# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fee7dfb4-01d6-56a3-a0aa-9483c8ade69e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.01.2021 100 2019 268
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2019-268_2021-01-13.pdf

## Full Text

100.2019.268U
STE/GEU/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Januar 2021

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiberin Geiser Keller

1. A.________
2. B.________
3. C.________
4. D.________
5. E.________
6. F.________
7. G.________ 
alle vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen

Einfache Gesellschaft H.________, bestehend aus:
1. I.________ AG, handelnd durch die statutarischen Organe  
2. J.________ AG, handelnd durch die statutarischen Organe  
3. K.________ AG, handelnd durch die statutarischen Organe  
alle vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerinnen 1

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
Seite 2

Einwohnergemeinde Saanen
handelnd durch den Gemeinderat, Schönriedstrasse 8, 3792 Saanen
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdegegnerin 2

und

Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern 
Münstergasse 2, Postfach, 3000 Bern 8

betreffend Überbauungsordnung Nr. 78 «Deponie Trom», Gstaad, inkl. 
Änderung des Zonen- und Richtplans sowie des Baureglements und Bau-
gesuche Deponie, Erschliessung/Leitungen und Abbruch/Wiederaufbau 
Scheune (Entscheid der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kan-
tons Bern vom 3. Juli 2019; 2017.JGK.3929)

Sachverhalt:

A.

Die I.________ AG, die J.________AG und die K.________ AG (einfache 
Gesellschaft H.________) beabsichtigen, am Standort Trom Badweidli in 
Gstaad (Einwohnergemeinde [EG] Saanen) auf den Parzellen Saanen 
Gbbl. Nrn. 1________, 2________, 3________ und 4________ eine 
Deponie für unverschmutztes Aushubmaterial zu erstellen («Deponie 
Trom»). Am 12. Dezember 2014 beschlossen die Stimmberechtigten der 
EG Saanen zu diesem Zweck die Überbauungsordnung (ÜO) Nr. 78 
«Deponie Trom» einschliesslich einer Änderung des Zonenplans Nr. 4 
Gstaad, des Zonen- und Richtplans Nr. 23 Gstaad-Saanen sowie des 
Baureglements der EG Saanen, alle vom 11. März 2011. Am 29. November 
2016 beschloss der Gemeinderat sodann eine geringfügige Änderung der 
Überbauungsvorschriften (ÜV). Das Amt für Gemeinden und Raumordnung 
des Kantons Bern (AGR) genehmigte am 30. Mai 2017 die ÜO Nr. 78 
«Deponie Trom» einschliesslich der Zonen-, Richtplan- und 

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Baureglementsänderungen sowie der geringfügigen Änderung der ÜV und 
erteilte unter anderem die Baubewilligungen für die Deponie, die 
Erschliessung und Leitungen sowie den Abbruch und Wiederaufbau einer 
Scheune. Die beiden Kollektiveinsprachen wies es ab, soweit es darauf 
eintrat. 

B.

Gegen den Gesamtentscheid des AGR vom 30. Mai 2017 erhoben 
A.________, B.________, C.________, D.________, E.________, 
L.________ und G.________ am 30. Juni 2017 gemeinsam Beschwerde 
bei der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK; 
heute: Direktion für Inneres und Justiz [DIJ]). Diese wies die Beschwerde 
mit Entscheid vom 3. Juli 2019 ab. 

C.

Dagegen haben A.________, B.________, C.________, D.________, 
E.________, L.________ und G.________ am 7. August 2019 gemeinsam 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der Entscheid 
der JGK vom 3. Juli 2019 sei aufzuheben, der ÜO Nr. 78 «Deponie Trom» 
sei die Genehmigung zu verweigern und es sei den Bauvorhaben 
«Deponie», «Erschliessungen/Leitungen» und «Abbruch/Wiederaufbau 
Scheune» der Bauabschlag zu erteilen. Eventuell sei der angefochtene 
Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur Verbesserung bzw. zu 
ergänzender Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz bzw. die EG Saanen 
zurückzuweisen. 

Die an der einfachen Gesellschaft H.________ Beteiligten sowie die 
EG Saanen beantragen mit Beschwerdeantworten vom 20. bzw. 
19. September 2019 je die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf ein-
zutreten ist. Die JGK beantragt mit Vernehmlassung vom 9. September 
2019, die Beschwerde sei abzuweisen. A.________, B.________, 
C.________, D.________, E.________, L.________ und G.________ 

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haben am 10. Juni 2020 eine Replik eingereicht und mitgeteilt, dass 
F.________ die Liegenschaft von L.________ gekauft habe und 
beabsichtige, in das Verfahren einzutreten. 

Mit Verfügung vom 12. Juni 2020 hat die Instruktionsrichterin verschiedene 
Unterlagen und Auskünfte sowie ergänzende Fachberichte eingeholt. Die 
an der einfachen Gesellschaft H.________ Beteiligten und die Gemeinde 
haben am 24. bzw. 23. Juli 2020 je eine Duplik eingereicht und zu den 
ergänzenden Dokumenten Stellung genommen. Die DIJ hat mit Eingabe 
vom 3. August 2020 auf eine Stellungnahme verzichtet. Alle Ver-
fahrensbeteiligten haben auf Schlussbemerkungen verzichtet und dabei an 
ihren Standpunkten festgehalten. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letz-
te kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdegegnerinnen 1 und die Gemeinde 
bezweifeln, dass alle Beschwerdeführenden zur Beschwerde legitimiert 
sind, da einige von ihnen bis zu 300 m vom Perimeter der ÜO entfernt 
wohnen. Wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, verfügt aber jedenfalls 
der Beschwerdeführer 3 über eine hinreichende Beziehungsnähe zur 
Streitsache. Er hat weniger als 100 m von der geplanten Deponie entfernt 
an der ...strasse … Grundeigentum. Der Betrieb der Deponie wird dort, 
wenn nicht mit Sicherheit, so doch mit grosser Wahrscheinlichkeit zu 
Immissionen führen (BVR 2013 S. 343 E. 4.1 f.; BGE 136 II 281 E. 2.3.1; 
ferner VGE 2014/318 vom 2.10.2015 E. 1.4 und 1.5.3). Der Beschwerde-
führer 3, der am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat, ist deshalb 
durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 61a Abs. 2 Bst. a und Art. 60 Abs. 2 i.V.m. 

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Art. 35 Abs. 2 Bst. a des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; 
BSG 721.0]). Wie es sich mit den übrigen Beschwerdeführenden verhält, 
kann offenbleiben, da sie gemeinsam mit dem Beschwerdeführer 3 Rechte 
geltend machen (vgl. BVR 2019 S. 170 [VGE 2017/342 vom 27.11.2018] 
nicht publ. E. 1.2; VGE 2016/1 vom 16.12.2016 E. 1.2 [bestätigt durch 
BGer 1C_23/2017 vom 3.10.2017]). Die Bestimmungen über Form und 
Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Be-
schwerde ist mit dem genannten Vorbehalt einzutreten. 

1.2 Während Hängigkeit des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens hat 
L.________ die Parzellen Saanen Gbbl. Nrn. 5________ und 6________ 
dem Beschwerdeführer 6 verkauft. Damit hat eine Einzelrechtsnachfolge 
und in der Folge ein Parteiwechsel stattgefunden, da der Beschwerdefüh-
rer 6 erklärt hat, er wolle als Rechtsnachfolger anstelle von L.________ in 
den Prozess eintreten (act. 12 S. 3; Art. 13 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 83 
Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
[Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]; Michel Daum, in Herzog/Daum 
[Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 13 N. 25 f.).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). Es auferlegt sich eine 
gewisse Zurückhaltung, soweit für die Beurteilung besondere Sach- oder 
Fachkenntnisse erforderlich sind, über die es nicht gleichermassen verfügt 
wie die Verwaltungsbehörden mit ihren Fachleuten und -stellen (BVR 2016 
S. 507 E. 1.4, 2014 S. 451 E. 1.3; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], 
Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 80 N. 20, Art. 66 
N. 18). 

2. Situation und Grundlagen

2.1 Die Deponie ist südöstlich von Gstaad im Gebiet Trom Badweidli 
geplant. Es ist vorgesehen, eine flach nach Westen abfallende Gelän-
demulde von ca. 200 m Länge und 100 m Breite mit ca. 71'500 m3 saube-
rem Aushubmaterial aufzufüllen und anschliessend zu rekultivieren. Die 
Mulde befindet sich zwischen dem Tromweg im Osten und der Lauenen-

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strasse im Westen. Nordwestlich davon liegt das Wohnquartier an der 
…strasse mit den Liegenschaften der Beschwerdeführenden (vgl. 
Überbauungsplan Betriebszustand 1:500 und Profile 1:1'000 [nachfolgend: 
Überbauungsplan]; Erläuterungsbericht [nachfolgend: Erläuterungsbericht 
zur ÜO], S. 5 Ziff. 2.1; Art. 1 und 10 ÜV, alle in act. 6B).

2.2 Der Deponie-Standort Trom Badweidli war seit der Teilrevision vom 
17. März 2010 im regionalen Abbau- und Deponierichtplan der Bergregion 
Obersimmental-Saanenland aus dem Jahr 2003 als Festsetzung enthalten 
(Objektblatt Trom Badweidli, Anhang 6.4 zum Erläuterungsbericht zur ÜO; 
Beilage 2 zur Beschwerdeantwort der Gemeinde vom 21.8.2017, act. 4A 
pag. 63). Im neuen Teilrichtplan Abbau, Deponie und Transporte der Berg-
region Obersimmental-Saanenland vom 3. Juli 2018 (TRP ADT) ist der 
Standort Trom Badweidli mit dem Koordinationsstand «Ausgangslage» 
aufgeführt (S. 5 und Koordinationsblatt Nr. 101.3; Richtplantext und Karte 
einsehbar unter: <www.brossa.ch>, Rubrik «Planungen – Mitwirkungen»). 
Der TRP ADT ist Teil des regionalen Richtplans ADT Thun-Oberland West 
(vgl. Erläuterungsbericht dazu [act. 15E] S. 2). 

2.3 Die ÜO bezweckt den Betrieb einer Deponie für Inertstoffe und un-
verschmutztes Aushubmaterial inkl. Rekultivierung (Art. 1 ÜV). Nach Art. 9 
ÜV darf die Inertstoffdeponie nur mit sauberem Aushub im Sinn der Tech-
nischen Verordnung über Abfälle vom 10. Dezember 1990 (TVA; AS 1991 
S. 169) aufgefüllt werden. Am 1. Januar 2016 ist die Verordnung vom 
4. Dezember 2015 über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen 
(Abfallverordnung, VVEA; SR 814.600) in Kraft getreten. Sie hat die TVA 
abgelöst und ist sofort anwendbar (Art. 47 und 55 VVEA; VGE 2016/1 vom 
16.12.2016 [bestätigt durch BGer 1C_23/2017 vom 3.10.2017] E. 4.1 mit 
Hinweisen). Gemäss der Auflage Ziffer 2.3 im Gesamtentscheid des AGR 
vom 30. Mai 2017 (in act. 6B, nachfolgend: Gesamtentscheid des AGR) 
darf für diese Inertstoffdeponie mit beschränkter Stoffliste (ISD-BS) aus-
schliesslich unverschmutztes Aushub-, Ausbruch- und Abraummaterial 
verwendet werden (vgl. Ziffer 4.3 des Amtsberichts des Amtes für Wasser 
und Abfall des Kantons Bern [AWA] vom 5.8.2014, act. 6C19 pag. 406 und 
Anhang 6.16 zum Erläuterungsbericht zur ÜO [nachfolgend: Amtsbericht 
AWA vom 5.8.2014]) und entspricht die bisherige ISD-BS vollumfänglich 

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dem neuen Typ A gemäss Art. 35 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Anhang 5 Ziff. 1 
VVEA (Gesamtentscheid AGR S. 15 Ziff. 4.1.5). 

3. Rechtliches Gehör: Begründungspflicht, Beweisanträge

3.1 Die Beschwerdeführenden bringen bei jeder materiellen Rüge vor, 
die Vorinstanz sei ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen. Der An-
spruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; 
Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; 
Art. 21 ff. VRPG) verlangt, dass die Behörde die Vorbringen der in ihrer 
Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Ent-
scheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Pflicht der Behörde, ihren 
Entscheid zu begründen (vgl. auch Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Be-
gründung muss zumindest so abgefasst sein, dass die Betroffenen die Ver-
fügung oder den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten können. 
Dies bedingt, dass wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von 
denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid 
stützt (statt vieler BGE 143 III 65 E. 5.2; BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 
S. 402 E. 6.2). Dabei ist es zulässig, dass in einem Entscheid auf die Be-
gründung eines (im Instanzenzug) vorangegangenen Erkenntnisses oder 
auch auf andere aktenkundige Dokumente verwiesen wird (BGE 142 II 20 
E. 4.1, 140 II 262 E. 6.2; Michel Daum, a.a.O., Art. 21 N. 10, Art. 52 N. 6 
mit weiteren Hinweisen). – Es trifft zwar zu, dass die Vorinstanz ihren Ent-
scheid teilweise knapp begründet oder lediglich auf den Gesamtentscheid 
des AGR oder auf Amts- bzw. Fachberichte verwiesen hat. Die Beschwer-
deführenden waren aber trotzdem in der Lage, den angefochtenen Ent-
scheid sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung der Begründungspflicht 
liegt nicht vor.

3.2 Weiter werfen die Beschwerdeführenden den Vorinstanzen vor, 
Beweisanträge abgewiesen und damit ihren Gehörsanspruch verletzt zu 
haben (Beweisabnahmepflicht, vgl. dazu Michel Daum, a.a.O., Art. 18 
N. 28 mit Hinweisen). Konkret geht es je um ein Gutachten im Zusammen-
hang mit Lärm- und Staubimmissionen. Auf diese Anträge, die vor Verwal-
tungsgericht erneut gestellt werden, ist beim jeweiligen Thema einzugehen. 

