# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c1d8cd85-e187-51b1-9854-1f5c60676a99
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.06.2021 UV 2020/29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-29_2021-06-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/29

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.12.2021

Entscheiddatum: 16.06.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 16.06.2021
Art. 10 UVG. Heilbehandlung. Einstellung der Heilbehandlung bestätigt, da 
die einzig noch in Frage stehende Fortführung der Physiotherapie keine 
ärztliche Behandlung darstellt, von der noch eine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustands zu erwarten war (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 16. Juni 2021, UV 2020/29).

Entscheid vom 16. Juni 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Philipp 

Geertsen

Geschäftsnr.

UV 2020/29

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Laurent Häusermann, AMPARO Anwälte und 

Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

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SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 38, Postfach, 

8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ AG angestellt und dadurch bei der SWICA Versicherungen 

AG (nachfolgend: SWICA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als 

sie am 26. Januar 2017 beim Snowboardfahren stürzte und sich dabei das rechte 

Handgelenk verletzte (Unfallmeldung vom 6. März 2017, UV-act. 2). Eine am 2. Februar 

2017 durchgeführte MR-Arthrographie des rechten Handgelenks ergab einen 

hochgradigen Verdacht auf einen Einriss («Lazeration») des triangulären 

fibrokartilaginären Komplexes (TFCC) und einen kleinsten, nicht durchgehenden Einriss 

im skapho-lunären Band (SL-Band; Bericht der Klinik für Radiologie und 

Nuklearmedizin am Kantonsspital St. Gallen [KSSG] vom 2. Februar 2017, UV-act. 26). 

Die Versicherte unterzog sich am 20. Februar 2017 in der Klinik für Hand-, Plastische 

und Wiederherstellungschirurgie am KSSG einer diagnostischen 

Handgelenksarthroskopie und einem TFCC-Débridement am rechten Handgelenk (UV-

act. 18; siehe auch den Austrittsbericht vom 22. Februar 2017, UV-act. 19). Die SWICA 

übernahm die Behandlungskosten und richtete Taggelder aus (zur Leistungszusage 

vom 28. März 2017 siehe UV-act. 5 und zu den bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten UV-

act. 63). Der operative Eingriff vom 20. Februar 2017 führte nicht zu einer Besserung 

der Schmerzsymptomatik (siehe den Bericht der Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie am KSSG vom 4. Mai 2017 über die Nachkontrolle vom 

19. April 2017, UV-act. 12).

A.a. 

Im Auftrag der SWICA untersuchte Dr. med. C.___, Facharzt für Chirurgie, 

spez. Handchirurgie, die Versicherte am 20. Juli 2017. In seiner «Kurzbeurteilung» vom 

A.b. 

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gleichen Tag diagnostizierte er einen Zustand nach Handgelenksdistorsion rechts mit 

TFCC-Läsion und ein therapieresistent schmerzhaftes ulnocarpales Impingement trotz 

arthroskopischem TFCC-Débridement. Die Versicherte klage nach wie vor über 

bewegungs- und auch belastungsabhängige ulnocarpale Handgelenksschmerzen 

rechts. Die Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 100 %. Bei therapieresistent 

entsprechend hohem schmerzbedingtem Leidensdruck erscheine die Vornahme einer 

Ulnaverkürzungsosteotomie sinnvoll. Von dieser könne eine deutliche Besserung der 

Gesundheitsschädigung erwartet werden. Nach diesem Eingriff sei noch einmal mit 

einer längerdauernden Rehabilitationsphase und Arbeitsunfähigkeit zu rechnen (UV-

act. 46).

