# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f160cc84-67f0-5f4d-8969-3cf55347b678
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 15.12.2023 810 23 222
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-222_2023-12-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 15. Dezember 2023 (810 23 222) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Strassen und Verkehr 
 
 
Entzug des Fahrzeugausweises und der Kontrollschilder 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiber Stefan Suter 

 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
 
 
gegen 
 
 
Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Vorinstanz 
 
 

Betreff Entzug des Fahrzeugausweises und der Kontrollschilder 
(RRB Nr. 1202 vom 12. September 2023) 

 
 
 
 
A. Die Motorfahrzeugkontrolle Basel-Landschaft (Motorfahrzeugkontrolle, MFK) teilte 
A.____ mit Schreiben vom 16. Juni 2023 mit, dass gemäss Meldung ihrer Versicherung smi-
le.direct versicherungen, Zweigniederlassung der Helvetia Schweizerische Versicherungsge-
sellschaft AG ("Smile"), die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung für ihr Fahrzeug 
Volvo S60 T5 mit dem Kontrollschild BL XXXXX erloschen sei. Der Motorfahrzeugkontrolle sei 
innert drei Tagen ab Zustellung dieses Schreibens ein Versicherungsnachweis zuzustellen oder 

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das Kontrollschild sei auf der Motorfahrzeugkontrolle zu deponieren. Nach Ablauf der einge-
räumten Frist werde ein gebührenpflichtiger Entzug des Fahrzeugausweises und des Kontroll-
schildes verfügt. A.____ wurde weiter die Möglichkeit eingeräumt, zum vorgesehenen Entzug 
schriftlich oder mündlich Stellung zu nehmen. Dem Schreiben beigelegt war eine mit einer 
Rechtsmittelbelehrung versehene Gebührenrechnung über Fr. 45.--. 
 
B. Mit Verfügung vom 27. Juni 2023 entzog die Motorfahrzeugkontrolle den Fahrzeugaus-
weis und die Kontrollschilder, weil A.____ weder einen neuen Versicherungsnachweis beige-
bracht noch die Kontrollschilder deponiert hatte. Der Entzug des Fahrzeugausweises und der 
Kontrollschilder entfalle, wenn die Motorfahrzeugkontrolle innert 3 Tagen ab Zustellung dieser 
Verfügung in den Besitz eines neuen, gültigen Versicherungsnachweises gelange. Die Gebüh-
ren für diese Verfügung würden gemäss Gebührenverordnung der Motorfahrzeugkontrolle fest-
gelegt. Die gemäss beigelegter Rechnung erhobenen Gebühren beliefen sich auf insgesamt 
Fr. 145.--. 
 
C. Die von A.____ dagegen am 29. Juni 2023 erhobene Beschwerde wies der Regierungs-
rat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit Beschluss Nr. 1202 vom 12. September 
2023 kostenpflichtig ab. Er erwog zusammengefasst, der Fahrzeugausweis und die Kontroll-
schilder seien zu Recht entzogen worden, weil A.____ der behördlichen Aufforderung, einen 
gültigen Versicherungsnachweis einzureichen oder die Kontrollschilder zurückzugeben, keine 
Folge geleistet habe. Fehle die gesetzlich vorgeschriebene Deckung durch eine Haftpflichtver-
sicherung, sei der Fahrzeugausweis mitsamt den Kontrollschildern zu entziehen. Rechtmässig 
seien auch die Gebühren für die Einleitung des Entzugsverfahrens sowie für die Entzugsverfü-
gung selber. Diese Forderungen könne A.____ nicht verrechnungsweise tilgen. 
 
D. Mit Eingabe vom 22. September 2023 erhob A.____ gegen diesen Beschluss Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Sie stellte darin zehn Anträge. Sinngemäss verlangte sie die ersatzlose 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids unter Kostenfolge, weil sie einen Versicherungs-
nachweis vorweisen könne. Gleichzeitig machte sie geltend, die "Nichtanhandnahmeverfügung" 
sei nichtig, da diese Stanzlöcher aufweise und gefaltet worden sei. Ihre Verrechnungserklärun-
gen seien zu akzeptieren und die Motorfahrzeugkontrolle sei darauf hinzuweisen, dass an sie 
keine weiteren Rechnungen zugestellt werden dürften. Weiter seien die Leiter und Leiterinnen 
der Sicherheitsdirektion und der Motorfahrzeugkontrolle sowie alle Funktionäre und Angestell-
ten "abzumahnen und zu degradieren". Gegen die involvierten Personen seien sofort Strafan-
träge einzureichen. Schliesslich sei ihr eine Genugtuung in der Höhe von Fr. 10 Mio. zu bezah-
len. 
 
E. Nachdem sie vom Kantonsgericht zur Leistung eines Kostenvorschusses aufgefordert 
worden war, ersuchte die Beschwerdeführerin am 12. Oktober 2023 um unentgeltliche Rechts-
pflege. Die Frist zur Leistung des Kostenvorschusses wurde in der Folge ausgesetzt. 
 

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F. Der Regierungsrat stellt in der Vernehmlassung vom 10. November 2023 unter Verweis 
auf den angefochtenen Entscheid den Antrag, die Beschwerde sei unter o/e-Kostenfolge abzu-
weisen, soweit darauf eingetreten werden könne. 
 
G. Auf Nachfrage des Kantonsgerichts erteilte die Motorfahrzeugkontrolle am 15. Novem-
ber 2023 eine schriftliche Auskunft. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kan-
tonsgericht zulässig gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungsrats. Die Beschwerde-
führerin ist durch den Entzug des Fahrzeugausweises und der Kontrollschilder berührt und hat 
grundsätzlich ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochte-
nen Entscheids (§ 47 Abs. 1 lit. a VPO), wobei diesbezüglich auf das Erfordernis eines aktuel-
len und praktischen Interesses zurückzukommen sein wird (vgl. nachfolgend E. 4.4). Auch wur-
de die Beschwerde rechtzeitig erhoben (§ 48 VPO). 
 
2. Einer näheren Betrachtung bedürfen die Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin. 
 
2.1 Wie die Beschwerdeführerin aus einem früheren Verfahren weiss, ist das Kantonsgericht 
keine allgemeine Aufsichtsinstanz über Behörden oder Disziplinarbehörde für Hoheitsträger. 
Das Gericht nimmt auch keine Strafanzeigen entgegen (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abtei-
lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 3. Januar 2022 [810 21 332] E. 1.1). 
Auf sämtliche in diese Richtung zielenden Anträge kann somit von Vornherein nicht eingetreten 
werden. 
 
2.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsver-
hältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vor-
gängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genommen hat. Insoweit bildet die erst-
instanzliche Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand (BGE 
144 I 11 E. 4.3). Streitgegenstand kann demnach nur sein, was bereits Gegenstand des erstin-
stanzlichen Verfahrens war oder allenfalls hätte sein sollen und was gemäss der Dispositions-
maxime zwischen den Parteien noch umstritten ist. Gegenstände, über welche die erste Instanz 
zu Recht nicht entschieden hat, fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich der Rechtsmittelbe-
hörde. Diese Fixierung des Streitgegenstands dient der Wahrung der funktionellen Zuständig-
keit und des Instanzenzugs. Ein Antrag, der über das hinausgeht, was von der Verwaltungsbe-
hörde entschieden wurde, oder der mit dem Gegenstand der Verfügung nichts zu tun hat, ist 
ungültig (vgl. KGE VV vom 7. Juni 2023 [810 23 54] E. 1.3.1; KGE VV vom 27. April 2022 [810 
21 297] E. 1.2.1; BGE 142 I 155 E. 4.4.2; BGE 136 V 362 E. 3.4.2; vgl. auch § 6 Abs. 1 VPO). 
 
2.3 Dementsprechend kann im vorliegenden Verfahren nur gerichtlich geprüft werden, wo-
rüber die MFK in der Verfügung vom 27. Juni 2023 autoritativ befunden hat. Nicht Gegenstand 

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der besagten Verfügung bildete insbesondere die Frage, ob die Beschwerdeführerin die von der 
Behörde erhobenen Gebühren mittels Verrechnung tilgen darf. Auch wenn sich die Vorinstanz 
im angefochtenen Entscheid dazu äusserte - und damit ihrerseits den Rahmen des Streitge-
genstands verliess -, wird die geltend gemachte Verrechnung dadurch nicht zum vor Kantons-
gericht zulässigen Verfahrensthema. Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, ihre an die Be-
hörde gerichteten Verrechnungsanweisungen seien zu akzeptieren, handelt es sich um ein un-
zulässiges Beschwerdebegehren, auf das nicht eingetreten werden kann. Erst recht nicht einge-
treten werden kann auf den Antrag, wonach alle weiteren Forderungen gegen die Beschwerde-
führerin automatisch zu verrechnen seien. Ebenfalls ausserhalb des Streitgegenstands liegt das 
Begehren, wonach der Beschwerdeführerin eine Genugtuung zu bezahlen sei. 
 
2.4 Übrig bleibt das sinngemässe Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei unter 
Kostenfolge aufzuheben und auf einen Entzug des Fahrzeugausweises mitsamt den Kontroll-
schildern sowie auf die Gebührenerhebung sei zu verzichten. Darauf kann - da diesbezüglich 
die erforderliche minimale sachbezogene Begründung vorliegt (vgl. § 5 VPO; KGE VV vom 
2. November 2022 [810 21 331] E. 1.3) - grundsätzlich eingetreten werden. 
 
3. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 VPO Rechts-
verletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens 
(lit. a) und die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen - abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen - untersagt (lit. c). 
 
4.1 Soweit sie sich in der Beschwerdebegründung nachvollziehbar mit dem angefochtenen 
Entscheid auseinandersetzt, macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, sie habe 
innert der von der Behörde gesetzten Frist einen neuen Versicherungsnachweis beigebracht 
und ihr sei auch ein neuer Fahrzeugausweis ausgestellt worden. Ein jetziger Entzug des Fahr-
zeugausweises und der Kontrollschilder sei deswegen unzulässig. 
 
4.2 Wie die Abklärungen des Kantonsgerichts bei der MFK ergaben, treffen die Sachver-
haltsbehauptungen der Beschwerdeführerin zu. Die Entzugsverfügung vom 27. Juni 2023 wur-
de der Beschwerdeführerin am 28. Juni 2023 zugestellt. Die darin festgesetzte dreitägige Frist 
für die Vorlage eines gültigen Versicherungsnachweises begann am folgenden Tag zu laufen 
und endete - unter Berücksichtigung des durch das Wochenende herausgeschobenen Fristab-
laufs - am Montag, 3. Juli 2023. Die MFK führt in der schriftlichen Auskunft vom 15. November 
2023 unter Beilage der entsprechenden Aktenstücke aus, dass der Behörde an diesem 3. Juli 
2023 ein neuer elektronischer Versicherungsnachweis, ausgestellt durch die Baloise Versiche-
rung AG, übermittelt worden sei. Gleichentags sei am Schalter der bisherige Fahrzeugausweis 
annulliert worden und der Beschwerdeführerin sei ein neuer Fahrzeugausweis ausgestellt wor-
den. 
 
4.3 Somit zeigt sich, dass die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt falsch festge-
stellt hat. Entgegen dem angefochtenen Entscheid leistete die Beschwerdeführerin der behörd-
lichen Aufforderung vom 27. Juni 2023 Folge und wurde bei der Motorfahrzeugkontrolle innert 

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Frist ein gültiger Versicherungsnachweis hinterlegt. Mit der Erfüllung dieser in der Verfügung 
vom 27. Juni 2023 festgelegten Bedingung entfiel automatisch der angeordnete Entzug des 
Fahrzeugausweises und der Kontrollschilder (so auch nach Art. 7 Abs. 3 der Verkehrsversiche-
rungsverordnung [VVV] vom 20. November 1959). Da die Beschwerdeführerin seit dem 3. Juli 
2023 wieder haftpflichtversichert und im Besitz eines neuen Fahrzeugausweises ist, trifft sie 
weder eine Pflicht zur Abgabe des (neuen) Fahrzeugausweises noch zur Hinterlegung der Kon-
trollschilder. Die Beschwerde ist in dieser Hinsicht offensichtlich begründet. 
 
4.4 Mit der Vorlage eines gültigen Versicherungsnachweises und der Ausstellung eines 
neuen Fahrzeugausweises am 3. Juli 2023 wurde die vor dem Regierungsrat gegen den Entzug 
hängige Beschwerde gegenstandslos, zumal der streitgegenständliche, den Versicherungsein-
trag der Smile aufweisende Fahrzeugausweis (ausgestellt am 21. Februar 2023) an diesem Tag 
am Schalter der MFK auch förmlich annulliert wurde. Die Vorinstanz hat damit diesbezüglich im 
angefochtenen Entscheid das aktuelle und praktische Interesse an der Behandlung der Be-
schwerde zu Unrecht bejaht. Nachdem sich die Frage des Entzugs nicht (mehr) stellte, wäre 
der Streitgegenstand korrekterweise auf die Frage beschränkt gewesen, ob die MFK für die 
Ausfertigung und den Versand der Verfügung vom 27. Juni 2023 Gebühren erheben durfte. 
 
5. Nach dem soeben Gesagten ist im vorliegenden Verfahren nur noch zu prüfen, ob die 
Vorinstanz die Gebührenerhebung durch die Motorfahrzeugkontrolle zu Recht geschützt hat. 
 
5.1 Soweit die Beschwerdeführerin geltend zu machen scheint, dass der angefochtene Ent-
scheid oder die Verfügung der MFK ("Nichtanhandnahmeverfügung") nichtig seien, weil "da die 
4-Ecken, diese rechts oben, durch Stanzlöcher verletzt worden sind, die Verfügung gefaltet 
worden ist", legt sie nicht dar, welche Formvorschriften dadurch verletzt sein sollen. Darauf ist 
nicht weiter einzugehen. 
 
5.2 Zumindest sinngemäss bestreitet die Beschwerdeführerin die Rechtmässigkeit der Ge-
bührenerhebung im vorliegenden Fall. Aus ihren nur schwer verständlichen Ausführungen 
ist - unter Berücksichtigung ihrer Eingaben bei den Vorinstanzen - zu schliessen, dass sie of-
fenbar die Ansicht vertritt, es habe gar nie ein Anlass für den Entzug des Fahrzeugausweises 
und der Kontrollschilder bestanden. Sie habe die Prämienrechnung der Smile mittels Verrech-
nungserklärung beglichen, was sie der MFK am 19. Juni 2023 auch mitgeteilt habe. 
 
5.3 Der Fahrzeugausweis darf nur erteilt werden, wenn das Fahrzeug den Vorschriften ent-
spricht, verkehrssicher ist und wenn die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung besteht 
(Art. 11 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes [SVG] vom 19. Dezember 1958). Besteht die 
Versicherungsdeckung nicht mehr oder ist diese ausgesetzt, so ist dies vom Versicherer an die 
Behörde zu melden. Die Behörde hat in diesem Fall den Fahrzeugausweis zu entziehen und die 
Kontrollschilder einzuziehen (vgl. Art. 68 Abs. 2 SVG). Der Versicherer darf das Aussetzen oder 
Aufhören der Versicherung frühestens an dem Tag melden, an dem die vertragsgemässe Ver-
sicherungsdeckung endet (Art. 7 Abs. 1 Satz 1 VVV). Nach Eingang der Meldung entzieht die 
Behörde unverzüglich den Fahrzeugausweis gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG und beauftragt die 
Polizei, Fahrzeugausweis und Kontrollschilder einzuziehen (Art. 7 Abs. 2 VVV). Die Behörde 

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kann und darf dabei die Meldung des Versicherers nicht dahingehend überprüfen, ob sie auf 
einer Vertragsverletzung seitens des Versicherers beruht und dieser die vertragliche Versiche-
rungsdeckung zu Unrecht verneint. Bevor der Versicherer das Aussetzen oder Aufhören der 
Versicherung veranlasst, hat er dem Versicherungsnehmer die bevorstehende Meldung und 
deren Folgen anzukündigen (Art. 7 Abs. 1 Satz 2 VVV). Es obliegt alsdann dem Versicherungs-
nehmer, die Rechtslage mit dem Versicherer - gegebenenfalls auf dem zivilrechtlichen Rechts-
weg - zu klären. Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass die MFK nach dem Eingang der 
Meldung der Smile am 15. Juni 2023 gesetzlich zur Durchführung des Fahrzeugausweis- und 
Kontrollschilderentzugsverfahrens verpflichtet war. Dies gilt unabhängig davon, ob die Be-
schwerdeführerin auf der versicherungsvertraglichen Ebene eine wirksame Verrechnung her-
beigeführt und so ihre Prämienschuld beglichen hatte. 
 
5.4 Gemäss § 1 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Motorfahrzeugsteuer vom 17. Oktober 
2013 erhebt der Kanton Aufwandgebühren für die Fahrzeugzulassungen, die Führerzulassun-
gen, Kanzleitätigkeiten und den Erlass von Verfügungen. Gemäss § 18 lit. b dieses Gesetzes ist 
der Regierungsrat zuständig für den Erlass der Ausführungsbestimmungen. Gestützt auf diese 
Delegationsnorm hat der Regierungsrat die Verordnung über die Gebühren und besonderen 
Abgaben der Motorfahrzeugkontrolle vom 7. Dezember 2004 (Gebührenverordnung MFK) er-
lassen. § 1 der Gebührenverordnung MFK erklärt die Motorfahrzeugkontrolle zuständig für die 
Erhebung der Gebühren gemäss dem Gesetz über die Motorfahrzeugsteuer. Die Verordnung 
regelt detailliert, welche Gebühr für eine bestimmte amtliche Verrichtung erhoben wird. Für Ver-
fügungen betreffend Versicherungskündigung (Verfahren gemäss Art. 7 VVV) beträgt die Ge-
bühr Fr. 140.-- (§ 10 Abs. 1 lit. e Gebührenverordnung MFK). Die Briefzustellung per A-Post-
Plus schlägt mit einer zusätzlichen Gebühr von Fr. 5.-- zu Buche (§ 9 Abs. 1 lit. u Gebührenver-
ordnung MFK). Die MFK war damit berechtigt, für ihre Tätigkeit Gebühren zu erheben. Die der 
Beschwerdeführerin in Rechnung gestellten Fr. 145.-- entsprechen dem Gebührentarif und sind 
nicht zu beanstanden. 
 
5.5 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid auch die Rechtmässigkeit der im Zu-
sammenhang mit dem Schreiben der MFK vom 16. Juni 2023 erhobenen Gebühren bejaht. Die 
diesbezügliche Rechtsmittelfrist war allerdings bereits am 27. Juni 2023 abgelaufen, weshalb 
diese Frage ausserhalb des mit der Verwaltungsbeschwerde vom 29. Juni 2023 eröffneten 
möglichen Streitgegenstands lag. Darauf ist hier nicht weiter einzugehen. 
 
6. Aus dem Gesagten folgt, dass auf die Beschwerdebegehren grösstenteils nicht eingetre-
ten werden kann. Soweit die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, ist die Beschwerde hin-
sichtlich der von der Vorinstanz zu Unrecht bejahten Verpflichtung zur Abgabe des Fahrzeug-
ausweises und der Kontrollschilder gutzuheissen. Da die diesbezügliche Pflicht bereits im Laufe 
des vorinstanzlichen Verfahrens von Gesetzes wegen entfiel, würde eine Aufhebung des ange-
fochtenen Entscheids rechtlich nichts bewirken. Die im vorliegenden Verfahren festgestellte 
Rechtsverletzung ist vielmehr dadurch zu heilen, dass das Dahinfallen des Entzugs förmlich 
festgestellt wird. Angesichts des vorinstanzlichen Entscheids ist auch das entsprechende Fest-
stellungsinteresse gegeben. Bezüglich der in der Beschwerde ebenfalls monierten Gebühren-
erhebung erweist sich die Beschwerde dagegen als offensichtlich unbegründet. Gestützt auf die 

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vorstehenden Ausführungen ergeht der vorliegende Entscheid im Verfahren nach § 1 Abs. 3 
lit. e VPO. 
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. 
 
7.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Ver-
fahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in der Re-
gel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Ver-
fahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend im 
Umfang von Fr. 500.-- der Beschwerdeführerin und im Umfang von Fr. 300.-- der Vorinstanz 
aufzuerlegen.  
 
7.2 Eine Parteientschädigung kann sodann nur für den Beizug einer Anwältin bzw. eines 
Anwalts zugesprochen werden (§ 21 Abs. 1 VPO). Da die Beschwerdeführerin nicht anwaltlich 
vertreten ist, sind die Parteikosten wettzuschlagen. 
 
7.3 Die Beschwerdeführerin beantragt die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege. 
Gemäss § 22 Abs. 1 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren von der Bezahlung der Verfahrens-
kosten und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, sofern ihr die nötigen Mittel fehlen und 
ihr Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos erscheint. Als aussichtslos sind Prozessbe-
gehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlust-
gefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können (vgl. KGE VV vom 
7. August 2023 [810 23 103] E. 8; KGE VV vom 18. Juni 2020 [810 19 218] E. 9.2; BGE 142 III 
138 E. 5.1; BGE 139 III 475 E. 2.2). Soweit die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren 
unterliegt, erweist sich die Beschwerde in Anbetracht der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung ist daher abzuweisen. 
 
7.4 Auf eine Rückweisung zur Neuverlegung der vorinstanzlichen Kosten ist zu verzichten, 
da die Beschwerdeführerin auch bei korrekter Ermittlung des Streitgegenstands unterlegen wä-
re und ihr die Kosten nach dem Verursacherprinzip hätten auferlegt werden dürfen. 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten 

wird. Es wird festgestellt, dass der mit Verfügung der Motorfahrzeugkon-
trolle vom 27. Juni 2023 angeordnete Entzug des Fahrzeugausweises 
und der Kontrollschilder dahingefallen ist. 

   
 2. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Prozessführung 

wird abgewiesen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden im Umfang von 

Fr. 500.-- der Beschwerdeführerin und im Umfang von Fr. 300.-- der 
Vorinstanz auferlegt. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber