# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9cbb5868-56d0-52e4-a7f7-c4c12b1cafd4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-08-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 24.08.2005 BK 2005 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_BK-2005-46_2005-08-24.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

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Ref.: Chur, 24. August 2005 Schriftlich mitgeteilt am: 
BK 05 46

Entscheid
Beschwerdekammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Rehli und Hubert
Aktuar ad hoc Scarpatetti

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In der strafrechtlichen Beschwerde

der X., Beschwerdeführerin, vertreten durch lic. iur. Mauro Lardi, c/o Lardi & Part-
ner, Postfach 474, Reichsgasse 65, 7002 Chur,

gegen

die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 26. Mai 
2005, mitgeteilt am 30. Mai 2005, in Sachen der Z., Beschwerdegegnerin, vertre-
ten durch Rechtsanwalt lic. iur. Carlo Köhl, Bahnhofstrasse 8, 7002 Chur, 

betreffend fahrlässige Körperverletzung,

hat sich ergeben:

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A.  Am 21. oder 22. Oktober 2004 – das genaue Unfalldatum ist strittig – 
kam X. um ca. 1745 Uhr auf der Waffenplatzstrasse (Rossboden), Höhe Einmün-
dung Felsbergerweg, Stadtgebiet Chur, mit ihrem Mountainbike zu Fall, weil ihr 
angeblich ein Hund der Beschwerdegegnerin den Weg abschnitt. Dabei erlitt sie 
eine Prellung der rechten Schulter mit Verstauchung des Gelenkes zwischen 
dem seitlichen Schlüsselbein und dem Schulterblatt sowie weitere leichte Prel-
lungen am Mittel- und Ringfinger der linken Hand sowie am rechten Knie und an 
der Innenseite des Oberschenkels. Der Sachschaden am Fahrrad und an der 
übrigen Ausrüstung betrug gemäss Polizeirapport Fr. 2`200.-. X. meldete den 
Vorfall am 17. Januar 2005 der Stadtpolizei Chur und stellte gegen den straf-
rechtlich Verantwortlichen Strafantrag wegen Körperverletzung.

B. Mit Verfügung vom 18. Februar 2005 eröffnete die Staatsanwaltschaft 
Graubünden eine Strafuntersuchung gegen Z. wegen fahrlässiger Körperverlet-
zung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB. Mit der Durchführung der Untersuchung 
wurde das Untersuchungsrichteramt Chur beauftragt.

C. Mit Verfügung vom 26. Mai 2005, mitgeteilt am 30. Mai 2005, stellte die 
Staatsanwaltschaft Graubünden die Strafuntersuchung gegen Z. wegen fahrläs-
siger Körperverletzung gemäss Art. 125 Abs. 1 StGB ein. 

D. Gegen diese Einstellungsverfügung erhob X. am 20. Juni 2005 Be-
schwerde bei der Beschwerdekammer des Kantonsgerichts Graubünden. Ihre 
Anträge lauten wie folgt:

„1. Die von der Staatsanwaltschaft Graubünden genehmigte Einstel-
lungsverfügung des Untersuchungsrichteramtes Chur vom 
26.05.2005, mitgeteilt am 30.05.2005, sei aufzuheben.

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.“

E. In der Beschwerdeantwort vom 4. Juli 2005 lässt Z. die Abweisung 
der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Be-
schwerdeführerin, beantragen. Dabei verweist sie in erster Linie auf ihre 
Stellungnahme vom 30. Mai 2005. Die Staatsanwaltschaft beantragt in ihrer 
Vernehmlassung ebenfalls die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 
Zur Begründung wird dabei grundsätzlich auf die Ausführungen in der an-
gefochtenen Einstellungsverfügung verwiesen.

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Auf die weiteren Ausführungen in der angefochtenen Einstellungs-
verfügung und den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den folgen-
den Erwägungen eingegangen.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung :

1. a) Gegen Verfügungen und Beschwerdeentscheide des Staatsanwaltes 
sowie von ihm vorgängig genehmigte Amtshandlungen der Untersuchungsor-
gane kann gemäss Art. 138 StPO bei der Beschwerdekammer des Kantonsge-
richts wegen Rechtswidrigkeit oder Unangemessenheit Beschwerde geführt wer-
den. Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder 
Änderung geltend macht. Insbesondere kann sich der Geschädigte gegen Ableh-
nungs- und Einstellungsverfügungen beschweren (Art. 139 Abs. 1 StPO). Nach 
konstanter Praxis der Beschwerdekammer (vgl. PKG 1998 Nr. 45; 1989 Nr. 56) 
gilt als Geschädigter der Träger des Rechtsgutes, dessen Verletzung oder Ge-
fährdung Gegenstand der Strafverfolgung bildet. In Anbetracht der erlittenen Ver-
letzungen ist X. – aufgrund von Art. 139 Abs. 1 StPO – als Geschädigte zur Be-
schwerdeführung legitimiert.

b) Gemäss Art. 139 Abs. 2 StPO ist die Beschwerde innert zwanzig Tagen, 
seit der Betroffene vom angefochtenen Entscheid Kenntnis erhalten hat, schrift-
lich einzureichen. Da die vorliegende Beschwerde fristgerecht erhoben wurde 
und den Formerfordernissen entspricht, ist darauf einzutreten.

2. Vorweg ist festzuhalten, dass entgegen den Vorbringen des Rechtsver-
treters der Beschwerdegegnerin nicht bloss eine straflose fahrlässige Tätlichkeit 
vorliegt, sondern die Staatsanwaltschaft Graubünden zu Recht eine Strafunter-
suchung wegen fahrlässiger Körperverletzung gemäss Art. 125 Abs. 1 StGB ein-
leitete. Die körperliche Integrität im Sinne einer Körperverletzung ist dann beein-
trächtigt, wenn innere oder äussere Verletzungen oder Schädigungen zugefügt 
werden, die mindestens eine gewisse Behandlung und Heilungszeit erfordern, 
also etwa Hirnerschütterungen, Quetschungen mit Blutergüssen und Schürfun-
gen, sofern sie um einiges über blosse Kratzer hinausgehen (vgl. Roth, in: Basler 
Kommentar, Niggli/Wiprächtiger, Strafgesetzbuch II, Art. 111-401 StGB, Basel 
2003, N 4 ff. zu Art. 123). X. erlitt beim Sturz vom Fahrrad eine Prellung der 

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rechten Schulter mit Verstauchung des Gelenkes zwischen dem seitlichen 
Schlüsselbein und dem Schulterblatt sowie weitere leichte Prellungen am Mittel- 
und Ringfinger der linken Hand sowie am rechten Knie und an der Innenseite des 
Oberschenkels. Bei Verstauchungen von Gelenksteilen und verschiedenen Prel-
lungen, welche unweigerlich erhebliche Schmerzen mit sich bringen, liegt keine 
Tätlichkeit mehr gemäss Art. 126 StGB vor, zumal bereits bei Schürfungen der 
Tatbestand der Körperverletzung erfüllt sein kann.

3. Im Rechtsmittelverfahren kann die Beschwerdekammer des Kantons-
gerichts von Graubünden gemäss Art. 138 StPO angefochtene Einstellungsver-
fügungen nicht nur auf Rechtswidrigkeit, sondern auch auf Angemessenheit 
überprüfen. Obwohl ihr das Gesetz ausdrücklich eine Ermessenskontrolle ein-
räumt, setzt die Beschwerdekammer ihr Ermessen nur dort an die Stelle desjeni-
gen der Vorinstanz, wo sich deren Verfügung nicht mit triftigen Gründen vertreten 
lässt. Ebenso muss bei der Beurteilung der Rechtmässigkeit oder Angemessen-
heit einer Einstellungsverfügung berücksichtigt werden, dass an den Nachweis 
der Täterschaft hohe Anforderungen zu stellen sind. Eine Einstellungsverfügung 
ist dann angemessen und hält der umschriebenen Ermessenskontrolle stand, 
wenn aufgrund des Untersuchungsergebnisses nicht genügend Anhaltspunkte 
für das Vorliegen einer straf- und verfolgbaren Handlung gegeben sind und somit 
ein Freispruch erwartet werden müsste, und wenn keine neuen Beweismittel er-
sichtlich sind, die das Beweisergebnis entscheidrelevant beeinflussen könnten. 
Aufzuheben ist eine Einstellungsverfügung hingegen, wenn in objektiver und sub-
jektiver Hinsicht Anhaltspunkte vorliegen, die einen Schuldspruch als wahr-
scheinlich erscheinen lassen (PKG 1997 Nr. 36; 1975 Nr. 58, Willy Padrutt, Kom-
mentar zur Strafprozessordnung des Kantons Graubünden, 2. Aufl., Chur 1996, 
Ziff. 2.1. zu Art. 138 StPO, S. 347). 

Die eben dargelegten Kriterien sind inhaltlicher und nicht formaler Natur. 
Sie können deshalb nicht rein schematisch gehandhabt werden. Notwendig ist 
eine sachlich begründbare Auseinandersetzung mit dem Untersuchungsresultat 
in zweifacher Hinsicht. Zum einen sind die vorliegenden Beweise zu werten. Nur 
wenn eine Gesamtwürdigung der Beweise zur nachvollziehbaren Schlussfolge-
rung führt, dass eine Verurteilung unwahrscheinlich ist, erscheint eine Einstellung 
der Untersuchung gerechtfertigt. Als zweites kumulativ notwendiges Element 
setzt die Einstellung der Untersuchung voraus, dass die Verfügung überhaupt auf 
einem entscheidungsreifen Beweisergebnis beruht. Dies ist dann der Fall, wenn 
keine konkret zu erhebenden Beweismittel erkennbar sind, die das Resultat im 

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gegenteiligen Sinn beeinflussen könnten (PKG 1995 Nr. 45; Padrutt, a.a.O., Ziff. 
3.3. zu Art. 82 StGB, S. 164).

4. Bezüglich der Sachverhaltsdarstellung weichen die Aussagen der am 
Unfall beteiligten Personen in wesentlichen Punkten voneinander ab. X. gab an-
lässlich ihrer polizeilichen Einvernahme vom 17. Januar 2005 (act. 5) zu Proto-
koll, sie sei mit ihrem Mountainbike von der Sommeraustrasse (Waffenplatz-
strasse) herkommend über das Waffenplatzgelände (Teerstrasse) in Richtung 
Rheinsand unterwegs gewesen, als sie auf der rechten Fahrbahnhälfte (Höhe 
Waffenplatzstrasse Nr. 54) eine Frau mit zwei kleinen, nicht angeleinten Hunden 
bemerkt habe. Daraufhin habe sie das Tempo reduziert, ihr Fahrrad an den linken 
Strassenrand gelenkt und sei in Richtung Rheinsand weitergefahren. Plötzlich 
seien beide Hunde von der rechten auf die linke Fahrbahnhälfte gesprungen. Da 
sie sich inzwischen auf etwa der gleichen Höhe wie die Hunde befunden habe, 
habe sie eine Vollbremsung einleiten müssen. Während dieses Vorgangs habe 
der eine Hund ihr Vorderrad touchiert und sie sei kopfüber auf den Asphalt ge-
stürzt. Demgegenüber sagte Z. vor der Polizei aus (act. 6), sie habe sich auf der 
Waffenplatzstrasse, Höhe Felsbergerweg befunden, als sie X. bereits von weitem 
gesehen habe. Weil X. noch relativ weit weg gewesen sei, habe sie sich in der 
Folge, um die Strasse zu überqueren, in die Strassenmitte begeben. Als sie sich 
fast auf der anderen Strassenseite befunden habe, habe sie X. auf der gleichen 
Höhe gesehen. Diese habe plötzlich brüsk abgebremst und sei dabei kopfüber 
auf den Asphalt gestürzt. 

Die Staatsanwaltschaft Graubünden stellte daraufhin die Strafuntersu-
chung gegen Z. mit der Begründung ein, dass sich widersprechende Aussagen 
der Beteiligten gegenüberstünden und nicht gesagt werden könne, dass die eine 
oder andere der beiden Personen glaubwürdiger wäre. Es seien auch keine wei-
teren Beweismittel erkennbar, welche mehr Klarheit verschaffen würden. Ange-
sichts der gegebenen Beweislage sei deshalb bei einer Beurteilung des Unfalles 
durch ein Gericht mit grösster Wahrscheinlichkeit mit einem Freispruch zu rech-
nen. Nachfolgend gilt es zu prüfen, ob diese Schlussfolgerung der Staatsanwalt-
schaft haltbar ist.

a) Die Staatsanwaltschaft stellt in ihrer Einstellungsverfügung die Frage in 
den Vordergrund, ob die Beschwerdeführerin mit einem Hund kollidiert sei oder 
nicht. Für die strafrechtliche Beurteilung des Vorfalls ist diese Frage aber nicht 
relevant. Massgebend ist vielmehr, ob Z. ein strassenverkehrswidriges Verhalten 

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beim Überqueren der Strasse oder, falls nicht sie sondern einzig die Hunde die 
Strassenseite wechselten, ihr ein sorgfaltswidriges Verhalten als Hundehalterin 
zur Last gelegt werden muss. Letztere Frage stellt sich zudem auch, wenn davon 
ausgegangen wird, dass sich Z. mit ihren beiden Hunden zum Unfallzeitpunkt 
bereits beinahe auf der anderen Strassenseite befand. Dabei ist in all diesen Fäl-
len nicht erforderlich, dass es zwischen der Fahrradlenkerin und einem der bei-
den Hunde auch tatsächlich zur Kollision gekommen ist. Entscheidend ist, ob ein 
Fehlverhalten von Z. vorlag, das geeignet war, X. zu einem plötzlichen Brems-
manöver zu veranlassen und somit unfallkausal war. 

b) Ob Z. einen derartigen Vorwurf trifft, hängt massgeblich vom Unfallher-
gang ab, der zunächst durch eine Beweiswürdigung der vorliegenden Akten zu 
ermitteln ist. Die Beschwerdeführerin bringt in diesem Zusammenhang vor, Z. 
habe sich sowohl hinsichtlich des Tathergangs als auch des Unfalldatums wider-
sprüchlich geäussert, so dass ihre Aussagen nicht als glaubwürdig erscheinen 
würden. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Was das Unfalldatum be-
trifft, gilt es zu beachten, dass sich der Unfall am 22. Oktober 2004 ereignete, 
während die polizeiliche Einvernahme erst am 25. Januar 2005 und das Kon-
frontverhör am 31. März 2005 stattfanden. Dass bei derart zeitlichen Abständen 
eine Verwechslung des Unfalldatums um einen Tag erfolgt ist, ist ohne weiteres 
nachvollziehbar. Was die Hunde betrifft, verhält es sich in der Tat so, dass Z. 
gegenüber der Polizei aussagte, sie habe den jüngeren Hund nach dem Vorbei-
fahren des Lastwagens wieder zu Boden gelassen und in der Folge mit den bei-
den frei gelassenen Hunden die Strasse überquert. Demgegenüber will sie 
gemäss Konfronteinvernahme den jüngeren Hund auch beim Überqueren der 
Waffenplatzstrasse im Arm gehalten haben. Auch daraus lässt sich jedoch nicht 
ableiten, dass die Aussagen von Z. insgesamt als nicht glaubhaft erscheinen und 
daher von der Sachverhaltsversion der Beschwerdeführerin auszugehen ist. Zum 
einen gilt hier dasselbe wie bezüglich des Unfallzeitpunkts: So treten nach einer 
gewissen Zeitspanne hinsichtlich Details eines Vorganges erfahrungsgemäss Er-
innerungslücken auf, so dass im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu prüfen ist, 
welche der beiden Sachverhaltsvarianten als die zutreffendere erscheint. Vorlie-
gend kann eine solche allerdings unterbleiben, da diese Frage vorliegend nicht 
von entscheidender Bedeutung ist. So ändert sich hinsichtlich eines allfälligen 
strafrechtlichen Verhaltens von Z. nichts, ob sich der Unfall bloss aufgrund des 
Verhaltens eines oder beider Hunde(s) ereignet hat. In beiden Fällen stellt sich 
gleichermassen die Frage, ob Z. hinsichtlich deren Beaufsichtigung der Hunde 
eine strafrechtlich relevante Sorgfaltspflichtverletzung trifft.

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c) Der Behauptung der Beschwerdeführerin, dass sich Z. auf der rechten 
Strassenseite befunden habe und die beiden Hunde von dort aus plötzlich die 
Strasse überquert hätten, steht die Aussage von Z. gegenüber, welche die 
Strasse mit beiden Hunden fast gänzlich überquert haben will, als X. – und zwar 
ohne Einwirkung der Hunde – stürzte. Welche der beiden Sachverhaltsvarianten 
mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffen dürfte, lässt sich weder aus ihren Aussa-
gen noch den weiteren Akten schliessen, zumal keine Drittpersonen den Unfall-
hergang beobachtet haben. Stehen sich Aussage gegen Aussage gegenüber 
und sind diesbezüglich auch keine weiteren Beweiserhebungen ersichtlich, die 
zu einer Klärung führen könnten, so ist von dem für den Angeschuldigten günsti-
geren Sachverhalt auszugehen. Vorliegend bedeutet dies, dass von den Schil-
derungen von Z. auszugehen ist. Da sie danach mit dem Überqueren der Strasse 
begann, als sich X. noch in erheblicher Entfernung zur ihr befand und sie die 
Fahrbahn schon beinahe überquert hatte, als diese stürzte, lässt sich ihr kein 
verkehrsregelwidriges Verhalten im Sinne von Art. 49 Abs. 2 SVG in Verbindung 
mit Art. 47 VRV vorwerfen. Was sodann die Sorgfaltspflicht hinsichtlich Beauf-
sichtigung der Hunde betrifft, bleibt festzustellen, dass nicht erstellt ist, ob es 
überhaupt zu einer Kollision zwischen einem der beiden Hunde mit dem Fahrrad 
von X. kam. Selbst wenn dies zutreffen sollte, bliebe dabei aber immer noch of-
fen, ob einer der beiden Hunde in das Fahrrad von X. sprang oder ob sich die 
Kollision erst aufgrund ihres Sturzes, herrührend von einer falschen Einschät-
zung der Situation, ereignete. Auch dazu sind keine weiteren Beweismittel er-
sichtlich, die das Beweisergebnis in die eine oder andere Richtung entscheidend 
zu beeinflussen vermöchten. Insbesondere sind die von der Beschwerdeführerin 
beantragten Beweisergänzungen zu den Fragen nach den Verletzungen des 
Hundes, den Fahrfähigkeiten von X. und zum Bremsvorgang nicht geeignet, 
hierüber näheren Aufschluss zu geben. Wie erwähnt, spielt es aber letztlich hin-
sichtlich einer allfälligen Sorgfaltspflichtverletzung durch Z. keine entscheidende 
Rolle, ob es überhaupt zu einer Kollision zwischen dem von X. gelenkten Fahrrad 
und einem der beiden Hunde kam; hierfür genügt es, wenn dieser überraschend 
auf das Fahrrad zusprang und sich X. daduch zu einer (Voll-)Bremsung veran-
lasst sah. Auch dazu lassen sich den Akten jedoch keine hinreichenden Anhalts-
punkte entnehmen, um Z. eine für den Unfall entscheidrelevante, mangelnde Be-
aufsichtigung ihrer beiden Hunde rechtsgenüglich vorwerfen zu können. Ebenso 
sind auch diesbezüglich keine weiteren Beweismittel ersichtlich, die das Bewei-
sergebnis massgeblich beeinflussen könnten.

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5. Sind nach dem Gesagten keine weiteren konkret zu erhebenden Be-
weismittel ersichtlich, die zur Klärung des Sachverhalts beitragen könnten und 
stehen sich diesbezüglich einzig die zwei sich widersprechenden Aussagen der 
Parteien gegenüber, führt eine gerichtlicher Beurteilung mit hoher Wahrschein-
lichkeit zu einem Freispruch. Die Staatsanwaltschaft hat daher das Strafverfah-
ren gegen Z. wegen fahrlässiger Körperverletzung zu Recht eingestellt.  

6. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu 
Lasten der Beschwerdeführerin (Art. 160 Abs. 1 StPO). Der Beschwerdegegnerin 
kann mangels gesetzlicher Grundlage und entsprechend konstanter Praxis der 
Beschwerdekammer keine ausseramtliche Entschädigung zugesprochen wer-
den (vgl. PKG 1999 Nr. 39).

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 400.- gehen zu Lasten der 
Beschwerdeführerin.

3. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof 
des schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bun-
desgericht innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung 
des Entscheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundes-
strafrechtspflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Beschwerdelegitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtig-
keitsbeschwerde gelten die Art. 268 ff. BStP

4. Mitteilung an:

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Für die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Der Aktuar ad hoc: