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**Case Identifier:** 620da06a-4b22-56b6-879b-1631d5c11a6e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.08.2017 725 17 135 / 223
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-135---223_2017-08-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  24. August 2017 (725 17 135 / 223) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Berechnung von Validen- und Invalideneinkommen 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, 

Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Christine Fleisch, 
Rechtsanwältin LL.M., Meier, Fingerhuth, Fleisch, Häberli, Lu-
therstrasse 36, 8004 Zürich 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1984 geborene A.____ war aufgrund seines Anstellungsverhältnisses mit der 
„B.____ AG“ obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) unfallver-
sichert, als er sich am 22. Oktober 2014 mit der Trennscheibe in den Unterarm schnitt. Mit 
Schreiben vom 6. August 2015 stellte die Suva die Taggeldleistungen per 1. September 2015 
ein. Ab Antritt der stationären Rehabilitation am 2. Mai 2016 richtete die Suva wieder Taggelder 
aus. Mit Schreiben vom 15. Juni 2016 stellte die Suva die Taggeldleistungen des Versicherten 
erneut ein.  

 

 
 
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Mit Verfügung vom 20. Oktober 2016 verneinte die Suva einen Anspruch auf eine Invalidenren-
te, weil der Versicherte unfallbedingt lediglich eine nicht erhebliche Erwerbseinbusse hinzu-
nehmen habe. Für eine Integritätseinbusse von 5 % wurde dem Versicherten eine Integritäts-
entschädigung in der Höhe von Fr. 6‘300.-- zugesprochen. Eine gegen diese Verfügung erho-
bene Einsprache wies die Suva mit Entscheid vom 22. März 2017 ab.  
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch, mit Schrei-
ben vom 8. Mai 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben 
und es sei ihm mit Wirkung ab 1. Juli 2016 eine UVG-Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad 
von 25 % zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 26. Juni 2017 beantragte die Suva die Abweisung der 
Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
1.2 Nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Höhe der Integritätsent-
schädigung, wird diese doch vom Beschwerdeführer nicht mehr bestritten. Diesbezüglich ist der 
Einspracheentscheid in Rechtskraft erwachsen. 
 
2.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehört auch die Be-
stimmung von Art. 18 Abs. 1 UVG, welche den Anspruch auf eine Invalidenrente regelt. Laut 
der Übergangsbestimmung von Art. 118 Abs. 1 UVG werden jedoch Versicherungsleistungen 
für Ereignisse, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem 
Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bis-
herige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 

 

 
 
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2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80% des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 Prozent invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Per-
son mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi-
cherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, 
so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. 
Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der 
Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
3.1 Im Entscheid 134 V 109 ff. hat sich das Bundesgericht einlässlich mit der Thematik be-
fasst, in welchem Zeitpunkt der Unfallversicherer einen Fall abzuschliessen und – gegebenen-
falls – den Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung zu prüfen habe 
(BGE 134 V 113 E. 3.2). Dies habe, so das Bundesgericht, gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG in 
dem Zeitpunkt zu geschehen, in welchem von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden 
könne und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sei-
en (BGE 134 V 113 ff. E. 4). Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes 
zu verstehen sei, umschreibe das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale Unfall-
versicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei (vgl. etwa 
Art. 1a und Art. 4 UVG), werde sich dies namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Stei-
gerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, be-
stimmen. Die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber verdeutliche dabei, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen müsse. 
Unbedeutende Verbesserungen genügten nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3 mit Hinweisen). 
 
3. Dem Bericht vom Austrittsgespräch vom 14. Juni 2016 ist zu entnehmen, dass gemäss 
Dr. med. C.____, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, Klinik D.____, der Endzustand 
erreicht sei. Nichts anderes ergibt sich aus dem Austrittsbericht von Dr. C.____ vom 22. Juni 
2016. Es liegen im Übrigen keine ärztlichen Einschätzungen vor, die einen anderen Schluss 
zulassen würden. Da der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt in einer zumutbaren Tätigkeit 
voll arbeitsfähig war, hätten Eingliederungsmassnahmen lediglich zu einer Steigerung der Ar-

 

 
 
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beitsfähigkeit in einer – damals – nicht zumutbaren Tätigkeit führen können. Den Abschluss der 
damals bevorstehenden Massnahme der IV hatte die Suva demzufolge nicht abzuwarten. Die 
Suva ist somit zu Recht davon ausgegangen, dass nach Abschluss der stationären Rehabilitati-
on am 14. Juni 2016 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Verbesserung des 
Gesundheitszustandes des Versicherten mehr zu erwarten war. Demzufolge war die Be-
schwerdegegnerin berechtigt, den Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen 
(Heilbehandlung, Taggelder) per 30. Juni 2016 abzuschliessen. Dieses Vorgehen wurde vom 
Beschwerdeführer denn auch nicht beanstandet.  
 
4. Nimmt der Unfallversicherer den Fallabschluss unter Einstellung der vorübergehenden 
Leistungen vor, so hat er gleichzeitig einen Anspruch der versicherten Person auf eine Invali-
denrente und – gegebenenfalls – auf eine Integritätsentschädigung zu prüfen.  
 
5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet jeweils die Frage, in wel-
chem Ausmass die versicherte Person unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legaldefini-
tion von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen 
oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder 
Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutba-
re Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 
 
5.2 Im Austrittsbericht der Klinik D.____ vom 22. Juni 2016 werden folgende Diagnosen 
angeführt: 
 
A. Unfall vom 22.10.2014: Fehltritt mit Ausrutschen, die rechte Hand geriet in eine Trenn-

scheibe. 
 A1 Schnittverletzung Handgelenk rechts palmar mit 80% Durchtrennung des N. media-

nus, kompletter Durchtrennung der FDS-Sehne III, 80% Durchtrennung der Sehnen 
des FDS II und IV, 50% Durchtrennung der Sehnen des FDP II und III, 95% Durch-
trennung der FCU-Sehne. 

    - 22.10.2014 Provisorischer Wundverschluss 
    - 23.10.2014 Exploration und Débridement, Spaltung Ligamentum carpi transver-

sum, Naht aller durchtrennten Sehnen, epineurale Koaptation des N. medianus 
Handgelenk palma rechts. 

    - Im Verlauf Verdacht auf Neurom an der Nervenkoaptationsstelle, bei rückläufigen 
Beschwerden jedoch keine Indikation zur Neuromexzision. 

    - 07.03.2016 Neurologische Untersuchung: Residuelle, sensomotorische, jedoch 
sensibel-betonte Medianusläsion rechts mit Dysästesie und Hyperalgesie. Eng N. 
medianus: deutlich verlängerte distal-motorische Latenz, Summenpotenzial er-
niedrigt. Sensible NLG zum Dig II verlangsamt, Summenpotenzial erniedrigt. Bei 
Regredienz der Beschwerden keine Operationsindikation. 

    Aktuell: 
    - Sensibel betonte, sensomotorische Läsion N. medianus rechts auf Höhe Hand-

gelenk mit Dysästhesie, Hyperalgesie und bewegungs-/belastungsabhängigen 
elektrisierenden Schmerzen 

 

 
 
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B. Psychiatrische Diagnosen 
 B1 Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (F43.21)  
 B2 Angst und depressive Störung, gemischt (ICD-10: F41.2) Spezifische Phobien (ICD-

10: F40.2) 
 
Als Probleme bei Austritt wurden angeführt: 

 1. Elektrisierende und steckende Schmerzen im Medianusversorgungsgebiet der rechten 
Hand bei Bewegungen und Belastungen, in Ruhe lediglich leichtes Kribbeln 

 2. Gemischte Hypo-/Hypersensibilität im Medianus-Gebiet rechts; Missweisung sensibler 
Reize an den Medianusfingern rechts, werden an anderen Fingern wahrgenommen 

 3. Leichte Schwäche Thenar rechts 
 4. Verkrampfungen der rechten Hand nach Handeinsatz (bereits nach 5 Minuten) 
 5. Leichte Beeinträchtigung der Feinmotorik der dominanten rechten Hand 
 
Gestützt auf ihre Abklärungen gelangten die Ärzte der Klinik D.____ vorweg zur Auffassung, 
dass die festgestellte psychische Störung keine arbeitsrelevante Leistungsminderung begründe. 
Weiter wurde ausgeführt, dem Versicherten sei die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Elekt-
romonteur unfallbedingt nicht mehr zumutbar, da die Anforderungen zu hoch seien. Es handle 
sich um schwere Arbeit. Eine gute Funktion und Belastbarkeit beider Hände sei nötig. Für ge-
wisse Tätigkeiten sei auch eine gute Feinmotorik erforderlich.  
 
Als zumutbar erachtet wurde eine leichte bis mittelschwere Arbeit, ganztags. Als spezielle Ein-
schränkungen wurde erwähnt: Rechte, dominante Hand: Keine wesentlichen Anforderungen an 
die Feinmotorik. Kein häufig wiederholter Krafteinsatz. Keine Tätigkeiten mit Vibrationen oder 
Schlägen. Keine Tätigkeiten mit sehr kalten oder heissen Gegenständen wegen fehlendem Ge-
fühl, keine Tätigkeiten in kalter Umgebungstemperatur. Keine Arbeit an Maschinen mit Verlet-
zungsgefahr für die Finger rechts, deren Gefühl beeinträchtigt sei. Aktuell keine Arbeiten an 
Maschinen ähnlich der Unfallmaschine (dies werde psychisch nicht ertragen). Für Tätigkeiten, 
die diesem Zumutbarkeitsprofil entsprechen würden, bestehe eine volle Leistungsfähigkeit. 
 
5.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Entscheid bei der Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vollumfänglich auf die vorstehend wiedergegebenen Ein-
schätzungen der Ärzte der Klinik D.____. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu 
beanstanden und auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten worden. Beide Parteien sind 
demzufolge zu Recht von dem von der Klinik D.____ vorstehend aufgeführten Zumutbarkeits-
profil ausgegangen.  
 
6.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-

 

 
 
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gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermit-
telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invali-
ditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1).  
 
6.2.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der 
Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Ge-
sundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 E. 4.1). Ausnahmen von diesem 
Erfahrungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 59 E. 
3.1; vgl. auch BGE 135 V 300 E. 5.1). Ein zuletzt bezogener (hoher) Verdienst ist nur dann als 
Valideneinkommen heranzuzuziehen, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, 
dass er weiterhin erzielt worden wäre. Erfolgte der Stellenverlust aus invaliditätsfremden Grün-
den, ist der Validenlohn anhand von Durchschnittswerten zu bestimmen (Urteil A. des Bundes-
gerichts vom 9. Juni 2015, 9C_212/2015, E. 5.4 mit weiteren Hinweisen). 
 
6.2.2  Vorliegend sind sich die Parteien einig, dass das Valideneinkommen grundsätzlich 
gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin zu berechnen ist. Der Beschwerdefüh-
rer ist ohne weitere Begründung von einem Valideneinkommen von Fr. 67‘024.-- ausgegangen. 
Für die Berechnung dieses Betrages scheint der Beschwerdeführer von den Angaben der ehe-
maligen Arbeitgeberin ausgegangen zu sein, welche diese mit Schreiben vom 23. August 2016 
der Suva mitgeteilt hat. Diese hatte dort einen Grundlohn von Fr. 29.33 pro Stunde zuzüglich 
Fr. 2.77 „Grati/13. Monatslohn“ angegeben. Multipliziert man diesen Stundenlohn von insge-
samt Fr. 32.10 mit der im GAV des Verbands Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen aus-
gewiesenen Jahresarbeitszeit für das Jahr 2016 von 2088 Stunden, so ergibt dies den erwähn-
ten Betrag von Fr. 67‘024.--.  
 
Die Suva ihrerseits ist von einem Valideneinkommen von Fr. 66‘342.-- ausgegangen. Ihrer Be-
rechnung legte sie einen Stundenlohn von Fr. 29.33 zuzüglich Anteil „Grati/13. Monatslohn“ von 
8.33 % (= Fr. 2.44) zu Grunde. Die ehemalige Arbeitgeberin hat als Anteil unter „Grati/13. Mo-
natslohn“ – wie bereits erwähnt – den Betrag von Fr. 2.77 angegeben, weil sie zu dessen Be-
rechnung nicht nur 8.33 % auf den Grundlohn, sondern auch auf die Feiertags- und Ferienent-
schädigung erhoben hat. Dies ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag vom 24. Oktober 2014. Kor-
rekterweise hätte der Anteil 13. Monatslohn jedoch lediglich auf den Grundlohn von Fr. 29.33 
pro Stunde erhoben werden dürfen, weshalb von einem Stundenlohn von Fr. 29.33 + 8.33 % 
auszugehen ist. Dieser Betrag ist mit der im GAV des Verbands Schweizerischer Elektro-
Installationsfirmen ausgewiesenen Jahresarbeitszeit für das Jahr 2016 von 2088 Stunden zu 
multiplizieren, da dies der effektiv im Jahr zu leistenden Arbeitszeit entspricht. Somit steht dem 
Versicherten keine zusätzliche Feiertags- oder Ferienentschädigung zu. Damit ergibt sich das 
vorliegend zu berücksichtigende Valideneinkommen von Fr. 66‘342.--.  
 
6.3 Zur Berechnung des Invaliditätsgrades ist nun nachfolgend das Invalideneinkommen 
festzustellen. 

 

 
 
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6.3.1 Hat die versicherte Person wie im vorliegenden Fall nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenom-
men, so können für die Festsetzung des (hypothetischen) Invalideneinkommens nach der 
Rechtsprechung entweder die Tabellenlöhne gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhe-
bung (LSE) des Bundesamtes für Statistik oder die DAP-Lohnangaben der Suva herangezogen 
werden (BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen, 129 V 475 E. 4.2.1). 
 
6.3.2 Bezüglich der von der Suva berücksichtigten DAP’s bringt der Beschwerdeführer vor-
weg vor, diese seien ihm vor Erlass der angefochtenen Verfügung nicht zur Kenntnis gebracht 
worden, wodurch das rechtliche Gehör verletzt worden sei.  
 
Auf diese Rüge braucht vorliegend nicht weiter eingegangen zu werden, da – sollte das rechtli-
che Gehör tatsächlich verletzt worden sein – diese Verletzung durch das Einspracheverfahren 
geheilt worden ist.  
 
6.3.3 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das Bundesgericht ausführlich mit der 
Invaliditätsbemessung aufgrund von Arbeitsplatzbeschreibungen aus der von der Suva ge-
schaffenen DAP und stellte fest, dass die für die Invaliditätsbemessung herangezogenen DAP-
Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich 
ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden, weil es sich dabei 
sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefäl-
le handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer mindestens fünf DAP-Blätter auflegen, 
damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegeben betrachtet werden kann. Zusätzlich 
sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung der 
versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und 
den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs-
profil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinreichende Überprüfung des dem Unfall-
versicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden Ermessens ermöglicht. Sind die er-
wähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP-
Lohnvergleich abgestellt werden (vgl. zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch BGE 139 V 595 f. E. 
6.3).  
6.3.4 Vorliegend stützte sich die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des Invalidenein-
kommens auf Lohnangaben aus ihrer DAP, wobei sie insgesamt fünf DAP-Blätter für das Jahr 
2016 auflegte. Die von der Rechtsprechung geforderten, für die Invaliditätsbemessung heran-
gezogenen konkreten fünf DAP-Blätter ergeben einen Durchschnittslohn von Fr. 61‘458.--. Die-
sen Betrag hat die Beschwerdegegnerin in der Folge ihrem Einkommensvergleich als hypothe-
tisches Invalideneinkommen zu Grunde gelegt.  
 
6.3.5 Der Beschwerdeführer bestreitet im Zusammenhang mit dieser vorinstanzlichen Be-
messung des Invalideneinkommens die Rechtmässigkeit der beigezogenen DAP-Profile. Im 
Folgenden sind die Vorbringen des Versicherten zu den einzelnen DAP’s zu prüfen. 
 
 - DAP-Nr. 9712 Kleinteilbeschichtung 

 

 
 
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Der Beschwerdeführer macht geltend, es handle sich um eine vorwiegend hebende und tra-
gende Tätigkeit und er müsse schrauben und bohren.  
 
Diese Vorbringen widersprechen der Beschreibung; eine Handrotation ist nicht nötig. Die einzi-
ge Belastung liegt darin, dass der Beschwerdeführer leichte Gewichte bis 5 kg heben muss. 
Den medizinischen Akten ist nicht zu entnehmen, dass er diesbezüglich eingeschränkt wäre. 
Ausserdem hat er auch eine gesunde Hand. Die Gewichte müssen nicht über Lendenhöhe ge-
hoben werden. 
 
 - DAP-Nr. 680912 Wischmaschinen-Chauffeur/Chauffeuse 
In Bezug auf diesen Arbeitsplatz bringt der Beschwerdeführer vor, es brauche einen Führer-
ausweis B. Zudem müsse er beidhändig mit einem Schraubenzieher 5 ¼ Stunden arbeiten und 
die Arbeit sei kälteexponiert.  
 
Unklar ist, ob der Beschwerdeführer einen Führerausweis B besitzt oder nicht. Er bestreitet dies 
jedoch nicht explizit. Dem DAP-Blatt ist nicht zu entnehmen, dass bei dieser Tätigkeit während 
5 ¼ Stunden ein Schraubenzieher zu betätigen sei. Vielmehr ist aber eine Handrotation häufig 
nötig und es braucht Beidhändigkeit, da für das Führen eines Fahrzeugs beide Hände einzuset-
zen sind. Ob Vibrationen auftreten, wird aus der Umschreibung nicht klar ersichtlich. Eine 
Chauffeur-Tätigkeit mit einer doch erheblich eingeschränkten rechten Hand erscheint dem Be-
schwerdeführer jedoch nur bedingt zumutbar. Insgesamt erscheint aber das DAP-Blatt 680912 
wenig aussagekräftig.  
 
 - DAP-Nr. 9471 Mitarbeiter Hobelwerk 
Der Beschwerdeführer rügt hierzu, dass er oft heben und tragen müsse und er bis zu 5 ¼ Stun-
den mit dem Schraubenzieher arbeiten müsse.  
 
Aus der Arbeitsplatzbeschreibung ergibt sich, dass häufige Handrotationen und arbeiten mit 
Schraubenzieher kein Thema sind. Manchmal müssen Gewichte bis 10 kg getragen werden. 
Beidhändigkeit ist notwendig. Wie die Tätigkeit des Beschickens einer Hobelanlage tatsächlich 
vor sich geht, wird jedoch nicht klar. Die von der Suva gelieferte Erklärung ist anhand des DAP-
Blattes nicht überprüfbar. Wie häufig die rechte Hand allenfalls einen Krafteinsatz tätigen muss, 
ist ebenfalls nicht ersichtlich. Immerhin wird festgehalten, dass das Heben von Gewichten bis 
10 kg bis zu drei Stunden dauern kann. Es erscheint fraglich, ob dies dem Beschwerdeführer 
zugemutet werden kann.  
 
 - DAP-Nr. 9917 und 899 Lager/Spedition und Magaziner 
Auch hier wird vom Beschwerdeführer insbesondere das beidhändige Heben von Gewichten bis 
10 kg gerügt.  
 
Die Tätigkeit bei diesen beiden Arbeitsplätzen wird umschrieben mit Kommissionieren von Prä-
paraten und Bereitstellen für den Abtransport, Verpacken von kleineren Bestellungen (DAP-Nr. 
9917) und Bereitstellen von Werkzeugen, diese kontrollieren und eventuell reparieren (DAP-Nr. 

 

 
 
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899). Verlangt wird auch das gelegentliche Heben von Gewichten bis 10 kg sowie Beidhändig-
keit. Diese aufgeführten Tätigkeiten erscheinen dem Beschwerdeführer zumutbar. 
 
6.3.6 Insgesamt erscheint sehr zweifelhaft, ob die von der Suva zur Berechnung des Invali-
deneinkommens herangezogenen DAP’s in genügender Anzahl (fünf; vgl. oben Ziff. 6.3.3) dem 
Zumutbarkeitsprofil des Beschwerdeführers gerecht werden und somit auf das sich aus den 
DAP’s ergebende Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 61‘458.-- abgestellt werden kann. 
Wie sich nachfolgend zeigen wird, muss diese Frage nicht abschliessend entschieden werden, 
da auch die Berechnung des Invaliditätsgrades mittels LSE nicht zu einem Rentenanspruch des 
Beschwerdeführers führt.  
 
6.4.1 Wird zur Berechnung des Invalideneinkommens auf die LSE abgestellt, so ist unbestrit-
tenermassen die Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Männer, der LSE 2014 abzustellen 
und demzufolge ein monatliches Einkommen von Fr. 5‘312 heranzuziehen. Nach Anpassung an 
die wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden und Berücksichtigung der Teuerung (0,5 % für 
das Jahr 2015, 0,7 % für das Jahr 2016) ergibt sich ein monatliches Einkommen von  
Fr. 5‘604.-- bzw. ein Jahreseinkommen von Fr. 67‘252.--. 
 
6.4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass von diesem Einkommen ein leidensbeding-
ter Abzug von 25 % vorzunehmen sei, da er die dominante rechte Hand nur noch als Zudien-
hand gebrauchen könne. Er sei auch bei leichten produktionsnahen Hilfsarbeiten einge-
schränkt.  
 
Mit der Suva ist dem Beschwerdeführer entgegen zu halten, dass ihm gemäss Austrittsbericht 
der Klinik D.____ vom 22. Juni 2016 die Verrichtung leichter bis mittelschwerer Tätigkeiten auch 
mit der rechten Hand zumutbar ist. Sowohl die in den DAP’s aufgeführten Arbeitsstellen wie 
auch die in der LSE angeführten Arbeitsbereiche beinhalten auch leichte bis mittelschwere Tä-
tigkeiten. Darunter befinden sich auch solche, die der Beschwerdeführer ohne Einschränkungen 
ausüben kann. Bereits ein leidensbedingter Abzug von 10 % erscheint unter diesen Umständen 
als grosszügig.  
 
7. Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 66‘342.-- und des Invali-
deneinkommens von Fr. 67‘252.-- (ohne leidensbedingten Abzug) resultiert ein Invaliditätsgrad 
von 0 %. Aber selbst unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10 % ergibt 
sich ein Invalideneinkommen von Fr. 60‘527.-- und eine Erwerbseinbusse von Fr. 5‘815.--, wo-
raus ein Invaliditätsgrad von 8,76 % bzw. gerundet (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 
130 V 121 ff.) 9 % resultiert. Somit hat die Suva einen Anspruch des Versicherten auf eine Inva-
lidenrente im angefochtenen Einspracheentscheid zu Recht abgelehnt, weshalb die vorliegende 
Beschwerde abzuweisen ist.  
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Partei-
en kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen.  
 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.  
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht