# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8575af3-4044-538d-86d3-77d918aafa30
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.04.2021 200 2020 652
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-652_2021-04-30.pdf

## Full Text

200 20 652 UV
WIS/SVE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 30. April 2021

Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

AXA Versicherungen AG
Generaldirektion, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 
8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 16. Juli 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin C.________ AG obligatorisch nach dem Bundes-
gesetz vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) 
bei der AXA Versicherungen AG (AXA bzw. Beschwerdegegnerin) versi-
chert, als er gemäss Schadenmeldung UVG am 20. September 2017 bei 
der Arbeit auf einer Baustelle über ein beim Eingang eines Containers am 
Boden liegendes Stromkabel stolperte. Dabei fiel er gegen den Türrahmen, 
wo er sich mit dem Arm abfing und dadurch die Hand ins Gesicht bekam 
und sich die Zähne rechts prellte (Akten der AXA, Antwortbeilage [AB] A1) 
resp. mit den Zähnen gegen das Handgelenk prallte (AB A2). Die AXA an-
erkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen 
insbesondere für die Behandlungen von September, Oktober und Novem-
ber 2017 sowie eine weitere Behandlung von August 2018 (vgl. AB „Print 
Zahlungen“ [nicht paginiert]; AB M7 S. 2). Nachdem die behandelnde 
Zahnärztin Dr. med. dent. D.________ einen Kostenvoranschlag vom 
4. September 2019 (AB A4; vgl. AB A5) für die Behandlung der Zähne 13, 
12, 11, 21, 22, 23 eingereicht hatte, verneinte die AXA mit Verfügung vom 
4. Dezember 2019 (AB A11) ihre Leistungspflicht. Die dagegen erhobene 
Einsprache (AB A14, A18) wies sie mit Entscheid vom 16. Juli 2020 
(AB A26) ab.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 3. September 2020 Beschwerde und bean-
tragte unter Entschädigungsfolge, in Aufhebung des Einspracheentschei-
des vom 16. Juli 2020 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die ge-
setzlichen Leistungen zu erbringen. Eventualiter sei der Einspracheent-
scheid vom 16. Juli 2020 aufzuheben, und es sei ein fachzahnärztliches 
Gutachten einzuholen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 6. November 2020 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 16. Juli 
2020 (AB A26). Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin für die Behandlung der Zähne 13, 12, 11, 21, 22, 23 
gemäss Kostenvoranschlag vom 4. September 2019 (AB A4; vgl. AB A5).

1.3 Gemäss dem Kostenvoranschlag vom 4. September 2019 (AB A4; 
vgl. AB A5) belaufen sich die strittigen Behandlungskosten auf Fr. 9'069.50, 
wobei eine Abweichung von bis zu 15 % möglich ist. Der Streitwert liegt 
damit unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die 
einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 4

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 5

frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialver-
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges 
genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 
435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 
5.1).

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall ver-
schlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaften Vor-
zustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäqua-
te Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und aussch-
liesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 
bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht 
ist (BGE 146 V 51 E. 5.1. S. 55).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 56).

2.2.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 6

deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

2.3 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von 
Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe 
längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu 
einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 144 V 245 E. 
6.1 S. 254, 118 V 293 E. 2c S. 296). 

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
im Sinne von Art. 11 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die 
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) des Unfallversicherers nur dann, 
wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der 
seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein 
natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Dabei kann der 
Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des Kausalzusammenhangs 
beim Grundfall oder einem früheren Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 
293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b; SVR 
2016 UV Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 E. 2.1.2). Bei Rückfällen und 
Spätfolgen obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen eines 
natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild 
und dem Unfall mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je 
grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind 
an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs 
zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der 
versicherten Person aus (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 57 E. 2.2.2; Entscheid 
des BGer vom 19. Dezember 2016, 8C_61/2016, E. 3.2).

2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 7

des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Aufgrund der Akten erstellt und unbestritten ist, dass das Ereignis 
vom 20. September 2017 (vgl. AB A1 f.) einen Unfall im Rechtssinne (Art. 4 
ATSG) darstellt (vgl. E. 2.1 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat in Zu-
sammenhang mit dem besagten Ereignis Leistungen für Behandlungen im 
September, Oktober und November 2017 sowie August 2018 (vgl. 
AB „Print Zahlungen“ [nicht paginiert]; AB M7 S. 2; AB M10) erbracht und 
damit das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen – insbesondere der 
leistungsbegründenden Unfallkausalität – anerkannt (vgl. Entscheid des 
BGer vom 1. Februar 2011, 8C_895/2010, E. 5.1). Uneinig sind sich die 
Parteien indes hinsichtlich der (vorliegend streitgegenständlichen [vgl. 
E. 1.2 hiervor]) Frage, ob die Beschwerdegegnerin für die Behandlung der 
Zähne 13, 12, 11, 21, 22, 23 gemäss Kostenvoranschlag vom 4. Septem-
ber 2019 (AB A4; vgl. AB A5) ebenfalls leistungspflichtig ist.

3.2 In zahnmedizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen 
das Folgende entnehmen:

3.2.1 Dem durch Dr. med. dent. D.________ ausgefüllten Zahnschaden-
formular vom 17. Oktober 2017 (AB M1) ist zu entnehmen, dass der erste 
Befund am 22. September 2017 aufgenommen worden ist (S. 1 Ziff. 1). Als 
unfallbedingte Befunde wurden Kronenfrakturen ohne Pulpabeteiligung an 
den Zähnen 3, 2, 1, 1, 2, 3 im Oberkiefer sowie an den Zähnen 3, 2, 1, 1, 2, 
3 im Unterkiefer aufgeführt, wobei die Zähne 3, 2, 1, 1, 2, 3 im Oberkiefer 
und die Zähne 3, 2 im Unterkiefer als intakt angegeben wurden (Ziff. 3). 
Der Zahn 3 im Oberkiefer wurde als nicht behandelt und defekt, und die 
Zähne 3, 2, 1, 1, 2 als gefüllt aufgeführt (Ziff. 4). Als diagnostische Sofort-
massnahmen führte sie zehn Mal Röntgen, CO2 positiv sowie eine leicht 
erhöhte Beweglichkeit auf (S. 2 Ziff. 5). Betreffend den voraussichtlichen 
weiteren Verlauf hielt sie fest, dass eine Beobachtung während mindestens 
fünf Jahren nötig sei und sich die definitive Versorgung voraussichtlich erst 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 8

nach einer Beobachtungszeit von fünf bis zehn Jahren planen lasse 
(Ziff. 6). Vorschläge für die definitive Versorgung würden zu gegebenem 
Zeitpunkt erfolgen (Ziff. 7).

3.2.2 In der Beurteilung vom 5. November 2019 (AB M3) hielt der bera-
tende Zahnarzt Dr. med. dent. E.________ in Bezug auf die Frage, ob die 
Behandlung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Folge des Ereig-
nisses vom 20. September 2017 (vgl. AB M4 S. 3) sei, fest, dies sei frag-
lich, eher nein. Es lägen leider keine Fotos anlässlich der ersten Befund-
aufnahme am 22. September 2017 der Oberkieferfront vor, welche den 
Zustand dieser Zähne dokumentierten. Die vorliegenden Röntgenbilder 
(sechs Stück) vom 22. September 2017 zeigten an den Zähnen 11, 21, 22 
und 23 kariöse Läsionen oder buccale Erosionen. Frakturen seien an die-
sen Zähnen im Röntgenbild nicht sichtbar. Der Zustand der Zähne 12 und 
13 sei auf diesen Röntgenbildern nicht diagnostizierbar. Das Röntgenbild 
vom 8. Mai 2019 zeige am Zahn 13 eine ausgedehnte Kompositfüllung. 
Das beschriebene Trauma vom 20. September 2017 scheine ihm auch 
nicht ausreichend für das im UVG-Formular beschriebene Schadensbild. 
Die damals gemachten Kunststofffüllungen seien mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf die oben beschriebenen kariösen Läsionen und nicht auf 
das Unfalltrauma zurückzuführen. Mit den bereits bezahlten Kompositfül-
lungen an den Zähnen 13, 12, 11, 21 und 22 sei der Vorzustand mehr als 
wiederhergestellt (Ziff. 1). Ferner führte er aus, die nun geplante Behand-
lung (Überkronung aller sechs Frontzähne) sei weder wirtschaftlich noch 
zweckmässig und auch nicht unfallkausal. Er empfehle daher die Über-
nahme der Kosten für die geplante Behandlung abzulehnen (Ziff. 2; vgl. 
AB M4 S. 3).

3.2.3 Dr. med. dent. D.________ führte in einer undatierten Stellungnah-
me (Posteingang bei der Beschwerdegegnerin am 20. Januar 2020; 
AB M5) aus, der Beschwerdeführer sei erstmals im August 2009 zu ihr in 
die Sprechstunde gekommen. Sämtliche Frontzähne im Oberkiefer seien 
saniert gewesen, wie auch sein restliches Gebiss. Dank jährlichen Kontrol-
len seien allfällige kleine Läsionen direkt saniert worden, ein paar Zähne 
hätten unter Beobachtung gestanden, d.h. falls eine kleine Demineralisati-
on sich weiterentwickelt hätte, hätte man reagieren können. So sei auch mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 9

Zahn 23 verfahren worden, welcher im Unfallformular korrekterweise als 
kariöse Läsion aufgelistet worden sei. Sämtliche restlichen Zähne seien vor 
dem Unfall als saniert – gefüllt – deklariert (2009 bis 2017) und jährlich be-
gutachtet worden. Nach dem Unfall sei der Beschwerdeführer am 22. Sep-
tember 2017 in ihre Praxis gekommen und am 25. September 2017 seien 
mehrere Zähne wieder instandgesetzt worden, wobei „nur“ die gelockerten 
und herausgebrochenen Füllungen (Zahn 13, 12, 11, 21, 22) ersetzt wor-
den seien. Der Zahn 23 sei erst im November neu gemacht worden, nach-
dem die Zahnwand frakturiert gewesen sei. Im Unterkiefer habe sie die 
Füllungen anpoliert und abgewartet, ob auch dort ein Riss zu einer Fraktur 
führen würde. Bis dato hätten alle Zähne gehalten. Die Zahnhalsfüllungen 
im Oberkiefer seien notwendig gewesen, weil durch den Sturz der Zahn-
schmelz Risse und abgesplitterte Teile (erhalten) habe, welche so brüchig 
gewesen seien, dass sie zum Teil mit der Sonde hätten weggespickt wer-
den können. Um weitere Schäden vorzubeugen, sollten nun die Oberkiefer-
Zähne überkront werden.

3.2.4 In der Beurteilung vom 24. Juni 2020 (AB M10) hielt der beratende 
Zahnarzt Dr. med. dent. F.________ fest, die Kausalität der Schädigung an 
den Frontzähnen habe man zwei Jahre nach dem Ereignis mit dem Einrei-
chen des Kostenvoranschlags vom 4. September 2019 von Dr. med. 
dent. D.________ zahnärztlich beurteilen lassen (S. 1 f.). Anhand der un-
genügenden Dokumentationen habe Dr. med. dent. E.________ nicht eine 
einwandfreie Beurteilung abgeben können (ohne klinisches Bild [Formular 
Fotos], ohne vollständige Röntgendokumentation). Gemäss der Stellung-
nahme von Dr. med. dent. D.________ vom 15. Januar 2020 (Mail an 
Rechtsanwalt) seien die Schädigungen an den Frontzähnen im Ober- und 
Unterkiefer Risse, Absplitterungen und lockere Füllungen gewesen. Diese 
Schädigungen seien im UVG-Formular nicht aufgeführt gewesen und auf 
den Röntgenbildern schwer oder überhaupt nicht diagnostizierbar. Diese 
Befunde seien Dr. med. dent. E.________ nicht bekannt gewesen. Um sich 
eine gewisse Klarheit zu verschaffen, habe er von 
Dr. med. dent. D.________ die Patientenkarte, neue aktuelle Röntgenbilder 
und eine Fotodokumentation verlangt (S. 1). Die Schädigungen seien rönt-
genologisch im 2017 mässig (Karies, Abrasion, Füllungen) gewesen. Sie 
hätten sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne Haarrisse, Risse, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 10

Absplitterungen zur heutigen Grösse nicht entwickeln können. Die 
nachträglich aufgeführten Risse und Absplitterungen stünden mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit mit dem Ereignis vom 20. September 2017 in 
Zusammenhang. Mit der Überkronung der Zähne würden weitere Schäden 
vermieden und die Substanzverluste ersetzt. Eine weitere externe 
zahnärztliche Beurteilung würde nur weitere administrative Kosten verursa-
chen, ohne wesentliche Resultate (S. 3).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Soll ein 
Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 11

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der 
versicherten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und 
Ärzte mitzuberück-sichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der 
versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren 
Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der 
pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 
E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das 
Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an 
den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 
65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469). 

3.4

3.4.1 Vorab ist festzuhalten, dass Dr. med. dent. D.________ auf dem 
Zahnschadenformular vom 17. Oktober 2017 (AB M1) zu Handen der 
Beschwerdegegnerin betreffend die Zwischenbehandlung und den 
voraussichtlichen weiteren Verlauf festhielt, dass eine Beobachtung 
während mindestens fünf Jahren nötig sei. Überdies führte sie aus, die 
definitive Versorgung lasse sich voraussichtlich erst nach einer 
Beobachtungszeit von fünf bis zehn Jahren planen, Vorschläge für die 
definitive Versorgung folgten zu gegebenem Zeitpunkt (S. 2 Ziff. 6 f.). 
Aufgrund dieser Ausführungen musste die Beschwerdegegnerin mit 
weiteren Behandlungen rechnen. Sie übernahm denn auch die in Folge des 
Unfalls vom 20. September 2017 anfallenden Kosten für die von 
September bis November 2017 durchgeführten Behandlungen sowie auch 
die Kosten für eine im August 2018 erfolgte Behandlung (vgl. AB M7 S. 2). 
Überdies schloss sie den Fall nicht ab. Die vorliegend strittigen Kosten für 
die Behandlung gemäss Kostenvoranschlag vom 4. September 2019 
(AB A4; vgl. AB A5) fallen folglich nach wie vor unter den Grundfall und 
entstanden entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (vgl. AB A26 
S. 7 Ziff. 2.3.1.4) nicht infolge eines Rückfall (vgl. E. 2.3). Demnach hat die 
Beschwerdegegnerin das Erreichen des Status quo sine vel ante zu 
belegen resp. obliegt ihr die Beweislast für das Dahinfallen des 
Kausalzusammenhangs (vgl. E. 2.2.2 hiervor). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 12

3.4.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im vorliegend angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 16. Juli 2020 (AB A26) massgeblich auf die 
Beurteilung ihres beratenden Zahnarztes Dr. med. dent. E.________ vom 
5. November 2019 (AB M3). Entsprechend dem in E. 3.3 hiervor 
Dargelegten sind an dessen Einschätzung strenge Anforderungen zu 
stellen und es genügen bereits geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit. Dr. med. dent. E.________ stützte sich in seiner Beurteilung 
auf eine unvollständige Aktenlage, wie der ebenfalls beratende Zahnarzt 
Dr. med. dent. F.________ in seiner Beurteilung vom 24. Juni 2020 
(AB M10) nachvollziehbar aufzeigte. Einerseits lag Dr. med. 
dent. E.________ die Patientenkarte nicht vor. Andererseits verfasste er 
seine Beurteilung in Unkenntnis der genauen Schädigungen. Eine absch-
liessende Beurteilung war ihm aufgrund der ungenauen Dokumentation 
somit nicht möglich. Die Beurteilung von Dr. med. dent. E.________ vom 5. 
November 2019 (AB M3) ist damit nicht beweiskräftig. 

3.4.3 Die Beurteilung von Dr. med. dent. F.________ vom 24. Juni 2020 
(AB M10) hingegen erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung 
an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.3 hiervor) und erbringt vollen Beweis, weshalb darauf abzustellen 
ist. Diese Beurteilung basiert im Gegensatz zur Einschätzung von Dr. med. 
dent. E.________ (AB M3; vgl. E. 3.4.1 hiervor) auf einer vollständigen 
Aktenlage, nachdem Dr. med. dent. F.________ die Patientenkarte des 
Beschwerdeführers bei der behandelnden Zahnärztin eingeholt hatte. 
Überdies berücksichtigte er insbesondere auch die aktuellen bildgebenden 
Untersuchungen. Dr. med. dent. F.________ verwies zudem auf die unda-
tierte Stellungnahme (Posteingang bei der Beschwerdegegnerin am 
20. Januar 2020) der erstbehandelnden Zahnärztin 
Dr. med. dent. D.________, in welchem diese die Schäden als Risse und 
Absplitterungen im Zahnschmelz sowie gelockerte und herausgebrochene 
Füllungen der Ober- und Unterkiefer-Frontzähne definierte (vgl. AB M5). 
Dass dies auf den Röntgenbildern von 2017 schwer oder überhaupt nicht 
diagnostizierbar war, begründete Dr. med. dent. F.________ nachvollzieh-
bar mit dem Umstand, dass es sich bei Röntgenbildern um Summationsbil-
der handelt. Er zeigte sodann schlüssig auf, dass es im Vergleich zu den 
Röntgenbildern von 2017 zu einem zusätzlichen Verlust der Zahnsubstan-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 13

zen gekommen ist. So seien auf den aktuellen Röntgenbildern an den Zäh-
nen 13 bis 23 diverse Schädigungen sichtbar. Ebenso seien klinisch die 
Risse und Absplitterungen klar sichtbar. Ferner führte er aus, es könne 
weder eindeutig bejaht oder negiert werden, ob die Sekundärkaries durch 
die Risse entstanden seien. Auch die wiederholte Füllungstherapie sei nicht 
nur auf Karies, sondern eben auch auf die Risse zurückzuführen. Überdies 
berücksichtigte er auch unfallfremde Faktoren wie die medikamentös be-
dingte Gingivahyperplasie und die infolgedessen erschwerte Mundhygiene 
sowie den erhöhten Kariesbefall im Zahnhalsbereich. Er setzte sich auch 
mit der Frage auseinander, ob der Beschwerdeführer knirsche, wodurch 
Risse und Absplitterungen ebenfalls möglich seien (AB M10 S. 2). 
Schliesslich überzeugt die Einschätzung von Dr. med. dent. F.________, 
wonach die Schädigungen (Karies, Abrasion, Füllungen) 2017 röntgenolo-
gisch mässig waren, sich aber mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne 
Haarrisse, Risse und Absplitterungen nicht zur heutigen Grösse entwickeln 
konnten, was gestützt auf dessen Beurteilung – entgegen der Ansicht der 
Beschwerdegegnerin (vgl. AB A26 S. 5 Ziff. 2.3.1.1) – auch für Zahn 23 
zutrifft, führte er doch die Schädigung aller Zähne auf das Ereignis vom 
20. September 2017 zurück (vgl. AB M10 S. 1). Die Beschwerdegegnerin 
anerkannte sodann die Behandlung von Zahn 23 im November 2017 (vgl. 
AB M7) durch die Bezahlung der Rechnung vom 8. Dezember 2017 (vgl. 
AB „Print Zahlungen“ [nicht paginiert]) als Unfallfolge. Sofern die Be-
schwerdegegnerin rügt, Dr. med. dent. F.________ gehe von einem Unfal-
lereignis aus, welches so nicht beschrieben worden sei (AB A26 S. 6 
Ziff. 2.3.1.4), ist ihr Folgendes entgegenzuhalten: 
Dr. med. dent. F.________ zeigte einzig auf, dass die Schädigung aller 
Ober- und Unterkiefer-Frontzähne für eine unkontrollierte dramatische Prel-
lung (Zusammenbiss) der Zähne spreche, wobei meistens mehrere Zähne 
beschädigt würden. Gleichzeitig führte er die Möglichkeit auf, dass der Auf-
prall auf das Handgelenk den Schaden eventuell gemildert haben könne 
(vgl. AB M10 S. 1). Damit geht er vom selben Unfallereignis aus, wie es 
auch vom Beschwerdeführer beschrieben worden war.

Folglich ist auf die Beurteilung von Dr. med. dent. F.________ abzustellen 
und davon auszugehen, dass die nachträglich aufgeführten Risse und Ab-
splitterungen (vgl. AB M5) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 14

Unfall vom 20. September 2017 zurückzuführen sind (vgl. AB M10 S. 3). 
Der rechtserhebliche Sachverhalt ist hinreichend erstellt und von weiteren 
medizinischen Abklärungen sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwar-
ten, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichtet werden 
kann (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). 

4.

4.1 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen. Eine Behandlung gilt dann 
als zweckmässig im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG, wenn sie wissenschaft-
lich anerkannt ist und dem Wirtschaftlichkeitsgebot in Art. 54 UVG genügt, 
wonach sich die Behandlung auf das durch den Behandlungszweck erfor-
derliche Mass zu beschränken hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 UVG). Es gel-
ten somit ähnliche Voraussetzungen für die Heilbehandlung im Unfallversi-
cherungsrecht wie für die Kostenübernahme im Krankenversicherungsrecht 
(Wirtschaftlichkeit, Zweckmässigkeit, Wirksamkeit), weshalb im Wesentli-
chen auch der gleiche Leistungsumfang besteht (vgl. KIESER/GEH-
RING/BOLLINGER, KVG/UVG Kommentar, 2018, Art. 10 Rz. 3; RUMO-
JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, 
S. 102 f.).

4.2 Dr. med. dent. E.________ führte einzig aus, die geplante Behand-
lung (Überkronung aller sechs Frontzähne) sei weder wirtschaftlich noch 
zweckmässig (und auch nicht unfallkausal; AB M3), ohne dies näher zu 
begründen, womit nicht auf diese Einschätzung abgestellt werden kann. 
Gemäss der beweiskräftigen Beurteilung von Dr. med. dent. F.________ 
vom 24. Juni 2020 (AB M10) werden mit der Überkronung der Zähne 
(gemäss Kostenvoranschlag vom 4. September 2019 [AB A4; vgl. AB A5]) 
weitere Schäden vermieden und die Substanzverluste ersetzt. Folgedessen 
sind die Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit gestützt auf diese Beurtei-
lung zu bejahen (vgl. E. 4.1 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 15

5.

Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass das Unfallereignis vom 20. Sep-
tember 2017 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Schädigungen an 
den Zähnen 13, 12, 11, 21, 22, 23 verursachte, weshalb die Beschwerde-
gegnerin die zweckmässige und wirtschaftliche Behandlung entsprechend 
dem Kostenvoranschlag von Dr. med. dent. D.________ vom 4. September 
2019 (AB A4; vgl. AB A5) zu übernehmen hat. 

In Gutheissung der Beschwerde ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 16. Juli 2020 (AB A26) aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu 
verpflichten, dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen gemäss 
UVG für die Folgen des Ereignisses vom 20. September 2017 auszurich-
ten.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. aArt. 61 lit. a ATSG in 
der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen und hier anwendbaren Fas-
sung (vgl. Art. 83 ATSG) sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Die Parteientschä-
digung ist mit Blick auf die Kostennote vom 24. November 2020, worin 
Rechtsanwalt B.________ ein Honorar von Fr. 1'200.-- zuzüglich Auslagen 
von Fr. 56.70 und Mehrwertsteuer von Fr. 96.75 (7.7 % von Fr. 1'256.70) 
geltend macht und welche angemessen ist, auf Fr. 1'353.45 festzusetzen. 
Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu er-
setzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 16

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid der AXA Versicherungen AG vom 16. Juli 2020 aufgehoben. Die 
Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, im Sinne der Erwägungen die 
gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen. 

2. Verfahrenskosten werden keine erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'353.45 (inkl. Auslagen und MWST), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- AXA Versicherungen AG, Generaldirektion
- Bundesamt für Gesundheit

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. April 2021, UV/20/652, Seite 17

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.