Am 8. August 2017 wurde die Versicherte von Dr. med. D.___, Facharzt u.a. für 

Handchirurgie, operiert (Ellenverkürzungsosteotomie von 3 bis 4 mm rechts, ORIF mit 

7 Loch 3.5 DC-Platte übungsstabil; Operationsbericht vom 18. August 2017, UV-

act. 58). Am 16. November 2017 berichtete er, dass die Versicherte immer noch etwas 

Schmerzen verspüre. Die Beschwerden seien «wechselnd immer noch etwas 

ulnocarpal». Es solle noch zugewartet und das Handgelenk entlastet werden. Vorläufig 

sei noch von einer Arbeitsunfähigkeit auszugehen (UV-act. 70). Dr. med. E.___, 

Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

welche die Versicherte für die Einholung einer Zweitmeinung konsultierte, empfahl 

zunächst eine Infiltration mit Kenacort im Bereich der Extensor-carpi-ulnaris-Sehne 

(ECU-Sehne) und des Ansatzes des TFCC ulnarseitig durchzuführen. Falls die 

Beschwerden danach nicht besser würden, sei eine Rearthroskopie sinnvoll 

(Erstkonsultation vom 20. November 2017, UV-act. 74). Die Infiltration vom 

8. Dezember 2017 (UV-act. 80) führte lediglich zu einer «mässigen» Besserung. Die 

Versicherte klagte immer noch über ulnarseitige Schmerzen. Dr. E.___ empfahl eine 

Arthroskopie, gegebenenfalls kombiniert mit einer Metallentfernung (Bericht vom 

18. Januar 2018, UV-act. 84). In seiner Aktenbeurteilung vom 3. April 2018 vertrat 

Dr. C.___ die Ansicht, dass mit weiteren medizinischen Massnahmen (erneute 

Arthroskopie mit Débridement und eventuell radialer TFCC-Refixation - allenfalls unter 

gleichzeitiger Entfernung des Osteosynthesematerials - mit anschliessender erneuter 

Ergotherapie) noch mit einer Besserung der unfallbedingten gesundheitlichen 

Schädigung gerechnet werden könne (UV-act. 95). Am 26. April 2018 wurde die 

A.c. 

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Versicherte von Dr. E.___ am rechten Handgelenk operiert (Arthroskopie, OP am TFCC 

und Refixation des TFCC an der Fovea, UV-act. 102). Die Versicherte berichtete 

gegenüber Dr. E.___ am 1. Mai 2018, es gehe ihr soweit gut und sie habe nur wenig 

Schmerzen (UV-act. 105; siehe auch den Verlaufsbericht von Dr. E.___ vom 11. Juli 

2018, UV-act. 111). Dr. E.___ führte am 28. August 2018 gegenüber der SWICA aus, 

derzeit sei die Versicherte in physiotherapeutischer Behandlung, gewöhne die 

Schienen ab und beginne mit Kraftaufbau. Sie bescheinigte ihr eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit. Bezogen auf «Übersichtsarbeiten», 

leichte Tätigkeiten ohne Heben, Abstützen usw. und ohne langes Schreiben verfüge die 

Versicherte über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (UV-act. 115).

Die Versicherte gab anlässlich der Sprechstunde vom 27. August 2018 gegenüber 

Dr. E.___ an, dass ihr Handgelenk am 7. August 2018 plötzlich angeschwollen sei und 

sie seither auch wieder mehr Beschwerden habe (Bericht vom 5. September 2018, UV-

act. 121). Am 10. September 2018 führte Dr. E.___ eine Infiltration mit Kenacort in den 

Hauptschmerzpunkt durch (Bericht vom 18. September 2018, UV-act. 124). Im 

Verlaufsbericht vom 16. Oktober 2018 hielt sie fest, nach der Infiltration sei es der 

Versicherten etwas besser gegangen. Aktuell seien die Beschwerden aber wieder 

ähnlich wie davor vorhanden. Es bestehe eine relative Indikation zur operativen 

Entfernung des Metalls an der Elle rechts sowie des Fadens einliegend im Bereich des 

TFCC (UV-act. 133). Die behandelnde Physiotherapeutin berichtete am 28. Oktober 

2018, durch die im Vordergrund stehenden Schmerzen sei der Alltag für die Versicherte 

stark eingeschränkt und eine Besserung gehe nur langsam voran. Auch die 

vorausgegangene Ergotherapie habe nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht. Aus 

diesem Grund sei ein erneuter chirurgischer Eingriff geplant (UV-act. 134). Dieser fand 

am 8. November 2018 statt (Metallentfernung, Ganglionresektion und Fadenentfernung 

am rechten Handgelenk; Operationsbericht von Dr. E.___ vom 15. November 2018, UV-

act. 136). Bei der klinischen Kontrolle vom 19. November 2018 äusserte die 

Versicherte, es gehe ihr «soweit gut». Dr. E.___ empfahl, in der Folgewoche mit Ergo- 

und Physiotherapie zu beginnen (UV-act. 139).

A.d. 

Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen erteilte am 13. Februar 2019 mit Blick auf eine 

Umschulung der Versicherten zur Technischen Kauffrau (UV-act. 152) eine 

Kostengutsprache für eine berufliche Abklärung im KSSG vom 11. Februar bis 21. April 

A.e. 

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2019 (UV-act. 155; zum in dieser Zeit ausgerichteten IV-Taggeld siehe die Verfügung 

vom 14. Februar 2019, UV-act. 153). Am 11. April 2019 erteilte die IV-Stelle für die 

Dauer vom 22. April bis 5. Oktober 2019 eine Kostengutsprache für die Umschulung 

zur Technischen Kauffrau (UV-act. 161; zur Verfügung vom 16. April 2019 über das IV-

Taggeld siehe UV-act. 162).

Auf Anfrage der SWICA antwortete die behandelnde Physiotherapeutin am 

29. April 2019, die Kraft und die Stabilität des rechten Handgelenks würden noch nicht 

ausreichen, damit die Versicherte den Alltag schmerzfrei bewältigen könne. Aus 

physiotherapeutischer Sicht sei noch kein Endzustand erreicht (UV-act. 165). Dr. E.___ 

hielt den medizinischen Endzustand ebenfalls für noch nicht erreicht. Sie erwarte durch 

die Langzeittherapie und Physiotherapie eine deutliche Verbesserung (Stellungnahme 

vom 17. Mai 2019, UV-act. 166; siehe auch UV-act. 165).

A.f. 

Mit Schreiben vom 24. Juni 2019 orientierte die SWICA die Versicherte über die 

Absicht, die Übernahme der Heilbehandlungskosten einzustellen, da von weiteren 

ärztlichen Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr 

erwartet werden könne (UV-act. 170; zur am 17. Juni 2019 vorausgegangenen 

Fallbesprechung zwischen der SWICA-Sachbearbeiterin und dem Vertrauensarzt 

Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie, der nicht mehr mit einer namhaften Besserung 

durch die Physiotherapie rechnete, siehe UV-act. 188). Dr. E.___ berichtete am 2. Juli 

2019, aufgrund der Physiotherapie und der zunehmend ergonomischen 

Arbeitsplatzverhältnisse gehe es der Versicherten recht gut. Ab und zu knackse die 

Hand und klemme auch ein. Diesen Vorgängen könne die Versicherte aber in kürzester 

Zeit wieder entgegenwirken und sie habe auch keine starken Schmerzen. Manchmal 

trete beim Bedienen der Maus ein Krampf auf. Dr. E.___ empfahl die Anschaffung einer 

ergonomischen Maus und die Fortführung der Physiotherapie, zumindest alle 

2 Wochen noch begleitend. Die Arbeitsfähigkeit sei soweit gegeben (UV-act. 176). Mit 

Verfügung vom 10. Juli 2019 stellte die SWICA die Übernahme der 

Heilbehandlungskosten per 1. Juli 2019 ein (UV-act. 178). Dr. E.___ berichtete am 

5. September 2019, die Versicherte klage wieder mehr über Schmerzen am 

Handgelenk. Eine röntgenologische Untersuchung des rechten Handgelenks habe eine 

Veränderung des distalen Radioulnargelenks, eine beginnende 

Gelenkspaltverschmälerung und Unregelmässigkeiten sichtbar gemacht. Dr. E.___ 

A.g. 

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B.  

empfahl zur weiteren Abklärung eine MRI-Untersuchung (UV-act. 194). Diese wurde am 

10. September 2019 durchgeführt und ergab im Bereich des Radius eine kleine 

Rissbildung im Sinn einer Palmar 1 D-Verletzung ohne Instabilitätszeichen und eine 

beginnende Gelenkspaltverschmälerung am distalen Radioulnargelenk. Mit der 

Versicherten seien verschiedene Optionen besprochen worden. Zunächst werde noch 

abgewartet und beobachtet (Bericht von Dr. E.___ vom 26. September 2019, UV-

act. 196; zum MRI-Untersuchungsbericht vom 10. September 2019 siehe act. G 1.5).

Gegen die Verfügung vom 10. Juli 2019 erhob die Versicherte am 10. September 

2019 Einsprache, worin sie deren Aufhebung, die Durchführung weiterer Abklärungen 

und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen beantragte, insbesondere 

Heilbehandlung und allfällig erforderliche Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie, 

«etc.» (UV-act. 192).

B.a. 

Die IV-Stelle erteilte am 24. Oktober 2019 eine Kostengutsprache für die zweite 

Etappe der Umschulung zur Technischen Kauffrau vom 6. Oktober 2019 bis 3. Oktober 

2020 (UV-act. 208; zu den IV-Taggeldleistungen siehe die Verfügung vom 24. Oktober 

2019, UV-act. 207).

B.b. 

In der Aktenbeurteilung vom 19. November 2019 gelangte Dr. C.___ zur 

Einschätzung, aktuell könne mit Behandlungen keine namhafte Verbesserung der 

Gesundheitsbeeinträchtigung erwartet werden. Man könne davon ausgehen, dass sich 

die Kraft in den kommenden Monaten auch ohne begleitende Physiotherapie noch 

verbessern werde. Zudem sei völlig offen, ob mit einer Verbesserung der Kraft weitere 

schmerzhafte Einklemmungen überhaupt vermieden werden könnten. Es scheine auch 

nicht einmal klar zu sein, was denn die konkrete Ursache dieser Phänomene sei. Sollte 

es zu einer erneuten Verschlimmerung des Zustands und zu einer Zunahme der 

Handgelenksblockaden kommen, müsse die Situation natürlich erneut evaluiert 

werden. Würde sich beispielsweise herausstellen, dass der im Vergleich zum Zustand 

vor dem Unfall deutlich verdickte TFCC («man vergleiche die MRT-Bilder vom 

02.02.2017 und vom 10.09.2019») eine Ursache für zunehmende Probleme darstelle, 

müsse man sich natürlich bei genügend grossem Leidensdruck sogar erneute 

chirurgische Massnahmen überlegen. Zu den von Dr. E.___ berücksichtigten 

B.c. 

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C.  

Röntgenbildern könne er keine Stellung nehmen, da ihm diese - wie alle übrigen seit 

der Ulnarverkürzung angefertigten Kontrollröntgenbilder - nicht zugestellt worden seien 

(UV-act. 214). Die Versicherte äusserte sich zur Beurteilung von Dr. C.___ in der 

Stellungnahme vom 10. Januar 2020 kritisch (UV-act. 217; siehe auch die weitere 

Eingabe vom 21. Januar 2020, UV-act. 221; zum am 27. Januar 2020 eingereichten 

«Behandlungsbericht Physiotherapie» vom 27. Januar 2020 siehe UV-act. 223).

Dr. E.___ nannte im Bericht vom 24. Februar 2020 neu zusätzlich die Diagnose 

«Palmer I D Läsion» sowie beginnende Gelenkspaltverschmälerung am distalen 

Radioulnargelenk rechts posttraumatisch. Da seit Juni/Juli 2019 keine Physiotherapie 

mehr durchgeführt worden sei, habe die Versicherte eine deutliche Verschlechterung 

bemerkt. Diese äussere sich so, dass sie Krämpfe beim Halten der Maus nach ein paar 

Minuten und mittlerweile wirklich Beschwerden bei der Umschulung habe. Tage, an 

denen es schlecht gehe, seien in kürzeren Abständen vorhanden. Bei der 

Umwendbewegung der rechten Hand zeige sich ein tast- und sichtbares leichtes 

Klacken. Die Kraftentwicklung sei deutlich reduziert. Es bestehe eine Schmerzhaftigkeit 

beim Abstützen und bei der forcierten Flexion. Bei dem derzeitigen klinischen Befund 

und der Verschlechterung der Symptomatik empfehle sie unbedingt eine 

physiotherapeutische Behandlung, welche dem Erhalt der Arbeitsfähigkeit und der 

Selbstständigkeit im Alltag diene (UV-act. 225).

B.d. 

Mit Entscheid vom 18. März 2020 wies die SWICA die Einsprache der Versicherten 

ab (UV-act. 230).

B.e. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 18. März 2020 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 18. Mai 2020. Die Beschwerdeführerin beantragt darin dessen 

Aufhebung und die Zusprache der gesetzlichen Leistungen. Eventualiter sei die 

Angelegenheit zur Neuabklärung und Entscheidung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung bringt 

sie im Wesentlichen vor, es bestünden erhebliche Zweifel an der Beurteilung von 

Dr. C.___, und die Beschwerdegegnerin habe den Sachverhalt nicht vollständig bzw. 

nicht richtig festgestellt. Zudem habe die Beschwerdegegnerin zu Unrecht eine Prüfung 

des Anspruchs auf eine Rente und Integritätsentschädigung unterlassen (act. G 1).

C.a. 

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Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 23. Juni 2020 

die Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich auf den Standpunkt, der medizinische 

Sachverhalt sei spruchreif abgeklärt worden. Weder aus dem Bericht von Dr. E.___ 

vom 24. Februar 2020 noch aus den Angaben der behandelnden Physiotherapeutin 

gehe hervor, inwiefern mit den vorgeschlagenen Massnahmen noch eine namhafte 

Besserung erreicht werden könne. Des Weiteren handle es sich bei den Massnahmen 

zur Schmerzbehandlung, wie Medikamente und Physiotherapie, lediglich um 

therapeutische Massnahmen zur Erhaltung des derzeitigen Zustands. Die 

Beschwerdegegnerin hält es zudem für rechtens, dass sie lediglich über den Anspruch 

auf Heilbehandlung verfügt habe, da über den definitiven Rentenanspruch aufgrund der 

laufenden Umschulung noch nicht habe befunden werden können. Da der Entscheid 

der IV-Stelle über die berufliche Eingliederung im Zeitpunkt der Verfügung bereits 

gefällt gewesen sei, sei eine Übergangsrente nicht zu prüfen (act. G 3).

C.b. 

In der Replik vom 1. Dezember 2020 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

der Beschwerde fest und reicht Berichte ihrer Physiotherapeutin vom 20. Mai 2020 

(act. G 12.1) und vom 24. November 2020 (act. G 12.2) sowie von Dr. med. G.___, 

Fachärztin für Chirurgie vom 27. November 2020 (act. G 12.3) ein. Letztere gelangte 

zum Schluss, dass die physiotherapeutischen Massnahmen nachweislich zu einer 

Verbesserung des Gesundheitszustands geführt und nicht der Erhaltung des 

Gesundheitszustands gedient hätten. Entgegen der Verfügung der 

Beschwerdegegnerin sei die regelmässige Physiotherapie über den 1. Juli 2019 hinaus 

ganz klar indiziert gewesen. Es sei bekannt, dass bei den vorliegend dokumentierten 

Verletzungen physio-/ergotherapeutische Massnahmen während 2 bis 3 Jahren 

notwendig seien, um den Gesundheitszustand zu verbessern.

C.c. 

Die Beschwerdegegnerin hält in der Duplik vom 13. Januar 2021 an der 

beantragten Beschwerdeabweisung fest. Gestützt auf die beweiskräftige Beurteilung 

von Dr. C.___ vom 19. November 2019 sei davon auszugehen, dass ab 1. Juli 2019 von 

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands mehr zu erwarten gewesen sei. Dr. G.___ erläutere nicht, 

inwiefern es noch zu einer namhaften Verbesserung des Gesundheitszustands 

gekommen sei (act. G 15).

C.d. 

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Erwägungen

1.

Gegenstand der Verfügung vom 10. Juli 2019 (UV-act. 178) und des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 18. März 2020 (UV-act. 230) ist ausschliesslich der 

Anspruch der Beschwerdeführerin auf Heilbehandlung gemäss Art. 10 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) bzw. deren Einstellung 

per 1. Juli 2019. Der Anspruch auf Heilbehandlung nach Art. 10 UVG endet, wenn von 

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Für die 

Einstellung der Heilbehandlungsleistungen ist der Abschluss der ärztlichen 

Behandlung, nicht jedoch (zusätzlich) der Abschluss der beruflichen Eingliederung 

massgebend (siehe etwa Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 8C_306/2009, 

E. 4.3), was sich auch aus der Regelung von Art. 19 Abs. 3 UVG ergibt. Entgegen der 

Auffassung der Beschwerdeführerin und der von ihr zitierten Rechtsprechung (u.a. BGE 

144 V 354) besteht bei der Einstellung der Heilbehandlung mit Blick auf den Taggeld- 

sowie Rentenanspruch kein «einheitlicher Streitgegenstand», worauf die 

Beschwerdegegnerin zutreffend hinwies (act. G 3, Rz 3). Vielmehr zeigt der vorliegende 

Fall die Rechtswidrigkeit der von der Beschwerdeführerin zitierten bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung auf, da ein Entscheid über den definitiven Rentenanspruch im Sinn 

von Art. 19 Abs. 1 UVG angesichts der laufenden beruflichen Massnahmen der 

Invalidenversicherung im Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheids von 

Gesetzes wegen noch ausgeschlossen war. Der von der Beschwerdegegnerin 

angenommene Abschluss der ärztlichen Behandlung fiel denn auch gerade nicht mit 

dem Beginn einer definitiven Invalidenrente im Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG zusammen. 

Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin einzig über den 

Anspruch auf Heilbehandlung nach Art. 10 UVG verbindliche Anordnungen traf. Es ist 

auch kein überzeugender Grund ersichtlich und einen solchen führt die 

Beschwerdeführerin auch nicht an, der vorliegend eine Ausdehnung des 

Beschwerdeverfahrens über den Anfechtungsgegenstand hinaus etwa bezüglich 

allfälliger Ansprüche auf eine definitive Rente (Art. 19 Abs. 1 UVG), eine 

Übergangsrente (Art. 19 Abs. 3 UVG) oder auf eine medizinische Nachbehandlung 

(Art. 21 UVG) rechtfertigen würde, zumal der Sachverhalt diesbezüglich noch gar nicht 

spruchreif erstellt ist (zur Möglichkeit und den Voraussetzungen einer solchen 

Ausdehnung siehe etwa BGE 122 V 36 E. 2.a; zur Bejahung eines Anspruchs auf 

Nachbehandlung gemäss Art. 21 UVG bei bloss «virtuellem» Anspruch auf eine 

Übergangsrente infolge intersystemischer Koordination mit einem IV-Taggeld siehe die 

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überzeugenden Ausführungen bei Thomas Flückiger, N 33 und N 57 am Schluss zu 

Art. 19, in: Ghislaine Frésard/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019).

2.

Der Begriff der ärztlichen Behandlung im Sinn von Art. 19 Abs. 1 und Abs. 3 UVG setzt 

eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf eine namhafte 

Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete Vorkehr voraus. Blosse ärztliche 

Verlaufskontrollen, manualtherapeutische Behandlungen und vergleichbare Vorkehren 

erfüllen dieses Erfordernis nicht. Dass die versicherte Person von weiterer 

Physiotherapie profitieren kann, genügt im Übrigen nicht, um das Erreichen eines 

ärztlich austherapierten Gesundheitszustands im Sinn von Art. 19 Abs. 1 und Abs. 3 

UVG zu verneinen (siehe anstatt vieler etwa das Urteil des Bundesgerichts vom 

3. Dezember 2019, 8C_674/2019, E. 4.3).

3.

Vorliegend ist zwischen den Parteien einzig noch die Übernahme der Kosten für die 

physiotherapeutische Behandlung des rechten Handgelenks umstritten. Dabei handelt 

es sich offenkundig nicht um eine ärztliche Behandlung im Sinn von Art. 19 Abs. 1 und 

Abs. 3 UVG. Daran ändert nichts, dass auch die behandelnde Dr. E.___ die Fortführung 

der Physiotherapie zur Verbesserung des äusseren Kraftmantels für sinnvoll hielt 

(Bericht vom 26. September 2019, UV-act. 196-2). Allein schon aufgrund des 

mangelnden ärztlichen Charakters der Behandlungsmassnahme steht der von der 

Beschwerdeführerin geltend gemachte Physiotherapiebedarf einer Einstellung der 

Heilbehandlungsleistungen per 1. Juli 2019 nicht entgegen. Vorliegend erfolgte die 

Fortführung der physiotherapeutischen Behandlung ab Juli 2019 - anders als im vom 

Bundesgericht im Urteil vom 14. Dezember 2012, 8C_453/2012, E. 3.3.2 beurteilten Fall 

- nicht (mehr) im Kontext einer eigentlichen ärztlichen Behandlung. So wurden ab Juli 

2019 namentlich keine Infiltration, kein stationärer Rehabilitationsaufenthalt und auch 

keine zusätzliche medizinische Trainingstherapie durchgeführt. Die aktenkundigen 

ärztlichen Konsultationen beschränkten sich im massgeblichen Zeitraum auf reine 

Verlaufskontrollen bzw. Abklärungen.

4.

Gegen den Fortbestand des Anspruchs auf Heilbehandlung über den 30. Juni 2019 

hinaus spricht ausserdem, dass die Physiotherapie zur Verbesserung der Symptomatik 

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bestimmt war (Bericht vom 24. Februar 2020, UV-act. 225-5) und nicht auf die Heilung 

des Gesundheitsschadens abzielte (so auch ausdrücklich bezüglich 

physiotherapeutischer Massnahmen das Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 20. Juni 2006, U 111/05, E. 2.2; vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. September 2020, 8C_363/2020, E. 4.1). Sowohl die 

behandelnde Physiotherapeutin als auch Dr. G.___ sahen den Erfolg der Therapie 

hauptsächlich in der Linderung der Schmerzen (Bericht vom 27. Januar 2020, UV-

act. 223-2, bzw. vom 27. November 2020 act. G 12.3, S. 7). Die von der 

Beschwerdeführerin geltend gemachte, von der Beschwerdegegnerin bestrittene 

namhafte Besserung durch die Physiotherapie läge damit ohnehin nicht in einer 

Verbesserung des Gesundheitsschadens, sondern einzig der Symptomatik begründet. 

Deshalb kann offenbleiben, ob sich die Fortführung der Physiotherapie tatsächlich 

nachhaltig funktionsrelevant auswirken würde, wogegen spricht, dass die 

Beschwerdeführerin nach der Sistierung der Physiotherapie umgehend eine «deutliche 

Verschlechterung» bemerkte (Bericht von Dr. E.___ vom 24. Februar 2020, UV-

act. 225-5; vgl. zum Ganzen den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 22. Februar 

2021, UV 2019/60, E. 5.2 f.).

5.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (aArt. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für 

das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren Fassung). 

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 16.06.2021
	Art. 10 UVG. Heilbehandlung. Einstellung der Heilbehandlung bestätigt, da die einzig noch in Frage stehende Fortführung der Physiotherapie keine ärztliche Behandlung darstellt, von der noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten war (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Juni 2021, UV 2020/29).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

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		2025-07-19T02:43:31+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen