# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 02748df1-df3b-5f15-a428-f8ffb7c0c438
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.09.2008 C-6106/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6106-2007_2008-09-26.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6106/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), 
Richter Antonio Imoberdorf, Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiberin Barbara Kradolfer.

A._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Guido Hensch,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Verweigerung der Zustimmung zur Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung sowie Wegweisung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6106/2007

Sachverhalt:

A.
Am 16. Oktober 1999 reiste der aus der Türkei stammende Beschwer-
deführer (geb. 1974) ohne Visum in die Schweiz ein und hielt sich in 
den folgenden Monaten ohne Bewilligung hier auf. 

B.
Am 18. Februar 2000 heiratete der Beschwerdeführer die 1969 gebo-
rene  Schweizer  Bürgerin  B._______.  Aufgrund  der  Eheschliessung 
wurde ihm am 13. März 2000 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib 
bei der Ehefrau erteilt. Wegen der illegalen Einreise im Jahre 1999 und 
des nachfolgenden illegalen Aufenthaltes wurde der Beschwerdeführer 
mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft [...] vom 2. Mai 2000 zu einer 
bedingten Gefängnisstrafe von 3 Monaten verurteilt. Aufgrund dieser 
Verurteilung wurde er am 22. Juni 2000 zudem von der Fremdenpolizei 
des  Kantons  Zürich  (heute  Migrationsamt  des  Kantons  Zürich, 
nachfolgend Migrationsamt) verwarnt. Am 22. März 2001 wurde dem 
Migrationsamt von der Einwohnerkontrolle der Stadt [...] mitgeteilt, der 
Beschwerdeführer habe sich per 30. März 2001 in [...] angemeldet und 
lebe von seiner Ehefrau getrennt.

C.
Am  15.  Januar  2002  schrieb  das  Bezirksgericht  [...]  eine  Schei-
dungsklage der Schweizer Ehefrau als durch Rückzug erledigt ab. Die 
Abschreibungsverfügung hielt unter anderem fest, dass die Ehegatten 
vereinbart hätten, getrennt zu leben.

D.
Am 13. Februar 2002 beantwortete die Ehefrau des Beschwerdefüh-
rers  schriftlich  Fragen,  welche ihr  das  Migrationsamt  am 31. Januar 
2002 unterbreitet hatte. Darin hielt sie unter anderem fest, sie und ihr 
Ehemann lebten seit dem 30. Dezember 2000 getrennt. Als Gründe für 
die Auflösung der ehelichen Gemeinschaft  führte sie  finanzielle  Pro-
bleme, die ständigen Abwesenheiten des Ehemannes, dessen fehlen-
de Bereitschaft,  richtig Deutsch zu lernen, sowie Probleme zwischen 
ihm und ihren Kindern aus erster Ehe an. Mit einer baldigen Wieder-
aufnahme der ehelichen Gemeinschaft sei nicht zu rechnen.

Am 25. März  2002 beantwortete  der  Beschwerdeführer  die  gleichen 
Fragen des Migrationsamtes folgendermassen: Es liege keine Aufgabe 

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der ehelichen Gemeinschaft vor, vielmehr gehe es einzig darum, Ab-
stand zu schaffen und über die eheliche Situation nachzudenken. Er 
wolle die eheliche Gemeinschaft so bald wie möglich wieder aufneh-
men. An eine Scheidung denke er nicht, und er werde dazu auch nicht 
Hand bieten. 

Im darauffolgenden Jahr bestätigte der Beschwerdeführer diese Anga-
ben im Wesentlichen (Schreiben vom 24. März 2003 an das Migrati-
onsamt). Bezüglich der unterschiedlichen Wohnsitze führte er aus, die 
getrennten Wohnungen seien durch seine unregelmässigen Arbeitszei-
ten und das dadurch gefährdete Kindeswohl bedingt. Die ebenfalls an-
gefragte Ehefrau hielt mit Schreiben vom 3. Juli 2003 im Wesentlichen 
an ihren Angaben aus dem Vorjahr fest.

E.
Am 14. Juli 2003 teilte das Migrationsamt dem Beschwerdeführer mit, 
es beabsichtige, die Aufenthaltsbewilligung nicht mehr zu verlängern, 
da er  sich in  rechtmissbräuchlicher  Weise auf  eine nur noch formell 
bestehende Ehe berufe, und lud ihn ein, sich dazu zu äussern. Der Be-
schwerdeführer liess sich am 15. September 2003 vernehmen. Er sei 
der Ansicht, die Ehe werde nach wie vor gelebt. Die getrennten Woh-
nungen  dienten  als  Rückzugsmöglichkeit  bei  auftretenden  Spannun-
gen.

F.
In der Folge wies das Migrationsamt das Gesuch um Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung mit Verfügung vom 14. Oktober 2003 ab. Am 23. 
Oktober 2003 teilte die Einwohnerkontrolle [...] dem Migrationsamt mit, 
der Beschwerdeführer wohne seit  dem 20. Oktober 2003 wieder  bei 
seiner Ehefrau. Am 31. Oktober 2003 stellte der Beschwerdeführer ein 
Gesuch  um Wiedererwägung  der  Verfügung  vom 14. Oktober  2003. 
Daraufhin  wurde  die  Stadtpolizei  [...]  beauftragt,  die  ehelichen 
Verhältnisse  abzuklären.  Aufgrund  des  Polizeiberichts  vom  19. 
November 2003 hob das Migrationsamt seine Verfügung am 27. No-
vember  2003  wiedererwägungsweise  auf  und  verlängerte  die  Auf-
enthaltsbewilligung  des  Beschwerdeführers,  zuletzt  bis  zum  27.  Fe-
bruar 2007.

G.
Am  31.  Mai  2005  erstattete  die  Ehefrau  bei  der  Stadtpolizei  [...] 
Selbstanzeige  wegen  eingegangener  Scheinehe.  Zur  Begründung 
führte sie an, dass sie die vereinbarte Bezahlung nicht erhalten habe. 

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In  der  Befragung  erklärte  sie,  die  Heirat  sei  durch  eine  Drittperson 
arrangiert worden und sie habe nie mit ihrem Ehemann zusammen ge-
lebt. Seinerseits befragt,  bestritt  der Beschwerdeführer den Sachver-
halt.

H.
Mit Urteil  vom 22. März 2006 wurde die Ehe des Beschwerdeführers 
geschieden.  In  diesem  Verfahren  machte  die  Ehefrau  ebenfalls  gel-
tend, es habe sich um eine Scheinehe gehandelt, für die sie die ver-
sprochene Bezahlung nicht erhalten habe.

I.
Am 6. Februar 2007 unterbreitete das Migrationsamt den Fall der Vor-
instanz zur Zustimmung. Am 25. Juni 2007 teilte die Vorinstanz dem 
Beschwerdeführer mit, es werde erwogen, die Zustimmung zu verwei-
gern, da der Sachverhalt den Schluss nahelege, es habe sich um eine 
Scheinehe  gehandelt.  Der  Beschwerdeführer  liess  sich  am  23. Juli 
2007 durch seinen Rechtsvertreter dazu vernehmen. Dieser wies den 
Vorwurf  der  Scheinehe  zurück. Einerseits  hob  er  das  Wohlverhalten 
des  Beschwerdeführers  in  der  Schweiz  hervor.  Andererseits  bestritt 
der  Rechtsvertreter  die  Glaubwürdigkeit  der  Aussagen  der  Ehefrau 
und wies dabei zunächst auf die schwierige Persönlichkeit der Ex-Ehe-
frau hin, die er während der Scheidungsverhandlung erlebt habe. Zu-
dem machte er auf die ihm durch Indiskretion bekannt gewordene An-
schuldigung gegen die Ehefrau betreffend Konsum von Betäubungs-
mitteln aufmerksam.

J.
Mit Verfügung vom 9. August 2007 verweigerte die Vorinstanz die Zu-
stimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung.  Zur  Begrün-
dung wurde im Wesentlichen angeführt,  zahlreiche Indizien deuteten 
darauf hin, dass es sich bei der Ehe des Beschwerdeführers um eine 
Scheinehe gehandelt  habe,  weshalb die  Berufung auf  diese Ehe im 
Aufenthaltsverfahren rechtsmissbräuchlich sei.

K.
Mit  Rechtsmitteleingabe vom 11. September 2007 beantragt  der Be-
schwerdeführer die Aufhebung der Verfügung vom 9. August 2007. Die 
Vorinstanz sei anzuweisen, die Zustimmung zur Verlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung zu erteilen. Zur Begründung bringt er im Wesentli-
chen vor, es habe sich nicht um eine Scheinehe gehandelt und eine 
Bezahlung sei weder vereinbart noch getätigt worden. Zudem macht er 

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die Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, da die Vorinstanz auf 
Aussagen der Ex-Ehefrau abgestellt habe, die sich nicht in den Akten 
befänden.  Die  Ex-Ehefrau  hätte  in  beweisrechtlich  korrekter  Form 
einvernommen  werden  sollen.  Dies  stelle  eine  Verletzung  des 
verfassungsrechtlichen Anspruchs auf ein faires Verfahren dar. Zudem 
verletze  der  angefochtene  Entscheid  den  Grundsatz  der  Verhältnis-
mässigkeit.

L.
Am 19. September 2007 zog das Bundesverwaltungsgericht die Akten 
des Migrationsamtes des Kantons Zürich bei.

M.
Mit Vernehmlassung vom 4. Dezember 2007 beantragt die Vorinstanz 
die Abweisung der Beschwerde. In der Beschwerdeschrift werde zwar 
die Scheinehe bestritten, es würden jedoch keine konkreten Gegenar-
gumente  vorgebracht.  Blosse  Gegenbehauptungen  seien  untauglich, 
um zu einer Neubeurteilung des Sachverhaltes zu führen. Im Weiteren 
wird der Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs zurückgewie-
sen, da im Schreiben vom 25. Juni 2007, mit welchem dem Beschwer-
deführer das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Verfügung gewährt 
wurde, ausdrücklich auf die Aussagen der Ex-Ehefrau im Zusammen-
hang mit  der Scheidung hingewiesen worden sei. Es hätte dem Be-
schwerdeführer  offen gestanden,  beim Bezirksgericht  [...]  Einsicht  in 
die Akten zu verlangen.