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Sind weitere Beweismassnahmen entbehrlich, durfte auch die Vorinstanz 
darauf verzichten. 

4. Planbeständigkeit

4.1 Die Beschwerdeführenden erachten den Grundsatz der Planbe-
ständigkeit als verletzt, namentlich weil das kommunale Schutzobjekt 
NA 18 Stirnmoräne aufgehoben werde. Es lägen keine erheblich geänder-
ten Verhältnisse vor und die erforderliche Interessenabwägung sei unter-
blieben. Die mit der letzten Ortsplanungsrevision verfolgten Ziele (Schutz 
der wertvollen Landschaften und Ortsbilder, Erhaltung von Kulturland, 
Lärmbekämpfung und Luftreinhaltung) würden mit der ÜO ins Gegenteil 
verkehrt; die Deponie sei mit einem Industriebetrieb vergleichbar. Die Be-
schwerdeführenden seien in ihrem Vertrauen zu schützen, dass die Land-
schaft in unmittelbarer Nähe der Wohnzone unberührt bleibe. 

4.2 Nach Art. 21 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 
Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) sind Nutzungspläne 
für jedermann verbindlich (Abs. 1). Haben sich die Verhältnisse erheblich 
geändert, so werden die Nutzungspläne überprüft und nötigenfalls ange-
passt (Abs. 2). Diese Bestimmung verleiht der Nutzungsplanung eine ge-
wisse Beständigkeit, ermöglicht indessen auch, sie bei Bedarf zu revidieren 
und Planung und Wirklichkeit in Übereinstimmung zu bringen. Je neuer der 
Plan ist und je einschneidender sich die beabsichtigte Änderung auswirkt, 
desto stärkeres Gewicht hat der Grundsatz der Planbeständigkeit und um-
so gewichtiger müssen die rechtlichen oder tatsächlichen Gründe sein, 
welche für eine Planänderung sprechen (vgl. BGE 132 II 408 E. 4.2 
[Pra 96/2007 Nr. 66], 128 I 190 E. 4.2; BVR 2015 S. 234 E. 2.2, 2006 S. 13 
E. 3.2, je mit Hinweisen; Christophe Cueni, Planbeständigkeit: Über ihre 
Funktion, ihre Tragweite und Grenzen, in KPG-Bulletin 2015 S. 38 ff.). Bei 
der Ermittlung der massgebenden Dauer des Bestands des Nutzungsplans 
ist auf die Genehmigung durch die kantonale Behörde und nicht auf den 
kommunalen Planbeschluss abzustellen (BGer 1C_513/2014 vom 
13.5.2016 E. 4.3; Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 21 
N. 20 S. 510). 

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4.3 Bei der Änderung von Nutzungsplänen sind zwei Stufen zu unter-
scheiden. In einem ersten Schritt wird beurteilt, ob sich die für die Planung 
massgebenden Verhältnisse seit der Planfestsetzung so erheblich geändert 
haben, dass die Nutzungsplanung überprüft werden muss. Erheblichkeit ist 
auf dieser Stufe bereits zu bejahen, wenn eine Anpassung der Zonenpla-
nung im fraglichen Gebiet in Betracht fällt und die entgegenstehenden Inte-
ressen der Rechtssicherheit und des Vertrauens in die Planbeständigkeit 
nicht so gewichtig sind, dass eine Plananpassung von vornherein aus-
scheidet. Praxisgemäss können bei der Prüfung, ob erheblich veränderte 
Verhältnisse vorliegen, auch Umstände berücksichtigt werden, die sich 
schon vor der letzten Planfestsetzung verändert hatten, sofern sie bei die-
ser nicht miteinbezogen wurden (BVR 2002 S. 49 E. 3h; 
BGer 1C_306/2010 vom 2.12.2010 E. 2.5; VGE 2015/75 vom 23.6.2016 
[bestätigt durch BGer 1C_384/2016 vom 16.1.2018, in BVR 2018 S. 421] 
E. 4.2). Liegen veränderte Verhältnisse in diesem Sinn vor, ist in einem 
zweiten Schritt zu prüfen, ob sich aufgrund der veränderten Verhältnisse 
eine Plananpassung rechtfertigt. Es bedarf einer umfassenden Interessen-
abwägung, indem die erheblich veränderten Umstände den entgegenste-
henden privaten und öffentlichen Interessen an der Rechtsbeständigkeit 
des Plans gegenübergestellt werden müssen. Zu berücksichtigen sind ins-
besondere die bisherige Geltungsdauer des Nutzungsplans, das Ausmass 
seiner Realisierung und Konkretisierung, das Gewicht des Änderungs-
grunds, der Umfang der beabsichtigten Planänderung und das öffentliche 
Interesse daran (BGE 144 II 41 E. 5.2, 140 II 25 E. 3.1 f.; BVR 2015 S. 234 
E. 2.3, je mit Hinweisen). Geringfügige Änderungen lässt die Rechtspre-
chung bereits relativ kurze Zeit nach der Planfestsetzung zu, soweit 
dadurch die bestehende Zonenplanung lediglich in untergeordneten Punk-
ten ergänzt wird und eine gesamthafte Überprüfung der Planung nicht er-
forderlich erscheint (BGE 128 I 190 E. 4.2, 124 II 391 E. 4b).

4.4 Die Gemeindeversammlung beschloss am 11. März 2011 die Orts-
planungsrevision. Damals war die Festsetzung des Deponie-Standorts 
Trom bekannt (genehmigt am 19.5.2010), er konnte aber – wie die Vor-
instanz richtig ausführt – nicht mehr berücksichtigt werden: Den Angaben 
der Gemeinde zufolge wurde die Ortsplanungsrevision im Wesentlichen in 
den Jahren 2005-2008 ausgearbeitet. Danach seien nur noch punktuelle 

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Änderungen vorgenommen und Mängel beseitigt worden. Diese Darstel-
lung lässt sich mit den im Baureglement der Einwohnergemeinde Saanen 
vom 11. März 2011 (GBR) enthaltenen Genehmigungsvermerken (S. 43) 
nachvollziehen: Die Vorprüfung (Art. 59 BauG) erfolgte im Jahr 2008, 
nachdem in den Jahren 2006-2008 drei Mitwirkungen (Art. 58 BauG) statt-
gefunden hatten. Im Jahr 2010 fand ein viertes Mitwirkungsverfahren und 
die Vorprüfung von Änderungen statt. Es ist somit plausibel, dass die we-
sentlichen Planungsarbeiten im Jahr 2008 abgeschlossen waren. Der Kan-
tonale Sachplan Abbau Deponie Transporte (2012 [Sachplan ADT], ein-
sehbar unter: <www.jgk.be.ch>, Rubriken «Raumplanung/Kantonale Raum-
planung/Ver- und Entsorgung/Abbau, Deponie und Transport») gibt den 
Gemeinden zudem vor, das Planerlassverfahren grundsätzlich erst in An-
griff zu nehmen, wenn der Standort im genehmigten regionalen Richtplan 
ADT als Festsetzung ausgewiesen ist (S. 32, Kapitel 62 Vorgaben für Ge-
meinden). Den Deponie-Standort Trom Badweidli setzte die Bergregion 
Obersimmental-Saanenland am 17. März 2010 in der regionalen Richtpla-
nung ADT fest. Zu diesem Zeitpunkt war die Ortsplanungsrevision mehr-
heitlich abgeschlossen und das Deponievorhaben konnte nicht mehr zeit-
gerecht miteinbezogen werden, zumal es sich naturgemäss um eine zeit-
aufwendige Planung handelt (vgl. auch Sachplan ADT S. 22). Folgerichtig 
war auch die Aufhebung des kommunalen Schutzobjekts NA 18 Stirnmorä-
ne (Anhang 9 GBR; vgl. hinten E. 7.3.1) bei der Ortsplanungsrevision kein 
Thema (vgl. auch Beschwerdeantwort der Gemeinde Rz. 70). Die Vorberei-
tungen für die ÜO hatten erst begonnen. Die Vorinstanz weist in diesem 
Zusammenhang zu Recht darauf hin, dass die Antwort des AGR zur Voran-
frage betreffend Verfahren erst nach dem Beschluss der Gemeindever-
sammlung einging (Anhang 6.3 zum Erläuterungsbericht zur ÜO). Damit 
liegen erheblich veränderte Verhältnisse vor, auch wenn die Festsetzung 
des Deponie-Standorts in der Richtplanung (kurz) vor dem Beschluss bzw. 
der Genehmigung der Ortsplanungsrevision erfolgte. 

4.5 Die Ortsplanung der Gemeinde ist relativ neu, was tendenziell ge-
gen die Planänderung spricht. Mit der Festsetzung im TRP ADT ist aber ein 
dringender Bedarf an der Deponie ausgewiesen und die Gemeinde zur 
Nutzungsplanung aufgerufen (vgl. hinten E. 6). Dabei handelt es sich um 
ein gewichtiges öffentliches Interesse. Ein Zuwarten während vieler Jahre, 

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bis die nächste Ortsplanungsrevision ansteht (vgl. zum Planungshorizont 
Art. 15 Abs. 1 RPG), würde diesem Interesse zuwiderlaufen. Die Bedeu-
tung der Planänderung ist zwar nicht zu vernachlässigen. Sie erfolgt aber 
für einen bestimmten Zweck, betrifft ein relativ kleines Gebiet und erfordert 
keine gesamthafte Überprüfung der bestehenden Planung. Das private 
Interesse der Beschwerdeführenden an der Planbeständigkeit beschränkt 
sich darauf, dass keine neuen Immissionen entstehen; soweit sie den 
Landschafts- und Kulturlandschutz anführen, handelt es sich um öffentliche 
Interessen. Die Auffüllarbeiten sollen drei Jahre dauern und nach insge-
samt fünf Jahren sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein (vgl. Art. 10 und 
27 Abs. 2 ÜV; vgl. auch Beschwerdeantwort der Gemeinde Rz. 19 und Ge-
samtentscheid des AGR E. 1.3). Die Betriebsdauer der Deponie ist somit 
beschränkt und die Beschwerdeführenden haben nicht mit bleibenden Im-
missionen zu rechnen. Der Einwand, sie seien in ihrem Vertrauen auf eine 
unberührte Landschaft in unmittelbarer Nähe der Wohnzone zu schützen, 
ist daher zu relativieren. Vielmehr werden die Beschwerdeführenden durch 
die Planänderung nicht besonders intensiv tangiert. Diese betrifft nicht ihre 
Grundstücke (vgl. BGer 1C_384/2016 vom 16.1.2018, in BVR 2018 S. 421 
E. 3.4 mit Hinweisen) und sie wohnen doch in einiger Entfernung vom De-
ponie-Standort, was allfällige Immissionen mindert. Das Deponiegebiet wird 
nach der Auffüllung und Rekultivierung wieder der Landwirtschaftszone 
zugeführt (vgl. Art. 27 Abs. 2 ÜV). Die Landschaft wird mit der neuen Ober-
flächengestaltung zwar verändert. Sofern nicht gegen Schutzinteressen 
verstossen wird, spricht dies aber nicht gegen eine Planänderung (hinten 
E. 7). Insgesamt überwiegt das Interesse an der Zonenplanänderung (Be-
reitstellen eines Deponiestandorts) die Interessen an der Beibehaltung der 
aktuellen Zonenordnung. Die Vorinstanz hat somit zu Recht befunden, der 
Grundsatz der Planbeständigkeit stehe der Änderung nicht entgegen (an-
gefochtener Entscheid E. 7). 

5. Raumplanungsrechtliche Interessenabwägung, Kontrollmass-
stab

5.1 Die Raumplanung stellt eine Gestaltungsaufgabe dar und unterliegt 
einer gesamthaften Abwägung und Abstimmung aller räumlich wesentli-

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chen Gesichtspunkte und Interessen (Art. 1-3 RPG; Art. 1-3 der Raumpla-
nungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV; SR 700.1]). Nach Art. 3 Abs. 1 
RPV haben die Behörden alle betroffenen Interessen zu ermitteln und zu 
beurteilen. Dabei sind insbesondere die Vereinbarkeit mit der anzustreben-
den räumlichen Entwicklung und die möglichen Auswirkungen zu berück-
sichtigen. Den Interessen ist aufgrund der Beurteilung im Entscheid mög-
lichst umfassend Rechnung zu tragen (BVR 2019 S. 170 E. 3.1, 2007 
S. 321 E. 3.1, je mit Hinweisen). 

5.2 Die Gemeinden sind im Rahmen des übergeordneten Rechts in der 
Ortsplanung autonom (Art. 109 KV; Art. 55 Abs. 1 und Art. 65 Abs. 1 
BauG). Das AGR als Genehmigungsbehörde und die JGK (bzw. die DIJ) 
als kantonale Beschwerdeinstanz im Sinn von Art. 33 Abs. 3 Bst. b RPG 
haben zu prüfen, ob die Gemeinde das ihr zustehende Planungsermessen 
richtig und zweckmässig ausgeübt hat. Die Rechtsmittelbehörde hat sich 
bei der Überprüfung zurückzuhalten, soweit es um lokale Anliegen geht, bei 
deren Wahrnehmung Sachnähe, Ortskenntnis und örtliche Demokratie so-
wie die Gemeindeautonomie von Bedeutung sein sollen. Mit der Pflicht zur 
vollen Überprüfung wird also nicht ausgeschlossen, dass sich die Rechts-
mittelinstanz eine gewisse Zurückhaltung auferlegt, wenn der unteren In-
stanz mit der Anwendung unbestimmter Planungsbegriffe oder bei der 
Handhabung des Planungsermessens ein Beurteilungsspielraum oder Er-
messensbereich zusteht. Im Rahmen der ihm obliegenden Rechtskontrolle 
hat das Verwaltungsgericht lediglich zu prüfen, ob die Vorinstanz ihre 
Überprüfungsbefugnis frei von Rechtsfehlern ausgeübt hat. Daraus ergibt 
sich, dass es einen Beschwerdeentscheid in Planungssachen nicht schon 
dann aufhebt, wenn ein anderes Vorgehen ebenfalls denkbar gewesen 
wäre, sondern nur dann, wenn sich die beschlossene und genehmigte Pla-
nung als rechtswidrig erweist (BVR 2019 S. 170 E. 3.2, 2007 S. 321 E. 3.2; 
Ruth Herzog, a.a.O., Art. 80 N. 24, Art. 66 N. 26). 

6. Koordination, Deponieplanung, Bedarf

6.1 In ihrer Replik stellen die Beschwerdeführenden den Bedarf an zu-
sätzlichem Deponievolumen am Standort Trom in Frage. Zur Begründung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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bringen sie vor, nur rund 6,5 km Luftlinie entfernt sei in der 
EG Rougemont/VD eine Deponie Typ A mit einer Lagerkapazität von rund 
170'000 m3 auf einer Fläche von 3,4 ha geplant («l’Oguette»); diese werde 
der regionalen Knappheit an Deponievolumen ausreichend entgegenwir-
ken. Die Gemeinde Saanen hätte ihre Planung wie bei der Deponie «La 
Rite» mit der EG Rougemont koordinieren müssen (act. 12 S. 6). 

6.2 Der Deponie-Standort Trom Badweidli ist seit dem 17. März 2010 
als Festsetzung in der regionalen Richtplanung ADT enthalten (vorne 
E. 2.2). Damit gilt der ermittelte Bedarf an Deponievolumen grundsätzlich 
als ausgewiesen (vgl. Sachplan ADT, S. 24 a.E.; vgl. auch VGE 2016/1 
vom 16.12.2016 E. 5.3 [bestätigt durch BGer 1C_23/2017 vom 3.10.2017]). 
Die Stimmberechtigten haben der Nutzungsplanung für die Deponie im 
Jahr 2014 zugestimmt (vorne Bst. A). Demgegenüber stimmten die Stimm-
berechtigten der EG Rougemont erst am 24. November 2019 über die Teil-
ÜO «l’Oguette» ab (vgl. Replikbeilage 9 in act. 12A). Die hier umstrittene 
Nutzungsplanung konnte und musste bereits deshalb nicht mit jener in der 
Nachbargemeinde koordiniert werden. Die im TRP ADT ebenfalls festge-
setzte Deponie «La Rite» liegt im Gebiet beider Gemeinden, weshalb dafür 
eine Koordination der entsprechenden Nutzungsplanverfahren nötig ist 
(Koordinationsblatt Nr. 101.2). Die Regionen schaffen mit ihrer Abbau- und 
Deponierichtplanung namentlich die planerischen Voraussetzungen für die 
möglichst weitgehende «Selbstentsorgung» des Aushubs im Perimeter der 
Regionalkonferenzen (Sachplan ADT S. 29; vgl. auch Handbuch zum kan-
tonalen Sachplan ADT, 2012 [Handbuch ADT], S. 8). Der einmal ermittelte 
Bedarf ist folglich nicht in Frage zu stellen, wenn später ein neuer Deponie-
standort ausserhalb der Region entstehen soll. Im Übrigen bestehen auch 
keine Hinweise darauf, dass die Deponie «l’Oguette» grosse Mengen Aus-
hub aus der Bergregion Obersimmental-Saanenland aufnehmen soll (vgl. 
auch TRP ADT S. 3 und Erläuterungsbericht zum regionalen Richtplan 
ADT Thun-Oberland West [act. 15E], S. 6 Ziff. 1.6.4 und S. 89 Ziff. 4.8). Mit 
ihren Vorbringen vermögen die Beschwerdeführenden den richtplanerisch 
ausgewiesenen Bedarf an Deponievolumen nicht in Frage zu stellen. Den 
Unterlagen zur Richtplanung ADT ist vielmehr zu entnehmen, dass weiter-
hin zu wenig Deponievolumen zur Verfügung steht. Zwar gebe es unter 
anderem mit der Deponie Trom Badweidli eine leichte Entspannung, be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
Seite 14

reits in fünf Jahren würden aber wieder grössere Defizite auftreten (vgl. 
Grundlagenbericht zum regionalen Richtplan ADT Thun-Oberland West 
[act. 15C] S. 52 f. Ziff. 6.5.2 zur Reserveentwicklung Aushubdeponien; fer-
ner Controllingbericht ADT 2020 des Regierungsrats des Kantons Bern 
vom 12.8.2020, S. 27 ff.; Handbuch ADT sowie Controllingbericht 
ADT 2020 einsehbar unter: <www.jgk.be.ch>, Rubriken «Raumpla-
nung/Kantonale Raumplanung/Ver- und Entsorgung/Abbau, Deponie und 
Transport»).   

7. Landschaftsschutz

7.1 Die Beschwerdeführenden bringen vor, das Landschaftsbild werde 
durch die dauerhafte und massive Veränderung der schützenswerten 
Landschaft beeinträchtigt. Zudem liege ein Verstoss gegen den Land-
schaftsrichtplan vor, der das Gebiet unter besonderen Schutz stelle. Aus-
serdem würden das kommunale Schutzobjekt NA 18 als einzige geschützte 
Stirnmoräne beeinträchtigt und das dort geltende Ablagerungsverbot ver-
letzt. 

7.2 Im Landschaftsrichtplan der Bergregion Obersimmental-Saanenland 
vom März 1984 (Landschaftsrichtplan 1984, in act. 15B) ist für das Gebiet 
der geplanten Deponie weder ein Landschaftsschutz- noch ein Land-
schaftsschongebiet eingezeichnet. Unter dem Titel «Landschaftserhaltung: 
Spezielle Hinweise» ist bloss Folgendes verzeichnet: «Gebiet mit beson-
ders markantem Flurgehölz: Erhaltung des Vegetationsbilds postuliert» 
(nachfolgend: Eintrag 1) und «Besonders markantes Streusiedlungsgebiet: 
erhöhte Sorgfalt bei Eingliederung von Neu- und Umbauten postuliert» 
(nachfolgend: Eintrag 2). Unter dem Titel «Nutzung» ist das Gebiet als 
«Landwirtschaftsfläche, vorwiegend Wiesland mechanisch bewirtschaftbar: 
Erhöhte Schonung vor Überbauung postuliert» eingetragen (nachfolgend: 
Eintrag 3). Im Bericht zum Landschaftsrichtplan 1984 (in act. 15B) wird 
erläutert, dass es sich dabei um Empfehlungen handelt. Sie dienen der 
Erhaltung des Vegetationsbilds in Gebieten mit reichhaltigen Gehölzbe-
ständen (Eintrag 1), zeigen die Gebiete auf, in denen erhöhte Sorgfalt bei 
der Eingliederung von Neu- und Umbauten in die bestehende Siedlungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
Seite 15

struktur angezeigt ist (Eintrag 2) und dienen dem landwirtschaftsplaneri-
schen Ziel, die Talwirtschaftsfläche zu erhalten (Eintrag 3). Die Gemeinden 
haben zu prüfen, ob eine Präzisierung der Empfehlungen in ihrer Ortspla-
nung erwünscht ist, etwa durch Bezeichnung von Schutzgebieten (vgl. Be-
richt zum Landschaftsrichtplan S. 177 f. Ziff. 1.3 und S. 179 Ziff. 2.1 sowie 
S. 94 f. Ziff.1.2, S. 103 ff. Ziff. 2.3 und S. 112 f. Ziff. 3.1). Die Gemeinde hat 
gestützt auf den Landschaftsrichtplan 1984 für das hier interessierende 
Gebiet keine Schutzgebiete ausgeschieden oder anderen Festlegungen 
getroffen (Zonen- und Richtplan Nr. 23 Gstaad-Saanen vom 11. März 
2011; vgl. auch E. 7.3 hiernach). Die Bergregion Obersimmental-
Saanenland hat am 12. April 2017 und 3. Juli 2018 (nachträgliche Ände-
rungen) einen neuen Landschaftsrichtplan beschlossen, und damit den 
Richtplan aus dem Jahr 1984 aufgehoben (act. 15A). Darin sind für das 
hier interessierende Gebiet keine Eintragungen mehr vorhanden. Die be-
troffene Landschaft geniesst mithin gestützt auf die regionale Landschafts-
richtplanung keinen besonderen Schutz. Dem Eintrag 1 im alten Land-
schaftsrichtplan wurde im Übrigen mit der geplanten Ersatzpflanzung von 
zwei Bergahornen Rechnung getragen (Art. 18 ÜV). Soweit eine Scheune 
abgerissen und andernorts wiederaufgebaut wird, ist nicht erkennbar, wes-
halb der neue Standort dem Eintrag 2 nicht entsprechen sollte. Schliesslich 
ist die Deponie nach der Rekultivierung wieder der Landwirtschaftszone zu 
übergeben (Art. 27 Abs. 2 ÜV), womit die Talwirtschaftsfläche erhalten 
bleibt (Eintrag 3). Dem Erläuterungsbericht zur ÜO zufolge wird die Bewirt-
schaftung infolge flacherer Hangneigung sogar wesentlich einfacher sein 
(Ziff. 4.5). Es besteht demnach kein Konflikt mit der regionalen Land-
schaftsrichtplanung.

7.3

7.3.1 Im Gebiet der geplanten Deponie befindet sich das kommunale 
Schutzobjekt NA 18 Stirnmoräne, eine erdgeschichtlich bedeutsame Spur 
(Zonen- und Richtplan Nr. 23 Gstaad-Saanen vom 11. März 2011; An-
hang 9 zum GBR). Das Objekt ist wegen seiner besonderen Bedeutung für 
die Natur sowie für das Landschafts- oder Ortsbild geschützt (Art. 52 Abs. 1 
GBR). Es darf nichts unternommen werden, was dem Schutzzweck zuwi-
derläuft, namentlich das Deponieren von Aushub und Bauschutt ist unter-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
Seite 16

sagt (Art. 52 Abs. 2 Bst. b GBR). Zusammen mit dem Erlass der ÜO haben 
die Stimmberechtigten der Gemeinde eine Änderung des Zonen- und 
Richtplans Nr. 23 Gstaad-Saanen vom 11. März 2011 sowie des GBR be-
schlossen und den Schutz der Stirnmoräne aufgehoben. Damit hat das für 
die Ortsplanung zuständige Organ beschlossen (Art. 66 Abs. 2 BauG). 

7.3.2 Anders als die Beschwerdeführenden geltend machen, ist das Ge-
biet im regionalen Landschaftsrichtplan nicht geschützt (vorne E. 7.2). Die 
Gemeinde hatte die Stirnmoräne gestützt auf ihr Natur- und Landschaftsin-
ventar unter Schutz gestellt, das als Grundlage für die Ortsplanungsrevisi-
on 1990-1993 ausgearbeitet worden ist (act. 14A). Die Stirnmoräne wird 
darin als «auffällige Oberflächenform» erwähnt, die wie die zahlreichen 
Dolinen als Anschauungsobjekt für geologische Vorgänge dient (vgl. S. 3 
und 8). Aufgabe des Naturschutzes ist es unter anderem, schutzwürdige 
geologische Objekte zu sichern (Art. 3 Bst. b des Naturschutzgesetzes vom 
15. September 1992 [nachfolgend: NSchG; BSG 426.11]). Inventare über 
schutzwürdige Gebiete und Objekte haben grundsätzlich nur hinweisende 
Funktion und binden weder Behörden noch Private (Art. 10 Abs. 1 NSchG). 
Soweit es sich hier um ein geologisches Objekt von lokaler Bedeutung 
handelt, ist die Gemeinde nach den Vorschriften der Baugesetzgebung 
über den Erlass der baurechtlichen Grundordnung für den (grundeigentü-
merverbindlichen) Schutz zuständig (Art. 29 Abs. 2 und Art. 41 Abs. 1 
NSchG; vgl. Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I/II, 
5./4. Aufl. 2020/2017, Art. 9-10 N. 38). Dasselbe gilt, wenn die Stirnmoräne 
nicht als geologisches Objekt im Sinn des NSchG, sondern als flächenhafte 
geologische Erscheinung wie eine Landschaft zu bezeichnen wäre (vgl. 
Vortrag des Regierungsrats zum NSchG, in Tagblatt des Grossen Ra-
tes 1991, Beilage 14 S. 5; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 86 N. 2; BVR 2013 
S. 31 E. 4.4.2). Es liegt somit im Verantwortungsbereich der Gemeinde, die 
betroffenen öffentlichen und privaten Interessen gegeneinander abzuwä-
gen und über eine Unterschutzstellung zu entscheiden; dabei kommt ihr ein 
gewisser Spielraum zu (vorne E. 5; Beschwerdeantwort der Gemeinde 
Rz. 22 und 24; Stellungnahme der Gemeinde vom 22.6.2020, act. 14). Eine 
Verpflichtung ergibt sich im Übrigen auch nicht aus dem Bundesrecht (hin-
ten E. 7.5). Die Gemeinde ist zwar gehalten, die nach den gegebenen Ver-
hältnissen notwendigen Landschaftsschutzgebiete festzulegen, und hat die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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schutzwürdigen geologischen Objekte zu sichern (BVR 2013 S. 31 E. 4.4.2 
und Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 86 N. 3; Art. 3 Bst. b NSchG). Sie muss 
aber nicht bestimmte Arten von erdgeschichtlich bedeutsamen Spuren un-
ter Schutz stellen, wenn sie diese aufgrund einer Interessenabwägung 
nicht (mehr) als schutzwürdig erachtet und sich keine dahingehende Ver-
pflichtung aus übergeordnetem Recht ergibt. Es spielt deshalb keine Rolle, 
dass die Stirnmoräne als einzige ihrer Art geschützt ist bzw. war. Die Inte-
ressenabwägung der Gemeinde ist nicht zu beanstanden (vgl. Beschwer-
deantwort der Gemeinde Rz. 25): Sie durfte das grosse öffentliche Interes-
se an der Deponie (vorne E. 6) höher gewichten als dasjenige am (lokalen) 
Schutz der Stirnmoräne, zumal die Deponie das Schutzobjekt nur unwe-
sentlich beeinträchtigt (vgl. Bericht zur Aufhebung des kommunalen 
Schutzobjekts NA 18 Stirnmoräne, Anhang 6.14 zum Erläuterungsbericht 
zur ÜO [nachfolgend: Bericht Stirnmoräne]; hinten E. 7.8). Dessen Aufhe-
bung ist demnach zulässig und die Einschränkungen gemäss Art. 52 Abs. 2 
GBR bestehen nicht mehr. 

7.4 Damit steht fest, dass die geplante Deponie keine besonders ge-
schützte Landschaft oder Landschaftsobjekte betrifft. 

7.5 Das Vorhaben beinhaltet eine fischereirechtliche Bewilligung ge-
mäss Art. 8 bis 10 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 über die Fische-
rei (BGF; SR 923.0) und eine Gewässerschutzbewilligung gemäss Art. 11 
des Kantonalen Gewässerschutzgesetzes vom 11. November 1996 
(KGSchG; BSG 821.0; vgl. Gesamtentscheid AGR Dispositiv-Ziff. 1.4 und 
1.7); das KGSchG regelt den Vollzug der eidgenössischen Gewässer-
schutzgesetzgebung (Art. 1 Abs. 1 KGSchG). Es liegt daher eine Bundes-
aufgabe im Sinn von Art. 78 Abs. 2 BV vor (Art. 2 Abs. 1 Bst. b des Bun-
desgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz [NHG; 
SR 451]). Das NHG und seine Ausführungserlasse sind somit direkt an-
wendbar. Da kein Bundesinventar betroffen ist, richtet sich der Schutz der 
Landschaft nach Art. 3 NHG (BGer 1C_511/2014 vom 13.5.2016 E. 6.2). 
Gemäss Art. 3 Abs. 1 NHG sorgen der Bund, seine Anstalten und Betriebe 
sowie die Kantone bei der Erfüllung von Bundesaufgaben dafür, dass das 
heimatliche Landschafts- und Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- 
und Kulturdenkmäler geschont werden und, wo das allgemeine Interesse 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
Seite 18

an ihnen überwiegt, ungeschmälert erhalten bleiben. Diese Pflicht gilt un-
abhängig davon, ob es sich um ein Objekt von nationaler, regionaler oder 
lokaler Bedeutung handelt (Art. 3 Abs. 3 i.V.m. Art. 4 NHG), und unabhän-
gig davon, ob es in ein Inventar aufgenommen ist (Anne-Christine Favre, in 
Kommentar NHG, 2. Aufl. 2019, Art. 3 N. 3; vgl. BGer 1C_511/2014 vom 
13.5.2016 E. 6.4; BVR 2012 S. 410 E. 4.5.2). Art. 3 NHG verlangt keinen 
absoluten Schutz der Landschaft. Eingriffe sind jedoch nur zulässig, wo ein 
überwiegendes allgemeines Interesse sie erfordert; es ist eine möglichst 
umfassende Interessenabwägung vorzunehmen (BGE 137 II 266 E. 4 ein-
leitend; BGer 1C_108/2014 und 1C_110/2014 vom 23.9.2014, in URP 2015 
S. 64 und ZBl 2015 S. 33 E. 4.3; vgl. auch Art. 2 Abs. 1 Bst. b RPV). Der 
Grundsatz der Schonung verlangt nicht nur eine Vermeidung bzw. Minde-
rung von Beeinträchtigungen, sondern schliesst auch Massnahmen zur 
Wiederherstellung und Ersatzmassnahmen ein (BVGer A-1251/2012 vom 
15.1.2014, in URP 2015 S. 27 und ZBl 2015 S. 17 E. 25.4 f. mit Kommentar 
von Arnold Marti, S. 36 ff., 38 f.; zum Ganzen VGE 2016/1 vom 16.12.2016 
E. 7.1 f. [bestätigt durch BGer 1C_23/2017 vom 3.10.2017]). 

7.6 Es trifft zu, dass die Landschaft zumindest kleinräumig stark verän-
dert wird, worauf bereits im Objektblatt Trom Badweidli des alten regiona-
len Abbau- und Deponierichtplans hingewiesen wurde. Dort findet sich zu-
dem der Hinweis, dass der Eingriff in die Landschaft heikel sei (Anhang 6.4 
zum Erläuterungsbericht zur ÜO). Die Beschwerdeführenden gehen aber 
zu Unrecht davon aus, dass die Landschaft überhaupt nicht verändert wer-
den darf. Die Deponie betrifft kein Objekt des besonderen Landschafts-
schutzes, auf das in erhöhtem Mass Rücksicht zu nehmen wäre (Art. 9a 
BauG; vorne E. 7.2-7.4). Demgegenüber besteht an der Deponie ein gros-
ses öffentliches Interesse (vorne E. 6). Die Landschaft muss folglich nicht 
im Sinn von Art. 3 Abs. 1 NHG ungeschmälert erhalten bleiben (vgl. Anne-
Christine Favre, a.a.O., Art. 3 N. 6). Vielmehr darf sie – unter grösstmögli-
cher Schonung – verändert werden. Nichts anderes ergibt sich aus Art. 9 
BauG sowie Art. 15 der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; 
BSG 721.1), welche die Beschwerdeführenden anrufen. Auch diese Be-
stimmungen verbieten nicht eine Veränderung der Landschaft, sondern 
bloss deren (dauernde) Beeinträchtigung (dazu hinten E. 7.8).  

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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7.7 Die Beschwerdegegnerinnen 1 haben von einem dipl. Biologen und 
Landschaftsplaner einen Bericht zu Landschaft und Natur erstellen lassen, 
der Eingang in den Erläuterungsbericht zur ÜO gefunden hat (Fachbericht 
Landschaft, Natur vom 22.9.2011, Anhang 6.2 zum Erläuterungsbericht zur 
ÜO [nachfolgend: Fachbericht Landschaft]). Danach handelt es sich beim 
betroffenen Gebiet um eine weit offene Wiesenlandschaft und landwirt-
schaftliche Streusiedlung. Die Deponie sei im Gebiet Bissen geplant, wo 
das Turbachtal als Seitental in den untersten Teil des Lauenentals einmün-
de. Der Rücken zwischen den beiden untersten Talabschnitten sei insge-
samt sanft gegen Westen geneigt, die Topografie sei indessen reich an 
Kuppen und Senken, die auf glaziale Ablagerungen zurückzuführen seien 
(Ziff. 2.1 und 2.2). In der Betriebsphase werde die Deponie im Land-
schaftsbild deutlich wahrnehmbar sein. Sie sei jedoch nur von sehr weni-
gen Orten einsehbar. Wenn das Gelände aufgefüllt und rekultiviert sei, 
werde es im Landschaftsbild nicht mehr als Besonderheit wahrnehmbar 
sein. Voraussetzung dafür sei, dass bei der Auffüllung und bei der Rekulti-
vierung die Zustände in der Umgebung berücksichtigt würden (Ziff. 3.1). 
Zum Schutz des Landschaftsbilds seien folgende Massnahmen vorzuse-
hen: Das Auffüllvolumen sei so zu begrenzen, dass die Oberfläche der ab-
geschlossenen Deponie die wichtige, das Landschaftsbild mitbestimmende 
bestehende Horizontlinie nicht überrage. Diese sollte unverändert erhalten 
bleiben (keine Überhöhung der Deponie zwischen den beiden Rändern des 
aufgefüllten Einschnitts). Weiter sei die Oberfläche der Deponie nach der 
Auffüllung an die topografischen Verhältnisse in der Umgebung anzupas-
sen. Sie solle sanft bis mässig geneigt und sowohl horizontal als auch ver-
tikal leicht geschwungen sein. Schliesslich sei zur Belebung des Land-
schaftsbilds nach Abschluss der Rekultivierung an zwei bis drei im Über-
bauungsplan festzulegenden Stellen ein Bergahorn zu pflanzen (Ziff. 4.1). 
Der Berichterstatter kommt zum Schluss, dass das Projekt keine erhebli-
chen nachteiligen Auswirkungen auf das Landschaftsbild habe und mit den 
genannten Massnahmen landschaftsverträglich betrieben werden könne 
(Ziff. 5). Das AGR als kantonale Fachstelle für Landschaft hat den Fachbe-
richt Landschaft für vollständig und korrekt befunden (vgl. Gesamtentscheid 
AGR Ziff. 4.1.3; Verzeichnis nach Art. 22 Abs. 1 des Dekrets vom 22. März 
1994 über das Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
Seite 20

BSG 725.1] des AGR, einsehbar unter: <www.jgk.be.ch>, Rubriken «Bau-
bewilligungen/Baubewilligungsverfahren»). 

7.8 Diese Beurteilung überzeugt: Während der relativ kurzen Betriebs-
phase (maximal 5 Jahre inkl. Rekultivierung, vgl. vorne E. 4.5) ist die De-
ponie in der Landschaft zwar deutlich wahrnehmbar. Sie wird aber in zwei 
Etappen betrieben (vgl. Art. 5 ÜV und Überbauungsplan) und die offenen 
Deponieflächen sind auf das betrieblich notwendige Minimum zu beschrän-
ken (Art. 6 ÜV). Das Gebiet ist nur von den umliegenden Häusern her ein-
sehbar (Objektblatt Trom Badweidli des alten regionalen Abbau- und De-
ponierichtplans, Anhang 6.4 zum Erläuterungsbericht zur ÜO). Die ur-
sprüngliche Glazial-Topografie wird zwar verändert und die «Front» der 
Moräne nördlich des Punkts 1160 wegen der Auffüllung «verwischt» (vgl. 
Bericht Stirnmoräne). Die Stirnmoräne ist aber nicht mehr besonders ge-
schützt (vorne E. 7.3) und eine Veränderung der Landschaft nicht ausge-
schlossen, wenn die Neugestaltung an die Umgebung angepasst wird. Die 
Art. 11-14 und 18 ÜV sowie der Überbauungsplan sehen die im Fachbe-
richt Landschaft geforderten Massnahmen zur topografischen Endgestal-
tung und zur Ersatzpflanzung der Bergahorne vor. Wird die Horizontlinie 
nicht verändert und die Mulde an die Umgebung angepasst aufgefüllt, ist 
ohne weiteres nachvollziehbar, dass die Deponie nach Abschluss der Re-
kultivierung nicht als (störende) Besonderheit im Landschaftsbild wahr-
nehmbar sein wird. Damit trägt die ÜO dem Grundsatz der Schonung im 
Sinn von Art. 3 Abs. 1 NHG sowohl in der Betriebsphase als auch bei der 
Endgestaltung genügend Rechnung. Es liegt sodann kein Verstoss gegen 
das Beeinträchtigungsverbot gemäss Art. 9 BauG und Art. 15 Abs. 1 BauV 
vor. Nach dem Gesagten ist nicht erkennbar, weshalb die Deponie einen 
erheblich störenden Gegensatz zur bestehenden Landschaft schaffen bzw. 
sich die neu gestaltete Landschaft nicht wieder natürlich in die Umgebung 
einfügen sollte (vgl. statt vieler zu Art. 9 BauG BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit 
Hinweisen; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 N. 13 und 28 [zu Art. 15 
BauV]). 

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8. Grundwasserschutz

8.1 Die Beschwerdeführenden rügen weiter, es sei nicht genügend ab-
geklärt worden, ob die Schutzbestimmungen und Vorschriften für den Ge-
wässerschutzbereich Au eingehalten seien. Es sei notorisch, dass Depo-
nievorhaben die Gefahr einer Gewässerverschmutzung mit sich bringen 
würden, und es könne nie ganz ausgeschlossen werden, dass bei der Wie-
derauffüllung verschmutzter Aushub oder Abfälle eingebracht würden; zu-
dem wirke sich jede Wiederauffüllung wegen der unterschiedlichen Durch-
lässigkeit negativ auf die natürliche Grundwasserneubildung aus. 

8.2 Die geplante Deponie befindet sich im Gewässerschutzbereich Au 
(Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 über den Schutz 
der Gewässer [Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20]; Art. 29 Abs. 1 
Bst. a und Art. 30 Abs. 1 Bst. a der Gewässerschutzverordnung vom 
28. Oktober 1998 [GSchV; SR 814.201]; Art. 27 KGSchG; Gewässer-
schutzkarte einsehbar unter: <www.geo.apps.be.ch> Rubriken «Kar-
ten/Gewässerschutzkarte»). Der Gewässerschutzbereich Au gehört zu den 
besonders gefährdeten Gewässerschutzbereichen und dient dem Schutz 
nutzbarer unterirdischer Gewässer (Art. 29 Abs. 1 Bst. a GSchV). Er um-
fasst nebst den nutzbaren unterirdischen Gewässern auch die zu ihrem 
Schutz notwendigen Randgebiete (Anhang 4 Ziff. 111 Abs. 1 GSchV). In 
den besonders gefährdeten Bereichen bedürfen die Erstellung und die Än-
derung von Bauten und Anlagen sowie Grabungen, Erdbewegungen und 
ähnliche Arbeiten einer kantonalen Bewilligung, wenn sie die Gewässer 
gefährden können (Art. 19 Abs. 2 GSchG), und der nach den Umständen 
gebotenen Schutzmassnahmen (Art. 31 Abs. 1 GSchV). Anlagen, die eine 
besondere Gefahr für ein Gewässer darstellen, dürfen im Gewässerschutz-
bereich Au nicht erstellt werden (Art. 31 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Anhang 4 
Ziff. 211 Abs. 1 GSchV; zum Ganzen BGer 1C_482/2012 vom 14.5.2014, 
in URP 2014 S. 637 E. 2.3). Gemäss der Wegleitung Grundwasserschutz 
des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL; heute: Bun-
desamt für Umwelt [BAFU]; nachfolgend: Wegleitung Grundwasserschutz) 
aus dem Jahr 2004 ist im Gewässerschutzbereich Au die Ablagerung von 
unverschmutztem Aushub-, Abraum- und Ausbruchmaterial aus hydrogeo-
logischer Sicht unproblematisch (S. 82 und 63) und kann unter Vorbehalt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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der Bestimmungen der TVA bzw. deren Anhang 2 (heute: VVEA; vorne 
E. 2.3) durch die zuständige Behörde zugelassen werden (S. 82, 63 und 88 
Fn. 67 f.; Art. 30e Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über 
den Umweltschutz [Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01], Art. 35 ff. 
VVEA). Anders als in Grundwasserschutzzonen und Grundwasserschutz-
arealen ist eine Deponie in einem Gewässerschutzbereich Au somit zuläs-
sig (Art. 36 Abs. 1 i.V.m. Anhang 2 Ziff. 1.1.1 VVEA) und gilt eine Deponie 
des Typs A als unproblematisch. 

8.3 Weiter berufen sich die Beschwerdeführenden auf den Sachplan 
ADT, der vorsehe, dass der Kanton Bern bei Grundwasservorkommen im 
Lockergestein in den für die öffentliche Trinkwasserversorgung wichtigen 
Gebieten des Gewässerschutzbereichs Au keine Bewilligung für Abbau- 
und Deponievorhaben erteile (Grundsatz 6 S. 17). – Die Grundwasserkarte 
des Kantons Bern zeigt die Grundwasservorkommen in Lockergesteinen. 
Dargestellt ist namentlich die Ausdehnung der bekannten und vermuteten 
Grundwasservorkommen in Lockergesteinen (klassiert nach Mächtigkeit 
und Durchlässigkeit; Informationen und Karte einsehbar unter: 
<www.geo.apps.be.ch>, Rubriken «Karten/Grundwasserkarte»). Im Bereich 
der geplanten Deponie sind in der Grundwasserkarte keine Grundwasser-
vorkommen eingezeichnet. Auch der Fachbericht Geologie vom 
22. September 2011 (Anhang 6.1 zum Erläuterungsbericht; nachfolgend: 
Fachbericht Geologie) führt unter Hinweis auf die Grundwasserkarte zur 
hydrogeologischen Situation aus, dass am Standort weder grundwasser-
führende Schichten noch Quellen verzeichnet seien (Ziff. 3.2). Mit Blick auf 
diese Sachlage ist nicht zu beanstanden, dass sich das AWA in seinem 
Amtsbericht vom 5. August 2014 nicht ausdrücklich mit Fragen des Grund-
wasserschutzes befasst hat. Gestützt auf die pauschalen Vorbringen der 
Beschwerdeführenden ist nicht ersichtlich, inwiefern Gewässerschutzbe-
stimmungen verletzt sein sollten, so dass sich weitere Abklärungen dazu 
erübrigen. Es dürfen nur die für Deponien des Typs A zugelassenen Abfälle 
abgelagert werden (Art. 1 und 9 ÜV, vorne E. 2.3; Amtsbericht AWA vom 
5.8.2014 Ziff. 4.3; vgl. auch Art. 25 ÜV). Die theoretische Gefahr, dass 
dennoch verschmutztes Material eingebracht wird, wie die Beschwerdefüh-
renden unter Hinweis auf den Sachplan ADT vorbringen, kann nicht zur 
Unzulässigkeit der Deponie führen (vgl. auch VGE 21640-21642/21646-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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21650 vom 30.6.2003, in URP 2003 S. 763 E. 3.3). Die Massnahmen zur 
Einhaltung der Anforderungen an den Betrieb gemäss Art. 27 Abs. 1 VVEA, 
insbesondere die Häufigkeit der Kontrollen (Art. 40 Abs. 3 Bst. d VVEA), 
werden in der noch zu erteilenden Betriebsbewilligung festzusetzen sein 
(vgl. Amtsbericht AWA vom 5.8.2014 Ziff. 2.1; vgl. auch angefochtener Ent-
scheid E. 3.4 S. 13).  

9. Bodenschutz

Sodann beanstanden die Beschwerdeführenden, dass entgegen den Vor-
gaben im Bodenschutzkonzept ein Bulldozer zum Verstossen und Planie-
ren von Material eingesetzt werden soll. – Gemäss Art. 33 Abs. 2 USG darf 
der Boden nur so weit physikalisch belastet werden, dass seine Fruchtbar-
keit nicht nachhaltig beeinträchtigt wird. Bei Terrainveränderungen aus-
serhalb der Bauzone ab 2'000 m2, die einen erheblichen Einfluss auf die 
Bodenfunktionen haben, sind ein Bodenschutzkonzept einzureichen und 
eine bodenkundliche Baubegleitung beizuziehen (Art. 34a Abs. 2 BauV). 
Das AWA hat das Bodenschutzkonzept vom 10. Juni 2014 (Anhang 6.17 
zum Erläuterungsbericht, nachfolgend: Bodenschutzkonzept) mit Präzisie-
rungen für genügend befunden (Amtsbericht AWA vom 5.8.2014 Ziff. 1.3). 
Vorgesehen ist insbesondere, dass Bodenarbeiten nur mit geeigneten Ma-
schinen ausgeführt werden dürfen. Dazu seien hebende Verfahren (z.B. 
Raupenbagger) zu verwenden. Stossende Verfahren (z.B. Bulldozer) seien 
nicht zulässig (Bodenschutzkonzept S. 7 Ziff. 3.3 Punkt 2). Das Boden-
schutzkonzept betrifft gemäss Auskunft des AWA vom 6. Juli 2020 (act. 17) 
nur den Abtrag von Ober- und Unterboden (A- und B-Horizont). Es gehe 
darum, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und zu diesem Zweck eine un-
erwünschte Bodenverdichtung zu verhindern, die entsteht, wenn der Boden 
mit zu schweren Maschinen oder Fahrzeugen bearbeitet oder befahren 
wird. Das Auffüllen der Deponie betreffe hingegen den sog. Untergrund (C-
Horizont). Hier müsse mit Dozer oder Trax gearbeitet werden, damit das 
Auffüllmaterial vom Abkipport lage- und schichtweise in den Deponiekörper 
eingebracht und verdichtet sowie mit dem Untergrund verzahnt werden 
kann. Der auf diese Arbeiten beschränkte Einsatz des Dozers sei mit der 
Auflage sichergestellt, wonach die Rekultivierungsrichtlinien 2001 des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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Fachverbands der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie FSKB einzu-
halten seien. Damit hat das AWA nachvollziehbar dargelegt, dass der Ein-
satz des Dozers keine Bodenschutzbestimmungen verletzt.  

10. Lärmimmissionen

10.1 Die Beschwerdeführenden gehen von unzulässigen Lärmimmissio-
nen aus dem Betrieb der Deponie und aufgrund des Lastwagenverkehrs 
aus. Sie erachten insbesondere die Lärmprognosen als unvollständig. 

10.2 Als neue ortsfeste Anlage muss die Deponie die Planungswerte 
gemäss Art. 25 Abs. 1 USG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 Bst. b der Lärmschutz-
Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) einhalten. Darüber 
hinaus müssen die Lärmemissionen im Rahmen der Vorsorge so weit be-
grenzt werden, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaft-
lich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 Bst. a LSV). Die 
Emissionsbegrenzungen müssen verschärft werden, wenn feststeht oder zu 
erwarten ist, dass die Einwirkungen unter Berücksichtigung der bestehenden 
Umweltbelastung schädlich oder lästig werden (Art. 11 Abs. 3 USG; vgl. statt 
vieler BGE 146 II 17 E. 6.2 f.). Das USG regelt den Schutz vor schädlichen 
und lästigen Einwirkungen grundsätzlich abschliessend. Insbesondere dür-
fen die Kantone keine eigenen Immissionsgrenzwerte oder Planungswerte 
mehr erlassen oder anwenden (Art. 65 Abs. 2 USG). Kantonale und kom-
munale Regelungen bleiben anwendbar, soweit sie über den bundesrecht-
lich geregelten Immissionsschutz hinaus eine planerische oder gastgewer-
bepolizeiliche Komponente enthalten oder dem Schutz der Nachbarschaft 
vor Übelständen verschiedenster Art dienen. Kantonales Recht kann so-
dann – als Ausführungsrecht zum Bundesumweltrecht – zu dessen Konkre-
tisierung herangezogen werden, soweit dieses den lokalen Behörden einen 
Beurteilungsspielraum gewährt (statt vieler BVR 2019 S. 51 E. 3.1 a.E., 
2003 S. 423 E. 4a, je mit Hinweisen). Die Art. 24 BauG und Art. 91 Abs. 1 
BauV, auf welche die Beschwerdeführenden verweisen, haben im vorlie-
genden Fall keine selbständige Bedeutung, geht es doch um die konkreten 
Lärmauswirkungen der Deponie. Die Lärmimmissionen sind deshalb allein 
nach Massgabe des Bundesumweltrechts zu beurteilen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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10.3 Die Frage, ob Grund zur Annahme besteht, dass die Belastungs-
grenzwerte überschritten werden (Art. 36 Abs. 1 LSV), verlangt eine vor-
weggenommene Würdigung der Lärmsituation. Ist sie zu bejahen, so ist die 
Behörde zur Durchführung eines Beweis- und Ermittlungsverfahrens nach 
den Art. 36 ff. LSV und den Anhängen 2-7 LSV verpflichtet, ohne dass ihr 
insoweit noch ein Ermessensspielraum zustünde. Dabei dürfen keine ho-
hen Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit einer Überschreitung der 
Planungswerte gestellt werden. Dies gilt jedenfalls im Kontext von Art. 25 
Abs. 1 USG: Setzt die Erteilung der Baubewilligung eine positive Prognose 
hinsichtlich der Einhaltung der Planungswerte voraus, so sind weitere Er-
mittlungen in Form einer Lärmprognose (im Sinn von Art. 25 Abs. 2 Satz 1 
und Art. 36 ff. LSV) schon dann geboten, wenn eine Überschreitung der 
Planungswerte möglich erscheint, d.h. beim aktuellen Kenntnisstand nicht 
ausgeschlossen werden kann (BGE 137 II 30 E. 3.4 mit Hinweisen).

10.4 Zum Betriebslärm ergibt sich Folgendes:

10.4.1 Die Fachstelle Immissionsschutz des Amtes für Berner Wirtschaft 
(beco; heute: Amt für Wirtschaft des Kantons Bern), die neu zum Amt für 
Umwelt und Energie gehört, hat das Vorhaben mit Blick auf den Betriebs-
lärm geprüft (Fachbericht Immissionsschutz vom 23.8.2013, act. 6C19 
pag. 427 ff.; nachfolgend Fachbericht Immissionsschutz). Zudem hat die 
M.________ Sàrl am 31. August 2012 eine «Beurteilung der 
Lärmbelastung» abgegeben, die sich auch zum Betriebslärm äussert 
(Anhang 6.12 zum Erläuterungsbericht zur ÜO; nachfolgend: Bericht 
M.________). Die Beschwerdeführenden erachten diese Lärmprognosen 
als ungenügend, wobei sie in erster Linie den Bericht M.________ 
kritisieren und ein (weiteres) Lärmgutachten fordern. Die Manöver von 
Lastwagen innerhalb der Deponie seien nicht berücksichtigt worden und es 
seien keine Angaben zu den einzuhaltenden Planungswerten, zur Distanz 
zur Wohnzone, zu den Betriebsstunden und zum Schallleistungspegel der 
Maschinen vorhanden. Unberücksichtigt geblieben sei auch, dass 
gleichzeitig mehrere Baumaschinen zum Einsatz kommen sollen. 
Ausserdem fehlten verbindliche Schallschutzmassnahmen wie Angaben zu 
Höhe und Mächtigkeit der Erdwälle. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
Seite 26

10.4.2 In der Wohnzone gilt grundsätzlich die Lärmempfindlichkeitsstufe 
(ES) II (vgl. hinten E. 10.5.3), in der Landwirtschaftszone die ES III (Art. 43 
Abs. 1 Bst. b und c LSV; Zonenplan Nr. 4 Gstaad i.V.m. Art. 9 Abs. 2 und 
Art. 22 Abs. 5 GBR). Für den Betriebslärm gelten unbestrittenermassen die 
Belastungsgrenzwerte für Industrie- und Gewerbelärm (Art. 40 Abs. 1 
i.V.m. Anhang 6 LSV). Am Tag (7-19 Uhr) gilt gemäss Anhang 6 Ziff. 2 LSV 
für die ES II der Planungswert von 55 dB(A), in der ES III von 60 dB(A). Es 
ist somit klar, welche Planungswerte einzuhalten sind. In ihrem Fachbericht 
hat die Fachstelle Immissionsschutz zum Industrie- und Gewerbelärm aus-
geführt, das Material werde mit Lastwagen herangeführt und mit einer 
Baumaschine verteilt. Es werde mit zwölf Lastwagenbewegungen pro Tag 
gerechnet, bei 168 Betriebstagen pro Jahr. Als relevante Lärmphase auf 
der Deponie sei der Einsatz der Baumaschine zu bezeichnen. Eine unzu-
lässige Lärmbelastung gegenüber Anliegerinnen und Anliegern sei nicht zu 
erwarten; unter Auflagen könne das Vorhaben bewilligt werden. Namentlich 
wird vorgeschlagen, dass die Gebäude mit Wohnnutzung bei Bedarf von 
der Baumaschine als Lärmquelle mit Erdwällen abzuschirmen sind. Deren 
Höhe habe eine Fachperson (z.B. Akustikbüro) festzulegen (Fachbericht 
Immissionsschutz Ziff. 5 und 6). Die entsprechenden Auflagen hat das 
AGR in seinen Gesamtentscheid aufgenommen (Ziff. 5.5 f.). Entgegen der 
Behauptung der Beschwerdeführenden wird die Distanz zwischen dem 
Zentrum der Deponie und den ersten bewohnten Häusern von über 150 m 
im Bericht angesprochen. Zwar trifft zu, dass die genaue Anzahl Betriebs-
stunden und die Schallleistungspegel der Maschinen im Fachbericht Im-
missionsschutz nicht erwähnt werden. Die ÜV regeln aber die Betriebszei-
ten (Art. 24 ÜV: Montag-Freitag von 7.00 bis 12.00 und von 13.00 bis 
19.00 Uhr), und gemäss Baugesuch für die Deponie soll nur an 80 Tagen 
pro Jahr von 7.00 bis 18.00 Uhr gearbeitet werden. Es ist auch bekannt, 
welche Maschinen zum Einsatz kommen sollen (Raupenbagger, Dozer; 
vgl. Formular 4.0 im blauen Mäppli in act. 6B); diese Grundlagen hat die 
Fachstelle Immissionsschutz berücksichtigt. Die Lage von Humus- und 
Unterbodendepots, die als Lärmschutzdämme dienen sollen, ist im Über-
bauungsplan eingezeichnet, namentlich am Rand des der Wohnzone zu-
gewandten Teils der Deponie (vgl. auch Erläuterungsbericht zur ÜO 
Ziff. 4.4; Baugesuch Deponie, Formular 2 im blauen Mäppli in act. 6B). 
Gemäss Bodenschutzkonzept beträgt die maximale Höhe des Oberboden-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
Seite 27

depots 2,5 m, diejenige des Unterbodendepots 4 m (S. 8). Der vorge-
schriebene Einbezug einer Fachperson stellt sodann sicher, dass die Erd-
wälle der jeweiligen Betriebsphase entsprechend so aufgebaut werden, 
dass sie ihre Lärmschutz-Funktion wirkungsvoll erfüllen. Damit ist die Beur-
teilung der Fachstelle Immissionsschutz auch dann einleuchtend, wenn die 
Baumaschine am der Wohnzone zugewandten Rand der Deponie zum 
Einsatz kommt (vgl. auch Gesamtentscheid des AGR Ziff. 4.1.7). Es scha-
det somit nicht, dass die Distanz zwischen Betriebsort und Wohnzone nicht 
genau bezeichnet ist; sie hängt ohnehin davon ab, in welchem Teil der De-
ponie gearbeitet wird. Ebenfalls nachvollziehbar ist, dass sich die Fachstel-
le Immissionsschutz an der stärksten Lärmquelle orientiert hat: Eine 
schwächere Quelle trägt bei der Zusammenrechnung von unterschiedlich 
lauten Schallquellen nur wenig zum Ergebnis bei (Robert Wolf, in Kommen-
tar USG, 2000, Vorbemerkungen zu Art. 19-25 N. 7) und der (allfällige) 
übrige Lärm (kurze Lastwagenfahrten innerhalb der Deponie, Abladevor-
gang) tritt nur kurzzeitig auf, worauf die Beschwerdegegnerinnen 1 und die 
Gemeinde zu Recht hinweisen (vgl. auch VGE 22986 vom 13.2.2008, in 
URP 2008 S. 604 zusammengefasst publ. E. 4.3). Im Übrigen hat die 
Fachstelle Immissionsschutz den zu erwartenden Lärm in Kenntnis der 
Lastwagenfahrten zur Abladestelle beurteilt und geben die Beschwerde-
gegnerinnen 1 als Deponiebetreiberinnen an, dass keine Lastwagenfahrten 
in der Deponie vorgesehen seien (Beschwerdeantwort vom 20.9.2019 
Rz. 22; zum Verkehrslärm vgl. E. 10.5 hiernach). Es ist somit kein Grund 
ersichtlich, weshalb nicht auf den Fachbericht Immissionsschutz abgestellt 
werden dürfte. Ein (weiteres) Lärmgutachten ist folglich entbehrlich und der 
Beweisantrag der Beschwerdeführenden wird abgewiesen. 

10.5 Was den Strassenverkehrslärm anbelangt, ergibt sich Folgendes: 

10.5.1 Die Beschwerdeführenden bringen vor, der Bericht M.________ 
orientiere sich nicht an konkreten Verkehrszahlen und gehe zu Unrecht 
davon aus, Art. 9 LSV über die Mehrbeanspruchung von Verkehrsanalgen 
sei eingehalten. Es treffe insbesondere nicht zu, dass die ermittelte 
Lärmbelastung «auf der sicheren Seite sei», denn die Lärmemissionen 
einer Lastwagenfahrt entsprächen denjenigen von 10-15 Personenwagen. 
Die Immissionsgrenzwerte der ES II seien klar überschritten und es handle 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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sich um eine sanierungsbedürftige Verkehrsanlage im Sinn von Art. 13 
LSV. Sodann sei der Mehrverkehr auch gemäss dem Bericht M.________ 
bei einem durchschnittlichen täglichen Verkehrsaufkommen (DTV) von 
1000 wahrnehmbar. 

10.5.2 Für den Strassenverkehrslärm, den die Deponie als neue Anlage 
verursacht, ist – nebst den in E. 10.2 genannten Vorschriften – Art. 9 LSV 
zu beachten (VGE 22334 vom 18.7.2005 [bestätigt durch 
BGer 1A.242/2005 und 1P.576/2005 vom 4.4.2006] E. 4.1; vgl. zur Ge-
setzmässigkeit der Verordnungsbestimmung BGer 1C_668/2013 vom 
21.3.2014 E. 3.3, 1C_116/2012 vom 23.8.2012 E. 7.3, 1C_10/2011 vom 
28.9.2011, in URP 2012 S. 19 E. 4.1). Nach dieser Bestimmung darf der 
Betrieb neuer oder wesentlich geänderter ortsfester Anlagen nicht dazu 
führen, dass durch die Mehrbeanspruchung einer Verkehrsanlage die Im-
missionsgrenzwerte überschritten werden (Bst. a) oder durch die Mehrbe-
anspruchung einer sanierungsbedürftigen Verkehrsanlage wahrnehmbar 
stärkere Lärmimmissionen erzeugt werden (Bst. b). Als wahrnehmbar gilt 
eine Erhöhung des Verkehrslärms um 1 dB(A), was im Normalfall einer 
Zunahme des DTV von rund 25 % entspricht (vgl. BGE 136 II 281 E. 2.3.2; 
BVR 2013 S. 343 E. 4.3; Robert Wolf, a.a.O., N. 9 a.E.). 

10.5.3 Gemäss Zonenplan Nr. 4 Gstaad befinden sich die Wohnzonen (W2 
und W3a) im Bereich Badweidli entlang der Lauenenstrasse in einem lärm-
vorbelasteten Immissionsgebiet gemäss Art. 43 Abs. 2 LSV. Es gilt hier 
deshalb nicht die ES II (Art. 9 Abs. 2 GBR), sondern die ES III (Art. 36 
Abs. 2 GBR). Im Übrigen liegen entlang der Lauenenstrasse im Bereich 
Badweidli eine Wohn- und Gewerbezone WG, eine Gewerbezone G sowie 
die Landwirtschaftszone, wo die ES III bzw. IV gelten (Art. 11 Abs. 2, 
Art. 12 Abs. 3 und Art. 22 Abs. 5 GBR). Gemäss Anhang 3 Ziff. 2 LSV 
beträgt der Planungswert für die ES III am Tag (6-22 Uhr) 60 dB(A), der 
Immissionsgrenzwert 65 dB(A). 

10.5.4 Nach dem Erläuterungsbericht zur ÜO wird die Deponie voraus-
sichtlich ca. 24 Fahrten mit Lastwagen pro Werktag und zusätzlich einzelne 
Fahrten der Deponiemitarbeitenden mit Personenwagen verursachen 
(Ziff. 2.8). Der Bericht M.________ befasst sich auch mit dem 
Strassenverkehrslärm und geht von 50 zusätzlichen Fahrten pro Tag und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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einem Lastwagenanteil von 80 % aus (Ziff. 2.1.2), was 
40 Lastwagenfahrten pro Tag ergibt. Für die bestehende 
Verkehrsbelastung der Lauenenstrasse hat der Bericht M.________ auf 
Zahlen aus dem Jahr 2012 abgestellt. Das Tiefbauamt des Kantons Bern 
(TBA) hat in seinem Vorprüfungsbericht vom 29. August 2013 festgehalten, 
mit dem Bericht M.________ werde der Nachweis erbracht, dass die 
Anforderungen von Art. 9 LSV eingehalten würden (act. 6C6 pag. 209 
S. 2).

10.5.5 Gemäss den ergänzenden Auskünften des TBA vom 6. Juli 2020 
(act. 16) wurde bei der letzten Messung im Jahr 2014 auf der Lauenen-
strasse ein DTV von 2'136 Fahrzeugen gezählt, mit einem Anteil lärmiger 
Fahrzeuge von 7,2 % am Tag und 3,1 % in der Nacht. Die während einer 
Woche durchgeführte Messung und die sich daraus ergebende Ermittlung 
des DTV seien gerade in Gebieten mit hohem touristischen Verkehrsauf-
kommen wie in Gstaad mit einigen Unsicherheiten behaftet; es sei aber 
aufgrund der allgemeinen Verkehrsentwicklung davon auszugehen, dass 
das Verkehrsaufkommen unterdessen leicht gestiegen sei, sodass der DTV 
heute sicher zwischen 2001 und 3000 liege (Antwort 1). Im Jahr 2008 sei 
für die Gemeinde Saanen ein Lärmsanierungsprojekt ausgearbeitet und 
dabei auch die Lauenenstrasse auf einen Prognosehorizont 2028 unter-
sucht worden. Im Bereich Badweidli seien die Immissionsgrenzwerte bei 
keiner Liegenschaft überschritten worden. In der Ortschaft Gstaad seien 
die Immissionsgrenzwerte hingegen bereits im Ausgangszustand bei fünf 
Liegenschaften überschritten worden und im Prognosehorizont 2028 gar 
bei sechs Liegenschaften. Dafür seien im Rahmen des Sanierungsprojekts 
Erleichterungen gewährt worden (Antwort 2). Auch aktuell seien im Bereich 
Badweidli keine Immissionsgrenzwertüberschreitungen zu verzeichnen. An 
der lärmexponiertesten Liegenschaft … müsste bei gleichbleibender Ver-
kehrsverteilung der DTV ca. 2'700 Fahrzeuge betragen, damit die Immis-
sionsgrenzwerte überschritten würden. Bei dieser Verkehrsmenge wäre die 
durch den Zusatzverkehr der Deponie verursachte Mehrbelastung kleiner 
als 1 dB(A) und damit nicht wahrnehmbar (Antwort 3). Der DTV von 2'136 
Fahrzeugen aus dem Jahr 2014 müsste somit um 564 Fahrzeuge zuge-
nommen haben, damit die Im-missionsgrenzwerte überschritten wären. 
Davon ist gestützt auf den Bericht des TBA nicht auszugehen, der nur eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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leichte Zunahme des Verkehrsaufkommens als wahrscheinlich erachtet. Es 
ist folglich plausibel, dass die Immissionsgrenzwerte aktuell bei keiner Lie-
genschaft im Bereich Badweidli überschritten sind und auch mit dem Mehr-
verkehr aus der Deponie nicht überschritten werden, zumal das TBA den 
Lastwagenanteil berücksichtigt hat (Tabelle in Beilage 6 zum Bericht des 
TBA [act. 16B], Verkehrsdaten mit Deponie, aktuellste Zählung, Spalte 
«Anteil LW»). Selbst wenn aber aktuell die Immissionsgrenzwerte über-
schritten würden (DTV von 2'700 Fahrzeugen), wäre den Angaben des 
TBA zufolge die von der Deponie verursachte Zunahme der Lärmbelastung 
nicht wahrnehmbar. Die Angaben des TBA im Verfahren vor dem Verwal-
tungsgericht stimmen also mit dem Ergebnis des Vorprüfungsverfahrens 
überein (E. 10.5.4 hiervor), wonach Art. 9 LSV eingehalten ist. Die allge-
meine Kritik der Beschwerdeführenden vermag keine Zweifel daran zu er-
wecken und erweist sich als unbegründet. Auch zum Strassenverkehrslärm 
ist kein (weiteres) Gutachten nötig; der Beweisantrag, ein solches einzuho-
len, wird abgewiesen.

11. Staubimmissionen 

11.1 Die Beschwerdeführenden erachten die Auflagen der Fachstelle 
Immissionsschutz zur Verhinderung von Staubimmissionen als ungenü-
gend. 

