# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7aa5493-28e6-50f7-a3b2-dca0208adc14
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 15.03.2016 ZK1 2015 169
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ZK1-2015-169_2016-03-15.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 15. März 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 169 27. April 2016

Verfügung
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Aktuar Pers

Im Gesuch

der X._____, Gesuchstellerin, vertreten durch Rechtsanwalt LL.M. Ulrich Kobelt, 
Hirschmattstrasse 1, 6003 Luzern, 

gegen

Y._____, Gesuchsgegner, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Grether, 
Lautengartenstrasse 7, 4052 Basel,

betreffend Erlass vorsorglicher Sicherungsmassnahmen,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A.1. Am 29. September 2015 reichte Y._____ beim Bezirksgericht Maloja ein 
Gesuch um Erlass von Eheschutzmassnahmen gemäss Art. 171 ff. ZGB ein. Darin 
beantragte er, es sei festzustellen, dass die Parteien berechtigt seien, den 
gemeinsamen Haushalt aufzulösen, und dass sie seit 4. Juli 2015 getrennt leben 
würden. Ferner sei ihm für die Dauer des Getrenntlebens die Wohnung in 
O.1_____ und seiner Ehefrau X._____ diejenige in O.2_____ zur alleinigen 
Benützung zuzuweisen. Er erklärte sich sodann bereit, seiner Ehefrau mit Wirkung 
ab 1. Oktober 2015 Unterhaltszahlungen von Fr. 4'200.-- pro Monat zu bezahlen.

2. Mit Stellungnahme vom 5. Oktober 2015 verlangte X._____ gestützt auf Art. 
265 in Verbindung mit Art. 271 ZPO sowie Art. 178 und Art. 227 ZGB, es seien 
sämtliche von Y._____ bei Banken und Vermögensverwaltungen gehaltenen 
Vermögenswerte superprovisorisch in der Weise sicherzustellen, dass unter 
Gewährleistung der ordentlichen Bewirtschaftung dieser Vermögenswerte im 
Rahmen der Vermögensverwaltung darüber nur mit ihrer vorgängigen, 
schriftlichen Zustimmung verfügt werden dürfe. Sodann sei Y._____ 
superprovisorisch zu befehlen, dem Bezirksgericht Maloja das Aktienzertifikat der 
Firma A._____, O.3_____ (nachfolgend A._____), auszuhändigen. Im Weiteren 
sei Y._____ zu verpflichten, ihr monatlich Fr. 25'000.-- zu bezahlen, sowie eine 
Liste sämtlicher Bankbeziehungen nebst vollständigen und detaillierten 
Kontoauszügen für den Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis 30. September 2015 
sowie sämtlichen Buchführungs- und Buchhaltungsunterlagen der besagten 
Investmentfirma und weiterer Gesellschaften, die er beherrsche oder an denen er 
beteiligt sei, beizubringen. Schliesslich sei er zu verpflichten, ihr einen 
Parteikostenvorschuss von Fr. 20'000.-- unter Einräumung dessen 
Nachbezifferung zu bezahlen.

3. Mit Entscheid vom 12. Oktober 2015 stellte der Einzelrichter am 
Bezirksgericht Maloja sämtliche von Y._____ gehaltenen Vermögenswerte bei der 
B.1_____, der B.2_____, der C._____ und der D._____ superprovisorisch sicher 
und verpflichtete ihn zudem, das Aktienzertifikat der A._____ beim Bezirksgericht 
Maloja zu hinterlegen.

4. Mit Eingabe vom 16. Oktober 2015 beantragte Y._____, die B.2_____ sei 
zu ermächtigen, monatliche Daueraufträge auf zwei Konti der B.1_____ zu 
überweisen, und die B.1_____ sei zu ermächtigen, die zulasten der bei ihr 
geführten Konti erteilten Daueraufträge und Belastungen gemäss 

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Lastschriftenverfahren weiterhin auszuführen. Sodann sei ihm zu gestatten, über 
die beiden letztgenannten Konti bei der B.1_____ allein zu verfügen. Schliesslich 
seien weitere Mittel mit sofortiger Wirkung freizustellen, da es sich dabei um 
Kindesvermögen handle.

5. Mit Stellungnahme vom 22. Oktober 2015 stellte Y._____ die Anträge, es 
seien die superprovisorisch erlassenen Verfügungen gemäss Entscheid vom 12. 
Oktober 2015 ersatzlos aufzuheben. Weiter seien die Verfügung betreffend 
Hinterlegung des Aktienzertifikats der A._____ aufzuheben und zwischen den 
Parteien die Gütertrennung im Sinne von Art. 176 Abs. 3 ZGB anzuordnen. In 
verfahrensrechtlicher Hinsicht seien die Parteien sofort zu einer 
Eheschutzverhandlung vorzuladen.

6. Am 23. Oktober 2015 beantragte X._____, das Rechtsbegehren der 
Gegenpartei, wonach festzustellen sei, dass die Parteien berechtigt seien, den 
gemeinsamen Haushalt vorübergehend aufzulösen, sei insoweit gutzuheissen, als 
eine solche Feststellung die Tatsache des Getrenntlebens für die Zeit ab dem 1. 
Oktober 2015 umfasse, im Übrigen sei es jedoch abzuweisen. Des Weiteren sei 
die B.2_____ superprovisorisch anzuweisen, ihr zulasten des Kontos der A._____ 
monatlich Fr. 25'000.-- zu überweisen. Ebenfalls superprovisorisch sei die 
B.2_____ anzuweisen, zulasten des Kontos besagter Gesellschaft Fr. 25'000.-- 
auf das Klientenkonto ihres Anwalts zu überweisen. Eventualiter liess sie weitere 
Anträge stellen.

7. Mit prozessleitender Verfügung von 27. Oktober 2015 lehnte der 
Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja den seitens von X._____ beantragten 
Erlass superprovisorischer Massnahmen ab und hielt fest, dass sich die Parteien 
anlässlich der anzusetzenden Verhandlung zur Sache äussern könnten. Auf die 
von X._____ hiergegen erhobene Beschwerde trat das Kantonsgericht von 
Graubünden mit Entscheid vom 5. November 2015, mitgeteilt am 6. November 
2015, nicht ein (ZK1 15 155).

8. Mit Eingabe vom 30. Oktober 2015 stellte X._____ Antrag auf 
Bescheinigung der Vollstreckbarkeit von Ziffer 2 des Dispositivs des Entscheids 
des Einzelrichters am Bezirksgericht Maloja vom 12. Oktober 2015. Zugleich sei 
Y._____ das Aktienzertifikat der A._____ unverzüglich polizeilich wegzunehmen, 
eventuell seien geeignete Zwangsmassnahmen zur Vollstreckung des erwähnten 
Entscheids anzuordnen. Am 11. November 2015 – somit nach der 
Eheschutzverhandlung vom 9. November 2015 – beantragte Y._____, auf dieses 

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Vollstreckungsgesuch sei nicht einzutreten, eventuell zurzeit nicht einzutreten, 
subeventuell sei es abzuweisen.

B. Nach Durchführung der Eheschutzverhandlung am 9. November 2015, zu 
welcher mit prozessleitender Verfügung vom 28. Oktober 2015 vorgeladen worden 
war, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja mit Entscheid vom 18. 
November 2015, mitgeteilt am 19. November 2015, was folgt:

"1. Es wird einstweilen festgestellt, dass die Parteien seit 23. Juli 2015 
getrennt leben und dazu berechtigt sind.

2. Die Wohnung in O.1_____ an der _____ wird dem Gesuchsteller und 
die Wohnung in O.2_____ im _____ der Gesuchsgegnerin zur 
alleinigen Benützung zugewiesen.

3. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin 
Unterhaltsbeiträge von monatlich CHF 9'400.- zu entrichten, zahlbar 
jeweils im Voraus ab 1. Oktober 2015.

4. Die gegenüber der B.1_____, O.4_____ und O.5_____, der B.2_____, 
O.4_____, der C._____, O.4_____, sowie der D._____, O.6_____, am 
_____ 2015 angeordneten Verfügungsbeschränkungen resp. 
Sicherstellungsverfügungen werden mit sofortiger Wirkung 
aufgehoben.

5. Die dem Gesuchsteller mit Entscheid vom 12. Oktober 2015 auferlegte 
Verpflichtung zur Hinterlegung des Aktienzertifikates der A._____ 
Investment Corp., O.3_____, wird mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Es wird vorgemerkt, dass der Gesuchsteller erklärt hat, über das 
Aktienzertifikat der A._____,, O.3_____, nicht zu verfügen, solange es 
zum Gesamtgut gemäss Gütergemeinschaftsvertrag gehört.

6. Es wird vorgemerkt, dass sich der Gesuchsteller zur detaillierten 
Auskunftserteilung über das eheliche Gesamtvermögen bereit erklärt 
hat.

7. Der Antrag der Gesuchsgegnerin, den Gesuchsteller zur Leistung 
eines Anwaltskostenvorschusses zu verpflichten, wird abgewiesen.

8. Die weiteren Anträge der Gesuchsgegnerin werden vollumfänglich 
abgewiesen.

9. Zwischen den Parteien wird per 22. Oktober 2015 die Gütertrennung 
angeordnet.

10. Die Eingabe der Gesuchsgegnerin vom 16. November 2015 wird aus 
dem Recht gewiesen.

11. Die Gerichtskosten von CHF 6'000.- werden zu neun Zehnteln der 
Gesuchsgegnerin und zu einem Zehntel dem Gesuchsteller auferlegt. 
Sie sind dem Gericht innert 30 Tagen mit den beiliegenden 
Einzahlungsscheinen zu bezahlen.

Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, den Gesuchsteller 
ausseramtlich mit CHF 6'000.- zu entschädigen.

12. (Rechtsmittelbelehrung).

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13. (Mitteilung)."

C. Mit Eingabe vom 27. November 2015 reichte X._____ beim Kantonsgericht 
von Graubünden ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Sicherungsmassnahmen im 
Sinne von Art. 265 ff. ZPO mit folgendem Rechtsbegehren ein:

"1. Es seien superprovisorisch zunächst bis zum Ablauf der Frist gemäss 
Art. 308 ZPO zur Berufung gegen den Entscheid des Bezirksgerichts 
Maloja vom 18. November 2015, nach deren Eingang beim 
Kantonsgericht von Graubünden für die Dauer des 
Eheschutzverfahrens über alle Instanzen, und ohne Anhörung des 
Berufungsbeklagten, gegebenenfalls nach seiner Anhörung, zur 
Sicherung der güterrechtlichen Ansprüche der Berufungsklägerin am 
Gesamtgut der Parteien sowie ihrer Ansprüche aus der zum _____ 
2009 geschlossenen Ehe mit dem Berufungsbeklagten die B.1_____, 
_____strasse,, O.4_____ und O.5_____, B.2_____, _____platz 8, 
O.4_____, C._____, _____, O.4_____, und D._____, O.6_____, 
unverzüglich anzuweisen, dass über die direkt im Namen des 
Berufungsbeklagten, beider Parteien oder im Namen Dritter, 
insbesondere der A._____, O.3_____, bei den genannten Banken 
hinterlegten Vermögenswerte nur mit der vorgängigen, schriftlichen 
Zustimmung der Berufungsklägerin verfügt werden darf, sofern 
Verfügungen über dieses Vermögen ausserhalb der ordentlichen 
Vermögensverwaltung stehen;

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 
Berufungsklägers."

Der Rechtsvertreter von X._____ teilte dem Kantonsgericht von Graubünden im 
Gesuch mit, dass innerhalb der Frist von Art. 314 ZPO gegen den Entscheid des 
Einzelrichters am Bezirksgericht Maloja vom 18. November 2015 Berufung 
erhoben werden würde. Gleichzeitig werde ein Gesuch um Erlass vorsorglicher 
Sicherungsmassnahmen gestellt, wofür das Kantonsgericht von Graubünden bzw. 
dessen I. Zivilkammer als Berufungsinstanz für die Dauer des 
Berufungsverfahrens sachlich zuständig sei.

D. Mit superprovisorischer Verfügung vom 30. November 2015, mitgeteilt 
gleichentags, wurde das Gesuch von X._____ von der Vorsitzenden der I. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden gutgeheissen und die 
B.1_____, O.4_____ und O.5_____, die B.2_____, O.4_____, die C._____, 
O.4_____, und die D._____, O.6_____, angewiesen, dass über die von Y._____ 
in eigenem Namen, im Namen beider Parteien oder im Namen Dritter, 
insbesondere der A._____, bei den genannten Banken hinterlegten 
Vermögenswerte nur mit der vorgängigen, schriftlichen Zustimmung von X._____ 
verfügt werden dürfe, sofern Verfügungen über dieses Vermögen ausserhalb der 
ordentlichen Vermögensverwaltung stünden. Gleichzeitig wurde Y._____ eine 

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Frist von 20 Tagen angesetzt, um zum Gesuch um Erlass vorsorglicher 
Massnahmen Stellung zu nehmen.

Nachdem die B.1_____ dem Kantonsgericht von Graubünden mit Schreiben vom 
2. Dezember 2015 mitgeteilt hatte, dass das Ersuchen in der vorgenannten 
Verfügung unklar sei, weil seit der per 14. Juni 2015 erfolgten 
Vermögensübertragung von der B.1_____ zur O.6_____ keine Geschäftsstelle 
O.5_____ der B.1_____ mehr existiere bzw. seit Mitte Juni 2015 nur noch die 
Geschäftsstelle der O.6_____ in O.5_____ existiere, jedoch gegenüber der 
B.1_____ verfügt worden sei, wurde die Verfügung vom 30. Dezember 2015 am 3. 
Dezember 2015 insofern berichtigt, als die entsprechenden Anweisungen 
gegenüber der B.1_____ und/oder der O.6_____ ausgesprochen wurden.

E. Mit Stellungnahme vom 10. Dezember 2015 liess Y._____ folgende 
Anträge stellen:

"1. Es sei festzustellen, dass Ziffer 1 der superprovisorischen Verfügung 
vom 30. November 2015/3. Dezember 2015 nichtig ist; evtl. sei 
dieselbe aufzuheben.

2. Subeventuell: Es sei die B.2_____, O.4_____, richterlich anzuweisen, 
die monatlichen Daueraufträge über CHF 10'000.-- und CHF 15'650.-- 
weiterhin auszuführen, nächstmals am 20. Dezember 2015, sodass 
diese Beträge auf die Konti Nr. _____ und Nr. _____ des 
Gesuchsgegners bei der O.6_____ gutgeschrieben werden, und es sei 
die O.6_____, O.4_____ und O.5_____, richterlich anzuweisen, 
sowohl alle bisherigen Daueraufträge und Belastungen gemäss 
Lastschriftverfahren auszuführen, als auch die beiden oben erwähnten 
Konti zu Gunsten des Gesuchsgegners freizugeben.

3. Verfahrensanträge:

a) Es seien die gesamten Akten des Bezirksgerichtes Maloja betreffend 
Eheschutz zwischen den Parteien (Prozess-Nr. _____) beizuziehen;

b) Die O.6_____, Postfach, O.4_____, sei richterlich anzuweisen, dass 
die berichtigte Verfügung betreffend superprovisorische Massnahmen 
vom 3. Dezember 2015 für sie unbeachtlich ist.

4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Gesuchstellerin."

F. Mit Verfügung vom 18. Dezember 2015, mitgeteilt gleichentags, erkannte 
die Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden was 
folgt:

"1. In Präzisierung der superprovisorischen Verfügung vom 30. November 
2015 resp. 3. Dezember 2015, worin Verfügungen im Rahmen der 
ordentlichen Vermögensverwaltung von der Verfügungsbeschränkung 
ausgenommen wurden, ergehen folgende Anordnungen:

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a) Die B.2_____ wird ermächtigt, die bestehenden Daueraufträge in 
Höhe von CHF 15'000.00 und CHF 10'650.00 zulasten des Kontos Nr. 
_____, lautend auf A._____ Investment Corp., und zugunsten der 
Konti Nr. _____ und Nr. _____ bei der O.6_____, lautend auf 
Y._____, bis auf weiteres auszuführen.

b) Die O.6_____ wird ermächtigt, die bestehenden Daueraufträge und 
Belastungen gemäss Lastschriftenverfahren zulasten der bei ihr 
geführten Konti Nr. _____ und Nr. _____, lautend auf Y._____, bis auf 
weiteres auszuführen.

c) Die O.6_____ wird ermächtigt, von Y._____ zulasten der bei ihr 
geführten Konti Nr. _____ und Nr. _____ erteilte Aufträge zur 
Überweisung von Unterhaltsbeiträgen in Höhe von monatlich CHF 
9'400.00 an X._____ bis auf weiteres auszuführen.

d) Nach Ausführung der monatlichen Überweisung an X._____ gemäss 
lit. c hiervor ist Y._____ berechtigt, über die beiden Konti Nr. _____ 
und Nr. _____ bei der O.6_____ bis zu einem Betrage von monatlich 
CHF 15'000.00 resp. 10'650.00 (jeweils Gesamtbetrag aller 
Belastungen einschliesslich jener gemäss lit. b und c hiervor) alleine 
zu verfügen.

2. Im Übrigen bleibt die Verfügungsbeschränkung gemäss 
superprovisorischer Verfügung vom 30. November 2015 resp. 3. 
Dezember 2015 unverändert bestehen.

3. Die Kosten dieser Verfügung bleiben bei der Prozedur.

4. (Mitteilung)."

G.1. Zwischenzeitlich wurde von X._____ mit Eingabe vom 3. Dezember 2015 
beim Kantonsgericht von Graubünden die bereits in ihrem Gesuch vom 27. 
November 2015 angekündigte Berufung gegen den Entscheid des Einzelrichters 
am Bezirksgericht Maloja vom 18. November 2015 eingereicht. Darin liess sie das 
folgende Rechtsbegehren stellen (ZK1 15 172):

"1.1 Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin ab 
dem 1. Oktober 2015 monatlich im Voraus CHF 25'000 zu bezahlen;

1.2 Unter Vormerknahme der Auskunftspflicht des Berufungsbeklagten 
gemäss Ziffer 6 des Entscheids vom 18. November 2015 des 
Einzelrichters beim Bezirksgericht Maloja (Proz-Nr. 135-2015-308) 
sei der Berufungsklägerin nach Vorliegen der Auskünfte gemäss Art. 
170 ZGB Gelegenheit einzuräumen, die Höhe der monatlichen 
Zahlung neu zu beziffern;

2.1 Ziffer 9 des Entscheids vom 18. November 2015 des Einzelrichters 
beim Bezirksgericht Maloja (Proz-Nr. 135-2015-308) sei aufzuheben;

2.2 Die Vollstreckbarkeit der Ziffer 9 des Entscheids vom 18. November 
2015 des Einzelrichters beim Bezirksgericht Maloja (Proz-Nr. 135-
2015-308) sei bis zum Vorliegen eines Endentscheides über das 
Rechtsbegehren Ziff. 2.1 aufzuschieben, sofern diesem 
Rechtsbegehren keine aufschiebende Wirkung zukommen sollte;

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3. In Aufhebung der Ziffer 8 des Entscheids vom 18. November 2015 
des Einzelrichters beim Bezirksgericht Maloja (Proz-Nr. 135-2015-
308) sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der 
Berufungsklägerin einen Anwaltskostenvorschuss in der Höhe von 
CHF 25'000 auszurichten, eventuell sei der Anwaltskostenvorschuss 
angemessen anzupassen.

4. Ein allfälliger Vorschuss des Kantonsgerichts von Graubünden in der 
Berufung gegen den Entscheid des Einzelrichters beim Bezirksgericht 
Maloja (Proz-Nr. 135-2015-308) zur Deckung der Gerichtskosten 
gemäss Art. 98 ZPO sei beim Berufungsbeklagten zu erheben;

5. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin für 
das Berufungsverfahren einen angemessenen 
Prozesskostenvorschuss in der Höhe von CHF 6'000 zu bezahlen;

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 
Berufungsbeklagten;"

2. Y._____ beantragte mit Berufungsantwort vom 17. Dezember 2015 die 
Abweisung der Berufung und die Bestätigung des angefochtenen Entscheids des 
Einzelrichters am Bezirksgericht Maloja vom 18. November 2015; unter Kosten- 
und Entschädigungsfolge zulasten der Berufungsklägerin.

Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eingangs ist zunächst festzuhalten, dass dem unter Ziffer 2 der 
Rechtsbegehren subeventualiter gestellten Antrag des Gesuchsgegners, wonach 
die B.2_____, O.4_____, richterlich anzuweisen sei, die monatlichen 
Daueraufträge über Fr. 10'000.-- und Fr. 10'650.-- weiterhin auszuführen, sodass 
diese Beträge auf dessen Konti Nr. _____ und Nr. _____ bei der O.6_____ 
gutgeschrieben würden, und wonach die O.6_____, O.4_____ und O.5_____, 
richterlich anzuweisen seien, sowohl alle bisherigen Daueraufträge und 
Belastungen gemäss Lastschriftenverfahren auszuführen sowie die beiden oben 
erwähnten Konti zu seinen Gunsten freizugeben, mit der Verfügung vom 18. 
Dezember 2015 (act. D.11), mit welcher die superprovisorische Verfügung vom 
30. November 2015 (act. D.3) resp. 3. Dezember 2015 (act. D.6) modifiziert 
wurde, bereits nachgekommen wurde. Der entsprechende Antrag kann daher als 
erledigt betrachtet werden.

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2. Ob im Eheschutzverfahren vorsorgliche Massnahmen angeordnet werden 
können, ist umstritten (Heinz Hausheer/Regina E. Aebi-Müller/Thomas Geiser, 
Das Familienrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 5. Aufl., Bern 2014, S. 
139 Rz. 09.71; Kurt Siehr/Daniel Bähler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 
5a zu Art. 271 ZPO) und wurde vom Bundesgericht bisher offen gelassen (Urteile 
des Bundesgerichts 5A_212/2012 vom 15. August 2012 E. 2.2.2 und 
5A_870/2013 vom 28. Oktober 2014 E. 5). In der Lehre vertritt allerdings die 
überwiegende Mehrheit der Autoren – soweit sie sich zu dieser Frage äussern – 
die Auffassung, dass auch in einem Eheschutzverfahren zusätzlich selbständige 
vorsorgliche oder supersuperprovisorische Massnahmen zulässig sein sollen 
(Thomas Sutter-Somm/Yannick Jean Hostettler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 12b zu Art. 271 ZPO; Stefanie 
Pfänder Baumann, in: Brunner/Gasser/ Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 10 zu Art. 273 
ZPO; Ivo Schwander, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO Kommentar, 
2. Aufl., Zürich 2015, N 5 zu Art. 271 ZPO; Annette Spycher, in: Hausheer/Walter 
[Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 
2012, N 15 zu Art. 271 ZPO; Rolf Vetterli, in: Ingeborg Schwenzer [Hrsg.], 
FamKommentar Scheidung, Band II, 2. Aufl., Bern 2011, N 15 zu Art. 271 ZPO; 
Jann Six, Eheschutz, 2. Aufl., Bern 2014, S. 17 ff., der jedenfalls 
superprovisorische Massnahmen im Sinne von Art. 265 ZPO als Teil des 
Eheschutzverfahrens für zulässig erachtet). Mit Blick auf diese Lehrmeinungen 
scheint die Zulässigkeit von vorsorglichen bzw. superprovisorischen Massnahmen 
im Eheschutzverfahren denn auch nur im Zusammenhang mit sog. 
Leistungsmassnahmen (vorsorgliche bzw. superprovisorische Verpflichtung zur 
Zahlung von Unterhaltsbeiträgen) umstritten zu sein, was namentlich auf ein Urteil 
des Obergerichts des Kantons Zürich zurückzuführen ist (vgl. Urteil des 
Obergerichts des Kantons Zürich LE110069-O vom 8. Februar 2012). Im besagten 
Urteil begründet das Obergericht seine Auffassung damit, dass bei vorsorglichen 
Massnahmen die Leistung einer Geldzahlung nur in den vom Gesetz bestimmten 
Fällen zulässig sei (Art. 262 lit. e ZPO) und dass für Eheschutzmassnahmen eine 
solche Norm fehle. Es verweist auf die Botschaft zur ZPO, wonach die 
Verpflichtung zur vorläufigen Unterhaltszahlung im Vaterschaftsprozess, der mit 
einer Unterhaltsklage kombiniert wird (Art. 281 ff., Art. 283 aZGB; Art. 303 Abs. 2 
ZPO), ausdrücklich erwähnt wird, das Eheschutzverfahren jedoch unerwähnt 
bleibt (vgl. Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO] vom 28. Juni 

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2006, BBl 2006 S. 7355). Das Obergericht schliesst deshalb eine Gesetzeslücke 
aus und nimmt ein qualifiziertes Schweigen an. Ob diese Auffassung letztlich einer 
höchstrichterlichen Betrachtung standhält, ist zumindest fraglich, kann jedoch 
offen gelassen werden, da vorliegend eine derartige Leistungsmassnahme nicht 
zur Diskussion steht, sondern eine Sicherungsmassnahme Gegenstand des 
konkreten Verfahrens bildet. In Übereinstimmung mit den vorgenannten Autoren 
ist nach Auffassung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von 
Graubünden jedenfalls im Zusammenhang mit Regelungs- (z.B. die Regelung der 
Obhut bzw. des Besuchsrechts für die Dauer weiterer Abklärungen) und 
Sicherungsmassnahmen die Zulässigkeit von vorsorglichen bzw. 
superprovisorischen Massnahmen auch im Eheschutzverfahren zu bejahen (vgl. 
hierzu auch FamPra.ch 04/2012, S. 1091 ff.), soweit die Voraussetzungen von Art. 
261 ZPO gegeben sind. Damit wird auch dem Umstand Rechnung getragen, dass 
sich Eheschutzverfahren unbesehen ihres summarischen Charakters durchaus in 
die Länge ziehen können, die Klärung gewisser Fragen indessen keinen Aufschub 
zulässt.

3.a. Der Gesuchsgegner bestreitet in der vorliegenden Angelegenheit die 
sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zum Erlass von 
superprovisorischen bzw. vorsorglichen Massnahmen. Seines Erachtens fehle es 
diesbezüglich an einer von Amtes wegen zu prüfenden Prozessvoraussetzung 
(Art. 59 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 60 ZPO). Entsprechend stellt er den Antrag 
auf Feststellung der Nichtigkeit von Ziffer 1 der superprovisorischen Verfügung 
vom 30. November 2015 bzw. 3. Dezember 2015, eventualiter auf deren 
Aufhebung. Zur Begründung führt er aus, dass zum Zeitpunkt der Einreichung des 
Gesuchs um superprovisorische Massnahmen, d.h. am 27. November 2015, am 
Kantonsgericht von Graubünden kein Verfahren hängig gewesen sei. Zwar sei die 
Berufungsfrist gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Maloja 
vom 18. November 2015 noch gelaufen, eine Berufungsschrift sei jedoch am 27. 
November 2015 seitens der Gesuchstellerin (noch) nicht eingereicht worden. 
Damit sei der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja für provisorische und 
superprovisorische Verfügungen weiterhin und zumindest vorläufig zuständig 
geblieben, weshalb das Kantonsgericht von Graubünden auf das Gesuch vom 27. 
November 2015 gar nicht hätte eintreten dürfen. Es genüge selbstverständlich 
nicht, zu behaupten, eine Berufung werde später noch eingereicht werden. Damit 
könne keine sachliche Zuständigkeit einer zweiten Instanz begründet werden mit 
dem Ziel, superprovisorische Anordnungen zu erhalten. Würde anders 
entschieden, so hätte es jede Partei in der Hand, prozessuale Verfügungen 

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gerade an derjenigen Instanz zu erwirken, die ihr passend zu sein schiene. Das 
Rechtsmittelverfahren könnte somit durch solche Vorgehensweisen aus den 
Angeln gehoben werden. Zusammenfassend folge aus dem Vorstehenden, dass 
die superprovisorische Verfügung vom 30. November 2015 bzw. 3. Dezember 
2015 von einer unzuständigen Instanz erlassen worden sei, was wiederum deren 
Nichtigkeit zur Folge habe. Dem kann aus den nachfolgenden Gründen nicht 
gefolgt werden.

b. Gemäss Art. 60 ZPO prüft das Gericht von Amtes wegen die 
Prozessvoraussetzungen, zu denen insbesondere auch die sachliche 
Zuständigkeit des Gerichts gehört (Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO). 
Prozessvoraussetzung für das vorliegende Massnahmeverfahren ist unter 
anderem die sachliche bzw. funktionelle Zuständigkeit des Kantonsgerichts von 
Graubünden, welche ihrerseits davon abhängt, ob der angefochtene 
Eheschutzentscheid berufungsfähig ist. Gegen Entscheide des Einzelrichters in 
Zivilsachen zum Schutze der ehelichen Gemeinschaft kann gemäss Art. 308 Abs. 
1 lit. a ZPO in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 EGzZPO Berufung an das 
Kantonsgericht erhoben werden. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die 
Berufung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen 
Rechtsbegehren mindestens Fr. 10'000.-- beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Dies ist 
vorliegend in Anbetracht der strittigen Punkte (Unterhalt bzw. Nutzung der Erträge 
des Gesamtgutes, Anordnung der Gütertrennung, Anwaltskostenvorschuss) 
offensichtlich der Fall, sodass der angefochtene Eheschutzentscheid des 
Einzelrichters am Bezirksgericht Maloja vom 18. November 2015 einerseits dem 
Rechtsmittel der Berufung unterliegt und deren Beurteilung andererseits in die 
sachliche und funktionelle Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden 
fällt. Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche 
Berufungen auf dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer 
(Art. 6 lit. a der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 
173.100]). Für die Anordnung von vorsorglichen Massnahmen ist sodann die 
Kammervorsitzende zuständig (Art. 9 Abs. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes 
[GOG; BR 173.100], Art. 11 Abs. 1 KGV).

c. Mit ihrem Gesuch um Erlass vorsorglicher Sicherungsmassnahmen 
bezweckt die Gesuchstellerin, den Zustand, wie er im erstinstanzlichen Verfahren 
nach Erlass des superprovisorischen Entscheides vom 12. Oktober 2015 
bestanden hat, während der Dauer des Berufungsverfahrens aufrechtzuerhalten 
und dadurch zu verhindern, dass das eheliche Vermögen (Gesamtgut) vor dem 
Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides über die Anordnung der 

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Gütertrennung ohne ihre Zustimmung verändert wird. Im Ergebnis läuft ihr 
Begehren demnach auf einen Aufschub der Vollstreckbarkeit des erstinstanzlichen 
Entscheides, soweit damit die superprovisorisch angeordneten 
Verfügungsbeschränkungen wieder aufgehoben wurden, hinaus. Obschon es sich 
bei Eheschutzentscheiden um Endentscheide im Sinne von Art. 308 Abs. 1 lit. a 
ZPO handelt, fallen sie nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in den 
Anwendungsbereich von Art. 315 Abs. 4 lit. b und Art. 315 Abs. 5 ZPO, was 
bedeutet, dass der Berufung gegen erstinstanzliche Massnahmeentscheide ex 
lege keine aufschiebende Wirkung zukommt (BGE 137 III 475 E. 4.1 S. 477 f. = 
Pra 2012 Nr. 28; BGE 138 III 565 E. 4.3.1 S. 566; Urteil des Bundesgerichts 
5A_754/2013 vom 4. Februar 2014 E. 2.3; vgl. auch Peter Reetz/Sarah Hilber, in: 
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 53 zu Art. 315 ZPO). Mit 
anderen Worten sind die im angefochtenen Entscheid des Einzelrichters am 
Bezirksgericht Maloja angeordneten Massnahmen grundsätzlich auch während 
laufender Rechtmittelfrist vollstreckbar, wobei die Rechtsmittelinstanz die 
Vollstreckung vorsorglicher Massnahmen ausnahmsweise aufschieben kann, 
wenn der betroffenen Partei ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht 
(Art. 315 Abs. 5 ZPO). Zuständig für einen allfälligen Aufschub der 
Vollstreckbarkeit ist entgegen der Auffassung des Gesuchsgegners 
ausschliesslich das Kantonsgericht von Graubünden als Rechtsmittelinstanz und 
nicht der Vorderrichter. Fraglich ist allerdings, ob ein derartiges Gesuch um Erlass 
vorsorglicher bzw. superprovisorischer Massnahmen, wie vorliegend geschehen, 
bereits vor Einreichung der Berufung gestellt werden kann, was vom 
Gesuchsgegner bestritten wird. Die Frage, wie – wenn Vollstreckbarkeit nach den 
gesetzlichen Regeln gegeben ist – seitens der von der Vollstreckung bedrohten 
Partei in der "Latenzzeit" vorgegangen werden könne, wird von den Autoren 
Staehelin/Bachofner dahingehend beantwortet, dass die Rechtsmittelinstanz den 
Aufschub der Vollstreckbarkeit als vorsorgliche Massnahme sui generis bewilligen 
können soll, wobei sie sich sinngemäss auf Art. 263 ZPO beziehen. So soll die 
erstinstanzlich unterlegene und von einer allfälligen Zwangsvollstreckung bedrohte 
Partei den Aufschubsantrag schon vor Einreichen des eigentlichen Rechtsmittels 
einreichen können, wie dies bei vorsorglichen Massnahmen bereits vor 
Rechtshängigkeit des erstinstanzlichen Verfahrens möglich sei. Ein solches 
Begehren sei – wie jegliche vorsorgliche Massnahme – mit einer 
Nachteilsprognose sowie der herrschenden Dringlichkeit glaubhaft zu machen, 
was den Nachteilen für die obsiegende Partei gegenüberzustellen sei. Erforderlich 
sei auch die bei vorsorglichen Massnahmen zu stellende Hauptsachenprognose 

13 / 29

(Daniel Stahelin/Eva Bachofner, Vollstreckung im Niemandsland, 
Beschwerdefähige Entscheide zwischen Entscheideröffnung und Zustellung der 
schriftlichen Begründung, in Jusletter vom 16. April 2012). Anzumerken ist, dass 
sich die beiden Autoren in den zitierten Ausführungen einzig auf das Rechtsmittel 
der Beschwerde beziehen, welcher von Gesetzes wegen grundsätzlich keine 
aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 325 Abs. 1 ZPO). Nichtsdestotrotz dürften 
die entsprechenden Überlegungen tel quel auch in Fällen von berufungsfähigen 
Entscheiden Gültigkeit haben, wenn dem Rechtsmittel im konkreten Fall die 
aufschiebende Wirkung kraft Gesetzes ebenfalls entzogen ist (Art. 315 Abs. 4 lit. b 
ZPO). Der Einwand, dass die gesuchstellende Partei in einem solchen Fall noch 
gar kein Rechtsmittel eingereicht hat, was die Zuständigkeit der 
Rechtsmittelinstanz infrage stellen könnte, ist zwar grundsätzlich zutreffend, lässt 
sich aber mit Hinweis auf sonst bestehende Rechtsschutzlücken entkräften (vgl. 
Ingrid Jent-Sørensen, Resolutiv bedingte Vollstreckbarkeit und vorläufige 
Vollstreckung – Abwehr und Rückforderungsmöglichkeiten, in: SJZ 110/2014, S. 
61). Markus/Wuffli äussern sich kritisch hierzu, halten aber ebenfalls dafür, dass 
sich die fehlende Rechtshängigkeit der Hauptsache bei Gesuchstellung vor 
Einreichung des Rechtsmittels insofern relativiere, als immerhin eine 
«Rechtsmittelhängigkeit» zu erwarten sei. Diese begründe zwar keine 
Rechtshängigkeit im technischen Sinne, dürfte nach Meinung der Autoren aber für 
eine analoge Anwendung von Art. 263 ZPO ausreichend sein (Alexander R. 
Markus/Daniel Wuffli, Rechtskraft und Vollstreckbarkeit: zwei Begriffe, ein 
Konzept?, in: ZBJV 151/2015, S. 109 ff.).

d. Die zitierten Auffassungen vermögen im Ergebnis zu überzeugen, weshalb 
sich die Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
diesen insofern anschliesst, als sie es für zulässig erachtet, dass im Rahmen der 
Anfechtung von Eheschutzentscheiden bereits vor Einreichung der Berufung bei 
der Rechtsmittelinstanz ein Gesuch um Erlass von vorsorglichen bzw. 
superprovisorischen Massnahmen gestellt werden kann. Eine derartige 
Behandlung scheint auch mit Blick auf Art. 263 ZPO sachgerecht. Ist es nämlich – 
ihrer Natur und ihrem Zweck entsprechend – möglich, dass vorsorgliche 
Massnahmen bereits vor der Rechtshängigkeit des eigentlichen Prozesses 
beantragt werden können (Lucius Huber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ 
Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 
3. Aufl., Zürich 2016, N 1 zu Art. 263 ZPO), ist nicht einzusehen, weshalb die 
gleiche Möglichkeit des vorläufigen Rechtsschutzes einer erstinstanzlich 
unterlegenen Partei während laufender Rechtsmittelfrist verwehrt sein sollte. 

14 / 29

Anders zu entscheiden hätte zur Folge, dass sich die betreffende Partei in der Zeit 
zwischen Erlass des erstinstanzlichen Entscheids und Einreichung der Berufung 
sowie allfälliger Gewährung der aufschiebenden Wirkung durch die 
Rechtsmittelinstanz in einem Zustand der Rechtsunsicherheit befände und ohne 
jedwelche rechtliche Handhabe dem Risiko ausgesetzt wäre, ihres Anspruchs 
verlustig zu gehen. Dies kann nicht dem Willen des Gesetzgebers entsprechen. 
Aus den genannten Gründen ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von 
Graubünden als Berufungsinstanz zur Beurteilung über das von der 
Gesuchstellerin am 27. November 2015 eingereichte Gesuch entgegen der 
Auffassung des Gesuchsgegners gegeben. Mit Eingabe vom 3. Dezember 2015 
ist darüber hinaus die im Gesuch angekündigte Berufung erfolgt, womit die 
Rechtshängigkeit beim Kantonsgericht von Graubünden auch unter diesem 
Aspekt zu bejahen ist.

e. Problematisch erscheinen könnte im vorliegenden Fall, dass sich die am 3. 
Dezember 2015 eingereichte Berufung einzig gegen die im Zusammenhang mit 
der Gütertrennung, dem Unterhalt und dem Anwaltskostenvorschuss erfolgten 
Anordnungen richtet, wohingegen die Aufhebung der superprovisorisch 
angeordneten Verfügungsbeschränkungen gemäss Art. 178 ZGB (Ziffer 4 des 
Dispositivs des Entscheids des Einzelrichters am Bezirksgericht Maloja vom 18. 
November 2015) unangefochten blieb (vgl. ZK1 15 172, act. A.1). In diesem Punkt 
liegt demnach ein rechtskräftiger Entscheid des Vorderrichters vor und die 
(erneute) Anordnung einer Verfügungsbeschränkung im Sinne von Art. 178 ZGB 
durch das Berufungsgericht ist von vornherein ausgeschlossen. Dementsprechend 
ist es auch der Kammervorsitzenden verwehrt, eine derartige 
Verfügungsbeschränkung als vorsorgliche Massnahme für die Dauer des 
Berufungsverfahrens anzuordnen, zumal der Erlass vorsorglicher Massnahmen 
auf den Gegenstand des Berufungsverfahrens beschränkt ist und nur in Betracht 
kommt, soweit dies im Hinblick auf die noch strittigen Berufungsbegehren 
erforderlich ist. Gegeben ist die Zuständigkeit der Kammervorsitzenden mit 
anderen Worten nur für vorsorgliche Massnahmen, mit denen eine drohende 
Verletzung der Gegenstand des Berufungsverfahren bildenden Ansprüche 
abgewendet werden soll, nicht aber in Bereichen, die bereits rechtskräftig 
entschieden wurden. Bei näherer Betrachtung des vorliegend zu beurteilenden 
Gesuches zeigt sich nun allerdings, dass die Gesuchstellerin den beantragten 
Erlass vorsorglicher Sicherungsmassnahmen – dies im Gegensatz zum 
vorinstanzlichen Verfahren – nicht mehr mit Art. 178 ZGB begründet, sondern sie 
sich ausschliesslich auf Art. 261 ff. ZPO stützt. Dementsprechend sollen die 

15 / 29

beantragten Verfügungsbeschränkungen denn auch nur während der Dauer des 
Berufungsverfahrens Wirkung entfalten. Ihr Gesuch ist demnach nicht als 
Erneuerung der erstinstanzlich abgewiesenen Eheschutzmassnahme (Erlass einer 
Verfügungsbeschränkung für die weitere Dauer des Getrenntlebens) zu verstehen, 
sondern es bezweckt einzig die Aufrechterhaltung des bestehenden Zustandes 
(Erhaltung des Gesamtgutes) bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides 
über die Frage der Gütertrennung. Es geht mithin um eine Sicherungsmassnahme 
im Hinblick auf eine allfällige Fortführung der Gütergemeinschaft, wenn die 
Berufung der Gesuchstellerin gegen die Anordnung der Gütertrennung 
gutgeheissen werden sollte. Im Einklang damit werden im Gesuch unter 
Bezugnahme auf die Voraussetzungen von Art. 261 Abs. 1 lit. a und lit. b ZPO 
denn auch eine Verletzung resp. Gefährdung ihrer güterrechtlichen Ansprüche 
sowie das Drohen eines nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils geltend 
gemacht. Der Erlass einer solchen Sicherungsmassnahme – die gemäss Art. 262 
ZPO eben auch in der Anordnung einer Verfügungsbeschränkung bestehen kann 
– ist im vorliegenden Berufungsverfahren aber zweifelsohne zulässig. Dass die 
Aufhebung der erstinstanzlich angeordneten Verfügungsbeschränkung mit der 
Berufung nicht mehr angefochten wurde, ist im Übrigen damit erklärbar, dass bei 
Gutheissung der Berufung und damit einhergehender Weiterführung der 
Gütergemeinschaft gar kein Bedarf mehr für die Anordnung einer 
Verfügungsbeschränkung bestünde. Diesfalls wären ausserordentliche 
Verwaltungshandlungen nämlich von Gesetzes wegen nur mit Zustimmung der 
Gesuchstellerin möglich (Art. 228 ZGB) und diese wäre gemäss Ziffer C.2. des 
Ehe- und Erbvertrages (act. III.2) gegenüber Banken und anderen Dritten selber 
zum Vollzug der Gütergemeinschaft berechtigt. Entsprechende 
Sicherungsmassnahmen würden sich demzufolge erübrigen, weswegen eine 
separate Anfechtung derselben denn auch ohne weiteres unterbleiben konnte. 

f. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Vorsitzende der I. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden zum Erlass der 
superprovisorischen Verfügung vom 30. November 2015 bzw. 3. Dezember 2015 
sachlich zuständig war, sodass von der Nichtigkeit dieser Verfügung entgegen der 
Auffassung des Gesuchsgegners keine Rede sein. Ebenso fällt die Beurteilung 
der Weiterführung der angeordneten Massnahmen für die Dauer des 
Berufungsverfahrens (ZK1 15 172) in die Zuständigkeit der Kammervorsitzenden.

4.a. Der Gesuchsgegner ist der Ansicht, die superprovisorische Verfügung vom 
30. November 2015 resp. 3. Dezember 2015 sei gegenüber der B.1_____ bzw. 
der O.6_____ unwirksam. Das Kantonsgericht von Graubünden habe die 

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Verfügung vom 30. November 2015 korrigiert und von sich aus, d.h. ohne Antrag 
der Gesuchstellerin, eine Berichtigung im Sinne von Art. 334 ZPO vorgenommen, 
sodass nun auch die O.6_____ Adressatin der fraglichen superprovisorischen 
Verfügung sein soll. Indessen sei das Dispositiv der superprovisorischen 
Verfügung vom 30. November 2015 weder unklar noch widersprüchlich oder 
unvollständig gewesen. Es richte sich jedoch fälschlicherweise an die B.1_____ 
und nicht an die O.6_____. Im Gesuch vom 27. November 2015 habe die 
Gesuchstellerin ausdrücklich und nur die B.1_____ genannt, obwohl dem 
Publikum, aber insbesondere auch den Rechtsanwälten seit längerer Zeit bekannt 
gewesen sei, dass eine Vermögensübertragung stattgefunden habe, was den 
Kunden der Bank besonders angezeigt worden sei. Die von Amtes wegen 
vorgenommene Berichtigung beziehe sich somit auf einen Fehler, welchen die 
gesuchstellende Partei begangen habe und den sie bei gehöriger Aufmerksamkeit 
hätte verhindern können. Eine solche Fehlerberichtigung sei jedoch vom Wortlaut 
von Art. 334 ZPO nicht gedeckt und demgemäss unzulässig. Dies wiederum führe 
dazu, dass die superprovisorische Massnahme vom 3. Dezember 2015 
rückgängig gemacht werden müsse, indem das Kantonsgericht von Graubünden 
die O.6_____ benachrichtige, dass sie nicht Adressatin der (berichtigten) 
Verfügung betreffend superprovisorische Massnahme sei. Die Rügen des 
Gesuchsgegners gehen an der Sache vorbei.

b. Gemäss Art. 334 Abs. 1 ZPO nimmt das Gericht auf Gesuch einer Partei 
oder von Amtes wegen eine Erläuterung oder Berichtigung seines Entscheids vor, 
wenn das Dispositiv unklar, widersprüchlich oder unvollständig ist oder mit der 
Begründung im Widerspruch steht. Eine Berichtigung ist namentlich dann 
vorzunehmen, wenn im Urteilsdispositiv Irrtümer in den Parteibezeichnungen 
enthalten sind (Lorenz Droese, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 7 zu Art. 
334 ZPO; Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 7 zu Art. 334 ZPO). Die 
Gesuchstellerin bezeichnete in ihrem Gesuch vom 27. November 2015 die 
B.1_____ als Verfügungsadressatin, wie sie es bereits im erstinstanzlichen 
Verfahren getan hatte (vgl. act. I.2), wo weder der Gesuchsgegner noch die 
B.1_____ auf die Rechtsnachfolge hingewiesen haben. Auch im Nachgang zum 
Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht vom 12. Oktober 2015, mit 
welchem vom Gesuchsgegner gehaltene Vermögenswerte superprovisorisch 
sichergestellt wurden und welcher unter anderem ebenfalls der B.1_____ 

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zugestellt wurde (vgl. act. II.1), wurde von keiner Seite gegen die Aufführung der 
vermeintlich falschen Verfügungsadressatin opponiert. Erst nach Mitteilung der 
superprovisorischen Verfügung der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von 
Graubünden vom 30. November 2015 sah sich die B.1_____ veranlasst, das 
Gericht auf diesbezügliche Unklarheiten aufmerksam zu machen (vgl. Schreiben 
der B.1_____ vom 2. Dezember 2015, act. D.5), woraufhin mit Verfügung vom 3. 
Dezember 2015 die entsprechende Berichtigung in Bezug auf die 
Verfügungsadressatin vorgenommen wurde (act. D.6). Mit Blick auf den Sinn und 
Zweck der von der Gesuchstellerin beantragten Verfügungsbeschränkung ist ohne 
weiteres klar, dass sich sowohl deren Wille als auch der Wille des anordnenden 
Gerichts auf den aktuellen Rechtsträger der betreffenden Kontobeziehungen 
bezog. Damit ist die O.6_____ als Rechtsnachfolgerin vom Gesuch ebenso 
umfasst wie auch von der anschliessenden Verfügung vom 30. November 2015, 
was mit der Berichtigung vom 3. Dezember 2015 denn auch klargestellt wurde. 
Angesichts der lange Zeit stets unwidersprochen gebliebenen Bezeichnung der 
B.1_____ als Verfügungsadressatin mutet auch der nunmehr an die 
Gesuchstellerin gerichtete Vorwurf, wonach sich der Fehler bei gehöriger 
Aufmerksamkeit hätte verhindern lassen, äusserst seltsam an. Dementsprechend 
ist der Antrag des Gesuchsgegners, wonach das Kantonsgericht von Graubünden 
die O.6_____ zu benachrichtigen habe, dass sie nicht Adressatin der 
(berichtigten) Verfügung sei (Ziffer 3.b des Rechtsbegehrens), abzuweisen.

5.a. Gemäss Art. 261 Abs. 1 ZPO trifft das Gericht die notwendigen 
vorsorglichen Massnahmen, wenn die gesuchstellende Partei glaubhaft macht, 
dass (lit. a) ein ihr zustehender Anspruch verletzt ist oder eine Verletzung zu 
befürchten ist und (lit. b) ihr aus der Verletzung ein nicht leicht wieder 
gutzumachender Nachteil droht. Sowohl bei der Frage, ob ein Anspruch im 
Hauptprozess geschützt würde (Hauptsachenprognose), wie bei jener, ob eine 
Verletzung zu befürchten sei, als auch bei der Frage, ob daraus der 
gesuchstellenden Partei ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil drohe 
(Nachteilsprognose), handelt es sich um Prognosen, die naturgemäss mit 
Unsicherheiten behaftet sind (Thomas Sprecher, in: Spühler/Tenchio/Infanger 
[Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., 
Basel 2013, N 12 zu Art. 261 ZPO). Zum einen setzt die vorsorgliche Massnahme 
entsprechend ihrem Zweck einen zivilrechtlichen Anspruch der gesuchstellenden 
Partei voraus, für den sie vorläufigen Rechtsschutzes bedarf. Ein 
Verfügungsanspruch kann grundsätzlich jede subjektive Berechtigung des 
Zivilrechts sein, die auf eine positive oder negative Leistung (Tun, Unterlassen 

18 / 29

oder Dulden), Gestaltung und Feststellung gerichtet ist. Die gesuchstellende 
Partei muss ihren Verfügungsanspruch, die Begründetheit ihres materiellen 
Begehrens glaubhaft machen. Zum anderen hat die gesuchstellende Partei das 
Bedürfnis nach sofortigem Rechtsschutz, ein hinreichendes 
Rechtsschutzinteresse und mithin einen Verfügungsgrund darzulegen. Es ist 
glaubhaft zu machen, dass bei Zuwarten bis zum Entscheid im Hauptprozess 
durch eine bereits bestehende Verletzung oder eine Gefährdung des materiellen 
Anspruchs dieser so, wie er lautet, vereitelt würde oder seine gehörige 
Befriedigung wesentlich erschwert wäre, oder dass ihr ungeachtet der Möglichkeit 
nachträglichen Vollzugs ein nicht leicht zu ersetzender Schaden oder anderer 
Nachteil droht. Der Verfügungsgrund besteht mithin in einer Gefährdung der 
Rechtsstellung der gesuchstellenden Partei infolge der Prozessdauer (Sprecher, 
a.a.O., N 15 ff. zu Art. 261 ZPO mit Hinweisen; Lucius Huber, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 17 ff. zu Art. 261 ZPO). 
Letztlich bedarf es für die Anordnung vorsorglicher Massnahmen der Dringlichkeit, 
was im Gesetz zwar nicht explizit gesagt wird, sich aber indirekt aus Art. 265 ZPO 
ergibt, wo «besondere» Dringlichkeit verlangt wird. Dringlichkeit im relativen Sinn, 
die sich einzig an der Dauer des ordentlichen Verfahrens misst, genügt hierbei 
(Sprecher, a.a.O., N 39 zu Art. 261 ZPO). Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache 
nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts bereits dann, wenn für deren 
Vorhandensein gewisse Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der 
Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte (BGE 140 III 610 
E. 4.1 S. 613). Der Gesuchsgegner kann allerdings das Glaubhaftmachen des 
Gesuchstellers zerstören, indem er seinerseits glaubhaft macht, dass der 
Anspruch nicht besteht. Massgebend bleibt aber auch insoweit, ob sich der 
geltend gemachte Anspruch nach einer summarischen Prüfung der Tat- und 
Rechtsfragen gestützt auf die Vorbringen beider Parteien als aussichtslos erweist 
(Urteil des Bundesgerichts 4A_312/2009 vom 23. September 2009, E. 3.6.1 mit 
Hinweisen; Huber, a.a.O., N 25 zu Art. 261 ZPO). Das Gericht kann es mithin bei 
einer summarischen Prüfung der Rechtsfragen bewenden lassen (Johann 
Zürcher, in: Brunner/Gasser/Schwander, DIKE-Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 6 zu Art. 261 ZPO).

b. Vorauszuschicken ist, dass nach bereits erfolgtem Erlass von 
superprovisorischen Massnahmen im jetzigen Zeitpunkt nicht mehr zur Diskussion 
steht, ob die Voraussetzungen für deren Anordnung dannzumal gegeben waren; 
insofern ist der Gesuchsgegner nicht zu hören, wenn er in seiner Stellungnahme 

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eine besondere Dringlichkeit für den Erlass einer superprovisorischen Verfügung 
in Abrede stellt. Zu prüfen ist vorliegend einzig noch, ob für die Dauer des 
Berufungsverfahrens ein Sicherungs- bzw. Regelungsbedürfnis besteht, mithin ob 
die genannten Voraussetzungen von Art. 261 ZPO erfüllt sind. 

6.a. Die Gesuchstellerin erblickt die Grundlage ihrer Ansprüche einerseits im 
Ehe- und Erbvertrag vom 15. Dezember 2014 (Art. 221 ff. ZGB) und andererseits 
in der am 25. Dezember 2009 eingegangenen Ehe (Art. 159 ff. ZGB). Sie erachtet 
die Voraussetzungen zum Erlass von Sicherungsmassnahmen für gegeben und 
begründet diese zunächst mit der Widerrechtlichkeit der vom Vorderrichter 
angeordneten Gütertrennung. So rechtfertige dieser die Anordnung der 
Gütertrennung mit dem Hinweis darauf, dass den Parteien das Getrenntleben 
genehmigt worden sei und nur geringe Aussicht auf eine Wiedervereinigung der 
Ehegatten bestünde. Nach der klaren Rechtsprechung des Bundesgerichts dürfe 
im Eheschutzverfahren aber gerade auf diese Kriterien nicht abgestellt werden, 
zumal die Anordnung der Gütertrennung einen schweren Eingriff in den 
Güterstand darstelle. Dass sie sich im Vorfeld des Eheschutzverfahrens mit einer 
impertinent tiefen Abfindungssumme von Fr. 80'000.-- nicht einverstanden erklärt 
habe, dürfe im Rahmen der Beweisbeschränkung des Eheschutzverfahrens nicht 
als eine Gefährdung der wirtschaftlichen Interessen des Gesuchsgegners 
eingestuft werden, die allenfalls eine Anordnung der Gütertrennung rechtfertigen 
könnte. Diese Wirkung entfalte selbst eine Ansprache auf die Hälfte des 
Gesamtgutes nicht, die ihr der Vorderrichter in aktenwidriger Weise unterstelle. Im 
Rahmen des Eheschutzverfahrens habe sie tatsächlich unter dem Titel ihres 
Unterhaltsanspruchs eine hälftige Beteiligung an den Erträgen des Gesamtgutes 
geltend gemacht, nachdem der Gesuchsgegner ursprünglich nur zur Leistung 
eines Unterhalts von monatlich Fr. 4'200.-- bereit gewesen sei. Eine solche 
hälftige Beteiligung am Ertrag des Gesamtgutes stehe ihr von Gesetzes wegen zu; 
zufolge Fehlens eines eigenen Einkommens habe sie sodann auch Anspruch auf 
Unterhalt im Sinne von Art. 163 ZGB. Das blosse Geltendmachen von Unterhalts- 
oder gesetzlichen Ansprüchen auf Teilhabe an der Gesamtgutnutzung könne für 
sich keine Gefährdung der wirtschaftlichen Interessen des Gesuchsgegners 
darstellen, die unter der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts bereits im 
Eheschutzverfahren eine Anordnung der Gütertrennung rechtfertigen könnte.

b. Der von der Gesuchstellerin geltend gemachte Anspruch auf Weiterführung 
der Gütergemeinschaft während der Dauer der Trennung und damit auf 
Mitverwaltung/Mitbenützung des Gesamtgutes ist unter dem Aspekt der 
Hauptsachenprognose zu beurteilen. Dabei geht es um die Frage, ob ein 

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Anspruch im Hauptprozess geschützt würde. Wie bereits erwähnt, kann es das 
Gericht im vorsorglichen Massnahmeverfahren bei einer summarischen Prüfung 
der Rechtsfragen belassen (vgl. E. 5.b hiervor). Im vorliegenden Fall spricht die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung auf den ersten Blick für die Position der 
Gesuchstellerin. Demnach muss das Eheschutzgericht im Falle der begründeten 
Aufhebung des gemeinsamen Haushalts gemäss Art. 176 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB auf 
Begehren eines Ehegatten die Gütertrennung anordnen, wenn die Umstände es 
rechtfertigen. Dabei ist die Tatsache, dass eine Wiedervereinigung 
unwahrscheinlich erscheint, für sich allein kein Umstand, der die Anordnung der 
Gütertrennung rechtfertigt. Erforderlich sind vielmehr weitere, am Katalog von Art. 
175 ZGB orientierte Umstände, wobei das Kriterium der Gefährdung 
wirtschaftlicher Interessen im Vordergrund steht. Das Bundesgericht bezeichnete 
denn auch den Entscheid eines Obergerichts, der –  einer entsprechenden 
kantonalen Praxis folgend – einzig auf die fehlende Aussicht auf 
Wiedervereinigung der Parteien abgestellt hat, als willkürlich (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_945/2014 vom 26. Mai 2015 E. 7.2 mit Hinweisen). Im 
vorliegenden Fall fokussiert sich die vorinstanzliche Begründung im Wesentlichen 
auf die fehlende Aussicht auf Wiedervereinigung der Parteien sowie auf das 
Verhalten der Gesuchstellerin während des Prozesses, was von dieser im Lichte 
der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Recht kritisiert wird. Zu 
prüfen gewesen wären vielmehr weitere, am Katalog von Art. 175 ZGB orientierte 
Umstände, die eine Gütertrennung zu rechtfertigen vermocht hätten. Solche 
werden vom Gesuchsgegner im vorliegenden Verfahren nicht geltend gemacht, 
weshalb auf diesen Punkt erst im Hauptverfahren (ZK1 15 172) einzugehen sein 
wird. Als Zwischenfazit genügt an dieser Stelle die Feststellung, dass der geltend 
gemachte Anspruch der Gesuchstellerin jedenfalls nicht offensichtlich 
unbegründet ist, was zunächst einmal für die Erhaltung des bestehenden 
Zustands bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids hinsichtlich der 
Gütertrennung spricht. Dies gilt umso mehr, wenn man sich vergegenwärtigt, dass 
generell erhöhte Anforderungen an die Widerlegung der Glaubhaftmachung eines 
Anspruchs zu stellen sind, wenn die beantragte Massnahme auf die Erhaltung des 
bestehenden Zustands abzielt bzw. damit eine vorgezogene Vollstreckung 
verhindert werden soll (vgl. Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 12 50/51 vom 6. Dezember 2012 E. 4.c). Diesen erhöhten 
Anforderungen vermögen die Ausführungen des Gesuchsgegners in seiner 
Stellungnahme bei weitem nicht zu genügen.

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c. An dieser vorläufigen Einschätzung ändern auch die weiteren vom 
Gesuchsgegner vorgebrachten Argumente nichts. Irrelevant ist namentlich, welche 
Ansprüche die Gesuchstellerin bei Auflösung der Gütergemeinschaft wird geltend 
machen können, wehrt sich die Gesuchstellerin mit ihrer Berufung doch gerade 
gegen die Anordnung der Gütertrennung und will sie mit dem vorliegend zu 
beurteilenden Gesuch sicherstellen, dass das Gesamtgut im Hinblick auf ihre 
Ansprüche bei Fortführung der Gütergemeinschaft erhalten bleibt. Dass die 
Gesuchstellerin nach ihrem eigenen Zugeständnis keine nennenswerten 
Vermögensgegenstände in die Ehe eingebracht hat und somit kein Eigengut 
vorhanden ist, welches bei Auflösung der Gütergemeinschaft an sie zurückfällt 
(Art. 242 Abs. 1 ZGB), schliesst nicht zum vornherein aus, dass die 
Gütergemeinschaft während der zweijährigen Trennungsfrist gemäss Art. 114 
ZGB noch weiterzuführen ist und die Gesuchstellerin bis dahin am Nutzen und 
Ertrag des Gesamtgutes beteiligt bleibt. Im Übrigen lässt sich aus dem Fehlen von 
Eigengut keineswegs zwingend ableiten, dass der Gesuchstellerin in der späteren 
güterrechtlichen Auseinandersetzung keinerlei Ansprüche zustünden, wäre doch 
zumindest das nach Rücknahme des Eigengutes verbleibende Gesamtgut (wozu 
auch die Erträge des Eigengutes gehören) hälftig zu teilen (Art. 242 Abs. 2 ZGB). 
Dessen Höhe lässt sich mangels vollständiger Offenlegung der finanziellen 
Verhältnisse des Gesuchsgegners derzeit allerdings noch kaum abschätzen. Ihr 
angesichts dessen auch noch vorzuwerfen, sie habe nicht einmal einen vagen 
Versuch unternommen, ihre angeblichen Ansprüche gestützt auf die mit ihm 
geführte Ehe grössenordnungsmässig zu beziffern, ist schlechterdings nicht 
nachvollziehbar. Soweit der Gesuchsgegner des Weiteren dafür hält, dass 
keinerlei zu sichernde Ansprüche der Gesuchstellerin erbrechtlicher Natur 
bestünden, da es sich hierbei um blosse Anwartschaften handle, erweisen sich die 
entsprechenden Ausführungen ebenfalls als unbehelflich. Von erbrechtlichen 
Ansprüchen der Gesuchstellerin ist in ihrem Gesuch nämlich keine Rede. Sie hat 
einzig zwecks Glaubhaftmachung ihrer güterrechtlichen Ansprüche gemäss Art. 
221 ff. ZGB auf das mit "Ehe- und Erbvertrag" bezeichnete Vertragsdokument 
(act. III.2; IV.1) hingewiesen, ohne indessen auf die darin ebenfalls enthaltenen 
erbrechtlichen Vereinbarungen Bezug zu nehmen und aus diesen zu sichernde 
Ansprüche zu ihren Gunsten abzuleiten. Nicht von Belang ist schliesslich, ob für 
die Gesuchstellerin in Form der in gemeinschaftlichem Eigentum stehenden 
Wohnung in O.1_____ bereits eine genügende Sicherheit besteht und die seitens 
des Gesuchsgegners bestrittenen güterrechtlichen Ansprüche damit ausreichend 
gedeckt sind. Diese Frage stellt sich für die beantragte vorsorgliche Massnahme 
für die Dauer des Berufungsverfahrens nicht, da im Hinblick auf die – zumindest 

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vorübergehende – Fortführung der Gütergemeinschaft das Gesamtgut integral 
erhalten bleiben muss.

7.a. Die Gesuchstellerin erblickt die drohende Gefahr eines nicht leicht 
wiedergutzumachenden Nachteils im Wesentlichen in einer eigenmächtigen 
Veräusserung des Gesamtgutes durch den Gesuchsgegner, weil sie befürchtet, er 
könnte sämtliche im Gesamtgut der Parteien stehende Vermögenswerte ohne 
Möglichkeit der Nachverfolgung und der Vollstreckung ins Ausland transferieren. 
Sie geht davon aus, dass der Gesuchsgegner nach der erstinstanzlichen 
Anordnung der Gütertrennung und der Aufhebung der zunächst superprovisorisch 
verfügten Verfügungsbeschränkung nunmehr allein über das Aktienzertifikat der 
A._____ und damit über das Gesamtgut der Parteien verfügen und jederzeit deren 
Konto bei der B.2_____ zu ihrem Schaden auskehren könne.

b. Klarzustellen ist zunächst einmal, dass es sich bei der Anordnung der 
Gütertrennung um ein Gestaltungsurteil handelt, dessen rechtsgestaltende 
Wirkungen – nämlich die Auflösung des bisherigen Güterstandes, welche im Falle 
einer allgemeinen Gütergemeinschaft zu einer umfassenden Neuordnung des 
Vermögens der Ehegatten führt (Art. 242 ZGB) und mit einer grundlegenden 
Umgestaltung der bisherigen Verwaltungs- und Nutzungsordnung (Art. 227 f. 
ZGB) einhergeht – nicht bereits mit der Vollstreckbarkeit, sondern erst mit der 
Rechtskraft des Entscheides eintreten. Selbst nach rechtskräftiger Anordnung der 
Gütertrennung besteht sodann die gemeinsame Berechtigung der Ehegatten am 
Gesamtgut insofern weiter, als sie bis zum Abschluss der güterrechtlichen 
Auseinandersetzung eine Liquidationsgemeinschaft bilden, die nach wohl 
herrschender Lehre den für die Erbengemeinschaft geltenden Regeln untersteht 
(vgl. Heinz Hausheer/Ruth Reusser/Thomas Geiser, Berner Kommentar, Band II, 
Das Familienrecht, Bern 1996, N 28 ff. zu Art. 236 ZGB). Dies bedeutet, dass die 
Ehegatten das bisherige Gesamtgut grundsätzlich weiterhin nur gemeinsam 
nutzen und verwalten können, wobei die Art. 227 f. ZGB nach Auflösung des 
Güterstandes keine Anwendung mehr finden. Davon ausgenommen sind 
allerdings Vermögenswerte des Gesamtgutes, welche mit der Auflösung des 
Güterstandes nach Art. 242 Abs. 1 ZGB von Gesetzes wegen an einen Ehegatten 
zurückfallen, d.h. jene Vermögenswerte, die unter der Errungenschaftsbeteiligung 
dessen Eigengut wären. Dieser Rückfall hat dingliche Wirkung: der Übergang von 
Gesamteigentum ins Alleineigentum tritt mit der Auflösung des Güterstandes von 
Gesetzes wegen ein, ohne dass es hierfür einer Besitzübertragung, eines 
Grundbucheintrages oder einer Abtretung bedürfen würde (vgl. 
Hausheer/Reusser/Geiser, a.a.O., N 15 zu Art. 242 ZGB). Über das 

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zurückgefallene Eigengut kann der betreffende Ehegatte demnach bereits mit 
Auflösung des Güterstandes alleine verfügen. Dabei ist zu beachten, dass gemäss 
Art. 236 Abs. 2 ZGB bei gerichtlicher Anordnung der Gütertrennung die Auflösung 
des Güterstandes auf den Tag zurückbezogen wird, an dem das Begehren 
eingereicht worden ist. Geht man mit Hausheer/Reusser/Geiser davon aus, dass 
dieser Rückbezug nicht bloss die Berechnung der einzelnen güterrechtlichen 
Massen und Ansprüche betrifft, sondern der Rückbezug die Auflösung als solche 
umfassen muss, damit der mit der Gütertrennung verfolgte Schutz des 
Gesuchstellers auch effektiv erreicht wird, führt bereits das Begehren um 
Gütertrennung zur Auflösung des Güterstandes, welche vorerst allerdings noch 
bedingt ist: erst mit der rechtskräftigen Gutheissung des Begehrens steht fest, 
dass der Güterstand bereits mit dessen Einreichung aufgelöst worden ist und die 
Ehegatten während der Dauer des Verfahrens der Gütertrennung unterstanden 
haben. Verwaltungshandlungen, die während des Verfahrens nach den Regeln 
der Gütertrennung – aber in Verletzung jener der Gütergemeinschaft – nur von 
einem Ehegatten vorgenommen worden sind, verbleiben bis zum (rechtskräftigen) 
Abschluss des Verfahrens in der Schwebe (vgl. Hausheer/Reusser/Geiser, a.a.O., 
N 24 f. zu Art. 236 ZGB). Der in Art. 236 Abs. 2 ZGB vorgesehene Rückbezug hat 
mit anderen Worten zur Folge, dass ein Ehegatte schon während des Verfahrens, 
wenn auch erst bedingt über das bei Auflösung des Güterstandes an ihn 
zurückfallende Eigengut verfügen kann. Bei derartigen Verfügungen besteht zwar 
das Risiko einer Unwirksamkeit, wenn das Begehren auf Gütertrennung letztlich 
abgewiesen wird. Allerdings können im Verhältnis zu Dritten unter Umständen die 
sachenrechtlichen Regeln über den gutgläubigen Erwerb zum Tragen kommen 
(vgl. Hausheer/Reusser/Geiser, a.a.O., N 39 f. zu 236 ZGB). 

c. Bei der beschriebenen Rechtslage ist nicht auszuschliessen, dass der 
Gesuchsgegner von seiner (bedingten) Verfügungsberechtigung über das in die 
Ehe eingebrachte Vermögen Gebrauch macht und dadurch die Durchsetzung der 
Ansprüche, welche der Gesuchstellerin bei Fortbestand der Gütergemeinschaft 
zustehen, erschwert oder gar vereitelt werden könnte. Dies gilt umso mehr, als der 
Gesuchsgegner im externen Verhältnis bisher stets als allein 
Verfügungsberechtigter aufgetreten ist. Zwar besteht seinerseits entgegen der 
Behauptung der Gesuchstellerin offenbar keine Zeichnungsberechtigung für die 
A._____ Investment Corp. (vgl. act. C.7 und C.17). Nachdem er 
unbestrittenermassen deren Alleinaktionär ist und gemäss seinen eigenen 
Angaben fast sein gesamtes Vermögen über die A._____ angelegt hat, darf 
jedoch ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass er gegenüber den 

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Organen der A._____ instruktionsbefugt ist. Jedenfalls ist er aber in seiner 
Funktion als Darlehensgeber berechtigt, die Rückzahlung seines Guthabens von 
ca. 5'000'000.-- (vgl. act. III.8) zu verlangen, wobei aus den Akten hervorgeht, 
dass in den vergangenen Jahren nebst den regelmässigen Bezügen von 
monatlich Fr. 25‘650.-- auch immer wieder grössere Beträge zur Auszahlung 
gelangt sind (vgl. act. C.14). In seiner Stellungnahme stellt der Gesuchsgegner 
denn auch klar, dass er und nicht etwa beide Ehegatten zusammen für die 
A._____ die C._____ zur Vermögensverwaltung eingeschaltet und die TGB 
Treuhand AG für deren administrativen Belange beigezogen habe. Auch daraus 
erhellt, dass der Gesuchsgegner diesbezüglich die Aufträge erteilt hat und den 
genannten Firmen gegenüber im externen Verhältnis weiterhin allein 
weisungsbefugt ist. In Anbetracht dessen ist die Möglichkeit von für die 
Gesuchstellerin nachteiligen Transaktionen in der Tat nicht von der Hand zu 
weisen, wobei auch die Verschiebung von Vermögenswerten ins Ausland ohne 
Möglichkeit der Nachverfolgung aufgrund des beruflichen Hintergrunds des 
Gesuchsgegners, dessen ausgewiesener Kenntnisse im Finanzsektor und der 
bereits bestehenden Konstruktion der Vermögensanlage über eine in O.3_____ 
domizilierte Gesellschaft durchaus im Raum steht. 

d. Daran vermögen auch die weiteren Vorbringen des Gesuchsgegners nichts 
zu ändern. Zwar ist zutreffend, dass er in der Vergangenheit trotz der seit der 
Trennung bestehenden Möglichkeit nichts Derartiges unternommen hat. Immerhin 
hat er jedoch im Vorfeld des Eheschutzverfahrens eigenmächtig die gemeinsamen 
Konti bei der B.1_____ aufgehoben und die beiden Daueraufträge zulasten der 
A._____, mit denen die Konti bei der B.1_____ gespiesen wurden, auf ein 
persönliches Konto ändern lassen. Der Gesuchsgegner begründet diese 
Massnahme damit, dass die Gesuchstellerin in den Monaten August und 
September 2015 plötzlich und ohne Vorankündigung Barbezüge von rund Fr. 
6'400.-- getätigt und Überweisungen von ca. Fr. 5'200.-- veranlasst habe sowie 
ihre Kreditkarte mit Fr. 1'280.-- belastet worden sei, sie insgesamt somit Fr. 
12'844.58 für sich ausgegeben habe (vgl. act. III.13; C.11). Er habe zu jenem 
Zeitpunkt befürchten müssen, dass sie neben ihren heimlichen Barbezügen und 
Überweisungen weitere Mittel, soweit möglich, hinter seinem Rücken behändigen 
würde, was ihn dazu veranlasst habe, die beiden Konti zu saldieren, welche 
damals ein Guthaben von Fr. 1'555.66 bzw. Fr. 3'404.04 aufgewiesen hätten. Bei 
den gegebenen finanziellen Verhältnissen und auch mit Blick auf den 
erstinstanzlich zugesprochenen Unterhaltsbeitrag erscheinen die genannten 
Bezüge indessen keineswegs derart hoch, dass sich der Gesuchsgegner zu 

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derartigen Massnahmen hätte veranlasst sehen müssen. Lässt man die 
Zahlungen für die im 2016 geplanten Kurse über holotropes Atmen (total Fr. 
5‘169.95) ausser Betracht (solche hatte die Gesuchstellerin nach Darstellung des 
Gesuchsgegners auch schon während des Zusammenlebens besucht, so dass 
unter diesem Aspekt nicht von einer aussergewöhnlichen Ausgabe gesprochen 
werden kann), hat die Gesuchstellerin in den beiden zur Diskussion stehenden 
Monaten rund Fr. 7‘700.-- (d.h. Fr. 3‘850.-- pro Monat) für ihre persönlichen 
Bedürfnisse bezogen, wobei den Akten zu entnehmen ist, dass sie sich in dieser 
Zeit ferienhalber in Spanien aufgehalten hat (vgl. act. III.11 und III.21). Vergleicht 
man diese Ausgaben mit dem Betrag von Fr. 19‘000.--, der den Ehegatten nach 
Angaben des Gesuchsgegners für die Bestreitung ihres Lebensunterhaltes 
monatlich zur Verfügung stand, kann von übermässigen Bezügen der 
Gesuchstellerin keine Rede sein, zumal die Gesamtgutsnutzung mangels anderer 
Abrede im Ehevertrag beiden Ehegatten gleichermassen zusteht. Dies gilt selbst 
unter Berücksichtigung des Umstandes, dass der Gesuchsgegner in dieser Zeit 
zusätzlich für den Mietzins der Wohnung der Gesuchstellerin aufgekommen ist. 
Dass die Gesuchstellerin einen hinreichenden Anlass zur Saldierung der 
gemeinsamen Konti gegeben hätte, ist daher nicht ersichtlich. Ins Gewicht fällt 
sodann, dass der Gesuchsgegner der Gesuchstellerin dadurch nicht bloss den 
Zugang zu den relativ bescheidenen Guthaben auf den fraglichen Konti 
verunmöglicht hat, sondern er sie damit – abgesehen von dem nach eigenem 
Ermessen bestimmten Unterhaltsbeitrag – vollständig von der weiteren Nutzung 
der monatlich zufliessenden Mittel des Gesamtgutes ausgeschlossen hat. Dieses 
die Rechte der Gesuchstellerin verletzende Vorgehen während bestehender 
Gütergemeinschaft und noch vor Einreichung eines Begehrens um Gütertrennung 
ist als Indiz für die Gefahr weiterer eigenmächtiger Transaktionen zu werten, 
welche eine auf die Dauer des Rechtsmittelverfahrens beschränkte Sicherung des 
Gesamtgutes rechtfertigt. Dass der Gesuchsgegner eigener Aussage nach keine 
Veranlassung sieht, im Rahmen der gegenwärtigen eheschutzrechtlichen 
Auseinandersetzung Änderungen mit Bezug auf die Vermögensverwaltung 
durchzuführen, und betont, alles beim Alten belassen zu wollen, kann bei dieser 
Ausgangslage nicht genügen und vermag das Bedürfnis der Gesuchstellerin nach 
sofortigem (vorsorglichem) Rechtsschutz nicht in Frage zu stellen. Die drohende 
Gefahr eines nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils ist damit in 
ausreichender Weise glaubhaft gemacht.

8.a. In der Praxis des Bundesgerichts wird dem Verhältnismässigkeitsprinzip 
gerade bei vorsorglichen Massnahmen wegen ihrer provisorischen Basis ein 

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besonderer Stellenwert eingeräumt. Die Gerichte haben vor der Anordnung von 
Massnahmen eine Interessenabwägung vorzunehmen. Das Bundesgericht 
verlangt neben Glaubhaftmachung und summarischer Rechtsprüfung eine 
Betrachtung der Nachteile, welche sich bei den Varianten Anordnung oder 
Nichtanordnung für die jeweils betroffene Partei ergeben. Das Gericht habe dabei 
namentlich das mutmassliche Recht des Gesuchstellers und die (möglicherweise 
unwiederbringlichen) Nachteile der Gegenseite abzuwägen (Zürcher, a.a.O., N 28 
zu Art. 261 ZPO; Huber, a.a.O., N 23 zu Art. 261 ZPO). 

b. Dem Verhältnismässigkeitsprinzip wird mit der Bestätigung der 
superprovisorisch angeordneten Massnahmen in ausreichender Weise Rechnung 
getragen, wiegen die möglichen Nachteile der Gesuchstellerin bei deren 
Nichtanordnung doch offensichtlich erheblich schwerer, als dies bei Anordnung 
derselben für den Gesuchgegner der Fall ist. Dies gilt vorliegend umso mehr, als 
ihm bis zum rechtskräftigen Entscheid über die Anordnung der Gütertrennung 
ohnehin nur eine bedingte Verfügungsbefugnis zukommt. Darüber hinaus blieb die 
ordentliche Vermögensverwaltung – worunter den Ausführungen der 
Gesuchstellerin zufolge auch die Bewirtschaftung des Gesamtgutes im Rahmen 
der biserigen Anlagepolitik zu verstehen ist – von Beginn weg von der Sperre 
ausgenommen und die für den Lebensunterhalt notwendigen Mittel wurden in 
Konkretisierung dieses Vorbehalts bereits freigegeben. Und schliesslich bleiben 
mit Zustimmung der Gesuchstellerin auch weiterhin alle Verwaltungshandlungen 
möglich; bei unbegründeter Weigerung derselben kann die Zustimmung des 
Gerichts eingeholt werden. Damit sind sämtliche Voraussetzungen für den Erlass 
vorsorglicher Massnahmen bzw. die Bestätigung der superprovisorischen 
Massnahmen erfüllt. Dem Gesuch ist somit stattzugeben und die mittels 
superprovisorischer Verfügung vom 30. November 2015 bzw. 3. Dezember 2015 
sowie präzisierender Verfügung vom 18. Dezember 2015 angeordneten 
Massnahme bleiben bis auf weiteres bestehen.

c. Soweit sich der Gesuchsgegner im Zusammenhang mit der 
Verhältnismässigkeit wiederholt auf das seiner Ansicht nach unklare Begehren der 
Gesuchstellerin beruft, so ist darauf hinzuweisen, dass diesen Umständen bereits 
mit der Anpassung der superprovisorischen Verfügung vom 30. November 2015 
resp. 3. Dezember 2015 bzw. mit deren Präzisierung Rechnung getragen wurde 
(vgl. Verfügung vom 18. Dezember 2015, act. D.11). Darauf ist unter dem Aspekt 
der Verhältnismässigkeit nicht mehr zurückzukommen. Im Übrigen wurde 
gegenüber der B.2_____ auf deren Anfrage mit Schreiben vom 3. Februar 2016 
(act. D.15) klargestellt, dass die angeordnete Verfügungsbeschränkung nur 

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Vermögenswerte betrifft, welche direkt oder indirekt im Eigentum des 
Gesuchsgegners stehen, und ihr deshalb nur Kontobeziehungen unterstehen, an 
denen der Gesuchsgegner wirtschaftlich berechtigt ist, während auf Dritte 
lautende Kontobeziehungen, bei denen er nur zeichnungsberechtigt ist und 
seinerseits keine wirtschaftliche Berechtigung besteht, davon nicht erfasst werden. 
Damit ist auch dem Einwand einer zu weit gefassten Verfügungssperre bzw. einer 
zu unbestimmten Bezeichnung der betroffenen Konti der Boden entzogen.  

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Prozesskosten, bestehend 
aus den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), dem 
unterliegenden Gesuchsgegner auferlegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die 
Gerichtskosten werden auf Fr. 2‘500.-- festgesetzt (vgl. Art. 13a der Verordnung 
über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]). Mangels 
Einreichung einer Honorarnote wird die Parteientschädigung der anwaltlich 
vertretenen Gesuchstellerin nach richterlichem Ermessen festgelegt. In Anbetracht 
der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen, dem aus den Akten hervorgehenden 
Aufwand und mit Blick auf die seitens des Gesuchsgegners eingereichte 
Honorarnote (act. C.24) erscheint auf der Grundlage eines Stundenansatzes von 
Fr. 240.--, wie er gestützt auf Art. 3 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung 
des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) bei 
Fehlen einer Honorarvereinbarung praxisgemäss zur Anwendung gelangt, eine 
aussergerichtliche Entschädigung in Höhe von Fr. 4‘000.-- (inkl. Spesen und 
MWST) als angemessen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Das Gesuch vom 27. November 2015 wird in Bestätigung der 
superprovisorischen Verfügung vom 30. November 2015 resp. 3. Dezember 
2015 sowie der mit Verfügung vom 18. Dezember 2015 erfolgten 
Präzisierung gutgeheissen. Damit bleiben die folgenden Anordnungen bis 
auf weiteres bestehen:

"1. Die B.1_____ und/oder die O.6_____, O.4_____, die B.2_____, 
O.4_____, die C._____, O.4_____, und die D._____, O.6_____, 
werden angewiesen, dass über die von Y._____ in eigenem Namen, 
im Namen beider Parteien oder im Namen Dritter, insbesondere der 
A._____, O.3_____, bei den genannten Banken hinterlegten 
Vermögenswerte nur mit der vorgängigen, schriftlichen Zustimmung 
von X._____ verfügt werden darf, sofern Verfügungen über dieses 
Vermögen ausserhalb der ordentliche Vermögensverwaltung stehen.

2.a) Die B.2_____ wird ermächtigt, die bestehenden Daueraufträge in Höhe 
von CHF 15'000.00 und CHF 10'650.00 zulasten des Kontos Nr. 0160-
667649-21, lautend auf A._____., und zugunsten der Konti Nr. _____ 
und Nr. _____ bei der O.6_____, lautend auf Y._____, bis auf weiteres 
auszuführen.

   b) Die O.6_____ wird ermächtigt, die bestehenden Daueraufträge und 
Belastungen gemäss Lastschriftenverfahren zulasten der bei ihr 
geführten Konti Nr. _____ und Nr. _____, lautend auf Y._____, bis auf 
weiteres auszuführen.

   c) Die O.6_____ wird ermächtigt, von Y._____ zulasten der bei ihr 
geführten Konti Nr. _____ und Nr. _____ erteilte Aufträge zur 
Überweisung von Unterhaltsbeiträgen in Höhe von monatlich CHF 
9'400.00 an X._____ bis auf weiteres auszuführen. 

   d) Nach Ausführung der monatlichen Überweisung an X._____ gemäss 
lit. c hiervor ist Y._____ berechtigt, über die beiden Konti Nr. _____ 
und Nr. _____ bei der O.6_____ bis zu einem Betrage von monatlich 
CHF 15'000.00 resp. CHF 10'650.00 (jeweils Gesamtbetrag aller 
Belastungen einschliesslich jener gemäss lit. b und c hiervor) alleine zu 
verfügen."

2. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens von Fr. 2‘500.-- gehen zu Lasten 
von Y._____ und werden mit dem von X._____ geleisteten 
Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 1'500.-- verrechnet. Der Restbetrag von 
Fr. 1‘000.-- wird Y._____ in Rechnung gestellt, der zudem verpflichtet wird, 
X._____ den Betrag von Fr. 1‘500.-- zu ersetzen.

3. Y._____ hat X._____ für das vorliegende Verfahren mit Fr. 4‘000.-- (inkl. 
Spesen und MWSt) aussergerichtlich zu entschädigen.

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4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens Fr. 30'000.-- betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: