# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03661ea3-576b-5643-b3e5-b2de16c2ee39
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 18.08.2025 470 2025 106 (470 25 106)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-2025-106_2025-08-18.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht,  

vom 18. August 2025 (470 25 106) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Strafprozessrecht 

 

Verfahrenseinstellung (Selbstmord, vorsätzliche Tötung, fahrlässige Tötung usw.) 

 

 

 

Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Dominique Steiner (Ref.),  

Richterin Helena Hess; Gerichtsschreiber Stefan Steinemann 

 

 

Parteien A._____,  

vertreten durch Advokat Dr. Olivier Bigler-de Mooij,  

Route des Corteneaux 8, Case Postale, 2034 Peseux, 

Beschwerdeführer 

  

 

gegen 

 

 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  

Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  

Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  

Beschwerdegegnerin 

 

 

 

 

 

Gegenstand Verfahrenseinstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der  

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 24. April 2025 

 

 

 

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A. Am 31. Januar 2025 um 18:05 Uhr meldete der Freitodbegleiter B._____ der Einsatzzent-

rale der Polizei Basel-Landschaft, dass im Sterbezimmer in der Liegenschaft der Sterbehilfeor-

ganisation C._____ an der D._____strasse 1 in E._____ F._____ sel. in den Freitod begleitet 

worden sei. Noch am selben Tag führte eine Fachperson des Instituts für Rechtsmedizin der 

Universität Basel (fortan: IRM Basel) vor Ort die Legalinspektion durch. Im Legalinspektionsbe-

richt vom 10. Februar 2025 hielten die Sachverständigen des IRM Basel fest, dass von einem 

nicht-natürlichen Tod in Form eines assistierten Suizids durch Natrium-Pentobarbital-Intoxikation 

auszugehen sei. Mit Verfügung vom 24. April 2025 stellte die Staatsanwaltschaft das Strafverfah-

ren betreffend den aussergewöhnlichen Todesfall ein. 

B. Gegen diese Verfügung erhob der Ehemann von F._____ sel., A._____ (fortan: Be-

schwerdeführer), per Incamail am 14. Mai 2025 beim Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, Be-

schwerde. 

C. Mit Präsidialverfügung vom 21. Mai 2025 wurde dem Beschwerdeführer eine Frist zur Be-

zeichnung eines Zustellungsdomizils angesetzt. Gleichzeitig wurde ihm die am 14. Mai 2025 ein-

gereichte Beschwerde retourniert und eine Frist angesetzt, um dem Kantonsgericht die Be-

schwerde eigenhändig unterzeichnet auf dem Postweg bzw. mit einer qualifizierten elektroni-

schen Signatur per Incamail einzureichen, verbunden mit der Androhung, auf die Beschwerde 

nicht einzutreten, wenn diese nach Ablauf der Nachfrist den gesetzlichen Erfordernissen nicht 

genügen sollte. 

D. Am 27. Juni 2025 übergab der Beschwerdeführer seine eigenhändig unterschriebene Be-

schwerde dem Schweizerischen Generalkonsulat in New York / Vereinigte Staaten von Amerika. 

Er beantragte, die Beschwerde sei gutzuheissen, die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-

schaft vom 24. April 2025 aufzuheben, die Sache zur Fortsetzung der Untersuchung an die 

Staatsanwaltschaft zurückzuweisen und von der Erhebung von Verfahrenskosten abzusehen. 

E. Die Staatsanwaltschaft begehrte mit Stellungnahme vom 14. Juli 2025 die Abweisung der 

Beschwerde. 

F. Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 24. Juli 2025 eine Replik ein. 

G. Die Staatsanwaltschaft teilte mit Schreiben vom 5. August 2025 mit, auf eine Duplik zu 

verzichten. 

 

 

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Erwägungen 

1.1 Gegen Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft kann bei der Dreierkammer 

des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, Beschwerde geführt werden (Art. 322 Abs. 2 StPO 

und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. § 15 Abs. 2 EG StPO). Die Beschwerde ist innert zehn 

Tagen nach Eröffnung der Verfügung (vgl. Art. 384 lit. b StPO) schriftlich und begründet einzu-

reichen (Art. 322 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 396 Abs. 1 StPO). Die beschwerdeführende Person hat 

genau anzugeben, welche Punkte des Entscheids sie anficht, welche Gründe einen anderen Ent-

scheid nahe legen und welche Beweismittel sie anruft (Art. 385 Abs. 1 StPO). In der Begründung 

ist der Anfechtungsgrund anzugeben, d.h. die tatsächlichen bzw. rechtlichen Gründe, die einen 

anderen Entscheid nahelegen (BGer 6B_8/2025 vom 31. März 2025 E. 1.3.1). Diese Begründung 

muss in der fristgerecht eingereichten Beschwerdeschrift selbst enthalten sein. Kommt es zu ei-

nem zweiten Schriftenwechsel, darf die beschwerdeführende Partei die Replik nicht dazu ver-

wenden, ihre Beschwerde zu ergänzen oder zu verbessern. Anträge und Rügen, welche die be-

schwerdeführende Person bereits vor Ablauf der Beschwerdefrist hätte erheben können, sind in 

diesem Rahmen ausgeschlossen (BGE 143 II 283 1.2.3; 132 I 42 E. 3.3.4; BGer 1B_4/2019 vom 

10. Mai 2019 E. 2.2 in fine; 1B_420/2013 vom 22. Juli 2014 E. 3.3; KGer BL 470 24 236 vom 

24. Juni 2025 E. 1; OGer ZH UE220218 vom 1. Juli 2024 E. 1.1).  

1.2 Zur Beschwerdeführung legitimiert ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Inte-

resse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat (Art. 382 Abs. 1 StPO). Als Partei 

gilt nach Art. 104 Abs. 1 StPO unter anderem die Privatklägerschaft. Unter den Begriff der Privat-

klägerschaft fällt die geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren als 

Straf- oder Zivilklägerin zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO). Als geschädigte Person gilt, wer 

durch die Straftat in seinen Rechten unmittelbar verletzt worden ist (Art. 115 Abs. 1 StPO). Un-

mittelbar verletzt und damit in den eigenen Rechten betroffen ist, wer Träger des durch die ver-

letzte Strafnorm geschützten oder zumindest mitgeschützten Rechtsguts ist (BGE 145 IV 491 

E. 2.3; 141 IV 454 E. 2.3.1). Stirbt die geschädigte Person, ohne auf ihre Verfahrensrechte als 

Privatklägerschaft verzichtet zu haben, so gehen ihre Rechte auf die Angehörigen im Sinne von 

Art. 110 Abs. 1 StGB in der Reihenfolge ihrer Erbberechtigung über (Art. 121 Abs. 1 StPO). Im 

Unterschied zum Zivilpunkt ist im Strafpunkt kein gemeinsames Vorgehen der Erben erforderlich 

(BGE 142 IV 82 E. 3.3 f.). 

Ein Verzicht von F._____ sel. auf ihre Verfahrensrechte wird weder geltend gemacht noch ist ein 

solcher ersichtlich. F._____ sel. hatte ihren letzten Wohnsitz in G._____ im Bundesstaat New 

York der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach dem internationalen Privatrecht bestimmt sich 

die Erbfolge gemäss dem Estates, Powers and Trusts Law des Bundesstaats New York 

(EPTL/NY). Gemäss Abs. 4.1-1 EPTL/NY ist der überlebende Ehegatte zusammen mit allfälligen 

Nachkommen der Verstorbenen der nächste gesetzliche Erbe. Demnach ist der Beschwerdefüh-

rer als überlebender Ehegatte von F._____ sel. als Angehöriger im Sinne von Art. 110 Abs. 1 

StGB zu qualifizieren. Er ist folglich aufgrund von Art. 121 Abs. 1 StPO zur Beschwerde legitimiert. 