11.2 Gemäss Art. 11 USG sind auch Luftverunreinigungen durch Mass-
nahmen bei der Quelle zu begrenzen (Emissionsbegrenzungen; Abs. 1) 
und unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung im Rahmen der 
Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich 
und wirtschaftlich tragbar ist (Abs. 2). Die Emissionsbegrenzungen werden 
verschärft, wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen un-
ter Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastung schädlich oder 
lästig werden (Abs. 3; ferner Art. 4 und 5 der Luftreinhalte-Verordnung vom 
16. Dezember 1985 [LRV; SR 814.318.142.1] und allgemein auch vorne 
E. 10.2). Nach Art. 3 Abs. 1 LRV müssen neue stationäre Anlagen so aus-
gerüstet und betrieben werden, dass sie die im Anhang 1 festgelegten 
Emissionsbegrenzungen einhalten. Anhang 1 Ziff. 43 LRV sieht vor, dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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bei der Lagerung und beim Umschlag staubender Güter im Freien Mass-
nahmen zur Verhinderung von erheblichen Staubemissionen getroffen 
werden (Abs. 2) und beim Transport staubender Güter Transporteinrich-
tungen verwendet werden müssen, welche die Entstehung erheblicher 
Staubemissionen verhindern (Abs. 3). Ferner müssen Fahrwege staubfrei 
gehalten werden, wenn durch den Werkverkehr erhebliche Staubemis-
sionen entstehen können (Abs. 4; vgl. auch die Mitteilungen des BUWAL 
zur LRV Nr. 14: Kieswerke, Steinbrüche und ähnliche Anlagen; einsehbar 
unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Luft/Publikationen und 
Studien»; VGE 2018/243 vom 27.1.2020 E. 8.2). Auch mit Blick auf die von 
den Beschwerdeführenden beanstandeten möglichen Staubimmissionen 
haben die Art. 24 BauG und Art. 91 BauV keine selbständige Bedeutung 
(vorne E. 10.2). Dasselbe gilt für Art. 31 BauV (GS 1985 S. 115), der am 
8. Februar 2017 aufgehoben wurde (BAG 17-006; vgl. Vortrag der JGK zur 
Änderung der Bauverordnung vom 8.2.2017, S. 19, einsehbar unter: 
<www.bve.be.ch>, Rubriken «Rechtsamt/Vorträge»; ferner BVR 2007 
S. 321 [VGE 22419 vom 10.7.2006] E. 5.3 und nicht publ. E. 9.3 f.; 
Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 4. Aufl. 2013, 
Art. 24 N. 36 S. 342 letzter Abschnitt). 

11.3 Die Fachstelle Immissionsschutz hat sich in ihrem Fachbericht auch 
zur Luftreinhaltung geäussert. Es seien die generellen Anforderungen nach 
Anhang 1 LRV einzuhalten (S. 2 Luftreinhaltung – stationäre Anlagen; vgl. 
E. 11.2 hiervor). Ferner wurden Auflagen für die mechanischen Arbeitspro-
zesse angeordnet (Ziff. 4 S. 4; Gesamtentscheid AGR Auflagen Ziff. 5.4). 
So sind Abbau-/Rückbauobjekte möglichst grossstückig mit geeigneter 
Staubbindung (z.B. Benetzung) zu zerlegen, ist Staub durch Feuchthalten 
des Materials (z.B. mittels gesteuerter Wasserbedüsung) zu binden und 
sind die Ausfahrten aus dem Baustellenbereich ins öffentliche Strassennetz 
mit wirkungsvollen Schmutzschleusen (z.B. Radwaschanlage) zu versehen. 
Die Beschwerdeführenden machen geltend, diese Auflagen gälten nicht für 
die Abladevorgänge und den Transport durch die Wohnzone. Das trifft nicht 
zu: Die Auflage zur Staubbindung gilt generell, also auch beim Abladen des 
Deponiematerials. Es erfolgt kein Transport durch die Wohnzone (vgl. hin-
ten E. 12.3). Zudem bewirken die Schmutzschleusen, dass die Räder der 
Fahrzeuge bei der Rückfahrt sauber sind und folglich keinen Staub abge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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ben. Bei der Hinfahrt zur Deponie ergibt sich direkt aus Anhang 1 Ziff. 43 
Abs. 3 LRV, dass mit geeigneten Transporteinrichtungen Staubemissionen 
verhindert werden müssen. Die Gemeinde führt sodann zu Recht aus, dass 
sich die Abladestelle in beträchtlicher Entfernung von der Wohnzone befin-
det und die Erdwälle auch vor allfälligen Staubimmissionen schützen (Be-
schwerdeantwort Rz. 41). Es besteht kein Anlass, die Beurteilung der 
Fachstelle Immissionsschutz gestützt auf die pauschalen Vorbringen der 
Beschwerdeführenden in Frage zu stellen. Der Beweisantrag, wonach ein 
Gutachten zu den Staubemissionen einzuholen sei, wird abgewiesen. 

12. Strassenerschliessung

12.1 Den Beschwerdeführenden zufolge steht sodann die Erschliessung 
im Widerspruch zum Richtplan. Es bestünden keine sachlichen Gründe, um 
vom Richtplan abzuweichen. 

12.2 Bauvorhaben dürfen nur bewilligt werden, wenn sichergestellt ist, 
dass das Baugrundstück spätestens zum Zeitpunkt der Fertigstellung des 
Baus oder der Anlage genügend erschlossen sein wird (Art. 22 Abs. 2 
Bst. b RPG; Art. 7 Abs. 1 BauG). Gemäss Art. 7 Abs. 2 Bst. a BauG setzt 
eine genügende Erschliessung namentlich voraus, dass die Zufahrtsstras-
se hinreichend nahe an Bauten und Anlagen heranführt und diese für Feu-
erwehr und Sanität gut erreichbar sind. Nach Art. 7 Abs. 3 BauG müssen 
die Erschliessungsanlagen zudem den Beanspruchungen gewachsen sein, 
die sich aus der Nutzung des Baugrundstücks und der weiteren Grund-
stücke ergeben können, denen sie nach der Planung zu dienen bestimmt 
sind (vgl. zudem Art. 8 BauG i.V.m. Art. 3 ff. BauV). 

12.3 Im Objektblatt Trom Badweidli des alten regionalen Abbau- und De-
ponierichtplans (Anhang 6.4 zum Erläuterungsbericht zur ÜO) ist die Er-
schliessung der Deponie über die Lauenenstrasse bis zur Abzweigung 
Tromweg und von dort weiter in Richtung Bissen vorgesehen. Der aktuelle 
TRP ADT bezweckt die Sicherstellung des Auffüllbetriebs «im bisherigen 
Rahmen» und thematisiert die Erschliessung nicht (Koordinationsblatt 
Nr. 101.3). In der ÜO ist vorgesehen, dass die Erschliessung zunächst wie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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im alten regionalen Abbau- und Deponierichtplan vorgesehen von Gstaad 
Richtung Lauenen führt. Sie zweigt aber früher von der Lauenenstrasse ab 
und folgt der bestehenden Zufahrt zu den Liegenschaften Lauenenstras-
se … und …. Diese Stichstrasse soll auf einer Länge von 189 m begradigt 
und verstärkt sowie mit Ausweichstellen versehen werden; im Einmün-
dungsbereich der Lauenenstrasse beträgt die Fahrbahnbreite 6 m. Im An-
schluss an die bestehende Strasse ist eine provisorische 82 m lange und 
3 m breite Baupiste mit einem Wende- und Installationsplatz vorgesehen. 
Die maximale Steigung beträgt wie bisher 17 % (vgl. Art. 19 ff. ÜV und 
Überbauungsplan; Baugesuchsplan 1:2'000 und Baugesuch Formular 1.0, 
beides im gelben Mäppli in act. 6B; Erläuterungsbericht zur ÜO S. 5 f. 
Ziff. 2.4).

12.4 Richtpläne sind für die Behörden grundsätzlich verbindlich (Art. 9 
Abs. 1 RPG; Art. 57 Abs. 1 BauG). Abweichungen vom Richtplan durch die 
nachgeordneten Planungsorgane sind praxisgemäss zulässig, wenn sie 
sachlich gerechtfertigt sowie von untergeordneter Bedeutung sind und 
wenn es nach den Umständen unzumutbar erscheint, vorher den Richtplan 
förmlich zu ändern (BGE 119 Ia 362 E. 4a S. 368; BVR 2011 S. 259 E. 5.4, 
2002 S. 49 E. 3e; vgl. auch BGE 139 II 499 E. 4.2 betreffend Sachplan). 
Dasselbe gilt für Richtpläne der Gemeinden und der Planungsregionen 
(vgl. Art. 115 Abs. 1 BauV; VGE 21783 vom 31.3.2004 E. 8, 21784 vom 
31.3.2004 E. 6). Diese Rechtsprechung ist vor dem Hintergrund der gesetz-
lichen Regelung zu sehen, wonach Richtpläne überprüft und nötigenfalls 
angepasst werden, wenn sich die Verhältnisse geändert haben, sich neue 
Aufgaben stellen oder eine gesamthaft bessere Lösung möglich ist (Art. 9 
Abs. 2 RPG; Pierre Tschannen, in Praxiskommentar RPG: Richt- und 
Sachplanung, Interessenabwägung, 2019, Art. 9 N. 29 f.; BVR 2011 S. 259 
E. 5.5; zum Ganzen auch Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 57 N. 5 ff.). 

12.5 Die Gemeinde und die Beschwerdegegnerinnen 1 führen mehrere 
überzeugende Gründe für die vom Richtplan abweichende Erschliessung 
an: Bis zur in der ÜO vorgesehenen Abzweigung von der Lauenenstrasse 
zur Deponie unterscheiden sich die beiden Erschliessungsvarianten nicht. 
Die neu vorgesehene Zufahrt direkt ab der Kantonsstrasse über die beste-
hende Stichstrasse ist aber deutlich kürzer und es werden weniger 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
Seite 34

(Wohn-)Gebäude dem zusätzlichen Strassenverkehrslärm ausgesetzt, da 
der Umweg über den Tromweg wegfällt. Die Behauptung der Beschwerde-
führenden, die Erschliessung tangiere ein deutlich grösseres Siedlungsge-
biet und die Anfahrten führten nun mitten durch die Wohnzone Badweidli, 
trifft nicht zu; die Situation für die Bauzonen entlang der Lauenenstrasse ist 
vielmehr unverändert. Hingegen fällt die Zufahrt über den Tromweg weg, 
der für Schwerverkehr zu schmal ist und ausgebaut oder mit einem Ein-
bahnregime versehen werden müsste, was hinsichtlich Landverbrauch 
bzw. Immissionen für zusätzliche Wohnhäuser (Bissen) die schlechtere 
Lösung wäre. Dazu kommt, dass der Tromweg als Schulweg dient und 
über kein Trottoir verfügt. Die vorgesehene Erschliessung entspricht somit 
dem Sachplan ADT besser, wonach die Erschliessung von Abbau- und 
Ablagerungsstellen an das übergeordnete Verkehrsnetz so zu gestalten ist, 
dass die negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung minimal sind 
(Grundsatz 10 für die Planung S. 18). Soweit die Gemeinde darauf hin-
weist, dass der Tromweg zudem ein offizieller Wanderweg sei, ist dieser 
hingegen nach einer Routenumlegung aufgehoben worden (Sachplan 
Wanderroutennetz, genehmigt vom Regierungsrat des Kantons Bern mit 
RRB Nr. 1212 vom 22.8.2012, angepasst am 6.2.2019 [einsehbar unter: 
<www.bve.be.ch>, Rubriken «Mobilität & Verkehr/Langsamverkehr/
Fussverkehr, Wandern»], Blatt 28 Saanen und Legende S. 34). Sodann 
würde auch die Erschliessung über den Tromweg Land verbrauchen, da er 
ausgebaut werden müsste. Eine geschützte Landschaft ist nicht betroffen 
(vorne E. 7.2-7.4). Ferner hat die Fachstelle Immissionsschutz unzulässige 
Lärmimmissionen aus dem Betrieb der Deponie ausgeschlossen (vorne 
E. 10.4), dies in Kenntnis der Erschliessung über die Stichstrasse. Dass die 
Deponie möglicherweise «von unten her» befüllt wird, spricht somit nicht 
gegen die vorgesehene Erschliessung. Diese weist nach dem Gesagten 
gewichtige Vorteile gegenüber derjenigen gemäss Richtplan auf und stellt 
folglich eine gesamthaft bessere Lösung dar. Die Abweichung vom Richt-
plan ist sachlich gerechtfertigt. Die Vorinstanz hat den rechtserheblichen 
Sachverhalt nicht unrichtig oder unvollständig festgestellt, um zu diesem 
Schluss zu gelangen. 

12.6 Besteht ein Richtplanvorbehalt (vgl. für Richtpläne der Kantone 
Art. 8 Abs. 2 RPG), muss die Planungspflicht auf Stufe Richtplan erfüllt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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sein, bevor der Nutzungsplan erlassen werden darf (Pierre Tschannen, 
a.a.O., Art. 2 N. 47). Für Deponien besteht ein spezialgesetzlicher Richt-
planvorbehalt: Gemäss Art. 5 Abs. 2 VVEA weisen die Kantone die in der 
Deponieplanung vorgesehenen Standorte in ihren Richtplänen aus und 
sorgen für die Ausscheidung von Nutzungszonen. Der Richtplanvorbehalt 
bezieht sich auf die Festlegung des Deponiestandorts (vgl. BGE 126 II 26 
E. 4c). Hier steht eine teilweise vom Richtplan abweichende Erschliessung 
zur Diskussion, nicht der Standort der Deponie an sich. Es handelt sich 
folglich um eine Abweichung von untergeordneter Bedeutung. Der Bedarf 
an Deponievolumen ist ausgewiesen (vorne E. 6). Ein Aufschub der Nut-
zungsplanung bis zu einer Änderung des alten regionalen Abbau- und De-
ponierichtplans ist deshalb unzumutbar. 

13. Entwässerung

13.1 Die Beschwerdeführenden beanstanden weiter, die Meteorwas-
serableitung sei rechtlich nicht sichergestellt. Die bestehenden Sauberwas-
serleitungen, die zur Ableitung des Meteorwassers vorgesehen seien, 
stünden im Privateigentum und die nötigen Rechte zum Abführen des 
Wassers würden verweigert. Die Leitungen seien zudem zu klein dimen-
sioniert, um das Wasser einer Deponie abzuführen. 

13.2 Nach Art. 7 Abs. 2 Satz 1 GSchG ist nicht verschmutztes Abwasser 
nach den Anordnungen der kantonalen Behörde versickern zu lassen (sog. 
Versickerungsgebot; vgl. Art. 17 Abs. 1 der Kantonalen Gewässerschutz-
verordnung vom 24. März 1999 [KGV; BSG 821.1]). Erlauben die örtlichen 
Verhältnisse dies nicht, so kann es in ein oberirdisches Gewässer eingelei-
tet werden; dabei sind nach Möglichkeit Rückhaltemassnahmen zu treffen, 
damit das Wasser bei grossem Anfall gleichmässig abfliessen kann (Art. 7 
Abs. 2 Satz 2 GSchG; vgl. auch Art. 17 Abs. 2 KGV).

13.3 In der heutigen Muldensohle verläuft eine Sickerleitung bzw. ein 
Drainagerohr mit einem Durchmesser von ca. 10 cm zur Ableitung des sich 
bei Niederschlägen in der Mulde sammelnden Oberflächenwassers und 
von allfälligem Hangwasser (Fachbericht Geologie Ziff. 3.2). Die Leitung ist 

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an die bestehende, im Privateigentum stehende Sauberwasserleitung an-
geschlossen, die zunächst über die Grundstücke Saanen Gbbl. 
Nrn. 7________ und 5________ und anschliessend über die 
Badweidlistrasse und weitere Parzellen in den Louibach führt (Plan 
Nr. 2011 0283.21 Ableitung Drainagewasser Detail Badweidli, im blauen 
Mäppli in act. 6B; Beschwerdeantwort der Gemeinde Rz. 54; 
Gewässerschutzbewilligung vom 18.7.2014 [act. 6C19 pag. 439] 
Ziff. 2.1.4). Dem Erläuterungsbericht zur ÜO zufolge wird das 
Abflussregime des Oberflächenwassers nicht geändert. Regenwasser wer-
de auch in Zukunft grösstenteils vor Ort versickern, überschüssiges Ober-
flächenwasser könne frei Richtung Badweidli abfliessen/versickern. Neu 
wird in der heutigen Grabensohle eine spülbare Sickerleitung verlegt (Ba-
sisdrainage), an welche beim Abhumusieren auch allfälliges Hangwasser 
angeschlossen wird. Weiter ist vorgesehen, in der neuen Grabensohle eine 
Sickerleitung zu verlegen (Oberflächendrainage). Diese dient dem zeitge-
rechten, schadlosen Abführen von überschüssigem Niederschlagswasser 
bzw. der Vermeidung von Staunässe bei Starkregen oder Schneeschmel-
ze. Das Abwasser wird anschliessend (wie bisher) über die bestehenden 
Kontrollschächte und Sauberwasserleitungen in den Louibach abgeleitet. 
Alle Sickerleitungen und Kontrollschächte werden mit Humus überdeckt 
(Gewährleistung der Humuspassage). Diese Abdeckung erschwert den 
Unterhalt, weil die Schächte zum Spülen jeweils ausgegraben werden 
müssen. Damit die Drainage auch bei längeren Unterhaltsintervallen 
funktionstüchtig bleibt, beträgt der Sickerleitungsdurchmesser 20 cm 
(Erläuterungsbericht zur ÜO, Ziff. 2.6 und 2.2 a.E.; Überbauungsplan). 

13.4 Die Gemeinde hat in der Gewässerschutzbewilligung vom 18. Juli 
2014 (act. 6C19 pag. 439) vor Baubeginn einen schriftlichen Nachweis ge-
fordert, dass die bestehende Drainageleitung (Betonrohr [BR] Ø 150) sowie 
die Regenwasserkanalisation in der Badweidlistrasse (Ø 200) eine ausrei-
chende Kapazität aufweisen, das anfallende Wasser aufzunehmen 
(Ziff. 2.1.3.1; vgl. auch Ziff. 2.3.2). Die neuen Basis- und Oberflächen-
drainagen seien gemäss Überbauungsplan nordwestlich der Deponie an 
die bestehende Drainageleitung (BR Ø 150) anzuschliessen (Ziff. 2.3.1). 
Dem Erläuterungsbericht zur ÜO ist dazu zu entnehmen, dass für die Be-
stimmung des maximalen Wasseranfalls einzelner, mit Humus überdeckter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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Sickerleitungen keine anerkannten Berechnungsmethoden existieren. Es 
werde aber weniger Wasser als heute anfallen, weil zwar die Einzugsfläche 
gleichbleibe, aber sämtliche Sickereinrichtungen mit Humus abgedeckt 
würden, während die Kontrollschächte heute offen seien, das geringere 
Gefälle in der oberen Deponiehälfte von neu 2 % (bisher 6-23 %) eine mar-
kante Abflussverzögerung bewirke und die vom Bodenschutzkonzept vor-
geschriebene Erhöhung der Bodenmächtigkeit von ca. 55 cm auf neu 
durchgehend mindestens 70 cm ein grösseres Bodenspeichervolumen er-
gebe. Folglich genügten die vorhandenen und funktionierenden Ableitun-
gen weiterhin (Ziff. 2.6 S. 8; zum Ganzen auch Fachbericht Geologie 
Ziff. 3.2, 5.1, 5.3 und 6.3 sowie Beschwerdeantworten der Beschwerde-
gegnerinnen 1 Rz. 31 ff. und der Gemeinde Rz. 53 ff.). Das TBA hat in sei-
nem Amtsbericht vom 8. April 2014 denn auch ausgeführt, dass das Ablei-
ten von Drainagewasser über die bestehende Sauberwasserleitung in den 
Louibach wasserbaupolizeilich nicht relevant sei, weil an der bestehenden 
Sauberwasserleitung nichts verändert werde (act. 6C19 pag. 435 Ziff. 2.1). 
Soweit es vorher genauere Angaben verlangt hatte (E-Mail vom 23.8.2013, 
act. 6C6 pag. 209 [Anhang zum Vorprüfungsbericht vom 29.8.2013]), war 
diese Forderung entgegen der Behauptung der Beschwerdeführenden er-
füllt. Es ist somit nachvollziehbar dargelegt, dass kein zusätzliches Sau-
berwasser die bestehende Kanalisation belastet (zur Betriebsphase vgl. 
Erläuterungsbericht zur ÜO Ziff. 2.6 S. 8 und Anhang 6.18). Die Versicke-
rung wird vielmehr verbessert und die Anlagen zur Fassung und Ableitung 
von überschüssigem Meteorwasser und allfälligem Hangwasser der neuen 
Terraingestaltung angepasst. Bei dieser Ausgangslage steht kein Neuan-
schluss an die privaten Sauberwasserleitungen zur Diskussion, der gemäss 
Art. 4 BauV rechtlich sicherzustellen wäre (vgl. allgemein zur Sicherstel-
lungspflicht Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 7/8 N. 12). 

13.5 Schliesslich ergibt sich aus den Akten, dass auch in der Betriebs-
phase keine übermässigen Wassermengen eingeleitet werden: Das Re-
genwasser, das auf die Deponieflächen trifft, wird durch die Ober- und Un-
terbodendämme zurückgehalten und fliesst gedrosselt auf das weiter unten 
liegende Wiesland, wo es via Oberbodenpassage versickern kann (Erläute-
rungsbericht zur ÜO Ziff. 2.6 S. 8). Wie die Gemeinde zutreffend ausführt, 
beträgt die maximale Aufstauhöhe gemäss Anhang 6.18 zum Erläute-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.01.2021, Nr. 100.2019.268U, 
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rungsbericht zur ÜO lediglich einen Meter (vgl. Beschwerdeantwort der 
Gemeinde Rz. 61). Es entsteht kein 2,5 m tiefer Teich, wie die Beschwer-
deführenden geltend machen. Sie bringen somit keine Argumente vor, wel-
che die Entwässerung als problematisch erscheinen lassen. 

14. Interessenabwägung, Ergebnis

14.1 Die Beschwerdeführenden bringen schliesslich vor, eine umfassen-
de Interessenabwägung sei unterblieben. Das AGR habe sich darauf be-
schränkt, die für die Deponie sprechenden Interessen zu nennen. Die Vor-
instanz habe sich deshalb nicht damit begnügen dürfen, auf den Gesamt-
entscheid des AGR zu verweisen. Gegen das Vorhaben spreche die erheb-
liche und dauernde Beeinträchtigung des Landschaftsbilds, der Verstoss 
gegen das Ablagerungsverbot gemäss GBR und die Lage im Gewässer-
schutzbereich Au. Weiter sei in der angrenzenden Wohnzone mit erhebli-
chem Betriebs- und Strassenverkehrslärm sowie mit Staubimmissionen zu 
rechnen. Auch die Erschliessung spreche gegen die Deponie und die An-
wohnerinnen und Anwohner seien in ihrem Vertrauen in die Planbeständig-
keit zu schützen. Das Vorhaben sei zudem unverhältnismässig, da das 
Deponievolumen gering sei. Demgegenüber sei die Beeinträchtigung der 
Natur und der Umwelt erheblich, der notwendige Kontrollaufwand über-
mässig und der durch die richtplanwidrige Erschliessung verursachte Füll-
vorgang aus ökologischer Sicht nicht nachvollziehbar. 

14.2 Der Bedarf an Deponievolumen ist ausgewiesen (vorne E. 6). Es 
besteht ein grosses, im TRP ADT ausgewiesenes öffentliches Interesse an 
der Deponie. Der Standort wurde im Richtplanverfahren nach einer Interes-
senabwägung festgelegt (Objektblatt Trom Badweidli, Anhang 6.4 zum Er-
läuterungsbericht zur ÜO). Das öffentliche Interesse wird nicht durch die 
Grösse der Deponie relativiert: Sie überschreitet die Mindestgrösse ge-
mäss Art. 37 Abs. 1 Bst. a VVEA von 50'000 m3 für eine Deponie Typ-A um 
21'500 m3 (vorne E. 2.1). Das Deponievorhaben mit der (vom Richtplan 
abweichenden) Erschliessung verletzt weder die von den Beschwerdefüh-
renden genannten Normen des Landschafts- und Umweltschutzes (vorne 
E. 7-13) noch den Grundsatz der Planbeständigkeit (vorne E. 4). Die ÜO 

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trägt den berührten öffentlichen und privaten Interessen soweit nötig Rech-
nung, indem Massnahmen getroffen werden, welche die Auswirkungen auf 
die Landschaft und die Umwelt sowie die Anwohnerschaft möglichst gering 
halten. Ferner sind die Beschwerdegegnerinnen 1 als Deponiebetreiberin-
nen verantwortlich, dass kein falsches Material eingebaut wird (Art. 25 ÜV). 
Der entsprechende Kontrollaufwand spricht nicht gegen das Vorhaben, fällt 
er doch bei jeder Deponie an. Festlegungen zur Kontrolle sind im Übrigen 
Gegenstand der Betriebsbewilligung, die hier nicht Thema ist (vorne 
E. 8.3).  

14.3 Die Vorinstanz hat sich mit den Einwänden der Beschwerdeführen-
den (wenn auch knapp) befasst und ist zu Recht zum Schluss gekommen, 
dass diese unbegründet sind. Es ist nicht zu beanstanden, dass sie das 
Interesse an der Deponie im Ergebnis höher gewichtet hat als die von den 
Beschwerdeführenden angeführten entgegenstehenden Interessen. Die 
Vorinstanz hat weder den Anspruch der Beschwerdeführenden auf rechtli-
ches Gehör verletzt, noch den Sachverhalt unvollständig festgestellt, auch 
nicht dadurch, dass sie die von den Beschwerdeführenden beantragten 
Gutachten zu Lärm- und Staubimmissionen nicht eingeholt hat (vorne E. 3). 
Der angefochtene Entscheid hält der Rechtkontrolle stand. Die Beschwerde 
erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten 
ist (vorne E. 1.1). 

15.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführenden un-
ter Solidarhaft die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 106 VRPG). Zudem haben sie den Beschwerdegegnerinnen 1 die Par-
teikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die 
Beschwerdegegnerinnen 1 sind mehrwertsteuerpflichtig und können des-
halb die von ihrer Rechtsvertreterin und ihrem Rechtsvertreter auf sie 
überwälzte Mehrwertsteuer als Vorsteuer abziehen; es fällt also kein Auf-
wand für Mehrwertsteuer an, der bei der Bestimmung des Parteikostener-
satzes zu berücksichtigen wäre (BVR 2014 S. 484 E. 6; Ruth Herzog, 

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a.a.O., Art. 104 N. 10). Die Gemeinde hat keinen Anspruch auf Parteikos-
tenersatz (Art. 104 Abs. 4 VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 5'000.--, werden den Beschwerdeführen-
den auferlegt.

3. Die Beschwerdeführenden haben den Beschwerdegegnerinnen 1 für 
das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, bestimmt 
auf Fr. 7'527.-- (inkl. Auslagen), zu ersetzen. 

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Beschwerdegegnerinnen 1
- Beschwerdegegnerin 2
- Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern
- Bundesamt für Umwelt
- Bundesamt für Raumentwicklung

und mitzuteilen:
- Tiefbauamt des Kantons Bern, Oberingenieurkreis I
- Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.