom Beschwerdeführer 

vorab am 23. September 2011 per Fax eingereichte Beschwerde ging beim Be-

zirksgericht Meilen erst am 26. September 2011 ein (Briefkasten). Da jedoch die 

Frage im Raum steht, ob sich die angefochtenen Verfügungen auf einen nicht 

rechtskräftigen Zahlungsbefehl stützen und damit nichtig sein könnten, ist nicht 

weiter zu untersuchen, ob die zehntägige Frist eingehalten worden ist, da die 

Nichtigkeit jederzeit von Amtes wegen festzustellen ist. 

3. Materielles 

3.1. Die untere kantonale Aufsichtsbehörde hielt fest, es sei unbestritten, dass es 

am 8. August 2011, um 14.00 Uhr, im Rahmen der Betreibungen Nrn. …, … und 

- 5 - 

…, zur Pfändung des Jaguars des Beschwerdeführers durch das Betreibungsamt 

C._____ gekommen sei. Der Beschwerdeführer mache geltend, dass sein Vertre-

ter bei dieser Gelegenheit indirekt Rechtsvorschlag gegen den Zahlungsbefehl 

vom 27. Juni 2011 in der Betreibung Nr. … erhoben habe, indem dieser gegen-

über der Betreibungsbeamtin erklärt habe, dass es sich beim zu pfändenden Ja-

guar um ein unpfändbares Kompetenzstück handle und der Beschwerdegegnerin 

am Jaguar kein Pfandrecht zustünde. Das Betreibungsamt habe hingegen erklärt, 

in der Faustpfandbetreibung Nr. … sei kein Rechtsvorschlag erhoben worden. 

Hingegen habe es bestätigt, dass anlässlich der Pfändung vom 8. August 2011 

die Kompetenzqualität des Jaguars und Drittansprüche des Vertreters des Be-

schwerdeführers geltend gemacht worden seien. Dieser Drittanspruch und die 

Geltendmachung der Kompetenzqualität seien auch im Pfändungsprotokoll der 

Betreibungen Nrn. …, … und … vorgemerkt worden. Es gelte zu untersuchen, ob 

der Beschwerdeführer tatsächlich das Pfandrecht der Beschwerdegegnerin be-

stritten habe und ob seine Erklärung rechtlich als Rechtsvorschlag in der Betrei-

bung Nr. … zu behandeln sei (act. 16 S. 7 f.).  

 Es sei dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass der Einwand der Un-

pfändbarkeit sowie die Bestreitung des Pfandrechts bei Betreibungen auf Pfand-

verwertung nur durch Erhebung des Rechtsvorschlages und nicht mit der betrei-

bungsrechtlichen Beschwerde vorgebracht werden können. Es dürfe vorliegend 

jedoch der Kontext, in welchem die fragliche Äusserungen gefallen seien, nicht 

ausser Acht gelassen werden. Dies sei während einer Pfändung im Rahmen der 

Betreibungen Nrn. …, … und … geschehen, weshalb sich die Frage aufdränge, 

ob die Betreibungsbeamtin die Einwände mit der Betreibung Nr. … habe in Ver-

bindung bringen und folglich als Rechtsvorschlag gegen den entsprechenden 

Zahlungsbefehl verstehen müssen. Weder aus den handschriftlichen Notizen der 

Vollzugsbeamtin noch aus der gleichentags erfolgten Eingabe des Beschwerde-

führers, in welcher seine Einwendungen nochmals zusammengefasst worden sei-

en, lasse sich ein Bezug auf die Betreibung Nr. … feststellen. Es befände sich in 

keinem der vorliegenden Dokumente der Hinweis, dass ein Bezug zum Zahlungs-

befehl vom 27. Juni 2011 hergestellt werde. Es sei deshalb naheliegend, dass die 

Betreibungsbeamtin die Äusserungen des Beschwerdeführers anlässlich der Voll-

- 6 - 

zugshandlung vom 8. August 2011 ausschliesslich den Betreibungen Nrn. …, … 

und … zugeordnet habe. Wie dem Pfändungsprotokoll dieser Betreibungen zu 

entnehmen sei, seien die Einwände des Beschwerdeführers zur Kenntnis ge-

nommen und protokolliert worden. Dieses Pfändungsprotokoll sei auch vom Be-

schwerdeführer unterzeichnet worden. Die Behauptung des Beschwerdeführers, 

dass der Einwand der Kompetenzqualität und des zu Unrecht bestehenden 

Pfandrechts in Bezug auf den Zahlungsbefehl vom 27. Juni 2011 protokolliert 

worden sei, stehe im Widerspruch zum unterzeichneten Pfändungsprotokoll. Da-

rin sei der Einwand der Kompetenzqualität vermerkt, nicht aber, dass das Pfand-

recht der Beschwerdegegnerin explizit bestritten werde. Die Betreibungsbeamtin 

habe somit aufgrund der Äusserungen des Beschwerdeführers nicht darauf 

schliessen können oder müssen, dass mit diesen Erklärungen Rechtsvorschlag 

gegen den Zahlungsbefehl vom 27. Juni 2011 (Betreibung Nr. …) erhoben wor-

den sei (act. 16 S. 8 ff.). 

3.2. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, dass am 8. August 

2011 explizit das Pfandrecht des Beschwerdegegners am Jaguar des Beschwer-

deführers bestritten worden sei. Es sei gegenüber der Betreibungsbeamtin münd-

lich erklärt worden, dass es sich beim fraglichen Jaguar um ein unpfändbares 

Kompetenzstück handle und die Beschwerdegegnerin (oder Dritte) kein Pfand-

recht und insbesondere kein Retentionsrecht hätten. Über diese Einwände hätten 

sie sich anlässlich der Pfändung vom 8. August 2011 unterhalten. Sein Rechts-

vorschlag hätte demnach protokolliert werden müssen, was jedoch pflichtwidrig 

unterblieben sei. Die unbestritten geltend gemachte Kompetenzqualität und die 

Drittansprüche würden sich nicht auf eine bestimmte Betreibung, sondern als 

dingliche Rechte allein auf die Sache selber beziehen, weshalb das Betreibungs-

amt diese Einwendungen nicht nur auf bestimmte Verfahren beschränken könne. 

Weiter führt der Beschwerdeführer aus, der Rechtsvorschlag sei nicht gegen den 

Zahlungsbefehl, sondern explizit gegen das Pfandrecht des Beschwerdegegners 

erfolgt. Im Weiteren fasse die Eingabe vom 8. August 2011 von E._____ nicht 

seine Einwände zusammen. Diese hätte lediglich der Geltendmachung der dingli-

chen Rechte an den beweglichen Sachen im Inneren des Jaguars gedient. Die 

Erklärung, dass kein Pfandrecht und insbesondere kein Retentionsrecht bestün-

- 7 - 

de, habe sich nur auf die Betreibung Nr. … beziehen können, weshalb auch nicht 

von fehlender Konnexität gesprochen werden könne. Es sei deshalb abwegig und 

widersinnig, dass das Betreibungsamt den Rechtsvorschlag gegen das Pfand-

recht der Beschwerdeverfahren Nrn. …, … und … zugeordnet habe, obwohl die-

ser Einwand in diesen Verfahren gar nicht möglich sei. Die behauptete Divergenz 

zwischen Protokoll und der Aussagen des Vertreters des Beschwerdeführers läge 

in der pflichtwidrigen Unterlassung der Protokollierung des Rechtsvorschlages. 

Das Pfandrecht sei am 8. August 2011 und somit innerhalb der zehntägigen Frist 

bestritten worden. Der Beweis des rechtzeitig erhobenen Rechtsvorschlages kön-

ne durch seine Beweisaussagen und die seines Sohnes erbracht werden (act. 2 

S. 2 ff.). 

3.3. Wie die Vorinstanz richtig ausführte, stellt sich vorliegend einzig die Frage, 

ob der Beschwerdeführer das Pfandrecht der Beschwerdegegnerin tatsächlich 

bestritten hat und seine Einwände somit als Rechtsvorschlag in der Betreibung 

Nr. … zu behandeln sind. Denn auch der Einwand, dass der retinierte Gegen-

stand unpfändbar sei und daher nicht retiniert werden dürfe, ist mittels Rechtsvor-

schlag geltend zu machen (vgl. BGE 83 III 34). 

 Der Beschwerdeführer geht fehl, wenn er geltend macht, die im Zusammen-

hang mit anderen Betreibungsverfahren geäusserten Einwände bezüglich Kompe-

tenzqualität und Drittansprüche würden sich nicht auf dieselben Verfahren be-

schränken. Dass der Beschwerdeführer diese Einwendungen anlässlich der 

Pfändung seines Jaguars am 8. August 2011 im Rahmen der Betreibungen Nrn. 

…, … und … geltend machte, ist unbestritten. Daraus lässt sich jedoch nicht ab-

leiten, dass auch Rechtsvorschlag gegen den Zahlungsbefehl vom 27. Juni 2011 

in der Betreibung Nr. … erhoben worden ist. Wo immer in einer Erklärung eines 

Betriebenen der Wille erblickt werden kann, das Verfahren sei einzustellen und 

der Richter müsse die Sache entscheiden, ist von einem gültigen Rechtsvor-

schlag auszugehen (BSK SchKG I-Bessenich, Art. 74 N 21). Es sind demnach 

keine strengen Voraussetzungen an das Erheben des Rechtsvorschlages gestellt. 

Es muss jedoch deutlich erkennbar sein, auf welche Betreibung sich die Erklärung 

bezieht. Ist ein Vermögensstück – wie vorliegend der Jaguar des Beschwerdefüh-

- 8 - 

rers – Gegenstand verschiedener Betreibungsverfahren, so hat der Betriebene 

seine Einwände in jedem einzelnen Verfahren vorzubringen. 

 Der Beschwerdeführer führt einerseits aus, dass beide Einwände (Kompe-

tenzqualität und Bestreitung des Pfandrechts) schriftlich protokolliert worden seien 

(act. 2 S. 5), und andererseits, dass eine pflichtwidrige Unterlassung der Protokol-

lierung des Rechtsvorschlages vorliege (act. 17 S. 8). Die anlässlich der Voll-

zugshandlung erhobenen Einwände des Beschwerdeführers (Kompetenzqualität 

und Drittansprüche) sind von der Betreibungsbeamtin zur Kenntnis genommen 

und protokolliert worden. Dieses Pfändungsprotokoll wurde vom Beschwerdefüh-

rer selber unterzeichnet (act. 8/7). Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, es 

seien zwei Protokolle erstellt worden. Dass er bei Durchsicht des Protokolls vor 

der Unterzeichnung nicht hätte merken können, es sei die Bestreitung des Pfand-

rechts bzw. der Betreibung Nr. … unvermerkt geblieben, behauptet er sodann 

nicht. Und das wohl zu Recht. Jedenfalls ist nicht im Ansatz erkennbar, warum 

der Beschwerdeführer ein Protokoll unterzeichnet haben soll, das anderes fest-

hielt, als erklärt wurde. 

 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich – von den Behauptungen des 

Beschwerdeführers abgesehen – den vorliegenden Akten kein Hinweis entneh-

men lässt, wonach das Pfandrecht der Beschwerdegegnerin anlässlich der Voll-

zugshandlung vom 8. August 2011 im Rahmen der Betreibungen Nrn. …, … und 

… bestritten worden ist.  

 Der Beschwerdeführer hätte gegen den Zahlungsbefehl vom 27. Juni 2011 

in der Betreibung Nr. … Rechtsvorschlag erheben müssen, um das Pfandrecht 

der Beschwerdegegnerin zu bestreiten bzw. um den Einwand vorzubringen, der 

retinierte Jaguar sei unpfändbar und hätte daher nicht retiniert werden dürfen. Da-

für ist es nun zu spät. Hat es der Schuldner unterlassen, mit dem Rechtsvor-

schlag den Bestand des Pfandrechtes zu bestreiten, so kann er dies nicht durch 

eine Beschwerde im Sinne von Art. 17 ff. SchKG nachholen. Denn über den Be-

stand des Pfandrechtes – eine materiellrechtliche Frage – haben nicht das Betrei-

bungsamt und die Aufsichtsbehörde, sondern der Richter zu befinden (BGE 119 

III 100 Erw. 2a). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

- 9 - 

4. Kosten- und Entschädigungsfolge 

 Für das Verfahren vor der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbe-

treibungs- und Konkurssachen sind grundsätzlich keine Kosten zu erheben. Bei 

böswilliger oder mutwilliger Prozessführung können einer Partei oder ihrem Ver-

treter jedoch Bussen bis zu Fr. 1'500.– sowie Gebühren und Auslagen auferlegt 

werden (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG). Gemäss Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG sind 

keine Parteientschädigungen zuzusprechen. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und – unter Beilage der erstinstanzli-

chen Akten – an das Bezirksgericht Meilen sowie an das Betreibungsamt 

C._____, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

- 10 - 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Graf 

 
versandt am: 

	Urteil vom 22. Dezember 2011
	1. Sachverhalt / Prozessgeschichte
	1.1. Am 3. August 2011 wurde dem Beschwerdeführer der Zahlungsbefehl vom 27. Juni 2011 (Betreibung Nr. …) für die Betreibung auf Verwertung eines Faustpfandes, nämlich des Fahrzeuges Jaguar XJ8, ZH …, Fg. Nr. …, zugestellt (act. 4/2). Im Zusammenhang ...
	1.2. Am 28. September 2011 wurde dem Beschwerdeführer die Steigerungsanzeige für bewegliche Sachen, Forderungen und Rechte vom 23. September 2011 zugestellt (act. 8/5, act. 14/1 S. 2), wogegen dieser mit Eingabe vom 29. September 2011 ebenfalls Beschw...
	1.3. Für beide Beschwerden wurde je ein separates Verfahren angelegt. Mit Präsidialverfügungen vom 27. September 2011 (act. 5) und vom 4. Oktober 2011 (act. 14/7) wurde einerseits dem Betreibungsamt C._____ Frist zur Vernehmlassung und Einreichung der...
	1.4. Mit Zirkulationsbeschluss vom 1. November 2011 wurden die beiden Beschwerdeverfahren vereinigt und die Beschwerde wurde abgewiesen (act. 11 = act. 16). Dagegen erhob der Beschwerdeführer bei der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich...
	1.5. Mit Verfügung vom 22. November 2011 wurde der Beschwerde einstweilen aufschiebende Wirkung erteilt (act. 20).
	1.6. Von der Einholung einer Beschwerdeantwort und einer Vernehmlassung der Vorinstanz ist abzusehen (§§ 322 und 324 ZPO). Die Sache ist spruchreif.

	2. Prozessuales
	2.1. Die Regelung des Beschwerdeverfahrens vor den kantonalen Aufsichtsbehörden obliegt den Kantonen, unter Vorbehalt der bundesrechtlichen Minimalvorschriften von Art. 20a Abs. 2 SchKG und der verfassungsrechtlichen Vorgaben. Die Kantone sind frei, i...
	2.2. Der Beschwerdeführer reichte seine erste Beschwerde beim Bezirksgericht Meilen vorab per Fax ein und verwies bezüglich Fristwahrung auf den Entscheid des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 25. Oktober 2010 (AA100008; act. 2 S. 2). Das Kass...

	3. Materielles
	3.1. Die untere kantonale Aufsichtsbehörde hielt fest, es sei unbestritten, dass es am 8. August 2011, um 14.00 Uhr, im Rahmen der Betreibungen Nrn. …, … und …, zur Pfändung des Jaguars des Beschwerdeführers durch das Betreibungsamt C._____ gekommen s...
	Es sei dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass der Einwand der Unpfändbarkeit sowie die Bestreitung des Pfandrechts bei Betreibungen auf Pfandverwertung nur durch Erhebung des Rechtsvorschlages und nicht mit der betreibungsrechtlichen Beschwerde vo...
	3.2. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, dass am 8. August 2011 explizit das Pfandrecht des Beschwerdegegners am Jaguar des Beschwerdeführers bestritten worden sei. Es sei gegenüber der Betreibungsbeamtin mündlich erklärt worden, dass ...
	3.3. Wie die Vorinstanz richtig ausführte, stellt sich vorliegend einzig die Frage, ob der Beschwerdeführer das Pfandrecht der Beschwerdegegnerin tatsächlich bestritten hat und seine Einwände somit als Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. … zu behand...
	Der Beschwerdeführer geht fehl, wenn er geltend macht, die im Zusammenhang mit anderen Betreibungsverfahren geäusserten Einwände bezüglich Kompetenzqualität und Drittansprüche würden sich nicht auf dieselben Verfahren beschränken. Dass der Beschwerde...
	Der Beschwerdeführer führt einerseits aus, dass beide Einwände (Kompetenzqualität und Bestreitung des Pfandrechts) schriftlich protokolliert worden seien (act. 2 S. 5), und andererseits, dass eine pflichtwidrige Unterlassung der Protokollierung des R...
	Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich – von den Behauptungen des Beschwerdeführers abgesehen – den vorliegenden Akten kein Hinweis entnehmen lässt, wonach das Pfandrecht der Beschwerdegegnerin anlässlich der Vollzugshandlung vom 8. August 2011 ...
	Der Beschwerdeführer hätte gegen den Zahlungsbefehl vom 27. Juni 2011 in der Betreibung Nr. … Rechtsvorschlag erheben müssen, um das Pfandrecht der Beschwerdegegnerin zu bestreiten bzw. um den Einwand vorzubringen, der retinierte Jaguar sei unpfändba...

	4. Kosten- und Entschädigungsfolge
	Für das Verfahren vor der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen sind grundsätzlich keine Kosten zu erheben. Bei böswilliger oder mutwilliger Prozessführung können einer Partei oder ihrem Vertreter jedoch Bussen bi...

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und – unter Beilage der erstinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Meilen sowie an das Betreibungsamt C._____, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...