# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c1f877d-230b-575e-8472-7fc057fb5682
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-15
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 15.12.2023 II 2023 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2023-8_2023-12-15.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2023 8

Entscheid vom 15. Dezember 2023 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber

Parteien A.A.________ und B.A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt …,

gegen

Kantonale Steuerkommission/Kantonale Verwaltung für 
die direkte Bundessteuer, Bahnhofstrasse 15, Postfach 1232, 
6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Nachsteuer und Steuerstrafverfahren 2005-2010

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Sachverhalt:

A. Die Eheleute A.A.________ und B.A.________ wurden von der Kantonalen 
Steuerverwaltung bzw. Kantonalen Verwaltung für die direkte Bundessteuer des 
Kantons Schwyz (KStV/VdBSt) mit Veranlagungsverfügungen für die Steuerperi-
oden 2005 bis 2010 wie folgt rechtskräftig veranlagt:

Kantonale Steuern Direkte BundessteuerJahr

steuerbares 
Einkommen

steuerbares 
Vermögen

steuerbares 
Einkommen

satzbest. 
Einkommen

2005 
(Versand 22.04.08)

CHF 26 700 CHF            0 CHF 29 500 CHF 29 500

2006 
(Versand 22.04.08)

CHF 28 500 CHF   43 000 CHF 29 000 CHF 29 000

2007 
(Versand 12.05.09)

CHF 18 600 CHF            0 CHF 28 900 CHF 28 900

2008 
(Versand 11.05.10)

CHF 24 300 CHF   93 000 CHF 30 200 CHF 30 200

2009 
(Versand 02.08.11)

CHF 34 200 CHF 119 000 CHF 44 100 CHF 44 100

2010 
(Versand 31.07.12)

CHF 20 200 CHF   53 000 CHF 38 500 CHF 38 500

B. Mit Schreiben vom 26. November 2015 leitete die KStV/VdBSt gegen die 
Eheleute A.A.________ und B.A.________ ein Nachsteuerverfahren sowie ge-
gen den Ehemann A.A.________ ein Steuerstrafverfahren wegen vollendeter 
Steuerhinterziehung im Sinne von § 202 StG und Art. 175 DBG ein (vgl. Nach-
steuer- und Steuerstrafakten act. N 73 – N 74). Dies mit folgender Begründung:

"Aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz vom 13. 
November 2015 zu der gegen A.A.________ geführten Strafuntersuchung geht 
hervor, dass er zwischen dem 4. April 2005 und 13. September 2012 
Vermögenswerte verschiedener Vereine unrechtmässig für private Bedürfnisse 
verwendet haben soll. Vermögenszugänge aus strafbaren Handlungen sind als 
Einkommen steuerbar (§ 19 StG; Art. 18 DBG). Für die in unserem Verfahren 
interessierenden Steuerperioden handelt es sich dabei um zweckwidrig 
verwendete Gelder in der Höhe von CHF 663 727.-- (Verein C.), CHF 456 000.-- 
(Verein D.) und CHF 41 935.-- (Verein E.). Es ist daher davon auszugehen, dass 
Ihre rechtskräftigen Veranlagungsverfügungen 2005 bis 2010 unvollständig bzw. 
im Einkommen und Vermögen zu tief ausgefallen sind."

Gleichzeitig wurde ihnen Gelegenheit geboten, Stellung zum Sachverhalt zu 
nehmen, sich zu den erhobenen Vorwürfen zu äussern und allfällige entlastende 
Beweismittel einzureichen. Zudem wurden sie aufgefordert, zur Abklärung des 
Sachverhalts noch ergänzende Unterlagen einzureichen.

C. Mit Schreiben der KStV/VdBSt vom 13. Januar 2016 (Erinnerung) wurden 
die Eheleute A.A.________ und B.A.________ nochmals zur Einreichung der er-
gänzenden Unterlagen im Zusammenhang mit dem Nachsteuer- und Hinterzie-

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hungsverfahren bis spätestens 5. Februar 2016 ersucht (vgl. Nachsteuer- und 
Steuerstrafakten act. N 72). Dieser Aufforderung wurde keine Folge geleistet.

D. Mit Urteil (Proz.-Nr. SGO 2015 12) in der Strafsache gegen A.A.________ 
vom 25. Februar 2016 erkannte das Strafgericht Schwyz was folgt (vgl. Nach-
steuer- und Steuerstrafakten act. N 28 – N 55):

1. A.A.________ wird schuldig gesprochen
a) der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 i.V.m. 

Ziff. 2 StGB gemäss Anklageziffer 1;
b) der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB 

gemäss Anklageziffer 3.
2. Im Übrigen wird A.A.________ freigesprochen.
3. A.A.________ wird mit einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren bestraft.
4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 18 Monaten 

aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (18 
Monate) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.

5. Zivilforderungen:
(…)

6. Beschlagnahmen:
(…)

7. Sperren Lebensversicherungen:
(…)

8. Kontosperren:
(…)

9. (Verteilschlüssel)
(…)

E. Mit Schreiben der KStV/VdBSt vom 5. Juli 2016 sowie 9. und 25. August 
2016 (Erinnerungen) erhielten die Eheleute A.A.________ und B.A.________ 
Gelegenheit zur Stellungnahme zu den vorgenommenen Nachsteuer- und Steu-
erstrafberechnungen resp. die Möglichkeit das erhaltene Formular "vereinfachte 
Erledigung" zu unterzeichnen und zurückzusenden (vgl. Nachsteuer- und Steu-
erstrafakten act. N 21 – N 24). Diese liessen sich dazu nicht vernehmen.

F. Am 21. November 2016 erliess die KStV/VdBSt die folgende Nachsteuer- 
und Steuerstrafverfügung (vgl. Nachsteuer- und Steuerstrafakten act. N 1 – 
N 20):

1. Die Veranlagungsverfügungen 2005 bis 2010 sind im Sinne von § 175 Abs. 1 
StG und Art. 151 Abs. 1 DBG unvollständig.

2. A.A.________ hat sich in den Steuerperioden 2005 bis 2010 der vollendeten 
Steuerhinterziehung im Sinne von § 202 StG und Art. 175 DBG schuldig 
gemacht.

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3. A.A.________ und B.A.________ haben unter solidarischer Haftung die 
folgenden Nachsteuern zu entrichten:

3.1 Kantonale Steuern

Steuerperiode Nachsteuer Anhang
2005 CHF   18 642.00 1
2006 CHF   30 540.65 2
2007 CHF 120 225.65 3
2008 CHF   22 510.65 4
2009 CHF   17 600.00 5
2010 CHF     4 858.95 6
Total CHF 214 377.90 1 - 6

3.2 Direkte Bundessteuer

Steuerperiode Nachsteuer Anhang
2005 CHF     5 591.05 7
2006 CHF   13 544.55 8
2007 CHF   84 034.95 9
2008 CHF   10 443.60 10
2009 CHF     8 357.60 11
2010 CHF     1 168.50 12
Total CHF 123 140.25 7 - 12

4. A.A.________ hat die folgenden Bussen zu bezahlen:

4.1 Kantonale Steuern

Steuerperiode Busse Anhang
2005 CHF   16 200.00 1
2006 CHF   27 300.00 2
2007 CHF 110 400.00 3
2008 CHF   21 300.00 4
2009 CHF   17 200.00 5
2010 CHF     4 850.00 6
Total CHF 197 250.00 1 - 6

4.2 Direkte Bundessteuer

Steuerperiode Busse Anhang
2005 CHF     4 950.00 7
2006 CHF   12 300.00 8
2007 CHF   78 750.00 9
2008 CHF   10 100.00 10
2009 CHF     8 300.00 11
2010 CHF     1 200.00 12
Total CHF 115 600.00 7 - 12

5.-8. (Kosten / Rechnungsstellung / Rechtsmittelbelehrung / Verteiler / Hinweis 
betreffend Meldung der bundessteuerlichen Busse an das Strafregister)

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G. Auf Berufung von A.A.________ und Anschlussberufung der kantonalen 
Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Strafgerichts Schwyz erkannte das Kan-
tonsgericht des Kantons Schwyz mit Urteil (STK 2016 19) vom 29. November 
2016 (Versand 16. Februar 2017) was folgt (vgl. Einspracheakten act. E 51 – 
E 103):

1. In teilweiser Gutheissung der Berufung und der Anschlussberufungen wird 
das Urteil des Strafgerichts des Kantons Schwyz vom 25. Februar 2016 
aufgehoben.

2. A.A.________ wird schuldig gesprochen 
a) der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB;
b) der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB;
c) der qualifizierten Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. 

Ziff. 2 lit. c StGB im Umfang von Fr. 547‘537.30, begangen im Zeitraum 
zwischen dem 23. Januar 2007 und dem 9. Mai 2007 (Überweisung ins 
Ausland gemäss Anklageziffer 2.2), sowie im Umfang von Fr. 222‘310.00, 
begangen im Zeitraum zwischen dem 4. April 2005 und dem 30. 
September 2012 (Splitten und Weitertransferieren gemäss Anklageziffer 
2.4).

3. A.A.________ wird vom Vorwurf der qualifizierten Geldwäscherei im Sinne 
von Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 lit. c StGB im Umfang von Fr. 175‘643.00, 
begangen zwischen dem 30. September 2005 und dem 30. März 2012 
(17 Bargeldbezüge gemäss Anklageziffer 2.1), sowie im Umfang von 
Fr. 150‘000.00, begangen im Zeitraum zwischen dem 20. Januar 2006 und 
dem 14. März 2006 (Überweisung an einen Dritten gemäss Anklageziffer 2.3), 
freigesprochen.

4. A.A.________ wird mit einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und einer Geldstrafe 
von 120 Tagessätzen zu Fr. 70.00 bestraft.

5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 24 Monaten 
aufgeschoben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 
Monate) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.

6. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 5 Jahre 
festgesetzt.

7. Zivilforderungen: (…)
8. Beschlagnahmen: (…)
9. Sperren Lebensversicherungen: (…)
10. Kontosperren: (…)
11. (Verteilschlüssel)
(…)

H. Mit Eingabe vom 21. Dezember 2016 liessen die Eheleute A.A.________ 
und B.A.________ gegen die Nachsteuer- und Steuerstrafverfügung der 
KStV/VdBSt vom 21. November 2016 Einsprache erheben (vgl. Einspracheakten 
act. E 106 – E 127).

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I. Mit Einspracheentscheid (Entscheid Nr. 72/2017) vom 9. Dezember 2022 
entschied die Kantonale Steuerkommission bzw. Kantonale Verwaltung für die di-
rekte Bundessteuer des Kantons Schwyz (KStK/VdBSt) über die Einsprache wie 
folgt (vgl. Einspracheakten act E 1 – E 18):

1. Die in der angefochtenen Verfügung festgesetzten Nachsteuern für die Jahre 
2005 und 2006 werden infolge Verjährung aufgehoben.

2. Die Einsprache gegen die Nachsteuerverfügung vom 21. November 2016 wird 
teilweise gutgeheissen. Die Nachsteuern werden neu wie folgt festgesetzt:

2.1 Kantonale Steuern

Steuerperiode Nachsteuern Anhang
2007 CHF 117 949.50 2
2008 CHF   22 029.05 3
2009 CHF   17 220.35 4
2010 CHF     3 546.35 5
Total CHF 160 745.25

2.2 Direkte Bundessteuer

Steuerperiode Nachsteuern Anhang
2007 CHF   82 204.70 7
2008 CHF   10 024.50 8
2009 CHF     8 029.70 9
2010 CHF     1 131.15 10
Total CHF 101 390.05

3. Die in der angefochtenen Verfügung festgesetzte Busse für das Jahr 2005 wird 
infolge Verjährung aufgehoben.

4. Die Einsprache gegen die Steuerstrafverfügung vom 21. November 2016 wird 
teilweise gutgeheissen. Die gegen A.A.________ verfügten Bussen werden neu 
wie folgt festgesetzt:

4.1 Kantonale Steuern

Steuerperiode Bussen Anhang
2006 CHF   17 800.00 1
2007 CHF   72 200.00 2
2008 CHF   13 900.00 3
2009 CHF   11 200.00 4
2010 CHF     2 350.00 5
Total CHF 117 450.00

4.2 Direkte Bundessteuer

Steuerperiode Bussen Anhang
2006 CHF    7 550.00 6
2007 CHF  51 350.00 7
2008 CHF    6 450.00 8
2009 CHF    5 300.00 9
2010 CHF       750.00 10
Total CHF  71 400.00

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5. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen und die Kosten 
des kantonalen Verfahrens dem Kanton auferlegt. 

6. Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird gutgeheissen und dem 
Einsprecher zulasten des Kantons eine Parteientschädigung von CHF 1 200.-- 
zugesprochen.

7.-8. (Rechtsmittelbelehrung / Verteiler / Hinweis betreffend Meldung der 
bundessteuerlichen Busse an das Strafregister)

J. Mit Eingabe vom 16. Januar 2023 lassen die Eheleute A.A.________ und 
B.A.________ gegen den Einspracheentscheid der KStK/VdBSt fristgerecht Be-
schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz einreichen, bzw. lässt 
der Beschuldigte A.A.________ beim Verwaltungsgericht gerichtliche Beurteilung 
des Einspracheentscheids resp. der Anklage der KStV verlangen, und die fol-
genden Rechtsbegehren stellen: 

1. Der Einspracheentscheid Nr. 72/2017 der Vorinstanz vom 9. Dezember 2022 
betreffend PID-Nr. 9141 sei in der Dispositivziffer 2 vollumfänglich aufzuheben, 
evtl. seien die kantonalen Steuern und die direkte Bundessteuer auf wie viel zu 
reduzieren.

2. Der Einspracheentscheid Nr. 72/2017 der Vorinstanz vom 9. Dezember 2022 
betreffend PID-Nr. 9141 sei in der Dispositivziffer 4 aufzuheben, und das 
Steuerstrafverfahren gegen den Beschwerdeführer Ziffer 1 sei einzustellen, evtl. 
sei der Beschwerdeführer Ziffer 1 von Schuld und Strafe freizusprechen.

3. Es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin Ziffer 2 für die Nachsteuern 
kantonale Steuern und direkte Bundessteuern für die Steuerperioden 2007 bis 
2010 und für die Bussen kantonale Steuern und direkte Bundessteuern für die 
Steuerperioden 2006 bis 2010 nicht solidarisch haftet.

4. Der Einspracheentscheid Nr. 72/2017 der Vorinstanz vom 9. Dezember 2022 
betreffend PID-Nr. 9141 sei in der Dispositivziffer 6 betreffend der Höhe der 
Parteientschädigung von Fr. 1‘200 aufzuheben, und es sei eine 
Parteientschädigung von Fr. 7‘327.30 zuzusprechen.

5. Den Beschwerdeführern sei die unentgeltliche Prozessführung und 
Rechtsverbeiständung zu bewilligen.

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Kantons Schwyz.

K. Mit Schreiben vom 6. Februar 2023 lassen die Beschwerdeführer bzw. der 
Beschuldigte dem Verwaltungsgericht mitteilen, dass das Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege zurückgezogen werde.

L. Mit Vernehmlassung vom 17. März 2023 stellt die KStK/VdBSt folgende 
Anträge:

1. Es sei festzustellen, dass das Recht zur Festsetzung von Nachsteuern für die 
Steuerperiode 2007 kantonal und bundessteuerlich verjährt ist.

2. Im Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen.

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3. Dem Beschwerdeführer sei im Beschwerdeverfahren die unentgeltliche 
Prozessführung und Rechtsverbeiständung antragsgemäss zu bewilligen.

Mit Stellungnahme vom gleichen Tag teilt die KStV als Vertreterin der Anklage 
mit, dass sie an der Anklage festhalte, der Einspracheentscheid der KStK als An-
klageschrift gelte und die eingereichten Steuerakten als Beweismittel gelten wür-
den und sie keine Notwendigkeit zur Ergänzung der Untersuchung sehe.

M. Beide Parteien haben sich mit der Behandlung der Beschwerde bzw. des 
Begehrens um gerichtliche Beurteilung im schriftlichen Verfahren einverstanden 
erklärt. 

N. Die Parteien haben Replik, Duplik und Triplik eingereicht.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Erstmals im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht wird von den 
Beschwerdeführern bzw. vom Beschuldigten die Unabhängigkeit bzw. Unvorein-
genommenheit der KStK in Frage gestellt.

1.1 Die beanstandete mangelnde Unabhängigkeit der KStK hätte bereits im 
Einspracheverfahren vorgebracht werden müssen, sind doch entsprechende 
Vorbringen nach den Regeln von Treu und Glauben so früh als möglich geltend 
zu machen, anderenfalls die Berufung darauf verwirkt (BGE 132 II 485 E. 4.3 
S. 496 f.; vgl. Urteil BGer 2C_128/2017, 2C_129/2017 vom 10.2.2017 E. 4.2.1). 
Die Rüge ist somit grundsätzlich nicht zu hören. 

1.2 Das Einspracheverfahren ist seiner Natur nach ein fortgesetztes Veranla-
gungsverfahren, weshalb ganz oder zumindest zum Teil die gleichen Personen 
über die Einsprache entscheiden, welche zuvor den Veranlagungsentscheid ge-
troffen haben. Die Kantonale Steuerkommission als Einsprachebehörde (vgl. 
§ 126 Abs. 1 StG) muss deshalb nicht eine von der Verwaltung unabhängige Ge-
richtsinstanz sein. Auch besteht keine bundesrechtliche Verpflichtung, neben 
dem kantonalen Verwaltungsgericht eine weitere verwaltungsunabhängige kan-
tonale Instanz vorzusehen (vgl. Urteil BGer 2C_1075/2017 vom 30.7.2018 
E. 2.1.2 publiziert in: StPS 2018 S. 24 ff.). Insoweit ist die Behauptung, die Ein-
sprachebehörde müsse eine von der Verwaltung unabhängige Gerichtsinstanz 
sein, vom Ansatz her unzutreffend (vgl. Urteil BGer 2C_557/2013, 2C_569/2013 
vom 12.8.2013 E. 3.2). 

1.3 Das Schwyzer Steuergesetz (StG; SRSZ 172.200) vom 9. Februar 2000 
sieht in § 153 die Besonderheit eines zweistufigen Einspracheverfahrens vor 
(zunächst Überprüfung durch die verfügende Abteilung; Überweisung an die 

9

Steuerkommission nur, wenn sich die Einsprache als unbegründet erweist oder 
keine Einigung erzielt werden kann). Bei der KStK, die in ihrer heutigen Ausge-
staltung auf einen politischen Kompromiss aus dem Jahr 1988 zurückgeht (vgl. 
dazu Beschluss des Regierungsrates des Kantons Schwyz RRB Nr. 142/2017 
vom 21.2.2017 zur Beantwortung der Interpellation I 5/16 "Steuerkommission un-
abhängig machen"), handelt es sich nicht um eine vollständig verwaltungsunab-
hängige Rekurskommission. Die KStK, welche zuvor mehrheitlich aus verwal-
tungsinternen Mitgliedern bestand, setzt sich seither aus dem Vorsteher der 
Steuerverwaltung als Präsident und acht verwaltungsexternen Mitgliedern zu-
sammen, die jeweils auf eine Amtsdauer von vier Jahren vom Regierungsrat ge-
wählt werden. Das Sekretariat der Steuerkommission wird vom Rechtsdienst der 
kantonalen Steuerverwaltung geführt (vgl. Weisung des Regierungsrates vom 
18.1.2011 / 4.6.2019 über die Organisation der kantonalen Steuerkommission 
und das kantonale Einspracheverfahren, Steuerbuch Nr. 50.13, StKW). Sachent-
scheide werden in Dreierbesetzung (Präsident und zwei externe Mitglieder) ge-
fällt. Insofern verfügt die KStK im Vergleich zu einem üblichen Einspracheverfah-
ren über eine erhöhte Unabhängigkeit, was für den Rechtsuchenden den Vorteil 
eines erhöhten Rechtsschutzes und den Vorteil einer niederschwelligen Zugäng-
lichkeit bedeutet. In der Beantwortung der vorerwähnten Interpellation erachtete 
der Regierungsrat einen Umbau der KStK in eine vollständig verwaltungsunab-
hängige Rekurskommission als nicht nötig. Die Funktion der bundesrechtlich ge-
forderten unabhängigen Rekursinstanz (vgl. Art. 50 des Bundesgesetzes über 
die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; 
SR 642.14] vom 14.12.1990) wird vom Verwaltungsgericht (vgl. § 127 StG) un-
eingeschränkt wahrgenommen. Eine zweite verwaltungsunabhängige Instanz 
kann vorgesehen werden, muss es aber nicht (vgl. Art. 50 Abs. 3 StHG). Die 
KStK erhebt mithin nicht den Anspruch der Unabhängigkeit im Sinne einer ge-
richtlichen Instanz. Die Rüge der Beschwerdeführer bzw. des Beschuldigten zielt 
ins Leere. Sie können sich für das vorinstanzliche Verfahren entsprechend auch 
nicht auf Art. 6 Abs. 1 EMRK berufen, der ausschliesslich für das gerichtliche 
Verfahren gilt (VGE II 2019 44 vom 16.9.2020 E. 1.3.3). 

2. Weiter soll nach Ansicht des Beschwerdeführers/Beschuldigten, nachdem 
das Recht zur Festsetzung der Nachsteuern für die Steuerperioden 2006 und 
2007 unstrittig verjährt bzw. verwirkt ist, folglich auch die Verhängung von Bus-
sen wegen vollendeter Steuerhinterziehung in diesen Steuerperioden nicht mehr 
zulässig sein.

Der Beschwerdeführer/Beschuldigte verkennt damit, dass nach dem Gesetz un-
terschiedliche Verjährungsregeln zu beachten sind. 

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Die zeitliche Befristung für die Festsetzung der Nachsteuer ist als Verwirkung 
ausgestaltet. Dies bedeutet, dass das Recht, das Nachsteuerverfahren durchzu-
führen, allein aufgrund des Zeitablaufs seit der massgebenden Steuerperiode 
verwirkt. 

Demgegenüber ist die zeitliche Befristung für das Steuerstrafverfahren als Ver-
folgungsverjährung ausgestaltet. Die Verfolgungsverjährung tritt nicht mehr ein, 
wenn die zuständige kantonale Behörde vor Ablauf der Verjährungsfrist eine Ver-
fügung erlässt.

Es besteht kein Zusammenhang, dass eine allfällige Busse gemäss Absicht des 
Gesetzgebers von der Nachsteuer abhängig ist oder zufolge Verjährung der 
Nachsteuern nicht mehr zulässig wäre. 

Das zeigt sich schon daran, dass der Gesetzgeber nicht von der Nachsteuer 
("nicht erhobene Steuer"; vgl. § 175 Abs. 1 StG, Art. 151 DBG), sondern von der 
"hinterzogenen Steuer" spricht, welche die Grundlage für den Bussenrahmen bil-
det (vgl. § 202 Abs. 2 StG, Art. 175 Abs. 1 DBG). 

Zudem wird der objektive Tatbestand der vollendeten Steuerhinterziehung be-
reits mit der Rechtskraft der ungenügenden oder zu Unrecht im ordentlichen Ver-
fahren unterbliebenen Veranlagung gesetzt. Der tatbestandliche Erfolg gilt damit 
selbst dann als eingetreten und wird nicht dadurch ungeschehen gemacht, wenn 
das Recht zur Festsetzung der Steuer, auf die sich die Tat bezieht, verjährt bzw. 
verwirkt ist. 

3. Sodann wird vom Beschwerdeführer/Beschuldigten eine Verletzung des 
Beschleunigungsgebots (Art. 29 Abs. 1 BV) gerügt. Daraus möchte der Be-
schwerdeführer/Beschuldigte ableiten, dass das Steuerstrafverfahren einzustel-
len oder dass er zumindest von Schuld und Strafe freizusprechen sei.

Auch in diesem Punkt kann dem Beschwerdeführer/Beschuldigten nicht gefolgt 
werden.

Im vorliegenden Fall mag die lange Verfahrensdauer, insbesondere nach Erhe-
bung der Einsprache des Beschwerdeführers/Beschuldigten gegen die (Nach-
steuer-/Bussen-) Verfügung der KStV/VdBSt vom 21. November 2016 bis zum 
Vorliegen des Einspracheentscheids der KStK/VdBSt vom 9. Dezember 2022, 
unter dem Gesichtspunkt des Rechtsverzögerungsverbots zwar jedenfalls nicht 
unbedenklich erscheinen.

Der Beschwerdeführer/Beschuldigte muss sich entgegenhalten lassen, dass er 
die lange Verfahrensdauer aber selbst jahrelang nicht beanstandet hat. Wenn er 
sich nun auf die lange Verfahrensdauer beruft und damit die Einstellung des 

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Steuerstrafverfahrens erreichen will, verhält er sich widersprüchlich (vgl. 
BGE 130 I 312 E. 5.2 S. 332; Urteil BGer 2C_716/2022 vom 15.11.2022 E. 4 pu-
bliziert in StE 2023 DBG/ZH A 21.18 Nr. 9).

4. In formeller Hinsicht wird von den Beschwerdeführern bzw. dem Beschul-
digten zudem eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 
Abs. 2 BV) und insbesondere der Begründungspflicht der Behörden gerügt.

Es stellt jedoch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, dass die 
KStV/VdBSt das Nachsteuerverfahren aufgrund von § 19 StG bzw. Art. 18 DBG 
einleitete, dann aber in der (Nachsteuer-/Bussen-) Verfügung auf die (Einkom-
mens-) Generalklausel abstellte. Eine solche Motivsubstitution, mit der ein Sach-
verhalt mit anderen Argumenten im Ergebnis rechtlich gleich gewürdigt wird, ist 
zulässig, ohne dass der davon betroffenen Verfahrenspartei die Gelegenheit zur 
vorgängigen Stellungnahme einzuräumen gewesen wäre (vgl. BGE 140 II 353 
E. 3.1 S. 356).

Soweit eine Verletzung der Begründungspflicht durch die Vorinstanz geltend ge-
macht wird, weil diese es unterlassen habe, eine Begründung darüber nachzulie-
fern, weshalb die Deliktseinkünfte zuerst auf der Grundlage aus selbständiger 
Erwerbstätigkeit und anschliessend aufgrund der Generalklausel besteuert wer-
den sollten, kommt der Beschwerde keine selbständige Bedeutung zu. Sie er-
schöpft sich in der Rüge der falschen Rechtsanwendung durch die Vorinstanz. 

5. In tatsächlicher Hinsicht ist vom Sachverhalt, den die Strafbehörden fest-
gestellt haben, auszugehen (vgl. dazu insbesondere Urteil des Strafgerichts 
Schwyz Erwägung Ziff. I.B.1.). 

Der Beschwerdeführer/Beschuldigte wurde mit Urteil des Strafgerichts Schwyz 
vom 25. Februar 2016 und Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz vom 
29. November 2016 rechtkräftig verurteilt (u.a.) wegen mehrfacher (einfacher) 
Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB. 

Ihm wurde vorgeworfen, als Kassier der Vereine C., D. und E. (in der Zeit zwi-
schen dem 4. April 2005 und dem 13. September 2012) in total 58 Fällen Geld-
beträge im Gesamtbetrag von Fr. 1'414'104.-- von den Vereinskonten auf eigene 
Konten überwiesen zu haben, um damit spekulative Börsengeschäfte zu tätigen, 
Kosten resp. Liquiditätsengpässe seiner Firmen zu decken, Lotto zu spielen so-
wie private Aufwendungen für sich und seine Familie zu finanzieren. 

Soweit die Beschwerdeführer bzw. der Beschuldigte von einem anderen Sach-
verhalt ausgehen wollen, ohne darlegen zu können, dass die Feststellungen der 
Strafbehörden unrichtig sind, kann ihnen nicht gefolgt werden.

12

6. Ergibt sich, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine 
rechtskräftige Veranlagung unvollständig ist, ist die nicht erhobene Steuer samt 
Zins als Nachsteuer einzufordern (vgl. § 175 Abs. 1 StG; Art. 151 Abs. 1 DBG).

Im Nachsteuerpunkt ist zur Hauptsache streitig und zu prüfen, ob und gegebe-
nenfalls in welchem Umfang es sich bei den durch die Veruntreuung des Geldes 
der Vereine bewirkten Vermögenszugängen um der Einkommenssteuer unterlie-
gende Einkünfte handelt.

6.1 In tatsächlicher Hinsicht ist erwiesen, dass der Beschwerdefüh-
rer/Beschuldigte sich durch die Veruntreuung des Geldes der Vereine unrecht-
mässig bereichert hat, indem er das ihm anvertraute Geld in pflichtwidriger Weise 
in seinem Nutzen verwendete. 

Im Steuerrecht herrscht das verfassungsmässige Gebot der Besteuerung nach 
der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 BV). Im Bereich der Be-
steuerung des Einkommens natürlicher Personen wird dieses Gebot durch die 
Reinvermögenszugangstheorie konkretisiert, die in der Generalklausel ihren Nie-
derschlag gefunden hat (vgl. BGE 139 II 363 E. 2 S. 365). 

Einkommen ist demgemäss die Gesamtheit derjenigen Wirtschaftsgüter, die ei-
nem Individuum während der massgeblichen Steuerperiode zufliessen, und die 
es ohne Schmälerung seines Vermögens zur Befriedigung seiner persönlichen 
Bedürfnisse und für seine laufende Wirtschaft verwenden kann (BGE 140 II 353 
E. 2.1 S. 355 m.H. [grundlegend: BGE 73 I 135 E. 1]; vgl. Urteil BGer 
2C_879/2021 vom 8.7.2022 E. 5.1).

Der Grundsatz der Wertneutralität des Steuerrechts besagt, dass nicht zwischen 
illegalen und erlaubten Geschäften zu unterscheiden ist (vgl. BGE 143 II 8 E. 7.6 
S. 28), weshalb auch Vermögenszugänge aus unerlaubten Handlungen, wozu 
auch die Veruntreuung gehört, steuerbares Einkommen im Sinne der Reinver-
mögenszugangstheorie bilden (vgl. auch Urteil BGer 2C_357/2014, 2C_358/2014 
vom 23.5.2016 E. 8.2). 

Es steht ausser Frage, dass die Veruntreuung des Geldes der Vereine beim Be-
schwerdeführer/Beschuldigten auch einen entsprechenden Vermögenszugang 
im Sinne der Reinvermögenszugangstheorie zu bewirken vermochte, insoweit 
dieser dadurch seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit steigern konnte. 

Steuerrechtlich kann offen bleiben, ob der durch die Veruntreuung des Geldes 
der Vereine bewirkte Vermögenszugang als Einkunft aus einer (rechtwidrigen) 
selbständigen Erwerbstätigkeit zu gelten hat, nachdem der Vermögenszugang 
aufgrund der Generalklausel so oder anders als Einkunft zu erfassen ist (vgl. 
auch Urteil BGer 2C_616/2016, 2C_617/2016 vom 3.11.2016 E. 3.1). 

13

Berufs- oder gewerbsmässiges Handeln im Sinne des sogenannten Marktein-
kommenskonzepts wird nicht vorausgesetzt. 

Es spielt in diesem Zusammenhang auch keine Rolle, dass der Beschwerdefüh-
rer/Beschuldigte angeblich "nie den Willen zum Erwerb von Einkommen mit die-
sen veruntreuten Geldern" hatte. 

Unbehelflich ist auch der Einwand des Beschwerdeführers/Beschuldigten, dass 
er sich das veruntreute Geld nur "ausleihen" wollte, um es dann wieder zurück zu 
bezahlen, wenn die Geldanlagen erfolgreich gewesen wären.

6.2 Der Reinvermögenszugang besteht in einer Nettogrösse. Er entspricht dem 
Überschuss aller Vermögenszugänge gegenüber den Vermögensabgängen der-
selben Periode (BGE 149 II 19 E. 5.1; 143 II 402 E. 5.1 und E. 5.2; 139 II 363 
E. 2.1 und E. 2.2 m.w.H.; vgl. Urteil BGer 2C_879/2021 vom 8.7.2022 E. 5.1).

In der (Nachsteuer-/Bussen-) Verfügung vom 21. November 2016 ist die 
KStV/VdBSt aufgrund der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft des Kantons 
Schwyz von einem unversteuerten Deliktsgewinn (in den Steuerperioden 2005 
bis 2010) von insgesamt Fr. 1'161'662.-- (= Fr. 783'727.-- + Fr. 336'000.-- + 
Fr. 41'934.80) ausgegangen.

Die entsprechenden deliktischen Vermögensschädigungen bzw. unrechtmässi-
gen Geldentnahmen zum Nachteil der Vereine sind mit Urteil des Strafgerichts 
Schwyz vom 25. Februar 2016 und Urteil des Kantonsgerichts des Kantons 
Schwyz vom 29. November 2016 bestätigt worden.

Im Steuerrecht müssen indessen im Unterschied zum Strafrecht, wo für die Be-
strafung wegen Veruntreuung auch eine bloss vorübergehende Bereicherung 
genügt (vgl. BGE 118 IV 27 E. 3a S. 30), für die Bemessung der Vermögens-
zugänge die in derselben Periode wieder zurückbezahlten Geldbeträge vom De-
liktsbetrag wieder abgezogen werden (vgl. dazu insbesondere Urteil des Strafge-
richts Schwyz Erwägung Ziff. I.B.2.2, I.B.2.3 und I.B.2.4):

Steuerperiode 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Total

Verein C. 36'100.00 122'713.00 410'000.00 112'500.00 61'414.00 41'000.00 783'727.00

Verein D. 60'000.00 30'000.00 210'000.00 6'000.00 30'000.00 0.00 336'000.00

Verein E. 0.00 0.00 0.00 21'334.80 20’600.00 0.00 41'934.80

Vermögenszugang 96'100.00 152'713.00 620'000.00 139'834.80 112’014.00 41'000.00 1'161'661.80

Steuerperiode 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Total

Verein C. -30'000.00 -20'000.00 - -5'500.00 - - -55'500.00

Verein D. -60'000.00 -30'000.00 - - - - -90'000.00

Verein E. - - - -14'500.00 -600.00 - -15'100.00

14

Die Realisation der Einkünfte aus der Veruntreuung des Geldes der Vereine war 
damit als faktischer Vorgang mit der Erlangung der wirtschaftlichen Verfügungs-
macht über die Vermögenswerte abgeschlossen. 

Diese Vermögenszugänge nach Abzug der in derselben Periode wieder zurück-
bezahlten Geldbeträge sind deshalb in den fraglichen Steuerperioden steuerbar, 
es sei denn, der Beschwerdeführer/Beschuldigte hätte bereits in diesem Zeit-
punkt ernsthaft mit der Ablieferung der Geldbeträge rechnen müssen. Dies war 
jedoch nicht der Fall.

6.3 Kein steuerbares Einkommen entsteht dann, wenn der Fehlbare seine un-
rechtmässige Erwerbung abliefern muss, wie das bei Vermögenszugängen aus 
unerlaubten Handlungen von Gesetzes wegen vorgesehen ist. Der Zufluss wird 
durch die Ablieferungspflicht grundsätzlich neutralisiert (vgl. Urteil BGer 
2C_616/2016, 2C_617/2016 vom 3.11.2016 E. 2.2.3). 

Jedoch ist dies nur der Fall, wenn mit der Erfüllung der Ablieferungspflicht ernst-
lich gerechnet werden muss. Den Einkommenszufluss hindert einzig ein liquider 
Anspruch auf Ablieferung, dessen Durchsetzung unmittelbar bevorsteht (vgl. Ur-
teil BGer 2C_357/2014, 2C_358/2014 vom 23.5.2016 E. 8.2).

Vorliegend lässt die Anerkennung der Zivilforderungen der Geschädigten im 
Strafverfahren die Vermögenszugänge nicht zur "Nichteinkunft" werden, auch 
wenn aufgrund des Urteils des Strafgerichts Schwyz vom 25. Februar 2016 und 
des Urteils des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz vom 29. November 2016 
mittlerweile feststeht, dass der Beschwerdeführer/Beschuldigte die widerrechtlich 
erlangten Vermögensvorteile wird zurück leisten müssen. 

Per Ende der fraglichen Steuerperioden bestand hingegen kein liquider Anspruch 
auf Ablieferung dieser Vermögenswerte. Dass es sich anders verhalten hätte, 
können die Beschwerdeführer bzw. der Beschuldigte nicht belegen.

Die zeitliche Abgrenzung des Abflusses von Einkommen wird nach den gleichen 
Kriterien vorgenommen, wie die betreffend des Zuflusses. Aufwendungen flies-
sen somit grundsätzlich zu dem Zeitpunkt ab, in welchem die steuerpflichtige 
Person zur Zahlung verpflichtet ist (sog. Soll-Methode). Dies steht ebenfalls unter 
dem Vorbehalt, dass mit der Zahlung gerechnet werden kann. Ist dagegen die 
Erfüllung der Forderung besonders unsicher, wird auf den Zeitpunkt der Erfüllung 
des Anspruchs abgestellt (sog. Ist-Methode) (vgl. Urteil BGer 2C_357/2014, 
2C_358/2014 vom 23.5.2016 E. 8.3.2).

Rückzahlung -90'000.00 -50'000.00 - -20'000.00 -600.00 - -160'600.00

15

Im vorliegenden Fall sind deshalb die (erst viele Jahre später) gerichtlich aner-
kannten, aber offensichtlich (jedenfalls weitgehend) uneinbringlichen Zivilforde-
rungen der Geschädigten in den Steuerperioden 2005 bis 2010 nicht zu berück-
sichtigen. Nachdem die Erfüllung der Forderungen (wegen der Zahlungsunfähig-
keit des Beschwerdeführers/Beschuldigten) als besonders unsicher erscheint, 
rechtfertigt es sich, dass auf den späteren Zeitpunkt der Erfüllung der Ansprüche 
abgestellt wird.

6.4 Es ist zwischen den Parteien unstrittig geblieben, dass abweichend von der 
strengen Periodenbetrachtung die nachträglich aufgrund der erst viele Jahre 
später gerichtlich eingezogenen und zu Gunsten der Geschädigten verwendeten 
Vermögenswerte und die ebenfalls erst viele Jahre später einsetzenden (Teil-) 
Zahlungen der Zivilforderungen der Geschädigten noch im Nachsteuerverfahren 
in den Steuerperioden 2005 bis 2010 berücksichtigt worden sind. 

Korrekterweise darf dann aber nicht einfach eine anteilmässige Anrechnung im 
Verhältnis der Vermögenszugänge in den Steuerperioden stattfinden (vgl. ange-
fochtener Einspracheentscheid Erwägungen Ziff. 4.6), sondern sind die eingezo-
genen und zugesprochenen Vermögenswerte und mangels anderer Vereinba-
rungen auch die (Teil-) Zahlungen der Zivilforderungen der Geschädigten zuerst 
nach dem vom Strafgericht festgelegten Verteilschlüssel (Verein C.: 64%, Ver-
ein D.: 32% und Verein E.: 4%) auf die Geschädigten aufzuteilen und danach 
entsprechend den in Art. 86 f. OR vorgesehenen Anrechnungsregeln (zeitliche 
Reihenfolge unter mehreren fälligen Schulden) zu berücksichtigen, womit sich 
folgende Anrechnung ergibt: 

*vgl. angefochtener Einspracheentscheid S. 9: eingezogene Deliktsgewinne von Fr. 93'343.--
zuzüglich Rückzahlungen von monatlich Fr. 400.-- seit September 2017 bis Ende 2022 (mit 
Unterbrüchen) entsprechend Fr. 20'800.--, total also Fr. 114'143.--.

6.5 Im Weiteren ist es jedoch nach der strengen Periodenbetrachtung als aus-
geschlossen zu betrachten, dass allfällige weitere Zahlungen (ab 1. Januar 2023) 
ebenfalls noch als Vermögensabgänge (rückwirkend) im Nachsteuerverfahren in 
den Steuerperioden 2005 bis 2010 oder auch noch danach im Rahmen eines 
Revisionsverfahrens berücksichtigt werden können. 

Vielmehr ist davon auszugehen, dass damit die Reinvermögenszugänge (Ver-
mögenszugänge und -abgänge) in den Steuerperioden 2005 bis 2010 endgültig 

Steuerperiode 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Total

Verein C.               
(64%) -6'100.00 -66'951.52 - - - - -73'051.52

Verein D.               
(32%) - - -36'525.76 - - - -36'525.76

Verein E.                 
(4%) - - - -4'565.72 - - -4'565.72

Anrechnung -6'100.00 -66'951.52 -36'525.76 -4'565.72 - - -114'143.00*

16

feststehen, weil der Beschwerdeführer/Beschuldigte für die fraglichen Steuerpe-
rioden allfällige weitere Zahlungen (ab 1. Januar 2023) aufgrund des Periodi-
zitätsprinzips nicht (mehr) in Abzug bringen kann. Im Ergebnis ist deshalb von 
folgenden Einkünften auszugehen:

Die erst viele Jahre später einsetzenden Zahlungen (ab 1. Januar 2023) können, 
wenn überhaupt, erst zu dem Zeitpunkt berücksichtigt werden, wenn der Be-
schwerdeführer/Beschuldigte die Vermögenswerte tatsächlich zurückleistet und 
auch nur unter der Voraussetzung, dass die Schadenersatzleistungen in dieser 
späteren Periode als abzugsfähige Gewinnungskosten betrachtet werden kön-
nen. Diese Frage kann hier offen bleiben.

7. Wer als Steuerpflichtiger vorsätzlich oder fahrlässig bewirkt hat, dass eine 
Veranlagung zu Unrecht unterblieb, oder dass eine rechtskräftige Veranlagung 
unvollständig ist, wird mit Busse bestraft (vgl. § 202 Abs. 1 StG; Art. 175 Abs. 1 
DBG). 

Im Steuerstrafpunkt geht der Beschwerdeführer/Beschuldigte zunächst - wie im 
Nachsteuerpunkt - davon aus, dass die zugeflossenen Mittel nicht der Einkom-
menssteuer unterliegen. Überdies ist er der Ansicht, dass ihm in subjektiver Hin-
sicht weder Fahrlässigkeit, geschweige denn (Eventual-)Vorsatz vorgeworfen 
werden könne. Die Vorinstanz verkenne zudem, dass er sich nach dem nemo-
tenetur Grundsatz nicht selber belasten oder anzeigen müsse, und von ihm des-
halb nicht habe verlangt werden können, die veruntreuten Gelder steuerlich zu 
deklarieren.

7.1 Der Tatbestand der vollendeten Steuerhinterziehung liegt objektiv vor, 
wenn die steuerpflichtige Person bewirkt, dass eine Veranlagung zu Unrecht un-
terbleibt oder dass eine rechtskräftige Veranlagung unvollständig ist.

Wie bereits im Nachsteuerpunkt festgestellt wurde, handelt es sich bei den durch 
die Veruntreuung des Geldes der Vereine bewirkten Vermögenszugängen um 
der Einkommenssteuer unterliegende Einkünfte. 

Der Beschwerdeführer/Beschuldigte hat es unterlassen, in den Steuererklärun-
gen die steuerbaren Einkünfte zu deklarieren. Die in Rechtskraft erwachsenen 

Steuerperiode 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Total

Vermögenszugang 96'100.00 152'713.00 620'000.00 139'834.80 112’014.00 41'000.00 1'161'661.80

Rückzahlung -90'000.00 -50'000.00 - -20'000.00 -600.00 - -160'600.00

Anrechnung -6'100.00 -66'951.52 -36'525.76 -4'565.72 - - -114'143.00

Reinvermögens-
zugang 0.00 35'761.48 583'474.24 115'269.08 111'414.00 41'000.00 886'918.80

17

Veranlagungen beruhen auf einem zu tiefen Einkommen. Damit liegt objektiv 
vollendete Steuerhinterziehung vor. 

7.2 Der subjektive Tatbestand setzt Vorsatz oder Fahrlässigkeit voraus.

Den subjektiven Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt, wem Vorsatz oder 
Fahrlässigkeit vorzuwerfen ist. Vorsätzlich handelt, wer die Tat mit Wissen und 
Willen ausführt, wobei es genügt, wenn er die Verwirklichung der Tat für möglich 
hält und in Kauf nimmt (sog. Eventualvorsatz) (vgl. Urteil BGer 2C_449/2017 vom 
26.2.2019 E. 4.1).

7.2.1 Der Argumentation des Beschwerdeführers/Beschuldigten, dass er mit den 
strafbaren Geldentnahmen gar kein Einkommen habe generieren wollen, wes-
halb er auch keinen Vorsatz für eine Hinterziehung gehabt haben könne, kann 
nicht gefolgt werden. 

Entgegen seiner Ansicht durfte er unter Berücksichtigung der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung nicht davon ausgehen, dass die ihm zugeflossenen Mittel 
nicht der Einkommenssteuer unterliegen würden. 

Dass der Beschwerdeführer/Beschuldigte an die Rechtmässigkeit seiner Vorge-
hensweise glaubte und nicht mit der Möglichkeit rechnete, sich einer Hinterzie-
hung schuldig zu machen, kann ausgeschlossen werden. 

Die Vorinstanz durfte es deshalb als erwiesen betrachten, dass der Beschwerde-
führer/Beschuldigte sich vorsätzlich durch die Nichtdeklaration der deliktischen 
Einkünfte der entsprechenden Besteuerung entziehen wollte.

7.2.2 Es liegen auch keine Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe vor.

Der Einwand des Beschwerdeführers/Beschuldigten, dass im vorliegenden Fall 
die Bestrafung wegen Steuerhinterziehung den nemo-tenetur Grundsatz verletzt, 
geht fehl. Die Bestrafung wegen Einreichens einer wahrheitswidrigen bzw. un-
vollständigen Steuererklärung ist unbedenklich. Dies stellt kein Beispiel für eine 
erzwungene Selbstbelastung in Bezug auf eine Straftat dar, die zuvor begangen 
worden ist, sondern es ist die Straftat selbst. Es mag sein, dass die Vermögens-
zugänge aus unerlaubten Handlungen in der Steuererklärung nicht deklariert 
wurden, um zu verhindern, dass die Steuerbehörden ein Verhalten aufdecken, 
das strafbar ist und zu einer Strafverfolgung führen kann. Das Selbstbelastungs-
privileg kann jedoch nicht so ausgelegt werden, dass es eine allgemeine Immu-
nität für Handlungen gewährt, die durch den Wunsch motiviert sind, sich den Er-
mittlungen der Steuerbehörden zu entziehen (vgl. BGE 131 IV 36 S. 42 E. 3.1).

18

7.3 Der Beschwerdeführer/Beschuldigte wendet sich auch gegen die Strafzu-
messung. 

Die Busse beträgt in der Regel das Einfache der hinterzogenen Steuer. Sie kann 
bei leichtem Verschulden bis auf einen Drittel ermässigt, bei schwerem Verschul-
den bis auf das Dreifache erhöht werden (vgl. § 202 Abs. 2 StG; Art. 175 Abs. 2 
DBG).

In der (Nachsteuer-/Bussen-) Verfügung der KStV/VdBSt vom 21. November 
2016 ist der Bussenfaktor unter Berücksichtigung der gesamten Umstände auf 
120% der Regelbusse festgelegt worden. Die Vorinstanz hat in Berücksichtigung 
des inzwischen eingetretenen Zeitablaufs und der schlechten wirtschaftlichen 
Verhältnisse eine Busse von 80% der hinterzogenen Steuer als angemessen er-
achtet.

7.3.1 Die objektiven Tatumstände und das subjektive Verschulden des Be-
schwerdeführers/Beschuldigten sind zutreffend beurteilt worden. 

Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers/Beschuldigten durfte bei der Be-
urteilung der Schwere des Verschuldens berücksichtigt werden, dass dieser über 
Jahre erhebliche Einkünfte nicht deklarierte (vgl. Urteil BGer 2C_298/2020 vom 
9.10.2020 E. 12.3). 

Die rechtliche Würdigung des Verschuldens – Handeln mit Vorsatz – ist nicht zu 
beanstanden. Der Beschwerdeführer/Beschuldigte bestreitet nicht, dass er als 
Treuhänder über die notwendigen Spezialkenntnisse im Steuerrecht verfügte.

Auch aus dem nemo-tenetur Grundsatz kann der Beschwerdefüh-
rer/Beschuldigte nichts zu seinen Gunsten ableiten. Er kann sich nicht darauf be-
rufen, dass ihm ein normgemässes Verhalten nicht zumutbar gewesen sei.

7.3.2 Es liegt auch keine Verletzung des Grundsatzes "ne bis in idem" vor.

Die Steuerhinterziehung kann nicht als durch die Verurteilung des Beschwerde-
führers/Beschuldigten wegen Veruntreuung, Geldwäscherei, Urkundenfälschung 
mitabgegolten gelten. 

Das Steuerstrafrecht dient der Verhinderung von Steuerausfällen und auch der 
gerechten Verteilung der Steuerlast. Die Bestimmungen schützen damit unter-
schiedliche Rechtsgüter und stehen deshalb in echter Konkurrenz. 

Zu beachten ist freilich, dass die Strafen zusammen nicht exzessiv ausfallen dür-
fen (vgl. BGE 122 I 257 E. 8 S. 266 f.), was jedoch bei der Bemessung der Hin-
terziehungsbusse berücksichtigt worden ist. 

19

7.3.3 Der Vorwurf des Beschwerdeführers/Beschuldigten, dass die Vorinstanz 
die persönlichen und insbesondere die wirtschaftlichen Verhältnisse völlig ausser 
Acht gelassen habe, ist unbegründet. 

Es kann auch nicht gesagt werden, dass von der Vorinstanz der Umstand nicht 
berücksichtigt worden sei, dass die Tat verhältnismässig lange Zeit zurückliegt.

Die Berücksichtigung des inzwischen eingetretenen Zeitablaufs und die schlech-
ten wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers/Beschuldigten sind von 
der Vorinstanz erwähnt worden. Insbesondere aus diesen Gründen hat die Vor-
instanz eine Reduktion des Bussenfaktors auf 80% der hinterzogenen Steuer als 
angemessen erachtet.

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers/Beschuldigten rechtfertigen es die 
prekären wirtschaftlichen Verhältnisse nicht, die Busse auf höchstens einen Drit-
tel herabzusetzen. Die wirtschaftlichen Verhältnisse sind eines unter verschiede-
nen Kriterien, anhand derer in erster Linie eine dem Verschulden angemessene 
Sanktion gebildet werden soll (vgl. Urteil BGer 2C_851/2011 vom 15.8.2012 
E. 3.3). 

Es ist von der Vorinstanz auch zu Recht darauf hingewiesen worden, dass bei 
Strafmilderungs- und Strafschärfungsgründen der ordentliche Strafrahmen nur zu 
verlassen ist, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die be-
treffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde erscheint 
(BGE 116 IV 55 E. 5.8 S. 63; vgl. auch Urteil BGer 6B_1157/2022 vom 24.2.2023 
E. 2.2.2). 

Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers/Beschuldigten ist die Vorstrafen-
losigkeit bei der Strafzumessung nicht zwingend strafmindernd zu berücksichti-
gen (vgl. BGE 136 IV 1 E. 2.6 S. 2).

8. Schliesslich wird geltend gemacht, dass aufgrund der Zahlungsunfähigkeit 
des Beschwerdeführers/Beschuldigten die Ehefrau aus der Solidarhaft zu entlas-
sen sei, weshalb um Feststellung der entfallenen Solidarhaft ersucht wird. 

Es ist unstrittig, dass sich im Steuerstrafpunkt die Frage der Solidarhaftung nicht 
stellt (vgl. § 207 StG; Art. 180 DBG). 

Im Nachsteuerpunkt ist demgegenüber davon auszugehen, dass verheiratete 
Personen, die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben, solidarisch für 
die Gesamtsteuer haften (vgl. § 14 Abs. 1 Satz 1 StG, Art. 13 Abs. 1 Satz 1 
DBG). Jeder Ehegatte haftet jedoch nur für seinen Anteil an der Gesamtsteuer, 
wenn der andere Ehegatte zahlungsunfähig ist (vgl. § 14 Abs. 1 Satz 2 StG, 
Art. 13 Abs. 1 Satz 2 DBG). 

20

Begründet wird der Enthaftungsgrund der Zahlungsunfähigkeit eines Ehegatten 
unter anderem damit, dass in diesem Falle die Haftung für die Gesamtsteuer un-
billig wäre, weil der die Gesamtsteuer zahlende Ehegatte den auf den anderen 
Ehegatten entfallenden Anteil im internen Verhältnis überhaupt nicht mehr oder 
dann nur noch mit grosser Mühe einfordern könnte.

Haftungsverfügungen aufgrund des Steuergesetzes werden von der kantonalen 
Steuerverwaltung erlassen (§ 125 Abs. 2 StG; vgl. auch in Bezug auf die direkte 
Bundessteuer: § 5 Ziff. 12 Kantonale Vollzugsverordnung zum Bundesgesetz 
über die direkte Bundessteuer [VVDBG; SRSZ 171.111] vom 20.12.1994).

Ob der Enthaftungsgrund der Zahlungsunfähigkeit eines Ehegatten bereits im 
Veranlagungsverfahren oder im Bezugsverfahren geltend gemacht werden kann, 
wird kontrovers beurteilt. Es liegt jedoch auf der Hand, dass für die Prüfung der 
Frage der Zahlungsunfähigkeit eines Ehegatten grundsätzlich auf die Verhältnis-
se im Zeitpunkt des Bezugs abzustellen ist. 

Es ist deshalb davon auszugehen, dass im Bezugsverfahren eine besondere 
Haftungsverfügung zu erlassen ist, die über die Zahlungsunfähigkeit befindet und 
den konkreten (Haftungs-) Anteil jedes Ehegatten festlegt. Werden Verfügungen 
der Bezugsorgane mit Haftungsverfügungen nach § 125 Abs. 2 StG verbunden, 
richtet sich deren Anfechtung ausschliesslich nach den Bestimmungen über die 
Anfechtung von Veranlagungsverfügungen (vgl. § 7 Abs. 4 Steuerbezugsverord-
nung [BezV; SRSZ 172.212] vom 19.12.2000).

Von daher kann der Vorinstanz beigepflichtet werden, dass die Frage der Zah-
lungsunfähigkeit im vorliegenden (Nachsteuer- und Steuerstraf-) Verfahren 
(noch) offen bleiben kann. Es versteht sich jedoch, dass den Beschwerdeführern 
daraus kein Rechtsnachteil erwachsen darf. Das bedeutet, dass bis zum Vorlie-
gen einer rechtskräftigen Haftungsverfügung nicht von einem definitiven 
Rechtsöffnungstitel ausgegangen werden kann und die Bezugsorgane (Gemein-
de, Amt für Finanzen) mit dem Inkasso der Steuerforderung (Bezugs- inkl. Voll-
streckungsverfahren) bis zur Erstellung der Haftungsverfügung zuwarten müs-
sen. 

Sobald die Haftungsverfügung erlassen worden ist, ersetzt diese die Veranla-
gungsverfügung. Einzig die Haftungsverfügung bildet diesfalls einen Rechtsöff-
nungstitel (vgl. Urteil BGer 2C_142/2020 vom 15.6.2020 E. 2.2.3 m.H.).

9.1 Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Beschwerde bzw. das Gesuch um 
gerichtliche Beurteilung teilweise gutzuheissen ist, d.h. hauptsächlich im Nach-
steuerpunkt infolge der Verjährung der Steuerperiode 2007 (dagegen weniger bei 
den nicht erhobenen Steuern der Steuerperioden 2007 bis 2010) und im Steuer-

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strafpunkt zumindest geringfügig bei den hinterzogenen Steuern in den Steuer-
perioden 2006 bis 2010. Im Übrigen erweist sich die Beschwerde bzw. das Ge-
such um gerichtliche Beurteilung als unbegründet und sind die Rechtsmittel im 
Sinne der Erwägungen abzuweisen.

9.2  Der angefochtene Einspracheentscheid ist deshalb aufzuheben und die 
Sache zwecks Neufestsetzung von Nachsteuern und Bussen im Sinne der Erwä-
gungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Sowohl im Nachsteuerpunkt wie auch im Steuerstrafpunkt ist zu berücksichtigen, 
dass bei den Vermögenszugängen in den Steuerperioden 2005 bis 2010 die in 
derselben Periode wieder zurückbezahlten Geldbeträge vom Deliktsbetrag abge-
zogen werden müssen, und dass bei den Vermögensabgängen die Zuteilung der 
gerichtlich eingezogenen und zugesprochenen Vermögenswerte und mangels 
anderer Vereinbarungen auch die Anrechnung der (Teil-) Zahlungen der Zivilfor-
derungen der Geschädigten zuerst nach dem vom Strafgericht festgelegten Ver-
teilschlüssel (Verein C.: 64%, Verein D.: 32% und Verein E.: 4%) zu erfolgen hat 
und alsdann nach den Anrechnungsregeln von Art. 86 f. OR (zeitliche Reihenfol-
ge unter mehreren fälligen Schulden) vorzunehmen ist. 

Im Nachsteuerpunkt ist festzustellen, dass das Recht zur Festsetzung der Nach-
steuer für die Steuerperiode 2007 verjährt ist. Zutreffend ist auch (Replik, S. 7), 
dass per 31. Dezember 2023 die Nachbesteuerungsmöglichkeit für die Steuerpe-
riode 2008 ebenfalls verwirkt. 

9.3 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des verwaltungs-
gerichtlichen Verfahrens in der Höhe von insgesamt Fr. 3'000.-- (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) den Nachsteuerpunkt betreffend im Umfang von 
Fr. 450.-- (= 3/10 v. Fr. 1'500.--) den Beschwerdeführern (unter Solidarhaft) und 
den Steuerstrafpunkt betreffend im Umfang von Fr. 1'350.-- (= 9/10 v. Fr. 1'500.--
) dem Beschwerdeführer/Beschuldigten aufzuerlegen, im Übrigen im Umfang von 
Fr. 1'200.-- von der Vorinstanz bzw. vom Kanton Schwyz zu tragen (vgl. § 128 
StG in Verb. mit § 72 Abs. 2 Satz 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; 
SRSZ 234.110] vom 6.6.1974; Art. 144 Abs. 1 DBG).

9.4 Zudem haben die Vorinstanz bzw. der Kanton Schwyz den Beschwerdefüh-
rern bzw. dem Beschuldigten zufolge teilweisen Obsiegens im verwaltungsge-
richtlichen Verfahren eine reduzierte Parteientschädigung auszurichten (§ 74 
Abs. 1 VRP; Art. 144 Abs. 4 DBG in Verb. mit Art. 64 Abs. 1-3 des Bundesgeset-
zes über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 
SR 172.021] vom 20.12.1968).

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Die Vergütung an die Rechtsanwälte für die Parteivertretung vor den Gerichts-, 
Untersuchungs- und Anklagebehörden sowie den Verwaltungsbehörden in 
Rechtsmittelverfahren des Kantons Schwyz richtet sich nach dem Gebührentarif 
für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975. Im Rahmen 
der in diesem Tarif festgesetzten Mindest- und Höchstansätze ist die Vergütung 
nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der 
Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 
Abs. 1 GebTRA). Wird die Vergütung pauschal zugesprochen, gilt die Mehrwert-
steuer als in diesem Betrag enthalten (§ 2 Abs. 2 Satz 1 GebTRA). Für das Ho-
norar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht sieht § 14 GebTRA einen Rah-
men von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vor. 

Da die Beschwerdeführer bzw. der Beschuldigte im verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren nur teilweise obsiegen, haben sie lediglich Anspruch auf eine reduzier-
te Parteientschädigung. In Anwendung der vorgenannten Bemessungskriterien 
sowie in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens wird die zufolge teilweisen 
Obsiegens (erheblich) reduzierte Parteientschädigung vorliegend auf insgesamt 
Fr. 1'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt. 

9.5 Im Rahmen der Rückweisung wird die Vorinstanz auch über die Kosten- 
und Entschädigungsfolgen des Einspracheverfahrens neu zu befinden haben 
(vgl. § 154 Abs. 1 StG). 

Für die Zusprechung und Bemessung der Parteientschädigung durch die kanto-
nale Steuerkommission ist neben den im Gebührentarif genannten Bemessungs-
kriterien (vgl. § 2 GebTRA) auch das Ergebnis des Vorverfahrens mit zu berück-
sichtigen. Insbesondere besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung, wenn 
eine Teilgutheissung der Einsprache nicht über das Ergebnis des Vorverfahrens 
hinausgeht. Im Übrigen findet § 74 VRP Anwendung (vgl. § 55 der 
Vollzugsverordnung zum Steuergesetz [VVStG; SRSZ 172.211] vom 22.5.2001). 

Insofern kann es sich auch im Einspracheverfahren rechtfertigen, aufgrund des 
Ausgangs des Verfahrens lediglich eine reduzierte Parteientschädigung festzu-
setzen und nicht den (vollen) tatsächlichen Stundenaufwand zu vergüten. Dabei 
ist es auch zulässig, die unentgeltliche Rechtspflege zu verweigern, soweit die 
Einsprache als aussichtslos betrachtet werden musste (vgl. auch Urteil BGer 
2C_172/2016, 2C_173/2016 vom 16.8.2016 E. 6.3.2).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde bzw. das Gesuch um gerichtliche Beurteilung wird teilwei-
se gutgeheissen, der angefochtene Entscheid wird aufgehoben und die 
Sache zwecks Neufestsetzung von Nachsteuern und Bussen im Sinne der 
Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Be-
schwerde bzw. das Gesuch um gerichtliche Beurteilung abgewiesen.

2. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens von insgesamt 
Fr. 3'000.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) werden zu 
Fr. 450.-- den Beschwerdeführern (unter Solidarhaft), zu Fr. 1'350.-- dem 
Beschwerdeführer/Beschuldigten und zu Fr. 1'200.-- der Vorinstanz bzw. 
dem Kanton Schwyz auferlegt. Auf die kantonsinterne Verrechnung wird 
verzichtet.

Die Beschwerdeführer bzw. der Beschwerdeführer/Beschuldigte haben am 
14. Februar 2023 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- bezahlt, so dass 
ein Rückerstattungsanspruch in der Höhe von Fr. 700.-- besteht.

3. Den Beschwerdeführern bzw. dem Beschuldigten wird für das verwal-
tungsgerichtliche Verfahren zu Lasten der Vorinstanz bzw. des Kantons 
Schwyz eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'500.-- (inkl. Baraus-
lagen und MwSt) zugesprochen.

4. Die Vorinstanz hat über die Kosten- und Entschädigungsfolgen im Einspra-
cheverfahren neu zu befinden.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

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6. Zustellung an:
- den Vertreter der Beschwerdeführer bzw. des Beschuldigten (2/R)
- die Vorinstanz (2/EB)
- das Gemeindekassieramt … (A)
- und die Eidg. Steuerverwaltung, Hauptabteilung DVS, Bern (A).

Schwyz, 15. Dezember 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 18. Dezember 2023