# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a93976e6-2a29-5169-8de1-8ac22ba8dc1f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 17.04.2012 BRGE II Nr. 0067/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-II-Nr--0067-201_2012-04-17.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

 

 

 
 

G.-Nr. R2.2011.00113 
BRGE II Nr. 0067/2012 

 

  Entscheid vom 17. April 2012 
 

 

Mitwirkende Abteilungsvizepräsident Emil Seliner, Baurichter Adrian Bergmann, Ersatz-
richter Pierre Ilg, Gerichtsschreiber Hansjörg Weber     

 
 

in Sachen Rekurrierende 

[.…] 

 

gegen Rekursgegnerschaft 

1. Baukommission Küsnacht, 8700 Küsnacht  
 

2. Baudirektion Kanton Zürich, Walchetor, Walcheplatz 2, Postfach, 
8090 Zürich  

3. Zweckverband ARA KEZ, Obere Dorfstrasse 32, 8700 Küsnacht  

 

betreffend Baukommissionsbeschluss vom 8. März 2011 und Verfügungen der Baudi-
rektion Kanton Zürich BVV Nr. 09-1091_P1 vom 25. Mai 2011 bzw. 18. Mai 
2011; Baubewilligung bzw. abwassertechnische und gewässerschutzrecht-
liche Bewilligung für Kleinwasserkraftwerk und raumplanungsrechtliche 
Bewilligung für Anschlussleitung, Küsnacht 
_______________________________________________________ 

 

 

R2.2011.00113 Seite 2 

Es kommt in Betracht: 

[.…] 

3.1. 

Das strittige Kleinwasserkraftwerk (nachfolgend zumeist KWKW genannt) 

soll im Rahmen des gleichzeitig bewilligten "Gesamtprojekts Zusammen-

schluss Abwasserreinigungsanlage Küsnacht-Erlenbach-Zumikon" reali-

siert werden. Dieses Projekt betrifft Abwasserreinigungsanlagen, deren 

Kapazität auf mehr als 20'000 "Einwohnergleichwerte" ausgelegt ist. Es 

war daher eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen (Ziff. 40.9 des 

Anhangs der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung [UVPV]). 

In diese Prüfung wurde das KWKW, auch wenn es sich bei diesem genau 

besehen nicht um eine Abwasserreinigungsanlage, sondern um eine Anla-

ge zur Erzeugung von Energie handelt, sinnvollerweise miteinbezogen, da 

es in das nachstehend umschriebene Gesamtprojekt eingebunden ist. 

3.2. 

Bestandteil des Gesamtprojekts bilden unter anderem die Sanierung und 

der Ausbau der in Küsnacht bestehenden Abwasserreinigungsanlage 

(nachfolgend: ARA), in welcher auch das Abwasser der Gemeinde Erlen-

bach gereinigt wird (dieser Ausbau ist Streitgegenstand im Parallelverfah-

ren G.-Nr. R2.2011.00112). Änderungen erfährt auch die in Zumikon be-

stehende ARA. Diese wird zu einem grossen Teil zurückgebaut. Es ver-

bleiben lediglich die Anlagen zur mechanischen Vorreinigung des in dieser 

ARA gesammelten Abwassers der Gemeinde Zumikon und des Gebiets 

Küsnachterberg. Ermöglicht wird der Rückbau der ARA Zumikon dadurch, 

dass das in dieser Anlage anfallende Abwasser künftig der erweiterten 

ARA Küsnacht zugeleitet wird. Auf dem Weg dorthin passiert es das vorlie-

gend strittige Kleinwasserkraftwerk. Damit dies möglich ist, muss das in der 

ARA Zumikon anfallende Abwasser von Grobstoffen sowie Sand und 

Leichtstoffen befreit werden. Zu diesem Zweck werden die in der ARA 

Zumikon bestehenden Anlagen zur mechanischen Vorreinigung beibehal-

ten. Der bestehende Greiferrechen wird durch einen Feinrechen ersetzt.  

 

 

R2.2011.00113 Seite 3 

3.3. 

Das nach der Vorreinigung mit dem Feinrechen verbleibende sogenannte 

Rohabwasser wird zunächst in ein Ausgleichsbecken geleitet. Ab diesem 

führt eine insgesamt rund 3,3 Kilometer lange, eine Höhendifferenz von 

180 m überwindende Leitung bis zu einem in der Kirchgasse in Küsnacht 

bestehenden Hauptsammelkanal. Über diesen wird das Rohabwasser der 

ARA Küsnacht zugeführt und dort endgereinigt.  

Diese in den Baugesuchsunterlagen als "Los ABL" bezeichnete Verbin-

dung zwischen den beiden Abwasserreinigungsanlagen wird über eine Dis-

tanz von rund 2,9 Kilometer, nämlich bis zum geplanten Kleinwasserkraft-

werk, als Druckleitung erstellt. Über weite Strecken folgt diese, teils in 

Waldgebiet, in einem Abstand von rund 100 m dem Verlauf des Dorfbachs. 

Der unterste Streckenabschnitt musste aufgrund der bestehenden Über-

bauung in die Nähe des Dorfbachs verlegt werden. Ab dem KWKW führt 

eine das natürliche Gefälle ausnutzende sogenannte Freispiegelleitung bis 

zum erwähnten Hauptsammelkanal weiter (vgl. zur Situation act. 17.2; 

sämtliche nachfolgenden Aktenverweise beziehen sich, sofern nichts Gegenteili-

ges vermerkt ist, auf das Parallelverfahren G.-Nr. R2.2011.00112).  

3.4. 

Das strittige Kleinwasserkraftwerk soll in einem 2,5 m hohen, einen Grund-

riss von 5 m x 8 m aufweisenden betonummantelten Raum realisiert wer-

den. In diesen wird eine Pelton-Turbine eingebaut, die auf einen maxima-

len Zufluss von 80 Liter pro Sekunde (l/s) ausgelegt ist. Nach dem Passie-

ren der Turbine wird das Rohabwasser der unter dem Kraftwerkraum be-

ginnenden Freispiegelleitung zugeführt. Dem Umstand, dass die Abfluss-

menge der ARA Zumikon bei Regenwasserzufluss bis 120 l/s betragen 

kann, wird durch einen sogenannten Bypass Rechnung getragen. Dieser 

wird bei einer die Kapazität der Turbine übersteigenden Wassermenge zu-

geschaltet und ist auch in der Lage ist, bei einem allfälligen Ausfall der 

Turbine bzw. bei notwendigen Unterhaltsarbeiten an dieser die maximal zu 

erwartende Wassermenge von 120 I/s zu übernehmen. Indessen muss im 

Fall, dass das Abwasser über den Bypass abgeleitet wird, die durch die 

Druckleitung erzeugte Energie im Wasser umgewandelt werden. Dies er-

folgt durch ein unter dem Kraftwerkraum befindliches 2 m tiefes sogenann-

tes Tosbecken. Erst wenn dieses zur Vermeidung von Gerüchen belüftete 

Becken gefüllt ist, kann das Abwasser in die Freispiegelleitung abfliessen. 

Der für Wartungsarbeiten notwendige Zugang zur Freispiegelleitung und 

 

 

R2.2011.00113 Seite 4 

zum Tosbecken erfolgt über luftdicht verschliessbare Luken (vgl. zum Gan-

zen act. 18.1, Technischer Bericht zum Los KWKW, S. 14 ff. sowie act. 

18.4, Grundrisse und Schnitte). 

3.5. 

Örtlich situiert ist das geplante Kleinwasserkraftwerk im Nahbereich des 

Dorfbachs nach dessen Verlassen des bewaldeten Teils des Küsnachter 

Tobels. Die geplante Anlage befindet sich zum Teil auf der den nordseiti-

gen Uferbereich des Dorfbachs einnehmenden, einer Freihaltezone zuge-

wiesenen Parzelle Kat.-Nr. 10278. Zum andern soll die Anlage unter der 

Felseneggstrasse (Kat.-Nr. 8212) realisiert werden, welche das 11 m tiefe 

Grundstück Kat.-Nr. 10278 von der im Norden angrenzenden Wohnzone 

W2/1.20 abgrenzt, welcher Zone auch die Felseneggstrasse angehört. Die 

kürzeste Entfernung zwischen dem KWKW und dem nächstgelegenen, der 

Wohnzone W2/1.50 angehörenden Gebäude des Rekurrenten Nr. 2 be-

trägt 16 m (vgl. act. 18.3, Situation). 

Oberirdisch tritt das geplante Kleinwasserkraftwerk aufgrund des ab der 

Felseneggstrasse steil gegen den Dorfbach abfallenden Terrains auf seiner 

gesamten Länge mit einer maximalen Höhe von rund 1,5 m in Erscheinung 

(vgl. act. 18.5 und Prot. S. 7, Fotos 2 und 3).  

4. 

Mit den vorliegend angefochtenen Entscheiden der Baudirektion vom 18. 

und 25. Mai 2011 und dem Baukommissionsbeschluss vom 8. März 2011 

wurden die Druck- und die Freispiegelleitung sowie das geplante KWKW 

bewilligt. In den Dispositiv-Ziffern XXIII, XXIX und XXX der Baudirektions-

verfügung vom 25. Mai 2011 wurden diese Vorhaben in abwassertechni-

scher Hinsicht genehmigt, wurde die gewässerschutzrechtliche Bewilligung 

gemäss § 15 Abs. 3 des Einführungsgesetzes zum Gewässerschutzgesetz 

(EG GSchG) erteilt und wurde den Vorhaben in lufthygienischer Hinsicht 

zugestimmt. Mit der Verfügung vom 18. Mai 2011 wurde die Druckleitung in 

forstrechtlicher Hinsicht bewilligt. 

Die kommunale Baubehörde erteilte für das teilweise in einer Freihaltezone 

geplante KWKW in den Erwägungen, auf welche in den massgebenden 

Dispositiv-Ziffern 1 und 2 des Beschlusses vom 8. März 2011 verwiesen 

wird, eine Ausnahmebewilligung (Erw. 12). Ausnahmebewilligungen erteilte 

 

 

R2.2011.00113 Seite 5 

sie gemäss Erwägung 13 des angefochtenen Beschlusses überdies für die 

Nichtbeachtung der im fraglichen Bereich festgesetzten Gewässerab-

standslinie und die Beanspruchung des Strassenabstandsbereichs. 

5. 

Die Rekurrierenden, die sich zur Hauptsache gegen das KWKW wenden, 

begründen die von ihnen beantragte teilweise Aufhebung der angefochte-

nen Entscheide zum einen damit, dass das KWKW aufgrund von dessen 

Lage in einer Freihaltezone zonenwidrig und daher nicht bewilligungsfähig 

sei. Die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung seien entgegen 

dem Dafürhalten der örtlichen Baubehörde nicht gegeben. Zonenwidrig sei 

das KWKW auch insoweit, als es unterhalb der Felseneggstrasse liege, de-

ren Verkehrsfläche der Wohnzone W2/1.20 zugewiesen sei. In dieser Zone 

seien neben Wohnbauten lediglich Arbeitsräume erlaubt, die mit einer 

Wohnung zusammenhängen. Sonstige, namentlich gewerbliche Nutzungen 

seien ausgeschlossen. In einer solchen Zone sei ein "turbinenheulendes, 

tosendes und stinkendes" Kleinwasserkraftwerk fehl am Platz. 

Unzulässig ist das KWKW nach Auffassung der Rekurrierenden zum ande-

ren auch deswegen, weil das Grundstück Kat.-Nr. 10278 in einem vom 

Gemeinderat im Jahr 2006 verabschiedeten "Plan Natur-und Landschafts-

schutz Gemeindeteil Dorf" als kommunales Schutzobjekt bezeichnet wor-

den ist. Nach § 204 PBG sei die Gemeinde unabhängig vom Bestehen ei-

nes förmlichen Inventareintrags verpflichtet, das Schutzobjekt ungeschmä-

lert zu erhalten. 

In Frage gestellt werden von den Rekurrierenden auch die von der örtli-

chen Baubehörde erteilten Dispense mit Bezug auf die Beanspruchung des 

Strassenabstandsbereichs und die ÜbersteIlung der Gewässerabstandsli-

nie. Im Zusammenhang mit dem Gewässerabstand verweisen die Rekur-

rierenden in ihrer ergänzenden Rekurseingabe vom 4. Juli 2011 (vgl. Pro-

zessgeschichte lit. B) auf die am 1. Juni 2011 in Kraft getretene revidierte 

Gewässerschutzverordnung, die einen gegenüber dem geltenden Recht 

grösseren Gewässerabstand verlangt (vgl. hierzu nachstehend Erwä-

gungsziffer 10). 

Gegen die von der Baudirektion erteilten Bewilligungen wenden die Rekur-

rierenden ein, dass die Umweltbelastung ungenügend abgeklärt worden 

sei. 

 

 

R2.2011.00113 Seite 6 

Auf die Details der rekurrentischen Einwände und die Entgegnungen der 

Rekursgegnerschaft wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-

gungen eingegangen. 

6. 

Vorab Stellung zu nehmen ist zum rekurrentischen Einwand, wonach die 

angefochtenen Entscheide, soweit sie das KWKW und die Zuleitung betref-

fen, schon aus formellen Gründen aufzuheben seien. Sie begründen dies 

damit, dass das vom KWKW teilweise beanspruchte Grundstück Kat.-Nr. 

10278 einer sog. aussenliegenden Freihaltezone angehöre. Die erforderli-

che Ausnahmebewilligung hätte daher nicht durch die Gemeinde, sondern 

durch die Baudirektion erteilt werden müssen. Dies sei unterblieben.  

Dieser Einwand erweist sich, wie die kommunale Baubehörde und die 

Bauherrschaft zu Recht geltend machen, als unbegründet. Die – südseits 

über den Dorfbach hinweg – allseitig von Bauzonen umgebene Freihalte-

zone ist klarerweise als innenliegend zu bezeichnen. Der Umstand, dass 

ostseits in einer Entfernung von rund 30 m die Waldbestockung des 

Küsnachter Tobels beginnt, ändert hieran nichts.  

7.1. 

Die Zulässigkeit des strittigen Bauvorhabens hängt einerseits davon ab, ob 

das geplante KWKW, soweit sich dieses unterhalb der Felseneggstrasse 

und damit innerhalb der Wohnzone W2/1.20 befindet, zonenwidrig und aus 

diesem Grund nicht bewilligungsfähig sei. Die Rekurrierenden begründen 

ihre diesbezügliche Auffassung damit, dass es sich bei der genannten 

Wohnzone um ein solche mit "Wohnschutz" handle. Aufgrund der horizon-

talen Schraffur im Zonenplan seien selbst nicht störende Betriebe ausge-

schlossen und nur gerade Arbeitsräume erlaubt, die mit einer Wohnung 

zusammenhingen (Art. 34 Abs. 1 der Bau- und Zonenordnung [BZO]). In 

einer solchen Zone sei eine Anlage wie das mit Lärm- und Geruchseinwir-

kungen verbundene KWKW fehl am Platz. Unvereinbar wäre dieses Vor-

haben sogar mit dem über den reinen Immissionsschutz hinausgehenden 

raumplanungsrechtlichen Schutzzweck von Art. 43 Abs. 1 BZO, wie er in 

der westlich unmittelbar anstossenden Wohnzone W2/1.50 gelte. Diese 

Norm lasse nicht störende Betriebe nur unter der Voraussetzung zu, dass 

 

 

R2.2011.00113 Seite 7 

sie zur Ausstattung eines Wohnquartiers zählten und/oder die Wohnquali-

tät nicht schmälerten. 

7.2. 

Die Rekurrierenden, die kommunale Baubehörde und die Bauherrschaft 

gehen übereinstimmend und zu Recht davon aus, dass es sich beim 

KWKW nicht um einen Betrieb im baurechtlichen Sinn handelt. Die Anlage 

weist zwar insofern ein betriebliches Merkmal auf, als darin etwas produ-

ziert wird, nämlich Strom. Letztlich ist das KWKW jedoch als Teil des "Ge-

samtprojekts Zusammenschluss ARA Küsnacht-Erlenbach-Zumikon" und 

gleich wie die betroffenen Abwasserreinigungsanlagen, mit deren Hilfe es 

zu einer anderweitigen, ebenfalls der öffentlichen Hand obliegenden Auf-

gabe beiträgt, als technische Infrastrukturanlage und nicht als Betrieb zu 

qualifizieren. Ist mithin von einer solchen auszugehen, kann die Zonenkon-

formität des KWKW nicht davon abhängen, ob ein Bezug zur vorliegend 

massgeblichen Wohnzone W2/1.20 bestehe. Die vom Verwaltungsgericht 

in anderem Zusammenhang, nämlich mit Mobilfunk-Basisstationen thema-

tisierte Frage, ob von der "üblichen Ausstattung" einer reinen Wohnzone 

und damit von einer zonenkonformen Anlage ausgegangen werden könne 

(VB.2008.00442; www.vgrzh.ch), stellt sich vorliegend nicht. Es liegt viel-

mehr ein mit Strassen vergleichbarer Fall vor. Solche sind unabhängig da-

von, ob sie ausschliesslich der jeweils beanspruchten Wohnzone dienen 

oder nicht, regelmässig als zonenkonforme Infrastrukturanlagen zu qualifi-

zieren.  

Alsdann tritt das KWKW oberirdisch kaum in Erscheinung und ist auch 

sonst mit keinen vom Umweltrecht nicht erfassten Einwirkungen wie etwa 

einem grösseren Verkehrsaufkommen verbunden, womit es auch unter 

diesem Aspekt mit der besonders empfindlichen Standortzone W2/1.20 

raumplanerisch vereinbar erscheint. Die Lärm- und Geruchseinwirkungen 

beurteilen sich nach dem Bundesumweltrecht und beschlagen somit nicht 

die Frage der nach kommunalem Recht zu beurteilenden Zonenkonformi-

tät. Im Übrigen könnte selbst dann, wenn die Frage dieser Einwirkungen 

und jene der Zonenkonformität nicht streng getrennt betrachtet würden, 

nicht davon gesprochen werden, dass die Wohnqualität auf Grund solcher 

Einwirkungen geschmälert werde, wenn denn diese vermieden werden 

können. Zu diesem Punkt wird nachfolgend Stellung zu nehmen sein. 

 

 

R2.2011.00113 Seite 8 

Damit ist beim KWKW entgegen dem Dafürhalten der Rekurrierenden von 

einer in der Wohnzone W2/1.20 zonenkonformen Infrastrukturbaute aus-

zugehen. 

8.1. 

Zu rund einem Drittel liegt das KWKW auf dem steil gegen den Dorfbach 

abfallenden Ufergrundstück Kat.-Nr. 10278, welches einer (innenliegenden; 

vgl. Erwägungsziffer 6) Freihaltezone zugewiesen ist. Für deren Beanspru-

chung erteilte die kommunale Baubehörde in der Erwägung, dass eine 

standortgebundene Baute bzw. Anlage vorliege, gestützt auf § 40 Abs. 1 

Satz 2 PBG in Verbindung mit § 62 Abs. 1 PBG eine Ausnahmebewilligung 

nach Art. 24 des Raumplanungsgesetzes (RPG). Die Vorinstanz stützte 

sich bei ihrem Entscheid auf die Angaben in dem ihr von der Bauherrschaft 

unterbreiteten Ausnahmegesuch, worin die Gründe für die Situierung des 

KWKW am vorliegend strittigen Standort dargelegt werden (vgl. act. 18.1, 

Technischer Bericht zum Los KWKW, Anhang 2). 

Die Rekurrierenden machen geltend, dass die Standortgebundenheit bzw. 

die Notwendigkeit, das KWKW am geplanten Standort zu realisieren, nicht 

schlüssig nachgewiesen sei.  

8.2. 

Vorauszuschicken ist den nachstehenden Ausführungen Folgendes: So-

weit die Rekurrierenden die Notwendigkeit und/oder Zweckmässigkeit des 

KWKW und damit auch die Erstellung der für dessen Betrieb notwendigen 

Druckleitung grundsätzlich in Frage stellen, hat sich die Rekursinstanz 

hierzu nicht zu äussern. Deren Aufgabe besteht ausschliesslich darin, das 

mit den vorliegend angefochtenen Entscheiden bewilligte Projekt zu beur-

teilen. Unerheblich ist daher, dass, worauf die Rekurrierenden hinweisen, 

in einer frühen Phase des seit Jahren in Erarbeitung befindlichen Projekts 

"Zusammenschluss ARA Küsnacht-Erlenbach-Zumikon" anstelle einer 

Druck- eine Freispiegelleitung in der zwischen 100 und 150 m nordwestlich 

des Dorfbachs verlaufenden Weinmanngasse vorgesehen war. 

8.3. 

Voraussetzung für die Bewilligung von Bauten und Anlagen ist nach Art. 22 

Abs. 2 lit. a RPG, dass diese dem Zweck der Nutzungszone entsprechen. 

Letzteres ist mit Bezug auf das (teilweise) in einer Freihaltezone geplante 

 

 

R2.2011.00113 Seite 9 

KWKW zweifelsohne nicht der Fall. Es war daher zu prüfen, ob eine Aus-

nahmebewilligung erteilt werden kann. Dies ist nach Art. 24 lit. a und b 

RPG dann der Fall, wenn der Zweck der Baute oder Anlage einen Standort 

ausserhalb der Bauzonen erfordert und wenn keine überwiegenden Inte-

ressen entgegenstehen (was bei einer – wie hier – innenliegende Freihal-

tezone unter Berücksichtigung des mit dieser verfolgten Zwecks zu beurtei-

len ist; vgl. VB.2007.00468 vom 13.3.2008, www.vgrzh.ch). 

Die Standortgebundenheit im Sinne der genannten Norm ist nach ständiger 

bundesgerichtlicher und auch verwaltungsgerichtlicher Praxis dann zu be-

jahen, wenn eine Anlage aus technischen oder betriebswirtschaftlichen 

Gründen oder wegen der Bodenbeschaffenheit auf einen Standort ausser-

halb der Bauzone angewiesen ist oder wenn ein Werk aus bestimmten 

Gründen in einer Bauzone ausgeschlossen ist. Eine relative Standortge-

bundenheit reicht aus. Es ist daher nicht (im Sinne einer absoluten Stand-

ortgebundenheit) erforderlich, dass überhaupt kein anderer Standort in Be-

tracht fällt. Es müssen jedoch, mit Bezug auf welche Frage strenge Anfor-

derungen zu stellen sind, wichtige und objektive Gründe vorliegen, die den 

vorgesehenen Standort gegenüber anderen Standorten innerhalb einer 

Bauzone als wesentlich vorteilhafter erscheinen lassen. Subjektive, in der 

Person des Gesuchstellers liegende Motive wie namentlich finanzielle Ver-

hältnisse oder reine Zweckmässigkeitsüberlegungen stellen regelmässig 

keine solchen Gründe dar.  

8.4. 

Nach dem Dafürhalten der Rekurrierenden sind entgegen dem von der 

Bauherrschaft gestellten Ausnahmegesuch Alternativstandorte in einer 

Bauzone durchaus möglich. Soweit die Situierung am fraglichen Ort mit 

dem Verlauf der Leitung begründet werde, fehle ein schlüssiger Nachweis 

für die bei einer anderen Leitungsführung behaupteten technischen 

Schwierigkeiten und Erschwernisse.  

Probleme bei der Leitungsführung stellen sich ab dem Punkt, an dem die 

Druckleitung, innerhalb des Strassengebiets verlaufend, das Gebäude 

Felseneggstrasse 17 erreicht. Dort war zu entscheiden, ob die Leitung wei-

ter der Felseneggstrasse folgen oder ob sie auf die linke Seite des Dorf-

bachs verlegt werden solle (vgl. zur Situation act. 17.10). Die Projektver-

fasser haben die zweitgenannte Variante mit der Begründung ausge-

schlossen, dass diese ausserordentlich kompliziert sei und das KWKW 

 

 

R2.2011.00113 Seite 10 

überdies an einer Stelle realisiert werden müsste, an welcher der notwen-

dige Platz nicht vorhanden sei (act. 18.1, Technischer Bericht zum Los 

KWKW, Anhang zu Anhang 2). Die hierfür genannten Gründe sind schlüs-

sig. Eine auf der linken Bachseite erfolgende Leitungsführung wäre auf-

grund der dortigen Überbauung nur innerhalb des Tobelwegs und der 

Allmendstrasse möglich. Insbesondere in Letzterer sind zahlreiche Werklei-

tungen vorhanden, welche die Erstellung einer zusätzlichen Leitung er-

schwerten. Aufgrund der vorhandenen Bauten ist auch nicht erkennbar, wo 

das KWKW, das, worauf zurückzukommen ist, aus hydraulischen Gründen 

eine minimale Höhenkote aufweisen muss, auf der linken Bachseite erstellt 

werden könnte. 

Werkleitungen sind eingeräumtermassen auch innerhalb des westlich des 

Gebäudes Pol.-Nr. 17 befindlichen Teils der Felseneggstrasse vorhanden. 

Zumindest eine Gasleitung muss beim Bau des KWKW am geplanten 

Standort verlegt werden. Dies jedoch nur über eine beschränkte Strecke. 

Die ab dem KWKW beginnende Freispiegelleitung tangiert ebenfalls ge-

wisse Werkleitungen, kann dann jedoch insbesondere in der Privatstrasse 

"Am Bach" über eine längere Strecke abseits von solchen erstellt werden 

(vgl. wiederum act. 17.10). Gegen die von der Bauherrschaft gewählte Lei-

tungsführung spricht auch der Umstand nicht, dass ab der Einmündung der 

erwähnten Privatstrasse in die Alte Landstrasse zur Vermeidung des Unter-

fahrens bestehender Gebäude der Dorfbach unterquert werden muss. Dies 

ist gemäss dem Technischen Bericht zum "Los ABL" mittels des 

Microtunneling-Verfahrens offenbar problemlos und ohne Beeinträchtigung 

bestehender Werkleitung möglich (act. 17.1, Technischer Bericht zum Los 

ABL, S. 28). 

Die erwähnte, aus hydraulischen Gründen notwendige minimale Höhenko-

te des KWKW hat ihren Grund darin, dass die Ableitung aus dem Regen-

becken, das beim rund 200 m westlich des Rekursgrundstücks situierten 

Gemeindehaus vorhanden ist, nach dem Generellen Entwässerungsprojekt 

in die geplante neue Leitung erfolgen muss. Dies würde in dem von den 

Rekurrierenden favorisierten Fall der Erstellung des KWKW beim Gemein-

dehaus bedingen, dass dieses dort oberirdisch angelegt werden müsste. 

Da hierfür offenbar kein Platz vorhanden ist, müsste das KWKW ins Erd-

geschoss des Gemeindehauses integriert werden (act. 18.1, Anhang 2). Es 

liegt auf der Hand, dass die Situierung innerhalb eines dem Aufenthalt von 

Personen dienenden Verwaltungsgebäudes im Vergleich zu der auf dem 

Rekursgrundstück möglichen weitgehend unterirdischen Erstellung des 

 

 

R2.2011.00113 Seite 11 

Streitobjekts wesentlich ungünstiger wäre und daher nicht in Frage kom-

men kann. Soweit die Rekurrierenden nicht einzusehen vermögen, wes-

halb das KWKW nicht auf dem im Eigentum der Gemeinde stehenden 

Grundstück Kat.-Nr. 12526 erstellt werden kann, womit sie wohl den nördli-

chen, als Parkierungsanlage genutzten Teil dieser Parzelle ansprechen, 

verschweigen sie, wie die Leitung dorthin geführt und insbesondere von je-

nem Teil der Parzelle weitergeführt werden könnte.  

8.5. 

Aus all diesen Gründen ist davon auszugehen, dass ein valabler Standort 

für das KWKW innerhalb der Bauzonen nicht zur Verfügung steht und die 

kommunale Vorinstanz daher insoweit zu Recht von einer in der Freihalte-

zone standortgebundenen Baute ausging. Zur Frage, ob sie hierbei entge-

genstehende, mit der Festsetzung der fraglichen Freihaltezone verfolgte öf-

fentliche Interessen unberücksichtigt gelassen habe, ist nachfolgend Stel-

lung nehmen.  

9.1. 

Bei ihrer Rüge, wonach der vorgenannte Entscheid unter Verletzung von § 

204 PBG ergangen sei, beziehen sich die Rekurrierenden wie erwähnt auf 

den vom Gemeinderat im Jahr 2006 verabschiedeten "Plan Natur- und 

Landschaftsschutz Gemeindeteil Dorf". In diesem ist, was die örtliche Bau-

behörde in ihrer Rekursantwort nicht bestreitet, das vom KWKW teilweise 

beanspruchte, der Freihaltezone angehörende Ufergrundstück Kat.-Nr. 

10278 als kommunales Schutzobjekt verzeichnet. Nach Auffassung der 

Rekurrierenden ist die Gemeinde gestützt auf § 204 PBG verpflichtet, die-

ses Schutzobjekt ungeschmälert zu erhalten. 

Zur Begründung verweisen sie auf ein vorgängiges Rekursverfahren, in 

welchem die im Jahr 1994 erfolgte Festsetzung der heute nordseits des 

Dorfbachs bestehenden Gewässerabstandslinie strittig war (Verfahren G.-

Nr. R2.95.00005; abgeschlossen mit BRKE II Nr. 0039/1996). Jene Festle-

gung sei von der Gemeinde damals damit gerechtfertigt worden, dass 

durch die Gewässerabstandslinie ein unter dem Gesichtspunkt der Sied-

lungsstruktur und überdies in ökologischer Hinsicht wichtiger Freiraum er-

halten werden solle. 

 

 

R2.2011.00113 Seite 12 

9.2. 

Als vorab unbehelflich erweist sich der von der Bauherrschaft in diesem 

Zusammenhang erhobene Einwand, wonach § 204 PBG deswegen von 

vornherein nicht zum Tragen komme, weil es an einer Inventarisierung feh-

le. Eine solche setzt die Anwendbarkeit der genannten Norm nicht voraus. 

Nach § 204 PBG haben der Staat, die Gemeinden sowie jene Körperschaf-

ten, Stiftungen und selbstständigen Anstalten des öffentlichen und des pri-

vaten Rechts, die öffentliche Aufgaben erfüllen, in ihrer Tätigkeit dafür zu 

sorgen, dass Schutzobjekte geschont und, wo das öffentliche Interesse an 

diesen überwiegt, ungeschmälert erhalten bleiben. Vorliegend soll ein – je-

denfalls aus Sicht der Rekursgegnerschaft – im öffentlichen Interesse ste-

hendes Bauvorhaben teilweise auf einem im Eigentum der öffentlichen 

Hand befindlichen potentiellen Schutzobjekt realisiert werden. Es stehen 

sich mithin öffentliche Interesse gegenüber, die gegeneinander abzuwägen 

sind.  

Bei dieser Abwägung hat sich die örtliche Baubehörde entgegen der Auf-

fassung der Rekurrierenden im Rahmen des ihr diesbezüglich zustehenden 

Ermessens gehalten. Gemäss den Feststellungen anlässlich des Lokalter-

mins weist der Bewuchs des Rekursgrundstücks keinerlei Besonderheiten 

auf, die zwingend zu erhalten wären. Ursächlich für die im erwähnten "Plan 

Natur- und Landschaftsschutz Gemeindeteil Dorf" erfolgte Bezeichnung 

des Rekursgrundstücks als Schutzobjekt dürfte ausschliesslich die von der 

Vorinstanz im vorangegangenen Rekursverfahren G.-Nr. R2.95.00005 an-

geführte Absicht gewesen sein, einen für die Siedlungsstruktur und über-

dies unter ökologischen Gesichtspunkten wichtigen Freiraum zu erhalten. 

Diese Ziele werden durch das KWKW, das oberirdisch nur untergeordnet in 

Erscheinung tritt, nicht wesentlich in Frage gestellt. Berücksichtigen durfte 

die Vorinstanz bei ihrem Entscheid auch die von der Bauherrschaft durch 

den Beizug eines Landschaftsarchitekten geplanten "naturschutzspezifi-

schen Aufwertungen" (angefochtener Beschluss, Erw. 9 und act. 18.2). 

Wenn sie insgesamt zum Schluss kam, dass das KWKW mit dem Schutz-

zweck vereinbar sei, erweist sich dies als ohne Weiteres vertretbar. 

10.1. 

In ihrer ergänzenden Rekurseingabe vom 4. Juli 2011 machen die Rekur-

rierenden geltend, dass dem strittigen Bauvorhaben auch die am 1. Juni 

2011 in Kraft getretene revidierte Gewässerschutzverordnung (GSchV, in 

 

 

R2.2011.00113 Seite 13 

der Fassung vom 4. Mai 2011) entgegenstehe. Nach deren Übergangsbe-

stimmungen sei solange, als die in Art. 41a und 41b GSchV vorgeschrie-

benen Gewässerräume noch nicht festgelegt seien, bei Fliessgewässern 

mit einer bis 12 m breiten Gerinnesohle beidseits ein Uferstreifen mit einer 

"Breite von je 8 m plus die Breite der bestehenden Gerinnesohle" von nicht 

standortgebundenen Anlagen im Sinne von Art. 41c GSchV freizuhalten. 

Beim rund 8 m breiten Dorfbach ergebe sich hieraus ein 16 m betragender 

Gewässerabstand, in dem nur standortgebundene Bauten und Anlagen zu-

lässig seien, wozu das KWKW nicht gehöre. Die fragliche Gesetzesände-

rung sei nach der diesbezüglichen Rechtsprechung ungeachtet dessen zu 

berücksichtigen, dass sie erst nach Erlass der angefochtenen Entscheide 

in Kraft trat. 

[.…] 

10.2. 

Ändert sich die Rechtslage im Laufe des Rechtsmittelverfahrens, so ist 

nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts bei der Überprüfung 

von Dauerverwaltungsakten in der Regel das neue Recht anzuwenden (VB 

166/1981 in RB 1982 Nr. 7 [= ZBl 84, 41 und ZR 82 Nr. 18]). Dies gilt ins-

besondere für planungsrechtliche Festlegungen (VB 176/1985 in RB 1985 

Nr. 116). Von einer solchen ist bei den in der Gewässerschutzverordnung 

definierten Regeln über den notwendigen Gewässerraum, den die Kantone 

bis 31. Dezember 2018 festzulegen haben, zweifellos auszugehen. Glei-

ches gilt für die Übergangsregelung. 

Gleichwohl muss Letztere im vorliegenden Verfahren in einer differenzie-

renden Weise berücksichtigt werden. Einerseits würde zwar die bei der 

künftigen Festsetzung des Gewässerraums beim Dorfbach massgebliche 

Bestimmung von Art. 41a Abs. 2 lit b GSchV zu einem im Vergleich zur 

Übergangsregelung noch erhöhten Abstandserfordernis für Bauten und An-

lagen führen ("2,5-fache Breite der Gerinnesohle plus 7 m => 2,5 x 8 m = 

20 m +7 m = 27 m). Andererseits ist nicht zu übersehen, dass nach Art. 

41a Abs. 4 GSchV die Breite des Gewässerraums in dicht überbauten Ge-

bieten den baulichen Gegebenheiten angepasst werden kann, soweit der 

Schutz vor Hochwasser gewährleistet ist. Von einem derartigen Anwen-

dungsfall ist hier auszugehen. Ein ab dem Rand des Dorfbachs 27 m tiefer 

Gewässerraum würde nicht nur dazu führen, dass sich die 

Felseneggstrasse vollständig innerhalb von diesem befände, sondern es 

 

 

R2.2011.00113 Seite 14 

träfe dies weitgehend auch für die Gebäude der Rekurrierenden Nrn. 2, 4 

und 5 (Pol.-Nrn. 10 und 14) sowie die Gebäude Felseneggstrasse 16 und 

17 zu (vgl. act. 18.6). Wie der Augenschein gezeigt hat, lassen die beste-

henden topografischen Verhältnisse einen geringeren Gewässeraum ohne 

Weiteres zu. Der Dorfbach verläuft im hier fraglichen Bereich rund 8-9 m 

unterhalb des Niveaus der Felseneggstrasse (vgl. act. 18.3, Schnitte). 

Beidseits steigt das Ufer steil an (Prot. S. 8, Foto 4). Aus Gründen des 

Hochwasserschutzes erscheint ein Gewässerraum mit der Normbreite da-

her nicht notwendig. Mit nachgerade an Sicherheit grenzender Wahr-

scheinlichkeit wird die Grenze des künftigen Gewässerraums nordseits mit 

der bestehenden Gewässerabstandslinie zusammenfallen, welche entlang 

des südlichen Rands der Felseneggstrasse und der Südfassade des Ge-

bäudes des Rekurrenten Nr. 2 verläuft (vgl. wiederum act. 18.6).  

Im vorliegenden Verfahren ist mithin davon auszugehen, dass die Über-

gangsregelung der revidierten Gewässerschutzverordnung nur insoweit 

tangiert ist, als das KWKW nach Süden über die Felseneggstrasse hinaus 

in die dort angrenzende Freihaltezone hineinragt. Nur in diesem Umfang 

stellt sich somit die Frage, ob es sich beim KWKW um eine nach Art. 41c 

Abs. 1 GSchV zulässige "standortgebundene, im öffentlichen Interesse lie-

gende Anlage" handle. 

Ob Letzteres der Fall sei, ist teilweise identisch mit der Frage, ob dem 

KWKW, soweit dieses in der Freihaltezone liegt, Standortgebundenheit im 

Sinne von Art. 24 RPG zuerkannt werden könne. Hierzu wurde vorstehend 

unter Erwägungsziffer 8 bereits Stellung genommen wurde. Die dortigen 

Ausführungen gelten sinngemäss auch hier. Auszugehen ist auch von ei-

ner Anlage, an der ein öffentliches Interesse besteht. Ein solches ist ent-

gegen der Auffassung der Rekurrierenden nicht deswegen zu verneinen, 

weil das KWKW, was in der Natur solcher Anlagen begründet liegt, nur in 

beschränktem Umfang Strom zu erzeugen vermag.  

11.1. 

Beanstandet werden von den Rekurrierenden auch die von der örtlichen 

Baubehörde erteilten Ausnahmebewilligungen für die teilweise Überstel-

lung der wie erwähnt am südlichen Rand der Felseneggstrasse verlaufen-

den Gewässerabstandslinie sowie für die Beanspruchung des Strassenab-

standsbereichs durch den in der Freihaltezone befindlichen Teil des 

KWKW. 

 

 

R2.2011.00113 Seite 15 

Gemäss § 220 PBG ist von Bauvorschriften im Einzelfall zu befreien, wenn 

besondere Verhältnisse vorliegen, bei denen die Durchsetzung der Vor-

schriften unverhältnismässig erscheint (Abs. 1). Ausnahmebewilligungen 

dürfen nicht gegen den Sinn und Zweck der Vorschrift verstossen, von der 

sie befreien, und auch sonst keine öffentlichen Interessen verletzen, es sei 

denn, es würde die Erfüllung einer dem Gemeinwesen gesetzlich obliegen-

den Aufgabe verunmöglicht oder übermässig erschwert (Abs. 2). Ein 

Nachbar darf durch Ausnahmebewilligungen von Vorschriften, die auch ihn 

schützen, nicht unzumutbar benachteiligt werden; Ausnahmebewilligungen 

dürfen jedoch nicht von der Zustimmung des Nachbarn abhängig gemacht 

werden (Abs. 3). 

Unter besonderen Verhältnissen sind Situationen zu verstehen, die wesent-

lich von den tatsächlichen Verhältnissen abweichen, welche der Gesetzge-

ber im Auge gehabt hat. Es handelt sich um Sachverhalte, die der Gesetz-

geber bei richtiger Voraussicht anders normiert hätte, sodass ihnen die All-

gemeinordnung nicht mehr gerecht zu werden vermag. Besondere Verhält-

nisse können namentlich in der Topographie, Form oder Lage des Bau-

grundstückes liegen. 

11.2. 

Fraglich ist, ob der Gewässerabstandslinie, nachdem zwischenzeitlich die 

Übergangsregelung der revidierten Gewässerschutzverordnung gilt, heute 

noch eine Bedeutung zukomme und für deren Überstellung daher ein Dis-

pens überhaupt noch notwendig sei. Als klar unbeachtlich sind jedenfalls 

solche Gewässerabstandslinien anzusehen, die innerhalb des nach der 

Übergangsregelung freizuhaltenden Gewässerraums verlaufen. Der 

Rechtswirksamkeit solcher Gewässerabstandslinie steht die derogatorische 

Kraft des Bundesrechts entgegen. Vorliegend ist wie ausgeführt davon 

auszugehen, dass die Grenze des (reduzierten) Gewässerraums mit der 

Gewässerabstandslinie zusammenfällt. Auch bei dieser Konstellation ist ei-

ner gestützt auf § 67 PBG festgesetzten Gewässerabstandslinie, da mit ei-

ner solchen keine von der Gewässerschutzverordnung abweichenden Ziele 

verfolgt werden, eine weiterhin bestehende Rechtswirksamkeit abzuspre-

chen. Die Frage, ob der Gewässerraum für Bauten und Anlagen bean-

sprucht werden dürfe, ist heute ausschliesslich gestützt auf die Regelung 

von Art. 41c Abs. 1 GSchV zu beurteilen.  

 

 

R2.2011.00113 Seite 16 

Ihre Gültigkeit behalten könnte höchstens eine ausserhalb des nach der 

Gewässerschutzverordnung freizuhaltenden Gewässerraums verlaufende 

Gewässerabstandslinie. Eine solche Festlegung dürfte allerdings nicht exis-

tieren. 

11.3. 

Zum Tragen kommt die kantonale Dispensregelung demgegenüber mit Be-

zug auf den Strassenabstandsbereich. Die Vorinstanz ging diesbezüglich 

davon aus, dass die von § 220 Abs. 1 PBG verlangten besonderen Ver-

hältnisse in der technisch (hydraulisch) bedingten Situierung des KWKW 

und dessen besonderer Eigenart und Zweckbestimmung zu erblicken sei-

en. Dem kann im Ergebnis insofern zugestimmt werden, als der Gesetzge-

ber offenkundig nicht vorausgesehen hat, dass je eine Baute/Anlage der 

vorliegend strittigen Art oberirdisch im Strassenabstandsbereich sollte er-

stellt werden wollen. Vorgesehen hat er, dass die Notwendigkeit bestehen 

könnte, im Baulinienbereich, an dessen Stelle beim Fehlen von Baulinien 

der Strassenabstand tritt (§ 265 Abs. 1 PBG), unterdirdische Leitungen 

samt zugehörigen Bauwerken zu erstellen, wofür er in § 105 PBG die Vo-

raussetzungen geschaffen hat. Von speziellen Verhältnissen kann vorlie-

gend aufgrund dessen, dass das Terrain ab der Felseneggstrasse nach 

Süden steil abfällt und in jener Richtung der Dorfbach angrenzt, auch in to-

pografischer und ortsbaulicher Hinsicht ausgegangen werden. Die von den 

Rekurrierenden angeführte Zweckbestimmung, nämlich einen bestimmten 

Strassenraum und den für Leitungen benötigten Platz zu sichern, kommt 

dem Strassenabstand im hier fraglichen Bereich, wo weder begrünte Vor-

gärten gesichert werden müssen und die erforderlichen Leitungen aus na-

heliegenden Gründen in die Felseneggstrasse eingebaut wurden, klarer-

weise nicht zu. Die von Vorinstanz erteilte Ausnahmebewilligung verstösst 

daher nicht gegen Sinn und Zweck der Vorschrift, von deren Beachtung sie 

befreit, und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern sie sonst gegen öffentli-

che Interessen verstossen könnte (§ 220 Abs. 2 PBG).  

Die gegenteilige Auffassung der Rekurrierenden ist unbegründet. 

12.1. 

Das KWKW ist nach dem Dafürhalten der Rekurrienden auch aus umwelt-

rechtlichen Gründen unzulässig. Sie beziehen sich hierbei teilweise auf ein 

 

 

R2.2011.00113 Seite 17 

vorgängiges Bewilligungsverfahren, auf welches zum Verständnis der 

nachstehenden Erwägungen kurz einzugehen ist.  

Dem vorliegend strittigen "Gesamtprojekt Zusammenschluss ARA Küs-

nacht-Erlenbach-Zumikon" ging ein von diesem teilweise abweichendes 

Projekt voraus, welches von der Baudirektion mit Verfügung Nr. 0790 vom 

28. April 2010 genehmigt wurde (vgl. act. 5.7 des vorliegenden Verfah-

rens). Hiergegen wurden, was hier jedoch nur der Vollständigkeit halber 

anzuführen ist, verschiedene Rekurse erhoben (u.a. vom heutigen Re-

kurrenten Nr. 1), auf welche die damals zuständige Baurekurskommission 

II aufgrund dessen, dass nicht gleichzeitig eine Bewilligung durch die örtli-

che Baubehörde ergangen war, mit dem Entscheid BRKE II Nrn. 0173-

0178/2010 vom 10. August 2010 zuständigkeitshalber nicht eintrat (vgl. 

hierzu vorstehend Erwägungsziffer 1). In der Folge zog der Zweckverband 

ARA KEZ das Baugesuch für das damalige Vorhaben zurück und reichte 

am 23. November 2010 ein überarbeitetes Projekt ein, das mit den vorlie-

gend angefochtenen Entscheiden bewilligt wurde. Dieses unterscheidet 

sich vom vorangegangenen Projekt – soweit hier von Interesse – darin, 

dass die Lage des KWKW von einem vollständig innerhalb der Freihalte-

zone befindlichen Standort teilweise unter die Felseneggstrasse und über-

dies nach Westen, in den Nahbereich der Parzelle des Rekurrenten Nr. 2 

verschoben wurde. 

12.2. 

Ihre umweltrechtlichen Einwände begründen die Rekurrierenden unter an-

derem damit, dass selbst die Baudirektion in der Verfügung vom 25. Mai 

2011 nicht ausschliesse, dass dem KWKW zeitweise geruchlich belastete 

Abluft entweichen könnte (Ziff. 4.3 der Erwägungen, S. 25). Im Techni-

schen Bericht zum Los KWKW werde ausgeführt, dass zur Vermeidung 

von Geruchsbelästigungen insbesondere längere Standzeiten des Abwas-

sers in der Druckleitung verhindert werden müssten (act. 18.1, Ziff. 4.2.6, 

S. 19). Unbeantwortet bleibe, wie dies im Hinblick auf die vom beauftragten 

Ingenieurbüro in anderem Zusammenhang selber erkannte Pannenanfäl-

ligkeit von mit Rohabwasser betriebenen KWKW zuverlässig gewährleistet 

werden könne. Im Technischen Bericht sei denn auch die Rede davon, 

dass unklar sei, inwieweit Geruchsbelästigungen zu einem "relevanten 

Problem" werden könnten (a.a.O.). Ungeklärt ist nach Auffassung der Re-

kurrierenden überdies, ob und inwieweit über die notwendige Entlüftung 

des KWKW krankheitserregende Aerosole freigesetzt werden könnten, was 

 

 

R2.2011.00113 Seite 18 

die Baudirektion in der vorangegangenen Verfügung Nr. 0790 vom 28. April 

2010 nicht völlig ausgeschlossen, sondern dort lediglich angeführt habe, 

dass diesbezüglich "keine besonderen Risiken zu erwarten" seien. Unge-

nügend untersucht worden seien auch die lärmrechtlichen Auswirkungen 

des KWKW. Gemäss dem UVB fehlten Angaben darüber, inwiefern Lärm 

über die vorgesehene Abluftanlage des KWKW emittiert werden könnte.  

Aus all diesen Gründen bestehen nach Auffassung der Rekurrierenden kla-

re Anzeichen dafür, dass das geplante KWKW für die betroffenen Anwoh-

ner lästige oder gar schädliche Auswirkungen zur Folge haben könnte. Die 

Rekurrierenden halten dafür, dass die Umweltverträglichkeit der strittigen 

Anlage vertieft hätte abgeklärt werden müssen, was unterblieben sei. Ihres 

Erachtens ist ein unabhängiges Fachgutachten einzuholen, welches auf-

zeigen soll, ob eine Anlage der vorliegend strittigen Art mit der nach dem 

Vorsorgeprinzip (Art. 11 des Umweltschutzgesetzes [USG]) notwendigen 

Emissionsbegrenzung an der Quelle überhaupt vereinbar ist.  

Die Rekursgegnerschaft hält dem kurz zusammengefasst entgegen, dass 

die möglichen umweltrechtlichen Auswirkungen des KWKW im Rahmen 

der unter Beizug der kantonalen Fachstellen durchgeführten Umweltver-

träglichkeitsprüfung umfassend untersucht worden seien. Da sich die Ein-

wände der Rekurrierenden gegen die im Umweltverträglichkeitsbericht und 

dessen Beurteilung durch die Koordinationsstelle für Umweltschutz (KofU) 

getroffenen Feststellungen als unbegründet erwiesen, erübrige sich die 

Einholung eines Fachgutachtens. Dem von den Rekurrierenden angeführ-

ten Vorsorgeprinzip werde unter anderem dadurch genügt, dass die ohne 

Filter geplante Abluftanlage des KWKW so ausgeführt werden müsse, 

dass der Einbau einer Filteranlage nachträglich möglich sei (was von der 

Baudirektion in Dispositiv-Ziffer XXX lit. e der Verfügung vom 25. Mai 2011 

auch angeordnet worden sei).  

12.3.1. 

Nach Art. 11 Abs. 1 USG werden Luftverunreinigungen, Lärm und sonstige 

Einwirkungen durch Massnahmen bei der Quelle begrenzt. Nach Absatz 2 

dieser Norm sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge unabhängig von 

der bestehenden Umweltbelastung so weit zu begrenzen, als dies tech-

nisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist. Wenn feststeht 

oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter Berücksichtigung der be-

stehenden Umweltbelastung schädlich oder lästig werden, sind die Emissi-

 

 

R2.2011.00113 Seite 19 

onsbegrenzungen zu verschärfen (Art. 11 Abs. 3 USG; was nach Art. 12 

Abs. 1 USG unter anderem durch den Erlass von Emissionsgrenzwerten 

erfolgt). Der von einer stationären Anlage im Sinne von Art. 2 der 

Luftreinhalteverordnung (LRV) bzw. Art. 7 Abs. 7 USG ausgehende Geruch 

als Form der Luftverunreinigung ist dann als schädlich oder lästig und da-

mit übermässig einzustufen, wenn er geeignet ist, einen wesentlichen Teil 

der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich zu stören (Art. 14 lit. b 

USG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 5 lit. b LRV). Steht wie hier eine neue 

ortsfeste Anlage in Frage, ist lediglich ein merklich unterhalb einer erhebli-

chen Störung liegendes Einwirkungspotenzial erlaubt (vgl. Art. 23 USG). 

Mit Bezug auf allfälligen mit dem KWKW verbundenen Lärm ist davon aus-

zugehen, dass eine Anlage vorliegt, welche den in Anhang 6 der Lärm-

schutzverordnung (LSV) für Industrie- und Gewerbelärm festgesetzten Be-

lastungsgrenzwerten unterliegt. Gemäss Ziffer 1 Absatz 2 dieses Anhangs 

sind Energieanlagen, die regelmässig während längerer Zeit betrieben 

werden, wovon bei dem gemäss dem Technischen Bericht während knapp 

7100 Stunden pro Jahr in Betrieb stehenden KWKW auszugehen ist (act. 

18.1, S. 16), Industrie- und Gewerbeanlagen gleichgestellt. Da es sich 

beim KWKW um eine neue stationäre Anlage im Sinne von Art. 7 Abs. 7 

USG bzw. Art. 2 Abs. 1 LSV handelt, hat dieses die Planungswerte zu res-

pektieren.  

12.3.2. 

Schutzmassnahmen nach Art. 12 Abs. 2 USG sind nicht erst zu ergreifen, 

wenn die Umweltbelastung schädlich oder lästig wird, sondern es müssen 

gestützt auf das Vorsorgeprinzip alle unnötigen Emissionen vermieden 

werden. Das Vorsorgeprinzip verlangt indessen nicht, dass jegliche Emis-

sionen vermieden werden müssen. Es hat lediglich einen emissionsbe-

grenzenden, nicht jedoch einen emissionseliminierenden Charakter (BGE 

126 II 399 E.4c mit Hinweis). Ein Anspruch darauf, dass eine Anlage abso-

lut geruchs- oder auch lärmfrei funktionieren müsse, besteht nicht. Viel-

mehr sind geringfügige Belästigungen zumutbar. Auch bei solchen kommt 

das Vorsorgeprinzip zwar zum Tragen, doch ist dem verfassungsrechtli-

chen Verhältnismässigkeitsprinzip Rechnung zu tragen. Dieses führt dazu, 

dass geringfügige Emissionen nur (aber immerhin) dann zu eliminieren 

sind, wenn dies mit geringem Aufwand möglich ist (vgl. zum Ganzen BGE 

133 II 169 E. 3.2 S. 175 f.). 

 

 

R2.2011.00113 Seite 20 

12.3.3. 

Die Luftreinhalteverordnung legt für Gerüche keine Emissionsgrenzwerte 

fest (Art. 3 Abs. 1 LRV in Verbindung deren Anhang 1). Emissionen, für 

welche diese Verordnung keine Emissionsbegrenzung festlegt oder eine 

bestimmte Begrenzung als nicht anwendbar erklärt, sind nach Art. 4 Abs. 1 

LRV – womit der Grundsatz von Art. 11 Abs. 2 USG wiederholt wird – von 

der Behörde vorsorglich soweit zu begrenzen, als dies technisch und be-

trieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist. 

Massnahmen der Emissionsbegrenzung gelten nach Art. 4 Abs. 2 LRV als 

technisch und betrieblich möglich, wenn sie bei vergleichbaren Anlagen im 

In- oder Ausland erfolgreich erprobt sind (lit. a) oder bei Versuchen erfolg-

reich eingesetzt wurden und nach den Regeln der Technik auf andere An-

lagen übertragen werden können (lit. b). Für die Beurteilung der wirtschaft-

lichen Tragbarkeit von Emissionsbegrenzungen ist auf einen mittleren und 

wirtschaftlich gesunden Betrieb der betreffenden Branche abzustellen (Art. 

4 Abs. 3 LRV). 

Diese – ohnehin eher auf private geruchsemittierende Betriebe zugeschnit-

tenen – Regeln versagen vorliegend insofern, als auf verlässliche Erfah-

rungen mit absolut vergleichbaren Anlagen – soweit erkennbar – nicht zu-

rückgegriffen werden kann. Im Technischen Bericht zum KWKW ist zwar 

die Rede davon, dass zwei mit Abwasser betriebene Kleinwasserkraftwer-

ke besichtigt worden seien (Verbier [VS] und Leysin [(VD]). Jedoch wurde 

Geruchsproblemen damals offenbar nicht nachgegangen. Thema jener 

Besichtigungen war – zusätzlich zu rein technischen Aspekten – eher eine 

allfällige Lärmproblematik (vgl. act. 18.1, Anhang zu Anhang 2, S. 2). Bei 

der in Verbier besichtigten Anlage handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit 

nach um das von den Rekurrierenden erwähnte Kleinwasserkraftwerk Le 

Châble, dem das in Verbier gesammelte Abwasser über eine Druckleitung 

zugeführt. Situiert ist dieses KWKW in der im Tal befindlichen Abwasser-

reinigungsanlage der Gemeinde Bagnes (vgl. act. 5.3 S. 24 und act. 36 [im 

Rahmen des Programms "energieschweiz" des Bundesamtes für Energie 

erschienene Publikationen]). Dementsprechend dürfte einer allfälligen Ge-

ruchsproblematik bei jener Anlage keine besondere Beachtung geschenkt 

worden sein und lässt sich aus dieser für das vorliegend strittige Projekt 

wenig oder gar nichts ableiten. Immerhin kann den erwähnten Publikatio-

nen entnommen werden, dass die Turbinierung von Abwasser offenbar 

kein Problem darstellt. Dies jedenfalls dann, wenn wie hier von Feststoffen 

befreites Abwasser, was durch den Feinrechen im Sammelbecken der ARA 

 

 

R2.2011.00113 Seite 21 

Zumikon gewährleistet ist, turbiniert wird. Soweit die Rekurrierenden daher 

geltend machen, dass Anlagen der fraglichen besonders pannenanfällig 

seien und sich hieraus zu Geruchsproblemen führende Standzeiten des 

Abwassers ergeben könnten, erweist sich dies als unbegründet. Im Übri-

gen kann in casu bei einem Ausfall der Turbine das Abwasser über den 

Bypass abgeleitet werden (vgl. vorstehend Erwägungsziffer 3.4). 

12.3.4.1. 

Im Zusammenhang mit sich allenfalls aus anderen Gründen ergebenden 

Standzeiten und damit zusammenhängenden Geruchsproblemen ist zu 

den Angaben des Rekurrenten Nr. 2 in seiner Eingabe vom 5. Dezember 

2011 Stellung zu nehmen. (vgl. lit. F der Prozessgeschichte). Auszugehen 

ist vom seitens der Rekursgegnerschaft nicht bestrittenen Umstand, dass 

Abwasser, sofern dieses nicht belüftet wird, innert relativ kurzer Zeit starke 

Gerüche entwickelt (vgl. hierzu etwa act. 30; Stellungnahme des AWEL im 

Rahmen der Duplik).  

Seine Annahme, wonach es zu längeren, geruchsproblematischen Stand-

zeiten des Abwassers in der (nicht belüfteten) Druckleitung kommen könn-

te, begründet der Rekurrent Nr. 2 damit, dass für den Betrieb der Turbine 

gemäss dem Technischen Bericht zum Los KWKW eine minimale Zu-

flussmenge von 30 Litern pro Sekunde (l/s) notwendig sei (act. 18.1, S. 14 

f.). Eine solche werde nach einer die Wasserqualität des Chliweidlibachs 

betreffenden, im Internet veröffentlichten Untersuchung des AWEL indes-

sen gar nicht erreicht (http://www.hw.zh.ch/chemie/fg/435_L.pdf). Gemäss 

dortigen Angaben betrage die Abflussmenge dieses Bachs, in den das Ab-

wasser der ARA Zumikon derzeit eingeleitet wird, 26 Liter pro Sekunde 

(l/s). Hierbei handle es sich bei 60% um gereinigtes Abwasser, was rund 16 

l/s ergebe (vgl. act. 33). 

12.3.4.2. 

Im Technischen Bericht zum KWKW wurde davon ausgegangen, dass die 

(mit der Abflussmenge weitgehend gleichzusetzende) Zuflussmenge in der 

ARA Zumikon bei Trockenwetter bei 50 Liter pro Sekunde liegt, was sich 

aus kontinuierlich stattfindenden Messungen ergebe. Bis zum Jahr 2030, 

auf welchen Planungshorizont das "Gesamtprojekt Zusammenschluss ARA 

Küsnacht-Erlenbach-Zumikon" ausgelegt ist, soll sich die Abflussmenge 

auf 60 l/s erhöhen (act. 18.1, S. 10 f.).  

 

 

R2.2011.00113 Seite 22 

Da die unterschiedlichen Angaben über die Abflussmenge der ARA 

Zumikon nicht ohne Weiteres erklärbar waren, wurde die Baudirektion ge-

stützt auf § 26b Abs. 1 Satz 2 VRG mit Verfügung vom 20. Januar 2012 

verpflichtet, zur Eingabe des Rekurrenten Nr. 2 Stellung zu nehmen. 

Dem kam sie mit Eingabe vom 3. Februar 2012 nach. Darin werden die 

abweichenden Angaben mit Bezug auf die Abflussmenge der ARA 

Zumikon in schlüssiger Weise damit erklärt, dass die in dem vom Rekur-

renten Nr. 2 erwähnten Datenblatt genannte Abflussmenge des 

Chliweidlibachs lediglich auf einer Abschätzung beruhe. Zudem sei, was 

aus dem fraglichen Datenblatt allerdings nicht klar hervorgehe, die Abwas-

sereinleitung aus der ARA Zumikon in der genannten Abflussmenge nicht 

enthalten. Bei richtiger Lesart der dortigen Angaben betrage der mittlere 

Abwasseranfall 39 l/s. Dies decke sich mit den durch eine entsprechende 

Vorrichtung erfolgenden Messungen im Zulauf der ARA Zumikon bzw. der 

vom AWEL jährlich durchgeführten Betriebsdatenauswertung. Diese habe 

für den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2010 eine mittlere 

Abwassermenge von 38,6 l/s ergeben (vgl. act. 37 des vorliegenden Ver-

fahrens).  

12.3.4.3. 

Dem vorstehend Gesagten wird in der am 27. Februar 2012 eingereichten 

Stellungnahme des Rekurrenten Nr. 2 nicht widersprochen. Es ist mithin 

von einer grundsätzlich genügenden Abwassermenge und daher einem pro 

Tag zu weiten Teilen stattfindenden Betrieb der Turbine auszugehen. Ob 

ein solcher möglich ist, hängt vom Wasserstand im Ausgleichsbecken ab, 

welches der Druckleitung vorgelagert ist. Unterschreitet dieser ein be-

stimmtes Niveau, stellt die Turbine ab (act. 18.1, S. 15 und 23), womit sich 

Standzeiten in der Druckleitung ergeben können. Solche dürften zeitlich je-

doch beschränkt sein. Es ist, auch wenn sich dies dem Technischen Be-

richt zum KWKW direkt nicht entnehmen lässt, davon auszugehen, dass 

sich die Turbine ebenso automatisch, wie sie abgestellt wird, wieder zu-

schaltet, sobald das in das Ausgleichsbecken nachfliessende Abwasser zu 

einem Anstieg des Wasserstandes über das für einen Betrieb notwendige 

Niveau führt. Mit länger andauernden, das heisst sich über mehrere Stun-

den oder gar Tage hinziehenden Standzeiten ist daher nicht zu rechnen. 

Gleichwohl kann der Umstand, dass sich Standzeiten ergeben können, im 

Rahmen der nachstehenden Erwägungen nicht völlig unberücksichtigt ge-

lassen werden.  

 

 

R2.2011.00113 Seite 23 

12.3.4.4. 

Gleiches gilt für den vom Rekurrenten Nr. 2 – gestützt auf eigene Berech-

nungen (vgl. act. 33, Anhang 1 des vorliegenden Verfahrens) – überdies 

erhobenen Einwand, wonach der Abfluss des Rohabwassers via die Druck-

leitung von der ARA Zumikon bis zum KWKW rund zwei Stunden dauere 

und sich hieraus Geruchsprobleme ergeben könnten. Die Bauherrschaft 

bezeichnet diese Ausführungen in ihrer diesbezüglichen Stellungnahme als 

grundsätzlich zutreffend und führt an, dass ein "Anfaulen des Wassers" 

nicht völlig ausgeschlossen sei, diesem Prozess durch die Belüftung des 

vorgelagerten Ausgleichsbeckens in der ARA Zumikon jedoch bestmöglich 

entgegengewirkt werde (act. 34 des vorliegenden Verfahrens).  

12.3.5. 

Als Fazit aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass das strittige 

KWKW einige Unwägbarkeiten in sich birgt, denen im Rahmen der Vorsor-

ge Rechnung zu tragen ist. Eine im Sinne von Art. 4 Abs. 2 LRV technisch 

und betrieblich mögliche Massnahme der Emissionsbegrenzung stellt ein – 

vorliegend als allfällige Nachrüstung auch ins Auge gefasster – Aktivkohle-

filter dar. Über die Wirkung eines solchen bei einem mit Abwasser betrie-

benen KWKW kann zwar, da diesbezügliche Vergleichsobjekte fehlen, kei-

ne Aussage gemacht werden. Jedoch werden Aktivkohlefilter nebst der 

Beseitigung von Luftpartikeln auch dazu eingesetzt, Gerüche zu eliminie-

ren. Insofern kann diese seit Jahren bestehende Filtertechnik als erprobt 

angesehen werden und lässt sich deren Wirksamkeit auch auf eine Anlage 

der vorliegend strittigen Art übertragen. Die Fragestellung reduziert sich 

mithin darauf, ob es sich bei der Verpflichtung der Bauherrschaft, eine der-

artige Filteranlage einzubauen, um eine wirtschaftlich tragbare und damit 

durch die zuständige Behörde anzuordnende Massnahme zur Emissions-

begrenzung handle.  

Dies ist aus folgenden Gründen zu bejahen: Vorab nicht zu übersehen ist, 

dass das strittige KWKW in nächster Nähe von Wohngebäuden realisiert 

werden soll. Sollte diesem geruchsbelastete Abluft entweichen, was die 

Rekursgegnerschaft zumindest nicht völlig ausschliessen kann, führte dies 

für die dortigen Bewohner aufgrund dessen, dass von Gerüchen mit einem 

hohen Belästigungspotenzial auszugehen ist, zu einer erheblichen Belästi-

gung. Eine solche wird dadurch, dass die Entlüftung gegen den Dorfbach 

erfolgt, nicht ausgeschlossen. Geruchsbelastete Abluft hält sich bei der 

Ausbreitung nicht an eine bestimmte Richtung. Zu wiederholen ist in die-

 

 

R2.2011.00113 Seite 24 

sem Zusammenhang, dass das KWKW als neue ortsfeste Anlage lediglich 

zu deutlich unterhalb einer erheblichen Belästigung liegenden Einwirkun-

gen führen darf.  

Ein Aktivkohlefilter würde auch der von den Rekurrierenden überdies ge-

äusserten Befürchtung entgegenwirken, dass das mit Druck ins KWKW 

einschiessende Abwasser zur Freisetzung von krankheitserregenden Aero-

solen führen könnte, welche Möglichkeit die Baudirektion in ihrer Rekur-

santwort allerdings verneint. Auffällig ist jedoch, dass deren Koordinations-

stelle für Umweltschutz (KofU) bei der von Art. 10c Abs. 1 USG vorge-

schriebenen Beurteilung des Umweltverträglichkeitsberichtes davon aus-

ging, dass ein Aktivkohlefilter eingebaut wird. Unter dieser Prämisse wurde 

die dort als grundsätzlich vorstellbar bezeichnete Möglichkeit, dass im 

Rohabwasser "enthaltene Organismen, insbesondere auch potentiell pa-

thogene", freigesetzt werden könnten, ausgeschlossen (act. 25.3, S. 16). 

Daraus lässt sich schliessen, dass die Baudirektion – zumindest damals 

noch – die Umweltverträglichkeit des KWKW, jedenfalls unter dem Ge-

sichtspunkt der biologischen Sicherheit, nur unter der Voraussetzung des 

Einbaus eines Aktivkohlefilters als gegeben erachtete. 

Die mit dem Einbau eines solchen verbundenen Kosten ergeben sich aus 

der nachstehenden, dem Technischen Bericht zum Los KWKW entnom-

menen Tabelle (act. 18.1, S. 20):  

Kosten [CHF]  Aktivkohlefilter  

Leitungen (inkl. Messvorrichtungen)  6'000  

Aktivkohlefilter  14'000  

Entfeuchter  10'000  

Ammoniakwäscher  40'000  

Elektroarbeiten  6'000  

Technisches Konto  10'000  

Unvorhergesehenes  4'000  

Total  90'000  

Aufwendungen in dieser Grössenordnung erweisen sich bei einem Projekt, 

das – wenn nur das KWKW betrachtet wird – mit Kosten von rund 1 Million 

Franken verbunden ist (act. 18.1, S. 29) und, wenn die Ableitung mit einge-

rechnet wird, Kosten von rund 8 Millionen Franken verursacht (Technischer 

Bericht zum Los ABL, act. 17.1, S. 37), als ohne Weiteres verhältnismässig 

und damit wirtschaftlich tragbar.  

Durch den Einbau einer dem Aktivkohlefilter vorgeschalteten Entfeuch-

tungsanlage wird der von den Rekurrierenden geäusserten Befürchtung 

 

 

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Rechnung getragen, wonach die Wirksamkeit des Aktivkohlefilters durch 

die im KWKW herrschende Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt werden könnte. 

Fragen liesse sich, ob von einer Verpflichtung der Bauherrschaft zum Ein-

bau eines Ammoniakwäschers, dessen Einbau allein Fr. 40'000.-- kostet, 

abgesehen werden könne. Diesbezüglich wird im Technischen Bericht an-

geführt, dass hohe Ammoniakkonzentrationen "höchstwahrscheinlich" nicht 

auftreten werden (act. 18.1 S. 20). Völlig ausgeschlossen werden können 

solche offenkundig nicht. Da es sich beim geplanten KWKW um eine mit 

Bezug auf die Auswirkungen mit einigen Unsicherheiten behaftete Pilotan-

lage handelt, ist auch der Einbau eines Ammoniakwäschers als notwendig 

zu erachten und sind die mit einem solchen verbundenen Aufwendungen 

als wirtschaftlich zumutbar zu qualifizieren. 

12.4. 

Aus all diesen Gründen ist der Rekurs insoweit teilweise gutzuheissen, als 

die Rekurrierenden im Eventualstandpunkt verlangen, dass die Bauherr-

schaft aus Gründen der Vorsorge zu verpflichten sei, die sich aus der vor-

stehenden Tabelle ergebenden emissionsbegrenzenden Massnahmen zu 

treffen.  

12.5. 

Mit ihrem Eventualantrag Ziff. 2 lit. b verlangen die Rekurrierenden, dass 

gestützt auf das Vorsorgeprinzip auch in lärmrechtlicher Hinsicht Mass-

nahmen zur Emissionsbegrenzung an der Quelle anzuordnen seien. Sie 

halten dafür, dass die (nach diesem Entscheid mit einer Filteranlage zu 

versehende) Entlüftungsöffnung und der das KWKW talwärts verlassende 

Freispiegelkanal mit einer geeigneten Schalldämmung zu versehen seien. 

Ausgangspunkt der diesbezüglichen Beurteilung bildet das im Rahmen der 

Umweltverträglichkeitsprüfung erstellte, von den Rekurrierenden inhaltlich 

nicht bestrittene Lärmgutachten (act. 14.1, Anhang 16, S. 14). Dieses 

ergab, dass die vom KWKW als neue Anlage einzuhaltenden Planungs-

werte bei den nächstgelegenen Gebäuden (u.a. demjenigen des Rekurren-

ten Nr. 2) am massgeblichen Ermittlungsort (Fenster lärmempfindlicher 

Räume, Art. 39 LSV) klar eingehalten bzw. deutlich unterschritten sind. Im 

Technischen Bericht zum Los KWKW werden die zur Schalldämmung vor-

gesehenen Schallschutzmassnahmen näher umschrieben. Der Innenraum 

des keine Fensteröffnungen aufweisenden KWKW wird mit einer schall-

 

 

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schluckenden Vormauerung ausgekleidet. Um zu verhindern, dass sich 

Lärm über die von diesem weiterführende Freispiegelleitung ausbreiten 

kann, sind die erste und/oder zweite Kanalabdeckung im Inneren des 

KWKW vorgesehen und werden diese überdies schallisoliert (act. 18.1, S. 

19). 

Diese Massnahmen sind entgegen der Auffassung der Rekurrierenden un-

ter dem Gesichtspunkt des Vorsorgeprinzips als genügend zu erachten. 

Eine Notwendigkeit, die Entlüftung des KWKW mit einer Schalldämmung 

zu versehen, ist angesichts dessen, dass in dieser gemäss den vorstehen-

den Ausführungen die in lufthygienischer Hinsicht notwendigen Ausrüstun-

gen einzubauen sind, die sich mittelbar auch schalldämmend auswirken 

werden, zu verneinen. Bei der das KWKW talwärts verlassenden, unterir-

disch verlaufenden Freispiegelleitung ist angesichts der Schallisolierung 

der ersten Schächte nicht erkennbar, inwiefern sich über diese Leitung 

Lärm, der von der Turbine oder von in das Tosbecken einschiessendem 

Abwasser herrührt, in umweltrechtlich relevanter Weise sollte ausbreiten 

können.  

Soweit die Rekurrierenden mit ihrem Eventualantrag Ziff. 2 lit. b verlangen, 

dass in lärmrechtlicher Hinsicht zusätzliche Massnahmen zur Emissions-

begrenzung anzuordnen seien, erweist sich dies als unbegründet. 

12.6. 

Nicht erforderlich ist aufgrund des vorstehend Gesagten die von den Re-

kurrierenden verlangte Einholung eines Gutachtens. Durch die nach dem 

vorliegenden Entscheid in lufthygienischer Hinsicht zu treffenden Mass-

nahmen ist die Umweltverträglichkeit des KWKW als erstellt anzusehen.  

13. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Rekurs teilweise gutzuheis-

sen ist. Dispositiv-Ziffer XXX lit. e der Verfügung der Baudirektion vom 25. 

Mai 2011, worin lediglich bestimmt wurde, dass "die baulichen Vorkehren 

für eine allfällige Nachrüstung einer Abluftreinigung zu treffen" seien, ist 

aufzuheben und durch die dem Dispositiv dieses Entscheides zu entneh-

mende Fassung zu ersetzen. Im Übrigen ist der Rekurs abzuweisen. 

 

 

 

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Das Baurekursgericht erkennt: 

I. 
Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. 

Demgemäss wird Dispositiv-Ziffer XXX lit. e der Verfügung der Baudirektion 
vom 25. Mai 2011 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt: 

"Als Abluftreinigung sind ein Aktivkohlefilter, ein Entfeuchter und ein Am-
moniakwäscher einzubauen." 

Im Übrigen wird der Rekurs abgewiesen.