# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef0a0dc5-3a89-5946-9ad2-d37bf2f572e9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 06.01.2021 BV 2019/11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_BV-2019-11_2021-01-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BV 2019/11

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: BV - berufliche Vorsorge

Publikationsdatum: 11.08.2021

Entscheiddatum: 06.01.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 06.01.2021
Art. 10, Art. 23 BVG und Art. 26 Abs. 4 BVG. Rückgriff einer 
vorleistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung. Anspruch auf eine 
Invalidenrente. Bestimmung der leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung. 
Die andauernde mindestens 20%ige Arbeitsunfähigkeit des Versicherten ist 
nicht in einem Zeitraum eingetreten, in dem eine Versicherungsdeckung bei 
einer der Beklagten bestand. Die Klägerin ist folglich gegenüber keiner der 
Beklagten zum Rückgriff berechtigt (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 6. Januar 2021, BV 2019/11).

Entscheid vom 6. Januar 2021

Besetzung

Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Joachim Huber, Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

BV 2019/11

Parteien

N.___,

Klägerin,

gegen

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1.    Asga Pensionskasse Genossenschaft, Rosenbergstrasse 16, Postfach, 9001 St. 

Gallen, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Isabelle Vetter-Schreiber, Hubatka 

Müller Vetter Rechtsanwälte, Seestrasse 6, Postfach, 8027 Zürich,

2.    BVG-Sammelstiftung Swiss Life, c/o Swiss Life AG, General-Guisan-Quai 40, 

Postfach, 8022 Zürich,

3.    Basler Leben AG, Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel, vertreten durch 

Rechtsanwältin Dr. iur. Isabelle Vetter-Schreiber, Hubatka Müller Vetter Rechtsanwälte, 

Seestrasse 6, Postfach, 8027 Zürich,

Beklagte,

am Verfahren beteiligt

A.___

Beigeladener,

Gegenstand

Forderung aus Regress (Vorleistung für A.___)

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 21. Juni 2002 zur Berufsberatung bei der IV-Stelle des 

Kantons B.___ an (Datum Posteingang). Damals war er für die C.___ AG als Magaziner 

tätig (IV-act. 1). Der behandelnde Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Medizin 

berichtete am 12. August 2002, der Versicherte leide an einem MELAS-Syndrom (IV-

act. 7-5; siehe hierzu auch den ausführlichen Bericht von Prof. Dr. med. E.___, Facharzt 

für Neurologie vom 4. Juli 2002, IV-act. 7-12 ff.). Die C.___ AG gab der IV-Stelle am 

28. August 2002 zur Auskunft, dass der Versicherte, nachdem er vom 26. März bis 

A.a. 

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7. Juni 2002 zu 100% und vom 10. Juni bis 28. Juni 2002 zu 50% arbeitsunfähig 

gewesen war, seit 1. Juli 2002 wieder voll arbeite und die entsprechende Leistung 

erbringe (IV-act. 8). Mit Verfügung vom 14. Oktober 2002 wies die IV-Stelle des 

Kantons B.___ das Gesuch des Versicherten um berufliche Massnahmen ab, da er in 

seiner bisherigen Tätigkeit als Lagerist wieder voll arbeitsfähig sei (IV-act. 14).

Seit dem 24. März 2005 (IV-act. 27-1) bzw. 1. April 2005 (IV-act. 31-4) arbeitete 

der Versicherte als Lagerist bei der F.___ AG (deren Rechtsnachfolgerin die am 

___2012 [Datum Tagebucheintrag] gegründete F.___ AG ist), und war bei der BVG-

Stiftung der G.___ AG vorsorgeversichert (act. G 1, S. 6 unten). Auf Gesuch des 

Versicherten vom 18. September 2006 hin (IV-act. 18) erteilte die IV-Stelle eine 

Kostengutsprache für zwei Hörgeräte (IV-act. 26).

A.b. 

Die F.___ AG wurde per 1. Dezember 2012 von der O.___ übernommen (bis zur 

Löschung im Handelsregister am ___2016 [Datum Tagebucheintrag] bestand die 

F.___ AG noch fort). Die Angestellten der O.___ waren und sind bei der N.___ 

vorsorgeversichert (act. G 1, S. 7). Diese übernahm auf den 1. Januar 2014 das 

Vorsorgevermögen und die Vorsorgeverpflichtungen der BVG-Stiftung der G.___ AG 

(Übernahmevereinbarung vom 18./23. Juli 2014, act. G 1.10). Im Übernahmevertrag 

wurde u.a. vereinbart, dass die BVG-Stiftung der G.___ AG Vorsorgefälle von 

Arbeitnehmenden der F.___ AG, «welche nach dem 31. Dezember 2013 gemeldet 

werden, deren Ursache aber vor dem 1. Januar 2014 liegt, übernimmt». In der Folge 

wurde die BVG-Stiftung der G.___ AG aufgelöst. Deren Rentner und (für die Zeit bis 

31. Dezember 2013) deren Versicherten schlossen sich als H.___ AG der Asga 

Pensionskasse Genossenschaft, St. Gallen, an (act. G 1.11, S. 2).

A.c. 

Die F.___ AG meldete den Versicherten am 30. September 2014 zur Früherfassung 

bei der IV-Stelle des Kantons B.___ an. Sie brachte vor, er leide an einem MELAS-

Syndrom, einer Schwerhörigkeit und einer Epilepsie. Die Arbeitsunfähigkeit sei im Jahr 

2009 eingetreten. Der Versicherte arbeite als Logistikmitarbeiter in einem 100%igen 

Pensum, erbringe «aktuell» aber nur eine hälftige Leistung. Die Hälfte des ausbezahlten 

Lohns stelle Soziallohn dar (IV-act. 27; vgl. auch den am 20. November 2014 von der 

Arbeitgeberin ausgefüllten Fragebogen, IV-act. 37). Der Versicherte meldete sich am 

24. Oktober 2014 (Datum Dokumenteingang) bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an 

A.d. 

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(IV-act. 31). Die seit Mai 2011 behandelnde Dr. med. I.___, Fachärztin für 

Allgemeinmedizin führte im Bericht vom 13. November 2014 aus, der Versicherte leide 

seit Geburt an einer mitochondrialen Zytopathie mit/bei: MELAS-Syndrom; bilateraler 

vestibulo-cochleärer Funktionsstörung (Hörgeräteversorgung Stufe 3 beidseits); 

Kleinwuchs und psychomotorischer Retardation; Kardiopathie mit konzentrischer 

Hypertrophie und normaler systolischer Funktion. Der Verlauf sei stabil. Der Versicherte 

sei «sicher gut arbeitsfähig». Dr. I.___ verneinte das Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit 

(IV-act. 35; zur ausführlichen Darstellung der gesundheitlichen Leiden siehe den Bericht 

der Klinik für Neurologie am Universitätsspital B.___ vom 5. Juli 2012, IV-act. 35-6 ff.).

Der Versicherte meldete sich am 3. Dezember 2014 bei der IV-Stelle zum Bezug 

eines Hilfsmittels (Hörgeräte) an (IV-act. 40).

A.e. 

Am 16. Dezember 2014 orientierte die Arbeitgeberin die IV-Stelle des Kantons 

B.___ darüber, «es werde von der Geschäftsleitung Druck gemacht, dass eine 

Teilberentung geprüft» werde. Sie bitte darum, dass das Dossier schnellstmöglich 

bearbeitet werde, damit es nicht zu einer Entlassung komme (IV-act. 41).

A.f. 

Dr. med. J.___, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkunde berichtete am 26. Januar 

2015 (Datum Posteingang), die ärztliche Untersuchung des Versicherten habe eine an 

Taubheit grenzende Schwerhörigkeit gezeigt. Verglichen mit der Hörgeräteversorgung 

von 2007 zeige sich eine dramatische Verschlechterung des Gehörs (IV-act. 48). Die IV-

Stelle des Kantons B.___ erteilte daraufhin eine Gutsprache für eine 

Hörgerätepauschale (Mitteilung vom 3. März 2015, IV-act. 49).

A.g. 

Mit Verfügung vom 22. Juni 2015 sprach die IV-Stelle des Kantons B.___ dem 

Versicherten eine halbe Rente ab April 2015 zu. Bei der Ermittlung des Rentenbetrags 

ging sie von einem Arbeitsunfähigkeitsbeginn im Jahr 2009 aus (IV-act. 58). Am 17. Mai 

2017 ersuchte der Versicherte aufgrund stark progredienter kognitiver und 

intellektueller Einbussen um Ausrichtung einer ganzen Rente (IV-act. 70). Die IV-Stelle 

des Kantons B.___ wies das Rentenerhöhungsgesuch mit Verfügung vom 23. April 

2018 ab (IV-act. 96). Das Sozialversicherungsgericht des Kantons B.___ hiess die 

dagegen vom Versicherten erhobene Beschwerde vom 25. Mai 2018 (IV-act. 97-3 ff.) 

gut und sprach ihm ab Mai 2017 eine ganze Invalidenrente zu (Urteil vom 

A.h. 

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B.  

18. September 2018, IV.2018.00499, IV-act. 102; siehe auch die Verfügung der IV-

Stelle des Kantons B.___ vom 22. Juni 2015, IV-act. 112).

Seit dem 1. Mai 2019 erbrachte die N.___ Vorleistungen an den Versicherten in 

Form einer monatlichen Invalidenrente von Fr. 894.-- (act. G 1, S. 3).

A.i. 

Am 28. August 2019 erhob die N.___ Klage gegen die Asga Pensionskasse 

Genossenschaft (Beklagte 1), die Swiss Life AG und die Basler Leben AG (Beklagte 3). 

Sie stellte folgende Anträge: 1. Die Beklagte 1 oder die Swiss Life AG sei im Sinn von 

Art. 23 BVG für die Leistungsausrichtung nach BVG als zuständig zu erklären. 2. Die 

Beklagte 1 oder die Swiss Life AG sei zu verpflichten, A.___ ab reglementarischem 

Rentenbeginn die gemäss Reglement zu leistende Invalidenrente der beruflichen 

Vorsorge auszurichten. 3. Die Beklagte 1 oder die Swiss Life AG sei zu verpflichten, ihr 

(der Klägerin) die an A.___ erbrachten Vorleistungen in der Höhe von Fr. 894.-- pro 

Monat ab 1. Mai 2019 zuzüglich Verzugszins von 5% ab Klageerhebung 

zurückzuerstatten. 4. Eventualiter sei die Beklagte 3 für die Leistungsausrichtung nach 

BVG als zuständig zu erklären und zu verpflichten, A.___ ab reglementarischem 

Rentenbeginn die gemäss Reglement zu leistenden Invalidenrenten der beruflichen 

Vorsorge auszurichten sowie ihr (der Klägerin) die an A.___ erbrachten Vorleistungen in 

der Höhe von Fr. 894.-- pro Monat ab 1. Mai 2019 zuzüglich Verzugszins von 5% ab 

Klageerhebung zurückzuerstatten; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. In 

verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte die Klägerin u.a., es sei der 

Rückversicherungsvertrag zwischen der Beklagten 3 und der BVG-Stiftung der G.___ 

AG (bzw. deren Rechtsnachfolgerin) einzuholen. Zur Begründung brachte die Klägerin 

im Wesentlichen vor, A.___ sei seit 2009 zu 50% in seiner Arbeitsfähigkeit 

beeinträchtigt. Im Jahr 2009 sei er bei der G.___ AG angestellt und bei der BVG-

Stiftung der G.___ AG vorsorgeversichert gewesen. Gestützt auf den 

Übernahmevertrag vom 23. Juli 2014 sei für die Leistungsausrichtung die Beklagte 1 

zuständig. Würde das Versicherungsgericht zum Schluss kommen, dass A.___ bereits 

seit dem Jahr 2002 mehr als 20% in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei 

und er trotz der Tätigkeiten bei der C.___ AG und der F.___ AG nie mehr eine 80%ige 

Arbeitsfähigkeit erreicht habe, sei die Swiss Life AG für die Leistungsausrichtung 

B.a. 

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zuständig. Die Beklagte 3 sei die Rückversicherung der Rechtsvorgängerin der 

Beklagten 1. Ihr (der Klägerin) sei nicht bekannt, wer im Leistungsfall für die 

Ausrichtung der Leistungen zuständig gewesen sei. «Richtet(e) die Beklagte 1 (bzw. 

ihre Vorgängerin, die BVG-Stiftung der G.___ AG) ihre Leistungen selber aus oder 

erfolgte die Abwicklung und Auszahlung der Invalidenleistungen von am 31.12.2013 

pendenten IV-Fällen durch den Rückversicherer und damit die Beklagte 3? Zur Klärung 

dieser Frage stellt die Klägerin den prozessualen Antrag 3 (Einholen der damals 

gültigen Rückversicherungsverträge) » (act. G 1).

Die BVG-Sammelstiftung Swiss Life, Zürich (nachfolgend: Beklagte 2), beantragte 

in der Klageantwort vom 24. September 2019, die Klageanträge Ziff. 1, 2 und 3 seien 

hinsichtlich der ihr gegenüber behaupteten Leistungspflicht vollumfänglich abzuweisen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Sie wies darauf hin, dass die strittige Frage 

der leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung sich auf sie (die Beklagte 2) beziehe, da 

A.___ im Rahmen seiner Tätigkeit bei der C.___ AG vom 1. Februar 2000 bis zum 

31. Mai 2003 bei ihr vorsorgeversichert gewesen sei. Sie (die Beklagte 2), für welche 

die Swiss Life AG als Geschäftsführerin fungiere, nehme daher die Klage als 

passivlegitimierte Partei entgegen. Die Beklagte 2 vertrat den Standpunkt, dass A.___ 

in der Zeitspanne vom 1. Juli 2002 bis zum 31. Dezember 2008, mithin während 

sechseinhalb Jahren, über eine volle Arbeitsfähigkeit verfügt habe. Damit sei ein 

zeitlicher Zusammenhang zwischen der im März 2002 erstmals eingetretenen 

Arbeitsunfähigkeit von A.___ und der seit 2010 bestehenden Invalidität unterbrochen. 

Eine Leistungspflicht gegenüber ihr (der Beklagten 2) bestehe folglich nicht, da das 

Vorsorgeverhältnis bei ihr vom 1. Februar 2000 bis zum 31. Mai 2003 gedauert habe 

(act. G 4).

B.b. 

In der gemeinsamen Klageantwort vom 28. November 2019 beantragten die 

Beklagte 1 und die Beklagte 3, die gegen sie erhobenen Klagen seien vollumfänglich 

abzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Beklagte 1 bestritt, dass die 

beim Anschluss der H.___ AG pendenten und latenten Versicherungsfälle von ihr 

übernommen worden seien. Die Beklagte 3 machte geltend, dass sie als 

Rückversicherer im vorliegenden Prozess nicht passivlegitimiert sei. Eine 

vorleistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung habe lediglich ein Rückgriffsrecht auf die 

«leistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung», nicht aber auf einen allfälligen 

B.c. 

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Rückversicherer. Da A.___ gar keine direkten Ansprüche gegen den Rückversicherer 

habe, könne die vorleistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung auch keine 

Regressforderung gegen den Rückversicherer geltend machen. Die Klage gegen sie 

(die Beklagte 3) sei daher bereits aus diesem Grund abzuweisen. Unter diesen 

Umständen sei auch der verfahrensrechtliche Antrag der Klägerin auf Einholung des 

Rückversicherungsvertrags abzuweisen. Die Beklagten 1 und 3 vertraten den 

Standpunkt, dass bis Ende 2013 keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden sei. Die 

damaligen Arztberichte würden einen stabilen Verlauf und eine gute Arbeitsfähigkeit 

attestieren. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit bereits vor 2014 vorgelegen habe (act. G 10).

Die Klägerin räumte in der Replik vom 12. März 2020 ein, insoweit die Beklagte 1 

darauf hinweise, dass sie (die Klägerin) die Leistung an den Versicherten nicht 

beantragen könne, sei ihr beizupflichten. Im Übrigen hielt sie an den Klageanträgen fest 

und beantragte zusätzlich: 1. Es sei der Übernahmevertrag zwischen der Beklagten 1 

und der BVG-Stiftung der G.___ AG als Beweismittel bei der Beklagten 1 einzuholen 

und 2. Es seien die medizinischen Akten bei Dr. I.___ einzuholen. Sie wies darauf hin, 

dass in der Übernahmevereinbarung zwischen der BVG-Stiftung der G.___ AG und der 

N.___ geregelt sei, dass die pendenten und latenten Vorsorgeansprüche von der 

übertragenden Stiftung zu übernehmen seien: Der BVG-Stiftung der G.___ AG bzw. der 

Rechtsnachfolgerin, der Beklagten 1. Die Übernahmevereinbarung zwischen der 

Beklagten 1 und der BVG-Stiftung der G.___ AG liege nicht vor. Weil von ihr 

entscheidwesentliche Tatsachen zu erwarten seien, nämlich wie es sich mit den 

pendenten und latenten Invalidenfällen bei jener Übernahme verhalten habe, werde um 

deren Einforderung als Beweismittel ersucht. Die Klägerin hielt am Standpunkt fest, 

dass der Beginn der massgebenden Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2009 liege. Die 

Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen sei spätestens seit 2009 in Erscheinung 

getreten, namentlich durch die Angaben, dass seit 2009 die Zahlung eines Soziallohns 

von 50% erfolge. Der gleiche Schluss sei auch im invalidenversicherungsrechtlichen 

Verfahren gezogen worden (act. G 16).

B.d. 

Die Beklagte 2 hielt in der Duplik vom 23. April 2020 an den Anträgen in ihrer 

Klageantwort vom 24. September 2019 unverändert fest. Sie ergänzte, dass eine 

definitiv leistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung der vorleistungspflichtigen 

B.e. 

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Erwägungen

1.

Vorab zu prüfen ist die Frage, ob auf die Klage einzutreten ist. Für 

berufsvorsorgerechtliche Klagen zwischen Vorsorgeeinrichtungen bildet der 

Gerichtsstand der schweizerische Sitz oder Wohnsitz der beklagten Partei oder der Ort 

des Betriebs, bei dem die versicherte Person angestellt wurde (Art. 73 Abs. 1 und 

Abs. 3 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenvorsorge [BVG; SR 831.40]). Die Beklagte 1 hat ihren Sitz im Kanton 

St. Gallen, womit der Gerichtsstand für die gegen sie erhobene Klage im Kanton 

St. Gallen liegt. Die passive subjektive Klagenhäufung ist im Anwendungsbereich von 

Art. 73 Abs. 3 BVG rechtsprechungsgemäss zulässig. Deshalb ist das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen auch für die Beurteilung der Klagen gegen 

die Beklagten 2 und 3 zuständig (Urteil des Bundesgerichts vom 12. März 2012, 

9C_41/2012, E. 3.4 mit Hinweisen). Die örtliche Zuständigkeit des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen sowie die weiteren 

Eintretensvoraussetzungen sind denn auch zu Recht von den Beklagten nicht bestritten 

worden.

2.

Die Vorsorgeeinrichtung, die Vorleistungen erbracht hat, kann unmittelbar von 

Gesetzes wegen (Art. 26 Abs. 4 BVG) in diesem Umfang einen Regressanspruch gegen 

Vorsorgeeinrichtung auf dem zurückzuerstattenden Betrag mangels eines vertraglichen 

Verhältnisses keinen Verzugszins zu bezahlen habe. Des Weiteren erhebe sie 

vorsorglich die Einrede der Verjährung. Sämtliche vor dem 28. August 2014 fällig 

gewordenen Rentenansprüche seien verjährt (act. G 19).

In der Duplik vom 10. Juni 2020 hielten die Beklagten 1 und 3 unverändert an den 

Anträgen gemäss ihrer Klageantwort vom 28. November 2019 fest. Die Beklagte 1 

bestritt das Vorbringen der Klägerin, sie sei die Rechtsnachfolgerin der BVG-Stiftung 

der G.___ AG (act. G 22).

B.f. 

Das Versicherungsgericht lud A.___ mit Schreiben vom 1. Juli 2020 zum 

Klageverfahren bei (act. G 23). Er verzichtete stillschweigend auf eine Stellungnahme 

(act. G 24).

B.g. 

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die leistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung geltend machen (BGE 136 V 140 E. 3.6). Die 

Klägerin ist daher zur Geltendmachung der eingeklagten Regressansprüche 

aktivlegitimiert.

3.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist zunächst die Frage, 

ob eine und gegebenenfalls welche der Beklagten für den dem eingeklagten 

Regressanspruch zugrunde liegenden Anspruch von A.___ auf eine 

berufsvorsorgerechtliche Invalidenrente leistungspflichtig ist.

Nach Art. 23 lit. a BVG haben Personen Anspruch auf Invalidenleistungen, die im 

Sinn der Invalidenversicherung zu mindestens 40% invalid sind und bei Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren. 

Entscheidend im Rahmen von Art. 23 BVG ist einzig der Eintritt der relevanten 

Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in welchem Zeitpunkt und in welchem Mass 

daraus ein Anspruch auf Invalidenleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft 

muss nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht 

notwendigerweise auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der 

Invalidität. Der Wegfall der Versicherteneigenschaft bildet keinen Erlöschungsgrund. 

Umgekehrt entsteht im Anwendungsbereich von Art. 23 lit. a BVG keine 

Leistungspflicht einer Vorsorgeeinrichtung, wenn die massgebliche Arbeitsunfähigkeit 

bereits vor der Entstehung des Versicherungsverhältnisses eingetreten ist (vgl. das 

Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_52/2018, E. 3.2 mit Hinweisen).

3.1. 

Für die Bestimmung der Leistungszuständigkeit ist eine erhebliche und dauerhafte 

Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder 

Aufgabenbereich massgebend. Diese muss mindestens 20% betragen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 2.1 mit Hinweisen). Der Anspruch 

auf Invalidenleistungen setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang 

zwischen der während des andauernden Vorsorgeverhältnisses (einschliesslich der 

Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestehenden Arbeitsunfähigkeit und der 

allenfalls erst später eingetretenen Invalidität voraus. Der sachliche Konnex ist 

gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, im 

Wesentlichen derselbe ist, welcher der Erwerbsunfähigkeit zugrunde liegt. Die 

Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, dass die versicherte 

Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, 

nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig war (BGE 134 V 22 E. 3.2 und E. 3.2.1). 

Bei der Prüfung dieser Fragen sind die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalls 

3.2. 

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zu berücksichtigen, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen 

prognostische Beurteilung durch die medizinische Fachperson sowie die 

Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme oder 

Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben (siehe zum Ganzen Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 2.2 mit Hinweisen). Zu den für die 

Beurteilung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen ausserdem die in 

der Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa die 

Tatsache, dass eine versicherte Person über längere Zeit hinweg als voll 

vermittlungsfähige Stellensuchende Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht. 

Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung beigemessen werden wie 

Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 

9C_100/2018, E. 4.1.2 mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

bedarf es zum rechtsgenüglichen Nachweis einer berufsvorsorgerechtlich relevanten 

Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen nicht zwingend einer echtzeitlich 

attestierten Arbeitsunfähigkeit. Eine zuverlässige Einschätzung des zeitlichen 

Zusammenhangs ist nur möglich, wenn die Entwicklung gesamthaft betrachtet wird; 

wobei die Frage, ob eine nachhaltige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit möglich 

war, auch im Licht von erst später gewonnenen Erkenntnissen zu beurteilen ist (siehe 

zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 4.2.2 mit 

Hinweisen). Eine Unterbrechung des zeitlichen Konnexes ist dann anzunehmen, wenn 

während mehr als dreier Monate eine Arbeitsfähigkeit von über 80% in einer 

angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 

2018, 9C_100/2018, E. 2.2 mit Hinweisen).

Eine Würdigung der medizinischen Akten hinsichtlich des Verlaufs der Gesundheit 

und Arbeitsfähigkeit von A.___ bis zum 31. Dezember 2013 ergibt folgendes Bild:

3.3. 

Aus den Beurteilungen der behandelnden medizinischen Fachpersonen ergeben 

sich keine Hinweise, dass im Nachgang zu den vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten 

vom 26. März bis 28. Juni 2002 (siehe hierzu die ELAR-Notiz vom 28. August 2002, IV-

act. 8) vor dem 1. Januar 2014 eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorlag, die 

(ununterbrochen im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum zeitlichen 

Konnex; siehe vorstehende E. 3.2 am Schluss) eine mindestens 20%ige 

Arbeitsunfähigkeit bezogen auf eine leidensangepasste Tätigkeit begründete.

3.3.1. 

Im Bericht der Klinik für Neurologie am Universitätsspital B.___ vom 5. Juli 2012 

wurde ausgeführt, seit der letzten Vorstellung 12 Monate zuvor zeige sich insgesamt 

ein stabiler Verlauf. Die zuletzt aufgetretenen Kopfschmerzen seien zurückgegangen. 

3.3.2. 

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Im letzten Sommer sei wie vorgesehen die Marcoumar-Therapie gestoppt worden, die 

nach der Sinusvenenthrombose für 2 Jahre weitergeführt worden sei. Initial zeige sich 

ein guter Verlauf. Im Februar 2012 habe sich allerdings eine Thrombose am linken 

Unterschenkel entwickelt. Seither sei die Therapie mit Marcoumar wiederaufgenommen 

worden. Die Gehörfunktion und die sonstigen körperlichen Funktionen seien 

zwischenzeitlich stabil. Weiterhin würden sich ca. einmal pro Monat fokale epileptische 

Anfälle zeigen: Meist am Samstag würde ein plötzliches «Ameisenlaufen» der rechten 

oder linken Hand auftreten. Dem folge eine kurzzeitige Lähmung. Eine 

Bewusstseinsstörung oder Bewusstseinsveränderung sei in den vergangenen Monaten 

nicht mehr aufgetreten. Postiktale Müdigkeit wurde verneint. Ansonsten sei A.___ 

weiterhin körperlich gut leistungsfähig (IV-act. 35-7 oben; zum bezüglich der fokalen 

Anfälle geringen Leidensdruck von A.___ siehe IV-act. 35-7 unten). Insgesamt 

berichteten die neurologischen Fachpersonen des Universitätsspitals B.___, bezüglich 

der Grunderkrankung habe sich in den vergangenen 12 Monaten erfreulicherweise ein 

mehrheitlich stabiler Verlauf mit unveränderten kognitiven und neurologischen 

Einschränkungen ohne neue Exazerbationen oder schleichende Verschlechterung 

gezeigt (IV-act. 35-7 unten). Aus dem Neurostatus gehen - abgesehen von einer 

kognitiven Retardierung - keine relevanten Befunde hervor. Vielmehr wurde ein guter 

Allgemeinzustand von A.___ festgehalten. Er sei wach und voll orientiert (IV-act. 35-7 

Mitte). Eine Arbeitsunfähigkeit, schon gar nicht eine andauernde (mindestens) 20%ige, 

wurde nicht bescheinigt.

Die seit Mai 2011 behandelnde Dr. I.___ berichtete am 13. November 2014, dass 

sich beim Befund ein stabiler Verlauf gezeigt habe. A.___ sei «sicher gut arbeitsfähig». 

Sie verneinte das Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit. Betreffend die 

krankheitsbedingten Einschränkungen beliess sie es bei den Angaben 

«Auffassungsgabe vermindert, eher langsam». Diese Befunde würden sich lediglich 

«leicht einschränkend» auswirken (IV-act. 35-2). Bei einem «Rücksicht-nehmenden 

Arbeitgeber» bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (IV-act. 35-3 oben). In damit zu 

vereinbarender Weise beschränkten sich die ärztlichen Kontakte von A.___ auf 

regelmässige Kontrollen (IV-act. 35-2 oben), ohne dass ein besonderer Therapiebedarf 

dokumentiert wäre, der eine (dauerhafte) gesundheitliche Verschlechterung - jedenfalls 

vor dem 1. Januar 2014 - nahelegen würde. Da sich Dr. I.___ im Bericht vom 

13. November 2014 bereits ausführlich zum Gesundheitszustand und der 

Arbeitsfähigkeit von A.___ im vorliegend massgeblichen Zeitraum äusserte, sind von 

einer Edition der bei ihr liegenden medizinischen Akten keine weiteren Erkenntnisse zu 

3.3.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/15

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erwarten. Das entsprechende Gesuch der Klägerin ist daher abzuweisen (act. G 16, 

S. 1 unten).

Bereits im Jahr 2002 hatten die medizinischen Fachpersonen der Abteilung 

Neurorehabilitation der K.___ Klinik L.___ Feststellungen getroffen, die mit der später 

von Dr. I.___ bescheinigten 100%igen Arbeitsfähigkeit gut vereinbar sind. Denn im 

Bericht vom 28. August 2002 wurden im Wesentlichen die gleichen 

Funktionsbeeinträchtigungen beschrieben wie von Dr. I.___ (siehe etwa zur 

eingeschränkten psychophysischen Belastbarkeit, zur Hörminderung beidseits und zur 

Intelligenzminderung IV-act. 9-1 bzw. IV-act. 35-2 und zum eingeschränkten 

psychischen Funktionsniveau IV-act. 9-4 bzw. IV-act. 35-5). Der Bericht wurde in einer 

Zeit erstattet, in der auch die damalige Arbeitgeberin ausdrücklich eine 

uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit von A.___ für die Tätigkeit als Lagerist bzw. eine 

erfolgreiche vollumfängliche Wiedereingliederung bestätigte (siehe die ELAR-Notiz vom 

28. August 2002, IV-act. 8), wie sie ärztlicherseits prognostiziert worden war (IV-

act. 9-2 oben). Schliesslich ergeben sich auch aus den im Bericht der Klinik für 

Neurologie am Universitätsspital B.___ vom 16. Januar 2017 im Rahmen der 

Krankengeschichte erwähnten Abklärungsergebnissen betreffend die Jahre 2009 und 

2013 keine Hinweise auf einen in jener Zeit (dauerhaft) verschlechterten 

Gesundheitszustand bzw. eine relevante andauernde Arbeitsunfähigkeit.

3.3.4. 

Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen zu den medizinischen Akten 

(E. 3.3.1 ff.) ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die 

gesundheitsbedingten Einschränkungen von A.___ jedenfalls betreffend die Zeit vom 

1. Juli 2002 bis 31. Dezember 2013 nicht zu einer ununterbrochenen Arbeitsunfähigkeit 

von wenigstens 20% bezogen auf eine leidensangepasste Tätigkeit führten. Daran 

vermag die abweichende Beurteilung der Arbeitgeberin nichts zu ändern.

3.4. 

Zunächst weckt die Widersprüchlichkeit der Aussagen der Arbeitgeberin zur 

retrospektiven Verlaufsbeurteilung erhebliche Zweifel an deren Überzeugungskraft. Im 

Meldeformular vom 30. September 2014 gab sie zum Beginn der Arbeitsunfähigkeit 

«Start 2009» an. «Aktuell» betrage die Leistung 50% (IV-act. 27-1). Im Jahr 2009 habe 

es angefangen, dass die Leistungsfähigkeit von A.___ kontinuierlich abgenommen habe 

(IV-act. 27-2). Demgegenüber führte sie am 20. November 2014 im Fragebogen für 

Arbeitgebende aus, A.___ habe bereits seit «ca. 2009» bloss noch die hälftige Leistung 

erbracht (IV-act. 37-2 unten), wobei sie allerdings im Widerspruch hierzu davon 

ausging, dass die Arbeitsunfähigkeit in einer Zeit eingetreten sei, als A.___ bei der 

N.___ versichert gewesen sei (IV-act. 37-4), was erst ab 1. Januar 2014 der Fall war. 

3.4.1. 

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Gleich widersprüchlich äusserte sich die Arbeitgeberin anlässlich des am 2. Dezember 

2014 mit der IV-Stelle des Kantons B.___ geführten Gesprächs. Einerseits gab sie an, 

die Leistungsfähigkeit von A.___ habe seit 2009 kontinuierlich abgenommen. In 

Widerspruch hierzu behauptete sie, dass die Leistungseinschränkung seit 2009 

unverändert 50% betragen haben soll (IV-act. 43-4).

Zudem lässt sich der von der Arbeitgeberin für die Zeit ab dem Jahr 2009 

behauptete 50%ige Soziallohn bzw. die damit geltend gemachte 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit nicht mit der Entwicklung des Lohns von A.___ vereinbaren. Denn 

einerseits wurde der Jahreslohn von A.___ im Jahr 2010 um knapp Fr. 3'000.-- erhöht 

(Jahr 2009: Fr. 55'570.--; Jahr 2010: Fr. 58'329.--) und andererseits waren sämtliche 

Jahreslöhne in den Jahren 2010 bis 2013 höher als in den Jahren zuvor (IV-act. 45-2). 

Die Arbeit von A.___ wurde gemäss der Personalverantwortlichen auch vom Leiter 

Logistik sehr geschätzt (Angabe von Dezember 2014, IV-act. 43-5). Zudem gilt es zu 

beachten, dass ausbezahlte Löhne in der Regel das Äquivalent einer entsprechenden 

Arbeitsleistung darstellen und an den Nachweis von Soziallohn hohe Anforderungen zu 

stellen sind (BGE 141 V 353 E. 4.2). Vorliegend erschöpfen sich die Aktenhinweise für 

einen 50%igen Soziallohn seit 2009 in wie erwähnt nicht hinreichend konsistenten 

Aussagen von Seiten der Arbeitgeberin, die nicht eingehender konkretisiert wurden und 

sich insbesondere weder mit der medizinischen Aktenlage noch der tatsächlichen 

Lohnentwicklung vereinbaren lassen, was für den Nachweis eines Soziallohns - 

insbesondere in einem Umfang von mindestens 20% - nicht genügt.

3.4.2. 

Von Bedeutung ist ausserdem, dass die Arbeitgeberin die Meldung zur 

Früherfassung erst am 30. September 2014 vorgenommen hatte (IV-act. 27). Bis dahin 

erfolgte ihrerseits weder ein Antrag um Unterstützung durch die Invalidenversicherung 

noch prüfte sie Umplatzierungsmöglichkeiten (IV-act. 28-2). Dieses Verhalten deutet 

ebenfalls darauf hin, dass sich die Leistungsfähigkeit von A.___ erst im Verlauf des 

Jahres 2014 - jedenfalls noch nicht dauerhaft bis zum 31. Dezember 2013 - erheblich 

verschlechterte. Vorliegend sind denn auch keine Gründe für ein langjähriges Zuwarten 

der Arbeitgeberin ersichtlich. Wäre die Arbeitsunfähigkeit tatsächlich bereits im Jahr 

oder ab dem Jahr 2009 eingetreten, so wäre zu erwarten gewesen, dass sie sich viel 

früher um einen Leistungs- bzw. Arbeitsplatzerhalt von A.___ gekümmert bzw. eine 

Früherfassungsmeldung gemacht hätte.

3.4.3. 

Im Übrigen fällt auf, dass die Geschäftsleitung der Arbeitgeberin Druck auf eine 

(Teil) Berentung von A.___ machte (IV-act. 41; siehe auch IV-act. 43-5) und die 

Einleitung eines invalidenversicherungsrechtlichen Verfahrens auf ihr Bestreben und 

3.4.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/15

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4.  

unter Entlassungsdrohung hin erfolgte (siehe die Anmeldung zur Früherfassung bei der 

IV-Stelle des Kantons B.___ am 30. September 2014; IV-act. 27). Diese Druckausübung 

erfolgte in einer Zeit, in der die Mitarbeitenden der F.___ AG vermehrt in die Struktur 

der O.___ und der N.___ eingebunden wurden. Gegen einen Eintritt der relevanten 

Arbeitsunfähigkeit vor dem 31. Dezember 2013 spricht ausserdem, dass ein 

Gesundheitsvorbehalt seitens der N.___ gegenüber dem Vorzustand von A.___ nicht 

ersichtlich ist und auch nicht geltend gemacht wurde.

In Anbetracht der vorstehenden Ausführungen (siehe vorstehende E. 3.4.1 ff.) 

vermögen die Angaben der Arbeitgeberin zur Arbeitsunfähigkeit nicht zu überzeugen. 

Der RAD-Arzt med. pract. M.___, Facharzt für Neurologie, übernahm deren Angaben in 

seiner kurzen, lediglich auf den Akten beruhenden Stellungnahme vom 23. Februar 

2015 (IV-act. 51-3) vorbehaltlos und ohne erkennbare Diskussion der davon 

abweichenden medizinischen Beurteilungen (siehe hierzu vorstehende E. 3.3.1 ff.), 

weshalb sie zwangsläufig - zumindest betreffend den Beginn der andauernden 

Arbeitsunfähigkeit - ebenfalls nicht zu überzeugen vermag. Dass die IV-Stelle des 

Kantons B.___ die Frage der Entstehung und Entwicklung der Arbeitsunfähigkeit nicht 

genügend abklärte, sondern sich dabei einzig auf die (widersprüchlichen) Angaben der 

Arbeitgeberin stützte, liegt im Umstand begründet, dass der Beginn der 

Arbeitsunfähigkeit für den Beginn des invalidenversicherungsrechtlichen 

Rentenanspruchs wegen verspäteter Anmeldung (siehe hierzu Art. 29 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]) irrelevant war. Der 

Vollständigkeit halber ist zu ergänzen, dass die Klägerin zu Recht einräumt, den 

entsprechenden Feststellungen der IV-Stelle des Kantons B.___ komme keine 

Bindungswirkung für das berufsvorsorgerechtliche Verfahren zu (act. G 16, Rz 4).

3.4.5. 

Unter den vorstehend ausgeführten Umständen ist nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, dass bis zum 31. Dezember 2013 eine andauernde 

Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20% eintrat. Deshalb scheidet eine Leistungspflicht 

sämtlicher Beklagten aus. Unter diesen Umständen sind der Antrag der Klägerin um 

Edition des Übernahmevertrags zwischen der Beklagten 1 und der BVG Stiftung G.___ 

AG und sämtliche Klagen abzuweisen. Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob die 

Passivlegitimation der Beklagten 3 gegeben ist, was diese bestritt (act. G 10, Rz 22), da 

die allenfalls fehlende Passivlegitimation ebenfalls zu einer Abweisung - und nicht etwa 

zu einem Nichteintreten - führen würde (zur amtlichen Publikation vorgesehenes Urteil 

des Bundesgerichts vom 3. September 2020, 9C_615/2019, E. 3.2.1 mit Hinweisen).

3.5. 

Die Klage gegen die Beklagte 1 ist abzuweisen.4.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/15

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Klage gegen die Beklagte 1 wird abgewiesen.

2.

Die Klage gegen die Beklagte 2 wird abgewiesen.

3.

Die Klage gegen die Beklagte 3 wird abgewiesen.

4.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

5.

Die Parteien haben keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Die Klage gegen die Beklagte 2 ist abzuweisen.4.2. 

Die Klage gegen die Beklagte 3 ist abzuweisen.4.3. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG).4.4. 

Weder die Klägerin noch die Beklagten haben als Vorsorgeeinrichtungen bzw. 

Rückversicherer einen Anspruch auf eine Parteientschädigung (BGE 128 V 323). Der 

Beigeladene liess sich im Verfahren nicht vernehmen und war auch nicht anwaltlich 

vertreten, weshalb ein allfälliger Anspruch auf eine Parteientschädigung ausser 

Betracht fällt.

4.5. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.01.2021
	Art. 10, Art. 23 BVG und Art. 26 Abs. 4 BVG. Rückgriff einer vorleistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung. Anspruch auf eine Invalidenrente. Bestimmung der leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung. Die andauernde mindestens 20%ige Arbeitsunfähigkeit des Versicherten ist nicht in einem Zeitraum eingetreten, in dem eine Versicherungsdeckung bei einer der Beklagten bestand. Die Klägerin ist folglich gegenüber keiner der Beklagten zum Rückgriff berechtigt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Januar 2021, BV 2019/11).

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