# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e1b61bef-b575-5743-827b-de0421b3fc00
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-04-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.04.2012 D-1229/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1229-2012_2012-04-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1229/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  4 .  A p r i l  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Richter Fulvio Haefeli (Vorsitz), 

Richter Hans Schürch, Richter Daniele Cattaneo;    

Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. 

   Partei 
 

A._______, geboren (…), 

Nepal, 

vertreten durch Swiss-Exile, Ricardo Lumengo, 

(…), 

Gesuchsteller. 

 

 

Gegenstand 

 
Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

vom 7. Februar 2012 / D-2295/2011. 

 

 

D-1229/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Gesuchsteller – ein nepalesischer Staatsangehöriger – reichte am 

6. Oktober 2008 in der Schweiz ein Asylgesuch ein. Mit Verfügung vom 

18. März 2011 stellte das Bundesamt für Migration (BFM) fest, der Ge-

suchsteller erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte dessen Asylge-

such ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Weg-

weisungsvollzug an. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde 

vom 19. April 2011 wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil 

D-2295/2011 vom 7. Februar 2012 ab. 

B.  

Mit Eingabe vom 5. März 2012 ersuchte der Gesuchsteller beim Bundes-

verwaltungsgericht um Revision des Urteils vom 7. Februar 2012 und be-

antragte die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung vom 18. März 

2011. Im Weiteren beantragte er sinngemäss, es sei dem vorliegenden 

Gesuch die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Es sei ihm Asyl zu ge-

währen. Eventualiter sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Es sei ihm 

die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Verwal-

tungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) 

zu gewähren.  

 

Zur Untermauerung der Vorbringen reichte der Gesuchsteller folgende 

Beweismittel ein:  

– Eine Kopie seiner angeblichen nepalesischen Identitätskarte, 

 

– den Taufschein vom 17. Oktober 2009 und das Bestätigungs-

schreiben vom 23. April 2011 der "(…)", (…), 

 

– einen Artikel aus dem Internet vom 23. August 2011 mit der Über-

schrift "Népal: Un projet de loi anti-conversion fait peur aux chrétiens", 

 

– zwei weitere Internetartikel vom 28. November 2011 mit den Titeln 

"Népal: Des attaques contre des chrétiens" und "Une nouvelle 

tentative d'attentat à la bombe contre les chrétiens ravive les craintes 

des minorités", 

 

– ein Bestätigungsschreiben des "(…)" vom 17. Februar 2012 in Kopie, 

 

D-1229/2012 

Seite 3 

– ein Informationsschreiben der (…) vom 27. Februar 2012 in Kopie, 

 

– einen fremdsprachigen Brief seiner angeblichen Ehefrau vom 

29. Februar 2012 in Kopie mit Übersetzung und 

 

– ein Bestätigungsschreiben des "(…)" vom 1. März 2012 (Ref.-Nr. 510) 

in Kopie. 

 

C.  

Mit Zwischenverfügung vom 9. März 2012 setzte der zuständige Instrukti-

onsrichter des Bundesverwaltungsgerichts den Vollzug der Wegweisung 

nicht aus, wies das sinngemässe Gesuch um Erteilung der aufschieben-

den Wirkung ab und teilte dem Gesuchsteller mit, er habe den Ausgang 

des Verfahrens im Ausland abzuwarten. Im Weiteren forderte er ihn auf, 

dem Gericht innert 10 Tagen ab Verlassen der Schweiz seine Ausland- 

beziehungsweise Zustelladresse bekanntzugeben. Das Gesuch um un-

entgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wurde ab-

gewiesen und der Gesuchsteller unter Hinweis auf die Säumnisfolge auf-

gefordert, innert Frist einen Kostenvorschuss von Fr. 1'200.- zu leisten. 

D.  

Mit Eingabe vom 8. März 2012 legte der Gesuchsteller die Originale der 

bereits mit dem Revisionsgesuch in Kopie eingereichten Beweismittel 

vom 17. Februar, 27. Februar, 29. Februar und 1. März 2012 ins Recht. 

Zudem reichte er ein weiteres Bestätigungsschreiben des "(…)" vom 

1. März 2012 (Ref.-Nr. 511) im Original ein. 

E.  

Am 9. März 2012 legte der Gesuchsteller dieselbe Eingabe vom 8. März 

2012 ohne Beilagen zu den Akten. 

F.  

Mit Schreiben vom 13. März 2012 (Poststempel vom 14. März 2012) teilte 

der inzwischen mandatierte Rechtsvertreter des Gesuchstellers dem Ge-

richt die aktuelle Zustelladresse mit. Als Beilage wurde die Vollmacht vom 

13. März 2012 eingereicht. 

G.  

Der Kostenvorschuss wurde am 16. März 2012 fristgemäss einbezahlt. 

 

 

D-1229/2012 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet gemäss Art. 105 des 

Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf dem Gebiet des 

Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen des BFM. Es ist 

ausserdem zuständig für die Revision von Urteilen, die es in seiner Funk-

tion als Beschwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1 S. 242). 

1.2. Gemäss Art. 45 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) gelten für die Revision von Urteilen des Bundesver-

waltungsgerichts die Art. 121 - 128 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) sinngemäss. Nach Art. 47 VGG findet 

auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67 Abs. 3 

VwVG Anwendung. 

1.3. Mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision wird die Un-

abänderlichkeit und Massgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschwerde-

entscheides angefochten, im Hinblick darauf, dass die Rechtskraft besei-

tigt wird und über die Sache neu entschieden werden kann (vgl. PIERRE 

TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI, Allgemeines Verwaltungsrecht, 2. Aufl., 

Bern 2005, S. 269). 

1.4. Das Bundesverwaltungsgericht zieht auf Gesuch hin seine Urteile 

aus den in Art. 121 – 123 BGG aufgeführten Gründen in Revision (Art. 45 

VGG). Nicht als Revisionsgründe gelten Gründe, welche die Partei, die 

um Revision nachsucht, bereits im ordentlichen Beschwerdeverfahren 

hätte geltend machen können (sinngemäss Art. 46 VGG). 

2.  

2.1. Im Revisionsgesuch ist insbesondere der angerufene Revisionsgrund 

anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im Sinne von 

Art. 124 BGG darzutun. 

2.2. Der Gesuchsteller ruft den Revisionsgrund neu entdeckter Tatsachen 

und Beweismittel (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG) an und zeigt ausserdem 

die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens auf. Auf das im Übrigen frist- 

und formgerecht eingereichte Revisionsgesuch ist deshalb einzutreten. 

3.  

3.1. Als Begründung des Revisionsgesuchs macht der Gesuchsteller zu-

nächst geltend, er habe seinen richtigen Vornamen B._______ bis anhin 

D-1229/2012 

Seite 5 

aus Angst verschwiegen. Mit Hinweis auf das Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts E-4329/2006 vom 17. Oktober 2011 erklärt er im Weiteren, 

er habe begründete Furcht, in der Heimat wegen seiner Konversion ver-

folgt zu werden. Dem Taufschein vom 17. Oktober 2009 und dem Bestäti-

gungsschreiben vom 23. April 2011 sei klar zu entnehmen, dass er zum 

Christentum konvertiert habe und diese Religion tatsächlich praktiziere. 

Daneben zeigten die Internetartikel vom 28. November 2011 deutlich auf, 

dass das Christentum in Nepal nicht so akzeptiert werde, wie es die Ver-

fassung vorsehe. Der Internetartikel vom 23. August 2011 zeige klar auf, 

dass die religiöse Konversion laut einem Verfassungsentwurf mit Busse 

und Gefängnis bestraft werden könnte. Folglich bekomme er keinen 

Schutz, da die Regierung konversionswidrige Gesetzes- beziehungswei-

se Verfassungsentwürfe unterstütze. Auch das Informationsschreiben der 

(…) vom 27. Februar 2012 und der Brief seiner Ehefrau vom 

29. Februar 2012 bestätigten die instabile Situation im Heimatland sowie 

die Risiken, die er bei einer Rückkehr eingehen würde. Aus dem Schrei-

ben der (…) ergebe sich für ihn das Risiko, umgebracht zu werden. Die 

Ehefrau teile in ihrem Brief ausserdem mit, dass auch seine Familie we-

gen der Konversion gefährdet sei. Darüber hinaus bekräftige das Bestäti-

gungsschreiben des "(…)" vom 1. März 2012 (Ref.-Nr. 510), dass er von 

Unbekannten gesucht werde und, falls sie ihn finden würden, einer kon-

kreten Gefahr ausgesetzt sei. Schliesslich verstosse eine allfällige Rück-

kehr ins Heimatland gegen Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 

zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 

SR 0.101) und sei unzumutbar. 

3.2. In der Eingabe vom 8. März 2012 beziehungsweise 9. März 2012 

macht der Gesuchsteller geltend, das neu eingereichte Bestätigungs-

schreiben des "(…)" vom 1. März 2012 (Ref.-Nr. 511) verdeutliche, dass 

man ihn wegen der Konversion suche. Zudem ergebe sich daraus, dass 

seine Familie aufgrund der äusserst unerträglichen Situation ihr Dorf ha-

be verlassen müssen. 

4.  

4.1. Gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG kann die Revision in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten verlangt werden, wenn die ersuchende Par-

tei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Be-

weismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konn-

te, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem 

Entscheid entstanden sind. 

D-1229/2012 

Seite 6 

4.2. Nur Tatsachen und Beweise, die im früheren Verfahren nicht beige-

bracht werden konnten, berechtigen zu einer Revision. Sie müssen be-

reits damals vorhanden, indes dem Gesuchsteller nicht bekannt gewesen 

sein (sog. unechte Noven). Demzufolge können neuartige Beweismittel 

nicht zu einer Revision berechtigen. Das angefochtene Urteil muss auf 

einem falschen oder unvollständigen Sachverhalt beruhen, welcher durch 

die Berücksichtigung nunmehr vorgebrachter Tatsachen oder Beweise 

korrigiert werden kann, was zu einem anderen rechtlichen Ergebnis führt 

(vgl. ELISABETH ESCHER, in: Marcel Alexander Niggli/Peter Uebersax/Hans 

Wiprächtiger [Hrsg.] Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 

2. Aufl., Basel 2011, Art. 123 N 5/6). Von Bedeutung sind nur Tatsachen 

und Beweise, die im vorerwähnten Sinn erst jetzt beigebracht werden 

können und zudem erheblich und daher geeignet sind, die Entscheid-

grundlage und damit den Ausgang des vorangegangenen Verfahrens zu 

beeinflussen. Es obliegt den Prozessparteien, rechtzeitig und prozess-

konform zur Klärung des Sachverhalts entsprechend ihrer Beweispflicht 

beizutragen. Dass es ihnen unmöglich war, Tatsachen und Beweise be-

reits im früheren Verfahren beizubringen, ist nur mit Zurückhaltung anzu-

nehmen. Der Revisionsgrund der unechten Noven dient nicht dazu, bis-

herige Unterlassungen in der Beweisführung wieder gutzumachen (vgl. 

ELISABETH ESCHER, a.a.O., Art. 123 N 7/8). 

5.  

5.1. Das Bundesverwaltungsgericht hielt bereits im ordentlichen Be-

schwerdeverfahren fest, in Nepal stellten Christen, wie Muslime und 

Buddhisten, zwar eine Minderheit dar und offensive Missionstätigkeiten 

seien verpönt, jedoch reiche die Zugehörigkeit zu dieser Minderheit für 

sich allein nicht aus, um eine tatsächliche Gefährdung des Beschwerde-

führers im Falle einer Rückkehr als wahrscheinlich erscheinen zu lassen. 

Das nepalesische Parlament habe sich nach der Entmachtung des Kö-

nigs im Frühling 2006 ausdrücklich zum Säkularismus bekannt; der Hin-

duismus sei nicht mehr wie früher Staatsreligion. Es lägen denn auch 

keine konkreten Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beschwerdeführer als 

Mitglied der christlichen Glaubensgemeinschaft befürchten müsste, einer 

zukünftigen Verfolgung seitens der nepalesischen Behörden ausgesetzt 

zu sein. Zwar könne nicht ausgeschlossen werden, dass er bei einer 

Rückkehr bei Bekanntwerden des Glaubenswechsels im privaten Bereich 

mit Intoleranz konfrontiert sein könnte, aufgrund des Gesagten sei jedoch 

nicht davon auszugehen, die Behörden wären nicht willens, ihm bei allfäl-

ligen Übergriffen Schutz zu gewähren (vgl. Beschwerdeurteil 

D-2295/2011 vom 7. Februar 2012 E. 4.2.2.). 

D-1229/2012 

Seite 7 

5.2. In Berücksichtigung aller Umstände ergibt sich, dass die im vorlie-

genden Revisionsgesuch und in der Eingabe vom 8. März 2012 bezie-

hungsweise 9. März 2012 geltend gemachten Vorbringen und die damit 

eingereichten Beweismittel nicht geeignet sind, die Ausführungen im Be-

schwerdeurteil zu entkräften.  

5.2.1. Zunächst gilt es zu beachten, dass das Bestätigungsschreiben des 

"(…)" vom 17. Februar 2012, das Informationsschreiben der (…) vom 

27. Februar 2012, der fremdsprachige Brief der angeblichen Ehefrau vom 

29. Februar 2012 und die Bestätigungsschreiben des "(…)" vom 1. März 

2012 (Ref.-Nr. 510/511) allesamt nach dem Beschwerdeurteil vom 7. Feb-

ruar 2012 entstanden sind, weshalb sie revisionsrechtlich nicht von Be-

lang sind (vgl. BGE 134 III 45 E. 2.1, Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts D-90/2012 vom 23. Januar 2012 E. 4.2., ELISABETH ESCHER, a.a.O., 

Art. 123 N 5, RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA 

THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 2. Aufl., 

Basel 2010, S. 458 Rz. 1722).  

5.2.2. Demgegenüber wurden der Taufschein vom 17. Oktober 2009 und 

das Bestätigungsschreiben vom 23. April 2011 der "(…)", (…), bereits im 

ordentlichen Beschwerdeverfahren eingereicht und vom Bundesverwal-

tungsgericht gewürdigt, weshalb kein Anlass besteht, im Rahmen des 

vorliegenden Revisionsverfahrens darauf zurückzukommen. 

5.2.3. Hinsichtlich der vom 23. August 2011 beziehungsweise vom 

28. November 2011 datierenden Internetartikel ist sodann festzuhalten, 

dass der Gesuchsteller diese schon im ordentlichen Beschwerdeverfah-

ren hätte ins Recht legen können. Darüber hinaus hätte er bereits in je-

nem Verfahren die Möglichkeit gehabt, seinen richtigen Vornamen mitzu-

teilen. Die erst im jetzigen Zeitpunkt eingereichten Artikel sowie die nach-

trägliche Bekanntgabe des richtigen Vornamens sind infolgedessen revi-

sionsrechtlich als verspätet zu qualifizieren. Im Anwendungsfall von 

Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG führen bisher unbeurteilt gebliebene, weil dem 

Gericht nicht bekannte Tatsachen respektive (vorbestandene) Beweismit-

tel zwar trotz verspäteter Geltendmachung beziehungsweise Einreichung 

zur Revision eines rechtskräftigen Urteils, wenn aufgrund derselben 

nachträglich offensichtlich wird, dass dem Gesuchsteller Verfolgung oder 

menschenrechtswidrige Behandlung droht und damit ein völkerrechtliches 

Wegweisungshindernis besteht (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts D-7585/2010 vom 25. Januar 2011 E. 3.4, Entscheidungen und Mit-

teilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1995 

D-1229/2012 

Seite 8 

Nr. 9 E. 7, insb. E. 7f und g S. 83 ff., ANDRÉ MOSER/MICHAEL 

BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht, Basel 2008, S. 250 Rz. 5.49, AUGUST MÄCHLER, in: Chris-

toph Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum 

Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), Zürich 2008, 

Rz. 26 zu Art. 66). Vorliegend kann der Gesuchsteller aus der erwähnten 

Praxis indessen nichts zu seinen Gunsten ableiten, da durch die verspä-

tet eingereichten Internetartikel, welche sich nicht konkret auf seine Per-

son beziehen, und die erst nachträgliche Bekanntgabe des richtigen Vor-

namens nicht offensichtlich wird, dass ihm in Nepal Verfolgung oder men-

schenrechtswidrige Behandlung droht. Ausserdem gelangte das Bundes-

verwaltungsgericht bereits im Beschwerdeurteil zum Schluss, es bestün-

den keine völkerrechtlichen Wegweisungshindernisse (vgl. a.a.O., E. 6.1. 

ff.). Da selbst ein allfälliger anderer Vorname des Gesuchstellers am 

rechtskräftig angeordneten Wegweisungsvollzug nichts ändern kann, er-

übrigt es sich im Weiteren, auf seine zur Identität geltend gemachten Vor-

bringen einzugehen. Angesichts dessen, dass seine Herkunft im ordentli-

chen Asylverfahren nicht bezweifelt wurde, vermag er auch aus der in 

Kopie eingereichten angeblichen Identitätskarte revisionsrechtlich nichts 

zu seinen Gunsten abzuleiten. 

Nach dem Gesagten ist die im Revisionsgesuch und in der Eingabe vom 

8. März 2012 beziehungsweise 9. März 2012 geltend gemachte Verfol-

gungsfurcht insgesamt als unbegründet zu erachten. 

6.  

Als Folge davon, dass es dem Gesuchsteller nicht gelungen ist, revisions-

rechtlich relevante Gründe darzutun, ist sein Gesuch um Revision des Ur-

teils vom 7. Februar 2012 abzuweisen. Es ist davon auszugehen, dass 

mit dem vorliegenden Gesuch lediglich das Nichteinverstandensein mit 

dem Beschwerdeurteil aufgezeigt werden soll, was revisionsrechtlich je-

doch nicht von Bedeutung ist, da die Revision nicht dazu dient, die Wür-

digung damaliger Vorbringen erneut zu überprüfen (vgl. ELISABETH ESCHER, 

a.a.O., Art. 123 N 7). 

7.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Gesuchsteller 

aufzuerlegen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG), auf insgesamt 

Fr. 1'200.- festzusetzen (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-

richt [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem am 16. März 2012 in gleicher 

D-1229/2012 

Seite 9 

Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.  

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-1229/2012 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.- werden dem Gesuchsteller aufer-

legt. Dieser Betrag wird mit dem am 16. März 2012 einbezahlten Kosten-

vorschuss verrechnet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Gesuchsteller, das BFM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig 

 

 

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