# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 113fdcf7-e53c-586f-b517-cb151ff91058
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 03.11.2022 LA210029
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LA210029_2022-11-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LA210029-O/U 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, 

Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichterin Dr. S. Janssen 

sowie Gerichtsschreiber Dr. O. Hug 

 

Beschluss und Urteil vom 3. November 2022 

 

in Sachen 
 

A._____ AG,  
Beklagte und Berufungsklägerin 
 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 
 

gegen 
 

B._____,  
Klägerin und Berufungsbeklagte 
 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ und / oder 

Rechtsanwältin MLaw Y2._____,  
 

 

betreffend arbeitsrechtliche Forderung 
 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts am Arbeitsgericht Zürich, 
1. Abteilung, im vereinfachten Verfahren vom 15. Juni 2021 (AH200169-L) 

- 2 - 

 

_______________________ 

 

Rechtsbegehren: 
(Urk. 1 S. 2 ff.) 

" 1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den ausstehen-
den Lohn für die Monate 

 März 2020 in der Höhe von CHF 4'433.55 netto, zzgl. 5% Zins 
seit 3. April 2020,  

 Mai 2020 in der Höhe von CHF 3'195.30 netto, zzgl. 5% Zins seit 
18. Juni 2020,  

 Juni 2020 in der Höhe von CHF 6'497.05 netto, zzgl. 5% Zins seit 
11. Juli 2020,  

 Juli 2020 (unter Vorbehalt des Nachklagerechts) in der Höhe von 
CHF 1'194.60 netto, zzgl. 5% Zins seit 31. Juli 2020,  

 sowie den 13. Monatslohn pro rata temporis in der Höhe von 
CHF 1'707.70 netto, zzgl. 5% Zins seit 31. Juli 2020, zu bezahlen. 

2. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin einen nach 
Durchführung des Beweisverfahrens zu beziffernden Betrag als 
Entschädigung für geleistete Überstunden, mindestens aber 
CHF 1'206.30 netto, zzgl. 5% Zins seit 31. Juli 2020 zu bezahlen. 

3. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin die arbeitgeber-
seitigen BVG-Beiträge in der Höhe von CHF 839.20 netto, zzgl. 
5% Zins seit 31. Juli 2020 zu bezahlen. 

4. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin einen Nachweis 
für die Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge (inkl. Pensi-
onskassenbeiträge) seit Beginn des Arbeitsverhältnisses aus- und 
zuzustellen. 

5. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin einen Nachweis 
zu erbringen, dass sie die erforderlichen Quellensteuern seit Be-
ginn des Arbeitsverhältnisses entrichtet hat. 

6. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin unter Androhung 
der Ungehorsamsstrafe ihrer verantwortlichen Organe gemäss 
Art. 292 StGB und Art. 343 ZPO folgendes Schlussarbeitszeugnis 
auszustellen:  

 

*** 
A._____ AG C._____-strasse ... 

CH-... Zürich 

- 3 - 

Schweiz 
Phone 
+411 

Arbeitszeugnis 

Frau B._____, geboren am tt.01.1980, aus E._____ [Staat in Europa], 
war vom 1. September 2014 bis zum 31. Juli 2020 in unserem Unter-
nehmen, D._____ in der Filiale an der C._____-strasse ..., ... Zürich als 
Planner / Buyer mit einem Arbeitspensum von 100% tätig.  
In ihrer Position als Sales Planner / Buyer rapportierte Frau B._____ di-
rekt an den Country Manager Schweiz. Sie war verantwortlich für die 
Planung aller Aktivitäten im Zusammenhang mit den Vertriebszielen für 
den Schweizer Markt, einschliesslich: 
• Merchandising & Einkauf (HQ) 
• Bezirksverwaltung (lokal) 
• Visual Merchandising (lokal) 
• Unternehmensanalyse (lokal) 
Frau B._____ plante selbständig die Vertriebsziele für den Schweizer 
Markt auf Basis der Vorgaben, die von der D'._____ Gruppe (HQ) und 
vom Country Manager definiert wurden. Die Budgetzahlen kommuni-
zierte sie direkt dem Head Quarter in E._____. Bei Änderungen vom 
Budget passte sie die Einkaufsplanung selbständig an. Zu ihrer Aufga-
be gehörte auch, fortwährend die landesweiten Salesdaten zu analysie-
ren, dynamische Forecasts zu erstellen und wöchentlich die Ergebnisse 
mit Anpassungsempfehlungen dem Country Manager und dem Head 
Visual Merchandising zu präsentieren.  
Für ihre Arbeit griff Frau B._____ unter anderem auf die folgenden In-
formationssysteme zurück: 
• Managementsystem: F._____ 
• MicroStrategy Reporting System 
• Firmenintranet (D'._____ TV & G._____ TV) 
Zusätzlich zu den ihr zugewiesenen Aufgaben als Planner/Buyer 
über[r]nahm Frau B._____ weitere zentrale Aufgaben im Vertrieb, die 
massgeblich zum Erfolg der Unternehmung beitrugen: Sie beriet die 
landesweiten H._____-sale Kunden in der individuellen Kollektionszu-
sammenstellung in drei Sprachen (Deutsch, Italienisch, Französisch), 
koordinierte die Verkaufskampagnen für den Schweizer Markt, inkludi-
erte Neukunden in den Prozess, erstellte kundenspezifische Forecasts 
und analysierte die budgetrelevanten Aktivitäten. Daneben war Frau 
B._____ verantwortlich für die Kundenbetreuung (Customer Care) der 
H._____-sale Kunden. 
Zu ihren Verantwortungsbereichen gehörten insbesondere: 
• Teilnahme an den quartalsweisen Kollektion-Präsentation im 

Headquarter, Einbringung der Anforderungen des Schweizer 

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Marktes und Erarbeitung eines marktspezifischen Themensorti-
ments in Zusammenarbeit mit den europäischen Agenten. 

• Organisation und Koordination der landesweiten Einkaufs- und 
Verkaufskampagnen 

• Beratung der Kunden in der saisonalen Sortimentszusammenstel-
lung unter Berücksichtigung der Vorgaben des Headquarters, der 
individuellen Kundenbedürfnisse sowie der lokalen Markteigen-
schaften des jeweiligen Geschäfts 

• Verantwortlich für den Einkauf für die eigenen Geschäfte, basie-
rend auf den historischen Salesdaten sowie den Vorgaben des 
Headquarters 

• Gelegentlicher Besuch der Verkaufsstellen und laufende Überprü-
fung deren Verkaufsleistung gemäss Budgetierung 

• Koordination der Marketingaktivitäten für die Kunden und die eige-
nen Geschäfte 

Frau B._____ verfügt über ein hervorragendes produkt- und verkaufs-
bezogenes Fachwissen, welches sie kontinuierlich erfolgreich erweiterte 
und zudem stets sehr gekonnt und zielgerecht in der Praxis einsetzte. 
Ihre sehr guten Fremdsprachenkenntnisse in Wort und Schrift wandte 
sie bei uns in der täglichen Korrespondenz erfolgreich ein. 
Sie verfolgte ihre Tätigkeit jederzeit mit hohem persönlichen Einsatz 
und setzte sich auch über die geregelte Arbeitszeit hinaus für unser Un-
ternehmen ein. Sie verfügt über eine schnelle Auffassungsgabe und 
führte ihre Aufgaben stets selbstständig, äusserst zügig und nach kla-
ren Prioritäten zu unserer vollsten Zufriedenheit aus. Auch unter höchs-
ter Belastung behielt sie stets die Übersicht und agierte immer zielorien-
tiert. 
Speziell erwähnen möchten wir, dass Frau B._____ gleich nach der 
Gründung dieser Filiale (2014) zu uns gestossen ist. Zudem erreichten 
wir 2018 und 2019 die Excellence Auszeichnung für das zweitstärkste 
Umsatzwachstum in Europa. Frau B._____ trug mit ihrem ausseror-
dentlichen und geschätzten Einsatz massgeblich zur Erreichung dieser 
Auszeichnung bei. 
Mit den Leistungen von Frau B._____ waren wir in jeder Hinsicht aus-
serordentlich zufrieden. 
Auch in persönlicher Hinsicht können wir Frau B._____ ein sehr gutes 
Zeugnis ausstellen. Wir lernten Frau B._____ als ambitionierte und 
hilfsbereite Mitarbeiterin kennen. Ihr persönliches Verhalten gegenüber 
Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern und Externen war stets zuvor-
kommend und kooperativ. 
Frau B._____ verlässt uns auf eigenen Wunsch per 31. Juli 2020, um 
sich beruflich weiter zu entwickeln. Wir bedanken uns für die sehr gute 
Zusammenarbeit und ihre bisherigen ausserordentlichen Leistungen. 

A._____ AG 
I._____ 
Geschäftsführer, CEO 

- 5 - 

Zürich, 31. Juli 2020 

*** 

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu-
lasten der Beklagten." 

Urteil des Einzelgerichts am Arbeitsgericht Zürich, 1. Abteilung,  
vom 15. Juni 2021: 

(Urk. 31 S. 47 ff. = Urk. 36 S. 47 ff.) 

1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin folgende Beträge zu bezahlen:  
– Fr. 4'433.55 netto, zzgl. 5% Zins seit 3. April 2020,  
– Fr. 3'195.30 netto, zzgl. 5% Zins seit 18. Juni 2020,  
– Fr. 6'497.05 netto, zzgl. 5% Zins seit 11. Juli 2020,  
– Fr. 1'194.60 netto, zzgl. 5% Zins seit 31. Juli 2020,  

 – Fr. 1'707.70 netto, zzgl. 5% Zins seit 31. Juli 2020. 

2. Rechtsbegehren Ziffer 2 wird abgewiesen. 
3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin Fr. 839.20 netto, zzgl. 5% Zins 

seit 31. Juli 2020 zu bezahlen. 
4. Rechtsbegehren Ziffer 4 wird abgewiesen. 
5. Rechtsbegehren Ziffer 5 wird abgewiesen. 
6. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin ein Schlussarbeitszeugnis mit 

nachfolgendem Text aus- und zuzustellen: 

A._____ AG C._____-strasse ... 
CH-... Zürich 
Schweiz 
Phone 
+411 

Arbeitszeugnis 

Frau B._____, geboren am tt.01.1980, aus E._____, war vom 1. September 2014 bis zum 
31. Juli 2020 in unserem Unternehmen, D._____ in der Filiale an der C._____-strasse ..., ... 
Zürich als Planner / Buyer mit einem Arbeitspensum von 100% tätig.  

In ihrer Position als Sales Planner / Buyer rapportierte Frau B._____ direkt an den Country 
Manager Schweiz. Sie war verantwortlich für die Planung aller Aktivitäten im Zusammen-
hang mit den Vertriebszielen für den Schweizer Markt, einschliesslich: 

• Merchandising & Einkauf (HQ) 

• Bezirksverwaltung (lokal) 

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• Visual Merchandising (lokal) 

• Unternehmensanalyse (lokal) 

Frau B._____ plante selbständig die Vertriebsziele für den Schweizer Markt auf Basis der 
Vorgaben, die von der D'._____ Gruppe (HQ) und vom Country Manager definiert wurden. 
Die Budgetzahlen kommunizierte sie direkt dem Head Quarter in E._____. Bei Änderungen 
vom Budget passte sie die Einkaufsplanung selbständig an. Zu ihrer Aufgabe gehörte auch, 
fortwährend die landesweiten Salesdaten zu analysieren, dynamische Forecasts zu erstel-
len und wöchentlich die Ergebnisse mit Anpassungsempfehlungen dem Country Manager 
und dem Head Visual Merchandising zu präsentieren. Für ihre Arbeit griff Frau B._____ un-
ter anderem auf die folgenden Informationssysteme zurück: 

• Managementsystem: F._____ 

• MicroStrategy Reporting System 

• Firmenintranet (D'._____ TV & G._____ TV) 

Zusätzlich zu den ihr zugewiesenen Aufgaben als Planner/Buyer über[r]nahm Frau B._____ 
weitere zentrale Aufgaben im Vertrieb. Sie beriet die landesweiten H._____-sale Kunden in 
der individuellen Kollektionszusammenstellung in drei Sprachen (Deutsch, Italienisch, Fran-
zösisch), koordinierte die Verkaufskampagnen für den Schweizer Markt, inkludierte Neu-
kunden in den Prozess, erstellte kundenspezifische Forecasts und analysierte die budgetre-
levanten Aktivitäten. Daneben war Frau B._____ verantwortlich für die Kundenbetreuung 
(Customer Care) der H._____-sale Kunden. 

Zu ihren Verantwortungsbereichen gehörten: 

• Teilnahme an der Kollektion-Präsentation und Erstellung der Cluster (Themensorti-
ment für jeden Filialtyp) vor Ort 

• Liefert den kommerziellen Kalender an das Netzwerk / Kunden 

• Sobald das Budget definiert ist, lehnt der Verkaufsplaner diese Dimension ab, indem 
er sowohl aus qualitativer Sicht (Produktmix nach Filialtyp) als auch aus historischer 
Sicht sowie aufgrund seiner eigenen Kenntnis der Verkaufsstellen den Vorgang be-
endet 

• Hochladen von Budget- und Auftragsdaten auf das IT-System 

• Überprüft die Verkaufsleistung der Geschäfte 

• Besucht gelegentlich die Verkaufsstelle und vergleicht sich täglich mit den Funktionen 
District Management, Visual Merchandising und Business Analysis 

• Verwaltet die vom Netzwerk bereitgestellten Feedback-Aktivitäten zu Sammlungs-
trends, Best- / Worst-Seller-Artikeln, Produktqualität usw. 

• Verwaltet und unterstützt den Einkauf von saisonalen Marketingprodukten für Direkt- 
und Kundengeschäfte 

• Bietet eine angemessene kommerzielle Unterstützung für direkte und indirekte Ge-
schäfte 

Frau B._____ verfügt über ein hervorragendes produkt- und verkaufsbezogenes Fachwis-
sen, welches sie kontinuierlich erfolgreich erweiterte und zudem stets sehr gekonnt und 
zielgerecht in der Praxis einsetzte. Ihre guten Fremdsprachenkenntnisse in Wort und Schrift 
wandte sie bei uns in der täglichen Korrespondenz erfolgreich ein. 

Sie verfolgte ihre Tätigkeit jederzeit mit hohem persönlichen Einsatz und setzte sich auch 
über die geregelte Arbeitszeit hinaus für unser Unternehmen ein. Sie verfügt über eine 
schnelle Auffassungsgabe und führte ihre Aufgaben stets selbstständig, äusserst zügig und 
nach klaren Prioritäten aus. Auch unter höchster Belastung behielt sie stets die Übersicht 
und agierte immer zielorientiert. 

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Speziell erwähnen möchten wir, dass Frau B._____ gleich nach der Gründung dieser Filiale 
(2014) zu uns gestossen ist. Zudem erreichten wir 2018 und 2019 die Excellence Auszeich-
nung für das zweitstärkste Umsatzwachstum in Europa. Mit den Leistungen von Frau 
B._____ waren wir in jeder Hinsicht ausserordentlich zufrieden. 

Wir lernten Frau B._____ als ambitionierte und hilfsbereite Mitarbeiterin kennen. Ihr persön-
liches Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern und Externen war stets 
zuvorkommend und kooperativ. 

Frau B._____ verlässt uns auf eigenen Wunsch per 31. Juli 2020, um sich beruflich weiter 
zu entwickeln. Wir bedanken uns für die angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit und 
ihre bisherigen sehr guten Leistungen. 

A._____ AG 

I._____ 
Geschäftsführer, CEO 

Zürich, 31. Juli 2020 

Im Mehrumfang wird Rechtsbegehren Ziffer 6 abgewiesen. 

7. Es werden keine Kosten erhoben. 
8. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine reduzierte Parteientschädi-

gung von Fr. 4'662.- (inkl. MwSt.) zu bezahlen. 
9. (Schriftliche Mitteilung). 
10. (Rechtsmittelbelehrung; Berufung, Frist 30 Tage). 

Berufungsanträge: 

der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 35 S. 2): 

" 1. Dispositiv Ziff. 1 und 3 des Urteils des Arbeitsgerichts Zürich vom 15. Juni 
2021 sei[en] aufzuheben und die Rechtsbegehren Ziff. 1 und 3 der Klägerin 
und Berufungsbeklagten in ihrer Klage vom 29. Oktober 2020 seien abzu-
weisen; 

 2. unter Entschädigungsfolgen für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren 
(zuzüglich Mehrwertsteuer) zulasten der Klägerin und Berufungsbeklagten." 

 

der Klägerin und Berufungsbeklagten (Urk. 41 S. 2): 

" 1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen. 
 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zulasten der Beru-

fungsklägerin." 
 

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Erwägungen: 

I. 
(Sachverhalt und Prozessgeschichte) 

 1. 

 1.1.  Die Beklagte und Berufungsklägerin (fortan Beklagte) bezweckt insbe-

sondere den Betrieb eines Modefachgeschäfts für den Verkauf von Kleidern, 

Schuhen sowie damit zusammenhängenden Accessoires und anderen Produkten 

der Marke "D'._____" sowie anderen Marken, welche zur D'._____-

Unternehmensgruppe gehören (Urk. 5/3). Die Klägerin und Berufungsbeklagte 

(fortan Klägerin) war seit dem 1. September 2014 bei der Beklagten als "Mer-

chandising & Buying Supervisor" mit einem 100%-Pensum tätig (Urk. 36 S. 6). 

 1.2.  Mit E-Mail vom 8. März 2020 informierte die Klägerin I._____ von der 

Beklagten über mehrere Vorfälle am Arbeitsplatz, in denen sie herabsetzend be-

handelt oder persönlich angegriffen worden sei. Ausserdem verwies sie auf ihre 

bisherigen Anfragen, ihr Arbeitspensum auf 80% reduzieren zu können, um ne-

ben ihrer Tätigkeit bei der Beklagten zusätzlich Pilates-Lektionen erteilen zu kön-

nen. Zudem hielt sie fest, dass sein Verhalten auf ihre Anfragen vulgär und res-

pektlos gewesen sei. Sie erklärte unter Verweis auf die beigelegte ärztliche Be-

scheinigung, all das habe dazu geführt, dass es ihr gesundheitlich sehr schlecht 

gehe und sie morgens beim blossen Gedanken, ins Büro gehen und für ihn und 

die Beklagte arbeiten zu müssen, unter schweren Panikattacken leide (Urk. 5/6 

S. 1 ff.; unbestritten gebliebene Parteiübersetzung: Urk. 12/6 S. 1 ff.). Abschlies-

send hielt die Klägerin das Folgende fest: 

"Per tutti questi motivi, una continuazione del rapporto di lavoro per me è di-

venuta insostenibile. Considero l'immediata separazione consensuale come 

l'unica soluzione. Attendo quanto prima un tuo riscontro scritto, al più tardi 

entro la fine della prossima settimana (venerdì, 13 marzo). Se una separa-

zione consensuale non fosse possibile, mi riserverei espressamente di adire 

per vie legali" (Urk. 5/6 S. 3). 

- 9 - 

"Aus all diesen Gründen ist eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für 

mich untragbar geworden. Ich halte die unverzügliche einvernehmliche 

Trennung für die einzige Lösung. Ich erwarte schnellstmöglich Deine schrift-

liche Erwiderung, spätestens bis Ende der nächsten Woche (Freitag, 13. 

März). Sollte eine einvernehmliche Trennung nicht möglich sein, behalte ich 

mir ausdrücklich vor, den Rechtsweg zu beschreiten" (Parteiübersetzung: 

Urk. 12/6 S. 3). 

 1.3.  Am 10. März 2020 bestätigte I._____ von der Beklagten der Klägerin 

den Erhalt ihrer E-Mail und erklärte, dass er ihre Wahrnehmung nicht teile. Eine 

Herabsetzung ihrer Arbeitsbelastung von 100% auf 80% sei nicht machbar. An-

gesichts ihrer Darlegungen verstehe und akzeptiere er ihre Entscheidung, das Ar-

beitsverhältnis an dieser Stelle unverzüglich zu beenden. Daher übersende er ihr 

in der Anlage eine Auflösungsvereinbarung für den Arbeitsvertrag und ersuche 

sie, diese ordnungsgemäss datiert und unterschrieben zurückzuschicken. Ergän-

zend fügte er an, es sei ihm am selben Tag (10. März 2020) vorab per E-Mail eine 

Kopie hiervon zu übersenden (Urk. 5/6 S. 1). 

 1.4.  Während die Beklagte sich auf den Standpunkt stellt, der Arbeitsver-

trag sei mittels Aufhebungsvertrag vom 10. März 2020 aufgehoben worden 

(Urk. 18 S. 3 ff., Prot. I S. 9 ff. und Urk. 35 S. 5 ff.), macht die Klägerin geltend, sie 

habe das Arbeitsverhältnis am 15. Mai 2020 unter Einhaltung der vereinbarten 

Kündigungsfrist per 31. Juli 2020 gekündigt (Urk. 1 S. 11 ff., Urk. 24 S. 5 und 

Urk. 41 S. 10 ff.). 

 2. 

 2.1.  Am 29. Oktober 2020 (Datum Poststempel) erhob die Klägerin bei der 

Vorinstanz unter Beilage der Klagebewilligung des Friedensrichteramtes der Stadt 

Zürich, Kreise …, vom 24. August 2020 (Urk. 3) Klage mit den eingangs wieder-

gegebenen Rechtsbegehren (Urk. 1). Der weitere Prozessverlauf kann dem ange-

fochtenen Entscheid entnommen werden (Urk. 36 S. 5). Das eingangs wiederge-

gebene Urteil der Vorinstanz datiert vom 15. Juni 2021 und wurde zunächst in 

unbegründeter Form (Urk. 28) und danach auf Begehren der Beklagten in be-

gründeter Form den Parteien eröffnet (Urk. 31 = Urk. 36). 

- 10 - 

 2.2.  Mit Eingabe vom 31. August 2021 erhob die Beklagte gegen den vor-

instanzlichen Entscheid Berufung mit den oben erwähnten Anträgen (Urk. 35 

S. 2). Die Berufungsantwort datiert vom 1. März 2022 (Urk. 41) und wurde der 

Beklagten mit Verfügung vom 17. März 2022 zur Kenntnisnahme zugestellt 

(Urk. 43). Weitere Eingaben oder prozessuale Handlungen erfolgten nicht. Das 

Verfahren erweist sich als spruchreif. 

II. 
(Prozessuale Vorbemerkungen) 

 1.  Nach Eingang der Berufung prüft die Rechtsmittelinstanz von Amtes 

wegen das Vorliegen der Rechtsmittelvoraussetzungen. Diese sind vorliegend 

gegeben. Die Berufung ging rechtzeitig, schriftlich begründet und mit konkreten 

Anträgen versehen bei der Rechtsmittelinstanz ein (Urk. 32/2 und 35). Die Be-

klagte ist durch das vorinstanzliche Urteil beschwert und zur Rechtsmittelerhe-

bung legitimiert. Für das Rechtsmittel gegen den vorinstanzlichen Entscheid ist 

das angerufene Obergericht zuständig (§ 48 GOG). Auf die Berufung ist einzutre-

ten. 

 2.  Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens sind die Lohnfor-

derungen der Klägerin gegenüber der Beklagten für die Monate März, Mai, Juni 

und Juli 2020 (Dispositiv-Ziffer 1), die arbeitgeberseitigen BVG-Beiträge für die 

strittige Zeitspanne zwischen dem 10. März 2020 und 31. Juli 2020 (Dispositiv-

Ziffer 3) sowie die Entschädigungsfolgen für das erstinstanzliche Verfahren (Dis-

positiv-Ziffer 8). Die Dispositiv-Ziffern 2 (Überstundenentschädigung), 4 (Nach-

weis der geleisteten Sozialversicherungsbeiträge), 5 (Nachweis für die erbrachten 

Quellensteuern) und 6 (Arbeitszeugnis) blieben unangefochten, weshalb sie in 

Rechtskraft erwachsen sind (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Dies ist vorzumerken. Bezüg-

lich der ebenfalls unangefochten gebliebenen Kostenlosigkeit des erstinstanzli-

chen Verfahrens (Dispositiv-Ziffer 7) erfolgt indessen keine Vormerknahme 

(vgl. Art. 318 Abs. 3 ZPO). 

 3.  Das Berufungsverfahren stellt keine Fortsetzung des erstinstanzlichen 

Verfahrens dar, sondern ist nach der gesetzlichen Konzeption als eigenständiges 

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Verfahren ausgestaltet (BGE 142 III 413 E. 2.2.1 m.w.H. auf die Botschaft zur 

Schweizerischen ZPO, BBl 2006, S. 7374). Mit der Berufung kann eine unrichtige 

Rechtsanwendung und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend 

gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränk-

te Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger 

Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. Ap-

ril 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hin-

reichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den an-

gefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genann-

ten Mängel leidet. Das bedingt, dass der Berufungskläger die vorinstanzlichen 

Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich argumentativ mit diesen auseinan-

dersetzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo 

die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden er-

hoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Beru-

fungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere Vorbringen oder 

deren blosse Wiederholung genügen nicht (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 

5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013, E. 3.2; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 

2015, E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanfor-

derungen entsprechenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittel-

instanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtli-

chen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu be-

schränken, die in der schriftlichen Begründung formgerecht gegen den erstin-

stanzlichen Entscheid erhoben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.H.). In-

sofern erfährt der Grundsatz "iura novit curia" (Art. 57 ZPO) im Berufungsverfah-

ren eine Relativierung (BK ZPO I-Hurni, Art. 57 N 21 und N 39 ff.; Glasl, DIKE-

Komm-ZPO, Art. 57 N 22). 

 4.  Im Berufungsverfahren sind neue Tatsachen und Beweismittel – resp. 

über den insoweit zu engen Wortlaut hinaus neue Tatsachenbehauptungen, neue 

Bestreitungen von Tatsachenbehauptungen, neue Einreden (rechtlicher Art) und 

neue Beweismittel (ZK ZPO-Reetz/Hilber, Art. 317 N 31) – nach Art. 317 Abs. 1 

ZPO nur noch zulässig resp. zu berücksichtigen, wenn sie – kumulativ – ohne 

Verzug vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer 

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Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 

Abs. 1 lit. b ZPO). Mit dieser Regelung hat der Gesetzgeber für das Berufungsver-

fahren ein Novenrecht statuiert, das nur unter restriktiven Voraussetzungen aus-

nahmsweise Noven zulässt. Der ZPO liegt die Idee zugrunde, dass alle Tatsa-

chen und Beweismittel in erster Instanz vorzubringen sind und der Prozess vor 

dem erstinstanzlichen Gericht grundsätzlich abschliessend zu führen ist. Jede 

Partei, welche neue Tatsachen geltend macht oder neue Beweismittel benennt, 

hat zunächst zu behaupten und zu beweisen, dass dies ohne Verzug geschieht. 

Will eine Partei unechte Noven geltend machen, so trägt sie die Beweislast für die 

Zulässigkeit der Noven. Sie muss zusätzlich Behauptungen aufstellen und Bewei-

se benennen, aus denen sich ergibt, dass sie umsichtig und sorgfältig gehandelt 

hat, aber dennoch keine frühere Kenntnis von den neu vorgebrachten Tatsachen 

und Behauptungen oder Beweismitteln hatte. Der anderen Partei steht der Ge-

genbeweis offen (vgl. zum Ganzen BGer 5A_330/2013 vom 24. September 2013, 

E. 3.5.1 m.w.H.). 

III. 
(Lohnforderung) 

 1. 

 1.1.  Die Vorinstanz erwog zur Lohnforderung der Klägerin, zwischen den 

Parteien sei strittig, wann das Arbeitsverhältnis der Klägerin bei der Beklagten 

geendet habe. Die Klägerin sei der Auffassung, es habe bis 31. Juli 2020 gedau-

ert, die Beklagte stelle sich hingegen auf den Standpunkt, das Arbeitsverhältnis 

sei bereits per 10. März 2020 beendet worden. Die Beklagte stütze ihr Vorbrin-

gen, die Klägerin habe per 10. März 2020 eine fristlose Kündigung ausgespro-

chen bzw. die fristlose Vertragsaufhebung auf dieses Datum hin beantragt, auf 

deren E-Mail vom 8. März 2020. Da die Klägerin dies bestreite und sich auf den 

Standpunkt stelle, sie habe lediglich vorgeschlagen, einen Aufhebungsvertrag ab-

zuschliessen, gelte es, den Wortlaut der E-Mail zu analysieren. Am Ende dieser 

E-Mail habe die Klägerin der Beklagten mitgeteilt, dass für sie eine Fortsetzung 

des Arbeitsverhältnisses untragbar geworden sei. Diese Formulierung beinhalte 

die Unzumutbarkeit der Weiterführung des Arbeitsvertrages, wie sie für eine frist-

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lose Kündigung (neben dem Vorliegen eines wichtigen Grundes) vorgegeben sei. 

An dieser Stelle habe die Klägerin jedoch nicht erklärt, dass sie (per sofort oder 

unter Einhaltung der Kündigungsfrist) kündige. Weder schreibe die Klägerin von 

einer Kündigung noch nenne sie ein Enddatum. Eine Willenserklärung, welche auf 

eine einseitige sofortige Vertragsaufhebung abziele, liege nicht vor (Urk. 36 S. 19 

ff.).  

 1.2.  Mangels Kündigungserklärung stehe lediglich das Vorliegen eines Auf-

hebungsvertrages im Raum. Die Beklagte behaupte, die Klägerin habe ultimativ 

gefordert, das gesamte Arbeitsverhältnis sei unverzüglich, also per sofort zu be-

enden. Dem sei mit Blick auf den Wortlaut nicht zuzustimmen. Von einer Beendi-

gung des Arbeitsverhältnisses sei nicht die Rede. Die Klägerin schreibe weit un-

spezifischer, sie halte eine unverzügliche Trennung für die einzige Lösung. Damit 

mache sie deutlich, dass aus ihrer Sicht die Trennung ohne Verzug geschehen 

müsse. Entgegen der Ansicht der Beklagten schreibe die Klägerin aber nicht, das 

Arbeitsverhältnis müsse unverzüglich beendet werden. Sie schreibe nur von einer 

Trennung und führe unmissverständlich aus, dass ihr eine einvernehmliche Tren-

nung vorschwebe. Die Klägerin schlage mit anderen Worten vor, die Parteien soll-

ten eine zeitnahe Einigung über die einvernehmliche Beendigung des gesamten 

Arbeitsverhältnisses erzielen. Dies werde dadurch verdeutlicht, dass sie der Be-

klagten nicht etwa den 10. März 2020 oder sonst ein Enddatum vorschlage, son-

dern eine schnelle schriftliche Erwiderung erwarte und der Beklagten dafür eine 

Frist von mehreren Tagen bis zum 13. März 2020 ansetze. Aus der Bemerkung 

der juristisch nicht versierten Klägerin, wenn eine einvernehmliche Trennung nicht 

möglich sei, behalte sie sich vor, den Rechtsweg zu beschreiten, könne die Be-

klagte nichts für sich ableiten. Diese Passage sei dahingehend zu verstehen, 

dass die Klägerin ihren Worten Nachdruck habe verleihen wollen. Denn hier wie-

derhole die Klägerin einmal mehr ihren Wunsch nach einer einvernehmlichen 

Trennung, was sich selbstverständlich nicht nur auf ein formelles Beendigungsda-

tum beziehe, sondern auch die Einigung über die übrigen Vertragsbedingungen 

(Freistellung, Überstunden, Ferien etc.) beinhalte. Wie die Klägerin zutreffend 

festgehalten habe, sei sie am 8. März 2020 bereits zu 100% arbeitsunfähig gewe-

sen, weshalb für sie keine Veranlassung bestanden habe, auf arbeitsrechtlichen 

- 14 - 

Schutz (Lohnfortzahlung während der zweimonatigen Kündigungsfrist, Bonusaus-

zahlung) zu verzichten. Bereits diese Ausgangslage spreche dagegen, dass die 

Klägerin sich auf ein Enddatum habe festlegen wollen, ohne dass eine Einigung 

über die Nebenfolgen zustande gekommen sei (Urk. 36 S. 22 f.). 

 1.3.  Dem Wortlaut der E-Mail lasse sich bloss eine Aufforderung gegenüber 

der Beklagten entnehmen, sie solle der Klägerin ein Angebot bezüglich einer Auf-

hebungsvereinbarung unterbreiten. Dass die Beklagte diese Aufforderung eben-

falls so verstanden habe, zeige der Umstand, dass sie hernach eine detaillierte 

Aufhebungsvereinbarung zu sämtlichen zu regelnden Themen entworfen und der 

Klägerin zugestellt habe. Im Vorschlag finde sich u.a. folgende Formulierung: 

"Dies vorausgeschickt, vereinbaren die Parteien die Beendigung des Arbeitsver-

hältnisses und die damit verbundenen Nebenfolgen wie folgt zu regeln: (…)". Die 

Beklagte sei also ebenfalls davon ausgegangen, dass alle Beendigungsmodalitä-

ten (nicht nur das Enddatum) einvernehmlich zu regeln gewesen seien. Es sei 

somit die Beklagte gewesen, welche der Klägerin eine konkreten Vorschlag un-

terbreitet habe, wie die Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit allen Nebenfolgen 

aus ihrer Sicht vereinbart werden solle. Eine Kündigung auf einen bestimmten 

Zeitpunkt oder gar die sofortige Beendigung des Vertrages, wie von der Beklagten 

behauptet, könne aus der E-Mail vom 8. März 2020 nicht abgeleitet werden. An-

dernfalls hätte die Klägerin der Beklagten weder mitgeteilt, sie erwarte ihre schrift-

liche Erwiderung, noch Frist angesetzt. Vielmehr hätte sie erklärt, sie schlage vor, 

man beende den Vertrag per 10. März 2020 und könne sich über die Nebenfolgen 

später noch einigen. Dies habe sie nicht getan, sondern bei der Beklagten nach-

gefragt, wie diese sich zu einer zeitnahen einvernehmlichen Trennung stelle 

(Urk. 36 S. 23). 

 1.4.  Dass die Parteien sich in Vertragsverhandlungen befunden hätten, zei-

ge auch der Umstand, dass die Klägerin den vorgeschlagenen Auflösungsvertrag 

sorgfältig habe prüfen wollen und dass sie der Beklagten alsdann einen Gegen-

vorschlag unterbreitet habe mit den Konditionen, zu denen sie bereit gewesen 

wäre, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich zu beenden. Die Klägerin habe hinzu-

gefügt, dass ihr Gegenvorschlag unter anderem ihre vertraglichen Rechte (zwei-

- 15 - 

monatige Kündigungsfrist, Bonus etc.) berücksichtige, und dass es essenziell sei, 

dass der Auflösungsvertrag die Interessen beider Parteien berücksichtige und 

ausgewogen sei (mit Verweis auf Urk. 5/8 bzw. Urk. 12/8). Damit habe die Kläge-

rin das Angebot der Beklagten klar abgelehnt und sich damit auch implizit gegen 

die Beendigung des Arbeitsverhältnisses per 10. März 2020 ausgesprochen. Auf 

den Gegenvorschlag der Klägerin habe die Beklagte nicht mehr reagiert. Damit 

sei klar, dass bezüglich eines Aufhebungsvertrages kein Konsens zwischen den 

Parteien zustande gekommen sei. Infolgedessen habe das Arbeitsverhältnis wei-

terbestanden, bis die Klägerin dieses am 15. Mai 2020 per 31. Juli 2020 or-

dentlich gekündigt habe (mit Verweis auf Urk. 5/11; Urk. 36 S. 23 f.).  

 2. 

 2.1.  Die Beklagte moniert zusammengefasst, die Klägerin habe mit ihrer E-

Mail vom 8. März 2020 die unverzügliche Vertragsauflösung verlangt, der sie mit 

E-Mail vom 10. März 2020 entsprochen habe. Die E-Mail der Klägerin vom 

8. März 2020 könne nur dahingehend ausgelegt werden, dass mit der unverzügli-

chen einvernehmlichen Trennung die Beendigung des Arbeitsverhältnisses ge-

meint gewesen sei, was sie auch so habe verstehen dürfen. Letzteres umso 

mehr, als die Klägerin bereits angekündigt habe, ab dem 1. März 2020 lediglich 

im Umfang von 80% arbeiten zu wollen. Ab diesem Zeitpunkt habe die Klägerin 

aufgrund ihrer zusätzlichen Verpflichtungen als Pilates-Instruktorin nicht mehr zu 

100% für die Beklagte arbeiten wollen und können. Die Klägerin habe daher ein 

dringendes eigenes Interesse gehabt, das Arbeitsverhältnis unverzüglich zu be-

enden, was auch dem Wortlaut der E-Mail vom 8. März 2020 zu entnehmen sei. 

Die von ihr (der Beklagten) hierzu offerierten Beweise habe die Vorinstanz nicht 

abgenommen (Urk. 35 S. 7 ff. Rz. 15 ff.).  

 2.2.  Sodann sei der Klägerin nur deshalb eine Aufhebungsvereinbarung un-

terbreitet worden, um die Nebenfolgen der ausserterminlichen Beendigung zu re-

geln (Urk. 35 S. 15 Rz. 21 und 23).  

 3.  Die Klägerin hält dagegen und bringt zusammengefasst vor, sie gehe 

davon aus, die Beklagte habe ihre Willenserklärung in ihrer E-Mail vom 8. März 

2020, das heisst die blosse Aufforderung zu möglichst unverzüglich stattfinden-

- 16 - 

den Vergleichsgesprächen, richtig verstanden, ansonsten sie ihr nicht eine um-

fassende Aufhebungsvereinbarung zugesandt hätte. Folglich habe zum massge-

blichen Zeitpunkt auf beiden Seiten lediglich die Absicht zum Abschluss einer 

Aufhebungsvereinbarung vorgelegen. Die Vorinstanz habe richtigerweise das 

Vorliegen eines tatsächlichen Konsenses verneint und unter Anwendung des Ver-

trauensprinzips das Vorliegen eines normativen Konsenses geprüft (Urk. 41 S. 7 

Rz. 18). 

 4. 

 4.1.  Das Arbeitsverhältnis kann grundsätzlich im gegenseitigen Einverneh-

men zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer jederzeit wieder aufgeho-

ben werden (sog. Aufhebungsvertrag). Der Aufhebungsvertrag hat weder im Ar-

beitsvertragsrecht noch im Allgemeinen Teil des Obligationenrechts eine aus-

drückliche Regelung erfahren (BSK OR I-Portmann/Rudolph, Art. 335 N 27). Zum 

Abschluss des Aufhebungsvertrages ist die übereinstimmende gegenseitige Wil-

lensäusserung der Parteien erforderlich (Konsens; Art. 1 Abs. 1 OR). Dabei hat 

sich die übereinstimmende Willenserklärung auf alle wesentlichen Vertragspunkte 

sowie den Abschlusswillen zu erstrecken (Art. 2 Abs. 1 OR; Gauch/Schluep/ 

Schmid, OR AT I, S. 62 Rz. 308 und S. 70 Rz. 341). Die objektiv wesentlichen 

Vertragspunkte des Aufhebungsvertrages umfassen gemäss Zobl im Sinne eines 

notwendigen Mindestinhalts die Tatsache der Einvernehmlichkeit der Auflösung 

sowie den Auflösungszeitpunkt (Christoph Zobl, Der arbeitsrechtliche Aufhe-

bungsvertrag, 2017, S. 14 ff.). 

 4.2.  Da beim Aufhebungsvertrag die Gefahr besteht, dass dem Arbeitneh-

mer zwingender Sozialschutz wie Lohn oder Kündigungsschutz während einer 

Arbeitsverhinderung entzogen wird, darf die Aufhebung eines bestehenden 

Rechtsverhältnisses nicht leichthin angenommen werden. Vielmehr hat zweifels-

frei festzustehen, dass sich beide Parteien aus dem Vertrag lösen wollen. Aus 

diesem Grund darf der Arbeitgeber nach Treu und Glauben nur dann von einem 

Aufhebungswillen des Arbeitnehmers ausgehen, wenn dieser klar und unwider-

legbar aus dessen Verhalten hervorgeht (BSK OR I-Portmann/Rudolph, Art. 335 

N 28; Streiff/von Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-

- 17 - 

362 OR, 7. Aufl. 2012, Art. 335 OR N 10 S. 906 ff.). Selbst in Fällen, in denen der 

Wortlaut eines Aufhebungsvertrages eindeutig erscheint und der Arbeitnehmer 

darin gewisse Vorteile erkennt, ist zu prüfen, ob beim Arbeitnehmer ein substanti-

eller Geschäfts- bzw. Rechtsfolgewille zur einvernehmlichen Aufhebung vorgele-

gen hat (Zobl, a.a.O., S. 38). Herrscht Unklarheit über den Vertragswillen, ist un-

ter anderem zu prüfen, ob der Arbeitnehmer ein vernünftiges Interesse am Ab-

schluss des Aufhebungsvertrages hatte (Zobl, a.a.O., S. 39; BSK OR I-

Portmann/Rudolph, Art. 335 N 31). 

 5. 

  5.1.  Gestützt auf den Umstand, dass die Beklagte der Klägerin eine detail-

lierte Aufhebungsvereinbarung zu sämtlichen zu regelnden Themen entworfen 

und der Klägerin am 10. März 2020 zugestellt hat, kommt die Vorinstanz zum 

Schluss, die Beklagte habe die Klägerin dahingehend verstanden, sie solle ihr ei-

ne Offerte bezüglich einer Aufhebungsvereinbarung unterbreiten (Urk. 36 S. 23 E. 

IV.3.5). Im Weiteren legt die Vorinstanz dar, dass die Parteien sich in Vertrags-

verhandlungen befanden (Urk. 36 S. 23 f. E. 3.6 f.), und hält kurz darauf fest, dass 

bezüglich eines Aufhebungsvertrages kein Konsens zwischen den Parteien zu-

stande gekommen sei (Urk. 36 S. 24 E. 3.7.).  

 5.2. Hierzu rügt die Beklagte, die Vorinstanz habe den Sachverhalt fehler-

haft gewürdigt. Sie (die Beklagte) habe vorinstanzlich ausgeführt, für die Klägerin 

habe kein Grund für eine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses bestanden 

(unter Verweis auf Prot. I S. 9). Trotzdem habe die Klägerin eine unverzügliche 

einvernehmliche Trennung erzwingen wollen, weshalb sie diese ihr gegenüber als 

einzige Lösung bezeichnet habe. Sie (die Beklagte) habe der unverzüglichen 

Trennung mit E-Mail vom 10. März 2020 zugestimmt, womit sich die Parteien auf 

den Endzeitpunkt geeinigt hätten, wobei die der Klägerin unterbreitete Aufhe-

bungsvereinbarung der Regelung der Nebenfolgen gedient habe (Urk. 35 S. 15). 

 5.3. Damit wiederholt die Beklagte lediglich ihre vorinstanzlichen Behaup-

tungen (Prot. I S. 9 f.), ohne sich näher mit den Erwägungen der Vorinstanz aus-

einanderzusetzen. Die Beklagte hätte anhand dieser Erwägungen aufzeigen 

müssen, inwiefern resp. aus welchem Grund die Vorinstanz zu Unrecht eine tat-

- 18 - 

sächliche Willensübereinstimmung auf Aufhebung per 10. März 2020 verneinte. 

Dies unterlässt sie. Folglich kommt die Beklagte ihrer Begründungsobliegenheit 

nicht nach (vgl. vorstehend E. II.3.) und es bleibt bei der vorinstanzlichen Sach-

verhaltsfeststellung, wonach die Beklagte die Klägerin dahingehend verstanden 

hat, sie solle ihr eine Vertragsofferte für einen Aufhebungsvertrag unterbreiten. 

 6. 

 6.1.  Selbst wenn aber davon ausgegangen würde, die Beklagte hätte am 

10. März 2020 einen Aufhebungsvertrag abschliessen wollen, vermag sie dadurch 

die vorinstanzliche Erwägung, die Klägerin habe bloss eine Aufforderung zur Stel-

lung einer Offerte abgegeben, nicht umzustossen.  

 6.2. Die Beklagte moniert zwar, die Klägerin habe in ihrer Antwortmail vom 

11. März 2020 mit keinem Wort geltend gemacht, dass sie mit dem Beendigungs-

zeitpunkt des Arbeitsverhältnisses, dem 10. März 2020, nicht einverstanden sei 

(Urk. 35 S. 15). Sie legt aber nicht dar, wann sie diese Behauptung bereits vor-

instanzlich vorgebracht haben will. Hinzu kommt, dass die Klägerin der Beklagten 

mitteilte, die ihr unterbreitete Aufhebungsvereinbarung sorgfältig prüfen zu wollen 

(Urk. 5/8 bzw. 12/8), und so zu erkennen gab, lediglich in Vertragsverhandlungen 

zu stehen (Urk. 36 S. 23). Damit läuft die Rüge der Beklagten ins Leere. 

 6.3. Weiter bringt die Beklagte vor, die Klägerin habe aufgrund ihrer Tätig-

keit als Pilates-Instruktorin die unverzügliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses 

gefordert, weil sie nicht in der Lage gewesen sei, neben der Vollzeitbeschäftigung 

bei der Beklagten ihren zusätzlich eingegangenen Verpflichtungen nachzukom-

men (Urk. 35 S. 6 ff.). Auch hierzu führt die Beklagte in ihrer Berufungsschrift 

nicht aus, wann sie diese Behauptung bereits im vorinstanzlichen Verfahren gel-

tend gemacht hat. Anhand der weiteren Rüge, die Vorinstanz habe die von ihr 

hierzu offerierten Beweismittel nicht geprüft (Urk. 35 S. 6 ff.), lässt sich zwar indi-

rekt schliessen, dass sie dabei auf ihre Replik vom 7. Januar 2021 Bezug nimmt 

(Urk. 18 S. 5 ff. Rz. 13-16). Besagter Stelle kann aber die vorstehende Behaup-

tung der Beklagten ebenfalls nicht entnommen werden, weshalb ihre Rüge nicht 

hinreichend begründet ist (vgl. vorstehend E. II.3.). Abgesehen davon ist das Vor-

bringen der Beklagten aber auch irrelevant, denn wenn die Parteien einander rich-

- 19 - 

tig verstanden hatten, wovon wie dargelegt auszugehen ist, spielt das Motiv, aus 

welchem die Klägerin ihre Arbeitstätigkeit bei der der Beklagten beenden wollte, 

keine Rolle. 

 6.4. Aus diesem Grunde konnte die Vorinstanz auch auf eine Abnahme der 

von der Beklagten offerierten Beweise verzichten. Besagte Beweisofferten betra-

fen allesamt die Behauptungen der Beklagten, die Klägerin habe mehrere Ausbil-

dungen als Pilates-Instruktorin absolviert, nebst ihrer Tätigkeit bei der Beklagten 

auch Pilates unterrichtet und den Wunsch gegenüber Mitarbeitern geäussert, al-

les hinzuschmeissen und andere Wege zu gehen (Urk 18 S. 5 ff.). Hieraus – und 

ebenso aus den Behauptungen der Beklagten – lässt sich aber nicht ableiten, die 

Klägerin habe der Beklagten die sofortige Auflösung des Arbeitsverhältnisses an-

geboten.  

 7. 

 7.1. Schliesslich ist der Beklagten entgegenzuhalten, dass selbst wenn ein 

rechtlicher Konsens in Bezug auf einen allfälligen Aufhebungsvertrag vom 

10. März 2020 zu prüfen wäre, dieser zu verneinen wäre. 

 7.2. Die Klägerin bestreitet nicht, dass sie ein eigenes Interesse an der Be-

endigung des Arbeitsverhältnisses hatte (Urk. 41 S. 14). In ihrer E-Mail vom 

8. März 2020 listete sie auch die Gründe auf, aufgrund derer für sie eine Fortset-

zung des Arbeitsverhältnisses untragbar geworden sei (Urk. 5/6). Wie sich aus 

dem massgeblichen italienischen Text ergibt, offerierte die Klägerin der Beklagten 

aber nicht die sofortige und demzufolge vorbehaltlose Auflösung des Arbeitsver-

hältnisses. Vielmehr gab sie ihre Ansicht wieder, eine unverzügliche einvernehm-

liche Trennung für die einzige Lösung zu halten (Considero l'immediata separazi-

one consensuale come l'unica soluzione). Hierzu erwartete sie eine schnellstmög-

liche schriftliche Erwiderung der Beklagten, spätestens bis zum 13. März 2020. 

Eine Kündigung oder eine Offerte zur Vertragsauflösung gab die Klägerin der Be-

klagten somit nicht kund, sondern nur ihre persönliche Meinung, eine einvernehm-

liche Trennung für die einzige Lösung zu halten. Die Klägerin drohte der Beklag-

ten zwar mit rechtlichen Schritten, sofern keine einvernehmliche Trennung (sepa-

ratione consensuale) erfolgen sollte. Sie forderte jedoch keine sofortige Trennung, 

- 20 - 

was auch die Vorinstanz in ihren Erwägungen festhielt (Urk. 36 S. 22). Entspre-

chend konnte die Beklagte auch nicht nach Treu und Glauben von einer Offerte 

der Klägerin zu einem Auflösungsvertrag ausgehen (vgl. vorstehend E. III.4.2.). 

 8.  Zusammengefasst obliegt es der Beklagten, darzulegen, inwiefern die 

vorinstanzlichen Erwägungen nicht zutreffen und ein Aufhebungsvertrag zwischen 

den Parteien zustande gekommen sein sollte. Stattdessen stellt sie über weite 

Teile ihrer Berufung Behauptungen auf, ohne darzutun, wann sie diese im vor- 

instanzlichen Verfahren bereits vorgebracht hat. Damit gelingt es ihr nicht, den 

Schluss der Vorinstanz, am 10. März 2020 sei zwischen den Parteien kein Aufhe-

bungsvertrag zustande gekommen, zu Fall zu bringen. Folglich vermag ihre Beru-

fung in Bezug auf den vorinstanzlichen Entscheid betreffend Lohn (Dispositiv-

Ziffer 1) nicht zu überzeugen und ist abzuweisen. 

IV. 
(BVG-Beiträge) 

 1.  Zur Forderung der Klägerin betreffend Nachzahlung der arbeitgebersei-

tigen Pensionskassenbeiträge bis zum 31. Juli 2020 im Betrag von Fr. 839.20 

(Fr. 209.80 pro Monat x 4 Monate [April bis Juli 2020]) nebst Zins erwog die Vorin-

stanz, das Arbeitsverhältnis habe bis zum 31. Juli 2020 weiter angedauert. Die 

Klägerin hätte somit Anspruch auf die Einzahlung der Pensionskassenbeiträge im 

Betrag von monatlich Fr. 209.80 gehabt (mit Verweis Art. 331 Abs. 3 OR i.V.m. 

Art. 2 Abs. 1 und Art. 10 Abs. 1 BVG sowie auf Urk. 5/5 bzw. Urk. 12/5). Die Be-

klagte habe die Klägerin demnach unberechtigterweise bei der Pensionskasse 

abgemeldet und die Einzahlung der Beiträge unterlassen, weshalb die Klägerin im 

Zeitraum dieser vier Monate (April bis und mit Juli 2020) im beantragten Betrag zu 

Schaden gekommen sei (mit Verweis auf Art. 97 Abs. 1 OR). Der beantragte Zins 

sei in zeitlicher und quantitativer Hinsicht ausgewiesen. Folglich sei die Beklagte 

zu verpflichten, der Klägerin Fr. 839.20 netto zuzüglich 5% Zins seit 31. Juli 2020 

zu bezahlen (Urk. 36 S. 35). 

 2.  Die Beklagte stellt sich auf den Standpunkt, sie müsse für die Klägerin 

keine arbeitgeberseitigen Pensionskassenbeiträge bis zum 31. Juli 2020 nach-

- 21 - 

zahlen, weil das Arbeitsverhältnis per 10. März 2020 beendet worden sei (Urk. 35 

S. 17 Rz. 25). 

 3.  Bei Streitigkeiten eines Arbeitnehmers und seines ehemaligen Arbeit-

gebers bezüglich Beitragszahlungen des Arbeitgebers an die Pensionskasse geht 

es um eine spezifische Frage der beruflichen Vorsorge (vgl. Art. 66 und 73 BVG). 

Das Bundesgericht hielt hierzu fest, bei Rügen der versicherten Person bezüglich 

der Abrechnungspflicht des Arbeitgebers (z.B. unterlassene Abrechnung des 

ganzen Lohnes oder bestimmter Lohnbestandteile) sei ausschliesslich dieser 

passivlegitimiert. Demgegenüber sei alleine die Vorsorgeeinrichtung passivlegiti-

miert, soweit sich das Begehren der versicherten Person auf die konkrete Aus-

richtung einer Leistung oder die unzutreffende Höhe der von der Vorsorgeeinrich-

tung anhand der (unbestrittenen) Beiträge berechneten Leistungen beziehe. So-

fern der Versicherungs- oder Freizügigkeitsfall bereits eingetreten sei, stehe es 

aufgrund der Dispositionsmaxime im Belieben der klagenden Partei, ob sie die 

Klage gegen den Arbeitgeber auf Leistung von Beiträgen oder gegen die Vorsor-

geeinrichtung auf (höhere) Leistungen unter Einbezug der nicht abgerechneten 

Entgelte einreichen wolle (BGE 135 V 23 E. 3.2). 

 4.  Die Klägerin richtet ihre Klage gegen ihre Arbeitgeberin, wobei sie die 

Zahlung an sich selbst verlangt (Urk. 1 S. 2 Rechtsbegehren Ziffer 3). Als Rechts-

grundlage führt sie Art. 97 Abs. 1 OR i.V.m. Art. 331 Abs. 3 OR an (Urk. 1 S. 25). 

Dabei verkennt sie aber, dass die obligatorische Versicherungspflicht gemäss 

BVG erst mit der Auflösung des Arbeitsverhältnisses endet (Art. 10 Abs. 2 lit. b 

BVG). Massgebend ist dabei nicht das faktische Niederlegen der Arbeitstätigkeit, 

sondern ausschliesslich die rechtliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses (BGE 

118 V 35 E. 2a). Nachdem das Arbeitsverhältnis der Klägerin mit ihrer Kündigung 

vom 15. Mai 2020 per 31. Juli 2020 endete (Urk. 5/11), schuldet die Beklagte der 

Klägerin bis zu diesem Zeitpunkt einerseits den Nettolohn. Andererseits hat die 

Beklagte für diese Zeit auch die Vorsorgebeiträge der Klägerin entsprechend den 

einschlägigen gesetzlichen und vertraglichen Regelungen an die Vorsorgeeinrich-

tung zu leisten. Vor diesem Hintergrund hat die Klägerin keinen Anspruch darauf, 

dass die Beklagte ihr (persönlich) die arbeitgeberseitigen Vorsorgebeiträge vom 

- 22 - 

April bis Juli 2020 nebst dem Nettolohn ausbezahlt, weshalb die Berufung hin-

sichtlich Dispositiv-Ziffer 3 des vorinstanzlichen Urteils gutzuheissen und die Kla-

ge im Umfang von Fr. 839.20 netto zuzüglich 5% Zins seit 31. Juli 2020 abzuwei-

sen ist. 

V. 
(Kosten- und Entschädigungsfolgen) 

 1.  Das Berufungsverfahren ist aufgrund des Fr. 30'000.– unterschreiten-

den Streitwertes kostenlos (Art. 114 lit. c ZPO). 

 2.  Die Beklagte hat der Klägerin Lohn in Höhe von insgesamt 

Fr. 17'028.20 (netto) zu bezahlen anstelle der erstinstanzlich festgesetzten Beträ-

ge von insgesamt Fr. 17'867.40 (netto). Entsprechend unterliegt sie im Beru-

fungsverfahren fast vollständig. Es rechtfertigt sich daher, die Beklagte in Anwen-

dung von Art. 106 Abs. 1 ZPO und § 4 Abs. 1 i.V.m. § 13 Abs. 1 und 2 AnwGebV 

zu verpflichten, der Klägerin eine Parteientschädigung von Fr. 1'792.– zuzüglich 

Fr. 138.– (7.7% Mehrwertsteuer; vgl. Urk. 41 S. 2) und damit gesamthaft 

Fr. 1'930.– für das Berufungsverfahren zu bezahlen. 

 3.  Die Parteientschädigung für das erstinstanzliche Verfahren ist nach 

Obsiegen und Unterliegen in der Hauptsache festzusetzen. Die sich aus dem vor-

liegenden Entscheid ergebende geringfügige Anpassung wirkt sich kaum auf das 

diesbezüglich von der Vorinstanz festgehaltene Verhältnis aus (Urk. 36 S. 47). 

Entsprechend ist das vorinstanzliche Entschädigungsdispositiv (Dispositiv-Ziffer 

8) zu bestätigen. 

Es wird beschlossen 

1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Dispositiv-Ziffern 2, 4, 5 und 6 

des Urteils des Einzelgerichts am Arbeitsgericht Zürich, 1. Abteilung, vom 

15. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen sind. 

2. Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis. 

- 23 - 

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung gegen Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des Einzelgerichts am Ar-

beitsgericht Zürich, 1. Abteilung, im vereinfachten Verfahren vom 15. Juni 

2021 wird abgewiesen, und Dispositiv-Ziffer 1 wird bestätigt. 

2. Im Mehrbetrag (Rechtsbegehren Ziffer 3) wird die Klage abgewiesen. 

3. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Dispositiv-

Ziffern 7 und 8) wird bestätigt. 

4. Das Berufungsverfahren ist kostenlos. 

5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das Berufungsverfahren eine 

Parteientschädigung von Fr. 1'930.– zu bezahlen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit arbeitsrechtlicher Natur. Der Streitwert beträgt 
Fr. 17'867.40. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich 
des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 

- 24 - 

Zürich, 3. November 2022 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Der Vorsitzende: 

 
 
 

lic. iur. A. Huizinga 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. O. Hug 
 
versandt am: 
st 

	Beschluss und Urteil vom 3. November 2022
	_______________________
	Rechtsbegehren: (Urk. 1 S. 2 ff.)
	Urteil des Einzelgerichts am Arbeitsgericht Zürich, 1. Abteilung,  vom 15. Juni 2021: (Urk. 31 S. 47 ff. = Urk. 36 S. 47 ff.)
	1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin folgende Beträge zu bezahlen:
	– Fr. 4'433.55 netto, zzgl. 5% Zins seit 3. April 2020,
	– Fr. 3'195.30 netto, zzgl. 5% Zins seit 18. Juni 2020,
	– Fr. 6'497.05 netto, zzgl. 5% Zins seit 11. Juli 2020,
	– Fr. 1'194.60 netto, zzgl. 5% Zins seit 31. Juli 2020,
	– Fr. 1'707.70 netto, zzgl. 5% Zins seit 31. Juli 2020.
	2. Rechtsbegehren Ziffer 2 wird abgewiesen.
	3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin Fr. 839.20 netto, zzgl. 5% Zins seit 31. Juli 2020 zu bezahlen.
	4. Rechtsbegehren Ziffer 4 wird abgewiesen.
	5. Rechtsbegehren Ziffer 5 wird abgewiesen.
	6. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin ein Schlussarbeitszeugnis mit nachfolgendem Text aus- und zuzustellen:
	Zürich, 31. Juli 2020
	Im Mehrumfang wird Rechtsbegehren Ziffer 6 abgewiesen.
	7. Es werden keine Kosten erhoben.
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.  (Sachverhalt und Prozessgeschichte)
	1.  1.1.  Die Beklagte und Berufungsklägerin (fortan Beklagte) bezweckt insbesondere den Betrieb eines Modefachgeschäfts für den Verkauf von Kleidern, Schuhen sowie damit zusammenhängenden Accessoires und anderen Produkten der Marke "D'._____" sowie ...
	1.2.  Mit E-Mail vom 8. März 2020 informierte die Klägerin I._____ von der Beklagten über mehrere Vorfälle am Arbeitsplatz, in denen sie herabsetzend behandelt oder persönlich angegriffen worden sei. Ausserdem verwies sie auf ihre bisherigen Anfragen...
	"Per tutti questi motivi, una continuazione del rapporto di lavoro per me è divenuta insostenibile. Considero l'immediata separazione consensuale come l'unica soluzione. Attendo quanto prima un tuo riscontro scritto, al più tardi entro la fine della p...
	"Aus all diesen Gründen ist eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für mich untragbar geworden. Ich halte die unverzügliche einvernehmliche Trennung für die einzige Lösung. Ich erwarte schnellstmöglich Deine schriftliche Erwiderung, spätestens bis ...
	1.3.  Am 10. März 2020 bestätigte I._____ von der Beklagten der Klägerin den Erhalt ihrer E-Mail und erklärte, dass er ihre Wahrnehmung nicht teile. Eine Herabsetzung ihrer Arbeitsbelastung von 100% auf 80% sei nicht machbar. Angesichts ihrer Darlegu...
	1.4.  Während die Beklagte sich auf den Standpunkt stellt, der Arbeitsvertrag sei mittels Aufhebungsvertrag vom 10. März 2020 aufgehoben worden (Urk. 18 S. 3 ff., Prot. I S. 9 ff. und Urk. 35 S. 5 ff.), macht die Klägerin geltend, sie habe das Arbeit...
	2.  2.1.  Am 29. Oktober 2020 (Datum Poststempel) erhob die Klägerin bei der Vorinstanz unter Beilage der Klagebewilligung des Friedensrichteramtes der Stadt Zürich, Kreise …, vom 24. August 2020 (Urk. 3) Klage mit den eingangs wiedergegebenen Rech...
	2.2.  Mit Eingabe vom 31. August 2021 erhob die Beklagte gegen den vor-instanzlichen Entscheid Berufung mit den oben erwähnten Anträgen (Urk. 35 S. 2). Die Berufungsantwort datiert vom 1. März 2022 (Urk. 41) und wurde der Beklagten mit Verfügung vom ...
	II.  (Prozessuale Vorbemerkungen)
	1.  Nach Eingang der Berufung prüft die Rechtsmittelinstanz von Amtes wegen das Vorliegen der Rechtsmittelvoraussetzungen. Diese sind vorliegend gegeben. Die Berufung ging rechtzeitig, schriftlich begründet und mit konkreten Anträgen versehen bei der...
	2.  Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens sind die Lohnforderungen der Klägerin gegenüber der Beklagten für die Monate März, Mai, Juni und Juli 2020 (Dispositiv-Ziffer 1), die arbeitgeberseitigen BVG-Beiträge für die strittige Zeitspanne zw...
	3.  Das Berufungsverfahren stellt keine Fortsetzung des erstinstanzlichen Verfahrens dar, sondern ist nach der gesetzlichen Konzeption als eigenständiges Verfahren ausgestaltet (BGE 142 III 413 E. 2.2.1 m.w.H. auf die Botschaft zur Schweizerischen ZP...
	4.  Im Berufungsverfahren sind neue Tatsachen und Beweismittel – resp. über den insoweit zu engen Wortlaut hinaus neue Tatsachenbehauptungen, neue Bestreitungen von Tatsachenbehauptungen, neue Einreden (rechtlicher Art) und neue Beweismittel (ZK ZPO-...
	III.  (Lohnforderung)
	1.  1.1.  Die Vorinstanz erwog zur Lohnforderung der Klägerin, zwischen den Parteien sei strittig, wann das Arbeitsverhältnis der Klägerin bei der Beklagten geendet habe. Die Klägerin sei der Auffassung, es habe bis 31. Juli 2020 gedauert, die Bekl...
	1.2.  Mangels Kündigungserklärung stehe lediglich das Vorliegen eines Aufhebungsvertrages im Raum. Die Beklagte behaupte, die Klägerin habe ultimativ gefordert, das gesamte Arbeitsverhältnis sei unverzüglich, also per sofort zu beenden. Dem sei mit B...
	1.3.  Dem Wortlaut der E-Mail lasse sich bloss eine Aufforderung gegenüber der Beklagten entnehmen, sie solle der Klägerin ein Angebot bezüglich einer Aufhebungsvereinbarung unterbreiten. Dass die Beklagte diese Aufforderung ebenfalls so verstanden h...
	2.  2.1.  Die Beklagte moniert zusammengefasst, die Klägerin habe mit ihrer E-Mail vom 8. März 2020 die unverzügliche Vertragsauflösung verlangt, der sie mit E-Mail vom 10. März 2020 entsprochen habe. Die E-Mail der Klägerin vom 8. März 2020 könne nu...
	2.2.  Sodann sei der Klägerin nur deshalb eine Aufhebungsvereinbarung unterbreitet worden, um die Nebenfolgen der ausserterminlichen Beendigung zu regeln (Urk. 35 S. 15 Rz. 21 und 23).
	3.  Die Klägerin hält dagegen und bringt zusammengefasst vor, sie gehe davon aus, die Beklagte habe ihre Willenserklärung in ihrer E-Mail vom 8. März 2020, das heisst die blosse Aufforderung zu möglichst unverzüglich stattfindenden Vergleichsgespräch...
	4.  4.1.  Das Arbeitsverhältnis kann grundsätzlich im gegenseitigen Einvernehmen zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer jederzeit wieder aufgehoben werden (sog. Aufhebungsvertrag). Der Aufhebungsvertrag hat weder im Arbeitsvertragsrecht noch i...
	4.2.  Da beim Aufhebungsvertrag die Gefahr besteht, dass dem Arbeitnehmer zwingender Sozialschutz wie Lohn oder Kündigungsschutz während einer Arbeitsverhinderung entzogen wird, darf die Aufhebung eines bestehenden Rechtsverhältnisses nicht leichthin...
	5.   5.1.  Gestützt auf den Umstand, dass die Beklagte der Klägerin eine detaillierte Aufhebungsvereinbarung zu sämtlichen zu regelnden Themen entworfen und der Klägerin am 10. März 2020 zugestellt hat, kommt die Vorinstanz zum Schluss, die Beklagt...
	5.2. Hierzu rügt die Beklagte, die Vorinstanz habe den Sachverhalt fehlerhaft gewürdigt. Sie (die Beklagte) habe vorinstanzlich ausgeführt, für die Klägerin habe kein Grund für eine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses bestanden (unter V...
	5.3. Damit wiederholt die Beklagte lediglich ihre vorinstanzlichen Behauptungen (Prot. I S. 9 f.), ohne sich näher mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen. Die Beklagte hätte anhand dieser Erwägungen aufzeigen müssen, inwiefern res...
	6.  6.1.  Selbst wenn aber davon ausgegangen würde, die Beklagte hätte am 10. März 2020 einen Aufhebungsvertrag abschliessen wollen, vermag sie dadurch die vorinstanzliche Erwägung, die Klägerin habe bloss eine Aufforderung zur Stellung einer Offe...
	6.2. Die Beklagte moniert zwar, die Klägerin habe in ihrer Antwortmail vom 11. März 2020 mit keinem Wort geltend gemacht, dass sie mit dem Beendigungszeitpunkt des Arbeitsverhältnisses, dem 10. März 2020, nicht einverstanden sei (Urk. 35 S. 15). Sie ...
	6.3. Weiter bringt die Beklagte vor, die Klägerin habe aufgrund ihrer Tätigkeit als Pilates-Instruktorin die unverzügliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses gefordert, weil sie nicht in der Lage gewesen sei, neben der Vollzeitbeschäftigung bei der B...
	6.4. Aus diesem Grunde konnte die Vorinstanz auch auf eine Abnahme der von der Beklagten offerierten Beweise verzichten. Besagte Beweisofferten betrafen allesamt die Behauptungen der Beklagten, die Klägerin habe mehrere Ausbildungen als Pilates-Ins...
	7.  7.1. Schliesslich ist der Beklagten entgegenzuhalten, dass selbst wenn ein rechtlicher Konsens in Bezug auf einen allfälligen Aufhebungsvertrag vom 10. März 2020 zu prüfen wäre, dieser zu verneinen wäre.
	7.2. Die Klägerin bestreitet nicht, dass sie ein eigenes Interesse an der Beendigung des Arbeitsverhältnisses hatte (Urk. 41 S. 14). In ihrer E-Mail vom 8. März 2020 listete sie auch die Gründe auf, aufgrund derer für sie eine Fortsetzung des Arbeits...
	8.  Zusammengefasst obliegt es der Beklagten, darzulegen, inwiefern die vorinstanzlichen Erwägungen nicht zutreffen und ein Aufhebungsvertrag zwischen den Parteien zustande gekommen sein sollte. Stattdessen stellt sie über weite Teile ihrer Berufung ...
	IV.  (BVG-Beiträge)
	1.  Zur Forderung der Klägerin betreffend Nachzahlung der arbeitgeberseitigen Pensionskassenbeiträge bis zum 31. Juli 2020 im Betrag von Fr. 839.20 (Fr. 209.80 pro Monat x 4 Monate [April bis Juli 2020]) nebst Zins erwog die Vorinstanz, das Arbeits...
	2.  Die Beklagte stellt sich auf den Standpunkt, sie müsse für die Klägerin keine arbeitgeberseitigen Pensionskassenbeiträge bis zum 31. Juli 2020 nachzahlen, weil das Arbeitsverhältnis per 10. März 2020 beendet worden sei (Urk. 35 S. 17 Rz. 25).
	3.  Bei Streitigkeiten eines Arbeitnehmers und seines ehemaligen Arbeitgebers bezüglich Beitragszahlungen des Arbeitgebers an die Pensionskasse geht es um eine spezifische Frage der beruflichen Vorsorge (vgl. Art. 66 und 73 BVG). Das Bundesgericht hi...
	4.  Die Klägerin richtet ihre Klage gegen ihre Arbeitgeberin, wobei sie die Zahlung an sich selbst verlangt (Urk. 1 S. 2 Rechtsbegehren Ziffer 3). Als Rechtsgrundlage führt sie Art. 97 Abs. 1 OR i.V.m. Art. 331 Abs. 3 OR an (Urk. 1 S. 25). Dabei verk...
	V.  (Kosten- und Entschädigungsfolgen)
	1.  Das Berufungsverfahren ist aufgrund des Fr. 30'000.– unterschreitenden Streitwertes kostenlos (Art. 114 lit. c ZPO).
	2.  Die Beklagte hat der Klägerin Lohn in Höhe von insgesamt Fr. 17'028.20 (netto) zu bezahlen anstelle der erstinstanzlich festgesetzten Beträge von insgesamt Fr. 17'867.40 (netto). Entsprechend unterliegt sie im Berufungsverfahren fast vollständig....
	3.  Die Parteientschädigung für das erstinstanzliche Verfahren ist nach Obsiegen und Unterliegen in der Hauptsache festzusetzen. Die sich aus dem vorliegenden Entscheid ergebende geringfügige Anpassung wirkt sich kaum auf das diesbezüglich von der Vo...

	Es wird beschlossen
	1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Dispositiv-Ziffern 2, 4, 5 und 6 des Urteils des Einzelgerichts am Arbeitsgericht Zürich, 1. Abteilung, vom 15. Juni 2021 in Rechtskraft erwachsen sind.
	2. Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung gegen Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des Einzelgerichts am Arbeitsgericht Zürich, 1. Abteilung, im vereinfachten Verfahren vom 15. Juni 2021 wird abgewiesen, und Dispositiv-Ziffer 1 wird bestätigt.
	2. Im Mehrbetrag (Rechtsbegehren Ziffer 3) wird die Klage abgewiesen.
	3. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Dispositiv-Ziffern 7 und 8) wird bestätigt.
	4. Das Berufungsverfahren ist kostenlos.
	5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'930.– zu bezahlen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...