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1.3 Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass und 

sind erfüllt. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

2.1 Die Staatsanwaltschaft erwog in der angefochtenen Verfügung, F._____ sel. sei aus 

eigenem Willen in Begleitung [von Vertretern] der Sterbehilfeorganisation C._____ aus dem Le-

ben geschieden. Aufgrund ihrer Krankengeschichte sei F._____ sel. von zwei in der Schweiz 

praktizierenden Fachärzten für Psychiatrie [und Psychotherapie FMH] untersucht worden. Beide 

Fachärzte seien unabhängig voneinander zum Schluss gelangt, dass weder eine depressive 

noch eine psychotische Symptomatik erkennbar sei sowie sie hinsichtlich ihres Sterbewunsches 

vollumfänglich urteils- und entscheidungsfähig gewesen sei. Gestützt auf die Erkenntnisse der 

vom IRM Basel durchgeführten Legalinspektion und der Gesamtumstände könne eine strafbare 

Einwirkung Dritter bzw. ein Drittverschulden am Tod von F._____ sel. nicht nachgewiesen wer-

den. Das Verfahren sei daher gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO einzustellen. 

2.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen in seiner Beschwerde sinngemäss zusam-

mengefasst insbesondere ein, dass seine Ehefrau F._____ sel. unter schweren psychischen Er-

krankungen gelitten habe. Sie habe zwar diese bei oberflächlichen psychiatrischen Begutachtun-

gen verbergen können. Im privaten Umfeld seien jedoch zahlreiche Symptome schwerer psychi-

scher Störungen erkennbar gewesen. Sie habe unter extremen bipolaren Stimmungsschwankun-

gen gelitten, die zu Selbstverletzungen, Zerstörungen in der Wohnung sowie körperlichen Angrif-

fen auf ihn und andere Familienmitglieder geführt hätten. F._____ sel. sei so schwer psychisch 

erkrankt gewesen, dass ihre Eltern und andere Familienangehörige zweimal versucht hätten, sie 

in eine psychiatrische Klinik einzuweisen. Zum Zeitpunkt ihres Todes habe sie an schweren De-

pressionen gelitten und ein Antipsychotikum eingenommen. Nach einer zweijährigen Phase der 

Bettlägerigkeit (2020 bis 2022) sei dank psychiatrischer Betreuung und Medikation eine vorüber-

gehende Verbesserung ihres Zustands eingetreten, so habe sie wieder einer beruflichen Tätigkeit 

nachgehen, Reisen unternehmen und ihr Leben geniessen können. In dieser Zeit habe sie pha-

senweise an eine vollständige Heilung der bipolaren Störung geglaubt. Am Vorabend ihres Todes 

habe sie indes ein auffälliges erratisches Verhalten gezeigt, d.h. Karaoke gesungen und gefeiert. 

Der Beschwerdeführer verfüge über Videoaufnahmen, die ihr krankhaftes Verhalten und die täg-

lichen Stimmungsschwankungen in ihrem gemeinsamen Zuhause dokumentierten. Am 29. Ja-

nuar 2025 habe er einige dieser Videoaufnahmen an die Sterbehilfeorganisation C._____ bzw. 

B._____ gesendet. Darunter habe sich eine Videoaufnahme befunden, auf der zu erkennen sei, 

wie F._____ sel. sich so heftig ins Gesicht geschlagen habe, dass sie dadurch ein sichtbares 

Hämatom erlitten habe. Die Mitarbeiter der Sterbehilfeorganisation C._____ hätten solche Ver-

letzungen, insbesondere das blaue Hämatom am Auge, gesehen, als F._____ sel. im Jahr 2023 

zu einem Treffen bei ihnen erschienen sei. Infolge der Zustellung der genannten Videoaufnahmen 

an die vorerwähnten Adressaten sei der ursprünglich für den 30. Januar 2025 geplante assistierte 

Suizid auf den nächsten Tag verschoben worden, um zuvor noch eine zweite oberflächliche 

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psychiatrische Begutachtung vorzunehmen. Trotz der Beweise für die psychische Instabilität von 

F._____ sel. sei ihre Tötung am 31. Januar 2025 vollzogen worden. 

B._____ habe mutmasslich versäumt, die übermittelten Videoaufzeichnungen den beigezogenen 

Psychiatern vorzulegen. Den Fachärzten habe somit wohl das für eine fundierte Beurteilung des 

geistigen Zustands von F._____ sel. erforderliche Videomaterial nicht zur Verfügung gestanden, 

was den Verdacht einer fahrlässigen Tötung im Sinne von Art. 117 StGB begründe. Sollte er das 

Videomaterial dem zweiten Psychiater [Dr. med. H._____] unterbreitet haben, bestehe der Ver-

dacht einer vorsätzlichen Tötung gemäss Art. 111 StGB. 

Im Januar 2023 habe B._____ mehrfach versucht, Geld zu erpressen (anfänglich USD 10'000.−, 

dann USD 5'000.−, USD 1'200.− und zuletzt ein Betrag nach ihren eigenen finanziellen Möglich-

keiten). Die erste Zahlung von USD 5'000.−, welche F._____ sel. an die Sterbehilfeorganisation 

C._____ geleistet habe, sei ohne sein Wissen dem gemeinsamen Konto entnommen worden.  

B._____ habe sogar F._____ sel. angeboten, dem Beschwerdeführer beim Suizid zu helfen, falls 

er nicht mehr ohne seine Ehefrau weiterleben wolle. B._____ sei ein skrupelloser, geldgieriger 

Mann ohne Mitgefühl. Er spiele Gott und missbrauche die ihm vom Schweizer Staat verliehene 

Macht in teuflischer Weise. Er müsse sofort gestoppt werden. Die Staatsanwaltschaft solle das 

Verhalten der Sterbehilfeorganisation C._____ bzw. von B._____ umfassend untersuchen. Es 

seien die entsprechenden E-Mail-Korrespondenzen und Finanztransaktionen zu prüfen, es sei 

das von ihm entwendete Eigentum zurückzugeben und es sei die Serie von Erpressung, Nöti-

gung, Diebstahl sowie Mord an ausländischen Staatsbürgern auf Schweizer Boden zu unterbin-

den.  

F._____ sel. sei nicht zu krank zum Leben gewesen, sondern habe lediglich mehr Zeit zur Gene-

sung benötigt. Diese Zeit sei ihr durch das Angebot eines vermeintlich „einfachen Ausweges“ der 

Sterbehilfeorganisation C._____ bzw. von B._____ genommen worden. 

3. Vorab ist zu bemerken, dass die Staatsanwaltschaft die Einstellung betreffend den aus-

sergewöhnlichen Todesfall äusserst knapp begründet hat. Insbesondere hat sie sich dabei mit 

den Vorbringen des Beschwerdeführers im zweiseitigen E-Mail vom 21. Februar 2025 nicht näher 

auseinandergesetzt. Sie stellte das Verfahren mit der schlichten Begründung ein, dass nach An-

sicht von zwei in der Schweiz praktizierenden Fachärzten für Psychiatrie [und Psychotherapie 

FMH] bei F._____ sel. weder eine depressive noch eine psychotische Symptomatik erkennbar 

sowie sie hinsichtlich ihres Sterbewunsches vollumfänglich urteils- und entscheidungsfähig ge-

wesen sei. Auch könne gemäss den Erkenntnissen aus der vom IRM Basel durchgeführten Le-

galinspektion und unter Berücksichtigung der Gesamtumstände kein Beweis für eine strafbare 

Einwirkung Dritter oder ein Drittverschulden am Tod von F._____ sel. erbracht werden. In ihrer 

Begründung nennt die Staatsanwaltschaft weder die Namen der beigezogenen Fachärzte noch 

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erwähnt sie den einschlägigen Bericht des IRM Basel mit dem konkreten Datum. Obwohl es sich 

aufgedrängt hätte, zumindest kurz unter Nennung der betreffenden Tatbestände darzulegen, aus 

welchen Gründen sie einen hinreichenden Tatverdacht verneint, lässt sie Entsprechendes in ihrer 

Verfügung vermissen. Die nur neun Zeilen umfassende Begründung erscheint zwar äusserst 

knapp, erweist sich aber gerade noch als ausreichend. Denn aus der angefochtenen Verfügung 

als Ganzes ergibt sich, weshalb die Staatsanwaltschaft einen hinreichenden Verdacht auf straf-

bares Verhalten verneint. Auch wenn sie dies nicht konkret angibt, sieht sie offenkundig einen 

hinreichenden Tatverdacht der vorsätzlichen Tötung (Art. 111 StGB) und der fahrlässigen Tötung 

(Art. 117 StGB) als nicht gegeben an. Aufgrund der Erwägungen der Staatsanwaltschaft war der 

Beschwerdeführer ausserdem in der Lage, die Einstellungsverfügung sachgerecht anzufechten.  

4. In den folgenden Erwägungen ist zu prüfen, ob das Verfahren im Zusammenhang mit 

dem aussergewöhnlichen Todesfall von F._____ sel. zu Recht eingestellt worden ist. 

5.1 Bestehen bei einem Todesfall Anzeichen für einen unnatürlichen Tod, insbesondere 

für eine Straftat, so ordnet die Staatsanwaltschaft zur Klärung der Todesart eine Legalinspektion 

durch eine sachverständige Ärztin oder einen sachverständigen Arzt an (Art. 253 Abs. 1 StPO). 

Bestehen nach der Legalinspektion keine Hinweise auf eine Straftat, so gibt die Staatsanwalt-

schaft die Leiche zur Bestattung frei (Art. 253 Abs. 2 StPO). Andernfalls ordnet die Staatsanwalt-

schaft die Sicherstellung der Leiche und weitere Untersuchungen durch eine rechtsmedizinische 

Institution, nötigenfalls die Obduktion an (Art. 253 Abs. 3 Satz 1 StPO). Ergibt die Obduktion keine 

Hinweise auf eine Fremdeinwirkung (natürliche Todesart, Selbsttötung oder Selbstunfall), ist das 

Verfahren gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO einzustellen. Kann eine Fremdeinwirkung hingegen 

nicht ausgeschlossen werden oder steht sie gar fest, sind weitere Untersuchungshandlungen 

vorzunehmen, um das Vorliegen einer Straftat und eine allfällige Täterschaft abzuklären 

(JACKOWSKI/KIPFER, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 253 N 60; HANSJAKOB/GRAF, 

Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 253 N 15 ff.). 

5.2 Die Staatsanwaltschaft verfügt gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO die vollständige oder teil-

weise Einstellung des Verfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfer-

tigt (lit. a) oder kein Straftatbestand erfüllt ist (lit. b). 

Der Entscheid über die Einstellung des Verfahrens richtet sich nach dem Grundsatz „in dubio pro 

duriore“. Danach darf eine Einstellung durch die Staatsanwaltschaft in der Regel nur bei klarer 

Straflosigkeit oder offensichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet werden. Hinge-

gen ist, sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt, Anklage zu erheben, 

wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Ist ein Freispruch genauso 

wahrscheinlich wie eine Verurteilung, drängt sich in der Regel, insbesondere bei schweren De-

likten, eine Anklageerhebung auf (BGE 143 IV 241 E. 2.2.1; 138 IV 186 E. 4.1; 138 IV 86 E. 4.1.2). 

Bei zweifelhafter Beweis- oder Rechtslage hat nicht die Staatsanwaltschaft über die 

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Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur materiellen Beur-

teilung zuständige Gericht. Diese Grundsätze sind auch bei der gerichtlichen Überprüfung von 

Einstellungsverfügungen zu beachten (BGE 143 IV 241 E. 2.2.1; 138 IV 86 E. 4.1.1; BGer 

7B_106/2023 vom 1. Juli 2025 E. 4.2.1). 

6.1 Aufgrund der in den Akten dokumentierten Umstände steht vorliegend der Tatbestand 

der Verleitung und Beihilfe zum Selbstmord im Sinne von Art. 115 StGB im Vordergrund. Nach 

dieser Bestimmung macht sich strafbar, wer aus selbstsüchtigen Beweggründen jemanden zum 

Selbstmorde verleitet oder ihm dazu Hilfe leistet.  

6.1.1 „Verleitung“ und „Beihilfe“ entsprechen inhaltlich der Anstiftung bzw. der Gehilfen-

schaft. Eine Verleitung zum Selbstmord liegt vor, wenn jemand bei einem anderen den Entschluss 

hervorruft, sich das Leben zu nehmen. Beihilfe zum Selbstmord bedeutet jede Form der Unter-

stützung bei der Ausführung des Suizids, etwa durch Ratschläge oder die Bereitstellung geeig-

neter Mittel, beispielsweise einer Waffe oder eines Gifts (HURTADO POZO/ILLÁNEZ, Commentaire 

romand CP, 1. Aufl. 2017, Art. 115 N 6; GALETTI, La mort provoquée, 2020, S. 385 ff.). 

Vorausgesetzt wird in jedem Fall, dass die suizidwillige Person den letzten entscheidenden Hand-

lungsschritt, der zum Tod führt, selbst und eigenverantwortlich vornimmt (BGer 6B_48/2009 vom 

11. Juni 2009 E. 2.1; DONATSCH/GRAF/JEAN-RICHARD-DIT-BRESSEL, Strafrecht III, 12. Aufl. 2025 

S. 23; SCHWARZENEGGER, Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II, 4. Aufl. 2019, Art. 115 N 9 ff.; 

STRATENWERTH/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht BT I, 8. Aufl. 2022, S. 28 N 52; DUPUIS ET 

AL., Petit commentaire CP, 2. Aufl. 2017, Art. 115 N 7). Entscheidend ist, dass sie in der Lage 

war, die Tragweite und Konsequenzen der eigenen Handlung zu erkennen und sich entsprechend 

dieser Einsicht zu verhalten. Mit anderen Worten muss sie den Entschluss, aus dem Leben zu 

scheiden, eigenverantwortlich und aufgrund eines frei gebildeten Willens gefasst haben (BGE 

142 I 195 E. 3.2; 133 I 58 E. 6.1; EGE, Annotierter Kommentar StGB, 2020, Art. 115 N 1; VENETZ, 

Suizidhilfeorganisationen und Strafrecht, 2008, S. 149; HURTADO POZO/ILLÁNEZ, a.a.O., Art. 115 

N 6 f.). Eine urteilsunfähige Person kann hingegen nicht eigenverantwortlich Suizid begehen. 

Eine ihr gegenüber erbrachte Unterstützung ist als vorsätzliche oder fahrlässige Tötung in mittel-

barer Täterschaft unter Verwendung des Opfers als willensloses Tatwerkzeug anzusehen (BGer 

6B_1024/2018 vom 7. Februar 2019 E. 2.2; 6B_48/2009 vom 11. Juni 2009 E. 2.1). 

Nach Art. 16 ZGB ist urteilsfähig jede Person, der nicht wegen ihres Kindesalters, infolge geistiger 

Behinderung, psychischer Störung, Rausch oder ähnlicher Zustände die Fähigkeit mangelt, ver-

nunftgemäss zu handeln. Der Begriff der Urteilsfähigkeit enthält zwei Elemente: Einerseits eine 

intellektuelle Komponente, nämlich die Fähigkeit, Sinn, Zweckmässigkeit und Wirkungen einer 

bestimmten Handlung zu erkennen, andererseits ein Willens- bzw. Charakterelement, sprich die 

Fähigkeit, gemäss der vernünftigen Erkenntnis nach seinem freien Willen zu handeln und 

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allfälliger fremder Willensbeeinflussung in normaler Weise zu widerstehen (BGE 134 II 235 

E. 4.3.2; 124 III 5 E. 1a; BGer 6B_1148/2021 vom 23. Juni 2023 E. 1.4.2; VENETZ, a.a.O., S. 156). 

Bei Erwachsenen ist grundsätzlich von der Urteilsfähigkeit auszugehen (BGE 134 II 235 E. 4.3.3; 

124 III 5 E. 1b); bei Personen mit einer dauerhaften Geisteskrankheit oder Geistesschwäche wird 

demgegenüber die Urteilsunfähigkeit vermutet (BGE 134 II 235 E. 4.3.3; 124 III 5 E. 1b). Aller-

dings führt nicht jede diagnostizierte psychische Krankheit oder Störung zu einer Urteilsunfähig-

keit, vielmehr ist die Krankheit in Bezug auf den konkret zur Diskussion stehenden Akt zu beur-

teilen (BGE 134 II 235 E. 4.3.2; 118 Ia 236 E. 2b in fine; BGer 6B_1148/2021 vom 23. Juni 2023 

E. 1.4.2; SCHWARZENEGGER, a.a.O., Art. 115 N 4). Ein blosser Zweifel am Geisteszustand genügt 

alleine nicht, um die Vermutung der Urteilsfähigkeit bereits umzustossen (BGer 9C_493/2022 

vom 28. September 2023 E. 4.2; 2C_410/2014 vom 22. Januar 2015 E. 6.3). 

6.1.2 In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand von Art. 115 StGB vorsätzliches Handeln 

sowohl in Bezug auf die eigenverantwortliche Selbsttötung der suizidwilligen Person als auch 

hinsichtlich der eigenen Teilnahmehandlung voraus, wobei Eventualvorsatz ausreicht. Darüber 

hinaus ist ein Handeln aus selbstsüchtigen Beweggründen erforderlich. Der Täter handelt aus 

solchen Motiven, wenn er persönliche materielle oder emotionale Interessen befriedigen will, die 

über blosse Gleichgültigkeit hinausgehen. Meistens handelt es sich dabei um Habgier – etwa die 

Verleitung oder Beihilfe zur Selbsttötung mit dem Ziel, das Erbe des Opfers zu erhalten oder sich 

von einer Unterhaltspflicht zu befreien – sowie Rachsucht, Hass oder Bosheit (SCHWARZEN-

EGGER, a.a.O., Art. 115 N 14; STRATENWERTH/BOMMER, a.a.O., S. 30 f. N 59; DUPUIS ET. AL., 

a.a.O., Art. 115 N 15 ff.; HURTADO POZO/ILLÁNEZ, a.a.O., Art. 115 N 11). In der Praxis können die 

Beweggründe für die Teilnahme am Suizid sowohl egoistischer als auch altruistischer Natur sein. 

Massgebend ist, welche Motive im Entscheidungsprozess im Vordergrund stehen (GALETTI, 

a.a.O., S. 392 ff.). So handelt der wohlmeinende Sohn, der seinen Vater am Ende einer langen, 

schweren Krankheit dazu verleitet, sein Leiden zu beenden, nicht aus selbstsüchtigen Beweg-

gründen (HURTADO POZO/ILLÁNEZ, a.a.O., Art. 115 N 12). Mit der Tatbestandsvoraussetzung des 

selbstsüchtigen Handelns wird die Teilnahme am Suizid zu einer partiellen Verbotslösung, wobei 

die Strafbarkeit eindeutig die Ausnahme bildet. Die häufig als „Sterbebegleitung“ bezeichnete 

Suizidbeihilfe durch einschlägige Vereinigungen ist in der Regel mangels selbstsüchtiger Beweg-

gründe straflos. Zahlungen der suizidwilligen Person, die lediglich der Deckung administrativer 

Kosten sowie der im Rahmen der Freiwilligenarbeit üblichen Spesenentschädigung für den Sui-

zidhelfer dienen, lassen die Teilnahmehandlungen nicht als selbstsüchtig erscheinen (BGer 

1B_516/2011 vom 17. November 2011 E. 2.2; SCHWARZENEGGER, a.a.O., Art. 115 N 14; EGE, 

a.a.O., Art. 115 N 7; TRECHSEL/GETH, Praxiskommentar StGB, 4. Aufl. 2021, Art. 115 N 6a; 

HÄRING, Fünf Mythen über Suizidhilfeorganisationen, in: Jusletter 8. Mai 2017, S. 28 ff.). 

6.2 Zunächst ist die Verfahrenseinstellung in Bezug auf die objektive Tatseite des Straftat-

bestands der Verleitung und Beihilfe zum Selbstmord zu prüfen. 

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6.2.1 Erstens ist zu klären, ob F._____ sel. ihren Tod selbst herbeigeführt hat. 

Es steht ausser Zweifel, dass F._____ sel. am Abend des 31. Januar 2025 in Anwesenheit der 

Freitodbegleiter B._____ und I._____ sowie ihres Vaters J._____ eigenhändig die vorbereitete 

Infusion mit 15 Gramm Natrium-Pentobarbital geöffnet und dadurch den Eintritt ihres Todes her-

beigeführt hat. Diese Feststellung wird durch den Legalinspektionsbericht des IRM Basel vom 

10. Februar 2025 bestätigt. Darin hielten die Sachverständigen Dr. med. K._____ und L._____ 

ausdrücklich fest, dass keine Hinweise für eine äussere Gewaltanwendung bestehen und auf-

grund der Befunde sowie Umstände von einem nicht-natürlichen Tod in Form eines assistierten 

Suizids durch Natrium-Pentobarbital-Intoxikation auszugehen ist. Demnach ist davon auszuge-

hen, dass F._____ sel. den letzten, zum Tod führenden Schritt selbst vorgenommen hat.  

6.2.2 Zweitens ist zu beurteilen, ob F._____ sel. ihren Tod eigenverantwortlich bewirkt hat. 

Der Beschwerdeführer betrachtet die von ihm eingereichten Videoaufzeichnungen als Beleg für 

das krankhafte Verhalten und die täglichen Stimmungsschwankungen von F._____ sel. Zunächst 

ist festzuhalten, dass sich grundsätzlich weder aus diesen Filmaufnahmen noch aus den übrigen 

Akten der genaue Aufzeichnungszeitpunkt entnehmen lässt. Fest steht einzig, dass der von 

F._____ sel. sich selbst zugefügte Bluterguss am rechten Auge am 10. Januar 2023 fotografiert 

wurde. Diese Verletzung bildet zwar Ausdruck eines autoaggressiven Verhalten von F._____ sel., 

jedoch lässt sich daraus allein nicht zwingend auf das Vorliegen einer psychiatrischen Erkrankung 

schliessen. Ebenso ist denkbar, dass die Ursache für dieses Verhalten in einer Verzweiflung we-

gen anhaltender Schmerzen liegen könnte. Für die Beurteilung, ob F._____ sel. an einer psychi-

atrischen Erkrankung litt, sind ohnehin die fachärztlichen Beurteilungen massgebend. 

6.2.2.1 F._____ sel. befand sich seit dem 22. Mai 2023 in psychiatrischer Behandlung bei 

Dr. med. M._____.  

6.2.2.1.1 In ihrem psychiatrischen Bericht vom 18. Juni 2023 hielt Dr. med. M._____ fest, dass 

F._____ sel. unter sehr ungewöhnlichen und unerträglichen Gesichtsschmerzen leide, welche in 

die Augen, den Schädel, den Kiefer und den Nacken ausstrahlten. F._____ sel. schildere das 

Gefühl, als lebe etwas in ihrem Körper; ihr Kopf fühle sich an, als wäre er aus Stahl oder Beton. 

Diese Beschwerden lösten bei ihr starke Angst aus und hätten zu erheblichen Beziehungsprob-

lemen sowie sozialem Rückzug geführt.  

F._____ sel., von Beruf Physiotherapeutin, sei gegenwärtig wegen anhaltender Schmerzen ar-

beitsunfähig. Im Alltag sei sie jedoch aktiv, indem sie Schmuck herstelle und verkaufe sowie sich 

um ihren Hund kümmere. Ihre grösste Sorge sei, lebenslang an ihrer seltenen Krankheit zu leiden 

bzw. für den Fall einer allfälligen Heilung, ihre qualvolle Situation bis dahin sowohl physisch als 

auch psychisch nicht ertragen zu können. 

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Dr. med. M._____ stellte bei F._____ sel. mittel- bis schwergradige Angstzustände und Symp-

tome einer posttraumatischen Belastungsstörung infolge der chronischen Schmerzen fest. Diese 

äusserten sich in körperlichen Angstsymptomen wie erhöhter Ermüdbarkeit, Reizbarkeit, Weiner-

lichkeit, Zittern, Unruhe, Herzklopfen, Schlafstörungen, verschwommenem Sehen, Brustschmer-

zen sowie Erstickungs- und Atemnotgefühlen. Sie fürchte sich überdies vor einer Unterbringung 

in einem Pflegeheim oder einer psychiatrischen Einrichtung. 

Die von F._____ sel. konsultierten Ärzte seien zu unterschiedlichen Diagnosen gelangt, gingen 

jedoch übereinstimmend davon aus, dass ihre Beschwerden multifaktoriell bedingt seien, insbe-

sondere durch eine Borreliose mit viralen Koinfektionen und eine Schwermetallvergiftung. Teil-

weise werde eine psychogene Mitverursachung in Betracht gezogen. Nach Angaben von F._____ 

sel. habe keine der bisherigen Behandlungen zu einer Linderung geführt. 

Bezüglich der Einsichts- und Entscheidungsfähigkeit, insbesondere in medizinischen Belangen, 

hielt Dr. med. M._____ fest, F._____ sel. könne die Tragweite eines Suizids für ihren Ehemann 

und ihre Familie nachvollziehen. Sie wolle grundsätzlich weiterleben, aber nur, wenn ihre 

Schmerzen deutlich gelindert oder vollständig beseitigt würden. Sie zeige sich offen gegenüber 

neuen Behandlungsmöglichkeiten, habe aber bereits zahlreiche Therapien erprobt und bemühe 

sich weiterhin um eine geeignete Behandlung. Unter der täglichen „Folter“ möchte sie indes nicht 

mehr weiterleben. 

Dr. med. M._____ kam zum Fazit, dass F._____ sel. fähig sei, ihre persönliche Lage zu verstehen 

und einzuschätzen sowie ihren eigenen Willen frei von äusserem Einfluss zu bilden. 

Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass Dr. med. M._____ nach eingehender Würdigung des ge-

sundheitlichen Zustands von F._____ sel. zum Schluss gelangte, F._____ sel. sei in der Lage, 

ihre persönliche Situation sachgerecht zu erfassen. Hinsichtlich der Frage eines Suizids hielt 

Dr. med. M._____ ausdrücklich fest, F._____ sel. sei sich der Tragweite eines entsprechenden 

Entschlusses zum Suizid für sich selbst sowie für ihren Ehemann und ihre Familie vollumfänglich 

bewusst. Gestützt auf diese fachärztliche Beurteilung ist F._____ sel. als am 18. Juni 2023 ur-

teilsfähig anzusehen. 

6.2.2.1.2 In ihrem Schreiben vom 13. Mai 2025 führte Dr. med. M._____ aus, F._____ sel. habe 

sich während der zweieinhalbjährigen Behandlung stets als geistig gesund gezeigt. Erst durch 

die vom Beschwerdeführer nunmehr vorgelegten Videoaufzeichnungen habe sie erfahren, dass 

F._____ sel. sich selbst verletzt, dabei unangemessen gelacht und ihre Haltung zu ihrem Todes-

wunsch wiederholt geändert habe. Gestützt auf diese Erkenntnisse habe sie ihre ursprüngliche 

Beurteilung des Gesundheitszustands von F._____ sel. revidiert und sei nach Durchsicht des 

Videomaterials zur Ansicht gelangt, bei ihr hätten Anzeichen psychischer Instabilität bestanden. 

Diese Videoaufnahmen hätten zwingend sowohl von den Vertretern der Sterbehilfeorganisation 

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C._____ als auch den F._____ sel. begutachtenden Psychiatern berücksichtigt werden müssen, 

weshalb die Freitodbegleitung hätte abgebrochen werden müssen.  

Unstrittig steht fest, dass F._____ sel. bereits vor Beginn der Behandlung durch Dr. med. M._____ 

selbstverletzendes Verhalten gezeigt hatte, indem sie sich spätestens am 10. Januar 2023 einen 

Bluterguss am rechten Auge zugefügt hatte. Auch wenn Dr. med. M._____ hiervon keine Kennt-

nis gehabt haben sollte, steht fest, dass das Phänomen der Selbstverletzung bereits zu Beginn 

der Therapie bestand.  

Selbst unter der Annahme, F._____ sel. habe vor ihrem Tod zeitweise Anzeichen geistiger Insta-

bilität gezeigt, lässt sich daraus nicht zwingend auf eine Aufhebung oder Einschränkung ihrer 

Urteilsfähigkeit schliessen. Dr. med. M._____ verfasste am 18. Juni 2023 einen umfassenden 

psychiatrischen Bericht, in welchem sie F._____ sel. ausdrücklich als urteilsfähig beurteilte. Zwar 

hielt Dr. med. M._____ in ihrem Schreiben vom 13. Mai 2025 fest, sie erkenne aufgrund der 

vorgelegten Videoaufzeichnungen bei F._____ sel. Anzeichen psychischer Instabilität. F._____ 

sel. befand sich jedoch während eines Zeitraums von zweieinhalb Jahren in psychiatrischer Be-

handlung bei Dr. med. M._____, von der zu erwarten gewesen wäre, dass sie eine erhebliche 

Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit feststellte. Dr. med. M._____ machte im Übrigen 

weder geltend noch legte sie konkret dar, dass F._____ sel. zum Zeitpunkt ihres Entschlusses 

zum Suizid an einer psychischen Störung gelitten hätte, die ihre Fähigkeit zu vernunftgemässem 

Handeln beeinträchtigte. Das Schreiben von Dr. med. M._____ vom 13. Mai 2025 vermag daher 

keine ernsthaften Zweifel an der Urteilsfähigkeit von F._____ sel. im Zeitpunkt der Vornahme 

ihres Suizids zu begründen. 

6.2.2.2.1 Der Beschwerdeführer rügt in seiner Replik, der psychiatrische Bericht von Dr. med. 

N._____ vom 29. Januar 2025 und der psychiatrische Bericht von Dr. med. H._____ vom 30. Ja-

nuar 2025 seien mangelhaft. Konkret beanstandet er das Fehlen einer Anamnese, insbesondere 

der fehlenden Angaben zu von F._____ sel. eingenommenen Medikamenten (Quetiapin und Se-

roquel), die Nichtberücksichtigung bestehender psychischer Störungen bei der Einwilligung in 

den Suizid, das Unterlassen eines Gesprächs mit dem behandelnden Arzt sowie den Angehöri-

gen, die fehlende Erwähnung früherer Meinungsänderungen und einer Aufklärung über mögliche 

Alternativen zum Suizid. Der Sachverständige Dr. med. H._____ behaupte, dass F._____ sel. 

rund um die Uhr bettlägerig gewesen sei, was durch die Tatsache widerlegt werde, dass sie in 

die Schweiz und nach Deutschland verreist sowie sozialen Aktivitäten nachgegangen sei, wie der 

Arbeit und Strandaufenthalten mit ihren Hunden. Ausserdem würden die Sachverständigen 

fälschlicherweise behaupten, der Beschwerdeführer habe die Entscheidung von F._____ sel. 

zum assistierten Suizid akzeptiert.  

Diese Einwendungen hätte der Beschwerdeführer indessen bereits mit der Beschwerde vorbrin-

gen müssen. Da er dies versäumt und sie erst in der Replik erhoben hat, sind sie verspätet und 

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nicht mehr zu hören. Selbst wenn darauf eingegangen würde, vermöchte dies – wie nachfolgend 

gezeigt wird – seiner Beschwerde nicht zum Erfolg zu verhelfen. 

6.2.2.2.2 Die Methodik ist bei der Erstellung psychiatrischer Berichte grundsätzlich frei wählbar; 

jedoch muss die angewandte Methode wissenschaftlich haltbar sein und der Bericht nachvoll-

ziehbar begründet werden (vgl. BGE 128 I 81 E. 2; BGer 6B_1118/2023 vom 26. April 2024 E. 1.4; 

VUILLE, Commentaire romand CPP, 2. Aufl. 2019, Art. 185 N 1). 

Das Gericht würdigt psychiatrische Berichte grundsätzlich frei (Art. 10 Abs. 2 StPO). In Fachfra-

gen darf es davon indes nicht ohne triftige Gründe abrücken, und Abweichungen müssen begrün-

det werden (BGE 150 IV 1 E. 2.3.3; 146 IV 114 E. 2.1). Ein psychiatrischer Bericht stellt nament-

lich dann keine rechtsgenügliche Grundlage dar, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tat-

sachen oder Indizien die Überzeugungskraft des Berichts ernstlich erschüttern. Dies trifft etwa 

zu, wenn der Sachverständige die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, wenn er seine Er-

kenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet oder diese in sich widersprüchlich sind oder 

wenn die Expertise sonst wie an Mängeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch 

ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (BGE 142 IV 49 E. 2.1.3; 141 IV 369 E. 6.1; BGer 

6B_1348/2023 vom 20. Februar 2025 E. 2.3.2). 

6.2.2.2.3 Dr. med. N._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, hielt in seinem 

psychiatrischen Bericht vom 29. Januar 2025 fest, nach eingehender Prüfung der von der Ster-

behilfeorganisation C._____ vorgelegten Unterlagen und nach einer persönlichen Exploration in 

einem Hotelzimmer am selben Tag sei er zum Schluss gekommen, dass F._____ sel. an ihrem 

Wunsch nach baldigem Freitod festhalte.  

Während der gesamten Explorationszeit habe F._____ sel. einen wachen und präsenten Ein-

druck gemacht. Aufgrund der nicht mehr behandelbaren, durch eine sehr ausgeprägte Borreliose 

verursachten neurologischen Ausfälle habe sie begonnen, sich mit dem Freitod auseinanderzu-

setzen. Angesichts ihrer Schmerzen sowie den neurologischen Befunden sehe sie sich zuneh-

mend als eingeschränkt und verfüge über keine Lebensqualität mehr. Daher sei für sie nun der 

Zeitpunkt gekommen, ihren Freitod umzusetzen. Sie habe diesen Entschluss ausführlich mit ihrer 

Familie und ihrem Ehemann besprochen. Diese hätten volles Verständnis und ihre Eltern hätten 

sich bereit erklärt, sie in den Freitod zu begleiten. 

Dr. med. N._____ kam zum Schluss, dass sich F._____ sel. bei klarem Verstand befinde und als 

Person einschliesslich ihres Wunsches nach einer Freitodbegleitung glaubwürdig sei. Sie habe 

diesen Wunsch selbständig gefasst. Während des gesamten Gesprächs habe sich keine depres-

sive oder psychotische Symptomatik gezeigt. F._____ sel. sei in jeder Hinsicht urteils- und ent-

scheidungsfähig, insbesondere in ihrem Wunsch nach einem baldigen Freitod. 

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6.2.2.2.4 Dr. med. H._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, führte in seinem 

psychiatrischen Bericht vom 30. Januar 2025 aus, nach eingehendem Aktenstudium und einer 

Video-Exploration am selben Tag habe sich ergeben, dass F._____ sel. weiterhin an ihrem 

Wunsch nach einem baldigen Freitod festhalte. 

F._____ sel. habe angegeben, bereits am 3. August 2020 entschieden zu haben, mit Hilfe einer 

Freitodbegleitung sterben zu wollen. Sie habe jahrelang an allen möglichen Folgen einer Lyme-

Borreliose und diverser Autoimmunstörungen gelitten, am allermeisten aber an den extremen 

Nervenschmerzen, die durch die Borreliose verursacht worden seien. Die zahlreichen weiteren 

Krankheiten würden hier nicht im Einzelnen aufgezählt. In den letzten fünf Jahren habe sie sich 

den Wünschen ihres tief christlichen Ehemannes gefügt und alle möglichen Therapien auf sich 

genommen, jedoch ohne Erfolg. Sie sei heute zu gar nichts mehr in der Lage, liege nur noch im 

Bett und leide täglich 24 Stunden lang an ihren quälenden Schmerzen, die sie auf keinen Fall 

länger aushalten wolle. Ihre Familie, Eltern und Schwester unterstützen sie in ihrem Sterbe-

wunsch. Ihr Ehemann tue dies ebenfalls, wenn auch nur nolens volens. 

F._____ sel. sei eine geistig klare und entschlossene Person, die genau wisse, was sie wolle. Es 

lägen keine Anzeichen für mentale Einschränkungen wie Depression oder Ängste vor. F._____ 

sel. sei bei klarem Verstand und Bewusstsein. Sie sei voll urteils- und entscheidungsfähig, insbe-

sondere in Bezug auf ihren unbedingten Sterbewunsch. 

6.2.2.2.5 Der Umstand, dass die beiden Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

welche F._____ sel. begutachteten, in ihren Berichten keine Anamnese wiedergaben, lässt für 

sich allein nicht auf eine fehlerhafte Begutachtung schliessen. Auch der Verzicht auf die Befra-

gung des behandelnden Arztes und von Angehörigen vermag nicht den Schluss zu rechtfertigen, 

die Berichte seien als Entscheidgrundlage ungeeignet. Weder wird konkret dargelegt noch ist 

ersichtlich, dass die Exploration von F._____ sel. sowie die einbezogenen Akten für eine verläss-

liche Beurteilung ihrer Urteilsfähigkeit nicht ausgereicht hätten. Ausserdem erweist sich der Ein-

wand des Beschwerdeführers, die bestehenden psychischen Störungen von F._____ sel. seien 

bei der Beurteilung der Einwilligungsfähigkeit in den Suizid unberücksichtigt geblieben, als unbe-

gründet. So führte Dr. med. N._____ in seinem Bericht aus, dass während der Gespräche kei-

nerlei depressive oder psychotische Symptome erkennbar gewesen seien. Ebenso hielt Dr. med. 

H._____ fest, F._____ sel. habe keine Anzeichen psychischer Beeinträchtigungen wie Depres-

sion oder Angst gezeigt. Unter diesen Umständen bestand für die Experten kein Anlass zu ver-

tieften psychiatrischen Abklärungen des Gesundheitszustands von F._____ sel. Soweit der Be-

schwerdeführer sodann geltend macht, Dr. med. N._____ und Dr. med. H._____ hätten sich nicht 

zur Aufklärung von F._____ sel. über mögliche Alternativen zum Suizid geäussert, ist festzuhal-

ten, dass entsprechende Ausführungen im Rahmen der fachärztlichen Beurteilung der Urteilsfä-

higkeit von F._____ sel. offenkundig nicht erforderlich waren. Des Weiteren vermag das Vorbrin-

gen des Beschwerdeführers, Dr. med. H._____ habe F._____ sel. zu Unrecht als „rund um die 

Uhr bettlägerig“ bezeichnet, den betreffenden psychiatrischen Bericht nicht zu entkräften. Zwar 

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führte Dr. med. H._____ aus, F._____ sel. halte sich praktisch ausschliesslich im Bett auf und 

leide ununterbrochen unter beträchtlichen Schmerzen. Selbst wenn diese Darstellung die tat-

sächlichen Verhältnisse leicht überzeichnen sollte, gibt sie den wesentlichen Sachverhalt korrekt 

wieder. Eine Präzisierung dahin gehend, dass F._____ sel. im Wesentlichen bettlägerig war, je-

doch gelegentlich reiste oder soziale Kontakte pflegte, hätte an der fachärztlichen Beurteilung 

ihrer Urteilsfähigkeit offenkundig nichts geändert. Schliesslich ist festzustellen, dass die beiden 

Experten zwar unzutreffend erwähnen, der Beschwerdeführer habe Verständnis für den Ent-

scheid von F._____ sel. zum Freitod geäussert. Ob der Beschwerdeführer den Entschluss von 

F._____ sel. nachvollziehen konnte, ist für die Beurteilung ihrer Urteilsfähigkeit indes ohne Rele-

vanz. Demnach ist die Unrichtigkeit dieser Angabe für die Beurteilung der Urteilsfähigkeit von 

F._____ sel. unerheblich. 

6.2.2.2.6 Die Berichte vom 29. und 30. Januar 2025 wurden von Fachärzten für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH erstellt. Die angewandte Methode, bestehend aus der Exploration von 

F._____ sel. und dem Studium der Akten, bildet eine adäquate Beurteilungsgrundlage. Überdies 

erweisen sich die Ausführungen von Dr. med. N._____ und Dr. med. H._____ als in sich schlüs-

sig, nachvollziehbar und vollständig. Aus den Berichten ergibt sich weiter, dass F._____ sel. ins-

besondere infolge einer Borreliose seit längerer Zeit unter intensiven Schmerzen litt und sich 

lange mit dem Thema Freitod auseinandersetzte. Demnach erscheint ihr Entschluss, den Freitod 

zu wählen, als rational nachvollziehbar und Ergebnis einer wohlüberlegten, gereiften autonomen 

Willensbildung. Nach alledem ist daher festzustellen, dass keine gewichtigen und verlässlich be-

gründeten Tatsachen bzw. Indizien vorliegen, die geeignet wären, die Überzeugungskraft der 

psychiatrischen Berichte von Dr. med. N._____ und Dr. med. H._____ zu erschüttern. Basierend 

auf den fachärztlichen Beurteilungen kann daher davon ausgegangen werden, dass F._____ sel. 

im massgeblichen Zeitpunkt urteilsfähig war.  

6.2.2.3 Ferner ist darauf hinzuweisen, dass F._____ sel. in ihrer persönlichen Freitoderklärung 

vom 31. Januar 2025 ausdrücklich angab, sich im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte zu befinden. 

6.2.2.4 Zusammenfassend hat F._____ sel. ihren Tod selbst herbeigeführt. Anzeichen für eine 

eingeschränkte oder fehlende Urteilsfähigkeit bestehen nicht, so dass von ihrer Urteilsfähigkeit 

auszugehen ist. Ebenso bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass sie von einem Dritten zum 

Suizid genötigt wurde oder diesen infolge eines Irrtums begangen hat. Ihr Suizid beruhte folglich 

auf einem selbstbestimmten autonomen Willensentschluss. Mithin hat sie den Suizid eigenver-

antwortlich und aufgrund eines frei gebildeten Willens selbst begangen. Demnach liegt vorliegend 

ein Suizid im Sinne von Art. 115 StGB vor. Die Freitodbegleiter B._____ und I._____ haben 

F._____ sel. bei ihrem Suizid zweifellos Beihilfe geleistet und könnten damit den objektiven Tat-

bestand der Verleitung und Beihilfe zum Selbstmord erfüllt haben. 

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6.3 Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob konkrete Anzeichen vorliegen, dass B._____ und 

I._____ den subjektiven Tatbestand von Art. 115 StGB verwirklicht haben könnten. 

Der Beschwerdeführer hat es versäumt, sich mit der subjektiven Tatbestandsvoraussetzung der 

selbstsüchtigen Beweggründe konkret auseinanderzusetzen. Selbst wenn dieses Tatbestandse-

lement im vorliegenden Beschwerdeverfahren dennoch zu untersuchen wäre, vermöchte ihm 

dies nicht zu helfen. Gemäss Kostenaufstellung der Sterbehilfeorganisation C._____ vom 31. Ja-

nuar 2025 wurden für den assistierten Suizid von F._____ sel. insgesamt Fr. 10'000.− verlangt 

und auch bezahlt. Mit diesem Betrag werden der Vorbereitungsaufwand, die ärztlichen Begut-

achtungen und Rezepte, die Durchführung der Freitodbegleitung (Personal-, Raum- und Reini-

gungskosten, Materialaufwand und Gesamtkostenanteil) sowie Bestattungskosten (Aufwand für 

Transporte, Kremation, Urnenversand, Nachbearbeitung, Dokumentationen inkl. Apostillierung 

der Sterbeurkunden und deren Versand usw.) gedeckt. Angesichts der mit dem assistierten Sui-

zid verbundenen Aufwendungen erscheint dieser Betrag angemessen und lässt die Handlungen 

der beiden Freitodbegleiter B._____ und I._____ klarerweise nicht als Ausdruck eines selbst-

süchtigen Beweggrundes erscheinen. Auch finden sich keine Anhaltspunkte für ein anderweitig 

selbstsüchtiges Motiv. Aus diesen Gründen ist nicht ersichtlich, dass B._____ und I._____ die 

subjektive Seite des Tatbestands der Verleitung und Beihilfe zum Selbstmord verwirklicht haben 

könnten. 

6.4 Dem Gesagten zufolge ergeben sich keine genügenden Anhaltspunkte für ein strafba-

res Verhalten im Sinne von Art. 115 StGB von B._____ und I._____. Damit wäre mit sehr hoher 

Wahrscheinlichkeit ein Freispruch zu erwarten, würde das Verfahren durch ein Sachgericht be-

urteilt werden. Folglich ist insoweit die Einstellung des Verfahrens nicht zu beanstanden. 

7. Des Weiteren ist die Einstellung des Verfahrens in Bezug auf die vom Beschwerdefüh-

rer genannten Tatbestände der vorsätzlichen Tötung, des Mordes und der fahrlässigen Tötung 

zu beurteilen. 

7.1 Den Tatbestand der vorsätzlichen Tötung erfüllt, wer vorsätzlich einen Menschen tötet, 

ohne dass eine der besonderen Voraussetzungen der Art. 112 bis Art. 117 StGB zutreffen 

(Art. 111 StGB). Handelt der Täter besonders skrupellos, sind namentlich sein Beweggrund, der 

Zweck der Tat oder die Art der Ausführung besonders verwerflich, so begeht er einen Mord 

(Art. 112 StGB). Den Tatbestand der fahrlässigen Tötung im Sinne von Art. 117 StGB verwirklicht, 

wer fahrlässig den Tod eines Menschen verursacht. 

Wie bereits erwähnt, kann eine urteilsunfähige Person nicht eigenverantwortlich Suizid begehen. 

Eine ihr gegenüber erbrachte Unterstützung beim Suizid fällt daher insbesondere unter die Tat-

bestände der vorsätzlichen Tötung, des Mordes oder der fahrlässigen Tötung in mittelbarer 

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Täterschaft, wobei das Opfer als willensloses Tatwerkzeug fungiert (vgl. BGer 6B_1024/2018 

vom 7. Februar 2019 E. 2.2; 6B_48/2009 vom 11. Juni 2009 E. 2.1).  

7.2 F._____ sel. führte ihren Tod selbst herbei. Eine physische Fremdeinwirkung ist aus-

geschlossen werden. Wie bereits dargelegt, handelte F._____ sel. bei ihrer Selbsttötung selbst-

bestimmt und war urteilfähig. Demnach liegt ein eigenverantwortlicher Suizid vor. Es besteht folg-

lich kein Anlass zur Annahme, sie sei als willensloses Tatwerkzeug für ihre Selbsttötung verwen-

det worden. Unter diesen Umständen ist offensichtlich kein hinreichender Tatverdacht wegen 

vorsätzlicher Tötung, Mordes oder fahrlässiger Tötung ersichtlich. 

8. Ferner fragt sich, ob konkrete Anzeichen für die Verwirklichung des vom Beschwerde-

führer erwähnten Tatbestands des Diebstahls gegeben sein könnten. 

Der Beschwerdeführer behauptet, F._____ sel. habe ohne sein Wissen vom gemeinsamen Konto 

Gelder in Höhe von USD 5'000.− für eine Zahlung an die Sterbehilfeorganisation C._____ ent-

nommen. Darin scheint er einen Diebstahl zu erblicken. Den Tatbestand des Diebstahls nach 

Art. 139 Abs. 1 StGB erfüllt, wer jemandem eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung weg-

nimmt, um sich oder einen andern damit unrechtmässig zu bereichern. Der Diebstahl setzt somit 

als Tatobjekt eine fremde bewegliche Sache voraus. Kontoguthaben stellen jedoch keine beweg-

liche Sachen dar, sondern sind Ansprüche gegenüber der Bank (vgl. BGE 81 IV 156). Der Tat-

bestand des Diebstahls scheidet bereits mangels eines Tatobjekts im Sinne von Art. 139 Abs. 1 

StGB offensichtlich aus. Angefügt sei, dass bei einer unbefugten Entnahme eines Geldbetrags 

von einem Bankkonto gegebenenfalls der Tatbestand der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 

Abs. 1 Ziff. 2 StGB erfüllt sein könnte. Eine Beurteilung des Verhaltens von F._____ sel. entfällt, 

da sie verstorben ist. Anhaltspunkte für eine durch B._____ oder einen anderen Vertreter der 

Sterbehilfeorganisation C._____ verübte Veruntreuung sind jedoch evidentermassen nicht er-

sichtlich, fehlt es hier doch bereits an der Tatbestandsvoraussetzung des Anvertrautseins des in 

Rede stehenden Kontoguthabens. 

9. Schliesslich gilt es zu beurteilen, ob konkrete Indizien vorliegen, die auf die Erfüllung 

der vom Beschwerdeführer angeführten Straftatbestände der Erpressung oder Nötigung hindeu-

ten könnten. 

9.1 Der Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 1 StGB macht sich schuldig, wer in der Absicht, 

sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Gewalt oder Androhung 

ernstlicher Nachteile zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selber oder einen andern 

am Vermögen schädigt. Wegen Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB macht sich strafbar, wer 

jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere Beschränkung 

seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden. Der Tatbestand der 

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Erpressung ist lex specialis zur Nötigung nach Art. 181 StGB (BGer 6P.5/2006 et al. vom 12. Juni 

2006 E. 4.1; DELNON/RÜDY, Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II, a.a.O., Art. 181 N 71). 

9.2.1 Die für den 11. Januar 2023 vorgesehene Freitodbegleitung von F._____ sel. fand of-

fenbar aufgrund einer Intervention des Beschwerdeführers nicht statt. Am 22. März 2023 infor-

mierte B._____ per E-Mail F._____ sel. darüber, dass die von ihr geleisteten Anzahlungen für die 

ursprünglich auf den 11. Januar 2023 geplante Freitodbegleitung aufgrund der der Sterbehilfeor-

ganisation C._____ entstandenen Auslagen und der aufwendigen Begutachtung durch einen der 

führenden Spezialisten vollständig aufgebraucht seien. B._____ verlangte deswegen von 

F._____ sel. eine weitere Zahlung von knapp [Fr.] 10'000.−. Wie bereits erwähnt, wurde der Ster-

behilfeorganisation C._____ gemäss deren Kostenaufstellung vom 31. Januar 2025 für die Be-

gleitung des Suizids von F._____ sel. ein Betrag von Fr. 10'000.− überwiesen, um die damit ver-

bundenen Aufwendungen zu decken.  

9.2.2 Die von der Sterbehilfeorganisation C._____ durch ihren Vertreter B._____ eingefor-

derten Kostenbeiträge dienen der Deckung der üblichen im Rahmen einer Freitodbegleitung an-

fallenden Auslagen; die entsprechende Forderung für die geplante Freitodbegleitung vom 31. Ja-

nuar 2025 erscheint folglich rechtmässig. Dasselbe gilt ebenso für die Zahlungen für die Aufwen-

dungen der Sterbehilfeorganisation C._____ im Rahmen des Suizidversuchs von F._____ sel. im 

Januar 2023. 

Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass sich B._____ persönlich oder die Sterbehilfeorgani-

sation C._____ in unrechtmässiger Weise bereichern wollte. Bereits aus diesem Grund scheint 

der Tatbestand der Erpressung eindeutig als nicht erfüllt. Ebenso ergeben sich keine Hinweise 

darauf, dass B._____ F._____ sel. durch Gewalt, die Androhung ernstlicher Nachteile oder durch 

andere Beschränkung ihrer Handlungsfreiheit zur Zahlung der betreffenden Summe veranlasst 

hätte. Folglich erscheinen sowohl eine Erpressung als auch eine Nötigung offenbar als nicht ge-

geben. Die Staatsanwaltschaft hat daher zu Recht kein Verfahren wegen Erpressung oder Nöti-

gung eröffnet. 

10. Aus den vorstehenden Ausführungen folgt, dass im Zusammenhang mit dem ausser-

gewöhnlichen Todesfall von F._____ sel. klarerweise keinerlei Hinweise für ein strafbares Ver-

halten bestehen. Es sind keine Untersuchungshandlungen ersichtlich, deren Ergebnisse zu einer 

abweichenden Beurteilung führen könnten. Die Staatsanwaltschaft hat demnach das Verfahren 

zu Recht eingestellt, weshalb die Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist. 

11. Abschliessend bleibt über die Kosten- und Entschädigungsfolgen zu befinden. 

  

11.1 Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Ob-

siegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ausgangsgemäss sind die Kosten des 

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Beschwerdeverfahrens von total Fr. 1'050.− (bestehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.− 

und Auslagen von pauschal Fr. 50.−) dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.  

 

11.2 Dem Beschwerdeführer ist aufgrund seines Unterliegens keine Parteientschädigung 

zuzusprechen. 

Demnach wird erkannt: 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt Fr. 1'050.− 

(bestehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 1‘000.− und Auslagen 

von pauschal Fr. 50.−) werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

Präsident 

 

 

 

Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber 

 

 

 

Stefan Steinemann 

 

 

 

 

Gegen diesen Entscheid ist Beschwerde beim Bundesgericht erhoben worden (7B_1301/2025)
 

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