# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c060f9e-2491-5a32-be90-ed7b533fbc02
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-01-28
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 28.01.2014 BB.2014.10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2014-10_2014-01-28.pdf

## Full Text

Verfügung vom 28. Januar 2014  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Einzelrichter, 

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

1. A., 

2. B., vertreten durch A., 

3. C., vertreten durch A. 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

1. OBERGERICHT DES KANTONS BERN, Be-

schwerdekammer in Strafsachen,  

 

2. Rechtsanwalt D., 

Beschwerdegegner 

  

Gegenstand  Entschädigung der amtlichen Verteidigung 

(Art. 135 Abs. 3 StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummern: BB.2014.10, BB.2014.11, BB.2014.12  

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Der Einzelrichter hält fest, dass: 

 

- das Obergericht des Kantons Bern mit Beschluss vom 20. Dezember 2013 

die von den Privatklägern A., B. und C. gegen die Einstellungsverfügung 

der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland vom 23. August 2013 erho-

bene Beschwerde abwies, soweit es darauf eintrat (act. 3.6); 

 

- es hierbei die Kosten des Beschwerdeverfahrens auf Fr. 1'000.-- bestimm-

te, diese den Beschwerdeführern auferlegte und dem amtlichen Verteidiger 

des Beschuldigten für das Beschwerdeverfahren eine Entschädigung von 

Fr. 812.95 (inkl. Auslagen und MwSt.) ausrichtete (act. 3.6); 

 

- A. gegen den Entschädigungsentscheid in eigenem Namen und als Vertre-

terin von B. und C. mit Eingabe vom 9. Januar 2014 Beschwerde an die 

Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts erhob, mit welcher sie sinn-

gemäss beantragt, den Entschädigungsentscheid bis zur Fällung des Ur-

teils des in der Hauptsache ebenfalls mit Beschwerde angerufenen Bun-

desgerichts zu stornieren (act. 1); 

 

- A. am 14. Januar 2014 zwecks Bestimmung des Beschwerdegegenstandes 

aufgefordert wurde, dem Bundesstrafgericht eine Kopie der angefochtenen 

Verfügung einzureichen (act. 2); 

 

- A. dieser Aufforderung am 16. Januar 2014 nachgekommen ist (act. 3). 

 

 

 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung, dass: 

 

- die Beschwerdeführer geltend machen, aufgrund ihres Weiterzugs der 

Strafsache ans Bundesgericht stehe die unterliegende und somit die kos-

tenpflichtige Partei des kantonalen Beschwerdeverfahrens noch gar nicht 

fest; 

 

- die zur Einreichung einer Beschwerde gegen die Festsetzung der Entschä-

digung des amtlichen Verteidigers gegebene Frist von zehn Tagen unhalt-

bar sei, da die Entschädigungspflicht von der Rechtskraft des Entscheids in 

der Hauptsache abhänge (vgl. act. 1, S. 2); 

 

- sich die Beschwerdeführer offenbar gestützt auf die dem angefochtenen 

Beschluss beigegebene Rechtsmittelbelehrung und auf deren Hinweis auf 

Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO zu diesem Vorgehen entschlossen; 

- 3 - 

 

 

 

 

- die Beschwerde vorliegend gestützt auf Art. 395 lit. b StPO durch den Ein-

zelrichter zu beurteilen ist (vgl. hierzu zuletzt die Verfügung des Bundes-

strafgerichts BB.2013.185 vom 30. Dezember 2013, E. 2); 

 

- gegen den vorliegenden Entschädigungsentscheid gestützt auf Art. 135 

Abs. 3 lit. b StPO alleine der amtliche Verteidiger in eigenem Namen zur 

Beschwerdeführung an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

berechtigt ist (BGE 139 IV 199 E. 5.6 S. 204), wie dies die Rechtsmittelbe-

lehrung des angefochtenen Entscheides richtig festhält; 

 

- nach dem Gesagten auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführer die Gerichtsge-

bühr zu tragen haben (Art. 428 Abs. 1 StPO), unter solidarischer Haftbar-

keit gestützt auf Art. 418 Abs. 2 StPO; 

 

- diese vorliegend auf das gesetzliche und reglementarische Minimum von 

Fr. 200.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des 

Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kos-

ten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; 

SR 173.713.162]); 

 

- 4 - 

 

 

 

und erkennt: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird unter solidarischer Haftbarkeit den 

Beschwerdeführern auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 28. Januar 2014 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen 

- Rechtsanwalt D.  

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.