Mit  der  Vernehmlassung  reichte  die  Vorinstanz  dem  Bundesverwal-
tungsgericht, neben ihren eigenen Akten, auch diejenigen des Bezirks-
gerichts [...] betreffend das Scheidungsverfahren ein.

N.
Mit Verfügung vom 24. Juli  2008 teilte das Bundesverwaltungsgericht 
dem Beschwerdeführer mit, dass neben den Akten des Migrationsam-
tes auch diejenigen des Scheidungsverfahrens vor dem Bezirksgericht 
[...]  beigezogen  würden.  Es  wurde  ihm  die  Möglichkeit  gegeben, 
allfällige Bemerkungen zum Inhalt anzubringen.

O.
Am 18. August  2008 erklärt  sich der  Rechtsvertreter  im Namen des 
Beschwerdeführers mit dem Beizug und der Berücksichtigung der kan-
tonalen Akten sowie der Scheidungsakten einverstanden.

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P.
Auf den weiteren Akteninhalt  wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  
1.1 Gemäss  Art  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht, unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG genannten  Ausnahmen,  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche 
von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden. Dar-
unter  fallen  Verfügungen  des  Bundesamtes  für  Migration  betreffend 
Zustimmung zur Erteilung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilli-
gung und betreffend Wegweisung.

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das Gesetz nichts ande-
res bestimmt.

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde 
legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht einge-
reichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 49 ff. VwVG).

2.
Mit  Inkrafttreten  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über 
die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  am 1.  Januar 
2008  wurde  das  Bundesgesetz  vom  26. März  1931  über  Aufenthalt 
und  Niederlassung  der  Ausländer  (ANAG,  BS  1  121)  aufgehoben 
(Art. 125 AuG i.V.m. Ziffer I Anhang AuG). Da das der angefochtenen 
Verfügung zugrunde liegende Verfahren vor Inkrafttreten des AuG ein-
geleitet wurde, ist gemäss Art. 126 AuG das bisherige Recht, d.h. das 
ANAG und die darauf abgestützten, per 1. Januar 2008 ebenfalls auf-
gehobenen Verordnungen (vgl. Art. 91 der Verordnung vom 24. Okto-
ber 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, SR 
142.201]), anwendbar.

3.
Mit  Beschwerde  ans  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 

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von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde 
als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. E 
1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Urteils 2A.451/2002 
vom 28. März 2003).

4.  
4.1 In  formeller  Hinsicht  macht  der  Beschwerdeführer  zunächst  die 
Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  geltend,  weil  die  Vorinstanz  auf 
Aussagen der Ex-Ehefrau abgestellt habe, welche den Akten nicht zu 
entnehmen gewesen  seien. Die  Vorinstanz  führt  hierzu  in  ihrer  Ver-
nehmlassung zutreffend aus, dass sie in ihrem Schreiben vom 25. Juni 
2007, mit dem sie den Beschwerdeführer zur Stellungnahme bezüglich 
der  beabsichtigten  Verweigerung  der  Zustimmung  eingeladen  hatte, 
ausgeführt  habe,  auf  welche Aussagen der Ex-Ehefrau sie abstellen 
werde. 

Das  Schreiben  der  Vorinstanz  vom 25.  Juni  2007  enthält  folgenden 
Wortlaut:

"Zudem hat Ihre ehemalige Frau am 18. Februar 2002 [recte: 31. Mai 2005] 

gegenüber  der  Kantonspolizei  Zürich  ausgesagt,  für  einen  versprochenen 

Geldbetrag geheiratet zu haben. Die Ehe sei nur vorgetäuscht gewesen. [...] 

Ihre Frau machte vor Gericht [Scheidungsverhandlung vom 21. März 2006] er-

neut geltend, Sie aus finanzieller Not wegen einer versprochenen Geldzah-

lung geheiratet zu haben und in Wirklichkeit nie mit Ihnen zusammen gelebt 

zu haben."

Aus diesen Sätzen geht (trotz des falschen Datums) klar  hervor, auf 
welche Aussagen der Ehefrau die Vorinstanz sich stützen wollte. Der 
Beschwerdeführer hätte somit die Möglichkeit gehabt, bei den zustän-
digen  Stellen  (Migrationsamt  bzw. Bezirksgericht)  Einsicht  in  die  für 
die  Vorinstanz  relevanten  Akten  zu  verlangen.  Eine  Verletzung  des 
rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz liegt in dieser Hinsicht dem-

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nach nicht vor und die diesbezügliche Rüge erweist sich als unbegrün-
det.

4.2 Zudem beanstandet der Beschwerdeführer sinngemäss, dass die 
Vorinstanz die ehemalige Ehefrau nicht selbst angehört,  sondern auf 
die bereits vorhandenen Aussagen abgestellt habe. Sie habe damit in 
Bezug auf einen für den Beschwerdeführer weitreichenden Entscheid 
eine antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen.

4.2.1 Die Behörde hat grundsätzlich die Pflicht, den rechtserheblichen 
Sachverhalt  von Amtes wegen zu ermitteln (Art. 12 VwVG). Gemäss 
Art. 12 Bst. a – e VwVG kommen als Beweismittel für die Behörde Ur-
kunden, Auskünfte der Parteien, Augenscheine, Auskünfte und Zeug-
nis von Drittpersonen sowie Gutachten von Sachverständigen in Be-
tracht. Im Rahmen der Sachverhaltsermittlung sind die Behörden ver-
pflichtet, die von den Parteien angebotenen Beweise abzunehmen, so-
fern  diese  geeignet  sind,  den  Entscheid  zu  beeinflussen  (vgl.  dazu 
BGE 132 V 368 E. 3.1 S. 270 mit weiteren Hinweisen). Kommt die Be-
hörde jedoch bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
die  Akten  erlaubten  die  richtige  und  vollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen Sachverhalts oder die behauptete Tatsache sei  für 
die Entscheidung der Streitsache nicht von Bedeutung, kann sie auf 
die  Erhebung weiterer  Beweise  verzichten,  ohne  durch  diese  antizi-
pierte Beweiswürdigung den Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss 
Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft  vom 18. April  1999  (BV, SR  101)  zu  verletzen  (vgl.  dazu 
BGE 124 V 90 E. 4b S. 94).

4.2.2 Im vorliegenden Verfahren kommt den Aussagen der Ex-Ehefrau 
des Beschwerdeführers eine wichtige Stellung zu. Der Rechtsvertreter 
bezweifelt in seiner Stellungnahme vom 23. Juli 2007 aufgrund seiner 
Begegnung  mit  der  Ex-Ehefrau  während  der  Hauptverhandlung  im 
Scheidungsverfahren und aufgrund einer angeblichen Indiskretion im 
Zusammenhang  mit  einem möglichen  Drogenproblem die  Glaubwür-
digkeit der Ex-Ehefrau, ohne jedoch ausdrücklich den (Beweis-)Antrag 
auf eine erneute Befragung zu stellen. Es stellt sich deshalb die Frage, 
ob  die  Vorinstanz  aufgrund  der  Ausführungen  des  Rechtsvertreters 
verpflichtet  gewesen wäre,  die  Ex-Ehefrau  im Rahmen der  Feststel-
lung des rechtserheblichen Sachverhaltes von Amtes wegen (Art. 12 
VwVG) nochmals zu befragen. 

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4.2.3 Aus den  Akten  ergibt  sich  Folgendes:  Die  Ex-Ehefrau  hat  am 
13. Februar 2002 und am 3. Juli 2003 gegenüber dem Migrationsamt 
vorgebracht, dass die Ehe gescheitert sei und keine Aussicht auf Wie-
deraufnahme der ehelichen Gemeinschaft bestehe. Am 31. Mai 2005 
hat sie gegenüber der Polizei ausgesagt, sie sei eine Scheinehe ge-
gen Bezahlung eingegangen. Diese Aussagen hat  sie  anlässlich der 
Scheidungsverhandlung  am  21.  März  2006  bestätigt.  Sie  hat  somit 
während  vier  Jahren  widerspruchsfrei  ausgesagt,  dass  die  eheliche 
Gemeinschaft seit längerer Zeit nicht mehr bestehe. Sie änderte ihre 
Aussagen im Jahre 2005 dahingehend, dass sie eine Scheinehe ein-
gegangen sei. Diese Änderung tangiert die Aussage, wonach seit dem 
Jahre 2001 keine eheliche Gemeinschaft mehr bestanden habe, nicht. 
Zudem  geht  weder  aus  dem  Bericht  der  Stadtpolizei  [...]  noch  den 
Scheidungs-  oder  den  übrigen  Akten  hervor,  dass  die  zuständigen 
Beamten  bzw.  Gerichtspersonen  Bedenken  bezüglich  des  Gesund-
heitszustandes der Ex-Ehefrau gehabt hätten. Es ist deshalb nicht er-
sichtlich,  weshalb  die  Vorinstanz  aufgrund  der  nicht  substantiierten 
Ausführungen des Rechtsvertreters  aus dem Jahre 2007 die bereits 
vorliegenden Aussagen der Ex-Ehefrau aus den Jahren 2002 bis 2006 
hätte anzweifeln sollen. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs ist deshalb unbegründet.

5.  
5.1 Die Kantone sind zuständig für die Erteilung und Verlängerung von 
Bewilligungen (vgl. Art. 15 Abs. 1 und Art. 18 ANAG sowie Art. 51 der 
Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl  der 
Ausländer  [BVO, AS 1986  1791]).  Vorbehalten  bleibt  jedoch  die  Zu-
stimmung des Bundesamtes für Migration (Art. 18 Abs. 3 und 4 ANAG 
und Art. 51 letzter Satz BVO in Verbindung mit Art. 1 der Verordnung 
über  das  Zustimmungsverfahren  im  Ausländerrecht  (AS  1983  535). 
Diese Kompetenz des Bundesamtes für Migration ist im vorliegenden 
Fall gegeben (zum Ganzen vgl. BGE 130 II 49 E. 2.1 S. 51, BGE 127 II 
49 E. 3 S. 51 ff.,  BGE 120 Ib 6 E. 3a S. 9 ff.; Verwaltungspraxis der 
Bundesbehörden [VPB] 69.76 E. 12, VPB 70.23 E. 10). 

5.2 Der Beschwerdeführer macht in dieser Hinsicht geltend, die Vorin-
stanz habe willkürlich entschieden, indem sie sich gegen den Antrag 
des  Kantons  stelle.  Hierzu  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  in 
ihrem Entscheid, die Zustimmung zu erteilen oder nicht,  im Rahmen 
der gesetzlichen Vorgaben frei ist (s. unten E. 6). Der Beschwerdefüh-
rer begründet seine Rüge nicht weiter, und es ist auch aufgrund der 

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Akten  nicht  ersichtlich,  inwiefern  die  Verweigerung  der  Zustimmung 
willkürlich sein sollte. 

6.
Gemäss Art. 4 ANAG entscheidet die zuständige Behörde im Rahmen 
der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach 
freiem Ermessen über die Bewilligung von Aufenthalt  und Niederlas-
sung. Auf die Erteilung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung 
besteht grundsätzlich kein Anspruch, es sei denn, der Ausländer oder 
seine in der Schweiz lebenden Angehörigen können sich auf eine Son-
dernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrages berufen (BGE 
133 I 185 E. 2.3 S. 185 und 131 II 339 E. 1 S. 242 f. mit Hinweisen).

6.1 Aufgrund  der  am  18.  Februar  2000  erfolgten  Heirat  mit  einer 
Schweizer  Bürgerin  verfügte  der  Beschwerdeführer  bis  zu  seiner 
Scheidung am 22. März 2006 über einen gesetzlichen Anspruch auf 
Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Art. 7  Abs. 1 
erster Satz ANAG). Sollte der Beschwerdeführer jedoch vor der Schei-
dung  einen  Anspruch  auf  Niederlassungsbewilligung  gemäss  Art. 7 
Abs. 1 zweiter Satz ANAG erworben haben, so kann er  sich hierauf 
auch nach Beendigung der Ehe berufen (BGE 128 II 145 E. 1.1.4/1.1.5 
S. 149 f. mit  Hinweisen). Vorliegend beantragt der Beschwerdeführer 
die Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Falls ein 
Anspruch auf Niederlassungsbewilligung bestünde, was es als Rechts-
frage von Amtes  wegen  zu berücksichtigen gilt  (BGE 128  II  145  E. 
1.1.4 S. 149), könnte dem Betroffenen die ein weniger gefestigtes An-
wesenheitsrecht  vermittelnde  Aufenthaltsbewilligung  indessen  erst 
recht nicht verweigert werden.

6.2 Die Ehe des Beschwerdeführers mit seiner Schweizer Ehefrau hat 
länger als fünf Jahre gedauert und er lebte während dieser Zeit stets 
in der Schweiz. Grundsätzlich hätte er somit einen Anspruch auf Ertei-
lung der Niederlassungsbewilligung (Art. 7 Abs. 1 zweiter Satz ANAG). 
Nach Art. 7  Abs. 2 ANAG besteht  allerdings  kein  solcher  Anspruch, 
wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften über Auf-
enthalt  und Niederlassung von Ausländern und namentlich jene über 
die Begrenzung der Zahl der Ausländer zu umgehen. Erfasst wird von 
dieser Bestimmung die sogenannte Scheinehe oder Ausländerrechts-
ehe, bei der die Ehegatten von vornherein keine echte eheliche Ge-
meinschaft beabsichtigen. Auch wenn die Ehe nicht bloss zum Schein 
eingegangen worden ist, bedeutet dies jedoch keineswegs, dass dem 

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ausländischen Ehepartner der Aufenthalt ungeachtet der weiteren Ent-
wicklungen gestattet werden muss. Zu prüfen ist vielmehr, ob sich die 
Berufung auf  die  Ehe nicht  anderweitig  als  rechtsmissbräuchlich  er-
weist. Rechtsmissbrauch liegt beispielsweise vor, wenn der Ausländer 
sich  auf  eine Ehe beruft,  welche nur noch formell  Bestand hat  oder 
einzig mit dem Ziel aufrecht erhalten wird, der ausländischen Person 
hierzulande ein  Anwesenheitsrecht  zu ermöglichen. Dieses Ziel  wird 
von Art. 7 ANAG nicht geschützt (vgl. BGE 131 II 265 E. 4.2 S. 267; 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-571/2006  vom 7. November 
2007 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Ob eine Ehe eingegangen wurde 
und  aufrechterhalten  wird,  um  die  Vorschriften  über  Aufenthalt  und 
Niederlassung  von  Ausländern  zu  umgehen,  entzieht  sich  in  den 
allermeisten Fällen dem direkten Beweis und kann demnach nur durch 
Indizien nachgewiesen werden. Solche Indizien können beispielsweise 
darin erblickt werden, dass der ausländischen Person die Wegweisung 
drohte, weil ihr keine Aufenthaltsbewilligung erteilt bzw. eine bestehen-
de Bewilligung nicht  verlängert  wurde. Weiter  können die  Umstände 
und die kurze Dauer der Bekanntschaft sowie die Tatsache, dass die 
Ehegatten die Wohngemeinschaft gar nie richtig aufgenommen haben, 
für eine Scheinehe sprechen, ebenso wenn für die Heirat eine Bezah-
lung vereinbart  wurde (Urteil  des  Bundesgerichts  2C_441/2007  vom 
9. Januar  2008  E. 3  und  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
C-135/2006 vom 20. Dezember 2007 E. 4.2).

6.3  Dem Beschwerdeführer wird von der Vorinstanz vorgeworfen, er 
sei die Ehe mit der Schweizerin eingegangen, um sich damit den Auf-
enthalt in der Schweiz zu sichern. Diese Einschätzung wird durch zahl-
reiche Indizien gestützt. So wäre der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt 
der  Eheschliessung verpflichtet  gewesen,  die Schweiz  zu verlassen, 
da er illegal eingereist war und sich anschliessend illegal hier aufge-
halten hatte. Die Ehepartner hatten sich auch erst kurze Zeit vor der 
Eheschliessung  kennen  gelernt  (vgl.  z.B.  die  Einvernahme  des  Be-
schwerdeführers durch die Stadtpolizei [...] vom 19. November 2003 S. 
1)  und  der  Beschwerdeführer  kannte  die  Lebensumstände  seiner 
Ehefrau kaum (Stellungnahme vom 23. Juli  2007). Auch der  weitere 
Verlauf  der  Ehe  deutet  darauf  hin,  dass  das  Aufenthaltsrecht  des 
Beschwerdeführers eine zentrale Rolle gespielt hat. Faktisch wurde die 
eheliche  Gemeinschaft  bereits  kurze  Zeit  nach  der  Eheschliessung 
aufgegeben.  Im  Laufe  des  Verfahrens  wurden  von  den  beiden 
Ehegatten dazu sehr unterschiedliche Angaben gemacht. Fest  steht, 
dass  der  Beschwerdeführer  sich  per  30. März  2001  bei  der 

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Einwohnerkontrolle  der Stadt  [...]  anmeldete und angab, getrennt  zu 
leben. Ferner schrieb das Bezirksgericht [...] am 15. Januar 2002 ein 
von der Ehefrau eingeleitetes Scheidungsverfahren ab, weil die Klage 
zurückgezogen  worden  war. Gleichzeitig  stellte  es  die  Trennung  der 
Ehegatten  fest.  In  der  Hauptverhandlung  des  Scheidungsverfahrens 
vor dem Bezirksgericht  [...]  sagten die Ehegatten am 21. März 2006 
übereinstimmend aus, seit Februar 2002 getrennt zu leben. Es ist so-
mit davon auszugehen, dass bereits im März 2001, spätestens jedoch 
im Februar 2002, also deutlich vor Ablauf der Fünfjahresfrist, die ehe-
liche  Gemeinschaft  faktisch  nicht  mehr  bestand.  Diese  wurde  erst 
wieder aufgenommen, nachdem das Migrationsamt dem Beschwerde-
führer mit Verfügung vom 14. Oktober 2003 die Verlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung  verweigert  hatte:  Nur  vier  Tage  nach  Erhalt  der 
Verfügung, am 20. Oktober 2003, meldete sich der Beschwerdeführer 
an der Adresse der Ehefrau an. Das Migrationsamt widerrief daraufhin 
seine Verfügung und erteilte dem Beschwerdeführer am 27. November 
2003 eine bis zum 17. Februar 2005 geltende Aufenthaltsbewilligung. 
Diese Umstände legen den Schluss nahe, der Beschwerdeführer habe 
die Ehe mit  einer Schweizer Bürgerin  dazu benutzt,  sich ein Aufent-
haltsrecht zu erwerben und zu erhalten. Dieses rechtsmissbräuchliche 
Verhalten wird von Art. 7 Abs. 1 ANAG nicht geschützt, so dass sich 
der  Beschwerdeführer  nicht  auf  den  aus  diesem  Artikel  fliessenden 
Anspruch auf  eine Anwesenheitsberechtigung berufen kann. Weitere 
Anspruchsnormen  aus  dem  Bundesrecht  oder  den  Staatsverträgen, 
auf  die  sich  der  Beschwerdeführer  berufen  könnte,  sind  nicht 
ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht.

7.  
Die Frage der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ist  daher von 
der Behörde nach freiem Ermessen zu beurteilen (Art. 4 ANAG). Dies 
bedeutet jedoch nicht, dass im vorliegenden Fall die Vorinstanz in völ-
lig freiem Entscheid die entsprechende Zustimmung verweigern durfte. 
Insbesondere haben die Bewilligungsbehörden die geistigen und wirt-
schaftlichen Interessen sowie den Grad der Überfremdung des Landes 
zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 1 ANAG und Art. 8 Abs. 1 der Vollzie-
hungsverordnung vom 1. März 1949 zum Bundesgesetz über Aufent-
halt und Niederlassung der Ausländer [ANAV, AS 1949 228]). Dement-
sprechend ist eine Abwägung der öffentlichen Interessen der Schweiz 
und der privaten Interessen des oder  der Betroffenen vorzunehmen, 
wobei  ein strengerer  Massstab zur  Anwendung gelangt  als  bei  den-
jenigen Aufenthaltsbewilligungen, auf die ein Rechtsanspruch besteht.

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7.1 Was das öffentliche Interesse anbelangt, ist festzuhalten, dass die 
Schweiz hinsichtlich des Aufenthalts von Ausländerinnen und Auslän-
dern aus dem Nicht-EU/EFTA-Raum (nachfolgend Drittstaatsangehöri-
ge) eine restriktive Politik betreibt (BGE 133 II 6 E. 6.3.1 S. 28). Diese 
Politik findet ihren Ausdruck insbesondere in den strengen regulatori-
schen  Zulassungsbeschränkungen  der  Begrenzungsverordnung,  de-
nen erwerbstätige  Drittstaatsangehörige  namentlich  in  Gestalt  hoher 
Anforderungen  an  die  berufliche  Qualifikation  (Art.  8  BVO)  und  der 
Höchstzahlen (Art. 12 BVO) unterworfen sind. Das erhebliche Gewicht 
des öffentlichen Interesses an der Durchsetzung der restriktiven Ein-
wanderungspolitik gegenüber Drittstaatsangehörigen zeigt sich daran, 
dass  humanitäre  Gründe in  diesem rechtlichen Zusammenhang erst 
Bedeutung erlangen, wenn die Betroffenheit des Einzelnen die Grenze 
zum  schwerwiegenden  persönlichen  Härtefall  im  Sinne  von  Art.  13 
Bst. f  BVO überschreitet. Nach der Auflösung der Ehe, durch welche 
die ausländische Person von den restriktiven qualitativen und quantita-
tiven Zulassungsvoraussetzungen der Begrenzungsverordnung ausge-
nommen wird, muss die ausländischen Person dieses öffentliche Inter-
esse grundsätzlich wieder  gegen sich  gelten  lassen,  auch wenn sie 
gemäss Art. 12 Abs. 2  BVO den Höchstzahlen der  Begrenzungsver-
ordnung nach wie vor nicht untersteht. Es ist deshalb ein vergleichs-
weise strenger  Massstab angebracht,  wenn es zu beurteilen gilt,  ob 
nach Wegfall des Privilegierungsgrundes private Interessen bestehen, 
denen gegenüber das öffentliche Interesse an der Durchsetzung der 
restriktiven  Migrationspolitik  zurückzustehen  hat  (vgl.  das  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichtes C-497/2006 vom 21. April 2008 E. 6.1 mit 
Hinweisen).

7.2 Unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit  ist  demzufolge abzu-
klären,  ob  das  private  Interesse  des Betroffenen an einem weiteren 
Verbleib in  der  Schweiz  höher  zu gewichten ist,  als  die  dargelegten 
Aspekte des öffentlichen Interesses. Was die Vornahme einer derarti-
gen  Interessenabwägung  anbelangt,  so  kann  die  Aufenthaltsbewilli-
gung  auch  nach  Auflösung  der  ehelichen  Gemeinschaft  verlängert 
werden. Dies  geschieht  unter  Berücksichtigung  folgender  Umstände: 
Dauer der Anwesenheit, persönliche Beziehungen zur Schweiz (insb. 
wenn  Kinder  vorhanden  sind),  berufliche  Situation,  Wirtschafts-  und 
Arbeitsmarktlage,  persönliches  Verhalten  (insb. Umstände  der  Auflö-
sung der Ehe), Integrationsgrad (vgl. dazu etwa das Urteil  des Bun-
desverwaltungsgerichtes C-571/2006 vom 7. November 2007 E. 4.3).

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7.3 Der Beschwerdeführer kam 1999 als 25jähriger junger Erwachse-
ner  illegal  in  die  Schweiz. Gestützt  auf  die  2000  geschlossene Ehe 
konnte er sich in bis zum 17. Februar 2007 (Ablauf der Aufenthaltsbe-
willigung) rund sieben Jahre lang legal in der Schweiz aufhalten. An-
gesichts seines Alters, kann der Zeitraum von sieben Jahren von sei-
nem 26. Altersjahr  an in  der  hier  vorzunehmenden Interessenabwä-
gung nicht als besonders lang angesehen werden. So hat er doch die 
prägenden Jahre der Kindheit, der Jugend und des jungen Erwachse-
nenalters nicht in der Schweiz verbracht.

7.4 Über  die  persönlichen  Beziehungen  des  Beschwerdeführers  zur 
Schweiz geht aus den Akten hervor, dass die eheliche Gemeinschaft 
nach kurzer Zeit bereits aufgelöst wurde und aus der Ehe keine Kinder 
hervorgegangen sind. Bezüglich des persönlichen Umfeldes des Be-
schwerdeführers in der Schweiz ist den Akten nur zu entnehmen, dass 
offenbar eine Schwester mit ihrer Familie ebenfalls hier lebt. Es sind 
somit keine aussergewöhnlichen Beziehungen ersichtlich. Was die be-
rufliche Integration des Beschwerdeführers anbelangt,  so  arbeitet  er 
seit dem 15. Mai 2000 beim gleichen Arbeitgeber, zunächst als Office-
Mitarbeiter, später dann als Koch. Er kommt für seinen Lebensunter-
halt selber auf. Seine persönliche und berufliche Integration entspricht 
somit dem, was nach einer entsprechenden Aufenthaltsdauer erwartet 
werden kann; sie geht allerdings auch nicht darüber hinaus.

7.5 Das persönlich  Verhalten  des  Beschwerdeführers  hat  zu  Klagen 
Anlass gegeben. Zunächst reiste der Beschwerdeführer illegal in die 
Schweiz ein und hielt sich hier ohne Bewilligung auf. Deswegen wurde 
er auch zu 3 Monaten Gefängnis bedingt verurteilt. 

Zudem ist, wie bereits weiter oben ausgeführt (E. 6.3), davon auszuge-
hen, dass der Beschwerdeführer die Ehe eingegangen ist, um die aus-
länderrechtlichen  Zulassungsbestimmungen  zu  umgehen.  Indizien 
dafür sind namentlich: die illegale Einreise und der illegale Aufenthalt, 
die geringen Kenntnisse der Lebensverhältnisse der zukünftigen Ehe-
frau sowie die mehrfach und widerspruchsfrei geäusserte Behauptung 
der Ehefrau, eine Ehe gegen Bezahlung eingegangen zu sein.

Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was diese bereits von der Vor-
instanz  angeführten  Indizien  entkräften  könnte.  Die  blosse  Behaup-
tung, dass es sich nicht um eine Scheinehe gehandelt habe, genügt 
dafür nicht. Auch die Hinweise des Rechtsvertreters, die Aussagen der 
Ex-Ehefrau seien möglicherweise nicht glaubhaft,  vermögen die Indi-

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zien nicht  zu entkräften,  da sie durch den Akteninhalt  nicht  gestützt 
werden. 

Das Eingehen einer Ehe zur Umgehung der ausländerrechtlichen Be-
stimmungen und die damit einhergehende Täuschung der Behörden, 
stellen einen Verstoss gegen die öffentliche Ordnung ("ordre public") 
dar  und begründen von vornherein  ein  sehr  gewichtiges öffentliches 
Interesse daran, die Zustimmung zur Aufenthaltsverlängerung zu ver-
weigern (vgl. die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur 
"Unerwünschtheit" gemäss Art. 13 Abs. 1 Satz 1 ANAG im Zusammen-
hang mit Einreisesperren, so etwa das Urteil C-135/2006 vom 20. De-
zember 2007 E. 3.2 und 3.3 mit weiteren Hinweisen). Vorliegend fällt 
zudem ins Gewicht, auf welche Art der Beschwerdeführer die Behör-
den  zu  täuschen  versuchte. So  meldete  er  sich  beispielsweise  kurz 
nach  Erhalt  der  negativen  Verfügung  des  Migrationsamtes  an  der 
Adresse seiner Ehefrau an. Aufgrund dieses Verhaltens besteht ein ge-
wichtiges öffentliches Interesse daran, dass der Beschwerdeführer das 
Land verlässt.

8.
Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass das private Interesse 
des  Beschwerdeführers  an  einem  weiteren  Verbleib  in  der  Schweiz 
hinter den überwiegenden öffentlichen Interessen (Schutz der öffentli-
chen Ordnung, restriktive Migrationspolitik) zurück zu stehen hat. Die 
Verfügung der Vorinstanz ist daher, soweit die Zustimmung zur Verlän-
gerung der Aufenthaltsbewilligung verweigert wird, nicht zu beanstan-
den.

9.
Als  Folge  der  verweigerten  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung 
hat  der  Beschwerdeführer  die  Schweiz  zu  verlassen  (Art.  1a  und 
Art. 12 Abs. 3 ANAG). Die von der Vorinstanz verfügte Wegweisung ist 
damit rechtens. Demzufolge bleibt zu prüfen, ob Hinderungsgründe für 
den Vollzug der Wegweisung anzunehmen sind (Art. 14a Abs. 2 – 4 
ANAG) und das zuständige Bundesamt deshalb gestützt auf Art. 14a 
Abs. 1 ANAG die vorläufige Aufnahme hätte verfügen müssen (vgl. das 
Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes C-571/2006 vom 7. November 
2007 E. 6 mit Hinweis). Weder aus den Akten noch aus den Vorbringen 
in der Beschwerdeschrift  ergeben sich Anhaltspunkte, die gegen die 
Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in die Heimat 
des Beschwerdeführers sprächen: Dem Vollzug stehen weder völker-

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rechtliche Verpflichtungen der Schweiz entgegen noch wird eine kon-
krete Gefährdung im Sinne von Art. 14a Abs. 4 ANAG behauptet. Der 
Wegweisungsvollzug ist zweifellos auch möglich.

10.
Die Vorinstanz hat somit mit ihrer Verfügung weder Bundesrecht ver-
letzt,  noch  bei  der  Feststellung  des  rechtsrelevanten  Sachverhaltes 
Fehler  begangen  oder  ihren  Ermessensspielraum  verletzt  (Art.  49 
VwVG). Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.

11.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m Art. 1 und Art. 3 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  SR 
173.320.2]).

(Dispositiv S. 17)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 800.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (gegen Empfangsbestätigung; Beilage: Akten Ref-Nr. 

[...] sowie Akten des Bezirksgerichts [...])
- das Migrationsamt des Kantons Zürich (Beilage: Akten Ref-Nr. [...])

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die Instruktionsrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Barbara Kradolfer

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. 
Art. 42 BGG).

Versand: 

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